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MineralogiaPolyglotta Christian Keferstein THE ALB LIBRARY

Mineralogia Polyglotta

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Transcriber's notes: _ Kursiv / italic # Fett / bold [] Korrektur von Satzfehlern / correction of typos [?*] unlesbar in der gedruckten Ausgabe / unreadable in print version [or:] unklare Schreibweise in der gedruckten Ausgabe / unclear typography in print version MINERALOGIA POLYGLOTTA von CHR. KEFERSTEIN, K�nigl. Preussischem Hofrathe. HALLE, 1849. Dem K�nigl. Preussischen Ober-Bergrathe, Professor der Mineralogie an der Friedrichs-Universit�t zu Halle, Doctor der Philosophie und Medicin, HERRN ERNST FRIEDRICH GERMAR, meinem hochverehrten, theuren Schwager, in innigster Liebe und Hochachtung gewidmet. * * * * * #Inhalt.# #Erstes Kapitel.# Allgemeine Namen. A. Mineralien, Fossilien B. Erde. C. Stein. D. Juwel, Edelstein, Gemme. #Zweites Kapitel.# Gemmen und Verwandtes. �. 1. Diamant. �. 2. Perlen. �. 3. Rothe Gemmen und verwandte Steine. A. Unsere mineralogische Gattung. _Korund_ (Telesie) mit _Rubin_ (roth), _Sapphir_ (blau) und den andern edlen Arten, so wie mit den unedlen Arten _Diamantspath_ und _Smirgel_. a. Korund oder Sapphir im Allgemeinen. b. Unser Rubin oder rother Korund. c. Unser Sapphir oder blauer Korund. d. Der graue [gr�ne] Korund oder Sapphir. e. Der gelbe Korund oder Sapphir. f. Der Wassersapphir. g. Der Sternsapphir. h. Unser Diamantspath. i. Unser Smirgel. B. Die dem Korund oder Jacut verwandten Edelsteine der orientalischen Schriftsteller, die wir noch nicht mit Sicherheit zu deuten wissen. a. Der laal, balchasch, balax, balais. b. Der benefsch und banfasch. c. Der badschadi, basadi und madidsch im Arabischen, der bidschade, badensch und madensch im Persischen. d. Der Kerkend. e. Der Kerkin. f. Der Kuser. g. Der Chamachan. h. Der Ehrendsche. i. Der Jarakan. C. Unsere Gattung Spinell. D. Unsere Gattung Zirkon und Hyacinth. E. Unsere Gattung Kaneelstein oder Essonit. F. Unsere Gattung Granat mit Leucit. G. Unsere Gattung Turmalin und Sch�rl. H. Der Sard. I. Der Sardonyx und Onyx. K. Der unedle Sard, unser Carneol, Calcedon und Agath L. Die rothe Koralle. �. 4. Gr�ne Gemmen und verwandte Gesteine. A. Unsere Gattung Smaragd. Anhang: Die von den orientalischen Schriftstellern angef�hrten, dem Smaragde �hnlichen Steine. B. Unsere Gattung Beryll und Aquamarin. C. Unsere Gattung Chrysolith, Peridot und Olivin. D. Der Tharschisch der Hebr�er und Chrysolithos. E. Unsere Gattung Chrysoberill oder Cimophane. F. Unser Katzenauge. G. Unsere Gattung Plasma. H. Unser Jaspis. I. Unser Heliotrop. K. Der Chrysopras. L. Unser T�rkis oder Calait. M. Unser Malachit. N. Der Molochites der Alten. O. Der Omphax der Alten. P. Unsere Gattung Idocras oder Vesuvian. Q. Unsere Gattung Epitot, Pistacit, Thallit. R. Unsere Gattung Augit oder Pyroxen. S. Unsere Gattung Hornblende oder Amphibole. T. Unsere Gattung Diallage und Smaragdit. �. 5. Gelbe Gemmen und verwandte Gesteine. A. Unsere Gattung Topas. B. Der Topazion der Alten und der Pitdah der Hebr�er. C. Der Bernstein. �. 6. Blaue Gemmen und verwandte Gesteine. A. Unsere Gattung Peliom. B. Die Gattung Lasurstein und Ultramarin. C. Unsere Gattung Cyanit. D. Der Amethyst. �. 7. Weisse Gemmen und verwandte Gesteine. A. Der Opal, Edelopal. B. Der Halbopal und Hydrophan. C. Der Bergkrystall. �. 8. Die 12 Gemmen im Schmucke der Hohenpriester bey den Hebr�ern. #Drittes Kapitel#. Steine, Erden und Verwandtes. �. 1. Quarz-Gruppe. A. Quarz, gemeiner Quarz. B. Kiesel, Kieselstein. C. Hornstein. D. Feuerstein. E. Probierstein. F. Wetz-, Schleifstein. G. Schiefer, Dach-, Thonschiefer. H. Sand, Grus, Grand, Schotter. I. Sand-, Quaderstein. K. Tripel. L. Bergmehl, Kieselguhr, Mondmilch. M. Essigstein. N. Bezoar, Drachenstein, Schlangenstein. �. 2. Feldspath-Gruppe. A. Edler Feldspath, Adular, Mondstein. B. Labrador und Murrhinum. C. Amazonenstein. D. Gemeiner bl�ttriger Feldspath. E. Gemeiner dichter Feldspath, Feldstein. F. Zeolith. G. Chiastolith. H. Obsidian. I. Perlstein. K. Pechstein. L. Bimsstein. M. Lava, Basalt, Wacke, Klingstein. N. Vulkanischer Tuff, Puzzolane, Trass. O. Alaunstein. P. Aluminit. �. 3. Glimmer-, Talk- und Thongruppe. A. Glimmer. B. Chlorit. C. Talk. D. Asbest, Amianth. E. Speckstein, Steinmark, Magnesit. F. Magnesit, kohlensaure Kalkerde. G. Topfstein. H. Serpentin. I. Meerschaum. K. Walkthon. L. Thon, T�pfer-, Porzellanthon. M. Porzellan. N. Siegelerde. O. Mergel. P. Lehm, Leimen, Letten. Q. Ziegel, Ziegelstein, Dachziegel. R. Bolus, R�thel, rothe Kreide. S. Ocker, Gelberde. T. Gr�nerde, Berggr�n. U. Umbra. V. Anhang. N�here Bestimmung der Farben, die im Alterthume angewendet wurden, von den Autoren, besonders von Plinius erw�hnt sind. �. 4. Kalk-Gruppe. A. Kalkstein und Kalk im Allgemeinen. B. Der gebrannte Kalk. C. Der M�rtel, die T�nche. D. Marmor nebst andern politurf�higen und verwandten Gesteinen. a) Marmor im Allgemeinen. b) Die bekanntesten wahren, aus kohlensaurem Kalk bestehenden Marmorarten der Griechen und R�mer. c) Nicht aus Kalkstein bestehende politurf�hige Steine, die zum Marmor gez�hlt wurden, und hieran sich schliessende Gebirgsarten. 1. Alabaster. 2. Serpentin. 3. Gr�nporphyr. 4. Gr�nstein. 5. Hornblendgestein. 6. Granit, Syenit. 7. Gneis. 8. Porphyr, lapis troicus und thebaicus. E. Kreide. F. Stinkstein. G. Kalktuff. H. Tropfstein. I. Roggenstein. K. Faserkalk. L. Kalkspath, Arragonit. �. 5. Flussspath-Gruppe. �. 6. Phosphorsaurer Kalk. �. 7. Gyps oder schwefelsaurer Kalk. A. Gyps im Allgemeinen und gemeiner Gyps. B. Gebrannter Gyps. C. Alabaster. D. Gypsspath, Marienglas. E. Stahl- und Fasergyps. �. 8. Baryt-Gruppe. A. Schwefelsaurer Baryt oder Schwerspath. B. Witherit. �. 9. Strontian-Gruppe. A. Strontianit. B. Z�lestin. �. 10. Borax-Gruppe. A. Borazit. B. Datolith. #Viertes Kapitel#. Salze und Verwandtes. �. 1. Kochsalz. A. Kochsalz und Salz im Allgemeinen. B. Steinsalz. C. Chlor- und Salzs�ure. �. 2. Salpeter. A. Salpeter im Allgemeinen. B. Salpeters�ure, K�nigswasser. �. 3. Glaubersalz. �. 4. Bittersalz. �. 5. Alaun. �. 6. Mineralalkali und Verwandtes. A. Natron. B. Trona. C. Soda. D. Das Glas. �. 7. Kali, Potasche und Verwandtes. A. Kali. B. Weinstein. C. Kalihaltige Asche. D. Kalihaltige Lauge. E. Die Seife. �. 8. Borax. �. 9. Ammonium. A. Kohlensaures Ammoniak. B. Salmiak. �. 10. Vitriol. A. Vitriol im Allgemeinen. B. Kupfervitriol. C. Eisenvitriol. D. Zinkvitriol. E. Kobaltvitriol. #F�nftes Kapitel#. Brennliche Mineralien, d.i. die kohligen und �berhaupt diejenigen, welche man unter diesem Namen gew�hnlich verstehet. �. 1. Bergbalsam. �. 2. Naphtha. �. 3. Erd�l. �. 4. Erdpech. �. 5. Gagat. �. 6. Kohle. A. Kohle im Allgemeinen. B. Torf. C. Braunkohle. D. Steinkohle. �. 7. Graphit. �. 8. Schwefel. Anhang. Schwefels�ure. #Sechstes Kapitel#. Metalle und Verwandtes. �. 1. Metall, Erz, Erzstufe. �. 2. Gold. A. Gold im Allgemeinen. B. Das reinste Gold. �. 3. Silber. A. Silber im Allgemeinen. B. Silbererz. C. Rothgiltigerz. D. Glaserz. E. Spr�dglaserz. F. Hornerz. G. Mit Silber legiertes Gold. H. Niello, Silber mit Schwefel. I. H�llenstein. �. 4. Quecksilber. A. Das metallische Quecksilber. B. Zinnober. C. Lebererz. D. Ethiops mineralis. E. Amalgam. F. Sublimat. �. 5. Platina nebst den verwandten damit vorkommenden Metallen, Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium. �. 6. Tellur oder Silvan. �. 7. Kupfer. A. Das metallische Kupfer. B. Bronce. C. Messing. D. Flittergold, Rauschgold. E. Weisskupfer, Neusilber, paksong. F. Weisser Tombak, Weisskupfer. G. Kanichan. H. Kupferlegierung. I. Kupferrost. K. Gr�nspan. L. Berggr�n. M. Kupfererz. N. Rothkupfererz. O. Fahlerz. P. Kupferglanz. Q. Kupferkies. R. Kupferlasur. S. K�nstliche Kupferlasur. �. 8. Nickel. �. 9. Eisen. A. Das metallische Eisen. B. Stahl. C. Blech. D. Draht. E. Nagel. F. Schmelzen. G. Schmelzofen. H. Schlacken. I. Rost. K. Eisenerz. L. Eisenkies. M. Magneteisenstein. N. Spatheisenstein. O. Eisenglanz. P. Rotheisenstein. Q. Braun-, Schwarzeisenstein. R. Ocker. S. Thoneisenstein. T. Bohnerz. U. Raseneisenstein. �. 10. Mangan. A. Manganmetall. B. Graubraunsteinerz. C. Rothbraunsteinerz. �. 11. Chrom. A. Chrommetall. B. Chromeisenstein. C. Chromsaures Blei. �. 12. Titan. A. Titaneisen. B. Rutil. C. Anatase. �. 13. Wolfram. A. Wolfram. B. Tungstein. �. 14. Molybd�n. �. 15. Kobalt. A. Speiskobalt. B. Kobaltglanz. C. Erdkobalt. D. Smalte. �. 16. Wissmuth. A. Das metallische Wissmuth. B. Wissmuthglanz. C. Wissmuthocker. D. Weisses Wissmuthoxyd. �. 17. Blei. A. Das metallische Blei. B. Bleioxyd. C. Das graue und weisse Oxyd. D. Gl�tte. E. Bleiglas. F. Masticot. G. Mennige. H. Bleiweiss. I. Bleiglanz. K. Bleispath. [L. Bleierde.] �. 18. Zinn. A. Das metallische Zinn. B. Zinnlegierungen. C. Zinnerz. �. 19. Zink. A. Zinkmetall. B. Zinkblende. C. Zinkoxyd, Galmey. �. 20. Spiessglanz, Antimon. A. Antimon im Allgemeinen. B. Grauspiessglanzerz. C. Spiessglanzsalbe. D. Antimonoxyd, Spiessglanzweiss �. 21. Arsenik. A. Arsenik im Allgemeinen. B. Gediegener Arsenik. C. Arsenikoxyd. D. Arsenikrubin. E. Arsenikkies. F. Rauschgelb. G. Realgar. H. Operment. I. Arseniksalbe. * * * * * Erstes Kapitel. #Allgemeine Namen.# A. _Mineralien, Fossilien_. Begreift Alles, was dem Steinreiche angeh�rig aus der Erde gef�rdert wird. _dhatu, tschakranamen_ im Sanscrit;--_habyuna-khuna-sa-kyi-kamasa_ im Tibetanischen;--_kong_ im Chinesischen;--_meaden_ im Persischen;--_moedeni, ricas, kani, kaejsur_ im Arabischen;--_metchaphrono_ im Syrischen. _kopalny_ im Polnischen (von copak, graben), daher kopalnia der Bergbau, kopalnopismo die Mineralogie; i krolestwo rzeczy kopalnych ist das Steinreich;--_kow_ im Czechischen, auch _kopanina_ (das Gegrabene, von kopan graben);--_kopalnic_ auch _rudouina_ im Windischen (Krain); --_kopaonik_ im Slavonischen (von kopati graben);--_rudarski_ im Croatischen. _mein_ im G�lischen (heisst auch die Grube), daher meinneolas die Mineralogie, meinearach der Mineralog; auch _cloddydd_ (von clod der Stein, cloddio die Grube);--_maen_ im W�lschen (ist auch der Stein);--_mineralia_ im mittelalterlichen Latein;--_mineral_ im Englischen, Franz�sischen, Spanischen, Portugiesischen und Teutschen;--_minerale_ im Italienischen;--_mineraal_ im Holl�ndischen und D�nischen;--_mineralier_ im Schwedischen. [Greek: metalla] im Griechischen (von meiteal im G�lischen das Erz), auch [Greek: orykta], das Gegrabene (woher Oryktognosie);--[Greek: orykton, skaphton] im Neugriechischen;--_metatta_ im Lateinischen auch _fossilia_ (von ffosi graben im W�lschen, ffos die Grube). B. _Erde_. Hier vorzugsweise, im Gegensatze von Stein, das Lockere, nicht Feste. Im Speciellen unterscheidet man: staubige Erde (mo im Schwedischen), trockene (mull) und fette oder thonige (lera). _ty, tu, thou_ im Chinesischen, ngan ist Staub;--_sa_ im Tibetanischen;--_zi_ im Japanischen;--_na_ im Mandschu; _nai_ im Malaiischen;--_gasar, gadsar_ im Mongolischen;--_tanah_ im Javanischen;--_tui_ im Samojedischen;--_myg_ im Ostiakischen;--_ma, mua, muld_ im Finnischen (woher wohl mo, mull im Schwedischen);--_erthe, ierd, irth_ im Alt-Finnischen;--_ma, mag_ im Wogulischen;--_f�ld_ im Magyarischen. _mira, musa_ in den kaukasischen Sprachen;--_mitza, gim_ im Georgischen. _ir, yirda_ im Tartarischen;--_jer, jerda, er, erez_ im T�rkischen;--_scher_ im Kirgisischen;--_ser_ im Tschouwassischen. _kah, kahi, ertosi_ im Koptischen, uan ist Staub;--_mydr_ im Aethiopischen;--_maret_, im Abessinischen;--_midra, medhro, ge, gi, artho_ im Syrischen;--_erez, adamah, pich, gusch_ im Hebr�ischen, aphar ist Staub;--_erez, ara, artha_ im Chald�ischen, abka ist Staub;--_erz, airdhi, rems, tarb, torab_ im Arabischen;--_ard_ im Maltesischen;--_ard, hagh, jergir_ im Armenischen;--_er, ar, erri_ im Baskischen;-- [Greek: g�, gaia] im Griechischen (mag mit ge im Syrischen oder mit einem verwandten Worte im Ph�nizischen zusammenh�ngen);--[Greek: g�, ch�ra] im Neugriechischen. _seml�_ im Russischen;--_semla_ im Windischen;--_zemlya_ in Croatien;--_zema_ im Sorbischen;--_semja_ im Wendischen;--_ziemia_ im Polnischen;--_zeme_ im Czechischen und Litthauischen;--_zemglja_ im Bosnischen und Ragusanischen;--_sema_ im Lettischen;--_glina_ im Serbischen. _tir, daer_ im W�lischen, pridd ist Dammerde, maran ist Marsch, vom Meere abgesetzt;--_ter, tir, daer_ im G�lischen;--_daor_ im Bretonischen, auch _ter_, das veraltet ist, sich aber in Zusammensetzungen findet; _terra_ im Lateinischen Italienischen, Portugiesischen;--_terre_ im Franz�sischen;--_tierra_ im Spanischen. _airtha, eard_ im Gothischen;--_erthe, jerd, irth_ im Alt-Friesischen, mull ist staubige Erde;--_earth_ im Englischen, dust ist Staub;--_eordhe_ im Angels�chsischen, myll ist Staub;--_aert_ im Flamml�ndischen;--_aard_ im Holl�ndischen, mul ist Staub;--_herda_ im Alt-Fr�nkischen und Allamannischen;--_jord, joerd_ im Isl�ndischen (wie jerd im Alt-Finnischen), mold ist Staub;--_jord_ im Schwedischen und D�nischen, mo, muld, mull ist Staub (wie im Finnischen). _pament_ im Walachischen, prafu ist Staub;--_de, stere_ im Albanischen. C. _Stein_. (Zu vergleichen ist der Artikel: Kieselstein.) _chi, che, sce, schi, chap_ im Chinesischen (pan ein grosser Stein, kiang ein kleiner harter, lien, ly-tso ein roher, hing ein M�hlstein, king ein klingender, tchu ein rother Stein);--_rdo, to, rdo-ba, kar, gora-mia_ im Tibetanischen;--_batu, arang, wato_ im Malaiischen;--_watu_ im Javanischen;--_ouche, dschalo_ im Tartarisch-Mandschu;--_tscholon_ im Kalm�ckischen;--_ujarak_ im Gr�nl�ndischen;--_poinah, jola, hyma_ im Tungusischen; _tu, tol_ in [im] Koreanischen;--_itsi_ im Japanischen;--_is_ im Permischen; _p�, pai, po, pyl, phi, fualla_ im Samojedischen;--_guwwen, guvien_ im Korj�kischen;--_poina_ im Kurulischen;--_kual_ im Kamtschadalischen. _kiwi, k�, tschiwi_ im Finnischen;--_kiwwi_ im Esthnischen;--_kiw, keu, kewu, py_ im Ostiakischen;--_kow, achtys_ im Wogulischen;--_kallia_ im Finnl�ndischen;--_kedke_ im Lappischen;--_kowa, k�, ke�_ im Magyarischen. _kwa, kua, kach_ im Georgischen;--_kara, kera, miwweh_ im Tscherkessischen;--_kara, gul, hizo, teb, izo_ in den �brigen kaukasischen Sprachen. _tasch, kar_ im Tartarischen und Kirgisischen;--_tasch, chas, aeghiar_ im T�rkischen, ejjer ist harter Stein, _qaja_ Fels. _khar, kuar, gadskhar, ljear_ im Armenischen. _onr_ in der alten aegyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;--_one, ene, al_ im Koptischen;--_ibn_ im Abessinischen und Aethiopischen, kekuh ist Fels;--_ehena, danegaja, baledete_ im Amharischen, mefetche ist kleiner Stein, marege Fels;--_eben_ im Hebr�ischen, keph, zur ist Fels;--_eben, perid, peririn_ im Chald�ischen, pesiphas ist kleiner Stein, tinar, zunm ist Fels;--_abhno, kefa, kiph_ im Syrischen;--_itsa, hagr, hadschar, hygiar, rockhan, daeka, d�sta_ im Arabischen, zolaat ist glatter Stein, narval weisser Stein, lachfat ist weicher d�nner Stein, radal, car Fels, dschebel Berg;--_hhagar_ im Maltesischen;--_adgragr, kitla_ im Berberischen und Kabylischen;--_klugi_ im Dungulischen;--_emmenick_ im Tigrisischen (Nordafrica). _a�man, �ila, kalla, prastara, patharo, kascha_ im Sanscrit, giri, mali ist Fels;--_pathara_ im Bengalischen;--_sung_ im Hindu, gara, khara ist Fels;--_galle_ im Singhalesischen auf Ceylon;--_kallou_ im Malabarischen;--_lochou_ im Nepalischen. _djerera_ in Pehlvi;--_char, khara, pad, senk_ im Persischen, senkin ist steinern;--_senk_ im Bucharischen,--_kani_ im Afghanischen. _akmen, akmins_ im Litthauischen (wie im Sanscrit);--_akmins_ im Lettischen, akmins kalns ist Fels;--_kamen_ im Russischen, Czechischen, Croatischen, Windischen, Illyrischen, Bosnischen, Slawonischen, skala ist Fels;--_kaman_ im Dalmatischen, kars ist Fels;--_kam, kammen_ im Ragusanischen;--_kamien_ im Polnischen, kamioka sind Steinarten, orcel, orcla der Bruchstein, cale �berhaupt das Gestein unter der Erde, fliza die Fliesse. _arri, arria, harria, arcanta_ im Baskischen, arroca ist Fels, auch acha, aitza, arcaitza. _chalitz_ (ob mit cal im G�lischen zusammenh�ngend?) auch _gkur, zourre, sourre_ im Albanischen;--_piatr�, petra_ im Walachischen, bolavan ist Fels. _maen, careg_ im W�lschen, caregan ist ein kleiner Stein, maenaid steinig, maen gwerthfawr ein werthvoller Stein, maen melin ein Meilenstein, llech ein platter, schiefriger Stein, craig ist Fels, carn Fels, auch Steinhaufen, daher wohl in der Schweiz kar, karre f�r Fels;--_maen, mein_ (woher mine im Franz�sischen), auch _lach, lech, crag_ im Bretonischen, meingle ist Steinbruch, roch Fels (woher roche im Franz�sischen);--_clach, cal, gal, cled, cloch, bil, balon, baleyn, felyen_ im G�lischen, cloiche ist steinig, leac ein platter Stein, fly, flynt ein harter feuerschlagender Stein, cleddiwig ist Steinbruch (carreria im Schottischen), carr (daher carriere im Franz�sischen), roc, craig, agaun (wie agaunum im Alt-Gallischen) ist Fels, tur hoher Berg (daher Tauren im Schweizerischen). _[Greek: lithos]_ im Griechischen (wohl zusammenh�ngend mit leac, llech, lach im Keltischen, woher auch lapis), ferner _[Greek: laas]_; (wie das keltische clach), selten _[Greek: stia, stion]_ (�hnlich wie im Gothischen), [Greek: ps�phos] ist kleiner Stein (wie das chald�ische pesiphas), [Greek: petros] ist Fels (wie petra im Walachischen);--[Greek: chaliki] (wie im Albanischen), auch [Greek: petra] im Neugriechischen;-- _peiro_ im Proven�alischen;--_pierre_ im Franz�sischen, auch cailliou (von cal), roche ist Fels;--_piedra_ im Spanischen, auch _laxa_ (von lach im Keltischen), roca, serra ist Fels;--_pedra_ im Portugiesischen, rocha ist Fels;--_pietra_ im Italienischen, rocca ist Fels. _stain_ im Gothischen;--_stein, steiern_ im Isl�ndischen, rock ist Fels;--_stan_ im Angels�chsischen;--_sten_ im Schwedischen, fjallsten, field ist Fels (ob vielleicht aus dem Finnischen?);--_steen_ im D�nischen, klintsteen ist Fels;--_steen_ im Holl�ndischen, rotssteen ist Fels;--_stien_ im Alt-Friesischen;--_stain_ im Alt-Teutschen, ullins ist harter Stein (vielleicht mit flynt zusammenh�ngend);--_stone_ im Englischen, rock ist Fels (beym englischen Bergmanne heisst das feste Gestein carrack, quarr, wohl von car im Keltischen). D. _Juwel, Edelstein, Gemme_. _tschendju, vou-fou, tche-k�_ im Chinesischen; po, pou ein rother Edelstein; chao, chao-pao, chao-yo, kieou ein sch�ner Edelstein; mo, lo, min, jen, yng, tsin, tse, yao ein Stein, �hnlich den Edelsteinen; fou, ein Stein schlechter als ein Edelstein; hiay ein schwarzer Edelstein; ly, lieou ein durchsichtiger Edelstein; tsching, vou, tou, lang Edelsteine den Perlen �hnlich; yeou, ngo, ky, kouen weisse Edelsteine; yang, hia fleischfarbige; nao, mano weiss mit schwarzen Adern; py blau und durchsichtig; men, fang, hiang rothe Edelsteine;--_rdo-rye-badsa, rina-po-ehhe, nora-pu_ im Tibetanischen, auch _muddi_ und _mani_ (wie im Sanscrit);--_kou, fiaham, koufiahan_ im Tartarisch-Mandschu. _mani, prastara_ im Sanscrit, auch _upala, opala_ (mit Opal zusammenh�ngend);--_gahana_ in Bengalen, auch _dschouhara_ (wie im Persischen), dschouhari ist Juwelier;--_manikan_ im Malaiischen. _kallis kiwwi_ im Esthnischen;--_draga k�, gyongy_ im Magyarischen;--_agn, markarid_ im Armenischen. _aann, anm_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;--_anamei, one-emme, oni, emmei, bnooni_ im Koptischen;--_enku, baheri_ im Aethiopischen;--_ebem jekarah_ im Hebr�ischen; puch ist Schmuck, migdanoth, peninin kostbare Waare, Pretiosen;--_juhadin, joharin, gmar, aban, taba_ im Chald�ischen;--_dabho, margenijath_ im Syrischen. _giauher, gewher, j�har, gewahir, javakit, farid_ im Arabischen; hadschara muthammana in der vulg�ren Sprache; giohari, giauhari, geuheri der Juwelier (auch im T�rkischen und Persischen gebr�uchlich), nadhm aldschanaber, nadham aldorara, nethraldorrt ist Schmuck, eine Reihe von Juwelen;--_gavhar_ im Maltesischen;--_kimetlii tasch, eska, gieuher, dgiauler, dschewahir_ im T�rkischen;--_gawher_ im Bulgarischen;--_gioahr_ im Kurdischen;--_kyimelii tus, ghiauher, gewher, dschewher_ im Persischen; pure ist Schmuck. _dragnzjennoi kamen_ im Russischen;--_drahy kamen_ im Czechischen, Slowakischen, Illyrischen;--_drogi kamien_ im Polnischen;--_dragi kameni_ im Windischen, auch shlaten-kamen;--_dahrgs axmins_ im Lettischen;--_akmenelis brungus_ im Litthauischen. _bertaria, bertistea_ im Baskischen (von bert sch�n und ar Stein);--_pietra cinstita, pietri scumpe_ im Walachischen, olor ist Kleinod;--_gourre te pa tsmouare_ im Albanesischen. _gem, glain, maen gwerthfawr_ (werthvoller Stein), auch _ceinion, ereiries_ (Juwel) im W�lschen, gemydd ist Juwelier, auch ceinionydd;--_gem, geam, cloch-buaidh_ im G�lschen, auch _uige_ (Juwel), _usgar, seud, seudraid_; gemmyd, seudair, seudachan ist Juwelier;--_gowdy_ im Schottischen. _[Greek: gemma, trigl�na]_ im Griechischen;--_[Greek: lithari, petradi, atm�t� petra]_ im Neugriechischen;--_gemma_ im Lateinischen;--_jivia_ im mittelalterlichen Latein das Juwel (von uige im G�lischen);--_gemme_ im Italienischen, auch _gioja, gioies_ das Juwel, giojelliere der Juwelier;--_gemme, pierre pretieuse_ im Franz�sischen;--_joyau_ ist Juwel, joaillier der Juwelier;--_gems_ im Englischen; _jewell_ das Juwel, jeweller der Juwelier, _gimma, stan searo_ im Angels�chsischen;--_gimsteiern, edalsteiern_ im Isl�ndischen;--_gimstein, aedelsteen_ im Schwedischen;--_juwel_ ist Juwel;--_edelsteen, juwel_ im Holl�ndischen;--_piedra pretiosa_ im Spanischen, _joyel_ ist Juwel; joyelero der Juwelier, _pedras pretiosas_ im Portugiesischen. * * * * * Zweites Kapitel. #Gemmen und Verwandtes.# #�. 1. Diamant.# Er ist der h�rteste Stein, hat das meiste Feuer (den h�chsten Glanz), kommt aus Indien und Brasilien, dient vorzugsweise zum Schmuck, zu Schleifpulver, zum Schneiden des Glases u.s.w. Um das Feuer zu erh�hen, schleift man ihn gew�hnlich, und unterscheidet nach Art des Schnittes (der Form, die aus dem Schleifen hervorgegangen ist): _Brillanten_ (wo viele Reihen regelm�ssiger Facetten so liegen, dass sich das Farbenspiel des Glanzes am sch�nsten darstellt), _Rosetten, Tafelsteine_ u.s.w. Die Diamanten sind meist wasserhell oder grau, doch giebt es auch gef�rbte, die aber der Juwelier meist mit andern Namen belegt. Man hat a) _wasserhelle_ oder _graue Diamanten_, b) _gr�ne_, welche von den Juwelieren meist orientalische Smaragde genannt werden, c) _rothe_, d) _gelbe_, e) _blaue_, f) _schwarze_. In den Edelstein-W�schereien kommt h�ufig Magneteisenstein vor, der mit dem Diamanten gleiche Gr�sse und Kristallform hat, den schwarzen Diamanten oft sehr �hnlich ist, daher mag es kommen, dass in vielen, besonders orientalischen Sprachen (auch im Lateinischen) Diamant und Magneteisenstein mit gleichen oder �hnlichen Namen belegt werden. _kin-kang-chy_, auch _pa-tche-lo_ im Chinesischen;--_wadjira_ im Mongolischen;--_wadjra, rdo-rye-pha-lama_, auch _rdo-rye-badsa_ (was auch Scepter, Donnerkeil, Edelstein heisst) im Tibetanischen;--_intam, itam_ im Malaiischen;--_itam_ im Malagarischen. _elmas, mas_ im T�rkischen, kybrys elmasi ist der gelbe Diamant;--_almas_ im Kurdischen;--_almas, mas, elmas, heger�s sejatjum_ im Arabischen; Taifaschi bemerkt in seiner Mineralogie: dass der almas stets in gleichwinkligen Gestalten vorkomme und seine Bruchst�cke steis dreyeckig seyen; Arten f�hrt er nicht an, aber bey dem smaragd-�hnlichen Steinen, erw�hnt er den elmazet (was der Pluralis von elmas seyn wird) als von der H�rte und Schwere des Diamanten.--_ihn admas_ im Aethiopischen;--_odomos_ im Syrischen, adamusojo ist diamantartig;--_sabholon, sampirinon, samprin_ im Chald�ischen. _adamand_ im Armenischen, auch _agn_ d.i. Edelstein; andamnant ist Magneteisenstein;--_giement, gyemant, dijemanth_ im Magyarischen. _hira_ im Sanscrit, auch _hiraka, wadjra, wadshra_; ferner a�ira (d.i. unzerst�rbar), abhedja (unspaltbar), wararaka (vorz�glicher Krystall), lohadshit (Metallbesieger), sutshimukha (Nadelmund), eine schlechte Art heisst radschapatta, radschapartta;--_hira, hiraka_ in Bengalen;--_iraa, iri, itas_ im Hindu; ira bey den indischen Diamantgr�bern. In den Diamantgruben Indiens, besonders in Sumbhulpuru, wo ziemlich die meisten Diamanten gewonnen werden, theilt man sie ihrer Qualit�t nach in 4 Classen, welche mit den Hindu-Kasten gleiche Namen f�hren, in a) bramin, brahma, den wasserhellen, b) tschetter, chetra, den gelben, c) wassier, vysca, den nicht hellen, d) tschadrie oder sudra, den grauen; in manchen Gegenden unterscheidet man: a) montichul den ganz reinen, b) mank, den gr�nlichen, c) patanna, den r�thlichen, d) bunsput, den dunkelgef�rbten.--Der gr�sste Diamant ist der kohi-nur, das ist Lichtberg, im Besitze des Ranjet Singh in Lahore; er hat die Grosse und Form eines H�hnereies, ist rein, weiss und von ausserordentlichem Feuer. _mas, almas_ im Persischen; man unterscheidet: a) den wasserhellen, b) den pharaonischen, c) den olivenfarbigen, d) den schwarzen, e) den feuerfarbigen, f) den rothen, g) den gr�nen. _arturguina, diamantea_ im Baskischen. _almase, alsmas_ im Russischen;--_dyament_ im Polnischen, paragon ist ein grosser Diamant;--_dyamant_ im Czechischen;--_djemant_ im Krainischen;--_diamant_ im Slowakischen und Illyrischen;--_gyemant, gemant_ im Croatischen;--_deemants_ im Lettischen;--_temanti kiwwi_ im Esthnischen. _diamantu_ im Wlachischen;--_diamant_ im Albanischen;--_diamant_ im Bretonischen;--_adamant, daoimean_, auch _leug chruaidh riomback_ im G�lischen;--_[Greek: hadamas]_ im Griechischen, der Name mag, vielleicht durch die keltischen Pelasgier, von den Armeniern entlehnt seyn, durch welche der Edelsteinhandel vermittelt seyn wird;--in �ltester Zeit hiess [Greek: hadamas] auch der h�rteste Stahl, [Greek: hadamantinos] st�hlern, _[Greek: hadamantos]_ unbezwinglich, was vom Diamant entlehnt seyn mag;--_[Greek: diamante]_ im Neugriechischen;--_adamas indicus_ der R�mer; die andern Arten der Gattung adamas geh�ren zum Magneteisenstein; der androdamus ist Arsenikkies, der ziemlich gleiche Krystallform hat;--_diamantes_, auch _amas_ im mittelalterlichen Latein. _demant_ im Isl�ndischen und Holl�ndischen (hier auch divelsten);--_adamant_ im Alt-Hochteutschen (auch demuth);--_diamant_ im Plattteutschen, D�nischen, Schwedischen; _diamond_ im Englischen; _aymant_ im Alt-Franz�sischen; _diamant_ im Franz�sischen (die grossen nennt man paragones, die nat�rlichen Octaeder pointes natives, die brillantirten: brillants (von briller gl�nzen), das derartige Schleifen ist brillanter);--_diamante_ im Spanischen (iman ist Magneteisenstein); _diamante, dimao_ im Portugiesischen (naiffos sind die nat�rlichen Octaeder); _diamante_ im Italienischen. _latschopar_ in der Zigeunersprache. * * * * * #�. 2. Perlen#. Obwohl die aus der Perlmuschel stammenden Perlen ein Produkt des Thierreiches sind, so geh�ren sie doch mit den Edelsteinen zu den Juwelen, wurden seit den �ltesten Zeiten technisch mit jenen verbunden, weshalb es r�thlich seyn d�rfte, ihnen hier einen Platz zu g�nnen. Die Perlen kommen vorzugsweise aus dem indischen Meere; die gr�ssten nennt man Paragonperlen, die ungleicheckigen barogues, die ganz kleinen Zahlperlen im Spanischen aljofar und rostrillo. _ty, ty-ly, tchu, tchin-tchu_ im Chinesischen, ky ist die ganz runde;--_nitchoouhe_ im Mandschu, tana ist eine besondere Art;--_mouti_ im Tibetanischen. _draga-gy�ngy_ im Magyarischen. _indgii, indshi, indschu_, auch _murvarid_ im T�rkischen. _moravarid_, auch lulu, lauali, tovamijjat, saffanat, chaudat, dschauhar, dschauharon im Arabischen; man unterscheidet: a) dorr, dorat, dart, grosse Perlen; b) laular kleine Perlen, dschomann, gioman durchbohrte; c) charidat, kharida undurchbohrte Perlen; laal ist der Verk�ufer von Perlen; machschalab ist ein den Perlen �hnlicher Stein. _dar_ im Hebr�ischen (�hnlich wie dur im Persischen) auch gabisch;--_bojel, bejeno_, auch _margonitho_ im Syrischen;--_margal, maregale_ im Chald�ischen;--_baherej_,_bahario_ im Aethiopischen (von dem Fundorte bahhrain im persischen Meerbusen);--_djohar_ im Szaukischen (Nord-Afrika);--_anamei_ im Koptischen (eigentlich Juwel). _markarid_ im Armenischen. _mandschara, induradna_ im Sanscrit, auch _mani_ (d.i. fleckenlos, was auch Edelstein heisst), _mandarita_ (d.i. die reine, woher wohl markarid, margarita u.s.w. stammen m�gen) und _ratna_ (d.i. beliebt);--_moti_ im Hindu (cheripo, changuo ist die Perlenmuschel);--_mukta_ im Bengalischen;--_multu_ im Malagarischen. _pille, palle_ in der indischen Provinz Tennasserim. _kasperz_ im Pehlvi;--_merwarid, marvarid_ im Persischen, auch goher und jek-daneh (d.h. das einzige Korn, woher durch Uebersetzung das lateinische unio entstanden seyn kann). Man unterscheidet: a) dur, grosse Perlen (wie im Arabischen), [ b) ] lulu, kleine Perlen (wie im Arabischen); lului heisst der Perlenverk�ufer;--_markreitas_ im Gothischen. _margarita, merjeritarju_ im Wlachischen;--_margaritar_ im Albanischen;--_myrierid, myrieriden_ im W�lschen;--_perlen_ im Bretonischen;--_pearl, neamhnaid, neamhuinn, neonaid_ im G�lschen;--eistr im Bretonischen, oisier im G�lischen ist die Perlmuschel. _[Greek: margarit�s]_ (wohl aus dem Albanischen und Armenischen) im Griechischen, auch _[Greek: margaris, margellion, marg�lis]_ (wohl aus dem Chald�ischen); _[Greek: margaritari]_ im Neugriechischen; _[Greek: chalaza]_ im mittelalterlichen Griechisch;--_margarita_ im Lateinischen, auch unio (vielleicht aus dem Persischen �bersetzt), lapis erythreus, lapis indicus. _perla, schemtschuschina_ im Russischen;--_pereleczka, perla_ im Polnischen;--_perlicka, perla_ im Czechischen;--_parlka, parla_ im Sorbischen;--_pehrle_ im Lettischen;--_parla_ im Wendischen;--_pirel_ im Krainschen;--_perl, biser_ im Windischen;--_biser_ im Bosnischen und Ragusanischen;--_biszer_, auch _gyungu_ im Croatischen und Dalmatischen;--_pehrlit_ im Esthnischen. _berille, berala, perala, marigrozz, merigricz_ im Alt-Hochteutschen;--_mergriez_ im Mittel-Hochteutschen;--_merigriota_ im Alt-S�chsischen;--_meregreot, pearl_ im Angels�chsischen (wohl aus dem W�lschen);--_berel_ im Nieder-S�chsischen;--_perla_ im Isl�ndischen;--_p�rla_ im Schwedischen und D�nischen;--_pearl, perel, parel_ im Holl�ndischen;--_perla_ im Italienischen und Spanischen, hier auch margarita; aljofar sind die kleinen Perlen; _perle_ im Franz�sischen, fr�her auch bac�e, baceys;--_perlyn_ im Wallonischen;--_pearl_ im Englischen;--_perola, aliosar_ im Portugiesischen. Anhang. _Perlmutter_, die Schaale mancher Conchylien, die zu Schmuckgegenst�nden dient. _kaupang_ im Malaiischen (eigentlich die Perlmuschel);--_sedef_ im T�rkischen;--_sadaf_ im Arabischen;--_dar_ im Hebr�ischen. _[Greek: zamyps, zambox]_ im mittelalterlichen Griechisch;--_[Greek: koglyl�]_ im Neugriechischen;--_lasztura_ im Croatischen;--_perlowa malka_ im Czechischen;--_perlenova matiza_, auch _bisesski saklopnjak_ im Windischen;--_perlumodir_ im Isl�ndischen;--_perlemor_ im Holl�ndischen, Schwedischen, D�nischen;--_nacre_, nacre de perle im Franz�sischen;--_nacar_ de perlas im Spanischen;--_madreperla_ im Italienischen;--_mother of pearl_ im Englischen. * * * * * #�. 3. Rothe Gemmen und verwandte Steine.# A. _Unsere mineralogische Gattung_. _Korund_ (Telesie, Corindon) mit den _edlen Arten Rubin_ (roth), _Sapphir_ (blau), so wie _den unedlen Arten Demantspath_ und _Smirgel_. a. Korund oder Sapphir im Allgemeinen. Der Juwelier unterscheidet, als ganz verschiedene Edelsteine, nach den Farben: 1) _Rubin_ (hellroth), 2) _Balais_ oder Rubin balais (blassroth), 3) _orientalischer Topas_ (gelb), 4) _orientalischer Smaragd_ (gr�n), 5) _Sapphir_ (sch�n blau), 6) _Luchssapphir_ (dunkelblau), 7) _Wassersapphir_ (hellblau und wasserhell), 8) _Sternsapphir_ (mit einem sternartigen Scheine); aber in der neuern Zeit ist festgestellt: dass mineralogisch alle diese Edelsteine nur Arten _Einer Gattung_ sind, gleiche Krystallform, H�rte, Schwere und chemische Bestandteile haben, auch, dass sich diesen als unedlere Arten noch anschliessen: theils der indische _Demantspath_, theils der k�rnige _Smirgel_, welche als die h�rtesten Schleifpulver allgemeine Verbreitung haben. Die Mineralgattung hat verschiedene Farben, von denen Roth und Blau die h�ufigsten sind, am meisten gesch�tzt werden. Im Oriente begriff man seit alter Zeit alle diese verschieden gef�rbten Steine in einer grossen Gattung mit dem Namen _Jakut_, dem _Hyacinthos_ der Griechen; daher stammt unser Name Hyacinth, den wir auf eine ganz andere Mineralgattung �bertragen haben (auf den gelbrothen Zirkon), und wohl w�re es zu w�nschen, dass wissenschaftlich der Name Hyacinth seine alte richtige Bedeutung wieder erhielte, diejenige Gattung bezeichnete, die wir jetzo Korund nennen. Als Hauptkennzeichen des Jakut f�hrt der arabische Mineralog Taifasachi (der zwar im 13. Jahrh. lebte, sich aber auf �ltere Mineralogien gest�tzt haben wird) an: dass er, mit Ausnahme des Diamantes, alle andern Steine ritze, nur von Diamanten geritzt werde und specifisch schwerer als die andern Gemmen sey. _Jakut_ im Malaiischen; _Jakut_ und _Joacht_ im T�rkischen; man unterscheidet: a) kyzyl, den rothen; b) gi�k, den blauen; c) ak, den weissen; d) sary, den gelben.--_Joachet_ im Tartarischen;--_Jakut_ im Arabischen, auch elhum-muri [or: elhummuri], el giohar (der Edelstein), el asgiad genannt; hier unterschied man: a) achmaru und kyrmyzy, den rothen; b) azfaru, den gelben; c) samandschunijj oder esmanagiuni, auch sary und asrak genannt, den schwarzblauen; d) den blauen; e) abjadu, den weissen oder wasserhellen;--_Jakent_ im Abessinischen, wo man unterscheidet: kajeh, den rothen, tzalin, den blauen;--_Jakudno, aikantum_ im Syrischen;--_Dijakint_ im Chald�ischen (der jarukt, jarok, jarket wird wohl f�lschlich mit topazius �bersetzt, d�rfte hierher oder zum gelben Korund geh�ren);--_najude_ im Amharischen k�nnte hieher geh�ren;--_Jakut, Yaachet, Yankot_ im Persischen; hier unterscheidet man: a) den rothen (Rubin); b) den gelben (Topas unserer Juweliere); c) den dunklen (Luchssapphir); d) den weissen (Wassersapphir), e) den gr�nen (Smaragd unserer Juweliere), f) den blauen und rauchfarbigen (Sapphir); ferner den Adschemi nat�rlich krystallisirten und den mensu oder geschnittenen;--_Jakut_ im Kurdischen, mit: keli dem rothen und schin dem blauen. _Jakinth_ im Armenischen; _Hiatzinthos_ im Magyarischen;--_Yachante, Jachont_ im Russischen;--_Jacinth_ im Illyrischen. _[Greek: hyakinthos][1], hyacinthus_ im Griechischen und Lateinischen, begriff die oben erw�hnten Arten; man unterschied: a) roseus, den rothen, b) thalassites, den gr�nen, c) nativus (wohl der wasserhelle), d) channiaeus und perileucos (mit dunkelm Kern); hierher wird auch geh�ren der granatus, eigentlich hyacinthus granatus. [Footnote 1: Das Wort wird zun�chst wohl von den Armeniern entlehnt seyn, die den indischen Edelsteinhandel in den H�nden hatten; �brigens heisst [Greek: hyakinthos] im Griechischen die Purpurfarbe, unser Violet, die aus der Purpurschnecke (helix jantina) gewonnen wurde.] _[Greek: hyakinthos]_ im Neugriechischen. _Jachant, Jacint_ im Alt-Hochteutschen. In Indien sind die hierher geh�rigen Edelsteine am bekanntesten, gleichwohl finde ich keinen dessfalsigen allgemeinen Gattungsnamen. Im Sanscrit ist der _garud_ ein kostbarer Edelstein von theils blauer, theils gr�ner Farbe; der Name hat Aehnlichkeit mit Jakut, aber auch mit zmerud (Smaragd), und Wilson �bersetzt ihn mit Smaragd; _opala_ im Sanscrit bedeutet eigentlich Edelstein im Allgemeinen, aber man kann den Namen auch vorzugsweise f�r unsern Korund gebraucht haben, denn man unterschied: conitopola, den rothen, patalopala, den blassen, nilopala, den blauen. Im Tibetanischen finde ich auch keinen besondern Namen f�r die Gattung im Allgemeinen; es w�re m�glich, dass mya hierher geh�rte, inya mea der rothe, mya raena phyina der blaue Korund w�re. b. Unser Rubin. Unser Rubin der Juweliere, d.i. unser edler, rother Korund oder Sapphir der Mineralogen, ist der rothe Jakut der Orientalen. An Ab�nderungen kann man unterscheiden: rosen-karmesin-koschenille-karminrothe, ferner dunkelgef�rbte und blasse, welche letztere auch als Balais, Rubinbalais, Rubicell, Rubacel, Rubasse bezeichnet werden; die koschenille oder morgenrothe Ab�nderung nennen die Juweliere auch wohl hyacinthe oder vermeille orientale, die bl�uliche aber amethyste orientale; der halb rothe, halb blaue heisst sapphir rubis. Der Name Rubin kommt nicht im Alterthume und Oriente vor; erst im Mittelalter, (um das Jahr 1300) findet sich der Name rubisus, rubies, robinus; woher derselbe stammt, ist zweifelhaft, ob von dem persischen rutbi, der eine Art des benefch war (s. diesen), oder von der rothen Farbe (ruber im Lateinischen, rudhir im Sanscrit, rhudd im Keltischen und �hnlich in den meisten Sprachen). Der Name balais, Rubinbalais stammt von balaschsch der Araber (s. balchasch), der unser Spinell gewesen seyn wird. _Po-ma-lo-kia_ im Chinesischen; moey heissen die rothen Edelsteine im Allgemeinen. _manikja_ im Sanscrit, auch padmaraga (d.i. lotosfarbig, rosenroth), mahamulga (kostbarer Stein), patalopala (blassrother Edelstein), arunopala (dunkelrother), conitopala (rother), lohito (der rothe), conaratna, tanariratna (Sonnenwedelstein), kuruwilla, kuruwilwa, kuruwinda, lakshmipusha; alle diese--meist wohl dichterische--Namen �bersetzt Wilson in seinem W�rterbuche mit Rubin, doch m�gen auch hierunter andere rothe Edelsteine begriffen seyn, die mit kuru anfangenden Namen erinnern an Korund, korundun in Indien. Im Tibetanischen finde ich im W�rterbuche von K�r�s keinen Namen f�r Rubin angef�hrt, obwohl man den Stein sehr wohl kennen muss; vielleicht geh�rt hierher _mani_ (Edelstein), wegen des Zusammenhanges mit manik, auch mya-mena-phyena ein rother Edelstein. _manik, manika_, auch _tokes_ im Hindu;--_manika, manikya_, auch _malia m�lya_ (d.i. von hohem Werthe), _padmaraga, padmaragamani_ im Bengalischen;--_manikan, padma, padam_ im Malaiischen;--_pata-mra_ im Malabarischen, auch kyaokoi (d.i. Rothstein) und elinges chogeppi;--_lankaratte_ im Ceylonesischen. _Jakut_ der rothe im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) wiridi, der rosenfarbige, b) erghiwani, der purpurfarbige; c) behremani, behremen, behreman, der gelbrothe, und diess ist jetzo im Persischen der gew�hnliche Name f�r Rubin im gemeinen Leben;--d) lami, der fleischfarbige, e) remani, der granatapfelfarbige; f) sumaki, der porphyrrothe (als sumaki bezeichnet man jetzo im Arabischen, Persischen und T�rkischen auch den Granat und �hnlich gef�rbte Steine). _Jakut kyzil_ (der rothe) und _kyruizigi_ im T�rkischen, auch _aghdagi_ (zumbel wird auch mit hyacinthus orientalis �bersetzt);--_Jakut keli_ im Kurdischen;--_Jakut achmara_ oder _kyrmyzi_ im Arabischen, mit den Ab�nderungen: a) vardijj, rosenroth, b) chamrijj, purpurfarbig, c) achmaru tief roth, d) bahraman, vom sch�nsten Roth; _Jakent kajeh_ im Abessinischen. _kachale_ im Chald�ischen (erinnert an kajeh im Abessinischen), auch _samkan, simuka, simukta_ h�ngt wohl mit sumaki im Persischen zusammen. _aikantum_, im Syrischen;--_najude_ im Amharischen. _Jakinth_, auch gaboudai im Armenischen;--_[Greek: hyakinthos rhosios]_ im Griechischen;--_[Greek: hyakinthos]_, auch _[Greek: rhoupine]_ im Neugriechischen;--_hyacinthus roseus_ der R�mer, auch wohl hyancinthus granatus (d.i. der k�rnige, wohl wegen des Vorkommens in K�rnern); der lichnis, lichnitis ([Greek: lichnitarion] im Mittelalter) geh�rt hierher oder zu unserm Hyacinth (s. Zirkon);--_Jacinth_, der brennende (d.i. der hochrothe) im Altteutschen, von dem man den bleichen unterschied. _Jachont krasnoi_ (von krasni roth) im Russischen, auch lal und wostotschoi roubine;--_zargelgenak_ im Croatischen, _czarlyenak_ im Ragusanischen;--_rubin_ im Polnischen, Czechischen, Windischen. _rhuddem_ (von rhud roth und gem Edelstein) im W�lischen;--_ruiteachan_ im G�lischen;--_rubint_ im Magyarischen;--_rubi_ im Spanischen;--_ruby_ im Englischen;--_rubin_ im Teutschen, D�nischen, Schwedischen;--_rubis_ im Franz�sischen;--_rubino_ im Italienischen;--_robyn_ im Holl�ndischen;--_rubi, rubin_ im Portugiesischen;--man unterscheidet hier den blassen balais und den brennend rothen espinel. c. Unser Sapphir. Unser Sapphir oder der blaue edle Korund, bloss durch die Farbe vom Rubin verschieden, ist der blaue Jakut der Orientalen, besonders in den semitischen Sprachen. Als Ab�nderungen unterscheiden wir: berliner-, schmalte-, indig-, lasur-, lavendelblauen und schw�rzlichblauen, welcher letztere auch Luchssapphir genannt wird. Die Juweliere begreifen auch andere blaue, �hnliche Steine unter diesem Namen, besonders den Peliom und schwarzblauen Spinell (Zeilanit oder Pleonast). Manche Steine haben 2, auch 3 Farben, blau, roth und weiss. In den neuern Sprachen heisst der blaue Jakut Sapphir; der Name stammt aus dem Alterthume, von sappir, sappheiros, womit man unsern blauen Lasurstein bezeichnete (s. diesen), von dem er, bey Entwickelung der neuern Mineralogie, irrth�mlich entlehnt wurde. Zu w�nschen w�re es, wenn das Wort, seiner jetzigen Bedeutung nach, in der B�chersprache unterdr�ckt werden k�nnte. _nila_ im Sanscrit (d.i. der blaue), auch nilamana (blauer Edelstein), nilopala (blauer Edelstein), indranila (vom sch�nsten Blau) und litirana; wohl auch mahanila (das grosse Blau), radschanila (K�nigsblau) und marakanta (die f�lschlich mit Smaragd, der gr�n ist, �bersetzt seyn d�rften);--_nilamani, nilakanta_ im Bengalischen; _nila candi_ im Hindu ist der halb blaue, halb rothe;--_nilam, batu nilam_ im Malaiischen;--_nila, nilam, nilaralmak_ im Malabarischen; _nila candi_ ist der halb rothe, halb blaue;--_nile_ im Ceylonesischen;--_idnu nila_ im Tibetanischen, kann hierher geh�ren; _podia_ soll der Sapphir im Hindu, nach denn Fundorte heissen. _Jakut_ der blaue im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) askan, der lichtblaue, b) ladschwerdi, der lasurblaue, c) nili, der indigblaue, welcher Name offenbar aus Indien stammt;--_Jakut schin_ (der himmelfarbige) im Kurdischen;--_Jakut asungan_ (der himmelblaue) im T�rkischen, auch jak, giok; auch der seljan kann hierher geh�ren;--_Jakut samandschunijj_ im Arabischen, mit den Ab�nderungen: a) asraku, der licht-und himmelblaue, b) asuradijj, der lasurblaue; c) der indigoblaue, d) chochlijj, der dunklere, e) siftijj, der schw�rzliche, der dunkler ist als isatis d.i. Waid. _schabsis_ im Chald�ischen wird mit Sapphirus �bersetzt;--_schaphuegna_ im Armenischen, auch Sapphira, vielleicht aus den neuern Sprachen entlehnt;--_Jachont sinii_, auch wischnewii im Russischen. _hyacinthos_ der Griechen und R�mer, mit den Ab�nderungen: [Greek: thalassit�s] der meerfarbige; [Greek: perileukos] (wohl mit dunkelm Kern, oder weiss und blau); auch granatus venetus, der blaue. Wahrscheinlich wird auch der nilion hierher geh�ren, den Plinius 37, 35 erw�hnt, dessen Name wohl indischen Ursprunges ist. _samfiru_ im Wlachischen, _sapeir_ im G�lischen, _zafir_ im Magyarischen, sind wohl neuern Ursprunges;--_saphir telesie_, Corindonhyalin im Franz�sischen, _saphir_ im Englischen; _sapphir_ im D�nischen; _saffir_ im Holl�ndischen; _zafir, zafiro_ im Spanischen; _saphira_ im Portugiesischen; _zaffiro_ im Italienischen; _zafir_ auch _modralek_ im Czechischen; _szafir_ im Polnischen; _safir_ im Windischen. d. Der gr�ne Korund oder Sapphir. Er findet sich seltener als die erw�hnten Arten, meist von lauch- oder grasgr�ner Farbe, heisst bey den Juwelieren meist orientalischer Smaragd, emeraude orientale, im Englischen oriental emerald; bey gr�nlich blauer F�rbung wird er meist aigemarine orientale, auch corindon brillin genannt, bey mehr hellgr�ner F�rbung peridot orientale. _Jakut_ der gr�ne im Persischen, �hnlich wohl auch in den semitischen Sprachen. _padje-padian_ im Ceylonesischen und Malaiischen. Im Sanscrit kommen als gr�ne Steine vor: _herimanni_ (gr�ner Edelstein), _haritasma_ (gr�ner Stein), die mit esmerald oder Smaragd �bersetzt werden, daher gr�ne Edelsteine seyn werden, Indien hat aber keine Smaragde; aus Aegypten kamen zwar dergleichen nach Asien, ob diese aber im Sanscrit erw�hnt werden, bleibt zweifelhaft; m�glich ist es, dass man unter jenen Namen unsern gr�nen Korund verstand. e. Der gelbe Korund oder Sapphir. Er ist von citronen-, joquillen- und strohgelber Farbe, zwar nicht so h�ufig als der rothe, findet sich aber zum Theil in gr�sseren St�cken als dieser, ist zuweilen halb gelb, halb blau. Die Juweliere kennen ihn unter dem Namen von orientalischem Topas, topaze oriental. _Jakut_ der gelbe im Persischen mit den Ab�nderungen: a) mischmischi der aprikosenfarbige, b) narendschi der citronfarbige, c) kahi der strohfarbige;--_Jakut sari_ im T�rkischen, was meist mit Topas �bersetzt wird;--_Jakut azfaru_ (der gelbe) im Arabischen, mit den Ab�nderungen: a) rakik, b) chalukijj, c) dschollaharijj der citronfarbige; d) el sanuri und el zeiti hiessen die schlechtesten Variet�ten von hellgelber und bl�ulicher Farbe;--_Jarukt, jarok, jaroka_ im Chald�ischen, �bersetzt mit topazius, wird hierher, wenigstens in die Gattung jakut geh�ren; der birselin aber, auch mit topazius �bersetzt, ist wohl Beryll. _puresjeragen_ und _manikang kuning_ im Malaiischen, mit Topas �bersetzt, ist wahrscheinlich gelber Rubin oder Korund. _pusperagon_ im Ceylonesischen, mit Topas �bersetzt, wird auch hierher geh�ren. Im Sanscrit kommen als gelbe Edelsteine vor: _pita_ (gelb), _pita sara_ (gelbe Essenz), _pitaspatika_ (gelber Krystall), _pitasman_ (gelber Stein), _pitamana_ (gelber Edelstein), _guratna_ und _gometaka_, die mit Topas �bersetzt sind. Indien hat aber gar keine Topase; die gelben brasilianischen und s�chsischen Topase kann man nicht gekannt haben; die siberischen Topase, die man gekannt haben mag, sind mehr gr�n als gelb. Die erw�hnten gelben Edelsteine k�nnen nicht wohl zur Mineralgattung Topas geh�ren, wohl gelber Sapphir (Rubin) gewesen seyn, vielleicht auch zum Theil Flussspath, zu dem der topazion der Alten geh�rte;--_pita�na_ und _gomedaka_ im Bengalischen, auch mit Topas �bersetzt, geh�ren zu den erw�hnten Sanscrit-Namen;--_pitdah_ im Hebr�ischen, mit topazion �bersetzt, hat im Klange des Namens vollkommne Aehnlichkeit mit pita im Sanscrit und wird derselbe Stein gewesen seyn. f. Der Wassersapphir. Ist ein wasserheller Korund oder Sapphir; sapphir blanc im Franz�sischen, white sapphir im Englischen. _Jakut abjadu_ im Arabischen, mit den Arten: a) mahijj, ganz wasserhell mit vielem Feuer, b) dsichr, der harte, mit weniger Strahlung, der in geringem Preise stehet. _Jachont scheltoi_ im Russischen. g. Der Sternsapphir. Er ist ein bl�ulicher Sapphir, der geschliffen, im Innern mit einem, meist milchweissen, sechsstrahligen, nach allen Seiten beweglichen Sterne spielt. Bey den Juwelieren ist der Stein bekannt als sapphir �toil�, arteri�, Sonnenstein, Sternstein. Manche St�cke haben nur einen gef�rbten schillernden Schein, besonders auf der convex geschliffenen Oberfl�che; das ist der korindon girasole, girasole sapphire und girasole der Italiener.[2] Im Russischen und Polnischen heisst er kamin gwiazdzisti. [Footnote 2: Girasole heisst im Italienischen Sonnenblume, die aber mit diesem Steine in keinem Zusammenhange steht.] In den orientalischen Sprachen habe ich keinen besondern Namen daf�r finden k�nnen; aber man schleift auch im Orient den Sapphir nur selten. Im Persischen wird ein pfauenfarbiger jakut angef�hrt, der hierher geh�ren wird; die Araber haben ihn vielleicht unter ainol hur Katzenauge begriffen. Bey den R�mern war der _garamantites_ oder der m�nnliche sandaresus ein indischer harter Edelstein, mit inwendigen Sternen, vielleicht unser Sternsapphir (der weibliche war eine Sternkoralle), zu dem auch astrios (verschieden von asteria unser Katzenauge) geh�rt haben wird, der ein indischer Stein mit Sternen war; der beli oculus mit einem pupillenartigen Scheine, der in Assyrien dem h�chsten Gotte geweihet war, kann hierher oder zum Katzenauge geh�ren, vielleicht auch die solis gemma und ceraunia. h. Unser Diamandspath [Diamantspath]. Der Diamantspath oder gemeine Korund ist eine unedlere Art dieser Gattung, krystallinisch, undurchsichtig, von unreinen schlechten Farben, findet daher keine Anwendung als Schmuckstein, ist aber wegen seiner grossen H�rte, das wichtigste Schleifpulver f�r Edelsteine, hierzu seit der �ltesten Zeit in und ausserhalb Indien verwendet. Er findet sich ziemlich h�ufig in Indien, als Gemengtheil des Granites (besonders in dem Ghatgebirge), wie ohnweit Seringapatan, in Salem und andern Gegenden, auch h�ufig in China. Der chinesische hiess fr�her allein Diamantspath, der indische Korund, beide sind nicht wesentlich verschieden. Grenville in England machte 1784 den Stein n�her bekannt, gab ihm den Namen Korund (nach dem indischen Namen) und deutete schon seine richtige Stelle im System an, welche Klaproth's Analyse best�tigte. Den chinesischen Korund machte Dr. Lind zuerst bekannt, nannte ihn adamantine spar (daher Spath adamantine, Diamantspath). _pou-sa_ im Chinesischen (ist eigentlich das Korund-Pulver). _korundum, koorum_ in Indien, auch korundum galla (d.i. Zimmtstein). Korundon sane heisst bey den Tamulen in Ostindien ein Schleifrad aus Korund und Harz bestehend, dessen sie sich viel bedienen. In Madras nennen die Engl�nder den Stein grindingspar d.i. Schleifspath. Wie der Stein im Sanscrit heissen mag, ist noch nicht ermittelt, da, so viel ich weiss, das Wort Korund, oder ein Ausdruck daf�r, in den W�rterb�chern nicht vorkommt. Der Stein Caniprija wird mit Smirgel oder Sapphir �bersetzt, kann hierher geh�ren. Die Edelsteinnamen kuruwilwa, kuruwinda k�nnen vielleicht mit korundum zusammenh�ngen. _senbade_ im Persischen, so hart fast wie Diamant, wird Korund seyn; man unterscheidet zwey Ab�nderungen: a) r�thlichen, b) bl�ulichen;--_sumpara_ im T�rkischen;--_zembara_ im Kurdischen;--_sambadasch_ im Arabischen, auch _sunbadadsch, sunbadensch, s�mpadeg, s�bade, samur, semiris_ (woher Smirgel in den neuern Sprachen) war der Stein zum Schleifen der h�rtesten Edelsteine. _samphurgana, samaphuregana, schamira, schamir_ im Chald�ischen;--_schamir_ im Hebr�ischen;--_semiris_ im Syrischen;--_[Greek: smiris lithos]_ im Griechischen, den die Steinschleifer (dactylioglyphi) zum Schleifen gebrauchten. _Arena indica_ und _aethiopica_ der R�mer wird Korundpulver gewesen seyn; hieher wird geh�ren der braune indica von Plinius 37. 16 erw�hnt, wohl auch der chalazias, wahrscheinlich ein indisches oder semitisches Wort. _gyemant kovats_ im Magyarischen;--_almasnoi schpat_ im Russischen;--_spath adamantine, corindon harmophane_ im Franz�sischen;--_spatho adamantino_ im Italienischen;--_espato adamantine_ im Spanischen;--_common corundum_ im Englischen. i. Unser Smirgel. Mineralogisch verstehen wir unter Smirgel nur den k�rnigen bl�ulichen unedlen Korund, den man in ganzen Felsmassen bricht, der die H�rte der �brigen Arten dieser Gattung hat und in Europa als hartes Schleifpulver dient. Dieser scheint in Asien gar nicht vorzukommen, ist von daher wenigstens zur Zeit nicht mit Sicherheit bekannt, weshalb ihn die Orientalen nicht kennen werden. Wir beziehen ihn vorz�glich von der griechischen Insel Naxos (wo er bey Calamitzia G�nge in Glimmerschiefergebirge bildet), auch findet er sich in Sachsen und an mehreren anderen Punkten in Europa. Die �lteren Mineralogen setzten den Smirgel seiner Schwere wegen zu den Erzen, meist zu dem Eisen; erst 1791 gab ihm Werner seinen richtigern Platz. Im gemeinen Leben bezeichnet man fast jedes Schleifpulver mit dem Namen Smirgel und belegt die aller verschiedensten Substanzen mit diesem Namen. Die harte Art des _lapis ostracites_ der R�mer, die zum Schnitte der Gemmen diente, und die blaue _Cadmites_ k�nnen hieher geh�rt haben;--das _naxium_ der R�mer kam nicht von der Insel Naxos, sondern von der Stadt Naxia auf der Insel Creta, diente zum Schleifen des Marmors und war ein gepulverter, geschlemmter Wetzschiefer. _clach-smior_ im G�lischen;--_[Greek: smerilion]_ im Neugriechischen;--_naschdak, naidach_ im Russischen;--_szmergiel, szinergiel_ im Polnischen;--_shelesnast kamen_ im Windischen;--_smergel_ in [im] Magyarischen;--_emeril corindon granulaere_ in [im] Franz�sischen;--_esmeril_ im Spanischen und Portugiesischen;--_emery_ im Englischen;--_smeriglio_ im Italienischen;--_amaril, smergel_ im Holl�ndischen, D�nischen, Schwedischen. B. _Die dem Jakut oder Korund verwandten Edelstein-Gattungen der orientalischen Schriftsteller, die wir noch nicht mit Sicherheit zu deuten wissen_. a. Der laal, balchasch, balax, balais. Der _laal_[3] auch _le-el_ im Persischen ist ein sehr harter Edelstein mit dem Glanze des Jakut und einer grossen Farbensuite, denn man unterscheidet: 1) den rothen laal mit folgenden Ab�nderungen: a) _geschdimegi_ besonders anmuthig gef�rbt und gl�nzend; b) _piasegi_ vom Dorfe Piaseg; c) _temeri_ der dattelartige; d) _lami_ der fleischartig dunkelrothe; e) _anabi_ der taubenartige; f) _bakami_ der fernambuckrothe; g) _edrisi_ der Stein Enochs; h) _ekheb_ der dunkle; 2) den gelben _laal_; 3) den violetten _laal_; 4) den gr�nen _laal_, dem Smaragd �hnlich, zuweilen zur H�lfte gr�n, zur H�lfte roth;--_laal_ im Arabischen ist nach Niebuhr ein feiner hellrother Edelstein;--_laal, l�'l_ im T�rkischen ist ein blasser rother Edelstein, doch ist jetzo in Constantinopel dieser Name wenig gebr�uchlich; _laal_ im Russischen soll unser Spinell seyn. [Footnote 3: laal im Persischen heisst auch der rothe Wein oder dessen Farbe.] In der arabischen Mineralogie von Taifaschi kommt der laal nicht vor, dagegen der _balchasch_, von dem gesagt wird: dass er dem jakut �hnlich, aber nicht so vollkommen und feuerbest�ndig sey. Er komme aus Balkhalcian in Asien, sey theils roth, dann el abrak (Skorpion) genannt, theils gr�n, theils gelb. Der Farbe nach gleiche der Stein zwar dem jakut, aber nicht in Hinsicht des Feuers, des sch�nen Wassers und der Farbensch�nheit; sch�ne rothe Steine der Art st�nden aber fast in demselben Werthe als der jakut. Der _balchasch_ oder _balachsch_, welcher letztere Name �fter in der arabischen Litteratur vorkommt, hat als Ab�nderungen: a) balch. achmaru, von rother Farbe, auch abrak genannt; b) balch. azfaru, der gelb, blass, selbst schw�rzlich ist, auch dem blassen banfasch gleicht; c) balch. acdaru von gr�ner Farbe, �hnlich dem sabardschad. Ueber den Fundort dieser Steine geben auch europ�ische Schriftsteller einige Auskunft; der Venetianer Marco Polo (im 13. Jahrhundert) sagt: in Balachschian oder Badakschan finden sich die kostbaren Steine, welche _Balassi_ heissen, sehr sch�n und von hohem Werthe sind, sie werden im hohen Gebirge, (an der Grenze der Tartarey) gegraben, aber es giebt nur Einen Berg, der Sikinen heisst, in welchem der K�nig Gruben machen l�sst und Bergbau f�hrt. Niemand darf bey Todesstrafe diese Steine f�rdern, wenn er nicht besondere Erlaubniss dazu hat. Die Fremden bekommen wohl vom K�nige solche Steine geschenkt, d�rfen sie aber ohne Erlaubniss nicht kaufen und ausf�hren. Es giebt hier auch Gruben auf Lasurstein, Gold und Silber. _John Wood_ in seiner narrative of a journey to the source of the river Oxus, by the route of the Indus, Kabul and Badakshan 1841, ist einer der sehr wenigen Europ�er, die das hohe Gebirgsland Badakshan besucht haben; er sagt hier: die Rubingruben befinden sich 20 englische Meilen von Ischkaschm im Distrikte Gharam, welches Wort H�hlen oder Minen bedeutet, auf dem rechten Ufer des Oxus, und der Eingang soll 1200' �ber dem Spiegel des Stromes seyn. Die Gebirgsart soll aus Sand- oder Kalkstein bestehen und sehr leicht zu bearbeiten seyn. Seit Badakschan in den H�nden des F�rsten Kundus ist, werden die Gruben nicht mehr bearbeitet, denn dieser, �ber ihren geringen Ertrag erbittert, f�hrte die Einwohner des Districtes, etwa 500 Familien, nach Kundus ab, wo er sie als Sclaven verkaufte. W�hrend man also in der neuern Zeit von hier gar nicht mehr diese Edelsteine beziehet, werden sie in �lterer Zeit sehr h�ufig und verbreitet gewesen seyn. Der balchasch oder balachsch des arabischen Mineralogen Taifaschi, der nicht in der persischen Mineralogie von Ben Manssur stehet, und der laal des letztern, der bey ersterem fehlt, geh�ren wohl ohne Zweifel derselben Mineralgattung, nur ist der persische Name von der Farbe, der arabische vom Fundort hergenommen; der Stein geh�rte nicht zur Gattung jakut (Rubin), stand diesem aber am n�chsten und kam nicht aus Indien. Da jetzo die balachsch-Gruben nicht mehr betrieben werden, so wird es zwar schwer seyn mit voller Sicherheit den Edelstein mineralogisch zu bestimmen, aber er wird entweder unser Spinell, oder wahrscheinlicher unser Zirkon (s. diesen), gewesen seyn, der auch dem Rubin nahe stehet, aber weniger sch�n und edel ist. Der Name laal ist nicht in die neuern Sprachen �bergegangen, wohl aber der balchasch oder balasch, aus dem balais, Rubin balais gebildet wurde, womit die Juweliere den rothen Spinel und �berhaupt dem Rubin �hnliche, aber geringere Edelsteine bezeichnen. _[Greek: Pelazos, empalasios]_ im mittelalterlichen Griechischen;--_balax, balagius, balascius, balassius, balascus, palacius_ im mittelalterlichen Latein;--_balax_ im Spanischen, ist der Spinell und blasse Rubin; _balais_ im Portugiesischen desgleichen;--_balais_, rubin balais im Franz�sischen desgl.;--_ballas rubin_ im Holl�ndischen;--_ballaz rubin_ im Schwedischen;--_balass rubin_ im Englischen;--_ballasch_ im Russischen;--_balas_ im Czechischen. b. Der benefsch und banfasch. _benefsch_ im Persischen[4] ist dem jakut �hnlich, aber mehr violett, findet sich mit dem laal, hat 4 Arten: a) madai, vom rothen jakut (Rubin) kaum zu unterscheiden; b) rutbi (Knoblauch), woher unser Wort Rubin stammen kann; c) benefchi (schwarzroth?); d) itaseth von heller gelber Farbe (wie Hammer �bersetzt); [Footnote 4: benefsch h�ngt offenbar zusammen mit benefcheh im Persischen, benaefsidi im Arabischen, venefscha im Pehlvi, das Veilchen, �hnliche Blumen und die entsprechende veilchenblaue Farbe; der benefsch ist daher wohl ein bl�ulicher, oder blaurother Edelstein. Was banfasch im Arabischen bedeutet, ist mir nicht bekannt.] _banfasch, benfesc_ im Arabischen hat 4 Arten: a) madsinijj, madini (d.i. schlechter, als der jakut n�mlich), auch sciams und rateb, blassroth, sch�n gef�rbt, durchsichtig, die sch�nste Art; b) mortib, mortibon, von dunkelm, nicht sch�nem Roth; c) banafsadijj, sch�n blau mit etwas Roth; d) isbadschat, esbadet, essabade, etwas gelblich, dem balchasch sehr �hnlich. Diese Arten im Persischen und Arabischen entsprechen sich einander derartig, dass nicht wohl zu zweifeln steht, benefsch und banfasch sey ein und derselbe Edelstein, von im Allgemeinen rother Farbe. Man bestimmt diesen Stein theils als Amethyst, theils als Granat, doch d�rfte beides irrth�mlich seyn. Was von dem Steine gesagt wird, scheint mir nur auf unsern Spinell zu passen. Nach einer Nachricht, die ich Hrn. Dr. R�hrig, damals in Constantinopel, verdanke, kennen die dortigen Juweliere den Stein benefsch als einen rothen Edelstem, derselbe l�sst aber dahin gestellt seyn, ob er zum Hyacinth oder Spinell geh�re. c. Der badschadi, basadi und madidsch im Arabischen, der bidschade, badensch, madensch im Persischen. _bidschade_ im Persischen ist ein rother indischer Edelstein, der erst durch den Schnitt Glanz und Durchsichtigkeit erh�lt (daher wohl im mittelalterlichen Griechischen [Greek: pezepos, pezepota] wahrscheinlich Karfunkel, d.i. Granat);-- _betschate_ im Amharischen ist ein Edelstein, der nicht n�her bezeichnet wird, aber wohl derselbe seyn d�rfte. _badensch_ im Persischen, auch _madensch_ und _madebensch_ ist dem bischade sehr �hnlich, aber lichter, das Roth spielt mehr ins Schwarze; der Stein erh�lt erst Glanz, wenn er von unten tief ausgeschliffen wird. _badschadi, basadi, baradi_ im Arabischen, wohin auch der _madisch_ geh�rt, von sehr dunkelrother Farbe, der weniger gesch�tzt wird als die andern Arten von baschadi, weil er unten tief ausgeh�hlt werden muss, wenn er Feuer zeigen soll. Taifaschi sagt: der basadi oder bagiadi, der von der Insel Ceylon kommt, ist von rother Farbe mit Violblau oder Pfaublau, von sch�nem Wasser und Feuer; die weniger sch�nen m�ssen unten hohl geschliffen werden um zu gl�nzen. Er hat auch die Eigenschaft, dass er, gegen Haare gerieben, leichte K�rper anziehet (also electrisch ist);--_bidschadet, bigiad, bigiade_ im T�rkischen. Aehnliche Namen finde ich nicht weiter in der orientalischen Litteratur, sind auch nicht in die neuern Sprachen �bergegangen; Hammer von Purgstall (in seiner Uebersetzung von Ben Manssur) meint zwar, unser Wort Granat komme von bidschade her, doch d�rfte man es wohl nat�rlicher von granatus ableiten. Die starke electrische Eigenschaft, die Taifaschi anf�hrt, passt nur auf unsern Turmalin, der h�ufig zwar roth, doch auch anders gef�rbt vorkommt. Von allen rothen Edelsteinen ist es bey uns der edle Granat, besonders der ceylonesische, der unten ausgeh�hlt oder, wie wir sagen, en cabouchon geschliffen wird, um den Glanz zu erh�hen, ihn durchsichtiger zu machen, was daf�r sprechen d�rfte: dass der bidschade unser edler Granat oder Almandin war, zu dem man auch wohl den �hnlich gef�rbten Turmalin rechnete. d. Der Kerkend. _kerkend_ im Persischen ist ein jakutartiger Edelstein von dunkelrother Farbe, der von Taifaschi in seiner arabischen Mineralogie nicht erw�hnt wird, gleichwohl kommen sehr �hnliche Namen in mehreren semitischen und andern orientalischen Sprachen vor. _karkand, karkenad_ im Arabischen (�bersetzt mit gemma similis rubino), auch _karkedno karkodno_ (�bersetzt mit carchedonia gemma);--_karkedno_ im Syrischen und _kokkenen_ (�bersetzt mit calcedonia gemma, onyx) und _kelidon_ (chalcedonius), kanire, kincire, _kancerinum_ (mit lygurios �bersetzt);--_karkeden_ im Aethiopischen (carchedonius carbunculus), auch _karkadam_ und _ke'kedon_ (blutrother calcedonius);--_kankire_ im Chald�ischen, auch _kankine, kankerin, kadkedan_, (alles mit lapis pretiosus �bersetzt), _kadkodin_;--_kadkor, cadcod_ im Hebr�ischen (meist mit carchedonius, chalcedonius �bersetzt), _karchuchum, carcheduchim_;--_karkehan_ im Armenischen (durch Karfunkel �bersetzt), wohl nicht verschieden von _garg�kan_;--_karketana_ im Tibetanischen, auch _ketaka, kekeru_ hat zwar eine Namens-Aehnlichkeit, soll aber ein Edelstein von weisser Farbe seyn. Von diesem Steine wissen wir nichts, als dass er dem rothen Jakut verwandt seyn wird; ein diesem �hnlicher Stein ist unser Zirkon, der cerkon, gargum auf Ceylon, cerkars in Indien heisst, also eine gewisse Namens-Aehnlichkeit hat. Soll man eine Conjectur wagen, so k�nnte man wohl die erw�hnten Steine auf unsern Zirkon beziehen. Die griechischen und r�mischen Schriftsteller erw�hnen die _[Greek: karch�dona], carchedon_, als dem carbunculus (Granat) verwandt, oder Art desselben, und dieser Name scheint weit eher mit den erw�hnten semitischen Namen, als mit Carthago zusammen zu h�ngen. Nach Plin. 37. 