,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aibj so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert4 ,hochgestellten ,zeichen wird das ,caret-,symbol 77 vorangestellt1 mehrfache ,zeichen werden dabei durch geschweifte ,klammern gruppiert1 z4,b4 e-ix4 ,die ,wurzel mit dem ,exponenten ,pi wurde als x ausgedrckt4 ,funoten wurden am ,ende des jeweiligen ,abschnitts zusammengefasst4 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,,der ,,untergang ,,des ,,abendlandes ,,erster ,,band3 ,,gestalt ,,und ,,wirklichkeit ,,der ,,untergang ,,des ,,abendlandes ,,umrisse ,,einer ,,morphologie ,,der ,,weltgeschichte ,,von ,,oswald ,,spengler ,,erster ,,band ,,gestalt ,,und ,,wirklichkeit #bc4-cb41 ,,unver,,nderte ,,auflage #cg4-ej4 ,,tausend ,illustration ,c4 ,h4 ,,beck',,sche ,,verlagsbuchhandlung ,,oskar ,,beck ,m,,nchen #aibj ,copr4 ,mnchen #aiai4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,alle ,rechte1 insbesondere das bersetzungsrecht1 vorbehalten ,wenn im ,unendlichen dasselbe ,sich wiederholend ewig fliet1 ,das tausendfltige ,gewlbe ,sich krftig ineinander schliet2 ,strmt ,lebenslust aus allen ,dingen1 ,dem kleinsten wie dem grten ,stern1 ,und alles ,drngen1 alles ,ringen ,ist ewige ,ruh in ,gott dem ,herrn4 ,goethe ,,vorwort ,dies ,buch1 das ,ergebnis dreier ,jahre1 war in der ersten ,niederschrift vollendet1 als der groe ,krieg ausbrach4 ,es ist bis zum ,frhling #aiag noch einmal durchgearbeitet und in ,einzelheiten ergnzt und verdeutlicht worden4 ,die auerordentlichen ,verhltnisse haben sein ,erscheinen weiterhin verzgert4 ,obwohl mit einer allgemeinen ,philosophie der ,geschichte beschftigt1 bildet es doch in tieferem ,sinne einen ,kommentar zu der groen ,epoche1 unter deren ,vorzeichen die leitenden ,ideen sich gestaltet haben4 ,der ,titel1 seit #aiab feststehend1 bezeichnet in strengster ,wortbedeutung und im ,hinblick auf den ,untergang der ,antike eine welthistorische ,phase vom ,umfang mehrerer ,jahrhunderte1 in deren ,anfang wir gegenwrtig stehen4 ,die ,ereignisse haben vieles besttigt und nichts widerlegt4 ,es zeigte sich1 da diese ,gedanken eben jetzt und zwar in ,deutschland hervortreten muten1 da der ,krieg selbst aber noch zu den ,voraussetzungen gehrte1 unter welchen die letzten ,zge des neuen ,weltbildes bestimmt werden konnten4 ,denn es handelt sich nach meiner berzeugung nicht um eine neben andern mgliche und nur logisch gerechtfertigte1 sondern um die1 gewissermaen natrliche1 von allen dunkel vorgefhlte ,philosophie der ,zeit4 ,das darf ohne ,anmaung gesagt werden4 ,ein ,gedanke von historischer ,notwendigkeit1 ein ,gedanke also1 der nicht in eine ,epoche fllt1 sondern der ,epoche macht1 ist nur in beschrnktem ,sinne das ,eigentum dessen1 dem seine ,urheberschaft zuteil wird4 ,er gehrt der ganzen ,zeit2 er ist im ,denken aller unbewut wirksam und allein die zufllige private ,fassung1 ohne die es keine ,philosophie gibt1 ist mit ihren ,schwchen und ,vorzgen das ,schicksal -- und das ,glck -- eines ,einzelnen4 ,ich habe nur den ,wunsch beizufgen1 da dies ,buch neben den militrischen ,leistungen ,deutschlands nicht ganz unwrdig dastehen mge4 ,mnchen1 im ,dezember #aiag ,oswald ,spengler ,,inhalt ,seite ,vorwort ,,vii ,inhaltsverzeichnis ,,ix ,einleitung #a ,das ,thema4 ,vorausbestimmung der ,geschichte4 ,der historische ,vergleich4 ,morphologie der ,weltgeschichte -- eine neue ,philosophie4 ,fr wen gibt es ,geschichte8 ,der antike ,mensch ahistorisch4 ,sein ,verhltnis zur ,chronologie und ,astronomie4 ,das ,weltbild des indischen und gyptischen ,menschen4 ,mumie und ,totenverbrennung als ,zeitsymbole4 ,der westeuropische ,mensch extrem historisch veranlagt4 ,die ,form der ,weltgeschichte4 ,altertum-,mittelalter-,neuzeit48 ,flachheit des ,schemas1 ,mangel an ,proportion4 ,das ,linienfrmige4 ,herkunft aus dem ,orient2 ,addition einer ,neuzeit8 im ,abendlande4 ,zunehmende ,zersetzung des ,bildes4 ,westeuropa kein ,schwerpunkt4 ,vollkommener ,relativismus4 ,goethes ,methode die einzig historische4 ,weltgeschichte8 als ,geschichte einer ,gruppe hoher ,kulturen4 ,kulturen als ,organismen4 ,das ,rmertum als ,schlssel zum ,verstndnis der westeuropischen ,zukunft4 ,unser bisheriges ,verhltnis zur ,antike ideologisch oder materialistisch 7,nietzsche und ,mommsen74 ,enge beider ,standpunkte4 ,untergang des ,abendlandes83 ,das ,problem der ,zivilisation4 ,zivilisation als das ,ende jeder ,kultur4 ,griechentum und ,rmertum3 ,kultur und ,zivilisation4 ,weltstadt und ,provinz4 ,das ,imperium ,romanum3 der normale ,endzustand jeder ,zivilisation4 ,gegenwart und ,imperialismus4 ,notwendigkeit des ,grundgedankens4 ,seine ,tragweite4 ,verhltnis zur ,philosophie4 ,inferioritt des heutigen ,philosophierens3 kein lebendiges ,verhltnis zur ,zeit4 ,gibt es noch eine echte ,mglichkeit8 ,nach der systematischen und der ethischen ,periode eine letzte1 skeptische 7historisch-relativistische74 ,statt des ,erkenntnis- und des ,wertproblems das ,formproblem als ,schwerpunkt4 ,erweiterung der historischen ,morphologie zu einer universellen ,symbolik4 ,entstehung des ,buches4 ,anla4 ,inhalt4 ,ordnung4 ,tafeln zur vergleichenden ,morphologie der ,weltgeschichte #gc ,i4 ,kapitel3 ,vom ,sinn der ,zahlen #ge ,grundbegriffe4 ,richtung und ,ausdehnung3 chronologische und mathematische ,zahl4 ,die ,zahl als ,prinzip der ,grenzsetzung4 ,keine ,zahl an sich84 ,mehrere ,mathematiken4 ,kants ,begriff des a priori4 ,die ,form des ,erkennens weder konstant noch allgemeingltig3 eine ,funktion der jeweiligen ,kultur4 ,stile des ,erkennens4 ,innere ,verwandtschaft jeder ,mathematik mit der ,formensprache der gleichzeitigen ,knste3 euklidische ,geometrie und ,statuenplastik1 ,analysis und ,kontrapunkt4 ,die antike ,zahl als ,gre 7,ma74 ,krperliche1 nicht rumliche ,ausgedehntheit4 ,fehlen irrationaler und negativer ,zahlen4 ,weltsystem des ,aristarch4 ,mathematik und ,religion4 ,zahl und ,tod4 ,diophant und die arabische ,zahl 7,algebra74 ,descartes und die ,analysis des ,unendlichen4 ,die abendlndische ,zahl als ,funktion4 ,die ,geschichte der abendlndischen ,mathematik eine fortschreitende ,emanzipation vom ,grenbegriff4 ,das ,irrationale antihellenisch4 ,weltangst und ,weltsehnsucht4 ,ursprung der mathematischen1 religisen1 knstlerischen ,formensprache3 ,ausdruck der ,angst vor dem ,unbekannten4 ,geometrie und ,arithmetik 7,messung und ,zhlung7 veraltete ,namen4 ,die ,quadratur des ,kreises das klassische antike ,grenzproblem4 ,die ,mathematik des ,kleinen 7der antike ,staat74 ,konstruktion und ,operation4 ,das klassische abendlndische ,grenzproblem3 der ,grenzwert der ,infinitesimalrechnung 7,beziehung zum ,barockstil74 berschreitung der ,grenze des ,sehsinnes durch die ,analysis4 ,das antike ,parallelenaxiom und die nichteuklidischen ,geometrien4 ,mehrdimensionale ,rume 7,punktmannigfaltigkeiten74 ,letzte ,fassung des faustischen ,zahlendenkens3 ,transformations- und ,invariantenlehre4 ,erschpfung der formalen ,mglichkeiten und ,ende der westeuropischen ,mathematik4 ,,ii4 ,kapitel3 ,das ,problem der ,weltgeschichte #acc ,i4 ,physiognomik und ,systematik #ace ,notwendigkeit einer neuen historischen ,methode4 ,ausschaltung der ,ideale und ,moralen als ,wertmesser der ,entwicklung4 ,geschichte und ,natur ,gestalt und ,gesetz ,richtung und ,ausdehnung4 ,physiognomik und ,systematik als die beiden ,arten morphologischer ,weltbetrachtung4 ,was ist eine ,kultur8 ,aufbau der hheren ,geschichte4 ,goethes ,urphnomen4 ,tempo1 ,lebensdauer1 ,stil1 ,tod hoher ,kulturen4 ,wiederholung des ,kulturganges im zugehrigen ,einzeldasein4 ,begriff der ,homologie von ,epochen4 ,gleichartiger ,bau aller ,kulturen4 ,mglichkeit morphologischer ,vorausbestimmung und ,rekonstruktion historischer ,perioden4 ,,ii4 ,schicksalsidee und ,kausalittsprinzip #afd ,zwei ,formen kosmischer ,notwendigkeit3 organische und anorganische ,logik ,schicksal und ,kausalitt 7,lebensgefhl und ,erkenntnisform74 ,beziehung zu ,weltsehnsucht und ,weltangst4 ,die kausale ,weltform als ,versuch des ,verstandes1 das ,schicksal zu berwinden4 ,schicksal als ,daseinsart des ,urphnomens4 ,das ,zeitproblem4 ,miverstndnisse der ,systematiker3 ,zeit und ,raum84 ,zeit 7,nichtumkehrbarkeit7 als ,schicksal4 ,zeit kein ,begriff1 wissenschaftlich nicht zugnglich4 ,raumrechnung und ,zeitrechnung 7das ,was und das ,wann73 die naturhafte und die historische ,weltfrage4 ,mathematik und ,chronologie4 ,zeit1 ,schicksal und ,tragdie4 ,euklidische und analytische ,tragik 7,situations- und ,entwicklungstragik74 ,jede ,kultur eine eigne ,schicksalsidee4 ,grenzen der ,mglichkeit1 die ,weltgeschichte der andern8 zu verstehen4 ,die groen ,zeitsymbole als einzige ,hilfsmittel3 ,die ,uhr4 ,bestattungsformen4 ,kalender4 ,erotik4 ,staatsform und ,zeitgefhl3 der antike1 gyptische und abendlndische ,staatsgedanke4 ,stoizismus und ,sozialismus3 ,beziehung zu ,plastik und ,musik4 ,schicksal und ,zufall4 ,kausalitt und ,prdestination4 ,tragik des ,zuflligen 7,shakespeare74 ,tyche und der ,stil des antiken ,daseins4 ,astrologie und ,orakel4 ,die antike ,schicksalstragdie4 ,logik der ,geschichte3 ,kolumbus und das spanische ,jahrhundert4 ,epoche8 und ,episode84 ,anonyme und persnliche ,form der ,geschichte4 ,das ,schicksal ,napoleons4 ,luther4 ,gibt es eine wirkliche ,geschichtswissenschaft8 ,verwechslung physikalisch-kausaler und historisch-physiognomischer ,methoden4 ,geschichte als ,proze84 ,hunger und ,liebe48 ,das soziale ,drama als ,seitenstck zur materialistischen ,geschichtsauffassung4 ,mangel an ,skepsis4 ,letzte ,aufgaben4 ,,iii4 ,kapitel3 ,makrokosmos #bba ,i4 ,die ,symbolik des ,weltbildes und das ,raumproblem #bbc ,was ist ein ,symbol8 ,idee des ,makrokosmos4 ,die ,welt als ,inbegriff von ,symbolen in bezug auf eine ,seele4 ,jeder ,mensch hat eine eigne ,umwelt4 ,raum und ,tod4 ,alles ,vergngliche ist nur ein ,gleichnis48 ,das ,raumproblem4 ,nur die ,tiefe 7dritte ,dimension87 raumbildend4 ,kants ,theorie4 ,unabhngigkeit der ,mathematik von der ,anschauung4 ,variabilitt des ,sehbildes4 ,mehrzahl mglicher ,raumarten4 ,raumtiefe ,richtung 7,zeit74 ,identitt des ,tiefenerlebnisses mit dem ,erwachen des ,innenlebens4 ,idealtypus der ,ausdehnung3 jede ,kultur besitzt ein eignes ,ursymbol4 ,das abendlndische ,ursymbol3 der unendliche ,raum4 ,kants ,problem fr die ,griechen gar nicht vorhanden4 ,der ,parallelensatz ,euklids und die ,vielzahl der ,raumstrukturen in der westeuropischen ,mathematik4 ,das antike ,ursymbol3 der stoffliche ,einzelkrper4 ,,ii4 ,apollinische1 faustische1 magische ,seele #bed ,olymp und ,walhall4 ,magisches und faustisches ,christentum4 ,der antike ,polytheismus 7,gott als ,krper7 und der abendlndische ,monotheismus 7,gott als ,raum74 ,das gyptische ,ursymbol der ,weg4 ,sinn der ,pyramidenarchitektur4 ,doppelsinn der ,kunst3 ,imitation und ,symbolik 7,weltsehnsucht und ,weltangst74 ,jede ,frhkunst ,architektur3 ,stein und ,ursymbol4 ,staatsform und ,architekturform2 ,ausdruck des ,willens1 der ,sorge1 der ,dauer4 ,hohenstaufen und ,pharaonen4 ,auenarchitektur und ,innenrume4 ,das ,problem des ,stils4 ,einheit und ,lebensdauer innerhalb einer ,kultur4 ,der gyptische ,stil als ,musterbeispiel einer ,stilgeschichte4 ,koinzidenz seiner ,phasen mit denen des abendlndischen ,stils4 ,stileinheit von der ,romantik bis zum ,empire4 ,verlagerung des ,schwerpunkts der ,stilbildung von der frhen ,architektur in eine der bildenden ,knste4 ,dorik und ,ionik1 ,gotik und ,barock als ,jugend- und ,altersphase desselben ,stils4 ,aufgabe der ,kunstwissenschaft3 vergleichende ,biographien der groen ,stile4 ,psychologie der ,kunsttechnik4 ,der wahre ,umfang der arabischen ,kunst3 die altchristlich-sptantike8 ,kunst als ,frhzeit1 die islamische als ,sptzeit4 ,mosaikmalerei1 ,arabeske4 ,verbindung von ,rundbogen und ,sule arabische ,motive4 ,,iv4 ,kapitel3 ,musik und ,plastik #bie ,i4 ,die bildenden ,knste #big ,unmglichkeit einer ,einteilung der ,knste nach stationren technischen ,prinzipien4 ,musik eine bildende ,kunst4 ,auswahl der innerhalb einer ,kultur mglichen ,knste4 ,tendenz aller antiken ,knste zur ,rundplastik 7#fej-cej74 ,beziehung zur euklidischen ,geometrie4 ,die ,freskomalerei als ,vorstufe4 ,dementsprechend #aejj bis #ahjj ,ausbildung der ,instrumentalmusik4 ,kontrapunkt und ,analysis3 ,sieg der ,musik ber ,malerei und ,baukunst3 ,rokoko4 ,charakter der ,renaissance als antigotischer 7antimusikalischer7 ,bewegung4 ,fresko und ,statue in ,florenz vom gotischen ,formgefhl bestimmt 7,bildraum74 ,linear- und ,luftperspektive4 ,der ,park4 ,die historische ,landschaft4 ,symbolik der ,farben4 ,farben der ,nhe und ,ferne4 ,das hellenische ,vierfarbenfresko4 ,blau und ,grn ,raumfarben4 ,behandlung des ,bildhintergrundes3 ,verneinung im antiken ,fresko1 ,goldgrund im ,mosaik1 ,tiefenperspektive in der lmalerei4 ,der sichtbare ,pinselstrich der ,venezianer als ,ausdruck des historischen ,gefhls4 ,das ,rembrandtbraun4 ,,ii4 ,akt und ,portrt #cea ,das antike und das abendlndische ,menschenideal3 der ,krper nach ,grenzflchen oder physiognomisch behandelt4 ,kpfe antiker ,statuen4 ,faustische ,akte ein ,widerspruch4 ,das ,portrt in ,florenz und ,venedig4 ,michelangelo und das ,ende der abendlndischen ,plastik4 ,lionardo frei von ,renaissanceidealen2 der ,entdecker2 ,physiologie statt ,anatomie4 ,raffaels sixtinische ,madonna die letzte groe ,linie in der abendlndischen ,kunst4 ,in jeder ,kultur eine ,gruppe groer ,knste4 ,in der faustischen die ,instrumentalmusik1 in der apollinischen die ,aktplastik als ,mitte4 ,gleichzeitigkeit der ,ausbildung2 identische ,dauer4 ,begriff des ,impressionismus3 ,physiognomik des ,pinselstrichs4 ,parallele zur chinesischen ,kunst3 ,park1 ,musik4 ,perspektive4 ,das ,freilichtproblem2 sein ,gegensatz zum ,impressionismus von ,lionardo bis ,rembrandt3 ,kultur und ,zivilisation4 ,ausgang der westeuropischen ,malerei4 ,mit ,tristan und ,parzifal die faustische ,musik zu ,ende4 ,bayreuth und ,pergamon3 ,ende der antiken ,skulptur4 ,unmglichkeit einer organischen ,fortentwicklung4 ,alexandrinismus4 ,letzte ,stadien der gyptischen und antiken ,kunst4 ,v4 ,kapitel3 ,seelenbild und ,lebensgefhl #djc ,i4 ,die ,form der ,seele #dje ,unmglichkeit einer ,wissenschaft von der ,seele4 ,das ,bild der ,seele in jeder ,kultur eine ,funktion des ,weltbildes4 ,seelenkrper8 und ,seelenraum8 der antiken und abendlndischen ,psychologie4 ,der ,wille8 als ,reprsentant des historischen ,gefhls4 ,der ,wille zur ,macht3 seelische ,dynamik4 ,wille und ,charakter8 7,portrt1 ,biographie74 ,antik die ,haltung8 7,statue74 ,apollinische und faustische ,tragik3 ,attitdendrama und ,charakterdrama 7anekdotisch und biographisch74 ,der ,held als ,dulder oder ,tter4 ,der ,begriff der ,katharsis und der ,stoizismus4 ,die drei ,einheiten3 ,formideal der ,statue4 ,tages- und ,nachtkunst4 ,popularitt und ,esoterik1 ,hingabe und berwindung4 ,kenner und ,laie8 als ,ausdruck der ,distanzenergie4 ,steigende ,esoterik der westeuropischen ,geistigkeit4 ,verhltnis des ,kunstwerkes zum ,betrachter3 arabische1 chinesische1 abendlndische ,malperspektive4 ,das astronomische ,weltbild4 ,raumerweiternde ,kraft des ,fernrohrs4 ,segelschiffahrt4 ,kolumbus4 ,die ,antike und die ,umschiffung ,afrikas4 ,antikes und nordisches ,heimatgefhl4 ,der apollinische und faustische ,staatsgedanke4 ,zwei ,arten von ,kolonisation4 ,weltmachtplne unantik4 ,,ii4 ,buddhismus1 ,stoizismus1 ,sozialismus #dfe ,du sollst8 die spezifisch faustische ,form der ,moral 7,wille zur ,macht1 ,tat1 ,raum74 ,antik die ,interesselosigkeit an einer ,umwandlung der ,welt 7,ataraxia74 ,moral die unvernderliche ,struktur des lebendigen ,seins4 ,jede ,kultur besitzt eine eigne und einzige ,grundform4 ,beziehung zur ,mathematik3 euklidische8 7,haltungs-7 und analytische8 7,willens-7ethik4 ,katharsis und ,nirwana4 ,moralische ,theorie und ,praxis4 ,nicht ,mitleids-1 sondern ,herrenmoral8 faustisch3 praktische ,dynamik4 ,verhltnis von ,ethik und ,logik4 ,buddhismus1 ,stoizismus1 ,sozialismus4 ,verwandlung von ,kultur in ,zivilisation4 ,buddha1 ,sokrates1 ,rousseau die ,wortfhrer anbrechender ,zivilisationen4 ,tragische und ,plebejermoral3 schylus und die ,stoa1 ,shakespeare und die ,gegenwart4 ,der ,kulturbegriff der ,tat und der zivilisierte ,begriff der ,arbeit4 ,rckkehr zur ,natur8 in allen drei ,fllen4 ,der ursprngliche ,buddhismus keine ,religion1 dem ,christentum nicht verwandt4 ,kultur und ,religion1 ,zivilisation und ,irreligion4 ,buddhismus1 ,stoizismus1 ,sozialismus formverwandte praktische ,weltstimmungen4 ,die metaphysisch-systematische und die sozialethische ,periode jeder ,philosophie 7,indien1 ,antike1 ,abendland74 ,der ,weltstadtmensch ,objekt der neuen ,denkweise4 ,rhetorik und ,journalismus4 ,die buddhistische ,agitation4 ,paulus gegen ,bonifacius4 ,zwei richtige ,auffassungen des ,sozialismus3 als ,form der ,zukunft und als ,form des ,niedergangs4 ,der unbewute ,sozialismus4 ,alle ,rmer unbewute ,stoiker4 ,ausgang des ,sozialismus von ,kant3 der kategorische ,imperativ auf das ,politische1 ,soziale1 ,wirtschaftliche angewandt4 ,das ,recht auf ,arbeit als faustisches ,gegenstck des antiken panem et circenses84 ,praktische ,statik und ,dynamik4 ,der ,wille zur ,zukunft und das dritte ,reich8 7,ibsen74 ,ursprung des abendlndischen ,bildes der ,weltgeschichte3 ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit3 ,richtungsenergie4 ,geschichte der ,philosophie ein morphologisches ,problem4 ,kulturphilosophie und zivilisierte ,philosophie4 ,die ethische ,periode der ,philosophie ohne ,mathematik84 ,wachsende ,bedeutungslosigkeit metaphysischer ,fragen seit ,aristoteles und ,kant4 ,der nationalkonomische ,charakter der westeuropischen ,ethik3 die ,schule ,hegels4 ,schopenhauers ,system eine ,antizipation des ,darwinismus4 ,darwins ,theorie nationalkonomischer ,herkunft4 ,der bermensch4 ,nietzsche und ,shaw3 die ,zchtungsidee als letzte ,konsequenz der ethischen ,dynamik des ,du sollst84 ,gang der ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts4 ,letzte ,mglichkeit3 der historisch-psychologische ,skeptizismus4 ,,vi4 ,kapitel3 ,faustische und apollinische ,naturerkenntnis #ebe ,das ,ziel der ,naturwissenschaft1 reine ,mechanik zu werden3 eine ,illusion4 ,jedes ,naturgesetz ,zahl und ,bild4 ,alle ,grundbegriffe der modernen ,physik rein faustischer ,natur4 ,jedes ,wissen8 von der ,natur von einer voraufgegangenen ,religion abhngig4 ,die antike ,physik ,statik1 die arabische ,alchymie1 die abendlndische ,dynamik4 ,alchymie und ,chemie4 ,antike und westeuropische ,atomtheorie3 ,miniaturformen und ,minimalquanta 7,gestalteinheit und ,wirkungseinheit74 ,stoizismus und ,sozialismus der ,atome2 ,beziehung zu politischen ,formen4 ,das ,bewegungsproblem ,mittelpunkt jeder ,physik4 ,seine ,unlsbarkeit4 ,die ,eleaten4 ,die ,mechanik von ,hertz4 ,der physikalische ,begriff der ,notwendigkeit4 ,kausalitt 7,naturgesetz7 eine spezifisch westeuropische ,fassung4 ,andre ,mglichkeiten4 ,das ,bedingte in unserm ,begriff der ,erfahrung4 ,gottgefhl und ,naturerkenntnis4 ,kraft und ,masse8 und der ,barockstil4 ,die ,bewegung ,ausgangspunkt fr ,religion und ,physik4 ,die ,theorie als ,mythus4 ,stoff und ,form8 -- ,kraft und ,masse83 ,gott als hchste ,gestalt oder als hchste ,kraft4 ,entstehung des groen ,mythus in der ,frhzeit jeder ,kultur4 ,der faustische ,mythus #ijj-abjj entstanden3 ,identitt katholischer1 heidnisch-nordischer und ritterlich-epischer ,vorstellungen4 ,der olympische ,mythus und die ,krpergeometrie4 ,apollinische und faustische ,naturwesen3 beseelte ,dinge 7,nymphen7 und seelenerfllte ,rume 7,elfen74 ,altrmische ,gottheiten4 ,der ,kaiserkult die letzte religise ,schpfung der ,antike4 ,die sptantiken ,kulte als magischer ,monotheismus3 ,auflsung aller ,gestalten in ein ,prinzip4 ,der ,atheismus als ,negation einer bestimmten ,form von ,religiositt4 ,das ,christentum vom antiken ,standpunkt atheistisch4 ,antike ,intoleranz gegen ,kultfrevel1 abendlndische gegen dogmatische ,abweichungen 7,scheiterhaufen1 ,guillotine71 ,kultfreiheit und ,gewissensfreiheit4 ,die faustische ,physik als ,dogma von der ,kraft4 ,der ,kraftbegriff religisen ,ursprungs4 ,seine ,entwicklung4 ,galileis bergang von der ,renaissancestatik zur ,dynamik4 ,die moderne ,physik an der ,grenze ihrer formalen ,mglichkeiten4 ,steigende ,zweifel an allen ,grundbegriffen4 ,bedeutung der ,relativittstheorie3 ,zerstrung des newtonischen ,weltbildes4 ,die ,entropielehre3 ,mit dem ,phnomen der ,nichtumkehrbarkeit der ,kreisprozesse dringt ein historisches ,motiv in das ,naturbild4 ,dementsprechend ,statistik und ,wahrscheinlichkeitsrechnung statt exakter ,mathematik4 ,die ,atomzerfallhypothese und die ,schicksalsidee4 ,die ,entropie und der ,mythus der ,gtterdmmerung4 ,ausgang der westeuropischen ,wissenschaft3 ,selbstvernichtung durch intellektuelle ,verfeinerung4 ,wachsende ,konvergenz von ,physik1 ,chemie1 ,mathematik und ,erkenntnistheorie4 ,endziel3 ,auflsung der gesamten wissenschaftlichen ,substanz in einen ,komplex von ,funktionen4 ,reine ,morphologie mathematisch-logischer ,erkenntnisformen4 ,rckkehr der ,erkenntnis zum ,ausgangspunkt3 ,skeptizismus4 ,,einleitung #a ,in diesem ,buche wird zum ersten ,male der ,versuch gewagt1 ,geschichte vorauszubestimmen4 ,es handelt sich darum1 das ,schicksal einer ,kultur1 und zwar der einzigen1 die heute auf der ,erde in ,vollendung begriffen ist1 derjenigen ,westeuropas1 in den noch nicht abgelaufenen ,stadien zu verfolgen4 ,die ,mglichkeit1 eine ,aufgabe von so ungeheurer ,tragweite zu lsen1 ist bis heute offenbar nicht ins ,auge gefat und wenn dies der ,fall war1 die ,mittel1 sie zu behandeln1 nicht erkannt oder in unzulnglicher ,weise gehandhabt worden4 ,gibt es eine ,logik der ,geschichte8 ,gibt es jenseits von allem ,zuflligen und ,unberechenbaren der singulren ,ereignisse eine sozusagen metaphysische ,struktur der historischen ,menschheit1 die von den weithin sichtbaren1 populren1 geistig-politischen ,gebilden der ,oberflche wesentlich unabhngig ist8 ,die diese ,wirklichkeit geringeren ,ranges vielmehr erst hervorruft8 ,erscheinen die groen ,momente der ,weltgeschichte dem verstehenden ,auge vielleicht immer wieder in einer ,gestalt1 die ,schlsse zult8 ,und wenn -- wo liegen die ,grenzen derartiger ,folgerungen8 ,ist es mglich1 im ,leben selbst -- denn menschliche ,geschichte ist der ,inbegriff von ungeheuren ,lebenslufen1 als deren ,ich und ,person schon der ,sprachgebrauch unwillkrlich ,individuen hherer ,ordnung wie die ,antike81 die chinesische ,kultur8 oder die moderne ,zivilisation8 denkend und handelnd einfhrt -- die ,stufen aufzufinden1 die durchschritten werden mssen und in einer ,ordnung1 die keine ,ausnahme zult8 ,haben die fr alles ,organische grundlegenden ,begriffe ,geburt1 ,tod1 ,jugend1 ,alter1 ,lebensdauer in diesem ,kreise vielleicht einen strengen ,sinn1 den noch niemand erschlossen hat8 ,liegen1 kurz gesagt1 allem ,historischen allgemeine biographische ,urformen zugrunde8 ,der ,untergang des ,abendlandes1 zunchst ein rtlich und zeitlich beschrnktes ,phnomen wie das ihm entsprechende des ,unterganges der ,antike1 ist1 wie man sieht1 ein philosophisches ,thema1 das1 in seiner ganzen ,schwere begriffen1 alle groen ,fragen des ,seins in sich schliet4 ,will man erfahren1 in welcher ,gestalt das ,erlschen der abendlndischen ,kultur vor sich geht1 so mu man zuvor erkannt haben1 was ,kultur ist1 in welchem ,verhltnis sie zur sichtbaren ,geschichte1 zum ,leben1 zur ,seele1 zur ,natur1 zum ,geiste steht1 unter welchen ,formen sie in ,erscheinung tritt und inwiefern diese ,formen -- ,vlker1 ,sprachen und ,epochen1 ,schlachten und ,ideen1 ,staaten und ,gtter1 ,knste und ,kunstwerke1 ,wissenschaften1 ,rechte1 ,wirtschaftsformen und ,weltanschauungen1 groe ,menschen und groe ,ereignisse -- ,symbole und als solche zu deuten sind4 #b ,das ,mittel1 tote ,formen zu begreifen1 ist das mathematische ,gesetz4 ,das ,mittel lebendige ,formen zu verstehen1 ist die ,analogie4 ,auf diese ,weise unterscheiden sich ,polaritt und ,periodizitt der ,welt4 ,das ,bewutsein davon1 da die ,zahl der historischen ,erscheinungsformen eine begrenzte ist1 da ,zeitalter1 ,epochen1 ,situationen1 ,personen sich dem ,typus nach wiederholen1 war immer vorhanden4 ,man hat das ,auftreten ,napoleons kaum je ohne einen ,seitenblick auf ,csar und ,alexander behandelt1 von denen der erste1 wie man sehen wird1 morphologisch unzulssig1 der zweite richtig war4 ,napoleon selbst fand die ,verwandtschaft seiner ,lage mit der ,karls des ,groen heraus4 ,der ,konvent sprach von ,karthago1 wenn er ,england meinte1 und die ,jakobiner nannten sich ,rmer4 ,man hat1 mit sehr verschiedenem ,recht1 ,florenz mit ,athen1 ,buddha mit ,christus1 das ,urchristentum mit dem modernen ,sozialismus1 die rmischen ,finanzgren der ,zeit ,csars mit den ,yankees verglichen4 ,petrarka1 der erste leidenschaftliche ,archologe -- die ,archologie ist selbst ein ,ausdruck des ,gefhls1 da ,geschichte sich wiederholt -- dachte in bezug auf sich an ,cicero und erst vor kurzem noch ,cecil ,rhodes1 der ,organisator des englischen ,sdafrika1 der die antiken ,csarenbiographien in eigens fr ihn angefertigten bersetzungen in seiner ,bibliothek besa1 an ,kaiser ,hadrian4 ,es war das ,verderben ,karls ,,xii4 von ,schweden1 da er von ,jugend auf das ,leben ,alexanders von ,curtius ,rufus in der ,tasche trug und diesen ,eroberer kopieren wollte4 ,friedrich der ,groe bewegt sich in seinen politischen ,denkschriften -- wie den ,considerations von #agch -- mit vollkommener ,sicherheit in ,analogien1 um seine ,auffassung der weltpolitischen ,situation zu kennzeichnen1 so wenn er die ,franzosen mit den ,makedoniern unter ,philipp den ,griechen -- ,deutschen -- gegenber vergleicht4 ,schon sind die ,thermopylen ,deutschlands1 ,elsa und ,lothringen1 in ,philipps ,hand48 ,damit war die ,politik des ,kardinals ,fleury vorzglich getroffen4 ,hier findet sich weiterhin der ,vergleich zwischen der ,politik der ,huser ,habsburg und ,bourbon und den ,proskriptionen des ,antonius und ,oktavian4 ,aber das alles blieb fragmentarisch und willkrlich und entsprach in der ,regel mehr einem augenblicklichen ,hange1 sich dichterisch und geistreich auszudrcken1 als einem tieferen historischen ,formgefhl4 ,so sind die ,vergleiche ,rankes1 eines ,meisters der kunstvollen ,analogie1 zwischen ,kyaxares und ,heinrich ,i41 den ,einfllen der ,kimmerier und ,magyaren morphologisch bedeutungslos1 nicht viel weniger der oft wiederholte zwischen den hellenischen ,stadtstaaten und den ,renaissancerepubliken1 von tiefer1 aber zuflliger ,richtigkeit dagegen der zwischen ,alkibiades und ,napoleon4 ,sie sind bei ihm wie bei andern aus einem plutarchischen1 d4 h4 volkstmlich romantischen ,geschmack vollzogen worden1 der lediglich die hnlichkeit der ,szene auf der ,weltbhne ins ,auge fat1 nicht im strengen ,sinne des ,mathematikers1 der die innere ,verwandtschaft zweier ,gruppen von ,differentialgleichungen erkennt1 an denen der ,laie nichts als ,differenzen sieht4 ,man bemerkt leicht1 da im ,grunde die ,laune1 nicht eine ,idee1 nicht das ,gefhl einer ,notwendigkeit die ,wahl der ,bilder bestimmt4 ,von einer ,technik des ,vergleichens blieben wir weit entfernt4 ,sie treten1 gerade heute1 massenhaft auf1 aber planlos und ohne ,zusammenhang und wenn sie einmal in einem tiefen1 noch festzustellenden ,sinne treffend sind1 so verdankt man es dem ,glck1 seltener dem ,instinkt1 nie einem ,prinzip4 ,noch hat niemand daran gedacht1 hier eine ,methode auszubilden4 ,man hat nicht im entferntesten geahnt1 da hier eine ,wurzel1 und zwar die einzige liegt1 aus der eine groe ,lsung des ,problems der ,geschichte hervorgehen kann4 ,die ,vergleiche knnten das ,glck des historischen ,denkens sein1 insofern sie die organische ,struktur des ,geschehens blolegen4 ,ihre ,technik mte unter der ,einwirkung einer umfassenden ,idee und also bis zur wahllosen ,notwendigkeit1 bis zur logischen ,meisterschaft ausgebildet werden4 ,sie waren bisher ein ,unglck1 weil sie als eine bloe ,angelegenheit des ,geschmackes den ,historiker der ,einsicht und der ,mhe berhoben1 die ,formensprache der ,geschichte und ihre ,analyse als seine schwerste und nchste1 heute noch nicht einmal begriffene1 geschweige denn gelste ,aufgabe zu betrachten4 ,sie waren teils oberflchlich1 wenn man z4 ,b4 ,csar den ,begrnder einer rmischen ,staatszeitung nannte1 oder1 noch schlimmer1 entlegene1 hchst komplexe und uns innerlich sehr fremde ,phnomene des antiken ,daseins mit ,modeworten wie ,sozialismus1 ,impressionismus1 ,kapitalismus1 ,klerikalismus belegte1 teils von einer bizarren ,verkehrtheit wie der ,brutuskult1 den man im ,jakobinerklub trieb -- den jenes ,millionrs und ,wucherers ,brutus1 der als ,fhrer des rmischen ,uradels unter dem ,beifall des patrizischen ,senats den ,mann der ,demokratie erstach4 #c ,und so erweitert sich die ,aufgabe1 die ursprnglich ein begrenztes ,problem der modernen ,zivilisation umfate1 zu einer vllig neuen ,philosophie1 der ,philosophie der ,zukunft1 wenn aus dem metaphysisch erschpften ,boden des ,abendlandes berhaupt noch eine hervorgehen kann1 der einzigen1 die wenigstens zu den ,mglichkeiten des westeuropischen ,geistes in seinen letzten ,stadien gehrt3 zur ,idee einer ,morphologie der ,weltgeschichte1 der ,welt als ,geschichte1 die im ,gegensatz zur ,morphologie der ,natur1 bisher dem einzigen ,thema der ,philosophie1 alle ,gestalten und ,bewegungen der ,welt in ihrer tiefsten und letzten ,bedeutung noch einmal1 aber in einer ganz andern ,ordnung1 nicht zum ,gesamtbilde alles ,erkannten1 sondern zu einem ,bilde des ,lebens1 nicht des ,gewordenen1 sondern des ,werdens1 zusammenfat4 ,die ,welt als ,geschichte1 aus ihrem ,gegensatz1 der ,welt als ,natur1 begriffen1 geschaut1 gestaltet -- das ist ein neuer ,aspekt des ,daseins1 der bis heute nie angewandt1 vielleicht dunkel gefhlt1 oft geahnt1 nie mit allen seinen ,konsequenzen gewagt worden ist4 ,hier liegen zwei mgliche ,arten vor1 wie der ,mensch seine ,umwelt besitzen1 erleben kann4 ,ich trenne der ,form1 nicht der ,substanz nach mit vollster ,schrfe den organischen vom mechanischen ,welteindruck1 den ,inbegriff der ,gestalten von dem der ,gesetze1 das ,bild und ,symbol von der ,formel und dem ,system1 das ,einmalig-,wirkliche vom ,bestndig-,mglichen1 das ,ziel der planvoll ordnenden ,einbildungskraft von dem der zweckmig zergliedernden ,erfahrung oder1 um einen noch nie bemerkten1 sehr bedeutungsvollen ,gegensatz schon hier zu nennen1 den ,geltungsbereich der chronologischen von dem der mathematischen ,zahl4#a ,es kann sich demnach in einer ,untersuchung wie der vorliegenden nicht darum handeln1 die an der ,oberflche des ,tages sichtbar werdenden ,ereignisse geistig-politischer ,art als solche hinzunehmen1 nach ,ursache und ,wirkung zu ordnen und in ihrer scheinbaren1 verstandesmig falichen ,tendenz zu verfolgen4 ,eine derartige -- pragmatische8 -- ,behandlung der ,historie wrde nichts als ein ,stck verkappter ,naturwissenschaft sein1 woraus die ,anhnger der materialistischen ,geschichtsauffassung kein ,hehl machen1 whrend ihre ,gegner sich nur der ,identitt des beiderseitigen ,verfahrens nicht hinreichend bewut sind4 ,es handelt sich nicht um das1 was die greifbaren ,tatsachen der ,geschichte an und fr sich1 als ,erscheinungen zu irgend einer ,zeit sind1 sondern um das1 was sie durch ihre ,erscheinung bedeuten1 andeuten4 ,die ,historiker der ,gegenwart glauben ein briges zu tun1 wenn sie religise1 soziale und allenfalls kunsthistorische ,einzelheiten heranziehen1 um den politischen ,sinn einer ,epoche zu illustrieren84 ,aber sie vergessen das ,entscheidende -- entscheidend nmlich1 insofern sichtliche ,geschichte ,ausdruck1 ,zeichen1 formgewordenes ,seelentum ist4 ,ich habe noch keinen gefunden1 der mit dem ,studium dieser morphologischen ,verwandtschaften ,ernst gemacht htte1 der ber den ,bereich politischer ,tatsachen hinaus die letzten und tiefsten ,gedanken der ,mathematik der ,hellenen1 ,araber1 ,inder1 ,westeuroper1 den ,sinn ihrer frhen ,ornamentik1 ihrer architektonischen1 metaphysischen1 dramatischen1 lyrischen ,urformen1 die ,auswahl und ,richtung ihrer groen ,knste1 die ,einzelheiten ihrer knstlerischen ,technik und ,stoffwahl eingehend gekannt1 geschweige denn in ihrer entscheidenden ,bedeutung fr die ,formprobleme des ,historischen erkannt htte4 ,wer wei es1 da zwischen der ,differentialrechnung und dem dynastischen ,staatsprinzip der ,zeit ,ludwigs ,,xiv41 zwischen der antiken ,staatsform der ,polis und der euklidischen ,geometrie1 zwischen der ,raumperspektive der abendlndischen lmalerei und der berwindung des ,raumes durch ,bahnen1 ,fernsprecher und ,fernwaffen1 zwischen der kontrapunktischen ,instrumentalmusik und dem wirtschaftlichen ,kreditsystem ein tiefer ,zusammenhang der ,form besteht8 ,selbst die realsten ,faktoren der ,politik nehmen1 aus dieser ,perspektive betrachtet1 einen hchst transzendenten ,charakter an und es geschieht vielleicht zum ersten ,male1 da ,dinge wie das gyptische ,verwaltungssystem1 das antike ,mnzwesen1 die analytische ,geometrie1 der ,scheck1 der ,suezkanal1 der chinesische ,buchdruck1 das preuische ,heer und die rmische ,straenbautechnik gleichmig als ,symbole aufgefat und als solche gedeutet werden4 ,an diesem ,punkte stellt es sich heraus1 da es eine spezifisch historische ,art des ,erkennens noch gar nicht gibt4 ,was man so nennt1 zieht seine ,methoden fast ausschlielich aus dem ,gebiete des ,wissens1 auf welchem allein ,methoden der ,erkenntnis zur strengen ,ausbildung gelangt sind1 aus der ,physik4 ,man glaubt ,geschichtsforschung zu treiben1 wenn man den gegenstndlichen ,zusammenhang von ,ursache und ,wirkung verfolgt4 ,es ist eine merkwrdige ,tatsache1 da die ,philosophie alten ,stils an eine andre ,mglichkeit der ,beziehung des ,geistes auf die ,welt nie gedacht hat4 ,kant1 der in seinem ,hauptwerk die formalen ,regeln der ,erkenntnis feststellte1 zog1 ohne da weder er noch irgend ein anderer es bemerkt htte1 allein die ,natur als ,objekt der ,verstandesttigkeit in ,betracht4 ,wissen ist fr ihn mathematisches ,wissen4 ,wenn er von angebornen ,formen der ,anschauung und ,kategorien des ,verstandes spricht1 so denkt er nie an das ganz andersgeartete ,begreifen historischer ,phnomene1 und ,schopenhauer1 der von ,kants ,kategorien bezeichnenderweise nur die der ,kausalitt gelten lt1 redet nur mit ,verachtung von der ,geschichte4#b ,da auer der ,notwendigkeit von ,ursache und ,wirkung -- ich mchte sie die ,logik des ,raumes nennen -- im ,leben auch noch die organische ,notwendigkeit des ,schicksals -- die ,logik der ,zeit -- eine ,tatsache von tiefster innerster ,gewiheit ist1 eine ,tatsache1 welche das gesamte mythologische1 religise und knstlerische ,denken ausfllt1 die das ,wesen und den ,kern aller ,geschichte im ,gegensatz zur ,natur ausmacht1 die aber den ,erkenntnisformen1 welche die ,kritik der reinen ,vernunft8 untersucht1 unzugnglich ist1 das ist noch nicht in den ,bereich intellektueller ,formulierung gedrungen4 ,die ,philosophie ist1 wie ,galilei an einer berhmten ,stelle seines ,saggiatore sagt1 im groen ,buche der ,natur scritta in lingua matematica84 ,aber wir warten heute noch auf die ,antwort eines ,philosophen1 in welcher ,sprache die ,geschichte geschrieben und wie diese zu lesen ist4 ,die ,mathematik und das ,kausalittsprinzip fhren zu einer naturhaften1 die ,chronologie und die ,schicksalsidee zu einer historischen ,ordnung der ,erscheinung4 ,beide ,ordnungen umfassen die ganze ,welt4 ,nur das ,auge1 in dem und durch das sich diese ,welt verwirklicht1 ist ein anderes4 #d ,natur ist die ,gestalt1 unter welcher der ,mensch hoher ,kulturen den unmittelbaren ,eindrcken seiner ,sinne ,einheit und ,bedeutung gibt4 ,geschichte ist diejenige1 aus welcher seine ,einbildungskraft das lebendige ,dasein der ,welt in bezug auf das eigene ,leben zu begreifen und diesem damit eine vertiefte ,wirklichkeit zu verleihen sucht4 ,ob er dieser ,gestaltungen fhig ist und welche von ihnen sein waches ,bewutsein beherrscht1 das ist eine ,urfrage aller menschlichen ,existenz4 ,hier liegen zwei ,mglichkeiten der ,weltbildung durch den ,menschen vor4 ,damit ist schon gesagt1 da es nicht notwendig ,wirklichkeiten sind4 ,fragen wir also im folgenden nach dem ,sinn aller ,geschichte1 so ist zuerst eine ,frage zu erledigen1 die bisher nie gestellt worden ist4 ,fr wen gibt es ,geschichte8 ,eine paradoxe ,frage1 wie es scheint4 ,ohne ,zweifel fr jeden1 insofern jeder ,glied und ,element der ,geschichte ist4 ,aber man bedenke1 da die ,gesamtheit der ,geschichte wie das ,ganze der ,natur -- das eine wie das andere ein ,erscheinungsbild -- einen ,geist voraussetzt1 in dem und durch den es ,wirklichkeit ist4 ,ohne ,subjekt gibt es kein ,objekt4 ,sehen wir von aller ,theorie ab1 der die ,philosophen tausend ,fassungen gegeben haben1 so steht es doch fest1 da ,erde und ,sonne1 die ,natur1 der ,raum1 das ,weltall ein persnliches ,erlebnis und in ihrem ,so-und-nicht-anders-sein abhngig vom menschlichen ,bewutsein sind4 ,aber dasselbe gilt vom ,weltbilde der ,geschichte1 dem werdenden1 nicht dem ruhenden ,all1 und selbst wenn man wte1 was sie ist1 so wei man noch nicht1 fr wen sie es ist4 ,sicher nicht fr die ,menschheit84 ,das ist unsre1 die westeuropische ,empfindung1 aber wir sind nicht die ,menschheit84 ,sicherlich gab es nicht nur fr den ,urmenschen1 sondern auch fr den ,menschen gewisser hoher ,kulturen keine ,weltgeschichte1 keine ,welt als ,geschichte4 ,wir wissen alle1 da in unserem kindlichen ,weltbewutsein zunchst nur naturhafte und kausale ,zge und erst sehr viel spter solche historischer ,art1 z4 ,b4 ein bestimmtes ,zeitgefhl1 hervortreten4 ,das ,wort ,ferne gewinnt fr uns viel eher einen greifbaren ,inhalt als das ,wort ,zukunft4 ,aber wie1 wenn eine ganze ,kultur1 ein hohes ,seelentum auf diesem ahistorischen ,geiste beruht8 ,wie mu ihr die ,wirklichkeit erscheinen8 ,die ,welt8 ,das ,leben8 ,bedenken wir1 da sich im ,weltbewutsein der ,hellenen alles ,erlebte1 nicht nur die eigne persnliche1 sondern die allgemeine ,vergangenheit sofort in ,mythus1 d4 h4 in ,natur1 in zeitlose1 unbewegliche1 entwicklungslose ,gegenwart verwandelte1 dergestalt1 da die ,geschichte ,alexanders des ,groen noch vor seinem ,tode fr das antike ,gefhl mit der ,dionysoslegende zu verschwimmen begann und da ,csar seine ,abstammung von ,venus mindestens nicht als widersinnig empfand1 so mssen wir zugestehen1 da uns ,menschen des ,abendlandes mit dem starken ,gefhl fr zeitliche ,distanzen ein ,nacherleben solcher ,seelenzustnde beinahe unmglich ist1 da wir aber nicht das ,recht haben1 dem ,problem der ,geschichte gegenber von dieser ,tatsache einfach abzusehen4 ,was ,tagebcher1 ,selbstbiographien1 ,bekenntnisse fr den einzelnen1 das bedeutet ,geschichtsforschung im weitesten ,umfange1 wo sie auch alle ,arten psychologischer ,analyse fremder ,vlker1 ,zeiten1 ,sitten einschliet1 fr die ,seele ganzer ,kulturen4 ,aber die antike ,kultur besa kein ,gedchtnis in diesem spezifischen ,sinne1 kein historisches ,organ4 ,das ,gedchtnis des antiken ,menschen -- wobei wir allerdings einen aus unserem seelischen ,habitus abgeleiteten ,begriff ohne weiteres einer fremden ,seele aufprgen -- ist etwas ganz anderes1 weil hier ,vergangenheit und ,zukunft als ordnende ,perspektiven im ,bewutsein fehlen und die reine ,gegenwart81 die ,goethe an allen uerungen antiken ,lebens1 an der ,plastik insbesondere so oft bewunderte1 es mit einer uns ganz unbekannten ,mchtigkeit ausfllt4 ,diese reine ,gegenwart1 deren grtes ,symbol die dorische ,sule ist1 stellt in der ,tat eine ,verneinung der ,zeit 7der ,richtung7 dar4 ,fr ,herodot und ,sophokles wie fr ,themistokles und fr einen rmischen ,konsul verflchtigt sich die ,vergangenheit alsbald in einen zeitlos ruhenden ,eindruck von polarer1 nicht periodischer ,struktur1 -- denn das ist der letzte ,sinn durchgeistigter ,mythenbildung -- whrend sie fr unser ,weltgefhl und inneres ,auge ein periodisch klar gegliederter1 zielvoll gerichteter ,organismus von ,jahrhunderten oder ,jahrtausenden ist4 ,dieser ,hintergrund aber gibt dem ,leben1 dem antiken wie dem abendlndischen1 erst seine besondere ,farbe4 ,was der ,grieche ,kosmos nannte1 war das ,bild einer ,welt1 die nicht wird1 sondern ist4 ,folglich war der ,grieche selbst ein ,mensch1 der niemals wurde1 sondern immer war4 ,deshalb hat der antike ,mensch1 obwohl er die strenge ,chronologie1 die ,kalenderrechnung und damit das starke1 in groartiger ,beobachtung der ,gestirne und in der exakten ,messung gewaltiger ,zeitrume sich offenbarende ,gefhl fr die ,ewigkeit und die ,nichtigkeit des gegenwrtigen ,augenblicks in der babylonischen und gyptischen ,kultur sehr wohl kannte1 sich innerlich nichts davon zu eigen gemacht4 ,was seine ,philosophen gelegentlich erwhnen1 haben sie nur gehrt1 nicht geprft4 ,weder ,plato noch ,aristoteles besaen eine ,sternwarte4 ,in den letzten ,jahren des ,perikles wurde in ,athen ein ,volksbeschlu gefat1 der jeden mit der schweren ,klageform der ,eisangelie bedrohte1 der astronomische ,theorien verbreitete4 ,es war ein ,akt von tiefster ,symbolik1 in dem sich der ,wille der antiken ,seele aussprach1 die ,ferne in jedem ,sinne aus ihrem ,weltbewutsein zu streichen4 ,deshalb begannen die ,hellenen erst dann -- in der ,person des ,thukydides -- ernsthaft ber ihre ,geschichte nachzudenken1 als sie innerlich so gut wie abgeschlossen war4 ,aber selbst ,thukydides1 dessen methodische ,grundstze in der ,einleitung seines ,werkes sich sehr westeuropisch ausnehmen1 fate sie doch so auf1 da er geschichtliche ,einzelheiten erdichtet1 sobald es ihm angemessen erscheint4 ,das wirkt bei ihm als knstlerisches ,prinzip1 aber gerade das nennen wir ,mythenbildung4 ,von einem echten ,sinn fr die ,bedeutung chronologischer ,zahlen ist nicht die ,rede4 ,im #c4 ,jahrhundert schrieben ,manetho und ,berossos -- also ,nichtgriechen -- grndliche ,quellenwerke ber gypten und ,babylon1 zwei ,lnder1 die sich auf ,astronomie und also auch auf ,historie verstanden4 ,aber der gebildete ,grieche und ,rmer kmmerte sich wenig darum und zog weiterhin die romanhaften ,phantastereien eines ,hekataios und ,ktesias vor4#c ,infolgedessen ist die antike ,geschichte bis auf die ,perserkriege herab1 aber auch noch die ,struktur sehr viel spterer ,perioden das ,produkt wesentlich mythischen ,denkens4 ,die ,verfassungsgeschichte ,spartas -- ,lykurg1 dessen ,biographie mit allen ,einzelheiten erzhlt wird1 war vermutlich eine unbedeutende ,waldgottheit des ,taygetos -- ist eine ,dichtung der hellenistischen ,zeit und die ,erfindung der rmischen ,geschichte vor ,hannibal war noch zur ,zeit ,csars nicht zum ,stillstand gekommen4 ,es kennzeichnet den antiken ,sinn des ,wortes ,geschichte1 da die alexandrinische ,romanliteratur stofflich den strksten ,einflu auf die ernsthafte politische und religise ,historik ausbte4 ,man dachte gar nicht daran1 ihren ,inhalt von aktenmigen ,daten grundstzlich zu unterscheiden4 ,als ,varro gegen ,ende der ,republik daran ging1 die aus dem ,bewutsein des ,volkes rasch schwindende rmische ,religion zu fixieren1 teilte er die ,gottheiten1 deren ,dienst vom ,staate aufs peinlichste ausgebt wurde1 in di certi und di incerti ein -- solche1 von denen man noch etwas wute1 und solche1 von denen trotz des fortdauernden ffentlichen ,kultes nur der ,name geblieben war4 ,in der ,tat war die ,religion der rmischen ,gesellschaft seiner ,zeit -- wie sie nicht nur ,goethe1 sondern selbst ,nietzsche ohne ,argwohn aus den rmischen ,dichtern hinnahmen -- grtenteils ein ,erzeugnis der hellenisierenden ,literatur und fast ohne ,zusammenhang mit dem alten ,kultus1 den niemand mehr verstand4 ,mommsen hat den westeuropischen ,standpunkt klar formuliert1 als er die rmischen ,historiker -- ,tacitus ist vor allem gemeint -- ,leute nannte1 die das sagen1 was verschwiegen zu werden verdiente1 und das verschweigen1 was notwendig war zu sagen84 ,die indische ,kultur1 deren ,idee vom 7bramanischen7 ,nirwana der entschiedenste ,ausdruck einer vollkommen ahistorischen ,seele ist1 den es geben kann1 hat nie das geringste ,gefhl fr das ,wann8 in irgend einem ,sinne besessen4 ,es gibt keine indische ,astronomie1 keinen indischen ,kalender1 keine indische ,historie also1 insofern man darunter das ,bewutsein einer lebendigen ,entwicklung versteht4 ,wir wissen vom sichtbaren ,verlaufe dieser ,kultur1 deren organischer ,teil vor der ,entstehung des ,buddhismus abgeschlossen war1 noch viel weniger1 als von der antiken1 sicherlich an groen ,ereignissen reichen ,geschichte zwischen dem #ab4 und #h4 ,jahrhundert4 ,beide sind lediglich in traumhaft-mythischer ,gestalt konserviert worden4 ,erst ein volles ,jahrtausend nach ,buddha1 um #ejj n4 ,chr41 entstand auf ,ceylon im ,mahavansa8 etwas1 das entfernt an ,geschichtsschreibung erinnert4 ,das ,bewutsein des indischen ,menschen war so ahistorisch angelegt1 da er nicht einmal das ,phnomen des von einem ,autor verfaten ,buches als zeitlich fixiertes ,ereignis kannte4 ,statt einer organischen ,reihe persnlich abgegrenzter ,schriften entstand allmhlich eine vage ,textmasse1 in die jeder hineinschrieb1 was er wollte1 ohne da die ,begriffe des individuellen geistigen ,eigentums1 der ,entwicklung eines ,gedankens1 der geistigen ,epoche eine ,rolle gespielt htten4 ,in dieser anonymen ,gestalt -- der der gesamten indischen ,geschichte -- liegt uns die indische ,philosophie vor4 ,mit ihr vergleiche man die durch ,bcher und ,personen physiognomisch aufs schrfste herausgearbeitete ,philosophiegeschichte des ,abendlandes4 ,der indische ,mensch verga alles1 der gyptische konnte nichts vergessen4 ,eine indische ,kunst des ,portrts -- der ,biographie in nuce -- hat es nie gegeben2 die gyptische ,plastik kannte kaum ein anderes ,thema4 ,die gyptische ,seele1 eminent historisch veranlagt und mit urweltlicher ,leidenschaft nach dem ,unendlichen drngend1 empfand die ,vergangenheit und ,zukunft als ihre ganze ,welt und die ,gegenwart1 die mit dem wachen ,bewutsein identisch ist1 erschien ihr lediglich als die schmale ,grenze zwischen zwei unermelichen ,fernen4 ,die gyptische ,kultur ist eine ,inkarnation der ,sorge -- dem seelischen ,korrelat der ,ferne -- der ,sorge um das ,knftige1 wie sie sich in der ,wahl von ,granit und ,basalt als plastischem ,material1#d in den gemeielten ,urkunden1 in der ,ausbildung eines meisterhaften ,verwaltungssystems und dem ,netz von ,bewsserungsanlagen ausspricht1#e und der notwendig damit verknpften ,sorge um das ,vergangene4 ,die gyptische ,mumie ist ein ,symbol hchsten ,ranges4 ,man verewigte den ,leib der ,toten1 wie man deren ,persnlichkeit1 dem ,ka81 durch die oft in vielen ,exemplaren ausgefhrten ,bildnisstatuen1 an deren in einem sehr hohen ,sinne aufgefate hnlichkeit sie gebunden war1 ewige ,dauer verlieh4 ,bekanntlich waren in der besten ,zeit der griechischen ,plastik ,bildnisstatuen ausdrcklich verpnt4 ,es besteht eine tiefe ,beziehung zwischen dem ,verhalten gegen die historische ,vergangenheit und der ,auffassung des ,todes1 wie sie sich in der ,form der ,bestattung ausspricht4 ,der gypter verneint die ,vergnglichkeit1 der antike ,mensch bejaht sie durch die gesamte ,formensprache seiner ,kultur4 ,die gypter konservierten auch die ,mumie ihrer ,geschichte3 die chronologischen ,daten und ,zahlen4 ,whrend von der vorsolonischen ,geschichte der ,griechen nichts berliefert ist1 keine ,jahreszahl1 kein echter ,name1 kein greifbares ,ereignis -- was dem uns allein bekannten ,rest einen bertriebenen ,akzent gibt -- kennen wir aus dem #c4 ,jahrtausend beinahe alle ,namen und ,regierungszahlen der gyptischen ,knige und die spteren gypter kannten sie natrlich ohne ,ausnahme4 ,als ein grauenvolles ,symbol dieses ,willens zur ,dauer liegen noch heute die ,krper der groen ,pharaonen mit kenntlichen ,gesichtszgen in unseren ,museen4 ,auf der leuchtend polierten ,granitspitze der ,pyramide ,amenemhets ,,iii4 liest man noch jetzt die ,worte3 ,amenemhet schaut die ,schnheit der ,sonne8 und auf der andern ,seite3 ,hher ist die ,seele ,amenemhets als die ,hhe des ,orion und sie verbindet sich mit der ,unterwelt48 ,das ist berwindung der ,vergnglichkeit1 der ,gegenwart und unantik im hchsten ,mae4 #e ,gegenber dieser mchtigen ,gruppe gyptischer ,lebenssymbole erscheint an der ,schwelle der antiken ,kultur1 der ,vergessenheit entsprechend1 die sie ber jedes ,stck ihrer uern und innern ,vergangenheit breitet1 die ,verbrennung der ,toten4 ,der mykenischen ,zeit war die sakrale ,heraushebung dieser ,bestattungsform aus den brigen1 die von primitiven ,vlkern in der ,regel nebeneinander ausgebt werden1 durchaus fremd4 ,die ,knigsgrber sprechen sogar fr den ,vorrang der ,erdbestattung4 ,aber in der homerischen ,zeit so gut wie in der vedischen erfolgt der pltzliche1 materiell nicht zu motivierende ,schritt vom ,begrbnis zur ,verbrennung1 die1 wie die ,ilias zeigt1 mit dem vollen ,pathos eines sinnbildlichen ,aktes -- der feierlichen ,vernichtung1 der ,verneinung der historischen ,dauer -- vollzogen wurde4 ,von diesem ,augenblick an ist auch die ,plastizitt der individuellen seelischen ,entwicklung zu ,ende4 ,so wenig das antike ,drama echt historische ,motive gestattet1 so wenig lt es das ,thema der innern ,entwicklung zu und man wei1 wie entschieden sich der hellenische ,instinkt gegen das ,portrt in der bildenden ,kunst auflehnte4 ,bis in die ,kaiserzeit kennt die antike ,kunst nur einen ihr gewissermaen natrlichen ,stoff3 den ,mythus4#f ,auch die idealen ,bildnisse der hellenistischen ,plastik sind mythisch1 so gut es die typischen ,biographien von der ,art ,plutarchs sind4 ,kein groer ,grieche hat je ,erinnerungen niedergeschrieben1 die eine berwundene ,epoche vor seinem geistigen ,auge fixiert htten4 ,nicht einmal ,sokrates hat ber sein ,innenleben etwas in unserm ,sinne ,bedeutendes gesagt4 ,es fragt sich1 ob in einer antiken ,seele dergleichen berhaupt mglich war1 wie es der ,entwurf des ,parzeval1 ,hamlet1 ,werther voraussetzt4 ,wir vermissen bei ,plato jedes ,bewutsein einer ,entwicklung seiner ,lehre4 ,seine einzelnen ,schriften sind lediglich ,formulierungen sehr verschiedener ,standpunkte1 die er zu verschiedenen ,zeiten einnahm4 ,ihr genetischer ,zusammenhang war kein ,gegenstand seiner ,reflexion4 ,der einzige -- flache -- ,versuch einer ,selbstanalyse1 der antiken ,kultur kaum noch angehrend1 findet sich in ,ciceros ,brutus4 ,aber schon am ,anfang der abendlndischen ,geistesgeschichte steht ein ,stck tiefster ,selbsterforschung1 ,dantes ,vita ,nuova4 ,allein daraus folgt1 wie wenig ,antikes1 d4 h4 rein ,gegenwrtiges1 ,goethe in sich hatte1 der nichts verga1 dessen ,werke seinen eigenen ,worten nach nur ,bruchstcke einer groen ,konfession waren4 ,nach der ,zerstrung ,athens durch die ,perser warf man alle ,werke der lteren ,kunst in den ,schutt -- aus dem wir sie heute wieder hervorziehen -- und man hat nie gehrt1 da jemand in ,hellas sich um die ,ruinen von ,mykene oder ,phaistos gekmmert htte4 ,man las seinen ,homer1 aber man dachte nicht daran1 wie ,schliemann den ,hgel von ,troja aufzugraben4 ,man wollte den ,mythus1 nicht die ,geschichte4 ,von den ,werken des ,aischylos und der vorsokratischen ,philosophen war schon in hellenistischer ,zeit ein ,teil verloren gegangen4 ,aber schon ,petrarca sammelte ,altertmer1 ,mnzen1 ,manuskripte mit einer nur dieser ,kultur eigenen ,piett und ,innerlichkeit der ,betrachtung1 als historisch fhlender1 auf entlegene ,welten zurckschauender1 nach dem ,fernen sich sehnender ,mensch -- er war der erste1 der die ,besteigung eines ,alpengipfels unternahm --1 der im ,grunde ein ,fremder in seiner ,zeit war4 ,erst aus dieser ,verknpfung mit dem ,zeitproblem entwickelt sich die ,psychologie des ,sammlers4 ,man fhlt1 weshalb dieser ,kultus des ,vergangenen1 der ihm ,unvergnglichkeit erteilen mchte1 dem antiken ,menschen vllig unbekannt bleiben mute1 whrend die gyptische ,landschaft sich schon zur ,zeit des groen ,thutmosis in ein einziges ungeheures ,museum von ,tradition und ,architektur verwandelt hatte4 ,unter den ,vlkern des ,abendlandes waren es die ,deutschen1 welche die mechanischen ,uhren erfanden1 schauerliche ,symbole der rinnenden ,zeit1 deren ,tag und ,nacht von zahllosen ,trmen ber ,westeuropa hin hallende ,schlge vielleicht der ungeheuerste ,ausdruck sind1 dessen ein historisches ,weltgefhl berhaupt fhig ist4#g ,nichts davon begegnet uns in den zeitlosen antiken ,landschaften und ,stdten4 ,in ,babylon und gypten waren die ,wasser- und ,sonnenuhren erfunden worden1 aber erst ,plato fhrte die ,klepsydra -- wiederum erst gegen ,ende des blhenden ,griechentums -- in ,athen ein und noch spter bernahm man die ,sonnenuhren1 lediglich als unwesentliches ,gert des ,alltags1 ohne da sie das antike ,lebensgefhl im geringsten verndert htten4 ,hier ist noch der entsprechende1 sehr tiefe und nie hinreichend gewrdigte ,unterschied zwischen antiker und abendlndischer ,mathematik zu erwhnen4 ,das antike ,zahlendenken fat die ,dinge auf1 wie sie sind1 als ,gren1 zeitlos1 rein gegenwrtig4 ,das fhrte zur euklidischen ,geometrie1 zur mathematischen ,statik und zum ,abschlu des geistigen ,systems durch die ,lehre von den ,kegelschnitten4 ,wir fassen die ,dinge auf1 wie sie werden und sich verhalten1 als ,funktionen4 ,das fhrte zur ,dynamik1 zur analytischen ,geometrie und von ihr zur ,differentialrechnung4#h ,die moderne ,funktionentheorie ist die riesenhafte ,ordnung dieser ganzen ,gedankenmasse4 ,es ist eine bizarre1 aber seelisch streng begrndete ,tatsache1 da die griechische ,physik -- als ,statik im ,gegensatz zur ,dynamik -- den ,gebrauch der ,uhr nicht kennt und nicht vermissen lt und1 whrend wir mit ,tausendsteln von ,sekunden rechnen1 von ,zeitmessungen vollstndig absieht4 ,die ,entelechie des ,aristoteles ist der einzige zeitlose -- ahistorische -- ,entwicklungsbegriff1 den es gibt4 ,damit ist unsere ,aufgabe festgelegt1 insofern ,leben die ,verwirklichung von seelisch ,mglichem ist und der neue ,begriff des seelisch ,unmglichen den ,aspekt der ,dinge anders gestaltet4 ,wir ,menschen der westeuropischen ,kultur -- einem genau abgrenzbaren ,phnomen zwischen #ajjj und #bjjj n4 ,chr4 -- sind die ,ausnahme und nicht die ,regel4 ,weltgeschichte8 ist unser ,weltbild1 nicht das der ,menschheit84 ,fr den indischen und den antiken ,menschen gab es kein ,bild der werdenden ,welt als ,art und ,form der ,anschauung und vielleicht wird es1 wenn die ,zivilisation des ,abendlandes1 deren ,trger wir ,heutigen sind1 erloschen ist1 nie wieder eine ,kultur und also einen menschlichen ,typus geben1 fr den ,weltgeschichte8 eine ,form1 ein ,inhalt des kosmischen ,bewutseins ist4 #f ,ja -- was ist ,weltgeschichte8 ,eine geistige ,mglichkeit1 ein inneres ,postulat1 der ,ausdruck eines ,formgefhls1 gewi4 ,aber ein noch so bestimmtes ,gefhl ist keine vollendete ,form1 und so sicher wir alle ,weltgeschichte fhlen1 erleben1 mit vollster ,gewiheit ihrer ,gestalt nach zu bersehen glauben1 so sicher ist es1 da wir noch heute ,formen von ihr1 aber nicht die ,form kennen4 ,sicherlich wird jeder1 den man fragt1 berzeugt sein1 da er die periodische ,struktur der ,geschichte klar und deutlich durchschaut4 ,diese ,illusion beruht darauf1 da niemand ernsthaft ber sie nachgedacht hat und da man noch viel weniger an seinem ,wissen zweifelt1 weil niemand ahnt1 an was allem hier gezweifelt werden knnte4 ,in der ,tat ist die ,gestalt der ,weltgeschichte ein ungeprfter geistiger ,besitz1 der sich1 auch unter ,historikern von ,beruf1 von ,generation zu ,generation unberhrt vererbt und dem ein kleiner ,teil der ,skepsis1 welche seit ,galilei das uns angeborne ,naturbild zergliedert und vertieft hat1 sehr not tte4 ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit3 das ist das unglaubwrdig drftige und sinnlose ,schema1 dessen absolute ,herrschaft ber unser historisches ,bewutsein uns immer wieder gehindert hat1 die eigentliche ,stellung der kleinen ,teilwelt1 wie sie sich seit der deutschen ,kaiserzeit auf dem ,boden des westlichen ,europa entfaltet hat1 in ihrem ,verhltnis zur ,weltgeschichte -- zur ,gesamtgeschichte des hhern ,menschentums also -- nach ihrem ,range1 ihrer ,gestalt1 ihrer ,lebensdauer vor allem richtig aufzufassen4 ,es wird knftigen ,kulturen kaum glaublich erscheinen1 da dieser ,grundri mit seinem einfltigen geradlinigen ,ablauf1 seinen unsinnigen ,proportionen1 der von ,jahrhundert zu ,jahrhundert sinnloser wird und eine natrliche ,eingliederung der neu in das ,licht unsres historischen ,bewutseins tretenden ,gebiete gar nicht zult1 gleichwohl in seiner ,gltigkeit niemals angezweifelt worden ist4 ,selbst die ,kritik1 die an ihm gebt1 und die weitgehenden ,modifikationen1 denen er notgedrungen unterworfen wurde -- z4 ,b4 die ,verlagerung des ,anfangspunktes der ,neuzeit8 von den ,kreuzzgen zur ,renaissance und von dort zum ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts --1 beweisen nur1 da man ihn selbst fr unerschtterlich1 beinahe fr das ,resultat einer gttlichen ,erleuchtung1 mindestens fr selbstverstndlich hielt1 sozusagen fr eine apriorische ,form der historischen ,anschauung1 wie sie ,kant beschreibt4 ,aber diese schlechthin geltende ,form lie keinerlei ,vertiefung zu1 und da man auf sie nicht verzichtete1 so verzichtete man auf ein eigentliches ,begreifen weltgeschichtlicher ,zusammenhnge4 ,ihr hat man es zu verdanken1 da die groen morphologischen ,probleme der ,geschichte gar nicht in ,erscheinung treten konnten4 ,sie hat die formale ,betrachtung der ,historie auf einem ,niveau gehalten1 dessen man sich in andern ,wissenschaften geschmt htte4 ,es gengt1 darauf hinzuweisen1 da dieser ,grundri einen oberflchlichen ,anfang und ein ,ende dort setzt1 wo in tieferem ,sinne von ,anfang und ,ende nicht die ,rede sein kann4 ,hier bildet die ,landschaft des westlichen ,europa#i den ruhenden ,pol 7mathematisch gesprochen einen singulren ,punkt auf einer ,kugeloberflche7 -- man wei nicht warum1 wenn nicht dies der ,grund ist1 da wir1 die ,konstruktoren dieses ,geschichtsbildes1 gerade hier zu ,hause sind -- um den sich ,jahrtausende gewaltigster ,geschichte und fernab gelagerte ungeheure ,kulturen in aller ,bescheidenheit drehen4 ,das ist ein ,planetensystem von hchst eigenartiger ,erfindung4 ,man whlt einen einzelnen ,fleck zum ,schwerpunkt eines historischen ,systems4 ,hier ist die ,zentralsonne4 ,von hier aus erhalten die ,ereignisse der ,geschichte das rechte ,licht4 ,von hier aus wird ihre ,bedeutung perspektivisch abgemessen4 ,aber hier redet in ,wirklichkeit die durch keine ,skepsis gezgelte ,eitelkeit des westeuropischen ,menschen1 in dessen ,geiste sich dies ,phantom ,weltgeschichte8 entrollt4 ,ihr verdankt man die uns lngst zur ,gewohnheit gewordene ungeheure optische ,tuschung1 wonach der historische ,stoff von ,jahrtausenden in einiger ,entfernung1 etwa in ,altgypten und ,china1 zu ,miniaturen zusammenschrumpft1 whrend die ,jahrzehnte in der ,nhe des eignen ,standortes1 seit ,luther und besonders seit ,napoleon1 gespensterhaft anschwellen4 ,wir wissen1 da nur scheinbar eine ,wolke um so langsamer wandert1 je hher sie steht und ein ,zug durch eine ferne ,landschaft nur scheinbar schleicht1 aber wir glauben1 da das ,tempo der frhen indischen1 babylonischen1 gyptischen ,geschichte wirklich langsamer war als das unsrer nchsten ,vergangenheit4 ,und wir finden ihre ,substanz dnner1 ihre ,formen gedmpfter und gestreckter1 weil wir nicht gelernt haben1 die -- innere und uere -- ,entfernung in ,rechnung zu stellen4 ,nirgends wird der ,mangel an geistiger ,freiheit1 an ,selbstkritik1 der die historische ,methode heute von jeder andern zu ihrem ,nachteil unterscheidet1 deutlicher als hier4 ,da fr die ,kultur des ,abendlandes1 die -- sagen wir seit ,napoleon -- fr absehbare ,zeit der ,welt wenigstens oberflchlich ihre ,formen aufprgt1 das ,dasein von ,athen1 ,florenz1 ,paris wichtiger ist als vieles andre1 versteht sich von selbst4 ,aber diesen ,umstand1 weil gerade wir im ,zusammenhange dieser ,kultur leben1 zum struktiven ,prinzip einer ,universalgeschichte zu machen1 verrt den ,horizont eines ,provinzialen4 ,es wrde den chinesischen ,historiker berechtigen1 seinerseits eine ,weltgeschichte zu entwerfen1 in der die ,kreuzzge und die ,renaissance1 ,csar und ,friedrich der ,groe als belanglos mit ,stillschweigen bergangen werden4 ,es steht dem ,tagespolitiker und dem ,sozialkritiker frei1 in der ,bewertung andrer ,zeiten seinen privaten ,geschmack walten zu lassen1 so wie es dem chemischen ,techniker freisteht1 praktisch das ,gebiet der ,benzolderivate als das wichtigste ,kapitel der ,naturwissenschaften zu behandeln und etwa die ,elektrodynamik unbeachtet zu lassen1 aber der ,denker hat seine ,person aus seinen ,kombinationen auszuschalten4 ,warum ist1 morphologisch betrachtet1 das #ah4 ,jahrhundert wichtiger zu nehmen als eins der sechzig voraufgehenden8 ,ist es nicht lcherlich1 eine ,neuzeit8 vom ,umfang einiger ,jahrhunderte1 noch dazu wesentlich in ,westeuropa lokalisiert1 einem ,altertum8 gegenberzustellen1 das ebensoviel ,jahrtausende umfat und dem die ,masse aller vorgriechischen ,kulturen ohne den ,versuch einer tiefern ,gliederung einfach als ,anhang zugerechnet wird8 ,hat man nicht1 um das verjhrte ,schema zu retten1 gypten und ,babylon1 deren in sich geschlossene ,historien1 jede fr sich1 allein die angebliche ,weltgeschichte8 von ,karl dem ,groen bis zum ,weltkriege und weit darber hinaus aufwiegt1 als ,vorspiel zur ,antike abgetan1 die mchtigen ,komplexe der indischen und chinesischen mit einer ,miene der ,verlegenheit in eine ,anmerkung verwiesen und die groen amerikanischen ,kulturen1 weil ihnen der ,zusammenhang8 7womit87 fehlt1 berhaupt ignoriert8 ,das ist unsre ,weltgeschichte84 ,so denkt der ,neger1 der die ,welt in sein ,dorf1 seinen ,stamm und den ,rest8 einteilt und der den ,mond fr viel kleiner ansieht als die ,wolken1 die ihn verschlingen4 ,ich nenne dies dem ,westeuroper gelufige ,schema1 in dem die hohen ,kulturen ihre ,bahnen um uns als den vermeintlichen ,mittelpunkt alles ,weltgeschehens ziehen1 das ptolemische ,system der ,geschichte und ich betrachte es als die kopernikanische ,entdeckung im ,bereich der ,historie1 da in diesem ,buche ein neues ,system1 das ,system an seine ,stelle tritt1 in dem als wechselnde ,erscheinungen und ,ausdrcke des einen1 in der ,mitte ruhenden ,lebens ,antike und ,abendland neben ,indien1 ,babylon1 ,china1 gypten1 dem ,arabertum und der ,mayakultur -- ,einzelwelten des ,werdens1 die im ,gesamtbilde der ,geschichte ebenso schwer wiegen1 die an ,groartigkeit der seelischen ,konzeption1 an ,gewalt des ,aufstiegs das ,hellenentum vielfach bertreffen -- eine in keiner ,weise bevorzugte ,stellung einnehmen4 #g ,das ,schema ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit ist eine durch die ,kirche bermittelte ,schpfung der ,gnosis -- also des semitischen1 insbesondere syrisch-jdischen ,weltgefhls whrend der rmischen ,kaiserzeit4 ,innerhalb der sehr engen ,grenzen1 welche die geistige ,voraussetzung dieser bedeutenden ,konzeption bilden1 bestand sie durchaus zu ,recht4 ,hier fllt weder die indische noch selbst die gyptische ,geschichte in den ,kreis der ,betrachtung4 ,das ,wort ,weltgeschichte bezeichnet im ,munde dieser ,denker einen einmaligen1 hchst dramatischen ,akt1 dessen ,schauplatz die ,landschaft zwischen ,hellas und ,persien war4 ,in ihm gelangt das streng dualistische ,weltgefhl des ,morgenlnders zum ,ausdruck1 nicht polar wie in der gleichzeitigen ,metaphysik durch den ,gegensatz von ,seele und ,geist1 sondern periodisch1#aj als ,katastrophe gesehen1 als ,wende zweier ,zeitalter zwischen ,weltschpfung und ,weltuntergang1 unter ,absehen von allen ,elementen1 die nicht einerseits durch die antike ,literatur1 andrerseits durch die ,bibel fixiert waren4 ,in diesem ,weltbilde erscheint als ,altertum8 und ,neuzeit8 der damals handgreifliche ,gegensatz von heidnisch und christlich1 antik und orientalisch1 ,statue und ,dogma1 ,natur und ,geist in zeitlicher ,fassung1 als ,proze der berwindung des einen durch das andre4 ,der historische bergang trgt die religisen ,merkmale einer ,erlsung4 ,ohne ,zweifel ein auf engen1 durchaus provinzialen ,ansichten beruhender1 aber logischer und in sich vollkommener ,aspekt1 der indessen an dieser ,landschaft und diesem ,menschentum haftete und keiner natrlichen ,erweiterung fhig war4 ,erst durch die additive ,hinzufgung eines dritten ,zeitalters -- unsrer ,neuzeit8 -- auf abendlndischem ,boden ist in das ,bild eine ,bewegungstendenz gekommen4 ,das orientalische ,gegenbild war ruhend1 eine geschlossene1 im ,gleichgewicht verharrende ,antithese1 mit einer einmaligen gttlichen ,aktion als ,mitte4 ,das so sterilisierte ,fragment der ,geschichte1 von einer ganz neuen ,art ,mensch aufgenommen und getragen1 wurde nun pltzlich1 ohne da man sich des ,bizarren einer solchen nderung bewut worden wre1 in ,gestalt einer ,linie fortgesponnen1 die von ,homer oder ,adam -- die ,mglichkeiten sind heute durch die ,indogermanen1 die ,steinzeit und den ,affenmenschen bereichert -- ber ,jerusalem1 ,rom1 ,florenz und ,paris hinauf oder hinab fhrte1 je nach dem persnlichen ,geschmack des ,historikers1 ,denkers oder ,knstlers1 der das dreiteilige ,bild mit schrankenloser ,freiheit interpretierte4 ,man fgte also den komplementren ,begriffen ,heidentum und ,christentum -- beide sukzessiv1 als ,weltalter gefat -- den abschlieenden einer ,neuzeit8 hinzu1 die scherzhafterweise ihrerseits eine ,fortsetzung des ,verfahrens nicht gestattet und1 nachdem sie seit den ,kreuzzgen wiederholt gestreckt8 worden ist1 einer weiteren ,dehnung nicht fhig erscheint4 ,man war1 ohne es auszusprechen1 der ,meinung1 da hier jenseits von ,altertum und ,mittelalter etwas ,endgltiges beginne1 ein drittes ,reich1 in dem irgendwie eine ,erfllung lag1 ein ,hhepunkt1 ein ,ziel1 das erkannt zu haben von den ,scholastikern an bis zu den ,sozialisten unserer ,tage jeder sich allein zuschrieb4 ,es war das eine ebenso bequeme als fr ihren ,urheber schmeichelhafte ,einsicht in den ,lauf der ,dinge4 ,man hatte ganz einfach den ,geist des ,abendlandes mit dem ,sinn der ,welt verwechselt4 ,aus einer geistigen ,not haben dann groe ,denker eine metaphysische ,tugend gemacht1 indem sie das durch den consensus omnium geheiligte ,schema1 ohne es einer ernsthaften ,kritik zu unterwerfen1 zur ,basis einer ,philosophie machten und als ,urheber ihres jeweiligen ,weltplanes8 ,gott bemhten4 ,die mystische ,dreizahl der ,weltalter hatte fr den metaphysischen ,geschmack ohnehin etwas hchst ,verfhrerisches4 ,herder nannte die ,geschichte eine ,erziehung des ,menschengeschlechts1 ,kant eine ,entwicklung des ,begriffs der ,freiheit1 ,hegel eine ,selbstentfaltung des ,weltgeistes1 andre anders4 ,in ,entwrfen dieser ,art hat sich die historische ,gestaltungskraft aber bereits erschpft4 ,die ,idee eines dritten ,reiches kannte schon der ,abt ,joachim von ,floris 7 #abjb71 der die drei ,phasen mit den ,symbolen des ,vaters1 des ,sohnes und des ,heiligen ,geistes in ,verbindung brachte4 ,lessing1 der seine ,zeit im ,hinblick auf die ,antike mehrmals geradezu als ,nachwelt bezeichnet1 hat den ,gedanken fr seine ,erziehung des ,menschengeschlechts8 7mit den ,stufen des ,kindes1 ,jnglings und ,mannes7 aus den ,lehren der ,mystiker des #ad4 ,jahrhunderts bernommen1 und ,ibsen1 der ihn in seinem ,drama ,kaiser und ,galiler8 7wo das gnostische ,weltdenken in der ,gestalt des ,zauberers ,maximos unmittelbar hineinragt7 grndlich behandelte1 ist in seiner bekannten ,stockholmer ,rede von #ahhg keinen ,schritt darber hinausgekommen4 ,augenscheinlich ist es eine ,forderung des westeuropischen ,selbstgefhls1 mit der eignen ,erscheinung eine ,art ,abschlu zu statuieren4 ,aber es ist eine vllig unhaltbare ,manier1 ,weltgeschichte zu deuten1 indem man seiner politischen1 religisen oder sozialen ,oberzeugung die ,zgel schieen und den drei ,phasen1 an denen man nicht zu rtteln wagt1 eine ,richtung angedeihen lt1 die genau dem eignen ,standort zufhrt1 und je nachdem die ,reife des ,verstandes1 die ,humanitt1 das ,glck der ,meisten1 die wirtschaftliche ,evolution1 die ,aufklrung1 die ,freiheit der ,vlker1 die ,unterwerfung der ,natur1 die wissenschaftliche ,weltanschauung und dergleichen als absoluten ,mastab an ,jahrtausende anlegt1 von denen man beweist1 da sie das ,richtige nicht begriffen oder nicht erreicht haben1 whrend sie in ,wirklichkeit nur etwas andres wollten als wir4 ,es kommt offenbar im ,leben aufs ,leben und nicht auf ein ,resultat desselben an8 -- das ist ein ,wort ,goethes1 das man allen trichten ,versuchen1 das ,geheimnis der historischen ,form durch ein ,programm zu entrtseln1 entgegenstellen sollte4 ,das gleiche ,bild wird von den ,historikern jeder einzelnen ,kunst und ,wissenschaft1 ,nationalkonomie und ,philosophie nicht zu vergessen1 gezeichnet4 ,da sehen wir die8 ,malerei von den gyptern 7oder den ,hhlenmenschen7 bis zu den ,impressionisten1 die8 ,musik vom blinden ,snger ,homers bis nach ,bayreuth1 die8 ,gesellschaftsordnung von den ,pfahlbaubewohnern bis zum ,sozialismus in linienhaftem ,aufstieg begriffen1 dem irgendeine gleichbleibende ,tendenz zugrunde gelegt wird1 ohne da man die ,mglichkeit ins ,auge fat1 da ,knste eine gemessene ,lebensdauer besitzen1 da sie an eine ,landschaft und eine bestimmte ,art ,mensch als dessen ,ausdruck gebunden sind1 da also diese ,gesamtgeschichten lediglich eine uerliche ,summierung einer ,anzahl von ,einzelphnomenen1 von ,sonderknsten sind1 die nichts als den ,namen und einiges der handwerklichen ,technik gemein haben4 ,dieser ,weltblick ist nicht ohne ,komik4 ,auf jedem andern ,gebiete der lebendigen ,natur nehmen wir das ,recht in ,anspruch1 aus der ,erscheinung selbst1 sei es durch ,erfahrung1 sei es durch intuitives ,erfassen des innern ,wesens1 die ,gestalt abzuleiten1 welche ihrem ,dasein zugrunde liegt4 ,wir wissen1 da die ,lebensphnomene eines ,tieres1 einer ,pflanze auf die der verwandten ,arten schlieen lassen1 da alles ,lebende eine geheimnisvolle ,ordnung1 die mit ,gesetz1 ,kausalitt1 ,zahl nichts zu tun hat1 in sich trgt und wir ziehen daraus die morphologischen ,folgerungen4 ,nur hier1 wo es sich um den ,menschen selbst handelt1 lassen wir die historische ,form seines ,daseins1 die irgendwann einmal behauptet worden ist1 ohne ,nachprfung gelten und zwingen die ,tatsachen1 so gut oder schlecht es geht1 in das vorgefate ,schema4 ,geht es nicht -- um so schlimmer fr die ,tatsachen4 ,wir behandeln sie mit ,verachtung wie die ,geschichte der ,chinesen oder wrdigen sie berhaupt keines ,blickes wie die ,kultur der ,maya4 ,sie haben zum ,bau der ,weltgeschichte nichts beigetragen8 -- ein kstlicher ,ausspruch4 ,von jedem ,organismus wissen wir1 da ,tempo1 ,gestalt und ,dauer seines ,lebens und jeder einzelnen ,lebensuerung bestimmt sind4 ,niemand wird von einer tausendjhrigen ,eiche erwarten1 da sie eben jetzt im ,begriff ist1 mit dem eigentlichen ,lauf ihrer ,entwicklung zu beginnen4 ,niemand erwartet von einer ,raupe1 die er tglich wachsen sieht1 da sie mglicherweise ein paar ,jahre damit fortfhrt4 ,hier hat jeder mit unbedingter ,gewiheit das ,gefhl einer ,grenze1 das mit einem ,gefhl fr organische ,formen identisch ist4 ,der ,geschichte des hhern ,menschentums gegenber aber herrscht ein grenzenlos trivialer ,optimismus in bezug auf die ,zukunft4 ,hier schweigt alle psychologische und physiologische ,erfahrung1 so da jedermann im zufllig ,gegenwrtigen die ,anstze8 zu einer ganz besonders hervorragenden linienhaften ,weiterentwicklung8 feststellt1 weil er sie wnscht4 ,hier wird mit schrankenlosen ,mglichkeiten -- nie mit einem natrlichen ,ende -- gerechnet und aus der ,lage jedes ,augenblicks heraus eine hchst naive ,konstruktion der ,fortsetzung entworfen4 ,aber die ,menschheit8 hat kein ,ziel1 keine ,idee1 keinen ,plan1 so wenig die ,gattung der ,schmetterlinge oder der ,orchideen ein ,ziel hat4 ,die ,menschheit8 ist ein leeres ,wort4 ,man lasse dies ,phantom aus dem ,umkreis der historischen ,formprobleme schwinden und man wird einen berraschenden ,reichtum wirklicher ,formen auftauchen sehen4 ,hier ist eine unermeliche ,flle1 ,tiefe und ,bewegtheit des ,lebendigen1 die bis jetzt durch eine ,phrase1 durch ein drres ,schema1 durch persnliche ,ideale8 verdeckt wurde4 ,ich sehe statt des monotonen ,bildes einer linienfrmigen ,weltgeschichte1 das man nur aufrecht erhlt1 wenn man vor der berwiegenden ,zahl der ,tatsachen das ,auge schliet1 das ,phnomen einer ,vielzahl mchtiger ,kulturen1 die mit urweltlicher ,kraft aus dem ,schoe einer mtterlichen ,landschaft1 an die jede von ihnen im ganzen ,verlauf ihres ,daseins streng gebunden ist1 aufblhen1 von denen jede ihrem ,stoff1 dem ,menschentum1 ihre eigne ,form aufprgt1 von denen jede ihre eigne ,idee1 ihre eignen ,leidenschaften1 ihr eignes ,leben1 ,wollen1 ,fhlen1 ihren eignen ,tod hat4 ,hier gibt es ,farben1 ,lichter1 ,bewegungen1 die noch kein geistiges ,auge entdeckt hat4 ,es gibt aufblhende und alternde ,kulturen1 ,vlker1 ,sprachen1 ,wahrheiten1 ,gtter1 ,landschaften1 wie es junge und alte ,eichen und ,pinien1 ,blten1 ,zweige1 ,bltter gibt1 aber es gibt keine alternde ,menschheit84 ,jede ,kultur hat ihre eignen ,mglichkeiten des ,ausdrucks1 die erscheinen1 reifen1 verwelken und nie wiederkehren4 ,es gibt viele1 im tiefsten ,wesen vllig voneinander verschiedene ,plastiken1 ,malereien1 ,mathematiken1 ,physiken1 jede von begrenzter ,lebensdauer1 jede in sich selbst geschlossen1 wie jede ,pflanzenart ihre eignen ,blten und ,frchte1 ihren eignen ,typus von ,wachstum und ,niedergang hat4 ,diese ,kulturen1 ,lebewesen hchsten ,ranges1 wachsen in einer erhabenen ,zwecklosigkeit auf1 wie die ,blumen auf dem ,felde4 ,sie gehren1 wie ,pflanzen und ,tiere1 der lebendigen ,natur ,goethes1 nicht der toten ,natur ,newtons an4 ,ich sehe in der ,weltgeschichte das ,bild einer ewigen ,gestaltung und ,umgestaltung1 eines wunderbaren ,werdens und ,vergehens organischer ,formen4 ,der znftige ,historiker aber sieht sie in der ,gestalt eines ,bandwurms1 der unermdlich ,epochen ansetzt84 ,indessen hat die ,kombination ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit8 endlich ihre ,wirkung erschpft4 ,so winkelhaft eng und flach sie war1 so stellte sie doch die einzige nicht ganz unphilosophische ,fassung dar1 die wir besaen1 und was als ,weltgeschichte literarisch geordnet wurde1 hat ihr den ,rest von philosophischem ,gehalt zu verdanken2 aber die ,zahl von ,jahrhunderten1 die durch dies ,schema hchstens zusammengehalten werden konnte1 ist lngst erreicht4 ,das traditionelle ,bild beginnt sich bei rascher ,zunahme des historischen ,stoffes1 namentlich des auerhalb dieser ,ordnung liegenden1 in ein unbersehbares ,chaos aufzulsen4 ,jeder nicht ganz blinde ,historiker wei und fhlt das und nur um nicht ganz zu versinken1 hlt er um jeden ,preis das einzige ihm bekannte ,schema fest4 ,das ,wort ,mittelalter1 #affg von ,professor ,horn in ,leyden geprgt1 mu heute eine formlose1 sich bestndig ausdehnende ,masse decken1 die rein negativ durch das begrenzt wird1 was sich unter keinem ,vorwand den beiden andern1 leidlich geordneten ,komplexen zurechnen lt4 ,die unsichere ,behandlung und ,wertung der neupersischen1 arabischen und russischen ,geschichte sind ,beispiele dafr4 ,vor allem lt sich der ,umstand nicht lnger verhehlen1 da diese angebliche ,geschichte der ,welt sich anfangs tatschlich auf die ,region des stlichen ,mittelmeeres und spter1 seit der ,vlkerwanderung1 einem nur fr uns wichtigen und deshalb stark vergrerten1 in ,wirklichkeit rein lokalen ,ereignis1 das schon die arabische ,kultur nichts angeht1 mit einem pltzlichen ,wechsel des ,schauplatzes auf das mittlere ,westeuropa beschrnkt4 ,hegel hatte in aller ,naivitt erklrt1 da er die ,vlker1 die in sein ,system der ,geschichte nicht paten1 ignorieren werde4 ,aber das war nur ein ehrliches ,eingestndnis von methodischen ,voraussetzungen1 ohne die kein ,historiker zum ,ziele kam4 ,man kann die ,disposition smtlicher ,geschichtswerke daraufhin prfen4 ,es ist heute in der ,tat eine ,frage des wissenschaftlichen ,taktes1 welche der historischen ,phnomene man ernsthaft mitzhlt und welche nicht4 ,ranke ist ein gutes ,beispiel dafr4 #h ,wir denken heute in ,erdteilen4 ,nur unsere ,philosophen und ,historiker haben das noch nicht gelernt4 ,was knnen uns da ,gedanken und ,perspektiven bedeuten1 die mit dem ,anspruch auf universale ,gltigkeit hervortreten und deren ,horizont ber die geistige ,atmosphre des westeuropischen ,menschen nicht hinausreicht8 ,man sehe sich daraufhin unsre besten ,bcher an4 ,wenn ,plato von der ,menschheit redet1 so meint er den ,hellenen im ,gegensatz zum ,barbaren4 ,das entspricht durchaus dem ahistorischen ,stil des antiken ,lebens und ,denkens und fhrt unter dieser ,voraussetzung zu folgerichtigen ,resultaten4 ,wenn aber ,kant philosophiert1 ber ethische ,ideale zum ,beispiel1 so behauptet er die ,gltigkeit seiner ,stze fr die ,menschen aller ,arten und ,zeiten4 ,er spricht das nur nicht aus1 weil es fr ihn und seine ,leser allzu selbstverstndlich ist4 ,er formuliert in seiner sthetik nicht das ,prinzip der ,kunst des ,phidias oder der ,kunst ,rembrandts1 sondern gleich das der ,kunst berhaupt4 ,aber was er an notwendigen ,formen des ,denkens feststellt1 sind doch nur die notwendigen ,formen des abendlndischen ,denkens4 ,ein ,blick auf ,aristoteles und dessen wesentlich andre ,resultate htte lehren sollen1 da hier nicht ein weniger klarer1 sondern ein anders angelegter ,geist ber sich reflektiert4 ,russischen ,philosophen wie ,solovjeff ist der kosmische ,solipsismus1#aa der ,kants ,vernunftkritik zugrunde liegt 7jede noch so abstrakte ,theorie ist der ,ausdruck eines ,weltgefhls7 und sie fr den westeuropischen ,menschen zum wahrsten aller ,systeme macht1 unverstndlich und fr den modernen ,chinesen und ,araber mit ihren ganz anders gearteten ,intellekten hat die ,lehre ,kants lediglich den ,wert einer ,kuriositt4 ,das ist es1 was dem abendlndischen ,denker fehlt und gerade ihm nicht fehlen sollte3 die ,einsicht in den historisch-relativen ,charakter seiner ,resultate1 die selbst ,ausdruck eines und nur dieses einen ,daseins sind1 das ,wissen um die notwendigen ,grenzen der ,gltigkeit1 die berzeugung1 da seine unumstlichen ,wahrheiten8 und ewigen ,einsichten8 eben nur fr ihn wahr und in seinem ,weltaspekte ewig sind und da es ,pflicht ist1 darber hinaus nach denen zu suchen1 die der ,mensch anderer ,kulturen mit derselben ,gewiheit aus sich heraus ausgesprochen hat4 ,das gehrt zur ,vollstndigkeit einer ,philosophie der ,zukunft4 ,das erst heit die ,formensprache der ,geschichte1 der lebendigen ,welt verstehen4 ,es gibt hier nichts ,bleibendes und ,allgemeines4 ,man rede nicht mehr von den ,formen des ,denkens1 dem ,prinzip des ,tragischen1 der ,aufgabe des ,staates4 ,allgemeingltigkeit ist immer der ,fehlschlu von sich auf andre4 ,sehr viel bedenklicher wird das ,bild1 wenn wir uns den ,denkern der westeuropischen ,modernitt von ,schopenhauer an zuwenden1 dort1 wo der ,schwerpunkt des ,philosophierens aus dem ,abstrakt-,systematischen ins ,praktisch-,ethische rckt und an ,stelle des ,problems der ,erkenntnis das ,problem des ,lebens 7des ,willens zum ,leben1 zur ,macht1 zur ,tat7 tritt4 ,hier wird nicht mehr das ideale ,abstraktum ,mensch8 wie bei ,kant1 sondern der wirkliche ,mensch1 wie er in historischer ,zeit1 als primitiver oder als ,kulturmensch vlkerhaft gruppiert1 die ,erdoberflche bewohnt1 der ,betrachtung unterworfen1 und es ist lcherlich1 wenn auch da noch das ,format der hchsten ,begriffe durch das ,schema ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit und die damit verbundene rtliche ,beschrnkung bestimmt wird4 ,aber das ist der ,fall4 ,betrachten wir den historischen ,horizont ,nietzsches4 ,seine ,begriffe der ,dekadence1 des ,nihilismus1 der ,umwertung aller ,werte1 ,konzeptionen1 die tief im ,wesen der abendlndischen ,zivilisation begrndet liegen und fr ihre ,analyse schlechthin entscheidend sind -- welches war die ,basis ihrer ,formulierung8 ,rmer und ,griechen1 ,renaissance und europische ,gegenwart1 einen flchtigen ,seitenblick auf die 7miverstandene7 indische ,philosophie eingerechnet1 kurz3 ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit4 ,darber ist er1 streng genommen1 nie hinausgegangen und die andern ,denker der ,epoche so wenig wie er4 ,aber ist das die ,grundlage einer ,philosophie der ,welt8 ,heit das1 menschliche ,geschichte berhaupt betrachten8 ,ist es ein ,wunder1 da ,nietzsche1 wenn er1 ohne von gypten und ,babylon1 ,ruland und ,china etwas zu wissen1 von einzelnen ,beobachtungen zu allgemeinen ,zusammenfassungen bergeht -- hierher gehren die ,gedanken ber die ,herrenmoral1 die blonde ,bestie1 den bermenschen -- alsbald zu summarischen1 vermeintlich weltumfassenden ,konstruktionen gelangt1 die in ,wirklichkeit recht provinzial1 vllig willkrlich1 zuletzt komisch sind8 ,in welcher ,beziehung steht denn sein ,begriff des ,dionysischen -- zum ,innenleben der hochzivilisierten ,chinesen aus der ,zeit des ,konfucius oder eines modernen ,amerikaners8 ,was bedeutet der ,typus des bermenschen -- fr die ,welt des ,islam8 ,oder was sollen die ,begriffe ,natur und ,geist1 heidnisch und christlich1 antik und modern als gestaltende ,antithese im ,seelentum des ,inders und ,russen bedeuten8 ,was hat ,tolstoi1 der aus seiner tiefsten ,menschlichkeit heraus die ganze ,ideenwelt des ,westens als etwas ,fremdes und ,fernes ablehnte1 mit dem ,mittelalter81 mit ,dante1 mit ,luther1 was hat ein ,japaner mit dem ,parzifal und dem ,zarathustra1 was ein ,inder mit ,sophokles zu schaffen8 ,und ist die ,gedankenwelt ,schopenhauers1 ,comtes1 ,feuerbachs1 ,hebbels1 ,strindbergs etwa weitrumiger8 ,ist ihre gesamte ,psychologie trotz aller kosmischen ,aspirationen nicht von rein abendlndischer ,bedeutung8 ,wie komisch wirken ,ibsens ,frauenprobleme1 die ebenfalls mit dem ,anspruch auf die ,aufmerksamkeit der ganzen ,menschheit8 auftreten1 wenn man an ,stelle der berhmten ,nora1 einer nordwesteuropischen ,grostadtdame1 deren ,gesichtskreis etwa einer ,mietwohnung von #bjjj bis #fjjj ,mark und einer protestantischen ,erziehung entspricht1 ,csars ,frau1 ,madame de ,svign1 eine ,japanerin oder eine ,tiroler ,buerin setzt8 ,aber ,ibsen selbst besitzt den ,gesichtskreis der grostdtischen ,mittelklasse von gestern und heute4 ,seine ,konflikte1 deren psychische ,voraussetzungen etwa seit #ahej vorhanden sind und #aiej kaum berdauern werden1 sind bereits nicht mehr die der groen ,welt und der untern ,masse1 geschweige denn die von ,stdten mit nichteuropischer ,bevlkerung4 ,alles das sind episodische und lokale1 meist sogar auf die augenblickliche ,intelligenz der ,grostdte von westeuropischem ,typus beschrnkte1 nichts weniger als welthistorische und ewige ,werte1 und wenn sie der ,generation ,ibsens und ,nietzsches noch so wesentlich sind1 so heit es eben doch den ,sinn des ,wortes ,weltgeschichte -- die keine ,auswahl1 sondern eine ,totalitt darstellt -- miverstehen1 wenn man die auerhalb des modernen ,interesses liegenden ,faktoren ihm unterordnet1 sie unterschtzt oder bersieht4 ,und das ist in einem ungewhnlich hohen ,grade der ,fall4 ,was im ,abendlande bisher ber die ,probleme des ,raumes1 der ,zeit1 der ,bewegung1 der ,zahl1 des ,willens1 der ,ehe1 des ,eigentums1 des ,tragischen1 der ,wissenschaft gesagt und gedacht worden ist1 blieb eng und zweifelhaft1 weil man immer darauf aus war1 die ,lsung der ,frage zu finden1 statt einzusehen1 da zu vielen ,fragenden viele ,antworten gehren1 da eine philosophische ,frage nur der verhllte ,wunsch ist1 eine bestimmte ,antwort zu erhalten1 die in der ,frage schon beschlossen liegt1 da man die groen ,fragen einer ,zeit gar nicht ephemer genug fassen kann und da demnach eine ,gruppe historisch bedingter ,lsungen angenommen werden mu1 deren bersicht erst -- unter ,ausschaltung aller eignen berzeugungen -- die letzten ,geheimnisse aufschliet4 ,fr den ,denker -- den echten -- gibt es keine absolut richtigen oder falschen ,standpunkte4 ,es gengt nicht1 angesichts so schwerer ,probleme wie dem der ,zeit oder der ,ehe die persnliche ,erfahrung1 die innere ,stimme1 die ,vernunft1 die ,meinung der ,vorgnger oder ,zeitgenossen zu befragen4 ,so erfhrt man1 was fr einen selbst1 fr die eigne ,zeit wahr ist1 aber das ist nicht alles4 ,die ,erscheinung anderer ,kulturen redet eine andre ,sprache4 ,fr andre ,menschen gibt es andre ,wahrheiten4 ,fr den ,denker sind sie alle gltig oder keine4 ,man begreift1 welcher ,erweiterung und ,vertiefung die abendlndische ,weltkritik fhig ist und was alles ber den harmlosen ,relativismus ,nietzsches und seiner ,generation hinaus in den ,kreis der ,betrachtung gezogen1 welche ,feinheit des ,formgefhls1 welcher ,grad von ,psychologie1 welche ,entsagung und ,unabhngigkeit von praktischen ,interessen1 welche ,unumschrnktheit des ,horizonts erreicht werden mu1 bevor man sagen darf1 man habe die ,weltgeschichte1 die ,welt als ,geschichte1 verstanden4 #i ,diesem allem1 den willkrlichen1 engen1 von auen gekommenen1 vom eignen ,interesse diktierten1 der ,historie aufgezwungenen ,formen stelle ich die natrliche1 die kopernikanische8 ,gestalt des ,weltgeschehens entgegen1 die ihm in der ,tiefe innewohnt und sich nur dem nicht voreingenommenen ,blick offenbart4 ,ich erinnere an ,goethe4 ,was er die lebendige ,natur genannt hat1 ist genau das1 was hier ,weltgeschichte im weitesten ,umfange1 ,welt als ,geschichte genannt wird4 ,goethe1 der als ,knstler wieder und immer wieder das ,leben1 die ,entwicklung seiner ,gestalten1 das ,werden1 nicht das ,gewordene1 herausbildet1 wie es der ,wilhelm ,meister und ,wahrheit und ,dichtung zeigen1 hate die ,mathematik4 ,hier stand die ,welt als ,mechanismus der ,welt als ,organismus1 die tote der lebendigen ,natur1 das ,gesetz der ,gestalt gegenber4 ,jede ,zeile1 die er als ,naturforscher schrieb1 sollte die ,gestalt des ,werdenden1 geprgte ,form1 die lebend sich entwickelt18 vor ,augen stellen4 ,nachfhlen1 ,anschauen1 ,vergleichen1 die unmittelbare innere ,gewiheit1 die exakte sinnliche ,phantasie -- das waren seine ,mittel1 den ,geheimnissen der bewegten ,erscheinung nahe zu kommen4 ,und das sind die ,mittel der ,geschichtsforschung berhaupt4 ,es gibt keine andern4 ,dieser gttliche ,blick lie ihn am ,abend der ,schlacht von ,valmy am ,lagerfeuer jenes ,wort aussprechen3 ,von hier und heute geht eine neue ,epoche der ,weltgeschichte aus1 und ihr knnt sagen1 ihr seid dabei gewesen48 ,kein ,heerfhrer1 kein ,diplomat1 von ,philosophen zu schweigen1 hat ,geschichte so unmittelbar werden gefhlt4 ,es ist das tiefste ,urteil1 das je ber einen groen ,akt der ,geschichte in dem ,augenblick ausgesprochen wurde1 wo er sich vollzog4 ,und so wie er die ,entwicklung der ,pflanzenform aus dem ,blatt1 die ,entstehung des ,wirbeltiertypus1 das ,werden der geologischen ,schichten verfolgte -- das ,schicksal der ,natur1 nicht ihre ,kausalitt -- soll hier die ,formensprache der menschlichen ,historie1 ihre periodische ,struktur1 der ,atem der ,geschichte aus der ,flle aller sinnflligen ,einzelheiten entwickelt werden4 ,man hat sonst den ,menschen den ,organismen der ,erdoberflche zugerechnet und mit ,grund4 ,sein ,krperbau1 seine natrlichen ,funktionen1 seine ganze sinnliche ,erscheinung1 alles gehrt einer umfassenderen ,einheit an4 ,nur hier macht man eine ,ausnahme1 trotz der tiefgefhlten ,verwandtschaft des ,pflanzenschicksals mit dem ,menschenschicksal -- einem ewigen ,thema aller ,lyrik -- trotz der hnlichkeit aller menschlichen ,geschichte mit der jeder andern ,gruppe hherer ,lebewesen -- einem ,thema unzhliger ,mrchen1 ,sagen und ,fabeln4 ,hier vergleiche man1 indem man die ,welt menschlicher ,kulturen rein und tief auf die ,einbildungskraft wirken lt1 nicht indem man sie in ein vorgefates ,schema zwngt2 man sehe in den ,worten ,jugend1 ,aufstieg1 ,bltezeit1 ,verfall1 die bis jetzt regelmig und heute mehr denn je der ,ausdruck subjektiver ,wertschtzungen und allerpersnlichster ,interessen sozialer1 moralischer1 sthetischer ,art waren1 endlich objektive ,bezeichnungen organischer ,zustnde2 man stelle die antike ,kultur als in sich abgeschlossenes ,phnomen1 als ,krper und ,ausdruck der antiken ,seele1 neben die gyptische1 indische1 babylonische1 chinesische1 abendlndische und suche das ,typische in den wechselnden ,geschicken dieser groen ,individuen1 das ,notwendige in der unbndigen ,flle des ,zuflligen und man wird endlich das ,bild der ,weltgeschichte sich entfalten sehen1 das uns1 den ,menschen des ,abendlandes1 und uns allein natrlich ist4 #aj ,kehren wir zum engeren ,thema zurck1 so ist aus diesem ,weltblick die ,struktur der ,gegenwart1 zunchst zwischen #ahjj und #bjjj1 morphologisch zu bestimmen4 ,das ,wann dieser ,epoche innerhalb der abendlndischen ,gesamtkultur1 ihr ,sinn als biographischer ,abschnitt1 der in irgendeiner ,gestalt mit ,notwendigkeit in jeder ,kultur anzutreffen ist1 die organische und symbolische ,bedeutung der ihr angehrenden politischen1 knstlerischen1 geistigen1 sozialen ,form komplexe soll festgestellt werden4 ,an diesem ,punkte ergibt sich die ,identitt der ,periode mit dem ,hellenismus1 und zwar im besonderen die ihres augenblicklichen ,hhepunktes -- bezeichnet durch den ,weltkrieg -- mit dem bergang der hellenistischen in die ,rmerzeit4 ,das ,rmertum1 von strengstem ,tatsachensinn1 ungenial1 barbarisch1 diszipliniert1 praktisch1 protestantisch1 preuisch1 wird uns1 die wir auf ,vergleiche angewiesen sind1 immer den ,schlssel zum ,verstndnis der eigenen ,zukunft bieten4 ,griechen und ,rmer -- damit scheidet sich auch das ,schicksal1 das sich fr uns schon vollzogen hat und das1 welches uns bevorsteht4 ,denn man htte lngst im ,altertum8 eine ,entwicklung finden knnen und sollen1 die ein vollkommenes ,gegenstck zur eignen1 westeuropischen1 bildet1 in jeder ,einzelheit der ,oberflche verschieden1 aber vllig gleich in dem innern ,drang1 der den groen ,organismus seiner ,vollendung entgegentreibt4 ,wir htten ,zug um ,zug vom trojanischen ,krieg8 und den ,kreuzzgen1 ,homer und dem ,nibelungenlied an ber ,dorik und ,gotik1 dionysischer ,bewegung und ,renaissance1 ,polyklet und ,sebastian ,bach1 ,athen und ,paris1 ,aristoteles und ,kant1 ,alexander und ,napoleon bis zum ,weltstadtstadium und ,imperialismus beider ,kulturen hier ein bestndiges alter ego der eignen ,wirklichkeit gefunden4 ,aber die ,interpretation des antiken ,geschichtsbildes1 die hier ,vorbedingung war -- wie einseitig ist sie immer angegriffen worden6 wie uerlich6 wie parteiisch6 wie wenig umfassend6 ,weil wir uns den ,alten8 allzu verwandt fhlten1 haben wir uns die ,aufgabe allzu leicht gemacht4 ,in der flachen hnlichkeit liegt die ,gefahr1 der die gesamte ,altertumsforschung erlegen ist4 ,es ist ein ewiges ,vorurteil1 das wir endlich berwinden sollten1 da die ,antike uns innerlich nahesteht1 weil wir vermeintlich ihre ,schler und ,nachkommen1 weil wir tatschlich nur ihre ,anbeter gewesen sind4 ,die ganze religionsphilosophische1 kunsthistorische1 sozialkritische ,arbeit des #ai4 ,jahrhunderts war ntig1 nicht um uns endlich die ,dramen des schylus1 die ,lehre ,platos1 ,apollo und ,dionysos1 den athenischen ,staat1 den ,csarismus verstehen zu lehren -- davon sind wir weit entfernt --1 sondern um uns endlich fhlen zu lassen1 wie unermelich fremd und fern uns das alles innerlich ist1 fremder vielleicht als die mexikanischen ,gtter und die indische ,architektur4 ,unsere ,meinungen von der griechisch-rmischen ,kultur haben sich immer zwischen zwei ,extremen bewegt1 wobei ohne ,ausnahme das ,schema ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit die ,perspektive aller ,standpunkte8 von vornherein bestimmt hat4 ,die einen1 ,mnner des ffentlichen ,lebens vor allem1 ,nationalkonomen1 ,politiker1 ,juristen1 finden die heutige ,menschheit8 im besten ,fortschreiten1 schtzen sie sehr hoch ein und messen an ihr alles ,frhere4 ,es gibt keine moderne ,partei1 nach deren ,grundstzen ,kleon1 ,marius1 ,themistokles1 ,catilina und die ,gracchen nicht schon gewrdigt8 worden sind4 ,die andern1 ,knstler1 ,dichter1 ,philologen und ,philosophen1 fhlen sich in besagter ,gegenwart nicht zu ,hause1 nehmen darum in irgendeiner ,vergangenheit einen ebenso absoluten ,standpunkt ein und verurteilen von ihm aus ebenso dogmatisch das ,heute4 ,die einen sehen im ,griechentum ein ,noch nicht81 die andern in der ,modernitt ein ,nicht mehr81 immer unter der ,suggestion eines ,geschichtsbildes1 das beide ,phnomene linienfrmig aneinander knpft4 ,es sind die zwei ,seelen ,fausts1 die sich in diesem ,gegensatz verwirklicht haben4 ,die ,gefahr der einen ist die intelligente ,oberflchlichkeit4 ,es bleibt von allem1 was antike ,kultur1 was ,abglanz der antiken ,seele gewesen war1 zuletzt nichts in ihren ,hnden als soziale1 wirtschaftliche1 rechtliche1 politische1 physiologische ,tatsachen84 ,der ,rest nimmt den ,charakter von sekundren ,folgen81 ,reflexen81 ,begleiterscheinungen8 an4 ,von der mythischen ,wucht der ,chre des schylus1 von der kolossalen ,erdkraft der ltesten ,plastik1 der dorischen ,sule1 von der ,glut der apollinischen ,kulte1 von der ,tiefe selbst noch des rmischen ,kaiserkultes ist in ihren ,bchern nichts zu spren4 ,die andern1 versptete ,romantiker vor allem1 wie noch zuletzt die drei ,basler ,professoren ,bachofen1 ,burckhardt und ,nietzsche1 erliegen der ,gefahr aller ,ideologie4 ,sie verlieren sich in den ,wolkenregionen eines ,altertums1 das lediglich ein ,spiegelbild ihrer philologisch geregelten ,empfindsamkeit ist4 ,sie verlassen sich auf die ,reste der alten ,literatur1 das einzige ,zeugnis1 das ihnen edel genug ist -- aber noch nie ist eine ,kultur durch ihre groen ,schriftsteller unvollkommener reprsentiert worden4#ab ,die andern sttzen sich vorwiegend auf das prosaische ,quellenmaterial der ,rechtsurkunden1 ,inschriften und ,mnzen1 das insbesondere ,burckhardt und ,nietzsche sehr zu ihrem ,schaden verachtet hatten1 und ordnen ihm die erhaltene ,literatur mit ihrem oft minimalen ,wahrheits- und ,tatsachensinn unter4 ,so nahm man sich gegenseitig schon der kritischen ,grundlagen wegen nicht ernst4 ,ich wte nicht1 da ,nietzsche und ,mommsen einander die geringste ,beachtung geschenkt htten4 ,aber keiner von beiden hat die ,hhe der ,betrachtung erreicht1 aus welcher dieser ,gegensatz in nichts zerfllt und die trotzdem mglich gewesen wre4 ,hier rchte sich die ,herbernahme des ,kausalprinzips aus der ,naturwissenschaft in die ,geschichtsforschung4 ,man kam zu einem das ,weltbild der ,physik oberflchlich nachmalenden ,pragmatismus1 der die ganz andersartige ,formensprache der ,historie verdeckt und verwirrt1 nicht erschliet4 ,man wute allerseits nichts ,besseres1 um die ,masse historischen ,materials einer vertieften und ordnenden ,auffassung zu unterwerfen1 als einen ,komplex von ,erscheinungen als primr1 als ,ursache anzusetzen und die brigen demgem als sekundr1 als ,folgen oder ,wirkungen zu behandeln4 ,nicht nur die ,praktiker1 auch die ,romantiker haben dazu gegriffen1 weil die ,historie ihre eigne ,logik auch ihrem beschrnkten ,blick nicht offenbart hat und das ,bedrfnis nach ,feststellung einer immanenten ,notwendigkeit1 deren ,vorhandensein man fhlte1 viel zu stark war1 wenn man nicht wie ,schopenhauer der ,geschichte berhaupt mimutig den ,rcken kehren wollte4 #aa ,reden wir ohne weiteres von einer materialistischen und einer ideologischen ,art1 die ,antike zu sehen4 ,dort erklrt man1 da das ,sinken der einen ,wagschale seine ,ursache im ,steigen der andern hat4 ,man beweist1 da dies ohne ,ausnahme der ,fall ist -- zweifellos ein schlagender ,beweis4 ,hier haben wir also ,ursache und ,wirkung1 und zwar stellen -- selbstverstndlich -- die sozialen und sexuellen1 allenfalls die rein politischen ,phnomene die ,ursachen1 die religisen1 geistigen1 knstlerischen die ,wirkungen dar 7soweit der ,materialist fr die letzteren die ,bezeichnung ,tatsachen duldet74 ,die ,ideologen beweisen umgekehrt1 da das ,steigen der einen ,schale aus dem ,sinken der andern folgt1 und sie beweisen es mit derselben ,exaktheit4 ,sie versenken sich in ,kulte1 ,mysterien1 ,bruche1 in die ,geheimnisse des ,verses und der ,linie und wrdigen das banausische ,alltagsleben1 eine peinliche ,folge der irdischen ,unvollkommenheit1 kaum eines ,seitenblicks4 ,beide beweisen1 den ,kausalnexus deutlich vor ,augen1 da die andern den wahren ,zusammenhang der ,dinge offenbar nicht sehen oder sehen wollen und enden damit1 da sie einander blind1 flach1 dumm1 absurd oder frivol1 kuriose ,kuze oder platte ,philister schelten4 ,der ,ideologe ist entsetzt1 wenn jemand ,finanzprobleme unter ,hellenen ernst nimmt und z4 ,b4 statt von den tiefsinnigen ,sprchen des delphischen ,orakels von den weitreichenden ,geldoperationen redet1 welche die ,orakelpriester mit den dort deponierten ,summen vornahmen4 ,der ,politikus aber lchelt weise ber den1 der seine ,begeisterung an sakrale ,formeln und die ,tracht attischer ,epheben verschwendet1 statt ber antike ,klassenkmpfe ein mit vielen modernen ,schlagworten gespicktes ,buch zu schreiben4 ,der eine ,typus ist schon in ,petrarka vorgebildet4 ,er hat ,florenz und ,weimar1 den ,begriff der ,renaissance und den abendlndischen ,klassizismus geschaffen4 ,den andern findet man seit der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts1 mit dem ,beginn einer zivilisierten1 wirtschaftlich-grostdtischen ,politik1 also zuerst in ,england 7,grote74 ,im ,grunde stehen sich hier die ,auffassung des kultivierten und des zivilisierten ,menschen gegenber1 ein ,gegensatz1 der zu tief1 zu menschlich ist1 um die ,inferioritt beider ,standpunkte empfinden oder gar berwinden zu lassen4 ,auch der ,materialismus verfhrt in diesem ,punkte idealistisch4 ,auch er hat1 ohne es zu wissen und zu wollen1 seine ,einsichten von inneren ,wnschen abhngig gemacht4 ,in der ,tat haben sich unsere besten ,geister ohne ,ausnahme vor dem ,bilde der ,antike in ,ehrfurcht gebeugt und in diesem einen ,falle der schrankenlosen ,kritik entsagt4 ,die ,analyse des ,altertums ist immer durch eine gewisse ,scheu verdunkelt worden4 ,es gibt in der gesamten ,geschichte kein zweites ,beispiel fr einen so leidenschaftlichen ,kultus1 den eine ,kultur mit dem ,gedchtnis einer andern treibt4 ,da wir ,altertum und ,neuzeit durch ein ,mittelalter8 idealisch verknpften1 ber ein ,jahrtausend gering gewerteter1 fast verachteter ,historie hinweg1 ist nur ein einzelner ,ausdruck dieser unwillkrlichen ,devotion4 ,wir ,westeuroper haben den ,alten8 die ,reinheit und ,selbstndigkeit unserer ,kunst zum ,opfer gebracht1 indem wir nur mit einem ,seitenblick auf das hehre ,vorbild8 zu schaffen wagten2 wir haben in unser ,bild von den ,griechen und ,rmern jedesmal das hineingelegt1 hineingefhlt1 was wir in der ,tiefe der eigenen ,seele entbehrten oder erhofften4 ,eines ,tages wird uns ein geistreicher ,psychologe die ,geschichte unserer verhngnisvollsten ,illusion1 die ,geschichte dessen1 was wir jedesmal als antik verehrten1 erzhlen4 ,es gibt wenige ,aufgaben1 die fr die intime ,kenntnis der abendlndischen ,seele von ,kaiser ,otto ,,iii41 dem ersten1 bis zu ,nietzsche1 dem letzten ,opfer des ,sdens1 lehrreicher wren4 ,goethe redet auf seiner italienischen ,reise mit ,begeisterung von den ,bauten ,palladios1 deren frostiger ,akademik wir heute hchst skeptisch gegenberstehen4 ,er sieht dann ,pompeji und spricht mit unverhohlenem ,mivergngen von dem wunderlichen1 halb unangenehmen ,eindruck84 ,was er von den ,tempeln von ,pstum und ,segesta1 ,meisterstcken hellenischer ,kunst1 sagt1 ist verlegen und unbedeutend4 ,offenbar hat er das ,altertum1 als es ihm einmal leibhaft in seiner vollen ,kraft entgegentrat1 nicht wiedererkannt4 ,das bezeichnet den historischen ,sinn unserer ,seelen3 sie wollen nicht ,eindrcke von ,fremdem1 sondern ,ausdruck von ,eignem4 ,ihr ,altertum8 war jedesmal der ,horizont eines historischen ,gesamtbildes1 das sie geschaffen und mit ihrem besten ,blute genhrt haben1 ein ,gef fr das eigne ,weltgefhl1 ein ,phantom1 ein ,idol4 ,man begeistert sich in ,denkerstuben und poetischen ,zirkeln an den verwegenen ,schilderungen antiken ,grostadttreibens bei ,aristophanes1 ,juvenal und ,petronius1 an sdlichem ,schmutz und ,pbel1 ,lrm und ,gewalttat1 ,lustknaben und ,phrynen1 am ,phalluskult und csarischen ,orgien -- aber demselben ,stck ,wirklichkeit in heutigen ,weltstdten geht man klagend und nasermpfend aus dem ,wege4 ,in den ,stdten ist schlecht zu leben3 da gibt es zu viele der ,brnstigen48 ,also sprach ,zarathustra4 ,sie rhmen die ,staatsgesinnung der ,rmer und verachten den1 der heute nicht jede ,berhrung mit ffentlichen ,angelegenheiten meidet4 ,es gibt eine ,klasse von ,kennern1 fr welche der ,unterschied von ,toga und ,gehrock1 von byzantinischem ,zirkus und englischem ,sportplatz1 von antiken ,alpenstraen und transkontinentalen ,eisenbahnen1 ,trieren und ,schnelldampfern1 rmischen ,lanzen und preuischen ,bajonetten1 zuletzt sogar vom ,suezkanal1 je nachdem ihn ein ,pharao oder ein moderner ,ingenieur gebaut hat1 eine magische ,gewalt besitzt1 die jeden freien ,blick mit ,sicherheit einschlfert4 ,sie wrden eine ,dampfmaschine als ,symbol menschlicher ,leidenschaft und ,ausdruck vitaler ,energie erst dann gelten lassen1 wenn ,heron von ,alexandria sie erfunden htte4 ,es gilt ihnen als ,blasphemie1 wenn man statt vom ,kult der ,groen ,mutter vom ,berge ,pessinus1 von rmischer ,zentralheizung und ,buchfhrung spricht4 ,trotzdem war das griechische ,wort fr ,kapital 1 ,ausgangspunkt1 und ,thukydides lobt die ,athener seiner ,zeit 7,i1 #gj71 da sie keine anderen ,feste kannten1 als ihre ,geschfte zu betreiben4#ac ,aber die andern sehen nichts als dies4 ,sie glauben das ,wesen dieser uns so fremden ,kultur zu erschpfen1 indem sie die ,griechen ohne weiteres als ihresgleichen behandeln und sie bewegen sich1 wenn sie psychologische ,schlsse ziehen1 in einem ,system von ,identitten1 das die antike ,seele berhaupt nicht berhrt4 ,sie ahnen gar nicht1 da ,worte wie ,republik1 ,freiheit1 ,eigentum dort und hier ,dinge bezeichnen1 die innerlich auch nicht die leiseste ,verwandtschaft besitzen4 ,sie sptteln ber ,historiker der ,goethezeit1 wenn sie ihre politischen ,ideale ausdrcken1 indem sie eine ,geschichte des ,altertums verfassen und mit den ,namen ,lykurg1 ,brutus1 ,cato1 ,cicero1 ,augustus durch deren ,rettungen oder ,verurteilungen das eigene ,programm oder eine persnliche ,schwrmerei decken1 aber sie selbst knnen kein ,kapitel schreiben1 ohne zu verraten1 welcher ,parteirichtung ihre ,morgenzeitung angehrt4 ,aber es ist gleichviel1 ob man die ,vergangenheit mit den ,augen ,don ,quijotes oder ,sancho ,pansas betrachtet4 ,beide ,wege fhren nicht zum ,ziel4 ,schlielich hat sich jeder von ihnen erlaubt1 das ,stck der ,antike in den ,vordergrund zu stellen1 das den eignen ,intentionen zufllig am besten entsprach1 ,nietzsche das vorsokratische ,athen1 ,nationalkonomen die hellenistische ,periode1 ,politiker das republikanische ,rom und ,dichter die ,kaiserzeit4 ,nicht als ob religise oder knstlerische ,erscheinungen ursprnglicher wren als soziale und wirtschaftliche4 ,es ist weder so noch umgekehrt4 ,es gibt fr den1 der hier die unbedingte ,freiheit des ,blickes erworben hat1 jenseits aller persnlichen ,interessen welcher ,art auch immer1 berhaupt keine ,art von ,abhngigkeit1 keine ,prioritt1 keine ,ursache und ,wirkung1 keinen ,unterschied des ,wertes und der ,wichtigkeit4 ,was den einzelnen ,phnomenen ihren ,rang gibt1 ist lediglich die grere oder geringere ,reinheit und ,kraft ihrer ,formensprache1 die ,strke ihrer ,symbolik -- abseits von gut und bse1 hoch und niedrig1 ,nutzen und ,ideal4 #ab ,der ,untergang des ,abendlandes1 so betrachtet1 bedeutet nichts ,geringeres als das ,problem der ,zivilisation4 ,eine der ,grundfragen aller ,historie liegt hier vor4 ,was ist ,zivilisation1 als logische ,folge1 als ,vollendung und ,ausgang einer ,kultur begriffen8 ,denn jede ,kultur hat ihre eigne ,zivilisation4 ,zum ersten ,male werden hier die beiden ,worte1 die bisher einen vagen ethischen ,unterschied persnlicher ,art zu bezeichnen hatten1 in periodischem ,sinne1 als ,ausdrcke fr ein strenges und notwendiges organisches ,nacheinander gefat4 ,die ,zivilisation ist das unausweichliche ,schicksal einer ,kultur4 ,hier ist der ,gipfel erreicht1 von dem aus die