Library / Chemistry / Mineralogia Polyglotta
Transcriber's notes: _ Kursiv / italic
# Fett / bold
[] Korrektur von Satzfehlern / correction of typos
[?*] unlesbar in der gedruckten Ausgabe /
unreadable in print version
[or:] unklare Schreibweise in der gedruckten Ausgabe /
unclear typography in print version
MINERALOGIA POLYGLOTTA
von
CHR. KEFERSTEIN,
K�nigl. Preussischem Hofrathe.
HALLE,
1849.
Dem
K�nigl. Preussischen Ober-Bergrathe,
Professor der Mineralogie an der Friedrichs-Universit�t zu Halle,
Doctor der Philosophie und Medicin,
HERRN
ERNST FRIEDRICH GERMAR,
meinem hochverehrten, theuren Schwager,
in
innigster Liebe und Hochachtung gewidmet.
* * * * *
#Inhalt.#
#Erstes Kapitel.#
Allgemeine Namen.
A. Mineralien, Fossilien
B. Erde.
C. Stein.
D. Juwel, Edelstein, Gemme.
#Zweites Kapitel.#
Gemmen und Verwandtes.
�. 1. Diamant.
�. 2. Perlen.
�. 3. Rothe Gemmen und verwandte Steine.
A. Unsere mineralogische Gattung. _Korund_ (Telesie) mit _Rubin_
(roth), _Sapphir_ (blau) und den andern edlen Arten, so wie mit
den unedlen Arten _Diamantspath_ und _Smirgel_.
a. Korund oder Sapphir im Allgemeinen.
b. Unser Rubin oder rother Korund.
c. Unser Sapphir oder blauer Korund.
d. Der graue [gr�ne] Korund oder Sapphir.
e. Der gelbe Korund oder Sapphir.
f. Der Wassersapphir.
g. Der Sternsapphir.
h. Unser Diamantspath.
i. Unser Smirgel.
B. Die dem Korund oder Jacut verwandten Edelsteine der orientalischen
Schriftsteller, die wir noch nicht mit Sicherheit zu deuten wissen.
a. Der laal, balchasch, balax, balais.
b. Der benefsch und banfasch.
c. Der badschadi, basadi und madidsch im Arabischen,
der bidschade, badensch und madensch im Persischen.
d. Der Kerkend.
e. Der Kerkin.
f. Der Kuser.
g. Der Chamachan.
h. Der Ehrendsche.
i. Der Jarakan.
C. Unsere Gattung Spinell.
D. Unsere Gattung Zirkon und Hyacinth.
E. Unsere Gattung Kaneelstein oder Essonit.
F. Unsere Gattung Granat mit Leucit.
G. Unsere Gattung Turmalin und Sch�rl.
H. Der Sard.
I. Der Sardonyx und Onyx.
K. Der unedle Sard, unser Carneol, Calcedon und Agath
L. Die rothe Koralle.
�. 4. Gr�ne Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Unsere Gattung Smaragd.
Anhang: Die von den orientalischen Schriftstellern angef�hrten, dem
Smaragde �hnlichen Steine.
B. Unsere Gattung Beryll und Aquamarin.
C. Unsere Gattung Chrysolith, Peridot und Olivin.
D. Der Tharschisch der Hebr�er und Chrysolithos.
E. Unsere Gattung Chrysoberill oder Cimophane.
F. Unser Katzenauge.
G. Unsere Gattung Plasma.
H. Unser Jaspis.
I. Unser Heliotrop.
K. Der Chrysopras.
L. Unser T�rkis oder Calait.
M. Unser Malachit.
N. Der Molochites der Alten.
O. Der Omphax der Alten.
P. Unsere Gattung Idocras oder Vesuvian.
Q. Unsere Gattung Epitot, Pistacit, Thallit.
R. Unsere Gattung Augit oder Pyroxen.
S. Unsere Gattung Hornblende oder Amphibole.
T. Unsere Gattung Diallage und Smaragdit.
�. 5. Gelbe Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Unsere Gattung Topas.
B. Der Topazion der Alten und der Pitdah der Hebr�er.
C. Der Bernstein.
�. 6. Blaue Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Unsere Gattung Peliom.
B. Die Gattung Lasurstein und Ultramarin.
C. Unsere Gattung Cyanit.
D. Der Amethyst.
�. 7. Weisse Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Der Opal, Edelopal.
B. Der Halbopal und Hydrophan.
C. Der Bergkrystall.
�. 8. Die 12 Gemmen im Schmucke der Hohenpriester bey den Hebr�ern.
#Drittes Kapitel#.
Steine, Erden und Verwandtes.
�. 1. Quarz-Gruppe.
A. Quarz, gemeiner Quarz.
B. Kiesel, Kieselstein.
C. Hornstein.
D. Feuerstein.
E. Probierstein.
F. Wetz-, Schleifstein.
G. Schiefer, Dach-, Thonschiefer.
H. Sand, Grus, Grand, Schotter.
I. Sand-, Quaderstein.
K. Tripel.
L. Bergmehl, Kieselguhr, Mondmilch.
M. Essigstein.
N. Bezoar, Drachenstein, Schlangenstein.
�. 2. Feldspath-Gruppe.
A. Edler Feldspath, Adular, Mondstein.
B. Labrador und Murrhinum.
C. Amazonenstein.
D. Gemeiner bl�ttriger Feldspath.
E. Gemeiner dichter Feldspath, Feldstein.
F. Zeolith.
G. Chiastolith.
H. Obsidian.
I. Perlstein.
K. Pechstein.
L. Bimsstein.
M. Lava, Basalt, Wacke, Klingstein.
N. Vulkanischer Tuff, Puzzolane, Trass.
O. Alaunstein.
P. Aluminit.
�. 3. Glimmer-, Talk- und Thongruppe.
A. Glimmer.
B. Chlorit.
C. Talk.
D. Asbest, Amianth.
E. Speckstein, Steinmark, Magnesit.
F. Magnesit, kohlensaure Kalkerde.
G. Topfstein.
H. Serpentin.
I. Meerschaum.
K. Walkthon.
L. Thon, T�pfer-, Porzellanthon.
M. Porzellan.
N. Siegelerde.
O. Mergel.
P. Lehm, Leimen, Letten.
Q. Ziegel, Ziegelstein, Dachziegel.
R. Bolus, R�thel, rothe Kreide.
S. Ocker, Gelberde.
T. Gr�nerde, Berggr�n.
U. Umbra.
V. Anhang. N�here Bestimmung der Farben, die im Alterthume angewendet
wurden, von den Autoren, besonders von Plinius erw�hnt sind.
�. 4. Kalk-Gruppe.
A. Kalkstein und Kalk im Allgemeinen.
B. Der gebrannte Kalk.
C. Der M�rtel, die T�nche.
D. Marmor nebst andern politurf�higen und verwandten Gesteinen.
a) Marmor im Allgemeinen.
b) Die bekanntesten wahren, aus kohlensaurem Kalk bestehenden
Marmorarten der Griechen und R�mer.
c) Nicht aus Kalkstein bestehende politurf�hige Steine, die zum
Marmor gez�hlt wurden, und hieran sich schliessende Gebirgsarten.
1. Alabaster.
2. Serpentin.
3. Gr�nporphyr.
4. Gr�nstein.
5. Hornblendgestein.
6. Granit, Syenit.
7. Gneis.
8. Porphyr, lapis troicus und thebaicus.
E. Kreide.
F. Stinkstein.
G. Kalktuff.
H. Tropfstein.
I. Roggenstein.
K. Faserkalk.
L. Kalkspath, Arragonit.
�. 5. Flussspath-Gruppe.
�. 6. Phosphorsaurer Kalk.
�. 7. Gyps oder schwefelsaurer Kalk.
A. Gyps im Allgemeinen und gemeiner Gyps.
B. Gebrannter Gyps.
C. Alabaster.
D. Gypsspath, Marienglas.
E. Stahl- und Fasergyps.
�. 8. Baryt-Gruppe.
A. Schwefelsaurer Baryt oder Schwerspath.
B. Witherit.
�. 9. Strontian-Gruppe.
A. Strontianit.
B. Z�lestin.
�. 10. Borax-Gruppe.
A. Borazit.
B. Datolith.
#Viertes Kapitel#.
Salze und Verwandtes.
�. 1. Kochsalz.
A. Kochsalz und Salz im Allgemeinen.
B. Steinsalz.
C. Chlor- und Salzs�ure.
�. 2. Salpeter.
A. Salpeter im Allgemeinen.
B. Salpeters�ure, K�nigswasser.
�. 3. Glaubersalz.
�. 4. Bittersalz.
�. 5. Alaun.
�. 6. Mineralalkali und Verwandtes.
A. Natron.
B. Trona.
C. Soda.
D. Das Glas.
�. 7. Kali, Potasche und Verwandtes.
A. Kali.
B. Weinstein.
C. Kalihaltige Asche.
D. Kalihaltige Lauge.
E. Die Seife.
�. 8. Borax.
�. 9. Ammonium.
A. Kohlensaures Ammoniak.
B. Salmiak.
�. 10. Vitriol.
A. Vitriol im Allgemeinen.
B. Kupfervitriol.
C. Eisenvitriol.
D. Zinkvitriol.
E. Kobaltvitriol.
#F�nftes Kapitel#.
Brennliche Mineralien, d.i. die kohligen und �berhaupt diejenigen, welche
man unter diesem Namen gew�hnlich verstehet.
�. 1. Bergbalsam.
�. 2. Naphtha.
�. 3. Erd�l.
�. 4. Erdpech.
�. 5. Gagat.
�. 6. Kohle.
A. Kohle im Allgemeinen.
B. Torf.
C. Braunkohle.
D. Steinkohle.
�. 7. Graphit.
�. 8. Schwefel.
Anhang. Schwefels�ure.
#Sechstes Kapitel#.
Metalle und Verwandtes.
�. 1. Metall, Erz, Erzstufe.
�. 2. Gold.
A. Gold im Allgemeinen.
B. Das reinste Gold.
�. 3. Silber.
A. Silber im Allgemeinen.
B. Silbererz.
C. Rothgiltigerz.
D. Glaserz.
E. Spr�dglaserz.
F. Hornerz.
G. Mit Silber legiertes Gold.
H. Niello, Silber mit Schwefel.
I. H�llenstein.
�. 4. Quecksilber.
A. Das metallische Quecksilber.
B. Zinnober.
C. Lebererz.
D. Ethiops mineralis.
E. Amalgam.
F. Sublimat.
�. 5. Platina nebst den verwandten damit vorkommenden Metallen,
Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium.
�. 6. Tellur oder Silvan.
�. 7. Kupfer.
A. Das metallische Kupfer.
B. Bronce.
C. Messing.
D. Flittergold, Rauschgold.
E. Weisskupfer, Neusilber, paksong.
F. Weisser Tombak, Weisskupfer.
G. Kanichan.
H. Kupferlegierung.
I. Kupferrost.
K. Gr�nspan.
L. Berggr�n.
M. Kupfererz.
N. Rothkupfererz.
O. Fahlerz.
P. Kupferglanz.
Q. Kupferkies.
R. Kupferlasur.
S. K�nstliche Kupferlasur.
�. 8. Nickel.
�. 9. Eisen.
A. Das metallische Eisen.
B. Stahl.
C. Blech.
D. Draht.
E. Nagel.
F. Schmelzen.
G. Schmelzofen.
H. Schlacken.
I. Rost.
K. Eisenerz.
L. Eisenkies.
M. Magneteisenstein.
N. Spatheisenstein.
O. Eisenglanz.
P. Rotheisenstein.
Q. Braun-, Schwarzeisenstein.
R. Ocker.
S. Thoneisenstein.
T. Bohnerz.
U. Raseneisenstein.
�. 10. Mangan.
A. Manganmetall.
B. Graubraunsteinerz.
C. Rothbraunsteinerz.
�. 11. Chrom.
A. Chrommetall.
B. Chromeisenstein.
C. Chromsaures Blei.
�. 12. Titan.
A. Titaneisen.
B. Rutil.
C. Anatase.
�. 13. Wolfram.
A. Wolfram.
B. Tungstein.
�. 14. Molybd�n.
�. 15. Kobalt.
A. Speiskobalt.
B. Kobaltglanz.
C. Erdkobalt.
D. Smalte.
�. 16. Wissmuth.
A. Das metallische Wissmuth.
B. Wissmuthglanz.
C. Wissmuthocker.
D. Weisses Wissmuthoxyd.
�. 17. Blei.
A. Das metallische Blei.
B. Bleioxyd.
C. Das graue und weisse Oxyd.
D. Gl�tte.
E. Bleiglas.
F. Masticot.
G. Mennige.
H. Bleiweiss.
I. Bleiglanz.
K. Bleispath.
[L. Bleierde.]
�. 18. Zinn.
A. Das metallische Zinn.
B. Zinnlegierungen.
C. Zinnerz.
�. 19. Zink.
A. Zinkmetall.
B. Zinkblende.
C. Zinkoxyd, Galmey.
�. 20. Spiessglanz, Antimon.
A. Antimon im Allgemeinen.
B. Grauspiessglanzerz.
C. Spiessglanzsalbe.
D. Antimonoxyd, Spiessglanzweiss
�. 21. Arsenik.
A. Arsenik im Allgemeinen.
B. Gediegener Arsenik.
C. Arsenikoxyd.
D. Arsenikrubin.
E. Arsenikkies.
F. Rauschgelb.
G. Realgar.
H. Operment.
I. Arseniksalbe.
* * * * *
Erstes Kapitel. #Allgemeine Namen.#
A. _Mineralien, Fossilien_.
Begreift Alles, was dem Steinreiche angeh�rig aus der Erde gef�rdert wird.
_dhatu, tschakranamen_ im Sanscrit;--_habyuna-khuna-sa-kyi-kamasa_ im
Tibetanischen;--_kong_ im Chinesischen;--_meaden_ im Persischen;--_moedeni,
ricas, kani, kaejsur_ im Arabischen;--_metchaphrono_ im Syrischen.
_kopalny_ im Polnischen (von copak, graben), daher kopalnia der Bergbau,
kopalnopismo die Mineralogie; i krolestwo rzeczy kopalnych ist das
Steinreich;--_kow_ im Czechischen, auch _kopanina_ (das Gegrabene, von
kopan graben);--_kopalnic_ auch _rudouina_ im Windischen (Krain);
--_kopaonik_ im Slavonischen (von kopati graben);--_rudarski_ im
Croatischen.
_mein_ im G�lischen (heisst auch die Grube), daher meinneolas die
Mineralogie, meinearach der Mineralog; auch _cloddydd_ (von clod der Stein,
cloddio die Grube);--_maen_ im W�lschen (ist auch der Stein);--_mineralia_
im mittelalterlichen Latein;--_mineral_ im Englischen, Franz�sischen,
Spanischen, Portugiesischen und Teutschen;--_minerale_ im
Italienischen;--_mineraal_ im Holl�ndischen und D�nischen;--_mineralier_ im
Schwedischen.
[Greek: metalla] im Griechischen (von meiteal im G�lischen das Erz), auch
[Greek: orykta], das Gegrabene (woher Oryktognosie);--[Greek: orykton,
skaphton] im Neugriechischen;--_metatta_ im Lateinischen auch _fossilia_
(von ffosi graben im W�lschen, ffos die Grube).
B. _Erde_.
Hier vorzugsweise, im Gegensatze von Stein, das Lockere, nicht Feste. Im
Speciellen unterscheidet man: staubige Erde (mo im Schwedischen), trockene
(mull) und fette oder thonige (lera).
_ty, tu, thou_ im Chinesischen, ngan ist Staub;--_sa_ im
Tibetanischen;--_zi_ im Japanischen;--_na_ im Mandschu; _nai_ im
Malaiischen;--_gasar, gadsar_ im Mongolischen;--_tanah_ im
Javanischen;--_tui_ im Samojedischen;--_myg_ im Ostiakischen;--_ma, mua,
muld_ im Finnischen (woher wohl mo, mull im Schwedischen);--_erthe, ierd,
irth_ im Alt-Finnischen;--_ma, mag_ im Wogulischen;--_f�ld_ im
Magyarischen.
_mira, musa_ in den kaukasischen Sprachen;--_mitza, gim_ im Georgischen.
_ir, yirda_ im Tartarischen;--_jer, jerda, er, erez_ im
T�rkischen;--_scher_ im Kirgisischen;--_ser_ im Tschouwassischen.
_kah, kahi, ertosi_ im Koptischen, uan ist Staub;--_mydr_ im
Aethiopischen;--_maret_, im Abessinischen;--_midra, medhro, ge, gi, artho_
im Syrischen;--_erez, adamah, pich, gusch_ im Hebr�ischen, aphar ist
Staub;--_erez, ara, artha_ im Chald�ischen, abka ist Staub;--_erz, airdhi,
rems, tarb, torab_ im Arabischen;--_ard_ im Maltesischen;--_ard, hagh,
jergir_ im Armenischen;--_er, ar, erri_ im Baskischen;--
[Greek: g�, gaia] im Griechischen (mag mit ge im Syrischen oder mit einem
verwandten Worte im Ph�nizischen zusammenh�ngen);--[Greek: g�, ch�ra] im
Neugriechischen.
_seml�_ im Russischen;--_semla_ im Windischen;--_zemlya_ in
Croatien;--_zema_ im Sorbischen;--_semja_ im Wendischen;--_ziemia_ im
Polnischen;--_zeme_ im Czechischen und Litthauischen;--_zemglja_ im
Bosnischen und Ragusanischen;--_sema_ im Lettischen;--_glina_ im
Serbischen.
_tir, daer_ im W�lischen, pridd ist Dammerde, maran ist Marsch, vom Meere
abgesetzt;--_ter, tir, daer_ im G�lischen;--_daor_ im Bretonischen, auch
_ter_, das veraltet ist, sich aber in Zusammensetzungen findet; _terra_ im
Lateinischen Italienischen, Portugiesischen;--_terre_ im
Franz�sischen;--_tierra_ im Spanischen.
_airtha, eard_ im Gothischen;--_erthe, jerd, irth_ im Alt-Friesischen, mull
ist staubige Erde;--_earth_ im Englischen, dust ist Staub;--_eordhe_ im
Angels�chsischen, myll ist Staub;--_aert_ im Flamml�ndischen;--_aard_ im
Holl�ndischen, mul ist Staub;--_herda_ im Alt-Fr�nkischen und
Allamannischen;--_jord, joerd_ im Isl�ndischen (wie jerd im
Alt-Finnischen), mold ist Staub;--_jord_ im Schwedischen und D�nischen, mo,
muld, mull ist Staub (wie im Finnischen).
_pament_ im Walachischen, prafu ist Staub;--_de, stere_ im Albanischen.
C. _Stein_.
(Zu vergleichen ist der Artikel: Kieselstein.)
_chi, che, sce, schi, chap_ im Chinesischen (pan ein grosser Stein, kiang
ein kleiner harter, lien, ly-tso ein roher, hing ein M�hlstein, king ein
klingender, tchu ein rother Stein);--_rdo, to, rdo-ba, kar, gora-mia_ im
Tibetanischen;--_batu, arang, wato_ im Malaiischen;--_watu_ im
Javanischen;--_ouche, dschalo_ im Tartarisch-Mandschu;--_tscholon_ im
Kalm�ckischen;--_ujarak_ im Gr�nl�ndischen;--_poinah, jola, hyma_ im
Tungusischen; _tu, tol_ in [im] Koreanischen;--_itsi_ im Japanischen;--_is_
im Permischen; _p�, pai, po, pyl, phi, fualla_ im Samojedischen;--_guwwen,
guvien_ im Korj�kischen;--_poina_ im Kurulischen;--_kual_ im
Kamtschadalischen.
_kiwi, k�, tschiwi_ im Finnischen;--_kiwwi_ im Esthnischen;--_kiw, keu,
kewu, py_ im Ostiakischen;--_kow, achtys_ im Wogulischen;--_kallia_ im
Finnl�ndischen;--_kedke_ im Lappischen;--_kowa, k�, ke�_ im Magyarischen.
_kwa, kua, kach_ im Georgischen;--_kara, kera, miwweh_ im
Tscherkessischen;--_kara, gul, hizo, teb, izo_ in den �brigen kaukasischen
Sprachen.
_tasch, kar_ im Tartarischen und Kirgisischen;--_tasch, chas, aeghiar_ im
T�rkischen, ejjer ist harter Stein, _qaja_ Fels.
_khar, kuar, gadskhar, ljear_ im Armenischen.
_onr_ in der alten aegyptischen Hieroglyphensprache nach
Champollion;--_one, ene, al_ im Koptischen;--_ibn_ im Abessinischen und
Aethiopischen, kekuh ist Fels;--_ehena, danegaja, baledete_ im Amharischen,
mefetche ist kleiner Stein, marege Fels;--_eben_ im Hebr�ischen, keph, zur
ist Fels;--_eben, perid, peririn_ im Chald�ischen, pesiphas ist kleiner
Stein, tinar, zunm ist Fels;--_abhno, kefa, kiph_ im Syrischen;--_itsa,
hagr, hadschar, hygiar, rockhan, daeka, d�sta_ im Arabischen, zolaat ist
glatter Stein, narval weisser Stein, lachfat ist weicher d�nner Stein,
radal, car Fels, dschebel Berg;--_hhagar_ im Maltesischen;--_adgragr,
kitla_ im Berberischen und Kabylischen;--_klugi_ im
Dungulischen;--_emmenick_ im Tigrisischen (Nordafrica).
_a�man, �ila, kalla, prastara, patharo, kascha_ im Sanscrit, giri, mali ist
Fels;--_pathara_ im Bengalischen;--_sung_ im Hindu, gara, khara ist
Fels;--_galle_ im Singhalesischen auf Ceylon;--_kallou_ im
Malabarischen;--_lochou_ im Nepalischen.
_djerera_ in Pehlvi;--_char, khara, pad, senk_ im Persischen, senkin ist
steinern;--_senk_ im Bucharischen,--_kani_ im Afghanischen.
_akmen, akmins_ im Litthauischen (wie im Sanscrit);--_akmins_ im
Lettischen, akmins kalns ist Fels;--_kamen_ im Russischen, Czechischen,
Croatischen, Windischen, Illyrischen, Bosnischen, Slawonischen, skala ist
Fels;--_kaman_ im Dalmatischen, kars ist Fels;--_kam, kammen_ im
Ragusanischen;--_kamien_ im Polnischen, kamioka sind Steinarten, orcel,
orcla der Bruchstein, cale �berhaupt das Gestein unter der Erde, fliza die
Fliesse.
_arri, arria, harria, arcanta_ im Baskischen, arroca ist Fels, auch acha,
aitza, arcaitza.
_chalitz_ (ob mit cal im G�lischen zusammenh�ngend?) auch _gkur, zourre,
sourre_ im Albanischen;--_piatr�, petra_ im Walachischen, bolavan ist Fels.
_maen, careg_ im W�lschen, caregan ist ein kleiner Stein, maenaid steinig,
maen gwerthfawr ein werthvoller Stein, maen melin ein Meilenstein, llech
ein platter, schiefriger Stein, craig ist Fels, carn Fels, auch
Steinhaufen, daher wohl in der Schweiz kar, karre f�r Fels;--_maen, mein_
(woher mine im Franz�sischen), auch _lach, lech, crag_ im Bretonischen,
meingle ist Steinbruch, roch Fels (woher roche im Franz�sischen);--_clach,
cal, gal, cled, cloch, bil, balon, baleyn, felyen_ im G�lischen, cloiche
ist steinig, leac ein platter Stein, fly, flynt ein harter feuerschlagender
Stein, cleddiwig ist Steinbruch (carreria im Schottischen), carr (daher
carriere im Franz�sischen), roc, craig, agaun (wie agaunum im
Alt-Gallischen) ist Fels, tur hoher Berg (daher Tauren im Schweizerischen).
_[Greek: lithos]_ im Griechischen (wohl zusammenh�ngend mit leac, llech,
lach im Keltischen, woher auch lapis), ferner _[Greek: laas]_; (wie das
keltische clach), selten _[Greek: stia, stion]_ (�hnlich wie im
Gothischen), [Greek: ps�phos] ist kleiner Stein (wie das chald�ische
pesiphas), [Greek: petros] ist Fels (wie petra im Walachischen);--[Greek:
chaliki] (wie im Albanischen), auch [Greek: petra] im Neugriechischen;--
_peiro_ im Proven�alischen;--_pierre_ im Franz�sischen, auch cailliou (von
cal), roche ist Fels;--_piedra_ im Spanischen, auch _laxa_ (von lach im
Keltischen), roca, serra ist Fels;--_pedra_ im Portugiesischen, rocha ist
Fels;--_pietra_ im Italienischen, rocca ist Fels.
_stain_ im Gothischen;--_stein, steiern_ im Isl�ndischen, rock ist
Fels;--_stan_ im Angels�chsischen;--_sten_ im Schwedischen, fjallsten,
field ist Fels (ob vielleicht aus dem Finnischen?);--_steen_ im D�nischen,
klintsteen ist Fels;--_steen_ im Holl�ndischen, rotssteen ist
Fels;--_stien_ im Alt-Friesischen;--_stain_ im Alt-Teutschen, ullins ist
harter Stein (vielleicht mit flynt zusammenh�ngend);--_stone_ im
Englischen, rock ist Fels (beym englischen Bergmanne heisst das feste
Gestein carrack, quarr, wohl von car im Keltischen).
D. _Juwel, Edelstein, Gemme_.
_tschendju, vou-fou, tche-k�_ im Chinesischen; po, pou ein rother
Edelstein; chao, chao-pao, chao-yo, kieou ein sch�ner Edelstein; mo, lo,
min, jen, yng, tsin, tse, yao ein Stein, �hnlich den Edelsteinen; fou, ein
Stein schlechter als ein Edelstein; hiay ein schwarzer Edelstein; ly, lieou
ein durchsichtiger Edelstein; tsching, vou, tou, lang Edelsteine den Perlen
�hnlich; yeou, ngo, ky, kouen weisse Edelsteine; yang, hia fleischfarbige;
nao, mano weiss mit schwarzen Adern; py blau und durchsichtig; men, fang,
hiang rothe Edelsteine;--_rdo-rye-badsa, rina-po-ehhe, nora-pu_ im
Tibetanischen, auch _muddi_ und _mani_ (wie im Sanscrit);--_kou, fiaham,
koufiahan_ im Tartarisch-Mandschu.
_mani, prastara_ im Sanscrit, auch _upala, opala_ (mit Opal
zusammenh�ngend);--_gahana_ in Bengalen, auch _dschouhara_ (wie im
Persischen), dschouhari ist Juwelier;--_manikan_ im Malaiischen.
_kallis kiwwi_ im Esthnischen;--_draga k�, gyongy_ im Magyarischen;--_agn,
markarid_ im Armenischen.
_aann, anm_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach
Champollion;--_anamei, one-emme, oni, emmei, bnooni_ im Koptischen;--_enku,
baheri_ im Aethiopischen;--_ebem jekarah_ im Hebr�ischen; puch ist Schmuck,
migdanoth, peninin kostbare Waare, Pretiosen;--_juhadin, joharin, gmar,
aban, taba_ im Chald�ischen;--_dabho, margenijath_ im Syrischen.
_giauher, gewher, j�har, gewahir, javakit, farid_ im Arabischen; hadschara
muthammana in der vulg�ren Sprache; giohari, giauhari, geuheri der Juwelier
(auch im T�rkischen und Persischen gebr�uchlich), nadhm aldschanaber,
nadham aldorara, nethraldorrt ist Schmuck, eine Reihe von
Juwelen;--_gavhar_ im Maltesischen;--_kimetlii tasch, eska, gieuher,
dgiauler, dschewahir_ im T�rkischen;--_gawher_ im Bulgarischen;--_gioahr_
im Kurdischen;--_kyimelii tus, ghiauher, gewher, dschewher_ im Persischen;
pure ist Schmuck.
_dragnzjennoi kamen_ im Russischen;--_drahy kamen_ im Czechischen,
Slowakischen, Illyrischen;--_drogi kamien_ im Polnischen;--_dragi kameni_
im Windischen, auch shlaten-kamen;--_dahrgs axmins_ im
Lettischen;--_akmenelis brungus_ im Litthauischen.
_bertaria, bertistea_ im Baskischen (von bert sch�n und ar Stein);--_pietra
cinstita, pietri scumpe_ im Walachischen, olor ist Kleinod;--_gourre te pa
tsmouare_ im Albanesischen.
_gem, glain, maen gwerthfawr_ (werthvoller Stein), auch _ceinion, ereiries_
(Juwel) im W�lschen, gemydd ist Juwelier, auch ceinionydd;--_gem, geam,
cloch-buaidh_ im G�lschen, auch _uige_ (Juwel), _usgar, seud, seudraid_;
gemmyd, seudair, seudachan ist Juwelier;--_gowdy_ im Schottischen. _[Greek:
gemma, trigl�na]_ im Griechischen;--_[Greek: lithari, petradi, atm�t�
petra]_ im Neugriechischen;--_gemma_ im Lateinischen;--_jivia_ im
mittelalterlichen Latein das Juwel (von uige im G�lischen);--_gemme_ im
Italienischen, auch _gioja, gioies_ das Juwel, giojelliere der
Juwelier;--_gemme, pierre pretieuse_ im Franz�sischen;--_joyau_ ist Juwel,
joaillier der Juwelier;--_gems_ im Englischen; _jewell_ das Juwel, jeweller
der Juwelier, _gimma, stan searo_ im Angels�chsischen;--_gimsteiern,
edalsteiern_ im Isl�ndischen;--_gimstein, aedelsteen_ im
Schwedischen;--_juwel_ ist Juwel;--_edelsteen, juwel_ im
Holl�ndischen;--_piedra pretiosa_ im Spanischen, _joyel_ ist Juwel;
joyelero der Juwelier, _pedras pretiosas_ im Portugiesischen.
* * * * *
Zweites Kapitel. #Gemmen und Verwandtes.#
#�. 1. Diamant.#
Er ist der h�rteste Stein, hat das meiste Feuer (den h�chsten Glanz), kommt
aus Indien und Brasilien, dient vorzugsweise zum Schmuck, zu Schleifpulver,
zum Schneiden des Glases u.s.w. Um das Feuer zu erh�hen, schleift man ihn
gew�hnlich, und unterscheidet nach Art des Schnittes (der Form, die aus dem
Schleifen hervorgegangen ist): _Brillanten_ (wo viele Reihen regelm�ssiger
Facetten so liegen, dass sich das Farbenspiel des Glanzes am sch�nsten
darstellt), _Rosetten, Tafelsteine_ u.s.w. Die Diamanten sind meist
wasserhell oder grau, doch giebt es auch gef�rbte, die aber der Juwelier
meist mit andern Namen belegt. Man hat a) _wasserhelle_ oder _graue
Diamanten_, b) _gr�ne_, welche von den Juwelieren meist orientalische
Smaragde genannt werden, c) _rothe_, d) _gelbe_, e) _blaue_, f) _schwarze_.
In den Edelstein-W�schereien kommt h�ufig Magneteisenstein vor, der mit dem
Diamanten gleiche Gr�sse und Kristallform hat, den schwarzen Diamanten oft
sehr �hnlich ist, daher mag es kommen, dass in vielen, besonders
orientalischen Sprachen (auch im Lateinischen) Diamant und Magneteisenstein
mit gleichen oder �hnlichen Namen belegt werden.
_kin-kang-chy_, auch _pa-tche-lo_ im Chinesischen;--_wadjira_ im
Mongolischen;--_wadjra, rdo-rye-pha-lama_, auch _rdo-rye-badsa_ (was auch
Scepter, Donnerkeil, Edelstein heisst) im Tibetanischen;--_intam, itam_ im
Malaiischen;--_itam_ im Malagarischen.
_elmas, mas_ im T�rkischen, kybrys elmasi ist der gelbe Diamant;--_almas_
im Kurdischen;--_almas, mas, elmas, heger�s sejatjum_ im Arabischen;
Taifaschi bemerkt in seiner Mineralogie: dass der almas stets in
gleichwinkligen Gestalten vorkomme und seine Bruchst�cke steis dreyeckig
seyen; Arten f�hrt er nicht an, aber bey dem smaragd-�hnlichen Steinen,
erw�hnt er den elmazet (was der Pluralis von elmas seyn wird) als von der
H�rte und Schwere des Diamanten.--_ihn admas_ im Aethiopischen;--_odomos_
im Syrischen, adamusojo ist diamantartig;--_sabholon, sampirinon, samprin_
im Chald�ischen.
_adamand_ im Armenischen, auch _agn_ d.i. Edelstein; andamnant ist
Magneteisenstein;--_giement, gyemant, dijemanth_ im Magyarischen.
_hira_ im Sanscrit, auch _hiraka, wadjra, wadshra_; ferner a�ira (d.i.
unzerst�rbar), abhedja (unspaltbar), wararaka (vorz�glicher Krystall),
lohadshit (Metallbesieger), sutshimukha (Nadelmund), eine schlechte Art
heisst radschapatta, radschapartta;--_hira, hiraka_ in Bengalen;--_iraa,
iri, itas_ im Hindu; ira bey den indischen Diamantgr�bern. In den
Diamantgruben Indiens, besonders in Sumbhulpuru, wo ziemlich die meisten
Diamanten gewonnen werden, theilt man sie ihrer Qualit�t nach in 4 Classen,
welche mit den Hindu-Kasten gleiche Namen f�hren, in a) bramin, brahma, den
wasserhellen, b) tschetter, chetra, den gelben, c) wassier, vysca, den
nicht hellen, d) tschadrie oder sudra, den grauen; in manchen Gegenden
unterscheidet man: a) montichul den ganz reinen, b) mank, den gr�nlichen,
c) patanna, den r�thlichen, d) bunsput, den dunkelgef�rbten.--Der gr�sste
Diamant ist der kohi-nur, das ist Lichtberg, im Besitze des Ranjet Singh in
Lahore; er hat die Grosse und Form eines H�hnereies, ist rein, weiss und
von ausserordentlichem Feuer.
_mas, almas_ im Persischen; man unterscheidet: a) den wasserhellen, b) den
pharaonischen, c) den olivenfarbigen, d) den schwarzen, e) den
feuerfarbigen, f) den rothen, g) den gr�nen.
_arturguina, diamantea_ im Baskischen.
_almase, alsmas_ im Russischen;--_dyament_ im Polnischen, paragon ist ein
grosser Diamant;--_dyamant_ im Czechischen;--_djemant_ im
Krainischen;--_diamant_ im Slowakischen und Illyrischen;--_gyemant, gemant_
im Croatischen;--_deemants_ im Lettischen;--_temanti kiwwi_ im Esthnischen.
_diamantu_ im Wlachischen;--_diamant_ im Albanischen;--_diamant_ im
Bretonischen;--_adamant, daoimean_, auch _leug chruaidh riomback_ im
G�lischen;--_[Greek: hadamas]_ im Griechischen, der Name mag, vielleicht
durch die keltischen Pelasgier, von den Armeniern entlehnt seyn, durch
welche der Edelsteinhandel vermittelt seyn wird;--in �ltester Zeit hiess
[Greek: hadamas] auch der h�rteste Stahl, [Greek: hadamantinos] st�hlern,
_[Greek: hadamantos]_ unbezwinglich, was vom Diamant entlehnt seyn
mag;--_[Greek: diamante]_ im Neugriechischen;--_adamas indicus_ der R�mer;
die andern Arten der Gattung adamas geh�ren zum Magneteisenstein; der
androdamus ist Arsenikkies, der ziemlich gleiche Krystallform
hat;--_diamantes_, auch _amas_ im mittelalterlichen Latein.
_demant_ im Isl�ndischen und Holl�ndischen (hier auch
divelsten);--_adamant_ im Alt-Hochteutschen (auch demuth);--_diamant_ im
Plattteutschen, D�nischen, Schwedischen; _diamond_ im Englischen; _aymant_
im Alt-Franz�sischen; _diamant_ im Franz�sischen (die grossen nennt man
paragones, die nat�rlichen Octaeder pointes natives, die brillantirten:
brillants (von briller gl�nzen), das derartige Schleifen ist
brillanter);--_diamante_ im Spanischen (iman ist Magneteisenstein);
_diamante, dimao_ im Portugiesischen (naiffos sind die nat�rlichen
Octaeder); _diamante_ im Italienischen.
_latschopar_ in der Zigeunersprache.
* * * * *
#�. 2. Perlen#.
Obwohl die aus der Perlmuschel stammenden Perlen ein Produkt des
Thierreiches sind, so geh�ren sie doch mit den Edelsteinen zu den Juwelen,
wurden seit den �ltesten Zeiten technisch mit jenen verbunden, weshalb es
r�thlich seyn d�rfte, ihnen hier einen Platz zu g�nnen. Die Perlen kommen
vorzugsweise aus dem indischen Meere; die gr�ssten nennt man Paragonperlen,
die ungleicheckigen barogues, die ganz kleinen Zahlperlen im Spanischen
aljofar und rostrillo.
_ty, ty-ly, tchu, tchin-tchu_ im Chinesischen, ky ist die ganz
runde;--_nitchoouhe_ im Mandschu, tana ist eine besondere Art;--_mouti_ im
Tibetanischen. _draga-gy�ngy_ im Magyarischen. _indgii, indshi, indschu_,
auch _murvarid_ im T�rkischen. _moravarid_, auch lulu, lauali, tovamijjat,
saffanat, chaudat, dschauhar, dschauharon im Arabischen; man unterscheidet:
a) dorr, dorat, dart, grosse Perlen; b) laular kleine Perlen, dschomann,
gioman durchbohrte; c) charidat, kharida undurchbohrte Perlen; laal ist der
Verk�ufer von Perlen; machschalab ist ein den Perlen �hnlicher Stein.
_dar_ im Hebr�ischen (�hnlich wie dur im Persischen) auch gabisch;--_bojel,
bejeno_, auch _margonitho_ im Syrischen;--_margal, maregale_ im
Chald�ischen;--_baherej_,_bahario_ im Aethiopischen (von dem Fundorte
bahhrain im persischen Meerbusen);--_djohar_ im Szaukischen
(Nord-Afrika);--_anamei_ im Koptischen (eigentlich Juwel).
_markarid_ im Armenischen.
_mandschara, induradna_ im Sanscrit, auch _mani_ (d.i. fleckenlos, was auch
Edelstein heisst), _mandarita_ (d.i. die reine, woher wohl markarid,
margarita u.s.w. stammen m�gen) und _ratna_ (d.i. beliebt);--_moti_ im
Hindu (cheripo, changuo ist die Perlenmuschel);--_mukta_ im
Bengalischen;--_multu_ im Malagarischen.
_pille, palle_ in der indischen Provinz Tennasserim.
_kasperz_ im Pehlvi;--_merwarid, marvarid_ im Persischen, auch goher und
jek-daneh (d.h. das einzige Korn, woher durch Uebersetzung das lateinische
unio entstanden seyn kann). Man unterscheidet: a) dur, grosse Perlen (wie
im Arabischen), [ b) ] lulu, kleine Perlen (wie im Arabischen); lului
heisst der Perlenverk�ufer;--_markreitas_ im Gothischen.
_margarita, merjeritarju_ im Wlachischen;--_margaritar_ im
Albanischen;--_myrierid, myrieriden_ im W�lschen;--_perlen_ im
Bretonischen;--_pearl, neamhnaid, neamhuinn, neonaid_ im G�lschen;--eistr
im Bretonischen, oisier im G�lischen ist die Perlmuschel.
_[Greek: margarit�s]_ (wohl aus dem Albanischen und Armenischen) im
Griechischen, auch _[Greek: margaris, margellion, marg�lis]_ (wohl aus dem
Chald�ischen); _[Greek: margaritari]_ im Neugriechischen; _[Greek:
chalaza]_ im mittelalterlichen Griechisch;--_margarita_ im Lateinischen,
auch unio (vielleicht aus dem Persischen �bersetzt), lapis erythreus, lapis
indicus.
_perla, schemtschuschina_ im Russischen;--_pereleczka, perla_ im
Polnischen;--_perlicka, perla_ im Czechischen;--_parlka, parla_ im
Sorbischen;--_pehrle_ im Lettischen;--_parla_ im Wendischen;--_pirel_ im
Krainschen;--_perl, biser_ im Windischen;--_biser_ im Bosnischen und
Ragusanischen;--_biszer_, auch _gyungu_ im Croatischen und
Dalmatischen;--_pehrlit_ im Esthnischen.
_berille, berala, perala, marigrozz, merigricz_ im
Alt-Hochteutschen;--_mergriez_ im Mittel-Hochteutschen;--_merigriota_ im
Alt-S�chsischen;--_meregreot, pearl_ im Angels�chsischen (wohl aus dem
W�lschen);--_berel_ im Nieder-S�chsischen;--_perla_ im
Isl�ndischen;--_p�rla_ im Schwedischen und D�nischen;--_pearl, perel,
parel_ im Holl�ndischen;--_perla_ im Italienischen und Spanischen, hier
auch margarita; aljofar sind die kleinen Perlen; _perle_ im Franz�sischen,
fr�her auch bac�e, baceys;--_perlyn_ im Wallonischen;--_pearl_ im
Englischen;--_perola, aliosar_ im Portugiesischen.
Anhang.
_Perlmutter_, die Schaale mancher Conchylien, die zu Schmuckgegenst�nden
dient.
_kaupang_ im Malaiischen (eigentlich die Perlmuschel);--_sedef_ im
T�rkischen;--_sadaf_ im Arabischen;--_dar_ im Hebr�ischen.
_[Greek: zamyps, zambox]_ im mittelalterlichen Griechisch;--_[Greek:
koglyl�]_ im Neugriechischen;--_lasztura_ im Croatischen;--_perlowa malka_
im Czechischen;--_perlenova matiza_, auch _bisesski saklopnjak_ im
Windischen;--_perlumodir_ im Isl�ndischen;--_perlemor_ im Holl�ndischen,
Schwedischen, D�nischen;--_nacre_, nacre de perle im
Franz�sischen;--_nacar_ de perlas im Spanischen;--_madreperla_ im
Italienischen;--_mother of pearl_ im Englischen.
* * * * *
#�. 3. Rothe Gemmen und verwandte Steine.#
A. _Unsere mineralogische Gattung_.
_Korund_ (Telesie, Corindon) mit den _edlen Arten Rubin_ (roth), _Sapphir_
(blau), so wie _den unedlen Arten Demantspath_ und _Smirgel_.
a. Korund oder Sapphir im Allgemeinen.
Der Juwelier unterscheidet, als ganz verschiedene Edelsteine, nach den
Farben: 1) _Rubin_ (hellroth), 2) _Balais_ oder Rubin balais (blassroth),
3) _orientalischer Topas_ (gelb), 4) _orientalischer Smaragd_ (gr�n), 5)
_Sapphir_ (sch�n blau), 6) _Luchssapphir_ (dunkelblau), 7) _Wassersapphir_
(hellblau und wasserhell), 8) _Sternsapphir_ (mit einem sternartigen
Scheine); aber in der neuern Zeit ist festgestellt: dass mineralogisch alle
diese Edelsteine nur Arten _Einer Gattung_ sind, gleiche Krystallform,
H�rte, Schwere und chemische Bestandteile haben, auch, dass sich diesen als
unedlere Arten noch anschliessen: theils der indische _Demantspath_, theils
der k�rnige _Smirgel_, welche als die h�rtesten Schleifpulver allgemeine
Verbreitung haben. Die Mineralgattung hat verschiedene Farben, von denen
Roth und Blau die h�ufigsten sind, am meisten gesch�tzt werden.
Im Oriente begriff man seit alter Zeit alle diese verschieden gef�rbten
Steine in einer grossen Gattung mit dem Namen _Jakut_, dem _Hyacinthos_ der
Griechen; daher stammt unser Name Hyacinth, den wir auf eine ganz andere
Mineralgattung �bertragen haben (auf den gelbrothen Zirkon), und wohl w�re
es zu w�nschen, dass wissenschaftlich der Name Hyacinth seine alte richtige
Bedeutung wieder erhielte, diejenige Gattung bezeichnete, die wir jetzo
Korund nennen. Als Hauptkennzeichen des Jakut f�hrt der arabische Mineralog
Taifasachi (der zwar im 13. Jahrh. lebte, sich aber auf �ltere Mineralogien
gest�tzt haben wird) an: dass er, mit Ausnahme des Diamantes, alle andern
Steine ritze, nur von Diamanten geritzt werde und specifisch schwerer als
die andern Gemmen sey.
_Jakut_ im Malaiischen; _Jakut_ und _Joacht_ im T�rkischen; man
unterscheidet: a) kyzyl, den rothen; b) gi�k, den blauen; c) ak, den
weissen; d) sary, den gelben.--_Joachet_ im Tartarischen;--_Jakut_ im
Arabischen, auch elhum-muri [or: elhummuri], el giohar (der Edelstein), el
asgiad genannt; hier unterschied man: a) achmaru und kyrmyzy, den rothen;
b) azfaru, den gelben; c) samandschunijj oder esmanagiuni, auch sary und
asrak genannt, den schwarzblauen; d) den blauen; e) abjadu, den weissen
oder wasserhellen;--_Jakent_ im Abessinischen, wo man unterscheidet: kajeh,
den rothen, tzalin, den blauen;--_Jakudno, aikantum_ im
Syrischen;--_Dijakint_ im Chald�ischen (der jarukt, jarok, jarket wird wohl
f�lschlich mit topazius �bersetzt, d�rfte hierher oder zum gelben Korund
geh�ren);--_najude_ im Amharischen k�nnte hieher geh�ren;--_Jakut, Yaachet,
Yankot_ im Persischen; hier unterscheidet man: a) den rothen (Rubin); b)
den gelben (Topas unserer Juweliere); c) den dunklen (Luchssapphir); d) den
weissen (Wassersapphir), e) den gr�nen (Smaragd unserer Juweliere), f) den
blauen und rauchfarbigen (Sapphir); ferner den Adschemi nat�rlich
krystallisirten und den mensu oder geschnittenen;--_Jakut_ im Kurdischen,
mit: keli dem rothen und schin dem blauen.
_Jakinth_ im Armenischen; _Hiatzinthos_ im Magyarischen;--_Yachante,
Jachont_ im Russischen;--_Jacinth_ im Illyrischen.
_[Greek: hyakinthos][1], hyacinthus_ im Griechischen und Lateinischen,
begriff die oben erw�hnten Arten; man unterschied: a) roseus, den rothen,
b) thalassites, den gr�nen, c) nativus (wohl der wasserhelle), d)
channiaeus und perileucos (mit dunkelm Kern); hierher wird auch geh�ren der
granatus, eigentlich hyacinthus granatus.
[Footnote 1: Das Wort wird zun�chst wohl von den Armeniern entlehnt seyn,
die den indischen Edelsteinhandel in den H�nden hatten; �brigens heisst
[Greek: hyakinthos] im Griechischen die Purpurfarbe, unser Violet, die aus
der Purpurschnecke (helix jantina) gewonnen wurde.]
_[Greek: hyakinthos]_ im Neugriechischen.
_Jachant, Jacint_ im Alt-Hochteutschen.
In Indien sind die hierher geh�rigen Edelsteine am bekanntesten, gleichwohl
finde ich keinen dessfalsigen allgemeinen Gattungsnamen. Im Sanscrit ist
der _garud_ ein kostbarer Edelstein von theils blauer, theils gr�ner Farbe;
der Name hat Aehnlichkeit mit Jakut, aber auch mit zmerud (Smaragd), und
Wilson �bersetzt ihn mit Smaragd; _opala_ im Sanscrit bedeutet eigentlich
Edelstein im Allgemeinen, aber man kann den Namen auch vorzugsweise f�r
unsern Korund gebraucht haben, denn man unterschied: conitopola, den
rothen, patalopala, den blassen, nilopala, den blauen.
Im Tibetanischen finde ich auch keinen besondern Namen f�r die Gattung im
Allgemeinen; es w�re m�glich, dass mya hierher geh�rte, inya mea der rothe,
mya raena phyina der blaue Korund w�re.
b. Unser Rubin.
Unser Rubin der Juweliere, d.i. unser edler, rother Korund oder Sapphir der
Mineralogen, ist der rothe Jakut der Orientalen. An Ab�nderungen kann man
unterscheiden: rosen-karmesin-koschenille-karminrothe, ferner
dunkelgef�rbte und blasse, welche letztere auch als Balais, Rubinbalais,
Rubicell, Rubacel, Rubasse bezeichnet werden; die koschenille oder
morgenrothe Ab�nderung nennen die Juweliere auch wohl hyacinthe oder
vermeille orientale, die bl�uliche aber amethyste orientale; der halb
rothe, halb blaue heisst sapphir rubis.
Der Name Rubin kommt nicht im Alterthume und Oriente vor; erst im
Mittelalter, (um das Jahr 1300) findet sich der Name rubisus, rubies,
robinus; woher derselbe stammt, ist zweifelhaft, ob von dem persischen
rutbi, der eine Art des benefch war (s. diesen), oder von der rothen Farbe
(ruber im Lateinischen, rudhir im Sanscrit, rhudd im Keltischen und �hnlich
in den meisten Sprachen). Der Name balais, Rubinbalais stammt von
balaschsch der Araber (s. balchasch), der unser Spinell gewesen seyn wird.
_Po-ma-lo-kia_ im Chinesischen; moey heissen die rothen Edelsteine im
Allgemeinen.
_manikja_ im Sanscrit, auch padmaraga (d.i. lotosfarbig, rosenroth),
mahamulga (kostbarer Stein), patalopala (blassrother Edelstein), arunopala
(dunkelrother), conitopala (rother), lohito (der rothe), conaratna,
tanariratna (Sonnenwedelstein), kuruwilla, kuruwilwa, kuruwinda,
lakshmipusha; alle diese--meist wohl dichterische--Namen �bersetzt Wilson
in seinem W�rterbuche mit Rubin, doch m�gen auch hierunter andere rothe
Edelsteine begriffen seyn, die mit kuru anfangenden Namen erinnern an
Korund, korundun in Indien.
Im Tibetanischen finde ich im W�rterbuche von K�r�s keinen Namen f�r Rubin
angef�hrt, obwohl man den Stein sehr wohl kennen muss; vielleicht geh�rt
hierher _mani_ (Edelstein), wegen des Zusammenhanges mit manik, auch
mya-mena-phyena ein rother Edelstein.
_manik, manika_, auch _tokes_ im Hindu;--_manika, manikya_, auch _malia
m�lya_ (d.i. von hohem Werthe), _padmaraga, padmaragamani_ im
Bengalischen;--_manikan, padma, padam_ im Malaiischen;--_pata-mra_ im
Malabarischen, auch kyaokoi (d.i. Rothstein) und elinges
chogeppi;--_lankaratte_ im Ceylonesischen.
_Jakut_ der rothe im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) wiridi, der
rosenfarbige, b) erghiwani, der purpurfarbige; c) behremani, behremen,
behreman, der gelbrothe, und diess ist jetzo im Persischen der gew�hnliche
Name f�r Rubin im gemeinen Leben;--d) lami, der fleischfarbige, e) remani,
der granatapfelfarbige; f) sumaki, der porphyrrothe (als sumaki bezeichnet
man jetzo im Arabischen, Persischen und T�rkischen auch den Granat und
�hnlich gef�rbte Steine).
_Jakut kyzil_ (der rothe) und _kyruizigi_ im T�rkischen, auch _aghdagi_
(zumbel wird auch mit hyacinthus orientalis �bersetzt);--_Jakut keli_ im
Kurdischen;--_Jakut achmara_ oder _kyrmyzi_ im Arabischen, mit den
Ab�nderungen: a) vardijj, rosenroth, b) chamrijj, purpurfarbig, c) achmaru
tief roth, d) bahraman, vom sch�nsten Roth; _Jakent kajeh_ im
Abessinischen.
_kachale_ im Chald�ischen (erinnert an kajeh im Abessinischen), auch
_samkan, simuka, simukta_ h�ngt wohl mit sumaki im Persischen zusammen.
_aikantum_, im Syrischen;--_najude_ im Amharischen.
_Jakinth_, auch gaboudai im Armenischen;--_[Greek: hyakinthos rhosios]_ im
Griechischen;--_[Greek: hyakinthos]_, auch _[Greek: rhoupine]_ im
Neugriechischen;--_hyacinthus roseus_ der R�mer, auch wohl hyancinthus
granatus (d.i. der k�rnige, wohl wegen des Vorkommens in K�rnern); der
lichnis, lichnitis ([Greek: lichnitarion] im Mittelalter) geh�rt hierher
oder zu unserm Hyacinth (s. Zirkon);--_Jacinth_, der brennende (d.i. der
hochrothe) im Altteutschen, von dem man den bleichen unterschied.
_Jachont krasnoi_ (von krasni roth) im Russischen, auch lal und wostotschoi
roubine;--_zargelgenak_ im Croatischen, _czarlyenak_ im
Ragusanischen;--_rubin_ im Polnischen, Czechischen, Windischen.
_rhuddem_ (von rhud roth und gem Edelstein) im W�lischen;--_ruiteachan_ im
G�lischen;--_rubint_ im Magyarischen;--_rubi_ im Spanischen;--_ruby_ im
Englischen;--_rubin_ im Teutschen, D�nischen, Schwedischen;--_rubis_ im
Franz�sischen;--_rubino_ im Italienischen;--_robyn_ im
Holl�ndischen;--_rubi, rubin_ im Portugiesischen;--man unterscheidet hier
den blassen balais und den brennend rothen espinel.
c. Unser Sapphir.
Unser Sapphir oder der blaue edle Korund, bloss durch die Farbe vom Rubin
verschieden, ist der blaue Jakut der Orientalen, besonders in den
semitischen Sprachen. Als Ab�nderungen unterscheiden wir: berliner-,
schmalte-, indig-, lasur-, lavendelblauen und schw�rzlichblauen, welcher
letztere auch Luchssapphir genannt wird. Die Juweliere begreifen auch
andere blaue, �hnliche Steine unter diesem Namen, besonders den Peliom und
schwarzblauen Spinell (Zeilanit oder Pleonast). Manche Steine haben 2, auch
3 Farben, blau, roth und weiss.
In den neuern Sprachen heisst der blaue Jakut Sapphir; der Name stammt aus
dem Alterthume, von sappir, sappheiros, womit man unsern blauen Lasurstein
bezeichnete (s. diesen), von dem er, bey Entwickelung der neuern
Mineralogie, irrth�mlich entlehnt wurde. Zu w�nschen w�re es, wenn das
Wort, seiner jetzigen Bedeutung nach, in der B�chersprache unterdr�ckt
werden k�nnte.
_nila_ im Sanscrit (d.i. der blaue), auch nilamana (blauer Edelstein),
nilopala (blauer Edelstein), indranila (vom sch�nsten Blau) und litirana;
wohl auch mahanila (das grosse Blau), radschanila (K�nigsblau) und
marakanta (die f�lschlich mit Smaragd, der gr�n ist, �bersetzt seyn
d�rften);--_nilamani, nilakanta_ im Bengalischen; _nila candi_ im Hindu ist
der halb blaue, halb rothe;--_nilam, batu nilam_ im Malaiischen;--_nila,
nilam, nilaralmak_ im Malabarischen; _nila candi_ ist der halb rothe, halb
blaue;--_nile_ im Ceylonesischen;--_idnu nila_ im Tibetanischen, kann
hierher geh�ren; _podia_ soll der Sapphir im Hindu, nach denn Fundorte
heissen.
_Jakut_ der blaue im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) askan, der
lichtblaue, b) ladschwerdi, der lasurblaue, c) nili, der indigblaue,
welcher Name offenbar aus Indien stammt;--_Jakut schin_ (der himmelfarbige)
im Kurdischen;--_Jakut asungan_ (der himmelblaue) im T�rkischen, auch jak,
giok; auch der seljan kann hierher geh�ren;--_Jakut samandschunijj_ im
Arabischen, mit den Ab�nderungen: a) asraku, der licht-und himmelblaue, b)
asuradijj, der lasurblaue; c) der indigoblaue, d) chochlijj, der dunklere,
e) siftijj, der schw�rzliche, der dunkler ist als isatis d.i. Waid.
_schabsis_ im Chald�ischen wird mit Sapphirus �bersetzt;--_schaphuegna_ im
Armenischen, auch Sapphira, vielleicht aus den neuern Sprachen
entlehnt;--_Jachont sinii_, auch wischnewii im Russischen.
_hyacinthos_ der Griechen und R�mer, mit den Ab�nderungen: [Greek:
thalassit�s] der meerfarbige; [Greek: perileukos] (wohl mit dunkelm Kern,
oder weiss und blau); auch granatus venetus, der blaue. Wahrscheinlich wird
auch der nilion hierher geh�ren, den Plinius 37, 35 erw�hnt, dessen Name
wohl indischen Ursprunges ist.
_samfiru_ im Wlachischen, _sapeir_ im G�lischen, _zafir_ im Magyarischen,
sind wohl neuern Ursprunges;--_saphir telesie_, Corindonhyalin im
Franz�sischen, _saphir_ im Englischen; _sapphir_ im D�nischen; _saffir_ im
Holl�ndischen; _zafir, zafiro_ im Spanischen; _saphira_ im Portugiesischen;
_zaffiro_ im Italienischen; _zafir_ auch _modralek_ im Czechischen;
_szafir_ im Polnischen; _safir_ im Windischen.
d. Der gr�ne Korund oder Sapphir.
Er findet sich seltener als die erw�hnten Arten, meist von lauch- oder
grasgr�ner Farbe, heisst bey den Juwelieren meist orientalischer Smaragd,
emeraude orientale, im Englischen oriental emerald; bey gr�nlich blauer
F�rbung wird er meist aigemarine orientale, auch corindon brillin genannt,
bey mehr hellgr�ner F�rbung peridot orientale.
_Jakut_ der gr�ne im Persischen, �hnlich wohl auch in den semitischen
Sprachen.
_padje-padian_ im Ceylonesischen und Malaiischen.
Im Sanscrit kommen als gr�ne Steine vor: _herimanni_ (gr�ner Edelstein),
_haritasma_ (gr�ner Stein), die mit esmerald oder Smaragd �bersetzt werden,
daher gr�ne Edelsteine seyn werden, Indien hat aber keine Smaragde; aus
Aegypten kamen zwar dergleichen nach Asien, ob diese aber im Sanscrit
erw�hnt werden, bleibt zweifelhaft; m�glich ist es, dass man unter jenen
Namen unsern gr�nen Korund verstand.
e. Der gelbe Korund oder Sapphir.
Er ist von citronen-, joquillen- und strohgelber Farbe, zwar nicht so
h�ufig als der rothe, findet sich aber zum Theil in gr�sseren St�cken als
dieser, ist zuweilen halb gelb, halb blau. Die Juweliere kennen ihn unter
dem Namen von orientalischem Topas, topaze oriental.
_Jakut_ der gelbe im Persischen mit den Ab�nderungen: a) mischmischi der
aprikosenfarbige, b) narendschi der citronfarbige, c) kahi der
strohfarbige;--_Jakut sari_ im T�rkischen, was meist mit Topas �bersetzt
wird;--_Jakut azfaru_ (der gelbe) im Arabischen, mit den Ab�nderungen: a)
rakik, b) chalukijj, c) dschollaharijj der citronfarbige; d) el sanuri und
el zeiti hiessen die schlechtesten Variet�ten von hellgelber und bl�ulicher
Farbe;--_Jarukt, jarok, jaroka_ im Chald�ischen, �bersetzt mit topazius,
wird hierher, wenigstens in die Gattung jakut geh�ren; der birselin aber,
auch mit topazius �bersetzt, ist wohl Beryll.
_puresjeragen_ und _manikang kuning_ im Malaiischen, mit Topas �bersetzt,
ist wahrscheinlich gelber Rubin oder Korund.
_pusperagon_ im Ceylonesischen, mit Topas �bersetzt, wird auch hierher
geh�ren.
Im Sanscrit kommen als gelbe Edelsteine vor:
_pita_ (gelb), _pita sara_ (gelbe Essenz), _pitaspatika_ (gelber Krystall),
_pitasman_ (gelber Stein), _pitamana_ (gelber Edelstein), _guratna_ und
_gometaka_, die mit Topas �bersetzt sind. Indien hat aber gar keine Topase;
die gelben brasilianischen und s�chsischen Topase kann man nicht gekannt
haben; die siberischen Topase, die man gekannt haben mag, sind mehr gr�n
als gelb. Die erw�hnten gelben Edelsteine k�nnen nicht wohl zur
Mineralgattung Topas geh�ren, wohl gelber Sapphir (Rubin) gewesen seyn,
vielleicht auch zum Theil Flussspath, zu dem der topazion der Alten
geh�rte;--_pita�na_ und _gomedaka_ im Bengalischen, auch mit Topas
�bersetzt, geh�ren zu den erw�hnten Sanscrit-Namen;--_pitdah_ im
Hebr�ischen, mit topazion �bersetzt, hat im Klange des Namens vollkommne
Aehnlichkeit mit pita im Sanscrit und wird derselbe Stein gewesen seyn.
f. Der Wassersapphir.
Ist ein wasserheller Korund oder Sapphir; sapphir blanc im Franz�sischen,
white sapphir im Englischen.
_Jakut abjadu_ im Arabischen, mit den Arten: a) mahijj, ganz wasserhell mit
vielem Feuer, b) dsichr, der harte, mit weniger Strahlung, der in geringem
Preise stehet.
_Jachont scheltoi_ im Russischen.
g. Der Sternsapphir.
Er ist ein bl�ulicher Sapphir, der geschliffen, im Innern mit einem, meist
milchweissen, sechsstrahligen, nach allen Seiten beweglichen Sterne spielt.
Bey den Juwelieren ist der Stein bekannt als sapphir �toil�, arteri�,
Sonnenstein, Sternstein. Manche St�cke haben nur einen gef�rbten
schillernden Schein, besonders auf der convex geschliffenen Oberfl�che; das
ist der korindon girasole, girasole sapphire und girasole der Italiener.[2]
Im Russischen und Polnischen heisst er kamin gwiazdzisti.
[Footnote 2: Girasole heisst im Italienischen Sonnenblume, die aber mit
diesem Steine in keinem Zusammenhange steht.]
In den orientalischen Sprachen habe ich keinen besondern Namen daf�r finden
k�nnen; aber man schleift auch im Orient den Sapphir nur selten. Im
Persischen wird ein pfauenfarbiger jakut angef�hrt, der hierher geh�ren
wird; die Araber haben ihn vielleicht unter ainol hur Katzenauge begriffen.
Bey den R�mern war der _garamantites_ oder der m�nnliche sandaresus ein
indischer harter Edelstein, mit inwendigen Sternen, vielleicht unser
Sternsapphir (der weibliche war eine Sternkoralle), zu dem auch astrios
(verschieden von asteria unser Katzenauge) geh�rt haben wird, der ein
indischer Stein mit Sternen war; der beli oculus mit einem pupillenartigen
Scheine, der in Assyrien dem h�chsten Gotte geweihet war, kann hierher oder
zum Katzenauge geh�ren, vielleicht auch die solis gemma und ceraunia.
h. Unser Diamandspath [Diamantspath].
Der Diamantspath oder gemeine Korund ist eine unedlere Art dieser Gattung,
krystallinisch, undurchsichtig, von unreinen schlechten Farben, findet
daher keine Anwendung als Schmuckstein, ist aber wegen seiner grossen
H�rte, das wichtigste Schleifpulver f�r Edelsteine, hierzu seit der
�ltesten Zeit in und ausserhalb Indien verwendet. Er findet sich ziemlich
h�ufig in Indien, als Gemengtheil des Granites (besonders in dem
Ghatgebirge), wie ohnweit Seringapatan, in Salem und andern Gegenden, auch
h�ufig in China. Der chinesische hiess fr�her allein Diamantspath, der
indische Korund, beide sind nicht wesentlich verschieden. Grenville in
England machte 1784 den Stein n�her bekannt, gab ihm den Namen Korund (nach
dem indischen Namen) und deutete schon seine richtige Stelle im System an,
welche Klaproth's Analyse best�tigte. Den chinesischen Korund machte Dr.
Lind zuerst bekannt, nannte ihn adamantine spar (daher Spath adamantine,
Diamantspath).
_pou-sa_ im Chinesischen (ist eigentlich das Korund-Pulver). _korundum,
koorum_ in Indien, auch korundum galla (d.i. Zimmtstein). Korundon sane
heisst bey den Tamulen in Ostindien ein Schleifrad aus Korund und Harz
bestehend, dessen sie sich viel bedienen. In Madras nennen die Engl�nder
den Stein grindingspar d.i. Schleifspath.
Wie der Stein im Sanscrit heissen mag, ist noch nicht ermittelt, da, so
viel ich weiss, das Wort Korund, oder ein Ausdruck daf�r, in den
W�rterb�chern nicht vorkommt. Der Stein Caniprija wird mit Smirgel oder
Sapphir �bersetzt, kann hierher geh�ren. Die Edelsteinnamen kuruwilwa,
kuruwinda k�nnen vielleicht mit korundum zusammenh�ngen.
_senbade_ im Persischen, so hart fast wie Diamant, wird Korund seyn; man
unterscheidet zwey Ab�nderungen: a) r�thlichen, b) bl�ulichen;--_sumpara_
im T�rkischen;--_zembara_ im Kurdischen;--_sambadasch_ im Arabischen, auch
_sunbadadsch, sunbadensch, s�mpadeg, s�bade, samur, semiris_ (woher Smirgel
in den neuern Sprachen) war der Stein zum Schleifen der h�rtesten
Edelsteine.
_samphurgana, samaphuregana, schamira, schamir_ im Chald�ischen;--_schamir_
im Hebr�ischen;--_semiris_ im Syrischen;--_[Greek: smiris lithos]_ im
Griechischen, den die Steinschleifer (dactylioglyphi) zum Schleifen
gebrauchten.
_Arena indica_ und _aethiopica_ der R�mer wird Korundpulver gewesen seyn;
hieher wird geh�ren der braune indica von Plinius 37. 16 erw�hnt, wohl auch
der chalazias, wahrscheinlich ein indisches oder semitisches Wort.
_gyemant kovats_ im Magyarischen;--_almasnoi schpat_ im Russischen;--_spath
adamantine, corindon harmophane_ im Franz�sischen;--_spatho adamantino_ im
Italienischen;--_espato adamantine_ im Spanischen;--_common corundum_ im
Englischen.
i. Unser Smirgel.
Mineralogisch verstehen wir unter Smirgel nur den k�rnigen bl�ulichen
unedlen Korund, den man in ganzen Felsmassen bricht, der die H�rte der
�brigen Arten dieser Gattung hat und in Europa als hartes Schleifpulver
dient. Dieser scheint in Asien gar nicht vorzukommen, ist von daher
wenigstens zur Zeit nicht mit Sicherheit bekannt, weshalb ihn die
Orientalen nicht kennen werden. Wir beziehen ihn vorz�glich von der
griechischen Insel Naxos (wo er bey Calamitzia G�nge in
Glimmerschiefergebirge bildet), auch findet er sich in Sachsen und an
mehreren anderen Punkten in Europa. Die �lteren Mineralogen setzten den
Smirgel seiner Schwere wegen zu den Erzen, meist zu dem Eisen; erst 1791
gab ihm Werner seinen richtigern Platz. Im gemeinen Leben bezeichnet man
fast jedes Schleifpulver mit dem Namen Smirgel und belegt die aller
verschiedensten Substanzen mit diesem Namen.
Die harte Art des _lapis ostracites_ der R�mer, die zum Schnitte der Gemmen
diente, und die blaue _Cadmites_ k�nnen hieher geh�rt haben;--das _naxium_
der R�mer kam nicht von der Insel Naxos, sondern von der Stadt Naxia auf
der Insel Creta, diente zum Schleifen des Marmors und war ein gepulverter,
geschlemmter Wetzschiefer.
_clach-smior_ im G�lischen;--_[Greek: smerilion]_ im
Neugriechischen;--_naschdak, naidach_ im Russischen;--_szmergiel,
szinergiel_ im Polnischen;--_shelesnast kamen_ im Windischen;--_smergel_ in
[im] Magyarischen;--_emeril corindon granulaere_ in [im]
Franz�sischen;--_esmeril_ im Spanischen und Portugiesischen;--_emery_ im
Englischen;--_smeriglio_ im Italienischen;--_amaril, smergel_ im
Holl�ndischen, D�nischen, Schwedischen.
B. _Die dem Jakut oder Korund verwandten Edelstein-Gattungen der
orientalischen Schriftsteller, die wir noch nicht mit Sicherheit zu deuten
wissen_.
a. Der laal, balchasch, balax, balais.
Der _laal_[3] auch _le-el_ im Persischen ist ein sehr harter Edelstein mit
dem Glanze des Jakut und einer grossen Farbensuite, denn man unterscheidet:
1) den rothen laal mit folgenden Ab�nderungen: a) _geschdimegi_ besonders
anmuthig gef�rbt und gl�nzend; b) _piasegi_ vom Dorfe Piaseg; c) _temeri_
der dattelartige; d) _lami_ der fleischartig dunkelrothe; e) _anabi_ der
taubenartige; f) _bakami_ der fernambuckrothe; g) _edrisi_ der Stein
Enochs; h) _ekheb_ der dunkle; 2) den gelben _laal_; 3) den violetten
_laal_; 4) den gr�nen _laal_, dem Smaragd �hnlich, zuweilen zur H�lfte
gr�n, zur H�lfte roth;--_laal_ im Arabischen ist nach Niebuhr ein feiner
hellrother Edelstein;--_laal, l�'l_ im T�rkischen ist ein blasser rother
Edelstein, doch ist jetzo in Constantinopel dieser Name wenig gebr�uchlich;
_laal_ im Russischen soll unser Spinell seyn.
[Footnote 3: laal im Persischen heisst auch der rothe Wein oder dessen
Farbe.]
In der arabischen Mineralogie von Taifaschi kommt der laal nicht vor,
dagegen der _balchasch_, von dem gesagt wird: dass er dem jakut �hnlich,
aber nicht so vollkommen und feuerbest�ndig sey. Er komme aus Balkhalcian
in Asien, sey theils roth, dann el abrak (Skorpion) genannt, theils gr�n,
theils gelb. Der Farbe nach gleiche der Stein zwar dem jakut, aber nicht in
Hinsicht des Feuers, des sch�nen Wassers und der Farbensch�nheit; sch�ne
rothe Steine der Art st�nden aber fast in demselben Werthe als der jakut.
Der _balchasch_ oder _balachsch_, welcher letztere Name �fter in der
arabischen Litteratur vorkommt, hat als Ab�nderungen:
a) balch. achmaru, von rother Farbe, auch abrak genannt;
b) balch. azfaru, der gelb, blass, selbst schw�rzlich ist, auch dem blassen
banfasch gleicht;
c) balch. acdaru von gr�ner Farbe, �hnlich dem sabardschad.
Ueber den Fundort dieser Steine geben auch europ�ische Schriftsteller
einige Auskunft; der Venetianer Marco Polo (im 13. Jahrhundert) sagt: in
Balachschian oder Badakschan finden sich die kostbaren Steine, welche
_Balassi_ heissen, sehr sch�n und von hohem Werthe sind, sie werden im
hohen Gebirge, (an der Grenze der Tartarey) gegraben, aber es giebt nur
Einen Berg, der Sikinen heisst, in welchem der K�nig Gruben machen l�sst
und Bergbau f�hrt. Niemand darf bey Todesstrafe diese Steine f�rdern, wenn
er nicht besondere Erlaubniss dazu hat. Die Fremden bekommen wohl vom
K�nige solche Steine geschenkt, d�rfen sie aber ohne Erlaubniss nicht
kaufen und ausf�hren. Es giebt hier auch Gruben auf Lasurstein, Gold und
Silber.
_John Wood_ in seiner narrative of a journey to the source of the river
Oxus, by the route of the Indus, Kabul and Badakshan 1841, ist einer der
sehr wenigen Europ�er, die das hohe Gebirgsland Badakshan besucht haben; er
sagt hier: die Rubingruben befinden sich 20 englische Meilen von Ischkaschm
im Distrikte Gharam, welches Wort H�hlen oder Minen bedeutet, auf dem
rechten Ufer des Oxus, und der Eingang soll 1200' �ber dem Spiegel des
Stromes seyn. Die Gebirgsart soll aus Sand- oder Kalkstein bestehen und
sehr leicht zu bearbeiten seyn. Seit Badakschan in den H�nden des F�rsten
Kundus ist, werden die Gruben nicht mehr bearbeitet, denn dieser, �ber
ihren geringen Ertrag erbittert, f�hrte die Einwohner des Districtes, etwa
500 Familien, nach Kundus ab, wo er sie als Sclaven verkaufte.
W�hrend man also in der neuern Zeit von hier gar nicht mehr diese
Edelsteine beziehet, werden sie in �lterer Zeit sehr h�ufig und verbreitet
gewesen seyn.
Der balchasch oder balachsch des arabischen Mineralogen Taifaschi, der
nicht in der persischen Mineralogie von Ben Manssur stehet, und der laal
des letztern, der bey ersterem fehlt, geh�ren wohl ohne Zweifel derselben
Mineralgattung, nur ist der persische Name von der Farbe, der arabische vom
Fundort hergenommen; der Stein geh�rte nicht zur Gattung jakut (Rubin),
stand diesem aber am n�chsten und kam nicht aus Indien. Da jetzo die
balachsch-Gruben nicht mehr betrieben werden, so wird es zwar schwer seyn
mit voller Sicherheit den Edelstein mineralogisch zu bestimmen, aber er
wird entweder unser Spinell, oder wahrscheinlicher unser Zirkon (s.
diesen), gewesen seyn, der auch dem Rubin nahe stehet, aber weniger sch�n
und edel ist.
Der Name laal ist nicht in die neuern Sprachen �bergegangen, wohl aber der
balchasch oder balasch, aus dem balais, Rubin balais gebildet wurde, womit
die Juweliere den rothen Spinel und �berhaupt dem Rubin �hnliche, aber
geringere Edelsteine bezeichnen.
_[Greek: Pelazos, empalasios]_ im mittelalterlichen Griechischen;--_balax,
balagius, balascius, balassius, balascus, palacius_ im mittelalterlichen
Latein;--_balax_ im Spanischen, ist der Spinell und blasse Rubin; _balais_
im Portugiesischen desgleichen;--_balais_, rubin balais im Franz�sischen
desgl.;--_ballas rubin_ im Holl�ndischen;--_ballaz rubin_ im
Schwedischen;--_balass rubin_ im Englischen;--_ballasch_ im
Russischen;--_balas_ im Czechischen.
b. Der benefsch und banfasch.
_benefsch_ im Persischen[4] ist dem jakut �hnlich, aber mehr violett,
findet sich mit dem laal, hat 4 Arten: a) madai, vom rothen jakut (Rubin)
kaum zu unterscheiden; b) rutbi (Knoblauch), woher unser Wort Rubin stammen
kann; c) benefchi (schwarzroth?); d) itaseth von heller gelber Farbe (wie
Hammer �bersetzt);
[Footnote 4: benefsch h�ngt offenbar zusammen mit benefcheh im Persischen,
benaefsidi im Arabischen, venefscha im Pehlvi, das Veilchen, �hnliche
Blumen und die entsprechende veilchenblaue Farbe; der benefsch ist daher
wohl ein bl�ulicher, oder blaurother Edelstein. Was banfasch im Arabischen
bedeutet, ist mir nicht bekannt.]
_banfasch, benfesc_ im Arabischen hat 4 Arten: a) madsinijj, madini (d.i.
schlechter, als der jakut n�mlich), auch sciams und rateb, blassroth, sch�n
gef�rbt, durchsichtig, die sch�nste Art; b) mortib, mortibon, von dunkelm,
nicht sch�nem Roth; c) banafsadijj, sch�n blau mit etwas Roth; d)
isbadschat, esbadet, essabade, etwas gelblich, dem balchasch sehr �hnlich.
Diese Arten im Persischen und Arabischen entsprechen sich einander
derartig, dass nicht wohl zu zweifeln steht, benefsch und banfasch sey ein
und derselbe Edelstein, von im Allgemeinen rother Farbe.
Man bestimmt diesen Stein theils als Amethyst, theils als Granat, doch
d�rfte beides irrth�mlich seyn. Was von dem Steine gesagt wird, scheint mir
nur auf unsern Spinell zu passen.
Nach einer Nachricht, die ich Hrn. Dr. R�hrig, damals in Constantinopel,
verdanke, kennen die dortigen Juweliere den Stein benefsch als einen rothen
Edelstem, derselbe l�sst aber dahin gestellt seyn, ob er zum Hyacinth oder
Spinell geh�re.
c. Der badschadi, basadi und madidsch im Arabischen, der bidschade,
badensch, madensch im Persischen.
_bidschade_ im Persischen ist ein rother indischer Edelstein, der erst
durch den Schnitt Glanz und Durchsichtigkeit erh�lt (daher wohl im
mittelalterlichen Griechischen [Greek: pezepos, pezepota] wahrscheinlich
Karfunkel, d.i. Granat);--
_betschate_ im Amharischen ist ein Edelstein, der nicht n�her bezeichnet
wird, aber wohl derselbe seyn d�rfte.
_badensch_ im Persischen, auch _madensch_ und _madebensch_ ist dem bischade
sehr �hnlich, aber lichter, das Roth spielt mehr ins Schwarze; der Stein
erh�lt erst Glanz, wenn er von unten tief ausgeschliffen wird.
_badschadi, basadi, baradi_ im Arabischen, wohin auch der _madisch_ geh�rt,
von sehr dunkelrother Farbe, der weniger gesch�tzt wird als die andern
Arten von baschadi, weil er unten tief ausgeh�hlt werden muss, wenn er
Feuer zeigen soll. Taifaschi sagt: der basadi oder bagiadi, der von der
Insel Ceylon kommt, ist von rother Farbe mit Violblau oder Pfaublau, von
sch�nem Wasser und Feuer; die weniger sch�nen m�ssen unten hohl geschliffen
werden um zu gl�nzen. Er hat auch die Eigenschaft, dass er, gegen Haare
gerieben, leichte K�rper anziehet (also electrisch ist);--_bidschadet,
bigiad, bigiade_ im T�rkischen.
Aehnliche Namen finde ich nicht weiter in der orientalischen Litteratur,
sind auch nicht in die neuern Sprachen �bergegangen; Hammer von Purgstall
(in seiner Uebersetzung von Ben Manssur) meint zwar, unser Wort Granat
komme von bidschade her, doch d�rfte man es wohl nat�rlicher von granatus
ableiten.
Die starke electrische Eigenschaft, die Taifaschi anf�hrt, passt nur auf
unsern Turmalin, der h�ufig zwar roth, doch auch anders gef�rbt vorkommt.
Von allen rothen Edelsteinen ist es bey uns der edle Granat, besonders der
ceylonesische, der unten ausgeh�hlt oder, wie wir sagen, en cabouchon
geschliffen wird, um den Glanz zu erh�hen, ihn durchsichtiger zu machen,
was daf�r sprechen d�rfte: dass der bidschade unser edler Granat oder
Almandin war, zu dem man auch wohl den �hnlich gef�rbten Turmalin rechnete.
d. Der Kerkend.
_kerkend_ im Persischen ist ein jakutartiger Edelstein von dunkelrother
Farbe, der von Taifaschi in seiner arabischen Mineralogie nicht erw�hnt
wird, gleichwohl kommen sehr �hnliche Namen in mehreren semitischen und
andern orientalischen Sprachen vor.
_karkand, karkenad_ im Arabischen (�bersetzt mit gemma similis rubino),
auch _karkedno karkodno_ (�bersetzt mit carchedonia gemma);--_karkedno_ im
Syrischen und _kokkenen_ (�bersetzt mit calcedonia gemma, onyx) und
_kelidon_ (chalcedonius), kanire, kincire, _kancerinum_ (mit lygurios
�bersetzt);--_karkeden_ im Aethiopischen (carchedonius carbunculus), auch
_karkadam_ und _ke'kedon_ (blutrother calcedonius);--_kankire_ im
Chald�ischen, auch _kankine, kankerin, kadkedan_, (alles mit lapis
pretiosus �bersetzt), _kadkodin_;--_kadkor, cadcod_ im Hebr�ischen (meist
mit carchedonius, chalcedonius �bersetzt), _karchuchum,
carcheduchim_;--_karkehan_ im Armenischen (durch Karfunkel �bersetzt), wohl
nicht verschieden von _garg�kan_;--_karketana_ im Tibetanischen, auch
_ketaka, kekeru_ hat zwar eine Namens-Aehnlichkeit, soll aber ein Edelstein
von weisser Farbe seyn.
Von diesem Steine wissen wir nichts, als dass er dem rothen Jakut verwandt
seyn wird; ein diesem �hnlicher Stein ist unser Zirkon, der cerkon, gargum
auf Ceylon, cerkars in Indien heisst, also eine gewisse Namens-Aehnlichkeit
hat. Soll man eine Conjectur wagen, so k�nnte man wohl die erw�hnten Steine
auf unsern Zirkon beziehen.
Die griechischen und r�mischen Schriftsteller erw�hnen die _[Greek:
karch�dona], carchedon_, als dem carbunculus (Granat) verwandt, oder Art
desselben, und dieser Name scheint weit eher mit den erw�hnten semitischen
Namen, als mit Carthago zusammen zu h�ngen. Nach Plin. 37. 30. soll der
Carchedonius Spreu anziehen, aber viel schw�cher als die Ionia; der Zirkon
wird durch das Reiben electrisch, konnte daher auch wohl leichte K�rper
anziehen.
e. Der Kerkin.
_kerkin_ ist im Persischen nach Ben Manssur ein schwarzrother, in der Sonne
durchsichtiger Edelstein, der weder von Taifaschi noch sonst erw�hnt wird,
�ber dessen Verschiedenheit von kerkend sich keine Conjectur machen l�sst.
f. Der Kuser.
_kuser_ ist im Persischen nach Ben Manssur ein Edelstein, der alle Farben
der verschiedenen Arten des Jakut hat (also roth, blau, gr�n, gelb, weiss).
In keiner andern Sprache habe ich diesen oder einen �hnlichen Namen finden
k�nnen.
Nur unser Turmalin hat eine so umfassende Farbensuite, als der Korund oder
Jakut, er findet sich roth, blau, gr�n, hell, ist in Indien ein h�ufiger
Edelstein, den man auch in Persien kennen musste, doch finde ich im
Persischen keinen Namen daf�r. Soll man eine Conjectur wagen, so k�nnte man
den Kuser f�r Turmalin halten, obwohl es auff�llig ist, dass seine bekannte
electrische Eigenschaft nicht bemerkt ist.
g. Der Chamachan.
_chamachan_ im Persischen, der mit senbade d.i. Diamantspath in Verbindung
gesetzt ist, war ein sehr harter Stein, der nur durch Diamant gebohrt
werden konnte.
_chamachan, khamahan_ im Arabischen, ist nach den W�rterb�chern ein sehr
harter Stein; Taifaschi sagt nur von ihm: er sey ein Stein f�r die Maler,
von der Natur und Qualit�t des Eisens, komme von Carac und sey r�thlich
schwarz. Wein aus demselben getrunken schade der Gesundheit nichts.
_chacamcam_ im Samaritanischen, auch _chamcam, chacun_ (womit der Stein
nophec im Hebr�ischen �bersetzt wird), kann hieher geh�ren.
_komedegun_ im Ceylonesischen, hat Namens-Aehnlickeit [Aehnlichkeit], soll
Granat oder Zimmetstein seyn.
Man �bersetzt den Chamachan meist durch haematites, d.i. Rotheisenstein,
was jedoch sehr zweifelhaft seyn m�chte; die grosse H�rte und die
Verbindung mit Diamantspath (sembade) machen es wahrscheinlich, dass man
damit unsern Kaneelstein (Essonit) bezeichnete, der ein derber Hyacinth
oder Zirkon ist (s. diesen).
h. Der Ebrendsche.
_ebrendsche, abrendsche_ im Persischen, war ebenfalls ein sehr harter
Stein, da man den laal nur damit schliff. Er wird mit Goldmarkasit
(Eisenkies) wohl f�lschlich �bersetzt. In keiner andern Sprache finde ich
einen �hnlichen Namen. Auf jeden Fall lieferte der Stein wohl ein sehr
hartes Schleifpulver, geh�rte wohl in die N�he von Diamantspath, Korund,
Smirgel.
i. Der Jarakan.
_Jarakan_ im Persischen war ein Stein mit rothen und gelben Punkten, so
hart, dass er nur vom Diamant gebohrt wird; die Schwalben tragen den
kleinen schwarzen Stein in ihr Nest, um die Jungen von der Gelbsucht zu
heilen.
In andern Sprachen finde ich keinen �hnlichen Namen; der Stein selbst
scheint nur ein fabelhafter, magischer gewesen zu seyn.
C. _Unsere Gattung Spinell_.
Unser Spinell ist der erw�hnten Gattung Korund (Jakut) sehr verwandt,
besonders dem Rubine, aber weniger hart und edel; er unterscheidet sich
durch etwas andere chemische Bestandtheile, ein etwas specifisch geringeres
Gewicht, vorz�glich durch die Krystallform, denn er findet sich in
Octaedern mit scharfen Spitzen, der Korund in S�ulen. Beide Gattungen hat
man erst neuerlich (seit Rom� de l'Isle, Werner und Hauy) mineralogisch
unterschieden und fixirt; aber die Juweliere kennen diese Gattung in
technischer Hinsicht noch nicht, sondern belegen die hieher geh�rigen
Steine mit andern Namen, begreifen sie meist unter den balais. In Hinsicht
der Farbe unterscheidet man:
a) den rothen, dem Rubin �hnlichen, nur ist die Farbe meist schmutziger,
hat einen Stich ins Gelbe. Die Juweliere nennen diesen: Rubin-Spinell,
rubis spinelle, wenn er dunkelroth ist; Rubin balais, Balas rubin, (rubis
balais, balai ruby), wenn er blassroth oder rosenroth ist, goutte de sang,
wenn er ganz blutroth ist; b) den blauen oder blaurothen, der am h�ufigsten
und der gemeinste ist, bezeichnen die Juweliere meist als Almandin,
almandine ruby; c) den seltnern gelben oder gelbrothen, als Rubicell, auch
topaze orientale; d) der gr�ne von schmutziger Farbe ist sehr selten,
findet kaum Anwendung; e) der sehr dunkle, fast schwarze ist den
Mineralogen als Zeilanit oder Pleonast bekannt, wird selten technisch
verwendet.
Der Spinell findet sich h�ufig in Indien, besonders in Ceylon und Pegu, war
daher im Oriente gewiss stets bekannt; seltener und weniger sch�n kommt er
auch in Europa vor.
Der oben erw�hnte benefsch im Persischen und banfasch im Arabischen, der
nicht vom laal verschieden seyn wird, k�nnte unser Spinell seyn, denn was
davon gesagt wird, und die Arten, die davon aufgestellt sind, passen auf
diesen ganz wohl, und wenn gesagt wird: das Rothe steche mehr ins Violette,
als beym Rubin, so ist dies gerade bey dem Spinell wirklich der Fall, nicht
aber beym Zirkon.
Wie der Stein in den indischen Sprachen heissen mag, habe ich noch nicht
ermitteln k�nnen, ich weiss nicht, ob und in wie fern man ihn vom Rubin
trennte.
Im Mittelalter erscheint der Name _spinula, spinla, spinellus_ f�r
Edelsteine, die nicht so dunkel sind als die Rubine, und nicht so hell als
die balagii; wahrscheinlich ist er von spina, espina, die Spitze, entlehnt,
wohl wegen der mit scharfen Spitzen versehenen Octaedern; der Name ging in
die neuern Sprachen �ber und wurde dann mineralogisch auf unsere Gattung
Spinell beschr�nkt, die von Rom� de l'Isle_ und Werner (1790) fixirt, vom
Rubin getrennt wurde.
_espinella_, auch _rubicelo_ im Spanischen;--_espinel_ im
Portugiesischen;--_spinelle_ im Franz�sischen, eigentlich rubin spinel
octaedre; _spinel_ im Holl�ndischen, D�nischen,
Schwedischen;--_rubino-spinello_ im Italienischen.
Im Russischen rechnet man ihn meist zum laal.
D. _Unsere Gattung Zirkon und Hyacinth_.
Diese Gattung stehet in Hinsicht ihres Glanzes dem Demant am n�chsten,
�hnelt auch sehr der Gattung Korund und Spinell, unterscheidet sich aber
durch Krystallform, H�rte, Schwere, chemische Bestandtheile, besonders
durch weniger reine und sch�ne Farben.
Man unterscheidet: a) den _rothen Zirkon_, er ist seltener tief roth,
h�ufig gelbroth, und heisst dann _Hyacinth_; dieser findet sich meist
s�ulenf�rmig krystallisirt, w�hrend der Zirkon gr�sstentheils in K�rnern
vorkommt, und die Juweliere betrachten diesen gelbrothen, krystallinischen
Zirkon als eine eigene Edelstein-Gattung unter dem Namen Hyacinth; auch
Werner trennte ihn vom Zirkon, erst sp�ter ist er mit diesem mineralogisch
ganz verbunden. Der Hyacinth dient h�ufig als Ringstein, wahrend [w�hrend]
die �brigen Arten des Zirkons mehr zur Garnirung angewendet werden, da ihre
Farbe meist ins Graue sticht; b) der _gelbe Zirkon_; c) der _blaue Zirkon_,
meist dunkel gef�rbt; d) der _gr�ne Zirkon_; e) der _graue, weisse_ oder
_wasserhelle_; dieser ist am h�ufigsten, wird sehr allgemein statt Diamant,
und unter dessen Namen zur Garnirung angewendet; die gef�rbten Arten brennt
(gl�het) man h�ufig, um sie zu entf�rben.
Der Zirkon wie der Hyacinth sind h�ufig in Ceylon, finden sich auch in
Europa, aber weniger sch�n.
Der Name Hyacinth stammt aus dem Oriente und Alterthume von hyacinthos im
Griechischen, jakinth im Armenischen, jakut im Arabischen u.s.w., wo er
aber den Rubin und Korund bezeichnete (s. oben), und f�lschlich hat man
diesen Namen auf den rothen Zirkon �bertragen, der aber jetzo in allen
neuern Sprachen denselben f�hrt, als jacintho im Spanischen und
Portugiesischen; giancinto im Italienischen, hyacinthe im Franz�sischen,
hyacinth im Englischen, Teutschen.