30. soll der Carchedonius Spreu anziehen, aber viel schw�cher als die Ionia; der Zirkon wird durch das Reiben electrisch, konnte daher auch wohl leichte K�rper anziehen. e. Der Kerkin. _kerkin_ ist im Persischen nach Ben Manssur ein schwarzrother, in der Sonne durchsichtiger Edelstein, der weder von Taifaschi noch sonst erw�hnt wird, �ber dessen Verschiedenheit von kerkend sich keine Conjectur machen l�sst. f. Der Kuser. _kuser_ ist im Persischen nach Ben Manssur ein Edelstein, der alle Farben der verschiedenen Arten des Jakut hat (also roth, blau, gr�n, gelb, weiss). In keiner andern Sprache habe ich diesen oder einen �hnlichen Namen finden k�nnen. Nur unser Turmalin hat eine so umfassende Farbensuite, als der Korund oder Jakut, er findet sich roth, blau, gr�n, hell, ist in Indien ein h�ufiger Edelstein, den man auch in Persien kennen musste, doch finde ich im Persischen keinen Namen daf�r. Soll man eine Conjectur wagen, so k�nnte man den Kuser f�r Turmalin halten, obwohl es auff�llig ist, dass seine bekannte electrische Eigenschaft nicht bemerkt ist. g. Der Chamachan. _chamachan_ im Persischen, der mit senbade d.i. Diamantspath in Verbindung gesetzt ist, war ein sehr harter Stein, der nur durch Diamant gebohrt werden konnte. _chamachan, khamahan_ im Arabischen, ist nach den W�rterb�chern ein sehr harter Stein; Taifaschi sagt nur von ihm: er sey ein Stein f�r die Maler, von der Natur und Qualit�t des Eisens, komme von Carac und sey r�thlich schwarz. Wein aus demselben getrunken schade der Gesundheit nichts. _chacamcam_ im Samaritanischen, auch _chamcam, chacun_ (womit der Stein nophec im Hebr�ischen �bersetzt wird), kann hieher geh�ren. _komedegun_ im Ceylonesischen, hat Namens-Aehnlickeit [Aehnlichkeit], soll Granat oder Zimmetstein seyn. Man �bersetzt den Chamachan meist durch haematites, d.i. Rotheisenstein, was jedoch sehr zweifelhaft seyn m�chte; die grosse H�rte und die Verbindung mit Diamantspath (sembade) machen es wahrscheinlich, dass man damit unsern Kaneelstein (Essonit) bezeichnete, der ein derber Hyacinth oder Zirkon ist (s. diesen). h. Der Ebrendsche. _ebrendsche, abrendsche_ im Persischen, war ebenfalls ein sehr harter Stein, da man den laal nur damit schliff. Er wird mit Goldmarkasit (Eisenkies) wohl f�lschlich �bersetzt. In keiner andern Sprache finde ich einen �hnlichen Namen. Auf jeden Fall lieferte der Stein wohl ein sehr hartes Schleifpulver, geh�rte wohl in die N�he von Diamantspath, Korund, Smirgel. i. Der Jarakan. _Jarakan_ im Persischen war ein Stein mit rothen und gelben Punkten, so hart, dass er nur vom Diamant gebohrt wird; die Schwalben tragen den kleinen schwarzen Stein in ihr Nest, um die Jungen von der Gelbsucht zu heilen. In andern Sprachen finde ich keinen �hnlichen Namen; der Stein selbst scheint nur ein fabelhafter, magischer gewesen zu seyn. C. _Unsere Gattung Spinell_. Unser Spinell ist der erw�hnten Gattung Korund (Jakut) sehr verwandt, besonders dem Rubine, aber weniger hart und edel; er unterscheidet sich durch etwas andere chemische Bestandtheile, ein etwas specifisch geringeres Gewicht, vorz�glich durch die Krystallform, denn er findet sich in Octaedern mit scharfen Spitzen, der Korund in S�ulen. Beide Gattungen hat man erst neuerlich (seit Rom� de l'Isle, Werner und Hauy) mineralogisch unterschieden und fixirt; aber die Juweliere kennen diese Gattung in technischer Hinsicht noch nicht, sondern belegen die hieher geh�rigen Steine mit andern Namen, begreifen sie meist unter den balais. In Hinsicht der Farbe unterscheidet man: a) den rothen, dem Rubin �hnlichen, nur ist die Farbe meist schmutziger, hat einen Stich ins Gelbe. Die Juweliere nennen diesen: Rubin-Spinell, rubis spinelle, wenn er dunkelroth ist; Rubin balais, Balas rubin, (rubis balais, balai ruby), wenn er blassroth oder rosenroth ist, goutte de sang, wenn er ganz blutroth ist; b) den blauen oder blaurothen, der am h�ufigsten und der gemeinste ist, bezeichnen die Juweliere meist als Almandin, almandine ruby; c) den seltnern gelben oder gelbrothen, als Rubicell, auch topaze orientale; d) der gr�ne von schmutziger Farbe ist sehr selten, findet kaum Anwendung; e) der sehr dunkle, fast schwarze ist den Mineralogen als Zeilanit oder Pleonast bekannt, wird selten technisch verwendet. Der Spinell findet sich h�ufig in Indien, besonders in Ceylon und Pegu, war daher im Oriente gewiss stets bekannt; seltener und weniger sch�n kommt er auch in Europa vor. Der oben erw�hnte benefsch im Persischen und banfasch im Arabischen, der nicht vom laal verschieden seyn wird, k�nnte unser Spinell seyn, denn was davon gesagt wird, und die Arten, die davon aufgestellt sind, passen auf diesen ganz wohl, und wenn gesagt wird: das Rothe steche mehr ins Violette, als beym Rubin, so ist dies gerade bey dem Spinell wirklich der Fall, nicht aber beym Zirkon. Wie der Stein in den indischen Sprachen heissen mag, habe ich noch nicht ermitteln k�nnen, ich weiss nicht, ob und in wie fern man ihn vom Rubin trennte. Im Mittelalter erscheint der Name _spinula, spinla, spinellus_ f�r Edelsteine, die nicht so dunkel sind als die Rubine, und nicht so hell als die balagii; wahrscheinlich ist er von spina, espina, die Spitze, entlehnt, wohl wegen der mit scharfen Spitzen versehenen Octaedern; der Name ging in die neuern Sprachen �ber und wurde dann mineralogisch auf unsere Gattung Spinell beschr�nkt, die von Rom� de l'Isle_ und Werner (1790) fixirt, vom Rubin getrennt wurde. _espinella_, auch _rubicelo_ im Spanischen;--_espinel_ im Portugiesischen;--_spinelle_ im Franz�sischen, eigentlich rubin spinel octaedre; _spinel_ im Holl�ndischen, D�nischen, Schwedischen;--_rubino-spinello_ im Italienischen. Im Russischen rechnet man ihn meist zum laal. D. _Unsere Gattung Zirkon und Hyacinth_. Diese Gattung stehet in Hinsicht ihres Glanzes dem Demant am n�chsten, �hnelt auch sehr der Gattung Korund und Spinell, unterscheidet sich aber durch Krystallform, H�rte, Schwere, chemische Bestandtheile, besonders durch weniger reine und sch�ne Farben. Man unterscheidet: a) den _rothen Zirkon_, er ist seltener tief roth, h�ufig gelbroth, und heisst dann _Hyacinth_; dieser findet sich meist s�ulenf�rmig krystallisirt, w�hrend der Zirkon gr�sstentheils in K�rnern vorkommt, und die Juweliere betrachten diesen gelbrothen, krystallinischen Zirkon als eine eigene Edelstein-Gattung unter dem Namen Hyacinth; auch Werner trennte ihn vom Zirkon, erst sp�ter ist er mit diesem mineralogisch ganz verbunden. Der Hyacinth dient h�ufig als Ringstein, wahrend [w�hrend] die �brigen Arten des Zirkons mehr zur Garnirung angewendet werden, da ihre Farbe meist ins Graue sticht; b) der _gelbe Zirkon_; c) der _blaue Zirkon_, meist dunkel gef�rbt; d) der _gr�ne Zirkon_; e) der _graue, weisse_ oder _wasserhelle_; dieser ist am h�ufigsten, wird sehr allgemein statt Diamant, und unter dessen Namen zur Garnirung angewendet; die gef�rbten Arten brennt (gl�het) man h�ufig, um sie zu entf�rben. Der Zirkon wie der Hyacinth sind h�ufig in Ceylon, finden sich auch in Europa, aber weniger sch�n. Der Name Hyacinth stammt aus dem Oriente und Alterthume von hyacinthos im Griechischen, jakinth im Armenischen, jakut im Arabischen u.s.w., wo er aber den Rubin und Korund bezeichnete (s. oben), und f�lschlich hat man diesen Namen auf den rothen Zirkon �bertragen, der aber jetzo in allen neuern Sprachen denselben f�hrt, als jacintho im Spanischen und Portugiesischen; giancinto im Italienischen, hyacinthe im Franz�sischen, hyacinth im Englischen, Teutschen. Der Name Zirkon ist indischen Ursprunges, _cercars_ heisst der Stein in Indien, _cerkon_ oder _gargum_ auf Ceylon. Die Zirkone waren den Juwelieren l�ngst bekannt, als jargon de Ceylon im Franz�sischen, sargone im Italienischen, circone, giargone im Englischen, cerconier im Teutschen; in die wissenschaftliche Mineralogie aller Sprachen ist der Name Zirkon �bergegangen. Wie der Stein in den orientalischen, besonders den semitischen Sprachen heisst, ist noch nicht ermittelt, obwohl man ihn gut gekannt haben muss. Der oben erw�hnte kerkend im Persischen mit karkand, karkeden u.s.w., hat eine Namens-Aehnlichkeit mit cerkon; da er aber nur von dunkelrother Farbe angegeben wird, so ist darauf nicht viel zu geben. Der laal im Persischen, der balchasch hat eine Farbensuite wie der Zirkon, es w�re m�glich, dass man unter diesem Namen den Zirkon begriffen h�tte. _gargchhkan_ im Armenischen heisst ein Stein, der mit carbunculus �bersetzt wird und eine Namens-Aehnlichkeit mit gargum hat. _zumbel_ im T�rkischen wird mit hyacinthus orientalis �bersetzt; ob er aber hierher geh�rt, muss ganz dahin gestellt bleiben. _[Greek: lichnit�s], lichnis, lichnitis_ der Griechen und R�mer, mag vielleicht hierher geh�rt haben. Die Jargons von Ceylon rechnete man fr�her stets zu dem Hyacinth; Werner fixirte sie 1783 als Gattung Zirkon, in welcher Klaproth 1789 die Zirkonerde entdeckte, die er auch bald im Hyacinthe nachwiess. E. _Unsere Gattung Kaneelstein oder Essonit_. Er ist dem Hyacinthe sehr verwandt, gelbroth, von meist unreinen Farben, findet sich nicht in vollkommnen Krystallen oder K�rnern, sondern als krystallinische, eingewachsene Masse in granitischem Gesteine, ziemlich h�ufig auf Ceylon, auch in Indien, selten in Europa. Er wird wenig als Schmuckstein verarbeitet, h�ufiger dient er als Schleifpulver. Er scheint vom Hyacinthe nicht specifisch verschieden, sich zu diesem zu verhalten, wie der Diamantspath zum Korund. Seit l�ngerer Zeit ist er den Juwelieren bekannt als Zimmtstein, wegen seiner rothbraunen Farbe, cinnamon stone im Englischen, hyacinth brun im Franz�sischen. Im Oriente hat man ihn gewiss stets gekannt. _komedegan_ im Ceylonesischen soll Zimmtstein oder Granat seyn. _chamachan_ im Persischen und Arabischen kann hierher geh�ren, s. oben. Hauy gab dem Steine den Namen Essonit von _[Greek: h�sson]_ im Griechischen, d.i. geringer. F. _Unsere Gattung Granat_. Der edle Granat ist ein gesch�tzter Edelstein, doch von weniger H�rte und geringerem Feuer als die erw�hnten Edelsteine, der sehr h�ufig auf Ceylon, in Indien, auch in Europa ist, �fter von bedeutender Gr�sse, und in deutlichen Rhomboedern, am h�ufigsten in K�rnern vorkommt. Er hat meist dunkelrothe Farben, gew�hnlich mit einem Stich ins Bl�uliche, die mehr beym Durchsehen, als beym Daraufsehen hervortreten; man benutzt die Granaten daher mehr zu Ohr- und Halsschmuck als zu Ringsteinen, die dunkelrothen werden h�ufig en cabouchon geschliffen, d.i. halbrund und unten hohl, die dann auch Granatschalen heissen. Zu unterscheiden sind 2 Hauptarten: a) der pyrop, granat pyrop oder rouge, von blutrother Farbe, der �fter einen Stich ins Gelbe hat, dem Hyacinthe sich n�hert, dann vermeille im Franz�sischen, giacinto gnarnecino im Italienischen heisst; seltener in Indien, h�ufiger in Europa, besonders in B�hmen vorkommt, als b�hmischer Granat sehr bekannt ist; b) der eigentliche Granat oder Carfunkel von sehr dunkelrother Farbe, die ins Blaue f�llt, sich besonders beim Durchsehen sch�n ausnimmt. Dieser ist in Indien (bey Salem, Nellore) in Pegu, besonders auf Ceylon heimisch, als orientalischer Granat sehr bekannt, heisst carbuncle, oder rubino dirocco im Italienischen, escarboncle, grenat syrien (von einer zerst�rten Stadt Sirian in Pegu) oder de sorane im Franz�sischen, syrischer Granat, Karfunkel, Almadin im Teutschen. _rawa_ im Ceylonesischen;--_rauwa_ im Malaiischen; auch wird pusma ragam hierher geh�ren. _badensch, madensch, madebensch_ im Persischen, der en cabouchon geschliffen wurde, wird hierher geh�ren;-- _badschadi, basadi, baradi_ und besonders der _madisch_ im Arabischen, von sehr dunkelrother Farbe, mit einem Stich ins Blaue, der meist en cabuchon geschliffen wurde, wird hierher geh�ren, doch kann man auch hierunter dunkele Turmaline mit begriffen haben (s. Turmalin);--_betschate_ im Amharischen;--_bidschadet, bigiad, bigiade_ im T�rkischen (woher bigiazaek, was �berhaupt Edelstein heisst). _sejlan, seljan lascht, hadschr seilan_ (d.i. Stein von Ceylon) sollen die t�rkischen Juweliere den Stein meistens nennen. _sumaki_ heisst jetzo der Granat im Allgemeinen, im T�rkischen und Arabischen (nach einer gef�lligen Notiz des Hrn. Dr. Rohrig in Constantinopel). Ben Manssur hat im Persischen einen jakut sumaki, d.i. einen porphyrrothen. _basch_ in der aegyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit Basalt; im Klange des Namens scheint Aehnlichkeit zu seyn mit basadi im Arabischen. _spu_ in der aegyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit Granat, aber in keiner andern Sprache finde ich einen �hnlich klingenden Namen. _nopek, nophech_ im Hebr�ischen, wird mit carbunculus �bersetzt (h�ngt wohl zusammen mit pechan d.i. gl�hende Kohle);--im Samaritanischen ist nopeck mit chacum, chacan, chacamcam gegeben, was ganz mit dem arabischen chamachan �bereinkommt (s. oben), der ein h�rterer Stein, vielleicht Kaneelstein gewesen seyn kann;--_karkehan_ im Armenischen wird mit Carfunkel �bersetzt, _mjeghjesik_ mit Granat. _fehen_ im Aethiopischen ist carbunculus, auch carbo (die Kohle). _kebnoni_ im Koptischen (von jebs die Kohle, und one Stein), auch _jebbes, jebs, jaibes, dschebbes_ und _anthrax_, ist carbunculus, anthrax. [Greek: anthrax] im Griechischen ist Kohle und carbunculus (Granat), (wohl entlehnt und �bersetzt aus dem Koptischen). [Greek: anthraka] im mittelalterlichen Griechisch auch [Greek: pezepos, pezepota], Worte welche mit bitschade, betschate (s. oben) sehr verwandt zu seyn scheinen;--[Greek: anthrax], auch [Greek: geranata] im Neugriechischen;--_anthrax_ der R�mer, nach dem Griechischen, eigentlich im Lateinischen carbunculus (von carbo die Kohle), wohl Uebersetzung aus dem Koptischen, mit den Ab�nderungen: a) indicus, b) garamanticus oder carchedonius, c) alabandicus. In Hinsicht der Farbe unterschied man: a) amethystizontae (bl�uliche), b) lithezontae (blasse), c) sititae (dunkle). Der hier (sub b.) erw�hnte carchedonius hat seinen Namen von dem oben erw�hnten kerkend, dem karkeden im Aethiopischen, karkedno im Syrischen. Im Mittelalter begriff man unter Carbunculus sehr verschiedene rothe Edelsteine; als Art auch die granati, und da unsere Granaten h�ufig in rundlichen K�rnern vorkommen, so scheint man diesen Ausdruck allm�hlig auf die Granatk�rner beschr�nkt zu haben; ich muss dahin gestellt seyn lassen, ob Hammer von Purgstall Recht hat, dass granate von bidschade herkomme. Granatus kommt gar nicht im Alterthume vor; zuerst erw�hnt Marbodeus (um 1100) einen hyacinthus granatus, also eine Art Rubin, wohl wegen der Form in K�rnern. Auch pyropus, woher unser Pyrop, findet sich nicht im Alterthume. _carbunculus_, auch _alabandina, alamandina, alavanus_ im Mittelalter. _winussa, wenisa_ im Russischen, auch granat;--_uhlik_ im Czechischen, auch karbunkut, granat;--_oglik_ im Krainischen;--_dragi_, auch _svietlikamen_ im Windischen;--_amaursak_ im Gr�nl�ndischen. _karfunkel_ im Altteutschen, auch _granaat_, welcher Name in die wissenschaftliche Sprache der neuern V�lker �bergegangen ist;--_escarboncle, grenat, almandine_ im Franz�sischen;--_carbuncle, granato, guarnaccio_ imItalienischen;--_carbuncle, garnet_ im Englischen;--_carbunculo, granato, piropo_ im Spanischen und Portugiesischen;--_karbonkle, granaat_ im Holl�ndischen;--_granat_ im Schwedischen, D�nischen, Norwegischen. Anhang. Der _gemeine, unedle Granat_ ist undurchsichtig, nicht sch�n gef�rbt, dient nicht als Schmuckstein, kommt meist in derben Massen, selbst als Gebirgsgestein vor, ist theils schwarz (_Menalith_), theils roth und manganhaltig (_Mangangranat_), theils braun, gelb, gr�n und so eisenhaltig, dass er als Eisenerz verschmolzen wird. Ich finde hierher geh�rige Fossilien weder in der r�mischen und griechischen, noch in der orientalischen Litteratur erw�hnt. In der Krystallform �hnlich dem Granat, ist der _Leucit_ der Mineralogen, der anf�nglich vulkanischer, auch weisser Granat oder Sch�rl genannt wurde, bis ihn Werner 1791 als eigne Gattung aufstellte und Leucit (von [Greek: leykos], weiss) nannte, der aber Hauy den Namen Amphigene (d.i. von zweifachem Ursprunge) gab. Er findet sich h�ufig in den vulkanischen, Gesteinen, besonders in der Gegend von Rom, konnte kaum der Aufmerksamkeit des Alterthumes entgehen. Gleichwohl finde ich nirgends eine Notiz �ber denselben. granato bianco im Italienischen; leucit in den neuern Sprachen; leizit, belaja wenisa im Russischen. G. _Unsere Gattung Turmalin und Sch�rl_. Der _Turmalin_ oder edle Sch�rl ist am h�ufigsten roth und braun, seltener gr�n und blau, zuweilen mehrfarbig in demselben Krystall, mehr oder weniger durchsichtig, und in dieser Hinsicht der Gattung Korund �hnlich, aber weniger hart. Characteristisch ist seine starke electrische Eigenschaft (die hier mehr als bey allen andern Steinen hervortritt), am st�rksten bei der nelkenbraunen Ab�nderung aus Ceylon gefunden wird, da er erw�rmt, auf der einen Seite leichte K�rper anziehet, auf der andern abst�sst, wesshalb er auch fr�her Aschenzieher oder Aschendrecker hiess. In Ceylon kommt er meist braun und hyacinthroth, selten nur gelb und gr�n vor, in Siberien auch karmesinroth (edler Apyrit, Siberit, Rubellit), in Brasilien gr�n und blau (die anf�nglich f�r Smaragde und Sapphire gehalten wurden), in Europa meist braun und schwarz, selten roth, aber undurchsichtig. Er geh�rt zu den Edelsteinen, dient als Schmuckstein, ist jedoch wegen der dunkeln Farben nicht sehr gesch�tzt. Die Juweliere nennen diesen Stein meist--seiner Farbe nach--sehr verschieden; den dunkelrothen: siberischen Rubin; den rosenrothen: Siberit, Rubellit; den blauen: Sapphir oder Indicolith; den gr�nen: Smaragd, emeraude de Bresil, esmeralda, auch Chrysolith; die indischen Smaragde geh�ren meist in diese Gattung. In Asien war dieser Stein und seine Electricit�t seit alter Zeit bekannt, in Europa erhielt man erst seit etwa 1700 Kenntniss davon, nannte ihn Turmalin, Aschendrecker, auch borax electricus (seit 1768 durch Linn�); Rinnmann entdeckte ihn 1766 in Schweden; allm�hlig wurde er an mehreren Orten gefunden; fr�her wurde er meist unter die Eisenerze gestellt, Rinnmann stellte ihn 1770 unter die Zeolithe, Rom� de l'Isle 1771 unter Sch�rl, von dem ihn Werner 1780 als eigene Gattung trennte. Erst sp�ter erkannte man die Relation zu dem gemeinen Sch�rl. _trip_ soll er auf Ceylon heissen; aber Thunberg (Abhandlungen der schwedischen Akademie v.J. 1784) bemerkt: dass der elektrische Turmalin im Ceylonesischen _kalla-palingu,_ im Malaiischen _karte palingu_ (d.h. dunkler Krystall) heisse; was man dort aber _turemali_ nenne, sey r�thlicher oder bl�ulicher Quarz. _trinagraphin_ (d.i. Gras anziehend) im Sanscrit und _trinamani_ (d.i. Grasstein) mag hierher geh�ren. _tournamal_ im Hindu; _turnamali_ im Malabarischen;--_turmala_, auch _hadschar albuzedi_ im Arabischen (den Serapio um 1080 ganz gut beschreibt), auch wohl der electrische _basadi, bagiadi_ (s. oben bey Granat), die W�rter albuzedi und basadi sind wohl sehr verwandt. _kuser_ im Persischen geh�rt vielleicht hierher (s. oben). _lygirion_ im Koptischen;--_[Greek: ligyrion, aigyrion]_ im Griechischen;--_lincurios_ der R�mer wird der rothbraune, _ionia_ der blaue Turmalin seyn; der _carchedon_ der R�mer, _[Greek: karch�don]_ der Griechen war auch electrisch, aber schw�cher als die ionia scheint Zirkon gewesen zu seyn, doch kann man auch Turmalin darunter begriffen haben; der Name wird zusammenh�ngen mit kankire im Chald�ischen und Syrischen, der auch �fter durch lincurios �bersetzt wird. _leschem_ im Hebr�ischen, meist mit _[Greek: ligyrion]_ �bersetzt, kann hierher geh�ren. _turmalin_ in allen neuern Sprachen. Der _Sch�rl_ oder gemeine Turmalin ist ein sehr h�ufiges, �berall verbreitetes, krystallinisches Mineral, von meist dunkelschwarzer Farbe, und undurchsichtig. Er findet keine technische Anwendung und wird im Alterthume und Oriente wohl nicht n�her ber�cksichtiget seyn. Als die neuere Mineralogie sich zu bilden begann, wurde er basaltes und sch�rl genannt; aber unter diesen Namen begriff man eine grosse Menge von verschiedenen dunkelgef�rbten Mineralien, in welche erst Rom� de l'Isle und Werner einige Ordnung brachten. Henkel (1727) nennt den Sch�rl: Wolfram von Altenberg, Linn�, Cronstaedt u.s.w. nennen ihn basaltes. Woher der Name Sch�rl stammt, ist sehr zweifelhaft; Henkel leitet ihn daher, weil das Gestein in Wasser (bey der Erzw�sche) mit aufsch�rlt oder aufquillt (im Wendischen ist zorlo die Quelle, zorlin quellen), auch leitet man ihn von schor im Altteutschen, das Unreine, von ski�rl im Schwedischen, das Zerbrechliche, von tscherd im Persischen, d.i. schwarz her. Wenn er im Czechischen skoryl heisst, so kann daher der Name entlehnt seyn, denn beim Bergbau sind viele Ausdr�cke slawischen Ursprunges. _sch�rl, schurel, sch�rl, schrul_ in �ltern teutschen Schriften;--_skjorl_ im Schwedischen; _chorlo_ im Spanischen; _sch�rl, cokle_ im Englischen; _sch�rl_ im Franz�sischen; _skoryl_ im Czechischen; _scherl_ im Russischen. H. _Der Sard_. Der �chte, wahre Sard ist ein edler, sch�ner, unkrystallisirter Stein, der nur im Oriente vorkommt, in bedeutendem Werthe stehet, im Alterthume h�ufiger war, als er bey uns ist, und das Material lieferte, welches vorzugsweise von den Steinschneidern des Alterthumes zu den vollendetsten Werken der Kunst verwendet wurde. Aehnlich sind ihm unser Carneol, Calcedon, Achat und Onyx, die �berall, auch in Europa h�ufig vorkommen, aber dem Sard an Sch�nheit der Farben, wie an Feinheit des Korns weit nachstehen, auch sonst verschieden sind. Im nat�rlichen Zustande findet sich der indische Sard nicht roth (wie unser Carneol), sondern weiss (milchfarbig) gr�nlich und schwarz; erst durch ein starkes Gl�hen oder Brennen erhalten die schw�rzlichen Ab�nderungen das sch�ne Carminroth, welches den Sard vorzugsweise auszeichnet. Er ist theils einfarbig, theils mehrfarbig, heisst dann Sardonyx oder edler Onyx, der mit unsem Agath-Onyx nicht zu verwechseln ist. Der �chte Sard erscheint gegen das Licht gehalten v�llig klar und durchsichtig, nicht tr�be und wolkig, hat ein gewisses Feuer, eine grosse Politurf�higkeit und eine solche Feinheit des Korns, dass er auf das zarteste geschnitten werden kann. Die ausgezeichneten Sarden, die beym Durchsehen ganz blutroth, beym Daraufsehen mehr schwarzroth sind, das Hauptmaterial der antiken Gemmen, kannte man nur durch St�cke aus dem Alterthume, oder die einzeln aus Indien kamen; �ber den Fundort haben wir erst in der neuern Zeit bestimmte Nachricht erhalten, durch Copland: account of the Cornelian mines of Baroach (in den Transact. of the Bombay Soc. 4. I. 289) und Kennedy: of Boroda and the Cornelians of Guzurate (Transact. of the med. and phys. Soc. of Calcutta III. 1827. 428), auch ist zu vergleichen Ritter's Erdkunde VI. 1836. Pag. 603. In Ostasien liegt am Nerbudaflusse der District Turcasier, an der Grenze von Guzurate, eine der wildesten Berggegenden, und hier wird seit den �ltesten Zeiten der Sard (wie es scheint, in Geschieben) erbeutet, 10 Stunden von Baroach, man legt ihn 1 bis 2 Jahre in die Sonne, und brennt ihn dann durch Ziegenmist, wodurch erst die sch�nen Farben hervortreten. Bey Kompurwunye und Ratampur in Guzurate wird auch Sard gewonnen und gebrannt. Ob in andern Gegenden der wirkliche Sard vorkommt, ist sehr zweifelhaft; nach Taifaschi soll er aus Arabien, besonders aus Jemen kommen, wenn das kein Irrthum ist (der Stein nur durch den Handel dahin kam), so werden vielleicht die dortigen Gruben noch aufgefunden. Wir haben als Ab�nderungen zu unterscheiden: a) den rothen Sard (der durch Brennen aus dem schwarzen entstehet), bekannt den Steinschneidern als carniola nobile, cornaline de vielle roche; b) den milchfarbigen kacholong oder edlen Calcedon; c) den gr�nlichen, der selten angewendet wird. _kasch-tschilon_ (gesprochen dscholon), d.i. sch�ner Stein im Kalm�ckischen und Tartarischen, woher unser Name kascholong, auch wohl joholom im Hebr�ischen. _akika_ im Bengalischen. In den indischen Sprachen habe ich sonst keinen Namen auffinden k�nnen; im Sanscrit kommt dugdhakscha als milchfarbener Stein vor; ob er hierher geh�rt, muss ganz dahin gestellt bleiben. In Kaschmir heisst essm oder sank essen der Calcedon, der bey Iskordu in St�cken his zu einem Centner schwer gefunden wird, er scheint aber nicht der �chte Sard zu seyn. _akik_ im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) leberroth, b) rosenroth, c) gelbroth, _serd_ genannt (woher sardum in [im] Syrischen, [Greek: sardion] im Griechischen, sarda im Lateinischen), d) weiss (unser Kascholong), e) schwarz, f) bl�ulich, g) zweyfarbig;--_akyk_ im T�rkischen; _balghami_ scheint der weisse Sard zu seyn;--_akik_ im Arabischen, mit den Arten: a) roth, b) fleischroth, c) bl�ulich, d) schwarz, e) weiss; besondere Ab�nderungen sind: jana, jemani, dschesi (unser Onyx);--_akik_ im Chald�ischen (gewiss fehlerhaft mit topazius �bersetzt); ob der arkin hierher geh�rt, ist zweifelhaft; samkan wird auch mit sardius �bersetzt, kann mit sammok d.i. roth zusammenh�ngen;--_akat_ im Armenischen, auch _agathes_ (meist mit Achat �bersetzt) wird hierher geh�ren;--_agagi_ im Georgischen;--_akates_ im Aethiopischen. _jakolom_ im Hebr�ischen, meist mit jaspis �bersetzt, klingt ganz wie dscholon im Kalm�ckischen, kann hierher geh�ren; _oden_, d.i. roth im Hebr�ischen, meist mit sardius �bersetzt, hat �brigens keine Relation mit den orientalischen Namen dieses Steines. In der alten �gyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion: ammhet (amamhit) mit gemme de coeur, cornaline (von aham Edelstein und hit);--hms durch gemme rouge sombre;--schnm durch jaspe rouge (hat mit schoham und jaholon im Hebr�ischen Aehnlichkeit), das an dscholon im Tartarischen erinnert. _sardinon_ im Koptischen;--_sardum, saridum_ im Syrischen, auch mag _sordon_ hierher geh�ren, was mit hyacinthus �bersetzt wird;--_ethkjo, ethk jo_ (�bersetzt mit alabandicus niger) scheint eine gewisse Aehnlichkeit mit akik zu haben, auch mit eskto im Syrischen, iska im Chald�ischen, was Siegelring heisst (der meist aus Sard bestand);--_[Greek: sardion]_ der Griechen, auch _[Greek: sarx]_, welcher Name von serd im Persischen (s. oben), sered, d.i. roth im Hebr�ischen, stammen wird;--_[Greek: sardion]_ im Neugriechischen;--_sarda_ der R�mer, besonders die m�nnliche Art. Plinius 37. 31 irrt gewiss sehr, wenn er meint: der Name stamme von Sardes her, wo der Stein zuerst gefunden sey; man unterschied 3 Ab�nderungen bey dem indischen: a) den rothen, b) den dionum oder demium (was mit odem, d.i. roth im Hebr�ischen, zusammenh�ngen k�nnte) c) und eine Art, unter welche Silberfolie gelegt wird. Die weiblichen sind tr�be und nicht hell;--_sardion_ im Wlachischen;--_serdolik, golgasch, kascholong_ im Russischen;--_sardyk_ im Polnischen. In den neuern Sprachen und Mineralogien unterscheidet man nicht geh�rig den Sard von dem unedlern Carneol, fasst beide zusammen (s. diesen). I. _Der Sardonyx und Onyx_. Der �chte Onyx im Oriente und Alterthume war wohl nur ein Sarder, von verschieden gef�rbten regelm�ssigen Lagen, w�hrend wir unter Onyx meist nur einen �hnlich gef�rbten Agath verstehen, der viel unedler ist, als der orientalische Sardonyx. Dieser, der gegenw�rtig nur selten zu uns kommt, war vorzugsweise das Material, welches den Steinschneidern im Oriente und Alterthume diente zu den vollendetsten Werken der Kunst, zu Schmuck- und Siegelringsteinen. Am meisten liebte man die Ab�nderung, die aus einer schwarzen, weissen und rothen Lage bestand, welche scharf von einander geschieden waren; diese bezeichnete man vorzugsweise als Sardonyx. Wurde der Stein erhaben geschnitten, so bildete die Tornatur daraus unsere _Cameen_; wurde er vertieft geschnitten, so bildete die Sculptur daraus unsere _Intaglien_. Die untere dunkele Schicht diente meist als Grund, die mittlere, weisse Lage zur Figur, die obere, meist rothe Schicht zu Ornamenten der Figur. Aus den weniger regelm�ssig gezeichneten, meist mit concentrischen Lagen versehenen Onyxen arbeitete man vorzugsweise die kostbarsten Gef�sse. Im ganzen Alterthume verstand man auch die Kunst, den Onyx auf das t�uschendste nachzumachen, und mehrere ber�hmte antike Onyxe sind Glasfl�sse. Ob im Sanscrit und in den indischen Sprachen der Onyx einen besondern Namen hat, oder etwa unter anina (Sard) begriffen wird, habe ich noch nicht ermitteln k�nnen. _dschesi_ im Persischen, mit den Ab�nderungen: a) bakrawi (wohl von Boka in der Bucharei), b) habeschi (wohl von Abessinien), c) canebi, nach Verschiedenheit der Farben, welche die Sarden-Lagen haben;--_dschez_ im T�rkischen, auch _sulimani, s�leimani, baelghoemi_, jetzo heisst in Constantinopel balghami der weisse Sard, _balghami jesin_ der Onyx;--_djisg_ im Bulgarischen;--_dschede_ im Tartarischen wird hierher geh�ren;--_jeghungen, jeghjen, jeghengnakhar_ im Armenischen (was auch der Nagel heisst);--_dschas_ im Arabischen, auch _gieza, gisch_ in der vulg�ren Sprache; als Ab�nderungen nennt Taifaschi: a) bokaravino (von Bokara), b) garavino oder gauri (vielleicht von der Stadt Gaur in Asien), c) persiano, d) abessinio, e) asal oder asale, f) iraki, d.i. persischen;--_schesch, schaisch, schajich_ im Hebr�ischen, wird gew�hnlich mit Marmor oder Alabaster �bersetzt, doch unverkennbar ist die Aehnlichkeit mit dschesi und den andern eben erw�hnten Namen; aber diesen Namen des Onyx mag man auf streifigen Marmor und Alabaster �bertragen haben, da auch im Griechischen [Greek: onyx] sowohl Alabaster als Onyx heisst;--_jaholon, schoham_ wird gew�hnlich mit Onyx �bersetzt und erinnert ganz an dscholon im Tartarischen. _som, jawen_ im Aethiopischen;--_ount_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache wird durch Champollion mit pierre de couleur jaune �bersetzt, ist aber wohl, wie das koptische ount, der Onyx; das hebr�ische oden kann hiermit zusammenh�ngen;--_ount, onixon_ im Koptischen;--_unch, uncha_ im Chald�ischen, auch schubl, schubla, mribach, meribagh; _schajisch_, schajerca, meist mit Marmor �bersetzt, wird, wie das hebr�ische schesch wohl hierher geh�ren;--_onektho, neketho_ im Syrischen, auch mag ethkjo hierher geh�ren;--_[Greek: onyx]_ im Griechischen ist der Sardonyx, auch der durchscheinende, mehrfarbige Alabaster; aber es heisst so auch der Nagel. Der arabische Onyx wird Alabaster gewesen seyn;--_[Greek: sardonyx]_ im Neugriechischen;--_onyx_, eigentlich _sardonyx_ der R�mer, begriff auch Onyx und Alabaster, der Jasponyx oder Onychipuncta war ein gr�nes Plasma mit weissen Punkten oder Kreisen. _belchurica_ im G�lischen soll hierher geh�ren, hat eine gewisse Aehnlichkeit mit boelghoemi im T�rkischen. _serdolik, golisch, oniske_ im Russischen;--_sardonik, onich_ im Polnischen;--_xyon_ soll der Name im Krainschen seyn. _camaeus_ im mittelalterlichen Latein, woher unser Name _Cameen_ f�r die erhaben geschnittenen Onyxe. Das Wort h�ngt vielleicht zusammen mit camahu im G�lischen, das mit Email �bersetzt wird;--_camayen_ und _camasil_ im Alt-Franz�sischen;--_camofeo_ im Alt-Spanischen;--_camafeu_ im Portugiesischen;--_comeo_ im Italienischen. _onyx_ im Teutschen und den neueren europ�ischen Sprachen, neben den erw�hnten Namen. K. _Der unedle Sard, unser Carneol, Calcedon und Agath_. Der Calcedon ist ein unedler, weisser Sard, der Carneol ein unedler rother, der Agath ein unedler mehrfarbiger. Diese Steine geh�ren zur Mineralgattung des Quarzes, sind amorph (unkrystallinisch), nicht so fein, durchsichtig und politurf�hig als der Sard, n�hern sich theils dieser, gehen theils in die noch grobern Quarzarten, Jaspis, Hornstein, Feuerstein �ber. Viel h�ufiger als die einfarbigen Arten, ist der mehrfarbige, verschieden gezeichnete und vermengte Agath, der nach Farbe, Zeichnung u.s.w. sehr verschiedene Namen hat, als: Onyx-, Band-, Kreis-, Wolken-, Rohren-, Tr�mmerachat. Besonders der Agath wird sehr h�ufig zum Schmuck verarbeitet, hat aber nur geringen Werth. Der Agath kommt theils auf G�ngen, meist in Agathkugeln oder Mandeln in Mandelstein vor, wie bey Oberstein am Rheine. a. Unser _Carneol_ wurde im Alterthume als unedler, weiblicher Sard bezeichnet; es scheint nicht, dass man daf�r einen eigenen Gattungsnamen hatte. _clach-luchmhor, send dhath_ im G�lischen; _serdolik_ im Russischen; _krwawnik, karneol_ im Polnischen; _scsiroh, karnyol_ im Czechischen. Der Name Carniol, der in alle neuere Sprachen und ihre wissenschaftlichen Werke �bergegangen ist, stammt aus dem Mittelalter, nicht von caro das Fleisch (wie man wohl wegen der fleischrothen Farbe des Steines gemeint hat), sondern von cornelius oder corneolus, wie man die seit langen Zeiten bekannten Agathkugeln, besonders von Oberstein nannte, welcher Name wohl eher zusammenh�ngt mit cor im Lateinischen, das Herz (wegen der herzf�rmigen Gestalt der Agathmandeln) als von cornaillen (im Bretonischen die Arterie), eher mag ein Zusammenhang Statt finden mit carnaid im G�lschen, was roth bedeutet; daher _corneol_ im Altteutschen, _cornuille, cornaline_ im Franz�sischen, _cornelian_ im Englischen, _corniola_ im Italienischen, _cornalina, corneria_ im Spanischen, _cornelina_ im Portugiesischen;--_karnyol_ im Magyarischen und in den slawischen Sprachen. b. Unser _Calcedon_ oder _Chalcedon_ wird von den Orientalen als weisser Sard oder Akik, von den R�mern und Griechen als weiblicher Sard bezeichnet seyn, auch kann vielleicht der hyaloides (Glasstein) und der exebenus hierher geh�ren. _sank essm_ in Kaschemir;--_belghaemi, baelghoeme_ im T�rkischen;--_pepelnphmb, chalkidon_ im Russischen;--_sipobled_ im Czechischen. Der Name Chalcedon wurde vorz�glich durch Werner f�r diesen Stein eingef�hrt und aus dem Alterthume genommen, wo er aber eine ganz andere Bedeutung hatte; eine Gattung calcedonius kannte man nicht, der smaragdus calcedonius war unser Malachit; der carchedonius aber wird der kerkend der Orientalen gewesen seyn (s. diesen), unser Zirkon, Granat, Turmalin.--Daher in den neuern Sprachen: calcedoni im Italienischen, calcedoine im Franz�sischen u.s.w. Bey Verona in Oberitalien finden sich Calcedonkugeln, die einen Wassertropfen enthalten, die nach Plinius 37, 73 enhydri hiessen, welcher Name in die neuern Sprachen �bergegangen ist. Mancher Calcedon hat feine concentrischen Streifen; wird dieser quer durchschnitten, so irisirt er, gegen das Licht gehalten, mit schwachen, aber sch�nen Regenbogenfarben, heisst dann Regenbogen-Calcedon; Plin. 37, 23 f�hrt diese Ab�nderung bey Beschreibung des indischen Sarder an, und bemerkt die wie hingehauchten Regenbogenfarben (quaedam in iis caelestis arcus anhelatia est). Nicht selten enth�lt der Calcedon feine baumf�rmige Zeichnungen, die theils Dentriten, theils wirkliche moosartige Vegetabilien seyn werden; man sieht diese h�ufig geschliffen, auch als Ringsteine, nennt sie Mochastein, Mokkastein, Cambaystein; nur Orpheus besingt den [Greek: dendrophytos] und [Greek: achat�s dendr�eis], Plinius nennt ihn Dendrachates. c. Unser _Agath_ hat seinen Namen aus dem Oriente, von akika im Bengalischen, akat im Armenischen u.s.w. (s. oben), was unser Sard war, daher [Greek: achat�s] im Griechischen, f�r unsern Agath (da der mehrfarbige Sarder [Greek: onyx] hiess). Offenbar irrth�mlich leiten Theophrast und nach ihm Plinius dieses Wort von einem Flusse gleiches Namens in Sicilien her, besonders, da Sicilien gar keine sch�nen Agathe hat; wohl aber enth�lt der dortige Alpenkalk Knollen und Lagen von Feuerstein, Hornstein und Jaspis, �fter in bunter F�rbung;--_achates_ der R�mer mit sehr verschiedenen Ab�nderungen, als: jasp-, cer-, haem-, sard-, leu-dendr-, aut-, corallachates; hierher geh�ren auch wohl viele Steine mit besonderer Farbenzeichnung und manche figurirte Steine, als ophthalmos, triophthalmos, leucophthalmos, aegophthalmos (Augenachate), policonos, baropterus oder barippe, cepites, cenopatites, cepocapites, cepocatoprites, ceporamenes, myrmecia, mesoleucos, mesomales, bucardia, encardia, ariste und andere; auch pontia gemma mag hierher geh�ren, wie leoutios und pantera, von der Farbe des L�wen und Panther entlehnt (im Chald�ischen ist ein mehr erw�hnter Edelstein panterin und aphantor, die zum Jaspis gerechnet werden). _agat_ im G�lischen, auch gaing, clachluachmhor, clachtheine;--_agaet_ im Isl�ndischen; _agat_ im Altteutschen, D�nischen, Englischen; _agaat_ im Holl�ndischen;--_agathe_ im Franz�sischen, Italienischen;--_agata_ im Portugiesischen; _agater_ im Schwedischen; _azavaje, azavache_ im Spanischen;--_akatas_ im Litthauischen; _akates, ayat_ im Magyarischen;--_agatek_ im Polnischen; _ahat_ im C�rnthischen. Zum Agath wird geh�ren: _widuri, biduri_ im Malaiischen und auf Java;--_bela_ im Sinesischen;--_zi_ im Tibetanischen;--_molo-kla-li_ im Chinesischen;--_fiahan_ im Tartarischen;--_djisg_ im Bulgarischen;--_golysch_ im Russischen (wohl von dscholon im Kalm�ckischen; s. oben), auch achamb, agate;--_bezdrak_ im Czechischen;--_rakan, frengir�kam, baba kuri_ im T�rkischen;--_schebo_ im Hebr�ischen, durch achates �bersetzt;--_scheber_ im Persischen;--_sebog, sebu, sabah, schavah_ im Arabischen;--_abatim_ im Chald�ischen, wird mit achates �bersetzt;--_checlivaru_ im Wlachischen, ist Agtstein, ich weiss nicht, ob Agath oder Gagat. L. _Die rothe Koralle, Isis nobilis_. Wissenschaftlich genommen geh�rt zwar die Koralle nicht in das Stein-, sondern Thierreich, aber der Korallenstock von Isis nobilis wird technisch als Edelstein betrachtet, hat stets als Schmuckstein gedient, wurde stets zu den Juwelen gerechnet. Die Korallengattung Isis hat mehrere Arten, manche, wie die Isis hippuris oder K�nigskoralle, wohnen im indischen Meere; aber nur die Isis nobilis oder Blutkoralle dient als Schmuckstein, findet sich allein im Mittelmeere, vorz�glich an der afrikanischen K�ste, wo sie seit �ltester Zeit gefischt wird und von hier viel in den Orient gehet, theils zum Schmuck, theils als Arzneimittel. Sie hat eine sch�ne blutrothe Farbe, die aber durch Kochen mit Milch weiss wird. _m�rgjan_ in Nord-Afrika, im Szauekischen und Tigryschen, auch _messigo_ im Burnu;--_murdsjan, merdscham, margiam_ im Arabischen, auch _almargen_ und _based_, was Koralle im Allgemeinen seyn mag;--_merdschon_ im Persischen, auch _b�sed, bessed_ und _kurul_, was Koralle im Allgemeinen ist, mit chouru im Tartarisch-Mandschu zusammenh�ngen mag;--_kroll_ im Maltesischen. _kurlon_ im Syrischen, auch _keslo, belure_;--_kurlin_ im Chald�ischen; sandalchin, sanedalchin wird durch corallio und sandastros �bersetzt;--_coireal_ im G�lschen, auch _croimheal, coradhan, groidheall_;--_gwylar, luchochr_ im W�lschen;--_corail_ im Bretonischen;--_[Greek: korallion, kourallion, k�rallion]_ im Griechischen;--_[Greek: kourali]_ im Neugriechischen;--_coralium, corallium, corallum, curali_ im Lateinischen, ist die rothe Koralle, zu der auch der syrtites, wohl auch gorgonia geh�ren werden; der Astrios geh�rte vermuthlich zur Sternkoralle. Als von sandaresus verschieden, aber dem Namen, nach �hnlich f�hrt Plin. 37, 28 an: den sandasel oder sandaresion, sandastron, ohne etwas N�heres �ber diese zu sagen; eine ohngef�hre Namens�hnlichkeit mit dem erw�hnten sandalchin im Chald�ischen scheint vorhanden zu seyn. _coral_ im Polnischen, Czechischen, Slowakischen;--_koravda_ im Krainischen; _koraglia_ im Bosnischen;--_klariss_ im Croatischen;--_kalaris_ im Magyarischen;--_coral_ im Englischen, Spanischen; _corallo_ im Italienischen;--_corail_ im Franz�sischen (corallain korallroth);--_koral_ im D�nischen; _koraal_ im Holl�ndischen; _coraller_ im Schwedischen. _balaradscha, prabala, angmarakamani_ im Sanscrit;--_bala, ratnakandala_ im Bengalischen;--_karang_ im Malaiischen; kalbahaar-pute-parampuam ist die K�nigskoralle, gelage der Korallenk�rper �berhaupt;--_bjhi-ru_, auch _byi-ru, byui-ru_ im Tibetanischen;--_chouru_ im Tartarisch-Mandschu (h�ngt wohl mit kurul im Persischen zusammen);--_chan, chan-hout, lang-chan_ im Chinesischen; _marmennils smide_ im Isl�ndischen;--_ramota_, auch _pennina_ (was eigentlich Zweig heisst), im Hebr�ischen, haben keine Beziehung zu den Namen in den andern Sprachen;--_sarpargausaet_ im Gr�nl�ndischen ist die K�nigskoralle. * * * * * #�. 4. Gr�ne Gemmen und verwandte Gesteine#. A. _Unsere Gattung Smaragd_. Die Mineralgattung Smaragd ist im Allgemeinen sch�n gr�n gef�rbt, hat prismatische Krystalle, starken Glanz; aber die H�rte ist wenig st�rker, als beim Quarz. Zu derselben geh�rt a) der eigentliche, edle Smaragd, b) der Beryll oder gestreifte Smaragd (s. weiter unten) und c) der gemeine, der derb, undurchsichtig ist und keine technische Anwendung hat. Der (edle) Smaragd, von jeher ein sehr gesch�tzter Schmuckstein, findet sich nicht in Indien (die sogenannten indischen Smaragde sind meist Chrysolithe); wir bezogen ihn seit der Entdeckung von Amerika nur aus Peru, kannten keinen andern Fundort, gleichwohl stand nicht zu leugnen, dass man im Oriente stets, auch vor der Entdeckung von Amerika, Smaragden gehabt hatte, von denen auch die r�mischen und griechischen Autoren reden, die aegyptische, wie scythische erw�hnen, und mehrere arabische Schriftsteller sprechen von Smaragdgruben in Aegypten, von denen aber jede Spur verloren war, da sie seit 1358 ganz eingingen. Erst 1816 entdeckte der franz�sische Reisende Cailliaud zwischen den ehemaligen St�dten Berenice und Koptos die grossartigen Spuren der alten Smaragdgruben am Saburah im chloritischen Glimmerschiefer, und man �berzeugte sich seitdem, dass hier wirklich edler Smaragd gewonnen wurde, welcher dann durch ganz Asien ging. In der neuern Zeit haben die Russen bedeutende Smaragdgruben in Siberien, im Irkutzker und uralischen Erzgebirge er�ffnet, die ausser gr�nen, auch blaue und gelbe Smaragde, neben Topasen liefern. Diese Gruben waren viele Jahrhunderte verlassen, werden aber schon im grauen Alterthume betrieben worden seyn und den smaragdus scythicus geliefert haben. Den smaragdhaltigen Berg im nertschiuskschen Gebirge nennen die Tungusen Tut-chaltui. Der Juwelier begreift unter Smaragd meist alle smaragdgr�nen sch�nen Edelsteine, wie den gr�nen Diamant, Sapphir und Turmalin (der in Ceylon, wie in Brasilien ziemlich h�ufig ist), die sich aber mineralogisch wesentlich unterscheiden. Wenn Taifaschi sagt: dass zu den wesentlichsten Eigenschaften des Smaragdes seine Theilbarkeit in gl�nzende Bl�ttchen geh�re, so scheint diess mehr auf Beryll als Smaragd zu passen. Weil Indien keine Smaragde hat, das Alterthum diese vorzugsweise aus Aegypten zog, so wird auch der Name daher stammen. _maragd, zamaragd_ im Aethiopischen;--_smaragdos_ im Koptischen;--pauannese und pauappesse wird auch durch smaragdus �bersetzt. _bareketh, barkat, barekat_ im Hebr�ischen, die Namen scheinen zusammen zu h�ngen mit barak, was in den semitischen Sprachen blitzen, gl�nzen heisst, womit maragd wieder in Verbindung stehet;--_barkta, barkan, berakta_ im Chald�ischen, auch _ismaragda, ismoradh, semargad_;--_borko_ im Syrischen, auch _smargdo, semargedo_;--_samurod_ im Arabischen, auch _s�mrid, sommorod, semerid, somorods, sbaragd_ und _salaki_, mit den Ab�nderungen; a) dabbahni, zobabi, dsobab (von dabban, zabab oder dsobab die Canthariden, Fliegen mit sch�n gr�nen Fl�geln), von dunkelm, reinstem Gr�n und sch�nstem Wasser; b) raichanijj (rihani), basiliengr�n, lichtgr�n;--c) silkijj und selongi, blattgr�n, wie Gr�nkraut;--d) sabouni, zabunijj, seifengr�n, auch arabijj, die arabischen genannt, die aus dem petr�ischen Arabien stammen, von ganz heller Farbe sind;--auch unterscheidet man: faz, fozz, fozzon, die aus dem Sande gewaschenen Smaragdk�rner, und f[e]) kazab, den krystallinischen im Muttergestein;--_zemerud_ im T�rkischen, auch z�m�rid, z�mird, zimbrut, samurat;--_zmerud_ im Persischen, gew�hnlich zemeroud mesri (d.i. der �gyptische), auch semerud, mit den Ab�nderungen: a) subabi, hellgrasgr�n, b) ribani, basiliumgr�n, c) saluki blattgr�n, d) sindschari, gr�nspanartig, e) kerasi, eiforbiumgr�n, f) assi, myrtengr�n, g) sabuni, seifengr�n, auch der arabische, h) saikali, der helle, durchsichtige, i) sulmani, der undurchsichtige, k) kasaba (der Stab), der krystallisirte, l) astar, der zusammengeh�ufte. _marakta_ im Sanskrit (ganz wie maragd im Aethiopischen), auch asmagarba, asmajoni, apanica, lomasarara, haritasman (der gr�ne Stein), harinmani.--_garuda_ im Sanscrit scheint ein sehr edler Stein gewesen zu seyn, da man ihn auch als the bird and vehicle of Vishnu bezeichnet; Wilson �bersetzt ihn in seinem W�rterbuche mit emerald (Smaragd), so auch garudmata, garudottirna, garuda�men; ob er hierher geh�rt, bleibt zweifelhaft, das Wort hat Aehnlichkeit mit jakut, auch mit zmerud;--_marakata_ im Bengalischen, auch tsuni und harinmani (d.i. gr�ner Edelstein);--_pachee_ soll er im Hindu heissen. In Peru (S�damerika) heisst der Smaragd pachel, pacha, was ein h�chst merkw�rdiges Zusammentreffen mit dem indischen Namen seyn w�rde. (pinga ist der gew�hnliche Name in Brasilien);--_zemcrud, zamrud_ im Malaiischen;--_smrucht_ im Armenischen, auch _zmrroud, zmroukt_;--_[Greek: smaragdos, maragdos]_ der Griechen (zun�chst wohl nach dem Armenischen und Aethiopischen);--_smaragdus_ der R�mer, aber nur zum Theil; der aegypticus ist der �gyptische, der scythicus der siberische (wenn er nicht Malachit ist); der bactrianus kann auch Smaragd seyn, die andern Arten waren Malachit oder chalcosmaragdus, der prasinus k�nnte vielleicht hierher geh�ren;--_smiraldus_ und _esmaraldus_ im Mittelalter;--_smarag_ im G�lischen (Schottischen); amerand oder ameraud ist gr�n, woher vielleicht _emeraude_ und _emerald_ stammt, wie der Smaragd im Franz�sischen und Englischen heisst;--_smaragdu_ im Wlachischen;--_isumrud_ im Russischen, auch _isoumrode, zmeroud, szmaragd_ im Polnischen;--_smerald_ im Dalmatischen und Wendischen;--_smaragd_ im B�hmischen, Magyarischen, Schwedischen, D�nischen;--_smeraldo_ im Italienischen;--_esmeroud, amarantsteen, smaragd_ im Holl�ndischen;--_esmeralda_ im Spanischen; _esmaragdo, esmeraldo_ im Portugiesischen; _emerald_ im Englischen;--_emeraude_ im Franz�sischen (wohl von emeraud, d.i. gr�n im G�lischen). Anhang. Die von den orientalischen Schriftstellern angef�hrten, dem Smaragde �hnlichen Steine. a) _elmazat_ im Arabischen. Taifaschi bemerkt: dass man ihn auch in den Smaragdgruben von Aegypten finde; er habe die Farbe, Schwere und H�rte des Diamantes, unterscheide sich von ihm aber durch folgende Eigenschaft: stellt man ihn auf (lorsque il est mont� sur le ventre), so erscheint er schw�rzlich oder gelblich, w�hrend der Smaragd in dieser Lage das sch�nste Wasser hat. Mehrere Steine haben die optische Eigenschaft, dass sie nach gewissen Axen mehr als nach andern durchsichtig sind. Es w�re m�glich, dass der elmazat zum gr�nen Turmaline geh�rte, der im Darauf- und Durchsehen verschiedene Farben hat, er ist aber in H�rte und Schwere wesentlich vom Diamanten verschieden. _elmasat_ wird der Pluralis von elmas, d.i. Diamant seyn, und unter elmazat k�nnen gr�ne, �berhaupt gef�rbte Diamanten verstanden seyn, die oben beym elmas nicht erw�hnt sind; dann aber kann er nicht in Aegypten gefunden werden, diese Angabe ist vielleicht eine irrige. b) _yebb_ und c) _yesem_. Die Uebersetzer erw�hnen nichts dar�ber; aber vielleicht wird der Stein zu dem jaschb im Arabischen, unserm Plasma (s. dieses) geh�rt haben, das Taifaschi nicht besonders erw�hnt. d) _zeberjed, sabardschad_ im Arabischen. Taifaschi bemerkt: er sey weniger sch�n als der Smaragd, komme aus den �gyptischen Smaragdgruben; da diese aber zu seiner Zeit (640 der Hedgira) nicht mehr zug�nglich w�ren, so finde man ihn nur noch als kleine Ringsteine in den Ruinen des alten Alexandriens. Er sey theils von tiefer, theils von lebhafter Farbe, theils von einem klaren Gr�n, dann von sch�nem Wasser, aber geringer Durchsichtigkeit, doch dem Auge sehr wohlth�tig. _seberdsched_ im Persischen, Ben Manssur bemerkt: man halte ihn meist f�r eine Art des Smaragdes, er sey zuweilen selbst reiner und anmuthiger als dieser, komme aus den Minen des Smaragdes; er scheine aus gleichem Stoff, aber minder vollendet. Man unterscheide einen stark-, mittel- und schwachgr�nen;--_seberdsched_ im T�rkischen, ist ein Stein von gr�ner und gelber Farbe;--_siberget_, auch _bellur_ (d.i. Krystall) nennen--nach Bruce (Reise nach Abessinien), die jetzigen Einwohner von Aegypten den Stein der Insel topaze, welcher der topazion der Alten--wahrscheinlich unser Flussspath--gewesen seyn wird. _zabergad_ im Hindu, wird meist mit Chrysolith �bersetzt. _taperzeta_ kommt mehrmals in den Schriften des Mittelalters vor, wird mit smeraldus �bersetzt. Zu welcher Mineralgattung dieser Stein geh�re, dar�ber sind verschiedene Ansichten ausgesprochen. Rozier (description de l'Egypte) h�lt ihn f�r Beryll; Raineri (Uebersetzung von Taifaschi) f�r Topas; Hammer (Fundgruben des Orients) f�r Chrysolith, und diess scheint richtig zu seyn. Der seberdsched war offenbar ein gr�ner Schmuckstein, dem Smaragd �hnlich, aber weniger edel, und ein solcher ist unser Chrysolith, der von den Juwelieren auch zu den Smaragden gerechnet wird, theils in Indien, theils in einigen K�stengegenden des rothen Meeres vorkommt. B. _Unser Beryll und Aquamarin_. Mineralogisch ist unser Beryll nur eine Art des Smaragdes, aber in technischer Beziehung betrachtet man ihn als einen eigenth�mlichen Edelstein. Er ist nicht so edel als dieser, lange nicht so hart, wird weniger zu Ring- als sonstigen Schmucksteinen verarbeitet, hat nie die dunkelgr�ne Farbe des Smaragdes, ist blassgr�n, auch blau, gelb und ganz wasserhell, findet sich in langen, durchsichtigen 6seitigen, meist der L�nge nach gestreiften S�ulen, die h�ufig mehrere Zoll, zuweilen bis gegen einen Fuss L�nge und eine ansehnliche Dimension haben; er besitzt einen blattreichen Bruch und l�sst sich erw�rmt leicht der Quere nach in durchsichtige Bl�tter spalten, die concav-convex sind, daher als Brenn- und Augengl�ser dienen k�nnen. Er findet sich nicht in Indien, vorzugsweise in Siberien, hier in grosser Menge, besonders bey Nertschinsk, wo der Berg Odontschelon fast daraus bestehet, auch bey Mursinsk, wo die weingelbe Ab�nderung vorkommt. Diese Beryllgruben betrieb schon das hohe Alterthum, sie blieben dann liegen, wurden in der neuern Zeit wieder von den Russen aufgenommen. Als man diese Steine kennen lernte, nannte man sie anfangs Chrysolithe und Aquamarine, akwamarin im Russischen, im System stellte man sie zum Topas oder zum Sch�rl, bis Werner um 1788 sie als eigne Gattung unter dem Namen Beryll fixirte. _[Greek: b�rillos]_ der Griechen ist offenbar unser Beryll, wie der _berillus_ der R�mer. Man unterschied hier: a) die meergr�nen, qui viriditatem puri maris imitantes (unsere eigentlichen Aquamarine), b) chrysoberylli, die bl�ssern goldgelben, c) chrysoprasi, blass grasgr�nen, d) hyacinthizontes, e) a�roides, f) cerini, g) oleageni, von der Farbe des Oehles, (vielleicht unser Chrysolith), h) die dem Bergkrystall �hnlichen, wohl unsere wasserhellen. Die smaragdenen Augengl�ser des Nero, die Plin. 37. 16. erw�hnt, k�nnen aus diesem Stein bestanden haben; wie man Augengl�ser aus Glas schliff, �bertrug man auf diese den Namen beryllum, daher wohl das Wort Brille, brillier, brillare u.s.w. Die analogen Namen in den orientalischen Sprachen werden denselben Stein bedeuten, wie _berel_ im Aethiopischen;--_beryllion_ im Koptischen, (woher der griechische Name stammen mag). _brulo, berulo, burlo_ im Syrischen;--_birula_ im Chald�ischen, auch _birla, burla, burl_, auch k�nnte birselin hierher geh�ren, was mit topazius �bersetzt wird; kerum jamma, wird mit beryllus oder chrysolithus �bersetzt, mag aber nicht hierher geh�ren;--_b�regh_ im Armenischen. Im Arabischen wird _ballur, bilaur_ wohl mit beryllus �bersetzt, aber die Richtigkeit d�rfte zweifelhaft seyn, die Namen h�ngen wahrscheinlich mit belur (Bergkrystall), ballariji (krystallinisch) zusammen. Taifaschi erw�hnt diese Namen nicht, �berhaupt, wie es scheint, gar nicht den Beryll; wenn er aber bey dem Smaragde sagt: zu dessen Eigenschaften geh�re die Theilbarkeit in gl�nzende Bl�ttchen, so passt diess auf den Beryll, nicht auf den Smaragd, vielleicht betrachtete man schon damals, wie jetzo, den Beryll nur als eine Art des Smaragdes. Im Hebr�ischen wird _schohan_ mit beryllus �bersetzt. Im Persischen soll der Beryll _besady_, auch _ballur_ heissen, was ich ganz dahin gestellt seyn lasse; bey Ben Manssur finde ich, weder diese Namen, noch einen andern, der sich auf Beryll beziehen m�chte. In den indischen Sprachen ist mir auch kein hierher geh�riger Name vorgekommen. _akwamarin_ im Russischen. Es ist mir unbekannt, was dieses Wort bedeutet, und ob daher der Name Aquamarin stammt. _aquamarine, aigue marine de Siberie, beril_ im Franz�sischen;--_aquemarine, beril_ im Englischen;--_aquamarina, beril_ im Italienischen;--_agoas marinhas_ im Spanischen. C. _Unsere Gattung Chrysolith oder Peridot und Olivin_. Der eigentliche, _edle Chrysolith_ oder _Peridot_ der franz�sischen Mineralogen, zeichnet sich durch seine sch�n pistazien-oder olivengr�ne Farbe aus, die bey keinem andern Steine so rein vorkommt, ist durchsichtig, nicht sehr hart, findet sich meist in Geschieben, selten in Krystallen, in Indien, Syrien und Aegypten, aber nicht sehr h�ufig, dient als Schmuckstein, bekommt gew�hnlich eine Goldfolie, die einen angenehmen gr�nen Goldglanz ertheilt. Eine unedle k�rnige Ab�nderung ist der _Olivin_, der in gelbgr�nen, k�rnigen Massen h�ufig in unserm Basalte erscheint, aber nicht technisch benutzt werden kann, nur ein mineralogisches Interesse hat. Wie vorher bemerkt ist, wird unser Chrysolith der _zeberjed_ der Orientalen seyn, der _zabergad_ im Hindu, _zeberjed_ im Arabischen;--_seberdsched_ im Persischen und T�rkischen. Dieser Name ist nicht in das Griechische und Lateinische �bergegangen; aber der smaragdus olearius, d.i. der �hlgr�ne, mag unser Chrysolith gewesen seyn, der sich eben durch diese Farbe auszeichnet. Als die neuere Mineralogie sich wissenschaftlich begr�ndete, begriff man unter Chrysolithus verschiedene gr�ne Steine, Werner beschr�nkte (1790) diesen Namen auf unsern Chrysolith, den er Krisolith nannte; die franz�sischen Mineralogen nannten ihn aber _Peridot_, welcher Name hergenommen ist von peridot, peradota, pelidor, wie in den Schriften des Mittelalters ein gr�ner kostbarer Edelstein genannt wird, von dem wir aber nichts weiter wissen, den wir nicht zu deuten verm�gen. Der Olivin wurde fr�her meist mit Chrysolith verbunden; Werner stellte ihn als eigne Gattung auf, entlehnte den Namen von der olivengr�nen Farbe; Hauy verband ihn mit peridot. _D. Der tharschisch der Hebr�er und der Chrysolithos_. Einer der 12 Edelsteine im hohenpriesterlichen Schmucke der Hebr�er war der _tharschisch_, den die meisten Bibel�bersetzer mit _[Greek: chrysolithos]_ geben, auch mit _[Greek: tharseis, tharsis]_. _thorschisch_ im Syrischen; auch crum jamma (nach Onkelos), nach einer Vermuthung [Greek: chr�ma thalass�s], Meerfarbe; und crum jamma raba (nach Jonathan), das K�stlichste des grossen Meeres;--_tarschin, tarsin_ im Chald�ischen, �bersetzt mit lapides acuti, duri, kann hiermit in Verbindung stehen. Wir wissen von diesem Schmucksteine nichts, als dass er mit [Greek: chrysolithos] �bersetzt ist, was entweder Goldstein bedeutet, oder die Gattung [Greek: chrysolithos]. * * * * * _kerosotholos_ im Syrischen, auch _krosotholos_, wird mit chrysolithus �bersetzt;--_kerosotolobi, kerelosotobe_ im Aethiopischen wird mit Chrysolithos �bersetzt, der auch zobhera warek (von warek das Gold) heisst;--_[Greek: chrysolithos]_ kommt, so viel ich weiss, bey den griechischen Autoren nicht vor; [Greek: chrysos] ist Gold;--_chrysolithos_ der R�mer, kann mit kerosotholos, auch mit [Greek: chrysos] zusammenh�ngen; Plinius 37. 42 spricht ausf�hrlich �ber ihn, aber so confus, dass gar nichts Bestimmtes aus seiner Nachricht zu entnehmen ist; er redet von indischen, �thiopischen (aureo fulgore translucens), pontischen, arabischen, die alle als Ringsteine dienten, theils hart, theils weich und r�thlich w�ren, in Spanien habe man sie bis zu 12 pondus Schwere gefunden; zum Theil hiessen sie auch Chryselectri, Leucochrysi, Melichrysi, Xanthi oder Xystion;--_[Greek: chrysolithos]_ im Mittelalter, wohin auch gerechnet wird _[Greek: et�sios, ait�sios]_, etesius lapis. Es scheint, dass unter Chrysolithus verschiedene gelbe, politurf�hige Steine zusammengefasst sind. Die gelbe Farbe ist bey den Edelsteinen eine seltene. Der einzige eigentlich gelbe Edelstein, den wir haben, ist der Topas, der kommt nicht in Indien vor; wir erhalten ihn aus Brasilien, Sachsen, neuerlich auch aus Siberien; aber der Diamant und andere Edelsteine kommen zuweilen gelblich vor. Der Flussspath ist wohl der einzige gelbe politurf�hige Stein, der sich in Massen findet. Der Bernstein ist eine Gemme von goldgelber Farbe; aber auf diesen passt nicht, was Plin. vom Chrysolithos sagt; er heisst im Arabischen karabe, �hnlich in andern orientalischen Sprachen; ein Zusammenhang mit kerosotolobi w�re vielleicht m�glich. Ueber den tarschisch herrschen sehr verschiedene Meinungen; Luther hat ihn mit T�rkis �bersetzt, dem ich nicht beypflichten m�chte; Bellermann (Urim und Thumim), mit Chrysolith; Bredow (historische Untersuchungen II. 295) mit Bernstein; soll eine Conjectur gemacht werden, m�chte ich diesem beypflichten. E. _Unsere Gattung Chrysoberyll oder Cymophane_. Diess ist ein gelbgr�ner Edelstein, der meist einen eigenth�mlichen, bl�ulichen Lichtschein hat, weshalb ihn die franz�sischen Mineralogen cymophan, d.i. wogendes Licht, nennen. Er ist ein nicht gesch�tzter Edelstein, der wenig in Handel kommt, sich nicht h�ufig in Ceylon, Pegu und Siberien findet, meist aus Brasilien kommt. Man nannte ihn fr�her Chrysolith und Beryll. Werner fixirte den Stein als eigne Gattung, und entlehnte den Namen von Chrysoberyllus, der ein gelber Beryll gewesen seyn wird. In Brasilien nennt man die Steine agoas marinhas, auch Chrysolithas; im Russischen solotozwetnoi kamenj, auch Chrysoberyll. Im Oriente und Alterthume d�rfte er nicht unbekannt seyn; aber schwerlich hat man ihn als eigne Gattung herausgehoben, ihn vielleicht zum seberdsched (Chrysolith) oder zum Katzenauge gerechnet. Plin. 37. 18 sagt: Zu den �gyptischen Smaragden rechnet man auch den _hermeos_, den man den L�wen-Statuen als Augen einsetzt und die persischen Smaragde; jene haben ein aufgeschwollenes Ansehn, diese sind nicht durchsichtig, doch von angenehmer Farbe, �hneln den Augen der Katzen und Panther. Der hermeos war daher ein gr�ner Stein, mit schillerndem Lichtschein, diess passt vollkommen auf unsern Chrysoberyll, weniger auf das Katzenauge, das nicht gr�n ist. F. _Unser Katzenauge_. Dieser Stein geh�rt zwar mineralogisch zur Gattung Quarz, technisch zu den weissen Gemmen; da er aber ein Schillern wie der Chrysoberyll hat, mag er hier folgen. Unser Katzenauge, auch wohl gunuko genannt, ist ein h�chst feinfasriger Quarz, von meist grauer, auch rother oder gelber Farbe, der, besonders convex geschliffen, einen eignen wandelnden Lichtschein hat, dadurch dem Auge der Katzen �hnelt. Er kommt sch�n und nicht selten in Indien und Ceylon vor, war den Orientalen stets bekannt, wird auch von Ben Manssur sehr richtig beschrieben. _mao-tsing_ im Chinesischen;--_patamra-kaonywen_ auf Awa;--_billi-ke-ankk_ im Hindu;--_ainol-hur_, auch _mithrax_ im Persischen; sebedsch ist Augenstein, geh�rt wohl nicht hierher;--_ain al hirch, ainu 'ihirri_ (Katzenauge) im Arabischen. Ob das T�rkische ainischenes Teufelsauge hierher geh�rt, weiss ich nicht. Im Alt-Griechischen ist kein Name bekannt. _Asteria_ der R�mer, auch wohl der _belioculus_, so wie der _astrolobon_, den Augen der Fische �hnlich; der _mithrax_, der mit mehreren Farben gl�nzte, wird hierher geh�ren, wenn es richtig ist, dass der mithrax im Persischen unser Katzenauge ist. _koschetschei glas, kosetchetscheg_ im Russischen;--_kamin bialy_ im Polnischen;--_matskaszem_ im Magyarischen;--_oeil de chat_ im Franz�sischen;--_ojo de gato_ im Spanischen;--_occhio di gatto_ im Italienischen;--_cats-eye_ im Englischen;--_katte-oege_ im D�nischen;--_katt-�ga_ im Schwedischen;--_katten-oog_ im Holl�ndischen. G. _Unsere Gattung Plasma_. Es ist diess: edler Jaspis, edle Jade, bey den Steinschneidern bekannt als: plasma dismeraldo, prime d'emeraude, Jade oriental, auch diaspro. Ein sch�ner Stein, der sich allein in der Bucharey an der chinesischen Grenze findet, sehr selten zu uns kommt, im Alterthume und Oriente mehr bekannt war, als es bey uns der Fall ist. Er ist unkrystallisirt, sehr hart, nimmt eine vorz�gliche Politur an, hat eine reine, tiefe gr�ne Farbe, ist aber auch weiss, roth, schwarz, zuweilen gefleckt geadert, dem edlen Sard verwandt, aber fettiger, gl�nzender. Er eignet sich ganz vorz�glich zum Schnitt, kann erhaben und vertieft bearbeitet werden, dient noch jetzo, wie seit den �ltesten Zeiten, zu herrlichen Kunstwerken, die in sehr hohem Werthe stehen. Am meisten verwandt scheint ihm der edle Nephrit (Punama-oder Beilstein, pierre de haches von der Insel Taraipunama, s�dlich von Neuseeland), �hnlich ist der gemeine Nephrit (Jade tenace) und unser Jaspis (diosporo), nur unedler. Wie unser Carneol zum Sard, so verh�lt sich unser Jaspis zum orientalischen Plasma. Scharfe Grenzlinien sind bey diesen unkrystallinischen Massen nicht zu ziehen. Der Stein war in der neuern Zeit g�nzlich unbekannt, man fand in Rom, Herkulanum u.s.w. geschnittene und rohe St�cke, die von den Arch�ologen prime d'emeraude, Jade (ein t�rkisches Wort seyn soll, dschede ausgesprochen wird) auch plasma dismeraldo genannt wurden. Werner nahm diese antiken Steine zuerst in sein Mineralsystem, als die Gattung Plasma auf. Marco Polo und einige �ltere Reisende erw�hnen die sch�nen meist gr�nen Steine aus der Bucharey; die wichtigsten Nachrichten dar�ber lieferte Timkowsky (Reise durch Sina II.), anf�hrend; dass sie ohnweit Jarkin (fr�her Hauptstadt von Ost-Turkestan), theils im Flusse Choton, theils auf dem steilen Gebirge Mirtschai, zum Theil in bedeutenden Massen gefunden, und gr�sstentheils nach Peking gef�hrt werden. Vortreffliche Zusammenstellungen �ber diesen Stein lieferten: Remusat in den recherches sur la pierre de You et le Jaspe des anciens (histoire de la ville de Kotan. 1820); und Hager in Pavia im pantheon chinois 1806, (auch im giornale di fisica II. 1810). Im Sanscrit finde ich keinen Namen f�r diesen Stein in Wilsons W�rterbuche; m�glicherweise k�nnte der garud hierher geh�ren, der mit emerald (Smaragd) �bersetzt ist. _gi�k_ in Indien, wohl im Hindu;--_giuk_ in Japan und Tana; _tran_ in Tunkin;--_kin_ in Siam; _mra_ auf Ava. _yu, y�_ (d.i. kostbar) im Chinesischen, auch _yu-sce_ (kostbarer Stein) und _tusce, ick_ in Canton bey den Juwelieren. _jas, kas_ im Tartarischen; die Br�che f�r die hellen Steine heissen ak-kasch, f�r die dunkeln kut-kasch. Das Wort kann mit jaschil, d.i. gr�n, zusammenh�ngen. _jachem_ im Tibetanischen, auch ehel, schel, tschuj; auch kann _gyu_ hierher geh�ren, was mit T�rkis �bersetzt wird; _jeschin_ im Bulgarischen;--_jaschb, jasb_ im Arabischen, auch _jasf, jaschm, jesin, jaschaf, jischm, chabala_. Nach Taifaschi ist der jasb meist gr�n und dann am sch�nsten, auch weiss und bl�ulich; sehr verwandt und von derselben Natur ist der _iism_ oder _iasm_, aber von weisser oder gelber Farbe;--_jeschim_ im T�rkischen;--_jaschm_ im Persischen, auch _jascem, jiscem, jascheb, nassb_. _nachm_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit spath verd; das Wort kommt ganz mit dem persischen _nassb_ �berein und wird hierher geh�ren, so auch _nschtons_ (d.i. Naschstein), mit pierre dure �bersetzt, ferner naschtone emme wie naschtone entme mit pierre precieuse �bersetzt. Ob der ohngef�hr �hnlich klingende baschm--�bersetzt mit basalt verd--hierher geh�ren k�nnte, muss ich dahin gestellt seyn lassen. _jaspid, ijaspis_ im Aethiopischen;--_jaspis, haspis_ im Armenischen;--_ijaspis_ im Syrischen, ein �hnlicher Stein war der nephrtijos, woher nebrites, Nephrit;--_jaschpe, jasp, jesp_ im Hebr�ischen;--_[Greek: iaspis]_ der Griechen, mit den Ab�nderungen: aerizusa, blau; capnia, rauchfarbig; assiri, mit weissen Linien; terebinthinae, meergr�n. Auch wird hierher geh�ren der _[Greek: nibrit�s]_ den Orpheus erw�hnt;--_Jaspis_ der R�mer, zu dem auch �hnliche Steine gez�hlt wurden, mit den eben erw�hnten Ab�nderungen und andere, als: grammatias, polygrammos, jasponyx u.s.w. Ein �hnlicher Stein war der _nebrites_ (woher Nephrit in der neuern Mineralogie). Unsern Jaspis wird man zum achates gerechnet haben. _yaschma_ im Russischen, begreift auch unsern Jaspis;--_jaspid_ im Polnischen, desgleichen _plasma di smeraldo_ der Italiener, auch _diosporo_, bey dem man unterscheidet: giallo, verde, bruno, rosso, nero antico. _plasma_ im Englischen, Franz�sischen u.s.w. H. _Unser Jaspis_. Unter Jaspis verstehen wir ein gr�nes, gelbes, rothes, braunes, einfarbiges oder mehrfarbiges, fast undurchsichtiges, politurf�higes, quarziges Gestein, unedler als Plasma und Agath, jenen aber verwandt, das meist nur zu geringen Werken der Kunst verarbeitet wird, dem der noch unedlere Hornstein nahe stehet. Er ist h�ufig in Europa, am sch�nsten in Siberien, besonders der gr�ne von Orsk im Ural und der rothbandirte von Werch-Uralsk, der mehrfarbig bandirte heisst _Bandjaspis_, jaspe ruban�-onyx-panach�-vein�, striped jasper. In Syrien und Aegypten, besonders in den W�sten, ist ein bandirter Kugeljaspis sehr h�ufig, welcher der dortigen Kalkformation angeh�rt, bekannt als: Melonen vom Berge Karmel, aegyptischer Jaspis, ciotto d'Egitto im Italienischen, jaspe �gyptien im Franz�sischen; aegyptian peble im Englischen, bey dem man Augensteine, Brillensteine, Doppelaugensteine u.s.w. unterscheidet, der auch auf �hnliche Art in Sicilien vorkommt. Im Oriente begriff man ihn unter Sard und jasb, er heisst auch bey den jetzigen Arabern jaschb, jaschm, auch roekoemi; bey den Griechen und R�mern unter achates, sardonyx coecus; der Aegyptilla des Plin. ist unser �gyptischer Kugeljaspis, der achates aus Sicilien, der dortige Jaspis. _jaschma_ im Russischen;--_jasma_, auch _drahule_ im Czechischen;--_jaspid_ im Polnischen;--_jaszpisz_ im Wlachischen;--_[Greek: iaspis]_ im Neu-Griechischen;--_diasporo_ im Italienischen und Alt-Spanischen;--_jaspe_ im Franz�sischen;--_jasper_ im Englischen;--_jaspis_ im D�nischen, Schwedischen, Holl�ndischen;--_sinopel_ oder _zinopel_ hiess sonst in Ungarn der rothe Jaspis. J. _Der Heliotrop_. _Heliotropium_ der Griechen und R�mer war ein gr�nes Plasma mit rothen Punkten, auch wohl ein �hnlich gef�rbter Jaspis, den wir jetzo mit diesem Namen bezeichnen; wie er bey den Orientalen heisst, muss ich dahin gestellt seyn lassen. Im Mittelalter findet sich auch daf�r _[Greek: dialion]_. _eliotropio_ im Italienischen;--_heliotrope_ im Franz�sischen;--_heliotrop_ im Englischen, Schwedischen u.s.w.;--_geliotrop_ im Russischen;--_szentk�_ im Magyarischen. K. _Der Chrysopras_. Der Chrysopasius der R�mer und Griechen mag eine Art Beryll gewesen seyn. Der chrysoprasius (topazius) wird ein gelbgr�ner Flussspath gewesen seyn. Diese Namen gingen in die sich bildende neuere Mineralogie �ber, man begriff darunter sehr verschiedene gr�ne gemmenartige Steine ohne bestimmten Begriff. In den oberen Straten des Serpentingebirges in Schlesien, besonders bey Kosem�tz, liegt eine weit verbreitete sogenannte Chrysopras-Ader, mit vielen Arten von verschieden gef�rbtem Quarz, auch ein sch�n apfelgr�ner, der eine gute Politur annimmt, sich zu Schmucksteinen eignet. Seit 1741 wurde man auf ihn aufmerksamer, gewann und verarbeitete denselben; Klaproth zeigte 1788, dass die F�rbung durch Nickeloxyd bedingt sey. Allm�blig beschr�nkte man den Namen Chrysopras nur auf dieses Fossil; im Linn�ischen Systeme hiess es nitrum, fluor viride; Werner setzte es erst zu dem Talk, seit 1791 zu dem Quarz. L. _Unsere Gattung T�rkis oder Calait_. Diess ist ein gesch�tzter blaugr�ner, undurchsichtiger, unkrystallisirter Edelstein, der gute Politur annimmt, in kleinen, wie in ziemlich grossen St�cken vorkommt, sich h�bsch ausnimmt, seit �ltester Zeit viel zum Schmuck verwendet wurde. Er findet sich nur in Khorasan (Persien), von wo aus er durch den Handel �berall hin verf�hrt wurde; aber erst in j�ngster Zeit hat man seinen Fundort etwas genauer kennen gelernt. Als Surrogat daf�r benutzte man lange in Europa die von Kupfer durchdrungenen, gr�n gef�rbten, fossilen Knochen, die man besonders im s�dlichen Frankreich findet, glaubte: dass der wahre T�rkis �hnlichen Ursprunges sey, und entfernte ihn lange aus den Mineralogien; erst durch Chardin (voyage en Perse), Agaphi (1791) und Fraser (1830) wurde sein geognostisches Vorkommen ermittelt, man erkannte ihn nun f�r eine eigene Mineralgattung, die Calait genannt wurde; von diesem oder dem turqoise de vielle roche unterschied man die fossilen Knochen als turqoise de nouvelle roche-osseuse [or: rocheosseuse] und odontolithe im Franz�sischen und turchina de rocca nova im Italienischen. _gyu_ im Tibetanischen, durch T�rkis �bersetzt, ist wohl unser Plasma; druga-mara und druga dakara wird auch mit T�rkis �bersetzt. _perose_ im Hindu;--_perodscha_ im Sanscrit, auch _harita�man_ d.i. gr�ner Stein;--_pirusa_ im Kurdischen;--_piurjeh_ im Armenischen, meist mit berillus �bersetzt, wird hierher geh�ren, wie auch der _purjehham_;--_firuzeh_ im Persischen, auch _firozah, firoze, firuz, firusae_ mit den Arten: a) abu ishaki;--b) escheri;--c) suleimani;--d) sermune;--e) chaki;--f) abd ol-medschidi;--g) andelibi. Bey den Juwelieren heisst er auch: mescha, und der zweyfarbige ebresch;--_feruse_ im Arabischen, auch _feruzegi, peruzegi, perosao_, mit den Arten: buscechica, von der sch�nsten bl�ulichen Farbe; b) lahahica;--_ferozeh_ im T�rkischen, auch _piruze, biruzeg, bihruz, peruse, peruze_;--_perosag_ im Chald�ischen, auch _tarkja, tareja, torkei, torkeja_ (woher vielleicht der Name turcosa, T�rkis). _[Greek: kalleinos]_ der Griechen, von der meergr�nen Farbe (die [Greek: kallainos], bey den R�mern venetus hiess);--_callais, calleina_ der R�mer. _turcosa_ im Mittelalter, auch _turchina, turchesia, torcois, torques, lapis turcicus_ (wohl von torkeja im Chald�ischen, nicht weil man ihn von den T�rken erhielt). _perudota, peritot, pelidor_, ein kostbarer Stein im Mittelalter, von dem wir weiter nichts wissen, k�nnte vielleicht mit dem erw�hnten peruse, perosao u.s.w. zusammenh�ngen. _turcia_ im neuern Latein, auch _borea_;--_[Greek: peryze]_ im Neu-Griechischen;--_birjura, borivea_ im Russischen;--_bronzusa_ im Windischen, von _bron_ das Erz;--_turchina_ im Italienischen;--_turquesa_ im Spanischen;--_turqoise_ im Franz�sischen;--_turkois_ im Holl�ndischen;--_turkes_ im Alt-Teutschen;--_turkis_ im Schwedischen, D�nischen. M. _Unser Malachit_. Ein smaragdgr�nes, kohlensaures Kupferoxyd, meist seidenartig gl�nzend; wenn es in festen, reinen, politurf�higen, gr�ssern St�cken einbricht, so kann es zu sehr gesch�tzten Zierathen und Ger�then verarbeitet werden, als Schmuckstein dient der Malachit selten. Er findet sich in den Kupferbergwerken, am sch�nsten nur in Siberien, hier wird er viel verarbeitet. Uebrigens dient er als Kupfererz. _dehne_ im Persischen, wo man nach der Farbe den smaragd-knoblauch-basilicumgr�nen, den dunkeln und hellen unterscheidet; der reine heisst auch _schirin_, der unreinere _telch_;--_dehnedsch_ im Arabischen, auch _dahnag, danadsch, dahanadsch_ (gemma similis smaragdo) wird hierher geh�ren, nicht zum Flussspathe, wie Raineri meint. Taifaschi sagt, dass er aus Kupfer entstanden sey, aus Kupferbergwerken komme und 4 Arten habe: a) efrandi, der sch�nste smaragdgr�ne, b) indiani;--c) kermani;--d) caraki;--_dana_ im Kurdischen, ist ein smaragdfarbener Edelstein. _[Greek: chalkosmaragdos]_ der Griechen;--_pseudosmaragdus_ der R�mer, smaragdus atticus, cyprius, medicus und calchedonius (aus den Kupferbergwerken der Insel Demonesus gegen�ber von Calchedon), der aus den Kupferminen kam; hierher mag auch geh�ren der _tanos_ des Plin., wohl mit dehne im Persischen zusammenh�ngend; auch mag _amphitane_ hierher geh�ren. _Malachit_ im Russischen, Polnischen und den meisten neuern Sprachen (wohl von molochites) (s. den folgenden �.), _malagita_ im Italienischen;--_malachite_ im Franz�sischen. N. _Der Molochites der Alten_. Der _Molochites_ der R�mer (woher unser Name Malachit entlehnt seyn mag), wird als eine smaragdgr�ne, undurchsichtige Gemme characterisirt, die auch zu Siegelringsteinen angewendet wurde; diese waren aber meist fein gravirt, wozu der Malachit wohl nicht taugen mag; daher scheint es sehr zweifelhaft, ob der molochites unser Malachit war; was er �berhaupt f�r ein Stein war, muss ganz dahin gestellt bleiben. Ein �hnlicher Name fehlt in der alten und orientalischen Litteratur. O. _Der Omphax der Alten_. _Theophrast_ erw�hnt den [Greek: omphax] als gr�nen Stein, der zu Siegelringen diente (der Name wird zusammenh�ngen mit omphacium, d.i. Oehl aus unreinen Oliven, oder Saft aus unreifen Weintrauben--onfak im Arabischen). Was dies f�r ein Stein war, stehet zur Zeit nicht zu ermitteln, da ein �hnlicher Name nicht weiter bekannt ist. Von diesem omphax ist der Name omphacit in unserer Mineralogie entlehnt, f�r einen k�rnigen Augit in Gemenge mit Granat u.s.w., der besonders im Fichtelgebirge vorkommt, mit dem omphax gar keine Relation hat. P. _Unsere Gattung Idocras oder Vesuvian_. In den Laven des Vesuv kommen sch�ne gr�ne und braune Krystalle vor, die eine ziemliche Politur annehmen und geschliffen den Namen vesuvianische Edelsteine,--gemmes de Vesuv--auch Chrysolith, Hyacinth, Topas heissen. Diese Gattung kommt in andern Gegenden, zum Theil noch sch�ner vor, so vorz�glich in Siberien am Baikalsee u.s.w. Werner fixirte diese Gattung, die man fr�her zum Hyacinth oder Sch�rl rechnete, nannte sie Vesuvian, Hauy (1801) Idocrase, welcher Name in die neuern Sprachen �berging; im Russischen bezeichnet man den Stein meist als _Wiluit_ weil er sich am Wilui in Kamtschatka findet. Wahrscheinlich war der Stein schon dem Alterthume bekannt, wurde auch wohl benutzt; aber wir wissen nicht, unter welchem Namen. Q. _Unsere Gattung Epidot, Pistacit, Thallit_. Ein kristallinisches gr�nes Fossil, zuweilen so sch�n gef�rbt und politurf�hig, dass es als Schmuckstein dient. Es findet sich ziemlich h�ufig in Europa, besonders in Schweden, auch in Indien, in Gesellschaft von Korund. Es wurde fr�her zum Sch�rl gerechnet, Werner fixirte die Gattung als Pistacit, Hauy nannte sie Epidot, auch gab man die Namen: Arendalit, Akantikon, Delphinit, Thallit, Oisinit u.s.w. Dem Alterthume mag die Gattung bekannt gewesen seyn, da sie auch in Indien vorkommt; aber wir wissen nicht, unter welchem Namen. R. _Unsere Gattung Augit oder Pyroxene_. Ein sehr verbreitetes krystallinisches Mineral von schwarzer und gr�ner Farbe, besonders h�ufig in den Basalten und Laven, wird aber technisch nicht angewendet. Es wurde fr�her zum Sch�rl gerechnet; Werner fixirte die Gattung als Augit, Hauy nannte sie pyrox�ne; sie hat viele Arten, die zum Theil besondere Namen erhielten, als: Diopsid, Sahlit, Malacolith, Alalit, Mussit, Kokkolith u.s.w. Weil das Fossil in Italien sehr h�ufig ist, wird man es auch im Alterthume beachtet haben. Den schwarzen, an Augiten sehr reichen Sand und Trass der Gegend von Rom nannte man nach Vitruv: arena carbunculus; wahrscheinlich rechnete man daher die Augite zur Gattung carbunculus, d.i. zu unsern Granat. Den Augites (woher der Name f�r unsern Augit entnommen) f�hrt Plinius nur beyl�ufig an, bemerkend: dass man ihn meist verschieden von callais halte; er war daher unserm T�rkis �hnlich, oder eine Ab�nderung desselben, hatte daher mit unserm Augit gar keine Relation. S. _Die Gattung Hornblende oder Amphibole_. Vom Augit kaum wesentlich verschieden, ein Fossil von schwarzer oder gr�ner Farbe, meist bl�ttrich, auch strahlig, dann Strahlstein, Tremolith genannt. Hat keine technische Anwendung. Die Krystalle sind h�ufig in den Laven und Basalten. Die bl�ttrige Hornblende erscheint h�ufig als Felsart, besonders mit Feldspath, Quarz und Glimmer, bildet hier den Syenit (s. unten Marmor), auch mit Feldstein den Diorit oder Gr�nstein, und wenn sie hier sehr vorwaltend erscheint, das Hornblendgestein, Amphibolith oder Aphanit, von fast schwarzer Farbe, das von den alten Aegyptiern vorzugsweise zu ihren G�tterstatuen angewendet wurde, der _basanites_ der Alten (basalte nero der Italiener) war. Auch in Kaschmir findet sich diess z�he Gestein h�ufig zu Bildwerken angewendet. Die labradorische Hornblende, auch Paulit und Hypersten genannt (dwulitschnewaja obmana im Russischen, ipersteno im Italienischen), von Labrador, aus Gr�nland u.s.w., zeichnet sich durch ein eigenth�mliches Schillern aus, war aber dem Alterthume und Oriente wohl nicht bekannt, wurde 1789 von Werner characterisirt. Die Hornblende wurde fr�her zur Gattung granatus und basaltes gerechnet, die man sp�ter Sch�rl nannte (die h�chst verschiedene Fossilien umfasste); Wallerius nennt sie 1772 granatus vulgaris; Linn� (1768), Borax margodes;--Rom� de l'Isle 1783: Sch�rls en masse;--der Name stammt wohl aus dem Schwedischen, wo hornbl�nde eigentlich Zinkblende bedeutet; in Schweden nannte man aber unsere Hornblende fr�her meist corneus spatosus. Werner fixirte die Gattung unter diesen Namen 1788, Hauy nannte sie amphibole (schwankend). _yu-tsing-chy_ ist der Tremolith im Chinesischen, auch _yang-ky-chy_ und _pe-yang-chy_.--_tsillampo_ im Magyarischen;--_obmanka, rogowaja blenda_ im Russischen, ist Hornblende, lutschistoi kamenj ist Strahlstein, _gimoraz, jinoraz_ im Czechischen;--_hornblende_ in den neuern Sprachen. T. _Die Gattung Diallage und Smaragdit, sonst auch prisme d'emeraude genannt_. Ein gr�nes, bl�ttriges, meist in Serpentin eingewachsenes Fossil, mit einem eigent�mlichen Schillern, das f�r sich keine Anwendung hat. In dem Gemenge mit Serpentin und Feldstein bildet es ganze Felsmassen unter den Namen Euphotid, Gabbro, granito di gabbro, verde di Corsica, granito del impruneta. Dieses Gestein dient zu Werken der Kunst, ist h�ufig in Italien, wurde im Alterthume viel angewendet; aber wir wissen nicht, unter welchem speciellen Namen, im Allgemeinen rechnete man es gewiss zum Marmor.