letzten und schwersten ,fragen der historischen ,morphologie lsbar werden4 ,zivilisation sind die uersten und knstlichsten ,zustnde1 deren eine hhere ,art ,menschen fhig ist4 ,sie sind ein ,abschlu2 sie folgen dem ,werden als das ,gewordene1 dem ,leben als der ,tod1 der ,entwicklung als die ,starrheit1 dem ,lande und der seelischen ,kindheit1 wie sie ,dorik und ,gotik zeigen1 als das geistige ,greisentum und die steinerne1 versteinernde ,weltstadt4 ,sie sind ein ,ende1 unwiderruflich1 aber sie sind mit innerster ,notwendigkeit immer wieder erreicht worden4 ,damit erst wird man den ,rmer als den ,nachfolger des ,hellenen verstehen4 ,erst so rckt die spte ,antike in das ,licht1 das ihre tiefsten ,geheimnisse preisgibt4 ,denn was hat es zu bedeuten -- was man nur mit leeren ,worten bestreiten kann --1 da die ,rmer ,barbaren gewesen sind1 ,barbaren1 die einem groen ,aufschwung nicht vorangehen1 sondern ihn beschlieen8 ,seelenlos1 unphilosophisch1 ohne ,kunst1 animalisch bis zum ,brutalen1 rcksichtslos auf materielle ,erfolge haltend1 stehen sie zwischen der hellenischen ,kultur und dem ,nichts4 ,ihre nur auf das ,praktische gerichtete ,einbildungskraft -- sie besaen ein sakrales ,recht1 das die ,beziehungen zwischen ,gttern und ,menschen wie zwischen ,privatpersonen regelte1 aber keine ,spur eines ,mythus -- ist eine ,anlage1 die man in ,athen berhaupt nicht antrifft4 ,griechische ,seele und rmischer ,intellekt -- das ist es4 ,so unterscheiden sich ,kultur und ,zivilisation4 ,das gilt nicht nur von der ,antike4 ,immer wieder taucht dieser ,typus starkgeistiger1 vollkommen unmetaphysischer ,menschen auf4 ,in ihren ,hnden liegt das geistige und materielle ,geschick einer jeden ,sptzeit4 ,sie haben den babylonischen1 gyptischen1 indischen1 chinesischen1 rmischen ,imperialismus durchgefhrt4 ,in solchen ,perioden sind der ,buddhismus1 ,stoizismus und ,sozialismus zu endgltigen ,weltstimmungen herangereift1 die ein erlschendes ,menschentum in seiner ganzen ,substanz noch einmal zu ergreifen und umzugestalten vermgen4 ,die reine ,zivilisation als historischer ,proze besteht in einem stufenweisen ,abbau anorganisch gewordener1 erstorbener ,formen4 ,der bergang von der ,kultur zur ,zivilisation vollzieht sich in der ,antike im #d41 im ,abendlande im #ai4 ,jahrhundert4 ,von da an fallen die groen geistigen ,entscheidungen nicht mehr wie zur ,zeit der orphischen ,bewegung und der ,reformation in der ganzen ,welt81 in der schlielich kein ,dorf ganz unwichtig ist1 sondern in drei oder vier ,weltstdten1 die allen ,gehalt der ,historie in sich aufgesogen haben und denen gegenber die gesamte ,landschaft der ,kultur zum ,range der ,provinz herabsinkt1 die ihrerseits nur noch die ,weltstdte mit den ,resten ihres hheren ,menschentums zu nhren hat4 ,weltstadt und ,provinz -- mit diesen ,grundbegriffen aller ,zivilisation tritt ein ganz neues ,formproblem der ,geschichte hervor1 das wir ,heutigen gerade durchleben1 ohne es in seiner ganzen ,tragweite auch nur entfernt begriffen zu haben4 ,statt einer ,welt eine ,stadt1 ein ,punkt1 in dem sich das ganze ,leben weiter ,lnder sammelt1 whrend der ,rest verdorrt2 statt eines formvollen1 mit der ,erde verwachsenen ,volkes ein neuer ,nomade1 ein ,parasit1 der ,grostadtbewohner1 der reine1 traditionslose1 in formlos fluktuierender ,masse auftretende ,tatsachenmensch1 irreligis1 intelligent1 unfruchtbar1 mit einer tiefen ,abneigung gegen das ,bauerntum 7und dessen hchste ,form1 den ,landadel71 also ein ungeheurer ,schritt zum ,anorganischen1 zum ,ende -- was bedeutet das8 ,frankreich und ,england haben diesen ,schritt vollzogen und ,deutschland ist im ,begriff1 ihn zu tun4 ,auf ,syrakus1 ,athen1 ,alexandria folgt ,rom4 ,auf ,madrid1 ,paris1 ,london folgt ,berlin4 ,provinz zu werden ist das ,schicksal ganzer ,lnder1 die nicht im ,strahlenkreise einer dieser ,stdte liegen wie damals ,kreta und ,makedonien1 heute der skandinavische ,norden4#ad ,ehemals spielte sich der ,kampf um die ideelle ,fassung der ,epoche auf dem ,boden metaphysischer1 kultisch oder dogmatisch geprgter ,weltprobleme zwischen dem erdhaften ,geiste des ,bauerntums 7,adel und ,priestertum7 und dem weltlichen8 patrizischen ,geiste der alten1 kleinen1 berhmten ,stdte der dorischen und gotischen ,frhzeit ab4 ,dergestalt waren die ,kmpfe um die ,dionysosreligion -- z4 ,b4 unter dem ,tyrannen ,kleisthenes von ,sikyon#ae -- und um die ,reformation in den deutschen ,reichsstdten und in den ,hugenottenkriegen4 ,aber wie diese ,stdte zuletzt das ,land berwanden -- ein rein stdtisches ,weltbewutsein begegnet schon bei ,parmenides und ,descartes -- so berwindet die ,weltstadt sie4 ,das ist der geistige ,proze aller ,sptzeiten1 der ,ionik wie des ,barock4 ,heute wie zur ,zeit des ,hellenismus1 an dessen ,schwelle die ,grndung einer knstlichen1 also landfremden ,grostadt1 ,alexandrias1 steht1 sind diese ,kulturstdte -- ,florenz1 ,nrnberg1 ,salamanca1 ,brgge1 ,prag -- ,provinzstdte geworden1 die gegen den ,geist der ,weltstdte einen hoffnungslosen intellektuellen ,widerstand leisten4 ,die ,weltstadt bedeutet den ,kosmopolitismus an ,stelle der ,heimat81#af den khlen ,tatsachensinn an ,stelle der ,ehrfurcht vor dem berlieferten und ,gewachsenen1 die wissenschaftliche ,irreligion als ,petrefakt der voraufgegangenen ,religion des ,herzens1 die ,gesellschaft8 an ,stelle des ,staates1 die natrlichen statt der erworbenen ,rechte4 ,das ,geld als anorganischen abstrakten ,faktor1 von allen ,beziehungen zum ,sinne des fruchtbaren ,bodens1 zu den ,werten einer ursprnglichen ,lebenshaltung gelst -- das haben die ,rmer vor den ,griechen voraus4 ,von hier an ist eine vornehme ,weltanschauung auch eine ,geldfrage4 ,nicht der griechische ,stoizismus des ,chrysipp1 aber der sptrmische des ,cato und ,seneka setzt als ,grundlage ein ,vermgen voraus#ag und nicht die sozialethische ,gesinnung des #ah4 ,jahrhunderts1 aber die des #bj4 ist1 wenn sie ber eine berufsmige -- eintrgliche -- ,agitation hinaus ,tat werden will1 eine ,sache fr ,millionre4 ,zur ,weltstadt gehrt nicht ein ,volk1 sondern eine ,masse4 ,ihr ,unverstndnis fr alles berlieferte1 in dem man die ,kultur bekmpft 7den ,adel1 die ,kirche1 die ,privilegien1 die ,dynastie1 in der ,kunst die ,konventionen1 in der ,wissenschaft die ,grenzen der ,erkenntnismglichkeit71 ihre der buerlichen ,klugheit berlegene scharfe und khle ,intelligenz1 ihr ,naturalismus in einem ganz neuen ,sinne1 der ber ,sokrates und ,rousseau weit zurck in bezug auf alles ,sexuelle und ,soziale an urmenschliche ,instinkte und ,zustnde anknpft1 das panem et circenses1 das heute wieder in der ,verkleidung von ,lohnkampf und ,sportplatz erscheint -- alles das bezeichnet der endgltig abgeschlossenen ,kultur1 der ,provinz gegenber eine ganz neue1 spte und zukunftslose1 aber unvermeidliche ,form menschlicher ,existenz4 ,das ist es1 was gesehen sein will1 nicht mit den ,augen des ,parteimannes1 des ,ideologen1 des zeitgemen ,moralisten1 aus dem ,winkel irgendeines ,standpunktes8 heraus1 sondern aus zeitloser ,hhe1 den ,blick auf die historische ,formenwelt von ,jahrtausenden gerichtet -- wenn man wirklich die groe ,krisis der ,gegenwart begreifen will4 ,ich sehe ,symbole ersten ,ranges darin1 da in ,rom1 wo um #fj v4 ,chr4 der ,triumvir ,crassus der erste ,bauplatzspekulant war1 das auf allen ,inschriften prangende rmische ,volk1 vor dem ,gallier1 ,griechen1 ,parther1 ,syrer in der ,ferne zitterten1 in ungeheurem ,elend in den vielstckigen ,mietskasernen lichtloser ,vorstdte#ah hauste und die ,erfolge der militrischen ,expansion mit ,gleichgltigkeit oder einer ,art von sportlichem ,interesse aufnahm2 da manche der groen ,familien des ,uradels1 ,nachkommen der ,sieger ber die ,kelten1 ,samniten und ,hannibal1 weil sie sich an der wsten ,spekulation nicht beteiligten1 ihre ,stammhuser aufgeben und armselige ,mietwohnungen beziehen muten2 da1 whrend sich lngs der ,via ,appia die noch heute bewunderten ,grabmler der ,finanzgren ,roms erhoben1 die ,leichen des ,volkes zusammen mit ,tierkadavern und ,grostadtkehricht in ein grauenhaftes ,massengrab geworfen wurden1 bis man unter ,augustus1 um ,seuchen zu verhten1 die ,stelle zuschttete1 auf der ,mcenas dann seinen berhmten ,park anlegte2 da man in dem entvlkerten ,athen1 das von ,fremdenbesuch und den ,stiftungen reicher ,auslnder 7wie des ,judenknigs ,herodes7 lebte1 der ,reisepbel allzu rasch reich gewordener ,rmer die ,werke der perikleischen ,zeit begaffte1 von denen er so wenig verstand wie die amerikanischen ,besucher der ,sixtinischen ,kapelle von ,michelangelo1 nachdem man alle beweglichen ,kunstwerke fortgeschleppt oder zu phantastischen ,modepreisen angekauft und dafr kolossale und anmaende ,rmerbauten neben die tiefen und bescheidenen ,werke der alten ,zeit gesetzt hatte4 ,in diesen ,dingen1 die der ,historiker nicht zu loben oder tadeln1 sondern morphologisch abzuwgen hat1 liegt fr den1 welcher zu sehen gelernt hat1 eine ,idee unmittelbar zutage4 ,es ist heute wie damals nicht die ,frage1 ob man von ,geburt ,germane oder ,romane1 ,hellene oder ,rmer1 sondern ob man von ,erziehung ,weltstdter oder ,provinzler ist4 ,das entscheidet ber alles ,tatschliche4 ,hier finden wir einen neuen1 in seiner ,art vollkommenen ,weltblick als ,ausdruck eines neuen ,lebensstils4 ,eine hchst bezeichnende und in allen bisher vorliegenden ,fllen identische ,metamorphose vollzieht sich4 ,es ist einer der wichtigsten ,grnde1 weshalb man in dem wirren ,bilde der historischen ,oberflche die eigentliche ,struktur der ,historie nicht aufgefunden hat1 da man es nicht verstand1 die ,formkomplexe des kultivierten und des zivilisierten ,daseins aus ihrer wechselseitigen ,durchdringung zu lsen4 ,eine ,kritik der ,gegenwart steht hier vor ihrer schwersten ,aufgabe4 ,denn es wird sich zeigen1 da von diesem ,augenblicke an alle groen ,konflikte der ,weltanschauung1 der ,politik1 der ,kunst1 des ,wissens1 des ,gefhls im ,zeichen dieses einen ,gegensatzes stehen4 ,was ist zivilisierte ,politik von morgen im ,gegensatz zur kultivierten von gestern8 ,in der ,antike ,rhetorik1 im ,abendlande ,journalismus1 und zwar im ,dienste jenes ,abstraktums1 das die ,macht der ,zivilisation reprsentiert1 des ,geldes4 ,sein ,geist ist es1 der unvermerkt die historischen ,formen des ,vlkerdaseins durchdringt1 oft ohne sie im geringsten zu ndern oder zu zerstren4 ,der rmische ,staatsmechanismus ist vom lteren ,scipio ,africanus bis auf ,augustus in viel hherem ,grade stationr geblieben1 als dies in der ,regel angenommen wird4 ,aber die groen ,parteien1 ,vehikel einer veralteten ,form des politischen ,lebens1 sind zur ,zeit der ,gracchen wie im #bj4 ,jahrhundert nur noch scheinbar ,mittelpunkte der entscheidenden ,aktionen4 ,in ,wirklichkeit ist es dem ,forum ,romanum gegenber gleichgltig1 wie auf dem ,forum von ,pompeji geredet1 beschlossen und gewhlt wird1 und die drei oder vier ,weltbltter werden in unsrer ,zukunft die ,meinung der ,provinzzeitungen und damit den ,willen des ,volkes8 bestimmen4 ,es ist eine kleine ,anzahl berlegener ,gehirne1 deren ,namen in diesem ,augenblick vielleicht nicht die bekanntesten sind1 die alles entscheidet1 whrend die groe ,masse der ,politiker zweiten ,ranges1 ,rhetoren und ,tribunen1 ,abgeordnete und ,journalisten1 eine ,auswahl nach ,provinzhorizonten1 nach unten die ,illusion einer ,selbstbestimmung des ,volkes aufrecht erhlt4 ,und die ,kunst8 ,die ,philosophie8 ,die ,ideale der platonischen und der kantischen ,zeit galten einem hhern ,menschentum berhaupt1 die des ,hellenismus und der ,gegenwart1 vor allem der ,sozialismus1 der ihm genetisch nahe verwandte ,darwinismus mit seinen so ganz ungoetheschen ,formeln vom ,kampf ums ,dasein und der ,zuchtwahl1 die damit wiederum verwandten ,frauen- und ,eheprobleme bei ,ibsen1 ,strindberg und ,shaw1 die impressionistischen ,neigungen einer anarchischen ,sinnlichkeit1 das ganze ,bndel moderner ,sehnschte1 ,reize und ,schmerzen1 deren ,ausdruck die ,lyrik ,baudelaires und die ,musik ,wagners ist1 sind nicht fr das ,weltgefhl des drflichen und berhaupt des natrlichen ,menschen1 sondern ausschlielich fr den weltstdtischen ,gehirnmenschen da4 ,je kleiner die ,stadt1 desto sinnloser die ,beschftigung mit dieser ,malerei und ,musik4 ,zur ,kultur gehrt die ,gymnastik1 das ,turnier1 der ,agon1 zur ,zivilisation der ,sport4 ,auch das unterscheidet die hellenische ,palstra vom rmischen ,zirkus4#ai ,die ,kunst selbst wird ,sport -- das bedeutet l'art pour l'art -- vor einem hochintelligenten ,publikum von ,kennern und ,kufern1 mag es sich um die ,bewltigung absurder instrumentaler ,tonmassen oder harmonischer ,hindernisse1 mag es sich um das ,nehmen8 eines ,farbenproblems handeln4 ,eine neue ,tatsachenphilosophie erscheint1 die fr metaphysische ,spekulationen nur ein ,lcheln brig hat1 eine neue ,literatur1 dem ,intellekt1 dem ,geschmack und den ,nerven des ,grostdters ein ,bedrfnis1 dem ,provinzialen unverstndlich und verhat4#bj ,weder die alexandrinische ,poesie1 noch die ,freilichtmalerei gehen das ,volk8 etwas an4 ,der bergang wird damals wie heute durch eine ,reihe nur in dieser ,epoche anzutreffender ,skandale bezeichnet4 ,die ,entrstung der ,athener ber ,euripides und die revolutionren ,malweisen z4 ,b4 des ,apollodor1 wiederholt sich in der ,auflehnung gegen ,wagner1 ,manet1 ,ibsen und ,nietzsche4 ,man kann die ,griechen verstehen1 ohne von ihren wirtschaftlichen ,verhltnissen zu reden4 ,die ,rmer versteht man nur durch sie4 ,bei ,chronea und bei ,leipzig wurde zum letzten ,male um eine ,idee gekmpft4 ,im ersten punischen ,kriege und bei ,sedan sind die wirtschaftlichen ,momente nicht mehr zu bersehen4 ,erst die ,rmer mit ihrer praktischen ,energie haben der ,sklavenarbeit und dem ,sklavenhandel jenen riesenhaften ,stil gegeben1 der fr viele den ,typus der antiken ,lebenshaltung berhaupt entscheidend bestimmt4 ,erst die germanischen1 nicht die romanischen ,vlker ,westeuropas haben dementsprechend aus der ,dampfmaschine eine das ,bild der ,lnder verndernde ,groindustrie entwickelt4 ,man wird die ,beziehung beider tiefsymbolischen ,phnomene zum ,stoizismus und zum ,sozialismus nicht bersehen4 ,erst der rmische1 durch ,c4 ,flaminius angekndigte1 in ,marius zum ersten ,male ,gestalt gewordene ,csarismus hat innerhalb der antiken ,welt die ,erhabenheit des ,geldes -- in der ,hand starkgeistiger1 gro angelegter ,tatsachenmenschen -- kennen gelehrt4 ,ohne das ist weder ,csar noch das ,rmertum berhaupt verstndlich4 ,jeder ,grieche hat einen ,zug von ,don ,quijote1 jeder ,rmer von ,sancho ,pansa -- was sie sonst noch waren1 tritt dahinter zurck4 #ac ,was die rmische ,weltherrschaft betrifft1 so ist sie ein negatives ,phnomen1 nicht das ,resultat eines berschusses von ,kraft auf der einen -- den hatten die ,rmer nach ,zama nicht mehr --1 sondern das eines ,mangels an ,widerstand auf der andern ,seite4 ,die ,rmer haben die ,welt gar nicht erobert4 ,sie haben nur in ,besitz genommen1 was als ,beute fr jedermann dalag4 ,das ,imperium ,romanum ist nicht durch die uerste ,anspannung aller militrischen und finanziellen ,hilfsmittel1 wie es einst ,karthago gegenber der ,fall war1 sondern durch den ,verzicht des alten ,ostens auf uere ,selbstbestimmung entstanden4 ,man lasse sich nicht durch den ,schein glnzender soldatischer ,erfolge tuschen4 ,mit ein paar schlecht gebten1 schlecht gefhrten1 bel gelaunten ,legionen haben ,lukullus und ,pompejus ganze ,reiche unterworfen1 woran zur ,zeit der ,schlacht bei ,issus nicht zu denken gewesen wre4 ,die mithridatische ,gefahr1 eine wirkliche ,gefahr fr dies nie ernstlich geprfte ,system materieller ,krfte1 htte als solche fr die ,besieger ,hannibals niemals bestanden4 ,die ,rmer haben nach ,zama keinen ,krieg gegen eine groe ,militrmacht mehr gefhrt und htten keinen fhren knnen4#ba ,ihre klassischen ,kriege waren die gegen die ,samniten1 gegen ,pyrrhus und ,karthago4 ,ihre groe ,stunde war ,cann4 ,es gibt kein ,volk1 das ,jahrhunderte hindurch auf dem ,kothurn steht4 ,das preuisch-deutsche1 das die mchtigen ,augenblicke von #ahac1 #ahgj und #aiad hatte1 besitzt deren mehr als andere4 ,ich lehre hier den ,imperialismus1 als dessen ,petrefakt ,reiche wie das gyptische1 chinesische1 rmische1 die indische ,welt1 die ,welt des ,islam noch ,jahrhunderte und ,jahrtausende stehen bleiben und aus einer ,erobererfaust in die andre gehen knnen -- tote ,krper1 amorphe1 entseelte ,menschenmassen1 verbrauchter ,stoff einer groen ,geschichte -- als das typische ,symbol des ,ausgangs begreifen4 ,imperialismus ist reine ,zivilisation4 ,in dieser ,erscheinungsform liegt unwiderruflich das ,schicksal des ,abendlandes4 ,der kultivierte ,mensch hat seine ,energie nach innen1 der zivilisierte nach auen4 ,deshalb sehe ich in ,cecil ,rhodes den ersten ,mann einer neuen ,zeit4 ,er reprsentiert den politischen ,stil einer ferneren1 abendlndischen1 germanischen1 insbesondere deutschen ,zukunft4 ,sein ,wort ,ausdehnung ist alles8 enthlt in dieser napoleonischen ,fassung die eigentlichste ,tendenz einer jeden ausgereiften ,zivilisation4 ,das gilt von den ,rmern1 den ,arabern1 den ,chinesen4 ,hier gibt es keine ,wahl4 ,hier entscheidet nicht einmal der bewute ,wille des einzelnen oder ganzer ,klassen und ,vlker4 ,die expansive ,tendenz ist ein ,verhngnis1 etwas ,dmonisches und ,ungeheures1 das den spten ,menschen des ,weltstadtstadiums packt1 in seinen ,dienst zwingt und verbraucht1 ob er will oder nicht1 ob er es wei oder nicht4#bb ,leben ist die ,verwirklichung von ,mglichem1 und fr den ,gehirnmenschen gibt es nur extensive ,mglichkeiten4#bc ,so sehr der heutige1 noch wenig entwickelte ,sozialismus sich gegen die ,expansion auflehnt1 er wird eines ,tages mit der ,vehemenz eines ,schicksals ihr vornehmster ,trger sein4 ,hier rhrt die ,formensprache der ,politik -- als unmittelbarer intellektueller ,ausdruck einer ,art von ,menschentum -- an ein tiefes metaphysisches ,problem3 an die durch die unbedingte ,gltigkeit des ,kausalittsprinzips besttigte ,tatsache1 da der ,geist das ,komplement der ,ausdehnung ist4 ,rhodes erscheint als der erste ,vorlufer eines abendlndischen ,csarentypus1 fr den die ,zeit noch lange nicht gekommen ist4 ,er steht in der ,mitte zwischen ,napoleon und den ,gewaltmenschen des nchsten ,jahrhunderts1 wie jener ,flaminius1 der seit #bcb die ,rmer zur ,unterwerfung der cisalpinen ,gallier -- und damit zum ,beginn ihrer kolonialen ,ausdehnungspolitik drngte1 zwischen ,alexander und ,csar4 ,flaminius war ,demagoge1 streng genommen ein ,privatmann von staatsbeherrschendem ,einflu in einer ,zeit1 wo der ,staatsgedanke der ,gewalt wirtschaftlicher ,faktoren erliegt1 in ,rom sicherlich der erste vom csarischen ,oppositionstypus4 ,mit ihm endet der organische ,machtwille des ,patriziats1 der von einer ,idee getragen ist1 und es beginnt die rein materialistische1 unethische1 schrankenlose ,expansion4 ,alexander und ,napoleon waren ,romantiker1 an der ,schwelle der ,zivilisation und schon von ihrer kalten und klaren ,luft angeweht2 aber der eine gefiel sich in der ,rolle des ,achilleus und der andere las den ,werther4 ,csar war lediglich ein ,tatsachenmensch von ungeheurem ,verstande4 ,aber schon ,rhodes verstand unter erfolgreicher ,politik einzig den territorialen und finanziellen ,erfolg4 ,das ist das ,rmische an ihm1 dessen er sich sehr bewut war4 ,in dieser ,energie und ,reinheit hatte sich die westeuropische ,zivilisation noch nicht verkrpert4 ,nur vor seinen ,landkarten konnte er in eine ,art dichterischer ,ekstase geraten1 er1 der als ,sohn eines puritanischen ,pfarrhauses mittellos nach ,sdafrika gekommen war und ein ,riesenvermgen als ,machtmittel fr seine politischen ,ziele erworben hatte4 ,sein ,gedanke einer transafrikanischen ,bahn vom ,kap nach ,kairo1 sein ,entwurf eines sdafrikanischen ,reiches1 seine geistige ,gewalt ber die ,minenmagnaten1 eiserne ,geldmenschen1 die er zwang1 ihr ,vermgen in den ,dienst seiner ,ideen zu stellen1 seine ,hauptstadt ,buluwayo1 die er1 der allmchtige ,staatsmann ohne ein definierbares ,verhltnis zum ,staate1 als knftige ,residenz in kniglichem ,mastabe anlegte1 seine ,kriege1 diplomatischen ,aktionen1 ,straensysteme1 ,syndikate1 ,heere1 sein ,begriff von der groen ,pflicht des ,gehirnmenschen gegenber der ,zivilisation8 -- alles das ist1 gro und vornehm1 das ,vorspiel einer uns noch vorbehaltenen ,zukunft1 mit der die ,geschichte des westeuropischen ,menschen endgltig schlieen wird4 ,wer nicht begreift1 da sich an diesem ,ausgang nichts ndern lt1 da man dies wollen mu oder gar nichts1 da man dies ,schicksal lieben oder an der ,zukunft1 am ,leben verzweifeln mu1 wer das ,groartige nicht empfindet1 das auch in dieser ,wirksamkeit hchster ,intelligenzen1 dieser ,energie und ,disziplin metallharter ,naturen1 diesem ,kampf mit den kltesten1 abstraktesten ,mitteln liegt1 wer mit dem ,idealismus eines ,provinzialen herumgeht und den ,lebensstil verflossener ,zeiten sucht1 der mu es aufgeben1 ,geschichte verstehen1 ,geschichte durchleben1 ,geschichte schaffen zu wollen4 ,so erscheint das ,imperium ,romanum nicht mehr als ein einmaliges ,phnomen1 sondern als normales ,produkt einer strengen und energischen1 weltstdtischen1 eminent praktischen ,geistigkeit und als typischer ,endzustand1 der schon einige ,male dagewesen1 aber bisher nicht identifiziert worden ist4 ,begreifen wir endlich1 da das ,geheimnis der historischen ,form nicht an der ,oberflche liegt und nicht durch hnlichkeiten des ,kostms oder der ,szene zu fassen ist1 da es in der menschlichen so gut wie in der ,tier- und ,pflanzengeschichte ,erscheinungen von tuschender hnlichkeit gibt1 die innerlich nichts ,verwandtes besitzen -- ,karl der ,groe und ,harun al ,raschid1 ,alexander und ,csar1 die ,germanenkriege gegen ,rom und die ,mongolenstrme gegen ,westeuropa -- und andre1 die bei grter uerer ,verschiedenheit ,identisches zum ,ausdruck bringen wie ,trajan und ,ramses ,,ii41 die ,bourbonen und der attische ,demos1 ,mohammed und ,pythagoras4 ,kommen wir zur ,einsicht1 da das #ai4 und #bj4 ,jahrhundert1 vermeintlich der ,gipfel einer geradlinig ansteigenden ,weltgeschichte1 als ,phnomen tatschlich in jeder bis zum ,ende gereiften ,kultur nachzuweisen ist1 nicht mit ,sozialisten1 ,impressionisten1 elektrischen ,bahnen1 ,torpedos und ,differentialgleichungen1 die nur zum ,krper der ,zeit gehren1 sondern mit seiner zivilisierten ,geistigkeit1 die auch ganz andere ,mglichkeiten uerer ,gestaltung besitzt1 da die ,gegenwart also ein ,durchgangsstadium darstellt1 das unter gewissen ,bedingungen mit ,sicherheit eintritt1 da es mithin auch ganz bestimmte sptere ,zustnde als die modernen westeuropischen gibt1 da sie in der abgelaufenen ,geschichte schon mehr als einmal dagewesen sind und da damit die ,zukunft des ,abendlandes nicht ein uferloses ,hinauf und ,vorwrts in der ,richtung unserer augenblicklichen ,ideale und mit phantastischen ,zeitrumen ist1 sondern ein in ,hinsicht auf ,form und ,dauer streng begrenztes und unausweichlich bestimmtes ,einzelphnomen der ,historie vom ,umfange weniger ,jahrhunderte1 das aus den vorliegenden ,beispielen bersehen und in wesentlichen ,zgen berechnet werden kann4 #ad ,hat man diese ,hhe der ,betrachtung erreicht1 so fallen einem alle ,frchte von selbst zu4 ,an den einen ,gedanken schlieen sich1 mit ihm lsen sich zwanglos alle ,einzelprobleme1 welche auf den ,gebieten der ,religionsforschung1 der ,kunstgeschichte1 der ,erkenntniskritik1 der ,ethik1 der ,politik1 der ,nationalkonomie den modernen ,geist seit ,jahrzehnten und leidenschaftlich1 aber ohne den letzten ,erfolg beschftigt haben4 ,dieser ,gedanke gehrt zu den ,wahrheiten1 die nicht mehr bestritten werden1 sobald sie einmal in voller ,deutlichkeit ausgesprochen sind4 ,er gehrt zu den innern ,notwendigkeiten der ,kultur ,westeuropas und ihres ,weltgefhls4 ,er ist geeignet1 die ,lebensanschauung derjenigen von ,grund aus zu ndern1 die ihn vllig begriffen1 das heit ihn sich innerlich zu eigen gemacht haben4 ,es bedeutet eine groe ,vertiefung des uns natrlichen und notwendigen ,weltbildes1 da wir die welthistorische ,entwicklung1 in der wir stehen und die wir bis jetzt rckwrts als ein organisches ,ganze zu betrachten gelernt haben1 nun auch vorwrts in groen ,umrissen verfolgen knnen4 ,dergleichen hat sich bisher nur der ,physiker bei seinen ,berechnungen trumen lassen4 ,es bedeutet1 ich wiederhole es noch einmal1 auch im ,historischen den ,ersatz des ptolemischen durch einen kopernikanischen ,aspekt1 das heit eine unermeliche ,erweiterung des ,lebenshorizontes4 ,es stand bis jetzt frei1 von der ,zukunft zu hoffen1 was man wollte4 ,wo es keine ,tatsachen gibt1 regiert das ,gefhl4 ,knftig wird es jedem ,pflicht sein1 vom ,kommenden zu erfahren1 was geschehen kann und also geschehen wird1 mit der unabnderlichen ,notwendigkeit eines ,schicksals1 und was von unsern persnlichen oder den ,zeitidealen ganz unabhngig ist4 ,gebrauchen wir das bedenkliche ,wort ,freiheit1 so steht es uns nicht mehr frei1 dieses oder jenes zu verwirklichen1 sondern das ,notwendige oder nichts4 ,dies als gut8 zu empfinden ist im ,grunde das ,kennzeichen des ,realisten4 ,es bedauern und tadeln heit aber nicht es ndern4 ,zur ,geburt gehrt der ,tod1 zur ,jugend das ,alter1 zum ,leben berhaupt seine ,gestalt und die vorbestimmten ,grenzen seiner ,dauer4 ,die ,gegenwart ist eine zivilisierte1 keine kultivierte ,phase4 ,damit scheidet eine ganze ,reihe von ,lebensinhalten als unmglich aus4 ,man kann das bedauern und dies ,bedauern in eine pessimistische ,philosophie und ,lyrik kleiden -- und man wird das knftig tun --1 aber man kann es nicht ndern4 ,es wird nicht mehr erlaubt sein1 im ,heute und ,morgen mit aller ,selbstsicherheit die ,geburt oder ,blte von dem anzunehmen1 was man wnscht1 wenn auch die historische ,erfahrung laut genug dagegen redet4 ,ich bin auf den ,einwand gefat1 da ein solcher ,weltaspekt1 der ber die allgemeinen ,direktiven der ,zukunft ,gewiheit gibt und weitgehende ,hoffnungen abschneidet1 lebensfeindlich und fr viele ein ,verhngnis sein wrde1 falls er einmal mehr als bloe ,theorie1 falls er die praktische ,weltanschauung der fr die ,gestaltung der ,zukunft wirklich in ,betracht kommenden ,gruppe von ,persnlichkeiten sein wrde4 ,ich bin nicht der ,meinung4 ,wir sind zivilisierte ,menschen1 nicht ,menschen der ,gotik und des ,rokoko2 wir haben mit den harten und kalten ,tatsachen eines spten ,lebens zu rechnen1 dessen ,parallele nicht im perikleischen ,athen1 sondern im csarischen ,rom liegt4 ,von einer groen ,malerei und ,musik wird fr den westeuropischen ,menschen nicht mehr die ,rede sein4 ,seine architektonischen ,mglichkeiten sind seit hundert ,jahren erschpft4 ,ihm sind nur extensive ,mglichkeiten geblieben4 ,aber ich sehe den ,nachteil nicht1 der entstehen knnte1 wenn eine tchtige und von unbegrenzten ,hoffnungen geschwellte ,generation beizeiten erfhrt1 da ein ,teil dieser ,hoffnungen zu ,fehlschlgen fhren mu4 ,mgen es die teuersten sein2 wer etwas wert ist1 wird das berwinden4 ,es ist wahr1 da es fr einzelne tragisch ausgehen kann1 wenn sich ihrer in den entscheidenden ,jahren die ,gewiheit bemchtigt1 da im ,bereiche der ,architektur1 des ,dramas1 der ,malerei fr sie nichts mehr zu erobern ist4 ,mgen sie zugrunde gehen4 ,man war sich bisher einig darber1 hier keinerlei ,schranken anzuerkennen2 man glaubte1 da jede ,zeit auf jedem ,gebiete auch ihre ,aufgabe habe2 man fand sie1 wenn es sein mute1 mit ,gewalt und bsem ,gewissen1 und jedenfalls stellte es sich erst nach dem ,tode heraus1 ob der ,glaube einen ,grund hatte und ob die ,arbeit eines ,lebens notwendig oder berflssig gewesen war4 ,aber jeder1 der nicht bloer ,romantiker ist1 wird diese ,ausflucht ablehnen4 ,das ist nicht der ,stolz1 der die ,rmer auszeichnete4 ,was liegt an denen1 die es vorziehen1 wenn man vor einer erschpften ,erzgrube ihnen sagt3 ,hier wird morgen eine neue ,ader angeschlagen werden -- wie es die augenblickliche ,kunst mit ihren durch und durch unwahren ,stilbildungen tut --1 statt sie auf das reiche ,tonlager zu verweisen1 das unerschlossen daneben liegt8 -- ,ich betrachte diese ,lehre als eine ,wohltat fr die kommende ,generation1 weil sie ihr zeigt1 was mglich und also notwendig ist und was nicht zu den innern ,mglichkeiten der ,zeit gehrt4 ,es ist bisher eine ,unsumme von ,geist und ,kraft auf falschen ,wegen verschwendet worden4 ,der westeuropische ,mensch1 so historisch er denkt und fhlt1 ist in einem gewissen ,lebensalter sich nie seiner eigentlichen ,richtung bewut4 ,er tastet und sucht und verirrt sich1 wenn die uern ,anlsse ihm nicht gnstig sind4 ,hier endlich hat die ,arbeit von ,jahrhunderten ihm die ,mglichkeit gegeben1 die ,lage seines ,lebens im ,zusammenhang mit der ,gesamtkultur zu bersehen und zu prfen1 was er kann und soll4 ,wenn unter dem ,eindruck dieses ,buches sich ,menschen der neuen ,generation der ,technik statt der ,lyrik1 der ,marine statt der ,malerei1 der ,politik statt der ,erkenntniskritik zuwenden1 so tun sie1 was ich wnsche1 und man kann ihnen nichts ,besseres wnschen4 #ae ,es bleibt noch das ,verhltnis einer ,morphologie der ,weltgeschichte zur ,philosophie festzustellen4 ,jede echte ,geschichtsbetrachtung ist echte ,philosophie -- oder bloe ,ameisenarbeit4 ,aber der ,philosoph lteren ,stils bewegt sich in einem schweren ,irrtum4 ,er glaubt nicht an das ,wandelbare seiner ,bestimmung4 ,er meint1 da das hhere ,denken einen ewigen und unvernderlichen ,gegenstand besitze1 da die groen ,fragen zu allen ,zeiten dieselben seien und da sie endlich einmal beantwortet werden knnten4 ,aber ,frage und ,antwort sind hier eins1 und jede groe ,frage1 der das leidenschaftliche ,verlangen nach einer ganz bestimmten ,antwort schon zugrunde liegt1 hat lediglich die ,bedeutung eines ,lebenssymbols4 ,es gibt keine ewigen ,wahrheiten4 ,jede ,philosophie ist ein ,ausdruck ihrer und nur ihrer ,zeit1 und es gibt nicht zwei ,zeitalter1 welche die gleichen philosophischen ,intentionen besen1 sobald von wirklicher ,philosophie und nicht von irgendwelchen akademischen ,belanglosigkeiten ber ,urteilsformen oder ,gefhlskategorien die ,rede sein soll4 ,der ,unterschied liegt nicht zwischen unsterblichen und vergnglichen ,lehren1 sondern zwischen ,lehren1 welche eine ,zeitlang oder niemals lebendig sind4 ,unvergnglichkeit gewordener ,gedanken ist eine ,illusion4 ,das ,wesentliche ist1 was fr ein ,mensch in ihnen ,gestalt gewinnt4 ,je grer der ,mensch1 um so wahrer die ,philosophie -- im ,sinne der inneren ,wahrheit eines groen ,kunstwerkes nmlich1 was von der ,beweisbarkeit und selbst ,widerspruchslosigkeit der einzelnen ,stze unabhngig ist4 ,im hchsten ,falle kann sie den ganzen ,gehalt einer ,zeit erschpfen1 in sich verwirklichen und ihn so1 formgeworden1 in ,persnlichkeit und ,idee verkrpert1 der ferneren ,entwicklung bergeben4 ,das wissenschaftliche ,kostm1 die gelehrte ,maske einer ,philosophie entscheidet hier nichts4 ,nichts ist einfacher1 als an ,stelle von ,gedanken1 die man nicht hat1 ein ,system zu begrnden4 ,aber selbst ein guter ,gedanke ist wenig wert1 wenn er von einem ,flachkopf ausgesprochen wird4 ,allein die ,notwendigkeit fr das ,leben entscheidet ber den ,rang einer ,lehre4 ,deshalb sehe ich den ,prfstein fr den ,wert eines ,denkers in seinem ,blick fr die groen ,tatsachen seiner ,zeit4 ,erst hier entscheidet es sich1 ob jemand nur ein geschickter ,konstrukteur von ,systemen und ,prinzipien ist1 ob er sich nur mit ,gewandtheit und ,belesenheit in ,definitionen und ,analysen bewegt -- oder ob es die ,seele der ,zeit selbst ist1 die aus seinen ,werken und ,intuitionen redet4 ,ein ,philosoph1 der nicht auch die ,wirklichkeit ergreift und beherrscht1 wird niemals ersten ,ranges sein4 ,die ,vorsokratiker waren ,kaufleute und ,politiker groen ,stils4 ,plato kostete es fast das ,leben1 da er in ,syrakus seine politischen ,gedanken hatte verwirklichen wollen4 ,derselbe ,plato hat jene ,reihe geometrischer ,stze gefunden1 die es ,euklid erst mglich machte1 das ,system der antiken ,mathematik aufzubauen4 ,pascal1 den ,nietzsche nur als den gebrochenen ,christen8 kennt1 ,descartes1 ,leibniz waren die ersten ,mathematiker und ,techniker ihrer ,zeit4 ,und hier finde ich einen starken ,einwand gegen alle ,philosophen der jngsten ,vergangenheit4 ,was ihnen fehlt1 ist der entscheidende ,rang im wirklichen ,leben4 ,keiner von ihnen hat in die hohe ,politik1 in die ,entwicklung der modernen ,technik1 des ,verkehrs1 der ,volkswirtschaft1 in irgendeine ,art von groer ,wirklichkeit auch nur mit einer ,tat1 einem mchtigen ,gedanken entscheidend eingegriffen4 ,keiner zhlt in der ,mathematik1 der ,physik1 der ,staatswissenschaft im geringsten mit1 wie es noch mit ,kant der ,fall war4 ,was das bedeutet1 lehrt ein ,blick auf andere ,zeiten4 ,aristoteles hat in seiner ,schrift ber den ,staat der ,athener fr die sozialpolitische ,situation des anbrechenden ,hellenismus das feinste ,verstndnis bewiesen4 ,er htte sehr wohl -- wie ,sophokles -- die ,finanzverwaltung von ,athen fhren knnen4 ,goethe1 dessen ministerielle ,amtsfhrung mustergltig war und dem leider ein groer ,staat als ,wirkungskreis gefehlt hat1 wandte sein ,interesse dem ,bau des ,suez- und ,panamakanals1 den er innerhalb einer genau eingetroffenen ,frist voraussah1 und deren kommerzieller ,wirkung zu4 ,das amerikanische ,wirtschaftsleben1 seine ,rckwirkung auf das alte ,europa und die eben im ,aufstieg begriffene ,maschinenindustrie haben ihn immer wieder beschftigt4 ,hobbes war einer der ,vter des groen ,planes1 ,sdamerika fr ,england zu erwerben1 und wenn es auch damals bei der ,besetzung von ,jamaika blieb1 so hat er doch den ,ruhm1 ein ,mitbegrnder des englischen ,kolonialreiches zu sein4 ,leibniz1 sicherlich der mchtigste ,geist in der westeuropischen ,philosophie1 der ,begrnder der ,differentialrechnung und der analysis situs1 hat in einer zum ,zweck der politischen ,entlastung ,deutschlands entworfenen ,denkschrift an ,ludwig ,,xiv4 die ,bedeutung gyptens fr die franzsische ,weltpolitik dargelegt4 ,seine ,gedanken waren der ,zeit 7#afgb7 so weit vorausgeschritten1 da man spter berzeugt war1 ,napoleon habe sie bei seiner ,expedition nach dem ,orient bentzt4 ,leibniz stellte schon damals fest1 was ,napoleon seit ,wagram immer deutlicher begriff1 da ,erwerbungen am ,rhein und in ,belgien die ,position ,frankreichs nicht dauernd verbessern knnten und da die ,landenge von ,suez eines ,tages der ,schlssel zur ,weltherrschaft sein werde4 ,ohne ,zweifel war der ,knig den tiefen politischen und strategischen ,ausfhrungen des ,philosophen nicht gewachsen4 ,ein ,blick von ,menschen solchen ,formats auf heutige ,philosophen ist beschmend4 ,welche ,geringfgigkeit der ,person6 ,welche ,alltglichkeit des geistigen und praktischen ,horizontes6 ,wie kommt es1 da die bloe ,vorstellung1 