Der Name Zirkon ist indischen Ursprunges, _cercars_ heisst der Stein in
Indien, _cerkon_ oder _gargum_ auf Ceylon.
Die Zirkone waren den Juwelieren l�ngst bekannt, als jargon de Ceylon im
Franz�sischen, sargone im Italienischen, circone, giargone im Englischen,
cerconier im Teutschen; in die wissenschaftliche Mineralogie aller Sprachen
ist der Name Zirkon �bergegangen.
Wie der Stein in den orientalischen, besonders den semitischen Sprachen
heisst, ist noch nicht ermittelt, obwohl man ihn gut gekannt haben muss.
Der oben erw�hnte kerkend im Persischen mit karkand, karkeden u.s.w., hat
eine Namens-Aehnlichkeit mit cerkon; da er aber nur von dunkelrother Farbe
angegeben wird, so ist darauf nicht viel zu geben. Der laal im Persischen,
der balchasch hat eine Farbensuite wie der Zirkon, es w�re m�glich, dass
man unter diesem Namen den Zirkon begriffen h�tte.
_gargchhkan_ im Armenischen heisst ein Stein, der mit carbunculus �bersetzt
wird und eine Namens-Aehnlichkeit mit gargum hat.
_zumbel_ im T�rkischen wird mit hyacinthus orientalis �bersetzt; ob er aber
hierher geh�rt, muss ganz dahin gestellt bleiben.
_[Greek: lichnit�s], lichnis, lichnitis_ der Griechen und R�mer, mag
vielleicht hierher geh�rt haben.
Die Jargons von Ceylon rechnete man fr�her stets zu dem Hyacinth; Werner
fixirte sie 1783 als Gattung Zirkon, in welcher Klaproth 1789 die
Zirkonerde entdeckte, die er auch bald im Hyacinthe nachwiess.
E. _Unsere Gattung Kaneelstein oder Essonit_.
Er ist dem Hyacinthe sehr verwandt, gelbroth, von meist unreinen Farben,
findet sich nicht in vollkommnen Krystallen oder K�rnern, sondern als
krystallinische, eingewachsene Masse in granitischem Gesteine, ziemlich
h�ufig auf Ceylon, auch in Indien, selten in Europa. Er wird wenig als
Schmuckstein verarbeitet, h�ufiger dient er als Schleifpulver. Er scheint
vom Hyacinthe nicht specifisch verschieden, sich zu diesem zu verhalten,
wie der Diamantspath zum Korund.
Seit l�ngerer Zeit ist er den Juwelieren bekannt als Zimmtstein, wegen
seiner rothbraunen Farbe, cinnamon stone im Englischen, hyacinth brun im
Franz�sischen.
Im Oriente hat man ihn gewiss stets gekannt. _komedegan_ im Ceylonesischen
soll Zimmtstein oder Granat seyn. _chamachan_ im Persischen und Arabischen
kann hierher geh�ren, s. oben.
Hauy gab dem Steine den Namen Essonit von _[Greek: h�sson]_ im
Griechischen, d.i. geringer.
F. _Unsere Gattung Granat_.
Der edle Granat ist ein gesch�tzter Edelstein, doch von weniger H�rte und
geringerem Feuer als die erw�hnten Edelsteine, der sehr h�ufig auf Ceylon,
in Indien, auch in Europa ist, �fter von bedeutender Gr�sse, und in
deutlichen Rhomboedern, am h�ufigsten in K�rnern vorkommt. Er hat meist
dunkelrothe Farben, gew�hnlich mit einem Stich ins Bl�uliche, die mehr beym
Durchsehen, als beym Daraufsehen hervortreten; man benutzt die Granaten
daher mehr zu Ohr- und Halsschmuck als zu Ringsteinen, die dunkelrothen
werden h�ufig en cabouchon geschliffen, d.i. halbrund und unten hohl, die
dann auch Granatschalen heissen. Zu unterscheiden sind 2 Hauptarten:
a) der pyrop, granat pyrop oder rouge, von blutrother Farbe, der �fter
einen Stich ins Gelbe hat, dem Hyacinthe sich n�hert, dann vermeille im
Franz�sischen, giacinto gnarnecino im Italienischen heisst; seltener in
Indien, h�ufiger in Europa, besonders in B�hmen vorkommt, als b�hmischer
Granat sehr bekannt ist;
b) der eigentliche Granat oder Carfunkel von sehr dunkelrother Farbe, die
ins Blaue f�llt, sich besonders beim Durchsehen sch�n ausnimmt. Dieser ist
in Indien (bey Salem, Nellore) in Pegu, besonders auf Ceylon heimisch, als
orientalischer Granat sehr bekannt, heisst carbuncle, oder rubino dirocco
im Italienischen, escarboncle, grenat syrien (von einer zerst�rten Stadt
Sirian in Pegu) oder de sorane im Franz�sischen, syrischer Granat,
Karfunkel, Almadin im Teutschen.
_rawa_ im Ceylonesischen;--_rauwa_ im Malaiischen; auch wird pusma ragam
hierher geh�ren.
_badensch, madensch, madebensch_ im Persischen, der en cabouchon
geschliffen wurde, wird hierher geh�ren;--
_badschadi, basadi, baradi_ und besonders der _madisch_ im Arabischen, von
sehr dunkelrother Farbe, mit einem Stich ins Blaue, der meist en cabuchon
geschliffen wurde, wird hierher geh�ren, doch kann man auch hierunter
dunkele Turmaline mit begriffen haben (s. Turmalin);--_betschate_ im
Amharischen;--_bidschadet, bigiad, bigiade_ im T�rkischen (woher bigiazaek,
was �berhaupt Edelstein heisst).
_sejlan, seljan lascht, hadschr seilan_ (d.i. Stein von Ceylon) sollen die
t�rkischen Juweliere den Stein meistens nennen.
_sumaki_ heisst jetzo der Granat im Allgemeinen, im T�rkischen und
Arabischen (nach einer gef�lligen Notiz des Hrn. Dr. Rohrig in
Constantinopel). Ben Manssur hat im Persischen einen jakut sumaki, d.i.
einen porphyrrothen.
_basch_ in der aegyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit
Basalt; im Klange des Namens scheint Aehnlichkeit zu seyn mit basadi im
Arabischen.
_spu_ in der aegyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit
Granat, aber in keiner andern Sprache finde ich einen �hnlich klingenden
Namen.
_nopek, nophech_ im Hebr�ischen, wird mit carbunculus �bersetzt (h�ngt wohl
zusammen mit pechan d.i. gl�hende Kohle);--im Samaritanischen ist nopeck
mit chacum, chacan, chacamcam gegeben, was ganz mit dem arabischen
chamachan �bereinkommt (s. oben), der ein h�rterer Stein, vielleicht
Kaneelstein gewesen seyn kann;--_karkehan_ im Armenischen wird mit
Carfunkel �bersetzt, _mjeghjesik_ mit Granat.
_fehen_ im Aethiopischen ist carbunculus, auch carbo (die Kohle).
_kebnoni_ im Koptischen (von jebs die Kohle, und one Stein), auch _jebbes,
jebs, jaibes, dschebbes_ und _anthrax_, ist carbunculus, anthrax.
[Greek: anthrax] im Griechischen ist Kohle und carbunculus (Granat),
(wohl entlehnt und �bersetzt aus dem Koptischen).
[Greek: anthraka] im mittelalterlichen Griechisch auch [Greek: pezepos,
pezepota], Worte welche mit bitschade, betschate (s. oben) sehr verwandt zu
seyn scheinen;--[Greek: anthrax], auch [Greek: geranata] im
Neugriechischen;--_anthrax_ der R�mer, nach dem Griechischen, eigentlich im
Lateinischen carbunculus (von carbo die Kohle), wohl Uebersetzung aus dem
Koptischen, mit den Ab�nderungen: a) indicus, b) garamanticus oder
carchedonius, c) alabandicus. In Hinsicht der Farbe unterschied man: a)
amethystizontae (bl�uliche), b) lithezontae (blasse), c) sititae (dunkle).
Der hier (sub b.) erw�hnte carchedonius hat seinen Namen von dem oben
erw�hnten kerkend, dem karkeden im Aethiopischen, karkedno im Syrischen.
Im Mittelalter begriff man unter Carbunculus sehr verschiedene rothe
Edelsteine; als Art auch die granati, und da unsere Granaten h�ufig in
rundlichen K�rnern vorkommen, so scheint man diesen Ausdruck allm�hlig auf
die Granatk�rner beschr�nkt zu haben; ich muss dahin gestellt seyn lassen,
ob Hammer von Purgstall Recht hat, dass granate von bidschade herkomme.
Granatus kommt gar nicht im Alterthume vor; zuerst erw�hnt Marbodeus (um
1100) einen hyacinthus granatus, also eine Art Rubin, wohl wegen der Form
in K�rnern. Auch pyropus, woher unser Pyrop, findet sich nicht im
Alterthume.
_carbunculus_, auch _alabandina, alamandina, alavanus_ im Mittelalter.
_winussa, wenisa_ im Russischen, auch granat;--_uhlik_ im Czechischen, auch
karbunkut, granat;--_oglik_ im Krainischen;--_dragi_, auch _svietlikamen_
im Windischen;--_amaursak_ im Gr�nl�ndischen.
_karfunkel_ im Altteutschen, auch _granaat_, welcher Name in die
wissenschaftliche Sprache der neuern V�lker �bergegangen
ist;--_escarboncle, grenat, almandine_ im Franz�sischen;--_carbuncle,
granato, guarnaccio_ imItalienischen;--_carbuncle, garnet_ im
Englischen;--_carbunculo, granato, piropo_ im Spanischen und
Portugiesischen;--_karbonkle, granaat_ im Holl�ndischen;--_granat_ im
Schwedischen, D�nischen, Norwegischen.
Anhang.
Der _gemeine, unedle Granat_ ist undurchsichtig, nicht sch�n gef�rbt, dient
nicht als Schmuckstein, kommt meist in derben Massen, selbst als
Gebirgsgestein vor, ist theils schwarz (_Menalith_), theils roth und
manganhaltig (_Mangangranat_), theils braun, gelb, gr�n und so eisenhaltig,
dass er als Eisenerz verschmolzen wird.
Ich finde hierher geh�rige Fossilien weder in der r�mischen und
griechischen, noch in der orientalischen Litteratur erw�hnt.
In der Krystallform �hnlich dem Granat, ist der _Leucit_ der Mineralogen,
der anf�nglich vulkanischer, auch weisser Granat oder Sch�rl genannt wurde,
bis ihn Werner 1791 als eigne Gattung aufstellte und Leucit (von [Greek:
leykos], weiss) nannte, der aber Hauy den Namen Amphigene (d.i. von
zweifachem Ursprunge) gab. Er findet sich h�ufig in den vulkanischen,
Gesteinen, besonders in der Gegend von Rom, konnte kaum der Aufmerksamkeit
des Alterthumes entgehen. Gleichwohl finde ich nirgends eine Notiz �ber
denselben.
granato bianco im Italienischen; leucit in den neuern Sprachen; leizit,
belaja wenisa im Russischen.
G. _Unsere Gattung Turmalin und Sch�rl_.
Der _Turmalin_ oder edle Sch�rl ist am h�ufigsten roth und braun, seltener
gr�n und blau, zuweilen mehrfarbig in demselben Krystall, mehr oder weniger
durchsichtig, und in dieser Hinsicht der Gattung Korund �hnlich, aber
weniger hart. Characteristisch ist seine starke electrische Eigenschaft
(die hier mehr als bey allen andern Steinen hervortritt), am st�rksten bei
der nelkenbraunen Ab�nderung aus Ceylon gefunden wird, da er erw�rmt, auf
der einen Seite leichte K�rper anziehet, auf der andern abst�sst, wesshalb
er auch fr�her Aschenzieher oder Aschendrecker hiess.
In Ceylon kommt er meist braun und hyacinthroth, selten nur gelb und gr�n
vor, in Siberien auch karmesinroth (edler Apyrit, Siberit, Rubellit), in
Brasilien gr�n und blau (die anf�nglich f�r Smaragde und Sapphire gehalten
wurden), in Europa meist braun und schwarz, selten roth, aber
undurchsichtig.
Er geh�rt zu den Edelsteinen, dient als Schmuckstein, ist jedoch wegen der
dunkeln Farben nicht sehr gesch�tzt.
Die Juweliere nennen diesen Stein meist--seiner Farbe nach--sehr
verschieden; den dunkelrothen: siberischen Rubin; den rosenrothen: Siberit,
Rubellit; den blauen: Sapphir oder Indicolith; den gr�nen: Smaragd,
emeraude de Bresil, esmeralda, auch Chrysolith; die indischen Smaragde
geh�ren meist in diese Gattung.
In Asien war dieser Stein und seine Electricit�t seit alter Zeit bekannt,
in Europa erhielt man erst seit etwa 1700 Kenntniss davon, nannte ihn
Turmalin, Aschendrecker, auch borax electricus (seit 1768 durch Linn�);
Rinnmann entdeckte ihn 1766 in Schweden; allm�hlig wurde er an mehreren
Orten gefunden; fr�her wurde er meist unter die Eisenerze gestellt,
Rinnmann stellte ihn 1770 unter die Zeolithe, Rom� de l'Isle 1771 unter
Sch�rl, von dem ihn Werner 1780 als eigene Gattung trennte. Erst sp�ter
erkannte man die Relation zu dem gemeinen Sch�rl.
_trip_ soll er auf Ceylon heissen; aber Thunberg (Abhandlungen der
schwedischen Akademie v.J. 1784) bemerkt: dass der elektrische Turmalin im
Ceylonesischen _kalla-palingu,_ im Malaiischen _karte palingu_ (d.h.
dunkler Krystall) heisse; was man dort aber _turemali_ nenne, sey
r�thlicher oder bl�ulicher Quarz.
_trinagraphin_ (d.i. Gras anziehend) im Sanscrit und _trinamani_ (d.i.
Grasstein) mag hierher geh�ren.
_tournamal_ im Hindu; _turnamali_ im Malabarischen;--_turmala_, auch
_hadschar albuzedi_ im Arabischen (den Serapio um 1080 ganz gut
beschreibt), auch wohl der electrische _basadi, bagiadi_ (s. oben bey
Granat), die W�rter albuzedi und basadi sind wohl sehr verwandt.
_kuser_ im Persischen geh�rt vielleicht hierher (s. oben).
_lygirion_ im Koptischen;--_[Greek: ligyrion, aigyrion]_ im
Griechischen;--_lincurios_ der R�mer wird der rothbraune, _ionia_ der blaue
Turmalin seyn; der _carchedon_ der R�mer, _[Greek: karch�don]_ der Griechen
war auch electrisch, aber schw�cher als die ionia scheint Zirkon gewesen zu
seyn, doch kann man auch Turmalin darunter begriffen haben; der Name wird
zusammenh�ngen mit kankire im Chald�ischen und Syrischen, der auch �fter
durch lincurios �bersetzt wird.
_leschem_ im Hebr�ischen, meist mit _[Greek: ligyrion]_ �bersetzt, kann
hierher geh�ren.
_turmalin_ in allen neuern Sprachen.
Der _Sch�rl_ oder gemeine Turmalin ist ein sehr h�ufiges, �berall
verbreitetes, krystallinisches Mineral, von meist dunkelschwarzer Farbe,
und undurchsichtig. Er findet keine technische Anwendung und wird im
Alterthume und Oriente wohl nicht n�her ber�cksichtiget seyn. Als die
neuere Mineralogie sich zu bilden begann, wurde er basaltes und sch�rl
genannt; aber unter diesen Namen begriff man eine grosse Menge von
verschiedenen dunkelgef�rbten Mineralien, in welche erst Rom� de l'Isle und
Werner einige Ordnung brachten. Henkel (1727) nennt den Sch�rl: Wolfram von
Altenberg, Linn�, Cronstaedt u.s.w. nennen ihn basaltes.
Woher der Name Sch�rl stammt, ist sehr zweifelhaft; Henkel leitet ihn
daher, weil das Gestein in Wasser (bey der Erzw�sche) mit aufsch�rlt oder
aufquillt (im Wendischen ist zorlo die Quelle, zorlin quellen), auch leitet
man ihn von schor im Altteutschen, das Unreine, von ski�rl im Schwedischen,
das Zerbrechliche, von tscherd im Persischen, d.i. schwarz her. Wenn er im
Czechischen skoryl heisst, so kann daher der Name entlehnt seyn, denn beim
Bergbau sind viele Ausdr�cke slawischen Ursprunges.
_sch�rl, schurel, sch�rl, schrul_ in �ltern teutschen Schriften;--_skjorl_
im Schwedischen; _chorlo_ im Spanischen; _sch�rl, cokle_ im Englischen;
_sch�rl_ im Franz�sischen; _skoryl_ im Czechischen; _scherl_ im Russischen.
H. _Der Sard_.
Der �chte, wahre Sard ist ein edler, sch�ner, unkrystallisirter Stein, der
nur im Oriente vorkommt, in bedeutendem Werthe stehet, im Alterthume
h�ufiger war, als er bey uns ist, und das Material lieferte, welches
vorzugsweise von den Steinschneidern des Alterthumes zu den vollendetsten
Werken der Kunst verwendet wurde. Aehnlich sind ihm unser Carneol,
Calcedon, Achat und Onyx, die �berall, auch in Europa h�ufig vorkommen,
aber dem Sard an Sch�nheit der Farben, wie an Feinheit des Korns weit
nachstehen, auch sonst verschieden sind. Im nat�rlichen Zustande findet
sich der indische Sard nicht roth (wie unser Carneol), sondern weiss
(milchfarbig) gr�nlich und schwarz; erst durch ein starkes Gl�hen oder
Brennen erhalten die schw�rzlichen Ab�nderungen das sch�ne Carminroth,
welches den Sard vorzugsweise auszeichnet. Er ist theils einfarbig, theils
mehrfarbig, heisst dann Sardonyx oder edler Onyx, der mit unsem Agath-Onyx
nicht zu verwechseln ist.
Der �chte Sard erscheint gegen das Licht gehalten v�llig klar und
durchsichtig, nicht tr�be und wolkig, hat ein gewisses Feuer, eine grosse
Politurf�higkeit und eine solche Feinheit des Korns, dass er auf das
zarteste geschnitten werden kann.
Die ausgezeichneten Sarden, die beym Durchsehen ganz blutroth, beym
Daraufsehen mehr schwarzroth sind, das Hauptmaterial der antiken Gemmen,
kannte man nur durch St�cke aus dem Alterthume, oder die einzeln aus Indien
kamen; �ber den Fundort haben wir erst in der neuern Zeit bestimmte
Nachricht erhalten, durch Copland: account of the Cornelian mines of
Baroach (in den Transact. of the Bombay Soc. 4. I. 289) und Kennedy: of
Boroda and the Cornelians of Guzurate (Transact. of the med. and phys. Soc.
of Calcutta III. 1827. 428), auch ist zu vergleichen Ritter's Erdkunde VI.
1836. Pag. 603. In Ostasien liegt am Nerbudaflusse der District Turcasier,
an der Grenze von Guzurate, eine der wildesten Berggegenden, und hier wird
seit den �ltesten Zeiten der Sard (wie es scheint, in Geschieben) erbeutet,
10 Stunden von Baroach, man legt ihn 1 bis 2 Jahre in die Sonne, und brennt
ihn dann durch Ziegenmist, wodurch erst die sch�nen Farben hervortreten.
Bey Kompurwunye und Ratampur in Guzurate wird auch Sard gewonnen und
gebrannt. Ob in andern Gegenden der wirkliche Sard vorkommt, ist sehr
zweifelhaft; nach Taifaschi soll er aus Arabien, besonders aus Jemen
kommen, wenn das kein Irrthum ist (der Stein nur durch den Handel dahin
kam), so werden vielleicht die dortigen Gruben noch aufgefunden.
Wir haben als Ab�nderungen zu unterscheiden: a) den rothen Sard (der durch
Brennen aus dem schwarzen entstehet), bekannt den Steinschneidern als
carniola nobile, cornaline de vielle roche; b) den milchfarbigen kacholong
oder edlen Calcedon; c) den gr�nlichen, der selten angewendet wird.
_kasch-tschilon_ (gesprochen dscholon), d.i. sch�ner Stein im Kalm�ckischen
und Tartarischen, woher unser Name kascholong, auch wohl joholom im
Hebr�ischen.
_akika_ im Bengalischen. In den indischen Sprachen habe ich sonst keinen
Namen auffinden k�nnen; im Sanscrit kommt dugdhakscha als milchfarbener
Stein vor; ob er hierher geh�rt, muss ganz dahin gestellt bleiben. In
Kaschmir heisst essm oder sank essen der Calcedon, der bey Iskordu in
St�cken his zu einem Centner schwer gefunden wird, er scheint aber nicht
der �chte Sard zu seyn.
_akik_ im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) leberroth, b) rosenroth, c)
gelbroth, _serd_ genannt (woher sardum in [im] Syrischen, [Greek: sardion]
im Griechischen, sarda im Lateinischen), d) weiss (unser Kascholong), e)
schwarz, f) bl�ulich, g) zweyfarbig;--_akyk_ im T�rkischen; _balghami_
scheint der weisse Sard zu seyn;--_akik_ im Arabischen, mit den Arten: a)
roth, b) fleischroth, c) bl�ulich, d) schwarz, e) weiss; besondere
Ab�nderungen sind: jana, jemani, dschesi (unser Onyx);--_akik_ im
Chald�ischen (gewiss fehlerhaft mit topazius �bersetzt); ob der arkin
hierher geh�rt, ist zweifelhaft; samkan wird auch mit sardius �bersetzt,
kann mit sammok d.i. roth zusammenh�ngen;--_akat_ im Armenischen, auch
_agathes_ (meist mit Achat �bersetzt) wird hierher geh�ren;--_agagi_ im
Georgischen;--_akates_ im Aethiopischen.
_jakolom_ im Hebr�ischen, meist mit jaspis �bersetzt, klingt ganz wie
dscholon im Kalm�ckischen, kann hierher geh�ren; _oden_, d.i. roth im
Hebr�ischen, meist mit sardius �bersetzt, hat �brigens keine Relation mit
den orientalischen Namen dieses Steines.
In der alten �gyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion: ammhet
(amamhit) mit gemme de coeur, cornaline (von aham Edelstein und hit);--hms
durch gemme rouge sombre;--schnm durch jaspe rouge (hat mit schoham und
jaholon im Hebr�ischen Aehnlichkeit), das an dscholon im Tartarischen
erinnert.
_sardinon_ im Koptischen;--_sardum, saridum_ im Syrischen, auch mag
_sordon_ hierher geh�ren, was mit hyacinthus �bersetzt wird;--_ethkjo, ethk
jo_ (�bersetzt mit alabandicus niger) scheint eine gewisse Aehnlichkeit mit
akik zu haben, auch mit eskto im Syrischen, iska im Chald�ischen, was
Siegelring heisst (der meist aus Sard bestand);--_[Greek: sardion]_ der
Griechen, auch _[Greek: sarx]_, welcher Name von serd im Persischen (s.
oben), sered, d.i. roth im Hebr�ischen, stammen wird;--_[Greek: sardion]_
im Neugriechischen;--_sarda_ der R�mer, besonders die m�nnliche Art.
Plinius 37. 31 irrt gewiss sehr, wenn er meint: der Name stamme von Sardes
her, wo der Stein zuerst gefunden sey; man unterschied 3 Ab�nderungen bey
dem indischen: a) den rothen, b) den dionum oder demium (was mit odem, d.i.
roth im Hebr�ischen, zusammenh�ngen k�nnte) c) und eine Art, unter welche
Silberfolie gelegt wird. Die weiblichen sind tr�be und nicht
hell;--_sardion_ im Wlachischen;--_serdolik, golgasch, kascholong_ im
Russischen;--_sardyk_ im Polnischen.
In den neuern Sprachen und Mineralogien unterscheidet man nicht geh�rig den
Sard von dem unedlern Carneol, fasst beide zusammen (s. diesen).
I. _Der Sardonyx und Onyx_.
Der �chte Onyx im Oriente und Alterthume war wohl nur ein Sarder, von
verschieden gef�rbten regelm�ssigen Lagen, w�hrend wir unter Onyx meist nur
einen �hnlich gef�rbten Agath verstehen, der viel unedler ist, als der
orientalische Sardonyx. Dieser, der gegenw�rtig nur selten zu uns kommt,
war vorzugsweise das Material, welches den Steinschneidern im Oriente und
Alterthume diente zu den vollendetsten Werken der Kunst, zu Schmuck- und
Siegelringsteinen. Am meisten liebte man die Ab�nderung, die aus einer
schwarzen, weissen und rothen Lage bestand, welche scharf von einander
geschieden waren; diese bezeichnete man vorzugsweise als Sardonyx. Wurde
der Stein erhaben geschnitten, so bildete die Tornatur daraus unsere
_Cameen_; wurde er vertieft geschnitten, so bildete die Sculptur daraus
unsere _Intaglien_. Die untere dunkele Schicht diente meist als Grund, die
mittlere, weisse Lage zur Figur, die obere, meist rothe Schicht zu
Ornamenten der Figur. Aus den weniger regelm�ssig gezeichneten, meist mit
concentrischen Lagen versehenen Onyxen arbeitete man vorzugsweise die
kostbarsten Gef�sse. Im ganzen Alterthume verstand man auch die Kunst, den
Onyx auf das t�uschendste nachzumachen, und mehrere ber�hmte antike Onyxe
sind Glasfl�sse.
Ob im Sanscrit und in den indischen Sprachen der Onyx einen besondern Namen
hat, oder etwa unter anina (Sard) begriffen wird, habe ich noch nicht
ermitteln k�nnen.
_dschesi_ im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) bakrawi (wohl von Boka in
der Bucharei), b) habeschi (wohl von Abessinien), c) canebi, nach
Verschiedenheit der Farben, welche die Sarden-Lagen haben;--_dschez_ im
T�rkischen, auch _sulimani, s�leimani, baelghoemi_, jetzo heisst in
Constantinopel balghami der weisse Sard, _balghami jesin_ der
Onyx;--_djisg_ im Bulgarischen;--_dschede_ im Tartarischen wird hierher
geh�ren;--_jeghungen, jeghjen, jeghengnakhar_ im Armenischen (was auch der
Nagel heisst);--_dschas_ im Arabischen, auch _gieza, gisch_ in der vulg�ren
Sprache; als Ab�nderungen nennt Taifaschi: a) bokaravino (von Bokara), b)
garavino oder gauri (vielleicht von der Stadt Gaur in Asien), c) persiano,
d) abessinio, e) asal oder asale, f) iraki, d.i. persischen;--_schesch,
schaisch, schajich_ im Hebr�ischen, wird gew�hnlich mit Marmor oder
Alabaster �bersetzt, doch unverkennbar ist die Aehnlichkeit mit dschesi und
den andern eben erw�hnten Namen; aber diesen Namen des Onyx mag man auf
streifigen Marmor und Alabaster �bertragen haben, da auch im Griechischen
[Greek: onyx] sowohl Alabaster als Onyx heisst;--_jaholon, schoham_ wird
gew�hnlich mit Onyx �bersetzt und erinnert ganz an dscholon im
Tartarischen.
_som, jawen_ im Aethiopischen;--_ount_ in der �gyptischen
Hieroglyphen-Sprache wird durch Champollion mit pierre de couleur jaune
�bersetzt, ist aber wohl, wie das koptische ount, der Onyx; das hebr�ische
oden kann hiermit zusammenh�ngen;--_ount, onixon_ im Koptischen;--_unch,
uncha_ im Chald�ischen, auch schubl, schubla, mribach, meribagh;
_schajisch_, schajerca, meist mit Marmor �bersetzt, wird, wie das
hebr�ische schesch wohl hierher geh�ren;--_onektho, neketho_ im Syrischen,
auch mag ethkjo hierher geh�ren;--_[Greek: onyx]_ im Griechischen ist der
Sardonyx, auch der durchscheinende, mehrfarbige Alabaster; aber es heisst
so auch der Nagel. Der arabische Onyx wird Alabaster gewesen
seyn;--_[Greek: sardonyx]_ im Neugriechischen;--_onyx_, eigentlich
_sardonyx_ der R�mer, begriff auch Onyx und Alabaster, der Jasponyx oder
Onychipuncta war ein gr�nes Plasma mit weissen Punkten oder Kreisen.
_belchurica_ im G�lischen soll hierher geh�ren, hat eine gewisse
Aehnlichkeit mit boelghoemi im T�rkischen.
_serdolik, golisch, oniske_ im Russischen;--_sardonik, onich_ im
Polnischen;--_xyon_ soll der Name im Krainschen seyn.
_camaeus_ im mittelalterlichen Latein, woher unser Name _Cameen_ f�r die
erhaben geschnittenen Onyxe. Das Wort h�ngt vielleicht zusammen mit camahu
im G�lischen, das mit Email �bersetzt wird;--_camayen_ und _camasil_ im
Alt-Franz�sischen;--_camofeo_ im Alt-Spanischen;--_camafeu_ im
Portugiesischen;--_comeo_ im Italienischen.
_onyx_ im Teutschen und den neueren europ�ischen Sprachen, neben den
erw�hnten Namen.
K. _Der unedle Sard, unser Carneol, Calcedon und Agath_.
Der Calcedon ist ein unedler, weisser Sard, der Carneol ein unedler rother,
der Agath ein unedler mehrfarbiger. Diese Steine geh�ren zur Mineralgattung
des Quarzes, sind amorph (unkrystallinisch), nicht so fein, durchsichtig
und politurf�hig als der Sard, n�hern sich theils dieser, gehen theils in
die noch grobern Quarzarten, Jaspis, Hornstein, Feuerstein �ber. Viel
h�ufiger als die einfarbigen Arten, ist der mehrfarbige, verschieden
gezeichnete und vermengte Agath, der nach Farbe, Zeichnung u.s.w. sehr
verschiedene Namen hat, als: Onyx-, Band-, Kreis-, Wolken-, Rohren-,
Tr�mmerachat. Besonders der Agath wird sehr h�ufig zum Schmuck verarbeitet,
hat aber nur geringen Werth. Der Agath kommt theils auf G�ngen, meist in
Agathkugeln oder Mandeln in Mandelstein vor, wie bey Oberstein am Rheine.
a. Unser _Carneol_ wurde im Alterthume als unedler, weiblicher Sard
bezeichnet; es scheint nicht, dass man daf�r einen eigenen Gattungsnamen
hatte.
_clach-luchmhor, send dhath_ im G�lischen; _serdolik_ im Russischen;
_krwawnik, karneol_ im Polnischen; _scsiroh, karnyol_ im Czechischen.
Der Name Carniol, der in alle neuere Sprachen und ihre wissenschaftlichen
Werke �bergegangen ist, stammt aus dem Mittelalter, nicht von caro das
Fleisch (wie man wohl wegen der fleischrothen Farbe des Steines gemeint
hat), sondern von cornelius oder corneolus, wie man die seit langen Zeiten
bekannten Agathkugeln, besonders von Oberstein nannte, welcher Name wohl
eher zusammenh�ngt mit cor im Lateinischen, das Herz (wegen der
herzf�rmigen Gestalt der Agathmandeln) als von cornaillen (im Bretonischen
die Arterie), eher mag ein Zusammenhang Statt finden mit carnaid im
G�lschen, was roth bedeutet; daher _corneol_ im Altteutschen, _cornuille,
cornaline_ im Franz�sischen, _cornelian_ im Englischen, _corniola_ im
Italienischen, _cornalina, corneria_ im Spanischen, _cornelina_ im
Portugiesischen;--_karnyol_ im Magyarischen und in den slawischen Sprachen.
b. Unser _Calcedon_ oder _Chalcedon_ wird von den Orientalen als weisser
Sard oder Akik, von den R�mern und Griechen als weiblicher Sard bezeichnet
seyn, auch kann vielleicht der hyaloides (Glasstein) und der exebenus
hierher geh�ren.
_sank essm_ in Kaschemir;--_belghaemi, baelghoeme_ im
T�rkischen;--_pepelnphmb, chalkidon_ im Russischen;--_sipobled_ im
Czechischen.
Der Name Chalcedon wurde vorz�glich durch Werner f�r diesen Stein
eingef�hrt und aus dem Alterthume genommen, wo er aber eine ganz andere
Bedeutung hatte; eine Gattung calcedonius kannte man nicht, der smaragdus
calcedonius war unser Malachit; der carchedonius aber wird der kerkend der
Orientalen gewesen seyn (s. diesen), unser Zirkon, Granat, Turmalin.--Daher
in den neuern Sprachen: calcedoni im Italienischen, calcedoine im
Franz�sischen u.s.w.
Bey Verona in Oberitalien finden sich Calcedonkugeln, die einen
Wassertropfen enthalten, die nach Plinius 37, 73 enhydri hiessen, welcher
Name in die neuern Sprachen �bergegangen ist. Mancher Calcedon hat feine
concentrischen Streifen; wird dieser quer durchschnitten, so irisirt er,
gegen das Licht gehalten, mit schwachen, aber sch�nen Regenbogenfarben,
heisst dann Regenbogen-Calcedon; Plin. 37, 23 f�hrt diese Ab�nderung bey
Beschreibung des indischen Sarder an, und bemerkt die wie hingehauchten
Regenbogenfarben (quaedam in iis caelestis arcus anhelatia est).
Nicht selten enth�lt der Calcedon feine baumf�rmige Zeichnungen, die theils
Dentriten, theils wirkliche moosartige Vegetabilien seyn werden; man sieht
diese h�ufig geschliffen, auch als Ringsteine, nennt sie Mochastein,
Mokkastein, Cambaystein; nur Orpheus besingt den [Greek: dendrophytos] und
[Greek: achat�s dendr�eis], Plinius nennt ihn Dendrachates.
c. Unser _Agath_ hat seinen Namen aus dem Oriente, von akika im
Bengalischen, akat im Armenischen u.s.w. (s. oben), was unser Sard war,
daher
[Greek: achat�s] im Griechischen, f�r unsern Agath (da der mehrfarbige
Sarder [Greek: onyx] hiess). Offenbar irrth�mlich leiten Theophrast und
nach ihm Plinius dieses Wort von einem Flusse gleiches Namens in Sicilien
her, besonders, da Sicilien gar keine sch�nen Agathe hat; wohl aber enth�lt
der dortige Alpenkalk Knollen und Lagen von Feuerstein, Hornstein und
Jaspis, �fter in bunter F�rbung;--_achates_ der R�mer mit sehr
verschiedenen Ab�nderungen, als: jasp-, cer-, haem-, sard-, leu-dendr-,
aut-, corallachates; hierher geh�ren auch wohl viele Steine mit besonderer
Farbenzeichnung und manche figurirte Steine, als ophthalmos, triophthalmos,
leucophthalmos, aegophthalmos (Augenachate), policonos, baropterus oder
barippe, cepites, cenopatites, cepocapites, cepocatoprites, ceporamenes,
myrmecia, mesoleucos, mesomales, bucardia, encardia, ariste und andere;
auch pontia gemma mag hierher geh�ren, wie leoutios und pantera, von der
Farbe des L�wen und Panther entlehnt (im Chald�ischen ist ein mehr
erw�hnter Edelstein panterin und aphantor, die zum Jaspis gerechnet
werden).
_agat_ im G�lischen, auch gaing, clachluachmhor, clachtheine;--_agaet_ im
Isl�ndischen; _agat_ im Altteutschen, D�nischen, Englischen; _agaat_ im
Holl�ndischen;--_agathe_ im Franz�sischen, Italienischen;--_agata_ im
Portugiesischen; _agater_ im Schwedischen; _azavaje, azavache_ im
Spanischen;--_akatas_ im Litthauischen; _akates, ayat_ im
Magyarischen;--_agatek_ im Polnischen; _ahat_ im C�rnthischen.
Zum Agath wird geh�ren:
_widuri, biduri_ im Malaiischen und auf Java;--_bela_ im Sinesischen;--_zi_
im Tibetanischen;--_molo-kla-li_ im Chinesischen;--_fiahan_ im
Tartarischen;--_djisg_ im Bulgarischen;--_golysch_ im Russischen (wohl von
dscholon im Kalm�ckischen; s. oben), auch achamb, agate;--_bezdrak_ im
Czechischen;--_rakan, frengir�kam, baba kuri_ im T�rkischen;--_schebo_ im
Hebr�ischen, durch achates �bersetzt;--_scheber_ im Persischen;--_sebog,
sebu, sabah, schavah_ im Arabischen;--_abatim_ im Chald�ischen, wird mit
achates �bersetzt;--_checlivaru_ im Wlachischen, ist Agtstein, ich weiss
nicht, ob Agath oder Gagat.
L. _Die rothe Koralle, Isis nobilis_.
Wissenschaftlich genommen geh�rt zwar die Koralle nicht in das Stein-,
sondern Thierreich, aber der Korallenstock von Isis nobilis wird technisch
als Edelstein betrachtet, hat stets als Schmuckstein gedient, wurde stets
zu den Juwelen gerechnet. Die Korallengattung Isis hat mehrere Arten,
manche, wie die Isis hippuris oder K�nigskoralle, wohnen im indischen
Meere; aber nur die Isis nobilis oder Blutkoralle dient als Schmuckstein,
findet sich allein im Mittelmeere, vorz�glich an der afrikanischen K�ste,
wo sie seit �ltester Zeit gefischt wird und von hier viel in den Orient
gehet, theils zum Schmuck, theils als Arzneimittel. Sie hat eine sch�ne
blutrothe Farbe, die aber durch Kochen mit Milch weiss wird.
_m�rgjan_ in Nord-Afrika, im Szauekischen und Tigryschen, auch _messigo_ im
Burnu;--_murdsjan, merdscham, margiam_ im Arabischen, auch _almargen_ und
_based_, was Koralle im Allgemeinen seyn mag;--_merdschon_ im Persischen,
auch _b�sed, bessed_ und _kurul_, was Koralle im Allgemeinen ist, mit
chouru im Tartarisch-Mandschu zusammenh�ngen mag;--_kroll_ im Maltesischen.
_kurlon_ im Syrischen, auch _keslo, belure_;--_kurlin_ im Chald�ischen;
sandalchin, sanedalchin wird durch corallio und sandastros
�bersetzt;--_coireal_ im G�lschen, auch _croimheal, coradhan,
groidheall_;--_gwylar, luchochr_ im W�lschen;--_corail_ im
Bretonischen;--_[Greek: korallion, kourallion, k�rallion]_ im
Griechischen;--_[Greek: kourali]_ im Neugriechischen;--_coralium,
corallium, corallum, curali_ im Lateinischen, ist die rothe Koralle, zu der
auch der syrtites, wohl auch gorgonia geh�ren werden; der Astrios geh�rte
vermuthlich zur Sternkoralle. Als von sandaresus verschieden, aber dem
Namen, nach �hnlich f�hrt Plin. 37, 28 an: den sandasel oder sandaresion,
sandastron, ohne etwas N�heres �ber diese zu sagen; eine ohngef�hre
Namens�hnlichkeit mit dem erw�hnten sandalchin im Chald�ischen scheint
vorhanden zu seyn.
_coral_ im Polnischen, Czechischen, Slowakischen;--_koravda_ im
Krainischen; _koraglia_ im Bosnischen;--_klariss_ im
Croatischen;--_kalaris_ im Magyarischen;--_coral_ im Englischen,
Spanischen; _corallo_ im Italienischen;--_corail_ im Franz�sischen
(corallain korallroth);--_koral_ im D�nischen; _koraal_ im Holl�ndischen;
_coraller_ im Schwedischen.
_balaradscha, prabala, angmarakamani_ im Sanscrit;--_bala, ratnakandala_ im
Bengalischen;--_karang_ im Malaiischen; kalbahaar-pute-parampuam ist die
K�nigskoralle, gelage der Korallenk�rper �berhaupt;--_bjhi-ru_, auch
_byi-ru, byui-ru_ im Tibetanischen;--_chouru_ im Tartarisch-Mandschu (h�ngt
wohl mit kurul im Persischen zusammen);--_chan, chan-hout, lang-chan_ im
Chinesischen; _marmennils smide_ im Isl�ndischen;--_ramota_, auch _pennina_
(was eigentlich Zweig heisst), im Hebr�ischen, haben keine Beziehung zu den
Namen in den andern Sprachen;--_sarpargausaet_ im Gr�nl�ndischen ist die
K�nigskoralle.
* * * * *
#�. 4. Gr�ne Gemmen und verwandte Gesteine#.
A. _Unsere Gattung Smaragd_.
Die Mineralgattung Smaragd ist im Allgemeinen sch�n gr�n gef�rbt, hat
prismatische Krystalle, starken Glanz; aber die H�rte ist wenig st�rker,
als beim Quarz. Zu derselben geh�rt a) der eigentliche, edle Smaragd, b)
der Beryll oder gestreifte Smaragd (s. weiter unten) und c) der gemeine,
der derb, undurchsichtig ist und keine technische Anwendung hat.
Der (edle) Smaragd, von jeher ein sehr gesch�tzter Schmuckstein, findet
sich nicht in Indien (die sogenannten indischen Smaragde sind meist
Chrysolithe); wir bezogen ihn seit der Entdeckung von Amerika nur aus Peru,
kannten keinen andern Fundort, gleichwohl stand nicht zu leugnen, dass man
im Oriente stets, auch vor der Entdeckung von Amerika, Smaragden gehabt
hatte, von denen auch die r�mischen und griechischen Autoren reden, die
aegyptische, wie scythische erw�hnen, und mehrere arabische Schriftsteller
sprechen von Smaragdgruben in Aegypten, von denen aber jede Spur verloren
war, da sie seit 1358 ganz eingingen. Erst 1816 entdeckte der franz�sische
Reisende Cailliaud zwischen den ehemaligen St�dten Berenice und Koptos die
grossartigen Spuren der alten Smaragdgruben am Saburah im chloritischen
Glimmerschiefer, und man �berzeugte sich seitdem, dass hier wirklich edler
Smaragd gewonnen wurde, welcher dann durch ganz Asien ging.
In der neuern Zeit haben die Russen bedeutende Smaragdgruben in Siberien,
im Irkutzker und uralischen Erzgebirge er�ffnet, die ausser gr�nen, auch
blaue und gelbe Smaragde, neben Topasen liefern. Diese Gruben waren viele
Jahrhunderte verlassen, werden aber schon im grauen Alterthume betrieben
worden seyn und den smaragdus scythicus geliefert haben. Den
smaragdhaltigen Berg im nertschiuskschen Gebirge nennen die Tungusen
Tut-chaltui.
Der Juwelier begreift unter Smaragd meist alle smaragdgr�nen sch�nen
Edelsteine, wie den gr�nen Diamant, Sapphir und Turmalin (der in Ceylon,
wie in Brasilien ziemlich h�ufig ist), die sich aber mineralogisch
wesentlich unterscheiden. Wenn Taifaschi sagt: dass zu den wesentlichsten
Eigenschaften des Smaragdes seine Theilbarkeit in gl�nzende Bl�ttchen
geh�re, so scheint diess mehr auf Beryll als Smaragd zu passen.
Weil Indien keine Smaragde hat, das Alterthum diese vorzugsweise aus
Aegypten zog, so wird auch der Name daher stammen.
_maragd, zamaragd_ im Aethiopischen;--_smaragdos_ im Koptischen;--pauannese
und pauappesse wird auch durch smaragdus �bersetzt.
_bareketh, barkat, barekat_ im Hebr�ischen, die Namen scheinen zusammen zu
h�ngen mit barak, was in den semitischen Sprachen blitzen, gl�nzen heisst,
womit maragd wieder in Verbindung stehet;--_barkta, barkan, berakta_ im
Chald�ischen, auch _ismaragda, ismoradh, semargad_;--_borko_ im Syrischen,
auch _smargdo, semargedo_;--_samurod_ im Arabischen, auch _s�mrid,
sommorod, semerid, somorods, sbaragd_ und _salaki_, mit den Ab�nderungen;
a) dabbahni, zobabi, dsobab (von dabban, zabab oder dsobab die Canthariden,
Fliegen mit sch�n gr�nen Fl�geln), von dunkelm, reinstem Gr�n und sch�nstem
Wasser; b) raichanijj (rihani), basiliengr�n, lichtgr�n;--c) silkijj und
selongi, blattgr�n, wie Gr�nkraut;--d) sabouni, zabunijj, seifengr�n, auch
arabijj, die arabischen genannt, die aus dem petr�ischen Arabien stammen,
von ganz heller Farbe sind;--auch unterscheidet man: faz, fozz, fozzon, die
aus dem Sande gewaschenen Smaragdk�rner, und f[e]) kazab, den
krystallinischen im Muttergestein;--_zemerud_ im T�rkischen, auch z�m�rid,
z�mird, zimbrut, samurat;--_zmerud_ im Persischen, gew�hnlich zemeroud
mesri (d.i. der �gyptische), auch semerud, mit den Ab�nderungen: a) subabi,
hellgrasgr�n, b) ribani, basiliumgr�n, c) saluki blattgr�n, d) sindschari,
gr�nspanartig, e) kerasi, eiforbiumgr�n, f) assi, myrtengr�n, g) sabuni,
seifengr�n, auch der arabische, h) saikali, der helle, durchsichtige, i)
sulmani, der undurchsichtige, k) kasaba (der Stab), der krystallisirte, l)
astar, der zusammengeh�ufte.
_marakta_ im Sanskrit (ganz wie maragd im Aethiopischen), auch asmagarba,
asmajoni, apanica, lomasarara, haritasman (der gr�ne Stein),
harinmani.--_garuda_ im Sanscrit scheint ein sehr edler Stein gewesen zu
seyn, da man ihn auch als the bird and vehicle of Vishnu bezeichnet; Wilson
�bersetzt ihn in seinem W�rterbuche mit emerald (Smaragd), so auch
garudmata, garudottirna, garuda�men; ob er hierher geh�rt, bleibt
zweifelhaft, das Wort hat Aehnlichkeit mit jakut, auch mit
zmerud;--_marakata_ im Bengalischen, auch tsuni und harinmani (d.i. gr�ner
Edelstein);--_pachee_ soll er im Hindu heissen. In Peru (S�damerika) heisst
der Smaragd pachel, pacha, was ein h�chst merkw�rdiges Zusammentreffen mit
dem indischen Namen seyn w�rde. (pinga ist der gew�hnliche Name in
Brasilien);--_zemcrud, zamrud_ im Malaiischen;--_smrucht_ im Armenischen,
auch _zmrroud, zmroukt_;--_[Greek: smaragdos, maragdos]_ der Griechen
(zun�chst wohl nach dem Armenischen und Aethiopischen);--_smaragdus_ der
R�mer, aber nur zum Theil; der aegypticus ist der �gyptische, der scythicus
der siberische (wenn er nicht Malachit ist); der bactrianus kann auch
Smaragd seyn, die andern Arten waren Malachit oder chalcosmaragdus, der
prasinus k�nnte vielleicht hierher geh�ren;--_smiraldus_ und _esmaraldus_
im Mittelalter;--_smarag_ im G�lischen (Schottischen); amerand oder ameraud
ist gr�n, woher vielleicht _emeraude_ und _emerald_ stammt, wie der Smaragd
im Franz�sischen und Englischen heisst;--_smaragdu_ im
Wlachischen;--_isumrud_ im Russischen, auch _isoumrode, zmeroud, szmaragd_
im Polnischen;--_smerald_ im Dalmatischen und Wendischen;--_smaragd_ im
B�hmischen, Magyarischen, Schwedischen, D�nischen;--_smeraldo_ im
Italienischen;--_esmeroud, amarantsteen, smaragd_ im
Holl�ndischen;--_esmeralda_ im Spanischen; _esmaragdo, esmeraldo_ im
Portugiesischen; _emerald_ im Englischen;--_emeraude_ im Franz�sischen
(wohl von emeraud, d.i. gr�n im G�lischen).
Anhang. Die von den orientalischen Schriftstellern angef�hrten, dem
Smaragde �hnlichen Steine.
a) _elmazat_ im Arabischen. Taifaschi bemerkt: dass man ihn auch in den
Smaragdgruben von Aegypten finde; er habe die Farbe, Schwere und H�rte des
Diamantes, unterscheide sich von ihm aber durch folgende Eigenschaft:
stellt man ihn auf (lorsque il est mont� sur le ventre), so erscheint er
schw�rzlich oder gelblich, w�hrend der Smaragd in dieser Lage das sch�nste
Wasser hat.
Mehrere Steine haben die optische Eigenschaft, dass sie nach gewissen Axen
mehr als nach andern durchsichtig sind. Es w�re m�glich, dass der elmazat
zum gr�nen Turmaline geh�rte, der im Darauf- und Durchsehen verschiedene
Farben hat, er ist aber in H�rte und Schwere wesentlich vom Diamanten
verschieden.
_elmasat_ wird der Pluralis von elmas, d.i. Diamant seyn, und unter elmazat
k�nnen gr�ne, �berhaupt gef�rbte Diamanten verstanden seyn, die oben beym
elmas nicht erw�hnt sind; dann aber kann er nicht in Aegypten gefunden
werden, diese Angabe ist vielleicht eine irrige.
b) _yebb_ und c) _yesem_. Die Uebersetzer erw�hnen nichts dar�ber; aber
vielleicht wird der Stein zu dem jaschb im Arabischen, unserm Plasma (s.
dieses) geh�rt haben, das Taifaschi nicht besonders erw�hnt.
d) _zeberjed, sabardschad_ im Arabischen. Taifaschi bemerkt: er sey weniger
sch�n als der Smaragd, komme aus den �gyptischen Smaragdgruben; da diese
aber zu seiner Zeit (640 der Hedgira) nicht mehr zug�nglich w�ren, so finde
man ihn nur noch als kleine Ringsteine in den Ruinen des alten
Alexandriens. Er sey theils von tiefer, theils von lebhafter Farbe, theils
von einem klaren Gr�n, dann von sch�nem Wasser, aber geringer
Durchsichtigkeit, doch dem Auge sehr wohlth�tig.
_seberdsched_ im Persischen, Ben Manssur bemerkt: man halte ihn meist f�r
eine Art des Smaragdes, er sey zuweilen selbst reiner und anmuthiger als
dieser, komme aus den Minen des Smaragdes; er scheine aus gleichem Stoff,
aber minder vollendet. Man unterscheide einen stark-, mittel- und
schwachgr�nen;--_seberdsched_ im T�rkischen, ist ein Stein von gr�ner und
gelber Farbe;--_siberget_, auch _bellur_ (d.i. Krystall) nennen--nach Bruce
(Reise nach Abessinien), die jetzigen Einwohner von Aegypten den Stein der
Insel topaze, welcher der topazion der Alten--wahrscheinlich unser
Flussspath--gewesen seyn wird.
_zabergad_ im Hindu, wird meist mit Chrysolith �bersetzt.
_taperzeta_ kommt mehrmals in den Schriften des Mittelalters vor, wird mit
smeraldus �bersetzt.
Zu welcher Mineralgattung dieser Stein geh�re, dar�ber sind verschiedene
Ansichten ausgesprochen. Rozier (description de l'Egypte) h�lt ihn f�r
Beryll; Raineri (Uebersetzung von Taifaschi) f�r Topas; Hammer (Fundgruben
des Orients) f�r Chrysolith, und diess scheint richtig zu seyn.
Der seberdsched war offenbar ein gr�ner Schmuckstein, dem Smaragd �hnlich,
aber weniger edel, und ein solcher ist unser Chrysolith, der von den
Juwelieren auch zu den Smaragden gerechnet wird, theils in Indien, theils
in einigen K�stengegenden des rothen Meeres vorkommt.
B. _Unser Beryll und Aquamarin_.
Mineralogisch ist unser Beryll nur eine Art des Smaragdes, aber in
technischer Beziehung betrachtet man ihn als einen eigenth�mlichen
Edelstein. Er ist nicht so edel als dieser, lange nicht so hart, wird
weniger zu Ring- als sonstigen Schmucksteinen verarbeitet, hat nie die
dunkelgr�ne Farbe des Smaragdes, ist blassgr�n, auch blau, gelb und ganz
wasserhell, findet sich in langen, durchsichtigen 6seitigen, meist der
L�nge nach gestreiften S�ulen, die h�ufig mehrere Zoll, zuweilen bis gegen
einen Fuss L�nge und eine ansehnliche Dimension haben; er besitzt einen
blattreichen Bruch und l�sst sich erw�rmt leicht der Quere nach in
durchsichtige Bl�tter spalten, die concav-convex sind, daher als Brenn- und
Augengl�ser dienen k�nnen. Er findet sich nicht in Indien, vorzugsweise in
Siberien, hier in grosser Menge, besonders bey Nertschinsk, wo der Berg
Odontschelon fast daraus bestehet, auch bey Mursinsk, wo die weingelbe
Ab�nderung vorkommt. Diese Beryllgruben betrieb schon das hohe Alterthum,
sie blieben dann liegen, wurden in der neuern Zeit wieder von den Russen
aufgenommen. Als man diese Steine kennen lernte, nannte man sie anfangs
Chrysolithe und Aquamarine, akwamarin im Russischen, im System stellte man
sie zum Topas oder zum Sch�rl, bis Werner um 1788 sie als eigne Gattung
unter dem Namen Beryll fixirte.
_[Greek: b�rillos]_ der Griechen ist offenbar unser Beryll, wie der
_berillus_ der R�mer. Man unterschied hier: a) die meergr�nen, qui
viriditatem puri maris imitantes (unsere eigentlichen Aquamarine), b)
chrysoberylli, die bl�ssern goldgelben, c) chrysoprasi, blass grasgr�nen,
d) hyacinthizontes, e) a�roides, f) cerini, g) oleageni, von der Farbe des
Oehles, (vielleicht unser Chrysolith), h) die dem Bergkrystall �hnlichen,
wohl unsere wasserhellen. Die smaragdenen Augengl�ser des Nero, die Plin.
37. 16. erw�hnt, k�nnen aus diesem Stein bestanden haben; wie man
Augengl�ser aus Glas schliff, �bertrug man auf diese den Namen beryllum,
daher wohl das Wort Brille, brillier, brillare u.s.w.
Die analogen Namen in den orientalischen Sprachen werden denselben Stein
bedeuten, wie _berel_ im Aethiopischen;--_beryllion_ im Koptischen, (woher
der griechische Name stammen mag).
_brulo, berulo, burlo_ im Syrischen;--_birula_ im Chald�ischen, auch
_birla, burla, burl_, auch k�nnte birselin hierher geh�ren, was mit
topazius �bersetzt wird; kerum jamma, wird mit beryllus oder chrysolithus
�bersetzt, mag aber nicht hierher geh�ren;--_b�regh_ im Armenischen.
Im Arabischen wird _ballur, bilaur_ wohl mit beryllus �bersetzt, aber die
Richtigkeit d�rfte zweifelhaft seyn, die Namen h�ngen wahrscheinlich mit
belur (Bergkrystall), ballariji (krystallinisch) zusammen. Taifaschi
erw�hnt diese Namen nicht, �berhaupt, wie es scheint, gar nicht den Beryll;
wenn er aber bey dem Smaragde sagt: zu dessen Eigenschaften geh�re die
Theilbarkeit in gl�nzende Bl�ttchen, so passt diess auf den Beryll, nicht
auf den Smaragd, vielleicht betrachtete man schon damals, wie jetzo, den
Beryll nur als eine Art des Smaragdes.
Im Hebr�ischen wird _schohan_ mit beryllus �bersetzt.
Im Persischen soll der Beryll _besady_, auch _ballur_ heissen, was ich ganz
dahin gestellt seyn lasse; bey Ben Manssur finde ich, weder diese Namen,
noch einen andern, der sich auf Beryll beziehen m�chte.
In den indischen Sprachen ist mir auch kein hierher geh�riger Name
vorgekommen.
_akwamarin_ im Russischen. Es ist mir unbekannt, was dieses Wort bedeutet,
und ob daher der Name Aquamarin stammt.
_aquamarine, aigue marine de Siberie, beril_ im
Franz�sischen;--_aquemarine, beril_ im Englischen;--_aquamarina, beril_ im
Italienischen;--_agoas marinhas_ im Spanischen.
C. _Unsere Gattung Chrysolith oder Peridot und Olivin_.
Der eigentliche, _edle Chrysolith_ oder _Peridot_ der franz�sischen
Mineralogen, zeichnet sich durch seine sch�n pistazien-oder olivengr�ne
Farbe aus, die bey keinem andern Steine so rein vorkommt, ist durchsichtig,
nicht sehr hart, findet sich meist in Geschieben, selten in Krystallen, in
Indien, Syrien und Aegypten, aber nicht sehr h�ufig, dient als
Schmuckstein, bekommt gew�hnlich eine Goldfolie, die einen angenehmen
gr�nen Goldglanz ertheilt.
Eine unedle k�rnige Ab�nderung ist der _Olivin_, der in gelbgr�nen,
k�rnigen Massen h�ufig in unserm Basalte erscheint, aber nicht technisch
benutzt werden kann, nur ein mineralogisches Interesse hat.
Wie vorher bemerkt ist, wird unser Chrysolith der _zeberjed_ der Orientalen
seyn, der _zabergad_ im Hindu, _zeberjed_ im Arabischen;--_seberdsched_ im
Persischen und T�rkischen.
Dieser Name ist nicht in das Griechische und Lateinische �bergegangen; aber
der smaragdus olearius, d.i. der �hlgr�ne, mag unser Chrysolith gewesen
seyn, der sich eben durch diese Farbe auszeichnet.
Als die neuere Mineralogie sich wissenschaftlich begr�ndete, begriff man
unter Chrysolithus verschiedene gr�ne Steine, Werner beschr�nkte (1790)
diesen Namen auf unsern Chrysolith, den er Krisolith nannte; die
franz�sischen Mineralogen nannten ihn aber _Peridot_, welcher Name
hergenommen ist von peridot, peradota, pelidor, wie in den Schriften des
Mittelalters ein gr�ner kostbarer Edelstein genannt wird, von dem wir aber
nichts weiter wissen, den wir nicht zu deuten verm�gen.
Der Olivin wurde fr�her meist mit Chrysolith verbunden; Werner stellte ihn
als eigne Gattung auf, entlehnte den Namen von der olivengr�nen Farbe; Hauy
verband ihn mit peridot.
_D. Der tharschisch der Hebr�er und der Chrysolithos_.
Einer der 12 Edelsteine im hohenpriesterlichen Schmucke der Hebr�er war der
_tharschisch_, den die meisten Bibel�bersetzer mit _[Greek: chrysolithos]_
geben, auch mit _[Greek: tharseis, tharsis]_.
_thorschisch_ im Syrischen; auch crum jamma (nach Onkelos), nach einer
Vermuthung [Greek: chr�ma thalass�s], Meerfarbe; und crum jamma raba (nach
Jonathan), das K�stlichste des grossen Meeres;--_tarschin, tarsin_ im
Chald�ischen, �bersetzt mit lapides acuti, duri, kann hiermit in Verbindung
stehen.
Wir wissen von diesem Schmucksteine nichts, als dass er mit [Greek:
chrysolithos] �bersetzt ist, was entweder Goldstein bedeutet, oder die
Gattung [Greek: chrysolithos].
* * * * *
_kerosotholos_ im Syrischen, auch _krosotholos_, wird mit chrysolithus
�bersetzt;--_kerosotolobi, kerelosotobe_ im Aethiopischen wird mit
Chrysolithos �bersetzt, der auch zobhera warek (von warek das Gold)
heisst;--_[Greek: chrysolithos]_ kommt, so viel ich weiss, bey den
griechischen Autoren nicht vor; [Greek: chrysos] ist Gold;--_chrysolithos_
der R�mer, kann mit kerosotholos, auch mit [Greek: chrysos] zusammenh�ngen;
Plinius 37. 42 spricht ausf�hrlich �ber ihn, aber so confus, dass gar
nichts Bestimmtes aus seiner Nachricht zu entnehmen ist; er redet von
indischen, �thiopischen (aureo fulgore translucens), pontischen,
arabischen, die alle als Ringsteine dienten, theils hart, theils weich und
r�thlich w�ren, in Spanien habe man sie bis zu 12 pondus Schwere gefunden;
zum Theil hiessen sie auch Chryselectri, Leucochrysi, Melichrysi, Xanthi
oder Xystion;--_[Greek: chrysolithos]_ im Mittelalter, wohin auch gerechnet
wird _[Greek: et�sios, ait�sios]_, etesius lapis.
Es scheint, dass unter Chrysolithus verschiedene gelbe, politurf�hige
Steine zusammengefasst sind. Die gelbe Farbe ist bey den Edelsteinen eine
seltene. Der einzige eigentlich gelbe Edelstein, den wir haben, ist der
Topas, der kommt nicht in Indien vor; wir erhalten ihn aus Brasilien,
Sachsen, neuerlich auch aus Siberien; aber der Diamant und andere
Edelsteine kommen zuweilen gelblich vor. Der Flussspath ist wohl der
einzige gelbe politurf�hige Stein, der sich in Massen findet. Der Bernstein
ist eine Gemme von goldgelber Farbe; aber auf diesen passt nicht, was Plin.
vom Chrysolithos sagt; er heisst im Arabischen karabe, �hnlich in andern
orientalischen Sprachen; ein Zusammenhang mit kerosotolobi w�re vielleicht
m�glich.
Ueber den tarschisch herrschen sehr verschiedene Meinungen; Luther hat ihn
mit T�rkis �bersetzt, dem ich nicht beypflichten m�chte; Bellermann (Urim
und Thumim), mit Chrysolith; Bredow (historische Untersuchungen II. 295)
mit Bernstein; soll eine Conjectur gemacht werden, m�chte ich diesem
beypflichten.
E. _Unsere Gattung Chrysoberyll oder Cymophane_.
Diess ist ein gelbgr�ner Edelstein, der meist einen eigenth�mlichen,
bl�ulichen Lichtschein hat, weshalb ihn die franz�sischen Mineralogen
cymophan, d.i. wogendes Licht, nennen. Er ist ein nicht gesch�tzter
Edelstein, der wenig in Handel kommt, sich nicht h�ufig in Ceylon, Pegu und
Siberien findet, meist aus Brasilien kommt. Man nannte ihn fr�her
Chrysolith und Beryll. Werner fixirte den Stein als eigne Gattung, und
entlehnte den Namen von Chrysoberyllus, der ein gelber Beryll gewesen seyn
wird. In Brasilien nennt man die Steine agoas marinhas, auch Chrysolithas;
im Russischen solotozwetnoi kamenj, auch Chrysoberyll.
Im Oriente und Alterthume d�rfte er nicht unbekannt seyn; aber schwerlich
hat man ihn als eigne Gattung herausgehoben, ihn vielleicht zum seberdsched
(Chrysolith) oder zum Katzenauge gerechnet.
Plin. 37. 18 sagt: Zu den �gyptischen Smaragden rechnet man auch den
_hermeos_, den man den L�wen-Statuen als Augen einsetzt und die persischen
Smaragde; jene haben ein aufgeschwollenes Ansehn, diese sind nicht
durchsichtig, doch von angenehmer Farbe, �hneln den Augen der Katzen und
Panther. Der hermeos war daher ein gr�ner Stein, mit schillerndem
Lichtschein, diess passt vollkommen auf unsern Chrysoberyll, weniger auf
das Katzenauge, das nicht gr�n ist.
F. _Unser Katzenauge_.
Dieser Stein geh�rt zwar mineralogisch zur Gattung Quarz, technisch zu den
weissen Gemmen; da er aber ein Schillern wie der Chrysoberyll hat, mag er
hier folgen.
Unser Katzenauge, auch wohl gunuko genannt, ist ein h�chst feinfasriger
Quarz, von meist grauer, auch rother oder gelber Farbe, der, besonders
convex geschliffen, einen eignen wandelnden Lichtschein hat, dadurch dem
Auge der Katzen �hnelt. Er kommt sch�n und nicht selten in Indien und
Ceylon vor, war den Orientalen stets bekannt, wird auch von Ben Manssur
sehr richtig beschrieben.
_mao-tsing_ im Chinesischen;--_patamra-kaonywen_ auf Awa;--_billi-ke-ankk_
im Hindu;--_ainol-hur_, auch _mithrax_ im Persischen; sebedsch ist
Augenstein, geh�rt wohl nicht hierher;--_ain al hirch, ainu 'ihirri_
(Katzenauge) im Arabischen. Ob das T�rkische ainischenes Teufelsauge
hierher geh�rt, weiss ich nicht. Im Alt-Griechischen ist kein Name bekannt.
_Asteria_ der R�mer, auch wohl der _belioculus_, so wie der _astrolobon_,
den Augen der Fische �hnlich; der _mithrax_, der mit mehreren Farben
gl�nzte, wird hierher geh�ren, wenn es richtig ist, dass der mithrax im
Persischen unser Katzenauge ist. _koschetschei glas, kosetchetscheg_ im
Russischen;--_kamin bialy_ im Polnischen;--_matskaszem_ im
Magyarischen;--_oeil de chat_ im Franz�sischen;--_ojo de gato_ im
Spanischen;--_occhio di gatto_ im Italienischen;--_cats-eye_ im
Englischen;--_katte-oege_ im D�nischen;--_katt-�ga_ im
Schwedischen;--_katten-oog_ im Holl�ndischen.
G. _Unsere Gattung Plasma_.
Es ist diess: edler Jaspis, edle Jade, bey den Steinschneidern bekannt als:
plasma dismeraldo, prime d'emeraude, Jade oriental, auch diaspro. Ein
sch�ner Stein, der sich allein in der Bucharey an der chinesischen Grenze
findet, sehr selten zu uns kommt, im Alterthume und Oriente mehr bekannt
war, als es bey uns der Fall ist. Er ist unkrystallisirt, sehr hart, nimmt
eine vorz�gliche Politur an, hat eine reine, tiefe gr�ne Farbe, ist aber
auch weiss, roth, schwarz, zuweilen gefleckt geadert, dem edlen Sard
verwandt, aber fettiger, gl�nzender. Er eignet sich ganz vorz�glich zum
Schnitt, kann erhaben und vertieft bearbeitet werden, dient noch jetzo, wie
seit den �ltesten Zeiten, zu herrlichen Kunstwerken, die in sehr hohem
Werthe stehen. Am meisten verwandt scheint ihm der edle Nephrit
(Punama-oder Beilstein, pierre de haches von der Insel Taraipunama, s�dlich
von Neuseeland), �hnlich ist der gemeine Nephrit (Jade tenace) und unser
Jaspis (diosporo), nur unedler. Wie unser Carneol zum Sard, so verh�lt sich
unser Jaspis zum orientalischen Plasma. Scharfe Grenzlinien sind bey diesen
unkrystallinischen Massen nicht zu ziehen.
Der Stein war in der neuern Zeit g�nzlich unbekannt, man fand in Rom,
Herkulanum u.s.w. geschnittene und rohe St�cke, die von den Arch�ologen
prime d'emeraude, Jade (ein t�rkisches Wort seyn soll, dschede
ausgesprochen wird) auch plasma dismeraldo genannt wurden. Werner nahm
diese antiken Steine zuerst in sein Mineralsystem, als die Gattung Plasma
auf. Marco Polo und einige �ltere Reisende erw�hnen die sch�nen meist
gr�nen Steine aus der Bucharey; die wichtigsten Nachrichten dar�ber
lieferte Timkowsky (Reise durch Sina II.), anf�hrend; dass sie ohnweit
Jarkin (fr�her Hauptstadt von Ost-Turkestan), theils im Flusse Choton,
theils auf dem steilen Gebirge Mirtschai, zum Theil in bedeutenden Massen
gefunden, und gr�sstentheils nach Peking gef�hrt werden. Vortreffliche
Zusammenstellungen �ber diesen Stein lieferten: Remusat in den recherches
sur la pierre de You et le Jaspe des anciens (histoire de la ville de
Kotan. 1820); und Hager in Pavia im pantheon chinois 1806, (auch im
giornale di fisica II. 1810).
Im Sanscrit finde ich keinen Namen f�r diesen Stein in Wilsons W�rterbuche;
m�glicherweise k�nnte der garud hierher geh�ren, der mit emerald (Smaragd)
�bersetzt ist.
_gi�k_ in Indien, wohl im Hindu;--_giuk_ in Japan und Tana; _tran_ in
Tunkin;--_kin_ in Siam; _mra_ auf Ava.
_yu, y�_ (d.i. kostbar) im Chinesischen, auch _yu-sce_ (kostbarer Stein)
und _tusce, ick_ in Canton bey den Juwelieren.
_jas, kas_ im Tartarischen; die Br�che f�r die hellen Steine heissen
ak-kasch, f�r die dunkeln kut-kasch. Das Wort kann mit jaschil, d.i. gr�n,
zusammenh�ngen.
_jachem_ im Tibetanischen, auch ehel, schel, tschuj; auch kann _gyu_
hierher geh�ren, was mit T�rkis �bersetzt wird; _jeschin_ im
Bulgarischen;--_jaschb, jasb_ im Arabischen, auch _jasf, jaschm, jesin,
jaschaf, jischm, chabala_. Nach Taifaschi ist der jasb meist gr�n und dann
am sch�nsten, auch weiss und bl�ulich; sehr verwandt und von derselben
Natur ist der _iism_ oder _iasm_, aber von weisser oder gelber
Farbe;--_jeschim_ im T�rkischen;--_jaschm_ im Persischen, auch _jascem,
jiscem, jascheb, nassb_.
_nachm_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit
spath verd; das Wort kommt ganz mit dem persischen _nassb_ �berein und wird
hierher geh�ren, so auch _nschtons_ (d.i. Naschstein), mit pierre dure
�bersetzt, ferner naschtone emme wie naschtone entme mit pierre precieuse
�bersetzt. Ob der ohngef�hr �hnlich klingende baschm--�bersetzt mit basalt
verd--hierher geh�ren k�nnte, muss ich dahin gestellt seyn lassen.
_jaspid, ijaspis_ im Aethiopischen;--_jaspis, haspis_ im
Armenischen;--_ijaspis_ im Syrischen, ein �hnlicher Stein war der
nephrtijos, woher nebrites, Nephrit;--_jaschpe, jasp, jesp_ im
Hebr�ischen;--_[Greek: iaspis]_ der Griechen, mit den Ab�nderungen:
aerizusa, blau; capnia, rauchfarbig; assiri, mit weissen Linien;
terebinthinae, meergr�n. Auch wird hierher geh�ren der _[Greek: nibrit�s]_
den Orpheus erw�hnt;--_Jaspis_ der R�mer, zu dem auch �hnliche Steine
gez�hlt wurden, mit den eben erw�hnten Ab�nderungen und andere, als:
grammatias, polygrammos, jasponyx u.s.w. Ein �hnlicher Stein war der
_nebrites_ (woher Nephrit in der neuern Mineralogie). Unsern Jaspis wird
man zum achates gerechnet haben.
_yaschma_ im Russischen, begreift auch unsern Jaspis;--_jaspid_ im
Polnischen, desgleichen _plasma di smeraldo_ der Italiener, auch
_diosporo_, bey dem man unterscheidet: giallo, verde, bruno, rosso, nero
antico. _plasma_ im Englischen, Franz�sischen u.s.w.
H. _Unser Jaspis_.
Unter Jaspis verstehen wir ein gr�nes, gelbes, rothes, braunes, einfarbiges
oder mehrfarbiges, fast undurchsichtiges, politurf�higes, quarziges
Gestein, unedler als Plasma und Agath, jenen aber verwandt, das meist nur
zu geringen Werken der Kunst verarbeitet wird, dem der noch unedlere
Hornstein nahe stehet. Er ist h�ufig in Europa, am sch�nsten in Siberien,
besonders der gr�ne von Orsk im Ural und der rothbandirte von Werch-Uralsk,
der mehrfarbig bandirte heisst _Bandjaspis_, jaspe
ruban�-onyx-panach�-vein�, striped jasper.
In Syrien und Aegypten, besonders in den W�sten, ist ein bandirter
Kugeljaspis sehr h�ufig, welcher der dortigen Kalkformation angeh�rt,
bekannt als: Melonen vom Berge Karmel, aegyptischer Jaspis, ciotto d'Egitto
im Italienischen, jaspe �gyptien im Franz�sischen; aegyptian peble im
Englischen, bey dem man Augensteine, Brillensteine, Doppelaugensteine
u.s.w. unterscheidet, der auch auf �hnliche Art in Sicilien vorkommt.
Im Oriente begriff man ihn unter Sard und jasb, er heisst auch bey den
jetzigen Arabern jaschb, jaschm, auch roekoemi; bey den Griechen und R�mern
unter achates, sardonyx coecus; der Aegyptilla des Plin. ist unser
�gyptischer Kugeljaspis, der achates aus Sicilien, der dortige Jaspis.
_jaschma_ im Russischen;--_jasma_, auch _drahule_ im Czechischen;--_jaspid_
im Polnischen;--_jaszpisz_ im Wlachischen;--_[Greek: iaspis]_ im
Neu-Griechischen;--_diasporo_ im Italienischen und Alt-Spanischen;--_jaspe_
im Franz�sischen;--_jasper_ im Englischen;--_jaspis_ im D�nischen,
Schwedischen, Holl�ndischen;--_sinopel_ oder _zinopel_ hiess sonst in
Ungarn der rothe Jaspis.
J. _Der Heliotrop_.
_Heliotropium_ der Griechen und R�mer war ein gr�nes Plasma mit rothen
Punkten, auch wohl ein �hnlich gef�rbter Jaspis, den wir jetzo mit diesem
Namen bezeichnen; wie er bey den Orientalen heisst, muss ich dahin gestellt
seyn lassen. Im Mittelalter findet sich auch daf�r _[Greek: dialion]_.
_eliotropio_ im Italienischen;--_heliotrope_ im Franz�sischen;--_heliotrop_
im Englischen, Schwedischen u.s.w.;--_geliotrop_ im Russischen;--_szentk�_
im Magyarischen.
K. _Der Chrysopras_.
Der Chrysopasius der R�mer und Griechen mag eine Art Beryll gewesen seyn.
Der chrysoprasius (topazius) wird ein gelbgr�ner Flussspath gewesen seyn.
Diese Namen gingen in die sich bildende neuere Mineralogie �ber, man
begriff darunter sehr verschiedene gr�ne gemmenartige Steine ohne
bestimmten Begriff.
In den oberen Straten des Serpentingebirges in Schlesien, besonders bey
Kosem�tz, liegt eine weit verbreitete sogenannte Chrysopras-Ader, mit
vielen Arten von verschieden gef�rbtem Quarz, auch ein sch�n apfelgr�ner,
der eine gute Politur annimmt, sich zu Schmucksteinen eignet. Seit 1741
wurde man auf ihn aufmerksamer, gewann und verarbeitete denselben; Klaproth
zeigte 1788, dass die F�rbung durch Nickeloxyd bedingt sey. Allm�blig
beschr�nkte man den Namen Chrysopras nur auf dieses Fossil; im Linn�ischen
Systeme hiess es nitrum, fluor viride; Werner setzte es erst zu dem Talk,
seit 1791 zu dem Quarz.
L. _Unsere Gattung T�rkis oder Calait_.
Diess ist ein gesch�tzter blaugr�ner, undurchsichtiger, unkrystallisirter
Edelstein, der gute Politur annimmt, in kleinen, wie in ziemlich grossen
St�cken vorkommt, sich h�bsch ausnimmt, seit �ltester Zeit viel zum Schmuck
verwendet wurde. Er findet sich nur in Khorasan (Persien), von wo aus er
durch den Handel �berall hin verf�hrt wurde; aber erst in j�ngster Zeit hat
man seinen Fundort etwas genauer kennen gelernt.
Als Surrogat daf�r benutzte man lange in Europa die von Kupfer
durchdrungenen, gr�n gef�rbten, fossilen Knochen, die man besonders im
s�dlichen Frankreich findet, glaubte: dass der wahre T�rkis �hnlichen
Ursprunges sey, und entfernte ihn lange aus den Mineralogien; erst durch
Chardin (voyage en Perse), Agaphi (1791) und Fraser (1830) wurde sein
geognostisches Vorkommen ermittelt, man erkannte ihn nun f�r eine eigene
Mineralgattung, die Calait genannt wurde; von diesem oder dem turqoise de
vielle roche unterschied man die fossilen Knochen als turqoise de nouvelle
roche-osseuse [or: rocheosseuse] und odontolithe im Franz�sischen und
turchina de rocca nova im Italienischen.
_gyu_ im Tibetanischen, durch T�rkis �bersetzt, ist wohl unser Plasma;
druga-mara und druga dakara wird auch mit T�rkis �bersetzt.
_perose_ im Hindu;--_perodscha_ im Sanscrit, auch _harita�man_ d.i. gr�ner
Stein;--_pirusa_ im Kurdischen;--_piurjeh_ im Armenischen, meist mit
berillus �bersetzt, wird hierher geh�ren, wie auch der
_purjehham_;--_firuzeh_ im Persischen, auch _firozah, firoze, firuz,
firusae_ mit den Arten: a) abu ishaki;--b) escheri;--c) suleimani;--d)
sermune;--e) chaki;--f) abd ol-medschidi;--g) andelibi. Bey den Juwelieren
heisst er auch: mescha, und der zweyfarbige ebresch;--_feruse_ im
Arabischen, auch _feruzegi, peruzegi, perosao_, mit den Arten: buscechica,
von der sch�nsten bl�ulichen Farbe; b) lahahica;--_ferozeh_ im T�rkischen,
auch _piruze, biruzeg, bihruz, peruse, peruze_;--_perosag_ im Chald�ischen,
auch _tarkja, tareja, torkei, torkeja_ (woher vielleicht der Name turcosa,
T�rkis).
_[Greek: kalleinos]_ der Griechen, von der meergr�nen Farbe (die [Greek:
kallainos], bey den R�mern venetus hiess);--_callais, calleina_ der R�mer.
_turcosa_ im Mittelalter, auch _turchina, turchesia, torcois, torques,
lapis turcicus_ (wohl von torkeja im Chald�ischen, nicht weil man ihn von
den T�rken erhielt).
_perudota, peritot, pelidor_, ein kostbarer Stein im Mittelalter, von dem
wir weiter nichts wissen, k�nnte vielleicht mit dem erw�hnten peruse,
perosao u.s.w. zusammenh�ngen.
_turcia_ im neuern Latein, auch _borea_;--_[Greek: peryze]_ im
Neu-Griechischen;--_birjura, borivea_ im Russischen;--_bronzusa_ im
Windischen, von _bron_ das Erz;--_turchina_ im Italienischen;--_turquesa_
im Spanischen;--_turqoise_ im Franz�sischen;--_turkois_ im
Holl�ndischen;--_turkes_ im Alt-Teutschen;--_turkis_ im Schwedischen,
D�nischen.
M. _Unser Malachit_.
Ein smaragdgr�nes, kohlensaures Kupferoxyd, meist seidenartig gl�nzend;
wenn es in festen, reinen, politurf�higen, gr�ssern St�cken einbricht, so
kann es zu sehr gesch�tzten Zierathen und Ger�then verarbeitet werden, als
Schmuckstein dient der Malachit selten. Er findet sich in den
Kupferbergwerken, am sch�nsten nur in Siberien, hier wird er viel
verarbeitet. Uebrigens dient er als Kupfererz.
_dehne_ im Persischen, wo man nach der Farbe den
smaragd-knoblauch-basilicumgr�nen, den dunkeln und hellen unterscheidet;
der reine heisst auch _schirin_, der unreinere _telch_;--_dehnedsch_ im
Arabischen, auch _dahnag, danadsch, dahanadsch_ (gemma similis smaragdo)
wird hierher geh�ren, nicht zum Flussspathe, wie Raineri meint. Taifaschi
sagt, dass er aus Kupfer entstanden sey, aus Kupferbergwerken komme und 4
Arten habe: a) efrandi, der sch�nste smaragdgr�ne, b) indiani;--c)
kermani;--d) caraki;--_dana_ im Kurdischen, ist ein smaragdfarbener
Edelstein.
_[Greek: chalkosmaragdos]_ der Griechen;--_pseudosmaragdus_ der R�mer,
smaragdus atticus, cyprius, medicus und calchedonius (aus den
Kupferbergwerken der Insel Demonesus gegen�ber von Calchedon), der aus den
Kupferminen kam; hierher mag auch geh�ren der _tanos_ des Plin., wohl mit
dehne im Persischen zusammenh�ngend; auch mag _amphitane_ hierher geh�ren.
_Malachit_ im Russischen, Polnischen und den meisten neuern Sprachen (wohl
von molochites) (s. den folgenden �.), _malagita_ im
Italienischen;--_malachite_ im Franz�sischen.
N. _Der Molochites der Alten_.
Der _Molochites_ der R�mer (woher unser Name Malachit entlehnt seyn mag),
wird als eine smaragdgr�ne, undurchsichtige Gemme characterisirt, die auch
zu Siegelringsteinen angewendet wurde; diese waren aber meist fein gravirt,
wozu der Malachit wohl nicht taugen mag; daher scheint es sehr zweifelhaft,
ob der molochites unser Malachit war; was er �berhaupt f�r ein Stein war,
muss ganz dahin gestellt bleiben. Ein �hnlicher Name fehlt in der alten und
orientalischen Litteratur.
O. _Der Omphax der Alten_.
_Theophrast_ erw�hnt den [Greek: omphax] als gr�nen Stein, der zu
Siegelringen diente (der Name wird zusammenh�ngen mit omphacium, d.i. Oehl
aus unreinen Oliven, oder Saft aus unreifen Weintrauben--onfak im
Arabischen). Was dies f�r ein Stein war, stehet zur Zeit nicht zu
ermitteln, da ein �hnlicher Name nicht weiter bekannt ist.
Von diesem omphax ist der Name omphacit in unserer Mineralogie entlehnt,
f�r einen k�rnigen Augit in Gemenge mit Granat u.s.w., der besonders im
Fichtelgebirge vorkommt, mit dem omphax gar keine Relation hat.
P. _Unsere Gattung Idocras oder Vesuvian_.
In den Laven des Vesuv kommen sch�ne gr�ne und braune Krystalle vor, die
eine ziemliche Politur annehmen und geschliffen den Namen vesuvianische
Edelsteine,--gemmes de Vesuv--auch Chrysolith, Hyacinth, Topas heissen.
Diese Gattung kommt in andern Gegenden, zum Theil noch sch�ner vor, so
vorz�glich in Siberien am Baikalsee u.s.w. Werner fixirte diese Gattung,
die man fr�her zum Hyacinth oder Sch�rl rechnete, nannte sie Vesuvian, Hauy
(1801) Idocrase, welcher Name in die neuern Sprachen �berging; im
Russischen bezeichnet man den Stein meist als _Wiluit_ weil er sich am
Wilui in Kamtschatka findet.
Wahrscheinlich war der Stein schon dem Alterthume bekannt, wurde auch wohl
benutzt; aber wir wissen nicht, unter welchem Namen.
Q. _Unsere Gattung Epidot, Pistacit, Thallit_.
Ein kristallinisches gr�nes Fossil, zuweilen so sch�n gef�rbt und
politurf�hig, dass es als Schmuckstein dient. Es findet sich ziemlich
h�ufig in Europa, besonders in Schweden, auch in Indien, in Gesellschaft
von Korund. Es wurde fr�her zum Sch�rl gerechnet, Werner fixirte die
Gattung als Pistacit, Hauy nannte sie Epidot, auch gab man die Namen:
Arendalit, Akantikon, Delphinit, Thallit, Oisinit u.s.w. Dem Alterthume mag
die Gattung bekannt gewesen seyn, da sie auch in Indien vorkommt; aber wir
wissen nicht, unter welchem Namen.
R. _Unsere Gattung Augit oder Pyroxene_.
Ein sehr verbreitetes krystallinisches Mineral von schwarzer und gr�ner
Farbe, besonders h�ufig in den Basalten und Laven, wird aber technisch
nicht angewendet. Es wurde fr�her zum Sch�rl gerechnet; Werner fixirte die
Gattung als Augit, Hauy nannte sie pyrox�ne; sie hat viele Arten, die zum
Theil besondere Namen erhielten, als: Diopsid, Sahlit, Malacolith, Alalit,
Mussit, Kokkolith u.s.w.
Weil das Fossil in Italien sehr h�ufig ist, wird man es auch im Alterthume
beachtet haben. Den schwarzen, an Augiten sehr reichen Sand und Trass der
Gegend von Rom nannte man nach Vitruv: arena carbunculus; wahrscheinlich
rechnete man daher die Augite zur Gattung carbunculus, d.i. zu unsern
Granat.
Den Augites (woher der Name f�r unsern Augit entnommen) f�hrt Plinius nur
beyl�ufig an, bemerkend: dass man ihn meist verschieden von callais halte;
er war daher unserm T�rkis �hnlich, oder eine Ab�nderung desselben, hatte
daher mit unserm Augit gar keine Relation.
S. _Die Gattung Hornblende oder Amphibole_.
Vom Augit kaum wesentlich verschieden, ein Fossil von schwarzer oder gr�ner
Farbe, meist bl�ttrich, auch strahlig, dann Strahlstein, Tremolith genannt.
Hat keine technische Anwendung. Die Krystalle sind h�ufig in den Laven und
Basalten. Die bl�ttrige Hornblende erscheint h�ufig als Felsart, besonders
mit Feldspath, Quarz und Glimmer, bildet hier den Syenit (s. unten Marmor),
auch mit Feldstein den Diorit oder Gr�nstein, und wenn sie hier sehr
vorwaltend erscheint, das Hornblendgestein, Amphibolith oder Aphanit, von
fast schwarzer Farbe, das von den alten Aegyptiern vorzugsweise zu ihren
G�tterstatuen angewendet wurde, der _basanites_ der Alten (basalte nero der
Italiener) war. Auch in Kaschmir findet sich diess z�he Gestein h�ufig zu
Bildwerken angewendet. Die labradorische Hornblende, auch Paulit und
Hypersten genannt (dwulitschnewaja obmana im Russischen, ipersteno im
Italienischen), von Labrador, aus Gr�nland u.s.w., zeichnet sich durch ein
eigenth�mliches Schillern aus, war aber dem Alterthume und Oriente wohl
nicht bekannt, wurde 1789 von Werner characterisirt.
Die Hornblende wurde fr�her zur Gattung granatus und basaltes gerechnet,
die man sp�ter Sch�rl nannte (die h�chst verschiedene Fossilien umfasste);
Wallerius nennt sie 1772 granatus vulgaris; Linn� (1768), Borax
margodes;--Rom� de l'Isle 1783: Sch�rls en masse;--der Name stammt wohl aus
dem Schwedischen, wo hornbl�nde eigentlich Zinkblende bedeutet; in Schweden
nannte man aber unsere Hornblende fr�her meist corneus spatosus. Werner
fixirte die Gattung unter diesen Namen 1788, Hauy nannte sie amphibole
(schwankend).
_yu-tsing-chy_ ist der Tremolith im Chinesischen, auch _yang-ky-chy_ und
_pe-yang-chy_.--_tsillampo_ im Magyarischen;--_obmanka, rogowaja blenda_ im
Russischen, ist Hornblende, lutschistoi kamenj ist Strahlstein, _gimoraz,
jinoraz_ im Czechischen;--_hornblende_ in den neuern Sprachen.
T. _Die Gattung Diallage und Smaragdit, sonst auch prisme d'emeraude
genannt_.
Ein gr�nes, bl�ttriges, meist in Serpentin eingewachsenes Fossil, mit einem
eigent�mlichen Schillern, das f�r sich keine Anwendung hat. In dem Gemenge
mit Serpentin und Feldstein bildet es ganze Felsmassen unter den Namen
Euphotid, Gabbro, granito di gabbro, verde di Corsica, granito del
impruneta. Dieses Gestein dient zu Werken der Kunst, ist h�ufig in Italien,
wurde im Alterthume viel angewendet; aber wir wissen nicht, unter welchem
speciellen Namen, im Allgemeinen rechnete man es gewiss zum
Marmor.--Saussure hob die Gattung als Smaragdite heraus, Hauy nannte sie
Diallage, Werner rechnete sie zum Strahlstein.
* * * * *
#�. 5. Gelbe Gemmen und verwandte Gesteine#.
A. _Unsere Gattung Topas_.
Der Juwelier bezeichnet meist alle gelben Edelsteine mit dem Namen Topas,
wie gelben Korund, gelben Spinell u.s.w.; mineralogisch ist die Gattung
durch Krystallform, H�rte, Schwere und chemischen Gehalt scharf begrenzt,
hat verschiedene Farben.
Ceylon, wie ganz Indien, so reich an allen andern Edelsteinen, hat
merkw�rdiger Weise gar keine Topase, oder wenn sie sich hier finden
sollten, was hier und da behauptet wird, so erscheinen sie wenigstens als
h�chste Seltenheit; was der Juwelier orientalischen Topas nennt, ist meist
gelber Korund, der sary jakut der Orientalen.
In Sachsen finden sich die sch�nen weingelben Topase (fr�her Chrysolith
genannt), die dem Oriente und Alterthume wohl fremd waren. In Brasilien
sind rothe, gr�ne und wasserhelle Topase ziemlich h�ufig, die im gemeinen
Leben oft als Rubin und Sapphir bezeichnet werden. In Siberien gewinnt man
in j�ngster Zeit viel Topas, besonders im Ural bey Miask, der meist
wasserhell ist, und bey Mursinsk von meist bl�ulicher und gr�nlicher Farbe.
Diesen siberischen Topas wird das Alterthum gekannt haben, verband ihn
wahrscheinlich mit Smararagd oder Beryll, mit welchem letztern er h�ufig
zusammen vorkommt; da hier aber keine gelben Topase vorkommen, so wird das
Alterthum und der Orient schwerlich gelbe Edelsteine mit dem Namen Topas
bezeichnet haben. In Jekatharinenburg in Siberien, wo viel siberische
Topase geschliffen werden, nennt man diese--ich weiss nicht
weshalb--_tjeschelowes, tjejelowjesi_, was heissen soll: die
schwerwiegenden (von wjes das Gewicht und tjesolui schwer); als _topazi_
aber bezeichnet man die farbigen Ab�nderungen des Bergkrystalles.
