,this book content was graciously contributed by the ,gutenberg ,projekt-,,de4 ,that project is reachable at the web site http3_/_/gutenberg4spiegel4de_/4 ,dieses ,buch wurde uns freundlicherweise vom ,gutenberg ,projekt-,,de zur ,verfgung gestellt4 ,das ,projekt ist unter der ,internet-,adresse http3_/_/gutenberg4spiegel4de_/ erreichbar4 ,abhandlungen ber die ,fabel ,gotthold ,ephraim ,lessing ,inhalt3 ,i4 ,von dem ,wesen der ,fabel ,,ii4 ,von dem ,gebrauche der ,tiere in der ,fabel ,,iii4 ,von der ,einteilung der ,fabeln ,,iv4 ,von dem ,vortrage der ,fabeln ,v4 ,von einem besondern ,nutzen der ,fabeln in den ,schulen ,i4 ,von dem ,wesen der ,fabel ,jede ,erdichtung1 womit der ,poet eine gewisse ,absicht verbindet1 heit seine ,fabel4 ,so heit die ,erdichtung1 welche er durch die ,epopee1 durch das ,drama herrschen lt1 die ,fabel seiner ,epopee1 die ,fabel seines ,drama4 ,von diesen ,fabeln ist hier die ,rede nicht4 ,mein ,gegenstand ist die sogenannte 7aesopische7 ,fabel4 ,auch diese ist eine ,erdichtung1 eine ,erdichtung1 die auf einen gewissen ,zweck abzielet4 ,man erlaube mir1 gleich anfangs einen ,sprung in die ,mitte meiner ,materie zu tun1 um eine ,anmerkung daraus herzuholen1 auf die sich eine gewisse ,einteilung der aesopischen ,fabel grndet1 deren ich in der ,folge zu oft gedenken werde und die mir so bekannt nicht scheinet1 da ich sie1 auf gut ,glck1 bei meinen ,lesern voraussetzen drfte4 ,aesopus machte die meisten seiner ,fabeln bei wirklichen ,vorfllen4 ,seine ,nachfolger haben sich dergleichen ,vorflle meistens erdichtet oder auch wohl an ganz und gar keinen ,vorfall1 sondern blo an diese oder jene allgemeine ,wahrheit1 bei ,verfertigung der ihrigen1 gedacht4 ,diese begngten sich folglich1 die allgemeine ,wahrheit1 durch die erdichtete ,geschichte ihrer ,fabel1 erlutert zu haben2 wenn jener noch ber dieses die hnlichkeit seiner erdichteten ,geschichte mit dem gegenwrtigen wirklichen ,vorfalle falich machen und zeigen mute1 da aus beiden1 sowohl aus der erdichteten ,geschichte als dem wirklichen ,vorfalle1 sich ebendieselbe ,wahrheit bereits ergebe oder gewi ergeben werde4 ,und hieraus entspringt die ,einteilung in 7einfache7 und 7zusammengesetzte7 ,fabeln4 7,einfach7 ist die ,fabel1 wenn ich aus der erdichteten ,begebenheit derselben blo irgendeine allgemeine ,wahrheit folgern lasse4--,man machte der ,lwin den ,vorwurf1 da sie nur ein ,junges zur ,welt brchte4 ,ja1 sprach sie1 nur eines1 aber einen ,lwen4#a--;,die ,wahrheit1 welche in dieser ,fabel liegt1 oti to kalon ouk en plh,jei1 all' aerth1 leuchtet sogleich in die ,augen2 und die ,fabel ist 7einfach71 wenn ich es bei dem ,ausdrucke dieses allgemeinen ,satzes bewenden lasse4 ,fussnote #a3 ,fabul4 ,aesop4 #baf4 ,edit4 ,hauptmannianae4 7,zusammengesetzt7 hingegen ist die ,fabel1 wenn die ,wahrheit1 die sie uns anschauend zu erkennen gibt1 auf einen wirklich geschehenen oder doch als wirklich geschehen angenommenen ,fall weiter angewendet wird4 --,ich mache1 sprach ein hhnischer ,reimer zu dem ,dichter1 in einem ,jahre sieben ,trauerspiele1 aber du8 ,in sieben ,jahren eines6 ,recht1 nur eines6 versetzte der ,dichter1 aber eine 7,athalie76--,man mache dieses zur ,anwendung der vorigen ,fabel1 und die ,fabel wird 7zusammengesetzt74 ,denn sie besteht nunmehr gleichsam aus zwei ,fabeln1 aus 7zwei7 einzeln ,fllen1 in welchen beiden ich die ,wahrheit ebendesselben ,lehrsatzes besttiget finde4 ,diese ,einteilung aber--kaum brauche ich es zu erinnern--beruhet nicht auf einer wesentlichen ,verschiedenheit der ,fabeln selbst1 sondern blo auf der verschiedenen ,bearbeitung derselben4 ,und aus dem ,exempel schon hat man es ersehen1 da ebendieselbe ,fabel bald 7einfach71 bald 7zusammengesetzt7 sein kann4 ,bei dem 7,phaedrus7 ist die ,fabel 7von dem kreisenden ,berge7 eine 7einfache7 ,fabel4 --- ,hoc scriptum est tibi1 ,qui magna cum minaris1 extricas nihil4 ,ein jeder1 ohne ,unterschied1 der groe und frchterliche ,anstalten einer ,nichtswrdigkeit wegen macht1 der sehr weit ausholt1 um einen sehr kleinen ,sprung zu tun1 jeder ,prahler1 jeder vielversprechende ,tor1 von allen mglichen ,arten1 siehet hier sein ,bild6 ,bei unserm 7,hagedorn7 aber wird ebendieselbe ,fabel zu einer 7zusammengesetzten7 ,fabel1 indem er einen gebrenden schlechten ,poeten zu dem besondern ,gegenbilde des kreisenden ,berges macht4 ,ihr ,gtter rettet6 ,menschen flieht6 ,ein schwangrer ,berg beginnt zu kreisen1 ,und wird itzt1 eh man sich's versieht1 ,mit ,sand und ,schollen um sich schmeien etc4 ------- ,suffenus schwitzt und lrmt und schumt3 ,nichts kann den hohen ,eifer zhmen2 ,er stampft1 er knirscht2 warum8 er reimt1 ,und will itzt den ,homer beschmen etc4 ------- ,allein gebt acht1 was kmmt heraus8 ,hier ein ,sonett1 dort eine ,maus4 ,diese ,einteilung also1 von welcher die ,lehrbcher der ,dichtkunst ein tiefes ,stillschweigen beobachten1 ohngeachtet ihres mannigfaltigen ,nutzens in der richtigern ,bestimmung verschiedener ,regeln3 diese ,einteilung1 sage ich1 vorausgesetzt1 will ich mich auf den ,weg machen4 ,es ist kein unbetretener ,weg4 ,ich sehe eine ,menge ,futapfen vor mir1 die ich zum ,teil untersuchen mu1 wenn ich berall sichere ,tritte zu tun gedenke4 ,und in dieser ,absicht will ich sogleich die vornehmsten ,erklrungen prfen1 welche meine ,vorgnger von der ,fabel gegeben haben4 ,de ,la ,motte ,dieser ,mann1 welcher nicht sowohl ein groes poetisches ,genie als ein guter1 aufgeklrter ,kopf war1 der sich an mancherlei wagen und berall ertrglich zu bleiben hoffen durfte1 erklrt die ,fabel durch eine unter die ,allegorie einer ,handlung versteckte ,lehre #a4 ,fussnote #a3 ,la ,fable est une instruction deguise sous l'allegorie d'une action4 ,discours sur la fable4 ,als sich der ,sohn des stolzen ,tarquinius bei den ,gabiern nunmehr festgesetzt hatte1 schickte er heimlich einen ,boten an seinen ,vater und lie ihn fragen1 was er weiter tun solle8 ,der ,knig1 als der ,bote zu ihm kam1 befand sich eben auf dem ,felde1 hub seinen ,stab auf1 schlug den hchsten ,mahnstngeln die ,hupter ab und sprach zu dem ,boten3 ,geh1 und erzhle meinem ,sohne1 was ich itzt getan habe6 ,der ,sohn verstand den stummen ,befehl des ,vaters und lie die ,vornehmsten der ,gabier hinrichten4 #b--;,hier ist eine allegorische ,handlung--hier ist eine unter die ,allegorie dieser ,handlung versteckte ,lehre3 aber ist hier eine ,fabel8 ,kann man sagen1 da ,tarquinius seine ,meinung dem ,sohne durch eine ,fabel habe wissen lassen8 ,gewi nicht6 ,fussnote #b3 ,florus4 lib4 ,i4 cap4 #g4 ,jener ,vater1 der seinen uneinigen ,shnen die ,vorteile der ,eintracht an einem ,bndel ,ruten zeigte1 das sich nicht anders als stckweise zerbrechen lasse1 machte der eine ,fabel8 #c ,fussnote #c3 ,fabul4 ,aesop4 #aga4 ,aber wenn ebenderselbe ,vater seinen uneinigen ,shnen erzhlt htte1 wie glcklich drei ,stiere1 solange sie einig waren1 den ,lwen von sich abhielten und wie bald sie des ,lwen ,raub wurden1 als ,zwietracht unter sie kam und jeder sich seine eigene ,weide suchte #d3 alsdenn htte doch der ,vater seinen ,shnen ihr ,bestes in einer ,fabel gezeigt8 ,die ,sache ist klar4 ,fussnote #d3 ,fab4 ,aesop4 #big4 ,folglich ist es ebenso klar1 da die ,fabel nicht blo eine allegorische ,handlung1 sondern die ,erzhlung einer solchen ,handlung sein kann4 ,und dieses ist das erste1 was ich wider die ,erklrung des de ,la ,motte zu erinnern habe4 ,aber was will er mit seiner ,allegorie8--,ein so fremdes ,wort1 womit nur wenige einen bestimmten ,begriff verbinden1 sollte berhaupt aus einer guten ,erklrung verbannt sein4--,und wie1 wenn es hier gar nicht einmal an seiner ,stelle stnde8 ,wenn es nicht wahr wre1 da die ,handlung der ,fabel an sich selbst allegorisch sei8 ,und wenn sie es hchstens unter gewissen ,umstnden nur werden knnte8 ,quintilian lehret3 ,allhgoria1 quam ,inversionem interpretamur1 aliud verbis1 aliud sensu ostendit1 ac etiam interim contrarium #e4 ,die ,allegorie sagt das nicht1 was sie nach den ,worten zu sagen scheinet1 sondern etwas anders4 ,die neuern ,lehrer der ,rhetorik erinnern1 da dieses etwas andere auf etwas anderes hnliches einzuschrnken sei1 weil sonst auch jede ,ironie eine ,allegorie sein wrde #f4 ,die letztern ,worte des ,quintilians1 ac etiam interim contrarium1 sind ihnen hierin zwar offenbar zuwider1 aber es mag sein4 ,fussnote #e3 ,quinctilianus lib4 ,,viii4 cap4 #f4 ,fussnote #f3 ,allegoria dicitur1 quia allo men agoreuei1 allo de noei4 ,et istud allo restringi debet ad aliud simile1 alias etiam omnis ,ironia ,allegoria esset4 ,die ,allegorie sagt also nicht1 was sie den ,worten nach zu sagen scheinet1 sondern etwas hnliches4 ,und die ,handlung der ,fabel1 wenn sie allegorisch sein soll1 mu das auch nicht sagen1 was sie zu sagen scheinet1 sondern nur etwas hnliches8 ,wir wollen sehen6--,der ,schwchere wird gemeiniglich ein ,raub des ,mchtigern4 ,das ist ein allgemeiner ,satz1 bei welchem ich mir eine ,reihe von ,dingen gedenke1 deren eines immer strker ist als das andere1 die sich also1 nach der ,folge ihrer verschiednen ,strke1 untereinander aufreiben knnen4 ,eine ,reihe von ,dingen6 ,wer wird lange und gern den den ,begriff eines ,dinges denken1 ohne auf dieses oder jenes besondere ,ding zu fallen1 dessen ,eigenschaften ihm ein deutliches ,bild gewhren8 ,ich will also auch hier anstatt dieser ,reihe von unbestimmten ,dingen eine ,reihe bestimmter1 wirklicher ,dinge annehmen4 ,ich knnte mir in der ,geschichte eine ,reihe von ,staaten oder ,knigen suchen2 aber wie viele sind in der ,geschichte so bewandert1 da sie1 sobald ich meine ,staaten oder ,knige nur nennte1 sich der ,verhltnisse1 in welchen sie gegeneinander an ,gre und ,macht gestanden1 erinnern knnten8 ,ich wrde meinen ,satz nur wenigen falicher gemacht haben1 und ich mchte ihn gern allen so falich als mglich machen4 ,ich falle auf die ,tiere1 und warum sollte ich nicht eine ,reihe von ,tieren whlen drfen1 besonders wenn es allgemein bekannte ,tiere wren8 ,ein ,auerhahn--ein ,marder--ein ,fuchs--ein ,wolf--,wir kennen diese ,tiere1 wir drfen sie nur nennen hren1 um sogleich zu wissen1 welches das strkere oder das schwchere ist4 ,nunmehr heit mein ,satz3 der ,marder frit den ,auerhahn1 der ,fuchs den ,marder1 den ,fuchs der ,wolf4 ,er frit8 ,er frit vielleicht auch nicht4 ,das ist mir noch nicht gewi genug4 ,ich sage also3 er fra4 ,und siehe1 mein ,satz ist zur ,fabel geworden6 ,ein ,marder fra den ,auerhahn1 ,den ,marder wrgt ein ,fuchs1 den ,fuchs des ,wolfes ,zahn4 #g ,fussnote #g3 von ,hagedorn3 ,fabeln und ,erzehlungen1 erstes ,buch4 ,s4 #gg4 ,was kann ich nun sagen1 da in dieser ,fabel fr eine ,allegorie liege8 ,der ,auerhahn1 der ,schwchste2 der ,marder1 der ,schwache2 der ,fuchs1 der ,starke2 der ,wolf1 der ,strkste4 ,was hat der ,auerhahn mit dem ,schwchsten1 der ,marder mit dem ,schwachen usw4 hier hnliches8 hnliches6 ,gleichet hier blo der ,fuchs dem ,starken und der ,wolf dem ,strksten1 oder ist jener hier der ,starke so wie dieser der ,strkste8 ,er ist es4--,kurz1 es heit die ,worte auf eine kindische ,art mibrauchen1 wenn man sagt1 da das ,besondere mit seinem ,allgemeinen1 das ,einzelne mit seiner ,art1 die ,art mit ihrem ,geschlechte eine hnlichkeit habe4 ,ist dieser ,windhund einem ,windhunde berhaupt1 und ein ,windhund berhaupt einem ,hunde hnlich8 ,eine lcherliche ,frage6 --,findet sich nun aber unter den bestimmten ,subjekten der ,fabel1 und den allgemeinen ,subjekten ihres ,satzes keine hnlichkeit1 so kann auch keine ,allegorie unter ihnen statthaben4 ,und das nmliche lt sich auf die nmliche ,art von den beiderseitigen ,prdikaten erweisen4 ,vielleicht aber meiner jemand1 da die ,allegorie hier nicht auf der hnlichkeit zwischen den bestimmten ,subjekten oder ,prdikaten der ,fabel und den allgemeinen ,subjekten oder ,prdikaten des ,satzes1 sondern auf der hnlichkeit der ,arten1 wie ich ebendieselbe ,wahrheit itzt durch die ,bilder der ,fabel und itzt vermittelst der ,worte des ,satzes erkenne1 beruhe4 ,doch das ist soviel als nichts4 ,denn kme hier die ,art der ,erkenntnis in ,betrachtung und wollte man blo wegen der anschauenden ,erkenntnis1 die ich vermittelst der ,handlung der ,fabel von dieser oder jener ,wahrheit erhalte1 die ,handlung allegorisch nennen3 so wrde in allen ,fabeln ebendieselbe ,allegorie sein1 welches doch niemand sagen will1 der mit diesem ,worte nur einigen ,begriff verbindet4 ,ich befrchte1 da ich von einer so klaren ,sache viel zuviel ,worte mache4 ,ich fasse daher alles zusammen und sage3 die ,fabel als eine einfache ,fabel kann unmglich allegorisch sein4 ,man erinnere sich aber meiner obigen ,anmerkung1 nach welcher eine jede einfache ,fabel auch eine zusammengesetzte werden kann4 ,wie1 wenn sie alsdenn allegorisch wrde8 ,und so ist es4 ,denn in der zusammengesetzten ,fabel wird ein ,besonderes gegen das andre gehalten2 zwischen zwei oder mehr ,besondern1 die unter ebendemselben ,allgemeinen begriffen sind1 ist die hnlichkeit unwidersprechlich1 und die ,allegorie kann folglich stattfinden4 ,nur mu man nicht sagen1 da die ,allegorie zwischen der ,fabel und dem moralischen ,satze sich befinde4 ,sie befindet sich zwischen der ,fabel und dem wirklichen ,falle1 der zu der ,fabel ,gelegenheit gegeben hat1 insofern sich aus beiden ebendieselbe ,wahrheit ergibt4--,die bekannte ,fabel vom ,pferde1 das sich von dem ,manne den ,zaum anlegen lie und ihn auf seinen ,rcken nahm1 damit er ihm nur in seiner ,rache1 die es an dem ,hirsche nehmen wollte1 behlflich wre3 diese ,fabel sage ich1 ist sofern nicht allegorisch1 als ich mit dem ,phaedrus #h blo die allgemeine ,wahrheit daraus ziehe3 ,fussnote #h3 ,lib4 ,,iv4 fab4 #c4 ,impune potius laedi1 quam dedi alteri4 ,bei der ,gelegenheit nur1 bei welcher sie ihr ,erfinder ,stesichorus erzhlte1 ward sie es4 ,er erzhlte sie nmlich1 als die ,himerenser den ,phalaris zum obersten ,befehlshaber ihrer ,kriegsvlker gemacht hatten und ihm noch dazu eine ,leibwache geben wollten4 ,o ihr ,himerenser1 rief er1 die ihr so fest entschlossen seid1 euch an euren ,feinden zu rchen2 nehmet euch wohl in acht1 oder es wird euch wie diesem ,pferde ergehen6 ,den ,zaum habt ihr euch bereits anlegen lassen1 indem ihr den ,phalaris zu eurem ,heerfhrer mit unumschrnkter ,gewalt ernannt4 ,wollt ihr ihm nun gar eine ,leibwache geben1 wollt ihr ihn aufsitzen lassen1 so ist es vollends um eure ,freiheit getan4 #i--;,alles wird hier allegorisch6 ,aber einzig und allein dadurch1 da das ,pferd hier nicht auf jeden ,beleidigten1 sondern auf die beleidigten ,himerenser2 der ,hirsch nicht auf jeden ,beleidiger1 sondern auf die ,feinde der ,himerenser2 der ,mann nicht auf jeden listigen ,unterdrcker1 sondern auf den ,phalaris2 die ,anlegung des ,zaums nicht auf jeden ersten ,eingriff in die ,rechte der ,freiheit1 sondern auf die ,ernennung des ,phalaris zum unumschrnkten ,heerfhrer2 und das ,aufsitzen endlich nicht auf jeden letzten tdlichen ,sto1 welcher der ,freiheit beigebracht wird1 sondern auf die dem ,phalaris zu bewilligende ,leibwache gezogen und angewandt wird4 ,fussnote #i3 ,aristoteles ,rhetor4 lib4 ,,ii4 cap4 #bj4 ,was folgt nun aus alle dem8 ,dieses3 da die ,fabel nur alsdenn allegorisch wird1 wenn ich dem erdichteten einzeln ,falle1 den sie enthlt1 einen andern hnlichen ,fall1 der sich wirklich zugetragen hat1 entgegenstelle1 da sie es nicht an und fr sich selbst ist1 insofern sie eine allgemeine moralische ,lehre enthlt1 so gehret das ,wort ,allegorie gar nicht in die ,erklrung derselben4--,dieses ist das zweite1 was ich gegen die ,erklrung des de ,la ,motte zu erinnern habe4 ,und man glaube ja nicht1 da ich es blo als ein miges1 berflssiges ,wort daraus verdrngen will4 ,es ist hier1 wo es steht1 ein hchst schdliches ,wort1 dem wir vielleicht eine ,menge schlechter ,fabeln zu danken haben4 ,man begnge sich nur1 die ,fabel1 in ,ansehung des allgemeinen ,lehrsatzes1 blo allegorisch zu machen1 und man kann sicher glauben1 eine schlechte ,fabel gemacht zu haben4 ,ist aber eine schlechte ,fabel eine ,fabel8--,ein ,exempel wird die ,sache in ihr vlliges ,licht setzen4 ,ich whle ein altes1 um ohne ,migunst recht haben zu knnen4 ,die ,fabel nmlich von dem ,mann und dem ,satyr4 ,der ,mann blset in seine kalte ,hand1 um seine ,hand zu wrmen1 und blset in seinen heien ,brei1 um seinen ,brei zu khlen4 ,was8 sagt der ,satyr1 du blsest aus einem ,munde warm und kalt8 ,geh1 mit dir mag ich nichts zu tun haben6 #aj--;,diese ,fabel soll lehren1 oti dei jeugein hma,v ta,v jilia,v1 wn amjibolo,v estin h dia,jesi,v2 die ,freundschaft aller ,zweizngler1 aller ,doppelleute1 aller ,falschen zu fliehen4 ,lehrt sie das8 ,ich bin nicht der erste1 der es leugnet und die ,fabel fr schlecht ausgibt4 ,fussnote #aj3 ,fab4 ,aesop4 #abf ,richer #aa sagt1 sie sndige wider die ,richtigkeit der ,allegorie2 ihre ,moral sei weiter nichts als eine ,anspielung und grnde sich auf eine bloe ,zweideutigkeit4 ,richer hat richtig empfunden1 aber seine ,empfindung falsch ausgedrckt4 ,der ,fehler liegt nicht sowohl darin1 da die ,allegorie nicht richtig genug ist1 