,,komik ,,und ,,humor ,,eine ,,psychologisch-,,sthetische ,,untersuchung ,,von ,,theodor ,,lipps ,vorwort ,vor jetzt zehn ,jahren habe ich in den ,philosophischen ,monatsheften eine ,reihe von ,aufstzen ber die ,psychologie der ,komik zu verffentlichen begonnen4 ,teils eigenes ,bedrfnis1 teils der ,wunsch anderer1 hat mich zu einer ,umarbeitung und ,erweiterung dieser ,aufstze veranlasst4 ,daraus ist schliesslich dies ,buch geworden4 ,ich bezeichne den ,inhalt desselben als psychologisch-sthetische ,untersuchung4 ,dabei knnte das psychologisch berflssig erscheinen4 ,eine sthetische ,untersuchung ist immer psychologisch4 ,aber ich wollte mit diesem ,ausdruck andeuten1 dass es mir vor allem ankam auf die psychologische ,analyse meines ,gegenstandes1 auf die breite psychologische ,fundamentierung des ,problems1 auf die ,einfgung desselben in den ,zusammenhang mit angrenzenden1 verwandten und allgemeineren psychologischen und sthetischen ,problemen4 ,darber trat ein anderes ,interesse zurck4 ,ich habe darauf verzichtet1 den ,humor oder die knstlerische ,verwendung des ,komischen weiter1 als es die ,natur der ,sache erforderte1 in die verschiedenen ,kunstgattungen und ,kunstrichtungen hinein zu verfolgen1 oder gar bestimmte humoristische ,kunstwerke im einzelnen zu analysieren4 ,es gengte mir1 die verschiedenen ,mglichkeiten1 die ,arten1 ,daseinsweisen und ,stufen der ,komik und des ,humors allgemein aufgezeigt und in ihrer ,wirkung verstndlich gemacht zu haben4 ,jene mehr kunst- und litterarhistorische ,aufgabe mchte ich gerne anderen1 womglich solchen1 die dazu geschickter sind1 berlassen4 ,ich hoffe aber freilich1 dass fr solche ,arbeit das in diesem ,buche ,gebotene als die geeignete ,grundlage erscheinen wird4 ,ich gedenke noch mit besonderem ,danke der ,anregung1 die ich bei ,abfassung dieses ,buches aus einem die ,komik betreffenden ,aufsatze ,heymans' in der ,zeitschrift fr ,psychologie habe schpfen knnen4 ,starnberg1 ,mai #ahih4 ,th4 ,l4 ,,inhalt4 ,i4 ,,abschnitt4 ,,theorien ,,der ,,komik4 ,i4 ,kapitel4 ,theorie des ,gefhlswettstreites4 ,heckers ,theorie4 ,komik1 ,lust und ,unlust4--,gefhl und ,gefhlswettstreit4--,gefhl der ,tragik und der ,komik4--,gefhlskontrast4--,der ,wechsel der ,gefhle4--,schadenfreude und gesteigertes ,selbstgefhl4 ,,ii4 ,kapitel4 ,die ,komik und das ,gefhl der berlegenheit4 ,hobbes' und ,groos' ,theorie4--,gefhl und ,grund des ,gefhls4--,allerlei sthetische ,theorien4--,die ,komik des ,objektes und meine berlegenheit4--berlegenheit und ,erleuchtung4--,das ,wesen der berlegenheit4--,zieglers ,theorie4 ,,iii4 ,kapitel4 ,komik und ,vorstellungskontrast4 ,krpelins intellektueller ,kontrast4--,wundts ,theorie4--,verwandte ,theorien4 ,,ii4 ,,abschnitt4 ,,die ,,gattungen ,,des ,,komischen4 ,,iv4 ,kapitel4 ,die objektive ,komik4 ,kontrast des ,grossen und des ,kleinen4--,nachahmung und ,karikatur4--,situationskomik4--,die ,erwartung4--,die ,komik als ,grsse und ,kleinheit ,desselben4 ,v4 ,kapitel4 ,objektive ,komik4 ,ergnzungen4 ,das komische ,leihen4--,selbstgefhl in statu nascendi4 ,komik und ,lachen4 --,komik des ,neuen4--,komische ,unterbrechung4--,positive ,bedeutung der ,neuheit4--,verblffung und ,verstndnis4 ,,vi4 ,kapitel4 ,die subjektive ,komik oder der ,witz4 ,abgrenzung der subjektiven ,komik4--,verschiedene ,theorien4--,begriffsbestimmung und verschiedene ,flle4--,witzige ,handlungen4--,verwandte ,theorien4--,verblffung und ,erleuchtung beim ,witz4 ,,vii4 ,kapitel4 ,das ,naiv-,komische4 ,die ,theorien4--,die drei ,arten der ,komik4--,mglichkeiten des ,naiv-,komischen4--,kombination der drei ,arten der ,komik4--,verblffung und ,erleuchtung beim ,naiv-,komischen4 ,,iii4 ,,abschnitt4 ,,psychologie ,,der ,,komik4 ,,viii4 ,kapitel4 ,das ,gefhl der ,komik und seine ,voraussetzung4 ,komik als wechselndes oder gemischtes ,gefhl4--,die ,grundfarbe des ,gefhls der ,komik4--,psychische ,kraft und ihre ,begrenztheit4--,genaueres ber die psychische ,kraft4--,aufmerksamkeit4 ,psychische ,energie4--,die besonderen ,bedingungen der ,komik4 ,,ix4 ,kapitel4 ,das ,gefhl der ,komik4 ,gesetz des ,lustgefhls4--,qualitative bereinstimmung als ,grund der ,lust4--,quantitative ,verhltnisse4--,gefhl der ,grsse4--,grsse und ,unlust4--,gefhl des ,heiteren4--,das berraschend ,grosse4--,das berraschend ,kleine4 ,die ,komik4 ,x4 ,kapitel4 ,das ,ganze des komischen ,affektes4 ,umfang und ,erneuerung der komischen ,vorstellungsbewegung4--,rcklufige ,wirkung der psychischen ,stauung4--,hin- und ,hergehen der komischen ,vorstellungsbewegung4--,das ,ende der komischen ,vorstellungsbewegung4--,einzigartigkeit des komischen ,prozesses4 ,,xi4 ,kapitel4 ,lust- und ,unlustfrbung der ,komik4 ,primre ,momente der ,lust- und ,unlust4--,qualitative bereinstimmung und quantitativer ,kontrast4--,ausserkomische ,gefhlsmomente4--,besonderheit der naiven ,komik4 ,,iv4 ,,abschnitt4 ,,die ,,unterarten ,,des ,,komischen ,,xii4 ,kapitel4 ,die ,unterarten der objektiven und naiven ,komik4 ,stufen der objektiven ,komik4--,situations- und ,charakterkomik4--,natrliche und gewollte ,komik4--,possenhafte1 burleske1 groteske ,komik4 ,,xiii4 ,kapitel4 ,die ,unterarten der subjektiven ,komik4 ,allgemeines4--,der ,wort- oder ,begriffswitz4--,die witzige ,begriffsbeziehung4--,das witzige ,urteil4--,die witzige ,urteilsbeziehung4--,der witzige ,schluss4 ,v4 ,,abschnitt4 ,,der ,,humor4 ,,xiv4 ,kapitel4 ,komik und sthetischer ,wert4 ,allgemeines ber sthetischen ,wert4--,erkenntniswert und sthetischer ,wert4--,verstndnis des ,kunstwerkes4--,kunstwert4--,die ,komik als ,spiel4--,arten von ,gegenstnden des ,gefhls berhaupt4--,der ,wert der ,komik kein sthetischer ,wert4 ,,xv4 ,kapitel4 ,die ,tragik als ,gegenstck des ,humors4 ,die ,tragik als ,spiel4--,tragik und sthetische ,sympathie4--,volkelts aussersthetische ,begrndung der ,tragik4--,das ,specifische des tragischen ,genusses4--,weitere sthetische ,wirkungen des ,konfliktes4--sthetische ,bedeutung des ,bsen4 ,,xvi4 ,kapitel4 ,das ,wesen des ,humors4 ,lazarus' ,theorie4--,naivitt und ,humor4--,humor und psychische ,stauung4 ,,xvii4 ,kapitel4 ,arten des ,humors4 ,die ,daseinsweisen des ,humors4--,humor der ,darstellung4--,stufen des ,humors4--,unterarten des ,humors4--,die humoristische ,darstellung und der ,witz4 ,,xviii4 ,kapitel4 ,der objektive ,humor4 ,unentzweiter ,humor4--,satirischer ,humor4--,ironischer ,humor4 ,i4 ,,abschnitt4 ,,theorien ,,der ,,komik4 ,die ,psychologie der ,komik kann ihre ,aufgabe auf doppeltem ,wege zu lsen versuchen4 ,komisch heissen ,gegenstnde1 ,vorgnge1 ,aussagen1 ,handlungen1 weil sie ein eigenartiges ,gefhl1 nmlich eben das ,gefhl der ,komik in uns erwecken4 ,das ,wort komisch will1 allgemein gesagt1 zunchst nicht wie das ,wort blau eine ,eigenschaft bezeichnen1 die an einem ,gegenstnde angetroffen wird1 sondern die ,wirkung angeben1 die der ,gegenstand auf unser ,gemt ausbt4 ,freilich muss dieser ,wirkung irgendwelche ,beschaffenheit des ,gegenstandes zu ,grunde liegen4 ,insofern dies der ,fall ist1 heisst dann auch die ,beschaffenheit selbst oder der ,trger derselben komisch4 ,darnach scheint der naturgemsseste ,weg zur ,bestimmung des ,wesens der ,komik1 dass man erst jene ,wirkung feststellt1 also das ,gefhl der ,komik in seiner ,eigentmlichkeit zu begreifen sucht1 um dann zuzusehen1 welche ,besonderheiten der ,gegenstnde diese ,wirkung nach psychologischen ,gesetzen ergehen knnen1 bezw4 wie sie dieselbe ergeben knnen4 ,daran msste sich natrlich die ,probe auf das ,exempel anschliessen1 d4 h4 es msste festgestellt werden1 inwiefern die thatschlich gegebenen ,arten des ,komischen diese ,besonderheiten an sich tragen4 ,andererseits hindert doch nichts1 auch in anderer ,weise die ,untersuchung zu beginnen4 ,das ,gefhl der ,komik ist ein so eigenartiges1 dass wir im gegebenen ,falle kaum zweifeln knnen1 ob wir einen ,gegenstand1 ein ,verhalten1 ein ,ereignis1 eine ,gebrde1 ,rede1 ,handlung unter die komischen zu rechnen haben4 ,darauf beruht die ,mglichkeit1 zunchst von diesen ,gegenstnden auszugehen4 ,wir fassen dieselben ins ,auge1 analysieren sie1 vergleichen die verschiedenartigen ,flle1 variieren die ,bedingungen1 und gelangen so zu den ,momenten1 auf denen die ,wirkung beruhen muss4 ,auch hier ist dann eine ,probe erforderlich4 ,wir mssen uns berzeugen1 ob diese ,momente auch nach allgemeinen psychologischen ,gesetzen die komische ,wirkung hervorbringen knnen1 bezw4 wiefern sie dazu fhig sind4 ,darin ist dann die ,analyse des ,gefhls der ,komik schon eingeschlossen4 ,diese beiden ,wege unterscheiden sich nicht hinsichtlich dessen1 was zu leisten ist1 sondern lediglich hinsichtlich des ,ausgangspunktes4 ,offenbar hat aber der zweite ,weg insofern einen ,vorzug1 als man dabei von vornherein in den ,gegenstnden der ,komik einen sicheren ,halt hat4 ,im brigen wird individuelle ,neigung und ,befhigung die ,wahl des ,wegs bestimmen1 oder zum ,mindesten darber entscheiden1 ob die eine oder die andere ,weise der ,untersuchung vorherrscht4 ,i4 ,,kapitel4 ,,theorie ,,des ,,gef,,hlswettstreites4 ,,heckers ,,theorie4 ,,komik1 ,,lust ,,und ,,unlust4 ,achten wir auf die ,geschichte der ,psychologie und sthetik des ,komischen in unseren ,tagen1 so sehen wir den ersten jener beiden ,wege am entschiedensten eingeschlagen von ,hecker in seiner ,physiologie und ,psychologie des ,lachens und des ,komischen1 ,berlin #ahgc4 ,dagegen tritt die andere ,weise deutlicher hervor bei ,krpelin1 dem ,verfasser des ,aufsatzes ,zur ,psychologie der ,komik im zweiten ,bande von ,wundts ,philosophischen ,studien4 ,hiermit habe ich zugleich diejenigen ,arbeiten bezeichnet1 die bisher--abgesehen von den ,aufstzen1 als deren ,umarbeitung und ,erweiterung diese ,schrift sich darstellt--1 mit der ,psychologie der ,komik am eingehendsten sich befasst haben4 ,wie leicht der ,versuch1 das ,gefhl der ,komik in seiner ,eigenart zu begreifen1 ohne dass man von vornherein an den ,gegenstnden der ,komik einen festen ,halt sucht1 in die ,irre fhren kann1 zeigt ,hecker deutlich4 ,er meint das ,gefhl der ,komik zu analysieren4 ,statt dessen dekretiert er es4 ,fr ,hecker ist das ,gefhl der ,komik ein beschleunigter ,wettstreit der ,gefhle d4 h4 ein schnelles ,hin- und ,herschwanken zwischen ,lust und ,unlust4 ,von einem ,punkte aus sehen wir pltzlich und gleichzeitig zwei verschiedene unvereinbare ,gefhlsqualitten 7,lust und ,unlust7 in uns erzeugt werden4 ,dass sie von einem ,punkte aus und darum gleichzeitig erzeugt werden und doch unvereinbar sind1 dies bedingt nach ,hecker den ,wettstreit4 ,in diesem ,wettstreit wrde die schwchere der beiden ,qualitten unterdrckt werden1 wenn eine erhebliche ,verschiedenheit der ,gefhle hinsichtlich ihrer ,strke bestnde4 ,eine solche besteht aber nach ,hecker nicht4 ,die kontrren ,gefhle sind von annhernd gleicher ,strke4 ,daraus ergiebt sich die ,notwendigkeit des ,hin- und ,hergehens4 ,dasselbe wird zum schnellen ,hin- und ,hergehen1 zum beschleunigten ,wettstreit in diesem ,sinne1 wegen der ,pltzlichkeit der ,wirkung4 ,das ,gefhl der ,lust1 das ursprnglich dem der ,unlust nur die ,wage hielt1 erscheint in diesem pltzlich erzeugten ,wettstreit durch ,kontrast gehoben1 so dass in der schliesslichen ,gesamtwirkung die ,lust berwiegt4 ,den ,inhalt dieser ,erklrung sucht ,hecker zu sttzen1 indem er auf das ,phnomen des ,glanzes verweist4 ,wenn dem einen ,auge eine schwarze1 dem andern an derselben ,stelle des gemeinsamen ,sehfeldes eine weisse ,flche dargeboten wird1 so ergiebt sich unter ,umstnden das ,gesamtbild einer glnzenden schwrzlichen ,flche4 ,die beiden monokularen ,bilder knnen1 so wie sie sind1 nicht an derselben ,raumstelle gleichzeitig gesehen werden4 ,sie knnen wegen der ,selbstndigkeit1 welche sie besitzen1 auch nicht einfach zu einem ,mittleren1 also zum ,bilde einer grauen ,flche verschmelzen4 ,sind keine ,bedingungen vorhanden1 welche das eine der ,bilder vor dem andern bevorzugt sein lassen1 so fehlt endlich auch die ,mglichkeit1 dass das eine durch das andere auf lngere ,zeit verdrngt werde4 ,so bleibt nach ,hecker nur brig1 dass die ,wahrnehmung zwischen beiden mit grosser ,schnelligkeit hin- und herzittert2 und dies ,hin- und ,herzittern1 meint ,hecker1 sei der ,glanz4 ,in gleicher ,weise nun sollen auch annhernd gleich starke ,gefhle der ,lust und ,unlust1 die gleichzeitig gegeben sind1 nicht nebeneinander bestehen1 noch zu einem mittleren ,gefhle verschmelzen knnen1 sondern zu schnellem ,wechsel gentigt sein4 ,und in diesem ,wechsel soll das ,gefhl der ,komik bestehen4 ,scharfsinnig ausgedacht mag diese ,theorie erscheinen4 ,schade nur1 dass sie gar keinen ,boden unter den ,fssen hat4 ,dem ,physiologen ,hecker erscheint die ,analogie zwischen ,gefhl der ,komik und ,wahrnehmung des ,glanzes als eine vollstndige4 ,ich sehe in ,heckers ,meinung nur ein ,beispiel dafr1 wie leicht es demjenigen1 der mit der ,eigenart eines ,gebietes wenig vertraut ist1 begegnet1 dass er ,erscheinungen1 die diesem ,gebiete angehren1 mit ,erscheinungen von vllig heterogener ,natur in ,analogie setzt und aus dieser ,analogie zu erklren meint4 ,dass auch ,heckers ,erklrung des ,glanzes keineswegs einwandfrei ist1 soll dabei nicht besonders betont werden4 ,thatschlich ist freilich auch nach ,heckers ,darstellung die ,analogie zwischen ,glanz und ,komik keine vollstndige4 ,der beschleunigte ,wettstreit wird beim ,glnze einfach daraus abgeleitet1 dass die entgegengesetzten ,qualitten sich die ,wage halten1 whrend beim ,gefhl der ,komik das pltzliche ,auftreten des ,kontrastes als wesentlich erscheint4 ,aber davon wollen wir absehen4 ,wichtiger ist1 dass die ,grundvoraussetzung der ganzen ,theorie irrig ist4 ,das ,gefhl der ,komik gehrt der ,linie zwischen reiner ,lust und reiner ,unlust an4 ,aber es erfllt in seinen mglichen ,abstufungen die ganze ,linie1 so dass es stetig einerseits in reine ,lust1 andererseits in reine ,unlust bergeht4 ,wenn jemand eine anerkannte ,wahrheit in witziger ,form ausspricht1 so spielend und doch so unmittelbar einleuchtend1 wie es der gute ,witz zu thun pflegt2 wenn durch einen solchen ,witz niemand verletzt oder abgefertigt wird2 dann ist das ,gefhl der ,komik1 das sich daran heftet1 zwar durchaus eigenartig1 hinsichtlich seines ,verhltnisses zu ,lust und ,unlust aber mit den reinsten ,lustgefhlen1 die uns beschieden sind1 vergleichbar4 ,wenn andererseits ein ,mann sich wie ein ,kind betrgt1 jemand1 der wichtige ,verpflichtungen mit viel ,selbstbewutsein bernommen hat1 im letzten ,momente sich feige zurckzieht1 so kann ein ,gefhl der ,komik entstehen1 das von reiner ,unlust sich beliebig wenig unterscheidet4 ,auch hier darf freilich das ,moment der ,erheiterung nicht fehlen1 wenn wir das ,gebahren noch komisch oder lcherlich nennen sollen4 ,aber eine bestimmte ,strke desselben ist dazu nicht erforderlich4 ,denken wir uns dies ,moment schwcher und schwcher1 so geht das ,lcherliche nicht sprungweise1 sondern allmhlich in das ,verchtliche oder ,erbrmliche ber4 ,das ,gleiche gilt von dem ,hohnlachen1 mit dem der ,verbrecher1 der am ,ende seiner nichtswrdigen ,laufbahn angekommen ist und alle seine ,plne hat scheitern sehen1 sich gegen sich selbst und seine ,vergangenheit wendet4 ,auch hierin steckt noch jenes ,moment der ,erheiterung4 ,zunchst aber spricht aus diesem verzweiflungsvollen ,lachen eben das ,gefhl der ,verzweiflung1 also des hchsten seelischen ,schmerzes4 ,und dieser ,schmerz kann sich steigern und die ,fhigkeit sich darber zu erheben und der ,sache eine heitere ,seite abzugewinnen1 sich mindern4 ,so lange dies letztere ,moment nicht vllig verschwindet1 ist der ,verbrecher sich selbst lcherlich1 also ,gegenstand einer1 wenn auch noch so schmerzlichen ,komik4 ,,gef,,hl ,,und ,,gef,,hlsswettstreit4 ,das ,gefhl der ,komik1 das steht uns fest1 ist nicht durch ein bestimmtes quantitatives ,verhltnis von ,lust und ,unlust gekennzeichnet4 ,darber htte ,hecker schon der einfache ,sprachgebrauch belehren knnen1 der ein ,lachen bald als lustig1 frhlich1 herzlich1 bald als rgerlich1 schmerzlich1 bitter bezeichnet4 ,es knnen aber auch umgekehrt ,lust und ,unlust1 die aus einem ,punkte erzeugt sind1 recht wohl sich annhernd die ,wage halten1 ohne dass doch1 sei es das ,gefhl der ,komik1 sei es der ,wettstreit entsteht1 der nach ,hecker die ,komik machen soll4 ,lust und ,unlust sollen nicht nebeneinander bestehen und sich zu einem ,gesamtgefhl vereinigen knnen4 ,und warum nicht8 ,wegen der ,analogie des ,glanzes8 ,aber diese ,analogie wird ,lust und ,unlust schwerlich verhindern1 ihren eigenen ,gesetzen zu gehorchen4 ,sagen wir es kurz3 ,der ganze ,hecker'sche ,wettstreit der ,gefhle ist ein psychologisches ,unding4 ,es giebt in uns gar keine ,gefhle1 die mit einander in ,wettstreit geraten knnten1 sondern von vornherein immer nur ein ,gefhl1 genauer3 eine so oder so beschaffene ,weise1 wie uns zu ,mute ist1 oder wie wir uns fhlen4 ,fhlen heisst sich fhlen4 ,alles ,gefhl ist ,selbstgefhl4 ,dies ist eben das ,besondere des ,gefhls im ,gegensatz zur ,empfindung1 die jederzeit ,empfindung von ,etwas1 d4 h4 ,empfindung eines von mir unterschiedenen ,objektes ist4 ,ich fhle mich lust- oder unlustgestimmt1 ernst oder heiter1 strebend oder widerstrebend4 ,so gewiss nun ich in meinem ,selbstgefhl mir nicht als eine ,mehrheit erscheine1 so gewiss giebt es fr mich nicht in einem und demselben ,momente nebeneinander mehrere ,gefhle4 ,dies hindert nicht1 dass ich an dem ,gefhl oder ,selbstgefhl eines ,momentes mehrere ,seiten unterscheide1 so etwa1 wie ich auch an einem ,klange1 diesem einfachen ,inhalte meines ,bewusstseins1 verschiedene ,seiten1 nmlich die ,hhe1 die ,lautheit und die ,klangfarbe unterscheide4 ,aber diese verschiedenen ,seiten sind eben doch nur verschiedene ,seiten eines und desselben an sich ,einfachen4 ,ich fhle mich etwa in einem ,momente lustgestimmt4 ,in der ,lust aber liegt zugleich ein gewisser ,ernst4 ,andererseits ist damit ein ,streben oder ,sehnen verbunden4 ,dann habe ich doch nicht drei ,gefhle1 so wenig ich drei ,tne hre1 wenn mein ,ohr eine ,tonhhe und mit ihr verbunden eine bestimmte ,lautheit und eine bestimmte ,klangfarbe vernimmt4 ,sondern ich fhle ,lust1 aber die ,lust ist nicht ,lust berhaupt1 sondern ,lust von eigentmlich ernster ,art4 ,und wiederum ist diese ernste ,lust nicht ernste ,lust berhaupt1 sondern zugleich ,lust mit einem ,charakter des ,sehnens4 ,oder umgekehrt gesagt1 das ,sehnen oder ,streben ist ein lustgestimmtes und ernstes4 ,dem entspricht auch der eigentliche psychologische ,sinn der ,lust4 ,in dem einen ,gefhl giebt sich mir jedesmal der ,gesamtzustand meines psychischen ,lebens1 der immer nur einer sein kann1 in gewisser ,art unmittelbar kund4 ,oder genauer gesagt3 ,es giebt sich mir darin eben die--freie oder gehemmte--,weise kund1 wie sich die mannigfachen ,vorgnge und ,regungen in mir zu einem psychischen ,gesamtzustande vereinigen4 ,nichts ist unrichtiger als die ,vorstellung1 dass jemals ein ,gefhl1 so wie ,gefhle in uns thatschlich vorzukommen pflegen1 an einer einzelnen ,empfindung oder ,vorstellung oder auch an einem einzelnen ,komplex von solchen1 hafte4 ,nichts ist unzutreffender als die ,lehre vom ,gefhlston einer ,empfindung oder ,vorstellung1 wenn damit eine solche ,meinung sich verbindet4 ,dies schliesst nicht aus1 dass dennoch ein ,gefhl an bestimmten einzelnen ,empfindungsinhalten oder ,komplexen von solchen in gewissem ,sinne haften knne und als an ihnen haftend sich uns darstelle4 ,wir mssen nur wissen1 was wir damit meinen und einzig meinen knnen4 ,in dem gesamten psychischen ,leben eines ,momentes sind nicht alle ,elemente psychisch gleichwertig4 ,sondern die einen treten beherrschend hervor1 die anderen treten zurck4 ,und es treten in aufeinanderfolgenden ,momenten bald diese bald jene ,elemente hervor oder zurck4 ,damit ndert sich auch das ,gefhl4 ,es gewinnt jetzt diesen1 jetzt jenen ,charakter4 ,es wandelt sich etwa1 indem ein bestimmter psychischer ,inhalt1 eine bestimmte ,empfindung oder ,vorstellung1 hervortritt1 ein ,gefhl1 das ,lustcharakter besass1 in ein unlustgefrbtes1 und diese ,frbung wird immer deutlicher1 jemehr jener bestimmte ,inhalt hervortritt4 ,dann kann ich sagen1 es hafte diese ,unlustfrbung meines ,gefhles1 oder auch3 es hafte ein ,gefhl der ,unlust an diesem ,inhalte4 ,das einheitliche oder einfache ,gesamtgefhl bleibt dann doch durch den psychischen ,gesamtzustand bedingt4 ,nur ist zugleich eben dieser psychische ,gesamtzustand vorzugsweise durch jenen bestimmten1 in ihm hervorstrebenden ,inhalt bedingt4 ,darnach giebt es auch keinen ,wettstreit der ,gefhle4 ,man muss in ,wahrheit etwas anderes meinen1 wenn man diesen ,ausdruck gebraucht4 ,und was man einzig meinen kann1 das ist der ,wettstreit der ,vorstellungen1 an denen verschiedene ,gefhle im oben bezeichneten ,sinne des ,wortes haften4 ,ein solcher ,vorstellungswettstreit besteht ja thatschlich4 ,es geschieht nicht nur1 wie oben gesagt1 dass ,vorstellungen hervortreten1 andere zurcktreten1 sondern das ,hervortreten einer ,vorstellung bedingt das ,zurcktreten anderer4 ,und damit vollzieht sich zugleich1 wie gleichfalls bereits bemerkt1 ein ,wechsel der ,gefhle1 genauer ein ,wechsel in der ,frbung des ,gefhls4 ,nehmen wir aber jetzt versuchsweise an1 auch ,hecker wolle eigentlich von einem ,wettstreit der ,vorstellungen reden4 ,dann erscheint doch der ,irrtum1 in dem ,hecker sich befindet1 nicht geringer4 ,nach ,hecker mssten ,vorstellungen1 die von einem ,punkte aus1 also gleichzeitig erzeugt werden1 in ,wettstreit geraten1 also sich wechselseitig verdrngen1 wenn oder weil sie eine entgegengesetzte ,frbung des ,gefhles bedingen4 ,aber dies trifft nicht zu4 ,der ,vorstellungswettstreit hat an sich mit dem ,gegensatz der ,gefhle gar nichts zu thun4 ,vorstellungen geraten in ,wettstreit einmal1 weil sie einander fremd sind1 d4 h4 in keinem ,zusammenhang miteinander stehen2 zum anderen1 zugleich in anderer ,weise1 weil sie miteinander unvertrglich sind1 also sich wechselseitig ausschliessen4 ,vorstellungen nun1 die von einem ,punkte aus erzeugt sind1 knnen1 eben weil sie von einem ,punkte aus erzeugt sind1 einander niemals vllig fremd sein4 ,sie sind es um so weniger1 je mehr sie von einem ,punkte aus erzeugt sind4 ,und ob ,vorstellungen sich ausschliessen oder nicht1 dies hngt keineswegs von den an ihnen haftenden ,gefhlen ab4 ,die ,vorstellungen1 dass ein ,objekt jetzt hier1 und dass dasselbe ,objekt jetzt dort sich befinde1 schliessen sich aus4 ,dies heisst doch nicht1 dass die eine ,vorstellung von ,lust1 die andere von ,unlust begleitet sei4 ,und umgekehrt3 ,die ,vorstellung1 dass ein ,objekt eine schne ,form und zugleich eine hssliche ,farbe habe1 vertragen sich vortrefflich miteinander1 obgleich die schne ,form ,gegenstand der ,lust1 die hssliche ,farbe ,gegenstand der ,unlust ist4 ,geraten aber ,vorstellungen1 die von einem ,punkte aus erzeugt und einerseits von ,lust1 andererseits von ,unlust begleitet sind1 nicht miteinander in ,wettstreit1 so ist auch kein ,grund zum ,wechsel des ,gefhles4 ,sondern es entsteht ein einziges in sich gleichartiges ,gefhl1 in dem beide zu ihrem ,rechte kommen4 ,,gef,,hl ,,der ,,tragik ,,und ,,der ,,komik4 ,hierfr giebt es allerlei ,beispiele1 auf die ,hecker htte aufmerksam werden mssen4 ,psychologie ist doch nicht ein ,feld fr blinde ,spekulationen1 sondern fr die ,feststellung von ,erfahrungsthatsachen1 und fr sichere ,schlsse aus solchen4 ,nicht auf die ganze ,mannigfaltigkeit der hier in ,betracht kommenden ,thatsachen1 sondern zunchst nur auf eine einzige will ich hier hinweisen4 ,ich meine die ,tragik und das ,gefhl der ,tragik4 ,eine ,persnlichkeit leide1 sei dem ,untergange geweiht1 gehe schliesslich thatschlich unter4 ,aber in allem dem bewhre sich eine grosse ,natur1 irgend welche ,strke und ,tiefe des ,gemtes4 ,hier werden1 wenn irgendwo1 von einem ,punkte aus gleichzeitig ,lust und ,unlust erzeugt4 ,der fragliche ,punkt ist das ,leiden der ,persnlichkeit4 ,dass sie--nicht nur berhaupt--sondern in solcher ,weise1 leidet1 ist ,grund der ,unlust2 dass sie--nicht nur berhaupt1 sondern in solcher ,weise1 d4 h4 als diese grosse ,persnlichkeit1 leidet1 oder dass sie im ,leiden als diese grosse ,persnlichkeit sich zeigt1 das ist ,grund der ,lust4 ,hier wren also in besonderem ,masse1 ja wir drfen sagen in unvergleichlicher ,weise1 die ,bedingungen des ,hecker'schen ,wettstreites der ,gefhle gegeben4 ,aber derselbe will sich nicht einstellen4 ,gerade dies1 dass in so hohem ,grade von einem ,punkte aus die entgegengesetzten ,gefhle erzeugt werden1 verhindert ihn4 ,in dem einen psychischen ,gesamtthatbestande sind die beiden ,vorstellungen1 des ,leidens und der ,persnlichkeit1 die leidet1 untrennbar verbunden4 ,ebendarum findet kein ,vorstellungswettstreit statt2 und damit unterbleibt auch der ,wechsel der ,gefhle4 ,die ,eigenart jenes ,gesamtthatbestandes giebt sich vielmehr1 hier wie berall1 dem ,bewusstsein kund in einem einzigen eigenartigen ,gefhl4 ,wir kennen es als ,gefhl der ,tragik4 ,dies ,gefhl ist so wenig ein wechselndes oder schwankendes dass vielmehr die feierliche ,ruhe fr dasselbe kennzeichnend ist4 ,lassen wie uns aber den ,wettstreit fr einen ,augenblick gefallen4 ,er finde bei der ,tragik statt1 obgleich ich wenigstens von solchem ,stattfinden desselben nichts weiss4 ,dann besinnen wir uns1 dass doch ,hecker aus demselben nicht das ,gefhl der ,tragik1 sondern das ,gefhl der ,komik ableiten will4 ,der ,wechsel der ,gefhle soll das ,gefhl der ,komik sein4 ,das ,gefhl der ,tragik ist aber1 wie man weiss1 nicht das ,gefhl der ,komik4 ,,gef,,hlskontrast4 ,allerdings bezeichnet ,hecker die ,bedingungen dieses ,gefhles noch genauer4 ,lust und ,unlust sollen sich beim ,wettstreit zunchst die ,wage halten4 ,dann aber soll das ,gefhl der ,last durch ,kontrast gehoben werden4 ,indessen auch diese ,bedingungen knnen in unserem ,falle erfllt sein4 ,es hindert zunchst nichts1 dass das ,unlustvolle des ,leidens und das ,befriedigende1 das die ,weise des ,leidens oder die ,eigenart der leidenden ,persnlichkeit in sich schliesst1 in beliebigem ,grade sich die ,wage halten4 ,und auch eine ,kontrastwirkung kann nicht nur1 sondern wird jederzeit bei der ,tragik stattfinden4--,doch ist hierzu eine besondere ,bemerkung erforderlich4 ,hecker redet von ,gefhlskontrast4 ,das ,gefhl der ,unlust soll unmittelbar das mit ihm wechselnde ,gefhl der ,lust heben4 ,hier ist ein1 auch sonst behauptetes allgemeines psychologisches ,kontrastgesetz vorausgesetzt4 ,nehmen wir einmal an1 dies ,gesetz bestnde1 so msste ihm zufolge offenbar1 wie die ,lust durch die ,unlust1 so auch die ,unlust durch die ,lust gehoben werden4 ,damit wre das schliessliche berwiegen der ,lust1 das ,hecker bei der ,komik annimmt1 wiederum illusorisch geworden4 ,aber jenes ,kontrastgesetz existiert nicht4 ,wohl giebt es mancherlei ,thatsachen1 die man als ,wirkungen eines ,kontrastes bezeichnen kann4 ,aber wenn man dies thut1 so hat man nur einen zusammenfassenden ,namen1 und zwar einen ,namen fr sehr ,verschiedenartiges4 ,die fraglichen ,thatsachen sind der mannigfachsten ,art und beruhen auf vllig heterogenen ,grnden4 ,rot scheint nicht bloss1 sondern ist1 fr das ,auge nmlich1 rter neben ,grnblau als neben ,rot4 ,dies hat seine bestimmten1 nmlich physiologischen ,grnde4 ,der ,mann von mittlerer ,grsse ist nicht1 fr unsere ,wahrnehmung nmlich1 grsser1 wenn er neben einem ,zwerge1 als wenn er neben einem ,riesen steht1 aber er wird grsser geschtzt oder taxiert4 ,dies hat wiederum seine bestimmten1 aber diesmal psychologischen ,grnde4 ,wie es aber auch mit dem ,empfindungs- oder ,vorstellungskontrast bestellt sein mag2 eine ,kontrastwirkung1 die ,gefhle unmittelbar auf ,gefhle ausbten1 giebt es nicht4 ,wenn ich hier ganz allgemein reden darf3 ,gefhle wirken berhaupt nicht4 ,sie haben als solche keine psychomotorische ,bedeutung4 ,sie sind berall nichts als begleitende ,phnomene1 ,bewusstseinsreflexe1 im ,bewusstsein gegebene ,symptome der ,weise1 wie ,empfindungen und ,vorstellungen1 oder ,zusammenhnge von solchen1 in uns wirken4 ,die ,psychologie hat sich noch nicht berall zur klaren ,anerkennung dieses ,sachverhaltes durchgearbeitet4 ,aber sie wird sich wohl oder bel dazu entschliessen mssen4 ,was man so ,wirkung von ,gefhlen nennt1 ist ,wirkung der ,bedingungen1 aus denen die ,gefhle erwachsen1 also ,wirkung der ,empfindungs- und ,vorstellungsvorgnge und der ,beziehungen1 in welche dieselben verflochten sind4 ,so ist auch der ,gefhlskontrast in ,wahrheit ,empfindungs- oder ,vorstellungskontrast4 ,vorstellungen knnen anderen1 zu denen sie in ,gegensatz treten1 eine hhere psychische ,energie verleihen1 und dadurch auch das an diesen haftende ,gefhl steigern4 ,sie thun dies nicht ohne weiteres1 wohl aber unter bestimmten ,voraussetzungen4 ,welches diese ,voraussetzungen sind1 und nach welcher psychologischen ,gesetzmigkeit dieselben die ,kontrastwirkung vermitteln1 dies muss natrlich im einzelnen festgestellt werden4 ,das ,kontrastgesetz ist mehr als ein blosser ,sammelname1 soweit dieser ,forderung gengt ist4 ,ich sagte nun schon1 dass auch bei der ,tragik eine ,kontrastwirkung stattfinde4 ,auch diese hat ihre eigenen ,grnde4 ,je grsser das ,leid1 je hrter der ,untergang1 und je grsser unser ,eindruck von beidem1 desto schner und grsser erscheint die ,persnlichkeit1 die in allem dem sich oder das ,grosse1 ,gute1 ,schne1 das in ihr liegt1 behauptet4 ,damit ist wenigstens eine mgliche ,art der tragischen ,kontrastwirkung bezeichnet4 ,fassen wir alles zusammen1 dann sind--falls wir fortfahren1 die ,heckersche ,theorie des ,wettstreites uns gefallen zu lassen1 in der ,tragik alle ,hecker'schen ,bedingungen der ,komik in ausgezeichneter ,weise gegeben4 ,die ,tragik msste also nach ,hecker die komischste ,sache von der ,welt sein4 ,wir mssten ber die ,tragik des ,leidens und ,untergangs aufs herzlichste lachen4 ,dies thun wir nicht1 ,tragik und ,komik sind usserste ,gegenstze4 ,,der ,,wechsel ,,der ,,gef,,hle4 ,ich nahm oben versuchsweise an1 dass der ,hecker'sche ,wettstreit unter den ,hecker'schen ,bedingungen wirklich stattfinde4 ,trfe diese ,annahme zu1 dann wre noch die ,frage1 ob aus solchem ,wettstreit1 oder dem damit gegebenen schnellen ,wechsel von entgegengesetzten ,gefhlen ein einheitliches ,gefhl1 wie das ,gefhl der ,komik es ist1 sich ergeben wrde4 ,auch diese ,frage muss verneint werden4 ,ein ,wettstreit der ,vorstellungen kann thatschlich stattfinden und mit einem ,wechsel der ,gefhle1 speciell der ,gefhle der ,lust und ,unlust1 verbunden sein1 ohne dass doch das ,gefhl der ,komik entsteht4 ,ich stehe etwa vor dem ,momente1 wo es sich entscheiden muss1 ob eine lange gehegte ,hoffnung in ,erfllung gehen wird oder nicht4 ,alles scheint fr die ,erfllung zu sprechen4 ,nur ein ,umstand liegt vor1 der am ,ende die ganze ,hoffnung zunichte machen knnte4 ,diese gegenstzlichen ,gedanken werden sich weder dauernd das ,gleichgewicht halten1 noch wird einer den andern fr lngere ,zeit vllig unterdrcken knnen4 ,das letztere um so weniger1 in je engerem ,zusammenhang die der ,hoffnung gnstigen1 und der ihr ungnstige ,faktor miteinander stehen4 ,ich achte jetzt auf die gnstigen ,faktoren und glaube an die ,erfllung der ,hoffnung4 ,aber je lebendiger dieser ,gedanke in mir wird1 um so sicherer weckt er die ,vorstellung jenes anderen1 ungnstigen ,faktors4 ,diese ,vorstellung tritt hervor und verwandelt fr einen ,augenblick mein ,vertrauen in sein ,gegenteil4 ,doch nur fr einen ,augenblick4 ,denn in ,wirklichkeit ist zu ernster ,besorgnis kein ,grund4 ,ich brauche nur den ungnstigen ,faktor genau ins ,auge zu fassen1 um zu sehen1 wie wenig er doch gegen die anderen ,faktoren in ,betracht kommen kann1 wie unwahrscheinlich es also ist1 dass er die ,erfllung der ,hoffnung verhindern wird4 ,damit hat wieder der erste ,gedanke das bergewicht gewonnen u4 s4 w4 ,so ergiebt sich ein bestndiges ,hin- und ,hergehen1 zunchst zwischen entgegenstehenden ,gedanken1 dann auch zwischen entsprechenden ,gefhlen4 ,und die ,unruhe dieses ,hin- und ,hergehens1 in dem im ,ganzen ebensowohl die ,lust wie die ,unlust berwiegen kann1 wird sich steigern1 je mehr der ,moment der ,entscheidung naht4 ,heisst dies3 mir wird immer komischer und komischer zu ,mute8 ,ich denke nicht4 ,andere mgen ber die ,situation lachen4 ,ich selbst werde vom ,lachen soweit als mglich entfernt sein4 ,ist dem aber so1 dann liegt in dem ,beispiel der ,beweis1 dass auch1 wo das gleichzeitige ,entstehen von ,lust und ,unlust aus einem ,punkte wirklich in den ,hecker'schen beschleunigten ,wettstreit mndet1 noch etwas hinzukommen muss1 wenn das ,gefhl der ,komik entstehen soll4 ,dies ,etwas ist die ,komik4 ,,schadenfreude ,,und ,,gesteigertes ,,selbstgef,,hl4 ,nachdem ,hecker das ,gefhl der ,komik in der bezeichneten ,weise bestimmt hat1 geht er dazu ber1 die ,mglichkeiten der gleichzeitigen ,entstehung von ,lust und ,unlust festzustellen und daraus die mglichen ,arten der ,komik abzuleiten4 ,das ist gut und konsequent gedacht4 ,die ,ausfhrung des ,gedankens aber geschieht in denkbar unvollstndigster ,weise4 ,freilich1 wre sie weniger unvollstndig1 so wrde ,hecker selbst die ,unmglichkeit seiner ,theorie des komischen ,gefhles sich aufgedrngt haben4 ,die ,flle der ,komik1 die er anfhrt1 sind wirklich komisch1 wenn auch nicht aus den angegebenen ,grnden4 ,dagegen wrden andere ,flle und ,klassen von ,fllen1 die er htte anfhren mssen1 sich jeder ,bemhung1 sie komisch zu finden1 widersetzt haben4 ,einige ,bemerkungen gengen1 um dies zu zeigen4 ,eine ,hauptgattung der ,komik bezeichnen fr ,hecker die ,flle1 bei denen zwei ,vorstellungen in ihrer ,vereinigung oder ihrem ,zusammenhang unseren logischen1 praktischen1 ideellen ,normen oder den ,normen der ,ideenassociation entsprechen1 whrend zugleich die eine der ,vorstellungen einer der ,normen widerstreitet4 ,nachher schrumpft die ganze ,gattung zusammen zur ,komik der gerechten ,schadenfreude4 ,die rote ,nase zum ,beispiel missfllt1 weil sie unseren ideellen ,normen widerspricht4 ,betrachten wir sie aber als verdiente ,strafe der ,unmssigkeit1 so befriedigt diese ,ideenverbindung unser ,gerechtigkeitsgefhl4 ,und aus ,beidem zusammen ergiebt sich das ,gefhl der ,komik4 ,diese ,erklrung ist ohne ,zweifel falsch4 ,die ,schadenfreude hat1 so oft sie auch zur ,erklrung der ,komik verwandt worden ist1 mit ,komik nichts zu thun4 ,die gerechteste und intensivste ,schadenfreude ergiebt sich1 wenn wir ber einen nichtswrdigen und gefhrlichen ,verbrecher die wohlverdiente ,strafe verhngt sehen4 ,je nichtswrdiger und gefhrlicher er ist1 je gerechter und wirkungsvoller andrerseits die ,strafe erscheint1 um so strker ist das ,gefhl der ,unlust1 das er selbst1 und das ,gefhl der ,befriedigung1 das seine ,bestrafung erweckt4 ,nun mag ein solcher ,verbrecher zwar1 wie wir schon oben meinten1 sich selbst in gewisser ,weise ,gegenstand der ,komik werden1 uns wird er nie so erscheinen4 ,dementsprechend kann die ,schadenfreude auch die ,komik der roten ,nase nicht begrnden4 ,andrerseits htte ,hecker neben den ,fllen der ,schadenfreude mannigfache andere ,flle bercksichtigen mssen1 die ganz den gleichen ,bedingungen gengen4 ,ich hre etwa1 jemand habe eine entehrende ,handlung begangen aus ,freundschaft1 um einen andern1 vielleicht mich selbst1 aus tdlicher ,verlegenheit zu retten4 ,oder ich lese in der ,geschichte1 ,l4 ,junius ,brutus habe seine eigenen ,shne hinrichten lassen1 um seiner ,pflicht zu gengen4 ,in beiden ,fllen missfllt die ,that an sich2 sie gefllt zugleich1 wenn wir sie im ,zusammenhang mit dem zu ,grunde liegenden ,motiv betrachten4 ,sie befriedigt insofern nicht unser ,gerechtigkeitsgefhl1 aber andere sittliche ,normen4 ,darum ist doch von ,komik keine ,rede4 ,neben der ,schadenfreude spielt bei ,heckers ,erklrung der 7objektiven7 ,komik das gesteigerte ,selbstgefhl die ,hauptrolle4 ,freilich1 ,schadenfreude ist am ,ende eine ,weise des gesteigerten ,selbstgefhles1 oder kann es zum mindesten sein4 ,dann wre mit dem gesteigerten ,selbstgefhl kein neues ,moment eingefhrt4 ,aber ,hecker sagt nicht1 ob und wie er die ,schadenfreude auf das gesteigerte ,selbstgefhl zurckzufhren gedenkt4 ,dies gesteigerte ,selbstgefhl spielt in der ,psychologie der ,komik auch sonst eine ,rolle4 ,schon ,hobbes hat es zur ,erklrung der ,komik herangezogen4 ,es ist aber fast der schlechteste ,erklrungsgrund1 den man finden kann4 ,jede ,unwissenheit1 die ich nicht teile1 jeder ,irrtum1 den ich durchschaue1 jede mangelhafte ,leistung1 der gegenber ich das ,bewusstsein des ,besserknnens habe1 msste mich zum ,lachen reizen1 wenn das ,gefhl der berlegenheit dem unangenehmen ,gefhl1 das ,unwissenheit1 ,irrtum1 mangelhafte ,leistung an sich erwecken1 ungefhr die ,wage hlt4 ,der ,phariser msste lachen ber den ,zllner1 dessen ,verschuldungen seiner ,vortrefflichkeit zur ,folie dienen1 der ,reiche ber den ,armen1 der vergeblich sich ein gleich behagliches ,dasein zu verschaffen sucht1 die schne ,frau ber die hssliche1 deren ,hsslichkeit sie an ihre ,schnheit erinnert1 auch wenn der ,charakter des ,zllners1 die ,not des ,armen1 die ,hsslichkeit der hsslichen ,frau an sich nicht im mindesten komisch erschiene4 ,aber eben das ist es1 was ,hecker und was jeder1 der den ,eindruck der ,komik aus der ,erhhung des ,selbstgefhles abzuleiten versucht1 im ,grunde jedesmal voraussetzt4 ,man meint nicht den ,irrtum1 sondern den lcherlichen ,irrtum1 nicht die ,hsslichkeit1 sondern die lcherliche ,hsslichkeit u4 s4 w4 und diese allerdings sind komisch1 nicht wegen des hinzutretenden ,selbstgefhles1 wohl aber gelegentlich trotz demselben4 ,denn es ist offenbar1 dass das ,selbstgefhl geradezu die ,komik zerstren kann4 ,ich sehe jemanden vergebens bemht1 eine ,last zu heben1 zu der1 wie ich mich sofort berzeuge1 seine ,krfte nicht ausreichen4 ,der ,anblick ist mir peinlich1 zugleich aber habe ich das befriedigende ,bewusstsein1 dass ich die ,last heben und dem ,armen helfen kann4 ,hier ist von ,komik keine ,rede1 auch wenn das ,bedauern und das ,befriedigende des ,bewusstseins1 zu knnen1 was der ,arme nicht kann1 sich die ,wage halten4 ,ich lache nicht1 eben weil ich die ,kraft des ,menschen mit der eigenen vergleiche und die letztere als so viel grsser erkenne4 ,unterlasse ich dagegen den ,vergleich und fasse nur einfach die ,situation ins ,auge1 so kann mir diese recht wohl komisch erscheinen4 ,und ich habe allen ,grund1 mir selbst so zu erscheinen1 wenn ich den ,versuch mache1 die ,last selbst zu heben1 und dabei es erlebe1 dass mein ,selbstgefhl nicht gesteigert1 sondern schmhlich zu ,schanden wird4 ,der ,begriff der berlegenheit ist nach dem oben ,gesagten1 ebenso wie der engere ,begriff der ,schadenfreude1 nicht ein entscheidender ,begriff der ,hecker'schen ,theorie4 ,er soll nur besondere ,flle der ,komik charakterisieren4 ,sehen wir darum von diesem ,begriffe hier ab1 und beachten den oben dargelegten allgemeinen ,grundgedanken ,heckers4 ,dann scheint doch ein doppeltes ,moment der ,kritik standzuhalten4 ,einmal wird es dabei bleiben1 dass lust- und unlusterzeugende ,elemente in die ,komik eingehen4 ,das ,gefhl der ,komik wird in gewissem ,sinne beide ,gefhle in sich enthalten4 ,das andere ,moment ist der ,gegensatz oder ,kontrast zwischen ,vorstellungen oder ,gedankenelementen4 ,mag ,hecker diesen ,kontrast noch so unzutreffend bezeichnen1 der ,gedanke1 dass ein solcher ,kontrast beim ,komischen stattfinden msse1 wird seinen ,wert behaupten4 ,,ii4 ,,kapitel4 ,,die ,,komik ,,und ,,das ,,gef,,hl ,,der ,,berlegenheit4 ,,hobbes' ,,und ,,groos' ,,theorie4 ,dagegen ist das gesteigerte ,selbstgefhl von anderen in den ,mittelpunkt der ,theorie der ,komik gestellt worden4 ,wie schon gesagt1 hat bereits ,hobbes dasselbe zur ,erklrung der ,komik verwendet4 ,hobbes meint1 der ,affekt des ,lachens sei nichts1 als das pltzlich auftauchende ,selbstgefhl1 das sich ergebe aus der ,vorstellung einer berlegenheit unserer selbst im ,vergleich mit der ,inferioritt anderer1 oder der ,inferioritt1 die wir selbst vorher bekundeten4 ,hierin liegt zugleich1 so viel ich weiss1 der zeitlich erste ,versuch einer ,begrndung des ,gefhls der ,komik4 ,aristoteles bezeichnet als komisch das unschdliche ,hssliche4 ,hier fehlt die ,antwort auf die ,frage1 wiefern denn das ,hssliche1 das an sich ,gegenstand der ,unlust ist1 vermge des rein negativen ,momentes seiner ,unschdlichkeit die komische ,lust oder ,lustigkeit hervorrufen knne4 ,dagegen scheint die lusterzeugende ,wirkung des ,gefhles der berlegenheit ohne weiteres einleuchtend4 ,ich will aber hier nicht an ,hobbes1 sondern an einen ,erneuerer der ,hobbes'schen ,theorie meine weiteren kritischen ,bemerkungen anknpfen4 ,ich denke an ,groos' ,einleitung in die sthetik4 ,groos scheint sich freilich seines ,verhltnisses zu ,hobbes nicht bewusst zu sein4 ,seine ,theorie giebt sich wie eine neue4 ,indessen dies thut hier nichts zur ,sache4 ,in welcher ,weise ,groos zu seiner ,theorie gelangt ist1 ob auf dem einen oder dem anderen der eingangs dieser ,schrift unterschiedenen ,wege1 vermag ich nicht zu entscheiden4 ,groos beginnt sofort mit der ,definition der ,komik1 um sie dann zu errtern und zu begrnden4 ,das ,gefhl der ,komik ist fr ,groos das ,gefhl der berlegenheit ber eine ,verkehrtheit4 ,in diesem ,groos'schen ,gefhl der berlegenheit liegt eine genauere ,bestimmung des ,hecker'schen gesteigerten ,selbstgefhles4 ,zugleich ist bei ,groos die ,forderung eines ,gleichgewichtes von ,lust und ,unlust und des ,wettstreits zwischen beiden ,gefhlen weggefallen4 ,an die ,stelle tritt die ,forderung1 dass nicht ,mitleid oder ,furcht in den ,vordergrund trete1 weil sonst die erheiternde ,wirkung notwendig ausbleiben msste4 ,dabei sollen unter dem ,mitleid auch die sanfteren ,regungen der ,ehrfurcht und ,einschchterung begriffen werden4 ,gehen wir darauf etwas nher ein4 ,ich darf von vornherein sagen3 ,ist es unzutreffend1 dass jedes ,gefhl der berlegenheit1 bei dem ,lust und ,unlust--nach ,heckers ,forderung--sich die ,wage halten1 ein ,gefhl der ,komik ist1 dann ist es noch unzutreffender1 dass jedes ,gefhl der berlegenheit ein ,gefhl der ,komik ist1 falls das ,angenehme dieses ,gefhles nicht durch ,furcht oder ,mitleid aufgehoben wird4 ,und ebenso unzutreffend ist die ,umkehrung dieser ,annahme1 dass bei allem ,komischen ein ,gefhl der berlegenheit ber eine ,verkehrtheit stattfinde4 ,wenn ich das ,bewusstsein habe1 klger oder geschickter zu sein1 als ein anderer1 so mag es wohl geschehen1 dass ich mit dem im ,vergleich mit mir ,unklugen oder ,ungeschickten ,mitleid habe4 ,dann ist nach ,groos die ,bedingung fr die ,komik nicht gegeben4 ,aber vielleicht habe ich kein ,mitleid4 ,der ,unkluge oder ,ungeschickte beansprucht gar kein ,mitleid4 ,er mht sich in einer ,sache vergeblich und lsst dann die ,sache laufen4 ,oder es wre wohl ,grund zum ,mitleid1 aber ich gebe mir nicht die ,mhe mich darauf zu besinnen4 ,ich bin nun einmal der ,selbstbewusste1 fr den die ,verkehrtheit anderer lediglich ein ,mittel ist1 sich in seiner berlegenheit zu sonnen4 ,ich thue dies also auch in diesem ,falle4 ,wo ist dann die ,komik8 ,es ist kein ,zweifel1 dass dieselbe um so sicherer unterbleibt1 je mehr ich meinem ,gefhl der berlegenheit mich hingebe4 ,,gef,,hl ,,und ,,grund ,,des ,,gef,,hls4 ,dass es so sich verhalten muss1 zeigt eine einfache berlegung4 ,fr ,groos soll die ,verkehrtheit komisch erscheinen1 weil ich mich berlegen fhle4 ,das ,gefhl meiner berlegenheit ist fr ,groos identisch mit dem ,gefhl der ,komik des ,gegenstandes1 oder allgemeiner gesagt1 ein auf mich bezogenes ,gefhl soll identisch sein mit einem nicht auf mich1 sondern auf ein ,objekt bezogenen ,gefhl4 ,dies ist ein ,widerspruch in sich selbst4 ,was heisst dies3 ,ein ,gefhl ist fr mich auf ein ,objekt bezogen8 ,worin besteht das ,bewusstsein dieses ,bezogenseins8 ,gewiss nicht einfach darin1 dass ich ein ,objekt und neben ihm oder gleichzeitig mit ihm ein bestimmtes ,gefhl in meinem ,bewusstsein vorfinde4 ,gefhle knnen mit ,objekten gleichzeitig vorhanden sein und doch nicht auf sie bezogen erscheinen4 ,ich stehe etwa vor einem ,kunstwerk1 und es strt mich etwas an ihm4 ,aber ich weiss zunchst nicht1 was das ,strende ist4 ,hier ist das ,gefhl des ,strenden1 d4 h4 das ,gefhl der ,unlust fr mein ,bewusstsein nicht auf sein ,objekt bezogen4 ,und wie nun kommt das ,bewusstsein der ,beziehung des ,gefhls auf ein bestimmtes ,objekt zu stande8 ,jedermann weiss die ,antwort4 ,ich analysiere den ,wahrnehmungskomplex1 in dem das ,kunstwerk fr mich besteht2 d4 h4 ich richte nach einander auf die verschiedenen ,teile1 ,zge1 ,momente des ,kunstwerkes meine ,aufmerksamkeit1 und sehe zu1 wann das ,unlustgefhl heraustritt oder sich steigert4 ,endlich weiss ich1 was mich strte4 ,ich achtete auf einen bestimmten ,zug des ,kunstwerkes mit ,ausschluss anderer4 ,indem ich dies that1 und mir zugleich dieses ,thuns1 d4 h4 der auf diesen bestimmten ,zug gerichteten ,aufmerksamkeit bewusst war1 trat das ,unlustgefhl rein oder beherrschend zu ,tage4 ,so besteht die bewusste ,beziehung oder das ,bewusstsein der ,bezogenheit eines ,gefhles der ,lust oder ,unlust auf ein ,objekt immer darin1 dass das ,gefhl hervortritt1 indem ich das ,bewusstsein habe1 es sei die ,aufmerksamkeit auf eben dieses ,objekt gerichtet4 ,neben die eben gestellte ,frage stelle ich jetzt die andere1 davon verschiedene3 ,wie wird ein psychischer ,vorgang von uns als ,grund eines ,gefhles erkannt8 ,diese ,frage haben wir schon ehemals gestreift4 ,offenbar muss die ,antwort lauten3 ,ein psychischer ,vorgang ist ,grund eines ,gefhles1 wenn und sofern die ,steigerung dieses ,vorganges1 oder die erhhte ,kraft seines ,auftretens in uns dies ,gefhl steigert oder erst heraustreten lsst4 ,es leuchtet ja ein3 ,ist ein psychischer ,vorgang1 ein ,vorgang des ,empfindens oder ,vorstellens etwa1 dasjenige1 was ein ,gefhl bedingt1 oder woran ein ,gefhl haftet1 so muss das fragliche ,gefhl sich steigern--oder1 was dasselbe sagt1 es muss unser ,gesamtgefhl die ,frbung dieses ,gefhles annehmen--in dem ,masse als der bedingende ,vorgang psychisch zur ,geltung kommt1 ,kraft gewinnt1 im ,zusammenhang des psychischen ,geschehens dominierend hervortritt4 ,nun findet dies ,hervortreten oder ,kraftgewinnen eines psychischen ,vorganges statt1 wenn wir auf ihn unsere ,aufmerksamkeit richten4 ,und der ,bewusstseinsthatbestand1 den wir als ,bewusstsein des ,aufmerkens auf ein empfundenes oder vorgestelltes ,objekt bezeichnen1 ist nichts anderes als die ,begleiterscheinung dieses ,hervortretens1 ,kraftgewinnens1 ,dominierens des ,empfindungs- oder ,vorstellungsvorganges4 ,also knnen wir auch sagen3 ,erscheint in unserem ,bewusstsein1 oder nach ,aussage desselben1 ein ,gefhl der ,lust oder ,unlust auf einen ,empfindungs- oder ,vorstellungsinhalt bezogen1 so ist in dem entsprechenden ,empfindungs- oder ,vorstellungsvorgang zugleich der ,grund dieses ,gefhles zu suchen4 ,,allerlei ,,sthetische ,,theorien4 ,diese ,einsicht scheint nun eine sehr triviale4 ,aber dies hindert nicht1 dass damit eine ganze ,reihe psychologisch-sthetischer ,theorien endgltig abgewiesen sind4 ,ich erwhne etwa die ,theorie1 die das ,wohlgefallen an ,linien auf das ,wohlgefallen an bequemen oder leicht zu vollziehenden ,augenbewegungen zurckfhrt2 oder derzufolge ,linienschnheit nichts anderes ist als ,annehmlichkeit von ,augenbewegungen4 ,es ergiebt sich aus ,obigem1 was dagegen einzuwenden ist3 ,die ,linien1 nicht die ,augenbewegungen meine ich1 wenn ich die ,linien schn finde4 ,auf jene nicht auf diese erscheint mein ,gefhl der ,lust bezogen4 ,dies zeigt sich besonders deutlich1 wenn ich besondere ,flle annehme4 ,es knnte geschehen1 dass die ,augenbewegungen1 vermge deren ich eine schne ,linie--wirklich oder angeblich--verfolge1 einmal sehr unbequeme wren4 ,die ,linie findet sich etwa an einer ,wand1 so weit oben1 dass ich den ,kopf und die ,augen stark nach oben wenden muss1 um die ,linie zu betrachten4 ,jetzt sind die ,augenbewegungen vielleicht sogar schmerzhaft4 ,dann ist doch nicht die ,linie fr mich hsslich1 sondern eben die ,augenbewegung schmerzhaft4 ,ich verspre ,wohlgefallen an der ,linie1 d4 h4 ich verspre ,lust1 wenn und in dem ,masse1 als ich auf die ,linie achte1 und damit zugleich meine ,aufmerksamkeit von der ,stellung und ,bewegung meiner ,augen abwende4 ,ich verspre andererseits ,unlust an den ,augenbewegungen1 d4 h4 ich verspre ,unlust1 wenn und in dem ,masse1 als ich auf die ,augenbewegungen achte1 und die ,linie fr eine ,zeitlang ,linie sein lasse4 ,also habe ich auch den ,grund jener ,lust in der ,linie zu suchen4 ,wenn nicht in der sichtbaren ,form der ,linie1 dann in etwas1 das fr mich in der ,linie oder ihrer ,form unmittelbar liegt4 ,dies wird allerdings gleichfalls eine ,bewegung sein4 ,aber nicht eine ,bewegung meiner ,augen1 berhaupt nicht eine ,bewegung in oder an mir1 sondern eine ,bewegung der ,linie oder in der ,linie selbst1 eine ,bewegung1 die die ,linie selbst zu vollfhren1 oder vermge welcher die ,linie1 dies von mir unterschiedene und mir frei gegenbertretende ,objekt1 in jedem ,augenblick von neuem sich selbst zu erzeugen scheint4--,nicht minder liegt der ,grund meiner ,unlust in den ,augenbewegungen1 also nicht in der ,linie und dem1 was sie leistet1 sondern in mir und dem was ich1 diese von der ,linie unterschiedene und sich ihr gegenberstellende ,person1 leiste oder zu leisten jetzt gentigt bin4 ,eben dahin gehrt die ,theorie1 welche die ,erhabenheit von ,objekten identifiziert mit dem ,gefhl meiner ,erhabenheit1 etwa der berlegenheit meines ,verstandes4 ,in dieser ,theorie liegt gewiss ,richtiges4 ,aber es fehlt noch die ,hauptsache4 ,das ,gefhl meiner ,erhabenheit ist an sich schlechterdings nichts1 als das ,gefhl meiner ,erhabenheit1 niemals ein ,gefhl der ,erhabenheit eines ,objektes4 ,wie berall1 so setze ich auch hier deutlich einander gegenber3 mich und das ,objekt4 ,dieser ,gegensatz ist ja fr uns der allerfundamentalste4 ,es ist der ,gegensatz der ,gegenstze4 ,es ist damit hier wie berall absolut ausgeschlossen1 dass ich mich mit dem ,objekt1 das ich anschaue1 verwechsele oder dem ,objekte zurechne1 was mir zugehrt1 dass ich also auch ein ,gefhl auf das ,objekt bezogen glaube1 das nach ,aussage meines unmittelbaren ,bewusstseins auf mich bezogen ist4 ,erst wenn ich1 durch das erhabene ,objekt selbst gentigt1--nicht meine gegenwrtige ,erhabenheit1 aber eine ,erhabenheit1 wie ich sie in mir finden kann1 also eine mgliche ,erhabenheit menschlichen ,wesens--und eine andere ,erhabenheit giebt es fr uns nicht--in das ,objekt hinein verlege1 und in ihm1 als etwas ihm ,zugehrigen1 wiederfinde1 oder besser gesagt1 wenn ich im ,objekte1 als ihm zuhrig1 die persnlichen ,regungen1 inneren ,verhaltungsweisen1 ,wollungen wiederfinde1 die das ,gefhl der ,erhabenheit begrnden1 wenn mir also diese ,regungen in dem ,objekte als etwas von mir ,verschiedenes1 ,objektives1 gegenbertreten1 kann das ,objekt fr mich zu einem erhabenen werden1 oder kann mein ,gefhl der ,erhabenheit mir auf dies ,objekt bezogen erscheinen4 ,und umgekehrt1 erscheint das ,gefhl auf das ,objekt bezogen1 erscheint also das ,objekt mir erhaben1 so liegt darin der ,beweis1 dass das ,objekt diesen ,grund des ,erhabenheitsgefhles in sich selbst trgt1 dass nicht mein ,erhabensein1 sondern der erhebende ,sinn und ,inhalt des ,objektes das ,gefhl bedingt4--,dass1 nebenbei bemerkt1 diese ,erhabenheit des ,objektes keine ,erhabenheit des ,verstandes sein kann1 leuchtet ein4 ,unser ,anthropomorphisieren ist kein ,objektivieren unseres ,verstandes1 sondern unseres ,willens4 ,nicht minder gehrt hierhin der ganze ,grundgedanke der ,groos'schen sthetik4 ,freude an der ,schnheit von ,objekten1 oder1 wie ,groos zu sagen vorzieht1 ,freude am sthetischen ,wert von ,objekten soll ,groos zufolge ,freude am ,spiel meiner ,phantasie sein4 ,ich entgegne3 ,es ist nun einmal thatschlich nicht so4 ,freude am ,spiel meiner ,phantasie ist--,freude am ,spiel meiner ,phantasie4 ,solche ,freude mag vorkommen4 ,vielleicht gelingt es auch diesem oder jenem1 solche ,freude zu haben1 whrend er angeblich mit einem ,kunstwerke innerlich beschftigt ist4 ,ich mag vielleicht gelegentlich das ,kunstwerk1 dies mir objektiv gegenbertretende und fr mein ,bewusstsein von mir total unterschiedene ,ding1 eine ,zeitlang aus dem ,auge lassen und auf meine ,phantasiethtigkeit hinblicken2 ich meine3 auf die ,phantasiethtigkeit1 die ich jetzt eben1 wo ich noch mit dem ,kunstwerk beschftigt war1 gebt habe2 und ich mag dann an dem ,spiel dieser ,thtigkeit1 an diesem von mir erkannten psychologischen ,faktum1 meine ,freude haben4 ,dann freue ich mich eben an diesem ,spiel4 ,und dies ,spiel ist dann notwendig auch der ,grund meiner ,freude4 ,ebenso gewiss aber ist dieses ,spiel nicht der ,grund meiner ,freude1 sondern der ,gegenstand dieses ,spieles begrndet mein ,gefhl1 wenn ich das ,gefhl innerlich auf diesen ,gegenstand beziehe1 wenn also das ,kunstwerk mir wertvoll oder erfreulich erscheint4 ,ich sage3 der ,gegenstand des ,spieles ist der ,grund der ,freude4 ,dabei setze ich natrlich voraus1 dass mein ,verhalten zum ,kunstwerk wirklich ,spiel ist1 ich nicht etwa in allem ,ernst mich dem ,kunstwerk hingebe1 nicht etwa das ,kunstwerk mich so erfasst und zu sich hinzwingt1 dass das ,spielen mit ihm ein ,ende hat4 ,,die ,,komik ,,des ,,objektes ,,und ,,meine ,,berlegenheit4 ,am auffallendsten tritt aber schliesslich die ,verwechselung1 auf welcher1 nach dem eben ,gesagten1 ,groos' ,begrndung des sthetischen ,genusses berhaupt beruht1 bei ,groos' ,theorie der ,komik zu ,tage4 ,ich sei berlegen ber die ,verkehrtheit des komischen ,objektes4 ,das komische ,objekt1 oder das ,verkehrte1 ist dann natrlich nicht berlegen1 sondern inferior4 ,komisch aber ist fr mich das ,objekt1 nicht ich1 oder meine berlegenheit4 ,mein ,gefhl der komischen ,lust ist ein nicht auf das berlegene ,ich1 sondern auf das inferiore ,objekt bezogenes ,gefhl4 ,ich kann wohl auch hier meiner berlegenheit mich freuen4 ,das heisst1 ich kann auf die berlegenheit1 die mir und nur mir zukommt1 achten1 und dabei ein angenehmes ,gefhl haben4 ,aber das1 worum es sich hier handelt1 das ist ja das ,gefhl1 das ich auf das von mir so deutlich als mglich unterschiedene ,objekt und seine ,inferioritt beziehe1 d4 h4 das ,gefhl1 das entsteht1 indem ich--nicht mich und meine berlegenheit mir vergegenwrtige1 nicht auf diese ,seite des ,gegensatzes zwischen mir und dem ,objekte meine ,aufmerksamkeit richte1 sondern dem ,objekte und seiner ,inferioritt1 dieser anderen ,seite des ,gegensatzes meine ,aufmerksamkeit zuwende4 ,dann kann auch der ,grund des ,gefhles der ,komik nicht in meiner berlegenheit oder dem ,bewusstsein derselben liegen4 ,sondern er muss in dem ,objekte1 seiner ,verkehrtheit1 seiner ,inferioritt1 kurz seiner ,nichtigkeit gesucht werden4 ,er muss liegen in dieser ,nichtigkeit selbst1 nicht etwa in dieser ,nichtigkeit sofern sie meine berlegenheit begrndet4 ,denn dann msste wiederum das ,achten auf mich und meine berlegenheit das ,gefhl der ,komik hervortreten lassen4 ,dies msste also doch wiederum auf mich bezogen erscheinen4 ,es entstnde1 mit anderen ,worten1 von neuem der ,widerspruch1 der darin liegt1 dass ein ,gefhl1 das ich thatschlich nicht auf mich1 sondern auf ein von mir verschiedenes ,objekt beziehe1 mit einem auf mich bezogenen ,gefhle identisch sein soll4 ,es liegt aber in ,groos' ,anschauung nicht nur eine einfache1 sondern eine doppelte ,verwechselung4 ,das ,gefhl der ,komik ist1 soviel ich sehe1 nicht ein ,gefhl der berlegenheit1 sondern eben--ein ,gefhl der ,komik4 ,es ist also fr ,groos nicht nur ein auf mich bezogenes ,gefhl ein aufs ,objekt bezogenes1 sondern es ist auch das ,gefhl der berlegenheit identisch mit einem ,gefhl der ,komik4 ,das ,gefhl meiner berlegenheit ist eine ,art des ,gefhles der ,erhabenheit1 nmlich meiner ,erhabenheit4 ,das ,gefhl der ,komik aber ist das ,gegenteil jedes ,gefhles der ,erhabenheit4 ,fr ,groos sind beide identisch4 ,das ist eine zu starke ,zumutung4 ,achten wir schliesslich auch noch--auch sonst erweist sich dergleichen als ntzlich--auf die objektiv gegebenen ,thatsachen4 ,fragen wir zunchst1 wer denn das ,gefhl der berlegenheit ber wirkliche oder vermeintliche ,verkehrtheiten zu haben1 und wer andererseits dem ,gefhl der ,komik hingegeben zu sein und ber das ,komische herzlich zu lachen pflegt4 ,dann erscheint ,groos' ,theorie in demselben seltsamen ,lichte4 ,jene berlegenen1 das sind die ,suffisanten1 die ,eitlen1 die ,gecken4 ,ihnen ist alles ein ,mittel sich berlegen zu fhlen4 ,ihnen aber fehlt eben damit der ,humor dem ,komischen gegenber1 d4 h4 die ,flligkeit die ,komik zu geniessen4 ,die berlegenen wissen nichts von herzlichem ,lachen4 ,und es kann dies auch von ihnen nicht gefordert werden4 ,der ,humor1 die ,anteilnahme an der ,komik des ,komischen ist nun einmal ein sich ,hingeben an das ,komische1 oder das in ihm liegende ,verkehrte4 ,wer ber das ,verkehrte herzlich lacht1 geht in die ,verkehrtheit ein1 macht sich zum ,teilhaber1 sozusagen zum ,mitschuldigen4 ,er steigt von dem ,piedestal1 auf dem er sonst stehen mag1 herab2 betrachtet die ,sache von unten1 nicht von oben4 ,die ,komik ist zu ,ende in dem ,momente1 wo wir wiederum auf das ,piedestal heraufsteigen1 d4 h4 wo wir beginnen1 uns berlegen zu fhlen4 ,das ,gefhl der berlegenheit erweist sich so als das volle ,gegenteil des ,gefhls der ,komik1 als sein eigentlicher ,todfeind4 ,das ,gefhl der ,komik ist mglich in dem ,masse1 als das ,gefhl der berlegenheit nicht aufkommt und nicht aufkommen kann4 ,so verhlt es sich1 soweit ,objekten der ,komik gegenber ein ,gefhl der berlegenheit berhaupt mglich ist4 ,in vielen ,fllen der ,komik ist aber gar nicht einzusehen1 wie ein solches ,gefhl zu stande kommen sollte4 ,ich will etwa ein grosses1 wohlvorbereitetes ,feuerwerk abbrennen4 ,und der ,erfolg ist3 ein ,zischen1 ein ,lichtschein1 weiter nichts4 ,dies wirkt auf mich komisch1 falls ich den ntigen ,humor habe1 d4 h4 meinen etwaigen rger unterdrcke und mich ganz der ,situation hingebe4 ,worber nun fhle ich mich hier berlegen8 ,die ,verkehrtheit1 die vorliegt1 besteht in der ,thatsache1 dass das ,wohlvorbereitete aus irgendwelchem ,grunde1 vielleicht weil mir ohne meine ,schuld verdorbene ,feuerwerkskrper geliefert wurden1 misslingt1 meine hochgespannte ,erwartung zergeht4 ,aber wie kann ich mich solcher ,thatsache gegenber berlegen fhlen8 ,wie wrde ich wohl meine berlegenheit ber das misslingende ,feuerwerk oder ber das ,pulver1 das seine ,schuldigkeit nicht that1 in praxi dokumentieren8 ,zum ,gefhl der berlegenheit gehrt1 dass ich mich mit dem ,verkehrten vergleiche4 ,mit mechanischen ,vorgngen aber kann ich mich nicht vergleichen4 ,ich vergleiche mich auch nicht mit leblosen ,dingen4 ,wenn neben einem ,palast ein kleines ,gebude stnde1 das in seiner ,form den ,palast getreu nachahmte1 so knnte dies beraus komisch wirken4 ,was soll es hier heissen1 ich fhle mich ber eine ,verkehrtheit berlegen4 ,die ,verkehrtheit besteht hier darin1 dass ein ,kleines aussieht1 wie ein ,grosses1 und doch nicht gross ist wie dieses4 ,habe ich hier etwa das ,bewusstsein1 mir knne dergleichen nicht begegnen8 ,eher schon vergleichen wir uns mit ,kindern und ,tieren4 ,aber ein freudiges ,bewusstsein der berlegenheit ber ,kinder1 oder ber das possierliche ,gebahren junger ,katzen und ,hunde1 wre doch allzu kindisch4 ,kinder und ,tiere sind komisch vor allem1 wenn sie sich gebrden wie wir1 und doch wiederum nicht wie wir1 zweckvoll und doch wiederum zwecklos oder zweckwidrig1 ernsthaft und nichtig und doch wiederum spielend und nichtig4 ,im ,bewusstsein hiervon liegt ein ,vergleich4 ,aber doch eben ganz und gar nicht der ,vergleich1 wie er in ,groos' ,theorie vorausgesetzt ist1 kein ,messen1 kein ,abwgen dessen1 was das ,objekt der ,komik ist oder kann1 und dem1 was wir sind oder knnen1 jedenfalls nicht ein ,abwgen mit dem schliesslichen stolzen ,bewusstsein1 dass wir es in ,vergleich mit den ,objekten1 also den ,kindern1 oder den jungen ,hunden und ,katzen so herrlich weit gebracht haben4 ,auch der ,witz soll endlich von ,groos' ,definition getroffen werden4 ,dieser ,anspruch ist selbstverstndlich1 da ja der ,witz eine ,gattung des ,komischen ist4 ,man vergegenwrtige sich aber einmal etwa das zweifellos witzige und witzig komische ,rtsel ,schleiermachers der ,galgenstrick3 ,fest vom ,dritten umschlungen1 so schwebt das vollendete ,ganze1 ,wann es die ,parze gebeut1 an den zwei ,ersten empor4 ,das ,verkehrte1 das hier sich findet1 besteht in der abnormen oder spielenden ,form1 in welcher der gar nicht verkehrte ,gedanke ausgedrckt ist4 ,freilich1 hier ist der ,ausdruck ,verkehrtheit etwas--verkehrt4 ,aber ,groos versteht unter der ,verkehrtheit so vielerlei1 dass wir auch diese ,abnormitt als ,verkehrtheit--in seinem ,sinne--bezeichnen knnen4 ,ich frage nun3 ,worin besteht unser ,gefhl der berlegenheit ber dies ,abnorme1 oder ber diese witzig geistreiche ,art des ,ausdrucks eines ,gedankens8 ,trifft hier ,groos' ,satz zu3 ,wir haben bei jedem ,komischen das behagliche ,pharisergefhl1 dass wir nicht und wie dieser ,verkehrten einer8 ,in der ,that sind wir vielleicht nicht wie dieser ,verkehrten1 d4 h4 dieser ,witzigen einer4 ,aber es ist zu befrchten1 dass in diesem ,falle das ,pharisergefhl eher in ein gegenseitiges ,gefhl umschlage4 ,groos hat ,sinn fr ,witz1 vielleicht zu viel4 ,darum vermute ich1 das er den ,humor des ,schleiermacher'schen ,witzes nicht etwa in dem ,gefhl der berlegenheit finden wird1 das der logische ,pedant der witzigen ,wendung gegenber allerdings haben wird4 ,diese berlegenheit ist aber die einzige1 die der witzigen ,komik gegenber mglich ist4 ,,berlegenheit ,,und ,,erleuchtung4 ,doch wir drfen nicht bersehen3 ,groos kennt noch eine andere ,art der berlegenheit4 ,und die knnte hier1 wie in dem vorhin erwhnten ,falle ,groos' ,theorie zu retten scheinen4 ,kant sagt1 und ,groos zitiert1 es sei eine merkwrdige ,eigenschaft des ,komischen1 dass es immer etwas in sich enthalten msse1 das auf einen ,augenblick tuschen knne4 ,diese vortreffliche ,bemerkung ,kants wendet ,groos in folgender ,weise zu seinen ,gunsten4 ,wir fallen auf das komische ,objekt herein1 das komische ,objekt will uns weismachen1 dass seine widersprechenden ,glieder in friedlichstem und geordnetstem ,zusammenhang seien4 ,und erst wenn wir diesen scheinbaren ,zusammenhang zerrissen haben1 kommen wir zu dem vollen ,gefhl der berlegenheit4 ,offenbar handelt es sich hier um eine andere ,art der berlegenheit1 als diejenige ist1 von der vorhin die ,rede war4 ,es ist eine berlegenheit nicht ber das ,verkehrte1 sondern eine berlegenheit oder ein sich ,erheben ber den ,schein1 als sei das komische das ,gegenteil eines ,verkehrten1 ein sich ,erheben ber die ,tuschung1 der man einen ,moment unterlag1 also eine ,art der berlegenheit ber uns selbst4 ,man erinnert sich1 dass auch diese berlegenheit schon bei ,hobbes vorkam4 ,groos bezeichnet sie auch als ,erleuchtung nach der ,verblffung4 ,mit dieser ,erleuchtung nach der ,verblffung pfropft offenbar ,groos auf seine erste ,theorie der ,komik eine zweite1 die etwas vllig ,neues giebt4 ,dies spricht gegen beide4 ,es scheint1 wenn es wahr ist1 dass wir bei aller ,komik jenes oben bezeichnete ,pharisergefhl haben1 dann bedrfen wir nicht mehr dieses beglckenden ,gefhles1 ber unsere eigene ,verblffung ,herr geworden oder daraus siegreich hervorgegangen zu sein4 ,und wenn wir berall dieses letztere ,gefhl haben1 dann ist jenes erstere berflssig4 ,aber bleiben wir bei der neuen ,theorie4 ,soweit sie ,theorie der ,verblffung und ,erleuchtung ist1 knnte aus ihr sachlich ,richtiges herausgelesen werden4 ,aber der dominierende ,begriff bleibt eben doch auch hier der ,begriff der berlegenheit4 ,insofern bessert diese neue ,theorie nichts4 ,es ist ja gewiss so3 ,eine ,art des ,hereinfallens gehrt zu jeder ,komik4 ,das ,komische muss uns in ,anspruch nehmen1 als ob es mehr wre1 als nur dies komisch ,nichtige4 ,es muss in unseren ,augen den ,anspruch erheben1 mehr zu sein4 ,der ,witz insbesondere muss etwas ,glaubhaftes an sich tragen4 ,und auch dies gehrt zur ,komik1 dass dieser ,anspruch zergeht4 ,aber was dies heisst1 muss genauer gesagt werden4 ,und es muss in jedem ,falle anders gesagt werden1 als ,groos es sagt4 ,die ,einsicht1 dass wir hereingefallen sind1 diese ,erleuchtung giebt an sich keinen ,grund zum ,gefhl der ,komik4 ,sie giebt nicht einmal ohne weiteres ein beglckendes ,gefhl der berlegenheit4 ,solche ,erleuchtung kann beschmend sein4 ,sie kann uns auch gleichgltig sein4 ,ich frage3 ,wenn sie weder das eine noch das andere ist1 sondern ein beglckendes ,gefhl der berlegenheit schafft1 worin liegt dies8 ,aber die ,antwort auf diese ,frage wrde uns ja nichts ntzen4 ,das ,gefhl unserer berlegenheit ber das ,verkehrte konnte nicht das ,gefhl der ,komik des ,verkehrten sein4 ,ebensowenig1 oder noch weniger kann das ,gefhl der berlegenheit ber uns mit dem auf das ,objekt bezogenen ,gefhl der ,komik eine und dieselbe ,sache sein4 ,groos scheint schliesslich besonderes ,gewicht zu legen auf das ,momentane der ,verblffung und das ,momentane der ,erleuchtung1 auf den ,zeising'schen pltzlichen ,choc und ,gegenchoc4 ,aber auch damit kommen wir dem ,ziel nicht nher4 ,erzeugt die ,erleuchtung momentane ,beschmung1 so erzeugt sie eben momentane ,beschmung1 erzeugt sie ein momentanes ,gefhl der berlegenheit1 so erzeugt sie eben ein momentanes ,gefhl der berlegenheit4 ,kein ,gefhl wird lediglich dadurch1 dass es ein momentanes ist1 zu einem ,gefhle ganz anderer ,art1 und ausserdem auch noch zu einem ,gefhl1 das auf einen ganz anderen ,gegenstand bezogen erscheint4 ,,das ,,wesen ,,der ,,berlegenheit4 ,fragen wir schliesslich auch noch3 ,was ist doch eigentlich dies ,gefhl der berlegenheit1 das ,groos und anderen so sehr das klare ,denken verwirrt4 ,es scheint fast1 ,groos htte1 der er doch einmal mit diesem ,begriffe operiert1 diese ,frage sich vorlegen mssen4 ,schon oben sagte ich1 das ,gefhl der berlegenheit ergebe sich aus einem ,messen4 ,dies bestimmen wir genauer4 ,ein ,mensch begehe ,verkehrtes4 ,darum ist er doch ,mensch1 wie ich4 ,mit dem ,gedanken an das ,menschsein verknpft sich also der ,gedanke des verkehrten ,thuns4 ,verkehrt sich zu gebaren ist also menschlich4 ,es ist also mehr als menschlich1 zum mindesten mehr als allgemein menschlich1 wenn man so vernnftig ist1 wie wir es sind oder zu sein uns einbilden4 ,wir sind bermenschen1 mehr als unsere ,jngsten1 die sich als bermenschen dnken1 wenn sie nichts sind als besonders jmmerliche ,menschen4 ,oder anders gesagt3 ,ich stehe1 wenn ich jenes verkehrte ,thun erlebt habe1 unter dem unmittelbaren ,eindruck3 ,menschen knnen sich so unvernnftig gebrden4 ,also ist mein vernnftiges ,gebaren keine so selbstverstndliche ,sache4 ,wre sie etwas durchaus ,selbstverstndliches1 so wrde ich in meinen ,gedanken darber zur ,tagesordnung bergehen1 wie ber alles ,selbstverstndliche4 ,jetzt ist diese ,selbstverstndlichkeit1 ich kann auch sagen3 es ist die ,gewohnheit1 ,menschen als vernnftig zu betrachten1 wenn auch nur fr einen ,augenblick1 durchbrochen4 ,es ist1 wenn ich in ,ausdrcken meiner ,grundthatsachen des ,seelenlebens sprechen darf1 der freie ,vorstellungsabfluss aufgehoben2 also eine psychische ,stauung eingetreten4 ,und diese hat die ,wirkung1 die jede psychische ,stauung hat4 ,das heisst die psychische ,bewegung haftet an der ,stelle1 wo die ,stauung geschieht1 die psychische ,wellenhhe dessen1 was an dieser ,stelle sich findet1 wird gesteigert4 ,oder wenn wir diese ,ausdrcke wiederum fallen lassen3 ,das1 was nur nicht mehr als ein ,selbstverstndliches oder ,gewohntes erscheint1 fllt mir in hherem ,grade auf4 ,es wirkt wie ein ,neues4 ,damit steigert sich auch die ,gefhlswirkung4 ,meine ,vernnftigkeit wird also durch den ,vergleich mit der ,unvernunft anderer fr mich eindrucksvoller4 ,damit ist das gesteigerte ,selbstgefhl1 der ,stolz auf meine ,vernnftigkeit1 das ,gefhl der berlegenheit gegeben4 ,auch aus dieser ,betrachtung der ,entstehungsweise des ,gefhles der berlegenheit ergiebt sich1 wie wenig dasselbe mit der ,komik zu thun hat4 ,es ist einfach erhhtes ,gefhl des ,wertes meiner selbst1 hhere ,selbstachtung1 ,stolz4 ,und darin liegt nichts komisch ,erheiterndes4 ,das ,gefhl der ,komik steht dazu im ,gegensatz4 ,es wird demnach auch vermge eines entgegengesetzten ,prozesses entstehen4 ,groos zitiert beim ,beginn seiner ,errterung der ,komik das bekannte ,wort ,jean ,pauls3 ,das ,lcherliche wollte von jeher nicht in die ,definition der ,philosophen gehen1 ausser unfreiwillig4 ,derselbe ,jean ,paul sagt auch1 die ,komik verwandle halbe und ,viertelshnlichkeiten in ,gleichheiten4 ,auch in ,groos' ,definition fehlen solche halbe und ,viertelshnlichkeiten nicht4 ,er meint ,richtiges4 ,so meinen1 wie im ,grunde selbstverstndlich1 alle ,theoretiker der ,komik ,richtiges4 ,aber sie meinen oder sagen es nicht immer richtig4 ,worin das ,richtige bei ,groos besteht1 wurde schon angedeutet4 ,es liegt in dem von ihm bernommenen ,zeising'schen ,choc und ,gegenchoc1 oder der ,verblffung und ,erleuchtung4 ,schon ,hecker hatte einen ,kontrast statuiert4 ,dass dieser ,kontrast hier genauer als ,kontrast zwischen ,verblffung und ,erleuchtung erscheint1 bedeutet einen ,fortschritt4 ,und noch mehr kann zugestanden werden4 ,auch eine berlegenheit findet bei der ,komik statt1 nur in vllig anderem als dem ,groos'schen ,sinne1 nmlich eine berlegenheit meiner ,auffassungskraft ber ein ,aufzufassendes4 ,und daran schliesst sich ein entsprechendes ,gefhl1 wenn nicht der berlegenheit1 so doch der gelsten ,spannung4 ,,zieglers ,,theorie4 ,ich schliesse an die ,kritik der ,groos'schen ,theorie unmittelbar noch eine ,bemerkung an ber ,ziegler1 der in seiner ,skizze des ,gefhlslebens--,das ,gefhl ,stuttgart #ahih--;,groos' ,theorie teilweise bernimmt1 und damit die ,hecker'sche ,schadenfreude verbindet4 ,auch bei ,ziegler sehe ich nicht1 wie weit er sich der bereinstimmung mit seinen ,vorgngern bewusst ist4 ,besteht keine ,abhngigkeit1 so ist doch die ,identitt der ,gedanken nicht verwunderlich4 ,es liegt in jenen ,begriffen1 wenn man gewisse besonders in die ,augen springende ,flle der ,komik im ,ganzen nimmt1 etwas ,plausibles4 ,das ,gefhl der ,komik schlgt in der ,that in gewissen ,fllen leicht in das ,gefhl der berlegenheit oder der ,schadenfreude um1 oder es tritt zu ihm ein solches ,gefhl1 allerdings jedesmal die ,komik als solche beeintrchtigend oder zerstrend1 hinzu4 ,genauere ,untersuchung ergiebt zwar unschwer die ,eigenart der ,komik4 ,aber auch ,ziegler verzichtet auf solche genauere ,untersuchung4 ,ich sagte1 ,ziegler bernehme teilweise die ,groos'sche berlegenheit4 ,dies thut er nicht von vornherein4 ,ziegler operiert zunchst mit dem von ,groos in zweiter ,linie herbeigezogenen ,gegensatz der ,dpierung und ,erleuchtung4 ,dass ,ziegler dies ,moment zum ,primren macht1 darin scheint wiederum ein ,fortschritt zu liegen4 ,aber es fragt sich1 wie diese ,begriffe verwendet werden4 ,wir fallen1 so erfahren wir auch hier1 auf die ,verkehrtheit1 ,zweckwidrigkeit1 ,unvernunft herein1 bemerken sie nicht1 werden also dpiert4 ,dann sehen wir sie ein4 ,wir lachen dann in gewisser ,weise doppelt1 ber die ,verkehrtheit1 und ber uns1 die wir dpiert worden sind4--,man beachte1 wie hier ,groos' ,gefhl der berlegenheit ber uns selbst1 oder ,groos' stolzes ,bewusstsein des ,sieges zu einem ,verlachen unserer selbst wird1 also in gewisser ,weise sich in sein ,gegenteil verkehrt4 ,aber wenn bei ,ziegler das beglckende ,gefhl unserer berlegenheit wegfllt1 warum lachen wir dann1 ber das ,objekt und ber uns selbst8 ,ziegler meint selbst1 das ,verkehrte oder die ,unvernunft knne als solche nur ,unlust erregen1 und indem die ,unvernunft als solche sich herausstelle1 werde die ,unlust nur verdoppelt4 ,wie kommt es dann1 dass das ,verkehrte1 in dem es als solches sich herausstellt1 belustigt8 ,ziegler antwortet3 ,dies liege daran1 dass die ,unvernunft oder ,zweckwidrigkeit keine bedenkliche1 der ,schaden1 der daraus erwachse1 kein grosser sei4 ,die ganze ,sache1 so sagt er1 ist ein ,nichtssagendes2 statt ,ernst ist alles1 was daran resultiert1 nur ,scherz und ,spiel2 es ist ohne erheblichen ,schaden1 also nicht ernsthaft1 sondern nur spasshaft zu nehmen4 ,damit ist fr ,ziegler die ,komik erklrt4 ,dass das1 was nur spasshaft genommen werden kann1 nur spasshaft1 d4 h4 komisch genommen werden kann1 ist ja selbstverstndlich4 ,aber die ,frage ist eben die1 wie das ,nichtssagende dazu komme1 spasshaft1 d4 h4 komisch genommen zu werden4 ,oder verwandelt sich ,unlust ber einen ,schaden lediglich dadurch1 dass der ,schaden ein geringer ist1 in ,spass1 oder komische ,lust8 ,mir scheint vielmehr1 wenn ein ,schaden ,unlust erzeugt1 so erzeugt ein geringer ,schaden zunchst nichts anderes als verminderte ,unlust4 ,ist der ,schaden sehr gering1 so wird die ,unlust schliesslich gleich ,null4 ,aber verminderte oder gar nicht mehr vorhandene ,unlust ist doch nicht identisch mit heiterer ,lust4 ,es ist deutlich1 ,ziegler setzt in seiner ,erklrung genau das voraus1 was er erklren will4 ,seine ,erklrung der ,komik besteht darin1 dass er andere ,worte dafr einsetzt1 nmlich die ,worte ,scherz und ,spass4 ,warum erscheint uns ein ,objekt komisch8 ,weil es uns nicht ernsthaft sondern scherzhaft erscheint4 ,warum erscheinen wir selbst uns komisch8 ,weil die ,spannung1 in die wir durch das komische ,objekt versetzt worden sind1 nicht ernsthaft sondern spasshaft zu nehmen ist4 ,erst wo es sich um das ,zweckwidrige in oder an einer von uns verschiedenen ,person handelt1 begegnen wir auch bei ,ziegler dem ,begriff der ,schadenfreude und der berlegenheit4 ,nicht das ,wort ,schadenfreude kommt vor1 aber die ,sache3 ,es geschieht dem ,verkehrten ,recht1 dass seine verschuldete ,unvernunft ihm den kleinen ,schaden gebracht hat4 ,ich habe schon oben zugestanden1 dass in der ,that in allerlei ,fllen der ,komik die ,schadenfreude zu stande kommen und ein ,gefhl der berlegenheit sich einstellen kann4 ,nur dass dies mit dem ,gefhl der ,komik als solchem nichts zu thun hat4 ,gefhl der ,komik ist ,gefhl der ,komik2 und ,gefhl der ,schadenfreude oder der berlegenheit ist ,gefhl der ,schadenfreude oder der berlegenheit4--,im brigen wiederhole ich nicht1 was ich gegen die ,theorie der berlegenheit vorhin gesagt habe4 ,,iii4 ,,kapitel4 ,,komik ,,und ,,vorstellungskontrast4 ,,kr,,pelins ,,intellektueller ,,kontrast4 ,wie schon gesagt1 geht ,krpelin von der ,betrachtung der komischen ,objekte und ,vorgnge aus4 ,dies ,verfahren schien uns von einem ,bedenken frei1 dem das ,hecker'sche von vornherein unterlag4 ,aber ,krpelins ,weise der ,betrachtung ist einseitig2 darum das schliessliche ,ergebnis durchaus ungengend4 ,dies schliessliche ,ergebnis lautet3 ,komisch wirkt der unerwartete intellektuelle ,kontrast1 der in uns einen ,widerstreit sthetischer1 ethischer oder logischer ,gefhle mit ,vorwiegen der ,lust erweckt4 ,ich betone hier zunchst die ,anerkennung der ,notwendigkeit eines ,kontrastes4 ,diesem ,elemente begegnen wir schon in der sthetik von ,kant und ,lessing4 ,wir sehen dann die sthetiker bemht1 schrfer und schrfer die ,besonderheit zu bestimmen1 die den komischen ,kontrast vor jedem beliebigen anderen ,kontrast auszeichnet4 ,auch ,krpelin sucht eine solche nhere ,bestimmung4 ,er glaubt sie gefunden zu haben1 indem er den komischen ,kontrast als intellektuellen bezeichnet4 ,da an dem intellektuellen ,kontrast fr ,krpelin alles hngt1 so sollte man eine scharfe und unzweideutige ,abgrenzung dieses ,begriffes erwarten4 ,dieser ,erwartung wird nicht gengt4 ,der intellektuelle ,kontrast entsteht nach ,krpelin aus dem notwendig misslingenden ,versuch der begrifflichen ,vereinigung disparater ,vorstellungen4 ,dabei drfen zunchst die disparaten ,vorstellungen nicht allzu ernst genommen werden4 ,gemeint sind einfach ,vorstellungen1 welche die ihnen angesonnene begriffliche ,vereinigung nicht zulassen1 sie mgen im brigen von der ,disparatheit beliebig weit entfernt sein4 ,was aber will die begriffliche ,vereinigung8 ,sie soll mehr sein als ein blosser ,vergleich1 demnach der intellektuelle ,kontrast kein bloss sinnlicher4 ,aber ich sehe nicht1 worin jenes ,mehr bestehen soll4 ,der ,bauer lacht ber den ,neger1 den er zum ersten ,male sieht4 ,auch wir knnen uns bisweilen eines leisen ,gefhls der ,komik nicht erwehren1 wenn wir einen ,freund mit vernderter ,haarfrisur1 abrasiertem ,bart1 oder zum ersten ,male in der feierlichen ,kopfbedeckung des ,cylinders begegnen4 ,dies sind ,flle der von ,krpelin sogenannten ,anschauungskomik1 der ersten ,hauptgattung1 die er aufstellt4 ,bei ihr kontrastieren jedesmal sinnliche ,anschauungen mit ,bestandteilen unseres ,vorstellungsschatzes unmittelbar und ohne intellektuelle ,verarbeitung4 ,nun leugne ich das ,vorhandensein und die ,bedeutung dieses ,kontrastes nicht1 ich sehe nur nicht1 was ihn von einem blossen ,vergleichskontrast unterscheiden soll4 ,es scheint mir sogar1 ,krpelin bezeichne ihn1 indem er ihn unmittelbar und ohne intellektuelle ,verarbeitung entstehen lasse1 ausdrcklich als solchen4 ,in der ,that knnen wir einen wahrgenommenen ,gegenstand mit anderen1 die wir frher wahrgenommen haben1 nicht vergleichen1 ohne des ,kontrastes zwischen ihm und den frher wahrgenommenen1 also jetzt zu ,bestandteilen unseres ,vorstellungsschatzes gewordenen1 inne zu werden4 ,das ,resultat der ,vergleichung1 die ,unterscheidung1 besteht eben in diesem ,innewerden des ,kontrastes4 ,statt von begrifflicher ,vereinigung spricht ,krpelin auch wohl von inniger ,verbindung disparater ,vorstellungen4 hnlichkeiten der disparaten ,vorstellungen werden benutzt1 diese innige ,verbindung herzustellen4 ,aber auch damit ist kein ,gegensatz zwischen begrifflicher ,vereinigung und blossem ,vergleich bezeichnet4 ,was mich zum ,vergleich veranlasst1 sind immer hnlichkeiten1 und der ,vergleich selbst besteht jederzeit in dem ,versuch der ,verschmelzung oder der ,identifikation von ,vorstellungen1 also der denkbar innigsten ,verbindung derselben4 ,eben aus diesem ,versuch der ,identifikation ergiebt sich beim ,vergleiche das ,unterschieds- oder ,kontrastbewusstsein4 ,heisst demnach intellektueller ,kontrast derjenige1 der aus dem ,versuch inniger1 auf vorhandene hnlichkeiten sich grndender ,verbindung von ,vorstellungen entsteht1 so muss jeder ,kontrast1 der bei irgendwelcher ,vergleichung sich ergiebt1 diesen ,namen tragen4 ,oder besteht die begriffliche ,vereinigung und damit die specifische ,bedingung der ,komik in den oben genannten ,fllen darin1 dass der ,bauer den ,neger1 ebenso wie den ,kaukasier1 dem ,begriff ,mensch1 oder dass wir das ,bild des anders frisierten und mit ungewohnter ,kopfbedeckung versehenen ,freundes ebenso wie das gewohnte ,bild dem ,begriff unser ,freund unterzuordnen versuchen1 und dabei die ,erfahrung machen1 dass dies nicht ohne ,widerspruch gelingt8 ,dies scheint wirklich ,krpelins ,meinung4 ,weil wir in reicherer ,lebenserfahrung solche ,begriffe gewonnen haben1 die auch ,neues und ,ungewohntes widerspruchslos in sich aufnehmen1 darum ist seiner ,erklrung zufolge fr uns nicht mehr1 wie fr den ,ungebildeten1 alles ,neue und ,ungewohnte komisch4 ,aber auch darin liegt nichts1 was nicht bei beliebigen ,vergleichen vorzukommen pflegte4 ,jeder ,vergleich1 so sagten wir oben1 sei ,versuch der ,identifikation4 ,dieser ,versuch der ,identifikation aber ist ohne weiteres auch ,versuch der ,unterordnung unter denselben ,begriff4 ,so vergleiche ich eine ,pflanze1 der ich irgendwo begegne1 mit den mir bekannten ,arten1 indem ich versuche1 ihre ,form mit den ,typen der letzteren zu identificieren4 ,damit ist der ,versuch1 die ,pflanze dem ,begriff einer der fraglichen ,arten unterzuordnen1 sofort verbunden4 ,daher ich denn auch das ,resultat des ,vergleichs ohne weiteres in der ,weise ausspreche1 dass ich von der ,pflanze die ,zugehrigkeit oder ,nichtzugehrigkeit zu einem bestimmten ,artbegriff prdiziere3 die ,pflanze ist eine ,orchidee oder sie ist es nicht4 ,ebenso kann ich den vernderten ,zustand1 in dem sich eine ,pflanze heute befindet1 mit dem ,zustand1 in dem sich dieselbe ,pflanze gestern befand--sie habe etwa ber ,nacht ,blten getrieben--nicht vergleichen1 ohne beide ,wahrnehmungsinhalte--die blhende und die bltenlose ,pflanze--demselben ,begriff dieser mir bekannten ,pflanze einzuordnen4 ,wenigstens hat es hier ebensoviel bezw4 ebensowenig ,sinn1 von einer ,einordnung in einen gemeinsamen ,begriff zu sprechen1 wie beim komischen ,kontrast zwischen dem neufrisierten ,freunde einerseits und dem gewohnten ,anblick desselben andererseits4 ,darnach sind wir wohl berechtigt1 in der begrifflichen ,vereinigung oder innigen ,verbindung und dem intellektuellen ,kontrast das ber den blossen ,vergleich und ,vergleichskontrast hinausgehende ,moment zu vermissen4 ,krpelin ist im ,rechte1 insofern er ein solches ,moment berhaupt fordert4 ,er irrt nur1 wenn er meint es damit aufgewiesen zu haben1 dass er jene ,namen einfhrt4 ,die ,ausdrcke1 begrifflich und intellektuell sind ja freilich so vieldeutig1 dass sie alles besagen knnen4 ,aber eben darum besagen