In der Sanscrit-Litteratur ist ein Name f�r den gelben Topas (der
Mineralogen) gar nicht zu erwarten; wenn daher Wilson, Pott und Andere den
Namen von gelben Edelsteinen, wie: pita, pitasara, pitaspatica, pitamane
mit Topas �bersetzen, so wird diess--mineralogisch genommen--unrichtig
seyn; diese Edelsteine werden zum gelben Korund oder einer andern
Mineralgattung geh�ren; dasselbe ist der Fall mit pita�ma und gomedaka im
Bengalischen, mit manikang, kunig, puresjeragan im Malaiischen, pusperajan
im Ceylonesischen u.s.w., die alle wohl irrth�mlich mit Topas �bersetzt
werden.
_tobadsch_ heisst im jetzigen T�rkischen unser Topas, welches Wort aus den
europ�ischen Sprachen entlehnt seyn mag, obwohl top und adsch t�rkische
Sylben seyn k�nnen, was ich nicht weiss; auch soll man ihn sofja taschi und
sirtcha (welches Wort persischen Ursprunges seyn soll) nennen, auch kibris
elmasi (Diamant von Cypern) und kibris taschi (Stein von Cypern), die zum
Bergkrystall geh�ren werden.
Das Wort _topas_, das aus Aegypten stammen mag (wo es unsern Flussspath
bezeichnet haben mag), ist in alle europ�ischen Sprachen �bergegangen;
topas im Englischen, Schwedischen, Magyarischen; topaas im Holl�ndischen;
topazio im Spanischen und Italienischen; topass im Polnischen, Windischen,
Czechischen.
B. _Der topazion der Alten und der pitdan der Hebr�er_.
_paz_ im Hebr�ischen wird mit topazion �bersetzt. _tuphasjon_ im Syrischen.
_[Greek: pazon]_ (wie paz im Hebr�ischen), _[Greek: topazion]_ (wie
tuphasjon) im Griechischen, topazius der R�mer. Ueber diesen Stein haben
wir durch griechische Schriftsteller verst�ndige Nachrichten, sind nicht
allein auf den kritiklosen Plinius angewiesen.
Strabo 16, 198 sagt: der topazion von der Insel Ophiodes bey Aegypten ist
ein goldgelber ([Greek: chrysoeid�s]), durchsichtiger Stein, welcher
derartig gl�nzt (leuchtet), dass man ihn am Tage nicht sehen
(unterscheiden) kann; nur w�hrend der Nacht wird er von den Einsammlern
bemerkt. Diodor. Siculus III. 3 sagt: der topazion ist glasartig ([Greek:
hyal� paremephr�s]), goldgelb ([Greek: enchryson]), findet sich in Felsen;
wegen des Sonnenlichtes kann man ihn am Tage nicht sehen, _bey Nacht
leuchtet er im Dunkeln_. Agatharchides sagt dasselbe, nennt ihn einen
undurchsichtigen, glasartigen, gelben Stein; Orpheus de lapidibus
wiederholt das Gesagte, bemerkend: dass er zu magischen Zwecken diente.
Plin. 37. 32 f�hrt aus dem Juba an: die Insel Topazon habe ihren Namen von
topazin, oder--wie ein Manuscript liest--opazum, was in der Sprache der
Trogloditen (d.i. in der �gyptischen) suchen heisse. Die Arsinoe, Gemahlin
des Ptolomaeus Philadelphus habe aus diesem Steine eine Statue von 4
cubitus H�he (5' 7" rheinl�ndisch) erhalten, die in dem delubrum
aufgestellt sey. Als Arten unterscheide man: den prasoides und chrysopteros
von lauchgr�ner Farbe.
In der neuern Zeit hat Bruce (Reise nach den Quellen des Nils I. Pag. 255)
die Topasinsel (die in der Landessprache Jibbel siberget oder zumrud
heisst) besucht; er fand hier St�cke von einem gr�nen, adrigen, wolkigen,
zerbrechlichen Gestein, nicht so hart als Quarz, die siberget und bilur vom
Volke genannt wurden. Ob hier ein neuerer Reisender genauere Untersuchungen
gemacht hat, ist mir nicht bekannt geworden.
Der _[Greek: topazion]_ der in grossen Massen vorkam, glasartig und weicher
war, wie alle Gemmen, gelbe und gr�ne Farben hatte, zeichnete sich dadurch
aus: dass er, von der Sonne am Tage beschienen, in der Dunkelheit
leuchtete, d.i. phosphorescirte. Kein Fossil phosphorescirt so stark und so
leicht als der Flussspath in gewissen Ab�nderungen, besonders der meist
smaragdgr�ne Chlorophan aus Siberien; liegt dieser im Sonnenlichte, und man
bringt ihn dann ins Dunkle, so leuchtet er so stark, dass man nahe
Gegenst�nde dabey erkennen kann.
Wohl ohne Zweifel war hiernach der topazion unser Flussspath, besonders
unser Chlorophan oder stark phosphorescirender Flussspath; dieser hiess
topazion, wenn er gelb war, chrysoprasius bey gelbgr�ner Farbe (aus dem man
auch Gefasse [Gef�sse] und gr�ssere Gegenst�nde verfertigte), und bey
gr�ner Farbe pazion, prasion, prasoides.
Diese Namen sind allm�hlig auf ganz verschiedene Gesteine �bertragen
worden; der topazion auf unsern Topas; der Chrysopras auf unsern
Chrysopras, einen politurf�higen gr�nen Quarz, und der prasion auf unsern
Prasem, einen gr�nen gr�beren Quarz.
Sonderbarer Weise stehen Flussspath und Topas in einer gewissen innern
Relation, sie enthalten beide, wenn auch in verschiedenen Quantit�ten,
Flusss�ure und nach den Beobachtungen von Freisleben (geognostische
Arbeiten V. Pag. 232) gehen beide in einander �ber.
* * * * *
_pitdah_ im Hebr�ischen war einer der 12 Edelsteine im Schmucke des
Hohenpriesters bey den Juden, der im Griechischen mit _[Greek: topazion]_
�bersetzt wird, im Syrischen mit sorjo, im Chald�ischen mit jarkan, jarukta
(d.i. gr�nlich), im Arabischen mit asphax. Braun (de vestitu sacerd.) sucht
zu zeigen: wie durch eine leichte, in den semitischen Sprachen h�ufige
Verwechselung der Buchstaben aus topaza, topza, topda, pitdah wird, welche
Etymologie ich ganz dahin gestellt seyn lasse. War der topazion der
Griechen unser Flussspath, so kann er nicht wohl der pitdah der Hebr�er
gewesen seyn, denn ein St�ck Flussspath w�rde sich neben den andern
kostbaren Edelsteinen im Schmucke des Hohenpriesters nicht gut ausgenommen
haben.
Ich sollte meinen: es m�chte ein Zusammenhang Statt finden zwischen pitdah
im Hebr�ischen, mit _pita_ im Sanscrit und den indischen Sprachen, womit
man die gelben indischen Edelsteine bezeichnet, den gelben Korund, Spinell
u.s.w. (der Topas der Juweliere, nicht der Mineralogen), daf�r spricht
auch: dass im Persischen der pitdah durch laal �bersetzt wird, der unser
Spinell oder Zirkon war.
C. _Der Bernstein_.
Der Bernstein, obwohl ein fossiles Baumharz, geh�rt doch zu den Mineralien,
und vorzugsweise zu den Schmucksteinen. Er ist von gelber Farbe, die sich
ins Weisse verliert, oft einen Stich ins Rothe hat; durchscheinend, oft
ganz durchsichtig und stark electrisch. Er findet sich zwar in vielen
Gegenden, am h�ufigsten, sch�nsten, und in gr�ssten St�cken nur an der
Ostseek�ste, vorz�glich an der preussischen und bey Palm�nken, theils in
der Erde, meist als Auswurf des Meeres, hier ist er seit den aller�ltesten
Zeiten gewonnen, und auffallender Weise scheint seit Jahrtausenden eine
fast gleiche Quantit�t Bernstein ausgeworfen zu werden, der Ertrag sich
nicht zu mindern. Die kleinen, schlechten St�cke dienen, besonders im
Oriente, zu R�ucherwerk; �brigens wird der Bernstein als Schmuck
verarbeitet, der jetzo, wie in �ltester Zeit, im Orient und Occident ein
sehr gesuchter und verbreiteter Artikel ist. In den germanischen alten
Gr�bern findet man sehr vielen und sehr sch�nen Bernstein, der bey den
R�mern und bey den Griechen in aller�ltester Zeit sehr allgemein als
Schmuck diente. Der Bernsteinhandel war vorz�glich in den H�nden der
Ph�nizier, die bis in die Ostsee schifften und dem ganzen Oriente diesen
gesuchten Artikel zuf�hrten. Der Bernstein umschliesst nicht selten kleine
Insekten und Pflanzen, die sich auf das Vortrefflichste erhalten haben.
Schon im Alterthume beachtete man diese, wie die electrische Eigenschaft.
_pe_ im Chinesischen; mila-pe der gelbe, hue-pe und chu-pe der
r�thliche;--_hupa_ im Mandschu, auch chupa und boissile;--_bhour-len,
burlem_ im Tibetanischen, auch wird spasa-schela hierher geh�ren.
Wie im Sanscrit der Bernstein heisst, habe ich nicht geh�rig ermitteln
k�nnen; tailasphatica (d.i. Oehlkrystall) soll Bernstein seyn, dieser ist
aber nicht krystallinisch; auch tringrahin (d.i. Grasanzieher), was auch
Turmalin seyn kann; mir scheint es wahrscheinlich, dass man den Bernstein
unter pita begriffen hat, womit man gelbe Edelsteine bezeichnete.
_ivgit kajungar saet_ im Gr�l�ndischen;--_amber kerning_ im Malaiischen (ob
aus dem Englischen?);--_sath_ im Armenischen, auch kahribar (wohl aus dem
Persischen), pazmakoum wird mit electrum �bersetzt;--_kawake_ im
Japanischen;--_kahruba, kuhroabo_, auch _kepur_ im Hindu (wohl aus dem
Persischen);--_kahrub, karabe, kahruba_ im Persischen (von kah und rubah,
d.i. der R�uber von Spreu, wegen der electrischen Anziehung);--amber ist
das wohlriechende Harz, der ambra ambrosiaca;--_karabe, kahrab, karabah_ im
Arabischen;--_kehribar_ im T�rkischen;--_karaweh_ im
Georgischen;--_keherbai_ im Bucharischen;--_charbe_ im
Aethiopischen;--_prud_ im Alt-Slawischen;--_jantar, yantare_ im Russischen
und Serbischen;--_jantar_ im Polnischen, auch _bursztyn_;--_gantar_ im
Czechischen, auch _cistee, czistec, aksteyn_;--_giantaras_ im
Litthauischen;--_sihtars, dsinters_ im Lettischen;--_jantar_ im
Illyrischen, auch _kechribari_ (aus dem Wlachischen);--_gentar_ in der
ausgestorbenen Sprache der alten Preussen, die an der Ostsee wohnten, von
wo der Bernstein und mit ihm der Name in die entferntern L�nder
ging;--_gyantar_ im Magyarischen, auch _sarga gyenta_;--_cistec_ im
M�hrischen und Slavonischen.
_burzhen_ im K�rnthischen, auch _okstar_ (was mit jantar zusammenh�ngen
mag);--_bureen_ im Krainerischen und Windischen, auch _smolski
kamen_;--_burstin_ im Illyrischen, Bosnischen, Ragusanischen und
Croatischen, hier auch _burcham_ und _okstar_;--_b�rnstein_ im
Alt-Teutschen; gew�hnlich, vielleicht irrth�mlich leitet man das Wort von
bernen, d.i. brennen ab; ein Zusammenhang mit den erw�hnten slawischen
W�rtern scheint vorhanden, ob diese aber slawischen Ursprunges sind, lasse
ich dahin gestellt seyn.--Auch _agtsteen, aidstain_, was von aiten, d.i.
brennen herkommen soll;--_bornsteen, barnsteen, brandsteen_ im
Holl�ndischen;--_bernstein_ im D�nischen, auch _rav_.
_raf_ im Lappl�ndischen;--_reef, rief_ im Alt-Finnischen; _raf_ im
Schwedischen;--_gles, glys_ im Alt-Schwedischen;--_rafur, rafr, raf_ im
Isl�ndischen; auch _glar_;--_rypte_ in der Edda.
_kichrimbar, chirimbaru, kirimbarj�_ im Walachischen;--_kechrembari_ im
Neu-Griechischen.
_glesum_ in der Sprache der alten germanischen Aestyer (nach Tacitus, Germ.
46), die an der Ostsee wohnten und der keltischen Nationalit�t angeh�rten.
Das Wort wird zusammenh�ngen mit glain im W�lschen, das Durchsichtige, das
Juwel, die Hals- und Rosenkranz-Perle oder Kugel (als Halsschmuck diente
der Bernstein vorzugsweise bey den keltischen V�lkern);--_gles, glas,
glesum_ im Friesischen und l�ngs der Ostseek�ste;--_glaes, glaere, glayre,
glies_ im Angels�chsischen;--_glesum_ im Alt-Esthnischen, nach neuerer
Mundart: merre kiwwi d.i. Strandstein.
_goularz_ im Bretonischen;--_gwefer_ im W�lischen (von gwef, klar);--_omar_
im G�lischen, _ombra_ im Irischen;--_ambar, ambre_ im mittelalterlichen
Latein; _[Greek: amper, ampra]_ im mittelalterlichen Griechisch, damit
bezeichnete man vorz�glich den nordischen Bernstein (den von der K�ste des
mittell�ndischen Meeres, mit [Greek: soukinon]);--_amber_ im
Englischen;--_amber jaune_, auch _succin_ im Franz�sischen, fr�her auch
carabe (der arabische Name);--_ambar_, auch _succino, carabe_ im
Spanischen;--_ambra gialla_, auch _succino_ im Italienischen;--_alambre_,
auch _charabe_ und _electro_ im Portugiesischen.
_sakel_ im Alt-Aegyptischen, wie Plinius anf�hrt;--_sakal_ im
Koptischen;--_sakal_ im Hebr�ischen, war ein Ingredienz zum R�ucherwerk,
wohl ohne Zweifel Bernstein;--_tharschisch_ im Hebr�ischen, wird--wie
Bredow (historische Untersuchungen II.) auszuf�hren sucht, der Bernstein
(als Schmuckstein) gewesen seyn; auch k�nnte vielleicht der _schechlet_
hierher geh�ren.
Die jetzigen Bernsteinh�ndler sortiren ihre Waare nach der Gr�sse der
St�cke; die vierte Art, wo die St�cke klein sind, unter einem Lothe wiegen,
heisst cakon, sakon, tschakon, welche Namen �hnlichkeit mit sakal haben; es
k�nnte diess eine alte germanische Bezeichnung seyn, die nach Aegypten
�bertragen w�re.
_sachal_ im Syrischen, nach Plinius auch _harpax_.
_electro, ilectro_ im Ph�nizischen;--_[Greek: �lektron]_ im Griechischen,
wohl aus dem Ph�nizischen, da man durch die Ph�nizier den Bernstein
erhielt; man unterschied: leyk-chry-electron und subalternikon, den
weissen, gold- und feuergelben, [Greek: makatos] scheinen grosse
Bernstein-Klumpen gewesen zu seyn. Hiervon stammen unsere Namen:
electrisch, Electricit�t u.s.w.;--_electrum_ der R�mer, auch _succinum_
(vielleicht von succus der Saft der Gew�chse, weil der Bernstein ein
Baumharz ist), man unterschied den weissen (candidum), rothgelben (fulvus)
und hochrothen; der _myrmecites_ und _cantharius_, wird Bernstein mit
Insekten gewesen seyn.
_sacrium_ im Alt-Scythischen nach Plinius, aber wahrscheinlich ist dieser
Name nicht correct geschrieben, er k�nnte mit sakal zusammenh�ngen;
Schl�zer schl�gt vor satrium, was mit sihtars im Lettischen Aehnlichkeit
hat.
* * * * *
#�. 6. Blaue Gemmen und verwandte Gesteine#.
Die wichtigste blaue Gemme ist der Sapphir, die aber mineralogisch nur eine
Art des Korund ist (s. oben). Blaue Ab�nderungen haben auch andere
Edelsteine, als der Spinell, Zirkon, Turmalin u.s.w.
A. _Unsere Gattung Peliom_.
Ein blauer, krystallisirter Edelstein, zuweilen mit einem sternfarbigen
Lichtscheine, etwas weicher als Sapphir, diesem sonst h�chst �hnlich und
erst neuerlichst mineralogisch von ihm getrennt. Bey den Juwelieren heisst
der hellere--Wassersapphir, der dunklere--Luchssapphir. Er findet sich in
Indien, Siberien, Spanien, Brasilien u.s.w., war den Alten und Orientalen
gewiss bekannt, aber nicht vom Sapphir unterschieden.
_peliom, dichroite, cordierite, iolite_ im Franz�sischen und �hnlich in
allen neuern Sprachen.
B. _Die Gattung Lasurstein mit Ultramarin_.
Der Lasurstein ist ein, seit den �ltesten Zeiten bekannter lasurblauer,
unkrystallisirter, undurchsichtiger Schmuckstein, der zum Theil in
bedeutenden St�cken einbricht, h�ufig krystallisirten Schwefelkies
eingemengt enth�lt, sich nur in der Bucharey, am Baikal-See, im Badakschan
findet. In den Mineralsystemen hat er einen sehr wechselnden Platz gehabt;
Guyton glaubte zuerst 1801, dass das geschwefelte Eisen der f�rbende Stoff
sey.
_tschingt-chan_ im Chinesischen, ist der dunkle, _zuisang_ der hellere.
_nilaa_ (d.i. der blaue) im Hindu;--_whidurga_ in Bengalen;--_vaidurga,
viduradscha_ im Sanscrit, auch nilopala (der blaue Edelstein), balaradscha,
balawajadscha, balasurga, gawarka, kaitawa, keturatna, abrahoha.
_lazuwerdi_ im Malaiischen, auch _godschasm_;--_ladwery_ im T�rkischen
(latschmore ist Veilchenblau);--_ladschiwerd_ im Persischen, auch
_langswerd_ und _lazuard_, mit den Arten: a) bedadschi;--b) gurdschi;--c)
dermari;--d) kermar.--(_lazur_ ist das Ultramarin). Am Fundorte, in
Badakschan unterscheidet man 3 Arten: a) ladschword nili, den
indig-blauen;--b) -asmani den hellblauen;--c) suvsi, den
gr�nlichen;--_landschiwer_ im Arabischen, auch _asurad, zemech, zumelazuli_
(von azul, der Himmel), _alzagur, hagiar alzemar, maha_ (lazur ist
Ultramarin);--_lasrad_ im Syrischen, auch _satphiros_ (von saphilo, blau).
_samper_ im Aethiopischen, auch _sofor, sophor_;--_saphir_ im Chald�ischen,
auch _esphor_; schabsis wird mit sapphirus �bersetzt;--_saphir_ im
Hebr�ischen; bey den Rabbinen auch sampurian, sampurina;--_[Greek:
sappheiros]_ der Griechen (daher unser Name Sapphir f�r einen ganz andern
Stein);--_sapphirus_ der R�mer;--_[Greek: zaphirys]_ im Mittelalter, auch
[Greek: z�phyros, zaph�r�], cyaneus, lazur, lazurium, lapis
armenius;--_llasur_ im W�lschen, _azura_ im G�lischen;--_[Greek: petra
lazoul�]_ im Neu-Griechischen; _lapis lazuli_ im neuern Latein.
_iasurick_ im Russischen, auch lazourewoi kamene; _lazur_ im Polnischen;
_lasura_ im Windischen;--_sagasilje_ im Bosnischen;--_lazuk�_ im
Magyarischen;--_azur_ im Franz�sischen;--_azurstone_ im
Englischen;--_lazursteen_ im Holl�ndischen, D�nischen, Schwedischen.
Anhang.
_Unser Ultramarin_.
Aus dem Lasursteine bereitet man die sch�nste, aber sehr kostbare blaue
Farbe--das Ultramarin--die bey den Chinesen schon l�ngst, besonders in der
Porzellanmalerei angewendet wurde; die orientalischen V�lker kannten sie,
auch wahrscheinlich die alten Griechen, die sie [Greek: lazourion] genannt
haben m�gen; h�ufiger benutzte man ein blaues Kupferglas (s. unten Kupfer)
und die Smalte, d.i. Kobaltglas (s. dieses). In der neuern Zeit war es
Vanuccio Biringoccio, der 1545 die Bereitung des Ultramarin lehrte (den er
sehr von der azurra del Alemagno (Schmalte), unterschied).
_lazur_ im Arabischen;--_[Greek: lazourion, lazouri]_ der sp�tern
Griechen;--_lazurium_ im mittelalterlichen Latein, auch _color
graecus_;--_ultramaro_ im Spanischen;--_ultramarino_ im
Portugiesischen;--_outre-mer_ im Franz�sischen;--_ultramarine_ im
Englischen, Schwedischen u.s.w.
C. _Unsere Gattung Cyanit, oder Disth�ne, auch Sapphirspath, Sappare_.
Ein krystallisirtes Fossil, meist von sch�n himmelblauer Farbe, auch weiss
und geflammt, in langen rhomboedrischen Prismen, oft durchsichtig, stark
gl�nzend, sehr hart und fast ohnschmelzbar. Aus Indien kommen, wenn auch
nicht h�ufig, geschliffene Cyanite, die man gern f�r Sapphir verkauft, auch
Sapphirspath nennt. In Europa findet er sich weniger sch�n, in
Glimmerschiefer eingewachsen, hat keine technische Anwendung. Den
sogenannten blauen Sch�rl aus Tyrol fixirte Werner 1785 als die Gattung
Cyanit, entlehnte den Namen von Cyanos der Griechen, der unser Kupferlasur
war. Saussure analysirte das Fossil, und nannte es 1789 Sapparre.
Der Orient und das Alterthum wird den Cyanit gekannt, und wohl mit dem
Sapphir (dem nila und jakut) verbunden haben; wir wissen aber nicht, unter
welchem speciellen Namen.
_disth�ne_ der Franzosen, auch _saparre_, fr�her beril feull�t� und sch�rl
bleu;--_disteno_ im Italienischen und Spanischen;--_kyanite_ im
Englischen;--_kyanit_ im Schwedischen, D�nischen, fr�her auch _egk�_ im
Magyarischen.
D. _Der Amethyst_.
Er ist ein violblauer, durchsichtiger, meist krystallisirter Quarz, der
viel zu Siegelringsteinen und verschiedenen Schmuckgegenst�nden dient. Er
ist h�ufig in Indien und Ceylon, wo er von besonderer Sch�nheit gefunden
wird, auch, aber weniger sch�n, in Europa. Er hat nur geringen Werth.
_tsi-chy-yng_ im Chinesischen;--_sevandi_ im Ceylonesischen;--_seandi,
scuandi_ im Malabarischen; pudi und permata-puti heisst ein Edelstein, der
wahrscheinlich auch Amethyst ist; _zebugaong_ auf Awa.
_dschamschat_ im Arabischen, auch _giamest, dschamsat, dschemeat,
gebellecum_ mit 4 Arten, a) wo lebhaftes Himmelblau und Roth gleichm�ssig
vereiniget sind; b) wo das Rothe vorsticht; c) wo das Blau vorherrscht; d)
wo die Farben getheilt sind. Wenn man Wein aus Bechern von diesem Steine
trinkt, soll man nicht berauscht werden.
_tabheagh, tabhaya_ im Chald�ischen, auch wird enegla, een egla (d.i.
Kalbsauge) mit Amethyst �bersetzt;--_achlama, ahlama_ im Hebr�ischen.
_amothostos, ametestinos_ im Aethiopischen;--_amethystos_, im Koptischen.
(Aus Aegypten mag der Name zu den Griechen gekommen seyn, von diesen zu den
R�mern und zu uns);--_dschemist_ im T�rkischen, auch _dschebellokun,
dgebilkon, dschalzagum_;--_amyethos_ im Armenischen, mit Granat �bersetzt,
mag hierher geh�ren;--_amothostos_ im Syrischen;--_[Greek: amethystos]_ im
Griechischen, auch im Neugriechischen.
_amethystus_ der R�mer mit mehreren Arten, nach der Intensit�t der Farbe;
die eine Art hiess nach einem indischen Worte (sacon) sacondion, sapenus,
auch pharanites.
_[Greek: sokondios]_ hiess im Mittelalter ein Edelstein, der nicht n�her
characterisirt wird, aber der sacondion des Plinius seyn wird, vielleicht
mit sevandi im Ceylonesischen zusammenh�ngt.
_metist, ametist_ im Russischen;--_amatyst_, auch _upren_ im Czechischen;
_ametyst_ im Polnischen;--_ametiszt, k�zonseges, ametisztus_ im
Magyarischen;--_amethnit, amethistu_ im Wlachischen;--_amatisto_ im
Italienischen und Spanischen;--_ametisto_ im Portugiesischen;--_amethyste_
im Franz�sischen;--_amethyst_ im Englischen, Schwedischen und �brigen
neuern Sprachen.
* * * * *
#�. 7. Weisse Gemmen und verwandte Steine#.
Hierher stellt man gew�hnlich auch das Katzenauge, das schon oben erw�hnt
ist.
A. _Der Opal, Edelopal_.
Er ist ein unkrystallinisches Kieselhydrath, meist von weisser Farbe,
ausgezeichnet durch das herrlichste Farbenspiel, das bey keinem andern
Mineral derartig vorkommt, daher er ein beliebter Schmuckstein ist. Er
spielt mit blauen, gelben, rothen und gr�nen Farben, kommt nur in kleinen
Nieren vor, so, dass ein nussgrosser Stein zu den h�chsten Seltenheiten
geh�rt. Er findet sich nicht in Indien, sondern allein in Ungarn bey dem
Dorfe Czerwenizka zwischen Kaschan und Eperies, in kleinen Partien
eingewachsen in ein porphyrartiges Gestein. Ungarn (sonst Dacia) war in
alter Zeit ein cultivirtes, bl�hendes Land, mit wichtigem Bergbau. Es ist
daher nicht unwahrscheinlich, dass vor der r�mischen Zeit schon die
Opalgruben betrieben wurden; aber nachweisen l�sst es sich nicht. Der Opal,
der sich an ein Paar andern Punkten findet, ist ohne Bedeutung, nur eine
mineralogische Seltenheit.
Ob man im Alterthume und Orient den Edelopal gekannt, ihn aus Ungarn
bezogen hat, ist zwar wahrscheinlich, aber noch zweifelhaft. Wenigstens im
Mittelalter (vermuthlich also auch fr�her) muss die Opalgr�berei hier stark
betrieben seyn, ging aber in der sp�tem Zeit ganz ein, denn der alte
ungarische, walachische und moldauische Nationalschmuck der Frauen prangte
stets mit den sch�nsten Opalen, diess ist auch der Fall mit den sehr alten
Pocalen und Waffen der dortigen Gegenden. In jenen Zeiten (daher auch wohl
fr�her) werden diese Steine durch griechische Kaufleute nach Asien verf�hrt
seyn, und von da kamen sie vielleicht, unter dem Namen der orientalischen
Opale, auf andern Wegen nach Europa zur�ck. Die Opalgr�berey hat dann
Jahrhunderte hindurch gelegen, war fast ganz in Vergessenheit gekommen;
erst seit 1775 begann sie wieder bey Cherwenitza (zwischen Kaschan und
Eperies), wird seit 1788 regelm�ssig betrieben. Jetzo gehen fast alle
gewonnenen Opale nach England, man kann sie fast nur von daher erhalten.
Aus der griechischen Zeit scheinen Opale auf uns gekommen zu seyn, werden
wenigstens in manchen Sammlungen von Antiken erw�hnt, auch hat man
Glasfl�sse, dem nat�rlichen Steine t�uschend �hnlich.
Der Name Opal stammt wahrscheinlich aus dem Sanscrit, wo _opalo_, auch
_upala_ �berhaupt ein Juwel, kostbarer Stein heisst; nur in
Zusammensetzungen ein bestimmtes Mineral (wie nilopala, d.i. blauer, unser
Sapphir).
Im Polnischen heisst upala das Feuer; aber daher kann der schon den R�mern
bekannte Name wohl nicht stammen.
_pandumrittika_ im Sanscrit (d.i. blasse Erde) �bersetzt Wilson mit Opal;
_wadschraba_ im Bengalischen �bersetzt Carey mit the precious
opal;--_komala, kumala_ im Malaiischen (vielleicht mit opala verwandt) ist
ein Edelstein von ausserordentlicher Sch�nheit, von Gestalt der
Wassermelone, und dem Glanze der Sonne; aber es ist unbekannt, welchen
Stein man damit bezeichnete.
_[Greek: opalys, opallios]_ der Griechen und _opalus_ der R�mer kann der
Beschreibung nach nur unser Edelopal gewesen seyn, wenn wohl als Fundort
vorzugsweise Indien angegeben wird, von woher auch wahrscheinlich der Name
kam. Dass man in Griechenland und Aegypten Edelopale hatte, sie auch auf
das Vollkommenste in Glas nachmachte, leidet wohl keinen Zweifel.
_paederos_ oder _paederonta_ der R�mer, der nach Plinius sangenon in
Indien, tenites in Aegypten hiess, scheint ein �hnlicher, aber schlechterer
Stein gewesen zu seyn; der hexecontholithus des Plinius hatte auch viele
Farben, so auch der [Greek: pantarbas], den Ctesias erw�hnt, �ber die sich
gar keine Conjectur machen l�sst.
Im Mittelalter hiess der Edelopal [Greek: orphanos], _orphanus_ (vielleicht
durch einen Schreibfehler aus opalus entstanden) und im Teutschen (wohl
durch Uebersetzung) der _Weese, Weise_ (d.i. vaterlose), _Wieselstein_,
auch _Firmamentstein_.
Im Italienischen und Portugiesischen nannte man ihn fr�her auch _girasole_
und _scambia_, womit eigentlich unser Mondstein und Adular, auch der
Sternsapphir bezeichnet wurde.
_opal, telk�banyk�_ im Magyarischen;--_opalul_ im Wlachischen;--_opal
nastojaschtschi_ im Russischen, _opal_ auch in den andern slawischen
Sprachen;--_opale noble_ im Franz�sischen;--_opalo nobile_ im Spanischen
und Portugiesischen;--_opal precious_ im Englischen.
B. _Der Halbopal und Hydrophan_.
Der _Halbopal, gemeine Opal, Jaspopal_ ist ein Kieselhydrat ohne
Farbenspiel, weiss, gelb, roth, braun, zuweilen mit Holzstructur, ein in
gemeinen Opal versteinertes Holz (wood opal im Englischen); er nimmt eine
ziemliche Politur an, wird aber doch nur sehr wenig technisch, zu
Bijouterie-Gegenst�nden verwendet. Ob er im Alterthume und Orient benutzt,
und wie er genannt wurde, wissen wir nicht.
_opal fatty, opal jel_ im Magyarischen;--_obyknowenny opal, polu opal_ im
Russischen;--_semio-opal; common opal, jasper opal_ im Englischen;--_quarz
resinite commun, jaspe opal_ im Franz�sischen.
Der _Hydrophan_ ist ein Kieselhydrat von weisser Farbe, das, in Wasser oder
Oehl gelegt, dieses einsaugt, dann durchsichtig wird, und zuweilen mit den
sch�nsten Farben wie der Edelopal spielt, nur aber eine Zeit lang. Wird er
in Wachs getr�nkt, so erlangt er die Eigent�mlichkeit beym Erw�rmen
durchscheinend zu werden, auch Farben zu erhalten.
Wohl wird der Orient und das Alterthum dieses Fossil gekannt haben, wir
wissen aber nicht, unter welchen Namen.
Fr�her nannte man ihn _lapis mutabilis, Weltauge, oeil du monde_ im
Franz�sischen, auch _hydrophane_.
C. _Der Bergkrystall und Krystall_.
a) Krystall im Allgemeinen.
Ein Mineral in bestimmten geometrischen Formen, abgesehen von dem Material
und dem chemischen Gehalte.
_spatika_ im Sanscrit, ferner katscha (was auch Glas heisst); agrigarbha,
agrimani (krystallisirter Edelstein), atschtschha (durchsichtiger
Krystall). Dem spatika sehr verwandt klingt das teutsche und franz�sische
_spath_, das englische _spaad, spar_, d.h. ein Fossil mit bl�ttriger
Textur, nach welcher es leicht theilbar ist; gleichwohl stammen diese
Worte wohl schwerlich direct aus dem Sanscrit, sondern wohl aus dem
Keltischen, h�ngen zusammen mit ysparth im W�lschen, der Theil, die
Separation, ysparthu (W.) theilen, separiren.
_spatika_ im Bengalischen.
_palumban_ im Malaiischen, auch _palingu, nilur, intang_.
_shela_ im Tibetanischen (was auch Glas heisst); auch _rdo-shela_ (d.i.
Steinglas); _rana-shela_, nat�rlicher Krystall (bazhu-shela ist ein
k�nstlicher Krystall aus Glas);--_wani_ im Armenischen.
_balur, hablur_ im Persischen;--_bulur_ im Bucharischen;--_bellur_ im
Kurdischen;--_beluro_, _belurcho_ im Syrischen.
_ebna barut_ im Aethiopischen (bedeutet auch Hagel);--_mahewe_ im
Abessinischen;--_elgabisch_ im Hebr�ischen, auch _gabisch_ (das zugleich
Eis bedeutet.
_kerustallin, keristallon_ im Chald�ischen; keristalinon ist
krystallinisch;--_kristall, krustall_ im Albanischen;--_cristallu_ im
Walachischen;--_criostall_ im G�lschen;--_crisial_ im W�lschen;--_cristal_
im Bretonischen;--_[Greek: chrystallos]_ im Griechischen;--_[Greek:
chrystalli]_ im Neugriechischen;--_crystallus_ im Lateinischen;--_kristall_
im Isl�ndischen, Lappl�ndischen, Schwedischen, Englischen,
Franz�sischen;--_crystall_ im Portugiesischen, Spanischen, D�nischen,
Holl�ndischen;--_cristallo_ im Italienischen;--_krystal_ im Polnischen,
Czechischen, Windischen und Croatischen;--_kristoa_ im Bosnischen;--_golot_
im Ragusanischen, auch im Windischen;--_kristolas_ im
Litthauischen;--_krystally_ im Magyarischen.
b. Der Bergkrystall.
Ein reiner, durchsichtiger, meist wasserheller Quarz, der, sehr h�ufig als
Schmuckstein dient, meist die falschen Diamanten (faux diamans) bildet,
wenn sie nicht Glas sind. H�ufig erscheint er gef�rbt, und tr�gt dann
verschiedene Namen; der violblaue heisst Amethyst, ist schon erw�hnt;--der
gelbe heisst Citrin, hyacinth d'Espagne, topaze occidentale; der rauchgraue
Rauchtopas, topaze enfum�;--der fast schwarze morion;--der, welcher Amiath,
Rutil oder dergleichen umschliesst: Haarstein, Nadelstein, cheveux de
Venus, fleches d'amour. Im Alterthume brauchte man den Bergkrystall sehr
h�ufig, besonders zu Petschaften, schliff auch Brenngl�ser u.s.w. davon.
_pe-chy-yng_ im Chinesischen, der ganz durchsichtige;--_tse-chy-yng,_ der
bl�uliche;--_choui-tsing_ im Japanischen;--_rdo-shela_, auch _tschujschel_
im Tibetanischen;--_vellor_ im Kaschmirischen.
_palinga_, auch _keys_ im Ceylonesischen; sudu palinga ist der
wasserhelle;--kana palinga, der helle Rauchtopas;--tilla palinga, der
dunklere;--taripo, der weisse, undurchsichtige Milchquarz bey r�thlicher
F�rbung,
_batu palumban_ im Malaiischen; wille palinga, der wasserhelle, mangel
palinga, der helle Rauchtopas, tilia palinga, der dunkle.
_spatica_ im Sanscrit;--_spatika, phatika, katscha, kantscha_ im
Bengalischen.
_bulur_ im Bucharischen;--_b�llur, bellur_ im T�rkischen;--_balur_ im
Persischen;--_belur_ im Arabischen;--_bellur_ im Kurdischen;--_be'ur_ im
Syrischen;--_ibna barad_ im Syrischen.
_abagjegh, wanakn, akn wani_ im Armenischen;--_gabisch_ (was auch Eis
bedeutet), und _kerach_ im Hebr�ischen;--_kerustallin_ im Chald�ischen.
_criostal_ im G�lischen, auch _gloine_ (d.i. Glas) _shoillur_ und _gloine
shinealta_;--[Greek: _krystallos_] im Griechischen;--[Greek:
krystallopetra] im Neugriechischen;--_crystallus_ im Lateinischen, mit
vielen Ab�nderungen; iris war der dreiseitige Bergkrystall, der als Prisma
diente; der erros oder zerios war diesem �hnlich; haephaestites waren
Geschiebe, die als Brenngl�ser dienten;--morio war unser Rauchtopas, der
nach Plinius in Indien prammion hiess, der alexandrinus und cyprinus waren
r�thlich;--_crystallus montanns [montanus]_ im mittelalterlichen
Latein;--_kristallssteirn_ im Isl�ndischen;--_rockcrystall_ im
Englischen;--_bergkrystall_ im Schwedischen;--_bjergkrystall_ im
D�nischen;--_bergglas_ im Holl�ndischen;--_cristall de roche_ im
Franz�sischen;--_cristallo di rocca_ im Italienischen;--_cristall de roca_
im Spanischen und Portugiesischen.
_krystally, hegyi kristaly_ im Magyarischen.
_krysztal gorny_ im Polnischen;--_krysztal_, auch _prohleden_ im
Czechischen;--_kirchel_ beym b�hmischen Bergmann;--_hornoi chroustalle_ im
Russischen; in Siberien nennt man die gef�rbten Bergkrystalle topas; den
Rauchtopas duim-tschatui [or: duimtschatui] topas (von duim der Rauch).
Es ist mir unbekannt, warum man in Teutschland den dunkeln Bergkrystall
topas genannt hat, wie es auch in Siberien geschiehet.
* * * * *
#�. 8. Die 12 Gemmen im Schmucke der Hohenpriester bey den Hebr�ern.#
Da wir in der Bibel die �ltesten schriftlichen Nachrichten �ber
Schmucksteine finden, und zwar �ber diejenigen, welche die Hohenpriester
der Hebr�er bey feierlichen Gelegenheiten an ihrem Gew�nde trugen, so
gew�hrt es ein wichtiges Interesse, diese n�her zu er�rtern.
Ueber der Kleidung trug der Priester ein gesticktes Brusttuch (Coschen),
auf dem sich das _Gemmenschild_ befand, mit 12 in Gold gefassten, farbigen,
geschliffenen Edelsteinen, auf denen die Namen der 12 St�mme eingeschnitten
sich befanden. "Aaron--heisst es--soll die Namen der S�hne Israels tragen
auf dem Brusttuche des Gerichtes, wenn er ins Heiligthum gehet, zum
Ged�chtniss von Jehova jederzeit."
Da diese Steine durch die eingeschnittenen Namen gleichsam die 12 St�mme
repr�sentirten, und da sie 3 und 3 in einer Reihe in einem Schilde auf der
Brust getragen wurden, so scheint es mir wahrscheinlich, dass man Steine
gew�hlt haben d�rfte, die ziemlich gleicher Gr�sse waren, denn es w�rde
sich schlecht ausgenommen haben, wenn neben einem grossen sich ein kleiner
Stein befunden h�tte. Es scheint mir daher gar nicht wahrscheinlich, dass
in dem Brustschilde sich die Edelsteine befunden h�tten, die nur in kleinen
St�cken vorkommen, f�r uns die kostbarsten sind, wie Diamant, Rubin,
Sapphir, um so mehr, da man im Alterthume diese harten Edelsteine nicht in
der Art k�nstlich schliff und facettirte, als bey uns, sie mehr als
nat�rliche Krystalle trug; eher d�rfte zu vermuthen stehen: dass hierzu
vorzugsweisse sogenannte Halbedelsteine verwendet gewesen seyn m�gen, die
sch�n gef�rbt waren, sich leicht bearbeiten liessen und eine gewisse Gr�sse
hatten, wie edler Sard, Onyx, Plasma u.s.w.
Weil es heisst: dass kostbare Steine dazu verwendet werden sollten, so
gehet Braun von der Meinung aus: dass die kostbarsten Edelsteine zu suchen
h�tte, wie Demant, Rubin, Sapphir u.s.w., die er bey zweifelhaften Namen
pr�sumirt, was aber wohl nicht der richtige Gesichtspunkt seyn mag.
Diese 12 Steine lassen sich ohnm�glich mit scharfer Sicherheit
mineralogisch bestimmen, nur aus den Namen und deren Uebersetzung ins
Griechische, Syrische u.s.w.--bey denen aber zuweilen die Stellen oder
Nummern der Steine verwechselt, selbst andere Namen daf�r gesetzt
sind--k�nnen wir die Deutung versuchen. Es ist nicht zu verwundern, wenn
bey diesem dunkeln Gegenstande sehr verschiedene Ansichten geltend gemacht
sind, und ein Paar neue Conjecturen zur Pr�fung vorzulegen, wird erlaubt
seyn.
Am ausf�hrlichsten haben bey uns diesen Gegenstand behandelt: _Braun_: de
vestitu sacerdotum hebr. 1680; _J. Bellermann_: Die Urim und Thummim. 1824.
Die 12 Steine sind folgende.
1. _Odem_. Sarder nach Luther und Braun, Karniol nach Bellermann.
Im Griechischen allgemein durch [Greek: sardion] �bersetzt; im Syrischen
sumoko, samukta, d.i. roth; im Arabischen jakut akmar (d.i. rother jakut,
unser Rubin); im Persischen jakut; im Samaritanischen samuk; im
Chald�ischen samkan, achmon; im Koptischen sardinon.
Das Wort odem kommt nicht weiter im Alterthume vor; Braun will eine
Aehnlichkeit mit demium oder dionium finden, wie Plinius eine Art des Sard
nennt, die aber sehr zweifelhaft seyn m�chte. Mit dem orientalischen Namen
des Sard hat odem keine Relation, eher mit ount im Aegyptischen und
Koptischen, unch im Chald�ischen, woher [Greek: onyx] im Griechischen, der
Sardonyx oder mehrfarbige Sard. Die arabische Uebersetzung mit Rubin d�rfte
gar nicht passen.
Am wahrscheinlichsten d�rfte seyn: dass der odem der edle rothe Sard aus
der Bucharey (nicht unser gew�hnlicher Carniol) oder vielmehr der
mehrfarbige Sard (unser edler Onyx) war, beide Gesteine sind mineralogisch
gleich, nur durch die F�rbung verschieden.
2. _Pitdah_. Topas nach Luther, Braun und Bellermann, was auf jeden Fall
schon desshalb irrth�mlich seyn wird, weil das Alterthum keine Topase,
wenigstens keine gelben gehabt hat, die wir theils aus Sachsen, theils aus
Amerika erhalten.
Im Griechischen durch [Greek: topazion] �bersetzt, im Syrischen sorgo,
jarkan, jarketa (d.i. gr�n), krustallos, im Arabischen azfar, im Persischen
laal, im Samaritanischen dactab, im Koptischen topazion. Die Rabbinen
nennen ihn gr�n.
Pr�ft man die Nachrichten �ber den [Greek: pazion] und [Greek: topazion]
der Griechen als Mineralog, so dr�ngt sich die Ueberzeugung auf, dass
hierunter nur unser Flussspath und zwar der stark phosphorescirende (der
Chlorophan) verstanden seyn kann, der besonders auf der Insel Topaza im
arabischen Meerbusen, auch wohl in Aegypten selbst vorkam, theils gelb,
theils gr�n war. Die Phosphorescenz, das Leuchten im Dunkeln, wenn er von
der Sonne beschienen war, machte ihn merkw�rdig; aber als Schmuckstein auf
einem pectorale, wo diese Eigenschaft nicht hervortreten konnte, m�chte
sich ein St�ck Flussspath nicht gut ausgenommen haben.
Das Wort pitdah kommt nicht weiter im Alterthume vor, hat auch keine
Relation zu einem andern Mineralnamen, als mit _pita_ (d.i. der gelbe) im
Sanscrit, und dass dieser Name in das Alt-Hebr�ische �bergegangen seyn
k�nnte, ist gar nicht ohnm�glich. Indische Edelsteine mit indischen Namen
k�nnen ganz wohl �ber Aegypten nach Pal�stina gekommen seyn. Unter pita im
Sanscrit scheint man gelbe Edelsteine zu verstehen, auf �hnliche Art, als
unsere Juweliere unter Topas. pita im Sanscrit wird nicht unsere
mineralogische Gattung Topas seyn, sondern vorzugsweise gelber Zirkon,
gelber Spinell und gelber Kanelstein (Essonit), die auch in gr�sseren
St�cken vorkommen, einen starken demantartigen Glanz haben.
3. _Bareket_. Smaragd nach Luther, Braun und Bellermann. [Greek: smaragdos]
im Griechischen �bersetzt, ismaragd im Syrischen, smaragdos im Koptischen,
samurod im Arabischen, smorad und barketh im Persischen, barkad im
Samaritanischen.
Der Zusammenhang mit bareket, barekat, barkat im Hebr�ischen, mit maragd,
marakta, smaragdos (s. oben Smaragd) wie die Uebereinstimmung der
Uebersetzungen, lassen nicht wohl zweifeln, dass hier wirklich unser
Smaragd zu verstehen ist, und zwar der �gyptische, der in alter Zeit von
hier aus durch den ganzen Orient verf�hrt wurde. In Aegypten bricht der
Smaragd in bedeutenden S�ulen, die keinen weitern Schnitt bed�rfen, leicht
zu graviren waren, sich ganz in das Pectorale eigneten.
4. _Nophec_. Rubin nach Luther, Braun und Bellermann. Diese Deutung scheint
mir schon desshalb unwahrscheinlich, weil Rubine nur in kleinen Krystallen
oder K�rnern vorkommen, etwas grosse Rubine ausserordentlich selten und
kostbar sind, aber ein kleiner Rubin, wie man ihn an Fingern oder im
Halsbande tr�gt, sich im Pectorale, zwischen grossen, flach geschnittenen
Steinen, nicht besonders ausgenommen haben w�rde.
Uebersetzt im Griechischen durch [Greek: anthrax], im Syrischen barkan,
barkatha; im Koptischen anthrax; im Arabischen cochli; im Persischen
caugeschem (Ochsenauge), im Rabbinischen cochalim.
nophec hat mit keinem andern Mineralnamen Aehnlichkeit; eine Verwandtschaft
k�nnte vielleicht mit pecham Statt finden, wie die gl�hende Kohle im
Hebr�ischen heisst, die im Griechischen anthrax ist.
Der Edelstein [Greek: anthrax] im Griechischen wird unser edler Granat
gewesen seyn, der wohl das Ansehen von gl�henden Kohlen hat, was beym Rubin
nicht der Fall ist, der Granat kommt in grossen Krystallen und Geschieben
vor, l�sst sich leicht bearbeiten, ist nicht selten, und d�rfte f�r das
Pectorale passender als der Rubin erscheinen.
5. _Sapphir_. Nach Luther, Braun und Bellermann unser Sapphir, was aber ein
offenbarer, v�lliger Irrthum seyn wird. Unser Sapphir, der sich schwer
bearbeiten l�sst, w�rde schon seiner Kleinheit wegen nicht wohl passend
gewesen seyn.
Uebersetzt mit [Greek: sappheiros] im Griechischen, saphilo, schabsio,
saphirinon im Syrischen, saphiros im Koptischen, maha im Arabischen.
Der sapphirus der R�mer, Griechen, Chald�er u.s.w. war ohne Zweifel unser
Lasurstein, dieser passt vortrefflich zu den andern Steinen in das
Pectorale, durfte wohl nicht fehlen.
6. _Jaholon_. Diamant nach Luther und Braun, Onyx nach Bellermann. Braun
conjecturirt hier Diamant, vorz�glich aus dem Grunde, weil er meint: Einer
der 12 Steine m�sste doch ein Diamant gewesen seyn, weil man doch wohl den
kostbarsten der Edelsteine mit verwendet haben w�rde, wogegen aber
einzuwenden ist: dass sich ein kleiner Diamant zwischen den grossen bunten
Steinen nicht besonders ausgenommen haben w�rde, daher im Gegentheile ein
Diamant wohl nicht zu vemuthen steht.
Uebersetzt mit [Greek: onychion, sardonyx] im Griechischen, onixion im
Koptischen, nekehto, sabchalon, cadcodin im Syrischen, baraman im
Arabischen, jachlam im Persischen.
_Jaholom_ hat mit keinem bekannten Mineralnamen Verwandtschaft, eine solche
d�rfte nur vorhanden seyn mit kas (d.i. Stein), dscholon oder tschilon im
Kalm�ckischen (woher unser Name kascholong), wie der ein- und mehrfarbige
Sard und Onyx heisst, der nur in der Kalm�ckei vorkommt; seit den �ltesten
Zeiten ging er von hier durch den ganzen Orient, wird auch unter diesem
Namen nach Aegypten und Pal�stina gekommen seyn, die Araber bildeten den
Namen in dschas, die Perser in dschesi um.
Wie dem auch sey, so werden wir uns an die griechische Uebersetzung halten
m�ssen; [Greek: onychion] und [Greek: sardonyx] war unser Onyx, der
gestreifte, mehrfarbige Sard. Odem und jaholom geh�rten beyde zum Sard, es
kann nicht viel darauf ankommen, welches der einfarbige oder mehrfarbige
war.
7. _Leschem_. Lynkurer nach Luther, Hyacinth nach Braun und Bellermann.
Unser Hyacinth kommt nur in kleinen Krystallen und K�rnern vor, wesshalb
mir seine Verwendung im Pectorale nicht wahrscheinlich ist.
Uebersetzt im Griechischen mit [Greek: ligyrion] (bey Versetzungen der
Steine mit [Greek: hyakinthos]), im Koptischen mit ligirion; im Syrischen
koncenum; im Chald�ischen kinkire, kancirinon, kankarin; im Arabischen
gasala, im Persischen jeschem, d.i. leschem.
Der Name leschem giebt nirgends ein Anhalten; wir k�nnen daher nur die
Uebersetzung ber�cksichtigen. Der [Greek: ligyrion] der Griechen war--wenn
man die auf uns gekommenen Nachrichten mineralogisch pr�ft--unser
electrischer Turmalin, meist von rother Farbe, der h�ufig in Indien, auch
in ziemlich grossen Krystallen vorkommt, als Gemme dient, sich leicht
bearbeiten l�sst, sich h�bsch ausnimmt, wohl in das Pectorale passte. Die
Conjectur auf unsern Hyacinth scheint mir keinen einigermassen haltbaren
Grund zu haben.
8. _Sch'bo, schebo_, Achat nach Luther, Braun und Bellermann.
Im Griechischen �bersetzt mit [Greek: achat�s], im Koptischen achates; im
Syrischen karkedno (chalcedon) und targa (T�rkis); im Arabischen sebog,
sejag; im Persischen scheber, schebo.
Der hebr�ische Name giebt f�r sich gar kein Anhalten, m�glich w�re eine
Verwandtschaft mit schesch, das gew�hnlich mit Marmor oder Alabaster
�bersetzt wird, aber grosse Aehnlichkeit hat mit dschez im T�rkischen,
dschas im Arabischen, dschede im Tartarischen, wie der mehrfarbige Sard
oder Sardachat heisst. Der [Greek: achat�s] der Griechen war unser Achat,
und f�r einen Achat wird man daher den schebo wohl anzusprechen haben.
9. _Achlama_. Amethyst nach Luther, Braun und Bellermann.
In der griechischen Uebersetzung [Greek: amethystos], in der syrischen en
eglo (d.i. Kalbsauge), in der chald�ischen en egla; in der arabischen
pirusag (d.i. T�rkis); in der persischen cangesehem (d.i. Stierauge und
achlama); in der koptischen amethistus.
Vom hebr�ischen Namen findet sich bey keinem andern Steine und in keiner
andern Sprache irgend ein Anklang, es bleibt daher nichts �brig, als die
griechische Uebersetzung anzunehmen, und zwar um so mehr, da der [Greek:
amethystos], d.i. unser Amethyst ganz gut hierher passt, und man denselben
hier zu vermuthen hat.
10. _Tharsisch_. T�rkis nach Luther, Chrysolith nach Braun und Bellermann,
Bernstein nach Bredow (historische Untersuchungen II.).
Uebersetzt im Griechischen theils mit [Greek: chrysolithos], theils ist
[Greek: tharseis] beybehalten; im Koptischen chrysolidos; im Syrischen
thorschisch, crum jammo, crum jamma raba (d.i. das k�stlichste des grossen
Meeres); im Chald�ischen perusag (T�rkis) und krumtassim; im Arabischen
asrak (d.i. blau), im Persischen marvarid (d.i. Perle).
Der hebr�ische Name hat in keiner andern Sprache ein Analogen, ist uns ganz
unverst�ndlich, wir haben daher die griechische Uebersetzung vorz�glich zu
ber�cksichtigen; aber auch den Uebersetzern mag der Name schon
unverst�ndlich gewesen seyn, da mehrere derselben den Namen [Greek:
tharseis] beybehalten.
Der [Greek: chrysolithos] ist auch ein ganz zweifelhafter Stein; aber der
Name zeigt auf die gelbe Farbe, und es scheint, dass man verschiedene
politurf�hige Steine darunter begriffen hat, desshalb hat es einige
Wahrscheinlichkeit, dass der tharsisch ein gelber Stein gewesen seyn mag.
Der T�rkis h�tte in das Pectorale gepasst, wenn wohl etwas grosse St�cke
auch sehr selten sind; aber ihn f�r den tarsisch anzusprechen, scheint mir
kein rechter Grund vorhanden zu seyn; der Chrysolith passt wohl wegen
seiner Kleinheit nicht recht in das Pectorale, w�hrend der Bernstein hierzu
ganz passend war; soll ich eine Conjectur aussprechen, so m�chte ich den
tarsisch mit Bredow f�r Bernstein halten.
11. _Schoham_. Onyx nach Luther und Braun, Beryll nach Bellermann. Im
Griechischen �bersetzt durch [Greek: b�rillion]; an andern Stellen, wo der
Name vorkommt, und von andern Uebersetzern durch [Greek: sardonychon,
onychon, soom] (d.i. schoham); im Syrischen mit berulo, burlo, burlat
chalo, im Arabischen und Persischen durch ballur, im Samaritanischen durch
hhabar, hhacam.
Der hebr�ische Name hat nur etwa Aehnlichkeit mit schnm, den Champollion in
der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache liest und mit jaspe rouge �bersetzt,
der zum Sarder geh�ren wird. H�tte dies seinen Grund, so spr�che es f�r die
Uebersetzung von sardonyx, und, da der Sard roth, weiss, braun, schwarz und
mehrfarbig ist, so k�nnte er auf dem Pectorale vielfach angewendet seyn.
Braun leitet schoham her von schacham im Chald�ischen, d.i. schwarz (sachma
im Arabischen), und es giebt auch schwarzen Sard.
F�r die Uebersetzung mit [Greek: b�rillion], d.i. unser siberischer Beryll,
spricht zwar keine Analogie, aber sie ist vorhanden, und wir k�nnen sie nur
aus wichtigen Gr�nden verwerfen. Der siberische Beryll war dem Alterthume
auf jeden Fall gut bekannt, ist ein beliebter Schmuckstein, findet sich in
grossen Krystallen, die auf das Pectorale wohl gepasst haben, und wir
werden daher wohl zur Zeit den schoham als Beryll anzusprechen haben.
12. _Jaschpeh_. Jaspis nach Luther, Braun und Bellermann. Im Griechischen
�bersetzt mit [Greek: iaspis], im Syrischen mit jaschpeh, ziaspum, panture,
apanturin (woher wohl unser avanturin); im Arabischen jaschaph, jazba, im
Persischen jaschpeh.
Der Name l�sst nicht zweifeln, dass hierunter unser Plasma oder edler
orientalischer Jaspis verstanden wurde.
#Uebersicht.#
+-----------------------+----------------------+--------------------------+
| 3. _Bareket_. | 2. _Pitdah_. | 1. _Oden_. |
| Smaragd nach Luther, | Topas nach Luther, | Sarder nach Luther und |
| Braun, Bellermann, | Braun, Bellermann, | Braun, |
| Keferstein. | Gelber Zirkon oder | Carneol nach Bellermann, |
| | ein �hnlicher | Sard, d.i. edler Carneol |
| | Edelstein nach | nach Keferstein. |
| | Keferstein. | |
| | | |
+-----------------------+----------------------+--------------------------+
| 6. _Jaholom_. | 5. _Sapphir_. | 4. _Nophec_. |
| Diamant nach Luther | Sapphir nach Luther, | Rubin nach Luther, Braun,|
| und Braun, | Braun, Bellermann, | Bellermann, |
| Onyx nach Bellermann | Lasurstein nach | Granat nach Keferstein. |
| und Keferstein. | Keferstein. | |
| | | |
+-----------------------+----------------------+--------------------------+
| 9. _Achlama_. | 8. _Schebo_. | 7. _Leschem_. |
| Amethyst nach Luther, | Achat nach Luther, | Lyncurer nach Luther, |
| Braun, Bellermann, | Braun, Bellermann, | Hyacinth nach Braun und |
| Keferstein. | Keferstein. | Bellermann, |
| | | Turmalin nach Keferstein.|
| | | |
+-----------------------+----------------------+--------------------------+
| 12. _Jaschpeh_. | 11. _Schohan_. | 10. _Tharsisch_. |
| Jaspis nach Luther, | Onyx nach Luther und | T�rkis nach Luther, |
| Braun, Bellermann, | Braun, | Chrysolith nach Braun |
| Plasma (edler Jaspis) | Beryll nach | und Bellermann, |
| nach Keferstein. | Bellermann | Bernstein nach Bredow |
| | und Keferstein. | und Keferstein. |
| | | |
+-----------------------+----------------------+--------------------------+
* * * * *
Drittes Kapitel. #Steine, Erden nnd Verwandtes#.
#�. 1. Quarz-Gruppe#.
A. _Quarz, gemeiner Quarz_.
Der Quarz ist das Gestein, aus dem im Allgemeinen die festen Felsmassen
grossentheils bestehen, das am meisten der Verwitterung widerstehet, das,
von Felsen abgel�st, die Kieselsteine bildet. Chemisch betrachtet bestehet
der Quarz vorwaltend aus Kieselerde; die Mineralien, die reine Kieselerde
enthalten, mit Allem, was sich in engern oder weitern Kreisen an sie
anschliesst, bilden die Mineralgattung Quarz. Die edlen, sch�n gef�rbten,
eine vorz�gliche Politur annehmenden Arten dieser Gattung sind bereits
erw�hnt, wie der Bergkrystall, der Opal, Agath, der Sard, Carneol und viele
andere.
Ausser diesen giebt es noch mehrere gef�rbte Quarzarten, die, weil sie
weniger sch�n sind, nur eine sehr beschr�nkte Anwendung finden. Es heisst:
der _rosenrothe_--Rosenquarz, quarz rose im Franz�sischen, wohin der
rodites der R�mer geh�ren mag;--der _hochrothe_--Manganquarz oder
Rhodonit;--der _sehr blassrothe_, Milchquarz; milk quarz im Englischen,
taripo im Ceylonesischen, molotschoi kwartz im Russischen; der _rothe mit
goldgelbem Schimmer_ (welcher durch feine Risse und eine Lichtbrechung
bedingt seyn mag), den man sehr h�ufig in Glas nachmacht; Avanturin;
avanturino im Italienischen; avanturine im Franz�sischen;--der _blaue_,
Sapphirquarz und Siderit; der _chromhaltige, gr�ne_, der nur in Schlesien
einbricht, als Schmuckstein dient, Chrysopras (s. oben);--der von
_Strahlstein gef�rbte gr�ne_, der nur in Sachsen vorkommt, Prasem (welcher
Name aus dem Alterthume genommen ist, wo er aber Flussspath bedeutet haben
wird).
Unser Name Quarz ist ein technischer; Mathesius in seiner Bergpredigt (etwa
von 1560) sagt: querze, quatertz nennen die (s�chsischen) Bergleute die
Kieselingsteine und was so hart als diese ist. Das Wort Quarz wird aus dem
Slawischen stammen; aber �hnliche W�rter finden sich auch im Keltischen,
desshalb vielleicht erhielt dieser Gesteinsname so weite Verbreitung, ist
in alle neuern Sprachen �bergegangen, also quarz im Englischen,
Franz�sischen, Schwedischen, quarzo im Italienischen und Spanischen, quarts
im D�nischen.
_kwartz_ im Russischen;--_kwarzec, kwarcowy, kware_ im Polnischen;--_kwar,
kwarec, skwar, skwarec_ im Czechischen;--_sotan_ soll der Quarz im
Krainerischen heissen;--_kotz, k�tz banyavirrach_ im
Magyarischen;--_ukkunkiwi_ im Finnischen.
_guixa, guija_ im Spanischen; chachamole ist ein zersetzter oder gehackter
Quarz.
_quarr_ nennt der englische Bergmann das feste Gestein, auch _carrak_, was
zusammenh�ngen wird mit careg im W�lschen und car im G�lischen, der Stein;
diesem sehr �hnlich ist: khar im Armenischen und kara in den kaukasischen
Sprachen: der Stein.
B. _Kiesel, Kieselstein_.
Quarzige und �hnliche meist abgerundete Geschiebe und St�cke.
_�ila_ im Sanscrit;--_kays_ im Ceylonesischen;--_kallou_ im
Malabarischen;--_taharari_ im Tartarisch-Mandschu;--_orksoviek_ im
Gr�nl�ndischen;--_tidno, laiwark_ im Lappl�ndischen;--_baledete, ebena_ im
Amharischen;--_ezehe_ im Aethiopischen.--_alx, hrudschub_ im
Koptischen;--_salto_ im Syrischen;--_kalah_ im Chald�ischen;--_chalamisch_
im Hebr�ischen, auch _calluc, selah_;--_ciakyl-tasi_ im Arabischen (heisst
auch Feuerstein) und _sawwan_.
_tschakyl, tschakmach, taschy_ im T�rkischen, auch _ajak, taschy, utsi,
bilegi_;--_kaglachaz_ im Armenischen, auch _gailachas_;--_ber_ im
Kurdischen;--_bakir_ im Afghanischen;--_zrar_ im Maltesischen.
_ghalidz, chalitz_ im Albanischen;--_[Greek: chalyx]_ im Griechischen,
_[Greek: chalike]_ im Neugriechischen, auch _[Greek: kachlake]_ (wohl von
cal im Keltischen);--_careg, caregan_ im W�lschen;--_cal, clachag_ im
G�lischen (woher calculus im Lateinischen, caillou im Franz�sischen), auch
_flynt, bilien, ailbhinn, airtein_.
_silex_ im Lateinischen (woher silice f�r Kieselerde im Franz�sischen),
bedeutet auch Fels, besonders den harten Alpenkalk der Gegend von Rom, der
auch jetzo noch selce heisst. Schwerlich stammt das Wort direct von �ela im
Sanscrit--_seixe_ im Portugiesischen;--_ciottolo_ im
Italienischen;--_chinga, chingarra_ im Baskischen;--_guigarro_ im
Spanischen (aus dem Baskischen, auch _pedernal_).
_flinte_ im Alt-Finnischen;--_flint_ im Angels�chsischen, Ostfriesischen,
Englischen (aus dem G�lischen);--_flins_ im Alt-Hochteutschen. _bylien_ im
Lettischen (wie bilien im G�lschen);--_kyz, kremen, skremen_ im
Czechischen;--_kiz, kizel, krzemien_ im Polnischen;--_kremen_ im
Krainschen, Windischen, Slowakischen, Bosnischen, Croatischen,
Ragusanischen;--_kisel, kyssling, chiseling_ im Altteutschen (wohl aus dem
Slawischen stammend);--_kiesel_ im Schwedischen;--_ciselstan_ im
Angels�chsischen.
C. _Hornstein_.
Ein grauer, hornsteinfarbiger, grober, doch oft politurf�higer Quarz, der
kaum eine technische Anwendung findet; zuweilen bildet er die Grundmasse
von versteinertem Holz, heisst dann Holzstein, im Englischen woodstone.
Wird von den R�mern unter silex begriffen; auch geh�ren hierher die
_palmati lapides_ des Plinius, versteinertes Holz, an dem man schon damals
die Palmenstructur erkannte; das h�ufig in Aegypten und Syrien vorkommt.
_hornberg_ im Schwedischen (woher wohl der teutsche Name stammt), auch
_haelleflinta_;--_hornstone_ im Englischen; cherl, caple des Bergmannes.
_orlez_ im Russischen, auch _rogowoi kamenj_;--_szaruk�_ im Magyarischen.
_panizo_ beym Bergmann im Spanischen.
D. _Feuerstein_.
Ein meist schwarzer, sehr scharfkantig brechender Quarz, der zum
Feueranschlagen dient, wozu man auch Eisenkies brauchen kann.
_arani_ im Sanscrit;--_agniprastara_, auch _tschakmakipathara_ im
Bengalischen;--_ma-rdo_, auch _skrina-sklada_ im Tibetanischen;--_hirha_ im
Tartarisch-Mandschu;--_zak-man-tash_ [or: _zakman-tash_] im Tartarischen.
_sengi atesi, sengiates_ im Persischen;--_zend, ciakyttasi, ciakmaktasi_ im
Arabischen, auch _moespuhet, myzaerret, chalnabus_;--_hhagra tazznyd_ im
Maltesischen;--_chaltamisch, calec_ im Hebr�ischen;--_tanicha, tinichouen_
im Berberischen;--_essan_ im T�rkischen, eigentlich tschakmak-taschy (d.i.
feuerschlagender Stein):--_kowa, t�zko_ im Magyarischen.
_ber, bersta_ im Kurdischen;--_bakir_ im Afghanischen;--_tali, kami, kach_
im Georgischen;--_modjo, tschomu, atu, makatz_ in den kaukasischen
Sprachen;--_laiwask_ im Lappl�ndischen (eigentlich Kiesel);--_ingnektaut_
im Gr�nl�ndischen;--_fokischtah_ im Tscherkessischen;--_jahkesnero parr_ in
der Zigeunersprache.
_gailachas_ im Armenischen;--_chalitz_ im Albanischen;--_[Greek: chalikas]_
im Neugriechischen;--_[Greek: pyrit�s, pyrimachos]_ im Griechischen, aber
nur zum Theil, eigentlich war diess unser harter Eisenkies, mit dem man
Feuer schlagen kann; dies heisst puritos im Syrischen (byritaes im
T�rkischen), woher der Name stammen k�nnte, wenn er nicht mit [Greek: pyr],
das Feuer, zusammenh�ngt;--_pyrites vivus_ und _vulgaris_ im Lateinischen
(aus dem Griechischen), der eigentliche Feuerstein war _petra focaris_ (von
fo im Bretonischen, das Feuer, focale der Feuerstein).
_maen cellt_ im Walischen;--_meinn delin_ im Bretonischen, auch
_flynt_;--_breo-chlach_ (von breo, das Feuer) im G�lischen, auch
_clach-theine, airtein, ailbhinn, callestr, spor_ im G�lischen,
_cloch-theineedh_ im Irischen;--_flint, firestone_ im Englischen;--_flinta,
b�ssflinth, brynston, fyrsten_ im Schwedischen;--_flintesten, fyrsteen_ im
D�nischen;--_flenstien, flanstien_ im Friesischen;--_ullins_ im
Altteutschen (h�ngt wohl mit flynt zusammen);--_fyrstan_ im
Angels�chsischen;--_vuursten_ im Holl�ndischen.
_pedernal_ im Spanischen;--_pedreneira_ im Portugiesischen;--_pierre a feu_
im Franz�sischen.
_kreminea_ im Walachischen;--_kremenj_ im Russischen;--_krzemien, iskrzyc_
im Polnischen;--_kremince, pazaurek_ im Czechischen;--_kremer_ im
Illyrischen;--_kresaunik, ogjik_ im Windischen;--_krams_ im Lettischen.
E. _Probierstein_.
Ein feiner schwarzer Thon- oder Kieselschiefer, der zum Probieren des
Goldes und Silbers dient, indem man die Farbe des Striches, den das Metall
auf dem Steine hinterl�sst, mit dem Striche einer bekannten Composition
vergleicht. Er findet sich h�ufig in Aegypten, Kleinasien und Europa.
_akascha, kascha_ im Sanscrit;--_kascha, raschana_ im
Bengalischen;--_phortsakhar, pportssagan_ im Armenischen;--_akno_ im
Syrischen;--_moehhoek, mehenktasch_ im Arabischen;--_[Greek: lythia,
chrysou lithos]_ im Griechischen, auch _[Greek: chrysakonion, lithos
basanos]_ (die Griechen erhielten ihre Probiersteine meist vom Gebirge
Tmolus in Lydien);--_lapis lydius_, auch _coticula_ im Lateinischen (nicht
heracleia).
_clach-dhearbhaidh, dearbhadh, deuchainn_ im G�lschen;--deuchainn ist
probieren;--_touchus_ im mittelalterlichen Latein;--_pierre de touche_ im
Franz�sischen; touchan ist die Probiernadel, touche der Strich auf dem
Probiersteine, toucher, streichen, probieren, welches mit deuchainn (Gl.)
oder dem entsprechenden Worte im Bretonischen zusammenh�ngen wird.
_touch stone_ im Englischen; touch ist die Probe auf dem
Probiersteine;--_piedra de toque_ im Spanischen;--_piedra de tocar_ im
Portugiesischen;--_toczio_ im Dalmatischen und Bosnischen, eigentlich
Schleifstein;--_tocetsteen_ im Holl�ndischen.
_verdello, paragone_ im Italienischen.
_profsteiern_ im Isl�ndischen;--_probiersteen_ im D�nischen.
_osselon_ im Russischen;--_oselka_ im Polnischen;--_zkaussjcy kamen_ im
Czechischen;--_skusni kamen_ im Windischen;--_pahrbauditjs akmins_ im
Lettischen.
F. _Wetzstein, Wetzschiefer, Schleifstein_.
Feine Thonschiefer, theils auch feine Sandsteine, dienen zum Sch�rfen der
st�hlernen Werkzeuge; die gr�beren werden auf Schleifsteinen (aus
Sandstein), die feinern auf Wetzsteinen, theils mit Wasser, auch mit Oehl
geschliffen und abgezogen. Man findet sie in vielen Gegenden; der n�rdliche
Fuss der Alpen, besonders im Salzburgischen, liefert Wetzsteine, die schon
zur R�merzeit ber�hmt waren, auch jetzo durch ganz Italien und Teutschland
verf�hrt werden.
_tsing-chy-py_ im Chinesischen, auch _tchi-chy_ und
_piluti_;--_hadsena-hadsana-rdo_ im Tibetanischen;--_kanacila, sanasila_ im
Bengalischen;--_gorinda, batu menchani_ im Malaiischen;--_sisan_ im
Persischen, auch _ewsan, bete, senk fesan, hyesan_ im
Armenischen;--_sillit_ im Gr�nl�ndischen;--_saijem, tablja_ im
Lappl�ndischen.
_bilu_ im Mongolischen, Kalm�ckischen, Tartarischen;--_bilegi taschy_ im
T�rkischen (von billemek schleifen), auch asyane, und dejirmen tasch (was
auch M�hlstein ist); _hagiar almesin, haegr�l-men_ im Arabischen, auch
_samiz, michaez, tsamajil_;--_meschno_ im Syrischen;--_musches, masch
cheseth_ im Chald�ischen;--_jamaschale danegaja_ im Amharischen.
_eztera_ im Baskischen.
_clach-gheurachaidh, clach-fhaobhair, clach-liobharain_ im
G�lischen;--_clach-shaobhair_ ist ein feiner Wetzstein;--_airtnewib_ im
Irl�ndischen;--_careg hogi_ (von hogi schleifen), _hogal, hogalen, agalen,
galen, calen_ im W�lschen;--_hogalen, higolen, higuiolenn, igolen_ im
Bretonischen;--_clach-gheuraiche_ im W�lschen, auch _clach-fhaobhair_ der
Abziehstein.
_kuti_ im Walachischen;--_[Greek: akon�, ako�]_ im Griechischen, von
[Greek: ak�] die Spitze, auch (W.), [Greek: akonaein] sch�rfen, auchlym
(Gl.); _[Greek: akoni]_ im Neugriechischen;--_[Greek: ak�n], cos_ im
Mittelalter;--_cos_ im Lateinischen, die R�mer zogen ihre Wetzsteine aus
verschiedenen Gegenden; die noch jetzo ber�hmten aus den salzburgischen
Alpen hiessen passerines; das naxium war nicht Smirgel, sondern
feingeschlemmter Wetzschiefer, der in Naxia auf Creta (nicht auf der Insel
Naxos) fabricirt wurde, das Material kam aus Cypern.
_acerium_ (von acer, Stahl) im mittelalterlichen Latein;--_pierre a
aiguiser_ im Franz�sischen, auch _schiste novaculaire_;--_pietra da aguzar_
im Italienischen;--_piedra de amolar_ im Spanischen, auch _asperon_ und
_piedra aguzadera_ (was, wie die �hnlichen erw�hnten W�rter aus dem
Baskischen stammen wird).
_wetzstein_ im Hochteutschen;--_hwetstan_ im Angels�chsischen;--_wetsteen,
slypsteen_ im Holl�ndischen;--_whetstone_ im Englischen;--_hv�ttjesten,
hvatu, slipsten_ im Schwedischen;--_hvaensesteen, hvaedsteen, slibesteen_
im D�nischen.
_fenk�, atzel, atzelka_ im Magyarischen.
_pustykle_ im Litthauischen;--_gallods, trohts_ im
Lettischen;--_gatutuwelis_ im Schamaitischen.
_britwennoi kamen, totiljnoi kamenj, totschilnoi kamen_ im Russischen.
_brus, bruni kamen_ im Windischen und Wendischen;--_brus, osla_ (d.i.
Schiefer), _oselka_ im Polnischen;--_brus, brausek, osla, oselka_ im
Czechischen;--_brus_ im K�rntschen, Ragusanischen, Slowakischen,
Bosnischen;--_bruus, ostrillo, toczio_ im Dalmatischen und
Illyrischen;--_brussz_ im Croatischen.
G. _Schiefer, Dachschiefer, Thonschiefer_.
Der Schiefer oder Thonschiefer, von geringer H�rte, der eine Hauptmasse der
Gebirge bildet, zeichnet sich durch seinen schiefrigen Bruch aus, d.h.
spaltet sich leicht in feinere oder gr�bere Bl�tter, manche Massen spalten
sich in so gerade und feine Bl�tter, dass diese zum Decken der D�cher
benutzt werden; diess ist der Dachschiefer, �hnlich ist der Tafel- und der
Griefelschiefer. Auch andere Steine werden zum Decken der D�cher in manchen
Gegenden angewendet, wie der Kalkschiefer (Jurakalk) von Solenhofer,
Kellheim u.s.w. in Bayern.
_loh pato_ im Malaiischen;--_kajaghan, gara tasch_ im T�rkischen;--_sisto_
im Syrischen;--_fodelpala_ im Magyarischen; der Schiefer heisst �brigens:
_pallagk�_ und _fisleng_;--_lespedea_ im Walachischen;--_[Greek: schistos]_
kann das Gestein bey den Griechen geheissen haben, doch kommt der Name
nicht vor; aber [Greek: schistos] ist schiefrig, gespalten; von [Greek:
schizein] spalten, ysglifu (W.), sgoill (Gl.);--_[Greek: ard�sia, tsapela]_
im Neugriechischen.
_lapis schistus_ und _ligusticus_ der R�mer, der letztere ist der lavagna
moderna, ein Thonschiefer (der Flischformation) von Genua;--_artesia_ und
_tegula_ im Latein des Mittelalters.
_artesia, lavagna_ im Italienischen;--_ardoise, schiste_ im
Franz�sischen;--_escailles_ im Alt-Franz�sischen;--_ardesia, pizarra_ im
Baskischen;--_pizarra_, auch _hoja de libro_ im Spanischen; pizzarral ist
Schiefergrube;--_pisarra, ardosia_ im Portugiesischen;--_llech, llechen_ im
W�lschen;--_mein glasen_ im Bretonischen, auch _sclent, skeltr_;--_sgliat_,
auch _leachd_ im G�lschen;--_sklait_ im Schottischen;--_slein_ im
Irischen;--_slate, hellin stone, flatstone_ im Englischen, auch _clay
slate, roof slate_; der grobe ist killas;--_schnilgen_ im
Belgischen;--_skifver_ im Schwedischen;--_schilfer, leysteen_ im
Holl�ndischen;--_skifer_ im D�nischen.
_slanez, slanzi_ im Russischen, auch _aspidnoi kamen, glinistoi schimpher;_
der eigentliche Dachschiefer ist kroesljnoi schipher;--_lupek_ im
Polnischen, auch _tupny kamien_;--_bridlice, sskridla_ im Czechischen, auch
_lupek; zher_ in Krain;--_platizh, shibra_ im Windischen.
H. _Sand, Grus, Grand, Schotter_.
Feinere oder gr�bere K�rner, meist von Quarz.
_cha_ im Chinesischen, auch _lou, ting_ der grobe Sand;--_djie-ma, bye-ma_
im Tibetanischen;--_gasega-ma_ der grobe Sand;--_schiga, schega_ im
Afghanischen;--_batuka, sikata_ im Sanscrit;--_balu, balhud_ im
Bengalischen;--_balu_ in der Zigeunersprache;--_karsik, pasir_ im
Malaiischen;--_suna_ im Japanischen;--_elesu, ilisu, elehun_ im
Mongolischen;--_jara, kora, hura_ im Samojedischen;--_kora_ im
Ostiakischen;--_keru, kair, kum_ in den kaukasischen Sprachen;--_kwina_ im
Georgischen;--_pschachua, scapa_ im Tscherkessischen;--_siorarak_ im
Gr�nl�ndischen.
_rieg_ im Persischen;--_rik_ im Bucharischen;--_chun, kis_ im
Kurdischen;--_chum, kum, gum_ im T�rkischen;--_ekum_ im
Tartarischen;--_awas_ im Armenischen;--_smis, ajmiesa_ im
Ossetischen;--_smiltis_ im Lettischen;--_g�da, lyn, lifwa_ im
Finnischen;--_oschma_ im Tscheremissischen;--_jema_ im Wogulischen.
_ramel, reml, clakyl_ im Arabischen;--_remel_ im Maltesischen;--_rmel_ im
Berberischen und Cabylischen, auch _sziwega, sziughe_;--_rot_ in der alten
�gyptischen Hieroglyphen-Sprache nach Champollion;--_mo_ im
Koptischen;--_chool_ im Hebr�ischen;--_cholo_ im Syrischen;--_chala_ im
Chald�ischen.
_homok, humok_ im Magyarischen;--_legara, ondarra, arrichoa, arcoscosa_
(von ar Stein, co klein) im Baskischen;--_casca_ ist Grand.
_rerre, siour_ im Albanischen;--_nasip, arena_ im Walachischen; _puraseu_
ist Streusand; _prod_ ist Grus.
_gaineamb, geinmbeach_ im G�lischen, auch _artene_ (von art, ar
Stein);--_grinneal, graian, gro_ im Irischen;--_grain, gaincar,
gro_;--_gro, graion_ im W�lschen; caregos ist Kies (von careg der
Stein);--_sabl�n, sable_, auch _gron, gru, grovanen_ im Bretonischen (von
diesem gro, gru mag herstammen: unser Wort grus und das schweizerische
grien f�r groben Sand).
_[Greek: ammos]_ im Griechischen, auch _[Greek: psammos]_ (woher in der
neueren Geognosie der Name Psammit f�r einen groben Sandstein), _[Greek:
ammog�, amathos, konis, koni�]_; im Mittelalter auch _[Greek: ar�na,
arinion]_;--_[Greek: ammos]_ im Neugriechischen.
_arena_ im Lateinischen (wohl aus dem G�lischen von ar, Stein, aren,
artene kleiner Stein, Sand), auch _sabulum_ (aus dem Bretonischen); arena
fossitia war sandiger, vulkanischer T�ff, pulvis puteolanus, unsere
Puzzolane;--_gravella, gravera_ im Mittelalter.
_sabbia, arena, renajo_ im Italienischen;--_sable, arene_ im Franz�sischen,
auch _gravois, gravier_;--_sablon, arena, arenilla_ im Spanischen;
gravella, cascajo (aus dem Baskischen) ist Kiessand; cascajal
Sandgrube;--_saibro, area_ im Portugiesischen; calcalho ist Grus;--_sand,
savel_ im Englischen, auch _gravel, grit_;--_sand, sandur_ im Isl�ndischen,
auch _malm_ (was gothisch seynwird), _mola_;--_sand_ im Angels�chsischen,
auch _myl_;--_sand_ im D�nischen, auch _gruus_;--_sand_ im Schwedischen,
auch _mo_ (Flugsand), grus (grober Sand); kis;--_malm_ im Gothischen.
_pecobs_ im Russischen;--_piaseczed_ im Polnischen, zwir ist
Grus;--_pisecek_ im B�hmischen, sut ist Schutt, prak ist Staub (woher
vielleicht unser Wort prack);--_pisek_ im Slowakischen;--_picsk_ im
Sorbischen;--_peszek_ im Croatischen; auch _salpum, parshina_;--_pesak_ im
Dalmatischen;--_pjesak, prrisgina_ im Bosnischen und Ragusanischen, auch
_xala_.
I. _Sandstein, Quaderstein_.
Ein Stein aus verbundenen Sandk�rnern, der oft quadratf�rmig oder in
Quadern bricht.
_bato passiran_ im Malaiischen;--_gasith_ im Hebr�ischen;--_kum taschy_ im
T�rkischen;--_czonkor_ im Maltesischen; scylljl ist Quaderstein;--_bilyen_
im Lettischen, heisst auch Kiesel;--_f�veny_ im Magyarischen.
_clach ghainimbh_ im G�lschen, auch _gaineamb-art_;--_lapis
arenarius-arenaccus_ im Lateinischen;--_[Greek: psamminos lithos, ammit�s]_
im Griechischen;--_arenatus_ im mittelalterlichen Latein; der in Italien
herrschende Sandstein, der jetzo macigno heisst, war im Mittelalter
_macignus_ (von macinare mahlen, macina der M�hlstein);--der Quaderstein
hiess _cayronus_, im Alt-Franz�sischen _queyron_, im Belgischen
_querchiau_, was zusammenh�ngen mag mit gwarthawr im W�lschen das Quadrat,
und unserm Worte Quader.
_clach-ghaireil_, auch _gaireal_ im G�lischen;--_gres, grez, grais_ im
Franz�sischen, wohl zusammenh�ngend mit craig im W�lschen der
Fels;--_pietra renosa_ im Italienischen.
_sandstone, gritstone_ im Englischen; quarr, squarestone, freestone ist
Quaderstein;--_sandsteen_ in den nordischen Sprachen, snidarsten, telgsten
ist der Quadersandstein, gryt der grobe Sandstein;--_biksteen, wallsteen_
im Holl�ndischen.
_kamin piaczysty_ im Russischen;--_piskowy kamen, pjeskowec_ im Polnischen;
�hnlich in den �brigen slawischen Dialecten.
K. _Der Tripel oder Trippel_.
Ein h�chst feink�rniger Quarz, meist aus den Schalen von fossilen
Kiesel-Infusorien gebildet, der als Schleifpulver angewendet wird, weniger
hart, als Smirgel (Korund) ist. Er findet sich in vielen Gegenden,
besonders auf der Insel Korfu. Ob er sich auch bey Tripolis findet, und von
daher--wie man glaubt--der Name stammt, muss ich dahin gestellt seyn
lassen, m�chte es fast bezweifeln.
_[Greek: ag�ratos]_ ist nach Galen ein Schleifpulver, womit auch die
Frauenschuhe gegl�ttet wurden, von dem wir nichts weiter wissen.
_[Greek: lithos ostrakitos]_ der Griechen, und _ostracites, ostracias_ der
R�mer, wird wohl meist hierher geh�ren, doch verstand man auch anderes
hartes Schleifpulver hierunter.
_s�mpar_ im Arabischen.
_gaineamb sgaiteah_ im G�lschen kann hierher geh�ren;--_[Greek: tripol�]_
im Neugriechischen;--_tripolisifolo_ im Magyarischen;--_tripoli_ im
Franz�sischen, Englischen, Spanischen;--_trippel_ in den nordischen
Sprachen;--_trepel_ im Russischen; _trupel_ im B�hmischen.
L. _Bergmehl, Kieseljuhr, Mondmilch_.
Eine ganz feinerdige, lockere, feuchte Kieselmasse, die sich zum Theil noch
jetzo aus microscopischen Infusorien-Panzern bildet (wie seit 1836 Prof.
Ehrenberg gezeigt hat), feucht und sehr leicht ist. In Zeiten der Noth
dient sie als Nahrungsmittel, heisst _Himmelsmehl, Mondmilch, lac lunae,
latte di luna_ im Italienischen;--_agaric mineral_ im Englischen;--_lait de
lune, farine fossile_ im Franz�sischen;--_manemi�lk, guhr, larlesvamp_ im
Schwedischen.
Hierher geh�rt auch (wie Fabroni 1791 zeigte) das Material zu den
schwimmenden Ziegeln, die man neuerlich in Italien aus dem Bergmehle von
Santa Fiora im Florentinischen fabricirt, die im Alterthume sehr wohl
bekannt waren; Plinius 35, 49, Vitruvius II. 3, Strabo erw�hnen solche
Ziegel aus Kleinasien, der Insel Lesbos, von Calendum in Spanien und
Massilia in Frankreich.
M. _Der Essigstein_.
Ein Stein, der in Essig gelegt, sich fortw�hrend bewegt. Im Oriente hat
man ihn h�ufig, in Europa sieht man ihn sehr selten (mir ist er nur einmal
vorgekommen). Wir kennen das Material nicht, aus dem er geschnitten wird,
ob es Korallenmasse seyn mag, bleibt zweifelhaft. Andreas Baccius (gest.
1600) und Marsilius Ficinus (geb. 1433) kannten den Essigstein sehr wohl,
sahen ihn zu Rom und Florenz, wohin er aus Indien gekommen war, rechneten
ihn auch zu Dracontia.
_geje_ im Persischen;--_geje, hadscharel kall_ im Arabischen.
N. _Bezoar, Drachenstein, Schlangenstein_.
Es sind diess theils Steine aus Antilopen und andern nicht n�her bekannten
Thieren, theils wirkliche Steine (oft Kalksteine), die vorz�glich gesch�tzt
werden, theils aus Knochen gemachte Steine. Durch den ganzen Orient sind
diese Drachensteine sehr verbreitet, hoch gesch�tzt, werden theuer bezahlt,
da sie sehr ber�hmt sind als Heilmittel bey dem Bisse wilder Thiere und
anderen Verletzungen. So waren sie auch bey den keltischen V�lkern
gesch�tzt und ein wichtiges Attribut der Druiden.
_serpamani_, auch _garamand_ (d.i. Giftstein) im Sanscrit; auch _bezar_,
wie er in den meisten indischen Sprachen heisst.
_mantika, matika_ im Malaiischen;--_djeghthaph khar_ im Armenischen.
_badzehr_ (von bad, Stein, zahar vergiften), _pazehr, paschir_ im
Persischen, in Kerman auch _muchati, scheitan_. Nach Ben Mansur ist er
theils ein gegrabener (der nach seiner Farbe 5 Arten hat), theils ein
thierischer, der auch verschiedene Farben hat; er ist theils ein bakari
(Kuhbezoar), theils schati (Schaafbezoar), soll meist aus den Augen eines
Hirsches stammen. Nach Chardin (voyage en Perse) heissen die Drachensteine
im Persischen _icheb chirac_ (der Leuchter der Nacht); _chamohor�_
(k�niglicher Stein) und _chajewaeran_ (K�nig der Juwelen).
_badzhr_ im Arabischen, auch _bzahar, pazar, mar-mohereh, hagia al haiyah,
hagiar at tis_ ist der thierische. Auch Taifaschi unterscheidet einen
thierischen und einen mineralischen, welcher in grossen St�cken vorkommt
und ein weisses Pulver giebt;--_belzaer_ im Hebr�ischen;--_pazeher,
bensaher, pajir_ im T�rkischen.
_dracontia, draconites_ im Lateinischen.
_maen glain_ (der reine, heilige), _innen magl; glain neidr_
(Schlangenstein), _glain nadroedd_ (Nadderstein) im W�lschen;--_bezoar,
snakestone, adderstone_ im Englischen;--_bezoar, pierre de serpent_ im
Franz�sischen;--_bezoar, pietra del serpente,--de cobra_ im
Italienischen;--_bezoar_ in den nordischen Sprachen;--_besoar_ im
Russischen;--_beslaj_ in K�rnthen.
* * * * *
#�. 2. Feldspath-Gruppe.#
Der eigentliche Feldspath wird durch Krystallform, H�rte, Schwere und
chemischen Gehalt characterisirt; um ihn gruppiren sich eine Menge
verwandter Fossilien. Er ist sp�tig, d.h. ist nach gewissen Richtungen
spaltbar, und bildet in Verbindung mit andern Fossilien ganze Felsen, woher
der teutsche Name _Feldspath_ entstanden ist, der an sich, oder in
Uebersetzung in viele Sprachen �berging, als Felspar im Englischen,
feldispata im Italienischen, feldspath im Franz�sischen, polewoi schpat im
Russischen, szikrazo kovats im Magyarischen u.s.w. Der Feldspath hat zwar
auch eine bedeutende H�rte, zerf�llt aber nicht wie der Quarz in Sand,
sondern wird h�ufig zu Thon.
A. _Edler Feldspath, Adular, Mondstein_.
Krystallinisch, bl�ttrig, von grauer Farbe, weniger hart als die Gemmen und
ohne Feuer. Ein ziemlich h�ufiges Mineral im hohen Gebirge; der
italienische Mineralog Pini machte auf diess Fossil aufmerksam, gab 1781
den Namen Adular, von Adula, wie fr�her der Gotthard hiess.
H�ufig ist er, besonders in Indien, irisirend, zeigt unter gewissen
Richtungen einen eigenen sch�nen Silberschein, wird dann meist halbrund--en
cabouchon--geschliffen, dient als Schmuckstein, heisst bey den Juwelieren:
Mondstein, pierre de lune, gira sole, pietra lunare, moostone, auch
ceylonesischer Opal und Wasseropal. Der sogenannte indische Sonnenopal,
pierre de la soleil, giebt einen braungelben Lichtschein, zuweilen �hnlich
einer gl�henden Kohle, ist wahrscheinlich ein cementirter gegl�heter Opal.