einer von ihnen solle seinen geistigen ,rang als ,staatsmann1 als ,diplomat1 als ,organisator groen ,stils1 als ,leiter irgendeines mchtigen kolonialen1 kaufmnnischen oder ,verkehrsunternehmens beweisen1 geradezu ,mitleid erregt8 ,aber das ist kein ,zeichen von ,innerlichkeit1 sondern von ,mangel an ,gewicht4 ,ich sehe mich vergebens um1 wo einer von ihnen auch nur durch ein tiefes und vorauseilendes ,urteil in einer entscheidenden ,zeitfrage sich einen ,namen gemacht htte4 ,ich finde nichts als ,provinzmeinungen1 wie sie jeder hat4 ,ich frage mich1 wenn ich das ,buch eines modernen ,denkers zur ,hand nehme1 was er -- auer professoralem oder windigem ,parteigerede vom ,niveau eines mittleren ,journalisten1 wie man es bei ,guyau1 ,bergson1 ,spencer1 ,dhring1 ,eucken findet -- vom ,tatschlichen der ,weltpolitik1 von den groen ,problemen der ,weltstdte1 des ,kapitalismus1 der ,zukunft des ,staates1 des ,verhltnisses der ,technik zum ,ausgang der ,zivilisation1 des ,russentums1 der ,wissenschaft berhaupt ahnt4 ,goethe htte das alles verstanden und geliebt4 ,von lebenden ,philosophen bersieht es nicht einer4 ,das ist1 ich wiederhole es1 nicht ,inhalt der ,philosophie1 aber ein unzweifelhaftes ,symptom ihrer inneren ,notwendigkeit1 ihrer ,fruchtbarkeit und ihres symbolischen ,ranges4 ber die ,tragweite dieses negativen ,resultates sollte man sich keiner ,tuschung hingeben4 ,offenbar hat man den letzten ,sinn philosophischer ,wirksamkeit aus den ,augen verloren4 ,man verwechselt sie mit ,predigt1 ,agitation1 ,feuilleton oder ,fachwissenschaft4 ,man ist von der ,vogelperspektive zur ,froschperspektive herabgekommen4 ,es handelt sich um nichts ,geringeres als um die ,frage1 ob eine echte ,philosophie heute oder morgen berhaupt mglich ist4 ,im andern ,fall wre es besser1 ,pflanzer oder ,ingenieur zu werden1 irgend etwas ,wahres und ,wirkliches1 statt verbrauchte ,themen unter dem ,vorwande eines neuerlichen ,aufschwungs des philosophischen ,denkens8 wiederzukuen und lieber einen ,flugmotor zu konstruieren als eine neue und ebenso berflssige ,theorie der ,apperzeption4 ,es ist wahrhaftig ein armseliger ,lebensinhalt1 die ,ansichten ber den ,begriff des ,willens und den psychophysischen ,parallelismus noch einmal und etwas anders zu formulieren1 als es hundert ,vorgnger getan haben4 ,das mag ein ,beruf8 sein1 ,philosophie ist es nicht4 ,was nicht das ganze ,leben einer ,zeit bis in die tiefsten ,tiefen ergreift und verndert1 sollte verschwiegen bleiben4 ,und was schon gestern mglich war1 ist heute zum mindesten nicht mehr notwendig4 ,ich liebe die ,tiefe und ,feinheit mathematischer und physikalischer ,theorien1 denen gegenber der sthetiker und ,physiolog ein ,stmper ist4 ,fr die prachtvoll klaren1 hochintellektuellen ,formen eines ,schnelldampfers1 eines ,stahlwerkes1 einer ,przisionsmaschine1 die ,subtilitt und ,eleganz gewisser chemischer und optischer ,verfahren gebe ich den ganzen ,stilplunder des heutigen ,kunstgewerbes samt ,malerei und ,architektur hin4 ,ich ziehe einen rmischen ,aqudukt allen rmischen ,tempeln und ,statuen vor4 ,ich liebe das ,kolosseum und die ,riesengewlbe des ,palatin1 weil sie heute mit der braunen ,masse ihrer ,ziegelkonstruktion das echte ,rmertum1 den groartigen ,tatsachensinn ihrer ,ingenieure vor ,augen stellen4 ,sie wrden mir gleichgltig sein1 wenn der leere und anmaende ,marmorprunk der ,csaren mit seinen ,statuenreihen1 ,friesen und berladenen ,architraven noch erhalten wre4 ,man werfe einen ,blick auf eine ,rekonstruktion der ,kaiserfora3 ,man wird das getreue ,seitenstck moderner ,weltausstellungen finden1 aufdringlich1 massenhaft1 leer1 ein dem perikleischen ,griechen wie dem ,menschen des ,rokoko ganz fremdes ,prahlen mit ,material und ,dimensionen1 wie es ganz ebenso die ,ruinen von ,luxor und ,karnak aus der ,zeit ,ramses ,,ii41 der gyptischen ,modernitt von #acjj v4 ,chr4 zeigen4 ,nicht umsonst verachtete der echte ,rmer den ,graeculus histrio1 den ,knstler81 den ,philosophen8 auf dem ,boden rmischer ,zivilisation4 ,knste und ,philosophie gehrten nicht mehr in diese ,zeit2 sie waren erschpft1 verbraucht1 berflssig4 ,das sagte ihm sein ,instinkt fr die ,realitten des ,lebens4 ,ein rmisches ,gesetz wog schwerer als alle damalige ,lyrik und ,metaphysik der ,schulen4 ,und ich behaupte1 da heute ein besserer ,philosoph in manchem ,erfinder1 ,diplomaten und ,finanzmann steckt als in allen denen1 welche das platte ,handwerk der experimentellen ,psychologie treiben4 ,das ist eine ,lage1 wie sie auf einer gewissen historischen ,stufe immer wieder eintritt4 ,es wre sinnlos gewesen1 wenn ein ,rmer von geistigem ,range1 statt als ,konsul oder ,prtor ein ,heer zu fhren1 eine ,provinz zu organisieren1 ,stdte und ,straen zu bauen oder in ,rom der erste zu sein81 in ,athen oder ,rhodos irgendeine neue ,nuance der nachplatonischen ,kathederphilosophie htte aushecken wollen4 ,natrlich hat es auch keiner getan4 ,das lag nicht in der ,richtung der ,zeit und konnte also nur ,menschen dritten ,ranges reizen1 die immer gerade bis zu dem ,zeitgeist von vorgestern vordringen4 ,es ist eine sehr ernste ,frage1 ob dies ,stadium fr uns bereits eingetreten ist oder noch nicht4 ,ein ,jahrhundert rein extensiver ,wirksamkeit unter ,ausschlu hoher knstlerischer und metaphysischer ,produktion -- sagen wir kurz ein irreligises ,zeitalter1 was sich mit dem ,begriff des ,weltstdtischen durchaus deckt -- ist eine ,zeit des ,niedergangs4 ,gewi4 ,aber wir haben diese ,zeit nicht gewhlt4 ,wir knnen es nicht ndern1 da wir als ,menschen des beginnenden ,winters der vollen ,zivilisation und nicht auf der ,sonnenhhe einer reifen ,kultur zur ,zeit des ,phidias oder ,mozart geboren sind4 ,es hngt alles davon ab1 da man sich diese ,lage1 dies ,schicksal1 klar macht und begreift1 da man sich darber belgen1 aber nicht hinwegsetzen kann4 ,wer sich dies nicht eingesteht1 zhlt unter den ,menschen seiner ,generation nicht mit4 ,er bleibt ein ,narr1 ein ,charlatan oder ein ,pedant4 ,bevor man heute an ein ,problem herantritt1 hat man sich also zu fragen -- eine ,frage1 die schon vom ,instinkt der wirklich ,berufenen beantwortet wird --1 was einem ,menschen dieser ,tage mglich ist und was er sich verbieten mu4 ,es ist immer nur eine ganz kleine ,anzahl metaphysischer ,aufgaben1 deren ,lsung einer ,epoche des ,denkens vorbehalten ist4 ,und es liegt bereits wieder eine ganze ,welt zwischen der ,zeit ,nietzsches1 in der noch ein letzter ,zug von ,romantik wirksam war1 und der ,gegenwart1 die von aller ,romantik endgltig geschieden ist4 ,die systematische ,philosophie war mit dem ,ausgang des #ah4 ,jahrhunderts vollendet4 ,kant hatte ihre uersten ,mglichkeiten in eine groe und -- fr den westeuropischen ,geist -- vielfach endgltige ,form gebracht4 ,ihr folgt wie auf ,plato und ,aristoteles eine spezifisch grostdtische1 nicht spekulative1 sondern praktische1 irreligise1 ethisch-gesellschaftliche ,philosophie4 ,sie beginnt1 ,zeno und ,epikur entsprechend1 mit ,schopenhauer1 der zuerst den ,willen zum ,leben 7schpferische ,lebenskraft87 in den ,mittelpunkt seines ,denkens stellte1 aber1 was die tiefere ,tendenz seiner ,lehre verschleiert hat1 die systematischen ,velleitten von der ,erscheinung und dem ,ding an sich1 von ,form und ,inhalt der ,anschauung1 vom ,unterschiede zwischen ,verstand und ,vernunft unter dem ,eindruck einer groen ,tradition noch beibehielt4 ,es ist derselbe schpferische ,lebenswille1 der im ,tristan schopenhauerisch verneint1 im ,siegfried darwinistisch bejaht wurde1 den ,nietzsche im ,zarathustra glnzend und theatralisch formulierte1 der durch den ,hegelianer ,marx der ,anla einer nationalkonomischen1 durch den ,malthusianer ,darwin der einer zoologischen ,hypothese wurde1 die beide gemeinsam und unvermerkt das ,weltgefhl des westeuropischen ,grostdters verwandelt haben1 und der von ,hebbels ,judith bis zu ,ibsens ,epilog eine ,reihe tragischer ,konzeptionen vom gleichen ,typus hervorrief1 damit aber ebenfalls den ,umkreis echter philosophischer ,mglichkeiten erschpft hatte4 ,die systematische ,philosophie liegt uns heute unendlich fern2 die ethische ist abgeschlossen4 ,es bleibt noch eine dritte1 dem hellenischen ,skeptizismus entsprechende ,mglichkeit innerhalb der abendlndischen ,geistigkeit1 die1 welche durch die bisher unbekannte ,methode der vergleichenden historischen ,morphologie bezeichnet wird4 ,eine ,mglichkeit1 das heit eine ,notwendigkeit4 ,der antike ,skeptizismus ist ahistorisch3 er zweifelt1 indem er einfach nein sagt4 ,der des ,abendlandes mu1 wenn er innere ,notwendigkeit besitzen1 wenn er ein ,symbol unseres dem ,ende sich zuneigenden ,seelentums sein soll1 durch und durch historisch sein4 ,er hebt auf1 indem er alles als relativ1 als geschichtliches ,phnomen versteht4 ,er verfhrt psychologisch4 ,die skeptische ,philosophie tritt im ,hellenismus als ,negation der ,philosophie auf -- man erklrt sie fr zwecklos4 ,wir nehmen demgegenber die ,geschichte der ,philosophie als letztes ernsthaftes ,thema der ,philosophie an4 ,das ist ,skepsis4 ,man verzichtet auf absolute ,standpunkte1 der ,grieche1 indem er ber die ,vergangenheit seines ,denkens lchelt1 wir1 indem wir sie als ,organismus begreifen4 ,in diesem ,buche liegt der ,versuch vor1 diese unphilosophische ,philosophie8 der ,zukunft -- es wrde die letzte ,westeuropas sein -- zu skizzieren4 ,der ,skeptizismus ist ,ausdruck einer reinen ,zivilisation2 er zersetzt das ,weltbild der voraufgegangenen ,kultur4 ,hier erfolgt die ,auflsung aller lteren ,probleme ins ,genetische4 ,die berzeugung1 da alles was ist1 auch geworden ist1 da allem ,naturhaften und ,erkennbaren ein ,historisches zugrunde liegt1 der ,welt als dem ,wirklichen ein ,ich als das ,mgliche1 das sich in ihr verwirklicht hat1 die ,einsicht1 da nicht nur im ,was1 sondern auch im ,wann und ,wie lange ein tiefes ,geheimnis ruht1 fhrt auf die ,tatsache1 da alles1 was immer es sonst sei1 auch ,ausdruck eines ,lebendigen sein mu4 ,im ,gewordnen spiegelt sich das ,werden4 ,in der alten ,formel esse est percipi drngt sich das ,urgefhl hervor1 da alles ,vorhandene in einer entscheidenden ,beziehung zum lebenden ,menschen stehen mu und da fr den toten nichts mehr da ist84 ,aber hat er die ,welt1 seine ,welt verlassen8 oder hat er sie durch den ,tod aufgehoben8 ,das ist die ,frage4 ,gerade diese ,beziehung aber ist von den ,denkern der systematischen ,periode nur in formaler ,hinsicht1 naturhaft1 zeitlos1 erkenntniskritisch also untersucht worden4 ,man dachte an den ,menschen8 schlechthin1 nicht an bestimmte historische ,menschen4 ,fr den ,denker der ethischen ,periode1 schon fr ,schopenhauer1 trat diese ,frage in den ,hintergrund vor der andern1 idealistisch oder utilitarisch gefaten nach dem ,werte dessen1 was fr den einzelnen oder fr alle da ist84 ,aber auch hier dachte man an den ,menschen8 als ,typus1 ohne die ,berechtigung so allgemeiner ,folgerungen zu prfen4 ,hier endlich1 im ,stadium des historisch-psychologischen ,skeptizismus1 wird aus dem unmittelbaren ,lebensgefhl heraus bemerkt1 da das gesamte ,bild der ,umwelt eine ,funktion des ,lebens selbst ist1 ,spiegel1 ,ausdruck1 ,sinnbild der lebendigen ,seele1 und zwar zunchst jeder einzelnen fr sich4 ,auch ,erkenntnisse und ,wertungen sind ,akte lebender ,menschen4 ,dem frhen ,denken ist die uere ,wirklichkeit ,erkenntnisprodukt und ,anla ethischer ,schtzungen2 dem spten ist sie vor allem ,symbol4 ,die ,morphologie der ,weltgeschichte wird notwendig zu einer universellen ,symbolik4 ,damit fllt auch der ,anspruch des hheren ,denkens1 allgemeine und ewige ,wahrheiten aufzufinden4 ,wahrheiten gibt es nur in bezug auf ein bestimmtes ,menschentum4 ,diese ,philosophie selbst wrde demnach ,ausdruck und ,spiegelung der abendlndischen ,seele1 im ,unterschiede etwa von der antiken und indischen1 und zwar nur in deren zivilisiertem ,stadium sein1 womit ihr ,gehalt als ,weltanschauung1 ihre praktische ,tragweite und ihr ,geltungsbereich bestimmt sind4 #af ,endlich sei eine persnliche ,bemerkung gestattet4 ,im ,jahre #aiaa hatte ich die ,absicht1 ber einige politische ,erscheinungen der ,gegenwart und die aus ihnen mglichen ,schlsse fr die ,zukunft etwas aus einem weiteren ,horizont zusammenzustellen4 ,der ,weltkrieg als die bereits unvermeidlich gewordene uere ,form der historischen ,krisis wurde damals unmittelbar bevorstehend1 und es handelte sich darum1 ihn aus dem ,geiste der voraufgehenden ,jahrhunderte -- nicht ,jahre -- zu begreifen4 ,im ,verlauf der ursprnglich kleinen ,arbeit drngte sich die berzeugung auf1 da zu einem wirklichen ,verstndnis der ,epoche der ,umfang der ,grundlagen viel weiter gewhlt werden msse1 da es vllig unmglich sei1 eine ,untersuchung dieser ,art auf eine einzelne ,zeit und deren politischen ,tatsachenkreis zu beschrnken1 sie im ,rahmen pragmatischer ,erwgungen zu halten und selbst auf rein metaphysische1 hchst transzendente ,betrachtungen zu verzichten1 wenn man nicht auch auf jede tiefere ,notwendigkeit der ,resultate ,verzicht leisten wollte4 ,es wurde deutlich1 da ein politisches ,problem nicht von der ,politik selbst aus begriffen werden kann und da wesentliche ,zge1 die in der ,tiefe mitwirken1 nur auf dem ,gebiete der ,kunst1 sogar nur in der ,form weit entlegener wissenschaftlicher und rein philosophischer ,gedanken greifbar in ,erscheinung treten4 ,selbst eine politisch-soziale ,analyse der letzten ,jahrzehnte des #ai4 ,jahrhunderts1 eines ,stadiums gespannter ,ruhe zwischen zwei mchtigen1 weithin sichtbaren ,ereignissen1 dem einen1 das durch die ,revolution und ,napoleon das ,bild der westeuropischen ,wirklichkeit fr hundert ,jahre bestimmt hat1 und einem andern von mindestens der gleichen ,tragweite1 das sich mit steigender ,geschwindigkeit nherte1 erwies sich als unausfhrbar1 ohne da zuletzt alle groen ,probleme des ,seins in ihrem vollen ,umfange einbezogen wurden4 ,denn es tritt im historischen wie im naturhaften ,weltbilde nicht das geringste hervor1 ohne da in ihm die ganze ,summe aller tiefsten ,tendenzen verkrpert wre4 ,so erfuhr das ursprngliche ,thema eine ungeheure ,erweiterung4 ,eine ,unzahl berraschender1 groenteils ganz neuer ,fragen und ,zusammenhnge drngte sich auf4 ,endlich war es vollkommen klar1 da kein ,fragment der ,geschichte vollkommen durchleuchtet werden knne1 bevor nicht das ,geheimnis der ,weltgeschichte berhaupt1 genauer das der ,geschichte des hhern ,menschentums als einer organischen ,einheit von regelmiger ,struktur klargestellt war4 ,und eben das war bisher nicht entfernt geleistet worden4 ,von diesem ,augenblicke an traten in wachsender ,flle die oft geahnten1 zuweilen berhrten1 nie begriffenen ,beziehungen hervor1 welche die ,formen der bildenden ,knste mit denen des ,krieges und der ,staatsverwaltung verbinden1 die tiefe ,verwandtschaft zwischen politischen und mathematischen ,gebilden derselben ,kultur1 zwischen religisen und technischen ,anschauungen1 zwischen ,mathematik1 ,musik und ,plastik1 zwischen wirtschaftlichen und ,erkenntnisformen4 ,die tiefinnerliche ,abhngigkeit der modernsten physikalischen und chemischen ,theorien von den mythologischen ,vorstellungen unsrer germanischen ,ahnen1 die vollkommene ,kongruenz im ,stil der ,tragdie1 der dynamischen ,technik und des heutigen ,geldverkehrs1 die zuerst bizarre1 dann selbstverstndliche ,tatsache1 da die ,perspektive der lmalerei1 der ,buchdruck1 das ,kreditsystem1 die ,fernwaffe1 die kontrapunktische ,musik einerseits1 die nackte ,statue1 die ,polis1 die von ,griechen erfundene ,geldmnze andrerseits identische ,ausdrcke eines und desselben seelischen ,prinzips sind1 wurde unzweifelhaft deutlich1 und weit darber hinaus rckte die ,tatsache ins hellste ,licht1 da diese mchtigen ,gruppen morphologischer ,verwandtschaften1 von denen jede eine einzelne ,art ,mensch im ,gesamtbilde der ,weltgeschichte symbolisch darstellt1 von streng symmetrischem ,aufbau sind4 ,erst diese ,perspektive legt den wahren ,begriff der ,historie blo4 ,sie lt sich1 da sie selbst wiederum ,symptom und ,ausdruck einer ,zeit und erst heute und nur fr den westeuropischen ,menschen innerlich mglich und damit notwendig ist1 nur mit gewissen ,anschauungen der modernsten ,mathematik auf dem ,gebiete der ,transformationsgruppen entfernt vergleichen4 ,es waren dies ,gedanken1 die mich seit langen ,jahren beschftigt hatten1 aber dunkel und unbestimmt1 bis sie aus diesem ,anla in greifbarer ,gestalt hervortraten4 ,ich sah die ,gegenwart -- den sich nhernden ,weltkrieg -- in einem ganz andern ,licht4 ,das war nicht mehr eine einmalige ,konstellation zuflliger1 von nationalen ,stimmungen1 persnlichen ,einwirkungen und wirtschaftlichen ,tendenzen abhngiger ,tatsachen1 denen der ,historiker durch irgendein kausales ,schema politischer oder sozialer ,natur den ,anschein der ,einheit und materiellen ,notwendigkeit aufprgt2 das war der ,typus eines historischen ,aktes1 der innerhalb eines groen historischen ,organismus von genau abgrenzbarem ,umfange einen biographisch seit ,jahrhunderten vorbestimmten ,platz hat4 ,eine ,unsumme leidenschaftlichster ,fragen und ,einsichten1 die heute in tausend ,bchern und ,meinungen1 aber zerstreut1 vereinzelt1 aus dem beschrnkten ,horizont eines ,spezialgebietes zutage traten und deshalb reizen1 bedrcken und verwirren1 aber nicht befreien konnten1 bezeichnet die groe ,krisis4 ,man kennt sie1 aber man bersieht ihre ,identitt4 ,ich nenne die in ihrer wahren ,bedeutung gar nicht begriffenen ,kunstprobleme1 die dem ,streit um ,form und ,inhalt1 um ,linie oder ,raum1 um das ,zeichnerische oder ,malerische1 den ,begriff des ,stils1 den ,sinn des ,impressionismus und der ,musik ,wagners zugrunde liegen2 den ,niedergang der ,kunst1 den wachsenden ,zweifel am ,werte der ,wissenschaft2 die schweren ,fragen1 welche aus dem ,sieg der ,weltstadt ber das ,bauerntum hervorgehen3 die ,kinderlosigkeit1 die ,landflucht1 den sozialen ,rang des fluktuierenden vierten ,standes2 die ,krisis im ,sozialismus1 im ,parlamentarismus1 im ,rationalismus2 die ,stellung des ,einzelnen zum ,staate2 das ,eigentumsproblem1 das davon abhngende ,eheproblem2 auf scheinbar ganz anderm ,gebiete die massenhaften vlkerpsychologischen ,arbeiten ber ,mythen und ,kulte1 ber die ,anfnge der ,kunst1 der ,religion1 des ,denkens1 die mit einem ,male nicht mehr ideologisch1 sondern streng morphologisch behandelt wurden -- ,fragen1 die alle das eine1 nie mit hinreichender ,deutlichkeit ins ,bewutsein getretene ,rtsel der ,historie berhaupt zum ,ziel hatten4 ,hier lagen nicht unzhlige1 sondern ein und dieselbe ,aufgabe vor4 ,hier hatte jeder etwas geahnt1 aber keiner von seinem engen ,standpunkte aus die einzige und umfassende ,lsung gefunden1 die seit den ,tagen ,nietzsches in der ,luft lag1 der alle entscheidenden ,probleme bereits in ,hnden hielt1 ohne als ,romantiker es zu wagen1 der strengen ,wirklichkeit ins ,gesicht zu sehen4 ,darin liegt aber auch die tiefe ,notwendigkeit der abschlieenden ,lehre1 die kommen mute und nur zu dieser ,zeit kommen konnte4 ,sie ist kein ,angriff auf das ,vorhandene an ,ideen und ,werken4 ,sie besttigt vielmehr alles1 was seit ,generationen gesucht und geleistet wurde4 ,dieser ,skeptizismus stellt den ,kern dessen dar1 was auf allen ,einzelgebieten1 gleichviel in welcher ,absicht1 an lebendigen ,tendenzen vorliegt4 ,vor allem aber fand sich endlich der ,gegensatz1 aus dem allein das ,wesen der ,geschichte erfat werden kann3 der von ,historie und ,natur4 ,ich wiederhole3 der ,mensch ist als ,element und ,trger der ,welt nicht nur ,glied der ,natur1 sondern auch ,glied der ,geschichte1 eines zweiten ,kosmos1 von andrer ,ordnung und andrem ,gehalte1 der von der gesamten ,metaphysik zugunsten des ersten vernachlssigt worden ist4 ,was mich zum ersten ,nachdenken ber diese ,grundfrage unsres ,weltbewutseins brachte1 war die ,beobachtung1 da der heutige ,historiker1 an den sinnlich greifbaren ,ereignissen1 dem ,gewordenen1 herumtastend1 die ,geschichte1 das ,geschehen1 das ,werden selbst bereits ergriffen zu haben glaubt1 ein ,vorurteil aller nur verstandesmig ,erkennenden1 nicht auch ,schauenden1#bd das schon die groen ,eleaten stutzig gemacht hatte1 als sie behaupteten1 da es1 fr den ,erkennenden nmlich1 kein ,werden1 nur ein ,sein 7,gewordensein7 gebe4 ,mit andern ,worten3 man sah die ,geschichte als ,natur1 im ,objektsinne des ,physikers1 und handelte danach4 ,von hier schreibt sich der folgenschwere ,migriff1 die ,prinzipien der ,kausalitt1 des ,gesetzes1 des ,systems1 also die ,struktur des starren ,seins in den ,aspekt des ,geschehens zu legen4 ,man verhielt sich1 als gebe es eine menschliche ,kultur etwa wie es ,elektrizitt oder ,gravitation gibt1 mit den im wesentlichen gleichen ,mglichkeiten der ,analyse2 man hatte den ,ehrgeiz1 die ,gewohnheiten des ,naturforschers zu kopieren1 so da man wohl gelegentlich fragte1 was denn die ,gotik1 der ,islam1 die antike ,polis sei1 nicht aber1 warum diese ,symbole eines ,lebendigen gerade damals und dort auftauchen muten1 in dieser ,form und fr diese ,dauer4 ,man begngte sich1 sobald eine der zahllosen hnlichkeiten rumlich und zeitlich weit getrennter ,geschichtsphnomene zutage trat1 sie einfach zu registrieren1 mit einigen geistvollen ,bemerkungen ber das ,wunderbare des ,zusammentreffens1 ber ,rhodos als das ,venedig des ,altertums8 oder ,napoleon als den neuen ,alexander1 statt gerade hier1 wo das ,schicksalsproblem als das eigentliche ,problem der ,historie 7das ,problem der ,zeit nmlich7 hervortritt1 den hchsten ,ernst wissenschaftlich geregelter ,psychologie einzusetzen und die ,antwort auf die ,frage zu finden1 welche ganz anders geartete ,notwendigkeit1 der kausalen ganz und gar fremd1 hier am ,werke ist4 ,da jede ,erscheinung auch dadurch ein metaphysisches ,rtsel aufgibt1 da sie zu einer niemals gleichgltigen ,zeit auftritt1 da man sich auch noch fragen mu1 was fr ein lebendiger ,zusammenhang neben dem anorganisch-naturgesetzlichen im ,weltbilde besteht -- das ja die ,ausstrahlung des ganzen ,menschen und nicht1 wie ,kant meinte1 nur die des erkennenden ist --1 da eine ,erscheinung nicht nur ,tatsache fr den ,verstand1 sondern auch ,ausdruck des ,seelischen ist1 nicht nur ,objekt1 sondern auch ,symbol1 und zwar von den hchsten religisen und knstlerischen ,schpfungen an bis zu den ,geringfgigkeiten des ,alltagslebens1 das war philosophisch etwas ,neues4 ,endlich sah ich die ,lsung deutlich vor mir1 in ungeheuren ,umrissen1 in voller innerer ,notwendigkeit1 eine ,lsung1 die auf ein einziges ,prinzip zurckfhrt1 das zu finden war und bisher nicht gefunden wurde1 etwas1 das mich seit meiner ,jugend verfolgt und angezogen hatte und das mich qulte1 weil ich es als vorhanden1 als ,aufgabe empfand1 aber nicht fassen konnte4 ,so ist aus dem etwas zuflligen ,anla das vorliegende ,buch entstanden1 als der vorlufige ,ausdruck eines neuen ,weltbildes1 mit allen ,fehlern eines ersten ,versuchs behaftet1 ich wei es wohl1 unvollstndig und sicher nicht ohne ,widersprche4 ,dennoch enthlt es meiner berzeugung nach die unwiderlegliche ,formulierung eines ,gedankens1 der1 ich sage es noch einmal1 nicht bestritten werden wird1 sobald er einmal ausgesprochen ist4 ,das engere ,thema ist also eine ,analyse des ,unterganges der westeuropischen ,kultur4 ,das ,ziel aber ist die ,entwicklung einer ,philosophie und der ihr eigentmlichen1 hier zu prfenden ,methode der vergleichenden ,morphologie der ,weltgeschichte4 ,die ,arbeit zerfllt naturgem in zwei ,teile4 ,der erste1 ,gestalt und ,wirklichkeit81 der sich mit den ,problemen der ,zahl1 des ,schicksals1 der ,kausalitt1 der ,tragdie1 der bildenden ,knste1 der ,weltanschauung1 des ,lebens1 der ,naturerkenntnis1 des ,mythus beschftigt1 enthlt die ,grundlagen einer ,symbolik4 ,der zweite1 ,welthistorische ,perspektiven81 wird eine ,anzahl historischer ,phnomene analysieren3 die hier in ihrem wahren ,umfange zum ersten ,male aufgedeckte arabische ,kultur1 die ,zivilisation1 die ,weltstadt1 das ,imperium ,romanum1 die ,grundformen des ,staates1 des ,geldes1 der ,technik1 endlich das ,russentum4 ,ich schliee ausdrcklich hier1 wo die eigentliche ,geschichte im ,vordergrund steht1 eine ,reihe weiterer ,probleme aus1 die zur tiefern ,begrndung gehren1 aber selbstndiger ,behandlung vorbehalten bleiben sollen3 die ,probleme des ,geschlechts1 der ,familie1 der ,rassen und ,sprachen1 der ,ehe und des ,eigentums1 der ,religion1 des ,verhltnisses von ,wissen und ,glauben1 ,vaterschaft und ,knstlertum1 ,muttertum und ,religiositt4 ,die folgenden ,tafeln geben einen berblick ber das1 was ,resultat der ,untersuchung ist4 ,sie mgen zugleich einen ,begriff von der ,fruchtbarkeit und ,tragweite der neuen ,methode geben4 ,funoten3 ,footnote #a3 ,es war ein noch heute nicht berwundener ,migriff ,kants von ungeheurer ,tragweite1 da er den uern und innern ,menschen zunchst mit den vieldeutigen und vor allem nicht unvernderlichen ,begriffen ,raum und ,zeit ganz schematisch in ,verbindung brachte und weiterhin damit in vollkommen falscher ,weise ,geometrie und ,arithmetik verband1 an deren ,stelle hier der viel tiefere ,gegensatz der mathematischen und chronologischen ,zahl wenigstens genannt sein soll4 ,arithmetik und ,geometrie sind beides ,raumrechnungen und in ihren hhern ,gebieten berhaupt nicht mehr unterscheidbar4 ,eine ,zeitrechnung1 ber deren ,begriff der naive ,mensch sich gefhlsmig durchaus klar ist1 beantwortet die ,frage nach dem ,wann1 nicht dem ,was oder ,wieviel4 ,footnote #b3 ,man mu es fhlen knnen1 wie sehr die ,tiefe der formalen ,kombination und die ,energie des ,abstrahierens auf dem ,gebiete etwa der ,renaissanceforschung oder der ,geschichte der ,vlkerwanderung hinter dem zurckbleibt1 was auf dem ,gebiete der ,funktionentheorie und der theoretischen ,optik selbstverstndlich ist4 ,neben dem ,physiker und ,mathematiker wirkt der ,historiker nachlssig4 ,footnote #c3 ,die ohnehin sehr spt einsetzenden ,versuche der ,griechen1 nach dem ,muster gyptens etwas wie einen ,kalender oder eine ,chronologie zustande zu bringen1 sind von hchster ,naivitt4 ,die ,olympiadenrechnung ist keine ra wie etwa die christliche ,zeitrechnung und auerdem nur ein literarischer ,notbehelf1 nichts dem ,volke ,gelufiges4 ,es gab keinen ,nullpunkt1 von dem aus man zhlen konnte4 ,wir besitzen die ,inschrift eines ,vertrages zwischen ,elis und ,hera1 der hundert ,jahre von diesem ,jahre an8 gelten sollte4 ,welches ,jahr dies war1 lie sich aber nicht angeben4 ,nach einiger ,zeit wird man also nicht mehr gewut haben1 wie lange der ,vertrag bestand1 und offenbar hatte das niemand beachtet4 ,wahrscheinlich aber werden diese ,gegenwartsmenschen ihn berhaupt bald vergessen haben4 ,es bezeichnet den legendenhaft-kindlichen ,charakter des antiken ,geschichtsbildes1 da man eine geordnete ,datierung der ,fakta etwa des trojanischen ,krieges81 der der ,stufe nach doch unsern ,kreuzzgen entspricht1 geradezu als stilwidrig empfinden wrde4 ,footnote #d3 ,demgegenber ist es ein ,symbol ersten ,ranges und ohne ,beispiel in der ,kunstgeschichte1 da die ,hellenen der mykenischen ,vorzeit gegenber -- in einem an ,steinmaterial berreichen ,lande6 -- vom ,steinbau zur ,verwendung des ,holzes zurckkehrten1 woraus sich das ,fehlen architektonischer ,reste zwischen #abjj und #fjj erklrt4 ,die gyptische ,pflanzensule war von ,anfang an ,steinsule1 die dorische ,sule war eine ,holzsule4 ,darin spricht sich die tiefe ,feindseligkeit der antiken ,seele gegen die ,dauer aus4 ,footnote #e3 ,hat je eine hellenische ,stadt auch nur ein umfassendes ,werk ausgefhrt1 das einen ,gedanken an kommende ,generationen verrt8 ,die ,straen- und ,bewsserungssysteme1 die man in mykenischer1 d4 h4 vorantiker ,zeit nachgewiesen hat1 sind seit der ,geburt antiker ,vlker -- mit dem ,anbruch homerischer ,zeit also -- verfallen und vergessen worden4 ,ebenso wurde ,mykene selbst als historischer ,faktor vollstndig vergessen4 ,wir besitzen ,tausende von ,schrifttfelchen aus mykenischer ,zeit1 aus homerischer nicht ein einziges4 ,aber das ist kein ,rckschritt81 sondern der neue ,stil einer andersgearteten ,seele4 ,das ist reine ,gegenwart84 ,footnote #f3 ,von ,homer bis zu den ,tragdien ,senekas1 ein volles ,jahrtausend hindurch1 erscheinen die mythischen ,gestalten wie ,thyest1 ,klytmnestra1 ,herakles trotz ihrer begrenzten ,zahl unverndert immer wieder1 whrend in der ,dichtung des ,abendlandes der faustische ,mensch zuerst als ,parzeval und ,tristan1 dann im ,sinn der ,epoche verwandelt als ,hamlet1 als ,don ,quijote1 als ,don ,juan1 in einer letzten zeitgemen ,verwandlung als ,faust und ,werther und dann als ,held des modernen weltstdtischen ,romans1 immer aber in der ,atmosphre und ,bedingtheit eines bestimmten ,jahrhunderts auftritt4 ,footnote #g3 ,abt ,gerbert 7als ,papst ,sylvester ,,ii471 der ,freund ,kaiser ,ottos ,,iii41 hat um #ajjj1 also mit dem ,beginn des romanischen ,stils und der ,kreuzzugsbewegung1 den ersten ,symptomen einer neuen ,seele1 die ,konstruktion der ,schlag- und ,rderuhren erfunden4 ,in ,deutschland entstanden auch um #abjj die ersten ,turmuhren und etwas spter die ,taschenuhren4 ,man bemerke die bedeutsame ,verbindung der ,zeitmessung mit dem ,gebude des religisen ,kultus4 ,footnote #h3 ,bei ,newton heit sie bezeichnenderweise ,fluxionsrechnung -- mit ,rcksicht auf gewisse metaphysische ,vorstellungen vom ,wesen der ,zeit4 ,in der griechischen ,mathematik kommt die ,zeit gar nicht vor4 ,footnote #i3 ,hier steht der ,historiker auch unter dem verhngnisvollen ,vorurteil der ,geographie 7um nicht zu sagen unter der ,suggestion eines ,landkartenbildes71 die einen ,erdteil ,europa annimmt1 worauf er sich verpflichtet fhlt1 auch eine entsprechende ideelle ,abgrenzung gegen ,asien vorzunehmen4 ,das ,wort ,europa sollte aus der ,geschichte gestrichen werden4 ,es gibt keinen ,europer8 als historischen ,typus4 ,es ist tricht1 im ,falle der ,hellenen von europischem ,altertum8 7,homer1 ,heraklit1 ,pythagoras waren also ,asiaten887 und von ihrer ,mission8 zu reden1 ,asien und ,europa kulturell anzunhern4 ,das sind ,worte1 die aus einer banalen ,interpretation der ,landkarte stammen und denen nichts ,wirkliches entspricht4 ,es war allein das ,wort ,europa mit dem unter seinem ,einflu entstandenen ,gedankenkomplex1 das ,ruland mit dem ,abendlande in unserm historischen ,bewutsein zu einer durch nichts gerechtfertigten ,einheit verband4 ,hier hat1 in einer durch ,bcher erzogenen ,kultur von ,lesern1 eine bloe ,abstraktion zu ungeheuren realen ,konsequenzen gefhrt4 ,sie haben1 in der ,person ,peters des ,groen1 die historische ,tendenz einer primitiven ,vlkermasse auf ,jahrhunderte geflscht1 obwohl der russische ,instinkt ,europa8 sehr richtig und tief mit einer in ,tolstoi1 ,aksakow und ,dostojewski verkrperten ,feindseligkeit gegen das ,mtterchen ,ruland8 abgrenzt4 ,orient und ,okzident sind ,begriffe von echtem historischen ,gehalt4 ,europa8 ist leerer ,schall4 ,alles1 was die ,antike an groen ,schpfungen hervorbrachte1 entstand unter ,negation einer kontinentalen ,grenze zwischen ,rom und ,cypern1 ,byzanz und ,alexandria4 ,alles1 was europische ,kultur heit1 entstand zwischen ,weichsel1 ,adria und ,guadalquivir4 ,und gesetzt1 da ,griechenland zur ,zeit des ,perikles in ,europa lag81 so liegt es heute nicht mehr dort4 ,footnote #aj3 ,im ,neuen ,testament ist die polare ,fassung mehr durch die ,dialektik des ,apostels ,paulus1 die periodische durch die ,apokalypse vertreten4 ,footnote #aa3 ,er liegt schon in ,wolfram von ,eschenbachs ,parzeval und ,dantes ,divina comedia4 ,footnote #ab3 ,entscheidend ist die ,auswahl des briggebliebenen1 die nicht allein vom ,zufall1 sondern ganz wesentlich von einer ,tendenz bestimmt ist4 ,der ,attizismus der ,augustuszeit1 mde1 unfruchtbar1 pedantisch1 zurckschauend1 hat den ,begriff des ,klassischen geprgt und eine ganz kleine ,gruppe griechischer ,werke bis auf ,plato herab als klassisch anerkannt4 ,das brige1 darunter die gesamte reiche hellenistische ,literatur1 wurde verworfen und ging fast vollstndig verloren4 ,jene von einem schulmeisterlichen ,geschmack ausgewhlte ,gruppe1 die grtenteils erhalten blieb1 hat dann das imaginre ,bild des klassischen ,altertums8 in ,florenz sowohl wie fr ,winckelmann1 ,hlderlin1 ,goethe und sogar ,nietzsche bestimmt4 ,footnote #ac3 ,das rmische otium cum dignitate hat man lediglich als ,kehrseite einer groangelegten und energischen ffentlichen ,wirksamkeit1 nicht als privaten lyrischen oder gelehrten ,schlendrian zu verstehen1 wie ihn erst sehr spt die ,briefe des jngeren ,plinius beschreiben4 ,footnote #ad3 ,was man in der ,entwicklung ,strindbergs und vor allem ,ibsens1 der in der zivilisierten ,atmosphre seiner ,probleme immer nur ,gast gewesen ist1 nicht bersehen wird4 ,das ,motiv von ,brand8 und ,rosmersholm8 ist eine merkwrdige ,mischung von angebornem ,provinzialismus und theoretisch erworbenem ,weltstadthorizont4 ,nora ist das ,urbild einer durch ,lektre aus der ,bahn geratenen ,provinzlerin4 ,footnote #ae3 ,der den ,kult des ,stadtheros ,adrastos und den ,vortrag der homerischen ,gesnge verbot1 um dem dorischen ,adel die ,wurzeln seines ,seelentums zu nehmen 7um #efj74 ,footnote #af3 ,ein tiefes ,wort1 das seinen ,sinn erhlt1 sobald der ,barbar zum ,kulturmenschen wird1 und ihn wieder verliert1 sobald der zivilisierte ,mensch das ubi bene1 ibi patria8 akzeptiert4 ,footnote #ag3 ,deshalb verfielen dem ,christentum zuerst die ,rmer1 die es sich nicht leisten konnten1 ,stoiker zu sein4 ,footnote #ah3 ,in ,rom und ,byzanz wurden sechs- bis zehnstckige ,miethuser -- bei hchstens drei ,meter ,straenbreite -- errichtet1 die bei dem ,fehlen aller baupolizeilichen ,vorschriften oft genug mit ihren ,bewohnern zusammenbrachen4 ,ein groer ,teil der cives ,romani1 fr die panem et circenses8 den ganzen ,lebensinhalt bildeten1 besa nur einen teuer bezahlten ,schlafplatz in den ameisenhaft wimmelnden insulae84 ,footnote #ai3 ,die deutsche ,gymnastik ist seit #ahac und den hchst provinzialen1 urwchsigen ,formen1 die ihr ,jahn damals gab1 in rascher ,entwicklung zum ,sportmigen begriffen4 ,der ,unterschied eines ,berliner ,sportplatzes an einem groen ,tage von einem rmischen ,zirkus war schon #aiad sehr gering4 ,footnote #bj3 ,was sich seit #ahhj in ,deutschland an literarischen ,kmpfen abspielt1 ist nichts als der brigens unter ganz belanglosen ,leuten gefhrte ,kampf zwischen weltstdtischer und provinzialer ,poesie 7,heimatkunst74 ,footnote #ba3 ,die ,eroberung ,galliens durch ,csar war ein ausgesprochener ,kolonialkrieg1 d4 h4 von einseitiger ,aktivitt4 ,da er trotzdem den ,hhepunkt der spteren rmischen ,kriegsgeschichte bildet1 besttigt nur deren rasch abnehmenden ,gehalt an wirklichen ,leistungen4 ,footnote #bb3 ,die modernen ,deutschen sind das glnzende ,beispiel eines ,volkes1 das ohne sein ,wissen und ,wollen expansiv geworden