--Saussure hob die Gattung als Smaragdite heraus, Hauy nannte sie Diallage, Werner rechnete sie zum Strahlstein. * * * * * #�. 5. Gelbe Gemmen und verwandte Gesteine#. A. _Unsere Gattung Topas_. Der Juwelier bezeichnet meist alle gelben Edelsteine mit dem Namen Topas, wie gelben Korund, gelben Spinell u.s.w.; mineralogisch ist die Gattung durch Krystallform, H�rte, Schwere und chemischen Gehalt scharf begrenzt, hat verschiedene Farben. Ceylon, wie ganz Indien, so reich an allen andern Edelsteinen, hat merkw�rdiger Weise gar keine Topase, oder wenn sie sich hier finden sollten, was hier und da behauptet wird, so erscheinen sie wenigstens als h�chste Seltenheit; was der Juwelier orientalischen Topas nennt, ist meist gelber Korund, der sary jakut der Orientalen. In Sachsen finden sich die sch�nen weingelben Topase (fr�her Chrysolith genannt), die dem Oriente und Alterthume wohl fremd waren. In Brasilien sind rothe, gr�ne und wasserhelle Topase ziemlich h�ufig, die im gemeinen Leben oft als Rubin und Sapphir bezeichnet werden. In Siberien gewinnt man in j�ngster Zeit viel Topas, besonders im Ural bey Miask, der meist wasserhell ist, und bey Mursinsk von meist bl�ulicher und gr�nlicher Farbe. Diesen siberischen Topas wird das Alterthum gekannt haben, verband ihn wahrscheinlich mit Smararagd oder Beryll, mit welchem letztern er h�ufig zusammen vorkommt; da hier aber keine gelben Topase vorkommen, so wird das Alterthum und der Orient schwerlich gelbe Edelsteine mit dem Namen Topas bezeichnet haben. In Jekatharinenburg in Siberien, wo viel siberische Topase geschliffen werden, nennt man diese--ich weiss nicht weshalb--_tjeschelowes, tjejelowjesi_, was heissen soll: die schwerwiegenden (von wjes das Gewicht und tjesolui schwer); als _topazi_ aber bezeichnet man die farbigen Ab�nderungen des Bergkrystalles. In der Sanscrit-Litteratur ist ein Name f�r den gelben Topas (der Mineralogen) gar nicht zu erwarten; wenn daher Wilson, Pott und Andere den Namen von gelben Edelsteinen, wie: pita, pitasara, pitaspatica, pitamane mit Topas �bersetzen, so wird diess--mineralogisch genommen--unrichtig seyn; diese Edelsteine werden zum gelben Korund oder einer andern Mineralgattung geh�ren; dasselbe ist der Fall mit pita�ma und gomedaka im Bengalischen, mit manikang, kunig, puresjeragan im Malaiischen, pusperajan im Ceylonesischen u.s.w., die alle wohl irrth�mlich mit Topas �bersetzt werden. _tobadsch_ heisst im jetzigen T�rkischen unser Topas, welches Wort aus den europ�ischen Sprachen entlehnt seyn mag, obwohl top und adsch t�rkische Sylben seyn k�nnen, was ich nicht weiss; auch soll man ihn sofja taschi und sirtcha (welches Wort persischen Ursprunges seyn soll) nennen, auch kibris elmasi (Diamant von Cypern) und kibris taschi (Stein von Cypern), die zum Bergkrystall geh�ren werden. Das Wort _topas_, das aus Aegypten stammen mag (wo es unsern Flussspath bezeichnet haben mag), ist in alle europ�ischen Sprachen �bergegangen; topas im Englischen, Schwedischen, Magyarischen; topaas im Holl�ndischen; topazio im Spanischen und Italienischen; topass im Polnischen, Windischen, Czechischen. B. _Der topazion der Alten und der pitdan der Hebr�er_. _paz_ im Hebr�ischen wird mit topazion �bersetzt. _tuphasjon_ im Syrischen. _[Greek: pazon]_ (wie paz im Hebr�ischen), _[Greek: topazion]_ (wie tuphasjon) im Griechischen, topazius der R�mer. Ueber diesen Stein haben wir durch griechische Schriftsteller verst�ndige Nachrichten, sind nicht allein auf den kritiklosen Plinius angewiesen. Strabo 16, 198 sagt: der topazion von der Insel Ophiodes bey Aegypten ist ein goldgelber ([Greek: chrysoeid�s]), durchsichtiger Stein, welcher derartig gl�nzt (leuchtet), dass man ihn am Tage nicht sehen (unterscheiden) kann; nur w�hrend der Nacht wird er von den Einsammlern bemerkt. Diodor. Siculus III. 3 sagt: der topazion ist glasartig ([Greek: hyal� paremephr�s]), goldgelb ([Greek: enchryson]), findet sich in Felsen; wegen des Sonnenlichtes kann man ihn am Tage nicht sehen, _bey Nacht leuchtet er im Dunkeln_. Agatharchides sagt dasselbe, nennt ihn einen undurchsichtigen, glasartigen, gelben Stein; Orpheus de lapidibus wiederholt das Gesagte, bemerkend: dass er zu magischen Zwecken diente. Plin. 37. 32 f�hrt aus dem Juba an: die Insel Topazon habe ihren Namen von topazin, oder--wie ein Manuscript liest--opazum, was in der Sprache der Trogloditen (d.i. in der �gyptischen) suchen heisse. Die Arsinoe, Gemahlin des Ptolomaeus Philadelphus habe aus diesem Steine eine Statue von 4 cubitus H�he (5' 7" rheinl�ndisch) erhalten, die in dem delubrum aufgestellt sey. Als Arten unterscheide man: den prasoides und chrysopteros von lauchgr�ner Farbe. In der neuern Zeit hat Bruce (Reise nach den Quellen des Nils I. Pag. 255) die Topasinsel (die in der Landessprache Jibbel siberget oder zumrud heisst) besucht; er fand hier St�cke von einem gr�nen, adrigen, wolkigen, zerbrechlichen Gestein, nicht so hart als Quarz, die siberget und bilur vom Volke genannt wurden. Ob hier ein neuerer Reisender genauere Untersuchungen gemacht hat, ist mir nicht bekannt geworden. Der _[Greek: topazion]_ der in grossen Massen vorkam, glasartig und weicher war, wie alle Gemmen, gelbe und gr�ne Farben hatte, zeichnete sich dadurch aus: dass er, von der Sonne am Tage beschienen, in der Dunkelheit leuchtete, d.i. phosphorescirte. Kein Fossil phosphorescirt so stark und so leicht als der Flussspath in gewissen Ab�nderungen, besonders der meist smaragdgr�ne Chlorophan aus Siberien; liegt dieser im Sonnenlichte, und man bringt ihn dann ins Dunkle, so leuchtet er so stark, dass man nahe Gegenst�nde dabey erkennen kann. Wohl ohne Zweifel war hiernach der topazion unser Flussspath, besonders unser Chlorophan oder stark phosphorescirender Flussspath; dieser hiess topazion, wenn er gelb war, chrysoprasius bey gelbgr�ner Farbe (aus dem man auch Gefasse [Gef�sse] und gr�ssere Gegenst�nde verfertigte), und bey gr�ner Farbe pazion, prasion, prasoides. Diese Namen sind allm�hlig auf ganz verschiedene Gesteine �bertragen worden; der topazion auf unsern Topas; der Chrysopras auf unsern Chrysopras, einen politurf�higen gr�nen Quarz, und der prasion auf unsern Prasem, einen gr�nen gr�beren Quarz. Sonderbarer Weise stehen Flussspath und Topas in einer gewissen innern Relation, sie enthalten beide, wenn auch in verschiedenen Quantit�ten, Flusss�ure und nach den Beobachtungen von Freisleben (geognostische Arbeiten V. Pag. 232) gehen beide in einander �ber. * * * * * _pitdah_ im Hebr�ischen war einer der 12 Edelsteine im Schmucke des Hohenpriesters bey den Juden, der im Griechischen mit _[Greek: topazion]_ �bersetzt wird, im Syrischen mit sorjo, im Chald�ischen mit jarkan, jarukta (d.i. gr�nlich), im Arabischen mit asphax. Braun (de vestitu sacerd.) sucht zu zeigen: wie durch eine leichte, in den semitischen Sprachen h�ufige Verwechselung der Buchstaben aus topaza, topza, topda, pitdah wird, welche Etymologie ich ganz dahin gestellt seyn lasse. War der topazion der Griechen unser Flussspath, so kann er nicht wohl der pitdah der Hebr�er gewesen seyn, denn ein St�ck Flussspath w�rde sich neben den andern kostbaren Edelsteinen im Schmucke des Hohenpriesters nicht gut ausgenommen haben. Ich sollte meinen: es m�chte ein Zusammenhang Statt finden zwischen pitdah im Hebr�ischen, mit _pita_ im Sanscrit und den indischen Sprachen, womit man die gelben indischen Edelsteine bezeichnet, den gelben Korund, Spinell u.s.w. (der Topas der Juweliere, nicht der Mineralogen), daf�r spricht auch: dass im Persischen der pitdah durch laal �bersetzt wird, der unser Spinell oder Zirkon war. C. _Der Bernstein_. Der Bernstein, obwohl ein fossiles Baumharz, geh�rt doch zu den Mineralien, und vorzugsweise zu den Schmucksteinen. Er ist von gelber Farbe, die sich ins Weisse verliert, oft einen Stich ins Rothe hat; durchscheinend, oft ganz durchsichtig und stark electrisch. Er findet sich zwar in vielen Gegenden, am h�ufigsten, sch�nsten, und in gr�ssten St�cken nur an der Ostseek�ste, vorz�glich an der preussischen und bey Palm�nken, theils in der Erde, meist als Auswurf des Meeres, hier ist er seit den aller�ltesten Zeiten gewonnen, und auffallender Weise scheint seit Jahrtausenden eine fast gleiche Quantit�t Bernstein ausgeworfen zu werden, der Ertrag sich nicht zu mindern. Die kleinen, schlechten St�cke dienen, besonders im Oriente, zu R�ucherwerk; �brigens wird der Bernstein als Schmuck verarbeitet, der jetzo, wie in �ltester Zeit, im Orient und Occident ein sehr gesuchter und verbreiteter Artikel ist. In den germanischen alten Gr�bern findet man sehr vielen und sehr sch�nen Bernstein, der bey den R�mern und bey den Griechen in aller�ltester Zeit sehr allgemein als Schmuck diente. Der Bernsteinhandel war vorz�glich in den H�nden der Ph�nizier, die bis in die Ostsee schifften und dem ganzen Oriente diesen gesuchten Artikel zuf�hrten. Der Bernstein umschliesst nicht selten kleine Insekten und Pflanzen, die sich auf das Vortrefflichste erhalten haben. Schon im Alterthume beachtete man diese, wie die electrische Eigenschaft. _pe_ im Chinesischen; mila-pe der gelbe, hue-pe und chu-pe der r�thliche;--_hupa_ im Mandschu, auch chupa und boissile;--_bhour-len, burlem_ im Tibetanischen, auch wird spasa-schela hierher geh�ren. Wie im Sanscrit der Bernstein heisst, habe ich nicht geh�rig ermitteln k�nnen; tailasphatica (d.i. Oehlkrystall) soll Bernstein seyn, dieser ist aber nicht krystallinisch; auch tringrahin (d.i. Grasanzieher), was auch Turmalin seyn kann; mir scheint es wahrscheinlich, dass man den Bernstein unter pita begriffen hat, womit man gelbe Edelsteine bezeichnete. _ivgit kajungar saet_ im Gr�l�ndischen;--_amber kerning_ im Malaiischen (ob aus dem Englischen?);--_sath_ im Armenischen, auch kahribar (wohl aus dem Persischen), pazmakoum wird mit electrum �bersetzt;--_kawake_ im Japanischen;--_kahruba, kuhroabo_, auch _kepur_ im Hindu (wohl aus dem Persischen);--_kahrub, karabe, kahruba_ im Persischen (von kah und rubah, d.i. der R�uber von Spreu, wegen der electrischen Anziehung);--amber ist das wohlriechende Harz, der ambra ambrosiaca;--_karabe, kahrab, karabah_ im Arabischen;--_kehribar_ im T�rkischen;--_karaweh_ im Georgischen;--_keherbai_ im Bucharischen;--_charbe_ im Aethiopischen;--_prud_ im Alt-Slawischen;--_jantar, yantare_ im Russischen und Serbischen;--_jantar_ im Polnischen, auch _bursztyn_;--_gantar_ im Czechischen, auch _cistee, czistec, aksteyn_;--_giantaras_ im Litthauischen;--_sihtars, dsinters_ im Lettischen;--_jantar_ im Illyrischen, auch _kechribari_ (aus dem Wlachischen);--_gentar_ in der ausgestorbenen Sprache der alten Preussen, die an der Ostsee wohnten, von wo der Bernstein und mit ihm der Name in die entferntern L�nder ging;--_gyantar_ im Magyarischen, auch _sarga gyenta_;--_cistec_ im M�hrischen und Slavonischen. _burzhen_ im K�rnthischen, auch _okstar_ (was mit jantar zusammenh�ngen mag);--_bureen_ im Krainerischen und Windischen, auch _smolski kamen_;--_burstin_ im Illyrischen, Bosnischen, Ragusanischen und Croatischen, hier auch _burcham_ und _okstar_;--_b�rnstein_ im Alt-Teutschen; gew�hnlich, vielleicht irrth�mlich leitet man das Wort von bernen, d.i. brennen ab; ein Zusammenhang mit den erw�hnten slawischen W�rtern scheint vorhanden, ob diese aber slawischen Ursprunges sind, lasse ich dahin gestellt seyn.--Auch _agtsteen, aidstain_, was von aiten, d.i. brennen herkommen soll;--_bornsteen, barnsteen, brandsteen_ im Holl�ndischen;--_bernstein_ im D�nischen, auch _rav_. _raf_ im Lappl�ndischen;--_reef, rief_ im Alt-Finnischen; _raf_ im Schwedischen;--_gles, glys_ im Alt-Schwedischen;--_rafur, rafr, raf_ im Isl�ndischen; auch _glar_;--_rypte_ in der Edda. _kichrimbar, chirimbaru, kirimbarj�_ im Walachischen;--_kechrembari_ im Neu-Griechischen. _glesum_ in der Sprache der alten germanischen Aestyer (nach Tacitus, Germ. 46), die an der Ostsee wohnten und der keltischen Nationalit�t angeh�rten. Das Wort wird zusammenh�ngen mit glain im W�lschen, das Durchsichtige, das Juwel, die Hals- und Rosenkranz-Perle oder Kugel (als Halsschmuck diente der Bernstein vorzugsweise bey den keltischen V�lkern);--_gles, glas, glesum_ im Friesischen und l�ngs der Ostseek�ste;--_glaes, glaere, glayre, glies_ im Angels�chsischen;--_glesum_ im Alt-Esthnischen, nach neuerer Mundart: merre kiwwi d.i. Strandstein. _goularz_ im Bretonischen;--_gwefer_ im W�lischen (von gwef, klar);--_omar_ im G�lischen, _ombra_ im Irischen;--_ambar, ambre_ im mittelalterlichen Latein; _[Greek: amper, ampra]_ im mittelalterlichen Griechisch, damit bezeichnete man vorz�glich den nordischen Bernstein (den von der K�ste des mittell�ndischen Meeres, mit [Greek: soukinon]);--_amber_ im Englischen;--_amber jaune_, auch _succin_ im Franz�sischen, fr�her auch carabe (der arabische Name);--_ambar_, auch _succino, carabe_ im Spanischen;--_ambra gialla_, auch _succino_ im Italienischen;--_alambre_, auch _charabe_ und _electro_ im Portugiesischen. _sakel_ im Alt-Aegyptischen, wie Plinius anf�hrt;--_sakal_ im Koptischen;--_sakal_ im Hebr�ischen, war ein Ingredienz zum R�ucherwerk, wohl ohne Zweifel Bernstein;--_tharschisch_ im Hebr�ischen, wird--wie Bredow (historische Untersuchungen II.) auszuf�hren sucht, der Bernstein (als Schmuckstein) gewesen seyn; auch k�nnte vielleicht der _schechlet_ hierher geh�ren. Die jetzigen Bernsteinh�ndler sortiren ihre Waare nach der Gr�sse der St�cke; die vierte Art, wo die St�cke klein sind, unter einem Lothe wiegen, heisst cakon, sakon, tschakon, welche Namen �hnlichkeit mit sakal haben; es k�nnte diess eine alte germanische Bezeichnung seyn, die nach Aegypten �bertragen w�re. _sachal_ im Syrischen, nach Plinius auch _harpax_. _electro, ilectro_ im Ph�nizischen;--_[Greek: �lektron]_ im Griechischen, wohl aus dem Ph�nizischen, da man durch die Ph�nizier den Bernstein erhielt; man unterschied: leyk-chry-electron und subalternikon, den weissen, gold- und feuergelben, [Greek: makatos] scheinen grosse Bernstein-Klumpen gewesen zu seyn. Hiervon stammen unsere Namen: electrisch, Electricit�t u.s.w.;--_electrum_ der R�mer, auch _succinum_ (vielleicht von succus der Saft der Gew�chse, weil der Bernstein ein Baumharz ist), man unterschied den weissen (candidum), rothgelben (fulvus) und hochrothen; der _myrmecites_ und _cantharius_, wird Bernstein mit Insekten gewesen seyn. _sacrium_ im Alt-Scythischen nach Plinius, aber wahrscheinlich ist dieser Name nicht correct geschrieben, er k�nnte mit sakal zusammenh�ngen; Schl�zer schl�gt vor satrium, was mit sihtars im Lettischen Aehnlichkeit hat. * * * * * #�. 6. Blaue Gemmen und verwandte Gesteine#. Die wichtigste blaue Gemme ist der Sapphir, die aber mineralogisch nur eine Art des Korund ist (s. oben). Blaue Ab�nderungen haben auch andere Edelsteine, als der Spinell, Zirkon, Turmalin u.s.w. A. _Unsere Gattung Peliom_. Ein blauer, krystallisirter Edelstein, zuweilen mit einem sternfarbigen Lichtscheine, etwas weicher als Sapphir, diesem sonst h�chst �hnlich und erst neuerlichst mineralogisch von ihm getrennt. Bey den Juwelieren heisst der hellere--Wassersapphir, der dunklere--Luchssapphir. Er findet sich in Indien, Siberien, Spanien, Brasilien u.s.w., war den Alten und Orientalen gewiss bekannt, aber nicht vom Sapphir unterschieden. _peliom, dichroite, cordierite, iolite_ im Franz�sischen und �hnlich in allen neuern Sprachen. B. _Die Gattung Lasurstein mit Ultramarin_. Der Lasurstein ist ein, seit den �ltesten Zeiten bekannter lasurblauer, unkrystallisirter, undurchsichtiger Schmuckstein, der zum Theil in bedeutenden St�cken einbricht, h�ufig krystallisirten Schwefelkies eingemengt enth�lt, sich nur in der Bucharey, am Baikal-See, im Badakschan findet. In den Mineralsystemen hat er einen sehr wechselnden Platz gehabt; Guyton glaubte zuerst 1801, dass das geschwefelte Eisen der f�rbende Stoff sey. _tschingt-chan_ im Chinesischen, ist der dunkle, _zuisang_ der hellere. _nilaa_ (d.i. der blaue) im Hindu;--_whidurga_ in Bengalen;--_vaidurga, viduradscha_ im Sanscrit, auch nilopala (der blaue Edelstein), balaradscha, balawajadscha, balasurga, gawarka, kaitawa, keturatna, abrahoha. _lazuwerdi_ im Malaiischen, auch _godschasm_;--_ladwery_ im T�rkischen (latschmore ist Veilchenblau);--_ladschiwerd_ im Persischen, auch _langswerd_ und _lazuard_, mit den Arten: a) bedadschi;--b) gurdschi;--c) dermari;--d) kermar.--(_lazur_ ist das Ultramarin). Am Fundorte, in Badakschan unterscheidet man 3 Arten: a) ladschword nili, den indig-blauen;--b) -asmani den hellblauen;--c) suvsi, den gr�nlichen;--_landschiwer_ im Arabischen, auch _asurad, zemech, zumelazuli_ (von azul, der Himmel), _alzagur, hagiar alzemar, maha_ (lazur ist Ultramarin);--_lasrad_ im Syrischen, auch _satphiros_ (von saphilo, blau). _samper_ im Aethiopischen, auch _sofor, sophor_;--_saphir_ im Chald�ischen, auch _esphor_; schabsis wird mit sapphirus �bersetzt;--_saphir_ im Hebr�ischen; bey den Rabbinen auch sampurian, sampurina;--_[Greek: sappheiros]_ der Griechen (daher unser Name Sapphir f�r einen ganz andern Stein);--_sapphirus_ der R�mer;--_[Greek: zaphirys]_ im Mittelalter, auch [Greek: z�phyros, zaph�r�], cyaneus, lazur, lazurium, lapis armenius;--_llasur_ im W�lschen, _azura_ im G�lischen;--_[Greek: petra lazoul�]_ im Neu-Griechischen; _lapis lazuli_ im neuern Latein. _iasurick_ im Russischen, auch lazourewoi kamene; _lazur_ im Polnischen; _lasura_ im Windischen;--_sagasilje_ im Bosnischen;--_lazuk�_ im Magyarischen;--_azur_ im Franz�sischen;--_azurstone_ im Englischen;--_lazursteen_ im Holl�ndischen, D�nischen, Schwedischen. Anhang. _Unser Ultramarin_. Aus dem Lasursteine bereitet man die sch�nste, aber sehr kostbare blaue Farbe--das Ultramarin--die bey den Chinesen schon l�ngst, besonders in der Porzellanmalerei angewendet wurde; die orientalischen V�lker kannten sie, auch wahrscheinlich die alten Griechen, die sie [Greek: lazourion] genannt haben m�gen; h�ufiger benutzte man ein blaues Kupferglas (s. unten Kupfer) und die Smalte, d.i. Kobaltglas (s. dieses). In der neuern Zeit war es Vanuccio Biringoccio, der 1545 die Bereitung des Ultramarin lehrte (den er sehr von der azurra del Alemagno (Schmalte), unterschied). _lazur_ im Arabischen;--_[Greek: lazourion, lazouri]_ der sp�tern Griechen;--_lazurium_ im mittelalterlichen Latein, auch _color graecus_;--_ultramaro_ im Spanischen;--_ultramarino_ im Portugiesischen;--_outre-mer_ im Franz�sischen;--_ultramarine_ im Englischen, Schwedischen u.s.w. C. _Unsere Gattung Cyanit, oder Disth�ne, auch Sapphirspath, Sappare_. Ein krystallisirtes Fossil, meist von sch�n himmelblauer Farbe, auch weiss und geflammt, in langen rhomboedrischen Prismen, oft durchsichtig, stark gl�nzend, sehr hart und fast ohnschmelzbar. Aus Indien kommen, wenn auch nicht h�ufig, geschliffene Cyanite, die man gern f�r Sapphir verkauft, auch Sapphirspath nennt. In Europa findet er sich weniger sch�n, in Glimmerschiefer eingewachsen, hat keine technische Anwendung. Den sogenannten blauen Sch�rl aus Tyrol fixirte Werner 1785 als die Gattung Cyanit, entlehnte den Namen von Cyanos der Griechen, der unser Kupferlasur war. Saussure analysirte das Fossil, und nannte es 1789 Sapparre. Der Orient und das Alterthum wird den Cyanit gekannt, und wohl mit dem Sapphir (dem nila und jakut) verbunden haben; wir wissen aber nicht, unter welchem speciellen Namen. _disth�ne_ der Franzosen, auch _saparre_, fr�her beril feull�t� und sch�rl bleu;--_disteno_ im Italienischen und Spanischen;--_kyanite_ im Englischen;--_kyanit_ im Schwedischen, D�nischen, fr�her auch _egk�_ im Magyarischen. D. _Der Amethyst_. Er ist ein violblauer, durchsichtiger, meist krystallisirter Quarz, der viel zu Siegelringsteinen und verschiedenen Schmuckgegenst�nden dient. Er ist h�ufig in Indien und Ceylon, wo er von besonderer Sch�nheit gefunden wird, auch, aber weniger sch�n, in Europa. Er hat nur geringen Werth. _tsi-chy-yng_ im Chinesischen;--_sevandi_ im Ceylonesischen;--_seandi, scuandi_ im Malabarischen; pudi und permata-puti heisst ein Edelstein, der wahrscheinlich auch Amethyst ist; _zebugaong_ auf Awa. _dschamschat_ im Arabischen, auch _giamest, dschamsat, dschemeat, gebellecum_ mit 4 Arten, a) wo lebhaftes Himmelblau und Roth gleichm�ssig vereiniget sind; b) wo das Rothe vorsticht; c) wo das Blau vorherrscht; d) wo die Farben getheilt sind. Wenn man Wein aus Bechern von diesem Steine trinkt, soll man nicht berauscht werden. _tabheagh, tabhaya_ im Chald�ischen, auch wird enegla, een egla (d.i. Kalbsauge) mit Amethyst �bersetzt;--_achlama, ahlama_ im Hebr�ischen. _amothostos, ametestinos_ im Aethiopischen;--_amethystos_, im Koptischen. (Aus Aegypten mag der Name zu den Griechen gekommen seyn, von diesen zu den R�mern und zu uns);--_dschemist_ im T�rkischen, auch _dschebellokun, dgebilkon, dschalzagum_;--_amyethos_ im Armenischen, mit Granat �bersetzt, mag hierher geh�ren;--_amothostos_ im Syrischen;--_[Greek: amethystos]_ im Griechischen, auch im Neugriechischen. _amethystus_ der R�mer mit mehreren Arten, nach der Intensit�t der Farbe; die eine Art hiess nach einem indischen Worte (sacon) sacondion, sapenus, auch pharanites. _[Greek: sokondios]_ hiess im Mittelalter ein Edelstein, der nicht n�her characterisirt wird, aber der sacondion des Plinius seyn wird, vielleicht mit sevandi im Ceylonesischen zusammenh�ngt. _metist, ametist_ im Russischen;--_amatyst_, auch _upren_ im Czechischen; _ametyst_ im Polnischen;--_ametiszt, k�zonseges, ametisztus_ im Magyarischen;--_amethnit, amethistu_ im Wlachischen;--_amatisto_ im Italienischen und Spanischen;--_ametisto_ im Portugiesischen;--_amethyste_ im Franz�sischen;--_amethyst_ im Englischen, Schwedischen und �brigen neuern Sprachen. * * * * * #�. 7. Weisse Gemmen und verwandte Steine#. Hierher stellt man gew�hnlich auch das Katzenauge, das schon oben erw�hnt ist. A. _Der Opal, Edelopal_. Er ist ein unkrystallinisches Kieselhydrath, meist von weisser Farbe, ausgezeichnet durch das herrlichste Farbenspiel, das bey keinem andern Mineral derartig vorkommt, daher er ein beliebter Schmuckstein ist. Er spielt mit blauen, gelben, rothen und gr�nen Farben, kommt nur in kleinen Nieren vor, so, dass ein nussgrosser Stein zu den h�chsten Seltenheiten geh�rt. Er findet sich nicht in Indien, sondern allein in Ungarn bey dem Dorfe Czerwenizka zwischen Kaschan und Eperies, in kleinen Partien eingewachsen in ein porphyrartiges Gestein. Ungarn (sonst Dacia) war in alter Zeit ein cultivirtes, bl�hendes Land, mit wichtigem Bergbau. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass vor der r�mischen Zeit schon die Opalgruben betrieben wurden; aber nachweisen l�sst es sich nicht. Der Opal, der sich an ein Paar andern Punkten findet, ist ohne Bedeutung, nur eine mineralogische Seltenheit. Ob man im Alterthume und Orient den Edelopal gekannt, ihn aus Ungarn bezogen hat, ist zwar wahrscheinlich, aber noch zweifelhaft. Wenigstens im Mittelalter (vermuthlich also auch fr�her) muss die Opalgr�berei hier stark betrieben seyn, ging aber in der sp�tem Zeit ganz ein, denn der alte ungarische, walachische und moldauische Nationalschmuck der Frauen prangte stets mit den sch�nsten Opalen, diess ist auch der Fall mit den sehr alten Pocalen und Waffen der dortigen Gegenden. In jenen Zeiten (daher auch wohl fr�her) werden diese Steine durch griechische Kaufleute nach Asien verf�hrt seyn, und von da kamen sie vielleicht, unter dem Namen der orientalischen Opale, auf andern Wegen nach Europa zur�ck. Die Opalgr�berey hat dann Jahrhunderte hindurch gelegen, war fast ganz in Vergessenheit gekommen; erst seit 1775 begann sie wieder bey Cherwenitza (zwischen Kaschan und Eperies), wird seit 1788 regelm�ssig betrieben. Jetzo gehen fast alle gewonnenen Opale nach England, man kann sie fast nur von daher erhalten. Aus der griechischen Zeit scheinen Opale auf uns gekommen zu seyn, werden wenigstens in manchen Sammlungen von Antiken erw�hnt, auch hat man Glasfl�sse, dem nat�rlichen Steine t�uschend �hnlich. Der Name Opal stammt wahrscheinlich aus dem Sanscrit, wo _opalo_, auch _upala_ �berhaupt ein Juwel, kostbarer Stein heisst; nur in Zusammensetzungen ein bestimmtes Mineral (wie nilopala, d.i. blauer, unser Sapphir). Im Polnischen heisst upala das Feuer; aber daher kann der schon den R�mern bekannte Name wohl nicht stammen. _pandumrittika_ im Sanscrit (d.i. blasse Erde) �bersetzt Wilson mit Opal; _wadschraba_ im Bengalischen �bersetzt Carey mit the precious opal;--_komala, kumala_ im Malaiischen (vielleicht mit opala verwandt) ist ein Edelstein von ausserordentlicher Sch�nheit, von Gestalt der Wassermelone, und dem Glanze der Sonne; aber es ist unbekannt, welchen Stein man damit bezeichnete. _[Greek: opalys, opallios]_ der Griechen und _opalus_ der R�mer kann der Beschreibung nach nur unser Edelopal gewesen seyn, wenn wohl als Fundort vorzugsweise Indien angegeben wird, von woher auch wahrscheinlich der Name kam. Dass man in Griechenland und Aegypten Edelopale hatte, sie auch auf das Vollkommenste in Glas nachmachte, leidet wohl keinen Zweifel. _paederos_ oder _paederonta_ der R�mer, der nach Plinius sangenon in Indien, tenites in Aegypten hiess, scheint ein �hnlicher, aber schlechterer Stein gewesen zu seyn; der hexecontholithus des Plinius hatte auch viele Farben, so auch der [Greek: pantarbas], den Ctesias erw�hnt, �ber die sich gar keine Conjectur machen l�sst. Im Mittelalter hiess der Edelopal [Greek: orphanos], _orphanus_ (vielleicht durch einen Schreibfehler aus opalus entstanden) und im Teutschen (wohl durch Uebersetzung) der _Weese, Weise_ (d.i. vaterlose), _Wieselstein_, auch _Firmamentstein_. Im Italienischen und Portugiesischen nannte man ihn fr�her auch _girasole_ und _scambia_, womit eigentlich unser Mondstein und Adular, auch der Sternsapphir bezeichnet wurde. _opal, telk�banyk�_ im Magyarischen;--_opalul_ im Wlachischen;--_opal nastojaschtschi_ im Russischen, _opal_ auch in den andern slawischen Sprachen;--_opale noble_ im Franz�sischen;--_opalo nobile_ im Spanischen und Portugiesischen;--_opal precious_ im Englischen. B. _Der Halbopal und Hydrophan_. Der _Halbopal, gemeine Opal, Jaspopal_ ist ein Kieselhydrat ohne Farbenspiel, weiss, gelb, roth, braun, zuweilen mit Holzstructur, ein in gemeinen Opal versteinertes Holz (wood opal im Englischen); er nimmt eine ziemliche Politur an, wird aber doch nur sehr wenig technisch, zu Bijouterie-Gegenst�nden verwendet. Ob er im Alterthume und Orient benutzt, und wie er genannt wurde, wissen wir nicht. _opal fatty, opal jel_ im Magyarischen;--_obyknowenny opal, polu opal_ im Russischen;--_semio-opal; common opal, jasper opal_ im Englischen;--_quarz resinite commun, jaspe opal_ im Franz�sischen. Der _Hydrophan_ ist ein Kieselhydrat von weisser Farbe, das, in Wasser oder Oehl gelegt, dieses einsaugt, dann durchsichtig wird, und zuweilen mit den sch�nsten Farben wie der Edelopal spielt, nur aber eine Zeit lang. Wird er in Wachs getr�nkt, so erlangt er die Eigent�mlichkeit beym Erw�rmen durchscheinend zu werden, auch Farben zu erhalten. Wohl wird der Orient und das Alterthum dieses Fossil gekannt haben, wir wissen aber nicht, unter welchen Namen. Fr�her nannte man ihn _lapis mutabilis, Weltauge, oeil du monde_ im Franz�sischen, auch _hydrophane_. C. _Der Bergkrystall und Krystall_. a) Krystall im Allgemeinen. Ein Mineral in bestimmten geometrischen Formen, abgesehen von dem Material und dem chemischen Gehalte. _spatika_ im Sanscrit, ferner katscha (was auch Glas heisst); agrigarbha, agrimani (krystallisirter Edelstein), atschtschha (durchsichtiger Krystall). Dem spatika sehr verwandt klingt das teutsche und franz�sische _spath_, das englische _spaad, spar_, d.h. ein Fossil mit bl�ttriger Textur, nach welcher es leicht theilbar ist; gleichwohl stammen diese Worte wohl schwerlich direct aus dem Sanscrit, sondern wohl aus dem Keltischen, h�ngen zusammen mit ysparth im W�lschen, der Theil, die Separation, ysparthu (W.) theilen, separiren. _spatika_ im Bengalischen. _palumban_ im Malaiischen, auch _palingu, nilur, intang_. _shela_ im Tibetanischen (was auch Glas heisst); auch _rdo-shela_ (d.i. Steinglas); _rana-shela_, nat�rlicher Krystall (bazhu-shela ist ein k�nstlicher Krystall aus Glas);--_wani_ im Armenischen. _balur, hablur_ im Persischen;--_bulur_ im Bucharischen;--_bellur_ im Kurdischen;--_beluro_, _belurcho_ im Syrischen. _ebna barut_ im Aethiopischen (bedeutet auch Hagel);--_mahewe_ im Abessinischen;--_elgabisch_ im Hebr�ischen, auch _gabisch_ (das zugleich Eis bedeutet. _kerustallin, keristallon_ im Chald�ischen; keristalinon ist krystallinisch;--_kristall, krustall_ im Albanischen;--_cristallu_ im Walachischen;--_criostall_ im G�lschen;--_crisial_ im W�lschen;--_cristal_ im Bretonischen;--_[Greek: chrystallos]_ im Griechischen;--_[Greek: chrystalli]_ im Neugriechischen;--_crystallus_ im Lateinischen;--_kristall_ im Isl�ndischen, Lappl�ndischen, Schwedischen, Englischen, Franz�sischen;--_crystall_ im Portugiesischen, Spanischen, D�nischen, Holl�ndischen;--_cristallo_ im Italienischen;--_krystal_ im Polnischen, Czechischen, Windischen und Croatischen;--_kristoa_ im Bosnischen;--_golot_ im Ragusanischen, auch im Windischen;--_kristolas_ im Litthauischen;--_krystally_ im Magyarischen. b. Der Bergkrystall. Ein reiner, durchsichtiger, meist wasserheller Quarz, der, sehr h�ufig als Schmuckstein dient, meist die falschen Diamanten (faux diamans) bildet, wenn sie nicht Glas sind. H�ufig erscheint er gef�rbt, und tr�gt dann verschiedene Namen; der violblaue heisst Amethyst, ist schon erw�hnt;--der gelbe heisst Citrin, hyacinth d'Espagne, topaze occidentale; der rauchgraue Rauchtopas, topaze enfum�;--der fast schwarze morion;--der, welcher Amiath, Rutil oder dergleichen umschliesst: Haarstein, Nadelstein, cheveux de Venus, fleches d'amour. Im Alterthume brauchte man den Bergkrystall sehr h�ufig, besonders zu Petschaften, schliff auch Brenngl�ser u.s.w. davon. _pe-chy-yng_ im Chinesischen, der ganz durchsichtige;--_tse-chy-yng,_ der bl�uliche;--_choui-tsing_ im Japanischen;--_rdo-shela_, auch _tschujschel_ im Tibetanischen;--_vellor_ im Kaschmirischen. _palinga_, auch _keys_ im Ceylonesischen; sudu palinga ist der wasserhelle;--kana palinga, der helle Rauchtopas;--tilla palinga, der dunklere;--taripo, der weisse, undurchsichtige Milchquarz bey r�thlicher F�rbung, _batu palumban_ im Malaiischen; wille palinga, der wasserhelle, mangel palinga, der helle Rauchtopas, tilia palinga, der dunkle. _spatica_ im Sanscrit;--_spatika, phatika, katscha, kantscha_ im Bengalischen. _bulur_ im Bucharischen;--_b�llur, bellur_ im T�rkischen;--_balur_ im Persischen;--_belur_ im Arabischen;--_bellur_ im Kurdischen;--_be'ur_ im Syrischen;--_ibna barad_ im Syrischen. _abagjegh, wanakn, akn wani_ im Armenischen;--_gabisch_ (was auch Eis bedeutet), und _kerach_ im Hebr�ischen;--_kerustallin_ im Chald�ischen. _criostal_ im G�lischen, auch _gloine_ (d.i. Glas) _shoillur_ und _gloine shinealta_;--[Greek: _krystallos_] im Griechischen;--[Greek: krystallopetra] im Neugriechischen;--_crystallus_ im Lateinischen, mit vielen Ab�nderungen; iris war der dreiseitige Bergkrystall, der als Prisma diente; der erros oder zerios war diesem �hnlich; haephaestites waren Geschiebe, die als Brenngl�ser dienten;--morio war unser Rauchtopas, der nach Plinius in Indien prammion hiess, der alexandrinus und cyprinus waren r�thlich;--_crystallus montanns [montanus]_ im mittelalterlichen Latein;--_kristallssteirn_ im Isl�ndischen;--_rockcrystall_ im Englischen;--_bergkrystall_ im Schwedischen;--_bjergkrystall_ im D�nischen;--_bergglas_ im Holl�ndischen;--_cristall de roche_ im Franz�sischen;--_cristallo di rocca_ im Italienischen;--_cristall de roca_ im Spanischen und Portugiesischen. _krystally, hegyi kristaly_ im Magyarischen. _krysztal gorny_ im Polnischen;--_krysztal_, auch _prohleden_ im Czechischen;--_kirchel_ beym b�hmischen Bergmann;--_hornoi chroustalle_ im Russischen; in Siberien nennt man die gef�rbten Bergkrystalle topas; den Rauchtopas duim-tschatui [or: duimtschatui] topas (von duim der Rauch). Es ist mir unbekannt, warum man in Teutschland den dunkeln Bergkrystall topas genannt hat, wie es auch in Siberien geschiehet. * * * * * #�. 8. Die 12 Gemmen im Schmucke der Hohenpriester bey den Hebr�ern.# Da wir in der Bibel die �ltesten schriftlichen Nachrichten �ber Schmucksteine finden, und zwar �ber diejenigen, welche die Hohenpriester der Hebr�er bey feierlichen Gelegenheiten an ihrem Gew�nde trugen, so gew�hrt es ein wichtiges Interesse, diese n�her zu er�rtern. Ueber der Kleidung trug der Priester ein gesticktes Brusttuch (Coschen), auf dem sich das _Gemmenschild_ befand, mit 12 in Gold gefassten, farbigen, geschliffenen Edelsteinen, auf denen die Namen der 12 St�mme eingeschnitten sich befanden. "Aaron--heisst es--soll die Namen der S�hne Israels tragen auf dem Brusttuche des Gerichtes, wenn er ins Heiligthum gehet, zum Ged�chtniss von Jehova jederzeit." Da diese Steine durch die eingeschnittenen Namen gleichsam die 12 St�mme repr�sentirten, und da sie 3 und 3 in einer Reihe in einem Schilde auf der Brust getragen wurden, so scheint es mir wahrscheinlich, dass man Steine gew�hlt haben d�rfte, die ziemlich gleicher Gr�sse waren, denn es w�rde sich schlecht ausgenommen haben, wenn neben einem grossen sich ein kleiner Stein befunden h�tte. Es scheint mir daher gar nicht wahrscheinlich, dass in dem Brustschilde sich die Edelsteine befunden h�tten, die nur in kleinen St�cken vorkommen, f�r uns die kostbarsten sind, wie Diamant, Rubin, Sapphir, um so mehr, da man im Alterthume diese harten Edelsteine nicht in der Art k�nstlich schliff und facettirte, als bey uns, sie mehr als nat�rliche Krystalle trug; eher d�rfte zu vermuthen stehen: dass hierzu vorzugsweisse sogenannte Halbedelsteine verwendet gewesen seyn m�gen, die sch�n gef�rbt waren, sich leicht bearbeiten liessen und eine gewisse Gr�sse hatten, wie edler Sard, Onyx, Plasma u.s.w. Weil es heisst: dass kostbare Steine dazu verwendet werden sollten, so gehet Braun von der Meinung aus: dass die kostbarsten Edelsteine zu suchen h�tte, wie Demant, Rubin, Sapphir u.s.w., die er bey zweifelhaften Namen pr�sumirt, was aber wohl nicht der richtige Gesichtspunkt seyn mag. Diese 12 Steine lassen sich ohnm�glich mit scharfer Sicherheit mineralogisch bestimmen, nur aus den Namen und deren Uebersetzung ins Griechische, Syrische u.s.w.--bey denen aber zuweilen die Stellen oder Nummern der Steine verwechselt, selbst andere Namen daf�r gesetzt sind--k�nnen wir die Deutung versuchen. Es ist nicht zu verwundern, wenn bey diesem dunkeln Gegenstande sehr verschiedene Ansichten geltend gemacht sind, und ein Paar neue Conjecturen zur Pr�fung vorzulegen, wird erlaubt seyn. Am ausf�hrlichsten haben bey uns diesen Gegenstand behandelt: _Braun_: de vestitu sacerdotum hebr. 1680; _J. Bellermann_: Die Urim und Thummim. 1824. Die 12 Steine sind folgende. 1. _Odem_. Sarder nach Luther und Braun, Karniol nach Bellermann. Im Griechischen allgemein durch [Greek: sardion] �bersetzt; im Syrischen sumoko, samukta, d.i. roth; im Arabischen jakut akmar (d.i. rother jakut, unser Rubin); im Persischen jakut; im Samaritanischen samuk; im Chald�ischen samkan, achmon; im Koptischen sardinon. Das Wort odem kommt nicht weiter im Alterthume vor; Braun will eine Aehnlichkeit mit demium oder dionium finden, wie Plinius eine Art des Sard nennt, die aber sehr zweifelhaft seyn m�chte. Mit dem orientalischen Namen des Sard hat odem keine Relation, eher mit ount im Aegyptischen und Koptischen, unch im Chald�ischen, woher [Greek: onyx] im Griechischen, der Sardonyx oder mehrfarbige Sard. Die arabische Uebersetzung mit Rubin d�rfte gar nicht passen. Am wahrscheinlichsten d�rfte seyn: dass der odem der edle rothe Sard aus der Bucharey (nicht unser gew�hnlicher Carniol) oder vielmehr der mehrfarbige Sard (unser edler Onyx) war, beide Gesteine sind mineralogisch gleich, nur durch die F�rbung verschieden. 2. _Pitdah_. Topas nach Luther, Braun und Bellermann, was auf jeden Fall schon desshalb irrth�mlich seyn wird, weil das Alterthum keine Topase, wenigstens keine gelben gehabt hat, die wir theils aus Sachsen, theils aus Amerika erhalten. Im Griechischen durch [Greek: topazion] �bersetzt, im Syrischen sorgo, jarkan, jarketa (d.i. gr�n), krustallos, im Arabischen azfar, im Persischen laal, im Samaritanischen dactab, im Koptischen topazion. Die Rabbinen nennen ihn gr�n. Pr�ft man die Nachrichten �ber den [Greek: pazion] und [Greek: topazion] der Griechen als Mineralog, so dr�ngt sich die Ueberzeugung auf, dass hierunter nur unser Flussspath und zwar der stark phosphorescirende (der Chlorophan) verstanden seyn kann, der besonders auf der Insel Topaza im arabischen Meerbusen, auch wohl in Aegypten selbst vorkam, theils gelb, theils gr�n war. Die Phosphorescenz, das Leuchten im Dunkeln, wenn er von der Sonne beschienen war, machte ihn merkw�rdig; aber als Schmuckstein auf einem pectorale, wo diese Eigenschaft nicht hervortreten konnte, m�chte sich ein St�ck Flussspath nicht gut ausgenommen haben. Das Wort pitdah kommt nicht weiter im Alterthume vor, hat auch keine Relation zu einem andern Mineralnamen, als mit _pita_ (d.i. der gelbe) im Sanscrit, und dass dieser Name in das Alt-Hebr�ische �bergegangen seyn k�nnte, ist gar nicht ohnm�glich. Indische Edelsteine mit indischen Namen k�nnen ganz wohl �ber Aegypten nach Pal�stina gekommen seyn. Unter pita im Sanscrit scheint man gelbe Edelsteine zu verstehen, auf �hnliche Art, als unsere Juweliere unter Topas. pita im Sanscrit wird nicht unsere mineralogische Gattung Topas seyn, sondern vorzugsweise gelber Zirkon, gelber Spinell und gelber Kanelstein (Essonit), die auch in gr�sseren St�cken vorkommen, einen starken demantartigen Glanz haben. 3. _Bareket_. Smaragd nach Luther, Braun und Bellermann. [Greek: smaragdos] im Griechischen �bersetzt, ismaragd im Syrischen, smaragdos im Koptischen, samurod im Arabischen, smorad und barketh im Persischen, barkad im Samaritanischen. Der Zusammenhang mit bareket, barekat, barkat im Hebr�ischen, mit maragd, marakta, smaragdos (s. oben Smaragd) wie die Uebereinstimmung der Uebersetzungen, lassen nicht wohl zweifeln, dass hier wirklich unser Smaragd zu verstehen ist, und zwar der �gyptische, der in alter Zeit von hier aus durch den ganzen Orient verf�hrt wurde. In Aegypten bricht der Smaragd in bedeutenden S�ulen, die keinen weitern Schnitt bed�rfen, leicht zu graviren waren, sich ganz in das Pectorale eigneten. 4. _Nophec_. Rubin nach Luther, Braun und Bellermann. Diese Deutung scheint mir schon desshalb unwahrscheinlich, weil Rubine nur in kleinen Krystallen oder K�rnern vorkommen, etwas grosse Rubine ausserordentlich selten und kostbar sind, aber ein kleiner Rubin, wie man ihn an Fingern oder im Halsbande tr�gt, sich im Pectorale, zwischen grossen, flach geschnittenen Steinen, nicht besonders ausgenommen haben w�rde. Uebersetzt im Griechischen durch [Greek: anthrax], im Syrischen barkan, barkatha; im Koptischen anthrax; im Arabischen cochli; im Persischen caugeschem (Ochsenauge), im Rabbinischen cochalim. nophec hat mit keinem andern Mineralnamen Aehnlichkeit; eine Verwandtschaft k�nnte vielleicht mit pecham Statt finden, wie die gl�hende Kohle im Hebr�ischen heisst, die im Griechischen anthrax ist. Der Edelstein [Greek: anthrax] im Griechischen wird unser edler Granat gewesen seyn, der wohl das Ansehen von gl�henden Kohlen hat, was beym Rubin nicht der Fall ist, der Granat kommt in grossen Krystallen und Geschieben vor, l�sst sich leicht bearbeiten, ist nicht selten, und d�rfte f�r das Pectorale passender als der Rubin erscheinen. 5. _Sapphir_. Nach Luther, Braun und Bellermann unser Sapphir, was aber ein offenbarer, v�lliger Irrthum seyn wird. Unser Sapphir, der sich schwer bearbeiten l�sst, w�rde schon seiner Kleinheit wegen nicht wohl passend gewesen seyn. Uebersetzt mit [Greek: sappheiros] im Griechischen, saphilo, schabsio, saphirinon im Syrischen, saphiros im Koptischen, maha im Arabischen. Der sapphirus der R�mer, Griechen, Chald�er u.s.w. war ohne Zweifel unser Lasurstein, dieser passt vortrefflich zu den andern Steinen in das Pectorale, durfte wohl nicht fehlen. 6. _Jaholon_. Diamant nach Luther und Braun, Onyx nach Bellermann. Braun conjecturirt hier Diamant, vorz�glich aus dem Grunde, weil er meint: Einer der 12 Steine m�sste doch ein Diamant gewesen seyn, weil man doch wohl den kostbarsten der Edelsteine mit verwendet haben w�rde, wogegen aber einzuwenden ist: dass sich ein kleiner Diamant zwischen den grossen bunten Steinen nicht besonders ausgenommen haben w�rde, daher im Gegentheile ein Diamant wohl nicht zu vemuthen steht. Uebersetzt mit [Greek: onychion, sardonyx] im Griechischen, onixion im Koptischen, nekehto, sabchalon, cadcodin im Syrischen, baraman im Arabischen, jachlam im Persischen. _Jaholom_ hat mit keinem bekannten Mineralnamen Verwandtschaft, eine solche d�rfte nur vorhanden seyn mit kas (d.i. Stein), dscholon oder tschilon im Kalm�ckischen (woher unser Name kascholong), wie der ein- und mehrfarbige Sard und Onyx heisst, der nur in der Kalm�ckei vorkommt; seit den �ltesten Zeiten ging er von hier durch den ganzen Orient, wird auch unter diesem Namen nach Aegypten und Pal�stina gekommen seyn, die Araber bildeten den Namen in dschas, die Perser in dschesi um. Wie dem auch sey, so werden wir uns an die griechische Uebersetzung halten m�ssen; [Greek: onychion] und [Greek: sardonyx] war unser Onyx, der gestreifte, mehrfarbige Sard. Odem und jaholom geh�rten beyde zum Sard, es kann nicht viel darauf ankommen, welches der einfarbige oder mehrfarbige war. 7. _Leschem_. Lynkurer nach Luther, Hyacinth nach Braun und Bellermann. Unser Hyacinth kommt nur in kleinen Krystallen und K�rnern vor, wesshalb mir seine Verwendung im Pectorale nicht wahrscheinlich ist. Uebersetzt im Griechischen mit [Greek: ligyrion] (bey Versetzungen der Steine mit [Greek: hyakinthos]), im Koptischen mit ligirion; im Syrischen koncenum; im Chald�ischen kinkire, kancirinon, kankarin; im Arabischen gasala, im Persischen jeschem, d.i. leschem. Der Name leschem giebt nirgends ein Anhalten; wir k�nnen daher nur die Uebersetzung ber�cksichtigen. Der [Greek: ligyrion] der Griechen war--wenn man die auf uns gekommenen Nachrichten mineralogisch pr�ft--unser electrischer Turmalin, meist von rother Farbe, der h�ufig in Indien, auch in ziemlich grossen Krystallen vorkommt, als Gemme dient, sich leicht bearbeiten l�sst, sich h�bsch ausnimmt, wohl in das Pectorale passte. Die Conjectur auf unsern Hyacinth scheint mir keinen einigermassen haltbaren Grund zu haben. 8. _Sch'bo, schebo_, Achat nach Luther, Braun und Bellermann. Im Griechischen �bersetzt mit [Greek: achat�s], im Koptischen achates; im Syrischen karkedno (chalcedon) und targa (T�rkis); im Arabischen sebog, sejag; im Persischen scheber, schebo. Der hebr�ische Name giebt f�r sich gar kein Anhalten, m�glich w�re eine Verwandtschaft mit schesch, das gew�hnlich mit Marmor oder Alabaster �bersetzt wird, aber grosse Aehnlichkeit hat mit dschez im T�rkischen, dschas im Arabischen, dschede im Tartarischen, wie der mehrfarbige Sard oder Sardachat heisst. Der [Greek: achat�s] der Griechen war unser Achat, und f�r einen Achat wird man daher den schebo wohl anzusprechen haben. 9. _Achlama_. Amethyst nach Luther, Braun und Bellermann. In der griechischen Uebersetzung [Greek: amethystos], in der syrischen en eglo (d.i. Kalbsauge), in der chald�ischen en egla; in der arabischen pirusag (d.i. T�rkis); in der persischen cangesehem (d.i. Stierauge und achlama); in der koptischen amethistus. Vom hebr�ischen Namen findet sich bey keinem andern Steine und in keiner andern Sprache irgend ein Anklang, es bleibt daher nichts �brig, als die griechische Uebersetzung anzunehmen, und zwar um so mehr, da der [Greek: amethystos], d.i. unser Amethyst ganz gut hierher passt, und man denselben hier zu vermuthen hat. 10. _Tharsisch_. T�rkis nach Luther, Chrysolith nach Braun und Bellermann, Bernstein nach Bredow (historische Untersuchungen II.). Uebersetzt im Griechischen theils mit [Greek: chrysolithos], theils ist [Greek: tharseis] beybehalten; im Koptischen chrysolidos; im Syrischen thorschisch, crum jammo, crum jamma raba (d.i. das k�stlichste des grossen Meeres); im Chald�ischen perusag (T�rkis) und krumtassim; im Arabischen asrak (d.i. blau), im Persischen marvarid (d.i. Perle). Der hebr�ische Name hat in keiner andern Sprache ein Analogen, ist uns ganz unverst�ndlich, wir haben daher die griechische Uebersetzung vorz�glich zu ber�cksichtigen; aber auch den Uebersetzern mag der Name schon unverst�ndlich gewesen seyn, da mehrere derselben den Namen [Greek: tharseis] beybehalten. Der [Greek: chrysolithos] ist auch ein ganz zweifelhafter Stein; aber der Name zeigt auf die gelbe Farbe, und es scheint, dass man verschiedene politurf�hige Steine darunter begriffen hat, desshalb hat es einige Wahrscheinlichkeit, dass der tharsisch ein gelber Stein gewesen seyn mag. Der T�rkis h�tte in das Pectorale gepasst, wenn wohl etwas grosse St�cke auch sehr selten sind; aber ihn f�r den tarsisch anzusprechen, scheint mir kein rechter Grund vorhanden zu seyn; der Chrysolith passt wohl wegen seiner Kleinheit nicht recht in das Pectorale, w�hrend der Bernstein hierzu ganz passend war; soll ich eine Conjectur aussprechen, so m�chte ich den tarsisch mit Bredow f�r Bernstein halten. 11. _Schoham_. Onyx nach Luther und Braun, Beryll nach Bellermann. Im Griechischen �bersetzt durch [Greek: b�rillion]; an andern Stellen, wo der Name vorkommt, und von andern Uebersetzern durch [Greek: sardonychon, onychon, soom] (d.i. schoham); im Syrischen mit berulo, burlo, burlat chalo, im Arabischen und Persischen durch ballur, im Samaritanischen durch hhabar, hhacam. Der hebr�ische Name hat nur etwa Aehnlichkeit mit schnm, den Champollion in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache liest und mit jaspe rouge �bersetzt, der zum Sarder geh�ren wird. H�tte dies seinen Grund, so spr�che es f�r die Uebersetzung von sardonyx, und, da der Sard roth, weiss, braun, schwarz und mehrfarbig ist, so k�nnte er auf dem Pectorale vielfach angewendet seyn. Braun leitet schoham her von schacham im Chald�ischen, d.i. schwarz (sachma im Arabischen), und es giebt auch schwarzen Sard. F�r die Uebersetzung mit [Greek: b�rillion], d.i. unser siberischer Beryll, spricht zwar keine Analogie, aber sie ist vorhanden, und wir k�nnen sie nur aus wichtigen Gr�nden verwerfen. Der siberische Beryll war dem Alterthume auf jeden Fall gut bekannt, ist ein beliebter Schmuckstein, findet sich in grossen Krystallen, die auf das Pectorale wohl gepasst haben, und wir werden daher wohl zur Zeit den schoham als Beryll anzusprechen haben. 12. _Jaschpeh_. Jaspis nach Luther, Braun und Bellermann. Im Griechischen �bersetzt mit [Greek: iaspis], im Syrischen mit jaschpeh, ziaspum, panture, apanturin (woher wohl unser avanturin); im Arabischen jaschaph, jazba, im Persischen jaschpeh. Der Name l�sst nicht zweifeln, dass hierunter unser Plasma oder edler orientalischer Jaspis verstanden wurde. #Uebersicht.# +-----------------------+----------------------+--------------------------+ | 3. _Bareket_. | 2. _Pitdah_. | 1. _Oden_. | | Smaragd nach Luther, | Topas nach Luther, | Sarder nach Luther und | | Braun, Bellermann, | Braun, Bellermann, | Braun, | | Keferstein. | Gelber Zirkon oder | Carneol nach Bellermann, | | | ein �hnlicher | Sard, d.i. edler Carneol | | | Edelstein nach | nach Keferstein. | | | Keferstein. | | | | | | +-----------------------+----------------------+--------------------------+ | 6. _Jaholom_. | 5. _Sapphir_. | 4. _Nophec_. | | Diamant nach Luther | Sapphir nach Luther, | Rubin nach Luther, Braun,| | und Braun, | Braun, Bellermann, | Bellermann, | | Onyx nach Bellermann | Lasurstein nach | Granat nach Keferstein. | | und Keferstein. | Keferstein. | | | | | | +-----------------------+----------------------+--------------------------+ | 9. _Achlama_. | 8. _Schebo_. | 7. _Leschem_. | | Amethyst nach Luther, | Achat nach Luther, | Lyncurer nach Luther, | | Braun, Bellermann, | Braun, Bellermann, | Hyacinth nach Braun und | | Keferstein. | Keferstein. | Bellermann, | | | | Turmalin nach Keferstein.| | | | | +-----------------------+----------------------+--------------------------+ | 12. _Jaschpeh_. | 11. _Schohan_. | 10. _Tharsisch_. | | Jaspis nach Luther, | Onyx nach Luther und | T�rkis nach Luther, | | Braun, Bellermann, | Braun, | Chrysolith nach Braun | | Plasma (edler Jaspis) | Beryll nach | und Bellermann, | | nach Keferstein. | Bellermann | Bernstein nach Bredow | | | und Keferstein. | und Keferstein. | | | | | +-----------------------+----------------------+--------------------------+ * * * * * Drittes Kapitel. #Steine, Erden nnd Verwandtes#. #�. 1. Quarz-Gruppe#. A. _Quarz, gemeiner Quarz_. Der Quarz ist das Gestein, aus dem im Allgemeinen die festen Felsmassen grossentheils bestehen, das am meisten der Verwitterung widerstehet, das, von Felsen abgel�st, die Kieselsteine bildet. Chemisch betrachtet bestehet der Quarz vorwaltend aus Kieselerde; die Mineralien, die reine Kieselerde enthalten, mit Allem, was sich in engern oder weitern Kreisen an sie anschliesst, bilden die Mineralgattung Quarz. Die edlen, sch�n gef�rbten, eine vorz�gliche Politur annehmenden Arten dieser Gattung sind bereits erw�hnt, wie der Bergkrystall, der Opal, Agath, der Sard, Carneol und viele andere. Ausser diesen giebt es noch mehrere gef�rbte Quarzarten, die, weil sie weniger sch�n sind, nur eine sehr beschr�nkte Anwendung finden. Es heisst: der _rosenrothe_--Rosenquarz, quarz rose im Franz�sischen, wohin der rodites der R�mer geh�ren mag;--der _hochrothe_--Manganquarz oder Rhodonit;--der _sehr blassrothe_, Milchquarz; milk quarz im Englischen, taripo im Ceylonesischen, molotschoi kwartz im Russischen; der _rothe mit goldgelbem Schimmer_ (welcher durch feine Risse und eine Lichtbrechung bedingt seyn mag), den man sehr h�ufig in Glas nachmacht; Avanturin; avanturino im Italienischen; avanturine im Franz�sischen;--der _blaue_, Sapphirquarz und Siderit; der _chromhaltige, gr�ne_, der nur in Schlesien einbricht, als Schmuckstein dient, Chrysopras (s. oben);--der von _Strahlstein gef�rbte gr�ne_, der nur in Sachsen vorkommt, Prasem (welcher Name aus dem Alterthume genommen ist, wo er aber Flussspath bedeutet haben wird). Unser Name Quarz ist ein technischer; Mathesius in seiner Bergpredigt (etwa von 1560) sagt: querze, quatertz nennen die (s�chsischen) Bergleute die Kieselingsteine und was so hart als diese ist. Das Wort Quarz wird aus dem Slawischen stammen; aber �hnliche W�rter finden sich auch im Keltischen, desshalb vielleicht erhielt dieser Gesteinsname so weite Verbreitung, ist in alle neuern Sprachen �bergegangen, also quarz im Englischen, Franz�sischen, Schwedischen, quarzo im Italienischen und Spanischen, quarts im D�nischen. _kwartz_ im Russischen;--_kwarzec, kwarcowy, kware_ im Polnischen;--_kwar, kwarec, skwar, skwarec_ im Czechischen;--_sotan_ soll der Quarz im Krainerischen heissen;--_kotz, k�tz banyavirrach_ im Magyarischen;--_ukkunkiwi_ im Finnischen. _guixa, guija_ im Spanischen; chachamole ist ein zersetzter oder gehackter Quarz. _quarr_ nennt der englische Bergmann das feste Gestein, auch _carrak_, was zusammenh�ngen wird mit careg im W�lschen und car im G�lischen, der Stein; diesem sehr �hnlich ist: khar im Armenischen und kara in den kaukasischen Sprachen: der Stein. B. _Kiesel, Kieselstein_. Quarzige und �hnliche meist abgerundete Geschiebe und St�cke. _�ila_ im Sanscrit;--_kays_ im Ceylonesischen;--_kallou_ im Malabarischen;--_taharari_ im Tartarisch-Mandschu;--_orksoviek_ im Gr�nl�ndischen;--_tidno, laiwark_ im Lappl�ndischen;--_baledete, ebena_ im Amharischen;--_ezehe_ im Aethiopischen.--_alx, hrudschub_ im Koptischen;--_salto_ im Syrischen;--_kalah_ im Chald�ischen;--_chalamisch_ im Hebr�ischen, auch _calluc, selah_;--_ciakyl-tasi_ im Arabischen (heisst auch Feuerstein) und _sawwan_. _tschakyl, tschakmach, taschy_ im T�rkischen, auch _ajak, taschy, utsi, bilegi_;--_kaglachaz_ im Armenischen, auch _gailachas_;--_ber_ im Kurdischen;--_bakir_ im Afghanischen;--_zrar_ im Maltesischen. _ghalidz, chalitz_ im Albanischen;--_[Greek: chalyx]_ im Griechischen, _[Greek: chalike]_ im Neugriechischen, auch _[Greek: kachlake]_ (wohl von cal im Keltischen);--_careg, caregan_ im W�lschen;--_cal, clachag_ im G�lischen (woher calculus im Lateinischen, caillou im Franz�sischen), auch _flynt, bilien, ailbhinn, airtein_. _silex_ im Lateinischen (woher silice f�r Kieselerde im Franz�sischen), bedeutet auch Fels, besonders den harten Alpenkalk der Gegend von Rom, der auch jetzo noch selce heisst. Schwerlich stammt das Wort direct von �ela im Sanscrit--_seixe_ im Portugiesischen;--_ciottolo_ im Italienischen;--_chinga, chingarra_ im Baskischen;--_guigarro_ im Spanischen (aus dem Baskischen, auch _pedernal_). _flinte_ im Alt-Finnischen;--_flint_ im Angels�chsischen, Ostfriesischen, Englischen (aus dem G�lischen);--_flins_ im Alt-Hochteutschen. _bylien_ im Lettischen (wie bilien im G�lschen);--_kyz, kremen, skremen_ im Czechischen;--_kiz, kizel, krzemien_ im Polnischen;--_kremen_ im Krainschen, Windischen, Slowakischen, Bosnischen, Croatischen, Ragusanischen;--_kisel, kyssling, chiseling_ im Altteutschen (wohl aus dem Slawischen stammend);--_kiesel_ im Schwedischen;--_ciselstan_ im Angels�chsischen. C. _Hornstein_. Ein grauer, hornsteinfarbiger, grober, doch oft politurf�higer Quarz, der kaum eine technische Anwendung findet; zuweilen bildet er die Grundmasse von versteinertem Holz, heisst dann Holzstein, im Englischen woodstone. Wird von den R�mern unter silex begriffen; auch geh�ren hierher die _palmati lapides_ des Plinius, versteinertes Holz, an dem man schon damals die Palmenstructur erkannte; das h�ufig in Aegypten und Syrien vorkommt. _hornberg_ im Schwedischen (woher wohl der teutsche Name stammt), auch _haelleflinta_;--_hornstone_ im Englischen; cherl, caple des Bergmannes. _orlez_ im Russischen, auch _rogowoi kamenj_;--_szaruk�_ im Magyarischen. _panizo_ beym Bergmann im Spanischen. D. _Feuerstein_. Ein meist schwarzer, sehr scharfkantig brechender Quarz, der zum Feueranschlagen dient, wozu man auch Eisenkies brauchen kann. _arani_ im Sanscrit;--_agniprastara_, auch _tschakmakipathara_ im Bengalischen;--_ma-rdo_, auch _skrina-sklada_ im Tibetanischen;--_hirha_ im Tartarisch-Mandschu;--_zak-man-tash_ [or: _zakman-tash_] im Tartarischen. _sengi atesi, sengiates_ im Persischen;--_zend, ciakyttasi, ciakmaktasi_ im Arabischen, auch _moespuhet, myzaerret, chalnabus_;--_hhagra tazznyd_ im Maltesischen;--_chaltamisch, calec_ im Hebr�ischen;--_tanicha, tinichouen_ im Berberischen;--_essan_ im T�rkischen, eigentlich tschakmak-taschy (d.i. feuerschlagender Stein):--_kowa, t�zko_ im Magyarischen. _ber, bersta_ im Kurdischen;--_bakir_ im Afghanischen;--_tali, kami, kach_ im Georgischen;--_modjo, tschomu, atu, makatz_ in den kaukasischen Sprachen;--_laiwask_ im Lappl�ndischen (eigentlich Kiesel);--_ingnektaut_ im Gr�nl�ndischen;--_fokischtah_ im Tscherkessischen;--_jahkesnero parr_ in der Zigeunersprache. _gailachas_ im Armenischen;--_chalitz_ im Albanischen;--_[Greek: chalikas]_ im Neugriechischen;--_[Greek: pyrit�s, pyrimachos]_ im Griechischen, aber nur zum Theil, eigentlich war diess unser harter Eisenkies, mit dem man Feuer schlagen kann; dies heisst puritos im Syrischen (byritaes im T�rkischen), woher der Name stammen k�nnte, wenn er nicht mit [Greek: pyr], das Feuer, zusammenh�ngt;--_pyrites vivus_ und _vulgaris_ im Lateinischen (aus dem Griechischen), der eigentliche Feuerstein war _petra focaris_ (von fo im Bretonischen, das Feuer, focale der Feuerstein). _maen cellt_ im Walischen;--_meinn delin_ im Bretonischen, auch _flynt_;--_breo-chlach_ (von breo, das Feuer) im G�lischen, auch _clach-theine, airtein, ailbhinn, callestr, spor_ im G�lischen, _cloch-theineedh_ im Irischen;--_flint, firestone_ im Englischen;--_flinta, b�ssflinth, brynston, fyrsten_ im Schwedischen;--_flintesten, fyrsteen_ im D�nischen;--_flenstien, flanstien_ im Friesischen;--_ullins_ im Altteutschen (h�ngt wohl mit flynt zusammen);--_fyrstan_ im Angels�chsischen;--_vuursten_ im Holl�ndischen. _pedernal_ im Spanischen;--_pedreneira_ im Portugiesischen;--_pierre a feu_ im Franz�sischen. _kreminea_ im Walachischen;--_kremenj_ im Russischen;--_krzemien, iskrzyc_ im Polnischen;--_kremince, pazaurek_ im Czechischen;--_kremer_ im Illyrischen;--_kresaunik, ogjik_ im Windischen;--_krams_ im Lettischen. E. _Probierstein_. Ein feiner schwarzer Thon- oder Kieselschiefer, der zum Probieren des Goldes und Silbers dient, indem man die Farbe des Striches, den das Metall auf dem Steine hinterl�sst, mit dem Striche einer bekannten Composition vergleicht. Er findet sich h�ufig in Aegypten, Kleinasien und Europa. _akascha, kascha_ im Sanscrit;--_kascha, raschana_ im Bengalischen;--_phortsakhar, pportssagan_ im Armenischen;--_akno_ im Syrischen;--_moehhoek, mehenktasch_ im Arabischen;--_[Greek: lythia, chrysou lithos]_ im Griechischen, auch _[Greek: chrysakonion, lithos basanos]_ (die Griechen erhielten ihre Probiersteine meist vom Gebirge Tmolus in Lydien);--_lapis lydius_, auch _coticula_ im Lateinischen (nicht heracleia). _clach-dhearbhaidh, dearbhadh, deuchainn_ im G�lschen;--deuchainn ist probieren;--_touchus_ im mittelalterlichen Latein;--_pierre de touche_ im Franz�sischen; touchan ist die Probiernadel, touche der Strich auf dem Probiersteine, toucher, streichen, probieren, welches mit deuchainn (Gl.) oder dem entsprechenden Worte im Bretonischen zusammenh�ngen wird. _touch stone_ im Englischen; touch ist die Probe auf dem Probiersteine;--_piedra de toque_ im Spanischen;--_piedra de tocar_ im Portugiesischen;--_toczio_ im Dalmatischen und Bosnischen, eigentlich Schleifstein;--_tocetsteen_ im Holl�ndischen. _verdello, paragone_ im Italienischen. _profsteiern_ im Isl�ndischen;--_probiersteen_ im D�nischen. _osselon_ im Russischen;--_oselka_ im Polnischen;--_zkaussjcy kamen_ im Czechischen;--_skusni kamen_ im Windischen;--_pahrbauditjs akmins_ im Lettischen. F. _Wetzstein, Wetzschiefer, Schleifstein_. Feine Thonschiefer, theils auch feine Sandsteine, dienen zum Sch�rfen der st�hlernen Werkzeuge; die gr�beren werden auf Schleifsteinen (aus Sandstein), die feinern auf Wetzsteinen, theils mit Wasser, auch mit Oehl geschliffen und abgezogen. Man findet sie in vielen Gegenden; der n�rdliche Fuss der Alpen, besonders im Salzburgischen, liefert Wetzsteine, die schon zur R�merzeit ber�hmt waren, auch jetzo durch ganz Italien und Teutschland verf�hrt werden. _tsing-chy-py_ im Chinesischen, auch _tchi-chy_ und _piluti_;--_hadsena-hadsana-rdo_ im Tibetanischen;--_kanacila, sanasila_ im Bengalischen;--_gorinda, batu menchani_ im Malaiischen;--_sisan_ im Persischen, auch _ewsan, bete, senk fesan, hyesan_ im Armenischen;--_sillit_ im Gr�nl�ndischen;--_saijem, tablja_ im Lappl�ndischen. _bilu_ im Mongolischen, Kalm�ckischen, Tartarischen;--_bilegi taschy_ im T�rkischen (von billemek schleifen), auch asyane, und dejirmen tasch (was auch M�hlstein ist); _hagiar almesin, haegr�l-men_ im Arabischen, auch _samiz, michaez, tsamajil_;--_meschno_ im Syrischen;--_musches, masch cheseth_ im Chald�ischen;--_jamaschale danegaja_ im Amharischen. _eztera_ im Baskischen. _clach-gheurachaidh, clach-fhaobhair, clach-liobharain_ im G�lischen;--_clach-shaobhair_ ist ein feiner Wetzstein;--_airtnewib_ im Irl�ndischen;--_careg hogi_ (von hogi schleifen), _hogal, hogalen, agalen, galen, calen_ im W�lschen;--_hogalen, higolen, higuiolenn, igolen_ im Bretonischen;--_clach-gheuraiche_ im W�lschen, auch _clach-fhaobhair_ der Abziehstein. _kuti_ im Walachischen;--_[Greek: akon�, ako�]_ im Griechischen, von [Greek: ak�] die Spitze, auch (W.), [Greek: akonaein] sch�rfen, auchlym (Gl.); _[Greek: akoni]_ im Neugriechischen;--_[Greek: ak�n], cos_ im Mittelalter;--_cos_ im Lateinischen, die R�mer zogen ihre Wetzsteine aus verschiedenen Gegenden; die noch jetzo ber�hmten aus den salzburgischen Alpen hiessen passerines; das naxium war nicht Smirgel, sondern feingeschlemmter Wetzschiefer, der in Naxia auf Creta (nicht auf der Insel Naxos) fabricirt wurde, das Material kam aus Cypern. _acerium_ (von acer, Stahl) im mittelalterlichen Latein;--_pierre a aiguiser_ im Franz�sischen, auch _schiste novaculaire_;--_pietra da aguzar_ im Italienischen;--_piedra de amolar_ im Spanischen, auch _asperon_ und _piedra aguzadera_ (was, wie die �hnlichen erw�hnten W�rter aus dem Baskischen stammen wird). _wetzstein_ im Hochteutschen;--_hwetstan_ im Angels�chsischen;--_wetsteen, slypsteen_ im Holl�ndischen;--_whetstone_ im Englischen;--_hv�ttjesten, hvatu, slipsten_ im Schwedischen;--_hvaensesteen, hvaedsteen, slibesteen_ im D�nischen. _fenk�, atzel, atzelka_ im Magyarischen. _pustykle_ im Litthauischen;--_gallods, trohts_ im Lettischen;--_gatutuwelis_ im Schamaitischen. _britwennoi kamen, totiljnoi kamenj, totschilnoi kamen_ im Russischen. _brus, bruni kamen_ im Windischen und Wendischen;--_brus, osla_ (d.i. Schiefer), _oselka_ im Polnischen;--_brus, brausek, osla, oselka_ im Czechischen;--_brus_ im K�rntschen, Ragusanischen, Slowakischen, Bosnischen;--_bruus, ostrillo, toczio_ im Dalmatischen und Illyrischen;--_brussz_ im Croatischen. G. _Schiefer, Dachschiefer, Thonschiefer_. Der Schiefer oder Thonschiefer, von geringer H�rte, der eine Hauptmasse der Gebirge bildet, zeichnet sich durch seinen schiefrigen Bruch aus, d.h. spaltet sich leicht in feinere oder gr�bere Bl�tter, manche Massen spalten sich in so gerade und feine Bl�tter, dass diese zum Decken der D�cher benutzt werden; diess ist der Dachschiefer, �hnlich ist der Tafel- und der Griefelschiefer. Auch andere Steine werden zum Decken der D�cher in manchen Gegenden angewendet, wie der Kalkschiefer (Jurakalk) von Solenhofer, Kellheim u.s.w. in Bayern. _loh pato_ im Malaiischen;--_kajaghan, gara tasch_ im T�rkischen;--_sisto_ im Syrischen;--_fodelpala_ im Magyarischen; der Schiefer heisst �brigens: _pallagk�_ und _fisleng_;--_lespedea_ im Walachischen;--_[Greek: schistos]_ kann das Gestein bey den Griechen geheissen haben, doch kommt der Name nicht vor; aber [Greek: schistos] ist schiefrig, gespalten; von [Greek: schizein] spalten, ysglifu (W.), sgoill (Gl.);--_[Greek: ard�sia, tsapela]_ im Neugriechischen. _lapis schistus_ und _ligusticus_ der R�mer, der letztere ist der lavagna moderna, ein Thonschiefer (der Flischformation) von Genua;--_artesia_ und _tegula_ im Latein des Mittelalters. _artesia, lavagna_ im Italienischen;--_ardoise, schiste_ im Franz�sischen;--_escailles_ im Alt-Franz�sischen;--_ardesia, pizarra_ im Baskischen;--_pizarra_, auch _hoja de libro_ im Spanischen; pizzarral ist Schiefergrube;--_pisarra, ardosia_ im Portugiesischen;--_llech, llechen_ im W�lschen;--_mein glasen_ im Bretonischen, auch _sclent, skeltr_;--_sgliat_, auch _leachd_ im G�lschen;--_sklait_ im Schottischen;--_slein_ im Irischen;--_slate, hellin stone, flatstone_ im Englischen, auch _clay slate, roof slate_; der grobe ist killas;--_schnilgen_ im Belgischen;--_skifver_ im Schwedischen;--_schilfer, leysteen_ im Holl�ndischen;--_skifer_ im D�nischen. _slanez, slanzi_ im Russischen, auch _aspidnoi kamen, glinistoi schimpher;_ der eigentliche Dachschiefer ist kroesljnoi schipher;--_lupek_ im Polnischen, auch _tupny kamien_;--_bridlice, sskridla_ im Czechischen, auch _lupek; zher_ in Krain;--_platizh, shibra_ im Windischen. H. _Sand, Grus, Grand, Schotter_. Feinere oder gr�bere K�rner, meist von Quarz. _cha_ im Chinesischen, auch _lou, ting_ der grobe Sand;--_djie-ma, bye-ma_ im Tibetanischen;--_gasega-ma_ der grobe Sand;--_schiga, schega_ im Afghanischen;--_batuka, sikata_ im Sanscrit;--_balu, balhud_ im Bengalischen;--_balu_ in der Zigeunersprache;--_karsik, pasir_ im Malaiischen;--_suna_ im Japanischen;--_elesu, ilisu, elehun_ im Mongolischen;--_jara, kora, hura_ im Samojedischen;--_kora_ im Ostiakischen;--_keru, kair, kum_ in den kaukasischen Sprachen;--_kwina_ im Georgischen;--_pschachua, scapa_ im Tscherkessischen;--_siorarak_ im Gr�nl�ndischen. _rieg_ im Persischen;--_rik_ im Bucharischen;--_chun, kis_ im Kurdischen;--_chum, kum, gum_ im T�rkischen;--_ekum_ im Tartarischen;--_awas_ im Armenischen;--_smis, ajmiesa_ im Ossetischen;--_smiltis_ im Lettischen;--_g�da, lyn, lifwa_ im Finnischen;--_oschma_ im Tscheremissischen;--_jema_ im Wogulischen. _ramel, reml, clakyl_ im Arabischen;--_remel_ im Maltesischen;--_rmel_ im Berberischen und Cabylischen, auch _sziwega, sziughe_;--_rot_ in der alten �gyptischen Hieroglyphen-Sprache nach Champollion;--_mo_ im Koptischen;--_chool_ im Hebr�ischen;--_cholo_ im Syrischen;--_chala_ im Chald�ischen. _homok, humok_ im Magyarischen;--_legara, ondarra, arrichoa, arcoscosa_ (von ar Stein, co klein) im Baskischen;--_casca_ ist Grand. _rerre, siour_ im Albanischen;--_nasip, arena_ im Walachischen; _puraseu_ ist Streusand; _prod_ ist Grus. _gaineamb, geinmbeach_ im G�lischen, auch _artene_ (von art, ar Stein);--_grinneal, graian, gro_ im Irischen;--_grain, gaincar, gro_;--_gro, graion_ im W�lschen; caregos ist Kies (von careg der Stein);--_sabl�n, sable_, auch _gron, gru, grovanen_ im Bretonischen (von diesem gro, gru mag herstammen: unser Wort grus und das schweizerische grien f�r groben Sand). _[Greek: ammos]_ im Griechischen, auch _[Greek: psammos]_ (woher in der neueren Geognosie der Name Psammit f�r einen groben Sandstein), _[Greek: ammog�, amathos, konis, koni�]_; im Mittelalter auch _[Greek: ar�na, arinion]_;--_[Greek: ammos]_ im Neugriechischen. _arena_ im Lateinischen (wohl aus dem G�lischen von ar, Stein, aren, artene kleiner Stein, Sand), auch _sabulum_ (aus dem Bretonischen); arena fossitia war sandiger, vulkanischer T�ff, pulvis puteolanus, unsere Puzzolane;--_gravella, gravera_ im Mittelalter. _sabbia, arena, renajo_ im Italienischen;--_sable, arene_ im Franz�sischen, auch _gravois, gravier_;--_sablon, arena, arenilla_ im Spanischen; gravella, cascajo (aus dem Baskischen) ist Kiessand; cascajal Sandgrube;--_saibro, area_ im Portugiesischen; calcalho ist Grus;--_sand, savel_ im Englischen, auch _gravel, grit_;--_sand, sandur_ im Isl�ndischen, auch _malm_ (was gothisch seynwird), _mola_;--_sand_ im Angels�chsischen, auch _myl_;--_sand_ im D�nischen, auch _gruus_;--_sand_ im Schwedischen, auch _mo_ (Flugsand), grus (grober Sand); kis;--_malm_ im Gothischen. _pecobs_ im Russischen;--_piaseczed_ im Polnischen, zwir ist Grus;--_pisecek_ im B�hmischen, sut ist Schutt, prak ist Staub (woher vielleicht unser Wort prack);--_pisek_ im Slowakischen;--_picsk_ im Sorbischen;--_peszek_ im Croatischen; auch _salpum, parshina_;--_pesak_ im Dalmatischen;--_pjesak, prrisgina_ im Bosnischen und Ragusanischen, auch _xala_. I. _Sandstein, Quaderstein_. Ein Stein aus verbundenen Sandk�rnern, der oft quadratf�rmig oder in Quadern bricht. _bato passiran_ im Malaiischen;--_gasith_ im Hebr�ischen;--_kum taschy_ im T�rkischen;--_czonkor_ im Maltesischen; scylljl ist Quaderstein;--_bilyen_ im Lettischen, heisst auch Kiesel;--_f�veny_ im Magyarischen. _clach ghainimbh_ im G�lschen, auch _gaineamb-art_;--_lapis arenarius-arenaccus_ im Lateinischen;--_[Greek: psamminos lithos, ammit�s]_ im Griechischen;--_arenatus_ im mittelalterlichen Latein; der in Italien herrschende Sandstein, der jetzo macigno heisst, war im Mittelalter _macignus_ (von macinare mahlen, macina der M�hlstein);--der Quaderstein hiess _cayronus_, im Alt-Franz�sischen _queyron_, im Belgischen _querchiau_, was zusammenh�ngen mag mit gwarthawr im W�lschen das Quadrat, und unserm Worte Quader. _clach-ghaireil_, auch _gaireal_ im G�lischen;--_gres, grez, grais_ im Franz�sischen, wohl zusammenh�ngend mit craig im W�lschen der Fels;--_pietra renosa_ im Italienischen. _sandstone, gritstone_ im Englischen; quarr, squarestone, freestone ist Quaderstein;--_sandsteen_ in den nordischen Sprachen, snidarsten, telgsten ist der Quadersandstein, gryt der grobe Sandstein;--_biksteen, wallsteen_ im Holl�ndischen. _kamin piaczysty_ im Russischen;--_piskowy kamen, pjeskowec_ im Polnischen; �hnlich in den �brigen slawischen Dialecten. K. _Der Tripel oder Trippel_. Ein h�chst feink�rniger Quarz, meist aus den Schalen von fossilen Kiesel-Infusorien gebildet, der als Schleifpulver angewendet wird, weniger hart, als Smirgel (Korund) ist. Er findet sich in vielen Gegenden, besonders auf der Insel Korfu. Ob er sich auch bey Tripolis findet, und von daher--wie man glaubt--der Name stammt, muss ich dahin gestellt seyn lassen, m�chte es fast bezweifeln. _[Greek: ag�ratos]_ ist nach Galen ein Schleifpulver, womit auch die Frauenschuhe gegl�ttet wurden, von dem wir nichts weiter wissen. _[Greek: lithos ostrakitos]_ der Griechen, und _ostracites, ostracias_ der R�mer, wird wohl meist hierher geh�ren, doch verstand man auch anderes hartes Schleifpulver hierunter. _s�mpar_ im Arabischen. _gaineamb sgaiteah_ im G�lschen kann hierher geh�ren;--_[Greek: tripol�]_ im Neugriechischen;--_tripolisifolo_ im Magyarischen;--_tripoli_ im Franz�sischen, Englischen, Spanischen;--_trippel_ in den nordischen Sprachen;--_trepel_ im Russischen; _trupel_ im B�hmischen. L. _Bergmehl, Kieseljuhr, Mondmilch_. Eine ganz feinerdige, lockere, feuchte Kieselmasse, die sich zum Theil noch jetzo aus microscopischen Infusorien-Panzern bildet (wie seit 1836 Prof. Ehrenberg gezeigt hat), feucht und sehr leicht ist. In Zeiten der Noth dient sie als Nahrungsmittel, heisst _Himmelsmehl, Mondmilch, lac lunae, latte di luna_ im Italienischen;--_agaric mineral_ im Englischen;--_lait de lune, farine fossile_ im Franz�sischen;--_manemi�lk, guhr, larlesvamp_ im Schwedischen. Hierher geh�rt auch (wie Fabroni 1791 zeigte) das Material zu den schwimmenden Ziegeln, die man neuerlich in Italien aus dem Bergmehle von Santa Fiora im Florentinischen fabricirt, die im Alterthume sehr wohl bekannt waren; Plinius 35, 49, Vitruvius II. 3, Strabo erw�hnen solche Ziegel aus Kleinasien, der Insel Lesbos, von Calendum in Spanien und Massilia in Frankreich. M. _Der Essigstein_. Ein Stein, der in Essig gelegt, sich fortw�hrend bewegt. Im Oriente hat man ihn h�ufig, in Europa sieht man ihn sehr selten (mir ist er nur einmal vorgekommen). Wir kennen das Material nicht, aus dem er geschnitten wird, ob es Korallenmasse seyn mag, bleibt zweifelhaft. Andreas Baccius (gest. 1600) und Marsilius Ficinus (geb. 1433) kannten den Essigstein sehr wohl, sahen ihn zu Rom und Florenz, wohin er aus Indien gekommen war, rechneten ihn auch zu Dracontia. _geje_ im Persischen;--_geje, hadscharel kall_ im Arabischen. N. _Bezoar, Drachenstein, Schlangenstein_. Es sind diess theils Steine aus Antilopen und andern nicht n�her bekannten Thieren, theils wirkliche Steine (oft Kalksteine), die vorz�glich gesch�tzt werden, theils aus Knochen gemachte Steine. Durch den ganzen Orient sind diese Drachensteine sehr verbreitet, hoch gesch�tzt, werden theuer bezahlt, da sie sehr ber�hmt sind als Heilmittel bey dem Bisse wilder Thiere und anderen Verletzungen. So waren sie auch bey den keltischen V�lkern gesch�tzt und ein wichtiges Attribut der Druiden. _serpamani_, auch _garamand_ (d.i. Giftstein) im Sanscrit; auch _bezar_, wie er in den meisten indischen Sprachen heisst. _mantika, matika_ im Malaiischen;--_djeghthaph khar_ im Armenischen. _badzehr_ (von bad, Stein, zahar vergiften), _pazehr, paschir_ im Persischen, in Kerman auch _muchati, scheitan_. Nach Ben Mansur ist er theils ein gegrabener (der nach seiner Farbe 5 Arten hat), theils ein thierischer, der auch verschiedene Farben hat; er ist theils ein bakari (Kuhbezoar), theils schati (Schaafbezoar), soll meist aus den Augen eines Hirsches stammen. Nach Chardin (voyage en Perse) heissen die Drachensteine im Persischen _icheb chirac_ (der Leuchter der Nacht); _chamohor�_ (k�niglicher Stein) und _chajewaeran_ (K�nig der Juwelen). _badzhr_ im Arabischen, auch _bzahar, pazar, mar-mohereh, hagia al haiyah, hagiar at tis_ ist der thierische. Auch Taifaschi unterscheidet einen thierischen und einen mineralischen, welcher in grossen St�cken vorkommt und ein weisses Pulver giebt;--_belzaer_ im Hebr�ischen;--_pazeher, bensaher, pajir_ im T�rkischen. _dracontia, draconites_ im Lateinischen. _maen glain_ (der reine, heilige), _innen magl; glain neidr_ (Schlangenstein), _glain nadroedd_ (Nadderstein) im W�lschen;--_bezoar, snakestone, adderstone_ im Englischen;--_bezoar, pierre de serpent_ im Franz�sischen;--_bezoar, pietra del serpente,--de cobra_ im Italienischen;--_bezoar_ in den nordischen Sprachen;--_besoar_ im Russischen;--_beslaj_ in K�rnthen. * * * * * #�. 