Einen �hnlichen Lichtschein geben auch andere Fossilien, wie das
Katzenauge, besonders aber manche Arten von Fasergyps, der auch desshalb
zum Halsschmuck verarbeitet wird.
In Indien ist der Mondstein gar nicht selten, war gewiss von jeher bekannt;
wir wissen aber nicht mit Sicherheit, unter welchen Namen.
_khaspatika_ im Sanscrit wird durch Mond- oder Sonnenstein �bersetzt;
_tschdropala_ (von tschandra der Mond), durch Mondstein, so auch
_tschrakanta_ und _sitasman_, die wohl hierher geh�ren k�nnen.
_komala, kumala_ im Malaiischen, ist ein Stein von grosser Sch�nheit,
rundlicher Form und dem Glanze der Sonne, dessen Natur aber ganz unbekannt
ist.
_hagiar alchamar_ im Arabischen, wird mit lapis lunae �bersetzt.
Die Griechen und R�mer werden den Stein gekannt haben, wir wissen aber
nicht, unter welchem Namen; astrios, ceraunia, paederos k�nnen hierher
geh�rt haben. Als ein Stein, der das Bild des Mondes darstellte, f�hren die
r�mischen und griechischen Schriftsteller auch an: den _[Greek: sel�nit�],
lapis selenites_ (von selene der Mond), _aphrose lenos, lapis lunaris_, er
kam aber aus Arabien und Aegypten; Dioscorides bemerkt: er sey dem
Specularsteine (Gyps, Marienglas) �hnlich, wesshalb man veranlasst wird,
den Stein f�r Fasergyps anzusprechen.
Der Name Adular ist in die meisten neuern Sprachen �bergegangen.
B. _Der Labrador_.
Ein dunkler, bl�ttriger Feldspath, der nicht in ausgebildeten Krystallen,
sondern in krystallinischen Massen vorkommt ausgezeichnet durch das
herrlichste Spiel von lebhaften blauen, gr�nen, gelben und rothen Farben,
das einzig dastehet, in ganz anderer Art als beym Opal. Er wird weniger zu
Ringsteinen, als zu Prunkgef�ssen und gr�sseren Kunstwerken angewendet;
diese haben das Eigenth�mliche, dass, wenn sie auch zerbrechen, jedes
St�ckchen noch Werth hat, zu einem Ringsteine dienen kann. Der Labrador ist
ein Product des Nordens, den man erst seit dem Jahre 1780 kennt; man
erhielt ihn zuerst und am sch�nsten von der Insel St. Paul an der K�ste
Labrador (der nord�stlichsten des amerikanischen Festlandes) durch die
dortigen Colonien der Herrnhuter, wo er in St�cken zu 50 Pfd. und mehr
gefunden wird; sp�ter hat man diess Fossil, wenn auch weniger sch�n, in
mehreren Gegenden gefunden, wie am Baikalsee, in Norwegen, Gr�nland,
Ingermannland u.s.w. Werner stellte ihn gleich (1780) neben den Feldspath.
Griechische und r�mische Schriftsteller erw�hnen Prunk-gef�sse aus einem
Steine _[Greek: morrhin�, myrrhin�], murro, murreria, murrhina_, der--wie
alle Edelsteine, auch aus Glas nachgebildet wurde--dessen Beschreibung,
meiner Ansicht nach, ganz gut und nur allein auf den Labrador passt; als
Fundort werden die asiatischen Gebirge in Parthien uad Karamanien
angegeben, die wir noch sehr unvollkommen kennen. M�glich, dass sich hier
Labrador findet; aber es ist auch m�glich, dass man ihn aus dem �ussersten
Norden brachte, mit dem stets ein starker Verkehr Statt fand; man holte den
Bernstein von der preussischen K�ste, man kannte den schwedischen
krystallisirten Magneteisenstein, man fuhr wahrscheinlich schon zur
alt-keltischen Zeit nach Gr�nland, man kann auch Labrador gekannt haben.
Murrhina wurde den R�mern erst durch Pompejus (61 v. Chr.) bekannt, der sie
aus Asien mitbrachte, geh�rte nach Ulpian nicht zu den Gemmen oder
Schmucksteinen, diente vorz�glich zu Prunkgef�ssen, die in sehr hohem
Preise standen, da Nero f�r ein Trinkgeschirr 300 Talente oder etwa 25,000
Thlr. bezahlte. Nur Plinius liefert, aber--wie immer--eine sehr confuse
Beschreibung. Der Hauptcharakter lag in einem ausserordentlichen
Farbenspiel von Purpur, Weiss, Feuerfarbe und Roth, die sich in einander
verlaufen; am sch�nsten ist auf der Aussenfl�che (extremitas) der
Wiederschein der Farben (colorum repercussus), die wir im Regenbogen sehen.
Die St�cke von zerbrochenen Gef�ssen hatten noch hohen Werth, dienten zum
Prunk. Das murrhina hat man f�r Mancherley, besonders f�r Flussspath
angesprochen (der wohl verschiedene Farben, aber kein Farbenspiel hat),
auch f�r Kaschalong, f�r chinesischen Speckstein und Porzellan.
Der Name Labrador ist in viele Sprachen �bergegangen, sonst nennt man
denselben auch _Feldspath opalin_ im Franz�sischen; _feldspato opalino_ im
Italienischen; _opascent feldspar, labrador stone_ im Englischen.
C. _Der Amazonenstein_.
Ist ein gr�ner, schillernder Feldspath, der zu Kunstwerken verarbeitet
wird. Er kam zuerst vom Amazonenflusse in S�d-Amerika--woher der Name--wird
aber h�ufig und von besonderer Sch�nheit in Siberien gefunden, von wo er
schon in �ltester Zeit nach dem Oriente und Griechenland gekommen seyn
wird. Auf jeden Fall kannte und benutzte das Alterthum diesen Stein, denn
rohe und verarbeitete St�cke davon, meist mit Hieroglyphen bedeckt, haben
sich in Aegypten und bey Rom gefunden (s. Faustino Corsi: delle pietre
antiche v.J. 1828). Welchen Namen er trug, wissen wir nicht, vielleicht
begriff man ihn unter smaragdus prasius u.s.w.
_pierre des Amazones_ im Franz�sischen;--_piedra delle Amazoni_ im
Italienischen;--_green feldspar_ im Englischen.
D. _Gemeiner bl�ttriger Feldspath_.
Meist krystallisirt, ein sehr h�ufiges, verbreitetes Gemengtheil des
Granites und �hnlicher Felsmassen. Er findet keine technische Anwendung,
als zur Porzellanfabrikation, wozu er seit den �ltesten Zeiten von den
Chinesen unter dem Namen _petun-se_ gebraucht wird. Er war dem Oriente und
Alterthume gewiss bekannt, da der in Aegypten sehr verbreitete Granit und
Syenit oft sehr grosse Feldspathkrystalle enth�lt; wir wissen aber nicht,
unter welchen Namen. Unsere �ltern Mineralogen nannten ihn spathum
scintillans.
_feldspath_ in den neuern Sprachen;--_szikrazokovats_ im Magyarischen.
E. _Gemeiner dichter Feldspath oder Feldstein_.
Die dichte, unreine Masse des Feldspathes, die oft quarzig wird
(petrosilex), f�r sich keine technische Anwendung hat; bildet ganze
Gebirgsmassen, selten allein, h�ufig als Grundmasse der Porphyre, oder in
der Verbindung mit Hornblende wo gr�ne z�he Gesteine gebildet werden, wie
Gr�nstein, Gr�nporphyr u.s.w., die zu sch�nen Werken der Kunst im
Alterthume dienten (s. Marmor). Der Haelleflinta der Schweden geh�rt
hierher, auch der petroselze der Italiener und deren Jade (eigentlich esada
im Spanischen), ein Name, der wahrscheinlich aus Amerika stammt, woher der
Stein als Amulet kam, wie Chiocco erw�hut im Museum calciolarianum 1622
Pag. 333.
F. _Zeolith_.
Ist jetzo eine Familie von Gesteinen, die sich dem Feldspathe noch am
meisten anschliessen (zu welcher auch der oben erw�hnte Leuzit geh�rt), die
meist in kleinen krystallinischen Massen, vorz�glich in vulkanischen
Gesteinen vorkommen, gar keine technische Anwendung finden, im Oriente und
Alterthume wohl stets �bersehen waren, von den �lteren Mineralogen auch
wenig beachtet wurden. Axel von Cronstad machte 1756 zuerst auf diese
Fossilien aufmerksam, die sich durch ein starkes Aufsch�umen vor dem
L�throhre auszeichneten, und nannte sie _zeolithes_ (von [Greek: ze�] ich
brause). 1780 lieferte Werner eine oryctognostiscbe Beschreibung dieser
Gattung Zeolith; aber 1791 zeigte Hauy, dass aus krystallographischen
Gr�nden dieser Zeolith mehrere Mineralgattungen bilde, man m�sse
unterscheiden den _Mesotype, Stilbite, Analcime_ und _Chabasie_ (den Werner
Cubizit nannte). Diese Namen gingen in die wissenschaftliche Sprache �ber,
allm�hlig reiheten sich noch viele neue Gattungen an.
Prehn entdeckte 1774 in England ein gr�nes Fossil, das zum Chrysolith,
Prasem, Sch�rl u.s.w. gerechnet wurde; Werner gab 1785 den Namen _Prehnit_,
der nun in die wissenschaftliche Sprache �berging, und stellte denselben zu
den Zeolithen.
Ein weisses Fossil vom Harze kommt meist in Zwillingskrystallen vor, die
rechtwinklig der Breite nach durchwachsen, daher kreuzf�rmig sind; diese
wurden von den �lteren Mineralogen weisser Hyacinth genannt; Werner nannte
die Gattung Kreuzstein, Hauy Harmotome.
G. _Der Chiastolith_.
Erscheint stets in eingewachsenen s�ulenf�rmigen Krystallen von grauer
Farbe, die meist nach den Achsen von schwarzer schiefriger Masse durchsetzt
werden, die daher ein schwarzes Kreuz auf hellem Grunde bildet, was etwas
sehr Auffallendes hat. Es ist desshalb nicht unwahrscheinlich, dass schon
das Alterthum auf dieses Fossil aufmerksam wurde; wir kennen aber dar�her
zur Zeit keine Nachricht. Die �ltesten Mineralogen der neuern Zeit, Boetius
de Boot 1609 und Chiocco 1622 beschreiben den Stein schon ganz genau, als
lapis crucis oder crucifer. In Frankreich bezeichnete man ihn sp�ter als
macle (ein Wort, das aus der Wappenkunde entlehnt ist, und ausgebrochene
Raute bedeutet). Man setzte ihn fr�her in die Familie der cornuum, d.i. zu
den Versteinerungen, dann zu den Talken und zu dem Sch�rl; Karsten gab den
Namen Chiastolith, Werner nannte ihn Hohlspath, Hauy macle. Alle diese
Namen sind in die wissenschaftliche Sprache der verschiedenen V�lker
�bergegangen.
H. _Obsidian_.
Ein schwarzes vulkanisches Glas, mit h�chst scharfkantigen Bruchst�cken,
theils in derben Massen, theils in K�rnern, die man meist als _Marekanit_
bezeichnet. Die Mexikaner wendeten es sehr allgemein zu schneidenden
Instrumenten an, und wahrscheinlich schon die �gyptischen Priester zu ihren
Opfermessern. Man fertiget aus diesem Steine Spiegel, auch andere
Schmucksachen, besonders wenn er einen gewissen braunrothen Schein zeigt,
wo er dann wohl Luchssapphir oder Pseudo-Chrysolith heisst.
Er ist nicht selten in Europa, auch in Aethiopien und Arabien, so auch im
asiatischen Russland, besonders bey Ochozk im marekanischen Gebirge (woher
der Name marekanit), eben so in Island. In Indien scheint er zu fehlen, war
aber wohl wie in Aegypten bekannt; wir kennen aber noch nicht die Namen,
doch sind mehrere Kunstsachen davon auf uns gekommen.
Herodot (II. �. 86) und Diodor erw�hnen: dass beym Einbalsamiren der
�gyptischen Leichen der Paraschistes den Leib mit einem scharfen
_�thiopischen Steine_ ge�ffnet habe, welcher nur Obsidian gewesen seyn
kann, der sich hierzu allein eignet, und die alten Br�che in Aethiopien hat
neuerlich Salt da aufgefunden, wo sie der periplus des rothen Meeres
angiebt. Von hier kam er, wie es scheint, durch Obsidius nach Rom, wo man
den Stein _obsidianus_ nannte, verschiedene Kunstsachen daraus fertigte,
ihn auch in Glas sehr gut nachmachte (vitrum obsidianum);--daher stammt
unser Name. Uebrigens hiess der Stein bey den Griechen _[Greek:
liparaios]_, bey den R�mern _liparius_, da man ihn von der Insel Lipari
erhielt, wo er sehr verbreitet ist, mit Bimsstein wechsellagert.
_sabach_ oder _sandsch_ im Arabischen, von dem Taifaschi erw�hnt: dass er
ein schwarzer, schmelzbarer Stein sey, der sich ganz wie ein Spiegel
verhalte, d�nne Scheiben als Augengl�ser st�rkten das Gesicht.
_scheback_ und _weschich_ im Persischen kann hierher geh�ren.
_hraf-tinna, rafetinna, ravntinne_ im Isl�ndischen (von hraur, raun der
vulkanische Auswurf, Lava und tinna Stein).
In Teutschland nannte man ihn fr�her: _Glasachat, Isl�ndischen Agat,
schwarzen Agtstein, Aidstein, dunkles Lavaglas_, bis Werner den Namen
Obsidian gab, der in die neuere Mineralogie �bergegangen ist.
Im Franz�sischen: _agath noir, agathe d'Island, pierre de gallinace,
obsidienne_;--im Englischen: _iseland agate, obsidian_;--im Italienischen:
_agata d'Islanda, obsidianna_;--im Spanischen und Portugiesischen: _agatha
de Islandia_;--im Holl�ndischen: _glasacht_;--im Russischen: _islandskoi
Agat, Obsidian_.
I. _Der Perlstein_.
Ist ein Obsidian von k�rniger Structur, wo die K�rner fast die Farbe und
den Glanz der Perlen haben, kommt besonders in Ungarn vor.
Ob man im Alterthume diesen Stein auszeichnete und wie man ihn nannte,
wissen wir nicht. In jetziger Zeit hob ihn Werner zuerst als eigne
Gesteinsgattung hervor und gab den Namen, fr�her nannte man ihn:
vulkanischen Zeolith, Obsidianmutter, zeolithartigen Obsidian.
_obsidienne perl�e, lave vitreuse perl�e_ der Franzosen; _pearlstone,
perlite_ im Englischen; _vulkanischer Zeolith_ der �ltern teutschen
Schriftsteller.
K. _Pechstein_.
Er ist ein ebenfalls vulkanisches oder vielmehr platonisches Gestein, das
mit porphyrartig eingemengtem Quarz ganze Bergmassen bildet, und von seinem
pechartigen Ansehen den Namen erhalten hat, recht ausgezeichnet in Sachsen
vorkommt. Man rechnete ihn fr�her zum Opal, Schulz in Dresden lenkte 1759
auf ihn die Aufmerksamkeit, gab den Namen.
_pierre de poix, retinite, petrosilex resinite, feldspath retinite_ im
Franz�sischen;--_pitchstone_ im Englischen;--_szuronk�_ im Magyarischen.
L. _Bimsstein_.
Ein sch�umiges Lavagestein, das viel technische Anwendung findet, zum
Gl�tten, Polieren u.s.w. Meist erhalten wir ihn von Campo bianca auf der
Insel Lipari.
_feou-chy_ im Chinesischen;--_batu tumbul_ im Malaiischen;--_angak_ im
Gr�nl�ndischen;--_kunk khar_ im Armenischen;--_jatek-k�, taitek-k�_ im
Magyarischen.
_pomsa, pomsa taschy_ im T�rkischen;--_penza, pemsa_ im Russischen;--_zuzel
kamienna_ (Schlackenstein) im Polnischen;--_kamen morski_ im Polnischen.
_naschfat, senech, famechi, fenec_ im Arabischen;--_caffyf_ im
Maltesischen.
_[Greek: kiss�ris]_ im Griechischen;--_[Greek: kissara]_ im
Neugriechischen, auch _[Greek: laphropetra, kouphotera]_.
_pumex_ im Lateinischen;--_pumex_ im Wlachischen.
_minclach_ (leichter Stein) im G�lschen, auch _blaithliag_ (Polierstein),
_fuilfiori, fuil siofraith_.
_pumice_ im Italienischen und Englischen.
_ponce_ im Franz�sischen;--_espoja_, _piedra pomes_ im Spanischen und
Portugiesischen.
_pyms, byhms, bymestein_ im Altteutschen;--_bimsten, pumiz_ im
Schwedischen;--_pimpesteen_ im D�nischen.
M. _Lava, Basalt, Wacke, Klingstein_.
_Lava_ ist der Ausfluss der jetzo th�tigen Vulkane, ein dunkles, festes
Gestein, nach oben meist blasig; der dunkle _Basalt_, der Lava sehr
�hnlich, stammt aus etwas �lterer Zeit; �hnliche plutonische Gesteine
�lterer Epochen nennt man seit langer Zeit in England _toadstone_, auch
_whinstone_, in Schweden _trapp_ und _wacke_.
Das Wort Basalt, das �gyptischen Ursprunges seyn wird, stammt von basanites
der R�mer, woraus durch einen Schreibfehler basaltes wurde, wie die
Manuscripte des Plinius lesen, womit ein schwarzes Hornblendgestein (nicht
unser Basalt) bezeichnet wurde (s. Marmor). Agricola (gest. 1555) �bertrug
den Namen auf unsern Basalt. In die Mineralgattung basaltes setzte man seit
der Zeit eine Menge dunkle und s�ulenf�rmige Gesteine, die sehr allm�hlig
in besondere Gattungen �bergingen. In geognostischer Hinsicht wurde der
Basalt ein wichtiger Wendepunkt, da ihn Werner und seine Schule f�r ein
neptunisches Gestein hielt. Ein dem Basalt �hnliches, weicheres Gestein
nannte Werner seit 1788 _Wacke_; ein anderes, etwas h�rteres seit 1791
_Porphyrschiefer_ oder _Klingstein_.
Der Name lava ist unbekannten Ursprunges; im Mittelalter hiessen die
lavaartigen Gesteine _lavia, laveria_, in Sicilien _frita_; auch nannte man
sie _piperinus_, woher unser Name peperino, womit man vulkanischen Tuff
bezeichnet.
Por�se, feste Ab�nderungen von basaltischen Gesteinen, liefern seit den
�ltesten Zeiten vortreffliche M�hlsteine in Griechenland, Italien, am Rhein
u.s.w., daher man den Basalt und �hnliche Gesteine als M�hlsteine
bezeichnete.
_[Greek: milod�s, myliai]_ (d.i. M�hlstein) im Griechischen, auch _[Greek:
pyromachos lithos]_, weil sie durch Feuer (_[Greek: pyr]_) entstanden, und
_[Greek: rhyax]_, das Geflossene, von _[Greek: rheein]_ fliessen;--_[Greek:
mylax, mylopetra]_ im Mittelalter;--_lapis molaris_, auch _silex niger,
tusculanus_ im Lateinischen; der _lapis anicianus_, jetzo manziana, ist
Lava mit vielem glasigen Feldspath.
_selce_ (von silex) im Italienischen. Der selce romano ist offenbar der
niger silex von Plinius, der tophus niger von Vitruv, eine Lava von monte
albano und Capo di Bove, die als Pflasterstein dient.
_gn�-cloiche, air-dhath-dorch_ im G�lischen, soll hierher geh�ren.
_neffet_ im Arabischen, auch _niffet, nesifet_, wie auch wohl der Bimsstein
genannt wird.
_salak_ im Magyarischen ist Lava, _koromzo_ ist Basalt.
_zuzel_ (Schlacke) im Polnischen, auch lawa, bazalt.
_ravn, hravn_ im Alt-Nordischen ist vulkanischer Auswurf, braune im
Isl�ndischen sind grosse Lavastr�me; steina ist Lava.
Seit Agricola ist der Name basalt in die wissenschaftliche Sprache aller
L�nder �bergegangen; aber der basalte nero der Arch�ologen und K�nstler ist
nicht unser Basalt, sondern schwarzes Hornblendgestein.
N. _Vulkanischer Tuff, Puzzolane, Trass_.
Ist vulkanisch ausgeworfene, aschenf�rmige Lava, die zuweilen in sehr
grossen Massen niederf�llt, oft wieder zu ziemlich, festen Gesteinen
zusammenb�ckt, dann Tuff heisst, am Rheine _tras, tarus_, ein wichtiges
Cement oder Material zum Wasserbau.
_silex ruber, silex albus_ u.s.w. der R�mer. Der silex ruber ist der piedre
rosso der heutigen R�mer, dessen Br�che noch vorhanden sind, den Brocchi
als tufo lithoide beschreibt. Der _lapis albanus_ ist der jetzige peperino
tenero;--_lapis gabinus_ (vom See Gabii; jetzo Castiglione ohnweit Tivoli)
ist der peperino duro; der _pulvis puteolanus_ war lockere Puzzolane; der
_tophus_ war theils verh�rteter vulkanischer Tuff, theils auch unser
Kalktuff.
_tras, taras_ ist unbekannten Ursprunges.
_taraz_ im Polnischen, was auch gepulverter Stein heisst.
O. _Alaunstein_.
Ein weisses, hartes, krystallinisches Gestein, in Verbindung mit
vulkanischen Massen auftretend, welches gebrannt alaunhaltig und auf Alaun
benutzt wird, als Felsmasse in Italien, Ungarn u.s.w. vorkommt. Der
Alaunstein in der Umgegend von Rom scheint im Alterthume nicht benutzt zu
seyn, man zog den Alaun aus Griechenland und Kleinasien, wie auch im
Mittelalter. Schon im 13. Jahrh. bestanden Alaunwerke bey Neapel, seit 1460
wurde das grosse Alaunwerk Tolfa bey Civita Vecchia im R�mischen angelegt,
der dortige Alaunstein benutzt. Chiocco (1622) und die �ltern Mineralogen
nennen denselben minera aluminis roccae. Der [Greek: lithos assios] und
[Greek: phrygios], lapis assius und phrygius wird Alaunerz aus Kleinasien
gewesen seyn, wo his ins 12. Jahrh. besonders bey Phocaea nova ohnweit
Smyrna grosse Alaunwerke waren.
_timsok�_ im Magyarischen (von timso der Alaun);--_ailm clach_ im
G�lischen;--_alunite_ im Franz�sischen; _alunit_ im Englischen.
_piedra alumbre_ im Spanischen;--_piedra hume_ im Portugiesischen.
P. _Aluminit_.
Ein weisses erdiges Fossil, unter dem Microscop ein Gewebe feiner Nadeln,
das aus basischem, kohlensaurem Thonwerke bestehet, keinen Geschmack hat.
Es wurde 1730 von Jac. Lerche in der Stadt Halle entdeckt, lac lunae, 1759
von Schreiber creta gypsea, 1780 von Werner reine Thonerde genannt. Schon
Schreber hatte 1781 kohlensaure Thonerde darin gefunden, was Buchholz 1806
durch eine genauere Analyse best�tigte; Haberle und Karsten (1801) nannten
das Fossil Aluminit, welcher Name in die wissenschaftliche Sprache
�bergegangen ist. Sp�ter ist derselbe an mehreren Punkten aufgefunden.
* * * * *
#�. 3. Glimmer, Talk und Thon-Gruppe.#
A. _Glimmer_.
Ist ein weiches, feinbl�ttriges Fossil, aus Kiesel- und Thonerde bestehend,
das in seinem krystallinischen und amorphen Zustande eine Hauptmasse der
Gebirge bildet. Besonders in Ceylon und Siberien findet er sich in so
grossen St�cken (die bis zu 1-3/4 Ellen in Quadrat haben) und so
durchsichtig, dass man ihn als Glas benutzt, ist bekannt als russisches
Glas, talk de Moscovie, verre de Moscovie, vitrum ruthenicum, auch
Marienglas (wie der �hnliche, grossbl�ttrige Gyps heisst), welchen Namen er
erhielt, da er fr�her zur Deckung kleiner Heiligenbilder angewendet wurde.
Der gew�hnliche Glimmer, in unsern Gebirgen sehr h�ufig, hat oft die Farbe
und den Glanz theils des Goldes, theils des Silbers, heisst dann im
gemeinen Leben Katzengold, Katzensilber, or und argent de chat, dient
h�ufig als Streusand. Die �ltern Mineralogen setzten zu dem Glimmer manche
�hnliche Substanzen, wie den Uranglimmer, den Werner 1788 als Chalkolith
absonderte.
_fang-houang-chi, tsing-mong-chi_ im Chinesischen;--_kin-mong-chi_, auch
_kin-sing-chi_ ist der Goldglimmer.
_abhruck_ im Hindu;--_abhra, abhraka_ im Sanscrit;--_miniram_ auf Ceylon.
_keblekajak_ im Gr�nl�ndischen (wie auch das Marienglas heisst).
_talk_ im Persischen und Arabischen wird auch den Glimmer bezeichnen; der
_ajarisum_ im Arabischen (lapis specularis) kann auch hierher
geh�ren;--_[Greek: talk, talch]_ der sp�tern griechischen Chemiker (wohl
aus dem Arabischen), nicht von [Greek: talichos], zerbrechlich.
Herodot III. 17. erz�hlt: die �thiopischen V�lker stellen die
einbalsamirten K�rper in ein Geh�use von [Greek: hyalos], welches man bey
ihnen in Menge und sehr sch�n gr�bt; dieser hyalos war wohl Glimmer oder
Marienglas, der _lapis specularis_ der R�mer war sowohl grossbl�ttriger
Glimmer als Marienglas; der _chrisopis_ und _chrysites_ oder _phloginos_
k�nnen vielleicht zum Glimmer geh�rt haben. Der _mica_ der R�mer war
Steinsalz, das in grossen durchsichtigen St�cken einbrach, und erst in
sp�terer Zeit hat man diesen Namen auf unsern Glimmer �bertragen.
_mica_ im neuern Latein;--_mica_ im Franz�sischen;--_mica_, auch
_ammocriso_ im Italienischen;--_mica, mica amarilla_ im Spanischen,
_espejuelo_ beym spanischen Bergmann;--_mica_ im Englischen, auch
_goldglimmer_; _glist_ beym englischen Bergmanne, auch _daze_.
_arany, matska, k�zbarsonif�ld_ im Magyarischen, auch _trillam puzok�_.
_airgiord chaorach,--chabbar_ im G�lischen.
_blyskaez, dreswa_ im Russischen, slyuda ist der grossbl�ttrige,
siberische, okoschki sind die Scheiben aus Glimmer;--_blyssicz, mica, jak
moskiewski_ im Polnischen;--_slida, djb, tripitinka_ im B�hmischen.
Im Mittelalter, bey den Alchemikern kommt der Name _Glimmer_ vor
(vielleicht zusammenh�ngend mit _glimra, glimbr_, gl�nzen im
Nordischen);--_glimmer, kateglimmer, katesly_ im D�nischen;--_skimmer,
kattgull, kattsilber_ im Schwedischen;--_glimmer, kattezilwer, kattengoud_
im Holl�ndischen.
B. _Chlorit_.
Ein gr�nes, dem Glimmer ganz verwandtes h�ufiges Fossil, ohne technische
Anwendung, von Werner als Gattung fixirt, der den Namen aus dem Alterthume
entnahm, wo chlorites beym Plinius als eine gr�ne magische Gemme erw�hnt,
aber nicht weiter characterisirt wird. Der Name ist in die
wissenschaftlichen Werke des Auslandes �bergegangen.--Der Bergmann in
Cornwallis nennt das Gestein _peach_.
C. _Talk_.
Ein meist bl�ttriges, stark gl�nzendes Fossil, sehr weich und fettig
anzuf�hlen. Sch�n findet er sich in den neapolitanischen Gebirgen, von wo
er �ber Venedig ausgef�hrt wird, unter dem Namen venetianischer Talch.--Er
dient (wie der Speckstein) zum Schreiben auf Holz, Tuch, besonders zum
K�rper der Schminke (indem er die rothe Farbe durch seinen Perlmutterglanz
erh�het und der Haut eine sanfte Glatte giebt), zur Politur, zur Schmiere
bey den Maschinen u.s.w. Die talkigen Fossilien bestehen, n�chst Kiesel-und
Thonerde, aus einer eigenth�mlichen Erde, die man chemisch als _Talkerde_
bezeichnet, diese nennen die Franzosen seit etwa 1707 _magnesie_ (woher
Magnesia), welcher Name von _magnetis_ stammt, womit man im Mittelalter den
Talk bezeichnet zu haben scheint.
_swatschapa�_ im Bengalischen.
Im Sanscrit scheint er viele, meist dichterische Namen zu haben; Pott
(etymologische Forschungen) f�hrt den Talk unter den Halbmetallen auf und
giebt viele Namen an, als: _nirmala, amala_ (schmutzlos), _giridsha_
(berggeborner), _giridshamala, bhringa, ghana, abhra, abhraka_ (ist wohl
Glimmer), _antariksha, waikuntha, gauridsha_.
_talk_ im Persischen, auch _sitarel semin_ (d.i. Stern der Erde). Ben
Manssur bemerkt: dass man daraus Perlen auf das T�uschendste nachmache, und
wenn man mit einer Aufl�sung davon die Glieder bestreiche, so w�rden diese
vollkommen feuerfest.
_talk_ im Arabischen, wo auch fette Thonarten darunter begriffen seyn
werden; Avicenna bemerkt (422): der Name sey arabisch, man bezeichne damit
auch den Aster des Theophrast und die terra samia aus Cypern. Aus dem
Arabischen scheint das Wort in die neuern Sprachen �bergegangen zu seyn,
man bezeichnete damit fr�her sehr bl�ttrige Steinarten im Allgemeinen.
_talcus_ im Mittelalter, auch _magnetis_ und _argyralithus_;--_talc_ im
Franz�sischen, auch _laret, suif de montagne_;--_talco_ im
Italienischen;--_talk_ im Englischen, Teutschen, Schwedischen.
_m�lowka, taljk_ im Russischen;--_mastnek_ im B�hmischen;--_k�verk�_ im
Magyarischen;--_irsum_ im T�rkischen.
_steatites_ der R�mer und Griechen (von [Greek: stear], das Fett) kann
hierher geh�ren.
D. _Asbest, Amianth_.
Ausgezeichnet durch fettiges Anf�hlen und fasriges Gef�ge, zuweilen so zart
und fein, dass das Mineral gesponnen und verwebt werden kann, zu
feuerfester Asbest-Leinwand, die man schon in �ltester Zeit kannte, auch
jetzo noch zuweilen fabricirt. Eine klein- und verworren fasrige Ab�nderung
nennt man Bergkork, Bergleder, Bergpapier, papier fossile, sughero montano,
mountain leather. Die flachsartige Ab�nderung heisst Bergflachs, die
festere Asbest, aus dem durch eine Art von Verwitterung der biegsame
Amianth entstehet.
_sung i bumbo_ (d.i. Baumwollenstein) in Hindostan.
_aspest_ im Persischen (ob aus den neuern Sprachen �bergegangen?).
_iskustos_ im Arabischen.
_anshidhanjeli, khar ankisjeli_ (der unverbrennliche) im Armenischen.
_ystinos_ im W�lschen, auch _urael_ (von ur das Unverletzliche, Heilige),
diesen Namen tr�gt auch die Asbestleinwand;--_liein difflam_ im
Bretonischen.
_[Greek: amianthos]_ und _[Greek: asbestos]_ der Griechen, auch geh�rt der
Stein von Scaptesyll hierher, der zu Lampendochten diente. [Greek:
asbestos] kann vielleicht mit ystinos im W�lschen zusammenh�ngen.
_[Greek: karistia]_ im Neu-Griechischen vom Fundorte.
_amianthos_ und _asbestos_ der R�mer;--_amianto, asbesto_ im Spanischen,
Italienischen und Portugiesischen, auch _pedra de linho_;--_amianthe,
asbeste_ im Franz�sischen und Englischen;--_asbest, kob�r_ im Magyarischen,
auch _k�len fosk�_ und _fonalk�_;--_asbeste_ im Russischen; _kamiene
niezgorzisti_ (der unverbrennliche) im Polnischen;--_skalnilen_ im
Czechischen.
_steenvlas_ (Steinflachs) im Holl�ndischen;--_federweiss, Erdflachs_ im
Alt-Teutschen.
E. _Speckstein, Steinmark, Magnesit_.
Ein verh�rteter Talk, ein fettiges, derbes unschmelzbares, durch Umbildung
entstandenes Gestein, zuweilen voll Afterkrystalle, das verwendet wird zum
Schreiben auf Zeug, Reinigen von Fettflecken, zur Politur von Marmor,
Alabaster, Serpentin, Glas, zur Grundlage von Schminke, in China sehr
h�ufig das Material liefert, aus dem G�tzenbilder geschnitten werden,
(welche Ab�nderung als Agalmolith bekannt ist), wo es auch zur
Porcellanfabrikation dient.--Eine weichere Art, wenigstens im frischen
Zustande, nennt man _S einmark_, lithomarge im Franz�sischen; medulla im
barbarischen Latein.
_hoa-chy, kabasche_ im Chinesischen, und nach der verschiedenen Farbe:
_kan-chy-tchy_ den bl�ulichen; _tchy-chy-tchy_ den r�thlichen;
_kouang-sy-hoa-chy_ den weissen; _sse-tchuen-hoa-chy_ den fettigen, der zum
Fleckausmachen und zur Porzellanmanufactur dient; _tao-hoa-chi_ der zu
G�tterbildern verwendet wird;--_nanthsirr irdinai_ im Mandschu;--_irdina_
im Mongolischen.
_ballapam_ im Hindu;--_hingwiasan_ in Indien, Provinz Tennasserim.
_kodreti, isfidadsch_ im Persischen.
_isfidadsch_ im Arabischen, auch _hadschar lebenik_ und _alhasi_.
_[Greek: galaxias]_ (von [Greek: gala] die Milch) im Griechischen, auch
_[Greek: galaktitapron]_ (steinerne Milch), _[Greek: moroxon, lithos
morochthos, l�daion, anaktitin adamanta, leukographida]_ (die
weissschreibende);--_[Greek: agalyatit�, petrokolla]_ im
Mittelalter;--_galactites_ (aus dem Griechischen) im Lateinischen, auch
_leucogaea_ (Weisserde), _leucographis_ (weissschreibende), _sytiophites,
sinochites, ananchites_;--_galaxia, estatita_ im Spanischen.
_steatite, piedra di lardo_ im Italienischen;--_steatite, pierre de
lard,--du lait, smectin, craie de Briancon_ und _d'Espagne_ im
Franz�sischen;--_steatite_ im Englischen.
_specteen_ im Holl�ndischen und D�nischen;--_spectein, seifenstein,
spanische Kreide_ im Teutschen.
_gis_ im Portugiesischen (von gisar liniiren);--_sloninik, statyl_ im
Polnischen;--_tucek_ im Czechischen;--_tutchnak, schirowik_ im
Russischen;--_balfanyk�, szappank�_ im Magyarischen; _k�v�l�_ ist
Steinmark.
F. _Magnesit, kohlensaure Talkerde_.
Eine verh�rtete, weisse, ziemlich reine kohlensaure Talkerde findet sich
bey Castella monte, ohnweit Turin, in M�hren u.s.w., sie wurde von Mitschel
entdeckt, von Buchholz 1806 analysirt, als Magnesit im Systeme aufgenommen,
hat aber keine technische Anwendung.
Eine erdige, kreideartige, kohlensaure Thonerde, findet sich in mehreren
vulkanischen Gegenden, auch in den Kalkstraten in Sicilien, besonders bey
Palermo, die als terra di Baida zu h�uslichem Gebrauche dient. Plinius 18.
29 erw�hnt: das Mehl von zea (Spelz) wird nur dadurch zur feinsten alica,
dass ihr eine creta aus der Gegend von Neapel zugesetzt wird, die in hohem
Preise stehet, wodurch das Backwerk die ausgezeichnete Sch�nheit erh�lt, zu
der verf�lschten (adulterina) alica setzt man statt dessen Gyps. Diese
creta leucogaica wird wohl nat�rliche kohlensaure Talkerde gewesen seyn,
denn es ist bekannt, besonders in London sehr allgemein, dass man dem
Waizenmehle etwas Alaun oder kohlensaure Talkerde zusetzt, wodurch es
besonders weiss und locker wird.
G. _Topfstein_.
Ein unreiner Speckstein, ein gr�nlich graues, grobes talkiges Gestein, das
in ganzen Bergmassen vorkommt, ist weich, unschmelzbar, wird im Feuer hart,
wird viel zu Kochgeschirren und �hnlichen Gegenst�nden verarbeitet,
besonders in Aegypten seit �ltester Zeit, und in der Schweiz, im Canton
Tessino, val maggia und in Graub�nden, hier bekannt als _Guglia, Giltstein,
Lavetzstein_ (von lavezzo im Italienischen, der Topf), die graub�ndner
Steint�pfe gehen �ber Como nach allen Theilen Italiens;--im barbarischen
Latein _lebetum, lapis, lapis ollaris_.
_ballapam_ im Hindu (wie Speckstein).
_baram_ in Aegypten, eigentlich Stein von baram, wie der Ort in Ober�gypten
heisst, wo der Topfstein gewonnen wird. (In Syene macht man aus gestossenem
Topfstein und Thon Gef�sse, die gebrannt werden.)
_Stein von siphnos_ der Griechen.
_lapis comensis_ der R�mer;--_piedra di Como_ im Italienischen;--_pierre de
Come, -ollaire, -lav�ge_ im Franz�sischen;--_piedra ollar_ im
Spanischen;--_potstene_ im Englischen;--_telgstene_ im Schwedischen.
H. _Serpentin_.
Dem Topfsteine �hnlich, hart, gr�n, verschiedenfarbig, nimmt eine gute
Politur an, wird zu verschiedenen Gegenst�nden verarbeitet.
_kelo, berkelo_ im Malaiischen;--_ophites_ der R�mer (s.
Marmor);--_Serpentin_ in den neuern Sprachen. _kigyok�_ im Magyarischen.
_mar nathaer, lubach, cuairteagach_ im G�lschen.
_smejewik, serpentin_ im Russischen;--_memphites_, vielleicht auch
_nephrites_ der R�mer und Griechen, k�nnen hierher geh�ren.
_net_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit
_pierre verd, serpentine_.
I. _Meerschaum_.
Ein thoniges, plastisches, weisses sehr leichtes Gestein, das viel Talkerde
(Magnesia) enth�lt, wird vorzugsweise zu den bekannten t�rkischen
Pfeifenk�pfen, selten zu Thongeschirr verwendet. Der eigentliche
Meerschaum, das Material der �chten T�rkenk�pfe, kommt aus Natolien
(Kleinasien), wo er bey Konie und Brusa gegraben wird. Ein mineralogisch
�hnliches Fossil findet man auch in andern Gegenden, in M�hren, Spanien,
wird aber nicht derartig verwendet.
_istife_ im T�rkischen, auch _kil_ (Thon), _kile keffi, keffekil_
(Schaumthon). Die Arbeiter bezeichnen es auch mit _myrsen_, einem
tartarischen Worte, das einen �hnlichen Thon bezeichnet, der auch zum
Walken dient. Aus diesem tartarischen myrsen hat sich das teutsche Wort
_Meerschaum_ gebildet, der mit dem Meere gar nichts gemein hat, Lager in
schiefrigem Kalkstein bildet.
_morskaja pinka_ (von myrsen) im Russischen;--_piana morska_ im Polnischen.
_ecume de mer_ (Uebersetzung des teutschen Wortes Meerschaum) im
Franz�sischen;--_schiuma del mare_ im Italienischen;--_tajtek_ im
Magyarischen.
K. _Walkthon_.
Ein fett anzuf�hlender milder, meist gr�nlicher Thon, der in Wasser
zuweilen sch�umt, begierig das Fett anzieht, daher zum Walken und Reinigen
der T�cher angewendet wird, in vielen Gegenden vorkommt; zuweilen ist er
schwarz, heisst Bergseife.
_lucharidis_ im Arabischen (wie der �gyptische Name war), auch thin
chimulia (der cimolische);--_borith_ im Hebr�ischen (heisst auch
Seife);--_kill_ (Thon) im T�rkischen;--_ge kimulgo_ im Syrischen (die
cimolische);--_[Greek: g� kimolia]_ der Griechen (von der Insel cimolis,
jetzo kimolo), die [Greek: g� pnigitis] war wohl Bergseife. Die [Greek: g�
samia, g� chia] u.s.w., wurden in den B�dern zum Gl�tten der Haut
gebraucht, wie noch jetzo bey den T�rken der keffekil, der oft mit
Rosenbl�ttern vermischt wird.
_creta fullonum,--cimolia,--thessalica,--sarda,--umbrica_ der R�mer; diente
sehr allgemein zum Walken und Reinigen der Kleider--fullare;--der Walker
war fullo (im G�lischen ist fucadair der Walkm�ller, fucadh das Walken).
Die Walkerde der Insel Cimolis (meist aus zersetztem Trachit entstanden)
wird noch jetzo �ber ganz Griechenland verf�hrt.
_criadh an fhucadair_ im G�lschen. Im W�lschen ist panu walken, paneor der
Walker;--_[Greek: kimoli, pilo stinnias]_ im Neugriechischen (im
Walachischen ist pio die Walkm�hle, pioariu der Walker);--_fullers earth_
im Englischen;--_follatori, terra da follone_ im Italienischen;--_terre a
foulon, argile smectique_ im Franz�sischen;--_walklera, skifverler_ im
Schwedischen;--_vol�arda_ im Holl�ndischen;--_w�scherdt, seiffenerde,
f�llererdt_ im Altteutschen;--_folarda_ im Polnischen;--_suknowaljnaja
seml�_ im Russischen;--_ruhatiszatoagyag_ im Magyarischen.
L. _Thon im Allgemeinen, gemeiner Thon, T�pferthon, Porzellanthon_.
Graue oder weisse, im Bruche erdige, weiche Gesteine, die durch Wasser
plastisch werden, sich formen lassen, im Feuer hart werden, daher sehr viel
zu Thongef�ssen verwendet. Die h�rteste und sch�nste Sorte der gebrannten
Thongef�sse bilden das Porzellan und Fayance, geringer ist Steingut; bey
alle diesen ist die Masse glasartig geschmolzen, bey dem gew�hnlichen
Thongeschirr nur erh�rtet. Zu den �ltesten und sch�nsten Thongef�ssen
geh�ren die griechischen und die sogenannten campanischen, welche schon den
R�mern als vascula operis antiqui, in den sepulcris vetustissimis eben
solche Antiquit�ten waren, als sie es uns sind (s. Sueton in Jul. C�sar.
18). Plastischer Thon ist in allen L�ndern verbreitet.
_kin_ im Chinesischen, auch _gno_ und _ka-olin_, d.i. der Porzellanthon,
welcher Name auch in die neuern Sprachen �bergegangen ist.
_hagima-pa_ im Tibetanischen, auch _rdsa-sa_, von sa die Erde (rdsa-makhana
ist der T�pfer); _dagara-rtse_ ist weisse Erde, als Kalk, Kreide;
_dakara-gona_ ist die Masse aus Thon und Feuerstein, aus welcher Porzellan
(dakara-gola) gemacht wird.
_dschambala_ im Sanscrit.
_djabor, chabor_ im Mongolischen, auch _baltschick, totcho_;--_tschabar,
tschedo_ im Lesgischen und in den kaukasischen Sprachen, auch _tapur,
chjach, zerta, luchti_;_jata_ im Tscherkessischen;--_ticha_ im
Georgischen;--_paitschig_ im Tartarischen.
_sue, sjui, su, so_ in den samojedischen Sprachen, auch _ja, sattu, tjum,
tub, tal_;--_sjui_ im Permischen;--_sau, sawi_ im Finnischen, auch _klay_
(ist Marscherde);--_sawwi_ im Ehstnischen;--_kar, gaw_ im
Armenischen;--_ach, doi, toi_ im Kurdischen;--_agyag_ im Magyarischen, auch
_fajaszagyag, k�z�nseges_; der T�pfer ist gerentser.
_tina_ im Alt-Persischen; _kil, gil, tobrak_ im Persischen, auch _aerz_ und
_lime_, was mehr Koth bedeutet;--_tyn, thina, tit_ im Arabischen; fachar
ist T�pfer; _tinn armat_ oder _--rumi_ ist der officinelle arabische
Bol;--_tin_ im Chald�ischen, auch _tephel, tpel, haspa, gargusch,
gargischta_.
_oue, ome, oome_ im Koptischen;--_chomer_ im Hebr�ischen (pechar ist
T�pfer);--_arkega_ im Berberischen;--_tzebur labekawi_ im
Aethiopischen;--_gil, kil_ im T�rkischen, auch _lay, balcik,
baltschyk_;--_gil_ im Bucharischen.
_glina_ im Russischen, _pharphorowaja seml�_ ist Porzellanthon;--_glina,
gley_ im Polnischen; _zdunska_ ist der eigentliche T�pferthon, gancarz der
T�pfer;--_gjl, hljna_ im Czechischen, hrncir ist der T�pfer;--_glina, iju,
iu, ilouza_ im Windischen;--_lina_ im Wendischen;--_hlina_ im
Slowakischen;--_gnyla_ im Dalmatischen;--_ghgnilla_ im Bosnischen;--_glina_
im Krainschen;--_ilowacha_ in Croatien;--_glihsda_, auch _mahls, mali_ im
Lettischen (lonzhar ist T�pfer);--_dohn_ im Mongolischen.
_thaho_ im Gothischen;--_thon, than, thann_, auch _klee, haffnererd_ im
Alt-Teutschen, woher thonerde, welches fr�her meist die oberste
Erdschicht--die Dammerde--bedeutete.
_liime_ im Friesischen;--_lime, lam, pottererd_ im Angels�chsischen.
_laire, raire_ im Lappl�ndischen;--_leir_ im Isl�ndischen;--_leer,
leerjord_ im D�nischen;--_ler, lera_ im Schwedischen; der gemeine Thon ist
lera gemen, bloter, sioler, murler; der Porzellanthon lera zellins oder
eldfastler, der eigentliche T�pferthon krukmakarler, t�rnigeler.
_pri, bry_ im Bretonischen, auch _courroi, courrez_;--_pridd_ im W�lschen
(priddawr der T�pfer), auch _llai, llaid_;--_criadh_ im G�lischen (daher
creta im Lateinischen, Kreide im Teutschen), criadh gheal,
criadh-chriadhadair (d.i. der T�pfer), auch _clabar_ (ist mehr klebriges
Erdreich).
_creta figlinorum_ (d.i. der T�pfer) im Lateinischen; (creta �berhaupt
begriff mehrere weisse, erdige Substanzen; die creta melia--[Greek: g�
melia], mit melinum und paraetonium waren Kreide, so auch die creta
annularis, selenusia und argentaria);--_argilla_ war mehr ein weisser
wirklicher Thon, stammt her von ar Erde, und cille weiss, geal im G�lschen,
opera figlinorum war unser T�pfergeschirr.
_[Greek: argillon]_ im Griechischen (wohl von [Greek: arg�s] weiss), meist
[Greek: p�los] (wohl aus dem albanischen palta), auch [Greek: g�
kerammid�s, keramit�s] (der eigentliche T�pferthon), [Greek: glia, lyma].
_[Greek: argillos, p�los]_ im Neugriechischen; [Greek: aggeia, p�lina] ist
das T�pferzeug.
_palta, paigta_ im Albanischen;--_pamentu de lutu_, auch _vierss_ im
Walachischen; olariu ist der T�pfer.
_argilla_ im Italienischen, auch _creta_, wie allgemein der blaue Thon der
Apenninen heisst;--_argilla_ im Portugiesischen, auch _barro_, was ein sehr
fetter Thon ist;--_arcilla_ im Spanischen, auch _barro, greda_;--_argile_
im Franz�sischen, auch _glaise, brie, brou_;--_argielo_ im Proven�alischen.
_clay_ im Englischen (wohl schwerlich aus dem Finnischen, wohl von llai,
llaid, Thon im W�lschen), in Schottland _blaes_;--_klei_, auch _potoarda_
im Holl�ndischen.
_tafal, tafla, tfali_ im Maltesischen;--_basacua_ im Baskischen;--_tschikk_
in der Zigeunersprache.
M. _Das Porzellan_.
Die wichtigste Verwendung des Thones ist zu Thongef�ssen. Die sch�nsten und
dauerhaftesten derselben bestehen aus Porzellan, dessen Masse eine Art
Verglasung erleidet. Am besten hierzu ist der kaolin oder Porzellanthon,
aus zerfetztem Feldspath, dem man noch andere Substanzen, meist frischen
Feldspath zusetzt. In der Kunst sehr sch�nes, gew�hnliches Thongeschirr zu
fertigen, hatte es das Alterthum sehr weit gebracht, besonders ber�hmt
waren in Italien die vasa aretina von Arretum, dem jetzigen Arezzo (deren
T�pferwaaren noch jetzo, in Hinsicht von Stoff und Form einen grossen Ruf
haben). Offenbar verstand man auch eine Art Porzellan zu bereiten, denn
die _vasa samia_ waren an sich h�chst gesch�tzt, und mit ihren Scherben
wurde die Castration mancher Priester-Casten vollzogen (Plin. 35. 46), was
auf eine harte, glasige Masse deutet; auch hat man (wie bey Salzburg)
kleine Statuen von Porzellan oder Bisquit gefunden. Die Chinesen
fabricirten seit den �ltesten Zeiten Porzellan, das auch nach Europa
verf�hrt wurde; hier macht man es erst seit etwa 1703, wo die Erfindung in
Sachsen durch Zufall (von B�ttcher) gemacht ist. Dem Porzellan �hnlich ist
das Steingut und die Fayance, die ihren Namen von der Stadt Faenza in
Italien hat, woher man es zuerst bekam. Die signinischen Gef�sse, bey
welchen dem Thone gestossene Scherben und Thon zugesetzt wurden, waren
offenbar Steingut.
_tsee, tse-ky_ im Chinesischen;--_dakara-gola_ im
Tibetanischen;--_hachdschapaki_ im Armenischen;--_gehere_ im
Tartarisch-Mandschu;--_sanani_ im Arabischen.
Im Persischen heissen die Gef�sse aus sch�nem Porzellan mertabani.
_fagfuri_ im T�rkischen (von fagfur, was der chinesische K�nigstitel
ist);--_farfuri_ im Kurdischen;--_farfurie_ im Walachiscben;--_[Greek:
pharphoyri, ph�rph�r]_ im Neugriechischen;--_pharfor_ im
Russischen;--_farfury_ im Polnischen;--_majoleka_ im Krainschen.
_filizanki_ im Portugiesischen, auch _porcellana_;--_porzelach, porcellin_
im �ltern Teutsch;--_porcellan_ in den neuern Sprachen.
N. _Siegelerde_.
Im Alterthume brauchte man kein Siegellack, man siegelte mit Wachs, mit
Kitt, Kleister, meist mit Thon, was schon bey den alten Aegyptiern
gebr�uchlich war, wie Herodot 1. �. 38 erw�hnt. Der Thon ([Greek: p�los])
zum Siegeln, der in Kleinasien, Italien u.s.w. angewendet wurde, scheint
noch von den byzantinischen Kaisern und sp�ter gebraucht zu seyn. Der
gew�hnliche Thon haftet aber nicht auf Pergament und Leinen, trocknet auch
sehr schwer, wahrscheinlich musste der Thon hierzu eigends pr�parirt seyn,
wor�ber wir gar keine Nachricht haben. Schon das Alterthum wendete manchen
Thon in der Medicin an; sehr ber�hmt war bey den Griechen ein Thon von der
Insel Lemnos, der unter Aufsicht der Priester gewonnen und besiegelt wurde,
den man noch unter t�rkischer Herrschaft viel versendete; in der neuern
Zeit wurden eine Menge Thonarten officinell, als terra sigillata, da sie
geformt und mit einem Siegel bedruckt waren, was erst im vorigen
Jahrhundert aufgeh�rt hat.
_thin macheum_, auch _choetem_ im Arabischen;--_[Greek: g� sphragis, g�
s�mantridan]_ im Griechischen;--_creta_ im Lateinischen, z.B.
erythraea;--_terra sigillata_ im Mittelalter und neuern Latein.
O. _Mergel_.
Ein kalkiger Thon, oder thoniger Sand, der an der Luft leicht zerf�llt,
�berhaupt ein Erdstratum, das zur Verbesserung der Aecker dient. Schon seit
�ltester Zeit war das Mergeln der Felder f�r die Landwirtschaft wichtig.
_mala_ im Sanscrit;--_tanah lilling_ im Malaiischen;--_gerenk_ im
T�rkischen;--_parat jerkir,--hogh_ im T�rkischen (d.i. fette Erde).
_thin magara_ im Arabischen;--_marg_ im Abessinischen;--_marl_ im
W�lschen;--_marla_ im G�lschen;--_marg_ im Bretonischen;--_marga_ im
Alt-Keltischen (Gallischen); _eglecopala_ im Gallischen, der blaue Mergel
hiess bey den R�mern columbina.
_marga_ der R�mer (wie im Gallischen), von verschiedenen Arten und Farben,
als rufa, alba, columbina, argillacea, tofacea, arenaria; wurde auch unter
argilla begriffen; als leucargillon u.s.w.;--_marla_ im mittelalterlichen
Latein;--_marlare_, mergeln (to marl im Englischen), _marlaria_ die
Mergelgrube;--_marl_ im Englischen, _marle_ im Franz�sischen;--_marga_ im
Spanischen und Portugiesischen;--_marna_ im Italienischen;--_merg_ im
Angels�chsischen;--_margilla_ im Isl�ndischen;--_mergel_ im
D�nischen;--_m�rgel, marlrekor, n�kelroed_ im Schwedischen;--_mal_ im
Walachischen.
_gluhds_ im Lettischen;--_tsapodo_ im Magyarischen;--_mergeli, tschernosem_
im Russischen, auch _nowos, opoika, ruchl�kj_;--_merk, sljn_ im
B�hmischen;--_margiel_ im Polnischen;--_merglina_ im Krainschen und
Windischen.
P. _Lehm, Leimen, Letten_.
Eine gelbliche grobe thonige Masse, ein Absatz von Gew�ssern, die
vorz�glich zu geformten Lehm- oder Ziegelsteinen dient, theils bloss
getrocknet, theils gebrannt, hierzu seit den �ltesten Zeiten verwendet
wurde.
_mala_ im Sanscrit;--_ledschm, lay, gil_ im Persischen; _lime_ ist mehr
Koth, _medr_ unser Moder;--_davidat_ im Arabischen;--_boz, tit_ im
Hebr�ischen;--_rekak_ im Chald�ischen;--_schino_ im Syrischen;--_zot_ im
Aethiopischen;--_marg_ im Abessinischen.
_[Greek: lyma, chous, telma, p�los]_ im Griechischen;--_[Greek: ch�ra,
p�los]_ im Neugriechischen.
_lutu_ im Walachischen;--_lutum_ im Lateinischen;--_lehit, laid, leit_,
auch _pri_ im Bretonischen;--_pridd_ im W�lschen;--_creadh_ im
G�lschen;--_clay, clat_ im Schottischen.
_limo_, auch _barro, arcilla_ im Spanischen;--_limo_ im Italienischen und
Portugiesischen;--_limon_ im Franz�sischen;--_lime, loan, brickearth_ im
Englischen;--_lom_ im Angels�chsischen;--_lim_ im Isl�ndischen;--_lacm,
lehm, l�tt, laeste, letthen_ im Altteutschen;--_lem, leim_ im Holl�ndischen
und Belgischen;--_liim, leerjord_ im D�nischen.
_il, ilowaty, glina, oblepa_ im Polnischen;--_ilovacha_ im
Croatischen;--_illovacsa_ im Illyrischen;--_g'luch_ im
Slowakischen;--_guillo_ in Dalmatien;--_mahli_ im Lettischen.
Q. _Ziegel, Ziegelstein, Dachziegel_.
Ziegelsteine, bloss an der Luft getrocknet, theils im Feuer gebrannt,
wurden im Alterthume mit ausserordentlicher Sorgfalt bereitet, wie aus
Vitruv zu ersehen ist, mussten mehrere Jahre lang trocknen. Man hatte
mehrere Arten; der [Greek: lidion] war 11/2' lang, der [Greek: pentathoron]
diente zu �ffentlichen, der [Greek: tetrathoron] zu Privatgeb�uden.
_so-phaga_ im Tibetanischen;--_ischtaka_ im Sanscrit;--_khapara_ im
Bengalischen;--_phey, tchouen, oua_ im Chinesischen;--_mouke-fais�_
im Tartarischen;--_sagh, kaschi, keluch_ im Persischen;--_gghmindr,
keghminter_ [?*], _aghius_ im Armenischen;--_tugla_ im T�rkischen, ist der
Ziegelstein; _kernitsch_ der ungebrannte, _kiremit_ der gebrannte Ziegel.
_tabe_ im Amharischen;--_tobs_ im Koptischen;--_tobgelka_ im
Berberischen;--_lebena_ im Hebr�ischen;--_lebena, taphk, karmid, kephis_ im
Chald�ischen;--_libn_ im Arabischen.
_karamida_ im Wlachischen; auch _tegla_, d.i. der Dachziegel;--_keramida_
im Albanischen, auch _tula_ und _plaidari_;--_[Greek: kermide, toublon]_ im
Neugriechischen;--_[Greek: plinthos]_ im Griechischen;--_[Greek: b�salon],
bessalus_ im Mittelalter.
_later_ im Lateinischen, ist theils crudus, der ungebrannte, theils
coctilis, der gebrannte.
_tivleen_ im Bretonischen; _tivlereah_ ist Ziegelstreicherey;--_brice_ im
G�lischen;--_priddell_ im W�lischen;--_brick_ im Englischen (tile ist
Dachziegel);--_brique_ im Franz�sischen (tuile ist Dachziegel);--_ladrillo_
im Spanischen (teja ist Dachziegel);--_mattone_ im Italienischen (tegula
der Dachziegel).
_zigelo_ im Altteutschen;--_tigel, tigla_ im Angels�chsischen;--_tegel_ im
Holl�ndischen und Schwedischen;--_tigl_ im Isl�ndischen.
_cegla_ im Polnischen, cegielka ist Ziegelofen, dachowe ist Dachziegel,
surowka der ungebrannte Ziegel;--_cyhla, topynka_ im Czechischen;--_cyhla,
tehla_ im Slowakischen;--_cigely_ im Illyrischen;--_tihla_ im
M�hrischen;--_cigla_ im Slawonischen;--_zegl_ im K�rnthschen;--_zegu_ im
Windischen;--_zyhel_ im Wendischen;--_kegelis_ im Lettischen;--_opeka,
oppeka_ im Croatischen, Bosnischen, Dalmatischen, Ragusanischen;--_teegla_
im Magyarischen.
R. _Bolus, R�thel, rothe Kreide_.
Ein rothes, eisenhaltiges, thoniges Gestein, das als Malerfarbe, Rothstift
u.s.w. dient.
_ou-sse-chy-tchy_ im Chinesischen;--_atridscha, asmadscha_ im Sanscrit
(Roth ist rohide im Sanscrit, ruden im Persischen, rudka im
Slawischen);--_gairika, geri, gerimati_ im Bengalischen;--_gamrisch, susr_
im Armenischen;--_wesni_ im Persischen;--_gili s�rch, kyzyl balcik, kil
armeni_ im T�rkischen;--_misgh, moeghret, thin di almagra_ im Arabischen.
_persch_ im Koptischen;--_menis, mnis, odanto_ im Syrischen.
_[Greek: miltos]_ im Griechischen, besonders der [Greek: sinopik�] und
[Greek: lemnia], zum Theil auch [Greek: g� sphragis]
(Siegelerde);--_[Greek: sinopidi�n, sirikon]_ im Mittelalter;--_[Greek:
b�los]_ im Neugriechischen.
_rubrica, sinopis_, auch _terra lemnia_ im Lateinischen;--_ruddela_ im
G�lischen;--_rhuddel_ im W�lischen;--_rhuddela_ im Bretonischen.
_wochra_ im Russischen;--_smur, smarka, ogr, rudka cerwena_ im
Czechischen;--_rubryka, czerwieniec, glinka_ im Polnischen;--_samija,
erdenzha krida_ im Windischen; _samija, kutmonka_ im
Krainschen;--_crrigljeno, zemglga_ im Bosnischen;--_tzerwena kreda_ im
Sorbischen;--_zareljenizza_ im Ragusanischen;--_serkana krithe_ im
Lettischen.
_petsetes agyag, veresvasagyag_ im Magyarischen.
_rubrica_ im Spanischen und Portugiesischen, auch _almagre_, was eine
besondere Art von R�thel ist, aus Almazarron in Murcia, der jetzo
vorz�glich zum Rothf�rben des Tabakes dient.
_raud kryt_ im Isl�ndischen;--_r�djord, r�tkrita_ im
Schwedischen;--_rood�rde, roodzel_ im Holl�ndischen;--_rubrique, bol,
sinopel_ im Franz�sischen;--_red chalk, bole_ im Englischen;--_r�d kride,
bolus_ im D�nischen;--_bools_ im Plattteutschen.
S. _Ocker, Ockergelb, Gelberde_.
Unter Ocker oder Ocher verstehet man im Allgemeinen das Eisenoxyd, das
erdige Eisen, und was dem �hnlich ist, vorz�glich aber das gelbe
Eisenoxydhydrath und den dadurch gef�rbten Thon, der als Malerfarbe sehr
allgemeine Anwendung findet.
_artekan_ im Arabischen;--_djeghnahogh_ im Armenischen.
_[Greek: ochra]_ im Griechischen, stammt von odhar im G�lschen, was fuscus,
fahl, gef�rbt bedeutet;--_[Greek; ochra, kitrinoch�ma]_ im
Neugriechischen;--_ochra_ im Lateinischen, besonders _sil_ mit mehreren
Arten, als: atticum, marmarosum pressum, syricum u.s.w.;--_creadh bhuidhe_
im G�lschen, die Gelberde;--_ocre, terre jaune_ im Franz�sischen;--_ochre,
ocre_ im Spanischen und Portugiesischen;--_ocra, terra gialla_ im
Italienischen;--_yellow, oker_ im Englischen;--_oker_ im
Holl�ndischen;--_okker_ im D�nischen;--_ogar, ochergelb_ im Altteutschen,
auch _gilbe_ und _berggeel_ (buidhe, gel--gelb--im G�lschen, gilvus im
Lateinischen);--_yellow_ im Englischen;--_ochra, schelt, wochra, scheltaja
seml�_ im Russischen;--_okra, ugie, glinka zolta_ im Polnischen;--_ogr,
ogrowly_ im Czechischen;--_ogra_ im Krainschen.
T. _Gr�nerde, Berggr�n_.
Eine gr�ne thonige Erde, die als gr�ne Farbe dient, besonders bey Verona in
Italien am monte baldo vorkommt.
_lo_ im Chinesischen;--_creta viridis_ der R�mer, die aus Syrien, von einer
Besitzung des Theodotus hiess _diodotion_.--Wie creta, so ist auch viridis
keltischen Ursprunges, ist gwyrdd im W�lschen, guirm im G�lischen, verde im
Wlachischen und Albanischen.
_[Greek: prasinon t�s g�s]_ im Neugriechischen;--_prasis_ im mittlern
Latein, auch _prasinum_;--_terra verde di Brentonico_ im
Italienischen;--_terre vert,--de Verone, talc chlorit�_ im
Franz�sischen;--_verdemontana_ im Spanischen;--_verdemontanha, verdacre_ im
Portugiesischen;--_green-earth_ im Englischen;--_gr�nkrita_ im
Schwedischen;--_berggroen_ im Holl�ndischen;-_sargaagyag_ im
Magyarischen;--_selenaja semla_ im Russischen.
U. _Umbra_.
Eine braune Erde, die als Farbe dient, zum Theil der Braunkohlenformation
angeh�rig.
_azzebaxe_ im Arabischen;--_azeche_ im Spanischen;--_azevixe_ im
Portugiesischen;--_umer_ im Englischen;--_ombre_ im Franz�sischen;--_umbra_
im Schwedischen.
V. Anhang.
_N�here Bestimmung der Farben, die im Alterthume angewendet wurden, von den
Autoren, besonders von Plinius erw�hnt sind_.
Im Alterthume, bey den Aegyptern, Persern, Griechen u.s.w. stand die
Malerei, wie die F�rberei auf einer sehr hohen Stufe der Ausbildung--wie
die vielen, auf uns gekommenen Gem�lde am besten lehren--war eben so
verbreitet als bey uns, und wohl noch weiter. Unsere Oelmalerei scheint man
nicht angewendet zu haben, dagegen hatte man viel dauerndere
_Wachsmalerei_, die uns immer noch nicht recht bekannt ist, und die
_enkaustische Malerei_ auf nassem Kalk, die wir erst jetzo anzuwenden
beginnen. Man benutzte nat�rlich h�chst verschiedene Farben, aus allen
Naturreichen, theils nat�rliche, mehr oder weniger pr�parirte, wie
Gr�nerde, Gelberde u.s.w., theils k�nstliche, wie Bleiweiss, Gr�nspan
u.s.w., theils die Farben an sich, theils an Kreide gebundene
_Pastellfarben_, theils an reine Thonerde gebundene _Lackfarben_.
Nach unserer sehr unvollst�ndigen Kenntniss der Farben des Alterthumes,
benutzte man vorzugsweise, als:
A. _Weisse Farben_:
a) Das _Bleiweiss_ (s. dieses), cerussa, [Greek: mylibdos].
b) Die _Kreide_, creta annularis, selinusia, argentaria; terra melia,
eretria, pnigitis, paraetonium; sie wurde theils pr�parirt, f�r sich
angewendet, theils auch gef�rbt mit andern Farben als Pastell.
Die _reine Thonerde_ des (mit Natron u.s.w.) behandelten Alauns (alumen
melinum) diente zwar nicht als Farbe an sich (so wenig wie bey uns), aber
als Beize zum F�rben der Zeuge und als Pigment zu verschiedenen Lackfarben.
B. _Schwarze Farben_:
a) _Tintenartige Farbe_ aus aufgel�stem Eisenvitriol und Gallapfel oder
einem �hnlichen Adstringens; _Atramentum, Atranit; Sutorium_.
b) _Tusche_, feinpr�parirter Russ, _Atramentum librarium_. Um den hierzu
n�thigen Russ zu gewinnen hatte man eigends construirte Oefen, die Vitruv
VII. 10 und Plinius 35, 25 beschreiben, worin vorz�glich Harz (resina)
verkohlt wurde. Griechische K�nstler verwandten andere Substanzen z.B.
Apelles Elfenbein (daher [Greek: elephantinon] genannt), Micon Traster
(daher [Greek: triginon] genannt, von [Greek: tryx] die Hefe); noch jetzo
sch�tzt man sehr das Beinschwarz und das Hefenschwarz, le noir de vigne.
Die feinere Tusche kam aus Indien, war das [Greek: indikon melas].
_atramentum sepiae_ war die Schw�rze des Tintenfisches.
C. _Braune Farben_:
Diese wendete man auf jeden Fall an, wahrscheinlich auch unsern Umbra, der
in Italien sehr sch�n vorkommt; aber ich finde keine specielle Erw�hnung.
Melinos, [Greek: m�linos], ein color luteus, der auch ans Melos kam, k�nnte
vielleicht hierher geh�ren.
D. _Rothe Farben_:
a) _Bolus, R�thel_, [Greek: sinopis], rubrica, miltos, terra lemnia.
b) _Gebranntes Ockergelb, Preussisch Roth_; ochra usta, puniceus, [Greek:
phoinix].
c) _Zinnober_, [Greek: kinnabaris], minium.
d) _Vermillion, hochrother pr�parirter Zinnober_, minium ustum.
e) _Mennige, rothes Bleioxyd_, sandyx, [Greek: sandyx] (wie auch eine
Pflanze hiess, mit deren Saft hellroth gef�rbt wurde), cerussa usta,
sandaraka factitia, auch (versetzt mit Bolus) syricum.
f) _Rothes Rauschgelb_ (Schwefelarsenik), sandaraka.
g) _Kermes_ (die Scharlachbeere von der quercus ilex in der Levante,
Spanien u.s.w.), coccus, [Greek: kokkos baphik�], coccus ilicis, unser
Vermeil (kermial, kermis im Persischen, woher Karmesin, Vermeil).
h) _Drachenblut_, das rothe Gummi einer Frucht, cinnabaris indica, [Greek:
drakonteon].
i) _Krapp_, rubia.
E. _Gelbe Farben_:
a) _Ockergelb, Gelberde_, [Greek: ochra], ochra, sil, siricum.
b) Eine �hnliche Lackfarbe wurde gemacht durch Kreide, die mit einem
Aufgusse von getrockneten Lackviolen (viola) gef�rbt war (s. Vitruv. XIV.
14).
c) _Gelb Rauschgelb_ (Schwefel-Arsenik), auripigmentum, [Greek: arsenikon].
d) _Safran_; [Greek: krokos], crocus. Im Arabischen zafaran, im Hebr�ischen
karnom.
F. _Gr�ne Farben_:
a) _Gr�nerde_, creta viridis, viride appianum; im Mittelalter prasina.
b) _Berggr�n, Kupfergr�n_, erdiges, oft thoniges Kupferoxyd; [Greek:
chrysokolla], chrysocolla; auch cypria.
G. _Blaue Farben_:
a) _Blaues Kupferglas_ (welches man erst in der allerneuesten Zeit wieder
anwendet), caeruleum, coelon, lomentum, vestorium.
b) _Schmalte_, blaues Kobaltglas, wurde viel angewendet, wir wissen aber
den Namen nicht, war vielleicht eine Art von caeruleum.
c) _Armenium_ war vermuthlich pr�parirte Kupferlasur.
d) _Ultramarin_, aus Lasurstein pr�parirt, wir kennen den Namen nicht bey
den alten Griechen, bey den sp�tern (im 6. Jahrh.) war es lazurion, [Greek:
lazoyrion].
e) _Indig_ (aus der Indigpflanze) und _blauer Carmin_, [Greek: indikon],
indicum.
f) _Waid_ oder _Krapp_, [Greek: isatis, isantidon], vitrum, glastum.
g) _Lackmuss, Orseille_, von der Pflanze gleiches Namens (einer
euphorbiacea, der croton tinctorium oder tournesol)--[Greek: phykos
thalassion], oder [Greek: pontikon], phycos thalassion.
H. _Violet, Purpur_:
_Purpursaft der Purpurschnecke_ [Greek: porphyra]--ostrum, den wir nicht
mehr anwenden; _purpurissum_ war durch Purpur oder ostrum gef�rbte Kreide;
�hnliche Pastell- und Lackfarben machte man aus mehreren Pflanzen, als
vaccinum (vielleicht Heidelbeere). Der Purpur ist ferfur im Arabischen.
_Hysge_, [Greek: hysg�], war ein Kraut, das dunkelroth f�rbte, das
_hysginum_ war eine Mittelfarbe zwischen Purpur und Scharlach.
* * * * *
#�. 4. Kalk-Gruppe.#
Kohlensaurer Kalk in mannichfachen Formen, mit Marmor im Sinne des
Alterthumes, d.h. den politurf�higen Gesteinsmassen.
A. _Der Kalkstein und Kalk im Allgemeinen_.
Der kohlensaure Kalk dient vorzugsweise zum M�rtel, zu dem er durch das
Brennen geschickt gemacht wird; fast jeder ziemlich reine Kalkstein ist
hierzu geeignet, wenn er auch geognostisch verschiedenen Formationen
angeh�rt. In Aegypten brannte man Kalk aus dem lapis troicus, einem zur
Kreideformation geh�rigen Nummulitenkalk;--in Griechenland benutzte man
vorzugsweise den poricus oder megarensis und conchytes, d.i. einen
terti�ren Muschelkalk von Megara, aber auch andere Kalk- und
Marmorarten;--in Rom den silex (daher selce, silici), der nicht Kiesel ist,
sondern der graue, harte Alpenkalk, aber auch das saxum album oder
tiburtinum, d.i. unser Travertin oder Kalktuff von Tivoli. In Indien
braucht man viele Korallen. Diejenigen derben und krystallinischen
Kalksteine, die einen bedeutenden Gehalt an Talkerde haben, mit S�uren
wenig und schwer brausen, heissen _Dolomit_, welchen Namen Herr v. Saussure
1779 gab.
_che-hoei_ im Chinesischen;--_sikui, sniu_ im Japanischen;--_rtsi_ im
Tibetanischen, auch _dakara-rtsi_;--_rdo--zho_ ist Kalkstein, _sadagara_
weisse Erde;--_ilpan_ im Mandschu;--_toho_ im
Tartarisch-Mandschu;--_tsurma, khatica, khati_ im Sanscrit, auch
_pakasukla_ (d.i. sich weissbrennend), _dhatupala_ (Mineralstein),
_dhavalamrithika_ (weisse Erde);--_chunan, chinan_ im Hindu;--_tschuna_ im
Bengalischen;--_thaung, thaum_ in Indien, Provinz Tennasserin;--_bata
kapor_ im Malaiischen;--_kapur_ ist mehr der gebrannte Kalk.
_burr, kir_ im Armenischen;--_kir_ im Georgischen und den kaukasischen
Sprachen;--_kiretsch_ im Tartarischen;--_kiretsch_ im T�rkischen
(kiretschlik bedeutet das, was wir Oxyd nennen);--_kireg, kils, kedsch_ im
Persischen;--_ksel, spi_ (d.i. weiss), _thrib_ im Kurdischen;--_marak_ im
Gr�nl�ndischen (heisst auch weisse Erde).
_mess_ im Magyarischen;--_mescho_ in der Zigeunersprache.
_st_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache nach Champollion;--_nora_ im
Aethiopischen und Amharischen, auch _mura_;--_maret tzooda_ (weisse Erde)
im Abessinischen;--_szibbel_ im Berberischen.
_gir_ im Hebr�ischen und Maltesischen;--_dgir_ in Darfur
(Nordafrika);--_dschair, keg, chils_ im Arabischen; m�-kellis
[or: m�kellis] ist der Kalkbrenner, gaygarah der Kalkofen.
_calsc, calasc_ im Syrischen;--_kalaph_ im Samaritanischen;--_titaos_, auch
_kalbejo, kunjon_ im Syrischen.
_[Greek: titanos]_ im Griechischen, auch _[Greek: chalix]_ der
Kalkstein;--_[Greek: tettanos]_ im Mittelalter ([Greek: asbestos] war der
gebrannte Kalk);--_[Greek: asbesti, asbestopetra]_ im
Neugriechischen;--_asbesum_ der Alchemiker.
_varul_, auch _kalkanniu_ im Wlachischen;--_var, war_ im
Bosnischen;--_iswestnoi kamen_ im Russischen;--_wupno_, auch _kalk_ im
Polnischen (wapien ist Kalkstein);--_wapno, wapenny kamen_ im
B�hmischen;--_vapnu, apnu, apni kamen, apnjenik_ im Windischen;--_apnu_ im
Krainschen;--_vapno, japno, krech_ im Croatischen, auch im Illyrischen und
Slowakischen (wapenik ist Kalkstein);--_kalk_ im Wendischen;--_kalkis_ im
Lettischen;--_kalke_ im Litthauischen.
_calch_ im W�lschen (calchur ist Kalkbrenner);--_calc, cailc_ im G�lischen,
auch _caleh_ im Kornischen.
_cawk, caulk_ im Schottischen; aol-clach ist Kalkstein.
_calx_ im Lateinischen. Der Kalkstein zum Kalkbrennen in Rom hiess lapis
albus, varius, durus, fistulosus, silex, mollior (nicht molaris, wie in den
Ausgaben des Plinius stehet); der silex ist der dichte Apenninenkalk, der
jetzo noch selce heisst;--_calca, calcina_ im mittelalterlichen Latein;
alahabar, alchonor, alastron, agar, algit, galerit, algerie bey den
Alchemikern.
_calce_ im Italienischen, calcare ist kalken;--_cal_ im Spanischen; caliza,
piedra de cal ist Kalkstein;--_cal_ im Portugiesischen;--_chalk_ im
Englischen, ist vorz�glich der erdige, kreidenartige; _lime_ ist mehr der
feste (h�ngt vielleicht zusammen mit liomh polieren), limestone ist
Kalkstein;--_calch_ im Flamml�ndischen;--_chaux_ im Franz�sischen, aber
pierre calcaire ist Kalkstein, calciner verkalken;--_chalk_, auch _ceali_
im Angels�chsischen;--_kalk_ im Isl�ndischen, Schwedischen, D�nischen,
Friesischen, auch im Lappl�ndischen.
_carea_, auch _quisua_ im Baskischen; carabia ist der Kalkofen.
B. _Der gebrannte Kalk_.
Er heisst auch �tzender, lebendiger Lederkalk (der Sparkalk ist gebrannter
Gyps). Das Brennen hiess im Lateinischen coquere.
_wakharitschuna_ im Bengalischen;--_rdo-zhuna_ im Tibetanischen;--_kapor,
kapur_ im Malaiischen;--_kireg-tasi_ [or: _kiregtasi_] im Persischen;--
_n�ret, zarudsch_ im Arabischen;--_sid, sida_ im Chald�ischen;--_kelscho_
im Syrischen.
_[Greek: konia]_ im Griechischen, was wohl eigentlich Kalkwasser war; der
ungel�schte Kalk war [Greek: asbestos (titanos)], von [Greek: sbennymi]
l�schen, ausl�schen; ([Greek: asbestarion] die Kalkh�tte, [Greek:
asbest�t�s koniat�s] der mit Kalk weiss anstreicht);--_[Greek: asbest�s,
asbystos]_ im Neugriechischen;--_asbesum, annora_ im mittelalterlichen
Latein;--_albeston, schesten, rasis, gir, koma, komaertos_ bey den
Alchemikern.
_ras, raz_ im Bretonischen;--_aol, aolgun bhatadh_ im G�lischen, aol
schuirn ist Kalkofen.
_calx extincta_ (der gel�schte), _macerata_ (der mit Wasser angemachte) im
Lateinischen;--_cal viva_ im Spanischen (ahogar la cal ist den Kalk
l�schen);--_chaux eteinte_ im Franz�sischen;--_caou_ im
Provenzalischen;--_quicklime_ im Englischen.
_wapno wypalone_ im Polnischen;--_palene wapno_ im B�hmischen;--_japno,
sgivo persginasto_ im Bosnischen;--_krecs_ im Illyrischen.
C. _Der M�rtel, die T�nche_.
Der gebrannte Kalk, im Wasser sehr verd�nnt, bildet die T�nche, das
Kalkwasser, zum Weissen oder T�nchen; mit dem n�thigen Wasser und Sande in
einen breiartigen Zustand gebracht, den M�rtel zum Bauen; hat dieser die
Eigenschaft, dass er unter Wasser schnell erh�rtet, heisst er Cement. Der
M�rtel ist:
_zaharudsch, sarug_ im Arabischen;--_melel_ im Hebr�ischen;--_schaghach,
taghach_ im Armenischen;--_messelo_ im Magyarischen;--_kelkere_ im
Albanischen;--_[Greek: konia, ammokonia]_ im Griechischen;--_malta, [Greek:
chalyx]_ im Mittelalter.
_aol-phasel, -plasta, doib_ im G�lischen, auch _moirteal_ (vielleicht aus
dem Englischen).
_mortarium_ im Lateinischen;--_maltha_ war ein M�rtel oder Kalk, der am
meisten erh�rtete; zum Cementkalk brauchte man den pulvis puteolanus, die
Puzzolane. Um den M�rtel ganz weiss zu machen und ihn gl�tten zu k�nnen,
wie er zur encaustischen Malerei nothwendig war, setzte man gepulverten
Marmor zu; er war dann marmoratum, da der gew�hnliche M�rtel arenatum
hiess;--_mortal parget, plaster_ im Englisclien;--_mortier, beton, bleton_
im Franz�sischen;--_mortero, mezcla, argamasa_ im Spanischen (argamasar ist
M�rtel bereiten);--_morter_ in Altteutschen;--_morter, moertel_ im
Holl�ndischen;--_mort, murt_ im Windischen.
_T�nche, t�nchen_ wird aus dem Slawischen stammen. _tynk_ im Polnischen,
_tynkowak_ ist t�nchen;--_dynchowani_ im Czechischen. Die T�nche ist:
_polmaska_ im Russischen, _mauz, lika_ im Wendischen, _mauz, frajh_ im
Krainschen.
D. _Marmor nebst andern politurf�higen und verwandten Gesteinen_.
Marmor bezeichnete und bezeichnet noch jetzo im gemeinen Leben alle
politurf�higen Steinmassen, die zu Bauwerken, Statuen, Mosaikarbeiten
verwendet werden; mineralogisch beschr�nkt man den Ausdruck nur auf
politurf�higen kohlensauren Kalkstein. Die politurf�higen Steine wurden im
Alterthume in den grossartigsten Br�chen und sehr rationell gewonnen; diese
Steinbruchskunst hiess [Greek: lithourgik�] (woher unser Name Lithurgik,
der einen weitern Begriff hat), die Kunst der weitern Bearbeitung hiess
[Greek: lithotribik�].
a) Marmor im Allgemeinen.
_pandu kambula_ im Sanscrit;--_maramara_ im Bengalischen;--_mocrano_ im
Hindu und andern indischen Sprachen, von dem Orte mocrano, wo er gewonnen
wird.
_ara-ka, araga, arca_ im Tibetanischen;--_pualam, batopoan_ im
Malaiischen;--_alha-ouche_ (bunter Stein) im Mandschu;--_okesiksak_ im
Gr�nl�ndischen.
_kidsch, marmarion_ im Armenischen;--_marmar_ im Kurdischen;--_mermer_ im
T�rkischen;--_mermer_ im Persischen (der balghami ist eigentlich der
Tuffkalk von Schiramin);--_mermer, balant, butcham_ im Arabischen, auch
_rokham_ (eigentlich harter Stein, daher rokham alabiad der persische
Tuffkalk oder orientalische Alabaster);--_rucham_ ist weisser
Marmor;--_ream, reom_ im Maltesischen, wohl von rucham im Arabischen.
_balak_ im Abessinischen;--_ketak, ktak_ im Syrischen, ist eine gewisse Art
Marmor;--_schajich_ im Hebr�ischen, auch _schesch, shaich_, meist mit
Marmor �bersetzt, wird auch auf Onyx angewendet seyn (s. oben). Als
Marmorsteine, zur Verzierung des Fussbodens (wohl Mosaikarbeit) werden in
der Bibel noch angef�hrt: 1) _bahat_, meist mit smaragdus �bersetzt,
scheint mit dem eben erw�hnten balant im Arabischen Aehnlichkeit zu haben;
2) _dar_, �bersetzt mit perlartiger Stein, ist vielleicht das chald�ische
dur, �bersetzt mit lapis pretiosus; 3) _socherth_ oder _sochareth_,
wahrscheinlich bunter Stein.
_marmar, marmer, marmira_, auch _pudra, pidra_ (wohe [woher] vielleicht
[Greek: petros] im Griechischen), im Chald�ischen; _schajisch, schajercha_,
mit Marmor �bersetzt kann auch Onyx gewesen seyn (s. diesen).
_[Greek: marmaros]_ im Griechischen ([Greek: psephis] sind die Steine zur
Mosaikarbeit);--_[Greek: marmaron]_ im Neugriechischen;--im Mittelalter war
[Greek: dokiminon] (der Marmor von der Stadt Docimeum in Phrygien) der
gew�hnliche Name f�r Marmor;--_recha_ der Alchemiker.
_marmore_ im Walachischen;--_marmari_ im Albanischen;--_maen-mynor, mynor,
marmawr_ im W�lischen;--_mein-marbre_ [or: _meinmarbre_] im
Bretonischen;--_marmor, marmur, marbyr_ im G�lischen;--_marmor_ im
Lateinischen;--_marble_ im Englischen;--_marbre_ im Franz�sischen;--_marmo_
im Italienischen;--_marmol_ im Spanischen;--_marmore_ im
Portugiesischen;--_marmor_ im Schwedischen und D�nischen;--_marmel_ im
Holl�ndischen;--_marmul_ im Alt-Hochteutschen;--_marmara_ im
Isl�ndischen;--_marmari_ im Norwegischen;--_marm_ im
Angels�chsischen;--_marmor_ im Russischen und den meisten slawischen
Dialecten;--_mramor_ im B�hmischen;--_marmur_ im Polnischen;--_marbel_ im
Krain;--_marvany_ im Magyarischen;--_marmoras_ im Litthauischen.
b) Die bekanntesten, wahren, aus kohlensaurem Kalk bestehenden Marmorarten
der Griechen und R�mer.
_marmor parius_, auch _lychnites_ und _lychdinus_, war ein sch�ner weisser
Stein aus dem Gneisgebirge der Insel Paros (jetzo Paris), einer der
Cycladen, der von den Griechen sehr gesch�tzt wurde. Die alten Br�che
liegen jetzo unbenutzt, die jetzigen K�nstler nennen den Stein marmora
graeca duro.
_marm. thasios_, von der Insel Thasos, jetzo Tasso, im �g�ischen Meere bey
Thrazien, ausserordentlich weiss, fein und sch�n, war ein Hauptmaterial der
alten griechischen K�nstler.
_marm. lebsius_, von der Insel Lesbos, jetzo Metellino im �g�ischen Meere,
dem vorigen sehr �hnlich, etwas bl�ulicher,
_marm. pentelicus_, vom Berge Penteles bey Athen, wo die grossen
unterirdischen Br�che noch vorhanden sind. Der marmor graeco fino der
Arch�ologen, ein zarter, weisser Marmor. Aus demselben bestehen viele
Statuen, auch sind das Parthenon und viele Prachtgeb�ude daraus erbauet. Er
hat �fter gr�ne Stellen, heisst dann Cipolino (Zwiebelmarmor).
_marm. lunensis_, von den K�nstlern jetzo bardiglio oder bigio di Carara
genannt, ist der jetzo allbekannte Marmor von Carara in Toscana (sonst Luna
in Hetrurien), der durch ganz Europa verf�hrt wird, der im alten Rom zu
Statuen und Prachtbauten vorzugsweise verwendet wurde.
_marm. hymettus_, vom Berge gleiches Namens, ohnweit Athen, ein weisser und
grauer grossschuppiger Marmor, der beym Reiben etwas stinkt, jetzo marmo
cipolla der K�nstler.
_marm. proconensis_ und _cyziscecum_ von der Insel Proconensis im
Hellespont, der Stadt Cyzicus gegen�ber, das heutige marmora, weiss mit
grauen und blauen Adern, wurde sehr allgemein in den griechischen St�dten
zu S�ulen und Prachtbauten verwendet, wird jetzo wenig gebrochen.
_marm. ephesius_, ein blendend weisser Marmor von Ephesus in Ionien
(Kleinasien), vorz�glich verwendet zu dem ber�hmten Tempel der Diana
daselbst, mit S�ulen von 160' H�he. Unterirdische, unendlich ausgedehnte
Steinbr�che sind noch vorhanden.
_marm. phrygius, synadicus, docimenum, [Greek: dokimeus]_, ein sehr sch�ner
weisser, auch roth- und blauadriger Marmor, von Docimeum und Synada,
ohnweit Nicaea in Phrygien; die ausgedehntesten alten Br�che findet man
noch jetzo bey Eski-kara-Hissar (dem alten Synada), wo Bl�cke �ber 100'
H�he gewonnen wurden. Er ging viel nach Griechenland, sp�ter besonders nach
Rom, wurde so h�ufig angewendet, dass im Mittelalter der Marmor �berhaupt
[Greek: dokiminon] genannt wurde.
_marm. coralliticus_, wahrscheinlich aus Phrygien, war auch sehr weiss.
_marm. tyrius_, von Tyrus in Syrien, war weiss, aus ihm bestehen die Tempel
in Tyrus, Jerusalem, �berhaupt in Syrien.
_marm. caristaeus_, von Karisto auf Euboea (Negroponte), war von graugr�ner
Farbe mit grasgr�nen Adern (ein marmo cipolino der K�nstler), die alten
Br�che werden noch jetzo betrieben.
_marm. numidicus_, von Berge Maurasido in Numidien, wird gelb gewesen seyn,
bildet den Giallo antico der K�nstler.
_marm. chius_ von der Insel Chios, der schwarz gefleckt ist, und der
_--lucullus_ aus Aegypten, waren schwarz, sind der nero antico der
K�nstler.
_marm. taenarius_ aus Lacedaemon war schwarz, vermuthlich aber kein Marmor.
_marm_. oder _lapis megarensis_, auch _porinus,[Greek: lithos konchit�s],
conchites_, war nicht eigentlich politurf�higer Marmor, sondern der, an
Petrefacten reiche terti�re Kalkstein, der bey Megara, wie in vielen
Gegenden Griechenlands vorkommt, sehr h�ufig als Baustein diente, was auch
noch jetzo der Fall ist; bey den jetzigen Griechen heisst er [Greek:
poros].
c. Nicht aus Kalkstein bestehende, politurf�hige Gesteine, die zum Marmor
gez�hlt wurden, und hieran sich schliessende Gebirgsarten.
1. _Alabaster, alabastrites_, s. Gyps.
2. _Serpentin_ (s. oben beym Talk);--verde ranocchia der K�nstler. Ist der
_ophites_ der R�mer, _[Greek: lithos ophit�s]_ der Griechen, welcher Name
wahrscheinlich nicht von ophis die Schlange herstammt, sondern von der
Insel Ophiusa (sp�ter Tenos, jetzo Tinos), wo seit �ltesten Zeiten
Serpentinbr�che betrieben wurden, wie auch noch gegenw�rtig; das Gestein
heisst: [Greek: marmaron prasion] im Neugriechischen, und es ist wohl
m�glich, dass es diesen Namen schon im Alt-Griechischen f�hrte, da [Greek:
prasion] in Verbindung mit andern W�rtern gr�ne Steine bezeichnet;--Serpent
in ininniger [inniger] Verbindung mit Kalkstein, kommt in Italien mehrfach
vor, wie bey Genua, der bekannte marmo della Polcevera und pietra
l'Avezzara, war den Alten ohne Zweifel bekannt, wir wissen aber nicht,
unter welchem Namen. Zu unserm Serpentin geh�rt grossentheils der gabbro
der Italiener, auch der marmor de Valerano, der verde di prato u.s.w.