sie in einer wissenschaftlichen ,theorie wenig oder gar nichts4 ,sie gehren zu den in der ,psychologie so vielfach blichen ,worten1 die wohl um die ,ohren krabbeln1 aber statt das ,verstndnis zu frdern1 vielmehr ber die ,notwendigkeit des ,verstndnisses hinwegtuschen4 ,mgen nun aber die begriffliche ,vereinigung und der intellektuelle ,kontrast sein was sie wollen4 ,auch fr ,krpelin begrnden sie ja die ,komik nicht unter allen ,umstnden4 ,krpelin bezeichnet als ,gegenstnde der ,anschauungskomik auch die leichter zu ertragenden menschlichen ,gebrechen4 ,der ,kontrast mit der gewohnten menschlichen ,bildung lsst sie komisch erscheinen4 ,warum1 so fragen wir1 mssen gerade ,gebrechen die eine ,seite des ,kontrastes bilden8 ,warum entsteht der ,eindruck der ,komik nicht ebenso1 wenn ein ,mensch durch irgend welchen ,vorzug zu dem1 was wir zu sehen gewohnt sind1 in ,gegensatz tritt8 ,warum lachen wir ber den ungewhnlich ,krftigen und ,wohlgebildeten nicht1 wie ber den ungewhnlich ,fetten oder ,hageren8--,und warum verschwindet bei uns gebildeten ,menschen sogar die ,komik der ,gebrechen1 wenn sie schwer zu ertragende sind8 ,warum lachen wir ber den ,armen1 der beide ,beine verloren hat1 nicht ebenso1 wie ber die rote ,nase1 da doch der ,kontrast in jenem ,falle viel deutlicher in die ,augen springt8 ,auf alle diese ,fragen bleibt ,krpelin die ,antwort schuldig4 ,doch nein4 ,wir irren4 ,krpelin giebt auf diese ,fragen sogar eine sehr bestimmte ,antwort4 ,wir wissen schon1 der intellektuelle ,kontrast wirkt komisch nur1 wenn er in uns einen ,gefhlswiderstreit mit ,vorwiegen der ,lust erweckt4 ,nun erweckt die ausserordentlich wohlgebildete ,gestalt in uns keine ,unlust1 also keinen ,widerstreit der ,gefhle1 der ,anblick des schwer zu ertragenden ,gebrechens lsst nicht die ,lust1 sondern die ,unlust berwiegen2 es fehlt also in beiden ,fllen ein wesentliches ,element der ,komik4 ,aber ist dies wirklich eine ,antwort auf jene ,fragen8 ,die komische ,wirkung besteht ja fr ,krpelin in gar nichts ,anderem1 als dem ,widerstreit der ,lust und ,unlust mit berwiegen der ,lust4 ,wenn er uns also sagt1 nur der ,kontrast wirke komisch1 der diesen ,widerstreit erwecke1 so heisst dies1 nur der ,kontrast wirke komisch1 der komisch wirke4 ,nun werden wir uns ja freilich dieser ,einsicht nicht verschliessen knnen4 ,wir erfahren nur das nicht1 was wir gerne wissen mchten1 unter welchen ,umstnden nmlich ein ,kontrast komisch wirke1 das heisst--nach ,krpelin--den ,widerstreit der ,gefhle erzeuge1 in dem die komische ,wirkung angeblich besteht4 ,jener allgemeinen ,antwort auf die ,frage1 warum der intellektuelle ,kontrast vielfach gar nicht komisch wirke1 entspricht die ,art1 wie ,krpelin sich in speciellen ,fllen hilft4 ,kinder finden leicht alles komisch1 weil bei ihnen der intellektuelle ,kontrast leichter entsteht4 ,vorausgesetzt ist1 dass dabei nicht die ,furcht berwiegt4 ,die ,flle1 in denen der intellektuelle ,kontrast seine ,pflicht versumt1 erscheinen also als ,ausnahmen1 die die ,regel besttigen4 ,der ,kontrast wrde das ,gefhl der ,komik erzeugen1 wenn nicht statt desselben ein anders geartetes oder entgegengesetztes ,gefhl eintrte4 ,aber dies hat ebensoviel ,sinn1 als wenn ich erst den allgemeinen ,satz aufstellen wollte3 alle ,krper sinken im ,wasser1 um dann hinzuzufgen3 wofern sie nicht oben bleiben4 ,oder will ,krpelin sagen1 in jenen ,fllen werde das ,eintreten der ,komik durch andersgeartete ,gefhle aufgehoben8 ,auch damit ist nichts gebessert4 ,auch von ,krpern1 die sich nicht darauf einlassen im ,wasser zu sinken1 kann ich zur ,not sagen1 bei ihnen werde durch das ,obenbleiben oder die ,tendenz des ,obenbleibens der ,effekt des ,sinkens aufgehoben4 ,eine ,begrndung des ,sinkens dieser ,krper und des ,nichtsinkens jener wre damit nicht gegeben4 ,endlich ist es aber auch1 wie wir schon wissen1 gar nicht richtig1 dass ,widerstreit von ,lust und ,unlust mit berwiegen der ,lust das ,gefhl der ,komik ausmacht4 ,weder von einem solchen ,widerstreit zu reden ist ,krpelin so ohne weiteres berechtigt1 noch findet das berwiegen der ,lust jederzeit statt4 ,umgekehrt knnen1 wie wir gleichfalls schon wissen1 ,lust und ,unlust thatschlich in dem bezeichneten ,verhltnis stehen und doch kein ,gefhl der ,komik ergeben4 ,es knnen aber auch schliesslich die ganzen ,krpelin'schen ,bedingungen der ,komik erfllt1 also der unerwartete intellektuelle ,kontrast samt dem von ,krpelin geforderten ,verhltnis von ,lust und ,unlust gegeben sein1 ohne dass von ,komik im entferntesten die ,rede ist4 ,jedes zugleich prchtige und furchtbare ,schauspiel1 das ich nie gesehen1 das also zu meinem ,vorstellungsschatz in unerwarteten ,gegensatz tritt1 der unerwartete ,anblick eines mchtigen ,heeres1 eines mchtig aufsteigenden ,wetters und dergleichen erfllt die ,bedingungen1 wenn zufllig der erhebende ,eindruck der ,pracht das ,gefhl der ,furcht berwiegt4 ,darum finden wir ein solches ,schauspiel doch niemals komisch4 ,so bleibt schliesslich von der ganzen ,krpelin'schen ,bestimmung der ,komik nur der ,vorstellungskontrast brig4 ,wie der beschaffen sein msse1 davon erfahren wir nichts4 ,das heisst1 wir erfahren nichts von der eigentlichen ,hauptsache4 ,,wundts ,,theorie4 ,wir werden zu ,krpelin nachher noch einmal zurckkehren mssen4 ,vorerst schliessen wir an das ber seine ,theorie ,gesagte eine ,bemerkung ber verwandte ,anschauungen4 ,zunchst ber die ,wundts4 ,nur in wenigen ,worten charakterisiert ,wundt die ,komik4 ,diese ,worte finden sich im zweiten ,bande der ,grundzge der physiologischen ,psychologie #d4 ,aufl4 ,in seiner ,charakteristik vereinigt ,wundt in gewisser ,weise mit der ,krpelin'schen ,theorie die ,hecker'sche4 ,wundt meint3 ,beim ,komischen stehen die einzelnen ,vorstellungen1 welche ein ,ganzes der ,anschauung oder des ,gedankens bilden1 unter einander oder mit der ,art ihrer ,zusammenfassung teils im ,widerspruch1 teils stimmen sie zusammen4 ,so entsteht ein ,wechsel der ,gefhle1 bei welchem jedoch die positive ,seite1 das ,gefallen1 nicht nur vorherrscht1 sondern auch in besonders krftiger ,weise zur ,geltung kommt1 weil es1 wie alle ,gefhle1 durch den ,kontrast gehoben wird4 ,was ich dagegen zu sagen habe1 ist der ,hauptsache nach bereits gesagt3 ,werden alle ,gefhle durch ,kontrast gehoben1 so erfhrt in dem ,wechsel der ,gefhle1 wie die ,lust durch die ,unlust1 so auch die ,unlust durch die ,lust eine ,steigerung4 ,es bleibt also das ,verhltnis dasselbe4 ,zweitens3 ,das hier vorausgesetzte ,kontrastgesetz existiert nicht4 ,das ,gefhlskontrastgesetz insbesondere ist eine psychologische ,unmglichkeit4 ,drittens3 ,es kann auch nicht gesagt werden1 dass bei der ,komik das ,gefhl der ,lust berwiegen msse4 ,die ,komik des ,verchtlichen1 die ,komik1 die aus dem ,lachen der ,verzweiflung spricht1 zeigt ein bergewicht der ,unlust1 ,komik ist ihrem eigentlichen ,wesen nach weder ,lust noch ,unlust1 sondern im ,vergleich mit beiden etwas ,neues4 ,viertens3 ,damit ist auch schon gesagt1 dass zur ,komik der ,wechsel der ,lust und ,unlust nicht gehrt4 ,mag beim ,gefhl der ,komik bald die ,lust- bald die ,unlustfrbung strker heraustreten2 das ,gefhl der ,komik ist an sich ein von diesem ,gegensatze unabhngiges eigenartiges ,gefhl4 ,fnftens1 abgesehen von allem dem3 ,setzen wir den ,fall1 zwei ,thatsachen lassen sich unter einen ,gesichtspunkt stellen1 und fordern1 dass wir dies thun1 wenn wir sie von einer bestimmten ,seite her betrachten4 ,sie widerstreiten dagegen dem ,versuch1 dies zu thun1 wenn wir andere ,momente an ihnen ins ,auge fassen4 ,hier ist fr ,wundt die ,grundbedingung der ,komik gegeben4 ,es kann auch daraus unter ,umstnden ein ,wechsel der ,gefhle sich ergeben4 ,ich achte bald auf das ,moment der bereinstimmung1 bald auf das ,moment des ,widerstreites4 ,dann schwankt auch mein ,gefhl zwischen ,lust und ,unlust4 ,dabei wird freilich nicht das ,gefhl der ,lust1 sondern das der ,unlust durch den ,kontrast gesteigert3 ,je mehr1 was beide ,thatsachen bereinstimmendes haben1 zur ,zusammenfassung unter den einen wissenschaftlichen ,gesichtspunkt einladet1 um so unangenehmer berhrt es uns1 wenn wir dann doch wiederum von der ,unmglichkeit der ,zusammenfassung uns berzeugen mssen4 ,dagegen wird das ,moment der bereinstimmung keineswegs dadurch fr uns erfreulicher1 dass das gegenteilige ,moment uns die ,freude daran immer wiederum verkmmert4 ,verkmmerte ,freude ist nicht1 wie es nach dem ,gesetz des ,gefhlskontrastes sein msste1 doppelte ,freude4 ,indessen nehmen wir an1 das ,kontrastgesetz bestnde1 und wirkte1 so wie es nach ,wundt wirken msste2 es wrde also im obigen ,falle die ,lust gehoben4 ,dann wren alle ,bedingungen1 die nach ,wundt fr die ,komik charakteristisch sind1 gegeben4 ,es msste also eine den obigen ,angaben entsprechende ,beziehung zwischen ,thatsachen jederzeit komisch sein4 ,das heisst jede ,theorie1 jede ,zusammenfassung von ,thatsachen1 die einerseits berechtigt1 andererseits doch auch wiederum unzulssig erscheint1 msste komisch erscheinen4 ,nun haftet gewiss mancher wissenschaftlichen ,theorie von der bezeichneten ,art der ,charakter der ,komik an4 ,sie braucht nur etwa sehr selbstbewusst aufzutreten und zugleich dieses ,selbstbewusstsein mglichst wenig zu rechtfertigen4 ,oder sie verblfft uns momentan durch einen ,schein der ,wahrheit2 dann aber sinkt eben das1 was ihr den ,schein der ,wahrheit verlieh1 in nichts zusammen4 ,aber das sind ja ,voraussetzungen1 die ,wundt nicht macht4 ,es fehlt so bei ,wundt die ,pointe der ,komik1 also ihr eigentlicher ,sinn4 ,immerhin liegt auch in ,wundts ,charakteristik der ,komik ein ,hinweis auf ,richtiges und ,wichtiges4 ,ich denke wiederum vorzugsweise an die ,anerkenntnis1 dass ein ,gegensatz oder ein ,kontrast1 und zwar1 allgemein gesagt1 ein ,kontrast zwischen einem ,positiven und einem ,negativen fr die ,komik notwendig sei4 ,dass und wiefern diese ,anschauung berechtigt ist1 werden wir nachher genauer sehen4 ,dass sie ein gewisses ,recht haben msse1 knnen wir aber auch schon aus der ,thatsache entnehmen1 dass uns hnliche ,wendungen1 sei es zur ,charakterisierung des ,witzes1 sei es zur ,kennzeichnung der ,komik berhaupt frher und spter immer wieder begegnen4 ,,verwandte ,,theorien4 ,hier kommen fr uns einstweilen nur diejenigen ,definitionen der ,komik in ,betracht1 die auf die ,komik berhaupt sich beziehen4 ,erwhnung verdient vor allem ,schopenhauer1 der in ,die ,welt als ,wille und ,vorstellung ,,ii4 ,buch ,i #ac sagt3 ,das ,lachen entsteht jedesmal aus nichts ,anderem1 als aus der pltzlich wahrgenommenen ,inkongruenz zwischen einem ,begriff und den realen ,objekten1 die durch ihn in irgend einer ,beziehung gedacht worden waren2 und es ist selbst eben nur der ,ausdruck dieser ,inkongruenz4 ,je richtiger einerseits die ,subsumtion 444 unter den ,begriff ist1 und je grsser und greller andererseits ihre ,unangemessenheit zu ihm1 desto strker ist die aus diesem ,gegensatz entspringende ,wirkung des ,lcherlichen4 ,jedes ,lachen also entsteht auf ,anlass einer paradoxen und daher unerwarteten ,subsumtion1 gleichgltig ob diese durch ,worte oder ,thaten sich ausspricht4 ,dies ist in der ,krze die richtige ,erklrung des ,lcherlichen4 ,hier begegnen uns in sehr ausgesprochener ,form die oben als positiv wertvoll anerkannten ,momente4 ,im brigen wissen wir1 warum diese ,erklrung so unzulnglich ist1 wie sie kurz ist und anspruchsvoll auftritt4 ,schopenhauers ,lcherliches ist lcherlich1 wenn es nicht rgerlich1 oder imponierend1 sondern eben lcherlich ist4 ,es ist zunchst lediglich rgerlich1 wenn wir pltzlich wahrnehmen1 ein ,objekt sei dem ,begriff1 unter den wir es subsumiert haben1 inkongruent4 ,und zwar ist zu diesem ,gefhl um so mehr ,grund1 je richtiger die ,subsumtion schien1 oder je mehr unser ,urteil ber das ,objekt zwingend und einleuchtend war4 ,es ist zweitens imponierend1 wenn wir ein ,objekt zunchst1 etwa auf ,grund einer bloss usserlichen ,betrachtung1 einem ,begriff subsumierten1 dessen ,anwendung eine geringe ,bewertung des ,objektes in sich schloss1 und wenn dann pltzlich diese ,subsumtion und mit ihr diese niedrige ,bewertung als fr das ,objekt vllig unangemessen sich ausweist4 ,es ist endlich komisch dann und nur dann1 wenn dem ,objekt vermge der ,subsumtion1 oder vermge unserer ,beurteilung desselben1 irgend welche ,wrde zukam1 oder zuzukommen schien1 und nun pltzlich diese ,wrde verleihende ,subsumtion als inkongruent oder unangemessen sich darstellt4 ,man sieht1 auch ,schopenhauer setzt bei seiner ,erklrung der ,komik die ,komik voraus4 ,daneben mag erwhnt werden ,lillys ,theory of the ,ludicrous1 ,fortnightly ,review1 ,mai #ahif1 wonach das ,lcherliche ist3 an irrational negation which arouses in the mind a rational affirmation4 ,sehr nahe mit ,krpelin berhrt sich dann ,mlinauds ,erklrung in einem ,aufsatz der ,revue des deux mondes #ahie3 ,pourquoi rit-on8 ,etude sur la cause psychologique du rire4 ,die ,antwort auf jene ,frage lautet3 ,quand un objet d'un ct est absurde1 et d'autre trouve une place toute marque dans une catgorie familire4 ,soll auch dagegen noch eine besondere ,bemerkung gemacht werden1 so sei auf folgendes hingewiesen3 ,ein menschliches ,verhalten1 ein religiser ,gebrauch etwa1 sei in sich mglichst absurd4 ,diese ,absurditt wird komisch erscheinen1 wenn sie berraschend oder verblffend ist2 d4 h4 wenn wir die betreffenden ,personen mit unserem ,masse messen1 sie also als vernnftige ,menschen betrachten1 wenn demgemss die ,unvernunft in unseren ,augen den ,anspruch erhebt1 vernnftig1 ja vielleicht erst recht vernnftig zu sein1 zugleich aber vllig klar in ihrer ,unvernunft einleuchtet4 ,nehmen wir dagegen an1 die absurde ,handlung sei uns in aller ihrer ,absurditt dennoch aus ,erziehung1 ,gewohnheit1 ,unkenntnis1 geistiger ,stumpfheit der ,personen vllig verstndlich1 so dass wir uns sagen1 die ,personen mssen unter diesen ,umstnden so absurd sich gebrden1 wie sie es thun4 ,dann hrt die ,komik auf4 ,es tritt dann an die ,stelle der ,komik dies nchterne ,verstndnis oder diese klar bestimmte ,einordnung in eine catgorie familire4 ,man erinnert sich des ,wortes3 ,nicht weinen1 nicht lachen1 sondern verstehen4 ,hier ist also die place toute marque dans une catgorie familire der ,komik feindlich4 ,andererseits ist doch freilich auch wiederum das ,verstndnis des absurden ,gebarens ,bedingung einer bestimmten ,art der ,komik1 nmlich der naiven ,komik4 ,nur muss hier die ,verstndlichkeit in besonderem ,sinne genommen werden4 ,nicht im ,sinne der einfachen verstandesgemssen ,einsicht1 sondern im ,sinne der ,anerkenntnis3 ,das absurde ,gebaren erscheint als ,gebaren dieser ,person berechtigt1 sinnvoll1 natrlich2 es giebt sich darin etwas ,gutes1 ,gesundes1 eine ,einsicht1 kurz eine gewisse ,grsse der ,person kund4 ,andererseits aber bleibt doch das ,gebaren an sich betrachtet absurd4 ,angenommen ,mlinaud htte an diese ,art der ,komik gedacht1 dann gehrte seine ,theorie zu den zahlreichen1 deren ,schiefheit sich aus der usserlichen und unzureichenden ,betrachtung bestimmter ,mglichkeiten der ,komik erklrt4 ,endlich erwhne ich die letzte ,schrift1 die mit der ,frage der ,komik sich eingehender beschftigt1 nmlich ,herkenraths ,problmes d'sttique et de morale1 ,paris #ahih4 ,herkenrath knpft an ,mlinauds ,definition unmittelbar an4 ,er will sie nur verallgemeinern4 ,zugleich bestimmt er sie genauer4 ,er meint1 komisch sei die runion soudaine de deux aspects1 qui paraissent incompatibles4 ,hier ist das soudaine gegen ,mlinaud eine ,verbesserung4 ,aber auch die pltzlichste ,vereinigung zweier unvertrglicher ,aspekte erzeugt nicht ohne weiteres die ,komik4 ,herkenrath setzt den ,fall3 ,wir hren aus einem ,wandschrank ein ,wimmern1 und meinen1 die ,katze sei darin eingesperrt4 ,beim ffnen finden wir darin unsere ,tante oder unseren ,schwiegervater4 ,dies wre gewiss komisch4 ,und es trifft auch hier thatschlich ein ,aspekt1 nmlich die ,erwartung1 dass das ,eingeschlossene eine ,katze sei1 mit einem anderen damit unvertrglichen ,aspekt1 nmlich der ,wahrnehmung1 dass es meine ,tante oder mein ,schwiegervater ist1 pltzlich zusammen4 ,aber die ,wahrnehmung1 dass ein kleiner ,hund in den ,schrank eingesperrt worden sei1 wrde jener ,erwartung ebenso widersprechen4 ,worauf es ankommt1 das ist3 die ,tante oder der ,schwiegervater1 diese wrdevollen oder auf ,wrde ,anspruch machenden ,personen2 und weiter der ,umstand1 dass eine solche wrdevolle ,person in den ,schrank eingeschlossen ist1 und damit pltzlich in meinen ,augen ihrer ,wrde verlustig geht1 und in dem speziellen ,falle sogar auf das ,niveau einer kleinen wimmernden ,katze herabsinkt4 ,die ,komik entsteht hier nicht aus der pltzlichen ,vereinigung zweier unvertrglicher ,aspekte1 sondern aus diesem ,zergehen der ,wrde der ,tante oder des ,schwiegervaters4 ,herkenrath meint1 hier ein ,beispiel gegeben zu haben1 in welchem die ,komik entstehe1 indem an die ,stelle eines erwarteten ,kleinen ein ,grosses oder ,wrdevolles tritt4 ,in ,wahrheit findet hier wie in allen ,fllen der ,komik das ,gegenteil statt3 ,ein ,grosses schrumpft zu einem ,kleinen zusammen4 ,wre dies nicht der ,fall1 so wrde die ,komik unterbleiben4 ,die ,wahrnehmung eines reissenden ,stromes1 wo nach vorangehenden ,erfahrungen ein wasserarmer ,bach erwartet wurde1 wirkt nicht komisch1 sondern imponierend4 ,und doch haben wir auch hier die pltzliche ,vereinigung zweier unvertrglicher ,aspekte4 99 99 99 99 99 ,,ii4 ,,abschnitt4 ,,die ,,gattungen ,,des ,,komischen4 ,,iv4 ,,kapitel4 ,,die ,,objektive ,,komik4 ,,kontrast ,,des ,,grossen ,,und ,,kleinen4 ,mit den letzten ,bemerkungen des vorigen ,abschnittes habe ich dem ,folgenden vorgegriffen4 ,das dort ,angedeutete wird in diesem ,abschnitt nher auszufhren sein4 ,wir reden zunchst von der objektiven ,komik4 ,die genauere ,abgrenzung derselben von den beiden anderen ,gattungen der ,komik1 der subjektiven und der naiven ,komik1 wird spter1 im ,kapitel ber die naive ,komik1 zu vollziehen sein4 ,hier gengt uns einstweilen diejenige ,bestimmung des ,begriffes der objektiven ,komik1 die sich aus dem hier ,folgenden von selbst ergiebt4 ,ich sagte oben1 ,krpelin unterlasse es1 uns zu sagen1 welcher ,kontrast komisch wirke4 ,die ,antwort auf diese ,frage ist teilweise seit lange gegeben4 ,in gewisser ,weise schon von der sthetik der ,wolff'schen ,schule4 ,diese bezeichnet den komischen ,kontrast als einen ,kontrast zwischen ,vollkommenheiten und ,unvollkommenheiten4 ,deutlicher redet ,kant4 ,ihm zufolge entsteht die ,komik aus der pltzlichen ,auflsung einer ,erwartung in ,nichts4 ,nach ,jean ,paul ist das ,lcherliche das unendlich ,kleine1 das zu einem ,erhabenen in ,gegensatz tritt4 ,und dieselbe ,anschauung begegnet uns in der folgenden ,geschichte der sthetik immer wieder1 in den mannigfachsten ,modifikationen1 in geistvollster ,weise durchgefhrt von ,vischer4 ,ich erwhne speziell noch ,spencer1 fr den die ,komik beruht auf einer descending incongruity2 einem unvermerkten bergang from great things to small4 hnlich ist fr ,bain der ,anlass der ,komik the degradation of some person or interest possessing dignity in circumstances1 that excite no other strong emotion4 ,die ,antwort auf die ,frage nach dem ,grunde der ,komik1 die ich meine1 liegt aber im ,grunde auch schon in der gewhnlichen und jedermann gelufigen ,gegenberstellung des ,erhabenen und des ,komischen oder ,lcherlichen4 ,wie kann man es unterlassen1 das ,recht solcher ,anschauungen und ,wendungen wenigstens zu prfen8 ,ein ,kleines1 ein relatives ,nichts1 dies liegt in allen diesen ,wendungen1 bildet jederzeit die eine ,seite des komischen ,kontrastes2 ein ,kleines1 ein ,nichts1 nicht berhaupt1 sondern im ,vergleich zu demjenigen1 mit dem es kontrastiert4 ,die ,komik entsteht eben1 indem das ,kleine an dem ,andern1 zu dem es in ,beziehung gesetzt wird1 sich misst und dabei in seiner ,kleinheit zu ,tage tritt4 ,damit ist auch schon gesagt1 dass das ,kleine in der ,vorstellungsbewegung1 die dem ,eindruck der ,komik zu ,grunde liegt1 jederzeit das zweite ,glied sein muss1 d4 h4 dasjenige1 zu dem wir in unserer ,betrachtung bergehen1 nicht der ,ausgangspunkt1 sondern der ,zielpunkt der ,bewegung4 ,wir mgen immerhin das ,kleine schon vorher wahrgenommen oder ins ,auge gefasst haben1 klein erscheinen im ,vergleich zur anderen ,seite des ,kontrastes kann es doch erst1 nachdem wir den ,massstab1 den die andere ,seite liefert1 aus der ,betrachtung derselben schon gewonnen haben4 ,dass diese ,anschauung im ,rechte ist1 zeigen beliebige ,beispiele4 ,auch die von ,krpelin angefhrten4 ,wir finden uns1 um zunchst ein ,beispiel zu erwhnen1 das uns bei ,krpelin nicht begegnet1 das aber von uns bereits oben angefhrt wurde1 komisch angemutet1 wenn wir neben einem mchtigen ,palast ein kleines ,huschen1 wohl gar ein solches1 das in seiner ,form den ,palast nachahmt1 stehen sehen4 ,die komische ,wirkung tritt noch sicherer ein1 wenn das kleine ,huschen eine ganze ,reihe mchtiger ,bauten unterbricht4 ,krpelins ,fehler besteht darin1 dass ihm dieser ,kontrast zwischen ,gross und ,klein ein ,kontrast ist wie jeder andere1 und dass er die ,stellung der ,glieder des ,kontrastes nicht beachtet4 ,denken wir uns eine ,reihe von mchtigen ,palsten durch einen ,bau unterbrochen1 dessen ,bauart eine ganz andere ist1 der ihnen aber an ,mchtigkeit nichts nachgiebt1 eine grosse ,kirche1 ein ,theater oder dergleichen1 dann unterbleibt der ,eindruck der ,komik4 ,und angenommen1 wir gehen erst zwischen ,reihen kleiner ,huser und erblicken pltzlich einen riesigen ,palast1 so schlgt er gar in den des ,erstaunens um2 obgleich natrlich der ,kontrast zwischen ,klein und ,gross nicht kleiner ist1 als der zwischen ,gross und ,klein4 ,man vergleiche hier auch die ,beispiele1 die am ,ende des vorigen ,abschnittes angefhrt wurden4 ,in dem obigen ,beispiele ist das ,kleine ein ,kleines der ,ausdehnung4 ,ein solches ist es nicht in allen ,fllen4 ,was ich mit dem ,kleinen1 dem relativen ,nichts oben meinte1 das ist berhaupt das fr uns relativ ,bedeutungslose1 dasjenige1 was fr uns1 sei es berhaupt1 sei es eben jetzt1 geringeres ,gewicht besitzt1 was geringeren ,eindruck macht1 uns in geringerem ,masse in ,anspruch nimmt1 oder wie sonst wir uns ausdrcken mgen4 ,dergleichen ,prdikate kann aber ein ,objekt aus gar mancherlei ,grnden verdienen4 ,auf ,eines muss ich besonders aufmerksam machen4 ,die ,art1 in der ,objekte auf uns wirken oder uns in ,anspruch nehmen1 pflegt der ,hauptsache nach nicht auf dem zu beruhen1 was sie fr unsere ,wahrnehmung sind1 sondern auf dem1 was sie uns bedeuten1 oder anzeigen1 woran sie gemahnen oder erinnern4 ,die ,wirkung der ,worte liegt vor allen ,dingen an dem1 was sie sagen1 nicht minder die der sichtbaren ,formen1 sei es einzig1 sei es zum wesentlichen ,teile1 an den ,gedanken1 die sie in uns erwecken4 ,schon fr die ,komik der leicht zu ertragenden menschlichen ,gebrechen kommt dies in ,betracht4 ,inwiefern1 dies wird deutlich1 wenn man bedenkt1 dass von ,haus aus1 das heisst abgesehen von den ,vorstellungen und ,gedanken1 die wir auf ,grund mannigfacher ,erfahrungen hinzufgen1 die ,bildung des menschlichen ,krpers berhaupt kein ,gegenstand besonderen ,interesses ist4 ,der menschliche ,krper wre uns sogar1 wenn wir alle diese associativen ,faktoren einen ,augenblick zum ,schweigen bringen knnten1 die gleichgltigste ,sache von der ,welt4 ,er gewinnt ,bedeutung1 indem mit ihm der ,gedanke an ein darin waltendes krperliches und geistiges ,leben aufs ,innigste verwchst4 ,er wird dadurch zum sinnlichen ,trger der ,persnlichkeit4 ,nicht nur das ,auge ist ,spiegel des ,innern1 sondern der ganze ,krper in allen seinen ,teilen1 wenn auch nicht berall in gleichem ,grade4 ,dies heisst nicht1 wir lesen aus jeder ,form des menschlichen ,krpers ein bestimmtes1 thatschlich darin verkrpertes ,leben in zutreffender ,weise heraus4 ,nur dies ist mit jener ,behauptung gesagt1 es werde durch jede ,form auf ,grund der ,erfahrung die ,vorstellung eines bestimmt gearteten ,lebens in uns erweckt1 gleichgltig ob die ,vorstellung jedesmal der ,wirklichkeit entspricht1 oder nicht4 ,auerdem muss hinzugefgt werden1 dass solche ,vorstellungen uns nicht zum ,bewutsein zu kommen brauchen1 wenn das ,interesse an der ,form entstehen1 also die ,form uns bedeutungsvoll werden soll4 ,die normalen ,formen des menschlichen ,krpers sind es aber1 mit denen vor allem der ,gedanke an positives1 in gewisser ,flle1 ,kraft1 ,ungestrtheit vorhandenes krperliches und geistiges ,leben sich verknpft4 ,sie heissen eben normal1 weil in ihnen berall das ,mass von ,leben und ,lebensfhigkeit sich darstellt oder darzustellen scheint1 das wir allgemein fordern oder fr wnschenswert halten4 ,sie sind eben damit fr uns ,gegenstand erheblichen positiven ,interesses und darum bedeutungs- und eindrucksvoll4 ,mit diesem ,interesse ,hand in ,hand geht dann das negative ,interesse1 das solche abnorme ,formen fr uns haben1 die die ,vorstellung eines erheblichen ,eingriffs in jenes krperliche und geistige ,leben oder einer erheblichen ,herabminderung desselben erwecken4 ,auch dies negative ,interesse involviert eine entsprechende ,eindrucksfhigkeit4 ,dagegen erscheinen ,abweichungen von der normalen ,form1 die mit keiner derartigen ,vorstellung verbunden sind1 notwendig relativ nichtssagend und damit psychologisch mehr oder weniger gewichtlos4 ,sie erscheinen insbesondere dem ,sinn und ,inhalt der normalen ,formen gegenber entweder als ein ,zuwenig oder als ein ,zuviel oder als beides zugleich4 ,der bermig ,hagere bleibt schon rein uerlich betrachtet hinter der normalen ,bildung zurck4 ,aber nicht dies usserliche ,zurckbleiben1 sondern der damit sich verbindende ,gedanke einer geringeren ,kraft- und ,lebensentfaltung lsst die ,form relativ nichtig erscheinen4 ,dasselbe gilt von der zu kleinen ,nase4 ,sie macht den ,eindruck der ,verkmmertheit1 als habe der ,organismus nicht ,kraft genug gehabt1 eine normale ,nase zu bilden2 indem sie an die ,bildung der kindlichen ,nase erinnert1 erweckt sie zugleich die ,vorstellung einer niedrigeren ,stufe geistigen ,lebens4 ,dagegen erscheint die zu grosse ,nase1 soweit sie ber das normale ,mass hinausgeht1 als ein berschssiges1 ,zweckwidriges1 zum ,ganzen des ,organismus und des ihn erfllenden ,lebens im ,grunde nicht mehr ,hinzugehriges1 und insofern ,sinnloses und ,nichtiges4 ,dort ist fr unsere ,vorstellung mit der ,form zugleich der ,inhalt vermindert2 hier reicht der ,inhalt nicht zu fr die ,form1 so dass diese teilweise inhaltlos erscheint4 ,endlich vereinigen sich beide ,arten relativer ,bedeutungslosigkeit beim bermssig ,fetten4 ,das ,fett erscheint als kraftlose1 also bedeutungslose ,wucherung1 zugleich hemmt es das gewohnte ,mass freier ,bewegung und ,lebensbethtigung4 ,unter denselben ,gesichtspunkt stellt sich der ,typus und die ,hautfarbe des ,negers1 ber welchen der ,ungebildete1 und das ,neue1 worber das ,kind lacht4 ,der ,negertypus erweckt allgemein gesagt die ,vorstellung einer niedrigeren ,stufe der ,entwicklung2 die ,hautfarbe ist wenigstens dem ,ungebildeten als ,farbe des menschlichen ,krpers unverstndlich4 ,an sich besitzt ja auch die weisse ,hautfarbe keine besondere ,wrde4 ,aber sie gehrt fr uns1 wie die normalen ,formen1 zum ,ganzen des ,menschen1 ist ,mittrger des ,gedankens an menschliches ,leben geworden1 auch auf sie hat sich damit etwas von der ,wrde der menschlichen ,persnlichkeit bertragen4 ,diese ,wrde fehlt naturgem der schwarzen ,hautfarbe1 so lange wir nicht gelernt haben1 auch sie als rechtmssige menschliche ,hautfarbe zu betrachten4 ,sie ist also so lange ein relatives ,nichts4 ,ebenso ist das ,neue fr das ,kind ein relativ ,bedeutungsloses1 weil das ,kind seine ,bedeutung1 die ,zugehrigkeit zu ,anderem1 aus dem sich die ,bedeutung ergiebt1 die ,brauchbarkeit zu diesem oder jenem ,zweck u4 s4 w4 noch nicht kennen gelernt hat4 ,als ,unverstandenes1 noch ,sinnloses1 und darum ,nichtiges1 nicht um der ,neuheit willen1 ist das ,neue dem ,kinde komisch1--soweit es dies ist4 ,wie in den bisher besprochenen1 so ist es in allen ,fllen der ,anschauungskomik wesentlich1 dass das relativ ,nichtige als ein solches erscheine1 nicht irgendwo oder irgendwann1 sondern in dem ,gedanken- oder ,vorstellungszusammenhang1 in den es hineintritt2 oder1 wie wir auch sagen knnen1 dass es nichtiger erscheine1 als der ,vorstellungs- oder ,gedankenzusammenhang1 in den es sich einfgt1 fordert oder erwarten lsst4 ,wir erwarten1 wenn wir an einer ,reihe grosser ,gebude vorbergegangen sind1 nun auch weiter grosse ,gebude anzutreffen4 ,wir fordern oder erwarten von allem dem1 was nun einmal zum ,menschen gehrt1 nicht bloss seinen ,reden und ,handlungen1 sondern auch den ,formen und ,farben seines ,krpers1 dass sie uns den ,eindruck einer gewissen ,bedeutsamkeit machen1 dass in ihnen fr unser ,gefhl oder ,bewusstsein ein gewisser--nicht berall identischer1 auch nicht berall gleich erhabener--,sinn1 ein gewisses ,mass von ,zweckmigkeit1 krperlicher oder geistiger ,lebenskraft und ,leistungsfhigkeit sich ausspreche1 oder auszusprechen scheine4 ,wir erwarten1 wenn wir unserm ,freunde begegnen1 an ihm alle die ,zge der ussern ,erscheinung wieder wahrzunehmen1 die wir gewohnt sind als zu ihm gehrig zu betrachten und die schon dadurch eine gewisse positive ,bedeutung fr uns gewonnen haben u4 s4 w4 ,die ,komik entsteht1 wenn an ,stelle des erwarteten ,bedeutungs- oder ,eindrucksvollen und unter ,voraussetzung eben des ,vorstellungszusammenhanges1 der es erwarten lsst1 ein fr uns1 unser ,gefhl1 unsere ,auffassung1 unser gegenwrtiges ,verstndnis minder ,eindrucksvolles sich einstellt4 ,,nachahmung ,,und ,,karikatur4 ,die ,wichtigkeit dieser ,bestimmung erhellt noch besonders deutlich1 wenn wir jetzt mit ,krpelin innerhalb der ,anschauungskomik die ,flle der ,komik der ,nachahmung und der ,karikatur speziell ins ,auge fassen4 ,wir sehen nach ,krpelin bei der ,komik der ,nachahmung die eine von zwei uns als verschieden bekannten ,individualitten eine teilweise bereinstimmung mit der andern gewinnen und werden dadurch gezwungen1 jene beiden ,vorstellungen miteinander in nahe ,beziehung zu setzen1 ohne sie doch natrlich zu einer vollstndigen ,deckung bringen zu knnen4 ,darauf beruht hier fr ,krpelin die ,komik4 ,nach dieser ,theorie msste das ,gefhl der ,komik immer entstehen1 wenn zwei ,personen sich in gewissen ,punkten entschieden hnlich1 in andern entschieden unhnlich sind1 wenn beispielsweise von zwei ,brdern der eine ganz die ,zge des ,vaters hat1 whrend der andere teilweise dem ,vater1 teilweise der ,mutter gleicht4 ,auch hier setzen wir ja ,personen in nahe ,beziehung1 ohne sie zur ,deckung bringen zu knnen4 ,krpelins ,theorie vergisst eben auch hier wiederum die ,hauptsache4 ,er bersieht in der ,komik der ,nachahmung die ,nachahmung4 ,nachahmung ist ,herauslsung von ,zgen einer ,person1 ,eigentmlichkeiten derselben1 ,arten zu sprechen1 zu handeln1 sich zu bewegen1 aus dem ,zusammenhang1 dem sie angehren und in dem sie ihre ,bedeutung haben4 ,dabei knnen zwei ,mglichkeiten unterschieden werden4 ,die nachgeahmten ,eigentmlichkeiten seien zunchst ,eigentmlichkeiten irgend welcher ,art4 ,sofern wir sie an der ,person wahrnehmen1 der sie zugehren1 sind sie ,eigentmlichkeiten dieser ,person2 d4 h4 diese ,person giebt ihr ,wesen darin nach gewisser ,richtung kund2 sie sind nicht bloss diese ,eigentmlichkeiten1 sondern ,eigentmlichkeiten1 in denen diese ,person steckt4 ,nun werden sie von mir nachgeahmt4 ,damit erscheinen sie von dieser ,person losgelst4 ,zugleich erscheinen sie doch fr denjenigen1 der weiss1 dass ich nachahme1 nicht etwa auf mich bertragen4 ,sie werden nicht als mir thatschliche zukommende ,eigentmlichkeiten aufgefasst4 ,sie sind also isoliert2 schweben sozusagen in der ,luft4 ,andererseits werden sie doch immer noch als ,eigentmlichkeiten der anderen ,person erkannt4 ,man weiss1 ich ahme jene ,person nach4 ,damit ist der ,grund zur ,komik gegeben4 ,die ,eigentmlichkeit1 die als ,eigentmlichkeit der ,person ihren ,sinn hat1 bsst vermge der ,loslsung von der ,person diesen ,sinn ein4 ,sie ist1 als zur ,person gehrig betrachtet1 ,ausdruck des ,wesens derselben2 indem ich durch die ,nachahmung gezwungen werde1 sie fr sich zu betrachten1 geht sie dieses ,anspruches verlustig4 ,sie hat1 sofern sie der ,person zugehrt1 diese zum ,inhalt oder ,substrat1 jetzt kommt ihr dieser ,inhalt oder dies ,substrat abhanden4 ,sie wird mit einem ,worte zur leeren ,form4 ,immer wieder1 wenn ich sie im ,zusammenhang der ,person betrachte1 fllt sich die ,form mit persnlichem ,inhalte2 und jedesmal wenn ich sie in ihrer ,isolierung betrachte1 schrumpft sie zur leeren ,form zusammen4 ,ein ,etwas wird zu einem ,nichts4 ,dies aber ist der ,grund aller ,komik4 ,aus dem ,gesagten ergiebt sich1 dass die komische ,wirkung der ,nachahmung umso grsser sein muss1 einmal je mehr das ganze ,wesen der ,person in der nachgeahmten ,eigentmlichkeit sich kund giebt1 je charakteristischer also die ,eigentmlichkeit fr die ,person ist1 zum anderen1 je weniger die ,eigentmlichkeit zu mir passt1 je weniger sie also als meine ,eigentmlichkeit genommen werden kann4 ,andererseits steigert sich die ,wirkung notwendig1 wenn wir die zweite der oben gemeinten ,mglichkeiten ins ,auge fassen1 d4 h4 wenn wir annehmen die ,eigentmlichkeit sei eine ,eigenheit1 ich meine3 ein solcher ,zug der nachgeahmten ,person1 der im ,vergleich zum normalen menschlichen ,wesen1 ebenso wie die leicht zu ertragenden ,gebrechen1 als ein ,zuviel oder ein ,zuwenig erscheint1 also in jedem ,falle einen ,eindruck relativer ,nichtigkeit zu machen geeignet ist4 ,ich sage mit ,absicht3 geeignet ist2 denn dass solche ,eigenheiten an der ,person selbst als ,kleinheiten oder ,schwchen erscheinen mssten1 soll hier nicht gesagt sein4 ,sie erscheinen dann um so sicherer als solche in der ,nachahmung4 ,eine ,art zu sprechen etwa verrt eine gewisse ,weichheit1 ein ,sichgehenlassen des ,gefhls4 ,die ,gefhlsweichheit passt aber zur ,person1 ist mit anderen wertvollen ,eigenschaften derselben notwendig verbunden2 wir finden sie darum an der ,person vllig in ,ordnung4 ,so finden wir ja an ganzen ,gattungen von ,menschen1 an den verschiedenen ,geschlechtern1 ,lebensaltern1 ,stnden1 ,besonderheiten in der ,ordnung und fordern sie sogar1 die ohne ,rcksicht auf die besondere ,natur der ,trger als ,kleinheiten erscheinen wrden4 ,oder1 gehrt die ,eigentmlichkeit nicht zum ,wesen der ,person1 in dem ,sinne1 dass wir gar nichts ,anderes von ihr erwarten1 dann haben wir uns doch vielleicht in die ,person und die ,eigentmlichkeit gefunden4 ,wir haben gelernt die ,persnlichkeit als ,ganzes zu fassen2 und in ihrer ,ganzheit1 zu der auch die ,schwche gehrt1 ist sie uns vertraut4--,indem ich nun aber die ,eigentmlichkeit nachahme1 reisse ich sie aus jenem ,zusammenhang heraus4 ,sie wird jetzt gewissermassen ,gegenstand absoluter ,beurteilung1 d4 h4 sie tritt statt in ihrer ,beziehung zu ihrem ,trger1 in ihrer ,beziehung zum ,menschen berhaupt ins ,bewusstsein4 ,sie wird gemessen an dem1 was man vom ,menschen berhaupt erwartet4 ,und in diesem ,zusammenhang stellt sie sich als ,kleinheit dar und wirkt entsprechend4 ,sie wirkt komisch4 ,vllig entgegengesetzte ,eigenschaften knnen auf diese ,weise durch ,nachahmung komisch werden4 ,wie die ,sprechweise1 die ein ,sichgehenlassen des ,gefhls verrt1 so auch die besonders energische1 trotzig herausfordernde1 kommandomssige4 ,der ,kommandoton bleibt nicht hinter dem zurck1 was wir im allgemeinen zu erwarten pflegen1 sondern geht darber hinaus2 er lsst aber seinerseits einen entsprechenden ,zweck und ,inhalt der ,rede erwarten4 ,auch wo der fehlt1 ertragen wir am ,ende den ,ton1 wenn die ,person und ,stellung dazu passen4 ,reissen wir ihn1 nachahmend1 aus diesem ,zusammenhang1 so erscheint er in seiner ,zweck- und ,inhaltlosigkeit und damit relativ nichtig4 ,man sieht leicht1 dass zwischen den beiden hier unterschiedenen ,fllen hinsichtlich des ,grundes der ,komik derselbe ,gegensatz besteht1 wie zwischen der zu kleinen und der zu grossen ,nase oder zwischen bermssiger ,hagerkeit und bermssiger ,krperflle4 ,ein ,objekt wird komisch das eine ,mal1 weil es selbst eine ,erwartung unerfllt lsst1 das andere ,mal1 weil es eine ,erwartung erregt1 die unerfllt bleibt4 ,dieser ,gegensatz geht durch4 ,der ,mann1 der ein ,kinderhubchen aufsetzt1 und der kleine ,junge1 der sich einen ,cylinder aufs ,haupt stlpt1 beide sind gleich komisch4 ,zunchst ist dort das ,hubchen komisch1 weil man an seiner ,stelle die wrdige mnnliche ,kopfbedeckung erwartet1 hier das ,kind1 weil wir als ,trger des wrdigen ,cylinders einen ,mann erwarten4 ,dann aber heftet sich die ,komik auch1 in jenem ,falle an den ,mann1 in diesem an den ,cylinder1 weil der ,mann1 indem er das ,hubchen aufsetzt1 seiner ,wrde als ,mann1 der ,cylinder1 indem er sich herablsst das ,haupt des ,kindes zu schmcken1 seiner ,wrde als mnnliche ,kopfbedeckung sich zu begeben scheint4 ,mit der ,komik der ,nachahmung ist die der ,karikatur verwandt4 ,auch bei der letzteren werden ,eigenheiten herausgehoben1 nicht durch ,herauslsung aus dem gewohnten ,zusammenhang1 aber durch ,steigerung4 ,ich zeichne einen ,menschen im brigen korrekt1 vergrssere aber die etwas zu grosse1 oder verkleinere die etwas zu kleine ,nase1 verstrke die ,hagerkeit oder die ,rundung der ,person u4 s4 w4 ,in jedem ,falle handelt es sich um die ,hervorhebung eines relativ ,nichtigen4 ,dies macht zunchst die ,karikatur selbst zum ,gegenstand der ,komik1 dann auch das ,original1 mit dem wir nicht umhin knnen sie zu identifizieren4 ,dass ,krpelin das ,wesentliche dieses ,vorgangs bersieht1 verwundert uns nicht mehr4 ,die ,komik beruht ihm hier wie bei der ,nachahmung auf hnlichkeit und daneben bestehendem ,kontrast3 ,die ,karikatur lsst die hnlichkeit prgnant hervortreten1 sorgt aber zugleich dafr1 dass der ,kontrast mit dem ,original gengend gewahrt bleibt4 ,nach dieser ,theorie msste jedes in einigen ,teilen getroffene1 in andern vom ,original entschieden abweichende ,bildnis komisch wirken1 selbst dann1 wenn die ,abweichung vielmehr in einer ,vertuschung oder ,weglassung solcher ,eigentmlichkeiten bestnde1 die im ,original abnorm oder komisch sind4 ,,situationskomik4 ,sollte aus dem ,bisherigen das ,recht der an ,krpelin gebten ,kritik und der an ,stelle der seinigen gesetzten ,anschauung noch nicht vllig deutlich geworden sein1 dann wird die ,betrachtung der zweiten ,krpelin'schen ,hauptgattung der ,komik hoffentlich zu diesem ,ziele fhren4 ,krpelin bezeichnet als solche die ,situationskomik4 ,das gemeinsam wirkende ,element der ,situationskomik ist stets ein ,missverhltnis zwischen menschlichen ,zwecken und deren ,realisierung4 ,dass diese ,angabe1 auch wenn wir nur ,krpelins ,beispiele ins ,auge fassen1 zu enge ist1 verschlgt uns hier um so weniger1 als ,krpelin selbst sie im darauf folgenden ,satze wieder aufhebt und den ,begriff der ,situation wesentlich erweitert3 ,gerade das ist das ,charakteristische der ,situation1 dass sie keinen ,ruhezustand zulsst1 sondern einen einzelnen ,moment aus einer ,reihe von ,handlungen oder ,begebenheiten herausgreift4 ,darnach wre die ,situationskomik die ,komik des ,nacheinander von ,begebenheiten oder ,handlungen4 ,dagegen ist mir der ,umstand wesentlich1 dass jene ,bestimmung zugleich zu weit ist4 ,auch bei der ,situationskomik kann nicht ein ,missverhltnis als solches das ,gefhl der ,komik erzeugen4 ,auch hier entsteht dies ,gefhl nur1 indem ein ,element in dem ,gedankenzusammenhang1 in den es hineintritt1 als ein relativ ,kleines erscheint4 ,wiederum ist dabei notwendig das ,kleine der ,zielpunkt1 nicht der ,ausgangspunkt der gedanklichen ,bewegung4 ,es ist nicht komisch1 wenn ,columbus1 statt den ,seeweg nach ,ostindien zu finden1 ,amerika entdeckt4 ,der ,kontrast zwischen ,zweck und ,realisierung ist hier gross genug1 aber er ist nicht zugleich ein ,kontrast zwischen ,gross und ,klein4 ,dagegen wre ,columbus ,gegenstand der ,komik geworden1 wenn er schliesslich auf irgendwelchem ,umweg in lngst bekannter ,gegend gelandet wre und diese vermeintlich entdeckt htte4 ,es ist nicht komisch1 sondern furchtbar1 wenn ein ,apotheker sich vergreift1 und dem ,kranken statt des ,heilmittels ein ttliches ,gift giebt4 ,dagegen wrde der ,eindruck der ,komik nicht ausbleiben1 wenn wir shen1 dass jemand seinem ,feinde1 in der ,meinung ihn zu vergiften1 ein unschdliches ,pulver eingegeben habe4 ,krpelin freilich glaubt ,fllen jener ,art ihre ,beweiskraft zu nehmen1 indem er erklrt1 es drften1 wo die ,komik zu stande kommen solle1 keine ,unlustgefhle erregt werden2 aber wie es komme1 dass in gewissen ,fllen statt des ,gefhles der ,komik ein ,gefhl der ,unlust erzeugt werde1 das ist eben die ,frage1 um die es sich handelt1 ganz abgesehen davon1 dass ja auch nach ,krpelins eigner ,meinung ,unlustgefhle zur ,komik hinzugehren4 ,ob der anderen ,bedingung1 dass das ,kleine ,zielpunkt der ,bewegung sei1 in einem gegebenen ,falle gengt sei1 dies erfahren wir am einfachsten1 wenn wir wiederum1 wie schon oben1 den ,begriff der ,erwartung oder ,forderung verwenden4 ,komisch wirkt die ,erfolglosigkeit lebhafter ,bemhungen4 ,in der ,that ist es komisch1 wenn wir den ,schulmeister sich vergeblich mhen sehen1 eine ,schar ungezogener ,rangen zur ,ruhe zu bringen4 ,dagegen irrt ,krpelin1 wenn er dieselbe ,wirkung dem unvermuteten ,erfolg geringfgiger ,bestrebungen zuschreibt4 ,so ist es nicht komisch1 sondern imponierend1 wenn eine ,person durch ihr blosses ,auftreten1 einen ,blick1 ein ,wort1 eine geringfgige ,bewegung1 eine grosse ,menge beherrscht und leitet4 ,der ,unterschied beider ,flle besteht aber eben darin1 dass der ,erfolg dort hinter dem zurckbleibt1 was wir nach gewhnlicher ,erfahrung erwarten oder fordern1 whrend er hier darber hinausgeht4 ,ebenso entsteht der ,eindruck der ,komik1 wenn viel versprochen und wenig geleistet wird1 wenn jemand stolz und selbstbewusst auftritt und ber kleine ,hindernisse stolpert1 wenn der ,erwachsene redet1 handelt1 denkt wie ein ,kind u4 s4 w42 er entsteht nicht1 wenn umgekehrt wenig versprochen und viel geleistet wird1 wenn jemand bescheiden auftritt und leistet1 was nach der ,art seines ,auftretens niemand von ihm erwartete1 wenn das ,kind1 ohne doch unkindlich zu erscheinen1 einen ,grad des ,verstndnisses verrt1 dem wir in seinem ,alter sonst nicht zu begegnen gewohnt sind4 ,nur unter einer ,bedingung kann auch bei ,fllen dieser letzteren ,art das ,gefhl der ,komik sich einstellen2 dann nmlich1 wenn sich in unseren ,gedanken der ,zusammenhang der ,facta in der ,weise umkehrt1 dass dasjenige1 was dem natrlichen ,gang der ,dinge zufolge an die ,stelle des ,erwarteten tritt1 zu dem wird1 was die ,erwartung erregt1 und umgekehrt4 ,angenommen etwa1 wir sehen nicht die geringe ,bemhung und auf diese folgend das bedeutsame ,ergebnis1 sondern hren zuerst von dem letzteren1 und erwarten nun oder fordern an der ,hand gelufiger ,erfahrung1 dass eine bedeutsame ,anstrengung vorausgegangen sei1 oder wir sehen wohl erst die geringe ,bemhung1 und dann den grossen ,erfolg1 wenden aber nachher unsern ,blick von dem ,erfolg wiederum zurck zur geringen ,bemhung und finden diese geringfgiger als wir eigentlich glauben erwarten zu mssen1--in jedem der beiden ,flle kann die geringfgige ,bemhung komisch erscheinen4 ,aber derartige ,flle wiederlegen nicht1 sondern besttigen unsere ,behauptung4 ,nicht der objektive ,zusammenhang1 sondern der ,zusammenhang in unserem ,denken und das ,vorher und ,nachher innerhalb dieses ,zusammenhangs1 ist ja fr uns das ,entscheidende4 ,,die ,,erwartung4 ,mit der ,anschauungs- und ,situationskomik ist fr ,krpelin der ,umkreis der objektiven ,komik abgeschlossen4 ,entsprechend knnten auch wir die ,kritik der ,krpelin'schen ,theorie abschliessen1 wenn wir uns nicht bereits in einen neuen ,streit mit ihrem ,autor verwickelt htten4 ,wir thaten dies durch die ,art1 wie wir den ,begriff der ,erwartung verwandten4 ,die ,einfhrung dieses ,begriffs geschah gelegentlich2 und seine ,verwendung schien in den speziell angefhrten ,fllen wohl gerechtfertigt4 ,es fehlt aber noch--nicht nur die prinzipielle ,rechtfertigung1 sondern sogar die genauere ,bezeichnung desjenigen1 was eigentlich mit diesem ,begriff gesagt sein solle4 ,beides wollen wir im ,folgenden nachzuholen versuchen4 ,dabei wird auch erst die volle ,tragweite dieses ,begriffs deutlich werden4 ,wie schon erwhnt1 erklrt ,kant die ,komik aus der pltzlichen ,auflsung einer ,erwartung in ,nichts4 ,auch ,vischer lsst die ,erwartung als ein wesentliches ,moment der ,komik erscheinen1 wenn er gelegentlich das ,erhabene1 zu dem das ,nichtige in komischen ,gegensatz tritt1 mit dem identifiziert1 was irgend eine1 wenn auch an sich unmerkliche ,erwartung und ,spannung erregt4 7sthetik ,i1 #aef74 ,mit solchen ,erklrungen scheint eben unsere ,anschauung ausgesprochen4 ,dagegen spricht ,krpelin der ,erwartung jede prinzipielle ,bedeutung ab1 obgleich er doch wiederum jener ,kant'schen ,bestimmung ein gewisses ,recht zugesteht4 ,zunchst soll die ,erwartung die ,wirkung der ,komik nur verstrken4 ,was die ,wirkung eigentlich hervorbringt1 ist der ,vorstellungskontrast4 ,darnach sind ,kontrast und in ,nichts aufgelste oder enttuschte ,erwartung fr ,krpelin jederzeit nebeneinander stehende ,momente4 ,von einem solchen ,nebeneinander nun konnten wir in den oben besprochenen ,fllen nichts bemerken4 ,vielmehr lag eben in der ,enttuschung der ,erwartung1 d4 h4 in dem ,kontrast zwischen dem ,erwarteten und dem relativen ,nichts1 das dafr eintrat1 jederzeit der ganze ,grund der ,komik4 ,es ist1 um viele ,flle in einen ,typus zusammenzufassen1 komisch1 wenn ,berge kreissen und ein winziges ,muschen wird geboren4 ,man lasse dabei die ,erwartung weg1 nehme an1 das ,kreissen der ,berge gebe zu keiner ,vermutung ber die ,beschaffenheit dessen1 was daraus entstehen mge1 ,anlass1 so dass der ,gedanke1 es werde etwas ,grosses geboren werden1 nicht nher liegt als der entgegengesetzte1 und die ,komik ist dahin4 ,sie beruht also freilich auf einem ,kontrast1 aber nicht auf dem ,kontrast der ,berge und des ,muschens1 sondern auf dem ,kontrast des ,erwarteten und des dafr ,eintretenden4 ,dies wird noch deutlicher in anderen ,fllen4 ,vor mir liege ein chemischer ,krper1 der bei einem leichten ,schlage mit lautem ,knall explodieren soll4 ,indem ich den ,schlag ausfhre1 bin ich auf den ,knall gefasst4 ,ich hre aber thatschlich nur das ,gerusch1 das der ,schlag auch sonst hervorgebracht htte3 der ,versuch ist missglckt4 ,hier ist dasjenige1 was die ,erwartung erregt1 die ,wahrnehmung des ,schlages1 an sich so geringfgig wie dasjenige1 was folgt4 ,kein ,kontrast irgendwelcher ,art findet statt zwischen dem leichten ,schlage und dem ,gerusch4 ,der ,kontrast besteht einzig zwischen dem ,gerusch und der erwarteten ,explosion4 ,hierin also ist der ,grund der ,komik zu suchen4 ,diesen ,fllen lassen sich leicht solche entgegenstellen1 in denen lediglich darum keine komische ,wirkung entsteht1 weil die ,erwartung und ihre ,auflsung in ,nichts fehlt4 ,im ,vergleich zu einem hohen ,berge erscheint jedes darauf stehende ,haus klein4 ,das ,haus ist darum doch nicht notwendig kleiner als man erwartet1 ,unter dieser ,voraussetzung fehlt dann auch die ,komik1 trotz jenes ,kontrastes zwischen ,berg und ,haus4 ,darnach mssen wir jetzt sogar ,krpelins ,kontrasttheorie in einem neuen wesentlichen ,punkte korrigieren4 ,wir korrigieren damit zugleich uns selbst1 sofern wir uns oben die ,krpelin'sche ,ausdrucksweise einstweilen gefallen liessen4 ,der ,kontrast zwischen menschlichen ,zwecken und ihrer ,realisierung1 zwischen lebhaften ,bemhungen und deren ,erfolglosigkeit u4 s4 w41 auf den ,krpelin die ,situationskomik grndete1 hat als solcher mit der ,komik gar nichts zu thun4 ,an seine ,stelle tritt der ,kontrast zwischen der erwarteten und der thatschlichen ,realisierung1 zwischen dem ,erfolg1 den wir den ,bemhungen1 sie mgen lebhaft sein oder nicht1 naturgemss zuschreiben1 und der wirklichen ,erfolglosigkeit4 ,ebenso tritt bei der ,anschauungskomik an die ,stelle des ,kontrastes zwischen dem angeschauten ,gegenstand und ,bestandteilen unseres ,vorstellungsschatzes der ,kontrast zwischen der ,beschaffenheit des ,angeschauten1 die wir auf ,grund unseres ,vorstellungsschatzes naturgem voraussetzen1 und derjenigen1 die die ,anschauung aufweist4 ,mit einem ,worte1 der ,vorstellungskontrast lst sich auf in den ,kontrast zwischen einem ,erwarteten 7,geforderten1 ,vorausgesetzten7 und einem an die ,stelle tretenden ,thatschlichen4 ,dies ist der eigentliche intellektuelle ,kontrast1 den ,krpelin sucht1 aber nur mit diesem ,namen zu bezeichnen weiss4 ,zweitens versichert ,krpelin1 die ,erwartung sei natrlich nur beim successiven ,kontrast von ,bedeutung4 ,dagegen berufe ich mich zunchst auf den ,sprachgebrauch1 der nichts dawider hat1 wenn ich sage1 man erwarte bei ,menschen eine gewisse normale ,krperbildung1 oder man erwarte1 wenn man einen fr ,erwachsene bestimmten ,tisch sehe1 dass auch die um ihn herumstehenden ,sthle ,sthle fr ,erwachsene seien1 nicht ,kindersthle u4 dgl4 ,oder ist der ,sprachgebrauch hier unwissenschaftlich8--,dann ziehe ich mich aus dem ,streit1 indem ich sage1 was ich hier unter ,erwartung verstehe4 ,diese ,pflicht liegt ja ohnehin jedem ob1 der die ,erwartung zur ,erklrung der ,komik verwendet oder sie ausdrcklich davon ausschliesst4 ,die ,erwartung einer ,wahrnehmung oder einer ,thatsache ist jedenfalls ein ,zustand des ,bereit- oder ,gerstetseins zum ,vollzug der ,wahrnehmung1 bezw4 zur ,erfassung der ,thatsache4 ,ein solches ,bereitsein kann in unendlich vielen ,stufen stattfinden4 ,ich bin nicht bereit eine ,wahrnehmung zu vollziehen1 wenn ,anderes1 das mit der ,wahrnehmung in keinem ,zusammenhang steht1 mich gnzlich in ,anspruch nimmt1 oder gar ,vorstellungen sich mir aufdrngen1 deren ,inhalt dem ,inhalt jener ,wahrnehmung widerspricht4 ,so bin ich nicht vorbereitet einen ,glockenschlag zu hren1 wenn ,gedanken1 die mit dem ,glockenschlage in keiner ,beziehung stehen1 mich ganz und gar beschftigen4 ,ich bin in noch minderem ,grade vorbereitet1 jemand eine bedeutende ,leistung vollbringen zu sehen1 wenn seine ganze ,persnlichkeit vielmehr den ,eindruck der ,unfhigkeit zu jeder bedeutenden ,leistung macht4 ,dagegen kann ich mich schon in gewisser ,weise auf den ,schall vorbereitet nennen1 wenn mich in dem ,augenblicke1 wo er eintritt1 nichts besonders in ,anspruch nimmt1 wenn also die ,schallwahrnehmung relativ ungehindert in mir zu stande kommen kann4 ,ich bin ebenso in gewisser ,weise vorbereitet1 die ,leistung sich vollziehen zu sehen1 wenn ich hinsichtlich der ,leistungsfhigkeit der ,person kein gnstiges1 aber auch kein ungnstiges ,vorurteil hege4 ,doch ist in diesen ,fllen die ,bereitschaft noch eine lediglich negative4 ,sie kann dann aber in den verschiedensten ,graden zur positiven werden4 ,bleiben wir bei der ,leistung4 ,angenommen die ,person1 ber deren ,leistungsfhigkeit ich nichts weiss1 habe die glckliche ,vollfhrung eines nicht ber gewhnliche menschliche ,krfte hinausgehenden1 auch mit keinen bergrossen ,schwierigkeiten verbundenen ,unternehmens angekndigt4 ,daraus ergbe sich schon ein erhebliches ,mass positiver ,bereitschaft4 ,ich verstehe die ,ankndigung und bin gewohnt anzunehmen1 dass derjenige1 der eine solche ,ankndigung ausspricht1 nicht nur den guten ,willen habe1 sie zu erfllen1 sondern auch ,mittel und ,wege dazu finden werde4 ,dieser erfahrungsgemsse ,zusammenhang zwischen ,ankndigung und ,vollfhrung des ,unternehmens bereitet mich auf die ,wahrnehmung des ,unternehmens vor1 leitet die seelische ,bewegung darauf hin2 oder wenn man lieber will1 der ,gedanke an die ,ankndigung thut dies vermge jenes ,gedankenzusammenhanges oder auf dem dadurch bezeichneten ,wege4 ,dass die ,hinleitung wirklich stattfindet1 erfahre ich1 sobald ich die ,leistung sich wirklich vollziehen sehe4 ,ich erlebe den ,vollzug derselben nicht nur ohne ,befremden und berraschung1 sondern wie etwas1 das so sein muss4 ,ich finde mich in das ,erlebnis nicht nur ohne ,widerstreben1 sondern ich wrde mich umgekehrt nur mit einem gewissen ,widerstreben in das ,nichteintreten desselben finden4 ,dies ,streben1 bezw4 ,widerstreben kann nur in dem ,vorhandensein eines auf die ,wahrnehmung des ,vollzugs der ,leistung hinleitenden oder hindrngenden ,faktors seinen ,grund haben4 ,damit ist indessen noch nicht der hchste ,grad der ,bereitschaft erreicht4 ,sie steigert sich1 wenn ich von der ,leistungsfhigkeit der ,person die beste ,meinung habe1 wenn ich zugleich an ihrer ,zuverlssigkeit nicht zweifle1 wenn endlich solche ,elemente1 die dem1 was kommen soll1 unmittelbar angehren1 in der ,wahrnehmung oder ,erfahrung bereits gegeben sind4 ,ich weiss etwa1 der ,moment1 fr den die ,leistung angekndigt war1 ist da2 ich sehe auch die ,person zum ,vollzug derselben sich anschicken4 ,jetzt wird mein ,vorstellen gleichzeitig durch alle diese ,faktoren auf die ,wahrnehmung des wirklichen ,vollzugs der ,leistung hingeleitet4 ,die ,energie dieser ,hinleitung nimmt zu2 bis zu dem ,momente1 wo es sich entscheiden muss1 ob die ,that geschieht oder nicht4 ,wiederum verrt sich die vorbereitende ,kraft jener ,faktoren in der unmittelbaren ,erfahrung4 ,immer begieriger und leichter vollziehe ich die ,wahrnehmung der ,leistung1 wenn sie wirklich geschieht1 und immer befremdlicher finde ich mich angemutet1 wenn sie schliesslich dennoch unterbleibt4 ,vielleicht freilich giebt man nicht viel auf diese unmittelbare ,erfahrung4 ,dann mag daran erinnert werden1 dass die ,wirksamkeit solcher ,faktoren auch experimentell feststeht4 ,psychische ,messungen ergeben1 dass ,wahrnehmungsinhalte um so schneller von uns erfasst werden oder zu unserem ,bewusstsein gelangen1 je mehr derartige ,faktoren1 je mehr also ,vorstellungs- oder ,wahrnehmungsinhalte1 die mit der neuen ,wahrnehmung in engem erfahrungsgemssem ,zusammenhang stehen1 bereits gegeben sind4 ,so ist die ,zeit1 die zwischen der ,auslsung eines ,schalles und der ,wahrnehmung desselben verfliesst1 krzer1 wenn derjenige1 der ihn hrt1 vorher weiss1 es werde ein ,schall von dieser bestimmten ,beschaffenheit erfolgen1 als wenn er ihn vllig unvorbereitet hrt2 sie ist noch krzer1 wenn dem ,schall in bestimmter1 dem ,hrer genau bekannter ,zeit irgendwelches ,signal vorangeht4 ,diese successive ,verkrzung der ,zeit beweist so deutlich als mglich die den ,vollzug der ,wahrnehmung vorbereitende und erleichternde ,kraft jener ,faktoren4 ,der zuletzt bezeichneten ,art der ,bereitschaft nun wird jedermann den ,namen der ,erwartung zugestehen4 ,wir erwarten das in ,aussicht gestellte und angefangene ,unternehmen sich vollenden zu sehen4 ,dagegen sagen wir nicht1 wir erwarten einen ,schall zu hren1 wenn die ,wahrnehmung desselben nur in dem ,sinne vorbereitet ist1 dass ihr kein besonderes ,hindernis entgegensteht4 ,wir erwarten auch nicht den ,vollzug der ,leistung1 wenn die ,ankndigung derselben uns zwar bekannt1 aber im ,augenblicke nicht in uns wirksam ist1 sei es dass der ,gedanke berhaupt nicht in uns lebendig ist1 sei es dass sonstige seelische ,vorgnge ihn verhindern seine ,wirksamkeit zu entfalten4 ,darnach wissen wir1 worin das ,wesen der ,erwartung besteht4 ,wir sprechen von einer solchen1 und sind berechtigt davon zu sprechen1 wenn die ,bereitschaft zum ,vollzug einer ,wahrnehmung oder zur ,erfassung einer ,thatsache eine aktive ist1 d4 h4 wenn in uns lebendige ,wahrnehmungen oder ,vorstellungen vermge ihrer ,beziehung zu der ,wahrnehmung oder ,thatsache auf diese hinweisen oder hindrngen2 und wir haben ein um so grsseres ,recht von ,erwartung zu sprechen1 je bestimmter und ungehinderter die ,wahrnehmungen oder ,vorstellungen eben auf diese ,wahrnehmung oder ,thatsache hindrngen4 ,damit sehen wir in der ,erwartung nicht eine besondere seelische ,thtigkeit1 oder ein ber den associativen ,mechanismus hinausgehendes seelisches ,geschehen4 ,zwei seelische ,vorgnge sind durch ,association verknpft1 dies heisst gar nichts anderes1 als1 sie sind so aneinander gebunden1 dass die ,wiederkehr des einen auf die ,wiederkehr des ndern hindrngt2 und dies ,hindrngen giebt sich berall darin zu erkennen1 dass der zweite seelische ,vorgang sich1 sei es berhaupt vollzieht1 sei es leichter vollzieht1 weil der erstere sich vollzieht oder sich vollzogen hat2 womit dann zugleich gesagt ist1 dass ein jenem ,vorgang gegenstzlicher in seinem ,entstehen gehemmt werden wird4 ,oder kurz gesagt1 wir sprechen von ,association darum und nur darum1 weil wir es erleben1 dass seelische ,vorgnge sich als wirksame ,bedingungen anderer1 damit natrlich zugleich als ,hemmung entgegengesetzter erweisen4 ,die an sich unbekannte ,beziehung zwischen ,vorgngen1 welche in dieser ,wirksamkeit sich ussert1 nennen wir ,association4 ,auch die ,erwartung ist nur ein besonderer ,fall der ,wirksamkeit der ,associationen4 ,an gewisse ,bewusstseinsinhalte hat sich in den besprochenen ,fllen eine ,wahrnehmung oder der ,gedanke an die ,verwirklichung eines ,geschehens erfahrungsgemss geknpft4 ,diese ,verknpfung bethtigt sich1 indem die ,wahrnehmung oder die ,erfassung des ,geschehens leichter sich vollzieht1 und eben damit zugleich der ,vollzug einer entgegengesetzten ,wahrnehmung oder eines widersprechenden ,gedankens eine ,hemmung erleidet1 sobald jene ,bewusstseinsinhalte wiederum in uns lebendig werden4 ,ein ,punkt nur scheint noch bersehen3 das ,gefhl des ,strebens oder der inneren ,spannung1 das die ,erwartung begleitet4 ,aber dies ,gefhl ist1 wie dies schon oben gelegentlich von den ,gefhlen berhaupt gesagt wurde1 nicht mitwirksamer ,faktor4 ,es ist ein ,nebenprodukt1 das berall sich einstellt1 wo der ,fluss des seelischen ,geschehens auf ein ,ziel gerichtet ist1 dies ,ziel aber nicht1 oder einstweilen nicht erreichen kann2 oder anders ausgedrckt1 wo aktive1 also in thatschlich vorhandenen ,empfindungen oder ,vorstellungen bestehende ,bedingungen fr ein seelisches ,geschehen gegeben sind1 ohne dass doch dies ,geschehen1 sei es berhaupt1 sei es einstweilen sich vollziehen kann4 ,wir werden in dem ,gefhl des ,strebens eben dieses ,sachverhaltes1 dieser ,kausalitt1 die ihres zugehrigen ,erfolges berhaupt oder einstweilen entbehren muss1 inne2 es bildet den ,widerschein desselben in unserem ,bewusstsein4 ,von den vorhin besprochenen ,beispielen der ,erwartung gilt nun thatschlich1 was ,krpelin als zu aller ,erwartung gehrig anzusehen scheint2 es ist dabei das die ,erwartung ,erregende objektiv frher als das ,erwartete4 ,besteht aber das ,wesen der ,erwartung in dem eben ,angegebenen1 dann ist nicht einzusehen1 inwiefern jenes ,verhltnis objektiver ,succession dafr wesentlich sein sollte4 ,auch wenn eine ,reihe grosser ,palste die ,erwartung in mir erregt1 es werden weiter grosse ,bauwerke folgen1 weist ein seelisches ,geschehen1 nmlich die ,wahrnehmung der ,palste auf eine ,wahrnehmung1 nmlich die hnlich grossartiger ,bauwerke1 hin und bereitet sie vor4 ,dass hier das ,erwartete1 bezw4 das dafr ,eintretende kein zeitlich ,nachfolgendes ist1 macht psychologisch keinen ,unterschied4 ,die ,wirkung ist dieselbe2 auch das ,gefhl der ,spannung braucht nicht zu fehlen4 ,nebenbei bemerke ich1 dass in diesem ,beispiel auch das ,band1 das die ,vorbereitung vermittelt1 ein anderes ist1 als in den oben angefhrten ,fllen1--nicht erfahrungsgemsser ,zusammenhang1 sondern hnlichkeit4 ,auch dies aber ndert die ,wirkung nicht4 ,wir kennen ja berhaupt zwei wirkungsfhige ,arten des ,zusammenhanges zwischen seelischen ,vorgngen1 oder zwei ,associationen1 nmlich die ,association1 die durch ,erfahrung1 d4 h4 durch gleichzeitiges ,erleben1 geworden ist1 und die ursprngliche ,association der hnlichkeit4 ,immerhin besteht beim letzten ,beispiele noch ein ,verhltnis der subjektiven ,succession4 ,das neue grosse ,gebude oder das an seine ,stelle tretende kleine ,huschen folgt wenigstens in der ,wahrnehmung oder ,betrachtung auf die ,reihe der ,palste4 ,und diese ,succession scheint allerdings fr die ,erwartung wesentlich4 ,aber eine ,art dieser lediglich subjektiven ,succession ist1 wie wir schon wissen1 auch fr die ,komik1 soweit sie bisher in ,betracht kam1 wesentlich4 ,die ,wahrnehmung der menschlichen ,krperformen1 die der ,neger mit uns gemein hat1 erzeugt die aktive ,bereitschaft1 mit dem ,negerkrper ebendenselben ,gedanken eines in und hinter den ,formen waltenden krperlichen und seelischen ,lebens zu verbinden1 wie wir ihn mit unserem ,krper zu verbinden nicht umhin knnen4 ,die ,wahrnehmung des ,negerkrpers weist oder drngt auf den ,vollzug dieses ,gedankens hin1 wie die ,ankndigung der ,leistung auf die ,wahrnehmung der ,leistung1 oder die ,reihe der ,palste auf die ,wahrnehmung eines gleich imposanten ,baues4 ,das ,band1 das den ,hinweis vermittelt1 ist1 im ,unterschied von dem letzteren ,falle1 wiederum das der ,erfahrungsassociation4 ,diesem ,gedanken1 dass der ,negerkrper1 ebenso wie der unsrige1 menschliches ,leben in sich schliesse1 tritt nun die ,wahrnehmung der schwarzen ,hautfarbe1 die wir der ,voraussetzung nach noch nicht als ,trger eines solchen ,lebens kennen und anerkennen1 sofort negierend entgegen4 ,ich kann den ,neger oder die ,krperformen nicht sehen1 ohne zugleich auch diese ,farbe zu sehen4 ,immerhin muss ich doch auch hier erst auf die ,formen1 die der ,neger mit uns gemein hat1 geachtet haben und dadurch auf den ,vollzug jenes ,gedankens hingedrngt worden sein1 ehe jene ,negation als solche zur ,geltung kommen1 ehe also die schwarze ,hautfarbe die ,vorstellung des ,mangels oder des relativen ,nichts in mir wecken kann4 ,ich habe darnach zur ,anwendung des ,begriffes der ,erwartung im ,grunde hier ebensoviel ,recht1 wie bei dem kleinen ,huschen zwischen ,palsten4 ,ich darf sagen1 ich erwarte naturgemss mit dem ,bild des ,negerkrpers jenen ,gedanken verbinden zu knnen1 diese ,erwartung aber zergehe angesichts der mir fremden ,farbe in nichts4 ,die ,erwartung besteht thatschlich1 nur dass sie auf ihre ,entscheidung nicht zu warten braucht1 und darum auch ein merkliches ,gefhl der ,spannung1 wie es sonst die in ,erreichung ihres ,zieles1 der ,erfllung oder ,enttuschung1 gehemmte ,erwartung begleitet1 nicht entstehen kann4 ,es ist nun aber gar nicht meine ,absicht1 hier dem ,begriff der ,erwartung eine mglichst weite ,anwendbarkeit zu sichern4 ,mag man die ,erwartung da1 wo man auf die ,erfllung oder ,enttuschung nicht zu warten braucht1 und darum kein merkbares ,spannungsgefhl eintritt1 trotzdem als solche bezeichnen oder nicht1 uns kommt es einzig an auf das in aller ,erwartung ,wesentliche und psychologisch ,wirksame1 die aktive ,bereitschaft also zur ,erfassung eines ,inhaltes4 ,und diese findet sich bei aller bisher besprochenen ,komik4 ,,die ,,komik ,,als ,,gr,,sse ,,und ,,kleinheit ,,desselben4 ,es bleibt uns jetzt noch die ,frage1 worin diese psychologische ,wirksamkeit1 dem an die ,stelle des ,erwarteten tretenden relativen ,nichts gegenber1 bestehe4 ,diese ,frage versuche ich hier wenigstens vorbereitungsweise und mit dem ,vorbehalt spterer genauerer ,bestimmung zu beantworten4 ,ein wichtiger ,besuch ist mir angekndigt4 ,in dem ,augenblicke1 in dem der ,besuch kommen soll1 hre ich draussen ,schritte2 die ,thre ffnet sich2 es tritt jemand ein4 ,mit jedem dieser ,momente steigert sich die ,erwartung4 ,die ,erwartung ist aber als solche zugleich eine der thatschlichen ,verwirklichung vorauseilende ,anticipation des ,erwarteten4 ,die ,person1 die eintritt1 ist fr mich1 ehe ich sie sehe1 die angekndigte2 insbesondere die ,wichtigkeit oder ,bedeutung1 welche die erwartete ,person fr mich hat1 weise ich ihr im voraus zu1 und ich thue dies um so sicherer1 je bestimmter die ,erwartung ist4 ,nun tritt in ,wirklichkeit ein ,bettler ein4 ,dieser besitzt also im ,momente seines ,eintretens fr mich jene ,bedeutung2 er ist die wichtige ,person4 ,thatschlich freilich kommt ihm die ,bedeutung nicht zu4 ,aber diesen ,gedanken muss ich erst vollziehen2 ich muss den ,bettler als solchen erkennen und anerkennen2 ich muss ihm auf ,grund dessen die ,bedeutung wieder absprechen4 ,mit diesem letzteren ist eine psychologische ,leistung bezeichnet1 eine um so erheblichere1 je sesshafter der ,gedanke an die ,bedeutung der eintretenden ,person vorher in mir geworden ist4 ,ehe ich diese ,leistung vollzogen habe1 im ersten ,momente also1 bleibt die vorher vollzogene ,vorstellungsverbindung in ,kraft4 ,dann freilich lst sie sich unmittelbar4 ,der ,bettler sinkt unvermittelt in sein ,nichts zurck4 ,vllig analog verhlt es sich in zahllosen andern1 und der ,hauptsache nach gleichartig in allen ,fllen der ,komik berhaupt4 ,der ,bettler1 so knnen wir allgemeiner sagen1 spielt die ,rolle des wichtigen ,besuches1 nicht in ,wirklichkeit1 sondern fr mein ,vorstellen2 er beansprucht die ,bedeutung desselben1 gebrdet sich so1 fr mein ,bewusstsein nmlich4 ,dann stellt er sich unvermittelt dar als das1 was er ist4 ,ebenso spielt das ,kinderhubchen auf dem ,kopf des ,erwachsenen die ,rolle der mnnlichen ,kopfbedeckung1 der kleine ,knabe unter dem mnnlichen ,hute die ,rolle des ,mannes4 ,das kleine ,huschen in der ,reibe von ,palsten gebrdet sich wie einer der ,palste2 die ,hautfarbe des ,negers erhebt den ,anspruch1 ebenso als ,trger und ,verkndiger eines hinter ihr pulsirenden menschlichen ,lebens zu gelten1 wie die unsrige4 ,sie spielen die ,rolle und erheben den ,anspruch1 um dann doch sofort wieder die ,rolle fallen zu lassen und des ,anspruchs beraubt zu erscheinen4 ,ob das komische ,objekt den ,anspruch zu erheben objektiv berechtigt ist oder nicht1 thut dabei nichts zur ,sache4 ,hinter der ,hautfarbe des ,negers pulsiert thatschlich dasselbe ,leben1 wie hinter der unsrigen2 sie hat fr ihn dieselbe ,bedeutung wie fr uns die unsrige4 ,nur darauf kommt es an1 ob das ,objekt erst fr uns den ,anspruch erhebt1 dann ihn fr uns wieder fallen lassen muss1 oder anders gesagt1 ob wir ihm auf ,grund irgend welcher ,vorstellungsassociation die ,bedeutung erst zugestehen1 dann sie ihm auf ,grund einer thatschlich in uns bestehenden1 wenn auch ungerechtfertigten ,betrachtungsweise wiederum absprechen mssen4 ,immerhin hat es ,wert1 diese beiden ,mglichkeiten ausdrcklich zu unterscheiden4 ,zugleich drfen wir auch das andere niemals vergessen1 dass--wiederum fr uns oder fr unsere ,betrachtung--der ,ausspruch einer ,grsse erst entstehen1 dann vergehen muss4 ,ich erwhne hier noch einmal ein ,beispiel der ,komik1 das ,herkenrath anfhrt und das wir schon oben kennen gelernt haben4 ,in diesem ,beispiel meint ,herkenrath1 sei jener ,sachverhalt umgekehrt4 ,es trete in ihm nicht ein ,kleines an die ,stelle eines ,grossen1 sondern ein ,grosses an die ,stelle eines erwarteten ,kleinen4 ,ich meine das ,beispiel der in den ,schrank eingeschlossenen wrdevollen ,tante4 ,herkenrath legt ,gewicht darauf1 dass die ,tante an der ,stelle der ,katze1 die man vorzufinden erwartete1 dem ,blicke sich darbietet4 ,aber die ,komik beruht darauf1 dass man von der ,tante eine wrdevolle ,situation erwartete1 und eine wrdelose findet4 ,trotz dieses ,einwandes meint ,herkenrath1 ich erklre die objektive ,komik assez ingnieusement4 ,nur htte ich nachher ,mhe1 die anderen ,arten der ,komik in die einmal gewonnene ,theorie einzufgen4 ,darauf antworte ich schon hier1 dass ich solche ,mhe unmglich haben kann1 da fr mich alle ,arten der ,komik auf demselben1 hier bezeichneten ,prinzip beruhen4 ,v4 ,,kapitel4 ,,objektive ,,komik4 ,,erg,,nzungen4 ,,das ,,komische ,,leihen4 ,unser bisheriges ,ergebnis ist dies4 ,das ,gefhl der ,komik entsteht1 indem ein--gleichgltig ob an sich oder nur fr uns--,bedeutungsvolles oder ,eindrucksvolles fr uns oder in uns seiner ,bedeutung oder ,eindrucksfhigkeit verlustig geht4 ,das zur ,feststellung dieses ,satzes ,vorgebrachte bedarf aber noch der ,ergnzung oder der nheren ,bestimmung4 ,diese wollen wir in der ,weise gewinnen1 dass wir zugleich solche andere ,theorien1 die gleichfalls auf jener ,grundanschauung beruhen1 oder wenigstens ,elemente derselben in sich schliessen1 mit in die ,diskussion hereinziehen4 ,schon ,lessing war mit dem ,kontrast--zwischen ,vollkommenheiten und ,unvollkommenheiten--wie ihn die ,wolff'sche ,schule der ,komik zu ,grunde gelegt hatte1--nicht zufrieden1 sondern forderte1 dass die ,kontrastglieder sich verschmelzen lassen mssen4 ,dies wiederum gengt ,vischer nicht4 ,der ,kontrast1 so erklrt er1 muss zum ,widerspruch werden2 der komische ,widerspruch aber ist erst vorhanden1 wenn dasselbe ,subjekt in demselben ,punkte zugleich als weise oder stark und als thricht oder schwach erscheint4 ,dieser ,widerspruch ist in seiner ganzen ,tiefe gesetzt ,widerspruch des ,selbstbewusstseins mit sich4 ,das ,subjekt muss erscheinen als um seine ,verirrung wissend und sich in demselben ,momente dennoch verirrend1 oder als bewusst und unbewusst zugleich4 ,thatschlich freilich weiss das komische ,subjekt nicht um seine ,verirrung oder braucht nicht darum zu wissen4 ,dann leihen wir ihm nach ,vischer dies ,wissen oder schieben es ihm unter4 ,diesen ,begriff des ,leihens entnimmt ,vischer von ,jean ,paul und er findet darin eine bedeutende ,entdeckung desselben4 ,der ,sinn des fraglichen ,begriffes wird am einfachsten deutlich aus dem ,jean ,paul'schen ,beispiel1 dass auch ,vischer citiert3 ,wenn ,sancho eine ,nacht hindurch sich ber einem seichten ,graben in der ,schwebe erhielt1 weil er voraussetzte1 ein ,abgrund klaffe unter ihm1 so ist bei dieser ,voraussetzung seine ,anstrengung recht verstndig und er wre gerade erst toll1 wenn er die ,zerschmetterung wagte4 ,warum lachen wir gleichwohl8 ,hier kommt der ,hauptpunkt3 wir leihen seinem ,bestreben unsere ,einsicht und ,ansicht und erzeugen durch einen solchen ,widerspruch die unendliche ,ungereimtheit4 ,dieses ,leihen bestreitet ,lotze1 und mit gutem ,rechte4 ,schieben wir dem zweckwidrig ,handelnden unsere ihm verborgene ,kenntnis der ,umstnde unter1 so wird seine ,handlungsweise fr uns in ihrer ,dummheit unbegreiflich4 ,da andrerseits ,jean ,paul recht hat1 wenn er die ,handlungsweise ,sancho's unter der ,voraussetzung1 der ,abgrund klaffe wirklich unter ihm1 recht verstndig nennt1 so folgt1 dass wir das ,verhltnis zwischen ,wissen und ,handeln berhaupt nicht fr die ,komik dieses ,falles verantwortlich machen drfen4 ,in der ,that geht dies auch nach ,vischers ,theorie nicht an4 ,vischer fordert den ,widerspruch1 aber dass ich meiner ,einsicht entgegen handle1 ist kein ,widerspruch4 ,ein solcher besteht nur zwischen ,wissen und ,nichtwissen1 ,handeln und ,nichthandeln1 berhaupt zwischen ,sein und ,nichtsein ,desselben4 ,wie nun dieser wirkliche ,widerspruch zu stande kommen knne1 darauf fhrt uns ,lotze's ,erklrung3 ,nicht die ,kenntnis dieser bestimmten ,lage der ,umstnde schreiben wir ihm--nmlich dem komischen ,subjekte--zu1 sondern das gravittische ,bewusstsein1 ein ,wesen zu sein1 welches berhaupt ,absichten zu fassen und diese unter beliebigen ,umstnden passend und angemessen zu verwirklichen die allgemeine1 bleibende1 immer gegenwrtige ,befhigung habe4 ,ich betone hier mit ,lotze das berhaupt4 ,sancho ist ein ,mensch2 wir beurteilen ihn darum1 zunchst wenigstens1 wie wir ,menschen berhaupt zu beurteilen pflegen4 ,menschliche ,handlungen nun erheben als solche1 ganz allgemein und abgesehen von besonderen strenden ,bedingungen1 den ,anspruch auf eine gewisse ,zweckmssigkeit2 sie erheben ihn in unserer ,vorstellung1 wir1 unser ,vorstellen leiht ihnen den ,anspruch4 ,wir leihen ihn insbesondere auch der ,handlung ,sancho's4 ,diesem ,leihen aber widerspricht der ,augenschein2 die ,handlung ist1 objektiv betrachtet1 also wiederum abgesehen von der ,besonderheit der ,person1 unzweckmssig4 ,daraus entsteht in diesem ,falle die ,komik4 ,fassen wir das ,leihen mit ,lotze in diesem allgemeinen ,sinne1 bestimmen wir zugleich den komischen ,widerspruch in jenem ,beispiel in bereinstimmung mit unserer obigen ,anschauung als ,widerspruch zwischen dem geliehenen ,anspruch auf ,zweckmssigkeit und der thatschlichen ,unzweckmssigkeit1 dann erscheint auch uns ,jean ,paul's ,entdeckung in hohem ,masse wertvoll4 ,es bleibt an ,vischer und ,lotze dann nur noch auszusetzen1 dass sie das ,leihen und damit die ,komik auf die ,persnlichkeit beschrnken4 ,wie wir sahen1 ist fr ,vischer der komische ,widerspruch ein ,widerspruch des ,selbstbewusstseins mit sich2 ,lotze weist diesen lediglich intellektuellen ,widerspruch zurck1 stimmt aber der ,definition ,st4 ,schtze's bei1 das ,lcherliche sei die ,wahrnehmung eines ,spieles1 das die ,natur mit dem ,menschen treibe2 durch dies ,spiel komme seine vermeintliche ,erhabenheit zu ,fall4 ,der ,kontrast zwischen dem ,erhabenen und ,kleinen der ,ausdehnung wird von ,vischer sogar ausdrcklich aus der ,reihe der komischen ,kontraste gestrichen4 ,aber auch bei der ,erhabenheit der ,person kommt es nicht darauf an1 dass sie ,erhabenheit der ,person1 sondern nur darauf1 dass sie erwartete1 vorausgesetzte1 beanspruchte1 kurz geliehene ,erhabenheit ist1 die angesichts der ,wahrnehmung oder in unserem ,denken sofort wiederum in ,nichts zergeht4 ,die ,komik muss darum entstehen1 wo immer wir ein ,erhabenes1 das heisst zur ,erzeugung eines ,eindruckes ,befhigtes erwarten oder voraussetzen1 und ein relativ ,nichtiges an die ,stelle tritt und seine ,rolle spielt1 die ,erhabenheit oder ,eindrucksfhigkeit mag bestehen1 worin1 oder sich grnden1 worauf sie will4 ,sie muss berall entstehen genau aus demselben ,grunde1 aus dem sie bei der ,persnlichkeit entsteht4 ,dieselben psychologischen ,ursachen mssen berall denselben psychologischen ,erfolg haben4 ,freilich ist ja zuzugeben1 dass es keine wirkliche oder geliehene ,erhabenheit giebt1 die hher steht als die der ,person4 ,andrerseits ist sicher1 dass wir berall der ,neigung unterliegen1 ,ausserpersnliches und ,aussermenschliches zu vermenschlichen2 und es ist ein grosses ,verdienst ,vischer's und ,lotze's1 auf diese ,vermenschlichung so eindringlich hingewiesen haben4 ,auch das kleine ,huschen in der ,reihe der ,palste oder das unbedeutende ,gerusch1 das an die ,stelle des erwarteten lauten ,getses tritt1 wird unserer ,phantasie nach ,analogie eines menschlichen ,wesens erscheinen1 das zu sein glaubt1 oder gerne sein mchte1 was es nicht ist4 ,damit erhht sich der ,eindruck der erwarteten ,erhabenheit1 und der gegenstzliche ,eindruck der ,nichtigkeit2 es verstrkt sich zugleich das ,gefhl der ,komik4 ,darum entsteht doch die ,komik nicht erst aus der ,vermenschlichung4 ,damit ist die oben vorgetragene ,anschauung gegen ,lotze und ,vischer gerechtfertigt4 ,wir haben sie aber noch weiterhin zu rechtfertigen4 ,ich denke hierbei speziell an die ,bemerkungen1 die ,heymans in der ,zeitschrift fr ,psychologie etc4 ,bd4 ,,xii meiner ,theorie der ,komik hinzufgt4 ,diese ,bemerkungen schliessen durchweg ,berechtigtes in sich4 ,sie sind mir darum ein besonders erwnschter ,anlass gewisse ,momente der fraglichen ,theorie genauer zu bestimmen4 ,,selbstgef,,hl ,,in ,,statu ,,nascendi4 ,,komik ,,und ,,lachen4 ,zunchst begegnen wir hier noch einmal der ,identifizierung des ,gefhls der ,komik mit dem gesteigerten ,selbstgefhl4 ,doch ist dies gesteigerte ,selbstgefhl ,heymans' besonderer ,art4 ,es ist genauer befreites ,selbstgefhl4 ,von diesem ,begriffe meinte ich schon oben1 er knne in gewissem ,sinne auf die ,komik angewendet werden4 ,es fragt sich1 ob ,heymans ihn in zulssiger ,weise verwendet4 ,zunchst habe ich ,folgendes gegen ,heymans zu bemerken4 ,idioten1 sagt ,heymans1 lachen aus befriedigter ,eitelkeit4 ,nun ist die ,erkenntnis dessen1 was in ,idioten innerlich vorgeht1 nicht immer eine sehr einfache ,sache4 ,aber ,heymans mag mit seiner ,behauptung recht haben4 ,dann ist doch zu bedenken1 dass es uns hier nicht auf das ,lachen1 sondern auf die ,komik ankommt4 ,die ,komik ist ein eigenartiges ,gefhl1 oder eine eigenartige ,beschaffenheit von psychischen ,erlebnissen1 die ein solches eigenartiges ,gefhl zu stande kommen lassen4 ,dies ,gefhl kann im ,lachen sich kundgeben4 ,ich kann aber auch das ,lachen unterdrcken4 ,andererseits kann das ,lachen andere ,grnde haben2 bei ,idioten vielleicht die befriedigte ,eitelkeit4 ,solange aber damit kein ,gefhl der ,komik sich verbindet1 gehrt dies ,lachen nicht hierher4 ,nur im ,vorbeigehen mchte ich hier die ,zweckmssigkeit der ,umfrage bezweifeln1 die ,stanley ,hall und ,allin zufolge einer ,mitteilung des ,american ,journal of ,psychology vol4 ,,xi1 #a angestellt haben4 ,in dieser ,umfrage werden ,beobachtungen ber ,bedingungen und ,arten des ,lachens gefordert4 ,dagegen ist nichts einzuwenden4 ,aber die ,urheber der ,umfrage scheinen davon unmittelbar einen ,aufschluss ber die ,bedingungen der ,komik zu erwarten4 ,vom ,lachen1 diesem usseren ,vorgang her1 scheint die ,komik verbindlich werden zu sollen4 ,diese psychologische ,methode nun kann zu einer vollkommenen ,verkennung des ,wesens der ,komik fhren4 ,das ,wissen davon1 bei welchen ,gelegenheiten ,menschen lachen1 kann einen ,aufschluss ber die ,bedingungen der ,komik geben1 erst wenn feststeht1 wieweit dies ,lachen einem ,gefhl der ,komik entspringt4 ,die beiden ,umfrager scheinen besonders von der ,thatsache des kindlichen ,lachens ber die ,komik ,aufschluss zu erwarten4 ,dies verstehe ich nicht4 ,niemand kennt bis jetzt das ,geheimnis1 wie man1 gleichzeitig mit dem ,lachen1 den begleitenden psychischen ,vorgang im ,kinde unmittelbar beobachtet4 ,was berhaupt an anderen unmittelbar beobachtet werden kann1 sind ,lebensusserungen4 ,bei ,erwachsenen bestehen die psychologisch wichtigsten ,lebensusserungen in der glaubhaften ,mitteilung dessen1 was sie in sich vorfinden4 ,dies gilt1 wie berhaupt1 so auch hier4 ,der ,erwachsene1 der das ,gefhl der ,komik kennt1 und von anderen ,gefhlen zu unterscheiden weiss1 kann mir sagen1 ob sein ,lachen aus dem ,gefhl der ,komik entspringt4 ,beim ,kinde dagegen hin ich auf ,vermutungen angewiesen4 ,ich werde sein ,lachen auf ein ,gefhl der ,komik deuten drfen1 wenn die ,umstnde1 unter denen es geschieht1 der ,art sind1 dass daraus1 dem allgemeinen ,gesetze der ,komik zufolge1 dies ,gefhl sich ergeben kann1 bezw4 muss4 ,das heisst3 ,das ,lachen des ,kindes giebt mir genau insoweit ,aufschluss ber das ,wesen der ,komik1 als ich dieses ,aufschlusses nicht mehr bedarf4 ,dass auch das ,lachen des ,erwachsenen1 wenn mir derselbe gleichzeitig mitteilt1 dass er sich bei seinem ,lachen komisch angemutet fhle1 mein ,wissen nicht bereichert1 braucht nicht gesagt zu werden4 ,das ,lachen als solches ist also fr das ,verstndnis der ,komik vllig bedeutungslos4 ,wir haben hier einen typischen ,fall von berschtzung des ,nutzens der objektiven ,methode in der ,psychologie4 ,diese tappt hier wie berall nicht im ,finstern1 genau so weit ihr ,weg durch die ,ergebnisse der subjektiven ,methode erleuchtet ist4 ,sie ist im brigen die subjektivste ,methode von der ,welt1 d4 h4 sie ist eine ,weise in die ,objekte1 etwa die ,kinder oder ,tiere1 ,beliebiges hineinzudichten1 ein ,mittel lieb gewordene ,meinungen durch angebliche ,thatsachen sich besttigen zu lassen4 ,stanley ,hall und ,allin finden die bisher aufgestellten ,theorien des ,komischen lamentably metaphysical in their tendency4 ,von solchem metaphysischen ,charakter sehe ich wenig4 ,oder soll damit gesagt sein1 jene ,theorien verfhren konstruktiv8 ,dann ist jene objektive ,methode1 soweit sie nicht sichere ,ergebnisse der subjektiven ,methode1 oder der psychologischen ,analyse zur ,basis hat1 die eigentlich metaphysische4 ,sie ist eine ,weise der ,konstruktion1 die mit dem ,dache beginnt4 ,leider ist in dem citierten ,aufsatze eine irgend eindringende psychologische ,analyse nicht angestellt4 ,es gehen darum die wirklich oder angeblich aus jener ,methode gewonnenen ,resultate1 soweit sie nicht vom ,gebiete der feststellbaren psychologischen ,thatsachen abschweifen und in physiologische ,vermutungen sich verlieren1 nicht hinaus ber die unzureichenden und an der ,oberflche bleibenden ,bestimmungen1 die wir bereits kennen gelernt und abgewiesen haben4 ,dabei rede ich wiederum ausschliesslich von der ,komik1 nicht vom ,lachen1 auch nicht von beliebigen ausserkomischen ,lustgefhlen4 ,das hier ,gesagte gilt nun nicht mit ,bezug auf ,heymans4 ,heymans' psychologische ,methode ist die psychologische1 also diejenige1 die zum ,ziele fhrt4 ,heymans redet1 wie wir sahen1 gleichfalls vom ,lachen4 ,aber er redet doch der ,hauptsache nach von ,fllen des ,lachens1 in denen1 im ,lachen1 zweifellos ein ,gefhl der ,komik sich kundgiebt4 ,in gewissen dieser ,flle nun mag das ,gefhl der ,komik den ,charakter eines gesteigerten oder befreiten ,selbstgefhles haben4 ,dann ist doch auch hier das ,selbstgefhl ein ,gefhl der ,komik1 nicht sofern es ,selbstgefhl ist1 sondern sofern es das ,eigenartige des ,gefhls der ,komik besitzt und bei ihm die ,bedingungen verwirklicht sind1 die berall das ,gefhl der ,komik begrnden4 ,kinder etwa lachen1 wenn man sich von ihnen besiegen lsst4 ,der ,wilde stimmt ein ,hohngelchter an ber seinen gefallenen ,feind4 ,heymans meint1 mehrere dieser ,flle lassen sich in keiner ,weise aus getuschter ,erwartung erklren4 ,mir scheint1 diese ,erklrung