ist4 ,sie waren es schon1 als sie noch das ,volk ,goethes zu sein glaubten4 ,bismarck hat diesen tiefern ,sinn der durch ihn begrndeten ,epoche nicht einmal geahnt4 ,er glaubte den ,abschlu einer politischen ,entwicklung erreicht zu haben4 ,footnote #bc3 ,so war vielleicht das bedeutende ,wort ,napoleons an ,goethe gemeint4 ,was will man heute mit dem ,schicksal8 ,die ,politik ist das ,schicksal48 ,footnote #bd3 ,die ,philosophie dieses ,buches verdanke ich der ,philosophie ,goethes1 der unbekannten1 und erst in viel geringerem ,grade der ,philosophie ,nietzsches4 ,die ,stellung ,goethes in der westeuropischen ,metaphysik ist noch gar nicht verstanden worden4 ,man nennt ihn nicht einmal1 wenn von ,philosophie die ,rede ist4 ,unglcklicherweise hat er seine ,lehre nicht in einem starren ,system niedergelegt2 deshalb bersehen ihn die ,systematiker4 ,aber er war ,philosoph4 ,er nimmt ,kant gegenber dieselbe ,stellung ein wie ,plato gegenber ,aristoteles1 und es ist ebenfalls eine miliche ,sache1 ,plato in ein ,system bringen zu wollen4 ,plato und ,goethe reprsentieren die ,philosophie des ,werdens1 ,aristoteles und ,kant die des ,gewordnen4 ,hier steht ,intuition gegen ,analyse4 ,was verstandesmig kaum auszusprechen ist1 findet sich in einzelnen ,vermerken und ,gedichten wie den ,orphischen ,urworten1 ,strophen wie ,wenn im ,unendlichen8 und ,sagt es niemand81 die man als ,inkarnationen einer ganz bestimmten ,metaphysik zu betrachten hat4 ,an folgendem ,ausspruch mchte ich nicht ein ,wort gendert wissen3 ,die ,gottheit ist wirksam im ,lebendigen1 aber nicht im ,toten2 sie ist im ,werdenden und sich ,verwandelnden1 aber nicht im ,gewordnen und ,erstarrten4 ,deshalb hat auch die ,vernunft in ihrer ,tendenz zum ,gttlichen es nur mit dem ,werdenden1 ,lebendigen zu tun1 der ,verstand mit dem ,gewordenen1 ,erstarrten1 da er es nutze8 7zu ,eckermann74 ,i4 ,,tafel ,,gleichzeitiger8 ,,geistesepochen4 ,,indische ,,antike ,,arabische ,,abendl,,ndische ,,kultur seit #aejj v4 ,chr4 seit #aajj v4 ,chr4 seit #j seit #ijj ,,fr,,hling3 ,landschaftlich-intuitiv4 ,mchtige ,schpfungen einer erwachenden traumschweren ,seele4 berpersnliche ,einheit und ,flle4 #a4 ,geburt eines ,mythus groen ,stils als ,ausdruck eines neuen ,gottgefhls4 ,weltangst und ,weltsehnsucht4 #aejj-abjj #aajj-hjj #j-cjj #ijj-abjj ,mythologie des ,olympischer ,urchristentum4 ,germanischer ,veda4 ,mythus4 ,katholizismus 7#g ,sakramente7 7,heliand74 ,homer4 ,orientalische ,marienkult ,kulte der ,gralsage ,kaiserzeit 7,parzeval7 7,isis1 ,edda4 ,mithras74 ,nibelungen ,manichismus4 7,baldr1 ,siegfried74 ,arische ,hellenische ,evangelien4 ,die abend- ,heldensage4 ,heldensage4 ,apokalypse2 lndische ,legende4 ,heiligen- legende4 #b4 ,frheste mystisch-metaphysische ,gestaltung des neuen ,weltblickes ,im ,rigveda und den ,unbekannt4 ,plotin #bjd-bfi4 ,dante ltesten ,teilen ,origenes #abfe-acba4 der andern ,veden #ahe-bed4 ,thomas v4 enthalten4 ,nachwirkung ,neuplatoniker4 ,aquino in den ,gnostiker4 #abbe-abgd4 ,kosmogonien4 ,kirchenvter4 ,eckart #abej-acbi4 ,mystik und ,scholastik4 ,,sommer3 ,reifende ,bewutheit4 ,frheste stdtisch-brgerliche und kritische ,regungen4 #c4 ,reformation83 ,innerhalb der ,religion volksmige ,auflehnung gegen die groen ,formen der ,frhzeit ,bramanas4 ,dionysosreligion1 ,abfall der ,protestan- lteste ,elemente ,orphiker1 ,monophysiten tismus4 der ,upanishads4 antihomerische #ddi4 ,luther4 ,strmungen4 ,bar ,sudaili und ,zwingli1 #g4 ,jahrh4 die syrische ,calvin um ,mystik um #ejj4 #aejj4 #d4 ,beginn einer rein philosophischen ,fassung des ,weltgefhls4 ,gegensatz idealistischer und realistischer ,systeme4 ,in den ,upanishads ,die groen ,bisher uner- ,galilei1 enthalten4 ,vorsokratiker forschte ,descartes1 #f4_/e4 ,jahrh4 syrische1 ,bacon1 ,bruno1 koptische1 ,boehme1 neupersische ,leibniz ,literatur des #af4_/ag4 ,jahrh4 #f4_/g4 ,jahrh4 #e4 ,bildung einer neuen ,mathematik4 ,konzeption der ,zahl als ,abbild und ,inbegriff der ,weltform4 ,die ,zahl als ,ma ,die unbestimmte ,die ,zahl als ,verschollen4 7,gre74 ,zahl4 7,algebra7 ,funktion4 7,geometrie1 ,entwicklung 7,analysis7 ,arithmetik7 unerforscht4 ,descartes1 ,pythagorer ,pascal1 ,fermat seit #edj4 um #afcj ,newton1 ,leibniz um #afgj4 #f4 ,puritanismus83 ,rationalistisch-mystische ,verarmung des ,religisen4 ,intellektueller ,fanatismus4 ,spuren in den ,pythagorischer ,mohammed4 ,puritaner in ,upanishads4 ,bund ,england seit seit #edj4 #afbj4 ,hedschra #fbb4 ,jansenisten 7,port ,royal7 in ,frankreich seit #afdj4 ,,herbst3 ,grostdtische ,intelligenz4 ,hhepunkt strenggeistiger ,gestaltungskraft4 #g4 ,aufklrung83 ,glaube an die ,allmacht des ,verstandes4 ,kultus der ,natur84 ,vernnftige ,religion84 ,sutras2 ,sankhya4 ,sophistik #e4 ,mutaziliten ,sensualisten ,jngere ,elemente ,jahrh4 #h4 ,jahrh4 7,locke1 der ,upanishads4 ,sokrates ,nazzam1 ,alkindi ,shaftesbury7 #dfi-cii4 um #hcj4 #ag4_/ah4 ,jahrh4 ,demokrit ,alkabi um #ijj4 ,rousseau4 #dfj-cfj4 #agab-aggh4 ,voltaire4 ,enzyklop- disten #ah4 ,jahrh4 #h4 ,hhepunkt des mathematischen ,denkens4 ,abklrung der ,formenwelt der ,zahlen4 ,verschollen4 ,archytas #dcj-cfe4 ,noch ,euler 7,stellenwert1 die ,plato #dbf-cdf4 unerforscht4 #agjg-aghc4 ,null als ,zahl1 ,eudoxos #djh-cee4 7,zahlentheorie1 ,lagrange ,winkelfunktionen47 7,kegelschnitte47 sphrische #agcf-ahac4 ,trigonometrie47 ,laplace #agdi-ahbg4 7,infinitesi- malproblem47 #i4 ,die groen abschlieenden ,systeme ,des ,idealismus3 ,plato #dbf-cdf4 ,al ,farabi #iej4 ,goethe ,yoga4 ,vedanta4 ,schelling1 ,der ,erkenntnis- ,aliaf #hej4 theorie3 ,fichte1 ,vaiceshika4 ,kant ,der ,logik ,hegel4 ,nyaya4 ,aristoteles ,avicenna #chd-cbb4 um #ajjj4 ,,winter3 ,anbruch der weltstdtischen ,zivilisation4 ,erlschen der seelischen ,gestaltungskraft4 ,das ,leben selbst wird problematisch4 ,ethisch-praktische ,tendenzen eines irreligisen und unmetaphysischen ,weltstdtertums4 #aj4 ,materialistische ,weltanschauung3 ,kultus der praktischen ,erfahrung des ,nutzens1 des ,glckes4 ,tscharvaka4 ,cyniker1 ,cyrenaiker4 ,kommunist41 atheist41 ,bentham4 7,lokoyata47 ,letzte ,sophisten4 epikur4 ,sekten der ,feuerbach1 ,abbassidenzeit ,stirner4 ,comte1 #i4 ,jahrh4 ,spencer1 ,marx4 ,pyrrhon #cbe-bge4 ,die lauteren ,brder8 ,darwinisten1 um #iej4 ,materialisten4 #aa4 ,ethisch-gesellschaftliche ,lebensideale3 ,epoche der ,philosophie ohne ,mathematik84 ,sekten der ,epikur #cdg-bgj4 ,tendenzen im frhen ,schopenhauer1 ,buddhazeit4 ,zenon #cdj-bfe4 ,sufismus4 ,nietzsche4 ,alexandrinismus4 ,al ,gunaid #iaj4 ,sozialismus1 ,anarchismus4 ,hebbel1 ,wagner1 ,ibsen4 #ab4 ,innere ,vollendung der mathematischen ,formenwelt4 ,die abschlieenden ,gedanken4 ,euklid1 ,alchwarizmi ,gau #aggg-ahee4 ,apollonios #hjj1 ,ibn ,kurra #d4_/c4 ,jahrh4 #hej4 ,cauchy #aghi-aheg4 ,verschollen4 ,eratosthenes1 ,alkarchi1 ,albiruni ,archimedes #aj4 ,jahrh4 ,riemann #ahbf-ahff4 #c4 ,jahrh4 #ac4 ,sinken des abstrakten ,denkertums zu einer fachwissenschaftlichen ,kathederphilosophie4 ,kompendienliteratur4 ,die sechs ,akademie2 ,peripatos4 ,schulen von ,kantianer1 klassischen ,bagdad ,hegelianer4 ,systeme84 ,stoa2 ,epikurer4 und ,basra4 ,logiker8 und ,psychologen84 #ad4 ,das ,ende3 ,ausbreitung einer letzten ,weltstimmung4 ,der indische ,der hellenistisch- ,der praktische ,der ethische ,buddhismus rmische ,fatalismus ,sozialismus seit seit #ejj4 ,stoizismus des ,islam ,ende des #ai4 ,jahrh4 seit #bjj4 seit #ajjj4 sich verbreitend4 ,,ii4 ,,tafel ,,gleichzeitiger8 ,,kunstepochen4 ,,gyptische ,,antike ,,arabische ,,abendl,,ndische ,,kultur ,,vorzeit3 ,chaos urmenschlicher ,kunstformen4 ,mystische ,liniensymbolik und ,versuche naiver ,imitation4 ,,thinitenzeit4 ,,kretisch-,,mykenische ,,altsyrisch-,,arabische ,,merowinger- #cdjj-cjjj4 ,,zeit4 #afjj-aajj ,,kunst4 ,,vor #j4 ,,karolingerzeit #ejj-ijj4 7gyptischer 7,antiker1 babylon4- 7,maurisch- ,einflu47 persischer ,einflu47 byzant4 ,einflu47 ,,kultur83 ,lebensgeschichte eines das gesamte uere ,sein formenden ,stils4 ,formensprache von tiefster symbolischer ,notwendigkeit4 ,i4 ,,fr,,hzeit3 ,ornament und ,architektur als elementarer ,ausdruck des jungen ,weltgefhls 7,die ,primitiven874 ,,das ,,alte ,,reich ,,dorik ,,altchristlich- ,,gotik ,,sp,,tantike8 ,,kunst #biej-bdge4 #aajj-fej4 #j-ejj4 #ijj-aejj4 #a4 ,geburt und ,aufschwung4 ,aus dem ,geiste der ,landschaft erwachsende1 nicht bewut geschaffene ,formen4 #d4-e4 ,dynastie ,nicht erhaltene ,basilikenstil4 ,romanik und #bicj-bfbe4 ,holzarchitektur ,sarkophag- ,frhgotik4 ,streng 7,antentempel74 7,tief-7relief4 ,ornament geometrischer und ,dom4 ,tempelstil4 ,geometrischer ,katakomben- ,flachrelief4 7,dipylon-7stil malerei4 ,frontale #aa4_/i4 ,jahrh4 ,hochgotik2 ,bildnisplastik4 ,kuppelbasilika ,gewlbte ,dome4 ,pyramidentempel4 ,die dorische 7,moschee874 ,pflanzensulen1 ,sule 7,holz74 ,kathedral- ,kolonnaden4 ,grabvasen- plastik4 ,reliefzyklen4 malerei4 7,pantheon in ,rom74 ,glasmalerei4 ,sulenbgen4 ,frontalbildnisse4 #b4 ,vollendung der frhen ,formensprache4 ,erschpfung der ,mglichkeiten und ,widerspruch4 #f4 ,dynastie #hjj-fej4 #d4-e4 ,jahrh4 ,sptgotik und #bfbe-bdge4 ,wenig bekannt4 ,syrisch- ,renaissance ,erlschen des byzantinische #ad4_/ae4 ,jahrh4 ,pyramidenstils ,kunst4 ,erlschen der und des ,erlschen des gotischen episch-idyll4 ,relief- und ,skulptur ,reliefs4 ,portrtstils4 7,nrnberg74 ,blte und ,ende von ,fresko und ,renaissance- plastik4 ,von ,giotto und ,donatello 7,gotik7 bis ,michelangelo 7,barock74 ,blte der ,protokorinth4 ,blte der ,das gotische archaischen -altattische ,mosaikmalerei4 ,tafelbild von ,bildnisplastik4 ,tonmalerei ,anfnge der ,van ,eyck bis4 7,mythische ,arabeske 7,tr ,holbein ,stoffe74 von ,s4 ,ambrogio ,erfindung des in ,mailand #chf74 ,kontrapunkts und der lmalerei4 ,,ii4 ,,sp,,tzeit3 ,bildung einer ,gruppe stdtisch-bewuter1 gewhlter1 von ,einzelnen getragener ,knste 7,die groen ,meister874 ,,das ,,mittlere ,,ionik ,,byzantinisch- ,,barock ,,reich ,,islamische ,,kunst #bbjj-ahjj4 #fej-cej4 #ejj-hjj4 #aejj-ahjj4 #a4 ,ausbildung eines reifen ,knstlertums4 ,infolge ,herrschaft ,herrschaft der ,herrschaft der spterer der ,fresko- ,mosaikmalerei lmalerei von ,zerstrung malerei von #f4 ,jahrh4 ,tizian bis wenig bekannte ,butades bis ,rembrandt ,epoche4 ,die ,polygnot ,vollendung des 7 #affi74 ,architektur #fej-dfj4 ,moscheentypus ,der malerische bleibt ,die ,ionische 7,zentralkuppel- ,baustil von herrschend4 ,sule4 ,voll- bau1 ,hagia ,michelangelo endung des ,sophia #ecj74 bis ,bernini ,tempeltypus4 ,die ,arabeske 7 #afhj74 ,aufschwun 7,fassade von ,aufschwung der der ,rund- ,m'schatta74 ,musik von plastik4 ,orlando ,lasso 7,apoll von bis ,heinrich ,tenea8 bis ,schtz ,hageladas47 7 #afgb73 ,zeit der ,kantate4 #b4 uere ,vollendung einer durchgeistigten ,formensprache4 #ab4 ,dynastie ,blte von ,maurische ,kunst4 ,rokoko4 #bjjj-aghh4 ,athen #g4_/h4 ,jahrh #ah4 ,jahrh4 ,pylonentempel4 #dhj-ccj4 ,vollkommene ,herrschaft der ,historische ,herrschaft der ,herrschaft der ,musik von ,reliefs4 ,plastik von ,arabeske auch ,corelli 7geb4 ,charakter- ,myron bis ber die #afec7 und ,bach bildnisse4 ,phidias ,architektur4 7#afhe7 bis #dfj-ccj4 ,mozart3 ,zeit ,ausgang der der ,sonate4 ,fresko- und ,der musika- ,tonmalerei4 lische 7,rokoko-7 ,baustil4 ,ausgang der lmalerei von ,watteau bis ,goya4 #c4 ,ermatten der ,gestaltungskraft4 ,auflsung der groen ,form4 ,ende des ,stils4 ,anfang der ,die korin- ,abbassidenzeit4 ,empirestil und ,hyksoszeit4 thische ,sule ,biedermeier4 7,genre74 ,beethoven4 ,skopas und ,hogarth1 ,praxiteles ,gainsborough4 7,sentiment ,delacroix4 und ,subjek- tivismus74 ,malerei des ,apollodor und ,apelles 7,natur874 ,,zivilisation3 ,das ,dasein ohne innere ,form4 ,weltstadtkunst als ,luxus1 ,sport1 ,gewohnheit4 ,wechselnde ,stilmoden 7,wiederbelebungen1 ,mischungen1 ,erfindungen7 ohne symbolischen ,gehalt4 #a4 ,modernitt84 ,versuche1 die ,decadence knstlerisch zu fassen4 ,verwandlung von ,musik1 ,baukunst und ,malerei in bloes ,kunstgewerbe4 ,hyksoszeit ,hellenismus ,seldschucken- #ai4 und #bj4 #aghh-aehj4 #cjj-ajj4 zeit nach #ajjj4 ,jahrh4 ,verfall der ,ende der ,stationre ,ende der ,reliefkom- strengen ,kunst des ,musik3 position4 ,plastik4 ,orients84 ,berlioz1 ,auflsung der 7,lysippos74 ,in ,byzanz ,liszt1 ,wagner4 plastischen ,pergamenische ,renaissance ,episode des ,konvention4 ,kunst des ,hellenis- ,impressionis- ,mehrschiffige 7,theatralik74 mus8 7#ajjj74 mus von ,sulenhallen4 ,hellenistische ,constable und ,malweisen ,corot bis 7,enkaustik1 ,manet und ,illusions- ,leibl4 malerei1 ,nazarener1 ,rhopographie74 ,prrafaeliten4 ,das ,ideal- portrt4 #b4 ,ende des ,formgefhls4 ,sinnlose1 leere1 erknstelte1 gehufte ,ornamentik4 ,imitation alter und fremder ,motive4 #ah4 ,dynastie ,rmerzeit ,mongolenzeit #aehj-acej4 #ajj v4 bis seit #abeh4 #ajj n4 ,chr4 ,verfall der ,hufung der #c ,auflsung der ,pflanzensule4 ,sulenordnungen4 maurischen ,kunst ,naturalismus ,zeit der in rtliche des ,echnaton4 ,statuenkopisten4 ,nuancen4 7,von ,memnonskolosse4 ,rmerplastik4 ,spanien bis ,felsentempel ,kaiserbauten ,indien47 der ,hatchepsut4 im oriental4 ,geschmack4 #c4 ,ausgang4 ,barbarische ,massenhaftigkeit2 ,kolossalwirkungen4 ,verrohung der ,technik4 bergewicht fremder ,kunstformen4 #ai4 ,dynastie ,spte #acej-abje4 ,kaiserzeit4 7,sethos ,i4 und ,ramses ,,ii47 ,riesenfora1 ,riesenhallen ,thermen1 und ,statuen- ,triumph- alleen von sulen4 ,luxor1 ,karnak ,sieg der frh- und ,abydos4 arabischen ,plnderung ,kunst im alter ,bauten4 ,westen ,,iii4 ,,tafel ,,gleichzeitiger8 ,,politischer ,,epochen4 ,,gyptische ,,antike ,,abendl,,ndische ,,kultur ,,vorzeit3 ,rein ethnographischer ,vlkertypus4 ,stmme und ,huptlinge4 ,noch keine ,politik84 ,kein ,staat84 ,,thinitenzeit 7,,menes74 ,,sp,,tkretisch- ,,frankenzeit #cdjj-cjjj4 ,,mykenische ,,zeit 7,,karl ,,der ,,grosse74 7,,agamemnon874 #ejj-ijj4 #afjj-abjj4 ,v,,lkernamen ,,dieser ,,danaer1 ,,ach,,er1 ,,franken1 ,,sachsen1 ,,stufe3 ,,unbekannt ,,etrusker4 ,,langobarden4 7,,die ,,gauv,,lker74 ,,kultur3 ,vlkergruppe von ausgeprgtem ,stil und einheitlichem ,weltgefhl4 ,wirkung einer immanenten ,staatsidee4 ,v,,lker3 ,,gypter4 ,,dorer1 ,,ionier1 ,,latiner4 ,,deutsche1 ,,franzosen1 ,,italiener1 ,,spanier1 ,,engl,,nder4 ,i4 ,,fr,,hzeit4 ,organische ,struktur des politischen ,daseins4 ,die beiden frhen ,stnde3 ,adel und ,priestertum4 ,,das ,,alte ,,reich4 ,,dorische ,,zeit4 ,,gotische ,,zeit4 #bijj-bdjj4 #aajj-fej4 #ijj-aejj4 #a4 ,patriarchalische ,staatsbildungen4 ,geist des buerlichen ,landes4 ,die ,stadt8 nur ,markt oder ,burg4 ,wechselnde ,pfalzen der ,herrscher4 ,lehnsadel4 ,ritterlich-religise ,ideale4 ,kmpfe der ,vasallen untereinander und gegen den ,frsten4 ,lehnsstaat der ,homerische ,deutsche ,kaiserzeit4 #d4 ,dynastie4 ,macht ,zustnde ,kreuzzge4 der ,gaufrsten und ,historische ,kaisertum und der ,r-,priester- ,daten unbekannt4 ,papsttum4 schaft4 ,der ,pharao als ,inkarnation des ,r4 #b4 ,krisis und ,auflsung der primitiven politischen ,daseinsformen4 #f4 ,dynastie4 ,kaum bekannt4 ,verfall der ,univer- ,zerfall des ,reiches ,ursparta um #ijj4 salidee4 ,interregnum4 in erbliche ,macht der ,vasallen ,frstentmer4 ,inter- 7,deutsche ,frsten1 regnum4 ,renaissancestaaten1 ,teilknige4 ,lancaster und ,york74 ,,ii4 ,,sp,,tzeit4 ,verwirklichung der gereiften ,staatsidee4 ,die ,stadt gegen das ,land3 ,entstehung des dritten ,standes 7,brgertum74 ,,das ,,mittlere ,,reich4 ,,ionische ,,zeit ,,barockzeit4 #bbjj-ahjj4 #fej-cej4 #aejj-ahjj4 #c4 ,bildung einer ,staatenwelt von strenger ,form4 ,der zentrali- ,der ,stadtstaat4 ,die dynastische ,haus- sierte ,beamtenstaat4 ,zeit der ,tyrannis macht4 ,stndestaat4 #aa4 ,dynastie 7#fej-eej74 ,zeit der ,fronde 7#bafj-bjjj73 ,sturz ,kleisthenes1 7#aeej-afej74 der ,feudalfrsten ,periander1 ,richelieu1 durch die ,herrscher ,polykrates4 ,wallenstein1 von ,theben4 ,cromwell4 #d4 ,hchste ,vollendung der ,staatsform 7,absolutismus874 ,einheit von ,stadt und ,land 7,staat und ,gesellschaft81 die ,drei ,stnde874 #ab4 ,dynastie ,um #dej3 ,absolutismus ,um #agjj3 ,absolutis- 7#bjjj-aghh73 des ,demos von ,athen4 mus der regierenden ,strengste ,zentral- ,politik der ,agora4 ,huser 7,versailles74 gewalt4 ,hofadel4 ,kabinetts- ,mediatisation der politik und ,feudalherren4 ,erbfolgekriege4 ,hofadel und ,beamtenschaft4 ,erbfolgerevolten4 ,amenemhat1 ,themistokles1 ,ludwig ,,xiv41 ,sesostris4 ,perikles4 ,friedrich ,,ii4 #e4 ,sprengung der ,staatsform 7,revolution und ,napoleonismus74 ,sieg der ,stadt ber das ,land 7des ,volkes8 ber die ,privilegierten81 der ,intelligenz ber die ,tradition74 #aghh-afhj #chj-cej ,soziale ,ende des #ah4 ,jahrh43 ,revolutionen und ,revolutionen ,revolutionen in ,militrregiment4 7,athen1 ,argos74 ,frankreich1 ,amerika1 ,teilknige1 zum ,die zweite ,genf usw4 ,teil aus dem ,tyrannis84 ,volk stammend4 7,dionys v4 ,syrakus1 ,jason v4 ,pher47 ,philipp und ,napoleon4 ,alexander4 ,,zivilisation3 ,auflsung der jetzt wesentlich stdtisch orientierten ,volkskrper zu internationalen1 praktisch interessierten ,massen4 ,weltstadt und ,provinz3 ,der vierte ,stand 7,masse871 anorganisch1 kosmopolitisch4 #a4 ,stadium3 ,das ,geld4 ,wirtschaftskomplexe die ,staatsform aufsaugend4 ,hyksoszeit ,hellenismus ,europische ,zivili- #aghh-aehj4 #cjj-ajj4 sation8 #ahjj-bjjj4 ,fremdherrschaft4 ,diadochenreiche von ,system der ,gromchte der ,eroberer ,alexander bis ,scipio von ,napoleon bis zum #cjj-bjj4 ,weltkrieg4 ,die soziale ,monarchie4 ,nationalismus4 ,der politische ,parlamentarismus ,stoizismus der ,rmer #ahjj-aijj4 von ,scipio bis ,marius ,sozialismus und #bjj-ajj4 ,imperialismus #aijj-bjjj4 #b4 ,stadium3 ,csarismus84 ,wachsender ,naturalismus der politischen ,form4 ,zerfall der ,volksorganismen in amorphe ,menschenmassen2 deren ,resorption in ein ,imperium von allmhlich wieder primitiv- despotischem ,charakter4 #ah4 ,dynastie ,von ,sulla bis ,domitian #bjjj-bbjj4 #aehj-acej4 #ajj v4 bis #ajj n4 ,chr4 ,thutmosis ,,iii4 ,csar1 ,tiberius4 #c4 ,stadium3 gyptizismus81 ,mandarinentum81 ,byzantinismus84 ,erstarren und ,zerfall auch des imperialen ,mechanismus3 die ,beute junger ,vlker oder fremder ,eroberer4 ,langsames ,heraufdringen urmenschlicher ,zustnde 7,septimius ,severus als ,huptling874 #ai4 ,dynastie ,von ,trajan bis #j ,nach #bbjj4 #acej-abje4 ,aurelian #ajj-cj ,sethos ,i41 ,trajan4 ,ramses ,,ii4 ,mark ,aurel4 ,echnaton4 ,,erstes ,,kapitel ,,vom ,,sinn ,,der ,,zahlen #a ,es ist zunchst notwendig1 einige hier in einem strengen und teilweise neuen ,sinne gebrauchte ,grundbegriffe zu bestimmen1 deren metaphysischer ,gehalt sich im ,laufe der ,darstellung von selbst ergeben wird1 die aber schon am ,anfang unzweideutig erklrt sein mssen4 ,der volkstmliche1 auch der ,philosophie gelufige ,unterschied von ,sein und ,werden erscheint ungeeignet1 das ,wesentliche des mit ihm bezweckten ,gegensatzes wirklich zu treffen4 ,ein unendliches ,werden -- ,wirken1 ,wirklichkeit8 -- wird man immer1 wofr etwa die physikalischen ,begriffe der gleichfrmigen ,geschwindigkeit und des ,bewegungszustandes oder die ,grundvorstellung der kinetischen ,gastheorie als ,beispiele dienen knnen1 auch als ,zustand auffassen und also dem ,sein zuordnen drfen4 ,dagegen lassen sich -- mit ,goethe -- als letzte ,elemente des in und mit dem ,bewutsein schlechthin ,gegebenen das ,werden und das ,gewordne unterscheiden4 ,jedenfalls ist1 wenn man an der ,mglichkeit zweifelt1 durch abstrakte ,begriffsbildungen den letzten ,grnden des ,menschlichen nahe zu kommen1 das sehr klare und bestimmte ,gefhl1 aus welchem dieser fundamentale1 die uersten ,grenzen des ,bewutseins berhrende ,gegensatz hervorgeht1 das ursprnglichste ,etwas1 bis zu dem sich berhaupt gelangen lt4 ,es folgt daraus mit ,notwendigkeit1 da immer ein ,werden dem ,gewordnen zugrunde liegt -- a priori im ,sinne ,kants --1 nicht umgekehrt4 ,ich unterscheide ferner mit den ,bezeichnungen das ,eigne8 und das ,fremde8 zwei ,urtatsachen des ,bewutseins1 deren ,sinn fr jeden wachen ,menschen -- also nicht fr den ,trumenden -- mit unmittelbarer innerer ,gewiheit feststeht1 ohne durch eine ,definition nher bestimmt werden zu knnen4 ,zu der durch das ,wort ,sinnlichkeit 7,auenwelt1 ,empfindungsleben7 bezeichneten ursprnglichen ,tatsache steht das ,element des ,fremden immer auf irgendeine ,weise in ,beziehung4 ,die philosophische ,gestaltungskraft groer ,denker hat durch halbanschauliche schematische ,konzeptionen wie ,erscheinung und ,ding an sich1 ,welt als ,wille und ,vorstellung1 ,ich und ,nicht-,ich diese ,beziehung immer wieder schrfer zu fassen versucht1 obwohl diese ,absicht sicherlich die ,mglichkeiten exakter menschlicher ,erkenntnis berschreitet4 ,ebenso birgt sich in der als ,ich 7,innenleben1 ,person7 bezeichneten ursprnglichen ,tatsache das ,element des ,eignen in einer ,weise1 deren strenge ,fassung den ,methoden des abstrakten ,denkens ebenfalls entzogen bleibt4 ,ich bezeichne weiterhin mit den ,worten ,seele und ,welt denjenigen ,gegensatz1 dessen ,vorhandensein mit der ,tatsache des wachen1 rein menschlichen ,bewutseins selbst identisch ist4 ,es gibt ,grade der ,klarheit und ,schrfe dieses ,gegensatzes1 ,grade der ,bewutheit -- ,geistigkeit -- des ,lebens also1 von dem sich noch kaum in ,pole sondernden mythischen ,dmmern der primitiven ,menschen und des ,kindes -- hierher gehren die in ,sptzeiten immer seltener werdenden ,augenblicke der religisen und knstlerischen ,inspiration -- bis zur uersten ,schrfe des ,wachseins etwa in den ,zustnden des kantischen und des napoleonischen ,denkens4 ,diese elementare ,struktur des ,bewutseins ist als eine ,tatsache von unmittelbarer innerer ,gewiheit der begrifflichen ,zergliederung nicht weiter zugnglich1 und ebenso gewi ist es1 da jene beiden nur sprachlich und gewissermaen knstlich abteilbaren ,momente stets miteinander und durcheinander da sind und durchaus als ,einheit1 als ,totalitt hervortreten1 ohne da das erkenntniskritische ,vorurteil des geborenen ,idealisten und ,realisten1 wonach entweder die ,seele der ,welt oder die ,welt der ,seele als das ,primre -- sie sagen als ,ursache8 -- zugrunde liegt1 in der reinen ,tatsache des ,bewutseins irgendwie begrndet wre4 ,ob in einem philosophischen ,system der ,akzent auf dem einen oder andern liegt1 ist lediglich ein ,kennzeichen der ,persnlichkeit und von rein biographischer ,bedeutung4 ,gibt man den ,begriffen des ,werdens und des ,gewordnen eine ,anwendung auf diese polare ,struktur des ,bewutseins1 so erhlt das ,wort ,leben einen ganz bestimmten1 dem des ,werdens nahe verwandten ,sinn4 ,man darf ,werden und ,gewordnes als die ,tatsache und den ,gegenstand des ,lebens bezeichnen4 ,das eigne1 fortschreitende1 stndig sich erfllende ,leben ist in jedem seiner ,augenblicke mit dem eignen1 wachen ,bewutsein identisch#be -- diese ,tatsache heit ,gegenwart -- und beide besitzen wie alles ,werden das geheimnisvolle ,merkmal der ,richtung1 ein unaussprechliches ,gefhl 7,lebensgefhl71 das der ,mensch in allen hhern ,sprachen durch das ,wort ,zeit und die daran sich knpfenden ,probleme geistig zu bannen und -- vergeblich -- zu deuten versucht hat4 ,es folgt daraus eine tiefe ,beziehung des ,gewordnen 7,starren7 zum ,tode4 ,nennt man die ,seele -- und zwar unter ,betonung des ,unbewuten vor dem ,bewuten -- das ,mgliche1 die ,welt dagegen das ,wirkliche1 ,ausdrcke1 ber deren ,bedeutung ein inneres ,gefhl keinen ,zweifel lt1 so erscheint das ,leben als die ,gestalt1 in welcher sich die ,verwirklichung des ,mglichen vollzieht4 ,im ,hinblick auf das ,merkmal der ,richtung heit das ,mgliche ,zukunft1 das ,verwirklichte ,vergangenheit4 ,die ,verwirklichung selbst1 die ,mitte und den ,sinn des ,lebens1 nennen wir ,gegenwart4 ,seele8 ist das zu ,vollendende1 ,welt8 das ,vollendete1 ,leben8 die ,vollendung4 ,die ,ausdrcke ,augenblick1 ,dauer1 ,entwicklung1 ,lebensinhalt1 ,lebensaufgabe1 ,bestimmung1 ,umfang1 ,ziel1 ,ende1 ,flle und ,leere des ,lebens erhalten damit eine bestimmte1 fr alles ,folgende1 namentlich fr das ,verstndnis historischer ,phnomene wesentliche ,bedeutung4 ,endlich sollen die ,worte ,geschichte und ,natur1 wie schon erwhnt1 in einem ganz bestimmten1 bisher nicht blichen ,sinne angewandt werden4 ,es sind darunter mgliche ,arten zu verstehen1 die ,gesamtheit des ,bewuten1 ,werden und ,gewordnes1 ,leben und ,erlebtes1 in einem einheitlichen1 durchgeistigten1 wohlgeordneten ,weltbilde 7,kosmos1 ,universum1 ,all7 aufzufassen1 je nachdem das ,werden oder das ,gewordne1 ,richtung oder ,ausdehnung 7,zeit8 oder ,raum87 den unteilbaren ,eindruck gestaltend beherrschen4 ,es handelt sich hier nicht um eine ,alternative1 sondern um eine ,skala von unendlich vielen und sehr verschiedenartigen ,mglichkeiten1 eine ,auenwelt8 als ,abglanz und ,zeugnis des eignen ,daseins zu besitzen1 eine ,skala1 deren ,extreme eine rein organische und eine rein mechanische ,weltanschauung 7im wrtlichen ,sinne3 ,anschauung der ,welt7 sind4 ,der ,urmensch 7so wie wir sein ,bewutsein uns vorstellen7 und das ,kind 7wie wir uns erinnern7 besitzen noch keine dieser ,mglichkeiten mit hinreichender ,klarheit der struktiven ,durchbildung4 ,als ,bedingung dieses hheren ,weltbewutseins hat man den ,besitz der ,sprache anzusehen1 und zwar nicht den einer menschlichen ,sprache berhaupt1 sondern den einer ,kultursprache1 die fr den ersten noch nicht vorhanden und fr das andere1 obwohl vorhanden1 noch nicht zugnglich ist4 ,beide besitzen1 um dasselbe mit andern ,worten zu sagen1 noch kein klares und deutliches ,weltdenken1 zwar eine ,ahnung1 aber noch kein wirkliches ,wissen von ,geschichte und ,natur1 in deren ,zusammenhang ihr eigenes ,dasein eingegliedert erscheint3 ,sie haben keine ,kultur4 ,damit erhlt dies wichtige ,wort einen bestimmten1 hchst bedeutsamen ,sinn1 der in allem ,folgenden vorausgesetzt wird4 ,ich unterscheide im ,hinblick auf die oben gewhlten ,bezeichnungen der ,seele als des ,mglichen und der ,welt als des ,wirklichen mgliche und wirkliche ,kultur1 das heit ,kultur als ,idee des -- allgemeinen oder einzelnen -- ,daseins und ,kultur als ,krper dieser ,idee1 als die ,summe ihres versinnlichten1 rumlich und falich gewordenen ,ausdrucks3 ,taten und ,gesinnungen4 ,religion und ,staat1 ,knste und ,wissenschaften1 ,vlker und ,stdte1 wirtschaftliche und gesellschaftliche ,formen1 ,sprachen1 ,rechte1 ,sitten1 ,charaktere1 ,gesichtszge und ,trachten4 ,geschichte ist1 mit dem ,leben1 dem ,werden eng verwandt1 die ,verwirklichung mglicher ,kultur4 ,es mu hinzugefgt werden1 da diese grundlegenden ,bestimmungen zum groen ,teil nicht mehr im ,bereiche der ,mitteilbarkeit durch ,begriff1 ,definition und ,beweis liegen1 da sie vielmehr ihrer tiefsten ,bedeutung nach gefhlt1 erlebt1 erschaut werden mssen4 ,es besteht ein selten gewrdigter ,unterschied zwischen ,erleben und ,erkennen als den ,formen der ,beziehung zwischen ,eignem und ,fremdem 7,subjekt und ,objekt874 ,er wird deutlich in dem ,unterschiede zwischen der unmittelbaren ,gewiheit1 wie sie die ,arten der ,intuition 7,erleuchtung1 ,eingebung1 knstlerisches ,schauen1 ,goethes exakte sinnliche ,phantasie87 gewhren und den ,resultaten der verstandesmigen ,erfahrung und experimentellen ,technik4 ,der ,mitteilung dienen dort der ,vergleich1 das ,bild1 das ,symbol1 hier die ,formel1 das ,gesetz1 das ,schema4 ,gewordnes wird erkannt oder vielmehr1 wie sich zeigen wird1 das ,gewordensein fr den menschlichen ,geist ist mit dem vollzogenen ,erkenntnisakt identisch4 ,ein ,werden kann nur erlebt1 mit tiefem1 wortlosem ,verstehen gefhlt werden4 ,hierauf beruht das1 was man ,menschenkenntnis nennt4 ,geschichte verstehen heit ,menschenkenner im hchsten ,sinne sein4 ,je reiner ein ,geschichtsbild1 desto ausschlielicher ist es diesem nicht eigentlich irdischen ,blick zugnglich1 der mit den ,erkenntnismitteln1 welche die ,kritik der reinen ,vernunft8 untersucht1 nichts zu schaffen hat4 ,der ,mechanismus eines reinen ,naturbildes1 etwa der ,welt ,newtons und ,kants1 wird erkannt1 begriffen1 zergliedert1 in ,gesetze und ,gleichungen1 zuletzt in ein ,system gebracht4 ,der ,organismus eines reinen ,geschichtsbildes1 wie es die ,welt ,plotins1 ,dantes und ,brunos war1 wird angeschaut1 innerlich erlebt1 als ,gestalt und ,sinnbild aufgefat1 zuletzt in dichterischen und knstlerischen ,konzeptionen wiedergegeben4 -- ,goethes lebendige ,natur8 ist ein historisches ,weltbild4 ,erleben und ,erkennen sind ,bewutseinsakte einzelner ,menschen4 ,ihr ,resultat1 nunmehr ein ,stck ,vergangenheit1 ,gedchtnis1 ,wissen1 heit ein ,erlebnis oder eine ,erkenntnis4 ,etwas verstehen -- historisch oder natrlich -- heit es in die schon vorhandene ,summe von ,erlebnissen oder ,erkenntnissen harmonisch einordnen knnen4 #b ,ich whle als ,beispiel fr die ,art1 wie eine ,seele sich im ,bilde ihrer ,umwelt zu verwirklichen sucht1 inwiefern also gewordne ,kultur ,ausdruck und ,abbild einer ,idee menschlichen ,daseins ist1 die ,zahl1 die aller ,mathematik als schlechthin gegebenes ,element zugrunde liegt4 ,und zwar deshalb1 weil die ,mathematik1 in ihrer ganzen ,tiefe den wenigsten erreichbar1 einen einzigartigen ,rang unter allen ,schpfungen des ,geistes behauptet4 ,sie ist eine ,wissenschaft strengsten ,stils wie die ,logik1 aber umfassender und bei weitem gehaltvoller2 sie ist eine echte ,kunst neben der ,plastik und ,musik1 was die ,notwendigkeit einer leitenden ,inspiration und die groen formalen ,konventionen in ihrer ,entwicklung angeht2 sie ist endlich eine ,metaphysik vom hchsten ,range1 wie ,plato und vor allem ,leibniz beweisen4 ,jede ,philosophie ist bisher in der ,verbundenheit mit einer zugehrigen ,mathematik erwachsen4 ,die ,zahl ist die bildgewordene ,idee der kausalen ,notwendigkeit1 wie die ,vorstellung von ,gott1 die jede ,kultur aus ihrer tiefsten ,tiefe neu gestaltet1 die bildgewordene ,idee der ,notwendigkeit des ,schicksals ist4 ,in diesem ,sinne darf man das ,dasein von ,zahlen ein ,mysterium nennen1 und das religise ,denken aller ,kulturen hat sich diesem ,eindruck nie entzogen4 ,wie alles ,werden das ursprngliche ,merkmal der ,richtung 7,nichtumkehrbarkeit71 so trgt alles ,gewordne das ,merkmal der ,ausdehnung und zwar so1 da nur eine knstliche ,trennung der ,bedeutung dieser ,worte mglich erscheint4 ,das eigentliche ,geheimnis alles ,gewordnen und also 7rumlich-stofflich7 ,ausgedehnten aber verkrpert sich im ,geistigen jeder ,kultur im ,typus der mathematischen 7starren7 im ,gegensatz zur chronologischen ,zahl4 ,und zwar liegt in ihrem ,wesen die ,absicht einer mechanischen ,grenzsetzung4 ,die ,zahl ist darin dem ,worte verwandt1 das -- als ,begriff1 begreifend81 bezeichnend8 -- ebenfalls ,welteindrcke abgrenzt4 ,das ,tiefste ist hier allerdings unfalich und unaussprechlich4 ,die wirkliche1 zum ,ding gewordene ,zahl1 das exakt vorgestellte1 gesprochene1 geschriebene ,zahlzeichen -- ,ziffer1 ,formel1 ,zeichen1 ,figur --1 das allein der mathematischen ,behandlung unterliegt1 ist wie das gedachte1 gesprochene1 geschriebene ,wort bereits ein optisches ,symbol dafr1 versinnlicht und mitteilbar1 in welchem die ,grenzsetzung abgebildet erscheint4 ,der ,ursprung der ,zahlen gleicht dem ,ursprung des ,mythus4 ,der ,rmer erhob die numina1 unbestimmbare ,natureindrcke 7das ,fremde87 zu ,gottheiten1 indem er sie durch einen ,namen1 sie begrenzend1 bannte4 ,ebenso sind ,zahlen und ,worte gestaltetes1 in ,form gebanntes ,weltgefhl4 ,mit ihnen gelangt der ,geist 7das ,eigne87 zur ,macht4 ,mit ihnen ordnet und zergliedert er die ,welt4 ,alle echten ,erkenntnisakte -- nicht ,erlebnisakte -- als solche an das ,vorhandensein einer ,kultursprache gebunden1 bezwecken das gleiche4 ,die ,definition1 das ,urteil1 das ,gesetz1 das ,system sind ,resultate vollzogener ,grenzsetzungen und die ,feststellung eines ,kausalverhltnisses1 in der sich das ,wesen aller ,naturwissenschaft erschpft1 besteht lediglich in der przisen ,abgrenzung zweier ,eindrcke1 die im ,hinblick auf die ,zahl ,ursache und ,wirkung1 im ,hinblick auf das ,wort ,grund und ,folge heien4 ,hierauf beruht die innere ,verwandtschaft des ,baues einer hochentwickelten ,sprache 7,grammatik1 ,satzbau7 mit der zugehrigen ,mathematik4 ,die ,logik ist immer eine ,art ,mathematik und umgekehrt4 ,mithin liegt auch in allen ,bewutseinsakten1 welche zur mathematischen ,zahl in ,beziehung stehen -- messen1 zhlen1 zeichnen1 wgen1 ordnen1 teilen --1 die gemeinsame ,tendenz auf ,abgrenzung von ,gewordnem und ,ausgedehntem und erst durch kaum noch bewute ,akte dieser ,art gibt es fr den wachen ,menschen objektive ,gegenstnde1 ,eigenschaften1 ,beziehungen1 ,einzelnes1 ,einheit und ,mehrheit1 kurz die als notwendig und unerschtterlich empfundene ,struktur desjenigen ,weltbildes1 das er ,natur8 nennt und als solche erkennt84 ,natur ist das ,zhlbare4 ,geschichte ist der ,inbegriff dessen1 was zur ,mathematik kein ,verhltnis hat4 ,daher die mathematische ,gewiheit der ,naturgesetze1 die staunende ,einsicht ,galileis1 da die ,natur scritta in lingua matematica8 sei und die von ,kant hervorgehobene ,tatsache1 da die exakte ,naturwissenschaft genau so weit reicht wie die ,mglichkeit der ,anwendung mathematischer ,methoden4 ,in der ,zahl als dem ,zeichen der vollendeten extensiven ,begrenzung liegt demnach1 wie ,pythagoras infolge einer groartigen1 durchaus religisen ,intuition mit innerster ,gewiheit begriff1 das ,wesen alles ,wirklichen1 das geworden1 erkannt1 begrenzt zugleich ist4 ,indes darf man ,mathematik1 wenn man darunter den ,besitz einer eingebornen virtuellen ,zahlenwelt versteht1 nicht mit der viel engeren wissenschaftlichen ,mathematik1 der ,lehre von den ,zahlen verwechseln4 ,das eine ist eine erschpfende und notwendige ,eigenschaft des ,bewutseins1 das andere eine mgliche ,art1 sie geistig zu entwickeln4 ,die geschriebene ,mathematik1 ein ,system starrer ,stze1 reprsentiert so wenig wie die in theoretischen ,werken niedergelegte ,philosophie den ganzen ,besitz dessen1 was im ,schoe einer ,kultur an mathematischen und philosophischen ,mglichkeiten vorhanden war4 ,es gibt noch ganz andere ,wege1 das den ,zahlen zugrunde liegende ,urgefhl zu versinnlichen1 das ,gewordne und ,ausgedehnte1 sei es ,stoff oder ,raum1 einem gestaltenden ,prinzip zu unterwerfen4 ,am ,anfang jeder ,kultur steht ein archaischer ,stil1 den man nicht nur in der frhhellenischen ,kunst htte geometrisch nennen knnen4 ,es liegt etwas ,gemeinsames1 ausdrcklich ,mathematisches im ,dipylonstil der altgriechischen ,grabvasen1 im ,tempelstil der #d4 ,dynastie gyptens mit seiner unbedingten ,herrschaft der geraden ,linie und des rechten ,winkels1 im hieratischen ,stil der altchristlichen ,sarkophagreliefs und im romanischen ,ornament4 ,jede ,linie1 jede menschliche oder ,tierfigur mit ihrer gar nicht imitativen ,tendenz offenbart hier ein mystisches ,zahlendenken in unmittelbarer ,beziehung auf das ,geheimnis und den ,kult des ,todes 7des ,starren74 ,gotische ,dome und dorische ,tempel sind steingewordne ,mathematik4 ,gewi hat ,pythagoras die antike ,zahl als das ,prinzip einer ,weltordnung greifbarer ,dinge1 als ,ma oder ,gre1 wissenschaftlich erfat4 ,aber sie wurde eben damals1 ebenfalls als schne ,ordnung von sinnlich-krperhaften ,einheiten1 durch den strengen ,kanon der hellenischen ,statue und der dorischen wie ionischen ,sulenordnung zum ,ausdruck gebracht4 ,alle groen ,knste sind ebensoviel ,arten zahlenmiger bedeutungsvoller ,grenzgebung4 ,man denke an das ,raumproblem in der ,malerei4 ,eine hohe mathematische ,begabung kann auch ohne jede ,wissenschaft produktiv sein und zum vollen ,bewutsein ihrer selbst gelangen4 ,man wird doch angesichts des gewaltigen ,zahlensinnes1 den die ,raumgliederung der ,pyramidentempel1 die ,bau-1 ,bewsserungs- und ,verwaltungstechnik1 vom gyptischen ,kalender ganz zu schweigen1 schon im ,alten ,reiche um #bhjj v4 ,chr4 voraussetzt1 nicht behaupten wollen1 da das wertlose ,rechenbuch des ,ahmes8 aus dem ,neuen ,reiche das ,niveau der gyptischen ,mathematik bezeichne4 ,die ,eingebornen ,australiens1 deren ,geist durchaus der ,stufe des ,urmenschen angehrt1 besitzen einen mathematischen ,instinkt oder1 was dasselbe ist1 einen noch nicht durch ,worte und ,zeichen bewut gewordnen ,schatz an ,zahlen1 der in bezug auf die ,interpretation reiner ,rumlichkeit den griechischen bei weitem bertrifft4 ,sie haben als ,waffe den ,bumerang erfunden1 dessen ,wirkung auf eine gefhlsmige ,vertrautheit mit ,zahlenarten schlieen lt1 die wir der hheren geometrischen ,analysis zuweisen wrden4 ,sie besitzen dementsprechend -- aus einem spter zu erluternden ,zusammenhange -- ein uerst kompliziertes ,zeremoniell und eine so feine sprachliche ,abstufung der ,verwandtschaftsgrade1 wie sie nirgends1 selbst in hohen ,kulturen nicht1 wieder beobachtet worden ist4 ,dem entspricht es1 da die ,griechen in ihrer reifsten ,zeit unter ,perikles in ,analogie zur euklidischen ,mathematik weder einen ,sinn fr das ,zeremoniell des ffentlichen ,lebens noch fr die ,einsamkeit besaen1 sehr im ,gegensatz zum ,barock1 das neben der ,analysis des ,raumes den ,hof des ,sonnenknigs und ein auf dynastischen ,verwandtschaften beruhendes ,staatensystem entstehen sah4 ,es ist der ,stil einer ,seele1 der in einer ,zahlenwelt1 aber nicht in ihrer wissenschaftlichen ,fassung allein zum ,ausdruck kommt4 #c ,daraus folgt ein entscheidender ,umstand1 der den ,mathematikern selbst bisher verborgen geblieben ist4 ,eine ,zahl an sich gibt es nicht und kann es nicht geben4 ,es gibt mehrere ,zahlenwelten1 weil es mehrere ,kulturen gibt4 ,wir finden einen indischen1 arabischen1 antiken1 abendlndischen ,zahlentypus1 jeder von ,grund aus etwas ,eignes und ,einziges1 jeder ,ausdruck eines andern ,weltgefhls1 jeder ,symbol von einer auch wissenschaftlich genau begrenzten ,gltigkeit1 ,prinzip einer ,ordnung des ,gewordnen1 in der sich das tiefste ,wesen einer einzigen und keiner andern ,seele spiegelt1 derjenigen1 welche ,mittelpunkt gerade dieser und keiner andern ,kultur ist4 ,es gibt demnach mehr als eine ,mathematik4 ,denn ohne ,zweifel ist das architektonische ,system der euklidischen ,geometrie ein ganz andres als das der kartesischen1 die ,analysis von ,archimedes eine andre als die von ,gau1 nicht nur der ,formensprache1 der ,absicht und den ,mitteln nach1 sondern vor allem in der ,tiefe1 im ursprnglichen ,phnomen der ,zahl1 dessen wissenschaftliche ,entwicklung sie darstellt4 ,diese im ,geiste und durch den ,geist empfangene ,zahl1 das ,grenzerlebnis1 das in ihr mit innerster ,notwendigkeit versinnlicht und ,form geworden ist1 mithin auch die gesamte ,natur1 die ausgedehnte ,welt1 deren ,bild durch diese spontane ,grenzgebung entstand und die immer nur der ,behandlung durch eine einzige ,art von ,mathematik zugnglich ist1 das alles spricht nicht vom allgemeinen1 sondern jedesmal von einem ganz bestimmten ,menschentum4 ,es hngt also fr den ,stil einer entstehenden ,mathematik alles davon ab1 in welcher ,kultur sie wurzelt1 was fr ,menschen ber sie nachdenken4 ,denn die ,zahl geht dem ,geiste vorauf1 nicht umgekehrt4 ,zahlen sind schpferische1 nicht geschaffene ,wesenheiten4 ,der ,geist kann die in ihnen verborgnen formalen ,mglichkeiten zur wissenschaftlichen ,entfaltung bringen1 sie handhaben1 an ihrer ,behandlung zur hchsten ,reife gelangen2 sie zu modifizieren ist er vllig auerstande4 ,in den frhesten ,formen des ,ornaments und der ,architektur1 schon in der dorischen ,sule und der ,kathedralgotik ist die ,idee der euklidischen ,geometrie und der ,infinitesimalrechnung verwirklicht1 ,jahrhunderte bevor der erste ,mathematiker dieser ,kulturen geboren wurde4 ,ein tiefes inneres ,erlebnis1 das eigentliche ,erwachen des ,ich1 welches das ,kind zum hhern ,menschen1 zum ,gliede der ihm angehrigen ,kultur macht1 bezeichnet den ,beginn des ,zahlen- wie des ,sprachverstndnisses4 ,erst von hier an gibt es fr das ,bewutsein ,gegenstnde als etwas in jedem ,betrachte ,begrenztes und ,wohlunterschiedenes1 erst von hier an genau bestimmbare ,eigenschaften1 ,begriffe1 eine kausale ,notwendigkeit1 ein ,system der ,umwelt1 eine ,weltform1 ,weltgesetze -- das ,gesetzte8 ist seiner ,natur nach immer das ,begrenzte1 ,starre1 den ,zahlen ,unterworfene -- und ein pltzliches ,gefhl dafr1 was ,zahlen1 sei es in ,gestalt einer bildenden ,kunst oder einer mathematischen ,wissenschaft1 bedeuten4 ,man begreift1 da sie dem ,urmenschen wie dem ,kinde noch verschlossen sind und da eine entscheidende -- historische oder biographische -- ,epoche eintritt1 sobald der in seiner ,bedeutung erfate ,akt des ,zhlens1 ,messens1 ,zeichnens1 ,formens eine ganz neue ,welt aus einem neu erschlossenen ,innenleben hervorgehen lt4 ,dies ,erlebnis aber1 mit dem der groe ,stil beginnt1 trennt ,kulturen1 ,arten der ,seele als ,individuen aus dem primitiv ,menschlichen ab4 ,nun hat ,kant den ,besitz menschlichen ,wissens nach ,synthesen a priori 7notwendig und allgemeingltig7 und a posteriori 7aus ,erfahrung stammend7 eingeteilt und die mathematische ,erkenntnis den ersteren zugerechnet4 ,zweifellos hat er damit ein starkes inneres ,gefhl in eine abstrakte ,fassung gebracht4 ,aber ganz abgesehen davon1 da eine scharfe ,grenze zwischen beiden1 wie sie nach der ganzen ,herkunft des ,prinzips unbedingt gefordert werden mte1 nicht vorhanden ist 7wofr die moderne hhere ,mathematik und ,mechanik mehr als hinreichend ,beispiele gibt71 erscheint auch das a priori1 sicherlich eine der genialsten ,konzeptionen aller ,erkenntniskritik1 als ein hchst schwieriger ,begriff4 ,kant setzt mit ihm1 ohne sich die ,mhe eines ,beweises zu geben -- der sich auch gar nicht erbringen lt --1 sowohl die ,unvernderlichkeit der ,form aller ,geistesttigkeit als ihre ,identitt fr alle ,menschen voraus4 ,infolgedessen ist ein ,umstand von gar nicht zu berschtzender ,tragweite vllig bersehen worden1 vor allem deshalb1 weil ,kant bei der ,prfung seiner ,gedanken nur das geistige ,material und den intellektuellen ,habitus seiner ,zeit zu ,rate zog4 ,er betrifft den schwankenden ,grad dieser ,allgemeingltigkeit84 ,neben gewissen ,faktoren von zweifellos weitreichender ,geltung1 die wenigstens scheinbar unabhngig davon sind1 zu welcher ,kultur1 in welches ,jahrhundert der ,erkennende gehrt1 liegt allem ,denken auch noch eine ganz andere ,notwendigkeit der ,form zugrunde1 welcher der ,mensch eben als ,glied einer bestimmten und keiner anderen ,kultur unterworfen ist4 ,das sind nun zwei sehr verschiedene ,arten des apriorischen ,gehaltes und es ist eine nie zu beantwortende1 weil jenseits aller ,erkenntnismglichkeiten liegende ,frage1 welches die ,grenze zwischen ihnen ist und ob es eine solche berhaupt gibt4 ,da die bisher als selbstverstndlich geltende ,konstanz der geistigen ,formen eine ,illusion ist1 da es innerhalb der uns vorliegenden ,geschichte mehr als einen ,stil des ,erkennens gibt1 hat man bisher nicht anzunehmen gewagt4 ,aber es sei daran erinnert1 da der consensus omnium nicht nur eine allgemeine ,wahrheit1 sondern auch einen allgemeinen ,irrtum beweisen kann4 ,ein dunkler ,zweifel war allenfalls immer da und man htte das ,richtige schon aus der ,nichtbereinstimmung smtlicher ,denker erschlieen sollen4 ,aber da diese nicht auf eine ,unvollkommenheit des menschlichen ,geistes1 auf ein ,noch nicht8 einer endgltigen ,erkenntnis zurckgeht1 kein ,mangel1 sondern eine schicksalhafte historische ,notwendigkeit ist -- das ist eine ,entdeckung4 ,das ,tiefste und ,letzte kann nicht aus der ,konstanz1 sondern allein aus der ,verschiedenheit und nur aus der organischen ,periodizitt dieser ,verschiedenheit erschlossen werden4 ,die vergleichende ,morphologie der ,erkenntnisformen ist eine ,aufgabe1 die dem abendlndischen ,denken noch vorbehalten ist4 #d ,wre ,mathematik eine bloe ,wissenschaft wie die ,astronomie oder ,mineralogie1 so wrde man ihren ,gegenstand definieren knnen4 ,man kann es nicht und hat es nicht gekonnt4 ,mgen wir ,westeuroper auch den eignen wissenschaftlichen ,zahlbegriff gewaltsam auf das anwenden1 was die ,mathematiker in ,athen und ,bagdad beschftigte1 so viel ist sicher1 da ,thema1 ,absicht und ,methode der gleichnamigen ,wissenschaft dort ganz andre waren4 ,es gibt keine ,mathematik1 es gibt nur ,mathematiken4 ,was wir ,geschichte der8 ,mathematik nennen1 vermeintlich die fortschreitende ,verifikation eines einzigen und unvernderlichen ,ideals1 ist in der ,tat1 sobald man das tuschende ,bild der historischen ,oberflche beseitigt1 eine ,mehrzahl in sich geschlossener1 unabhngiger ,prozesse1 eine wiederholte ,geburt neuer1 ein ,aneignen1 ,umbilden und ,abstreifen fremder ,formenwelten1 ein rein organisches1 an eine bestimmte ,dauer gebundenes ,aufblhen1 ,reifen1 ,welken und ,sterben4 ,man lasse sich nicht tuschen4 ,der ahistorische griechische ,geist schuf seine ,mathematik aus dem ,nichts2 der historisch angelegte ,geist des ,abendlandes1 der die angelernte antike ,wissenschaft schon besa -- uerlich1 nicht innerlich --1 mute die eigne durch ein scheinbares ndern und ,verbessern1 durch ein tatschliches ,vernichten der ihm inadquaten euklidischen gewinnen4 ,das eine geschah durch ,pythagoras1 das andere durch ,descartes4 ,beide ,akte sind in der ,tiefe identisch4 ,die ,verwandtschaft der ,formensprache einer ,mathematik mit der der benachbarten groen ,knste wird demnach keinem ,zweifel unterliegen4 ,das ,ziel jeder ,mathematik ist ein in sich vollendetes ,system von ,stzen1 das die synthetische ,ordnung a priori des starren ,ausgedehnten reprsentiert1 dieselbe unablssig erstrebte ,synthese1 welche auch im ,formproblem1 jeder bildenden ,kunst und in dem ,ringen jedes einzelnen ,knstlers um die technische ,meisterschaft auf seinem ,gebiete zutage tritt4 ,das ,formgefhl des ,bildhauers1 ,malers1 ,tondichters ist ein wesentlich mathematisches4 ,in der geometrischen ,analysis und der projektiven ,geometrie des #ag4 ,jahrhunderts offenbart sich dieselbe ,ordnung1 welche die gleichzeitige ,instrumentalmusik fugierten ,stils durch die ,regeln des ,kontrapunktes1 dieser ,geometrie des ,tonraumes1 welche die ihr verschwisterte lmalerei durch das ,prinzip einer nur dem ,abendlande bekannten ,perspektive1 der gefhlten ,geometrie des ,bildraumes1 ins ,leben rufen1 ergreifen1 durchdringen mchte4 ,sie ist das1 was ,goethe die ,idee nannte1 deren ,gestalt im ,sinnlichen unmittelbar angeschaut werde1 whrend die bloe ,wissenschaft nicht anschaue1 sondern nur beobachte und zergliedere4 ,aber die ,mathematik geht ber ,beobachten und ,zergliedern hinaus4 ,sie verfhrt in ihren hchsten ,augenblicken intuitiv1 nicht abstrahierend4 ,von ,goethe stammt das tiefe ,wort1 da der ,mathematiker nur insofern vollkommen sei1 als er das ,schne des ,wahren in sich empfinde4 ,hier wird man fhlen1 wie nahe das ,geheimnis im ,phnomen der ,zahl dem ,geheimnis der ,kunstform liegt1 die ebenfalls in einer bedeutsamen ,grenzgebung1 im schnen ,ma1 in der abgewogenen ,gre1 der strengen ,beziehung1 der ,harmonie1 kurz in einer vollkommenen ,ordnung von ,sinnlichem ihr ,ziel findet4 ,damit tritt der geborene ,mathematiker neben die groen ,meister der ,fuge1 des ,meiels und des ,pinsels1 die ebenfalls jene groe ,ordnung aller ,dinge1 die der bloe ,mitmensch ihrer ,kultur in sich trgt1 ohne sie wirklich zu besitzen1 in ,symbole kleiden1 verwirklichen1 mitteilen wollen4 ,damit wird das ,reich der ,zahlen zum intuitiven ,abbild der ,weltform neben dem ,reich der ,tne1 ,linien und ,farben4 ,deshalb bedeutet das ,wort schpferisch8 im ,mathematischen mehr als in den bloen ,wissenschaften4 ,newton1 ,gau1 ,riemann waren knstlerische ,naturen4 ,man lese nach1 wie ihre groen ,konzeptionen sie pltzlich berfielen4 ,ein ,mathematiker18 meinte der alte ,weierstra1 der nicht zugleich ein ,stck von einem ,poeten ist1 wird niemals ein vollkommener ,mathematiker sein48 ,mathematik ist also auch eine ,kunst4 ,sie hat ihre ,stile und ,stilperioden4 ,sie ist nicht1 wie der ,laie meint -- auch der ,philosoph1 insofern er hier als ,laie urteilt --1 der ,substanz nach unvernderlich1 sondern wie jede ,kunst von ,epoche zu ,epoche unvermerkten ,wandlungen unterworfen4 ,man sollte die ,entwicklung der groen ,knste nie behandeln1 ohne auf die gleichzeitige ,mathematik einen gewi nicht unfruchtbaren ,seitenblick zu werfen4 ,einzelheiten in den sehr tiefen ,beziehungen zwischen den ,tendenzen der ,musiktheorie von ,orlando ,lasso an und den ,entwicklungsphasen der ,funktionentheorie sind niemals untersucht worden1 obwohl die sthetik mehr daraus htte lernen knnen als aus aller ,psychologie84 ,alle ganz groen ,mathematiker seit ,fermat1 ,pascal und ,descartes 7#afcj7 sind transzendente ,analytiker1 alle antiken von ,pythagoras an 7#edj7 anschaulich-krperhaft denkende ,naturen gewesen4 ,soll ich noch einmal auf die enge ,verwandtschaft dieser ,begabungen mit der anbrechenden ,bltezeit dort der reinen ,instrumentalmusik1 hier der ionischen ,marmorskulptur hinweisen8 ,die antike ,mathematik1 ursprnglich beinahe rein planimetrisch1 zeigt in der ,entwicklung von ,pythagoras zu ,archimedes eine ,tendenz zum stereometrischen ,denken alles ,zahlenmigen4 ,dem entspricht die ,tendenz der ,flchenmalerei attisch-korinthischen ,stils ber das der ,flche aufgesetzte ,relief hinaus zur ,rundplastik4 ,die ,statue ging teils aus der figrlich -- reliefmig -- behandelten ,sule 7,hera des ,cheramyes71 teils aus der zur ,wandverkleidung dienenden ,holz- oder ,erztafel 7,artemis der ,nikandre7 hervor4 ,sowohl das ,holz wie der ,poros wurden mit dem ,schnitzmesser bearbeitet und erst die ,behandlung des ,marmors mit dem ,meiel entsprach ganz dem knstlerischen ,gefhl der ,schpfung eines ,krpers4 ,aber das ,entsprechende geschieht im ,abendlande4 ,whrend die auch weiterhin so genannte ,geometrie sich zur ,analysis des reinen ,raumes umbildet1 aus der ,schritt fr ,schritt das unmittelbar ,optische beseitigt wird -- man beachte1 wie weit schon der ,koordinatenbegriff von ,descartes ber den von ,fermat hinausgeht --1 gewinnt die ,instrumentalmusik ihre neuen ,ausdrucksmittel4 ,seit #aebj beginnt die in ,oberitalien erfundene ,geige die ,laute zu verdrngen4 ,das ,fagott ist seit #aebe bekannt4 ,in ,deutschland hat sich whrend des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts die ,orgel zum raumbeherrschenden ,instrument entwickelt4 ,monteverdi 7#aefg-afdc71 der mit der ,einfhrung des ,dominantseptakkordes die eigentliche ,chromatik begrndet1 besa das erste wirkliche ,orchester und um #afcj erscheint mit ,frescobaldi der erste groe ,orgelvirtuose4 ,und neben der analysis situs1 dieser ,meisterschpfung von ,leibniz1 steht die mchtige ,raumsymbolik der letzten ,werke ,rembrandts1 der #affi starb -- die des ,selbstbildnisses in ,mnchen1 des ,darmstdter ,christus und des ,evangelisten ,matthus4 ,sicherlich unterscheidet auch dies das ,formwollen jeder ,mathematik von den rein wissenschaftlichen ,absichten aller ,physik und ,chemie und rckt sie in die ,nhe der bildenden ,knste1 da ihr ,element1 die starren ,zahlen1 seien sie nun optisch oder transzendent aufgefat1 keine empirischen ,wirklichkeiten sind1 sondern reine ,formen des ,ausgedehnten wie ornamentale ,linien und musikalische ,harmonien1 ihr ,verfahren also1 mit ,kant zu reden1 synthetisch1 knstlerisch gesprochen ,komposition ist1 in welcher der echte ,knstler einem hheren ,zwange -- dem a priori8 ,kants -- unterliegt4 ,das mag in den populren ,teilen einer ,mathematik weniger hervortreten1 aber die ,zahlengebilde hherer ,ordnung1 zu denen jede von ihnen und im ,unterschiede von jeder andern alsbald aufsteigt1 wie das indische ,dezimalsystem1 die antiken ,gruppen der ,kegelschnitte1 der ,primzahlen und der regelmigen ,polyeder1 im ,abendlande der ,zahlkrper1 die mehrdimensionalen ,rume1 die hchst transzendenten ,gebilde der ,transformations- und ,mengenlehre1 die ,gruppe der nichteuklidischen ,geometrien1 sind nicht mehr von rein verstandesmiger ,herkunft und setzen1 um in ihren letzten1 vllig metaphysischen ,grnden durchschaut zu werden1 eine ,art visionrer ,erleuchtung voraus4 ,hier handelt es sich um ein inneres ,erlebnis1 nicht nur um ,erkenntnis4 ,erst hier beginnt die groe ,symbolik der ,zahlen4 ,diese ,formen1 wie sie im ,geiste groer ,meister im ,namen ihrer ,kultur1 als ,ausdruck der letzten ,geheimnisse ihres ,weltgefhls entstehen1 offenbaren dem ,eingeweihten etwas wie den ,urgrund seines ,daseins4 ,diese ,schpfungen mu man wie das ,innere eines ,domes1 wie die ,verse der ,engel im ,faustprolog oder eine ,kantate von ,bach auf sich wirken lassen1 wozu es glcklicher und seltener ,stunden bedarf4 ,nur wer dies vermag1 und es wird immer nur eine sehr kleine ,zahl reifer ,geister sein1 begreift ,plato1 wenn er die ewigen ,ideen seines ,kosmos die ,zahlen8 nannte4 #e ,als man im ,kreise der ,pythagorer um #edj zu der ,einsicht kam1 da das ,wesen aller ,dinge die ,zahl sei1 da wurde nicht in der ,entwicklung der ,mathematik ein ,schritt vorwrts getan81 sondern es wurde eine ganz neue ,mathematik aus der ,tiefe des antiken ,seelentums geboren1 als selbstbewute ,theorie1 nachdem sie in metaphysischen ,problemen und knstlerischen ,formtendenzen sich lngst angekndigt hatte4 ,eine neue ,mathematik1 wie die stets ungeschrieben gebliebene der gyptischen und wie die algebraisch-astronomisch gestaltete der babylonischen ,kultur mit ihren ekliptischen ,koordinatensystemen1 die beide in einer groen ,stunde der ,geschichte einmal geboren worden und damals lngst erloschen waren4 ,die zur ,rmerzeit schon greisenhafte antike ,mathematik verschwand aus dem lebendigen ,werden trotz ihres noch heute whrenden ,scheindaseins in unsrer ,bezeichnungsweise1 um viel spter und in einer entfernten ,landschaft der arabischen ,platz zu machen2 auf diese lngst erstorbene folgte nach langer ,zwischenzeit1 wieder als eine ganz neue ,schpfung eines neuen ,bodens1 die abendlndische1 unsere ,mathematik1 die wir in seltsamer ,verblendung als die ,mathematik1 den ,gipfel und das ,ziel einer zweitausendjhrigen ,entwicklung ansehen und deren heute fast abgelaufene ,jahrhunderte ebenso streng bemessen sind4 ,jener ,ausspruch1 da die ,zahl das ,wesen aller sinnlich greifbaren ,dinge darstelle1 ist der wertvollste der antiken ,mathematik geblieben4 ,mit ihm ist die ,zahl als ,ma definiert4 ,darin liegt das ganze ,weltgefhl einer dem ,jetzt und ,hier leidenschaftlich zugewendeten ,seele4 ,messen in diesem ,sinne heit etwas ,nahes und ,krperhaftes messen4 ,denken wir an den ,inbegriff des antiken ,kunstwerkes1 die freistehende ,bildsule eines nackten ,menschen3 ,hier ist alles ,wesentliche und ,bedeutsame des ,daseins1 sein ganzes ,ethos1 erschpfend durch ,flchen1 ,mae und die sinnlichen ,verhltnisse der ,teile gegeben4 ,der pythagorische ,begriff der ,harmonie der ,zahlen1 obwohl vielleicht aus der -- monophonen -- ,musik abgeleitet1 scheint durchaus fr das ,ideal dieser ,plastik geprgt zu sein4 ,der behandelte ,stein ist nur insofern ein ,etwas1 als er abgewogene ,grenzen und gemessene ,form besitzt1 als das1 was er unter dem ,meiel des ,knstlers geworden ist4 ,abgesehen davon ist er ein ,chaos1 etwas noch nicht ,verwirklichtes1 vorlufig also ein ,nichts4 ,dies ,gefhl1 ins ,groe bertragen1 schafft als ,gegensatz zum ,chaos den ,kosmos1 die ,auenwelt der antiken ,seele1 die harmonische ,ordnung aller wohlbegrenzten und greifbar gegenwrtigen ,einzeldinge4 ,die ,summe dieser ,dinge ist bereits die ganze ,welt4 ,der ,abstand zwischen ihnen1 unser mit dem ganzen ,pathos eines groen ,symbols erfllter ,weltraum1 ist nichts1 4 ,ausdehnung heit fr den antiken ,menschen ,krperlichkeit1 fr uns ,raum1 als dessen ,funktion die ,dinge erscheinen84 ,von hier aus rckwrts blickend entrtseln wir vielleicht den tiefsten ,begriff der antiken ,metaphysik1 das ,anaximanders1 das sich in keine ,sprache des ,abendlandes bersetzen lt3 es ist das1 was keine ,zahl8 im pythagorischen ,sinne besitzt1 keine gemessene ,gre und ,grenze1 kein ,wesen also2 das ,malose1 die ,unform1 eine ,statue1 die noch nicht aus dem ,blocke herausgemeielt ist4 ,dies ist die 1 das optisch ,grenzen- und ,formlose1 das erst durch ,grenzen1 sinnliche ,vereinzelung ein ,etwas1 die ,welt nmlich1 wird4 ,es ist das1 was der antiken ,erkenntnis als ,form a priori zugrunde liegt1 ,krperlichkeit an sich1 und an dessen ,stelle im kantischen ,weltbilde genau entsprechend der absolute ,raum erscheint1 aus dem ,kant sich angeblich alle ,dinge fortdenken konnte84 ,man wird jetzt begreifen1 was eine ,mathematik von der andern1 was insbesondere die antike von der abendlndischen scheidet4 ,das reife antike ,denken konnte seinem ganzen ,weltgefhl nach in der ,mathematik nur die ,lehre von den ,gren-1 ,ma- und ,gestaltverhltnissen leibhafter ,krper sehen4 ,wenn ,pythagoras aus diesem ,gefhl heraus die entscheidende ,formel aussprach1 so war eben fr ihn die ,zahl ein optisches ,symbol1 nicht ,form berhaupt oder abstrakte ,beziehung1 sondern das ,grenzzeichen des ,gewordnen1 insofern dieses in sinnlich bersehbaren ,einzelheiten auftritt4 ,zahlen werden von der gesamten ,antike ohne ,ausnahme1 als ,maeinheiten1 als ,gren1 ,strecken1 ,flchen aufgefat4 ,eine andre ,art ,ausdehnung ist ihr nicht vorstellbar4 ,alle antike ,mathematik ist im letzten ,grunde ,stereometrie4 ,euklid1 der im #c4 ,jahrhundert ihr ,system abschlo1 meint1 wenn er von einem ,dreieck spricht1 mit innerster ,notwendigkeit die ,grenzflche eines ,krpers1 niemals ein ,system dreier sich schneidender ,geraden oder eine ,gruppe dreier ,punkte im ,raume von drei ,dimensionen4 ,er bezeichnet die ,linie als ,lnge ohne ,breite8 7 74 ,in unserm ,munde wre diese ,definition klglich gewesen4 ,innerhalb der antiken ,mathematik ist sie ausgezeichnet4 ,auch die abendlndische ,zahl ist nicht1 wie ,kant und selbst ,helmholtz dachten1 aus der apriorischen ,anschauungsform der ,zeit8 entwickelt1 sondern als ,ordnung gleichartiger ,einheiten etwas spezifisch ,rumliches4 ,die ,zeit hat1 wie sich immer deutlicher zeigen wird1 mit mathematischen ,dingen nicht das ,geringste zu tun4 ,zahlen gehren ausschlielich in die ,sphre des ,ausgedehnten4 ,aber es gibt so viele ,mglichkeiten und also ,notwendigkeiten1 ,ausgedehntes geordnet vorzustellen1 als es ,kulturen gibt4 ,die antike ,zahl ist nicht ein ,denken rumlicher ,beziehungen1 sondern fr das leibliche ,auge abgegrenzter1 greifbarer ,einheiten4 ,die ,antike kennt deshalb -- das folgt mit ,notwendigkeit -- nur die natrlichen8 7positiven ganzen7 ,zahlen1 die unter den vielen1 hchst abstrakten ,zahlenarten der abendlndischen ,mathematik1 den komplexen1 hyperkomplexen1 nichtarchimedischen u4 a4 ,systemen eine durch nichts ausgezeichnete ,rolle spielen4 ,deshalb ist die ,vorstellung irrationaler ,zahlen1 in unsrer ,schreibweise also unendlicher ,dezimalbrche1 dem griechischen4 ,geiste unvollziehbar geblieben4 ,euklid sagt -- und man htte ihn besser verstehen sollen --1 da inkommensurable ,strecken sich nicht wie ,zahlen8 verhalten4 ,in der ,tat liegt im vollzogenen ,begriff der irrationalen ,zahl die vllige ,trennung des ,zahlbegriffs vom ,begriff der ,gre und zwar deshalb1 weil eine solche ,zahl1 z4 ,b41 niemals abgegrenzt oder exakt durch eine ,strecke dargestellt werden kann4 ,daraus folgt aber1 da in der ,vorstellung z4 ,b4 des ,verhltnisses der ,quadratseite zur ,diagonale die antike ,zahl1 die eben sinnliche ,grenze1 abgeschlossene ,gre und nichts andres ist1 eine ganz andre ,zahlidee berhrt1 die dem antiken ,weltgefhl im tiefsten ,innern fremd und darum unheimlich ist1 als sei man nahe daran1 ein gefhrliches ,geheimnis des eignen ,daseins aufzudecken4 ,dies verrt ein seltsamer sptgriechischer ,mythus1 wonach derjenige1 welcher zuerst die ,betrachtung des ,irrationalen aus dem ,verborgnen an die ffentlichkeit brachte1 durch einen ,schiffbruch umgekommen sei1 weil das ,unaussprechliche und ,bildlose immer verborgen bleiben solle84 ,wer die ,angst fhlt1 welche diesem ,mythus zugrunde liegt -- es ist dieselbe1 welche den ,griechen der reifsten ,zeit vor der ,ausdehnung seiner winzigen ,stadtstaaten zu politisch organisierten ,landschaften1 vor der ,anlage weiter ,straenfluchten und ,alleen mit ,fernblicken und berechneten ,abschlssen1 vor der babylonischen ,astronomie mit ihrer ,durchdringung endloser ,sternenrume und vor dem ,verlassen des ,mittelmeeres auf ,bahnen1 welche die ,schiffe der gypter und ,phniker lngst erschlossen hatten1 immer wieder zurckschrecken lie1 die tiefe metaphysische ,angst vor der ,auflsung des ,greifbar-,sinnlichen und ,gegenwrtigen1 mit dem sich das antike ,dasein wie mit einer ,schutzmauer umgeben hatte1 hinter der etwas ,unheimliches1 ein ,abgrund und ,urgrund dieses gewissermaen knstlich geschaffenen und behaupteten ,kosmos schlief --1 wer dies ,gefhl begreift1 der hat auch den letzten ,sinn der antiken ,zahl1 des ,maes im ,gegensatz zum ,unermelichen und das hohe religise ,ethos in ihrer ,beschrnkung begriffen4 ,goethe1 als ,knstler1 hat es sich wenigstens in seinen ,naturstudien mit ,leidenschaft zu eigen gemacht -- daher seine fast ngstliche ,polemik gegen die ,mathematik1 die sich in ,wirklichkeit1 was noch niemand recht verstanden hat1 instinktiv durchaus gegen die nichtantike ,mathematik1 die der ,naturlehre seiner ,zeit zugrunde liegende ,infinitesimalrechnung richtete4 ,die antike ,religiositt sammelt sich mit steigender ,ausdrcklichkeit in sinnlich gegenwrtigen -- ortsgebundenen -- ,kulten1 die allein jenes bildhafte1 immernahe ,gttertum reprsentieren4 ,abstrakte1 in den heimatlosen ,rumen des ,denkens verschwebende ,dogmen sind ihm immer fern geblieben4 ,kult und ,dogma verhalten sich wie die ,statue zur ,orgel im ,dom4 ,es haftet der euklidischen ,mathematik zweifellos etwas ,kultisches an4 ,man denke an die ,lehre von den regelmigen ,polyedern und ihre ,bedeutung fr die ,esoterik des platonischen ,kreises4 ,dem entspricht andrerseits eine tiefe ,verwandtschaft der ,analysis des ,unendlichen von ,descartes an mit der gleichzeitigen ,dogmatik in ihrem ,fortschreiten zu einem reinen1 von allen sinnlichen ,bezgen gelsten ,deismus4 ,voltaire1 ,lagrange und d',alembert sind ,zeitgenossen4 ,man empfand aus dem antiken ,seelentum heraus das ,prinzip des ,irrationalen1 also die ,zerstrung der statuarischen ,reihe der ganzen ,zahlen1 der ,reprsentanten einer in sich vollkommenen ,weltordnung1 als einen ,frevel gegen das ,gttliche selbst4 ,bei ,plato1 im ,timus1 ist dies ,gefhl unverkennbar4 ,mit der ,verwandlung der diskontinuierlichen ,zahlenreihe in ein ,kontinuum wird in der ,tat nicht nur der antike ,zahlbegriff1 sondern der ,begriff der antiken ,welt selbst in ,frage gestellt4 ,man begreift nun1 da nicht einmal die uns ohne ,schwierigkeit vorstellbaren negativen ,zahlen1 geschweige denn die ,null als ,zahl -- welche fr die indische ,seele1 die sie zuerst konzipiert hat1 einen ganz entscheidenden metaphysischen ,akzent besitzt -- in der antiken ,mathematik mglich sind4 ,negative ,gren gibt es nicht4 ,der ,ausdruck -#b4 -#c #f ist weder anschaulich noch eine ,grenvorstellung4 ,mit #a ist die ,grenreihe zu ,ende4 ,in der graphischen ,darstellung negativer ,zahlen 7#c #b #a #j -#a -#b -#c7 74---4---4---4---4---4---7 werden von ,null an die ,strecken pltzlich positive ,symbole von etwas ,negativem4 ,sie bedeuten etwas1 sie sind nichts mehr4 ,negative ,zahlen sind nicht ,gren1 sondern etwas1 das durch ,gren nur angedeutet werden kann4 ,die ,vollziehung dieses ,aktes lag aber nicht in der ,richtung des antiken ,zahlendenkens4 ,alles aus antikem ,geist ,geborene ist also allein durch plastische ,begrenztheit zum ,range eines ,wirklichen erhoben worden4 ,was sich nicht zeichnen lt1 ist nicht ,zahl84 ,plato1 ,archytas und ,eudoxos reden von ,flchen- und ,krperzahlen1 wenn sie unsere zweiten und dritten ,potenzen meinen1 und es versteht sich von selbst1 da der ,begriff hherer ganzzahliger ,potenzen fr sie nicht vorhanden ist4 ,eine ,potenz vierten ,grades wrde aus dem plastischen ,grundgefhl1 das sofort eine vierdimensionale ,ausgedehntheit substituiert1 ,unsinn sein4 ,ein ,ausdruck gar wie e-ix1 der in unsern ,formeln stndig erscheint1 oder auch nur die schon im #ad4 ,jahrhundert von ,oresme verwandte ,bezeichnung #ea_/b wren ihnen vllig absurd erschienen4 ,euklid nennt die ,faktoren eines ,produkts ,seiten 774 ,man rechnet mit ,brchen -- endlichen1 wie sich versteht --1 indem man das ganzzahlige ,verhltnis zweier ,strecken untersucht4 ,eben deshalb kann die ,idee der ,zahl ,null gar nicht in ,erscheinung treten1 denn sie hat zeichnerisch keinen ,sinn4 ,man wende nicht von der ,gewhnung unseres anders angelegten ,denkens her ein1 da dies eben die ,urstufe8 in der ,entwicklung der8 ,mathematik sei4 ,die antike ,mathematik ist innerhalb der ,welt1 welche die antike ,welt um sich herum schuf1 etwas ,vollkommenes4 ,sie ist es nur nicht fr uns4 ,die babylonische und die indische ,mathematik hatten das fr das antike ,zahlengefhl ,unsinnige lngst zu wesentlichen ,bestandteilen ihrer ,zahlenwelten gemacht1 und mancher griechische ,denker wute darum4 ,die ,mathematik1 es sei noch einmal gesagt1 ist eine ,illusion4 ,wirklich ist1 was dem eignen ,seelentum adquat und symbolisch bedeutend ist4 ,dies allein ist denknotwendig81 das andre ist unmglich1 verfehlt1 unsinnig1 oder1 wie wir mit dem ,hochmut historischer ,geister zu sagen vorziehen1 primitiv84 ,die moderne ,mathematik1 ein ,meisterstck des abendlndischen ,geistes -- wahr8 allerdings nur fr ihn --1 wre ,plato als lcherliche und mhselige ,verirrung auf dem ,wege erschienen1 der wahren ,mathematik1 der antiken natrlich1 beizukommen2 und wir machen uns sicherlich kaum eine ,vorstellung davon1 was alles an groen ,konzeptionen fremder ,kulturen wir haben untergehen lassen1 weil wir es aus unserem ,denken und dessen ,grenzen heraus nicht assimilieren konnten oder1 was dasselbe ist1 weil wir es als falsch1 berflssig und sinnlos empfanden4 #f ,die antike ,mathematik als ,lehre von anschaulichen ,gren will ausschlielich die ,tatsachen des ,gegenwrtigen deuten1 und sie beschrnkt also ihre ,forschung wie ihren ,geltungsbereich auf ,gegenstnde der ,nhe und des ,kleinen4 ,dieser ,konsequenz gegenber ergibt sich etwas sehr ,unlogisches im praktischen ,verhalten der abendlndischen ,mathematik1 was eigentlich erst seit ,entdeckung der nichteuklidischen ,geometrien recht erkannt worden ist4 ,zahlen sind reine ,formen des erkennenden ,geistes4 ,ihre exakte ,anwendbarkeit auf die reale ,anschauung ist also ein ,problem fr sich4 ,die ,kongruenz mathematischer ,systeme mit der ,empirie ist nichts weniger als selbstverstndlich4 ,trotz des ,laienvorurteils von der unmittelbaren mathematischen ,evidenz der ,anschauung1 wie es sich bei ,schopenhauer findet1 stimmt die euklidische ,geometrie1 welche mit der populren ,geometrie aller ,zeiten eine oberflchliche ,identitt besitzt1 nur in sehr engen ,grenzen 7auf dem ,papier87 mit der ,anschauung annhernd berein4 ,wie es bei groen ,entfernungen steht1 lehrt die einfache ,tatsache1 da ,parallelen sich am ,horizont berhren4 ,die gesamte malerische ,perspektive beruht auf ihr4 ,trotzdem ging ,kant1 der fr einen abendlndischen ,denker in unverzeihlicher ,weise vor der ,mathematik der ,fernen8 auswich und sich stets1 ganz antik81 auf winzige ,figuren berief1 an denen gerade ihrer ,kleinheit wegen das spezifisch abendlndische1 das infinitesimale ,raumproblem gar nicht in ,erscheinung treten konnte1 von einer naiven ,grenvergleichung aus4 ,euklid vermied es ebenfalls1 aber fr einen antiken ,denker mit ,recht1 sich fr die anschauliche ,gewiheit seiner ,axiome etwa auf ein ,dreieck zu berufen1 dessen ,punkte durch den ,standort des ,beobachters und zwei ,fixsterne gebildet werden1 das also weder gezeichnet noch angeschaut8 werden kann4 ,es war hier dasselbe ,gefhl wirksam1 das vor dem ,irrationalen zurckschreckte und das ,nichts nicht als ,null1 als ,zahl1 zu begreifen wagte1 das also auch im ,anschauen kosmischer ,verhltnisse dem ,unermelichen aus dem ,wege ging1 um das ,symbol des ,maes zu bewahren4 ,aristarch von ,samos1 der um #bgj das ,weltsystem entwarf1 welches bei seiner ,wiederentdeckung durch ,kopernikus die metaphysische ,leidenschaft des ,abendlandes im tiefsten erregte -- man denke an ,giordano ,bruno --1 das eine ,erfllung gewaltiger ,ahnungen und eine ,besttigung jenes faustischen1 gotischen ,weltgefhls war1 das schon in der ,architektur seiner ,kathedralen der ,idee des unendlichen ,raumes ein ,opfer dargebracht hatte1 wurde mit seinem ,gedanken von der ,antike vllig gleichgltig aufgenommen und bald -- man mchte sagen absichtlich -- vergessen4 ,in der ,tat ist das aristarchische ,weltsystem fr diese ,kultur seelisch belanglos4 ,es wre ihrer ,grundidee sogar gefhrlich geworden4 ,und doch war es im ,unterschiede von dem des ,kopernikus -- diese entscheidende ,tatsache ist immer unbeachtet geblieben -- durch eine besondere ,fassung dem antiken ,weltgefhl genau angepat4 ,aristarch nahm als ,abschlu des ,kosmos eine krperlich durchaus begrenzte1 optisch zu beherrschende ,hohlkugel an1 in deren ,mitte das kopernikanisch gedachte ,planetensystem sich befindet4 ,damit war das ,prinzip des ,unendlichen1 das den sinnlich-antiken ,grenzbegriff gefhrdet htte1 berwunden4 ,kein ,gedanke an einen grenzenlosen ,weltraum taucht auf1 der hier schon unvermeidlich erscheint und dessen ,konzeption dem babylonischen ,denken lngst gelungen war4 ,im ,gegenteil4 ,archimedes beweist in seiner berhmten ,schrift von der ,sandzahl8 -- wie schon das ,wort verrt1 der ,widerlegung aller infinitesimalen ,tendenzen1 obwohl sie immer wieder als erster ,schritt auf dem ,wege zum modernen ,integrationskalkl betrachtet wird --1 da dieser stereometrische ,krper1 denn etwas anderes ist der aristarchische ,kosmos nicht1 mit ,atomen 7,sand7 erfllt1 zu sehr groen1 aber nicht zu