2. Feldspath-Gruppe.# Der eigentliche Feldspath wird durch Krystallform, H�rte, Schwere und chemischen Gehalt characterisirt; um ihn gruppiren sich eine Menge verwandter Fossilien. Er ist sp�tig, d.h. ist nach gewissen Richtungen spaltbar, und bildet in Verbindung mit andern Fossilien ganze Felsen, woher der teutsche Name _Feldspath_ entstanden ist, der an sich, oder in Uebersetzung in viele Sprachen �berging, als Felspar im Englischen, feldispata im Italienischen, feldspath im Franz�sischen, polewoi schpat im Russischen, szikrazo kovats im Magyarischen u.s.w. Der Feldspath hat zwar auch eine bedeutende H�rte, zerf�llt aber nicht wie der Quarz in Sand, sondern wird h�ufig zu Thon. A. _Edler Feldspath, Adular, Mondstein_. Krystallinisch, bl�ttrig, von grauer Farbe, weniger hart als die Gemmen und ohne Feuer. Ein ziemlich h�ufiges Mineral im hohen Gebirge; der italienische Mineralog Pini machte auf diess Fossil aufmerksam, gab 1781 den Namen Adular, von Adula, wie fr�her der Gotthard hiess. H�ufig ist er, besonders in Indien, irisirend, zeigt unter gewissen Richtungen einen eigenen sch�nen Silberschein, wird dann meist halbrund--en cabouchon--geschliffen, dient als Schmuckstein, heisst bey den Juwelieren: Mondstein, pierre de lune, gira sole, pietra lunare, moostone, auch ceylonesischer Opal und Wasseropal. Der sogenannte indische Sonnenopal, pierre de la soleil, giebt einen braungelben Lichtschein, zuweilen �hnlich einer gl�henden Kohle, ist wahrscheinlich ein cementirter gegl�heter Opal. Einen �hnlichen Lichtschein geben auch andere Fossilien, wie das Katzenauge, besonders aber manche Arten von Fasergyps, der auch desshalb zum Halsschmuck verarbeitet wird. In Indien ist der Mondstein gar nicht selten, war gewiss von jeher bekannt; wir wissen aber nicht mit Sicherheit, unter welchen Namen. _khaspatika_ im Sanscrit wird durch Mond- oder Sonnenstein �bersetzt; _tschdropala_ (von tschandra der Mond), durch Mondstein, so auch _tschrakanta_ und _sitasman_, die wohl hierher geh�ren k�nnen. _komala, kumala_ im Malaiischen, ist ein Stein von grosser Sch�nheit, rundlicher Form und dem Glanze der Sonne, dessen Natur aber ganz unbekannt ist. _hagiar alchamar_ im Arabischen, wird mit lapis lunae �bersetzt. Die Griechen und R�mer werden den Stein gekannt haben, wir wissen aber nicht, unter welchem Namen; astrios, ceraunia, paederos k�nnen hierher geh�rt haben. Als ein Stein, der das Bild des Mondes darstellte, f�hren die r�mischen und griechischen Schriftsteller auch an: den _[Greek: sel�nit�], lapis selenites_ (von selene der Mond), _aphrose lenos, lapis lunaris_, er kam aber aus Arabien und Aegypten; Dioscorides bemerkt: er sey dem Specularsteine (Gyps, Marienglas) �hnlich, wesshalb man veranlasst wird, den Stein f�r Fasergyps anzusprechen. Der Name Adular ist in die meisten neuern Sprachen �bergegangen. B. _Der Labrador_. Ein dunkler, bl�ttriger Feldspath, der nicht in ausgebildeten Krystallen, sondern in krystallinischen Massen vorkommt ausgezeichnet durch das herrlichste Spiel von lebhaften blauen, gr�nen, gelben und rothen Farben, das einzig dastehet, in ganz anderer Art als beym Opal. Er wird weniger zu Ringsteinen, als zu Prunkgef�ssen und gr�sseren Kunstwerken angewendet; diese haben das Eigenth�mliche, dass, wenn sie auch zerbrechen, jedes St�ckchen noch Werth hat, zu einem Ringsteine dienen kann. Der Labrador ist ein Product des Nordens, den man erst seit dem Jahre 1780 kennt; man erhielt ihn zuerst und am sch�nsten von der Insel St. Paul an der K�ste Labrador (der nord�stlichsten des amerikanischen Festlandes) durch die dortigen Colonien der Herrnhuter, wo er in St�cken zu 50 Pfd. und mehr gefunden wird; sp�ter hat man diess Fossil, wenn auch weniger sch�n, in mehreren Gegenden gefunden, wie am Baikalsee, in Norwegen, Gr�nland, Ingermannland u.s.w. Werner stellte ihn gleich (1780) neben den Feldspath. Griechische und r�mische Schriftsteller erw�hnen Prunk-gef�sse aus einem Steine _[Greek: morrhin�, myrrhin�], murro, murreria, murrhina_, der--wie alle Edelsteine, auch aus Glas nachgebildet wurde--dessen Beschreibung, meiner Ansicht nach, ganz gut und nur allein auf den Labrador passt; als Fundort werden die asiatischen Gebirge in Parthien uad Karamanien angegeben, die wir noch sehr unvollkommen kennen. M�glich, dass sich hier Labrador findet; aber es ist auch m�glich, dass man ihn aus dem �ussersten Norden brachte, mit dem stets ein starker Verkehr Statt fand; man holte den Bernstein von der preussischen K�ste, man kannte den schwedischen krystallisirten Magneteisenstein, man fuhr wahrscheinlich schon zur alt-keltischen Zeit nach Gr�nland, man kann auch Labrador gekannt haben. Murrhina wurde den R�mern erst durch Pompejus (61 v. Chr.) bekannt, der sie aus Asien mitbrachte, geh�rte nach Ulpian nicht zu den Gemmen oder Schmucksteinen, diente vorz�glich zu Prunkgef�ssen, die in sehr hohem Preise standen, da Nero f�r ein Trinkgeschirr 300 Talente oder etwa 25,000 Thlr. bezahlte. Nur Plinius liefert, aber--wie immer--eine sehr confuse Beschreibung. Der Hauptcharakter lag in einem ausserordentlichen Farbenspiel von Purpur, Weiss, Feuerfarbe und Roth, die sich in einander verlaufen; am sch�nsten ist auf der Aussenfl�che (extremitas) der Wiederschein der Farben (colorum repercussus), die wir im Regenbogen sehen. Die St�cke von zerbrochenen Gef�ssen hatten noch hohen Werth, dienten zum Prunk. Das murrhina hat man f�r Mancherley, besonders f�r Flussspath angesprochen (der wohl verschiedene Farben, aber kein Farbenspiel hat), auch f�r Kaschalong, f�r chinesischen Speckstein und Porzellan. Der Name Labrador ist in viele Sprachen �bergegangen, sonst nennt man denselben auch _Feldspath opalin_ im Franz�sischen; _feldspato opalino_ im Italienischen; _opascent feldspar, labrador stone_ im Englischen. C. _Der Amazonenstein_. Ist ein gr�ner, schillernder Feldspath, der zu Kunstwerken verarbeitet wird. Er kam zuerst vom Amazonenflusse in S�d-Amerika--woher der Name--wird aber h�ufig und von besonderer Sch�nheit in Siberien gefunden, von wo er schon in �ltester Zeit nach dem Oriente und Griechenland gekommen seyn wird. Auf jeden Fall kannte und benutzte das Alterthum diesen Stein, denn rohe und verarbeitete St�cke davon, meist mit Hieroglyphen bedeckt, haben sich in Aegypten und bey Rom gefunden (s. Faustino Corsi: delle pietre antiche v.J. 1828). Welchen Namen er trug, wissen wir nicht, vielleicht begriff man ihn unter smaragdus prasius u.s.w. _pierre des Amazones_ im Franz�sischen;--_piedra delle Amazoni_ im Italienischen;--_green feldspar_ im Englischen. D. _Gemeiner bl�ttriger Feldspath_. Meist krystallisirt, ein sehr h�ufiges, verbreitetes Gemengtheil des Granites und �hnlicher Felsmassen. Er findet keine technische Anwendung, als zur Porzellanfabrikation, wozu er seit den �ltesten Zeiten von den Chinesen unter dem Namen _petun-se_ gebraucht wird. Er war dem Oriente und Alterthume gewiss bekannt, da der in Aegypten sehr verbreitete Granit und Syenit oft sehr grosse Feldspathkrystalle enth�lt; wir wissen aber nicht, unter welchen Namen. Unsere �ltern Mineralogen nannten ihn spathum scintillans. _feldspath_ in den neuern Sprachen;--_szikrazokovats_ im Magyarischen. E. _Gemeiner dichter Feldspath oder Feldstein_. Die dichte, unreine Masse des Feldspathes, die oft quarzig wird (petrosilex), f�r sich keine technische Anwendung hat; bildet ganze Gebirgsmassen, selten allein, h�ufig als Grundmasse der Porphyre, oder in der Verbindung mit Hornblende wo gr�ne z�he Gesteine gebildet werden, wie Gr�nstein, Gr�nporphyr u.s.w., die zu sch�nen Werken der Kunst im Alterthume dienten (s. Marmor). Der Haelleflinta der Schweden geh�rt hierher, auch der petroselze der Italiener und deren Jade (eigentlich esada im Spanischen), ein Name, der wahrscheinlich aus Amerika stammt, woher der Stein als Amulet kam, wie Chiocco erw�hut im Museum calciolarianum 1622 Pag. 333. F. _Zeolith_. Ist jetzo eine Familie von Gesteinen, die sich dem Feldspathe noch am meisten anschliessen (zu welcher auch der oben erw�hnte Leuzit geh�rt), die meist in kleinen krystallinischen Massen, vorz�glich in vulkanischen Gesteinen vorkommen, gar keine technische Anwendung finden, im Oriente und Alterthume wohl stets �bersehen waren, von den �lteren Mineralogen auch wenig beachtet wurden. Axel von Cronstad machte 1756 zuerst auf diese Fossilien aufmerksam, die sich durch ein starkes Aufsch�umen vor dem L�throhre auszeichneten, und nannte sie _zeolithes_ (von [Greek: ze�] ich brause). 1780 lieferte Werner eine oryctognostiscbe Beschreibung dieser Gattung Zeolith; aber 1791 zeigte Hauy, dass aus krystallographischen Gr�nden dieser Zeolith mehrere Mineralgattungen bilde, man m�sse unterscheiden den _Mesotype, Stilbite, Analcime_ und _Chabasie_ (den Werner Cubizit nannte). Diese Namen gingen in die wissenschaftliche Sprache �ber, allm�hlig reiheten sich noch viele neue Gattungen an. Prehn entdeckte 1774 in England ein gr�nes Fossil, das zum Chrysolith, Prasem, Sch�rl u.s.w. gerechnet wurde; Werner gab 1785 den Namen _Prehnit_, der nun in die wissenschaftliche Sprache �berging, und stellte denselben zu den Zeolithen. Ein weisses Fossil vom Harze kommt meist in Zwillingskrystallen vor, die rechtwinklig der Breite nach durchwachsen, daher kreuzf�rmig sind; diese wurden von den �lteren Mineralogen weisser Hyacinth genannt; Werner nannte die Gattung Kreuzstein, Hauy Harmotome. G. _Der Chiastolith_. Erscheint stets in eingewachsenen s�ulenf�rmigen Krystallen von grauer Farbe, die meist nach den Achsen von schwarzer schiefriger Masse durchsetzt werden, die daher ein schwarzes Kreuz auf hellem Grunde bildet, was etwas sehr Auffallendes hat. Es ist desshalb nicht unwahrscheinlich, dass schon das Alterthum auf dieses Fossil aufmerksam wurde; wir kennen aber dar�her zur Zeit keine Nachricht. Die �ltesten Mineralogen der neuern Zeit, Boetius de Boot 1609 und Chiocco 1622 beschreiben den Stein schon ganz genau, als lapis crucis oder crucifer. In Frankreich bezeichnete man ihn sp�ter als macle (ein Wort, das aus der Wappenkunde entlehnt ist, und ausgebrochene Raute bedeutet). Man setzte ihn fr�her in die Familie der cornuum, d.i. zu den Versteinerungen, dann zu den Talken und zu dem Sch�rl; Karsten gab den Namen Chiastolith, Werner nannte ihn Hohlspath, Hauy macle. Alle diese Namen sind in die wissenschaftliche Sprache der verschiedenen V�lker �bergegangen. H. _Obsidian_. Ein schwarzes vulkanisches Glas, mit h�chst scharfkantigen Bruchst�cken, theils in derben Massen, theils in K�rnern, die man meist als _Marekanit_ bezeichnet. Die Mexikaner wendeten es sehr allgemein zu schneidenden Instrumenten an, und wahrscheinlich schon die �gyptischen Priester zu ihren Opfermessern. Man fertiget aus diesem Steine Spiegel, auch andere Schmucksachen, besonders wenn er einen gewissen braunrothen Schein zeigt, wo er dann wohl Luchssapphir oder Pseudo-Chrysolith heisst. Er ist nicht selten in Europa, auch in Aethiopien und Arabien, so auch im asiatischen Russland, besonders bey Ochozk im marekanischen Gebirge (woher der Name marekanit), eben so in Island. In Indien scheint er zu fehlen, war aber wohl wie in Aegypten bekannt; wir kennen aber noch nicht die Namen, doch sind mehrere Kunstsachen davon auf uns gekommen. Herodot (II. �. 86) und Diodor erw�hnen: dass beym Einbalsamiren der �gyptischen Leichen der Paraschistes den Leib mit einem scharfen _�thiopischen Steine_ ge�ffnet habe, welcher nur Obsidian gewesen seyn kann, der sich hierzu allein eignet, und die alten Br�che in Aethiopien hat neuerlich Salt da aufgefunden, wo sie der periplus des rothen Meeres angiebt. Von hier kam er, wie es scheint, durch Obsidius nach Rom, wo man den Stein _obsidianus_ nannte, verschiedene Kunstsachen daraus fertigte, ihn auch in Glas sehr gut nachmachte (vitrum obsidianum);--daher stammt unser Name. Uebrigens hiess der Stein bey den Griechen _[Greek: liparaios]_, bey den R�mern _liparius_, da man ihn von der Insel Lipari erhielt, wo er sehr verbreitet ist, mit Bimsstein wechsellagert. _sabach_ oder _sandsch_ im Arabischen, von dem Taifaschi erw�hnt: dass er ein schwarzer, schmelzbarer Stein sey, der sich ganz wie ein Spiegel verhalte, d�nne Scheiben als Augengl�ser st�rkten das Gesicht. _scheback_ und _weschich_ im Persischen kann hierher geh�ren. _hraf-tinna, rafetinna, ravntinne_ im Isl�ndischen (von hraur, raun der vulkanische Auswurf, Lava und tinna Stein). In Teutschland nannte man ihn fr�her: _Glasachat, Isl�ndischen Agat, schwarzen Agtstein, Aidstein, dunkles Lavaglas_, bis Werner den Namen Obsidian gab, der in die neuere Mineralogie �bergegangen ist. Im Franz�sischen: _agath noir, agathe d'Island, pierre de gallinace, obsidienne_;--im Englischen: _iseland agate, obsidian_;--im Italienischen: _agata d'Islanda, obsidianna_;--im Spanischen und Portugiesischen: _agatha de Islandia_;--im Holl�ndischen: _glasacht_;--im Russischen: _islandskoi Agat, Obsidian_. I. _Der Perlstein_. Ist ein Obsidian von k�rniger Structur, wo die K�rner fast die Farbe und den Glanz der Perlen haben, kommt besonders in Ungarn vor. Ob man im Alterthume diesen Stein auszeichnete und wie man ihn nannte, wissen wir nicht. In jetziger Zeit hob ihn Werner zuerst als eigne Gesteinsgattung hervor und gab den Namen, fr�her nannte man ihn: vulkanischen Zeolith, Obsidianmutter, zeolithartigen Obsidian. _obsidienne perl�e, lave vitreuse perl�e_ der Franzosen; _pearlstone, perlite_ im Englischen; _vulkanischer Zeolith_ der �ltern teutschen Schriftsteller. K. _Pechstein_. Er ist ein ebenfalls vulkanisches oder vielmehr platonisches Gestein, das mit porphyrartig eingemengtem Quarz ganze Bergmassen bildet, und von seinem pechartigen Ansehen den Namen erhalten hat, recht ausgezeichnet in Sachsen vorkommt. Man rechnete ihn fr�her zum Opal, Schulz in Dresden lenkte 1759 auf ihn die Aufmerksamkeit, gab den Namen. _pierre de poix, retinite, petrosilex resinite, feldspath retinite_ im Franz�sischen;--_pitchstone_ im Englischen;--_szuronk�_ im Magyarischen. L. _Bimsstein_. Ein sch�umiges Lavagestein, das viel technische Anwendung findet, zum Gl�tten, Polieren u.s.w. Meist erhalten wir ihn von Campo bianca auf der Insel Lipari. _feou-chy_ im Chinesischen;--_batu tumbul_ im Malaiischen;--_angak_ im Gr�nl�ndischen;--_kunk khar_ im Armenischen;--_jatek-k�, taitek-k�_ im Magyarischen. _pomsa, pomsa taschy_ im T�rkischen;--_penza, pemsa_ im Russischen;--_zuzel kamienna_ (Schlackenstein) im Polnischen;--_kamen morski_ im Polnischen. _naschfat, senech, famechi, fenec_ im Arabischen;--_caffyf_ im Maltesischen. _[Greek: kiss�ris]_ im Griechischen;--_[Greek: kissara]_ im Neugriechischen, auch _[Greek: laphropetra, kouphotera]_. _pumex_ im Lateinischen;--_pumex_ im Wlachischen. _minclach_ (leichter Stein) im G�lschen, auch _blaithliag_ (Polierstein), _fuilfiori, fuil siofraith_. _pumice_ im Italienischen und Englischen. _ponce_ im Franz�sischen;--_espoja_, _piedra pomes_ im Spanischen und Portugiesischen. _pyms, byhms, bymestein_ im Altteutschen;--_bimsten, pumiz_ im Schwedischen;--_pimpesteen_ im D�nischen. M. _Lava, Basalt, Wacke, Klingstein_. _Lava_ ist der Ausfluss der jetzo th�tigen Vulkane, ein dunkles, festes Gestein, nach oben meist blasig; der dunkle _Basalt_, der Lava sehr �hnlich, stammt aus etwas �lterer Zeit; �hnliche plutonische Gesteine �lterer Epochen nennt man seit langer Zeit in England _toadstone_, auch _whinstone_, in Schweden _trapp_ und _wacke_. Das Wort Basalt, das �gyptischen Ursprunges seyn wird, stammt von basanites der R�mer, woraus durch einen Schreibfehler basaltes wurde, wie die Manuscripte des Plinius lesen, womit ein schwarzes Hornblendgestein (nicht unser Basalt) bezeichnet wurde (s. Marmor). Agricola (gest. 1555) �bertrug den Namen auf unsern Basalt. In die Mineralgattung basaltes setzte man seit der Zeit eine Menge dunkle und s�ulenf�rmige Gesteine, die sehr allm�hlig in besondere Gattungen �bergingen. In geognostischer Hinsicht wurde der Basalt ein wichtiger Wendepunkt, da ihn Werner und seine Schule f�r ein neptunisches Gestein hielt. Ein dem Basalt �hnliches, weicheres Gestein nannte Werner seit 1788 _Wacke_; ein anderes, etwas h�rteres seit 1791 _Porphyrschiefer_ oder _Klingstein_. Der Name lava ist unbekannten Ursprunges; im Mittelalter hiessen die lavaartigen Gesteine _lavia, laveria_, in Sicilien _frita_; auch nannte man sie _piperinus_, woher unser Name peperino, womit man vulkanischen Tuff bezeichnet. Por�se, feste Ab�nderungen von basaltischen Gesteinen, liefern seit den �ltesten Zeiten vortreffliche M�hlsteine in Griechenland, Italien, am Rhein u.s.w., daher man den Basalt und �hnliche Gesteine als M�hlsteine bezeichnete. _[Greek: milod�s, myliai]_ (d.i. M�hlstein) im Griechischen, auch _[Greek: pyromachos lithos]_, weil sie durch Feuer (_[Greek: pyr]_) entstanden, und _[Greek: rhyax]_, das Geflossene, von _[Greek: rheein]_ fliessen;--_[Greek: mylax, mylopetra]_ im Mittelalter;--_lapis molaris_, auch _silex niger, tusculanus_ im Lateinischen; der _lapis anicianus_, jetzo manziana, ist Lava mit vielem glasigen Feldspath. _selce_ (von silex) im Italienischen. Der selce romano ist offenbar der niger silex von Plinius, der tophus niger von Vitruv, eine Lava von monte albano und Capo di Bove, die als Pflasterstein dient. _gn�-cloiche, air-dhath-dorch_ im G�lischen, soll hierher geh�ren. _neffet_ im Arabischen, auch _niffet, nesifet_, wie auch wohl der Bimsstein genannt wird. _salak_ im Magyarischen ist Lava, _koromzo_ ist Basalt. _zuzel_ (Schlacke) im Polnischen, auch lawa, bazalt. _ravn, hravn_ im Alt-Nordischen ist vulkanischer Auswurf, braune im Isl�ndischen sind grosse Lavastr�me; steina ist Lava. Seit Agricola ist der Name basalt in die wissenschaftliche Sprache aller L�nder �bergegangen; aber der basalte nero der Arch�ologen und K�nstler ist nicht unser Basalt, sondern schwarzes Hornblendgestein. N. _Vulkanischer Tuff, Puzzolane, Trass_. Ist vulkanisch ausgeworfene, aschenf�rmige Lava, die zuweilen in sehr grossen Massen niederf�llt, oft wieder zu ziemlich, festen Gesteinen zusammenb�ckt, dann Tuff heisst, am Rheine _tras, tarus_, ein wichtiges Cement oder Material zum Wasserbau. _silex ruber, silex albus_ u.s.w. der R�mer. Der silex ruber ist der piedre rosso der heutigen R�mer, dessen Br�che noch vorhanden sind, den Brocchi als tufo lithoide beschreibt. Der _lapis albanus_ ist der jetzige peperino tenero;--_lapis gabinus_ (vom See Gabii; jetzo Castiglione ohnweit Tivoli) ist der peperino duro; der _pulvis puteolanus_ war lockere Puzzolane; der _tophus_ war theils verh�rteter vulkanischer Tuff, theils auch unser Kalktuff. _tras, taras_ ist unbekannten Ursprunges. _taraz_ im Polnischen, was auch gepulverter Stein heisst. O. _Alaunstein_. Ein weisses, hartes, krystallinisches Gestein, in Verbindung mit vulkanischen Massen auftretend, welches gebrannt alaunhaltig und auf Alaun benutzt wird, als Felsmasse in Italien, Ungarn u.s.w. vorkommt. Der Alaunstein in der Umgegend von Rom scheint im Alterthume nicht benutzt zu seyn, man zog den Alaun aus Griechenland und Kleinasien, wie auch im Mittelalter. Schon im 13. Jahrh. bestanden Alaunwerke bey Neapel, seit 1460 wurde das grosse Alaunwerk Tolfa bey Civita Vecchia im R�mischen angelegt, der dortige Alaunstein benutzt. Chiocco (1622) und die �ltern Mineralogen nennen denselben minera aluminis roccae. Der [Greek: lithos assios] und [Greek: phrygios], lapis assius und phrygius wird Alaunerz aus Kleinasien gewesen seyn, wo his ins 12. Jahrh. besonders bey Phocaea nova ohnweit Smyrna grosse Alaunwerke waren. _timsok�_ im Magyarischen (von timso der Alaun);--_ailm clach_ im G�lischen;--_alunite_ im Franz�sischen; _alunit_ im Englischen. _piedra alumbre_ im Spanischen;--_piedra hume_ im Portugiesischen. P. _Aluminit_. Ein weisses erdiges Fossil, unter dem Microscop ein Gewebe feiner Nadeln, das aus basischem, kohlensaurem Thonwerke bestehet, keinen Geschmack hat. Es wurde 1730 von Jac. Lerche in der Stadt Halle entdeckt, lac lunae, 1759 von Schreiber creta gypsea, 1780 von Werner reine Thonerde genannt. Schon Schreber hatte 1781 kohlensaure Thonerde darin gefunden, was Buchholz 1806 durch eine genauere Analyse best�tigte; Haberle und Karsten (1801) nannten das Fossil Aluminit, welcher Name in die wissenschaftliche Sprache �bergegangen ist. Sp�ter ist derselbe an mehreren Punkten aufgefunden. * * * * * #�. 3. Glimmer, Talk und Thon-Gruppe.# A. _Glimmer_. Ist ein weiches, feinbl�ttriges Fossil, aus Kiesel- und Thonerde bestehend, das in seinem krystallinischen und amorphen Zustande eine Hauptmasse der Gebirge bildet. Besonders in Ceylon und Siberien findet er sich in so grossen St�cken (die bis zu 1-3/4 Ellen in Quadrat haben) und so durchsichtig, dass man ihn als Glas benutzt, ist bekannt als russisches Glas, talk de Moscovie, verre de Moscovie, vitrum ruthenicum, auch Marienglas (wie der �hnliche, grossbl�ttrige Gyps heisst), welchen Namen er erhielt, da er fr�her zur Deckung kleiner Heiligenbilder angewendet wurde. Der gew�hnliche Glimmer, in unsern Gebirgen sehr h�ufig, hat oft die Farbe und den Glanz theils des Goldes, theils des Silbers, heisst dann im gemeinen Leben Katzengold, Katzensilber, or und argent de chat, dient h�ufig als Streusand. Die �ltern Mineralogen setzten zu dem Glimmer manche �hnliche Substanzen, wie den Uranglimmer, den Werner 1788 als Chalkolith absonderte. _fang-houang-chi, tsing-mong-chi_ im Chinesischen;--_kin-mong-chi_, auch _kin-sing-chi_ ist der Goldglimmer. _abhruck_ im Hindu;--_abhra, abhraka_ im Sanscrit;--_miniram_ auf Ceylon. _keblekajak_ im Gr�nl�ndischen (wie auch das Marienglas heisst). _talk_ im Persischen und Arabischen wird auch den Glimmer bezeichnen; der _ajarisum_ im Arabischen (lapis specularis) kann auch hierher geh�ren;--_[Greek: talk, talch]_ der sp�tern griechischen Chemiker (wohl aus dem Arabischen), nicht von [Greek: talichos], zerbrechlich. Herodot III. 17. erz�hlt: die �thiopischen V�lker stellen die einbalsamirten K�rper in ein Geh�use von [Greek: hyalos], welches man bey ihnen in Menge und sehr sch�n gr�bt; dieser hyalos war wohl Glimmer oder Marienglas, der _lapis specularis_ der R�mer war sowohl grossbl�ttriger Glimmer als Marienglas; der _chrisopis_ und _chrysites_ oder _phloginos_ k�nnen vielleicht zum Glimmer geh�rt haben. Der _mica_ der R�mer war Steinsalz, das in grossen durchsichtigen St�cken einbrach, und erst in sp�terer Zeit hat man diesen Namen auf unsern Glimmer �bertragen. _mica_ im neuern Latein;--_mica_ im Franz�sischen;--_mica_, auch _ammocriso_ im Italienischen;--_mica, mica amarilla_ im Spanischen, _espejuelo_ beym spanischen Bergmann;--_mica_ im Englischen, auch _goldglimmer_; _glist_ beym englischen Bergmanne, auch _daze_. _arany, matska, k�zbarsonif�ld_ im Magyarischen, auch _trillam puzok�_. _airgiord chaorach,--chabbar_ im G�lischen. _blyskaez, dreswa_ im Russischen, slyuda ist der grossbl�ttrige, siberische, okoschki sind die Scheiben aus Glimmer;--_blyssicz, mica, jak moskiewski_ im Polnischen;--_slida, djb, tripitinka_ im B�hmischen. Im Mittelalter, bey den Alchemikern kommt der Name _Glimmer_ vor (vielleicht zusammenh�ngend mit _glimra, glimbr_, gl�nzen im Nordischen);--_glimmer, kateglimmer, katesly_ im D�nischen;--_skimmer, kattgull, kattsilber_ im Schwedischen;--_glimmer, kattezilwer, kattengoud_ im Holl�ndischen. B. _Chlorit_. Ein gr�nes, dem Glimmer ganz verwandtes h�ufiges Fossil, ohne technische Anwendung, von Werner als Gattung fixirt, der den Namen aus dem Alterthume entnahm, wo chlorites beym Plinius als eine gr�ne magische Gemme erw�hnt, aber nicht weiter characterisirt wird. Der Name ist in die wissenschaftlichen Werke des Auslandes �bergegangen.--Der Bergmann in Cornwallis nennt das Gestein _peach_. C. _Talk_. Ein meist bl�ttriges, stark gl�nzendes Fossil, sehr weich und fettig anzuf�hlen. Sch�n findet er sich in den neapolitanischen Gebirgen, von wo er �ber Venedig ausgef�hrt wird, unter dem Namen venetianischer Talch.--Er dient (wie der Speckstein) zum Schreiben auf Holz, Tuch, besonders zum K�rper der Schminke (indem er die rothe Farbe durch seinen Perlmutterglanz erh�het und der Haut eine sanfte Glatte giebt), zur Politur, zur Schmiere bey den Maschinen u.s.w. Die talkigen Fossilien bestehen, n�chst Kiesel-und Thonerde, aus einer eigenth�mlichen Erde, die man chemisch als _Talkerde_ bezeichnet, diese nennen die Franzosen seit etwa 1707 _magnesie_ (woher Magnesia), welcher Name von _magnetis_ stammt, womit man im Mittelalter den Talk bezeichnet zu haben scheint. _swatschapa�_ im Bengalischen. Im Sanscrit scheint er viele, meist dichterische Namen zu haben; Pott (etymologische Forschungen) f�hrt den Talk unter den Halbmetallen auf und giebt viele Namen an, als: _nirmala, amala_ (schmutzlos), _giridsha_ (berggeborner), _giridshamala, bhringa, ghana, abhra, abhraka_ (ist wohl Glimmer), _antariksha, waikuntha, gauridsha_. _talk_ im Persischen, auch _sitarel semin_ (d.i. Stern der Erde). Ben Manssur bemerkt: dass man daraus Perlen auf das T�uschendste nachmache, und wenn man mit einer Aufl�sung davon die Glieder bestreiche, so w�rden diese vollkommen feuerfest. _talk_ im Arabischen, wo auch fette Thonarten darunter begriffen seyn werden; Avicenna bemerkt (422): der Name sey arabisch, man bezeichne damit auch den Aster des Theophrast und die terra samia aus Cypern. Aus dem Arabischen scheint das Wort in die neuern Sprachen �bergegangen zu seyn, man bezeichnete damit fr�her sehr bl�ttrige Steinarten im Allgemeinen. _talcus_ im Mittelalter, auch _magnetis_ und _argyralithus_;--_talc_ im Franz�sischen, auch _laret, suif de montagne_;--_talco_ im Italienischen;--_talk_ im Englischen, Teutschen, Schwedischen. _m�lowka, taljk_ im Russischen;--_mastnek_ im B�hmischen;--_k�verk�_ im Magyarischen;--_irsum_ im T�rkischen. _steatites_ der R�mer und Griechen (von [Greek: stear], das Fett) kann hierher geh�ren. D. _Asbest, Amianth_. Ausgezeichnet durch fettiges Anf�hlen und fasriges Gef�ge, zuweilen so zart und fein, dass das Mineral gesponnen und verwebt werden kann, zu feuerfester Asbest-Leinwand, die man schon in �ltester Zeit kannte, auch jetzo noch zuweilen fabricirt. Eine klein- und verworren fasrige Ab�nderung nennt man Bergkork, Bergleder, Bergpapier, papier fossile, sughero montano, mountain leather. Die flachsartige Ab�nderung heisst Bergflachs, die festere Asbest, aus dem durch eine Art von Verwitterung der biegsame Amianth entstehet. _sung i bumbo_ (d.i. Baumwollenstein) in Hindostan. _aspest_ im Persischen (ob aus den neuern Sprachen �bergegangen?). _iskustos_ im Arabischen. _anshidhanjeli, khar ankisjeli_ (der unverbrennliche) im Armenischen. _ystinos_ im W�lschen, auch _urael_ (von ur das Unverletzliche, Heilige), diesen Namen tr�gt auch die Asbestleinwand;--_liein difflam_ im Bretonischen. _[Greek: amianthos]_ und _[Greek: asbestos]_ der Griechen, auch geh�rt der Stein von Scaptesyll hierher, der zu Lampendochten diente. [Greek: asbestos] kann vielleicht mit ystinos im W�lschen zusammenh�ngen. _[Greek: karistia]_ im Neu-Griechischen vom Fundorte. _amianthos_ und _asbestos_ der R�mer;--_amianto, asbesto_ im Spanischen, Italienischen und Portugiesischen, auch _pedra de linho_;--_amianthe, asbeste_ im Franz�sischen und Englischen;--_asbest, kob�r_ im Magyarischen, auch _k�len fosk�_ und _fonalk�_;--_asbeste_ im Russischen; _kamiene niezgorzisti_ (der unverbrennliche) im Polnischen;--_skalnilen_ im Czechischen. _steenvlas_ (Steinflachs) im Holl�ndischen;--_federweiss, Erdflachs_ im Alt-Teutschen. E. _Speckstein, Steinmark, Magnesit_. Ein verh�rteter Talk, ein fettiges, derbes unschmelzbares, durch Umbildung entstandenes Gestein, zuweilen voll Afterkrystalle, das verwendet wird zum Schreiben auf Zeug, Reinigen von Fettflecken, zur Politur von Marmor, Alabaster, Serpentin, Glas, zur Grundlage von Schminke, in China sehr h�ufig das Material liefert, aus dem G�tzenbilder geschnitten werden, (welche Ab�nderung als Agalmolith bekannt ist), wo es auch zur Porcellanfabrikation dient.--Eine weichere Art, wenigstens im frischen Zustande, nennt man _S einmark_, lithomarge im Franz�sischen; medulla im barbarischen Latein. _hoa-chy, kabasche_ im Chinesischen, und nach der verschiedenen Farbe: _kan-chy-tchy_ den bl�ulichen; _tchy-chy-tchy_ den r�thlichen; _kouang-sy-hoa-chy_ den weissen; _sse-tchuen-hoa-chy_ den fettigen, der zum Fleckausmachen und zur Porzellanmanufactur dient; _tao-hoa-chi_ der zu G�tterbildern verwendet wird;--_nanthsirr irdinai_ im Mandschu;--_irdina_ im Mongolischen. _ballapam_ im Hindu;--_hingwiasan_ in Indien, Provinz Tennasserim. _kodreti, isfidadsch_ im Persischen. _isfidadsch_ im Arabischen, auch _hadschar lebenik_ und _alhasi_. _[Greek: galaxias]_ (von [Greek: gala] die Milch) im Griechischen, auch _[Greek: galaktitapron]_ (steinerne Milch), _[Greek: moroxon, lithos morochthos, l�daion, anaktitin adamanta, leukographida]_ (die weissschreibende);--_[Greek: agalyatit�, petrokolla]_ im Mittelalter;--_galactites_ (aus dem Griechischen) im Lateinischen, auch _leucogaea_ (Weisserde), _leucographis_ (weissschreibende), _sytiophites, sinochites, ananchites_;--_galaxia, estatita_ im Spanischen. _steatite, piedra di lardo_ im Italienischen;--_steatite, pierre de lard,--du lait, smectin, craie de Briancon_ und _d'Espagne_ im Franz�sischen;--_steatite_ im Englischen. _specteen_ im Holl�ndischen und D�nischen;--_spectein, seifenstein, spanische Kreide_ im Teutschen. _gis_ im Portugiesischen (von gisar liniiren);--_sloninik, statyl_ im Polnischen;--_tucek_ im Czechischen;--_tutchnak, schirowik_ im Russischen;--_balfanyk�, szappank�_ im Magyarischen; _k�v�l�_ ist Steinmark. F. _Magnesit, kohlensaure Talkerde_. Eine verh�rtete, weisse, ziemlich reine kohlensaure Talkerde findet sich bey Castella monte, ohnweit Turin, in M�hren u.s.w., sie wurde von Mitschel entdeckt, von Buchholz 1806 analysirt, als Magnesit im Systeme aufgenommen, hat aber keine technische Anwendung. Eine erdige, kreideartige, kohlensaure Thonerde, findet sich in mehreren vulkanischen Gegenden, auch in den Kalkstraten in Sicilien, besonders bey Palermo, die als terra di Baida zu h�uslichem Gebrauche dient. Plinius 18. 29 erw�hnt: das Mehl von zea (Spelz) wird nur dadurch zur feinsten alica, dass ihr eine creta aus der Gegend von Neapel zugesetzt wird, die in hohem Preise stehet, wodurch das Backwerk die ausgezeichnete Sch�nheit erh�lt, zu der verf�lschten (adulterina) alica setzt man statt dessen Gyps. Diese creta leucogaica wird wohl nat�rliche kohlensaure Talkerde gewesen seyn, denn es ist bekannt, besonders in London sehr allgemein, dass man dem Waizenmehle etwas Alaun oder kohlensaure Talkerde zusetzt, wodurch es besonders weiss und locker wird. G. _Topfstein_. Ein unreiner Speckstein, ein gr�nlich graues, grobes talkiges Gestein, das in ganzen Bergmassen vorkommt, ist weich, unschmelzbar, wird im Feuer hart, wird viel zu Kochgeschirren und �hnlichen Gegenst�nden verarbeitet, besonders in Aegypten seit �ltester Zeit, und in der Schweiz, im Canton Tessino, val maggia und in Graub�nden, hier bekannt als _Guglia, Giltstein, Lavetzstein_ (von lavezzo im Italienischen, der Topf), die graub�ndner Steint�pfe gehen �ber Como nach allen Theilen Italiens;--im barbarischen Latein _lebetum, lapis, lapis ollaris_. _ballapam_ im Hindu (wie Speckstein). _baram_ in Aegypten, eigentlich Stein von baram, wie der Ort in Ober�gypten heisst, wo der Topfstein gewonnen wird. (In Syene macht man aus gestossenem Topfstein und Thon Gef�sse, die gebrannt werden.) _Stein von siphnos_ der Griechen. _lapis comensis_ der R�mer;--_piedra di Como_ im Italienischen;--_pierre de Come, -ollaire, -lav�ge_ im Franz�sischen;--_piedra ollar_ im Spanischen;--_potstene_ im Englischen;--_telgstene_ im Schwedischen. H. _Serpentin_. Dem Topfsteine �hnlich, hart, gr�n, verschiedenfarbig, nimmt eine gute Politur an, wird zu verschiedenen Gegenst�nden verarbeitet. _kelo, berkelo_ im Malaiischen;--_ophites_ der R�mer (s. Marmor);--_Serpentin_ in den neuern Sprachen. _kigyok�_ im Magyarischen. _mar nathaer, lubach, cuairteagach_ im G�lschen. _smejewik, serpentin_ im Russischen;--_memphites_, vielleicht auch _nephrites_ der R�mer und Griechen, k�nnen hierher geh�ren. _net_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache �bersetzt Champollion mit _pierre verd, serpentine_. I. _Meerschaum_. Ein thoniges, plastisches, weisses sehr leichtes Gestein, das viel Talkerde (Magnesia) enth�lt, wird vorzugsweise zu den bekannten t�rkischen Pfeifenk�pfen, selten zu Thongeschirr verwendet. Der eigentliche Meerschaum, das Material der �chten T�rkenk�pfe, kommt aus Natolien (Kleinasien), wo er bey Konie und Brusa gegraben wird. Ein mineralogisch �hnliches Fossil findet man auch in andern Gegenden, in M�hren, Spanien, wird aber nicht derartig verwendet. _istife_ im T�rkischen, auch _kil_ (Thon), _kile keffi, keffekil_ (Schaumthon). Die Arbeiter bezeichnen es auch mit _myrsen_, einem tartarischen Worte, das einen �hnlichen Thon bezeichnet, der auch zum Walken dient. Aus diesem tartarischen myrsen hat sich das teutsche Wort _Meerschaum_ gebildet, der mit dem Meere gar nichts gemein hat, Lager in schiefrigem Kalkstein bildet. _morskaja pinka_ (von myrsen) im Russischen;--_piana morska_ im Polnischen. _ecume de mer_ (Uebersetzung des teutschen Wortes Meerschaum) im Franz�sischen;--_schiuma del mare_ im Italienischen;--_tajtek_ im Magyarischen. K. _Walkthon_. Ein fett anzuf�hlender milder, meist gr�nlicher Thon, der in Wasser zuweilen sch�umt, begierig das Fett anzieht, daher zum Walken und Reinigen der T�cher angewendet wird, in vielen Gegenden vorkommt; zuweilen ist er schwarz, heisst Bergseife. _lucharidis_ im Arabischen (wie der �gyptische Name war), auch thin chimulia (der cimolische);--_borith_ im Hebr�ischen (heisst auch Seife);--_kill_ (Thon) im T�rkischen;--_ge kimulgo_ im Syrischen (die cimolische);--_[Greek: g� kimolia]_ der Griechen (von der Insel cimolis, jetzo kimolo), die [Greek: g� pnigitis] war wohl Bergseife. Die [Greek: g� samia, g� chia] u.s.w., wurden in den B�dern zum Gl�tten der Haut gebraucht, wie noch jetzo bey den T�rken der keffekil, der oft mit Rosenbl�ttern vermischt wird. _creta fullonum,--cimolia,--thessalica,--sarda,--umbrica_ der R�mer; diente sehr allgemein zum Walken und Reinigen der Kleider--fullare;--der Walker war fullo (im G�lischen ist fucadair der Walkm�ller, fucadh das Walken). Die Walkerde der Insel Cimolis (meist aus zersetztem Trachit entstanden) wird noch jetzo �ber ganz Griechenland verf�hrt. _criadh an fhucadair_ im G�lschen. Im W�lschen ist panu walken, paneor der Walker;--_[Greek: kimoli, pilo stinnias]_ im Neugriechischen (im Walachischen ist pio die Walkm�hle, pioariu der Walker);--_fullers earth_ im Englischen;--_follatori, terra da follone_ im Italienischen;--_terre a foulon, argile smectique_ im Franz�sischen;--_walklera, skifverler_ im Schwedischen;--_vol�arda_ im Holl�ndischen;--_w�scherdt, seiffenerde, f�llererdt_ im Altteutschen;--_folarda_ im Polnischen;--_suknowaljnaja seml�_ im Russischen;--_ruhatiszatoagyag_ im Magyarischen. L. _Thon im Allgemeinen, gemeiner Thon, T�pferthon, Porzellanthon_. Graue oder weisse, im Bruche erdige, weiche Gesteine, die durch Wasser plastisch werden, sich formen lassen, im Feuer hart werden, daher sehr viel zu Thongef�ssen verwendet. Die h�rteste und sch�nste Sorte der gebrannten Thongef�sse bilden das Porzellan und Fayance, geringer ist Steingut; bey alle diesen ist die Masse glasartig geschmolzen, bey dem gew�hnlichen Thongeschirr nur erh�rtet. Zu den �ltesten und sch�nsten Thongef�ssen geh�ren die griechischen und die sogenannten campanischen, welche schon den R�mern als vascula operis antiqui, in den sepulcris vetustissimis eben solche Antiquit�ten waren, als sie es uns sind (s. Sueton in Jul. C�sar. 18). Plastischer Thon ist in allen L�ndern verbreitet. _kin_ im Chinesischen, auch _gno_ und _ka-olin_, d.i. der Porzellanthon, welcher Name auch in die neuern Sprachen �bergegangen ist. _hagima-pa_ im Tibetanischen, auch _rdsa-sa_, von sa die Erde (rdsa-makhana ist der T�pfer); _dagara-rtse_ ist weisse Erde, als Kalk, Kreide; _dakara-gona_ ist die Masse aus Thon und Feuerstein, aus welcher Porzellan (dakara-gola) gemacht wird. _dschambala_ im Sanscrit. _djabor, chabor_ im Mongolischen, auch _baltschick, totcho_;--_tschabar, tschedo_ im Lesgischen und in den kaukasischen Sprachen, auch _tapur, chjach, zerta, luchti_;_jata_ im Tscherkessischen;--_ticha_ im Georgischen;--_paitschig_ im Tartarischen. _sue, sjui, su, so_ in den samojedischen Sprachen, auch _ja, sattu, tjum, tub, tal_;--_sjui_ im Permischen;--_sau, sawi_ im Finnischen, auch _klay_ (ist Marscherde);--_sawwi_ im Ehstnischen;--_kar, gaw_ im Armenischen;--_ach, doi, toi_ im Kurdischen;--_agyag_ im Magyarischen, auch _fajaszagyag, k�z�nseges_; der T�pfer ist gerentser. _tina_ im Alt-Persischen; _kil, gil, tobrak_ im Persischen, auch _aerz_ und _lime_, was mehr Koth bedeutet;--_tyn, thina, tit_ im Arabischen; fachar ist T�pfer; _tinn armat_ oder _--rumi_ ist der officinelle arabische Bol;--_tin_ im Chald�ischen, auch _tephel, tpel, haspa, gargusch, gargischta_. _oue, ome, oome_ im Koptischen;--_chomer_ im Hebr�ischen (pechar ist T�pfer);--_arkega_ im Berberischen;--_tzebur labekawi_ im Aethiopischen;--_gil, kil_ im T�rkischen, auch _lay, balcik, baltschyk_;--_gil_ im Bucharischen. _glina_ im Russischen, _pharphorowaja seml�_ ist Porzellanthon;--_glina, gley_ im Polnischen; _zdunska_ ist der eigentliche T�pferthon, gancarz der T�pfer;--_gjl, hljna_ im Czechischen, hrncir ist der T�pfer;--_glina, iju, iu, ilouza_ im Windischen;--_lina_ im Wendischen;--_hlina_ im Slowakischen;--_gnyla_ im Dalmatischen;--_ghgnilla_ im Bosnischen;--_glina_ im Krainschen;--_ilowacha_ in Croatien;--_glihsda_, auch _mahls, mali_ im Lettischen (lonzhar ist T�pfer);--_dohn_ im Mongolischen. _thaho_ im Gothischen;--_thon, than, thann_, auch _klee, haffnererd_ im Alt-Teutschen, woher thonerde, welches fr�her meist die oberste Erdschicht--die Dammerde--bedeutete. _liime_ im Friesischen;--_lime, lam, pottererd_ im Angels�chsischen. _laire, raire_ im Lappl�ndischen;--_leir_ im Isl�ndischen;--_leer, leerjord_ im D�nischen;--_ler, lera_ im Schwedischen; der gemeine Thon ist lera gemen, bloter, sioler, murler; der Porzellanthon lera zellins oder eldfastler, der eigentliche T�pferthon krukmakarler, t�rnigeler. _pri, bry_ im Bretonischen, auch _courroi, courrez_;--_pridd_ im W�lschen (priddawr der T�pfer), auch _llai, llaid_;--_criadh_ im G�lischen (daher creta im Lateinischen, Kreide im Teutschen), criadh gheal, criadh-chriadhadair (d.i. der T�pfer), auch _clabar_ (ist mehr klebriges Erdreich). _creta figlinorum_ (d.i. der T�pfer) im Lateinischen; (creta �berhaupt begriff mehrere weisse, erdige Substanzen; die creta melia--[Greek: g� melia], mit melinum und paraetonium waren Kreide, so auch die creta annularis, selenusia und argentaria);--_argilla_ war mehr ein weisser wirklicher Thon, stammt her von ar Erde, und cille weiss, geal im G�lschen, opera figlinorum war unser T�pfergeschirr. _[Greek: argillon]_ im Griechischen (wohl von [Greek: arg�s] weiss), meist [Greek: p�los] (wohl aus dem albanischen palta), auch [Greek: g� kerammid�s, keramit�s] (der eigentliche T�pferthon), [Greek: glia, lyma]. _[Greek: argillos, p�los]_ im Neugriechischen; [Greek: aggeia, p�lina] ist das T�pferzeug. _palta, paigta_ im Albanischen;--_pamentu de lutu_, auch _vierss_ im Walachischen; olariu ist der T�pfer. _argilla_ im Italienischen, auch _creta_, wie allgemein der blaue Thon der Apenninen heisst;--_argilla_ im Portugiesischen, auch _barro_, was ein sehr fetter Thon ist;--_arcilla_ im Spanischen, auch _barro, greda_;--_argile_ im Franz�sischen, auch _glaise, brie, brou_;--_argielo_ im Proven�alischen. _clay_ im Englischen (wohl schwerlich aus dem Finnischen, wohl von llai, llaid, Thon im W�lschen), in Schottland _blaes_;--_klei_, auch _potoarda_ im Holl�ndischen. _tafal, tafla, tfali_ im Maltesischen;--_basacua_ im Baskischen;--_tschikk_ in der Zigeunersprache. M. _Das Porzellan_. Die wichtigste Verwendung des Thones ist zu Thongef�ssen. Die sch�nsten und dauerhaftesten derselben bestehen aus Porzellan, dessen Masse eine Art Verglasung erleidet. Am besten hierzu ist der kaolin oder Porzellanthon, aus zerfetztem Feldspath, dem man noch andere Substanzen, meist frischen Feldspath zusetzt. In der Kunst sehr sch�nes, gew�hnliches Thongeschirr zu fertigen, hatte es das Alterthum sehr weit gebracht, besonders ber�hmt waren in Italien die vasa aretina von Arretum, dem jetzigen Arezzo (deren T�pferwaaren noch jetzo, in Hinsicht von Stoff und Form einen grossen Ruf haben). Offenbar verstand man auch eine Art Porzellan zu bereiten, denn die _vasa samia_ waren an sich h�chst gesch�tzt, und mit ihren Scherben wurde die Castration mancher Priester-Casten vollzogen (Plin. 35. 46), was auf eine harte, glasige Masse deutet; auch hat man (wie bey Salzburg) kleine Statuen von Porzellan oder Bisquit gefunden. Die Chinesen fabricirten seit den �ltesten Zeiten Porzellan, das auch nach Europa verf�hrt wurde; hier macht man es erst seit etwa 1703, wo die Erfindung in Sachsen durch Zufall (von B�ttcher) gemacht ist. Dem Porzellan �hnlich ist das Steingut und die Fayance, die ihren Namen von der Stadt Faenza in Italien hat, woher man es zuerst bekam. Die signinischen Gef�sse, bey welchen dem Thone gestossene Scherben und Thon zugesetzt wurden, waren offenbar Steingut. _tsee, tse-ky_ im Chinesischen;--_dakara-gola_ im Tibetanischen;--_hachdschapaki_ im Armenischen;--_gehere_ im Tartarisch-Mandschu;--_sanani_ im Arabischen. Im Persischen heissen die Gef�sse aus sch�nem Porzellan mertabani. _fagfuri_ im T�rkischen (von fagfur, was der chinesische K�nigstitel ist);--_farfuri_ im Kurdischen;--_farfurie_ im Walachiscben;--_[Greek: pharphoyri, ph�rph�r]_ im Neugriechischen;--_pharfor_ im Russischen;--_farfury_ im Polnischen;--_majoleka_ im Krainschen. _filizanki_ im Portugiesischen, auch _porcellana_;--_porzelach, porcellin_ im �ltern Teutsch;--_porcellan_ in den neuern Sprachen. N. _Siegelerde_. Im Alterthume brauchte man kein Siegellack, man siegelte mit Wachs, mit Kitt, Kleister, meist mit Thon, was schon bey den alten Aegyptiern gebr�uchlich war, wie Herodot 1. �. 38 erw�hnt. Der Thon ([Greek: p�los]) zum Siegeln, der in Kleinasien, Italien u.s.w. angewendet wurde, scheint noch von den byzantinischen Kaisern und sp�ter gebraucht zu seyn. Der gew�hnliche Thon haftet aber nicht auf Pergament und Leinen, trocknet auch sehr schwer, wahrscheinlich musste der Thon hierzu eigends pr�parirt seyn, wor�ber wir gar keine Nachricht haben. Schon das Alterthum wendete manchen Thon in der Medicin an; sehr ber�hmt war bey den Griechen ein Thon von der Insel Lemnos, der unter Aufsicht der Priester gewonnen und besiegelt wurde, den man noch unter t�rkischer Herrschaft viel versendete; in der neuern Zeit wurden eine Menge Thonarten officinell, als terra sigillata, da sie geformt und mit einem Siegel bedruckt waren, was erst im vorigen Jahrhundert aufgeh�rt hat. _thin macheum_, auch _choetem_ im Arabischen;--_[Greek: g� sphragis, g� s�mantridan]_ im Griechischen;--_creta_ im Lateinischen, z.B. erythraea;--_terra sigillata_ im Mittelalter und neuern Latein. O. _Mergel_. Ein kalkiger Thon, oder thoniger Sand, der an der Luft leicht zerf�llt, �berhaupt ein Erdstratum, das zur Verbesserung der Aecker dient. Schon seit �ltester Zeit war das Mergeln der Felder f�r die Landwirtschaft wichtig. _mala_ im Sanscrit;--_tanah lilling_ im Malaiischen;--_gerenk_ im T�rkischen;--_parat jerkir,--hogh_ im T�rkischen (d.i. fette Erde). _thin magara_ im Arabischen;--_marg_ im Abessinischen;--_marl_ im W�lschen;--_marla_ im G�lschen;--_marg_ im Bretonischen;--_marga_ im Alt-Keltischen (Gallischen); _eglecopala_ im Gallischen, der blaue Mergel hiess bey den R�mern columbina. _marga_ der R�mer (wie im Gallischen), von verschiedenen Arten und Farben, als rufa, alba, columbina, argillacea, tofacea, arenaria; wurde auch unter argilla begriffen; als leucargillon u.s.w.;--_marla_ im mittelalterlichen Latein;--_marlare_, mergeln (to marl im Englischen), _marlaria_ die Mergelgrube;--_marl_ im Englischen, _marle_ im Franz�sischen;--_marga_ im Spanischen und Portugiesischen;--_marna_ im Italienischen;--_merg_ im Angels�chsischen;--_margilla_ im Isl�ndischen;--_mergel_ im D�nischen;--_m�rgel, marlrekor, n�kelroed_ im Schwedischen;--_mal_ im Walachischen. _gluhds_ im Lettischen;--_tsapodo_ im Magyarischen;--_mergeli, tschernosem_ im Russischen, auch _nowos, opoika, ruchl�kj_;--_merk, sljn_ im B�hmischen;--_margiel_ im Polnischen;--_merglina_ im Krainschen und Windischen. P. _Lehm, Leimen, Letten_. Eine gelbliche grobe thonige Masse, ein Absatz von Gew�ssern, die vorz�glich zu geformten Lehm- oder Ziegelsteinen dient, theils bloss getrocknet, theils gebrannt, hierzu seit den �ltesten Zeiten verwendet wurde. _mala_ im Sanscrit;--_ledschm, lay, gil_ im Persischen; _lime_ ist mehr Koth, _medr_ unser Moder;--_davidat_ im Arabischen;--_boz, tit_ im Hebr�ischen;--_rekak_ im Chald�ischen;--_schino_ im Syrischen;--_zot_ im Aethiopischen;--_marg_ im Abessinischen. _[Greek: lyma, chous, telma, p�los]_ im Griechischen;--_[Greek: ch�ra, p�los]_ im Neugriechischen. _lutu_ im Walachischen;--_lutum_ im Lateinischen;--_lehit, laid, leit_, auch _pri_ im Bretonischen;--_pridd_ im W�lschen;--_creadh_ im G�lschen;--_clay, clat_ im Schottischen. _limo_, auch _barro, arcilla_ im Spanischen;--_limo_ im Italienischen und Portugiesischen;--_limon_ im Franz�sischen;--_lime, loan, brickearth_ im Englischen;--_lom_ im Angels�chsischen;--_lim_ im Isl�ndischen;--_lacm, lehm, l�tt, laeste, letthen_ im Altteutschen;--_lem, leim_ im Holl�ndischen und Belgischen;--_liim, leerjord_ im D�nischen. _il, ilowaty, glina, oblepa_ im Polnischen;--_ilovacha_ im Croatischen;--_illovacsa_ im Illyrischen;--_g'luch_ im Slowakischen;--_guillo_ in Dalmatien;--_mahli_ im Lettischen. Q. _Ziegel, Ziegelstein, Dachziegel_. Ziegelsteine, bloss an der Luft getrocknet, theils im Feuer gebrannt, wurden im Alterthume mit ausserordentlicher Sorgfalt bereitet, wie aus Vitruv zu ersehen ist, mussten mehrere Jahre lang trocknen. Man hatte mehrere Arten; der [Greek: lidion] war 11/2' lang, der [Greek: pentathoron] diente zu �ffentlichen, der [Greek: tetrathoron] zu Privatgeb�uden. _so-phaga_ im Tibetanischen;--_ischtaka_ im Sanscrit;--_khapara_ im Bengalischen;--_phey, tchouen, oua_ im Chinesischen;--_mouke-fais�_ im Tartarischen;--_sagh, kaschi, keluch_ im Persischen;--_gghmindr, keghminter_ [?*], _aghius_ im Armenischen;--_tugla_ im T�rkischen, ist der Ziegelstein; _kernitsch_ der ungebrannte, _kiremit_ der gebrannte Ziegel. _tabe_ im Amharischen;--_tobs_ im Koptischen;--_tobgelka_ im Berberischen;--_lebena_ im Hebr�ischen;--_lebena, taphk, karmid, kephis_ im Chald�ischen;--_libn_ im Arabischen. _karamida_ im Wlachischen; auch _tegla_, d.i. der Dachziegel;--_keramida_ im Albanischen, auch _tula_ und _plaidari_;--_[Greek: kermide, toublon]_ im Neugriechischen;--_[Greek: plinthos]_ im Griechischen;--_[Greek: b�salon], bessalus_ im Mittelalter. _later_ im Lateinischen, ist theils crudus, der ungebrannte, theils coctilis, der gebrannte. _tivleen_ im Bretonischen; _tivlereah_ ist Ziegelstreicherey;--_brice_ im G�lischen;--_priddell_ im W�lischen;--_brick_ im Englischen (tile ist Dachziegel);--_brique_ im Franz�sischen (tuile ist Dachziegel);--_ladrillo_ im Spanischen (teja ist Dachziegel);--_mattone_ im Italienischen (tegula der Dachziegel). _zigelo_ im Altteutschen;--_tigel, tigla_ im Angels�chsischen;--_tegel_ im Holl�ndischen und Schwedischen;--_tigl_ im Isl�ndischen. _cegla_ im Polnischen, cegielka ist Ziegelofen, dachowe ist Dachziegel, surowka der ungebrannte Ziegel;--_cyhla, topynka_ im Czechischen;--_cyhla, tehla_ im Slowakischen;--_cigely_ im Illyrischen;--_tihla_ im M�hrischen;--_cigla_ im Slawonischen;--_zegl_ im K�rnthschen;--_zegu_ im Windischen;--_zyhel_ im Wendischen;--_kegelis_ im Lettischen;--_opeka, oppeka_ im Croatischen, Bosnischen, Dalmatischen, Ragusanischen;--_teegla_ im Magyarischen. R. _Bolus, R�thel, rothe Kreide_. Ein rothes, eisenhaltiges, thoniges Gestein, das als Malerfarbe, Rothstift u.s.w. dient. _ou-sse-chy-tchy_ im Chinesischen;--_atridscha, asmadscha_ im Sanscrit (Roth ist rohide im Sanscrit, ruden im Persischen, rudka im Slawischen);--_gairika, geri, gerimati_ im Bengalischen;--_gamrisch, susr_ im Armenischen;--_wesni_ im Persischen;--_gili s�rch, kyzyl balcik, kil armeni_ im T�rkischen;--_misgh, moeghret, thin di almagra_ im Arabischen. _persch_ im Koptischen;--_menis, mnis, odanto_ im Syrischen. _[Greek: miltos]_ im Griechischen, besonders der [Greek: sinopik�] und [Greek: lemnia], zum Theil auch [Greek: g� sphragis] (Siegelerde);--_[Greek: sinopidi�n, sirikon]_ im Mittelalter;--_[Greek: b�los]_ im Neugriechischen. _rubrica, sinopis_, auch _terra lemnia_ im Lateinischen;--_ruddela_ im G�lischen;--_rhuddel_ im W�lischen;--_rhuddela_ im Bretonischen. _wochra_ im Russischen;--_smur, smarka, ogr, rudka cerwena_ im Czechischen;--_rubryka, czerwieniec, glinka_ im Polnischen;--_samija, erdenzha krida_ im Windischen; _samija, kutmonka_ im Krainschen;--_crrigljeno, zemglga_ im Bosnischen;--_tzerwena kreda_ im Sorbischen;--_zareljenizza_ im Ragusanischen;--_serkana krithe_ im Lettischen. _petsetes agyag, veresvasagyag_ im Magyarischen. _rubrica_ im Spanischen und Portugiesischen, auch _almagre_, was eine besondere Art von R�thel ist, aus Almazarron in Murcia, der jetzo vorz�glich zum Rothf�rben des Tabakes dient. _raud kryt_ im Isl�ndischen;--_r�djord, r�tkrita_ im Schwedischen;--_rood�rde, roodzel_ im Holl�ndischen;--_rubrique, bol, sinopel_ im Franz�sischen;--_red chalk, bole_ im Englischen;--_r�d kride, bolus_ im D�nischen;--_bools_ im Plattteutschen. S. _Ocker, Ockergelb, Gelberde_. Unter Ocker oder Ocher verstehet man im Allgemeinen das Eisenoxyd, das erdige Eisen, und was dem �hnlich ist, vorz�glich aber das gelbe Eisenoxydhydrath und den dadurch gef�rbten Thon, der als Malerfarbe sehr allgemeine Anwendung findet. _artekan_ im Arabischen;--_djeghnahogh_ im Armenischen. _[Greek: ochra]_ im Griechischen, stammt von odhar im G�lschen, was fuscus, fahl, gef�rbt bedeutet;--_[Greek; ochra, kitrinoch�ma]_ im Neugriechischen;--_ochra_ im Lateinischen, besonders _sil_ mit mehreren Arten, als: atticum, marmarosum pressum, syricum u.s.w.;--_creadh bhuidhe_ im G�lschen, die Gelberde;--_ocre, terre jaune_ im Franz�sischen;--_ochre, ocre_ im Spanischen und Portugiesischen;--_ocra, terra gialla_ im Italienischen;--_yellow, oker_ im Englischen;--_oker_ im Holl�ndischen;--_okker_ im D�nischen;--_ogar, ochergelb_ im Altteutschen, auch _gilbe_ und _berggeel_ (buidhe, gel--gelb--im G�lschen, gilvus im Lateinischen);--_yellow_ im Englischen;--_ochra, schelt, wochra, scheltaja seml�_ im Russischen;--_okra, ugie, glinka zolta_ im Polnischen;--_ogr, ogrowly_ im Czechischen;--_ogra_ im Krainschen. T. _Gr�nerde, Berggr�n_. Eine gr�ne thonige Erde, die als gr�ne Farbe dient, besonders bey Verona in Italien am monte baldo vorkommt. _lo_ im Chinesischen;--_creta viridis_ der R�mer, die aus Syrien, von einer Besitzung des Theodotus hiess _diodotion_.--Wie creta, so ist auch viridis keltischen Ursprunges, ist gwyrdd im W�lschen, guirm im G�lischen, verde im Wlachischen und Albanischen. _[Greek: prasinon t�s g�s]_ im Neugriechischen;--_prasis_ im mittlern Latein, auch _prasinum_;--_terra verde di Brentonico_ im Italienischen;--_terre vert,--de Verone, talc chlorit�_ im Franz�sischen;--_verdemontana_ im Spanischen;--_verdemontanha, verdacre_ im Portugiesischen;--_green-earth_ im Englischen;--_gr�nkrita_ im Schwedischen;--_berggroen_ im Holl�ndischen;-_sargaagyag_ im Magyarischen;--_selenaja semla_ im Russischen. U. _Umbra_. Eine braune Erde, die als Farbe dient, zum Theil der Braunkohlenformation angeh�rig. _azzebaxe_ im Arabischen;--_azeche_ im Spanischen;--_azevixe_ im Portugiesischen;--_umer_ im Englischen;--_ombre_ im Franz�sischen;--_umbra_ im Schwedischen. V. Anhang. _N�here Bestimmung der Farben, die im Alterthume angewendet wurden, von den Autoren, besonders von Plinius erw�hnt sind_. Im Alterthume, bey den Aegyptern, Persern, Griechen u.s.w. stand die Malerei, wie die F�rberei auf einer sehr hohen Stufe der Ausbildung--wie die vielen, auf uns gekommenen Gem�lde am besten lehren--war eben so verbreitet als bey uns, und wohl noch weiter. Unsere Oelmalerei scheint man nicht angewendet zu haben, dagegen hatte man viel dauerndere _Wachsmalerei_, die uns immer noch nicht recht bekannt ist, und die _enkaustische Malerei_ auf nassem Kalk, die wir erst jetzo anzuwenden beginnen. Man benutzte nat�rlich h�chst verschiedene Farben, aus allen Naturreichen, theils nat�rliche, mehr oder weniger pr�parirte, wie Gr�nerde, Gelberde u.s.w., theils k�nstliche, wie Bleiweiss, Gr�nspan u.s.w., theils die Farben an sich, theils an Kreide gebundene _Pastellfarben_, theils an reine Thonerde gebundene _Lackfarben_. Nach unserer sehr unvollst�ndigen Kenntniss der Farben des Alterthumes, benutzte man vorzugsweise, als: A. _Weisse Farben_: a) Das _Bleiweiss_ (s. dieses), cerussa, [Greek: mylibdos]. b) Die _Kreide_, creta annularis, selinusia, argentaria; terra melia, eretria, pnigitis, paraetonium; sie wurde theils pr�parirt, f�r sich angewendet, theils auch gef�rbt mit andern Farben als Pastell. Die _reine Thonerde_ des (mit Natron u.s.w.) behandelten Alauns (alumen melinum) diente zwar nicht als Farbe an sich (so wenig wie bey uns), aber als Beize zum F�rben der Zeuge und als Pigment zu verschiedenen Lackfarben. B. _Schwarze Farben_: a) _Tintenartige Farbe_ aus aufgel�stem Eisenvitriol und Gallapfel oder einem �hnlichen Adstringens; _Atramentum, Atranit; Sutorium_. b) _Tusche_, feinpr�parirter Russ, _Atramentum librarium_. Um den hierzu n�thigen Russ zu gewinnen hatte man eigends construirte Oefen, die Vitruv VII. 10 und Plinius 35, 25 beschreiben, worin vorz�glich Harz (resina) verkohlt wurde. Griechische K�nstler verwandten andere Substanzen z.B. Apelles Elfenbein (daher [Greek: elephantinon] genannt), Micon Traster (daher [Greek: triginon] genannt, von [Greek: tryx] die Hefe); noch jetzo sch�tzt man sehr das Beinschwarz und das Hefenschwarz, le noir de vigne. Die feinere Tusche kam aus Indien, war das [Greek: indikon melas]. _atramentum sepiae_ war die Schw�rze des Tintenfisches. C. _Braune Farben_: Diese wendete man auf jeden Fall an, wahrscheinlich auch unsern Umbra, der in Italien sehr sch�n vorkommt; aber ich finde keine specielle Erw�hnung. Melinos, [Greek: m�linos], ein color luteus, der auch ans Melos kam, k�nnte vielleicht hierher geh�ren. D. _Rothe Farben_: a) _Bolus, R�thel_, [Greek: sinopis], rubrica, miltos, terra lemnia. b) _Gebranntes Ockergelb, Preussisch Roth_; ochra usta, puniceus, [Greek: phoinix]. c) _Zinnober_, [Greek: kinnabaris], minium. d) _Vermillion, hochrother pr�parirter Zinnober_, minium ustum. e) _Mennige, rothes Bleioxyd_, sandyx, [Greek: sandyx] (wie auch eine Pflanze hiess, mit deren Saft hellroth gef�rbt wurde), cerussa usta, sandaraka factitia, auch (versetzt mit Bolus) syricum. f) _Rothes Rauschgelb_ (Schwefelarsenik), sandaraka. g) _Kermes_ (die Scharlachbeere von der quercus ilex in der Levante, Spanien u.s.w.), coccus, [Greek: kokkos baphik�], coccus ilicis, unser Vermeil (kermial, kermis im Persischen, woher Karmesin, Vermeil). h) _Drachenblut_, das rothe Gummi einer Frucht, cinnabaris indica, [Greek: drakonteon]. i) _Krapp_, rubia. E. _Gelbe Farben_: a) _Ockergelb, Gelberde_, [Greek: ochra], ochra, sil, siricum. b) Eine �hnliche Lackfarbe wurde gemacht durch Kreide, die mit einem Aufgusse von getrockneten Lackviolen (viola) gef�rbt war (s. Vitruv. XIV. 14). c) _Gelb Rauschgelb_ (Schwefel-Arsenik), auripigmentum, [Greek: arsenikon]. d) _Safran_; [Greek: krokos], crocus. Im Arabischen zafaran, im Hebr�ischen karnom. F. _Gr�ne Farben_: a) _Gr�nerde_, creta viridis, viride appianum; im Mittelalter prasina. b) _Berggr�n, Kupfergr�n_, erdiges, oft thoniges Kupferoxyd; [Greek: chrysokolla], chrysocolla; auch cypria. G. _Blaue Farben_: a) _Blaues Kupferglas_ (welches man erst in der allerneuesten Zeit wieder anwendet), caeruleum, coelon, lomentum, vestorium. b) _Schmalte_, blaues Kobaltglas, wurde viel angewendet, wir wissen aber den Namen nicht, war vielleicht eine Art von caeruleum. c) _Armenium_ war vermuthlich pr�parirte Kupferlasur. d) _Ultramarin_, aus Lasurstein pr�parirt, wir kennen den Namen nicht bey den alten Griechen, bey den sp�tern (im 6. Jahrh.) war es lazurion, [Greek: lazoyrion]. e) _Indig_ (aus der Indigpflanze) und _blauer Carmin_, [Greek: indikon], indicum. f) _Waid_ oder _Krapp_, [Greek: isatis, isantidon], vitrum, glastum. g) _Lackmuss, Orseille_, von der Pflanze gleiches Namens (einer euphorbiacea, der croton tinctorium oder tournesol)--[Greek: phykos thalassion], oder [Greek: pontikon], phycos thalassion. H. _Violet, Purpur_: _Purpursaft der Purpurschnecke_ [Greek: porphyra]--ostrum, den wir nicht mehr anwenden; _purpurissum_ war durch Purpur oder ostrum gef�rbte Kreide; �hnliche Pastell- und Lackfarben machte man aus mehreren Pflanzen, als vaccinum (vielleicht Heidelbeere). Der Purpur ist ferfur im Arabischen. _Hysge_, [Greek: hysg�], war ein Kraut, das dunkelroth f�rbte, das _hysginum_ war eine Mittelfarbe zwischen Purpur und Scharlach. * * * * * #�. 4. Kalk-Gruppe.# Kohlensaurer Kalk in mannichfachen Formen, mit Marmor im Sinne des Alterthumes, d.h. den politurf�higen Gesteinsmassen. A. _Der Kalkstein und Kalk im Allgemeinen_. Der kohlensaure Kalk dient vorzugsweise zum M�rtel, zu dem er durch das Brennen geschickt gemacht wird; fast jeder ziemlich reine Kalkstein ist hierzu geeignet, wenn er auch geognostisch verschiedenen Formationen angeh�rt. In Aegypten brannte man Kalk aus dem lapis troicus, einem zur Kreideformation geh�rigen Nummulitenkalk;--in Griechenland benutzte man vorzugsweise den poricus oder megarensis und conchytes, d.i. einen terti�ren Muschelkalk von Megara, aber auch andere Kalk- und Marmorarten;--in Rom den silex (daher selce, silici), der nicht Kiesel ist, sondern der graue, harte Alpenkalk, aber auch das saxum album oder tiburtinum, d.i. unser Travertin oder Kalktuff von Tivoli. In Indien braucht man viele Korallen. Diejenigen derben und krystallinischen Kalksteine, die einen bedeutenden Gehalt an Talkerde haben, mit S�uren wenig und schwer brausen, heissen _Dolomit_, welchen Namen Herr v. Saussure 1779 gab. _che-hoei_ im Chinesischen;--_sikui, sniu_ im Japanischen;--_rtsi_ im Tibetanischen, auch _dakara-rtsi_;--_rdo--zho_ ist Kalkstein, _sadagara_ weisse Erde;--_ilpan_ im Mandschu;--_toho_ im Tartarisch-Mandschu;--_tsurma, khatica, khati_ im Sanscrit, auch _pakasukla_ (d.i. sich weissbrennend), _dhatupala_ (Mineralstein), _dhavalamrithika_ (weisse Erde);--_chunan, chinan_ im Hindu;--_tschuna_ im Bengalischen;--_thaung, thaum_ in Indien, Provinz Tennasserin;--_bata kapor_ im Malaiischen;--_kapur_ ist mehr der gebrannte Kalk. _burr, kir_ im Armenischen;--_kir_ im Georgischen und den kaukasischen Sprachen;--_kiretsch_ im Tartarischen;--_kiretsch_ im T�rkischen (kiretschlik bedeutet das, was wir Oxyd nennen);--_kireg, kils, kedsch_ im Persischen;--_ksel, spi_ (d.i. weiss), _thrib_ im Kurdischen;--_marak_ im Gr�nl�ndischen (heisst auch weisse Erde). _mess_ im Magyarischen;--_mescho_ in der Zigeunersprache. _st_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache nach Champollion;--_nora_ im Aethiopischen und Amharischen, auch _mura_;--_maret tzooda_ (weisse Erde) im Abessinischen;--_szibbel_ im Berberischen. _gir_ im Hebr�ischen und Maltesischen;--_dgir_ in Darfur (Nordafrika);--_dschair, keg, chils_ im Arabischen; m�-kellis [or: m�kellis] ist der Kalkbrenner, gaygarah der Kalkofen. _calsc, calasc_ im Syrischen;--_kalaph_ im Samaritanischen;--_titaos_, auch _kalbejo, kunjon_ im Syrischen. _[Greek: titanos]_ im Griechischen, auch _[Greek: chalix]_ der Kalkstein;--_[Greek: tettanos]_ im Mittelalter ([Greek: asbestos] war der gebrannte Kalk);--_[Greek: asbesti, asbestopetra]_ im Neugriechischen;--_asbesum_ der Alchemiker. _varul_, auch _kalkanniu_ im Wlachischen;--_var, war_ im Bosnischen;--_iswestnoi kamen_ im Russischen;--_wupno_, auch _kalk_ im Polnischen (wapien ist Kalkstein);--_wapno, wapenny kamen_ im B�hmischen;--_vapnu, apnu, apni kamen, apnjenik_ im Windischen;--_apnu_ im Krainschen;--_vapno, japno, krech_ im Croatischen, auch im Illyrischen und Slowakischen (wapenik ist Kalkstein);--_kalk_ im Wendischen;--_kalkis_ im Lettischen;--_kalke_ im Litthauischen. _calch_ im W�lschen (calchur ist Kalkbrenner);--_calc, cailc_ im G�lischen, auch _caleh_ im Kornischen. _cawk, caulk_ im Schottischen; aol-clach ist Kalkstein. _calx_ im Lateinischen. Der Kalkstein zum Kalkbrennen in Rom hiess lapis albus, varius, durus, fistulosus, silex, mollior (nicht molaris, wie in den Ausgaben des Plinius stehet); der silex ist der dichte Apenninenkalk, der jetzo noch selce heisst;--_calca, calcina_ im mittelalterlichen Latein; alahabar, alchonor, alastron, agar, algit, galerit, algerie bey den Alchemikern. _calce_ im Italienischen, calcare ist kalken;--_cal_ im Spanischen; caliza, piedra de cal ist Kalkstein;--_cal_ im Portugiesischen;--_chalk_ im Englischen, ist vorz�glich der erdige, kreidenartige; _lime_ ist mehr der feste (h�ngt vielleicht zusammen mit liomh polieren), limestone ist Kalkstein;--_calch_ im Flamml�ndischen;--_chaux_ im Franz�sischen, aber pierre calcaire ist Kalkstein, calciner verkalken;--_chalk_, auch _ceali_ im Angels�chsischen;--_kalk_ im Isl�ndischen, Schwedischen, D�nischen, Friesischen, auch im Lappl�ndischen. _carea_, auch _quisua_ im Baskischen; carabia ist der Kalkofen. B. _Der gebrannte Kalk_. Er heisst auch �tzender, lebendiger Lederkalk (der Sparkalk ist gebrannter Gyps). Das Brennen hiess im Lateinischen coquere. _wakharitschuna_ im Bengalischen;--_rdo-zhuna_ im Tibetanischen;--_kapor, kapur_ im Malaiischen;--_kireg-tasi_ [or: _kiregtasi_] im Persischen;-- _n�ret, zarudsch_ im Arabischen;--_sid, sida_ im Chald�ischen;--_kelscho_ im Syrischen. _[Greek: konia]_ im Griechischen, was wohl eigentlich Kalkwasser war; der ungel�schte Kalk war [Greek: asbestos (titanos)], von [Greek: sbennymi] l�schen, ausl�schen; ([Greek: asbestarion] die Kalkh�tte, [Greek: asbest�t�s koniat�s] der mit Kalk weiss anstreicht);--_[Greek: asbest�s, asbystos]_ im Neugriechischen;--_asbesum, annora_ im mittelalterlichen Latein;--_albeston, schesten, rasis, gir, koma, komaertos_ bey den Alchemikern. _ras, raz_ im Bretonischen;--_aol, aolgun bhatadh_ im G�lischen, aol schuirn ist Kalkofen. _calx extincta_ (der gel�schte), _macerata_ (der mit Wasser angemachte) im Lateinischen;--_cal viva_ im Spanischen (ahogar la cal ist den Kalk l�schen);--_chaux eteinte_ im Franz�sischen;--_caou_ im Provenzalischen;--_quicklime_ im Englischen. _wapno wypalone_ im Polnischen;--_palene wapno_ im B�hmischen;--_japno, sgivo persginasto_ im Bosnischen;--_krecs_ im Illyrischen. C. _Der M�rtel, die T�nche_. Der gebrannte Kalk, im Wasser sehr verd�nnt, bildet die T�nche, das Kalkwasser, zum Weissen oder T�nchen; mit dem n�thigen Wasser und Sande in einen breiartigen Zustand gebracht, den M�rtel zum Bauen; hat dieser die Eigenschaft, dass er unter Wasser schnell erh�rtet, heisst er Cement. Der M�rtel ist: _zaharudsch, sarug_ im Arabischen;--_melel_ im Hebr�ischen;--_schaghach, taghach_ im Armenischen;--_messelo_ im Magyarischen;--_kelkere_ im Albanischen;--_[Greek: konia, ammokonia]_ im Griechischen;--_malta, [Greek: chalyx]_ im Mittelalter. _aol-phasel, -plasta, doib_ im G�lischen, auch _moirteal_ (vielleicht aus dem Englischen). _mortarium_ im Lateinischen;--_maltha_ war ein M�rtel oder Kalk, der am meisten erh�rtete; zum Cementkalk brauchte man den pulvis puteolanus, die Puzzolane. Um den M�rtel ganz weiss zu machen und ihn gl�tten zu k�nnen, wie er zur encaustischen Malerei nothwendig war, setzte man gepulverten Marmor zu; er war dann marmoratum, da der gew�hnliche M�rtel arenatum hiess;--_mortal parget, plaster_ im Englisclien;--_mortier, beton, bleton_ im Franz�sischen;--_mortero, mezcla, argamasa_ im Spanischen (argamasar ist M�rtel bereiten);--_morter_ in Altteutschen;--_morter, moertel_ im Holl�ndischen;--_mort, murt_ im Windischen. _T�nche, t�nchen_ wird aus dem Slawischen stammen. _tynk_ im Polnischen, _tynkowak_ ist t�nchen;--_dynchowani_ im Czechischen. Die T�nche ist: _polmaska_ im Russischen, _mauz, lika_ im Wendischen, _mauz, frajh_ im Krainschen. D. _Marmor nebst andern politurf�higen und verwandten Gesteinen_. Marmor bezeichnete und bezeichnet noch jetzo im gemeinen Leben alle politurf�higen Steinmassen, die zu Bauwerken, Statuen, Mosaikarbeiten verwendet werden; mineralogisch beschr�nkt man den Ausdruck nur auf politurf�higen kohlensauren Kalkstein. Die politurf�higen Steine wurden im Alterthume in den grossartigsten Br�chen und sehr rationell gewonnen; diese Steinbruchskunst hiess [Greek: lithourgik�] (woher unser Name Lithurgik, der einen weitern Begriff hat), die Kunst der weitern Bearbeitung hiess [Greek: lithotribik�]. a) Marmor im Allgemeinen. _pandu kambula_ im Sanscrit;--_maramara_ im Bengalischen;--_mocrano_ im Hindu und andern indischen Sprachen, von dem Orte mocrano, wo er gewonnen wird. _ara-ka, araga, arca_ im Tibetanischen;--_pualam, batopoan_ im Malaiischen;--_alha-ouche_ (bunter Stein) im Mandschu;--_okesiksak_ im Gr�nl�ndischen. _kidsch, marmarion_ im Armenischen;--_marmar_ im Kurdischen;--_mermer_ im T�rkischen;--_mermer_ im Persischen (der balghami ist eigentlich der Tuffkalk von Schiramin);--_mermer, balant, butcham_ im Arabischen, auch _rokham_ (eigentlich harter Stein, daher rokham alabiad der persische Tuffkalk oder orientalische Alabaster);--_rucham_ ist weisser Marmor;--_ream, reom_ im Maltesischen, wohl von rucham im Arabischen. _balak_ im Abessinischen;--_ketak, ktak_ im Syrischen, ist eine gewisse Art Marmor;--_schajich_ im Hebr�ischen, auch _schesch, shaich_, meist mit Marmor �bersetzt, wird auch auf Onyx angewendet seyn (s. oben). Als Marmorsteine, zur Verzierung des Fussbodens (wohl Mosaikarbeit) werden in der Bibel noch angef�hrt: 1) _bahat_, meist mit smaragdus �bersetzt, scheint mit dem eben erw�hnten balant im Arabischen Aehnlichkeit zu haben; 2) _dar_, �bersetzt mit perlartiger Stein, ist vielleicht das chald�ische dur, �bersetzt mit lapis pretiosus; 3) _socherth_ oder _sochareth_, wahrscheinlich bunter Stein. _marmar, marmer, marmira_, auch _pudra, pidra_ (wohe [woher] vielleicht [Greek: petros] im Griechischen), im Chald�ischen; _schajisch, schajercha_, mit Marmor �bersetzt kann auch Onyx gewesen seyn (s. diesen). _[Greek: marmaros]_ im Griechischen ([Greek: psephis] sind die Steine zur Mosaikarbeit);--_[Greek: marmaron]_ im Neugriechischen;--im Mittelalter war [Greek: dokiminon] (der Marmor von der Stadt Docimeum in Phrygien) der gew�hnliche Name f�r Marmor;--_recha_ der Alchemiker. _marmore_ im Walachischen;--_marmari_ im Albanischen;--_maen-mynor, mynor, marmawr_ im W�lischen;--_mein-marbre_ [or: _meinmarbre_] im Bretonischen;--_marmor, marmur, marbyr_ im G�lischen;--_marmor_ im Lateinischen;--_marble_ im Englischen;--_marbre_ im Franz�sischen;--_marmo_ im Italienischen;--_marmol_ im Spanischen;--_marmore_ im Portugiesischen;--_marmor_ im Schwedischen und D�nischen;--_marmel_ im Holl�ndischen;--_marmul_ im Alt-Hochteutschen;--_marmara_ im Isl�ndischen;--_marmari_ im Norwegischen;--_marm_ im Angels�chsischen;--_marmor_ im Russischen und den meisten slawischen Dialecten;--_mramor_ im B�hmischen;--_marmur_ im Polnischen;--_marbel_ im Krain;--_marvany_ im Magyarischen;--_marmoras_ im Litthauischen. b) Die bekanntesten, wahren, aus kohlensaurem Kalk bestehenden Marmorarten der Griechen und R�mer. _marmor parius_, auch _lychnites_ und _lychdinus_, war ein sch�ner weisser Stein aus dem Gneisgebirge der Insel Paros (jetzo Paris), einer der Cycladen, der von den Griechen sehr gesch�tzt wurde. Die alten Br�che liegen jetzo unbenutzt, die jetzigen K�nstler nennen den Stein marmora graeca duro. _marm. thasios_, von der Insel Thasos, jetzo Tasso, im �g�ischen Meere bey Thrazien, ausserordentlich weiss, fein und sch�n, war ein Hauptmaterial der alten griechischen K�nstler. _marm. lebsius_, von der Insel Lesbos, jetzo Metellino im �g�ischen Meere, dem vorigen sehr �hnlich, etwas bl�ulicher, _marm. pentelicus_, vom Berge Penteles bey Athen, wo die grossen unterirdischen Br�che noch vorhanden sind. Der marmor graeco fino der Arch�ologen, ein zarter, weisser Marmor. Aus demselben bestehen viele Statuen, auch sind das Parthenon und viele Prachtgeb�ude daraus erbauet. Er hat �fter gr�ne Stellen, heisst dann Cipolino (Zwiebelmarmor). _marm. lunensis_, von den K�nstlern jetzo bardiglio oder bigio di Carara genannt, ist der jetzo allbekannte Marmor von Carara in Toscana (sonst Luna in Hetrurien), der durch ganz Europa verf�hrt wird, der im alten Rom zu Statuen und Prachtbauten vorzugsweise verwendet wurde. _marm. hymettus_, vom Berge gleiches Namens, ohnweit Athen, ein weisser und grauer grossschuppiger Marmor, der beym Reiben etwas stinkt, jetzo marmo cipolla der K�nstler. _marm. proconensis_ und _cyziscecum_ von der Insel Proconensis im Hellespont, der Stadt Cyzicus gegen�ber, das heutige marmora, weiss mit grauen und blauen Adern, wurde sehr allgemein in den griechischen St�dten zu S�ulen und Prachtbauten verwendet, wird jetzo wenig gebrochen. _marm. ephesius_, ein blendend weisser Marmor von Ephesus in Ionien (Kleinasien), vorz�glich verwendet zu dem ber�hmten Tempel der Diana daselbst, mit S�ulen von 160' H�he. Unterirdische, unendlich ausgedehnte Steinbr�che sind noch vorhanden. _marm. phrygius, synadicus, docimenum, [Greek: dokimeus]_, ein sehr sch�ner weisser, auch roth- und blauadriger Marmor, von Docimeum und Synada, ohnweit Nicaea in Phrygien; die ausgedehntesten alten Br�che findet man noch jetzo bey Eski-kara-Hissar (dem alten Synada), wo Bl�cke �ber 100' H�he gewonnen wurden. Er ging viel nach Griechenland, sp�ter besonders nach Rom, wurde so h�ufig angewendet, dass im Mittelalter der Marmor �berhaupt [Greek: dokiminon] genannt wurde. _marm. coralliticus_, wahrscheinlich aus Phrygien, war auch sehr weiss. _marm. tyrius_, von Tyrus in Syrien, war weiss, aus ihm bestehen die Tempel in Tyrus, Jerusalem, �berhaupt in Syrien. _marm. caristaeus_, von Karisto auf Euboea (Negroponte), war von graugr�ner Farbe mit grasgr�nen Adern (ein marmo cipolino der K�nstler), die alten Br�che werden noch jetzo betrieben. _marm. numidicus_, von Berge Maurasido in Numidien, wird gelb gewesen seyn, bildet den Giallo antico der K�nstler. _marm. chius_ von der Insel Chios, der schwarz gefleckt ist, und der _--lucullus_ aus Aegypten, waren schwarz, sind der nero antico der K�nstler. _marm. taenarius_ aus Lacedaemon war schwarz, vermuthlich aber kein Marmor. _marm_. oder _lapis megarensis_, auch _porinus,[Greek: lithos konchit�s], conchites_, war nicht eigentlich politurf�higer Marmor, sondern der, an Petrefacten reiche terti�re Kalkstein, der bey Megara, wie in vielen Gegenden Griechenlands vorkommt, sehr h�ufig als Baustein diente, was auch noch jetzo der Fall ist; bey den jetzigen Griechen heisst er [Greek: poros]. c. Nicht aus Kalkstein bestehende, politurf�hige Gesteine, die zum Marmor gez�hlt wurden, und hieran sich schliessende Gebirgsarten. 