liege jedesmal auf der ,hand1 wenn man beachtet1 was in unserer ,theorie den eigentlichen ,sinn der getuschten1 nmlich komisch getuschten ,erwartung ausmacht4 ,der ,erwachsene erhebt fr das ,kind den ,anspruch1 oder das ,kind erwartet von ihm1 dass er sich berlegen zeige4 ,dieser ,anspruch zergeht1 wenn der ,erwachsene sich besiegen lsst4 ,der berlegene zeigt sich nicht berlegen4 ,dass der ,erwachsene thatschlich berlegen bleibt und das ,kind davon weiss1 thut nichts zur ,sache4 ,worauf es ankommt1 das ist einzig der ,schein1 die im ,kinde momentan entstehende ,vorstellung1 dass die berlegenheit in ihr ,gegenteil umgeschlagen sei4 ,gleichartiges findet statt in dem anderen der beiden von ,heymans angefhrten ,flle4 ,indem der ,gegner des ,wilden fllt1 fllt zugleich sein ,anspruch im ,kampfe standzuhalten1 sein ,anspruch auf ,strke1 ,gewandtheit1 ,geschicklichkeit1 vielleicht auf ,tapferkeit1 in nichts zusammen4 ,solchen ,anspruch erhob der ,gegner in den ,augen des ,siegers1 indem er zum ,kampf sich stellte oder sich wehrte1 und in gewisser ,weise schon einfach als ,mann4 ,heymans fasst schliesslich zusammen3 berall1 wo das ,selbstgefhl in das ,gefhl der ,komik bergeht1 haben wir es zu thun mit einem ,selbstgefhl in statu nascendi4 ,heymans meint3 mit einem ,selbstgefhl1 dem ein herabgedrcktes ,selbstgefhl voranging1 also1 wie ich oben sagte1 mit einem befreiten ,selbstgefhl4 ,dies wird zuzugeben sein1 wenn wir voraussetzen1 dass die ,herabdrckung des ,selbstgefhles bedingt war durch den ,gedanken eines uns gegenber bermchtigen1 und wenn andererseits das ,selbstgefhl in der ,wahrnehmung oder dem ,schein des ,zergehens dieses bermchtigen seinen ,grund hat4 ,im brigen aber kann das ,selbstgefhl in statu nascendi auch ebensowohl der ,komik vllig entbehren4 ,wenn ich1 innerlich niedergedrckt durch eine scheinbar gewichtige ,thatsache1 auf einmal finde1 dass diese ,thatsache eigentlich belanglos ist1 oder gar nicht existiert1 wenn eine ,furcht pltzlich als in sich selbst gegenstandslos sich erweist1 so ist dies komisch4 ,wenn aber neben eine bedrckende ,thatsache in meinem ,bewutsein mit einem ,male eine andere tritt1 die mich jene vergessen lsst und mich trstet und wieder aufrichtet2 oder wenn ich aus bedrckter ,lage durch die energische ,hilfeleistung eines ,freundes unerwartet befreit werde1 so werde ich gewiss befriedigt aufatmen4 ,aber dies ,aufatmen kann von jedem ,gefhl der ,komik beliebig weit entfernt sein4 ,es wird in allen den ,fllen gar nichts damit zu thun haben1 in denen das1 was mich bedrckt1 in keiner ,weise als in sich selbst bedeutungslos erscheint1 sondern seine ,bedeutung behlt1 aber durch ein ,anderes verhindert wird1 seine niederdrckende ,wirkung weiter auszuben4 ,heymans meint1 es liege in der pltzlichen ,aufhebung eines auf dem ,bewusstsein lastenden ,druckes der springende ,punkt1 aus welchem die komische ,wirkung hervorgehe4 ,dies ist dann1 aber auch nur dann richtig1 wenn wir unter der ,aufhebung des ,druckes die besondere und in ihrer ,wirkung vllig einzigartige ,aufhebung verstehen1 wie sie1 um hier den krzesten ,ausdruck zu whlen1 mit der ,auflsung in nichts gegeben ist4 ,dass diese ,aufhebung wirklich eine besondere ist1 kann ja keinem ,zweifel unterliegen4 ,es ist nun einmal psychologisch etwas vllig ,anderes1 ein durchaus anderer psychischer ,vorgang liegt vor1 wenn ein mich ,bedrckendes das eine ,mal durch etwas ,anderes aus meinem ,bewusstsein verdrngt wird1 das andere ,mal gar nicht daraus verdrngt zu werden braucht1 weil es in sich selbst zergeht4 ,in beiden ,fllen findet die ,aufhebung des ,druckes statt1 und in beiden ,fllen kann dieselbe eine pltzliche sein4 ,aber nur im letzteren ,falle tritt die komische ,wirkung ein4 ,,komik ,,des ,,neuen4 ,wichtiger noch1 als der hier errterte1 ist mir ein zweiter ,punkt1 den ,heymans gegen mich vorbringt4 ,kinder1 so sagte ich selbst oben1 lachen ber allerlei ,neues1 ber das wir nicht mehr lachen1 weil es uns nicht mehr neu ist4 ,hier meint ,heymans3 das ,neue sei als solches ,gegenstand der ,aufmerksamkeit1 und das ,lachen des ,kindes entstehe1 wenn es in dem ,neuen nichts finde1 das die ,aufmerksamkeit festhalten knne1 wenn also die dem ,neuen als solchem zugewendete ,aufmerksamkeit zergehe1 wenn in solcher ,weise eine innere ,spannung sich lse4 ,man versteht den ,streitpunkt3 ,an die ,stelle des ,gegensatzes zwischen dem inhaltlich ,bedeutungsvollen oder scheinbar ,bedeutungsvollen und dem ,nichtigen setzt ,heymans den ,gegensatz des ,neuen und durch ,neuheit ,spannenden und des inhaltlich ,nichtigen4 ,zunchst bitte ich auch hier wiederum zu bercksichtigen1 dass unser ,problem nicht das ,lachen ist1 sondern die ,komik4 ,im brigen gilt dies3 ,neuheit ist keine ,eigenschaft des ,neuen4 ,sondern ,neuheit eines ,dinges besagt nur1 dass das ,ding noch kein gewohntes geworden ist4 ,die ,gewohntheit stumpft die ,eindrucksfhigkeit ab4 ,der ,reiz der ,neuheit ist also nichts1 als die noch nicht durch ,gewohntheit verminderte ,eindrucksfhigkeit eines ,dinges4 ,er ist die ,eindrucksfhigkeit1 oder die ,grsse1 welche das ,ding von ,hause aus oder vermge seiner ,beschaffenheit besitzt4 ,ich verweise hier auf die einschlgigen ,bemerkungen meiner ,grundthatsachen des ,seelenlebens4 ,verhlt es sich aber so1 dann ist es unmglich1 dass ein ,objekt vermge seiner ,neuheit die ,aufmerksamkeit auf sich zieht1 und dann unmittelbar oder mit einem ,male1 vermge der erkannten ,beschaffenheit des ,objektes1 der ,aufmerksamkeit wiederum verlustig geht4 ,es ist also auch unmglich1 dass die ,neuheit als solche jemals die ,komik bedingt4 ,sondern so muss es sich verhalten1 wenn ein ,gefhl der ,komik entstehen soll3 ,das ,neue muss zunchst1 abgesehen von seiner ,neuheit1 als ein ,bedeutungsvolles erscheinen1 dann die ,bedeutung in unseren ,augen einbssen4 ,dabei ist zu bedenken1 dass das ,neue1 das ,kinder erleben1 nicht isoliert1 sondern in einem ,zusammenhang aufzutreten pflegt4 ,dieser ,zusammenhang rckt es in eine ,beleuchtung4 ,damit wird der ,gegensatz des ,bedeutsamen und des ,nichtigen mglich3 ,eines und dasselbe kann bedeutsam erscheinen in einem ,zusammenhange1 nichtig an sich4 ,ich begrndete oben den ,umstand1 dass ,kindern so leicht ,neues komisch erscheine1 damit1 dass ich sagte1 das ,neue sei fr sie ein noch nicht ,verstandenes1 also ,leeres4 ,dies hindert doch nicht1 dass es jedesmal an der ,stelle1 wo es auftritt1 fr das ,kind eine ,bedeutung beansprucht4 ,und eben weil oder sofern es dies thut1 zugleich aber diesen ,anspruch nicht scheint aufrecht erhalten zu knnen1 wird es komisch4 ,wie dies zu verstehen sei1 zeigt wiederum am einfachsten das ,beispiel der schwarzen ,hautfarbe des ,negers4 ,sie ist dem ,kinde1 und dem naiven ,menschen berhaupt1 neu1 d4 h4 sie ist ihnen noch nicht als ,farbe1 die ebensowohl wie die unsrige das ,recht hat1 ,menschenfarbe zu sein1 verstndlich und gelufig geworden4 ,darum erhebt sie doch auch in den ,augen des ,kindes und des naiven ,menschen den ,anspruch auf diese besondere ,wrde4 ,vielmehr sie hat diese ,wrde nach ,aussage der ,wahrnehmung thatschlich1 d4 h4 sie hat sie fr den ,wahrnehmenden in dem ,augenblick1 in dem er der ,wahrnehmung hingegeben ist4 ,diese ,wrde zergeht dann aber1 sobald der erste ,eindruck vorber ist1 und damit die ,gewohnheit1 als menschliche ,hautfarbe die weisse und nur die weisse ,farbe zu betrachten1 in ,wirkung tritt4 ,jetzt erscheint die schwarze ,hautfarbe nicht mehr als zu diesem ,anspruch berechtigt4 ,sie erscheint wie ein usserlicher ,anstrich4 ,damit ist die ,komik ins ,dasein getreten4 ,die komische ,wirkung unterbleibt bei uns1 weil in unseren ,augen jener ,anspruch bestehen bleibt4 ,,komische ,,unterbrechung4 ,noch in einem zweiten ,sinne lsst ,heymans das ,neue als solches die ,aufmerksamkeit spannen1 und wiederum soll hier aus der ,lsung dieser ,spannung die ,komik hervorgehen4 ,nicht um das an sich ,neue1 sondern um das in einem ,zusammenhang ,neue handelt es sich hier4 ,genauer gesagt3 ,heymans redet von ,fllen1 in denen die ,unterbrechung eines ,bedeutungsvollen durch ein davon vllig ,verschiedenes1 aber momentan die ,aufmerksamkeit auf sich ziehendes ,unbedeutendes den ,reiz zum ,lachen erzeugt4 ,durch die ,aufzeigung solcher ,flle scheint ,heymans meiner ,behauptung entgegenzutreten1 dass ,dasselbe bedeutungsvoll und dann bedeutungslos erscheinen msse1 wenn die ,komik zu stande kommen solle4 ,in dieser ,bemerkung ,heymans' liegt wiederum ,richtiges4 ,aber auch hier ist der ,gegensatz zu mir nur ein scheinbarer4 ,in den ,fllen1 die ,heymans anfhrt1 ist das vllig ,verschiedene in ,wahrheit kein vllig ,verschiedenes4 ,in der ,that kann dasjenige1 wodurch ein ,bedeutungsvolles in komischer ,weise unterbrochen wird1 niemals ein davon vllig ,verschiedenes sein4 ,es muss immer mit dem ,bedeutungsvollen1 das von ihm unterbrochen wird1 einen ,punkt gemein haben4 ,und dieser ,punkt muss derart hervortreten1 dass durch sein ,hervortreten das ,unbedeutende auf die ,stufe des ,bedeutungsvollen gerckt oder in die ,beleuchtung eines solchen gestellt erscheint1 dann aber in seiner ,bedeutungslosigkeit erkannt wird4 ,heymans sagt3 das ,unbedeutende msse momentan die ,aufmerksamkeit auf sich ziehen4 ,damit deutet er selbst auf diesen ,sachverhalt hin4 ,das ,unbedeutende gewinnt die ,fhigkeit1 die ,aufmerksamkeit auf sich zu ziehen1 eben vermge dieser ,beziehung zu dem wirklich ,bedeutungsvollen4 ,dies ergiebt sich am deutlichsten aus der ,betrachtung der von ,heymans angefhrten ,beispiele4 ,das ,miauen einer ,katze in einer feierlichen ,rede ist eine ,art der ,rede1 es ist die ,weise1 wie die ,katze ihre ,gefhle zum ,ausdruck bringt4 ,die ,katze scheint damit in ihrer ,weise in das ,pathos der ,rede einzustimmen1 oder ihren ,eindruck davon kund zu geben4 ,sie wirkt darum komischer als das ,knarren der ,thr1 obgleich auch dies fr einen ,moment als zur ,rede gehrig1 oder als ,ausdruck der bereinstimmung1 vielleicht auch des ,widerspruches1 erscheinen kann4 ,und ,gleichartiges gilt1 wenn nach dem ,schlusse eines schmetternden ,finale die ,stimme einer ,marktfrau hrbar wird1 die mit ihrer ,nachbarin ber den ,preis der ,butter verhandelt4 ,die ,aufmerksamkeit des ,publikums ist gerichtet und mit voller ,intensitt gerichtet auf ,tnendes4 ,um dieses ,tnende webt sich die feierliche musikalische ,stimmung4 ,ein solches ,tnende ist auch die ,stimme der ,marktfrau4 ,sie wird also1 mit dem1 was sie verkndigt1 in die ,hhe der musikalischen ,stimmung mit emporgerissen4 ,ihre ,worte erscheinen wie eine ,art lautsprachlicher ,interpretation dieser ,stimmung4 ,dann sinken dieselben in die banale ,wirklichkeit der ,butterpreise herab4 ,nehmen wir dagegen an1 eine solche ,beziehung zwischen dem ,unbedeutenden und dem1 was dadurch unterbrochen wird1 oder auf welches das ,unbedeutende folgt1 bestehe nicht1 so fehlt auch die ,komik4 ,meine ,augen knnen whrend der feierlichen ,rede oder nach dem schmetternden ,finale auf allerlei an sich ,bedeutungsloses und ,alltgliches treffen4 ,hier besteht die vllige ,verschiedenheit zwischen dem ,unbedeutenden und dem ,bedeutungsvollen4 ,heymans wird erwidern1 hier ziehe das ,unbedeutende nicht die ,aufmerksamkeit auf sich4 ,in der ,that wird es so sein4 ,aber der ,grund dafr liegt dann eben darin1 dass das ,unbedeutende hier dem1 was die ,aufmerksamkeit auf sich konzentriert1 so vllig fremd ist4 ,angenommen aber auch das ,unbedeutende werde zufllig ,gegenstand der ,aufmerksamkeit4 ,eine architektonische ,linie etwa in den ,raume1 in dem ich mich befinde1 weckt mein ,interesse1 weil sie nicht eben gewhnlich ist4 ,dann wiederum lasse ich die ,linie fallen4 ,oder ein ,lichtschein1 die mit einem ,male durch die ,fenster hereinfallende ,sonne1 zieht whrend der feierlichen ,rede momentan meine ,aufmerksamkeit auf sich1 nicht weil der ,lichtschein oder die ,sonnenhelle mir an sich besonders interessant wre1 sondern einfach wegen ihrer ,neuheit oder wegen ihres pltzlichen ,auftretens4 ,dann wende ich1 eben weil die ,sache an sich kein besonderes ,interesse hat1 meine ,aufmerksamkeit ebenso rasch wiederum davon ab4 ,auch hier hat eine ,unterbrechung stattgefunden4 ,der ,faden der ,rede ist mir zerrissen4 ,die ,spannung1 in welche die ,rede mich versetzte1 ist gelst4 ,ich bin jetzt fr eine ,zeitlang1 nmlich so lange bis ich den ,faden der ,rede wiedergefunden habe1 in keiner ,weise gespannt4 ,und die ,lsung war eine pltzliche4 ,dennoch braucht darin gar nichts ,komisches zu liegen4 ,es fehlt eben die ,bedingung4 ,es zergeht nicht ein ,bedeutungsvolles in sich selbst4 ,es offenbart sich nicht ein ,bedeutungsvolles als ein solches1 dem doch auch wiederum das ,moment1 durch das es bedeutungsvoll schien1 nicht zukommt4 ,,positive ,,bedeutung ,,der ,,neuheit4 ,trotz dem1 was im ,vorstehenden gegen die ,bedeutung der ,neuheit als solcher fr die ,komik gesagt wurde1 ist doch ,heymans' ,betonung dieses ,momentes in gewissem ,sinne durchaus berechtigt4 ,nicht nur in den ,fllen1 an die im ,vorstehenden gedacht war1 sondern in allen ,fllen der ,komik ist in gewissem ,sinne die ,neuheit ein entscheidender ,faktor4 ,und zwar durchaus im ,heymans'schen ,sinne4 ,das heisst1 nicht sofern das ,neue ein ,inhaltleeres ist1 sondern sofern das ,neue die ,aufmerksamkeit auf sich zieht4 ,die ,hautfarbe1 sagte ich1 habe als menschliche ,hautfarbe eine besondere ,wrde4 ,aber diese ,wrde pflegt fr gewhnlich wirkungslos zu bleiben4 ,wir sehen tausendfach ,menschen mit der uns gewohnten ,hautfarbe1 also derjenigen1 der die ,wrde menschliche ,hautfarbe zu sein in unseren ,augen am sichersten zukommt1 ohne dass wir doch davon einen besonderen ,eindruck erfahren4 ,die ,eindrucksfhigkeit1 oder die ,grsse im psychologischen ,sinne1 ist es aber1 die allein fr die ,komik in ,betracht kommt4 ,ihr ,zergehen bedingt die ,komik4 ,wenn nun der ,umstand1 dass eine ,farbe menschliche ,hautfarbe ist1 so wenig ,eindruck macht1 wie kann dann gesagt werden1 dieser ,umstand verleihe der schwarzen ,hautfarbe ,eindrucksfhigkeit oder ,grsse1 und das ,zergehen dieser ,grsse bedinge die ,komik8 ,auf diesen ,einwand1 den ich mir hier selbst mache1 habe ich andeutungsweise bereits frher geantwortet4 ,ich sagte3 ,nicht darauf komme es an1 ob die ,hautfarbe berhaupt1 sondern darauf1 ob sie in dem gegebenen ,falle als ein ,grosses erscheine oder als solches in uns wirke4 ,und dies thut die schwarze ,hautfarbe1 eben weil sie schwarze ,hautfarbe1 d4 h4 ungewohnte oder neue ,hautfarbe ist4 ,ich knnte statt dessen auch sagen1 weil sie komische ,hautfarbe ist4 ,damit erscheint meine ,theorie des ,komischen in einem fast komischen ,lichte4 ,die schwarze ,hautfarbe1 so sagte ich vorhin1 erscheine1 wenigstens dem ,kinde und dem ,naiven1 bedeutsam als ,hautfarbe1 nichtig als schwarze ,hautfarbe4 ,jetzt sage ich1 sie habe1 abgesehen von ihrer ,schwrze1 keine ,eindrucksfhigkeit1 gewinne dagegen ,grsse als schwarze ,hautfarbe4 ,oder gar3 ,ich erklrte die ,komik der schwarzen ,hautfarbe daraus1 dass sie als ,hautfarbe eine psychische ,eindrucksfhigkeit besitze4 ,jetzt sage ich1 sie habe ihre ,eindrucksfhigkeit eben als komische ,hautfarbe4 ,dort scheint ein ,widerspruch1 hier ein ,zirkel vorzuliegen4 ,um diesen beln ,schein von mir abzuwlzen1 muss ich mich etwas tiefer in psychologische ,thatsachen einlassen4 ,schliesslich fhren psychologische ,einzelprobleme immer ziemlich tief in die ,psychologie hinein1 sodass im ,grunde kein psychologisches ,problem isoliert sich behandeln lsst4 ,es bleibt dabei1 die menschliche ,hautfarbe1 oder1 sagen wir lieber1 die menschliche ,krperoberflche1 so wie1 und soweit wir sie im allgemeinen wahrzunehmen pflegen1 ist uns eine recht gleichgltige ,sache geworden4 ,auf die ,frage1 wie dies zugehe1 wird jeder antworten1 das mache die ,gewohntheit dieses ,anblickes oder die ,hufigkeit der ,wahrnehmung4 ,aber wie kann diese eine solche ,wirkung thun8 ,darauf sind zwei ,antworten mglich4 ,die eine ist ebenso blich1 wie psychologisch unmglich3 ,unsere ,aufmerksamkeit werde auf das ,gewohnte weniger hingelenkt4 ,diese ,behauptung muss in ihr ,gegenteil verkehrt werden4 ,je gewohnter etwas ist1 d4 h4 je hufiger wir uns ihm innerlich zugewendet haben1 um so leichter mssen wir uns ihm innerlich zuwenden4 ,aber diese ,leichtigkeit der ,zuwendung hat auch ihre ,kehrseite4 ,so oft sich1--ich gebrauche hier geflissentlich einen anderen ,ausdruck1 als soeben1--die psychische ,bewegung einem ,wahrnehmungsobjekte zugekehrt hat1 so oft hat sie sich auch wiederum von ihm abgewendet4 ,und wie aus jener hufigen ,zuwendung eine ,leichtigkeit der ,zuwendung1 so ergiebt sich aus dieser hufigen ,abwendung oder diesem hufigen ,fortgang zu anderen psychischen ,inhalten eine ,leichtigkeit der ,abwendung oder des ,fortganges4 ,es entsteht das1 was ich als psychische ,abflusstendenz zu bezeichnen pflege4 ,je zahlreicher und tiefer die associativen ,abflusskanle werden1 um so weniger kann die fragliche ,wahrnehmung als ein ,halt- oder gar ,mittelpunkt der psychischen ,bewegung sich darstellen1 um so mehr sinkt sie zu einem blossen ,durchgangspunkt fr den ,strom des psychischen ,geschehens herab4 ,die ,wahrnehmung gewinnt keine psychische ,hhe mehr4 ,der ,wellenberg1 den sie1 abgesehen von der ,abflusstendenz1 resprsentieren wrde1 hat sich geebbt4 ,oder ohne ,bild gesprochen1 die ,wahrnehmung ist nicht mehr ,gegenstand der ,aufmerksamkeit1 d4 h4 es wird in ihr kein erhebliches ,mass der allgemeinen psychischen ,kraft mehr lebendig oder aktuell4 ,eben damit bsst die ,wahrnehmung auch ihre psychische ,wirkungsfhigkeit ein1 vor allem auch ihre ,gefhlswirkung4 ,mit einem ,worte1 sie ist relativ gleichgltig geworden4 ,fr das ,genauere verweise ich wiederum auf meine ,grundthatsachen des ,seelenlebens4 ,ich bemerke noch1 dass diese ,theorie der ,abflusstendenz1 und die ,erklrung der sogenannten abstumpfenden oder ermdenden ,wirkung der ,gewohnheit auf ,grund derselben1 bisher wenig ,aufnahme gefunden hat4 ,um so mehr ,aufnahme wird sie finden mssen1 wenn nicht mannigfache psychische ,thatsachen unverstndlich bleiben sollen4 ,aber auch das ,gesetz der ,abflusstendenz hat wiederum seine ,kehrseite4 ,es giebt ein ,gesetz der psychischen ,stauung4 ,auch hierfr wiederum verweise ich auf das eben citierte ,werk4 ,ich begnge mich hier das fragliche ,gesetz in folgender ,weise zu formulieren3 ,ist ein ,objekt ein gewohntes1 d4 h4 in das ,gewebe unserer ,vorstellungen so hineinverwebt1 dass die psychische ,bewegung einerseits zwar zu ihm mit besonderer ,leichtigkeit hinfliesst1 andererseits aber zugleich auch wiederum ebenso leicht von ihm abfliesst1 und wird nun dieser ,fluss des ,geschehens in seinem gewohnten ,ablaufe dadurch gestrt1 dass das fragliche ,objekt1 sei es in seiner ,beschaffenheit1 sei es hinsichtlich seiner ,beziehung zu anderen ,objekten eine nderung erfhrt1 so entsteht an dem ,objekt eine psychische ,stauung1 d4 h4 die psychische ,bewegung oder die aktuelle psychische ,kraft konzentriert sich auf das ,objekt4 ,die ,folge ist1 dass dies ,objekt1 das vorher nur ,durchgangspunkt der psychischen ,bewegung war1 jetzt von dieser ,bewegung emporgehoben wird1 oder in grsserem oder geringerem ,grade als ,trger der ganzen aktuellen psychischen ,kraft sich darstellt1 die es zu gewinnen seiner ,natur nach geeignet ist4 ,damit gewinnt es zugleich die entsprechende psychische ,wirkungsfhigkeit1 insbesondere seine natrliche ,gefhlswirkung wieder4 ,es hat aufgehrt1 gleichgltig zu sein4 ,es ist hinsichtlich seiner psychischen ,stellung und ,bedeutung kein ,gewohntes mehr1 sondern ist zu einem ,neuen geworden4 bertragen wir dies auf unseren ,fall4 ,dann ist damit dies gesagt3 ,die menschliche ,krperoberflche wird durch den ,umstand1 dass sie in neuer ,farbe erscheint1 selbst1 ihrer psychischen ,wirkung nach1 eine neue4 ,dass heisst1 sie bt wiederum die psychische ,wirkung1 die ihr an sich zukommt4 ,sie ist nicht nur objektiv ein ,grosses1 sondern sie ist auch wiederum im psychologischen ,sinne ein solches geworden4 ,damit wird zugleich die ,farbe dieser ,krperoberflche als ,farbe dieses ,grossen oder ,bedeutsamen zu etwas ,grossem oder ,bedeutsamen4 ,dass die ,grsse der ,krperoberflche in dem ,leben besteht1 was in ihr und hinter ihr waltet1 und dass die ,farbe ,grsse gewinnt1 indem sie als ,farbe der ,krperoberflche an dieser ,grsse teilnimmt1 betone ich nicht noch einmal4 ,damit lst sich der oben bezeichnete scheinbare ,widerspruch3 ,wir knnten freilich ihn zunchst noch in gewisser ,weise verschrfen4 ,die ,negerfarbe gewinnt ihre ,bedeutung1 d4 h4 ihre psychische ,wirkung als ungewohnte oder neue4 ,und sie verliert ebenso diese ,bedeutung als ungewohnte oder neue4 ,aber dies als ungewohnte oder neue hat in beiden ,fllen einen verschiedenen ,sinn4 ,nicht die neue oder ungewohnte schwarze ,farbe gewinnt die ,bedeutung1 sondern die in dieser neuen ,beleuchtung erscheinende ,krperoberflche gewinnt dieselbe2 und daran nimmt die schwarze ,farbe als ,farbe dieser ,krperoberflche ,teil4 ,dann aber verliert die schwarze ,farbe diese ,bedeutung wiederum1 weil sie eine neue oder ungewohnte ist1 d4 h4 weil wir noch nicht gewohnt sind1 sie als ,farbe des ,krpers zu betrachten und zu bewerten4 ,oder krzer gesagt1 die schwarze ,farbe erscheint bedeutsam als ,farbe der ,krperoberflche1 die ihrerseits durch diese neue ,farbe ihre ursprngliche ,bedeutsamkeit wiedergewonnen hat4 ,sie erscheint dann bedeutungslos oder nichtig als schwarze ,farbe1 sofern diese als neue ,farbe an der ,bedeutung der ,krperoberflche ,anteil zu nehmen kein ,recht hat4 ,aus diesem ,gegensatze entspringt die ,komik4 ,analoges nun gilt mehr oder minder in allen ,fllen der ,komik2 bei aller ,komik gilt in gewisser ,weise unser ,paradoxon3 ,alles ,komische gewinnt und verliert zugleich seine psychische ,wirkung dadurch1 dass es ein ,neues1 ,ungewohntes1 ,seltsames ist4 ,das heisst1 bei allem ,komischen gewinnt ein an sich ,bedeutsames die ,fhigkeit seiner ,bedeutsamkeit entsprechend uns in ,anspruch zu nehmen ganz oder teilweise dadurch1 dass es in seltsamer ,beleuchtung erscheint4 ,und bei allem ,komischen zergeht diese ,wirkung in uns1 wenn wir auf dasjenige achten1 was das ,komische in diese seltsame ,beleuchtung rckt4 ,verspricht jemand viel und leistet wenig1 so wird eben durch die geringe ,leistung unsere ,aufmerksamkeit erst recht auf die grossen ,versprechungen hingelenkt4 ,sie sind jetzt mehr als sonst eine anspruchsvolle1 d4 h4 uns in ,anspruch nehmende ,sache4 ,eben damit ist auch die geringfgige ,leistung als scheinbare ,erfllung dieser ,versprechungen eine anspruchsvolle ,sache geworden4 ,dieser ,anspruch zergeht aber1 wenn uns die ,leistung als das1 was sie an sich ist1 zum ,bewusstsein kommt4 ,in diesem ,sinne ist auch hier die ,neuheit1 d4 h4 die ,seltsamkeit oder ,abnormitt das die ,aufmerksamkeit ,spannende und zugleich das sie ,lsende4 ,,verbl,,ffung ,,und ,,verst,,ndnis4 ,hiermit gelange ich wiederum zu ,heymans zurck4 ,was ich hier oben andeutete1 ist auch ,heymans aufgefallen4 ,er drckt es nur in etwas anderer ,weise aus und kommt so zu einem neuen scheinbaren ,einwand gegen meine ,theorie der ,komik4 ,nicht in allen1 aber in gewissen ,fallen der ,komik1 meint er1 verhalte sich die ,sache so1 dass ein ,rtselhaftes1 ,unbegreifliches ein ,gefhl der ,verwunderung oder des ,staunens wecke1 die ,aufmerksamkeit fessle1 whrend ein schnell aufleuchtendes1 an sich kein weiteres ,interesse bietendes ,verstndnis die ,entspannung zu wege bringe4 ,hiermit tritt ,heymans scheinbar in unmittelbaren ,widerspruch zu meiner ,theorie4 ,ich habe diese ,theorie gelegentlich auch so formuliert1 dass ich sagte1 die ,komik entstehe1 indem ein ,sinnvolles sich fr uns in ein ,sinnloses verwandelt4 ,das ,sinnvolle nimmt uns in ,anspruch oder spannt die ,aufmerksamkeit1 die ,sinnlosigkeit bringt die ,lsung4 ,diesen ,sachverhalt scheint ,heymans umzukehren4 ,das ,unbegreifliche1 also fr uns ,sinnlose spannt die ,aufmerksamkeit1 die ,lsung ist da1 indem die ,sinnlosigkeit verschwindet und das ,verstndnis1 also die ,einsicht in den ,sinn der ,sache sich einstellt4 ,in ,wahrheit ist1 was ,heymans sagt1 lediglich die besondere ,hervorhebung eines ,momentes im ,prozess der ,komik1 und zwar eines ,momentes1 das ich im ,obigen ausdrcklich anerkannt habe4 ,ein ,unterschied zwischen ,heymans und mir besteht zunchst nur insofern1 als ich1 was ,heymans fr bestimmte ,flle der ,komik vermeintlich gegen mich einwendet1 verallgemeinere1 d4 h4 als fr alle ,komik mehr oder weniger zutreffend anerkenne4 ,dann freilich lsst sich ,heymans durch einseitige ,hervorhebung jenes ,momentes zu ,wendungen verleiten1 die eine wirkliche ,korrektur meiner ,theorie in sich zu schliessen scheinen4 ,auch hier aber lst sich der scheinbare ,gegensatz leicht1 wenn wir ,heymans' ,aufstellungen genauer analysieren oder eine darin liegende ,zweideutigkeit beseitigen4 ,das ,rtselhafte1 sagt ,heymans1 spannt die ,aufmerksamkeit oder1 mit einem anderen1 ,andruck1 es verblfft4 ,statt dessen sagte ich oben3 ,die ,neuheit1 ,ungewohntheit1 ,abnormitt1 das ,seltsame des ,komischen lsst erst seine ,bedeutsamkeit1 sei es berhaupt1 sei es vollstndig1 zur ,wirkung kommen4 ,auch damit ist eine ,spannung der ,aufmerksamkeit bezeichnet4 ,aber diese ,spannung der ,aufmerksamkeit ist mit ,heymans' ,verblffung nicht ohne weiteres identisch4 ,dies wird verstndlich1 wenn wir in jener ,verblffung zwei ,momente unterscheiden4 ,einmal die einfache ,verblffung1 d4 h4 das erstaunte ,haltmachen bei der ,seltsamkeit1 etwa das erstaunte ,haltmachen bei der geringen ,leistung des ,grosssprechers2 die ,frage3 ,was soll das heissen4 ,diese erste1 vllig verstndnislose ,verblffung ist nicht die ,spannung der ,aufmerksamkeit1 von der ich sage1 ihr ,zergehen erzeuge die ,komik4 ,und sie kann es nicht sein4 ,damit komme ich bereits auf den ,punkt1 in dem ich ,heymans entgegentreten muss4 ,heymans meint1 er knne sich--gegen mich--einfach auf das ,zeugnis der ,selbstwahrnehmung berufen1 nach welchem in gewissen ,fllen der ,komik sich deutlich die beiden ,stadien des verblfften ,erstaunens und des aufleuchtenden ,verstndnisses1 mit letzterem gleichzeitig aber die komische ,gefhlserregung feststellen lsst4 ,diese beiden ,stadien leugne ich1 nach ,obigem1 nicht1 sondern erkenne sie1 und zwar fr alle ,flle der ,komik an4 ,aber ich leugne1 dass jede ,verblffung1 der ein aufleuchtendes ,verstndnis folgt1 ein ,gefhl der ,komik ergiebt4 ,die ,komik stellt in ,wahrheit nur dann sich ein1 wenn jene ,verblffung zugleich ein ,moment in sich schliesst1 das mehr ist als blosse ,verblffung1 nmlich ,sammlung1 ,spannung der ,aufmerksamkeit durch ein ,bedeutsames oder scheinbar ,sinnvolles2 und die ,komik ergiebt sich nicht aus der ,lsung der ,verblffung berhaupt1 sondern aus der ,lsung dieses zweiten ,momentes der ,verblffung oder dieser besonders gearteten ,spannung4 ,so wie die geringfgige ,leistung des ,grosssprechers mich verblfft1 so verblfft mich auch der ,satz1 der durch ,ausfall eines ,wortes sinnlos geworden ist4 ,nehmen wir an1 darauf folge sofort das aufleuchtende ,verstndnis3 ,ich sehe1 welches ,wort ausgefallen ist4 ,ich ergnze es also1 und verstehe den ,satz4 ,ich sage3 ,das also ist gemeint4 ,ein solches ,erlebnis ist nicht komisch4 ,dagegen wrde der ,ausfall des ,wortes komisch1 wenn sich daraus ein neuer ,sinn ergbe4 ,wir wollen annehmen1 der neue ,sinn leuchte unmittelbar ein1 werde aber auch sofort als unmglich gemeint1 also als ,unsinn erkannt4 ,hier ist auf das erste ,stadium der ,verblffung ein zweites gefolgt1 auf die ,verblffung ber den ,unsinn die ,verblffung ber den scheinbaren ,sinn1 auf das einfache ,stillestehen der psychischen ,bewegung1 ein sich ,konzentrieren derselben auf einen bestimmten ,vorstellungszusammenhang1 nmlich denjenigen1 dessen ,vernichtung nachher die ,komik ergiebt4 ,so gewiss aus der unmittelbaren ,lsung des ersten ,stadiums1 der in jedem ,sinn verstndnislosen ,verblffung1 durch das aufleuchtende ,verstndnis die ,komik sich nicht ergiebt1 so gewiss folgt sie hieraus4 ,ein solches zweites ,stadium der ,verblffung1 oder eine solche ,sammlung oder ,konzentration der ,aufmerksamkeit findet nun in aller ,komik statt4 ,wie gesagt3 ,die geringe ,leistung nach grossen ,versprechungen verblfft2 dann aber folgt die ,spannung der ,aufmerksamkeit durch die scheinbare ,erfllung der ,versprechungen4 ,auf die verblffte ,frage3 ,was soll das heissen8 folgt die verblffte ,antwort3 ,das also ist die ,erfllung der grossen ,versprechungen4 ,und daran erst schliesst sich die ,einsicht4 ,ich verstehe1 d4 h4 ich erkenne den ,grosssprecher als leeren ,grosssprecher4 ,bei einem solchen ist die geringe ,leistung ganz in der ,ordnung4 ,was ich erlebe ist gar nichts1 d4 h4 nichts1 das meiner ,aufmerksamkeit wert wre4 ,ich habe hier in dem ,stadium1 das ,heymans als ,stadium der ,verblffung bezeichnet1 zwei ,stadien unterschieden4 ,man sieht aber1 das zweite ,stadium der ,verblffung kann ebensowohl als erstes ,stadium des ,verstndnisses bezeichnet werden4 ,es ist das ,stadium des verblffenden ,verstndnisses1 des verblffenden ,sinnes oder scheinbaren ,sinnes1 allgemeiner gesagt1 der verblffenden ,grsse oder ,scheingrsse eines ,objektes1 das dann doch seiner ,grsse in unseren ,augen wieder verlustig geht4 ,damit ist der scheinbare ,gegensatz zwischen ,heymans und mir gelst4 ,auch er hat mich erst verblfft1 dann sah ich die ,scheingrsse1 die sich aus der scheinbaren ,identitt der ,heymans'schen ,verblffung mit meiner ,spannung der ,aufmerksamkeit durch ein ,scheingrosses ergab1 d4 h4 die ,einsicht1 dass ,verblffung und ,verblffung zweierlei sei1 und demgem ,heymans' ,einwand mich nicht treffe4 ,die ,beispiele1 die ,heymans anfhrt1 um seinem ,einwand ,kraft zu geben1 sind der ,hauptsache nach dem ,gebiete des ,witzes entnommen4 ,insoweit gehren sie nicht hierher4 ,schliesslich aber weist er auf einen ,fall hin1 der dem ,gebiete der objektiven ,komik angehrt4 ,auch dieser widerspricht doch meiner ,theorie keineswegs4 ,ein auf einer ,zwischenstation ausgestiegener ,reisender antwortet auf die dringende ,aufforderung des ,schaffners einzusteigen immer nur mit der flehentlichen ,bitte ihm zu sagen1 in welchem ,jahre ,amerika entdeckt worden sei4 ,indessen fhrt der ,zug ab4 ,endlich stellt sich heraus1 dass das ,kompartiment1 in welchem der ,reisende seine ,sachen zurckgelassen hat1 die ,nummer #adib fhrt1 und dass ein ,mitreisender ihm gesagt hat1 er solle1 um diese ,nummer nicht zu vergessen1 nur an die ,jahreszahl der ,entdeckung ,amerikas denken4 ,hier meint ,heymans1 ist die ,handlungsweise des ,reisenden1 dem man zu langen ,erklrungen keine ,zeit lsst1 keineswegs objektiv unzweckmig1 aber sie scheint es in hchstem ,grade zu sein1 und wird darum zuerst als unbegreiflich1 dann nachdem die ,sache sich aufgeklrt hat1 als komisch empfunden4 ,mir scheint1 dass in diesem komplizierten ,falle verschiedene ,momente der ,komik unterschieden werden mssen4 ,der ,reisende wird schon vor der ,aufklrung der ,sache komisch1 weil er als ausgewachsener ,mensch1 von dem man ein zweckmssiges ,verhalten erwartet1 den ,zug mit seinem ,gepck wegfahren lsst1 und sich statt um seine ,reise1 um die ,entdeckung ,amerikas ,sorge macht4 ,dazu tritt dann ein zweites ,moment1 das allerdings erst nach der ,aufklrung zur ,wirkung gelangt4 ,man sieht jetzt1 dass der ,reisende ,grund hatte nach dem ,jahre der ,entdeckung ,amerikas zu fragen4 ,oder vielmehr3 es scheint fr einen ,augenblick die ,frage darnach sinnvoll4 ,dann aber erscheint das ganze ,verhalten des ,menschen sinnlos4 ,sich eine ,zahl nach der ,jahreszahl eines historischen ,ereignisses zu merken hat natrlich nur ,sinn1 wenn man diese ,jahreszahl kennt4 ,hiermit meine ich alle ,punkte des ,gegensatzes zwischen ,heymans und mir aufgeklrt zu haben4 ,ich werde auf ,heymans noch einmal1 nmlich bei der ,betrachtung des ,witzes und der genaueren ,darlegung der ,art1 wie bei ihm das ,gefhl der ,komik zu stande kommt1 zurckkommen mssen4 ,einstweilen nehme ich von ,heymans' wertvollen ,winken ,abschied4 ,,vi4 ,,kapitel4 ,,die ,,subjektive ,,komik ,,oder ,,der ,,witz4 ,,abgrenzung ,,der ,,subjektiven ,,komik4 ,wir haben im ,obigen die ausdrckliche ,abgrenzung der objektiven ,komik von den sonstigen ,gattungen der ,komik unterlassen4 ,beim ,witze knnen wir diese ,abgrenzung sofort zu vollziehen versuchen4 ,dabei mssen wir zunchst unterscheiden zwischen dem ,witz als ,eigenschaft und dem ,witz als ,vorgang oder ,leistung1 dem ,witz1 den der ,witzige hat1 und demjenigen1 den er macht4 ,wenn ,vischer gelegentlich den ,witz definiert als die ,fertigkeit mit berraschender ,schnelle mehrere ,vorstellungen1 die nach ihrem inneren ,gehalt und dem ,nexus1 dem sie angehren1 einander eigentlich fremd sind1 zu einer zu verbinden1 so knnen wir uns diese ,definition nicht aneignen1 weil sie sich auf den ,witz bezieht1 den der ,witzige hat4 ,aber auch der ,begriff des ,witzes1 der gemacht wird1 lsst sich verschieden fassen4 ,wenn jemand stolz auftritt und ber eine ,kleinigkeit stolpert1 so wird er ,objekt der ,komik4 ,wenn ich ihm das ,hindernis in den ,weg werfe1 so mache ich einen1 wenn auch vielleicht recht schlechten ,witz4 ,so heisst berhaupt ,witz jedes bewusste und geschickte ,hervorrufen der ,komik1 sei es der ,komik der ,anschauung oder der ,situation4 ,natrlich knnen wir auch diesen ,begriff des ,witzes hier nicht brauchen4 ,eines und dasselbe wre ein ,fall der ,anschauungs- oder ,situations-,komik und ein ,witz1 je nachdem wir den komischen ,thatbestand einfach fr sich ins ,auge fassten1 oder zugleich auf seine ,verursachung achteten4 ,wir wollen aber ja hier unter dem ,namen des ,witzes ,flle zusammenfassen1 die neben den ,fllen den ,anschauungs- und ,situations-,komik stehen4 ,ein wesentliches ,merkmal fr den ,begriff des ,witzes1 wie wir ihn brauchen1 haben wir indessen damit doch schon gewonnen4 ,gegenstand der ,anschauungskomik wird man1 in die ,situationskomik gert man1 den ,witz macht man4 ,man macht ihn1 d4 h4 die selbstbewusste ,persnlichkeit macht ihn4 ,der ,witz ist eine ,art der ,aktivitt oder ,bettigung dieser ,persnlichkeit4 ,vereinigen wir damit1 dass wir nach oben ,gesagtem auch das1 sei es noch so selbstbewusste ,hervorrufen der ,anschauungs- und ,situationskomik1 bei der doch die ,komik nur eben an dem angeschauten ,objekt oder der ,situation haftet1 nicht als ,witz bezeichnen wollen1 so kann sich eine wenigstens vorlufige ,abgrenzung dieses ,begriffes ergeben4 ,meine ,vorstellungen und ,vorstellungsverbindungen1 meine ,willensakte und ,wertschtzungen1 das sind die ,arten meiner ,persnlichkeit sich zu bethtigen4 ,an ihnen also1 oder vielmehr1 da jene inneren ,vorgnge fr andere nicht ,gegenstnde der ,wahrnehmung sind1 an den ,worten1 ,handlungen und ,gebrden1 in welchen sie zu ,tage treten1 wird die ,komik des ,witzes1 den ich mache1 haften mssen2 und sie wird an den ,worten1 ,handlungen und ,gebrden haften mssen1 sofern und lediglich sofern sie einer persnlichen ,aktivitt oder ,leistung zum ,ausdruck dienen4 ,aktivitt oder ,leistung1 so sage ich hier mit ,bedacht4 ,auch in der ungeschickten und in ihrer ,ungeschicktheit komischen ,bemerkung1 die ich mir zu ,schulden kommen lasse1 bin ich aktiv4 ,aber dies ist nicht die ,aktivitt1 die ich hier meine4 ,ich mache die ,bemerkung1 aber ich mache nicht die ihr anhaftende ,komik4 ,eben insofern die ,bemerkung komisch ist1 erscheint sie nicht als ,ausfluss meines positiven ,knnens1 sondern meines ,unvermgens1 ich bringe damit nichts zuwege1 sondern unterliege einer ,schranke meines ,wesens4 ,ich erscheine darum trotz aller ,thtigkeit als ,gegenstand der ,anschauungs- oder ,situationskomik1 nicht als ,urheber eine ,witzes4 ,andererseits muss mit der ,forderung ,ernst gemacht werden1 dass die ,komik eben an der ,aktivitt hafte4 ,ich mache ,anstrengungen1 um ber ein hochgespanntes ,seil zu springen1 im letzten ,momente aber schlpfe ich unten durch1 nicht aus ,unvermgen1 sondern um die ,zuschauer zu belustigen4 ,hier bin ich durchaus aktiv und berlegen1 aber die ,komik haftet nicht unmittelbar daran4 ,meinem ,thun liegt thatschlich kein ,unvermgen zu ,grunde1 aber das ,gefhl der ,komik entsteht doch nur aus dem ,schein des ,unvermgens1 den ich mit ,absicht erzeuge4 ,ich werde nicht durch irgendwelche ,naturnotwendigkeit1 und kein anderer wird durch mich ,gegenstand der ,komik1 aber ich mache mich selbst dazu4 ,ich werde es freiwillig1 aber ich werde es fr den ,augenblick thatschlich4 ,daraus ergiebt sich die vorlufige ,abgrenzung des ,witzes1 die wir suchen4 ,sie ist die ,komik1 die wir hervorbringen1 die an unserm ,thun als solchem haftet1 zu der wir uns durchweg als darberstehendes ,subjekt1 niemals als ,objekt1 auch nicht als freiwilliges ,objekt verhalten4 ,oder krzer gesagt3 sie ist die durchaus subjektive ,komik4 ,im ,gegensatz dazu drfen wir die im vorigen ,abschnitt gemeinte und besprochene ,komik1 wie wir schon gethan haben1 als objektive bezeichnen4 ,jene ,abgrenzung des ,witzes trifft mit derjenigen zusammen1 die in der wissenschaftlichen sthetik thatschlich vorausgesetzt zu werden pflegt4 ,indem wir den ,witz als subjektive von der objektiven ,komik unterscheiden1 stimmen wir wenigstens mit ,vischer auch im ,ausdruck berein4--,dagegen sind die vorhandenen ,antworten auf die ,frage nach dem ,wesen des ,witzes teilweise vllig ungengend4 ,,verschiedene ,,theorien4 ,ich erwhne wiederum in erster ,linie denjenigen ,psychologen der ,komik1 der sich von der ,wahrheit am weitesten entfernt hlt4 ,wie wir sahen1 geht ,hecker's ,bestimmung der ,komik berhaupt aus von der ,betrachtung des ,gefhls der ,komik1 das er als beschleunigten ,wettstreit der ,gefhle der ,lust und ,unlust bezeichnet4 ,beim ,witze nun entsteht fr ihn die ,unlust wie die ,lust aus zwei ,vorstellungen1 deren ,unvereinbarkeit und doch wiederum mgliche ,vereinbarkeit miteinander die ,quelle der ,gefhle bildet4 ,diese ,erklrung ist vor allem nicht allzu ernst gemeint4 ,an ,stelle der unvereinbaren ,vorstellungen treten spter solche1 die nichts miteinander zu thun haben1 d4 h4 thatschlich in keinem ,verhltnis unmittelbarer ,zusammengehrigkeit stehen4 ,und zu diesen gesellen sich dann solche1 die zugestandenermassen ziemlich viel miteinander zu thun haben4 berhaupt wandeln sich die ,hecker'schen ,bedingungen des ,witzes von ,fall zu ,fall1 bis schliesslich von der ursprnglichen ,formel herzlich wenig mehr brig bleibt4 ,natrlich verfolge ich diese ,wandlungen nicht4 ,es gengt die ,bemerkung1 dass nach ,hecker schlielich jede zweifelhafte ,aussage1 jede ,annahme1 die durch ,thatsachen gesttzt wird1 whrend andere ,thatsachen widersprechen1 jede halbwahre ,theorie1 ja jede thrichte ,rede1 der wir den wahren ,sachverhalt substituieren1 witzig heissen msste4 ,als ganz besonders witzig msste seine eigene ,theorie des ,witzes und der ,komik berhaupt gelten1 in der mit mancherlei ,anstzen und ,elementen zu einer richtigen ,anschauung so viel ,unzutreffendes so eng verbunden ist4 ,mit ,hecker's ,erklrung ist die ,krpelin's verwandt4 ,fr ihn ist der ,witz die willkrliche ,verbindung oder ,verknpfung#a zweier miteinander in irgend einer ,weise kontrastierender ,vorstellungen1 zumeist durch das ,hilfsmittel der sprachlichen ,association4 ,es muss1 so sagt er nachher1 irgend ein ,band zwischen den ,vorstellungen1 es mssen associative ,beziehungen zwischen ihnen existieren1 welche diese ,verknpfung gestatten4 ,andererseits muss aber die ,nichtzusammengehrigkeit derselben klar und scharf genug ins ,auge springen1 dass eine ,kontrastwirkung zur ,entwicklung gelangen kann4 #a ,so1 und nicht ,erzeugung muss es ohne ,zweifel an der betreffenden ,stelle heissen4 ,diese ,erklrung leidet an mehreren ,fehlern4 ,sie stimmt nicht mit den nachfolgenden nheren ,bestimmungen2 sie ist vieldeutig2 man mag sie drehen wie man will1 so schliesst sie ,dinge ein1 die mit dem ,witze nichts zu thun haben2 sie schliesst andererseits ,gattungen von ,vorgngen aus1 die thatschlich dem ,witze zugehren4 ,sie steht endlich in direktem ,widerspruch mit einzelnen ausdrcklich angefhrten ,fllen des ,witzes4 ,nur auf zwei ,punkte mache ich hier gleich aufmerksam4 ,der ,witz soll eine willkrliche ,verbindung von ,vorstellungen sein4 ,gleich nachher wird von ,witzen gesprochen1 die nicht der bewusst absichtsvollen ,komik angehren1 sondern unbewusst sind4 ,ich denke aber1 wo das ,bewusstsein aufhrt1 ist nach gemeinem ,sprachgebrauch auch von ,willkr nicht mehr die ,rede4 ,wichtiger ist mir der andere ,punkt4 ,irgendwie kontrastieren mssen die ,vorstellungen1 deren ,verbindung den ,witz ausmacht4 ,mit diesem ,kontrast geht es einigermassen1 wie mit der ,unvereinbarkeit bei ,hecker4 ,an seine ,stelle tritt spter die ,nichtzusammengehrigkeit4 ,bald darauf heissen die ,vorstellungen einander widerstreitend1 wiederum an anderer ,stelle gnzlich verschiedenartig4 ,als ob alle diese ,ausdrcke dasselbe sagten4 ,in der ,that knnen die im ,witze verbundenen ,vorstellungen sich auf die verschiedenartigste ,weise zu einander verhalten4 ,das bekannte ,lichtenberg'sche ,messer ohne ,klinge1 woran der ,stiel fehlt enthlt eine ,verbindung an sich unvereinbarer ,vorstellungen4 ,das ,messer einerseits1 der ,mangel der ,klinge und des ,stieles andererseits1 diese beiden ,begriffe heben sich gegenseitig auf4--,wenn ein franzsischer ,dichter auf die ,zumutung seines ,knigs1 ein ,gedicht zu machen1 dessen sujet er sei1 antwortet3 le roi n'est pas sujet1 so vollzieht er eine ,verbindung von ,vorstellungen1--sujet ,unterthan und sujet ,gegenstand eines ,gedichtes--die an sich recht wohl vereinbar sind1 und nur thatschlich und erfahrungsgemss nichts miteinander zu thun haben4--,die ,abteien sind geworden zu ,raubteien1 sagt der ,schiller'sche ,kapuziner4 ,hier sind die in witziger ,weise verbundenen ,vorstellungen weder unvereinbar noch unzusammengehrig4 ,die ,abteien waren in der ,that in der ,zeit des dreissigjhrigen ,krieges zu ,raubteien geworden4 ,die ,vorstellungen gehren also genau soweit zusammen1 als es der ,witz behauptet4--,gedenken wir endlich gar der witzigen ,definition von der ,art der ,schleiermacher'schen3 ,eifersucht ist eine ,leidenschaft1 die mit ,eifer sucht1 was ,leiden schafft1 so ergiebt sich1 dass die im ,witze miteinander kontrastierenden ,vorstellungen auch solche sein knnen1 die nicht nur in bestimmten ,fllen und thatschlich1 sondern allgemein und begrifflich zusammengehren1 deren ,zusammengehrigkeit ausserdem jedermann denkbar gelufig ist4 ,dass die ,eifersucht eine ,leidenschaft ist1 die darauf ausgeht ,dinge hervorzusuchen und selbst zu ersinnen1 die nur dazu dienen knnen dem ,eiferschtigen und dem ,gegenstand der ,eifersucht ,qualen zu bereiten1 dies liegt ja im ,begriff der ,eifersucht und bezeichnet kein verstecktes1 sondern ein jedermann bekanntes und selbstverstndliches ,moment dieses ,begriffes4 ,die im ,witze verbundenen ,vorstellungen find unvereinbare und unzusammengehrige1 anderseits zusammengehrige und sogar notwendig zu vereinigende ,vorstellungen2 sie sind ,vorstellungen1 deren ,vereinigung einen ,unsinn1 eine faktische ,unwahrheit1 andererseits eine thatschliche ,wahrheit oder sogar eine ,selbstverstndlichkeit ergiebt4 ,sie sind mit einem ,worte verschiedenartige ,vorstellungen1 die sich irgendwie zu einander verhalten4 ,verschiedene und irgendwie sich zu einander verhaltende ,vorstellungen werden aber natrlich in jeder wahren oder falschen ,behauptung miteinander verbunden4 ,sie knnen also nicht das ,wesen des ,witzes ausmachen4 ,dann muss wohl die besondere ,art der ,verbindung den ,witz erzeugen4 ,die ,verbindung1 so knnte man sagen1 ist beim ,witz jederzeit eine solche1 welche die ,unvereinbarkeit1 oder auch die blosse ,verschiedenheit der ,vorstellungen besonders deutlich zu ,tage treten lsst4 ,in dieser deutlicher zu ,tage tretenden ,unvereinbarkeit oder ,verschiedenheit bestnde dann der ,kontrast1 der zum ,witze erforderlich ist4 ,in der ,that kann ,krpelin's ,meinung im ,grunde keine andere sein4 ,zur ,komik berhaupt gehrt ja fr ihn nach der allgemeinen ,erklrung1 die wir im vorigen ,abschnitt kennen gelernt haben1 der ,versuch der begrifflichen ,vereinigung und ein erst daraus sich ergebender intellektueller ,kontrast4 ,damit stimmt es1 dass ,krpelin fr den ,witz eine associative ,beziehung der ,vorstellungen fordert1 welche die ,verbindung gestattet4 ,freilich geht diese ,forderung ber das hinaus1 was jener allgemeinen ,erklrung zufolge fr die ,komik gefordert ist und demnach auch fr die ,komik des ,witzes gefordert werden drfte4 ,ich kann ja recht wohl in einer ,aussage ,vorstellungen verbinden und andere zum ,versuch ihrer begrifflichen ,vereinigung ntigen1 ohne dass besondere associative ,beziehungen vorliegen4 ,ich sage etwa3 ,napoleon starb in ,sibirien4 ,napoleon hat mit ,sibirien nichts zu thun4 ,aber ich verbinde in dem ,satze die beiden ,vorstellungen1 und wer ihn hrt1 kann nicht umhin den ,versuch begrifflicher ,vereinigung anzustellen4 ,er gewinnt auch daraus ein ,gefhl des ,kontrastes4 ,es kommt ihm zum ,bewusstsein1 dass ,napoleon's ,tod in der ,that mit ,sibirien gar nichts zu thun hat4 ,die ,behauptung erfllt also trotz der mangelnden ,association die ,bedingung1 unter der nach ,krpelin das ,gefhl der ,komik allgemein entstehen msste4 ,andrerseits kann aber auch die ,association hinzutreten und dennoch die ,komik des ,witzes1 wie jede ,komik berhaupt1 unterbleiben4 ,ich brauchte nur ,napoleon statt in ,sibirien auf ,elba sterben zu lassen4 ,napoleon starb auf einer ,insel2 ,elba ist eine ,insel2 ,napoleon war auf ,elba4 ,wiederum wird zugleich demjenigen1 der die ,behauptung hrt1 eben durch die ,behauptung die ,nichtzusammengehrigkeit der verbundenen ,vorstellungen zum deutlicheren ,bewusstsein gebracht4 ,oder3 jemand zeiht meinen ,freund1 dessen ,charakter ich erprobt habe1 einer unredlichen ,handlung4 ,die ,grnde1 die er anfhrt1 gestatten die ,vorstellungsverbindung und zwingen mich sogar immer wieder1 sie versuchsweise zu vollziehen4 ,dabei muss mir der ,gegensatz zwischen der behaupteten ,unredlichkeit und dem erprobten ,charakter in besonderem ,masse fhlbar werden4 ,er wird mir vielleicht in dem ,masse fhlbar1 dass ich die ,vorstellungsverbindung in tiefster ,emprung abweise4 ,hier haben wir ein ,kontrastbewusstsein der intensivsten ,art2 zugleich ein ,kontrastbewusstsein1 das sich vllig vorschriftsmssig aus versuchter begrifflicher ,vereinigung nicht nur verschiedener1 sondern faktisch unvereinbarer ,vorstellungen ergiebt4 ,trotzdem wird niemand verlangen1 dass ich die ,verleumdung als ,witz oder berhaupt als komisch empfinde4 ,indessen so ist die ,sache nicht gemeint4 ,die assoziativen ,beziehungen gestatten die ,verbindung1 an ,stelle dieses nichtssagenden ,ausdrucks setzt ,krpelin spter den andern1 sie begrnden eine bedingte oder teilweise ,zusammengehrigkeit der ,vorstellungen4 ,damit ist dann freilich wieder zu viel gesagt4 ,das ,messer einerseits1 der gleichzeitige ,mangel des ,stiels und der ,klinge anderseits1 diese beiden ,dinge gehren auch nicht bedingt oder teilweise zusammen4 ,trotzdem ist in dieser ,bestimmung etwas ,richtiges4 ,die associativen ,beziehungen mssen jederzeit eine ,zusammengehrigkeit begrnden1 wenn keine wirkliche1 dann eine scheinbare4 ,indem sie dies thun1 verleihen sie der witzigen ,aussage eine wirkliche oder scheinbare ,bedeutung und damit zugleich eine gewisse ,kraft1 ,wichtigkeit1 ,eindrucksfhigkeit4 ,damit ist auch schon der ,punkt bezeichnet1 auf den es bei der ,zusammengehrigkeit einzig und allein ankommt4 ,nicht die ,zusammengehrigkeit1 sondern die ,bedeutung1 welche den ,worten als ,trgern derselben erwchst1 bedingt den ,eindruck der ,komik4 ,die ,zusammengehrigkeit ist bei dem eben angefhrten ,falle eine lediglich scheinbare4 ,aber indem die ,worte den ,schein erwecken1 leisten sie etwas4 ,wir hren die ,wortverbindung ,messer ohne ,klinge und ,stiel und lassen uns dadurch verfhren1 fr einen ,moment an die ,mglichkeit der entsprechenden ,vorstellungsverbindung zu glauben1 also derselben einen ,sinn zuzuschreiben4 ,der ,begriff eines ,messers ohne ,klinge ist uns gelufig1 der eines ,messers ohne ,stiel nicht minder4 ,hebt der ,mangel der ,klinge den ,begriff des ,messers nicht auf1 und der ,mangel des ,stieles ebensowenig1 so scheint auch der ,mangel der ,klinge und des ,stieles ihn nicht aufzuheben4--,dann freilich kommt uns die ,unvereinbarkeit der ,vorstellungen zum ,bewusstsein4 ,wir wissen1 das wir uns haben tuschen lassen1 dass wir nach einem gelufigen ,ausdruck hereingefallen sind4 ,was wir einen ,moment fr sinnvoll nahmen1 steht als vllig sinnlos vor uns4 ,darin besteht in diesem ,falle der komische ,prozess4 ,analog verhlt es sich mit jenem ,witze des franzsischen ,dichters4 ,die ,antwort1 die der ,dichter giebt1 ist keine ,antwort1 oder sie ist1 als ,antwort auf die ,aufforderung des ,knigs betrachtet1 sinnlos4 ,sie besitzt nicht bedingte oder teilweise1 sondern gar keine ,geltung4 ,ebensowenig ,geltung besitzt der ,schluss1 der sich darauf aufbaut3 der ,knig ist nicht sujet1 man kann also auch nicht fordern1 dass er sujet eines ,gedichtes sei4 ,aber wir lassen uns die ,geltung1 welche die ,antwort beansprucht1 verfhrt durch die ,gleichheit der ,worte sujet und sujet mit einer ,art psychologischer ,notwendigkeit gefallen1 wir vollziehen mit gleicher ,notwendigkeit den darauf gebauten ,schluss4 ,indem wir so thun1 messen wir den ,worten des ,dichters eine doppelte ,bedeutung bei1 die ihnen nicht zukommt2 sie werden fr uns zur zutreffenden und zugleich zur abfertigenden ,antwort4 ,sie werden es--fr einen ,augenblick nmlich4 ,dann fordert die ,logik ihr ,recht und zerstrt das ganze ,gebude4 ,die sinnvolle und geschickt abfertigende ,antwort wird wiederum1 was sie immer war1 eine sinnlose ,aussage4 ,,begriffsbestimmung ,,und ,,verschiedene ,f,,lle4 ,verallgemeinern wir jetzt1 was sich in diesen beiden ,fllen ergeben hat4 ,wir mssen dann sagen3 witzig erscheint eine ,aussage1 wenn wir ihr eine ,bedeutung mit psychologischer ,notwendigkeit zuschreiben1 und indem wir sie ihr zuschreiben1 sofort auch wiederum absprechen4 ,dabei kann unter der ,bedeutung ,verschiedenes verstanden sein4 ,wir leihen einer ,aussage einen ,sinn1 und wissen1 dass er ihr logischerweise nicht zukommen kann4 ,wir finden in ihr eine ,wahrheit1 die wir dann doch wiederum den ,gesetzen der ,erfahrung oder allgemeinen ,gewohnheiten unseres ,denkens zufolge nicht darin finden knnen4 ,wir gestehen ihr eine ber ihren wahren ,inhalt hinausgehende logische oder praktische ,folge zu1 um eben diese ,folge zu verneinen1 sobald wir die ,beschaffenheit der ,aussage fr sich ins ,auge fassen4 ,in jedem ,falle besteht der psychologische ,prozess1 den die witzige ,aussage in uns hervorruft1 und auf dem das ,gefhl der ,komik beruht1 in dem unvermittelten bergang von jenem ,leihen1 ,frwahrhalten1 ,zugestehen zum ,bewusstsein oder ,eindruck relativer ,nichtigkeit4 ,damit haben wir den ,begriff gewonnen1 der den ,witz und die ,anschauungs- und ,situationskomik zugleich umfasst4 ,hier wie dort gewinnt oder besitzt ein ,bewusstseinsinhalt fr uns einen ,grad von ,bedeutung oder psychologischem ,gewicht1 den er dann pltzlich verliert4 ,zugleich ist auch schon angedeutet1 dass hier wie dort die beiden ,flle mglich sind3 wir leihen die ,bedeutung dem ,bewusstseinsinhalt1 whrend sie ihm von ,rechts wegen oder objektiv betrachtet nicht zukommt1 oder3 sie kommt ihm objektiverweise zu1 und wir erkennen sie auch zunchst an1 knnen aber infolge subjektiver ,gewohnheiten des ,denkens nicht bei dieser ,anerkenntnis bleiben4 ,das letztere gilt schon von dem oben angefhrten ,beispiele aus ,schiller4 ,die ,abteien sind geworden zu ,raubteien4 ,diese ,behauptung ist1 wie schon gesagt1 sinnvoll und wahr2 und wir glauben an ihre ,wahrheit4 ,man sehe aber1 durch welches ,mittel uns die ,wahrheit eindringlich gemacht wird4 ,raubtei ist kein gltiges ,wort der deutschen ,sprache2 es kommt ihm also nach strenger ,forderung der ,logik auch kein gltiger ,sinn zu4 ,in dem speciellen ,falle aber hat es fr uns einen ,sinn1 wir verstehen vollkommen1 was damit gemeint ist4 ,der ,anklang an ,abtei einerseits1 an ,raub andrerseits verhilft uns dazu4 ,dazu kommt ein zweites ,moment4 ,die ,nebeneinanderstellung der ,worte ,abtei und ,raubtei1 die ,verwandlung des einen ins andere1 ist an sich ein blosses ,spiel mit ,worten1 die ,klanghnlichkeit1 worauf das ,spiel beruht1 hat an sich keine logische ,kraft4 ,wiederum aber gewinnt sie eine solche1 in diesem speciellen ,falle4 ,die in der ,zusammenstellung der ,worte liegende ,wahrheit wird uns nicht nur verstndlich1 sondern1 eben durch den ,gleichklang1 sogar eindringlicher1 sozusagen selbstverstndlich4 ,so nahe die ,worte ,abtei und ,raubtei lautlich zusammenhngen1 so nahe scheinen die damit bezeichneten ,dinge sachlich zusammenzuhngen4 ,so leicht wir vermge jenes ,zusammenhanges aus dem ,worte ,abtei das ,wort ,raubtei machen1 so leicht und natrlich scheint uns der bergang von einem zum andern ,begriff4 ,beide ,momente bedingen die ,eigenart des komischen ,prozesses4 ,achten wir auf das1 was die ,worte in ihrem ,zusammenhange sagen1 so ergeben sie den ,eindruck einer einleuchtenden ,wahrheit1 betrachten wir sie nach ihrer ,form und beurteilen diese1 wie wir nicht anders knnen1 nach den gewhnlichen ,gesetzen unseres ,denkens und ,sprechens1 so gewinnen wir den ,eindruck des ,spiels mit ,worten4 ,das ,wort ,raubtei erscheint so sinnlos1 wie es sonst sein wrde1 der ,gleichklang so logisch kraftlos1 wie er sonst zu sein pflegt4 ,die beiden hier unterschiedlichen ,momente knnen auch jedes fr sich die ,komik des ,witzes begrnden4 ,wenn ,heine von jemand sagt1 er sei von einem bekannten ,brsenbaron recht famillionr aufgenommen worden1 so beruht die ,komik dieses ,witzes lediglich auf dem ersten jener beiden ,momente4 ,ein ,wort wie famillionr giebt es nicht4 ,wir lassen uns aber den malitisen ,sinn1 den es in dem speciellen ,falle hat1 gefallen2 wir verstehen1 dass ,heine sagen will1 die ,aufnahme sei eine familire gewesen1 nmlich von der bekannten ,art1 die durch den ,beigeschmack des ,millionrtums an ,annehmlichkeit nicht zu gewinnen pflegt4 ,dann kommt uns doch wiederum die ,nichtigkeit und ,sinnlosigkeit des ,wortes zum deutlichen ,bewusstsein4 ,dagegen beruht der ,witz gnzlich auf dem ,verhltnis der ,worte zu einander bei der oben zuletzt angefhrten ,schleiermacher'schen ,definition4 ,die ,frage1 was fr eine ,leidenschaft die ,eifersucht sei1 wird beantwortet1 indem beide ,worte ,eifersucht und ,leidenschaft auseinandergeschnitten und die ,stcke durch ,zwischenfgung weniger1 an sich unerheblicher ,worte zu einem ,satze verbunden werden4 ,diese usserlich betrachtet vllig mechanische ,procedur ergiebt nichtsdestoweniger ein bedeutungsvolles und zutreffendes gedankliches ,resultat4 ,solange wir auf dies ,resultat achten1 erscheint das ,mittel1 wodurch es erreicht wurde1 gleichfalls bedeutungsvoll4 ,es sinkt dann doch wiederum unfehlbar in seine1 obgleich nur scheinbare ,nichtigkeit zurck4 ,jetzt ist deutlich ersichtlich1 wie wir uns zu ,krpelin's ,theorie stellen4 ,der ,kontrast bleibt bestehen1 aber er ist nicht so oder so gefasster ,kontrast der mit den ,worten verbundenen ,vorstellungen1 sondern ,kontrast1 oder ,widerspruch der ,bedeutung und ,bedeutungslosigkeit der ,worte4 ,dies ,ergebnis entspricht ganz dem bei der objektiven ,komik gewonnenen4 ,wie dort so ist hier der qualitative ,vorstellungskontrast nur insoweit von ,belang1 als er diesen quantitativen oder ,bedeutungskontrast vermittelt2 er hat im brigen1 wie mit der ,komik berhaupt1 so auch mit der ,komik des ,witzes nichts zu thun4 ,das ,recht dieser letzteren ,behauptung habe ich schon oben dargelegt4 ,ich erinnere an die ,verleumdung des erprobten ,freundes4 ,diese ,verleumdung war trotz des strksten ,kontrastes weder witzig noch berhaupt komisch4 ,umgekehrt entsteht die ,komik des ,witzes1 wie die objektive1 sobald ich den von uns geforderten ,bedeutungskontrast hinzufge4 ,so kann die ,verleumdung zunchst durch ,hinzutritt des objektiven ,bedeutungskontrastes objektiv komisch werden4 ,der ,verleumder giebt sich alle ,mhe1 bersieht aber einen ,umstand1 der ihn sofort widerlegt4 ,von einem ,witze ist hier noch keine ,rede1 weil die ,bedingung des ,witzes nicht erfllt ist1 die darin besteht1 dass die ,komik an der ,aussage hafte1 sofern sie der ,vorstellungsverbindung zum ,ausdruck dient1 und damit zugleich als ,that desjenigen erscheine1 der die ,aussage macht4 ,die ,worte des ,verleumders sagen oder bedeuten nach ihrer ,widerlegung dasselbe wie vorher4 ,sie kommen in bestimmter ,art zu ,fall1 aber dies zu ,fall kommen1 das wesentlichste ,moment der ,komik1 ist nicht durch die ,worte selbst bedingt1 sondern durch jenen dem ,verleumder unbekannten oder von ihm verschwiegenen ,umstand4 ,der ,verleumder bringt es1 indem er die ,aussage macht1 nicht eben dadurch zuwege1 dass ich den ,eindruck einer ,wahrheit habe und dann auch wiederum nicht habe1 sondern er will1 dass ich den ,eindruck habe und erlebt es1 dass derselbe in nichts zerrinnt4 ,dagegen wird die ,aussage witzig1 sobald die ,worte selbst1 ohne ein von aussen hinzutretendes ,schicksal1 die ,bedeutung1 die sie haben oder zu haben scheinen1 doch auch wiederum nicht haben oder nicht zu haben scheinen1 sobald also der rein subjektive1 von dem ,verleumder aus eigenen ,mitteln hervorgerufene ,bedeutungskontrast hinzukommt4 ,man sagt mir etwa1 mein ,freund habe einen ,eingriff in die ,kasse gemacht1 um dann hinzuzufgen3 nmlich in seine eigene2 er habe endlich seine ,schulden bezahlt4 ,andererseits kann der ,vorstellungskontrast fehlen und doch1 weil der ,bedeutungskontrast fhlbar zu ,tage tritt1 der ,witz entstehen4 ,man kennt ,gellert's der ,bauer und sein ,sohn4 ,der ,sohn lgt1 er habe einen ,hund gesehen1 so gross wie ein ,pferd4 ,diese ,lge bringt ihm der ,vater zum ,bewusstsein durch die ,erzhlung von der ,lgenbrcke4 ,die ,erzhlung an sich ist nichts weniger als witzig4 ,dass man auf eine ,brcke kommen werde1 auf der jeder1 der an dem ,tage gelogen habe1 ein ,bein breche1 das ist abgesehen von dem1 was vorher berichtet ist1 eine harmlose ,erdichtung4 ,sie wird erst witzig als ,entgegnung auf die ,behauptung des ,sohnes4 ,hier also msste der ,vorstellungskontrast sich finden1 aber hier gerade fehlt derselbe vllig4 ,achten wir nicht auf die beabsichtigte und erreichte ,wirkung1 so ist alles in schnster ,ordnung4 ,der ,vater fgt einfach zu einer ,unwahrheit eine andere von gleichem ,charakter4 ,es ist sogar eine wesentliche ,bedingung dieses ,witzes1 dass der ,kontrast zwischen der ,lge des ,sohnes und der des ,vaters mglichst gering sei4 ,dagegen besteht ein wesentlicher ,kontrast zwischen der logischen und praktischen ,konsequenz der ,erzhlung des ,vaters und ihrer scheinbaren ,nichtigkeit4 ,freilich kann man1 wenn man es darauf anlegt1 dem ,vorstellungsgegensatz einen mglichst unbestimmten ,sinn zu geben1 am ,ende auch diese und hnliche ,gegenstze der ,bedeutung oder ,wirkung als ,vorstellungsgegenstze bezeichnen4 ,man verwischt dann nur eben den ,unterschied1 auf den fr die ,begriffsbestimmung des ,witzes alles ankommt4 ,schwarz und weiss1 ,unterthan eines ,knigs und ,gegenstand eines ,gedichtes1 ,abtei und ,ruberhhle1 das sind wirkliche ,vorstellungsgegenstze4 ,von diesen ist aber der ,art nach verschieden der ,gegensatz1 der entsteht1 indem dieselben ,vorstellungen und ,vorstellungsverbindungen jetzt sinnvoll1 wahr1 treffend1 abfertigend1 zurechtweisend1 dann auch wiederum sinnlos1 unwahr1 nichtssagend1 als blosses ,spiel erscheinen4 ,oder allgemeiner1 von den qualitativen ,gegenstzen1 die zwischen den durch ,worte bezeichneten ,vorstellungen stattfinden1 sind durchaus verschieden die ,gegenstze des logischen oder sachlichen ,wertes oder ,gewichtes der ,worte und ,wortverbindungen1 bzw4 der dadurch bezeichneten ,vorstellungsverbindungen4 ,indessen auch damit brauchte man sich noch nicht zufrieden zu geben4 ,auch der logische oder sachliche ,wert der ,worte und ,vorstellungsverbindungen1 so knnte man sagen1 ist ,gegenstand unseres ,vorstellens und insofern ihr ,gegensatz ein ,vorstellungsgegensatz4 ,aber dies wre ein schlechter ,einwand4 ,in der ,that entsteht der ,eindruck des ,witzes eben nicht daraus1 dass wir uns vorstellen1 ,vorstellungen und ,vorstellungsverbindungen erscheinen irgend jemand sinnvoll1 glaubwrdig u4 s4 w41 whrend sie zugleich auch als das ,gegenteil erscheinen2 vielmehr mssen wir selbst sie fr sinnvoll halten1 daran glauben1 kurz ihren ,wert oder ihr ,gewicht erleben1 und dann zur gegenteiligen ,vorstellungsweise bergehen4 ,der ,gegensatz1 um den es sich handelt1 und schliesslich einzig und allein handelt1 ist ein ,gegensatz der thatschlichen ,wirkung in uns1 des ,eindrucks1 den wir erfahren1 allgemein gesagt der ,art1 wie ,vorstellungen1 sie mgen sich inhaltlich zu einander verhalten wie sie wollen1 in uns auftreten oder uns in ,anspruch nehmen4 ,dies ist auch bei dem obigen ,beispiel deutlich genug4 ,der ,eindruck jenes ,witzes wre vllig dahin1 wenn wir zwar wssten1 dass der ,sohn das ,gewicht der vterlichen ,worte empfnde1 er selbst aber nicht mitempfnden und dann doch wiederum von dem ,gewicht befreit wrden4 ,vielleicht htte der ,gellert'sche ,bauer1 dessen witzige berfhrung seines ,sohnes uns hier beschftigte1 seinen ,zweck--witzig oder witzlos--auch auf krzerem ,wege erreichen knnen4 ,darum bleibt doch der ,satz ,jean ,paul's1 ,krze sei die ,seele des ,witzes1 ja dieser selbst1 zu ,recht bestehen4 ,der ,witz sagt1 was er sagt1 nicht immer in wenig1 aber immer in zu wenig ,worten1 d4 h4 in ,worten1 die nach strenger ,logik oder gemeiner ,denk- und ,redeweise dazu nicht gengen4 ,er kann es schliesslich geradezu sagen1 indem er es verschweigt44 ,so ein bekannter ,witz ,heine's4 ,der ,brsenbaron1 der so oft das ,opfer seines ,witzes geworden ist1 wundert sich1 dass die ,seine oberhalb ,paris so rein1 unterhalb so schmutzig sei4 ,heine erwidert3 ,o1 ,ihr ,vater ist ja auch ein ganz ehrlicher ,mann gewesen4 ,hier findet sich kein ,vorstellungsgegensatz1 der1 sei es auch indirekt1 den ,witz begrnden knnte2 weder in dem1 was ,heine sagt1 noch zwischen dem1 was er sagt1 und dem1 was er meint4 ,man braucht1 um sich davon zu berzeugen1 nur1 was er meint1 zu ergnzen3 dass die ,seine oberhalb ,paris rein1 unterhalb schmutzig ist1 ist so wenig zu verwundern als dass ,ihr ,vater ein ehrlicher ,mann war und ,sie es nicht mehr sind4 ,ein ,kontrast entsteht erst dadurch1 dass ,heine1 was er nicht sagt1 doch deutlich zu verstehen giebt1 dass also wir seinen ,worten eine ,bedeutung zugestehen1 die wir ihnen dann doch wieder nicht zugestehen knnen4 ,,witzige ,,handlungen4 ,nur von der witzigen ,aussage war im bisherigen die ,rede1 whrend die mglichen anderen ,arten des ,witzes1 die witzigen ,handlungen und ,gebrden ausser ,betracht blieben4 ,ich liess sie ausser ,betracht1 weil ,krpelin sie vernachlssigt4 ,dennoch giebt es dergleichen4 ,krpelin selbst rhrt daran1 wo er den bekannten ,witz des ,diogenes anfhrt1 der am hellen ,tage mit einer ,laterne ,menschen sucht4 ,dabei entgeht ihm nur eben der ,witz der ,handlung4 ,er sucht den ,witz lediglich in der ,aussage des ,diogenes1 er suche ,menschen1 speciell in der ,doppelbedeutung des ,wortes ,mensch4 ,diogenes meine vernnftige ,menschen1 whrend nach der gemeinen ,bedeutung des ,wortes jedes ,exemplar der menschlichen ,gattung darunter verstanden werde4 ,aber der ,witz bleibt auch1 wenn wir diesen ,doppelsinn streichen und ,diogenes sagen lassen1 er suche vernnftige ,menschen4 ,die ,aussage selbst ist dann nicht mehr witzig2 der ,witz muss also an der ,handlung haften1 die durch die ,aussage nur interpretiert wird4 ,er haftet daran1 insofern die ,handlung eine eindringliche ,wahrheit verkndet1 whrend sie doch an sich unsinnig und darum nach gemeiner ,anschauung zum ,trger einer ,wahrheit durchaus ungeeignet scheint4 ,vllig analog verhlt es sich mit der witzigen ,handlung1 die ,hecker anfhrt und als solche anerkennt4 ,ein italienischer ,maler hat fr ein ,kloster ein ,abendmahl zu malen4 ,whrend der ,arbeit erfhrt er allerlei ,chikanen von ,seiten des ,priors4 ,dafr rcht er sich1 indem er dem ,judas die ,zge des ,priors leiht4 ,fr ,hecker beruht die ,komik dieses ,witzes darauf1 dass die ,unvereinbarkeit der beiden ,vorstellungen--,judas und der ,prior--beleidigt1 whrend zugleich die ,erkenntnis der zwischen beiden bestehenden hnlichkeit eine gewisse ,befriedigung gewhrt4 ,wre diese ,erklrung richtig1 so msste es auch witzig erscheinen1 wenn der ,maler seinem ,christus einzelne ,zge von einem besonders frommen ,klosterbruder geliehen htte1 oder wenn ,a4 ,drer thatschlich seine ,christusgestalten sich hnlich bildet4 ,auch ,drer und ,christus sind ja unvereinbare ,vorstellungsinhalte und auch bei ,betrachtung der ,drer'schen ,christusgestalten gewhrt die ,erkenntnis der hnlichkeit eine gewisse ,befriedigung4 ,in der ,that beruht der ,witz des italienischen ,malers darauf1 dass der ,maler dem ,prior seine ,meinung sagt durch ein ,mittel1 das an sich vllig harmlos erscheint4 ,was kann ich dafr1 so htte er dem ,prior gegenber sich verantworten knnen1 wenn mir deine ,zge gerade fr meinen ,judas passen4 ,er konnte die bereinstimmung sogar fr ein blosses ,spiel des ,zufalls erklren4 ,solche ,spiele des ,zufalls giebt es ja4 ,in jedem ,falle beweist es nichts gegen den ,charakter eines ,menschen1 wenn er mit dem ,bilde eines ,verrters usserliche hnlichkeit hat4 ,aber hier freilich beweist es alles1 nicht nach strenger ,logik1 aber fr den unmittelbaren ,eindruck4 ,eben diesen zerstrt dann die ,logik wiederum4 ,verallgemeinern wir das ,ergebnis1 so erscheint die ,komik der witzigen ,handlung an dieselbe ,bedingung gebunden1 wie die der witzigen ,aussage4 ,beide sagen etwas und sagen es auch nicht4 ,die ,worte sind ,zeichen dessen1 was sie sagen4 ,auch die ,handlungen--und ebenso natrlich die ,gebrden--kommen fr den ,witz nur in ,betracht1 insoweit sie ,zeichen sind4 ,,verwandte ,,theorien4 ,schlielich werfe ich auch hier1 wie bei der objektiven ,komik1 noch einen ,blick auf solche frhere ,theorien1 die mit uns in der ,hauptsache auf gleichem ,boden zu stehen scheinen4 ,schon von ,jean ,paul knnten die ,autoren1 deren ungengende ,anschauungen mir ,gelegenheit gaben die meinigen zu entwickeln1 einiges lernen4 ,wenn freilich ,jean ,paul den ,witz allgemein definiert als ein ,vergleichen und ,auffinden von ,gleichheiten bei grsserer ,ungleichheit1 so bemerkt dagegen ,vischer mit ,recht1 dass es ,witze gebe1 bei denen von ,vergleichung1 also auch von ,auffindung von hnlichkeiten keine ,rede sei2 so z4 ,b4 wenn ,talleyrand sage1 die ,sprache sei erfunden1 um die ,gedanken zu verbergen4 ,wir brauchen aber nur ,jean ,paul's weiteren ,ausfhrungen zu folgen1 um zu sehen1 wie nahe er dem wahren ,sachverhalt kommt4 ,der ,witz entdecke ,gleichheiten1 so sagt er erst2 nachher erfahren wir1 im ,witz mache die taschen- und wortspielerische ,geschwindigkeit der ,sprache halbe1 ,drittels-1 ,viertelshnlichkeiten zu ,gleichheiten2 es werden durch sie ,gattungen fr ,unterarten1 ,ganze fr ,teile1 ,ursachen fr ,wirkungen1 oder alles dieses umgekehrt1 verkauft4 ,dadurch wird1 so fhrt er fort1 der sthetische ,lichtschein eines neuen ,verhltnisses geworfen1 indessen unser ,wahrheitsgefhl das alte fortbehauptet4 ,hiermit wird1 wenn wir das ,verhltnis1 das nichts zur ,sache thut1 zur ,seite lassen1 wenigstens eine ,gattung des ,witzes zutreffend bezeichnet4 ,der ,lichtschein1 der dem ,wahrheitsgefhl entgegentritt1 kann nur bestehen in irgend welcher ,geltung1 welche die witzige ,aussage1 beansprucht und in unseren ,augen thatschlich gewinnt4 ,diese zerrinnt in ,nichts1 wenn wir unser ,wahrheitsgefhl zu ,rat ziehen4 ,gegen jene allgemeine ,begriffsbestimmung ,jean ,paul's wendet sich ,vischer1 nicht ohne sie zugleich zu korrigieren4 ,zwischen ungleichen ,vorstellungen werden ,gleichheiten entdeckt1 statt dessen muss es ihm zufolge heissen1 einander fremde ,vorstellungen werden zu scheinbarer ,einheit zusammengefasst4 ,dass damit viel gebessert sei1 knnen wir nicht zugeben1 da unserer obigen ,darlegung zufolge weder die ,vorstellungen einander fremd zu sein brauchen1 noch die ,zusammenfassung zur ,einheit die ,leistung des ,witzes gengend bestimmt bezeichnet1 noch endlich diese ,leistung immer eine bloss scheinbare heissen darf4 ,dagegen trifft es die ,sache1 wenn ,vischer nachher ,sinn im ,unsinn1 ,unsinn im ,sinn als ,inhalt des ,witzes bezeichnet4 ,endlich wsste ich im ,grunde nichts einzuwenden gegen ,kuno ,fischer's allgemeine ,definition des ,witzes als eines spielenden ,urteils4 ,urteil ist ihm nicht jede ,aussage1 sondern diejenige1 die etwas sagt4 ,sofern auch die witzige ,handlung etwas sagt1 kann auch sie ,urteil heissen4 ,andererseits ist das ,mittel1 wodurch der ,witz sagt1 was er sagen will1 immer im ,widerspruch mit der gewhnlichen ,denk- und ,ausdrucksweise1 oder wie ,fischer treffend sagt1 mit der ,hausordnung und den ,hausgesetzen des ,geistes1 und muss insofern jederzeit als ,spiel bezeichnet werden4 ,diese unsere ,zustimmung scheinen wir freilich zurcknehmen zu mssen gegenber ,fischer's nherer ,ausfhrung4 ,auch ,fischer1 ebenso wie ,vischer1 lsst die ,vereinigung einander fremder und widerstreitender ,vorstellungen als dem ,witze wesentlich erscheinen3 ,was noch nie vereinigt war1 ist mit einem ,male verbunden1 und in demselben ,augenblick1 wo uns dieser ,widerspruch noch frappiert1 berrascht uns schon die sinnvolle ,erleuchtung4 ,es ist ein ,punkt1 worin jene einander fremden und widerstreitenden ,vorstellungen unmittelbar zusammentreffen4 ,hier hat der ,witz seine ,kraft und ,wirkung etc4 ,fischer widerlegt aber diese ,anschauung gleich nachher selbst1 indem er ,bemerkungen1 die eine ,allerweltsweisheit enthalten1 also sicher keine ,vorstellungen vereinigen1 die einander fremd sind1 widerstreiten1 noch nie vereinigt waren1 lediglich dadurch zu ,witzen werden lsst1 dass sie den ,charakter des ,spieles gewinnen4 ,dieser ,widerspruch nun lst sich nur1 wenn wir jene einander fremden ,vorstellungen so interpretieren1 dass wir darunter jedesmal einerseits das1 was die ,worte meinen1 andererseits die ,worte selbst verstehen4 ,denn die ,worte allerdings sind beim ,witze jederzeit dem1 was sie meinen1 in gewissem ,sinne fremd1 in dem eben bezeichneten ,sinne nmlich1 dass sie nach gemeiner ,denk- und ,ausdrucksweise das ,gemeinte eigentlich nicht scheinen bezeichnen zu knnen4 ,dies gilt auch von der von ,fischer selbst angefhrten witzigen ,allerweltsweisheit1 das ,leben zerfalle in zwei ,hlften1 in der ersten wnsche man die zweite herbei1 in der zweiten die erste zurck4 ,dieser ,witz erscheint als ein ,spiel mit ,worten1 und als solches jeder ernsten ,wahrheit1 auch derjenigen1 die es thatschlich verkndigt1 fremd4 ,,verbl,,ffung ,,und ,,erleuchtung ,,beim ,,witz4 ,die ,erleuchtung1 von der hier ,fischer spricht1 begegnet uns auch sonst in mannigfachen ,wendungen4 ,ich bleibe dabei noch einen ,moment4 ,gewiss hat diese ,erleuchtung ihr ,recht4 ,es fragt sich nur1 was wir unter der ,erleuchtung verstehen1 bzw4 was darunter verstanden wird1 und in welcher ,weise diese ,erleuchtung fr die ,komik verantwortlich gemacht wird4 ,auch fr ,groos ist1 wie wir schon sahen1 die ,erleuchtung oder die ,erkenntnis der ,verkehrtheit1 nachdem sie uns verblfft hat1 fr die ,komik berhaupt1 also auch fr die ,komik des ,witzes wesentlich4 ,diese ,erkenntnis soll aber wirken1 indem sie uns das ,gefhl der berlegenheit schafft4 ,zu dieser berlegenheit kehren wir nicht noch einmal zurck4 ,sie ist1 wie wir gesehen haben1 nichts anderes1 als der eigentliche ,todfeind aller ,komik4 ,ich erinnere noch einmal daran3 ,das vollste ,gefhl der berlegenheit ber den ,widersinn der witzigen ,wendung hat der ,pedant4 ,und diesem fehlt eben deswegen der ,sinn fr den ,witz4 ,dagegen interessiert uns der ,gegensatz der ,verblffung und ,erleuchtung bei ,heymans4 ,was ich dazu zu bemerken habe1 ist in gewisser ,weise schon gesagt4 ,aber es liegt mir daran1 dies schon ,gesagte speciell auf den ,witz anzuwenden4 ,heymans whlt1 um seine ,meinung zu illustrieren1 unter anderen das ,beispiel des ,heine'schen famillionr4 ,er meint1 dasselbe erscheine zunchst einfach als eine fehlerhafte ,wortbildung1 als etwas ,unverstndliches1 ,unbegreifliches1 ,rtselhaftes4 ,dadurch verblffe es4 ,die ,komik ergebe sich aus der ,lsung der ,verblffung4 ,diese bestehe im ,verstndnis4 ,der ,prozess der ,komik stelle sich also hier nicht1 wie es meiner ,theorie zufolge sein msste1 dar als ein bergang vom ,verstehen zum ,nichtmehrverstehen1 oder zum ,eindruck der ,sinnlosigkeit1 sondern vollziehe sich auf dem umgekehrten ,weg4 ,hier leuchtet in besonderer ,weise die ,wichtigkeit der auf ,s4 #ge99 geforderten ,unterscheidung ein1 nmlich der ,unterscheidung zwischen ,verblffung und ,verblffung oder zwischen ,verstndnis und ,verstndnis4 ,auch hier wiederum hat ,heymans recht mit dem1 was er sagt4 ,aber wichtiger ist1 was er nicht sagt4 99 ,im ,unterkapitel ,,verbl,,ffung ,,und ,,verst,,ndnis4 ,transkriptor4 ,das in einen sinnvollen ,zusammenhang hineintretende sprachwidrige ,wort verblfft als solches4 ,zugestanden4 ,aber das ,wort famillionr verblfft ausserdem als dies scheinbar oder in dem ,zusammenhang1 in dem es auftritt1 wirklich sinnvolle1 sogar ausserordentlich sinnvolle ,wort4 ,dies zweite ,stadium der ,verblffung hebt ,heymans nicht heraus4 ,statt dessen knnen wir ebensowohl sagen1 ,heymans hebe das erste ,stadium des ,verstndnisses oder ,erleuchtung nicht heraus4 ,ich vereinige beides1 indem ich sage1 bei ,heymans bleibe das mittlere ,stadium des ganzen ,prozesses1 das verblffende ,verstndnis oder die ,verblffung auf ,grund eines ,verstndnisses unbeachtet oder werde nicht in seiner ,bedeutung gewrdigt4 ,dies ist aber eben der fr die ,komik entscheidende ,punkt4 ,das ,wort famillionr bezeichnet1 und zwar vermge seiner ,fehlerhaftigkeit in besonders eindrucksvoller ,weise1 die ,familiritt des famillionren ,brsenbarons als die eines aufgeblasenen ,millionrs4 ,niemand kann zweifeln1 dass ,heine's ,witz witzig ist1 nur darum1 weil wir einsehen1 oder verstehen1 das ,wort solle diese ,bedeutung haben1 oder genauer1 weil es diese ,bedeutung in unseren ,augen fr einen ,moment thatschlich hat4 ,und ebenso gewiss ist ,heine's ,witz nur witzig1 weil dies ,verstndnis verblffend ist1 d4 h4 weil das fehlerhafte ,wort1 vermge dieser seiner einschneidenden ,bedeutung1 die ,aufmerksamkeit zu spannen vermag4 ,dann erst folgt die ,lsung4 ,auch sie besteht in einem ,verstndnis4 ,aber1 in einem ,verstndnis zweiter ,stufe4 ,es ist ein ,verstndnis1 das ber dieses verblffende ,verstndnis kommt1 oder ein ,verstndnis1 mit dem wir hinter dieses verblffende ,verstndnis kommen2 d4 h4 das ,verstndnis1 wie dies ,verstndnis zu stande gekommen ist4 ,das erste ,verstndnis ist ein ,verstndnis eines ,rtsels1 nmlich ein ,verstndnis1 worin das ,rtsel1 d4 h4 der ,gegenstand des ersten ,staunens besteht4 ,es ist die ,lsung eines rtselhaften ,staunens1 nmlich des ursprnglichen ,staunens ohne jedes ,verstndnis1 worum es sich handle1 oder ohne ,wahrnehmung der ,pointe4 ,ebenso ist dies zweite ,verstndnis das ,verstndnis eines ,rtsels1 nmlich das ,verstndnis der ,mittel1 wodurch das rtselhafte ,verstndnis oder der rtselhafte oder seltsame1 aber von uns verstandene ,sinn entsteht4 ,es ist die ,lsung eines rtselhaften ,staunens1 nmlich des ,staunens ber diesen ,sinn oder des ,staunens infolge dieses ersten ,verstndnisses4 ,wir fragen nicht mehr3 was will das8 ,wir antworten auch nicht mehr3 ,das ist gemeint1 sondern wir wissen3 ,so ist es gemacht2 dies sinnlose ,wort hat uns verblfft und dann den seltsamen ,sinn ergeben4 ,diese vllige ,erleuchtung1 d4 h4 diese ,erleuchtung1 wie es gemacht ist1 die ,einsicht1 dass ein nach gemeinem ,sprachgebrauch sinnloses ,wort das ,ganze verschuldet hat1 diese vllige ,lsung1 d4 h4 die ,auflsung in nichts1 erzeugt die ,komik4 ,diese drei ,stadien knnen1 wie bei aller ,komik berhaupt1 so insbesondere bei jeder witzigen ,komik unterschieden werden4 ,ich habe sie frher auch schon als die ,stadien der vllig verstndnislosen ,verblffung1 der ,sammlung und der ,lsung bezeichnet4 ,die ,sammlung ist nichts ,geringeres als das ,finden der ,pointe4 ,man kann im ersten ,stadium stecken bleiben4 ,man hrt den ,witz1 aber man merkt ihn nicht2 d4 h4 man hrt etwas1 das man nicht versteht1 und--staunt4 ,man kann dann weiterhin auch wohl bis zur ,pointe gelangen1 also den ,witz merken und doch die ,komik nicht verspren3 ,dieser ,fall wird immer eintreten1 wenn man das ,mittel1 wodurch die ,pointe1 oder das erste ,verstndnis bewirkt wird1 nicht als nichtig1 d4 h4 als an sich bedeutungslos anerkennen kann4 ,es ist etwa verletzend1 taktlos1 geschmacklos4 ,hier bleibt die ,spannung1 die das ,verstndnis der ,pointe erzeugte1 bestehen1 nicht als ,spannung durch dies ,verstndnis1 aber als ,spannung durch den ,eindruck des ,verletzenden1 ,taktlosen1 ,geschmacklosen4 ,nur wenn zur ,auflsung des unverstandenen ,rtsels durch das ,verstndnis der ,pointe diese vllige ,lsung tritt1 entsteht die ,komik oder wirkt der ,witz witzig4 ,ich erinnere auch noch an andere ,beispiele1 die ,heymans anfhrt1 etwa das ,menschensuchen des ,diogenes oder den ,druckfehlerteufel1 der mir vorspiegelt1 ein ,autor wolle statt der ,richtigkeit die ,nichtigkeit seiner ,behauptung beweisen4 ,auch ,diogenes' ,verhalten ist zunchst einfach verblffend1 es ist aber dann vor allein durch seinen ,sinn verblffend1 oder wir sind durch das ,verstndnis desselben1 verblfft4 ,endlich verstehen wir1 dass eine logisch widersinnige ,handlung diese ,verblffung oder diesen von uns wohl verstandenen ,sinn hervorgebracht hat4 ,ebenso sind wir dem ,druckfehler gegenber zunchst einfach verblfft1 dann sehen wir1 welche merkwrdige ,absicht der ,autor den schwarz auf weiss vor uns stehenden ,worten zufolge hat1 schliesslich wissen wir1 dass ein einfacher ,druckfehler1 also die bedeutungsloseste ,sache von der ,welt1 uns diese verblffende ,absicht vorspiegelt4 ,speciell von einem ,witze ,saphirs meint ,heyman schliesslich1 es werde bei ihm keineswegs eine witzige usserung oder ,handlung nachher als nichtig erkannt4 ,damit hat ,heymans wiederum in gewisser ,weise recht4 ,aber ,heymans bersieht1 das ich deutlich die beiden ,flle unterschieden habe3 ,dass die witzige usserung oder ,handlung bedeutungsvoll scheine und als nichtig erkannt werde1 und dass sie als bedeutungsvoll erkannt werde und nichtig scheine4 ,auch im letzteren ,falle ist sie fr uns1 d4 h4 fr unseren ,eindruck oder hinsichtlich ihrer psychologischen ,wirkung nichtig4 ,und auf diese psychologische ,nichtigkeit kommt es ja einzig an4 ,wenn ,saphir1 so sagt ,heymans1 einem reichen ,glubiger1 dem er einen ,besuch abstattet1 auf die ,frage3 ,sie kommen wohl um die #cjj ,gulden1 antwortet3 ,nein1 ,sie kommen um die #cjj ,gulden1 so ist eben dasjenige1 was er meint1 in einer sprachlich vollkommen korrekten und auch keineswegs ungewhnlichen ,form ausgedrckt4 ,in der ,that ist es so3 ,die ,antwort ,saphirs ist an sich betrachtet in schnster ,ordnung4 ,wir verstehen auch1 was er sagen will1 nmlich dass er seine ,schuld nicht zu bezahlen beabsichtige4 ,aber ,saphir gebraucht dieselben ,worte1 die vorher von seinem ,glubiger gebraucht wurden4 ,wir knnen also nicht umhin sie auch in dem ,sinne zu nehmen1 in welchem sie von jenem gebraucht wurden4 ,und dann hat ,saphirs ,antwort gar keinen ,sinn mehr4 ,der ,glubiger kommt ja berhaupt nicht4 ,er kann also auch nicht um die #cjj ,gulden kommen1 d4 h4 er kann nicht kommen1 um #cjj ,gulden zu bringen4 ,zudem hat er als ,glubiger nicht zu bringen sondern zu fordern4 ,indem die ,worte ,saphirs in solcher ,weise zugleich als ,sinn und als ,unsinn erkannt worden1 entsteht die ,komik4 ,ich meine hiermit1 auch was den ,witz betrifft1 die ,gegnerschaft ,heymans' zu mir beseitigt zu haben4 ,,vii4 ,,kapitel4 ,,das ,,naiv-,,komische4 ,,die ,,theorien4 ,objektive und subjektive ,komik haben wir bisher unterschieden4 ,zwischen beiden steht das ,naive als eine ,gattung der ,komik1 die objektiv und subjektiv zugleich und eben darum von beiden verschieden ist4 ber das ,wesen des ,naiven ist viel ,zutreffendes aber auch mancherlei ,unzutreffendes gesagt worden4 ,ich erwhne diesmal zunchst ,krpelin4 ,nach ,krpelin entsteht die ,komik des ,naiven aus dem ,kontrast zwischen den natrlichen ,regungen und ,neigungen einerseits und der ,schablone andrerseits in welche jene durch ,erziehung und sociale ,reibung gepresst werden4 ,das unverkmmerte ,hervortreten jener natrlichen ,regungen und ,neigungen erzeugt ,lust1 und diese ,lust zusammen mit der ,unlust1 die aus der ,verletzung der ,schablone erwchst1 ergiebt die ,komik4 ,wre diese ,bestimmung gengend1 so msste gar mancherlei naiv-komisch erscheinen1 was es keineswegs ist4 ,so die wohlverdiente und von jedermann als wohlverdient anerkannte ,zurechtweisung1 die ich in einer ,gesellschaft in berechtigtem ,zorn1 zugleich mit bewusster ,verletzung der gesellschaftlichen ,form1 einem der ,anwesenden angedeihen liesse4--,es fehlt eben bei jener ,bestimmung wiederum das eigentlich ,wesentliche4 ,wie bei der objektiven und subjektiven1 so thut auch bei der naiven ,komik der ,kontrast nichts zur ,sache1 es sei denn1 dass er sich als ,kontrast der ,bedeutsamkeit und ,nichtigkeit eines und desselben ,vorstellungsinhaltes darstellt2 und wie dort1 so ist auch hier das ,gefhl der ,komik nicht das ,resultat des ,zusammentreffens von ,lust und ,unlust1 sondern ein eigenartiges ,gefhl1 das eben in diesem ,bedeutungskontrast seinen ,grund hat4 ,nher als ,krpelin kommt1 was das ,wesen des ,naiven angeht1 ,hecker dem wahren ,sachverhalt4 ,er unterscheidet das ,pseudonaive und das ,naive4 ,bei jenem werden unsere praktischen ,ideen von ,klugheit und die logischen ,normen beleidigt2 andrerseits ist doch in der pseudonaiven usserung oder ,handlung etwas relativ ,wahres1 ,kluges1 ,verstndiges enthalten1 namentlich1 wenn wir uns auf den ,standpunkt der beim ,redenden naturgemss vorhandenen1 und daher verzeihlich scheinenden ,unkenntnis stellen4 ,bei dem ,naiven dagegen geht das unangenehme ,gefhl aus der ,verletzung irgend einer praktischen1 logischen1 oder ideellen ,norm hervor oder es leitet sich her aus einem ,verstoss gegen unsere ,ideen von konventionellem gesellschaftlichem ,anstand4 ,immer aber ist es ntig1 dass uns in der naiven usserung eine sittliche ,unschuld und ,reinheit entgegentritt1 von der wir wissen1 dass sie die knstlichen ,schranken1 welche die ,etikette um uns gezogen1 nicht kennt1 und daher auch nicht zu respektieren braucht1 indem sie einer freieren und hheren ,sittlichkeit folgt4 ,von diesen beiden ,bestimmungen kommt die erstere der ,wahrheit sehr nahe1 wenn wir das namentlich streichen4 ,nicht nur das ,pseudonaive1 sondern alle echte naive ,komik schliesst dies in sich1 dass eine usserung oder ,handlung wahr1 klug1 vernnftig1 kurz irgendwie positiv bedeutsam erscheine vom ,standpunkte des naiven ,subjektes aus1 und dann doch wiederum nicht so erscheine von unserem ,standpunkte aus4 ,die naiv-komische ,handlung oder usserung ist also fr uns klug und unklug1 oder allgemein gesagt1 bedeutungsvoll und nichtig zugleich je nach dem ,standpunkte unserer ,betrachtung4 ,und daraus kann das ,gefhl der ,komik sich ergeben4 ,dagegen msste es nach dem ,wortlaut der ,hecker'schen ,bestimmung auch naiv-komisch erscheinen1 wenn ein ,kind ein ,rechenexempel teilweise richtig rechnete1 dann aber aus verzeihlicher ,unkenntnis einer ,rechenregel einen ,fehler beginge4 ,ebenso sind in der ,hecker'schen ,erklrung des ,naiven gewisse naive ,momente richtig bezeichnet1 wenn wir annehmen1 dass die ,unschuld und ,reinheit1 die uns in der naiven usserung entgegentritt1 zugleich die unlogische1 unzweckmige1 unschickliche usserung fr den ,standpunkt der naiven ,persnlichkeit rechtfertigt1 d4 h4 von diesem ,standpunkte aus als eine logische1 zweckmige1 schickliche erscheinen lsst4--,aber freilich diese ,annahme bezeichnet1 ebenso wie die obige ,korrektur der ,bestimmung des ,pseudonaiven das eigentlich ,wesentliche der ,sache4--,dass ausserdem die ,hecker'sche1 wie die ,krpelin'sche ,bestimmung nicht alle ,arten des ,naiven umfasst1 lasse ich hier noch ausser ,betracht4 ,dagegen ist mir schon hier der ,umstand von ,wichtigkeit1 dass keiner der beiden die naive ,komik der objektiven und subjektiven ,komik als eine neue ,art entgegenstellt4 ,dies darf aber1 wie ich schon angedeutet habe1 nicht unterlassen werden4 ,unserer ,anschauung zufolge schliesst die naive ,komik den ,ring der verschiedenen ,mglichkeiten des ,komischen4 ,es fragt sich1 welche ,mglichkeit es noch geben knne4 ,da wir von vornherein wissen1 dass naiv nur menschliche usserungen oder ,handlungen genannt zu werden pflegen1 so knnen wir die ,frage auch gleich bestimmter stellen und sagen3 ,wie knnen usserungen oder ,handlungen dazu kommen1 ,trger einer ,komik zu werden1 die nicht objektive ,komik noch auch ,komik des ,witzes ist4 ,die ,beantwortung dieser ,frage wollen wir hier zunchst versuchen4 ,dabei mssen wir zuerst das ,wesen und den ,gegensatz des objektiv ,komischen und des ,witzes noch in anderer ,weise bezeichnen1 als dies schon geschehen ist4 ,das ,folgende wird also zugleich die frheren ,errterungen ber objektive ,komik und ,witz noch einen ,schritt weiter fhren4 ,,die ,,drei ,,arten ,,der ,,komik4 ,das ,gefhl der ,komik1 so knnen wir das allgemeinste ,ergebnis der bisherigen ,untersuchung kurz formulieren1 entsteht berall1 indem der ,inhalt einer ,wahrnehmung1 einer ,vorstellung1 eines ,gedankens den ,anspruch auf eine gewisse ,erhabenheit macht oder zu machen scheint1 und doch zugleich eben diesen ,anspruch nicht machen kann1 oder nicht scheint machen zu knnen4 ,die objektiv komische ,aussage oder ,handlung erhebt aber den ,anspruch der ,erhabenheit vermge des objektiven ,zusammenhangs1 in dem sie steht4 ,sie erhebt ihn1 indem sie als ,aussage oder ,handlung eines ,menschen1 also eines normalerweise vernnftigen und gesitteten ,wesens1 oder indem sie als ,erfllung eines ,versprechens1 als ,resultat grosser ,vorbereitungen erscheint u4 s4 w4 ,dagegen erscheint die witzige ,aussage oder ,handlung bedeutungsvoll oder erhaben auf ,grund eines subjektiven ,zusammenhanges1 in den sie eintritt4 ,der ,zusammenhang von ,wort und ,sinn1 ,zeichen und ,bezeichnetem1 der ,zusammenhang1 wie ihn die hnlichkeit von ,worten begrndet1 der scheinbare logische ,zusammenhang von ,stzen1 dies alles sind ,zusammenhnge solcher ,art4 ,keiner dieser ,zusammenhnge kommt in der ,welt der ,wirklichkeit ausser uns vor1 keiner betrifft die objektive ,natur der ,dinge4 ,sie alle bestehen nur in dem denkenden ,subjekt4 hnlichkeit von ,worten ist nicht hnlichkeit von ,dingen2 wir nur leihen den ,worten1 die selbst nicht ,dinge ausser uns sind1 ihren ,sinn2 in uns nur wirkt der ,zwang wirklicher oder scheinbarer ,logik4 ,der ,art1 wie1 bei der objektiven und subjektiven ,komik der ,anspruch oder ,schein der ,erhabenheit entsteht1 entspricht dann auch die ,art1 wie in beiden ,fllen dieser ,anspruch oder ,schein zergeht4 ,die ,erhabenheit1 die das objektiv ,komische auf ,grund des objektiven ,vorstellungszusammenhanges sich anmasst1 zergeht auch wieder angesichts eines objektiven ,thatbestandes1 oder unserer aus objektiver ,erfahrung gewonnenen ,regeln der ,beurteilung objektiver ,thatbestnde4 ,die ,erhabenheit1 welche das subjektiv ,komische auf ,grund eines nur im denkenden ,subjekt bestehenden ,zusammenhanges gewinnt1 verschwindet auch wieder angesichts subjektiver ,regeln1 d4 h4 angesichts der ,regeln1 welche--nicht die ,dinge und ihren ,zusammenhang1 sondern die ,formen unseres ,denkens und ,urteilens betreffen1 der ,regeln des ,sprachgebrauchs1 des ,zusammenhangs zwischen ,zeichen und ,bezeichnetem1 des ,schliessens etc4 ,natrlich ist damit nicht ausgeschlossen1 dass gelegentlich das durch subjektive ,regeln zu ,fall gebrachte ,erhabene auch angesichts der objektiven ,wirklichkeit als nichtig erscheine4 ,mit dem bekannten witzigen ,schlusse3 ,wer einen guten ,trunk thut1 schlft gut2 wer gut schlft1 sndigt nicht2 wer nicht sndigt1 kommt in den ,himmel2 also3 wer einen guten ,trunk thut1 kommt in den ,himmel--mit diesem ,schlusse ist es nichts1 einmal sofern er der ,logik widerstreitet1 zum andern1 sofern es sich schwerlich so verhalten wird wie er glauben machen will4 ,aber der letztere ,umstand hat mit dem ,witze nichts zu thun4 ,das ,spiel mit ,worten1 durch das der ,schluss zu stande kommt1 wrde darum1 weil es blosses1 unlogisches ,spiel ist1 trotzdem aber einen ,augenblick unser ,denken zu verfhren vermag1 auch dann als witzig erscheinen1 wenn ein guter ,trank zufllig wirklich die ,kraft htte1 die ihm der ,schluss zuschreibt4 ,umgekehrt msste1 wenn die inhaltliche ,unrichtigkeit des ,schlusses den ,witz machte1 jeder formal richtige ,schluss1 von dem sich herausstellte1 dass er mit der ,wirklichkeit in ,widerspruch stehe1 witzig sein4 ,am deutlichsten wird der ganze1 hier behauptete ,gegensatz zwischen objektiver und subjektiver ,komik in den ,fllen1 wo ,dasselbe als ,gegenstand der objektiven ,komik und als ,witz erscheint1 je nachdem es in einen objektiven ,zusammenhang hineingestellt und an unseren ,anschauungen ber objektive ,wirklichkeit gemessen1 oder nur nach der ,bedeutung1 die ihm im denkenden ,subjekt zukommt1 aufgefasst und beurteilt wird4 ,so wird eine ,verwechslung von ,fremdwrtern im ,munde eines gebildeten ,mannes objektiv komisch1 wenn wir sie im ,zusammenhang mit dieser ,person betrachten4 ,wir erwarten von ihr1 auf ,grund unserer in der objektiven ,wirklichkeit gemachten ,erfahrungen1 ,sicherheit im ,gebrauch von ,fremdwrtern und finden thatschlich ,unsicherheit4 ,dagegen erscheint dieselbe ,verwechslung als--freiwilliger oder unfreiwilliger--,witz1 wenn wir dem aus der ,verwechslung entspringenden ,unsinn einen gemeinten oder nicht gemeinten ,sinn zuschreiben und auch wiederum absprechen4 ,dort ist der ganze ,gegensatz1 auf dem die ,komik beruht1 der objektive des ,knnens und ,nichtknnens1 hier der lediglich subjektive von ,sinn und ,unsinn4 ,so kann jede sinnlose1 sprachwidrige1 unlogische usserung beurteilt werden einmal als ,leistung einer ,person1 also als ein dem objektiven ,zusammenhang der ,dinge angehriges ,faktum1 das andre ,mal als ,trger eines ,sinnes1 also mit ,rcksicht auf das1 was sie lediglich frs denkende ,subjekt bedeutet4 ,und immer liegt jene ,betrachtungsweise zu ,grunde1 wenn die usserung objektiv komisch1 diese1 wenn sie als ,witz erscheint4 ,damit erst hat unsere ,bezeichnung der beiden ,arten der ,komik als objektiver und subjektiver ihre volle ,rechtfertigung gefunden4 ,zugleich knnen wir daraus erschliessen1 wie die ,komik des ,naiven entstehen muss1 wenn sie von beiden ,arten unterschieden sein soll4 ,der ,gegensatz1 auf dem sie beruht1 darf weder ein rein objektiver noch ein ausschlielich subjektiver--im oben ausgefhrten ,sinne--sein4 ,dies kann er aber nur sein1 wenn er zugleich ein objektiver und ein subjektiver ist4 ,dieser ,art ist der ,gegensatz der ,standpunkte1 den ich schon vorhin bei ,besprechung der ,hecker'schen ,aufstellungen als fr die ,komik des ,naiven wesentlich bezeichnete4 ,ich stelle jetzt in einem ,beispiele alle drei ,mglichkeiten der ,komik einander gegenber4 ,mnchhausen erzhle die bekannte ,geschichte1 wie er sich selbst am ,schopfe aus dem ,sumpf gezogen habe4 ,ein ,erwachsener glaube die ,geschichte4 ,ein ,kind frage1 ob die ,geschichte denn wahr sei4 ,hier ist die ,glubigkeit des ,erwachsenen objektiv komisch4 ,als ,erwachsener erhebt er den ,anspruch gengend urteilsfhig zu sein1 um die ,lge zu durchschauen4 ,an die ,stelle der vorausgesetzten ,urteilsfhigkeit tritt die thatschliche ,unfhigkeit4 ,dagegen ist die ,erzhlung selbst ein ,witz4 ,sie besitzt fr uns im ersten ,momente einen ,schein der ,wahrheit oder ,wahrscheinlichkeit4 ,man kann zur ,not einen ,menschen am ,schopf aus dem ,sumpfe ziehen3 da man selbst auch ein ,mensch ist1 warum sollte man die ,prozedur nicht auch bei sich selbst anwenden knnen4 ,dieser ,fehlschluss bezeichnet den subjektiven ,gedankenzusammenhang1 der den ,schein der ,wahrheit oder ,wahrscheinlichkeit erzeugt4 ,endlich ist die harmlose ,frage des ,kindes naiv-komisch4 ,was heisst dies8 ,wir erwarten von dem ,kinde nicht1 dass es die ,lge durchschaue4 ,vielmehr finden wir bei ihm den ,mangel an ,einsicht vllig in der ,ordnung und unserer gewhnlichen ,erfahrung entsprechend4 ,dies ist eine1 aber auch nur eine ,seite der ,sache4 ,beruhte auf dem ,umstand1 dass wir vom ,kinde nichts anderes erwarten1 fr sich allein der ,eindruck des naiv ,komischen1 so msste der gleiche ,eindruck entstehen1 wenn ein ,kind ber ein leichtes ,hindernis stolpert und fllt4 ,auch dies ,stolpern und ,fallen widerspricht ja beim ,kinde nicht wie beim ,erwachsenen unserer erfahrungsgemssen ,erwartung4 ,in der ,that entsteht in unserem ,falle der ,eindruck der ,komik erst1 wenn wir zugleich uns auf den ,standpunkt des ,kindes stellen1 und von seinen ,voraussetzungen aus selbst urteilen4 ,es erscheint dann auch uns die usserung des ,kindes logisch berechtigt2 sie erscheint ungleich als ,zeichen echt kindlichen ,sinnes sittlich wertvoll4 ,damit nun1 dass wir die usserung als usserung des ,kindes fassen1 stellen wir sie zunchst in einen objektiven ,zusammenhang1 nmlich den ,zusammenhang mit dem kindlichen ,wesen und ,auffassungsvermgen4 ,es handelt sich zunchst einfach um die objektive ,herkunft der usserung4 ,andererseits stellen wir1 indem wir selbst von den ,voraussetzungen des ,kindes aus urteilen1 die usserung zugleich in einen logischen1 also subjektiven ,zusammenhang1 nmlich den ,zusammenhang mit den kindlichen ,voraussetzungen1 die wir uns angeeignet haben4 ,die ,frage lautet nicht mehr1 woher diese usserung stamme1 sondern wie sie aus jenen ,voraussetzungen logisch sich rechtfertige4 ,wir geben die ,antwort1 indem wir sie als logisch berechtigt anerkennen4 ,mit dieser logischen ,berechtigung gewinnt dann die usserung zugleich einen--wiederum objektiven ,wert1 genauer einen ,persnlichkeitswert4 ,die usserung ist als logisch berechtigte zugleich ,anzeichen kindlicher ,klugheit1 also eine relativ bedeutsame intellektuelle ,leistung4 ,sie ist nicht minder1 indem sich darin der ehrliche ,sinn des ,kindes verrt1 der nichts davon weiss1 dass man mit ernstem ,gesichte so ungeheuer lgen kann1 sittlich wertvoll4 ,es wird also im vorliegenden ,falle zunchst der ,eindruck der ,bedeutsamkeit erzeugt1 indem wir die usserung in einen sowohl objektiven als subjektiven ,zusammenhang hineinstellen4 ,wir gehen aus von der objektiven ,betrachtungsweise1 wenden uns zur subjektiven und kehren zur objektiven wieder zurck4 ,diese ,betrachtungsweisen verhalten sich aber genauer so zu einander1 dass die erste ,hineinstellung in den objektiven ,zusammenhang die ,bedingung und nur die ,bedingung ist fr die folgende ,betrachtung im subjektiven und objektiven ,zusammenhang4 ,nur indem wir die usserung als usserung des ,kindes fassen1 kommen wir dazu1 sie vom ,standpunkte des ,kindes aus zu beurteilen1 also in den logischen ,zusammenhang mit den kindlichen ,prmissen1 und den objektiven mit der darin zum ,ausdruck kommenden kindlichen ,klugheit und ehrlichen ,harmlosigkeit zu stellen4 ,insoweit fr den ,anspruch der ,bedeutsamkeit oder ,erhabenheit1 den die naive usserung erhebt1 die objektive ,betrachtungsweise wesentlich ist1 stimmt das ,naive mit dem objektiv ,komischen berein2 soweit der ,anspruch nur auf ,grund der subjektiven ,betrachtungsweise zu stande kommt1 trifft das ,naive mit dem ,witze zusammen4 ,die ,vereinigung beider ,momente und die ,art ihrer ,vereinigung unterscheidet zugleich das ,naive von jenen beiden ,arten der ,komik wesentlich4 ,in hnlicher ,weise umfasst dann die naive ,komik objektive ,komik und ,witz hinsichtlich der ,art1 wie bei ihr die ,erhabenheit zergeht4 ,von den kindlichen ,prmissen aus war die usserung logisch berechtigt4 ,es giebt aber andere ,prmissen1 mit denen die usserung ebenfalls in logischen ,zusammenhang gebracht werden muss4 ,thun wir dies1 so ist die usserung nicht mehr logisch berechtigt4 ,indem wir diese ,prmissen in ,betracht ziehen1 zeigen wir uns als kluge ,leute4 ,ohne sie urteilen ist thricht4 ,das ,kind hat also mit der usserung oder dem ,urteil1 das die usserung in sich schliesst1 eine ,thorheit begangen1 keine bedeutsame1 sondern eine vllig nichtige intellektuelle ,leistung vollbracht4 ,zu diesem doppelten ,resultat gelangen wir1 indem wir vom ,standpunkt des ,kindes zu unserem ,standpunkte zurckkehren4 ,die ,rckkehr schliesst eben dies beides in sich1 die logische ,beurteilung der usserung innerhalb des ,zusammenhanges unserer ,gedanken und die objektive ,beurteilung nach dem ,massstabe1 den wir an unsere ,leistungen zu legen gewohnt sind4 ,fassen wir alles zusammen1 so ist berhaupt der ,gegensatz der ,standpunkte1 aus dem die naive ,komik entspringt1 ein ,gegensatz der zugleich objektiven und subjektiven ,betrachtung4 ,wir haben alles ,recht1 die naive ,komik als die zugleich objektive und subjektive zu bezeichnen4 ,m,,glichkeiten ,,des ,,naiv-,,komischen4 ,der ,anspruch der naiven usserung1 eine bedeutsame intellektuelle ,leistung zu sein1 verschwand in unserem ,beispiele1 wenn wir sie von unserem ,standpunkt aus betrachteten4 ,dagegen blieb die sittliche ,erhabenheit der usserung beruhen4 ,mag das ,kind thricht geredet haben1 um den kindlichen ,sinn und den kindlichen ,glauben an ,wahrhaftigkeit ist es eine schne und erhabene ,sache4 ,damit verliert die ,komik der naiven usserung1 aber die ,naivitt gewinnt4 ,es geht eben die ,naivitt1 wie wir spter deutlicher sehen werden1 je mehr inneren ,wert sie hat1 um so weniger vllig in der naiven ,komik auf4 ,es kann aber in anderen ,fllen des naiv ,komischen recht wohl auch der ,anspruch sittlicher ,erhabenheit zergehen4 ,wiederum in anderen ,fllen besteht gar kein solcher ,anspruch4 ,das naiv ,komische ist ja keineswegs an die ,sphre des intellektuellen oder des ,sittlichen gebunden4 ,um so mehr werden wir doch ein ,recht haben1 ,arten des naiv ,komischen zu unterscheiden1 je nachdem dasselbe ganz oder vorzugsweise dieser oder jener ,sphre angehrt4 ,wenn ,fallstaff in seiner berhmten ,rede ber die ,ehre diese herunterzieht und bei gar mancher ,gelegenheit nicht eben moralisch gross handelt1 so knnen wir doch nicht umhin ihm in gewisser ,weise recht zu geben4 ,er redet und handelt von seinen ,voraussetzungen aus--die die ,voraussetzungen eines nicht eben mit hohen ,ideen erfllten1 doch in seiner ,art gesunden ,menschenverstandes sind1--im ,grunde recht logisch1 viel logischer als gar mancher1 der diese ,voraussetzungen mit ihm teilt4 ,er verrt in seinen ,reden und ,handlungen zugleich einen ,grad an und fr sich betrachtet wertvoller moralischer ,gesundheit4 ,trotz aller schlechten ,streiche ist er im ,grunde gutmtig1 durch alle ,liederlichkeit leuchtet eine gewisse ,unverdorbenheit1 durch alle ,verlogenheit eine gewisse ,ehrlichkeit4 ,er trifft denn auch mit seiner ,rede gewisse1 vom ,boden der gesunden ,menschenvernunft sich lossagende1 hohle1 schwrmerische oder doktrinre ,ehrbegriffe mit ,fug und ,recht4 ,und was er sonst sagt und thut1 hat mehr moralisches ,recht als manches1 was im ,namen hoher sittlicher ,ideen gepredigt und gethan worden ist4 ,aber wie jene logische1 so zergeht diese moralische ,berechtigung1 wenn wir von unserem landlufigen ,standpunkt aus urteilen4 ,fallstaffs ,rede und sein ,handeln ist unlogisch1 weil es auch sittlich bedeutsame ,voraussetzungen giebt1 die den in seiner ,rede ausgeprochenen und in seinem ,handeln bethtigten ,anschauungen logisch zuwiderlaufen4 ,beides erscheint1 nicht mit ,rcksicht auf den zu ,grunde liegenden ,gedankenzusammenhaug1 sondern als objektive ,thatsache betrachtet1 sittlich niedrig stehend im ,vergleich mit wirklicher ,ehre und ,sittlichkeit4 ,in dem hier angefhrten ,beispiele ist das ,zergehen der sittlichen ,erhabenheit beim ,eindruck der naiven ,komik wesentlich beteiligt4 ,dagegen fehlt der ,anspruch sittlicher ,erhabenheit bei einem ,falle1 den ich gelegentlich selbst erlebte4 ,die ,katze hat aus der ,kche ein ,stck ,braten gestohlen4 ,schwere ,anklage wird gegen sie erhoben4 ,da kommt das jngste ,tchterchen des ,hauses1 das die ,katze nachher hat in den ,keller gehen sehen1 hinzu und meint3 ,ja1 ,mama1 und dann ist die ,katz' in den ,keller gegangen und hat ,wein gefressen6 ,wiederum hat das ,kind von seinem ,standpunkt aus gut geschlossen und zugleich durch die dem ,schluss zu ,grunde liegende ,gedankenkombination ziemliche ,klugheit an den ,tag gelegt4 ,es hat gesehen1 dass ,menschen ihr ,mahl durch einen ,trunk wrzten2 warum soll die ,katze nicht dasselbe ,bedrfnis haben und warum soll sich nicht der ,umstand1 dass sie nachher in den ,keller gegangen ist1 daraus erklren4 ,jener ,sinn der kindlichen ,aussage und dieser ,anspruch der ,klugheit zergeht wiederum von unseren ,voraussetzungen aus1 und im ,vergleich zu dem1 was wir sonst ,klugheit nennen4 ,dagegen ist die ,aussage sittlich weder berechtigt noch unberechtigt4 ,wiederum in anderen ,fllen gehrt die gleichzeitig erhabene und nichtige ,leistung1 die in der naiv komischen usserung oder ,handlung liegt1 weder der rein intellektuellen noch der sittlichen oder1 allgemeiner gesagt1 praktischen ,sphre an1 sondern ist sthetischer ,natur4 ,es ist naiv komisch1 wenn ein ,kind an glnzenden ,gegenstnden ,wohlgefallen verrt1 die wir aus tiefer liegenden ,grnden geschmacklos finden4 ,es kennt eben diese tiefer liegenden ,grnde nicht und kann sie noch nicht kennen4 ,sein ,schnheitsurteil ist in sich1 als dies subjektive dem ,zusammenhang seiner ,vorstellungen angehrige ,faktum berechtigt von seinem1 unberechtigt von unserem ,standpunkte4 ,es ist zugleich1 als ,ergebnis eines beschrnkten1 aber an und fr sich gesunden und natrlichen ,gefhles eine von seinem ,standpunkte aus wertvolle1 fr unseren ,standpunkt nichtige sthetische ,leistung4 ,ich sprach oben von ,fllen des naiv ,komischen1 die der sittlichen oder allgemeiner gesagt praktischen ,sphre angehren4 ,mit diesem ,ausdrcke wollte ich zugleich die verschiedenartigen ,flle des naiv ,komischen zu ihrem ,rechte kommen lassen1 die nicht dem ,gebiete der ,sittlichkeit im engeren ,sinne1 sondern dem der ,sitte und des gesellschaftlichen ,anstandes zugehren4 ,gelegentlich hat man ,miene gemacht1 auf dies ,gebiet das naiv ,komische berhaupt einzuschrnken4 ,dieser ,anschauung mssen wir widersprechen1 solange wir dabei bleiben unter dem naiv ,komischen eine besondere1 durch einen besonders gearteten ,vorstellungsprozess fr uns zu stande kommende ,art der ,komik zu verstehen4 ,wir haben diese besondere ,geartetheit bezeichnet1 indem wir die naive ,komik als die ,komik des ,gegensatzes der ,standpunkte charakterisierten4 ,einen ,standpunkt nun giebt es nur fr die vernnftig sich bethtigende oder kurz die urteilende ,persnlichkeit2 es giebt ihn aber fr die ganze urteilende ,persnlichkeit4 ,wir urteilen theoretisch1 praktisch und sthetisch1 d4 h4 wir haben1 ein ,bewusstsein1 dass etwas ist1 sein oder geschehen soll1 dass etwas gefllt oder missfllt4 ,bei allen diesen ,urteilen kann es vorkommen1 dass sie in sich richtig sind vom ,standpunkte einer naiven ,persnlichkeit1 unrichtig von unserem1 dass sie zugleich eine entsprechende intellektuelle1 ,charaktereigenschaft1 ,eigenschaft des ,geschmacks bekunden1 um deren willen sie objektiv bedeutsam erscheinen innerhalb der naiven ,persnlichkeit1 und nichtig im ,zusammenhang dessen1 was wir sonst von ,menschen erwarten4 ,alle jene ,urteile knnen also naiv-komisch erscheinen1 oder die usserungen und ,handlungen1 in denen sie zu ,tage treten1 naiv-komisch erscheinen lassen4 ,zugleich ist mit diesen drei ,gebieten der ,umkreis der ,gebiete des naiv ,komischen abgeschlossen4 ,,kombination ,,der ,,drei ,,arten ,,der ,,komik4 ,die ,bezeichnung des ,wesens des naiv ,komischen war im ,bisherigen immer zugleich ausdrckliche ,entgegensetzung gegen die objektive und subjektive ,komik4 ,diese ,entgegensetzung knnen wir noch nach anderer ,richtung vollziehen4 ,der ,anspruch auf ,erhabenheit1 den das objektiv ,komische sich anmasst1 ist eben nur ein angemasster4 ,die ,erhabenheit verschwindet1 sobald das ,objekt dem ,bewusstsein sich darstellt1 oder unsere objektive ,regel in ihr ,recht tritt4 ,was sein sollte oder sein msste1 das ist nicht4 ,dagegen ist der ,witz fr unser ,bewutsein--darauf allein kommt es ja an--einen ,augenblick ein ,erhabenes1 ,trger eines ,sinnes oder einer ,bedeutung4 ,bei ihm ist1 was doch nicht sein sollte4 ,das naiv ,komische nun nhert sich dem ,witz1 insofern auch ihm eine ,erhabenheit wirklich eignet4 ,zugleich eignet sie ihm doch auch nicht4 ,beim naiv ,komischen ist1 was ungleich nicht ist4 ,diesem ,gegensatz kann ein entsprechender ,gegensatz im ,verhalten der ,persnlichkeit zur ,seite gestellt werden4 ,die ,persnlichkeit wird1 wie ich frher betonte1 objektiv komisch2 sie macht den ,witz4 ,sie bethtigt endlich im ,naiven ihr1 nur individuelles ,wesen4 ,der ,trger der objektiven ,komik1 so sagte ich weiter1 unterliege einer ,schranke seines ,wesens oder ,knnens und sei insofern leidend2 dagegen vollbringe der ,urheber des ,witzes eine positive ,leistung und erweise sich in diesem ,sinne aktiv4 ,entsprechend werden wir von der naiven ,persnlichkeit sagen mssen1 sie sei aktiv und passiv zugleich1 indem sie etwas von ihrem ,standpunkte aus ,bedeutungsvolles leiste1 zugleich aber eben dieser ,standpunkt nur ein beschrnkter sei4 ,indem wir nun so das naiv ,komische von der objektiven ,komik und vom ,witze abgrenzen1 drfen wir doch auch nicht bersehen1 wie sie sich miteinander verbinden und ineinander bergehen4 ,wir sahen schon1 dass dieselbe usserung das eine ,mal als ,witz1 das andere ,mal als ,fall der objektiven ,komik erscheinen kann4 ,es bietet aber jeder ,witz eine ,seite1 nach der er unter den ,gesichtspunkt der objektiven ,komik gestellt werden kann4 ,der ,witz ist an sich unpersnlich2 dies hindert doch nicht1 dass die ,person1 die ihn macht1 mit in ,betracht gezogen werde4 ,die ,person erscheint1 vermge der ,leistung1 die sie vollbringt1 relativ erhaben4 ,zugleich bleibt sie doch1 sofern sie mit ,worten oder mit der ,logik spielt1 hinter dem zurck1 was wir im allgemeinen vom gesetzten und ernsthaften ,menschen erwarten4 ,achten wir darauf1 stellen wir diese eine ,seite des ,witzes unter den objektiven1 dem ,witze selbst fremden ,gesichtspunkt der menschlichen ,leistung1 dann sind die ,bedingungen fr die objektive ,komik gegeben4 ,der ,eindruck derselben mag zunchst zurcktreten4 ,er braucht sich aber nur zu hufen und das ,interesse am ,witz zu erlahmen1 und das ,gefhl der objektiven ,komik tritt deutlich hervor4 ,er ist nichts leichter als durch fortgesetztes ,witzemachen komisch1 lcherlich1 ja verchtlich zu werden4 ,ebenso bietet auch die naive ,komik der objektiven eine ,seite dar4 ,ich citiere ein weiteres ,beispiel naiver ,komik nach ,lazarus4#b ,der ,korporal ,trim1 der ,diener des ,onkel ,toby--in ',tristram ,shandy'--soll scherzeshalber1 weil ihm wenig ,bildung zugetraut wird1 examiniert werden4 ,ein ,doktor der ,theologie fragt ihn1 wie das vierte ,gebot lautet2 er kann es aber nicht anders hersagen1 als indem er1 wie ,kinder und gemeine ,leute immer1 beim ersten anfngt4 ,er hat das schwere ,stck glcklich vollbracht1 und nun fragt sein ,herr3 ,trim1 was heisst das1 du sollst ,vater und ,mutter ehren4 ,das heisst1 sagt er mit einer ,verbeugung1 wenn der ,korporal ,trim jede ,woche #ad ,groschen ,lohn erhlt1 so soll er seinem alten ,vater #g davon geben4--,die ,antwort auf die ,frage des ,onkel ,toby ist es1 die uns hier vorzugsweise angeht4 ,sie ist als ,antwort auf die allgemeine katechismusmssige ,frage vllig inkorrekt und ,zeichen eines niedrigen ,bildungsstandpunktes4 ,aber schon ehe wir uns dessen bewusst werden1 imponiert uns die konkret persnliche ,wendung1 die ,trim der ,sache giebt1 und die bei ihm1 der nicht gewhnt ist1 ,dinge abstrakt und allgemein zu fassen1 so berechtigt ist1 in der sich zugleich so viel ,sicherheit des moralischen ,bewusstseins verrt4 ,in der ,that kommt bei jenem ,gebote alles darauf an1 dass jeder wisse und davon durchdrungen sei1 was es von ihm fordere4 ,wir knnen aber nachtrglich die ,sache auch noch von einem anderen ,gesichtspunkt aus betrachten4 ,wir erwarten von ,trim1 so wie er nun einmal ist1 nicht1 dass er die ,katechismusantwort aufsagen knne4 ,aber wir knnen auch von seiner individuellen ,eigenart absehen und ihn als ,menschen betrachten1 der wie andere in die ,schule gegangen ist1 und dort seinen ,katechismus grndlich gelernt hat4 ,dann erhebt er1 wie andere1 in unserem ,bewusstsein den ,anspruch1 was er so grndlich gelernt hat1 auch zu wissen2 und sein ,nichtwissen lsst ihn objektiv komisch erscheinen4 #b ,leben der ,seele4 #b4 ,aufl4 ,i1 #cjh4 ,dieser ,hinzutritt des ,momentes objektiver ,komik zum ,naiven hat fter verfhrt1 das ,naive einfach dem objektiv ,komischen zuzuordnen4 ,schon ,jean ,paul verfllt in diesen ,irrtum4 ,ich denke aber1 das obige ,beispiel zeigt deutlich die ,verschiedenheit1 ja ,gegenstzlichkeit der ,bedingungen1 durch die beide ,arten der ,komik zu stande kommen4 ,naiv ist die ,komik1 solange die beiden ,standpunkte1 der naive und der unsrige1 einander gegenbertreten1 objektiv1 sobald wir unsern ,standpunkt zum alleinherrschenden machen4 ,darum tritt von den beiden ,arten der ,komik1 der objektiven und der naiven1 immer die eine zurck1 indem die andere hervortritt4 ,trims usserung ist naiv komisch1 solange wir sie von beiden ,standpunkten aus beurteilen1 also beide anerkennen1 objektiv komisch1 wenn wir von dem ,rechte des naiven ,standpunktes1 statt ihn anzuerkennen1 vielmehr geflissentlich absehen1 und von vornherein unseren ,massstab an die usserung legen4 ,wrdigung des individuell ,guten in der ,welt1 ist die ,devise der naiven1 ,leugnung desselben und ,alleinherrschaft der ,regel oder ,schablone die ,devise der objektiven ,komik4 ,dort ist das ,individuelle etwas1 wenn auch freilich nicht nach der ,regel2 hier ist es nichts1 weil es der ,regel nicht gengt4 ,ich erwhnte schon ,jean ,pauls ,beispiel3 ,wenn ,sancho ,pansa eine ,nacht hindurch sich ber einem vermeintlichen ,abgrund in der ,schwebe hlt1 so ist--nach ,jean ,paul--bei dieser ,voraussetzung seine ,anstrengung recht verstndig1 und er wre gerade erst toll1 wenn er die ,zerschmetterung wagte4 ,warum lachen wir gleichwohl8 ,hier kommt der ,hauptpunkt3 wir leihen seinem ,bestreben unsere ,einsicht und ,ansicht1 und erzeugen durch einen solchen ,widerspruch die unendliche ,ungereimtheit4 ,in dieser ,erklrung bezeichnet ,jean ,paul in seiner ,weise den ,grund der objektiven ,komik1 als deren ,gegenstand ,sancho ,pansa uns erscheinen kann4 ,sie beruht auf dem ,leihen4 ,wir betrachten ,sancho ,pansa als mit unserer ,einsicht begabt und erwarten von ihm1 dass er einsichtig handle4 ,aber schon ehe wir ,sancho ,pansa unsere ,einsicht liehen1 war sein ,handeln naiv-komisch4 ,es war dies genau so lange1 als wir ihm seine ,einsicht liessen und wussten1 dass er die unsrige nicht habe und nicht haben knne1 whrend wir doch im ,gegensatz zu ihm die ,einsicht hatten1 und fr uns die ,handlung darnach beurteilten4 ,der ,eindruck der objektiven ,komik kann entstehen1 und den der naiven ,komik zerstren1 erst wenn wir das ,recht und die ,erhabenheit der ,sancho ,pansa'schen ,individualitt aus dein ,auge lassen4 ,nur fr den1 der dafr kein ,verstndnis hat1 mag ,sancho ,pansa's ,gebaren von vornherein und ausschliesslich objektiv komisch sein4 ,so ist berhaupt die ,empfnglichkeit fr das naiv ,komische bedingt durch den ,sinn fr persnliche ,eigenart4 ,es wandelt sich alles ,naive in objektive ,komik fr den1 dem dieser ,sinn abgeht4 ,zugleich bieten freilich die verschiedenen ,flle der naiven ,komik bald mehr bald weniger ,veranlassung zu dieser ,verwandlung4 ,bei ,sancho ,pansa und mehr noch bei ,falstaff ist jenes1 bei ,trim dieses der ,fall4 ,endlich kann sich die naive ,komik auch1 ohne ihr eigenes ,wesen aufzugeben1 mit dem ,witze verbinden4 ,hecker erzhlt folgendes ,beispiel eines naiven ,witzes3 ,in einer ,schule trug der ,lehrer die ,geschichte des ,tobias ganz mit den ,worten der heiligen ,schrift vor4 ,bei den ,worten3 ,hannah aber1 sein ,weib1 arbeitete fleissig mit ihrer ,hand und ernhrte ihn mit ,spinnen1 machte ein ,mdchen mit ,gesicht und ,hand die ,gebrde des ,abscheus und ,ekels4 ,agnes1 was hast du1 ruft der ,lehrer4 ,antwort3 ,ach1 ,herr ,lehrer1 ist das denn wirklich wahr8--,lehrer3 ,warum zweifelst du daran8--,kind3 ,o1 weil die ,spinnen doch gar zu schlecht schmecken mssen4--,hier beruht der 7unbewusste7 ,witz darauf1 dass wir uns durch den ,gleichklang zweier ,worte verfhren lassen1 dem ,urteil des ,kindes einen ,sinn und eine logische ,berechtigung zuzuschreiben1 die es nicht besitzt2 der ,eindruck der naiven ,komik darauf1 dass wir dem ,kinde und dem kindlichen ,urteilsvermgen das ,recht zugestehen1 sich durch die ,verwechselung verfhren zu lassen1 und dass wir dementsprechend in dem kindlichen ,verhalten sogar einen ,grad von ,klugheit finden1 whrend wir sonst jenes ,recht nicht zugeben und abgesehen von dieser ,betrachtungsweise das ,verhalten thricht finden mssen4 ,auch hier gilt1 was ich oben betonte1 dass der ,witz als solcher gnzlich unpersnlich ist4 ,er hat nichts zu thun mit der ,individualitt dessen1 der ihn macht4 ,dagegen ist fr die naive ,komik die ,individualitt alles4 ,darum bliebe der ,witz auch1 wenn ein ,erwachsener bei ,anhrung der ,erzhlung an der betreffenden ,stelle die ,bemerkung einwrfe3 das muss aber schlecht schmecken4 ,es bliebe andererseits die naive ,komik bestehen1 wenn der ,witz ganz wegfiele1 und nur eine beliebige thrichte aber kindlich berechtigte ,verwechselung stattfnde4 ,in anderen ,fllen erscheint das nmliche ,vorhalten witzig und naiv komisch je nach der ,art der ,deutung4 ,es widerspricht unseren gewhnlichen ,anschauungen von ,klugheit und ,wrde1 wenn ,sokrates bei ,auffhrung der ,wolken sich dem ,gelchter der ,zuschauer geflissentlich preisgiebt4 ,aber was bedeutet einem ,sokrates das ,lachen der unverstndigen ,menge4 ,seine ,erhabenheit ber dergleichen rechtfertigt sein ,verhalten4 ,es verrt sich darin zugleich eben diese ,erhabenheit4 ,fr diese ,betrachtungsweise fllt ,sokrates unter den ,begriff des naiv ,komischen4 ,angenommen aber ,sokrates wollte durch sein ,verhalten zu verstehen geben1 wie wenig ihm die ,meinung der ,menge bedeute1 und er wollte dies nicht bloss1 sondern es gelang ihm auch durch die besondere ,weise seines ,verhaltens in berzeugender ,weise diesen ,gedanken hervorzurufen4 ,dann war sein ,verhalten witzig--fr diejenigen nmlich1 die ihn wirklich verstanden und zugleich den ,widerspruch empfanden zwischen dieser ,art1 seine ,meinung zu sagen1 und gemeiner ,logik4 ,,verbl,,ffung ,,und ,,erleuchtung ,,beim ,,naiv-,,komischen4 ,zum ,schlusse dieses ,kapitels sei noch eine ,bemerkung gestattet1 die auf eine fters erwhnte ,bestimmung des ,komischen berhaupt zurckgreift4 ,bei der ,betrachtung sowohl der objektiven als der subjektiven ,komik haben wir uns mit den ,begriffen der ,verblffung und ,erleuchtung auseinandergesetzt4 ,auch die naive ,komik kann unter diese ,begriffe gestellt werden4 ,auch hier aber ist erforderlich1 dass wir die beiden ,stadien der ,verblffung oder der ,erleuchtung unterscheiden4 ,die ,naivitt verblfft als etwas in dem ,zusammenhang1 in dem sie auftritt1 ,unverstndliches4 ,sie verblfft dann1 als in einem bestimmten ,zusammenhange1 nmlich im ,zusammenhange der naiven ,persnlichkeit1 ,sinnvolles oder ,bedeutsames1 sie verblfft vermge dieses unseres ,verstndnisses4 ,darin liegt eine ,lsung jener ersten ,verblffung4 ,endlich verstehen wir auch dieses unser ,verstndnis wieder2 d4 h4 wir sehen1 dass das von unserem ,standpunkte aus ,sinnlose nur durch ,betrachtung vom ,standpunkte der naiven ,persnlichkeit aus sinnvoll erschien1 abgesehen davon aber fr uns sinnlos bleibt4 ,die ,naivitt war unverstndlich2 dann wurde sie bedeutsam-verstndlich2 endlich wird sie als an sich nichtig verstanden4 ,ich sagte oben1 die naive ,komik sei objektiv und subjektiv zugleich4 ,sofern sie objektive ,komik ist1 steht sie doch zugleich zur reinen objektiven ,komik in einem bemerkenswerten ,gegensatz4 ,der ,anspruch des objektiv ,komischen zergeht4 ,auch der ,anspruch des naiv ,komischen zergeht1 wenn wir es von unserem objektiven oder vermeintlich objektiven ,standpunkt aus betrachten4 ,aber die naive ,persnlichkeit1 als deren usserung das naiv ,komische berechtigt1 sinnvoll1 klug1 sittlich erscheint1 ist doch auch eine wirkliche ,persnlichkeit4 ,blicken wir1 nachdem wir uns auf unseren ,standpunkt gestellt haben1 zurck1 so finden wir diese ,persnlichkeit wieder4 ,damit taucht diese ,berechtigung1 dieser ,sinn1 diese ,klugheit1 dies ,sittliche wieder vor uns auf und besitzt wiederum fr uns seine relative ,erhabenheit4 ,und vielleicht geschieht es jetzt1 dass unser objektiver ,standpunkt im ,vergleich mit dem naiven ,standpunkte nicht allzu hoch erscheint4 ,der naive ,standpunkt kann sogar als der hhere erscheinen4 ,dann wird der ,eindruck seiner relativen ,erhabenheit zum herrschenden4 ,vermge dieser ,besonderheit der naiven ,komik steht die naive ,komik auf dem bergang zwischen dem ,komischen und dem ,humor1 dessen ,wesen ,erhabenheit ist nmlich ,erhabenheit in der ,komik und durch dieselbe4 99 99 99 99 99 ,,iii4 ,,abschnitt4 ,,psychologie ,,der ,,komik4 ,,viii4 ,,kapitel4 ,,das ,,gef,,hl ,,der ,,komik ,,und ,,seine ,,voraussetzungen4 ,,komik ,,als ,,wechselndes ,,oder ,,gemischtes ,,gef,,hl4 ,wir haben gesehen1 dass das ,gefhl der ,komik nicht an ein bestimmtes quantitatives ,verhltnis von ,lust und ,unlust gebunden ist4 ,dagegen leugneten wir nicht1 dass ,lust und ,unlust in die ,komik eingehen4 ,es fragt sich jetzt1 wie sie in dieselbe eingehen1 oder was dies ,eingehen besagen wolle4 ,ist die ,komik1 wie man behauptet hat1 ein ,wechsel von ,lust und ,unlust8 ,diese ,frage haben wir verneint4 ,und wir mssen bei dieser ,verneinung bleiben4 ,wechsel von ,lust und ,unlust ist--,wechsel von ,lust und ,unlust1 und weiter nichts4 ,das ,gefhl der ,komik aber ist ein eigenartiges ,gefhl4 ,es ist nicht jetzt reine ,lust1 jetzt reine ,unlust1 sondern immer dies ,besondere1 das wir eben um seiner ,besonderheit willen mit dem besonderen ,namen ,gefhl der ,komik bezeichnen4 ,dasselbe mag bald mehr ,lustcharakter1 bald mehr ,unlustcharakter annehmen1 oder bald mehr ein belustigendes bald mehr ein unlustgefrbtes sein4 ,dann besteht doch1 solange das ,gefhl der ,komik wirklich ,gefhl der ,komik ist1 jedesmal das ,gemeinsame1 das bald mehr diese1 bald mehr jene ,frbung annimmt4 ,und dies ,gemeinsame ist dann das ,specifische der ,komik im ,unterschiede von ,lust und ,unlust4 ,man knnte dies bestreiten und folgende ,meinung verfechten3 ,es sei zuzugeben1 dass sich uns das ,gefhl der ,komik wie ein besonderes ,gefhl darstelle4 ,darum knne es doch ein ,wechsel von ,lust und ,unlust sein4 ,es msse nur dieser ,wechsel als ein sehr rascher gedacht werden4 ,diese ,raschheit verhindere1 dass wir uns in getrennten ,momenten jetzt eines ,gefhles reiner ,lust1 jetzt eines ,gefhles reiner ,unlust bewusst seien4 ,wir gewinnen von den rasch wechselnden ,gefhlen wegen dieser ,raschheit nur ein zusammenfassendes ,bewusstsein1 ein ,gesamtbild1 einen ,totaleindruck1 ohne die ,mglichkeit der ,unterscheidung der ,elemente4 ,und dies ,gesamtbild1 diesen ,totaleindruck nennen wir ,gefhl der ,komik4 ,es ist aber leicht einzusehen1 welche ,verwechselung in solcher ,anschauung lge4 ,gewiss knnen wir von den schnell sich folgenden ,ereignissen des ,tages am ,abend ein ,totalbild1 oder einen ,totaleindruck haben1 in welchem die einzelnen ,ereignisse nicht als diese bestimmten thatschlich erlebten und in der bestimmten ,weise sich folgenden ,ereignisse nebeneinander enthalten sind4 ,aber hierbei besteht ein ,gegensatz zwischen wirklichen ,erlebnissen und unserem ,bewusstsein von denselben4 ,wo ein solcher ,gegensatz vorliegt1 aber auch nur wo dies der ,fall ist1 hat es einen ,sinn zu sagen1 wir knnten von etwas1 das an sich verschieden ist und in der ,zeit wechselt1 ein ,gesamtbild haben1 in welchem diese ,verschiedenheit aufgehoben1 dieser ,wechsel ausgelscht erscheine4 ,von einem solchen ,gegensatz ist ja aber in unserem ,falle keine ,rede4 ,gefhle1 die ich jetzt habe1 sind von dem ,bewusstsein1 das ich von diesen ,gefhlen habe1 nicht verschieden4 ,lust und ,unlust fhlen heisst eben von ,lust und ,unlust ein ,bewusstsein haben4 ,lust und ,unlust1 von denen ich kein ,bewusstsein habe1 sind leere ,worte4 ,ist aber das ,bewusstsein von einem gegenwrtigen ,gefhl nichts als dies ,gefhl selbst1 so ist auch die ,beschaffenheit1 in der sich ,gefhle1 die ich jetzt habe1 meinem ,bewusstsein darstellen1 oder in der sie mir erscheinen1 nichts anderes als die thatschliche ,beschaffenheit der ,gefhle4 ,erscheinen mir demnach gegenwrtige ,gefhle nicht als wechselnde oder zeitlich sich folgende ,lust- und ,unlustgefhle1 sondern als ein dieser ,unterschiede bares ,einheitliches1 so sind sie eben damit dies unterschiedslose ,einheitliche4 ,ebenso wurde frher schon gelegentlich zurckgewiesen ein zweiter ,gedanke1 nmlich derjenige1 der in dem ,ausdruck gemischtes ,gefhl enthalten zu sein scheint4 ,gemischte ,gefhle knnen1 wenn man es mit diesem ,ausdruck genau nimmt1 nur solche sein1 in denen ,verschiedenes nebeneinander gefhlt wird4 ,ich habe ein aus ,lust und ,unlust gemischtes ,gefhl1 dies kann nur heissen1 ich fhle mich lustgestimmt1 und ich fhle mich daneben zugleich unlustgestimmt4 ,dies wre mir mglich1 wenn ich mich doppelt1 das heisst verdoppelt fhlen knnte1 wenn das ,ich des unmittelbaren ,selbstgefhls in zwei auseinandergehen knnte4 ,dem aber widerspricht die thatschliche ,einheit meines ,selbstgefhles4 ,ich fhle mich nicht als zwei1 kann also auch keine zwei nebeneinander bestehenden ,gefhle haben4 ,gefhl ist1 wie ehemals gesagt1 ,selbstgefhl4 ,aber auch in der ,weise1 dass ,lust und ,unlust zwei verschiedene ,seiten eines und desselben ,gefhles wren1 die ,lust also eine nhere ,bestimmung oder eine ,frbung der ,unlust1 die ,unlust eine nhere ,bestimmung oder eine ,frbung der ,lust1 knnen nicht diese beiden ,gefhle miteinander verbunden oder gemischt sein4 ,dieser ,vorstellungsweise widersprche der ,charakter dieser ,gefhle4 ,ein ,klang von bestimmter ,hhe kann unbeschadet dieser ,hhe ,trompetenklangfarbe haben4 ,es kann aber nicht die ,trompetenklangfarbe ,fltenklangfarbe haben4 ,diese beiden ,klangfarben knnen an einem und demselben ,klang nur sich aufheben oder in eine dritte von beiden verschiedene ,klangfarbe sich verwandeln4 ,so kann auch ein ,gefhl1 das im brigen etwa als ,gefhl des ,strebens charakterisiert ist1 unbeschadet dieses ,strebungscharakters lustgefrbt sein1 aber es kann nicht die ,lustfrbung unlustgefrbt sein4 ,die unlustgefrbte ,lust ist entweder eine mindere ,lust1 oder sie ist ein ,drittes neben ,lust und ,unlust1 in keinem ,falle ,lust und ,unlust zugleich4 ,dagegen knnte man einwenden3 ,wir vermgen doch1 wenn wir einem ,gefhl der ,komik unterliegen1 einerseits das ,lustmoment1 andererseits das ,unlustmoment herauszufhlen4 ,so tritt etwa aus der ,komik1 die das ,miauen der ,katze whrend der feierlichen ,predigt in uns weckt1 das ,lustmoment heraus1 wenn wir darauf achten1 wie die ,katze in die ,predigt einzustimmen scheint1 das ,unlustmoment1 wenn wir die ,strung des ,gottesdienstes bedenken4 ,knnen wir aber aus dem ,gefhl der ,komik die ,lust und die ,unlust herausfhlen1 so mssen doch beide in diesem ,gefhl nebeneinander enthalten sein4 ,solche ,trugschlsse ergeben sich leicht aus unklaren ,begriffen4 ,im vorliegenden ,falle liegt die ,unklarheit in dem ,herausfhlen4 ,dies ,herausfhlen ist analog dem ,heraushren der ,teiltne eines ,klanges aus dem ,ganzen eines ,klanges4 ,dies letztere ist in ,wahrheit ein ,auflsen des ,klanges1 das heisst eine ,verwandlung der einfachen ,klangempfindung in eine ,mehrheit von ,tonempfindungen4 ,so ist auch das ,herausfhlen der ,lust und ,unlust aus der ,komik ein ,verwandeln eines einfachen ,gefhles in verschiedene ,gefhle4 ,indem ich auf die eine ,seite jenes komischen ,vorganges achte1 fhle ich strkere ,lust1 das heisst das ,gefhl der ,komik wird1 nachdem es vorher ein mittleres war1 jetzt ein anderes1 nmlich ein wesentlich lustgefrbtes4 ,indem ich dann auf die andere ,seite des ,vorganges achte1 verndert sich das ,gefhl nach der anderen ,seite hin3 ,es wird ein zu hherem ,grade unlustgefrbtes4 ,diese ,vernderung des ,gefhls muss sich vollziehen1 weil ich die ,bedingungen desselben gendert habe4 ,das ,achten jetzt auf die eine1 dann auf die andere ,seite des ,gesamtvorganges ist ja eine solche nderung der ,bedingungen des ,gefhls4 ,aus entgegengesetzten ,elementen gemischte ,gefhle sind in ,wahrheit einfache ,gefhle4 ,nur die ,bedingungen derselben sind nicht einfach4 ,und daraus ergiebt sich die ,mglichkeit1 dass die gemischten ,gefhle in entgegengesetzte sich verwandeln4 ,man sollte den ,begriff der gemischten ,gefhle aus der ,psychologie endgltig streichen4 ,,die ,,grundfarbe ,,des ,,gef,,hls ,,der ,,komik4 ,nach allem dem mssen wir bei der ,erklrung bleiben1 die ich schon abgab3 ,das ,gefhl der ,komik ist nicht irgendwie aus anderen ,gefhlen zusammengesetzt1 sondern es ist1 ein eigenartig neues ,gefhl4 ,es ist das eigenartig neue ,gefhl1 das man niemand beschreiben kann1 der es nicht kennt1 und das man dem nicht zu beschreiben braucht1 der es kennt4 ,oder vielmehr das ,gefhl der ,komik ist ein zusammenfassender ,name fr viele eigenartige ,gefhle1 die aber ein ,gemeinsames haben1 um dessen willen wir sie als ,gefhle der ,komik bezeichnen4 ,so ist schliesslich jedes ,gefhl ein eigenartiges1 und die ,menge der in uns mglichen ,gefhle1 nicht nur der ,intensitt1 sondern auch der ,qualitt nach unendlich gross4 ,kein ,gefhl oder keine ,weise1 wie wir uns in einem ,moment fhlen1 wird jemals in unserem ,leben vllig gleichartig wiederkehren4 ,aber diese ,gefhle bilden ein ,kontinuum1 und in diesem ,kontinuum sind ,grundgefhle unterscheidbar1 wie im ,kontinuum der ,farben ,grundfarben3 ,rot1 ,blau1 ,weiss etc4 ,eine dieser ,grundfarben des ,gefhls ist die ,lust1 eine andere die ,unlust1 eine andere die ,komik4 ,man kann nun fragen1 wie die ,grundfarbe der ,gefhle1 die wir ,gefhle der ,komik nennen1 noch anders sich bezeichnen lasse4 ,dann erinnere ich daran1 dass ich schon einmal meinte1 mindestens drei ,dimensionen unserer ,gefhle seien unterscheidbar4 ,gefhle seien einmal ,gefhle der ,lust und ,unlust1 zum anderen ,gefhle des ,ernstes und der ,heiterkeit1 endlich ,gefhle des ,strebens4 ,dabei ist1 wie sich von selbst versteht1 unter ,heiterkeit ebenso wie unter ,ernst etwas von ,lust ,verschiedenes verstanden2 nicht1 wie wohl blich1 heitere ,lust oder lustige ,heiterkeit1 sondern die ,frbung der ,lust1 durch welche diese zur heiteren1 also zum ,gegenteil der ernsten ,lust wird4 ,fassen wir die ,heiterkeit in diesem gegen ,lust und ,unlust neutralen ,sinne1 dann drfen wir solche ,heiterkeit als das gemeinsame ,moment aller ,gefhle der ,komik bezeichnen4 ,es giebt dann1 wie eine heitere ,lust1 so auch eine heitere ,unlust1 ja einen heiteren ,schmerz4 ,es giebt dergleichen1 so gewiss es komisch unlustvolle ,erlebnisse und komisch anmutende ,schmerzen giebt4 ,damit setzen wir uns freilich mit dem ,sprachgebrauch in ,gegensatz4 ,wer diesen ,gegensatz nicht mitmachen will1 muss entweder dabei bleiben zu sagen1 die ,grundfrbung des ,komischen sei--die ,komik1 oder er muss sich mit ,namen helfen1 die ursprnglich nicht ,gefhle1 sondern mgliche ,objekte von solchen bezeichnen4 ,das ,gefhl des ,ernstes ist ein ,gefhl der ,grsse oder des ,grossen2 es ist ein ,gefhl des ,starken1 des ,schwerwiegenden1 oder ,gewichtigen1 des ,breiten1 des ,tiefen4 ,das ,gefhl der ,heiterkeit in dem soeben vorausgesetzten neutralen ,sinne ist ein ,gefhl der ,kleinheit oder des ,kleinen2 es ist ein ,gefhl des an der ,oberflche ,bleibenden1 des ,leichten1 des ,spielenden4 ,welchen dieser ,namen aber wir whlen mgen1 immer sind damit ,gefhlsfrbungen bezeichnet1 deren sowohl ,lust als ,unlust fhig sind4 ,oder was dasselbe sagt1 immer sind damit ,gefhle bezeichnet1 die sowohl mit ,lust- als mit ,unlustfrbung auftreten knnen4 ,auch dies ist denkbar1 dass sich in ihnen1 sei es auch nur fr einen unmessbaren ,moment1 ,lust und ,unlust zur ,indifferenz aufheben4 ,dann htten wir das reine ,gefhl der ,grsse1 andererseits das reine ,gefhl der ,komik4 ,,psychische ,,kraft ,,und ,,ihre ,,begrenztheit4 ,und wie nun entsteht dies eigenartige ,gefhl1 oder besser diese eigenartige ,gefhlsmodalitt8 ,zur ,beantwortung dieser ,frage mssen wir etwas weiter ausholen4 ,zu den uns gelufigsten ,thatsachen des seelischen ,lebens gehrt die ,thatsache der sogenannten ,enge des ,bewusstseins4 ,wenn ich in irgend welche ,gedanken vertieft in meinem ,zimmer sitze1 so berhre ich den ,lrm der ,strasse2 und umgekehrt1 verfolge ich die ,tne und ,gerusche1 aus denen dieser besteht1 so ist es mir unmglich1 zugleich einem1 jenem ,wahrnehmungsinhalt fremden ,gedankengange mich hinzugeben4 ,wir drcken solche ,thatsachen wohl so aus1 dass wir sagen1 der ,gedanke1 in den wir uns vertiefen1 oder die ,wahrnehmung1 die wir machen1 erflle uns dergestalt1 dass fr anderes kein ,platz mehr in unserem ,bewusstsein sei4 ,dies ist natrlich bildlich gesprochen4 ,aber was das ,bild meint1 trifft zu4 ,unsere ,fhigkeit1 ,empfindungen1 ,vorstellungen1 ,gedanken zu vollziehen1 ist jederzeit in gewisse ,grenzen eingeschlossen4 ,jede ,empfindung1 jede ,vorstellung1 jeder ,gedanke absorbiert einen ,teil dieser ,fhigkeit4 ,je mehr er davon absorbiert1 um so weniger ,fhigkeit1 andere ,empfindungen1 ,vorstellungen1 ,gedanken gleichzeitig zu vollziehen1 bleibt brig4 ,genau genommen ist aber der soeben gebrauchte ,ausdruck ,enge des ,bewusstseins nicht der zutreffende ,terminus fr diese ,thatsachen4 ,nicht nur die ,empfindungen und ,vorstellungen1 die zum ,bewusstsein kommen1 sondern auch diejenigen1 denen dies nicht gelingt1 absorbieren ihren ,teil der ,fhigkeit1 ,empfindungen und ,vorstellungen zu vollziehen4 ,auch darin liegt noch eine ,unklarheit4 ,was heisst dies3 ,empfindungen und ,vorstellungen gelangen zum ,bewusstsein1 andere nicht8 ,unmglich kann damit gemeint sein1 dass ein und derselbe psychische ,inhalt oder ,vorgang bald unbewusst1 bald mit der ,eigenschaft der ,bewusstheit bekleidet in uns vorkommen knnte4 ,sondern unter den bewussten und den unbewussten ,empfindungen und ,vorstellungen muss ,verschiedenes verstanden sein4 ,in der ,that sind die ,worte ,empfindung und ,vorstellung doppelsinnig4 ,wir bezeichnen mit ihnen bald das ,empfundene1 bezw4 ,vorgestellte1 ich meine die ,bewusstseinsinhalte1 oder das1 was je nachdem die besonderen ,namen ,empfindungs- oder ,vorstellunginhalte trgt1 bald die ,vorgnge des ,empfindens oder ,vorstellens1 d4 h4 die ,vorgnge1 durch welche es geschieht1 dass ein ,empfindungs-1 bezw4 ,vorstellungsinhalt da ist1 oder die dem ,dasein dieser ,inhalte zu ,grunde liegen4 ,jene ,bewusstseinsinhalte sind selbstverstndlich im ,bewusstsein4 ,diese ,vorgnge dagegen sind es niemals4 ,ihre ,existenz ist nur erschlossen4 ,hieraus ergiebt sich1 was jene ,ausdrcke sagen wollen4 ,sprechen wir von bewussten ,empfindungen1 so sagt dies1 dass ein ,empfindungsvorgang1 d4 h4 ein psychischer ,vorgang von der ,art1 wie er immer vorausgesetzt ist1 wenn ,empfindungsinhalte fr uns da sein sollen1 nicht nur besteht und auf das ,dasein eines ,empfindungsinhaltes abzielt1 sondern dass er auch dies ,ziel erreicht oder erreicht hat4 ,dagegen nennen wir eine ,empfindung eine unbewusste1 wenn dies nicht der ,fall ist1 wenn also nur das ,unbewusste an der ,empfindung1 d4 h4 nur der ,empfindungsvorgang gegeben ist1 sein natrliches ,ziel1 das ,dasein des zugehrigen ,empfindungsinhaltes aber von ihm nicht erreicht wird4 ,das ,gleiche gilt mit ,rcksicht auf die bewussten und unbewussten ,vorstellungen4 ,natrlich mssen fr die ,annahme der an sich unbewussten ,vorgnge1 von denen ich sage1 dass sie dem ,dasein der ,empfindungs- und ,vorstellungsinhalte jederzeit zu ,grunde liegen1 zwingende ,grnde aufgezeigt werden knnen4 ,es muss andererseits dargethan werden knnen1 dass und wiefern ein ,recht besteht1 diese ,vorgnge als psychische ,vorgnge zu bezeichnen4 ,hierfr nun verweise ich der ,hauptsache nach auf meine ,grundthatsachen des ,seelenlebens 7,bonn #ahhc7 und den auf dem dritten internationalen ,kongress fr ,psychologie gehaltenen ,vortrag ,der ,begriff des ,unbewussten in der ,psychologie4 ,doch brauche ich mich hier mit diesem ,hinweis nicht zu begngen4 ,ich werde vielmehr im folgenden eine ,thatsache zu bezeichnen haben1 deren ,anerkenntnis die ,anerkenntnis jener psychischen ,vorgnge und ihrer psychologischen ,bedeutung ohne weiteres in sich schliesst4 ,ich kehre zu der ,fhigkeit1 ,empfindungen und ,vorstellungen zu vollziehen zurck4 ,diese ,fhigkeit ist zunchst nichts als die ,mglichkeit1 dass in uns ,vorgnge1 die auf das ,dasein von ,empfindungs- und ,vorstellungsinhalten abzielen1 zu stande kommen4 ,sie ist erst in zweiter ,linie die ,mglichkeit1 dass auf ,grund dieser ,vorgnge ,empfindungs- und ,vorstellungsinhalte oder kurz ,bewusstseinsinhalte da sind4 ,es ist also auch1 wenn wir die ,fhigkeit1 ,empfindungen und ,vorstellungen zu vollziehen1 als begrenzt bezeichnen1 damit zunchst die ,begrenztheit jener ,mglichkeit des ,zustandekommens von ,vorgngen1 die auf das ,dasein von ,empfindungen oder ,vorstellungsinhalten abzielen1 gemeint4 ,daraus ergiebt sich erst sekundr die ,begrenztheit der ,fhigkeit1 ,empfindungs- und ,vorstellungsinhalte zu haben4 ,diese ist die ,enge des ,bewusstseins4 ,die ,enge des ,bewusstseins hat also die ,begrenztheit der ,mglichkeit1 dass in einem ,momente nebeneinander verschiedene1 an sich unbewusste ,vorgnge des ,empfindens oder ,vorstellens sich vollziehen1 zur ,voraussetzung4 ,diese letztere ,begrenztheit pflege ich nun kurz als ,begrenztheit der psychischen ,kraft zu bezeichnen4 ,die ,enge des ,bewusstseins besteht dann auf der ,basis der ,begrenztheit der psychischen ,kraft4 ,,genaueres ,,ber ,,die ,,psychische ,,kraft4 ,den ,begriff der psychischen ,kraft und ihrer ,begrenztheit mssen wir aber noch genauer bestimmen4 ,damit wird auch das ,verhltnis dieser ,begrenztheit der psychischen ,kraft zur ,enge des ,bewusstseins deutlicher werden4 ,folgendes ist hier zunchst zu bedenken3 ,psychische ,vorgnge knnen von ihrem ,ziel1 das im ,zustandekommen der ,bewusstseinsinhalte besteht1 weiter oder weniger weit entfernt bleiben4 ,bezeichnen wir den ,moment im ,verlauf psychischer ,vorgnge1 wo es ihnen gelingt das ,dasein eines ,bewusstseinsinhaltes zu bewirken1 als ,schwelle des ,bewusstseins1 so drfen wir statt dessen auch sagen3 ,ein psychischer ,vorgang kann von der ,schwelle des ,bewusstseins mehr oder weniger weit entfernt bleiben4 ,und stellen wir uns diese ,entfernung vor wie eine rumliche1 und die ,bewusstseinsschwelle wie einen rumlichen ,hhepunkt des ,vorganges1 so knnen wir auch sagen3 ,psychische ,vorgnge gewinnen eine grssere oder geringere psychische ,hhe4 ,oder wenn wir endlich psychische ,vorgnge mit ,wellen vergleichen3 ,sie gewinnen eine grssere oder geringere ,wellenhlle4 ,dies ,bild bedarf aber der ,ergnzung4 ,ein psychischer ,vorgang hat die ,bewusstseinsschwelle berschritten1 wenn der zugehrige ,bewutseinsinhalt da ist4 ,dieser ,bewusstseinsinhalt bleibt aber nicht endlos da1 sondern verschwindet wieder4 ,er verschwindet1 wenn der psychische ,vorgang1 der die ,bewusstseinsschwelle berschritten hatte1 wiederum unter die ,bewusstseinsschwelle herabsinkt4 ,dies ,herabsinken unter die ,bewusstseinsschwelle besagt nichts anderes als dies1 dass der ,vorgang nicht mehr auf dem ,punkte steht oder in dem ,stadium sich befindet1 wo er der gengende ,grund fr das ,dasein des begleitenden ,bewusstseinsinhaltes ist4 ,ehe nun der ,vorgang unter die ,schwelle des ,bewusstseins herabsank1 konnte er mehr oder weniger weit von diesem ,punkte entfernt sein4 ,er kann berhaupt mehr oder weniger weit ber diesen ,punkt1 also ber die ,schwelle des ,bewusstseins sich erhoben haben4 ,es giebt mit anderen ,worten verschiedene mgliche ,hhen der psychischen ,wellen nicht nur unter1 sondern auch ber der ,bewusstseinsschwelle4 ,zu je grsserer ,hhe nun eine physische ,welle sich erhebt1 ein um so grsseres ,mass physischer ,bewegung1 oder ein um so grsseres ,quantum mechanischen ,geschehens schliesst sie in sich4 ,analoges gilt auch von der psychischen ,welle1 d4 h4 von jedem psychischen ,vorgang4 ,auch ein psychischer ,vorgang schliesst je nach seiner ,wellenhhe ein greres oder geringeres ,mass der psychischen ,bewegung oder ein grsseres oder geringeres ,quantum des psychischen ,geschehens in sich4 ,damit wird jedesmal ein entsprechendes ,quantum der ,fhigkeit oder ,mglichkeit1 dass berhaupt psychisch etwas geschehe oder psychische ,vorgnge sich vollziehen1 verwirklicht oder in ,anspruch genommen4 ,dies knnen wir noch anders ausdrcken3 ,die materielle ,welle1 sagte ich1 schliesse je nach ihrer ,hhe ein grsseres oder geringeres ,quantum mechanischer ,bewegung in sich4 ,was ich hier ,quantum der mechanischen ,bewegung nenne1 ist dasselbe1 was man auch als ,quantum lebendiger ,kraft bezeichnet4 ,so kann ich auch von der hheren psychischen ,welle oder dem psychischen ,vorgang1 der der ,schwelle des ,bewusstseins nher ist1 bezw4 sich in hherem ,grade ber dieselbe erhebt1 sagen1 er schliesse in sich ein grsseres ,quantum lebendiger psychischer ,kraft1 oder es werde in ihm ein grsseres ,quantum der vorhandenen psychischen ,kraft lebendig oder aktuell4 ,man erinnert sich1 dass ich diesen ,ausdruck schon einmal gelegentlich gebraucht habe4 ,damit hat die ,thatsache der ,begrenztheit der psychischen ,kraft die gesuchte nhere ,bestimmung gewonnen4 ,die begrenzte psychische ,kraft1 das ist die ,kraft1 die in den einzelnen psychischen ,vorgngen1 je nach ihrer psychischen ,wellenhhe1 aktuell wird4 ,die ,begrenztheit der psychischen ,kraft ist die ,begrenztheit der ,mglichkeit1 dass--nicht berhaupt ,vorgnge des ,empfindens oder ,vorstellungen in uns sich vollziehen1 sondern dass solche ,vorgnge sich vollziehen und eine bestimmte psychische ,wellenhhe erreichen oder ein bestimmtes ,mass lebendiger psychischer ,kraft gewinnen4 ,oder1 wenn wir die ,wellenhhe der einzelnen psychischen ,vorgnge addiert denken und das ,ergebnis als ,gesamtwellenhhe bezeichnen3 ,die ,begrenztheit der psychischen ,kraft ist die ,thatsache1 dass die mgliche ,gesamtwellenhhe der psychischen ,vorgnge in jedem ,momente in bestimmte ,grenzen eingeschlossen ist4 ,,aufmerksamkeit4 ,,psychische ,,energie4 ,mit allem dem habe ich nun schliesslich doch nur1 was jedermann gelufig ist1 in etwas bestimmtere ,begriffe gefasst1 als dies sonst wohl zu geschehen pflegt4 ,jedermann vertraut sind ,wendungen wie die1 dass ,empfindungen oder ,vorstellungen bald mehr bald minder beachtet1 bemerkt1 in den ,blickpunkt des ,bewusstseins gerckt1 appercipiert seien etc4 ,der blichste der ,begriffe1 die hier ,verwendung finden1 ist der ,begriff der ,aufmerksamkeit3 ,empfindungen und ,vorstellungen knnen bald mehr bald minder ,gegenstand der ,aufmerksamkeit sein4 ,was will man mit allen diesen ,ausdrcken8 ,vielleicht allerlei4 ,in jedem ,falle dies ,eine3 ,was in hherem ,grade beachtet oder ,gegenstand der ,aufmerksamkeit ist etc41 spielt im ,zusammenhange des psychischen ,lebens eine grssere ,rolle1 hat auf den ,verlauf desselben in jeder ,hinsicht mehr ,einfluss1 bt strkere psychische ,wirkungen4 ,statt dessen kann ich auch sagen3 ,das in hherem ,grade ,beachtete oder meiner ,aufmerksamkeit ,teilhafte reprsentiert ein grsseres ,quantum lebendiger psychischer ,kraft4 ,denn lebendige ,kraft ist berall nur ein anderer ,ausdruck fr die von einem ,vorgang ausgehende ,wirkung2 ihr ,mass ist die ,grsse dieser ,wirkung4 ,und auch dies weiss jedermann1 dass das ,quantum der ,aufmerksamkeit1 die ich jetzt oder in irgend einem anderen ,momente zur ,verfgung habe1 oder meinen ,empfindungen oder ,vorstellungen zur ,verfgung stellen kann1 ein begrenztes ist4 ,es ist also auch das ,quantum der psychischen ,kraft1 die in meinen ,empfindungen oder ,vorstellungen lebendig werden kann1 ein begrenztes4 ,in dem ,masse als die ,aufmerksamkeit oder die psychische ,kraft von irgend welchen ,empfindungen und ,vorstellungen in ,anspruch genommen ist1 kann sie nicht von anderen in ,anspruch genommen werden4 ,und nun endlich die ,frage3 ,wenn ,empfindungen oder ,vorstellungen bald grssere bald geringere ,kraft haben1 was eigentlich hat diese grssere oder geringere ,kraft8 ,oder mit ,verwendung eines jener anderen ,ausdrcke3 ,wenn eine ,empfindung mehr1 die andere weniger beachtet ist1 wenn also zwei ,empfindungen als mehr oder minder beachtete sich von einander unterscheiden1 was eigentlich ist dann in solcher ,weise unterschieden8 ,wer ist der ,trger jener ,prdikate8 ,sind es die ,empfindungsinhalte1 allgemeiner gesagt die ,bewusstseinsinhalte8 ,dies kann niemand meinen4 ,oder meint man es doch8 ,ist dann das ,beachtetsein eine ,farbe oder ein ,ton1 bezw4 die ,eigenschaft eines ,tones1 eine rumliche ,grsse oder dergl48 ,ist etwa die grssere ,kraft1 die eine ,tonempfindung jetzt im ,zusammenhang meines ,empfindens und ,vorstellens ausbt1 eine grssere ,kraft1 d4 h4 eine grssere ,lautheit des jetzt von mir empfundenen ,tones8 ,dies meint man nicht4 ,man weiss1 ein sehr leiser oder schwacher ,ton kann im hchsten ,masse beachtet sein1 also im ,zusammenhang des psychischen ,lebens die grsste ,kraft haben1 ohne dass er doch aufhrte eben dieser schwache ,ton zu sein4 ,so kann berhaupt eine und dieselbe ,empfindung1 d4 h4 ein und derselbe ,inhalt meines ,bewusstseins mehr und minder beachtet sein1 oder mehr und minder ,kraft in mir entfalten4 ,damit ist dann zugleich unweigerlich die einzig mgliche ,antwort auf jene ,frage gegeben4 ,kann ein und derselbe ,bewusstseinsinhalt jetzt eine grssere ,kraft haben1 als er sie sonst hat1 dann ist diese grssere ,kraft nicht eine ,eigenschaft der ,bewusstseinsinhaltes4 ,eines und dasselbe kann nicht jetzt grssere1 jetzt geringere ,kraft haben4 ,also ist der ,trger der grsseren ,kraft etwas1 das jenseits des ,bewusstseinsinhaltes liegt4 ,man wird vielleicht sagen3 ,in ,wahrheit trete nur der gleiche ,bewusstseinsinhalt jetzt mit grsserer ,kraft auf4 ,vortrefflich4 ,nur ist dann doch notwendig dies ,auftreten etwas ,wirkliches und von dem ,bewusstseinsinhalte ,verschiedenes4 ,nur ,wirkliches kann wirklich ,kraft entfalten4 ,das ,auftreten des ,bewusstseinsinhaltes muss also ein wirklicher1 obzwar dem ,bewusstsein sich entziehender ,vorgang sein4 ,und dies ,auftreten kann kein anderer ,vorgang sein als derjenige1 dem der ,bewusstseinsinhalt sein ,dasein verdankt1 der ,vorgang also1 den wir als ,vorgang des ,empfindens1 oder allgemeiner1 als an sich unbewussten psychischen ,vorgang bezeichnen4 ,dabei betone ich das an sich unbewusst4 ,unmglich kann ja jemand meinen1 dass dies ,auftreten eines ,empfindungsinhaltes1 diese ,weise1 wie es gemacht wird1 dass ,empfindungsinhalte da sind1 in seinem ,bewusstsein sich abspiele4 ,und von da knnen wir noch einen ,schritt weiter gehen4 ,die ,kraft des ,auftretens der ,bewusstseinsinhalte ist nichts anderes als die psychische ,wirkungsfhigkeit4 ,ist also diese ,kraft die ,kraft der den ,bewusstseinshalten zu ,grunde liegenden1 an sich unbewussten ,vorgnge1 so sind diese ,vorgnge das eigentlich phychisch ,wirkungsfhige4 ,es gilt also der allgemeine ,satz3 ,die ,faktoren des psychischen ,lebens sind nicht die ,bewusstseinsinhalte1 sondern die an sich unbewussten psychischen ,vorgnge4 ,die ,aufgabe der ,psychologie1 falls sie nicht bloss ,bewusstseinsinhalte beschreiben will1 muss dann darin bestehen1 aus der ,beschaffenheit der ,bewusstseinsinhalte und ihres zeitlichen ,zusammenhanges die ,natur dieser unbewussten ,vorgnge zu erschliessen4 ,die ,psychologie muss sein eine ,theorie dieser ,vorgnge4 ,eine solche ,psychologie wird aber sehr bald finden1 dass es gar mancherlei ,eigenschaften dieser ,vorgnge giebt1 die in den entsprechenden ,bewusstseinsinhalten nicht reprsentiert sind4 ,noch zwei ,bemerkungen habe ich dem hier ,gesagten hinzuzufgen4 ,die ,aufmerksamkeit ist die psychische ,kraft4 ,nun pflegt man zunchst oder einzig von einer ,aufmerksamkeit zu reden1 die den bewussten ,empfindungen und ,vorstellungen zu teil werde4 ,dies hat seine guten ,grnde4 ,von ,gegenstnden der ,aufmerksamkeit1 die sich dem ,bewusstsein entziehen1 haben wir kein unmittelbares ,bewusstsein4 ,und das die ,aufmerksamkeit oder die ,inanspruchnahme psychischer ,kraft begleitende ,aufmerksamkeitsgefhl oder ,gefhl der inneren ,thtigkeit kann in unserem ,bewusstsein nicht auf ,unbewusstes1 also nicht auf die ,vorgnge1 denen kein ,bewusstseinsinhalt entspricht1 bezogen erscheinen4 ,sondern es erscheint notwendig jederzeit bezogen auf ,bewusstseinsinhalte4 ,soweit also die ,aufmerksamkeit im ,bewusstsein sich spiegelt1 ist sie allerdings immer nur ,aufmerksamkeit auf ,bewusstseinsinhalte4 ,dies hindert doch nicht1 dass auch die ,vorgnge1 die keinen ,bewusstseinsinhalt ins ,dasein zu rufen vermgen1 jederzeit gleichfalls ,gegenstand grsserer oder geringerer ,aufmerksamkeit sind4 ,natrlich verstehe ich dabei unter der ,aufmerksamkeit nicht jene ,spiegelung der ,aufmerksamkeit1 oder jenes ,bewusstseinssymptom derselben1 sondern die ,aufmerksamkeit selbst4 ,diese wird nicht nur von bewussten1 das heisst ,bewusstseinhalte erzeugenden1 sondern ebensowohl von unbewussten psychischen ,vorgngen absorbiert4 ,sie wird immer nur absorbiert von den an sich unbewussten ,vorgngen4 ,die zweite ,bemerkung ist diese3 ,nehmen wir an1 ein ,empfindungs- oder ,vorstellungsvorgang1 sei es ein bewusster1 sei es ein solcher1 der ohne seinen zugehrigen ,bewusstseinsinhalt bleibt1 absorbiere vor einem anderen1 oder auf ,kosten eines anderen1 psychische ,kraft1 so muss er dazu die ,fhigkeit besitzen4 ,psychische ,vorgnge besitzen diese ,fhigkeit bald in grsserem1 bald in geringeren ,grade4 ,hierfr nun pflege ich wiederum einen kurzen ,ausdruck zu gebrauchen3 ,psychische ,vorgnge besitzen grssere oder geringere psychische ,energie4 ,ein ,donnerschlag zwingt die ,aufmerksamkeit unter im brigen gleichen ,umstnden in hherem ,grade auf sich oder eignet sich die psychische ,kraft energischer an1 als ein leichtes ,gerusch4 ,nichts anderes als dies meine ich1 wenn ich sage1 der ,donnerschlag besitze grssere psychische ,energie als das leise ,gerusch4 ,oder3 ,ein ,gedanke1 der mir wichtig ist1 braucht nur von fern in mir angeregt zu werden1 es gengt1 dass eine ,bemerkung fllt1 die mit seinem ,inhalte in loser ,beziehung stellt1 und ich vollziehe ihn mit ,bewusstsein1 und erscheine einen ,moment von ihm erfllt und beherrscht1 so dass ich sonst fr nichts ,sinn und ,auge habe2 whrend ein ebenso naheliegender1 aber gleichgltiger ,gedanke1 bei gleicher ,art der ,anregung1 mir nicht zum ,bewusstsein gekommen wre4 ,nichts anderes als diese ,thatsache meine ich1 wenn ich sage1 jener ,gedanke besitze1 vermge seines wichtigen ,inhaltes1 grere seelische ,energie4 ,hiermit sind die allgemeinsten ,voraussetzungen fr das ,verstndnis der ,komik bezeichnet4 ,es fehlt nach ihre ,specialisierung4 ,,die ,,besonderen ,,bedingungen ,,der ,,komik4 ,wenden wir uns zurck zu dem1 was wir als das ,wesen der ,komik bisher erkannt haben4 berall in der ,komik fanden wir einen ,gegensatz des ,bedeutungsvollen oder ,bedeutsamen und des ,bedeutungslosen1 oder1 wie wir spter fter sagten1 des ,erhabenen und des ,kleinen oder ,nichtigen4 ,ein ,erhabenes oder erhaben sich ,gebrdendes schrumpfte fr uns zu einem ,nichtigen zusammen4 ,dabei war die ,erhabenheit verschiedener ,art4 ,immer aber war mit dem ,erhabenen ein solches gemeint1 in dessen ,natur es liegt1 uns oder die seelische ,kraft in gewissem ,grade in ,anspruch zu nehmen1 zu absorbieren1 festzuhalten4 ,auch daran erinnere ich noch einmal1 dass dies ,bedeutsame nicht unter allen ,umstnden uns als ein solches zu erscheinen braucht4 ,worauf es ankommt1 ist1 dass es als ein solches sich darstellt in dem ,zusammenhang1 in dem es auftritt4 ,wenn wir nun von jemand eine ausserordentliche ,leistung erwarten und er leistet nur ,geringfgiges1 so ist zunchst die erwartete ,leistung ein ,bedeutsames4 ,die thatschliche geringfgige ,leistung spielt aber1 wie wir sagten1 die ,rolle der bedeutsamen1 oder erhebt--in unserem ,bewusstsein nmlich--den ,anspruch eine bedeutsame zu sein1 bauscht sich zu einer solchen auf u4 s4 w4 ,von dem ,bettler1 der an ,stelle des erwarteten vornehmen ,besuches zur ,thre hereintritt1 meinte ich1 wir hielten oder nhmen ihn im ,momente seines ,eintretens fr den vornehmen ,besuch4 ,es fragt sich jetzt1 was mit der ,vorstellung des ,bedeutungslosen jedesmal in uns geschieht1 wenn sie die ,rolle des ,bedeutsamen spielt1 sich aufbauscht u4 s4 w4 ,dieser ,vorgang kann nach dem ,obigen nur darin bestehen1 dass das ,bedeutungslose trotz seiner ,bedeutungslosigkeit ein ,mass seelischer ,kraft gewinnt1 wie sie sonst nur dem ,bedeutungsvollen zuzustrmen pflegt4 ,es kann sie aber nicht1 wie das ,bedeutungsvolle1 gewinnen vermge seiner eigenen ,energie oder ,anziehungskraft2 es kann sie also nur gewinnen durch die ,gunst der ,umstnde4 ,dass das ,bedeutungslose1 das den ,eindruck der ,komik macht1 thatschlich ein relativ hohes ,mass psychischer ,kraft gewinnt1 zeigt die ,erfahrung leicht4 ,die geringfgige ,leistung wre vielleicht ganz und gar unbeachtet geblieben1 wir wren jedenfalls leicht darber hinweggegangen1 wenn wir in ihr nicht die klgliche ,erfllung hochgespannter ,erwartungen shen2 und ebenso in den anderen ,fllen4 ,alles ,kleine1 das komisch erscheint1 nimmt unsere ,aufmerksamkeit in ,anspruch und fesselt sie in grsserem oder geringerem ,grade4 ,dagegen wrde es uns geringer oder gar keiner ,aufmerksamkeit wert scheinen ausserhalb des komischen ,zusammenhanges4 ,wir wissen aber auch schon1 worin jene ,gunst der ,umstnde besteht1 oder wie dieser komische ,zusammenhang die bezeichnete ,wirkung zu ben vermag4 ,wir erwarten die ausserordentliche ,leistung4 ,diese ,erwartung ist1 wie wir schon im ersten ,abschnitt sahen1 eine ,bereitschaft zur ,wahrnehmung oder ,erfassung der ,leistung4 ,diese ,bereitschaft bekundet sich darin1 dass wir die ,leistung1 wenn sie wirklich wird1 mit grerer ,leichtigkeit erfassen4 ,nun ist der thatschliche ,vollzug einer ,wahrnehmung ,absorbierung seelischer ,kraft3 ,die ,wahrnehnumg eignet die zu ihrem ,vollzug erforderliche seelische ,kraft an und entzieht sie damit zugleich anderen seelischen ,inhalten4 ,die ,bereitschaft1 von der wir hier reden1 besteht also1 was sie auch sonst sein mag1 jedenfalls in einem ,grad der ,verfgbarkeit seelischer ,kraft4 ,weil diese verfgbar ist1 und in dem ,masse1 als sie es ist1 vermag die vorbereitete ,wahrnehmung sich dieselbe leichter anzueignen1 als sie es sonst vermchte4 ,damit sagen wir nichts1 als was jeder1 der die ,bereitschaft zugiebt1 selbstverstndlich finden wird4 ,ich kann nicht bereit sein1 eine ,wahrnehmung oder einen ,gedanken zu vollziehen1 wenn ich nicht bereit bin mit meiner ,fhigkeit ,wahrnehmungen und ,gedanken zu vollziehen1 mich von dem1 was mich sonst beschftigt1 hinweg und der ,wahrnehmung oder dem ,gedanken zuzuwenden oder ihm entgegenzukommen4 ,ich kleide nur diesen ,thatbestand in einen mglichst bequemen und handlichen ,ausdruck4 ,diese zur ,verfgung stehende ,kraft kommt nun1 wenn an die ,stelle der erwarteten bedeutsamen ,leistung die geringfgige tritt1 dieser zu gute und wird von ihr leichter angeeignet1 als dies ohne diese besondere ,verfgbarkeit mglich wre4 ,dies muss so sein1 in dem ,masse1 als die thatschliche ,leistung mit der erwarteten bereinstimmt1 also qualitativ betrachtet eben diese ,leistung ist4 ,die ,natur der ,bereitschaft und die ,art ihrer ,wirksamkeit lsst sich noch deutlicher machen1 wenn wir auf die verschiedenen ,arten von ,fllen achten4 ,ich erinnere noch einmal an den fter citierten1 weil besonders einfachen ,fall1 das kleine ,huschen zwischen den grossen ,palsten4 ,wenn wir die grossen ,palste gesehen haben1 so bleibt das ,bild derselben--als ,erinnerungsbild--noch eine ,zeitlang in uns lebendig und drngt1 je lebendiger es ist1 um so mehr nach ,wiederherstellung seines ,inhaltes in der ,wahrnehmung4 ,dies geschieht nach einem allgemeinen psychologischen ,gesetz1 das nichts ist als das gengend vollstndig aufgefasste ,gesetz der ,association und ,reproduktion auf ,grund der hnlichkeit4 ,von ,haus aus drngt jede 7reproduktive7 ,vorstellung auf solche ,wiederherstellung in der ,wahrnehmung hin4 ,dies ,drngen ist nur unter besonderen ,umstnden besonders energisch1 beispielsweise eben dann1 wenn das ,wahrnehmungsbild unmittelbar vorher einmal oder gar mehrere ,male gegeben war4 ,dies ,drngen wird zu einem ,entgegenkommen1 wenn das ,wahrnehmungsbild wirklich von neuem auftritt4 ,es bethtigt sich einstweilen als ,zurckdrngen dessen1 was sonst sich herandrngt4 ,kommt an ,stelle des ,wahrnehmungsbildes ein hnliches1 so gilt diesem das ,entgegenkommen nach ,massgabe der hnlichkeit4 ,der ,vollstndigkeit halber muss hinzugefgt werden1 dass die grossen ,palste auf uns wirken nicht nur vermge ihrer ,grsse1 sondern zugleich vermge dessen1 was sie uns sagen1 das heisst vermge des hinzukommenden ,gedankens an die materiellen ,krfte1 die in ihnen lebendig sind1 an die ,menschen1 die darin auf besondere ,art sich fhlen und bethtigen knnen und dergleichen4 ,auch dieser ,gedanke wirkt in uns nach1 er erhlt1 indem er nachwirkt1 das mit ihm verbundene ,erinnerungsbild der ,palste in uns lebendiger1 und steigert damit zugleich die ,tendenz desselben1 in das entsprechende ,wahrnehmungsbild berzugeben4 ,dies geschieht in bereinstimmung mit der jedermann gelufigen ,erfahrung1 dass jeder ,nebengedanke1 der einem vorgestellten ,gegenstand ,interesse verleiht1 die ,begierde erhht den ,gegenstand zu sehen1 berhaupt wahrzunehmen4 ,wiederum zeigt dieser ,gedanke1 ehe die erwartete ,wahrnehmung sich einstellt1 seine ,wirksamkeit darin1 dass er fremde ,vorstellungsinhalte zurckdrngt4 ,indem dann die ,wahrnehmung des kleinen ,huschens sich verwirklicht1 schwindet das ,erinnerungsbild des grossen ,palastes samt dem damit verknpften ,gedanken4 ,aber ihre vorbereitende ,wirkung ist dann schon geschehen4 ,die seelische ,kraft ist einmal fr die ,wahrnehmung verfgbar gemacht1 und anderes1 was sonst sich herzugedrngt htte1 ist zurckgedrngt und in seiner ,fhigkeit1 den ,vollzug der ,wahrnehmung zu hemmen1 vermindert4 ,zudem verschwindet auch jenes ,erinnerungsbild und der hinzukommende ,gedanke nicht momentan4 ,dasjenige1 was das ,huschen mit den ,palsten gemein hat1 dass es nmlich doch auch menschliche ,wohnung ist1 und in einer ,reihe mit den ,palsten auftritt1 hlt jene vorbereitenden ,momente1 und erhlt damit ihre untersttzende ,wirkung4 ,dies ,gemeinsame muss aber ebendarum1 weil es das eigentlich ,vorbereitete ist1 zunchst ins ,auge fallen und psychologisch wirksam werden4 ,im ersten ,augenblicke des ,entstehens der ,wahrnehmung des ,huschens also wird das ,erinnerungsbild noch untersttzend wirken und jener ,gedanke noch an die ,wahrnehmung geheftet sein und auf ihren ,vollzug hindrngen1 dagegen ,andersgeartetes verdrngen4--,darin verwirklicht sich der genauere ,sinn der oben wiederholten ,behauptung1 wir nhmen oder hielten im ersten ,augenblick das an die ,stelle des erwarteten ,bedeutsamen tretende ,nichtige fr das ,bedeutsame1 oder hefteten ihm die ,bedeutung desselben an4 ,erst wenn das kleine ,huschen in seiner ,bedeutungslosigkeit von uns aufgefasst und erkannt ist1 hat die ,erwartung des ,palastes und der ,gedanke an das1 was er sagt1 gar keinen ,platz mehr4 ,das ,wahrnehmungsbild erfreut sich dann in seiner ,nichtigkeit des ,masses der seelischen ,kraft oder ,aufmerksamkeit1 oder bildlich gesagt1 des ,raumes in meiner ,seele1 der durch die ,wirkung des ,erinnerungsbildes und der daran sich heftenden ,gedanken fr dasselbe bereit gehalten wurde und jetzt1 nachdem jene verschwunden sind1 frei von ihm in ,anspruch genommen werden kann4 ,die ,wahrnehmung groer ,palste ist in diesem ,falle dasjenige1 was die ,tendenz zum weiteren ,vollzug derselben ,wahrnehmung in mir entstehen lsst4 ,wir haben es dabei1 wie schon gesagt1 zu thun mit einer ,wirkung des in seinem vollen ,umfange gefassten ,gesetzes der ,association der hnlichkeit4 ,dagegen beruht es auf dem zweiten ,associationsgesetze1 dem ,gesetze der ,erfahrungsassociation1 wenn die ,ankndigung einer grossen ,leistung hindrngt oder die ,bereitschaft erzeugt zum ,vollzug der ,wahrnehmung einer grossen ,leistung beziehungsweise zum ,vollzug des ,urteils1 dass eine grosse ,leistung thatschlich vollbracht werde4 ,wir haben in unserer ,erfahrung auf ,ankndigung grosser ,thaten grosse ,thaten folgen sehen1 oder wenigstens uns berzeugt1 dass sie geschahen4 ,daraus ist ein ,zusammenhang der seelischen ,erlebnisse entstanden1 demzufolge die ,wiederkehr des ersten ,erlebnisses1 nmlich der ,ankndigung1 immer wieder die ,tendenz zur ,wiederkehr des zweiten1 der ,wahrnehmung der ,that oder der ,gewissheit ihrer ,ausfhrung1 in sich schliesst4 ,die ,art1 wie diese ,tendenz oder ,bereitschaft der thatschlich wahrgenommenen oder konstatierten geringfgigen ,leistung zu ,gute kommt1 stimmt dabei mit der ,art des ,hergangs im vorigen ,falle berein4 ,dies ,letztere gilt nicht durchaus in andern ,fllen2 nmlich in allen denjenigen1 bei denen ein nach gewhnlicher ,anschauung ,nichtiges in dem ,zusammenhang1 in dem es auftritt1 wirklich als ein ,bedeutungsvolles erscheint1 um dann die ,bedeutung1 eben angesichts der gewhnhlichen ,betrachtungsweise1 wieder zu verlieren4 ,der ,unterschied besteht darin1 dass in diesen ,fllen das fr die ,bereithaltung und ,freimachung seelischer ,kraft vorhin erst in zweiter ,linie in ,betracht gezogene ,moment das eigentlich ,bedingende wird4 ,die schwarze ,hautfarbe des ,negers erscheint1 weil sie doch auch1 so gut wie die weisse des ,kaukasiers1 ,farbe menschlicher ,krperformen ist1 mit diesen ,formen zugleich1 als ,trger menschlichen ,lebens4 ,achten wir dann auf die ,farbe als solche1 so gewinnt die ,erfahrung ,macht1 derzufolge nur die weisse ,hautfarbe ,trger dieses ,lebens sein kann4 ,die ,farbe erscheint jetzt als nur thatschlich vorhandene1 also nichtsbedeutende ,farbe4 ,sie ist aber nun einmal durch die ,wirksamkeit jenes ,gedankens1 dass sie ,trger menschlichen ,lebens sei1 in uns emporgehoben und in die ,mitte des ,bewusstseins gestellt1 oder sachlicher gesprochen1 sie hat nun einmal durch ,hilfe jenes ,gedankens ihr volles ,mass von seelischer ,kraft aneignen knnen2 und sie vermag dasselbe jetzt1 wo jener ,gedanke verschwunden ist und damit auch die von ihm bisher in ,anspruch genommene und fremden ,vorstellungsinhalten abgentigte ,kraft freigelassen hat1--trotz ihrer ,nichtigkeit und natrlichen ,anspruchslosigkeit--frei zu behaupten und weiter in ,anspruch zu nehmen4 ,sie vermag dies nicht fr immer1 wohl aber solange1 bis wir uns gesammelt haben1 das heisst bis die zurckgedrngten fremden ,vorstellungen wieder mit erneuter ,energie sich herzudrngen und ihr natrliches ,anrecht auf die seelische ,kraft geltend machen4 ,ganz derselbe ,hergang findet auch statt bei aller subjektiven und naiven ,komik4 ,dort bildet der ,sinn1 den eine usserung oder ,handlung gewinnt1 den ,inhalt des ,gedankens1 der die usserung oder ,handlung emporhebt2 hier bildet die ,bedeutung1 die einer usserung oder ,handlung vom ,standpunkt der naiven ,persnlichkeit aus erwchst1 den ,inhalt dieses ,gedankens4 ,immer schafft dieser ,gedanke1 indem er mit der usserung oder ,handlung sich verbindet1 dieser die ,mglichkeit leichterer ,aneignung seelischer ,kraft1 und immer berlsst er1 indem er verschwindet1 die ,kraft1 die er in ,verbindung mit der usserung oder ,handlung angeeignet hat1 der nunmehr nichtig gewordenen usserung oder ,handlung zu weiterer freier ,inanspruchnahme4 ,es ist bildlich gesprochen1 aber es trifft die ,sache1 wenn wir mit ,rcksicht auf alle ,komik den ,hergang so beschreiben1 dass wir sagen1 ein ,nichtiges1 das heisst zur ,aneignung seelischer ,kraft aus eigener ,energie relativ ,unfhiges1 gewinne erst in ,verbindung und durch ,verbindung mit einem ,bedeutsamen1 das heisst zu dieser ,aneignung seiner ,natur nach ,fhigen1 ,raum oder ,luft in dem ,gedrnge der seelischen ,vorgnge1 und erfreue sich dann fr eine ,zeitlang der ,mglichkeit freier ,entfaltung und ,selbstbehauptung in dem ,raume1 der nach ,verschwinden des ,bedeutsamen ihm allein zur ,verfgung bleibt4 ,,ix4 ,,kapitel4 ,,das ,,gef,,hl ,,der ,,komik4 ,,gesetz ,,des ,,lustgef,,hls4 ,aus dem ,vorstehenden ergiebt sich das ,gefhl der ,komik nach allgemeinen psychologischen ,gesetzen4 ,wie wir sehen werden1 ist dies ,gefhl zunchst ,gefhl der komischen ,lust1 es hat zunchst ,lustfrbung oder1 was dasselbe sagt1 es ist zunchst eine ,frbung des ,lustgefhls4 ,wir fragen demnach zweckmssigerweise zuerst3 ,welches sind die allgemeinen ,bedingungen des ,lustgefhls8 ,darauf lautet die ,antwort3 ,lust entsteht1 wenn ein psychisches ,geschehen in uns gnstige1 also untersttzende1 frdernde1 erleichternde ,bedingungen seines ,vollzuges vorfindet4 ,dieser ,satz bedarf einer ,erluterung4 ,jedes ,geschehen1 also auch jedes psychische ,geschehen vollzieht sich1 wenn und soweit die ,bedingungen seines ,eintrittes gegeben sind4 ,jedes ,geschehen1 also auch jedes psychische ,geschehen unterliegt den natrlichen ,bedingungen seines ,daseins4 ,indessen1 wenn ich hier von ,bedingungen des ,vollzuges eines psychischen ,geschehens rede1 so meine ich nicht die ,bedingungen seines ,eintrittes1 sondern eben die ,bedingungen seines ,vollzuges4 ,der ,eintritt eines psychischen ,geschehens ist die ,auslsung desselben4 ,diese ,auslsung geschieht bei ,empfindungen--oder ,komplexen von solchen--durch den physiologischen ,reiz2 bei ,vorstellungen durch den psychischen oder reproduktiven ,reiz4 ,will man1 so kann man diesen ,eintritt eines psychischen ,geschehens oder diese ,auslsung eines ,empfindungs- oder ,vorstellungsvorganges auch als ,akt der ,perception bezeichnen4 ,mit dieser ,perception ist nun aber1 wie wir wissen1 ber das ,schicksal des psychischen ,geschehens noch nicht entschieden4 ,sondern es fragt sich noch1 wie weit dies psychische ,geschehen1 im ,zusammenhang des psychischen ,geschehens berhaupt1 zur ,geltung kommt1 sich entfaltet1 welche psychische ,hhe es erreicht1 oder welches ,mass von psychischer ,kraft es sich anzueignen oder zu gewinnen vermag4 ,darin besteht1 oder darnach bestimmt sich der ,vollzug des psychischen ,geschehens4 ,es ist nichts dagegen einzuwenden1 wenn man diesen ,vollzug des psychischen ,geschehens mit dem oben schon einmal gebrauchten ,namen ,apperception belegen will4 ,dann sind die ,bedingungen des psychischen ,geschehens1 von denen ich rede1 ,bedingungen der ,apperception4 ,sie sind mit dem von uns meistgebrauchten ,ausdruck ,bedingungen der psychischen ,kraftaneignung4 ,aber nicht alle ,bedingungen der ,apperception oder ,kraftaneignung kommen hier in ,frage2 sondern nur diejenigen1 welche das psychische ,geschehen vorfindet4 ,den von dem psychischen ,geschehen vorgefundenen ,bedingungen der ,apperception stehen die in ihm selbst enthaltenen1 oder mit seiner ,auslsung oder dem ,akte der ,perception bereits gegebenen entgegen4 ,diese also sind hier ausgeschlossen4 ,was ich hiermit meine1 verdeutliche ich1 indem ich wiederum den ,begriff der psychischen ,energie herbeiziehe4 ,jedes psychische ,geschehen hat1 wenn es einmal ausgelst ist1 seine bestimmte ,energie1 d4 h4 seinen bestimmten ,grad von ,fhigkeit1 die psychische ,kraft zu beanspruchen4 ,es hat diese ,fhigkeit1 weil es eben dieses bestimmte ,geschehen ist4 ,um ,zweideutigkeiten vorzubeugen1 will ich diese ,energie1 oder diesen ,grad der ,inanspruchnahme psychischer ,kraft1 der einem psychischen ,geschehen an sich zukommt1--also unabhngig von dem psychischen ,zusammenhang1 in welches das psychische ,geschehen eintritt--als eigene ,energie des psychischen ,geschehens bezeichnen4 ,als ,beispiel diene die eigene ,energie1 welche dem ,donnerschlag vermge seiner ,lautheit zukommt4 ,das ,mass von psychischer ,kraft1 das ein psychisches ,geschehen thatschlich gewinnt1 oder der ,grad seiner ,apperception1 ist nun1 wie bereits betont1 zunchst abhngig von dieser eigenen ,energie4 ,er ist aber andererseits abhngig von den sonst in der ,psyche gegebenen ,bedingungen1 etwa von der in der ,erwartung liegenden ,bereitschaft4 ,die ,bedingungen der letzteren ,art knnen wir allgemein bezeichnen1 und haben wir soeben bereits bezeichnet als solche1 die dem ,zusammenhang angehren1 in welchen der einzelne psychische ,vorgang sich einfgt4 ,sie sind1 kurz gesagt1 ,bedingungen des psychischen ,zusammenhanges4 ,wir mssen also sagen3 ,lust entsteht in dem ,masse1 als fr ein psychisches ,geschehen solche gnstige ,bedingungen seiner ,kraftaneignung bestehen1 die nicht in dem einzelnen psychischen ,vorgange als solchem1 sondern irgendwie im ,zusammenhang der ,momente oder ,faktoren des psychischen ,lebens begrndet liegen4 ,je mehr solche ,bedingungen bestehen1 desto mehr wird ein psychisches ,geschehen von uns1 d4 h4 vom ,zusammenhang des psychischen ,lebens frei angeeignet4 ,wir knnen also auch diese freie ,aneignung als ,grund der ,lust bezeichnen4 ,je mehr von uns psychisch angeeignet wird1 oder je mehr psychisch geschieht1 und je gnstiger zugleich die im ,zusammenhang des ,ganzen gegebenen ,bedingungen fr die ,aneignung oder fr den ,vollzug des psychischen ,geschehens sind1 oder mit einem anderen ,ausdruck1 je reicher und intensiver die psychische ,thtigkeit ist1 und je mehr in ihr zugleich alle ,faktoren frei zusammenwirken1 desto grsser ist die ,lust4 ,,qualitative ,,bereinstimmung ,,als ,,grund ,,der ,,lust4 ,jetzt fragt es sich aber3 ,wann sind ,bedingungen dem ,vollzug eines psychischen ,geschehens gnstig4 ,darauf lautet die ,antwort zunchst3 ,sie sind es1 wenn oder soweit zwischen ihnen und diesem ,geschehen qualitative bereinstimmung besteht4 ,diese qualitative bereinstimmung ist verschiedener ,art4 ,hier muss ich mich begngen1 sie durch einige ,beispiele zu verdeutlichen3 ,es entsteht ,lust aus der ,folge zweier zu einander harmonischer ,tne1 weil jeder den ,vollzug des anderen vorbereitet oder untersttzt4 ,diese ,vorbereitung oder ,untersttzung beruht auf der ,verwandtschaft--nicht zwischen den ,tnen1 diesen ,bewusstseinsinhalten1 sondern auf der ,verwandtschaft oder eigenartigen hnlichkeit1 die zwischen den1 diesen ,tnen zu ,grunde liegenden psychischen ,vorgngen besteht4 ,es entsteht ebenso ,lust aus der ,wahrnehmung einer regelmssigen geometrischen ,figur1 weil die bereinstimmenden ,teile derselben aufeinander hinweisen4 ,hier ist im ,gegensatz zum vorigen ,falle die bereinstimmung oder hnlichkeit eine solche1 die zugleich in den ,bewusstseinsinhalten reprsentiert ist4 ,es entsteht1 um noch ein drittes ,beispiel anzufhren1 ,lust aus der ,wahrnehmung eines edlen ,entschlusses1 weil in meiner eigenen sittlichen ,natur1 wenn auch vielleicht in meinem sonstigen ,leben praktisch unwirksam1 ,triebfedern zu gleich edlen ,entschlssen liegen1 die durch jene ,wahrnehmung wachgerufen1 dem wahrgenommenen ,entschlusse entgegenkommen4 ,dies ,vorbereiten1 ,untersttzen1 ,hinweisen1 ,entgegenkommen sagt jedesmal dasselbe3 ,erleichterung der ,aneignung psychischer ,kraft1 ,mitteilung derselben1 ,wirken als gnstige ,bedingung fr die ,entfaltung oder das ,zur-,geltung-,kommen eines psychischen ,geschehens4 ,jedesmal beruht die ,erleichterung der ,aneignung psychischer ,kraft auf einer qualitativen bereinstimmung zwischen einem psychischen ,vorgang und von ihm vorgefundenen ,bedingungen seiner ,kraftaneignung4 ,,quantitative ,,verh,,ltnisse4 ,,gef,,hl ,,der ,,gr,,sse4 ,diese qualitative bereinstimmung ist1 allgemein gesagt1 eine ,art des qualitativen ,verhltnisses4 ,diesem qualitativen ,verhltnis steht entgegen das quantitative ,verhltnis1 nmlich das quantitative ,verhltnis zwischen einem psychischen ,geschehen und den von ihm vorgefundenen oder den im psychischen ,zusammenhang gegebenen ,bedingungen seiner ,kraftaneignung4 ,auch dies quantitative ,verhltnis hat fr das ,lustgefhl ,bedeutung4 ,zugleich fhrt uns die ,betrachtung desselben weiter3 ,in diesem quantitativen ,verhltnis liegt der ,grund der ,gefhlsfrbungen1 die wir mit den ,namen3 ,gefhl des ,grossen1 des ,gewichtigen etc41 andererseits mit den ,namen3 ,gefhl des ,kleinen oder des ,heiteren etc4 bezeichnet haben4 ,jeder psychische ,vorgang1 so sagte ich oben1 hat1 nachdem er einmal ausgelst ist1 eine bestimmte mit seiner ,beschaffenheit gegebene eigene ,energie4 ,er beansprucht oder fordert1 als dieser bestimmte ,vorgang1 die psychische ,kraft energischer oder weniger energisch1 oder er beansprucht mehr oder weniger psychische ,kraft4 ,sei nun irgend ein ,vorgang von bestimmter ,energie gegeben1 so fragt es sich--nicht nur1 ob der gesamte psychische ,zusammenhang oder irgend ein anderweitiger ,vorgang sich qualitativ so zu ihm verhlt1 dass er fhig ist1 jenem ,vorgang die psychische ,kraft zu berlassen oder zuzuweisen1 sondern es fragt sich auch1 wie viel ,kraft in jenem ,zusammenhang berhaupt vorhanden1 oder in einem solchen anderweitigen ,vorgang reprsentiert ist1 und demgemss jenem ,vorgang auf dem eben bezeichneten ,wege zugewiesen werden kann1 bezw4 wie leicht diese ,kraft verfgbar gemacht1 d4 h4 dem1 was dieselbe sonst beansprucht1 entzogen werden kann4 ,dabei nun bestehen drei ,mglichkeiten4 ,entweder dies ,mass der verfgbaren ,kraft oder dies ,mass der ,verfgbarkeit der ,kraft steht mit jenem ,anspruch oder jener ,energie der ,inanspruchnahme in einem bestimmten nicht nher definierbaren ,verhltnis des ,gleichgewichtes4 ,oder es berwiegt jene ,energie4 ,oder endlich es berwiegt diese ,verfgbarkeit4 ,achten wir zunchst auf die erste der beiden letzten ,mglichkeiten4 ,um nicht allzu allgemein zu reden1 fassen wir gleich spezieller geartete ,flle ins ,auge4 ,ein ,objekt schliesse eine ,vielheit in sich4 ,der psychische ,vollzug der einzelnen ,elemente dieser ,vielheit finde in mir ,bedingungen vor1 mit denen er in qualitativer bereinstimmung steht4 ,zugleich bilden die ,elemente eine qualitative ,einheit4 ,d4 h4 sie untersttzen sich vermge zwischen ihnen bestehender qualitativer bereinstimmung wechselseitig in der ,aneignung der psychischen ,kraft4 ,daraus ergiebt sich eine starke ,lust4 ,zugleich aber besitzt der ,gesamtvorgang eine erhebliche ,energie der ,inanspruchnahme psychischer ,kraft3 ,das ,objekt als ,ganzes drngt sich mit grosser ,energie auf4 ,diese ,energie nun kann beliebig gross gedacht werden4 ,dagegen ist die ,mglichkeit1 dass dem ,objekt psychische ,kraft von mir zugewandt werde1 beschrnkt4 ,meine gesamte psychische ,kraft ist ja in bestimmte ,grenzen eingeschlossen4 ,hier kann demnach ein bergewicht jener ,energie ber diese ,verfgbarkeit stattfinden4 ,in dem ,masse als dies geschieht1 gewinnt die ,lust an dem ,objekte den ,charakter der ,grsse1 des ,gewichtigen1 des ,mchtigen1 des ,tiefen1 des ,ernstes4 ,dieser ,charakter wechselt und verdient bald mehr den einen bald mehr den anderen der soeben gebrauchten ,namen1 je nach dem ,grade jenes bergewichtes1 andererseits je nach der ,kraft1 welche die ,bedingungen des ,lustgefhles besitzen4 ,steigt jenes bergewicht1 so wird das ,gefhl mehr und mehr zu einem ,gefhl des ,strengen1 bermchtigen1 berwltigenden4 ,beispiele fr jenes ,gefhl der ,grsse sind die ,gefhle1 die wir haben angesichts des ,meeres1 eines gewaltigen ,gebirges1 einer von einem ,willen bewegten und auf ein ,ziel gerichteten ,menge1 auch gegenber der einzelnen ,persnlichkeit1 die alle ihre ,kraft in einem grossen ,gedanken zusammenfasst4 ,in diesen ,fllen bezeichnen wir das ,gefhl auch als ,gefhl der ,erhabenheit4 ,fr den besonderen ,sinn der ,erhabenheit verweise ich auf ,s4 #ai99 und auf den ,anfang des vierten ,abschnittes4 99 ,im ,unterkapitel ,,allerlei ,,sthetische ,,theorien4 ,transkriptor4 ,,gr,,sse ,,und ,,unlust4 ,jenes ,gefhl des ,strengen1 berwltigenden1 bermchtigen ist unserer ,voraussetzung nach noch ,gefhl der ,lust1 nur mit diesem besonderen ,charakter4 ,es kann aber in ihm die ,lustfrbung mehr und mehr sich mindern und schliesslich in eine ,unlustfrbung sich verwandeln4 ,dies muss geschehen1 wenn wir uns die ,wirkung der qualitativen bereinstimmung mehr und mehr hinter der ,wirkung des bergewichtes der ,inanspruchnahme der psychischen ,kraft ber die ,verfgbarkeit derselben zurcktretend denken4 ,hiermit ist schon gesagt1 dass dies bergewicht an sich ,grund der ,unlust ist4 ,so muss es sein gemss dem allgemeinen ,gesetz der ,unlust4 ,dies gewinnen wir aus dem allgemeinen ,gesetz der ,lust1 wenn wir an die ,stelle der bereinstimmung den ,gegensatz oder ,widerstreit treten lassen3 ,unlust entsteht1 wenn ein psychischer ,vorgang ,bedingungen vorfindet1 die seinen ,vollzug oder seine ,aneignung psychischer ,kraft hemmen4 ,auch dieser ,widerstreit ist zunchst ein qualitativer4 ,ein einfaches ,beispiel eines solchen qualitativen ,widerstreits bieten etwa die disharmonischen ,tne4 ,nicht die ,tne1 d4 h4 die ,inhalte unserer ,tonempfindung1 wohl aber die dem ,dasein derselben zu ,grunde liegenden psychischen ,vorgnge1 mssen als zu einander qualitativ gegenstzlich1 und demgemss ihren ,vollzug wechselseitig hemmend oder strend gedacht werden4 ,diesem qualitativen ,gegensatz sieht aber gegenber der quantitative4 ,dieser fllt mit dem bergewicht der ,inanspruchnahme psychischer ,kraft ber die ,verfgbarkeit derselben zusammen4 ,in dem ,masse als dies bergewicht besteht1 vollzieht sich die ,aneignung der ,kraft zwangsweise1 unter ,hemmungen4 ,der ,vollzug des ,vorgangs ist eine an uns gestellte ,zumutung1 und wird schliesslich zur unlustvollen ,vergewaltigung4 ,darnach kann von dem ,gefhl der lustvollen ,grsse1 oder des lustvoll ,gewaltigen1 des ,erhabenen etc4 in gewissem ,sinn gesagt werden1 dass in dasselbe ,lust und ,unlust als ,faktoren eingehen4 ,nicht in dem ,sinne1 dass in diesem ,gefhl die ,gefhle der ,lust und ,unlust sich verbinden1 wohl aber in dem ,sinne1 dass ,bedingungen der ,lust und ,bedingungen der ,unlust zur ,erzeugung eines neuen ,gefhles1 nmlich eben des eigenartigen ,gefhles der lustvollen ,grsse zusammenwirken4 ,so knnen berhaupt in mannigfacher ,weise ,bedingungen der ,lust und der ,unlust zur ,erzeugung eines neuen ,gefhles sich vereinigen4 ,insbesondere haben ,bedingungen der ,unlust1 die mit ,bedingungen der ,lust sich vereinigen1 nicht etwa ohne weiteres die ,bedeutung einer ,verringerung der ,lust4 ,vielmehr besteht ihre ,bedeutung unter bestimmten ,voraussetzungen immer darin1 der ,lust einen anderen ,charakter1 vor allem mehr ,eindringlichkeit1 grssere ,tiefe1 mehr ,gehalt zu verleihen4 ,diese ,voraussetzungen knnen hier nicht allgemein untersucht werden4 ,die ,psychologie hat natrlich die ,aufgabe1 sie zu untersuchen4 ,diese ,aufgabe gehrt aber leider zu den vielen wichtigsten ,aufgaben1 die die ,psychologie jetzt zu ihrem ,schaden vernachlssigt4 ,nur dies ist uns in dem gegenwrtigen ,zusammenhange wichtig1 dass die ,bedingungen der ,unlust1 soweit sie in jenem quantitativen ,gegensatz oder jenem bergewicht der ,inanspruchnahme psychischer ,kraft ber die ,verfgbarkeit derselben bestehen1 zusammen mit den in der qualitativen bereinstimmung gegebenen ,bedingungen der ,lust jenes ,gefhl der bald mehr lustvollen1 bald mehr unlustvollen ,grsse bedingen4 ,und wenn nun zum qualitativen ,gegensatz dieser quantitative ,gegensatz tritt8 ,dann steigert sich nach dem allgemeinen ,gesetz der ,unlust die ,unlust4 ,zugleich gewinnt auch diese ,unlust eine ,art der ,grsse1 nur eben der unlustvollen ,grsse2 auch die ,unlust gewinnt ,schwere1 ,eindringlichkeit1 ,tiefe4 ,es ist etwas qualitativ ,anderes um das ,gefhl der ,unlust1 wenn ich von allerlei ,kleinigkeiten gergert1 von fortgesetzten ,nadelstichen gepeinigt1 von einer aus dem ,wechsel einander entgegengesetzter ,antriebe fliessenden inneren ,unruhe gefoltert bin1 als wenn ein grosses ,unglck1 ein einziges bitteres ,leid1 ein tiefer ,schmerz mich in ,anspruch nimmt4 ,dabei ist freilich zu bedenken1 dass nichts mich innerlich ganz in ,anspruch nehmen kann1 ohne mein ,wesen in ,eines zusammenzufassen1 und dass solche innere ,vereinheitlichung an sich betrachtet wiederum ein lusterzeugendes ,moment ist4 ,steigert sich dies1 so nhert sich das fragliche ,gefhl dem lustgefrbten ,gefhl der ,grsse4 ,es geht1 wenn weitere lusterzeugende ,momente hinzutreten1 stetig in dies ,gefhl ber1 ebenso wie wir vorhin dies ,gefhl in jenes stetig bergehen sahen4 ,doch kann auch hierauf in diesem ,zusammenhang nicht im ,einzelnen eingegangen werden4 ,es wre dazu eine vollkommen sichere ,analyse der einzelnen ,flle erforderlich4 ,,gef,,hl ,,des ,,heiteren4 ,setzen wir jetzt den umgekehrten ,fall1 d4 h4 nehmen wir an1 es berwiege das ,mass der verfgbaren psychischen ,kraft1 oder es berwiege das ,mass ihrer ,verfgbarkeit1 ber die ,energie1 mit der ,objekte diese ,kraft in ,anspruch nehmen4 ,dann gewinnen wir das entgegengesetzte ,bild4 ,was uns in einem ,augenblick beschftigt1 sei an sich1 weil es mit den ,bedingungen seines psychischen ,vollzuges in qualitativer bereinstimmung steht1 ,gegenstand der ,lust1 aber es vermge seiner ,natur nach uns nur wenig in ,anspruch zu nehmen4 ,zugleich seien wir innerlich frei genug1 um uns ihm mit unserer ganzen ,kraft zuzuwenden4 ,dann geschieht jener psychische ,vollzug spielend4 ,daraus ergiebt sich ein ,zuwachs von ,lust4 ,auch dieser berschuss von verfgbarer ,kraft ist ja eine gnstige ,bedingung fr den psychischen ,vollzug oder die ,kraftaneignung der ,objekte4 ,auch damit ist eine ,art der bereinstimmung psychischer ,vorgnge mit den ,bedingungen ihrer ,kraftaneignung gegeben2 nicht eine qualitative1 sondern eine quantitative bereinstimmung4 ,zugleich aber gewinnt das ,gefhl der ,lust einen neuen ,charakter1 nmlich den ,charakter des ,leichten1 des ,heiteren1 des ,spielenden4 ,das ,spiel der ,kinder ist eine solche ,art der psychischen ,bethtigung4 ,wiederum gewinnt auch das an sich ,unlustvolle einen gleichartigen ,charakter1 wenn die gleichen ,bedingungen gegeben sind4 ,auch mit kleinen ,widerwrtigkeiten knnen wir innerlich spielen4 ,voraussetzung ist1 dass sie--nicht nur an sich1 sondern fr uns kleine ,widerwrtigkeiten sind1 d4 h4 als solche sich uns darstellen und auf uns wirken1 dass sie also nicht heftig sich aufdrngen2 andererseits dass wir in der ,verfassung sind1 sie frei aufzufassen und in ihrer ,kleinheit hell zu beleuchten1 dass wir ihnen gegenber mglichst wenig passiv und in mglichst hohem ,grade aktiv1 mglichst wenig von ihnen affiziert und in mglichst hohem ,grade ihnen gegenber berlegen oder souvern sind1 oder mit einem ,worte1 dass wir ihnen mit ,humor gegenberstehen4 ,mit allen diesen ,ausdrcken ist immer dasselbe bezeichnet1 nmlich das bergewicht der verfgbaren psychischen ,kraft oder der ,verfgbarkeit dieser ,kraft ber die ,energie1 mit der das ,objekt von sich aus diese ,kraft beansprucht4 ,die ,souvernitt1 von der ich hier rede1 oder die geistige ,freiheit1 von der ich vorhin sprach1 das ist eben diese relativ hohe ,verfgbarkeit der psychischen ,kraft4 ,je grsser sie ist1 desto anspruchsvoller oder aufdringlicher kann die ,widerwrtigkeit ihrer ,natur nach sein1 und trotzdem die ,betrachtung der ,unannehmlichkeit fr uns zum ,spiel werden1 oder was dasselbe sagt1 ,gegenstand einer ,unlust sein1 die einen ,charakter des ,heiteren an sich trgt4 ,was diesem ,charakter des ,heiteren oder diesem unserem ,leichtnehmen zu ,grunde liegt1 ist nach vorhin ,gesagtem an sich ,grund der ,lust4 ,so wirken also auch hier wiederum1 wie beim ,gefhl der lustvollen ,grsse1 nur in umgekehrter ,weise1 ,bedingungen der ,lust und der ,unlust zusammen4 ,und wiederum ergiebt sich daraus ein ,neues1 nmlich eben dies ,gefhl1 das wir soeben als ,gefhl des ,heiteren oder des ,leichtnehmens bezeichnet haben4--,auch ,schmerzen knnen in solcher leichten ,weise uns anmuten1 wenn wir die ntige geistige ,freiheit haben4 ,,das ,,berraschend ,,grosse4 ,lassen wir in ,gedanken diese geistige ,freiheit sich steigern und die ,energie1 mit der die ,unannehmlichkeit uns affiziert1 sich mindern1 so geht dies ,gefhl der heiteren oder leichtgenommenen ,unlust in ein lustbetontes ,gefhl der ,heiterkeit ber3 ,die kleine ,widerwrtigkeit oder der geringe ,schmerz belustigt uns oder wird ,gegenstand eines ,gefhles der ,heiterkeit in dem gewhnlichen ,sinne des ,wortes4 ,eine besondere ,steigerung jener geistigen ,freiheit nun1 andererseits ebensowohl eine ,minderung derselben1 also eine ,mehrung des bergewichtes der ,energie der ,inanspruchnahme psychischer ,kraft ber die ,verfgbarkeit derselben1 ergiebt sich uns1 wenn wir wiederum den ,begriff der ,erwartung1 oder das1 was in diesem ,begriff fr uns eingeschlossen war1 hinzunehmen4 ,ich machte vorhin1 als vom ,gefhl der ,grsse die ,rede war1 und ebenso jetzt eben1 beim ,gefhl des ,heiteren oder des ,spieles1 nicht die ,voraussetzung1 dass das ,grosse oder das heiter ,anmutende einer ,erwartung widerspreche4 ,ich redete von dem ,grossen1 das ein ,gefhl der ,grsse erweckt1 auch wenn eben dies ,grosse erwartet wird4 ,man erinnere sich wiederum an das ,meer1 oder an das gewaltige ,gebirge4 ,ebenso war mit dem minder ,aufdringlichen oder mit minderer psychischer ,energie ,begabten1 das leicht oder heiter genommen wird1 ein solches gemeint1 das diesen ,charakter besitzt1 auch wenn nichts ,anderes1 vor allem nichts ,grosses an seiner ,stelle erwartet wird4 ,nehmen wir jetzt die ,erwartung hinzu1 so haben wir eine neue und wesentliche ,bedingung fr jede der beiden ,gefhlswirkungen4 ,der ,einfachheit halber fassen wir hier die ,erwartung im positiven ,sinne1 also als ,erwartung eines ,bedeutungs- oder ,eindrucksvollen4 ,dann mindert die ,erwartung das ,gefhl der ,grsse4 ,umgekehrt lsst der ,mangel einer solchen ,erwartung auch dem minder ,grossen gegenber einen gesteigerten ,eindruck der ,grsse entstehen3 ,wir sind berrascht1 wir erstaunen2 es wird dasjenige zum berwltigenden1 was dann1 wenn es erwartet worden wre1 vielleicht zwar auch noch als gross erschienen wre1 aber keine berwltigende ,wirkung gebt htte4 ,erwartung ist eben1 wie wir schon sahen1 eine besondere ,weise psychische ,kraft fr das ,erwartete zur ,verfgung zu stellen4 ,damit wird das bergewicht der ,energie des ,erwarteten ber die ,verfgbarkeit der psychischen ,kraft vermindert4 ,und darauf beruht ja1 wie wir wissen1 das ,gefhl der ,grsse4 ,je grsser aber1 abgesehen von der ,erwartung1 jenes bergewicht ist1 d4 h4 je mehr das ,erwartete ein ,grosses ist1 desto strker muss die in der ,erwartung liegende ,vorbereitung sein1 wenn dem ,gefhl der ,lust1 bezw4 der ,unlust sein ,charakter des ,groen1 berwltigenden1 ,erstaunlichen genommen werden soll4 ,das ,groe sei etwa wiederum ein mchtig vor mir aufsteigendes ,gebirge4 ,dann bedarf es eines entschiedeneren ,vorbereitetseins1 wenn das ,gefhl des ,staunens unterbleiben soll1 als wenn es sich um einen ,gegenstand von minderer ,mchtigkeit handelte4 ,gleiches gilt von dem unerfreulichen1 aber mchtig auf mich eindringenden ,getse4 ,bin ich auf dies durch entsprechende ,erwartung entschieden vorbereitet1 so bleibt es zwar fr mich unlustvoll4 ,aber es verliert sein ,geprge des momentan berwltigenden4 ,wir erfreuen uns aber des ,grades der ,bereitschaft1 wie er zur ,aufhebung dieses ,gefhlscharakters erforderlich ist1 um so sicherer1 je mehr wir gleichartige ,objekte von eben solcher oder grerer ,aufdringlichkeit oder ,energie der ,inanspruchnahme psychischer ,kraft erwarten4 ,die ,bereitschaft zur ,auffassung oder zum psychischen ,vollzug eines ,bedeutungsvollen oder ,grossen ist zugleich eine ,bereitschaft in entsprechendem ,grade4 ,dies mu so sein nach dem1 was wir als das ,wesen der ,erwartung kennen gelernt haben4 ,diese besteht in der seelische ,kraft aneignenden und fr das ,erwartete verfgbar machenden ,wirksamkeit der ,vorstellung des ,erwarteten1 einschliesslich der ,gedanken1 die mit dem ,erwarteten sich verknpfen1 und ihm fr uns ,bedeutung und ,interesse verleihen4 ,je bedeutungsvoller aber das ,erwartete an sich ist1 und je bedeutungsvolleren ,inhalt diese ,gedanken haben1 um so strker muss nach unserem ,begriff des ,bedeutungsvollen jene ,kraft aneignende und ,kraft zur ,verfgung stellende ,wirksamkeit sich erweisen4 ,wir knnen also1 was uns die ,betrachtung der ,gefhlswirkung des erwarteten und des nicht erwarteten gewaltigen ,gebirges1 bezw4 berwltigenden ,getses lehrt1 auch so ausdrcken1 dass wir sagen3 ,je ,grsseres erwartet wird1 um so mehr mindert sich das ,gefhl der ,grsse1 das wir angesichts des durch die ,erwartung vorbereiteten ,objektes haben4 ,,das ,,berraschend ,,kleine4 ,,die ,,komik4 ,nehmen wir jetzt an1 das durch die ,erwartung vorbereitete ,objekt sei ein ,kleines oder relativ ,nichtiges1 dann mu dies ,kleine1 in dem ,masse als es durch die ,erwartung eines ,grossen vorbereitet ist1 nicht nur ein minderes ,gefhl der ,grsse1 sondern ein strkeres ,gefhl der ,kleinheit erzeugen4 ,oder3 ,ist ein grsseres ,objekt um so mehr ,gegenstand des ,gefhls der ,grsse1 je weniger wir auf die ,erfassung eines ,grossen vorbereitet sind1 so muss das ,kleine um so mehr ,gegenstand des ,gefhles des ,heiteren sein1 je mehr eine solche ,vorbereitung stattgefunden hat4 ,die ,erwartung eines ,grossen schliesst hier ein um so grsseres bergewicht der verfgbaren psychischen ,kraft ber die ,energie der ,inanspruchnahme derselben in sich1 je grsser das ,grosse1 zugleich je kleiner oder nichtiger das ,kleine ist4 ,auf diesem bergewicht aber beruhte uns das ,gefhl des ,heiteren4 ,das besondere bergewicht aber1 das unter der hier bezeichneten ,voraussetzung stattfindet1 lsst das ,gefhl des ,heiteren1 das wir vorhin auch schon dann eintreten sahen1 wenn diese besondere ,voraussetzung nicht gegeben war1 zu dem ausgesprochenen ,gefhl des ,heiteren werden1 das wir als ,gefhl der ,komik bezeichnen4 ,das ,gleiche1 was durch die ,erwartung des ,grossen bedingt wird1 wird auch zuwege gebracht1 wenn ,dasselbe erst bedeutungsvoll1 dann nichtig erscheint4 ,es besitzt1 als ,bedeutungsvolles1 sein erhebliches ,mass psychischer ,kraft2 und diese verbleibt ihm1 wenn es ein ,nichtiges geworden ist4 ,wir sahen freilich1 dass diese beiden ,flle nicht grundstzlich verschieden sind4 ,auch in jenem ,falle kann gesagt werden1 es erscheine ,dasselbe erst bedeutungsvoll dann nichtig4 ,und auch in diesem ,falle kann von einer ,erwartung eines ,bedeutungsvollen gesprochen werden4 ,hiermit ist das ,gefhl der ,komik verstndlich geworden4 ,nicht jedes beliebige ,gefhl der ,komik1 sondern das ,gefhl der ,komik im allgemeinen4 ,zugleich leuchtet ein1 warum dasselbe zunchst als ,gefhl komischer ,lust sich darstellen muss4 ,wir sahen ja3 ,das bergewicht der ,verfgbarkeit der psychischen ,kraft ber die ,inanspruchnahme derselben ist ,grund der ,lust und lsst zugleich dies ,gefhl den ,charakter des ,heiteren1 ,leichten1 ,spielenden gewinnen4 ,ist es erlaubt1 fr den ,grund der ,entstehung dieses ,gefhles schliesslich noch ein verdeutlichendes ,bild zu gebrauchen1 so denke man sich1 jemand erwarte und sei gerstet auf den ,besuch einer aus mehreren ,kpfen bestehenden ,familie1 habe also den ,raum1 und was sonst erforderlich ist1 verfgbar gemacht4 ,kommt nun statt der erwarteten eine grssere ,anzahl von ,gsten1 so werden diese die ,insassen des ,hauses beengen und sich selbst beengt fhlen4 ,kommt dagegen nur ein einziger1 so wird dieser freier sich entfalten und bequemer sich ausbreiten knnen1 als wenn auf ihn allein gerechnet worden wre4 ,oder nehmen wir an1 es sei berhaupt niemand angekndigt1 die ans mehreren ,kpfen bestehende ,familie sei aber gekommen und habe den ,hausherrn gentigt1 wohl oder bel1 den fr sie erforderlichen ,platz zu schaffen2 dann seien alle bis auf einen wieder abgereist2 so wird wiederum der ,zurckbleibende1 so lange bis die alte ,ordnung wieder hergestellt ist1 sich freier ausbreiten knnen1 als wenn er von vornherein der einzige ,gast gewesen wre4 hnlich nun1 wie jenem1 an ,stelle der angekndigten ,familie eingetroffenen ,gaste1 ergeht es in uns der ,wahrnehmung des kleinen ,huschens1 das an ,stelle des ,palastes tritt4 ,der ,wahrnehmungsvorgang breitet sich in der ,seele leicht und ungehemmt aus1 und ist darum ,gegenstand einer1 zugleich lustbetonten ,komik4 ,und hnlich1 wie diesem allein brig gebliebenen ,gaste1 ergeht es der schwarzen ,hautfarbe des ,negers1 dem ,spiel mit ,worten1 der naiven usserung oder ,handlung1 nachdem der ,gedanke an ihre ,bedeutung zurckgetreten ist4 ,auch diese ,inhalte vermgen leicht und mhelos1 spielend1 sich in uns zur ,geltung zu bringen4 ,diese spielende ,entfaltung des relativen ,nichts unterbricht und lst die ,spannung1 welche die ,erwartung oder der ,schein des ,bedeutungsvollen erzeugte4 ,insofern hat ,kant ,recht1 wenn er die ,komik als die ,auflsung einer ,spannung in ,nichts bezeichnet4 ,das relative ,nichts erlangt1 indem es sich entfaltet1 in unserem ,bewusstsein momentan die ,herrschaft4 ,in diesem ,sinne kann das vive la bagatelle ,jean ,paul's zur ,devise1 nicht nur des ,humors1 sondern aller ,komik gemacht werden4 ,x4 ,,kapitel4 ,,das ,,ganze ,,des ,,komischen ,,affektes4 ,,umfang ,,und ,,erneuerung ,,der ,,komischen ,,vorstellungsbewegung4 ,ich habe im ,vorstehenden das ,gefhl der ,komik bezeichnet1 und den ,prozess1 durch welchen dasselbe entsteht1 dargelegt4 ,damit ist doch noch kein vollstndiges ,bild gegeben vom psychologischen ,thatbestande der ,komik4 ,zunchst ist die komische ,vorstellungsbewegung umfassender1 als bisher ausdrcklich gesagt wurde4 ,wir nannten komisch die geringfgige ,leistung nach grossen ,versprechungen4 ,aber nicht nur die geringfgige ,leistung schrumpft in nichts zusammen1 wenn sie als das1 was sie ist1 betrachtet wird4 ,auch die ,versprechungen1 nicht minder die ,person dessen1 der sie gab1 wird in diese ,vernichtung hineingezogen4 ,die ,leistung erhob den ,anspruch grosse ,versprechungen zu erfllen4 ,jetzt ist sie dieses ,anspruches verlustig4 ,gleicherweise erhoben die ,versprechungen den ,anspruch ,ankndigung oder ,brgschaft grosser ,leistungen zu sein1 die ,person erhob den ,anspruch der ,zuverlssigkeit und der ,fhigkeit zur ,verwirklichung der versprochenen ,leistungen4 ,jetzt sind die ,versprechungen leer1 der ,versprechende ist ein eitler ,grosssprecher4 ,schliesslich werden auch solche komisch1 die auf die ,versprechungen etwas gaben1 darunter wir selbst4 ,indessen wichtiger ist mir hier ein zweiter ,punkt4 ,zunchst dieser3 ,je hher die ,erwartung gespannt ist1 oder je mehr das ,nichtige zuerst als ein ,bedeutungsvolles erschien1 um so mehr war im ,anfang der komischen ,vorstellungsbewegung unsere ,aufmerksamkeit von der ,erwartung oder der scheinbaren ,grsse des ,nichtigen in ,anspruch genommen1 um so strker ist dann die ,entladung4 ,ich achtete nur auf das zu ,erwartende oder auf das scheinbar ,grosse2 jetzt hat in mir neben dem ,nichtigen wiederum allerlei ,platz1 das vorher verdrngt war4 ,die komische ,enttuschung bringt mich zu mir2 meine ,aufmerksamkeit geht wiederum ber den ,vorstellungszusammenhang1 dem das komische ,erlebnis angehrt1 hinaus zu solchem1 das zu ihm keine ,beziehung hat4 ,doch das eigentlich ,wichtige1 das ich hier meine1 besteht nicht sowohl darin1 dass dies geschieht1 als vielmehr darin1 dass solches ,hinausgehen ber den komischen ,vorstellungszusammenhang nicht in dem ,masse und nicht so unmittelbar stattfindet1 wie man erwarten knnte4 ,dem komischen ,objekt ist mehr psychische ,kraft zu teil geworden1 als es beansprucht1 also auch mehr als es festzuhalten vermag4 ,die ,energie der ,festhaltung ist ja dieselbe wie die ,energie der ,beanspruchung4 ,es scheint also die psychische ,kraft leicht von dem komischen ,objekt sich wieder lsen zu mssen4 ,beliebiges ,andere scheint dieselbe leicht aneignen zu mssen4 ,die ,komik scheint nur ein momentanes ,dasein haben zu knnen4 ,dies ist in der ,that nicht der ,fall4 ,wir bleiben eine ,zeitlang in der komischen ,vorstellungsbewegung4 ,wir bleiben darin1 um sie zu wiederholen4 ,dies verstehen wir1 wenn wir uns wiederum der psychischen ,stauung erinnern1 die bedingt ist durch den ,charakter des ,unerwarteten1 ,neuen1 ,seltsamen1 ,rtselhaften1 das dem ,komischen anhaftet4 ,dadurch ist die ,brcke zwischen dem ,komischen1 und dem1 was jenseits desselben liegt1 abgebrochen4 ,der ,abfluss der ,vorstellungsbewegung ist gehemmt1 der komische ,vorstellungszusammenhang ist psychisch relativ isoliert4 ,darum hat doch der ,umstand1 dass das komisch gewordene ,nichtige geringe eigene ,energie der ,aneignung psychischer ,kraft1 also auch geringe ,fhigkeit der ,festhaltung derselben besitzt1 seine ,wirkung4 ,nur bleibt diese ,wirkung zunchst innerhalb des komischen ,vorstellungszusammenhanges4 ,die psychische ,kraft fliesst in der ,that von dem ,nichtigen ab--wenn es erlaubt ist auch hier diesen bildlichen ,ausdruck zu gebrauchen1 dessen erfahrungsgemsser ,sinn zur ,genge deutlich gemacht worden ist--1 aber sie fliesst ab auf das ,grosse und zur ,aneignung psychischer ,kraft ,fhige1 das unmittelbar mit dem ,nichtigen zusammenhngt1 das heisst1 sie fliesst zurck zu dem ,erwarteten1 an dessen ,stelle das ,nichtige getreten ist1 beziehungsweise zu dem1 was das ,nichtige zuerst als ein ,grosses erscheinen liess4 ,r,,ckl,,ufige ,,wirkung ,,der ,,psychischen ,,stauung4 ,damit sind wir einer psychischen ,thatsache begegnet1 die bei jeder psychischen ,stauung in grsserem oder geringerem ,masse stattfindet1 und eine ebenso grosse und umfassende psychologische ,bedeutung besitzt1 wie die ,stauung selbst4 ,es ist die ,thatsache1 auf der all unser zweckmssiges ,thun beruht1 das heisst im letzten ,grunde1 all unser ,thun im ,gegensatz zum blossen ,geschehen in uns1 jedes ,nachdenken1 jede praktische oder theoretische berlegung1 jede ,wahl von ,mitteln zu einem ,zweck u4 s4 w4 ,wir knnen auch sagen3 ,es ist die ,thatsache1 in welcher alles solche ,thun besteht4 ,alles ,sich nicht ,erinnern1 jeder ,zweifel1 jede ,ungewissheit1 alles ,nichthaben dessen1 worauf wir innerlich gerichtet sind1 oder worauf eine psychische ,bewegung ihrer ,natur nach abzielt1 ist eine ,unterbrechung eines naturgemssen ,ablaufs oder ,verlaufs eines psychischen ,geschehens4 ,eines naturgemssen1 das heisst eines solchen1 wie er sich ergbe1 wenn die in dem ,geschehen wirksamen ,bedingungen frei sich verwirklichen knnten4 ,jeder der bezeichneten ,thatbestnde schliesst also die ,bedingungen einer ,stauung in sich4 ,wir knnten statt dessen mit dem oben gebrauchten ,ausdruck auch sagen3 ,jeder solche psychische ,thatbestand involviert eine ,verblffung4 ,alles sich ,besinnen1 alles ,fragen ,wie oder ,was ist dies1 alles berlegen1 alles nicht1 oder nicht sofort sich verwirklichende ,wollen ist zunchst ein ,stehenbleiben der psychischen ,bewegung an der ,stelle1 wo diese ,bewegung nicht in ihrer natrlichen ,bahn weiter kann4 ,es ist dann weiterhin ein sich ,ausbreiten und sich ,rckwrtswenden der psychischen ,bewegung oder des ,stromes des psychischen ,geschehens4 ,wir besinnen uns auf einen ,namen1 das heisst3 wir bleiben innerlich vor dem ,namen stehen1 wir wenden uns dann zurck zu der ,person1 die den ,namen trgt1 zur ,gelegenheit1 wo wir den ,namen hrten u4 s4 w4 ,alle diese ,momente gewinnen erneute ,kraft1 und damit erneute und gesteigerte ,fhigkeit der ,reproduktion4 ,sie gewinnen diese ,kraft1 einfach darum1 weil die ,kraft vorhanden und vermge der ,stauung an diesen bestimmten ,punkt1 die ,vorstellung ,name dieser bestimmten ,person1 gebannt ist1 und weil ihnen1 an sich und vermge ihres unmittelbaren ,zusammenhanges mit dieser ,vorstellung1 die ,fhigkeit eignet1 sich diese zwangsweise zur ,verfgung gestellte ,kraft anzueignen1 beziehungsweise sie festzuhalten4 ,vielleicht gelingt auf ,grund dieser ,kraftaneignung und der damit gewonnenen erhhten ,fhigkeit des ,reproduzierens die ,reproduktion des ,namens4 ,dann ist1 durch die ,stauung und ihre natrlichen ,folgen1 das ,hindernis hinweggerumt1 und die psychische ,bewegung geht ber den ,namen oder durch denselben hindurch1 weiter4 ,oder3 ,wir erleben es1 dass auf ein ,a1 dem in frherer ,erfahrung ein ,b folgte1 jetzt ein1 das ,b ausschliessendes ,b#a99 folgt1 und suchen die ,erklrung4 ,wre auf das ,a niemals das ,b1 sondern auch sonst jedesmal das ,b#a1 gefolgt1 so gingen wir von ,a ber ,b#a beruhigt weiter4 ,diesen ,fortgang hindert das ,b1 oder der ,widerspruch zwischen ihm und dem ,b#a4 ,darum bleiben wir vor dem ,b#a4 ,wir unterliegen einer ,stauung2 wir erleben eine ,verblffung1 oder erleben die ,verwunderung1 die der ,anfang aller ,weisheit ist4 99 ,ordnungszahl hier und ff4 im ,original tiefgestellt4 ,transkriptor4 ,dann gehen wir von ,b#a zurck zu ,a4 ,das ,a1 von dem wir ausgegangen waren1 tritt in den ,blickpunkt des ,bewusstseins4 ,ohne die ,stauung wre es ,durchgangspunkt der psychischen ,bewegung4 ,jetzt ist es ,haltpunkt derselben4 ,es wird von der gestauten psychischen ,bewegung emporgehoben4 ,das ,a ist merkwrdig1 interessant1 nicht an sich1 sondern sofern es jetzt1 gegen frhere ,erfahrung1 nicht ein ,b1 sondern ein ,b#a nach sich zieht4 ,dies ist der ,ausgangspunkt des ,suchens nach der ,erklrung4 ,aber dies emporgehobene ,a hat nun--ebenso wie vorhin die ,vorstellung des ,trgers des gesuchten ,namens und die ,vorstellung der ,gelegenheit1 bei welcher der ,name gehrt wurde--1 eine seiner psychischen ,hhe entsprechende ,fhigkeit des ,reproduzierens4 ,es hat in gleichem ,grade die ,fhigkeit1 die ,aufmerksamkeit auf solche ,momente zu lenken1 die dem ,a1 so wie es in der ,wahrnehmung sich darstellt1 anhaften1 vorher aber bersehen wurden4 ,in der ,wirksamkeit jener oder dieser ,fhigkeit nun besteht jenes ,suchen4 ,vielleicht tritt vermge derselben an dem ,a jetzt ein ,moment hervor1 das es zu einem ,a#a macht4 ,dann ist der ,widerspruch gelst4 ,nicht das ,a#a1 sondern das ,a war es ja1 das mir auf ,grund vorangegangener ,erfahrungen das ,b aufntigte4 ,an die ,stelle des ,a ist jetzt ,a#a getreten4 ,von diesem kann ich also1 ohne durch vergangene ,erfahrungen daran gehindert zu sein1 zu ,b#a1 und durch ,b#a hindurch zu irgend welchen sonstigen ,gedankeninhalten weitergehen4 ,die ,verbindung ,a#a ,b#a ist keine verwunderliche ,thatsache mehr1 sondern einfach eine ,thatsache1 wie tausend andere4 ,wir haben die ,erklrung4 ,zugleich geben wir--nebenbei bemerkt--dem ,erklrenden oder den ,widerspruch ,lsenden einen besonderen ,namen4 ,wir bezeichnen ,a#a1 oder den ,umstand1 dass ,a#a nicht ,a1 sondern ,a#a ist1 als ,ursache des ,b#a oder als ,ursache des ,umstandes1 dass ,b1 nicht ,b1 sondern ,b#a ist4 ,oder weiter3 ,wir wollen1 dass ein ,b sei1 das heisst3 es liegen in der ,natur unseres ,vorstellungsverlaufes die ,bedingungen fr das ,zustandekommen des ,urteils1 dass ,b sei oder sein werde4 ,aber wir sehen1 ,b ist nicht4 ,wiederum bleiben wir vor dieser ,thatsache stehen2 wir bleiben stehen vor dem vorgestellten aber nicht wirklichen ,b4 ,und wiederum ergiebt sich daraus die ,rckwrtswendung der psychischen ,bewegung4 ,und diese kann auch hier die ,hemmung beseitigen4 ,die rckwrts gewendete ,bewegung gelangt zu einem ,a1 das erfahrungsgemsse ,bedingung der ,wirklichkeit des ,b ist4 ,sie erfasst die ,vorstellung des ,a1 und rckt sie in den ,mittelpunkt des ,bewusstseins4 ,das heisst3 die ,vorstellung des ,zweckes zwingt mich zurck zur ,vorstellung des ,mittels2 das ,streben nach dem ,zweck wird zum ,streben nach dem ,mittel4 ,vielleicht fhrt dies zur ,verwirklichung des ,mittels4 ,dann verwirklicht sich auch der ,zweck1 und die gehemmte ,vorstellungsbewegung geht ihren ,weg weiter4 ,wir knnten dies alles in ein ,gesetz zusammenfassen1 das in einem ,gesetz der teleologischen ,mechanik des krperlichen ,lebens sein ,gegenstck htte3 ,hemmungen des psychischen ,lebensablaufes ergeben aus sich eine psychische ,bewegung1 in deren ,natur es liegt1 auf die ,beseitigung der ,hemmung hinzuwirken4 ,wir knnten dies ,gesetz bezeichnen als das ,gesetz der ,selbstkorrektur psychischer ,hemmungen4 ,in der ,verwirklichung desselben besteht unsere ,zweckthtigkeit4 ,ich rede hiervon in diesem ,zusammenhang nicht genauer1 sondern verweise fr eine etwas nhere--obgleich keineswegs gengende--,ausfhrung auf mein mehrfach citiertes psychologisches ,werk4 ,es ist zu bedauern1 dass auch das hier angedeutete ,problem von der heutigen ,psychologie bersehen zu werden pflegt4 ,freilich1 vor ,bumen den ,wald nicht zu sehen1 dies ist vielfach die eigentliche ,signatur der ,psychologie unserer ,tage4 ,,hin- ,,und ,,hergehen ,,der ,,komischen ,,vorstellungsbewegung4 ,hier liegt uns nur an der komischen ,vorstellungsbewegung4 ,bei dieser aber gilt dasselbe ,gesetz4 ,auch das komische ,erlebnis schliesst eine psychische ,hemmung1 also eine ,stauung in sich4 ,auch hier ergiebt sich daraus eine ,rckwrtsbeweguug4 ,wie schon gesagt1 ist das nchste ,ziel derselben das ,grosse1 oder das1 was das ,nichtige als gross erscheinen liess4 ,jemehr es im ,vergleich mit dem ,nichtigen ein ,grosses1 also zur ,aneignung der psychischen ,kraft ,befhigtes1 und je enger der ,zusammenhang zwischen ihm und dem ,nichtigen ist oder jemehr zwischen beiden ,identitt besteht1 umso sicherer muss die ,rckwrtsbewegung erfolgen4 ,das heisst1 sie muss umso sicherer erfolgen1 je ausgesprochener die ,komik ist4 ,so fhrt uns die nichtige ,leistung1 die auf die grossen ,versprechungen gefolgt ist1 wiederum zurck zu den grossen ,versprechungen4 ,der gewichtige ,sinn der ,worte1 der hohe ,anspruch der darin liegt1 tritt uns jetzt erst recht deutlich vor ,augen4 ,dann fordern wir auch von neuem die grosse ,leistung4 ,es besteht ja noch immer der erfahrungsgemsse ,weg1 der vom ,versprechen zur ,leistung fhrt4 ,die vorgestellte ,leistung zergeht wiederum in nichts4 ,kurz1 es wiederholt sich die ganze ,vorstellungsbewegung4 ,und sie kann sich aus dem gleichen ,grunde mehrmals wiederholen1 wenn auch in bestndig abnehmendem ,grade4 ,das ,ergebnis ist ein ,hin- und ,hergehen und sich ,erneuern der ,vorstellungsbewegung1 das dauert1 bis die ,bewegung in sich selbst ihr natrliches ,ende findet1 oder durch neu eintretende ernstere ,wahrnehmungs- oder ,gedankeninhalte gewaltsam aufgehoben wird4 ,der ganze ,vorgang ist naturgemss begleitet von einem entsprechenden1 jetzt nachlassenden1 jetzt sich wieder erneuernden ,gefhl der komischen ,lust4 ,wie weit dies ,bild der ,wirklichkeit entspricht1 hngt nun freilich1 abgesehen von strenden fremden ,vorstellungsinhalten1 von mancherlei ,umstnden ab4 ,vor allem von der ,intensitt1 die der ganzen ,bewegung von vornherein eignet1 von der ,menge dessen1 was vom ,schicksal1 in nichts zu zerrinnen1 erreicht werden kann1 von der ,ungestrtheit durch ernstere ,gedankeninhalte1 die in dem komischen ,vorstellungszusammenhange selbst sich ergeben mgen4 ,doch wird man das ,bild in der ,erfahrung leicht wiedererkennen4 ,ich sitze im ,theater1 und sehe auf der ,bhne gewaltige ,leidenschaften in gewaltigen ,worten und ,thaten sich ,luft machen4 ,pltzlich fllt eine ,kulisse den ,schauspielern ber den ,kopf4 ,die ,kulisse stellte einen ,palast vor1 jetzt ist sie in ihr kulissenhaftes ,nichts zurckgesunken4 ,zugleich ist alle sonstige ,illusion zerstrt4 ,die ,worte1 die ,personen sind oder bedeuten nicht mehr1 was sie waren oder bedeuteten4 ,ich lebe nicht mehr in der idealen ,welt des ,dargestellten1 sondern bin in die wirkliche ,welt zurckgeschleudert4 ,ich komme zu mir1 sehe meine ,umgebung1 sehe und fhle mich wiederum auf meinem ,platze sitzen u4 s4 w4 ,und alles dies ist getaucht in die ,stimmung der komischen ,lust4 ,ein leichter und ungehemmter ,wellenschlag seelischer ,bewegung1 bald dies bald jenes leicht emporhebend und ins helle ,licht des ,bewusstseins setzend1 so stellt sich mir mein inneres ,geschehen dar1 whrend vorher ernste ,gedanken1 gravittisch einherschreitend und sich drngend1 mein ,inneres erfllt hatten4 ,jene ,leichtigkeit und ,ungehemmtheit verrt sich im ,gefhl komischer ,lust oder lustbetonter ,komik1 wie das ,drngen der ernsten ,gedanken in dem ,gefhl des ,ernstes und der ,spannung sich kundgegeben hatte4 ,doch auch hier ist1 bereinstimmend mit dem oben ,gesagten1 dies ,zurckgeschleudertwerden in die wirkliche ,welt nicht das ,charakteristische des ,vorgangs der ,komik4 ,ich bin nicht sofort oder ich bin nur halb in der wirklichen ,welt4 ,zunchst bin ich in der ,welt des komischen ,geschehens festgehalten4 ,der ,wellenschlag erneuert sich4 ,das den ,ernst so jh vernichtende ,missgeschick weist mich auf den ,ernst zurck4 ,es ersteht wiederum vor mir das ,pathos der ,situation4 ,dies zergeht von neuem etc42 bis endlich das ,interesse am komischen ,vorgang in sich selbst erlahmt1 oder der ,fortgang des ,stckes mich wiederum in ernste ,gedanken hineinzieht4 ,dies ,beispiel gehrt1 ebenso wie das vorige1 der objektiven ,komik an4 ,in anderen ,fllen1 vor allem solchen der witzigen oder naiven ,komik kann das ,bild der komischen ,vorstellungsbewegung ein weniger umfassendes sein4 ,es ist darum doch prinzipiell dasselbe4 ,beim einfachen1 niemand abfertigenden ,wortspiel1 das ich nur lese1 das mir also in voller ,unpersnlichkeit entgegentritt1 ist der ,vorstellungszusammenhang ein engerer und abgeschlossenerer4 ,umso sicherer geht mein ,blick nach rckwrts3 ,er kehrt zurck zu den ,momenten1 die den ,worten ihre logische ,kraft verliehen4 ,diese ,momente kommen also wiederum zur ,wirkung1 und der komische ,prozess beginnt hier1 ebenso wie bei der objektiven ,komik1 von neuem4 ,auch beim ,witz gewinnt der psychische ,vorgang einen umfassenderen ,boden1 wenn die ,person1 die den ,witz macht1 in den ,kreis der ,betrachtung tritt4 ,sie schien erst eine gewichtige ,wahrheit zu verknden1 dann erscheint sie als lediglich mit ,worten spielend4 ,sie wird also in gewisser ,weise ,gegenstand einer1 allerdings objektiven ,komik4 ,sie steigt durch den ,witz jederzeit etwas von ihrer ,hhe herab1 rckt mit dem ,witzwort zugleich in eine ,art komischer ,beleuchtung4 ,der ,prozess der ,komik erweitert sich nach anderer ,richtung1 wenn der ,witz abfertigt1 und andere zum ,gegenstand objektiver ,komik macht4 ,alle diese ,momente der ,komik nehmen1 wie an der komischen ,bewegung berhaupt1 so auch an ihrer ,wiedererneuerung teil4 ,,das ,,ende ,,der ,,komischen ,,vorstellungsbewegung4 ,es fragt sich aber jetzt noch3 ,was heisst dies1 die komische ,vorstellungsbewegung erlahme in sich selbst1 oder finde in sich selbst ihr natrliches ,ende4 ,ein ,doppeltes ist damit gesagt4 ,einmal dies3 ,wir sagten1 der komische ,vorstellungszusammenhang sei psychisch isoliert4 ,dies ist er doch nur relativ4 ,ich lebe doch1 whrend der komische ,vorgang sich in mir abspielt1 in einer ,welt1 die noch allerlei anderes in sich schliesst4 ,und wir sahen auch schon1 wie die komische ,vorstellungsbewegung1 indem sie das ,nichtige loslsst oder zurcktreten lsst1 ber die ,grenzen des komischen ,zusammenhanges hinausgehen kann4 ,daraus ergeben sich ber diesen ,zusammenhang hinausfhrende ,associationen4 ,in keinem ,falle kann dieser ,zusammenhang umhin1 mit dem1 was sonst fr mich besteht1 durch solche ,associationen sich zu verweben4 ,und diese ,associationen knpfen sich enger und enger4 ,sie begrnden also eine strkere und strkere ,tendenz des ,abflusses oder des ,ausgleichs der psychischen ,bewegung4 ,nichts kann in uns dauernd isoliert bleiben4 ,alles1 also auch der komische ,vorstellungszusammenhang wird schliesslich fr uns zu einem ,gewohnten1 das heisst eben3 der ,tendenz des ,abflusses oder ,ausgleiches ,verfallenen4 ,und dazu kommt ein anderer1 in der ,natur dieses ,zusammenhanges selbst begrndeter ,umstand4 ,eine erste ,bedingung der ,komik besteht1 unserer ,darstellung zufolge1 in der ,sicherheit der ,erwartung1 beziehungsweise in der ,sicherheit1 mit der wir dem ,nichtigen einen bedeutsamen ,sinn oder ,inhalt zuerkennen1 andererseits ihm denselben absprechen4 ,jene und diese ,sicherheit nun muss sich mindern4 ,ist die ,erwartung einmal enttuscht1 so hat sie1 wenn mein ,blick zurckkehrt1 an ,sicherheit eingebsst4 ,die ,worte1 die mir grosse ,leistungen ankndigten1 wecken die ,vorstellung derselben in minderem ,grade1 wenn sie einmal als leere ,worte sich ausgewiesen haben4 ,daraus ergiebt sich eine ,herabsetzung der komischen ,vorstellungsbewegung4 ,ebenso mindert sich die ,sicherheit1 mit der ich dem scheinbar logischen ,spiel mit ,worten einen bedeutsamen ,sinn zuschreibe1 nachdem ich es einmal in seiner logischen ,nichtigkeit erkannt habe4 ,oder im umgekehrten ,falle3 ,habe ich einmal die1 der gewohnten1 logisch korrekten ,ausdrucksweise widersprechende1 und insofern fr die gewhnliche ,betrachtungsweise nichtige ,aussage1 trotzdem als berechtigten ,trger ihres ,sinnes anerkennen mssen1 so hat nunmehr diese gewhnliche ,betrachtungsweise einen ,teil ihrer ,macht verloren4 ,in jenem ersteren ,falle ist mir die ,anerkenntnis der scheinbar sinnvollen ,worte als sinnloser1 in diesem letzteren die ,anerkenntnis der scheinbar sinnlosen ,worte als sinnvoller in gewissem ,grade natrlich geworden4 ,es hat sich sozusagen1 wenn auch nur fr einen ,augenblick1 eine neue ,regel der logischen ,beurteilung von ,worten herausgebildet4 ,damit muss1 im einen wie im anderen ,falle1 die ,komik des ,witzes eine ,abschwchung erfahren4 ,endlich kann auch die naive ,rede oder ,handlung1 nachdem ich sie einmal als erhaben und nichtig zugleich erkannt habe1 sich mir nicht mehr mit gleicher ,sicherheit zuerst als erhaben1 dann als nichtig darstellen4 ,beide ,betrachtungsweisen1 die vom ,standpunkte des ,individuums1 und die objektive1 das heisst die ,betrachtung von unserem ,standpunkte aus1 haben sich einmal zur ,beurteilung der ,rede oder ,handlung miteinander verbunden1 und verhindern sich nun wechselseitig1 in ihrer ,reinheit1 die eine nach der anderen1 zur ,geltung zu kommen4 ,darauf beruht ja aber die naive ,komik4 ,will man in allen diesen ,fllen den ,grund der ,erlahmung der komischen ,vorstellungsbewegung so ausdrcken1 dass man sagt1 das einmalige oder mehrmalige ,zergehen eines ,bedeutsamen in nichts gewhne uns an dies ,zergehen1 und darum wirke dasselbe in geringerem ,grade1 so mag man dies thun4 ,die ,gewohnheit ist in psychologischen ,fragen so oft1 und bei so verschiedenartigen ,gelegenheiten das ,wort1 das zur rechten ,zeit sich einstellt1 dass es auch hier ohne ,schaden sich einstellen mag4 ,,einzigartigkeit ,,des ,,komischen ,,prozesses4 ,die komische ,vorstellungsbewegung1 wie sie im ,vorstehenden genauer und vollstndiger beschrieben wurde1 ist einzigartig4 ,dennoch hat sie mit anderen ,arten der ,vorstellungsbewegung ,hauptzge bald mehr bald minder gemein4 ,es dient dem oben ,gesagten1 vor allem unserer ,begrndung des ,gefhls der ,komik zur wertvollen ,besttigung1 wenn wir sehen1 wie in dem ,masse1 als in einem ausserkomischen ,vorgang die ,faktoren der komischen ,vorstellungsbewegung wiederkehren1 auch das begleitende ,gefhl sich dem der ,komik nhert4 ,man erinnert sich1 dass wir bereits das ,spiel der ,kinder mit der ,komik in ,beziehung brachten4 ,verwandt ist das ,spiel1 speciell das ,spiel mit ,gedanken1 oder das ,spiel geselliger ,unterhaltung1 dem wir uns nach abgeschlossener ,arbeit berlassen4 ,die ,arbeit1 die auf ernste ,zwecke abzielt1 mit der wir ,pflichten gengen1 die beherrscht ist von mehr oder weniger tiefgreifenden ,interessen1 wird uns1 je mehr sie ihren ,namen verdient1 um so mehr mit gewisser ,strenge in ,anspruch nehmen und erfllen4 ,und diese ,strenge wird sich jederzeit auch in der ,art der ,befriedigung spiegeln1 die uns die ,arbeit gewhrt1 die ,befriedigung mag im brigen eine noch so hohe sein4 ,dagegen ist es dem ,spiele eigen1 von dem ,gewicht der ,zwecke1 der ,pflichten1 der tiefgreifenden ,interessen nicht beschwert zu sein4 ,was wir im ,spiele thun und erleben1 hat also an sich nicht die gleiche ,macht1 uns in ,anspruch zu nehmen1 wie die ernste ,arbeit4 ,nichtsdestoweniger kommen wir ihm1 wenn die ,ermdung uns nicht auch zum ,spiele unfhig macht1 mit demselben ,masse von seelischer ,kraft entgegen1 das wir der ,arbeit entgegenbringen4 ,daraus ergiebt sich auch hier ein relativ leichter und ungehemmter ,wellenschlag seelischen ,lebens1 hnlich dem1 in welchem der ,vorgang der ,komik psychologisch betrachtet besteht4 ,und daraus wiederum ergiebt sich ein gleichartiger1 heiterer ,grundzug des ,gefhls4 ,doch drfen wir ber allem dem den wesentlichen ,unterschied nicht vergessen4 ,der ,komik ist der ,kontrast des ,bedeutsamen und ,nichtigen und die pltzliche ,lsung der ,spannung eigen4 ,diese ,momente gehren nicht zu jenem ,spiel4 ,es fehlt darum bei ihm sowohl die eigenartige ,lebhaftigkeit der ,vorstellungsbewegung1 ihre ,weise1 pltzlich und an einem ,punkte auszubrechen1 ihre explosive ,art1 als auch jene eigenartige ,ausbreitung und ,erneuerung4 ,und es fehlt zugleich dem ,gefhl der ,heiterkeit das ,losgelassene1 schliesslich ,unbndige1 wodurch das ,gefhl der ,komik umsomehr charakterisiert ist1 je mehr jene besonderen ,momente in ihm zur ,wirkung kommen4 ,wir haben auch die ,komik gelegentlich als ,spiel bezeichnet4 ,wir nennen gewisse ,witze ,wortspiele4 ,aber dies ,spiel bleibt doch immer ein ,spiel von ganz besonderer ,art4 ,,xi4 ,,kapitel4 ,,lust- ,,und ,,unlustf,,rbungen ,,der ,,komik4 ,,prim,,re ,,momente ,,der ,,lust ,,und ,,unlust4 ,indem ich den komischen ,vorstellungsprozess als ein ,hin- und ,hergehen und sich ,erneuern der seelischen ,bewegung bezeichnete1 habe ich mich im ,ausdruck der ,hecker'schen ,erklrung des ,gefhls der ,komik1 die im ersten ,kapitel abgewiesen wurde1 wiederum in gewisser ,weise genhert4 ,doch nur im ,ausdruck4 ,denn nicht um ein ,hin- und ,hergehen zwischen ,lust und ,unlust1 sondern um ein ,hin- und ,hergehen der ,vorstellungsbewegung und damit zugleich um ein ,hin- und ,hergehen zwischen ,spannung und ,lsung und demgemss zwischen ,ernst und ,komik handelt es sich uns4 ,die ,komik ist hierbei nicht die hin- und hergehende ,bewegung1 sondern sie ist eines der ,elemente1 zwischen denen die ,hin- und ,herbewegung stattfindet4 ,dies ,hin- und ,hergehen mag dann freilich auch im einzelnen ,falle mehr oder minder als ein ,hin- und ,hergehen zwischen relativer ,lustfrbung und relativer ,unlustfrbung der ,komik sich darstellen4 ,inwiefern dies mglich ist1 dies ergiebt sich1 wenn wir jetzt auch die ,betrachtung des ,gefhls der ,komik vervollstndigen4 ,komik1 so wiederholen wir zunchst1 ist an sich nicht ,lust noch ,unlust1 sondern ein eigenartiges ,gefhl4 ,wir sahen aber1 dass und warum die ,komik zur ,lustfrbung hinneigt1 oder zunchst ,lustfrbung besitzt4 ,der ,prozess1 dem das ,spezifische des ,gefhls der ,komik sein ,dasein verdankt1 ist1 so sahen wir1 in sich selbst zugleich ,grund der ,lust4 ,doch ist er zugleich auch in sich selbst in hherem oder geringerem ,grade ein ,grund der ,unlust4 ,die ,erwartung ist ein ,hindrngen auf das ,erwartete4 ,diesem ,hindrngen tritt das ,nichtige1 sofern es anders beschaffen ist1 als das ,erwartete1 feindlich entgegen4 ,die ,erwartung wird enttuscht4 ,enttuschung bringt ein ,gefhl der ,unbefriedigung4 ,bezeichnen wir den ,unterschied zwischen dem ,erwarteten und dem dafr ,eintretenden als qualitativen ,kontrast1 so ist dieser qualitative ,kontrast der ,grund der ,unbefriedigung4 ,man sieht1 wie hier der ,grund der komischen ,lust und der ,grund der ,unlust dicht bei einander stehen4 ,das nicht ,erwartete1 sofern es doch auch wiederum das ,erwartete1 zugleich aber ein ,nichtiges ist1 wird spielend aufgefasst2 sofern es nicht das ,erwartete ist1 unterliegt es einer ,hemmung4 ,wir fallen auf das ,komische herein1 oder fallen darber her4 ,dies ,fallen ist so anstrengungslos1 wie das ,fallen zu sein pflegt4 ,aber es ist durch ein vorangehendes ,stolpern bedingt4 ,das ,gleiche findet statt1 da wo das ,wort ,erwartung weniger am ,platze ist4 ,meine ,gewohnheit1 menschliche ,formen mit der weissen ,hautfarbe verbunden zu sehen1 wird durchbrochen durch die ,hautfarbe des ,negers4 ,ebenso die ,gewohnheit logischer ,rede durch das ,spiel mit ,worten1 die ,gewohnheit einer bestimmten ,art des ,handelns unter bestimmten ,voraussetzungen durch die naive ,handlungsweise4 ,auch diese ,durchbrechung unserer ,vorstellungsgewohnheit durch die andere ,beschaffenheit des ,gegenstandes der ,komik knnen wir als qualitativen ,kontrakt bezeichnen4 ,der qualitative ,kontrast ist dann berall der ,grund der komischen ,unlust4 ,man wird freilich finden1 dass eine solche ,enttuschung oder ,durchbrechung unserer ,vorstellungsgewohnheit nicht immer von einem merkbaren ,unlustgefhl begleitet sei4 ,dies beweist dann nur1 dass das daraus fliessende ,unlustgefhl schwach sein und durch ein strkeres ,lustgefhl leicht ausgeglichen oder berboten werden kann4 ,in der ,that werden wir bei der ,komik jenes ,unlustgefhl unter gewhnlichen ,umstnden so schwach zu denken haben1 dass es gegenber der komischen ,lust nicht aufkommen kann4 ,wir bezeichnen jenes ,gefhl allgemein als ,gefhl der berraschung oder des ,befremdens4 ,aber die berraschung oder ,befremdung1 die nur darauf beruht1 dass etwas anders ist1 als wir erwarteten oder gewohnt sind1 gleichgltig1 welchen ,wert das ,erwartete oder ,gewohnte1 und ebenso1 welchen ,wert das an die ,stelle tretende ,unerwartete oder ,ungewohnte fr uns hat1--und dies neutrale ,gefhl der berraschung oder des ,befremdens meinen wir hier--hat wenig ,kraft4 ,nichtsdestoweniger mssen wir dies ,gefhl von ,haus aus als--in seinen ,bedingungen--vorhanden annehmen4 ,und es kann auch unter ,umstnden1 vor allem bei solchen1 die ,sklaven ihrer ,vorstellungsgewohnheiten geworden sind1 empfindlich zu ,tage treten4 ,,qualitative ,,bereinstimmung ,,und ,,quantitativer ,,kontrast4 ,dagegen ist jede ,erfllung der ,erwartung1 jede bereinstimmung mit unseren ,vorstellungsgewonheiten ,grund der ,lust4 ,es wchst darum auch die komische ,lust mit dieser qualitativen bereinstimmung4 ,die ,lust wchst aber mit der qualitativen bereinstimmung auch noch aus dem weiteren ,grunde1 weil mit derselben die ,vorstellungsbewegung1 aus der wir eben die komische ,lust hervorgehen sahen1 eine ,steigerung erfhrt4 ,das ,nichtige1 das an die ,stelle des erwarteten ,bedeutungsvollen tritt1 vermag sich ja1 wie wir sahen1 die diesem verfgbar gemachte seelische ,kraft anzueignen in dem ,masse1 als es damit bereinstimmt4 ,und eben auf dieser ,aneignung beruht ja der ,lust erzeugende komische ,prozess4 ,so muss das kleine ,huschen neben den grossen ,palsten uns in hherem ,grade belustigen1 wenn es nicht nur auch als menschliche ,wohnung1 sondern als ,miniaturpalast mit denselben ,formen1 die die ,palste auszeichnen1 sich darstellt4 ,wir werden hier nicht nur durch die bereinstimmung befriedigt1 wie durch jede bereinstimmung1 sondern das ,huschen erhebt auch fr unsere ,vorstellung in hherem ,masse den ,anspruch1 selbst einer der grossen ,palste zu sein4 ,es muss also in hherem ,masse die spezifisch komische ,lust erwecken4 ,ebenso erscheint das ,spiel mit ,worten um so leichter als ,trger eines bedeutungsvollen ,sinnes1 je mehr es1 bei aller logischen ,nichtigkeit1 usserlich der logischen ,form sich nhert1 oder mit der gewhnlichen ,hausordnung unseres ,denkens und ,redens bereinstimmt4 ,und schliesslich ist nicht minder die naive ,handlungsweise in um so hherem ,grade geeignet1 den ,eindruck des vom naiven ,standpunkte aus ,wohlberechtigten zu machen1 je mehr die ,handlungsweise trotz aller ,naivett der gewhnlichen ,handlungsweise sich nhert4 ,so werden wir herzlicher lachen1 wenn ein ,kind in seiner kindlichen ,unschuld ,hflichkeitsformen1 die es bei ,erwachsenen beobachtet hat1 am falschen ,platze anwendet1 als wenn es1 in voller ,unkenntnis derselben1 einfach1 obgleich echt kindlich1 gegen alle ,hflichkeit verstsst4 ,nach dem ,gesagten sind wir im stande allgemein die ,bedingungen anzugeben1 denen das ,verhltnis der ,lust und ,unlust im ,gefhl der ,komik unterliegt4 ,der ,gegensatz der ,bedeutsamkeit und ,bedeutungslosigkeit1 der ,erhabenheit und ,nichtigkeit1 oder1 wie wir in ,anlehnung an den qualitativen ,kontrast krzer sagen wollen1 der quantitative ,kontrast bedingt in erster ,linie die komische ,lust4 ,die ,lust wchst mit der ,grsse dieses quantitativen ,kontrastes4 ,sie wchst zugleich in doppelter ,weise mit der qualitativen bereinstimmung4 ,dagegen wchst die ,unlust mit der ,grsse des qualitativen ,kontrastes4 ,dazu tritt dann noch ein ,moment1 das die ,komik nach ihrer ,lust- wie nach ihrer ,unlustseite steigert4 ,die ,reihe von ,palsten ergiebt1 wie schon oben gesagt1 eine bestimmtere ,erwartung1 dass wieder ein ,palast folgen werde1 als der einzelne ,palast4 ,je bestimmter nun die ,erwartung1 um so fhlbarer wird das ,strende der ,enttuschung4 ,zugleich aber wirkt die bestimmtere ,erwartung1 auch soweit sie dem ,nichtigen seelische ,kraft verfgbar macht1 energischer4 ,das ganze ,gefhl der ,komik also wird durch die grssere ,bestimmtheit der ,erwartung lebhafter4 ,nehmen wir an1 die ,erwartung htte dadurch1 dass schon vorher zwischen die ,palste kleine ,huschen traten1 an ,bestimmtheit verloren1 so wrde das ,gefhl der ,komik wesentlich herabgedrckt erscheinen4 ,das ganze ,gefhl der ,komik1 sage ich1 wird lebhafter4 ,dies hindert doch nicht1 dass fr gewhnlich aus der bestimmteren ,erwartung die komische ,lust grsseren ,vorteil ziehen wird1 als die von ,hause aus geringfgige komische ,unlust4 ,nur fr den ,pedanten und ,eigensinnigen1 der1 was er einmal erwartet1 so gleichgltigen ,inhaltes es anch sein mag1 in ,gedanken nicht mehr los werden kann1 mag es sich umgekehrt verhalten4 ,in der ,erwartung besteht in dem besprochenen ,falle die bei der ,komik wirksame ,vorstellungsbeziehung4 ,bei der witzigen ,rede tritt an ihre ,stelle die ,beziehung zwischen ,wort und ,sinn1 logischer ,form und logischem ,inhalt4 ,auch die ,festigkeit und ,sicherheit dieser ,beziehung erhht die ,lust wie die ,unlust4 ,je fester und sicherer in mir logische ,form und logischer ,inhalt verbunden sind1 je bestimmter immer eines auf das andere hinweist1 um so mehr kann mich die unlogische ,form1 in der ein ,inhalt vorgebracht wird1 stren4 ,um so mehr wird aber zugleich das wirklich oder scheinbar ,logische an der unlogischen ,form mich auf den bedeutungsvollen ,inhalt1 als dessen ,trger sie1 eben vermge ihres logischen oder pseudologischen ,charakters erscheint1 hinweisen1 also den ,eindruck eines bedeutungsvollen ,sinnes erzeugen4 ,gebildete1 logisch geschulte ,menschen zeichnen sich durch ,sicherheit jener ,beziehung aus4 ,sie werden darum die ,durchbrechung der logischen ,gewohnheit leichter strend empfinden und zugleich den ,witz leichter herausfinden4 ,hat sie die logische ,schulung zu logischen ,pedanten1 ,fanatikern der logischen ,form gemacht1 so mag jenes ,gefhl der ,strung sogar berwiegen4 ,besitzen sie ,humor1 so wird sie die ,freude am ,witz ber die ,strung leicht hinwegheben4 ,endlich erhht ebenso die ,festigkeit derjenigen ,vorstellungsbeziehung1 die aller naiven ,komik zu ,grunde liegt1 die ,komik in beiderlei ,hinsicht4 ,je sicherer ich bin in der ,beurteilung der ,zweckmssigkeit oder ,wohlanstndigkeit einer ,handlung1 um so leichter erkenne ich die unzweckmssige oder gegen den ,anstand verstossende ,handlung als solche und empfinde die darin liegende ,strung meiner ,vorstellungsgewohnheit1 um so leichter erkenne ich andererseits die relative ,zweckmssigkeit oder sittliche ,berechtigung1 die der ,handlung vom naiven ,standpunkte aus zugeschrieben werden muss4 ,wiederum sind aus diesem ,grunde gebildete ,leute dem naiv ,komischen gegenber sowohl empfindlicher als empfnglicher4 ,und wiederum sind sie mehr das ,eine oder mehr das ,andere1 je nachdem sie ,pedanten1 ,fanatiker der gewohnten ,weise zu handeln oder zu reden geworden sind1 oder die geistige ,freiheit des ,humors besitzen4 ,,ausserkomische ,,gef,,hlsmomente4 ,damit sind1 soviel ich sehe1 die ,bedingungen der komischen ,lust und ,unlust1 soweit sie in dem komischen ,vorstellungszusammenhange selbst enthalten sind1 erschpft4 ,es treten aber dazu schliesslich noch ,bedingungen der ,lust und ,unlust1 die schon1 abgesehen von diesem ,vorstellungszusammenhang1 bestehen und wirken4 ,obgleich darnach die ,lust und ,unlust1 die aus ihnen sich ergiebt1 mit dem ,gefhl der ,komik eigentlich nichts zu thun hat1 kann doch dies ,gefhl durch ihr ,hinzukommen wesentlich beeinflusst werden4 ,ich erwarte ein furchtbares ,ereignis mit ngstlicher ,spannung4 ,dabei haftet die ,furcht oder ,angst an dem ,ereignis1 gleichgltig was nachtrglich aus der ,erwartung wird4 ,das peinliche ,furcht- oder ,angstgefhl weicht1 und ich fhle mich angenehm berhrt1 wenn die ,erwartung schwindet4 ,wiederum habe ich die angenehme ,empfindung ebensowohl1 wenn genauere berlegung des ,sachverhaltes sie zum ,verschwinden bringt1 als wenn sie in komischer ,weise in nichts zergeht4 ,immerhin kommt im letzteren ,falle die angenehme ,empfindung zur komischen ,lust verstrkend1 zugleich ihren ,charakter ndernd hinzu4 ,vielleicht ist das ,nichts1 trotz seiner ,nichtigkeit1 an und fr sich angenehm4 ,dann verstrkt sich die ,lust von neuem4 ,im gegenteiligen ,falle erleidet sie eine ,einbusse4 ,oder ich erwarte auf ,grund irgendwelcher ,ankndigung ein ,ereignis1 das fr mich positiven ,wert htte1 also ,gegenstand meiner ,freude wre4 ,dann bedaure ich die komische1 ebenso wie jede andere ,art der ,enttuschung4 ,vielleicht trstet mich bei der komischen ,enttuschung das ,nichtige1 das an die ,stelle tritt1 in gewissem ,grade4 ,auch dasjenige1 was nicht dazu angethan ist1 mich mit grosser ,gewalt in ,anspruch zu nehmen1 kann ja einen ,grad der ,befriedigung gewhren4 ,dann vermindert sich jenes ,bedauern4 ,dagegen kommt ein neues ,unlustmoment hinzu1 wenn das ,nichtsbedeutende an sich ein ,missflliges ist4 ,in jedem ,falle sind auch hier die positiven und negativen ,werte1 die den ,elementen des komischen ,vorstellungszusammenhanges an sich eignen1 wesentliche ,faktoren im schliesslichen ,gesamteffekt des komischen ,vorgangs4 ,ebensolche ,faktoren spielen auch bei allen anderen ,fllen der ,komik starker oder schwcher mit4 ,die schwarze ,hautfarbe ist nicht nur komisch1 sondern auch hsslich1 weil der ,gedanke1 den sie mir auf ,grund gewhnlicher ,erfahrung zu vollziehen verbietet1 obgleich ihn zugleich die ,formen des ,negerkrpers gebieterisch fordern--der ,gedanke nmlich eines dahinter waltenden menschlichen ,lebens--ein an sich wertvoller ist4 ,das ,urteil1 das der ,witz spielend fllt1 beleidigt an sich1 wenn es eine ,bosheit ist1 oder in allzu niedriger ,sphre sich bewegt2 es erfreut1 wenn es eine berechtigte ,abfertigung in sich schliesst1 oder die ,wahrheit1 die es verkndigt1 eine an sich erfreuliche ist4 ,die witzige ,form1 das ,spiel selbst1 kann beleidigen1 wenn es ,spiel mit ,worten ist1 die man nicht vergeblich fhren soll2 es kann erfreuen1 wenn es an sich anmutiges1 kunstvolles ,spiel ist u4 s4 w4 ,am engsten sind schliesslich solche ausserkomische ,lust- und ,unlustmomente verbunden mit dem naiv ,komischen4 ,sie haften ihm nicht nur gelegentlich an1 sondern gehren zu seiner eigensten ,natur4 ,ebendamit ragt das naiv ,komische1 wie ich schon frher sagte1 ber die ,komik hinaus4 ,die objektive ,komik umfasst alle ,gebiete der ,wirklichkeit4 ,das sittlich ,wertvollste wird in ihr zu ,schanden2 zugleich findet sie auf dem ,gebiete des blinden1 geist- und herzlosen ,zufalls ein reiches ,feld ihrer ,verwirklichung4 ,der ,witz1 an und fr sich aller objektiven ,wirklichkeit vllig entrckt und allein der khlen ,sphre der ,logik angehrig1 ein ,spiel des ,denkens mit sich selbst1 ist mehr oder weniger geistreich1 aber herzlos4 ,nur das ,naive hat jederzeit ,herz4 ,entsprechend seinem persnlichen ,charakter beleidigt und befriedigt es ,forderungen1 die wir an die ,persnlichkeit stellen1 die den ,takt1 die ,klugheit1 den ,geschmack1 die sittliche ,tchtigkeit1 kurz den ,wert der ,person betreffen4 ,dieser ,wert ist aber nicht nur der hchste1 sondern der einzig absolute4 ,was sonst wertvoll ist1 ist es doch nur in seiner ,beziehung und ,wirkung auf die ,person4 ,die ,person allein ist der letzte und endgltige ,trger aller ,werte4 ,indem diese ausserkomischen ,lust- und ,unlustmomente zum eigentlichen ,gefhl der ,komik hinzutreten1 modifizieren sie natrlich den ,gesamteffekt der ,komik in grsserem oder geringerem ,grade4 ,dies mssten sie thun1 auch wenn ihre ,bedingungen mit den ,bedingungen der eigentlich komischen ,lust und ,unlust in keiner ,beziehung stnden4 ,thatschlich aber besteht ein ,verhltnis der ,abhngigkeit dieser ,bedingungen von jenen1 und zwar ein solches1 das enge genug ist1 um unter ,umstnden das ganze ,gefhl der ,komik zu erdrcken4 ,ein ,nichts1 das an die ,stelle eines erwarteten ,bedeutungsvollen tritt1 wird1 wie wir sahen1 komisch1 indem es die seelische ,kraft aneignet1 die der ,gedanke an das ,erwartete bereithlt oder verfgbar macht4 ,je wertvoller aber das ,erwartete ist1 oder je mehr uns jetzt gerade aus allgemeinen oder persnlichen ,grnden an ihm gelegen ist1 um so energischer halten wir den ,gedanken des ,erwarteten1 und speciell das1 was seinen ,wert ausmacht1 fest1 um so strker drngt die seelische ,bewegung auf die ,verwirklichung seines ,inhaltes1 soweit er ein wertvoller ist1 hin4 ,dass es so ist1 dass der ,gedanke im ,zusammenhang des psychischen ,lebens eine ,stellung einnimmt1 oder zu diesem ,zusammenhang in einer ,beziehung steht1 aus der dies ,festhalten desselben und dies ,hindrngen auf ,verwirklichung seines ,inhaltes notwendig sich ergiebt1 das ist es eben1 was den ,gedanken zu einem fr mich wertvollen macht1 oder worin1 psychologisch betrachtet1 sein ,wert fr mich besteht4 ,kommt nun das ,nichtige1 das dieses ,wertes entbehrt1 und setzt sich der ,gewalt jenes ,hindrngens und ,festhaltens zum ,trotz1 also gewaltsam an die ,stelle des erwarteten ,wertvollen1 so entsteht zunchst1 eben wegen dieser ,gewaltsamkeit1 das schon in ,rechnung gezogene ausserkomische ,gefhl der ,unlust4 ,und dies verstrkt zunchst das1 wie wir annahmen1 in der ,regel geringfgige ,unlustmoment1 das aus der ,enttuschung der ,erwartung in jedem ,falle1 abgesehen von dem ,werte des ,erwarteten entspringt4 ,zugleich aber ist die ,leichtigkeit1 mit der das ,nichtige die fr die ,erfassung des erwarteten ,wertvollen bestimmte seelische ,kraft sich aneignen kann1 vermindert4 ,diese ,leichtigkeit ist ja das ,gegenteil jener ,gewaltsamkeit4 ,drngt der ,gedanke an das erwartete ,wertvolle auf die ,erfassung eben dieses ,wertvollen1 so hemmt er notwendig die ,erfassung des ,nichtigen1 in welchem1 und soweit in ihm jener wertvolle ,inhalt negiert erscheint4 ,macht er die seelische ,kraft fr das erwartete ,wertvolle als solches verfgbar1 so verweigert er sie ebendamit dem an die ,stelle tretenden ,nichtigen1 das mir verbietet den ,gedanken an jenen wertvollen ,inhalt zu vollziehen4 ,daraus ergiebt sich eine ,herabdrckung der leichten ,vorstellungsbewegung1 aus der wir die komische ,lust haben hervorgehen sehen1 eine ,herabdrckung1 die bis zur vollstndigen ,lhmung sich steigern kann4 ,eine ebensolche ,herabdrckung oder ,lhmung kann1 aus analogen ,grnden1 bei der subjektiven ,komik stattfinden4 ,am heiligen ,orte1 bei der ernsten religisen ,feier1 erwarten wir nicht nur1 sondern wir fordern aus sittlichen ,grnden die ,aussprache ernster ,gedanken1 wie sie uns da von selbst sich aufdrngen4 ,ein ,witz an solcher ,stelle1 ein ,witz1 vollends1 der mit ,worten spielt1 die selbst solche ernste ,gedanken in uns wecken1 geht seiner ,komik verlustig4 ,die ernsten ,gedanken bleiben dabei1 sich uns aufzudrngen2 sie hngen sich wie ,gewichte an das nichtige ,spiel1 so dass der leichte seelische ,wellenschlag1 der das ,wesen der ,komik macht1 unterbleiben muss4 ,was brig bleibt1 ist das ,gefhl der ,unlust1 das aus der ,nichterfllung und ,verneinung unserer ,forderung in jedem ,falle sich ergeben muss4 ,die sittlichen ,forderungen sind es1 die wir1 von persnlichen ,interessen abgesehen1 am strengsten festhalten und am wenigsten leicht fr einen ,augenblick dahingestellt lassen4 ,wo solche ,forderungen verneint werden1 schwindet darum am leichtesten das ,gefhl der ,komik4 ,das ,komische wird lcherlich1 verchtlich1 schliesslich emprend4 ,vielleicht entsteht das ,gefhl der ,komik im ersten ,moment4 ,die ,grsse des quantitativen ,kontrastes und der qualitativen bereinstimmung1 insbesondere die ,sicherheit1 mit der wir gerade in dem ,augenblick1 wo das ,nichtige sich einstellt1 das ,bedeutungsvolle erwarten1 bezw4--beim ,witze--die ,sicherheit1 mit der die scheinbare ,logik des nichtigen ,wortspiels auf den bedeutungsvollen ,inhalt hinweist1--dies zusammen thut vielleicht im ersten ,momente trotz der ,strenge der sittlichen ,forderung seine komische ,wirkung4 ,die seelische ,kraft wird durch die bezeichneten ,kanle zum ,nichtigen herbergeleitet und jene ,forderung muss wohl oder bel zurcktreten4 ,in diesem ,falle wird aber doch die komische ,wirkung nicht nur von vornherein eine weniger freie sein1 sondern sie wird auch schneller sich verzehren mssen1 als sie es sonst thte4 ,die komische ,wirkung1 so sahen wir oben1 erhlt und erneuert sich1 indem wir zu dem1 was die ,erwartung eines ,bedeutsamen erregte1 oder zu dem scheinbar ,logischen1 das uns den bedeutungsvollen ,gedanken aufntigte1 unseren ,blick zurckwenden4 ,die ,wirkung ist aber bei jeder neuen ,rckwrtswendung den ,blickes eine geringere1 weil die ,erwartung1 nachdem sie ein oder mehrere ,male ihre ,enttuschung erfahren hat1 immer weniger sicher geworden ist1 weil ebenso die ,bestimmtheit1 mit der die scheinbare ,logik des nichtigen ,wortspiels auf den bedeutungsvollen ,inhalt hinweist1 durch die ein- oder mehrmalige ,bewusstwerdung seiner thatschlichen ,bedeutungs- und ,inhaltslosigkeit eine immer grssere ,einbusse erlitten hat4 ,ebendamit nun gewinnt zugleich die sittliche ,forderung1 die an ihrer ,strenge nichts eingebsst hat1 grssere hemmende ,gewalt4 ,indem das ,nichtige weniger leicht seelische ,kraft gewinnt1 vermag der ,gedanke an das geforderte ,wertvolle1 der erst zurckgetreten war1 entsprechend strker hervorzutreten1 und nun auch mit entsprechender ,energie auf die weitere ,verminderung der ,komik hinzuarbeiten4 ,jene ,verminderung der ,fhigkeit des ,nichtigen1 seelische ,kraft zu gewinnen1 und dieses ,hervortreten der sittlichen ,forderung1 diese beiden ,momente steigern sich in ihren ,wirkungen wechselseitig4 ,so geschieht es1 dass der ,eindruck der ,komik grsserem und grsserem ,widerstreben begegnet1 bis schliesslich nichts mehr brig bleibt1 als das ,gefhl des ,widerstrebens oder der ,emprung4 ,es kann aber nicht nur durch unerfllte1 sondern auch durch erfllte ,forderungen1 nicht nur durch negierte1 sondern auch durch realisierte ,werte der ,komik der ,boden entzogen werden4 ,wir sehen den bermtigen zu ,fall kommen1 sich in seinen eigenen ,schlingen fangen1 seine gerechte ,strafe finden4 ,wir sehen ihn beschmt4 ,diese ,beschmung hat positiven ,wert4 ,hier tritt wiederum zur ,komik ein ihr gegenstzliches ,element hinzu4 ,das ,nichts1 in das der ,anspruch des bermutes zergeht1 kann nur als nichtig sich darstellen und in seiner ,nichtigkeit spielend aufgefasst werden1 wie dies zur ,komik erforderlich ist1 so lange es als dies ,nichtige erscheint4 ,scheint es nicht mehr nichtig1 sondern mit dem ,gedanken der ,bestrafung oder ,beschmung beschwert1 so mindert sich das ,gefhl der ,komik4 ,freilich bleibt auch hier das ,nchste das ,zergehen des ,anspruchs4 ,dann aber tritt jener ernste ,gedanke1 die ,freiheit und ,leichtigkeit der psychischen ,bewegung aufhebend hinzu4 ,je nher und in die ,augen springender der ,fall des bermtigen ist1 desto sicherer kann im ersten ,momente die ,komik sich einstellen4 ,dann aber schmen wir uns vielleicht unseres ,gefhls der ,komik4 ,,besonderheit ,,der ,,naiven ,,komik4 ,so sehen wir die ,komik in doppelter ,weise in ihr ,gegenteil umschlagen1 das eine ,mal in ernste ,unlust1 das andere ,mal in ernste ,befriedigung4 ,dieser ,umschlag kann bei der objektiven und nicht minder bei der subjektiven ,komik geschehen4 ,doch immer nur unter bestimmten ,umstnden4 ,an sich liegt dazu in diesen beiden ,gattungen des ,komischen kein ,anlass4 ,dagegen besteht ein solcher ,anlass jederzeit in gewissem ,grade in der naiven ,komik4 ,hier werden1 wie oben gesagt1 jederzeit ,forderungen von unbedingtem ,wert verneint und erfllt4 ,daraus kann sich von vornherein eine wesentliche ,herabstimmung der ,komik ergeben4 ,das ,gefhl kann von vornherein an der ,grenze stehen1 wo die ,komik in ernste ,lust oder ,unlust bergeht4 ,oder es kann erst ausgesprochenes ,gefhl der ,komik sein1 dann ein ,gefhl des ,ernstes an die ,stelle treten4 ,wer von dem ,wert der ,ehre1 wie wir sie gemeinhin zu fassen pflegen1 auch derjenigen1 von der wir meinten1 dass sie ,falstaff mit ,recht herunterziehe1 in hohem ,masse durchdrungen ist1 wird fr die ,komik der ,falstaff'schen ,rede ber die ,ehre wenig ,verstndnis haben4 ,andererseits knnte uns die ,bewunderung1 die wir der ,sicherheit des sittlichen ,bewusstseins beim ,korporal ,trim entgegenbringen1 derart gefangen nehmen1 dass wir seine ,antwort auf die ,frage des ,doktors der ,theologie nicht komisch1 sondern von vornherein nur erhaben fnden4 ,angenommen aber1 wir haben ,sinn fr die ,komik der ,trim'schen ,rede2 dann wird doch das ,ende der ,komik hier nicht die ,komik1 sondern der ,ernst sein1 nmlich eine ,art ernster ,befriedigung4 ,hier zeigt sich deutlich die besondere ,eigenart der naiven ,komik4 ,sie liegt im ,unterscheidenden dieser ,gattung1 wie wir es kennen gelernt haben1 notwendig begrndet4 ,die angemasste ,erhabenheit des ,nichtigen zergeht in der objektiven ,komik thatschlich4 ,ebenso die scheinbare ,wahrheit des nichtigen ,spieles mit ,worten in der subjektiven ,komik4 ,dagegen zergeht die ,erhabenheit der naiv komischen usserung oder ,handlung1 die ihren ,grund hat in der ,klugheit1 ,gesundheit1 dem natrlichen sittlichen ,gefhl1 kurz dem ,wertvollen der ,persnlichkeit1 das darin sich zu erkennen giebt1 immer nur fr die allgemeine und ebendarum einseitige ,betrachtungsweise1 sie bleibt bestehen fr die persnliche ,beurteilung1 also fr die tiefere1 weil dem ,individuum gerecht werdende ,einsicht4 ,indem der ,blick zurckkehrt1 findet er das wertvolle ,erhabene in seinem ,wert und seiner ,erhabenheit wieder2 nicht als ,inhalt einer unerfllten und darum peinlichen ,forderung1 sondern als erkannte ,thatsache4 ,oder vielmehr1 dies ,wertvolle kommt jetzt erst recht in seinem ,werte zum ,bewusstsein und wirkt als das ,erhabene1 das es ist4 ,es thut dies immer ausschliesslicher1 indem die ,komik in sich und im ,kampfe mit ihm erlahmt4 ,der ,gedanke an das ,wertvolle wird zum herrschenden1 und die erhebende ,freude an seinem ,inhalte zum herrschenden ,gefhl4 ,andererseits wird die unerfllte ,forderung1 welche die allgemeine und einseitige ,betrachtungsweise stellt1 in ihrer ,einseitigkeit erkannt4 ,die ,strenge dieser ,forderung schwindet oder mildert sich gegenber dem naiven ,individuum1 auf das sie nicht oder nicht in ihrer ,strenge anwendbar erscheint4 ,so kann sich auch ihr gegenber das ,bewusstsein des ,wertvollen im ,individuum behaupten4 ,ja es kann dies ,letztere schliesslich so erhaben erscheinen1 dass nun im ,vergleich mit ihm das ,erhabene der gemeinen ,betrachtungsweise in nichts zergeht und so seinerseits komisch wird4 ,damit ist die naive ,komik in ihr vollkommenes ,gegenteil umgeschlagen4 99 99 99 99 99 ,blicken wir jetzt zurck1 so erscheint die ,komik arm und reich1 leer und inhaltsvoll zugleich4 ,an sich ist sie nichts als inhaltlich gleichgltiges1 leichtes und leicht verklingendes ,spiel der ,vorstellungen1 das als solches begleitet erscheint von einem ,gefhl heiterer1 durch die notwendig stattfindende ,enttuschung der ,erwartung oder ,durchbrechung des gewohnten ,vorstellungszusammenhanges kaum getrbter1 aber vergnglicher ,lust4 ,die ,komik erhlt hhere ,bedeutung erst1 wenn ,werte1 die auch ausserhalb der ,komik bestehen1 in sie eingehen4 ,solche ,werte knnen in den komischen ,vorstellungszusammenhang eintreten und von dem ,strudel der komischen ,vorstellungsbewegung hinabgezogen werden1 dann aber auftauchen und sieghaft sich behaupten4 ,indem sie dies thun1 erscheinen sie erst recht in ihrem ,werte1 und wirken auf das ,gemt1 wie sie es nicht vermocht htten in dem gewhnlichen ,vorstellungszusammenhang1 wo sie in ,gefahr waren1 zu ,momenten in dem gleichmssig fortgehenden ,strome des seelischen ,geschehens herabgesetzt und keiner besonderen ,beachtung gewrdigt zu werden4 ,damit hebt dann freilich die ,komik sich selbst in ihr ,gegenteil auf4 ,will man von einer hheren ,aufgabe der ,komik reden1--und sie hat eine solche im ,leben und in der ,kunst1--so besteht sie eben in diesem ,dienste1 den sie dem ,wertvollen in der ,welt leistet1 indem sie selbst1 als reine ,komik1 zu bestehen aufhrt4 ,die ,komik1 so drfen wir dies steigern1 ist dazu da1 ,wertvolles und zuletzt sittlich ,wertvolles in seiner ,erhabenheit darzustellen4 ,mit einem ,worte3 ,sie ist dazu da1 zum ,humor sich aufzuheben4 ,darin besteht ihre sittliche und zugleich sthetische ,bedeutung4 ,der ,humor tritt neben die ,tragik1 der eine gleichartige ,aufgabe zufllt4 ,nur dass dort das ,nichtige1 hier das ,leiden den ,durchgangspunkt bildet und die ,vermittlung vollzieht4 ,humor und ,tragik1 das sind die beiden ,weisen1 im ,leben und in der ,kunst durch ,dissonanzen der ,konsonanz1 d4 h4 dem ,guten erst die rechte ,kraft zu geben4 99 99 99 99 99 ,,iv4 ,,abschnitt4 ,,die ,,unterarten ,,des ,,komischen4 ,,xii4 ,,kapitel4 ,,die ,,unterarten ,,der ,,objektiven ,,und ,,naiven ,,komik4 ,,stufen ,,der ,,objektiven ,,komik4 ,doch ehe wir dazu bergehen1 betrachten wir die ,unterarten der im ,bisherigen unterschiedenen ,alten der ,komik4 ,zunchst die der objektiven ,komik4 ,unsere ,betrachtungsweise ist1 wie bisher immer1 zunchst die allgemein psychologische1 die aber weiterhin in die sthetische ,betrachtungsweise mnden soll4 ,hinsichtlich der objektiven ,komik besteht in erster ,linie diejenige psychologische ,einteilung zu ,recht1 die schon frher von uns vorausgesetzt wurde4 hnlichkeit oder erfahrungsgemsser ,zusammenhang zwischen einem ,gegebenen und einem erwarteten oder vorausgesetzten ,erhabenen bildet den ,grund fr unsere ,erwartung oder ,voraussetzung dieses ,erhabenen1 die dann in nichts zergeht4 ,es giebt eine objektive ,komik auf ,grund dieser beiden1 das ganze seelische ,leben beherrschenden ,arten der ,association4 ,das kleine ,huschen zwischen mchtigen ,palsten mag noch einmal als ,beispiel der einen1 die nichtige ,leistung des ,grosssprechers noch einmal als ,beispiel der andern ,art erwhnt werden4 ,neben dieser formalen ist eine doppelte inhaltliche ,einteilung mglich1 mit der wir uns schon der sthetischen ,betrachtungsweise nhern4 ,die in nichts zergehende ,erhabenheit ist zunchst sinnliche ,erhabenheit1 d4 h4 ,erhabenheit1 die lediglich in der ,energie und ,dauer der ,wirkung besteht1 die ein wahrgenommener ,gegenstand1 nur als wahrgenommener1 auf uns bt4 ,diese ,wirkung bleibt aber nie fr sich4 ,welches ,objekt auch auf uns wirken mag1 immer verbindet sich mit seiner ,wahrnehmung die ,vorstellung eines