sondern darin1 da es weiter nichts als eine ,allegorie ist4 ,anstatt da die ,handlung des ,mannes1 die dem ,satyr so anstig scheinet1 unter dem allgemeinen ,subjekte des ,lehrsatzes wirklich begriffen sein sollte1 ist sie ihm blo hnlich4 ,der ,mann sollte sich eines wirklichen ,widerspruchs schuldig machen1 und der ,widerspruch ist nur anscheinend4 ,die ,lehre warnet uns vor ,leuten1 die von ebenderselben ,sache ja und nein sagen1 die ebendasselbe ,ding loben und tadeln3 und die ,fabel zeiget uns einen ,mann1 der seinen ,atem gegen verschiedene ,dinge verschieden braucht1 der auf ganz etwas anders itzt seinen ,atem warm haucht1 und auf ganz etwas anders ihn itzt kalt blset4 ,fussnote #aa3--;contre la justesse de l'allegorie4--,sa morale n' est qu'une allusion1 et n'est fonde que sur un jeu de mots quivoque4 ,fables nouvelles1 ,preface1 p4 #aj4 ,endlich1 was lt sich nicht alles allegorisieren6 ,man nenne mir das abgeschmackte ,mrchen1 in welches ich durch die ,allegorie nicht einen moralischen ,sinn sollte legen knnen6--,die ,mitknechte des ,aesopus gelstet nach den trefflichen ,feigen ihres ,herrn4 ,sie essen sie auf1 und als es zur ,nachfrage kmmt1 soll es der gute ,aesop getan haben4 ,sich zu rechtfertigen1 trinket ,aesop in groer ,menge laues ,wasser1 und seine ,mitknechte mssen ein ,gleiches tun4 ,das laue ,wasser hat seine ,wirkung1 und die ,nscher sind entdeckt4--- ,was lehrt uns dieses ,histrchen8 ,eigentlich wohl weiter nichts1 als da laues ,wasser1 in groer ,menge getrunken1 zu einem ,brechmittel werde8 ,und doch machte jener persische ,dichter #ab einen weit edlern ,gebrauch davon4 ,wenn man euch1 spricht er1 an jenem groen ,tage des ,gerichts1 von diesem warmen und siedenden ,wasser wird zu trinken geben3 alsdenn wird alles an den ,tag kommen1 was ihr mit so vieler ,sorgfalt vor den ,augen der ,welt verborgen gehalten2 und der ,heuchler1 den hier seine ,verstellung zu einem ehrwrdigen ,manne gemacht hatte1 wird mit ,schande und ,verwirrung berhuft dastehen6--,vortrefflich6 ,fussnote #ab3 ,herbelot ,bibl4 ,orient4 p4 #eaf4 ,lorsque l'on vous donnera boire de cette eau chaude et brulante1 dans la question du ,jugement dernier1 tout ce que vous avez cach avec tant de soin1 paroitra aux yeux de tout le monde1 et celui qui aura acquis de l'estime par son hypocrisie et par son deguisement1 sera pour lors couvert de honte er de confusion4 ,ich habe nun noch eine ,kleinigkeit an der ,erklrung des de ,la ,motte auszusetzen4 ,das ,wort ,lehre 7instruction7 ist zu unbestimmt und allgemein4 ,ist jeder ,zug aus der ,mythologie1 der auf eine physische ,wahrheit anspielet oder in den ein tiefsinniger ,baco wohl gar eine transzendentalische ,lehre zu legen wei1 eine ,fabel8 ,oder wenn der seltsame ,holberg erzhlet3 ,die ,mutter des ,teufels bergab ihm einsmals vier ,ziegen1 um sie in ihrer ,abwesenheit zu bewachen4 ,aber diese machten ihm so viel zu tun1 da er sie mit aller seiner ,kunst und ,geschicklichkeit nicht in der ,zucht halten konnte4 ,diesfalls sagte er zu seiner ,mutter nach ihrer ,zurckkunft3 ,liebe ,mutter1 hier sind ,eure ,ziegen6 ,ich will lieber eine ganze ,compagnie ,reuter bewachen als eine einzige ,ziege6--,hat ,holberg eine ,fabel erzhlet8 ,wenigstens ist eine ,lehre in diesem ,dinge4 ,denn er setzet selbst mit ausdrcklichen ,worten dazu3 ,diese ,fabel zeiget1 da keine ,kreatur weniger in der ,zucht zu halten ist als eine ,ziege4 #ac--;,eine wichtige ,wahrheit6 ,niemand hat die ,fabel schndlicher gemihandelt als dieser ,holberg6--,und es mihandelt sie jeder1 der1 eine andere als moralische ,lehre darin vorzutragen1 sich einfallen lt4 ,fussnote #ac3 ,moralische ,fabeln des ,baron von ,holbergs1 ,s4 #ajc4 ,richer ,richer ist ein andrer franzsischer ,fabulist1 der ein wenig besser erzhlet als de ,la ,motte1 in ,ansehung der ,erfindung aber weit unter ihm stehet4 ,auch dieser hat uns seine ,gedanken ber diese ,dichtungsart nicht vorenthalten wollen und erklrt die ,fabel durch ein kleines ,gedicht1 das irgendeine unter einem allegorischen ,bilde versteckte ,regel enthalte #a4 ,fussnote #a3 ,la ,fable est un petit ,poeme qui contient un precepte cach sous une image allegorique4 ,fables nouvelles1 ,preface1 p4 #i4 ,richer hat die ,erklrung des de ,la ,motte offenbar vor ,augen gehabt4 ,und vielleicht hat er sie gar verbessern wollen4 ,aber das ist ihm sehr schlecht gelungen4 ,ein kleines ,gedicht 7,poeme78--,wenn ,richer das ,wesen eines ,gedichts in die bloe ,fiktion setzet3 so bin ich es zufrieden1 da er die ,fabel ein ,gedicht nennet4 ,wenn er aber auch die poetische ,sprache und ein gewisses ,silbenma als notwendige ,eigenschaften eines ,gedichtes betrachtet3 so kann ich seiner ,meinung nicht sein4--,ich werde mich weiter unten hierber ausfhrlicher erklren4 ,eine ,regel 7,precepte78--,dieses ,wort ist nichts bestimmter als das ,wort ,lehre des de ,la ,motte4 ,alle ,knste1 alle ,wissenschaften haben ,regeln1 haben ,vorschriften4 ,die ,fabel aber stehet einzig und allein der ,moral zu4 ,von einer andern ,seite hingegen betrachtet1 ist ,regel oder ,vorschrift hier sogar noch schlechter als ,lehre2 weil man unter ,regel und ,vorschrift eigentlich nur solche ,stze verstehet1 die unmittelbar auf die ,bestimmung unsers ,tuns und ,lassens gehen4 ,von dieser ,art aber sind nicht alle moralische ,lehrstze der ,fabel4 ,ein groer ,teil derselben sind ,erfahrungsstze1 die uns nicht sowohl von dem1 was geschehen sollte1 als vielmehr von dem1 was wirklich geschiehet1 unterrichten4 ,ist die ,sentenz3 ,in principatu commutando civium ,nil praeter domini nomen mutant pauperes eine ,regel1 eine ,vorschrift8 ,und gleichwohl ist sie das ,resultat einer von den schnsten ,fabeln des ,phaedrus #b4 ,es ist zwar wahr1 aus jedem solchen ,erfahrungssatze knnen leicht eigentliche ,vorschriften und ,regeln gezogen werden4 ,aber was in dem fruchtbaren ,satze liegt1 das liegt nicht darum auch in der ,fabel4 ,und was mte das fr eine ,fabel sein1 in welcher ich den ,satz mit allen seinen ,folgerungen auf einmal anschauend erkennen sollte8 ,fussnote #b3 ,libri ,i4 ,fab4 #ae4 ,unter einem allegorischen ,bilde8--ber das ,allegorische habe ich mich bereits erklret4 ,aber ,bild 7,image76 ,unmglich kann ,richer dieses ,wort mit ,bedacht gewhlt haben4 ,hat er es vielleicht nur ergriffen1 um von de ,la ,motte lieber auf ,geratewohl abzugehen1 als nach ihm recht zu haben8--,ein ,bild heit berhaupt jede sinnliche ,vorstellung eines ,dinges nach einer einzigen ihm zukommenden ,vernderung4 ,es zeigt mir nicht mehrere oder gar alle mgliche ,vernderungen1 deren das ,ding fhig ist1 sondern allein die1 in der es sich in einem und ebendemselben ,augenblicke befindet4 ,in einem ,bilde kann ich zwar also wohl eine moralische ,wahrheit erkennen1 aber es ist darum noch keine ,fabel4 ,der mitten im ,wasser drstende ,tantalus ist ein ,bild1 und ein ,bild1 das mir die ,mglichkeit zeiget1 man knne auch bei dem grten berflusse darben4 ,aber ist dieses ,bild deswegen eine ,fabel8 ,so auch folgendes kleine ,gedicht3 ,cursu veloci pendens in novacula1 ,calvus1 comosa fronte1 nudo corpore1 ,quem si occuparis1 teneas2 elapsum semel ,non ipse possit ,jupiter reprehendere2 ,occasionem rerum significat brevem4 ,effectus impediret ne segnis mora1 ,finxere antiqui talem effigiem temporis4 ,wer wird diese ,zeilen fr eine ,fabel erkennen1 ob sie schon ,phaedrus als eine solche unter seinen ,fabeln mit unterlaufen lt #c8 ,ein jedes ,gleichnis1 ein jedes ,emblema wrde eine ,fabel sein1 wenn sie nicht eine ,mannigfaltigkeit von ,bildern1 und zwar zu einem ,zwecke bereinstimmenden ,bildern1 wenn sie1 mit einem ,worte1 nicht das notwendig erforderte1 was wir durch das ,wort ,handlung ausdrcken4 ,fussnote #c3 ,lib4 ,v4 ,fab4 #h4 ,eine ,handlung nenne ich eine ,folge von ,vernderungen1 die zusammen ein ,ganzes ausmachen4 ,diese ,einheit des ,ganzen beruhet auf der bereinstimmung aller ,teile zu einem ,endzwecke4 ,der ,endzweck der ,fabel1 das1 wofr die ,fabel erfunden wird1 ist der moralische ,lehrsatz4 ,folglich hat die ,fabel eine ,handlung1 wenn das1 was sie erzhlt1 eine ,folge von ,vernderungen ist und jede dieser ,vernderungen etwas dazu beitrgt1 die einzeln ,begriffe1 aus welchen der moralische ,lehrsatz bestehet1 anschauend erkennen zu lassen4 ,was die ,fabel erzhlt1 mu eine ,folge von ,vernderungen sein4 ,eine ,vernderung oder auch mehrere ,vernderungen1 die nur nebeneinander bestehen und nicht aufeinander folgen1 wollen zur ,fabel nicht zureichen4 ,und ich kann es fr eine untriegliche ,probe ausgeben1 da eine ,fabel schlecht ist1 da sie den ,namen der ,fabel gar nicht verdienet1 wenn ihre vermeinte ,handlung sich ganz malen lt4 ,sie enthlt alsdenn ein bloes ,bild1 und der ,maler hat keine ,fabel1 sondern ein ,emblema gemalt4--,ein ,fischer1 indem er sein ,netz aus dem ,meere zog1 blieb der grern ,fische1 die sich darin gefangen hatten1 zwar habhaft1 die kleinsten aber schlupften durch das ,netz durch und gelangten glcklich wieder ins ,wasser4--,diese ,erzhlung befindet sich unter den aesopischen ,fabeln #d1 aber sie ist keine ,fabel1 wenigstens eine sehr mittelmige4 ,sie hat keine ,handlung1 sie enthlt ein bloes einzelnes ,faktum1 das sich ganz malen lt2 und wenn ich dieses einzelne ,faktum1 dieses ,zurckbleiben der grern und dieses ,durchschlupfen der kleinen ,fische1 auch mit noch so viel andern ,umstnden erweiterte1 so wrde doch in ihm allein1 und nicht in den andern ,umstnden zugleich mit1 der moralische ,lehrsatz liegen4 ,fussnote #d3 ,fab4 ,aesop4 #aed ,doch nicht genug1 da das1 was die ,fabel erzhlt1 eine ,folge von ,vernderungen ist1 alle diese ,vernderungen mssen zusammen nur einen einzigen anschauenden ,begriff in mir erwecken4 ,erwecken sie deren mehrere1 liegt mehr als ein moralischer ,lehrsatz in der vermeinten ,fabel1 so fehlt der ,handlung ihre ,einheit1 so fehlt ihr das1 was sie eigentlich zur ,handlung macht1 und kann1 richtig zu sprechen1 keine ,handlung1 sondern mu eine ,begebenheit heien4--,ein ,exempel3 ,lucernam fur accendit ex ara ,jovis1 ,ipsumque compilavit ad lumen suum2 ,onustus qui sacrilegio cum discederet1 ,repente vocem sancta misit ,religio3 ,malorum quamvis ista fuerint munera1 ,mihique invisa1 ut non offendar subripi2 ,tamen1 sceleste1 spiritu culpam lues1 ,olim cum adscriptus venerit poenae dies4 ,sed ne ignis noster facinori praeluceat1 ,per quem verendos excolit pietas ,deos1 ,veto esse tale luminis commercium4 ,ita hodie1 nec lucernam de flamma ,dem ,nec de lucerna fas est accendi sacrum4 ,was hat man hier gelesen8 ,ein ,histrchen1 aber keine ,fabel4 ,ein ,histrchen trgt sich zu1 eine ,fabel wird erdichtet4 ,von der ,fabel also mu sich ein ,grund angeben lassen1 warum sie erdichtet worden1 da ich den ,grund1 warum sich jenes zugetragen1 weder zu wissen noch anzugeben gehalten bin4 ,was wre nun der ,grund1 warum diese ,fabel erdichtet worden1 wenn es anders eine ,fabel wre8 ,recht billig zu urteilen1 knnte es kein andrer als dieser sein3 der ,dichter habe einen wahrscheinlichen ,anla zu dem doppelten ,verbote1 weder von dem heiligen ,feuer ein gemeines ,licht noch von einem gemeinen ,lichte das heilige ,feuer anzuznden1 erzhlen wollen4 ,aber wre das eine moralische ,absicht1 dergleichen der ,fabulist doch notwendig haben soll8 ,zur ,not knnte zwar dieses einzelne ,verbot zu einem ,bilde des allgemeinen ,verbots dienen1 da das ,heilige mit dem ,unheiligen1 das ,gute mit dem ,bsen in keiner ,gemeinschaft stehen soll4 ,aber was tragen alsdenn die brigen ,teile der ,erzhlung zu diesem ,bilde bei8 ,zu diesem gar nichts1 sondern ein jeder ist vielmehr das ,bild1 der einzelne ,fall einer ganz andern allgemeinen ,wahrheit4 ,der ,dichter hat es selbst empfunden und hat sich aus der ,verlegenheit1 welche ,lehre er allein daraus ziehen solle1 nicht besser zu reien gewut1 als wenn er deren so viele daraus zge als sich nur immer ziehen lieen4 ,denn er schliet3 ,quot res contineat hoc argumentum utiles1 ,non explicabit alius1 quam qui repperit4 ,significat primo1 saepe1 quos ipse alueris1 ,tibi inveniri maxime contrarios4 ,secundo ostendit1 scelera non ira ,dem1 ,fatorum dicto sed puniri tempore4 ,novissime interdicit1 ne cum malefico ,usum bonus consociet ullius rei4 ,eine elende ,fabel1 wenn niemand anders als ihr ,erfinder es erklren kann1 wieviel ntzliche ,dinge sie enthalte6 ,wir htten an einem genug6 --,kaum sollte man es glauben1 da einer von den ,alten1 einer von diesen groen ,meistern in der ,einfalt ihrer ,plane1 uns dieses ,histrchen fr eine ,fabel #e verkaufen knnen4 ,fussnote #e3 ,phaedrus libr4 ,,iv4 ,fab4 #aj ,breitinger ,ich wrde von diesem groen ,kunstrichter nur wenig gelernt haben1 wenn er in meinen ,gedanken noch berall recht htte4--,er gibt uns aber eine doppelte ,erklrung von der ,fabel #a4 ,die eine hat er von dem de ,la ,motte entlehnet1 und die andere ist ihm ganz eigen4 ,fussnote #a3 ,der ,critischen ,dichtkunst ersten ,bandes siebender ,abschnitt1 ,s4 #aid4 ,nach jener versteht er unter der ,fabel eine unter der wohlgeratenen ,allegorie einer hnlichen ,handlung verkleidete ,lehre und ,unterweisung4 --,der klare1 bersetzte de ,la ,motte6 ,und der ein wenig gewsserte3 knnte man noch dazusetzen4 ,denn was sollen die ,beiwrter3 wohlgeratene ,allegorie1 hnliche ,handlung8 ,sie sind hchst berflssig4 ,doch ich habe eine andere wichtigere ,anmerkung auf ihn versparet4 ,richer sagt3 die ,lehre solle unter dem allegorischen ,bilde versteckt 7cach7 sein4 ,versteckt6 welch ein unschickliches ,wort6 ,in manchem ,rtsel sind ,wahrheiten1 in den ,pythagorischen ,denksprchen sind moralische ,lehren versteckt1 aber in keiner ,fabel4 ,die ,klarheit1 die ,lebhaftigkeit1 mit welcher die ,lehre aus allen ,teilen einer guten ,fabel auf einmal hervorstrahlet1 htte durch ein ander ,wort als durch das ganz widersprechende versteckt ausgedrckt zu werden verdienet4 ,sein ,vorgnger de ,la ,motte hatte sich um ein gut ,teil feiner erklrt2 er sagt doch nur verkleidet 7deguis74 ,aber auch verkleidet ist noch viel zu unrichtig1 weil auch verkleidet den ,nebenbegriff einer mhsamen ,erkennung mit sich fhret4 ,und es mu gar keine ,mhe kosten1 die ,lehre in der ,fabel zu erkennen2 es mte vielmehr1 wenn ich so reden darf1 ,mhe und ,zwang kosten1 sie darin nicht zu erkennen4 ,aufs hchste wrde sich dieses verkleidet nur in ,ansehung der zusammengesetzten ,fabel entschuldigen lassen4 ,in ,ansehung der einfachen ist es durchaus nicht zu dulden4 ,von zwei hnlichen einzeln ,fllen kann zwar einer durch den andern ausgedrckt1 einer in den andern verkleidet werden3 aber wie man das ,allgemeine in das ,besondere verkleiden knne1 das begreife ich ganz und gar nicht4 ,wollte man mit aller ,gewalt ein hnliches ,wort hier brauchen1 so mte es anstatt verkleiden wenigstens einkleiden heien4 ,von einem deutschen ,kunstrichter htte ich berhaupt dergleichen figrliche ,wrter in einer ,erklrung nicht erwartet4 ,ein ,breitinger htte es den schn vernnftelnden ,franzosen berlassen sollen1 sich damit aus dem ,handel zu wickeln2 und ihm wrde es sehr wohl angestanden haben1 wenn er uns mit den trocknen ,worten der ,schule belehrt htte1 da die moralische ,lehre in die ,handlung weder versteckt noch verkleidet1 sondern durch sie der anschauenden ,erkenntnis fhig gemacht werde4 ,ihm wrde es erlaubt gewesen sein1 uns von der ,natur dieser auch der rohesten ,seele zukommenden ,erkenntnis1 von der mit ihr verknpften schnellen berzeugung1 von ihrem daraus entspringenden mchtigen ,einflusse auf den ,willen das ,ntige zu lehren4 ,eine ,materie1 die durch den ganzen spekulativischen ,teil der ,dichtkunst von dem grten ,nutzen ist und von unserm ,weltweisen schon gnugsam erlutert war #b6--,was ,breitinger aber damals unterlassen1 das ist mir1 itzt nachzuholen1 nicht mehr erlaubt4 ,die philosophische ,sprache ist seitdem unter uns so bekannt geworden1 da ich mich der ,wrter anschauen1 anschauender ,erkenntnis gleich von ,anfange als solcher ,wrter ohne ,bedenken habe bedienen drfen1 mit welchen nur wenige nicht einerlei ,begriff verbinden4 ,fussnote #b3 ,ich kann meine ,verwunderung nicht bergen1 da ,herr ,breitinger das1 was ,wolf schon damals von der ,fabel gelehret hatte1 auch nicht im geringsten gekannt zu haben scheinet4 ,wolfii ,philosophiae practicae universalis pars posterior #cjb-cbc4 ,dieser ,teil erschien #agci1 und die ,breitingersche ,dichtkunst erst das ,jahr darauf4 ,ich kme zu der zweiten ,erklrung1 die uns ,breitinger von der ,fabel gibt4 ,doch ich bedenke1 da ich diese bequemer an einem andern ,orte werde untersuchen knnen4--,ich verlasse ihn also4 ,batteux ,batteux erklret die ,fabel kurzweg durch die ,erzhlung einer allegorischen ,handlung #a4 ,weil er es zum ,wesen der ,allegorie macht1 da sie eine ,lehre oder ,wahrheit verberge1 so hat er ohne ,zweifel geglaubt1 des moralischen ,satzes1 der in der ,fabel zum ,grunde liegt1 in ihrer ,erklrung gar nicht erwhnen zu drfen4 ,man siehet sogleich1 was von meinen bisherigen ,anmerkungen auch wider diese ,erklrung anzuwenden ist4 ,ich will mich daher nicht wiederholen1 