1. _Alabaster, alabastrites_, s. Gyps. 2. _Serpentin_ (s. oben beym Talk);--verde ranocchia der K�nstler. Ist der _ophites_ der R�mer, _[Greek: lithos ophit�s]_ der Griechen, welcher Name wahrscheinlich nicht von ophis die Schlange herstammt, sondern von der Insel Ophiusa (sp�ter Tenos, jetzo Tinos), wo seit �ltesten Zeiten Serpentinbr�che betrieben wurden, wie auch noch gegenw�rtig; das Gestein heisst: [Greek: marmaron prasion] im Neugriechischen, und es ist wohl m�glich, dass es diesen Namen schon im Alt-Griechischen f�hrte, da [Greek: prasion] in Verbindung mit andern W�rtern gr�ne Steine bezeichnet;--Serpent in ininniger [inniger] Verbindung mit Kalkstein, kommt in Italien mehrfach vor, wie bey Genua, der bekannte marmo della Polcevera und pietra l'Avezzara, war den Alten ohne Zweifel bekannt, wir wissen aber nicht, unter welchem Namen. Zu unserm Serpentin geh�rt grossentheils der gabbro der Italiener, auch der marmor de Valerano, der verde di prato u.s.w. 3. _Gr�nporphyr_, verde antico der K�nstler. Eine Grundmasse von gr�nem, dichtem Feldstein, mit Einmengungen von Feldspath und mehr oder weniger Hornblende; ein sehr z�hes Gestein, das aber h�ufig zu Werken der Kunst im Alterthume diente.--Der _marmor lacedaemonicus_ und _crociacus_, _[Greek: lithos krokiat�s]_, ist ein sch�ner, ausgezeichneter Gr�nporphyr, der bey dem alten Crocos in Laconien gebrochen wurde (s. Expedition scientifique de Mor�e pag. 131). Der _marmor augustum_ und _tiberium_ wird der �gyptische Gr�nporphyr seyn, von dem sich mehrere Kunstwerke erhalten haben, der in Ober�gypten bey Syene h�ufig vorkommt, die K�nstler nennen ihn verde ranochia. 4. _Gr�nstein, diabase_, besteht aus Feldspath und Hornblende, wird oft feink�rnig bis zum Dichten, findet sich h�ufig in Ober�gypten, ist der granitello verde d'Egitto, und bey feinerem Korn basalt vert oriental der K�nstler. Zuweilen hat die Gr�nsteinmasse Tr�mmer von Granit und Porphyr eingemengt, das Gestein ist dann bekannt als Breccia d'Egitto. Viele �gyptische Kunstwerke bestehen aus diesen Gesteinen; wir kennen den speciellen Namen im Alterthume nicht; wahrscheinlich wurde sie wohl zu dem basanites gerechnet. 5. _Hornblendgestein; melampyre, amphibolite, aphanit_ im Franz�sischen; _basalte nero_ der K�nstler und Arch�ologen. Ist ein dunkelgr�nes, fast schwarzes Gestein aus vorwaltender Hornblende, der mehr oder weniger schwarzer Glimmer, Feldspath und Quarz beygemengt seyn kann, bildet mit �hnlichen Trappgesteinen, besonders in Aegypten m�chtige Einlagerungen im granitischen Gebirge. Es ist ein h�chst z�hes, ungemein schwer zu bearbeitendes Gestein; gleichwohl verarbeiteten es vorzugsweise die Aegypter zu Statuen und andern Kunstwerken.--Wenn sich in die ziemlich reine Hornblendmasse viel Feldspath einmengt, gehet das Gestein in Gr�nstein, und wenn Glimmer dazu tritt, in Syenit �ber, der dem Granite verwandt ist, welchem aber eigentlich die Hornblende fehlt. Um Syene im Nilthale bilden rother Granit und Syenit grosse Gebirgsz�ge, ihnen zur Seite stehen Felsen von dunkelm Ansehn, reich an Hornblende, in denen bedeutende Lager von rabenschwarzer, harter, z�her Hornblende vorkommen. Diese war der _[Greek: lithos basanitos]_ der Griechen, der _basanites_ der R�mer, welcher Name mehrfach erw�hnt wird. Nur einmal in der alten Litteratur, bey Plin. 36. 11. kommt das Wort _basaltes_ vor, aber bey Vergleichung der hierher geh�rigen Stellen kann man nicht im geringsten zweifeln, dass der Name basaltes bloss durch einen Schreibfehler f�r basanites stehet. Den Namen basaltes kannte das Alterthum gewiss gar nicht. Den fehlerhaften Namen basaltes �bertrug Georg Agricola (der die neuere Mineralogie begr�ndete) auf unsern Basalt, der von dem basanites der Alten wesentlich verschieden ist, in Aegypten gar nicht vorkommt. Aus dem Basanit (basalte nero) wurden Statuen, auch sehr grosse gefertiget, wozu unser Basalt gar nicht geeignet ist. Der [Greek: lithos melanos], oder der schwarze �thiopische Stein der Griechen und R�mer, wurde unterschieden von dem basanites und von dem bunten �thiopischen Stein, unserm Syenit. Man wendete ihn an zu Reibsteinen, besonders zu Platten, mit denen auch der untere Theil der sogenannten dritten Pyramide belegt war. Diese Platten sind zum Theil noch vorhanden, bestehen meist aus Granit, theils aus dunkler Hornblende mit Quarz (s. v. Moll's Annalen I. v.J. 1802, Pag. 165), welches Gestein sich ganz wohl zu Reibsteinen eignet. 6. _Granit, Syenit_. Das k�rnige Gemenge von Feldspath, Quarz und Glimmer oder Hornblende, nannte man sonst Syenites, sp�ter Granit; Werner unterschied von dem eigentlichen Granit, der Glimmer (und keine Hornblende) f�hrt, den Syenit, der Hornblende (und keinen Glimmer) enth�lt, aber in der Natur gehen beide Gesteinarten ohne Abschnitt oft in einander �ber, und da der Glimmer oft auch schwarz ist, sieht er der Hornblende sehr �hnlich. Je nachdem grauer Quarz, rother Feldspath, schwarzer Glimmer oder Hornblende, mehr vorwaltend wird, erh�lt das Gestein ein anderes Ansehen; die italienischen K�nstler unterscheiden granito rosso,--bigio und--nero, der viel schwarzen Glimmer oder dunkle Hornblende enth�lt, und indem diese vorwaltender wird, bildet sich der Uebergang in den basalte nero. Die Ueberg�nge von Granit, Syenit, Gr�nstein, Hornblendgestein in einander sind sehr h�ufig in Ober�gypten und Aethiopien. Das granitische Gestein nimmt eine sehr sch�ne Politur an, aber wegen seiner H�rte sind Kunstwerke daraus in der neuern Zeit h�chst selten, im Alterthume, besonders in Aegypten, waren sie �usserst h�ufig, zum Theil h�chst colossal, wie z.B. die Obelisken, auch die Gr�sse der Steinbr�che setzt uns in Erstaunen. _syenites_ der Griechen und R�mer war der �gyptische Granit und Syenit, der Name ist ein �gyptischer, h�ngt zusammen mit der Stadt Syene in der Thebaide, wo die wichtigsten Br�che waren. Nach Plin. 36. 13 trug das Gestein auch den griechischen Namen _pyropaecilon_, Herodot II. 137 bezeichnet es als bunten �thiopischen Stein. Diess Gestein, aus dem die Obelisken bestehen, kennen wir sehr gut, es ist ein wahrer Granit aus vorwaltendem rothem Feldspath, grauem Quarz und etwas schwarzem Glimmer, doch kommt wirklicher Syenit, mit viel Hornblende, auch im dortigen Gebirge vor. Der Name _Granit_, mit dem man f�lschlicherweise den syenites der Alten bezeichnet, stammt aus neuerer Zeit, h�ngt wohl mit granosus zusammen, wie man den Stein seines k�rnigen Gef�ges wegen genannt haben mag; im mittelalterlichen Latein wird ein marmor granitum, quasi granis conspersum erw�hnt. In der alten Bergwerkssprache heisst _grintstein_ ein schlechter Stein, der aus verschiedenen Materien bestehet, woraus vielleicht Granit geworden seyn kann. Der Name _Granit_ ist in die wissenschaftliche Sprache der V�lker �bergegangen, �brigens heisst er: _bato betul_ im Malaiischen;--_[Greek: lybikos]_ oder _[Greek: noumikos lithos]_ im Neugriechischen;--_graberg_ im Schwedischen;--_schpatowoi dekoi kamene_ im Russischen;--_zula_ im B�hmischen. 7. _Gneiss, Gneus_, dem Granit geognostisch sehr verwandt, ebenfalls aus Quarz, Glimmer und Feldspath bestehend, aber in fasrigem halbschiefrigem Gef�ge, der keine Politur annimmt, im Alterthume nicht beachtet seyn mag. Der Name ist neuern, aber unbekannten Ursprunges; der Bergmann in B�hmen und Sachsen braucht h�ufig die Worte: Kneis, Geneis, Ginest, Gniest, Kniest, Knaust f�r hartes Gestein, auch gneisig f�r fest; sie m�gen wohl slawischen Ursprunges seyn. Im B�hmischen heisst er �brigens _rula_, im Schwedischen _mark groesten_. 8. _Porphyr_. Porphyrartig nennen wir ein Gestein, wenn es aus einer vorherrschenden Grundmasse bestehet, in der krystallinische Mineralien eingemengt sind. Bey dem eigentlichen Porphyr bestehet die Grundmasse aus Feldstein, in welchem Feldspath, Quarz, etwas Glimmer oder Hornblende liegen. Am gew�hnlichsten ist das Gestein roth, zeigt sich aber auch gr�n oder schwarz. Das Gestein ist, besonders in manchen Ab�nderungen, sehr politurf�hig; das Alterthum verarbeitete besonders den �gyptischen (aus den grossen Br�chen zwischen Berenice und Coptos, in dem mons porphyrites, jetzo Dschebel dochan, wo die ausgedehntesten Steinbr�che noch vorhanden sind). Jetzo sind grosse Schleifereien in Elfdalen (Schweden) und im Altai. Dieser, wie der antike Porphyr (porfido rosso der K�nstler), hat eine br�unlich rothe Grundmasse, in welcher kleine r�thliche Krystalle von Feldspath (Albit), von Glimmer oder Hornblende, auch wohl kleine Flitterchen von Eisenglanz, selten Quarzk�rner liegen. Es ist diess der _[Greek: porphyrit�s], porphyrites_ der Griechen und R�mer (der den Namen von _[Greek: porphyra]_, die Purpurfarbe, hat), der auch _leptosephos_ oder _leucostinctus_ hiess. Der Name Porphyr ist in die wissenschaftliche Sprache aller V�lker �bergegangen. Im T�rkischen heisst er sumaki oder sumaki mermer. Anhangsweise m�gen hier noch ein Paar �gyptische Gesteine erw�hnt werden, die zwar nicht politurf�hig sind, aber im Alterthume erw�hnt werden. _[Greek: lithos troikon], lapis troicus_ ist der in Unter�gypten verbreitete, zur Kreideformation geh�rige Nummulitenkalk, reich an Petrefacten, besonders Nummuliten, die man im Alterthume, wegen ihrer Form mit Linsen verglich, wie Strabo und Plinius erw�hnen. Dieser Kalkstein lieferte das Hauptmaterial zu den Pyramiden und andern grossen Bauwerken. Der _[Greek: lithos poros]_, den Theophrast �. 15 erw�hnt, mag auch hierher geh�ren. Der _lapis thebaicus_, auch _psarronium_ ist der, durch die Thebaide, �ber Aegypten, Abessinien, Syrien u.s.w. verbreitete Fl�tzsandstein, der hier m�chtige Felsgebilde darstellt, auch zur Kreideformation geh�ren wird. Er ist meist ziemlich feink�rnig, manche Schichten sind grobk�rnig und ausserordentlich fest (breche silicieuse); manche sind grobe Breccien, die zuweilen eine gr�ne Farbe haben (breccia verde d'Egitto). In diesem Sandstein liegen die Grabkammern der Aegypter, zuweilen ganze unterirdische Pal�ste, aus demselben bestehen die meisten grossen Bauwerke und Monolithen. E. _Kreide_. Ist ein weisser, erdiger, lockerer, schreibender Kalkstein; dient als Poliermittel, vorzugsweise als Farbe; besonders fein pr�parirt heisst sie: blanc d'Espagne, blanc de Bougival. Geognostisch bedeutet das Wort die, zur Kreideformation geh�rigen Fl�tze, meist harter Kalk- und Sandstein. _kin_ im Chinesischen (ist auch Thon);--_sadagara_ (weisse Erde) im Tibetanischen;--_dhavalamrittika_ (weisse Erde), aus _khati_ im Sanscrit;--_khatika, khadimati_ im Bengalischen;--_simie-chunamboo_ im Hindu. _kavidsch_ im Armenischen;--_law, akuan, chack_ im Persischen;--_hawwara, debesur_ im Arabischen;--_tebaschyr_ im T�rkischen;--_maret tzaoda_ im Abessinischen. _criadh, cailc_ im G�lschen;--_creye, cleiz_ im Bretonischen;--_marm_ im W�lschen;--_krida, creta_ im Walachischen. _[Greek: krith�, leukogea]_ (weisse Erde), _[Greek: leukographis]_ im Griechischen; _[Greek: kr�da, asproch�ma]_ im Neugriechischen;--_creta argentaria_, auch _-eretria, -melia, -selinusia, pnigitis_ und _paraelonium_ im Lateinischen;--_kreta_ im Magyarischen;--_krita_ im Schwedischen;--_kryt_ im Isl�ndischen und Holl�ndischen;--_kridt_ im D�nischen;--_kride_ im Plattteutschen;--_kryda_ im Polnischen, Czechischen, Windischen, Slowakischen;--_krayda_ in Coatien, Krain u.s.w.;--_krihte_ im Lettischen;--_creta_ im Italienischen;--_greda_ im Spanischen und Portugiesischen;--_craie_ im Franz�sischen;--_chak_ im Englischen. _clera_ im Baskischen;--_mehl_ im Russischen;--_parmi_ in der Zigeunersprache. F. _Stinkstein_. Ein meist bitumin�ser Kalkstein, der gerieben stinkt. Man kannte im Alterthume diese Eigenschaft mancher Kalksteine ganz wohl, besondere Namen daf�r finde ich nicht erw�hnt. _lapis suillus_ im neuem Latein;--_pierre de porc,--puante,--fetide_ im Franz�sischen;--_f�tid stone, stinkstone_ im Englischen;--_pietra fetida_ im Italienischen;--_wonjutsch� kamenj_ im Russischen;--_bar puturos_ im Walachischen;--_orsten_ im Schwedischen. G. _Kalktuff, Tuffkalk_. Ein kalkiger Absatz von Gew�ssern, theils grob, dann oft r�hrenf�rmig von incrustirten Gew�chsen (Osteocolla, Beinbruch u.s.w. genannt), theils auch feink�rnig, selbst politurf�hig, dann von den Antiquaren meist alabastre Orientale genannt. Dient h�ufig als Baustein. Manche Gew�sser setzen sehr viel und rasch Kalktuff ab, so der Anio oder Teveron bey Tivoli (dem alten Tibur) ohnweit Rom, und einige Gew�sser in Persien. _cho�e-ty-che_ im Chinesischen;--_oufouhon-ouche_ im Mandschu;--_bato-ajehr_ im Malaiischen. _balghami_ im Persischen ist der ber�hmte sch�ne Tuffkalk von Schiramin, olmweit Tabritz in Persien, der zum Theil in d�nnen Bl�ttern bricht, h�chst durchscheinend ist, eine vortreffliche Politur annimmt, sehr allgemein als Marmor angewendet wird, den aber die Antiquare Alabaster nennen. _ajag tasch_ im T�rkischen;--_hirsemm_ im Arabischen, _rokham alabiad_ ist der erw�hnte persische Kalktuff. _[Greek: p�ros, p�rinos lithos]_, geh�rt zum Theil hierher, ist ein leichter, aber fester Kalktuff, der h�ufig, auch bey dem olympischen und delphischen Tempel als Baustein angewendet wurde, daher auch porus, porus lapis bey den R�mern. _lapis tiburtinus_ der R�mer, ist der travertino der jetzigen Italiener, der Tuffkalk des Anio, auf dem vorz�glich ohnweit Tivoli (dem alten Tibur) sehr grosse Br�che stets umgingen. Er diente zu allen Zeiten als ein wichtiges Material f�r die Prachtgeb�ude von Rom, wurde schon in den aller�ltesten Zeiten angewendet, da die uralten Ruinen von Pestum daraus bestehen. Den Kalkbrennern diente er als lapis albus; zur T�nche brauchte man besonders den fistulosus, der voll R�hren ist.--_tofus, tophus_ bezeichnete lockere Gesteine, theils Tuffkalk, theils vulkanisehen, etwas verh�rteten Tuff (jetzo peperino). _tufus, tophus_ im Mittelalter;--_bartuf_ im Walachischen;--_tuf_ im Bretonischen;--_rusg, comhdach_ im G�lschen, sind die kalkigen Incrustationen;--_tufa_ im Portugiesischen;--_toba, piedra tosca_ im Spanischen;--_tuf, tufeau_ im Franz�sischen;--_tuff, duckstein_ im Teutschen;--_duifsteen_ im Holl�ndischen;--_ducksten, vattensten_ im Schwedischen;--_tof, dziar_ im Polnischen. _travertino_ im Italienischen, zu dem auch geh�rt der pietra forte, tartari, osteocolla, confetti de Tivoli;--_hassock_ im Englischen heisst auch Tuffkalk. _zemnity_ im Czechischen;--_mesz rosda_ im Magyarischen. H. _Tropfstein, Sinter, Kalksinter_. Ein Kalkstein, der sich in den H�hlen bildet aus sickernden Wassertropfen, besonders in Zapfen, die theils nach unten, theils nach oben wachsen, die man sonst als Stalactiten und Stalagmiten hiernach unterschied. Zuweilen bildet er ein Gewebe von feinen, gl�nzenden F�den, heisst dann Eisenbl�th (weil diese meist in Eisenbergwerken gefunden werden), jernblom im Schwedischen, flores ferri. Bey den Autoren wird zwar der Tropfstein mehrfach erw�hnt, aber ohne besondern Namen. _chy-tschoung-sju_ und _tsing-tsuen-chy_ im Chinesischen. _stalagtites, stalagmites_ im neuern Latein, von stalagma, [Greek: stalagmos] der Tropfen, also Tropfstein im Teutschen, welches Wort wieder zusammenh�ngen wird mit driog, der Tropfen, im G�lischen;--_stalactide_ im Franz�sischen;--_stalactiti, stalagmiti_ im Italienischen;--_dropsteen, leckstein_ im Holl�ndischen, Schwedischen, D�nischen;--_sopleniec_ (von sopel der Zapfen) im Polnischen;--_lodowiec_ (von lod das Eis), _topienec, naciec_ im Czechischen, auch _wapenek krapnikowity_. I. _Roggenstein, Oolit, Erbsenstein_. Ein dichter, oft mergliger Kalkstein von k�rniger Form, theils feink�rnig, dem Fischroggen �hnlich, theils grossk�rnig, wie die Erbsen. Der _Hammitis_ der R�mer wird hierher geh�ren, von dem Plin. 37. 60 erw�hnt: er sey dem Fischroggen �hnlich. _pisolithus_ im neuern Latein;--_pisolite, oolite_ im Franz�sischen;--_oolit, roesstone_ im Englischen;--_r�msten_ im Schwedischen;--_borsok�, ikrak�_ im Magyarischen. K. _Faserkalk_. Ein Kalkstein von fasrigem Gef�ge, zuweilen sehr fein, und Politur annehmend; er wird dann convex geschliffen, hat ein Schillern wie Faserkiesel (Katzenauge) und Fasergyps, heisst dann wohl Atlasspath. _tsing-tsuen-chy_;--_choui-tshong-pe-chy_ im Chinesischen. Beachtete man das Gestein im Oriente und Alterthume, so wird man es wahrscheinlich zum Katzenauge gerechnet haben. _satin spar_ im Englischen;--_chanx fibreuse_ im Franz�sischen. _shilnowaloi iswestnoi kamen_ im Russischen;--_weglan wapna wtoknisty_ im Polnischen;--_wlaknowity_ im Czechischen;--_bar fibros_ im Walachischen. L. _Kalkspath, Arragonit_. Ausgezeichnet durch spathige Struktur und Krystallform, aber ohne technische Anwendung. Der vollkommen durchsichtige Kalkspath, der besonders ausgezeichnet in Island vorkommt, hat die Eigent�mlichkeit, dass er vollkommner und st�rker als die andern Mineralien, beym Durchsehen nach gewissen Richtungen die Gegenst�nde verdoppelt, heisst daher _Doppelspath, Isl�ndischer Spath, dubbelsten_ im Schwedischen, welche Eigenschaft zuerst Erasmus Bartholini 1670 beachtete. Dem Kalkspathe sehr verwandt ist der _Braunspath_ (chaux carbont� magnesif�re), der Talkerde enth�lt, und der _Arragonit_, der Strontianerde enth�lt, 1788 von Werner und Klaproth bekannt wurde, in welchem erst Stromeyer 1812 die Strontianerde nachwies. Der Name _Spath_ bedeutet bey uns bl�ttriges Gef�ge, mit dem aber sehr h�ufig Krystallform verbunden ist; er ist _spath_ im Franz�sischen, Schwedischen, D�nischen;--_spar_ im Englischen;--_espato_ im Spanischen und Portugiesischen;--_schpat_ im Russischen;--_szpat_ im Polnischen, welche Worte zun�chst zusammenh�ngen m�gen mit ysparth im W�lschen, theilen, spalten, entfernter mit spatika im Sanscrit, d.i. Krystall. Die krystallinischen Fossilien der Kalkreihe, als Kalk-, Gyps-, Flussspath und andere, unterschied man fr�her nicht geh�rig, konnte es auch kaum, da chemische Analysen fehlten, man begriff sie im Allgemeinen unter Spath und unter den fluoribus, wie Agricola, Boetius de Boot u.s.w.; erst seit Cronstedt (1758) wurde der Kalkspath n�her fixirt. Nach der Form bekam er besondere Namen, als Schweinszahn, Nagelkopf, Hahnenkamm und viele andere. Mit welchem Namen man ihn im classischen Alterthume bezeichnete, ist unbekannt, die von Plinius erw�hnten: pangonius, ceponius, leucochrysos, melichrysos u.s.w. k�nnen hierher geh�ren. Die Orientalen werden ihn unter den Namen f�r Krystall begriffen haben (s. diesen).-- _spath culcaire_ im Franz�sischen;--_lime spar_ im Englischen;--_meszkovalz_ im Magyarischen;--_wapanec, uhlan wapnicity_ im Czechischen;--_weglan wapna blaskowy_ im Polnischen. * * * * * #�. 5. Flussspath-Gruppe.# Flusssaurer Kalk, theils derb, meist krystallisirt. Die Krystalle, meist ziemlich durchsichtig, sind verschieden, oft sch�n gef�rbt, gr�n, gelb, roth, blau, daher man sie fr�her als falschen, un�chten Smaragd, Amethyst, Sapphir u.s.w. bezeichnete, auch Topasfluss, Smaragdfluss u.s.w. nannte (fausse emeraude,--amethyste u.s.w. emeraudes morillon;--fluor viridis,--caeruleus u.s.w.). Der Androdamas von Agricola (1550) und Scheuchzer (1718) war in W�rfeln krystallisirter Flussspath. Die Krystalle, als solche, k�nnen ihrer wenigen H�rte wegen nicht zu Schmucksteinen angewendet werden, aber Flussspath kommt auch in grossen, h�bsch gef�rbten krystallinischen Massen vor, solche werden vorz�glich in England (in Derbishire und Buxton seit 1765) zu Gef�ssen, Vasen und dergleichen verarbeitet, die sich ganz h�bsch ausnehmen, aber nur in geringem Werthe stehen. Auch im alten Aegypten hatte man schon Gef�sse von Flussspath, von denen einige auf uns gekommen sind. Manche Ab�nderungen phosphoresciren (d.h. eine Zeitlang dem Sonnenlichte ausgesetzt, leuchten sie im Dunkeln) von allen Mineralien am st�rksten, diese kommen jetzo besonders und am sch�nsten in Siberien vor, heissen Chlorophan (fr�her spathum lucens, spath phosphorique). Diese Eigenschaft war schon dem Alterthume bekannt, und der pazon, topazion der Alten wird ein solcher Chlorophan von der �gyptischen Insel ophiodes gewesen seyn, woher unser Name Topas stammt. Die Phosphorescenz des Flussspathes �berhaupt, in der neuern Zeit wird von Beckmann 1676 entdeckt seyn, er hiess daher auch phosphorus smaragdinus, hesperus, vesperugo. Der krystallisirte und derbe (der ganze Felsmassen bildet) ist sehr leichtfl�ssig, wesshalb man ihn h�ufig beym Schmelzen des Eisens, Kupfers, als Flussmittel (flux, fondant, erbue, castine im Franz�sischen) zusetzt, w�hrend man anderntheils hierzu auch Kalk, Thon--herbue--u.s.w. anwendet); desshalb bezeichnet ihn der teutsche Bergmann als Fl�sse, woher er lateinisch fluor, fluores genannt wurde; dieser Name ging in die Mineralogie �ber, und die Gattung fluores begriff, wie der basaltes, sehr verschiedene Gesteine. Als Scheele 1771 den Flussspath zerlegte, und die Flusss�ure zuerst darstellte, wurde die Gattung speciell fixirt. Praktisch kannte man die Flusss�ure bereits fr�her; schon Schwanhard 1670 �tzte damit auf Glas, und 1725 wurde bekannt: dass man dieses Aetzwasser aus b�hmischem Smaragd oder Hesborus bereite. _tse-chy-yng_ im Chinesischen, ist blauer Flussspath; _lou-fou-chy_ ist gr�ner. _[Greek: pazion, topazion]_ der Griechen, von gelber und gr�ner Farbe, welcher, der Sonne ausgesetzt, stark im Dunkeln leuchtet, massig und glas�hnlich auf der �gyptischen Insel Ophiodes vorkam, war gewiss ein Chlorophan oder Flussspath. _topazius_ der R�mer, von theils goldgelber, theils gr�ner Farbe, daher unterschied man mehrere Arten: a) _prasoides_ den gr�nen (von [Greek: prason] Lauch, [Greek: prasinos] lauchgr�n), b) den _chrysopteros_ wohl goldgelb; hierher d�rfte geh�ren c) der _chrysoprasius_ (wohl verschieden von chrysoprasus, eine Art Beryll), der gelbgr�n war, und in grossen St�cken brach, wie d) der _chrysopastus_ und _chrysolampes_, auch wohl der _chrysolithus_ der R�mer und Griechen (s. oben unter Chrysolith), _chryselectrum_ und _xanthus_. Zu den phosphorescierenden Steinen d�rfte auch wohl die _Ceraunia_ geh�rt haben.--belur (d.i. Krystall) und _seberget_. (d.i. wahrscheinlich Chrysolith) nennen die jetzigen Einwohner von Aegypten den Stein der Insel topaze, welcher unser Flussspath seyn wird. _paz_ im Hebr�ischen, und _tuphasjon_ im Syrischen, wird mi [mit] [Greek: pazion] und [Greek: topazion] im Griechischen zusammenh�ngen. _ssila_ im Persischen, heisst jetzo (nach Ebersmann Reise nach Buchara 1823 Pag. 74) auf dem Edelsteinmarkte von Buchara, der ungeschliffene Flussspath, _finussa_ der geschliffene, der mit Lasurstein ans Badakschan kommt. _fzazejon_ im Aethiopischen, wird mit �thiopischem Topas �bersetzt, so auch _Warawere_ (von warek das Gold) und _tankar_ (von tankara das Gold im Abessinischen);--_zahebem wareke_ ist im Amharischen ein Stein von Goldfarbe mit Topas �bersetzt; wohin diese Steine geh�ren, muss ganz dahin gestellt bleiben. Als man in der neuern Zeit gelbe Edelsteine (besonders unsern Topas in Sachsen) kennen lernte, suchte man nach einem etwa passenden Namen im Alterthume, nannte sie erst Chrysolithe, dann Topase, wendete freilich, wie so h�ufig, f�lschlich den alten Namen auf den neuen Stein an. Der practische Bergmann benutzte als gutes Flussmittel ein Gestein, das er daher _Fl�sse, Fl�sse_ nannte, bey dem oft h�bsche gef�rbte Krystalle einbrachen, die man _Flussspath_ nannte; im Lateinischen _fluores_, die Agricola (im Bermannus 1546) als eigne Gattung heraus hob und deutlich charakterisirt, und die Mineralogen der sp�tem Zeit setzten in die Gatten der _Fl�sse_ oder _Fluores_ vielerley �hnliche Gesteine. _fluor_ in England, auch fusible spath, sparry fluor, der Bergmann nennt ihn sugary spar (wohl Zuckerspath), in Cornwall auch kand. In Derbishire kommt er h�ufig und sch�n gef�rbt vor, wird zu Gef�ssen verarbeitet, heisst bey den Arbeitern blue John, blueston, im gemeinen Leben Derbystone. _fluor_ im Franz�sischen, auch spath fluor, flux, spath vitreux und --phosphorique; der H�ttenmann nennt ihn _castine_, auch _erbue_, wenn er als Zuschlag, d.i. Flussmittel dient. _fluor, espato fluor, espalto_ im Spanischen, auch _castina_, was �berhaupt Zuschlag, oder Flussmittel ist;--_fluor_ im Portugiesischen;--_fluor, spato fluore_ im Italienischen. _flusspath_ im Schwedischen, auch _oakte rubin, sapphir fluss_ u.s.w.;--_flussjord_ im D�nischen. _plawik, plawnik_ im Russischen, topidlo rozdopidlo ist das Flussmittel beym Schmelzen; der Chlorophan heisst: isum-rudistoi [or: isumrudistoi] kamenj;--_kaziwil_ im Czechischen;--_szpat_ im Polnischen, auch _roztop_ (das Flussmittel beym Schmelzen). _folyo_ im Magyarischen;--_folyo kovacs_ ist Flussspath. * * * * * #�. 6. Phosphorsaurer Kalk#. Der _Apatit_ ist den Gemmen verwandt, krystallisirt, sch�n, meist gr�n, auch blau gef�rbt, nimmt Politur an, wird wohl zu Schmucksteinen geschliffen, wurde fr�her meist Chrysolith genannt (Chrysolithe ordinaire von Rom� de l'Isle); er ist weich, phosphoresciert stark, wie der Flussspath, bestehet aus phosphorsaurem Kalk, findet sich in Sachsen, Spanien, hat seinen Namen durch Werner erhalten, der ihn aus dem griechischen Worte [Greek: apata�] (decipio) bildete, ihn als eigne Gattung (1788) fixirte, die in demselben Jahre von Klaproth chemisch festgestellt wurde. Eine Art hiess fr�her _Spargelstein_ und _Moroxit_, die unkrystallisirte Art ist der _Phosphorit_, in welchem Proust 1788 die phosphorsaure Kalkerde nachwies. Dem Alterthume kann der Apatit, vorz�glich der spanische, wohl bekannt gewesen seyn, wir wissen aber nicht, unter welchem Namen, vielleicht wurde er zu prasoides u.s.w. gerechnet. _apalite, chaux phosphat�e_ im Franz�sischen;--_apalit, phosphate of lime_ im Englischen, �hnlich in der wissenschaftlichen Sprache aller Zungen. * * * * * #�. 7. Gyps oder schwefelsaurer Kalk#. Der Gyps ist zu allen Zeiten bekannt gewesen und angewendet worden, dass es aber Schwefels�ure ist, die ihn characterisirt, hat erst die neuere Chemie ermittelt. Der gew�hnliche Gyps ist ein wasserhaltiger, schwefelsaurer Kalk; der sehr h�ufig vorkommende wasserfreie heisst _anhydrit_, der einen etwas andern Charakter tr�gt; zu diesem geh�rt der marmo bardiglio di Bergamo der K�nstler, welche Ab�nderung von den Mineralogen lange als Vulpinit bezeichnet wurde. A. _Gyps im Allgemeinen und der gemeine dichte Gypsstein_. Er ist unkrystallisirt, kommt in ganzen Bergmassen vor, gebrannt wird er mit Wasser plastisch, erh�rtet dann bald, wird zu Fussboden, Stuckatur-Verzierungen, Bildwerken, auch als D�ngmittel verwendet. _altschi, alci_ im T�rkischen;--_gadsch, gidg, pur_ im Armenischen, prel ist begypsen;--_ghiez_ im Kurdischen. _dschibs, tschesspin, giaru_ im Persischen, dschespiden ist gypsen;--_giebsin, gyss, giaess, cepsin_, auch _ciared, kaermed, scharuk_ im Arabischen; gabbasch ist Gypsofen;--_gebsus_ im Abessinischen;--_gubassus_ im Syrischen;--_gubsin, gubsis, guphis_ im Chald�ischen. _gipsu, ipsos_ im Walachischen;--_altsi_ (aus dem T�rkischen) im Albanischen;--_gyp_ im Bretonischen;--_aol geal_ im G�lischen;--_[Greek: gypson, gypos, skiros, latyp�]_ (beide Worte haben keinen Anklang in den andern Sprachen) im Griechischen und Neugriechischen;--_gyps, plaisterstone, parget_ im Englischen;--_gypse_ im Franz�sischen, platre ist der gemeine dichte Gyps (wird zusammenh�ngen mit Glas, plas im Keltischen--weiss, blass und tre Stein);--_gesso_ im Portugiesischen;--_yeso, yezgo_ im Spanischen;--_yesso_ im Italienischen;--_gips_ im Schwedischen, D�nischen. _ghipse_ im Russischen;--_gips, siarczan wapna_ im Polnischen;--_sadra, sadrowec, siran wapnicily_ im Czechischen, wodnaty ist der dichte Gyps;--_ges, kamen bjeli_ in Bosnien;--_bjelokan_ im Ragusanischen;--_sirgu akmins_ im Lettischen. _maz, gipsz, gyantak�_ im Magyarischen;--_gybs_ im Maltesischen. _hvit_ im Isl�ndischen;--_spaerstan, spaeran_ im Angels�chsischen. B. _Der gebrannte Gyps--Sparkalk--und der Gypsm�rtel_. Er wurde auch im Alterthume vielfach angewendet, zum Estrich (pavimentum), zu Figuren, Modellen, Stuckaturarbeit (sigilla aedificiorum, coronae u.s.w.), welche unter der caelatura begriffen wurden. _ajend_ im T�rkischen;--_gief_, auch _ajende_ im Arabischen, _sywa balzighy_ ist auch Gyps;--_[Greek: gypson]_ der Griechen;--_gypsum_ der R�mer;--_[Greek: pasaleiphar]_ im Mittelalter;--_aol, phlasd_ im G�lischen. _parget_ im Englischen; _pleister_ ist der M�rtel von Gyps und Kalk;--_pleister_ im Holl�ndischen;--_yesso mate_ im Spanischen;--_stucco_ im Italienischen. _Sparkalk_ im gemeinen Teutsch, wird aus dem Angels�chsischen herkommen, wo der Gyps Spaerstein, das Marienglas spaerglass heisst, was mit lapis specularis zusammenh�ngen wird. C. _Alabaster_. Der Alabaster ist ein weisser auch h�bsch gef�rbter dichter Gyps oder Anhydrit (wasserloser Gyps, bardiglione im Italienischen), zum Theil durchscheinend, der stets viel zu Kunstwerken verarbeitet, im Alterthume unter die Marmorarten gez�hlt wurde. Was aber die italienischen K�nstler und Arch�ologen jetzo orientalischen Alabaster nennen, ist meist ein sch�ner dichter Tuffkalk. Aegypten lieferte besonders sch�nen Alabaster; es sind Sarcophage auf uns gekommen, deren Gestein fast durchsichtig ist, und einen Silberklang giebt. _rdo-manyina_, auch _ka-ma-ru_ (d.i. weicher Stein) im Tibetanischen;--_pualam_ im Malaiischen (ist auch Marmor);--_obesiksak_ im Gr�nl�ndischen (ist auch Marmor);--_su mermer_ im T�rkischen;--_aghabast_ im Armenischen. _peka_ im Aethiopischen (ist auch weisser Stein);--_schatiphto, schotiphjotho, dagugitho, bistho_ im Syrischen, was sowohl Alabaster, als eine Salbenb�chse bedeutet. _al-bassrah_ (d.i. weisser Stein), auch _su mermeri_ im Arabischen; ballat ist ein dem Marmor �hnlicher, aber weicherer Stein, dschodsdsam ist der Name eines weichen Steines, lachfat ein d�nner weicher Stein, ob aber diese Steine zum Gyps geh�ren, muss ganz dahin gestellt bleiben;--rokham alabid wird mit orientalischer Alabaster �bersetzt, wird aber wohl der persische, alabaster-�hnliche Tuffkalk seyn. _unch, uncha_ im Chald�ischen;--_ount_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache;--_ount_ im Koptischen, ist eigentlich Onyx, wird auch mit Marmor �bersetzt, kann auch den mehrfarbigen Alabaster bezeichnet haben. _[Greek: onyx]_ im Griechischen, ist unser Onyx, aber auch der mehrfarbige Alabaster (s. oben bey Onyx);--auch, besonders in der sp�tern Zeit, _[Greek: alabastros]_ (was auch Salbengef�ss bedeutet), _[Greek: alabastrit�s]_. Ob dieser Name von der Stadt Alabastron in der Thebaide herstammt, oder (wie vielleicht wahrscheinlicher) vom semitischen al bassrah, muss ich dahin gestellt seyn lassen, immer wird er semitischen Ursprunges seyn, wie auch Plinius 37. 18 bemerkt. _[Greek: alabastron]_ im Neugriechischen. _alabastrites_ der R�mer, der vorz�glich zu Salbenb�chsen, auch zu S�ulen verwendet wurde, auch _[Greek: chertrit�s], chermites_, der zu Sarcophagen diente; ein sehr durchscheinender Alabaster, wird der _phengites_ gewesen seyn, aus dem kleine Tempel und Hallen construirt wurden, der aus Cappadocien in Kleinasien kam. _clach-eiting_ im G�lschen (vielleicht von eith das Eis);--_alabastro_ im Bretonischen (wohl aus dem Lateinischen). _alabatre_ im Franz�sischen;--_alabastro_ im Spanischen, Italienischen und Portugiesischen, wo effingites ein durchscheinender Stein ist, der hierher geh�ren wird;--_alabast_ im Holl�ndischen und D�nischen;--_alabastursteiern_ im Isl�ndischen;--_alabastr_ im Englischen, Polnischen, Czechischen (hier auch sadrowec zrnaty) und Windischen;--_alabastri kiwwi_ im Esthnischen;--_alabastron-k�_ im Magyarischen. D. _Gypsspath, Marienglas_. Der Gyps erscheint h�ufig in Krystallen; diese sowohl, als grosse krystallinische Massen sind sehr ausgezeichnet sp�tig, oft sehr gross und d�nnbl�ttrig, liefern grosse, sehr d�nne, ganz durchsichtige Bl�tter, die hierin dem grossbl�ttrigen Glimmer sehr �hnlich sind, welcher aber derartig fast nur in Russland vorkommt, daher man ihn russisches Glas nennt, den Gyps im gemeinen Leben als _Fraueneis_ bezeichnet. Da man die Heiligenbilder sonst h�ufig mit Fraueneis oder mit Glimmer bedeckte, so nennt man beide,--meist aber ersteres--_Marienglas_. Wie den Glimmer braucht man auch zuweilen das Fraueneis als Glas, was aber hierzu weniger geeignet ist. In den Apotheken nannte man fr�her das Fraueneis: alumen scagliclae oder scagliosum. _pe-ky-chy, huen-tsing-chy_ im Chinesischen;--_keblekajak_ im Gr�nl�ndischen (wie auch das russische Glas heisst);--_hajelakhar_ im Armenischen;--_b�sakil-kaemer_ im T�rkischen;--_batzeka_ im Aethiopischen, selenites oder lapis albus splendens Arabiae kann hierher geh�ren;--_ajarisum_ im Arabischen ist lapis specularis; _locats_ oder _lucats_ ist lapis resplendens in gypso, also Gypsspath; die arabischen Aerzte �bersetzen selenites mit bozak lkamari und [Greek: petroselinon] mit batrasalijun. _[Greek: lithos speklarou]_ der Griechen. Herodot III. 17. erw�hnt: die �thiopischen V�lker stellen ihre einbalsamirten Leichen unter ein Geh�use von [Greek: hyalos] (Glas), das man bey ihnen in Menge und sehr sch�n gr�bt;--dieses hyalos (Glas) wird wahrscheinlich Fraueneis gewesen seyn, doch war diess wohl nicht der wissenschaftliche Name. _lapis specularis_ der R�mer, aber nur die weisse Art geh�rt hierher, die schwarze wird russisches Glas gewesen seyn; selenites war Fasergyps;--_lapis specularis_ im Mittelalter, auch _lapis arabicus_, auch _gypsum_, den man auch zu Fenstern brauchte. _pierre speculaire, selenite_ im Franz�sischen;--_piedra espejuelo_ im Spanischen;--_scajola, selenite_ im Italienischen;--_selenite, spar, icing glas_ im Englischen;--_spegelsten, selenit, gyps cristaller_ im Schwedischen;--_spar, sperglas, unser frawn Eyss_ im Altteutschen;--_ipsos spat_ im Walachischen. _selenit_ im Russischen;--_sklo kamienne_ im Polnischen;--_satrowec lupenaty_ im B�hmischen;--_t�k�rk�_ im Magyarischen. E. _Strahl- und Fasergyps_. Der Gyps erscheint h�ufig ausgezeichnet strahlig und fasrig; der Fasergyps ist zuweilen so fein und hart, dass er zu Schmuckgegenst�nden, vorz�glich zu grossen Perlen f�r Halsb�nder u.s.w. verarbeitet wird, die einen eigenth�mlichen, sch�nen, wandelnden Lichtschein geben, wie das Katzenauge (Faserquarz), solche Sachen werden viel in China, auch in England gemacht. Dieses ausgezeichnete Schillern scheint im Alterthume vorz�glich die Aufmerksamkeit erweckt zu haben. _chy-kao, dshugan_ im Chinesischen. _hagiar alchamar_ im Arabischen, kann hierher geh�ren;--_aphrus lainum_ im Syrischen, �bersetzt mit talcum lapis ist offenbar das [Greek: aphrossel�nos] der Griechen, welche ihr Wort wahrscheinlich aus der semitischen Sprache entlehnten. _[Greek: selenit�s, aphrosel�nos]_ der Griechen; Dioscorides sagt: er stellt das Bild des Mondes dar (schillert), ist weiss, durchscheinend, leicht, wird in Arabien gefunden. Galen sagt: der aphroselenites kommt aus Aegypten; g�ttlicher Thau in die Helligkeit des Mondes gesetzt, coagulirt sich zu diesem Stein, der dem Specularstein �hnlich ist, daher auch der Name. _selenites, aphroselenites_ der R�mer. Der Name selenites ging in das neuere Latein �ber, womit man den Gypsspath, auch die ganze Gattung Gyps bezeichnete, kam so auch in die neuern Sprachen. _fibrous gyps_ im Englischen;--_gypse fibreux_ im Franz�sischen;--_stralgips_ im Schwedischen;--_gyantok� szalas_ im Magyarischen;--_sadrowec wlaknowity_ im Czechischen. * * * * * #�. 8. Baryt-Gruppe.# A. _Schwefelsaurer Baryt, Schwerspath_. Der schwefelsaure Baryt ist ein h�ufiges Fossil in den Erzg�ngen, es zeichnet sich aus durch grosse Schwere, bl�ttrige Structur und sch�ne Krystalle, die aber nicht geschliffen werden k�nnen, auch giebt es derbe, strahlige, fasrige und k�rnige Ab�nderungen. Der teutsche Bergmann kannte das Fossil stets, nannte es _schwerer Spath_, bey den Mineralogen hiess es gypsum ponderosum, marmor metallicum. Da fand der Chemiker Bergmann (um 1780), dass dieses Gestein eine eigenth�mliche Erde enthalte, die er Baryt (von [Greek: baros], schwer) nannte, welcher Name in die wissenschaftliche Sprache aller V�lker �berging. Aller Schwerspath phosphorescirt, leuchtet, wenn er erhitzt wird, in besonders hohem Grade ist diess der Fall bey Schwerspathknollen, die sich bey Bologna im Thon finden, was 1630 durch Vincent Cascarialo gefunden wurde; seit der Zeit kennt man diess Fossil als lapis illuminabilis und lucifer, pietra de Bologna, Bologneser Spath, phosphor de Bologne, phosphorus bononiensis. In den Gewerben findet der Schwerspath manche Anwendung, zu Pastellstiften, weisser Farbe u.s.w. Die Chinesen brauchen ihn zur Porzellanfabrikation, nennen ihn _chekao_. Das Alterthum mag ihn gekannt haben, wir wissen aber nicht unter welchem Namen. _barytes_ im Englischen; beym Bergmanne heisst besonders der dichte: _caulc, kauck, chaulk_;--_baryte, spath pesant_ im Franz�sischen;--_espajo pesanto_ im Spanischen;--_baryte, barote_ im Italienischen;--_barit, lysesten, tungspath_ (verschieden von tungsten, d.i. Schelerz) im Schwedischen. _t�scheloi schpat_ im Russischen;--_siarkan baryty_ im Polnischen;--_merotec_ im Czechischen;--_nehez_ im Magyarischen. B. _Witherit_. Kohlensaure Baryterde, die nicht h�ufig, besonders in England, auch an einigen andern Punkten vorkommt. Sie ist ein starkes Gift, und schon lange wurde das Fossil als Rattengift in England gebraucht und Ratzenstein genannt. Der englische Chemiker Dr. Withering in Birmingham ermittelte zuerst (1784) die wahren chemischen Bestandteile, worauf ihm Werner den Namen Witherit gab, der in die wissenschaftliche Sprache �berging. Das Alterthum und der Orient haben ihn schwerlich gekannt. * * * * * #�. 9. Strontian-Gruppe.# A. _Strontianit_. Dem Schwerspathe in mancher Hinsicht �hnlich, chemisch ganz verschieden, aus Kohlens�ure und einer eigenth�mlichen Erde--der Strontianerde--bestehend, wie besonders durch Klaproth dargelegt wurde. Wurde zuerst bekannt aus den G�ngen von Strontian in Schottland, weshalb Sulzer und Werner (1791) ihm den Namen Strontianit gaben, der in die wissenschaftliche Sprache aller V�lker �berging, neben welchem auch die chemische Bezeichnung sehr �blich ist: schwefelsaurer Strontian, sulfate of Strontian, Strontiane sulfat� u.s.w. B. _Z�lestin_. Der Z�lestin ist schwefelsaurer Strontian, hat manche Analogie mit Gyps, zeigt sich krystallisirt fasrig und derb, kommt an vielen Punkten, aber nicht h�ufig vor; der krystallinische wurde f�r Schwerspath, der fasrige f�r Gyps gehalten. Der Chemiker Clayfield fand zuerst, dass die Krystalle von Bristol, und Klaproth (1797), dass der blaue sogenannte Fasergyps aus schwefelsaurem Strontian best�nden, wegen der meist himmelblauen Farbe wurde ihm der Name Zoelestin gegeben, den Werner in sein System aufnahm, der in die wissenschaftliche Sprache �berging, doch braucht man meist den chemischen Namen: schwefelsaurer Strontian, strontiane sulfat�, sulfate of Strontian u.s.w. * * * * * #�. 10. Borax-Gruppe.# A. _Borazit_. Der Borazit ist ein seltenes Fossil, das an wenigen Orten vorkommt, ausgezeichnet in dem Gypse bey L�neburg. Die dessfalsigen Krystalle waren l�ngst unter dem Namen W�rfelstein bekannt; Lasius machte 1787 zuerst durch eine Notiz auf sie aufmerksam, nannte sie kubischer Quarz, dann wurden sie W�rfelspath und Sedativspath genannt. Westrumbs entdeckte den Gehalt an Boraxs�ure (1788), worauf ihm Werner den Namen Borazit gab (1789), der in alle Sprachen �berging, aber h�ufig bezeichnet man auch das Fossil chemisch, als boraxsaure Kalkerde, Magnesie borat�, borate of magnesia u.s.w. B. _Datolith_. Der Datolith ist ein seltenes Fossil, welches ausgezeichnet in Norwegen vorkommt. Esmark in Schweden gab den Namen, fixirte die Gattung. Klaproth fand als chemische Bestandtheile Kieselerde, Kalkerde und Boraxs�ure, man bezeichnet den Datolith auch meist chemisch als chaux borat�e silicieuse, siliceous borate of lime u.s.w. Werner nahm ihm 1807 in das Mineralsystem auf. * * * * * Viertes Kapitel. #Salze und Verwandtes#. #�. 1. Kochsalz#. A. _Kochsalz und Salz im Allgemeinen_. Das Kochsalz ist chemisch ein Chlornatron oder salzsaures Natron, zusammengesetztes Natron und Salzs�ure oder Chlor; es bildet das Steinsalz, wird aber am meisten gewonnen aus dem Meerwasser, aus salzigen Quellen oder Soolen, aus Salzseen u.s.w., dient vorzugsweise zur W�rze der Speisen. Der Name des Kochsalzes bedeutet auch in fast allen Sprachen das Salz im Allgemeinen. _lou, pe-tsai_ im Chinesischen, hien ist salzig;--_tsha, za, tscha, charuza_ im Tibetanischen, lana-tsha ist die Soole;--_hvyah_ im Javanischen;--_ouppu_ im Tamulischen;--_siwo, siro_ im Japanischen;--_maschu_ auf den japanischen Inseln;--_dabasu, tabassu, tabass_ im Mongolischen;--_dabsum, tapsoun, nasan_ im Tartarisch-Mandschu;--_da-wuszum_ [or: _dawuszum_] im Tungusischen. _tos, tus_ im Tartarischen;--_tus, tuz_ im T�rkischen, taslisu ist die Salzsoole;--_tuss_ im Kirgisischen;--_tus, tur_, auch _tschak, sirro, sak, ser, sir_ in den samojedischen Sprachen. _tus_ im Jacutischen;--_tuch, tuchi_, auch _tschag, psu, zam, zon, sio_ in den kaukasischen Sprachen;--_chuch, schugh_, im Tscherkessischen;--_chu, khu, choi, kohhe_ im Kurdischen;--_mirilli, gim_ im Georgischen;--_guimu_ im Lesgischen;--_jumi_ im Mingrelischen;--_tegjio, yamgan_ im Korjakischen. _tarrajok_ im Gr�nl�ndischen;--_turruka_ im Tungusischen;--_teguin_ im Tschudischen;--_tak_ im Lamutischen;--_peipiem_ in Kamtschatka. _zach, zauche_ im Ossetischen. _malahi_, auch _kemtcha_ im Pehlvi (Alt-Persischen);--_malga_ im Afghanischen;--_melach_ im Hebr�ischen;--_melcho_ im Syrischen;--_melcha, melach_ im Chald�ischen;--_mihl, mehl_ im Arabischen;--_mell_ im Maltesischen, mellyha ist Saline. _tshawe_ im Amharischen;--_tzewe_ im Aethiopischen;--_tzew_ im Abessinischen. _hmu_ im Koptischen;--_umbuttk_ im Dongolischen (Nordafrika);--_imitta_ im Berberischen;--_orot_ in Darfur (Nordafrika). _sara_ im Sanscrit, auch _lawana_ (der gew�hnlichste Ausdruck f�r Salz in Indien), _dschalarasa, kschara_ (ist im Bengalischen eigentlich das Natron); waridsha ist das aus dem Wasser erzeugte Salz; wasira und kadaka ist Seesalz; _cjama, kshardtshtsha_ ist das schwarze Salz. _sira_ auf Sumbava;--_garan_ im Malaiischen;--_cha_ in der indischen Provinz Tenasserin;--_jot_ in der Kaffersprache und in Afghanistan. _nimaka, nuna, lona_ in Bengalen (samudra ist das Meersalz);--_nemek_ im Persischen;--_namek_ im Bucharischen;--_sare_ im Walachischen (wie im Sanscrit), saratu ist gesalzen, ockna die Salzgrube. _cripa, criupa_ im Albanischen; cripesoig ist salzen, benticripes die Salzgrube. _salann, sal_ im G�lischen, slochd-shalainn ist Saline;--_hal, halen_ im W�lschen, halenu ist salzen, halwyn die Salzsoole, hallu salzsieden;--_halein, haloin_ im Bretonischen, haloiner, halenner ist Salzsieder;--_halinn, holin, hol_ im Cornischen. _salt_ im Gothischen. _[Greek: hals, halos, halas]_ im Griechischen, [Greek: halmiria] ist die Saline, [Greek: achme] war wohl der zerfliessliche salzsaure Kalk und die Mutterlauge, die im Mittelalter [Greek: salamoura, halmouris, taricheia] hiess;--_[Greek: halas]_ im Neugriechischen. _sal_ im Lateinischen, sal e puteis war das Salz aus Quellen; sal marinum Meersalz, salina die Meersaline, spuma maris was das Meer unmittelbar absetzte; sal coctus, auch favilla salis, das abgeknisterte, gebrannte Salz, ramentum salis wohl dasselbe; flos salis aus Aegypten war wohl Natron, rubigo salis vielleicht die Mutterlauge, salsugo wohl der zerfliessliche, salzsaure Kalk. _alos_ bey den Alchemikern, auch alic, esebom, alsebon, almene, ansirato, alcali. _sal_ im Portugiesischen und Spanischen;--_salt_ im Isl�ndischen, D�nischen, Angels�chsischen;--_sale_ im Italienischen;--_sel_ im Franz�sischen;--_salt_ im Englischen;_seat_ im Schwedischen;--_solt_ im Niederteutschen;--_sout_ im Holl�ndischen. _sel, salno, saline_ im Ostiakischen;--_slal_ im Wotjakischen;--_sahis_ im Lettischen;--_salz_ im Krimm-Tartarischen. _sole_ im Russischen (wie im Teutschen das Salzwasser--Soole--heisst);--_sol_ im Polnischen, zol, zola, surowika ist die Salzsoole, gora solnia ist Salzwerk;--_sol_ im Slowakischen, Krainschen, Illyrischen; solina ist Salzwerk;--_sol, su_ im Wendischen; murska sou ist Meersalz;--_sool, sal, sula_ im Finnischen und Esthnischen;--_szol_ im Croatischen und Sorbischen;--_soo_ im Ragusanischen;--_sul, soli_ im Czechischen, slany ist gesalzen, solni do Salzgrube;--_ssel_ im Wendischen, szelowy ist salzig. _sow, sol_ im Permischen;--_so, sukan_ auf Korea;--_so, sou_ im Magyarischen, sobonya ist Salzwerk. _agh_ im Armenischen;--_gatza_ im Baskischen;--_druska mica_ im Litthauischen;--_lohn_ in der Zigeunersprache. B. _Steinsalz_. Das Steinsalz ist ein nat�rliches, festes, meist ziemlich reines Kochsalz, welches in der Erde bedeutende Massen bildet, in vielen L�ndern vorkommt. _yen_ im Chinesischen;--_ouche-tapsoun_ im Tartarischen;--_rdo-tsha, lgyama-tsha, rgyama-tsha_ im Tibetanischen;--_airina_ im Sanscrit, auch _tarkshja, manibandha, sindhudscha_ (d.i. in Sindhu erzeugt);--_teberzin_ im Arabischen. _[Greek: halos orykton]_ (das gegrabene) im Griechischen, [Greek: ammoniakon] war das Steinsalz aus der �gyptischen W�ste (aber auch unser gummi ammoniacum);--_[Greek: salgemma, gangrinon, halisach�]_ der sp�tern Griechen;--_[Greek: skaphton halas]_ im Neugriechischen. _sal montanus_ und _nativus_ der R�mer, _mica_ hiessen in Cappadocien die grossen, ganz durchsichtigen St�cke (woher der Name mica sp�ter auf unsern, zum Theil durchsichtigen Glimmer �bertragen seyn wird);--_andran, sal adron, sendar, sabachi_ im Mittelalter. _sal gema_ im Portugiesischen;--_sal gemme_ im Franz�sischen;--_salpedres_ im Spanischen;--_sal di pietra_ im Italienischen;--_saltrock_ im Englischen;--_steensalt_ im D�nischen;--_bergsalt_ im Isl�ndischen und Schwedischen;--_bergzout_ im Holl�ndischen. _kamenay_ und _honaya sole_ im Russischen;--_s�l kamene_ und _kopana_ im Czechischen;--_sol kamiene_ oder _kopalna_ (das gegrabene) im Polnischen, in Wielitzka heisst das reinste Steinsalz schibika, das mit Thon gemengte spica, welches man in den teutsch-�sterreichischen Salinen halda und hasselgebirge nennt;--_kamenska sou_ im Wendischen;--_leddaina sals_ im Lettischen. _k�so_ im Magyarischen;--_manda_ im Burnu (Nordafrika). C. _Chlor- oder Salzs�ure_. Der Chlor ist nach der neuern Chemie ein eigenth�mlicher, noch unzerlegter K�rper, der in Verbindung mit Wasserstoff die Chlor- oder bisher sogenannte Salzs�ure bildet, welche mit Natron das Kochsalz, mit andern Basen verschiedene Salze bildet. _sanmdramla_ (d.i. S�ure aus dem Meere) im Bengalischen;--_rkyana-tshahi-skyura-rtsi_ im Tibetanischen;--_kwas solny_ im Polnischen. * * * * * #�. 2. Salpeter#. A. _Salpeter im Allgemeinen_. Der Salpeter ist ein salpetersaures Kaly, dem Kochsalze im Geschmacke �hnlich, es kommt nicht in festen Felsmassen vor, wie das Steinsalz, auch nur h�chst selten in Quellen, wenigstens in der Menge, dass es aus diesen zu technischen Zwecken gewonnen werden k�nnte. Manche Gesteine, besonders manche H�hlen im Kalkgebirge effloresciren viel und fortw�hrend Salpeter; vorz�glich sind es manche Erdstraten, die Salpeter effloresciren, sehr reich an Salpeter sind; vor allen ist diess in Indien der Fall, auch in Kleinasien (wie bey Eregli, dem alten Heraklea) und in Spanien, auch erzeugt man Salpetererde, indem man animalische und vegetabilische Theile kalkigen Letten beymischt. Der Salpeter wird vielfach angewendet, vorz�glich aber zur Fabrication des Schiesspulvers (welches in Teutschland 1330 von B. Schwarz erfunden wurde), welches man im Alterthume, wenn auch wohl kannte, aber nicht derartig anwendete als jetzo; auch zur Gewinnung der Salpeters�ure. _siao, mang-siao_ im Chinesischen. _jawakshare_ im Sanscrit, auch _jawadsha, jawanaladsha, jawagrudsha, jawalasa, jawasuca, tarshya_;--_yan zein_ in der indischen Provinz Tenasserin. _shora_, auch _jawak shora_ im Hindu;--_sora_ im Bengalischen;--_shora_ im Afghanischen;--_schur_ im Bucharischen;--_schore_ im Persischen;--_schire_ im Koptischen. _sandawa, mesiyu-mantan_ im Malaiischen;--_gin-schugh_ im Tscherkessischen (heisst Pulversalz);--_tschamsa, shanzau, tschek, pscha_ in den kaukasischen Sprachen;--_tachs_ im Ossetischen;--_jetso_ auf Korea;--_alteri, altri, nitrum_ im Syrischen;--_gi�wertschile, gewhercile_ im T�rkischen. _barud_ im Arabischen (wie jetzo auch das Schiesspulver heisst), ferner _sure_ (wie im Hindu), mella hai, asijus, h�ufig auch _telg-sini_ (chinesischer Schnee); bey den �gyptischen Aerzten barud und balachu lzini, d.i. dactylus sinensis;--_boro_ im Burnu (Nordafrika);--_schentsborak, aghborak_ im Armenischen. _[Greek: lithos assios]_ der Griechen, _lapis assius_ der R�mer kann hierher geh�ren, da der Araber Ibn Baithar dieses Wort mit barud �bersetzt, das auch bey den Arabern asijus heisst (ob diess aus dem Griechischen entnommen, oder das griechische aus dem Arabischen, muss ich dahin gestellt lassen). Das _sal chaonicum_ der R�mer mag hierher geh�ren, auch das _nitrum chalastrium_, von dem Plin. 31. 46 sagt: dass man es wie Salz zum Brodte essen k�nne. _[Greek: salnitron]_ im Neugriechischen, wird slawischen Ursprunges seyn, wie [Greek: salonitron] im Mittelalter, hier auch [Greek: sametrion], salpetra, salpeta. _salitra, senitra_ im Russischen;--_saletra, salitra_ im Polnischen;--_sanytr, saneyter, salitr_ im Czechischen;--_shaliter, shaniter_ im Wendischen;--_salnitra_ im Illyrischen;--_saliter, szalniter, szolnitra_ im Croatischen;--_salnitar_ in Dalmatien;--_shalintra_ im Slawonischen;--_sanitra_ im Ragusanischen;--_sejalitar_ in Bosnien;--_saletran, saletron_ im Magyarischen;--_salitre, salitrul_ im Walachischen. _natar_ im G�lischen, eigentlich _salann ro ghear_ (scharfes Salz);--_salpaestre_ im Bretonischen; salpestrereach ist Salpetergrube;--_salpeter_ im Teutschen (was man mit Unrecht aus dem Lateinischen von sal und petra der Fels ableiten w�rde), salitter der teutschen Bergleute (aus dem Slawischen);--_zalpeter_ im Holl�ndischen;--_salpetur_ im Isl�ndischen;--_salpeteries_ im Lettischen;--_salitre_ im Spanischen; salitral die Salpetergrube. _niter, salpetre_ im Englischen;--_nitro, salnitre_ im Italienischen;--_nitro_ im Portugiesischen;--_nitre_ im Franz�sischen; nitri�re die Salpetergrube;--_niter_ im Schwedischen und D�nischen. B. _Salpeters�ure, K�nigswasser_. Aus dem Salpeter wird mittelst Schwefels�ure leicht die _Salpeters�ure_ gewonnen, die--nicht geh�rig gereinigt--gelbe D�mpfe ausst�sst, dann Vitriol�l, spiritus nitri fumans heisst; gereinigt, mit etwas Wasser verd�nnt, heisst sie Scheidewasser; mit 1/3 Salzs�ure giebt sie das _K�nigswasser_, Goldscheidewasser, aqua regis, welche das Gold aufl�st, von dessen Verfertigung wohl zuerst in dem Curriculo triumphalis antimonio die Rede ist, das man einem Basilius Valentin zuschreibt, der um 1500 verfasst seyn kann. Den Hindu war die Salpeters�ure seit den �ltesten Zeilen bekannt; ihren Namen habe ich noch nicht ermitteln k�nnen. _tinschnarasa_ im Sanscrit (d.i. die scharfe Essenz), mit Salpeter �bersetzt, mag wohl hierher geh�ren. _ze-tshihi-skrura-rtsi, ze-tshahi-skyura-rtsi_, auch _sho-rahi_ [or: _shorahi_] im Tibetanischen. Die Araber kannten diese S�uren ganz wohl, den Namen habe ich noch nicht ermitteln k�nnen. _[Greek: as�moneron]_ im Neugriechischen;--_aqua nitri_, aqua stygia der Alchemiker. _aqua fuerte_ im Spanischen;--_eau forte, esprit de nitre_ im Franz�sischen. _szedwasser, serwasser, kwas salitri_ im Polnischen;--_ssedwasser, lucewka_ im Czechischen;--_lozhidna woda_ im Windischen;--_ostrogrizna voda_ in Croatien. * * * * * #�. 3. Glaubersalz#. Schwefelsaures Natron, ein sehr allgemeines Purgiersalz, welches einige Landseen absetzen, theils rein, theils in Verbindung mit Koch- und Bittersalz. _charee-muttee, chara-nun, khara-noon_ im Hindu;--_daru_ im Bucharischen;--_dermane-spi_ im Kurdischen (d.h. weisse Medicin) ist ein Salz, das mit sal nitron �bersetzt wird, aber hierher geh�ren kann. _[Greek: alkyonion]_ der Griechen (worunter man auch Bittersalz begriffen haben kann), auch wohl _[Greek: melesion]_ und _[Greek: halos ach�n]_;--_alcyonium_ und _melesion_ der R�mer. _[Greek: phokioskaton]_ im Mittelalter. _guphradino_ im Syrischen ist mit alcyonium �bersetzt. _tsudaso, termesz-saletrom_ im Magyarischen;--_sjran sodicity_ im Czechischen;--_glauberowa sole_ im Russischen; _sulfate of soda_ im Englischen, und �hnlich in den andern Sprachen, sind die neuern wissenschaftlichen Bezeichnungen. * * * * * #�. 4. Bittersalz#. Schwefelsaure Magnesia oder Talkerde ist ein bekanntes bitterlich schmeckendes Purgiersalz, das einige Quellen und Seen enthalten, auch absetzen, das dem Meerwasser den unangenehmen bittern Geschmack giebt. Ber�hmt sind die Quellen von Seidlitz in B�hmen, Epsom in England, Hignero in Spanien, woher die Namen: Seidlitzer-, Epsomer-, Higuernosalz. Im innern Asien sind eine Menge Seen, die Bittersalz absetzen, theils rein, theils mit Glauber- und Kochsalz. _[Greek: aphrolitron]_ der Griechen, _aphrolithron_ der R�mer kann hierher geh�ren. Oefter erw�hnen die Autoren das bittre Salz der Seen, ohne daf�r einen besondern Namen zu nennen;--_sal Sodomae_ (aus dem todten Meere) im Mittelalter, _sal amarum_ im neuern Latein;--_sal amare_ im Italienischen;--_sal amer_ im Franz�sischen;--_sal cataractica_ im Spanischen;--_bittersalt_ im Englischen;--_suursalt_ im D�nischen. _gorjkaja_ im Russischen;--_horcen, sul horca_ im Czechischen;--_sol horska, siarkan magnezyi_ im Polnischen;--_keser�-so_ im Magyarischen. * * * * * #�. 5. Alaun#. Der Alaun ist chemisch eine schwefelsaure Thonerde von bekanntem Geschmack, die aber nicht f�r sich, sondern nur mit Zusatz von etwas Kali krystallisirt. Er findet sich nicht h�ufig in der Natur, nur in einigen vulkanischen Gegenden, wird meist k�nstlich aus alaunhaltigen Gesteinen bereitet, was schon seit �ltester Zeit geschehen ist. Der Alaunstein (s. oben), dem Feldstein verwandt, liefert nach heftigem Brennen, beym Auslaugen viel Alaun, der fr�her, auch im Mittelalter, vorz�glich in Kleinasien fabricirt wurde. Grosse Fabriken waren bey der Stadt Roche jetzo Edessa in Syrien wurde. Schon im 13. Jahrh. bestanden Alaunwerke bey Neapel, im 15. Jahrh. entstanden die grossen Alaunwerke bey Rom, und der r�mische Alaun ist auch jetzo noch sehr gesch�tzt. Manche Schiefer--Alaunschiefer--geben ebenfalls Alaun, so auch manche kohlige Straten der Braunkohlenformation--Alaunerde. Bey Friesdorf ohnweit Bonn am Rheine benutzt man gegenw�rtig solche Alaunerde, und hat dabey die deutlichsten Reste einer Alaunfabrik gefunden, die hier zur R�merzeit von den Germanen betrieben wurde. Der Alaun hat jetzo, und hatte stets und bey allen cultivirten V�lkern, eine grosse technische Anwendung, besonders in der F�rberey, auch zur Bereitung der Lackfarben, in der Medicin u.s.w. _pe-fan, hong-fan_ im Chinesischen; fan ist Alaun und Vitriol;--_n�-pan_ auf Korea;--_miobare_ im Japanischen; _yatchin fekchoun_ im Tartarischen;--_changuien-fe-choun_ [or: _changuien-fechoun_] im Tartarisch-Mandschu;--_tawas_ im Malaiischen; _poghljegh_ im Armenischen. _phitkara_, auch _spatika_ im Sanscrit;--_phitkaree, phitkari_ im Hindu;--_phatkiri_ im Bengalischen. _sak_ im Persischen;--_schab_ im T�rkischen;--_schebba-spi_ [or: _schebbaspi_] im Kurdischen;--_seb, schabbak, shub, zeme_ im Arabischen;--_scebbo yl gmyl_ im Maltesischen:--_[Greek: sep], sebo, asep_ im Mittelalter;--_alsech_ bey den Alchemikern, auch _achachi, altach, azub, azama, calis, alume_. _oben_ im Koptischen;--_adlo_ im Syrischen;--_timso, temso_ im Magyarischen, timso-f�ld ist Alaunwerk, timsok� Alaunstein. _stips_ im Albanischen;--_stipse_, auch _petra acra_ im Walachischen;--_stipsa_ im Illyrischen;--_[Greek: styps�]_ im Neugriechischen;--_[Greek: stypt�ria]_ im Griechischen ([Greek: stypsis] ist das Zusammenziehende, Herbe, auch die Beize der F�rber, [Greek: stypsein] zusammenziehen). _alm, ailm_ im G�lischen;--_allawg_ im W�lschen;--_alum_ im Bretonischen;--_alumen_ der R�mer, auch _melinum_ (von der Insel Melos), der haarf�rmige (unser nat�rlicher Federalaun) war trichites, der feste strongyle, der fl�ssige phorimon, puraphoron, welche Arten h�ufig auf der Insel Melos sind;--_alun_ im Franz�sischen, Isl�ndischen, Schwedischen, D�nischen;--_alun_, auch _alumbre_ im Spanischen, auch _xebe_ (aus dem Arabischen);--_alum, allon_ im Englischen;--_alumen_ im Portugiesischen;--_aluin_ im Holl�ndischen und Belgischen;--_alun, halun_ im Polnischen;--_galum_ im Windischen;--_jelun_ im Illyrischen;--_aluna, alun kedke_ im Lappl�ndischen;--_aluna_ im Finnl�ndischen;--_aluns, alluhns_ im Lettischen;--_alet_ im Schweizerischen;--_efne_ im Angels�chsischen. _kwastzy_ im Russischen;--_kamenec, kameinjek, ledek_ im Czechischen. * * * * * #�. 6. Mineralalkali, Natron, Soda#. Das Mineralalkali, oder das reine kaustische Natron, ist ein eigenth�mlicher Stoff, ein chemisches Element, das als solches nicht nat�rlich vorkommt, aber mit S�uren mannichfaltige Verbindungen eingehet, von denen einige sehr h�ufig sich finden. Die Verbindung mit Chlor bildet das Kochsalz, mit Schwefels�ure das Glaubersalz, mit Kohlens�ure das gew�hnliche Natron, dessen wahre Natur zuerst Hiorne 1712 ermittelt haben wird. Das (kohlensaure) Natron, das vorzugsweise und zu allen Zeiten zur Fabrication des Glases und der Seife verwendet wurde, gewinnt man theils durch Verbrennung gewisser Pflanzen, und heisst dann _Soda_, theils erscheint es als Ausbl�hung gewisser Straten, wie in Indien, Aegypten u.s.w., dieses bezeichnet man gew�hnlich als _Natron_; in der Berberey, vorz�glich bey Tripolis findet sich sehr h�ufig ein solches Natron, welches aber etwas weniger Wasser enth�lt, unter dem Namen _Trona_ bekannt ist. Alle diese 3 Modificationen sind nicht wesentlich verschieden. A. _Das Natron_. Es bl�het theils aus der Erde, wie besonders in Indien, und wird so direct eingesammelt, oder es wird von vorhandenem Wasser, in Landseen aufgel�st, und aus diesen gewonnen, wie besonders in Aegypten (aus dem Natron-See), Ungarn u.s.w.;--den alten Aegyptern diente es zum Einbalsamiren der Leichen, die 70 Tage in [Greek: litron] eingesalzen wurden, wurde �berhaupt viel zur F�rberey, zu Glas, Seife u.s.w. angewendet. _kien_ im Chinesischen, und _siao_ (wie auch der Salpeter heisst);--_sedgy, sejji_ und _miltee_ im Hindu;--_sorjica_ im Sanscrit, auch _sardshi, sajika, sardshika_ und _saridshikashara, wadshraka, kapota, crughnikab, kschara_ (ist wohl Soda);--_kschara_ in Bengalen (ist wohl Soda);--_cudshiri_ im Mongolischen;--_agh jegipto_ im Armenischen (d.i. �gyptisches Salz), auch _wir_ und _paragay_ wird mit _nitrum_ �bersetzt. _hasm, hosem, hasem_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;--_hasm, hosm_ im Koptischen, hosm eftresthrosoch ist die r�thliche Ab�nderung;--_isar_ im T�rkischen;--_nusadir_ im Persischen. _nitrum, natrum_ im Arabischen, wo man rothes, weisses und graues unterscheidet;--_nether_ im Hebr�ischen und Chald�ischen;--_nitro_ im Syrischen;--_[Greek: nitron, litron]_ im Griechischen, [Greek: nitron erythron] war das r�thliche;--_nitron, lithron_ der R�mer; commune war das unreine, wie es aus den Natron-Seen kommt, halmyrhaga das reine, ausgebl�hete Salz, spuma nitri, [Greek: aphronitron] der Griechen ([Greek: axill�sion] in sp�terer Zeit), das ausgebl�hete mehlartige Salz; ammonitron war ein mit Sand zusammengeschmolzenes, eine Art rohes Glas, agrium war auch ein unreines Natron (k�nnte zusammenh�ngen mit agrum, wie im T�rkischen die Trona heisst); nitrum ustum war das reine �tzende Natron. Die Schwefelleber, hepar sulphuris (durch Zusammenschmelzen von Natron und Schwefel) kannte man ganz gut, wie aus Plinius erhellet, doch wird kein Name daf�r angegeben.--_natar_ im G�lischen;--_natron, sal vitri_ im neuern Latein;--_natron_ in den neuern Sprachen;--_glassalz_ im Altteutschen. _gatzua_ im Baskischen; gatzastea ist Alkali im Allgemeinen, gatza ist Salz;--_szekisso_, auch _termesz szik so_ im Magyarischen. _stennaya sole_ im Russischen;--_uhlan sodicity_ im Czechischen. B. _Die Trona_. Dasjenige kohlensaure Natron, welches in der Berberey, besonders in der tripolitanischen Provinz Suckena ausbl�het, hier viel gesammelt und versendet wird, enth�lt etwas weniger Wasser als das �gyptische und indische, ist aber diesem sonst h�chst �hnlich, bildet aber meist eine eigene Gattung oder Art in der Mineralogie. _trona_ in der Berberey. _borech_ im Persischen;--_bouro, bure_ im T�rkischen, auch _agrum_ (woher vielleicht das vorher erw�hnte agrium der R�mer stammen k�nnte);--_borak_ im Kurdischen;--_borak_ im Arabischen, auch _bora, baurach, burak_ (woher [Greek: borak�] im Mittelalter, das Glas);--_burao_ im Maltesischen;--_barakon, baraka_ im Koptischen;--_burko_ im Syrischen;--_borith_ im Hebr�ischen, borith mechabsim ist das mit Oel verbundene Natron, das beym Walken statt Seife angewendet wurde. C. _Soda_. Viele Pflanzen, besonders am Meere wachsende, liefern beym Verbrennen viel kohlensaures Natron, welches gereinigt, dem mineralischen ganz �hnlich ist, unter dem Namen Soda sehr bekannt. In Spanien vorz�glich, auch in Frankreich, Aegypten u.s.w. wird sehr viel davon gewonnen, theils aus Arten von fucus (in Frankreich als varech, in England als kelp, in Teutschland als Tang bekannt), theils aus den Gattungen salicornia (in Frankreich soda genannt), salsola (in Frankreich salicoi), borago (boraggine im Italienischen, borretsch im Teutschen; bourache im Franz�sischen, was offenbar mit borak zusammenh�ngt). Besonders gesch�tzt wird die spanische soda de barille, weniger die franz�sische soda de varech. _kien_ im Chinesischen;--_katshasauwartshala_ im Sanscrit, d.i. aus Asche--katscha--gewonnen, auch kshara, k'har, k'hari (wird unser Kali seyn);--_garan alkali_ im Malaiischen (wird auch unser Kali seyn). _usne_ im T�rkischen, ist eigentlich das Salzkraut, aus dem Soda gewonnen wird;--_usham_, auch _kali_ im Persischen;--_kali_ im Hebr�ischen (d.i. was gebrannt ist); das hierbey erw�hnte borith wird unsere salicornia gewesen seyn;--_kali_ im Arabischen, ist eigentlich das Salzkraut, das verbrannt wird (meist salsola), �hnliche hierzu dienende Pflanzen heissen oschnan (usne im T�rkischen), hurz, huruz, chordat u.s.w.; das bey der Verbrennung gewonnene Salz, die Soda, heisst eigentlich _safargel_, das weiter gereinigte _rob_, auch wird hierher geh�ren: _el-baki_ [or: _elbaki_], _atharachic, adarachi_. Von diesem Kraut kali mit dem Artikel al, stammt unser Wort Alkali, alkalisch u.s.w., das in alle neuere Sprachen �berging. _[Greek: antharkos, anthark�]_ der Griechen, _andarca, anderces_, auch _calomochus_ der R�mer, es ist wahrscheinlich, dass jene griechischen W�rter aus dem Semitischen stammen, aber auch m�glich, dass die �hnlich klingenden arabischen aus dem Griechischen entlehnt sind. _scebb_ im Maltesischen, ist die Soda und das Salzkraut, erinnert an das arabische seb (Alaun). _[Greek: alkal�], alchali_ im Mittelalter und bey den Alchemikern, auch _alaurat, acusto, atai, cabulator_ (worunter auch Natron begriffen ist). _almajo, barilla, tequesquite_ im Spanischen; sosa ist die Salzpflanze und daher wird unser Soda stammen. _soude_ im Franz�sischen;--_soda_ im Englischen und den neuern Sprachen;--_solda_ im Portugiesischen;--_solianua_ im Russischen;--_solz-sody_ im Polnischen. D. _Das Glas_. Am h�ufigsten ist, und zu allen Zeiten das Natron verwendet zur Glasfabrication, wobey es mit Sand, oder �berhaupt Quarz zusammengeschmolzen wird, im Alterthume, besonders in Aegypten, stand die Glasfabrication auf einer Stufe der Entwickelung, die wir in mancher Hinsicht noch nicht erreicht haben m�gen, auch die keltischen V�lker scheinen viel Glaswerk gehabt zu haben. _po_, auch _siao-tseu_ im Chinesischen;--_kshara_ im Sanscrit, und _katscha_ (was auch Krystall heisst);--_kacha_ im Malaiischen;--_shela_ im Tibetanischen (heisst auch Krystall). _abaki_ im Armenischen;--_abajeini, abeseein_ im Koptischen;--_abgine, dschesch, syrce_ im Persischen;--_abgine, eser_ im T�rkischen;--_giag, z�giag, sadschdsch_ im Arabischen, zagiag ist der Glash�ndler. _segugitho, sechuchith, sgugitta_ im Chald�ischen;--_sagugitho, saphungo, rugag_ im Syrischen;--_mahewe_ im Abessinischen;--_kesasa, chesaska_ in Darfur (Nordafrica). _kelke, kelkie_ im Albanischen;--_stikla_ im Walachischen;--_steklu_ im Windischen;--_staklu, sklem, sklyn_ im Krainschen;--_staklo_ im Bosnischen, Illyrischen, Slowakischen, auch _serska_;--_zteklo, zklo, zaklo_ in Croatien;--_zaklo_ im Ragusanischen;--_sklo_ im Polnischen und Czechischen;--_cmeklo_ im Russischen;--_schklenza_ im Wendischen. _gwydr_ im G�lischen, gwydredd und gwydraue ist glasig (glas ist blass, grau, blau);--_guitr_ im Bretonischen; guitreri ist Glash�tte, guezrer Glasblaser;--_gloine, glain_ im G�lschen. _[Greek: hyalos]_ im Griechischen; _[Greek: gyali]_ im Neugriechischen; _[Greek: gial�, gyalia]_ im Mittelalter (welche Worte aus dem G�lschen stammen m�gen);--_vitrum_ im Lateinischen (aus dem W�lischen);--_vitro_ im Italienischen;--_vitrio_ im Spanischen;--_vedro_ im Portugiesischen. _vidrioa, beira, beiraquia_ im Baskischen;--_iiveg_ im Magyarischen;--_wahlin_ in der Zigeunersprache;--_liaegnak_, auch _glas_ im Lappl�ndischen. _glas, gler_ im Isl�ndischen;--_glaes_ im Angels�chsischen und Alemannischen;--_glas, gleez_ im Friesischen;--_glass_ im Englischen, glassy, auch vitreous ist gl�sern;--_glas_ im Schwedischen, D�nischen, Holl�ndischen. * * * * * #�. 