so oder so gearteten1 in ihm waltenden oder sich verkrpenden ,lebens4 ,der ,baumriese hat nicht nur eine gewisse ,grsse und ,form1 sondern er scheint sie zu haben1 indem er sich reckt1 dehnt1 ,widerstand leistet1 kurz frei oder im ,kampfe gegen ,hindernisse seine ,kraft entfaltet4 ,und der ,gedanke daran lsst ihn erst eigentlich als erhaben erscheinen4 ,von solcher ,kraft sehen wir nichts4 ,wir kennen berhaupt1 was den eigentlichen und ursprnglichen ,sinn dieses ,wortes ausmacht1 nicht anders1 denn als ,inhalt unseres ,kraftgefhls1 des ,gefhls freierer oder gehemmterer ,anstrengung4 ,aber eben diesen ,gefhlsinhalt projizieren wir durch einen ,akt der allergelufigsten ,vermenschlichung berall in die ,objekte hinein4 ,man erinnere sich hier wiederum des auf ,s4 #ai f499 ,gesagten4 ,ausserdem bitte ich hierber meine ,raumsthetik und geometrisch-optische ,tuschungen 7,leipzig #ahih7 zu vergleichen4 99 ,im ,unterkapitel ,,allerlei ,,sthetische ,,theorien4 ,transkriptor4 ,diese dynamische1 wir knnten auch sagen animalische ,erhabenheit bestimmt sich dann in dieser oder jener ,weise nher4 ,sie bekommt einen konkreteren und konkreteren ,inhalt4 ,das ,leben1 das von vornherein ein ,analogon menschlichen ,lebens ist1 nhert sich dem ,leben1 wie wir es im ,einzelnen in uns erleben oder erleben knnen4 ,es gewinnt bewussten geistigen ,inhalt4 ,seine ,erhabenheit stellt sich dar als geistige ,erhabenheit4 ,schon der ,baumriese hat nicht nur ,kraft1 sondern seine ,kraft ist auf ,bestimmtes gerichtet4 ,er will etwas1 er hat ,ziele oder ,zwecke4 ,er sucht ,luft und ,licht4 ,er erfreut sich ihrer1 wenn er davon umspielt wird4 ,er flstert schliesslich und trumt1 wie eine ,art selbstbewussten ,individuums4 ,sowenig darnach ,objekte als sinnlich1 dynamisch1 geistig erhaben einander gegenbergestellt werden knnen1 so wertvoll ist die ,unterscheidung dieser ,arten und ,stufen der ,erhabenheit fr den sthetischen ,gesichtspunkt4 ,je hherer ,stufe die ,erhabenheit angehrt1 um so schrfer wird ihr ,zergehen in nichts empfunden4 ,der ,mensch1 der das hchste ,erhabene ist1 ist ebendarum das einzige ursprngliche ,objekt der ,lcherlichkeit4 ,alles andere kann lcherlich erscheinen nur in dem ,masse1 als es von uns vermenschlicht wird4 ,wiederum ist jene hchste1 geistige ,erhabenheit intellektuelle ,erhabenheit2 oder ,erhabenheit des auf ,zwecke1 vor allem sittliche ,zwecke1 gerichteten ,wollens2 oder endlich ,erhabenheit1 die in der ,kraft1 dem ,reichtum1 der ,feinheit des ,gefhls besteht4 ,auch darnach lassen sich ,stufen der objektiven ,komik unterscheiden4 ,,situations- ,,und ,,charakterkomik4 ,neben solchen ,einteilungen steht eine andere mgliche ,einteilung der objektiven ,komik1 fr welche gleichfalls der ,inhalt der ,komik den ,einteilungsgrund bildet4 ,wir scheiden das bel oder das ,nichtseinsollende1 das uns widerfhrt1 von dem ,bsen1 dem ,mangel1 dem ,fehler1 der an uns ist und in unserem ,thun oder ,gebaren zu ,tage tritt4 ,das ,nichtseinsollende ist ,begegnis oder ,eigenschaft1 ,schicksal oder ,charakter4 ,so ist auch jede ,komik fr die ,person1 oder auch die ,sache1 die darin verflochten ist1 ,schicksal oder ,charakter4 ,wir unterscheiden also ,schicksals- oder ,charakterkomik4 ,statt ,schicksalskomik knnen wir auch sagen3 ,situationskomik4 ,dies erinnert uns an unser drittes ,kapitel4 ,dort stellten wir einstweilen--mit ,krpelin--der ,situationskomik nicht die ,charakterkomik1 sondern die ,anschauungskomik gegenber4 ,aber die hier gewhlte ,bezeichnung des ,gegensatzes ist klarer4 ,wir bleiben darum bei ihr4 ,missfllt der ,ausdruck ,charakterkomik1 dann sage man3 ,komik des ,wesens1 oder3 an der ,beschaffenheit des komischen ,objektes haftende ,komik4 ,auch dies ist klar1 dass beide ,arten der ,komik ,hand in ,hand gehen knnen1 dass eine ,komik beides zugleich sein kann1 ,situations- und ,charakterkomik4 ,doch davon spter1 wenn es sich um die sthetische ,bedeutung dieses ,gegensatzes handeln wird4 ,dass derselbe eine solche sthetische ,bedeutung haben muss1 braucht ja nicht gesagt zu werden4 ,,nat,,rliche ,,und ,,gewollte ,,komik4 ,hiermit verbinde ich weiterhin solche ,unterschiede der objektiven ,komik1 die sich aus der ,betrachtung der ,arten oder der ,grnde des ,auftretens der ,komik ergeben4 ,objektive ,komik kann einmal durch den natrlichen ,zusammenhang der ,dinge gegeben sein1 oder im natrlichen ,verlauf des ,geschehens sich einstellen4 ,sie ist ein andermal knstlich oder geflissentlich hervorgerufen4 ,fr ,letzteres bestehen wiederum verschiedene ,mglichkeiten4 ,ich hnge jemanden etwas an1 das ihn komisch macht1 oder bringe ihn in eine komische ,situation1 spiele ihm einen ,possen1 mache mit ihm einen ,witz4 ,von solcher ,hervorrufung der ,komik1 bei welcher das ,komische oder der eigentliche ,gegenstand der ,komik erst von mir ins ,dasein gerufen wird1 unterscheide ich die komische ,darstellung1 die nicht das ,komische1 wohl aber die ,komik erst erzeugt4 ,auch diese komische ,darstellung kann wiederum einen verschiedenen ,sinn haben4 ,sie besteht einmal lediglich darin1 dass ich dasjenige an einer ,person oder ,sache1 das an sich komisch zu wirken geeignet ist1 beschreibe1 zur ,kenntnis bringe1 ans ,licht setze4 ,indem ich dies thue1 mache ich erst die ,komik mglich4 ,dabei ist es gleichgltig1 ob das dargestellte ,komische ein wirkliches oder ein fingiertes ist4 ,ich rechne also hierher auch die ,darstellung erfundener oder durch knstlerische ,phantasie gefundener komischer ,gestalten und ,situationen4 ,hiervon deutlich unterschieden ist die ,darstellung1 die erst durch die ,weise der ,darstellung die ,komik hervorruft4 ,ein ,objekt trgt an sich nichts1 das mir bei gewhnlicher ,betrachtung komisch erschiene4 ,nun manipuliere ich aber in der ,darstellung mit dem ,objekte so1 dass ein komisches ,licht darauf fllt4 ,ich beleuchte es komisch4 ,diese komische ,beleuchtung wird immer zugleich im eigentlichen ,sinne des ,wortes witzig sein1 d4 h4 einen ,fall der subjektiven ,komik darstellen4 ,die ,manipulation1 von der ich rede1 erzeugt ja der ,voraussetzung nach eine ,komik1 die nicht im ,objekte liegt4 ,sie ist also ein ,spiel1 das etwas sagt1 das ein ,urteil ber ein ,objekt entstehen lsst1 angesichts des ,objektes aber doch wiederum als nichtssagendes ,spiel erscheint4 ,es ist die sachlich unberechtigte ,einfgung in einen ,vorstellungszusammenhang1 die das ,objekt hinsichtlich seines ,eindruckes auf uns in ein anderes verwandelt1 und doch das ,objekt selbst lsst wie es ist4 ,hierhin gehrt die ,komik der ,nachahmung1 von der oben die ,rede war4 ,die komische ,nachahmung lst1 wie wir sagten1 das ,nachgeahmte aus dem ,zusammenhang der ,person1 in der es in der ,ordnung1 also nicht komisch erscheint1 und stellt es isoliert hin4 ,damit nimmt sie dem ,nachgeahmten seinen ,sinn oder seine individuelle ,berechtigung4 ,neben diese komische ,nachahmung tritt die durch die ,mittel der ,sprache bewirkte komische ,gruppierung von ,zgen eines wirklichen oder fingierten ,menschen oder ,dinges1 die ,zusammenstellung des relativ ,erhabenen und des ,nichtigen1 der ,art1 dass daraus eine komische ,beleuchtung sich ergiebt4 ,die komische ,darstellung geht von hier noch einen ,schritt weiter1 wenn sie zur karikierenden1 bertreibenden1 verzerrenden ,darstellung wird4 ,sofern solche ,darstellung glaublich erscheint1 das ,dargestellte als damit getroffen anerkannt wird1 und andererseits doch wiederum die ,karikatur1 bertreibung1 ,verzerrung als solche1 d4 h4 als von der ,wirklichkeit abweichendes1 willkrliches und demnach nichtsbedeutendes ,spiel erscheint1 ist sie zugleich eine besondere ,art des ,witzes4 ,als solche gehrt sie nicht hierhin4 ,hierzu fge ich als weitere und eigenartige ,weisen der komischen ,darstellung1 in unserem ,sinne1 die ,travestie und die ,parodie4 ,auch sie sind ,arten der komischen ,gruppierung oder der unmittelbaren ,aneinanderrckung des ,erhabenen und des ,nichtigen4 ,aber nicht ,zge des ,objektes sind es1 die hier unmittelbar aneinandergerckt und zur ,einheit verbunden scheinen1 sondern3 ,in der ,travestie wird das ,erhabene in ,worten und ,wendungen1 die einer niedrigeren ,sphre angehren1 dargestellt1 in der ,parodie umgekehrt das ,niedrige oder ,triviale durch ,einkleidung in eine dem ,erhabenen zugehrige sprachliche ,form zu einem ,scheinerhabenen gestempelt4 ,dort zergeht die ,erhabenheit des ,inhaltes durch die ,form1 und zugleich die ,form1 die vermge des ,inhaltes ,erhabenheit sich anmasste1 in sich selbst4 ,hier zergeht die erhabene ,form durch den ,inhalt1 und zugleich der durch die ,form zum ,scheinerhabenen aufgebauschte ,inhalt in sich selbst4 ,,possenhafte1 ,,burleske1 ,,groteske ,,komik4 ,die hier gemachten ,unterscheidungen bringen wir endlich wiederum in ,zusammenhang mit gewissen herkmmlichen ,begriffen1 in denen ,arten des ,komischen bezeichnet scheinen4 ,nennen wir ein ,komisches possenhaft1 so wollen wir es wohl zunchst als ein ,derbkomisches charakterisieren4 ,possenhafte ,komik ist eine ,komik1 bei der wir nicht lcheln1 sondern ber etwas1 vor allem ber ,personen herzlich lachen1 sie1 wenn auch gutmtig1 belachen1 verlachen1 auslachen4 ,aber wir nennen andererseits mit diesem ,namen nicht dasjenige ,derbkomische1 das jemandem natrlicherweise anhaftet oder geschieht4 ,sondern1 wie jeder fhlt3 ,das ,possenhafte ist jederzeit ein beabsichtigtes1 gemachtes4 ,es ist eine gewollte ,weise1 jemanden komisch erscheinen zu lassen4 ,eine solche ,weise liegt nun zunchst vor1 wenn ich jemandem einen ,possen spiele4 ,dabei spekuliere ich auf seine ,dummheit1 sein ,ungeschick1 seine ,feigheit1 sein krperliches ,unvermgen u4 dgl4 ,die possenhafte ,komik ist die ,komik der ,streiche1 die dem ,dummen1 ,ungeschickten1 ,feigen1 vielleicht aber sehr klug1 geschickt1 tapfer sich ,dnkenden oder ,gebrdenden1 auch dem mit einem ,gebrechen ,behafteten1 gespielt werden und diese ,eigenschaften hervortreten lassen und dem ,lachen preisgeben4 ,es ist aber zum ,possenhaften nicht erforderlich1 dass der ,possenreisser anderen einen ,possen spiele4 ,es ist auch possenhaft1 wenn jemand sich selbst in komischer ,weise als ,narren1 ,ungeschickten1 ,feigen oder dergleichen darstellt1 sein krperliches ,gebrechen dem ,lachen preisgiebt1 oder ein solches fingiert2 wenn er den ,narren1 ,tlpel1 ,feigling1 den mit einem ,gebrechen ,behafteten spielt1 um damit zu belustigen4 ,bisher verstand ich unter der possenhaften ,komik eine ,komik des ,verhaltens1 ,thuns1 ,gebarens4 ,possenhafte ,komik ist aber weiter auch die ,komik der ,darstellung in ,wort und ,bild1 die ,verlachenswertes zum ,inhalte hat1 sei es1 dass sie lediglich ein der ,wirklichkeit ,angehriges oder fingiertes ,verlachenswertes beschreibt1 es erzhlt1 davon berichtet1 sei es1 dass sie dasselbe erst durch die ,weise der ,darstellung als ein ,verlachenswertes erscheinen lsst oder dazu macht4 ,auch hier wird die ,dummheit1 das ,ungeschick1 die ,feigheit1 das ,gebrechen und dergleichen den ,inhalt der ,komik ausmachen4 ,indem ich das ,possenhafte in diesem ,sinne nehme1 weiss ich mich einigermassen in bereinstimmung mit ,schneegans1 der in seiner ,geschichte der grotesken ,satire das ,possenhafte als die ,komik1 die aus der angeschauten ,dummheit sich ergiebt1 bezeichnet4 ,diese ,bestimmung ist freilich zunchst enger als die unsrige1 und zweifellos zu eng4 ,andererseits unterlsst es ,schneegans1 ausdrcklich zu betonen1 dass nicht komische ,dummheit1 der wir irgendwo im ,leben begegnen1 possenhaft ist1 sondern nur die geflissentlich hervorgelockte oder komisch beleuchtete2 nicht die angeschaute1 sondern die zur ,anschauung gebrachte4 ,oder bestimmter und zugleich allgemeiner gesagt1 dass ,possenhaft nicht ein ,prdikat der ,komik1 oder des ,komischen als solchen ist1 sondern vielmehr ein ,prdikat1 durch welches wir das auf ,hervorbringung des komischen ,effektes abzielende und zur ,erreichung dieses ,zieles bestimmte ,mittel anwendende1 bewusste menschliche ,thun bezeichnen4 ,possenhaft ist nicht das ,opfer eines ,streiches1 sondern der ,streich2 nicht die ,dummheit1 die der ,clown fingiert1 sondern dies sein ,spiel2 nicht das in ,wort oder ,bild dargestellte ,verlachenswerte1 sondern diese ,darstellung2 zugleich doch wiederum diese ,darstellung nicht als solche1 sondern sofern sie diesen bestimmten ,inhalt hat1 oder mit diesem ,mittel diesen bestimmten komischen ,effekt hervorbringt4 ,dieser possenhaften ,komik tritt dann zur ,seite die burleske4 ,auch ,burlesk ist nicht eine ,bezeichnung fr eine bestimmte ,art des ,komischen1 sondern fr eine ,weise etwas komisch erscheinen zu lassen oder eine ,weise der ,darstellung mit komischem ,inhalt oder ,effekt4 ,und zwar erscheint es historisch und durch den ,sprachgebrauch gengend gerechtfertigt1 wenn wir mit ,schneegans als burlesk die parodierende und travestierende komische ,darstellung bezeichnen4 ,endlich werden wir berechtigt sein1 wiederum im ,einklang mit ,schneegans1 als grotesk die komische ,darstellung zu bezeichnen1 fr welche die ,karikatur1 die bertreibung1 die ,verzerrung1 das ,unglaubliche1 das ,ungeheuerliche1 das ,phantastische das ,mittel zur ,erzeugung der komischen ,wirkung ist4 ,hiermit haben nicht alle ,arten der geflissentlich ins ,dasein gerufenen objektiven ,komik ihre besonderen ,namen bekommen4 ,es bleiben daneben viele ,mglichkeiten der ,hervorrufung oder ,darstellung einer ,komik1 die vom ,possenhaften1 ,burlesken1 ,grotesken mehr oder weniger weit entfernt sind4 ,es bleiben insbesondere vielerlei ,arten1 durch den ,witz eine ,person oder einen ,vorgang in komische ,beleuchtung zu rcken4 ,soweit dabei eine besondere ,eigenart des ,witzes vorausgesetzt ist1 werden diese ,mglichkeiten nachher zu unterscheiden sein4 ,im brigen htte es nicht viel ,wert1 wenn wir hier weitere ,einteilungen und ,unterscheidungen versuchen wollten4 ,alle die bezeichneten ,mglichkeiten der objektiven ,komik bleiben sthetisch wertlos1 solange sie nichts sind als ,mglichkeiten der ,komik4 ,es ist aber teilweise im ,obigen schon angedeutet1 wie sie sthetischen ,wert gewinnen knnen4 ,die possenhafte ,komik braucht als solche nicht1 aber sie kann gutmtig sein4 ,noch mehr1 sie kann herzerfreuend sein4 ,dies ist nur mglich1 wenn etwas ,gesundes1 ursprnglich ,menschliches1 ,wahres1 ,ehrliches1 ,gutes in ihr ist1 vielleicht gar eine besondere ,strke und menschliche ,grsse4 ,dergleichen kann in der possenhaften ,komik nicht nur nebenbei enthalten sein1 sondern es kann eben durch dieselbe erst recht zum ,bewusstsein gebracht werden4 ,dann wird die possenhafte ,komik zum ,humor2 es entsteht das ,kunstwerk der ,posse1 etwa der ,volksposse1 ein ,kunstwerk1 das trotz der niedrigeren ,sphre und der drastischen ,mittel sthetisch hher stehen1 also im hherem ,grade ein ,kunstwerk sein kann1 als ,dutzende von feineren ,lustspielen1 die vielleicht nur darum feiner heissen1 weil ihnen alle ,kraft und ,tiefe fehlt1 weil sie unterhalten1 interessieren1 eine ,belustigung des ,verstandes und ,witzes hervorbringen1 aber alles innerlich ,erhebenden und ,erwrmenden baar sind1 ebenso geistreich wie herzlos4 ,noch weniger kann mir daran gelegen sein1 in eingehenderer ,weise1 als ich es oben schon that1 ,arten der naiven ,komik zu unterscheiden4 ,dagegen verlohnt es die ,mhe1 die unendliche ,menge der ,mglichkeiten einer subjektiven ,komik nach ,gesichtspunkten1 die in der ,natur der ,sache liegen1 zu ordnen4 ,dies soll im ,folgenden versucht werden4 ,,xiii4 ,,kapitel4 ,,die ,,unterarten ,,der ,,subjektiven ,,komik4 ,,allgemeines4 ,auch die subjektive ,komik oder der ,witz kommt durch ,wirkung jener beiden ,arten der ,vorstellungsassociation1 der ,association des hnlichen und der ,association auf ,grund der ,erfahrung1 zu stande4 ,wir verbinden aber diesen ,gesichtspunkt hier von vornherein mit dem aus der spezifischen ,eigenart des ,witzes sich ergebenden logischen ,gesichtspunkt4 ,der in ,zeichen1 vor allem in sprachlichen ,zeichen formulierte ,gedanke1 das ist1 wie wir wissen1 das besondere ,gebiet des ,witzes4 ,entsprechend muss bei der ,einteilung der ,witzarten der logische ,gesichtspunkt1 ich meine den ,gesichtspunkt derjenigen ,logik1 die eben mit dem formulierten ,gedanken zu thun hat1 der eigentlich sachgemsse sein4 ,die ,logik redet von ,begriffen1 das heisst ,worten1 die etwas bezeichnen1 von ,beziehungen zwischen ,begriffen1 von ,urteilen1 von ,beziehungen zwischen ,urteilen1 endlich von ,schlssen4 ,darnach werden wir unterscheiden den ,begriffs- oder ,wortwitz1 die witzige ,begriffsbeziehung1 das witzige ,urteil1 die witzige ,beziehung zwischen ,urteilen1 endlich den witzigen ,schluss4 ,die ,untereinteilung ergiebt sich dann einerseits aus dem ,gegensatz jener beiden ,arten des ,vorstellungszusammenhanges1 andererseits aus dem ,unterschied solcher ,arten des ,witzes1 bei denen der ,witz auf lediglich usseren1 sprachlichen ,momenten beruht1 und solcher1 bei denen er irgendwie sachlich begrndet ist4 ,wir gewinnen auf diesem ,wege eine ,unterscheidung von vier ,arten von ,begriffswitzen1 witzigen ,begriffsbeziehungen1 witzigen ,urteilen etc41 nmlich 7,a4 #a7 solchen1 die zu stande kommen durch hnlichkeit1 beziehungsweise ,gleichheit von ,worten oder ,stzen1 7,a4 #b7 solchen1 deren ,mglichkeit darauf beruht1 dass wir irgendwelchen ,sprachformen die ,bedeutung1 die sie in unserer ,erfahrung gewonnen haben1 auf ,grund davon1 also gewohnheitsmssig1 auch da zugestehen1 wo sie ihnen nicht zukommt1 oder nicht zuzukommen scheint1 7,b4 #a7 solchen1 bei denen eine sachliche bereinstimmung1 und endlich 7,b4 #b7 solchen1 bei denen ein erfahrungsgemsser sachlicher ,zusammenhang die logische oder pseudologische ,grundlage bildet4 ,,der ,,wort- ,,oder ,,begriffswitz4 ,i4 ,der ,wort- oder ,begriffswitz erzeugt illegitime ,begriffe1 die wir uns dennoch1 wenigstens fr den ,augenblick1 gefallen lassen2 er macht und gebraucht ,worte1 die etwas bezeichnen oder zu bezeichnen scheinen und doch wiederum nichts bezeichnen oder nichts scheinen bezeichnen zu knnen4 ,a4 ,gleich bei dieser ersten und niedrigsten ,witzart ist jene ,untereinteilung am ,platze4 ,die ,witzart beruht zunchst auf lediglich usseren ,momenten1 ,momenten der reinen sprachlichen ,form1 und zwar #a4 auf ,worthnlichkeit4 ,man kennt die jugendliche ,mode1 ,worte so zu verndern1 oder umzudrehen1 dass sie aufgehrt haben1 sinnvolle ,sprachzeichen zu sein1 und doch wegen der hnlichkeit mit dem ,original noch verstanden werden4 ,der ,witz dieser witzigen ,wortverdrehung beruht1 wie berhaupt der ,wortwitz1 nur eben auf diesem ,gegensatz von ,sinnlosigkeit und verstndlichem ,sinne4--,als eine besondere ,art der witzigen ,wortverdrehung kann die ,verdrehung von ,fremdwrtern--ohne ,anklang an andere1 wovon spter--bezeichnet werden1 wie sie ,unkel ,brsig so oft wider ,willen begegnet4 #b4 ,auf der gewohnheitsmssigen ,festhaltung der erfahrungsgemssen ,geltung sprachlicher ,formen knnen ,wortwitze in doppelter ,weise beruhen4 ,auf der ,gewohnheit mit ,worten berhaupt einen ,sinn zu verbinden1 beruht die ,mglichkeit der witzigen ,scheinbegriffe4 ,ich antworte etwa auf die ,frage1 was dies oder jenes sei1 mit einem ,worte1 das es nirgends giebt1 und das fr niemand einen ,sinn hat2 lediglich vertrauend auf den ,glauben des ,hrers1 es msse sich1 wenn er nur ,worte hrt1 dabei doch etwas denken lassen4 ,der ,witz besteht fr den1 der sich verblffen lsst und einen ,augenblick darauf hereinfllt1 dann aber sofort weiss1 dass er dpiert ist4 ,hher steht die witzige ,wortbildung nach usserer ,analogie1 das heisst nach einer erfahrungsgemss feststehenden1 im gegebenen ,falle aber unanwendbaren ,regel der ,wortbildung4 ,alle ,wortbildungsmittel1 mgen sie ,endsilben1 ,vorsilben oder sonstwie heissen1 beliebige grammatikalische ,formen1 die ungeheuerlichsten ,wortzusammensetzungen1 knnen in den ,dienst dieser ,witzart treten4 ,vorausgesetzt ist nur1 dass sie aus der sonstigen sprachlichen ,erfahrung verstndlich sind1 und darum in ihrer ,sinnlosigkeit doch sinnvoll erscheinen4 ,ihr ,wert erhht sich1 wenn sie nicht blosse ,spielerei sind1 sondern eine ,sache kurz und schlagend bezeichnen4 ,b4 ,dem usseren ,zusammenhange haben wir den inhaltlichen oder sachlichen entgegengestellt4 ,verstehen wir darunter1 wie nachher1 den objektiven ,zusammenhang der ,dinge1 so kann es einen ,wortwitz auf ,grund irgendwelchen sachlichen ,zusammenhanges nicht geben4 ,urteile gewinnen wirkliche oder scheinbare ,geltung aus dem ,zusammenhange der ,thatsachen4 ,einem ,worte aber einen ,sinn zuzuschreiben1 dazu kann kein solcher ,zusammenhang veranlassen4 ,der einzige sachliche ,zusammenhang1 der hier in ,frage kommt1 ist eben der zwischen dem ,wort und seinem ,sinn4 ,der ist es denn auch1 der hier an die ,stelle des ,zusammenhangs der ,dinge treten muss4 #a4 ,dieser ,zusammenhang ist ,zusammenhang der hnlichkeit bei berraschenden1 und sprachlich unerlaubten1 aber doch bezeichnenden onomatopoetischen ,bildungen1 wie wir sie auch im gewhnlichen ,leben oft in witziger oder witzelnder ,weise vollziehen4 #b4 ,er beruht auf ,erfahrung bei allen den witzigen ,wortbildungen1 die wir uns nur darum gefallen lassen1 weil sie thatschlich bestehen4 berall1 bei ,kindern1 bei den verschiedenen ,stnden ,gesellschafts- und ,berufsklassen1 in ,provinzen und ,stdten1 begegnen wir neben der allgemeingltigen einer eigenen ,sprache4 ,die ,worte sind witzig1 nicht fr denjenigen1 dem sie vllig gelufig und naturgemss sind1 wohl aber fr den1 dem sie verstndlich und doch1 weil dem anerkannten ,sprachgebrauche fremd1 eigentlich sinnlos erscheinen4 ,auch fremdsprachliche ,worte1 die ganz anders klingen1 als wir es gewohnt sind1 und die darum berhaupt nicht als mgliche ,sprachzeichen erscheinen1 knnen aus gleichem ,grunde den ,eindruck des ,witzigen machen4 ,der ,wert des ,witzes erhht sich wiederum1 wenn die ,worte die ,sache kurz bezeichnen4--,wie dort1 bei der witzigen ,onomatopoesie1 in der hnlichkeit des ,wortes mit der bezeichneten ,sache1 so liegt hier1 bei den witzigen ,idiotismen1 in der erfahrungsgemssen ,thatsache1 dass das ,wort die ,sache bezeichnet1 die sachliche ,begrndung des ,witzes4 ,,die ,,witzige ,,begriffsbeziehung4 ,,ii4 ,die witzige ,begriffsbeziehung stellt ,beziehungen zwischen ,begriffen unrechtmssig oder scheinbar unrechtmssig her1 ,beziehungen der ,gleichheit oder ,verschiedenheit1 der ,identitt oder des ,gegensatzes4 ,beziehungen endlich der ,zusammengehrigkeit dieser oder jener ,art4 ,a4 ,betrachten wir auch hier zuerst die ,flle1 in denen ussere ,momente den ,witz begrnden4 #a4 ,wir haben dann1 soweit das ussere ,moment in ,worthnlichkeit besteht1 in erster ,linie zu nennen die witzige ,wortverwechselung4 ,ein ,wort tritt an ,stelle eines anderen1 ihm hnlichen ,wortes1 das seinen eigenen und wohlbekannten ,sinn hat4 ,der ,witz entsteht1 indem wir die ,verwechselung verstehen1 d4 h4 sie1 durch die hnlichkeit der ,worte verfhrt1 in ,gedanken mitmachen1 und damit die entsprechenden ,begriffe und ,gegenstnde fr einen ,augenblick identifizieren4 ,jemand insultiert etwa den ,arzt statt ihn zu konsultieren und erweckt damit die ,vorstellung1 als ob in der ,that das ,konsultieren ein ,insultieren wre1 und nicht bloss ein ,wort fr ein anderes taschenspielerisch eintrte4 ,wie hier1 so ist berhaupt bei der witzigen ,begriffsbeziehung auf ,grund von ,worthnlichkeit1 die hergestellte ,beziehung die der ,identitt oder wenigstens der ,vergleichbarkeit4 ,eine weitere ,art bezeichnen wir als witzige ,wortkarikatur4 ,wenn ich den ,perckentrger einen ,perckles nenne1 so ersetze ich nicht ein ,wort durch ein anderes1 ebenso sprachgebruchliches1 sondern ich verndere oder verdrehe ein ,wort1 ohne es doch vllig unkenntlich werden zu lassen1 knstlich in der ,weise1 dass es an ein anderes bekanntes anklingt1 oder in ein 7illegitimes7 neues1 mit selbstndigem ,sinn1 sich verwandelt4 ,insofern das ,wort trotz seiner ,vernderung verstndlich bleibt1 liegt zunchst eine einfache witzige ,wortverdrehung oder ,wortbildung1 also ein blosser ,wortwitz vor4 ,indem wir aber zugleich den durch die ,vernderung erschlichenen neuen ,sinn mit dem festgehaltenen alten identifizieren1 entsteht die genannte neue1 in diesen ,zusammenhang gehrige ,witzart4 ,der ,perckles erscheint als eine ,art ,perikles1 ebenso die als ,dichteritis bezeichnete ,dichterei im ,lichte einer der ,diphtheritis vergleichbaren ,krankheit u4 s4 w4 ,wir knnen ,dinge bezeichnen direkt und bildlich4 ,auch das ,bild kann derart verschoben werden1 dass es kein legitimes ,bild mehr ist1 aber doch noch erkannt wird und zugleich in der ,verschiebung einen scherzhaften ,nebensinn ergiebt4 ,eine sehr gelufige derartige ,bildkarikatur lasse ich mir beispielsweise zu ,schulden kommen1 wenn ich sage1 jemandem sei--nicht ein ,licht1 sondern ein ,nachtlicht1 eine ,thranlampe oder etwas dergleichen aufgegangen4 ,so wenig ,witz in solchen ,witzen stecken mag1 so habe ich sie doch hier mit zu erwhnen4 ,alle mglichen ,wortverdrehungen und ,wortbildungen knnen in den ,dienst jener witzigen ,wortkarikatur treten4 ,wir knnen aber aus der ,menge der mglichen ,flle diejenigen noch besonders hervorheben1 in denen der mit dem knstlichen ,wortgebilde ursprnglich gemeinte ,gegenstand nicht nur in spielende1 sachlich bedeutungslose ,beziehung zu dem durch die ,umbildung neu entstehenden ,begriffe gesetzt1 sondern durch den ,inhalt dieses ,begriffes charakterisiert1 erklrt1 illustriert werden soll4 ,derart sind die ,fischart'schen charakterisierenden ,wortbildungen--,jesuwider statt ,jesuit oder ,jesuiter1 ,maulhenkolisch statt ,melancholisch und unzhlige andere4 ,der besondere ,wert dieser ,art leuchtet ein4 ,jene ,neubildung ist zugleich ein vernichtendes ,urteil1 diese wenigstens eine drastische ,veranschaulichung4 ,in allen diesen ,fllen wird der mit dem gebrauchten ,worte eigentlich gemeinte ,begriff oder ,gegenstand erraten oder kann erraten werden4 ,es gengt1 dass ich sage1 jemand habe die ,dichteritis und man weiss1 dass seine ,dichterei damit witzig charakterisiert werden soll4 ,dagegen werden bei anderen ,arten der witzigen ,begriffsbeziehung beide ,begriffe ausdrcklich bezeichnet und auch usserlich in ,beziehung gesetzt4--,ein analoger ,gegensatz wird uns noch fter begegnen4 ,auch hierbei sind die beiden ,mglichkeiten3 die ,trger der beiden ,begriffe sind gebruchliche ,worte1 oder es findet eine ,wortneubildnng statt4 ,das ,erstere ist der ,fall bei den einfachen ,klangwitzen der ,schiller'schen ,kapuzinerrede3 ,krug--,krieg1 ,sabel--,schnabel1 ,ochse--,oxenstirn2 das ,letztere bei den demselben ,zusammenhange angehrigen karikierenden ,klangwitzen3 ,abteien--,raubteien1 ,bistmer--,wsttmer4 ,in beiden ,fllen liegt eine ,beziehung der ,begriffe bereits ausdrcklich vor4 ,wir verwandeln aber diese--bloss usserlich thatschliche ,beziehung1 verfhrt durch den ,gleichklang der ,worte1 in eine ,art innerer ,wesensbeziehung4 ,jene thatschliche ,beziehung wird fr uns zu einer sozusagen selbstverstndlichen1 in der ,natur der ,begriffsinhalte selbst liegenden4 ,eben darauf beruht bei beiden der ,witz4 ,als eine besondere ,art des ,klangwitzes kann noch der antithetische ,klangwitz bezeichnet werden1 von der ,art des recht bezeichnenden1 der mit ,bezug auf eine ,berliner ,kunstausstellung gemacht wurde3 es seien dort viele eingerahmte ,bilder1 aber noch mehr eingebildete ,rahmen zu sehen gewesen4 ,entsprechend der ,umkehrung der ,worte scheinen auch die ,begriffe inhaltlich einer als blosse ,umkehrung oder ergnzende ,kehrseite des anderen4--,zugleich gehrt freilich die unlogische ,begriffsverbindung eingebildete ,rahmen fr sich allein noch einer andern und zwar einer gleich zu besprechenden ,witzart zu4 #b4 ,auf der ,grenze zwischen der witzigen ,begriffsbeziehung auf ,grund der ,worthnlichkeit und derjenigen1 bei der die gewohnheitsmssige ,festhaltung der logischen ,bedeutung von usseren ,sprachformen den ,witz macht1 steht die witzige ,wortverschmelzung4 ,zu jenen hier in ,betracht kommenden usseren ,sprachformen gehren alle erfahrungsgemssen ,formen der ,wortverbindung4 ,eine derselben ist die ,wortzusammensetzung4 ,als eine karikierende ,abart derselben kann die sprachlich unmgliche ,wortverschmelzung--,famillionr1 ,unterleibnizianer1 ,revolutionrrisch etc4--betrachtet werden4 ,insofern gehrt die witzige ,wortverschmelzung in diesen ,zusammenhang4 ,zugleich ist sie doch auch witzige ,wortkarikatur4 ,entsprechend dieser ,doppelnatur besteht der in ihr entstehende ,nebensinn je nach der ,art der ,verschmelzung bald im ,gedanken einer ,identitt1 bald in der ,vorstellung einer gewissen ,zusammengehrigkeit der ,begriffsinhalte1 nmlich der ,inhalte der ,begriffe1 die in der ,wortverschmelzung vereinigt sind4 ,der ,unterleibnizianer1 d4 h4 der mit seiner ,verdauung nicht recht zuwege ,kommende1 erscheint ohne weiteres als eine ,art ,schler oder ,unterschler des grossen ,philosophen1 das revolutionrrische ,gebaren ist ein als nrrisch charakterisiertes revolutionres ,gebaren1 das famillionre ein familires mit dem ,beigeschmack des ,millionrtums4 ,als ,gegenbild der witzigen ,wortverschmelzung nennen wir gleich die witzige ,wort- oder ,begriffsteilung1 durch die der ,schein einer ,teilung eines ,begriffs in zwei selbstndige erzeugt wird4 ,so1 wenn ich von ,demo-1 ,bureau- und anderen ,kraten spreche4 ,der ,schein1 dass die ,wortteile1 in unserem ,falle insbesondere das ,kraten selbstndige ,begriffe darstellen1 kann entstehen1 weil wir es oft genug erfahren haben1 dass selbstndige ,worte mit anderen zu einem vereinigt sind4 ,der ,witz gehrt zugleich zur ,gattung der einfachen ,klangwitze1 wenn die ,klanghnlichkeit oder -gleichheit des abgetrennten ,wortteils mit einem selbstndigen ,worte1 das mit jenem ,wortteil inhaltlich nichts zu thun hat1 benutzt wird1 um den ,schein der ,inhaltsgleichheit beider zu erzeugen4 ,welcher ,ring ist nicht rund8--,der ,hering2 ,photo-1 ,litho- und andere ,grafen4--,die witzige ,begriffsteilung ist zugleich karikierender ,klangwitz1 wenn der abgetrennte ,begriffsteil erst karikiert werden muss1 ehe er mit dem ihm fremden ,worte zu inhaltlicher ,identitt gebracht werden kann4 ,auch bei den ,alten schon gab es allerlei ,klsse2 z4 ,b4 ,sophoklsse1 ,periklsse u4 s4 w4 ,von der witzigen ,wortverschmelzung verschieden ist die witzige ,wortzusammensetzung3--,sprechruhr u4 dgl4 ,wieder anderer ,art ist die witzige ,aufzhlung nach der ,art des ,heine'schen ,studenten1 ,vieh1 ,philister etc42 mit dieser nchstverwandt die witzige ,koordination1 die ihrem ,sinne nach bald ,unterordnung unter denselben ,begriff1 bald ,unterscheidung1 bald ,entgegensetzung sein kann3 ,mit einer ,gabel und mit ,mh' zog ihn die ,mutter aus der ,brh'2 ,der ,lwe ist gelb aber grossmtig--als ob die ,mhe ein ,instrument wre1 wie die ,gabel1 die ,grossmut eine sichtbare ,eigenschaft1 die mit der ,farbe verglichen werden knnte2--,nicht nur ,gelehrte1 sondern auch einige vernnftig denkende ,menschen--als ob es unter den ,gelehrten nicht auch mitunter vernnftig denkende ,menschen gbe2--,klein aber niedlich--als ob dies nicht vielmehr sehr nahe verwandte ,begriffe wren4 ,die attributive ,verbindung wird witzig missbraucht im witzigen ,widersinn von der ,art des hlzernen ,schreisens oder des ,lichtenberg'schen ,messers ohne ,klinge1 an dem der ,stiel fehlt4 ,widersprechendes scheint vertrglich1 weil wir1 von der usseren ,verbindung der ,worte berrascht1 den ,widerspruch nicht oder nicht sogleich empfinden4 ,andere ,beispiele1 wie das messingne ,schlsselloch1 der lederne ,handschuhmacher1 der doppelte ,kinderlffel fr ,zwillinge gehren1 sofern bei ihnen dem ,glauben an die ,gltigkeit des ,begriffes zugleich ein erfahrungsgemsser sachlicher ,zusammenhang zu ,grunde liegt1 zugleich zu einer spter zu besprechenden ,gattung4--,dagegen verfhrt uns die ussere ,verschiedenheit von ,gegenstand und ,attribut zur ,annahme einer sachlichen ,verschiedenheit in der witzigen ,tautologie4 ,eine solche wre die reitende ,artillerie zu ,pferde1 die man der bekannten reitenden ,artillerie zu ,fuss konsequenterweise entgegenstellen msste4 ,b4 ,von der witzigen ,begriffsbeziehung1 soweit sie auf inneren ,momenten und zwar #a4 auf teilweiser sachlicher bereinstimmung beruht1 gilt speciell1 was ,jean ,paul vom ,witze berhaupt sagt1 nmlich1 dass sie halbe1 ,viertelshnlichkeiten zu ,gleichheiten mache und so den sthetischen ,lichtschein eines neuen ,verhltnisses erzeuge1 indes unser ,wahrheitsbewusstsein das alte festhalte4 ,zur ,bezeichnung von ,personen1 ,dingen1 ,eigenschaften werden ,begriffe verwandt1 die mit dem1 was sie bezeichnen1 sich teilweise decken1 zugleich aber ihm irgendwie inkongruent1 also zur ,bezeichnung eigentlich nicht geeignet erscheinen4 ,der ,eindruck des ,witzigen entsteht1 indem wir uns die ,bezeichnung gefallen lassen1 also die teilweise bereinstimmung fr eine ganze nehmen1 dann aber sogleich wiederum der ,inkongruenz uns bewusst werden4 ,insofern die witzige ,bezeichnung jedesmal an die ,stelle der unmittelbar geeigneten tritt1 lassen sich alle hierher gehrigen ,flle unter den ,begriff der witzigen ,begriffssubstitution fassen4 ,dieselbe ist a7 logische ,begriffssubstitution4 ,personen1 ,dinge1 ,eigenschaften1 ,thtigkeiten werden bezeichnet statt durch den sachlich eigentlich geforderten und nach einfach logischem ,sprachgebrauch nchstliegenden ,begriff1 durch einen ihm bergeordneten oder nebengeordneten oder untergeordneten3 die ,begriffssubstitution ist verallgemeinernde oder vergleichende oder individualisierende ,bezeichnung4 ,dabei bleibt der stellvertretende ,begriff undeterminert oder er erhlt eine nhere ,bestimmung1 die die ,bezeichnung erst verstndlich macht4 ,verallgemeinernde ,bezeichnungen der ersteren ,art whlen wir besonders1 um verblmt zu reden1 oder zum ,bewusstsein zu bringen1 dass uns der ,gegenstand des specielleren ,namens nicht wert scheine4 ,der im ,gefngnis ,sitzende hat frei ,quartier oder frei ,kost und ,logis1 wird auf ffentliche ,kosten gespeist1 hat sich der ,einsamkeit ergeben1 sich fr eine ,zeitlang von der ffentlichkeit zurckgezogen etc42 der ,redner hat es nicht halten knnen1 hat die ,lnft erschttert1 sich in ,bewegung seiner ,lungenmuskeln ergangen1 sein ,stimmband in tnende ,schwingungen versetzt u4 dgl4 ,witzig vergleichende ,bezeichnungen sind in vielen ,fllen die sprichwrtlichen ,redensarten3 ,er hat geruchertes ,fleisch 7,ausschlag7 im ,gesicht2 ,den ,teufel barfuss laufen hren2 ,etwas auf der unrechten ,bank finden 7 stehlen74 ,die meisten dergleichen ,wendungen sind zugleich individualisierend3 ,die ,laus um den ,balg schinden2 ,aus einem 4444 einen ,donnerschlag machen2 ,den 4444 7nmlich die untere ,fortsetzung des ,rckens7 hinten tragen1 d4 h4 sich betragen1 wie man sich natrlicher ,weise betrgt u4 dgl4 ,eine reine ,individualisierung ist es1 wenn ich statt von den ,malern einer ,stadt von den dort lebenden ,rafaels und ,tizians rede4 ,tritt zum substituierten ,begriff die nhere ,bestimmung hinzu1 so wird die ,substitution zur vollstndigeren oder weniger vollstndigen witzigen--wenn nmlich witzigen--,umschreibung1 und zwar wiederum zur--zunchst wenigstens--verallgemeinernden oder vergleichenden oder individualisierenden1 bezw4 auch hier zur individualisierend vergleichenden4 ,auch die verallgemeinernde ,umschreibung wird speciell der verblmenden ,bezeichnung dienen2 die vergleichende und individualisierende ihrerseits wird oft vergleichen1 was im ,grunde nicht zu vergleichen ist und erst durch die einschrnkende nhere ,bestimmung vergleichbar erscheint4 ,so wenn ich1 nach ,heine1 eine alte hssliche ,frau als eine zweite ,venus von ,milo bezeichne1 nmlich was das ,alter1 die ,zahnlosigkeit und die gelben ,flecken angehe4 ,witze dieser ,art sind billig1 solange sie nur ,dinge mehr oder weniger knstlich bezeichnen4 ,ihr ,interesse wchst1 wenn sie karikierende ,bezeichnungen oder witzige ,hyperbeln sind1 und doch1 was sie eigentlich sagen wollen1 deutlich zu verstehen geben4 ,im ,grunde ist freilich1 da jeder ,vergleich hinkt und jede ,individualisierung neue ,momente hinzufgt1 nmlich eben die individualisierenden1 jede darauf beruhende ,bezeichnung irgendwie karikierend1 das heisst die ,sache verschiebend4 ,und diese ,verschiebung wird leicht1 obgleich durchaus nicht immer1 zugleich eine ,steigerung sein4 ,dass umgekehrt die ,steigerung--,kilometernase1 ,quadratmeilengesicht etc4--jederzeit eine ,verschiebung ist1 braucht nicht gesagt zu werden4--,aber nicht jede witzige ,karikatur oder ,hyperbel ist so drastisch1 wie etwa die hyperbolisch karikierenden ,bezeichnungen1 die ,falstaff auf ,bardolphs ,nase huft4 ,abgesehen davon besteht noch ein weiterer ,unterschied4 ,die witzigen ,bezeichnungen sind entweder nur spielende ,bezeichnungen1 denen es nicht darauf ankommt1 ob das ,wesen der ,sache1 so wie es wirklich ist1 getroffen wird1 oder sie heben eine wesentliche ,eigenschaft treffend hervor1 sind also charakterisierend1 oder endlich sie sind ironisch gemeint4 ,dem letzteren ,zwecke dient insbesondere eine ,art1 die darum speciell den ,namen der ironischen ,bezeichnung fhren muss4 ,es liegt ,ironie darin1 wenn ich meine bescheidene ,wohnung als meinen ,palast oder meine ,residenz bezeichne2 insofern ich nmlich erwarte1 der ,hrer werde aus dem stolzen ,namen das ungefhre ,gegenteil1 die gar nicht stolze ,wohnung1 heraushren4 ,zunchst aber will ich1 wenn ich solche ,ausdrcke gebrauche1 einen ,gegenstand1 durch den ,namen fr einen hnlichen1 spielend bezeichnen4 ,wenn ich dagegen eine tadelnswerte ,handlung1 ohne weiteres1 recht lobenswert1 ein abstossendes ,benehmen recht liebenswrdig nenne1 so setze ich einen ,begriff an die ,stelle des direkt gegenteiligen und zwar in der einzigen ,absicht dies direkte ,gegenteil des ,gesagten recht eindringlich zu machen4 ,die in sich nichtige ,bezeichnung soll1 indem sie wie eine geltende sich gebrdet1 ihre nicht bloss teilweise1 sondern vllige ,nichtgeltung offenbaren und ihrem eigenen ,gegenteil ,geltung verschaffen2 und sie soll nur eben dies4 ,in solcher ,vernichtung des ,nichtigen und seinem ,umschlag ins ,gegenteil besteht aber1 wie wir schon frher meinten1 das eigentliche ,wesen der ,ironie4 ,die ,ironie ist subjektiv komische oder witzige1 sofern das mit logischem ,anspruch auftretende nichtige ,wort oder ,zeichen das ,umschlagende ist4--,so besonders geartet die ironische ,bezeichnung ist1 so lsst sie sich doch unter die vergleichenden ,begriffssubstitutionen unterordnen4 ,auch tadelnswert und lobenswert1 abstossend und liebenswndig sind ja einander nebengeordnete ,begriffe4 ,eine dritte ,bemerkung betrifft die ussere ,form der witzigen ,substitution4 ,wie bei der witzigen ,begriffsbeziehung auf ,grund usserer hnlichkeit das eine ,mal der eine der beiden ,begriffe1 nmlich der im ,witze eigentlich gemeinte1 aus dem anderen erraten werden musste1 das andere ,mal beide1 ,begriffe ausdrcklich sich gegenberstanden1 so muss auch hier der eine der beiden in die ,beziehung eingehenden ,begriffe oder ,gegenstnde1 nmlich der mit der ,bezeichnung gemeinte1 das eine ,mal aus der ,bezeichnung erraten werden1 whrend er das andere ,mal ausdrcklich genannt wird4 ,das ,letztere wird speciell dann der ,fall sein1 wenn die ,bezeichnung nicht gelegentlich auftritt1 als ,teil eines ,satzes1 der irgend etwas aussagt1 sondern als der eigentliche ,gegenstand der ,aussage4 ,natrlich wird sie in diesem ,falle im allgemeinen hheren ,anspruch erheben4 ,sie wird witzige ,charakteristik oder etwas dergleichen sein4 ,jenen ,namen wollen wir ihr den auch a parte potiori allgemein beilegen4 ,darum ist doch diese geflissentliche witzige ,charakteristik in ihrem ,wesen nichts anderes als die gelegentliche witzige ,bezeichnung4 ,die ganze oben gemachte ,unterscheidung hat hier weit weniger zu bedeuten1 als in dem angefhrten frheren ,falle4 ,insbesondere ist die witzige ,charakteristik nicht1 weil sie in ,form eines vollstndigen ,urteils auftritt1 witziges ,urteil4 ,denn nicht darum handelt es sich dabei1 eine wirkliche oder scheinbare ,wahrheit zum ,bewusstsein zu bringen oder eine ,thatsache glaublich zu machen1 durch ,mittel1 die dann doch wiederum die ganze ,aussage als nichtig erscheinen lassen1 vielmehr will auch sie nur1 was als thatschlich bestehend vorausgesetzt ist1 in treffender und zugleich unzutreffender ,form bezeichnen4 ,so will die witzige ,charakteristik der ,beine ,brsigs1--sie haben ausgesehen1 als ob sie verkehrt eingeschroben wren1 oder die ,fallstaff'sche ,charakteristik ,schaals1--er war wie ein ,mnnchen1 nach ,tisch aus einer ,kserinde verfertigt--nicht glaublich machen1 ,brsigs ,beine oder ,schaals ganzes ussere sei wirklich der ,art gewesen1 um dann das ,bewusstsein wachzurufen1 dass die ,worte gar nicht als ,trger irgend einer ,wahrheit1 also in keiner ,weise ernsthaft gemeint sein knnen1 sondern die eine will eine bestimmte ,beschaffenheit der ,beine ,brsigs1 ebenso die andere eine bestimmte ,beschaffenheit des ,schaal'schen usseren1 an die sie glaubt und an die wir glauben1 in einer bestimmten ,weise kenntlich machen und charakterisieren4 ,nur unter jener ,bedingung aber wren die ,stze1 wie wir sehen werden1 witzige ,urteile2 sie knnten es1 genauer gesagt1 nur sein1 wenn sie als witzige bertreibungen gemeint wren4 ,dagegen gehren sie1 so wie sie gemeint sind1 trotz ihrer ,form durchaus zu unserer ,gattung4 ,endlich erweitert sich die witzige ,charakteristik zur witzigen ,charakterzeichnung1 in der von einer ,person oder ,sache durch wenige ,zge1 die von rechtswegen kein mgliches ,bild geben knnen1 dennoch eines gegeben wird4 ,so wenn ,heyse sagt3 er sah gesund1 satt und gtig aus4 ,das ,wesentliche der ,witzart ist1 dass mehrere ,bezeichnungen in ihrer ,zusammenordnung das ,bild gegen alle strenge ,logik pltzlich hervorspringen lassen1 mgen im brigen die ,bezeichnungen1 wie in dem angefhrten ,beispiel1 allgemein1 oder vergleichend oder individualisierend sein4 ,ein ,musterbeispiel der vergleichenden ,art ist ,falstaffs bekannte ,beschreibung der von ihm angeworbenen ,soldaten4 ,hier ist auch der ,ort1 wo wir der witzig zeichnenden ,darstellung zu gedenken haben4 ,sie steht mit jener witzigen ,charakterzeichnung auf einer ,linie4 ,einige ,striche1 scheinbar planlos hingeworfen1 ergeben pltzlich ein ,gesicht und erscheinen doch wiederum dazu vllig ungengend4 ,dabei kann die ,karikatur fehlen4 ,es giebt aber daneben eine witzige ,karikaturzeichnung4 ,sie ist witzig nicht als ,karikatur1 sondern sofern sie das ,urteil erzeugt1 die ,zeichnung sei diese oder jene ,person oder bezeichne diesen oder jenen ,charakter1 whrend doch zugleich das ,bezeichnungsmittel gnzlich unzutreffend erscheint4 ,auch wieweit die ,karikatur objektiv komisch ist1 kommt fr den ,witz nur soweit in ,frage1 als die komischen ,zge zugleich bezeichnend und nicht bezeichnend erscheinen2 an sich hat diese ,komik mit dem ,witze nichts zu thun4 ,genauer steht die witzige ,karikaturzeichnung mit der witzig karikierenden ,bezeichnung und1 wenn sie ihr ,objekt anderen ,gegenstnden1 etwa ,menschen einem ,tier oder einer geometrischen ,figur hnlich macht1 mit dem karikierenden ,vergleich auf einer ,stufe4--,jede solche ,zeichnung kann mehr oder weniger charakterisieren2 sie kann auch in den ,dienst der ,ironie treten4 b7 ,mit ,vorstehendem sind wir bereits ber die logische ,begriffssubstitution hinausgegangen4 ,zu ihr gesellt sich1 wenn wir in das ,gebiet des sprachlichen ,witzes zurckkehren1 die bildliche ,substitution oder die witzig bildliche ,bezeichnung4 ,jedes ,bild ist seiner ,natur nach ,substitution2 zur witzigen ,bezeichnung wird es1 wenn es berraschend1 unzutreffend1 allzuweit hergeholt scheint und doch verstanden wird4 ,wie weit dafr die obigen ,bestimmungen gelten1 habe ich nicht ntig nher auszufhren4 ,nur daran erinnere ich1 wie auch hier gelegentliche ,bezeichnung und ausdrckliche ,charakteristik sich entgegenstehen4 ,in einem trefflichen ,beispiel dieser witzig bildlichen ,charakteristik bezeichnet ,jeau ,paul den ,witz selbst als den ,priester1 der jedes ,paar kopuliert4 ,der ,witz und ein ,priester1 das scheinen denkbar unvergleichbare ,dinge und doch trifft die ,definition4 c7 ,die dritte ,art der witzigen ,substitution ist die parodische ,bezeichnung4 ,eine doppelte ,art derselben lsst sich unterscheiden4 ,die eine beruht auf dem ,vorhandensein verschiedener ,sprachen innerhalb einer und derselben ,sprache4 ,das ,volk1 der ,dichter1 der ,gelehrte1 der ,handwerker1 der ,knstler in seinem ,beruf1 jeder spricht seine eigene ,sprache4 ,von solchen eigenen ,sprachen war schon frher die ,rede4 ,aber nicht um den witzigen ,eindruck1 den die ,worte der ,sprache auf den ,fremden machen1 der sie versteht1 und doch zugleich nicht als sinnvolle ,sprachzeichen anerkennen kann1 handelt es sich hier1 sondern in gewisser ,art um das volle ,gegenteil davon4 ,nicht fremd mssen dem ,hrer die ,worte1 die ,redewendungen und ,redeformen sein1 die ich parodierend gebrauche1 sondern wohlbekannt1 aber bekannt als einer ,gedankenwelt angehrig1 die derjenigen fremd ist1 in die ich sie verpflanze4 ,indem ich sie verpflanze1 nehme ich jene ,gedankenwelt mit2 die damit bezeichneten ,dinge erscheinen in der ,beleuchtung derselben selbst fremdartig1 verschoben1 verwandelt2 zugleich sind sie doch dieselben geblieben2 der fremdartige ,schein verschwindet2 die parodierende ,bezeichnung erscheint als ,spiel1 das zur ,sache nichts hinzugethan hat4 ,die andere ,art1 die ,parodie im engeren ,sinn1 verpflanzt nicht nur aus einer ,gedankenwelt1 sondern aus einem speciellen ,wort- und ,gedankenzusammenhang in einen anderen und fremdartigen4 ,vor allem sind es dichterische ,zusammenhnge1 aus denen wir parodierend ,worte entnehmen knnen4 ,auch diesen speciellen ,wort- und ,gedankenzusammenhang nehmen wir bei der ,verpflanzung mit4 ,indem er bei der bezeichneten ,sache als sachwidrig sich in nichts auflst1 entsteht der ,witz4--,wie ,worte und ,redewendungen1 so knnen schliesslich ganze ,citate--,spt kommt ihr1 doch ihr kommt etc4--als parodische ,bezeichnungen fungieren4 ,ich will ja1 wenn ich jemanden mit dem angefhrten ,citate begrsse1 trotz der ,satzform nur eben ein ,faktum mit ,schiller'schen ,worten bezeichnen4 ,hierbei dachte ich vorzugsweise an diejenige ,parodie1 die aus aussergewhnlichem ,zusammenhange ,worte und ,wendungen in den ,zusammenhang des gewhnlichen ,lebens verpflanzt4 ,ihr steht aber mit dem gleichen ,anspruche auf jenen ,namen diejenige entgegen1 die umgekehrt ,alltgliches und ,gelufiges aus seinem alltglichen ,gedankenzusammenhang hineinversetzt in den ausserordentlichen4 ,der ,unterschied der beiden ,arten ist derselbe1 den wir immer wieder zu machen ,veranlassung hatten und haben werden4 ,whrend dort das aussergewhnliche ,wort das ihm von ,rechtswegen zukommende besondere ,pathos verliert angesichts des von ihm bezeichneten gewhnlichen ,gegenstandes1 fr welches das ,pathos nun einmal nicht passt1 scheint hier das gewhnliche ,wort1 indem es in dem aussergewhnlichen ,zusammenhange verwandt wird1 ein ,pathos zu gewinnen1 zu dessen ,trger es dann doch wiederum nach gewhnlicher ,anschauung nicht dienen kann4--,so sehr beide ,arten sich gegenberstehen1 so ist doch der psychologische ,vorgang1 soweit er fr den ,witz in ,betracht kommt1 im wesentlichen derselbe4 ,wiederum erwhne ich die karikierende und hyperbolische1 die charakterisierende und ironische ,parodie nicht besonders1 obgleich alle diese ,mglichkeiten bestehen4 ,dagegen ist mir die ,beziehung der ,parodie zur objektiven ,komik wichtig4 ,nichts hindert natrlich1 das ,wort ,parodie zugleich in einem allgemeineren ,sinne zu nehmen und jede ,einfgung in einen neuen und fremdartigen ,zusammenhang1 wodurch das ,eingefgte ,trger der ,komik wird1 so zu nennen4 ,dann giebt es neben der witzigen auch eine objektiv komische oder krzer objektive ,parodie1 beide sich entsprechend und doch so unterschieden wie ,witz und objektive ,komik berhaupt unterschieden sind4 ,insbesondere gehrt zur objektiven ,parodie die oben besprochene ,darstellung des objektiv ,komischen--einschliesslich der mimischen ,nachahmung--sofern sie das ,komische aus dem ,zusammenhange1 in dem es sich versteckt1 heraushebt und in den ,zusammenhang der ,darstellung und damit in das helle ,tageslicht setzt1 in dem es erst in seiner ,komik offenbar wird2 dann freilich auch jene ,afterparodie1 die auch das ,erhabenste so mit dem ,niedrigen zu verbinden weiss1 dass es von seiner ,hhe herabstrzt und dem ,lachen preisgegeben wird4 ,jene charakterisierende ,art dient1 wie wir sahen1 dem ,humor1 ich meine dem echten ,humor1 von dem die sthetik redet4 ,diese1 die schon ,goethe mit ,recht gewissenlos fand1 ist ebendarum auch jedes sthetischen ,wertes bar4 ,es kann aber auch1 abgesehen von dieser ,korrespondenz1 die objektiv komische ,parodie1 vor allem die der ,nachahmung--ebenso wie die objektiv komische ,karikatur--zur witzigen ,parodie werden4 ,die parodierende ,nachahmung ist es immer1 wenn ich durch sie nicht nur das ,nachgeahmte lcherlich erscheinen lasse1 sondern zugleich etwas1 das ich sagen will1 in spielender ,weise ausdrcke4 ,hierher gehrt die witzige ,rache des italienischen ,malers1 von der schon im zweiten ,abschnitt die ,rede war4 ,der ,maler stellt den ,prior1 indem er dem ,judas seine ,zge leiht1 in den ,gedankenzusammenhang1 der durch den ,namen ,judas bezeichnet ist4 ,dass der ,prior zum ,judas wird1 ist objektiv komisch4 ,dass aber der ,maler ihn so erscheinen lsst1 also sein ,urteil ber den ,prior zu erkennen giebt durch dieses ,quidproquo1 diese unlogische ,einfgung der ,gestalt in den vllig fremdartigen ,zusammenhang1 dies ist witzig4 ,es ist ,bezeichnung durch ein zur ,bezeichnung von ,rechtswegen untaugliches ,mittel und insofern ,witz von der hier in ,rede stehenden ,art4 ,etwas anders geartet1 aber ebenso hierhergehrig ist die bekannte witzige ,selbstparodie aus den fliegenden ,blttern3 ,ein ,x4 pflegt sich in seiner regelmssigen ,gesellschaft nur dadurch bemerkbar zu machen1 dass er in allem1 was vorkommt1 einen famosen ,witz findet4 ,einmal verabredet sich die ,gesellschaft ihm durch ,schweigen die ,gelegenheit dazu zu nehmen4 ,x4 tritt ein1 sieht sich um1 und meint3 famoser ,witz4 ,damit parodiert er sich selbst1 bezeichnet aber zugleich die ,situation4 ,er thut es witzig1 eben weil er damit nur sich selbst zu parodieren scheint4 #b4 ,mit der vorstehend errterten ,witzart hngt diejenige1 bei der ein erfahrungsgemsser sachlicher ,zusammenhang von ,begriffen der witzigen ,begriffsbeziehung zu ,grunde liegt1 eng zusammen4 ,dies gilt insbesondere1 insoweit auch diese ,begriffsbeziehung als ,beziehung zwischen einem ,gegenstande und seiner ,bezeichnung sich darstellt4 ,ich kann bezeichnen nicht nur1 indem ich sage1 was etwas ist1 sondern auch durch die ,angabe sekundrer ,momente1 durch ,kennzeichnung der ,grnde oder ,folgen einer ,sache1 der ,arten einer ,person zu handeln sich zu gebaren etc41 kurz durch ,momente1 die mit dem zu ,bezeichnenden erfahrungsgemss zusammenhngen4 ,diese ,bezeichnung muss nur wieder1 um witzig zu sein1 berraschend1 fremdartig1 ganz ungehrig1 die angegebenen ,umstnde mssen weithergeholt oder gnzlich unmglich1 trotzdem aber bezeichnend erscheinen4 ,so ist es weithergeholt1 wenn der ,italiener einen1 wenn nicht nach italienischen1 so doch nach unseren ,begriffen unentbehrlichen ,teil der menschlichen ,wohnung als denjenigen bezeichnet1 dove anche la regina va a piedi2 dagegen wird ,unmgliches vorausgesetzt1 wenn ich von einem ,menschen sage1 er sei so fett1 dass sein ,anblick ,sodbrennen errege1 oder wenn ich eine lange ,nase--nach ,haug--damit bezeichne1 dass ich erzhle1 sie sei fr einen ,schlagbaum gehalten worden1 oder--nach ,jean ,paul--damit1 dass ich angebe1 ihr ,eigentmer habe nicht sterben knnen1 weil sein ,geist1 wenn er ihn habe aufgeben wollen1 immer wieder in die ,nase zurckgefahren sei4--,die letzteren ,flle knnten auch einer anderen ,witzgattung zugehrig scheinen4 ,in der ,that ist es ein witziges ,urteil1 und speciell eine ,art ,mnchhausiade1 wenn ich jemand glauben machen will1 der blosse ,anblick des ,fetten knne die angegebene ,wirkung auf den ,magen haben4 ,aber nicht um die ,erzeugung dieses ,glaubens handelt es sich hier1 sondern um seine ,verwertung zu einem anderen ,zweck1 nmlich eben zum ,zweck der witzigen ,bezeichnung4 ,dass eine ,wirkung einen ,augenblick fr mglich gehalten werden knne1 dies ist die ,voraussetzung fr die ,mglichkeit1 die bermssige ,fettigkeit in der angegebenen ,weise zu bezeichnen4 ,indem jener ,gedanke in nichts zergeht1 erscheint auch die ,bezeichnung wiederum nichtig4 ,so verhalten sich also ,mglichkeit und ,unmglichkeit der behaupteten ,wirkung1 die das witzige ,urteil machen1 zur zutreffenden und zugleich nicht zutreffenden1 kurz zur witzigen ,bezeichnung1 wie ,voraussetzung und ,folge2 jene witzige ,bezeichnung ist so wenig ein witziges ,urteil1 als die ,voraussetzung die ,folge ist4 ,diese witzige ,bezeichnung durch abgeleitete ,momente kann wiederum1 wie die ,beispiele zeigen1 zugleich karikierend und speciell hyperbolisch sein4 ,sie ist andererseits bald rein spielend bald charakterisierend oder ironisierend4 ,auch sie wird zur witzigen ,charakteristik und erweitert sich zur witzigen ,charakterzeichnung4 ,man denke etwa an die ,art1 wie ,heinz ,percy's ,charakter aus seinen ,worten und der ,art sich zu gebaren mit wenig ,strichen zeichnet4 ,neben dieser ,art steht als zweite die eigentliche witzige ,begriffsverbindung4 ,bei ihr sind dieselben beiden ,mglichkeiten2 die ,begriffsverbindung ist sachlich in ,ordnung und scheint nur nichtig1 weil sie berraschend1 fremdartig oder mit scheinbarem ,widerspruch behaftet ist1 oder sie ist unmglich1 scheint aber mglich1 weil ein sachlicher ,zusammenhang zu ,grunde liegt1 der nur gesteigert1 ergnzt1 verschoben1 kurz witzig ausgebeutet wird4 ,die erstere ,mglichkeit verwirklicht sich in der witzigen ,scheintautologie und dem ,oxymoron oder witzigen ,scheinwiderspruch3--,beides ist vereinigt1 wenn ich von ,waschweibern oder alten ,jungfern weiblichen und mnnlichen ,geschlechtes rede--2 sie verwirklicht sich andererseits in allen mglichen dem gewhnlichen ,sprachgebrauch zuwiderlaufenden1 knappen1 ,mittelglieder auslassenden oder nach sachlicher ,analogie gebildeten ,begriffsverbindungen1 so wenn ,falstaff sagt3 ich kann keinen ,schritt weiter rauben u4 s4 w4 ,der zweiten ,art sind zunchst die schon an anderer ,stelle angefhrten ,flle des witzigen ,widersinns3 ,messingnes ,schlsselloch und dergleichen4 ,der ,zusammenhang zwischen ,messing und ,schlsselloch leuchtet ein1 nur dass das ,schlsselloch nicht selbst aus ,messing sein kann4 ,ebendahin gehrt der doppelte ,kinderlffel fr ,zwillinge1 der lederne ,handschuhmacher und dergleichen4 ,sofern hier die sachlich zu ,recht bestehende ,begriffsverbindung witzig verschoben ist1 kann der ,witz als karikierende ,begriffsverbindung bezeichnet werden4 ,eine ,abart wiederum ist das witzige ,fallen aus dem ,bilde und die witzige ,bilderverwechselung--,mitten im tiefsten ,morpheus--,beim ersten ,krhen der rosenfingrigen ,eos--2 auch hier wird ja der ,witz durch einen sachlichen ,zusammenhang ermglicht4 ,,das ,,witzige ,,urteil4 ,,iii4 ,das witzige ,urteil bildet1 wie schon gesagt1 die dritte ,hauptgattung4 ,bei ihr wird eine ,wahrheit verkndigt in einer ,form1 die die ganze ,aussage wiederum als nichtig1 als blosses ,spiel erscheinen lsst2 oder eine ,scheinwahrheit1 die logisch in nichts zergeht4 ,wiederum beruht die witzige ,aussage auf den genannten vier ,arten des ,vorstellungszusammenhanges4 ,a4 #a4 ,ein witziges ,urteil ist zunchst die witzige ,satzverdrehung1 die der witzigen ,wortverdrehung entspricht4 ,ein ,satz sagt genau genommen gar nichts1 aber der ,hrer erkennt ihn als geflissentliche ,verdrehung eines anderen und findet die gemeinte ,wahrheit heraus4 ,oder ein ,satz enthlt einen vlligen ,widersinn1 der ,hrer errt aber1 was gesagt sein soll1 aus der blossen hnlichkeit des ,gesagten mit einem mglichen sinnvollen ,satz4 ,im letzteren ,falle ist die ,verdrehung zum witzigen ,gallimathias geworden4 ,jedes ,durcheinanderwerfen von ,worten1 allerlei falsche ,konstruktionen knnen diesen ,witzarten dienen4 ,das ,gegenstck bildet der witzige ,unsinn1 der an anerkannte ,wahrheiten usserlich anklingt und darum selbst fr den ,augenblick als ,ausdruck einer ,wahrheit genommen wird4 ,der wesentliche ,unterschied ist1 dass dort eine ,wahrheit im ,gewande des ,unsinns1 hier ein ,unsinn im ,gewnde der ,wahrheit auftritt4 #b4 ,derselbe ,erfolg kann erreicht werden durch allerlei ussere ,sprachformen1 die nun einmal erfahrungsgemss der ,verkndigung oder ,eindringlichmachung der ,wahrheit zu dienen pflegen4 ,es giebt allerlei berzeugungsmittel1 z4 ,b4 ,grnde4 ,aber die stehen nicht jederzeit zur ,verfgung4 ,da mssen dann andere ,mittel eintreten4 ,man betont1 druckt gesperrt oder fett4 ,manche ,schriftsteller lieben es1 in dieser ,weise dem ,drucker das berzeugen zu berlassen4 ,man kann sich darauf verlassen1 dass sie um so betonter reden1 je weniger ,grnde sie haben4 ,dieses ,mittels kann sich auch der ,witz bedienen1 so wie jedes unlogischen ,mittels4 ,man betont den ,widersinn1 spricht ihn mit ,emphase aus4 ,je grsser der ,applomb und die ,unverfrorenheit1 desto eher wird das ,vertrauen sich rechtfertigen1 dass man wenigstens fr den ,augenblick den ,eindruck der ,wahrheit mache4 hnliche ,wirkung haben andere ,mittel4 ,man bringt eine ,behauptung immer wieder vor1 man bringt sie nebenbei1 im ,tone der ,selbstverstndlichkeit1 man leitet sie ein mit einem bekanntlich1 citiert angeblich3 wie schon der oder der grosse ,gelehrte oder ,dichter mit ,recht gesagt hat2 man kleidet sie in mglichst wissenschaftliche ,form1 spart auch langatmige ,fremdwrter nicht2 berhmte allermodernste ,philosophen knnen dabei als ,muster dienen4 ,endlich ist die poetische ,form nicht zu verachten4 ,immer beruht bei diesem witzigen ,erschleichen der ,eindruck des ,witzes auf der ,gewohnheit1 ,wahrheit zu suchen hinter dem usseren ,gewande der ,wahrheit4 ,es stehen aber neben jenen ,fllen andere1 in denen nicht eine vllig neue ,wahrheit verkndigt1 sondern nur eine nichtsbedeutende in eine gewichtige verwandelt wird4 ,dazu dienen speciellere formale ,mittel4 ,ein ,beispiel ist die bekannte witzige ,definition des ,kopfes3 ,der ,kopf ist ein ,auswuchs zwischen den beiden ,schulterknochen1 welcher erstens das ,herausrutschen des ,krawatt'ls verhindert1 und zweitens das ,tragen des ,helmes bedeutend erleichtert4 ,dass der ,kopf dies ist1 bezweifelt niemand4 ,die ,form der ,definition aber macht daraus eine ,wesensbestimmung4 ,sofern der ,witz unmglich wre ohne die in der ,definition thatschlich liegende ,wahrheit1 die der ,witz nur steigert oder ergnzt1 scheint er freilich einer anderen sogleich zu besprechenden ,art anzugehren4 ,indessen ist es eben doch diese ussere ,form der ,definition1 durch die die ,steigerung oder ,ergnzung bewerkstelligt wird4 ,b4 ,worin diese andere ,art bestehe1 ist auch schon gesagt4 ,mit ,vernderung eines schon citierten ,jean ,paul'schen ,ausdrucks knnen wir sie als diejenige bezeichnen1 die halbe1 ,viertelswahrheiten zu ganzen ,wahrheiten macht4 #a4 ,dies kann in doppelter ,weise geschehen4 ,wir lassen uns verfhren1 den ,inhalt einer ,behauptung zu glauben1 oder momentan fr mglich zu halten1 weil hnliches allerdings vorkommen kann4 ,ich erzhle etwa allerlei eigene oder fremde ,erlebnisse1 wie sie im ,einzelnen wohl erlebt sein knnten1 die aber im ,ganzen so ausserordentlich sind1 und ein so merkwrdiges ,zusammentreffen von ,umstnden voraussetzen wrden1 dass der ,hrer1 ohne mit ,grnden widersprechen zu knnen1 doch ,grund hat die witzige ,aufschneiderei fr eine solche zu halten4 ,oder ich steigere mgliche ,vorkommnisse bis zur ,unglaublichkeit oder ,unmglichkeit1 doch so1 dass ein gewisser ,schein der ,mglichkeit bleibt4 ,diese witzige bertreibung haben wir schon unterschieden von der hyperbolischen ,bezeichnung1 die nicht etwas ,ungeheuerliches glauben machen1 sondern ein als wirklich ,vorausgesetztes in ungeheuerlicher ,weise bezeichnen will4 #b4 ,mit diesen beiden ,witzarten nahe verwandt und doch davon verschieden ist diejenige1 durch die wir verfhrt werden die erfahrungsgemsse ,beziehung zwischen einem ,thatbestand und einem anderen gewohnheitsmssig festzuhalten1 unter ,umstnden1 unter denen dieselbe aus einleuchtenden ,grnden nicht mehr stattfinden kann4 ,wir vollziehen1 indem wir sie festhalten1 einen falschen ,analogieschluss1 den wir doch sofort als falsch erkennen4 ,solche ,witze aus falschem ,analogieschluss sind die ,mnchhausiaden nach ,art der schon einmal angefhrten ,erzhlung ,mnchhausens1 dass er sich selbst am ,schopf aus dem ,sumpf gezogen habe4 ,nicht minder die witzigen ,probleme3 ,wie kann man mit einer ,kanone um die ,ecke schiessen8--,bekanntlich beschreibt das ,geschoss eine ,kurve2 man braucht also nur das ,rohr auf die ,seite zu legen4 ,speciell als ,vexierwitze knnte man die ,witze bezeichnen1 die auf ,grund der falschen ,analogie einen bestehenden ,sachverhalt vllig auf den ,kopf stellen1 wie die ,anklage gegen ,schiller1 dass er in seinem ,wallenstein eine so abgedroschene ,phrase vorbringe1 wie ,spt kommt ihr1 doch ihr kommt4 ,wie bei diesen ,witzen ,unsinn im ,gewande der ,wahrheit1 so tritt auch hier in einer zweiten ,art ,wahrheit im ,gewande des ,unsinns auf4 ,ich denke an die spielenden ,urteile im engeren ,sinne1 bei denen sachlich alles in ,ordnung und nur die ,form unfhig erscheint1 berhaupt als ,trger einer ,wahrheit zu dienen4 ,hier findet ,schleiermacher's ,definition der ,eifersucht ihre ,stelle1 und mit ihr alle mglichen wichtigen und banalen ,wahrheiten1 deren ,form durch gleichartig wiederkehrende ,worte oder auch nur ,konsonanten oder ,vokale1 durch ,hufung sehr kurzer oder sehr langer ,worte--man denke etwa an das ,wortgefecht zwischen schylos und ,euripides in ,droysen's herrlicher bersetzung der ,frsche--durch scherzhafte ,reimerei oder dgl4 den ,charakter des ,spielenden und damit logisch ,kraftlosen gewonnen haben4 ,als besondere ,art hinzugefgt werden kann noch die witzige ,krze1 die mit einem ,wort1 einer ,handbewegung eine ,antwort giebt1 oder ein ,urteil fllt1 und endlich so kurz werden kann1 dass nur das beredte witzige ,schweigen brig bleibt4 ,,die ,,witzige ,,urteilsbeziehung4 ,,iv4 ,die witzige ,urteilsbeziehung setzt zwei--oder mehrere--,urteile in ,beziehung4 ,dabei ist--sogut wie bei der witzigen ,begriffsbeziehung--die ,beziehung der eigentliche ,trger des ,witzes4 ,sie wird hergestellt durch ,mittel1 die doch logisch nichtig sind oder scheinen4 ,ebenso nichtig erscheint dann die ,beziehung zwischen den ,urteilen oder die ,geltung1 die einem ,urteil aus dieser ,beziehung erwachsen ist4 ,a4 #a4 ,das erste logisch nichtige und trotzdem wirksame ,mittel eine solche ,beziehung herzustellen1 die ussere hnlichkeit oder ,gleichheit1 begrndet ,witzarten von ziemlich verschiedenem ,charakter4 ,vor allem sind wieder die beiden ,flle mglich1 dass das eine ,urteil ausgesprochen wird und das andere aus ihm erschlossen oder in ihm wiedererkannt werden muss1 und dass die ausdrckliche ,beziehung beider ,urteile zu einander den ,witz begrndet4 ,dann aber verwirklicht sich wiederum jene ,mglichkeit1 die der ,doppelsinn-,witze1 in verschiedener ,art4 ,das ausgesprochene ,urteil lsst ein anderes ohne weiteres erraten in der witzigen ,zweideutigkeit von der ,art des bekannten ,c'est le premier vol de l'aigle4 ,niemand konnte etwas dagegen einwenden1 wenn der franzsische ,hofmann die erste ,that des ,louis ,philipp1 die ,konfiskation der ,gter der ,orleans1 als ersten ,flug des ,adlers1 also als le premier vol de l'aigle bezeichnet4 ,war sie aber le premier vol du l'aigle1 dann war sie auch der erste ,raub des ,adlers1 da in dem ,satze beides liegt4 ,es folgt also aus der ,annahme des einen ,gedankens1 durch das ,mittel des ,satzes1 in dem er sich verkrpert1 die ,annahme des anderen ,gedankens1 nicht mit logischer1 aber mit einer gewissen psychologischen ,notwendigkeit4 ,genauer ist hier das ,bindemittel das zweideutige ,wort vol4 ,nicht so ohne weiteres ergiebt sich das ,urteil1 das erraten oder erschlossen werden soll1 bei anderen ,arten4 ,indem der franzsische ,dichter auf die ,aufforderung des ,knigs ein ,gedicht zu machen1 dessen sujet er sei1 antwortet1 le roi n'est pas sujet1 erwartet er wiederum1 dass man aus der ,selbstverstndlichkeit1 die er sagt1 dass nmlich der ,knig nicht ,unterthan sei1 durch das ,mittel des ,wortes sujet das andere ,urteil ableite1 der ,knig knne nicht sujet eines ,gedichtes sein4 ,aber er erwartet es1 weil das ,wort sujet soeben von dem ,knig in diesem anderen ,sinne gebraucht worden ist4 ,der ,dichter hat in seiner ,antwort diesen ,sinn mit demjenigen1 den die ,antwort voraussetzt1 vertauscht4 ,wir knnen diese ,witzart darum als witzige ,begriffsvertauschung bezeichnen4 ,dieselbe gewinnt anderen und anderen ,charakter je nach dem ,verhltnis1 in dem die beiden ,bedeutungen des einen ,wortes zu einander stehen4 ,verhalten sie sich zu einander als engere und weitere ,bedeutung1 so mag man den ,witz limitierende ,begriffsvertauschung nennen4 ,kann er ,geister citieren8--,ja1 aber sie kommen nicht wre ein ,beispiel4 ,der ,gefragte kann ,geister citieren wie jedermann4 ,nehmen wir das ,wort zugleich in dem engeren ,sinne der ,frage1 so hat der ,frager seine vollgltige ,antwort4 ,eine andere ,abart der witzigen ,vertauschung ist die witzige ,deutung4 ,wenn ein ,soldat in einem ,wirtshaus mit einem ,offizier zusammentrifft1 so trinkt er sein ,bier aus und geht nach ,hause4--,was thust du also1 wenn du in einem ,wirtshause mit einem ,offizier zusammentriffst8--,ich trinke sein ,bier aus und gehe nach ,hause4 ,hier ist das doppeldeutige auf den ,soldaten und den ,offizier beziehbare sein das ,bindemittel4 ,nicht immer ist es ein einzelnes ,wort1 dessen ,doppelsinn beide ,urteile entstehen lsst4 ,auch ein ,satz als ,ganzes1 eine ,frage oder ,behauptung1 endlich eine ,handlung kann in doppeltem ,sinn genommen werden und so den ,witz begrnden4 ,eine ,handlung etwa ist ,gegenstand der witzigen ,sinnvertauschung1 wenn der ,bediente1 dessen ,herr im ,zorn ein ,gericht zum ,fenster hinauswirft1 ,miene macht das ganze brige ,essen sammt ,tischtuch etc4 folgen zu lassen3 der ,herr wnschte ja wohl auf dem ,hofe zu speisen4 berall haftet hier der ,doppelsinn an denselben unvernderten ,zeichen4 ,muss mit diesen erst eine ,vernderung vorgenommen werden1 so entsteht die witzige ,urteilskarikatur1 der witzigen ,wortkarikatur entsprechend4 ,sie ist jenachdem ,vernderung der ,interpunktion1 der ,betonung1 oder einzelner ,worte4 ,ich verwandle das ,schiller'sche3 ,mein ,freund kannst du nicht lnger sein in die ,frage3 ,mein ,freund1 kannst du nicht lnger sein8 als htte ,schiller jemanden diese ,frage stellen lassen4 ,oder ich lasse ,schiller sagen3 ,die schnen ,tage von ,oranienburg sind jetzt vorber u4 dgl4 ,ihrer ,stellung nach damit verwandt sind die witzigen bersetzungen1 soweit sie eine in ,gedanken vollzogene ,karikatur der bersetzten ,worte voraussetzen4 ,vides1 ut alta stet nive candidus ,soracte--,siehst du1 wie da der alte ,kandidat ,sokrates im ,schnee steht4 ,zugleich rechnen sie auf ,gleichklang von fremden ,worten und solchen der eigenen ,sprache1 und vor allem auf den ,umstand1 dass die fremde ,sprache eben eine fremde ist1 bei der wir uns auf den ersten ,blick allerlei unglaubliche ,konstruktionen und ,verdrehungen gefallen lassen4 ,auch bei dieser ,witzart soll noch aus dem einen ,urteil1 in dem der ,witz enthalten ist1 das andere wiedererkannt werden4 ,sehr viel weniger mannigfaltig als diese ,gattung ist die andere1 in der die ausdrckliche ,beziehung der ,urteile zu einander den ,witz begrndet4 ,wir wollen sie als witzige ,urteilsantithese bezeichnen4 ,es giebt viele ,dinge zwischen ,himmel und ,erde1 von denen sich unsere ,schulweisheit nichts trumen lsst2 aber noch viel mehr ,dinge lsst sich unsere ,schulweisheit trumen1 die es weder im ,himmel noch auf ,erden giebt4 ,das zweite ,urteil hat im ,grunde mit dem ersteren inhaltlich wenig zu thun4 ,vermge der usseren hnlichkeit aber scheint es nur eine ,modifikation desselben4 ,diese ,art ist dem ,klangwitz vllig analog4 #b4 ,ebenso steht mit der witzigen ,begriffsverbindung in ,analogie die witzige ,urteilsverbindung1 in der der ,schein der logischen ,zusammengehrigkeit von ,urteilsinhalten erzeugt wird durch ussere ,sprachmittel1 die sonst erfahrungsgemss die ,zusammengehrigkeit bezeichnen4 ,auf der ,grenze zwischen dem witzigen ,urteil und dieser neuen ,witzart steht die witzige ,urteilsverschmelzung4 ,wenn ich ,galilei auf dem ,scheiterhaufen zu ,worms in die ,worte ausbrechen lasse3 ,solon1 ,solon1 gieb mir meine ,legionen wieder so verschmelze ich nicht weniger als fnf ,urteile oder ,thatsachen miteinander4 ,freilich stehen die ,thatsachen auch an sich in einem gewissen ,zusammenhang4 ,aber ihre ,vereinigung in eine einzige ist doch nur durch die ussere ,form1 die in diesem ,falle keine andere ist als die ,form des einheitlichen ,urteils1 zuwege gebracht4 ,so pflegt auch bei den beliebten ,vereinigungen unzusammengehriger ,schiller'scher und sonstiger ,verse1 die bald ,verschmelzung bald ,verbindung ist1 eine gewisse sachliche ,beziehung zu ,grunde zu liegen4 ,wie ein ,gebild aus ,himmelshhen sieht er die ,jungfrau vor sich stehen1 die mit grimmigen ,gebrden urpltzlich anfngt scheu zu werden4 ,ausserdem trgt die ussere ,form1 das gemeinsame ,pathos dazu bei1 die ussere ,verbindung als ,trger einer sachlichen ,zusammengehrigkeit und damit den ganzen ,unsinn als wirkliches dichterisches ,erzeugnis erscheinen zu lassen4 ,es bedarf aber weder dieser sekundren usseren ,hilfsmittel noch irgendwelches einleuchtenden sachlichen ,zusammenhangs1 um die witzige ,urteilsverbindung herzustellen4 ,ich lese in einer ,zeitung ,anzeigen aller ,art ohne ,pause hintereinander ab1 verbinde was mir gerade einfllt1 durch satzverbindende ,worte1 begrnde eine ,aussage durch ein ,beispiel1 das keines ist1 eine ,analogie1 die nicht zutrifft1 eine allgemeine ,regel1 die nicht hierhergehrt--lediglich darauf vertrauend1 dass der ,hrer1 durch die ussere ,verbindung verfhrt1 eine sachliche wenigstens suchen1 oder durch die begrndende ,form1 das denn1 also1 wie z4 ,b4 getuscht1 einen ,augenblick an eine wirkliche ,begrndung glauben1 also dem nichts bedeutenden ,satze die entsprechende ,geltung zugestehen werde4 ,immerhin wird auch hierbei der ,witz gewinnen1 wenn zur usseren ,form eine gewisse1 nur logisch ungengende1 sachliche ,beziehung hinzutritt4 ,dies gilt auch von einigen ,fllen der witzigen ,urteilsverbindung1 die noch besondere ,hervorhebung verdienen4 ,ich meine zunchst den verdeckten ,hieb oder die gelegentliche ,abfertigung1 die eine wichtige ,bemerkung1 durch die jemand getroffen werden soll1 in eben ihr fremdartigen ,zusammenhang zugestandener ,thatsachen nebenbei einflicht1 so dass sie als dazu gehrig und mit ihm gleich unangreifbar erscheint1 oder die umgekehrt eine richtige ,behauptung in einen ,zusammenhang offenbar unsinniger ,behauptungen gelegentlich verwebt und dadurch als gleichfalls unsinnig charakterisiert4 ,die ,mglichkeit dieser ,witzart beruht darauf1 dass wir auch in unserem ,glauben und ,nichtglauben einem ,gesetze der ,trgheit unterliegen4 ,sind wir einmal im ,zuge fr wahr oder fr nichtig zu halten1 ,beifall zu spenden oder zu verurteilen1 so lassen wir uns nicht so leicht irre machen4 ,wir bedrfen sozusagen eines neuen ,anlaufes1 damit wir wieder kritikfhig werden4 ,aber eben dazu lsst uns die gelegentliche ,bemerkung keine ,zeit4 ,diesem ,falle steht zur ,seite und doch in gewisser ,art entgegen das witzige ,ceterum censeo1 das eine ,behauptung dadurch beweist1 dass es sie mit mglichst verschiedenartigen ,thatsachen verbindet1 und durch die ,art der ,verbindung als den ,punkt erscheinen lsst1 in dem alle die ,thatsachen mnden1 oder von dem sie alle ausgehen4 ,schliesslich muss noch ein ,fall ganz besonders hervorgehoben werden1 nmlich der ,fall der nicht nur nebenbei ironisierenden1 sondern eigentlich ironischen ,urteilsverbindung4 ,sie ist wiederum witzige ,einschrnkung oder ironische ,widerlegung4 ,jene verkndigt eine angebliche ,thatsache1 z4 ,b4 volle ,pressfreiheit1 um dann ,ausnahmen oder ,einschrnkungen hinzuzufgen1 die von der ,thatsache nichts mehr brig lassen4 ,diese widerlegt ein scheinbar angenommenes ,urteil--,brutus ist ein ehrenwerter ,mann2 so sind sie alle ehrenwerte ,mnner--durch ,thatsachen1 die dasselbe scheinbar besttigen4 ,in beiden sind die ,bedingungen der ,ironie verwirklicht1 insofern beide ein nichtiges ,urteil1 das erst wie ein gltiges auftritt1 vernichten und in sein ,gegenteil umschlagen lassen4 ,nur dass bei der ironischen ,widerlegung auch der ,schein der ,besttigung umschlgt4 ,das ,mittel der ,vernichtung sind beide ,male ,thatsachen4 ,damit ist eine zweite ,art der ,ironie gewonnen neben jener1 die in der ironischen ,bezeichnung uns entgegentrat4 ,b4 ,eine innere sachliche ,beziehung und zwar zunchst eine innere ,verwandtschaft oder teilweise ,inhaltsgleichheit liegt der witzigen ,urteilsbeziehung zu ,grunde vor allem in den der witzigen ,begriffssubstitution analogen ,fllen1 in denen eine ,wahrheit in--logisch betrachtet--zu allgemeiner ,form oder in ,form einer ,analogie1 oder zu speciell ausgesprochen wird1 doch so1 dass aus dem vorhandenen ,urteile das gemeinte1 also jene ,wahrheit1 unmittelbar abgeleitet werden kann4 ,ich beantworte eine ,frage1 spreche ein ,urteil1 einen ,tadel aus1 nicht direkt1 sondern in ,form einer allgemeinen ,wahrheit1 eines ,urteils1 das sich auf hnliche ,dinge oder vergleichbare ,verhltnisse bezieht1 durch eine ,geschichte1 ein ,beispiel1 das ich erzhle oder an das ich erinnere4 ,diese ,witzart kann als witzige ,urteilssubstitution1 sie knnte1 wenn es erlaubt wre1 das ,wort ,allegorie in seinem weitesten ,sinn zu nehmen1 auch als witzige ,allegorie bezeichnet werden4 ,wie bei der witzigen ,begriffssubsitution1 so sind hier die drei ,mglichkeiten3 die ,substitution ist einfach logische1 bildliche1 parodische4 ,die beiden letzteren begrnden das witzig bildliche ,urteil und das parodische ,urteil4 ,wiederum sind innerhalb der ersteren1 nicht bildlichen oder parodischen ,art diejenigen ,unterarten die wichtigsten1 die das gemeinte ,urteil durch eines von verwandtem oder von speciellerem ,inhalt ersetzen4 ,das ,eine wie das ,andere kann geschehen in einem ,satze oder in lngerer ,rede3 in ,epigrammen1 ,sprichwrtern1 wie sie der ,volkswitz schafft1 oder in ausgefhrten ,gleichnissen1 ,schwnken1 ,fabeln4 ,aus ungelegten ,eiern schlpfen keine ,hhner2 ,wer auf dem ,markt singt1 dem bellt jeder ,hund ins ,lied2 ,die ,laus1 die in den ,grind kommt1 ist stolzer als die schon drin sitzt1 so sagt der ,volkswitz1 und drckt damit drastisch allgemeine ,wahrheiten aus4 ,dagegen erzhlt ,hans ,sachs in ,st ,peter mit der ,gais eine ,geschichte1 um zu zeigen1 wie thricht es ist1 ,gott ins ,weltregiment zu reden4--,nebenbei muss bemerkt werden1 dass das volkstmliche ,sprichwort aller mglichen ,mittel des ,witzes sich bedient1 die in diesem ,zusammenhange erwhnt wurden1 deren eigentmliche ,verwendung innerhalb des ,volkssprichwortes aber nicht jedesmal bezeichnet werden konnte4 ,auch das witzig bildliche ,urteil ist vorzugsweise im ,volkssprichwort zu ,hause4 ,von der bildlichen ,bezeichnung ist es dadurch unterschieden1 dass es ganz in die ,sphre des ,bildes sich begiebt und da urteilt4 ,es muss zunchst in der bildlichen ,sphre einleuchten1 und es muss ebendarum auch einleuchten1 wenn das ,bild in die ,sache bersetzt wird4 ,die ,nase hoch tragen ist bildliche ,bezeichnung4 ,wer die ,nase hoch trgt1 dem regnet's hinein ist ein bildliches ,urteil4 ,solche ,urteile werden witzig in dem ,masse als sie zugleich fremdartig1 berraschend1 im ,grunde zum ,ausdruck ihrer ,meinung logisch ungeeignet erscheinen4--,in ausgefhrterer ,weise und kunstmssiger tritt das bildliche ,urteil auf in der ,allegorie im engeren ,sinne4 ,man denke etwa an ,schiller's ,pegasus im ,joche4 ,ebenso wie zur bildlichen ,bezeichnung das bildliche ,urteil1 verhlt sich zur parodischen ,bezeichnung das parodierende ,urteil4 ,es kann sich steigern bis zur ausgefhrten ,parodie1 die ,gewhnliches in der ,sprache und ,form der hohen ,epik oder umgekehrt ,erhabenes in der ,sprache des ,alltagslebens darstellt4 ,die letztere ,art der ,parodie pflegt man auch wohl als ,travestie zu bezeichnen4 ,kleidet das parodierende ,urteil1 was es sagen will1 nicht nur im allgemeinen in die ,sprache und ,form1 die nun einmal einer fremden ,gedankenwelt eigentmlich ist1 sondern in ,worte1 die einem bestimmten fremdartigen ,gedankenzusammenhange angehren1 so wird es zum parodierenden ,citat4 ,jedes ,citat1 das sich an ,stelle einer direkten ,aussage setzt1 gehrt hierher1 wenn es gengend fremdartig klingt4 ,bei ,betrachtung der witzigen ,begriffssubstitution hob ich besonders hervor die karikierende und speciell hyperbolische1 andererseits die charakterisierende und ironische4 ,diese ,unterschiede gelten auch hier4 ,aber nur auf die hierhergehrigen ironischen ,urteile mache ich besonders aufmerksam4 ,wir begegneten dort einer ironischen ,bezeichnung im engeren und eigentlichen ,sinne4 ,dieser entspricht das einfache ironische ,urteil4 ,es wre ein parodierendes ,urteil mit ironischem ,charakter1 wenn ich dem ,wunsch eines anderen1 eine ,kleinigkeit1 die er bei mir sieht1 in die ,hand oder an sich zu nehmen1 mit den ,worten begegnete3 ,die ,sterne1 die begehrt man nicht1 man freut sich ihrer ,pracht4 ,ich redete von ,sternen und meinte etwas einem ,sterne mglichst wenig hnliches4 ,ein ironisches ,urteil aber htte ich damit nicht gefllt4 ,dazu gehrt1 nach unserem ,begriff der ,ironie1 dass das ganze ,urteil als solches1 indem es gefllt wird1 zergeht und in sein ,gegenteil umschlgt4 ,und ein einfaches ironisches ,urteil kann nur dasjenige heissen1 das ohne weiteres oder in sich selbst zergeht und umschlgt1 indem es ins ,dasein tritt4 ,ein solches ironisches ,urteil flle ich1 wenn ich jemand lobe1 dass er seine ,pflicht gethan1 so oder so sich verhalten habe1 in keiner anderen ,absicht1 als um ihm zum ,bewusstsein zu bringen1 dass er alles das nicht gethan hat4 ,nur die ,art des ,urteils und die ,gelegenheit1 bei der es auftritt1 machen hier1 dass das ,urteil ins ,gegenteil umschlgt4 ,in allen vorstehend errterten ,fllen lsst der ,witz aus einem ,urteil ein anderes ableiten4 ,ihnen stehen diejenigen gegenber1 in denen er es selbst ableitet4 ,die ,ableitung kann blosses ,spiel sein1 und sie kann wiederum eine neue ,art der witzigen ,ironie reprsentieren4 ,in jenem ,falle1 dem der einfachen witzigen ,folgerung1 muss vor allem die ,unerlaubtheit der ,ableitung1 in diesem1 dem der ironischen ,folgerung1 vor allem die ,nichtigkeit des ,abgeleiteten einleuchten4 ,ich abstrahiere aus einem ,begegnis1 das mir erzhlt wird1 oder das ich selbst erlebt habe1 und an dem nicht eben viel ,besonderes ist1 scherzend eine ,regel1 die auf das ,erzhlte passt1 aber darum doch durchaus nicht aus ihm folgt1 zum ,beispiel aus einem kleinen ,unfall1 der jemand bei einem ,spaziergang traf1 die ,regel1 dass ,spazierengehen eine hchst schdliche und naturwidrige ,beschftigung sei4 ,damit vollziehe ich eine1 wenn auch in dem angegebenen ,beispiele nicht gerade erschtternde1 witzige ,folgerung4 ,dagegen leitet die ironische ,folgerung aus einem in sich nichtigen oder als nichtig angenommenen ,urteile1 dessen ,recht sie scheinbar anerkennt1 ein anderes ebenso nichtiges1 bezw4 das ,recht zu einem solchen ab1 um mit der ,nichtigkeit dieses zugleich die ,nichtigkeit jenes ,urteils eindringlich zu machen4 ,bei dieser ironischen ,folgerung ist die ,ironie auf ihrer vollen ,hhe4 ,durch ein selbst ,nichtiges1 in dessen ,gewand sich die ,wahrheit kleidet1 also auf gleichem ,boden oder mit gleichen ,waffen1 werden die ,ansprche des ,nichtigen in ihr ,gegenteil verkehrt4 ,es kann dies aber in mannigfacher ,weise geschehen4 ,ich illustriere eine thrichte allgemeine ,behauptung durch ironische ,exemplifikation1 d4 h4 durch ein ,beispiel1 dessen ,sonderbarkeit einleuchtet1 oder bringe umgekehrt ein specielleres ,urteil zu ,fall durch ironische ,verallgemeinerung2 ich widerlege eine ,lge durch ironische ,analogie1 d4 h4 indem ich ihr nach ,art des ,gellert'schen ,bauern eine andere gleichartige an die ,seite setze4 ,in der ,regel wird diese ironische ,analogie zugleich ironische ,steigerung sein4 ,kein besseres ,mittel ,aufschneidereien zu widerlegen1 als indem man sie berbietet1 und so die ,aufschneiderei offenkundig macht4 ,auch in ,handlungen kann sich diese ,witzart verwirklichen4 ,sie wird dann zum witzigen ,bezahlen mit gleicher ,mnze4 ,ich behandle jemand1 der an mir oder einem ,dritten eine ,ungeschicklichkeit oder ein ,unrecht gethan hat1 bei gleicher ,gelegenheit in genau derselben ,weise1 nicht so1 dass ich mich zu rchen1 sondern vielmehr so1 dass ich ihm ,recht zu geben und daraus das gleiche ,recht fr meine ,handlungsweise abzuleiten scheine4 ,indem ihm mein ,unrecht einleuchtet1 folgt dann daraus fr ihn sein ,unrecht und seine ,beschmung4 #b4 ,kaum habe ich nun ntig1 