3. _Gr�nporphyr_, verde antico der K�nstler. Eine Grundmasse von gr�nem,
dichtem Feldstein, mit Einmengungen von Feldspath und mehr oder weniger
Hornblende; ein sehr z�hes Gestein, das aber h�ufig zu Werken der Kunst im
Alterthume diente.--Der _marmor lacedaemonicus_ und _crociacus_, _[Greek:
lithos krokiat�s]_, ist ein sch�ner, ausgezeichneter Gr�nporphyr, der bey
dem alten Crocos in Laconien gebrochen wurde (s. Expedition scientifique de
Mor�e pag. 131). Der _marmor augustum_ und _tiberium_ wird der �gyptische
Gr�nporphyr seyn, von dem sich mehrere Kunstwerke erhalten haben, der in
Ober�gypten bey Syene h�ufig vorkommt, die K�nstler nennen ihn verde
ranochia.
4. _Gr�nstein, diabase_, besteht aus Feldspath und Hornblende, wird oft
feink�rnig bis zum Dichten, findet sich h�ufig in Ober�gypten, ist der
granitello verde d'Egitto, und bey feinerem Korn basalt vert oriental der
K�nstler. Zuweilen hat die Gr�nsteinmasse Tr�mmer von Granit und Porphyr
eingemengt, das Gestein ist dann bekannt als Breccia d'Egitto. Viele
�gyptische Kunstwerke bestehen aus diesen Gesteinen; wir kennen den
speciellen Namen im Alterthume nicht; wahrscheinlich wurde sie wohl zu dem
basanites gerechnet.
5. _Hornblendgestein; melampyre, amphibolite, aphanit_ im Franz�sischen;
_basalte nero_ der K�nstler und Arch�ologen. Ist ein dunkelgr�nes, fast
schwarzes Gestein aus vorwaltender Hornblende, der mehr oder weniger
schwarzer Glimmer, Feldspath und Quarz beygemengt seyn kann, bildet mit
�hnlichen Trappgesteinen, besonders in Aegypten m�chtige Einlagerungen im
granitischen Gebirge. Es ist ein h�chst z�hes, ungemein schwer zu
bearbeitendes Gestein; gleichwohl verarbeiteten es vorzugsweise die
Aegypter zu Statuen und andern Kunstwerken.--Wenn sich in die ziemlich
reine Hornblendmasse viel Feldspath einmengt, gehet das Gestein in
Gr�nstein, und wenn Glimmer dazu tritt, in Syenit �ber, der dem Granite
verwandt ist, welchem aber eigentlich die Hornblende fehlt. Um Syene im
Nilthale bilden rother Granit und Syenit grosse Gebirgsz�ge, ihnen zur
Seite stehen Felsen von dunkelm Ansehn, reich an Hornblende, in denen
bedeutende Lager von rabenschwarzer, harter, z�her Hornblende vorkommen.
Diese war der
_[Greek: lithos basanitos]_ der Griechen, der _basanites_ der R�mer,
welcher Name mehrfach erw�hnt wird. Nur einmal in der alten Litteratur, bey
Plin. 36. 11. kommt das Wort _basaltes_ vor, aber bey Vergleichung der
hierher geh�rigen Stellen kann man nicht im geringsten zweifeln, dass der
Name basaltes bloss durch einen Schreibfehler f�r basanites stehet. Den
Namen basaltes kannte das Alterthum gewiss gar nicht. Den fehlerhaften
Namen basaltes �bertrug Georg Agricola (der die neuere Mineralogie
begr�ndete) auf unsern Basalt, der von dem basanites der Alten wesentlich
verschieden ist, in Aegypten gar nicht vorkommt. Aus dem Basanit (basalte
nero) wurden Statuen, auch sehr grosse gefertiget, wozu unser Basalt gar
nicht geeignet ist.
Der [Greek: lithos melanos], oder der schwarze �thiopische Stein der
Griechen und R�mer, wurde unterschieden von dem basanites und von dem
bunten �thiopischen Stein, unserm Syenit. Man wendete ihn an zu
Reibsteinen, besonders zu Platten, mit denen auch der untere Theil der
sogenannten dritten Pyramide belegt war. Diese Platten sind zum Theil noch
vorhanden, bestehen meist aus Granit, theils aus dunkler Hornblende mit
Quarz (s. v. Moll's Annalen I. v.J. 1802, Pag. 165), welches Gestein sich
ganz wohl zu Reibsteinen eignet.
6. _Granit, Syenit_. Das k�rnige Gemenge von Feldspath, Quarz und Glimmer
oder Hornblende, nannte man sonst Syenites, sp�ter Granit; Werner
unterschied von dem eigentlichen Granit, der Glimmer (und keine Hornblende)
f�hrt, den Syenit, der Hornblende (und keinen Glimmer) enth�lt, aber in der
Natur gehen beide Gesteinarten ohne Abschnitt oft in einander �ber, und da
der Glimmer oft auch schwarz ist, sieht er der Hornblende sehr �hnlich. Je
nachdem grauer Quarz, rother Feldspath, schwarzer Glimmer oder Hornblende,
mehr vorwaltend wird, erh�lt das Gestein ein anderes Ansehen; die
italienischen K�nstler unterscheiden granito rosso,--bigio und--nero, der
viel schwarzen Glimmer oder dunkle Hornblende enth�lt, und indem diese
vorwaltender wird, bildet sich der Uebergang in den basalte nero. Die
Ueberg�nge von Granit, Syenit, Gr�nstein, Hornblendgestein in einander sind
sehr h�ufig in Ober�gypten und Aethiopien. Das granitische Gestein nimmt
eine sehr sch�ne Politur an, aber wegen seiner H�rte sind Kunstwerke daraus
in der neuern Zeit h�chst selten, im Alterthume, besonders in Aegypten,
waren sie �usserst h�ufig, zum Theil h�chst colossal, wie z.B. die
Obelisken, auch die Gr�sse der Steinbr�che setzt uns in Erstaunen.
_syenites_ der Griechen und R�mer war der �gyptische Granit und Syenit, der
Name ist ein �gyptischer, h�ngt zusammen mit der Stadt Syene in der
Thebaide, wo die wichtigsten Br�che waren. Nach Plin. 36. 13 trug das
Gestein auch den griechischen Namen _pyropaecilon_, Herodot II. 137
bezeichnet es als bunten �thiopischen Stein. Diess Gestein, aus dem die
Obelisken bestehen, kennen wir sehr gut, es ist ein wahrer Granit aus
vorwaltendem rothem Feldspath, grauem Quarz und etwas schwarzem Glimmer,
doch kommt wirklicher Syenit, mit viel Hornblende, auch im dortigen Gebirge
vor.
Der Name _Granit_, mit dem man f�lschlicherweise den syenites der Alten
bezeichnet, stammt aus neuerer Zeit, h�ngt wohl mit granosus zusammen, wie
man den Stein seines k�rnigen Gef�ges wegen genannt haben mag; im
mittelalterlichen Latein wird ein marmor granitum, quasi granis conspersum
erw�hnt. In der alten Bergwerkssprache heisst _grintstein_ ein schlechter
Stein, der aus verschiedenen Materien bestehet, woraus vielleicht Granit
geworden seyn kann.
Der Name _Granit_ ist in die wissenschaftliche Sprache der V�lker
�bergegangen, �brigens heisst er: _bato betul_ im Malaiischen;--_[Greek:
lybikos]_ oder _[Greek: noumikos lithos]_ im Neugriechischen;--_graberg_ im
Schwedischen;--_schpatowoi dekoi kamene_ im Russischen;--_zula_ im
B�hmischen.
7. _Gneiss, Gneus_, dem Granit geognostisch sehr verwandt, ebenfalls aus
Quarz, Glimmer und Feldspath bestehend, aber in fasrigem halbschiefrigem
Gef�ge, der keine Politur annimmt, im Alterthume nicht beachtet seyn mag.
Der Name ist neuern, aber unbekannten Ursprunges; der Bergmann in B�hmen
und Sachsen braucht h�ufig die Worte: Kneis, Geneis, Ginest, Gniest,
Kniest, Knaust f�r hartes Gestein, auch gneisig f�r fest; sie m�gen wohl
slawischen Ursprunges seyn. Im B�hmischen heisst er �brigens _rula_, im
Schwedischen _mark groesten_.
8. _Porphyr_. Porphyrartig nennen wir ein Gestein, wenn es aus einer
vorherrschenden Grundmasse bestehet, in der krystallinische Mineralien
eingemengt sind. Bey dem eigentlichen Porphyr bestehet die Grundmasse aus
Feldstein, in welchem Feldspath, Quarz, etwas Glimmer oder Hornblende
liegen. Am gew�hnlichsten ist das Gestein roth, zeigt sich aber auch gr�n
oder schwarz. Das Gestein ist, besonders in manchen Ab�nderungen, sehr
politurf�hig; das Alterthum verarbeitete besonders den �gyptischen (aus den
grossen Br�chen zwischen Berenice und Coptos, in dem mons porphyrites,
jetzo Dschebel dochan, wo die ausgedehntesten Steinbr�che noch vorhanden
sind). Jetzo sind grosse Schleifereien in Elfdalen (Schweden) und im Altai.
Dieser, wie der antike Porphyr (porfido rosso der K�nstler), hat eine
br�unlich rothe Grundmasse, in welcher kleine r�thliche Krystalle von
Feldspath (Albit), von Glimmer oder Hornblende, auch wohl kleine
Flitterchen von Eisenglanz, selten Quarzk�rner liegen.
Es ist diess der _[Greek: porphyrit�s], porphyrites_ der Griechen und R�mer
(der den Namen von _[Greek: porphyra]_, die Purpurfarbe, hat), der auch
_leptosephos_ oder _leucostinctus_ hiess. Der Name Porphyr ist in die
wissenschaftliche Sprache aller V�lker �bergegangen. Im T�rkischen heisst
er sumaki oder sumaki mermer.
Anhangsweise m�gen hier noch ein Paar �gyptische Gesteine erw�hnt werden,
die zwar nicht politurf�hig sind, aber im Alterthume erw�hnt werden.
_[Greek: lithos troikon], lapis troicus_ ist der in Unter�gypten
verbreitete, zur Kreideformation geh�rige Nummulitenkalk, reich an
Petrefacten, besonders Nummuliten, die man im Alterthume, wegen ihrer Form
mit Linsen verglich, wie Strabo und Plinius erw�hnen. Dieser Kalkstein
lieferte das Hauptmaterial zu den Pyramiden und andern grossen Bauwerken.
Der _[Greek: lithos poros]_, den Theophrast �. 15 erw�hnt, mag auch hierher
geh�ren.
Der _lapis thebaicus_, auch _psarronium_ ist der, durch die Thebaide, �ber
Aegypten, Abessinien, Syrien u.s.w. verbreitete Fl�tzsandstein, der hier
m�chtige Felsgebilde darstellt, auch zur Kreideformation geh�ren wird. Er
ist meist ziemlich feink�rnig, manche Schichten sind grobk�rnig und
ausserordentlich fest (breche silicieuse); manche sind grobe Breccien, die
zuweilen eine gr�ne Farbe haben (breccia verde d'Egitto). In diesem
Sandstein liegen die Grabkammern der Aegypter, zuweilen ganze unterirdische
Pal�ste, aus demselben bestehen die meisten grossen Bauwerke und
Monolithen.
E. _Kreide_.
Ist ein weisser, erdiger, lockerer, schreibender Kalkstein; dient als
Poliermittel, vorzugsweise als Farbe; besonders fein pr�parirt heisst sie:
blanc d'Espagne, blanc de Bougival. Geognostisch bedeutet das Wort die, zur
Kreideformation geh�rigen Fl�tze, meist harter Kalk- und Sandstein.
_kin_ im Chinesischen (ist auch Thon);--_sadagara_ (weisse Erde) im
Tibetanischen;--_dhavalamrittika_ (weisse Erde), aus _khati_ im
Sanscrit;--_khatika, khadimati_ im Bengalischen;--_simie-chunamboo_ im
Hindu.
_kavidsch_ im Armenischen;--_law, akuan, chack_ im Persischen;--_hawwara,
debesur_ im Arabischen;--_tebaschyr_ im T�rkischen;--_maret tzaoda_ im
Abessinischen.
_criadh, cailc_ im G�lschen;--_creye, cleiz_ im Bretonischen;--_marm_ im
W�lschen;--_krida, creta_ im Walachischen.
_[Greek: krith�, leukogea]_ (weisse Erde), _[Greek: leukographis]_ im
Griechischen; _[Greek: kr�da, asproch�ma]_ im Neugriechischen;--_creta
argentaria_, auch _-eretria, -melia, -selinusia, pnigitis_ und
_paraelonium_ im Lateinischen;--_kreta_ im Magyarischen;--_krita_ im
Schwedischen;--_kryt_ im Isl�ndischen und Holl�ndischen;--_kridt_ im
D�nischen;--_kride_ im Plattteutschen;--_kryda_ im Polnischen, Czechischen,
Windischen, Slowakischen;--_krayda_ in Coatien, Krain u.s.w.;--_krihte_ im
Lettischen;--_creta_ im Italienischen;--_greda_ im Spanischen und
Portugiesischen;--_craie_ im Franz�sischen;--_chak_ im Englischen.
_clera_ im Baskischen;--_mehl_ im Russischen;--_parmi_ in der
Zigeunersprache.
F. _Stinkstein_.
Ein meist bitumin�ser Kalkstein, der gerieben stinkt. Man kannte im
Alterthume diese Eigenschaft mancher Kalksteine ganz wohl, besondere Namen
daf�r finde ich nicht erw�hnt.
_lapis suillus_ im neuem Latein;--_pierre de porc,--puante,--fetide_ im
Franz�sischen;--_f�tid stone, stinkstone_ im Englischen;--_pietra fetida_
im Italienischen;--_wonjutsch� kamenj_ im Russischen;--_bar puturos_ im
Walachischen;--_orsten_ im Schwedischen.
G. _Kalktuff, Tuffkalk_.
Ein kalkiger Absatz von Gew�ssern, theils grob, dann oft r�hrenf�rmig von
incrustirten Gew�chsen (Osteocolla, Beinbruch u.s.w. genannt), theils auch
feink�rnig, selbst politurf�hig, dann von den Antiquaren meist alabastre
Orientale genannt. Dient h�ufig als Baustein. Manche Gew�sser setzen sehr
viel und rasch Kalktuff ab, so der Anio oder Teveron bey Tivoli (dem alten
Tibur) ohnweit Rom, und einige Gew�sser in Persien.
_cho�e-ty-che_ im Chinesischen;--_oufouhon-ouche_ im
Mandschu;--_bato-ajehr_ im Malaiischen.
_balghami_ im Persischen ist der ber�hmte sch�ne Tuffkalk von Schiramin,
olmweit Tabritz in Persien, der zum Theil in d�nnen Bl�ttern bricht, h�chst
durchscheinend ist, eine vortreffliche Politur annimmt, sehr allgemein als
Marmor angewendet wird, den aber die Antiquare Alabaster nennen.
_ajag tasch_ im T�rkischen;--_hirsemm_ im Arabischen, _rokham alabiad_ ist
der erw�hnte persische Kalktuff.
_[Greek: p�ros, p�rinos lithos]_, geh�rt zum Theil hierher, ist ein
leichter, aber fester Kalktuff, der h�ufig, auch bey dem olympischen und
delphischen Tempel als Baustein angewendet wurde, daher auch porus, porus
lapis bey den R�mern.
_lapis tiburtinus_ der R�mer, ist der travertino der jetzigen Italiener,
der Tuffkalk des Anio, auf dem vorz�glich ohnweit Tivoli (dem alten Tibur)
sehr grosse Br�che stets umgingen. Er diente zu allen Zeiten als ein
wichtiges Material f�r die Prachtgeb�ude von Rom, wurde schon in den
aller�ltesten Zeiten angewendet, da die uralten Ruinen von Pestum daraus
bestehen. Den Kalkbrennern diente er als lapis albus; zur T�nche brauchte
man besonders den fistulosus, der voll R�hren ist.--_tofus, tophus_
bezeichnete lockere Gesteine, theils Tuffkalk, theils vulkanisehen, etwas
verh�rteten Tuff (jetzo peperino).
_tufus, tophus_ im Mittelalter;--_bartuf_ im Walachischen;--_tuf_ im
Bretonischen;--_rusg, comhdach_ im G�lschen, sind die kalkigen
Incrustationen;--_tufa_ im Portugiesischen;--_toba, piedra tosca_ im
Spanischen;--_tuf, tufeau_ im Franz�sischen;--_tuff, duckstein_ im
Teutschen;--_duifsteen_ im Holl�ndischen;--_ducksten, vattensten_ im
Schwedischen;--_tof, dziar_ im Polnischen.
_travertino_ im Italienischen, zu dem auch geh�rt der pietra forte,
tartari, osteocolla, confetti de Tivoli;--_hassock_ im Englischen heisst
auch Tuffkalk.
_zemnity_ im Czechischen;--_mesz rosda_ im Magyarischen.
H. _Tropfstein, Sinter, Kalksinter_.
Ein Kalkstein, der sich in den H�hlen bildet aus sickernden Wassertropfen,
besonders in Zapfen, die theils nach unten, theils nach oben wachsen, die
man sonst als Stalactiten und Stalagmiten hiernach unterschied. Zuweilen
bildet er ein Gewebe von feinen, gl�nzenden F�den, heisst dann Eisenbl�th
(weil diese meist in Eisenbergwerken gefunden werden), jernblom im
Schwedischen, flores ferri. Bey den Autoren wird zwar der Tropfstein
mehrfach erw�hnt, aber ohne besondern Namen.
_chy-tschoung-sju_ und _tsing-tsuen-chy_ im Chinesischen.
_stalagtites, stalagmites_ im neuern Latein, von stalagma, [Greek:
stalagmos] der Tropfen, also Tropfstein im Teutschen, welches Wort wieder
zusammenh�ngen wird mit driog, der Tropfen, im G�lischen;--_stalactide_ im
Franz�sischen;--_stalactiti, stalagmiti_ im Italienischen;--_dropsteen,
leckstein_ im Holl�ndischen, Schwedischen, D�nischen;--_sopleniec_ (von
sopel der Zapfen) im Polnischen;--_lodowiec_ (von lod das Eis), _topienec,
naciec_ im Czechischen, auch _wapenek krapnikowity_.
I. _Roggenstein, Oolit, Erbsenstein_.
Ein dichter, oft mergliger Kalkstein von k�rniger Form, theils feink�rnig,
dem Fischroggen �hnlich, theils grossk�rnig, wie die Erbsen.
Der _Hammitis_ der R�mer wird hierher geh�ren, von dem Plin. 37. 60
erw�hnt: er sey dem Fischroggen �hnlich.
_pisolithus_ im neuern Latein;--_pisolite, oolite_ im
Franz�sischen;--_oolit, roesstone_ im Englischen;--_r�msten_ im
Schwedischen;--_borsok�, ikrak�_ im Magyarischen.
K. _Faserkalk_.
Ein Kalkstein von fasrigem Gef�ge, zuweilen sehr fein, und Politur
annehmend; er wird dann convex geschliffen, hat ein Schillern wie
Faserkiesel (Katzenauge) und Fasergyps, heisst dann wohl Atlasspath.
_tsing-tsuen-chy_;--_choui-tshong-pe-chy_ im Chinesischen.
Beachtete man das Gestein im Oriente und Alterthume, so wird man es
wahrscheinlich zum Katzenauge gerechnet haben.
_satin spar_ im Englischen;--_chanx fibreuse_ im Franz�sischen.
_shilnowaloi iswestnoi kamen_ im Russischen;--_weglan wapna wtoknisty_ im
Polnischen;--_wlaknowity_ im Czechischen;--_bar fibros_ im Walachischen.
L. _Kalkspath, Arragonit_.
Ausgezeichnet durch spathige Struktur und Krystallform, aber ohne
technische Anwendung. Der vollkommen durchsichtige Kalkspath, der besonders
ausgezeichnet in Island vorkommt, hat die Eigent�mlichkeit, dass er
vollkommner und st�rker als die andern Mineralien, beym Durchsehen nach
gewissen Richtungen die Gegenst�nde verdoppelt, heisst daher _Doppelspath,
Isl�ndischer Spath, dubbelsten_ im Schwedischen, welche Eigenschaft zuerst
Erasmus Bartholini 1670 beachtete.
Dem Kalkspathe sehr verwandt ist der _Braunspath_ (chaux carbont�
magnesif�re), der Talkerde enth�lt, und der _Arragonit_, der Strontianerde
enth�lt, 1788 von Werner und Klaproth bekannt wurde, in welchem erst
Stromeyer 1812 die Strontianerde nachwies.
Der Name _Spath_ bedeutet bey uns bl�ttriges Gef�ge, mit dem aber sehr
h�ufig Krystallform verbunden ist; er ist _spath_ im Franz�sischen,
Schwedischen, D�nischen;--_spar_ im Englischen;--_espato_ im Spanischen und
Portugiesischen;--_schpat_ im Russischen;--_szpat_ im Polnischen, welche
Worte zun�chst zusammenh�ngen m�gen mit ysparth im W�lschen, theilen,
spalten, entfernter mit spatika im Sanscrit, d.i. Krystall.
Die krystallinischen Fossilien der Kalkreihe, als Kalk-, Gyps-, Flussspath
und andere, unterschied man fr�her nicht geh�rig, konnte es auch kaum, da
chemische Analysen fehlten, man begriff sie im Allgemeinen unter Spath und
unter den fluoribus, wie Agricola, Boetius de Boot u.s.w.; erst seit
Cronstedt (1758) wurde der Kalkspath n�her fixirt. Nach der Form bekam er
besondere Namen, als Schweinszahn, Nagelkopf, Hahnenkamm und viele andere.
Mit welchem Namen man ihn im classischen Alterthume bezeichnete, ist
unbekannt, die von Plinius erw�hnten: pangonius, ceponius, leucochrysos,
melichrysos u.s.w. k�nnen hierher geh�ren.
Die Orientalen werden ihn unter den Namen f�r Krystall begriffen haben (s.
diesen).--
_spath culcaire_ im Franz�sischen;--_lime spar_ im
Englischen;--_meszkovalz_ im Magyarischen;--_wapanec, uhlan wapnicity_ im
Czechischen;--_weglan wapna blaskowy_ im Polnischen.
* * * * *
#�. 5. Flussspath-Gruppe.#
Flusssaurer Kalk, theils derb, meist krystallisirt. Die Krystalle, meist
ziemlich durchsichtig, sind verschieden, oft sch�n gef�rbt, gr�n, gelb,
roth, blau, daher man sie fr�her als falschen, un�chten Smaragd, Amethyst,
Sapphir u.s.w. bezeichnete, auch Topasfluss, Smaragdfluss u.s.w. nannte
(fausse emeraude,--amethyste u.s.w. emeraudes morillon;--fluor
viridis,--caeruleus u.s.w.). Der Androdamas von Agricola (1550) und
Scheuchzer (1718) war in W�rfeln krystallisirter Flussspath. Die Krystalle,
als solche, k�nnen ihrer wenigen H�rte wegen nicht zu Schmucksteinen
angewendet werden, aber Flussspath kommt auch in grossen, h�bsch gef�rbten
krystallinischen Massen vor, solche werden vorz�glich in England (in
Derbishire und Buxton seit 1765) zu Gef�ssen, Vasen und dergleichen
verarbeitet, die sich ganz h�bsch ausnehmen, aber nur in geringem Werthe
stehen. Auch im alten Aegypten hatte man schon Gef�sse von Flussspath, von
denen einige auf uns gekommen sind.
Manche Ab�nderungen phosphoresciren (d.h. eine Zeitlang dem Sonnenlichte
ausgesetzt, leuchten sie im Dunkeln) von allen Mineralien am st�rksten,
diese kommen jetzo besonders und am sch�nsten in Siberien vor, heissen
Chlorophan (fr�her spathum lucens, spath phosphorique). Diese Eigenschaft
war schon dem Alterthume bekannt, und der pazon, topazion der Alten wird
ein solcher Chlorophan von der �gyptischen Insel ophiodes gewesen seyn,
woher unser Name Topas stammt. Die Phosphorescenz des Flussspathes
�berhaupt, in der neuern Zeit wird von Beckmann 1676 entdeckt seyn, er
hiess daher auch phosphorus smaragdinus, hesperus, vesperugo.
Der krystallisirte und derbe (der ganze Felsmassen bildet) ist sehr
leichtfl�ssig, wesshalb man ihn h�ufig beym Schmelzen des Eisens, Kupfers,
als Flussmittel (flux, fondant, erbue, castine im Franz�sischen) zusetzt,
w�hrend man anderntheils hierzu auch Kalk, Thon--herbue--u.s.w. anwendet);
desshalb bezeichnet ihn der teutsche Bergmann als Fl�sse, woher er
lateinisch fluor, fluores genannt wurde; dieser Name ging in die
Mineralogie �ber, und die Gattung fluores begriff, wie der basaltes, sehr
verschiedene Gesteine. Als Scheele 1771 den Flussspath zerlegte, und die
Flusss�ure zuerst darstellte, wurde die Gattung speciell fixirt. Praktisch
kannte man die Flusss�ure bereits fr�her; schon Schwanhard 1670 �tzte damit
auf Glas, und 1725 wurde bekannt: dass man dieses Aetzwasser aus b�hmischem
Smaragd oder Hesborus bereite.
_tse-chy-yng_ im Chinesischen, ist blauer Flussspath; _lou-fou-chy_ ist
gr�ner.
_[Greek: pazion, topazion]_ der Griechen, von gelber und gr�ner Farbe,
welcher, der Sonne ausgesetzt, stark im Dunkeln leuchtet, massig und
glas�hnlich auf der �gyptischen Insel Ophiodes vorkam, war gewiss ein
Chlorophan oder Flussspath.
_topazius_ der R�mer, von theils goldgelber, theils gr�ner Farbe, daher
unterschied man mehrere Arten: a) _prasoides_ den gr�nen (von [Greek:
prason] Lauch, [Greek: prasinos] lauchgr�n), b) den _chrysopteros_ wohl
goldgelb; hierher d�rfte geh�ren c) der _chrysoprasius_ (wohl verschieden
von chrysoprasus, eine Art Beryll), der gelbgr�n war, und in grossen
St�cken brach, wie d) der _chrysopastus_ und _chrysolampes_, auch wohl der
_chrysolithus_ der R�mer und Griechen (s. oben unter Chrysolith),
_chryselectrum_ und _xanthus_. Zu den phosphorescierenden Steinen d�rfte
auch wohl die _Ceraunia_ geh�rt haben.--belur (d.i. Krystall) und
_seberget_. (d.i. wahrscheinlich Chrysolith) nennen die jetzigen Einwohner
von Aegypten den Stein der Insel topaze, welcher unser Flussspath seyn
wird.
_paz_ im Hebr�ischen, und _tuphasjon_ im Syrischen, wird mi [mit] [Greek:
pazion] und [Greek: topazion] im Griechischen zusammenh�ngen.
_ssila_ im Persischen, heisst jetzo (nach Ebersmann Reise nach Buchara 1823
Pag. 74) auf dem Edelsteinmarkte von Buchara, der ungeschliffene
Flussspath, _finussa_ der geschliffene, der mit Lasurstein ans Badakschan
kommt.
_fzazejon_ im Aethiopischen, wird mit �thiopischem Topas �bersetzt, so auch
_Warawere_ (von warek das Gold) und _tankar_ (von tankara das Gold im
Abessinischen);--_zahebem wareke_ ist im Amharischen ein Stein von
Goldfarbe mit Topas �bersetzt; wohin diese Steine geh�ren, muss ganz dahin
gestellt bleiben.
Als man in der neuern Zeit gelbe Edelsteine (besonders unsern Topas in
Sachsen) kennen lernte, suchte man nach einem etwa passenden Namen im
Alterthume, nannte sie erst Chrysolithe, dann Topase, wendete freilich, wie
so h�ufig, f�lschlich den alten Namen auf den neuen Stein an.
Der practische Bergmann benutzte als gutes Flussmittel ein Gestein, das er
daher _Fl�sse, Fl�sse_ nannte, bey dem oft h�bsche gef�rbte Krystalle
einbrachen, die man _Flussspath_ nannte; im Lateinischen _fluores_, die
Agricola (im Bermannus 1546) als eigne Gattung heraus hob und deutlich
charakterisirt, und die Mineralogen der sp�tem Zeit setzten in die Gatten
der _Fl�sse_ oder _Fluores_ vielerley �hnliche Gesteine.
_fluor_ in England, auch fusible spath, sparry fluor, der Bergmann nennt
ihn sugary spar (wohl Zuckerspath), in Cornwall auch kand. In Derbishire
kommt er h�ufig und sch�n gef�rbt vor, wird zu Gef�ssen verarbeitet, heisst
bey den Arbeitern blue John, blueston, im gemeinen Leben Derbystone.
_fluor_ im Franz�sischen, auch spath fluor, flux, spath vitreux und
--phosphorique; der H�ttenmann nennt ihn _castine_, auch _erbue_, wenn er
als Zuschlag, d.i. Flussmittel dient.
_fluor, espato fluor, espalto_ im Spanischen, auch _castina_, was �berhaupt
Zuschlag, oder Flussmittel ist;--_fluor_ im Portugiesischen;--_fluor, spato
fluore_ im Italienischen.
_flusspath_ im Schwedischen, auch _oakte rubin, sapphir fluss_
u.s.w.;--_flussjord_ im D�nischen.
_plawik, plawnik_ im Russischen, topidlo rozdopidlo ist das Flussmittel
beym Schmelzen; der Chlorophan heisst: isum-rudistoi [or: isumrudistoi]
kamenj;--_kaziwil_ im Czechischen;--_szpat_ im Polnischen, auch _roztop_
(das Flussmittel beym Schmelzen).
_folyo_ im Magyarischen;--_folyo kovacs_ ist Flussspath.
* * * * *
#�. 6. Phosphorsaurer Kalk#.
Der _Apatit_ ist den Gemmen verwandt, krystallisirt, sch�n, meist gr�n,
auch blau gef�rbt, nimmt Politur an, wird wohl zu Schmucksteinen
geschliffen, wurde fr�her meist Chrysolith genannt (Chrysolithe ordinaire
von Rom� de l'Isle); er ist weich, phosphoresciert stark, wie der
Flussspath, bestehet aus phosphorsaurem Kalk, findet sich in Sachsen,
Spanien, hat seinen Namen durch Werner erhalten, der ihn aus dem
griechischen Worte [Greek: apata�] (decipio) bildete, ihn als eigne Gattung
(1788) fixirte, die in demselben Jahre von Klaproth chemisch festgestellt
wurde. Eine Art hiess fr�her _Spargelstein_ und _Moroxit_, die
unkrystallisirte Art ist der _Phosphorit_, in welchem Proust 1788 die
phosphorsaure Kalkerde nachwies.
Dem Alterthume kann der Apatit, vorz�glich der spanische, wohl bekannt
gewesen seyn, wir wissen aber nicht, unter welchem Namen, vielleicht wurde
er zu prasoides u.s.w. gerechnet.
_apalite, chaux phosphat�e_ im Franz�sischen;--_apalit, phosphate of lime_
im Englischen, �hnlich in der wissenschaftlichen Sprache aller Zungen.
* * * * *
#�. 7. Gyps oder schwefelsaurer Kalk#.
Der Gyps ist zu allen Zeiten bekannt gewesen und angewendet worden, dass es
aber Schwefels�ure ist, die ihn characterisirt, hat erst die neuere Chemie
ermittelt. Der gew�hnliche Gyps ist ein wasserhaltiger, schwefelsaurer
Kalk; der sehr h�ufig vorkommende wasserfreie heisst _anhydrit_, der einen
etwas andern Charakter tr�gt; zu diesem geh�rt der marmo bardiglio di
Bergamo der K�nstler, welche Ab�nderung von den Mineralogen lange als
Vulpinit bezeichnet wurde.
A. _Gyps im Allgemeinen und der gemeine dichte Gypsstein_.
Er ist unkrystallisirt, kommt in ganzen Bergmassen vor, gebrannt wird er
mit Wasser plastisch, erh�rtet dann bald, wird zu Fussboden,
Stuckatur-Verzierungen, Bildwerken, auch als D�ngmittel verwendet.
_altschi, alci_ im T�rkischen;--_gadsch, gidg, pur_ im Armenischen, prel
ist begypsen;--_ghiez_ im Kurdischen.
_dschibs, tschesspin, giaru_ im Persischen, dschespiden ist
gypsen;--_giebsin, gyss, giaess, cepsin_, auch _ciared, kaermed, scharuk_
im Arabischen; gabbasch ist Gypsofen;--_gebsus_ im
Abessinischen;--_gubassus_ im Syrischen;--_gubsin, gubsis, guphis_ im
Chald�ischen.
_gipsu, ipsos_ im Walachischen;--_altsi_ (aus dem T�rkischen) im
Albanischen;--_gyp_ im Bretonischen;--_aol geal_ im G�lischen;--_[Greek:
gypson, gypos, skiros, latyp�]_ (beide Worte haben keinen Anklang in den
andern Sprachen) im Griechischen und Neugriechischen;--_gyps,
plaisterstone, parget_ im Englischen;--_gypse_ im Franz�sischen, platre ist
der gemeine dichte Gyps (wird zusammenh�ngen mit Glas, plas im
Keltischen--weiss, blass und tre Stein);--_gesso_ im
Portugiesischen;--_yeso, yezgo_ im Spanischen;--_yesso_ im
Italienischen;--_gips_ im Schwedischen, D�nischen.
_ghipse_ im Russischen;--_gips, siarczan wapna_ im Polnischen;--_sadra,
sadrowec, siran wapnicily_ im Czechischen, wodnaty ist der dichte
Gyps;--_ges, kamen bjeli_ in Bosnien;--_bjelokan_ im Ragusanischen;--_sirgu
akmins_ im Lettischen.
_maz, gipsz, gyantak�_ im Magyarischen;--_gybs_ im Maltesischen.
_hvit_ im Isl�ndischen;--_spaerstan, spaeran_ im Angels�chsischen.
B. _Der gebrannte Gyps--Sparkalk--und der Gypsm�rtel_.
Er wurde auch im Alterthume vielfach angewendet, zum Estrich (pavimentum),
zu Figuren, Modellen, Stuckaturarbeit (sigilla aedificiorum, coronae
u.s.w.), welche unter der caelatura begriffen wurden.
_ajend_ im T�rkischen;--_gief_, auch _ajende_ im Arabischen, _sywa
balzighy_ ist auch Gyps;--_[Greek: gypson]_ der Griechen;--_gypsum_ der
R�mer;--_[Greek: pasaleiphar]_ im Mittelalter;--_aol, phlasd_ im G�lischen.
_parget_ im Englischen; _pleister_ ist der M�rtel von Gyps und
Kalk;--_pleister_ im Holl�ndischen;--_yesso mate_ im Spanischen;--_stucco_
im Italienischen.
_Sparkalk_ im gemeinen Teutsch, wird aus dem Angels�chsischen herkommen, wo
der Gyps Spaerstein, das Marienglas spaerglass heisst, was mit lapis
specularis zusammenh�ngen wird.
C. _Alabaster_.
Der Alabaster ist ein weisser auch h�bsch gef�rbter dichter Gyps oder
Anhydrit (wasserloser Gyps, bardiglione im Italienischen), zum Theil
durchscheinend, der stets viel zu Kunstwerken verarbeitet, im Alterthume
unter die Marmorarten gez�hlt wurde. Was aber die italienischen K�nstler
und Arch�ologen jetzo orientalischen Alabaster nennen, ist meist ein
sch�ner dichter Tuffkalk. Aegypten lieferte besonders sch�nen Alabaster; es
sind Sarcophage auf uns gekommen, deren Gestein fast durchsichtig ist, und
einen Silberklang giebt.
_rdo-manyina_, auch _ka-ma-ru_ (d.i. weicher Stein) im
Tibetanischen;--_pualam_ im Malaiischen (ist auch Marmor);--_obesiksak_ im
Gr�nl�ndischen (ist auch Marmor);--_su mermer_ im T�rkischen;--_aghabast_
im Armenischen.
_peka_ im Aethiopischen (ist auch weisser Stein);--_schatiphto,
schotiphjotho, dagugitho, bistho_ im Syrischen, was sowohl Alabaster, als
eine Salbenb�chse bedeutet.
_al-bassrah_ (d.i. weisser Stein), auch _su mermeri_ im Arabischen; ballat
ist ein dem Marmor �hnlicher, aber weicherer Stein, dschodsdsam ist der
Name eines weichen Steines, lachfat ein d�nner weicher Stein, ob aber diese
Steine zum Gyps geh�ren, muss ganz dahin gestellt bleiben;--rokham alabid
wird mit orientalischer Alabaster �bersetzt, wird aber wohl der persische,
alabaster-�hnliche Tuffkalk seyn.
_unch, uncha_ im Chald�ischen;--_ount_ in der �gyptischen
Hieroglyphensprache;--_ount_ im Koptischen, ist eigentlich Onyx, wird auch
mit Marmor �bersetzt, kann auch den mehrfarbigen Alabaster bezeichnet
haben.
_[Greek: onyx]_ im Griechischen, ist unser Onyx, aber auch der mehrfarbige
Alabaster (s. oben bey Onyx);--auch, besonders in der sp�tern Zeit,
_[Greek: alabastros]_ (was auch Salbengef�ss bedeutet), _[Greek:
alabastrit�s]_. Ob dieser Name von der Stadt Alabastron in der Thebaide
herstammt, oder (wie vielleicht wahrscheinlicher) vom semitischen al
bassrah, muss ich dahin gestellt seyn lassen, immer wird er semitischen
Ursprunges seyn, wie auch Plinius 37. 18 bemerkt.
_[Greek: alabastron]_ im Neugriechischen.
_alabastrites_ der R�mer, der vorz�glich zu Salbenb�chsen, auch zu S�ulen
verwendet wurde, auch _[Greek: chertrit�s], chermites_, der zu Sarcophagen
diente; ein sehr durchscheinender Alabaster, wird der _phengites_ gewesen
seyn, aus dem kleine Tempel und Hallen construirt wurden, der aus
Cappadocien in Kleinasien kam.
_clach-eiting_ im G�lschen (vielleicht von eith das Eis);--_alabastro_ im
Bretonischen (wohl aus dem Lateinischen).
_alabatre_ im Franz�sischen;--_alabastro_ im Spanischen, Italienischen und
Portugiesischen, wo effingites ein durchscheinender Stein ist, der hierher
geh�ren wird;--_alabast_ im Holl�ndischen und
D�nischen;--_alabastursteiern_ im Isl�ndischen;--_alabastr_ im Englischen,
Polnischen, Czechischen (hier auch sadrowec zrnaty) und
Windischen;--_alabastri kiwwi_ im Esthnischen;--_alabastron-k�_ im
Magyarischen.
D. _Gypsspath, Marienglas_.
Der Gyps erscheint h�ufig in Krystallen; diese sowohl, als grosse
krystallinische Massen sind sehr ausgezeichnet sp�tig, oft sehr gross und
d�nnbl�ttrig, liefern grosse, sehr d�nne, ganz durchsichtige Bl�tter, die
hierin dem grossbl�ttrigen Glimmer sehr �hnlich sind, welcher aber derartig
fast nur in Russland vorkommt, daher man ihn russisches Glas nennt, den
Gyps im gemeinen Leben als _Fraueneis_ bezeichnet. Da man die
Heiligenbilder sonst h�ufig mit Fraueneis oder mit Glimmer bedeckte, so
nennt man beide,--meist aber ersteres--_Marienglas_. Wie den Glimmer
braucht man auch zuweilen das Fraueneis als Glas, was aber hierzu weniger
geeignet ist. In den Apotheken nannte man fr�her das Fraueneis: alumen
scagliclae oder scagliosum.
_pe-ky-chy, huen-tsing-chy_ im Chinesischen;--_keblekajak_ im
Gr�nl�ndischen (wie auch das russische Glas heisst);--_hajelakhar_ im
Armenischen;--_b�sakil-kaemer_ im T�rkischen;--_batzeka_ im Aethiopischen,
selenites oder lapis albus splendens Arabiae kann hierher
geh�ren;--_ajarisum_ im Arabischen ist lapis specularis; _locats_ oder
_lucats_ ist lapis resplendens in gypso, also Gypsspath; die arabischen
Aerzte �bersetzen selenites mit bozak lkamari und [Greek: petroselinon] mit
batrasalijun.
_[Greek: lithos speklarou]_ der Griechen. Herodot III. 17. erw�hnt: die
�thiopischen V�lker stellen ihre einbalsamirten Leichen unter ein Geh�use
von [Greek: hyalos] (Glas), das man bey ihnen in Menge und sehr sch�n
gr�bt;--dieses hyalos (Glas) wird wahrscheinlich Fraueneis gewesen seyn,
doch war diess wohl nicht der wissenschaftliche Name.
_lapis specularis_ der R�mer, aber nur die weisse Art geh�rt hierher, die
schwarze wird russisches Glas gewesen seyn; selenites war
Fasergyps;--_lapis specularis_ im Mittelalter, auch _lapis arabicus_, auch
_gypsum_, den man auch zu Fenstern brauchte.
_pierre speculaire, selenite_ im Franz�sischen;--_piedra espejuelo_ im
Spanischen;--_scajola, selenite_ im Italienischen;--_selenite, spar, icing
glas_ im Englischen;--_spegelsten, selenit, gyps cristaller_ im
Schwedischen;--_spar, sperglas, unser frawn Eyss_ im Altteutschen;--_ipsos
spat_ im Walachischen.
_selenit_ im Russischen;--_sklo kamienne_ im Polnischen;--_satrowec
lupenaty_ im B�hmischen;--_t�k�rk�_ im Magyarischen.
E. _Strahl- und Fasergyps_.
Der Gyps erscheint h�ufig ausgezeichnet strahlig und fasrig; der Fasergyps
ist zuweilen so fein und hart, dass er zu Schmuckgegenst�nden, vorz�glich
zu grossen Perlen f�r Halsb�nder u.s.w. verarbeitet wird, die einen
eigenth�mlichen, sch�nen, wandelnden Lichtschein geben, wie das Katzenauge
(Faserquarz), solche Sachen werden viel in China, auch in England gemacht.
Dieses ausgezeichnete Schillern scheint im Alterthume vorz�glich die
Aufmerksamkeit erweckt zu haben.
_chy-kao, dshugan_ im Chinesischen.
_hagiar alchamar_ im Arabischen, kann hierher geh�ren;--_aphrus lainum_ im
Syrischen, �bersetzt mit talcum lapis ist offenbar das [Greek:
aphrossel�nos] der Griechen, welche ihr Wort wahrscheinlich aus der
semitischen Sprache entlehnten.
_[Greek: selenit�s, aphrosel�nos]_ der Griechen; Dioscorides sagt: er
stellt das Bild des Mondes dar (schillert), ist weiss, durchscheinend,
leicht, wird in Arabien gefunden. Galen sagt: der aphroselenites kommt aus
Aegypten; g�ttlicher Thau in die Helligkeit des Mondes gesetzt, coagulirt
sich zu diesem Stein, der dem Specularstein �hnlich ist, daher auch der
Name.
_selenites, aphroselenites_ der R�mer. Der Name selenites ging in das
neuere Latein �ber, womit man den Gypsspath, auch die ganze Gattung Gyps
bezeichnete, kam so auch in die neuern Sprachen.
_fibrous gyps_ im Englischen;--_gypse fibreux_ im
Franz�sischen;--_stralgips_ im Schwedischen;--_gyantok� szalas_ im
Magyarischen;--_sadrowec wlaknowity_ im Czechischen.
* * * * *
#�. 8. Baryt-Gruppe.#
A. _Schwefelsaurer Baryt, Schwerspath_.
Der schwefelsaure Baryt ist ein h�ufiges Fossil in den Erzg�ngen, es
zeichnet sich aus durch grosse Schwere, bl�ttrige Structur und sch�ne
Krystalle, die aber nicht geschliffen werden k�nnen, auch giebt es derbe,
strahlige, fasrige und k�rnige Ab�nderungen. Der teutsche Bergmann kannte
das Fossil stets, nannte es _schwerer Spath_, bey den Mineralogen hiess es
gypsum ponderosum, marmor metallicum. Da fand der Chemiker Bergmann (um
1780), dass dieses Gestein eine eigenth�mliche Erde enthalte, die er Baryt
(von [Greek: baros], schwer) nannte, welcher Name in die wissenschaftliche
Sprache aller V�lker �berging.
Aller Schwerspath phosphorescirt, leuchtet, wenn er erhitzt wird, in
besonders hohem Grade ist diess der Fall bey Schwerspathknollen, die sich
bey Bologna im Thon finden, was 1630 durch Vincent Cascarialo gefunden
wurde; seit der Zeit kennt man diess Fossil als lapis illuminabilis und
lucifer, pietra de Bologna, Bologneser Spath, phosphor de Bologne,
phosphorus bononiensis.
In den Gewerben findet der Schwerspath manche Anwendung, zu Pastellstiften,
weisser Farbe u.s.w.
Die Chinesen brauchen ihn zur Porzellanfabrikation, nennen ihn _chekao_.
Das Alterthum mag ihn gekannt haben, wir wissen aber nicht unter welchem
Namen.
_barytes_ im Englischen; beym Bergmanne heisst besonders der dichte:
_caulc, kauck, chaulk_;--_baryte, spath pesant_ im Franz�sischen;--_espajo
pesanto_ im Spanischen;--_baryte, barote_ im Italienischen;--_barit,
lysesten, tungspath_ (verschieden von tungsten, d.i. Schelerz) im
Schwedischen.
_t�scheloi schpat_ im Russischen;--_siarkan baryty_ im
Polnischen;--_merotec_ im Czechischen;--_nehez_ im Magyarischen.
B. _Witherit_.
Kohlensaure Baryterde, die nicht h�ufig, besonders in England, auch an
einigen andern Punkten vorkommt. Sie ist ein starkes Gift, und schon lange
wurde das Fossil als Rattengift in England gebraucht und Ratzenstein
genannt. Der englische Chemiker Dr. Withering in Birmingham ermittelte
zuerst (1784) die wahren chemischen Bestandteile, worauf ihm Werner den
Namen Witherit gab, der in die wissenschaftliche Sprache �berging. Das
Alterthum und der Orient haben ihn schwerlich gekannt.
* * * * *
#�. 9. Strontian-Gruppe.#
A. _Strontianit_.
Dem Schwerspathe in mancher Hinsicht �hnlich, chemisch ganz verschieden,
aus Kohlens�ure und einer eigenth�mlichen Erde--der
Strontianerde--bestehend, wie besonders durch Klaproth dargelegt wurde.
Wurde zuerst bekannt aus den G�ngen von Strontian in Schottland, weshalb
Sulzer und Werner (1791) ihm den Namen Strontianit gaben, der in die
wissenschaftliche Sprache aller V�lker �berging, neben welchem auch die
chemische Bezeichnung sehr �blich ist: schwefelsaurer Strontian, sulfate of
Strontian, Strontiane sulfat� u.s.w.
B. _Z�lestin_.
Der Z�lestin ist schwefelsaurer Strontian, hat manche Analogie mit Gyps,
zeigt sich krystallisirt fasrig und derb, kommt an vielen Punkten, aber
nicht h�ufig vor; der krystallinische wurde f�r Schwerspath, der fasrige
f�r Gyps gehalten. Der Chemiker Clayfield fand zuerst, dass die Krystalle
von Bristol, und Klaproth (1797), dass der blaue sogenannte Fasergyps aus
schwefelsaurem Strontian best�nden, wegen der meist himmelblauen Farbe
wurde ihm der Name Zoelestin gegeben, den Werner in sein System aufnahm,
der in die wissenschaftliche Sprache �berging, doch braucht man meist den
chemischen Namen: schwefelsaurer Strontian, strontiane sulfat�, sulfate of
Strontian u.s.w.
* * * * *
#�. 10. Borax-Gruppe.#
A. _Borazit_.
Der Borazit ist ein seltenes Fossil, das an wenigen Orten vorkommt,
ausgezeichnet in dem Gypse bey L�neburg. Die dessfalsigen Krystalle waren
l�ngst unter dem Namen W�rfelstein bekannt; Lasius machte 1787 zuerst durch
eine Notiz auf sie aufmerksam, nannte sie kubischer Quarz, dann wurden sie
W�rfelspath und Sedativspath genannt. Westrumbs entdeckte den Gehalt an
Boraxs�ure (1788), worauf ihm Werner den Namen Borazit gab (1789), der in
alle Sprachen �berging, aber h�ufig bezeichnet man auch das Fossil
chemisch, als boraxsaure Kalkerde, Magnesie borat�, borate of magnesia
u.s.w.
B. _Datolith_.
Der Datolith ist ein seltenes Fossil, welches ausgezeichnet in Norwegen
vorkommt. Esmark in Schweden gab den Namen, fixirte die Gattung. Klaproth
fand als chemische Bestandtheile Kieselerde, Kalkerde und Boraxs�ure, man
bezeichnet den Datolith auch meist chemisch als chaux borat�e silicieuse,
siliceous borate of lime u.s.w. Werner nahm ihm 1807 in das Mineralsystem
auf.
* * * * *
Viertes Kapitel. #Salze und Verwandtes#.
#�. 1. Kochsalz#.
A. _Kochsalz und Salz im Allgemeinen_.
Das Kochsalz ist chemisch ein Chlornatron oder salzsaures Natron,
zusammengesetztes Natron und Salzs�ure oder Chlor; es bildet das Steinsalz,
wird aber am meisten gewonnen aus dem Meerwasser, aus salzigen Quellen oder
Soolen, aus Salzseen u.s.w., dient vorzugsweise zur W�rze der Speisen. Der
Name des Kochsalzes bedeutet auch in fast allen Sprachen das Salz im
Allgemeinen.
_lou, pe-tsai_ im Chinesischen, hien ist salzig;--_tsha, za, tscha,
charuza_ im Tibetanischen, lana-tsha ist die Soole;--_hvyah_ im
Javanischen;--_ouppu_ im Tamulischen;--_siwo, siro_ im
Japanischen;--_maschu_ auf den japanischen Inseln;--_dabasu, tabassu,
tabass_ im Mongolischen;--_dabsum, tapsoun, nasan_ im
Tartarisch-Mandschu;--_da-wuszum_ [or: _dawuszum_] im Tungusischen.
_tos, tus_ im Tartarischen;--_tus, tuz_ im T�rkischen, taslisu ist die
Salzsoole;--_tuss_ im Kirgisischen;--_tus, tur_, auch _tschak, sirro, sak,
ser, sir_ in den samojedischen Sprachen.
_tus_ im Jacutischen;--_tuch, tuchi_, auch _tschag, psu, zam, zon, sio_ in
den kaukasischen Sprachen;--_chuch, schugh_, im Tscherkessischen;--_chu,
khu, choi, kohhe_ im Kurdischen;--_mirilli, gim_ im Georgischen;--_guimu_
im Lesgischen;--_jumi_ im Mingrelischen;--_tegjio, yamgan_ im Korjakischen.
_tarrajok_ im Gr�nl�ndischen;--_turruka_ im Tungusischen;--_teguin_ im
Tschudischen;--_tak_ im Lamutischen;--_peipiem_ in Kamtschatka.
_zach, zauche_ im Ossetischen. _malahi_, auch _kemtcha_ im Pehlvi
(Alt-Persischen);--_malga_ im Afghanischen;--_melach_ im
Hebr�ischen;--_melcho_ im Syrischen;--_melcha, melach_ im
Chald�ischen;--_mihl, mehl_ im Arabischen;--_mell_ im Maltesischen, mellyha
ist Saline.
_tshawe_ im Amharischen;--_tzewe_ im Aethiopischen;--_tzew_ im
Abessinischen.
_hmu_ im Koptischen;--_umbuttk_ im Dongolischen (Nordafrika);--_imitta_ im
Berberischen;--_orot_ in Darfur (Nordafrika).
_sara_ im Sanscrit, auch _lawana_ (der gew�hnlichste Ausdruck f�r Salz in
Indien), _dschalarasa, kschara_ (ist im Bengalischen eigentlich das
Natron); waridsha ist das aus dem Wasser erzeugte Salz; wasira und kadaka
ist Seesalz; _cjama, kshardtshtsha_ ist das schwarze Salz.
_sira_ auf Sumbava;--_garan_ im Malaiischen;--_cha_ in der indischen
Provinz Tenasserin;--_jot_ in der Kaffersprache und in Afghanistan.
_nimaka, nuna, lona_ in Bengalen (samudra ist das Meersalz);--_nemek_ im
Persischen;--_namek_ im Bucharischen;--_sare_ im Walachischen (wie im
Sanscrit), saratu ist gesalzen, ockna die Salzgrube.
_cripa, criupa_ im Albanischen; cripesoig ist salzen, benticripes die
Salzgrube.
_salann, sal_ im G�lischen, slochd-shalainn ist Saline;--_hal, halen_ im
W�lschen, halenu ist salzen, halwyn die Salzsoole, hallu
salzsieden;--_halein, haloin_ im Bretonischen, haloiner, halenner ist
Salzsieder;--_halinn, holin, hol_ im Cornischen.
_salt_ im Gothischen.
_[Greek: hals, halos, halas]_ im Griechischen, [Greek: halmiria] ist die
Saline, [Greek: achme] war wohl der zerfliessliche salzsaure Kalk und die
Mutterlauge, die im Mittelalter [Greek: salamoura, halmouris, taricheia]
hiess;--_[Greek: halas]_ im Neugriechischen.
_sal_ im Lateinischen, sal e puteis war das Salz aus Quellen; sal marinum
Meersalz, salina die Meersaline, spuma maris was das Meer unmittelbar
absetzte; sal coctus, auch favilla salis, das abgeknisterte, gebrannte
Salz, ramentum salis wohl dasselbe; flos salis aus Aegypten war wohl
Natron, rubigo salis vielleicht die Mutterlauge, salsugo wohl der
zerfliessliche, salzsaure Kalk.
_alos_ bey den Alchemikern, auch alic, esebom, alsebon, almene, ansirato,
alcali.
_sal_ im Portugiesischen und Spanischen;--_salt_ im Isl�ndischen,
D�nischen, Angels�chsischen;--_sale_ im Italienischen;--_sel_ im
Franz�sischen;--_salt_ im Englischen;_seat_ im Schwedischen;--_solt_ im
Niederteutschen;--_sout_ im Holl�ndischen.
_sel, salno, saline_ im Ostiakischen;--_slal_ im Wotjakischen;--_sahis_ im
Lettischen;--_salz_ im Krimm-Tartarischen.
_sole_ im Russischen (wie im Teutschen das
Salzwasser--Soole--heisst);--_sol_ im Polnischen, zol, zola, surowika ist
die Salzsoole, gora solnia ist Salzwerk;--_sol_ im Slowakischen,
Krainschen, Illyrischen; solina ist Salzwerk;--_sol, su_ im Wendischen;
murska sou ist Meersalz;--_sool, sal, sula_ im Finnischen und
Esthnischen;--_szol_ im Croatischen und Sorbischen;--_soo_ im
Ragusanischen;--_sul, soli_ im Czechischen, slany ist gesalzen, solni do
Salzgrube;--_ssel_ im Wendischen, szelowy ist salzig.
_sow, sol_ im Permischen;--_so, sukan_ auf Korea;--_so, sou_ im
Magyarischen, sobonya ist Salzwerk.
_agh_ im Armenischen;--_gatza_ im Baskischen;--_druska mica_ im
Litthauischen;--_lohn_ in der Zigeunersprache.
B. _Steinsalz_.
Das Steinsalz ist ein nat�rliches, festes, meist ziemlich reines Kochsalz,
welches in der Erde bedeutende Massen bildet, in vielen L�ndern vorkommt.
_yen_ im Chinesischen;--_ouche-tapsoun_ im Tartarischen;--_rdo-tsha,
lgyama-tsha, rgyama-tsha_ im Tibetanischen;--_airina_ im Sanscrit, auch
_tarkshja, manibandha, sindhudscha_ (d.i. in Sindhu erzeugt);--_teberzin_
im Arabischen.
_[Greek: halos orykton]_ (das gegrabene) im Griechischen, [Greek:
ammoniakon] war das Steinsalz aus der �gyptischen W�ste (aber auch unser
gummi ammoniacum);--_[Greek: salgemma, gangrinon, halisach�]_ der sp�tern
Griechen;--_[Greek: skaphton halas]_ im Neugriechischen.
_sal montanus_ und _nativus_ der R�mer, _mica_ hiessen in Cappadocien die
grossen, ganz durchsichtigen St�cke (woher der Name mica sp�ter auf unsern,
zum Theil durchsichtigen Glimmer �bertragen seyn wird);--_andran, sal
adron, sendar, sabachi_ im Mittelalter.
_sal gema_ im Portugiesischen;--_sal gemme_ im Franz�sischen;--_salpedres_
im Spanischen;--_sal di pietra_ im Italienischen;--_saltrock_ im
Englischen;--_steensalt_ im D�nischen;--_bergsalt_ im Isl�ndischen und
Schwedischen;--_bergzout_ im Holl�ndischen.
_kamenay_ und _honaya sole_ im Russischen;--_s�l kamene_ und _kopana_ im
Czechischen;--_sol kamiene_ oder _kopalna_ (das gegrabene) im Polnischen,
in Wielitzka heisst das reinste Steinsalz schibika, das mit Thon gemengte
spica, welches man in den teutsch-�sterreichischen Salinen halda und
hasselgebirge nennt;--_kamenska sou_ im Wendischen;--_leddaina sals_ im
Lettischen.
_k�so_ im Magyarischen;--_manda_ im Burnu (Nordafrika).
C. _Chlor- oder Salzs�ure_.
Der Chlor ist nach der neuern Chemie ein eigenth�mlicher, noch unzerlegter
K�rper, der in Verbindung mit Wasserstoff die Chlor- oder bisher sogenannte
Salzs�ure bildet, welche mit Natron das Kochsalz, mit andern Basen
verschiedene Salze bildet.
_sanmdramla_ (d.i. S�ure aus dem Meere) im
Bengalischen;--_rkyana-tshahi-skyura-rtsi_ im Tibetanischen;--_kwas solny_
im Polnischen.
* * * * *
#�. 2. Salpeter#.
A. _Salpeter im Allgemeinen_.
Der Salpeter ist ein salpetersaures Kaly, dem Kochsalze im Geschmacke
�hnlich, es kommt nicht in festen Felsmassen vor, wie das Steinsalz, auch
nur h�chst selten in Quellen, wenigstens in der Menge, dass es aus diesen
zu technischen Zwecken gewonnen werden k�nnte. Manche Gesteine, besonders
manche H�hlen im Kalkgebirge effloresciren viel und fortw�hrend Salpeter;
vorz�glich sind es manche Erdstraten, die Salpeter effloresciren, sehr
reich an Salpeter sind; vor allen ist diess in Indien der Fall, auch in
Kleinasien (wie bey Eregli, dem alten Heraklea) und in Spanien, auch
erzeugt man Salpetererde, indem man animalische und vegetabilische Theile
kalkigen Letten beymischt. Der Salpeter wird vielfach angewendet,
vorz�glich aber zur Fabrication des Schiesspulvers (welches in Teutschland
1330 von B. Schwarz erfunden wurde), welches man im Alterthume, wenn auch
wohl kannte, aber nicht derartig anwendete als jetzo; auch zur Gewinnung
der Salpeters�ure.
_siao, mang-siao_ im Chinesischen.
_jawakshare_ im Sanscrit, auch _jawadsha, jawanaladsha, jawagrudsha,
jawalasa, jawasuca, tarshya_;--_yan zein_ in der indischen Provinz
Tenasserin.
_shora_, auch _jawak shora_ im Hindu;--_sora_ im Bengalischen;--_shora_ im
Afghanischen;--_schur_ im Bucharischen;--_schore_ im Persischen;--_schire_
im Koptischen.
_sandawa, mesiyu-mantan_ im Malaiischen;--_gin-schugh_ im Tscherkessischen
(heisst Pulversalz);--_tschamsa, shanzau, tschek, pscha_ in den
kaukasischen Sprachen;--_tachs_ im Ossetischen;--_jetso_ auf
Korea;--_alteri, altri, nitrum_ im Syrischen;--_gi�wertschile, gewhercile_
im T�rkischen.
_barud_ im Arabischen (wie jetzo auch das Schiesspulver heisst), ferner
_sure_ (wie im Hindu), mella hai, asijus, h�ufig auch _telg-sini_
(chinesischer Schnee); bey den �gyptischen Aerzten barud und balachu lzini,
d.i. dactylus sinensis;--_boro_ im Burnu (Nordafrika);--_schentsborak,
aghborak_ im Armenischen.
_[Greek: lithos assios]_ der Griechen, _lapis assius_ der R�mer kann
hierher geh�ren, da der Araber Ibn Baithar dieses Wort mit barud �bersetzt,
das auch bey den Arabern asijus heisst (ob diess aus dem Griechischen
entnommen, oder das griechische aus dem Arabischen, muss ich dahin gestellt
lassen).
Das _sal chaonicum_ der R�mer mag hierher geh�ren, auch das _nitrum
chalastrium_, von dem Plin. 31. 46 sagt: dass man es wie Salz zum Brodte
essen k�nne.
_[Greek: salnitron]_ im Neugriechischen, wird slawischen Ursprunges seyn,
wie [Greek: salonitron] im Mittelalter, hier auch [Greek: sametrion],
salpetra, salpeta.
_salitra, senitra_ im Russischen;--_saletra, salitra_ im
Polnischen;--_sanytr, saneyter, salitr_ im Czechischen;--_shaliter,
shaniter_ im Wendischen;--_salnitra_ im Illyrischen;--_saliter, szalniter,
szolnitra_ im Croatischen;--_salnitar_ in Dalmatien;--_shalintra_ im
Slawonischen;--_sanitra_ im Ragusanischen;--_sejalitar_ in
Bosnien;--_saletran, saletron_ im Magyarischen;--_salitre, salitrul_ im
Walachischen.
_natar_ im G�lischen, eigentlich _salann ro ghear_ (scharfes
Salz);--_salpaestre_ im Bretonischen; salpestrereach ist
Salpetergrube;--_salpeter_ im Teutschen (was man mit Unrecht aus dem
Lateinischen von sal und petra der Fels ableiten w�rde), salitter der
teutschen Bergleute (aus dem Slawischen);--_zalpeter_ im
Holl�ndischen;--_salpetur_ im Isl�ndischen;--_salpeteries_ im
Lettischen;--_salitre_ im Spanischen; salitral die Salpetergrube.
_niter, salpetre_ im Englischen;--_nitro, salnitre_ im
Italienischen;--_nitro_ im Portugiesischen;--_nitre_ im Franz�sischen;
nitri�re die Salpetergrube;--_niter_ im Schwedischen und D�nischen.
B. _Salpeters�ure, K�nigswasser_.
Aus dem Salpeter wird mittelst Schwefels�ure leicht die _Salpeters�ure_
gewonnen, die--nicht geh�rig gereinigt--gelbe D�mpfe ausst�sst, dann
Vitriol�l, spiritus nitri fumans heisst; gereinigt, mit etwas Wasser
verd�nnt, heisst sie Scheidewasser; mit 1/3 Salzs�ure giebt sie das
_K�nigswasser_, Goldscheidewasser, aqua regis, welche das Gold aufl�st, von
dessen Verfertigung wohl zuerst in dem Curriculo triumphalis antimonio die
Rede ist, das man einem Basilius Valentin zuschreibt, der um 1500 verfasst
seyn kann. Den Hindu war die Salpeters�ure seit den �ltesten Zeilen
bekannt; ihren Namen habe ich noch nicht ermitteln k�nnen.
_tinschnarasa_ im Sanscrit (d.i. die scharfe Essenz), mit Salpeter
�bersetzt, mag wohl hierher geh�ren.
_ze-tshihi-skrura-rtsi, ze-tshahi-skyura-rtsi_, auch _sho-rahi_
[or: _shorahi_] im Tibetanischen.
Die Araber kannten diese S�uren ganz wohl, den Namen habe ich noch nicht
ermitteln k�nnen.
_[Greek: as�moneron]_ im Neugriechischen;--_aqua nitri_, aqua stygia der
Alchemiker.
_aqua fuerte_ im Spanischen;--_eau forte, esprit de nitre_ im
Franz�sischen.
_szedwasser, serwasser, kwas salitri_ im Polnischen;--_ssedwasser, lucewka_
im Czechischen;--_lozhidna woda_ im Windischen;--_ostrogrizna voda_ in
Croatien.
* * * * *
#�. 3. Glaubersalz#.
Schwefelsaures Natron, ein sehr allgemeines Purgiersalz, welches einige
Landseen absetzen, theils rein, theils in Verbindung mit Koch- und
Bittersalz.
_charee-muttee, chara-nun, khara-noon_ im Hindu;--_daru_ im
Bucharischen;--_dermane-spi_ im Kurdischen (d.h. weisse Medicin) ist ein
Salz, das mit sal nitron �bersetzt wird, aber hierher geh�ren kann.
_[Greek: alkyonion]_ der Griechen (worunter man auch Bittersalz begriffen
haben kann), auch wohl _[Greek: melesion]_ und _[Greek: halos
ach�n]_;--_alcyonium_ und _melesion_ der R�mer.
_[Greek: phokioskaton]_ im Mittelalter.
_guphradino_ im Syrischen ist mit alcyonium �bersetzt.
_tsudaso, termesz-saletrom_ im Magyarischen;--_sjran sodicity_ im
Czechischen;--_glauberowa sole_ im Russischen; _sulfate of soda_ im
Englischen, und �hnlich in den andern Sprachen, sind die neuern
wissenschaftlichen Bezeichnungen.
* * * * *
#�. 4. Bittersalz#.
Schwefelsaure Magnesia oder Talkerde ist ein bekanntes bitterlich
schmeckendes Purgiersalz, das einige Quellen und Seen enthalten, auch
absetzen, das dem Meerwasser den unangenehmen bittern Geschmack giebt.
Ber�hmt sind die Quellen von Seidlitz in B�hmen, Epsom in England, Hignero
in Spanien, woher die Namen: Seidlitzer-, Epsomer-, Higuernosalz. Im innern
Asien sind eine Menge Seen, die Bittersalz absetzen, theils rein, theils
mit Glauber- und Kochsalz.
_[Greek: aphrolitron]_ der Griechen, _aphrolithron_ der R�mer kann hierher
geh�ren. Oefter erw�hnen die Autoren das bittre Salz der Seen, ohne daf�r
einen besondern Namen zu nennen;--_sal Sodomae_ (aus dem todten Meere) im
Mittelalter, _sal amarum_ im neuern Latein;--_sal amare_ im
Italienischen;--_sal amer_ im Franz�sischen;--_sal cataractica_ im
Spanischen;--_bittersalt_ im Englischen;--_suursalt_ im D�nischen.
_gorjkaja_ im Russischen;--_horcen, sul horca_ im Czechischen;--_sol
horska, siarkan magnezyi_ im Polnischen;--_keser�-so_ im Magyarischen.
* * * * *
#�. 5. Alaun#.
Der Alaun ist chemisch eine schwefelsaure Thonerde von bekanntem Geschmack,
die aber nicht f�r sich, sondern nur mit Zusatz von etwas Kali
krystallisirt. Er findet sich nicht h�ufig in der Natur, nur in einigen
vulkanischen Gegenden, wird meist k�nstlich aus alaunhaltigen Gesteinen
bereitet, was schon seit �ltester Zeit geschehen ist. Der Alaunstein (s.
oben), dem Feldstein verwandt, liefert nach heftigem Brennen, beym
Auslaugen viel Alaun, der fr�her, auch im Mittelalter, vorz�glich in
Kleinasien fabricirt wurde. Grosse Fabriken waren bey der Stadt Roche jetzo
Edessa in Syrien wurde. Schon im 13. Jahrh. bestanden Alaunwerke bey
Neapel, im 15. Jahrh. entstanden die grossen Alaunwerke bey Rom, und der
r�mische Alaun ist auch jetzo noch sehr gesch�tzt. Manche
Schiefer--Alaunschiefer--geben ebenfalls Alaun, so auch manche kohlige
Straten der Braunkohlenformation--Alaunerde. Bey Friesdorf ohnweit Bonn am
Rheine benutzt man gegenw�rtig solche Alaunerde, und hat dabey die
deutlichsten Reste einer Alaunfabrik gefunden, die hier zur R�merzeit von
den Germanen betrieben wurde.
Der Alaun hat jetzo, und hatte stets und bey allen cultivirten V�lkern,
eine grosse technische Anwendung, besonders in der F�rberey, auch zur
Bereitung der Lackfarben, in der Medicin u.s.w.
_pe-fan, hong-fan_ im Chinesischen; fan ist Alaun und Vitriol;--_n�-pan_
auf Korea;--_miobare_ im Japanischen; _yatchin fekchoun_ im
Tartarischen;--_changuien-fe-choun_ [or: _changuien-fechoun_] im
Tartarisch-Mandschu;--_tawas_ im Malaiischen; _poghljegh_ im Armenischen.
_phitkara_, auch _spatika_ im Sanscrit;--_phitkaree, phitkari_ im
Hindu;--_phatkiri_ im Bengalischen.
_sak_ im Persischen;--_schab_ im T�rkischen;--_schebba-spi_
[or: _schebbaspi_] im Kurdischen;--_seb, schabbak, shub, zeme_ im
Arabischen;--_scebbo yl gmyl_ im Maltesischen:--_[Greek: sep], sebo,
asep_ im Mittelalter;--_alsech_ bey den Alchemikern, auch _achachi,
altach, azub, azama, calis, alume_.
_oben_ im Koptischen;--_adlo_ im Syrischen;--_timso, temso_ im
Magyarischen, timso-f�ld ist Alaunwerk, timsok� Alaunstein.
_stips_ im Albanischen;--_stipse_, auch _petra acra_ im
Walachischen;--_stipsa_ im Illyrischen;--_[Greek: styps�]_ im
Neugriechischen;--_[Greek: stypt�ria]_ im Griechischen ([Greek: stypsis]
ist das Zusammenziehende, Herbe, auch die Beize der F�rber, [Greek:
stypsein] zusammenziehen).
_alm, ailm_ im G�lischen;--_allawg_ im W�lschen;--_alum_ im
Bretonischen;--_alumen_ der R�mer, auch _melinum_ (von der Insel Melos),
der haarf�rmige (unser nat�rlicher Federalaun) war trichites, der feste
strongyle, der fl�ssige phorimon, puraphoron, welche Arten h�ufig auf der
Insel Melos sind;--_alun_ im Franz�sischen, Isl�ndischen, Schwedischen,
D�nischen;--_alun_, auch _alumbre_ im Spanischen, auch _xebe_ (aus dem
Arabischen);--_alum, allon_ im Englischen;--_alumen_ im
Portugiesischen;--_aluin_ im Holl�ndischen und Belgischen;--_alun, halun_
im Polnischen;--_galum_ im Windischen;--_jelun_ im Illyrischen;--_aluna,
alun kedke_ im Lappl�ndischen;--_aluna_ im Finnl�ndischen;--_aluns,
alluhns_ im Lettischen;--_alet_ im Schweizerischen;--_efne_ im
Angels�chsischen.
_kwastzy_ im Russischen;--_kamenec, kameinjek, ledek_ im Czechischen.
* * * * *
#�. 6. Mineralalkali, Natron, Soda#.
Das Mineralalkali, oder das reine kaustische Natron, ist ein
eigenth�mlicher Stoff, ein chemisches Element, das als solches nicht
nat�rlich vorkommt, aber mit S�uren mannichfaltige Verbindungen eingehet,
von denen einige sehr h�ufig sich finden. Die Verbindung mit Chlor bildet
das Kochsalz, mit Schwefels�ure das Glaubersalz, mit Kohlens�ure das
gew�hnliche Natron, dessen wahre Natur zuerst Hiorne 1712 ermittelt haben
wird. Das (kohlensaure) Natron, das vorzugsweise und zu allen Zeiten zur
Fabrication des Glases und der Seife verwendet wurde, gewinnt man theils
durch Verbrennung gewisser Pflanzen, und heisst dann _Soda_, theils
erscheint es als Ausbl�hung gewisser Straten, wie in Indien, Aegypten
u.s.w., dieses bezeichnet man gew�hnlich als _Natron_; in der Berberey,
vorz�glich bey Tripolis findet sich sehr h�ufig ein solches Natron, welches
aber etwas weniger Wasser enth�lt, unter dem Namen _Trona_ bekannt ist.
Alle diese 3 Modificationen sind nicht wesentlich verschieden.
A. _Das Natron_.
Es bl�het theils aus der Erde, wie besonders in Indien, und wird so direct
eingesammelt, oder es wird von vorhandenem Wasser, in Landseen aufgel�st,
und aus diesen gewonnen, wie besonders in Aegypten (aus dem Natron-See),
Ungarn u.s.w.;--den alten Aegyptern diente es zum Einbalsamiren der
Leichen, die 70 Tage in [Greek: litron] eingesalzen wurden, wurde �berhaupt
viel zur F�rberey, zu Glas, Seife u.s.w. angewendet.
_kien_ im Chinesischen, und _siao_ (wie auch der Salpeter heisst);--_sedgy,
sejji_ und _miltee_ im Hindu;--_sorjica_ im Sanscrit, auch _sardshi,
sajika, sardshika_ und _saridshikashara, wadshraka, kapota, crughnikab,
kschara_ (ist wohl Soda);--_kschara_ in Bengalen (ist wohl
Soda);--_cudshiri_ im Mongolischen;--_agh jegipto_ im Armenischen (d.i.
�gyptisches Salz), auch _wir_ und _paragay_ wird mit _nitrum_ �bersetzt.
_hasm, hosem, hasem_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach
Champollion;--_hasm, hosm_ im Koptischen, hosm eftresthrosoch ist die
r�thliche Ab�nderung;--_isar_ im T�rkischen;--_nusadir_ im Persischen.
_nitrum, natrum_ im Arabischen, wo man rothes, weisses und graues
unterscheidet;--_nether_ im Hebr�ischen und Chald�ischen;--_nitro_ im
Syrischen;--_[Greek: nitron, litron]_ im Griechischen, [Greek: nitron
erythron] war das r�thliche;--_nitron, lithron_ der R�mer; commune war das
unreine, wie es aus den Natron-Seen kommt, halmyrhaga das reine,
ausgebl�hete Salz, spuma nitri, [Greek: aphronitron] der Griechen ([Greek:
axill�sion] in sp�terer Zeit), das ausgebl�hete mehlartige Salz; ammonitron
war ein mit Sand zusammengeschmolzenes, eine Art rohes Glas, agrium war
auch ein unreines Natron (k�nnte zusammenh�ngen mit agrum, wie im
T�rkischen die Trona heisst); nitrum ustum war das reine �tzende Natron.
Die Schwefelleber, hepar sulphuris (durch Zusammenschmelzen von Natron und
Schwefel) kannte man ganz gut, wie aus Plinius erhellet, doch wird kein
Name daf�r angegeben.--_natar_ im G�lischen;--_natron, sal vitri_ im neuern
Latein;--_natron_ in den neuern Sprachen;--_glassalz_ im Altteutschen.
_gatzua_ im Baskischen; gatzastea ist Alkali im Allgemeinen, gatza ist
Salz;--_szekisso_, auch _termesz szik so_ im Magyarischen.
_stennaya sole_ im Russischen;--_uhlan sodicity_ im Czechischen.
B. _Die Trona_.
Dasjenige kohlensaure Natron, welches in der Berberey, besonders in der
tripolitanischen Provinz Suckena ausbl�het, hier viel gesammelt und
versendet wird, enth�lt etwas weniger Wasser als das �gyptische und
indische, ist aber diesem sonst h�chst �hnlich, bildet aber meist eine
eigene Gattung oder Art in der Mineralogie.
_trona_ in der Berberey.
_borech_ im Persischen;--_bouro, bure_ im T�rkischen, auch _agrum_ (woher
vielleicht das vorher erw�hnte agrium der R�mer stammen k�nnte);--_borak_
im Kurdischen;--_borak_ im Arabischen, auch _bora, baurach, burak_ (woher
[Greek: borak�] im Mittelalter, das Glas);--_burao_ im
Maltesischen;--_barakon, baraka_ im Koptischen;--_burko_ im
Syrischen;--_borith_ im Hebr�ischen, borith mechabsim ist das mit Oel
verbundene Natron, das beym Walken statt Seife angewendet wurde.
C. _Soda_.
Viele Pflanzen, besonders am Meere wachsende, liefern beym Verbrennen viel
kohlensaures Natron, welches gereinigt, dem mineralischen ganz �hnlich ist,
unter dem Namen Soda sehr bekannt. In Spanien vorz�glich, auch in
Frankreich, Aegypten u.s.w. wird sehr viel davon gewonnen, theils aus Arten
von fucus (in Frankreich als varech, in England als kelp, in Teutschland
als Tang bekannt), theils aus den Gattungen salicornia (in Frankreich soda
genannt), salsola (in Frankreich salicoi), borago (boraggine im
Italienischen, borretsch im Teutschen; bourache im Franz�sischen, was
offenbar mit borak zusammenh�ngt). Besonders gesch�tzt wird die spanische
soda de barille, weniger die franz�sische soda de varech.
_kien_ im Chinesischen;--_katshasauwartshala_ im Sanscrit, d.i. aus
Asche--katscha--gewonnen, auch kshara, k'har, k'hari (wird unser Kali
seyn);--_garan alkali_ im Malaiischen (wird auch unser Kali seyn).
_usne_ im T�rkischen, ist eigentlich das Salzkraut, aus dem Soda gewonnen
wird;--_usham_, auch _kali_ im Persischen;--_kali_ im Hebr�ischen (d.i. was
gebrannt ist); das hierbey erw�hnte borith wird unsere salicornia gewesen
seyn;--_kali_ im Arabischen, ist eigentlich das Salzkraut, das verbrannt
wird (meist salsola), �hnliche hierzu dienende Pflanzen heissen oschnan
(usne im T�rkischen), hurz, huruz, chordat u.s.w.; das bey der Verbrennung
gewonnene Salz, die Soda, heisst eigentlich _safargel_, das weiter
gereinigte _rob_, auch wird hierher geh�ren: _el-baki_ [or: _elbaki_],
_atharachic, adarachi_. Von diesem Kraut kali mit dem Artikel al, stammt
unser Wort Alkali, alkalisch u.s.w., das in alle neuere Sprachen �berging.
_[Greek: antharkos, anthark�]_ der Griechen, _andarca, anderces_, auch
_calomochus_ der R�mer, es ist wahrscheinlich, dass jene griechischen
W�rter aus dem Semitischen stammen, aber auch m�glich, dass die �hnlich
klingenden arabischen aus dem Griechischen entlehnt sind.
_scebb_ im Maltesischen, ist die Soda und das Salzkraut, erinnert an das
arabische seb (Alaun).
_[Greek: alkal�], alchali_ im Mittelalter und bey den Alchemikern, auch
_alaurat, acusto, atai, cabulator_ (worunter auch Natron begriffen ist).
_almajo, barilla, tequesquite_ im Spanischen; sosa ist die Salzpflanze und
daher wird unser Soda stammen.
_soude_ im Franz�sischen;--_soda_ im Englischen und den neuern
Sprachen;--_solda_ im Portugiesischen;--_solianua_ im
Russischen;--_solz-sody_ im Polnischen.
D. _Das Glas_.
Am h�ufigsten ist, und zu allen Zeiten das Natron verwendet zur
Glasfabrication, wobey es mit Sand, oder �berhaupt Quarz
zusammengeschmolzen wird, im Alterthume, besonders in Aegypten, stand die
Glasfabrication auf einer Stufe der Entwickelung, die wir in mancher
Hinsicht noch nicht erreicht haben m�gen, auch die keltischen V�lker
scheinen viel Glaswerk gehabt zu haben.
_po_, auch _siao-tseu_ im Chinesischen;--_kshara_ im Sanscrit, und
_katscha_ (was auch Krystall heisst);--_kacha_ im Malaiischen;--_shela_ im
Tibetanischen (heisst auch Krystall).
_abaki_ im Armenischen;--_abajeini, abeseein_ im Koptischen;--_abgine,
dschesch, syrce_ im Persischen;--_abgine, eser_ im T�rkischen;--_giag,
z�giag, sadschdsch_ im Arabischen, zagiag ist der Glash�ndler.
_segugitho, sechuchith, sgugitta_ im Chald�ischen;--_sagugitho, saphungo,
rugag_ im Syrischen;--_mahewe_ im Abessinischen;--_kesasa, chesaska_ in
Darfur (Nordafrica).
_kelke, kelkie_ im Albanischen;--_stikla_ im Walachischen;--_steklu_ im
Windischen;--_staklu, sklem, sklyn_ im Krainschen;--_staklo_ im Bosnischen,
Illyrischen, Slowakischen, auch _serska_;--_zteklo, zklo, zaklo_ in
Croatien;--_zaklo_ im Ragusanischen;--_sklo_ im Polnischen und
Czechischen;--_cmeklo_ im Russischen;--_schklenza_ im Wendischen.
_gwydr_ im G�lischen, gwydredd und gwydraue ist glasig (glas ist blass,
grau, blau);--_guitr_ im Bretonischen; guitreri ist Glash�tte, guezrer
Glasblaser;--_gloine, glain_ im G�lschen.
_[Greek: hyalos]_ im Griechischen; _[Greek: gyali]_ im Neugriechischen;
_[Greek: gial�, gyalia]_ im Mittelalter (welche Worte aus dem G�lschen
stammen m�gen);--_vitrum_ im Lateinischen (aus dem W�lischen);--_vitro_ im
Italienischen;--_vitrio_ im Spanischen;--_vedro_ im Portugiesischen.
_vidrioa, beira, beiraquia_ im Baskischen;--_iiveg_ im
Magyarischen;--_wahlin_ in der Zigeunersprache;--_liaegnak_, auch _glas_ im
Lappl�ndischen.
_glas, gler_ im Isl�ndischen;--_glaes_ im Angels�chsischen und
Alemannischen;--_glas, gleez_ im Friesischen;--_glass_ im Englischen,
glassy, auch vitreous ist gl�sern;--_glas_ im Schwedischen, D�nischen,
Holl�ndischen.
* * * * *
#�. 7. Kali, Potasche und Verwandtes#.
A. _Kali, Gew�chsalkali, Potasche im Allgemeinen_.
Das Kali, dem Natron sehr verwandt, ist in seinem reinen Zustande, in dem
es in der Natur nicht vorkommt, ein chemisches Element, aus der Classe der
Alkalier, von sehr �tzender Qualit�t (�tzendes Kali, kali causticum, pierre
de cauterre); in Verbindung mit S�uren giebt es vielfache Salze, die von
den Natronsalzen wesentlich verschieden sind. Das gemeinste von diesen
Salzen, welches am meisten technisch verwendet wird, ist das _kohlensaure
Natron_, zu dem die Potasche geh�rt. Dieses kommt im Mineralreiche wenig,
nur als Bestandtheil einiger Mineralien vor, aber ausserordentlich
verbreitet ist es im Pflanzenreiche. Die Asche der meisten Pflanzen,
besonders des harten Holzes, der �stigen Farrenkr�uter (pteris aquilina
u.s.w.), der Weintrester u.s.w. enth�lt viel kohlensaures Kali, der
Weinstein bestehet aus weinsteinsaurem Kali, beide Gegenst�nde werden
vorzugsweise auf Kali benutzt. Die Asche wird ausgelaugt, enth�lt nur das
unreine kohlensaure Kali oder Potaschesalz, das durch Abdampfung gewonnen
und gereinigt werden kann. Dieses Salz wird vielfach, vorz�glich zur Seife
verwendet, wozu aber auch kohlensaures Natron dient.
_kien_ im Chinesischen, wird Soda und Potasche seyn;--_k'har, k'hari_ im
Sanscrit;--_garan alkali_ im Malaiischen, wird auch hierher
geh�ren;--_scebbo_ im Maltesischen; wie man in den semitischen Sprachen das
kohlensaure Kali von dem kohlensauren Natron unterschied, muss ich dahin
gestellt seyn lassen.
[Greek: atispodon] (von [Greek: spodos], Asche) der Griechen, [Greek: trix
oinouont�] war das aus Weinstein gewonnene Salz, das auch [Greek: phekl�]
und [Greek: pephrygmen�] hiess;--_antispodon_ und _empireume_ der R�mer;
das k�nstlich fabricirte _nitron agrium_, aus verbranntem Eichenholz, war
offenbar Kali; die Lauge machte man--wie bey uns--durch gebrannten Kalk
�tzend (da dieser sich mit der Kohlens�ure verbindet und das reine �tzende
Kali frei wird), dieses hiess [Greek: protastakton];--[Greek: alkal�] im
Mittelalter;--_alcali_ im Spanischen und den neuern Sprachen, was das
Alkali �berhaupt bedeutet.
_luath rainich_ im Galischen; _salann na groide_ ist das Alkali im
Allgemeinen.
_potasche_ im Teutschen, vielleicht aus dem gemeinen Leben entnommen, weil
die Lauge in einem Topfe--Pot--abgedampft und geschmolzen wird, oder mit
[Greek: spodos] im Griechischen zusammenh�ngend;--_potasse, sel lixiviel_
im Franz�sischen, sal tartre ist das aus Weinstein bereitete;--_potasse_ im
Italienischen;--_potashes_ im Englischen;--_potaske_ im
D�nischen;--_potasz, sol lugowa_ im Polnischen;--_potas, draslo_ im
Czechischen;--_potaschnajo soli, schtschelotschn ja soli_ im
Russischen;--_erusol_ in Krain;--_hamuzser szalajka_ im Magyarischen.
B. _Der Weinstein_.
Aus dem Weine sondert sich der Weinstein (tartarus crudus) ab, der sich als
eine krystallinische Cruste an die F�sser legt, ans weinsteinsaurem Kali
bestehet (wie 1770 zuerst Scheele zeigte, der die Weinsteins�ure
darstellte). Man benutzt den Weinstein viel, theils auf Kali, theils auf
Weinsteins�ure (acidum tartaricum), die in der Medicin Anwendung findet.
_samech_ im Arabischen.
_[Greek: tryx]_ der Griechen, _[Greek: phekl�]_ (faecula im Lateinischen),
_[Greek: pephrygnin�]_ war das Kali aus dem gebrannten Weinstein;--_[Greek:
tartaron, skandyx]_ im Mittelalter.
_chwigl_ im W�lschen;--_fion dheasgann_ im G�lschen (von fion Wein).
_orchal, orgal, dregges_ im Englischen;--_draegg_ im Schwedischen.
_tartaro_ im Italienischen;--_tartar_ im Franz�sischen.
C. _Die kalihaltige Asche der Pflanzen, welche durch Auslaugen die Potasche
giebt_.
_tsin, yao_ im Chinesischen;--_foulengui_ im
Tartarisch-Mandschu;--_katscho, tatsha, parghata_ im Sanscrit;--_tschhai_
im Bengalischen;--_adschium, moschir_ im Armenischen;--_kuna_ im
Lappl�ndischen;--_as, kakesther_ im Persischen;--_ermida, kiuk_ im
T�rkischen.
_ramel, rmyd_ im Arabischen, auch _zana, bitsan, bils_, ist vorz�glich die,
welche auf Kali benutzt wird;--_remmadij_ in Darfur (Nordafrika);--_ramag_
der Alchemiker;--_kerme, k�rmi_ im Koptischen.
_epher_ im Hebr�ischen;--_ephra, dischun, ketam_ im Chald�ischen;--_[Greek:
tephra, konia, spothos, axilia]_ im Griechischen;--_[Greek: stakt�]_ im
Mittelalter und Neugriechischen.
_luath, luaitthre_ im G�lischen;--_ludu, isque_ im Bretonischen;--_lliudw_
im W�lschen.
_cenu�a_ im Walachischen;--_chi_ im Albanischen;--_cinis_ im
Lateinischen;--_ceniza_ im Spanischen;--_cinza_ im
Portugiesischen;--_cenere_ im Italienischen;--_cendre_ im Franz�sischen.
_autsa, ausa, auscua, errautsa_ im Baskischen;--_asja, azo_ im
Gothischen;--_asca, ahsa_ im Angels�chsischen;--_aksa, eysa_ im
Isl�ndischen;--_esk_ im Friesischen;--_asko_ im Schwedischen;--_ashes_ im
Englischen;--_as_ im Holl�ndischen;--_popiol, luzyna, machluga_ im
Polnischen;--_popel, luscja_ im Czechischen;--_luxniza_ im
Ragusanischen;--_popel_ im Sorbischen;--_pepel_ im Krainschen und
Croatischen;--_pepeu_ im Windischen;--_pepeo_ im Bosnischen und
Slowakischen;--_parlug_ im Magyarischen.
D. _Die kalihaltige Lauge_; wird sie mit �tzendem Kalk verbunden, wie sie
zur Seifenfabrication u.s.w. dient, so heisst sie _Aescher_.
_sychar_ im Arabischen (woher der Name Aescher kommen soll);--_kuna tjatse_
im Lappl�ndischen;--_ehea_ im Baskischen.
_alsibe_ im Albanischen;--_lesie_ im Walachischen (lesiu ist
auslaugen);--_lleisw_ im W�lschen, lleisw coed ist Lauge aus Holzasche von
coed Holz, lleiswaw ist laugen;--_leisu, licion, leisio_ im Bretonischen,
coaeret ist die ausgelaugte Asche, charr�e im Franz�sischen;--_[Greek:
alisia, antispodos]_ im Griechischen;--_[Greek: l�siba, ligda]_ im
Mittelalter;--_[Greek: alousia, alybisa]_ im Neugriechischen;--_lix,
lixivium_ der R�mer;--_lye, lie_ im Englischen; buck ist die Lauge zum
Waschen, die Beuche;--_lisciva_ im Italienischen, bucata die Lauge zum
Waschen;--_lessive_ im Franz�sischen, auch lotion, bou�, buguee, bugade die
Beuche;--_lixia, colada_ im Spanischen, bugelada die Beuche;--_leah, laag_
im Angels�chsischen;--_lud_ im D�nischen;--_lut_ im Schwedischen.