7. Kali, Potasche und Verwandtes#. A. _Kali, Gew�chsalkali, Potasche im Allgemeinen_. Das Kali, dem Natron sehr verwandt, ist in seinem reinen Zustande, in dem es in der Natur nicht vorkommt, ein chemisches Element, aus der Classe der Alkalier, von sehr �tzender Qualit�t (�tzendes Kali, kali causticum, pierre de cauterre); in Verbindung mit S�uren giebt es vielfache Salze, die von den Natronsalzen wesentlich verschieden sind. Das gemeinste von diesen Salzen, welches am meisten technisch verwendet wird, ist das _kohlensaure Natron_, zu dem die Potasche geh�rt. Dieses kommt im Mineralreiche wenig, nur als Bestandtheil einiger Mineralien vor, aber ausserordentlich verbreitet ist es im Pflanzenreiche. Die Asche der meisten Pflanzen, besonders des harten Holzes, der �stigen Farrenkr�uter (pteris aquilina u.s.w.), der Weintrester u.s.w. enth�lt viel kohlensaures Kali, der Weinstein bestehet aus weinsteinsaurem Kali, beide Gegenst�nde werden vorzugsweise auf Kali benutzt. Die Asche wird ausgelaugt, enth�lt nur das unreine kohlensaure Kali oder Potaschesalz, das durch Abdampfung gewonnen und gereinigt werden kann. Dieses Salz wird vielfach, vorz�glich zur Seife verwendet, wozu aber auch kohlensaures Natron dient. _kien_ im Chinesischen, wird Soda und Potasche seyn;--_k'har, k'hari_ im Sanscrit;--_garan alkali_ im Malaiischen, wird auch hierher geh�ren;--_scebbo_ im Maltesischen; wie man in den semitischen Sprachen das kohlensaure Kali von dem kohlensauren Natron unterschied, muss ich dahin gestellt seyn lassen. [Greek: atispodon] (von [Greek: spodos], Asche) der Griechen, [Greek: trix oinouont�] war das aus Weinstein gewonnene Salz, das auch [Greek: phekl�] und [Greek: pephrygmen�] hiess;--_antispodon_ und _empireume_ der R�mer; das k�nstlich fabricirte _nitron agrium_, aus verbranntem Eichenholz, war offenbar Kali; die Lauge machte man--wie bey uns--durch gebrannten Kalk �tzend (da dieser sich mit der Kohlens�ure verbindet und das reine �tzende Kali frei wird), dieses hiess [Greek: protastakton];--[Greek: alkal�] im Mittelalter;--_alcali_ im Spanischen und den neuern Sprachen, was das Alkali �berhaupt bedeutet. _luath rainich_ im Galischen; _salann na groide_ ist das Alkali im Allgemeinen. _potasche_ im Teutschen, vielleicht aus dem gemeinen Leben entnommen, weil die Lauge in einem Topfe--Pot--abgedampft und geschmolzen wird, oder mit [Greek: spodos] im Griechischen zusammenh�ngend;--_potasse, sel lixiviel_ im Franz�sischen, sal tartre ist das aus Weinstein bereitete;--_potasse_ im Italienischen;--_potashes_ im Englischen;--_potaske_ im D�nischen;--_potasz, sol lugowa_ im Polnischen;--_potas, draslo_ im Czechischen;--_potaschnajo soli, schtschelotschn ja soli_ im Russischen;--_erusol_ in Krain;--_hamuzser szalajka_ im Magyarischen. B. _Der Weinstein_. Aus dem Weine sondert sich der Weinstein (tartarus crudus) ab, der sich als eine krystallinische Cruste an die F�sser legt, ans weinsteinsaurem Kali bestehet (wie 1770 zuerst Scheele zeigte, der die Weinsteins�ure darstellte). Man benutzt den Weinstein viel, theils auf Kali, theils auf Weinsteins�ure (acidum tartaricum), die in der Medicin Anwendung findet. _samech_ im Arabischen. _[Greek: tryx]_ der Griechen, _[Greek: phekl�]_ (faecula im Lateinischen), _[Greek: pephrygnin�]_ war das Kali aus dem gebrannten Weinstein;--_[Greek: tartaron, skandyx]_ im Mittelalter. _chwigl_ im W�lschen;--_fion dheasgann_ im G�lschen (von fion Wein). _orchal, orgal, dregges_ im Englischen;--_draegg_ im Schwedischen. _tartaro_ im Italienischen;--_tartar_ im Franz�sischen. C. _Die kalihaltige Asche der Pflanzen, welche durch Auslaugen die Potasche giebt_. _tsin, yao_ im Chinesischen;--_foulengui_ im Tartarisch-Mandschu;--_katscho, tatsha, parghata_ im Sanscrit;--_tschhai_ im Bengalischen;--_adschium, moschir_ im Armenischen;--_kuna_ im Lappl�ndischen;--_as, kakesther_ im Persischen;--_ermida, kiuk_ im T�rkischen. _ramel, rmyd_ im Arabischen, auch _zana, bitsan, bils_, ist vorz�glich die, welche auf Kali benutzt wird;--_remmadij_ in Darfur (Nordafrika);--_ramag_ der Alchemiker;--_kerme, k�rmi_ im Koptischen. _epher_ im Hebr�ischen;--_ephra, dischun, ketam_ im Chald�ischen;--_[Greek: tephra, konia, spothos, axilia]_ im Griechischen;--_[Greek: stakt�]_ im Mittelalter und Neugriechischen. _luath, luaitthre_ im G�lischen;--_ludu, isque_ im Bretonischen;--_lliudw_ im W�lschen. _cenu�a_ im Walachischen;--_chi_ im Albanischen;--_cinis_ im Lateinischen;--_ceniza_ im Spanischen;--_cinza_ im Portugiesischen;--_cenere_ im Italienischen;--_cendre_ im Franz�sischen. _autsa, ausa, auscua, errautsa_ im Baskischen;--_asja, azo_ im Gothischen;--_asca, ahsa_ im Angels�chsischen;--_aksa, eysa_ im Isl�ndischen;--_esk_ im Friesischen;--_asko_ im Schwedischen;--_ashes_ im Englischen;--_as_ im Holl�ndischen;--_popiol, luzyna, machluga_ im Polnischen;--_popel, luscja_ im Czechischen;--_luxniza_ im Ragusanischen;--_popel_ im Sorbischen;--_pepel_ im Krainschen und Croatischen;--_pepeu_ im Windischen;--_pepeo_ im Bosnischen und Slowakischen;--_parlug_ im Magyarischen. D. _Die kalihaltige Lauge_; wird sie mit �tzendem Kalk verbunden, wie sie zur Seifenfabrication u.s.w. dient, so heisst sie _Aescher_. _sychar_ im Arabischen (woher der Name Aescher kommen soll);--_kuna tjatse_ im Lappl�ndischen;--_ehea_ im Baskischen. _alsibe_ im Albanischen;--_lesie_ im Walachischen (lesiu ist auslaugen);--_lleisw_ im W�lschen, lleisw coed ist Lauge aus Holzasche von coed Holz, lleiswaw ist laugen;--_leisu, licion, leisio_ im Bretonischen, coaeret ist die ausgelaugte Asche, charr�e im Franz�sischen;--_[Greek: alisia, antispodos]_ im Griechischen;--_[Greek: l�siba, ligda]_ im Mittelalter;--_[Greek: alousia, alybisa]_ im Neugriechischen;--_lix, lixivium_ der R�mer;--_lye, lie_ im Englischen; buck ist die Lauge zum Waschen, die Beuche;--_lisciva_ im Italienischen, bucata die Lauge zum Waschen;--_lessive_ im Franz�sischen, auch lotion, bou�, buguee, bugade die Beuche;--_lixia, colada_ im Spanischen, bugelada die Beuche;--_leah, laag_ im Angels�chsischen;--_lud_ im D�nischen;--_lut_ im Schwedischen. _lug_ im Polnischen, Krainschen, Croatischen, Bosnischen, Slowakischen;--_lauh_ im Czechischen;--_lun_ im Windischen;--_lugh_ im Ragusanischen;--_lungh_ in Dalmatien;--_luygh_ im Magyarischen. E. _Die Seife_. Seife ist die Verbindung der Alkalien mit Oel, Talg u.s.w. Die Kaliseifen werden nicht fest, sind Schmierseifen. _saboon, savin_ in Indien;--_sabum_ im Malaiischen;--_sabon, savaun, odscharr_ im Armenischen;--_sabon_ im Persischen;--_sabun, saban_ im Arabischen;--_sapon, ahala_ im Chald�ischen;--_sapun_ im Maltesischen;--_zub_ im Hebr�ischen;--_samegma_ im Amharischen. _sapoun_ im Albanischen;--_sapune_ im Walachischen;--_siabunn, sebon_ im G�lschen;--_sebon_ im W�lschen;--_suan, suaon_ im Bretonischen;--_[Greek: sap�n, saponion, sapoynin]_ im Griechischen;--_[Greek: sapouni]_ im Neugriechischen;--_sapo_ im Lateinischen (die R�mer und Griechen zogen ihre Seife meist aus Gallien und Germanien);--_savon_ im Franz�sischen;--_sabon, xabon, azabon_ im Spanischen;--_soap_ im Englischen;--_sapa_ im Isl�ndischen;--_sape, saepe_ im Angels�chsischen;--_sepe_ im Nieders�chsischen;--_saepa_ im Schwedischen;--_saebe_ im D�nischen;--_saape_ im Norwegischen;--_zaepe_ im Belgischen;--_zeep_ im Holl�ndischen;--_siep_ im Friesischen;--_seife_ im Hochteutschen;--_shefa, sopum_ im Windischen;--_shaifo_ im Krainschen;--_szapun_ im Dalmatischen;--_saplun_ im Ragusanischen;--_szopun_ im Croatischen;--_szappan_ im Magyarischen;--_chuboa_ im Baskischen. _meiydo, mydlo_ im Czechischen;--_meydo_ im Polnischen;--_midlo_ im Bosnischen und Slowakischen;--_modioo_ im Sorbischen. * * * * * #�. 8. Borax, Tinkal#. Der gew�hnliche Borax, wie er in Handel kommt, bestehet aus Boraxs�ure (der ein eigenes chemisches Element zu Grunde liegt) und etwas Natron. Er kommt seit alter Zeit aus Indien, Tibet, China und Persien, wo er aus einer damit geschw�ngerten Erde gezogen und meist in Krystallen versendet wird, die unter den Namen _Tinkal_ oder _Swaja_ bekannt sind. In einigen Quellen von Italien hat man neuerlich Borax gefunden, auch sollen bey Babylon dergleichen seyn. Der Borax ist ausserordentlich leichtfl�ssig, bef�rdert den Fluss der Metalle; vorzugsweise dient er zum L�then des Goldes (heisst auch Goldloth), zum Zusammenschmelzen und Reinigen der Metalle, zur Fabrication feiner Gl�ser u.s.w. Die reine Boraxs�ure war sonst unter den Namen Sedativsalz, sal sedatif bekannt. _pong, poun_ im Chinesischen, pon-che, poun-xa ist die Erde, aus welcher der Tinkal gezogen wird; bey letzterm unterscheidet man; pin-poun, die gr�ssten Krystalle, my-poun, die kleinen Bohnen, noui-poun, die kleinen K�rner. _tincar, tancar, tankana, tagara suhaya_ im Sanscrit, auch: malatitirandsha (d.i. von Malatiufer), dhatumarani (Metall fl�ssig machend), lohadrawin (Metallschmelzer), rasasodhana (Metallreiniger);--_tankana, sohaya_ in Bengalen;--_tinkal_ im Hindu;--_tingkal, patari, pateri_ im Malaiischen;--_tincal, tencal, borech_ im Persischen;--_tingar, tancar, tengar_ im Arabischen. _swago, zala, tsha-le_ im Tibetanischen, tsha-lehi-sky-ura-rtsi ist die Boraxs�ure. In der griechischen und r�mischen Litteratur scheint diess Salz nicht erw�hnt zu seyn; was von der [Greek: chrysokolla], chrysocolla (d.i. Goldloth) gesagt wird, passt nicht wohl darauf, diese war vielmehr theils ein Kupferoxyd, theils ein leichtfl�ssiges Metallgemisch. _anticar, ancinar, attincar_ bey den Alchemikern, auch _alinzadir, anucar, anatron, denoquor_. _burak_ im Armenischen, auch _oskjeborak_ (d.i. Goldborak); _burak_ im Turkischen;--_burach_ im Syrischen;--_borax, atincar, crisocola_ im Spanischen;--_borax, tincal_ im Portugiesischen;--_borace, tincal_ im Franz�sischen;--_borace, colla d'ora_ im Italienischen;--_borace, tincal_ im Englischen;--_borax, guldlun_ (Goldloth) im D�nischen;--_boras, tincar_ im Holl�ndischen;--_bura, byra_ im Russischen;--_olvaszioso_ im Magyarischen. * * * * * #�. 9. Ammonium#. Das Ammonium hielt man f�r einen eigenth�mlichen chemischen Grundstoff aus der Classe der Alkalien, der in reinem Zustande nur gasf�rmig erscheint, ausgezeichnet durch seine grosse Fl�chtigkeit, stechenden Geruch und scharfen Geschmack, das sich rein nicht nat�rlich findet, in Verbindungen h�ufig im Thierreiche, auch im Pflanzenreiche, selten im Mineralreiche findet, vorz�glich in den Excrementen der Thiere. Berthollet zerlegte zuerst 1785 dieses Alkali in Stick- und Wasserstoff, neuerlich hat man, bey anderer Behandlung, daraus einen metallischen K�rper reducirt, der daher ein chemisch componirter ist. Das Ammonium gehet mit den verschiedenen S�uren Verbindungen ein; mit Kohlens�ure bildet es das Riechsalz, mit Chlor- oder Salzs�ure den Salmiak, mit Schwefels�ure den Maskagnin, der sich bey einigen Laven als Ausbl�hung findet. Nicht zu verwechseln mit Ammoniak ist unser gummi ammoniacum, ein Schleimharz, [Greek: ammoniakon] der Griechen, hammoniacum, auch metopium der R�mer, oshac und calai der Araber. Das sal ammoniacum der R�mer ist Steinsalz. A. _Kohlensaures Ammoniak, Riechsalz_. Das kohlens. Ammoniak ist das bekannte Riechsalz, theils fest, theils in Wasser aufgel�st (Salmiakgeist), theils mit �ligen Substanzen verbunden (Hirschhorngeist), das in der Medicin ein altes, wichtiges Reizmittel ist. _nao-cha, naoch_ im Chinesischen; besondere Arten sind: yen-nao-cha, che-nao-cha, ta-hong, fan-nao-cha;--_rgya--tsha_ im Tibetanischen;--_navagura acranum_, auch _soongneh_ (d.i. Riechsalz, von coogna riechen) der Hindu, die es seit den �ltesten Zeiten durch Erhitzung von Salmiak und Kreide bereiteten. In der Litteratur der Griechen und R�mer finde ich keinen Namen daf�r, gleichwohl kannten sie wohl das Ammoniak, wendeten den Urin mehrfach auch in der Medicin an; die k�nstliche [Greek: chrysokolla] wurde mit Urin bereitet, und die fullones in Rom hatten �berall Urinf�sser stehen. _taejr, taejrul-chorasani_ im Arabischen, batachijum wird auch mit ammoniacum �bersetzt. _alacal_ der Alchemiker, auch alfatide, alfoi, alcocar, alemzadar, alisteles, ocoo, racri. B. _Salmiak_. Der Salmiak ist chlor- oder salzsaures Ammonium; findet sich nat�rlich in den Laven mehrerer Vulkane, wird bey Kutsche in Turkistan in H�hlen gewonnen, ist ein Handelsartikel der Kalm�cken, unter dem Namen tartarisches Salz, sel de Tartarie. Gr�sstentheils wird er k�nstlich gewonnen, besonders in Aegypten aus dem Miste der Kamele, sonst auch aus Urin u.s.w. Er dient vorz�glich der F�rberey und Medizin. _nao-cha_ im Chinesischen, wie Riechsalz;--_schoza, schaza_ im Tibetanischen. _nuosadur_ im Sanscrit;--_nuoschadur, nosader_ im Hindu, auch _nova-charum_, alles wohl aus dem Chinesischen;--_nuschader, koh-nuoschadur_ im Persischen;--_naschatyre, naschat�rj_ im Russischen;--_misader, amizadir hasacium_ der Alchemiker. _[Greek: miax]_ im Mittelalter;--_szalamia_ im Magyarischen;--_tepe-rigu_ [or: _teperigu_] im Walachischen. _salmiak_ in den neuern und wissenschaftlichen Sprachen. * * * * * #�. 10. Vitriol#. A. _Vitriol im Allgemeinen_. Der Vitriol ist die Verbindung der Metalle mit Schwefels�ure, es giebt daher so viele Arten von Vitriol als Metalle. Kupfer-, Eisen- und Zinkvitriol finden die allgemeinste Anwendung, finden sich nat�rlich wieder im Grossen k�nstlich bereitet. Bis ins 16. Jahrh. kam fast aller Vitriol durch die Venetianer besonders aus Cypern nach Teutschland. _fan_ im Chinesischen;--_tutia_ im Hindu, worunter man auch das Zinkoxyd begreift;--_trausi_ im Malaiischen;--_ardschasp_ im Armenischen; _kankanton_ im Chald�ischen;-- _schechiro, surto_ im Syrischen; mit diesem oder einem �hnlichen semitischen Worte k�nnte vielleicht sory im Griechischen zusammenh�ngen. _zadsch_ im T�rkischen, zadshi kybrys ist cyprischer Vitriol;--_zadsch_, auch _sak, resker_ im Persischen, _sadsch, schabb, sech, zech, gez_ im Arabischen, auch resger, resgez, sipr�;--_zegi_ der Alchemiker, auch azegi, azig, asagi, zet, alech, zoroba, sactin, altinuaraun. _sory_ der R�mer und Griechen k�nnten hierher geh�ren, doch l�sst sich mit Sicherheit �ber einen allgemeinen Namen derselben nichts bestimmen. _uisge nimhe, uisge loisgeach_ im G�lschen (d.i. giftiges, brennendes Wasser). _coupross_ im Bretonischen;--_couperrosce, couperouse_ im Altfranz�sischen;--_coparrosa, caparrosa_ im Spanischen, auch cabarros, was eigentlich Eisenvitriol ist;--_copperas, scoperas_ im Altenglischen;--_koppor�k_ im Schwedischen;--_kouporos, kyporoch_, auch witriol im Russischen;--_koperwas, koperwaser, siarkan_ im Polnischen, auch wytryol;--_coperwater_ im Holl�ndischen;--_kupferwasser_ im Altteutschen (kommt wohl nicht mit Kupfer und Wasser zusammen, bedeutet nicht Kupfer-oder Cementwasser, stehet wohl mit den erw�hnten Namen, vielleicht auch mit kubreet Schwefel im Semitischen in Zusammenhang). Die unreinen Vitriolerze heissen in Goslar Tintenerze (vielleicht wegen des Tintengeschmacks, daher im Englischen auch inkstone). Man unterscheidet gr�nes, gelbes, weisses Kupferwasser oder Atrament. _calacan, calacana_ im Walachischen;--_skalice_, auch _zmyda_ im Czechischen;--_galic_ im Illyrischen;--_galiska_ in Bosnien;--_galiz, galitzk�_ im Magyarischen; auch jetzo nennt der Bergmann das unreine Vitriolerz Galitzienstein, was aus dem Slawischen stammen wird. _g�kel_ ist der altteutsche Name, der sich auch in Ungarn findet; jetzo noch heisst bey dem teutschen Berg- und H�ttenmann der unreine Vitriol _g�kelguth, gogkelguth_, h�ngt wohl mit galic zusammen, nicht mit jok�ll der Eisberg im Isl�ndischen, isg�kil der Eiszapfen im Nieders�chsischen. _[Greek: bentriolon]_ im Mittelalter;--_[Greek: bitriolon]_ im Neugriechischen;--_witryol_ im Russischen;--_witrolym, gitrolyn_ im Czechischen;--_fitriol_ im Windischen;--_vitrill, victrol_ im Altteutschen;--_victril_ im Schwedischen;--_vitriolo_ im Italienischen;--_vitriola_ im Spanischen;--_vitriol_ im Englischen, Franz�sischen, Teutschen u.s.w. ist der neuere Name statt des alten coupe rosce u.s.w.; woher derselbe stammen mag, erscheint noch ganz zweifelhaft. B. _Kupfervitriol_. Schwefelsaures Kupfer, meist von blauer Farbe, daher auch blauer Vitriol. Er findet sich nat�rlich in einigen Kupferbergwerken, hier auch in den Cementwassern, aus denen er durch Abdampfung gewonnen wird; meist erzeugt man ihn k�nstlich aus Kupferkies. Er wird vielfach, besonders in der F�rberey angewendet. _tan-fan, tsing-fan_ im Chinesischen;--_spana-ma_ im Tibetanischen;--_tutya_ im Bengalischen;--_nila-tutia_ (d.i. die blaue) im Sanscrit, auch nilaka, nilandshana, tutaka, _tutha, tutthaka_ (in medicinischer Anwendung) tamra-garba (d.i. aus Kupfer entstanden), _sikhigrtwa_ (pfauenhalsig), mrita, mada. _kalkant_ im Arabischen war eigentlich der gr�ne Eisenvitriol, _zeg_ der blaue;--_kalkantos, kanston_ im Syrischen, von kalkitis das Kupfer;--_kankanton_ im Chald�ischen;--_[Greek: chalkalthon, chalkitis, stypt�ria]_ im Griechischen; [Greek: chalkitis] war der zu weissem Pulver zerfallene Vitriol, �berhaupt der weisse, wie auch mysi und sory; [Greek: lonchoton] war der nat�rliche tropfsteinartige, [Greek: promalakteria] war das nat�rliche Cementwasser; die Griechen und R�mer zogen den Vitriol vorzugsweise aus der Insel Cypern, deren Kupferbergwerke bis ins 17. Jahrhundert betrieben wurden;--_chalcanthum_ der R�mer, lonchotos war das nat�rliche stalactitische, pecton das aus Cementwasser abgesetzte, coctile das durch Abdampfung gewonnene;--_calacanu_ im Walachischen; _alcaranum_ bey den Alchemikern, auch _dehenz_, duenec viride. _glas faen_ (blauer Stein) im W�lschen. _kek-galiz_ im Magyarischen;--_kada_ im Czechischen;--_koperwas miedzi, siarkan miedzi_ im Polnischen (woda koperwassowa ist Cementwasser);--_kouperosa mednoi_ und _senei_ im Russischen; _blau kuperwasser_ im Altteutschen;--_copperosa turchina, vitriolo di cipro_ im Italienischen;--_couperose bleu, vitriol di chypre_ im Franz�sischen;--_azigue, vitriol azul_ im Spanischen;--_aziche_ im Portugiesischen wird hierher geh�ren;--_bl�sten bloe viktril_ im Schwedischen;--_blue vitriol_ im Englischen. C. _Eisenvitriol_. Das schwefelsaure Eisen ist frisch, sch�n gr�n (daher gr�ner Vitriol, gr�ner Chalitzenstein), wird an der Luft leicht gelb, f�rbt mit Gall�pfel schwarz (daher die Farbe unserer Tinte). Er findet sich an manchen Punkten nat�rlich, zum Theil tropfsteinartig, ist dann meist unrein (Atramentstein), wird meist k�nstlich, aus Eisenkies (Schwefeleisen) bereitet, wird vielfach, besonders in der F�rberey angewendet. _hei-fan, tsao-fan, lou-fan_ im Chinesischen;--_kasis_, _kusees_ im Hindu, auch _mis-si_ (ganz wie im Griechischen), _hura-tutia_, d.i. die gr�ne;--_kasisa_ im Bengalischen, _dhatu-kasisa_ ist der r�thliche;--_kasisa_ im Sanscrit, _kasara_ ist der haarf�rmige, _lomasi_ (auch haarig), wishada, dhatumansika, dhaturasita (wird mit Rotheisenvitriol �bersetzt);--_trusi_ im Malaiischen;--_anikan_ im Koptischen. _zech_ und zwar die gr�ne Art im Arabischen, kalkant ist auch gr�n, cocathar ist der gelbe Eisenvitriol, alsura ist roth und schwer aufl�slich, mag Kobaltvitriol oder Atramentstein seyn, colcathor, cholchofar ist der gebrannte Vitriol, der Schwefels�ure beraubt, ein rothes Eisenoxyd, das wir noch jetzo Colcothar nennen;--_zadsch, satsch_ (und zwar die gr�ne Art davon) im T�rkischen. _[Greek: melanteria]_ im Griechischen, von [Greek: melainein] schwarz f�rben (n�mlich mit Gall�pfel);--[Greek: missi], missy der Griechen und R�mer (ganz wie missi im Hindu) war Eisenvitriol, auch Vitriolerz im Allgemeinen;--_[Greek: sori], sory_ der Griechen und R�mer (vielleicht zusammenh�ngend mit schechiro, surto im Syrischen, oder al sura im Arabischen), war auch zum Theil wenigstens Eisenvitriol, immer wohl ein unreines Vitriolerz, der Name hat sich lange, bis in die neuern Zeiten, f�r haarf�rmige vitriolische Ausbl�hungen erhalten, _atramentum_ (sutorium) der R�mer, nicht zu verwechseln mit atramentum librarium, unsere Tusche und atramentum sepiae, der schwarze Saft des Tintenfisches;--_leo viridis_ die Alchemiker, auch duenege, alec, alegh, adraries, altinuraum, elaquir. _kouperose schelesnoi_ im Russischen;--_siarczam zelaza, siarkan zeleza_ im Polnischen;--_niekamine zeleny_, skalice, zmido im Czechischen;--_z�ldgaliz_ im Magyarischen. _gr�n g�kelgut, jokel_, die teutschen und ungarischen Bergleute. _caparrosa_ im Portugiesischen;--_capperosa verde_ im Spanischen;--_copporosa di verde, vitriolo di marte_ im Italienischen;--_couperose, vitriol verd_ im Franz�sischen; mordans, magmas ist ein Gemenge von Vitriol und Alaun;--_copperas, iron vitriol_ im Englischen;--_jarv vitriol_ im Schwedischen. D. _Zinkvitriol_ Der schwefelsaure Zink zeichnet sich durch seine weisse Farbe aus, heisst daher weisser Vitriol, fr�her nannte man ihn auch Augenstein (der Eisen-, selbst der Kupfervitriol bekommt durch die Verwitterung eine �hnliche helle Farbe). Er kommt hier und da in Kupferwerken, wo Zinkerze mit vorkommen, nat�rlich vor, wie sonst k�nstlich fabricirt, hat mancherley technische Anwendung. _suffed tutia_ (d.i. die weisse) im Hindu; _al calcadis_ im Arabischen;--scheint bey den Griechen und R�mern mit unter [Greek: chalkitis, missi, sori] begriffen;--_[Greek: bitriolon aspron]_ im Neugriechischen. _coparrosa bianca_ im Spanischen und Italienischen;--_couperose blanche, vitriol blanc_ im Franz�sischen;--_coperwas cynku_ im Polnischen;--_koprwas bjely_ im Polnischen;--_kuporros zinkowoi_ im Russischen;--_skalice bila_ im B�hmischen. _feger galicz_ im Magyarischen;--_weisser gallitzenstein_ und _weiss g�ckelguth_ beym teutschen und ungrischen Bergmanne, der verwitterte, halb fl�ssige heisst bergunschlitt;--_galitzenstein, hvit victriol_ im Schwedischen;--_white vitriol_ im Englischen. E. _Kobaltvitriol_. Schwefelsaurer Kobalt, ausgezeichnet durch eine sch�ne rothe Farbe, daher auch rother Vitriol, kommt zuweilen nat�rlich vor, hat fast gar keine technische Anwendung. _dhaturasita_ im Sanscrit, von rother Farbe, schwer aufl�slich, mag hieher geh�ren;--_alsura_ im Arabischen, desgl.;--_red vitriol_, sulfate of cobalt im Englischen;--_cobalt sulfat�_ im Franz�sischen, �hnlich in den neuern Sprachen. * * * * * F�nftes Kapitel. #Brennliche Mineralien, d.i. die kohligen und �berhaupt diejenigen, welche man unter diesem Namen gew�hnlich verstehet.# #�. 1. Bergbalsam#. Ein noch wenig bekannter, sehr seltener mineralischer K�rper, der nur im Kaukasus und benachbarten Gebirgen vorkommt, sehr kostbar und selten ist, beym Verbrennen einen Wohlgeruch verbreitet, bey �ussern Sch�den, auch innerlich h�chst wohlth�tig wirken soll. Man hat davon im Oriente mehrere Arten: a) _scheben-naad_ [or: _schebennaad_] im Persischen, schwitzt auf dem h�chsten Gebirge aus, wird meist mit Pfeilen herabgeschossen, mit Silber aufgewogen;--b) _tsjampeh_ oder _tsjempeh_ (vom Orte tsjenpeh genannt), riecht fast wie Bernstein, der Preis soll viermal h�her als Silber seyn;--c) _kodreti benni_ im Persischen, auch aus der Provinz Darab, findet sich nur in einer H�hle des Berges Benna, ist ein Regal des Chanes. _muminahi_ im Persischen soll auch hieher geh�ren. * * * * * #�. 2. Naphtha#. Eine ganz fl�ssige, weisse, h�chst fl�chtige (sich in Gas verwandelnde) und leicht brennbare Mineralsubstanz, die an vielen Punkten des Orientes, aus der Erde, meist mit Wasserquellen hervortritt. _nathiyataila_ (Erd�l) im Bengalischen;--_mitti-tel, mitee-tel_ im Hindu;--_ahrem_ im T�rkischen;--_schulhojo_ im Syrischen (heisst auch die Flamme). _navth_, auch _tsiuth_ im Armenischen;--_nafta_ im Kurdischen;--_naft, neft_ im Persischen;--_neft, nafeth_ im Arabischen;--_napht_ im Chald�ischen;--_naphta_ im Hebr�ischen;--_[Greek: naphtha]_ der Griechen;--_naphtha_ der R�mer und in den neuern Sprachen;--_nephtj_ im Russischen;--_nefte_ im Polnischen und anderen, slawischen Dialecten. * * * * * #�. 3. Erd�l#. Der Naphtha sehr verwandt, aber weniger fl�chtig, halb fl�ssig, �lig, schwarz, auch im Oriente heimisch. _nathiyataila_ im Bengalischen (wie Naphtha);--_miniak tanah_ im Malaiischen;--_ahzem, ehzem_ im T�rkischen. _affaltos, affalito_ im Aethiopischen;--_[Greek: asphaltos]_ im Griechischen; _[Greek: petrelaion, hygropiss�n]_ im Mittelalter;--_[Greek: petroleion]_ im Neugriechischen. _asphaltum, bitumen liquidum_ im Lateinischen;--_betuna_, arrioliola im Baskischen;--_bitume_ am Bretonischen;--_bigh thalmhainn_ im G�lschen;--_betun, petrolio_ im Spanischen;--_betume_ im Portugiesischen;--_bitume, petrole_ im Englischen;--_petrole_ im Franz�sischen;--_petroleo_ im Italienischen;--_bergolja, bergtj�ra_ im Schwedischen;--_jordolie_ im D�nischen;--_steen�li_ im Holl�ndischen;--_lym_ im Isl�ndischen. _f�ldolaj, k�oloj_ im Magyarischen;--_gornoe maslo_ im Russischen;--_oley ziemny_ im Polnischen;--_skalkny oley, ohnivy kleg_ im Czechischen;--_pethi olei, ogrilza, hhtanovez_ im Windischen;--_ropa_ in mehreren Districten der Karpathen. * * * * * #�. 4. Erdpech#. Ein mehr oder weniger verh�rtetes Erd�l von schwarzer Farbe, hart, oft dem Gagat sehr �hnlich, das sich in mehreren Gegenden findet. _gairega_ im Sanscrit, auch giripushpaka, asmadshatuka; siladshatu, silawjadhi, siladadru, siladshit;--_kupr, goubr, kepratsiuth_ im Armenischen;--_chefer alihead, kufr-al-ga-goodu_ im Armenischen;--_rhadinake_ soll der Name im Altpersischen gewesen seyn;--_amrihe, mbrehi_ im Koptischen;--_chemara_ im Chald�ischen;--_chemar_ im Hebr�ischen (womit wohl gema im mittelalterigen Latein, und geme im Altfranz�sischen f�r pix, das Pech, zusammenh�ngen k�nnte). _[Greek: pisasphalton]_ im Griechischen; auch [Greek: gagat�s] zum Theil, das verdickte, halb feste Erd�l war [Greek: ampelit�s], auch [Greek: pharmakit�s];--_[Greek: asphaltos]_, auch _[Greek: katras, knas]_ im Neugriechischen. _betuna, glydiog_ im Baskischen;--_couiltron_ im Bretonischen;--_bitumen durum, pisasphaltum, pix fossilis, maltha_ im Lateinischen;--_bitume, poix minerale_ im Franz�sischen;--_bitumen, jais, affalto_ im Spanischen;--_asphalto_ im Portugiesischen;--_affalto_ im Italienischen;--_bitumen, jews pitch_ im Englischen;--_bergbech_ im Schwedischen;--_jordlym_, im Isl�ndischen;--_joodlym_ im D�nischen;--_hornoi jire_ im Russischen, das sehr verh�rtete ist _jornaja smola_;--_smola ziemma_ im Polnischen, auch _zidoweka ropa, kleynaksztalt smoty_;--_zemsly kleg, lepka zeme, pruzimec_ im Czechischen;--_foldszurok, enny�, k�viass, suken_ im Magyarischen;--_badak_ im Lappl�ndischen. * * * * * #�. 5. Gagat#. Der Gagat ist eine sch�n schwarze, feste, gl�nzende, erdpechartige Braunkohle, meist aus fossilem Holze bestehend, die, vorz�glich im s�dlichen Frankreich, viel zu Bijouterie-Waaren, Kn�pfen u.s.w. verarbeitet wird, fr�her auch schwarzer Bernstein oder Agtstein genannt. Hieher geh�rt auch ein Theil der englischen cannel-coal. _[Greek: gagat�s]_ der Griechen mag zum Theil hieher geh�ren, wie der _gagates_ der R�mer. _jais_ im Spanischen, auch _azeyte de montana, azabache_ (azabaches sind die Bijouterie-Waaren daraus);--_gagata, azeviche_ im Portugiesischen;--_jais, jaget_ im Franz�sischen;--_jet, pitch-coal_ im Englischen;--_git_ im Holl�ndischen;--_gagate_ im Italienischen;--_gagas_ im Schwedischen, Polnischen, Russischen u.s.w.;--_gagetstein, agentstein, agtstein_ im Altteutschen. _arbalcha, arbeicha_ im Baskischen (von ar Stein, balcha schwarz);--_muchudd_ im W�lschen (von much schwarz);--_finiche, clach dhubh_ im G�lschen. * * * * * #�. 6. Kohle#. A. _Kohle im Allgemeinen_. Holzkohle wurde wohl zu allen Zeiten und von allen V�lkern verwendet; Mineralkohle wird auch jetzo noch im Oriente und den heissen L�ndern sehr wenig benutzt, wohl aber in den kalten. _tan, sin_ im Chinesischen;--_angar_ im Sanscrit;--_angara_ in Bengalen;--_janger_ in der Zigeunersprache;--_gasola, solaba, sola_ im Tibetanischen. _chual, sughal, seghal, wegal_ im Persischen;--_kiul, kor, alas_ im T�rkischen;--_socham, zughare, jukak_ im Arabischen;--_fahham_ im Maltesischen (gamar ist gl�hende Kohle);--_uluth_ im Dongalischen (Nordafrika);--_girgit_ im Berberischen (desgleichen);--_gumra, schigurin_ im Chald�ischen (pecham ist gl�hende Kohle);--_gehal, gechel, pecham_ im Hebr�ischen;--_kasale_ im Amharischen (fehem ist gl�hende Kohle);--_kasal, fehem_ im Aethiopischen. _[Greek: anthrax, anthrakas, anthrakis]_ im Griechischen, ist eigentlich Holzkohle, [Greek: anthrakeus] der Kohlenbrenner; [Greek: gai�d�s] oder [Greek: ge�d�s anthrax] ist die Steinkohle. _karbunja_ im Syrischen;--_carbune_ im Walachischen (carbunario ist Kohlenbrenner);--_carbo_ der R�mer (pruna ist gl�hende Kohle);--_carbone_ im Italienischen;--_carbon_ im Spanischen (carbon de lena ist Holzkohle);--_carvao_ im Portugiesischen; _charbon_ im Franz�sischen (braise ist gl�hende Kohle; houille Steinkohle, wohl von goul im G�lschen). _gual_ im G�lschen, auch _airis, aithine_ im Irischen;--_glo_ im W�lschen, gl�aid ist kohlig, globwll die Kohlengrube;--_goul, gleucenn_ im Bretonischen;--glaouaur ist der Kohlenbrenner;--_coal_ im Englischen (charcoal ist Holzkohle, coak abgeschwefelte Kohle); _koal, kol_ im Schwedischen;--_koal, koele_ im Altnieders�chsischen;--_kole, koole_, im Holl�ndischen;--_kol, chol_ im Altteutschen, Isl�ndischen, Angels�chsischen;--_coele_ im Altfriesischen, glede ist glimmende Kohle;--_kul_ im D�nischen und Norwegischen. _ouehe_ im Tartarischen (gaha ist Holzkohle);--_oughli, ugol_ im Russischen;--_uhli, uhel_ im Czechischen;--_wegle, wegiel, wagl_ im Polnischen (weglarz ist Kohlenbrenner, prysk, zar ist gl�hende Kohle);--_wuhel_ im Sorbischen und Wendischen;--_uhel_ im Slowakischen;--_ogl_ in Krain;--_ughglenak_ im Ragusanischen;--_vuglen_ in Croatien;--_uglyen_ in Dalmatien;--_ughgljen_ in Bosnien; _ohgle_ im Lettischen;--_vogel, vogle_ im Windischen;--_wsal_ im Ossetischen. _icatza, iguetza_ im Baskischen;--_diggil, phaggil_ im Albanischen;--_szen, holt_ im Magyarischen;--_anglis_ im Litthauischen (zariga ist gl�hende Kohle);--s��d, _s�ssi ha_ Esthuischen;--_sysi_ im Finnl�ndischen;--_pradde_ im Lappl�ndischen;--_aluma, auma_ im Gr�nl�ndischen. B. _Torf_. Der Torf ist ein wichtiges Brennmaterial der nordischen L�nder, das sich gegenw�rtig fortbildet, und aus �hnlichen Bildungen fr�herer Epochen wird die Braun- und Steinkohle entstanden seyn. Man unterscheidet vorz�glich: a) Baggertorf, ein fetter, sehr brennbarer Schlamm, bey dem vegetabilische Theile kaum zu erkennen sind, b) Stechtorf, der gestochen wird, aus deutlichen, mehr oder weniger ver�nderten Vegetabilien bestehend; die oberste, j�ngste, ganz vegetabilische Schicht heisst Moostorf. _lutul_ im Walachischen;--_lutum_ und _terra_ der R�mer begriff auch unsern Torf, dessen Verwendung ihnen sehr fremd war. _fod, foid_ im G�lschen, auch _sgrad_ und _tota_, was eigentlich Rasen ist; mointeach, sliabh, boglach ist das Moor;--_tawarchin_ im Bretagnischen ist Torf, eigentlich Rasen. _turfe, tyrb_ im Finnischen; ayde ist Raasentorf, tarrig, targ, terg, darg ist Schlyck oder Baggertorf, der auch klun, kleen heisst; moos ist das Torfmoor;--_torf, darris, svarta_ im Schwedischen; _torv_ im D�nischen, klyn ist der fette Baggertorf;--_torf_ im Isl�ndischen und Nieders�chsischen;--_turfe, tyrf, tyrb_ im Angels�chsischen;--_turf_ im Englischen;--_tourbe_ im Franz�sischen;--_torba_ im Italienischen;--_turba_ im Spanischen;--_turba_ im Altteutschen, moos ist Torfmoor;--_turba_, auch _curffodi_ im mittelalterigen Latein (wohl mit fod im G�lschen zusammenh�ngend), blastia war der Moostorf;--_[Greek: tourpha]_ im Neugriechischen;--_loh_ in der Lausitz. _torf_, auch _pewna, ziemia tlusta_ im Polnischen;--_turph_ im Russischen;--_zib, raselina_ im Czechischen;--_rushina, sushik_ im Windischen;--_gyept�zeg_ im Magyarischen. C. _Braunkohle_. Die Braun- oder Erdkohle, stehet zwischen Torf und Steinkohle in der Mitte, ist meist erdig und braun, zum Theil mit Holzstructur, enth�lt viel fossiles Holz (Lignit), sie dient, doch fast nur in Teutschland, jetzo sehr allgemein zur Feuerung, die festen St�cke (Knorpel) werden unmittelbar verbrannt, die erdige Masse wird meist erst mit Wasser geknetet und geformt. Die allgemeine Verwendung als Brennmaterial f�llt meist erst in die aller j�ngste Zeit, wurde durch den allgemeinen Holzmangel bedingt, aber manche alaunhaltige Straten (Alaunerde, s. oben) wurden schon fr�her, zum Theil seit alter Zeit, auf Alaun benutzt. _[Greek: euthos anthrax]_ (mit erdigem Bruche) der Griechen kann hierher geh�ren;--_suturbrand_ im Isl�ndischen ist meist fossiles Holz;--_jordkul_ im D�nischen;--_b�rgbecksjord_ im Schwedischen;--_browncoal, bovay-coal, lignite_ im Englischen;--_charbon de terre, houille terreuse, cendres pyriteuses, lignite_ im Franz�sischen;--_litantrace bruno, lignoso terroso_ im Italienischen;--_hnedouhli_ im Czechischen;--_barna k�szim_ im Magyarischen;--enyvesfa ist bitumin�ses Holz. D. _Steinkohle_. Schwarze gl�nzende, feste, steinige Kohle, ohne deutliche Holzstructur, den �ltesten Fl�tzstraten untergeordnet, hat erst im Laufe des letzten Jahrhunderts die ausgedehnte Anwendung gefunden, und die Kohlenwerke Englands werden auf die colossalste Art bebauet. _mey, chy-mey_ im Chinesischen;--_rdo-gasola, rdo-sola_ im Tibetanischen;--_maden ki�niur�_ im T�rkischen. _traskias_ (thracius lapis) im Syrischen;--_[Greek: lithos thrakios]_ der Griechen, auch _[Greek: spinos, anthrax gai�d�s, = ek t�s g�s]_; _lapis thracius, lapis binae_ der R�mer, gagates zum Theil _[Greek: petra karbounon]_ im Neugriechischen. _ouehe-yaha_ im Tartarisch-Mandschu;--_ouehe tapsoun_ im Tartarischen;--_wegle, wegiel ziemme = kamiene_ im Polnischen;--_ugoli, kamennyie ougli_ im Russischen;--_uhlot_ im B�hmischen;--_k�szin_ im Magyarischen. _gual_ im G�lschen; sloc gueil ist Kohlengrube;--_glo careg_ im W�lschen;--_coal, pit coal_ im Englischen, mit den Arten black-slaty-glance coal,--caking-binding coal ist die fette Kohle, delph das Steinkohlenfl�tz, coaks sind die abgeschwefelten Kohlen;--_houille_ im Franz�sischen (von gual);--_hulla, hornaguera_ im Spanischen;--_steenkole_ im D�nischen und Holl�ndischen;--_stenkol_ im Schwedischen und Isl�ndischen;--_carbone de pietra_ im Italienischen;--_carvao de pedre_ im Portugiesischen. * * * * * #�. 7. Graphit#. Eine aus Kohle und Eisen bestehende Mineralsubstanz, stark abf�rbend und schreibend, die im gemeinen Leben verschiedene technische Namen hat, als Bleierz, T�pferblei L�schblei, schwarze Kreide, Eisenschw�rze, plumbago; aber nicht zu verwechseln ist mit Wasserblei oder Molybd�n, das ein eignes Metall enth�lt. Es kommt in verschiedenen L�ndern vor, sehr ausgezeichnet in England; der Graphit findet vielfache Anwendung, vorz�glich zu Blei- und Zeichenstiften (wovon die wichtigsten Fabriken zu Resswick in Cumberland sind), zum Schw�rzen der Oefen, in Verbindung mit Thon zu feuerfesten Schmelztiegeln (Ypser-Tiegel) u.s.w. _dubh_ (d.i. schwarz), _ball dabh_ im G�lschen;--_bruis dreachaid_ ist Bleistift;--_black_ (d.i. schwarz), _blacklead_ (Schwarzblei), _lead stone_ (Bleistein) im Englischen; pencil of blacklead ist Bleistift; _kellu, kellon_ heisst das Mineral in Cumberland;--_plombagine, potelot, ceruse noir, graphit_ im Franz�sischen, crayon de mine,--de plomb ist Bleistift;--_piombo nero, plombagine mica de pittori_ im Italienischen;--_lapis negro_ im Spanischen und Portugiesischen;--_plumbago, blyerts, skif versvarta, svart krita_ im Schwedischen;--_loot kryt_ (Bleikreide), _tekenloot, koolkrit_ im Holl�ndischen;--_tschernoi krandasch_, auch _nastojaschtschu karandasch_ im Russischen;--_wuk_ im Polnischen, auch _olowek_ (ist eigentlich Bleistift);--_tuha_ im Czechischen;--_cerusa_ im Walachischen ist Bleistift. _plumbago_ im neueren Latein, auch _lapis flandricus_, da das Material der Bleistifte �ber Holland kam;--_kohsi gabarjeag_ im Armenischen wird mit plumbago �bersetzt;-- _gagates_ der R�mer und Griechen kann auch den Graphit mit begriffen haben; _[Greek: molybdos]_ der Griechen, wie auch die Bleistifte hiessen. * * * * * #�. 8. Schwefel#. Ein sehr bekanntes Mineral, das vielfach technisch benutzt wird, von allen V�lkern und zu allen Zeiten Anwendung fand. _lieu, lieu-chuang, siao-hoang_ im Chinesischen;--_liu-cheang_ auf Korea;--_iguath_ auf Kamtschatka;--_ikuel-leksaut_ [or: _ikuelleksaut_] im Gr�nl�ndischen;--_es_ im Jakutischen;--_mia zi_ im Tibetanischen. _gandhana, gandhaka_ im Sanscrit, auch _gandhasman, gandhapaschana_ (d.i. Geruchsstein), _gundhamsdana, culwari_;--_gandhac, gundhuc_ im Hindu;--_gandhaka_ in Bengalen;--_kan_ in der indischen Provinz Tenassarim;--_balirang, belarang, biram, tjollok_ im Malaiischen. _kokurt, kjukjurt_ im Tartarischen;--_kokurt_ im Kirgisischen;--_kokurt_ im Afghanischen;--_kokurt, kibrit_ im Kurdischen;--_kukurd, ki�k�rt_ im T�rkischen;--_k�kird, chibrit, gogurt_ im Persischen;--_khougourt, d*jedsoun_ [?*] im Armenischen;--_altun gugurt_ im Bucharischen;--_gogirdi, zalzuba_ im Georgischen;--_g�gird_ in den kaukasischen Sprachen, auch _tschabat, tschogot, sangal, sengol, alt_;--_gophrit_ im Hebr�ischen;--_kubrith_ im Chald�ischen, _kebrit, kubreet, bubric, kibrit, rabric_ im Arabischen;--_kybrit_ im Maltesischen;--_kebrith, kirko_ im Syrischen;--_aphrum_ ist sulphur viride, wohl nat�rlich gediegener Schwefel;--_kibbrit_ in Darfur (Nordafrika);--_tok-kubreh_ im Szauakischen (daselbst); _dir_ im Tigrisischen (desgleichen). _taj_ im Aethiopischen;--_theih_ im Koptischen;--_[Greek: theion]_ im Griechischen;--_[Greek: theiphi, theiaphi]_ im Neugriechischen, _[Greek: theaph�]_ im Mittelalter, auch _[Greek: teaphin, soulphara, ch�bour]_. _alcubret_ bey den Alchemikern, auch _quebrit, akibot, alchibit, alchimit, alcebris, alazer, olzur, averich, chybur, aphebrio, scorith, tin, tifaltum, tumbala_. _prvnasg_ im G�lischen, _ufelin, llosgfaen_ (Brennstein), _mygfaen_ (Rauchstein) im W�lschen;--_chouffre_ im Bretonischen;--_sufrea_ im Baskischen;--_sufre_ im Altspanischen, sp�ter _cufre, zoufre, azufre_;--_soufre_ im Franz�sischen;--_enxofre_ im Portugiesischen. _skiufur_ im Albanischen;--_skillphura_ im Walachischen;--_sulfurre_ im Epirotischen;--_sulphur_ im Lateinischen;--_solfo_ im Italienischen;--_sumpor, xveplo_ im Illyrischen;--_sumpor, szumpor_ in Dalmatien. _brennesteiern_ im Isl�ndischen;--_br�nstein_ im Schwedischen;--_brimstone_, auch _sulphur_ im Englischen;--_swibla, svibls_ im Gothischen;--_suebel_ im Altteutschen;--_swevel_ im Plattteutschen;--_swafwel, svafvel_ im Schwedischen;--_svovl_ im D�nischen;--_swefl, swefyl, suffl, swicfer_ im Angels�chsischen;--_zwavel, zwevel_ im Holl�ndischen;--_schwabel_ im Wendischen;--_sueplo, schoeplu_ in Krain;--_webel, weebli, teru_ im Esthnischen;--_chuebe_ im Altlothringischen;--_suadon_ im Ossetischen. sera im Russischen, Schamaitischen, Litthauischen;--_sehr, sehwels_ im Lettischen;--_syra, syrka_ im Czechischen;--_siarka_ im Polnischen;--_sirko_ im Slowakischen;--_soreli_ in der Zigeunersprache. _tuli-kiwi_ im Finnl�ndischen;--_kenk�, b�desk�_ im Magyarischen;--_bissja_ im Lappl�ndischen;--_onch_ im Ostiakischen. Anhang. _Schwefels�ure_. Die bekannte fl�ssige Verbindung von Schwefel und Sauerstoff. Durch die einfache Destillation des Vitrioles wird eine unreine Art gewonnen, Vitriolol [Vitriol�l] genannt, das an der Luft D�mpfe ausst�sst. Jetzo wird diese S�ure sehr viel in den Gewerben verwendet, viel mehr, wie sonst. _muazi-skyura-rtsi_ im Tibetanischen, auch _mu-zihi-kkyuartsi_ (die S�ure �berhaupt heisst skyura-pa und skvura-rtsi). Wenn auch nicht Griechen und R�mer, so werden doch die Araber und andere orientalische V�lker die Schwefels�ure gekannt und verwendet haben; das N�here ist mir noch nicht bekannt geworden. Die neuere Litteratur wird mit Basilius Valentin beginnen (um 1500), der von der Bereitung des Vitriolols handelt. * * * * * Sechstes Kapitel. #Metalle und Verwandtes#. #�. 1. Metall, Erz, Erzstufe#. Metall, Erz im Allgemeinen, als Gesammtbegriff von allen Metallen, ist h�ufig von der Bezeichnung desjenigen Metalles hergenommen, welches am meisten verwendet wurde, diess war bey manchen V�lkern das Kupfer,--oder vielmehr die geh�rtete Bronce, wie in Aegypten, Griechenland u.s.w., bey andern das Eisen, wie in Indien, Persien u.s.w., auch wohl das Gold. _kin, kong_ im Chinesischen, heisst auch Gold;--_ganni_ im Japanischen. _habyuna-khunasa-kui-kamasa_ im Tibetanischen, heisst auch Mineral. _aisin_ im Mandschu. _ayas, aras_ im Sanscrit;--_amy�joung_ in der Provinz Tenassarim in Indien;--_wadas, labur-an_ im Malaiischen;--_jes_ im Afghanischen. _iekhtchteschtche_ im Zend;--_iokschest_ im Pehlvi;--_as, alzene_, meist _ehen_ (d.i. Eisen) und _edrsch_, auch _meden_ (Metall); _aheni_ und _kaskan_ ist ehern. _karkoma_ im Chald�ischen;--_chalikin_ im Koptischen;--_[Greek: chalkos]_ (eigentlich Bronce), _[Greek: chalk�ma]_, auch _[Greek: metallon]_ im Griechischen, ebenso im Neugriechischen, _beret_ im Aethiopischen; --_berete_ im Amharischen;--_metchaphrono_ im Syrischen;--_ophereth_ im Hebr�ischen. _moeden, moedeni, mohl, minerecz, zaidam, ajar_ im Arabischen, _m�tala_ ist schmelzen, schmieden. _madenler, medan, mille, bacher, ajar, ejar_ im T�rkischen; maden ist Erz und Grube; maden-tschi-Pascha ist der Vorsteher der Grube. _mjelagh_ im Armenischen. _arambrea, menaska_ im Baskischen;--_mantene, metalu_ im Walachischen, arama ist Erz;--_manten, madem_, auch _siche, ziche_ im Albanischen. _mantale, arem, arain, aour_ im Bretonischen;--_meatailte, miotal, miodaelt, ais_ (Erz, M�nze) im G�lschen;--_air, aire, ayr, ar, ure_ im Schottischen;--_iris, mionach_ im Irischen;--_mein_ im G�lschen ist Erz und Erzgang oder Mine; mein oir, Golderz und Goldmine, mein airgid Silbererz und Silbermine, mein iariein Eisenerz;--_mettel_ im W�lschen auch _mwn_, was Erz und Mine ist, daher mwn aur Golderz und Goldgrube, mwn arian Silbergrube, mwnai, wie moneta im Lateinischen, Geld;--_moina_ im Cornischen ist Mine. _metallum_ im Lateinischen, heisst auch das Gegrabene �berhaupt und Bergwerk (metallici sind die Bergleute), auch _aes_. _metallo, rame_ (wohl von ar, arem u.s.w. im Keltischen) im Italienischen;--_metall_ im Franz�sischen, auch _er, arain, airain_ (Erz), mine ist Mine, Bergwerk, auch Stufe, wie minerai;--_metal_ im Englischen, auch _ore_ (Erz); der englische Bergmann nennt metal auch das Gebirgsgestein, besonders die thonigen Gesteine des Kohlengebirges;--_metal_ im Spanischen, frutos, pinta azogues ist Erz, xabones buenos ist reiches Erz, mogrollo, molonquez ist reiches Erz. _metall_ im Teutschen und den nordischen Sprachen, auch _eyr, aar_ (Erz) im Isl�ndischen;--_ar, er, artz, aruz_ im Altteutschen;--_arz, arzetum_ im Alttyrolschen (daher Arzberg, d.i. Erzberg);--_ar, aer, are_ im Angels�chsischen;--_erts, eyr, aer_ im Schwedischen (malm ist Erzstufe);--_acrts, erz_ im Holl�ndischen (malm, myn ist Erzstufe);--_erts_ im D�nischen (malm ist Erzstufe, im Isl�ndischen malmur, malgraf). _melm_ im Finnischen. _air, ais, aiz_ im Gothischen ist Erz;--_air_ im Lappl�ndischen;--_ercz, rez, bangassma banyaszat_ im Magyarischen;--_waras_ im Litthauischen;--_warsch_ im Lettischen. _metall_ im Russischen; ruda ist das Erz (von ruitj graben). _kow_ im Czechischen ist Metall, ruda, kruch, krussec ist Erz;--_kow_ im Slowakischen, ruda ist Erz;--_lesken_, auch _metal_ im Polnischen, ruda, kruszec, kruszczyzna ist Erz;--_worzel, wozel_ im Wendischen. * * * * * #�. 2. Gold#. A. _Gold im Allgemeinen_. _kin, kim, kun, yun, wang, ds�, paguin, hoang-kin_ im Chinesischen; kin-po und fei-kin ist Gold in Bl�ttchen; koueng das Gold in den Erzen;--_ko-gane_ (gelbes Metall) im Japanischen;--_tsching_ auf den Lieukien und Japanischen Inseln;--_hun, ton_ in Siam;--_kun, keum, kating, nal�ng_ auf Korea. _altyn, alta, altan_ im Mongolischen;--_altun, altyn_, auch _kiszul, kjumsan_ im Tartarischen;--_altun, altyn, alton_, auch _gosel_ im T�rkischen;--_antschun_ im Tartarisch-Mandschu (feikin und aptaha aisin sind Goldbl�ttchen);--_kuisuil, kjum�s_ im Jakutischen;--_altu_, auch _soltosse_ und _nenei_ im Samojedischen;--_altun_, auch _zasgarin_ im Ossetischen;--_altan_, auch _mungimo_ im Tungusischen;--_yltan, yltin_ im Tschuwassischen an der Wolga;--_olnipelwuntin, elnipelvuitinn_ im Korjakischen. _svarna, souvarna, hirania, hiranan, bharma, bharu, hema_ im Sanscrit, auch _tarisha, lawisha, abhra, agribha, agrividsha, agrivirjja, avaschtamoha, kakanda, rukma_ (gl�nzend), _dipta_ (glanzvoll) und mehrere dichterische Namen;--_swarna_ im Bengalischen, auch _sona, sona, rukma, maharadschatu_ (d.i. grosses Silber);--_sona_ im Multanischen (westliches Indien);--_sone_ in der Kaffersprache in Afghanistan;--_sonegai, sonkai_ in der Zigeunersprache;--_amas, mas, mahs, kanchana_ im Malaiischen, tambang amas ist Goldmine. _zer, ser, sar, dseheb_ im Persischen; zerrin ist golden, zerger Goldschmidt, zerkesch Goldspinner; tenken ist Gold als Geld �berhaupt, tila ist edles Metall, was im Zend kipa heisst;--_zer, ser_ im Kurdischen;--_gser, gasera_ im Tibetanischen, auch rina-chhina-dana-po d.i. edelstes Metall; gasera-kyi ist golden, gasera-rdo ist Golderz;--_gser, ser_ im Bucharischen;--_sar, sirazar_ im Afghanischen;--_sarne_ im Permischen, Syranischen, Morduinischen;--_sarni_ in [im] Wodj�kischen; --_serne_, auch _tschortna_ bey den wolgischen Finnen;--_sornich_ bey den wogulischen Finnen;--_sorna, sarni, sorni_ im Ostiakischen. _oski, woski, wusgi_ im Armenischen;--_oko, okero, mokto_ im Georgischen;--_oker, ukru_ in den kaukasischen Sprachen, auch _murhe, murie, maesed, misidi, acheche, deschan, deschi dische, dischschah_ (so im Tscherkessischen). _arany, arang_ im Magyarischen; termesz arany ist gediegenes Gold; arany ercz Golderz, arany banya Golderz. _nub, nuf_ im Koptischen, _nub_ in der aegyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion; nubrokhi das reine Gold. _warek_ im Aethiopischen und Amharischen, wareke ist vergolden;--_tankara_, auch _sason_ im Abessinischen;--_ararg_ im Berberischen und Amazirghischen. _dahab_ (der arabische Name) in Darfur, in den andern nordafrikanischen Sprachen heisst es: _dinar_ in Burnu;--_dim-mara_ [or: _dimmara_] im Szauakischen (tibbaro ist Goldstaub);--_nau-brigge_ [or: _naubrigge_] im Dungalischen (naubreneskitta ist Goldstaub);--_wurky_ im Tigrisischen. _sahab_ (gelb) im Hebr�ischen; auch _ophaz_ und _kethem_ (kostbar); pass ist das gediegene, gereinigte Gold, bezer ist Gold- und Silbererz;--_dahab_ im Arabischen, auch _dschanan, zeheb, zibrig_;--_ikjam, ekia_ ist das nat�rlich baumf�rmig gediegene Gold; scodhur das k�rnig gediegene; tibr und altabar der Goldstaub; chuzejbet die Goldmine, sofalet die Goldgrube, sam, samat der Gold- und Silbergang; sirma ist aurum ductile;--nuzar, nasic ist edles Metall, Gold und Silber;--_deheb_ im Maltesischen, tydhib ist die Vergoldung, dehhyb der Goldschmidt;--_dabho_ im Syrischen, auch _vusuro_; saminos und senaino ist das reine Gold;--_dhehab, dhahaba_, auch, _krison, kerison_ im Chald�ischen; mla, melala ist das rohe Gold, pissus ein Goldklumpen, masnan das ganz reine Gold, kinai der Goldschmidt. _[Greek: chryson]_ im Griechischen (h�ngt wohl zusammen mit krison im Chald�ischen oder einem �hnlichen Worte im Ph�nizischen); von einem Worte [Greek: auros]; (wie aur im Walachischen) mag wohl herkommen: [Greek: auros] reich, [Greek: th�sauros] der Schatz, [Greek: palais] ist das gediegene, reine Gold;--_[Greek: chrysos, chrysaphi]_ im Neugriechischen, gew�hnlich aber [Greek: malagma, malama] (wohl von amalooma im Walachischen, oder von [Greek: malagma] und [Greek: malass�] erweichen, schmelzen, im Gegensatze von [Greek: apyron] das nat�rliche, [Greek: katharon malama] ist das nat�rliche Gold);--_[Greek: chrysaph�, chrysaphi]_ auch [Greek: malama] im Mittelalter. _urre_ im Baskischen. _aur, auru_ im Walachischen; aur natek gediegenes Gold, slatariu (aus dem Slawischen) ist Goldschmidt;--_arr_ im Albanischen, arte ist golden. _aur, atr, oyr_ im W�lischen (eurydd ist Goldschmidt);--_our_ in Cornwallis;--_aur, aour, eur_ im Bretonischen (eurof, euraid ist Goldschmidt);--_or, oir, aur, afort_ im G�lschen (aurich ist Goldschmidt, aurglawd Golderz). _aurum_ im Lateinischen, aureus golden, statt dessen auch wohl chysus, chryseus aus dem Griechischen. _or_ im Franz�sischen (aour im Altfranz�sischen), dorure Vergoldung, orfeore Goldschmidt;--_oro_ im Italienischen;--_oro_ im Spanischen, oro de tibar reines Gold, oro ganin legirtes, orine, urine der Goldschmidt, sobredorar vergolden, atauxio mit Gold eingelegt, empolvado Goldstaub, baluka Goldbarren (balux war nach Plinius im Altiberischen Goldsand, Goldkorn);--_ouro, oiro_ im Portugiesischen. _zoloto, dsolot_ im Russischen;--_zloto_ im Polnischen, zlota ruda ist Golderz;--_zlato_ im Czechischen, ryzs zlato gediegenes, zlata ruda Golderz;--_zlato_ im Slowakischen;--_sloto_ im Serbischen;--_slato, zlato_ im Illyrischen;--_sloto_ im Wendischen, slotnik ist Goldschmidt;--_slatu_ im Windischen und Crainischen. _auksas, selts_ im Litthauischen;--_selts_ im Lettischen;--_auksus_ im Schamaitischen;--_ausin_ in der ausgestorbenen Sprache der alten Preussen. _kuld, kuldu, kulta_ im Finnischen;--_kuld_ im Esthnischen;--_gulle, golle, galle_ im Lappl�ndischen. _gull_ im Isl�ndischen und Schwedischen;--_guld_ im D�nischen und Plattteutschen;--_guld, gold, guod, kost_ im Altteutschen;--_goud_ im Holl�ndischen. _gulths_, auch _aur_ im Gothischen. _gold_ im Angels�chsischen, Englischen und Hochteutschen (das Wort kann mit den erw�hnten zusammenh�ngen, auch mit _golud_ im W�lschen, was Geld, Reichthum bezeichnet, _goud_ im Schottischen soll dasselbe bedeuten). _sol_ bey den Alchemikern, auch _les, edes, seb, secur, orogamo_ [?*], _thimianthus, tricor, zaras_. B. _Das reinste, feinste Gold_. _ibris_ im Persischen;--_ibritz_ im T�rkischen;--_ibris, abris, b�kni, chylas_ im Arabischen;--_obrisin, masenana_ im Chald�ischen;--_[Greek: obryzon]_ im Griechischen;--_obryzon, obrussum_ (aurum) im Lateinischen;--_[Greek: obryza], aurizum_ im Mittelalter;--_oro obrizo_ im Spanischen;--_ofare_ im Aethiopischen;--_ofarete wareke_ im Amharischen;--_abazjeai_, auch _osgi anhour_ im Armenischen;--_pass_ im Hebr�ischen;--_pass, passa, pissa masnan_ im Chald�ischen;--_aur dilir_ im W�lschen, ist das reine, nat�rliche Gold. * * * * * #�. 3. Silber#. A. _Silber im Allgemeinen_. _bak, yn, jin, gin, un, gnnn, ling, ouo, pe-kin, pe-kiang_ im Chinesischen; _yn-tse_ ist die gew�hnliche Bezeichnung im gemeinen Leben; _leao_ ist das feinste Silber; _yuan-bao_ ist Silberbarre;--_bak_ im Tunkin;--_sirokane_ im Japanischen;--_gun, un_ auf Korea, auch _han-sug_ (d.i. weisses Eisen);--_gnun_ in Siam;--_gnui_ auf Awa (fast wie gnul im Tibetanischen). _dadula, danula_ im Tibetanischen, auch _negoul_ (nul gesprochen), _ngul_, auch _rina-chhena-garnyisa-po_ (d.i. das zweite edelste Metall). _munggon, menggun_ im Tungusischen;--_munggun, m�ggun, mongol, m�nggu_ im Mongolischen;--_munggu, mengoun_ im Tartarisch-Mandschu, yuambou und ambaschoge ist Silberbarre. _k�musch_ im Tartarischen;--_k�mis, kumusch, g�misch, kiumych_ im T�rkischen; kujumtschi ist der Goldschmidt;--_kumisch_ in den samojedischen Sprachen, auch _komde, menei, nemei_ und _serembire_ (aus dem Russischen);--_imwoch_ im Ostiakischen;--_olnipelwychtin_, auch _elnipelvuitin_ im Korj�kischen. _rupia, ardjuna, arjuna_ im Sanscrit, auch _rafat, rajata, schveta, �veta, kumuda, radshala, loharad chata_ (mit Metallglanz), _kharadschura, kharadschdschura, radscharanga_ und andere dichterische Namen;--_rupa_ in Bengalen;--_ruppa_ in Hindostan und Multan, daher rupeya d.i. Rupie, Silberm�nze;--_rupa_ in der Zigeunersprache;--_ripa_ in Pehlvi (ist auch edles Metall). _perak_ im Malaiischen und Malabarischen;--_chitta_ in der Kaffersprache in Afghanistan. _tschie, sya_ bey den wogulischen Finnen;--_esys, osys_ bey den permischen Finnen;--_awsis, awsist, ajuesta_ im Ossetischen;--_eszys_ im Szirjanischen;--_ezust_ im Magyarischen, termesz ez�st ist gediegenes Silber;--_oln, alna_ bey den wogulischen Finnen;--_kiumel_ im Tschuwaschischen. _hopia, h�bbe, gobja_ im Finnischen;--_h�bbe_ im Esthnischen. _hat, het_ im Koptischen; referhat ist Goldschmidt;--_hat_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion. _fiddat, fadda, fyzza_ im Arabischen; tibr ist das gediegene Silber und Gold; kaeseb Drath aus Silber und Gold;--_fyddae_ im Maltesischen; fyddit ist Silberarbeiter, tyfdid die Versilberung, mfyddet �bersilbert;--_fadda_ und _schongirka_ im Berberischen (Nordafrika);--_fodda_ in Darfur und Mobba (daselbst);--_foddaga_, auch _mahallagat_ und _dungigge_ im Dungalischen (daselbst);--_taschleh_ im Szaukischen (daselbst);--_phila_ in Burun (daselbst). _berur_ im Aethiopischen;--_bere, berure_ im Amharischen;--_berrur_ [im] Tigrisischen;--_met, meto_ in der Gallasprache. _keseph, cheseph_ (das Weisse) im Hebr�ischen;--_keseph, kespo_ im Syrischen, auch _sina_, wie im Persischen;--_ksaph, keseph_ im Chald�ischen, auch _chaspah, usman, sima_ (wie im Persischen), _sama, seam, sanja, sanaja_. _serebro_ im Russischen; denga ist das nat�rlich gediegene;--_srebro, szreblo, szrzebro_ im Polnischen;--_strjbro_ im Czechischen; ryzj srebro ist das nat�rlich gediegene;--_strjbro_ im Slowakischen;--_szrebro_ in Croatien und Dalmatien;--_szljebro, szlobro_ im Serbischen;--_ssljebro_ im Wendischen;--_srebru_ im Windischen und Krainerischen;--_srebro_ im Illyrischen und Bosnischen, srebernar ist Silberarbeiter;--_sirablan_ in der Sprache der ausgestorbenen Preussen;--_sidabras_ im Litthauischen und Schamaitischen. _ardsath_ im Armenischen; ardsathe ist silbern. _aratz, arsi, arz, orsi_ in den kaukasischen Sprachen, auch _deti, dateb, mitchir, kumisch_ (ist t�rkisch);--_dschin, dteshin_ im Tscherkessischen;--_werzchi, werzchle, kwartschili_ im Georgischen. _ergent, argiant, erzend, ersend_ im Albanischen; _ergentezire_ ist Silberzeug;--_argent_ im Walachischen, auch _asime_; quel de argent ist silbern; argent natek gediegenes Silber. _archant, ariant, argand_ im Bretonischen (von ar dem Artikel und gand weiss), argandein ist versilbern;--_arian, ariant_ im W�lschen (von air die helle Farbe), ariannaid ist silbern, arianniad die Versilberung, arianof der Silberarbeiter;--_airgiod_ im G�lschen, airgiodach ist silbern;--_airgad_ im Schottischen. _[Greek: argyrion, argyros]_ im Griechischen; [Greek: arg. as�mon] (von [Greek: s�ma], das Zeichen, Gepr�ge) ist ungepr�gtes,--[Greek: epis�mon] gepr�gtes. _[Greek: as�mi]_ im Neugriechischen, _[Greek: as�min, asimen]_ im Mittelalter, (wohl von [Greek: as�mon] im Altgriechischen, k�nnte auch zusammenh�ngen mit awsis, esys u.s.w., wie im Finnischen das Silber heisst). _argentum_ im Lateinischen;--pustulatum ist das ganz gereinigte; scintillae argenti ist das nat�rlich gediegene; argenteus silbern. _argento_ im Italienischen; nativo ist das gediegene;--_argent_, auch _argant_ im Franz�sischen. _argen_, meist _plata_ im Spanischen; plata centrata oder de ley ist das feinste,--blanca das gediegene; platero der Silberarbeiter, plateado oder argentado versilbert, argentar versilbern. _prata_ im Portugiesischen. (Woher dieses prata und plata im Spanischen stammen m�gen, habe ich noch nicht ermitteln k�nnen. Ob vielleicht ph�nizisch?) _cillara, cillaresco_, auch _chocoan_ im Baskischen; _luna_ der Alchemiker, auch _camel, cames, camor, mambruk, fida_ (aus dem Arabischen) _fermentum album_. _sim_ im Persischen, auch _nogra_, simmineh ist silbern, direm ist Silberm�nze;--_aschrepe, speencar_ im Afghanischen;--_sif, zif, zioo_ im Kurdischen;--_sif, sav_ im Bucharischen. _silb, silba_ im Lappl�ndischen;--_silvir_ im Krimmisch-Tartarischen;--_silfr, sylfur_ im Isl�ndischen;--_selver, selvir, seloer_ im Altfriesischen;--_s�lv_ im Norwegischen;--_s�lf_ im D�nischen. _silubr_ im Gothischen und Angels�chsischen, auch _sulver, seolfr_;--_silbar, silabar, silubr_ im Althochteutschen;--_s�lwer_ im Plattteutschen;--_silfver_ im Schwedischen;--_silubr_ im Gothl�ndischen;--_sulver, zulver_ im Nieders�chsischen, _silver_ im Englischen; _zilver_ im Holl�ndischen. B. _Silbererz im Allgemeinen_. _danulu-rdo_ im Tibetanischen;--_bezer_ im Hebr�ischen;--_arian garwch, arian clawd_ im W�lschen;--_meinn airgid_ im G�lschen;--_molongues_ im Spanischen sind reiche, krystallinische Silbererze, so auch _petlanques_ und _polvillos_; polvorilla ist eigentlich Silberschw�rze;--_mine d'argent_ im Franz�sischen;--_silver ore_ im Englischen;--_silvermalm_ im Schwedischen;--_Silbererz_ im Teutschen, hierzu rechneten die alten Bergleute, ausser den gleich anzuf�hrenden Arten auch _gilbe, swerze, glantz, kiss, wismat_; bauern erz hiess das nat�rlich gediegene Silber;--_stribrna ruda_ im Czechischen;--_srebernica, srebrna ruda_ im Polnischen und �hnlich in den �brigen slawischen Dialecten;--_ezustroig_ im Magyarischen;--_[Greek: miniera as�mion]_ im Neugriechischen. C. _Rothg�ltigerz_. Ein Schwefelsilber mit Arsenik, oft krystallisirt, von sch�n brennend rother Farbe, in den Silberg�ngen ziemlich h�ufig, ein reiches Erz, welches wohl zu allen Zeiten dem Bergmann bekannt war. _terra rufa_ der R�mer;--_argentum rude rubrum_ im neuern Latein. _rosicler, rossi clero, petlanque roxo_ im Spanischen;--_rossicler_ im Altfranz�sischen, sp�ter argent rouge;--_red silver ore_ im Englischen;--_minera di argento rosso_ im Italienischen;--_rothgilden_ bey dem teutschen, schwedischen und ungarischen Bergmann:--_veres ezust ercz_ im Magyarischen,--homalyos ist das dunkle,--villagos das lichte;--_krashaja screbra cervena_ im Russischen;--_cerwenek, gasnorudek_ im Czechischen;--_cserwono krusz_ im Polnischen. D. _Glaserz, Silberglanz_. Ein bleigraues Schwefelsilber, ganz geschmeidig und biegsam, so, dass es sich selbst pr�gen l�sst, auch ein sehr reiches Erz. _terra cinerea_ der R�mer; argentum rude plumbei coloris im neuern Latein. _glasserz, glaaserz, gewachs, weichgewachs_ bey dem teutschen und ungarischen Bergmann, in Ungarn auch _blachman_ (blachmal ist der goldhaltige Schwefelkies, auch das geschwefelte Silber, das bey der Scheidung des Goldes und Silbers durch Schwefel erhalten wird);--_silfwerglas_ im Schwedischen. _azul plumilosa, plata agria, plata azul acerada_ im Spanischen;--_argent vitreuse_ und _--sulfureuse_ im Franz�sischen;--_silverglance_ im Englischen;--_steklowataja ruda_ im Russischen;--_krusec, sjricnjk stribrity_ im Czechischen;--_kruszec sklenisty srebra, siarcryk srebra_ im Polnischen. E. _Spr�dglaserz, Schwarzg�lden_. Ein Schwefelsilber mit Spiesglanz, etwas Eisen und Kupfer, schwarz, weich, milde, reich. _Scharzg�lden [Schwarzg�lden]_ des teutschen Bergmannes, auch _R�scherz, R�schgew�chs_, besonders in Ungarn;--_ezustercz kemeny_ im Magyarischen;--_azul acerado petlanque negro, plata azul plomilloso_ im Spanischen; _brittle silver glance_ im Englischen;--_argent antimoni� sufur� noir_ im Franz�sischen;--_argento fragile_ im Italienischen;--_chrupkaja steklowataja ruda_ im Russischen. F. _Hornerz, Hornsilber_. Chlor- oder salzsaures Silber; grau, weich, biegsam, vollkommen geschmeidig, schon in der Flamme eines Lichtes schmelzbar. Ein seltenes Erz, nur in sehr kleinen Massen vorkommend. Das Wort Horn wird �fter vom teutschen Bergmanne gebraucht, ohne dass es von Horn (cornu) entlehnt zu seyn scheint, wie Hornblende, Hornstein, Hornfl�tz (harter Kalkstein), ist vermuthlich slawischen Ursprunges, h�ngt zusammen mit hor, hory der Berg. _hornfarb silber, hornerz_ der teutschen Bergleute; das mehr erdige heisst _buttermilcherz_;--_plata pardu azale, parda y verde, copalillo_ im Spanischen;--_corneus silver ore_ im Englischen;--_argent corn�e_ im Franz�sischen;--_miniera cornea_ im Italienischen;--_ez�st szaru_ im Magyarischen;--_rogowoc zerebro_ im Russischen. G. _Mit Silber legirtes Gold_. _[Greek: �lektron], electrum_ der R�mer war das Gold, welches 1/5 Silber enthielt. Das _electrum nativum_, das nat�rliche, wird unsere Gattung Tellur gewesen seyn (s. weiter unten), da hier nur solch eine Legierung vorkommt, nicht aber bey dem gediegenen Gold und Silber. Auf jeden Fall hatte das Wort [Greek: �lektron] mehrere Bedeutungen, bezeichnete auch den Bernstein. H. _Niello, Silber mit Schwefel_. Das Niello ist eine Legierung, die im Alterthume, auch im Mittelaller, h�ufig angewendet wurde, dann f�r Europa verloren ging, nur in Russland, besonders in Tula, auch in Siberien gemacht wurde, erst in allerj�ngster Zeit wieder in Europa heimisch wurde. Durch das Schmelzen des Schwefels mit Silber, unter Zusatz von etwas Kupfer entstehet das schwarze Niello, das besonders zu Zierathen auf Silber, wie zu eingelegter Arbeit verwendet wird, sich auf dem weissen Grunde sch�n ausnimmt. _argentum excoecatum_ der R�mer;--_kezzef_ im Arabischen;--_nigellum_ im Mittelalter;--_niello_ im Italienischen und andern neuern Sprachen. I. _H�llenstein_. Ist ein k�nstlich bereitetes salpetersaures Silber, sehr corrosiv, welches die Haut, Haar u.s.w. schwarz f�rbt. _lapis infernalis_ im neuern Latein. _charanakhar, kisanogh-khar_ im Armenischen. * * * * * #�. 4. Quecksilber#. A. _Das metallische Quecksilber_. Es findet sich theils nat�rlich, gediegen, heisst dann meist Jungfernquecksilber, wird anderntheils k�nstlich, aus den Quecksilbererzen durch Sublimation gewonnen, hat vielfache Anwendung, auch in h�ttenm�nnischer Hinsicht, um Silber und Gold aus den Erzen durch Amalgamation zu gewinnen (anzuquicken). Die Quecksilbererze kommen nicht h�ufig vor, werden vorz�glich und seit ur�ltester Zeit in Spanien gewonnen. _chouy-yn_ (Wassersilber), auch _hong_ im Chinesischen;--_chouy-yn, dannla-chhu, chugultschu_ (Silberwasser) im Tibetanischen;--_para, siwa, rasa_ (das fl�ssige) im Sanscrit, auch _paratra, siwawidsha, diwjarasa, rasadhata, rasindra, rhalamurtti, tshapala_ (das zitternde), _a�ora, mukunda, dehada_ (rasakarpura ist weisser Quecksilber-Sublimat);--_parada, rasaltpura_ im Bengalischen;--_rasa_ im Hindu (rascapur ist Sublimat);--_rasa_ im Malabarischen, auch _ayer perak_ im Malabarischen;--_ajehr-perak_ im Malaiischen;--_dschindorup_ in der Zigeunersprache (d.i. lebendiges Silber, von rup in Indien das Silber). _sentik_ im Armenischen;--_doschass_ im Tscherkessischen; _awsiss-don_ im Ossetischen;--_gumisch-ssu_ im Tartarischen;--_toholon mouke_ im Tartarisch-Mandschu (toholon ist Zinn). _giwa_ im T�rkischen (aus dem Sanscrit), auch _shuwa, dgeva, abuk_;--_giwe, ciwe_ im Arabischen, auch _sibik, sibak, sovak, savuk, zaibar, zebere, zembe_;--_sivah_ im Persischen; auch _simab_ (Silberwasser), _sindji, senden, jawesh, zawasch_;--_zeiback, dschuna_ im Kurdischen;--_seibak_ in Darfur (Nordafrica);--_bazeka_ im Amharischen;--_thrin_ im Koptischen;--_sejug_ im Syrischen, auch _aro, arco, chalbo, dabktulto, laohsiro, darnicko_ und _puritisi_ (die alchemische Benennung). _rtoute, rtutj_ im Russischen,--samorodnaja ist das nat�rlich gediegene;--_rtut, rtuc_ im Czechischen;--_rtec, trtec_, auch _zijwe srebro_ im Polnischen;--_sgiuua sgiuo srebro_ in Bosnien;--_koshubarg, kosherbas, shivu srebru_ im Windischen;--_xivo szrebro_ in Dalmatien;--_ziwe sribro_ im Slowakischen;--_gyws sidabras_ im Litthauischen. _ellaw h�bbe_ im Esthnischen;--_kenes�, termesz keneso_ im Magyarischen;--_gkizapsoui_ im Albanischen;--_azogueo_ im Baskischen;--_azougue_ im Portugiesischen;--_azogue, argento vivo_ im Spanischen, azog. virgin ist das Jungfernquecksilber, az. muerto das oxydirte, azoguero das Amalgam, azogar amalgamiren; azogue heisst auch das, zur Amalgamation geeignete Erz, az. apowilado ist vorz�glich reiches Erz, az. ordinario das gew�hnliche. _airgiod beo, bi chearb_ im G�lischen (d.i. lebendes Silber);--_arian byw_ im W�lschen;--_lihue argantt_ im Bretonischen;--_[Greek: argyron chyton]_ im Griechischen (d.i. fl�ssiges Silber), auch _[Greek: hydargyros]_ (fl�ssiges Silber) und zwar [Greek: kathautos], wenn es nat�rlich gediegen ist;--_[Greek: adiargyros, hydrargyros]_ im Neugriechischen und im Mittelalter, auch _[Greek: trech�n]_;--_argentum vivum_ der R�mer war das nat�rlich gediegene, _hydrargyrum_ das k�nstlich bereitete;--_vif argent, mercure_ im Franz�sischen;--_argento vivo, mercurio_ im Italienischen;--_cwic seolver_ im Angels�chsischen (von cwic, cwich lebendig, was zusammenh�ngen kann mit chwai im W�lschen, daher auch quicken im Belgischen beleben, und die teutschen Worte: Quickerz, Quickm�hle, anquicken;--_quicksilber_ im Englischen, von quick lebend, to quicken beleben);--_quicksoelv_ im Plattteutschen (von quick Leben, daher auch erquicken);--_quehsipar, h�chsilber_ im Altteutschen;--_quicksoelv_ im Isl�ndischen;--_quicksilver_ im Schwedischen;--_quegs�lv_ im D�nischen;--_quickzilber_ im Holl�ndischen. _mercur_ bey den Alchemikern, auch _ansir, adibar, alborca, alecharit, alembic, anatris, aludit, alozet, alkaut, altaris, antaris, azon, azomses, gumatifacoum, marthath, ruscias, segil, sernech, sebar, tarith, vener, zaaibac, zeida_. B. _Zinnober_. Zinnober ist Schwefelquecksilber, von hochrother Farbe, das theils nat�rlich vorkommt (nur prap�rirt zu werden braucht), theils auch k�nstlich zusammengesetzt wird. Seit �ltester Zeit ist es eine sehr wichtige Farbe in der Malerei. Ein feiner, zur Malerfarbe besonders pr�parirter Zinnober heisst vermeillon, doch belegt man auch fein pr�parirte rothe Mennige (Bleioxyd) mit diesem Namen. Seit ur�ltester Zeit liefert Spanien Zinnober, aber unter r�mischer Herrschaft wurde die Zinnoberfabrication f�r ein Regale erkl�rt, und nach Rom verlegt. _dsu, tchu-cha, yn-tchou, theout-chou, tan, tancha, hong_ im Chinesischen;--_tchin-ouhoun_ im Tartarisch-Mandschu;--_tsial-gh�_ im Tibetanischen. _rasagarbha_ im Sanscrit, auch _rasasthana, kapisirvaka, chinavari_ (sindura ist nicht Zinnober, sondern Mennige), rasafindura ist ein Zinnober-Pr�parat, das als Pflaster gebraucht wird;--_rasagarbha_ im Bengalischen;--_schengerf_ im Hindu. _sindschefr, sinkarf, kinbar_ im Persischen;--_sindscharf, sindschafr, zingefr, kynjar_ im Arabischen;--_kinnabaris, tinnabaris_ im Armenischen;--_chinovariu, cinabor_ im Walachischen;--_[Greek: kinnabaris]_ im Griechischen, auch _[Greek: ammion, autophoes]_ war der nat�rliche, [Greek: ergation] der k�nstlich bereitete (der [Greek: kinnabaris indik�], oft auch bloss [Greek: kinnabaris] genannt), war unser officinelles Drachenblut, von den Fr�ch [Fr�chten] des calamus draco, eines ostindischen Strauches;--_[Greek: kinnabri]_ im Neugriechischen;--_[Greek: synabri]_ im Mittelalter. _cinnabre_ im Franz�sischen;--_cinnabar, cinoper_ im Englischen;--_cinabrio_, auch _azarcon_ im Spanischen;--_cinabrio_ im Portugiesischen, ist eigentlich der nat�rliche, vermelhao der k�nstlich bereitete;--_cinabro_ im Italienischen;--_cinnaber_ im Isl�ndischen;--_cinnober_ im Schwedischen, D�nischen, Altteutschen, Holl�ndischen. _czinnober_ im Magyarischen;--_kinovare_ im Russischen;--_cynobr_ im Polnischen;--_cynobr, mednomodr_ im Czechischen;--_czinober_ im Windischen;--_czinaber_ in Croatien;--_cinaber_ im Bosnien;--_rumenicza_ im Dalmatischen und Ragusanischen. _bascart_ im G�lischen (von basc roth); basg-luaidh ist Vermillion, Scharlach, sch�n roth; _mwycoch_ im W�lschen (d.h. zartes Roth);--_minea_ im Baskischen, auch, _arminea_ (mit dem Artikel ar);--_minium_ der R�mer (wohl aus dem Baskischen, da die R�mer allen Zinnober aus Spanien zogen); daher vielleicht _[Greek: ammion]_ im Griechischen;--_minium, mino_ im Mittelalter war der nat�rliche, _cinnobrio_ der k�nstliche;--_alzemasor, affrengi_ der Alchemiker. _s�ligen_ im T�rkischen;--_schascher_ (?) im Hebr�ischen;--_sikra_ (?) im Chald�ischen, ist auch Bolus. C. _Lebererz, Quecksilberlebererz_. Dies ist meist ein dunkler, bitumin�ser Schiefer, mit kaum sichtbar eingemengtem Zinnober, und das gew�hnlichste, am meisten verbreitete Quecksilbererz; die andern Erze, die in den Mineralogien aufgef�hrt werden, kommen so unbedeutend und selten vor, dass sie hier zu �bergehen sind. _anthrax_ der R�mer;--_Lebererz_ in Idria (Krain), bey dem man Stahl-, Korallen-, Branderz unterscheidet;--_mednomodr, rumelka_ im Czechischen;--_krusz cynowego, ruda cynobra_ im Polnischen;--_kenes�may_ im Magyarischen;--_mercure hepatique_ und �hnlich in den neuern, wissenschaftlichen Sprachen. D. _Chiops mineralis, mineralischer Moor_. Ist die Verbindung von Quecksilber und Schwefel. _kandschali_ in Bengalen. E. _Amalgam_. Ist die Verbindung des Quecksilbers mit Silber (auch mit Gold); sie kommt zuweilen nat�rlich, auch krystallisirt vor, wird aber meist technisch, durch H�ttenprozess gewonnen, indem auf den Quick- oder Amalgamir-M�hlen die gepochten Erze mit Quecksilber in Verbindung gebracht werden, welches sich mit dem Silber verbindet, von dem es leicht zu trennen ist. Im Alterthume und Oriente kannte man das Amalgam sehr wohl, es ist mir aber kein Name bekannt, erst im Mittelalter kommt der Name amalgama vor; ob er aus dem Griechischen stammt von [Greek: ama] und [Greek: gamein]--zusammen sich verbinden--lasse ich ganz dahin gestellt seyn. Ein keltisches Wort scheint nicht vorhanden zu seyn, im G�lischen nennt man das Amalgam _aonachadh_ (Vereinigung) und _co-mheasgachadh_ (die Zusammenmischung), diess werden keine alten Volksnamen seyn. _azoguero, azogue en pella_ im Spanischen, ist offenbar aus dem Baskischen; arrastre, tahona ist die Quickm�hle; beneficio por azogue ist der Amalgamationsprozess;--_amalgam_ in allen neuern Sprachen. _rtuticnik stribrily_ im Czechischen; sertutowani ist amalgamiren;--_kenes�-ez�stetegy_ im Magyarischen. F. _Sublimat_. Ist chlor- oder salzsaures Quecksilber, ein k�nstliches Salz, f�r sich ein heftiges Gift. _hiong-fen, fen-chouang_ im Chinesischen; _soliman_ im Spanischen. * * * * * #�. 5. Platina nebst den verwandten damit vorkommenden Metallen, Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium.# Platina kommt bekanntlich bloss gediegen in K�rnern vor, die zuerst in den Goldw�schereien des s�dlichen Amerika beachtet wurden. Die Spanier nannten dieses Metall platinja, oder platina (d.i. silber�hnlich, von plata Silber), daher das Substantiv Platina, welcher Name in die wissenschaftliche Sprache aller V�lker �berging, daneben machte sich fr�her auch der Name Weissgold, or blanc. Sp�ter wurden die Platinak�rner auch in den Goldw�schen von Siberien gefunden. Da das Platina mit gew�hnlichem Feuer nicht geschmolzen werden kann, es nur geschweisst und geh�mmert wird, so ist die Anwendung sehr beschr�nkt, dient vorz�glich zu chemischen Gef�ssen. In Russland pr�gte man eine Zeit lang M�nzen daraus. Das siberische Platina k�nnte m�glicherweise dem Alterthume und Oriente bekannt gewesen seyn, aber schwerlich wurde es technisch zu Prunkgef�ssen u.s.w. verwendet. Neuerlich hat Prof. Schweigger �ber das electron der Alten, (Greifswalde 1848) das [Greek: �lektron] der Griechen f�r unser Platina angesprochen, doch scheint mir die Durchf�hrung dieser Behauptung wenig schlagend. In und mit dem Platina kommen nur in h�chst kleiner Quantit�t andere metallische K�rper vor, welche die neuere Chemie entdeckt hat, als Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium, die nur ein chemisches Interesse haben, fr�her gewiss stets unbeachtet blieben. * * * * * #�. 6. Tellur oder Silvan#. Die Tellurerze kommen fast nur in Siebenb�rgen, vorz�glich bey Nagyag aber in betr�chtlichen Massen vor, wurden hier als reiche Golderze wohl seit den �ltesten Zeiten gewonnen, man bezeichnete sie als antimonialische Erze, als aurum paradoxum-album, problematicum, Klaproth entdeckte in denselben ein eigenes Metall, das er Tellur nannte, von tellus die Erde; fast gleichzeitig auch Kirwan, der es Silvan nannte (von Transsilvania, Siebenb�rgen). Selten ist das gediegene, fast reine Tellur, ein fl�chtiges Metall, dem Antimon und Arsenik verwandt, viel h�ufiger sind die Legierungen mit silberhaltigem Golde, die verschiedene Namen haben, und eine verschiedene chemische Zusammensetzung, wie Bl�ttertellur, das mir etwa 10prct. Gold enth�lt, Schrifttellur, mit etwa 30prct. Gold und 10prct. Silber, Weisstellur mit 27prct. Gold und 9prct. Silber. Der Bergbau in Siebenb�rgen ist offenbar seit �ltester, selbst vorgriechischer Zeit, wohl von keltischen V�lkern betrieben, stets wird man diese silberhaltigen Golderze gewonnen haben. Nur hier, sonst in keinen andern Erzen finden wir das Gold mit 1/3 oder 1/5 Silber legiert, und es ist m�glich, dass man dieses silberhaltige Gold, ohne es zu scheiden, in Handel gebracht haben kann. Dieses Golderz, was nicht das Ansehen von andern Golderzen hat, wie das daraus gewonnene silberhaltige Gold, kann man im Alterthume--wie die k�nstliche Legierung des Goldes mit 1/5 Silber--[Greek: �lektron] genannt haben. Bey fast allen griechischen Lexicographen findet sich die Glosse: [Greek: �lektron allotypon chrysion], d.i. Electron ist Gold in anderer Gestalt. Das Tellurerz, auch das daraus gewonnene Metall ist wirklich Gold in anderer Gestalt, als der gew�hnlichen. Die Kelten trieben �berall Bergbau, waren vorz�gliche Metallurgen, besassen wahrscheinlich auch t�chtige mineralogische Kenntnisse, die Tellurerze und ihr Ausbringen kann den damaligen Mineralogen so merkw�rdig gewesen seyn, als es den jetzigen ist. Die hier gewagte Conjectur, das (nicht k�nstlich zusammengesetzte) electrum f�r Tellurerz und dessen Product zu halten, scheint mir nat�rlicher, als es f�r Platina anzusprechen. * * * * * #�. 