die witzigen ,urteilsbeziehungen1 die auf erfahrungsgemssem ,zusammenhang beruhen1 noch besonders zu bezeichnen4 ,der ,unterschied zwischen ihnen und der vorigen ,art besteht nur eben darin1 dass der erfahrungsgemsse ,zusammenhang an die ,stelle der teilweisen sachlichen bereinstimmung tritt4 ,auf ,grund dieses ,zusammenhanges lsst ein ,urteil ein anderes erschliessen in den ,fllen des witzigen ,erratenlassens im engeren ,sinne4 ,ich lobe etwa1 um mein ,urteil ber einen ,gegenstand befragt1 ,nebenschlichkeiten1 die nicht gemeint waren1 und gebe damit zu erkennen1 dass ich den ,gegenstand selbst nicht eben loben kann4 ,oder3--,ihr ,herr ,vater war ja auch ein ehrlicher ,mann1 sagt ,heine zu einem ,brsenbaron1 der sich wundert1 dass die ,seine oberhalb ,paris so rein und unterhalb so schmutzig sei1 und fordert damit auf1 diesen erfahrungsgemssen ,zusammenhang auf den ,herrn ,baron zu bertragen und daraus sich ber letzteren ein ,urteil zu bilden4 ,dagegen wird im ,witze selbst aus einem ,urteil1 bezw4 einer ,thatsache ein ,urteil von anderem ,inhalt erschlossen1 wenn ,phokion das ,klatschen der ,menge mit der ,frage beantwortet3 ,was habe ich ,dummes gesagt8--,die witzige ,konsequenz1 wie wir solche ,flle im ,unterschied zur witzigen ,folgerung nennen wollen1 wendet sich hier zurck und lsst zugleich ein ,urteil ber die ,thatsache1 auf der sie beruht1 erraten4 ,insofern ist sie besonderer ,art1 ,abfertigung durch witzige ,konsequenz1 und von der einfachen witzigen ,konsequenz1 die nur scherzweise unerlaubte ,konsequenzen zieht1 verschieden4 ,dagegen nhert sie sich der ironischen ,konsequenz1 die1 der ironischen ,folgerung analog1 aus einem nichtigen ,urteil nach ,gesetzen erfahrungsgemsser ,zusammenhnge nichtige ,urteile ableitet und so wiederum ,thorheit durch ,thorheit vernichtet4 ,,der ,,witzige ,,schluss4 ,v4 ,unter dem witzigen ,schluss kann nach dem ,bisherigen nur der ,witz verstanden werden1 der ausdrcklich in ,schlussform auftritt4 ,denn ein ,schluss vorausgesetzt wird im ,grunde bei jedem ,witze4 ,es ist aber bei ihm in der ,that die ,schlussform das einzig ,auszeichnende1 whrend die ,mittel dieselben sind1 die in den anderen ,hauptarten1 vor allem den witzigen ,urteilsbeziehungen1 bereits vorliegen4 ,so ist der witzige ,schluss1 der im zweiten ,abschnitt angefhrt wurde3 ,wer einen guten ,trunk thut etc41 der kommt in den ,himmel1 der ,art nach nur eine ,reihe von witzigen ,begriffsvertauschungen1 bei denen ,begriffe abwechselnd im engeren und im weiteren ,sinne genommen werden4 ,eine ,einteilung nach den ,mitteln1 durch die der ,witz zu stande kommt1 ist die in ,obigem versuchte ,einteilung4 ,sie ist ebendamit nicht eine ,einteilung nach dem sthetischen ,gesichtspunkt4 ,dieser ,gesichtspunkt wird spter zu seinem ,rechte kommen4 99 99 99 99 99 ,v4 ,,abschnitt4 ,,der ,,humor4 ,,xiv4 ,,kapitel4 ,,komik ,,und ,,sthetischer ,,wert4 ,,allgemeines ,,ber ,,sthetischen ,,wert4 ,das sthetisch ,wertvolle ist in unseren ,tagen gelegentlich vom ,schnen unterschieden worden4 ,der ,streit hierber wre jedoch ein blosser ,wortstreit4 ,ich entziehe mich demselben1 indem ich erklre1 dass ich unter dem ,schnen1 wie freilich im ,grunde jeder1 nichts anderes verstehe1 als eben das sthetisch ,wertvolle4 ,das ,verhltnis des ,komischen zum sthetisch ,wertvollen ist also das ,verhltnis des ,komischen zum ,schnen1 und umgekehrt4 ,wertvoll ist dasjenige1 das ,wert hat1 d4 h4 das so beschaffen ist1 dass es fr uns erfreulich sein kann4 sthetisch wertvoll ist dasjenige1 das um seiner ,beschaffenheit willen ,gegenstand der sthetischen ,freude oder des sthetischen ,genusses sein kann4 ,dies mssen wir nach einer bestimmten ,richtung hin genauer bestimmen4 ,etwas kann ,wert haben1 weil es ein an sich ,wertvolles1 d4 h4 vermge seines blossen ,daseins ,erfreuliches schafft1 hervorbringt1 ermglicht1 etwa eine wertvolle ,erkenntnis1 oder eine wertvolle ,erinnerung1 oder das ,dasein eines von ihm unterschiedenen wertvollen ,objektes4 ,solcher ,wert ist ,ntzlichkeitswert4 ,dabei nehme ich dies ,wort1 wie man sieht1 nicht im engsten1 sondern in einem weiteren1 ber die blosse praktische ,ntzlichkeit hinausgehenden ,sinne4 ,davon nun unterscheidet sich der sthetische ,wert1 sofern er ,wert des wertvollen ,objektes selbst ist1 also ein ,wert1 dessen wir inne werden1 indem wir nur dies ,objekt1 so wie es ist oder sich uns darstellt1 uns vergegenwrtigen und auf uns wirken lassen4 ,mit einem ,worte1 der sthetische ,wert ist ,eigenwert2 der sthetische ,genuss ,genuss dieses ,eigenwertes4 ,hiermit ist nicht etwa eine ,definition des sthetischen ,wertes gegeben1 sondern nur gesagt1 welcher umfassenderen ,gattung von ,werten der sthetische ,wert angehre4 ,auch das sinnlich ,angenehme und das sittlich ,gute sind ja an sich wertvoll4 ,ich habe also hier lediglich das sthetisch ,wertvolle mit diesen anderen ,arten des ,wertvollen zusammengeordnet4 ,aber vielleicht gesteht man mir das ,recht dieser ,zusammenordnung nicht zu4 ,oder man findet1 damit sei ein ,standpunkt bezeichnet1 dem gegenber andere ,standpunkte mglich seien4 ,dann bemerke ich1 dass ich hier allerdings nicht einen ,standpunkt vertreten1 sondern eine ,thatsache feststellen will4 ,die ,thatsache aber1 um die es hier sich handelt1 ist im wesentlichen eine ,thatsache des ,sprachgebrauches4 ,es handelt sich um den sthetischen ,wert4 ,nicht jeder sthetische ,wert ist ,wert eines ,kunstwerkes4 ,auch ,naturobjekte haben sthetischen ,wert4 ,wohl aber gilt das ,umgekehrte3 ,jedes ,kunstwerk hat1 sofern es diesen ,namen verdient1 sthetischen ,wert4 ,daraus folgt1 dass das ,spezifische des sthetischen ,wertes nur in ,etwas liegen kann1 dem wir auch beim ,kunstwerke1 und zwar bei jedem ,kunstwerke begegnen4 ,andererseits knnte ein ,kunstwerk1 nicht berhaupt1 sondern als solches1 auch noch einen anderen als den sthetischen ,wert haben4 ,und es knnte speciell sein ,kunstwert in einem solchen von sthetischen ,werten prinzipiell verschiedenen ,werte bestehen4 ,dann ist unsere ,frage eine doppelte4 ,sie lautet einmal3 ,was macht den ,wert des ,kunstwerkes8 und zum anderen3 ,was macht seinen sthetischen ,wert8 ,zunchst fragen wir3 ,worin besteht der ,sinn des ,wortes ,kunst8 ,darauf sind verschiedene ,antworten mglich4 ,etwa3 ,kunst kommt von ,knnen4 ,kunst ist also jedes ,knnen u4 s4 w4 ,indessen der ,sprachgebrauch unterscheidet auch deutlich zwischen ,kunst und ,kunst4 ,es giebt eine ,kunst1 von der die ,kunstgeschichte berichtet1 die denjenigen1 der sie treibt1 zum ,knstler1 nicht zum blossen ,handwerker oder ,artisten stempelt4 ,diese ,kunst ist es1 deren ,erzeugnisse sthetischen ,wert und ,kunstwert besitzen4 ,um nun den ,sinn dieser ,kunst festzustellen1 giebt es soviel ich sehe1 nur einen ,weg4 ,wir mssen fragen1 welche ,arten derselben vorliegen2 was fr ,erzeugnisse der menschlichen ,thtigkeit nach jedermanns ,meinung1 in jenem eben angedeuteten engeren oder hheren ,sinne des ,wortes1 ,kunstwerke sind4 ,diese ,frage aber beantworten wir1 indem wir uns erinnern1 dass beispielsweise die ,poesie1 die ,malerei1 die ,plastik1 die ,architektur1 die ,musik allgemein als solche ,knste bezeichnet werden4 ,die ,frage lautet also3 ,was haben diese ,knste ,gemeinsames8 ,dies ,gemeinsame muss den allgemeinen ,sinn des ,wortes ,kunst ausmachen4 ,,erkenntniswert ,,und ,,sthetischer ,,wert4 ,ich habe oben vom sthetischen ,wert die ,ntzlichkeitswerte1 im weiteren ,sinne dieses ,wortes1 unterschieden4 ,in verschiedenen solchen ,ntzlichkeitswerten knnte der ,sinn der ,kunst gefunden werden4 ,ich schliesse hier gleich diejenigen aus1 die niemand mit dem ,werte1 den das ,kunstwerk1 eben als ,kunstwerk hat1 oder kurz3 mit dem knstlerischen ,werte des ,kunstwerkes verwechselt3 etwa den ,kaufwert eines ,gemldes1 oder den zuflligen ,affektionswert1 oder den ,wert als kunsthistorisches ,dokument1 oder endlich den praktischen ,wert1 wie ihn etwa die ,musik1 als kriegerische ,musik1 besitzt4 ,dann bleiben noch brig allerlei ,erkenntniswerte oder durch ,erkenntnis vermittelte ,werte4 ,hiermit habe ich schon einen ,unterschied angedeutet1 den wir festhalten wollen4 ,es bestehen offenbar die beiden ,mglichkeiten3 ,das ,kunstwerk kann seinen ,wert haben1 weil es ,erkenntnis vermittelt2 oder dieser ,wert beruht darauf1 dass uns das ,kunstwerk das ,dasein eines ,wertvollen ausser ihm selbst erkennen lsst4 ,im ersteren ,falle wre der ,wert des ,kunstwerkes der ,wert einer ,erkenntnis1 die ,wertschtzung des ,kunstwerkes ,freude an einem ,erkennen als solchem1 an einem ,wissen1 an einer ,einsicht4 ,im letzteren ,falle dagegen wre der ,wert des ,kunstwerkes der ,wert dessen1 was wir aus der ,betrachtung desselben erkennen1 die ,wertschtzung des ,kunstwerkes wre die ,freude--nicht an einem ,erkennen1 sondern an einem1 durch ,hilfe des ,kunstwerkes erkannten ,objekte oder ,thatbestande4 ,achten wir zunchst auf die erstere ,mglichkeit4 ,man sagt etwa1 das dramatische ,kunstwerk zeige uns1 wie es in der ,welt zugehe1 was es um ,menschen1 ,menschenleben und ,menschenschicksal fr eine ,sache sei4 ,hier erhebt sich sofort ein ,bedenken4 ber die ,wirklichkeit ,aufschluss geben knnen uns doch nur ,thatsachen1 die der ,wirklichkeit angehren1 oder von denen wir wissen1 dass sie mit der ,wirklichkeit bereinstimmen4 ,die erdichteten ,charaktere und ,schicksale des dramatischen ,kunstwerkes insbesondere mssen von uns als der ,wirklichkeit gemss erkannt sein1 wenn sie als ber die ,wirklichkeit belehrend von uns anerkannt werden1 wenn wir also aus ihnen ,belehrung schpfen sollen4 ,ist dies nicht der ,fall1 fehlt uns der ,eindruck der ,wirklichkeitsgemssheit1 so sehen wir in ihnen eben willkrliche ,erzeugnisse der dichterischen ,phantasie1 die mit der ,wirklichkeit nichts zu thun haben4 ,diesen ,eindruck der ,wirklichkeitsgemssheit knnen wir aber nur gewinnen1 wenn wir bereits wissen1 wie es um die ,wirklichkeit bestellt ist4 ,indessen so meint man die ,sache nicht4 ,wir sollen nicht ber das1 von dem wir vorher keine ,kenntnis haben1 im ,kunstwerk belehrt werden2 sondern es soll uns1 was wir schon wissen1 gezeigt1 vor ,augen gestellt1 zur ,anschauung gebracht werden4 ,unser wissenschaftliches ,wissen ist ein allgemeines1 abstraktes1 in allgemeine ,begriffe und ,regeln gefasstes4 ,im ,kunstwerk dagegen tritt uns an ,stelle der ,regel der bestimmte einzelne ,fall entgegen1 nicht ein beliebiger1 sondern ein typischer oder charakteristischer1 bei dem zugleich allerlei weggelassen ist1 was nicht zur ,sache gehrt4 ,das ,kunstwerk zeigt uns unser ,wissen1 in dem einen ,falle in eigentmlicher ,weise verdichtet1 so das wir daraus unmittelbar und zugleich in besonderer ,reinheit1 ,klarheit1 ,einfachheit das ,wesentliche bestimmter ,thatsachen und ,verhltnisse der ,wirklichkeit wiedererkennen4 ,solches ,wiedererkennen hat zweifellos ,wert4 ,es freut uns1 wenn wir an einem ,exemplar einer ,gattung1 etwa an einer ,pflanze1 die ,eigentmlichkeit der ,gattung besonders leicht und unmittelbar wiedererkennen4 ,es freut uns das ,experiment1 das uns ein physikalisches ,gesetz in besonders unmittelbar anschaulicher ,weise vergegenwrtigt4 ,gleichartig wre die ,freude an jenem ,wiedererkennen der ,gesetze oder der allgemeinen ,weisen des ,geschehens in der ,menschenwelt1 wenn uns in einem dramatischen ,kunstwerk ein besonders klarer und einleuchtender ,fall desselben vorgefhrt wird4 ,aber wenn uns nun auch die ,dramatik die ,freude solchen ,wiedererkennens oder solcher anschaulichen ,auffassung der bekannten ,wirklichkeit verschaffen kann1 wie ist es in diesem ,punkte mit der ,musik bestellt8 ,es ist klar3 ,was die ,musik giebt1 ist vllig anderer ,art4 ,die ,musik schliesst unmittelbar in sich ,weisen der ,bewegung1 ein ,jubeln1 ein ,klagen1 ein sehnsuchtsvolles ,verlangen1 rasches ,strmen1 sanftes ,gleiten4 ,alles dies erleben wir in uns1 wenn wir die ,musik hrend uns zu eigen machen4 ,dies ,erleben ist beglckend4 ,was wir so unmittelbar erleben1 macht den ,wert des musikalischen ,kunstwerkes4 ,hierauf kann man erwidern3 ,musik sei eben nicht ,dramatik4 ,kein ,wunder1 wenn beide ,verschiedenes leisten4 ,aber man vergesse nicht1 was hier in ,frage steht4 ,es ist der ,sinn der ,kunst4 ,was will die menschliche ,thtigkeit1 die man mit diesem ,namen bezeichnet8 ,zweifellos sind die ,knste von einander verschieden4 ,und demgemss ist von vornherein klar1 dass sie ,verschiedenes wollen mssen4 ,die ,dramatik will dies1 die ,bildnerei jenes1 die ,musik ein ,drittes4 ,aber ich frage hier nicht3 ,was will die ,dramatik als ,dramatik1 die ,bildnerei als ,bildnerei1 die ,musik als ,musik2 sondern3 ,was wollen sie alle1 als ,beispiele des einen ,begriffes der ,kunst4 ,welches ,eigenartige an allen diesen ,knsten macht sie dazu8 ,was charakterisiert sie als ,arten der ,kunst8 ,was berechtigt sie alle diesen selben ,namen zu tragen8 ,wie die ,knste1 so wollen auch die ,wissenschaften ,verschiedenes4 ,dennoch erkennt jedermann das ,recht der ,frage an3 ,was ,wissenschaft berhaupt wolle4 ,das gleiche ,recht muss die ,frage haben1 was die ,kunst berhaupt wolle4 ,auf diese ,frage haben wir nun einstweilen die negative ,antwort gewonnen3 ,es ist unmglich1 dass der spezifische ,sinn der ,kunst darin bestehe1 ein ,wiedererkennen der bezeichneten ,art zu ermglichen oder die ,freude eines solchen ,wiedererkennens zu gewhren4 ,es ist unmglich1 dass die ,kunst als solche die ,aufgabe habe uns eine einfachere1 leichtere1 klarere ,auffassung von ,dingen oder ,vorgngen der ,wirklichkeit zu verschaffen4 ,oder drfen wir nicht ,wissenschaft und ,kunst1 so wie wir soeben thaten1 in ,parallele stellen8 ,ist zwar die ,wissenschaft einheitlich1 und auf das gleiche ,ziel gerichtet1 ,kunst aber ein ,sammelname fr ,heterogenes8 ,dann beachte man1 wie heterogen unter solcher ,voraussetzung die ,knste im ,vergleich miteinander sein mssten4 ,jenes ,wiedererkennen1 jene einfache1 klare1 leichte ,auffassung ist ein intellektueller ,vorgang1 ein ,akt des ,verstandes1 die ,freude daran intellektuelle ,freude4 ,solche ,freude zu gewhren soll der eigentliche ,sinn und ,zweck gewisser ,knste sein1 whrend andere ihrer ,natur nach bestimmt sind1 eine vllig andere ,seite unseres ,wesens in ,thtigkeit zu setzen4 ,fassen wir diesen ,gegensatz in seiner vollen ,schrfe4 ,es giebt einen fundamentalsten ,gegensatz des psychischen ,geschehens oder des ,vorstellungsablaufes4 ,dieser ,gegensatz ist kein anderer als der ,gegensatz des logischen ,verhaltens1 des ,intellektes1 der ,verstandesthtigkeit einerseits1 und jeder sonstigen ,weise der psychischen ,thtigkeit andererseits4 ,in unserem logischen ,verhalten1 unserem ,denken und ,erkennen1 ist der ,vorstellungsverlauf objektiv bedingt1 das heisst3 er ist bedingt und einzig bedingt durch die ,weise der ,objekte unseres ,bewusstseins1 ohne unser ,zuthun1 als diese bestimmten ,objekte in uns aufzutreten und in dieser bestimmten ,weise miteinander verbunden zu sein4 ,er ist objektiv bedingt1 das heisst3 wir1 unser ganzes ,wesen1 verhlt sich zur ,beschaffenheit der ,bewusstseinsobjekte und der ,weise ihrer ,verbindung passiv oder gleichgltig4 ,unsere ,neigungen und ,wnsche1 dass etwas so oder so sei1 sind in solchem ,vorstellungsverlauf ausser ,wirkung gesetzt4 ,es giebt innerhalb desselben nur ein ,interesse1 nmlich das ,interesse1 ohne alles ,interesse an der ,beschaffenheit des ,vorgestellten und der ,weise seiner ,verbindung lediglich den ,forderungen zu gengen1 die die ,objekte des ,bewusstseins an uns stellen1 oder lediglich der objektiven ,ntigung zu gehorchen1 der wir unterliegen1 wenn wir jede ,reaktion unseres ,wesens dem ,inhalte der ,objekte und der ,weise ihrer ,verbindung gegenber unterlassen4 ,diesem objektiv bedingten ,vorstellungsverlauf oder inneren ,verhalten steht gegenber das subjektiv bedingte1 von dem das vllige ,gegenteil gilt4 ,der ,vorstellungsverlauf ist subjektiv bedingt1 das heisst3 es kommt darin eben die ,anteilnahme unserer ,persnlichkeit oder die ,reaktion unseres ,wesens auf den ,inhalt des ,vorgestellten und die ,beschaffenheit der ,vorstellungszusammenhnge zur ,aussprache4 ,es giebt sich darin kund1 was das ,vorgestellte fr uns1 so wie wir einmal sind1 bedeutet1 ob seine ,beschaffenheit mit unserem ,wesen einstimmig ist1 oder ihm widerstreitet1 ihm zusagt oder widerstrebt1 ob sie uns erfreut1 erhht1 ausweitet1 oder in uns ,unlust weckt1 uns niederdrckt1 uns einengt4--,es ist1 nebenbei bemerkt1 eine gar nicht selbstverstndliche1 sondern hchst merkwrdige ,thatsache1 dass diese beiden ,weisen psychischer ,bethtigung nicht nur nebeneinander existieren1 sondern vollkommen unabhngig voneinander sich vollziehen knnen1 dass wir also das eine ,mal logisch oder erkennend thtig sein1 das heisst unseren ,wnschen1 oder der ,reaktion unseres ,wesens auf die ,beschaffenheit des ,vorgestellten den ,einfluss auf den ,vorstellungsverlauf verbieten1 das andere ,mal dagegen eben diesen ,reaktionen unseres ,wesens uns berlassen knnen4 ,es ist eine merkwrdige ,sache um diese wechselseitige ,selbstndigkeit von ,verstand und ,gemt4 ,und in diese verschiedenen psychischen ,lebensgebiete nun sollen die ,knste sich teilen4 ,gewisse ,knste sollen an den ,verstand1 andere an das ,gemt sich wenden4 ,bei einigen soll die ,frage lauten3 ,was oder wie ist dies1 bei anderen3 ,wie vermag mich dies innerlich anzumuten4 ,offenbar gehrten jene ,knste demselben ,lebensgebiete an1 dem die ,wissenschaft angehrt1 diese dem ,gebiete des psychischen ,lebens1 das fr die ,wissenschaft ihrer ,natur nach nicht besteht und nicht bestehen darf4 ,angenommen1 das ,wort ,kunst htte in der ,that unserem ,sprachgebrauch zufolge diese grundstzlich verschiedene ,bedeutung1 so mssten wir1 da doch ,begriffe im wissenschaftlichen ,zusammenhange nicht vllig ,heterogenes vereinigen sollen1 uns entschliessen von jetzt an nur noch die eine ,gruppe von ,knsten mit diesem ,namen zu bezeichnen4 ,und zwar msste dies die ,gruppe sein1 der die ,musik angehrt4 ,die andere knnte dann etwa unter dem ,namen ,knste der ,belustigung des ,verstandes und ,witzes zusammengefasst werden4 ,indessen diese ,scheidung ist nicht erforderlich4 ,wir drfen von vornherein annehmen1 dass diejenigen1 die den ,wert der ,werke gewisser ,knste1 etwa der ,dramatik oder der ,malerei oder der ,plastik1 darein setzen1 dass sie uns etwas wiedererkennen lassen1 uns etwas zeigen1 uns ,rtsel lsen1 in die ,wirklichkeit oder das ,leben einen ,einblick gewhren1 uns von ,thatschlichem ,verstndnis schaffen1 uns eine leichte1 sichere1 anschauliche ,auffassung desselben ermglichen1 oder wie die ,wendungen sonst lauten mgen1--dass sie alle im ,grunde nicht meinen1 was sie sagen1 oder dass sie bei dem1 was sie sagen1 ,anderes stillschweigend voraussetzen1 oder ihnen selbst unbewusst mit einschlieen4 ,und es ist leicht zu sehen1 was dies sein muss4 ,zweifellos hat ja die dramatische ,kunst1--um speciell bei dieser zu bleiben--die ,absicht uns durch ,vorfhrung charakteristischer ,flle zu zeigen1 was es um ,menschendasein und ,menschenschicksal fr eine ,sache ist4 ,aber damit ist nicht gesagt1 dass hierin ihre ,endabsicht besteht4 ,wer mir dergleichen zeigt1 kann ja gar nicht umhin--da ich doch nun einmal auch ,mensch bin--mir zugleich den entsprechenden ,eindruck zu schaffen4 ,und zeigt er mir's in der ,weise1 wie es die ,dramatik thut1 dann heisst dies3 ,ich lebe in ganz eigenartig eindrucksvoller ,weise das ,menschendasein und ,menschenschicksal mit4 ,meine ,persnlichkeit1--nicht mein die ,thatsachen nur einfach hinnehmender ,verstand1--findet darin ihre eigenen ,lebensmglichkeiten1 ,lebensbedrfnisse1 ,lebensantriebe verwirklicht4 ,fassen wir die ,sache so1 dann verstehen wir1 warum die ,dramatik mir ,leben zeigt1 mir einen ,blick in dasselbe gewhrt1 mich dasselbe leicht1 sicher1 anschaulich auffassen lsst2 und wiefern sie dies1 als ,gattung der ,kunst1 notwendig thut4 ,das ,leben1 das ich mitleben soll1 muss eben doch fr mich da sein4 ,es kann aber fr mich im ,kunstwerk da sein1 nur soweit ich in demjenigen1 was das ,kunstwerk meinen ,sinnen bietet1 ein mir bekanntes1 nmlich aus der ,wirklichkeit bekanntes ,leben wiedererkenne4 ,ich muss die ,sprache des ,kunstwerkes verstehen1 wenn es berhaupt fr mich eine ,sprache reden soll4 ,und je tiefer das ,kunstwerk in das mir bekannte ,leben greift1 und mich einen ,blick in dies ,leben und seine ,rtsel thun lsst1 desto tiefer geht auch mein ,miterleben4 ,andererseits1 je leichter1 klarer1 unmittelbarer dies ,leben von mir aus dem ,kunstwerk herausgelesen werden kann1 umso sicherer und reiner kann mein ,miterleben geschehen4 ,so besteht also der allgemeine ,sinn der ,kunst1 mag sie nun ,musik oder ,dramatik oder sonstwie heissen1 darin1 dass ich--nicht an einer ,verstandeseinsicht oder ,bethtigung des ,intellektes1 sondern an der ,bethtigung meiner zu innerem ,anteil fhigen ,persnlichkeit reicher werde4 ,nur verwendet dazu natrlich jede ,kunst die ,mittel1 die sie hat4 ,die ,musik hat aber dazu nun einmal die ,tne1 die ,dramatik das ,mittel einzelne ,gestalten und ,erlebnisse uns schauen zu lassen4 ,und damit ist zugleich das ,allgemeinere gesagt1 dass der ,wert des ,kunstwerkes nicht das eine ,mal in etwas besteht1 wozu uns das ,kunstwerk ,gelegenheit giebt1 oder wozu es dienlich ist1 das andere ,mal in einem dem ,kunstwerk selbst ,angehrigen1 sondern dass derselbe in jedem ,falle der letzteren ,art1 also ,eigenwert des ,kunstwerkes ist4 ,solcher ,eigenwert ist ja der ,wert des der ,musik verwirklichten und ebenso der ,wert des im ,drama von uns wiedererkannten ,lebens4 ,dagegen wre der ,wert unseres ,wiedererkennens1 unserer klaren1 einfachen ,auffassung etc4 nicht ein dem ,kunstwerke selbst eigener1 nicht ein unmittelbar in ihm liegender4 ,,verst,,ndnis ,,des ,,kunstwerkes4 ,wir mssen nun aber diesen ,sachverhalt noch nach anderer ,richtung hin feststellen4 ,ich gelangte zu demselben1 indem ich nach dem spezifischen ,sinne des alle ,knste umfassenden ,wortes ,kunst fragte4 ,man knnte nun sagen2 ,es giebt auch eine ,befriedigung des ,verstandes1 die allen ,knsten gemeinsam ist4 ,nmlich die ,befriedigung aus der ,erkenntnis der ,weise1 wie es gemacht wird oder gemacht ist1 aus der ,einsicht in die knstlerische ,thtigkeit oder ,leistung1 wie sie im ,kunstwerk offenbar wird1 aus dem ,verstndnis des ,kunstwerkes in diesem ,sinne4 ,auch solche ,wendungen sind wiederum nicht eindeutig4 ,dreierlei sogar kann damit gemeint sein4 ,zunchst dasjenige1 was damit unmittelbar gemeint scheint3 ,ich freue mich ber meine ,einsicht als solche1 aber die ,thatsache1 dass ich verstehe1 wie das ,kunstwerk dazu kommt1 als dies ,kunstwerk dazusein1 wie die ,bedingungen des vorliegenden knstlerischen ,ergebnisses zu eben diesem ,ergebnisse zusammengewirkt haben oder zusammenwirken4 ,dann ist zu bemerken1 dass die ,einsicht in die ,unfhigkeit des ,knstlers1 in die ,vergeblichkeit seiner ,bemhungen1 in die ,zweckwidrigkeit der von ihm aufgewendeten ,mittel1 genau ebensogut ,einsicht ist1 wie die ,einsicht von entgegengesetztem ,inhalte4 ,und jene ,einsicht kann eine ebenso klare und sichere1 also vom rein intellektuellen ,standpunkt ebenso befriedigende ,einsicht sein4 ,wird man nun sagen1 ein ,kunstwerk habe1 als ,kunstwerk1 ,wert1 auch wenn es nur die ,mglichkeit einer solchen ,einsicht1 oder eines solchen ,verstndnisses gewhrt1 wenn ich aus ihm mglichst deutlich ersehe1 welchen ,bedingungen es seine ,leerheit und ,mangelhaftigkeit verdankt1 und wiefern aus diesen ,bedingungen nur eben dies ,ergebnis entstehen konnte4 ,zweifellos hat dieses ,verstndnis ,wert4 ,aber es ist darum nicht ,verstndnis eines wertvollen1 sondern eines wertlosen ,kunstwerkes4 ,nichts ,schlechtes in der ,welt wird dadurch gut1 dass ich verstehe1 oder einsehe warum es nicht besser ist4 ,zweitens kann die ,meinung diese sein3 ,ein ,kunstwerk hat ,wert in dem ,masse1 als darin das ,vermgen des ,knstlers1 irgendwelche1 gleichgltig ob sinnvolle oder widersinnige ,absicht zu verwirklichen1 sich kund giebt4 ,offenbar stehen wir hiermit schon an einem vllig anderen ,standpunkte4 ,die ,befriedigung ist jetzt nicht mehr eine solche des ,verstandes4 ,wir sollen im ,kunstwerk die ,geschicklichkeit oder die ,begabung des ,knstlers erkennen4 ,aber indem wir sie erkennen1 ist sie fr uns da4 ,wir freuen uns nicht mehr darber1 dass wir erkennen1 sondern wir freuen uns ber das ,erkannte4 ,die ,geschicklichkeit des ,knstlers1 oder allgemeiner gesagt1 der ,knstler1 ist ,gegenstand unserer ,freude4 ,der ,wert des ,kunstwerkes ist der ,wert des knstlerischen ,knnens1 das wir aus dem ,kunstwerke erschliessen4 ,dagegen knnte zunchst eingewandt werden1 dass wir uns doch sonst ber eine auf ,wertloses oder ,widersinniges verwendete ,geschicklichkeit nicht zu freuen1 sondern sie zu beklagen pflegen4 ,wir nennen denjenigen1 der seine ,geschicklichkeit so missbraucht1 einen ,narren4 ,das ,erste1 was wir vom ,menschen fordern1 also doch auch wohl vom ,knstler fordern drfen1 ist1 dass er ,sinnvolles wolle1 sich vernnftige ,zwecke setze4 ,es kommt aber hinzu1 dass wir in den allerwenigsten ,fllen von den ,absichten eines ,knstlers eine genaue ,kenntnis haben knnen4 ,angenommen1 ein ,stmper behauptete1 er habe in jedem seiner ,werke genau das beabsichtigt1 was darin erreicht sei1 und wir knnten ihm nicht das ,gegenteil beweisen2 dann mssten wir der hier vorausgesetzten ,theorie zufolge seine ,werke smtlich fr vollendete ,kunstwerke ansehen4 ,dann wer genau das erreicht1 was er beabsichtigt1 zeigt jederzeit1 dass er zur ,erreichung seiner ,absicht vollkommen geschickt ist4 ,oder1 mssen wir in einem ,falle zweifeln1 ob ein ,kunstwerk dem ,ungeschick sein ,dasein verdankt1 oder genau so gemeint ist1 wie wir es vor uns sehen1 so mssen wir ebendamit zugleich zweifeln1 ob es ein grosses ,kunstwerk oder das vllige ,gegenteil davon sei4 ,vielleicht neigen wir erst zur ersteren ,ansicht2 dann sagen wir3 das ist eine ,stmperei4 ,nachher scheint uns die letztere ,ansicht die glaubhaftere2 dann brechen wir in ,kunstbegeisterung aus4 ,aber auch dies ist nicht die ,meinung der ,theorie1 die den ,wert des ,kunstwerkes auf das knstlerische ,knnen zurckfhrt4 ,mit diesem knstlerischen ,knnen ist eben das knstlerische ,knnen gemeint1 d4 h4 das ,knnen1 das auf knstlerische ,absichten gerichtet ist4 ,dann hngt alles an der ,frage3 ,was sind knstlerische ,absichten4 ,gewiss nun sind dies nicht solche ,absichten1 die zu irgend einer ,zeit ein ,knstler hat4 ,ein ,knstler kann allerlei ,absichten haben1 z4 ,b4 ,essen und ,schlafen4 ,er kann auch in seiner ,kunst die ,absicht haben1 von sich reden zu machen1 zu verblffen1 oder um jeden ,preis ,geld zu erwerben4 ,sondern knstlerische ,absichten sind solche1 die ein ,knstler als ,knstler hat4 ,einem ,knstler1 so sagt man mit vollem ,rechte1 ist in seiner ,kunst alles erlaubt4 ,noch mehr3 ,alles was ein ,knstler will und thut1 hat ebendamit absoluten knstlerischen ,wert4 ,aber wann ist ein ,knstler ein ,knstler8 ,in welchem ,wollen und ,thun stellt er sich als ,knstler dar8 ,damit sind wir wiederum angelangt bei unserer ersten ,frage4 ,was macht den specifischen ,sinn des ,wortes ,kunst aus8 ,wir sahen3 ,kunst ist gerichtet auf ,erzeugung eines in sich selbst ,wertvollen4 ,das ,kunstwerk schliesst in sich selbst etwas1 das1 wenn wir es in uns aufnehmen1 unsere1 der ,anteilnahme an vorgestellten ,inhalten fhige ,persnlichkeit1 oder1 wie ich statt dessen auch kurz sagte1 das unser ,gemt bereichert1 erweitet1 erhht4 ,ein solches in sich selbst ,wertvolles wird also notwendig der ,inhalt der knstlerischen ,absicht sein1 ein solches will der ,knstler1 als ,knstler4 ,und das ,kunstwerk hat ,wert1 wenn wir daraus ersehen1 der ,knstler habe eine solche ,absicht gehabt1 und zugleich die ,fhigkeit besessen1 dieselbe zu verwirklichen4 ,was nun aber heisst dies anders als3 ,das ,kunstwerk hat ,wert1 wenn es in sich selbst einen wertvollen ,inhalt trgt4 ,die ,verwirklichung der knstlerischen ,absicht1 so wie sie in einem ,kunstwerke vorliegt1 das ist doch eben das ,kunstwerk4 ,sie ist1 sofern die knstlerische ,absicht auf einen an sich wertvollen1 oder positive ,anteilnahme hervorrufenden ,inhalt gerichtet ist1 das im ,kunstwerke enthaltene ,wertvolle oder positive ,anteilnahme ,erzeugende4 ,und3 das ,knnen des ,knstlers ist im ,kunstwerke oder spricht sich darin aus1 dies heisst nichts anderes als3 ,dies ,wertvolle ist nicht bloss der ,absicht nach1 sondern wirklich da4 ,vielleicht kann der ,knstler auch sonst noch allerlei4 ,aber das ,knnen1 das in einem bestimmten ,kunstwerk vorliegt1 kann nun und nimmer etwas anderes sein1 als genau das1 was dies bestimmte ,kunstwerk dem ,beschauer1 der es in allen seinen ,teilen und ,zgen auffasst1 bietet4 ,natrlich ist dieser ,inhalt des ,kunstwerkes dann auch in gleicher ,weise fr mich da1 wenn ich an den ,knstler und seine ,bemhungen1 fr die dabei aufgewendete ,kunst gar nicht denke1 sondern nur dem ,kunstwerk als solchem1 oder als wre es vom ,himmel gefallen1 mich hingebe4 ,dies weist nun auf zwei mgliche ,standpunkte der ,betrachtung4 ,der eine nimmt das ,kunstwerk thatschlich wie ein ,geschenk des ,himmels4 ,der andere erinnert sich1 dass es nicht daher stammt1 sondern einem ,knstler und seinem ,wollen und ,knnen sein ,dasein verdankt4 ,jener ,standpunkt ist der rein sthetische1 dieser der ,standpunkt des sthetischen ,theoretikers oder des naturgemss am knstlerischen ,thun interessierten ,knstlers4 ,aber beide ,standpunkte betrachten doch nur dieselbe ,sache von verschiedenen ,seiten4 ,und sie ergeben demgemss keine verschiedene ,beurteilung des ,kunstwerkes und seines ,wertes4 ,ich kann nicht dem knstlerischen ,knnen und ,thun1 so wie es in einem bestimmten ,kunstwerk steckt oder sich kund giebt1 ,wert beimessen1 ohne eben damit dem ,kunstwerke einen gleichartigen ,wert beizumessen4 ,es kommt nur in jenem ,falle hinzu1 dass ich mein ,wertbewusstsein zugleich auf den ,knstler bertrage1 oder ihn1 als ,ursache des ,wertvollen1 das ich vor mir sehe1 in meine ,wertschtzung mit einbeziehe4 ,nicht anders verhlt es sich mit allerlei verwandten ,wendungen4 ,wir bewundern1 so sagt man1 im ,kunstwerk die ,phantasie1 die schpferische ,kraft1 die ,individualitt des ,knstlers4 ,von allem dem kann uns aber wiederum das ,kunstwerk nur ,kunde geben1 sofern es im ,kunstwerk realisiert ist4 ,die ,phantasie des ,knstlers1 die uns im ,kunstwerk entgegentritt1 und uns erfreut1 das sind die im ,kunstwerk verwirklichten ,gestalten seiner ,phantasie2 der ,reichtum dieser ,phantasie ist der ,reichtum des ,inhaltes des ,kunstwerkes4 ,ebenso ist die ,individualitt des ,knstlers1 wie sie im ,kunstwerk sich zeigt1 die ,individualitt1 der ,charakter1 die in sich einstimmige und geschlossene ,eigenart des ,kunstwerkes4 ,und auch hier knnen wir sagen3 ,der ,knstler mag im brigen noch so viel ,phantasie und eine noch so ausgeprgte ,individualitt haben1 solange und soweit diese ,phantasie oder diese ,individualitt nicht im ,kunstwerk1 als ,inhalt oder ,moment desselben1 uns entgegentritt1 besteht sie nicht fr die ,betrachtung des ,kunstwerkes4 ,finden wir aber die ,phantasie und ,individualitt im ,kunstwerk1 so finden wir sie da auch1 und haben den ,eindruck ihres ,wertes1 wenn wir den ,gedanken an den ,knstler vllig zur ,seite lassen4 ,nicht als htte dieser ,gedanke nicht seinen ,wert4 ,es ist eine schne ,sache1 nicht nur1 dass ein ,kunstwerk so phantasievoll und charaktervoll ist1 wie es ist1 sondern auch1 dass es ,menschen giebt1 die vermge ihrer ,phantasie und ihres ,charakters so ,phantasie- und ,charaktervolles wollen und vollbringen knnen4 ,aber beide ,werte sind in ihrer ,wurzel nur einer4 ,der ,knstler hat fr uns ,wert als derjenige1 der--nicht irgend etwas1 sondern dies ,wertvolle wollte und vollbrachte4 ,es wird also auch hier nur derselbe ,wert von zwei verschiedenen ,seiten betrachtet4 ,so fhrt uns jede berlegung darauf zurck1 dass ,wert des ,kunstwerkes eben ,wert des ,kunstwerkes ist1 und nicht ,wert von irgend etwas ausser ihm1 zu dem das ,kunstwerk ,gelegenheit giebt oder dient1 oder dessen ,dasein wir aus dem ,kunstwerk erschliessen4 ,,kunstwert4 ,schliesslich komme ich noch einmal zurck auf die oben als mglich bezeichnete ,unterscheidung des ,kunstwertes von dem sthetischen ,werte des ,kunstwerkes4 ,auch die schne ,landschaft1 der wir in der ,wirklichkeit begegnen1 hat sthetischen ,wert4 ,aber sie hat keinen ,kunstwert4 ,die gemalte ,landschaft dagegen hat ,kunstwert4 ,was heisst dies8 ,zunchst einfach dies1 dass die wirkliche ,landschaft keine gemalte1 also kein ,kunsterzeugnis ist1 dass mithin ihr sthetischer ,wert nicht der ,wert eines ,kunstwerkes sein kann4 ,mit anderen ,worten2 ,wir nennen ,kunstwert den sthetischen ,wert des ,kunstwerkes4 ,dies erfordert doch noch eine genauere ,bestimmung4 ,die gemalte ,landschaft ist auch sthetisch nicht dieselbe wie ihr wirkliches ,vorbild4 ,nehmen wir auch an1 der ,knstler ndere die ,motive1 die ,beleuchtung1 den ganzen ,inhalt und ,charakter der wirklichen ,landschaft nicht1 sondern gebe alles vllig genau wieder4 ,dann giebt er es doch eben wieder1 und zwar mit knstlerischen ,mitteln4 ,er bertrgt z4 ,b4 die ,landschaft auf eine ,flche1 hlt sie in bestimmtem ,massstabe1 giebt ihr bestimmte ,grenzen4 ,alles dies sind ,elemente der knstlerischen ,form1 die der ,knstler zum ,objekte der ,wirklichkeit1 und den an ihm vorgefundenen und von ihm bernommenen ,formelementen hinzufgt4 ,es sind ,mittel1 durch die eine specifische ,weise der sthetischen ,anschauung ermglicht und herbeigefhrt wird1 eine solche1 wie sie keinem ,naturobjekte gegenber mglich ist4 ,und durch alle diese ,formelemente oder ,kunstmittel wird der wertvolle ,inhalt des ,kunstwerkes oder sein ,wertinhalt im ,vergleich mit dem sthetischen ,wertinhalte des ,naturobjektes ein anderer und eigenartiger4 ,so muss es sein1 wenn die fraglichen ,formelemente wirklich knstlerische1 die ,kunstmittel wirklich ,kunstmittel sein sollen4 ,es giebt kein knstlerisches ,formelement1 das nicht1 als solches1 zur ,eigenart des knstlerischen ,inhaltes etwas beitrage1 so wie es keinen knstlerischen1 das heisst im ,kunstwerk wirklich vorhandenen ,inhalt giebt1 der nicht an eine ,form gebunden wre4 ,auch ,form und ,inhalt beim ,kunstwerke verhalten sich wie verschiedene ,seiten ,desselben4 ,knstlerische ,form ist alles im ,kunstwerke1 das macht1 dass ein sthetisch unmittelbar ,wirksames fr uns im ,kunstwerke da ist1 und so wirkt1 wie es wirkt4 ,und ,inhalt des ,kunstwerkes ist eben dies im ,kunstwerk fr uns unmittelbar ,vorhandene und ,wirksame selbst1 soweit es in ihm vorhanden und wirksam ist4 ,was anders wirkt1 ist eben damit ein anderes ,wirksames1 also ein anderer ,inhalt des ,kunstwerkes4 ,so hat es keinen ,sinn zu fragen1 ob ein ,kunstwerk durch die ,form oder den ,inhalt wirke1 weil keines ohne das andere mglich1 oder jede ,wirkung notwendig eine ,wirkung von beidem ist4 ,dasjenige nun1 was der ,knstler durch die specifisch knstlerischen1 ich meine die am ,naturobjekte nicht vorgefundenen ,formelemente zum ,wertinhalte des ,kunstwerkes hinzugefgt1 kann man als spezifischen ,kunstwert1 im ,gegensatz zu dem sthetischen ,werte1 der auch dem ,naturobjekte als solchem eignet1 bezeichnen4 ,es ist nach dem ,gesagtem dasselbe1 wenn ich diesen ,kunstwert als den ,wert jener spezifisch knstlerischen ,formelemente bezeichne1 da diese ihren knstlerischen ,wert nicht als leere ,formen1 sondern als inhaltvolle und den ,inhalt bestimmende ,formen besitzen4 ,damit ist dann aber zugleich gesagt1 dass solcher ,kunstwert nicht etwas vom sthetischen ,werte1 der auch schon dem ,naturobjekte zukommt1 der ,art nach ,verschiedenes ist4 ,er ist vielmehr eine diesen ,wert steigernde1 reinigende1 konzentrierende ,modifikation desselben4 ,der in solcher ,weise modifizierte sthetische ,wert des ,naturobjektes1 das ist der schliessliche gesamte sthetische ,wert des ,erzeugnisses der ,kunst1--soweit nmlich dasselbe ,naturobjekte zum ,vorbilde hat4 ,freilich ist nun das1 was ich hier ber den spezifischen ,kunstwert sagte1 ebenso wie das1 was vorhin ber die sthetische ,bedeutung der knstlerischen ,absichten1 des knstlerischen ,knnens1 der knstlerischen ,phantasie und ,individualitt gesagt wurde1 fr uns in diesem ,zusammenhange zunchst nicht von unmittelbarer ,bedeutung4 ,womit wir es hier zunchst zu thun haben1 das ist ja der sthetische ,wert berhaupt4 ,ihn hat1 wie wir sahen1 einerseits jedes ,kunstwerk2 andererseits besteht er auch schon ausserhalb des ,kunstwerkes4 ,halten wir dies beides zugleich fest1 so kann das ,spezifische des sthetischen ,wertes berhaupt nur in dem gefunden werden1 was allen ,kunstwerken und zugleich allem ausserhalb der ,kunst vorhandenen sthetisch ,wertvollen gemeinsam ist4 ,und dabei kommt der ,wert des knstlerischen ,knnens und ,thuns1 der knstlerischen ,individualitt etc4 nicht mehr in ,frage4 ,es bleibt also einzig brig die ,fhigkeit des sthetisch wertvollen ,objektes1 unmittelbar durch das1 was es an sich selbst ist oder uns zu sein scheint1 auf uns zu wirken1 kurz sein ,eigenwert4 ,auch das sthetisch ,wertvolle der ,natur ist ja freilich irgendwie geworden4 ,aber hier unterscheidet jedermann die ,freude an der ,erkenntnis1 wie die ,objekte geworden sind1 die ,freude des ,zoologen1 ,botanikers etc4 an seinem ,verstndnis der ,formen1 von der sthetischen ,befriedigung1 die aus der blossen betrachtenden ,hingabe an das1 was thatschlich vorliegt1 erwchst4 ,,die ,,komik ,,als ,,spiel4 ,eine ,antwort auf die ,frage nach dem ,wesen des ,wertes eines ,kunstwerkes habe ich oben geflissentlich ausser ,acht gelassen4 ,es ist die uns bereits bekannte ,antwort1 die ,groos giebt3 ,unsere ,freude am ,kunstwerk ist die ,freude am ,spiel der inneren ,nachahmung4 ,diesen ,gedanken haben wir bereits abgewiesen4 ,angenommen indessen1 er wre wahr4 ,dann wrde die ,komik wohl in erster ,linie das ,recht haben1 sthetisch wertvoll zu heissen4 ,denn die ,komik ist1 wie wir gesehen haben1 ,spiel4 ,und sie ist ,spiel der inneren ,nachahmung1 wenn wir unter ,nachahmung alles das verstehen1 was ,groos so nennt ,sie ist spielende ,auffassung von ,objekten2 und zwar1 vermge ihrer besonderen ,bedingungen1 ,spiel von besonders ausgeprgter ,art4 ,in ,wahrheit aber kann die ,komik eben deswegen keinen sthetischen ,wert beanspruchen4 ,das ,komische ist belustigend4 ,lust ist ,freude4 ,aber die ,freude haftet hier nicht am komischen ,objekte als solchem4 ,wir sahen1 das komische ,objekt kann wertvoll und unwert sein4 ,aber dieser ,wert oder ,unwert hat mit der ,komik als solcher nichts zu thun4 ,die geringfgige ,leistung1 die auf grosse ,versprechungen folgt1 ist komisch1 aber sie ist nicht wertvoll1 kein ,gegenstand unserer ,lust oder ,freude4 ,woran aber haftet oder worauf bezieht sich dann die komische ,lust8 ,wir sagten soeben3 auf das ,spiel4 ,aber auch dies ist noch keine eindeutige ,erklrung4 ,es liegt darin dieselbe ,zweideutigkeit1 die auch jener eben von neuem erwhnten ,theorie des knstlerischen ,wertes anhaftet4 ,was ist mit jenem ,spiel der inneren ,nachahmung gemeint8 ,eine bestimmt geartete ,thtigkeit des ,nachahmens oder eine bestimmte ,weise ihres ,gelingens8 ,die gleichen beiden ,mglichkeiten mssen auch bei der ,komik unterschieden werden4 ,die erstere aber mssen wir hier gleich abweisen4 ,die ,lust am ,komischen ist nicht ,lust an unserem ,spielen oder unserer spielenden ,thtigkeit4 ,nicht unser ,thun ist belustigend1 sondern das komische ,objekt4 ,man erinnert sich1 dass wir ehemals die ,behauptung1 die ,lust am ,komischen sei ,lust an unserer berlegenheit1 schon darum fr unzutreffend erklrten1 weil die ,lust von uns thatschlich nicht auf unsere berlegenheit1 sondern auf das inferiore ,objekt bezogen werde4 ,so wenig wie auf unsere berlegenheit beziehen wir aber die ,lust auf unsere ,thtigkeit des spielenden ,auffassens4 ,wie soeben gesagt1 nicht unser ,thun erscheint uns belustigend1 sondern das ,objekt4 ,damit scheinen wir aber in einen ,widerspruch mit um selbst geraten4 ,erst sollte die ,lust nicht am ,objekte haften1 sondern am ,spiele4 ,jetzt konstatieren wir1 dass nicht unsere ,thtigkeit des spielenden ,auffassens1 sondern das ,objekt das ,belustigende sei4 ,die ,lsung dieses ,widerspruches habe ich schon angedeutet3 ,das spielende ,gelingen unserer ,auffassungsthtigkeit ist der ,gegenstand der ,lust4 ,doch fassen wir diese ,frage etwas allgemeiner4 ,,arten ,,von ,,gegenst,,nden ,,des ,,gef,,hls ,,berhaupt4 ,drei mgliche ,arten der ,beziehung unseres ,lust- oder ,unlustgefhles auf ,gegenstnde mssen unterschieden werden4 ,ich habe ,lust an einem ,objekt1 oder ich habe ,lust an meiner ,thtigkeit4 ,dazu tritt als ,drittes die ,lust1 die weder ,lust am ,objekt noch ,lust an meinem ,thun und eben darum in gewisser ,weise beides ist4 ,es giebt eine ,lust an den ,objekten meines ,denkens3 ,ich freue mich an dem erfreulichen ,inhalte meiner ,gedanken4 ,dieser ,lust steht gegenber die ,lust an meiner ,thtigkeit des ,denkens oder meiner ,denkarbeit1 ihrer ,energie1 ,konzentriertheit4 ,solche ,lust kann ich haben1 auch solange diese ,denkarbeit ihr ,ziel nicht erreicht1 das heisst3 solange ich noch nicht erkenne1 was ich erkennen mchte4 ,endlich ist von beidem unterschieden die ,freude an der ,erkenntnis4 ,die ,erkenntnis ist das ,gelingen der ,denkarbeit4 ,die ,freude an ihr ist also ,freude am ,gelingen4 ,dies nun verallgemeinern wir4 ,die drei ,mglichkeiten der ,beziehung der ,lust auf einen ,gegenstand derselben1 oder die drei hier zu unterscheidenden ,arten des ,wertgefhls sind diese3 ,gefhl des ,wertes eines vorgestellten1 von mir unterschiedenen ,objektes als solchen2 zweitens ,gefhl des ,wertes meines ,thuns2 und drittens ,wertgefhl1 das sich ergiebt aus der ,beziehung eines ,objektes zu einer jetzt in mir vorhandenen ,weise innerer ,thtigkeit4 ,wertgefhle der ersteren ,art knnen wir kurz bezeichnen als ,objektswertgefhle1 die der zweiten ,art als ,subjektswertgefhle1 die der dritten ,art als ,gefhle den ,wertes einer ,beziehung des ,objektes zum ,subjekt4 ,die ,erkenntnis ist eine solche ,beziehung4 ,sie ist eine bestimmte ,weise1 wie ,objekte in einen ,vorstellungszusammenhang sich einordnen4 ,diese drei ,mglichkeiten der ,wertbeziehung knnen wir weiter verfolgen4 ,wir sahen sie soeben verwirklicht auf dem ,gebiete des 7logischen7 ,denkens4 ,wir begegnen ihnen aber ebenso auf dem ,gebiete des praktischen ,wollens4 ,lust gewhrt mir der ,gedanke an ein zu verwirklichendes ,objekt1 etwa einen zu erlangenden ,genuss4 ,lust gewhrt mir andererseits die in sich einstimmige1 sei es auch vergebliche ,bemhung der ,verwirklichung eines ,objektes1 das starke1 konzentrierte1 khne ,wollen4 ,lust gewhrt mir endlich auch hier wiederum das ,gelingen4 ,und dieselben ,mglichkeiten bestehen endlich auf dem ,gebiete des einfachen1 weder auf ,erkenntnis noch auf ,verwirklichung eines von mir verschiedenen ,objektes gerichteten ,vorstellens4 ,objekte unserer ,betrachtung gefallen1 oder wecken ,lust4 ,der ,knstler freut sich am ,reichtum und der ,kraft seines geistigen ,schaffens4 ,beide endlich freuen sich oder knnen sich freuen1 wenn ihnen ,objekte sich darstellen1 die1 gleichgltig ob in sich selbst wertvoll oder nicht1 in die ,richtung1 die ihr ,vorstellen jetzt eben genommen hat1 widerspruchslos sich einfgen oder vermge dieser ,richtung hemmungslos sich auffassen lassen4 ,hierhin gehrt die ,komik4 ,sie gehrt zu den ,gefhlen der ,lust1 nicht an ,objekten und nicht an unserem ,thun1 sondern an einer ,weise1 wie sich ,objekte einem gegenwrtigen ,thun oder inneren ,vorgang einfgen4 ,dasselbe drckte ich eben so aus3 ,das ,gefhl der ,komik ist ein ,gefhl von der ,weise1 wie mein ,thun gelingt4 ,kein unwichtiger ,unterschied ist es1 auf den ich im ,vorstehenden aufmerksam mache4 ,die ,freude am ,gelingen der ,denk- oder ,erkenntnisthtigkeit oder kurz die ,freude am ,erkennen ist die specifisch logische4 ,es ergiebt sich schon aus dem ber die ,erkenntnis frher ,gesagten1 dass diese ,freude logisch ist1 genau soweit sie nicht mitbestimmt ist durch den ,wert1 den das erkannte ,objekt fr mich haben mag4 ,und sie ist es1 soweit sie ebenso wenig mitbestimmt ist durch den ,wert1 den mein ,denken1 das heisst meine ,denkarbeit fr mich besitzt4 ,der ist wissenschaftlich verloren1 der sein ,bejahen oder ,verneinen einer ,thatsache davon abhngig macht1 ob ihm die ,thatsache zusagt4 ,und nicht minder derjenige1 der an einer ,theorie festhlt1 weil er sich nicht entschliessen kann1 die von ihm auf ihre ,gewinnung gerichtete ,bemhung fr vergeblich anzusehen1 oder kurz gesagt1 weil sie seine ,theorie ist4 ,nicht mindere ,wichtigkeit besitzt die fragliche ,unterscheidung auf dem praktischen oder ethischen ,gebiet4 ,der verschiebt den ,begriff des sittlich ,wertvollen1 der den ,wert der ,handlung bemisst nach dem ,wert des gewollten ,objektes4 ,ich kann das ,wertvolle wollen1 und doch es in sittlich unwerter ,weise wollen4 ,und ebenso aussersittlich oder unsittlich ist die moralische ,beurteilung1 fr welche dieser ,wert sich bemisst nach dem ,gelingen oder dem glcklichen ,erfolg4 ,in ,wahrheit ist sittlich wertvoll einzig die ,weise des ,wollens1 also des inneren ,thuns3 ,es giebt nichts in der ,welt1 das1 ohne alle ,einschrnkung fr gut knnte gehalten werden1 als allein ein guter ,wille4 ,und gleich gross ist endlich die ,bedeutung jener ,unterscheidung auf dem ,gebiete der weder auf ,erkenntnis1 noch auf ,verwirklichung eines von mir verschiedenen ,objektes abzielenden ,betrachtung1 vor allem der sthetischen ,betrachtung4 sthetisch wertvoll ist nicht meine ,thtigkeit der ,auffassung eines ,objektes oder die ,weise dieser ,thtigkeit4 ,ebensowenig die ,weise1 wie mir die ,auffassung gelingt1 etwa die ,leichtigkeit1 ,sicherheit1 ,klarheit derselben1 von der oben die ,rede war4 ,sondern1 wie wir feststellten1 sthetischer ,wert ist einzig der ,wert des ,objektes selbst1 oder dessen1 was fr mich in dem ,objekte unmittelbar enthalten liegt4 ,vergleichen wir die drei hier nebeneinander gestellten ,weisen der ,bethtigung des menschlichen ,geistes1 die logische1 die praktisch ethische1 und die sthetisch betrachtende1 mit ,rcksicht auf ihr ,verhltnis zu jenen drei ,arten der ,wertbeziehung1 so ergiebt sich aus dem ,gesagten1 dass bei jeder derselben die ,wertbeziehung eine andere ist1 dass also jene drei ,thtigkeiten diese drei ,wertbeziehungen unter sich aufteilen3 ,logischer ,wert ist ein ,wert des ,gelingens2 ethischer ,wert ist ein ,wert des inneren ,thuns2 sthetischer ,wert ist ein ,wert des ,objektes4 ,,der ,,wert ,,der ,,komik ,,kein ,,sthetischer ,,wert4 ,damit ist zunchst von neuem1 aber in ganz anderer ,richtung1 als es frher geschah1 der sthetische ,wert gegen den logischen oder intellektuellen abgegrenzt4 ,zugleich ist die ,stelle1 die dem ,werte des ,komischen zukommt1 genauer bestimmt4 ,er gehrt--von dem ,gesichtspunkt der ,wertbeziehungen aus--in eine ,wertgattung mit dem logischen oder ,erkenntniswert4 ,er nimmt die mittlere ,stellung ein1 die allen ,werten des ,gelingens eignet4 ,das ,gelingen besteht allemal im ,sicheinstellen eines ,objektes oder eines ,objektiven4 ,insofern kann das ,objekt als ,gegenstand des ,wertgefhles erscheinen4 ,zugleich ist doch das ,gelingen ein sich ,einstellen eines ,objektiven unter der ,voraussetzung eines darauf gerichteten ,thuns oder inneren ,geschehens4 ,insofern erscheint wiederum nicht das ,objekt1 d4 h4 nicht das ,objekt an sich1 als ,gegenstand des ,wertgefhles1 sondern die durch das ,objekt ermglichte ,weise der ,vollfhrung oder ,vollendung dieses ,thuns1 oder die ,weise meiner ,bethtigung4--,damit ist der oben konstatierte scheinbare ,widerspruch gehoben4 ,ich stellte eben die ,komik neben die ,erkenntnis4 ,unmittelbarer gehrt natrlich das komische ,wertgefhl zusammen mit den anderweitigen ,wertgefhlen1 in denen gleichfalls ein ,gelingen einer ,thtigkeit der blossen ,betrachtung oder ,auffassung1 oder allgemeiner gesagt1 in denen gleichfalls die ,beziehung eines lediglich aufzufassenden ,objektes zu der vorhandenen psychischen ,thtigkeitsrichtung das ,wertgefhl bedingt4 ,solche ,flle haben wir bereits kennen gelernt4 ,ich erinnere an das ,gefhl des ,erstaunens oder des berraschtseins1 weil wir ein weniger ,grosses erwarteten4 ,ebendahin gehrt das ,gefhl des ,schrecks1 das1 wie man weiss1 auch entstehen kann1 wenn objektiv gar nichts ,schreckliches vorliegt oder geschieht4 ,ich bin etwa1 vermeintlich allein1 in meinen ,gedanken versunken4 ,dann kann mich die leise ,berhrung meiner ,schulter durch den unerwartet und unbemerkt zu mir ,hinzugetretenen aufs heftigste erschrecken4 ,die ,beziehung der ,berhrung zu meinem gegenwrtigen1 in vllig anderer ,richtung gehenden ,gedankengang ist es1 die hier dies ,gefhl verschuldet4 ,so wenig braucht schliesslich das ,erschreckende ein an sich ,schreckliches zu sein1 dass auch ,hocherfreuliches das gleiche ,gefhl erzeugen kann4 ,knstler machen wohl gelegentlich die ,kunst zu einem ,mittel der berraschung oder gar ,verblffung4 ,die ,unfhigkeit durch das ,kunstwerk selbst zu wirken1 veranlasst sie zu wirken1 indem sie das ,kunstwerk zu den jetzt zufllig in uns bestehenden ,vorstellungsgewohnheiten in ,gegensatz treten lassen4 ,hier ist der ,gegensatz des sthetischen ,wertes1 und des ,wertes1 der an solcher ,beziehung zwischen dem ,objekt und den jeweiligen ,vorgngen im ,subjekt haftet1 besonders unmittelbar einleuchtend4--,genau so einleuchtend ist der ,gegensatz zwischen jedem sthetischen ,werte und dem ,wert der ,komik4 ,dennoch hat man der ,komik als solcher einen sthetischen ,wert zuerkannt4 ,dies war aber immer nur mglich1 wenn man den ,sinn des ,komischen oder des sthetisch ,wertvollen oder beider verkannte4 ,am nchsten liegt aus schon angegebenen ,grunde jener ,irrtum fr die vorhin von neuem erwhnte sthetische ,theorie1 fr welche der sthetische ,wert ,wert des ,spieles der inneren ,nachahmung ist4 ,ich leugne nicht1 dass hier die innere ,nachahmung eine ,ahnung des ,richtigen enthlt4 ,ich werde darauf nachher zurckkommen4 ,zunchst interessiert mich die ,weise1 wie die fragliche ,theorie das ,richtige geistreich verschiebt und in ,widersinn verkehrt4 ,auch bei der ,komik findet nach jener ,theorie ein ,nachahmen statt4 ,an ,stelle des ,nachahmens tritt dann wohl das sich ,hineinleben in das ,objekt oder das sich ,hineinversetzen in dasselbe4 ,soweit angesichts des ,komischen dies ,nachahmen stattfindet1 soll das ,komische sthetischen ,wert haben4 ,genauer gesagt1 das ,komische hat fr die fragliche ,theorie sthetischen ,wert1 sofern wir uns in das ,verkehrte hineinversetzen1 es innerlich mitmachen4 ,damit geben wir dem ,komischen den brderlichen ,vershnungskuss4 ,dieser brderliche ,vershnungskuss ist das die ,komik ,veredelnde4 ,soweit dies ,moment an die ,stelle der unbrderlichen ,erhebung ber das verkehrte ,objekt oder an die ,stelle unseres ,gefhls der berlegenheit tritt1 verwandelt sich die komische ,betrachtung in die humoristische4 ,hierin liegt die richtige ,einsicht1 dass das ,gefhl der berlegenheit ber eine ,verkehrtheit gewiss keinen sthetischen ,wert begrnden1 also auch nicht das ,wesen des ,humors bezeichnen kann4 ,im brigen ist jener brderliche ,vershnungskuss zunchst ein schnes ,wort4 ,was heisst dies3 ich mache die ,verkehrtheit oder das ,verkehrte innerlich mit8 ,zweierlei kann damit gesagt sein4 ,einmal einfach dies3 ,ich nehme von der ,verkehrtheit ,kenntnis1 erfasse sie in ihrem ,wesen oder in ihrer ,eigenart1 gelte ihr in meinen ,gedanken nach4 ,wenn wir die ,verkehrtheit wirklich durchschauen wollen1 so mssen wir fr einen ,augenblick den verkehrten ,gedankengang nachdenken4 ,damit scheint nichts anderes als dies ,kenntnisnehmen bezeichnet4 ,die andere mgliche ,auffassung ist die3 ,wir machen die ,verkehrtheit innerlich mit1 d4 h4 wir denken oder wollen1 kurz verhalten uns innerlich ebenso verkehrt4 ,wir denken den verkehrten ,gedankengang nicht nur nach1 sondern wir glauben daran1 stimmen ihm bei1 ebenso wie es derjenige thut1 dem wir ihn nachdenken4 ,diese beiden ,mglichkeiten werden nun aber in jener ,theorie nicht ausdrcklich geschieden4 ,immerhin verstehen wir1 dass die zweite gemeint sein muss4 ,die erstere wrde ja ber das ,gefhl der berlegenheit nicht hinausfhren4 ,bei ihr fehlte der brderliche ,vershnungskuss4 ,ich kann unmglich das ,gefhl der berlegenheit haben ber eine ,verkehrtheit1 wenn ich sie nicht durchschaue1 also sie in ,gedanken nachdenke4 ,indessen1 wenn ich auch das ,mitmachen in jenem zweiten ,sinne nehme1 so scheint mir wenig gebessert4 ,ich finde dann erstlich1 dass ich in sehr vielen ,fllen der ,komik gar nicht weiss1 worin dies innerliche ,mitmachen bestehen sollte4 ,so sehe ich beispielsweise nicht ein1 was es heissen soll1 dass ich mit dem leeren ,grosssprecher mich innerlich aufblhe1 und dann seine geringfgige ,leistung mitmache4 ,da die geringfgige ,leistung nichts ,innerliches ist1 so kann hier das innerliche ,mitmachen doch nur bestehen in dem ,kenntnisnehmen1 dem ,beachten1 der ,weise dem ,vorgang mit meinen ,gedanken zu folgen4 ,ebensowenig weiss ich1 wie ich eine ussere ,ungeschicklichkeit1 das ,stolpern eines erwachsenen ,menschen ber ein kleines1 nicht wahrgenommenes ,hindernis anders innerlich nachmachen soll1 als so1 dass ich es konstatiere4 ,oder besteht hier das ,mitmachen in dem ,gedanken1 dass mir dergleichen unter gleichen ,umstnden ebensowohl begegnen knnte8 ,nehmen wir das ,letztere an4 ,oder besser3 ,nehmen wir einen ,fall1 in welchem das ,mitmachen in dem bezeichneten prgnanten ,sinne ohne weiteres einen ,sinn ergiebt4 ,ich frage3 ,wenn ich einer ,dummheit innerlich beistimme1 wenn ich den ,rechenfehler nicht nur nachrechne1 sondern im ,nachrechnen gleichfalls begehe1 wenn ich in diesem ,sinne mit der komischen ,verkehrtheit eine ,zeitlang ,eines bin1--liegt darin ohne weiteres ein ,grund zur sthetischen ,befriedigung8 ,gewiss werde ich die ,dummheit weniger von oben herab betrachten1 oder mich ihr gegenber weniger berlegen fhlen1 wenn ich so zum ,mitschuldigen geworden bin4 ,aber diese ,minderung des ,gefhles der berlegenheit1 dieser angebliche brderliche ,vershnungskuss1 ist doch nicht gleichbedeutend mit sthetischem ,genuss4 ,es scheint mir1 auch die schnsten ,redewendungen knnen nicht darber tuschen1 dass eine solche verminderte berlegenheit nicht veredelte1 sondern eben verminderte berlegenheit ist1 also eine relative ,negation der komischen ,lust1 und weiter nichts4 ,allerdings kann dazu noch ein ,element hinzutreten4 ,nmlich ein ,gefhl der ,beschmung ber die ,mitschuld4 ,aber die ,vereinigung von vermindertem ,gefhl der komischen ,lust und ,gefhl der ,beschmung ist doch auch nicht ,dasselbe wie sthetischer ,genuss4 ,mit einem ,wort1 wir kommen auf diese ,weise nicht weiter4 ,,xv4 ,,kapitel4 ,,die ,,tragik ,,als ,,gegenst,,ck ,,des ,,humors4 ,,die ,,tragik ,,als ,,spiel4 ,vielleicht gelingt es uns eher1 weiter1 d4 h4 den ,bedingungen1 unter denen das ,komische in ein sthetisch ,wertvolles sich verwandelt1 nher zu kommen1 wenn wir--bei dem ,begriff der inneren ,nachahmung noch einen ,augenblick bleiben1 aber zunchst einmal zusehen1 welche ,bedeutung derselbe auf einem anderen ,gebiete haben kann4 ,ich bezeichnete schon die ,modifikation des ,schnen1 innerhalb welcher das ,komische sthetischen ,wert gewinnt1 als ,humor4 ,neben dem ,humor nun--nicht etwa neben der ,komik--steht die ,tragik4 ,immer wieder hat man diese beiden als ,geschwister betrachtet4 ,dann werden beide eine ,familienhnlichkeit haben4 ,es ist zu erwarten1 dass das ,verstndnis des einen der ,geschwister einen wesentlichen ,teil des ,verstndnisses des anderen in sich schliessen werde4 ,wie knnen ,leiden1 ,besorgnis1 ,angst1 ,untergang ,gegenstand unseres ,genusses sein8 ,man sagt vielleicht auch hier wiederum3 ,indem wir sie innerlich nachahmen4 ,dies wird zutreffen4 ,nur kommt dabei alles darauf an1 dass wir das innerliche ,nachahmen recht verstehen4 ,die blosse ,kenntnisnahme von dem ,leiden kann nicht erfreuen4 ,das innerliche ,mitmachen aber scheint diese ,wirkung noch weniger haben zu knnen4 ,das ,mitmachen des ,leidens ist ein ,leiden mit dem ,leidenden1 das ,mitmachen der ,sorge ein ,sichsorgen mit dem ,sorgenden4 ,daraus1 scheint es1 kann uns nur ,unlust erwachsen4 ,hier aber wird uns wiederum das ,spiel entgegengehalten3 ,die innere ,nachahmung ist ,spiel1 und demgemss erfreulich1 wie jedes ,spiel4 ,das ,leiden der tragischen ,gestalt ist nicht wirklich4 ,es ist nur ,schein4 ,diesem ,schein berlassen wir uns freiwillig1 um ebenso freiwillig wiederum uns ihm herauszutreten4 ,das heisst in unserem ,falle3 ,wir berlassen uns dem ,mitleiden oder der ,mitsorge1 wissen aber zugleich1 dass dazu in ,wirklichkeit kein vernnftiger ,grund vorliegt1 da ja ein wirkliches ,leiden oder eine wirkliche ,sorge gar nicht stattfindet4 ,wir geben uns also nur spielend jenem ,erleben hin4 ,wir geben es dann ebenso spielend wieder preis4 ,und an diesem ,spiele1 dieser ,freiheit auf den ,schein uns einzulassen und auch wiederum von ihm loszumachen1 oder ihn innerlich in nichts aufzulsen1 an dieser ,selbstherrlichkeit unserer ,phantasie haben wir unsere ,freude4 ,ich wiederhole nicht mehr1 was ich ber diesen ausgeklgelten ,widersinn oben angedeutet und an anderer ,stelle#c ausfhrlicher gesagt habe4 ,ich begnge mich hier zu bemerken1 dass ich diese ,freiheit nicht habe1 und dass ich1 falls ich sie htte1 davon angesichts des tragischen ,kunstwerkes keinen ,gebrauch machen wrde4 #c ,im ,dritten sthetischen ,literaturbericht1 der im ,archiv fr systematische ,philosophie demnchst erscheinen soll4 ,ich habe sie nicht1 weil das tragische ,kunstwerk1 wenn es nicht etwa ein schlechtes ,machwerk ist1 mich festzuhalten pflegt2 weil es mich wider meinen ,willen fortreisst2 weil es mit ,zaubergewalt mich festbannt in seiner ,welt des ,scheines4 ,und ich wrde von dieser ,freiheit keinen ,gebrauch machen1 weil mir der ernste und erschtternde ,genuss des tragischen ,kunstwerkes lieber ist als die kindische ,freude an solcher armseligen ,freiheit4 ,ausserdem fge ich hinzu1 dass nicht bloss angesichts der ,scheinwelt der ,bhne1 sondern auch gegenber der ,tragik der ,wirklichkeit ein tragischer ,genuss mglich ist4 ,hier hat aber doch wohl jenes ,spiel der ,phantasie keine ,stelle mehr4 ,hier ist ja das ,leiden harte ,thatsache4 ,wie der1 oder die ,vertreter jener ,theorie1 so mache ja gewiss auch ich das ,leiden der tragischen ,gestalt innerlich mit4 ,nur wie schon angedeutet1 in anderer ,weise4 ,ich leide mit dem ,leidenden1 und bleibe dabei mit ihm zu leiden4 ,wiefern ich nun aber davon ,genuss haben kann1 dies ergiebt sich aus der ,beantwortung der einfachen ,frage3 ,wann wir denn von dem ,leiden eines anderen1 sei es einer ,person im ,drama1 sei es eines wirklichen ,menschen1 nicht bloss ,notiz nehmen1 sondern es im eigentlichen ,sinne des ,wortes miterleben oder mitmachen4 ,,tragik ,,und ,,sthetische ,,sympathie4 ,jemand leidet1 d4 h4 empfindet ,unlust1 weil ihm eine ,bberei1 ein thrichter oder verbrecherischer ,anschlag misslungen ist4 ,auch dies ,leiden erleben wir innerlich mit1 d4 h4 wir vollziehen in uns die ,vorstellung dieses ,gemtszustandes4 ,aber wir erleben das ,leiden auch wiederum nicht innerlich mit1 d4 h4 wir nehmen nicht daran teil4 ,warum dies8 ,zweifellos1 weil die ,wurzel1 aus welcher dies ,leiden stammt1 d4 h4 der ,wunsch1 das ,niedrige oder ,bse vollendet zu sehen1 oder allgemeiner gesagt1 weil dies dem ,leiden zu ,grunde liegende oder in ihm sich kundgebende ,moment in der ,persnlichkeit dessen1 der leidet1 uns widerstrebt oder unserem ,wesen widerstreitet4 ,aus gleichem ,grunde freuen wir uns nicht mit demjenigen1 der ber eine gelungene ,schlechtigkeit ,freude empfindet4 ,umgekehrt weckt ,leiden unser ,mitleiden1 ,freude unsere ,mitfreude1 wir nehmen berhaupt teil an jeder ,regung in einem ,menschen1 wenn und soweit das ,moment der ,persnlichkeit1 aus welchem dieselbe stammt1 in unserem ,wesen ,widerhall findet1 oder wir hinsichtlich dieses ,momentes mit der leidenden oder sich freuenden ,persnlichkeit uns einstimmig fhlen knnen4 ,damit ist ohne weiteres der ,grund zum ,genusse gegeben4 ,der ,genuss ist ,genuss dieser ,einstimmigkeit1 ,genuss der ,sympathie4 ,dies kann genauer bestimmt werden4 ,woher wissen wir denn von fremden ,persnlichkeiten8 ,wie kommt es1 dass es solche berhaupt fr uns giebt8 ,was wir wahrnehmen1 wenn ein ,mensch uns gegenbersteht1 ist eine ,gestalt1 eine ussere ,erscheinung1 eine ,summe von ,lebensusserungen4 ,aber dies alles ist nicht die fremde ,persnlichkeit1 ich meine die seelische oder geistige1 die leidende1 sich freuende1 hoffende1 frchtende u4 s4 w4 ,persnlichkeit4 ,das ,bild dieser ,persnlichkeit kann nur aufgebaut sein aus ,elementen unserer eigenen ,persnlichkeit4 ,das ,bild der fremden ,persnlichkeit ist die an einen fremden ,krper geknpfte1 je nach der ,art dieses fremden ,krpers und der ,besonderheit seiner ,lebensusserungen modifizierte ,vorstellung von uns selbst4 ,wie wir uns selbst in der ,vorstellung modifizieren knnen1 ist jedermann wohl bekannt4 ,wie oft haben wir ein ,bewusstsein davon1 dass wir so oder so sein knnten4 ,wir wnschen vielleicht auch1 dass wir so oder so wren4 ,nun1 eine ,vorstellung von dem1 was wir sein knnten1 oder die ,vorstellung1 wie sie ein solcher ,wunsch in sich schliesst1 eine solche ,vorstellung1 geknpft an eine fremde sinnliche ,erscheinung1 das ist die fremde ,persnlichkeit4 ,sie ist noch etwas mehr4 ,die fremde ,persnlichkeit ist1 was wir sein knnten2 sie ist es wirklich4 ,die eigene1 in dieser oder jener ,weise modifizierte ,persnlichkeit tritt uns in der fremden ,person als etwas ,wirkliches entgegen4 ,zunchst in der wirklichen fremden ,person4 ,aber auch in gewisser ,weise in der fremden ,person1 die nur knstlerisch dargestellt ist4 ,die ideelle1 d4 h4 nur fr unsere ,phantasie bestehende ,welt des ,kunstwerkes hat fr uns ,wirklichkeit1 nicht im ,sinne der erkannten1 wohl aber in dem eigen- und einzigarten ,sinne der sthetischen ,realitt3 ,auch in der nur dargestellten ,person tritt uns unsere eigene ,persnlichkeit1 wie sie sein knnte1 als etwas ,objektives1 als ein nicht von uns ins ,dasein ,gerufenes1 sondern uns ,gegebenes1 uns von aussen ,aufgentigtes entgegen4 ,und in jedem ,zuge oder jeder ,lebensusserung der fremden ,person finden wir eine mgliche ,weise der ,bethtigung unserer eigenen ,person verwirklicht oder sich auswirkend1 vor4 ,jetzt fragt es sich1 wie diese ,bethtigungsweise in das ,ganze unserer ,persnlichkeit1 so wie sie thatschlich geartet ist1 sich einfgt1 ob damit einstimmig oder den eigenen thatschlichen ,bethtigungsantrieben derselben widerstreitend1 ob befreiend oder bedrckend1 frdernd oder verletzend4 ,je nachdem haben wir diese oder jene ,weise des ,selbstgefhls4 ,das ,sympathiegefhl berhaupt und demnach auch das sthetische ,sympathiegefhl ist also eine psychologisch wohl verstndliche1 ja wenn man will selbstverstndliche ,sache4 ,es ist1 wenn wir einmal vom ,dasein fremder ,persnlichkeiten und von ,regungen1 die in ihnen stattfinden1 wissen1 ohne weiteres gegeben4 ,dies ,sympathiegefhl ist ,selbstgefhl1 aber doch wiederum vom unmittelbaren ,selbstgefhl verschieden4 ,der ,gegenstand desselben ist unser objektiviertes1 in ,andere hineinverlegtes1 und demgemss in ,anderen vorgefundenes ,selbst4 ,so mssen wir auch das ,sympathiegefhl als objektiviertes ,selbstgefhl bezeichnen4 ,wir fhlen uns in ,anderen1 oder fhlen ,andere unmittelbar in uns4 ,wir fhlen uns in oder durch den ,anderen beglckt1 befreit1 ausgeweitet1 gehoben1 oder das ,gegenteil4 ,das sthetische ,sympathiegefhl ist aber nicht nur eine ,weise des sthetischen ,genusses1 sondern es ist der sthetische ,genuss4 ,aller sthetischer ,genuss liegt schliesslich einzig und allein in der ,sympathie begrndet4 ,auch der sthetische ,genuss1 den ,linien1 geometrische1 architektonische1 tektonische1 keramische ,formen etc4 gewhren4 ,was diesen letzteren ,punkt betrifft1 so verweise ich auf meine ,raumsthetik und geometrisch-optische ,tuschungen4 ,diese ganze ,thatsache bersieht die oben bekmpfte ,theorie4 ,sie bersieht damit im sthetischen das sthetische4 ,sie greift darum zu jenem lppischen ,spiel4 ,,volkelts ,,ausser,,sthetische ,,begr,,ndung ,,der ,,tragik4 ,nicht das ,gleiche kann gesagt werden von einem anderen sthetiker der ,tragik1 ,volkelt4 ,ich denke dabei sowohl an ,volkelts sthetik des ,tragischen1 wie an seine sthetischen ,zeitfragen4 ,aber auch ,volkelt erkennt die sthetische ,sympathie nicht als das eigentlich ,entscheidende an4 ,darum mssen auch bei ihm aussersthetische ,momente1 oder solche ,momente1 die nur scheinbar selbstndige ,bedeutung haben1 den sthetischen ,genuss vervollstndigen4 ,ja schliesslich erscheinen solche ,momente als die eigentlichen ,faktoren des sthetischen ,genusses4 ,es ist schon bedenklich1 dass diese ,momente so verschiedenartig sind4 ,das ,kunstwerk1 so hren wir einmal1 lsst uns in die ,rtsel des ,lebens blicken2 es zeigt uns1 was es um das ,leben fr eine ,sache sei4 ,es lsst auf die ,stellung von ,freude und ,leid1 von ,gut und ,bse1 von ,vernunft und ,unvernunft im ,leben ein ,licht fallen4 ,die ,tragik soll auch ,unerfreuliches darstellen1 bloss darum1 weil auch das ,unerfreuliche zur ,wirklichkeit des ,lebens gehrt4 ,mit einem ,worte1 die ,kunst soll uns das ,wirkliche in seinen bedeutsamen ,zgen erkennen1 wiedererkennen1 verstehen lassen4 ,dies alles sind ,wendungen1 wie wir sie schon oben kennen gelernt und abgewiesen haben4 ,wir sahen1 mit dem ,wiedererkennen hat es freilich in der ,poesie seine ,richtigkeit4 ,aber der ,zweck der ,kunst kann nicht in dergleichen bestehen4 ,wir knnen jetzt genauer sagen3 ,dieser ,zweck besteht nicht im ,wiedererkennen1 nicht darin1 dass uns etwas gezeigt wird1 sondern darin1 dass wir mit dem ,wiedererkannten1 oder dem1 was uns gezeigt wird1 menschlich mitfhlen oder sympathisieren knnen4 ,auch gegen die ,behauptung haben wir uns schon erklrt1 dass das ,kunstwerk seine ,wirkung be1 indem es uns die ,individualitt des ,knstlers offenbare1 die ,weise1 wie in ihm die ,welt sich spiegelt1 seine ,gestaltungskraft1 den ,reichtum seiner ,phantasie4 ,alles dies offenbart sich uns1 so sagten wir1 im ,kunstwerke1 nur soweit es im ,kunstwerke verwirklicht ist4 ,soweit es aber darin verwirklicht ist1 bildet es einen ,teil des ,inhaltes des ,kunstwerkes1 und ist1 wie der ganze ,inhalt des ,kunstwerkes1 ,gegenstand unserer sthetischen ,sympathie4 ,nur dann knnten diese ,momente den ,anspruch erheben1 einen eigenen und neuen ,faktor des sthetischen ,genusses zu bezeichnen1 wenn es erlaubt wre1 zur sthetischen ,bewertung des ,kunstwerkes auch das ,wertgefhl zu rechnen1 das wir gewinnen1 wenn wir vom ,kunstwerk und der in ihm verkrperten ideellen ,welt unseren ,blick abwenden1 um statt dessen dem ,knstler1 und dem1 was er ausserhalb des ,kunstwerkes ist1 uns zuzuwenden und ihn1 diese wirkliche ,persnlichkeit1 zum ,gegenstand einer ,betrachtung zu machen1 die mit sthetischer ,betrachtung nichts zu thun hat4 ,ich nehme aber an1 dass ,volkelt diese ,erlaubnis nicht zu geben beabsichtigt4 ,als weiteren ,faktor des sthetischen ,genusses bezeichnet ,volkelt die ,freude an unserer ,belebung1 an der ber das ,mittelmass hinausgehenden ,erregung des seelischen ,lebens1 an der inneren ,durchschttelung4 ,hier htte ,volkelt wohl zunchst zeigen mssen1 ob es eine solche ,freude berhaupt gebe1 bezw4 unter welchen ,bedingungen es dieselbe geben knne4 ,er wrde dann zweifellos gefunden haben1 dass es auch eine ber das ,mittelmass hinausgehende ,erregung oder eine ,durchschttelung giebt1 die alles andere als genussreich ist1 einen inneren ,aufruhr1 ein sich ,drngen heftiger ,erregungen1 ein ,hoch- und ,durcheinandergehen der ,wogen unseres ,inneren von qulender1 entsetzlicher ,art4 ,es fragt sich also1 was uns durchschttelt4 ,wir haben ,freude1 wenn die ,durchschttelung eine ,lebenssteigerung bedeutet1 das heisst1 wenn uns in dem1 was uns durchschttelt1 etwas gegeben ist1 das eine solche ,lebenssteigerung in sich schliesst4 ,und damit sind wir wiederum angelangt bei dem ,genuss1 den die sthetische ,sympathie gewhrt4 ,daneben giebt es freilich auch noch eine ,durchschttelung anderer ,art1 durch das berraschende1 ,verblffende1 ,sensationelle1 ,drastische1 durch allerlei vom inhaltlichen ,werte des ,kunstwerkes unabhngige ,effekte4 ,ich nehme aber wiederum an1 dass ,volkelt solche ,faktoren1 soweit sie nicht etwa der sichereren ,wirkung des wertvollen ,inhaltes des ,kunstwerkes dienen1 nicht als sthetische ,faktoren preisen will4 ,viertens wird von ,volkelt statuiert eine sthetische ,lust aus der ,entlastung3 ,die sthetischen ,gefhlsbewegungen tragen den ,charakter der ,leichtigkeit1 ,freiheit und ,stille4 ,wir sind hinausgehoben ber unser individuelles ,ich mit seinem ,bleigewicht1 seinen ,fesseln1 seinen ,stacheln4 ,damit ist gewiss eine ,bedingung des sthetischen ,genusses bezeichnet4 ,ohne solche ,freiheit ist es unmglich1 dass wir das sthetisch ,wertvolle ganz in uns aufnehmen1 oder in seiner ganzen ,flle und ,wirkungskraft in uns erleben4 ,aber diese negative ,bedingung des ,kunstgenusses ist doch nicht gleichbedeutend mit einem positiven ,faktor desselben4 ,die ,befreiung von dem individuellen ,ich mag eine ,aufhebung von allerlei ,grnden der ,unlust in sich schliessen4 ,daraus ergiebt sich doch positive ,lust lediglich unter der ,voraussetzung1 dass dazu im ,kunstwerk irgend welche positiven ,grnde gegeben sind4 ,endlich wird von ,volkelt darauf hingewiesen1 dass die ,kunst dem ,bedrfnis unserer ,phantasie nach freier ,gestaltung reiche ,befriedigung schaffe4 ,dagegen erwidere ich einmal dasjenige1 was ich schon oben gegen das ,spiel der inneren ,nachahmung bemerkte4 ,die ,kunst1 die dramatische zum wenigsten1 ermglicht nicht1 sondern verbietet vielmehr unserer ,phantasie die freie ,gestaltung4 ,der ,inhalt des ,kunstwerkes ist uns gegeben1 vllig unabhngig von unserem freien ,belieben4 ,und damit ist auch schon das ,andere gesagt3 ,die ,befriedigung unserer ,phantasie1 von der hier die ,rede ist1 kann nichts anderes sein1 als die ,befriedigung an den ,gegenstnden unserer ,phantasie1 das heisst am ,inhalte des ,kunstwerkes4 ,oder sollen wir ausser dieser ,befriedigung an den ,gegenstnden oder ,inhalten unserer ,phantasie auch noch eine besondere ,befriedigung verspren an unserer ,thtigkeit der ,phantasie1 an dieser unserer geistigen ,arbeit1 und der ,weise1 wie sie sich vollzieht4 ,die ,mglichkeit einer solchen ,befriedigung leugne ich wiederum nicht4 ,nur ist1 soviel ich sehe1 auch diese ,befriedigung1--ebenso wie die ,befriedigung an der ,phantasie des ,knstlers1 soweit dieselbe nicht im ,kunstwerk verwirklicht ist1--dadurch bedingt1 dass ich meinen ,blick vom ,kunstwerk weg wende1 und ihn richte auf das ,stck der wirklichen ,welt1 das durch meine reale ,persnlichkeit1 mein individuelles ,ich reprsentiert ist4 ,denn dieser ,welt1 und nicht der ,welt des ,kunstwerkes1 gehrt doch eben meine1 mit den ,inhalten des ,kunstwerkes beschftigte ,phantasiethtigkeit an4 ,es ist also auch die ,freude daran nicht ,freude am ,kunstwerk1 sondern ,freude an der ausserhalb des ,kunstwerkes liegenden realen ,welt4 ,diese aber kann ,volkelt umso weniger zur ,freude am ,kunstwerk rechnen wollen1 als er ja selbst mit vollem ,rechte die ,loslsung vom individuellen ,ich zur ,bedingung des sthetischen ,genusses macht4 ,in der ,that ist der sthetische ,genuss nichts anderes als der ,genuss1 der sich aus der reinen sthetischen ,betrachtung ergiebt4 ,und diese besteht in der ,loslsung von allem1 was nicht im ,kunstwerk unmittelbar gegeben ist4 ,sie besteht im ,aufgehen in diesem ,objekte der ,betrachtung4 ,die sthetische ,sympathie ist die ,sympathie unter ,voraussetzung solcher ,loslsung oder solchen ,aufgehens4 ,ich bezeichnete diese sthetische ,sympathie auch damit1 dass ich sagte1 wir erleben im ,kunstwerke uns selbst1 nicht bloss1 wie wir jetzt sind1 sondern wie wir sein knnten4 ,wir erleben darin unser ideelles ,ich4 ,dies kann bald in diesem1 bald in jenem ,zuge zu einem idealen1 oder ber das ,mass unseres realen ,ich gesteigerten ,ich werden4 ,wie es aber hiermit bestellt sein mag3 ,immer wenn uns im ,kunstwerk ,persnliches entgegentritt1 nicht ein ,mangel am ,menschen1 sondern ein positiv ,menschliches1 das mit unseren eigenen ,mglichkeiten und ,antrieben des ,lebens und der ,lebensbethtigung im ,einklang steht oder darin ,widerhall findet2 immer wenn uns dies positiv ,menschliche entgegentritt so objektiv1 so rein und losgelst von allen ausserhalb des ,kunstwerkes stehenden ,wirklichkeitsinteressen1 wie dies das ,kunstwerk ermglicht und die sthetische ,betrachtung fordert1 immer dann ist dieser ,einklang oder ,widerhall fr uns beglckend4 ,persnlichkeitswert ist ethischer ,wert4 ,es giebt keine mgliche andere ,bestimmung und ,abgrenzung des ,ethischen4 ,aller ,kunstgenuss1 aller sthetische ,genuss berhaupt ist darnach ,genuss eines ethisch ,wertvollen1 nicht als eines ,bestandteiles des ,wirklichkeitszusammenhanges1 sondern als eines ,gegenstandes der sthetischen ,anschauung4 ,,das ,,spezifische ,,des ,,tragischen ,,genusses4 ,im ,vorstehenden ist doch noch in keiner ,weise das eigentlich ,spezifische des tragischen ,genusses erwhnt worden4 ,mitfreude ist ,genuss1 ,miterleben des ,leidens ist hherer ,genuss4 ,wie ich gelegentlich an anderer ,stelle--in dem oben erwhnten ,litteraturbericht--sagte3 ,es ist eine schne ,sache um eine ,mutter1 die ber ihr gesundes und frhlich spielendes ,kind sich freut4 ,aber es ist eine erhabenere ,sache um die ,mutter1 die um ihr krankes oder sterbendes ,kind in ,sorge sich verzehrt4 ,jene ,freude ist fr uns erfreulich2 dieser ,schmerz ist verehrungswrdig1 heilig4 ,er ist nicht nur ein hherer1 sondern ein anderer ,genuss1 tiefer und ernster4 ,solchen tiefen und ernsten ,genuss giebt die ,tragik4 ,wie dies mglich ist1 dies wird uns verstndlich aus einem psychologischen ,gesetz1 das wir bereits in anderem ,zusammenhang kennen gelernt haben4 ,indem ich es hier zur ,erklrung herbeiziehe1 scheine ich ,erhabenes aus ,banalem ableiten zu wollen4 ,aber kein ,gesetz ist banal an sich4 ,jedes ,gesetz ist erhaben1 wenn es ,erhabenes vollbringt4 ,ich meine hier das ,gesetz der psychischen ,stauung4 ,ich formuliere es von neuem3 ,wird ein ,vorstellungszusammenhang1 der einmal in mir angeregt ist1 in seinem natrlichen ,ablauf gehindert1 so entsteht eine psychische ,stauung1 d4 h4 die ,vorstellungsbewegung macht an dem ,punkte1 wo die ,strung stattfindet1 ,halt4 ,damit wird zunchst das1 was vor diesem ,punkte sich findet1 von dieser ,bewegung strker1 als es sonst geschehen wrde1 erfasst und emporgehoben4 ,es kommt in uns in hherem ,masse zur ,geltung und ,wirkung4 ,es bt insbesondere auch in hherem ,masse die ,gefhlswirkung1 die es an sich zu ben fhig ist4 ,wir werden seines ,wertes in hherem ,masse inne4 ,mannigfache ,wirkungen dieses ,gesetzes1 die auf seine ,bedeutung fr die ,tragik hinweisen knnen1 sind uns schon aus dem alltglichen ,leben gelufig4 ,ein wertvolles ,objekt1 das wir besassen1 sei zerbrochen oder vernichtet4 ,jetzt schtzen wir erst recht seinen ,wert4 ,der ,freund1 den wir verloren haben1 erscheint uns in idealisiertem ,lichte4 ,wir sind geneigt von den ,toten ,gutes zu reden4 ,die ,strafe1 die dem ,verbrecher zu teil wird1 shnt uns mit ihm aus4 ,dies alles sind ,wirkungen jenes ,gesetzes4 ,vieles an einem ,menschen kann ,gegenstand unseres ,hasses sein4 ,daneben ist er doch auch ,mensch wie wir4 ,es finden sich in ihm positiv menschliche ,zge1 hinsichtlich deren ich mit ihm einstimmig bin1 die in mir ,widerhall finden knnen1 kurz mit denen ich sympathisieren kann4 ,von diesem ,positiven1 oder von der ,persnlichkeit1 sofern sie eben ,persnlichkeit ist1 fordern wir1 dass sie bestehe1 daure1 sich bethtige1 frei sich auslebe4 ,dabei verstehe ich unter dem freien ,sichausleben das durch kein inneres oder usseres ,hindernis gehemmte ,sichbefriedigen1 die freie ,verwirklichung dessen1 worauf irgend ein positiver ,lebensantrieb abzielt4 ,solche ,forderungen sind nichts anderes als unser eigenes ,verlangen1 zu dauern1 uns zu bethtigen1 uns frei auszuleben4 ,hier nun haben wir einen bestimmten ,vorstellungszusammenhang und zwar den denkbar zwingendsten4 ,es ist eben der ,zusammenhang zwischen dem ,positiven der ,persnlichkeit und seiner ,dauer1 seiner ,bethtigung1 seinem ,sichausleben4 ,in der ,natur dieses ,zusammenhanges liegt die ,tendenz mit voller ,sicherheit in dieser ,weise1 oder als dieser bestimmte ,zusammenhang abzulaufen4 ,dies heisst nichts anderes als3 ,es knpft sich an das ,bewusstsein1 es sei ein positiv ,menschliches gegeben1 unbedingt jene ,forderung4 ,ein solcher ,vorstellungszusammenhang wird nun in uns angeregt1 immer wenn wir von einem ,menschen wissen4 ,und sein freier ,ablauf wird gehemmt durch die ,wahrnehmung seines ,todes1 durch das ,bewusstsein von jedem ,leiden1 jeder ,strafe1 jedem ,eingriff in sein ,dasein4 ,der ganze ,mensch1 also auch jenes ,positive in ihm1 dauert nicht1 wenn er stirbt1 lebt nicht frei sich aus1 wenn ihn ein bel trifft4 ,damit ist die ,stauung gegeben1 d4 h4 die ,notwendigkeit1 das wir bei jenem ,positiven und seiner ,natur nach uns ,sympathischen haften4 ,dies tritt heraus1 wird ,gegenstand der ,aufmerksamkeit1 gewinnt psychische ,hhe und steigt fr uns an ,wert1 oder gewinnt jetzt erst1 in unseren ,augen nmlich1 seinen ,wert4 ,und diesen ,wert geniesse ich mitfhlend in einer ,weise1 wie es sonst unter keinen ,umstnden mglich wre4 ,in dem ,bilde des ,verstorbenen tritt das ,gute und ,tchtige1 das was ihn wert machte1 zu leben1 oder was mir sein ,leben wertvoll machte1 deutlicher hervor4 ,bei dem ,freunde fllt hellstes ,licht auf das1 was ich an ihm schtzte4 ,der ,verbrecher wird fr mich erst ,mensch1 d4 h4 menschlicher ,wertschtzung wert4 ,dass wir dem ,verbrecher die erlittene ,strafe zu gute schreiben1 oder sie zu seinen ,gunsten anrechnen1 ist nichts als ein populrer1 aus einer anderen ,sphre hergenommener ,ausdruck fr diese psychologische ,thatsache4 ,sowie hier der ,tod oder das ,erleiden der ,strafe1 so wirkt berall im ,leben und in der ,kunst1--nur in der ,kunst1 vermge der ,besonderheit der knstlerischen ,darstellung und unserer sthetischen ,anschauung1 in hchstem ,masse1--alles was irgendwie als ein ,eingriff in eine ,persnlichkeit1 oder als eine ,strung des unmittelbaren freien ,sichauslebens der menschlichen ,persnlichkeit1 oder einen ,positiven in ihr1 bezeichnet werden kann2 jede ,einengung eines ,menschen1 jeder ,druck1 jedes ,nichtgelingen1 alles was wir ,kummer1 ,sorge1 ,mangel1 ,not1 ,elend nennen1 jedes ,missgeschick2 auch jede innere ,hemmung1 jeder ,zweifel1 jede ,verkmmerung2 schliesslich in hchstem ,masse der1 sei es physische1 sei es auch sittliche ,untergang4 ,es wirkt dies alles in dem ,masse1 als wirklich ein positiv ,menschliches1 dessen ,wert wir in uns inne werden knnen1 in seinem ,bestande1 seiner ,dauer1 seinem freien ,sichausleben gehemmt erscheint2 im hchsten ,masse1 wenn dies positiv ,menschliche zugleich ,grsse hat4 ,immer ist die ,art der ,wirkung dieselbe3 ,erleben unserer selbst in einem ,anderen1 ,erklingen oder lauteres ,erklingen einer sonst nicht erklingenden oder nur schwach erklingenden ,saite unseres ,inneren1 also vollerer ,zusammenklang der ,momente unseres ,wesens1 ,steigerung1 ,erhhung1 ,ausweitung unserer selbst2 alles dies zugleich in einem ,anderen1 also objektiviert2 in der fremden ,persnlichkeit mit sthetischer ,realitt uns entgegentretend4 ,zugleich ist diese ,wirkung umso strker1 je schrfer der ,eingriff in den ,bestand1 die ,bettigung des ,sichausleben der ,persnlichkeit erscheint4 ,gewiss wchst mit der ,schrfe des ,eingriffes auch die ,unlust am ,leiden4 ,und diese kann sich steigern zu einem ,gefhl des ,entsetzlichen1 das keinen tragischen ,genuss mehr aufkommen lsst4 ,diesseits dieser ,grenze aber liegen die unendlich vielen ,stufen der ,mglichkeit1 dass sich die ,grnde der ,unlust und die ,grnde der ,lust zur ,erzeugung des tiefen1 ernsten1 erschtternden ,genusses vereinigen1 als welcher eben der tragische ,genuss sich uns darstellt4 ,,weitere ,,sthetische ,,wirkungen ,,des ,,konfliktes4 ,ich betrachte hier die ,tragik nicht um ihrer selbst willen1 sondern als ,gegenbild des ,humors4 ,soll aber die ,tragik das volle ,gegenbild des ,humors sein1 so drfen wir sie nicht in dem engen ,sinne nehmen1 in dem wir sie zu nehmen pflegen1 sondern mssen als tragisch jede ,art des ernsten ,konfliktes bezeichnen4 ,die ,tragik1 im engeren ,sinne1 ist ,tragik des usserlich ungelsten ,konfliktes4 ,konflikte knnen aber auch sich lsen2 die ,sache kann einen glcklichen ,ausgang nehmen4 ,dann gewinnt die ,stauung eine weitere ,bedeutung4 ,die durch die ,stauung gesteigerte oder zu grsserer psychischer ,hhe gebrachte psychische ,bewegung ergiesst sich1 wenn der ,konflikt gelst1 also das ,hindernis des freien ,vorstellungsablaufes beseitigt ist1 mit grsserer ,kraft4 ,die ,lsung1 oder das worin sie besteht1 gewinnt grssere psychische ,bedeutung und grssere ,eindrucksfhigkeit4 ,auch dies ist eine im gewhnlichen ,leben uns wohl vertraute ,thatsache4 ,das schwer ,errungene hat fr uns doppelten ,wert4 ,die ,konsonanz1 in welcher die ,dissonanz sich lst1 hat ein besonderes und