_lug_ im Polnischen, Krainschen, Croatischen, Bosnischen,
Slowakischen;--_lauh_ im Czechischen;--_lun_ im Windischen;--_lugh_ im
Ragusanischen;--_lungh_ in Dalmatien;--_luygh_ im Magyarischen.
E. _Die Seife_.
Seife ist die Verbindung der Alkalien mit Oel, Talg u.s.w. Die Kaliseifen
werden nicht fest, sind Schmierseifen.
_saboon, savin_ in Indien;--_sabum_ im Malaiischen;--_sabon, savaun,
odscharr_ im Armenischen;--_sabon_ im Persischen;--_sabun, saban_ im
Arabischen;--_sapon, ahala_ im Chald�ischen;--_sapun_ im
Maltesischen;--_zub_ im Hebr�ischen;--_samegma_ im Amharischen.
_sapoun_ im Albanischen;--_sapune_ im Walachischen;--_siabunn, sebon_ im
G�lschen;--_sebon_ im W�lschen;--_suan, suaon_ im Bretonischen;--_[Greek:
sap�n, saponion, sapoynin]_ im Griechischen;--_[Greek: sapouni]_ im
Neugriechischen;--_sapo_ im Lateinischen (die R�mer und Griechen zogen ihre
Seife meist aus Gallien und Germanien);--_savon_ im Franz�sischen;--_sabon,
xabon, azabon_ im Spanischen;--_soap_ im Englischen;--_sapa_ im
Isl�ndischen;--_sape, saepe_ im Angels�chsischen;--_sepe_ im
Nieders�chsischen;--_saepa_ im Schwedischen;--_saebe_ im
D�nischen;--_saape_ im Norwegischen;--_zaepe_ im Belgischen;--_zeep_ im
Holl�ndischen;--_siep_ im Friesischen;--_seife_ im Hochteutschen;--_shefa,
sopum_ im Windischen;--_shaifo_ im Krainschen;--_szapun_ im
Dalmatischen;--_saplun_ im Ragusanischen;--_szopun_ im
Croatischen;--_szappan_ im Magyarischen;--_chuboa_ im Baskischen.
_meiydo, mydlo_ im Czechischen;--_meydo_ im Polnischen;--_midlo_ im
Bosnischen und Slowakischen;--_modioo_ im Sorbischen.
* * * * *
#�. 8. Borax, Tinkal#.
Der gew�hnliche Borax, wie er in Handel kommt, bestehet aus Boraxs�ure (der
ein eigenes chemisches Element zu Grunde liegt) und etwas Natron. Er kommt
seit alter Zeit aus Indien, Tibet, China und Persien, wo er aus einer damit
geschw�ngerten Erde gezogen und meist in Krystallen versendet wird, die
unter den Namen _Tinkal_ oder _Swaja_ bekannt sind. In einigen Quellen von
Italien hat man neuerlich Borax gefunden, auch sollen bey Babylon
dergleichen seyn. Der Borax ist ausserordentlich leichtfl�ssig, bef�rdert
den Fluss der Metalle; vorzugsweise dient er zum L�then des Goldes (heisst
auch Goldloth), zum Zusammenschmelzen und Reinigen der Metalle, zur
Fabrication feiner Gl�ser u.s.w. Die reine Boraxs�ure war sonst unter den
Namen Sedativsalz, sal sedatif bekannt.
_pong, poun_ im Chinesischen, pon-che, poun-xa ist die Erde, aus welcher
der Tinkal gezogen wird; bey letzterm unterscheidet man; pin-poun, die
gr�ssten Krystalle, my-poun, die kleinen Bohnen, noui-poun, die kleinen
K�rner.
_tincar, tancar, tankana, tagara suhaya_ im Sanscrit, auch: malatitirandsha
(d.i. von Malatiufer), dhatumarani (Metall fl�ssig machend), lohadrawin
(Metallschmelzer), rasasodhana (Metallreiniger);--_tankana, sohaya_ in
Bengalen;--_tinkal_ im Hindu;--_tingkal, patari, pateri_ im
Malaiischen;--_tincal, tencal, borech_ im Persischen;--_tingar, tancar,
tengar_ im Arabischen.
_swago, zala, tsha-le_ im Tibetanischen, tsha-lehi-sky-ura-rtsi ist die
Boraxs�ure.
In der griechischen und r�mischen Litteratur scheint diess Salz nicht
erw�hnt zu seyn; was von der [Greek: chrysokolla], chrysocolla (d.i.
Goldloth) gesagt wird, passt nicht wohl darauf, diese war vielmehr theils
ein Kupferoxyd, theils ein leichtfl�ssiges Metallgemisch.
_anticar, ancinar, attincar_ bey den Alchemikern, auch _alinzadir, anucar,
anatron, denoquor_.
_burak_ im Armenischen, auch _oskjeborak_ (d.i. Goldborak); _burak_ im
Turkischen;--_burach_ im Syrischen;--_borax, atincar, crisocola_ im
Spanischen;--_borax, tincal_ im Portugiesischen;--_borace, tincal_ im
Franz�sischen;--_borace, colla d'ora_ im Italienischen;--_borace, tincal_
im Englischen;--_borax, guldlun_ (Goldloth) im D�nischen;--_boras, tincar_
im Holl�ndischen;--_bura, byra_ im Russischen;--_olvaszioso_ im
Magyarischen.
* * * * *
#�. 9. Ammonium#.
Das Ammonium hielt man f�r einen eigenth�mlichen chemischen Grundstoff aus
der Classe der Alkalien, der in reinem Zustande nur gasf�rmig erscheint,
ausgezeichnet durch seine grosse Fl�chtigkeit, stechenden Geruch und
scharfen Geschmack, das sich rein nicht nat�rlich findet, in Verbindungen
h�ufig im Thierreiche, auch im Pflanzenreiche, selten im Mineralreiche
findet, vorz�glich in den Excrementen der Thiere. Berthollet zerlegte
zuerst 1785 dieses Alkali in Stick- und Wasserstoff, neuerlich hat man, bey
anderer Behandlung, daraus einen metallischen K�rper reducirt, der daher
ein chemisch componirter ist. Das Ammonium gehet mit den verschiedenen
S�uren Verbindungen ein; mit Kohlens�ure bildet es das Riechsalz, mit
Chlor- oder Salzs�ure den Salmiak, mit Schwefels�ure den Maskagnin, der
sich bey einigen Laven als Ausbl�hung findet.
Nicht zu verwechseln mit Ammoniak ist unser gummi ammoniacum, ein
Schleimharz, [Greek: ammoniakon] der Griechen, hammoniacum, auch metopium
der R�mer, oshac und calai der Araber. Das sal ammoniacum der R�mer ist
Steinsalz.
A. _Kohlensaures Ammoniak, Riechsalz_.
Das kohlens. Ammoniak ist das bekannte Riechsalz, theils fest, theils in
Wasser aufgel�st (Salmiakgeist), theils mit �ligen Substanzen verbunden
(Hirschhorngeist), das in der Medicin ein altes, wichtiges Reizmittel ist.
_nao-cha, naoch_ im Chinesischen; besondere Arten sind: yen-nao-cha,
che-nao-cha, ta-hong, fan-nao-cha;--_rgya--tsha_ im
Tibetanischen;--_navagura acranum_, auch _soongneh_ (d.i. Riechsalz, von
coogna riechen) der Hindu, die es seit den �ltesten Zeiten durch Erhitzung
von Salmiak und Kreide bereiteten.
In der Litteratur der Griechen und R�mer finde ich keinen Namen daf�r,
gleichwohl kannten sie wohl das Ammoniak, wendeten den Urin mehrfach auch
in der Medicin an; die k�nstliche [Greek: chrysokolla] wurde mit Urin
bereitet, und die fullones in Rom hatten �berall Urinf�sser stehen.
_taejr, taejrul-chorasani_ im Arabischen, batachijum wird auch mit
ammoniacum �bersetzt.
_alacal_ der Alchemiker, auch alfatide, alfoi, alcocar, alemzadar,
alisteles, ocoo, racri.
B. _Salmiak_.
Der Salmiak ist chlor- oder salzsaures Ammonium; findet sich nat�rlich in
den Laven mehrerer Vulkane, wird bey Kutsche in Turkistan in H�hlen
gewonnen, ist ein Handelsartikel der Kalm�cken, unter dem Namen
tartarisches Salz, sel de Tartarie. Gr�sstentheils wird er k�nstlich
gewonnen, besonders in Aegypten aus dem Miste der Kamele, sonst auch aus
Urin u.s.w. Er dient vorz�glich der F�rberey und Medizin.
_nao-cha_ im Chinesischen, wie Riechsalz;--_schoza, schaza_ im
Tibetanischen.
_nuosadur_ im Sanscrit;--_nuoschadur, nosader_ im Hindu, auch
_nova-charum_, alles wohl aus dem Chinesischen;--_nuschader,
koh-nuoschadur_ im Persischen;--_naschatyre, naschat�rj_ im
Russischen;--_misader, amizadir hasacium_ der Alchemiker.
_[Greek: miax]_ im Mittelalter;--_szalamia_ im Magyarischen;--_tepe-rigu_
[or: _teperigu_] im Walachischen.
_salmiak_ in den neuern und wissenschaftlichen Sprachen.
* * * * *
#�. 10. Vitriol#.
A. _Vitriol im Allgemeinen_.
Der Vitriol ist die Verbindung der Metalle mit Schwefels�ure, es giebt
daher so viele Arten von Vitriol als Metalle. Kupfer-, Eisen- und
Zinkvitriol finden die allgemeinste Anwendung, finden sich nat�rlich wieder
im Grossen k�nstlich bereitet. Bis ins 16. Jahrh. kam fast aller Vitriol
durch die Venetianer besonders aus Cypern nach Teutschland.
_fan_ im Chinesischen;--_tutia_ im Hindu, worunter man auch das Zinkoxyd
begreift;--_trausi_ im Malaiischen;--_ardschasp_ im Armenischen;
_kankanton_ im Chald�ischen;--
_schechiro, surto_ im Syrischen; mit diesem oder einem �hnlichen
semitischen Worte k�nnte vielleicht sory im Griechischen zusammenh�ngen.
_zadsch_ im T�rkischen, zadshi kybrys ist cyprischer Vitriol;--_zadsch_,
auch _sak, resker_ im Persischen, _sadsch, schabb, sech, zech, gez_ im
Arabischen, auch resger, resgez, sipr�;--_zegi_ der Alchemiker, auch azegi,
azig, asagi, zet, alech, zoroba, sactin, altinuaraun.
_sory_ der R�mer und Griechen k�nnten hierher geh�ren, doch l�sst sich mit
Sicherheit �ber einen allgemeinen Namen derselben nichts bestimmen.
_uisge nimhe, uisge loisgeach_ im G�lschen (d.i. giftiges, brennendes
Wasser).
_coupross_ im Bretonischen;--_couperrosce, couperouse_ im
Altfranz�sischen;--_coparrosa, caparrosa_ im Spanischen, auch cabarros, was
eigentlich Eisenvitriol ist;--_copperas, scoperas_ im
Altenglischen;--_koppor�k_ im Schwedischen;--_kouporos, kyporoch_, auch
witriol im Russischen;--_koperwas, koperwaser, siarkan_ im Polnischen, auch
wytryol;--_coperwater_ im Holl�ndischen;--_kupferwasser_ im Altteutschen
(kommt wohl nicht mit Kupfer und Wasser zusammen, bedeutet nicht
Kupfer-oder Cementwasser, stehet wohl mit den erw�hnten Namen, vielleicht
auch mit kubreet Schwefel im Semitischen in Zusammenhang). Die unreinen
Vitriolerze heissen in Goslar Tintenerze (vielleicht wegen des
Tintengeschmacks, daher im Englischen auch inkstone). Man unterscheidet
gr�nes, gelbes, weisses Kupferwasser oder Atrament.
_calacan, calacana_ im Walachischen;--_skalice_, auch _zmyda_ im
Czechischen;--_galic_ im Illyrischen;--_galiska_ in Bosnien;--_galiz,
galitzk�_ im Magyarischen; auch jetzo nennt der Bergmann das unreine
Vitriolerz Galitzienstein, was aus dem Slawischen stammen wird.
_g�kel_ ist der altteutsche Name, der sich auch in Ungarn findet; jetzo
noch heisst bey dem teutschen Berg- und H�ttenmann der unreine Vitriol
_g�kelguth, gogkelguth_, h�ngt wohl mit galic zusammen, nicht mit jok�ll
der Eisberg im Isl�ndischen, isg�kil der Eiszapfen im Nieders�chsischen.
_[Greek: bentriolon]_ im Mittelalter;--_[Greek: bitriolon]_ im
Neugriechischen;--_witryol_ im Russischen;--_witrolym, gitrolyn_ im
Czechischen;--_fitriol_ im Windischen;--_vitrill, victrol_ im
Altteutschen;--_victril_ im Schwedischen;--_vitriolo_ im
Italienischen;--_vitriola_ im Spanischen;--_vitriol_ im Englischen,
Franz�sischen, Teutschen u.s.w. ist der neuere Name statt des alten coupe
rosce u.s.w.; woher derselbe stammen mag, erscheint noch ganz zweifelhaft.
B. _Kupfervitriol_.
Schwefelsaures Kupfer, meist von blauer Farbe, daher auch blauer Vitriol.
Er findet sich nat�rlich in einigen Kupferbergwerken, hier auch in den
Cementwassern, aus denen er durch Abdampfung gewonnen wird; meist erzeugt
man ihn k�nstlich aus Kupferkies. Er wird vielfach, besonders in der
F�rberey angewendet.
_tan-fan, tsing-fan_ im Chinesischen;--_spana-ma_ im
Tibetanischen;--_tutya_ im Bengalischen;--_nila-tutia_ (d.i. die blaue) im
Sanscrit, auch nilaka, nilandshana, tutaka, _tutha, tutthaka_ (in
medicinischer Anwendung) tamra-garba (d.i. aus Kupfer entstanden),
_sikhigrtwa_ (pfauenhalsig), mrita, mada.
_kalkant_ im Arabischen war eigentlich der gr�ne Eisenvitriol, _zeg_ der
blaue;--_kalkantos, kanston_ im Syrischen, von kalkitis das
Kupfer;--_kankanton_ im Chald�ischen;--_[Greek: chalkalthon, chalkitis,
stypt�ria]_ im Griechischen; [Greek: chalkitis] war der zu weissem Pulver
zerfallene Vitriol, �berhaupt der weisse, wie auch mysi und sory; [Greek:
lonchoton] war der nat�rliche tropfsteinartige, [Greek: promalakteria] war
das nat�rliche Cementwasser; die Griechen und R�mer zogen den Vitriol
vorzugsweise aus der Insel Cypern, deren Kupferbergwerke bis ins 17.
Jahrhundert betrieben wurden;--_chalcanthum_ der R�mer, lonchotos war das
nat�rliche stalactitische, pecton das aus Cementwasser abgesetzte, coctile
das durch Abdampfung gewonnene;--_calacanu_ im Walachischen; _alcaranum_
bey den Alchemikern, auch _dehenz_, duenec viride.
_glas faen_ (blauer Stein) im W�lschen.
_kek-galiz_ im Magyarischen;--_kada_ im Czechischen;--_koperwas miedzi,
siarkan miedzi_ im Polnischen (woda koperwassowa ist
Cementwasser);--_kouperosa mednoi_ und _senei_ im Russischen; _blau
kuperwasser_ im Altteutschen;--_copperosa turchina, vitriolo di cipro_ im
Italienischen;--_couperose bleu, vitriol di chypre_ im
Franz�sischen;--_azigue, vitriol azul_ im Spanischen;--_aziche_ im
Portugiesischen wird hierher geh�ren;--_bl�sten bloe viktril_ im
Schwedischen;--_blue vitriol_ im Englischen.
C. _Eisenvitriol_.
Das schwefelsaure Eisen ist frisch, sch�n gr�n (daher gr�ner Vitriol,
gr�ner Chalitzenstein), wird an der Luft leicht gelb, f�rbt mit Gall�pfel
schwarz (daher die Farbe unserer Tinte). Er findet sich an manchen Punkten
nat�rlich, zum Theil tropfsteinartig, ist dann meist unrein
(Atramentstein), wird meist k�nstlich, aus Eisenkies (Schwefeleisen)
bereitet, wird vielfach, besonders in der F�rberey angewendet.
_hei-fan, tsao-fan, lou-fan_ im Chinesischen;--_kasis_, _kusees_ im Hindu,
auch _mis-si_ (ganz wie im Griechischen), _hura-tutia_, d.i. die
gr�ne;--_kasisa_ im Bengalischen, _dhatu-kasisa_ ist der
r�thliche;--_kasisa_ im Sanscrit, _kasara_ ist der haarf�rmige, _lomasi_
(auch haarig), wishada, dhatumansika, dhaturasita (wird mit
Rotheisenvitriol �bersetzt);--_trusi_ im Malaiischen;--_anikan_ im
Koptischen.
_zech_ und zwar die gr�ne Art im Arabischen, kalkant ist auch gr�n,
cocathar ist der gelbe Eisenvitriol, alsura ist roth und schwer aufl�slich,
mag Kobaltvitriol oder Atramentstein seyn, colcathor, cholchofar ist der
gebrannte Vitriol, der Schwefels�ure beraubt, ein rothes Eisenoxyd, das wir
noch jetzo Colcothar nennen;--_zadsch, satsch_ (und zwar die gr�ne Art
davon) im T�rkischen.
_[Greek: melanteria]_ im Griechischen, von [Greek: melainein] schwarz
f�rben (n�mlich mit Gall�pfel);--[Greek: missi], missy der Griechen und
R�mer (ganz wie missi im Hindu) war Eisenvitriol, auch Vitriolerz im
Allgemeinen;--_[Greek: sori], sory_ der Griechen und R�mer (vielleicht
zusammenh�ngend mit schechiro, surto im Syrischen, oder al sura im
Arabischen), war auch zum Theil wenigstens Eisenvitriol, immer wohl ein
unreines Vitriolerz, der Name hat sich lange, bis in die neuern Zeiten, f�r
haarf�rmige vitriolische Ausbl�hungen erhalten, _atramentum_ (sutorium) der
R�mer, nicht zu verwechseln mit atramentum librarium, unsere Tusche und
atramentum sepiae, der schwarze Saft des Tintenfisches;--_leo viridis_ die
Alchemiker, auch duenege, alec, alegh, adraries, altinuraum, elaquir.
_kouperose schelesnoi_ im Russischen;--_siarczam zelaza, siarkan zeleza_ im
Polnischen;--_niekamine zeleny_, skalice, zmido im
Czechischen;--_z�ldgaliz_ im Magyarischen.
_gr�n g�kelgut, jokel_, die teutschen und ungarischen Bergleute.
_caparrosa_ im Portugiesischen;--_capperosa verde_ im
Spanischen;--_copporosa di verde, vitriolo di marte_ im
Italienischen;--_couperose, vitriol verd_ im Franz�sischen; mordans, magmas
ist ein Gemenge von Vitriol und Alaun;--_copperas, iron vitriol_ im
Englischen;--_jarv vitriol_ im Schwedischen.
D. _Zinkvitriol_
Der schwefelsaure Zink zeichnet sich durch seine weisse Farbe aus, heisst
daher weisser Vitriol, fr�her nannte man ihn auch Augenstein (der Eisen-,
selbst der Kupfervitriol bekommt durch die Verwitterung eine �hnliche helle
Farbe). Er kommt hier und da in Kupferwerken, wo Zinkerze mit vorkommen,
nat�rlich vor, wie sonst k�nstlich fabricirt, hat mancherley technische
Anwendung.
_suffed tutia_ (d.i. die weisse) im Hindu; _al calcadis_ im
Arabischen;--scheint bey den Griechen und R�mern mit unter [Greek:
chalkitis, missi, sori] begriffen;--_[Greek: bitriolon aspron]_ im
Neugriechischen.
_coparrosa bianca_ im Spanischen und Italienischen;--_couperose blanche,
vitriol blanc_ im Franz�sischen;--_coperwas cynku_ im Polnischen;--_koprwas
bjely_ im Polnischen;--_kuporros zinkowoi_ im Russischen;--_skalice bila_
im B�hmischen.
_feger galicz_ im Magyarischen;--_weisser gallitzenstein_ und _weiss
g�ckelguth_ beym teutschen und ungrischen Bergmanne, der verwitterte, halb
fl�ssige heisst bergunschlitt;--_galitzenstein, hvit victriol_ im
Schwedischen;--_white vitriol_ im Englischen.
E. _Kobaltvitriol_.
Schwefelsaurer Kobalt, ausgezeichnet durch eine sch�ne rothe Farbe, daher
auch rother Vitriol, kommt zuweilen nat�rlich vor, hat fast gar keine
technische Anwendung.
_dhaturasita_ im Sanscrit, von rother Farbe, schwer aufl�slich, mag hieher
geh�ren;--_alsura_ im Arabischen, desgl.;--_red vitriol_, sulfate of cobalt
im Englischen;--_cobalt sulfat�_ im Franz�sischen, �hnlich in den neuern
Sprachen.
* * * * *
F�nftes Kapitel. #Brennliche Mineralien, d.i. die kohligen und �berhaupt
diejenigen, welche man unter diesem Namen gew�hnlich verstehet.#
#�. 1. Bergbalsam#.
Ein noch wenig bekannter, sehr seltener mineralischer K�rper, der nur im
Kaukasus und benachbarten Gebirgen vorkommt, sehr kostbar und selten ist,
beym Verbrennen einen Wohlgeruch verbreitet, bey �ussern Sch�den, auch
innerlich h�chst wohlth�tig wirken soll.
Man hat davon im Oriente mehrere Arten: a) _scheben-naad_ [or:
_schebennaad_] im Persischen, schwitzt auf dem h�chsten Gebirge aus, wird
meist mit Pfeilen herabgeschossen, mit Silber aufgewogen;--b) _tsjampeh_
oder _tsjempeh_ (vom Orte tsjenpeh genannt), riecht fast wie Bernstein,
der Preis soll viermal h�her als Silber seyn;--c) _kodreti benni_ im
Persischen, auch aus der Provinz Darab, findet sich nur in einer H�hle des
Berges Benna, ist ein Regal des Chanes. _muminahi_ im Persischen soll auch
hieher geh�ren.
* * * * *
#�. 2. Naphtha#.
Eine ganz fl�ssige, weisse, h�chst fl�chtige (sich in Gas verwandelnde) und
leicht brennbare Mineralsubstanz, die an vielen Punkten des Orientes, aus
der Erde, meist mit Wasserquellen hervortritt.
_nathiyataila_ (Erd�l) im Bengalischen;--_mitti-tel, mitee-tel_ im
Hindu;--_ahrem_ im T�rkischen;--_schulhojo_ im Syrischen (heisst auch die
Flamme).
_navth_, auch _tsiuth_ im Armenischen;--_nafta_ im Kurdischen;--_naft,
neft_ im Persischen;--_neft, nafeth_ im Arabischen;--_napht_ im
Chald�ischen;--_naphta_ im Hebr�ischen;--_[Greek: naphtha]_ der
Griechen;--_naphtha_ der R�mer und in den neuern Sprachen;--_nephtj_ im
Russischen;--_nefte_ im Polnischen und anderen, slawischen Dialecten.
* * * * *
#�. 3. Erd�l#.
Der Naphtha sehr verwandt, aber weniger fl�chtig, halb fl�ssig, �lig,
schwarz, auch im Oriente heimisch.
_nathiyataila_ im Bengalischen (wie Naphtha);--_miniak tanah_ im
Malaiischen;--_ahzem, ehzem_ im T�rkischen.
_affaltos, affalito_ im Aethiopischen;--_[Greek: asphaltos]_ im
Griechischen; _[Greek: petrelaion, hygropiss�n]_ im Mittelalter;--_[Greek:
petroleion]_ im Neugriechischen.
_asphaltum, bitumen liquidum_ im Lateinischen;--_betuna_, arrioliola im
Baskischen;--_bitume_ am Bretonischen;--_bigh thalmhainn_ im
G�lschen;--_betun, petrolio_ im Spanischen;--_betume_ im
Portugiesischen;--_bitume, petrole_ im Englischen;--_petrole_ im
Franz�sischen;--_petroleo_ im Italienischen;--_bergolja, bergtj�ra_ im
Schwedischen;--_jordolie_ im D�nischen;--_steen�li_ im
Holl�ndischen;--_lym_ im Isl�ndischen.
_f�ldolaj, k�oloj_ im Magyarischen;--_gornoe maslo_ im Russischen;--_oley
ziemny_ im Polnischen;--_skalkny oley, ohnivy kleg_ im Czechischen;--_pethi
olei, ogrilza, hhtanovez_ im Windischen;--_ropa_ in mehreren Districten der
Karpathen.
* * * * *
#�. 4. Erdpech#.
Ein mehr oder weniger verh�rtetes Erd�l von schwarzer Farbe, hart, oft dem
Gagat sehr �hnlich, das sich in mehreren Gegenden findet.
_gairega_ im Sanscrit, auch giripushpaka, asmadshatuka; siladshatu,
silawjadhi, siladadru, siladshit;--_kupr, goubr, kepratsiuth_ im
Armenischen;--_chefer alihead, kufr-al-ga-goodu_ im
Armenischen;--_rhadinake_ soll der Name im Altpersischen gewesen
seyn;--_amrihe, mbrehi_ im Koptischen;--_chemara_ im
Chald�ischen;--_chemar_ im Hebr�ischen (womit wohl gema im mittelalterigen
Latein, und geme im Altfranz�sischen f�r pix, das Pech, zusammenh�ngen
k�nnte). _[Greek: pisasphalton]_ im Griechischen; auch [Greek: gagat�s] zum
Theil, das verdickte, halb feste Erd�l war [Greek: ampelit�s], auch [Greek:
pharmakit�s];--_[Greek: asphaltos]_, auch _[Greek: katras, knas]_ im
Neugriechischen.
_betuna, glydiog_ im Baskischen;--_couiltron_ im Bretonischen;--_bitumen
durum, pisasphaltum, pix fossilis, maltha_ im Lateinischen;--_bitume, poix
minerale_ im Franz�sischen;--_bitumen, jais, affalto_ im
Spanischen;--_asphalto_ im Portugiesischen;--_affalto_ im
Italienischen;--_bitumen, jews pitch_ im Englischen;--_bergbech_ im
Schwedischen;--_jordlym_, im Isl�ndischen;--_joodlym_ im
D�nischen;--_hornoi jire_ im Russischen, das sehr verh�rtete ist _jornaja
smola_;--_smola ziemma_ im Polnischen, auch _zidoweka ropa, kleynaksztalt
smoty_;--_zemsly kleg, lepka zeme, pruzimec_ im Czechischen;--_foldszurok,
enny�, k�viass, suken_ im Magyarischen;--_badak_ im Lappl�ndischen.
* * * * *
#�. 5. Gagat#.
Der Gagat ist eine sch�n schwarze, feste, gl�nzende, erdpechartige
Braunkohle, meist aus fossilem Holze bestehend, die, vorz�glich im
s�dlichen Frankreich, viel zu Bijouterie-Waaren, Kn�pfen u.s.w. verarbeitet
wird, fr�her auch schwarzer Bernstein oder Agtstein genannt. Hieher geh�rt
auch ein Theil der englischen cannel-coal.
_[Greek: gagat�s]_ der Griechen mag zum Theil hieher geh�ren, wie der
_gagates_ der R�mer.
_jais_ im Spanischen, auch _azeyte de montana, azabache_ (azabaches sind
die Bijouterie-Waaren daraus);--_gagata, azeviche_ im
Portugiesischen;--_jais, jaget_ im Franz�sischen;--_jet, pitch-coal_ im
Englischen;--_git_ im Holl�ndischen;--_gagate_ im Italienischen;--_gagas_
im Schwedischen, Polnischen, Russischen u.s.w.;--_gagetstein, agentstein,
agtstein_ im Altteutschen.
_arbalcha, arbeicha_ im Baskischen (von ar Stein, balcha
schwarz);--_muchudd_ im W�lschen (von much schwarz);--_finiche, clach
dhubh_ im G�lschen.
* * * * *
#�. 6. Kohle#.
A. _Kohle im Allgemeinen_.
Holzkohle wurde wohl zu allen Zeiten und von allen V�lkern verwendet;
Mineralkohle wird auch jetzo noch im Oriente und den heissen L�ndern sehr
wenig benutzt, wohl aber in den kalten.
_tan, sin_ im Chinesischen;--_angar_ im Sanscrit;--_angara_ in
Bengalen;--_janger_ in der Zigeunersprache;--_gasola, solaba, sola_ im
Tibetanischen.
_chual, sughal, seghal, wegal_ im Persischen;--_kiul, kor, alas_ im
T�rkischen;--_socham, zughare, jukak_ im Arabischen;--_fahham_ im
Maltesischen (gamar ist gl�hende Kohle);--_uluth_ im Dongalischen
(Nordafrika);--_girgit_ im Berberischen (desgleichen);--_gumra, schigurin_
im Chald�ischen (pecham ist gl�hende Kohle);--_gehal, gechel, pecham_ im
Hebr�ischen;--_kasale_ im Amharischen (fehem ist gl�hende Kohle);--_kasal,
fehem_ im Aethiopischen.
_[Greek: anthrax, anthrakas, anthrakis]_ im Griechischen, ist eigentlich
Holzkohle, [Greek: anthrakeus] der Kohlenbrenner; [Greek: gai�d�s] oder
[Greek: ge�d�s anthrax] ist die Steinkohle.
_karbunja_ im Syrischen;--_carbune_ im Walachischen (carbunario ist
Kohlenbrenner);--_carbo_ der R�mer (pruna ist gl�hende Kohle);--_carbone_
im Italienischen;--_carbon_ im Spanischen (carbon de lena ist
Holzkohle);--_carvao_ im Portugiesischen; _charbon_ im Franz�sischen
(braise ist gl�hende Kohle; houille Steinkohle, wohl von goul im G�lschen).
_gual_ im G�lschen, auch _airis, aithine_ im Irischen;--_glo_ im W�lschen,
gl�aid ist kohlig, globwll die Kohlengrube;--_goul, gleucenn_ im
Bretonischen;--glaouaur ist der Kohlenbrenner;--_coal_ im Englischen
(charcoal ist Holzkohle, coak abgeschwefelte Kohle); _koal, kol_ im
Schwedischen;--_koal, koele_ im Altnieders�chsischen;--_kole, koole_, im
Holl�ndischen;--_kol, chol_ im Altteutschen, Isl�ndischen,
Angels�chsischen;--_coele_ im Altfriesischen, glede ist glimmende
Kohle;--_kul_ im D�nischen und Norwegischen.
_ouehe_ im Tartarischen (gaha ist Holzkohle);--_oughli, ugol_ im
Russischen;--_uhli, uhel_ im Czechischen;--_wegle, wegiel, wagl_ im
Polnischen (weglarz ist Kohlenbrenner, prysk, zar ist gl�hende
Kohle);--_wuhel_ im Sorbischen und Wendischen;--_uhel_ im
Slowakischen;--_ogl_ in Krain;--_ughglenak_ im Ragusanischen;--_vuglen_ in
Croatien;--_uglyen_ in Dalmatien;--_ughgljen_ in Bosnien; _ohgle_ im
Lettischen;--_vogel, vogle_ im Windischen;--_wsal_ im Ossetischen.
_icatza, iguetza_ im Baskischen;--_diggil, phaggil_ im Albanischen;--_szen,
holt_ im Magyarischen;--_anglis_ im Litthauischen (zariga ist gl�hende
Kohle);--s��d, _s�ssi ha_ Esthuischen;--_sysi_ im Finnl�ndischen;--_pradde_
im Lappl�ndischen;--_aluma, auma_ im Gr�nl�ndischen.
B. _Torf_.
Der Torf ist ein wichtiges Brennmaterial der nordischen L�nder, das sich
gegenw�rtig fortbildet, und aus �hnlichen Bildungen fr�herer Epochen wird
die Braun- und Steinkohle entstanden seyn. Man unterscheidet vorz�glich: a)
Baggertorf, ein fetter, sehr brennbarer Schlamm, bey dem vegetabilische
Theile kaum zu erkennen sind, b) Stechtorf, der gestochen wird, aus
deutlichen, mehr oder weniger ver�nderten Vegetabilien bestehend; die
oberste, j�ngste, ganz vegetabilische Schicht heisst Moostorf.
_lutul_ im Walachischen;--_lutum_ und _terra_ der R�mer begriff auch unsern
Torf, dessen Verwendung ihnen sehr fremd war.
_fod, foid_ im G�lschen, auch _sgrad_ und _tota_, was eigentlich Rasen ist;
mointeach, sliabh, boglach ist das Moor;--_tawarchin_ im Bretagnischen ist
Torf, eigentlich Rasen.
_turfe, tyrb_ im Finnischen; ayde ist Raasentorf, tarrig, targ, terg, darg
ist Schlyck oder Baggertorf, der auch klun, kleen heisst; moos ist das
Torfmoor;--_torf, darris, svarta_ im Schwedischen; _torv_ im D�nischen,
klyn ist der fette Baggertorf;--_torf_ im Isl�ndischen und
Nieders�chsischen;--_turfe, tyrf, tyrb_ im Angels�chsischen;--_turf_ im
Englischen;--_tourbe_ im Franz�sischen;--_torba_ im Italienischen;--_turba_
im Spanischen;--_turba_ im Altteutschen, moos ist Torfmoor;--_turba_, auch
_curffodi_ im mittelalterigen Latein (wohl mit fod im G�lschen
zusammenh�ngend), blastia war der Moostorf;--_[Greek: tourpha]_ im
Neugriechischen;--_loh_ in der Lausitz.
_torf_, auch _pewna, ziemia tlusta_ im Polnischen;--_turph_ im
Russischen;--_zib, raselina_ im Czechischen;--_rushina, sushik_ im
Windischen;--_gyept�zeg_ im Magyarischen.
C. _Braunkohle_.
Die Braun- oder Erdkohle, stehet zwischen Torf und Steinkohle in der Mitte,
ist meist erdig und braun, zum Theil mit Holzstructur, enth�lt viel
fossiles Holz (Lignit), sie dient, doch fast nur in Teutschland, jetzo sehr
allgemein zur Feuerung, die festen St�cke (Knorpel) werden unmittelbar
verbrannt, die erdige Masse wird meist erst mit Wasser geknetet und
geformt. Die allgemeine Verwendung als Brennmaterial f�llt meist erst in
die aller j�ngste Zeit, wurde durch den allgemeinen Holzmangel bedingt,
aber manche alaunhaltige Straten (Alaunerde, s. oben) wurden schon fr�her,
zum Theil seit alter Zeit, auf Alaun benutzt.
_[Greek: euthos anthrax]_ (mit erdigem Bruche) der Griechen kann hierher
geh�ren;--_suturbrand_ im Isl�ndischen ist meist fossiles Holz;--_jordkul_
im D�nischen;--_b�rgbecksjord_ im Schwedischen;--_browncoal, bovay-coal,
lignite_ im Englischen;--_charbon de terre, houille terreuse, cendres
pyriteuses, lignite_ im Franz�sischen;--_litantrace bruno, lignoso terroso_
im Italienischen;--_hnedouhli_ im Czechischen;--_barna k�szim_ im
Magyarischen;--enyvesfa ist bitumin�ses Holz.
D. _Steinkohle_.
Schwarze gl�nzende, feste, steinige Kohle, ohne deutliche Holzstructur, den
�ltesten Fl�tzstraten untergeordnet, hat erst im Laufe des letzten
Jahrhunderts die ausgedehnte Anwendung gefunden, und die Kohlenwerke
Englands werden auf die colossalste Art bebauet.
_mey, chy-mey_ im Chinesischen;--_rdo-gasola, rdo-sola_ im
Tibetanischen;--_maden ki�niur�_ im T�rkischen.
_traskias_ (thracius lapis) im Syrischen;--_[Greek: lithos thrakios]_ der
Griechen, auch _[Greek: spinos, anthrax gai�d�s, = ek t�s g�s]_; _lapis
thracius, lapis binae_ der R�mer, gagates zum Theil _[Greek: petra
karbounon]_ im Neugriechischen.
_ouehe-yaha_ im Tartarisch-Mandschu;--_ouehe tapsoun_ im
Tartarischen;--_wegle, wegiel ziemme = kamiene_ im Polnischen;--_ugoli,
kamennyie ougli_ im Russischen;--_uhlot_ im B�hmischen;--_k�szin_ im
Magyarischen.
_gual_ im G�lschen; sloc gueil ist Kohlengrube;--_glo careg_ im
W�lschen;--_coal, pit coal_ im Englischen, mit den Arten black-slaty-glance
coal,--caking-binding coal ist die fette Kohle, delph das Steinkohlenfl�tz,
coaks sind die abgeschwefelten Kohlen;--_houille_ im Franz�sischen (von
gual);--_hulla, hornaguera_ im Spanischen;--_steenkole_ im D�nischen und
Holl�ndischen;--_stenkol_ im Schwedischen und Isl�ndischen;--_carbone de
pietra_ im Italienischen;--_carvao de pedre_ im Portugiesischen.
* * * * *
#�. 7. Graphit#.
Eine aus Kohle und Eisen bestehende Mineralsubstanz, stark abf�rbend und
schreibend, die im gemeinen Leben verschiedene technische Namen hat, als
Bleierz, T�pferblei L�schblei, schwarze Kreide, Eisenschw�rze, plumbago;
aber nicht zu verwechseln ist mit Wasserblei oder Molybd�n, das ein eignes
Metall enth�lt. Es kommt in verschiedenen L�ndern vor, sehr ausgezeichnet
in England; der Graphit findet vielfache Anwendung, vorz�glich zu Blei- und
Zeichenstiften (wovon die wichtigsten Fabriken zu Resswick in Cumberland
sind), zum Schw�rzen der Oefen, in Verbindung mit Thon zu feuerfesten
Schmelztiegeln (Ypser-Tiegel) u.s.w.
_dubh_ (d.i. schwarz), _ball dabh_ im G�lschen;--_bruis dreachaid_ ist
Bleistift;--_black_ (d.i. schwarz), _blacklead_ (Schwarzblei), _lead stone_
(Bleistein) im Englischen; pencil of blacklead ist Bleistift; _kellu,
kellon_ heisst das Mineral in Cumberland;--_plombagine, potelot, ceruse
noir, graphit_ im Franz�sischen, crayon de mine,--de plomb ist
Bleistift;--_piombo nero, plombagine mica de pittori_ im
Italienischen;--_lapis negro_ im Spanischen und
Portugiesischen;--_plumbago, blyerts, skif versvarta, svart krita_ im
Schwedischen;--_loot kryt_ (Bleikreide), _tekenloot, koolkrit_ im
Holl�ndischen;--_tschernoi krandasch_, auch _nastojaschtschu karandasch_ im
Russischen;--_wuk_ im Polnischen, auch _olowek_ (ist eigentlich
Bleistift);--_tuha_ im Czechischen;--_cerusa_ im Walachischen ist
Bleistift.
_plumbago_ im neueren Latein, auch _lapis flandricus_, da das Material der
Bleistifte �ber Holland kam;--_kohsi gabarjeag_ im Armenischen wird mit
plumbago �bersetzt;--
_gagates_ der R�mer und Griechen kann auch den Graphit mit begriffen haben;
_[Greek: molybdos]_ der Griechen, wie auch die Bleistifte hiessen.
* * * * *
#�. 8. Schwefel#.
Ein sehr bekanntes Mineral, das vielfach technisch benutzt wird, von allen
V�lkern und zu allen Zeiten Anwendung fand.
_lieu, lieu-chuang, siao-hoang_ im Chinesischen;--_liu-cheang_ auf
Korea;--_iguath_ auf Kamtschatka;--_ikuel-leksaut_ [or: _ikuelleksaut_] im
Gr�nl�ndischen;--_es_ im Jakutischen;--_mia zi_ im Tibetanischen.
_gandhana, gandhaka_ im Sanscrit, auch _gandhasman, gandhapaschana_ (d.i.
Geruchsstein), _gundhamsdana, culwari_;--_gandhac, gundhuc_ im
Hindu;--_gandhaka_ in Bengalen;--_kan_ in der indischen Provinz
Tenassarim;--_balirang, belarang, biram, tjollok_ im Malaiischen.
_kokurt, kjukjurt_ im Tartarischen;--_kokurt_ im Kirgisischen;--_kokurt_ im
Afghanischen;--_kokurt, kibrit_ im Kurdischen;--_kukurd, ki�k�rt_ im
T�rkischen;--_k�kird, chibrit, gogurt_ im Persischen;--_khougourt,
d*jedsoun_ [?*] im Armenischen;--_altun gugurt_ im Bucharischen;--_gogirdi,
zalzuba_ im Georgischen;--_g�gird_ in den kaukasischen Sprachen, auch
_tschabat, tschogot, sangal, sengol, alt_;--_gophrit_ im
Hebr�ischen;--_kubrith_ im Chald�ischen, _kebrit, kubreet, bubric, kibrit,
rabric_ im Arabischen;--_kybrit_ im Maltesischen;--_kebrith, kirko_ im
Syrischen;--_aphrum_ ist sulphur viride, wohl nat�rlich gediegener
Schwefel;--_kibbrit_ in Darfur (Nordafrika);--_tok-kubreh_ im Szauakischen
(daselbst); _dir_ im Tigrisischen (desgleichen).
_taj_ im Aethiopischen;--_theih_ im Koptischen;--_[Greek: theion]_ im
Griechischen;--_[Greek: theiphi, theiaphi]_ im Neugriechischen, _[Greek:
theaph�]_ im Mittelalter, auch _[Greek: teaphin, soulphara, ch�bour]_.
_alcubret_ bey den Alchemikern, auch _quebrit, akibot, alchibit, alchimit,
alcebris, alazer, olzur, averich, chybur, aphebrio, scorith, tin, tifaltum,
tumbala_.
_prvnasg_ im G�lischen, _ufelin, llosgfaen_ (Brennstein), _mygfaen_
(Rauchstein) im W�lschen;--_chouffre_ im Bretonischen;--_sufrea_ im
Baskischen;--_sufre_ im Altspanischen, sp�ter _cufre, zoufre,
azufre_;--_soufre_ im Franz�sischen;--_enxofre_ im Portugiesischen.
_skiufur_ im Albanischen;--_skillphura_ im Walachischen;--_sulfurre_ im
Epirotischen;--_sulphur_ im Lateinischen;--_solfo_ im
Italienischen;--_sumpor, xveplo_ im Illyrischen;--_sumpor, szumpor_ in
Dalmatien.
_brennesteiern_ im Isl�ndischen;--_br�nstein_ im
Schwedischen;--_brimstone_, auch _sulphur_ im Englischen;--_swibla, svibls_
im Gothischen;--_suebel_ im Altteutschen;--_swevel_ im
Plattteutschen;--_swafwel, svafvel_ im Schwedischen;--_svovl_ im
D�nischen;--_swefl, swefyl, suffl, swicfer_ im Angels�chsischen;--_zwavel,
zwevel_ im Holl�ndischen;--_schwabel_ im Wendischen;--_sueplo, schoeplu_ in
Krain;--_webel, weebli, teru_ im Esthnischen;--_chuebe_ im
Altlothringischen;--_suadon_ im Ossetischen.
sera im Russischen, Schamaitischen, Litthauischen;--_sehr, sehwels_ im
Lettischen;--_syra, syrka_ im Czechischen;--_siarka_ im
Polnischen;--_sirko_ im Slowakischen;--_soreli_ in der Zigeunersprache.
_tuli-kiwi_ im Finnl�ndischen;--_kenk�, b�desk�_ im Magyarischen;--_bissja_
im Lappl�ndischen;--_onch_ im Ostiakischen.
Anhang.
_Schwefels�ure_.
Die bekannte fl�ssige Verbindung von Schwefel und Sauerstoff. Durch die
einfache Destillation des Vitrioles wird eine unreine Art gewonnen,
Vitriolol [Vitriol�l] genannt, das an der Luft D�mpfe ausst�sst. Jetzo wird
diese S�ure sehr viel in den Gewerben verwendet, viel mehr, wie sonst.
_muazi-skyura-rtsi_ im Tibetanischen, auch _mu-zihi-kkyuartsi_ (die S�ure
�berhaupt heisst skyura-pa und skvura-rtsi).
Wenn auch nicht Griechen und R�mer, so werden doch die Araber und andere
orientalische V�lker die Schwefels�ure gekannt und verwendet haben; das
N�here ist mir noch nicht bekannt geworden.
Die neuere Litteratur wird mit Basilius Valentin beginnen (um 1500), der
von der Bereitung des Vitriolols handelt.
* * * * *
Sechstes Kapitel. #Metalle und Verwandtes#.
#�. 1. Metall, Erz, Erzstufe#.
Metall, Erz im Allgemeinen, als Gesammtbegriff von allen Metallen, ist
h�ufig von der Bezeichnung desjenigen Metalles hergenommen, welches am
meisten verwendet wurde, diess war bey manchen V�lkern das Kupfer,--oder
vielmehr die geh�rtete Bronce, wie in Aegypten, Griechenland u.s.w., bey
andern das Eisen, wie in Indien, Persien u.s.w., auch wohl das Gold.
_kin, kong_ im Chinesischen, heisst auch Gold;--_ganni_ im Japanischen.
_habyuna-khunasa-kui-kamasa_ im Tibetanischen, heisst auch Mineral. _aisin_
im Mandschu.
_ayas, aras_ im Sanscrit;--_amy�joung_ in der Provinz Tenassarim in
Indien;--_wadas, labur-an_ im Malaiischen;--_jes_ im Afghanischen.
_iekhtchteschtche_ im Zend;--_iokschest_ im Pehlvi;--_as, alzene_, meist
_ehen_ (d.i. Eisen) und _edrsch_, auch _meden_ (Metall); _aheni_ und
_kaskan_ ist ehern.
_karkoma_ im Chald�ischen;--_chalikin_ im Koptischen;--_[Greek: chalkos]_
(eigentlich Bronce), _[Greek: chalk�ma]_, auch _[Greek: metallon]_ im
Griechischen, ebenso im Neugriechischen, _beret_ im Aethiopischen;
--_berete_ im Amharischen;--_metchaphrono_ im Syrischen;--_ophereth_ im
Hebr�ischen.
_moeden, moedeni, mohl, minerecz, zaidam, ajar_ im Arabischen, _m�tala_ ist
schmelzen, schmieden.
_madenler, medan, mille, bacher, ajar, ejar_ im T�rkischen; maden ist Erz
und Grube; maden-tschi-Pascha ist der Vorsteher der Grube.
_mjelagh_ im Armenischen.
_arambrea, menaska_ im Baskischen;--_mantene, metalu_ im Walachischen,
arama ist Erz;--_manten, madem_, auch _siche, ziche_ im Albanischen.
_mantale, arem, arain, aour_ im Bretonischen;--_meatailte, miotal,
miodaelt, ais_ (Erz, M�nze) im G�lschen;--_air, aire, ayr, ar, ure_ im
Schottischen;--_iris, mionach_ im Irischen;--_mein_ im G�lschen ist Erz und
Erzgang oder Mine; mein oir, Golderz und Goldmine, mein airgid Silbererz
und Silbermine, mein iariein Eisenerz;--_mettel_ im W�lschen auch _mwn_,
was Erz und Mine ist, daher mwn aur Golderz und Goldgrube, mwn arian
Silbergrube, mwnai, wie moneta im Lateinischen, Geld;--_moina_ im
Cornischen ist Mine.
_metallum_ im Lateinischen, heisst auch das Gegrabene �berhaupt und
Bergwerk (metallici sind die Bergleute), auch _aes_.
_metallo, rame_ (wohl von ar, arem u.s.w. im Keltischen) im
Italienischen;--_metall_ im Franz�sischen, auch _er, arain, airain_ (Erz),
mine ist Mine, Bergwerk, auch Stufe, wie minerai;--_metal_ im Englischen,
auch _ore_ (Erz); der englische Bergmann nennt metal auch das
Gebirgsgestein, besonders die thonigen Gesteine des
Kohlengebirges;--_metal_ im Spanischen, frutos, pinta azogues ist Erz,
xabones buenos ist reiches Erz, mogrollo, molonquez ist reiches Erz.
_metall_ im Teutschen und den nordischen Sprachen, auch _eyr, aar_ (Erz) im
Isl�ndischen;--_ar, er, artz, aruz_ im Altteutschen;--_arz, arzetum_ im
Alttyrolschen (daher Arzberg, d.i. Erzberg);--_ar, aer, are_ im
Angels�chsischen;--_erts, eyr, aer_ im Schwedischen (malm ist
Erzstufe);--_acrts, erz_ im Holl�ndischen (malm, myn ist Erzstufe);--_erts_
im D�nischen (malm ist Erzstufe, im Isl�ndischen malmur, malgraf).
_melm_ im Finnischen.
_air, ais, aiz_ im Gothischen ist Erz;--_air_ im Lappl�ndischen;--_ercz,
rez, bangassma banyaszat_ im Magyarischen;--_waras_ im
Litthauischen;--_warsch_ im Lettischen.
_metall_ im Russischen; ruda ist das Erz (von ruitj graben).
_kow_ im Czechischen ist Metall, ruda, kruch, krussec ist Erz;--_kow_ im
Slowakischen, ruda ist Erz;--_lesken_, auch _metal_ im Polnischen, ruda,
kruszec, kruszczyzna ist Erz;--_worzel, wozel_ im Wendischen.
* * * * *
#�. 2. Gold#.
A. _Gold im Allgemeinen_.
_kin, kim, kun, yun, wang, ds�, paguin, hoang-kin_ im Chinesischen; kin-po
und fei-kin ist Gold in Bl�ttchen; koueng das Gold in den Erzen;--_ko-gane_
(gelbes Metall) im Japanischen;--_tsching_ auf den Lieukien und Japanischen
Inseln;--_hun, ton_ in Siam;--_kun, keum, kating, nal�ng_ auf Korea.
_altyn, alta, altan_ im Mongolischen;--_altun, altyn_, auch _kiszul,
kjumsan_ im Tartarischen;--_altun, altyn, alton_, auch _gosel_ im
T�rkischen;--_antschun_ im Tartarisch-Mandschu (feikin und aptaha aisin
sind Goldbl�ttchen);--_kuisuil, kjum�s_ im Jakutischen;--_altu_, auch
_soltosse_ und _nenei_ im Samojedischen;--_altun_, auch _zasgarin_ im
Ossetischen;--_altan_, auch _mungimo_ im Tungusischen;--_yltan, yltin_ im
Tschuwassischen an der Wolga;--_olnipelwuntin, elnipelvuitinn_ im
Korjakischen.
_svarna, souvarna, hirania, hiranan, bharma, bharu, hema_ im Sanscrit, auch
_tarisha, lawisha, abhra, agribha, agrividsha, agrivirjja, avaschtamoha,
kakanda, rukma_ (gl�nzend), _dipta_ (glanzvoll) und mehrere dichterische
Namen;--_swarna_ im Bengalischen, auch _sona, sona, rukma, maharadschatu_
(d.i. grosses Silber);--_sona_ im Multanischen (westliches Indien);--_sone_
in der Kaffersprache in Afghanistan;--_sonegai, sonkai_ in der
Zigeunersprache;--_amas, mas, mahs, kanchana_ im Malaiischen, tambang amas
ist Goldmine.
_zer, ser, sar, dseheb_ im Persischen; zerrin ist golden, zerger
Goldschmidt, zerkesch Goldspinner; tenken ist Gold als Geld �berhaupt,
tila ist edles Metall, was im Zend kipa heisst;--_zer, ser_ im
Kurdischen;--_gser, gasera_ im Tibetanischen, auch rina-chhina-dana-po d.i.
edelstes Metall; gasera-kyi ist golden, gasera-rdo ist Golderz;--_gser,
ser_ im Bucharischen;--_sar, sirazar_ im Afghanischen;--_sarne_ im
Permischen, Syranischen, Morduinischen;--_sarni_ in [im] Wodj�kischen;
--_serne_, auch _tschortna_ bey den wolgischen Finnen;--_sornich_ bey den
wogulischen Finnen;--_sorna, sarni, sorni_ im Ostiakischen.
_oski, woski, wusgi_ im Armenischen;--_oko, okero, mokto_ im
Georgischen;--_oker, ukru_ in den kaukasischen Sprachen, auch _murhe,
murie, maesed, misidi, acheche, deschan, deschi dische, dischschah_ (so im
Tscherkessischen).
_arany, arang_ im Magyarischen; termesz arany ist gediegenes Gold; arany
ercz Golderz, arany banya Golderz.
_nub, nuf_ im Koptischen, _nub_ in der aegyptischen Hieroglyphensprache
nach Champollion; nubrokhi das reine Gold.
_warek_ im Aethiopischen und Amharischen, wareke ist vergolden;--_tankara_,
auch _sason_ im Abessinischen;--_ararg_ im Berberischen und Amazirghischen.
_dahab_ (der arabische Name) in Darfur, in den andern nordafrikanischen
Sprachen heisst es: _dinar_ in Burnu;--_dim-mara_ [or: _dimmara_] im
Szauakischen (tibbaro ist Goldstaub);--_nau-brigge_ [or: _naubrigge_] im
Dungalischen (naubreneskitta ist Goldstaub);--_wurky_ im Tigrisischen.
_sahab_ (gelb) im Hebr�ischen; auch _ophaz_ und _kethem_ (kostbar); pass
ist das gediegene, gereinigte Gold, bezer ist Gold- und Silbererz;--_dahab_
im Arabischen, auch _dschanan, zeheb, zibrig_;--_ikjam, ekia_ ist das
nat�rlich baumf�rmig gediegene Gold; scodhur das k�rnig gediegene; tibr und
altabar der Goldstaub; chuzejbet die Goldmine, sofalet die Goldgrube, sam,
samat der Gold- und Silbergang; sirma ist aurum ductile;--nuzar, nasic ist
edles Metall, Gold und Silber;--_deheb_ im Maltesischen, tydhib ist die
Vergoldung, dehhyb der Goldschmidt;--_dabho_ im Syrischen, auch _vusuro_;
saminos und senaino ist das reine Gold;--_dhehab, dhahaba_, auch, _krison,
kerison_ im Chald�ischen; mla, melala ist das rohe Gold, pissus ein
Goldklumpen, masnan das ganz reine Gold, kinai der Goldschmidt.
_[Greek: chryson]_ im Griechischen (h�ngt wohl zusammen mit krison im
Chald�ischen oder einem �hnlichen Worte im Ph�nizischen); von einem Worte
[Greek: auros]; (wie aur im Walachischen) mag wohl herkommen: [Greek:
auros] reich, [Greek: th�sauros] der Schatz, [Greek: palais] ist das
gediegene, reine Gold;--_[Greek: chrysos, chrysaphi]_ im Neugriechischen,
gew�hnlich aber [Greek: malagma, malama] (wohl von amalooma im
Walachischen, oder von [Greek: malagma] und [Greek: malass�] erweichen,
schmelzen, im Gegensatze von [Greek: apyron] das nat�rliche, [Greek:
katharon malama] ist das nat�rliche Gold);--_[Greek: chrysaph�, chrysaphi]_
auch [Greek: malama] im Mittelalter.
_urre_ im Baskischen.
_aur, auru_ im Walachischen; aur natek gediegenes Gold, slatariu (aus dem
Slawischen) ist Goldschmidt;--_arr_ im Albanischen, arte ist golden.
_aur, atr, oyr_ im W�lischen (eurydd ist Goldschmidt);--_our_ in
Cornwallis;--_aur, aour, eur_ im Bretonischen (eurof, euraid ist
Goldschmidt);--_or, oir, aur, afort_ im G�lschen (aurich ist Goldschmidt,
aurglawd Golderz).
_aurum_ im Lateinischen, aureus golden, statt dessen auch wohl chysus,
chryseus aus dem Griechischen.
_or_ im Franz�sischen (aour im Altfranz�sischen), dorure Vergoldung,
orfeore Goldschmidt;--_oro_ im Italienischen;--_oro_ im Spanischen, oro de
tibar reines Gold, oro ganin legirtes, orine, urine der Goldschmidt,
sobredorar vergolden, atauxio mit Gold eingelegt, empolvado Goldstaub,
baluka Goldbarren (balux war nach Plinius im Altiberischen Goldsand,
Goldkorn);--_ouro, oiro_ im Portugiesischen.
_zoloto, dsolot_ im Russischen;--_zloto_ im Polnischen, zlota ruda ist
Golderz;--_zlato_ im Czechischen, ryzs zlato gediegenes, zlata ruda
Golderz;--_zlato_ im Slowakischen;--_sloto_ im Serbischen;--_slato, zlato_
im Illyrischen;--_sloto_ im Wendischen, slotnik ist Goldschmidt;--_slatu_
im Windischen und Crainischen.
_auksas, selts_ im Litthauischen;--_selts_ im Lettischen;--_auksus_ im
Schamaitischen;--_ausin_ in der ausgestorbenen Sprache der alten Preussen.
_kuld, kuldu, kulta_ im Finnischen;--_kuld_ im Esthnischen;--_gulle, golle,
galle_ im Lappl�ndischen.
_gull_ im Isl�ndischen und Schwedischen;--_guld_ im D�nischen und
Plattteutschen;--_guld, gold, guod, kost_ im Altteutschen;--_goud_ im
Holl�ndischen.
_gulths_, auch _aur_ im Gothischen. _gold_ im Angels�chsischen, Englischen
und Hochteutschen (das Wort kann mit den erw�hnten zusammenh�ngen, auch mit
_golud_ im W�lschen, was Geld, Reichthum bezeichnet, _goud_ im Schottischen
soll dasselbe bedeuten).
_sol_ bey den Alchemikern, auch _les, edes, seb, secur, orogamo_ [?*],
_thimianthus, tricor, zaras_.
B. _Das reinste, feinste Gold_.
_ibris_ im Persischen;--_ibritz_ im T�rkischen;--_ibris, abris, b�kni,
chylas_ im Arabischen;--_obrisin, masenana_ im Chald�ischen;--_[Greek:
obryzon]_ im Griechischen;--_obryzon, obrussum_ (aurum) im
Lateinischen;--_[Greek: obryza], aurizum_ im Mittelalter;--_oro obrizo_ im
Spanischen;--_ofare_ im Aethiopischen;--_ofarete wareke_ im
Amharischen;--_abazjeai_, auch _osgi anhour_ im Armenischen;--_pass_ im
Hebr�ischen;--_pass, passa, pissa masnan_ im Chald�ischen;--_aur dilir_ im
W�lschen, ist das reine, nat�rliche Gold.
* * * * *
#�. 3. Silber#.
A. _Silber im Allgemeinen_.
_bak, yn, jin, gin, un, gnnn, ling, ouo, pe-kin, pe-kiang_ im Chinesischen;
_yn-tse_ ist die gew�hnliche Bezeichnung im gemeinen Leben; _leao_ ist das
feinste Silber; _yuan-bao_ ist Silberbarre;--_bak_ im Tunkin;--_sirokane_
im Japanischen;--_gun, un_ auf Korea, auch _han-sug_ (d.i. weisses
Eisen);--_gnun_ in Siam;--_gnui_ auf Awa (fast wie gnul im Tibetanischen).
_dadula, danula_ im Tibetanischen, auch _negoul_ (nul gesprochen), _ngul_,
auch _rina-chhena-garnyisa-po_ (d.i. das zweite edelste Metall).
_munggon, menggun_ im Tungusischen;--_munggun, m�ggun, mongol, m�nggu_ im
Mongolischen;--_munggu, mengoun_ im Tartarisch-Mandschu, yuambou und
ambaschoge ist Silberbarre.
_k�musch_ im Tartarischen;--_k�mis, kumusch, g�misch, kiumych_ im
T�rkischen; kujumtschi ist der Goldschmidt;--_kumisch_ in den samojedischen
Sprachen, auch _komde, menei, nemei_ und _serembire_ (aus dem
Russischen);--_imwoch_ im Ostiakischen;--_olnipelwychtin_, auch
_elnipelvuitin_ im Korj�kischen.
_rupia, ardjuna, arjuna_ im Sanscrit, auch _rafat, rajata, schveta, �veta,
kumuda, radshala, loharad chata_ (mit Metallglanz), _kharadschura,
kharadschdschura, radscharanga_ und andere dichterische Namen;--_rupa_ in
Bengalen;--_ruppa_ in Hindostan und Multan, daher rupeya d.i. Rupie,
Silberm�nze;--_rupa_ in der Zigeunersprache;--_ripa_ in Pehlvi (ist auch
edles Metall).
_perak_ im Malaiischen und Malabarischen;--_chitta_ in der Kaffersprache in
Afghanistan.
_tschie, sya_ bey den wogulischen Finnen;--_esys, osys_ bey den permischen
Finnen;--_awsis, awsist, ajuesta_ im Ossetischen;--_eszys_ im
Szirjanischen;--_ezust_ im Magyarischen, termesz ez�st ist gediegenes
Silber;--_oln, alna_ bey den wogulischen Finnen;--_kiumel_ im
Tschuwaschischen.
_hopia, h�bbe, gobja_ im Finnischen;--_h�bbe_ im Esthnischen.
_hat, het_ im Koptischen; referhat ist Goldschmidt;--_hat_ in der
�gyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion.
_fiddat, fadda, fyzza_ im Arabischen; tibr ist das gediegene Silber und
Gold; kaeseb Drath aus Silber und Gold;--_fyddae_ im Maltesischen; fyddit
ist Silberarbeiter, tyfdid die Versilberung, mfyddet �bersilbert;--_fadda_
und _schongirka_ im Berberischen (Nordafrika);--_fodda_ in Darfur und Mobba
(daselbst);--_foddaga_, auch _mahallagat_ und _dungigge_ im Dungalischen
(daselbst);--_taschleh_ im Szaukischen (daselbst);--_phila_ in Burun
(daselbst).
_berur_ im Aethiopischen;--_bere, berure_ im Amharischen;--_berrur_ [im]
Tigrisischen;--_met, meto_ in der Gallasprache.
_keseph, cheseph_ (das Weisse) im Hebr�ischen;--_keseph, kespo_ im
Syrischen, auch _sina_, wie im Persischen;--_ksaph, keseph_ im
Chald�ischen, auch _chaspah, usman, sima_ (wie im Persischen), _sama, seam,
sanja, sanaja_.
_serebro_ im Russischen; denga ist das nat�rlich gediegene;--_srebro,
szreblo, szrzebro_ im Polnischen;--_strjbro_ im Czechischen; ryzj srebro
ist das nat�rlich gediegene;--_strjbro_ im Slowakischen;--_szrebro_ in
Croatien und Dalmatien;--_szljebro, szlobro_ im Serbischen;--_ssljebro_ im
Wendischen;--_srebru_ im Windischen und Krainerischen;--_srebro_ im
Illyrischen und Bosnischen, srebernar ist Silberarbeiter;--_sirablan_ in
der Sprache der ausgestorbenen Preussen;--_sidabras_ im Litthauischen und
Schamaitischen.
_ardsath_ im Armenischen; ardsathe ist silbern.
_aratz, arsi, arz, orsi_ in den kaukasischen Sprachen, auch _deti, dateb,
mitchir, kumisch_ (ist t�rkisch);--_dschin, dteshin_ im
Tscherkessischen;--_werzchi, werzchle, kwartschili_ im Georgischen.
_ergent, argiant, erzend, ersend_ im Albanischen; _ergentezire_ ist
Silberzeug;--_argent_ im Walachischen, auch _asime_; quel de argent ist
silbern; argent natek gediegenes Silber.
_archant, ariant, argand_ im Bretonischen (von ar dem Artikel und gand
weiss), argandein ist versilbern;--_arian, ariant_ im W�lschen (von air die
helle Farbe), ariannaid ist silbern, arianniad die Versilberung, arianof
der Silberarbeiter;--_airgiod_ im G�lschen, airgiodach ist
silbern;--_airgad_ im Schottischen.
_[Greek: argyrion, argyros]_ im Griechischen; [Greek: arg. as�mon] (von
[Greek: s�ma], das Zeichen, Gepr�ge) ist ungepr�gtes,--[Greek: epis�mon]
gepr�gtes.
_[Greek: as�mi]_ im Neugriechischen, _[Greek: as�min, asimen]_ im
Mittelalter, (wohl von [Greek: as�mon] im Altgriechischen, k�nnte auch
zusammenh�ngen mit awsis, esys u.s.w., wie im Finnischen das Silber
heisst).
_argentum_ im Lateinischen;--pustulatum ist das ganz gereinigte; scintillae
argenti ist das nat�rlich gediegene; argenteus silbern.
_argento_ im Italienischen; nativo ist das gediegene;--_argent_, auch
_argant_ im Franz�sischen.
_argen_, meist _plata_ im Spanischen; plata centrata oder de ley ist das
feinste,--blanca das gediegene; platero der Silberarbeiter, plateado oder
argentado versilbert, argentar versilbern.
_prata_ im Portugiesischen. (Woher dieses prata und plata im Spanischen
stammen m�gen, habe ich noch nicht ermitteln k�nnen. Ob vielleicht
ph�nizisch?)
_cillara, cillaresco_, auch _chocoan_ im Baskischen; _luna_ der Alchemiker,
auch _camel, cames, camor, mambruk, fida_ (aus dem Arabischen) _fermentum
album_.
_sim_ im Persischen, auch _nogra_, simmineh ist silbern, direm ist
Silberm�nze;--_aschrepe, speencar_ im Afghanischen;--_sif, zif, zioo_ im
Kurdischen;--_sif, sav_ im Bucharischen.
_silb, silba_ im Lappl�ndischen;--_silvir_ im
Krimmisch-Tartarischen;--_silfr, sylfur_ im Isl�ndischen;--_selver, selvir,
seloer_ im Altfriesischen;--_s�lv_ im Norwegischen;--_s�lf_ im D�nischen.
_silubr_ im Gothischen und Angels�chsischen, auch _sulver,
seolfr_;--_silbar, silabar, silubr_ im Althochteutschen;--_s�lwer_ im
Plattteutschen;--_silfver_ im Schwedischen;--_silubr_ im
Gothl�ndischen;--_sulver, zulver_ im Nieders�chsischen, _silver_ im
Englischen; _zilver_ im Holl�ndischen.
B. _Silbererz im Allgemeinen_.
_danulu-rdo_ im Tibetanischen;--_bezer_ im Hebr�ischen;--_arian garwch,
arian clawd_ im W�lschen;--_meinn airgid_ im G�lschen;--_molongues_ im
Spanischen sind reiche, krystallinische Silbererze, so auch _petlanques_
und _polvillos_; polvorilla ist eigentlich Silberschw�rze;--_mine d'argent_
im Franz�sischen;--_silver ore_ im Englischen;--_silvermalm_ im
Schwedischen;--_Silbererz_ im Teutschen, hierzu rechneten die alten
Bergleute, ausser den gleich anzuf�hrenden Arten auch _gilbe, swerze,
glantz, kiss, wismat_; bauern erz hiess das nat�rlich gediegene
Silber;--_stribrna ruda_ im Czechischen;--_srebernica, srebrna ruda_ im
Polnischen und �hnlich in den �brigen slawischen Dialecten;--_ezustroig_ im
Magyarischen;--_[Greek: miniera as�mion]_ im Neugriechischen.
C. _Rothg�ltigerz_.
Ein Schwefelsilber mit Arsenik, oft krystallisirt, von sch�n brennend
rother Farbe, in den Silberg�ngen ziemlich h�ufig, ein reiches Erz, welches
wohl zu allen Zeiten dem Bergmann bekannt war.
_terra rufa_ der R�mer;--_argentum rude rubrum_ im neuern Latein.
_rosicler, rossi clero, petlanque roxo_ im Spanischen;--_rossicler_ im
Altfranz�sischen, sp�ter argent rouge;--_red silver ore_ im
Englischen;--_minera di argento rosso_ im Italienischen;--_rothgilden_ bey
dem teutschen, schwedischen und ungarischen Bergmann:--_veres ezust ercz_
im Magyarischen,--homalyos ist das dunkle,--villagos das lichte;--_krashaja
screbra cervena_ im Russischen;--_cerwenek, gasnorudek_ im
Czechischen;--_cserwono krusz_ im Polnischen.
D. _Glaserz, Silberglanz_.
Ein bleigraues Schwefelsilber, ganz geschmeidig und biegsam, so, dass es
sich selbst pr�gen l�sst, auch ein sehr reiches Erz.
_terra cinerea_ der R�mer; argentum rude plumbei coloris im neuern Latein.
_glasserz, glaaserz, gewachs, weichgewachs_ bey dem teutschen und
ungarischen Bergmann, in Ungarn auch _blachman_ (blachmal ist der
goldhaltige Schwefelkies, auch das geschwefelte Silber, das bey der
Scheidung des Goldes und Silbers durch Schwefel erhalten
wird);--_silfwerglas_ im Schwedischen.
_azul plumilosa, plata agria, plata azul acerada_ im Spanischen;--_argent
vitreuse_ und _--sulfureuse_ im Franz�sischen;--_silverglance_ im
Englischen;--_steklowataja ruda_ im Russischen;--_krusec, sjricnjk
stribrity_ im Czechischen;--_kruszec sklenisty srebra, siarcryk srebra_ im
Polnischen.
E. _Spr�dglaserz, Schwarzg�lden_.
Ein Schwefelsilber mit Spiesglanz, etwas Eisen und Kupfer, schwarz, weich,
milde, reich.
_Scharzg�lden [Schwarzg�lden]_ des teutschen Bergmannes, auch _R�scherz,
R�schgew�chs_, besonders in Ungarn;--_ezustercz kemeny_ im
Magyarischen;--_azul acerado petlanque negro, plata azul plomilloso_ im
Spanischen; _brittle silver glance_ im Englischen;--_argent antimoni�
sufur� noir_ im Franz�sischen;--_argento fragile_ im
Italienischen;--_chrupkaja steklowataja ruda_ im Russischen.
F. _Hornerz, Hornsilber_.
Chlor- oder salzsaures Silber; grau, weich, biegsam, vollkommen
geschmeidig, schon in der Flamme eines Lichtes schmelzbar. Ein seltenes
Erz, nur in sehr kleinen Massen vorkommend. Das Wort Horn wird �fter vom
teutschen Bergmanne gebraucht, ohne dass es von Horn (cornu) entlehnt zu
seyn scheint, wie Hornblende, Hornstein, Hornfl�tz (harter Kalkstein), ist
vermuthlich slawischen Ursprunges, h�ngt zusammen mit hor, hory der Berg.
_hornfarb silber, hornerz_ der teutschen Bergleute; das mehr erdige heisst
_buttermilcherz_;--_plata pardu azale, parda y verde, copalillo_ im
Spanischen;--_corneus silver ore_ im Englischen;--_argent corn�e_ im
Franz�sischen;--_miniera cornea_ im Italienischen;--_ez�st szaru_ im
Magyarischen;--_rogowoc zerebro_ im Russischen.
G. _Mit Silber legirtes Gold_.
_[Greek: �lektron], electrum_ der R�mer war das Gold, welches 1/5 Silber
enthielt. Das _electrum nativum_, das nat�rliche, wird unsere Gattung
Tellur gewesen seyn (s. weiter unten), da hier nur solch eine Legierung
vorkommt, nicht aber bey dem gediegenen Gold und Silber. Auf jeden Fall
hatte das Wort [Greek: �lektron] mehrere Bedeutungen, bezeichnete auch den
Bernstein.
H. _Niello, Silber mit Schwefel_.
Das Niello ist eine Legierung, die im Alterthume, auch im Mittelaller,
h�ufig angewendet wurde, dann f�r Europa verloren ging, nur in Russland,
besonders in Tula, auch in Siberien gemacht wurde, erst in allerj�ngster
Zeit wieder in Europa heimisch wurde. Durch das Schmelzen des Schwefels mit
Silber, unter Zusatz von etwas Kupfer entstehet das schwarze Niello, das
besonders zu Zierathen auf Silber, wie zu eingelegter Arbeit verwendet
wird, sich auf dem weissen Grunde sch�n ausnimmt.
_argentum excoecatum_ der R�mer;--_kezzef_ im Arabischen;--_nigellum_ im
Mittelalter;--_niello_ im Italienischen und andern neuern Sprachen.
I. _H�llenstein_.
Ist ein k�nstlich bereitetes salpetersaures Silber, sehr corrosiv, welches
die Haut, Haar u.s.w. schwarz f�rbt.
_lapis infernalis_ im neuern Latein.
_charanakhar, kisanogh-khar_ im Armenischen.
* * * * *
#�. 4. Quecksilber#.
A. _Das metallische Quecksilber_.
Es findet sich theils nat�rlich, gediegen, heisst dann meist
Jungfernquecksilber, wird anderntheils k�nstlich, aus den Quecksilbererzen
durch Sublimation gewonnen, hat vielfache Anwendung, auch in
h�ttenm�nnischer Hinsicht, um Silber und Gold aus den Erzen durch
Amalgamation zu gewinnen (anzuquicken). Die Quecksilbererze kommen nicht
h�ufig vor, werden vorz�glich und seit ur�ltester Zeit in Spanien gewonnen.
_chouy-yn_ (Wassersilber), auch _hong_ im Chinesischen;--_chouy-yn,
dannla-chhu, chugultschu_ (Silberwasser) im Tibetanischen;--_para, siwa,
rasa_ (das fl�ssige) im Sanscrit, auch _paratra, siwawidsha, diwjarasa,
rasadhata, rasindra, rhalamurtti, tshapala_ (das zitternde), _a�ora,
mukunda, dehada_ (rasakarpura ist weisser Quecksilber-Sublimat);--_parada,
rasaltpura_ im Bengalischen;--_rasa_ im Hindu (rascapur ist
Sublimat);--_rasa_ im Malabarischen, auch _ayer perak_ im
Malabarischen;--_ajehr-perak_ im Malaiischen;--_dschindorup_ in der
Zigeunersprache (d.i. lebendiges Silber, von rup in Indien das Silber).
_sentik_ im Armenischen;--_doschass_ im Tscherkessischen; _awsiss-don_ im
Ossetischen;--_gumisch-ssu_ im Tartarischen;--_toholon mouke_ im
Tartarisch-Mandschu (toholon ist Zinn).
_giwa_ im T�rkischen (aus dem Sanscrit), auch _shuwa, dgeva, abuk_;--_giwe,
ciwe_ im Arabischen, auch _sibik, sibak, sovak, savuk, zaibar, zebere,
zembe_;--_sivah_ im Persischen; auch _simab_ (Silberwasser), _sindji,
senden, jawesh, zawasch_;--_zeiback, dschuna_ im Kurdischen;--_seibak_ in
Darfur (Nordafrica);--_bazeka_ im Amharischen;--_thrin_ im
Koptischen;--_sejug_ im Syrischen, auch _aro, arco, chalbo, dabktulto,
laohsiro, darnicko_ und _puritisi_ (die alchemische Benennung).
_rtoute, rtutj_ im Russischen,--samorodnaja ist das nat�rlich
gediegene;--_rtut, rtuc_ im Czechischen;--_rtec, trtec_, auch _zijwe
srebro_ im Polnischen;--_sgiuua sgiuo srebro_ in Bosnien;--_koshubarg,
kosherbas, shivu srebru_ im Windischen;--_xivo szrebro_ in
Dalmatien;--_ziwe sribro_ im Slowakischen;--_gyws sidabras_ im
Litthauischen.
_ellaw h�bbe_ im Esthnischen;--_kenes�, termesz keneso_ im
Magyarischen;--_gkizapsoui_ im Albanischen;--_azogueo_ im
Baskischen;--_azougue_ im Portugiesischen;--_azogue, argento vivo_ im
Spanischen, azog. virgin ist das Jungfernquecksilber, az. muerto das
oxydirte, azoguero das Amalgam, azogar amalgamiren; azogue heisst auch das,
zur Amalgamation geeignete Erz, az. apowilado ist vorz�glich reiches Erz,
az. ordinario das gew�hnliche.
_airgiod beo, bi chearb_ im G�lischen (d.i. lebendes Silber);--_arian byw_
im W�lschen;--_lihue argantt_ im Bretonischen;--_[Greek: argyron chyton]_
im Griechischen (d.i. fl�ssiges Silber), auch _[Greek: hydargyros]_
(fl�ssiges Silber) und zwar [Greek: kathautos], wenn es nat�rlich gediegen
ist;--_[Greek: adiargyros, hydrargyros]_ im Neugriechischen und im
Mittelalter, auch _[Greek: trech�n]_;--_argentum vivum_ der R�mer war das
nat�rlich gediegene, _hydrargyrum_ das k�nstlich bereitete;--_vif argent,
mercure_ im Franz�sischen;--_argento vivo, mercurio_ im
Italienischen;--_cwic seolver_ im Angels�chsischen (von cwic, cwich
lebendig, was zusammenh�ngen kann mit chwai im W�lschen, daher auch quicken
im Belgischen beleben, und die teutschen Worte: Quickerz, Quickm�hle,
anquicken;--_quicksilber_ im Englischen, von quick lebend, to quicken
beleben);--_quicksoelv_ im Plattteutschen (von quick Leben, daher auch
erquicken);--_quehsipar, h�chsilber_ im Altteutschen;--_quicksoelv_ im
Isl�ndischen;--_quicksilver_ im Schwedischen;--_quegs�lv_ im
D�nischen;--_quickzilber_ im Holl�ndischen.
_mercur_ bey den Alchemikern, auch _ansir, adibar, alborca, alecharit,
alembic, anatris, aludit, alozet, alkaut, altaris, antaris, azon, azomses,
gumatifacoum, marthath, ruscias, segil, sernech, sebar, tarith, vener,
zaaibac, zeida_.
B. _Zinnober_.
Zinnober ist Schwefelquecksilber, von hochrother Farbe, das theils
nat�rlich vorkommt (nur prap�rirt zu werden braucht), theils auch k�nstlich
zusammengesetzt wird. Seit �ltester Zeit ist es eine sehr wichtige Farbe in
der Malerei. Ein feiner, zur Malerfarbe besonders pr�parirter Zinnober
heisst vermeillon, doch belegt man auch fein pr�parirte rothe Mennige
(Bleioxyd) mit diesem Namen. Seit ur�ltester Zeit liefert Spanien Zinnober,
aber unter r�mischer Herrschaft wurde die Zinnoberfabrication f�r ein
Regale erkl�rt, und nach Rom verlegt.
_dsu, tchu-cha, yn-tchou, theout-chou, tan, tancha, hong_ im
Chinesischen;--_tchin-ouhoun_ im Tartarisch-Mandschu;--_tsial-gh�_ im
Tibetanischen.
_rasagarbha_ im Sanscrit, auch _rasasthana, kapisirvaka, chinavari_
(sindura ist nicht Zinnober, sondern Mennige), rasafindura ist ein
Zinnober-Pr�parat, das als Pflaster gebraucht wird;--_rasagarbha_ im
Bengalischen;--_schengerf_ im Hindu.
_sindschefr, sinkarf, kinbar_ im Persischen;--_sindscharf, sindschafr,
zingefr, kynjar_ im Arabischen;--_kinnabaris, tinnabaris_ im
Armenischen;--_chinovariu, cinabor_ im Walachischen;--_[Greek: kinnabaris]_
im Griechischen, auch _[Greek: ammion, autophoes]_ war der nat�rliche,
[Greek: ergation] der k�nstlich bereitete (der [Greek: kinnabaris indik�],
oft auch bloss [Greek: kinnabaris] genannt), war unser officinelles
Drachenblut, von den Fr�ch [Fr�chten] des calamus draco, eines ostindischen
Strauches;--_[Greek: kinnabri]_ im Neugriechischen;--_[Greek: synabri]_ im
Mittelalter.
_cinnabre_ im Franz�sischen;--_cinnabar, cinoper_ im
Englischen;--_cinabrio_, auch _azarcon_ im Spanischen;--_cinabrio_ im
Portugiesischen, ist eigentlich der nat�rliche, vermelhao der k�nstlich
bereitete;--_cinabro_ im Italienischen;--_cinnaber_ im
Isl�ndischen;--_cinnober_ im Schwedischen, D�nischen, Altteutschen,
Holl�ndischen.
_czinnober_ im Magyarischen;--_kinovare_ im Russischen;--_cynobr_ im
Polnischen;--_cynobr, mednomodr_ im Czechischen;--_czinober_ im
Windischen;--_czinaber_ in Croatien;--_cinaber_ im Bosnien;--_rumenicza_ im
Dalmatischen und Ragusanischen.
_bascart_ im G�lischen (von basc roth); basg-luaidh ist Vermillion,
Scharlach, sch�n roth; _mwycoch_ im W�lschen (d.h. zartes Roth);--_minea_
im Baskischen, auch, _arminea_ (mit dem Artikel ar);--_minium_ der R�mer
(wohl aus dem Baskischen, da die R�mer allen Zinnober aus Spanien zogen);
daher vielleicht _[Greek: ammion]_ im Griechischen;--_minium, mino_ im
Mittelalter war der nat�rliche, _cinnobrio_ der k�nstliche;--_alzemasor,
affrengi_ der Alchemiker.
_s�ligen_ im T�rkischen;--_schascher_ (?) im Hebr�ischen;--_sikra_ (?) im
Chald�ischen, ist auch Bolus.
C. _Lebererz, Quecksilberlebererz_.
Dies ist meist ein dunkler, bitumin�ser Schiefer, mit kaum sichtbar
eingemengtem Zinnober, und das gew�hnlichste, am meisten verbreitete
Quecksilbererz; die andern Erze, die in den Mineralogien aufgef�hrt werden,
kommen so unbedeutend und selten vor, dass sie hier zu �bergehen sind.
_anthrax_ der R�mer;--_Lebererz_ in Idria (Krain), bey dem man Stahl-,
Korallen-, Branderz unterscheidet;--_mednomodr, rumelka_ im
Czechischen;--_krusz cynowego, ruda cynobra_ im Polnischen;--_kenes�may_ im
Magyarischen;--_mercure hepatique_ und �hnlich in den neuern,
wissenschaftlichen Sprachen.
D. _Chiops mineralis, mineralischer Moor_.
Ist die Verbindung von Quecksilber und Schwefel.
_kandschali_ in Bengalen.
E. _Amalgam_.
Ist die Verbindung des Quecksilbers mit Silber (auch mit Gold); sie kommt
zuweilen nat�rlich, auch krystallisirt vor, wird aber meist technisch,
durch H�ttenprozess gewonnen, indem auf den Quick- oder Amalgamir-M�hlen
die gepochten Erze mit Quecksilber in Verbindung gebracht werden, welches
sich mit dem Silber verbindet, von dem es leicht zu trennen ist.
Im Alterthume und Oriente kannte man das Amalgam sehr wohl, es ist mir aber
kein Name bekannt, erst im Mittelalter kommt der Name amalgama vor; ob er
aus dem Griechischen stammt von [Greek: ama] und [Greek: gamein]--zusammen
sich verbinden--lasse ich ganz dahin gestellt seyn.
Ein keltisches Wort scheint nicht vorhanden zu seyn, im G�lischen nennt man
das Amalgam _aonachadh_ (Vereinigung) und _co-mheasgachadh_ (die
Zusammenmischung), diess werden keine alten Volksnamen seyn.
_azoguero, azogue en pella_ im Spanischen, ist offenbar aus dem Baskischen;
arrastre, tahona ist die Quickm�hle; beneficio por azogue ist der
Amalgamationsprozess;--_amalgam_ in allen neuern Sprachen.
_rtuticnik stribrily_ im Czechischen; sertutowani ist
amalgamiren;--_kenes�-ez�stetegy_ im Magyarischen.
F. _Sublimat_.
Ist chlor- oder salzsaures Quecksilber, ein k�nstliches Salz, f�r sich ein
heftiges Gift.
_hiong-fen, fen-chouang_ im Chinesischen; _soliman_ im Spanischen.
* * * * *
#�. 5. Platina nebst den verwandten damit vorkommenden Metallen, Palladium,
Rhodium, Osmium, Iridium.#
Platina kommt bekanntlich bloss gediegen in K�rnern vor, die zuerst in den
Goldw�schereien des s�dlichen Amerika beachtet wurden. Die Spanier nannten
dieses Metall platinja, oder platina (d.i. silber�hnlich, von plata
Silber), daher das Substantiv Platina, welcher Name in die
wissenschaftliche Sprache aller V�lker �berging, daneben machte sich fr�her
auch der Name Weissgold, or blanc. Sp�ter wurden die Platinak�rner auch in
den Goldw�schen von Siberien gefunden. Da das Platina mit gew�hnlichem
Feuer nicht geschmolzen werden kann, es nur geschweisst und geh�mmert wird,
so ist die Anwendung sehr beschr�nkt, dient vorz�glich zu chemischen
Gef�ssen. In Russland pr�gte man eine Zeit lang M�nzen daraus.
Das siberische Platina k�nnte m�glicherweise dem Alterthume und Oriente
bekannt gewesen seyn, aber schwerlich wurde es technisch zu Prunkgef�ssen
u.s.w. verwendet. Neuerlich hat Prof. Schweigger �ber das electron der
Alten, (Greifswalde 1848) das [Greek: �lektron] der Griechen f�r unser
Platina angesprochen, doch scheint mir die Durchf�hrung dieser Behauptung
wenig schlagend.
In und mit dem Platina kommen nur in h�chst kleiner Quantit�t andere
metallische K�rper vor, welche die neuere Chemie entdeckt hat, als
Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium, die nur ein chemisches Interesse
haben, fr�her gewiss stets unbeachtet blieben.
* * * * *
#�. 6. Tellur oder Silvan#.
Die Tellurerze kommen fast nur in Siebenb�rgen, vorz�glich bey Nagyag aber
in betr�chtlichen Massen vor, wurden hier als reiche Golderze wohl seit den
�ltesten Zeiten gewonnen, man bezeichnete sie als antimonialische Erze, als
aurum paradoxum-album, problematicum, Klaproth entdeckte in denselben ein
eigenes Metall, das er Tellur nannte, von tellus die Erde; fast
gleichzeitig auch Kirwan, der es Silvan nannte (von Transsilvania,
Siebenb�rgen). Selten ist das gediegene, fast reine Tellur, ein fl�chtiges
Metall, dem Antimon und Arsenik verwandt, viel h�ufiger sind die
Legierungen mit silberhaltigem Golde, die verschiedene Namen haben, und
eine verschiedene chemische Zusammensetzung, wie Bl�ttertellur, das mir
etwa 10prct. Gold enth�lt, Schrifttellur, mit etwa 30prct. Gold und 10prct.
Silber, Weisstellur mit 27prct. Gold und 9prct. Silber.
Der Bergbau in Siebenb�rgen ist offenbar seit �ltester, selbst
vorgriechischer Zeit, wohl von keltischen V�lkern betrieben, stets wird man
diese silberhaltigen Golderze gewonnen haben. Nur hier, sonst in keinen
andern Erzen finden wir das Gold mit 1/3 oder 1/5 Silber legiert, und es
ist m�glich, dass man dieses silberhaltige Gold, ohne es zu scheiden, in
Handel gebracht haben kann. Dieses Golderz, was nicht das Ansehen von
andern Golderzen hat, wie das daraus gewonnene silberhaltige Gold, kann man
im Alterthume--wie die k�nstliche Legierung des Goldes mit 1/5
Silber--[Greek: �lektron] genannt haben.
Bey fast allen griechischen Lexicographen findet sich die Glosse: [Greek:
�lektron allotypon chrysion], d.i. Electron ist Gold in anderer Gestalt.
Das Tellurerz, auch das daraus gewonnene Metall ist wirklich Gold in
anderer Gestalt, als der gew�hnlichen.
Die Kelten trieben �berall Bergbau, waren vorz�gliche Metallurgen, besassen
wahrscheinlich auch t�chtige mineralogische Kenntnisse, die Tellurerze und
ihr Ausbringen kann den damaligen Mineralogen so merkw�rdig gewesen seyn,
als es den jetzigen ist.
Die hier gewagte Conjectur, das (nicht k�nstlich zusammengesetzte) electrum
f�r Tellurerz und dessen Product zu halten, scheint mir nat�rlicher, als es
f�r Platina anzusprechen.
* * * * *
#�. 7. Kupfer#.
A. _Das metallische Kupfer_.
_tung, tong, lou_ im Chinesischen;--_tse-lay-tong_ ist das nat�rlich
gediegene, cheng-tung das Rohkupfer, hong-tung das rothe reine
Kupfer;--_tong_ in Siam;--_tung, thoung, dsi_ auf Korea;--_zansa, zadasa_,
auch _kharva, horwa_ im Tibetanischen;--_awo, aka-gane_ im
Japanischen;--_aku-ganni_ auf den japanischen und Lieukieu-Inseln.
_tamra, tamraka_ im Sanscrit, auch _rata_ (das rothe), _culwa, ambaka,
kantjasa, kanijasa, udumbura, audumbura, dwjashta, warishtha, lahitajas,
markatasja_ und andere, mehr dichterische Benennungen;--_tamra, tama,
tamba_ in Bengalen;--_tamba, tambaja_ im Hindu (woher Tombak
stammt);--_tambaja, tombaja_ im Malaiischen;--_chembou_ im Tamulischen
(Indien).
_kie_ auf Awa;--_kiuen_ im Tartarisch-Mandschu;--_dj�ss, djes, djet_ im
Mongolischen;--_dseddjunah, tsch�tsch-gnnan_ [or: _tsch�tschgnnan_],
_tscherikda, tschiret, trikokta_ in den tungusischen Sprachen;--_goli_ im
Kalm�ckischen.
_kangusak_ im Gr�nl�ndischen;--_hur�h-gahmah_ (Rotheisen) auf
Kamtschatka;--_hur�h-gahn�h,_ auch _furikane_ im
Kurilischen;--_t�hro-polgonton_ bey den Korjaken (Samojeden);--_padaroch_
im Ostjakischen.