7. Kupfer#. A. _Das metallische Kupfer_. _tung, tong, lou_ im Chinesischen;--_tse-lay-tong_ ist das nat�rlich gediegene, cheng-tung das Rohkupfer, hong-tung das rothe reine Kupfer;--_tong_ in Siam;--_tung, thoung, dsi_ auf Korea;--_zansa, zadasa_, auch _kharva, horwa_ im Tibetanischen;--_awo, aka-gane_ im Japanischen;--_aku-ganni_ auf den japanischen und Lieukieu-Inseln. _tamra, tamraka_ im Sanscrit, auch _rata_ (das rothe), _culwa, ambaka, kantjasa, kanijasa, udumbura, audumbura, dwjashta, warishtha, lahitajas, markatasja_ und andere, mehr dichterische Benennungen;--_tamra, tama, tamba_ in Bengalen;--_tamba, tambaja_ im Hindu (woher Tombak stammt);--_tambaja, tombaja_ im Malaiischen;--_chembou_ im Tamulischen (Indien). _kie_ auf Awa;--_kiuen_ im Tartarisch-Mandschu;--_dj�ss, djes, djet_ im Mongolischen;--_dseddjunah, tsch�tsch-gnnan_ [or: _tsch�tschgnnan_], _tscherikda, tschiret, trikokta_ in den tungusischen Sprachen;--_goli_ im Kalm�ckischen. _kangusak_ im Gr�nl�ndischen;--_hur�h-gahmah_ (Rotheisen) auf Kamtschatka;--_hur�h-gahn�h,_ auch _furikane_ im Kurilischen;--_t�hro-polgonton_ bey den Korjaken (Samojeden);--_padaroch_ im Ostjakischen. _bakyr, mirs, k�ss�lmischi_ im Tartarischen, sirin ist das Rothkupfer;--_bakir, b�kyr, bagir_ im T�rkischen, auch _piring_, was meist Messing bedeutet;--_bagir_, auch _mio_ im Afghanischen;--_bagyr_ am Jenisey;--_bagir_ in den samojedischen Sprachen, auch _nerowo, njarane, kidde, �rr�, tula, paterge_;--_pakur_, auch _safer, sitel_ im Kurdischen;--_pkhyr_ im Tschuwassischen an der Wolga;--_paker_ im Albanischen (aus dem T�rkischen);--_bakar_ im Illyrischen (desgl.);--_pach_ in den kaukasischen Sprachen, auch _bach, hir, hiroz, dupsi, zaste_;-_goaptleh_ im Tscherkessischen;--_spilendsi, spilens, lindje_ im Georgischen;--_pghints_, auch _arwis_ im Armenischen, pghndsi ist kupfern;--_archwi_ im Ossetischen. _vaski, was, kasari_ im Finnischen (daher wohl wask das Kupfererz im Altschwedischen);--_wask_ im Livl�ndischen, und Esthnischen;--_waski, waskoi_ im Finnl�ndischen;--_wosh_ im Wotjakischen;--_wesk, urgor_ im Permischen;--_vergene_ im Tscheremissischen;--_herren_ und _arren_ im Wogulischen (Finnischen);--air im Lappl�ndischen, auch _kuoppar_;--_irgon, argon_ im Wotjakischen (Finnischen);--_wara, warch_ im Lettischen;--_waras_ im Litthauischen;--_rez, rezedeny_ im Magyarischen; rez termes ist das gediegene Kupfer, rez banya das Kupferbergwerk. _mis_ im Persischen, auch _berintsch_ (eigentlich vielleicht Bronce), eine im Oriente sehr verbreitete Benennung; suffar ist der Kupferschmelzer; kaskan ist ehern, kase ist Kessel;--_mis_ im Bucharischen. _medi, mjed_, auch _krasnaja_ im Russischen, medi samorodnaja ist das selbsterzeugte, gediegene Kupfer;--_mjed_, auch _svakka_ in Bosnien;--_mido_ in Dalmatien, auch _bakar_ (aus dem T�rkischen);--_miedz_ im Polnischen (kotlarz ist der Kupfer- und Kesselschmidt);--_med_ im Czechischen (medenj dol ist das Kupferbergwerk, cernomed Schwarzkupfer, surowa med der Kupferstein vom ersten Schmelzen, doprawena med das Gaarkupfer);--_med_ im Krainschen und Slowakischen;--_medz_, auch _khopar, kuppor_ im Sorbischen;--_kotlowina_ im Windischen und Illyrischen (das was zu Kesseln gebraucht wird, kotlina ist Kessel), auch _kufer_, kotlovinast ist kupferig, kotlovinskaposoda ist Kupfergeschirr, kotlovinar Kupferschmidt. _nhas, nahas_, auch _suffar, soffar_ im Arabischen, nahhas und el nahhasyn ist der Kupferschmelzer;--_nhhaas_ im Maltesischen, nhhaasa ist kupfernes Geschirr;--_nahassy_ im Tigrisischen und _nahas_ in Darfur und Dongola (Nordafrika);--_onnas_, auch _tonghul_ im Berberischen (desgl.);--_gurgemeh_ in Burnu (desgl.). _mfr_ in der �gyptischen Hieroglyphen-Sprache, nach Champollion;--_homnt_ im Koptischen, referhomnt, auch basnit ist kupfern, sanhomnt der Kupferschmidt; joi und chalin (wohl mit [Greek: chalkos] zusammenh�ngend), ist kupfernes Geschirr, auch Erz im Allgemeinen;--_talekalame, kajehe-gnahese_ im Amharischen. _nechasch, nechoscheth_ im Chald�ischen (wie nahas im Arabischen), nechuschtan ist kupfern, nechoscheth der Kupferrost, tusigim, auch karkoma (wie [Greek: chalk�ma] im Griechischen, kupfernes Ger�th) der Kupferschmidt;--_nechuscha, nechoscheth_ im Hebr�ischen, nachusch ist kupfern, ehern;--_kalkitis_ im Syrischen, seruch ist das reine Kupfer, molscho, magschotho ist kupfernes Geschirr. _[Greek: chalkos, chalkeion]_ im Griechischen (wie im Syrischen, wie chalikin im Koptischen, Erz, ehernes Geschirr), [Greek: chalkosmelas] ist unser Schwarzkupfer, auch [Greek: chyton] und [Greek: trochion] (wegen der runden Gestalt der Scheiben), [Greek: chalkos kyprios] ist das cyprische, gereinigte Kupfer, das auch [Greek: elaton] (gestreckt, geh�mmert) hiess, (ganz verwandt damit ist das arabische alaton, Messing, ob dies aus dem Griechischen stamme, oder umgekehrt, lasse ich dahin gestellt seyn), [Greek: chalkr�s, chalkourgos] ist der Kupferschmidt;--_[Greek: chalkos, chalk�ma, mpariki]_ im Neugriechischen. _aren, alambrea_, auch _cobra_ im Baskischen, ist eigentlich Erz, wie _arain, airan_ im Bretonischen und _air_ im G�lischen;--_arama_ im Walachischen, auch _arams, amale_, de arama ist kupfern, mesceru de arama der Kupferschmidt, caldare der Kessel; ([Greek: rhama], aeramentum ist im Mittelalter die Bronce, aeramen, Kupfergeschirr);--_rame_ im Italienischen, raminie ist kupfernes Geschirr, calderaio der Kupferschmidt, von caldara der Kessel. _copar, umha_ im G�lschen (copur im Irl�ndischen), umhach ist kupferig, umhadaireachd ist Kupferwerk, ceard umha Kupferschmidt, coire der Kessel;--_efydd_ im W�lschen, efyddaid ist kupfrig, efyddwaith das Kupferwerk, effyddyn der Kessel;--_kober_ im Cornischen;--_coeufr, coeur, cuefr_ im Bretonischen. _aes_ im Lateinischen, bedeutet wie [Greek: chalkos] auch Erz im Allgemeinen, der gew�hnliche Ausdruck f�r Kupfer war _cyprium_ (cyprisches Erz); besondere Arten waren aes salustium, livianum, marianum, cordubense u.s.w.; aes caldarium war das Schwarz- oder Rohkupfer; aes regulare oder ductile das gereinigte, das auch panis aerei hiess (wegen der runden Form), aeneus, ahenius, aenus ist kupfern, aeneum, ahenum (sc. vas) ist kupfernes Ger�the. _cuper, cuprum_ im mittelalterlichen Latein (wohl nicht von cyprium, sondern von copar);--_cobre, cobrea_ im Spanischen, auch _arambre, alambre_ (aus dem Baskischen), cobre bruta ist Rohkupfer, cobre dirosetta das gereinigte;--_cobre_ im Portugiesischen, cobre vermelho das reine Kupfer; ereo ist kupfern, von Erz, arame ist Bronce;--_cuivre_ im Franz�sischen, cuivre noir das Schwarzkupfer, cuivre de rosettes das reine Kupfer;--_coper_ im Angels�chsischen;--_copper_ im Englischen, black copper ist Schwarz- oder Rohkupfer, red copper das gereinigte, copper work das Kupferwerk;--_kobber_ im D�nischen und Norwegischen;--_koppar_ im Schwedischen, rokoppar, schwarz koppar das Roh- und Schwarzkupfer, im Altschwedischen nannte man die Kupfererze wask (aus dem Finnischen);--_kopar_ im Isl�ndischen;--_copher_ im Alamannischen;--_kuphar_ im Althochteutschen (das Wort Kupfer mit seinen Modificationen in den verschiedenen Idiomen scheint keltischen Ursprunges zu seyn). _venus_ bey den Alchemikern, auch _brachium, calcocos, halimar, michach, meliboeum, murpur, thebayco, silipit_ u.s.w. B. _Die Bronce_. Die Bronce, wozu auch Glockenmetall, Kanonenmetall u.s.w. geh�rt, bestehet aus einer Legierung des Kupfers mit Zinn; und je nach Verschiedenheit des Zweckes, ver�ndert man das Verh�ltniss dieser Metalle gegen einander. Die Bronce ist nicht strengfl�ssig und hart, eignet sich vorzugsweise zu metallenen Gusswerken, ist aber weich, bedeckt sich durch die Zeit mit grauem, gr�nspanartigem Roste. Im Alterthume, besonders in Aegypten und bey den keltischen V�lkern verstand man eine edle Bronce zu bereiten, die sich h�rten liess, zu schneidenden Werkzeugen diente, sich mit dem edlen, malachitartigen, gl�nzenden Roste bedeckte, der die Gegenst�nde eher versch�nerte als verunzierte. Solche Bronce findet sich h�ufig in den keltischen Gr�bern. Schon die Griechen und R�mer scheinen, ohne Zusatz antiker Bronce, jene edle Bronce nicht haben fertigen zu k�nnen, was auch der neuern Zeit noch nicht gelungen ist. Die geh�rtete Bronce konnte zu schneidenden Instrumenten wie unser Stahl verwendet werden, hatte aber den grossen Vorzug vor demselben, dass sie viel schwerer rostete, das Eisen war daher wohl weniger im Gebrauche als jetzo, obwohl man es sehr wohl kannte, daher wohl bezeichnete man in vielen alten Sprachen die Bronce als das Erz im Allgemeinen. _kansa_, auch _pitala_ (von pita gelb) und _ajas_ (d.i. Erz) im Sanscrit;--_pitala_, auch _wingapitala_ in Bengalen. _hkro, hakhro, hakhara_ im Tibetanischen;--_goli, bacholi, tschara-gooli, nogon_ im Mongolischen;--_teichoun_ im Tartarisch-Mandschu. _jes_ im Afghanischen;--_ges, djies_ in den kaukasischen Sprachen. _bghints_ im Armenischen;--_berintsch, pirindsh, pirink_ im Persischen;--_pirintch, tutch_ im T�rkischen, auch _ejar_ d.i. Erz;--_berace, gnahese_ im Amharischen;--_tug, tibr_ im Arabischen, ajar ist Erz;--_opheret_ im Hebr�ischen. _karkoma_ im Chald�ischen, _[Greek: chalk�ma, chalkos kekrymmenos]_ (von [Greek: pryptein] verh�llen) im Griechischen. _prais, preiseach_ im G�lischen, letzteres Wort heisst auch Kessel, Topf; praisiche ist Kupferschmidt;--_bresych_ im W�lschen (doch finde ich dieses Wort nicht bey Owen);--_arain_ im Bretonischen, eigentlich Erz;--_arama_ im Walachsichen [Walachischen];--_kipre_ im Albanischen. _aes, aeramen_ der R�mer. _[Greek: mprontzo]_ im Neugriechischen;--_[Greek: mprounzo, emproutzo, pronzines]_ im Mittelalter, auch _[Greek: rhama], bronzinum_, auch _aerimea, aerimen_. _bronz, bronc_ im Polnischen, auch _spiza, spiz_ (woher wohl beym alten s�chsischen Bergmanne das Wort Speise f�r broncefarbiges Erz, als Kobaltspeise, Glockenspeise u.s.w.);--_bronz_ im Czechischen, zwonowina ist Glockenmetall;--_bronz_ im Windischen;--_bron_ in Krain;--_bronze_ im Englischen, eigentlich _brass_ (wohl von prais im G�lischen), was auch jede Kupferlegierung bedeutet;--_bronze_ im Portugiesischen, auch _arame, erame_ (wohl aus dem baskischen aren Kupfer, oder dem bretonischen arain Erz);--_bronzo_ im Italienischen, auch _rame_;--_bronce_ im Franz�sischen, auch _airin_, d.i. Erz;--_bronce_ im Spanischen;--_bronse_ im D�nischen. (Aus welcher Sprache das Wort Bronce stammt, scheint mir noch sehr dunkel, fast sollte man glauben, es sey slawischen Ursprunges, doch soll diess ganz dahin gestellt bleiben.) C. _Der Messing_. Der Messing ist ein durch Zink legiertes Kupfer, von der bekannten goldgelben Farbe. Das Kupfer wird dazu gew�hnlich mit Galmey (Zinkoxyd) zusammengeschmolzen, da das regulinische Zink und die Zinkblende (Schwefelzink) hierzu schwer anwendbar sind. Zu den sehr �hnlichen Compositionen (wo aber beide Metalle in verschiedenen Proportionen verbunden sind, geh�ren Tombak, Semilor, pinsbek, prinzmetall, Tutenag, hartmetall oder potin der Franzosen. _hoang-tung_ oder _uong-tong_ im Chinesischen;--_tus, tudsch_ im Tartarischen;--_goli_ im Mongolischen. _kansya_ in Bengalen;--_kansasthi_ im Sanscrit (ist eigentlich der Tutenag), auch werden hierher geh�ren: pitan (das gelbe), pitalaka, pittala, pitaloha, pitakawera, sulchaka, rawana;--_kuning_ im Malaiischen, ist, wie das englische brass, auch jede Kupferlegierung. _karbit_ in den kaukasischen Sprachen, auch _borsam, dukni, macch_;--_ges, djies_ im Tscherkessischen;--_titberi, titbern, tutber_ im Georgischen. _zyad_ im Afghanischen;--_bur, bor_ im Ossetischen;--_tsirokta, geginma_ im Tungusischen;--_kangusak kakkokton_ im Gr�nl�ndischen;--_weike_ im Lappl�ndischen. _aruir_, auch _pghints phailum_ (gl�nzendes Kupfer) im Armenischen, auch _phints dsachial_ (ger�uchertes Kupfer), oskiepghints (Goldkupfer);--_pirindsch_, auch _tombak, ejur_ im T�rkischen;--_pirinos_ im Slowakischen. _homat enbarot_ im Koptischen;--_bagogesa_ im Amharischen;--_temisse_ in Burnu (Nordafrica);--_kajen duggigh_ im Dungalischen (desgl.);--_schebeh, mes_ im Persischen, auch _talicum_ (d.i. gemischtes Metall);--_schebbo, schibe_ im Kurdischen. _gistron, palisa_ im Chald�ischen. _alaton_ im Arabischen, auch _zifs, zofr_ (gelbes Metall), _bettru, r�wis, ajar_, der Messingarbeiter ist nachchas (von nhas das Kupfer);--_alato, lato_ im Mittelalter; daher unser latum, d.i. d�nnes Messingblech, Latunh�mmer, Latunh�tte, Latunschl�ger u.s.w., auch ist das Wort in die meisten neuern Sprachen �bergegangen. _orchal, alcan_ im Bretonischen, daher _archal_ im Altfranz�sischen, noch jetzo ist fild'archal der Draht, der nicht von Gold und Silber ist;--_orikalk_ im Albanischen, ist auch Metall �berhaupt.--Im G�lischen finde ich keinen Namen, als umha (Kupfer), prais (Bronce und jede Kupferlegierung), im W�lschen ist mir auch kein Name bekannt geworden. [Greek: orichalkon, oreichalkon] im Griechischen (was gewiss nicht Bergerz bedeutet);--[Greek: orichalkos] im Neugriechischen, auch [Greek: kiternos chalkos, mpaphtos] und [Greek: laiton] (aus dem Arabischen);--[Greek: lekos chalkos] im Mittelalter;--_aurichalcum_ der R�mer (Festus, de verborum significatione sagt: cadmea terra (Zinkoxyd), quae in aes conjicitur, ut fiat orichalcum);--_oricalco_ im Italienischen, auch _ottone, lattone_ (aus dem Arabischen);--_oricalco_ im Spanischen, auch _azofar, laton, allaton_ (aus dem Arabischen;--_orchal, orchale, orcholi_ ist der Messing im Althochteutschen, womit wohl zusammenh�ngt: _arco_ im Teutschen und Schwedischen, _arcot_ im Franz�sischen, wie der unreine Messing heisst, der beym Schmelzen zur�ckbleibt. Wenn die hier erw�hnten Namen nicht aus dem Keltischen stammen, so k�nnten sie vielleicht der baskischen Sprache entnommen seyn. _alcone, accatum, azog_ der Alchemiker. _laton_ im Spanischen, _lattone_ im Italienischen (aus dem Arabischen) neben _oricalco_;--_latao, cobre amarello_ im Portugiesischen;--_laiton_ im Franz�sischen, _arcot_ ist der unreine Messing, der beym Schmelzen zur�ckbleibt; die Messingwaaren hiessen dinanderie, von der Stadt dinant, wo sie vorz�glich verfertiget werden;--_latten_ im Englischen, meist auch brass und yellow copper. _zlatonedo_ in Croatien;--_mjed xuuti_ im Ragusanischen. _mosiads_ im Polnischen;--_mossas_ im Wendischen;--_mosadsz_ im Slowakischen;--_nossacz_ im Sorbischen;--_mosaz_ im Czechischen (zusammenh�ngend mit mosec, mesce, d.i. Mischung), daher wohl das teutsche m�sch, moeslen, messing, das nicht von miscere oder mischen abstammen wird, wie Adelung meint;--_m�sch_ im Altteutschen;--_moeslen, maestlen_ im Angels�chsischen;--_missins_ im Lettischen, auch _seltans warsch_ (d.i. Gelbkupfer);--_m�sch, meisch, messing_ im Plattteutschen;--_moesching, missing_ im Schwedischen, arco ist das unreine Messing;--_messing_ im D�nischen und Teutschen. _sararez_ im Magyarischen, auch velentzel-rez (d.i. venetianisches Kupfer);--_arams galennz_ im Walachischen, auch _arama galbina_ (Gelbkupfer). D. _Flittergold, Rauschgold_. So heisst das ganz d�nn, zu feinen Bl�ttchen geschlagene Messing. _auripellum_ im mittelalterlichen Latein (wohl aus den folgenden W�rtern entstanden);--_oropel_ im Spanischen (ob vielleicht aus dem Baskischen?);--_oripeau, auripeau_ und _clinquant_ im Franz�sischen;--_orpello_ im Italienischen (daher orpellare un�cht vergolden);--_alcan_ (wie Messing) im Bretonischen;--_tinsel_ im Englischen (ist �berhaupt Flitter);--_bladgull_ im Schwedischen;--_blattergold_ im Holl�ndischen;--_skahrdeles, wissoule_ im Lettischen;--_zarklett_ im Illyrischen;--[Greek: malamato phylla] im Neugriechischen. E. _Weisskupfer, Neusilber, pakfong_. Es ist diess eine Legierung des Kupfers mit Nickel, die ein weisses ganz silberartiges Metall giebt, welches den Chinesen stets bekannt war. In Europa hat man erst in der j�ngsten Zeit dieses Metall fabriciren lernen, oder ist wenigstens die Fabrications-Methode bekannt geworden, und jetzo ist dessen Verwendung sehr allgemein. _pak-tong_ im Chinesischen;--_pe-tung_ in der Madarinensprache (woraus tombak entstanden seyn wird), nicht pakfong, wie man gew�hnlich liest; er besteht aus 40 prct. Kupfer, 35 prct. Nickel und 25 prct. Zink;--_changuien-teichoun_ im Tartarisch-Mandschu. Im r�mischen und griechischen Alterthume kannte man ein Weisskupfer, aber wahrscheinlich war es das weisse Tombak. F. _Weisser Tombak, Weisskupfer_. Es ist diess die Legierung des Kupfers mit Arsenik; diese bildet auch ein weisses, dem Silber �hnliches Metall, es ist aber hart, bald anlaufend, kann beym Gebrauch den Menschen sch�dlich werden, stehet in der Anwendung dem pakfong sehr nach, war stets bekannter als dieser, wurde auch von den Chinesen fabricirt. _kansya_ im Sanscrit, auch _kansa, kansjaka_ (von sanchya der Arsenik). [Greek: chalkos mossinoikos] der Griechen kann vielleicht hierher geh�ren. Indische Gef�sse aus Weisskupfer scheinen den Griechen wohl bekannt gewesen zu seyn, da es von diesen heisst: [Greek: chalkeon argyree� paneikelon, indikon ergon]. _cuprum album, orichalcum album_ der R�mer, auch wohl aes candidum zum Theil der R�mer wird hierher geh�ren. G. _Kanchan_. In Indien soll aus 8 Theilen Kupfer und 2 Theilen Zinn, ein weisses, silberartiges Metall zu Speise-Geschirr gemacht werden, das _kanchan_, auch _wongolan_ heisst, das wir in dieser Art nicht zu fabriciren verstehen. H. _Mit Kupfer legiertes Gold und Silber, das Karat_. Karat (carat, caract im Englischen, carat im Franz�sischen) bezeichnet theils ein kleines Gewicht f�r Gold und Edelsteine, theils die L�thigkeit oder Feinheit des Goldes und Silbers, die gew�hnlich, besonders bey den M�nzen, mit Kupfer legiert werden. Die Legierung des Silbers mit Kupfer--die _weisse Karatirung_--ist sehr allgemein, zu allen Zeiten und bey allen V�lkern angewendet, besonders bey den M�nzen; der Name Karat wird aus dem Oriente stammen, heisst im Arabischen _alkerat, caracta_ im mittlern Latein, _carato_ im Italienischen, _quilate_ im Spanischen. Die Legierung der Bronce mit Silber, die zu gewissen Zwecken, z.B. bey musicalischen Instrumenten wohl angewendet wird, war bey den Griechen und R�mern, wohl auch im Oriente gebr�uchlich, hierher wird das aes candidum mit geh�rt haben, vielleicht auch das aes corinthium, zu dem man aber auch antike (keltische) Bronce genommen zu haben scheint. Die Legierung des Goldes mit Kupfer--die _rothe Karatirung_--war stets wohl bey allen V�lkern bekannt, besonders bey den M�nzen gebr�uchlich (obwohl die keltischen M�nzen aus dem reinsten Golde bestehen), auch giebt diese Legierung das _Goldschlageloth_, zum L�then des Goldes und Silbers. _pyropus_ der R�mer geh�rt hierher, daher wohl [Greek: pyropos] im Giiechischen;--_chasmal_ der Hebr�er vielleicht;--_sonen_ in Japan. I. _Kupferrost, Kupferoxyd im Allgemeinen, Kupferhammerschlag, Kupferasche_. Das rothe Kupfer bedeckt sich leicht mit Oxyd, von graugr�ner Farbe, so auch die Bronce, nur die edle, antike Bronce hat das Eigenth�mliche, dass sie einen gr�nen, schon gl�nzenden, malachitartigen Ueberzug erh�lt--den edlen Rost, patine im Franz�sischen--der ein kohlensaures Kupferoxyd ist, den Gegenstand eher versch�nert als verschlechtert. _tong-tsing_ im Chinesischen;--_tai-tambaja_ im Malaiischen;--_riti, ritika, retja_ im Sanscrit, vielleicht auch _pushpara, �enhara_;--_zangar_ im Hindu;--_cenjar, genkar_ (wie im Hindu), _jenk, schen_ im Persischen;--_cengar, sindchar, azzengar_, auch _zeralnhas, touban, anarin_ im Arabischen;--_zenk, zienk_ im Kurdischen;--_zank, shang, tzjetz_ im Armenischen;--_anarin_ im T�rkischen;--_sodid_ im Maltesischen;--_kime_ im Lappl�ndischen;--_schibe, scheibi_ im Koptischen. _nechoscheth, sakkaah_, auch _chaledutha, chalduta_ im Chald�ischen;--_ithus-katki_ (von kalkitis Kupfer) und _zedgo_ im Syrischen;--[Greek: ios chalkos] im Griechischen (wie ithus-kalki im Syrischen), auch [Greek: ion] war �berhaupt das Kupferoxyd, nat�rlich oder k�nstlich; [Greek: chalkos anthos] und [Greek: lepis chalkon] war der Kupferhammerschlag. [Greek: iarin], _iarin_ im Mittelalter (wohl von anarim im Arabischen); [Greek: rhasouchth�] (wohl aus dem Slawischen), auch [Greek: mpatityra], batitura ist der Kupferhammerschlag. _zingar_ der Alchemiker, auch _zynser, altingar, altimar, elizimar, afragar, auxanthi, alselat, aycupher, arcos, eliz_. _rdza, rdza miedziana_ im Polnischen;--_rez, rezna medi_ im Czechischen;--_rozda_ im Magyarischen;--_ruoste_ im Finnischen;--_ruos_ im Lappl�ndischen. _rhwd, rhydni_ im W�lschen;--_meirg_ im Galischen;--_rugina_ im Walachischen. _aerugo, rubigo, robigo_ der R�mer (wohl aus dem Keltischen), ist der Rost �berhaupt; flos, squama, lepisaeris ist der Kupferhammerschlag, favilla aeris das Oxyd, das durch Brennen des Gr�nspans erhalten wurde;--_ruggine, verderame_ im Italienischen;--_rouille de cuivre, verdet_ im Franz�sischen, in �lterer Zeit auch _airin_; patine ist der edle Rost, batiture de cuivre der Hammerschlag;--_rust, copperrust_ im Englischen;--_ragu, rust, cyper rost_ im Angels�chsischen;--_kobberrust_ im D�nischen;--_koperroest_ im Holl�ndischen;--_kupferrost_ im Alt-Hochteutschen, kuperasch, kupferschlag ist Hammerschlag;--_rost, rid_ im Isl�ndischen;--_eirrid, eirrost, kopparergen_ im Schwedischen. _verdete_ im Spanischen, auch _cardenillo_ (ob aus dem Baskischen?);--_cardenilho_, auch _azenhavre_ im Portugiesischen. K. _Gr�nspan, Spangr�n_. Ein kohlen- und essigsaures gr�nes Kupferoxyd, das seit den �ltesten Zeiten als Farbe-Material benutzt, gew�hnlich mittelst Essig oder Weintrester und Kupfer k�nstlich bereitet wird. _tung-zing_ oder _tong-zang_ (d.i. des Kupfers Gr�n) im Chinesischen, auch _touglou_;--_tounglou_ im Tartarisch-Mandschu;--_zandasa--gayaha_ im Tibetanischen. _pitala, �ekhara_ im Sanscrit;--_pitrac, zangar_ im Hindu;--_cengar, zenigar_ im Arabischen, althecheregi ist die feinste Art;--_jengar_ im Persischen;--_schenkiar_ im T�rkischen. _schuchto, schechuto_ im Syrischen;--[Greek: ion xyston] im Griechischen (gewiss semitischen Ursprunges), auch [Greek: ion skol�x] (wohl auch semitisch);--[Greek: chalkos kouria] im Neugriechischen;--[Greek: berderam�] im Mittelalter (ist gr�nes Kupfer, von arama im Walachischen), auch [Greek: berdermon, skoulik�, giarin]. _asingar_ bey den Alchemikern, auch _almizadir, almechafule, asugar, asigi, yos, yoma_. _aeruca, aerugo, scoletia_ der R�mer. _meirg praise_ im G�lischen;--_ferdigres_ (?) im Bretonischen;--_vert de gris_ im Franz�sischen (gris kann hier nicht wohl grau bedeuten, wird fremden Ursprunges seyn); _verdigrease, verdigris_ im Englischen (grease kann hier nicht Fett bedeuten);--_verdegris_ im Spanischen. _grinspan_ im Walachischen;--_gr�nspan_ im Teutschen (hier stehet Span wohl nicht in seiner gew�hnlichen Bedeutung);--_spansgr�na, koppargon_ im Schwedischen;--_spansgr�nt, koppergr�nt_ im D�nischen;--_spansgr�n_ im Holl�ndischen (ist das vielleicht spanisch-gr�n?);--_gryszpan, snieds, rdzamiedziana_ im Polnischen;--_grynsspan, rez zelena_ im Czechischen;--_grienspet_, auch _selenina is bronza_ im Windischen (d.i. das Gr�n von Kupfer). _fior di rame_ im Italienischen;--_azinhavre_ im Portugiesischen. L. _Berggr�n, Kupfergr�n_. Ein gr�nes, erdiges Kupferoxyd, oft auch thonig, findet sich in G�ngen, Lagern als Absatz von Gew�ssern, wird auch k�nstlich gemacht, dient als Farbe der Maler (Schiefergr�n, Berggr�n), auch zum L�then des Goldes, ist dem Gr�nspan, der Gr�nerde, dem Kupferoxyd und Malachit verwandt (s. diese). _lou-tsing-chi_ im Chinesischen;--_zadasa-gayaha_ im Tibetanischen;--_zenegar, sindschar_, auch _lezach oldeb_ im Arabischen, zilchu 'lzaghati, wird mit chrysocolla, vulgo borax �bersetzt, geh�rt wohl auch hierher. [Greek: chrysokolla] (d.i. Goldloth) der Griechen, das theils nat�rlich--[Greek: akedon]--theils k�nstlich war, auch verstand man darunter ein leichtfl�ssiges Metallgemisch, das im Mittelalter [Greek: molibdochalkos] hiess;--_chrysocolla nativa_ der R�mer, das daraus bereitete Goldloth hiess _santerra_. _hornaya zelene_ (Berggr�n) im Russischen, auch _mednaya seleni_ (wie die Kupferlasur);--_zielonokrusz_ (Gr�nerz) im Polnischen;--_medanka_ im Czechischen;--_kotlouno selen_ im Windischen;--_rezmesz z�ld_ im Magyarischen. _aur dyivod_ (?) im W�lschen;--_verdemontana_ im Spanischen; atincar ist l�then, atincatura die L�thung mit Berggr�n;--_verdemontanha_ im Portugiesischen;--_verde di montagna_ im Italienischen;--_verd di montagne, cuivre verd_ im Franz�sischen;--_mountain green_ im Englischen;--_bergkgr�n, steingr�n_ im Altteutschen;--_bierggr�nt, k�bbergr�nt_ im D�nischen;--_koppargr�nt_ im Schwedischen. M. _Kupfererz im Allgemeinen_. _zandasa-sa_ im Tibetanischen;--_lapis aerosus_, auch _cadmia aeraria_ der R�mer;--_mwn cfydd_ im W�lschen;--_mine de cuivre_, auch _airin_ im Franz�sischen;--_quixo de cobre_ im Spanischen;--_copper ore_ im Englischen;--_kobbererts_ im D�nischen;--_kopper malm_ im Schwedischen, auch _wask_ (aus dem Finnischen);--_ruda miedzianna, -gornikow_ im Polnischen;--_medienka, medina ruda, rudomedek_ im Czechischen. N. _Rothkupfererz, Ziegelerz_. Das Rothkupfererz ist ein, meist krystallinisches, sch�n rothes Kupferoxyd, von nicht h�ufigem Vorkommen; in erdigem, unreinem Zustande heisst es Ziegelerz. _red copper ore_, auch _glass-copper ore_ im Englischen; _cuivre oxydul�e_ im Franz�sischen;--_redercz veres_ im Magyarischen, auch _rezvirag_;--_kransnaja mednaja ruda_ im Russischen, _rjawtschina_ ist Ziegelerz. O. _Fahlerz, Kupferfahlerz_. Ein sehr h�ufiges Erz, Schwefelkupfer mit Arsenik und Eisen, von grauer Farbe, oft silberhaltig, dann _Grau-_ oder _Weissgiltig_ genannt. _cadmia aeraria_ der R�mer, war vorzugsweise unser Fahlerz;--_gray copper ore_ im Englischen;--_cuivre gris_ im Franz�sischen;--_gr� kuppermalm_ im Schwedischen;--_nigrillo_ im Spanischen;--_plachmahl, plachmann_ beym ungarischen Bergmann;--_sz�rke ercz, osz cz�stercz_ im Magyarischen;--_panabus_ im Polnischen;--_burokrusec_ im Czechischen;--_seraja mednaja ruda_ im Russischen;--_ruda scricbra ocelnasta_ im Serbischen. P. _Kupferglanz, Kupferglas_. Ein h�ufiges Schwefelkupfer, von grauer Farbe, weich, milde, selten krystallisirt. _kopper glas_ im Schwedischen;--_vitreous copperore, black copper ore_ im Englischen;--_cuivre vitreuse, gal�ne de cuivre_ im Franz�sischen;--_cobre vidrioso, cobre en pasta, azul plomillosa_ im Spanischen;--_rame sulfureo_ im Italienischen;--_gelff_ beym ungarischen Bergmanne;--_�vegrezercz, rezercz ueveg_ im Magyarischen;--_steklowalaja mednaja ruda_ im Russischen;--_siarezyn miedzi_ im Polnischen;--_rezek, sjricnjk mednaty_ im Czechischen. Q. _Kupferkies_. Ein h�ufiges Erz, kupferhaltiges Schwefeleisen, von goldgelber Farbe, h�ufig krystallisirt, dem Eisenkies (Schwefeleisen) �hnlich, weniger hart. Wird theils auf Kupfer, theils auf Vitriol benutzt. Auf den Lagern von Kupferkies kommt h�ufig auch Vitriol von Schwefelkupfer, Schwefeleisen und verwandte Mineralien begreift der Bergmann unter den gemeinschaftlichen Namen _Kies_ und _Markassit_. _makshika_ im Sanscrit und im Bengalischen, hier auch _swarna makshika_;--_margasita_ im Arabischen;--_markassit_ im Persischen, ist der krystalliuische abrendsche wird mit Goldmarkasit �bersetzt, von dem man einen Kupfermarkasit unterscheidet, der alrusenai geh�rt wahrscheinlich zum Schwefelkies;--_markesch�ho_ im Syrischen, wird auch hierher geh�ren (soll eigentlich Zinnkies seyn), auch _kanston, kanseton_, vielleicht auch _surlo_ (mit chalcitis �bersetzt), _pieritos_ ist wohl mehr Schwefelkies;--_byritaes_ im T�rkischen ist Kies im Allgemeinen;--_[Greek: pyrit�s]_ (aber nur der goldfarbige) der Griechen;--_pyrites_ (aber nur der goldfarbige) der R�mer, chalcitis aeraria der R�mer und Griechen, war wohl ein gemengtes kiesliges Kupfererz;--_pyrite cuivreuse, markassite, mine jaune de cuivre_ im Franz�sischen;--_pirita cobriza_ im Spanischen, auch _magistral, bronce dorado_; chino beym spanischen Bergmanne, worunter man auch den Magnetkies begreift;--_rame piritoso_ im Italienischen;--_pyrites, yellow copper ore_ im Englischen, podar beym englischen Bergmann. _kyss, goldkyss, gelber kyss_ beym teutschen Bergmann;--_kies, gelf, gelf�rtzt, lecherz_ beym teutschen Bergmann in Ungarn;--_koppar kies, lefverslag, gul kopparmulm_ im Schwedischen;--_kuoppar kjes_ im Lappl�ndischen. _mesec, med kys_ im Czechischen;--_zolto krusz, siarezyk miedzi i zelaza_ im Polnischen;--_mednoi kultschedan_ [?*], _ruda surkowna medi, ieltaya mednaga ruda_ im Russischen;--_rez k�nkeves, sarga rez-ercz_ im Magyarischen. R. _Kupferlasur_. Ein sch�n lasurblaues kohlensaures Kupferoxyd (chemisch, auch mineralogisch dem gr�nen, bey den Gemmen erw�hnten Malachit sehr verwandt), theils fest, oft krystallisirt, theils erdig, wo es _Bergblau_ heisst. Dient als Erz, zum Verschmelzen, auch fein gemahlen und pr�parirt, als Farbe (Bergblau im Handel). _pien tsing_ im Chinesischen;--_lasurd_ im Persischen;--_hagiar armeni_ im Arabischen. _[Greek: kyanos lithos]_, auch _[Greek: lithos armenios]_ der Griechen;--_cyanos_ der R�mer, auch _caeruleum nativum; armenium_ war theils erdige Kupferlasur, theils eine daraus bereitete Farbe;--_cuprum caeruleum_ im neuern Latein. _azul, azul de montana, cenizas_ im Spanischen;--_rame azurri_ im Italienischen;--_azur de cuivre, bleu de montagne_ im Franz�sischen;--_azure, capper lasur_ im Englischen;--_berglazur, schieferblau_ im Altteutschen;--_koppar lazur, bergbl�tt_ im Schwedischen;--_berglauw_ im Holl�ndischen;--_lasura_ im Windischen;--_lazurok-rusz_ [or: _lazurokrusz_], _miedz lazurawa_ im Polnischen;--_mednaya lasuri, hornaya_ im Russischen;--_holubec, ogr modry_ im Czechischen. S. _K�nstliche Kupferlasur, die aus Kupfer bereitete blaue Farbe der Alten_. Das Alterthum, besonders Aegypter und R�mer, verstand die Kunst, das Glas durch Kupfer blau zu f�rben, und durch weitere Pr�paration eine k�stliche blaue Farbe zu bereiten, die nie verbleichte, viel in der Malerei verwendet wurde, in hohem Ansehn stand, die neben unserm Ultramarin (s. Lasurstein) und unserer Schmalte (s. Kobaltglas) h�ufig zur Verzierung der �ffentlichen Geb�ude diente. Die Kunst, das Glas durch Kupfer blau zu f�rben, war g�nzlich verloren gegangen, man kannte nur Kobaltglas (Schmalte), erst in den letzten Jahren haben einige Porzellanfabriken diese Kunst wieder erfunden und wenden das blaue Kupferglas in der Porzellanmalerei an. _caeruleum factitivum_ der R�mer war diese Farbe. Das mit Kupfer zusammengeschmolzene und dadurch blau gef�rbte Glas (die Fritte), hiess _coelon_, diese wurde gemahlen, hiess dann _lomentum_, woraus dann die verschiedenen Farben durch Schlemmen u.s.w. (wie bey unserer Schmalte) bereitet wurden, als das _vestorianum, pulcolanum_ u.s.w. * * * * * #�. 8. Nickel.# Das Nickelmetall lernten wir erst in neuerer Zeit, 1751 durch Klaproth kennen, es hatte aber gar keine Anwendung, bis man es ganz neuerlich (etwa 1820) mit Kupfer legieren und hierdurch das Weisskupfer oder Neusilber machen lernte (s. oben beym Kupfer), welches jetzo viel Anwendung findet, von den Chinesen aber schon seit alten Zeiten unter dem Namen pak-fong fabricirt wurde, die daher auch von jeher das Nickelerz gekannt haben, wir wissen aber nicht unter welchem Namen. Die Nickelerze, die sich in vielen Gegenden finden, waren dem Bergmanne und Mineralogen lange bekannt. Sparsam, nur als mineralogische Seltenheit findet sich in zarten Nadeln der gediegene Nickel (Haarkies, nickel natif), ferner das Nickel-Spiesglanzerz (nickel antimonian, antimoine nickellif�re) und einige andere Nickelverbindungen. H�ufig und verbreitet, besonders in Sachsen, ist der _Kupfernickel_, der stets bekannt war, aber als unn�tz weggeworfen wurde. Er bricht mit Kupfer und Silbererzen, hat eine kupferrothe Farbe, enth�lt weder Kupfer noch Silber, sondern nur Nickel, etwas Spiesgl�nz und Arsenik, er war dem Bergmanne ein unn�tzes, unerfreuliches Erz. In der gemeinen teutschen Sprache bedeutet Nickel ein schlechtes Ding, ein schlechtes Pferd, ein schlechter Mensch, daher mag es auch ein schlechtes Erz bedeutet haben. Woher das Wort eigentlich stamme, ist sehr zweifelhaft. Im Keltischen finde ich kein �hnliches Wort, im Schwedischen ist Nyckel der Nagel, im Arabischen ist nykl ein zerrissener Schuh, im Persischen ist nikl ein starker Mann, alles dieses hat auf seine Bedeutung im Teutschen keinen Bezug. _kupfernickel_ im Teutschen, daher: _kopparnikel_ im Schwedischen;--_coppernikell_ im Englischen;--_kupfernickel_, oder _nickel arsenical_ im Franz�sischen;--_nicel_ im Italienischen;--_nikiel_ im Polnischen;--_nikkelj_ im Russischen. _mamilec_ im Czechischen;--_fattyurezercz_ im Magyarischen. * * * * * #�. 9. Eisen#. A. _Das metallische Eisen_. Das Eisen, wie es aus den Erzen kommt, ist theils _Gusseisen_ (was meist gleich seine Form erh�lt), theils _Roheisen_, welches auf den Eisenh�mmern (Frischheerden) wieder geschmolzen oder erweicht, und durch den Hammer in geschmeidiges _Schmiede-_ oder _Stabeisen_ verwandelt wird. Man unterscheidet viele Sorten, wie z�hes und weiches (Osmundseisen), z�hes und hartes (das gew�hnliche Stabeisen), rothbr�chiges (das sich nur beym Weissgl�hen schmieden lasst), kaltbr�chiges (das sich leicht schmieden l�sst, aber kalt leicht bricht). Aus dem weichsten und z�hesten Eisen wird Draht gezogen und Blech geschlagen. Die Eisenerze sind �berall verbreitet, liegen zum Theil ganz zu Tage, wie das Morast- und Sumpferz, das sich sehr leicht verschmelzen l�sst, w�hrend das Kupfererz stets einem schwierigen H�ttenprozesse unterliegt, daher auch sehr rohe V�lker Eisen producieren. Das metallische Eisen ist wohl allen, nicht ganz rohen V�lkern bekannt gewesen, und es d�rfte ein Irrthum seyn, zu glauben, dass viele alte V�lker Kupfer und Bronce, aber kein Eisen gekannt h�tten. Die V�lker des Alterthums, welche die edle Bronce zu machen und zu bereiten verstanden, wendeten allerdings diese h�ufig statt unsers Stahls, an, was wir auch thun w�rden, wenn wir jene Kunst verst�nden. _tie, tit, tschiae, tek, pati_ im Chinesischen, ting ist Roheisen; ty-tie-tsiang ist der Schmidt;--_tizi_ auf den Linnkin- und den Japanischen Inseln;--_lchagasa, schddjags_ (nach Klaproth) im Tibetanischen, pho-lcha-gasa ist eine schlechtere Sorte. _loha_ im Hindu und Bengalischen;--_loha_ im Sanscrit, meist aber _ghana,_ auch _ayas_ (d.i. Erz, wie in vielen Sprachen), ferner kapiloha, ajasa, kalajasa, kalauha (Schwarzmetall), khadga, �astra, atrisara, asmasara, krischamischa, krischnajasch (schwarze Masse);--_parriar_ in Madras und Manawanlu, in der Telinga-Sprache ist das Product, wie es durch Schmelzen aus dem dortigen schwarzen Eisensande gewonnen wird, woraus man dann den trefflichsten Stahl bereitet;--_than_ in der indischen Provinz Tenassarim. _ganah_, auch _kani_ auf Kamtschatka und den Kurilen;--_kurre-gane_ (Schwarzmetall) im Japanischen;--_suy, soy_ auf Korea;--_sat_ in Tunkin;--_lek, irek_ in Siam, sam auf Awa;--_savi_ im Gr�nl�ndischen;--polgonton im Korj�kischen;--_ospana_ im Afghanischen;--_chima_ in der Kaffernsprache von Afghanistan. _besi, bezel_ im Malaiischen;--_bese, bezer, boase, lesce, kuos, ur_ in den samojedischen Sprachen;--_affeinach, awsainak_ im Ossetischen;--_karti, kardui_ im Ostiakischen;--_kort_ im Wortj�kischen (Finnischen);--_ker_ im Wogulischen;--_keere_ im Altfinnischen;--_route_ im Lappl�ndischen;--_routa_ im Finnl�ndischen;--_raut_ im Esthnischen;--_rauda, rouonde_ im russisch Kardelischen (rut in benachbarten Dialecten, daher wohl ryta im Slavonischen und raudi im Isl�ndischen);--_vas, vaserez_ im Magyarischen; rudvas ist Stabeisen. _ger_ in den kaukasischen Sprachen, auch maach, aik, _icha, atschik_;--_hgutsch_ im Tscherkessischen, _kina, berensch_ im Georgischen; _erkina_ im Leskischen und Lasischen. _t�mir, temur, tomor, dach_ im Mongolischen;--_tamir, timur_ im Tartarischen;--_temir, tumir_ im Kalm�ckischen;--_temir, ahan_ im Bucharischen;--_timir_ im Jakutischen;--_timer_ im Tschuwaschischen an der Wolga;--_demir, timir, tem�r_ im T�rkischen, demirti ist eisern, demirgi der Schmidt, teneke das Blech;--_demyr, demrs_ im Arabischen, weniger, gebr�uchlich ist _haddit, haelit_; saburcam oder seneburicam wird Roheisen, licremehem Stabeisen seyn;--_hhadit_ im Maltesischen; hhadyt ist der Schmidt. _benipi, benipe, pepipe_ im Koptischen; _benibe_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache;--_barsel_ im Hebr�ischen;--_barsla, barsel, parsel_ im Chald�ischen;--_parselo_ im Syrischen, sethmaluth ist eine mehr alchemische Benennung;--_baratti_ im Tygrisischen (Nordafrika), auch harrar, hurrar, atchim, hattim (aus dem Arabischen);--_tonda_ im Szauakischen (desgl.);--_trisseja, ouzzal, wazal_ im Berberischen (desgl.);--_k�lluch, tschartig_ im Dongola (desgl.);--_daura_ in Darfur (desgl.);--_le_ in Burnu (desgl.) _sele, szele_ im tartarischen Mandschu;--_schele, schelle, schella_ im Tungusischen;--_dsesse_ im Lettischen;--_gellezis_ im Litthauischen;--_scheljasa, scheleso_ im Russischen; ieleso tschugun, auch cuchyn ist Roheisen, kuznec der Schmidt, kuzne die Schmiede;--_zelazo_ im im Polnischen [im Polnischen], surowier, zelazo surowe ist Roheisen, zelazo kute Stabeisen, kowal, kuzman der Schmidt;--_zelezo_ im Czechischen, zelezo surowe ist Roheisen, = nowane Stabeisen, _cany_ ist Zaineisen; kowars der Schmidt;--_zelezo_ im Slowakischen und Sorbischen, zelezo walasske ist Roheisen;--_schelazo_ in Illyrien, kovacs ist Schmidt. _se'eso, schelesu_ in Krain (im Windischen), wallosch, heisst in Krain und K�rnthen das Roheisen, welches in den Walloss- oder Wallabsh�mmern (d.i. Frischh�mmern) weiter verarbeitet wird; _zagel, jackal_ ist Zaineisen;--_xegliezo_, auch _grozdie_ im Ragusanischen;--_sgegljezo, sgeglizo_ in Bosnien;--_gvozdje_ im Dalmatischen und Illyrischen, gvozdovit ist eisern. [Greek: sid�ros, sidaros] im Griechischen, im Altgriechischen auch [Greek: ar�s], das Roheisen scheint [Greek: stag�ma] genannt zu seyn. Das Wort [Greek: sid�ros] stehet ganz isolirt, ob vielleicht aus dem Ph�nizischen? das [Greek: ar�s] scheint mit dem keltischen aern vielleicht im Zusammenhange stehen zu k�nnen;--[Greek: sid�ron] im Neugriechischen. _ergard, ergath, uarn_ im Armenischen. _ahen_ im Persischen (heisst auch Erz wie ayas im Sanscrit), auch _ehren_ (wie im Teutschen und jern im Schwedischen); aheni ist eisern (erinnert an aheneus im Lateinischen); aheni nerm ist weiches Eisen;--_ahan_ im Bucharischen;--_asen, assin, hasin_ im Kurdischen; _hazim, hadada, basal_ im Aethiopischen;--hatzine im Amharischen. _feru_ im Walachischen, ferariu der Schmidt;--_chekure_ im Albanischen, chekurte ist eisern, kobatz der Schmidt;--_hecure_ im Epirotischen;--_hajarn_ im W�lschen, hajamaidd ist eisern, gof ist Schmidt;--fferis (von ffer hart), ist hartes Metall, Stahl (kommt mit ferrum im Lateinischen �berein); _hoarn_ im Cornischen;--_houarn, hoarn_, auch _ferr_ im Bretonischen, farga ist der Eisenhammer, calouez ist der Eisenarbeiter;--_iarunn, cabhron_ im G�lschen, iarruin, iarnach ist eisern, gobha, ceard ist Schmidt;--_jara_ im Cimbrischen;--_jarrun, cabradh_ im Irischen;--_airn, yrn, irne_ im Schottischen;--_yiarn_ im Manxischen. _ferrum_ im Lateinischen, spongia, nucleus ferri Roheisen, strictura gestricktes, geh�mmertes Eisen, faber ist Schmidt, ferraria die Sehmiede;--_ferrum_ im Mittelalter; man unterschied ferrum deandelum oder delandelum das weiche Eisen, aldeva oder alidena das Roheisen, acerium, aciarium das harte, indicum, indanicum, endanicum das stahlartige;--_fer_ im Franz�sischen; mazerie, fonte cru ist Roheisen, fer en barers ist Stabeisen, fer forg� geschmiedetes Eisen, fer aigre spr�des Eisen; forge�r der Schmidt, forge die Schmiede;--_ferro_ im Italienischen und Portugiesischen;--_hierro, fierro_ im Spanischen, hierro colada ist Roheisen--labrado Stabeisen, herrero, forjador der Schmidt, forjado, fragua die Schmiede. _iron_ (sprich _airen_) im Englischen, iron bak und -in bars ist Stabeisen, forger ist Schmidt, forge die Schmiede;--_iren, iron, isarn, ison, cren_ im Angels�chsischen;--_jarn_ im Isl�ndischen (woher Harnisch), auch _isarn_ und _raudi_ (aus dem Finnischen);--_joarn_ im Friesischen;--_j�rn, jarn_ im Schwedischen (doch von jarunn im G�lischen), takj�rn ist Roheisen, stangj�rn Stangeneisen;--_jern_, auch _ese, yse_ im D�nischen, jerng�s ist die Eisengans, Roheisen; _yrsa, yrsen, ysen_ im Altfriesischen;--_isera, isen_ im Alts�chsischen;--_isarn, eisarn, isan_ im Altfr�nkischen und Althochteutschen;--_isen_ im Platteutschen;--_ijzer, yzer, yser_ im Holl�ndischen;--_eisarn, iern_ im Gothischen; _yrsa, yrsen, ysen, yser_ im Altfinnischen. _burdina, burnia_ im Baskischen;--_sarfar, sarca, sayrsa, sarta_ der Alchemiker;--_saster, tzaster, saltra_ in der Zigeanersprache. B. _Der Stahl_. Der Stahl ist ein Eisen, das mit Beybehaltung seiner Geschmeidigkeit viel h�rter, auch schmelzbarer und luftbest�ndiger als das gew�hnliche Eisen geworden ist, welche Eigenschaften durch Beymengung von Kohle erhalten werden. Gewisse Erze (z.B. manche Spatheisensteine) liefern gleich beym ersten Schmelzen ein stahlartiges Eisen (Rohstahl, _acier naturel,--de fonte)_ dessen St�be meist ein- oder mehrmals zusammengeschweisst oder gegerbt werden; sonst gl�het man das Eisen mit Kohle, erzeugt hiermit den Cementstahl, _l'acier de cementation_, oder Blasenstahl, _l'acier � boursouffle_, der ausgeschmiedet auch Bl�tterstahl (_l'acier � poule_) heisst. Beide Arten von Stahl wieder geschmolzen geben den Gussstahl (_l'acier fondu_). Besonders ber�hmt ist seit �ltester Zeit der _wootz_, der von Bombay in Indien kommt, aus einem schwarzen Eisensand gewonnen wird, reich an magnetischem Eisenstein. Der sch�ne damascirte Stahl, vorz�glich zu S�beln gesch�tzt, ist figurirt durch das Zusammenschweissen verschiedener St�cke, ausserordentlich z�he und hart. In Europa liefert seit �ltester Zeit den meisten und trefflichsten Stahl Krain (wo man _azzalon_ und _brescian stahl_ unterscheidet) und Steiermark (wo der grobe _muck_ [?*], der feinste Stahl _scharsachstahl_ heisst). _kang, leou, chu-kan, touan-kan_ im Chinesischen;--_kan_ im tartarischen Mandschu;--_djiagh, mo-lcha-gasa_ im Tibetanischen;--_baja, beji, malella, khersani, kaluli_ im Malaiischen;--_maach, mech_ im Leskischen. _andun_ im Ossetischen;--_andan_ im Wotj�kischen (Finnischen);--_andun djan_ im Tscherkessischen. (Im Mittelalter hiess ein aus dem Oriente eingef�hrter Stahl, der sich schmelzen und giessen liess, _andena, andenon_, welche Worte vielleicht aus dem Finnischen stammen). _sara_ im Sanscrit, auch _tikshnajasa, aiassa_ und _nila loha_ (d.i. blaues Eisen);--_kantalauha_ im Bengalischen;--_wutz, wootz, wuce, vuc_ im Hindostanischen, auch _phulaat_. _pulad_ im Tartarischen, auch _churtsch_;--_poghpat, poghowatik_ im Armenischen;--_bolot_ im Mongolischen;--_bolat, burtik, tscheran, tschandan_ in den kaukasischen Sprachen;--_pola, pila_, auch _asen_ im Kurdischen;--_pulad_, auch _setti_ im Persischen, _ruhen_ ist der indische Stahl, _giohar, gauherdar_ ist der blumige, damascirte Stahl der S�belklingen;--_pulad, fulads, faluds_ im Arabischen, auch _jeleb, celik_ (womit vielleicht _chalybs_ im Griechischen zusammenh�ngen k�nnte), _setti_ (wie im Persischen), _haedidi efreng_, der indische Stahl ist _ruhen_ wie im Persischen;--_bolat_ im T�rkischen, auch _aheni gerb, aheni ner, tscheluk, tschelik_;--_b�lat_ im Buri�tischen;--_bulad_ im Tygrischen und Darfur (Nordafrica); _z�llub b�lad_ im Szauakischen (desgl.);--_lelmesarik_ in Burnu (desgl.);--_dkir_ im Berberischen (desgl.);--_bulade_ im Amharischen;--_bylad_, auch _stalj_ im Russischen;--_bulat, stal_ im Polnischen, _masat, musatek_ ist der Wetzstahl, _demesz_ der damascirte Stahl;--_pold_, auch _scheburkan_ im Syrischen;--_palda_ im Hebr�ischen. _istem, istema_ im Chald�ischen;--[Greek: stom�na] im Griechischen (von [Greek: stomoein] sch�rfen, h�rten), auch [Greek: sid�ron stom�na, ak�] (wie acer im Bretonischen und Lateinischen) [Greek: chalyps] (vielleicht zusammenh�ngend mit celik im Persischen), [Greek: sid�ron ioenta] (das blaue), in alter Zeit auch [Greek: adamas sid�ros, adamas] (welches Wort schwerlich mit Diamant zusammenh�ngt, vielleicht in--damascirtem Stahl--nachklingt);--[Greek: treliki] im Neugriechischen, aus [Greek: astali];--_[Greek: atzalon, atzalin]_ im Mittelalter (von azzalon in Krain);--_chalybs_ im Lateinischen, chalybaeus ist st�hlern. _atzel, aczel_ im Magyarischen;--_ozel, wozel_ im Polnischen;--_oczel, oczely_, auch _nado, naddo stala_ in Croatien;--_ocal, gvozdje izbrano_ im Illyrischen;--_osigl_, auch _naddlo, bliznisa_ in Bosnien;--_jeklu, heklu, sheteklu_, auch _jequo, kresalu azzalon_ im Windischen oder Krainischen, jeklen ist st�hlern, jeklati st�hlen;--_tehrauds_ im Lettischen. _crita, amnaria_ im Walachischen. _stailinn_ im G�lschen, auch _cruaidh_ (was auch hart heisst), stailinneach ist st�hlern;--_dur, hajarnddur_ (Harteisen), _fferis_ im W�lschen, (fferis dan ist der Feuerstahl, von ffer hart), auch wohl _malan, balaen_; duraid ist st�hlern, duraw st�hlen, h�rten; _dir, diren_ im Bretonischen, auch _acer, aceir, altzairua_; altzairuguillea sind Stahlarbeiten, altzairuquintza eine Arbeit von Stahl, aceries ist eine Art Beil. _acarium, acerium, aczarium_ im Mittelalter, auch _caliba, calibs, stalum_; acuarius ist der Schmidt; _acier_ im Franz�sischen;--_a�o_ im Portugiesischen;--_aciajo_ im Italienischen;--_steel_ im Englischen;--_stahl_ im Isl�ndischen;--_st�hl, steel_ im Friesischen;--_stahel, stehel_ im Altteutschen;--_staal_ im Platteutschen, D�nischen, Norwegischen;--_st�l, estal_ im Schwedischen;--_stal_ im Sorbischen;--_stali_ im Koptischen. _faulex_ bey den Alchemikern;--_abein_ in der Zigeunersprache (erinnert an au beji, baja im Malaiischen). C. _Blech_. _Blech_ �berhaupt ist d�nn gewalztes oder geschlagenes Metall; man hat daher Eisen-, Kupfer-, Messing-, Zinkblech u.s.w. Das gew�hnlichste ist das Eisenblech, welches _Schwarzblech_ heisst; zu vielen Gegenst�nden wird verzinntes Blech--das _Weissblech_--angewendet; das zuerst in B�hmen fabricirt wurde, von wo es nach Teutschland und seit 1670 auch nach England kam. Gefertiget wird das Blech auf dem Blechhammer und der Blechschmiede. _plech_ im Czechischen (von placha die Fl�che, bili plech ist Weissblech, plecharma ist der Blechhammer, plechar der Blechschmidt);--_blach, blaeba_ im Polnischen, blaebarnia der Blechhammer;--_pleh, plah, platha_ im Windischen oder Krainerischen, plahokovazh ist Blechschmidt;--_plassa_ in Bosnien;--_pleh_ im Magyarischen;--_svartar_ im Schwedischen ist Blech im Allgemeinen, pl�tar Schwarzblech, pl�tar bleck Weissblech;--_plader_ im Norwegischen, pladar bleck Weissblech;--_blick_ im D�nischen;--_plate_ im Englischen, tin plata, white plate Weissblech. _tole, plaque_ im Franz�sischen, fer blanc, fer etam� ist Weissblech, etamer verzinnen (von etain das Zinn im Franz�sischen, estan im Proven�alischen), platineur, ferblantier ist Blechschmidt, marteau � platiner Blechhammer. _laun, leac_ im G�lschen, leannaich ist zu Blech schlagen; _lainne_ im W�lschen;--_lamina_ im Lateinischen;--_[Greek: elasmos]_ im Griechischen;--_[Greek: paphoulas]_ im Neugriechischen;--_teneke_ im T�rkischen. D. _Draht_. _Draht_ ist in F�den gezogenes Metall, daher Eisen-, Kupfer-, Messingdraht; die Fabrikation geschieht auf dem Drahtzuge oder der Drahtm�hle durch den Drahtzieher. _drat_ im Czechischen; zeleny drat Eisendraht, tazeni dratu der Drahtzug;--_dratwa, drut_ im Polnischen;--_drot_ im Magyarischen;--_tr�d_ im Schwedischen, tr�ddragning der Drahtzug, tr�ddrager der Drahtzieher;--_troad_ im Norwegischen, traaddragerie Drahtzieher. _zhubeshen_ im Windischen (Krain);--_sirma_ im Walachischen;--_[Greek: syrma]_ im Neugriechischen. _cord iaruinn, tend iaruinn_ im G�lischen. _wire_ im Englischen, to wiredraw Draht ziehen, wire drawer der Drahtzieher. _fil_ (d.i. Faden) im Franz�sischen; fil de fer Eisendraht, fil d'archal Messingdraht, trefilerie die Drahtzieherei, degrossir ist Draht ziehen. E. _Nagel, Zwecke_. _Nagel_ ist ein spitzes St�ck Metall, auch wohl Holz, was meist oben einen breiten Theil oder _Kopf_ hat, gew�hnlich aus Eisen bestehet. Kleine N�gel heissen _Zwecken_. Die Fabrication geschiehet durch die Nagelschmiede. _nagl_ im Isl�ndischen;--_naegl_ im Angels�chsischen;--_narghel_ im Belgischen;--_nail_, auch _peg, pin_ im Englischen, forge a nails ist Nagelschmidt. _spik_, auch _negel_ im Schwedischen; skiksmide ist Nagelschmiede;--_spiger_ im Norwegischen, spiegersmedning ist Nagelschmiede. _cwieczek, gwozdz_ im Polnischen;--_hreb_ im Czechischen, auch _cwok_ (woher wohl Zwecke); hrebar, cwokar ist Nagelschmidt;--_shrebel_ im Windischen (Krain), shreblar ist Nagelschmidt. _perone, g�schde_ im Albanischen;--_tarrang, tarunn_ im G�lischen;--_cethr_ im W�lschen ist langer Nagel;--_clo_ im Irischen;--_claw_ im Bretonischen;--_clavus_ im Lateinischen, faber clavarius der Nagelschmidt;--_clou_ im Franz�sischen; clouterie ist Nadelschmiede, cloutier der Nagelschmidt;--_chiavo_ im Italienischen;--_[Greek: �gos, gomphos]_ im Griechischen. F. _Schmelzen_. _sm�lta, amelta_ im Schwedischen; _smelter_ im D�nischen und Norwegischen;--_smelten_ im Belgischen;--_smultin_ im Alt-Nieders�chsischen;--_mylzan_ im Angels�chsischen;--_to milt, meltan, myltan_ im Englischen. _tawiti, lestibi, roztopiti_ im Czechischen, auch smelcovati (wohl aus dem Teutschen); _topic_ im Polnischen, auch _szmelcowai_; wytaplanie ist die Schmelzung;--_topescu_ im Walachischen;--_spushati, variti, restajati_ im Windischen, spushavez ist der Schmelzer;--_schkrjecz_ im Windischen. _leagh_ im G�lschen, leaghadair ist Schmelzer;--_fornacire_ im Bretonischon;--_fondre, liquefier_ im Franz�sischen, fonte das Geschmolzene, fondage die Schmelzung;--_fondere, maltare_ im Italienischen;--_fundir_ im Spanischen, fundidor der Schmelzer, fundition die Schmelzung, hundir giessen, hundidor der Giesser;--_liquescere_ der R�mer, excoquere im neuern Latein;--_[Greek: meldein]_ (??), _[Greek: �komai, t�kein, cheein]_ im Griechischen. G. _Der Ofen, Schmelzofen_. _piec, smelcowy_ im Polnischen;--_pec, lizofom, taunice, smelcowna_ im Czechischen;--_pezh, plaush_ im Windischen (Krain);--_topnice_ im Slowakischen. _fuirneix, fuirneis_ im G�lschen;--_onin, oyne_ im Schottischen;--_ffwrn, ffoc, odyn_ im W�lschen;--_forn, fourneze_ im Bretonischen;--_furre_ im Albanischen;--_cuptoriul_ im Walachischen;--_forneis_ im Flamml�ndischen;--_fornace_ im Englischen;--_four, fournaise, fourneau de fusion_ im Franz�sischen;--_fornace, forro_ im Italienischen; _fogon, horno de fundicion_ im Spanischen;--_fornax, furnus, caminus_ im Lateinischen;--_forn_ im Arabischen;--_[Greek: kaminos]_ im Griechischen. _ofn_ im Isl�ndischen;--_ofen_ im Angels�chsischen. _ovn, smelteovn_ im Norwegischen;--_ugn, smaltugn_ im Schwedischen;--_[Greek: ch�neut�rion, kaminos, baunos]_ im Griechischen. H. _Schlacken, Eisenschlacken_. _askurum_ im T�rkischen;--_eskiros, genabro_ im Syrischen;--_sig_ im Hebr�ischen;--_tubal, sajed, chabl, resad_ im Arabischen;--_tubal_ im Persischen;--_salek_ im Magyarischen. _slaoit, smuir, smurach, duis, salchar_ im G�lischen;--_sindw_ im W�lschen, sindr sind Eisenschlacken;--_sgura, zgkurree_ im Walachischen;--_zgkiura_ im Albanischen;--_scoria_ im Lateinischen;--_[Greek: skoria]_ im Griechischen;--_skuria_ im Neugriechischen;--_escoria_, auch grassas, natas im Spanischen;--_scorie, crasse, giasse_ im Franz�sischen;--_scoria, bava_ im Italienischen;--_scoria, slag, dross, skales, flakes_ im Englischen;--_slag_ im Schwedischen. _slaky, trusca, okuge, sskwary, rosswarky_ im Czechischen;--_zuzel, zidra, zyndra_ im Polnischen;--_zorizna_ im Sorbischen. I. _Rost, Eisenrost, Eisenoxyd_. Die erdige Masse, mit welcher sich das Eisen an der Luft und im Wasser bedeckt, die aus einer Verbindung desselben mit Sauerstoff besteht. _riti_ im Sanscrit, auch krischnatchurna, asomala, lohakitta, patratira, sulaghatana;--_zangar_ im Hindu;--_karat-an-besi_ im Malaiischen;--_mangertonek_ im Gr�nl�ndischen;--_zank, shank, thrthour_ im Armenischen;--_zenk_ im Kurdischen;--_jenk_, auch zingiar�l-hae-did [or: zingiar�l-haedid] im Persischen;--_sindschar_, eigentlich sindscharulhadidi, auch sahal, s�hekel, zebret im Arabischen, cholifar und colcathar ist das durch Brennen des Vitriols erhaltene rothe Eisenoxyd (sogenannter calcinirter Vitriol), das auch jetzo noch colcothar heisst; in der alten Bergwerkssprache heisst es: rother Heinz, bey den Alchemikern alcabrusy, alcaladim;--_sadid_ im Maltesischen;--_ki�f, enarim_ im T�rkischen;--_zaege_ im Amharischen;--_haluda_ im Chald�ischen;--_zedjo, ithus_ im Syrischen;--_[Greek: ios, sid�ros]_ im Griechischen. _skouri_ im Albanischen, _[Greek: skoura]_ im Mittelalter, _[Greek: sid�roskoyra]_ im Neugriechischen. _rdza_ im Polnischen, rdzawy ist rostig;--_rez_ im Czechischen und Slowakischen, rezawj ist rostig; _zra_ im Sorbischen;--_ergya_ im Illyrischen;--_arja, erja_ im Windischen (Krain);--_argya_ in Croatien, Dalmatien, Bosnien;--_sersaw_ im Wendischen;--_rozda_ im Magyarischen, roszdas ist rostig;--_rugina, fagaru_ im Walachischen;--_meirg_ im G�lischen;--_rhwd_ im W�lischen, rhwdawg ist rostig, _rhwd haiarn_ Eisenrost;--_rubigo, ferrugo_ im Lateinischen;--_robin_ im Spanischen, auch _herrin, herrumbre, aherrumbramiento_ (von hierro das Eisen), aherrumbrar ist rostig werden;--_ruggine, rubigine_ im Italienischen;--_rouille_ im Franz�sischen, rouiller ist rosten;--_ferrugem_ im Portugiesischen;--_rust_ im Englischen, rusty ist rostig, to rust rosten;--_rust, iaern raest_ im D�nischen;--_roest, ijzerroest_ im Holl�ndischen;--_rost_, _rid, j�rnrid_ im Schwedischen;--_rid, jarnrid_ im Isl�ndischen;--_rusa_ im Lettischen; --_ruoste_ im Finnischen (ob daher das teutsche Rust?);--_ruos_ im Lappl�ndischen. K. _Eisenerz im Allgemeinen_. _lchagasa-sa, tho-phou_ im Tibetanischen;--_bato wadas_ im Malaiischen;--_aduru �allu, cany-�allu, ipanada_ im Hindu;--_nalla isaca_ in der Telingasprache;--_cari usa_ in der Carnatacasprache;--_manul_ in dem Dialecte von Tamul;--_timur tasch_ im T�rkischen;--_zeleznice, zelezna ruda_ im Czechischen;--_zelazna ruda_ im Polnischen;--_shelesja ruda_ im Windischen;--_vasercz_ im Magyarischen;--_[Greek: g�s sid�ritidos]_ im Griechischen;--_vena ferrea_ im Lateinischen;--_ferri vena_ im neuern Latein;--_mine de fer, galine_ im Franz�sischen;--_iron ore_ im Englischen, gubbin nennt der englische Bergmann das kohlensaure Eisenerz der Steinkohlenformation, das vorzugsweise verschmolzen wird;----_jarn malmur_ im Isl�ndischen;--_jarn malm_ im Schwedischen;--_jernerts_ im D�nischen;--_iizermyn_ im Holl�ndischen;--_clach-jarum_ im G�lischen. L. _Kies, Eisenkies, Schwefelkies, Markasit_. Gewisse Verbindungen der Metalle mit Schwefel heissen Kies, und wenn sie krystallisirt sind, Markasit. Am h�ufigsten, fast �berall verbreitet ist das Schwefeleisen, der Eisen-oder Schwefelkies, bey welchem der Mineralog viele Arten unterscheidet, als Leber-, Speer-, Magnetkies u.s.w., der dem Kupferkies (s. diesen) in der Farbe �hnlich ist. Indem in das Schwefeleisen andere Metalle mit eintreten, erscheint Kupfer-, Arsenik-, Kobaltkies u.s.w. Manche Arten von Schwefelkies sind so hart, dass sie Feuer schlagen und in fr�herer Zeit wurde der Schwefelkies ziemlich allgemein als Feuerstein benutzt. Was die Anwendung betrifft, so wird der Schwefelkies gew�hnlich nicht auf Eisen benutzt, h�ufig aber auf Schwefel, Vitriol u.s.w. In fr�herer Zeit (auch im Alterthume) schliff man manchen Schwefel-und Arsenikkies, nannte diese St�cke Elementar- oder Gesundheitssteine und schrieb ihnen medicinische oder magische Wirkungen zu. Die alten Einwohner von Peru fertigten Spiegel daraus (miroirs des Incas). _chi-tchong-hoang_ im Chinesischen, auch _tang-chi_ (d.i. cubischer Stein);--_mas_ im Malaiischen (wie der zum Theil �hnlich krystallisirte Diamant), auch _amas, orang_. _markshika_ im Bengalischen und im Sanscrit, auch _tarri_, der gelbe ist _nilamrittika_, auch _madhudhatu_ (honiggelber Stein);--_markassit_ im Persischen, wobey man unterscheidet: a) den Goldmarkasit oder abrendsche, der zum Polieren der Edelsteine gebraucht wird, wohl nicht hieher geh�rt; b) der Silber-, Kupfer- und Eisenmarkasit; ob der miskal hieher geh�rt, ist zweifelhaft;--_marchasita_ im Arabischen (ist wohl eigentlich der krystallisirte), auch _schaghharat, buritasch_ (mit pyrites zusammenh�ngend) und _alrusenat_, der harte, feuerschlagende Kies. _byritaes_ im T�rkischen;--_puritos_ im Syrischen, auch _markeschito_, was eigentlich Zinnkies seyn soll;--_[Greek: pyrit�s]_ im Griechischen, auch _[Greek: pyrimachos]_ (wenn auch der letztere Name mit [Greek: pyr] das Feuer zusammenh�ngen wird, so stammt ersterer doch gewiss aus dem Oriente);--_pirites_ der R�mer;--_pyrites, iron pyrites_ im Englischen (der dortige Bergmann nennt den Kies meist mundic, wohl von mwn im W�lschen d.i. Erz--in Schottland auch dogger);--_pirites_ im Portugiesischen, auch _markasita_, wenn er krystallisirt ist;--_pirita_ im Spanischen, auch _marquesita_, in der Bergwerkssprache: cascajo, marquesitas mundic, bronce margaritoso (bronce dorado ist Kupferkies, bronce bianco Arsenikkies); magistral ist eine Verbindung von Schwefel- und Kupferkies, die zur Amalgamationsbeschickung benutzt wird;--_pirite_ im Italienischen;--_pirite_ im Franz�sischen. _kjes_ im Lappl�ndischen, auch _swfwelkjes_;--_kyss, kenkovecs, vasercz kenk�ves_ im Magyarischen;--_kys, kyz, sjriccnjk zelezicny_ im Czechischen;--_kyss, wasserkys_ beym teutschen Bergmanne, in Ungarn ist gelf der bleiche, blachmal der goldhaltige; _kies_ im Schwedischen, auch svafvelkies, jernkies, fyrsten (Feuerstein), marchasister ist der krystallisirte;--_k�s_ im D�nischen, jernk�s, ildstein. _kaltschedan_ im Russischen;--_chidsch_ im Armenischen. M. _Magneteisenstein, Magnet_. Der Magneteisenstein ist ein fast reines Eisenoxydul von schwarzer Farbe und grosser H�rte, theils octaedrisch krystallisirt, theils derb, theils in K�rnern, dann h�ufig ein Gemengtheil des Sandes, in welchem die Edelsteine gefunden werden. Er ist magnetisch, aber nur attractorisch; bestreicht man aber damit einen Eisenstab, so wird er attractorisch und retractorisch, zur Magnetnadel, die beweglich, sich in die nords�dliche Linie stellt, das wesentlichste Erforderniss des Compasses und der Boussole oder des See-Compasses bildet. Diesen hatten die Chinesen seit �ltester Zeit, von ihnen wird er nach Europa gekommen seyn; den Magnetismus aber kannte ganz gut das Alterthum wie der Orient. In vielen Sprachen stehen die Namen von Magneteisenstein und Diamant in genauem Connex, beide Mineralien haben aber auch manche Analogien, wie gleiche Krystallform, grosse H�rte, und es giebt schwarze Diamanten, die dem krystallisirten Magneteisenstein sehr �hnlich sind. _tse_ im Chinesischen, auch _tse-chy; y-tie-chy_ (d.i. Stein, der Eisen anzieht); kouei-ku ist der Compass (dessen Name aus dem Chinesischen zu stammen scheint); thou-kouei-tchin ist die Magnetnadel;--_khaba-lena-do_ im Tibetanischen;--_touroun kemoun_ im Tartarischen, wie auch der Compass heisst;--_batu-barami, besi-barani_ im Malaiischen;--_tshumbaka-patthara_ im Hindu;--_tschum-ba-kapathara_ im Bengalischen, auch _lohakanta_ (d.i. Eisengeliebt);--_krisch-naloha_ im Sanscrit (d.i. Eisenzieher), auch _akarchaka, ajaskanta_ (d.i. von Eisen geliebt). _magnatis, myknatys_ im Persischen (bey dem man Eisen-, Gold-, Silbermagnet unterscheidet), auch _ahen ruba_ (d.i. Eisenr�uber) und _ahenkes_ (der magnina geh�rt nicht hieher, sondern ist Braunstein);--_magnatis, maeghnytys_ im Arabischen, auch _hadschar aldschadheb_ (d.i. anziehender Stein) und _demyr kapan_ (was auch Compass heisst); den Goldmagnet erw�hnt Taifaschi nur nach Aristoteles, nicht nach eigner Kenntniss;--_myknatys_ im T�rkischen, auch _mailati_ oder _megladez tasch_ (kabala heisst bey den T�rken und allen Muhammedanern eine herzf�rmige, silberne B�chse mit einer Magnetnadel, die ihnen zu den Gebeten die Richtung nach Mekka andeutet);--_makind, magnis, atamant_ im Armenischen;--_maknatis_ im Kurdischen;--_magnises_ im Chald�ischen, auch _eben sch�ebeth_ (d.i. anziehender Stein) und _calamites_ und _calamita_ (wohl eigentlich die Magnetnadel);--_magnitos_ im Syrischen, auch _kognatis, harklojo_ und _harkelo_ (woher wohl [Greek: h�rakleia] im Griechischen);--_[Greek: magn�tis]_ der Griechen, aber nur die m�nnliche Art (die weibliche war theils Braunstein, theils Arsenikkies), auch _[Greek: lithos antiphys�n]_ (der anziehende Stein) und besonders in �lterer Zeit _[Greek: h�rakleia]_ (was aus dem Syrischen stammt, nicht herkulischer Stein heissen wird);--_[Greek: mantit�s, kalamita, lapis kalamitaros]_ im Mittelalter, [Greek: belonion] war die Magnetnadel;--_[Greek: magn�t�s]_, auch _[Greek: kalamita]_ im Neugriechischen;--_magnes_ der R�mer, aber nur die m�nnliche Art, war Magneteisenstein (die weibliche war Braunstein), auch _adamas_ (wie im Armenischen), aber nur die Arten arabicus, cenchron, macedonicus cyprius sind unser krystallisirter Magneteisenstein (der adamas indicus war Diamant), der siderites und lapis theamidis k�nnen auch hieher geh�ren. _magnet_ im Englischen, auch _loadstone_ (wohl von load im Angels�chsischen, lod, lodail im G�lschen schwer), magnetisch heisst magnetical, zuweilen auch adamantine; der englische Bergmann nennt den Compass dial, was sonst der Zeiger der Sonnenuhr, auch das Zifferblatt der Uhr heisst;--_magnet_ im Schwedischen, auch _segelsten, quicksten_;--_magnetsteen, seilsteen_ im D�nischen;--_magnetsteen, zeilsteen_ im Holl�ndischen;--_magnetstein_ im Teutschen, der krystallisirte hiess bey den alten Bergleuten swarzer kies;--_segulsteinn_ im Isl�ndischen;--_segelstein_ im Alts�chsischen;--_magnite, magnithoi, kamenj_ im Russischen;--_magnes_ im Polnischen, auch _zelezo magnetyerne_, zelazociag ist der Magnet;--_magnet, dralowec_ im Czechischen, banska strelka ist der Berg-Compass;--_magnes-k�, magnes vas ercz_ im Magyarischen. _calamita_ im Italienischen (wie im Chald�ischen und Neugriechischen, �hnlich mag auch der Name im Albanischen und Walachischen lauten, den ich nicht in den W�rterb�chern finde);--_kalamita_ in Krain, Croatien, Bosnien, auch _selezovlek_ im Windischen, und _magnet_;--_kalamit_, auch _gvozdoteg_ in Illyrien (von gvozdje das Eisen), sivernica ist die Boussole, von siver der Nordwind;--_guozdotegh_ im Ragusanischen. _imana, arriman_ im Baskischen;--_iman_, auch _pedra de cevar_ im Portugiesischen;--_iman, yman, piedra iman_ im Spanischen, auch _piedra de cevar, magnete, calamita_; ahuja, ahujon, auch bruxula ist der Berg-Compass. Der Bergmann nennt den Magnetkies chino wie den Kupferkies;--_aimant_ im Franz�sischen, _pierre d'aimant_, daher l'aiguille aimant�e die Magnetnadel, _calamite_ ist der Magnetstein, auch der Compass;--_azimant_ im Altfranz�sischen. _mein aiman_ im Bretonischen;--_maen ehed, maen-tynu, ehedfaen_ im W�lschen, _tryawch_ ist Anziehung, Magnetismus;--_clach-iuil_ im G�lischen (von iul der Leiter, F�hrer, daher iulach der Compass, der im Irischen auch combaiste heisst), auch _clach tharruing, clach tairnich_; tarrang ist die Nadel, auch der Compass, tarruingeach, dlu-thairneach, auch sreangtar ist magnetisch. N. _Spatheisenstein_. Ein kohlensaures Eisenoxyd mit spathiger Structur, dem Kalkspathe �hnlich; verwittert leicht zu Brauneisenstein, wird dabey dunkel gef�rbt und erdiger. Er ist ein h�ufiges, reiches Eisenerz, das meist ein stahlartiges Eisen und vorz�glichen Stahl liefert. Er findet sich in vielen Gebirgen; der sch�ne Stahl aus Steiermark und K�rnthen, der seit �ltester Zeit, auch unter keltischer und r�mischer Herrschaft gewonnen wurde, ist das Product von Spatheisenstein, der daher von jeher bekannt war, doch findet sich kein Name daf�r in der classischen und orientalischen Litteratur. _kit'h_ im Hindu (�bersetzt mit carbonate of iron) wird hieher geh�ren;--_manhura, sinhara_ im Sanscrit. _plin, eisen�rzt_ in K�rnthen;--_spath_ in Steiermark heisst der frische, braun-, blau-, ockererz der mehr verwitterte, glimmer der glimmrige, kleesch der quarzige;--_pflinz, flinz_ beym teutschen Bergmanne, auch _stahlerz, stahlstein, weiss eisenstein_;--_hwit jernmalm_ im Schwedischen;--_sparry ironstone_ im Englischen;--_fer blanche, mine d'acier, spath martial_ im Franz�sischen; der Bergmann um Grenoble nennt ihn maillat, rives, rives orgueil, leux, wenn er zersetzt ist mines douces;--_minera de ferro bianco, = spatico_ im Italienischen. _schelesnoi schpat_ im Russischen;--_weglan zelaza_ im Polnischen;--_ocelek, uhlan zelecity_ im Czechischen;--_vasas nekez kovats_ im Magyarischen. _minera chalybis_ im neuern Latein, auch _minera ferri alba, minera martis spatosa_. O. _Eisenglanz_. Ein weiches, h�ufiges, durch sch�ne Krystalle ausgezeichnetes Eisenerz. Die ungeheure Erzniederlage auf der Insel Elba (Athalia der Alten) bey Italien bestehet fast allein aus Eisenglanz, der kaum an irgend einem andern Punkte so sch�n als hier vorkommt, der seit den �ltesten Zeiten von den Karthagern, Kelten und R�mern hier gewonnen wurde, um Italien mit Eisen zu versehen. Man kannte daher im Alterthume und Oriente dieses Erz sehr gut, es wird h�ufig von den Autoren erw�hnt, aber kein bestimmter Name genannt. _androdamanta niger_ der R�mer kann vielleicht hieher geh�ren;--_ferrum mineralisatum niger_ im neuern Latein;--_minera di acciajo_ im Italienischen;--_fer speculaire, mine de fer grise_ im Franz�sischen;--_iron glance_ im Englischen;--_jern glands_ im Schwedischen und D�nischen;--_spiegelstein, spiegelglanz_ beym teutschen Bergmanne. _schelesnoi blesie_ im Russischen;--_kieslienjk zcleziny_ im Czechischen;--_blyskawka, niedokwas zelaza_ im Polnischen;--_�veg tasercz_ im Magyarischen. P. _Rotheisenstein_. Ein rothes Eisenoxyd, sehr h�ufig, fast �berall verbreitet, dadurch vorz�glich ausgezeichnet, dass es einen rothen Strich giebt, meist stark und blutroth abf�rbt, daher auch blutstein genannt. Das Erz ist theils erdig wie der eisenrahm, eisenschaum, theils dicht, theils fasrig, dabey oft rundf�rmig abgesondert, und besondere rundliche Gestalten zeigend, bekannt unter dem Namen glaskopf, wohl corrumpirt aus Glattkopf wegen der glatten rundlichen Oberfl�che. _chin-tan, tai-tche-chy, ting-teou-tchi_ im Chinesischen;--_geri_ im Bengalischen, auch _gerimali_ (ist eigentlich rother Eisenocker);--_dhatukascia_ im Sanscrit (eigentlich das rothe Eisenoxyd);--_aduru callu, cany callu, ipanada_ im Hindu;--_sadenegi, scedigi_ im Arabischen, vielleicht geh�rt hieher auch der hagiar salchus oder scheithus (wie [Greek: schistos] klingend);--_schadno_ im Syrischen. _[Greek: haimatit�]_ im Griechischen, von [Greek: haima] das Blut; [Greek: lithos schistos] war wohl die erdige Ab�nderung, unser Eisenrahm;--_[Greek: haimatit�s]_ im Neugriechischen, auch _[Greek: haimatos]_;--_haematites_ der R�mer; hatte mehrere Arten als: xanthos menui der Indier und lapis schiston, der die erdige Art gewesen seyn wird;--_hematide, sanguine_, auch _fer oligiste_ im Franz�sischen;--_hematite roxo_ (der rothe), _harderic, albin, sanguina piedra_ im Spanischen (almagre, rubrica ist der R�thel zum Rothanstreichen);--_amatita_ im Italienischen. _clach-fhola_ im Galischen (von fuil das Blut);--_blodstein, glaskopt, torsten_ im Schwedischen;--_blodstone_ im Englischen;--_blutstein, glaskoph_ beym teutschen Bergmanne. _krowawick, krasnoi schelesnoi kamenj_ im Russischen;--_krwowawnik, niedokwas zeleza ezerwony_ im Polnischen;--_krewel, krwawnick_ (Glaskopf), _zebirjcek_, auch _kyslicnjk zelezicny_ im Czechischen;--_kryvnek, krawne kamen_ in Krain;--_reres vasercz_ im Magyarischen. Q. _Braun- und Schwarzeisenstein_. Eisenoxyd von brauner und schwarzer Farbe und einem gleichfarbigen, nicht rothen Striche, �brigens dem Rotheisensteine in Form und Structur ganz �hnlich, von diesem nur oryctognostisch verschieden; der Techniker macht keinen wesentlichen Unterschied, weshalb auch kaum bestimmte trivielle Namen bekannt sind. _brown iron stone_ im Englischen;--_buroi schelesnoi kameni_ im Russischen;--_hnedel_ im Czechischen;--_barna vasercz_ im Magyarischen. R. _Ocker, Eisenocker_. Eisenoxydul-Hydrat, von rother oder gelber Farbe, theils erdig, theils schmierig, als Absatz von Gew�sser, bald rein, bald unrein, bildet in Verbindung mit Thon, den Bolus und R�thel, auch die Gelberde und das Ockergelb, die als Farbe benutzt werden, s. diese Artikel bey den Erden. Das Wort ocker, das �hnlich in den neuern Sprachen, auch im Lateinischen und Griechischen vorkommt, wird aus dem Keltischen stammen, zusammenh�ngen mit odhar im G�lschen, fahl, dunkel, daher [Greek: �chros] im Griechischen, pallidus, ochre im Englischen u.s.w. S. _Thoneisenstein, Adlerstein_. Ein Eisenoxyd, roth oder gelb, mehr oder weniger sandig oder thonig, das oft in besondern Formen oder Concretionen erscheint, aber selten technischen Nutzen gew�hrt. Manche dieser Concretionen sind geodenf�rmig, rund, im Innern hohl, enthalten Sand oder Steine, klappern beym Sch�tteln, erregten seit alten Zeiten Aufmerksamkeit, gaben zu verschiedenen Conjecturen Aulass, waren unter dem Namen Adlersteine bekannt. _go-ho-ky, yu-yu-linang, yu-liang-chy, nieou-hoang_ im Chinesischen;--_ardsuakhar_ im Armenischen;--_iktamakt_ im Arabischen;--_iktemet_ im T�rkischen;--_itubhnon_ im Syrischen. _[Greek: lithos aetit�s]_ im Griechischen (von [Greek: aetos] der Adler);--_lapis aetites, geodes gungites_ der R�mer;--_[Greek: krat�t�ra]_ im Neugriechischen;--_etites, piedra del agula_ im Spanischen, auch im Portugiesischen;--_aetide, pierre d'aigle_ im Franz�sischen;--_eagle stone_ im Schwedischen, ljusgr� jernmalm ist Thoneisenstein;--_clach iolaire_ [?