sondern blo die fernere ,erklrung1 welche ,batteux von der ,handlung gibt1 untersuchen4 ,fussnote #a3 ,principes de ,litterature1 ,tome ,,ii4 ,i4 ,partie p4 ,v4 ,l',apologue est le recit d'une action allegorique etc4 ,eine ,handlung1 sagt ,batteux1 ist eine ,unternehmung1 die mit ,wahl und ,absicht geschiehet4--,die ,handlung setzet1 auer dem ,leben und der ,wirksamkeit1 auch ,wahl und ,endzweck voraus und kmmt nur vernnftigen ,wesen zu4 ,wenn diese ,erklrung ihre ,richtigkeit hat1 so mgen wir nur neun ,zehnteile von allen existierenden ,fabeln ausstreichen4 ,aesopus selbst wird alsdann deren kaum zwei oder drei gemacht haben1 welche die ,probe halten4--,zwei ,hhne kmpfen miteinander4 ,der ,besiegte verkriecht sich4 ,der ,sieger fliegt auf das ,dach1 schlgt stolz mit den ,flgeln und krhet4 ,pltzlich schiet ein ,adler auf den ,sieger herab und zerfleischt ihn4 #b--;,ich habe das allezeit fr eine sehr glckliche ,fabel gehalten1 und doch fehlt ihr1 nach dem ,batteux1 die ,handlung4 ,denn wo ist hier eine ,unternehmung1 die mit ,wahl und ,absicht geschhe8--,der ,hirsch betrachtet sich in einer spiegelnden ,quelle1 er schmt sich seiner drren ,lufte und freuet sich seines stolzen ,geweihes4 ,aber nicht lange6 ,hinter ihm ertnet die ,jagd1 seine drren ,lufte bringen ihn glcklich ins ,gehlze1 da verstrickt ihn sein stolzes ,geweih1 er wird erreicht4 #c--;,auch hier sehe ich keine ,unternehmung1 keine ,absicht4 ,die ,jagd ist zwar eine ,unternehmung1 und der fliehende ,hirsch hat die ,absicht1 sich zu retten1 aber beide ,umstnde gehren eigentlich nicht zur ,fabel1 weil man sie1 ohne ,nachteil derselben1 weglassen und verndern kann4 ,und dennoch fehlt es ihr nicht an ,handlung4 ,denn die ,handlung liegt in dem falsch befundenen ,urteile des ,hirsches4 ,der ,hirsch urteilet falsch und lernet gleich darauf aus der ,erfahrung1 da er falsch geurteilet habe4 ,hier ist also eine ,folge von ,vernderungen1 die einen einzigen anschauenden ,begriff in mir erwecken4--,und das ist meine obige ,erklrung der ,handlung1 von der ich glaube1 da sie auf alle gute ,fabeln passen wird4 ,fussnote #b3 ,aesop4 ,fab4 #ade4 ,fussnote #c3 ,fab4 ,aesop4 #aha4 ,gibt es aber doch wohl ,kunstrichter1 welche einen noch engern1 und zwar so materiellen ,begriff mit dem ,worte ,handlung verbinden1 da sie nirgends ,handlung sehen1 als wo die ,krper so ttig sind1 da sie eine gewisse ,vernderung des ,raumes erfordern4 ,sie finden in keinem ,trauerspiele ,handlung1 als wo der ,liebhaber zu ,fen fllt1 die ,prinzessin ohnmchtig wird1 die ,helden sich balgen1 und in keiner ,fabel1 als wo der ,fuchs springt1 der ,wolf zerreiet und der ,frosch die ,maus sich an das ,bein bindet4 ,es hat ihnen nie beifallen wollen1 da auch jeder innere ,kampf von ,leidenschaften1 jede ,folge von verschiedenen ,gedanken1 wo eine die andere aufhebt1 eine ,handlung sei2 vielleicht weil sie viel zu mechanisch denken und fhlen1 als da sie sich irgendeiner ,ttigkeit dabei bewut wren4--,ernsthafter sie zu widerlegen wrde eine unntze ,mhe sein4 ,es ist aber nur schade1 da sie sich einigermaen mit dem ,batteux schtzen1 wenigstens behaupten knnen1 ihre ,erklrung mit ihm aus einerlei ,fabeln abstrahieret zu haben4 ,denn wirklich1 auf welche ,fabel die ,erklrung des ,batteux passet1 passet auch ihre1 so abgeschmackt sie immer ist4 ,batteux1 wie ich wohl darauf wetten wollte1 hat bei seiner ,erklrung nur die erste ,fabel des ,phaedrus vor ,augen gehabt1 die er1 mehr als einmal1 une des plus belles et des plus celebres de l'antiquit nennet4 ,es ist wahr1 in dieser ist die ,handlung ein ,unternehmen1 das mit ,wahl und ,absicht geschiehet4 ,der ,wolf nimmt sich vor1 das ,schaf zu zerreien1 fauce improba incitatus2 er will es aber nicht so plump zu1 er will es mit einem ,scheine des ,rechts tun1 und also jurgii causam intulit4--,ich spreche dieser ,fabel ihr ,lob nicht ab2 sie ist so vollkommen1 als sie nur sein kann4 ,allein sie ist nicht deswegen vollkommen1 weil ihre ,handlung ein ,unternehmen ist1 das mit ,wahl und ,absicht geschiehet1 sondern weil sie ihrer ,moral1 die von einem solchen ,unternehmen spricht1 ein vlliges ,genge tut4 ,die ,moral ist #d3 oi,v pro,jesi,v adikein1 par autoi,v ou dikaiologia iscuei4 ,wer den ,vorsatz hat1 einen ,unschuldigen zu unterdrcken1 der wird es zwar met eulogou aitia,v zu tun suchen2 er wird einen scheinbaren ,vorwand whlen1 aber sich im geringsten nicht von seinem einmal gefaten ,entschlusse abbringen lassen1 wenn sein ,vorwand gleich vllig zuschanden gemacht wird4 ,diese ,moral redet von einem ,vorsatze 7dessein72 sie redet von gewissen1 vor andern vorzglich gewhlten ,mitteln1 diesen ,vorsatz zu vollfhren 7choix73 und folglich mu auch in der ,fabel etwas sein1 was diesem ,vorsatze1 diesen gewhlten ,mitteln entspricht2 es mu in der ,fabel sich ein ,unternehmen finden1 das mit ,wahl und ,absicht geschiehet4 ,blo dadurch wird sie zu einer vollkommenen ,fabel1 welches sie nicht sein wrde1 wenn sie den geringsten ,zug mehr oder weniger enthielte als1 den ,lehrsatz anschauend zu machen1 ntig ist4 ,batteux bemerkt alle ihre kleinen ,schnheiten des ,ausdrucks und stellet sie von dieser ,seite in ein sehr vorteilhaftes ,licht2 nur ihre wesentliche ,vortrefflichkeit lt er unerrtert und verleitet seine ,leser sogar1 sie zu verkennen4 ,er sagt nmlich1 die ,moral1 die aus dieser ,fabel fliee1 sei3 que le plus faible est souvent opprim par le plus fort4 ,wie seicht6 ,wie falsch6 ,wenn sie weiter nichts als dieses lehren sollte1 so htte wahrlich der ,dichter die fictae causae des ,wolfs sehr vergebens1 sehr fr die ,langeweile erfunden2 seine ,fabel sagte mehr1 als er damit htte sagen wollen1 und wre1 mit einem ,worte1 schlecht4 ,fussnote #d3 ,fab4 ,aesop4 #bcj4 ,ich will mich nicht in mehrere ,exempel zerstreuen4 ,man untersuche es nur selbst1 und man wird durchgngig finden1 da es blo von der ,beschaffenheit des ,lehrsatzes abhngt1 ob die ,fabel eine solche ,handlung1 wie sie ,batteux ohne ,ausnahme fodert1 haben mu oder entbehren kann4 ,der ,lehrsatz der itzt erwhnten ,fabel des ,phaedrus machte sie1 wie wir gesehen1 notwendig1 aber tun es deswegen alle ,lehrstze8 ,sind alle ,lehrstze von dieser ,art8 ,oder haben allein die1 welche es sind1 das ,recht1 in eine ,fabel eingekleidet zu werden8 ,ist z4 ,e4 der ,erfahrungssatz ,laudatis utiliora quae contemseris ,saepe inveniri nicht wert1 in einem einzeln ,falle1 welcher die ,stelle einer ,demonstration vertreten kann1 erkannt zu werden8 ,und wenn er es ist1 was fr ein ,unternehmen1 was fr eine ,absicht1 was fr eine ,wahl liegt darin1 welche der ,dichter auch in der ,fabel auszudrcken gehalten wre8 ,so viel ist wahr3 wenn aus einem ,erfahrungssatze unmittelbar eine ,pflicht1 etwas zu tun oder zu lassen1 folget1 so tut der ,dichter besser1 wenn er die ,pflicht1 als wenn er den bloen ,erfahrungssatz in seiner ,fabel ausdrckt4--,gro sein ist nicht immer ein ,glck--diesen ,erfahrungssatz in eine schne ,fabel zu bringen mchte kaum mglich sein4 ,die obige ,fabel von dem ,fischer1 welcher nur der grten ,fische habhaft bleibet1 indem die kleinern glcklich durch das ,netz durchschlupfen1 ist1 in mehr als einer ,betrachtung1 ein sehr milungener ,versuch4 ,aber wer heit auch dem ,dichter1 die ,wahrheit von dieser schielenden und unfruchtbaren ,seite nehmen8 ,wenn gro sein nicht immer ein ,glck ist1 so ist es oft ein ,unglck2 und wehe dem1 der wider seinen ,willen gro ward1 den das ,glck ohne sein ,zutun erhob1 um ihn ohne sein ,verschulden desto elender zu machen6 ,die groen ,fische muten gro werden2 es stand nicht bei ihnen1 klein zu bleiben4 ,ich danke dem ,dichter fr kein ,bild1 in welchem ebenso viele ihr ,unglck als ihr ,glck erkennen4 ,er soll niemanden mit seinen ,umstnden unzufrieden machen2 und hier macht er doch1 da es die ,groen mit den ihrigen sein mssen4 ,nicht das ,grosein1 sondern die eitele ,begierde gro zu werden 7kenodoxian71 sollte er uns als eine ,quelle des ,unglcks zeigen4 ,und das tat jener ,alte #e1 der die ,fabel von den ,musen und ,wieseln erzhlte4 ,die ,muse glaubten1 da sie nur deswegen in ihrem ,kriege mit den ,wieseln so unglcklich wren1 weil sie keine ,heerfhrer htten1 und beschlossen1 dergleichen zu whlen4 ,wie rang nicht diese und jene ehrgeizige ,maus1 es zu werden6 ,und wie teuer kam ihr am ,ende dieser ,vorzug zu stehen6 ,die ,eiteln banden sich ,hrner auf1 ,fussnote #e3 ,fab4 ,aesop4 #bdc4 ,phaedrus libr4 ,,iv4 ,fab4 #e4 -- ut conspicuum in praelio ,haberent signum1 quod sequerentur milites1 und diese ,hrner1 als ihr ,heer dennoch wieder geschlagen ward1 hinderten sie1 sich in ihre engen ,lcher zu retten1 ,haesere in portis1 suntque capti ab hostibus ,quos immolatos victor avidis dentibus ,capacis alvi mersit tartareo specu4 ,diese ,fabel ist ungleich schner4 ,wodurch ist sie es aber anders geworden1 als dadurch1 da der ,dichter die ,moral bestimmter und fruchtbarer angenommen hat8 ,er hat das ,bestreben nach einer eiteln ,gre1 und nicht die ,gre berhaupt1 zu seinem ,gegenstande gewhlet2 und nur durch dieses ,bestreben1 durch diese eitle ,gre1 ist natrlicherweise auch in seine ,fabel das ,leben gekommen1 das uns so sehr in ihr gefllt4 berhaupt hat ,batteux die ,handlung der aesopischen ,fabel mit der ,handlung der ,epopee und des ,drama viel zu sehr verwirrt4 ,die ,handlung der beiden letztern mu auer der ,absicht1 welche der ,dichter damit verbindet1 auch eine innere1 ihr selbst zukommende ,absicht haben4 ,die ,handlung der erstern braucht diese innere ,absicht nicht1 und sie ist vollkommen genug1 wenn nur der ,dichter seine ,absicht damit erreichet4 ,der heroische und dramatische ,dichter machen die ,erregung der ,leidenschaften zu ihrem vornehmsten ,endzwecke4 ,er kann sie aber nicht anders erregen als durch nachgeahmte ,leidenschaften2 und nachahmen kann er die ,leidenschaften nicht anders1 als wenn er ihnen gewisse ,ziele setzet1 welchen sie sich zu nhern oder von welchen sie sich zu entfernen streben4 ,er mu also in die ,handlung selbst ,absichten legen1 und diese ,absichten unter eine ,hauptabsicht so zu bringen wissen1 da verschiedene ,leidenschaften nebeneinander bestehen knnen4 ,der ,fabuliste hingegen hat mit unsern ,leidenschaften nichts zu tun1 sondern allein mit unserer ,erkenntnis4 ,er will uns von irgendeiner einzeln moralischen ,wahrheit lebendig berzeugen4 ,das ist seine ,absicht1 und diese sucht er1 nach ,magebung der ,wahrheit1 durch die sinnliche ,vorstellung einer ,handlung bald mit1 bald ohne ,absichten zu erhalten4 ,sobald er sie erhalten hat1 ist es ihm gleichviel1 ob die von ihm erdichtete ,handlung ihre innere ,endschaft erreicht hat oder nicht4 ,er lt seine ,personen oft mitten auf dem ,wege stehen und denket im geringsten nicht daran1 unserer ,neugierde ihretwegen ein ,genge zu tun4 ,der ,wolf beschuldiget den ,fuchs eines ,diebstahls4 ,der ,fuchs leugnet die ,tat4 ,der ,affe soll ,richter sein4 ,klger und ,beklagter bringen ihre ,grnde und ,gegengrnde vor4 ,endlich schreitet der ,affe zum ,urteil #f3 ,fussnote #f3 ,phaedrus libr4 ,i4 ,fab4 #aj4 ,tu non videris perdidisse1 quod petis2 ,te credo surripuisse1 quod pulchre negas4 ,die ,fabel ist aus2 denn in dem ,urteil des ,affen lieget die ,moral1 die der ,fabulist zum ,augenmerke gehabt hat4 ,ist aber das ,unternehmen aus1 das uns der ,anfang derselben verspricht8 ,man bringe diese ,geschichte in ,gedanken auf die komische ,bhne1 und man wird sogleich sehen1 da sie durch einen sinnreichen ,einfall abgeschnitten1 aber nicht geendigt ist4 ,der ,zuschauer ist nicht zufrieden1 wenn er voraussiehet1 da die ,streitigkeit hinter der ,szene wieder von vorne angehen mu4--,ein armer geplagter ,greis ward unwillig1 warf seine ,last von dem ,rcken und rief den ,tod4 ,der ,tod erscheinet4 ,der ,greis erschrickt und fhlt betroffen1 da elend leben doch besser als gar nicht leben ist4 ,nun1 was soll ich8 fragt der ,tod4 ,ach1 lieber ,tod1 mir meine ,last wieder aufhelfen4 #g--;,der ,fabulist ist glcklich und zu unserm ,vergngen an seinem ,ziele4 ,aber auch die ,geschichte8 ,wie ging es dem ,greise8 ,lie ihn der ,tod leben1 oder nahm er ihn mit8 ,um alle solche ,fragen bekmmert sich der ,fabulist nicht2 der dramatische ,dichter aber mu ihnen vorbauen4 ,fussnote #g3 ,fab4 ,aesop4 #bj4 ,und so wird man hundert ,beispiele finden1 da wir uns zu einer ,handlung fr die ,fabel mit weit wenigerm begngen als zu einer ,handlung fr das ,heldengedichte oder das ,drama4 ,will man daher eine allgemeine ,erklrung von der ,handlung geben1 so kann man unmglich die ,erklrung des ,batteux dafr brauchen1 sondern mu sie notwendig so weitluftig machen1 als ich es oben getan habe4--,aber der ,sprachgebrauch8 wird man einwerfen4 ,ich gestehe es2 dem ,sprachgebrauche nach heit gemeiniglich das eine ,handlung1 was einem gewissen ,vorsatze zufolge unternommen wird2 dem ,sprachgebrauche nach mu dieser ,vorsatz ganz erreicht sein1 wenn man soll sagen knnen1 da die ,handlung zu ,ende sei4 ,allein was folgt hieraus8 ,dieses3 wem der ,sprachgebrauch so gar heilig ist1 da er ihn auf keine ,weise zu verletzen wagt1 der enthalte sich des ,wortes ,handlung1 insofern es eine wesentliche ,eigenschaft der ,fabel ausdrcken soll1 ganz und gar4-- ,und1 alles wohl berlegt1 dem ,rate werde ich selbst folgen4 ,ich will nicht sagen1 die moralische ,lehre werde in der ,fabel durch eine ,handlung ausgedrckt1 sondern ich will lieber ein ,wort von einem weitern ,umfange suchen und sagen1 der allgemeine ,satz werde durch die ,fabel auf einen einzeln ,fall zurckgefhret4 ,dieser einzelne ,fall wird allezeit das sein1 was ich oben unter dem ,worte ,handlung verstanden habe2 das aber1 was ,batteux darunter verstehet1 wird er nur dann und wann sein4 ,er wird allezeit eine ,folge von ,vernderungen sein1 die durch die ,absicht1 die der ,fabulist damit verbindet1 zu einem ,ganzen werden4 ,sind sie es auch auer dieser ,absicht1 desto besser6 ,eine ,folge von ,vernderungen--da es aber ,vernderungen freier1 moralischer ,wesen sein mssen1 verstehet sich von selbst4 ,denn sie sollen einen ,fall ausmachen1 der unter einem ,allgemeinen1 das sich nur von moralischen ,wesen sagen lt1 mit begriffen ist4 ,und darin hat ,batteux freilich recht1 da das1 was er die ,handlung der ,fabel nennet1 blo vernnftigen ,wesen zukomme4 ,nur kmmt es ihnen nicht deswegen zu1 weil es ein ,unternehmen mit ,absicht ist1 sondern weil es ,freiheit voraussetzt4 ,denn die ,freiheit handelt zwar allezeit aus ,grnden1 aber nicht allezeit aus ,absichten4--- ,sind es meine ,leser nun bald mde1 mich nichts als widerlegen zu hren8 ,ich wenigstens bin es4 ,de ,la ,motte1 ,richer1 ,breitinger1 ,batteux sind ,kunstrichter von allerlei ,art1 mittelmige1 gute1 vortreffliche4 ,man ist in ,gefahr1 sich auf dem ,wege zur ,wahrheit zu verirren1 wenn man sich um gar keine ,vorgnger bekmmert2 und man versumt sich ohne ,not1 wenn man sich um alle bekmmern will4 ,wie weit bin ich8 ,hui1 da mir meine ,leser alles1 was ich mir so mhsam erstritten habe1 von selbst geschenkt htten6--,in der ,fabel wird nicht eine jede ,wahrheit1 sondern ein allgemeiner moralischer ,satz nicht unter die ,allegorie einer ,handlung1 sondern auf einen einzeln ,fall nicht versteckt oder verkleidet1 sondern so zurckgefhret1 da ich nicht blo einige hnlichkeiten mit dem moralischen ,satze in ihm entdecke1 sondern diesen ganz anschauend darin erkenne4 ,und das ist das ,wesen der ,fabel8 ,das ist es1 ganz erschpft8--,ich wollte es gern meine ,leser bereden1 wenn ich es nur erst selbst glaubte4--,ich lese bei dem ,aristoteles #a3 ,eine obrigkeitliche ,person durch das ,los ernennen ist eben1 als wenn ein ,schiffsherr1 der einen ,steuermann braucht1 es auf das ,los ankommen liee1 welcher von seinen ,matrosen es sein sollte1 anstatt da er den allergeschicktesten dazu unter ihnen mit ,flei aussuchte4--,hier sind zwei besondere ,flle1 die unter eine allgemeine moralische ,wahrheit gehren4 ,der eine ist der sich eben itzt uernde1 der andere ist der erdichtete4 ,ist dieser erdichtete eine ,fabel8 ,niemand wird ihn dafr gelten lassen4--,aber wenn es bei dem ,aristoteles so hiee3 ,ihr wollt euren ,magistrat durch das ,los ernennen8 ,ich sorge1 es wird euch gehen wie jenem ,schiffsherrn1 der1 als es ihm an einem ,steuermanne fehlte etc4 ,das verspricht doch eine ,fabel8 ,und warum8 ,welche ,vernderung ist damit vorgegangen8 ,man betrachte alles genau1 und man wird keine finden als diese3 ,dort ward der ,schiffsherr durch ein als wenn eingefhrt1 er ward blo als mglich betrachtet2 und hier hat er die ,wirklichkeit erhalten1 es ist hier ein gewisser1 es ist jener ,schiffsherr4 ,fussnote #a3 ,aristoteles ,rhetor4 libr4 ,,ii4 cap4 #bj4 ,das trifft den ,punkt6 ,der einzelne ,fall1 aus welchem die ,fabel bestehet1 mu als wirklich vorgestellet werden4 ,begnge ich mich an der ,mglichkeit desselben1 so ist es ein ,beispiel1 eine ,parabel4--,es verlohnt sich der ,mhe1 diesen wichtigen ,unterschied1 aus welchem man allein so viel zweideutigen ,fabeln das ,urteil sprechen mu1 an einigen ,exempeln zu zeigen4--,unter den aesopischen ,fabeln des ,planudes lieset man auch folgendes3 ,der ,biber ist ein vierfiges ,tier1 das meistens im ,wasser wohnet und dessen ,geilen in der ,medizin von groem ,nutzen sind4 ,wenn nun dieses ,tier von den ,menschen verfolgt wird und ihnen nicht mehr entkommen kann1 was tut es8 ,es beit sich selbst die ,geilen ab und wirft sie seinen ,verfolgern zu4 ,denn es wei gar wohl1 da man ihm nur dieserwegen nachstellet und es sein ,leben und seine ,freiheit wohlfeiler nicht erkaufen kann4 #b--;,ist das eine ,fabel8 ,es liegt wenigstens eine vortreffliche ,moral darin4 ,und dennoch wird sich niemand bedenken1 ihr den ,namen einer ,fabel abzusprechen4 ,nur ber die ,ursache1 warum er ihr abzusprechen sei1 werden sich vielleicht die meisten bedenken und uns doch endlich eine falsche angeben4 ,es ist nichts als eine ,naturgeschichte3 wrde man vielleicht mit dem ,verfasser der ,critischen ,briefe #c sagen4 ,aber gleichwohl1 wrde ich mit ebendiesem ,verfasser antworten1 handelt hier der ,biber nicht aus bloem ,instinkt1 er handelt aus freier ,wahl und nach reifer berlegung1 denn er wei es1 warum er verfolgt wird 7ginwskwn ou carin diwketai74 ,diese ,erhebung des ,instinkts zur ,vernunft1 wenn ich ihm glauben soll1 macht es ja eben1 da eine ,begegnis aus dem ,reiche der ,tiere zu einer ,fabel wird4 ,warum wird sie es denn hier nicht8 ,ich sage3 sie wird es deswegen nicht1 weil ihr die ,wirklichkeit fehlet4 ,die ,wirklichkeit kmmt nur dem ,einzeln1 dem ,individuo zu1 und es lt sich keine ,wirklichkeit ohne die ,individualitt gedenken4 ,was also hier von dem ganzen ,geschlechte der ,biber gesagt wird1 htte mssen nur von einem einzigen ,biber gesagt werden1 und alsdenn wre es eine ,fabel geworden4--,ein ander ,exempel3 ,die ,affen1 sagt man1 bringen zwei ,junge zur ,welt1 wovon sie das eine sehr heftig lieben und mit aller mglichen ,sorgfalt pflegen1 das andere hingegen hassen und versumen4 ,durch ein sonderbares ,geschick aber geschieht es1 da die ,mutter das ,geliebte unter hufigen ,liebkosungen erdrckt1 indem das ,verachtete glcklich aufwchset4 #d ,auch dieses ist aus ebender ,ursache1 weil das1 was nur von einem ,individuo gesagt werden sollte1 von einer ganzen ,art gesagt wird1 keine ,fabel4 ,als daher l',estrange eine ,fabel daraus machen wollte1 mute er ihm diese ,allgemeinheit nehmen und die ,individualitt dafr erteilen #e4 ,eine ffin1 erzhlt er1 hatte zwei ,junge2 in das eine war sie nrrisch verliebt1 an dem andern aber war ihr sehr wenig gelegen4 ,einsmals berfiel sie ein pltzlicher ,schrecken4 ,geschwind rafft sie ihren ,liebling auf1 nimmt ihn in die ,arme1 eilt davon1 strzt aber und schlgt mit ihm gegen einen ,stein1 da ihm das ,gehirn aus dem zerschmetterten ,schdel springt4 ,das andere ,junge1 um das sie sich im geringsten nicht bekmmert hatte1 war ihr von selbst auf den ,rcken gesprungen1 hatte sich an ihre ,schultern angeklammert und kam glcklich davon4--,hier ist alles bestimmt2 und was dort nur eine ,parabel war1 ist hier zur ,fabel geworden4--,das schon mehr als einmal angefhrte ,beispiel von dem ,fischer hat den nmlichen ,fehler2 denn selten hat eine schlechte ,fabel einen ,fehler allein4 ,der ,fall ereignet sich allezeit1 sooft das ,netz gezogen wird1 da die ,fische1 welche kleiner sind als die ,gitter des ,netzes1 durchschlupfen und die grern hngenbleiben4 ,fr sich selbst ist dieser ,fall also kein individueller ,fall1 sondern htte es durch andere mit ihm verbundene ,nebenumstnde erst werden mssen4 ,fussnote #b3 ,fabul4 ,aesop4 #cc4 ,fussnote #c3 ,critische ,briefe4 ,zrich #agdf4 ,s4 #afh4 ,fussnote #d3 ,fab4 ,aesop4 #bfh4 ,fussnote #e3 ,in seinen ,fabeln1 so wie sie ,richardson adoptiert hat1 die #ahg4 ,die ,sache hat also ihre ,richtigkeit3 der besondere ,fall1 aus welchem die ,fabel bestehet1 mu als wirklich vorgestellt werden2 er mu das sein1 was wir in dem strengsten ,verstande einen einzeln ,fall nennen4 ,aber warum8 ,wie steht es um die philosophische ,ursache8 ,warum begngt sich das ,exempel der praktischen ,sittenlehre1 wie man die ,fabel nennen kann1 nicht mit der bloen ,mglichkeit1 mit der sich die ,exempel andrer ,wissenschaften begngen8--,wieviel liee sich hiervon plaudern1 wenn ich bei meinen ,lesern gar keine richtige psychologische ,begriffe voraussetzen wollte4 ,ich habe mich oben schon geweigert1 die ,lehre von der anschauenden ,erkenntnis aus unserm ,weltweisen abzuschreiben4 ,und ich will auch hier nicht mehr davon beibringen als unumgnglich ntig ist1 die ,folge meiner ,gedanken zu zeigen4 ,die anschauende ,erkenntnis ist fr sich selbst klar4 ,die symbolische entlehnet ihre ,klarheit von der anschauenden4 ,das ,allgemeine existierst nur in dem ,besondern und kann nur in dem ,besondern anschauend erkannt werden4 ,einem allgemeinen symbolischen ,schlusse folglich alle die ,klarheit zu geben1 deren er fhig ist1 das ist1 ihn soviel als mglich zu erlutern1 mssen wir ihn auf das ,besondere reduzieren1 um ihn in diesem anschauend zu erkennen4 ,ein ,besonderes1 insofern wir das ,allgemeine in ihm anschauend erkennen1 heit ein ,exempel4 ,die allgemeinen symbolischen ,schlsse werden also durch ,exempel erlutert4 ,alle ,wissenschaften bestehen aus dergleichen symbolischen ,schlssen2 alle ,wissenschaften bedrfen daher der ,exempel4 ,doch die ,sittenlehre mu mehr tun als ihre allgemeinen ,schlsse blo erlutern2 und die ,klarheit ist nicht der einzige ,vorzug der anschauenden ,erkenntnis4 ,weil wir durch diese einen ,satz geschwinder bersehen und so in einer krzern ,zeit mehr ,bewegungsgrnde in ihm entdecken knnen1 als wenn er symbolisch ausgedrckt ist3 so hat die anschauende ,erkenntnis auch einen weit grern ,einflu in den ,willen als die symbolische4 ,die ,grade dieses ,einflusses richten sich nach den ,graden ihrer ,lebhaftigkeit2 und die ,grade ihrer ,lebhaftigkeit nach den ,graden der nhern und mehrern ,bestimmungen1 in die das ,besondere gesetzt wird4 ,je nher das ,besondere bestimmt wird1 je mehr sich darin unterscheiden lt1 desto grer ist die ,lebhaftigkeit der anschauenden ,erkenntnis4 ,die ,mglichkeit ist eine ,art des ,allgemeinen2 denn alles was mglich ist1 ist auf verschiedene ,art mglich4 ,ein ,besonderes also1 blo als mglich betrachtet1 ist gewissermaen noch etwas ,allgemeines und hindert1 als dieses1 die ,lebhaftigkeit der anschauenden ,erkenntnis4 ,folglich mu es als wirklich betrachtet werden und die ,individualitt erhalten1 unter der es allein wirklich sein kann1 wenn die anschauende ,erkenntnis den hchsten ,grad ihrer ,lebhaftigkeit erreichen und so mchtig als mglich auf den ,willen wirken soll4 ,das ,mehrere aber1 das die ,sittenlehre1 auer der ,erluterung1 ihren allgemeinen ,schlssen schuldig ist1 bestehet eben in dieser ihnen zu erteilenden ,fhigkeit auf den ,willen zu wirken1 die sie durch die anschauende ,erkenntnis in dem ,wirklichen erhalten1 da andere ,wissenschaften1 denen es um die bloe ,erluterung zu tun ist1 sich mit einer geringern ,lebhaftigkeit der anschauenden ,erkenntnis1 deren das ,besondere1 als blo mglich betrachtet1 fhig ist1 begngen4 ,hier bin ich also6 ,die ,fabel erfordert deswegen einen wirklichen ,fall1 weil man in einem wirklichen ,falle mehr ,bewegungsgrnde und deutlicher unterscheiden kann als in einem mglichen1 weil das ,wirkliche eine lebhaftere berzeugung mit sich fhret als das blo ,mgliche4 ,aristoteles scheinet diese ,kraft des ,wirklichen zwar gekannt zu haben2 weil er sie aber aus einer unrechten ,quelle herleitet1 so konnte es nicht fehlen1 er mute eine falsche ,anwendung davon machen4 ,es wird nicht undienlich sein1 seine ganze ,lehre von dem ,exempel 7peri paradeigmato,v7 hier zu bersehen #f4 ,erst von seiner ,einteilung des ,exempels3 ,paradeigmatwn d eidh duo estin1 sagt er1 en men gar esti paradeigmato,v eido,v1 to legein pragmata progegenhmena1 en de1 to auta poiein4 ,toutou d en men parabolh3 en de logoi3 oion oi aiswpeioi kai libukoi4 ,die ,einteilung berhaupt ist richtig2 von einem ,kommentator aber wrde ich verlangen1 da er uns den ,grund von der ,unterabteilung der erdichteten ,exempel beibrchte und uns lehrte1 warum es deren nur zweierlei ,arten gbe und mehrere nicht geben knne4 ,er wrde diesen ,grund1 wie ich es oben getan habe1 leicht aus den ,beispielen selbst abstrahieren knnen1 die ,aristoteles davon gibt4 ,die ,parabel nmlich fhrt er durch ein wsper ei ti,v ein2 und die ,fabeln erzhlt er als etwas wirklich ,geschehenes4 ,der ,kommentator mte also diese ,stelle so umschreiben3 ,die ,exempel werden entweder aus der ,geschichte genommen oder in ,ermangelung derselben erdichtet4 ,bei jedem geschehenen ,dinge lt sich die innere ,mglichkeit von seiner ,wirklichkeit unterscheiden1 obgleich nicht trennen1 wenn es ein geschehenes ,ding bleiben soll4 ,die ,kraft1 die es als ein ,exempel haben soll1 liegt also entweder in seiner bloen ,mglichkeit oder zugleich in seiner ,wirklichkeit4 ,soll sie blo in jener liegen1 so brauchen wir1 in seiner ,ermangelung1 auch nur ein blo mgliches ,ding zu erdichten2 soll sie aber in dieser liegen1 so mssen wir auch unsere ,erdichtung von der ,mglichkeit zur ,wirklichkeit erheben4 ,in dem ersten ,falle erdichten wir eine ,parabel und in dem andern eine ,fabel4--7,was fr eine weitere ,einteilung der ,fabel hieraus folge1 wird sich in der dritten ,abhandlung zeigen47 ,fussnote #f3 ,aristoteles ,rhetor4 lib4 ,,ii4 cap4 #bj4 ,und so weit ist wider die ,lehre des ,griechen eigentlich nichts zu erinnern4 ,aber nunmehr kmmt er auf den ,wert dieser verschiedenen ,arten von ,exempeln und sagt3 ,eisi d oi logoi dhmhgorikoi3 kai ecousin aga,jon touto1 oti pragmata men eurein omoia gegenhmena1 calepon1 logou,v de raon4 ,poihsai gar dei wsper kai parabola,v1 an ti,v dunhtai to omoion oran1 oper raon estin ek jilosojia,v4 ,raw men oun porisas,jai ta dia twn logwn3 crhsimwtera de pro,v to bouleusas,jai1 ta dia twn pragmatwn3 omoia gar1 w,v epi to polu1 ta mellonta toi,v gegonosi4 ,ich will mich itzt nur an den letzten ,ausspruch dieser ,stelle halten4 ,aristoteles sagt1 die historischen ,exempel htten deswegen eine grere ,kraft zu berzeugen als die ,fabeln1 weil das ,vergangene gemeiniglich dem ,zuknftigen hnlich sei4 ,und hierin1 glaube ich1 hat sich ,aristoteles geirret4 ,von der ,wirklichkeit eines ,falles1 den ich nicht selbst erfahren habe1 kann ich nicht anders als aus ,grnden der ,wahrscheinlichkeit berzeugt werden4 ,ich glaube blo deswegen1 da ein ,ding geschehen und da es soundso geschehen ist1 weil es hchst wahrscheinlich ist und hchst unwahrscheinlich sein wrde1 wenn es nicht oder wenn es anders geschehen wre4 ,da also einzig und allein die innere ,wahrscheinlichkeit mich die ehemalige ,wirklichkeit eines ,falles glauben macht und diese innere ,wahrscheinlichkeit sich ebensowohl in einem erdichteten ,falle finden kann3 was kann die ,wirklichkeit des erstern fr eine grere ,kraft auf meine berzeugung haben als die ,wirklichkeit des andern8 ,ja noch mehr4 ,da das historische ,wahre nicht immer auch wahrscheinlich ist1 da ,aristoteles selbst die ,sentenz des ,agatho billiget3 ,tac an ti,v eiko,v auto tout einai legoi3 ,brotoisi polla tugcanein ouk eikota1 da er hier selbst sagt1 da das ,vergangene nur gemeiniglich 7epi to polu7 dem ,zuknftigen hnlich sei1 der ,dichter aber die freie ,gewalt hat1 hierin von der ,natur abzugehen und alles1 was er fr wahr ausgibt1 auch wahrscheinlich zu machen3 so sollte ich meinen1 wre es wohl klar1 da den ,fabeln1 berhaupt zu reden1 in ,ansehung der berzeugungskraft1 der ,vorzug vor den historischen ,exempeln gebhre etc4 ,und nunmehr glaube ich meine ,meinung von dem ,wesen der ,fabel genugsam vorbereitete zu haben4 ,ich fasse daher alles zusammen und sage3 ,wenn wir einen allgemeinen moralischen ,satz auf einen besondern ,fall zurckfhren1 diesem besondern ,falle die ,wirklichkeit erteilen und eine ,geschichte daraus dichten1 in welcher man den allgemeinen ,satz anschauend erkennt3 so heit diese ,erdichtung eine ,fabel4 ,das ist meine ,erklrung1 und ich hoffe1 da man sie1 bei der ,anwendung1 ebenso richtig als fruchtbar finden wird4 ,,ii4 ,von dem ,gebrauche der ,tiere in der ,fabel ,der grte ,teil der ,fabeln hat ,tiere1 und wohl noch geringere ,geschpfe1 zu handelnden ,personen4--,was ist hiervon zu halten8 ,ist es eine wesentliche ,eigenschaft der ,fabel1 da die ,tiere darin zu moralischen ,wesen erhoben werden8 ,ist es ein ,handgriff1 der dem ,dichter die ,erreichung seiner ,absicht verkrzt und erleichtert8 ,ist es ein ,gebrauch1 der eigentlich keinen ernstlichen ,nutzen hat1 den man aber1 zu ,ehren des ersten ,erfinders1 beibehlt1 weil er wenigstens schnackisch ist--quod risum movet8 ,oder was ist es8 ,batteux hat diese ,fragen entweder gar nicht vorausgesehen1 oder er war listig genug1 da er ihnen damit zu entkommen glaubte1 wenn er den ,gebrauch der ,tiere seiner ,erklrung sogleich mit anflickte4 ,die ,fabel1 sagt er1 ist die ,erzhlung einer allegorischen ,handlung1 die gemeiniglich den ,tieren beigelegt wird4--,vollkommen la ,franoise6 ,oder wie der ,hahn ber die ,kohlen6--,warum1 mchten wir gerne wissen1 warum wird sie gemeiniglich den ,tieren beigelegt8 ,oh1 was ein langsamer ,deutscher nicht alles fragt6 berhaupt ist unter allen ,kunstrichtern ,breitinger der einzige1 der diesen ,punkt berhrt hat4 ,er verdient es also um so viel mehr1 da wir ihn hren4 ,weil ,aesopus1 sagt er1 die ,fabel zum ,unterrichte des gemeinen brgerlichen ,lebens angewendet1 so waren seine ,lehren meistens ganz bekannte ,stze und ,lebensregeln1 und also mute er auch zu den allegorischen ,vorstellungen derselben ganz gewohnte ,handlungen und ,beispiele aus dem gemeinen ,leben der ,menschen entlehnen3 ,da nun aber die tglichen ,geschfte und ,handlungen der ,menschen nichts ,ungemeines oder merkwrdig ,reizendes an sich haben1 so mute man notwendig auf ein neues ,mittel bedacht sein1 auch der allegorischen ,erzhlung eine anzgliche ,kraft und ein reizendes ,ansehen mitzuteilen1 um ihr also dadurch einen sichern ,eingang in das menschliche ,herz aufzuschlieen4 ,nachdem man nun wahrgenommen1 da allein das ,seltene1 ,neue und ,wunderbare eine solche erweckende und angenehm entzckende ,kraft auf das menschliche ,gemt mit sich fhret1 so war man bedacht1 die ,erzhlung durch die ,neuheit und ,seltsamkeit der ,vorstellungen wunderbar zu machen und also dem ,krper der ,fabel eine ungemeine und reizende ,schnheit beizulegen4 ,die ,erzhlung bestehet aus zween wesentlichen ,hauptumstnden1 dem ,umstande der ,person1 und der ,sache oder ,handlung2 ohne diese kann keine ,erzhlung ,platz haben4 ,also mu das ,wunderbare1 welches in der ,erzhlung herrschen soll1 sich entweder auf die ,handlung selbst oder auf die ,personen1 denen selbige zugeschrieben wird1 beziehen4 ,das ,wunderbare1 das in den tglichen ,geschften und ,handlungen der ,menschen vorkmmt1 bestehet vornehmlich in dem ,unvermuteten1 sowohl in ,absicht auf die ,vermessenheit im ,unterfangen als die ,bosheit oder ,torheit im ,ausfhren1 zuweilen auch in einem ganz unerwarteten ,ausgange einer ,sache3 ,weil aber dergleichen wunderbare ,handlungen in dem gemeinen ,leben der ,menschen etwas ,ungewohntes und ,seltenes sind1 da hingegen die meisten gewhnlichen ,handlungen gar nichts ,ungemeines oder ,merkwrdiges an sich haben1 so sah man sich gemiget1 damit die ,erzhlung als der ,krper der ,fabel nicht verchtlich wrde1 derselben durch die ,vernderung und ,verwandlung der ,personen einen angenehmen ,schein des ,wunderbaren mitzuteilen4 ,da nun die ,menschen1 bei aller ihrer ,verschiedenheit1 dennoch berhaupt betrachtet in einer wesentlichen ,gleichheit und ,verwandtschaft stehen1 so besann man sich1 ,wesen von einer hhern ,natur1 die man wirklich zu sein glaubte1 als ,gtter und ,genios oder solche1 die man durch die ,freiheit der ,dichter zu ,wesen erschuf1 als die ,tugenden1 die ,krfte der ,seele1 das ,glck1 die ,gelegenheit etc4 in die ,erzhlung einzufhren2 vornehmlich aber nahm man sich die ,freiheit heraus1 die ,tiere1 die ,pflanzen und noch geringere ,wesen1 nmlich die leblosen ,geschpfe1 zu der hhern ,natur der vernnftigen ,wesen zu erheben1 indem man ihnen menschliche ,vernunft und ,rede mitteilte1 damit sie also fhig wrden1 uns ihren ,zustand und ihre ,begegnisse in einer uns vernehmlichen ,sprache zu erklren und durch ihr ,exempel von hnlichen moralischen ,handlungen unsre ,lehrer abzugeben etc4-- ,breitinger also behauptet1 da die ,erreichung des ,wunderbaren die ,ursache sei1 warum man in der ,fabel die ,tiere und andere niedrigere ,geschpfe reden und vernunftmig handeln lasse4 ,und eben weil er dieses fr die ,ursache hlt1 glaubt er1 da die ,fabel berhaupt1 in ihrem ,wesen und ,ursprunge betrachtet1 nichts anders als ein lehrreiches ,wunderbare sei4 ,diese seine zweite ,erklrung ist es1 welche ich hier1 versprochnermaen1 untersuchen mu4 ,es wird aber bei dieser ,untersuchung vornehmlich darauf ankommen1 ob die ,einfhrung der ,tiere in der ,fabel wirklich wunderbar ist4 ,ist sie es1 so hat ,breitinger viel gewonnen2 ist sie es aber nicht1 so liegt auch sein ganzes ,fabelsystem1 mit einmal1 ber dem ,haufen4 ,wunderbar soll diese ,einfhrung sein8 ,das ,wunderbare1 sagt ebendieser ,kunstrichter1 legt den ,schein der ,wahrheit und ,mglichkeit ab4 ,diese anscheinende ,unmglichkeit also gehret zu dem ,wesen des ,wunderbaren2 und wie soll ich nunmehr jenen ,gebrauch der ,alten1 den sie selbst schon zu einer ,regel gemacht hatten1 damit vergleichen8 ,die ,alten nmlich fingen ihre ,fabeln am liebsten mit dem ,fasi und dem darauf folgenden ,klagefalle an4 ,die griechischen ,rhetores nennen dieses kurz1 die ,fabel in dem ,klagefalle 7tai,v aitiatikai,v7 vortragen2 und ,theon1 wenn er in seinen ,vorbungen #a hierauf kmmt1 fhret eine ,stelle des ,aristoteles an1 wo der ,philosoph diesen ,gebrauch billiget und es zwar deswegen fr ratsamer erklret1 sich bei ,einfhrung einer ,fabel lieber auf das ,altertum zu berufen1 als in der eigenen ,person zu sprechen1 damit man den ,anschein1 als erzhle man etwas ,unmgliches1 vermindere 7ina paramu,jhswntai to dokein adunata legein74 ,war also das der ,alten ihre ,denkungsart1 wollten sie den ,schein der ,unmglichkeit in der ,fabel soviel als mglich vermindert wissen3 so muten sie notwendig weit davon entfernt sein1 in der ,fabel etwas ,wunderbares zu suchen oder zur ,absicht zu haben2 denn das ,wunderbare mu sich auf diesen ,schein der ,unmglichkeit grnden4 ,fussnote #a3 ,nach der ,ausgabe des ,camerarius1 ,s4 #bh4 ,weiter6 ,das ,wunderbare1 sagt ,breitinger an mehr als einem ,orte1 sei der hchste ,grad des ,neuen4 ,diese ,neuheit aber mu das ,wunderbare1 wenn es seine gehrige ,wirkung auf uns tun soll1 nicht allein blo in ,ansehung seiner selbst1 sondern auch in ,ansehung unsrer ,vorstellungen haben4 ,nur das ist wunderbar1 was sich sehr selten in der ,reihe der natrlichen ,dinge erugnet4 ,und nur das ,wunderbare behlt seinen ,eindruck auf uns1 dessen ,vorstellung in der ,reihe unsrer ,vorstellungen ebenso selten vorkommt4 ,auf einen fleiigen ,bibelleser wird das grte ,wunder1 das in der ,schrift aufgezeichnet ist1 den ,eindruck bei weitem nicht mehr machen1 den es das erstemal auf ihn gemacht hat4 ,er lieset es endlich mit ebenso wenigem ,erstaunen1 da die ,sonne einmal stillegestanden1 als er sie tglich auf- und niedergehen sieht4 ,das ,wunder bleibt immer dasselbe2 aber nicht unsere ,gemtsverfassung1 wenn wir es zu oft denken4--,folglich wrde auch die ,einfhrung der ,tiere uns hchstens nur in den ersten ,fabeln wunderbar vorkommen2 fnden wir aber1 da die ,tiere fast in allen ,fabeln sprchen und urteilten1 so wrde diese ,sonderbarkeit1 so gro sie auch an und vor sich selbst wre1 doch gar bald nichts ,sonderbares mehr fr uns haben4 ,aber wozu alle diese ,umschweife8 ,was sich auf einmal umreien lt1 braucht man das erst zu erschttern8--,darum kurz3 da die ,tiere1 und andere niedrigere ,geschpfe1 ,sprache und ,vernunft haben1 wird in der ,fabel vorausgesetzt2 es wird angenommen und soll nichts weniger als wunderbar sein4--,wenn ich in der ,schrift lese #b3 ,da tat der ,herr der ,eselin den ,mund auf1 und sie sprach zu ,bileam etc41 so lese ich etwas ,wunderbares4 ,aber wenn ich bei dem ,aesopus lese #c3 ,fasin1 ote jwnhneta hn ta zwa1 thn oin pro,v ton despothn eipein3 ,damals1 als die ,tiere noch redeten1 soll das ,schaf zu seinem ,hirten gesagt haben1 so ist es ja wohl offenbar1 da mir der ,fabulist nichts ,wunderbares erzhlen will1 sondern vielmehr etwas1 das zu der ,zeit1 die er mit ,erlaubnis seines ,lesers annimmt1 dem gemeinen ,laufe der ,natur vollkommen gem war4 ,fussnote #b3 #d4 ,b4 ,mos4 ,,xxii4 #bh4 ,fussnote #c3 ,fab4 ,aesop4 #caf4 ,und das ist so begreiflich1 sollte ich meinen1 da ich mich schmen mu1 noch ein ,wort hinzuzutun4 ,ich komme vielmehr sogleich auf die wahre ,ursache--die ich wenigstens fr die wahre halte--1 warum der ,fabulist die ,tiere oft zu seiner ,absicht bequemer findet als die ,menschen4--,ich setze sie in die allgemein bekannte ,bestandheit der ,charaktere4--,gesetzt auch1 es wre noch so leicht1 in der ,geschichte ein ,exempel zu finden1 in welchem sich diese oder jene moralische ,wahrheit anschauend erkennen liee4 ,wird sie sich deswegen von jedem1 ohne ,ausnahme1 darin erkennen lassen8 ,auch von dem1 der mit den ,charakteren der dabei interessierten ,personen nicht vertraut ist8 ,unmglich6 ,und wieviel ,personen sind wohl in der ,geschichte so allgemein bekannt1 da man sie nur nennen drfte1 um sogleich bei einem jeden den ,begriff von der ihnen zukommenden ,denkungsart und andern ,eigenschaften zu erwecken8 ,die umstndliche ,charakterisierung daher zu vermeiden1 bei welcher es doch noch immer zweifelhaft ist1 ob sie bei allen die nmlichen ,ideen hervorbringt1 war man gezwungen1 sich lieber in die kleine ,sphre derjenigen ,wesen einzuschrnken1 von denen man es zuverlssig wei1 da auch bei den ,unwissendsten ihren ,benennungen diese und keine andere ,idee entspricht4 ,und weil von diesen ,wesen die wenigsten ihrer ,natur nach geschickt waren1 die ,rollen freier ,wesen ber sich zu nehmen1 so erweiterte man lieber die ,schranken ihrer ,natur und machte sie1 unter gewissen wahrscheinlichen ,voraussetzungen1 dazu geschickt4 ,man hrt3 ,britannicus und ,nero4 ,wie viele wissen1 was sie hren8 ,wer war dieser8 ,wer jener8 ,in welchem ,verhltnisse stehen sie gegeneinander8--,aber man hrt3 der ,wolf und das ,lamm2 sogleich wei jeder1 was er hret1 und wei1 wie sich das eine zu dem andern verhlt4 ,diese ,wrter1 welche stracks ihre gewissen ,bilder in uns erwecken1 befrdern die anschauende ,erkenntnis1 die durch jene ,namen1 bei welchen auch die1 denen sie nicht unbekannt sind1 gewi nicht alle vollkommen ebendasselbe denken1 verhindert wird4 ,wenn daher der ,fabulist keine vernnftigen ,individua auftreiben kann1 die sich durch ihre bloe ,benennungen in unsere ,einbildungskraft schildern1 so ist es ihm erlaubt1 und er hat ,fug und ,recht1 dergleichen unter den ,tieren oder unter noch geringem ,geschpfen zu suchen4 ,man setze1 in der ,fabel von dem ,wolfe und dem ,lamme1 anstatt des ,wolfes den ,nero1 anstatt des ,lammes den ,britannicus1 und die ,fabel hat auf einmal alles verloren1 was sie zu einer ,fabel fr das ganze menschliche ,geschlecht macht4 ,aber man setze anstatt des ,lammes und des ,wolfes den ,riesen und den ,zwerg1 und sie verlieret schon weniger2 denn auch der ,riese und der ,zwerg sind ,individua1 deren ,charakter1 ohne weitere ,hinzutuung1 ziemlich aus der ,benennung erhellet4 ,oder man verwandle sie lieber gar in folgende menschliche ,fabel3 ,ein ,priester kam zu dem armen ,manne des ,propheten #d und sagte3 ,bringe dein weies ,lamm vor den ,altar1 denn die ,gtter fordern ein ,opfer4 ,der ,arme erwiderte3 mein ,nachbar hat eine zahlreiche ,herde1 und ich habe nur das einzige ,lamm4 ,du hast aber den ,gttern ein ,gelbde getan1 versetzte dieser1 weil sie deine ,felder gesegnet4--,ich habe kein ,feld1 war die ,antwort4--,nun so war es damals1 als sie deinen ,sohn von seiner ,krankheit genesen lieen--,oh1 sagte der ,arme1 die ,gtter haben ihn selbst zum ,opfer hingenommen4 ,gottloser6 zrnte der ,priester1 du lsterst6 und ri das ,lamm aus seinem ,schoe etc4--,und wenn in dieser ,verwandlung die ,fabel noch weniger verloren hat1 so kmmt es blo daher1 weil man mit dem ,worte ,priester den ,charakter der ,habschtigkeit1 leider1 noch weit geschwinder verbindet als den ,charakter der ,blutdrstigkeit mit dem ,worte ,riese und durch den armen ,mann des ,propheten die ,idee der unterdrckten ,unschuld noch leichter erregt wird als durch den ,zwerg4 --,der beste ,abdruck dieser ,fabel1 in welchem sie ohne ,zweifel am allerwenigsten verloren hat1 ist die ,fabel von der ,katze und dem ,hahne #e4 ,doch weil man auch hier sich das ,verhltnis der ,katze gegen den ,hahn nicht so geschwind denkt als dort das ,verhltnis des ,wolfes zum ,lamme1 so sind diese noch immer die allerbequemsten ,wesen1 die der ,fabulist zu seiner ,absicht hat whlen knnen4 ,fussnote #d3 #b4 ,b4 ,samuelis ,,xii4 ,fussnote #e3 ,fab4 ,aesop4 #f4 ,der ,verfasser der oben angefhrten ,critischen ,briefe ist mit ,breitingern einerlei ,meinung und sagt unter andern1 in der erdichteten ,person des ,hermann ,axels #f3 ,die ,fabel bekommt durch diese sonderbare ,personen ein wunderliches ,ansehen4 ,es wre keine ungeschickte ,fabel1 wenn man dichtete3 ,ein ,mensch sah auf einem hohen ,baume die schnsten ,birnen hangen1 die seine ,lust1 davon zu essen1 mchtig reizeten4 ,er bemhte sich lange1 auf denselben hinaufzuklimmen1 aber es war umsonst1 er mute es endlich aufgeben4 ,indem er wegging1 sagte er3 ,es ist mir gesunder1 da ich sie noch lnger stehenlasse1 sie sind doch noch nicht zeitig genug4 ,aber dieses ,geschichtchen reizet nicht stark genug2 es ist zu platt etc4--,ich gestehe es ,hermann ,axeln zu2 das ,geschichtchen ist sehr platt und verdienet nichts weniger als den ,namen einer guten ,fabel4 ,aber ist es blo deswegen so platt geworden1 weil kein ,tier darin redet und handelt8 ,gewi nicht2 sondern es ist es dadurch geworden1 weil er das ,individuum1 den ,fuchs1 mit dessen bloem ,namen wir einen gewissen ,charakter verbinden1 aus welchem sich der ,grund von der ihm zugeschriebenen ,handlung angeben lt1 in ein anders ,individuum verwandelt hat1 dessen ,name keine ,idee eines bestimmten ,charakters in uns erwecket4 ,ein ,mensch6 ,das ist ein viel zu allgemeiner ,begriff fr die ,fabel4 ,an was fr eine ,art von ,menschen soll ich dabei denken8 ,es gibt deren so viele6 ,aber ein ,fuchs6 ,der ,fabulist wei nur von einem ,fuchse1 und sobald er mir das ,wort nennt1 fallen auch meine ,gedanken sogleich nur auf einen ,charakter4 ,anstatt des ,menschen berhaupt htte ,hermann ,axel also wenigstens einen ,gasconier setzen mssen4 ,und alsdenn wrde er wohl gefunden haben1 da die ,fabel1 durch die bloe ,weglassung des ,tieres1 so viel eben nicht verlre1 besonders wenn er in dem nmlichen ,verhltnisse auch die brigen ,umstnde gendert und den ,gasconier nach etwas mehr als nach ,birnen lstern gemacht htte4 ,fussnote #f3 ,s4 #aff4 ,da also die allgemein bekannten und unvernderlichen ,charaktere der ,tiere die eigentliche ,ursache sind1 warum sie der ,fabulist zu moralischen ,wesen erhebt1 so kmmt mir es sehr sonderbar vor1 wenn man es einem zum besondern ,ruhme machen will1 da der ,schwan in seinen ,fabeln nicht singe1 noch der ,pelikan sein ,blut fr seine ,jungen vergiee #g4--;,als ob man in den ,fabelbchern die ,naturgeschichte studieren sollte6 ,wenn dergleichen ,eigenschaften allgemein bekannt sind1 so sind sie wert1 gebraucht zu werden1 der ,naturalist mag sie bekrftigen oder nicht4 ,und derjenige1 der sie uns1 es sei durch seine ,exempel oder durch seine ,lehre1 aus den ,hnden spielen will1 der nenne uns erst andere ,individua1 von denen es bekannt ist1 da ihnen die nmlichen ,eigenschaften in der ,tat zukommen4 ,fussnote #g3 ,man sehe die kritische ,vorrede zu ,m4 v4 ,k4 neuen ,fabeln4 ,je tiefer wir auf der ,leiter der ,wesen herabsteigen1 desto seltner kommen uns dergleichen allgemein bekannte ,charaktere vor4 ,dieses ist denn auch die ,ursache1 warum sich der ,fabulist so selten in dem ,pflanzenreiche1 noch seltener in dem ,steinreiche und am allerseltensten vielleicht unter den ,werken der ,kunst finden lt4 ,denn da es deswegen geschehen sollte1 weil es stufenweise immer unwahrscheinlicher werde1 da diese geringern ,werke der ,natur und ,kunst empfinden1 denken und sprechen knnten1 will mir nicht ein4 ,die ,fabel von dem ehernen und dem irdenen ,topfe ist nicht um ein ,haar schlechter oder unwahrscheinlicher als die beste ,fabel z4 ,e4 von einem ,affen1 so nahe auch dieser dem ,menschen verwandt ist1 und so unendlich weit jene von ihm abstehen4 ,indem ich aber die ,charaktere der ,tiere zur eigentlichen ,ursache ihres vorzglichen ,gebrauchs in der ,fabel mache1 will ich nicht sagen1 da die ,tiere dem ,fabulisten sonst zu weiter gar nichts ntzten4 ,ich wei es sehr wohl1 da sie unter andern in der zusammengesetzten ,fabel das ,vergngen der ,vergleichung um ein groes vermehren1 welches alsdenn kaum merklich ist1 wenn1 sowohl der wahre als der erdichtete einzelne ,fall1 beide aus handelnden ,personen von einerlei ,art1 aus ,menschen1 bestehen4 ,da aber dieser ,nutzen1 wie gesagt1 nur in der zusammengesetzten ,fabel stattfindet1 so kann er die ,ursache nicht sein1 warum die ,tiere auch in der einfachen ,fabel1 und also in der ,fabel berhaupt1 dem ,dichter sich gemeiniglich mehr empfehlen als die ,menschen4 ,ja1 ich will es wagen1 den ,tieren und andern geringern ,geschpfen in der ,fabel noch einen ,nutzen zuzuschreiben1 auf welchen ich vielleicht durch ,schlsse nie gekommen wre1 wenn mich nicht mein ,gefhl darauf gebracht htte4 ,die ,fabel hat unsere klare und lebendige ,erkenntnis eines moralischen ,satzes zur ,absicht4 ,nichts verdunkelt unsere ,erkenntnis mehr als die ,leidenschaften4 ,folglich mu der ,fabulist die ,erregung der ,leidenschaften soviel als mglich vermeiden4 ,wie kann er aber anders z4 ,b4 die ,erregung des ,mitleids vermeiden1 als wenn er die ,gegenstnde desselben unvollkommener macht und anstatt der ,menschen ,tiere oder noch geringere ,geschpfe annimmt8 ,man erinnere sich noch einmal der ,fabel von dem ,wolfe und ,lamme1 wie sie oben in die ,fabel von dem ,priester und dem armen ,manne des ,propheten verwandelt worden4 ,wir haben ,mitleiden mit dem ,lamme2 aber dieses ,mitleiden ist so schwach1 da es unserer anschauenden ,erkenntnis des moralischen ,satzes keinen merklichen ,eintrag tut4 ,hingegen wie ist es mit dem armen ,manne8 ,kmmt es mir nur so vor1 oder ist es wirklich wahr1 da wir mit diesem viel zuviel ,mitleiden haben und gegen den ,priester viel zuviel ,unwillen empfinden1 als da die anschauende ,erkenntnis des moralischen ,satzes hier ebenso klar sein knnte1 als sie dort ist8 ,,iii4 ,von der ,einteilung der ,fabeln ,die ,fabeln sind verschiedener ,einteilungen fhig4 ,von einer1 die sich aus der verschiednen ,anwendung derselben ergibt1 habe ich gleich anfangs geredet4 ,die ,fabeln nmlich werden entweder blo auf einen allgemeinen moralischen ,satz angewendet und heien einfache ,fabeln1 oder sie werden auf einen wirklichen ,fall angewendet1 der mit der ,fabel unter einem und ebendemselben moralischen ,satze enthalten ist1 und heien zusammengesetzte ,fabeln4 ,der ,nutzen dieser ,einteilung hat sich bereits an mehr als einer ,stelle gezeiget4 ,eine andere ,einteilung wrde sich aus der verschiednen ,beschaffenheit des moralischen ,satzes herholen lassen4 ,es gibt nmlich moralische ,stze1 die sich besser in einem einzeln ,falle ihres ,gegenteils als in einem einzeln ,falle1 der unmittelbar unter ihnen begriffen ist1 anschauend erkennen lassen4 ,fabeln also1 welche den moralischen ,satz in einem einzeln ,falle des ,gegenteils zur ,intuition bringen1 wrde man vielleicht indirekte ,fabeln1 so wie die andern direkte ,fabeln nennen knnen4 ,doch von diesen ,einteilungen ist hier nicht die ,frage2 noch viel weniger von jener unphilosophischen ,einteilung nach den verschiedenen ,erfindern oder ,dichtern1 die sich einen vorzglichen ,namen damit gemacht haben4 ,es hat den ,kunstrichtern gefallen1 ihre gewhnliche ,einteilung der ,fabel von einer ,verschiedenheit herzunehmen1 die mehr in die ,augen fllt2 von der ,verschiedenheit nmlich der darin handelnden ,personen4 ,und diese ,einteilung ist es1 die ich hier nher betrachten will4 ,aphthonius ist ohne ,zweifel der lteste ,skribent1 der ihrer erwhnst4 ,tou de mu,jou1 sagt er in seinen ,vorbungen1 to men esti logikon1 to de h,jikon1 to de mikton4 ,kai logikon men en w ti poiwn an,jrwpo,v peplastai3 mikton de to ex amjoterwn alogou kai logikou4 ,es gibt drei ,gattungen von ,fabeln1 die vernnftige1 in welcher der ,mensch die handelnde ,person ist1 die sittliche1 in welcher unvernnftige ,wesen aufgefhret werden1 die vermischte1 in welcher sowohl unvernnftige als vernnftige ,wesen vorkommen4--,der ,hauptfehler dieser ,einteilung1 welcher sogleich einem jeden in die ,augen leuchtet1 ist der1 da sie das nicht erschpft1 was sie erschpfen sollte4 ,denn wo bleiben diejenigen ,fabeln1 die aus ,gottheiten und allegorischen ,personen bestehen8 ,aphthonius hat die vernnftige ,gattung ausdrcklich auf den einzigen ,menschen eingeschrnkt4 ,doch wenn diesem ,fehler auch abzuhelfen wre1 was kann dem ohngeachtet roher und mehr von der obersten ,flche abgeschpft sein als diese ,einteilung8 ffnet sie uns nur auch die geringste freiere ,einsicht in das ,wesen der ,fabel8 ,batteux wrde daher ohne ,zweifel ebenso wohl getan haben1 wenn er von der ,einteilung der ,fabel gar geschwiegen htte1 als da er uns mit jener kahlen aphthonianischen abspeisen will4 ,aber was wird man vollends von ihm sagen1 wenn ich zeige1 da er sich hier auf einer kleinen ,tcke treffen lt8 ,kurz zuvor sagt er unter andern von den ,personen der ,fabel3 ,man hat hier nicht allein den ,wolf und das ,lamm1 die ,eiche und das ,schilf1 sondern auch den eisernen und den irdenen ,topf ihre ,rollen spielen sehen4 ,nur der ,herr ,verstand und das ,frulein ,einbildungskraft und alles1 was ihnen hnlich siehet1 sind von diesem ,theater ausgeschlossen