_bakyr, mirs, k�ss�lmischi_ im Tartarischen, sirin ist das
Rothkupfer;--_bakir, b�kyr, bagir_ im T�rkischen, auch _piring_, was meist
Messing bedeutet;--_bagir_, auch _mio_ im Afghanischen;--_bagyr_ am
Jenisey;--_bagir_ in den samojedischen Sprachen, auch _nerowo, njarane,
kidde, �rr�, tula, paterge_;--_pakur_, auch _safer, sitel_ im
Kurdischen;--_pkhyr_ im Tschuwassischen an der Wolga;--_paker_ im
Albanischen (aus dem T�rkischen);--_bakar_ im Illyrischen (desgl.);--_pach_
in den kaukasischen Sprachen, auch _bach, hir, hiroz, dupsi,
zaste_;-_goaptleh_ im Tscherkessischen;--_spilendsi, spilens, lindje_ im
Georgischen;--_pghints_, auch _arwis_ im Armenischen, pghndsi ist
kupfern;--_archwi_ im Ossetischen.
_vaski, was, kasari_ im Finnischen (daher wohl wask das Kupfererz im
Altschwedischen);--_wask_ im Livl�ndischen, und Esthnischen;--_waski,
waskoi_ im Finnl�ndischen;--_wosh_ im Wotjakischen;--_wesk, urgor_ im
Permischen;--_vergene_ im Tscheremissischen;--_herren_ und _arren_ im
Wogulischen (Finnischen);--air im Lappl�ndischen, auch _kuoppar_;--_irgon,
argon_ im Wotjakischen (Finnischen);--_wara, warch_ im Lettischen;--_waras_
im Litthauischen;--_rez, rezedeny_ im Magyarischen; rez termes ist das
gediegene Kupfer, rez banya das Kupferbergwerk.
_mis_ im Persischen, auch _berintsch_ (eigentlich vielleicht Bronce), eine
im Oriente sehr verbreitete Benennung; suffar ist der Kupferschmelzer;
kaskan ist ehern, kase ist Kessel;--_mis_ im Bucharischen.
_medi, mjed_, auch _krasnaja_ im Russischen, medi samorodnaja ist das
selbsterzeugte, gediegene Kupfer;--_mjed_, auch _svakka_ in
Bosnien;--_mido_ in Dalmatien, auch _bakar_ (aus dem T�rkischen);--_miedz_
im Polnischen (kotlarz ist der Kupfer- und Kesselschmidt);--_med_ im
Czechischen (medenj dol ist das Kupferbergwerk, cernomed Schwarzkupfer,
surowa med der Kupferstein vom ersten Schmelzen, doprawena med das
Gaarkupfer);--_med_ im Krainschen und Slowakischen;--_medz_, auch _khopar,
kuppor_ im Sorbischen;--_kotlowina_ im Windischen und Illyrischen (das was
zu Kesseln gebraucht wird, kotlina ist Kessel), auch _kufer_, kotlovinast
ist kupferig, kotlovinskaposoda ist Kupfergeschirr, kotlovinar
Kupferschmidt.
_nhas, nahas_, auch _suffar, soffar_ im Arabischen, nahhas und el nahhasyn
ist der Kupferschmelzer;--_nhhaas_ im Maltesischen, nhhaasa ist kupfernes
Geschirr;--_nahassy_ im Tigrisischen und _nahas_ in Darfur und Dongola
(Nordafrika);--_onnas_, auch _tonghul_ im Berberischen
(desgl.);--_gurgemeh_ in Burnu (desgl.).
_mfr_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache, nach Champollion;--_homnt_
im Koptischen, referhomnt, auch basnit ist kupfern, sanhomnt der
Kupferschmidt; joi und chalin (wohl mit [Greek: chalkos] zusammenh�ngend),
ist kupfernes Geschirr, auch Erz im Allgemeinen;--_talekalame,
kajehe-gnahese_ im Amharischen.
_nechasch, nechoscheth_ im Chald�ischen (wie nahas im Arabischen),
nechuschtan ist kupfern, nechoscheth der Kupferrost, tusigim, auch karkoma
(wie [Greek: chalk�ma] im Griechischen, kupfernes Ger�th) der
Kupferschmidt;--_nechuscha, nechoscheth_ im Hebr�ischen, nachusch ist
kupfern, ehern;--_kalkitis_ im Syrischen, seruch ist das reine Kupfer,
molscho, magschotho ist kupfernes Geschirr.
_[Greek: chalkos, chalkeion]_ im Griechischen (wie im Syrischen, wie
chalikin im Koptischen, Erz, ehernes Geschirr), [Greek: chalkosmelas] ist
unser Schwarzkupfer, auch [Greek: chyton] und [Greek: trochion] (wegen der
runden Gestalt der Scheiben), [Greek: chalkos kyprios] ist das cyprische,
gereinigte Kupfer, das auch [Greek: elaton] (gestreckt, geh�mmert) hiess,
(ganz verwandt damit ist das arabische alaton, Messing, ob dies aus dem
Griechischen stamme, oder umgekehrt, lasse ich dahin gestellt seyn),
[Greek: chalkr�s, chalkourgos] ist der Kupferschmidt;--_[Greek: chalkos,
chalk�ma, mpariki]_ im Neugriechischen.
_aren, alambrea_, auch _cobra_ im Baskischen, ist eigentlich Erz, wie
_arain, airan_ im Bretonischen und _air_ im G�lischen;--_arama_ im
Walachischen, auch _arams, amale_, de arama ist kupfern, mesceru de arama
der Kupferschmidt, caldare der Kessel; ([Greek: rhama], aeramentum ist im
Mittelalter die Bronce, aeramen, Kupfergeschirr);--_rame_ im Italienischen,
raminie ist kupfernes Geschirr, calderaio der Kupferschmidt, von caldara
der Kessel.
_copar, umha_ im G�lschen (copur im Irl�ndischen), umhach ist kupferig,
umhadaireachd ist Kupferwerk, ceard umha Kupferschmidt, coire der
Kessel;--_efydd_ im W�lschen, efyddaid ist kupfrig, efyddwaith das
Kupferwerk, effyddyn der Kessel;--_kober_ im Cornischen;--_coeufr, coeur,
cuefr_ im Bretonischen.
_aes_ im Lateinischen, bedeutet wie [Greek: chalkos] auch Erz im
Allgemeinen, der gew�hnliche Ausdruck f�r Kupfer war _cyprium_ (cyprisches
Erz); besondere Arten waren aes salustium, livianum, marianum, cordubense
u.s.w.; aes caldarium war das Schwarz- oder Rohkupfer; aes regulare oder
ductile das gereinigte, das auch panis aerei hiess (wegen der runden Form),
aeneus, ahenius, aenus ist kupfern, aeneum, ahenum (sc. vas) ist kupfernes
Ger�the.
_cuper, cuprum_ im mittelalterlichen Latein (wohl nicht von cyprium,
sondern von copar);--_cobre, cobrea_ im Spanischen, auch _arambre, alambre_
(aus dem Baskischen), cobre bruta ist Rohkupfer, cobre dirosetta das
gereinigte;--_cobre_ im Portugiesischen, cobre vermelho das reine Kupfer;
ereo ist kupfern, von Erz, arame ist Bronce;--_cuivre_ im Franz�sischen,
cuivre noir das Schwarzkupfer, cuivre de rosettes das reine
Kupfer;--_coper_ im Angels�chsischen;--_copper_ im Englischen, black copper
ist Schwarz- oder Rohkupfer, red copper das gereinigte, copper work das
Kupferwerk;--_kobber_ im D�nischen und Norwegischen;--_koppar_ im
Schwedischen, rokoppar, schwarz koppar das Roh- und Schwarzkupfer, im
Altschwedischen nannte man die Kupfererze wask (aus dem
Finnischen);--_kopar_ im Isl�ndischen;--_copher_ im
Alamannischen;--_kuphar_ im Althochteutschen (das Wort Kupfer mit seinen
Modificationen in den verschiedenen Idiomen scheint keltischen Ursprunges
zu seyn).
_venus_ bey den Alchemikern, auch _brachium, calcocos, halimar, michach,
meliboeum, murpur, thebayco, silipit_ u.s.w.
B. _Die Bronce_.
Die Bronce, wozu auch Glockenmetall, Kanonenmetall u.s.w. geh�rt, bestehet
aus einer Legierung des Kupfers mit Zinn; und je nach Verschiedenheit des
Zweckes, ver�ndert man das Verh�ltniss dieser Metalle gegen einander. Die
Bronce ist nicht strengfl�ssig und hart, eignet sich vorzugsweise zu
metallenen Gusswerken, ist aber weich, bedeckt sich durch die Zeit mit
grauem, gr�nspanartigem Roste. Im Alterthume, besonders in Aegypten und bey
den keltischen V�lkern verstand man eine edle Bronce zu bereiten, die sich
h�rten liess, zu schneidenden Werkzeugen diente, sich mit dem edlen,
malachitartigen, gl�nzenden Roste bedeckte, der die Gegenst�nde eher
versch�nerte als verunzierte. Solche Bronce findet sich h�ufig in den
keltischen Gr�bern. Schon die Griechen und R�mer scheinen, ohne Zusatz
antiker Bronce, jene edle Bronce nicht haben fertigen zu k�nnen, was auch
der neuern Zeit noch nicht gelungen ist. Die geh�rtete Bronce konnte zu
schneidenden Instrumenten wie unser Stahl verwendet werden, hatte aber den
grossen Vorzug vor demselben, dass sie viel schwerer rostete, das Eisen war
daher wohl weniger im Gebrauche als jetzo, obwohl man es sehr wohl kannte,
daher wohl bezeichnete man in vielen alten Sprachen die Bronce als das Erz
im Allgemeinen.
_kansa_, auch _pitala_ (von pita gelb) und _ajas_ (d.i. Erz) im
Sanscrit;--_pitala_, auch _wingapitala_ in Bengalen.
_hkro, hakhro, hakhara_ im Tibetanischen;--_goli, bacholi, tschara-gooli,
nogon_ im Mongolischen;--_teichoun_ im Tartarisch-Mandschu.
_jes_ im Afghanischen;--_ges, djies_ in den kaukasischen Sprachen.
_bghints_ im Armenischen;--_berintsch, pirindsh, pirink_ im
Persischen;--_pirintch, tutch_ im T�rkischen, auch _ejar_ d.i.
Erz;--_berace, gnahese_ im Amharischen;--_tug, tibr_ im Arabischen, ajar
ist Erz;--_opheret_ im Hebr�ischen.
_karkoma_ im Chald�ischen, _[Greek: chalk�ma, chalkos kekrymmenos]_ (von
[Greek: pryptein] verh�llen) im Griechischen.
_prais, preiseach_ im G�lischen, letzteres Wort heisst auch Kessel, Topf;
praisiche ist Kupferschmidt;--_bresych_ im W�lschen (doch finde ich dieses
Wort nicht bey Owen);--_arain_ im Bretonischen, eigentlich Erz;--_arama_ im
Walachsichen [Walachischen];--_kipre_ im Albanischen.
_aes, aeramen_ der R�mer.
_[Greek: mprontzo]_ im Neugriechischen;--_[Greek: mprounzo, emproutzo,
pronzines]_ im Mittelalter, auch _[Greek: rhama], bronzinum_, auch
_aerimea, aerimen_.
_bronz, bronc_ im Polnischen, auch _spiza, spiz_ (woher wohl beym alten
s�chsischen Bergmanne das Wort Speise f�r broncefarbiges Erz, als
Kobaltspeise, Glockenspeise u.s.w.);--_bronz_ im Czechischen, zwonowina ist
Glockenmetall;--_bronz_ im Windischen;--_bron_ in Krain;--_bronze_ im
Englischen, eigentlich _brass_ (wohl von prais im G�lischen), was auch jede
Kupferlegierung bedeutet;--_bronze_ im Portugiesischen, auch _arame, erame_
(wohl aus dem baskischen aren Kupfer, oder dem bretonischen arain
Erz);--_bronzo_ im Italienischen, auch _rame_;--_bronce_ im Franz�sischen,
auch _airin_, d.i. Erz;--_bronce_ im Spanischen;--_bronse_ im D�nischen.
(Aus welcher Sprache das Wort Bronce stammt, scheint mir noch sehr dunkel,
fast sollte man glauben, es sey slawischen Ursprunges, doch soll diess ganz
dahin gestellt bleiben.)
C. _Der Messing_.
Der Messing ist ein durch Zink legiertes Kupfer, von der bekannten
goldgelben Farbe. Das Kupfer wird dazu gew�hnlich mit Galmey (Zinkoxyd)
zusammengeschmolzen, da das regulinische Zink und die Zinkblende
(Schwefelzink) hierzu schwer anwendbar sind. Zu den sehr �hnlichen
Compositionen (wo aber beide Metalle in verschiedenen Proportionen
verbunden sind, geh�ren Tombak, Semilor, pinsbek, prinzmetall, Tutenag,
hartmetall oder potin der Franzosen.
_hoang-tung_ oder _uong-tong_ im Chinesischen;--_tus, tudsch_ im
Tartarischen;--_goli_ im Mongolischen.
_kansya_ in Bengalen;--_kansasthi_ im Sanscrit (ist eigentlich der
Tutenag), auch werden hierher geh�ren: pitan (das gelbe), pitalaka,
pittala, pitaloha, pitakawera, sulchaka, rawana;--_kuning_ im Malaiischen,
ist, wie das englische brass, auch jede Kupferlegierung.
_karbit_ in den kaukasischen Sprachen, auch _borsam, dukni, macch_;--_ges,
djies_ im Tscherkessischen;--_titberi, titbern, tutber_ im Georgischen.
_zyad_ im Afghanischen;--_bur, bor_ im Ossetischen;--_tsirokta, geginma_ im
Tungusischen;--_kangusak kakkokton_ im Gr�nl�ndischen;--_weike_ im
Lappl�ndischen.
_aruir_, auch _pghints phailum_ (gl�nzendes Kupfer) im Armenischen, auch
_phints dsachial_ (ger�uchertes Kupfer), oskiepghints
(Goldkupfer);--_pirindsch_, auch _tombak, ejur_ im T�rkischen;--_pirinos_
im Slowakischen.
_homat enbarot_ im Koptischen;--_bagogesa_ im Amharischen;--_temisse_ in
Burnu (Nordafrica);--_kajen duggigh_ im Dungalischen (desgl.);--_schebeh,
mes_ im Persischen, auch _talicum_ (d.i. gemischtes Metall);--_schebbo,
schibe_ im Kurdischen.
_gistron, palisa_ im Chald�ischen.
_alaton_ im Arabischen, auch _zifs, zofr_ (gelbes Metall), _bettru, r�wis,
ajar_, der Messingarbeiter ist nachchas (von nhas das Kupfer);--_alato,
lato_ im Mittelalter; daher unser latum, d.i. d�nnes Messingblech,
Latunh�mmer, Latunh�tte, Latunschl�ger u.s.w., auch ist das Wort in die
meisten neuern Sprachen �bergegangen.
_orchal, alcan_ im Bretonischen, daher _archal_ im Altfranz�sischen, noch
jetzo ist fild'archal der Draht, der nicht von Gold und Silber
ist;--_orikalk_ im Albanischen, ist auch Metall �berhaupt.--Im G�lischen
finde ich keinen Namen, als umha (Kupfer), prais (Bronce und jede
Kupferlegierung), im W�lschen ist mir auch kein Name bekannt geworden.
[Greek: orichalkon, oreichalkon] im Griechischen (was gewiss nicht Bergerz
bedeutet);--[Greek: orichalkos] im Neugriechischen, auch [Greek: kiternos
chalkos, mpaphtos] und [Greek: laiton] (aus dem Arabischen);--[Greek: lekos
chalkos] im Mittelalter;--_aurichalcum_ der R�mer (Festus, de verborum
significatione sagt: cadmea terra (Zinkoxyd), quae in aes conjicitur, ut
fiat orichalcum);--_oricalco_ im Italienischen, auch _ottone, lattone_ (aus
dem Arabischen);--_oricalco_ im Spanischen, auch _azofar, laton, allaton_
(aus dem Arabischen;--_orchal, orchale, orcholi_ ist der Messing im
Althochteutschen, womit wohl zusammenh�ngt: _arco_ im Teutschen und
Schwedischen, _arcot_ im Franz�sischen, wie der unreine Messing heisst, der
beym Schmelzen zur�ckbleibt. Wenn die hier erw�hnten Namen nicht aus dem
Keltischen stammen, so k�nnten sie vielleicht der baskischen Sprache
entnommen seyn.
_alcone, accatum, azog_ der Alchemiker.
_laton_ im Spanischen, _lattone_ im Italienischen (aus dem Arabischen)
neben _oricalco_;--_latao, cobre amarello_ im Portugiesischen;--_laiton_ im
Franz�sischen, _arcot_ ist der unreine Messing, der beym Schmelzen
zur�ckbleibt; die Messingwaaren hiessen dinanderie, von der Stadt dinant,
wo sie vorz�glich verfertiget werden;--_latten_ im Englischen, meist auch
brass und yellow copper.
_zlatonedo_ in Croatien;--_mjed xuuti_ im Ragusanischen.
_mosiads_ im Polnischen;--_mossas_ im Wendischen;--_mosadsz_ im
Slowakischen;--_nossacz_ im Sorbischen;--_mosaz_ im Czechischen
(zusammenh�ngend mit mosec, mesce, d.i. Mischung), daher wohl das teutsche
m�sch, moeslen, messing, das nicht von miscere oder mischen abstammen wird,
wie Adelung meint;--_m�sch_ im Altteutschen;--_moeslen, maestlen_ im
Angels�chsischen;--_missins_ im Lettischen, auch _seltans warsch_ (d.i.
Gelbkupfer);--_m�sch, meisch, messing_ im Plattteutschen;--_moesching,
missing_ im Schwedischen, arco ist das unreine Messing;--_messing_ im
D�nischen und Teutschen.
_sararez_ im Magyarischen, auch velentzel-rez (d.i. venetianisches
Kupfer);--_arams galennz_ im Walachischen, auch _arama galbina_
(Gelbkupfer).
D. _Flittergold, Rauschgold_.
So heisst das ganz d�nn, zu feinen Bl�ttchen geschlagene Messing.
_auripellum_ im mittelalterlichen Latein (wohl aus den folgenden W�rtern
entstanden);--_oropel_ im Spanischen (ob vielleicht aus dem
Baskischen?);--_oripeau, auripeau_ und _clinquant_ im
Franz�sischen;--_orpello_ im Italienischen (daher orpellare un�cht
vergolden);--_alcan_ (wie Messing) im Bretonischen;--_tinsel_ im Englischen
(ist �berhaupt Flitter);--_bladgull_ im Schwedischen;--_blattergold_ im
Holl�ndischen;--_skahrdeles, wissoule_ im Lettischen;--_zarklett_ im
Illyrischen;--[Greek: malamato phylla] im Neugriechischen.
E. _Weisskupfer, Neusilber, pakfong_.
Es ist diess eine Legierung des Kupfers mit Nickel, die ein weisses ganz
silberartiges Metall giebt, welches den Chinesen stets bekannt war. In
Europa hat man erst in der j�ngsten Zeit dieses Metall fabriciren lernen,
oder ist wenigstens die Fabrications-Methode bekannt geworden, und jetzo
ist dessen Verwendung sehr allgemein.
_pak-tong_ im Chinesischen;--_pe-tung_ in der Madarinensprache (woraus
tombak entstanden seyn wird), nicht pakfong, wie man gew�hnlich liest; er
besteht aus 40 prct. Kupfer, 35 prct. Nickel und 25 prct.
Zink;--_changuien-teichoun_ im Tartarisch-Mandschu.
Im r�mischen und griechischen Alterthume kannte man ein Weisskupfer, aber
wahrscheinlich war es das weisse Tombak.
F. _Weisser Tombak, Weisskupfer_.
Es ist diess die Legierung des Kupfers mit Arsenik; diese bildet auch ein
weisses, dem Silber �hnliches Metall, es ist aber hart, bald anlaufend,
kann beym Gebrauch den Menschen sch�dlich werden, stehet in der Anwendung
dem pakfong sehr nach, war stets bekannter als dieser, wurde auch von den
Chinesen fabricirt.
_kansya_ im Sanscrit, auch _kansa, kansjaka_ (von sanchya der Arsenik).
[Greek: chalkos mossinoikos] der Griechen kann vielleicht hierher geh�ren.
Indische Gef�sse aus Weisskupfer scheinen den Griechen wohl bekannt gewesen
zu seyn, da es von diesen heisst: [Greek: chalkeon argyree� paneikelon,
indikon ergon].
_cuprum album, orichalcum album_ der R�mer, auch wohl aes candidum zum
Theil der R�mer wird hierher geh�ren.
G. _Kanchan_.
In Indien soll aus 8 Theilen Kupfer und 2 Theilen Zinn, ein weisses,
silberartiges Metall zu Speise-Geschirr gemacht werden, das _kanchan_, auch
_wongolan_ heisst, das wir in dieser Art nicht zu fabriciren verstehen.
H. _Mit Kupfer legiertes Gold und Silber, das Karat_.
Karat (carat, caract im Englischen, carat im Franz�sischen) bezeichnet
theils ein kleines Gewicht f�r Gold und Edelsteine, theils die L�thigkeit
oder Feinheit des Goldes und Silbers, die gew�hnlich, besonders bey den
M�nzen, mit Kupfer legiert werden.
Die Legierung des Silbers mit Kupfer--die _weisse Karatirung_--ist sehr
allgemein, zu allen Zeiten und bey allen V�lkern angewendet, besonders bey
den M�nzen; der Name Karat wird aus dem Oriente stammen, heisst im
Arabischen _alkerat, caracta_ im mittlern Latein, _carato_ im
Italienischen, _quilate_ im Spanischen.
Die Legierung der Bronce mit Silber, die zu gewissen Zwecken, z.B. bey
musicalischen Instrumenten wohl angewendet wird, war bey den Griechen und
R�mern, wohl auch im Oriente gebr�uchlich, hierher wird das aes candidum
mit geh�rt haben, vielleicht auch das aes corinthium, zu dem man aber auch
antike (keltische) Bronce genommen zu haben scheint.
Die Legierung des Goldes mit Kupfer--die _rothe Karatirung_--war stets wohl
bey allen V�lkern bekannt, besonders bey den M�nzen gebr�uchlich (obwohl
die keltischen M�nzen aus dem reinsten Golde bestehen), auch giebt diese
Legierung das _Goldschlageloth_, zum L�then des Goldes und Silbers.
_pyropus_ der R�mer geh�rt hierher, daher wohl [Greek: pyropos] im
Giiechischen;--_chasmal_ der Hebr�er vielleicht;--_sonen_ in Japan.
I. _Kupferrost, Kupferoxyd im Allgemeinen, Kupferhammerschlag,
Kupferasche_.
Das rothe Kupfer bedeckt sich leicht mit Oxyd, von graugr�ner Farbe, so
auch die Bronce, nur die edle, antike Bronce hat das Eigenth�mliche, dass
sie einen gr�nen, schon gl�nzenden, malachitartigen Ueberzug erh�lt--den
edlen Rost, patine im Franz�sischen--der ein kohlensaures Kupferoxyd ist,
den Gegenstand eher versch�nert als verschlechtert.
_tong-tsing_ im Chinesischen;--_tai-tambaja_ im Malaiischen;--_riti,
ritika, retja_ im Sanscrit, vielleicht auch _pushpara, �enhara_;--_zangar_
im Hindu;--_cenjar, genkar_ (wie im Hindu), _jenk, schen_ im
Persischen;--_cengar, sindchar, azzengar_, auch _zeralnhas, touban, anarin_
im Arabischen;--_zenk, zienk_ im Kurdischen;--_zank, shang, tzjetz_ im
Armenischen;--_anarin_ im T�rkischen;--_sodid_ im Maltesischen;--_kime_ im
Lappl�ndischen;--_schibe, scheibi_ im Koptischen.
_nechoscheth, sakkaah_, auch _chaledutha, chalduta_ im
Chald�ischen;--_ithus-katki_ (von kalkitis Kupfer) und _zedgo_ im
Syrischen;--[Greek: ios chalkos] im Griechischen (wie ithus-kalki im
Syrischen), auch [Greek: ion] war �berhaupt das Kupferoxyd, nat�rlich oder
k�nstlich; [Greek: chalkos anthos] und [Greek: lepis chalkon] war der
Kupferhammerschlag.
[Greek: iarin], _iarin_ im Mittelalter (wohl von anarim im Arabischen);
[Greek: rhasouchth�] (wohl aus dem Slawischen), auch [Greek: mpatityra],
batitura ist der Kupferhammerschlag.
_zingar_ der Alchemiker, auch _zynser, altingar, altimar, elizimar,
afragar, auxanthi, alselat, aycupher, arcos, eliz_.
_rdza, rdza miedziana_ im Polnischen;--_rez, rezna medi_ im
Czechischen;--_rozda_ im Magyarischen;--_ruoste_ im Finnischen;--_ruos_ im
Lappl�ndischen.
_rhwd, rhydni_ im W�lschen;--_meirg_ im Galischen;--_rugina_ im
Walachischen.
_aerugo, rubigo, robigo_ der R�mer (wohl aus dem Keltischen), ist der Rost
�berhaupt; flos, squama, lepisaeris ist der Kupferhammerschlag, favilla
aeris das Oxyd, das durch Brennen des Gr�nspans erhalten wurde;--_ruggine,
verderame_ im Italienischen;--_rouille de cuivre, verdet_ im Franz�sischen,
in �lterer Zeit auch _airin_; patine ist der edle Rost, batiture de cuivre
der Hammerschlag;--_rust, copperrust_ im Englischen;--_ragu, rust, cyper
rost_ im Angels�chsischen;--_kobberrust_ im D�nischen;--_koperroest_ im
Holl�ndischen;--_kupferrost_ im Alt-Hochteutschen, kuperasch, kupferschlag
ist Hammerschlag;--_rost, rid_ im Isl�ndischen;--_eirrid, eirrost,
kopparergen_ im Schwedischen.
_verdete_ im Spanischen, auch _cardenillo_ (ob aus dem
Baskischen?);--_cardenilho_, auch _azenhavre_ im Portugiesischen.
K. _Gr�nspan, Spangr�n_.
Ein kohlen- und essigsaures gr�nes Kupferoxyd, das seit den �ltesten Zeiten
als Farbe-Material benutzt, gew�hnlich mittelst Essig oder Weintrester und
Kupfer k�nstlich bereitet wird.
_tung-zing_ oder _tong-zang_ (d.i. des Kupfers Gr�n) im Chinesischen, auch
_touglou_;--_tounglou_ im Tartarisch-Mandschu;--_zandasa--gayaha_ im
Tibetanischen.
_pitala, �ekhara_ im Sanscrit;--_pitrac, zangar_ im Hindu;--_cengar,
zenigar_ im Arabischen, althecheregi ist die feinste Art;--_jengar_ im
Persischen;--_schenkiar_ im T�rkischen.
_schuchto, schechuto_ im Syrischen;--[Greek: ion xyston] im Griechischen
(gewiss semitischen Ursprunges), auch [Greek: ion skol�x] (wohl auch
semitisch);--[Greek: chalkos kouria] im Neugriechischen;--[Greek:
berderam�] im Mittelalter (ist gr�nes Kupfer, von arama im Walachischen),
auch [Greek: berdermon, skoulik�, giarin].
_asingar_ bey den Alchemikern, auch _almizadir, almechafule, asugar, asigi,
yos, yoma_.
_aeruca, aerugo, scoletia_ der R�mer.
_meirg praise_ im G�lischen;--_ferdigres_ (?) im Bretonischen;--_vert de
gris_ im Franz�sischen (gris kann hier nicht wohl grau bedeuten, wird
fremden Ursprunges seyn); _verdigrease, verdigris_ im Englischen (grease
kann hier nicht Fett bedeuten);--_verdegris_ im Spanischen.
_grinspan_ im Walachischen;--_gr�nspan_ im Teutschen (hier stehet Span wohl
nicht in seiner gew�hnlichen Bedeutung);--_spansgr�na, koppargon_ im
Schwedischen;--_spansgr�nt, koppergr�nt_ im D�nischen;--_spansgr�n_ im
Holl�ndischen (ist das vielleicht spanisch-gr�n?);--_gryszpan, snieds,
rdzamiedziana_ im Polnischen;--_grynsspan, rez zelena_ im
Czechischen;--_grienspet_, auch _selenina is bronza_ im Windischen (d.i.
das Gr�n von Kupfer).
_fior di rame_ im Italienischen;--_azinhavre_ im Portugiesischen.
L. _Berggr�n, Kupfergr�n_.
Ein gr�nes, erdiges Kupferoxyd, oft auch thonig, findet sich in G�ngen,
Lagern als Absatz von Gew�ssern, wird auch k�nstlich gemacht, dient als
Farbe der Maler (Schiefergr�n, Berggr�n), auch zum L�then des Goldes, ist
dem Gr�nspan, der Gr�nerde, dem Kupferoxyd und Malachit verwandt (s.
diese).
_lou-tsing-chi_ im Chinesischen;--_zadasa-gayaha_ im
Tibetanischen;--_zenegar, sindschar_, auch _lezach oldeb_ im Arabischen,
zilchu 'lzaghati, wird mit chrysocolla, vulgo borax �bersetzt, geh�rt wohl
auch hierher.
[Greek: chrysokolla] (d.i. Goldloth) der Griechen, das theils
nat�rlich--[Greek: akedon]--theils k�nstlich war, auch verstand man
darunter ein leichtfl�ssiges Metallgemisch, das im Mittelalter [Greek:
molibdochalkos] hiess;--_chrysocolla nativa_ der R�mer, das daraus
bereitete Goldloth hiess _santerra_.
_hornaya zelene_ (Berggr�n) im Russischen, auch _mednaya seleni_ (wie die
Kupferlasur);--_zielonokrusz_ (Gr�nerz) im Polnischen;--_medanka_ im
Czechischen;--_kotlouno selen_ im Windischen;--_rezmesz z�ld_ im
Magyarischen.
_aur dyivod_ (?) im W�lschen;--_verdemontana_ im Spanischen; atincar ist
l�then, atincatura die L�thung mit Berggr�n;--_verdemontanha_ im
Portugiesischen;--_verde di montagna_ im Italienischen;--_verd di montagne,
cuivre verd_ im Franz�sischen;--_mountain green_ im
Englischen;--_bergkgr�n, steingr�n_ im Altteutschen;--_bierggr�nt,
k�bbergr�nt_ im D�nischen;--_koppargr�nt_ im Schwedischen.
M. _Kupfererz im Allgemeinen_.
_zandasa-sa_ im Tibetanischen;--_lapis aerosus_, auch _cadmia aeraria_ der
R�mer;--_mwn cfydd_ im W�lschen;--_mine de cuivre_, auch _airin_ im
Franz�sischen;--_quixo de cobre_ im Spanischen;--_copper ore_ im
Englischen;--_kobbererts_ im D�nischen;--_kopper malm_ im Schwedischen,
auch _wask_ (aus dem Finnischen);--_ruda miedzianna, -gornikow_ im
Polnischen;--_medienka, medina ruda, rudomedek_ im Czechischen.
N. _Rothkupfererz, Ziegelerz_.
Das Rothkupfererz ist ein, meist krystallinisches, sch�n rothes Kupferoxyd,
von nicht h�ufigem Vorkommen; in erdigem, unreinem Zustande heisst es
Ziegelerz.
_red copper ore_, auch _glass-copper ore_ im Englischen; _cuivre oxydul�e_
im Franz�sischen;--_redercz veres_ im Magyarischen, auch
_rezvirag_;--_kransnaja mednaja ruda_ im Russischen, _rjawtschina_ ist
Ziegelerz.
O. _Fahlerz, Kupferfahlerz_.
Ein sehr h�ufiges Erz, Schwefelkupfer mit Arsenik und Eisen, von grauer
Farbe, oft silberhaltig, dann _Grau-_ oder _Weissgiltig_ genannt.
_cadmia aeraria_ der R�mer, war vorzugsweise unser Fahlerz;--_gray copper
ore_ im Englischen;--_cuivre gris_ im Franz�sischen;--_gr� kuppermalm_ im
Schwedischen;--_nigrillo_ im Spanischen;--_plachmahl, plachmann_ beym
ungarischen Bergmann;--_sz�rke ercz, osz cz�stercz_ im
Magyarischen;--_panabus_ im Polnischen;--_burokrusec_ im
Czechischen;--_seraja mednaja ruda_ im Russischen;--_ruda scricbra
ocelnasta_ im Serbischen.
P. _Kupferglanz, Kupferglas_.
Ein h�ufiges Schwefelkupfer, von grauer Farbe, weich, milde, selten
krystallisirt.
_kopper glas_ im Schwedischen;--_vitreous copperore, black copper ore_ im
Englischen;--_cuivre vitreuse, gal�ne de cuivre_ im Franz�sischen;--_cobre
vidrioso, cobre en pasta, azul plomillosa_ im Spanischen;--_rame sulfureo_
im Italienischen;--_gelff_ beym ungarischen Bergmanne;--_�vegrezercz,
rezercz ueveg_ im Magyarischen;--_steklowalaja mednaja ruda_ im
Russischen;--_siarezyn miedzi_ im Polnischen;--_rezek, sjricnjk mednaty_ im
Czechischen.
Q. _Kupferkies_.
Ein h�ufiges Erz, kupferhaltiges Schwefeleisen, von goldgelber Farbe,
h�ufig krystallisirt, dem Eisenkies (Schwefeleisen) �hnlich, weniger hart.
Wird theils auf Kupfer, theils auf Vitriol benutzt. Auf den Lagern von
Kupferkies kommt h�ufig auch Vitriol von Schwefelkupfer, Schwefeleisen und
verwandte Mineralien begreift der Bergmann unter den gemeinschaftlichen
Namen _Kies_ und _Markassit_.
_makshika_ im Sanscrit und im Bengalischen, hier auch _swarna
makshika_;--_margasita_ im Arabischen;--_markassit_ im Persischen, ist der
krystalliuische abrendsche wird mit Goldmarkasit �bersetzt, von dem man
einen Kupfermarkasit unterscheidet, der alrusenai geh�rt wahrscheinlich zum
Schwefelkies;--_markesch�ho_ im Syrischen, wird auch hierher geh�ren (soll
eigentlich Zinnkies seyn), auch _kanston, kanseton_, vielleicht auch
_surlo_ (mit chalcitis �bersetzt), _pieritos_ ist wohl mehr
Schwefelkies;--_byritaes_ im T�rkischen ist Kies im Allgemeinen;--_[Greek:
pyrit�s]_ (aber nur der goldfarbige) der Griechen;--_pyrites_ (aber nur der
goldfarbige) der R�mer, chalcitis aeraria der R�mer und Griechen, war wohl
ein gemengtes kiesliges Kupfererz;--_pyrite cuivreuse, markassite, mine
jaune de cuivre_ im Franz�sischen;--_pirita cobriza_ im Spanischen, auch
_magistral, bronce dorado_; chino beym spanischen Bergmanne, worunter man
auch den Magnetkies begreift;--_rame piritoso_ im Italienischen;--_pyrites,
yellow copper ore_ im Englischen, podar beym englischen Bergmann.
_kyss, goldkyss, gelber kyss_ beym teutschen Bergmann;--_kies, gelf,
gelf�rtzt, lecherz_ beym teutschen Bergmann in Ungarn;--_koppar kies,
lefverslag, gul kopparmulm_ im Schwedischen;--_kuoppar kjes_ im
Lappl�ndischen.
_mesec, med kys_ im Czechischen;--_zolto krusz, siarezyk miedzi i zelaza_
im Polnischen;--_mednoi kultschedan_ [?*], _ruda surkowna medi, ieltaya
mednaga ruda_ im Russischen;--_rez k�nkeves, sarga rez-ercz_ im
Magyarischen.
R. _Kupferlasur_.
Ein sch�n lasurblaues kohlensaures Kupferoxyd (chemisch, auch mineralogisch
dem gr�nen, bey den Gemmen erw�hnten Malachit sehr verwandt), theils fest,
oft krystallisirt, theils erdig, wo es _Bergblau_ heisst. Dient als Erz,
zum Verschmelzen, auch fein gemahlen und pr�parirt, als Farbe (Bergblau im
Handel).
_pien tsing_ im Chinesischen;--_lasurd_ im Persischen;--_hagiar armeni_ im
Arabischen.
_[Greek: kyanos lithos]_, auch _[Greek: lithos armenios]_ der
Griechen;--_cyanos_ der R�mer, auch _caeruleum nativum; armenium_ war
theils erdige Kupferlasur, theils eine daraus bereitete Farbe;--_cuprum
caeruleum_ im neuern Latein.
_azul, azul de montana, cenizas_ im Spanischen;--_rame azurri_ im
Italienischen;--_azur de cuivre, bleu de montagne_ im
Franz�sischen;--_azure, capper lasur_ im Englischen;--_berglazur,
schieferblau_ im Altteutschen;--_koppar lazur, bergbl�tt_ im
Schwedischen;--_berglauw_ im Holl�ndischen;--_lasura_ im
Windischen;--_lazurok-rusz_ [or: _lazurokrusz_], _miedz lazurawa_ im
Polnischen;--_mednaya lasuri, hornaya_ im Russischen;--_holubec, ogr
modry_ im Czechischen.
S. _K�nstliche Kupferlasur, die aus Kupfer bereitete blaue Farbe der
Alten_.
Das Alterthum, besonders Aegypter und R�mer, verstand die Kunst, das Glas
durch Kupfer blau zu f�rben, und durch weitere Pr�paration eine k�stliche
blaue Farbe zu bereiten, die nie verbleichte, viel in der Malerei verwendet
wurde, in hohem Ansehn stand, die neben unserm Ultramarin (s. Lasurstein)
und unserer Schmalte (s. Kobaltglas) h�ufig zur Verzierung der �ffentlichen
Geb�ude diente. Die Kunst, das Glas durch Kupfer blau zu f�rben, war
g�nzlich verloren gegangen, man kannte nur Kobaltglas (Schmalte), erst in
den letzten Jahren haben einige Porzellanfabriken diese Kunst wieder
erfunden und wenden das blaue Kupferglas in der Porzellanmalerei an.
_caeruleum factitivum_ der R�mer war diese Farbe. Das mit Kupfer
zusammengeschmolzene und dadurch blau gef�rbte Glas (die Fritte), hiess
_coelon_, diese wurde gemahlen, hiess dann _lomentum_, woraus dann die
verschiedenen Farben durch Schlemmen u.s.w. (wie bey unserer Schmalte)
bereitet wurden, als das _vestorianum, pulcolanum_ u.s.w.
* * * * *
#�. 8. Nickel.#
Das Nickelmetall lernten wir erst in neuerer Zeit, 1751 durch Klaproth
kennen, es hatte aber gar keine Anwendung, bis man es ganz neuerlich (etwa
1820) mit Kupfer legieren und hierdurch das Weisskupfer oder Neusilber
machen lernte (s. oben beym Kupfer), welches jetzo viel Anwendung findet,
von den Chinesen aber schon seit alten Zeiten unter dem Namen pak-fong
fabricirt wurde, die daher auch von jeher das Nickelerz gekannt haben, wir
wissen aber nicht unter welchem Namen.
Die Nickelerze, die sich in vielen Gegenden finden, waren dem Bergmanne und
Mineralogen lange bekannt. Sparsam, nur als mineralogische Seltenheit
findet sich in zarten Nadeln der gediegene Nickel (Haarkies, nickel natif),
ferner das Nickel-Spiesglanzerz (nickel antimonian, antimoine nickellif�re)
und einige andere Nickelverbindungen.
H�ufig und verbreitet, besonders in Sachsen, ist der _Kupfernickel_, der
stets bekannt war, aber als unn�tz weggeworfen wurde. Er bricht mit Kupfer
und Silbererzen, hat eine kupferrothe Farbe, enth�lt weder Kupfer noch
Silber, sondern nur Nickel, etwas Spiesgl�nz und Arsenik, er war dem
Bergmanne ein unn�tzes, unerfreuliches Erz.
In der gemeinen teutschen Sprache bedeutet Nickel ein schlechtes Ding, ein
schlechtes Pferd, ein schlechter Mensch, daher mag es auch ein schlechtes
Erz bedeutet haben. Woher das Wort eigentlich stamme, ist sehr zweifelhaft.
Im Keltischen finde ich kein �hnliches Wort, im Schwedischen ist Nyckel der
Nagel, im Arabischen ist nykl ein zerrissener Schuh, im Persischen ist nikl
ein starker Mann, alles dieses hat auf seine Bedeutung im Teutschen keinen
Bezug.
_kupfernickel_ im Teutschen, daher: _kopparnikel_ im
Schwedischen;--_coppernikell_ im Englischen;--_kupfernickel_, oder _nickel
arsenical_ im Franz�sischen;--_nicel_ im Italienischen;--_nikiel_ im
Polnischen;--_nikkelj_ im Russischen.
_mamilec_ im Czechischen;--_fattyurezercz_ im Magyarischen.
* * * * *
#�. 9. Eisen#.
A. _Das metallische Eisen_.
Das Eisen, wie es aus den Erzen kommt, ist theils _Gusseisen_ (was meist
gleich seine Form erh�lt), theils _Roheisen_, welches auf den Eisenh�mmern
(Frischheerden) wieder geschmolzen oder erweicht, und durch den Hammer in
geschmeidiges _Schmiede-_ oder _Stabeisen_ verwandelt wird. Man
unterscheidet viele Sorten, wie z�hes und weiches (Osmundseisen), z�hes und
hartes (das gew�hnliche Stabeisen), rothbr�chiges (das sich nur beym
Weissgl�hen schmieden lasst), kaltbr�chiges (das sich leicht schmieden
l�sst, aber kalt leicht bricht). Aus dem weichsten und z�hesten Eisen wird
Draht gezogen und Blech geschlagen.
Die Eisenerze sind �berall verbreitet, liegen zum Theil ganz zu Tage, wie
das Morast- und Sumpferz, das sich sehr leicht verschmelzen l�sst, w�hrend
das Kupfererz stets einem schwierigen H�ttenprozesse unterliegt, daher auch
sehr rohe V�lker Eisen producieren. Das metallische Eisen ist wohl allen,
nicht ganz rohen V�lkern bekannt gewesen, und es d�rfte ein Irrthum seyn,
zu glauben, dass viele alte V�lker Kupfer und Bronce, aber kein Eisen
gekannt h�tten. Die V�lker des Alterthums, welche die edle Bronce zu machen
und zu bereiten verstanden, wendeten allerdings diese h�ufig statt unsers
Stahls, an, was wir auch thun w�rden, wenn wir jene Kunst verst�nden.
_tie, tit, tschiae, tek, pati_ im Chinesischen, ting ist Roheisen;
ty-tie-tsiang ist der Schmidt;--_tizi_ auf den Linnkin- und den Japanischen
Inseln;--_lchagasa, schddjags_ (nach Klaproth) im Tibetanischen,
pho-lcha-gasa ist eine schlechtere Sorte.
_loha_ im Hindu und Bengalischen;--_loha_ im Sanscrit, meist aber _ghana,_
auch _ayas_ (d.i. Erz, wie in vielen Sprachen), ferner kapiloha, ajasa,
kalajasa, kalauha (Schwarzmetall), khadga, �astra, atrisara, asmasara,
krischamischa, krischnajasch (schwarze Masse);--_parriar_ in Madras und
Manawanlu, in der Telinga-Sprache ist das Product, wie es durch Schmelzen
aus dem dortigen schwarzen Eisensande gewonnen wird, woraus man dann den
trefflichsten Stahl bereitet;--_than_ in der indischen Provinz Tenassarim.
_ganah_, auch _kani_ auf Kamtschatka und den Kurilen;--_kurre-gane_
(Schwarzmetall) im Japanischen;--_suy, soy_ auf Korea;--_sat_ in
Tunkin;--_lek, irek_ in Siam, sam auf Awa;--_savi_ im
Gr�nl�ndischen;--polgonton im Korj�kischen;--_ospana_ im
Afghanischen;--_chima_ in der Kaffernsprache von Afghanistan.
_besi, bezel_ im Malaiischen;--_bese, bezer, boase, lesce, kuos, ur_ in den
samojedischen Sprachen;--_affeinach, awsainak_ im Ossetischen;--_karti,
kardui_ im Ostiakischen;--_kort_ im Wortj�kischen (Finnischen);--_ker_ im
Wogulischen;--_keere_ im Altfinnischen;--_route_ im
Lappl�ndischen;--_routa_ im Finnl�ndischen;--_raut_ im
Esthnischen;--_rauda, rouonde_ im russisch Kardelischen (rut in
benachbarten Dialecten, daher wohl ryta im Slavonischen und raudi im
Isl�ndischen);--_vas, vaserez_ im Magyarischen; rudvas ist Stabeisen.
_ger_ in den kaukasischen Sprachen, auch maach, aik, _icha,
atschik_;--_hgutsch_ im Tscherkessischen, _kina, berensch_ im Georgischen;
_erkina_ im Leskischen und Lasischen.
_t�mir, temur, tomor, dach_ im Mongolischen;--_tamir, timur_ im
Tartarischen;--_temir, tumir_ im Kalm�ckischen;--_temir, ahan_ im
Bucharischen;--_timir_ im Jakutischen;--_timer_ im Tschuwaschischen an der
Wolga;--_demir, timir, tem�r_ im T�rkischen, demirti ist eisern, demirgi
der Schmidt, teneke das Blech;--_demyr, demrs_ im Arabischen, weniger,
gebr�uchlich ist _haddit, haelit_; saburcam oder seneburicam wird Roheisen,
licremehem Stabeisen seyn;--_hhadit_ im Maltesischen; hhadyt ist der
Schmidt.
_benipi, benipe, pepipe_ im Koptischen; _benibe_ in der �gyptischen
Hieroglyphensprache;--_barsel_ im Hebr�ischen;--_barsla, barsel, parsel_ im
Chald�ischen;--_parselo_ im Syrischen, sethmaluth ist eine mehr alchemische
Benennung;--_baratti_ im Tygrisischen (Nordafrika), auch harrar, hurrar,
atchim, hattim (aus dem Arabischen);--_tonda_ im Szauakischen
(desgl.);--_trisseja, ouzzal, wazal_ im Berberischen (desgl.);--_k�lluch,
tschartig_ im Dongola (desgl.);--_daura_ in Darfur (desgl.);--_le_ in Burnu
(desgl.)
_sele, szele_ im tartarischen Mandschu;--_schele, schelle, schella_ im
Tungusischen;--_dsesse_ im Lettischen;--_gellezis_ im
Litthauischen;--_scheljasa, scheleso_ im Russischen; ieleso tschugun, auch
cuchyn ist Roheisen, kuznec der Schmidt, kuzne die Schmiede;--_zelazo_ im
im Polnischen [im Polnischen], surowier, zelazo surowe ist Roheisen, zelazo
kute Stabeisen, kowal, kuzman der Schmidt;--_zelezo_ im Czechischen, zelezo
surowe ist Roheisen, = nowane Stabeisen, _cany_ ist Zaineisen; kowars der
Schmidt;--_zelezo_ im Slowakischen und Sorbischen, zelezo walasske ist
Roheisen;--_schelazo_ in Illyrien, kovacs ist Schmidt.
_se'eso, schelesu_ in Krain (im Windischen), wallosch, heisst in Krain und
K�rnthen das Roheisen, welches in den Walloss- oder Wallabsh�mmern (d.i.
Frischh�mmern) weiter verarbeitet wird; _zagel, jackal_ ist
Zaineisen;--_xegliezo_, auch _grozdie_ im Ragusanischen;--_sgegljezo,
sgeglizo_ in Bosnien;--_gvozdje_ im Dalmatischen und Illyrischen, gvozdovit
ist eisern.
[Greek: sid�ros, sidaros] im Griechischen, im Altgriechischen auch [Greek:
ar�s], das Roheisen scheint [Greek: stag�ma] genannt zu seyn. Das Wort
[Greek: sid�ros] stehet ganz isolirt, ob vielleicht aus dem Ph�nizischen?
das [Greek: ar�s] scheint mit dem keltischen aern vielleicht im
Zusammenhange stehen zu k�nnen;--[Greek: sid�ron] im Neugriechischen.
_ergard, ergath, uarn_ im Armenischen.
_ahen_ im Persischen (heisst auch Erz wie ayas im Sanscrit), auch _ehren_
(wie im Teutschen und jern im Schwedischen); aheni ist eisern (erinnert
an aheneus im Lateinischen); aheni nerm ist weiches Eisen;--_ahan_ im
Bucharischen;--_asen, assin, hasin_ im Kurdischen; _hazim, hadada, basal_
im Aethiopischen;--hatzine im Amharischen.
_feru_ im Walachischen, ferariu der Schmidt;--_chekure_ im Albanischen,
chekurte ist eisern, kobatz der Schmidt;--_hecure_ im
Epirotischen;--_hajarn_ im W�lschen, hajamaidd ist eisern, gof ist
Schmidt;--fferis (von ffer hart), ist hartes Metall, Stahl (kommt mit
ferrum im Lateinischen �berein); _hoarn_ im Cornischen;--_houarn, hoarn_,
auch _ferr_ im Bretonischen, farga ist der Eisenhammer, calouez ist der
Eisenarbeiter;--_iarunn, cabhron_ im G�lschen, iarruin, iarnach ist eisern,
gobha, ceard ist Schmidt;--_jara_ im Cimbrischen;--_jarrun, cabradh_ im
Irischen;--_airn, yrn, irne_ im Schottischen;--_yiarn_ im Manxischen.
_ferrum_ im Lateinischen, spongia, nucleus ferri Roheisen, strictura
gestricktes, geh�mmertes Eisen, faber ist Schmidt, ferraria die
Sehmiede;--_ferrum_ im Mittelalter; man unterschied ferrum deandelum oder
delandelum das weiche Eisen, aldeva oder alidena das Roheisen, acerium,
aciarium das harte, indicum, indanicum, endanicum das stahlartige;--_fer_
im Franz�sischen; mazerie, fonte cru ist Roheisen, fer en barers ist
Stabeisen, fer forg� geschmiedetes Eisen, fer aigre spr�des Eisen; forge�r
der Schmidt, forge die Schmiede;--_ferro_ im Italienischen und
Portugiesischen;--_hierro, fierro_ im Spanischen, hierro colada ist
Roheisen--labrado Stabeisen, herrero, forjador der Schmidt, forjado, fragua
die Schmiede.
_iron_ (sprich _airen_) im Englischen, iron bak und -in bars ist Stabeisen,
forger ist Schmidt, forge die Schmiede;--_iren, iron, isarn, ison, cren_ im
Angels�chsischen;--_jarn_ im Isl�ndischen (woher Harnisch), auch _isarn_
und _raudi_ (aus dem Finnischen);--_joarn_ im Friesischen;--_j�rn, jarn_ im
Schwedischen (doch von jarunn im G�lischen), takj�rn ist Roheisen,
stangj�rn Stangeneisen;--_jern_, auch _ese, yse_ im D�nischen, jerng�s ist
die Eisengans, Roheisen; _yrsa, yrsen, ysen_ im Altfriesischen;--_isera,
isen_ im Alts�chsischen;--_isarn, eisarn, isan_ im Altfr�nkischen und
Althochteutschen;--_isen_ im Platteutschen;--_ijzer, yzer, yser_ im
Holl�ndischen;--_eisarn, iern_ im Gothischen; _yrsa, yrsen, ysen, yser_ im
Altfinnischen.
_burdina, burnia_ im Baskischen;--_sarfar, sarca, sayrsa, sarta_ der
Alchemiker;--_saster, tzaster, saltra_ in der Zigeanersprache.
B. _Der Stahl_.
Der Stahl ist ein Eisen, das mit Beybehaltung seiner Geschmeidigkeit viel
h�rter, auch schmelzbarer und luftbest�ndiger als das gew�hnliche Eisen
geworden ist, welche Eigenschaften durch Beymengung von Kohle erhalten
werden. Gewisse Erze (z.B. manche Spatheisensteine) liefern gleich beym
ersten Schmelzen ein stahlartiges Eisen (Rohstahl, _acier naturel,--de
fonte)_ dessen St�be meist ein- oder mehrmals zusammengeschweisst oder
gegerbt werden; sonst gl�het man das Eisen mit Kohle, erzeugt hiermit den
Cementstahl, _l'acier de cementation_, oder Blasenstahl, _l'acier �
boursouffle_, der ausgeschmiedet auch Bl�tterstahl (_l'acier � poule_)
heisst. Beide Arten von Stahl wieder geschmolzen geben den Gussstahl
(_l'acier fondu_). Besonders ber�hmt ist seit �ltester Zeit der _wootz_,
der von Bombay in Indien kommt, aus einem schwarzen Eisensand gewonnen
wird, reich an magnetischem Eisenstein. Der sch�ne damascirte Stahl,
vorz�glich zu S�beln gesch�tzt, ist figurirt durch das Zusammenschweissen
verschiedener St�cke, ausserordentlich z�he und hart. In Europa liefert
seit �ltester Zeit den meisten und trefflichsten Stahl Krain (wo man
_azzalon_ und _brescian stahl_ unterscheidet) und Steiermark (wo der grobe
_muck_ [?*], der feinste Stahl _scharsachstahl_ heisst).
_kang, leou, chu-kan, touan-kan_ im Chinesischen;--_kan_ im tartarischen
Mandschu;--_djiagh, mo-lcha-gasa_ im Tibetanischen;--_baja, beji, malella,
khersani, kaluli_ im Malaiischen;--_maach, mech_ im Leskischen.
_andun_ im Ossetischen;--_andan_ im Wotj�kischen (Finnischen);--_andun
djan_ im Tscherkessischen. (Im Mittelalter hiess ein aus dem Oriente
eingef�hrter Stahl, der sich schmelzen und giessen liess, _andena,
andenon_, welche Worte vielleicht aus dem Finnischen stammen).
_sara_ im Sanscrit, auch _tikshnajasa, aiassa_ und _nila loha_ (d.i. blaues
Eisen);--_kantalauha_ im Bengalischen;--_wutz, wootz, wuce, vuc_ im
Hindostanischen, auch _phulaat_.
_pulad_ im Tartarischen, auch _churtsch_;--_poghpat, poghowatik_ im
Armenischen;--_bolot_ im Mongolischen;--_bolat, burtik, tscheran,
tschandan_ in den kaukasischen Sprachen;--_pola, pila_, auch _asen_ im
Kurdischen;--_pulad_, auch _setti_ im Persischen, _ruhen_ ist der indische
Stahl, _giohar, gauherdar_ ist der blumige, damascirte Stahl der
S�belklingen;--_pulad, fulads, faluds_ im Arabischen, auch _jeleb, celik_
(womit vielleicht _chalybs_ im Griechischen zusammenh�ngen k�nnte), _setti_
(wie im Persischen), _haedidi efreng_, der indische Stahl ist _ruhen_ wie
im Persischen;--_bolat_ im T�rkischen, auch _aheni gerb, aheni ner,
tscheluk, tschelik_;--_b�lat_ im Buri�tischen;--_bulad_ im Tygrischen und
Darfur (Nordafrica); _z�llub b�lad_ im Szauakischen (desgl.);--_lelmesarik_
in Burnu (desgl.);--_dkir_ im Berberischen (desgl.);--_bulade_ im
Amharischen;--_bylad_, auch _stalj_ im Russischen;--_bulat, stal_ im
Polnischen, _masat, musatek_ ist der Wetzstahl, _demesz_ der damascirte
Stahl;--_pold_, auch _scheburkan_ im Syrischen;--_palda_ im Hebr�ischen.
_istem, istema_ im Chald�ischen;--[Greek: stom�na] im Griechischen (von
[Greek: stomoein] sch�rfen, h�rten), auch [Greek: sid�ron stom�na, ak�]
(wie acer im Bretonischen und Lateinischen) [Greek: chalyps] (vielleicht
zusammenh�ngend mit celik im Persischen), [Greek: sid�ron ioenta] (das
blaue), in alter Zeit auch [Greek: adamas sid�ros, adamas] (welches Wort
schwerlich mit Diamant zusammenh�ngt, vielleicht in--damascirtem
Stahl--nachklingt);--[Greek: treliki] im Neugriechischen, aus [Greek:
astali];--_[Greek: atzalon, atzalin]_ im Mittelalter (von azzalon in
Krain);--_chalybs_ im Lateinischen, chalybaeus ist st�hlern.
_atzel, aczel_ im Magyarischen;--_ozel, wozel_ im Polnischen;--_oczel,
oczely_, auch _nado, naddo stala_ in Croatien;--_ocal, gvozdje izbrano_ im
Illyrischen;--_osigl_, auch _naddlo, bliznisa_ in Bosnien;--_jeklu, heklu,
sheteklu_, auch _jequo, kresalu azzalon_ im Windischen oder Krainischen,
jeklen ist st�hlern, jeklati st�hlen;--_tehrauds_ im Lettischen.
_crita, amnaria_ im Walachischen.
_stailinn_ im G�lschen, auch _cruaidh_ (was auch hart heisst), stailinneach
ist st�hlern;--_dur, hajarnddur_ (Harteisen), _fferis_ im W�lschen, (fferis
dan ist der Feuerstahl, von ffer hart), auch wohl _malan, balaen_; duraid
ist st�hlern, duraw st�hlen, h�rten; _dir, diren_ im Bretonischen, auch
_acer, aceir, altzairua_; altzairuguillea sind Stahlarbeiten,
altzairuquintza eine Arbeit von Stahl, aceries ist eine Art Beil.
_acarium, acerium, aczarium_ im Mittelalter, auch _caliba, calibs, stalum_;
acuarius ist der Schmidt; _acier_ im Franz�sischen;--_a�o_ im
Portugiesischen;--_aciajo_ im Italienischen;--_steel_ im
Englischen;--_stahl_ im Isl�ndischen;--_st�hl, steel_ im
Friesischen;--_stahel, stehel_ im Altteutschen;--_staal_ im Platteutschen,
D�nischen, Norwegischen;--_st�l, estal_ im Schwedischen;--_stal_ im
Sorbischen;--_stali_ im Koptischen.
_faulex_ bey den Alchemikern;--_abein_ in der Zigeunersprache (erinnert an
au beji, baja im Malaiischen).
C. _Blech_.
_Blech_ �berhaupt ist d�nn gewalztes oder geschlagenes Metall; man hat
daher Eisen-, Kupfer-, Messing-, Zinkblech u.s.w. Das gew�hnlichste ist das
Eisenblech, welches _Schwarzblech_ heisst; zu vielen Gegenst�nden wird
verzinntes Blech--das _Weissblech_--angewendet; das zuerst in B�hmen
fabricirt wurde, von wo es nach Teutschland und seit 1670 auch nach England
kam. Gefertiget wird das Blech auf dem Blechhammer und der Blechschmiede.
_plech_ im Czechischen (von placha die Fl�che, bili plech ist Weissblech,
plecharma ist der Blechhammer, plechar der Blechschmidt);--_blach, blaeba_
im Polnischen, blaebarnia der Blechhammer;--_pleh, plah, platha_ im
Windischen oder Krainerischen, plahokovazh ist Blechschmidt;--_plassa_ in
Bosnien;--_pleh_ im Magyarischen;--_svartar_ im Schwedischen ist Blech im
Allgemeinen, pl�tar Schwarzblech, pl�tar bleck Weissblech;--_plader_ im
Norwegischen, pladar bleck Weissblech;--_blick_ im D�nischen;--_plate_ im
Englischen, tin plata, white plate Weissblech.
_tole, plaque_ im Franz�sischen, fer blanc, fer etam� ist Weissblech,
etamer verzinnen (von etain das Zinn im Franz�sischen, estan im
Proven�alischen), platineur, ferblantier ist Blechschmidt, marteau �
platiner Blechhammer.
_laun, leac_ im G�lschen, leannaich ist zu Blech schlagen; _lainne_ im
W�lschen;--_lamina_ im Lateinischen;--_[Greek: elasmos]_ im
Griechischen;--_[Greek: paphoulas]_ im Neugriechischen;--_teneke_ im
T�rkischen.
D. _Draht_.
_Draht_ ist in F�den gezogenes Metall, daher Eisen-, Kupfer-, Messingdraht;
die Fabrikation geschieht auf dem Drahtzuge oder der Drahtm�hle durch den
Drahtzieher.
_drat_ im Czechischen; zeleny drat Eisendraht, tazeni dratu der
Drahtzug;--_dratwa, drut_ im Polnischen;--_drot_ im Magyarischen;--_tr�d_
im Schwedischen, tr�ddragning der Drahtzug, tr�ddrager der
Drahtzieher;--_troad_ im Norwegischen, traaddragerie Drahtzieher.
_zhubeshen_ im Windischen (Krain);--_sirma_ im Walachischen;--_[Greek:
syrma]_ im Neugriechischen.
_cord iaruinn, tend iaruinn_ im G�lischen.
_wire_ im Englischen, to wiredraw Draht ziehen, wire drawer der
Drahtzieher.
_fil_ (d.i. Faden) im Franz�sischen; fil de fer Eisendraht, fil d'archal
Messingdraht, trefilerie die Drahtzieherei, degrossir ist Draht ziehen.
E. _Nagel, Zwecke_.
_Nagel_ ist ein spitzes St�ck Metall, auch wohl Holz, was meist oben einen
breiten Theil oder _Kopf_ hat, gew�hnlich aus Eisen bestehet. Kleine N�gel
heissen _Zwecken_. Die Fabrication geschiehet durch die Nagelschmiede.
_nagl_ im Isl�ndischen;--_naegl_ im Angels�chsischen;--_narghel_ im
Belgischen;--_nail_, auch _peg, pin_ im Englischen, forge a nails ist
Nagelschmidt.
_spik_, auch _negel_ im Schwedischen; skiksmide ist
Nagelschmiede;--_spiger_ im Norwegischen, spiegersmedning ist
Nagelschmiede.
_cwieczek, gwozdz_ im Polnischen;--_hreb_ im Czechischen, auch _cwok_
(woher wohl Zwecke); hrebar, cwokar ist Nagelschmidt;--_shrebel_ im
Windischen (Krain), shreblar ist Nagelschmidt.
_perone, g�schde_ im Albanischen;--_tarrang, tarunn_ im G�lischen;--_cethr_
im W�lschen ist langer Nagel;--_clo_ im Irischen;--_claw_ im
Bretonischen;--_clavus_ im Lateinischen, faber clavarius der
Nagelschmidt;--_clou_ im Franz�sischen; clouterie ist Nadelschmiede,
cloutier der Nagelschmidt;--_chiavo_ im Italienischen;--_[Greek: �gos,
gomphos]_ im Griechischen.
F. _Schmelzen_.
_sm�lta, amelta_ im Schwedischen; _smelter_ im D�nischen und
Norwegischen;--_smelten_ im Belgischen;--_smultin_ im
Alt-Nieders�chsischen;--_mylzan_ im Angels�chsischen;--_to milt, meltan,
myltan_ im Englischen.
_tawiti, lestibi, roztopiti_ im Czechischen, auch smelcovati (wohl aus dem
Teutschen); _topic_ im Polnischen, auch _szmelcowai_; wytaplanie ist die
Schmelzung;--_topescu_ im Walachischen;--_spushati, variti, restajati_ im
Windischen, spushavez ist der Schmelzer;--_schkrjecz_ im Windischen.
_leagh_ im G�lschen, leaghadair ist Schmelzer;--_fornacire_ im
Bretonischon;--_fondre, liquefier_ im Franz�sischen, fonte das
Geschmolzene, fondage die Schmelzung;--_fondere, maltare_ im
Italienischen;--_fundir_ im Spanischen, fundidor der Schmelzer, fundition
die Schmelzung, hundir giessen, hundidor der Giesser;--_liquescere_ der
R�mer, excoquere im neuern Latein;--_[Greek: meldein]_ (??), _[Greek:
�komai, t�kein, cheein]_ im Griechischen.
G. _Der Ofen, Schmelzofen_.
_piec, smelcowy_ im Polnischen;--_pec, lizofom, taunice, smelcowna_ im
Czechischen;--_pezh, plaush_ im Windischen (Krain);--_topnice_ im
Slowakischen.
_fuirneix, fuirneis_ im G�lschen;--_onin, oyne_ im Schottischen;--_ffwrn,
ffoc, odyn_ im W�lschen;--_forn, fourneze_ im Bretonischen;--_furre_ im
Albanischen;--_cuptoriul_ im Walachischen;--_forneis_ im
Flamml�ndischen;--_fornace_ im Englischen;--_four, fournaise, fourneau de
fusion_ im Franz�sischen;--_fornace, forro_ im Italienischen; _fogon, horno
de fundicion_ im Spanischen;--_fornax, furnus, caminus_ im
Lateinischen;--_forn_ im Arabischen;--_[Greek: kaminos]_ im Griechischen.
_ofn_ im Isl�ndischen;--_ofen_ im Angels�chsischen.
_ovn, smelteovn_ im Norwegischen;--_ugn, smaltugn_ im
Schwedischen;--_[Greek: ch�neut�rion, kaminos, baunos]_ im Griechischen.
H. _Schlacken, Eisenschlacken_.
_askurum_ im T�rkischen;--_eskiros, genabro_ im Syrischen;--_sig_ im
Hebr�ischen;--_tubal, sajed, chabl, resad_ im Arabischen;--_tubal_ im
Persischen;--_salek_ im Magyarischen.
_slaoit, smuir, smurach, duis, salchar_ im G�lischen;--_sindw_ im W�lschen,
sindr sind Eisenschlacken;--_sgura, zgkurree_ im Walachischen;--_zgkiura_
im Albanischen;--_scoria_ im Lateinischen;--_[Greek: skoria]_ im
Griechischen;--_skuria_ im Neugriechischen;--_escoria_, auch grassas, natas
im Spanischen;--_scorie, crasse, giasse_ im Franz�sischen;--_scoria, bava_
im Italienischen;--_scoria, slag, dross, skales, flakes_ im
Englischen;--_slag_ im Schwedischen.
_slaky, trusca, okuge, sskwary, rosswarky_ im Czechischen;--_zuzel, zidra,
zyndra_ im Polnischen;--_zorizna_ im Sorbischen.
I. _Rost, Eisenrost, Eisenoxyd_.
Die erdige Masse, mit welcher sich das Eisen an der Luft und im Wasser
bedeckt, die aus einer Verbindung desselben mit Sauerstoff besteht.
_riti_ im Sanscrit, auch krischnatchurna, asomala, lohakitta, patratira,
sulaghatana;--_zangar_ im Hindu;--_karat-an-besi_ im
Malaiischen;--_mangertonek_ im Gr�nl�ndischen;--_zank, shank, thrthour_ im
Armenischen;--_zenk_ im Kurdischen;--_jenk_, auch zingiar�l-hae-did
[or: zingiar�l-haedid] im Persischen;--_sindschar_, eigentlich
sindscharulhadidi, auch sahal, s�hekel, zebret im Arabischen, cholifar und
colcathar ist das durch Brennen des Vitriols erhaltene rothe Eisenoxyd
(sogenannter calcinirter Vitriol), das auch jetzo noch colcothar heisst; in
der alten Bergwerkssprache heisst es: rother Heinz, bey den Alchemikern
alcabrusy, alcaladim;--_sadid_ im Maltesischen;--_ki�f, enarim_ im
T�rkischen;--_zaege_ im Amharischen;--_haluda_ im Chald�ischen;--_zedjo,
ithus_ im Syrischen;--_[Greek: ios, sid�ros]_ im Griechischen.
_skouri_ im Albanischen, _[Greek: skoura]_ im Mittelalter, _[Greek:
sid�roskoyra]_ im Neugriechischen.
_rdza_ im Polnischen, rdzawy ist rostig;--_rez_ im Czechischen und
Slowakischen, rezawj ist rostig; _zra_ im Sorbischen;--_ergya_ im
Illyrischen;--_arja, erja_ im Windischen (Krain);--_argya_ in Croatien,
Dalmatien, Bosnien;--_sersaw_ im Wendischen;--_rozda_ im Magyarischen,
roszdas ist rostig;--_rugina, fagaru_ im Walachischen;--_meirg_ im
G�lischen;--_rhwd_ im W�lischen, rhwdawg ist rostig, _rhwd haiarn_
Eisenrost;--_rubigo, ferrugo_ im Lateinischen;--_robin_ im Spanischen, auch
_herrin, herrumbre, aherrumbramiento_ (von hierro das Eisen), aherrumbrar
ist rostig werden;--_ruggine, rubigine_ im Italienischen;--_rouille_ im
Franz�sischen, rouiller ist rosten;--_ferrugem_ im Portugiesischen;--_rust_
im Englischen, rusty ist rostig, to rust rosten;--_rust, iaern raest_ im
D�nischen;--_roest, ijzerroest_ im Holl�ndischen;--_rost_, _rid, j�rnrid_
im Schwedischen;--_rid, jarnrid_ im Isl�ndischen;--_rusa_ im Lettischen;
--_ruoste_ im Finnischen (ob daher das teutsche Rust?);--_ruos_ im
Lappl�ndischen.
K. _Eisenerz im Allgemeinen_.
_lchagasa-sa, tho-phou_ im Tibetanischen;--_bato wadas_ im
Malaiischen;--_aduru �allu, cany-�allu, ipanada_ im Hindu;--_nalla isaca_
in der Telingasprache;--_cari usa_ in der Carnatacasprache;--_manul_ in dem
Dialecte von Tamul;--_timur tasch_ im T�rkischen;--_zeleznice, zelezna
ruda_ im Czechischen;--_zelazna ruda_ im Polnischen;--_shelesja ruda_ im
Windischen;--_vasercz_ im Magyarischen;--_[Greek: g�s sid�ritidos]_ im
Griechischen;--_vena ferrea_ im Lateinischen;--_ferri vena_ im neuern
Latein;--_mine de fer, galine_ im Franz�sischen;--_iron ore_ im Englischen,
gubbin nennt der englische Bergmann das kohlensaure Eisenerz der
Steinkohlenformation, das vorzugsweise verschmolzen wird;----_jarn malmur_
im Isl�ndischen;--_jarn malm_ im Schwedischen;--_jernerts_ im
D�nischen;--_iizermyn_ im Holl�ndischen;--_clach-jarum_ im G�lischen.
L. _Kies, Eisenkies, Schwefelkies, Markasit_.
Gewisse Verbindungen der Metalle mit Schwefel heissen Kies, und wenn sie
krystallisirt sind, Markasit. Am h�ufigsten, fast �berall verbreitet ist
das Schwefeleisen, der Eisen-oder Schwefelkies, bey welchem der Mineralog
viele Arten unterscheidet, als Leber-, Speer-, Magnetkies u.s.w., der dem
Kupferkies (s. diesen) in der Farbe �hnlich ist. Indem in das Schwefeleisen
andere Metalle mit eintreten, erscheint Kupfer-, Arsenik-, Kobaltkies
u.s.w. Manche Arten von Schwefelkies sind so hart, dass sie Feuer schlagen
und in fr�herer Zeit wurde der Schwefelkies ziemlich allgemein als
Feuerstein benutzt. Was die Anwendung betrifft, so wird der Schwefelkies
gew�hnlich nicht auf Eisen benutzt, h�ufig aber auf Schwefel, Vitriol
u.s.w. In fr�herer Zeit (auch im Alterthume) schliff man manchen
Schwefel-und Arsenikkies, nannte diese St�cke Elementar- oder
Gesundheitssteine und schrieb ihnen medicinische oder magische Wirkungen
zu. Die alten Einwohner von Peru fertigten Spiegel daraus (miroirs des
Incas).
_chi-tchong-hoang_ im Chinesischen, auch _tang-chi_ (d.i. cubischer
Stein);--_mas_ im Malaiischen (wie der zum Theil �hnlich krystallisirte
Diamant), auch _amas, orang_. _markshika_ im Bengalischen und im Sanscrit,
auch _tarri_, der gelbe ist _nilamrittika_, auch _madhudhatu_ (honiggelber
Stein);--_markassit_ im Persischen, wobey man unterscheidet: a) den
Goldmarkasit oder abrendsche, der zum Polieren der Edelsteine gebraucht
wird, wohl nicht hieher geh�rt; b) der Silber-, Kupfer- und Eisenmarkasit;
ob der miskal hieher geh�rt, ist zweifelhaft;--_marchasita_ im Arabischen
(ist wohl eigentlich der krystallisirte), auch _schaghharat, buritasch_
(mit pyrites zusammenh�ngend) und _alrusenat_, der harte, feuerschlagende
Kies.
_byritaes_ im T�rkischen;--_puritos_ im Syrischen, auch _markeschito_, was
eigentlich Zinnkies seyn soll;--_[Greek: pyrit�s]_ im Griechischen, auch
_[Greek: pyrimachos]_ (wenn auch der letztere Name mit [Greek: pyr] das
Feuer zusammenh�ngen wird, so stammt ersterer doch gewiss aus dem
Oriente);--_pirites_ der R�mer;--_pyrites, iron pyrites_ im Englischen (der
dortige Bergmann nennt den Kies meist mundic, wohl von mwn im W�lschen d.i.
Erz--in Schottland auch dogger);--_pirites_ im Portugiesischen, auch
_markasita_, wenn er krystallisirt ist;--_pirita_ im Spanischen, auch
_marquesita_, in der Bergwerkssprache: cascajo, marquesitas mundic, bronce
margaritoso (bronce dorado ist Kupferkies, bronce bianco Arsenikkies);
magistral ist eine Verbindung von Schwefel- und Kupferkies, die zur
Amalgamationsbeschickung benutzt wird;--_pirite_ im
Italienischen;--_pirite_ im Franz�sischen.
_kjes_ im Lappl�ndischen, auch _swfwelkjes_;--_kyss, kenkovecs, vasercz
kenk�ves_ im Magyarischen;--_kys, kyz, sjriccnjk zelezicny_ im
Czechischen;--_kyss, wasserkys_ beym teutschen Bergmanne, in Ungarn ist
gelf der bleiche, blachmal der goldhaltige; _kies_ im Schwedischen, auch
svafvelkies, jernkies, fyrsten (Feuerstein), marchasister ist der
krystallisirte;--_k�s_ im D�nischen, jernk�s, ildstein.
_kaltschedan_ im Russischen;--_chidsch_ im Armenischen.
M. _Magneteisenstein, Magnet_.
Der Magneteisenstein ist ein fast reines Eisenoxydul von schwarzer Farbe
und grosser H�rte, theils octaedrisch krystallisirt, theils derb, theils in
K�rnern, dann h�ufig ein Gemengtheil des Sandes, in welchem die Edelsteine
gefunden werden. Er ist magnetisch, aber nur attractorisch; bestreicht man
aber damit einen Eisenstab, so wird er attractorisch und retractorisch, zur
Magnetnadel, die beweglich, sich in die nords�dliche Linie stellt, das
wesentlichste Erforderniss des Compasses und der Boussole oder des
See-Compasses bildet. Diesen hatten die Chinesen seit �ltester Zeit, von
ihnen wird er nach Europa gekommen seyn; den Magnetismus aber kannte ganz
gut das Alterthum wie der Orient. In vielen Sprachen stehen die Namen von
Magneteisenstein und Diamant in genauem Connex, beide Mineralien haben aber
auch manche Analogien, wie gleiche Krystallform, grosse H�rte, und es giebt
schwarze Diamanten, die dem krystallisirten Magneteisenstein sehr �hnlich
sind.
_tse_ im Chinesischen, auch _tse-chy; y-tie-chy_ (d.i. Stein, der Eisen
anzieht); kouei-ku ist der Compass (dessen Name aus dem Chinesischen zu
stammen scheint); thou-kouei-tchin ist die Magnetnadel;--_khaba-lena-do_ im
Tibetanischen;--_touroun kemoun_ im Tartarischen, wie auch der Compass
heisst;--_batu-barami, besi-barani_ im Malaiischen;--_tshumbaka-patthara_
im Hindu;--_tschum-ba-kapathara_ im Bengalischen, auch _lohakanta_ (d.i.
Eisengeliebt);--_krisch-naloha_ im Sanscrit (d.i. Eisenzieher), auch
_akarchaka, ajaskanta_ (d.i. von Eisen geliebt).
_magnatis, myknatys_ im Persischen (bey dem man Eisen-, Gold-, Silbermagnet
unterscheidet), auch _ahen ruba_ (d.i. Eisenr�uber) und _ahenkes_ (der
magnina geh�rt nicht hieher, sondern ist Braunstein);--_magnatis,
maeghnytys_ im Arabischen, auch _hadschar aldschadheb_ (d.i. anziehender
Stein) und _demyr kapan_ (was auch Compass heisst); den Goldmagnet erw�hnt
Taifaschi nur nach Aristoteles, nicht nach eigner Kenntniss;--_myknatys_ im
T�rkischen, auch _mailati_ oder _megladez tasch_ (kabala heisst bey den
T�rken und allen Muhammedanern eine herzf�rmige, silberne B�chse mit einer
Magnetnadel, die ihnen zu den Gebeten die Richtung nach Mekka
andeutet);--_makind, magnis, atamant_ im Armenischen;--_maknatis_ im
Kurdischen;--_magnises_ im Chald�ischen, auch _eben sch�ebeth_ (d.i.
anziehender Stein) und _calamites_ und _calamita_ (wohl eigentlich die
Magnetnadel);--_magnitos_ im Syrischen, auch _kognatis, harklojo_ und
_harkelo_ (woher wohl [Greek: h�rakleia] im Griechischen);--_[Greek:
magn�tis]_ der Griechen, aber nur die m�nnliche Art (die weibliche war
theils Braunstein, theils Arsenikkies), auch _[Greek: lithos antiphys�n]_
(der anziehende Stein) und besonders in �lterer Zeit _[Greek: h�rakleia]_
(was aus dem Syrischen stammt, nicht herkulischer Stein heissen
wird);--_[Greek: mantit�s, kalamita, lapis kalamitaros]_ im Mittelalter,
[Greek: belonion] war die Magnetnadel;--_[Greek: magn�t�s]_, auch _[Greek:
kalamita]_ im Neugriechischen;--_magnes_ der R�mer, aber nur die m�nnliche
Art, war Magneteisenstein (die weibliche war Braunstein), auch _adamas_
(wie im Armenischen), aber nur die Arten arabicus, cenchron, macedonicus
cyprius sind unser krystallisirter Magneteisenstein (der adamas indicus war
Diamant), der siderites und lapis theamidis k�nnen auch hieher geh�ren.
_magnet_ im Englischen, auch _loadstone_ (wohl von load im
Angels�chsischen, lod, lodail im G�lschen schwer), magnetisch heisst
magnetical, zuweilen auch adamantine; der englische Bergmann nennt den
Compass dial, was sonst der Zeiger der Sonnenuhr, auch das Zifferblatt der
Uhr heisst;--_magnet_ im Schwedischen, auch _segelsten,
quicksten_;--_magnetsteen, seilsteen_ im D�nischen;--_magnetsteen,
zeilsteen_ im Holl�ndischen;--_magnetstein_ im Teutschen, der
krystallisirte hiess bey den alten Bergleuten swarzer kies;--_segulsteinn_
im Isl�ndischen;--_segelstein_ im Alts�chsischen;--_magnite, magnithoi,
kamenj_ im Russischen;--_magnes_ im Polnischen, auch _zelezo magnetyerne_,
zelazociag ist der Magnet;--_magnet, dralowec_ im Czechischen, banska
strelka ist der Berg-Compass;--_magnes-k�, magnes vas ercz_ im
Magyarischen.
_calamita_ im Italienischen (wie im Chald�ischen und Neugriechischen,
�hnlich mag auch der Name im Albanischen und Walachischen lauten, den ich
nicht in den W�rterb�chern finde);--_kalamita_ in Krain, Croatien, Bosnien,
auch _selezovlek_ im Windischen, und _magnet_;--_kalamit_, auch _gvozdoteg_
in Illyrien (von gvozdje das Eisen), sivernica ist die Boussole, von siver
der Nordwind;--_guozdotegh_ im Ragusanischen.
_imana, arriman_ im Baskischen;--_iman_, auch _pedra de cevar_ im
Portugiesischen;--_iman, yman, piedra iman_ im Spanischen, auch _piedra de
cevar, magnete, calamita_; ahuja, ahujon, auch bruxula ist der
Berg-Compass. Der Bergmann nennt den Magnetkies chino wie den
Kupferkies;--_aimant_ im Franz�sischen, _pierre d'aimant_, daher l'aiguille
aimant�e die Magnetnadel, _calamite_ ist der Magnetstein, auch der
Compass;--_azimant_ im Altfranz�sischen.
_mein aiman_ im Bretonischen;--_maen ehed, maen-tynu, ehedfaen_ im
W�lschen, _tryawch_ ist Anziehung, Magnetismus;--_clach-iuil_ im G�lischen
(von iul der Leiter, F�hrer, daher iulach der Compass, der im Irischen auch
combaiste heisst), auch _clach tharruing, clach tairnich_; tarrang ist die
Nadel, auch der Compass, tarruingeach, dlu-thairneach, auch sreangtar ist
magnetisch.
N. _Spatheisenstein_.
Ein kohlensaures Eisenoxyd mit spathiger Structur, dem Kalkspathe �hnlich;
verwittert leicht zu Brauneisenstein, wird dabey dunkel gef�rbt und
erdiger. Er ist ein h�ufiges, reiches Eisenerz, das meist ein stahlartiges
Eisen und vorz�glichen Stahl liefert. Er findet sich in vielen Gebirgen;
der sch�ne Stahl aus Steiermark und K�rnthen, der seit �ltester Zeit, auch
unter keltischer und r�mischer Herrschaft gewonnen wurde, ist das Product
von Spatheisenstein, der daher von jeher bekannt war, doch findet sich kein
Name daf�r in der classischen und orientalischen Litteratur.
_kit'h_ im Hindu (�bersetzt mit carbonate of iron) wird hieher
geh�ren;--_manhura, sinhara_ im Sanscrit.
_plin, eisen�rzt_ in K�rnthen;--_spath_ in Steiermark heisst der frische,
braun-, blau-, ockererz der mehr verwitterte, glimmer der glimmrige,
kleesch der quarzige;--_pflinz, flinz_ beym teutschen Bergmanne, auch
_stahlerz, stahlstein, weiss eisenstein_;--_hwit jernmalm_ im
Schwedischen;--_sparry ironstone_ im Englischen;--_fer blanche, mine
d'acier, spath martial_ im Franz�sischen; der Bergmann um Grenoble nennt
ihn maillat, rives, rives orgueil, leux, wenn er zersetzt ist mines
douces;--_minera de ferro bianco, = spatico_ im Italienischen.
_schelesnoi schpat_ im Russischen;--_weglan zelaza_ im
Polnischen;--_ocelek, uhlan zelecity_ im Czechischen;--_vasas nekez kovats_
im Magyarischen.
_minera chalybis_ im neuern Latein, auch _minera ferri alba, minera martis
spatosa_.
O. _Eisenglanz_.
Ein weiches, h�ufiges, durch sch�ne Krystalle ausgezeichnetes Eisenerz. Die
ungeheure Erzniederlage auf der Insel Elba (Athalia der Alten) bey Italien
bestehet fast allein aus Eisenglanz, der kaum an irgend einem andern Punkte
so sch�n als hier vorkommt, der seit den �ltesten Zeiten von den
Karthagern, Kelten und R�mern hier gewonnen wurde, um Italien mit Eisen zu
versehen. Man kannte daher im Alterthume und Oriente dieses Erz sehr gut,
es wird h�ufig von den Autoren erw�hnt, aber kein bestimmter Name genannt.
_androdamanta niger_ der R�mer kann vielleicht hieher geh�ren;--_ferrum
mineralisatum niger_ im neuern Latein;--_minera di acciajo_ im
Italienischen;--_fer speculaire, mine de fer grise_ im
Franz�sischen;--_iron glance_ im Englischen;--_jern glands_ im Schwedischen
und D�nischen;--_spiegelstein, spiegelglanz_ beym teutschen Bergmanne.
_schelesnoi blesie_ im Russischen;--_kieslienjk zcleziny_ im
Czechischen;--_blyskawka, niedokwas zelaza_ im Polnischen;--_�veg tasercz_
im Magyarischen.
P. _Rotheisenstein_.
Ein rothes Eisenoxyd, sehr h�ufig, fast �berall verbreitet, dadurch
vorz�glich ausgezeichnet, dass es einen rothen Strich giebt, meist stark
und blutroth abf�rbt, daher auch blutstein genannt. Das Erz ist theils
erdig wie der eisenrahm, eisenschaum, theils dicht, theils fasrig, dabey
oft rundf�rmig abgesondert, und besondere rundliche Gestalten zeigend,
bekannt unter dem Namen glaskopf, wohl corrumpirt aus Glattkopf wegen der
glatten rundlichen Oberfl�che.
_chin-tan, tai-tche-chy, ting-teou-tchi_ im Chinesischen;--_geri_ im
Bengalischen, auch _gerimali_ (ist eigentlich rother
Eisenocker);--_dhatukascia_ im Sanscrit (eigentlich das rothe
Eisenoxyd);--_aduru callu, cany callu, ipanada_ im Hindu;--_sadenegi,
scedigi_ im Arabischen, vielleicht geh�rt hieher auch der hagiar salchus
oder scheithus (wie [Greek: schistos] klingend);--_schadno_ im Syrischen.
_[Greek: haimatit�]_ im Griechischen, von [Greek: haima] das Blut; [Greek:
lithos schistos] war wohl die erdige Ab�nderung, unser Eisenrahm;--_[Greek:
haimatit�s]_ im Neugriechischen, auch _[Greek: haimatos]_;--_haematites_
der R�mer; hatte mehrere Arten als: xanthos menui der Indier und lapis
schiston, der die erdige Art gewesen seyn wird;--_hematide, sanguine_, auch
_fer oligiste_ im Franz�sischen;--_hematite roxo_ (der rothe), _harderic,
albin, sanguina piedra_ im Spanischen (almagre, rubrica ist der R�thel zum
Rothanstreichen);--_amatita_ im Italienischen.
_clach-fhola_ im Galischen (von fuil das Blut);--_blodstein, glaskopt,
torsten_ im Schwedischen;--_blodstone_ im Englischen;--_blutstein,
glaskoph_ beym teutschen Bergmanne.
_krowawick, krasnoi schelesnoi kamenj_ im Russischen;--_krwowawnik,
niedokwas zeleza ezerwony_ im Polnischen;--_krewel, krwawnick_ (Glaskopf),
_zebirjcek_, auch _kyslicnjk zelezicny_ im Czechischen;--_kryvnek, krawne
kamen_ in Krain;--_reres vasercz_ im Magyarischen.
Q. _Braun- und Schwarzeisenstein_.
Eisenoxyd von brauner und schwarzer Farbe und einem gleichfarbigen, nicht
rothen Striche, �brigens dem Rotheisensteine in Form und Structur ganz
�hnlich, von diesem nur oryctognostisch verschieden; der Techniker macht
keinen wesentlichen Unterschied, weshalb auch kaum bestimmte trivielle
Namen bekannt sind.
_brown iron stone_ im Englischen;--_buroi schelesnoi kameni_ im
Russischen;--_hnedel_ im Czechischen;--_barna vasercz_ im Magyarischen.
R. _Ocker, Eisenocker_.
Eisenoxydul-Hydrat, von rother oder gelber Farbe, theils erdig, theils
schmierig, als Absatz von Gew�sser, bald rein, bald unrein, bildet in
Verbindung mit Thon, den Bolus und R�thel, auch die Gelberde und das
Ockergelb, die als Farbe benutzt werden, s. diese Artikel bey den Erden.
Das Wort ocker, das �hnlich in den neuern Sprachen, auch im Lateinischen
und Griechischen vorkommt, wird aus dem Keltischen stammen, zusammenh�ngen
mit odhar im G�lschen, fahl, dunkel, daher [Greek: �chros] im Griechischen,
pallidus, ochre im Englischen u.s.w.
S. _Thoneisenstein, Adlerstein_.
Ein Eisenoxyd, roth oder gelb, mehr oder weniger sandig oder thonig, das
oft in besondern Formen oder Concretionen erscheint, aber selten
technischen Nutzen gew�hrt. Manche dieser Concretionen sind geodenf�rmig,
rund, im Innern hohl, enthalten Sand oder Steine, klappern beym Sch�tteln,
erregten seit alten Zeiten Aufmerksamkeit, gaben zu verschiedenen
Conjecturen Aulass, waren unter dem Namen Adlersteine bekannt.
_go-ho-ky, yu-yu-linang, yu-liang-chy, nieou-hoang_ im
Chinesischen;--_ardsuakhar_ im Armenischen;--_iktamakt_ im
Arabischen;--_iktemet_ im T�rkischen;--_itubhnon_ im Syrischen.
_[Greek: lithos aetit�s]_ im Griechischen (von [Greek: aetos] der
Adler);--_lapis aetites, geodes gungites_ der R�mer;--_[Greek: krat�t�ra]_
im Neugriechischen;--_etites, piedra del agula_ im Spanischen, auch im
Portugiesischen;--_aetide, pierre d'aigle_ im Franz�sischen;--_eagle stone_
im Schwedischen, ljusgr� jernmalm ist Thoneisenstein;--_clach iolaire_ [?*]
im G�lschen (von iolair der Adler);--_arrandaria_ im Baskischen.
_orl� kamen, bolatnaja_ im Russischen, glinistoi schelesnoi kameni ist
Thoneisenstein;--_orli kamieni, zelaze itowe_ im Polnischen;--_orlici
kamen_ im Czechischen;--_sasko_ im Magyarischen.
T. _Bohnerz, Linsenerz_.
Ein k�rniger Thoneisenstein, auch linsen- und bohnenf�rmig, der nicht
selten, besonders in der Juraformation vorkommt, auch verschmolzen wird,
dem Alterthume wohl bekannt gewesen seyn mag, wenn wir auch den Namen nicht
kennen.
_tching-to-ta-chy_ im Chinesischen;--_bohnerz, linsenerz, hirseerz,
zieselerz_ beym teutschen Bergmanne;--_pea iron ore_ im Englischen.
U. _Raaseneisenstein, Morasterz, Sumpferz_.
Ein, meist phosphorsaures Eisenoxydul, das sich in Seen, S�mpfen, Mooren
fortw�hrend bildet (meist aus den Panzern einiger microscopischen
Infusorien), h�ufig in knolligen, rundlichen Formen; da es an der
Oberfl�che liegt, ist es sehr leicht zu gewinnen, wird in vielen, besonders
in den n�rdlichen Gegenden als Eisenerz verschmolzen. In den s�dlichem
Gegenden, auch in Griechenland und Italien ist es wenig heimisch, im
classischen Alterthume kommt daf�r kein Name vor. Im neuern Latein heisst
es ferrum limosum, tophus ferri.