*] im G�lschen (von iolair der Adler);--_arrandaria_ im Baskischen. _orl� kamen, bolatnaja_ im Russischen, glinistoi schelesnoi kameni ist Thoneisenstein;--_orli kamieni, zelaze itowe_ im Polnischen;--_orlici kamen_ im Czechischen;--_sasko_ im Magyarischen. T. _Bohnerz, Linsenerz_. Ein k�rniger Thoneisenstein, auch linsen- und bohnenf�rmig, der nicht selten, besonders in der Juraformation vorkommt, auch verschmolzen wird, dem Alterthume wohl bekannt gewesen seyn mag, wenn wir auch den Namen nicht kennen. _tching-to-ta-chy_ im Chinesischen;--_bohnerz, linsenerz, hirseerz, zieselerz_ beym teutschen Bergmanne;--_pea iron ore_ im Englischen. U. _Raaseneisenstein, Morasterz, Sumpferz_. Ein, meist phosphorsaures Eisenoxydul, das sich in Seen, S�mpfen, Mooren fortw�hrend bildet (meist aus den Panzern einiger microscopischen Infusorien), h�ufig in knolligen, rundlichen Formen; da es an der Oberfl�che liegt, ist es sehr leicht zu gewinnen, wird in vielen, besonders in den n�rdlichen Gegenden als Eisenerz verschmolzen. In den s�dlichem Gegenden, auch in Griechenland und Italien ist es wenig heimisch, im classischen Alterthume kommt daf�r kein Name vor. Im neuern Latein heisst es ferrum limosum, tophus ferri. _che-han-chy_ im Chinesischen. _wiensenerz_ [_wiesenerz_] im Teutschen, auch _sumpferz, morasterz, seeerz, modererz, pfennigerz, lindstein, ortstein, heidstein, raudenstein_; --_sj�malm_ im Schwedischen (Seeerz), _skraggmalm, myrmalmer_ (Moorerz), _pennigsmalm, purlemalm; brand�rke, gr�n�rke; �rke_ heissen, besonders in Dalekarlien, diese Erze im Allgemeinen, osmund ist das daraus geschmolzene Eisen;--_fer limoneux, mine de marais_ im Franz�sischen;--_swampy argillaceous ore_ im Englischen. _bahnak_ im Czechischen;--_ruda blothna, rudwodna_ (Seeerz), _zelazo darniowe_ im Polnischen;--_dernowoi schelesnoi kamenj_ im Russischen;--_vasagyagborso-vizi, = toi_ im Magyarischen. * * * * * #�. 10. Mangan, Braunstein#. A. _Manganmetall_. Das regulinische Mangan oder Manganmetall, welches zur Zeit keine technische Anwendung findet, ist sehr schwer aus den Erzen zu reducieren, wurde erst in neuerer Zeit durch Kaim (1770), sowie durch Scheel (1774) und durch Bergmann (1774) dargestellt oder vielmehr als eignes Metall erkannt, welches vom Eisen verschieden sey, f�r welches Buttmann den Namen Mangan vorschlug, den Karsten (1808) in das Mineralsystem einf�hrte. Das Manganerz kannte man stets, benutzte es technisch. B. _Graubraunsteinerz_. Ist das h�ufigste Manganerz, das in vielen Gegenden gefunden wird, ein schwarzes, meist krystallinisches Manganoxyd, das fr�her stets zu den Eisenerzen gerechnet wurde, obwohl es kein Eisen enth�lt. Es hat und hatte von je her mehrfache technische Anwendung, dient zur Glasur des T�pfergeschirrs, vorz�glich aber in den Glash�tten zum Entf�rben und Reinigen der Glasmasse (hiess Glasseife), zugleich, in anderen Verh�ltnissen zugesetzt, auch zum F�rben der violetten, braunen und schwarzen Gl�ser, die im Alterthume h�ufig zu Spiegeln angewendet wurden, hiess fr�her magnesia vitriariorum. _wou-ming-y_ im Chinesischen. _manganesa_ im Bengalischen;--_magnina_ im Persischen;--_[Greek: magn�tis lithos]_ im Griechischen, aber nur die weibliche Art (die m�nnliche war Magneteisenstein), auch der [Greek: anthrakion] von Orchomenos;--_magnes lapis_ im Lateinischen, aber nur die weibliche Art (die m�nnliche war Magneteisenstein), auch der _alabandicus lapis_;--_manganesia, alabandina_ im Spanischen;--_manganesia_ im Portugiesischen;--_manganese_ im Italienischen;--_manganese_ im Franz�sischen; auch _perigord, pierre de perigeux_ (weil es bey dieser Stadt viel gegraben wurde), auch _savon de verreries_ (Glasseife);--_manganesia, oxyde of manganese, grey mangansian ore_ im Englischen;--_maghnisia, marganez_ im Russischen;--_manganez, niedokwas manganezu_ im Polnischen;--_burel_ im Czechischen. _braunstein_ der teutschen Bergleute;--_brunsteen_ im Schwedischen und D�nischen;--_bruinsten, manganesia_ im Holl�ndischen. _chambar, chucef_ der Alchemiker kann hierher geh�ren. C. _Rothbraunsteinerz, Maganspath_. Ist ein Manganoxyd mit Kieselerde, oft auch mit Kohlens�ure verbunden, meist von sch�n rother Farbe (daher auch Rothstein genannt), hat nicht das Ansehn eines Erzes, dient auch nicht als solches, sondern eines Kieselfossils, kommt vorz�glich sch�n in Sibirien und Siebenb�rgen vor, wo die schon gef�rbten St�cke zu Werken der Kunst verwendet werden. Diess wird wahrscheinlich auch im Alterthume geschehen und der Stein--nicht mit Unrecht--zu den rothen Gemmen gez�hlt seyn, wir wissen aber nicht unter welchem Namen. Die verschiedenen Namen, die man jetzo mineralogisch unterscheidet, haben kein allgemeines Interesse, brauchen hier nicht erw�hnt zu werden. _fest�ercz_ im Magyarischen;--_krasnoi marganez_ im Russischen;--_red mangnesian ore_ im Englischen;--_manganese carbonat�_ im Franz�sischen. * * * * * #�. 11. Chrom#. A. _Chrommetall_. Das Chrommetall ist schwer darstellbar, erst in neuerer Zeit aus den Chromerzen, die nur an wenigen Punkten gefunden werden, reducirt. Es wird eben so wenig benutzt, als die Chromerze an sich; aber das Chromoxyd, das man aus dem Chromeisenstein gewinnt, hat in j�ngster Zeit eine wichtige Anwendung in der Porzellanmalerei erhalten. Das Alterthum, wie der Orient werden das Metall nicht gekannt, die Erze nicht benutzt haben. B. _Chromeisenstein_. Es ist dies Magneteisenstein mit mehr oder weniger Chromoxyd, das im Serpentin vorkommt, der auch vom Chrome seine F�rbung haben wird; es ist dem reinen Magneteisensteine h�chst �hnlich, wurde von diesem fr�her nicht unterschieden. _fer chromat�_ im Franz�sischen;--_chromate of iron_ im Englischen. C. _Chromsaures Blei_. Es ist ein chromsaurcs Bleioxyd, ein Bleispath von sch�n rother Farbe, das fast nur in Sibirien, auch hier nur sparsam vorkommt, von wo es 1766 durch Lehmann zuerst bekannt wurde, aber erst Vaukelin wiess die Chroms�ure nach. _rothbleierz_ im Teutschen;--_plomb chromat�e_ im Franz�sischen;--_chromate of lead_ im Englischen. * * * * * #�. 12. Titan#. Das Titan ist ein seltenes, schwer darstellbares, erst neuerlich reducirtes Metall, das wie seine Erze, die nur sparsam vorkommen, keine technische Anwendung findet. Titans�ure und Zirkonerde stehen sich chemisch sehr nahe. Erst Klaproth fixirte das Titanoxyd. A. _Titaneisen_. Eisenoxyd mit mehr oder weniger Eisenoxyd, dem Magneteisenstein sehr �hnlich, meist in K�rnern vorkommend, auch bekannt unter den Namen Iserin, Nigrin, Menakan. _titane oxyd� ferrif�re_ im Franz�sischen;--_ferrougineous oxyde of titanium_ im Englischen. B. _Rutil_. Titanoxyd, mit etwas Eisen, meist krystallisirt, von r�thlicher Farbe, daher Werner den Namen von rutilus (r�thlich) entlehnte; Klaproth wies die Zirkonerde nach, fr�her stellte man es zum Sch�rl. _titane oxyd�_ im Franz�sischen;--_red oxyd of titanium_ im Englischen. C. _Anatase_. Ein octaedrisch krystallisirtes braunes Titanoxyd mit etwas Kieselerde, wurde von Sauss�re octaedrit, von Hauy anatase genannt, von Klaproth als Titanoxyd erkannt. _titane oxyd�e, anatase, oisonite, octacdrite_ im Franz�sischen;--_red oxyde of titanium, octaedrit_ im Englischen;--_sorlo rosso_ im Italienischen. * * * * * #�. 13. Wolfram oder Scheel#. Das Metall ist aus dem Wolfram erst neuerlich (1781) durch Scheel dargestellt, hat dadurch seinen Namen erhalten, hat keine technische Anwendung, doch dient das gelbe Scheeloxyd zu mehreren sch�nen gelben Farben. Die Erze kommen nicht h�ufig, fast nur in den n�rdlichen Gegenden vor, sie waren seit alter Zeit dem Bergmanne bekannt, aber unn�tz. A. _Wolfram_. Scheelsaures Eisen, eisenschwarz, krystallisirt, wurde fr�her den Eisenerzen beygez�hlt, bis man das Scheelmetall entdeckte, hiess in der lateinischen Terminologie spuma lupi (wohl Uebersetzung von Wolf-ram), magnesia, suma jovis. _woltschez_ im Russischen;--_chorec_ im Czechischen;--_wolfram_ im Polnischen;--_wolfram_ der alten B�hmischen und teutschen Bergleute, oder _wolfrumb, wolfart, wolfert, wolfruss_ (welche Worte unbekannten, wahrscheinlich aber czechischen Ursprunges sind), auch _saissbickel_ und _schurell_; der Bergmann begriff darunter auch unsern Sch�rl, und �hnliche, ihm unn�tze Gesteine;--_wolfram_ im Schwedischen, D�nischen, Franz�sischen und Englischen, _cal_ beym englischen Bergmanne in Cornwall, wohl aus dem Keltischen, wo das Wort hart und Stein heisst. B. _Tungstein, Schwerstein, Scheelit_. Es ist scheel- oder wolframsaurer Kalk von weisser oder gelber Farbe, spathiger Textur, h�ufig krystallisirt, sehr schwer, kommt besonders in Sachsen und Schweden mit Zinnstein vor, war dem Bergmann immer bekannt, der ihn in Schweden tungstein (d.i. Schwerstein), in Sachsen weissen zinnstein nannte, bis Scheele (1781) die Tungsteins�ure nachwies. _tungsteen_ im Schwedischen, von tung, d.i. schwer, daher gab ihm Werner den Namen Schwerstein, f�r welche viele Mineralogen den Namen Scheelit substituirten, Scheele, dem Entdecker der Scheels�ure, zu Ehren;--_weisse zinngraupen, weisser zinnstein, zinnspath, weisser misspickel_ der alten s�chsischen und b�hmischen Bergleute;--_gossan_ der Bergleute in Cornwall;--_tungst�ne blanc_ im Franz�sischen;--_tungstena_ im Spanischen;--_tungstate of lime_ im Englischen;--_farkaskyal_ im Magyarischen;--_belaja woltschezovaja ruda_ und _t�schel�j kameni_ im Russischen. * * * * * #�. 14. Molybd�n, Wasserblei#. Das Wasserblei, der Molybd�nglanz der Mineralogen, ist eine Verbindung von Schwefel und Molybd�nmetall, meist in bleigrauen gl�nzenden Bl�ttchen oder T�felchen, sehr weich und etwas abf�rbend, hat Aehnlichkeit mit Reissblei oder Graphit, auch mit Glimmer, wurde bald mit letzterm (wie von Rome de l'Isle) bald mit ersterm vereiniget, bis Scheele (um 1780) hierin die Molybd�ns�ure entdeckte, und Lampadius in Freiberg das Wasserblei f�r eine Zusammensetzung von Molybd�nmetall und Schwefel erkannte. Das Wasserblei, das nur sparsam meist im granitischen Gebirge vorkommt, gew�hrt kaum technischen Nutzen; zusammengeschmolzen mit Schwefel liefert es sehr schlechte Bleistifte; das molybd�nsaure Zinnoxyd giebt eine Farbe, den blauen Karmin. _wasserblei_ im Teutschen;--_blyerz_ im Schwedischen;--_zeslec_ im Czechischen;--_k�llow_, auch _wadd_ im Altenglischen;--_potelot, galene sterile_ im Altfranz�sischen. [Greek: molybdoides] im Griechischen, erw�hnt von Dioskorides, kann hieher geh�ren, daher ist der neuere Name entlehnt;--_molybdaena, sulfuret of molybdaena_ im Englischen;--_molybd�ne sulfur�_ im Franz�sischen;--_molybdena, lapis plomo_ im Spanischen;--_molibdena_ im Russischen und Polnischen;--_malibda, malibdika_ im Bengalischen, �bersetzt mit molybdate, molilybdic, ist wohl neuern, europ�ischen Ursprunges. * * * * * #�. 15. Kobalt#. Das Kobaltmetall kommt nicht gediegen vor, l�sst sich schwer aus den Erzen reducieren, gew�hrt keinen technischen Nutzen. Am h�ufigsten findet sich der Schwefelkobalt oder Kobaltkies (Glanz- und Speiskobalt), der zur Smalte verwendet wird, unbedeutender das Kobaltoxyd, mit verschiedener F�rbung, als schwarzer und rother Erdkobalt, Kobaltbl�the u.s.w. Das Wort kobalt wird slawischen Ursprunges seyn, zusammenh�ngend mit kow d.i. Erz, kowalti erzartig, daher kobolt, kobelt, womit der H�ttenmann die unreinen Metallgemische bezeichnet, die beym ersten Schmelzen der Kiese u.s.w. fallen, der Bergmann aber vorz�glich die Erze, die arsenikalische D�mpfe im Feuer ausstossen wie Arsenik- und Kobaltkies, daher er auch den gediegenen, scherbenf�rmigen Arsenik scherbenkobalt nennt. Wissenschaftlich ist der Name Kobalt auf das eigent�mliche Metall beschr�nkt, auf den Kobalt, der im Czecishchen [Czechischen] dasik heisst. Die Chinesen kannten seit �ltester Zeit das blaue Kobaltglas, daher auch die Kobalterze; ans dem r�mischen und griechischen Alterthume ist blaues Kobaltglas (Smalte) auf uns gekommen, man muss daher auch damals die Kobalterze gekannt haben, wir wissen aber nicht mit Gewissheit, wo dasselbe bereitet wurde, wie die Erze hiessen, aber wahrscheinlich begriff man sie unter androdamas und argyrodamas (s. Arsenikkies). A. _Speiskobalt_. Das h�ufigste Kobalterz, eine Verbindung von Kobalt, vielem Arsenik und Eisen, entwickelt daher auf gl�henden Kohlen starke Arsenikd�mpfe. Ist von weisser und grauer Farbe, h�ufig krystallisirt. Behufs der Smalte-Fabrikation wird das Erz ger�stet, um den Schwefel und Arsenik zu verdampfen, dann mit Quarz und Pottasche zusammengeschmolzen, dabey scheidet sich eine metallische Verbindung aus, die Nickel, Wissmuth, Silber u.s.w. enth�lt und _Speise_ heisst. Das Wort Speise, woher Speiskobalt, ist in der s�chsisch-b�hmischen Bergwerkssprache ziemlich verbreitet, wird slawischen Ursprunges seyn, zusammenh�ngen mit _spitz, spiza_ im Czechischen, was Bronce oder Broncefarbe bedeutet, daher nennt man Speise, Glockenspeise das Glockenmetall, Speise heisst der gelbe Kobaltk�nig, den man beym Probieren kobalthaltiger Erze erh�lt, bleispeise ist beym Bleischmelzen das gelbe Gemisch von Kobalt, Kupfer und Schwefel, das im Ofen �ber dem Werke stehet; kobaltspeise ist der unreine gelbe Kobalt, der sich beym Schmelzen kobalthaltiger Silbererze, auch beym Schmelzen des Kobaltglases bildet, speisiges erz ist gelbes, kiesiges u.s.w. _koboljt_ im Russischen;--_kobalt_ im Polnischen;--_kobalt_, auch _dasik_ im Czechischen;--_kobold, kobelt, graupenkobelt, kobaltspiegel_, auch _speise_ der s�chsischen und b�hmischen Bergleute;--_koboltercz sz�rke_ im Magyarischen;--_kobolt_ im Schwedischen;--_cobaltgris-arsenical_ im Franz�sischen;--_arsenical cobalt_ im Englischen. B. _Kobaltglanz, Glanzkobalt_. Kobaltmetall mit Eisen und wenigerm Arsenik als der Speiskobalt, r�thlich weisser Farbe, meist krystallisirt, besonders h�ufig in Schweden. _koboltglantz, koboltmalm_ im Schwedischen;--_koboljt loskowoi_ im Russischen;--_saudasec_ im Czechischen;--_oright, white kobalt, kobaltglance_ im Englischen;--_zaffera_ im mittlern Latein. C. _Erdkobalt, Kobaltbl�the_. Kobaltoxyd, mehr oder weniger rein, von schwarzer, auch von rother Farbe, erdig, ohne technische Anwendung, dient nur selten zur Smaltefabrication. _schlackenkobold, koboldbl�the_ der teutschen Bergleute;--_cobalt oxyd�_ im Franz�sischen;--_cobalt ochre_ im Franz�sischen. D. _Smalte_. Blaues Kobaltglas, gemahlen, geschlemmt und weiter zu verschiedenen blauen Farben pr�parirt ist die Smalte; escher, eschel ist eine blasse Smalte; zaffer heisst im gemeinen Leben das ger�stete Kobaltoxyd mit Kieselpulver vermengt, das zur blauen T�pferglasur dient. Obwohl das Alterthum die Smalte kannte, so war doch die Kunst sie zu bereiten g�nzlich verloren gegangen; erst um 1540 erfand wahrscheinlich Ch. Sch�rer, ein b�hmischer Glasmacher sie wieder und bereits um 1570 bestanden mehrere Smalte-Fabriken in B�hmen und Sachsen, bald bem�chtigten sich die Holl�nder dieses Handelsartikels, der als azura del alemagna nach Italien ging. Der Name smalte wird slawischen Ursprunges seyn, heisst smele, szalc im Slawischen. _pe-tsing_ im Chinesischen. _smele_ im Czechischen;--_szmalc_ im Polnischen;--_smolcz_ im Croatischen;--_spushanstvu, svaritge_ im Windischen;--_smalts, bl�starkelse_ im Schwedischen;--_smaltum_ im Mittelalter, auch _azura del alemagna_ in Italien (d.h. teutsches Ultramarin); ferner _zaffera_ (wie damals auch die Kobalterze hiessen) wahrscheinlich von [Greek: sapheiros], d.i. Lasurstein; daraus bildete sich safflor, wie man noch jetzo die rohe nicht geh�rig pr�parirte Smalte nennt;--_safr_, auch _azur sacado de cobalto_ im Spanischen;--_zaffer_ im Englischen;--_esmalte_ im Portugiesischen;--_smalt_ im Franz�sischen. * * * * * #�. 16. Wissmuth#. A. _Das metallische Wissmuth_. Der gediegene Wissmuth findet sich von den Wissmutherzen am h�ufigsten, ist aber doch ein seltenes Metall, das nur in Sachsen im Grossen ausgebracht wird, sparsamer findet sich der geschwefelte Wissmuth oder Wissmuthglanz und das erdige Oxyd, der Wissmuthocker. Das Metall wird vorzugsweise characterisirt durch seine ausserordentliche Leichtfl�ssigkeit, es schmelzt an der Flamme des Lichtes, schon auf einem heissen Ofen. Mit Spiesglanz giebt es das Metall zu den Buchdrucker-Lettern;--mit Zinn und Blei versetzt giebt es ein besonders leichtfl�ssiges Metall, welches bey gewissen Verh�ltnissen schon im siedenden Wasser schmilzt, das vorz�glich zum L�then des Zinnes und Bleies dient. Das Zink wird durch Wissmuth h�rter und diese Legierung hiess sonst conterfait, guntelfer (wie man auch den Zink nannte), und ein solches Metall bezog man sonst aus Indien, wo der Wissmuth stets bekannt gewesen seyn wird. Die R�mer und Griechen haben das Metall vielleicht gekannt und es unter plumbum begriffen, doch stehet dar�ber nichts fest. In den Apotheken hiess es sonst: margasita officinalis, aschblei, plumbum cinereum, stannum cinereum. Der Name mag aus dem Slawischen stammen, wenn er nicht indischen Ursprunges ist. _wismata_ (gesprochen bismuta) in Bengalen (ob vielleicht aus den europ�ischen Sprachen?);--_vismouth, wismut_ im Russischen;--_vizmunt, biszmut_ im Polnischen;--_wyzmut_ im Czechischen;--_biszmot_ im Magyarischen;--_vissmut, askbly_ im Schwedischen und D�nischen;--_bismuth_ im Holl�ndischen;--_tinglas_, auch _bismuth_ im Englischen;--_bismute, etain de glace_ im Franz�sischen;--_bismute_ im Italienischen, Spanischen, Portugiesischen. Die Alchemiker erw�hnen zuerst den _wismut_; als ziemlich synonym nennen sie conterfayn und mythan (wohl ein orientalisches Wort, dessen Bedeutung dunkel ist), scheinen unter wismat auch wohl Schwefelkies verstanden zu haben;--Albert der Grosse (um 1250) begreift den Wissmuth unter marchasita, Basilius Valentin (um 1500) erw�hnt wismut und bismuth. B. _Wissmuthglanz_. Ein Schwefelwissmuth, von grauer Farbe. _bismuth sulfur�_ im Franz�sischen, �hnlich in den neuern Sprachen. C. _Wissmuthocker_. Ein gelbes Wissmuthoxyd, von gelber Farbe, erdig, von seltenem Vorkommen. _wismatbl�et_ der s�chsischen und b�hmischen Bergleute;--_bismuth oxyd�_ im Franz�sischen und �hnlich in den �brigen Sprachen. D. _Weisses Wissmuthoxyd_. Dieses chemische Pr�parat bildet den Grund zur meisten weissen Schminke. _magisterium vismuti_ oder _marcasittae_ der �ltern Schriftsteller;--_blanc d'Espagne_ im Franz�sischen;--_schminkweiss, spanisch weiss_ im Teutschen;--_hwit smink_ im Schwedischen. * * * * * #�. 17. Blei#. A. _Das metallische Blei_. Blei, Zinn und Zink haben in ihrem metallischen Zustande grosse Aehnlichkeit mit einander, f�hren auch in mehreren Sprachen einen gemeinschaftlichen Namen, wie plumbum im Lateinischen, on im Magyarischen u.s.w., werden dann durch Beyworte unterschieden. _si�, tsien, tschj�n, kien, jen, jan, gouen, he-youen_ im Chinesischen;--_ien_, auch _mamari_ im Japanischen;--_jen_ auf Korea;--_ke_ auf Awa;--_tschi_ in Tunkin und Siam;--_timah_ im Malaiischen, ist Blei und Zinn, _timah itan_ oder _etan_ (d.i. das weisse) ist unser Blei, timahputi unser Zinn;--_tudja_ im Tungusischen;--_mane_ im Tibetanischen (nach Klaproth), auch _zah-nye_ oder _shane_ (nach Wilson), _zha-rnye-zha-ny�, dnage-po, ra-nya, ra-rnyie_, auch mit Blei �bersetzt, wird Zinn seyn, von ranga im Sanscrit;--_chorgoldsi_ und _togolcha_ im Mongolischen, auch _chara-chorgoltsch, chara togolga, bugonai-tulga, ukyr-tulga_ (tulga scheint Zink zu seyn);--_churguschin_, auch _kargaschin_ im Tartarischen;--_tartchan_ im Tartarisch-Mandschu;--_akerlok_ in Gr�nland bey den Eskimo's (bedeutet auch Zinn). _kurchan, kargaschin_ (aus dem Tartarischen), _kursun_ im T�rkischen, auch _on_ (wie im Magyarischen);--_kurgusch, kurguschun_ im Kurdischen, auch _resas, erssas_ (aus dem Arabischen);--_churguldschim_ im Kalm�ckischen. _korhaschin, tschuti, tuschi_ im Lesgischen;--_tkue, tkut, tqwia_ im Georgischen;--_phaabpsah_ im Tscherkessischen;--_desch_ in andern kaukasischen Sprachen. _sisa, seesa_ im Hindu;--_sisa, sisaka_ im Bengalischen und Sanscrit, hier auch _alinuka, naga_, dichterisch auch _gandupa-dabhara, �wetarandschana, tschina, tamara pischta_ (wanga wird Zink seyn);--_sika, sikir_ im Afghanischen, auch _s�rp_ (wie im Persischen);--_mulva_ soll das Blei auch im Indischen heissen, ich weiss aber nicht, in welcher Sprache. _s�rb, �sr�b, osrob, usrub_ im Persischen;--_surb, scurb_ im Bucharischen;--_idsi, ischdi_ im Ossetischen. _rasas, rassas, raesas, rafas, russas_ im Arabischen, bezeichnet Blei und �berhaupt die leichtfl�ssigen Metalle;--_russas-aswad_ (Schwarzblei) ist unser Blei, das auch _surb, osrob_ (wie im Persischen) heisst; russas abiad (Weissblei) ist Zinn und Zink; saerfan ist ein nicht n�her bekanntes bleiartiges Metall;--_rsas_ im Maltesischen;--_rassas_, auch _orszaska_ im Berberischen;--_orszas_ im Dungalischen, Szauakischen und Darfur (Nordafrika). _kapar, gabar, dsar_ im Armenischen;--_abar_ im Chald�ischen, auch _abra, abara, abas, kuni, kunja, karkumischa, karkemisch_ (wie im Tartarischen);--_arar_ im Abessinischen;--_arare_ im Amharischen;--_arar_ im Tigrysischen (Nordafrika). _laht_ im Koptischen;--_lath_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;--_espeduljon_ im Syrischen, auch kann _onco_ hieher geh�ren, gew�hnlich durch Zinn �bersetzt; psimuthjon, auch durch Blei �bersetzt, ist wohl Bleiweiss, das psimithium der Griechen. _swinetz_ im Russischen;--_swins_ im Lettischen;--_swinas_ im Schamitischen;--_svinz, svinitz_ im Windischen (Krain);--_schiroi_ im Permischen (Finnischen). _olom, oon_ im Magyarischen, auch _on_ (wie im T�rkischen) bezeichnet Blei und �berhaupt die leichtfl�ssigen Metalle;--_olow, olowin_ im Polnischen;--_olowo, wolowa_ im Czechischen (das gleichklingende olowa im Russischen ist Zinn, nicht Blei, was swinetz heisst);--_olowo_ im Illyrischen, Slowakischen, Bosnischen, Ragusanischen, Croatischen;--_olobo, woloi_ im Serbischen;--_woloi, wol�i, wowoy_ im Sorbischen und Windischen (Krain);--_oliovo, cliowo_ in den samojedischen Sprachen, auch _nourgos, niurgul, kupt, chupt_. [Greek: molybos, molybdos] im Griechischen (ein Wort unbekannten Ursprunges, das mit den erw�hnten slawischen Worten noch die meiste Analogie hat, doch will ich damit nicht behaupten, dass es aus dem Slawischen entnommen sey; ich weiss nicht, wie das Blei im Ph�nizischen hiess);--[Greek: molybi] im Neugriechischen;--[Greek: molybos, molyb�, ploumos, ploumaton] im Mittelalter;--_moliwo_ in der Zigeunersprache, auch _artschitsch_ und _swinzi_ (wie im Windischen). _saturnus_ bey den Alchemikern, auch _osrob, ursub_ (wie im Persischen), _uzuruo, aaban, afrob, alabari_. _plumbu_ im Walachischen;--_mpliumt_ im Albanischen;--_plumb_ im Epirotischen;--_plonn_, _plomm_ im Bretonischen;--_plwn_ im W�lschen (wwn plwn ist Bleierz, plymen das Bleiloth, plymlyd ist bleiern);--_blobm_ im Cornischen;--_plumbum_ der R�mer, waren die leichtfl�ssigen Metalle, _plumbum nigrum_ war unser Blei (plumbum album Zinn);--_plomb_ im Franz�sischen, in alter Zeit kommt auch _accil_ vor;--_piombo_ im Italienischen;--_plomo_ im Spanischen (plomar ist mit Blei �berziehen, plomero der Bleigiesser);--_chumbo_ im Portugiesischen, adjectiv braucht man auch _plumbeo_;--_plun_ im Allemannischen. _bli, blijo, blyso_ im Lappl�ndischen;--_blyiy_ im Finnl�ndischen;--_bly_ im Isl�ndischen, Schwedischen, D�nischen;--_bli_ im Platteutschen; blijern ist bleiern;--_bli_ im Altfr�nkischen;--_blei_ im Hochteutschen. _luaidh_ im G�lschen; _luaidh dhub_ (Schwarzblei) ist eigentlich unser Blei (luaidh gheal--Weissblei--ist Bleiweiss), luaidhe ist bleiern;--_lead_ im Englischen; leaden ist bleiern, to lead mit Blei �berziehen (daher wohl das teutsche: l�then, Loth u.s.w.);--_lead_ im Angels�chsischen;--_lood_ im Holl�ndischen;--_hetlod_ im Belgischen. _beruna_ im Baskischen. B. _Bleioxyd im Allgemeinen_. Das Blei oxydirt sich leicht, giebt mit dem Sauerstoffe verschiedene Oxyde, als: a) zuerst und schon durch Einwirkung der athmosph�rischen Luft, bildet sich das graue Oxyd oder die Bleiasche, auch das weisse Oxyd; b) vermittelst Feuer bildet sich zuerst das gelbe Oxyd oder der massicot, der zum Glasiren der T�pfe gebraucht wird, c) dieser schmilzt leicht zusammen zu einer glimmerigen Substanz, der Bleigl�tte, die theils gold-, theils silberfarbig ist, gold- silbergl�tte; d) diese weiter zusammengeschmolzen giebt das bleiglas;--e) aus dem gelben Oxyd bereitet man durch weitere Behandlung das rothe Oxyd, die mennige, die als Malerfarbe dient. C. _Das graue und weisse Bleioxyd und die Bleiasche_. _safeda_ im Hindu;--_alaunoch, alahabar_ im Arabischen;--_onmesz_ im Magyarischen;--_olowinka_ im Czechischen;--_[Greek: molybdos peplaumenos, = kekaumenos]_ im Griechischen;--_spodium plumbi, plumbum elotum_ der R�mer;_plumbagin_ im Englischen;--_cendre de plomb_ im Franz�sischen;--_alvaiade_ im Portugiesischen;--_bliaska, blygelbe_ im Schwedischen;--_bleyasch_ im Teutschen;--_alumboti_ der Alchemiker, auch _botanum melisodium_. D. _Gl�tte, Bleigl�tte_. Das im Feuer zu einer glimmerartigen Masse zusammengeschmolzene Bleioxyd, von silberweisser und goldgelber Farbe, daher: silbergl�tte, goldgl�tte. _mordar seng_ im Hindu;--_murdesenk_ im T�rkischen;--_m�rdasenk_ im Persischen, eigentlich wohl _kilimia_ auch _altum tewali; schacht_ �bersetzt mit scoria auri ist wohl Goldgl�tte wie saecht im Arabischen;--_murtek_ im Arabischen, eigentlich wohl _climia_ (wie kilimia im Persischen), auch _almaric_ und _saecht_, _climia alsoda_ ist Silbergl�tte, _climia alheb_ Goldgl�tte;--_[Greek: mourtasanki]_ im Neugriechischen, auch _[Greek: lithargyron]_ und _[Greek: aphros apo molybi]_;--_madro, madreco_ im Syrischen;--_kharmartzana_ im Armenischen;--_aliji_ im Koptischen, �bersetzt mit spuma metallorum k�nnte hieher geh�ren. _molybdites_, auch _spuma argenti_ der R�mer, _chrysites_ ist Goldgl�tte; _argirites_ Silbergl�tte (aus dem Griechischen);--_[Greek: molybdoteon, molybdokteon]_ im Mittelalter. _[Greek: lythargyros]_ der Griechen und zwar [Greek: chrysit�s] und [Greek: argyrit�s], Gold- und Silbergl�tte;--_litargiris_ im Spanischen, auch _almartogo_ und _greta_;--_lithargyrio_ im Portugiesischen;--_litharge_ im Franz�sischen;--_litharge_ im Englischen (in allen diesen Sprachen ist das Wort wohl nicht aus dem Griechischen, sondern aus dem Keltischen entlehnt). _pena_ im Windischen (Krain), auch _smet_, slatna pena die Goldgl�tte, sreberna pena oder smet Silbergl�tte. _gleyta, glita_ im Polnischen, auch _piana olowna_ und _bialo krusz_;--_glet, kleyt_ im Czechischen, auch _kyslicnjk olowaty_;--_gloette_ im Norwegischen;--_glete, glit_ im Schwedischen, silberglitt, blyg�lt;--_glit, gl�d_ im D�nischen, blygl�d, silbergl�d;--_gelit_ im Holl�ndischen, goudgelit ist Goldgl�tte;--_glette, silberglette, guldglett_ beym teutschen Bergmanne. _ez�st tajter_ (Silberschaum), auch _ontajtek_ im Magyarischen. E. _Bleiglas_. Die zu einem gelben, glasartigen K�rper zusammengeschmolzene Gl�tte. _[Greek: ilkysma, ilkasma]_ der Griechen (k�nnte vielleicht zusammenh�ngen mit kilimia im Persischen, cliinia im Arabischen,--die Namen der Gl�tte--oder einem �hnlichen semitischen Worte);--_helcisma_ der R�mer, auch _scoria plumbi_;--_scoria argenti_ war ein bleiischer Ofenbruch von zusammengeschmolzener Gl�tte;--_verre de plomb_, _oxide de plomb vitreux_ im Franz�sischen und �hnlich in den verwandten Sprachen. F. _Massicot, Masticot, Bleigelb_. Das gelbe Bleioxyd, das vermittelst Feuer erhalten wird, es dient zu gelben Wasserfarben, zur Glasur der T�pfe u.s.w. _abar_ im Arabischen, �bersetzt durch plumbum ustum, kann hieher geh�ren;--_massicol_ im Englischen und Franz�sischen;--_blegelb_ im Teutschen;--_blygelbe_ im Schwedischen;--_playgeel_ im Altteutschen;--_zestam olowity_ im Czechischen. G. _Mennige_. Das rothe Bleioxyd--die Mennige--ist dem Zinnober �hnlich (der damit auch h�ufig verf�lscht wird), eine gesch�tzte Malerfarbe, die feiner zubereitet Vermillion heisst. Der Name kann von minium im Lateinischen, minea im Baskischen d.i. Zinnober herstammen, h�ngt aber vielleicht zusammen mit mwyn im W�lschen, was zart, lieblich heisst, da mwyn coch (d.i. roth) eine zarte rothe Farbe heisst. _tan_ im Chinesischen;--_sindur, naga_ im Hindu;--_sindura_ im Bengalischen;--_sindura_ im Sanscrit, auch _tschinpischta, nagasambhawa_ (aus Blei hervorgegangen), _nagarakta_ (d.i. rothes Blei, von rakta roth), _nagarenu, raktarenu_ (d.i. rother Staub), _raktabaluko_(d.i. rother Sand);--_sidilinggan, sadalinggan_ im Malaiischen;--_siring_ im Arabischen, auch _arandsch, ascrengu, tezri_;--_isreng, sulgun_ im T�rkischen;--_esrench, zarkum_ im Arabischen, auch _salikum, sidufos_;--_affrengi, azemafor, acartum_ der Alchemiker. _persch, pirch_ im Koptischen, ist auch Bolus oder R�thel;--_mnis, menis_ im Syrischen;--_zericum_ (wie zarkum im Arabischen) im Kurdischen ist auch Bleiweiss; _serkon, serak_ im Chald�ischen (eigentlich eine aus Mennige und R�thel pr�parirte Farbe). _[Greek: sandix]_ oder _[Greek: sandyx]_ im Griechischen (wohl gewiss semitischen Ursprunges), [Greek: sirikon] war die aus Mennige und R�thel pr�parirte Farbe (wie sirkon im Chald�ischen, zarkum im Arabischen);--_sandyx_ der R�mer, auch _cerussa usta_ und _sandaracha factitia_ (nicht zu verwechseln mit dem nat�rlichen sandarak-sandarus im Persischen--der das Gummi von einer Art Wachholderbaum ist und zum Firniss dient), _siricum_ war die daraus pr�parirte Farbe. _mwyn coch_ im W�lschen (von mwyn zart und coch roth) bedeutet Mennige, auch Zinnober (jede zarte rothe Farbe);--_minium_ im Englischen, was doch vielleicht eher mit diesem mwyn zusammenh�ngt, als minium im Lateinischen, das Zinnober bedeutet;--_minium_ im Franz�sischen, auch _uzefur, oxide de plomb rouge_;--_minio_ im Portugiesischen, im gemeinen Leben auch _azarcas, zarcao_, auch _vermilhao_;--_menie_ im Holl�ndischen;--_m�nja, brandt, blywitt_ im Schwedischen;--_minien, mingen_ im Altteutschen;--_miniom_ im Magyarischen;--_miniia_ im Polnischen;--_minyum, surik_ im Czechischen;--_meneka_ im Windischen. H. _Bleiweiss_. Es ist ein kohlensaures Bleioxyd, meist durch Essig bereitet, von sch�n weisser Farbe, ein sehr bekanntes und verbreitetes F�rbematerial. Hiervon wesentlich verschieden ist das reine essigsaure Bleioxyd, der bleizucker, sucre de saturn, ein s�sses Salz, das vorz�glich in der F�rberey benutzt wird. _hou-mien_ im Chinesischen;--_zha-nye-dakara-po_ im Tibetanischen;--_zerikum_ im Kurdischen, was auch Mennige ist;--_isfidach, sepidach, sipilab_ im Arabischen, auch _alseregi, baruch_; der aspideg und asidagi ist das mehr zubereitete Bleiweiss;--_buruk_ im Maltesischen (wie baruch im Arabischen);--_iistibach, irreg, issreny_ im T�rkischen;--_spitakagjegh, spitakutz, kapari_ im Armenischen;--_psimutijon_ im Syrischen (wird �fter auch durch Blei �bersetzt);--_[Greek: psimmithion, psimythos]_ im Griechischen (wohl offenbar semitischen Ursprunges);--_[Greek: empiaka, mplaeto, rhoup�, spintaz�]_ im Mittelalter;--_[Greek: mpianka]_ im Neugriechischen;--_alfidus_ bey den Alchemikern, auch _balae, albotar, gersa, arfiora, presmucum, pynkis, alkarat, almachabat, biarchetunsin_. _cerussa_, auch _psimithium_ im Lateinischen;--_ceruse, wheite lead_ im Englischen;--_ceruse_ im Franz�sischen, auch _abit, aboit_ im Altfranz�sischen;--_albayalde, albayaque, blenqueta_ im Spanischen. _gwyn blwm_ (Weissblei) im W�lschen;--_guen pariss_ im Bretonischen;--_luaidhe gheal_ (Weissblei) im G�lschen;--_blyhvidt_ im Schwedischen, D�nischen, Isl�ndischen;--_blywit_ im Platteutschen und Holl�ndischen;--_olowenka, plewey_ im Czechischen;--_biel olowa, bleywais_ im Polnischen;--_foiora, pleibes_ im Walachischen;--_j�rogfeger_ (Griechisch Weiss), _plairaisz_ im Magyarischen;--_svinzhna bieloba_ im Windischen:--_parno_ in der Zigeunersprache. I. _Bleiglanz_. Ist Schwefelblei, meist krystallisirt, ein �berall verbreitetes Erz, aus dem fast alles gewonnen wird, da die �brigen Bleierze nur sparsam vorkommen. So lange daher metallisches Blei verwendet wurde, d�rfte auch der Bleiglanz bekannt seyn. _kalu miniram_ im Ceylonischen;--_s�rmeh_ soll man den Bleiglanz in Indien nennen, so heisst aber Spiesglanz;--_zha-nye-rdo_ im Tibetanischen (d.i. Bleistein);--_gaburaran, koshi gabarjeay_ im Armenischen (von gaba Blei). [Greek: molibdites, molibdoeid�s] im Griechischen;--[Greek: molyboch�ra, molybi skaphton] im Neugriechischen;--_molibdites_ der R�mer (galena und molybdaena waren wohl nicht Bleiglanz, sondern Zinkblende). _alchohol_ (?) im Arabischen (alcohol ist die Spiesglanzsalbe, s. unten);--_alcohol, alquirol_, auch _zofre_ im Spanischen, _galena_ (jetzo der gebr�uchlichste Name) und _columbina_; alcol ist der Bleiglanz, der als Schlich von den T�pfern zur Glasur gebraucht wird; saroche nennt der Bergmann bleiglanzhaltige Erze;--_alquifoux, archifow_ im Altfranz�sischen (ein Name, den man noch jetzo in Teutschland am Rheine dem feink�rnigen Bleiglanz giebt, der gemahlen und zubereitet zur Glasur der T�pfer dient; �brigens ist jetzo in Frankreich _gal�ne_ die allgemein gebr�uchliche Benennung;--_galene_ im Englischen, auch _plumbagine_ und _lead glance_; der englische Bergmann nennt den Bleiglanz meist pee, das mulmige Bleierz belland, das gewonnene Bleierz im Allgemeinen bowse;--_biombo galenico_ im Italienischen. _mwn plwn_ im W�lschen (d.i. Bleierz);--_blymalm, blyglants, terninge malm_ im Schwedischen;--_blyerts_ im D�nischen, Holl�ndischen;--_glantz_ beym teutschen Bergmanne, bleyglantz; die dichte Ab�nderung ist bleyschweiss, bleyschweif, bleyschuss. _swinzowoi blesk, vataya ruda_ im Russischen;--_olowice, olowiany kruszec, krostokrusz_ im Polnischen;--_olowina, cestinec, lestenec_ im Czechischen;--_olobo_ im Serbischen;--_onercz, onasercz, fenyes onercz_ im Magyarischen. K. _Bleispath_. Man begreift hierunter die Verbindung von Bleioxyd mit verschiedenen S�uren, die dessfalsigen Mineralgattungen sind verschieden, meist prismatisch krystallisirt, kommen im Ganzen nur sparsam vor, haben nur ein mineralogisches Interesse. Man unterscheidet besonders a) kohlensaures Bleioxyd von weisser Farbe--Weissbleierz--�fter auch durch Kohle schwarz gef�rbt--Schwarzbleierz;--b) phosphor- und arseniksaures Bleioxyd von meist gr�ner Farbe--Gr�nbleierz;--chromsaures Bleioxyd von meist rother Farbe, das fast nur in Siberien vorkommt--rothes bleierz. _plombe spatique_ im Franz�sischen und zwar: _blanc-, verd-, rouge_, auch _carbon�-, phosphat�-, chromat�_;--im Englischen _white-, green-, red lead ore_, auch _carbone, phosphate, chromate of lead_;--_blyspath_ im Schwedischen, _hoit blymalm, gr�n blyspat_;--_szpat olowiang_ im Polnischen;--_swinzowaja ruda_ im Russischen, und zwar: _belaja-, selenaja-, krasnaja_ das weisse, gr�ne, rothe;--_onmesz_ im Magyarischen, und zwar: _fejer-, z�l-, veres_, das weisse, gr�ne, rothe. L. _Bleierde_. Derbes und erdiges kohlensaures Bleioxyd. _bly-jord_ im Schwedischen;--_lead earth_ im Englischen, belland beym Bergmanne;--_plombe carbonat� terreux_ im Franz�sischen;--_belowa_ im Czechischen;--_swinzowaja iswesti_ im Russischen;--_onmesz_ im Magyarischen. * * * * * #�. 18. Zinn#. A. _Das metallische Zinn_. Ein bekanntes leichtfl�ssiges Metall, welches vorzugsweise aus Indien, England und dem b�hmisch-s�chsischen Erzgebirge kommt. Es dient besonders zu zinnernem Geschirr, zum Verzinnen von Kupfer und Eisen, zur Fertigung der Bronce u.s.w. Es stehet dem Blei und Zink sehr nahe, daher in mehreren Sprachen diese 3 Metalle durch denselben Gattungsnamen bezeichnet werden. Das in sehr feine Blattchen [Bl�ttchen] geschlagene Zinn heisst stanniol, stagniol, sagnol. _sy, la-sy, ting, sik, tschilja_ im Chinesischen; _teou-sy_ ist Zinn aus Malacca;--_muk_ in Siam;--_sik_ in Japan;--_nap_ auf Korea;--_tocholcha, dogolgan_ im Mongolischen, auch _tulga_ und _tschagan-gorold-dsin_; --_toholon_ im Tartarisch-Mandschu;--_todjah, tudjla_ im Tungusischen; --_chorgol, dogum_ im Jakutischen;--_akerlok_ im Gr�nl�ndischen bey den Eskimo's (bedeutet auch Blei);--_tlai_ in Tunkin;--_bulai_ auf Awa; --_lolpi_ im Ostj�kischen (Samojedischen);--_hattusch_ im Wogulischen. _kalang_ (von der Insel Kalah im indischen Meerbusen) im Malaiischen, ein durch ganz Asien verbreiteter Name, auch _kalah, tinah-putih, mipis_ und _mimpis_;--_kelley_ in Hindostan;--_k'h�_ in der indischen Provinz Tenasserim;--_ckalai_ im Tartarischen, auch _ackkorgasch_ und _korgoschik_;--_kalai_ im T�rkischen, auch _korgot, en�ck_;--_kalai, kale, quale_ im Georgischen;--_galai_, auch _such, sachu_ im Tscherkessischen und den kaukasischen Sprachen;--_kala_ im Ossetischen;--_kalai_ im Arabischen;--_kalay, qualay_ im Kurdischen;--_qualat_ im Persischen, auch _arsis, arzihz_ (wie _arzihz_ im Sanscrit);--_arsis_ im Bucharischen;--_osis_ im Permischen;--_[Greek: kalai, kalagi]_ im Neugriechischen. _anak, anag_ im Armenischen (anaki ist zinnern) auch _glajek, galajek; nak_ im Aethiopischen;--_gnaek_ im Abessinischen;--_thran_ im Koptischen (anin ist zinnernes Geschirr), basnes, basns, auch durch Zinn �bersetzt, ist wohl ehern;--_bdil, bedil_ im Hebr�ischen;--_cheseth_ im Alt�gyptischen;--_djaurigge_ im Dungalischen;--_drina nob�rde_ in Burnu (Nordafrika);--_korekone_ im Amharischen, auch _arare_ (wie Blei), makebate ja arare ist verzinnen. _olowo, olobo, lova_ im Russischen (in den �brigen slawischen Sprachen ist olowo das Blei, kositer das Zinn);--_on, olom_ im Magyarischen, eigentlich _foger-on_ (d.i. Weissblei). _kastira, kastra_ im Sanscrit, auch _rangu, arzihz trapu_, ferner: _trapula, trapusha, apusha, pattra, barbatira, surebha, nagadschirana, hima, alinaka, gurupatra, singata_ (aus Ceylon), _banja_ (aus Bengalen);--_r�n, ranga, swarnadscha_ im Bengalischen;--_ranga_ im Hindu;--_ra-nya_ im Tibetanischen (rarnye und zan-nye mit Blei �bersetzt kann hieher geh�ren). _kasdir_ im Arabischen; auch _kalai, qualui_ (wie im Tartarischen, ein durch Asien verbreitetes Wort) und russas abead (Weissblei), russas, ryssas, raesus ist der gemeinschaftliche Name f�r Blei, Zinn, Zink (wie rsas im Maltesischen), �brigens heisst althe oder calhi die beste Sorte von Zinn, cerab ist eine schlechtere Art, inoe oder unot hat eine dunklere F�rbung und keinen Klang (wohl ein legirtes Zinn), calicon ist strengfl�ssiger, wohl unser Zink, semkary ist verzinnen;--_kastir_ in Darfur und im Szauakischen (Nordafrika);--_kastira, kistara_ im Chald�ischen, auch _abaz, abza, biz, pathkith, bdil, bedil_ (wie im Hebr�ischen);--_kasdrin_ im Syrischen (onco wird auch mit staunum, kerutinon mit plumbum album �bersetzt);--_kastora, kistira_ im Ph�nizischen;--_kositorin_ im Walachischen (kositar ist Zinngiesser);--_[Greek: kassiteron]_ und _[Greek: kattiteron]_ im Griechischen ([Greek: gegan�mena] war verzinntes Geschirr); _cassiteron_ der R�mer, auch plumbum album (Weissblei), ihr stannum war aber--wenn man die auf uns gekommenen Stellen der Classiker pr�ft--nicht Zinn, sondern unser Zink, obwohl das lateinische Wort stannum von stan im G�lschen herkommt, was allerdings Zinn heisst; Zinnerze fehlen in Italien und Griechenland, aber aus zinkischen Kupfererzen wurde auch in Cypern stannum, d.i. Zink gewonnen;--_kositer_ im Illyrischen, kositeritti ist verzinnen;--_kositer_ im Windischen (Krain), obkositerati ist verzinnen;--_kositer_ im Slowakischen, auch _kalai_, daher kalayscar der Zinngiesser;--_kositer_ in Bosnien;--_kossiter_ im Ragusanischen;--_kosziter_, auch _czing_ in Croatien;--_kaster_ im Altnordischen. _tina_ im Altfinnischen und Finnl�ndischen (vielleicht mit ting im Chinesischen zusammenh�ngend):--_tinna_ im Ehstnischen;--_tidne, tadne_ im Lappl�ndischen;--_tenn_ im Schwedischen;--_tin_ im D�nischen und Holl�ndischen;--_tin_ im Isl�ndischen, tinna ist verzinnen;--_tinn_ im Platteutschen;--_tin_ im Angels�chsischen, tinnan ist verzinnen;--_tin_ im Englischen, to tin ist verzinnen; block tin ist sehr reines Zinn in Bl�cken; streamtin ist das aus den Seifenerzen geschmolzene Zinn, dieses durch ein Umschmelzen gereinigt giebt das reine grain tin, Kornzinn. tin in England wird nicht einheimischen, keltischen Ursprunges seyn, sondern ein fremdes Wort; in Cornwall, wo seit den �ltesten Zeiten Zinnbergbau war, heisst das Zinn staern, stan (wie stan, staoin im G�lischen), stannary laws ist die Bergordnung f�r den Zinnbergbau, stan nary court ist das dasige Ober-Bergamt; pol stean ist ein Zinnsteinschacht, huel stean die Zinngrube; spalliard heisst der Zinnbergmann, flooran ist fein eingesprengter Zinnstein, pillion ist Zinn, welches nach der ersten Schmelzung noch in den Schlacken zur�ckbleibt;--_pewtur_ ist legiertes Zinn, auch zinnernes und �berzinntes Geschirr; dieses Wort ist auch keltischen Ursprunges, ist das g�lsche peotar, feodar, das bretonische fewtur. _cyn, ceyn_ im Czechischen; cynugi, po cynowati ist verzinnen, cynar, konwar der Zinngiesser (dieses cyn, woher das teutsche zihn, zinn, scheint nicht sowohl slawischen, als finnischen Ursprunges, da bey den meisten slawischen St�mmen das Zinn kositer oder olowa heisst);--_cyna_ im Polnischen, cynowy ist zinnern;--_cin_ im Slowakischen;--_czin-edeny_ im Magyarischen. _stan, staoin_ im G�lischen, auch _feodar, peotar_ ist auch das legirte Zinn zu Geschirr (wie pewter im Englischen, peltre im Spanischen);--_slian_ im Cornischen;--_ystaen_ im W�lschen (auch _alcan_, von can weiss), ystaeniaw ist �berzinnen, ystenawr der Zinngiesser;--_sten, stean, steinn_ im Bretonischen, steinage ist Zinngeschirr, steinnein ist verzinnen;--_feutur_, auch _fitur_, und gloan ist (wie pewter im Englischen) zinnernes oder verzinntes Geschirr;--_estan_ im Provenzalischen;--_etain_ im Franz�sischen, auch _estain_; etamer ist verzinnen, etamage ist Verzinnung;--_estain_ im Altfr�nkischen;--_estanno_ im Spanischen; sita heisst das feine chinesische Zinn (wohl von tschitja im Chinesischen), peltre, p�lterria ist das �berzinnte oder zinnerne Geschirr (wie pewter im Englischen);--_estanho_ im Portugiesischen; das feine indische heisst calain (der asiatische Name), eine andere Sorte ist tutanaga, wird aber wohl Zink seyn, von tutanag im Indischen. _stagnum, stannum celtiberium_, auch _cositerium_ im Mittelalter, ferner _[Greek: stagnon, staktimolybdon, stannion]_; daher [Greek: stanniazein] und [Greek: stanniarein] verzinnen;--_Jupiter_ bey den Alchemikern, auch _alnec, alenel, alkalap, aleth, asabum, almiba, caldar, cardir, feruzegi, kaufor, razdir, laos, meselrabira, rasar, zarfu, elkaley_;--_plumbum candidum_ im neuern Latein. B. _Zinnlegierungen_. a) Zinn und Kupfer giebt die Bronce, die schon erw�hnt ist. b) Zinn mit wenig Blei giebt das Metall zu dem Zinngeschirr, ist das coarse pewter der Engl�nder, feodar im G�lschen. c) Zinn mit gleichem Theil Blei giebt das bekannte Schnellloth, Schlagloth, argentarium tertiarium der R�mer. d) Zinn und Wissmuth giebt ein h�chst leichtfl�ssiges Metall, das Zinnloth, das besonders zum Zusammenschmelzen des Zinnes gebraucht wird; ist das eigentliche pewter der Engl�nder (aus 9 Theilen Zinn und 1 Theil Wissmuth). e) Zinn und Schwefel giebt das Musiv- oder Muschelgold von sch�n goldgelber Farbe;--(_or mussiv, or de mosaique_ im Franz�sischen);--_malare gull_ im Schwedischen. C. _Zinnerz, Zinnstein_. Der Zinnstein ist Zinnoxyd und meist krystallisirt, der sich meist in G�ngen, auch in Seifen findet, aber bauw�rdig nur an wenigen Punkten, besonders in Indien, England, B�hmen und Sachsen. Die wenigen andern Zinnerze sind so selten, dass der Zinnstein das einzige Erz ist, aus dem Zinn geschmolzen wird, und er muss �berall bekannt seyn, wo Zinn gewonnen wird. _kalin_ soll in Indien der Name seyn;--_marchasita_ im Arabischen begreift auch den Zinnstein, so auch _markeschitto_ im Syrischen;--_ibn-gnaek_ im Abessinischen (d.i. Zinnstein);--_tinstone, tinore_ im Englischen; flooran ist eingesprengtes Zinnerz, scove ist Stuferz in den Zinnsteing�ngen, aber scovan ist Granit der Zinnsteing�nge;--_tinberg, tinmalm_ im Schwedischen;--_tinerz_ im D�nischen;--_zihnstein_ der teutschen und b�hmischen Bergleute; graupen, graupel, zihngraupen, als rothe, gelbe, weisse sind die gr�ssern reinern Krystalle (wohl von kraupi im Czechischen das Korn, der Hagel), keffer, rammel, plautze, zihnkeffer heisst das graupige Zinnerz aus den Zinnseifen, zwitter, zytter ist das Zinnerz im Allgemeinen, daher Zwitterg�nge, Zwitterpocher, Zwitterheerde u.s.w. und h�ngt dieses Wort offenbar mit kositer (s. oben) zusammen. _ruda cinowa_ im Czechischen;--_cynowy kruszel, ruda cynowa_ im Polnischen;--_olow�nnoi ruda_ im Russischen;--_czin-erez_ im Magyarischen. _stagno nerato_ im Italienischen;--_estanno vidrioso_ im Spanischen;--_etain oxide_ im Franz�sischen. * * * * * #�. 19. Zink#. A. _Zinkmetall_. Der metallische Zink ist in seinem Aeussern dem Blei und Zinne �hnlich, ist ein leicht fl�ssiges Metall, welches sich aber an der Luft nicht oxydirt, leicht mit gr�nlicher Flamme brennt, indem weisser Rauch (Oxyd) aufsteigt. Die Zinkerze (Blende und Galmey) sind nicht allgemein verbreitet, erscheinen nur an wenigen Punkten bauw�rdig, aber manche Kupfererze sind zinkhaltig, und dann wird in der Kupferh�tte der Zink beyl�ufig (durch einen Zinkstuhl) gewonnen, wie es auch im Alterthume in den Kupferh�tten von Cypern u.s.w. der Fall war. Eine wichtige Anwendung des Zinkes oder vielmehr des Galmey war stets die zur Fabrication des Messings, wozu es mit Kupfer zusammengeschmolzen wird. Das metallische Zink wird jetzo viel h�ufiger als fr�her zu R�hren, zum Decken der D�cher u.s.w. angewendet; Teller und Geschirr wird nicht daraus gemacht, aber kupfernes Geschirr kann man sowohl verzinnen, als verzinken, und letzteres war im griechischen Alterthume der Fall. _ya-yan_ im Chinesischen (d.i. das zweite Blei) auch _tutenag_ (wie auch der Galmey heisst); _kalin_ ist das Metall, womit die Chinesen ihre D�cher decken, wohl Zink, der in China seit den �ltesten Zeiten bekannt war, als Handelsartikel besonders nach Ostindien ausgef�hrt wurde;--_tutenach_ in Indien (aus dem Chinesischen);--_dasta_ in Bengalen (wie der Galmey);--_ditscha_ im Tibetanischen;--_wanga_ im Sanscrit, auch _tshinawanga_ (d.i. chinesisches Zinn), _kuwanga_;--_kartschini_ im Persischen (d.i. chinesisches Eisen), nach einer wohl irrigen Conjectur von Hammer-Purgstall soll von der letzten Silbe dieses Wortes der Name Zink herstammen, der erst im 16. Jahrh. von Paracelsus zuerst erw�hnt wird;--_kalijon, kalicon, talicon_ im Arabischen (ist wohl das chinesische kalin), auch _rhouh tutia_ (d.i. der Geist, das Metall von tutia Galmey), auch _dsch�st_ (was zusammenh�ngen kann mit dasta in Bengalen, oder ditscha im Tibetanischen);--_arare_ im Amharischen (ist auch Zinn). _[Greek: pseudargyron]_ der Griechen (d.i. Lugsilber);--_stannum_ der R�mer. Der Name ist offenbar keltisch, h�ngt zusammen mit stan im G�lschen, ystaen im W�lschen, d.i. Zinn, welches aber die R�mer mit cassiteron und plumbum album bezeichneten. Was in den Autoren �ber stannum gesagt wird, passt nur auf unsern Zink, der in den cyprischen Kupferh�tten beyl�ufig aus den zinkhaltigen Kupfererzen gewonnen wurde. Erst im Mittelalter brauchte man stannum f�r Zinn; hier und bey den Alchemikern scheint f�r Zink kein bestimmter Name vorzukommen. _zynek_ im Polnischen, auch _schpiaotor_;--_zinek_ im Czechischen; wohl ein slawisches Wort, zusammenh�ngend mit zuna, zunek, zinek, was Aftermetall, Unerz, Unkraut bedeutet, daher wohl _zinchum_ im neuern Latein, seit dem 16. Jahrh. und zink im Teutschen, Schwedischen, Englischen, Franz�sischen, Spanischen, zinko im Italienischen und Portugiesischen, _[Greek: tzinkon]_, auch _[Greek: kigtos]_ im Neugriechischen. _konterfay, conterfeyt, conterfey_ der alten teutschen Bergleute scheint vorz�glich der Zink gewesen zu seyn, der in den Kupferh�tten beyl�ufig im Zinkstuhle gewonnen wurde; woher der Name stammt, ist unbekannt, aber ein aus Indien bezogenes Metallgemisch aus Zink und Wissmuth soll conterfay oder guntelfer geheissen haben. _spelter_ im Englischen, in der neuern Zeit auch _zink_;--_speauter, sputer_ im Franz�sischen, neuerlich auch _zinc_;--_speauter, peauter_ im Belgischen;--_peltre_ im Spanischen, neuerlich auch _zink_;--_peltro_ im Italienischen (heisst auch, wie pewter im Englischen, das �berzinnte Geschirr);--_schpiator_ im Russischen, neuerlich auch _zink_;--_spiauter_ im Polnischen, auch _contryfall, zynk, polkuszeca_;--_splauter_ der alten b�hmischen und s�chsischen Bergleute, ist eigentlich der Galmey, auch das Zinkmetall;--_fattyu, fattyn on_ im Magyarischen. B. _Zinkblende_. Ein Schwefelzink von rother, gelber, grauer Farbe, meist krystallisirt, dem Granit und Zinnstein �hnlich; ein sehr verbreitetes Erz, das gew�hnlich mit Kupfer- und Bleierzen einbricht, aber nur selten auf Zink benutzt wird (den man meist aus Galmey zieht), daher es der Bergmann gew�hnlich als unn�tz �ber die Halde wirft. _[Greek: molybdaina]_ der Griechen; derjenige _[Greek: pyrit�s]_, aus dem man Zinkoxyd und Ofengalmey gewann, wird blendereicher Kupferkiess gewesen seyn;--_molybdaena_, auch _galena_ der R�mer;--_alrusenai_ im Persischen, aber nur die rothe Art;--_marchosita_ im Arabischen, aber nur die rothe Art; _margasita aurea_ bey Albert dem Grossen, auch im neuern Latein, hier auch _plumbago sterilis, sterile nitidum, granata zinchini_. _plent_ im Czechischen, auch _perestek_;--_blenda_, auch _obwanka_ im Russischen;--_blende, pechblende, speisige blende_ beym s�chsischen und b�hmischen Bergmanne, wohl nicht vom teutschen blenden, sondern vom czechischen plent; _bl�nde, r�dslag, sch�rlblende, hornblaede_ im Schwedischen;--_blende_ im Spanischen, _estoraque_, auch _viboria_ beym Bergmanne;--_blende, zink sulfur�_ im Franz�sischen;--_blenda_ im Italienischen;--_fattyuerz_ im Magyarischen, und zwar _-barma, -fekete, -sarga_ das braune, gelbe, rothe, auch _fallyu on feny_. C. _Zinkoxyd, Galmey_. Das Zinkoxyd ist theils ein nat�rliches, theils ein k�nstliches, die nicht wesentlich von einander verschieden sind und vorzugsweise zur Messingfabrikation dienen. a) Das nat�rliche Zinkoxyd oder der Galmey ist meist weiss, derb oder erdig, h�ufig durch Eisen verunreinigt, findet sich nur in wenigen Gegenden. Ihm verwandt ist der zinkspath, ein kohlensaures, meist krystallisirtes Zinkoxyd, das nur sparsam als mineralogische Merkw�rdigkeit vorkommt. b) Beym Verschmelzen von zinkhaltigen Erzen, besonders Kupfererzen, verbrennt der Zink, und setzt sich als feine, weisse Flocken oder Blumen an die Decke der H�tte, oder in gewisse Vorrichtungen, ist bekannt unter den Namen: H�ttennichts, H�ttenrauch, tutia, im Englischen zink putti, im Franz�sischen fleurs de zinc (auch wird in manchen H�tten durch gewisse Vorrichtungen metallischer Zink gewonnen); die Ofenbr�che sind dann auch zinkhaltig und geben den Ofengalmey, der in verschiedenen Formen erscheint. _packy-yn_, auch _tutenag_ im Chinesischen, lou-kan-chi ist das k�nstliche Zinkoxyd, die Tutia;--_dasta_ im Bengalischen;--_tutia, tutti_ in Indien (im Sanscrit ist tutia eigentlich Vitriol, man scheint das Zinkoxyd zu den Metallsalzen zu rechnen, �brigens mag tutia mit tutenag zusammenh�ngen);--_tutia_ ist das H�ttennichts im Arabischen, Kurdischen, Persischen, Neugriechischen;--_tutia, tutinegra_ im Portugiesischen;--_tuthie_ im Fianz�sischen;--_tutty_ im Englischen;--_uphumaphlus_ im Syrischen. _iklimia, sengi tutija_ im Persischen ist der nat�rliche Galmey;--_yklimia_ im T�rkischen;--_klimia_ im Arabischen, auch _acecon, aleron, azarem, azauene_, der Ofengalmey ist deschudium;--_[Greek: kadmeia, kadmia]_ der Griechen ist der nat�rliche, meist aber der Ofengalmey, man unterschied: _[Greek: bootriit�s]_ den flockigen (das H�ttennichts), _[Greek: prakoid�s]_ den rindenf�rmigen, _[Greek: onichyt�s]_ den onyxartigen mit verschieden gef�rbten Lagen, _[Greek: pompholyx]_ war das reine weisse Zinkoxyd, das man in eigenen Oefen aus Galmey gewann, nicht zuf�llig in den Kupferh�tten, wie die _[Greek: kapnit�s]_; _[Greek: spothion]_ war das unreine Zinkoxyd, Ofengalmey, zinkische Ofenbr�che;--_cadmia_ der R�mer; cadmia lapis der nat�rliche Galmey; cadmia botriites, placitis, onichitis; auch pompholix und spodium das k�nstliche Zinkoxyd, wie bey den Griechen;--_calamina_ im mittelalterlichen Latein, auch calia, ymia, terra tinea der nat�rliche Galmey, tutia der k�nstliche;--_calamina, cadaria, alfusa_ der Alchemiker. _galimei, galmeyi_ im Russischen, zinkow�mi zwetani sind die Zinkblumen, das H�ttennichts;--_galman, galemon, galmaia_ im Polnischen (daher m�gen wir den Namen Galmey erhalten haben, da in dem polnischen Theil von Schlesien seit �ltester Zeit die wichtigsten Galmeygruben waren), auch _popiolek_ von popiol die Asche; hutnych, urewieg, mosiezny ist unser H�ttennichts;--_kolmai_, auch _hobresch_ im Windischen (Krain);--_kalmey_ im Holl�ndischen;--_galmei_ im D�nischen;--_calamina_ im Spanischen und Portugiesischen;--_calamine_ im Englischen und Franz�sischen;--_giallomina, gellamira_ im Italienischen;--_gallemeja, gallmej-jord_ im Schwedischen;--_litunar malmur_ im Isl�ndischen;--_spiauter_ der alten teutschen Bergleute (wie auch der Zink hiess);--_fattyn onmesz_ im Magyarischen. * * * * * #�. 20. Spiesglanz oder Antimon#. A. _Antimon im Allgemeinen und das regulinische Metall_. Antimon ist ein sehr leicht fl�ssiges Metall, das sich nur selten gediegen findet, h�ufig aber geschwefelt--grau spiesglanzerz--aus welchem Erze es leicht ausgesaigert wird; die andern Antimonerze sind bloss mineralogische Seltenheiten, gew�hren keinen technischen Nutzen. Das Metall dient zur Reinigung des Goldes von andern Metallen, macht weiche Metalle h�rter, dient mit Blei legiert zu Buchdrucker-Lettern u.s.w.; das Oxyd--spiesglanzweiss--giebt eine gute Malerfarbe; wichtig ist der medicinische Gebrauch, als goldschwefel, mineralischer kermes u.s.w. Das nat�rliche Grauspiesglanzerz wenden wir als solches kaum an, aber im Oriente dient es von jeher zum Schw�rzen der Augenbraunen. Das Spiesglanz war wohl stets bekannt; die wissenschaftliche Litteratur desselben und verwandter K�rper in neuerer Zeit beginnt mit dem curriculum triumphalis Antimonii oder dem Triumphwagen des Antimons, welches Buch dem Basilius Valentin zugeschrieben wird, aber erst um 1500 verfasst seyn mag, wo zuerst eine Menge chemische Pr�parate geh�rig beschrieben sind, wie Antimonial-, Zink- und Wissmuthverbindungen, arsenige S�ure, Salzs�ure u.s.w., welches Buch von sp�tern Schriftstellern viel benutzt wurde. _plumbum_ der R�mer, erst in sp�terer Zeit bedeutete plumbum ohne Beisatz unser Blei. Welchen Namen die alten Griechen daf�r hatten, wissen wir nicht, aber [Greek: stimmi] war das Spiesglanzerz;--im Mittelalter nannte man es [Greek: ar�s pyrreps] (weil es den Fluss des Eisens bef�rderte), [Greek: herm� hepera] (wegen seiner Verbindung mit Quecksilber), [Greek: herm� stilb�n ph�sphoros], auch [Greek: kochlos] (von cochl im Arabischen;--bey den Alchemikern heisst es _plumbum sacrum_ oder _philosophorum_, rother L�we, Wolff, luenech, alcohol (von cohol im Arabischen), alcofol, alciamat, alcafiel (welche letztere Namen auch das Erz bedeuten). _kochala_ im Chald�ischen;--_surme_ im Persischen (was eigentlich die Augensalbe aus Grauspiesglanzerz ist);--_surma_ im Russischen:--_surmik_ im Czechischen, auch _sspikat, sspisglas_ (was eigentlich das Erz ist);--_pisgoltz_ im Magyarischen. _anthimon_ im Armenischen;--_antimunya_, auch _rasuch_ im Arabischen (algaroth ist das weisse Spiesglanzoxyd);--_antimonium, antimonio_ in den meisten neuern Sprachen;--_stimme_. Ein keltischer Name daf�r scheint nicht vorhanden, im G�lschen bezeichnet man es wohl als lethmheinn d.i. Halbmetall. B. _Grauspiesglanzerz_. Ein Schwefelantimon von grauer Farbe, meist in spiessigen Prismen krystallisirt, findet sich in vielen L�ndern, besonders in Persien. Im ganzen Oriente dient es fein gepulvert seit �ltester Zeit als Augensalbe, daher der Name beider oft gleich ist. _saubira, sauwira_ im Sanscrit, auch _parwateja, jamuna_ (vom Jamunaflusse), _andschana, andischana, adschalambana_, welche letzteren Namen auch die Salbe bezeichnen;--_srotcandschana_ im Bengalischen;--_surmeh, soormu_ im Hindu (wie auch die Salbe heisst);--_s�rme_, eigentlich _surme-lasi_ (Spiesglanzstein) im Persischen;--_surma_, eigentlich _seraja surma noja ruda_ (grau Spiesglanzerz). _ithmid, itsmid_ im Arabischen, auch _rasuch, rusteng, aitmed, atmad, otsmod, athiamd_; antimunya ist das metallische, wohin auch wohl al-lazif geh�rt; al-garoth ist das Oxyd, rashit die Salbe; Taifaschi in seinem Buche �ber die Edelsteine hat ein Capitel von saudsch, das mit Antimon �bersetzt ist; ob dieser hierher geh�rt, weiss ich nicht;--_rastik-tashi_ im T�rkischen;--_onkur_ im Armenischen, auch _humakhar, junakhar_; dsaris ist das pr�parirte Erz, auch antimon wie das metallische heisst;-- _puch_ im Hebr�ischen;--_tu_, auch _sematos_ im Syrischen;--_zedid_ im Chald�ischen, auch _kochala_, wie auch das metallische heisst, cahal ist mit Spiesglanz f�rben;--_ibn fau es_ im Aethiopischen. _stim, sthim_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;--_stim, sthim_ im Koptischen;--[Greek: stibi, stimmi] der Griechen, [Greek: chrysaina] und [Greek: phaeth�] k�nnen vielleicht hierher geh�ren;--[Greek: stimmi], auch [Greek: antimonion] im Neugriechischen;--_stibium, stibi_ der R�mer, auch _alabastron_ (wohl fehlerhaft geschrieben) und _larbason_, was wohl die Salbe ist;--_stibia, stimme_ im Spanischen, auch _alcohol_ (aus dem Arabischen);--[Greek: cholan] im Mittelalter (wohl von cohol);--_laumuna sale_ im Lettischen (d.i. Arzney gegen das Uebel). _sklenjk, sspikate, sklo_ im Czechischen, auch _surma_ (wie im Persischen);--_szpiglas_ im Polnischen;--_steklenina, steklenos_ im Windischen;--_spisklo z, piskoltz_ im Magyarischen;--_spitsglas_ im Schwedischen (mag aus dem Slawischen, vielleicht aus dem Finnischen entnommen seyn, in welchem ich den Namen nicht kenne);--_spidsglands_ im D�nischen und Holl�ndischen;--_spiesglas, spitzglas, spiesglanz_ im Teutschen;--_alcofor_ im Portugiesischen;--_antimoine grise_ im Franz�sischen;--_gray antimony ore_ im Englischen;--_antimonio_ im Italienischen. C. _Die Augensalbe von Spiesglanz_. Seit den �ltesten Zeiten braucht man durch den ganzen Orient das zum feinsten Staube gemahlene und dann weiter pr�parirte Grauspiesglanzerz zum Schw�rzen der Augenbraunen. Das beste, im ganzen Oriente ber�hmteste Pr�parat wird zu Hamadan in Persien gemacht, daher die Augensalbe meistens s�rmeh hamadani heisst. Mit gewissen Zus�tzen benutzt man sie auch zu einer Salbe gegen b�se Augen. _s�rmeh_ im Persischen, welcher Name durch den ganzen Orient verbreitet ist;--_s�rma_ im Bengalischen;--_sormi_ in Hindu;--_andschana_ im Sanscrit, auch _papotandschana, iamuna_. _cohol_ in der �gyptischen Hieroglyphensprache;--_cohol_ im Chald�ischen;--_cohal_, auch _s�rma_ im Hebr�ischen;--_chul_ im Abessinischen;--_kuhel_ im Aethiopischen;--_kuhele_ im Amharischen;--_cohel_ im T�rkischen;--_cohol, col_ im Arabischen (nicht zu verwechselu mit cohl, was ein Harz, die sarcocolla ist), auch _rashyt_;--_cazol_ im Portugiesischen. _dsarir_ im Armenischen;--_larbason_ im Lateinischen kann hierher geh�ren;--_[Greek: larbatos]_, auch _[Greek: latiophthalmon]_ im Mittelalter;--_[Greek: platiophthalmon, emmatographon]_ bey den Griechen. D. _Antimonoxyd, Spiesglasweiss_. Das weisse Oxyd, was besonders als Malerfarbe angewendet wird. _sroteandschana chupsma_ im Bengalischen;--_algaroth_ im Arabischen;--_flos stibii_ der R�mer;--_antimoine oxyd�_ im Franz�sischen und �hnlich in den neuern Sprachen. * * * * * #�. 21. Arsenik#. A. _Arsenik im Allgemeinen_. Die arsenikalischen Erze sind ziemlich verbreitet, wenn wohl das gediegene Arsenik nicht h�ufig ist. Das Arsenikmetall ist sehr spr�de, f�r sich nicht anwendbar; es verfl�chtiget sich sehr leicht mit Knoblauchgeruch zu weissem Arsenik (giftmehl) und besonders in diesem Zustande ist es ein sehr heftiges Gift. Der Arsenik dient in der Metallurgie, in der F�rberey und Medicin. Das Arrenikmetall [Arsenikmetall] wird meist nur beyl�ufig gewonnen aus den arsenikhaltigen Erzen als schwarzer Arsenik oder Fliegenstein; aus diesen und den arsenikalischen Erzen wird durch Rosten im Giftfange das Oxyd oder Giftmehl gewonnen, durch dessen Schmelzung der weisse Arsenik und durch das Schmelzen mit Schwefel der gelbe und rothe Arsenik erlangt wird. _sin-py_ im Chinesischen;--_byi_ im Tibetanischen;--_warangan_ im Malaiischen;--_sanchia_ in Sanscrit (ist eigentlich wohl Arsenikoxyd);--_sambalak-sharika_ im Bengalischen;--_zarnich, sernidsch_ im Persischen (zeher ist Gift);--_sirnich, zerne_ im Arabischen, auch _alzaraich, s�limen_;--_sernick_ im T�rkischen;--_zernick_ im Kurdischen;--_sernek_ im Windischen (K�rnthen und Krain);--_sarrik, sarrjek_ im Armenischen;--_airsneag_ im G�lischen (was neuern Ursprunges seyn wird);--_arcenisse_ im Bretonischen;--_[Greek: arsenikon]_ im Griechischen, auch im Neugriechischen;--_arsenico_ im Spanischen, Portugiesischen, Italienischen;--_arsenik_ im Englischen, Franz�sischen, Schwedischen, Teutschen;--_arzenik_ im Polnischen;--_cerwena, sitanik_ im Czechischen, burinec ist der Scherbenkobalt oder gediegene Arsenik;--_zericum, sericiacum_ der Alchemiker, auch _arsar, arsach, ozo, quebricum_. _arbotzoga_ im Baskischen;--_siam_ im Chald�ischen;--_tetago_ im Syrischen;--_smuntor_ im Maltesischen;--_egerk� maszlay_ (Rattengift) auch _rosnika_ im Magyarischen;--_siogam_ im Ragusanischen;--_m�schjak_ (Mausepulver) im Russischen. B. _Gediegener Arsenik, Scherbenkobalt_. Der Arsenik kommt nicht selten nat�rlich gediegen vor, ist dann grau, metallisch gl�nzend, aber �usserlich schwarz angelaufen, hat meist eine scherbenf�rmige Gestalt und wirkt als heftiges Gift. Die mit Wasser gef�llten Scherben benutzt der Bergmann zur T�dtung der Fliegen, Ratten u.s.w., daher der Name scherbenkobalt, fliegenkobelt u.s.w. Da die Kobalterze meist sehr arsenikhaltig sind, aus diesen vorzugsweise das Arsenikoxyd (Giftmehl) gewonnen wird, so rechnet der Bergmann den gediegenen Arsenik auch zu den Kobalterzen; kobelt ist dem s�chsisch-b�hmischen Bergmanne �berhaupt das Erz, welches arsenikalische D�mpfe ausst�sst. _bui-rdo_ im Tibetanischen;--_burinec, sitanjk-cerwena ryzi_ im Czechischen;--_m�schjak sammorrodnoi_ im Russischen;--_zugelokrwsz_ im Polnischen;--_termesz egerk�_ im Magyarischen:--_scherben-, schlacken-, fliegenkobelt_ des s�chsischen Bergmannes;--_svartarsenik, schirlkobolt, arsenikstein_ im Schwedischen;--_arsenic natif-testac�_ im Franz�sischen;--_arsenik natif-crusted_ im Englischen;--_arsenico nativo_ im Italienischen, Spanischen, Portugiesischen;--_argentaria_ heisst das Fossil bey Imperati (1595). C. _Arsenikoxyd, Arsenikglas, weisser Arsenik_. Indem der Arsenik verbrennt, sublimirt er sich, legt sich in weissen Flocken und Blumen an als Arsenikoxyd. Beym Rosten arsenikhaltiger Erze sublimirt sich sehr viel Arsenik und wird in eigenen Vorrichtungen, den Giftf�ngen, gewonnen (Giftmehl), dann aber weiter raffinirt zu weissem Arsenik, Arsenikglas u.s.w. Er ist das heftigste Gift, als Rattengift besonders bekannt. _py-choang, pe-yu-chy, pe-py-chy_ im Chinesischen;--_hatara_ in Tartarisch-Mandschu (�hnlich mit hartala im Sanscrit, das Rauschgelb);--_baranjar-buti_ im Malaiischen; _samul-k'har, sum-col-khar_ im Hindu;--_sanchya_ im Sanscrit;--_zarnich_ im Persischen, auch _merki m�sch_ und _sitcham oli_ (Rattengift);--_sitchian ol�_ im T�rkischen (wie im Persischen);--_alzaraich_ im Arabischen, auch _albucasem_ und _sammel-far_ (Rattengift). _mekndjegh_ im Armenischen;--_merghamus_ im Kurdischen;--_m�schjak_ im Russischen (M�usepulver);--_mishenza_ im Windischen;--_miscja stuppa_ in Bosnien;--_eger malzlag_ im Magyarischen (M�usegift);--_utreych_ im Czechischen;--_otraw_ im Polnischen. _giftmehl, h�ttenrauch, rattenpulver_ der teutschen Bergleute;--_rottpulver, hvit arsenik_ im Schwedischen;--_white arsenik_ im Englischen,--_arsenik blanc_ im Franz�sischen;--_arsenico bianco_ im Italienischen. D. _K�nstlicher Schwefelarsenik, Arsenikrubin_. Die k�nstliche Verbindung von Arsenik und Schwefel, die viel in der Medicin dient, ist theils roth (Arsenik- oder Schwefelrubin), theils gelb, im neuern Latein rubinus sulphuris und risigallum pellucidum. _py-chy_ im Chinesischen;--_mana-sila_ im Bengalischen (heisst auch das nat�rliche Rothrauschgelb);--_kulati_ und _nagadschihvika_ im Sanscrit, durch rothen Arsenik �bersetzt, wird wohl hierher geh�ren;--_sulphur arsenicum_ der Alchemiker;--_r�d arsenik, svafvel blandad arsenik_ im Schwedischen;--_rubune d'arsenic, arsenic jaune et rouge_ im Franz�sischen. E. _Arsenikkies, Arsenikalkies_. Er ist das h�ufigste Arsenikerz, ein Schwefeleisen (d.i. Eisenkies) mit Arsenikgehalt, von silberweisser Farbe, meist krystallisirt. Er geh�rt mineralogisch zur Sippschaft der Schwefelkiese, wird aber technisch auf Arsenik benutzt, indem man daraus durch Rosten Giftmehl gewinnt. _[Greek: androdamas, argirodamas]_ der Griechen, _androdamas, argirodamas_ der R�mer (du Fresne, glossarium I. 75. f�hrt an: _[Greek: androdamas estin pyrit�s kai arsenikon]_), auch die _magnetis_ der R�mer und Griechen, aber nur die weibliche silberweisse Art; auch der Stein von magnesia. _marchasita_ im Arabischen, aber nur die silberweisse Art;--_markessit_ im Persischen, aber nur die silberweisse Art, auch _miskal_ und _alrusenai_ werden hierher geh�ren:--_m�schjatschnoi koltschedan_ im Russischen;--_dumawec, dymawec_ im Czechischen;--_rodzay-trucizny_ im Polnischen;--_k�z�nseges, egerk�ercz_ im Magyarischen. _mispickel, missp�ll_ der teutschen und schwedischen Bergleute (ob dies Wort zusammenh�ngen k�nnte mit m�sschjack, d.i. M�usepulver im Russischen oder mit mis, d.i. schlecht im Gothischen, oder ob es vielleicht aus dem Finnischen stammt, muss ganz dahingestellt bleiben), �brigens nennt der teutsche Bergmann das Fossil auch _giftkies, wismat, wasserkies_, der schwedische: _vattenkies, hvitkies, t�rnblenda_;--_arsenikerts_ im D�nischen;--_arsenical iron_ im Englischen, arsen-mundick des Bergmanns in England;--_pirite blanche, fer arsenical_ im Franz�sischen;--_arsenico pyriticoso_ im Italienischen;--_bronce blanco_ im Spanischen, auch geh�rt hierher der piedro del Inca, Incastein, ein geschliffener Arsenikkies, der h�ufig in den Gr�bern der Inca's in S�damerika angetroffen wird. F. _Rauschgelb, Realgar im Allgemeinen_. Der nat�rliche Schwefelarsenik oder das Rauschgelb dient theils als Medicament, theils als Farbe. Er erscheint in zwei Ab�nderungen a) von rother Farbe, der realgar oder sandarach; b) von gelber Farbe, der operment oder auripigment. Beide gehen in einander �ber, bilden nur Eine Mineralgattung, daher auch die Namen in einander �berspielen. Der allgemeine Name ist: _rossgehl, rauschgelb_ im Teutschen;--_rauschgelb_ im Schwedischen;--_rossogello_ im Italienischen;--_risigallum_ im neuern Latein. G. _Rothrauschgelb, Sandarach, Realgar_. Von fast scharlachrother Farbe, ist sehr weich. _py, hiong-hoang, chi-hiong-hoang, tse-hoang_ im Chinesischen (man fertiget daraus Tassen, in welchen man eine Fl�ssigkeit zeitweise stehen l�sst, die dann als Purgirmittel dient;--_don-roi_ im Tibetanischen;--_brangan, barangan_ im Malaiischen;--_mansil_ im Hindu;--_manasila_ in Bengalen;--_manasila_ und _sindurika_ im Sanscrit, auch kann hierher geh�ren: _rakta-dhatu, kaljanika, rasanetrica, naipala, hariwidsha, manocha_. _sinderos, sendere_ im Persischen (aus dem Sanscrit), auch _zarnich_;--_sandaruch, zarnach_ im Arabischen;--_sandaraka_ im Russischen;--_zarnck_ im Czechischen;--_[Greek: sandarak�]_ im Griechischen (_[Greek: xeris]_ war ein Medicament, das viel sandaraka enthielt);--_[Greek: sandrak�]_ im Neugriechischen;--_sandaracha_ im Lateinischen;--_sandarac_, auch _red orpiment_ im Englischen;--_sandaraque, realgar natif_ im Franz�sischen. _sam_ im Chald�ischen;--_tetago_ im Syrischen;--_kyrmyzi sitscham otu_ im T�rkischen (d.i. rothes Rattenkraut);--_mekndjegh karmir_ im Armenischen (d.i. rother Arsenik);--_aranymaz veres_ im Magyarischen. _rossgehl, reussgelb, r�stg�ll, reelgar_ beym teutschen Bergmanne (woher diese Namen stammen m�gen, die sich auch in andern Sprachen finden, weiss ich nicht, ob vielleicht aus dem Finnischen oder Baskischen? Im G�lschen und W�lschen finde ich keine eigenen Namen f�r die Arsenikerze);--_m�rkrod, rauschgelb_ im Schwedischen;--_rossogello, resegel, resigallum_ im Italienischen, auch _realgar, orpimento resigallo_;--_rejalgar, sandaraca_ im Spanischen;--_rosalgar_ im Portugiesischen;--_risigallum_ im neuern Latein;--_rottekrud, sandarak_ im D�nischen. H. _Operment, Gelbrauschgelb_. Von citronengelber Farbe, findet sich seltener in Erzg�ngen als die vorige Art, kommt nur unbedeutend in unsern Gegenden vor, aber h�ufig in jungen thonigen Straten, besonders in Indien, der T�rkey u.s.w.; dient pr�parirt als Farbe (orpin, k�nigsgelb), im Oriente zu einer Salbe, welche die Haare wegnimmt. _chi-hoang, tse-hoang, hiong-hoang-tse_ im Chinesischen; _ata, hartala_ im Bengalischen;--_harta, harital_ im Hindu;--_tala, hartala, hurtal_ im Sanscrit, auch _talaka, vidalaka, pita_ (gelb), _pitaka, pitana, pingata_. _sarrjek, sarrik_ im Armenischen, auch _menkdjegh oskjeguin_ (d.i. goldfarbiger Arsenik);--_sernidsch, zarnich, zernc_ im Persischen;--_sernik, altunto_ im T�rkischen;--_zarnach_ im Arabischen;--_zernik_ im Kurdischen;--_sarnich_ im Chald�ischen;--_[Greek: arsenikon, arrhenikon]_ im Griechischen, im Neugriechischen und im Mittelalter, hier auch _[Greek: auriopigmenton]_. _aurpiment_ und _ararcoria_ im Baskischen;--_aurpiment_ im Bretonischen;--_aurbibau_ im W�lschen (doch finde ich dies Wort nicht in Owen's W�rterbuche);--_auripigmentum_, auch _arsenikon_ im Lateinischen;--_oropimente_ im Spanischen und Portugiesischen;--_orpimento_ im Italienischen;--_orpiment_ im Franz�sischen und Englischen (orpin ist die daraus bereitete Malerfarbe);--_operment_ im D�nischen, Holl�ndischen und Schwedischen;--_orgiment_ im Altteutschen;--_smuntor_ im Maltesischen (smura ist gelb). _kamenka, siricnik sitanicity, operment_ im Czechischen; _czerwony-zlotokost, operment_ im Polnischen;--_operment nastojaschtsch�_ im Russischen;--_arany sarga_ im Magyarischen, auch _aranysz_ (Goldfarbe);--_missnicza, missy chemer_ im Croatischen;--_slatosviet lassta lepoja_ im Windischen. I. _Arseniksalbe_. Seit �ltester Zeit wird im Oriente eine Salbe, besonders in den Schwitzb�dern angewendet, um die Haare an gewissen Stellen des K�rpers, vorzugsweise bey Frauenzimmern fortzuschaffen. Sie bestehet meist aus 2 Thl. Operment, 8 Thl. �tzendem Kalk, 1 Thl. Walkerde, Spick�hl u.s.w. und nach kurzem Auflegen werden die Haare mit der Wurzel ausgehoben, wachsen nicht wieder. _tensue_ im Chinesischen;--_lohmarit_ im Sanscrit (d.i. Haare wegnehmend);--_gilsu_ im Persischen;--_zarudsch, nevers_ im Arabischen;--_rusma, lusma, herisme_ im T�rkischen;--_rusma_ im Russischen.