worden1 weil es ohne ,zweifel schwerer ist1 diesen blo geistigen ,wesen einen charaktermigen ,krper zu geben1 als ,krpern1 die einige ,analogie mit unsern ,organen haben1 ,geist und ,seele zu geben4 #a--,merkt man1 wider wen dieses geht8 ,wider den de ,la ,motte1 der sich in seinen ,fabeln der allegorischen ,wesen sehr hufig bedienet4 ,da dieses nun nicht nach dem ,geschmacke unsers oft mehr eckeln als feinen ,kunstrichters war1 so konnte ihm die aphthonianische mangelhafte ,einteilung der ,fabel nicht anders als willkommen sein1 indem es durch sie stillschweigend gleichsam zur ,regel gemacht wird1 da die ,gottheiten und allegorischen ,wesen gar nicht in die aesopische ,fabel gehren4 ,und diese ,regel eben mchte ,batteux gar zu gern festsetzen1 ob er sich gleich nicht getrauet1 mit ausdrcklichen ,worten darauf zu dringen4 ,sein ,system von der ,fabel kann auch nicht wohl ohne sie bestehen4 ,die aesopische ,fabel1 sagt er1 ist1 eigentlich zu reden1 das ,schauspiel der ,kinder2 sie unterscheidet sich von den brigen nur durch die ,geringfgigkeit und ,naivitt ihrer spielenden ,personen4 ,man sieht auf diesem ,theater keinen ,csar1 keinen ,alexander3 aber wohl die ,fliege und die ,ameise etc4--,freilich1 diese ,geringfgigkeit der spielenden ,personen vorausgesetzt1 konnte ,batteux mit den hhern poetischen ,wesen des de ,la ,motte unmglich zufrieden sein4 ,er verwarf sie also1 ob er schon einen guten ,teil der besten ,fabeln des ,altertums zugleich mit verwerfen mute1 und zog sich1 um den kritischen ,anfllen deswegen weniger ausgesetzt zu sein1 unter den ,schutz der mangelhaften ,einteilung des ,aphthonius4 ,gleich als ob ,aphthonius der ,mann wre1 der alle ,gattungen von ,fabeln1 die in seiner ,einteilung nicht ,platz haben1 eben dadurch verdammen knnte6 ,und diesen ,mibrauch einer erschlichenen ,autoritt1 nenne ich eben die kleine ,tcke1 deren sich ,batteux in ,ansehung des de ,la ,motte hier schuldig gemacht hat4 ,fussnote #a3 ,nach der ,ramlerschen bersetzung1 ,s4 #bdd4 ,wolf #b hat die ,einteilung des ,aphthonius gleichfalls beibehalten1 aber einen weit edlern ,gebrauch davon gemacht4 ,diese ,einteilung in vernnftige und sittliche ,fabeln1 meinet er1 klinge zwar ein wenig sonderbar2 denn man knnte sagen1 da eine jede ,fabel sowohl eine vernnftige als eine sittliche ,fabel wre4 ,sittlich nmlich sei eine jede ,fabel insofern als sie einer sittlichen ,wahrheit zum ,besten erfunden worden1 und vernnftig insofern1 als diese sittliche ,wahrheit der ,vernunft gem ist4 ,doch da es einmal gewhnlich sei1 diesen ,worten hier eine andere ,bedeutung zu geben1 so wolle er keine ,neuerung machen4 ,aphthonius habe brigens bei seiner ,einteilung die ,absicht gehabt1 die ,verschiedenheit der ,fabeln ganz zu erschpfen1 und mehr nach dieser ,absicht als nach den ,worten1 deren er sich dabei bedient habe1 msse sie beurteilet werden4 ,absit enim1 sagt er--und oh1 wenn alle ,liebhaber der ,wahrheit so billig dchten6--1 absit1 ut negemus accurate cogitasse1 qui non satis accurate loquuntur4 ,puerile est1 erroris redarguere eum1 qui ab errore immunem possedit animum1 propterea quod parum apta succurrerint verba1 quibus mentem suam exprimere poterat4 ,er behlt daher die ,benennungen der aphthonianischen ,einteilung bei und wei die ,wahrheit1 die er nicht darin gefunden1 so scharfsinnig hineinzulegen1 da sie das vollkommene ,ansehen einer richtigen philosophischen ,einteilung bekmmt4 ,wenn wir ,begebenheiten erdichten1 sagt er1 so legen wir entweder den ,subjekten solche ,handlungen und ,leidenschaften1 berhaupt solche ,prdikate bei als ihnen zukommen1 oder wir legen ihnen solche bei1 die ihnen nicht zukommen4 ,in dem ersten ,falle heien es vernnftige ,fabeln1 in dem andern sittliche ,fabeln1 und vermischte ,fabeln heien es1 wenn sie etwas sowohl von der ,eigenschaft der sittlichen als vernnftigen ,fabel haben4 ,fussnote #b3 ,philosoph4 practicae universales pars post4 ,s #cjc4 ,nach dieser ,wolfischen ,verbesserung also1 beruhet die ,verschiedenheit der ,fabel nicht mehr auf der bloen ,verschiedenheit der ,subjekte1 sondern auf der ,verschiedenheit der ,prdikate1 die von diesen ,subjekten gesagt werden4 ,ihr zufolge kann eine ,fabel ,menschen zu handelnden ,personen haben und dennoch keine vernnftige ,fabel sein1 so wie sie eben nicht notwendig eine sittliche ,fabel sein mu1 weil ,tiere in ihr aufgefhret werden4 ,die oben angefhrte ,fabel von den zwei kmpfenden ,hhnen wrde nach den ,worten des ,aphthonius eine sittliche ,fabel sein1 weil sie die ,eigenschaften und das ,betragen gewisser ,tiere nachahmet2 wie hingegen ,wolf den ,sinn des ,aphthonius genauer bestimmt hat1 ist sie eine vernnftige ,fabel1 weil nicht das geringste von den ,hhnen darin gesagt wird1 was ihnen nicht eigentlich zukme4 ,so ist es mit mehrern3 ,z4 ,e4 der ,vogelsteller und die ,schlange #c1 der ,hund und der ,koch #d1 der ,hund und der ,grtner #e1 der ,schfer und der ,wolf #f3 lauter ,fabeln1 die nach der gemeinen ,einteilung unter die sittlichen und vermischten1 nach der verbesserten aber unter die vernnftigen gehren4 ,fussnote #c3 ,fab4 ,aesop4 #cb4 ,fussnote #d3 ,fabul4 ,aesop4 #cd4 ,fussnote #e3 ,fab4 ,aesop4 #fg4 ,fussnote #f3 ,fab4 ,aesop4 #ga4 ,und nun8 ,werde ich es bei dieser ,einteilung unsers ,weltweisen knnen bewenden lassen8 ,ich wei nicht4 ,wider ihre logikalische ,richtigkeit habe ich nichts zu erinnern2 sie erschpft alles1 was sie erschpfen soll4 ,aber man kann ein guter ,dialektiker sein1 ohne ein ,mann von ,geschmack zu sein2 und das letzte war ,wolf1 leider1 wohl nicht4 ,wie1 wenn es auch ihm hier so gegangen wre1 als er es von dem ,aphthonius vermutet1 da er zwar richtig gedacht1 aber sich nicht so vollkommen gut ausgedrckt htte1 als es besonders die ,kunstrichter wohl verlangen drften8 ,er redet von ,fabeln1 in welchen den ,subjekten ,leidenschaften und ,handlungen1 berhaupt ,prdikate1 beigelegt werden1 deren sie nicht fhig sind1 die ihnen nicht zukommen4 ,dieses ,nicht-,zukommen kann einen beln ,verstand machen4 ,der ,dichter1 kann man daraus schlieen1 ist also nicht gehalten1 auf die ,naturen der ,geschpfe zu sehen1 die er in seinen ,fabeln auffhret8 ,er kann das ,schaf verwegen1 den ,wolf sanftmtig1 den ,esel feurig vorstellen2 er kann die ,tauben als ,falken brauchen und die ,hunde von den ,hasen jagen lassen4 ,alles dieses kmmt ihnen nicht zu2 aber der ,dichter macht eine sittliche ,fabel1 und er darf es ihnen beilegen4--,wie ntig ist es1 dieser gefhrlichen ,auslegung1 diesen mit einer berschwemmung der abgeschmacktesten ,mrchen drohenden ,folgerungen vorzubauen6 ,man erlaube mir also1 mich auf meinen eigenen ,weg wieder zurckzuwenden4 ,ich will den ,weltweisen so wenig als mglich aus dem ,gesichte verlieren2 und vielleicht kommen wir1 am ,ende der ,bahn1 zusammen4--,ich habe gesagt und glaube es erwiesen zu haben1 da auf der ,erhebung des einzeln ,falles zur ,wirklichkeit der wesentliche ,unterschied der ,parabel1 oder des ,exempels berhaupt1 und der ,fabel beruhet4 ,diese ,wirklichkeit ist der ,fabel so unentbehrlich1 da sie sich eher von ihrer ,mglichkeit als von jener etwas abbrechen lt4 ,es streitet minder mit ihrem ,wesen1 da ihr einzelner ,fall nicht schlechterdings mglich ist1 da er nur nach gewissen ,voraussetzungen1 unter gewissen ,bedingungen mglich ist1 als da er nicht als wirklich vorgestellt werde4 ,in ,ansehung dieser ,wirklichkeit folglich ist die ,fabel keiner ,verschiedenheit fhig1 wohl aber in ,ansehung ihrer ,mglichkeit1 welche sie vernderlich zu sein erlaubt4 ,nun ist1 wie gesagt1 diese ,mglichkeit entweder eine unbedingte oder bedingte ,mglichkeit2 der einzelne ,fall der ,fabel ist entweder schlechterdings mglich1 oder er ist es nur nach gewissen ,voraussetzungen1 unter gewissen ,bedingungen4 ,die ,fabeln also1 deren einzelner ,fall schlechterdings mglich ist1 will ich 7um gleichfalls bei den alten ,benennungen zu bleiben7 vernnftige ,fabeln nennen2 ,fabeln hingegen1 wo er es nur nach gewissen ,voraussetzungen ist1 mgen sittliche heien4 ,die vernnftigen ,fabeln leiden keine fernere ,unterabteilung1 die sittlichen aber leiden sie4 ,denn die ,voraussetzungen betreffen entweder die ,subjekte der ,fabel oder die ,prdikate dieser ,subjekte3 der ,fall der ,fabel ist entweder mglich1 vorausgesetzt1 da diese und jene ,wesen existieren1 oder er ist es1 vorausgesetzt1 da diese und jene wirklich existierende ,wesen 7nicht andere ,eigenschaften als ihnen zukommen2 denn sonst wrden sie zu anderen ,wesen werden1 sondern7 die ihnen wirklich zukommenden ,eigenschaften in einem hhern ,grade1 in einem weitern ,umfange besitzen4 ,jene ,fabeln1 worin die ,subjekte vorausgesetzt werden1 wollte ich mythische ,fabeln nennen1 und diese1 worin nur erhhtere ,eigenschaften wirklicher ,subjekte angenommen werden1 wrde ich1 wenn ich das ,wort anders wagen darf1 hyperphysische ,fabeln nennen4-- ,ich will diese meine ,einteilung noch durch einige ,beispiele erlutern4 ,die ,fabeln1 der ,blinde und der ,lahme1 die zwei kmpfenden ,hhne1 der ,vogelsteller und die ,schlange1 der ,hund und der ,grtner1 sind lauter vernnftige ,fabeln1 obschon bald lauter ,tiere1 bald ,menschen und ,tiere darin vorkommen2 denn der darin enthaltene ,fall ist schlechterdings mglich1 oder mit ,wolfen zu reden1 es wird den ,subjekten nichts darin beigelegt1 was ihnen nicht zukomme4--,die ,fabeln1 ,apollo und ,jupiter #a1 ,herkules und ,plutus #b1 die verschiedene ,bume in ihren besondern ,schutz nehmenden ,gtter #c1 kurz1 alle ,fabeln1 die aus ,gottheiten1 aus allegorischen ,personen1 aus ,geistern und ,gespenstern1 aus andern erdichteten ,wesen1 dem ,phnix z4 ,e41 bestehen1 sind sittliche ,fabeln1 und zwar mythisch sittliche2 denn es wird darin vorausgesetzt1 da alle diese ,wesen existieren oder existieret haben1 und der ,fall1 den sie enthalten1 ist nur unter dieser ,voraussetzung mglich4--,der ,wolf und das ,lamm #d1 der ,fuchs und der ,storch #e1 die ,natter und die ,feile #f1 die ,bume und der ,dornstrauch #g1 der lbaum und das ,rohr #h etc4 sind gleichfalls sittliche1 aber hyperphysisch sittliche ,fabeln2 denn die ,natur dieser wirklichen ,wesen wird erhhet1 die ,schranken ihrer ,fhigkeiten werden erweitert4 ,eines mu ich hierbei erinnern6 ,man bilde sich nicht ein1 da diese ,gattung von ,fabeln sich blo auf die ,tiere und andere geringere ,geschpfe einschrnke3 der ,dichter kann auch die ,natur des ,menschen erhhen und die ,schranken seiner ,fhigkeiten erweitern4 ,eine ,fabel z4 ,e4 von einem ,propheten wrde eine hyperphysisch sittliche ,fabel sein2 denn die ,gabe zu prophezeien1 kann dem ,menschen blo nach einer erhhtern ,natur zukommen4 ,oder wenn man die ,erzhlung von den himmelstrmenden ,riesen als eine aesopische ,fabel behandeln und sie dahin verndern wollte1 da ihr unsinniger ,bau von ,bergen auf ,bergen endlich von selbst zusammenstrzte und sie unter den ,ruinen begrbe3 so wrde keine andere als eine hyperphysisch sittliche ,fabel daraus werden knnen4 ,fussnote #a3 ,fab4 ,aesop4 #ahg vgl4 ,lessings ,fabel ,,ii #ab4 ,fussnote #b3 ,phaedrus libr4 ,,iv4 ,fab4 #aa vgl4 ,lessings ,fabel ,,ii #b4 ,fussnote #c3 ,phaedrus libr4 ,,iii4 ,fab4 #ae4 ,fussnote #d3 ,phaedrus libr4 #a4 ,fab4 #a4 ,fussnote #e3 ,phaedrus libr4 ,i4 ,fab4 #be4 ,fussnote #f3 ,phaedr4s libr4 ,,iv4 ,fab4 #g4 ,fussnote #g3 ,fab4 ,aesop4 #cac4 ,fussnote #h3 ,fabul4 ,aesop4 #adc4 ,aus den zwei ,hauptgattungen1 der vernnftigen und sittlichen ,fabel1 entstehet auch bei mir eine vermischte ,gattung1 wo nmlich der ,fall zum ,teil schlechterdings1 zum ,teil nur unter gewissen ,voraussetzungen mglich ist4 ,und zwar knnen dieser vermischten ,fabeln dreierlei sein2 die vernnftig mythische ,fabel1 als ,herkules und der ,krrner #i1 der arme ,mann und der ,tod #aj1 die vernnftig hyperphysische ,fabel1 als der ,holzschlger und der ,fuchs #aa1 der ,jger und der ,lwe #ab2 und endlich die hyperphysisch mythische ,fabel1 als ,jupiter und das ,kamel #ac1 ,jupiter und die ,schlange #d etc4 ,fussnote #i3 ,fabul4 ,aesop4 #ccf4 ,fussnote #aj3 ,fabul4 ,aesop4 #bj4 ,fussnote #aa3 ,fabul4 ,aesop4 #abg4 ,fussnote #ab3 ,fabul4 ,aesop4 #bhj4 ,fussnote #ac3 ,fabul4 ,aesop4 #aig4 ,fussnote #ad3 ,fabul4 ,aesop4 #ahi4 ,und diese ,einteilung erschpft die ,mannigfaltigkeit der ,fabeln ganz gewi1 ja man wird1 hoffe ich1 keine anfhren knnen1 deren ,stelle ihr zufolge zweifelhaft bleibe1 welches bei allen andern ,einteilungen geschehen mu1 die sich blo auf die ,verschiedenheit der handelnden ,personen beziehen4 ,die ,breitingersche ,einteilung ist davon nicht ausgeschlossen1 ob er schon dabei die ,grade des ,wunderbaren zum ,grunde gelegt hat4 ,denn da bei ihm die ,grade des ,wunderbaren1 wie wir gesehen haben1 grtenteils auf die ,beschaffenheit der handelnden ,personen ankommen1 so klingen seine ,worte nur grndlicher1 und er ist in der ,tat in die ,sache nichts tiefer eingedrungen4 ,das ,wunderbare der ,fabel1 sagt er1 hat seine verschiedene ,grade--,der niedrigste ,grad des ,wunderbaren findet sich in derjenigen ,gattung der ,fabeln1 in welchen ordentliche ,menschen aufgefhret werden--,weil in denselben das ,wahrscheinliche ber das ,wunderbare weit die ,oberhand hat1 so knnen sie mit ,fug wahrscheinliche oder in ,absicht auf die ,personen menschliche ,fabeln benennet werden4 ,ein mehrerer ,grad des ,wunderbaren uert sich in derjenigen ,klasse der ,fabeln1 in welchen ganz andere als menschliche ,personen aufgefhret werden4--,diese sind entweder von einer vortrefflichern und hhern ,natur als die menschliche ist1 z4 ,e4 die heidnischen ,gottheiten--oder sie sind in ,ansehung ihres ,ursprungs und ihrer natrlichen ,geschicklichkeit von einem geringern ,rang als die ,menschen1 als z4 ,e4 die ,tiere1 ,pflanzen etc4--,weil in diesen ,fabeln das ,wunderbare ber das ,wahrscheinliche nach verschiedenen ,graden herrschet1 werden sie deswegen nicht unfglich wunderbare und in ,absicht auf die ,personen entweder gttliche oder tierische ,fabeln genannt-- ,und die ,fabel von den zwei ,tpfen1 die ,fabel von den ,bumen und dem ,dornstrauche8 ,sollen die auch tierische ,fabeln heien8 ,oder sollen sie und ihresgleichen eigne ,benennungen erhalten8 ,wie sehr wird diese ,namenrolle anwachsen1 besonders wenn man auch alle ,arten der vermischten ,gattung benennen sollte6 ,aber ein ,exempel zu geben1 da man1 nach dieser ,breitingerschen ,einteilung1 oft zweifelhaft sein kann1 zu welcher ,klasse man diese oder jene ,fabel rechnen soll1 so betrachte man die schon angefhrte ,fabel von dem ,grtner und seinem ,hunde oder die noch bekanntere von dem ,ackersmanne und der ,schlange2 aber nicht so1 wie sie ,phaedrus erzhlet1 sondern wie sie unter den griechischen ,fabeln vorkommt4 ,beide haben einen so geringen ,grad des ,wunderbaren1 da man sie notwendig zu den wahrscheinlichen1 das ist menschlichen ,fabeln1 rechnen mte4 ,in beiden aber kommen auch ,tiere vor2 und in ,betrachtung dieser wrden sie zu den vermischten ,fabeln gehren1 in welchen das ,wunderbare weit mehr ber das ,wahrscheinliche herrscht als in jenen4 ,folglich wrde man erst ausmachen mssen1 ob die ,schlange und der ,hund hier als handelnde ,personen der ,fabel anzusehen wren oder nicht1 ehe man der ,fabel selbst ihre ,klasse anweisen knnte4 ,ich will mich bei diesen ,kleinigkeiten nicht lnger aufhalten1 sondern mit einer ,anmerkung schlieen1 die sich berhaupt auf die hyperphysischen ,fabeln beziehet und die ich1 zur richtigern ,beurteilung einiger von meinen eigenen ,versuchen1 nicht gern anzubringen vergessen mchte4--,es ist bei dieser ,gattung von ,fabeln die ,frage1 wie weit der ,fabulist die ,natur der ,tiere und andrer niedrigern ,geschpfe erhhen und wie nahe er sie der menschlichen ,natur bringen drfe8 ,ich antworte kurz3 so weit und so nahe er immer will4 ,nur mit der einzigen ,bedingung1 da aus allem1 was er sie denken1 reden und handeln lt1 der ,charakter hervorscheine1 um dessen willen er sie seiner ,absicht bequemer fand als alle andere ,individua4 ,ist dieses1 denken1 reden und tun sie durchaus nichts1 was ein ander ,individuum von einem andern oder gar ohne ,charakter ebensogut denken1 reden und tun knnte3 so wird uns ihr ,betragen im geringsten nicht befremden1 wenn es auch noch soviel ,witz1 ,scharfsinnigkeit und ,vernunft voraussetzt4 ,und wie knnte es auch8 ,haben wir ihnen einmal ,freiheit und ,sprache zugestanden1 so mssen wir ihnen zugleich alle ,modifikationen des ,willens und alle ,erkenntnisse zugestehen1 die aus jenen ,eigenschaften folgen knnen1 auf welchen unser ,vorzug vor ihnen einzig und allein beruhet4 ,nur ihren ,charakter1 wie gesagt1 mssen wir durch die ganze ,fabel finden2 und finden wir diesen1 so erfolgt die ,illusion1 da es wirkliche ,tiere sind1 ob wir sie gleich reden hren und ob sie gleich noch so feine ,anmerkungen1 noch so scharfsinnige ,schlsse machen4 ,es ist unbeschreiblich1 wieviel ,sophismata non causae ut causae die ,kunstrichter in dieser ,materie gemacht haben4 ,unter andern der ,verfasser der ,critischen ,briefe1 wenn er von seinem ,hermann ,axel sagt3 ,daher schreibt er auch den unvernnftigen ,tieren1 die er auffhrt1 niemals eine ,reihe von ,anschlgen zu1 die in einem ,system1 in einer ,verknpfung stehen und zu einem ,endzwecke von weitem her angeordnet sind4 ,denn dazu gehret eine ,strke der ,vernunft1 welche ber den ,instinkt ist4 ,ihr ,instinkt gibt nur flchtige und dunkle ,strahlen einer ,vernunft von sich1 die sich nicht lange emporhalten kann4 ,aus dieser ,ursache werden diese ,fabeln mit ,tierpersonen ganz kurz und bestehen nur aus einem sehr einfachen ,anschlage oder ,anliegen4 ,sie reichen nicht zu1 einen menschlichen ,charakter in mehr als einem ,lichte vorzustellen2 ja der ,fabulist mu zufrieden sein1 wenn er nur einen ,zug eines ,charakters vorstellen kann4 ,es ist eine ausschweifende ,idee des ,pater ,bossu1 da die aesopische ,fabel sich in dieselbe ,lnge wie die epische ,fabel ausdehnen lasse4 ,denn das kann nicht geschehen1 es sei denn1 da man die ,tiere nichts von den ,tieren behalten lasse1 sondern sie in ,menschen verwandle1 welches nur in possierlichen ,gedichten angehet1 wo man die ,tiere mit gewissem ,vorsatz in ,masken auffhret und die ,verrichtungen der ,menschen nachffen lt etc4--,wie sonderbar ist hier das aus dem ,wesen der ,tiere hergeleitet1 was der ,kunstrichter aus dem ,wesen der anschauenden ,erkenntnis1 und aus der ,einheit des moralischen ,lehrsatzes in der ,fabel htte herleiten sollen6 ,ich gebe es zu1 da der ,einfall des ,pater ,bossu nichts taugt4 ,die aesopische ,fabel1 in die ,lnge einer epischen ,fabel ausgedehnet1 hret auf1 eine aesopische ,fabel zu sein2 aber nicht deswegen1 weil man den ,tieren1 nachdem man ihnen ,freiheit und ,sprache erteilet hat1 nicht auch eine ,folge von ,gedanken1 dergleichen die ,folge von ,handlungen in der ,epopee erfordern wrde1 erteilen drfte1 nicht deswegen1 weil die ,tiere alsdenn zu viel ,menschliches haben wrden3 sondern deswegen1 weil die ,einheit des moralischen ,lehrsatzes verlorengehen wrde1 weil man diesen ,lehrsatz in der ,fabel1 deren ,teile so gewaltsam auseinandergedehnet und mit fremden ,teilen vermischt worden1 nicht lnger anschauend erkennen wrde4 ,denn die anschauende ,erkenntnis erfordert unumgnglich1 da wir den einzeln ,fall auf einmal bersehen knnen2 knnen wir es nicht1 weil er entweder allzuviel ,teile hat oder seine ,teile allzuweit auseinanderliegen1 so kann auch die ,intuition des ,allgemeinen nicht erfolgen4 ,und nur dieses1 wenn ich nicht sehr irre1 ist der wahre ,grund1 warum man es dem dramatischen ,dichter1 noch williger aber dem ,epopeendichter1 erlassen hat1 in ihre ,werke eine einzige ,hauptlehre zu legen4 ,denn was hilft es1 wenn sie auch eine hineinlegen8 ,wir knnen sie doch nicht darin erkennen1 weil ihre ,werke viel zu weitluftig sind1 als da wir sie auf einmal zu bersehen vermchten4 ,in dem ,skelette derselben mte sie sich wohl endlich zeigen2 aber das ,skelett gehret fr den kalten ,kunstrichter1 und wenn dieser einmal glaubt1 da eine solche ,hauptlehre darin liegen msse1 so wird er sie gewi herausgrbeln1 wenn sie der ,dichter auch gleich nicht hineingelegt hat4 ,da brigens das eingeschrnkte ,wesen der ,tiere von dieser nicht zu erlaubenden ,ausdehnung der aesopischen ,fabel die wahre ,ursach nicht sei1 htte der kritische ,briefsteller gleich daher abnehmen knnen1 weil nicht blo die tierische ,fabel1 sondern auch jede andere aesopische ,fabel1 wenn sie schon aus vernnftigen ,wesen bestehet1 derselben unfhig ist4 ,die ,fabel von dem ,lahmen und ,blinden1 oder von dem armen ,mann und dem ,tode1 lt sich ebensowenig zur ,lnge des epischen ,gedichts erstrecken als die ,fabel von dem ,lamme und dem ,wolfe1 oder von dem ,fuchse und dem ,raben4 ,kann es also an der ,natur der ,tiere liegen8 ,und wenn man mit ,beispielen streiten wollte1 wieviel sehr gute ,fabeln lieen sich ihm nicht entgegensetzen1 in welchen den ,tieren weit mehr als flchtige und dunkle ,strahlen einer ,vernunft beigelegt wird und man sie ihre ,anschlge ziemlich von weitem her zu einem ,endzwecke anwenden siehet4 ,z4 ,e4 der ,adler und der ,kfer #ae2 der ,adler1 die ,katze und das ,schwein #af etc4 ,fussnote #ae3 ,fab4 ,aesop4 #b4 ,fussnote #af3 ,phaedrus libr4 ,,ii4 ,fab4 #d4 ,unterdessen1 dachte ich einsmals bei mir selbst1 wenn man demohngeachtet eine aesopische ,fabel von einer ungewhnlichen ,lnge machen wollte1 wie mte man es anfangen1 da die itztberhrten ,unbequemlichkeiten dieser ,lnge wegfielen8 ,wie mte unser ,reinicke ,fuchs aussehen1 wenn ihm der ,name eines aesopischen ,heldengedichts zukommen sollte8 ,mein ,einfall war dieser3 ,vors erste mte nur ein einziger moralischer ,satz in dem ,ganzen zum ,grunde liegen2 vors zweite mten die vielen und mannigfaltigen ,teile dieses ,ganzen1 unter gewisse ,hauptteile gebracht werden1 damit man sie wenigstens in diesen ,hauptteilen auf einmal bersehen knnte2 vors dritte mte jeder dieser ,hauptteile ein besonders ,ganze1 eine fr sich bestehende ,fabel1 sein knnen1 damit das groe ,ganze aus gleichartigen ,teilen bestnde4 ,es mte1 um alles zusammenzunehmen1 der allgemeine moralische ,satz in seine einzelne ,begriffe aufgelset werden2 jeder von diesen einzelnen ,begriffen mte in einer besondern ,fabel zur ,intuition gebracht werden1 und alle diese besondern ,fabeln mten zusammen nur eine einzige ,fabel ausmachen4 ,wie wenig hat der ,reinicke ,fuchs von diesen ,requisitis6 ,am besten also1 ich mache selbst die ,probe1 ob sich mein ,einfall auch wirklich ausfhren lt4--,und nun urteile man1 wie diese ,probe ausgefallen ist6 ,es ist die sechzehnte ,fabel meines dritten ,buchs und heit die ,geschichte des alten ,wolfs in sieben ,fabeln4 ,die ,lehre1 welche in allen sieben ,fabeln zusammengenommen liegt1 ist diese3 ,man mu einen alten ,bsewicht nicht auf das uerste bringen und ihm alle ,mittel zur ,besserung1 so spt und erzwungen sie auch sein mag1 benehmen4 ,dieses uerste1 diese ,benehmung aller ,mittel zerstckte ich1 machte verschiedene milungene ,versuche des ,wolfs daraus1 des gefhrlichen ,raubens knftig mig gehen zu knnen1 und bearbeitete jeden dieser ,versuche als eine besondere ,fabel1 die ihre eigene und mit der ,hauptmoral in keiner ,verbindung stehende ,lehre hat4--,was ich hier bis auf sieben und mit dem ,rangstreite der ,tiere auf vier ,fabeln gebracht habe1 wird ein andrer mit einer andern noch fruchtbarern ,moral leicht auf mehrere bringen knnen4 ,ich begnge mich1 die ,mglichkeit gezeigt zu haben4 ,,iv4 ,von dem ,vortrage der ,fabeln ,wie soll die ,fabel vorgetragen werden8 ,ist hierin ,aesopus oder ist ,phaedrus oder ist ,la ,fontaine das wahre ,muster8 ,es ist nicht ausgemacht1 ob ,aesopus seine ,fabeln selbst aufgeschrieben und in ein ,buch zusammengetragen hat4 ,aber das ist so gut als ausgemacht1 da1 wenn er es auch getan hat1 doch keine einzige davon durchaus mit seinen eigenen ,worten auf uns gekommen ist4 ,ich verstehe also hier die allerschnsten ,fabeln in den verschiedenen griechischen ,sammlungen1 welchen man seinen ,namen vorgesetzt hat4 ,nach diesen zu urteilen1 war sein ,vortrag von der uersten ,przision2 er hielt sich nirgends bei ,beschreibungen auf2 er kam sogleich zur ,sache und eilte mit jedem ,worte nher zum ,ende2 er kannte kein ,mittel zwischen dem ,notwendigen und ,unntzen4 ,so charakterisiert ihn de ,la ,motte1 und richtig4 ,diese ,przision und ,krze1 worin er ein so groes ,muster war1 fanden die ,alten der ,natur der ,fabel auch so angemessen1 da sie eine allgemeine ,regel daraus machten4 ,theon unter andern dringet mit den ausdrcklichsten ,worten darauf4 ,auch ,phaedrus1 der sich vornahm die ,erfindungen des ,aesopus in ,versen auszubilden1 hat offenbar den festen ,vorsatz gehabt1 sich an diese ,regel zu halten2 und wo er davon abgekommen ist1 scheinet ihn das ,silbenma und der poetischere ,stil1 in welchen uns auch das allersimpelste ,silbenma wie unvermeidlich verstrickt1 gleichsam wider seinen ,willen davon abgebracht zu haben4 ,aber ,la ,fontaine8 ,dieses sonderbare ,genie6 ,la ,fontaine6 ,nein wider ihn selbst habe ich nichts2 aber wider seine ,nachahmer1 wider seine blinden ,verehrer6 ,la ,fontaine kannte die ,alten zu gut1 als da er nicht htte wissen sollen1 was ihre ,muster und die ,natur zu einer vollkommenen ,fabel erforderten4 ,er wute es1 da die ,krze die ,seele der ,fabel sei2 er gestand es zu1 da es ihr vornehmster ,schmuck sei1 ganz und gar keinen ,schmuck zu haben4 ,er bekannte#a mit der liebenswrdigsten ,aufrichtigkeit1 da man die zierliche ,przision und die auerordentliche ,krze1 durch die sich ,phaedrus so sehr empfehle1 in seinen ,fabeln nicht finden werde4 ,es wren dieses ,eigenschaften1 die zu erreichen1 ihn seine ,sprache zum ,teil verhindert htte2 und blo deswegen1 weil er den ,phaedrus darin nicht nachahmen knnen1 habe er geglaubt1 qu'il falloit en recompense egayer l'ouvrage plus qu'il n'a fait4 ,alle die ,lustigkeit1 sagt er1 durch die ich meine ,fabeln aufgesttzt habe1 soll weiter nichts als eine etwanige ,schadloshaltung fr wesentlichere ,schnheiten sein1 die ich ihnen zu erteilen zu unvermgend gewesen bin4--,welch ,bekenntnis6 ,in meinen ,augen macht ihm dieses ,bekenntnis mehr ,ehre als ihm alle seine ,fabeln machen6 ,aber wie wunderbar ward es von dem franzsischen ,publico aufgenommen6 ,es glaubte1 ,la ,fontaine wolle ein bloes ,kompliment machen1 und hielt die ,schadloshaltung unendlich hher als das1 wofr sie geleistet war4 ,kaum konnte es auch anders sein2 denn die ,schadloshaltung hatte allzuviel reizendes fr ,franzosen1 bei welchen nichts ber die ,lustigkeit gehet4 ,ein witziger ,kopf unter ihnen1 der hernach das ,unglck hatte1 hundert ,jahr witzig zu bleiben#b1 meinte sogar1 ,la ,fontaine habe sich aus bloer ,albernheit 7par betise7 dem ,phaedrus nachgesetzt2 und de ,la ,motte schrie ber diesen ,einfall3 mot plaisant1 mais solide6 ,fussnote #a3 ,in der ,vorrede zu seinen ,fabeln4 ,fussnote #b3 ,fontenelle4 ,unterdessen1 da ,la ,fontaine seine lustige ,schwatzhaftigkeit1 durch ein so groes ,muster1 als ihm ,phaedrus schien1 verdammt glaubte1 wollte er doch nicht ganz ohne ,bedeckung von seiten des ,altertums bleiben4 ,er setzte also hinzu3 ,und meinen ,fabeln diese ,lustigkeit zu erteilen1 habe ich um so viel eher wagen drfen1 da ,quintilian lehret1 man knne die ,erzhlungen nicht lustig genug machen 7egayer74 ,ich brauche keine ,ursache hiervon anzugeben2 genug1 da es ,quintilian sagt4--,ich habe wider diese ,autoritt zweierlei zu erinnern4 ,es ist wahr1 ,quintilian sagt3 ,ego vero narrationem1 ut si ullam partem orationis1 omni1 qua potest1 gratia et venere exornandam puto#c1 und dieses mu die ,stelle sein1 worauf sich ,la ,fontaine sttzet4 ,aber ist diese ,grazie1 diese ,venus1 die er der ,erzhlung soviel als mglich1 obgleich nach ,magebung der ,sache #d1 zu erteilen befiehlet1 ist dieses ,lustigkeit8 ,ich sollte meinen1 da gerade die ,lustigkeit dadurch ausgeschlossen werde4 ,doch der ,hauptpunkt ist hier dieser3 ,quintilian redet von der ,erzhlung des ,facti in einer gerichtlichen ,rede1 und was er von dieser sagt1 ziehet ,la ,fontaine1 wider die ausdrckliche ,regel der ,alten1 auf die ,fabel4 ,er htte diese ,regel unter andern bei dem ,theon finden knnen4 ,der ,grieche redet von dem ,vortrage der ,erzhlung in der ,chrie--wie plan1 wie kurz mu die ,erzhlung in einer ,chrie sein6--und setzt hinzu3 en de toi,v mu,joi,v aplousteran thn ermhneian einai dei kai prosjuh kai w,v dunaton1 akataskeuon te kai sajh3 ,die ,erzhlung der ,fabel soll noch planer sein1 sie soll zusammengepret1 soviel als mglich ohne alle ,zieraten und ,figuren1 mit der einzigen ,deutlichkeit zufrieden sein4 ,fussnote #c3 ,quinctilianus ,inst4 ,orat4 lib4 ,,iv4 cap4 #b4 ,fussnote #d3 ,sed plurimum refert1 quae sit natura ejus rei1 quam exponimus4 ,idem1 ibidem4 ,dem ,la ,fontaine vergebe ich den ,mibrauch dieser ,autoritt des ,quintilians gar gern4 ,man wei ja1 wie die ,franzosen berhaupt die ,alten lesen6 ,lesen sie doch ihre eigene ,autores mit der unverzeihlichsten ,flatterhaftigkeit4 ,hier ist gleich ein ,exempel6 ,de ,la ,motte sagt von dem ,la ,fontaine3 ,tout ,original qu'il est dans les manieres1 il etoit ,admirateur des ,anciens jusqu'a la prevention1 comme s'ils eussent t ses modeles4 ,la brievet1 dit-il1 est l'ame de la ,fable1 et il est inutile d'en apporter des raisons1 c'est assez que ,quintilien l'ait dit4#e ,man kann nicht verstmmelter anfhren1 als de ,la ,motte hier den ,la ,fontaine anfhret6 ,la ,fontaine legt es einem ganz andern ,kunstrichter in den ,mund1 da die ,krze die ,seele der ,fabel sei1 oder spricht es vielmehr in seiner eigenen ,person2 er beruft sich nicht wegen der ,krze1 sondern wegen der ,munterkeit1 die in den ,erzhlungen herrschen solle1 auf das ,zeugnis des ,quintilians1 und wrde sich wegen jener sehr schlecht auf ihn berufen haben1 weil man jenen ,ausspruch nirgend bei ihm findet4 ,fussnote #e3 ,discours sur la ,fable1 p4 #ag4 ,ich komme auf die ,sache selbst zurck4 ,der allgemeine ,beifall1 den ,la ,fontaine mit seiner muntern ,art zu erzhlen erhielt1 machte1 da man nach und nach die aesopische ,fabel von einer ganz andern ,seite betrachtete1 als sie die ,alten betrachtet hatten4 ,bei den ,alten gehrte die ,fabel zu dem ,gebiete der ,philosophie1 und aus diesem holten sie die ,lehrer der ,redekunst in das ihrige herber4 ,aristoteles hat nicht in seiner ,dichtkunst1 sondern in seiner ,rhetorik davon gehandelt2 und was ,aphthonius und ,theon davon sagen1 das sagen sie gleichfalls in ,vorbungen der ,rhetorik4 ,auch bei den ,neuern mu man das1 was man von der aesopischen ,fabel wissen will1 durchaus in ,rhetoriken suchen2 bis auf die ,zeiten des ,la ,fontaine4 ,ihm gelang es die ,fabel zu einem anmutigen poetischen ,spielwerke zu machen1 er bezauberte1 er bekam eine ,menge ,nachahmer1 die den ,namen eines ,dichters nicht wohlfeiler erhalten zu knnen glaubten als durch solche in lustigen ,versen ausgedehnte und gewsserte ,fabeln2 die ,lehrer der ,dichtkunst griffen zu2 die ,lehrer der ,redekunst lieen den ,eingriff geschehen2 diese hrten auf1 die ,fabel als ein sicheres ,mittel zur lebendigen berzeugung anzupreisen2 und jene fingen dafr an1 sie als ein ,kinderspiel zu betrachten1 das sie1 soviel als mglich auszuputzen1 uns lehren mten4--,so stehen wir noch6-- ,ein ,mann1 der aus der ,schule der ,alten kmmt1 wo ihm jene ermhneia akataskeuo,v der ,fabel so oft empfohlen worden1 kann der wissen1 woran er ist1 wenn er z4 ,e4 bei dem ,batteux ein langes ,verzeichnis von ,zieraten lieset1 deren die ,erzhlung der ,fabel fhig sein soll8 ,er mu voller ,verwunderung fragen3 so hat sich denn bei den ,neuern ganz das ,wesen der ,dinge verndert8 ,denn alle diese ,zieraten streiten mit dem wirklichen ,wesen der ,fabel4 ,ich will es beweisen4 ,wenn ich mir einer moralischen ,wahrheit durch die ,fabel bewut werden soll1 so mu ich die ,fabel auf einmal bersehen knnen2 und um sie auf einmal bersehen zu knnen1 mu sie so kurz sein als mglich4 ,alle ,zieraten aber sind dieser ,krze entgegen2 denn ohne sie wrde sie noch krzer sein knnen3 folglich streiten alle ,zieraten1 insofern sie leere ,verlngerungen sind1 mit der ,absicht der ,fabel4 ,z4 ,e eben mit zur ,erreichung dieser ,krze braucht die ,fabel gern die allerbekanntesten ,tiere2 damit sie weiter nichts als ihren einzigen ,namen nennen darf1 um einen ganzen ,charakter zu schildern1 um ,eigenschaften zu bemerken1 die ihr ohne diese ,namen allzuviel ,worte kosten wrden4 ,nun hre man den ,batteux3 ,diese ,zieraten bestehen erstlich in ,gemlden1 ,beschreibungen1 ,zeichnungen der rter1 der ,personen1 der ,stellungen4--,das heit3 ,man mu nicht schlechtweg z4 ,e4 ein ,fuchs sagen1 sondern man mu fein sagen3 ,un vieux ,renard1 mais des plus fins1 ,grand croqueur de poulets1 grand preneur de lapins1 ,sentant son ,renard d'un lieue etc4 ,der ,fabulist brauchet ,fuchs1 um mit einer einzigen ,silbe ein individuelles ,bild eines witzigen ,schalks zu entwerfen2 und der ,poet will lieber von dieser ,bequemlichkeit nichts wissen1 will ihr entsagen1 ehe man ihm die ,gelegenheit nehmen soll1 eine lustige ,beschreibung von einem ,dinge zu machen1 dessen ganzer ,vorzug hier eben dieser ist1 da es keine ,beschreibung bedarf4 ,der ,fabulist will in einer ,fabel nur eine ,moral zur ,intuition bringen4 ,er wird es also sorgfltig vermeiden1 die ,teile derselben so einzurichten1 da sie uns ,anla geben1 irgendeine andere ,wahrheit in ihnen zu erkennen1 als wir in allen ,teilen zusammengenommen erkennen sollen4 ,viel weniger wird er eine solche fremde ,wahrheit mit ausdrcklichen ,worten einflieen lassen1 damit er unsere ,aufmerksamkeit nicht von seinem ,zwecke abbringe oder wenigstens schwche1 indem er sie unter mehrere allgemeine moralische ,stze teilet4--,aber ,batteux1 was sagt der8 ,die zweite ,zierat1 sagt er1 bestehet in den ,gedanken2 nmlich in solchen ,gedanken1 die hervorstechen und sich von den brigen auf eine besondere ,art unterscheiden4 ,nicht minder widersinnig ist seine dritte ,zierat1 die ,allusion--,doch wer streitet denn mit mir8 ,batteux selbst gesteht es ja mit ausdrcklichen ,worten1 da dieses nur ,zieraten solcher ,erzhlungen