_che-han-chy_ im Chinesischen.
_wiensenerz_ [_wiesenerz_] im Teutschen, auch _sumpferz, morasterz,
seeerz, modererz, pfennigerz, lindstein, ortstein, heidstein, raudenstein_;
--_sj�malm_ im Schwedischen (Seeerz), _skraggmalm, myrmalmer_ (Moorerz),
_pennigsmalm, purlemalm; brand�rke, gr�n�rke; �rke_ heissen, besonders in
Dalekarlien, diese Erze im Allgemeinen, osmund ist das daraus geschmolzene
Eisen;--_fer limoneux, mine de marais_ im Franz�sischen;--_swampy
argillaceous ore_ im Englischen.
_bahnak_ im Czechischen;--_ruda blothna, rudwodna_ (Seeerz), _zelazo
darniowe_ im Polnischen;--_dernowoi schelesnoi kamenj_ im
Russischen;--_vasagyagborso-vizi, = toi_ im Magyarischen.
* * * * *
#�. 10. Mangan, Braunstein#.
A. _Manganmetall_.
Das regulinische Mangan oder Manganmetall, welches zur Zeit keine
technische Anwendung findet, ist sehr schwer aus den Erzen zu reducieren,
wurde erst in neuerer Zeit durch Kaim (1770), sowie durch Scheel (1774) und
durch Bergmann (1774) dargestellt oder vielmehr als eignes Metall erkannt,
welches vom Eisen verschieden sey, f�r welches Buttmann den Namen Mangan
vorschlug, den Karsten (1808) in das Mineralsystem einf�hrte. Das Manganerz
kannte man stets, benutzte es technisch.
B. _Graubraunsteinerz_.
Ist das h�ufigste Manganerz, das in vielen Gegenden gefunden wird, ein
schwarzes, meist krystallinisches Manganoxyd, das fr�her stets zu den
Eisenerzen gerechnet wurde, obwohl es kein Eisen enth�lt. Es hat und hatte
von je her mehrfache technische Anwendung, dient zur Glasur des
T�pfergeschirrs, vorz�glich aber in den Glash�tten zum Entf�rben und
Reinigen der Glasmasse (hiess Glasseife), zugleich, in anderen
Verh�ltnissen zugesetzt, auch zum F�rben der violetten, braunen und
schwarzen Gl�ser, die im Alterthume h�ufig zu Spiegeln angewendet wurden,
hiess fr�her magnesia vitriariorum.
_wou-ming-y_ im Chinesischen.
_manganesa_ im Bengalischen;--_magnina_ im Persischen;--_[Greek: magn�tis
lithos]_ im Griechischen, aber nur die weibliche Art (die m�nnliche war
Magneteisenstein), auch der [Greek: anthrakion] von Orchomenos;--_magnes
lapis_ im Lateinischen, aber nur die weibliche Art (die m�nnliche war
Magneteisenstein), auch der _alabandicus lapis_;--_manganesia, alabandina_
im Spanischen;--_manganesia_ im Portugiesischen;--_manganese_ im
Italienischen;--_manganese_ im Franz�sischen; auch _perigord, pierre de
perigeux_ (weil es bey dieser Stadt viel gegraben wurde), auch _savon de
verreries_ (Glasseife);--_manganesia, oxyde of manganese, grey mangansian
ore_ im Englischen;--_maghnisia, marganez_ im Russischen;--_manganez,
niedokwas manganezu_ im Polnischen;--_burel_ im Czechischen.
_braunstein_ der teutschen Bergleute;--_brunsteen_ im Schwedischen und
D�nischen;--_bruinsten, manganesia_ im Holl�ndischen.
_chambar, chucef_ der Alchemiker kann hierher geh�ren.
C. _Rothbraunsteinerz, Maganspath_.
Ist ein Manganoxyd mit Kieselerde, oft auch mit Kohlens�ure verbunden,
meist von sch�n rother Farbe (daher auch Rothstein genannt), hat nicht das
Ansehn eines Erzes, dient auch nicht als solches, sondern eines
Kieselfossils, kommt vorz�glich sch�n in Sibirien und Siebenb�rgen vor, wo
die schon gef�rbten St�cke zu Werken der Kunst verwendet werden. Diess wird
wahrscheinlich auch im Alterthume geschehen und der Stein--nicht mit
Unrecht--zu den rothen Gemmen gez�hlt seyn, wir wissen aber nicht unter
welchem Namen. Die verschiedenen Namen, die man jetzo mineralogisch
unterscheidet, haben kein allgemeines Interesse, brauchen hier nicht
erw�hnt zu werden.
_fest�ercz_ im Magyarischen;--_krasnoi marganez_ im Russischen;--_red
mangnesian ore_ im Englischen;--_manganese carbonat�_ im Franz�sischen.
* * * * *
#�. 11. Chrom#.
A. _Chrommetall_.
Das Chrommetall ist schwer darstellbar, erst in neuerer Zeit aus den
Chromerzen, die nur an wenigen Punkten gefunden werden, reducirt. Es wird
eben so wenig benutzt, als die Chromerze an sich; aber das Chromoxyd, das
man aus dem Chromeisenstein gewinnt, hat in j�ngster Zeit eine wichtige
Anwendung in der Porzellanmalerei erhalten. Das Alterthum, wie der Orient
werden das Metall nicht gekannt, die Erze nicht benutzt haben.
B. _Chromeisenstein_.
Es ist dies Magneteisenstein mit mehr oder weniger Chromoxyd, das im
Serpentin vorkommt, der auch vom Chrome seine F�rbung haben wird; es ist
dem reinen Magneteisensteine h�chst �hnlich, wurde von diesem fr�her nicht
unterschieden.
_fer chromat�_ im Franz�sischen;--_chromate of iron_ im Englischen.
C. _Chromsaures Blei_.
Es ist ein chromsaurcs Bleioxyd, ein Bleispath von sch�n rother Farbe, das
fast nur in Sibirien, auch hier nur sparsam vorkommt, von wo es 1766 durch
Lehmann zuerst bekannt wurde, aber erst Vaukelin wiess die Chroms�ure nach.
_rothbleierz_ im Teutschen;--_plomb chromat�e_ im Franz�sischen;--_chromate
of lead_ im Englischen.
* * * * *
#�. 12. Titan#.
Das Titan ist ein seltenes, schwer darstellbares, erst neuerlich reducirtes
Metall, das wie seine Erze, die nur sparsam vorkommen, keine technische
Anwendung findet. Titans�ure und Zirkonerde stehen sich chemisch sehr nahe.
Erst Klaproth fixirte das Titanoxyd.
A. _Titaneisen_.
Eisenoxyd mit mehr oder weniger Eisenoxyd, dem Magneteisenstein sehr
�hnlich, meist in K�rnern vorkommend, auch bekannt unter den Namen Iserin,
Nigrin, Menakan.
_titane oxyd� ferrif�re_ im Franz�sischen;--_ferrougineous oxyde of
titanium_ im Englischen.
B. _Rutil_.
Titanoxyd, mit etwas Eisen, meist krystallisirt, von r�thlicher Farbe,
daher Werner den Namen von rutilus (r�thlich) entlehnte; Klaproth wies die
Zirkonerde nach, fr�her stellte man es zum Sch�rl.
_titane oxyd�_ im Franz�sischen;--_red oxyd of titanium_ im Englischen.
C. _Anatase_.
Ein octaedrisch krystallisirtes braunes Titanoxyd mit etwas Kieselerde,
wurde von Sauss�re octaedrit, von Hauy anatase genannt, von Klaproth als
Titanoxyd erkannt.
_titane oxyd�e, anatase, oisonite, octacdrite_ im Franz�sischen;--_red
oxyde of titanium, octaedrit_ im Englischen;--_sorlo rosso_ im
Italienischen.
* * * * *
#�. 13. Wolfram oder Scheel#.
Das Metall ist aus dem Wolfram erst neuerlich (1781) durch Scheel
dargestellt, hat dadurch seinen Namen erhalten, hat keine technische
Anwendung, doch dient das gelbe Scheeloxyd zu mehreren sch�nen gelben
Farben. Die Erze kommen nicht h�ufig, fast nur in den n�rdlichen Gegenden
vor, sie waren seit alter Zeit dem Bergmanne bekannt, aber unn�tz.
A. _Wolfram_.
Scheelsaures Eisen, eisenschwarz, krystallisirt, wurde fr�her den
Eisenerzen beygez�hlt, bis man das Scheelmetall entdeckte, hiess in der
lateinischen Terminologie spuma lupi (wohl Uebersetzung von Wolf-ram),
magnesia, suma jovis.
_woltschez_ im Russischen;--_chorec_ im Czechischen;--_wolfram_ im
Polnischen;--_wolfram_ der alten B�hmischen und teutschen Bergleute, oder
_wolfrumb, wolfart, wolfert, wolfruss_ (welche Worte unbekannten,
wahrscheinlich aber czechischen Ursprunges sind), auch _saissbickel_ und
_schurell_; der Bergmann begriff darunter auch unsern Sch�rl, und �hnliche,
ihm unn�tze Gesteine;--_wolfram_ im Schwedischen, D�nischen, Franz�sischen
und Englischen, _cal_ beym englischen Bergmanne in Cornwall, wohl aus dem
Keltischen, wo das Wort hart und Stein heisst.
B. _Tungstein, Schwerstein, Scheelit_.
Es ist scheel- oder wolframsaurer Kalk von weisser oder gelber Farbe,
spathiger Textur, h�ufig krystallisirt, sehr schwer, kommt besonders in
Sachsen und Schweden mit Zinnstein vor, war dem Bergmann immer bekannt, der
ihn in Schweden tungstein (d.i. Schwerstein), in Sachsen weissen zinnstein
nannte, bis Scheele (1781) die Tungsteins�ure nachwies.
_tungsteen_ im Schwedischen, von tung, d.i. schwer, daher gab ihm Werner
den Namen Schwerstein, f�r welche viele Mineralogen den Namen Scheelit
substituirten, Scheele, dem Entdecker der Scheels�ure, zu Ehren;--_weisse
zinngraupen, weisser zinnstein, zinnspath, weisser misspickel_ der alten
s�chsischen und b�hmischen Bergleute;--_gossan_ der Bergleute in
Cornwall;--_tungst�ne blanc_ im Franz�sischen;--_tungstena_ im
Spanischen;--_tungstate of lime_ im Englischen;--_farkaskyal_ im
Magyarischen;--_belaja woltschezovaja ruda_ und _t�schel�j kameni_ im
Russischen.
* * * * *
#�. 14. Molybd�n, Wasserblei#.
Das Wasserblei, der Molybd�nglanz der Mineralogen, ist eine Verbindung von
Schwefel und Molybd�nmetall, meist in bleigrauen gl�nzenden Bl�ttchen oder
T�felchen, sehr weich und etwas abf�rbend, hat Aehnlichkeit mit Reissblei
oder Graphit, auch mit Glimmer, wurde bald mit letzterm (wie von Rome de
l'Isle) bald mit ersterm vereiniget, bis Scheele (um 1780) hierin die
Molybd�ns�ure entdeckte, und Lampadius in Freiberg das Wasserblei f�r eine
Zusammensetzung von Molybd�nmetall und Schwefel erkannte. Das Wasserblei,
das nur sparsam meist im granitischen Gebirge vorkommt, gew�hrt kaum
technischen Nutzen; zusammengeschmolzen mit Schwefel liefert es sehr
schlechte Bleistifte; das molybd�nsaure Zinnoxyd giebt eine Farbe, den
blauen Karmin.
_wasserblei_ im Teutschen;--_blyerz_ im Schwedischen;--_zeslec_ im
Czechischen;--_k�llow_, auch _wadd_ im Altenglischen;--_potelot, galene
sterile_ im Altfranz�sischen.
[Greek: molybdoides] im Griechischen, erw�hnt von Dioskorides, kann hieher
geh�ren, daher ist der neuere Name entlehnt;--_molybdaena, sulfuret of
molybdaena_ im Englischen;--_molybd�ne sulfur�_ im
Franz�sischen;--_molybdena, lapis plomo_ im Spanischen;--_molibdena_ im
Russischen und Polnischen;--_malibda, malibdika_ im Bengalischen, �bersetzt
mit molybdate, molilybdic, ist wohl neuern, europ�ischen Ursprunges.
* * * * *
#�. 15. Kobalt#.
Das Kobaltmetall kommt nicht gediegen vor, l�sst sich schwer aus den Erzen
reducieren, gew�hrt keinen technischen Nutzen. Am h�ufigsten findet sich
der Schwefelkobalt oder Kobaltkies (Glanz- und Speiskobalt), der zur Smalte
verwendet wird, unbedeutender das Kobaltoxyd, mit verschiedener F�rbung,
als schwarzer und rother Erdkobalt, Kobaltbl�the u.s.w. Das Wort kobalt
wird slawischen Ursprunges seyn, zusammenh�ngend mit kow d.i. Erz, kowalti
erzartig, daher kobolt, kobelt, womit der H�ttenmann die unreinen
Metallgemische bezeichnet, die beym ersten Schmelzen der Kiese u.s.w.
fallen, der Bergmann aber vorz�glich die Erze, die arsenikalische D�mpfe im
Feuer ausstossen wie Arsenik- und Kobaltkies, daher er auch den gediegenen,
scherbenf�rmigen Arsenik scherbenkobalt nennt. Wissenschaftlich ist der
Name Kobalt auf das eigent�mliche Metall beschr�nkt, auf den Kobalt, der im
Czecishchen [Czechischen] dasik heisst.
Die Chinesen kannten seit �ltester Zeit das blaue Kobaltglas, daher auch
die Kobalterze; ans dem r�mischen und griechischen Alterthume ist blaues
Kobaltglas (Smalte) auf uns gekommen, man muss daher auch damals die
Kobalterze gekannt haben, wir wissen aber nicht mit Gewissheit, wo dasselbe
bereitet wurde, wie die Erze hiessen, aber wahrscheinlich begriff man sie
unter androdamas und argyrodamas (s. Arsenikkies).
A. _Speiskobalt_.
Das h�ufigste Kobalterz, eine Verbindung von Kobalt, vielem Arsenik und
Eisen, entwickelt daher auf gl�henden Kohlen starke Arsenikd�mpfe. Ist von
weisser und grauer Farbe, h�ufig krystallisirt. Behufs der
Smalte-Fabrikation wird das Erz ger�stet, um den Schwefel und Arsenik zu
verdampfen, dann mit Quarz und Pottasche zusammengeschmolzen, dabey
scheidet sich eine metallische Verbindung aus, die Nickel, Wissmuth, Silber
u.s.w. enth�lt und _Speise_ heisst. Das Wort Speise, woher Speiskobalt, ist
in der s�chsisch-b�hmischen Bergwerkssprache ziemlich verbreitet, wird
slawischen Ursprunges seyn, zusammenh�ngen mit _spitz, spiza_ im
Czechischen, was Bronce oder Broncefarbe bedeutet, daher nennt man Speise,
Glockenspeise das Glockenmetall, Speise heisst der gelbe Kobaltk�nig, den
man beym Probieren kobalthaltiger Erze erh�lt, bleispeise ist beym
Bleischmelzen das gelbe Gemisch von Kobalt, Kupfer und Schwefel, das im
Ofen �ber dem Werke stehet; kobaltspeise ist der unreine gelbe Kobalt, der
sich beym Schmelzen kobalthaltiger Silbererze, auch beym Schmelzen des
Kobaltglases bildet, speisiges erz ist gelbes, kiesiges u.s.w.
_koboljt_ im Russischen;--_kobalt_ im Polnischen;--_kobalt_, auch _dasik_
im Czechischen;--_kobold, kobelt, graupenkobelt, kobaltspiegel_, auch
_speise_ der s�chsischen und b�hmischen Bergleute;--_koboltercz sz�rke_ im
Magyarischen;--_kobolt_ im Schwedischen;--_cobaltgris-arsenical_ im
Franz�sischen;--_arsenical cobalt_ im Englischen.
B. _Kobaltglanz, Glanzkobalt_.
Kobaltmetall mit Eisen und wenigerm Arsenik als der Speiskobalt, r�thlich
weisser Farbe, meist krystallisirt, besonders h�ufig in Schweden.
_koboltglantz, koboltmalm_ im Schwedischen;--_koboljt loskowoi_ im
Russischen;--_saudasec_ im Czechischen;--_oright, white kobalt,
kobaltglance_ im Englischen;--_zaffera_ im mittlern Latein.
C. _Erdkobalt, Kobaltbl�the_.
Kobaltoxyd, mehr oder weniger rein, von schwarzer, auch von rother Farbe,
erdig, ohne technische Anwendung, dient nur selten zur Smaltefabrication.
_schlackenkobold, koboldbl�the_ der teutschen Bergleute;--_cobalt oxyd�_ im
Franz�sischen;--_cobalt ochre_ im Franz�sischen.
D. _Smalte_.
Blaues Kobaltglas, gemahlen, geschlemmt und weiter zu verschiedenen blauen
Farben pr�parirt ist die Smalte; escher, eschel ist eine blasse Smalte;
zaffer heisst im gemeinen Leben das ger�stete Kobaltoxyd mit Kieselpulver
vermengt, das zur blauen T�pferglasur dient. Obwohl das Alterthum die
Smalte kannte, so war doch die Kunst sie zu bereiten g�nzlich verloren
gegangen; erst um 1540 erfand wahrscheinlich Ch. Sch�rer, ein b�hmischer
Glasmacher sie wieder und bereits um 1570 bestanden mehrere Smalte-Fabriken
in B�hmen und Sachsen, bald bem�chtigten sich die Holl�nder dieses
Handelsartikels, der als azura del alemagna nach Italien ging. Der Name
smalte wird slawischen Ursprunges seyn, heisst smele, szalc im Slawischen.
_pe-tsing_ im Chinesischen.
_smele_ im Czechischen;--_szmalc_ im Polnischen;--_smolcz_ im
Croatischen;--_spushanstvu, svaritge_ im Windischen;--_smalts,
bl�starkelse_ im Schwedischen;--_smaltum_ im Mittelalter, auch _azura del
alemagna_ in Italien (d.h. teutsches Ultramarin); ferner _zaffera_ (wie
damals auch die Kobalterze hiessen) wahrscheinlich von [Greek: sapheiros],
d.i. Lasurstein; daraus bildete sich safflor, wie man noch jetzo die rohe
nicht geh�rig pr�parirte Smalte nennt;--_safr_, auch _azur sacado de
cobalto_ im Spanischen;--_zaffer_ im Englischen;--_esmalte_ im
Portugiesischen;--_smalt_ im Franz�sischen.
* * * * *
#�. 16. Wissmuth#.
A. _Das metallische Wissmuth_.
Der gediegene Wissmuth findet sich von den Wissmutherzen am h�ufigsten, ist
aber doch ein seltenes Metall, das nur in Sachsen im Grossen ausgebracht
wird, sparsamer findet sich der geschwefelte Wissmuth oder Wissmuthglanz
und das erdige Oxyd, der Wissmuthocker. Das Metall wird vorzugsweise
characterisirt durch seine ausserordentliche Leichtfl�ssigkeit, es schmelzt
an der Flamme des Lichtes, schon auf einem heissen Ofen. Mit Spiesglanz
giebt es das Metall zu den Buchdrucker-Lettern;--mit Zinn und Blei versetzt
giebt es ein besonders leichtfl�ssiges Metall, welches bey gewissen
Verh�ltnissen schon im siedenden Wasser schmilzt, das vorz�glich zum L�then
des Zinnes und Bleies dient. Das Zink wird durch Wissmuth h�rter und diese
Legierung hiess sonst conterfait, guntelfer (wie man auch den Zink nannte),
und ein solches Metall bezog man sonst aus Indien, wo der Wissmuth stets
bekannt gewesen seyn wird. Die R�mer und Griechen haben das Metall
vielleicht gekannt und es unter plumbum begriffen, doch stehet dar�ber
nichts fest. In den Apotheken hiess es sonst: margasita officinalis,
aschblei, plumbum cinereum, stannum cinereum. Der Name mag aus dem
Slawischen stammen, wenn er nicht indischen Ursprunges ist.
_wismata_ (gesprochen bismuta) in Bengalen (ob vielleicht aus den
europ�ischen Sprachen?);--_vismouth, wismut_ im Russischen;--_vizmunt,
biszmut_ im Polnischen;--_wyzmut_ im Czechischen;--_biszmot_ im
Magyarischen;--_vissmut, askbly_ im Schwedischen und D�nischen;--_bismuth_
im Holl�ndischen;--_tinglas_, auch _bismuth_ im Englischen;--_bismute,
etain de glace_ im Franz�sischen;--_bismute_ im Italienischen, Spanischen,
Portugiesischen.
Die Alchemiker erw�hnen zuerst den _wismut_; als ziemlich synonym nennen
sie conterfayn und mythan (wohl ein orientalisches Wort, dessen Bedeutung
dunkel ist), scheinen unter wismat auch wohl Schwefelkies verstanden zu
haben;--Albert der Grosse (um 1250) begreift den Wissmuth unter marchasita,
Basilius Valentin (um 1500) erw�hnt wismut und bismuth.
B. _Wissmuthglanz_.
Ein Schwefelwissmuth, von grauer Farbe.
_bismuth sulfur�_ im Franz�sischen, �hnlich in den neuern Sprachen.
C. _Wissmuthocker_.
Ein gelbes Wissmuthoxyd, von gelber Farbe, erdig, von seltenem Vorkommen.
_wismatbl�et_ der s�chsischen und b�hmischen Bergleute;--_bismuth oxyd�_ im
Franz�sischen und �hnlich in den �brigen Sprachen.
D. _Weisses Wissmuthoxyd_.
Dieses chemische Pr�parat bildet den Grund zur meisten weissen Schminke.
_magisterium vismuti_ oder _marcasittae_ der �ltern Schriftsteller;--_blanc
d'Espagne_ im Franz�sischen;--_schminkweiss, spanisch weiss_ im
Teutschen;--_hwit smink_ im Schwedischen.
* * * * *
#�. 17. Blei#.
A. _Das metallische Blei_.
Blei, Zinn und Zink haben in ihrem metallischen Zustande grosse
Aehnlichkeit mit einander, f�hren auch in mehreren Sprachen einen
gemeinschaftlichen Namen, wie plumbum im Lateinischen, on im Magyarischen
u.s.w., werden dann durch Beyworte unterschieden.
_si�, tsien, tschj�n, kien, jen, jan, gouen, he-youen_ im
Chinesischen;--_ien_, auch _mamari_ im Japanischen;--_jen_ auf Korea;--_ke_
auf Awa;--_tschi_ in Tunkin und Siam;--_timah_ im Malaiischen, ist Blei und
Zinn, _timah itan_ oder _etan_ (d.i. das weisse) ist unser Blei, timahputi
unser Zinn;--_tudja_ im Tungusischen;--_mane_ im Tibetanischen (nach
Klaproth), auch _zah-nye_ oder _shane_ (nach Wilson), _zha-rnye-zha-ny�,
dnage-po, ra-nya, ra-rnyie_, auch mit Blei �bersetzt, wird Zinn seyn, von
ranga im Sanscrit;--_chorgoldsi_ und _togolcha_ im Mongolischen, auch
_chara-chorgoltsch, chara togolga, bugonai-tulga, ukyr-tulga_ (tulga
scheint Zink zu seyn);--_churguschin_, auch _kargaschin_ im
Tartarischen;--_tartchan_ im Tartarisch-Mandschu;--_akerlok_ in Gr�nland
bey den Eskimo's (bedeutet auch Zinn).
_kurchan, kargaschin_ (aus dem Tartarischen), _kursun_ im T�rkischen, auch
_on_ (wie im Magyarischen);--_kurgusch, kurguschun_ im Kurdischen, auch
_resas, erssas_ (aus dem Arabischen);--_churguldschim_ im Kalm�ckischen.
_korhaschin, tschuti, tuschi_ im Lesgischen;--_tkue, tkut, tqwia_ im
Georgischen;--_phaabpsah_ im Tscherkessischen;--_desch_ in andern
kaukasischen Sprachen.
_sisa, seesa_ im Hindu;--_sisa, sisaka_ im Bengalischen und Sanscrit, hier
auch _alinuka, naga_, dichterisch auch _gandupa-dabhara, �wetarandschana,
tschina, tamara pischta_ (wanga wird Zink seyn);--_sika, sikir_ im
Afghanischen, auch _s�rp_ (wie im Persischen);--_mulva_ soll das Blei auch
im Indischen heissen, ich weiss aber nicht, in welcher Sprache.
_s�rb, �sr�b, osrob, usrub_ im Persischen;--_surb, scurb_ im
Bucharischen;--_idsi, ischdi_ im Ossetischen.
_rasas, rassas, raesas, rafas, russas_ im Arabischen, bezeichnet Blei und
�berhaupt die leichtfl�ssigen Metalle;--_russas-aswad_ (Schwarzblei) ist
unser Blei, das auch _surb, osrob_ (wie im Persischen) heisst; russas abiad
(Weissblei) ist Zinn und Zink; saerfan ist ein nicht n�her bekanntes
bleiartiges Metall;--_rsas_ im Maltesischen;--_rassas_, auch _orszaska_ im
Berberischen;--_orszas_ im Dungalischen, Szauakischen und Darfur
(Nordafrika).
_kapar, gabar, dsar_ im Armenischen;--_abar_ im Chald�ischen, auch _abra,
abara, abas, kuni, kunja, karkumischa, karkemisch_ (wie im
Tartarischen);--_arar_ im Abessinischen;--_arare_ im Amharischen;--_arar_
im Tigrysischen (Nordafrika).
_laht_ im Koptischen;--_lath_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach
Champollion;--_espeduljon_ im Syrischen, auch kann _onco_ hieher geh�ren,
gew�hnlich durch Zinn �bersetzt; psimuthjon, auch durch Blei �bersetzt, ist
wohl Bleiweiss, das psimithium der Griechen.
_swinetz_ im Russischen;--_swins_ im Lettischen;--_swinas_ im
Schamitischen;--_svinz, svinitz_ im Windischen (Krain);--_schiroi_ im
Permischen (Finnischen).
_olom, oon_ im Magyarischen, auch _on_ (wie im T�rkischen) bezeichnet Blei
und �berhaupt die leichtfl�ssigen Metalle;--_olow, olowin_ im
Polnischen;--_olowo, wolowa_ im Czechischen (das gleichklingende olowa im
Russischen ist Zinn, nicht Blei, was swinetz heisst);--_olowo_ im
Illyrischen, Slowakischen, Bosnischen, Ragusanischen, Croatischen;--_olobo,
woloi_ im Serbischen;--_woloi, wol�i, wowoy_ im Sorbischen und Windischen
(Krain);--_oliovo, cliowo_ in den samojedischen Sprachen, auch _nourgos,
niurgul, kupt, chupt_.
[Greek: molybos, molybdos] im Griechischen (ein Wort unbekannten
Ursprunges, das mit den erw�hnten slawischen Worten noch die meiste
Analogie hat, doch will ich damit nicht behaupten, dass es aus dem
Slawischen entnommen sey; ich weiss nicht, wie das Blei im Ph�nizischen
hiess);--[Greek: molybi] im Neugriechischen;--[Greek: molybos, molyb�,
ploumos, ploumaton] im Mittelalter;--_moliwo_ in der Zigeunersprache, auch
_artschitsch_ und _swinzi_ (wie im Windischen).
_saturnus_ bey den Alchemikern, auch _osrob, ursub_ (wie im Persischen),
_uzuruo, aaban, afrob, alabari_.
_plumbu_ im Walachischen;--_mpliumt_ im Albanischen;--_plumb_ im
Epirotischen;--_plonn_, _plomm_ im Bretonischen;--_plwn_ im W�lschen (wwn
plwn ist Bleierz, plymen das Bleiloth, plymlyd ist bleiern);--_blobm_ im
Cornischen;--_plumbum_ der R�mer, waren die leichtfl�ssigen Metalle,
_plumbum nigrum_ war unser Blei (plumbum album Zinn);--_plomb_ im
Franz�sischen, in alter Zeit kommt auch _accil_ vor;--_piombo_ im
Italienischen;--_plomo_ im Spanischen (plomar ist mit Blei �berziehen,
plomero der Bleigiesser);--_chumbo_ im Portugiesischen, adjectiv braucht
man auch _plumbeo_;--_plun_ im Allemannischen.
_bli, blijo, blyso_ im Lappl�ndischen;--_blyiy_ im Finnl�ndischen;--_bly_
im Isl�ndischen, Schwedischen, D�nischen;--_bli_ im Platteutschen; blijern
ist bleiern;--_bli_ im Altfr�nkischen;--_blei_ im Hochteutschen.
_luaidh_ im G�lschen; _luaidh dhub_ (Schwarzblei) ist eigentlich unser Blei
(luaidh gheal--Weissblei--ist Bleiweiss), luaidhe ist bleiern;--_lead_ im
Englischen; leaden ist bleiern, to lead mit Blei �berziehen (daher wohl das
teutsche: l�then, Loth u.s.w.);--_lead_ im Angels�chsischen;--_lood_ im
Holl�ndischen;--_hetlod_ im Belgischen.
_beruna_ im Baskischen.
B. _Bleioxyd im Allgemeinen_.
Das Blei oxydirt sich leicht, giebt mit dem Sauerstoffe verschiedene Oxyde,
als: a) zuerst und schon durch Einwirkung der athmosph�rischen Luft, bildet
sich das graue Oxyd oder die Bleiasche, auch das weisse Oxyd; b)
vermittelst Feuer bildet sich zuerst das gelbe Oxyd oder der massicot, der
zum Glasiren der T�pfe gebraucht wird, c) dieser schmilzt leicht zusammen
zu einer glimmerigen Substanz, der Bleigl�tte, die theils gold-, theils
silberfarbig ist, gold- silbergl�tte; d) diese weiter zusammengeschmolzen
giebt das bleiglas;--e) aus dem gelben Oxyd bereitet man durch weitere
Behandlung das rothe Oxyd, die mennige, die als Malerfarbe dient.
C. _Das graue und weisse Bleioxyd und die Bleiasche_.
_safeda_ im Hindu;--_alaunoch, alahabar_ im Arabischen;--_onmesz_ im
Magyarischen;--_olowinka_ im Czechischen;--_[Greek: molybdos peplaumenos, =
kekaumenos]_ im Griechischen;--_spodium plumbi, plumbum elotum_ der
R�mer;_plumbagin_ im Englischen;--_cendre de plomb_ im
Franz�sischen;--_alvaiade_ im Portugiesischen;--_bliaska, blygelbe_ im
Schwedischen;--_bleyasch_ im Teutschen;--_alumboti_ der Alchemiker, auch
_botanum melisodium_.
D. _Gl�tte, Bleigl�tte_.
Das im Feuer zu einer glimmerartigen Masse zusammengeschmolzene Bleioxyd,
von silberweisser und goldgelber Farbe, daher: silbergl�tte, goldgl�tte.
_mordar seng_ im Hindu;--_murdesenk_ im T�rkischen;--_m�rdasenk_ im
Persischen, eigentlich wohl _kilimia_ auch _altum tewali; schacht_
�bersetzt mit scoria auri ist wohl Goldgl�tte wie saecht im
Arabischen;--_murtek_ im Arabischen, eigentlich wohl _climia_ (wie kilimia
im Persischen), auch _almaric_ und _saecht_, _climia alsoda_ ist
Silbergl�tte, _climia alheb_ Goldgl�tte;--_[Greek: mourtasanki]_ im
Neugriechischen, auch _[Greek: lithargyron]_ und _[Greek: aphros apo
molybi]_;--_madro, madreco_ im Syrischen;--_kharmartzana_ im
Armenischen;--_aliji_ im Koptischen, �bersetzt mit spuma metallorum k�nnte
hieher geh�ren.
_molybdites_, auch _spuma argenti_ der R�mer, _chrysites_ ist Goldgl�tte;
_argirites_ Silbergl�tte (aus dem Griechischen);--_[Greek: molybdoteon,
molybdokteon]_ im Mittelalter.
_[Greek: lythargyros]_ der Griechen und zwar [Greek: chrysit�s] und [Greek:
argyrit�s], Gold- und Silbergl�tte;--_litargiris_ im Spanischen, auch
_almartogo_ und _greta_;--_lithargyrio_ im Portugiesischen;--_litharge_ im
Franz�sischen;--_litharge_ im Englischen (in allen diesen Sprachen ist das
Wort wohl nicht aus dem Griechischen, sondern aus dem Keltischen
entlehnt).
_pena_ im Windischen (Krain), auch _smet_, slatna pena die Goldgl�tte,
sreberna pena oder smet Silbergl�tte.
_gleyta, glita_ im Polnischen, auch _piana olowna_ und _bialo
krusz_;--_glet, kleyt_ im Czechischen, auch _kyslicnjk olowaty_;--_gloette_
im Norwegischen;--_glete, glit_ im Schwedischen, silberglitt,
blyg�lt;--_glit, gl�d_ im D�nischen, blygl�d, silbergl�d;--_gelit_ im
Holl�ndischen, goudgelit ist Goldgl�tte;--_glette, silberglette, guldglett_
beym teutschen Bergmanne.
_ez�st tajter_ (Silberschaum), auch _ontajtek_ im Magyarischen.
E. _Bleiglas_.
Die zu einem gelben, glasartigen K�rper zusammengeschmolzene Gl�tte.
_[Greek: ilkysma, ilkasma]_ der Griechen (k�nnte vielleicht zusammenh�ngen
mit kilimia im Persischen, cliinia im Arabischen,--die Namen der
Gl�tte--oder einem �hnlichen semitischen Worte);--_helcisma_ der R�mer,
auch _scoria plumbi_;--_scoria argenti_ war ein bleiischer Ofenbruch von
zusammengeschmolzener Gl�tte;--_verre de plomb_, _oxide de plomb vitreux_
im Franz�sischen und �hnlich in den verwandten Sprachen.
F. _Massicot, Masticot, Bleigelb_.
Das gelbe Bleioxyd, das vermittelst Feuer erhalten wird, es dient zu gelben
Wasserfarben, zur Glasur der T�pfe u.s.w.
_abar_ im Arabischen, �bersetzt durch plumbum ustum, kann hieher
geh�ren;--_massicol_ im Englischen und Franz�sischen;--_blegelb_ im
Teutschen;--_blygelbe_ im Schwedischen;--_playgeel_ im
Altteutschen;--_zestam olowity_ im Czechischen.
G. _Mennige_.
Das rothe Bleioxyd--die Mennige--ist dem Zinnober �hnlich (der damit auch
h�ufig verf�lscht wird), eine gesch�tzte Malerfarbe, die feiner zubereitet
Vermillion heisst. Der Name kann von minium im Lateinischen, minea im
Baskischen d.i. Zinnober herstammen, h�ngt aber vielleicht zusammen mit
mwyn im W�lschen, was zart, lieblich heisst, da mwyn coch (d.i. roth) eine
zarte rothe Farbe heisst.
_tan_ im Chinesischen;--_sindur, naga_ im Hindu;--_sindura_ im
Bengalischen;--_sindura_ im Sanscrit, auch _tschinpischta, nagasambhawa_
(aus Blei hervorgegangen), _nagarakta_ (d.i. rothes Blei, von rakta roth),
_nagarenu, raktarenu_ (d.i. rother Staub), _raktabaluko_(d.i. rother
Sand);--_sidilinggan, sadalinggan_ im Malaiischen;--_siring_ im Arabischen,
auch _arandsch, ascrengu, tezri_;--_isreng, sulgun_ im
T�rkischen;--_esrench, zarkum_ im Arabischen, auch _salikum,
sidufos_;--_affrengi, azemafor, acartum_ der Alchemiker.
_persch, pirch_ im Koptischen, ist auch Bolus oder R�thel;--_mnis, menis_
im Syrischen;--_zericum_ (wie zarkum im Arabischen) im Kurdischen ist auch
Bleiweiss; _serkon, serak_ im Chald�ischen (eigentlich eine aus Mennige und
R�thel pr�parirte Farbe).
_[Greek: sandix]_ oder _[Greek: sandyx]_ im Griechischen (wohl gewiss
semitischen Ursprunges), [Greek: sirikon] war die aus Mennige und R�thel
pr�parirte Farbe (wie sirkon im Chald�ischen, zarkum im
Arabischen);--_sandyx_ der R�mer, auch _cerussa usta_ und _sandaracha
factitia_ (nicht zu verwechseln mit dem nat�rlichen sandarak-sandarus im
Persischen--der das Gummi von einer Art Wachholderbaum ist und zum Firniss
dient), _siricum_ war die daraus pr�parirte Farbe.
_mwyn coch_ im W�lschen (von mwyn zart und coch roth) bedeutet Mennige,
auch Zinnober (jede zarte rothe Farbe);--_minium_ im Englischen, was doch
vielleicht eher mit diesem mwyn zusammenh�ngt, als minium im Lateinischen,
das Zinnober bedeutet;--_minium_ im Franz�sischen, auch _uzefur, oxide de
plomb rouge_;--_minio_ im Portugiesischen, im gemeinen Leben auch _azarcas,
zarcao_, auch _vermilhao_;--_menie_ im Holl�ndischen;--_m�nja, brandt,
blywitt_ im Schwedischen;--_minien, mingen_ im Altteutschen;--_miniom_ im
Magyarischen;--_miniia_ im Polnischen;--_minyum, surik_ im
Czechischen;--_meneka_ im Windischen.
H. _Bleiweiss_.
Es ist ein kohlensaures Bleioxyd, meist durch Essig bereitet, von sch�n
weisser Farbe, ein sehr bekanntes und verbreitetes F�rbematerial. Hiervon
wesentlich verschieden ist das reine essigsaure Bleioxyd, der bleizucker,
sucre de saturn, ein s�sses Salz, das vorz�glich in der F�rberey benutzt
wird.
_hou-mien_ im Chinesischen;--_zha-nye-dakara-po_ im
Tibetanischen;--_zerikum_ im Kurdischen, was auch Mennige ist;--_isfidach,
sepidach, sipilab_ im Arabischen, auch _alseregi, baruch_; der aspideg und
asidagi ist das mehr zubereitete Bleiweiss;--_buruk_ im Maltesischen (wie
baruch im Arabischen);--_iistibach, irreg, issreny_ im
T�rkischen;--_spitakagjegh, spitakutz, kapari_ im
Armenischen;--_psimutijon_ im Syrischen (wird �fter auch durch Blei
�bersetzt);--_[Greek: psimmithion, psimythos]_ im Griechischen (wohl
offenbar semitischen Ursprunges);--_[Greek: empiaka, mplaeto, rhoup�,
spintaz�]_ im Mittelalter;--_[Greek: mpianka]_ im
Neugriechischen;--_alfidus_ bey den Alchemikern, auch _balae, albotar,
gersa, arfiora, presmucum, pynkis, alkarat, almachabat, biarchetunsin_.
_cerussa_, auch _psimithium_ im Lateinischen;--_ceruse, wheite lead_ im
Englischen;--_ceruse_ im Franz�sischen, auch _abit, aboit_ im
Altfranz�sischen;--_albayalde, albayaque, blenqueta_ im Spanischen.
_gwyn blwm_ (Weissblei) im W�lschen;--_guen pariss_ im
Bretonischen;--_luaidhe gheal_ (Weissblei) im G�lschen;--_blyhvidt_ im
Schwedischen, D�nischen, Isl�ndischen;--_blywit_ im Platteutschen und
Holl�ndischen;--_olowenka, plewey_ im Czechischen;--_biel olowa, bleywais_
im Polnischen;--_foiora, pleibes_ im Walachischen;--_j�rogfeger_
(Griechisch Weiss), _plairaisz_ im Magyarischen;--_svinzhna bieloba_ im
Windischen:--_parno_ in der Zigeunersprache.
I. _Bleiglanz_.
Ist Schwefelblei, meist krystallisirt, ein �berall verbreitetes Erz, aus
dem fast alles gewonnen wird, da die �brigen Bleierze nur sparsam
vorkommen. So lange daher metallisches Blei verwendet wurde, d�rfte auch
der Bleiglanz bekannt seyn.
_kalu miniram_ im Ceylonischen;--_s�rmeh_ soll man den Bleiglanz in Indien
nennen, so heisst aber Spiesglanz;--_zha-nye-rdo_ im Tibetanischen (d.i.
Bleistein);--_gaburaran, koshi gabarjeay_ im Armenischen (von gaba Blei).
[Greek: molibdites, molibdoeid�s] im Griechischen;--[Greek: molyboch�ra,
molybi skaphton] im Neugriechischen;--_molibdites_ der R�mer (galena und
molybdaena waren wohl nicht Bleiglanz, sondern Zinkblende).
_alchohol_ (?) im Arabischen (alcohol ist die Spiesglanzsalbe, s.
unten);--_alcohol, alquirol_, auch _zofre_ im Spanischen, _galena_ (jetzo
der gebr�uchlichste Name) und _columbina_; alcol ist der Bleiglanz, der als
Schlich von den T�pfern zur Glasur gebraucht wird; saroche nennt der
Bergmann bleiglanzhaltige Erze;--_alquifoux, archifow_ im Altfranz�sischen
(ein Name, den man noch jetzo in Teutschland am Rheine dem feink�rnigen
Bleiglanz giebt, der gemahlen und zubereitet zur Glasur der T�pfer dient;
�brigens ist jetzo in Frankreich _gal�ne_ die allgemein gebr�uchliche
Benennung;--_galene_ im Englischen, auch _plumbagine_ und _lead glance_;
der englische Bergmann nennt den Bleiglanz meist pee, das mulmige Bleierz
belland, das gewonnene Bleierz im Allgemeinen bowse;--_biombo galenico_ im
Italienischen.
_mwn plwn_ im W�lschen (d.i. Bleierz);--_blymalm, blyglants, terninge malm_
im Schwedischen;--_blyerts_ im D�nischen, Holl�ndischen;--_glantz_ beym
teutschen Bergmanne, bleyglantz; die dichte Ab�nderung ist bleyschweiss,
bleyschweif, bleyschuss.
_swinzowoi blesk, vataya ruda_ im Russischen;--_olowice, olowiany kruszec,
krostokrusz_ im Polnischen;--_olowina, cestinec, lestenec_ im
Czechischen;--_olobo_ im Serbischen;--_onercz, onasercz, fenyes onercz_ im
Magyarischen.
K. _Bleispath_.
Man begreift hierunter die Verbindung von Bleioxyd mit verschiedenen
S�uren, die dessfalsigen Mineralgattungen sind verschieden, meist
prismatisch krystallisirt, kommen im Ganzen nur sparsam vor, haben nur ein
mineralogisches Interesse. Man unterscheidet besonders a) kohlensaures
Bleioxyd von weisser Farbe--Weissbleierz--�fter auch durch Kohle schwarz
gef�rbt--Schwarzbleierz;--b) phosphor- und arseniksaures Bleioxyd von meist
gr�ner Farbe--Gr�nbleierz;--chromsaures Bleioxyd von meist rother Farbe,
das fast nur in Siberien vorkommt--rothes bleierz.
_plombe spatique_ im Franz�sischen und zwar: _blanc-, verd-, rouge_, auch
_carbon�-, phosphat�-, chromat�_;--im Englischen _white-, green-, red lead
ore_, auch _carbone, phosphate, chromate of lead_;--_blyspath_ im
Schwedischen, _hoit blymalm, gr�n blyspat_;--_szpat olowiang_ im
Polnischen;--_swinzowaja ruda_ im Russischen, und zwar: _belaja-,
selenaja-, krasnaja_ das weisse, gr�ne, rothe;--_onmesz_ im Magyarischen,
und zwar: _fejer-, z�l-, veres_, das weisse, gr�ne, rothe.
L. _Bleierde_.
Derbes und erdiges kohlensaures Bleioxyd.
_bly-jord_ im Schwedischen;--_lead earth_ im Englischen, belland beym
Bergmanne;--_plombe carbonat� terreux_ im Franz�sischen;--_belowa_ im
Czechischen;--_swinzowaja iswesti_ im Russischen;--_onmesz_ im
Magyarischen.
* * * * *
#�. 18. Zinn#.
A. _Das metallische Zinn_.
Ein bekanntes leichtfl�ssiges Metall, welches vorzugsweise aus Indien,
England und dem b�hmisch-s�chsischen Erzgebirge kommt. Es dient besonders
zu zinnernem Geschirr, zum Verzinnen von Kupfer und Eisen, zur Fertigung
der Bronce u.s.w. Es stehet dem Blei und Zink sehr nahe, daher in mehreren
Sprachen diese 3 Metalle durch denselben Gattungsnamen bezeichnet werden.
Das in sehr feine Blattchen [Bl�ttchen] geschlagene Zinn heisst stanniol,
stagniol, sagnol.
_sy, la-sy, ting, sik, tschilja_ im Chinesischen; _teou-sy_ ist Zinn aus
Malacca;--_muk_ in Siam;--_sik_ in Japan;--_nap_ auf Korea;--_tocholcha,
dogolgan_ im Mongolischen, auch _tulga_ und _tschagan-gorold-dsin_;
--_toholon_ im Tartarisch-Mandschu;--_todjah, tudjla_ im Tungusischen;
--_chorgol, dogum_ im Jakutischen;--_akerlok_ im Gr�nl�ndischen bey den
Eskimo's (bedeutet auch Blei);--_tlai_ in Tunkin;--_bulai_ auf Awa;
--_lolpi_ im Ostj�kischen (Samojedischen);--_hattusch_ im Wogulischen.
_kalang_ (von der Insel Kalah im indischen Meerbusen) im Malaiischen, ein
durch ganz Asien verbreiteter Name, auch _kalah, tinah-putih, mipis_ und
_mimpis_;--_kelley_ in Hindostan;--_k'h�_ in der indischen Provinz
Tenasserim;--_ckalai_ im Tartarischen, auch _ackkorgasch_ und
_korgoschik_;--_kalai_ im T�rkischen, auch _korgot, en�ck_;--_kalai, kale,
quale_ im Georgischen;--_galai_, auch _such, sachu_ im Tscherkessischen und
den kaukasischen Sprachen;--_kala_ im Ossetischen;--_kalai_ im
Arabischen;--_kalay, qualay_ im Kurdischen;--_qualat_ im Persischen, auch
_arsis, arzihz_ (wie _arzihz_ im Sanscrit);--_arsis_ im
Bucharischen;--_osis_ im Permischen;--_[Greek: kalai, kalagi]_ im
Neugriechischen.
_anak, anag_ im Armenischen (anaki ist zinnern) auch _glajek, galajek; nak_
im Aethiopischen;--_gnaek_ im Abessinischen;--_thran_ im Koptischen (anin
ist zinnernes Geschirr), basnes, basns, auch durch Zinn �bersetzt, ist wohl
ehern;--_bdil, bedil_ im Hebr�ischen;--_cheseth_ im
Alt�gyptischen;--_djaurigge_ im Dungalischen;--_drina nob�rde_ in Burnu
(Nordafrika);--_korekone_ im Amharischen, auch _arare_ (wie Blei), makebate
ja arare ist verzinnen.
_olowo, olobo, lova_ im Russischen (in den �brigen slawischen Sprachen ist
olowo das Blei, kositer das Zinn);--_on, olom_ im Magyarischen, eigentlich
_foger-on_ (d.i. Weissblei).
_kastira, kastra_ im Sanscrit, auch _rangu, arzihz trapu_, ferner:
_trapula, trapusha, apusha, pattra, barbatira, surebha, nagadschirana,
hima, alinaka, gurupatra, singata_ (aus Ceylon), _banja_ (aus
Bengalen);--_r�n, ranga, swarnadscha_ im Bengalischen;--_ranga_ im
Hindu;--_ra-nya_ im Tibetanischen (rarnye und zan-nye mit Blei �bersetzt
kann hieher geh�ren).
_kasdir_ im Arabischen; auch _kalai, qualui_ (wie im Tartarischen, ein
durch Asien verbreitetes Wort) und russas abead (Weissblei), russas,
ryssas, raesus ist der gemeinschaftliche Name f�r Blei, Zinn, Zink (wie
rsas im Maltesischen), �brigens heisst althe oder calhi die beste Sorte von
Zinn, cerab ist eine schlechtere Art, inoe oder unot hat eine dunklere
F�rbung und keinen Klang (wohl ein legirtes Zinn), calicon ist
strengfl�ssiger, wohl unser Zink, semkary ist verzinnen;--_kastir_ in
Darfur und im Szauakischen (Nordafrika);--_kastira, kistara_ im
Chald�ischen, auch _abaz, abza, biz, pathkith, bdil, bedil_ (wie im
Hebr�ischen);--_kasdrin_ im Syrischen (onco wird auch mit staunum,
kerutinon mit plumbum album �bersetzt);--_kastora, kistira_ im
Ph�nizischen;--_kositorin_ im Walachischen (kositar ist
Zinngiesser);--_[Greek: kassiteron]_ und _[Greek: kattiteron]_ im
Griechischen ([Greek: gegan�mena] war verzinntes Geschirr); _cassiteron_
der R�mer, auch plumbum album (Weissblei), ihr stannum war aber--wenn man
die auf uns gekommenen Stellen der Classiker pr�ft--nicht Zinn, sondern
unser Zink, obwohl das lateinische Wort stannum von stan im G�lschen
herkommt, was allerdings Zinn heisst; Zinnerze fehlen in Italien und
Griechenland, aber aus zinkischen Kupfererzen wurde auch in Cypern stannum,
d.i. Zink gewonnen;--_kositer_ im Illyrischen, kositeritti ist
verzinnen;--_kositer_ im Windischen (Krain), obkositerati ist
verzinnen;--_kositer_ im Slowakischen, auch _kalai_, daher kalayscar der
Zinngiesser;--_kositer_ in Bosnien;--_kossiter_ im
Ragusanischen;--_kosziter_, auch _czing_ in Croatien;--_kaster_ im
Altnordischen.
_tina_ im Altfinnischen und Finnl�ndischen (vielleicht mit ting im
Chinesischen zusammenh�ngend):--_tinna_ im Ehstnischen;--_tidne, tadne_ im
Lappl�ndischen;--_tenn_ im Schwedischen;--_tin_ im D�nischen und
Holl�ndischen;--_tin_ im Isl�ndischen, tinna ist verzinnen;--_tinn_ im
Platteutschen;--_tin_ im Angels�chsischen, tinnan ist verzinnen;--_tin_ im
Englischen, to tin ist verzinnen; block tin ist sehr reines Zinn in
Bl�cken; streamtin ist das aus den Seifenerzen geschmolzene Zinn, dieses
durch ein Umschmelzen gereinigt giebt das reine grain tin, Kornzinn. tin in
England wird nicht einheimischen, keltischen Ursprunges seyn, sondern ein
fremdes Wort; in Cornwall, wo seit den �ltesten Zeiten Zinnbergbau war,
heisst das Zinn staern, stan (wie stan, staoin im G�lischen), stannary laws
ist die Bergordnung f�r den Zinnbergbau, stan nary court ist das dasige
Ober-Bergamt; pol stean ist ein Zinnsteinschacht, huel stean die Zinngrube;
spalliard heisst der Zinnbergmann, flooran ist fein eingesprengter
Zinnstein, pillion ist Zinn, welches nach der ersten Schmelzung noch in den
Schlacken zur�ckbleibt;--_pewtur_ ist legiertes Zinn, auch zinnernes und
�berzinntes Geschirr; dieses Wort ist auch keltischen Ursprunges, ist das
g�lsche peotar, feodar, das bretonische fewtur.
_cyn, ceyn_ im Czechischen; cynugi, po cynowati ist verzinnen, cynar,
konwar der Zinngiesser (dieses cyn, woher das teutsche zihn, zinn, scheint
nicht sowohl slawischen, als finnischen Ursprunges, da bey den meisten
slawischen St�mmen das Zinn kositer oder olowa heisst);--_cyna_ im
Polnischen, cynowy ist zinnern;--_cin_ im Slowakischen;--_czin-edeny_ im
Magyarischen.
_stan, staoin_ im G�lischen, auch _feodar, peotar_ ist auch das legirte
Zinn zu Geschirr (wie pewter im Englischen, peltre im Spanischen);--_slian_
im Cornischen;--_ystaen_ im W�lschen (auch _alcan_, von can weiss),
ystaeniaw ist �berzinnen, ystenawr der Zinngiesser;--_sten, stean, steinn_
im Bretonischen, steinage ist Zinngeschirr, steinnein ist
verzinnen;--_feutur_, auch _fitur_, und gloan ist (wie pewter im
Englischen) zinnernes oder verzinntes Geschirr;--_estan_ im
Provenzalischen;--_etain_ im Franz�sischen, auch _estain_; etamer ist
verzinnen, etamage ist Verzinnung;--_estain_ im Altfr�nkischen;--_estanno_
im Spanischen; sita heisst das feine chinesische Zinn (wohl von tschitja im
Chinesischen), peltre, p�lterria ist das �berzinnte oder zinnerne Geschirr
(wie pewter im Englischen);--_estanho_ im Portugiesischen; das feine
indische heisst calain (der asiatische Name), eine andere Sorte ist
tutanaga, wird aber wohl Zink seyn, von tutanag im Indischen.
_stagnum, stannum celtiberium_, auch _cositerium_ im Mittelalter, ferner
_[Greek: stagnon, staktimolybdon, stannion]_; daher [Greek: stanniazein]
und [Greek: stanniarein] verzinnen;--_Jupiter_ bey den Alchemikern, auch
_alnec, alenel, alkalap, aleth, asabum, almiba, caldar, cardir, feruzegi,
kaufor, razdir, laos, meselrabira, rasar, zarfu, elkaley_;--_plumbum
candidum_ im neuern Latein.
B. _Zinnlegierungen_.
a) Zinn und Kupfer giebt die Bronce, die schon erw�hnt ist.
b) Zinn mit wenig Blei giebt das Metall zu dem Zinngeschirr, ist das coarse
pewter der Engl�nder, feodar im G�lschen.
c) Zinn mit gleichem Theil Blei giebt das bekannte Schnellloth, Schlagloth,
argentarium tertiarium der R�mer.
d) Zinn und Wissmuth giebt ein h�chst leichtfl�ssiges Metall, das Zinnloth,
das besonders zum Zusammenschmelzen des Zinnes gebraucht wird; ist das
eigentliche pewter der Engl�nder (aus 9 Theilen Zinn und 1 Theil Wissmuth).
e) Zinn und Schwefel giebt das Musiv- oder Muschelgold von sch�n goldgelber
Farbe;--(_or mussiv, or de mosaique_ im Franz�sischen);--_malare gull_ im
Schwedischen.
C. _Zinnerz, Zinnstein_.
Der Zinnstein ist Zinnoxyd und meist krystallisirt, der sich meist in
G�ngen, auch in Seifen findet, aber bauw�rdig nur an wenigen Punkten,
besonders in Indien, England, B�hmen und Sachsen. Die wenigen andern
Zinnerze sind so selten, dass der Zinnstein das einzige Erz ist, aus dem
Zinn geschmolzen wird, und er muss �berall bekannt seyn, wo Zinn gewonnen
wird.
_kalin_ soll in Indien der Name seyn;--_marchasita_ im Arabischen begreift
auch den Zinnstein, so auch _markeschitto_ im Syrischen;--_ibn-gnaek_ im
Abessinischen (d.i. Zinnstein);--_tinstone, tinore_ im Englischen; flooran
ist eingesprengtes Zinnerz, scove ist Stuferz in den Zinnsteing�ngen, aber
scovan ist Granit der Zinnsteing�nge;--_tinberg, tinmalm_ im
Schwedischen;--_tinerz_ im D�nischen;--_zihnstein_ der teutschen und
b�hmischen Bergleute; graupen, graupel, zihngraupen, als rothe, gelbe,
weisse sind die gr�ssern reinern Krystalle (wohl von kraupi im Czechischen
das Korn, der Hagel), keffer, rammel, plautze, zihnkeffer heisst das
graupige Zinnerz aus den Zinnseifen, zwitter, zytter ist das Zinnerz im
Allgemeinen, daher Zwitterg�nge, Zwitterpocher, Zwitterheerde u.s.w. und
h�ngt dieses Wort offenbar mit kositer (s. oben) zusammen.
_ruda cinowa_ im Czechischen;--_cynowy kruszel, ruda cynowa_ im
Polnischen;--_olow�nnoi ruda_ im Russischen;--_czin-erez_ im Magyarischen.
_stagno nerato_ im Italienischen;--_estanno vidrioso_ im
Spanischen;--_etain oxide_ im Franz�sischen.
* * * * *
#�. 19. Zink#.
A. _Zinkmetall_.
Der metallische Zink ist in seinem Aeussern dem Blei und Zinne �hnlich, ist
ein leicht fl�ssiges Metall, welches sich aber an der Luft nicht oxydirt,
leicht mit gr�nlicher Flamme brennt, indem weisser Rauch (Oxyd) aufsteigt.
Die Zinkerze (Blende und Galmey) sind nicht allgemein verbreitet,
erscheinen nur an wenigen Punkten bauw�rdig, aber manche Kupfererze sind
zinkhaltig, und dann wird in der Kupferh�tte der Zink beyl�ufig (durch
einen Zinkstuhl) gewonnen, wie es auch im Alterthume in den Kupferh�tten
von Cypern u.s.w. der Fall war. Eine wichtige Anwendung des Zinkes oder
vielmehr des Galmey war stets die zur Fabrication des Messings, wozu es mit
Kupfer zusammengeschmolzen wird. Das metallische Zink wird jetzo viel
h�ufiger als fr�her zu R�hren, zum Decken der D�cher u.s.w. angewendet;
Teller und Geschirr wird nicht daraus gemacht, aber kupfernes Geschirr kann
man sowohl verzinnen, als verzinken, und letzteres war im griechischen
Alterthume der Fall.
_ya-yan_ im Chinesischen (d.i. das zweite Blei) auch _tutenag_ (wie auch
der Galmey heisst); _kalin_ ist das Metall, womit die Chinesen ihre D�cher
decken, wohl Zink, der in China seit den �ltesten Zeiten bekannt war, als
Handelsartikel besonders nach Ostindien ausgef�hrt wurde;--_tutenach_ in
Indien (aus dem Chinesischen);--_dasta_ in Bengalen (wie der
Galmey);--_ditscha_ im Tibetanischen;--_wanga_ im Sanscrit, auch
_tshinawanga_ (d.i. chinesisches Zinn), _kuwanga_;--_kartschini_ im
Persischen (d.i. chinesisches Eisen), nach einer wohl irrigen Conjectur von
Hammer-Purgstall soll von der letzten Silbe dieses Wortes der Name Zink
herstammen, der erst im 16. Jahrh. von Paracelsus zuerst erw�hnt
wird;--_kalijon, kalicon, talicon_ im Arabischen (ist wohl das chinesische
kalin), auch _rhouh tutia_ (d.i. der Geist, das Metall von tutia Galmey),
auch _dsch�st_ (was zusammenh�ngen kann mit dasta in Bengalen, oder ditscha
im Tibetanischen);--_arare_ im Amharischen (ist auch Zinn).
_[Greek: pseudargyron]_ der Griechen (d.i. Lugsilber);--_stannum_ der
R�mer. Der Name ist offenbar keltisch, h�ngt zusammen mit stan im G�lschen,
ystaen im W�lschen, d.i. Zinn, welches aber die R�mer mit cassiteron und
plumbum album bezeichneten. Was in den Autoren �ber stannum gesagt wird,
passt nur auf unsern Zink, der in den cyprischen Kupferh�tten beyl�ufig aus
den zinkhaltigen Kupfererzen gewonnen wurde. Erst im Mittelalter brauchte
man stannum f�r Zinn; hier und bey den Alchemikern scheint f�r Zink kein
bestimmter Name vorzukommen.
_zynek_ im Polnischen, auch _schpiaotor_;--_zinek_ im Czechischen; wohl ein
slawisches Wort, zusammenh�ngend mit zuna, zunek, zinek, was Aftermetall,
Unerz, Unkraut bedeutet, daher wohl _zinchum_ im neuern Latein, seit dem
16. Jahrh. und zink im Teutschen, Schwedischen, Englischen, Franz�sischen,
Spanischen, zinko im Italienischen und Portugiesischen, _[Greek: tzinkon]_,
auch _[Greek: kigtos]_ im Neugriechischen.
_konterfay, conterfeyt, conterfey_ der alten teutschen Bergleute scheint
vorz�glich der Zink gewesen zu seyn, der in den Kupferh�tten beyl�ufig im
Zinkstuhle gewonnen wurde; woher der Name stammt, ist unbekannt, aber ein
aus Indien bezogenes Metallgemisch aus Zink und Wissmuth soll conterfay
oder guntelfer geheissen haben.
_spelter_ im Englischen, in der neuern Zeit auch _zink_;--_speauter,
sputer_ im Franz�sischen, neuerlich auch _zinc_;--_speauter, peauter_ im
Belgischen;--_peltre_ im Spanischen, neuerlich auch _zink_;--_peltro_ im
Italienischen (heisst auch, wie pewter im Englischen, das �berzinnte
Geschirr);--_schpiator_ im Russischen, neuerlich auch _zink_;--_spiauter_
im Polnischen, auch _contryfall, zynk, polkuszeca_;--_splauter_ der alten
b�hmischen und s�chsischen Bergleute, ist eigentlich der Galmey, auch das
Zinkmetall;--_fattyu, fattyn on_ im Magyarischen.
B. _Zinkblende_.
Ein Schwefelzink von rother, gelber, grauer Farbe, meist krystallisirt, dem
Granit und Zinnstein �hnlich; ein sehr verbreitetes Erz, das gew�hnlich mit
Kupfer- und Bleierzen einbricht, aber nur selten auf Zink benutzt wird (den
man meist aus Galmey zieht), daher es der Bergmann gew�hnlich als unn�tz
�ber die Halde wirft.
_[Greek: molybdaina]_ der Griechen; derjenige _[Greek: pyrit�s]_, aus dem
man Zinkoxyd und Ofengalmey gewann, wird blendereicher Kupferkiess gewesen
seyn;--_molybdaena_, auch _galena_ der R�mer;--_alrusenai_ im Persischen,
aber nur die rothe Art;--_marchosita_ im Arabischen, aber nur die rothe
Art; _margasita aurea_ bey Albert dem Grossen, auch im neuern Latein, hier
auch _plumbago sterilis, sterile nitidum, granata zinchini_.
_plent_ im Czechischen, auch _perestek_;--_blenda_, auch _obwanka_ im
Russischen;--_blende, pechblende, speisige blende_ beym s�chsischen und
b�hmischen Bergmanne, wohl nicht vom teutschen blenden, sondern vom
czechischen plent; _bl�nde, r�dslag, sch�rlblende, hornblaede_ im
Schwedischen;--_blende_ im Spanischen, _estoraque_, auch _viboria_ beym
Bergmanne;--_blende, zink sulfur�_ im Franz�sischen;--_blenda_ im
Italienischen;--_fattyuerz_ im Magyarischen, und zwar _-barma, -fekete,
-sarga_ das braune, gelbe, rothe, auch _fallyu on feny_.
C. _Zinkoxyd, Galmey_.
Das Zinkoxyd ist theils ein nat�rliches, theils ein k�nstliches, die nicht
wesentlich von einander verschieden sind und vorzugsweise zur
Messingfabrikation dienen.
a) Das nat�rliche Zinkoxyd oder der Galmey ist meist weiss, derb oder
erdig, h�ufig durch Eisen verunreinigt, findet sich nur in wenigen
Gegenden. Ihm verwandt ist der zinkspath, ein kohlensaures, meist
krystallisirtes Zinkoxyd, das nur sparsam als mineralogische Merkw�rdigkeit
vorkommt.
b) Beym Verschmelzen von zinkhaltigen Erzen, besonders Kupfererzen,
verbrennt der Zink, und setzt sich als feine, weisse Flocken oder Blumen an
die Decke der H�tte, oder in gewisse Vorrichtungen, ist bekannt unter den
Namen: H�ttennichts, H�ttenrauch, tutia, im Englischen zink putti, im
Franz�sischen fleurs de zinc (auch wird in manchen H�tten durch gewisse
Vorrichtungen metallischer Zink gewonnen); die Ofenbr�che sind dann auch
zinkhaltig und geben den Ofengalmey, der in verschiedenen Formen erscheint.
_packy-yn_, auch _tutenag_ im Chinesischen, lou-kan-chi ist das k�nstliche
Zinkoxyd, die Tutia;--_dasta_ im Bengalischen;--_tutia, tutti_ in Indien
(im Sanscrit ist tutia eigentlich Vitriol, man scheint das Zinkoxyd zu den
Metallsalzen zu rechnen, �brigens mag tutia mit tutenag
zusammenh�ngen);--_tutia_ ist das H�ttennichts im Arabischen, Kurdischen,
Persischen, Neugriechischen;--_tutia, tutinegra_ im
Portugiesischen;--_tuthie_ im Fianz�sischen;--_tutty_ im
Englischen;--_uphumaphlus_ im Syrischen.
_iklimia, sengi tutija_ im Persischen ist der nat�rliche Galmey;--_yklimia_
im T�rkischen;--_klimia_ im Arabischen, auch _acecon, aleron, azarem,
azauene_, der Ofengalmey ist deschudium;--_[Greek: kadmeia, kadmia]_ der
Griechen ist der nat�rliche, meist aber der Ofengalmey, man unterschied:
_[Greek: bootriit�s]_ den flockigen (das H�ttennichts), _[Greek:
prakoid�s]_ den rindenf�rmigen, _[Greek: onichyt�s]_ den onyxartigen mit
verschieden gef�rbten Lagen, _[Greek: pompholyx]_ war das reine weisse
Zinkoxyd, das man in eigenen Oefen aus Galmey gewann, nicht zuf�llig in den
Kupferh�tten, wie die _[Greek: kapnit�s]_; _[Greek: spothion]_ war das
unreine Zinkoxyd, Ofengalmey, zinkische Ofenbr�che;--_cadmia_ der R�mer;
cadmia lapis der nat�rliche Galmey; cadmia botriites, placitis, onichitis;
auch pompholix und spodium das k�nstliche Zinkoxyd, wie bey den
Griechen;--_calamina_ im mittelalterlichen Latein, auch calia, ymia, terra
tinea der nat�rliche Galmey, tutia der k�nstliche;--_calamina, cadaria,
alfusa_ der Alchemiker.
_galimei, galmeyi_ im Russischen, zinkow�mi zwetani sind die Zinkblumen,
das H�ttennichts;--_galman, galemon, galmaia_ im Polnischen (daher m�gen
wir den Namen Galmey erhalten haben, da in dem polnischen Theil von
Schlesien seit �ltester Zeit die wichtigsten Galmeygruben waren), auch
_popiolek_ von popiol die Asche; hutnych, urewieg, mosiezny ist unser
H�ttennichts;--_kolmai_, auch _hobresch_ im Windischen (Krain);--_kalmey_
im Holl�ndischen;--_galmei_ im D�nischen;--_calamina_ im Spanischen und
Portugiesischen;--_calamine_ im Englischen und Franz�sischen;--_giallomina,
gellamira_ im Italienischen;--_gallemeja, gallmej-jord_ im
Schwedischen;--_litunar malmur_ im Isl�ndischen;--_spiauter_ der alten
teutschen Bergleute (wie auch der Zink hiess);--_fattyn onmesz_ im
Magyarischen.
* * * * *
#�. 20. Spiesglanz oder Antimon#.
A. _Antimon im Allgemeinen und das regulinische Metall_.
Antimon ist ein sehr leicht fl�ssiges Metall, das sich nur selten gediegen
findet, h�ufig aber geschwefelt--grau spiesglanzerz--aus welchem Erze es
leicht ausgesaigert wird; die andern Antimonerze sind bloss mineralogische
Seltenheiten, gew�hren keinen technischen Nutzen. Das Metall dient zur
Reinigung des Goldes von andern Metallen, macht weiche Metalle h�rter,
dient mit Blei legiert zu Buchdrucker-Lettern u.s.w.; das
Oxyd--spiesglanzweiss--giebt eine gute Malerfarbe; wichtig ist der
medicinische Gebrauch, als goldschwefel, mineralischer kermes u.s.w. Das
nat�rliche Grauspiesglanzerz wenden wir als solches kaum an, aber im
Oriente dient es von jeher zum Schw�rzen der Augenbraunen.
Das Spiesglanz war wohl stets bekannt; die wissenschaftliche Litteratur
desselben und verwandter K�rper in neuerer Zeit beginnt mit dem curriculum
triumphalis Antimonii oder dem Triumphwagen des Antimons, welches Buch dem
Basilius Valentin zugeschrieben wird, aber erst um 1500 verfasst seyn mag,
wo zuerst eine Menge chemische Pr�parate geh�rig beschrieben sind, wie
Antimonial-, Zink- und Wissmuthverbindungen, arsenige S�ure, Salzs�ure
u.s.w., welches Buch von sp�tern Schriftstellern viel benutzt wurde.
_plumbum_ der R�mer, erst in sp�terer Zeit bedeutete plumbum ohne Beisatz
unser Blei. Welchen Namen die alten Griechen daf�r hatten, wissen wir
nicht, aber [Greek: stimmi] war das Spiesglanzerz;--im Mittelalter nannte
man es [Greek: ar�s pyrreps] (weil es den Fluss des Eisens bef�rderte),
[Greek: herm� hepera] (wegen seiner Verbindung mit Quecksilber), [Greek:
herm� stilb�n ph�sphoros], auch [Greek: kochlos] (von cochl im
Arabischen;--bey den Alchemikern heisst es _plumbum sacrum_ oder
_philosophorum_, rother L�we, Wolff, luenech, alcohol (von cohol im
Arabischen), alcofol, alciamat, alcafiel (welche letztere Namen auch das
Erz bedeuten).
_kochala_ im Chald�ischen;--_surme_ im Persischen (was eigentlich die
Augensalbe aus Grauspiesglanzerz ist);--_surma_ im Russischen:--_surmik_ im
Czechischen, auch _sspikat, sspisglas_ (was eigentlich das Erz
ist);--_pisgoltz_ im Magyarischen.
_anthimon_ im Armenischen;--_antimunya_, auch _rasuch_ im Arabischen
(algaroth ist das weisse Spiesglanzoxyd);--_antimonium, antimonio_ in den
meisten neuern Sprachen;--_stimme_. Ein keltischer Name daf�r scheint nicht
vorhanden, im G�lschen bezeichnet man es wohl als lethmheinn d.i.
Halbmetall.
B. _Grauspiesglanzerz_.
Ein Schwefelantimon von grauer Farbe, meist in spiessigen Prismen
krystallisirt, findet sich in vielen L�ndern, besonders in Persien. Im
ganzen Oriente dient es fein gepulvert seit �ltester Zeit als Augensalbe,
daher der Name beider oft gleich ist.
_saubira, sauwira_ im Sanscrit, auch _parwateja, jamuna_ (vom
Jamunaflusse), _andschana, andischana, adschalambana_, welche letzteren
Namen auch die Salbe bezeichnen;--_srotcandschana_ im
Bengalischen;--_surmeh, soormu_ im Hindu (wie auch die Salbe
heisst);--_s�rme_, eigentlich _surme-lasi_ (Spiesglanzstein) im
Persischen;--_surma_, eigentlich _seraja surma noja ruda_ (grau
Spiesglanzerz).
_ithmid, itsmid_ im Arabischen, auch _rasuch, rusteng, aitmed, atmad,
otsmod, athiamd_; antimunya ist das metallische, wohin auch wohl al-lazif
geh�rt; al-garoth ist das Oxyd, rashit die Salbe; Taifaschi in seinem Buche
�ber die Edelsteine hat ein Capitel von saudsch, das mit Antimon �bersetzt
ist; ob dieser hierher geh�rt, weiss ich nicht;--_rastik-tashi_ im
T�rkischen;--_onkur_ im Armenischen, auch _humakhar, junakhar_; dsaris ist
das pr�parirte Erz, auch antimon wie das metallische heisst;--
_puch_ im Hebr�ischen;--_tu_, auch _sematos_ im Syrischen;--_zedid_ im
Chald�ischen, auch _kochala_, wie auch das metallische heisst, cahal ist
mit Spiesglanz f�rben;--_ibn fau es_ im Aethiopischen.
_stim, sthim_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach
Champollion;--_stim, sthim_ im Koptischen;--[Greek: stibi, stimmi] der
Griechen, [Greek: chrysaina] und [Greek: phaeth�] k�nnen vielleicht hierher
geh�ren;--[Greek: stimmi], auch [Greek: antimonion] im
Neugriechischen;--_stibium, stibi_ der R�mer, auch _alabastron_ (wohl
fehlerhaft geschrieben) und _larbason_, was wohl die Salbe ist;--_stibia,
stimme_ im Spanischen, auch _alcohol_ (aus dem Arabischen);--[Greek:
cholan] im Mittelalter (wohl von cohol);--_laumuna sale_ im Lettischen
(d.i. Arzney gegen das Uebel).
_sklenjk, sspikate, sklo_ im Czechischen, auch _surma_ (wie im
Persischen);--_szpiglas_ im Polnischen;--_steklenina, steklenos_ im
Windischen;--_spisklo z, piskoltz_ im Magyarischen;--_spitsglas_ im
Schwedischen (mag aus dem Slawischen, vielleicht aus dem Finnischen
entnommen seyn, in welchem ich den Namen nicht kenne);--_spidsglands_ im
D�nischen und Holl�ndischen;--_spiesglas, spitzglas, spiesglanz_ im
Teutschen;--_alcofor_ im Portugiesischen;--_antimoine grise_ im
Franz�sischen;--_gray antimony ore_ im Englischen;--_antimonio_ im
Italienischen.
C. _Die Augensalbe von Spiesglanz_.
Seit den �ltesten Zeiten braucht man durch den ganzen Orient das zum
feinsten Staube gemahlene und dann weiter pr�parirte Grauspiesglanzerz zum
Schw�rzen der Augenbraunen. Das beste, im ganzen Oriente ber�hmteste
Pr�parat wird zu Hamadan in Persien gemacht, daher die Augensalbe meistens
s�rmeh hamadani heisst. Mit gewissen Zus�tzen benutzt man sie auch zu einer
Salbe gegen b�se Augen.
_s�rmeh_ im Persischen, welcher Name durch den ganzen Orient verbreitet
ist;--_s�rma_ im Bengalischen;--_sormi_ in Hindu;--_andschana_ im Sanscrit,
auch _papotandschana, iamuna_.
_cohol_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache;--_cohol_ im
Chald�ischen;--_cohal_, auch _s�rma_ im Hebr�ischen;--_chul_ im
Abessinischen;--_kuhel_ im Aethiopischen;--_kuhele_ im
Amharischen;--_cohel_ im T�rkischen;--_cohol, col_ im Arabischen (nicht zu
verwechselu mit cohl, was ein Harz, die sarcocolla ist), auch
_rashyt_;--_cazol_ im Portugiesischen.
_dsarir_ im Armenischen;--_larbason_ im Lateinischen kann hierher
geh�ren;--_[Greek: larbatos]_, auch _[Greek: latiophthalmon]_ im
Mittelalter;--_[Greek: platiophthalmon, emmatographon]_ bey den Griechen.
D. _Antimonoxyd, Spiesglasweiss_.
Das weisse Oxyd, was besonders als Malerfarbe angewendet wird.
_sroteandschana chupsma_ im Bengalischen;--_algaroth_ im Arabischen;--_flos
stibii_ der R�mer;--_antimoine oxyd�_ im Franz�sischen und �hnlich in den
neuern Sprachen.
* * * * *
#�. 21. Arsenik#.
A. _Arsenik im Allgemeinen_.
Die arsenikalischen Erze sind ziemlich verbreitet, wenn wohl das gediegene
Arsenik nicht h�ufig ist. Das Arsenikmetall ist sehr spr�de, f�r sich nicht
anwendbar; es verfl�chtiget sich sehr leicht mit Knoblauchgeruch zu weissem
Arsenik (giftmehl) und besonders in diesem Zustande ist es ein sehr
heftiges Gift. Der Arsenik dient in der Metallurgie, in der F�rberey und
Medicin. Das Arrenikmetall [Arsenikmetall] wird meist nur beyl�ufig
gewonnen aus den arsenikhaltigen Erzen als schwarzer Arsenik oder
Fliegenstein; aus diesen und den arsenikalischen Erzen wird durch Rosten im
Giftfange das Oxyd oder Giftmehl gewonnen, durch dessen Schmelzung der
weisse Arsenik und durch das Schmelzen mit Schwefel der gelbe und rothe
Arsenik erlangt wird.
_sin-py_ im Chinesischen;--_byi_ im Tibetanischen;--_warangan_ im
Malaiischen;--_sanchia_ in Sanscrit (ist eigentlich wohl
Arsenikoxyd);--_sambalak-sharika_ im Bengalischen;--_zarnich, sernidsch_
im Persischen (zeher ist Gift);--_sirnich, zerne_ im Arabischen, auch
_alzaraich, s�limen_;--_sernick_ im T�rkischen;--_zernick_ im
Kurdischen;--_sernek_ im Windischen (K�rnthen und Krain);--_sarrik,
sarrjek_ im Armenischen;--_airsneag_ im G�lischen (was neuern Ursprunges
seyn wird);--_arcenisse_ im Bretonischen;--_[Greek: arsenikon]_ im
Griechischen, auch im Neugriechischen;--_arsenico_ im Spanischen,
Portugiesischen, Italienischen;--_arsenik_ im Englischen, Franz�sischen,
Schwedischen, Teutschen;--_arzenik_ im Polnischen;--_cerwena, sitanik_ im
Czechischen, burinec ist der Scherbenkobalt oder gediegene
Arsenik;--_zericum, sericiacum_ der Alchemiker, auch _arsar, arsach, ozo,
quebricum_.
_arbotzoga_ im Baskischen;--_siam_ im Chald�ischen;--_tetago_ im
Syrischen;--_smuntor_ im Maltesischen;--_egerk� maszlay_ (Rattengift) auch
_rosnika_ im Magyarischen;--_siogam_ im Ragusanischen;--_m�schjak_
(Mausepulver) im Russischen.
B. _Gediegener Arsenik, Scherbenkobalt_.
Der Arsenik kommt nicht selten nat�rlich gediegen vor, ist dann grau,
metallisch gl�nzend, aber �usserlich schwarz angelaufen, hat meist eine
scherbenf�rmige Gestalt und wirkt als heftiges Gift. Die mit Wasser
gef�llten Scherben benutzt der Bergmann zur T�dtung der Fliegen, Ratten
u.s.w., daher der Name scherbenkobalt, fliegenkobelt u.s.w. Da die
Kobalterze meist sehr arsenikhaltig sind, aus diesen vorzugsweise das
Arsenikoxyd (Giftmehl) gewonnen wird, so rechnet der Bergmann den
gediegenen Arsenik auch zu den Kobalterzen; kobelt ist dem
s�chsisch-b�hmischen Bergmanne �berhaupt das Erz, welches arsenikalische
D�mpfe ausst�sst.
_bui-rdo_ im Tibetanischen;--_burinec, sitanjk-cerwena ryzi_ im
Czechischen;--_m�schjak sammorrodnoi_ im Russischen;--_zugelokrwsz_ im
Polnischen;--_termesz egerk�_ im Magyarischen:--_scherben-, schlacken-,
fliegenkobelt_ des s�chsischen Bergmannes;--_svartarsenik, schirlkobolt,
arsenikstein_ im Schwedischen;--_arsenic natif-testac�_ im
Franz�sischen;--_arsenik natif-crusted_ im Englischen;--_arsenico nativo_
im Italienischen, Spanischen, Portugiesischen;--_argentaria_ heisst das
Fossil bey Imperati (1595).
C. _Arsenikoxyd, Arsenikglas, weisser Arsenik_.
Indem der Arsenik verbrennt, sublimirt er sich, legt sich in weissen
Flocken und Blumen an als Arsenikoxyd. Beym Rosten arsenikhaltiger Erze
sublimirt sich sehr viel Arsenik und wird in eigenen Vorrichtungen, den
Giftf�ngen, gewonnen (Giftmehl), dann aber weiter raffinirt zu weissem
Arsenik, Arsenikglas u.s.w. Er ist das heftigste Gift, als Rattengift
besonders bekannt.
_py-choang, pe-yu-chy, pe-py-chy_ im Chinesischen;--_hatara_ in
Tartarisch-Mandschu (�hnlich mit hartala im Sanscrit, das
Rauschgelb);--_baranjar-buti_ im Malaiischen; _samul-k'har, sum-col-khar_
im Hindu;--_sanchya_ im Sanscrit;--_zarnich_ im Persischen, auch _merki
m�sch_ und _sitcham oli_ (Rattengift);--_sitchian ol�_ im T�rkischen (wie
im Persischen);--_alzaraich_ im Arabischen, auch _albucasem_ und
_sammel-far_ (Rattengift).
_mekndjegh_ im Armenischen;--_merghamus_ im Kurdischen;--_m�schjak_ im
Russischen (M�usepulver);--_mishenza_ im Windischen;--_miscja stuppa_ in
Bosnien;--_eger malzlag_ im Magyarischen (M�usegift);--_utreych_ im
Czechischen;--_otraw_ im Polnischen.
_giftmehl, h�ttenrauch, rattenpulver_ der teutschen
Bergleute;--_rottpulver, hvit arsenik_ im Schwedischen;--_white arsenik_ im
Englischen,--_arsenik blanc_ im Franz�sischen;--_arsenico bianco_ im
Italienischen.
D. _K�nstlicher Schwefelarsenik, Arsenikrubin_.
Die k�nstliche Verbindung von Arsenik und Schwefel, die viel in der Medicin
dient, ist theils roth (Arsenik- oder Schwefelrubin), theils gelb, im
neuern Latein rubinus sulphuris und risigallum pellucidum.
_py-chy_ im Chinesischen;--_mana-sila_ im Bengalischen (heisst auch das
nat�rliche Rothrauschgelb);--_kulati_ und _nagadschihvika_ im Sanscrit,
durch rothen Arsenik �bersetzt, wird wohl hierher geh�ren;--_sulphur
arsenicum_ der Alchemiker;--_r�d arsenik, svafvel blandad arsenik_ im
Schwedischen;--_rubune d'arsenic, arsenic jaune et rouge_ im Franz�sischen.
E. _Arsenikkies, Arsenikalkies_.
Er ist das h�ufigste Arsenikerz, ein Schwefeleisen (d.i. Eisenkies) mit
Arsenikgehalt, von silberweisser Farbe, meist krystallisirt. Er geh�rt
mineralogisch zur Sippschaft der Schwefelkiese, wird aber technisch auf
Arsenik benutzt, indem man daraus durch Rosten Giftmehl gewinnt.
_[Greek: androdamas, argirodamas]_ der Griechen, _androdamas, argirodamas_
der R�mer (du Fresne, glossarium I. 75. f�hrt an: _[Greek: androdamas estin
pyrit�s kai arsenikon]_), auch die _magnetis_ der R�mer und Griechen, aber
nur die weibliche silberweisse Art; auch der Stein von magnesia.
_marchasita_ im Arabischen, aber nur die silberweisse Art;--_markessit_ im
Persischen, aber nur die silberweisse Art, auch _miskal_ und _alrusenai_
werden hierher geh�ren:--_m�schjatschnoi koltschedan_ im
Russischen;--_dumawec, dymawec_ im Czechischen;--_rodzay-trucizny_ im
Polnischen;--_k�z�nseges, egerk�ercz_ im Magyarischen.
_mispickel, missp�ll_ der teutschen und schwedischen Bergleute (ob dies
Wort zusammenh�ngen k�nnte mit m�sschjack, d.i. M�usepulver im Russischen
oder mit mis, d.i. schlecht im Gothischen, oder ob es vielleicht aus dem
Finnischen stammt, muss ganz dahingestellt bleiben), �brigens nennt der
teutsche Bergmann das Fossil auch _giftkies, wismat, wasserkies_, der
schwedische: _vattenkies, hvitkies, t�rnblenda_;--_arsenikerts_ im
D�nischen;--_arsenical iron_ im Englischen, arsen-mundick des Bergmanns in
England;--_pirite blanche, fer arsenical_ im Franz�sischen;--_arsenico
pyriticoso_ im Italienischen;--_bronce blanco_ im Spanischen, auch geh�rt
hierher der piedro del Inca, Incastein, ein geschliffener Arsenikkies, der
h�ufig in den Gr�bern der Inca's in S�damerika angetroffen wird.
F. _Rauschgelb, Realgar im Allgemeinen_.
Der nat�rliche Schwefelarsenik oder das Rauschgelb dient theils als
Medicament, theils als Farbe. Er erscheint in zwei Ab�nderungen a) von
rother Farbe, der realgar oder sandarach; b) von gelber Farbe, der operment
oder auripigment. Beide gehen in einander �ber, bilden nur Eine
Mineralgattung, daher auch die Namen in einander �berspielen. Der
allgemeine Name ist: _rossgehl, rauschgelb_ im Teutschen;--_rauschgelb_ im
Schwedischen;--_rossogello_ im Italienischen;--_risigallum_ im neuern
Latein.
G. _Rothrauschgelb, Sandarach, Realgar_.
Von fast scharlachrother Farbe, ist sehr weich.
_py, hiong-hoang, chi-hiong-hoang, tse-hoang_ im Chinesischen (man fertiget
daraus Tassen, in welchen man eine Fl�ssigkeit zeitweise stehen l�sst, die
dann als Purgirmittel dient;--_don-roi_ im Tibetanischen;--_brangan,
barangan_ im Malaiischen;--_mansil_ im Hindu;--_manasila_ in
Bengalen;--_manasila_ und _sindurika_ im Sanscrit, auch kann hierher
geh�ren: _rakta-dhatu, kaljanika, rasanetrica, naipala, hariwidsha,
manocha_.
_sinderos, sendere_ im Persischen (aus dem Sanscrit), auch
_zarnich_;--_sandaruch, zarnach_ im Arabischen;--_sandaraka_ im
Russischen;--_zarnck_ im Czechischen;--_[Greek: sandarak�]_ im Griechischen
(_[Greek: xeris]_ war ein Medicament, das viel sandaraka
enthielt);--_[Greek: sandrak�]_ im Neugriechischen;--_sandaracha_ im
Lateinischen;--_sandarac_, auch _red orpiment_ im Englischen;--_sandaraque,
realgar natif_ im Franz�sischen.
_sam_ im Chald�ischen;--_tetago_ im Syrischen;--_kyrmyzi sitscham otu_ im
T�rkischen (d.i. rothes Rattenkraut);--_mekndjegh karmir_ im Armenischen
(d.i. rother Arsenik);--_aranymaz veres_ im Magyarischen.
_rossgehl, reussgelb, r�stg�ll, reelgar_ beym teutschen Bergmanne (woher
diese Namen stammen m�gen, die sich auch in andern Sprachen finden, weiss
ich nicht, ob vielleicht aus dem Finnischen oder Baskischen? Im G�lschen
und W�lschen finde ich keine eigenen Namen f�r die Arsenikerze);--_m�rkrod,
rauschgelb_ im Schwedischen;--_rossogello, resegel, resigallum_ im
Italienischen, auch _realgar, orpimento resigallo_;--_rejalgar, sandaraca_
im Spanischen;--_rosalgar_ im Portugiesischen;--_risigallum_ im neuern
Latein;--_rottekrud, sandarak_ im D�nischen.
H. _Operment, Gelbrauschgelb_.
Von citronengelber Farbe, findet sich seltener in Erzg�ngen als die vorige
Art, kommt nur unbedeutend in unsern Gegenden vor, aber h�ufig in jungen
thonigen Straten, besonders in Indien, der T�rkey u.s.w.; dient pr�parirt
als Farbe (orpin, k�nigsgelb), im Oriente zu einer Salbe, welche die Haare
wegnimmt.
_chi-hoang, tse-hoang, hiong-hoang-tse_ im Chinesischen; _ata, hartala_ im
Bengalischen;--_harta, harital_ im Hindu;--_tala, hartala, hurtal_ im
Sanscrit, auch _talaka, vidalaka, pita_ (gelb), _pitaka, pitana, pingata_.
_sarrjek, sarrik_ im Armenischen, auch _menkdjegh oskjeguin_ (d.i.
goldfarbiger Arsenik);--_sernidsch, zarnich, zernc_ im
Persischen;--_sernik, altunto_ im T�rkischen;--_zarnach_ im
Arabischen;--_zernik_ im Kurdischen;--_sarnich_ im Chald�ischen;--_[Greek:
arsenikon, arrhenikon]_ im Griechischen, im Neugriechischen und im
Mittelalter, hier auch _[Greek: auriopigmenton]_.
_aurpiment_ und _ararcoria_ im Baskischen;--_aurpiment_ im
Bretonischen;--_aurbibau_ im W�lschen (doch finde ich dies Wort nicht in
Owen's W�rterbuche);--_auripigmentum_, auch _arsenikon_ im
Lateinischen;--_oropimente_ im Spanischen und Portugiesischen;--_orpimento_
im Italienischen;--_orpiment_ im Franz�sischen und Englischen (orpin ist
die daraus bereitete Malerfarbe);--_operment_ im D�nischen, Holl�ndischen
und Schwedischen;--_orgiment_ im Altteutschen;--_smuntor_ im Maltesischen
(smura ist gelb).
_kamenka, siricnik sitanicity, operment_ im Czechischen;
_czerwony-zlotokost, operment_ im Polnischen;--_operment nastojaschtsch�_
im Russischen;--_arany sarga_ im Magyarischen, auch _aranysz_
(Goldfarbe);--_missnicza, missy chemer_ im Croatischen;--_slatosviet lassta
lepoja_ im Windischen.
I. _Arseniksalbe_.
Seit �ltester Zeit wird im Oriente eine Salbe, besonders in den
Schwitzb�dern angewendet, um die Haare an gewissen Stellen des K�rpers,
vorzugsweise bey Frauenzimmern fortzuschaffen. Sie bestehet meist aus 2
Thl. Operment, 8 Thl. �tzendem Kalk, 1 Thl. Walkerde, Spick�hl u.s.w. und
nach kurzem Auflegen werden die Haare mit der Wurzel ausgehoben, wachsen
nicht wieder.
_tensue_ im Chinesischen;--_lohmarit_ im Sanscrit (d.i. Haare
wegnehmend);--_gilsu_ im Persischen;--_zarudsch, nevers_ im
Arabischen;--_rusma, lusma, herisme_ im T�rkischen;--_rusma_ im Russischen.