eigenartiges ,gewicht4 ,wem ,namen statt ,erklrungen dienen1 der hat hier eine neue ,gelegenheit von ,kontrastwirkung zu sprechen und einen ,fall des sogenannten ,kontrastgesetzes zu statuieren4 ,zwei ,arten der ,wirkung des ,konfliktes oder des ,eingriffes in ,menschendasein und freies ,sichausleben von ,menschen haben wir hiermit einander gegenbergestellt4 ,beide ,wirkungen sind zunchst unmittelbar subjektiv begrndete1 d4 h4 ,wirkungen die unmittelbar in einem ,vorgang im ,beschauer ihren ,grund haben3 ,die ,stauung1 die der ,konflikt in uns bewirkt1 lsst uns das ,positive der ,persnlichkeit1 die in den ,konflikt gert oder jenen ,eingriff erfhrt1 bedeutsamer erscheinen2 und die ,lsung der ,stauung1 die in uns sich vollzieht1 macht uns das1 worin die ,lsung sich vollzieht1 eindrucksvoller4 ,neben diesen subjektiv bedingten ,wirkungen stehen aber dann objektiv bedingte4 ,davon habe ich in meiner ,schrift ,der ,streit ber die ,tragdie ausfhrlicher geredet4 ,wir sehen1 wie eine ,persnlichkeit leidet1 d4 h4 wie tief sie vom ,leiden erfasst wird1 und welchen ,charakter dies ,leiden in ihr gewinnt4 ,und wir sehen1 wovon oder worunter sie leidet4 ,daraus gewinnen wir ein ,bild von ihrer ,tiefe und ihrer ,hhe und von ihrem inneren ,wesen4 ,nichts wrde so uns das ,innerste ihres ,wesens enthllen1 als es das ,leiden vermag4 ,ungeahnt ,grosses kann das ,leiden im ,menschen zu ,tage frdern1 die feinsten ,fasern der ,persnlichkeit herausstellen1 die verborgensten ,saiten zum ,anklingen bringen4 ,wir sehen dann vor allem auch1 wie die ,persnlichkeit dem ,leiden standhlt1 oder von ihm gebrochen wird4 ,die ,persnlichkeit kann im ,leiden auch sittlich gebrochen1 zerbrckelt1 zerrieben werden1 und doch tragische ,gestalt bleiben4 ,es ist nur ntig1 dass in ihr1 in ihrem inneren ,wesen etwas ,grosses1 ,echtes liegt1 und dass dies wirklich1 im ,kampf mit dem feindlichen ,geschick1 zerrieben wird4 ,es kann aber auch die ,persnlichkeit dem ,leiden innerlich standhalten4 ,sie will lieber leiden als das ,grosse in sich preisgeben4 ,sie bleibt sich getreu1 auch indem sie untergeht4 ,das ,grosse in ihr zeigt sich ,leiden und ,tod berwindend4 ,hier ist berall die ,wirkung auf uns zugleich objektiv bedingt3 ,das ,bild der tragischen ,persnlichkeit selbst wird ein reicheres1 tieferes1 es wird ein in sich selbst wirkungsfhigeres4 ,je mehr es dies ist1 um so mehr steigert sich zugleich die ,wirkung jenes subjektiven ,faktors1 d4 h4 der in uns stattfindenden ,stauung4 ,das ,ganze der ,wirkung ist ja notwendig ein ,produkt aus den beiden ,faktoren4 ,und in einem ,produkt wirkt jeder ,faktor um so mehr1 je grsser der andere ist4 ,dies gilt auch1 wo der ,konflikt berwunden wird1 falls nmlich er nicht durch den dummen ,zufall oder einen ,deus ex machina1 sondern durch eine ,kraft oder ,grsse berwunden wird1 mit der wir sympathisieren4 ,die ,kraft und ,grsse wird1 indem sie berwindet1 fr uns objektiv oder an sich bedeutsamer4 ,zugleich steigert sie die ,stauung oder die ,erwartung ihres sich ,auslebens1 die ,spannung4 ,um so wirksamer wird dann auch die ,lsung4 ,,sthetische ,,bedeutung ,,des ,b,,sen4 ,auf dies alles gehe ich hier nicht weiter ein4 ,dagegen interessiert uns noch ein fundamentaler ,gegensatz4 ,wir sprachen bisher von ,eingriffen in die ,persnlichkeit1 von ,hemmungen ihres freien sich ,auslebens1 kurz vom ,leiden1 und der daraus sich ergebenden ,stauung4 ,aber neben dem ,leiden steht das ,bse4 ,auch das ,bse greift strend ein in den freien ,ablauf eines ,vorstellungszusammenhanges1 bewirkt also eine ,stauung und damit eine ,steigerung der psychischen ,bewegung4 ,der ,vorstellungszusammenhang besteht hier in dem ,zusammenhang zwischen dem ,menschen und der sittlichen ,forderung1 die wir an ihn stellen4 ,eine ,persnlichkeit vollziehe in sich mit ,bewusstsein die ,negation des ,sittlichen1 verhalte sich also wollend widersittlich1 oder was dasselbe sagt1 in irgend einem ,punkte widermenschlich4 ,sie leugne in ,worten oder durch die ,that eine sittliche ,forderung4 ,dann gewinnt in uns diese sittliche ,forderung erhhte ,kraft4 ,jemehr sie geleugnet wird1 um so bestimmter setzen wir sie der ,verneinung entgegen4 ,unser eigenes sittliches ,bewusstsein tritt uns mchtiger entgegen4 ,darin liegt nun nicht ohne weiteres ein sthetischer ,wert4 ,die wahrgenommene ,auflehnung gegen die in mir bestehende sittliche ,forderung erfllt mich mit ,unlust4 ,die ,kraft1 mit der ich das eigene sittliche ,bewusstsein festhalte1 giebt mir sittliches ,kraftgefhl1 etwas von sittlichem ,stolz4 ,und dies ,gefhl ist an sich beglckend4 ,das ,objekt aber erscheint um so unlustvoller4 ,nehmen wir indessen jetzt an1 die sittliche ,persnlichkeit sei nicht nur in uns1 und werde in uns wachgerufen und durch den ,kontrast zur ,reaktion veranlasst1 sondern sie finde sich auch irgendwie neben der ,negation des ,sittlichen in einem ,kunstwerke1 dann ergiebt sich1 auf ,grund dieser ,negation1 ein besonderer sthetischer ,wert4 ,es bestehen dafr verschiedene ,mglichkeiten1 die ich wiederum nur andeute4 ,das ,bse ist ,folie des ,guten1 d4 h4 wir finden die sittliche ,forderung1 die einerseits geleugnet erscheint und dadurch in uns ,kraft gewinnt1 andererseits verwirklicht1 und erleben es jetzt1 dass diese ,verwirklichung uns eindrucksvoller1 also in hherem ,grade in ihrem vollen ,werte sich darstellt4 ,oder wir sehen in einer und derselben ,persnlichkeit das ,gute neben dem ,bsen1 als ,kehrseite desselben1 und erfahren eine gleichartige ,wirkung4 ,oder das ,bse1 die ihr ,mass berschreitende ,leidenschaft1 hat ein ,gutes zu ihrer ,wurzel und weist uns darauf hin4 ,oder das ,bse ist ,durchgangspunkt des ,guten1 der ,weg1 auf dem das ,gute in einem ,menschen sich ,bahn bricht4 ,hier ist die den ,eindruck des ,guten steigernde ,wirkung zunchst wiederum eine subjektiv bedingte4 ,der ,gegensatz und die dadurch bedingte ,stauung oder ,spannung steigert die psychische ,bewegung in uns4 ,auch hier aber gesellen sich zur subjektiv bedingten objektiv bedingte ,wirkungen4 ,es verfllt etwa der ,bse einem blen ,geschick4 ,jetzt erscheint unserer alles vermenschlichenden ,phantasie dies ,geschick wie eine dem ,bsen sich entgegensetzende quasi-persnliche ,macht1 mit deren ,wollen wir uns ,eines fhlen4 ,vielleicht bedient sich das ,geschick der ,bsen4 ,bses ,wollen und bses ,wollen bekmpfen sich und bringen sich zu ,falle4 ,dann ist unser sittliches ,bewusstsein befreit2 wir sind vershnt4 ,das ,gute hat ,recht behalten4 ,aber dies ,gute ist doch einstweilen nur das ,gute1 die sittliche ,macht nur eine quasi-persnliche4 ,sie wird zu einer persnlichen1 wenn gutes1 berechtigtes1 sittliches ,wollen eines ,menschen gegen das ,bse sich kehrt und darin seine ,kraft bethtigt4 ,diese ,kraft erweist sich doppelt gross1 wenn in der bsen ,persnlichkeit selbst ein sittliches ,bewusstsein oder ein ,zwang der ,anerkennung1 dass das ,gute ,recht habe1 sich regt2 oder wenn endlich dies sittliche ,bewusstsein das ,bse besiegt und endgltig die bermacht in der ,persnlichkeit behauptet4 ,auch darauf gehe ich hier nicht nher ein4 ,es gengt mir auch hier1 die ,hauptmomente der tragischen ,wirkung kurz bezeichnet zu haben4 ,alle diese ,momente haben in der ,wirkung des ,humors ihr ,gegenstck4 ,,xvi4 ,,kapitel4 ,,das ,,wesen ,,des ,,humors4 ,,lazarus' ,,theorie4 ,dass durch die ,negation1 die am positiv ,menschlichen geschieht1 dies positiv ,menschliche uns nher gebracht1 in seinem ,wert offenbarer und fhlbarer gemacht wird1 darin besteht1 wie wir sahen1 das allgemeinste ,wesen der ,tragik4 ,ebendarin besteht auch das allgemeinste ,wesen des ,humors4 ,nur dass hier die ,negation anderer ,art ist als dort1 nmlich komische ,negation4 ,ich sagte vom ,naivkomischen1 dass es auf dem ,wege liege von der ,komik zum ,humor4 ,dies heisst nicht3 die naive ,komik ist ,humor4 ,vielmehr ist auch hier die ,komik als solche das ,gegenteil des ,humors4 ,die naive ,komik entsteht1 indem das vom ,standpunkte der naiven ,persnlichkeit aus ,berechtigte1 ,gute1 ,kluge1 von unserem ,standpunkte aus im gegenteiligen ,lichte erscheint4 ,der ,humor entsteht umgekehrt1 indem jenes relativ ,berechtigte1 ,gute1 ,kluge aus dem ,prozess der komischen ,vernichtung wiederum emportaucht1 und nun erst recht in seinem ,werte einleuchtet und genossen wird4 ,dieser ,erfolg wird in den auf ,s4 #ajd ff499 zuletzt angefhrten ,fllen der naiven ,komik notwendig eintreten4 ,insofern waren sie zugleich ,flle des ,humors4 99 ,im ,unterkapitel ,m,,glichkeiten ,,des ,,naiv-,,komischen4 ,transkriptor4 ,der eben bezeichneten ,auffassung des ,humors scheint ,lazarus in seinem ,werke ,das ,leben der ,seele zu widersprechen1 indem er im ,humor berhaupt nicht eine eigene ,kunstform1 sondern vielmehr eine eigene ,denkweise und ,gemtsverfassung1 sozusagen eine eigene ,weltanschauung sehen will4 ,indessen damit ist uns hier nicht gedient4 ,mag immerhin das ,wort ,humor in diesem ,sinne genommen werden knnen--und wir werden es selbst spter so nehmen--hier handelt es sich um etwas anderes4 ,wie es uns ehemals nicht auf den ,witz ankam1 den man hat1 sondern auf denjenigen1 den man macht1 so beschftigt uns hier nicht der ,humor1 den man hat1 sondern das humoristische ,thun oder ,verhalten1 der einzelne ,fall des ,humors4 ,thatschlich nimmt nun auch ,lazarus im ,verlaufe seiner ,abhandlung das ,wort ,humor in diesem letzteren ,sinne4 ,der von uns als naiv in ,anspruch genommene ,ausspruch des ,korporals ,trim ist fr ,lazarus ein ,fall des ,humors4 ,nun kommt in diesem ,ausspruch freilich eine bestimmte ,denkweise zu ,tage4 ,aber weder1 dass diese ,denkweise vorhanden ist1 noch dass sie berhaupt zu ,tage kommt1 sondern die ,art1 wie sie zu ,tage kommt1 macht den ,vorfall zu einem humoristischen4 ,und ,entsprechendes gilt von der ,rede ,falstaff's1 die ,lazarus gleichfalls der ,gattung des ,humors zuweist4 ,wichtiger aber ist uns1 dass ,lazarus bei der ,erklrung dieser einzelnen ,flle des ,humors--ebenso wie ,hecker und ,krpelin bei ihrer ,erklrung des ,naiven--die ,hauptsache bersieht4 ,wie lcherlich1 sagt er mit ,bezug auf ,trim1 wenn einer das vierte ,gebot nicht als einen selbstndigen ,satz auswendig kennt1 wie erhaben1 wenn einer es so strikt1 so reich1 so voll erfllt4 ,wie humoristisch1 wenn wir beides zugleich von ihm erfahren4 ,in der ,that ist es gar nicht humoristisch1 wenn wir diese beiden ,dinge zugleich und von ,einem erfahren4 ,man lasse ,trim auf die ,frage des ,doktors der ,theologie einfach erklren1 er wisse nur1 was das ,gebot von ihm verlange1 nmlich1 dass er seinem ,vater von seinen #ad ,groschen ,lohn #g geben solle1 und der ,eindruck des ,humors ist dahin4 ,eine solche ,erklrung wre eben eine einfach sachgemsse ,erklrung1 nicht mehr eine gleichzeitig treffende und unzutreffende1 erhabene und nichtige ,beantwortung der ,katechismusfrage4 ,noch weniger trifft ,lazarus' ,erklrung des ,humors der ,falstaff'schen ,rede die ,sache4 ,falstaff wecke1 so meint er1 alle hohen ,ideen1 deren ,widerpart er in ,leben und ,gesinnung sei1 durch sein ,reden und ,thun4 ,er spricht von ,ehre1 ,mut u4 s4 w42 er stellt den ,knig dar1 wie er ,heinrich straft u4 s4 w42 in allem ist er ein ,gebildeter1 die ,ansprche der ,idee ,kennender und ,zeigender4 ,wir lachen ber ihn1 obgleich er das ,hohe erniedrigt 7z4 ,b4 in seiner ,definition der ,ehre72 wir lachen1 weil er selbst die wahre ,idee in uns weckt1 und diese um so sicherer zeigt1 je angelegentlicher er dagegen kmpft4 ,der ,humor der ,rede ,falstaff's beruht also fr ,lazarus darin1 dass die ,erniedrigung der ,ehre doch zugleich die ,idee der ,ehre in uns wachruft4 ,wre damit ohne weiteres der ,humor gegeben1 so msste jeder1 der nicht aus ,unkenntnis1 sondern in bewusster ,bosheit das ,edle erniedrigte und in den ,schmutz zge1 humoristisch erscheinen1 auch wenn er dies ohne allen ,humor thte4 ,denn je boshafter es herabgezogen wird1 um so deutlicher wird uns jederzeit das ,edle als solches zum ,bewusstsein kommen4 ,in ,wirklichkeit wrde aber solche ,bosheit nicht den ,eindruck des ,humors1 sondern das ,gefhl der ,emprung hervorrufen4 ,so ist denn auch der ,grund der ,humors der ,falstaff'schen ,rede in gewisser ,weise gerade der entgegengesetzte von demjenigen1 den ,lazarus angiebt4 ,nicht dass ,falstaff das ,recht des ,sittlichen bewusst verneint1 sondern das er zu dem1 was er sagt1 selbst ein gewisses1 nmlich individuelles1 sittliches ,recht hat1 das macht den ,humor der ,rede4 ,wie ,lazarus in der ,bestimmung des ,humors die ,hauptsache bersieht1 dies wird nicht minder deutlich aus seinem allgemeinen ,erklrungsversuch4 ,der ,seelenzustand des ,humors soll sich ergeben aus dem ,wesen und ,verhltnis von ,fhlen und ,denken4 ,indem das ,gefhl der ,realitt ebenso herrschend ist1 wie der ,gedanke des ,idealen1 entspringt durch die ,gleichzeitigkeit eine notwendige ,verschmelzung beider1 vermge deren das ,ideale den psychologischen ,wert und ,reiz des ,realen erhlt1 sodass im ,humor nicht nur die ,wirklichkeit und die sinnliche ,welt1 sondern auch die ,idee selbst anders1 nmlich tiefer1 krftiger1 lebensvoller aufgefasst wird als im abstrakten ,idealismus4 ,diese ,erklrung erweckt allerlei ,bedenken4 ,zunchst frage ich mich vergeblich1 nach welchem psychologischen ,gesetz jene ,verschmelzung geschehen1 und nach welchem psychologischen ,gesetz sie die ihr hier von ,lazarus aufgebrdete ,wirkung haben solle4 ,ich knnte weiterhin darauf aufmerksam machen1 wie viel ,unheil in der sthetik das nichtssagende ,abstraktum ,idee schon angerichtet hat4 ,lassen wir uns aber diesen ,begriff gefallen1 dann mssen wir allgemein sagen3 ,mag noch so sehr das ,ideale und ,reale in uns gleichzeitig ,macht gewinnen und das ,gefhl des einen mit dem ,gedanken des andern1 ich weiss nicht wie1 verschmelzen2 der ,eindruck des ,humors ensteht uns jedenfalls erst1 wenn wir das ,ideale in einer ,persnlichkeit verwirklicht finden1 und zugleich auch nicht verwirklicht finden1 wenn also das ,ideale das ,reale ist1 und doch zugleich nicht ist4 ,oder wenn wir jetzt wiederum auf das ,ideale und ,reale verzichten4 ,der eigentliche ,grund und ,kern des ,humors ist berall und jederzeit das relativ ,gute1 ,schne1 ,vernnftige1 das auch da sich findet1 wo es nach unseren gewhnlichen ,begriffen nicht vorhanden1 ja geflissentlich negiert erscheint4 ,lazarus bezeichnet den ,humor der ,fallstaff'schen ,rede im ,gegensatz zum ,humor ,trim's als objektiven4 ,dieser ,unterschied ist ungltig4 ,falstaff und ,trim erscheinen humoristisch aus vllig gleichem ,grunde4 ,,naivit,t ,,und ,,humor4 ,in allem naiv ,komischen steckt nach oben ,gesagtem ,humor4 ,ich bezeichnete diesen ,humor als die ,kehrseite der naiven ,komik4 ,aber es kann nicht umgekehrt gesagt werden1 jeder ,humor sei naiv4 ,vielleicht ist man geneigt1 schon einige der oben angefhrten ,flle des naiv ,komischen1 vor allem die naive ,komik des ,sokrates nicht mehr als naiv-komisch gelten zu lassen4 ,zur ,naivitt gehrt es1 ihrer selbst unbewusst zu sein4 ,daraus folgt dann1 was den ,humor betrifft1 freilich zunchst nur dies1 dass es einen unbewussten ,humor giebt4 ,andererseits kann aber der ,humor als vollbewusster sich darstellen4 ,diesen bewussten ,humor will ,hecker einzig als ,humor anerkennen4 ,der ,humor1 meint er1 sei im ,gegensatz zum ,naiven vllig bewusst1 ja willkrlich4 ,das ist dann eine engere ,fassung des ,begriffs des ,humors1 die wir nicht mitmachen wollen4 ,die ,einsicht in das positive ,wesen des ,humors1 das vom ,gegensatz des ,bewussten und des ,unbewussten unabhngig ist1 verbietet es uns4 ,auch der ,sprachgebrauch widerspricht4 ,es ist naiv1 wenn die ,putten in ,rafaels ,madonna di ,san ,sisto so recht kindlich1 und doch so ganz entgegen dem feierlichen ,charakter des ,vorganges sich ber die ,brstung lehnen4 ,aber niemand wird uns verwehren drfen zu sagen1 es stecke darin kstlicher ,humor4 ,wenn ,brsig gegen ,bildung und ,sitte verstsst1 so thut er dies meist vllig unbewusst4 ,er ist also insofern naiv4 ,und doch bezeichnet ,lazarus mit ,recht ,brsig als eine der groartigsten humoristischen ,schpfungen1 ,und wir knnen noch mehr sagen4 ,auch im bewussten ,humor steckt eine ,art der ,naivitt4 ,nicht nur bei ,falstaff und ,trim1 sondern auch bei ,hamlet1 beim ,narren im ,lear1 selbst bei ,mephisto1 ist der eigentliche ,kern des ,humors nicht ein ,ergebnis bewusster ,reflexion1 sondern das ,gesunde1 ,gute1 ,vernnftige1 das in der innersten ,natur der ,persnlichkeit liegt und darum nicht umhin kann1 in ihrem verkehrten oder nrrischen ,gebaren mit naiver ,gewalt sich geltend zu machen4 ,damit ist doch jener ,gegensatz des ,bewussten und des ,unbewussten nicht aufgehoben4 ,der ,humor kann1 sagte ich1 schliesslich ein vollbewusster sein4 ,er ist ein solcher1 wenn der ,trger desselben sich sowohl des ,rechtes1 als auch der ,beschrnktheit seines ,standpunktes1 sowohl seiner ,erhabenheit als auch seiner relativen ,nichtigkeit bewusst ist1 wenn er also neben seinem ,rechte auch das ,recht derer anerkennt1 denen sein ,thun komisch ist4 ,dies ist der ,humor1 von dem ,kuno ,fischer sagt1 er sei die volle und freie ,selbsterkenntnis1 die nicht mglich ist1 ohne helle ,erleuchtung der eigenen ,karikatur1 ohne die komischen ,vorstellungen der anderen heiter ber sich ergehen zu lassen4 ,es muss nur hinzugefgt werden1 dass dies heitere bersichergehenlassen der komischen ,vorstellungen anderer nur mglich ist1 wenn der ,trger des ,humors zugleich des relativen ,rechtes seines ,thuns1 wenn er also eines diesem ,thun zu ,grunde liegenden positiven ,kernes seiner ,persnlichkeit1 der durch das ,lachen der anderen nicht getroffen wird1 sich bewusst ist4 ,die vollbewusste humoristische ,persnlichkeit lsst andere ber ihr ,gebaren lachen und lacht selbst herzlich mit2 zugleich weiss sie sich doch im innersten ,kern ihrer ,persnlichkeit ber jenes ,lachen erhaben4 ,sie lacht auch wieder ber dies ,lachen und lacht so am besten1 weil sie zuletzt lacht4 ,man erinnert sich1 dass wir das ,verhalten des ,sokrates bei ,auffhrung der ,wolken oben als letztes ,beispiel der naiven ,komik auffhrten1 zugleich aber zugaben1 dass der ,name des ,humors dafr geeigneter erscheine4 ,wir knnen jetzt nicht nur ,humor1 sondern vollbewussten ,humor im eben bezeichneten ,sinne darin erblicken4 ,es entfernt sich dann ,sokrates' ,verhalten mglichst weit von dem naiv ,komischen im engeren ,sinne4 ,schon dass ,sokrates der ,auffhrung der ,wolken beiwohnt und mitlacht1 wenn sein ,gegenbild auf der ,bhne verlacht wird1 ist humoristisch4 ,wie thricht1 wenn man dem ,lachen ,anderer zu begegnen meint1 indem man mitlacht2 wie schwchlich1 wenn man auch nur dies ,lachen1 statt irgendwie dagegen aufzutreten oder es abzuwehren1 sich gefallen lsst4 ,giebt man nicht damit den ,lachern ,recht8--,aber eben dies ist die ,meinung des ,sokrates4 ,er versteht den ,standpunkt des ,volksbewusstseins1 zu dessen ,vertreter sich ,aristophanes gemacht hat1 und sieht darin etwas relativ ,gutes und ,vernnftiges4 ,er anerkennt eben damit das relative ,recht derer1 die seinen ,kampf gegen das ,volksbewusstsein verlachen4 ,damit erst wird sein ,lachen zum ,mitlachen4 ,andererseits lacht er doch ber die ,lacher4 ,er thut es und kann es thun1 weil er des hheren ,rechtes und notwendigen ,sieges seiner ,anschauungen gewiss ist4 ,eben dieses ,bewusstsein leuchtet durch sein ,lachen1 und lsst es in seiner ,thorheit logisch berechtigt1 in seiner ,nichtigkeit sittlich erhaben erscheinen4 ,dieser ,humor steigert sich dann noch1 wenn ,sokrates sich erhebt und seinen ,lachern geflissentlich preisgiebt4 ,jetzt erst begeht er eine rechte ,thorheit2 und er begeht sie mit vollem ,bewusstsein4 ,er erniedrigt sich nicht nur in den ,augen der ,menge1 sondern er weiss1 dass er sich erniedrigt1 und er weiss es nicht nur1 sondern er giebt wiederum denen1 die ihn jetzt erst recht verlachen1 relativ ,recht4 ,die ,menge1 wie kann sie anders--nach gewhnlicher und in ihrer ,art wohlberechtigter ,anschauung--als solches ,gebaren thricht finden1 und wie sollte sie das natrliche ,recht sich verkmmern lassen1 ber das zu lachen1 was nun einmal ihren ,horizont berschreitet4 ,zugleich lacht doch ,sokrates wiederum ber die1 deren relatives ,recht1 ihn zu verlachen1 er einrumt1 weil er weiss1 das seine ,erhabenheit der ,erniedrigung zum ,trotz bestehen bleibt1 ja in derselben erst recht zu ,tage tritt4 ,indem ich hier den vollbewussten ,humor zu kennzeichnen versuche1 habe ich im ,grunde auch schon das ,wesen des ,humors nicht als einzelnen humoristischen ,thuns1 sondern als einer ,gesinnung oder ,denkweise bezeichnet4 ,diese beiden ,begriffe des ,humors wollten wir oben scharf unterscheiden4 ,auch jetzt bleiben wir bei dieser ,unterscheidung4 ,zugleich sehen wir doch1 dass die ,inhalte dieser beiden ,begriffe aufs unmittelbarste zusammenhngen4 ,die ,denkweise des ,humors ist es1 die dem bewusst humoristischen ,thun zu ,grunde liegt und darin sich kundgiebt4 ,auch ,sokrates handelt nicht nur humoristisch1 sondern er denkt humoristisch oder hat ,humor4 ,er knnte sonst nicht so handeln wie er handelt4--,andererseits brauchen wir ,humor1 um den ,humor des ,sokrates'schen ,thuns zu verstehen4 ,wir knnen aber berhaupt jeder ,art der ,komik mehr oder weniger ,humor entgegenbringen4 ,je mehr wir ihr entgegenbringen1 um so mehr ,sinn fr ,komik haben wir4 ,ich sagte schon oben1 dass in der ,komik nicht nur das ,komische in nichts zergeht1 sondern auch wir in gewisser ,weise1 mit unserer ,erwartung1 unserem ,glauben an eine ,erhabenheit oder ,grsse1 den ,regeln oder ,gewohnheiten unseres ,denkens u4 s4 w4 zu nichte werden4 ber dieses eigene ,zunichtewerden erhebt sich der ,humor4 ,dieser ,humor1 der ,humor1 den wir angesichts des ,komischen haben1 besteht schliesslich ebenso wie derjenige1 den der ,trger des bewusst humoristischen ,geschehens hat1 in der ,geistesfreiheit1 der ,gewissheit des eigenen ,selbst und des ,vernnftigen1 ,guten und ,erhabenen in der ,welt1 die bei aller objektiven und eigenen ,nichtigkeit bestehen bleibt1 oder eben darin zur ,geltung kommt4 ,er besteht schliesslich darin1 das will sagen1 dass freilich nicht jeder ,humor diese hchste ,stufe erreicht4 ,es giebt niedrigere ,arten des ,humors1 und es giebt neben dem hier vorausgesetzten positiven einen negativen1 neben dem vershnten einen entzweiten ,humor4 ,,humor ,,und ,,psychische ,,stauung4 ,auf diese ,unterschiede werden wir spter zurckzukommen haben4 ,einstweilen sahen wir1 dass ,erhabenheit in der ,komik das ,wesen des ,humors bezeichnet4 ,wir sagten aber auch schon1 der ,humor sei ,erhabenheit in der ,komik und durch dieselbe4 ,die ,erhabenheit ist nicht nur bei der ,komik1 oder irgendwie mit ihr verbunden1 sondern die ,komik lsst die ,erhabenheit erst eigentlich fr uns zu stande kommen4 ,wie dies mglich ist1 dies sagt uns wiederum das ,gesetz der psychischen ,stauung4 ,wiefern eine solche ,stauung bei aller ,komik stattfinde1 haben wir gesehen4 ,wir sahen1 wie diese ,stauung die ,verblffung bewirkt1 wie sie dann den ,anspruch des ,nichtigen ein ,erhabenes zu sein1 heraustreten lsst und dadurch das ,nichtige1 auch nachdem es als solches1 das heisst als ,nichtiges sich dargestellt hat1 zum ,gegenstande der ,aufmerksamkeit1 und damit zum ,objekte des freien und heiteren ,spieles der ,auffassung werden lsst4 ,zugleich aber bewirkt die ,stauung ein ,weiteres2 nmlich die nachfolgende ,rckwrtswendung des ,blickes auf dasjenige1 das den ,anspruch der ,erhabenheit machte4 ,dabei bestehen die beiden ,mglichkeiten3 ,dieser ,anspruch erscheint auch jetzt als blosser ,anspruch2 oder er erscheint als berechtigter ,anspruch4 ,wie sonst1 so lsst auch hier die ,rckwrtswendung des ,blickes1 das heisst die ,rckkehr der seelischen ,bewegung nach ihrem ,ausgangspunkte zu1 an diesem ,ausgangspunkte neue ,seiten entdecken1 falls nmlich an ihm solche zu entdecken sind4 ,ich erinnere noch einmal an eines der oben angefhrten ,beispiele3 ,auf ein ,a sahen wir in der ,erfahrung sonst ein ,b folgen4 ,jetzt folgt ihm ein dem ,b widersprechendes ,b#a4 ,dann ist das ,erste die ,verblffung1 das ,griechisch3 thaumazein1 die ,frage3 ,was ist oder was will das4 ,ihr folgt das sich ,besinnen1 die ,konzentration auf das ,a und die ,erwartung1 dass wieder ,b folge4 ,das ,dritte ist in diesem ,falle--nicht die ,auflsung der ,erwartung in nichts1 aber das ,bewusstsein des ,widerspruches4 ,daran aber schliesst sich die ,rckkehr zu dem ,a4 ,und diese ,rckkehr ist gleichbedeutend mit einer genaueren ,betrachtung des ,a1 mit der ,frage1 ob ,a wirklich das ,a sei1 auf das sonst das ,b folgte4 ,dabei kann an dem ,a etwas gefunden werden1 das es von jenem ,a unterscheidet1 es zu einem davon verschiedenen ,a#a macht4 ,der gleiche ,prozess vollzieht sich auch bei der ,komik4 ,auch hier fhrt die ,rckkehr zu ,a1 ich meine zu dem1 was als erhaben sich gebrdete1 zur volleren ,erkenntnis desselben4 ,hat dasselbe begrndeten ,anspruch auf ,erhabenheit1 so wird1 was diesen ,anspruch begrndet1 entdeckt1 oder es tritt deutlicher ins ,bewusstsein4 ,das ,komische erscheint schliesslich vielleicht als das eigentlich ,erhabene4 ,indem das nicht nur scheinbar1 sondern in ,wahrheit ,erhabene solchergestalt aus dem komischen ,prozess erst recht als ein ,erhabendes emportaucht1 besitzt es zugleich fr uns einen besonderen ,charakter4 ,es giebt eben doch an ihm eine ,seite1 oder es giebt fr dasselbe eine mgliche ,beleuchtung1 die es jederzeit wiederum zum ,gegenstand der ,komik oder unserer spielenden ,anfassung werden lassen kann4 ,dadurch mildert sich seine ,erhabenheit4 ,hat die ,erhabenheit ,strenge1 so weicht diese ,strenge4 ,der ,gegenstand der ,ehrfurcht wird uns vertrauter1 wird ,gegentand der ,liebe4 ,es ist die ,aufgabe des ,humors1 ,erhabenes liebenswert erscheinen zu lassen1 wie es andererseits seine ,aufgabe ist1 ,erhabenes im ,verborgenen1 in der ,enge und ,gedrcktheit1 im ,geringgeachteten und ,verachteten1 in jeder ,art der ,kleinheit und ,niedrigkeit aufzusuchen4 ,,xvii4 ,,kapitel4 ,,arten ,,des ,,humors4 ,,die ,,daseinsweisen ,,des ,,humors4 ,das allgemeine ,wesen des ,humors1 von dem im ,vorstehenden die ,rede war1 bestimmt sich genauer und gewinnt mannigfache speciellere ,zge in den verschiedenen ,arten des ,humors4 ,solche lassen sieh zunchst unterscheiden nach zwei ,gesichtspunkten4 ,mehrfach schon war die ,rede vom ,humor als ,stimmung1 oder als ,weise der ,betrachtung der ,dinge4 ,ich habe ,humor1 wenn ich diese ,stimmung habe oder dieser ,weise der ,betrachtung mich hingebe4 ,ich selbst bin hier der ,erhabene1 der sich ,behauptende1 der ,trger des ,vernnftigen oder ,sittlichen4 ,als dieser ,erhabene oder im ,lichte dieses ,erhabenen betrachte ich die ,welt4 ,ich finde in ihr ,komisches und gehe betrachtend in die ,komik ein4 ,ich gewinne aber schliesslich mich selbst1 oder das ,erhabene in mir1 erhht1 befestigt1 gesteigert wieder4 ,damit ist hier der humoristische ,prozess vollendet4 ,man erinnert sich des ,gegenstckes dieser humoristischen ,weltbetrachtung1 das uns oben bei ,betrachtung der ,tragik begegnete4 ,es besteht in der ,weltbetrachtung1 die einen sittlichen ,massstab anlegt--nicht an das ,kleine und ,nichtige1 oder an das1 was so erscheint1 sondern an das ,schlechte1 das ,bse1 das bel2 kurz das ernste ,nichtseinsollende4 ,auch aus solcher ,weltbetrachtung kann ich in meiner ,persnlichkeit oder meinem sittlichen ,bewusstsein gesteigert zu mir zurckkehren4 ,neben diese ernst sittliche ,weltbetrachtung stellten wir die gleichartige ,darstellung der ,welt1 der ,menschen1 des ,geschehens in der ,welt4 ,dieser entspricht in der ,sphre des ,humors die humoristische ,darstellung4 ,ich finde das ,kleine1 ,nichtige1 ,belachens- und ,verlachenswerte dargestellt und komisch beleuchtet3 zugleich offenbart sich in der ,weise der ,darstellung der vernnftige oder sittliche ,standpunkt4 ,sein ,recht1 seine ,wahrheit1 seine berlegenheit wird aus der ,darstellung offenbar und eindringlich4 ,die dritte ,daseinsweise des ,humors endlich ist verwirklicht im objektiven ,humor4 ,hier ist das ,positive des ,humors1 d4 h4 das ,erhabene nicht mehr bloss in mir1 auch nicht lediglich in der ,weise der ,darstellung1 sondern es findet sich1 ebenso wie das ,nichtige1 in den dargestellten ,objekten4 ,diese ,daseinsweise des ,humors erst hat ihr ,gegenstck in der ,tragik1 und weiterhin in jeder knstlerischen ,darstellung1 in der das ,bse und das ernste bel in der ,welt einen ,faktor des sthetischen ,genusses ausmacht4 ,bleiben wir noch einen ,augenblick bei diesen drei ,daseinsweisen des ,humors4 ,der ,humor1 so sagen wir1 ist ,erhabenheit in der ,komik und durch dieselbe4 ,bei der humoristischen ,weltbetrachtung nun ist zunchst das ,erhabene in mir4 ,dann freilich ist auch das ,komisch-,nichtige in mir1 aber nur sekundrer ,weise1 nur sofern1 wie schon frher gesagt1 mein ,eingehen in die ,komik zugleich eine ,art des ,zunichtewerdens meiner selbst in sich schliesst4 ,lediglich soweit dies der ,fall ist1 besteht hier ,erhabenheit in der ,komik und demnach ,humor4 ,damit ist zugleich gesagt1 dass dieser ,humor in sehr verschiedenen ,graden sich verwirklichen kann4 ,es fragt sich jedesmal1 in welchem ,masse ich mir das eigene ,zunichtewerden gefallen lassen kann1 und in welchem ,masse ich doch zugleich davor geschtzt bin1 thatschlich zu nichte zu werden4 ,ich muss1 um diesen ,humor zu erleben1 von meiner ,hhe herabsteigen2 aber nicht1 um da unten zu bleiben1 sondern um von da aus jene ,hhe zu ermessen und erst recht zu erkennen1 also in meinen ,gedanken1--und darum handelt es sich ja hier--doch auch wiederum auf der ,hhe zu bleiben1 und jetzt erst mit vollem ,bewusstsein da zu sein4 ,darin liegt dann zugleich das ,umgekehrte3 ,ich bin auf der ,hhe nicht abgeschlossen1 wie auf einer einsamen weltabgeschiedenen ,hhe4 ,sondern ich bin da mit der ,mglichkeit1 immer wiederum herabzusteigen und mich in die nichtige ,welt zu mischen4 ,und ich bin immer wiederum im ,begriff dies zu thun4 ,ich bin auf der ,hhe mit der eigentmlichen ,geistesfreiheit1 die hieraus sich ergiebt4 ,derselbe ,humor liegt bei der humoristischen ,darstellung in der ,weise der ,darstellung4 ,er liegt zugleich in mir1 sofern ich die ,darstellung innerlich nachmache und ihren ,humor in mir nacherlebe4 ,auch hier ist das ,komische oder das ,zunichtewerden nur sekundrer ,weise mit dem ,erhabenen--in der ,darstellung und in mir--vereinigt4 ,sofern ich den hieraus sich ergebenden ,humor in der ,darstellung finde1 ist derselbe objektiver ,humor2 das ,gefhl dafr ist eine ,weise des objektivierten ,selbstgefhls4 ,andererseits ist der ,humor der ,darstellung doch wiederum kein objektiver3 ,er ist noch nicht in den dargestellten ,objekten4 ,darum bezeichne ich den oben sogenannten objektiven ,humor speciell mit diesem ,namen4 ,bei ihm ist der ,humor dreifach da3 in den ,objekten1 in der ,weise der ,darstellung und in mir4 ,dies doch nicht im ,sinne des ,nebeneinander4 ,der ,humor ist in ,wahrheit nur in mir4 ,aber ich erlebe ihn in den ,objekten und der ihrer ,natur entsprechenden ,darstellung4 ,,humor ,,der ,,darstellung4 ,der ,humor der ,darstellung ist lyrisch4 ,das ,spezifische der ,lyrik ist dies1 dass bei ihr das eigentliche ,objekt der ,darstellung1 das innere ,geschehen1 keinen persnlichen ,trger hat4 ,man sagt wohl1 ,trger dieses inneren ,geschehens sei der ,dichter4 ,dies ist unrichtig1 wenn man mit dem ,dichter diese bekannte oder unbekannte wirkliche ,persnlichkeit meint4 ,diese ,persnlichkeit mag ein hnliches inneres ,geschehen thatschlich einmal erlebt haben4 ,aber fr das dichterische ,erzeugnis kommt nur die ,thatsache in ,betracht1 dass der ,dichter als ,dichter den ,inhalt der ,dichtung in sich erlebt hat4 ,er hat ihn erlebt als ,dichter1 d4 h4 aber2 er hat ihn erlebt als ideelle ,persnlichkeit1 nicht als dieser bestimmte ,mensch1 sondern als ideeller ,reprsentant des ,menschen4 ,sein etwaiges wirkliches ,erleben ist hierfr nur ,vorbild4 ,als solcher ideeller ,reprsentant des ,menschen erlebt der ,dichter das lyrisch dargestellte innere ,geschehen1 solange er es eben erlebt1 d4 h4 insbesondere im ,akte des ,dichtens4 ,genau in derselben ,weise aber erleben wir es1 wenn wir die ,dichtung hren1 lesen1 uns derselben erinnern1 und sie geniessen4 ,so oft wir dies thun1 treten wir an die ,stelle des ,dichters4 ,wir sind jetzt die ,trger jenes inneren ,geschehens1 wiederum nicht als diese realen ,persnlichkeiten1 sondern als ideelle ,reprsentanten des ,menschen4 ,ich sage3 des ,menschen2 in jedem einzelnen ,falle ist dies natrlich nicht der ,mensch berhaupt1 sondern eine bestimmte ,seite am ,menschen oder eine mehr oder minder speciell geartete1 auch durch ussere ,umstnde mehr oder minder determinierte ,modifikation des ,menschen4 ,dies meine ich1 wenn ich sage1 das in der ,lyrik dargestellte innere ,geschehen habe keinen persnlichen ,trger4 ,es hat zum ,trger nicht eine ,persnlichkeit1 die von derjenigen1 die das lyrische ,produkt in sich erlebt und geniesst1 verschieden wre4 ,es hat also bald diesen bald jenen ,trger4 ,zugleich sind alle diese ,trger doch wiederum nur ,beispiele des persnlichen ,trgers1 der so oder so gearteten ,modifikation des ,menschen oder des ,menschseins4 ,darum ist es doch nicht in jedem ,sinne zutreffend1 wenn man die ,lyrik die subjektive ,dichtungsgattung nennt4 ,eben dieser unpersnliche ,trger ist nicht nur im ,dichter vorhanden1 wenn er dichtet1 und in uns1 wenn wir das dichterische ,erzeugnis uns innerlich zu eigen machen1 sondern er ist zugleich im ,kunstwerk1 also objektiv da4 ,als objektiver ,vorgang1 als etwas uns ,gegebenes tritt uns das dargestellte innere ,geschehen entgegen4 ,es ist fr uns nicht nur ein subjektives1 sondern zugleich ein objektives persnliches ,erleben4 ,das innere ,geschehen wird nicht nur von uns erlebt1 sondern es geschieht zugleich ausser uns1 und wird von uns miterlebt4 ,oder was dasselbe sagt3 ,auch hier objektivieren wir unser ,erleben1 und uns1 sofern wir es erleben2 auch hier erleben wir1 was wir erleben1 in einem ,anderen4 ,nur nicht in einem bestimmten1 vom ,dichter uns vor ,augen gestellten ,anderen1 sondern in einem ,anderen1 der fr uns--nicht individuell1 sondern der ,art nach dieser oder jener ist1 soweit ihn das dargestellte innere ,geschehen als diesen oder jenen charakterisiert1 d4 h4 von anderen qualitativ unterscheidet4--,natrlich rede ich hier von der reinen ,lyrik4 ,so nun verhlt es sich auch bei der humoristischen ,darstellung im hier vorausgesetzten ,sinne dieses ,begriffes4 ,wir erleben den ,humor mit oder nach1 aber nicht als ,humor in einem dargestellten ,individuum1 sondern als berindividuellen ,humor oder als ,humor im ,menschen1 nmlich im ,menschen1 sofern er eben solchen ,humor haben kann und hat4 ,dagegen ist der speciell von uns sogenannte objektive ,humor1 sofern er knstlerisch verwirklicht ist1 episch oder dramatisch4 ,das heisst3 er ist ,humor eines dargestellten ,individuums1 das je nachdem einer1 obzwar auch nur ideellen ,zeit1 oder keiner ,zeit1 d4 h4 der zeitlosen ,gegenwart angehrt4 ,in jenem ,falle wird er von uns im engeren ,sinne des ,wertes nacherlebt1 in diesem unmittelbar miterlebt4 ,,stufen ,,des ,,humors4 ,die zweite ,einteilung von ,arten des ,humors hat mit der soeben vollzogenen dies gemein1 dass auch bei ihr die ,beziehung des ,erhabenen zum ,komischen den ,einteilungsgrund bezeichnet4 ,nur ist diese ,beziehung hier anderer ,art4 ,die ,komik1 die einer ,person anhaftet1 oder in welche dieselbe verflochten ist1 kann einmal harmlos1 unschdlich1 ohne ernsten ,stachel sein4 ,wir sind1 indem wir das ,komische wahrnehmen1 unmittelbar damit vershnt1 weil wir uns unmittelbar darber erheben knnen oder unmittelbar darber erhoben werden4 ,ohne ,konflikt oder ,kampf ist die ,erhabenheit zugleich mit der ,komik fr uns da4 ,ein andermal ist das ,komische an sich ein ,verletzendes4 ,das ,objekt der ,komik ist nicht ,gegenstand des ,lchelns oder des harmlos herzlichen ,lachens2 sondern es erscheint lcherlich und wird verlacht4 ,ein ,gegensatz1 ein ,kampf1 ein ,konflikt findet statt zwischen ihm und einem ,erhabenen oder der ,forderung eines solchen4 ,eben dieser ,konflikt aber stellt das ,erhabene ins ,licht4 ,und zwar nehmen wir hier an1 dass das ,dasein des ,konfliktes1 ohne usserliche ,lsung desselben1 diese ,wirkung hat4 ,die dritte ,mglichkeit endlich ist die1 dass ein solcher ,konflikt nicht nur besteht1 sondern sich lst1 d4 h4 das ,lcherliche berwunden1 das ,nichtige vernichtet wird oder selbst sich vernichtet1 und damit das ,erhabene oder die ,forderung desselben1 die vorher geleugnet war1 zum ,sieg gelangt4 ,offenbar ist unter diesen drei ,stufen des ,humors die erste diejenige1 der nun zunchst den ,namen des ,humors zugestehen wird4 ,wir wollen sie als die des vershnten1 oder des konfliktlosen1 oder des in sich unentzweiten ,humors bezeichnen4 ,die zweite ,stufe drfen wir dann bezeichnen als die ,stufe des in sich entzweiten oder des satirischen ,humors4 ,entzweiung1 ,gegensatz1 ,konflikt ist ja das ,charakteristische der ,satire4 ,ich verhalte mich zum ,komischen satirisch1 indem ich es als zum ,erhabenen oder zur ,forderung eines solchen gegenstzlich erkenne1 verlache1 lachend verurteile4 ,in dieser ,verurteilung tritt die ,erhabenheit des ,erhabenen1 sein hheres ,recht1 seine berlegenheit ans ,licht4 ,dieser ,humor kann scharf1 bitter1 ja verzweifelt sein4 ,er bleibt doch ,humor1 so lange er das ,komische nicht einfach als nichtseinsollend abweist1 sondern1 wie es in der ,natur der ,satire liegt1 lachend in dasselbe eingeht1 also daran teil nimmt4 ,was endlich die dritte der oben bezeichneten ,stufen des ,humors betrifft1 so ist dabei dies zu bedenken3 ,das ,nichtige1 so sagte ich1 tritt hier zum ,erhabenen in ,gegensatz und wird vernichtet4 ,das ,erhabene erringt den ,sieg4 ,aber dies muss1 wenn hier wirklich eine ,stufe1 des ,humors gegeben sein soll1 in humoristischer ,weise geschehen4 ,und dies schliesst in sich1 dass dem ,nichtigen das ,erhabene nicht als ein durchaus ,fremdes entgegentritt4 ,das ,erhabene darf nicht einfach von aussen her dem ,nichtigen entgegentreten und es beseitigen oder seinen ,geltungs- oder ,herrschaftsanspruch aufheben4 ,sondern das ,nichtige muss dazu1 als solches1 eine ,handhabe bieten4 ,es muss in gewisser ,weise sich selbst vernichten und dem ,erhabenen zum ,siege verhelfen4 ,es muss in solcher ,weise das ,erhabene in sich selbst tragen4 ,oder umgekehrt1 das ,erhabene muss in das ,nichtige eingehen1 und indem es dies thut1 also in gewisser ,weise als ,nichtiges1 seine ,erhabenheit zum ,sieg bringen4 ,auch hier erscheint dieser ,sieg unter dem ,gesichtspunkt einer ,selbstvernichtung des ,nichtigen4 ,nun war uns1 wie man sich erinnert1 die ,ironie die ,komik der ,selbstvernichtung4 ,sie war das ,zergehen eines ,erhabenheitsanspruches durch diesen ,anspruch selbst1 oder durch die ,weise1 wie er erhoben wird1 durch die ,festhaltung desselben1 oder die aus ihm folgenden ,konsequenzen4 ,ironie des ,schicksals ist die objektive ,komik1 die darin besteht1 dass das selbstgewiss auftretende ,wollen sich selbst ad absurdum fhrt1 oder gerade durch das1 was seiner ,verwirklichung zu dienen schien1 oder zu dienen bestimmt war1 ad absurdum gefhrt wird4 ,witzige ,ironie ist die ,vernichtung des scheinbar ,sinnvollen oder auf ,sinn ,anspruch ,erhebenden durch die ,art wie der ,anspruch erhoben wird1 oder auf ,grund der aus ihm sich ergebenden ,konsequenzen4 ,demgemss haben wir ein ,recht1 diese dritte ,stufe des ,humors als die des ironischen ,humors zu bezeichnen4 ,will man diesen ,namen vermeiden1 so nenne man ihn wiedervershnten ,humor1 entsprechend dem von ,hause aus vershnten und dem entzweiten ,humor4 ,,unterarten ,,des ,,humors4 ,die beiden im ,vorstehenden unterschiedenen ,einteilungen von ,arten des ,humors kreuzen sich4 ,und daraus ergeben sich dreimal drei ,arten4 ,ich erhebe mich das eine ,mal ber das ,zunichtewerden dieser oder jener ,erwartungen und ,forderungen in der ,welt1 weil ich den ,humor dazu besitze1 d4 h4 weil mein ,glaube an das ,seinsollende1 meine ,empfnglichkeit fr das ,gute1 meine ,freude am ,schnen stark genug ist1 um durch jenes ,zunichtewerden nicht angetastet zu werden4 ,mag sich die ,welt auch nrrisch gebrden1 und auch an meiner ,person oder meinem ,geschick das ,nrrische nicht fehlen1 so bleibe ich doch meiner selbst und der ,welt1 in dem1 was den ,kern oder das ,wesentliche an beiden ausmacht1 gewiss4 ,vielmehr1 indem ich diese ,selbstgewissheit oder diese ,erhabenheit meiner ,betrachtung oder ,stimmung dem ,nrrischen entgegensetze und sie ihm zum ,trotz behaupte1 tritt diese ,selbstgewissheit erst in ihrer ,strke hervor1 oder zeigt sich in der ,macht1 die sie in mir besitzt4 ,offenbar gewinnt dieser subjektive ,humor oder dieser ,humor meiner ,weltbetrachtung eine andere und andere ,bedeutung1 je nachdem die ,betrachtung lediglich vom ,standpunkte meiner individuellen ,neigungen1 ,wnsche1 ,anschauungen1 ,stimmungen1 oder von einem objektiven1 d4 h4 allgemein menschlichen ,standpunkt aus geschieht4 ,sie hat im letzteren ,falle1 obgleich ihrem ,wesen nach subjektiv1 doch objektive ,geltung oder objektiven ,wert4 ,die fragliche ,weise der ,weltbetrachtung gewinnt in anderer ,richtung einen verschiedenen ,charakter1 je nachdem der ,gegensatz des ,erhabenen und ,nichtigen1 um den es sich dabei handelt1 dem ,gebiet der verstandesgemssen ,erkenntnis oder dem ,gebiet eudmonistischer ,zweckmssigkeit1 oder endlich dem eigentlich sittlichen ,gebiete angehrt4 ,der ,weltbetrachtung des vershnten oder unentzweiten ,humors steht gegenber die ,weltbetrachtung des entzweiten ,humors oder die satirische ,weltbetrachtung4 ,nicht immer ist die ,negation des ,seinsollenden harmlos4 ,oft genug sehen wir das ,nichtige1 das wesentlichen ,forderungen der ,idee widerstreitet1 in ,macht und ,geltung1 ,unvernunft1 ,zweckwidrigkeit1 sittliche ,verkehrtheit herrschen in der ,welt4 ,sie gebrden sich und drfen sich gebrden als wahre ,vernunft1 als echte ,zweckmigkeit1 als hohe ,moral4 ,der ,wahnwitz wird heilig gesprochen4 ,der gebildete und der ungebildete ,pbel fllt anbetend nieder vor der aufgeblasenen und aufgeputzten ,possenreisserei4 ,halte ich dem gegenber--noch nicht den ,glauben an den endlichen ,sieg der ,idee1 aber das ,bewusstsein der ,erhabenheit und ,wrde ihres ,wesens fest1 gewinne ich es zugleich ber mich1 jenes ,nichtige1 weil ich seine ,nichtigkeit und ,hohheit durchschaue--nicht nur zu verurteilen1 sondern zu verlachen1 und in mir selbst oder in meinem ,bewusstsein lachend zu vernichten1 so verhalte ich mich in meiner ,weltbetrachtung satirisch4 ,ich verspre zunchst das ,nichtige als ,nichtiges1 ich erlebe es1 dass mit der ,verneinung des ,sittlichen1 die ich in der ,welt vorfinde1 zugleich meine sittlichen ,forderungen zunichte werden4 ,zugleich aber gewinnt mein sittliches ,bewusstsein1 indem es gegen seine ,verneinung sich erhebt1 seine volle ,grsse und ,hhe4 ,in dieser ,erhebung besteht hier das ,positive des ,humors oder das siegreiche ,auftauchen des ,erhabenen aus dem komischen ,prozess4 ,auch hier wiederum knnen die soeben1 bei der vershnt humoristischen ,weltbetrachtung1 angedeuteten ,unterschiede gemacht werden4 ,endlich erscheint der in dieser satirischen ,weltbetrachtung liegende ,gegensatz wiederum aufgehoben1 der ,humor wird im einem wiederum in sich vershnten ,humor1 wenn und soweit ich mich zu der berzeugung hindurchzuarbeiten vermag1 dass das ,nichtige1 so sehr es in ,geltung sein mag1 doch schliesslich auch usserlich oder objektiv in seiner ,nichtigkeit offenbar werde1 dass das ,nichtige1 wenn es sich auswirke1 nicht umhin knne1 sich aufzuheben oder seine ,macht zu verlieren1 und damit der ,idee zum ,siege zu verhelfen4 ,diese im tiefsten und hchsten ,sinne humoristische ,weltbetrachtung bezeichnen wir als ironische ,weltbetrachtung oder als ,weltbetrachtung des ironischen ,humors4 ,ich brauche nicht zu sagen1 dass dieser ironische ,humor mit der ,ironie der romantischen ,schule nicht etwa eine und dieselbe ,sache ist4 ,die gleichen drei ,mglichkeiten1 wie bei der humoristischen ,weltbetrachtung1 bestehen rcksichtlich des ,humors der ,darstellung4 ,die ,darstellung ist harmlos humoristisch1 oder wenn man will humoristisch im engeren ,sinn1 d4 h4 nie stellt das ,kleine1 die ,schwchen an ,menschen und das ,komische ihres ,schicksals dar2 zugleich tritt aus der ,darstellung der ,glaube an das von der ,komik umspielte ,hhere1 ,sittliche1 ,erhabene vershnend und erhebend heraus4 ,sie ist andererseits satirische ,darstellung des anmasslichen und in ,geltung stehenden ,nichtigen und ,verkehrten1 eine ,darstellung1 die diesem ,anmasslichen die ,maske vom ,gesicht reisst1 den ,schein1 dass es ein ,recht habe1 in ,ansehen und ,geltung zu stehen1 zerstrt1 es dem ,verlachen preisgiebt1 aber eben dadurch die ,wrde und einzige ,hoheit der ,idee' vor ,augen stellt4 ,offenbar ist hiermit dasjenige bezeichnet1 was man gemeinhin oder vorzugsweise mit dem ,namen der ,satire zu belegen pflegt4 ,die humoristische ,darstellung ist endlich ironische ,darstellung des die ,idee ,negierenden1 das heisst eine ,darstellung1 die nicht nur gegen das ,nichtseinsollende sich erhebt1 sondern zugleich in demselben den ,keim der ,selbstvernichtung erblickt1 und im ,glauben1 dass schliesslich alles zum ,guten dienen msse1 das ,dasein desselben heiter ber sich ergehen lsst4 ,,die ,,humoristische ,,darstellung ,,und ,,der ,,witz4 ,hier ist der ,punkt1 wo auf die sthetische ,bedeutung1 die der ,witz zu gewinnen vermag1 oder auf die ,bedeutung des ,witzes als eines ,elementes des ,humors1 speciell hingewiesen werden kann4 ,der ,witz an und fr sich1 als dies reine ,vorstellungsspiel1 kann ebensowenig wie die objektive ,komik auf sthetischen ,wert ,anspruch erheben4 ,auch er kann einem sthetisch ,wertvollen nur dienen4 ,er ist aber als logisches ,spiel1 zu dem jede sachliche und persnliche ,beziehung nur als ein ihm ,fremdes hinzukommt1 auch davon noch um einen ,schritt weiter entfernt als das objektiv ,komische4 ,der ,witz nhert sich jener ,aufgabe zunchst1 insoweit bei ihm ,wahrheiten aus dem komischen ,prozess auftauchen und sich behaupten4 ,aber er nhert sich ihr damit auch nur4 ,das sthetisch ,wertvolle1 oder das ,schne1 ist nicht das ,wahre1 so gewiss ,wahrheit ,bedingung der ,schnheit ist4 ,auch ergetzliche ,belehrung ist keine sthetische ,leistung4 sthetischer ,wert ist ,wert von ,objekten1 von ,gegenstnden der ,anschauung oder der ,phantasie4 ,es ergiebt sich daraus1 dass der ,witz sthetische ,bedeutung besitzen kann1 nur sofern er solche ,objekte1 also ,dinge1 ,menschen1 ein ,geschehen an ,dingen oder ,menschen1 in die komische ,vorstellungsbewegung1 in welcher er psychologisch betrachtet besteht1 hineinzieht4 ,insoweit aber dies der ,fall ist1 ist der ,witz nicht mehr blosser ,witz1 sondern trgt ein ,moment der objektiven ,komik in sich4 ,als ,mittel zur ,erzeugung der objektiven ,komik also kann der ,witz allein sthetische ,bedeutung gewinnen4 ,in die komische ,vorstellungsbewegung des ,witzes wird nun zunchst dasjenige hineingezogen1 auf dessen ,kosten der ,witz gemacht wird4 ,dies ,objekt des ,witzes wird durch den ,witz in komische ,beleuchtung gerckt1 also als komisch oder in seiner ,komik dargestellt4 ,der ,witz1 sofern er objektive ,komik erzeugt1 ist demnach eine ,weise der komischen ,darstellung4 ,diese wird zur humoristischen ,darstellung1 wenn sie--humoristisch ist ,und dies kann sie sein in der soeben bezeichneten dreifachen ,art3 ,der ,witz deckt harmlos witzig1 oder im engeren ,sinne humoristisch1 ,schden und ,schwchen auf1 greift die ,wirklichkeit1 selbst die erhabenste an1 wo immer sie ihm einen ,angriffspunkt bietet1 und verrt dabei seinen ,glauben an die unmittelbare ,gegenwart und ,macht der ,idee4 ,er geisselt satirisch1 mit schneidendem ,witze1 das ,nichtseinsollende1 das sich blht1 und zeigt darin die ,festigkeit seines vernnftigen und sittlichen ,bewusstseins4 ,er wird endlich zur witzig ironischen ,darstellung1 aus der der ,glaube an den schliesslichen ,sieg des ,seinsollenden oder der ,idee hindurchleuchtet4 ,sowenig1 wie bereits zugestanden1 die im ,,xiii4 ,kapitel gegebene ,einteilung der ,arten des ,witzes vom sthetischen ,gesichtspunkte beherrscht war1 so wollte ich doch in ihr auf die soeben bezeichnete dreifache ,mglichkeit der sthetischen ,verwertung des ,witzes schon in gewisser ,weise vorbereiten4 ,ich wollte dies durch die ,art1 wie ich von dem bloss scherzenden ,witze den charakterisierenden und andererseits den ironischen ,witz unterschied4 ,nicht als knnte diese ,unterscheidung mit jener ,unterscheidung des harmlosen1 satirischen1 und ironischen ,humors einfach zusammentreffen4 ,der charakterisierende ,witz kann ja auch ,schwchen harmlos charakterisieren2 er dient andererseits der ,charakterisierung des ,wertvollen sogut wie der des ,nichtigen4 ,der ironische ,witz kann dem harmlos ,bescheidenen1 das selbst keinen ,anspruch erhebt1 spielend einen ,anspruch leihen1 um diesen ,anspruch wieder in sein ,gegenteil umschlagen zu lassen1 und auch er kann andererseits am ,wertvollen sich vergreifen4 ,immerhin fehlt eine ,beziehung zwischen beiden ,unterscheidungen nicht4 ,der bloss scherzende ,witz1 der nur1 was ihm eben vorkommt1 in seine willkrliche ,beleuchtung rckt1 ohne den ,anspruch zu machen1 es in seinem eigentlichen ,wesen zu treffen oder in seinem wahren ,lichte erscheinen zu lassen1 kann auch nicht den ,anspruch erheben1 das ,nichtseinsollende in seinem wahren ,wesen blosszustellen oder in sein ,nichts zrckzuschleudern4 ,ihm bleibt nichts als das harmlose ,spiel mit ,personen und ,objekten1 und die das ,wesen der ,objekte nicht berhrende ,komik1 der sie damit verfallen4 ,dagegen liegt es in der ,natur den charakterisierenden ,witzes1 auch das ,wesen des thatschlich ,nichtigen oder der ,idee ,widrigen1 das sich erhaben geberdet1 zu beleuchten4 ,ebenso wird der ironische ,witz1 der zunchst nichts ist1 als die in ihr ,gegenteil umschlagende ,bezeichnung oder ,aussage1 im ironischen ,humor1 der den ,anspruch des ,nichtseinsollenden in sein ,gegenteil umschlagen lsst1 eine wichtige1 ber den ,witz hinausgehende ,aufgabe haben4 ,er wird diese ,aufgabe erfllen1 beispielsweise immer dann1 wenn die in ihr ,gegenteil umschlagende ,bezeichnung oder ,aussage einen solchen ,anspruch des ,nichtseinsollenden zum ,inhalte hat4 ,,xviii4 ,,kapitel4 ,,der ,,objektive ,,humor4 ,,unentzweiter ,,humor4 ,dieselben drei ,mglichkeiten oder ,stufen1 wie wir sie beim ,humor der ,weltbetrachtung und beim ,humor der ,darstellung unterschieden haben1 bestehen endlich auch beim objektiven ,humor4 ,darauf haben wir noch etwas nher einzugehen4 ,nach dem oben ,gesagten unterscheiden wir einen harmlosen1 in sich unmittelbar vershnten1 unentzweiten1 im engeren ,sinne humoristischen objektiven ,humor2 andererseits einen in sich entzweiten oder satirischen2 endlich einen wiedervershnten oder ironischen objektiven ,humor4 ,der objektive ,humor gewinnt ein mannigfaltigeres ,ansehen1 wenn wir mit dieser ,dreiteilung hier sogleich den ,gegensatz der ,situations- oder ,schicksalskomik und der ,charakterkomik verbinden1 den wir oben bei ,betrachtung der objektiven ,komik feststellten1 dann aber einstweilen ausser ,acht liessen4 ,indem ich die hieraus sich ergebenden ,arten des ,humors bezeichne1 setze ich gleich voraus1 dass der ,humor in ,form des ,kunstwerkes uns entgegentrete4 ,dabei nehme ich mir die ,freiheit1 den ,namen ,komdie zu verallgemeinern1 und nicht nur das zunchst so benannte dramatische ,kunstwerk damit zu bezeichnen1 in dem die ,komik die hchste knstlerische ,verwertung findet1 sondern jedes ,kunstwerk1 in dem und soweit in ihm ein dargestelltes ,komisches ,trger des ,schnen oder ,vermittler des sthetischen ,wertes ist4 ,die ,komdie in diesem ,sinne ist erstlich harmlose oder im engeren ,sinne humoristische ,schicksalskomdie4 ,der ,mensch erfhrt die ,tcke des ,schicksals1 sei es in ,gestalt des blinden ,zufalls1 sei es in ,gestalt des neckenden oder feindlichen ,thuns anderer1 und wird objektiv komisch1 er erhebt sich aber darber1 als ber etwas1 das ihm und seinen wesentlichen ,zwecken nichts anhaben kann4--,ihr steht entgegen die harmlose ,charakterkomdie1 das heisst dasjenige ,kunstwerk1 in dem in der ,schwche1 ,beschrnktheit1 ,verkehrtheit des ,individuums und durch dieselbe das relativ ,gute1 ,vernnftige1 ,gesunde1 kurz das positiv ,menschliche sich offenbart4 ,diese ,art der ,schicksals- und ,charakterkomdie verwirklicht sich in der epischen ,poesie1 und soweit jener ,gegensatz des ,individuums und seiner ,komik in einer einzigen ,situation darstellbar ist1 schon in der bildenden ,kunst4 ,dass sie dagegen in ,gestalt des dramatischen ,kunstwerkes auftrete1 daran hindert der ihr eigentmliche ,mangel des dramatischen ,konflikts und der dramatischen ,entwicklung4 ,mag im komischen ,drama der ,konflikt gelst werden1 oder zur ,unlsbarkeit sich zuspitzen1 in jedem ,falle besteht ein ,konflikt1 und in jedem ,falle wird--nicht der ,konflikt1 aber das ,komische oder ,nichtige1 irgendwie berwunden1 nmlich objektiv thatschlich im ,falle der ,lsung1 nur innerlich im ,falle der ,unlsbarkeit des ,konfliktes4 ,wo aber die ,person ber die ,tcke des ,schicksals sich im oben vorausgesetzten ,sinne unmittelbar erhebt1 ich meine in dem ,sinne1 dass sie trotz alles ,strauchelns und ,fallens doch ihrer selbst und ihrer guten ,zwecke sicher bleibt1 da ist der ,gegensatz zwischen ihr und dem ,schicksal fr sie selbst von vornherein aufgehoben4 ,und damit ist ,beides ausgeschlossen1 sowohl dass sie das ,schicksal bekmpfe und usserlich darber triumphiere1 als auch dass sie dem bermchtigen und sie usserlich vernichtenden ,schicksal die ,wrde ihrer ,persnlichkeit entgegenstelle und es so innerlich berwinde4 ,ebenso ist bei der komischen ,person1 ber deren verkehrtes ,gebahren wir uns um des dahinterliegenden ,guten willen erheben1 so dass es uns nicht hindert1 den ,wert der ,person zu erkennen und anzuerkennen1 der ,gegensatz zwischen dem ,guten und der ,verkehrtheit fr uns von vornherein berwunden4 ,wir knnen darum nicht fordern1 dass eine solche berwindung noch besonders sich vollziehe4 ,das heisst3 wir knnen weder fordern1 dass das ,verkehrte in der ,person thatschlich negiert1 beseitigt1 weggeschafft werde1 noch dass die bleibende ,verkehrtheit in ihr ,nichts zurckgeschleudert und dadurch ein von ihr negiertes ,erhobene in seiner ,wrde uns erst zum ,bewusstsein gebracht werde4 ,in mancherlei ,graden kann dieser harmlose ,humor im ,kunstwerk verwirklicht sein4 ,vor allem kommt hier jener ,unterschied des unbewuten und bewussten ,humors zu seinem ,rechte1 der bereits von uns betont wurde4 ,in erster ,linie war damals gedacht an den ,humor des komischen ,charakters4 ,derselbe ,gegensatz besteht aber auch beim ,humor des komischen ,schicksals4 ,wir begegnen der untersten ,stufe des objektiven ,humors der einen und der anderen ,art im ,humor des naiven ,kindergemtes1 das weder der ,unzulnglichkeit oder ,verkehrtheit seines ,wollens1 noch der ,komik des ,schicksals1 die es straucheln und fallen lsst1 sich bewusst ist4 ,wir begegnen beiden ,arten des ,humors in ihrer hchsten ,steigerung bei der vollbewussten ,persnlichkeit1 die in ihrem erhabenen ,wollen nicht nur die komische ,situation deutlich erkennt1 in welche1 sie der natrliche ,lauf der ,dinge geraten lsst1 sondern auch die eigene ,unvollkommenheit klar durchschaut1 darum aber doch weder am ,weltverlauf noch an sich selbst irre wird4 ,ohne ,zweifel wrde es zur vollkommenen ,persnlichkeit gehren1 dass sie das komische ,geschick jederzeit vorausshe und abzuwenden wsste4 ,darnach muss vom erhabensten ,standpunkte aus jede ,schicksalskomik zugleich als ,charakterkomik erscheinen4 ,aber auch fr den niedrigeren1 menschlichen ,standpunkt knnen die beiden ,arten der ,komik nicht nur in einer ,person sich vereinigen1 sondern sie werden sich jederzeit irgendwie1 bald in hherem bald in geringerem ,grade1 wechelseitig bedingen4 ,es ist also auch die ,scheidung zwischen ,schicksals- und ,charakterkomdie nur eine in ,gedanken rein vollziehbare2 whrend in der ,wirklichkeit der ,kunst die beiden in mannigfacher ,weise sich verbinden4 ,je mehr die ,charakterkomdie ber die ,einfachheit eines ,bildes hinausgeht oder aus der ,stille eines bescheidenen ,daseins in den ,strom des ,lebens tritt1 um so weniger werden dem ,helden1 um seiner eigenen ,komik willen1 komische ,situationen erspart bleiben knnen4 ,umgekehrt wird die ,schicksalskomdie1 je weniger sie sich auf der ,oberflche des blinden ,zufalls hlt1 um so mehr im ,charakter des ,helden einen schwachen ,punkt statuieren mssen1 aus dem das komische ,schicksal begreiflich erscheint4 ,das ,leben des anspruchslosen ,schulmeisterleins ,wuz von ,auenthal kann so still und meergrn verlaufen1 wie es verluft4 ,schon ,onkel ,brsig dagegen greift soweit in das ,geschick ,anderer ein1 dass er es sich gefallen lassen muss1 durch sein gutmtiges ,ungeschick in allerlei ,ungemach zu geraten2 und dass er darein gert1 ist uns wiederum nur aus seiner komischen ,natur verstndlich4 ,,satirischer ,,humor4 ,was hier ber das ,zusammentreffen und ,zusammenwirken von ,schicksals- und ,charakterskomdie gesagt wurde1 gilt nun ebensowohl auch fr die anderen ,gattungen der ,komdie1 d4 h4 fr die des ungelsten und die des gelsten ,konfliktes1 die ich nach ,obigem auch als satirische und ironische ,komdie oder als ,komdie des entzweiten und des wiedervershnten ,humors bezeichnen kann4 ,mit beiden stehen wir auf dramatischem ,boden1 ohne dass doch die epische ,gestaltung ausgeschlossen wre4 ,wenn ich hier von einem ,konflikte spreche1 so meine ich nicht irgendwelchen ,konflikt1 sondern denjenigen zwischen dem ,nichtigen1 der ,thorheit1 dem ,lcherlichen in irgend einer ,sphre einerseits1 und dem ,erhabenen1 der ,vernunft1 dem ,seinsollenden andererseits4 ,und der ,konflikt ist ungelst1 dies heisst1 dieser ,gegensatz bleibt bestehen2 das ,lcherliche1 sei es nun ein ,lcherliches an einer ,person1 oder das ,lcherliche einer ,situation1 oder beides zugleich1 hrt nicht auf zu existieren4 ,es wird nicht thatschlich aus der ,welt geschafft1 macht nicht einem ,erhabenen ,platz1 schlgt nicht in ein solches um4 ,es wird freilich berwunden1 aber nur innerlich1 d4 h4 im ,bewusstsein4 ,diese berwindung kann nur darin bestehen1 dass sein ,anspruch als ein ,erhabenes oder ,seinsollendes betrachtet zu werden1 als ein ,zurechtbestehendes1 berlegenes1 ,vornehmes1 ,grosses zu gelten1 oder auch sein ,anspruch ein ,mchtiges zu sein1 zu nichte wird4 ,dies ,zunichtewerden muss nun irgendwie sich vollziehen4 ,es muss im humoristischen ,kunstwerke etwas geben1 dass solchen ,anspruch aufhebt4 ,dies erscheint dann als ,trger des ,seinsollenden oder der ,idee2 und zwar als ,trger der siegreichen ,idee4 ,auch dieser ,sieg ist beim objektiven satirischen ,humor oder in der satirischen ,komdie nicht ein thatschlicher1 sondern ein solcher im ,bewusstsein4 ,hier erhebt sich nun die ,frage3 ,in wessen ,bewusstsein8 ,die ,antwort lautet3 ,in jedem ,falle in dem unsrigen4 ,vielleicht aber auch im ,bewusstsein dargestellter ,personen4 ,und dazu tritt die andere ,frage3 ,wo findet sich die ,idee1 oder was ist der ,trger derselben8 ,auch darauf sind verschiedene ,antworten mglich4 ,das ,nichtige1 ,unvernnftige1 ,lcherliche1 aber mit ,anmassung1 d4 h4 mit ,anspruch auf ,wrde ,auftretende kann zunchst sich in seiner ,nichtigkeit offenbaren im natrlichen ,verlauf der ,dinge1 im einfachen sich ,auswirken1 in irgend einem ,konflikt mit den ,umstnden4 ,dabei nehmen wir an1 der ,trger des ,lcherlichen sei sich seiner ,lcherlichkeit nicht bewusst4 ,er verlacht1 so setzen wir voraus1 nicht sich selbst1 sondern geht frhlich seinen ,weg4 ,er erreicht sein ,ziel1 behlt also usserlich betrachtet ,recht4 ,er steigt nur eben notgedrungen von seiner angemassten ,hhe herab1 muss sich ohne ,maske zeigen1 muss mit dem von ihm ,verachteten1 dass seine ,nichtigkeit und vielleicht ,nichtswrdigkeit offen zur ,schau trgt1 sich auf eine ,linie stellen1 mit ihm paktieren1 ihm den brderlichen ,vershnungskuss reichen4 ,dass dies geschieht1 ist das ,verdienst jenes natrlichen ,verlaufs der ,dinge4 ,der ,zusammenhang des ,geschehens1 die innere ,logik desselben1 die in ihm waltende sittliche ,notwendigkeit will es so4 ,mit diesem ,zusammenhang1 dieser ,logik1 dieser sittlichen ,notwendigkeit sympathisieren wir4 ,sie erscheint als das ,erhabene4 ,in dem hieraus entspringenden ,gefhl sind wir vershnt4 ,man kann dies ,vershntsein als ,schadenfreude bezeichnen4 ,aber es ist ,schadenfreude besonderer ,art1 nmlich sittliche ,schadenfreude4 ,jede ,schadenfreude ist--nicht ,freude am ,schaden ,anderer als solchem1 sondern ,freude an der ,aufhebung eines auf der eigenen ,persnlichkeit liegenden ,druckes1 ,freude am einer ,befreiung und damit ,steigerung des ,selbstbewusstseins4 ,und sittliche ,schadenfreude ist ,freude an einer ,befreiung und damit einer ,steigerung des sittlichen ,selbstbewusstseins4 ,solche ,schadenfreude oder solche sittliche ,befreiung kommt in uns auch zu stande angesichts der satirischen ,darstellung1 von der ich oben sagte1 dass ihr wohl zunchst der ,name der ,satire zukomme4 ,davon unterscheidet sich die satirische ,komdie1 von der wir hier reden1 dadurch1 dass bei ihr das ,befreiende nicht nur in der ,darstellung1 sondern objektiv als ,gegenstand der ,darstellung uns entgegentritt4 ,die ,befreiung besteht im ,miterleben der durch den ,zusammenhang des ,geschehens bewirkten ,vernichtung des ,erhabenheitsanspruches des ,nichtigen4 ,dieser ,zusammenhang des ,geschehens ist hier der eigentliche ,held1 oder tritt an die ,stelle desselben4 ,wo wir eine ,person in einem poetischen ,kunstwerk als ,helden bezeichnen1 meinen wir damit die ,person1 auf welche schliesslich der ganze mannigfache ,inhalt des ,kunstwerkes sich bezieht1 nicht irgendwie usserlich1 sondern sthetisch1 d4 h4 in der ,art1 dass unser sthetisches ,interesse an diesem ,inhalt in dem ,interesse am ,helden mndet oder zur ,einheit sich zusammenfasst4 ,dies ,interesse ist aber positives ,miterleben1 d4 h4 ein solches1 in welchem wir eine eigene ,lebenssteigerung erfahren4 ,wir knnen also auch sagen3 ,der ,held bezeichnet den ,punkt1 in dem dasjenige1 was wir angesichts des ganzen ,kunstwerkes miterleben sollen1 oder was uns durch das ganze ,kunstwerk ,positives gegeben werden soll1 in ,eines sich zusammenfasst4 ,dieser ,punkt nun ist in unserem ,falle bezeichnet durch den ,zusammenhang des ,geschehens4 ,er ist also der ,held4 ,oder3 die ,idee ist der ,held1 sofern sie in diesem ,zusammenhang sich als bermchtg ausweist1 nmlich bermchtig ber den ,erhabenheitsanspruch des ,nichtigen4 ,dagegen knnen die ,trger des ,nichtigen nicht ,helden sein4 ,ihnen fehlt das ,positive4 ,es wird darum auch kein ,einzelner in einem solchen ,kunstwerk alles beherrschend heraustreten4 ,was uns entgegentritt1 wird eine ,gruppe von ,menschen sein1 eine ,gesellschaftsklasse1 ,vertreter eines ,standes oder mehrerer ,stnde4 ,damit ist zugleich gesagt1 dass der ,humor der ,sache hier--nicht in den ,entlarvten oder ihres ,erhabenheitsanspruches ,beraubten1 sondern in diesem ,zusammenhang des ,geschehens1 oder dieser ,idee seinen ,trger hat4 ,der ,humor liegt in der aus der ,verschleierung oder versuchten ,vernichtung emportauchenden ,wahrheit4 ,dieser ,humor ist nicht ,schicksalshumor und nicht ,charakterhumor1 oder er ist beides4 ,der ,gegensatz zwischen beiden kann eben hier1 weil der ,held nicht persnlich ist1 noch nicht hervortreten4 ,der ,zusammenhang des ,geschehens ist komisch4 ,und sofern die ,idee1 das ,seinsollende1 die ,wahrheit1 nur in diesem ,geschehen1 oder in ,gestalt desselben fr uns gegenwrtig ist1 erscheint auch sie mit der ,komik behaftet4 ,andererseits ist doch jener ,zusammenhang ein ,zusammenhang des ,geschehens2 die ,komik ist also ,schicksal2 die komische ,verschleierung oder versuchte ,vernichtung widerfhrt der ,idee4 ,ist die ,idee oder das ,positive bei dieser satirischen ,komdie nicht persnlich1 so ist es doch quasi-persnlich4 ,wir beleben1 beseelen1 also personifizieren schliesslich auch einen solchen abstrakten ,zusammenhang des ,geschehens4 ,wir reden von treibenden ,krften1 die in einem solchem ,zusammenhang wirken4 ,solche ,krfte sind1 wie alle ,krfte1 ,persnlichkeitsanaloga4 ,immerhin steht ein derart abstrakter ,zusammenhang uns persnlich umso ferner und ist unserem ,mitleben umso weniger unmittelbar zugnglich1 je abstrakter er ist4 ,er wird aber in der ,that so abstrakt1 wie wir ihn bisher gedacht haben1 niemals bleiben4 ,verschiedene ,mglichkeiten bestehen zunchst1 wie konkret ,persnliches in ihn eingehen kann4 ,immer wird es in dieser satirischen ,komdie geschehen1 dass ,lcherliches und ,lcherliches wechselseitig sich blosstellt1 noch nicht mit ,bewusstsein von der ,lcherlichkeit oder ,jmmerlichkeit des ,blossgestellten1 sondern nur einfach thatschlich4 ,es ist dann die ,macht der ,wahrheit in dem ,lcherlichen selbst wirksam4 ,dass diese ,wirksamkeit unbewusst1 ja gegen den ,willen des ,lcherlichen geschieht1 mindert nicht1 sondern steigert den ,eindruck dieser ,macht4 ,es knnen aber auch die ,trger des ,lcherlichen mehr oder minder bewusst einer dem anderen das ,recht auf ,erhabenheit streitig machen1 und einer den anderen in seiner ,nacktheit zeigen4 ,ebenso knnen andererseits diejenigen1 denen dies widerfhrt1 von ihrer ,nacktheit ein mehr oder minder deutliches ,bewusstsein haben4 ,vielleicht auch ist unter den ,verkehrten ein ,cyniker1 der das ,kind beim rechten ,namen nennt und damit der sich vornehm dnkenden ,niedrigkeit ihren ,spiegel vorhlt4 ,in allen solchen ,fllen ist es von ,wichtigkeit1 dass der selbst in die ,verkehrtheit ,verstrickte die ,verkehrtheit in ihr ,nichts verweist oder zurckschleudert4 ,es zeigt sich darin die ,macht der ,wahrheit doppelt deutlich4 ,der ,cyniker1 der die ,wahrheit eingestellt1 thut der ,wahrheit einen grsseren ,dienst1 als der ,tugendhafte1 der sie verkndigt1 oder gar der ,moralist1 der sie predigt4 ,hier ist die ,wahrheit einfach da4 ,dort siegt sie ber das ,schlechte1 dessen natrlicher ,schutz die ,lge ist4 ,andererseits kann zu denjenigen1 um deren ,verkehrtheit eigentlich es sich handelt1 eine ,gestalt hinzutreten1 die irgendwie in positiver ,weise die ,idee1 und damit den ,standpunkt des ,beschauers vertritt4 ,mit ihr ist ein ,zuwachs des ,humors gegeben1 schon wenn sie lediglich lachend und verlachend in die ,komik eingeht oder sich einlsst4 ,einen weiteren ,zuwachs erfhrt die ,komik1 wenn diese ,gestalt gleichfalls in ihrem ,wesen komisch und schliesslich lcherlich ist1 aber eben in ihrem komischen ,gebaren oder in ihrer lcherlichen ,erscheinung das ,bewusstsein von jener ,verkehrtheit erst recht machtvoll zu ,tage tritt4 ,ein ,verkommener etwa1 ein mauvais sujet1 sagt den ,heuchlern derbe ,wahrheiten2 und wir verspren die ,wirkung viel eindrucksvoller1 als wenn sie aus anderem ,munde kme4 ,vielleicht hat er das ,recht der ,wahrheiten an seinem eigenen ,leibe erfahren4 ,ehe er so verachtet war1 wie er es jetzt ist1 war er so verchtlich1 wie diejenigen sind1 die ihn jetzt verachten4 ,oder eine niedrige ,gesinnung von der ,art1 die hier vor ihm sich brstet1 und als edel oder menschenfreundlich sich ausgiebt1 hat ihn zu dem gemacht1 was er jetzt ist4 ,er wird von den ,heuchlern ausgestossen4 ,aber sie sind die ,gerichteten4 ,oder ein komischer ,polterer1 aber gesund und ehrlich1 nicht ohne moralische ,grsse1 vertritt seinen ,standpunkt gegenber dem ,unwahren1 ,verschrobenen oder innerlich ,verrotteten4 ,die sich erhaben ,dnkenden gehen aber ber ihn hinweg4 ,er ist in ihren ,augen ein ,narr4 ,um so mehr bt seine ,gesundheit und ,ehrlichkeit ihre herzerfreuende ,wirkung4 ,hierbei ist nicht vorausgesetzt1 dass solche ,gestalten ,helden seien4 ,sie knnen ,nebenpersonen sein1 die auftreten und wieder verschwinden4 ,dann bleibt der ,held noch immer der ,zusammenhang des ,geschehens1 nur dass zugleich die in diesem ,zusammenhang waltende ,idee in solchen ,gestalten verdichtet1 uns anschaulich gemacht und dadurch nher gerckt ist4 ,sie sind noch nicht die ,trger1 aber sie sind doch ,trger der ,idee1 das heisst des ,positiven1 das uns nahe gebracht werden soll4 ,von da geht die ,verdichtung der ,idee weiter4 ,zugleich scheidet sich schrfer und schrfer der ,humor der ,schicksals- und der ,humor der ,charakterkomik4 ,eine ,persnlichkeit wird nicht nur verlacht1 sondern sie ist der eigentliche ,gegenstand des ,lachens4 ,sie ist es um des ,vernnftigen oder ,guten willen1 das in ihr ist1 das aber in eine verschrobene oder heuchlerische ,umgebung nicht hineinpasst4 ,sie hlt dem ,lachen stand und bethtigt damit die ,sicherheit ihres vernnftigen oder sittlichen ,bewusstseins4 ,dies ist satirischer ,schicksalshumor4 ,das ,kunstwerk1 das uns dergleichen zeigt1 ist satirische ,schicksalskomdie4 ,in ihr ist jener ,verlachte der ,held4 ,ein ,beispiel ist ,molire's ,menschenfeind1 dessen ,titelheld uns in seiner eigensinnigen ,ehrlichkeit um so lieber wird1 jemehr alle ihn verspotten und im ,stiche lassen4 ,dass zugleich auch sein ,wesen nicht von ,komik frei ist1 macht uns dies ,schicksal begreiflicher und lsst es uns milder erscheinen4 ,diesem ausgeprgten satirischen ,schicksalshumor steht entgegen der satirische ,charakterhumor1 bei welchem in der verkehrten ,persnlichkeit selbst der ,gegensatz des ,erhabenen und des ,nrrischen zu einem usserlich ungelsten ,konflikte sich zuspitzt4 ,das verkehrte ,wollen zeigt sich machtlos4 ,die ,persnlichkeit erlebt es an sich selbst1 dass die ,vernunft oder das ,gute dem verkehrten ,wollen berlegen ist4 ,sie giebt1 wenn auch widerwillig der ,vernunft oder dem ,guten ,recht4 ,der ,konflikt ist ungelst1 sofern wir hier voraussetzen1 dass der ,verkehrte nicht etwa vernnftig wird4 ,es wird ihm nur eben die ,unvernunft seines ,gebarens zum ,bewusstsein gebracht4 ,er steht beschmt4 ,so steht ,mephisto beschmt1 indem er gestehen muss1 der dunkle ,drang im ,menschen sei mchtiger als er4 ,er hhnt ber sich und seine ,mitteufel1 weil die ,liebe sich ihnen berlegen erwiesen hat4 ,darin liegt solcher satirischer ,charakterhumor4 ,was ,mephisto dazu bringt1 die ,nichtigkeit seines verkehrten ,wollens zu erkennen1 ist das komische ,scheitern seiner ,plne1 also die ,komik seines ,schicksals4 ,so wird berhaupt dieser satirische ,charakterhumor oder dieser ,humor des in sich komisch entzweiten ,charakters berall durch die ,komik des ,schicksals1 die ihrerseits durch die ,verkehrtheit des ,charakters bedingt ist1 vermittelt sein4 ,nicht nur die ,schicksalskomik1 sondern der ,humor des dem komischen ,geschick sich entgegenstellenden und standhaltenden ,charakters1 verbindet sich mit solchem ,charakterhumor bei ,hamlet1 ,lear u4 a4 ,auch ,lear ist beschmt in der ,erkenntnis der ,thorheit1 durch die er sich sein lcherliches ,schicksal zugezogen4 ,zugleich zeigt er sich als jeder ,zoll ein ,knig in dem ,geschick1 das ihn durch seine ,schuld und doch so unverdient trifft4 ,beides zusammen macht ihn erst so gross und liebenswert4 ,der ,humor im ,lear schlgt in furchtbare ,tragik um4 ,aber1 wie schon gesagt1 ,humor und ,tragik sind ,geschwister4 ,und es sind ,geschwister1 die sich oft schwer unterscheiden lassen4 ,zunchst ist leicht zu sehen1 welche speciellere ,parallele hier zwischen ,humor und ,tragik sich ergiebt3 ,der ,schicksals- und ,charakterkomdie1 speciell der soeben besprochenen ,art1 entspricht eine ,schicksals- und ,charaktertragdie1 und der ,vereinigung jener beiden die ,vereinigung dieser4 ,dem ,humor im ,misanthrop steht gegenber die ,schicksalstragik in ,antigone1 ,maria ,stuart1 die nicht dem komischen1 sondern dem in brutaler ,hrte auftretenden ,schicksal usserlich unterliegen1 um es innerlich zu berwinden4 ,ebenso dem ,humor des ,mephistopheles die ,tragik des ,macbeth1 der nicht seine ,thorheit1 sondern das ,furchtbare seines ,thuns erkennt1 dadurch aber ebenso wie ,mephistopheles der ,idee ,recht giebt und ihre ,macht an sich erweist4 ,endlich sind beide ,arten der ,tragik vereinigt im ,wallenstein1 ,coriolan etc4 ,dass die ,schicksalstragdie1 von der ich hier rede1 nicht zusammenfllt mit der ,karikatur derselben1 die in der ,literaturgeschichte speciell diesen ,namen trgt1 brauche ich nicht besonders zu betonen4 ,andererseits berhren sich ,humor und ,tragik unmittelbar4 ,es braucht nur der komische ,konflikt ein gewisses ,mass der ,schrfe zu berschreiten1 um ohne weiteres zum tragischen zu werden4 ,umgekehrt sehen wir den ,ruber ,moor seine ,auflehnung gegen die sittliche ,weltordnung humoristisch fassen1 wenn auch verzweiflungsvoll humoristisch1 nachdem er die ganze ,widersinnigkeit seines ,beginnens eingesehen hat4 ,,der ,,ironische ,,humor4 ,ebenso wie der zweiten ,art des objektiven ,humors die ,tragik1 so entspricht der dritten ,art desselben1 die wir kurz als den ironischen objektiven ,humor bezeichnet haben1 die ,darstellung des ,menschen1 der ernste ,konflikte glcklich berwindet4 ,insbesondere hat die dramatische ,schicksalskomdie des gelsten ,konflikts in dem ,schauspiele1 dessen ,held ernste ussere ,widerwrtigkeiten besiegt1 die entsprechende ,charakterkomdie in dem ,schauspiele1 dessen ,held ber ,regungen des ,bsen in sich ,herr wird1 ihr ,gegenbild4 ,wir nennen diese dritte ,art des ,humors ironisch1 weil wir1 wie nun fter betont1 in der berwindung des ,nichtigen1 im ,umschlag seiner ,ansprche in ihr ,gegenteil1 das ,wesen der ,ironie sehen4 ,in gewisser ,art ist ja freilich ,vernichtung des ,nichtigen oder des der ,idee ,widrigen das eigentliche ,wesen jeden ,humors4 ,so knnen wir es als eine ,vernichtung bezeichnen1 wenn das ,nichtige dem ,erhabenen von vornherein nichts anhaben kann1 also von ,hause aus machtlos erscheint1 wie beim harmlosen ,humor4 ,ebenso wenn es zur thatschlichen ,geltung kommt1 zugleich aber innerlich berwunden wird1 wie beim entzweiten oder satirischen ,humor4 ,aber alles dies ist nicht ,vernichtung in unserem ,sinne1 nicht ,umschlag des die ,geltung in der ,welt sich anmutenden ,nichtigen selbst in seiner objektiven ,thatschlichkeit1 wodurch die bermacht der ,idee dokumentiert wird2 darum nicht objektive ,ironie1 oder ,ironie als ,art des objektiven ,humors4 ,es kann aber das ,nichtige in dreifacher ,weise jener ,vernichtung und jenem ,umschlag anheimfallen4 ,dieselbe entspricht den drei ,arten der witzigen ,ironie1 die wir oben schon mit ,rcksicht hierauf unterschieden haben4 ,wir sahen in der ironischen ,bezeichnung und dem ironischen ,urteil eine ,bezeichnung oder ein ,urteil zergehen und der ,wahrheit ,recht geben1 ohne weiteres1 durch den blossen ,eintritt in den ,zusammenhang unseres ,bewusstseins2 wir sahen es in der witzigen ,widerlegung zu ,schanden werden durch eine ,wahrheit1 die ihm geflissentlich entgegentrat2 wir sahen endlich in der witzigen ,folgerung und ,konsequenz den ,umschlag erfolgen durch ein gleich ,nichtiges1 in dessen ,gewand sich die ,wahrheit kleidete4 ,dem entsprechend kann hier1 bei dem ironischen objektiven ,humor1 das ,nichtige zergehen1 ohne besondere ,anstrengung seitens eines ,erhabenen1 nur durch den ,zusammenhang der ,wirklichkeit1 den natrlichen und vernnftigen ,lauf der ,dinge2 oder es wird zu ,falle gebracht durch die bermacht eines ihm geflissentlich entgegentretenden und den ,kampf mit ihm aufnehmenden ,guten und ,vernnftigen2 oder endlich es wird in seiner ,nichtigkeit und ,machtlosigkeit offenbar durch seinesgleichen4 ,eine ironische ,schicksalskomdie der ersten dieser drei ,stufen ist die ,komdie der ,irrungen1 und die ganze ,mannigfaltigkeit der ,komdien1 in denen eine komische ,verwickelung in ihrem eigenen ,verlauf1 durch die ,laune des ,zufalls1 durch das ,wechselspiel nrrischer ,vorflle und ,einflle sich lst4 ,ihr steht entgegen die ,cbarakterkomdie von der ,art etwa der ,gelehrten ,frauen1 die von ihrer ,vergtterung der ,scheingelehrsamkeit durch die zufllige ,entlarvung ihres ,abgottes geheilt werden4 ,insofern ihre ,thorheit zugleich den beiden ,liebenden als feindliches1 aber ohne ihr ,zuthun sich lsendes ,schicksal entgegentritt1 ist diese ,komdie zugleich1 soweit diese beiden in ,betracht kommen1 ,schicksalskomdie der gleichen ,stufe4 ,dagegen besiegt ,petrucchio durch mnnliche ,kraft und ,klugheit die ,komik des ,geschicks1 dass er sich mit ,kthchen aufgebunden hat4 ,er thut es1 indem er ,kthchen selbst besiegt1 und zur ,vernunft bringt4 ,so sind hier ironische ,schicksals- und ,charakterkomdie der zweiten ,stufe unmittelbar verbunden4 ,ebenso sehen wir ein andermal die ,damen in ,liebes ,lust und ,leid durch ihre ,liebenswrdigkeit1 und die ,liebe1 die sie dadurch erwecken1 ber die ,kavaliere1 die ihnen die ,thre weisen1 usserlich triumphieren und zugleich sie von ihrem nrrischen ,vorsatz heilen4 ,der ,unterschied zwischen dieser ,stufe und der vorigen ist kein unwesentlicher4 ,es ist ein ,anderes1 ob das ,nichtige in sich selbst zu ,fall kommt und das ,gute und ,vernnftige ,recht behlt1 oder ob das ,nichtige zu ,fall gebracht wird durch ein positiv ,gutes und ,vernnftiges1 das darin seine bermacht bettigt4 ,dies hindert doch nicht1 dass beide ,stufen im selben ,kunstwerk sich verbinden und dass sie in einander bergehen4 berhaupt handelt es sich ja hier nicht um feste ,grenzen1 sondern um fliessende ,unterschiede2 nicht um eine ,klassifikation von ,kunstwerken1 sondern um die ,aufstellung von ,gesichtspunkten1 denen sich dies oder jenes ganze ,kunstwerk1 oder auch nur diese oder jene ,gestalt einen solchen mehr oder weniger unterordnet4 ,ich sagte1 ,petrucchio siege durch mnnliche ,kraft und ,klugheit4 ,humoristisch ist doch er selbst und sein ,thun nicht durch diese ,kraft und ,klugheit als solche4 ,der ,humor fehlte1 wenn dieselbe sich zur ,verkehrtheit lediglich in ,gegensatz stellte1 sie in stolzer ,selbstbewusstheit aufdeckte1 abkanzelte1 abwiese4 ,im ,gegensatz hierzu schliesst der ,humor1 von dem ich hier rede1 dies in sich1 dass der ,trger des ,vernnftigen oder ,guten von seiner ,hhe herabsteigt1 in die ,komik eingeht1 oder sich einlsst1 demgemss die ,verkehrtheit lachend berwindet4 ,so berwindet ,petrucchio lachend ,kthchens ,tollheit4 ,aber freilich ,petrucchio thut noch mehr4 ,er bertollt die ,tollheit der ,widerspnstigen4 ,er besiegt sie mit ihren eigenen ,waffen4 ,sofern er dies thut1 gehrt sein ,humor bereits der dritten ,stufe des ironischen ,humors an4 ,diese dritte ,stufe findet sich1 zunchst in der ,form der ,schicksalskomdie1 verwirklicht in allen ,komdien1 in denen und soweit in ihnen das feindliche ,schicksal oder die ,person1 die seine ,rolle spielt1 auf eigenem ,boden und mit eigenen ,waffen geschlagen wird4 ,hier wird das ,nichtige von dem ,erhabenen im ,gewande seiner eigenen ,nichtigkeit berwunden4 ,mit dieser ,schicksalskomdie muss nicht1 aber es kann sich mit ihr die ,charakterkomdie der gleichen ,stufe verbinden4 ,so ist ,minna von ,barnhelm beides1 sofern der ,major1 der die ,heldin in die komische ,situation bringt1 von ihr nicht nur besiegt1 sondern damit zugleich geheilt wird4 ,beides gelingt ihr1 indem sie ihm in der ,maske seiner eigenen ,narrheit entgegentritt4 ,in ,minna von ,barnhelm ist die ,narrheit nur ,maske2 in den ,helden der ,vgel ist sie ,wirklichkeit4 ,die ,grnder des ,vogelstaates sind ganz ausbndige ,narren4 ,und doch sind auch sie ,vertreter der ,idee4 ,eben in ihrer ,narrheit reprsentieren sie die gesunde ,vernunft4 ,und indem das nrrische ,athenervolk mit seinen nrrischen ,gttern vor ihnen sich beugt1 beugt es sich vor der gesunden ,vernunft4 ,oder wohin anders sollte sich1 wenn es in der ,welt und im ,olymp so nrrisch zugeht1 die gesunde ,vernunft flchten knnen1 als dahin1 wohin sie sich flchten1 nach ,wolkenkukuksheim8 ,was anders kann man noch wnschen1 wenn es um alle hheren ,interessen so bel bestellt ist1 als sein ,leben in ,ruhe zu verbringen und seinen ,leib zu pflegen8--,wie erhaben bricht aber doch wiederum die ,idee1 ich meine das sittliche ,bewusstsein an dem ,gewande der ,narrheit hervor1 dann etwa1 wenn der ,hauptnarr dem schlechten ,sohne das ,gebot1 ,vater und ,mutter zu ehren1 entgegenhlt1 oder den ,sykophanten auf die ,mittel hinweist1 sich ehrlich und ohne ,schurkenprozesse sein tgliches ,brod zu verdienen4 ,wie nichtig erscheint die ,anmassung des ,schlechten1 wenn sie aus solchem ,munde sich muss strafen lassen1 wie erhaben die ,idee1 wenn ihre ,karikatur gengt1 die ,karikatur in der ,welt der ,wirklichkeit zu ihren ,fssen zu zwingen und zu entthronen4 ,denn nicht das karikierte ,athenertum1 wie ,droysen meint1 knnen die ,grnder des ,vogelstaates sein1 sondern nur die ,karikatur1 ich meine die nrrische ,verkleidung und absichtliche ,verzerrung der gesunden ,vernunft1 die den ,athenern abhanden gekommen ist1 und nun trotz ihrer ,karikatur und in aller ,niedrigkeit und ,possenhaftigkeit die wahre ,narrheit lachend ad absurdum fhrt1 ,in der aristophanischen ,komdie hat die ,komik ihre ausgiebigste ,verwertung im ,dienste des ,kunstwerkes gefunden4 ,hier ist hchster ,humor1 das heisst tiefster sittlicher ,ernst1 und grsste ,freiheit des ,geistes1 lachend in den ,strudel der ,verkehrtheit hinabzutauchen1 und darin die ,hoheit des ,vernnftigen1 ,guten1 ,grossen1 kurz des ,menschlichen zu bewhren4