sind1 die vornehmlich zur ,belustigung gemacht werden4 ,und fr eine solche ,erzhlung hlt er die ,fabel8 ,warum bin ich so eigensinnig1 sie auch nicht dafr zu halten8 ,warum habe ich nur ihren ,nutzen im ,sinne8 ,warum glaube ich1 da dieser ,nutzen seinem ,wesen nach schon anmutig genug ist1 um aller fremden ,annehmlichkeiten entbehren zu knnen8 ,freilich geht es dem ,la ,fontaine1 und allen seinen ,nachahmern1 wie meinem ,manne mit dem ,bogen#f2 der ,mann wollte1 da sein ,bogen mehr als glatt sei2 er lie ,zieraten darauf schnitzen2 und der ,knstler verstand sehr wohl1 was fr ,zieraten auf einen ,bogen gehrten2 er schnitzte eine ,jagd darauf3 nun will der ,mann den ,bogen versuchen1 und er zerbricht4 ,aber war das die ,schuld des ,knstlers8 ,wer hie den ,mann1 so wie zuvor1 damit zu schieen8 ,er htte den geschnitzten ,bogen nunmehr fein in seiner ,rstkammer aufhngen und seine ,augen daran weiden sollen6 ,mit einem solchen ,bogen schieen zu wollen6 --,freilich wrde nun auch ,plato1 der die ,dichter alle mitsamt ihrem ,homer aus seiner ,republik verbannte1 dem ,aesopus aber einen rhmlichen ,platz darin vergnnte1 freilich wrde auch er nunmehr zu dem ,aesopus1 so wie ihn ,la ,fontaine verkleidet hat1 sagen3 ,freund1 wir kennen einander nicht mehr6 ,geh auch du deinen ,gang6 ,aber1 was geht es uns an1 was so ein alter ,grillenfnger1 wie ,plato1 sagen wrde8-- ,fussnote #f3 ,s4 die erste ,fabel des dritten ,buchs4 ,vollkommen richtig6 ,unterdessen1 da ich so sehr billig bin1 hoffe ich1 da man es auch einigermaen gegen mich sein wird4 ,ich habe die erhabene ,absicht1 die ,welt mit meinen ,fabeln zu belustigen1 leider nicht gehabt2 ich hatte mein ,augenmerk nur immer auf diese oder jene ,sittenlehre1 die ich1 meistens zu meiner eigenen ,erbauung1 gern in besondern ,fllen bersehen wollte2 und zu diesem ,gebrauche glaubte ich meine ,erdichtungen nicht kurz1 nicht trocken genug aufschreiben zu knnen4 ,wenn ich aber itzt die ,welt gleich nicht belustige1 so knnte sie doch mit der ,zeit vielleicht durch mich belustiget werden4 ,man erzhlt ja die neuen ,fabeln des ,abstemius ebensowohl als die alten ,fabeln des ,aesopus in ,versen2 wer wei1 was meinen ,fabeln aufbehalten ist und ob man auch sie nicht einmal mit aller mglichen ,lustigkeit erzhlet1 wenn sie sich anders durch ihren innern ,wert eine ,zeitlang in dem ,andenken der ,welt erhalten8 ,in dieser ,betrachtung also1 bitte ich voritzo mit meiner ,prosa-- ,aber ich bilde mir ein1 da man mich meine ,bitte nicht einmal aussagen lt4 ,wenn ich mit der allzumuntern und leicht auf ,umwege fahrenden ,erzhlungsart des ,la ,fontaine nicht zufrieden war1 mute ich darum auf das andere ,extremum verfallen8 ,warum wandte ich mich nicht auf die ,mittelstrae des ,phaedrus und erzhlte in der zierlichen ,krze des ,rmers1 aber doch in ,versen8 ,denn prosaische ,fabeln2 wer wird die lesen wollen6--,diesen ,vorwurf werde ich ohnfehlbar zu hren bekommen4 ,was will ich im voraus darauf antworten8 ,zweierlei4 ,erstlich1 was man mir am leichtesten glauben wird3 ich fhlte mich zu unfhig1 jene zierliche ,krze in ,versen zu erreichen4 ,la ,fontaine1 der ebendas bei sich fhlte1 schob die ,schuld auf seine ,sprache4 ,ich habe von der meinigen eine zu gute ,meinung und glaube berhaupt1 da ein ,genie seiner angebornen ,sprache1 sie mag sein1 welche es will1 eine ,form erteilen kann1 welche er will4 ,fr ein ,genie sind die ,sprachen alle von einer ,natur2 und die ,schuld ist also einzig und allein meine4 ,ich habe die ,versifikation nie so in meiner ,gewalt gehabt1 da ich auf keine ,weise besorgen drfen1 das ,silbenma und der ,reim werde hier und da den ,meister ber mich spielen4 ,geschhe das1 so wre es ja um die ,krze getan und vielleicht noch um mehr wesentliche ,eigenschaften der guten ,fabel4 ,denn zweitens--,ich mu es nur gestehen2 ich hin mit dem ,phaedrus nicht so recht zufrieden4 ,de ,la ,motte hatte ihm weiter nichts vorzuwerfen1 als da er seine ,moral oft zu ,anfange der ,fabeln setze und da er uns manchmal eine allzu unbestimmte ,moral gebe1 die nicht deutlich genug aus der ,allegorie entspringe4 ,der erste ,vorwurf betrifft eine wahre ,kleinigkeit2 der zweite ist unendlich wichtiger1 und leider gegrndet4 ,doch ich will nicht fremde ,beschuldigungen rechtfertigen2 sondern meine eigne vorbringen4 ,sie luft dahinaus1 da ,phaedrus1 sooft er sich von der ,einfalt der griechischen ,fabeln auch nur einen ,schritt entfernt1 einen plumpen ,fehler begehet4 ,wieviel ,beweise will man8 ,z4 ,e4 ,fab4 #d4 ,libri ,i ,canis per flumen1 carnem dum ferret natans1 ,lympharum in speculo vidit simulacrum suum etc4 ,es ist unmglich2 wenn der ,hund durch den ,flu geschwommen ist1 so hat er das ,wasser um sich her notwendig so getrbt1 da er sein ,bildnis unmglich darin sehen knnen4 ,die griechischen ,fabeln sagen3 ,kuwn krea,v ecousa potamon diebaine2 das braucht weiter nichts zu heien1 als3 er ging ber den ,flu2 auf einem niedrigen ,steige mu man sich vorstellen4 ,aphthonius bestimmt diesen ,umstand noch behutsamer3 ,krea,v arpasasa ti,v kuwn par authn dihei thn oc,jhn2 der ,hund ging an dem ,ufer des ,flusses4 ,fab4 #e4 ,lib4 ,i ,vacca et capella1 et patiens ovis injuriae1 ,socii fuere cum leone in saltibus4 ,welch eine ,gesellschaft6 ,wie war es mglich1 da sich diese viere zu einem ,zwecke vereinigen konnten8 ,und zwar zur ,jagd6 ,diese ,ungereimtheit haben die ,kunstrichter schon fters angemerkt2 aber noch keiner hat zugleich anmerken wollen1 da sie von des ,phaedrus eigener ,erfindung ist4 ,im ,griechischen ist diese ,fabel zwischen dem ,lwen und dem wilden ,esel 7,onagro,v74 ,von dem wilden ,esel ist es bekannt1 da er ludert2 und folglich konnte er an der ,beute teilnehmen4 ,wie elend ist ferner die ,teilung bei dem ,phaedrus3 ,ego primam tollo1 nominor quia leo2 ,secundam1 quia sum fortis1 tribuetis mihi2 ,tum quia plus valeo1 me sequetur tertia2 ,male afficietur1 si quis quartam tetigerit4 ,wie vortrefflich hingegen ist sie im ,griechischen6 ,der ,lwe macht sogleich drei ,teile2 denn von jeder ,beute ward bei den ,alten ein ,teil fr den ,knig oder fr die ,schatzkammer des ,staats beiseite gelegt4 ,und dieses ,teil1 sagt der ,lwe1 gehret mir1 basileu,v gar eimi2 das zweite ,teil gehrt mir auch1 w,v ex isou koinwnwn1 nach dem ,rechte der gleichen ,teilung2 und das dritte ,teil kakon mega soi poihsei1 ei mh e,jelh,v jugein4 ,fab4 #aa4 ,lib4 ,i ,venari asello comite cum vellet leo1 ,contexit illum frutice1 et admonuit simul1 ,ut insueta voce terreret feras etc4 - - ,quae dum paventes exitus notos petunt1 ,leonis affliguntur horrendo impetu4 ,der ,lwe verbirgt den ,esel in das ,gestruche2 der ,esel schreiet2 die ,tiere erschrecken in ihren ,lagern1 und da sie durch die bekannten ,ausgnge davonfliehen wollen1 fallen sie dem ,lwen in die ,klauen4 ,wie ging das zu8 ,konnte jedes nur durch einen ,ausgang davonkommen8 ,warum mute es gleich den whlen1 an welchem der ,lwe lauerte8 ,oder konnte der ,lwe berall sein8--,wie vortrefflich fallen in der griechischen ,fabel alle diese ,schwierigkeiten weg6 ,der ,lwe und der ,esel kommen da vor eine ,hhle1 in der sich wilde ,ziegen aufhalten4 ,der ,lwe schickt den ,esel hinein2 der ,esel scheucht mit seiner frchterlichen ,stimme die wilden ,ziegen heraus1 und so knnen sie dem ,lwen1 der ihrer an dem ,eingange wartet1 nicht entgehen4 ,fab4 #i4 ,libr4 ,,iv ,peras imposuit ,jupiter nobis duas1 ,propriis repletam vitiis post tergum dedit1 ,alienis ante pectus suspendit gravem4 ,jupiter hat uns diese zwei ,scke aufgelegt8 ,er ist also selbst ,schuld1 da wir unsere eigene ,fehler nicht sehen und nur scharfsichtige ,tadler der ,fehler unsers ,nchsten sind8 ,wieviel fehlt dieser ,ungereimtheit zu einer frmlichen ,gotteslsterung8 ,die bessern ,griechen lassen durchgngig den ,jupiter hier aus dem ,spiele2 sie sagen schlechtweg3 ,an,jrwpo,v duo phra,v ekasto,v jerei2 oder3 duo phra,v exhmme,ja tou trachlou usw4 ,genug fr eine ,probe6 ,ich behalte mir vor1 meine ,beschuldigung an einem andern ,orte umstndlicher zu erweisen1 und vielleicht durch eine eigene ,ausgabe des ,phaedrus4 ,v4 ,von einem besondern ,nutzen der ,fabeln in den ,schulen ,ich will hier nicht von dem moralischen ,nutzen der ,fabeln reden2 er gehret in die allgemeine praktische ,philosophie3 und wrde ich mehr davon sagen knnen1 als ,wolf gesagt hat8 ,noch weniger will ich von dem geringem ,nutzen itzt sprechen1 den die alten ,rhetores in ihren ,vorbungen von den ,fabeln zogen1 indem sie ihren ,schlern aufgaben1 bald eine ,fabel durch alle casus obliquos zu verndern1 bald sie zu erweitern1 bald sie krzer zusammenzuziehen etc4 ,diese bung kann nicht anders als zum ,nachteil der ,fabel selbst vorgenommen werden2 und da jede kleine ,geschichte ebenso geschickt dazu ist1 so wei ich nicht1 warum man eben die ,fabel dazu mibrauchen mu1 die sich als ,fabel ganz gewi nur auf eine einzige ,art gut erzhlen lt4 ,den ,nutzen1 den ich itzt mehr berhren als umstndlich errtern will1 wrde man den heuristischen ,nutzen der ,fabeln nennen knnen4--,warum fehlt es in allen ,wissenschaften und ,knsten so sehr an ,erfindern und selbstdenkenden ,kpfen8 ,diese ,frage wird am besten durch eine andre ,frage beantwortet3 ,warum werden wir nicht besser erzogen8 ,gott gibt uns die ,seele1 aber das ,genie mssen wir durch die ,erziehung bekommen4 ,ein ,knabe1 dessen gesamte ,seelenkrfte man1 soviel als mglich1 bestndig in einerlei ,verhltnissen ausbildet und erweitert1 den man angewhnet1 alles1 was er tglich zu seinem kleinen ,wissen hinzulernt1 mit dem1 was er gestern bereits wute1 in der ,geschwindigkeit zu vergleichen und achtzuhaben1 ob er durch diese ,vergleichung nicht von selbst auf ,dinge kmmt1 die ihm noch nicht gesagt worden1 den man bestndig aus einer ,scienz in die andere hinbersehen lt1 den man lehret1 sich ebenso leicht von dem ,besondern zu dem ,allgemeinen zu erheben1 als von dem ,allgemeinen zu dem ,besondern sich wieder herabzulassen3 der ,knabe wird ein ,genie werden1 oder man kann nichts in der ,welt werden4 ,unter den bungen nun1 die diesem allgemeinen ,plane zufolge angestellet werden mten1 glaube ich1 wrde die ,erfindung aesopischer ,fabeln eine von denen sein1 die dem ,alter eines ,schlers am aller angemessensten wren3 nicht1 da ich damit suchte1 alle ,schler zu ,dichtern zu machen2 sondern weil es unleugbar ist1 da das ,mittel1 wodurch die ,fabeln erfunden worden1 gleich dasjenige ist1 das allen ,erfindern berhaupt das allergelufigste sein mu4 ,dieses ,mittel ist das ,principium der ,reduktion1 und es ist am besten1 den ,philosophen selbst davon zu hren3 ,videmus adeo1 quo artificio utantur fabularum inventores1 principio nimirum reductionis3 quod quemadmodum ad inveniendum in genere utilissimum1 ita ad fabulas inveniendas absolute necessarium est4 ,quoniam in arte inveniendi principium reductionis amplissimum sibi locum vindicat1 absque hoc principio autem nulla effingitur fabula2 nemo in dubium revocare poterit1 fabularum inventores inter inventores locum habere4 ,neque est quod inventores abjecte de fabularum inventoribus sentiant3 quod si enim fabula nomen suum tueri1 nec quicquam in eadem desiderari debet1 haud exiguae saepe artis est eam invenire1 ita ut in aliis veritatibus inveniendis excellentes hic vires suas deficere agnoscant1 ubi in rem praesentem veniunt4 ,fabulae aniles nugae sunt1 quae nihil veritatis continent1 et earum autores in nugatorum non inventorum veritatis numero sunt4 ,absit autem ut hisce aequipares inventores fabularum vel fabellarum1 cum quibus in praesente nobis negotium est1 et quas vel inviti in ,philosophiam practicam admittere tenemur1 nisi praxi officere velimus4 #a ,fussnote #a3 ,philosophiae practicae universales pars posterior #caj4 ,doch dieses ,principium der ,reduktion hat seine groen ,schwierigkeiten4 ,es erfordert eine weitluftige ,kenntnis des ,besondern und aller individuellen ,dingen1 auf welche die ,reduktion geschehen kann4 ,wie ist diese von jungen ,leuten zu verlangen8 ,man mte dem ,rate eines neuern ,schriftstellers folgen1 den ersten ,anfang ihres ,unterrichts mit der ,geschichte der ,natur zu machen und diese in der niedrigsten ,klasse allen ,vorlesungen zum ,grunde zu legen#b4 ,sie enthlt1 sagt er1 den ,samen aller brigen ,wissenschaften1 sogar die moralischen nicht ausgenommen4 ,und es ist kein ,zweifel1 er wird mit diesem ,samen der ,moral1 den er in der ,geschichte der ,natur gefunden zu haben glaubet1 nicht auf die bloen ,eigenschaften der ,tiere1 und anderer geringern ,geschpfe1 sondern auf die aesopischen ,fabeln1 welche auf diese ,eigenschaften gebauet werden1 gesehen haben4 ,fussnote #b3 ,briefe die neueste ,litteratur betreffend4 #a4 ,teil1 ,s4 #eh4 ,aber auch alsdenn noch1 wenn es dem ,schler an dieser weitluftigen ,kenntnis nicht mehr fehlte1 wrde man ihn die ,fabeln anfangs mssen mehr finden als erfinden lassen2 und die allmhlichen ,stufen von diesem ,finden zum ,erfinden1 die sind es eigentlich1 was ich durch verschiedene ,versuche meines zweiten ,buchs habe zeigen wollen4 ,ein gewisser ,kunstrichter sagt3 ,man darf nur im ,holz und im ,feld1 insonderheit aber auf der ,jagd1 auf alles ,betragen der zahmen und der wilden ,tiere aufmerksam sein und1 sooft etwas ,sonderbares und ,merkwrdiges zum ,vorschein kmmt1 sich selber in den ,gedanken fragen1 ob es nicht eine hnlichkeit mit einem gewissen ,charakter der menschlichen ,sitten habe und in diesem ,falle in eine symbolische ,fabel ausgebildet werden knne4#c ,die ,mhe1 mit seinem ,schler auf die ,jagd zu gehen1 kann sich der ,lehrer ersparen1 wenn er in die alten ,fabeln selbst eine ,art von ,jagd zu legen wei1 indem er die ,geschichte derselben bald eher abbricht1 bald weiter fortfhrt1 bald diesen oder jenen ,umstand derselben so verndert1 da sich eine andere ,moral darin erkennen lt4 ,fussnote #c3 ,critische ,vorrede zu ,m4 v4 ,k4 neuen ,fabeln4 ,z4 ,e4 die bekannte ,fabel von dem ,lwen und ,esel fngt sich an3 ,lewn kai ono,v1 koinwnian ,jemenoi1 exhl,jon epi ,jhran--,hier bleibt der ,lehrer stehen4 ,der ,esel in ,gesellschaft des ,lwen8 ,wie stolz wird der ,esel auf diese ,gesellschaft gewesen sein6 7,man sehe die achte ,fabel meines zweiten ,buchs47 ,der ,lwe in ,gesellschaft des ,esels8 ,und hatte sich denn der ,lwe dieser ,gesellschaft nicht zu schmen8 7,man sehe die siebente47 ,und so sind zwei ,fabeln entstanden1 indem man mit der ,geschichte der alten ,fabel einen kleinen ,ausweg genommen1 der auch zu einem ,ziele1 aber zu einem andern ,ziele fhret1 als ,aesopus sich dabei gesteckt hatte4 ,oder man verfolgt die ,geschichte einen ,schritt weiter3 ,die ,fabel von der ,krhe1 die sich mit den ausgefallenen ,federn andrer ,vgel geschmckt hatte1 schliet sich3 kai o koloio,v hn palin koloio,v4 ,vielleicht war sie nun auch etwas ,schlechters1 als sie vorher gewesen war4 ,vielleicht hatte man ihr auch ihre eigene glnzenden ,schwingfedern mit ausgerissen1 weil man sie gleichfalls fr fremde ,federn gehalten8 ,so geht es dem ,plagiarius4 ,man ertappt ihn hier1 man ertappt ihn da2 und endlich glaubt man1 da er auch das1 was wirklich sein eigen ist1 gestohlen habe4 7,s4 die sechste ,fabel meines zweiten ,buchs47 ,oder man verndert einzelne ,umstnde in der ,fabel4 ,wie1 wenn das ,stcke ,fleisch1 welches der ,fuchs dem ,raben aus dem ,schnabel schmeichelte1 vergiftet gewesen wre8 7,s4 die funfzehnte7 ,wie1 wenn der ,mann die erfrorne ,schlange nicht aus ,barmherzigkeit1 sondern aus ,begierde1 ihre schne ,haut zu haben1 aufgehoben und in den ,busen gesteckt htte8 ,htte sich der ,mann auch alsdenn noch ber den ,undank der ,schlange beklagen knnen8 7,s4 die dritte ,fabel47 ,oder man nimmt auch den merkwrdigsten ,umstand aus der ,fabel heraus und bauet auf denselben eine ganz neue ,fabel4 ,dem ,wolfe ist ein ,bein in dem ,schlunde steckengeblieben4 ,in der kurzen ,zeit1 da er sich daran wrgte1 hatten die ,schafe also vor ihm ,friede4 ,aber durfte sich der ,wolf die gezwungene ,enthaltung als eine gute ,tat anrechnen8 7,s4 die vierte ,fabel47 ,herkules wird in den ,himmel aufgenommen und unterlt1 dem ,plutus seine ,verehrung zu bezeigen4 ,sollte er sie wohl auch seiner ,todfeindin1 der ,juno1 zu bezeigen unterlassen haben8 ,oder wrde es dem ,herkules anstndiger gewesen sein1 ihr fr ihre ,verfolgungen zu danken8 7,s4 die zweite ,fabel47 ,oder man sucht eine edlere ,moral in die ,fabel zu legen2 denn es gibt unter den griechischen ,fabeln verschiedene1 die eine sehr nichtswrdige haben4 ,die ,esel bitten den ,jupiter1 ihr ,leben minder elend sein zu lassen4 ,jupiter antwortet3 tote autou,v apallaghses,jai th,v kakopa,jeia,v1 otan ourounte,v poihswsi potamon4 ,welch eine unanstndige ,antwort fr eine ,gottheit6 ,ich schmeichle mir1 da ich den ,jupiter wrdiger antworten lassen und berhaupt eine schnere ,fabel daraus gemacht habe4 7,s4 die zehnte ,fabel47 --,ich breche ab6 ,denn ich kann mich unmglich zwingen1 einen ,kommentar ber meine eigene ,versuche zu schreiben4 ,ende dieses ,projekt ,gutenberg ,etextes ,abhandlungen ber die ,fabel1 von ,gotthold ,ephraim ,lessing4