unendlichen ,resultaten fhre4 ,das heit aber gerade alles1 was uns die ,analysis bedeutet1 verneinen4 ,das ,weltall unsrer ,physik ist1 wie die immer wieder scheiternden und sich dem ,geiste von neuem aufdrngenden ,hypothesen ber den stofflich1 d4 h4 mittelbar anschaulich gedachten ,weltther beweisen1 die strengste ,verleugnung aller materiellen ,begrenztheit4 ,plato1 ,apollonius und ,archimedes1 sicherlich die feinsten und khnsten ,mathematiker der ,antike1 haben eine rein optische ,analysis des ,gewordnen auf der ,grundlage des plastisch-antiken ,grenzwertes vollkommen durchgefhrt4 ,sie gebrauchen tiefdurchdachte und uns schwer zugngliche ,methoden einer ,integralrechnung1 die selbst mit der ,methode des bestimmten ,integrals von ,leibniz nur scheinbare hnlichkeit besitzt1 und sie wenden geometrische rter und ,koordinaten an1 die durchaus benannte ,mazahlen und ,strecken und nicht wie bei ,fermat und vor allem bei ,descartes unbenannte rumliche ,beziehungen1 ,werte von ,punkten in bezug auf ihre ,lage im ,raum sind4 ,hierher gehrt vor allem die ,exhaustionsmethode des ,archimedes in seiner krzlich entdeckten ,schrift an ,eratosthenes1 wo er z4 ,b4 die ,quadratur des ,parabelsegments auf der ,berechnung eingeschriebener ,rechtecke 7nicht mehr hnlicher ,polygone7 begrndet4 ,aber gerade die geistreiche1 unendlich verwickelte ,art1 wie er in ,anlehnung an gewisse geometrische ,ideen ,platos zum ,resultat kommt1 macht den ungeheuren ,gegensatz zwischen dieser ,intuition und der oberflchlich hnlichen ,pascals etwa fhlbar4 ,es gibt keinen schrferen ,gegensatz hierzu -- wenn man vom ,riemannschen ,integralbegriff ganz absieht -- als die leider heute noch sogenannten ,quadraturen1 bei denen die ,flche8 als durch eine ,funktion begrenzt bezeichnet wird und von einer zeichnerischen ,handhabe keine ,rede mehr ist4 ,nirgends kommen beide ,mathematiken einander so nahe und nirgends lt sich die unberschreitbare ,kluft zweier ,seelen1 deren ,ausdruck sie sind1 gewisser fhlen4 ,die reinen ,zahlen1 deren ,phnomen die gypter im ,stil ihrer ,tempelhallen1 ,pyramiden und ,statuenreihen mit einer tiefen ,furcht vor ihrem ,ursprung gleichsam verbargen1 waren auch fr die ,hellenen der ,schlssel zum ,sinn des ,gewordenen1 ,starren und also ,vergnglichen4 ,die mathematische ,zahl als formales ,grundprinzip der ausgedehnten ,welt1 die nur aus dem wachen menschlichen ,bewutsein und fr dieses da ist1 steht durch das ,medium der kausalen ,notwendigkeit zum ,tode in ,beziehung1 wie die chronologische ,zahl zum ,werden1 zum ,leben1 zur ,notwendigkeit des ,schicksals4 ,dieser ,zusammenhang der mathematischen ,form mit dem ,ende des organischen ,seins1 mit der ,erscheinung seines anorganischen ,restes1 des ,leichnams1 wird sich immer deutlicher als der ,ursprung aller groen ,kunst enthllen4 ,wir bemerkten schon die ,entwicklung der frhen ,ornamentik aus dem ,bestattungskult4 ,zahlen sind ,symbole des ,vergnglichen4 ,starre ,formen verneinen das ,leben4 ,formeln und ,gesetze breiten ,starrheit ber das ,bild der ,natur4 ,zahlen tten4 ,es sind die ,mtter ,fausts1 die hehr in ,einsamkeit thronen1 in der ,gebilde losgebundne ,reiche ,gestaltung1 ,umgestaltung1 ,des ewigen ,sinnes ewige ,unterhaltung1 ,umschwebt von ,bildern aller ,kreatur48 ,hier berhren sich ,goethe und ,plato im ,ahnen eines letzten ,geheimnisses4 ,die ,mtter1 das ,unzugngliche -- ,platos ,ideen -- bezeichnen die ,mglichkeiten eines ,seelentums1 seine ungeborenen ,formen1 welche sich in der sichtbaren1 aus der ,idee dieses ,seelentums heraus mit innerster ,notwendigkeit geordneten ,welt als ttige und geschaffene ,kultur1 als ,kunst1 ,gedanke1 ,staat1 ,religion verwirklicht haben4 ,hierauf beruht die ,verwandtschaft des ,zahlensystems einer ,kultur mit deren ,weltidee1 eine ,beziehung1 die es ber das bloe ,wissen und ,erkennen zur ,bedeutung einer ,weltanschauung erhebt und die bewirkt1 da es so viele ,mathematiken -- ,zahlenwelten -- gibt als es hohe ,kulturen gibt4 ,so allein wird es begreiflich und notwendig1 da die grten mathematischen ,denker1 bildende ,knstler im ,reiche der ,zahlen1 aus tief religiser ,intuition zur ,auffindung der entscheidenden mathematischen ,probleme ihrer ,kultur gelangt sind4 ,so hat man sich die ,schpfung der antiken1 apollinischen ,zahl durch ,pythagoras1 den ,stifter einer ,religion1 zu denken4 ,dies ,urgefhl hat ,nicolaus ,cusanus1 den groen ,bischof von ,brixen1 geleitet1 als er um #adej von der ,betrachtung der ,unendlichkeit ,gottes in der ,natur ausgehend die ,grundzge der ,infinitesimalrechnung fand4 ,leibniz1 der ihre ,idee zwei ,jahrhunderte spter vollendete1 hat selbst aus rein metaphysischen ,betrachtungen ber das gttliche ,prinzip und seine ,beziehung zum unendlichen ,ausgedehnten die analysis situs entwickelt1 vielleicht die genialste ,interpretation des reinen1 von allem ,sinnlichen befreiten ,raumes1 deren reiche ,mglichkeiten erst im #ai4 ,jahrhundert durch ,gramann in seiner ,ausdehnungslehre und ,riemann in seiner ,symbolik der zweiseitigen ,flchen1 welche die ,natur von ,gleichungen reprsentieren1 entfaltet worden sind4 ,descartes1 ein tiefer ,christ aus dem ,kreise von ,port ,royal1 hat1 einem innern ,bedrfnis folgend1 anllich seiner philosophisch-mathematischen ,unterweisung die ,pfalzgrfin ,elisabeth und ,gustav ,adolfs ,tochter1 ,knigin ,christine von ,schweden1 wieder zum ,katholizismus bekehrt4 ,und ,kepler wie ,newton1 beide streng religise ,naturen1 blieben sich1 wie ,plato1 durchaus bewut1 gerade durch das ,medium der ,zahlen das ,wesen einer gttlichen ,weltordnung intuitiv erfat zu haben4 #g ,erst ,diophant hat1 wie man immer hrt1 die antike ,arithmetik aus ihrer sinnlichen ,gebundenheit befreit1 sie erweitert und fortgefhrt und die ,algebra als die ,lehre von den unbestimmten ,gren geschaffen4 ,das ist allerdings nicht eine ,bereicherung1 sondern eine vollkommene berwindung des antiken ,weltgefhls1 und allein dies htte beweisen sollen1 da ,diophant der antiken ,kultur innerlich nicht mehr angehrte4 ,ein neues ,zahlengefhl oder sagen wir ,grenzgefhl dem ,wirklichen1 ,gewordnen gegenber ist in ihm ttig1 nicht mehr jenes hellenische1 aus dessen sinnlich-gegenwrtigen ,grenzwerten sich neben der euklidischen ,geometrie der greifbaren ,krper auch die sie nachbildende ,plastik der nackten ,statue entwickelt hatte4 ,einzelheiten der ,ausbildung dieser neuen ,mathematik kennen wir nicht4 ,bei ,diophant taucht unter der ,absicht euklidischer ,gedankengnge jenes neue ,grenzgefhl auf -- ich nenne es das magische --1 das sich seiner ,gegenstzlichkeit zu der angestrebten antiken ,fassung gar nicht bewut ist4 ,die ,idee der ,zahl als ,gre wird nicht erweitert1 sondern unvermerkt aufgelst4 ,was eine unbestimmte ,zahl a und was eine unbenannte ,zahl #c ist -- beides weder ,gre noch ,ma noch ,strecke -- htte ein ,grieche gar nicht angeben knnen4 ,das neue1 in diesen ,zahlenarten inkarnierte ,grenzgefhl liegt den diophantischen ,betrachtungen wenigstens zugrunde2 die uns gelufige ,buchstabenrechnung selbst1 in deren ,gewande sich die inzwischen nochmals ganz umgedeutete ,algebra heute darstellt1 ist erst in fhlbarer1 aber unbewuter ,opposition gegen die antikisierende ,renaissancerechnung #aeia durch ,vieta eingefhrt worden4 ,diophant lebte um #bej n4 ,chr41 also im dritten ,jahrhundert der arabischen ,kultur1 deren geschichtlicher ,organismus bisher unter den ,oberflchenformen der rmischen ,kaiserzeit und des ,mittelalters8 verschttet lag#bf und der alles angehrt1 was seit ,beginn unserer ,zeitrechnung in der ,landschaft des kommenden ,islam entstanden ist4 ,gerade damals erblich vor dem neuen ,raumgefhl der ,basiliken1 ,mosaiken und ,sarkophagreliefs altchristlich-syrischen ,stils der letzte ,schatten der attischen ,statuenplastik4 ,damals gab es wieder eine archaische ,kunst und ein streng geometrisches ,ornament4 ,damals gerade vollendete ,diokletian den ,khalifat des nur noch scheinbar rmischen ,reiches4 #ejj ,jahre liegen zwischen ,euklid und ,diophant1 zwischen ,plato und ,plotin1 dem letzten1 abschlieenden ,denker -- dem ,kant -- einer vollendeten und dem ersten mystischen ,geiste -- dem ,dante -- einer eben erwachten ,kultur4 ,hier berhren wir zum ersten ,male das bisher unbekannte ,phnomen jener groen ,individuen1 deren ,werden1 ,wachsen und ,welken unter einer tausendfarbigen verwirrenden ,oberflche die eigentliche ,substanz der ,weltgeschichte bildet4 ,das im rmischen ,geiste dahinschwindende antike ,seelentum1 dessen ,leib8 die historische ,wirklichkeit der antiken ,kultur mit ihren ,werken1 ,gedanken1 ,taten und ,trmmern ist1 war um #aajj v4 ,chr4 aus der ,landschaft des gischen ,meeres geboren worden4 ,die seit ,augustus im ,osten unter der ,decke antiker ,zivilisation keimende arabische ,kultur entstammt durchaus dem ,schoe der ,landschaft zwischen ,nil und ,euphrat1 ,kairo und ,bagdad4 ,als ,ausdruck dieser neuen ,seele hat man fast die gesamte sptantike8 ,kunst der ,kaiserzeit1 die smtlichen1 von einer jungen ,glut erfllten ,kulte des ,ostens1 die des ,mithras1 ,serapis1 ,horus1 der ,isis1 der syrischen ,baale von ,emesa und ,palmyra1 das ,christentum und den ,neuplatonismus1 die kaiserlichen ,fora in ,rom und das dort von einem ,syrer erbaute ,pantheon1 die frheste aller ,moscheen1 zu betrachten4 ,da man damals griechisch schrieb und griechisch zu denken glaubte1 wiegt nicht schwerer als die ,tatsache1 da die ,wissenschaft des ,abendlandes bis zu ,kant hinauf die lateinische ,sprache vorzog und da ,karl der ,groe das rmische ,reich erneuerte84 ,bei ,diophant ist die ,zahl nicht mehr das ,ma und ,wesen von plastischen ,dingen4 ,auf den ravennatischen ,mosaiken ist der ,mensch nicht mehr ,krper4 ,unvermerkt haben die griechischen ,bezeichnungen ihren ursprnglichen ,gehalt verloren4 ,wir verlassen die ,sphre der attischen 1 der stoischen und 4 ,zwar kennt ,diophant die ,null und die negativen ,zahlen noch nicht1 aber die plastischen ,einheiten pythagorischer ,zahlen kennt er nicht mehr4 ,andrerseits ist die ,unbestimmtheit der unbenannten arabischen ,zahlen doch auch etwas ganz andres als die gesetzmige ,variabilitt der sptem abendlndischen ,zahl1 der ,funktion4 ,die magische ,mathematik1 die ,algebra1 hat sich1 ohne da uns ,einzelheiten bekannt wren1 ber ,diophant hinaus -- der schon eine gewisse ,entwicklung voraussetzt -- logisch und in groer ,linie bis zur ,vollendung in der ,abassidenzeit des #i4 ,jahrhunderts entwickelt1 wie der ,stand der ,kenntnisse bei ,alchwarizmi und ,alsidschzi beweist4 ,dann erst beginnt1 wieder ein halbes ,jahrtausend spter und in einer neuen1 entfernten ,landschaft der groartige ,proze der ,umdeutung dieser magischen1 uns durch die spanischen ,araber berlieferten ,zahlenwelt in die funktionale ,westeuropas1 der mchtige ,kampf gegen ein sich andrngendes fremdes ,weltgefhl mit seiner innerlich gereiften ,raumdeutung1 welche die junge1 gotische ,seele abwehren und brechen mute1 um ihr ,eigenstes nicht verkmmern zu lassen1 ein heimliches ,ringen in allen ,architekturen1 jeder ,fassade1 jedem ,ornament1 jedem ,symbol1 jedem metaphysischen und mathematischen ,problem1 das in seiner stummen ,erhabenheit noch nie gefhlt worden ist4 ,was neben der euklidischen ,geometrie die attische ,plastik -- die gleiche ,formensprache in andrem ,gewande -- was neben der ,analysis des ,raumes der fugierte ,stil der ,instrumentalmusik1 das bedeutet neben dieser ,algebra die magische ,kunst der ,mosaiken1 der vom ,sassanidenreich und spter von ,byzanz aus immer reicher entwickelten ,arabeske mit ihrem sinnlich-unsinnlichen ,verschweben organischer ,formmotive und das ,hochrelief konstantinischen ,stils mit dem ungewissen ,tiefendunkel des zwischen frei herausgearbeiteten ,figuren ausgesparten ,hintergrundes4 ,wie die ,algebra zur antiken ,arithmetik und zur abendlndischen ,analysis1 so verhlt sich die ,kuppelbasilika zum dorischen ,tempel und zum gotischen ,dom4 ,nicht als ob ,diophant ein groer ,mathematiker gewesen wre4 ,das meiste1 woran man bei seinem ,namen erinnert wird1 steht nicht in seinen ,schriften und was darin steht1 ist sicherlich nicht ganz sein ,eigentum4 ,seine zufllige ,bedeutung liegt darin1 da -- nach unsrem ,wissen -- bei ihm als dem ersten das neue ,zahlengefhl unverkennbar vorhanden ist4 ,man wird1 ,meistern gegenber1 die eine ,mathematik abschlieen1 wie ,apollonius und ,archimedes die antike und ihnen entsprechend ,gau1 ,cauchy1 ,riemann die abendlndische1 bei ,diophant und ,menelaos etwas ,primitives finden1 das bisher gern als ,dekadence angesprochen wurde4 ,man wird es knftig -- nach dem ,vorbilde der ,umwertung der vermeintlich sptantiken1 bisher geradezu verachteten ,kunst zur tastenden uerung des eben erwachenden frharabischen ,weltgefhls -- begreifen und schtzen lernen4 ,ebenso archaisch1 primitiv und suchend wirkt die ,mathematik des ,nikolas von ,oresme1 ,bischofs von ,lisieux 7#acbc bis #achb71 der zum ersten ,mal im ,abendlande eine freie ,art von ,koordinaten und sogar ,potenzen mit gebrochnen ,exponenten verwandte1 die ein ,zahlengefhl voraussetzen1 unklar noch1 aber doch unverkennbar1 das gnzlich unantik1 aber auch nicht mehr arabisch ist4 ,man erinnere sich neben ,diophant an frhchristliche ,sarkophage der rmischen ,sammlungen und neben ,oresme an gotische ,gewandstatuen deutscher ,dome1 und man wird auch in den mathematischen ,gedankengngen1 die bei beiden die gleiche frhe ,stufe des ,intellekts darstellen1 etwas ,verwandtes bemerken4 ,das stereometrische ,grenzgefhl in der letzten ,verfeinerung und ,eleganz eines ,archimedes war verloren gegangen4 ,man war dumpf1 sehnschtig1 mystisch1 nicht mehr attisch hell und frei gestimmt4 ,man war der erdgeborne ,mensch einer frhen ,landschaft1 nicht ,grostdter1 wie ,euklid und d',alembert4#bg ,man verstand die tiefen und komplizierten ,gebilde des antiken ,denkens nicht mehr und besa verworrene1 neue1 deren klare stdtisch-intellektuelle ,fassung noch nicht gefunden werden konnte4 ,dies ist der gotische ,zustand aller jungen ,kulturen1 den die ,antike selbst in ihrer frhdorischen ,zeit durchschritten hatte1 von welcher auer den ,grabvasen des ,dipylonstils nichts geblieben ist4 ,erst in ,bagdad1 im #i4 und #aj4 ,jahrhundert1 sind die ,konzeptionen der ,epoche ,diophants von reifen ,meistern1 die ,plato und ,gau nicht nachstehen1 durchgefhrt und abgeschlossen worden4 #h ,die entscheidende ,tat des ,descartes1 dessen ,geometrie #afcg erschien1 bestand nicht in der ,einfhrung einer neuen ,methode oder ,anschauung auf dem ,gebiete der berlieferten ,geometrie1 wie dies immer wieder ausgesprochen wird1 sondern in der endgltigen ,konzeption einer neuen ,zahlenidee1 die sich in der ,lsung der ,geometrie von der optischen ,handhabe der ,konstruktion1 von der gemessenen und mebaren ,strecke berhaupt aussprach4 ,damit war die ,analysis des ,unendlichen ,tatsache geworden4 ,das starre1 sogenannte kartesische ,koordinatensystem1 der ideale ,reprsentant von mebaren ,gren in halbeuklidischem ,sinne1 das in der vorhergehenden ,periode1 bei ,oresme z4 ,b41 ,bedeutung hat1 wurde durch ,descartes1 wenn man in die ,tiefe seiner ,erwgungen dringt1 nicht vollendet1 sondern berwunden4 ,sein ,zeitgenosse ,fermat war sein letzter klassischer ,vertreter4 ,an ,stelle des sinnlichen ,elements der konkreten ,strecke und ,flche -- dem spezifischen ,ausdruck antiken ,grenzgefhls -- tritt das abstrakt-rumliche1 mithin unantike ,element des ,punktes1 der von nun an als ,gruppe zugeordneter reiner ,zahlen charakterisiert wird4 ,descartes hat den literarisch ererbten ,begriff der ,gre1 der sinnlichen ,dimension1 zerstrt und durch den vernderlichen ,beziehungswert der ,lagen im ,raume ersetzt4 ,da dies aber eine ,beseitigung der ,geometrie berhaupt war1 die von nun an innerhalb der ,zahlenwelt der ,analysis nur noch ein durch antike ,reminiszenzen verschleiertes ,scheindasein fhrt1 hat man bersehen4 ,das ,wort ,geometrie hat einen nicht zu beseitigenden apollinischen ,sinn4 ,von ,descartes an ist die vermeintlich neuere ,geometrie8 entweder ein synthetischer ,proze1 welcher die ,lage von ,punkten in einem nicht mehr notwendig dreidimensionalen ,raume 7einer ,punktmannigfaltigkeit87 durch ,zahlen1 oder ein analytischer1 welcher ,zahlen durch die ,lage von ,punkten bestimmt4 ,strecken durch ,lagen ersetzen heit den ,begriff der ,ausdehnung rein rumlich1 nicht mehr krperhaft fassen4 ,das klassische ,beispiel fr diese ,zerstrung der als ,erbschaft berkommenen optisch-endlichen ,geometrie scheint mir die ,umkehrung der ,winkelfunktionen -- welche in einem uns kaum erreichbaren ,sinne ,zahlen der indischen ,mathematik gewesen waren -- in cyklometrische ,funktionen und weiterhin deren ,auflsung in ,reihen zu sein1 die im unendlichen ,zahlenbereich der algebraischen ,analysis auch die leiseste ,erinnerung an geometrische ,gebilde im ,stile ,euklids verloren haben4 ,die ,kreiszahl erzeugt wie die ,basis der natrlichen ,logarithmen e in diesem ganzen ,zahlenbereich1 berall auftauchend1 ,beziehungen1 die alle ,grenzen der ehemaligen ,geometrie1 ,trigonometrie1 ,algebra auslschen1 die weder arithmetischer noch geometrischer ,natur sind -- und bei denen niemand mehr an wirklich gezeichnete ,kreise oder zu berechnende ,potenzen denkt4 #i ,whrend die antike ,seele durch ,pythagoras um #edj zur ,konzeption ihrer1 der apollinischen ,zahl als einer mebaren ,gre gelangt war1 fand die ,seele des ,abendlandes durch ,descartes und seine ,generation 7,pascal1 ,fermat1 ,desargues7 im genau entsprechenden ,zeitpunkte die ,idee einer ,zahl1 die aus dem leidenschaftlichen faustischen ,hange zum ,unendlichen geboren war4 ,die ,zahl als reine ,gre1 die sich an die krperliche ,gegenwart des ,einzeldinges heftet1 findet ihr ,gegenstck in der ,zahl als reiner ,beziehung4 ,darf die antike ,welt1 der ,kosmos1 aus jenem tiefen ,bedrfnis nach sichtbarer ,begrenztheit als abzhlbare ,summe von stofflichen ,dingen definiert werden1 so hat sich unser ,weltgefhl im ,bilde eines unendlichen ,raumes verwirklicht1 in dem alles ,sichtbare als etwas ,bedingtes dem ,unbedingten gegenber1 beinahe als eine ,wirklichkeit zweiten ,ranges empfunden wird4 ,sein ,symbol ist der entscheidende1 in keiner andern ,kultur angedeutete ,begriff der ,funktion4 ,die ,funktion ist nichts weniger als die ,erweiterung irgendeines vorhandenen ,zahlbegriffs2 sie ist deren vllige berwindung4 ,nicht nur die euklidische1 d4 h4 die allgemein menschliche1 populre ,geometrie1 sondern auch die archimedische ,sphre des elementaren ,rechnens1 die ,arithmetik1 hrt damit auf1 fr die wirklich bedeutende ,mathematik ,westeuropas zu existieren4 ,es gibt nur noch eine abstrakte ,analysis4 ,fr den antiken ,menschen waren ,geometrie und ,arithmetik wissenschaftliche ,komplexe vom hchsten ,range1 beide anschaulich1 beide mit ,gren zeichnerisch oder rechnerisch verfahrend2 fr uns sind sie nur noch praktische ,hilfsmittel des alltglichen ,lebens4 ,addition und ,multiplikation1 die beiden antiken ,methoden der ,grenrechnung und ,schwestern der zeichnerischen ,konstruktion1 verschwinden vllig in der ,unendlichkeit funktionaler ,prozesse4 ,gerade die ,potenz1 die zunchst prinzipiell nur ein ,zahlzeichen fr eine bestimmte ,gruppe von ,multiplikationen 7fr ,produkte gleicher ,gren7 ist1 wird durch das neue ,symbol des ,exponenten 7,logarithmus7 und seine ,anwendung in komplexen1 negativen1 gebrochnen ,formen vom ,grenbegriff gnzlich abgelst und in eine transzendente ,beziehungswelt berfhrt1 die den ,griechen1 welche nur zwei positive1 ganzzahlige ,potenzen als ,reprsentanten von ,flchen und ,krpern kannten1 unzugnglich bleiben mute 7man denke an ,ausdrcke wie e-x1 x1 a#a_/;i74 ,jede der tiefsinnigen ,schpfungen1 welche von der ,renaissance an rasch aufeinander folgen1 die der imaginren und komplexen ,zahlen1 welche ,cardanus schon #aeej einfhrt1 die der unendlichen ,reihen1 welche durch ,newtons groe ,entdeckung des ,binomialsatzes #afff theoretisch sicher begrndet werden1 die der ,logarithmen um #afaj1 der ,differentialgeometrie1 des bestimmten ,integrals durch ,leibniz1 der ,menge als neuer ,zahleneinheit1 von ,descartes schon angedeutet1 die neuen ,prozesse wie die unbestimmte ,integration1 die ,entwicklung der ,funktionen in ,reihen1 sogar in unendliche ,reihen andrer ,funktionen1 sind ebenso viele ,siege ber das populr-sinnliche ,zahlengefhl in uns1 das aus dem ,geiste der neuen ,mathematik heraus1 die ein neues ,weltgefhl zu verwirklichen hatte1 berwunden werden mute4 ,es gab bisher keine zweite ,kultur1 welche den ,leistungen einer andern1 lngst erloschenen1 soviel ,verehrung entgegentrug und wissenschaftlich so viel ,einflu gestattete1 wie die abendlndische gerade der antiken4 ,es dauerte lange1 bevor wir den ,mut fanden1 unser eignes ,denken zu denken4 ,auf dem ,grunde lag der bestndige ,wunsch1 es der ,antike gleichzutun4 ,trotzdem war jeder ,schritt in diesem ,sinne eine tatschliche ,entfernung von dem erstrebten ,ideal4 ,deshalb ist die ,geschichte des abendlndischen ,wissens die einer fortschreitenden ,emanzipation von ,fremdem1 einer ,befreiung1 die nicht einmal gewollt1 die in den ,tiefen des ,unbewuten erzwungen wurde4 ,so gestaltete sich die ,entwicklung der neuen ,mathematik zu einem heimlichen1 langen1 endlich siegreichen ,kampf gegen den ,grenbegriff4 #aj ,antikisierende ,vorurteile haben uns gehindert1 die eigentlich abendlndische ,zahl als solche in neuer ,weise zu bezeichnen4 ,die gegenwrtige ,zeichensprache der ,mathematik flscht den ,tatbestand und ihr ist es vor allem zuzuschreiben1 da noch heute auch unter ,mathematikern der ,glaube herrscht1 ,zahlen seien ,gren -- auf dieser ,voraussetzung ruht allerdings unsre schriftliche ,bezeichnungsweise4 ,aber nicht die zum ,ausdruck der ,funktion dienenden einzelnen ,zeichen 7x1 1 #e71 die ,funktion selbst als ,einheit1 als ,element1 die variable1 in optische ,grenzen nicht mehr einzuschlieende ,beziehung ist die neue ,zahl4 ,fr sie wre1 eine neue1 in ihrer ,struktur nicht von antiken ,anschauungen beeinflute ,symbolik ntig gewesen4 ,man vergegenwrtige sich den ,unterschied zweier ,gleichungen -- selbst dies ,wort sollte nicht so heterogene ,dinge zusammenfassen -- wie #cx #dx #ex und xn yn zn 7die ,gleichung des ,fermatschen ,satzes74 ,die erste besteht aus mehreren antiken ,zahlen8 7,gren71 die zweite ist eine ,zahl von einer andern ,art1 was durch die identische ,schreibweise1 deren ,zeichensprache sich unter dem ,eindruck euklidisch-archimedischer ,vorstellungen entwickelt hat1 verdeckt wird4 ,im ersten ,fall ist das ,gleichheitszeichen die ,feststellung einer starren ,verknpfung bestimmter1 greifbarer ,gren2 im zweiten reprsentiert es eine ,beziehung1 die innerhalb einer ,gruppe variabler ,gebilde besteht1 derart1 da gewisse ,vernderungen gewisse andere notwendig zur ,folge haben4 ,die erste ,gleichung bezweckt die ,bestimmung 7,messung7 einer konkreten ,gre1 dem ,resultat81 die zweite hat berhaupt kein ,resultat1 sondern ist nur ,abbild und ,zeichen einer ,beziehung1 die fr n #b -- das ist das berhmte ,fermatproblem -- wahrscheinlich nachweisbar ganzzahlige ,werte ausschliet4 ,ein griechischer ,mathematiker wrde nicht verstanden haben1 was man mit ,operationen dieser ,art1 deren ,endzweck kein ,ausrechnen8 ist1 eigentlich wollte4 ,der ,begriff der ,unbekannten fhrt vollstndig irre1 wenn man ihn auf die ,buchstaben der ,fermatschen ,gleichung anwendet4 ,in der ersten1 der antiken81 ist x eine ,gre1 eine bestimmte und mebare1 die man nur erst zu ermitteln hat4 ,in der zweiten hat fr x1 y1 z1 n das ,wort bestimmen8 gar keinen ,sinn1 folglich will man den ,wert8 dieser ,symbole nicht ermitteln1 folglich sind sie berhaupt keine ,zahlen im plastischen ,sinne1 sondern ,zeichen fr einen ,zusammenhang1 dem die ,merkmale der ,gre1 ,gestalt und ,eindeutigkeit fehlen1 fr eine ,unendlichkeit mglicher ,lagen von gleichem ,charakter1 die als ,einheit begriffen erst die ,zahl sind4 ,die ganze ,gleichung ist1 in einer ,zeichenschrift1 die leider viele und irrefhrende ,zeichen verwendet1 tatschlich eine einzige ,zahl und x1 y1 z sind es so wenig1 als und ,zahlen sind4 ,denn schon mit dem ,begriff der irrationalen1 der ganz eigentlich antihellenischen ,zahlen ist im tiefsten ,grunde der ,begriff der konkreten1 bestimmten ,zahl aufgelst worden4 ,von nun an bilden diese ,zahlen nicht mehr eine bersehbare ,reihe ansteigender1 diskreter1 plastischer ,gren1 sondern ein zunchst eindimensionales ,kontinuum1 in welchem jeder ,schnitt 7im ,sinne ,dedekinds7 eine ,zahl8 reprsentiert1 die kaum die alte ,bezeichnung fhren sollte4 ,fr den antiken ,geist gibt es zwischen #a und #c nur eine ,zahl1 fr den abendlndischen eine unendliche ,menge4 ,mit der ,einfhrung der imaginren 7-#a i7 und komplexen ,zahlen 7von der allgemeinen ,form a bi7 endlich1 welche das lineare ,kontinuum zu dem hchst transzendenten ,gebilde eines ,zahlkrpers 7des ,inbegriffs einer ,menge gleichartiger ,elemente7 erweitern1 in dem nun jeder ,schnitt eine ,zahlebene -- eine unendliche ,menge von geringerer ,mchtigkeit81 etwa den ,inbegriff aller reellen ,zahlen -- reprsentiert1 ist jeder ,rest antik-populrer ,greifbarkeit zerstrt worden4 ,diese ,zahlenebenen1 die in der ,funktionentheorie seit ,cauchy und ,gau eine wichtige ,rolle spielen1 sind reine ,gedankengebilde4 ,selbst die positive irrationale ,zahl wie #b konnte aus dem antiken ,zahlendenken gewissermaen wenigstens negativ konzipiert werden1 indem man sie als ,zahl ausschlo -- als und 2 ,ausdrcke von der ,form x yi liegen aber jenseits aller ,mglichkeiten des antiken ,denkens4 ,auf der ,ausdehnung der arithmetischen ,gesetze auf das ganze ,gebiet des ,komplexen1 innerhalb dessen sie stndig anwendbar bleiben1 beruht die ,funktionentheorie1 welche nun endlich die abendlndische ,mathematik in ihrer ,reinheit darstellt1 indem sie alle ,einzelgebiete in sich begreift und auflst4 ,erst damit wird diese ,mathematik auf das ,bild der gleichzeitig sich entwickelnden dynamischen ,physik des ,abendlandes vollkommen anwendbar1 whrend die antike ,mathematik das genaue ,korrelat jener ,welt plastischer ,einzeldinge darstellt1 welche die statische ,physik des ,aristoteles1 die exakt wissenschaftliche ,interpretation des antiken ,kosmos schildert4 ,das klassische ,jahrhundert dieser ,barockmathematik -- im ,gegensatz zu der ionischen ,stils -- ist das #ah41 das von den entscheidenden ,entdeckungen ,newtons und ,leibnizens ber ,euler1 ,lagrange1 ,laplace1 d',alembert zu ,gau fhrt4 ,die ,entfaltung dieser mchtigen geistigen ,schpfung geschah wie ein ,wunder4 ,man wagte kaum zu glauben1 was man sah4 ,man fand ,wahrheiten ber ,wahrheiten1 die den feinen ,geistern eines skeptisch gestimmten ,zeitalters unmglich erschienen4 ,das ,wort d',alemberts gehrt hierher3 ,allez en avant et la foi vous viendra4 ,es bezog sich auf die ,theorie des ,differentialquotienten4 ,die ,logik selbst schien ,einspruch zu erheben1 alle ,annahmen auf ,fehlern zu beruhen1 und man kam doch zum ,ziel4 ,dies ,jahrhundert eines sublimen ,rausches in durchgeistigten1 dem leiblichen ,auge entrckten ,formen -- denn neben jenen ,meistern der ,analysis stehen ,bach1 ,gluck1 ,haydn1 ,mozart --1 in dem ein kleiner ,kreis gewhlter und tiefer ,geister in den raffiniertesten ,entdeckungen und ,formspielen schwelgte1 von denen ,goethe und ,kant ausgeschlossen blieben1 entspricht seinem ,gehalte nach genau dem reifsten ,jahrhundert der ,ionik1 dem des ,plato1 ,archytas und ,eudoxos 7#dej-cej7 -- man mu wieder hinzufgen des ,phidias1 ,polyklet1 ,alkamenes und der ,akropolisbauten --1 in welchem die ,formenwelt der antiken ,mathematik und ,plastik in der ganzen ,flle ihrer ,mglichkeiten aufblhte und zu ,ende kam4 ,jetzt erst lt sich der elementare ,gegensatz antiken und abendlndischen ,seelentums bersehen4 ,es gibt innerhalb des ,gesamtbildes der ,geschichte des hheren ,menschentums nichts innerlich ,fremderes4 ,und eben deshalb1 weil ,gegenstze sich berhren1 weil sie auf ein vielleicht ,gemeinsames in der letzten ,tiefe der ,existenz verweisen1 finden wir in der abendlndischen1 faustischen ,seele jenes sehnschtige ,suchen nach dem ,ideal der apollinischen1 die sie allein von allen andern begriffen und um die ,kraft ihrer ,hingabe an die sinnlich-reine ,gegenwart beneidet hat4 ,diesen seelischen1 nicht weiter in ,worte zu fassenden ,gegensatz verwirklichen in der ,auenwelt des ,gewordnen1 ,begrenzten1 ,vergnglichen die historischen ,einheiten der antiken und abendlndischen ,kultur1 von denen die eine in spt-mykenischer ,zeit1 die andre zur ,zeit der ,sachsenkaiser aufblhte und die in ,aristoteles und ,kant1 ,plato und ,goethe1 ,phidias und ,beethoven1 ,alexander und ,napoleon ihre ,entwicklung zu ,ende fhrten4 ,erst jetzt wird auch das ganze ,gewicht einer ,symbolik fhlbar1 die in der ,zahlenwelt beider ,mathematiken vielleicht ihren unmittelbarsten ,ausdruck gefunden hat1 deren ,bereich aber weit darber hinausgeht4 ,es zeigt sich1 da eine ,mathematik mit allen sie begleitenden ,knsten1 mit allen ,schpfungen des ttigen ,lebens berhaupt die gleiche ,sprache redet1 eine ,formensprache1 in der sich die letzten ,mglichkeiten des ,seelischen ebenso offenbaren wie verhllen4 ,am engsten sind der ,mathematik jene mystischen ,architekturen aller ,frhzeiten verschwistert1 die dorische1 gotische1 frhchristliche wie die gyptische des ,alten ,reiches4 ,hier1 in der gyptischen ,kultur1 haben beide ,formenwelten sich nie getrennt4 ,die ,architektur der groen ,pyramidentempel ist eine schweigende ,mathematik1 wie denn auch die antike ,seele eine ,scheidung ihrer statuarischen und geometrischen ,symbolik nie streng vollzogen hat4 ,aber auch die ,analysis ist eine ,architektur grten ,stils geblieben und wir begreifen jetzt1 warum zwei ,zahlensysteme1 von denen die eine die ,grenzwerte des ,augenscheins ebenso leidenschaftlich bejaht1 wie die andere sie verneint1 als ,schwesterknste die ionische ,plastik und die deutsche ,musik1 die sinnlichste und die unsinnlichste aller ,mglichkeiten knstlerischer ,gestaltungskraft1 an ihrer ,seite finden muten4 #aa ,es war bemerkt worden1 da im ,urmenschen wie im ,kinde ein inneres ,erlebnis1 die ,geburt des ,ich1 eintritt1 mit dem beide das ,phnomen der ,zahl begreifen1 mithin eine auf das ,ich bezogene ,umwelt besitzen4 ,sobald vor dem erstaunten ,blick des frhen ,menschen diese ertagende ,welt des geordneten ,ausgedehnten1 des sinnvoll ,gewordnen sich in groen ,umrissen aus einem ,chaos von ,eindrcken abhebt und der tief empfundene unwiderrufliche ,gegensatz dieser ,auenwelt zur eignen ,seele dem bewuten ,leben ,richtung und ,gestalt gibt1 erwacht zugleich mit allen ,mglichkeiten einer neuen ,kultur das ,urgefhl der ,sehnsucht in dieser sich pltzlich ihrer ,einsamkeit bewuten ,seele4 ,es ist die ,sehnsucht nach dem ,ziel des ,werdens1 nach ,vollendung und ,verwirklichung alles innerlich ,mglichen1 nach ,entfaltung der ,idee des eigenen ,daseins4 ,es ist die ,sehnsucht des ,kindes1 die als das ,gefhl einer unaufhaltsamen ,richtung mit steigender ,deutlichkeit ins ,bewutsein tritt1 und spter als das ,rtsel der ,zeit unheimlich1 verlockend1 unlsbar vor dem gereiften ,geiste steht4 ,die ,worte ,vergangenheit und ,zukunft haben pltzlich eine schicksalsvolle ,bedeutung erhalten4 ,aber diese ,sehnsucht aus der berflle und ,seligkeit des innern ,werdens ist in der tiefsten ,tiefe einer jeden ,seele zugleich ,angst4 ,wie alles ,werden sich auf ein ,gewordensein richtet1 mit dem es endet1 so rhrt das ,urgefhl des ,werdens1 die ,sehnsucht1 schon an das andre des ,gewordenseins1 die ,angst4 ,in der ,gegenwart fhlt man das ,verrinnen2 in der ,vergangenheit liegt die ,vergnglichkeit4 ,hier ist die ,wurzel der ewigen ,angst vor dem ,unwiderruflichen1 ,erreichten1 ,endgltigen1 vor der ,vergnglichkeit1 vor der ,welt selbst als dem ,verwirklichten1 in dem mit der ,grenze der ,geburt zugleich die des ,todes gesetzt ist1 die ,angst vor dem ,augenblicke1 wo das ,mgliche verwirklicht1 das ,leben innerlich erfllt und vollendet ist1 wo das ,bewutsein am ,ziele steht4 ,es ist jene tiefe ,weltangst der ,kinderseele1 welche den hheren ,menschen1 den ,glubigen1 den ,dichter1 den ,knstler in seiner grenzenlosen ,vereinsamung niemals verlt1 die ,angst vor den fremden ,mchten1 die gro und drohend1 in sinnliche ,erscheinungen verkleidet1 in die ertagende ,welt hineinragen4 ,auch die ,richtung in allem ,werden wird in ihrer ,unerbittlichkeit -- ,nichtumkehrbarkeit -- als ein fremdes ,element mit innerster ,gewiheit empfunden4 ,es ist etwas ,fremdes1 das ,zukunft in ,vergangenheit verwandelt1 und dies gibt der ,zeit im ,gegensatz zum ,raum jenes widerspruchsvoll ,unheimliche und drckend ,zweideutige1 dessen sich kein bedeutender ,mensch ganz erwehren kann4 ,die ,weltangst ist sicherlich das ,schpferischste aller ,urgefhle4 ,ihr verdankt ein ,mensch die reifsten und tiefsten aller ,formen und ,gestalten nicht nur des bewuten ,innenlebens1 sondern auch seiner ,spiegelung in den zahllosen ,bildungen uerer ,kultur4 ,wie eine geheime ,melodie1 nicht jedem vernehmbar1 geht die ,angst durch die ,formensprache eines jeden wahren ,kunstwerkes1 jeder innerlichen ,philosophie1 jeder bedeutenden ,tat und sie liegt1 nur den wenigsten noch fhlbar1 den groen ,problemen jeder ,mathematik zugrunde4 ,nur der innerlich erstorbene ,mensch der groen spten ,stdte1 des ptolemischen ,alexandria oder des heutigen ,paris und ,berlin1 nur der rein intellektuelle ,sophist1 ,sensualist und ,darwinist verliert oder verleugnet sie1 indem er eine geheimnislose wissenschaftliche ,weltanschauung8 zwischen sich und das ,fremde stellt4 ,knpft sich die ,sehnsucht an jenes unfaliche ,etwas1 dessen tausend ungreifbare1 proteusartig wechselnde ,bildungen durch das ,wort ,zeit mehr verdeckt als bezeichnet werden1 so findet das ,urgefhl der ,angst seinen ,ausdruck in den geistigen1 falichen1 der ,gestaltung fhigen ,symbolen der ,ausdehnung4 ,so finden sich im wachen ,bewutsein jeder ,kultur1 in jeder anders geartet1 die ,gegenformen der ,zeit und des ,raumes1 der ,richtung und der ,ausdehnung1 jene dieser zugrunde liegend1 wie das ,werden dem ,gewordnen -- denn auch die ,sehnsucht liegt der ,angst zugrunde2 sie wird zur ,angst1 nicht umgekehrt -- jene der geistigen ,macht entzogen1 diese ihr dienend1 jene nur zu erleben1 diese nur zu erkennen4 ,gott frchten und lieben8 ist der christliche ,ausdruck fr den ,gegensinn beider ,weltgefhle4 ,aus der ,seele des gesamten ,urmenschentums und also auch der frhesten ,kindheit erhebt sich der ,drang1 das ,element der fremden ,mchte1 die in allem ,ausgedehnten1 im ,raume und durch den ,raum unerbittlich gegenwrtig sind1 zu bannen1 zu zwingen1 zu vershnen -- zu erkennen84 ,im letzten ,grunde ist dies dasselbe4 ,gott erkennen heit in der ,mystik aller frhen ,zeiten ihn beschwren1 ihn sich geneigt machen1 ihn sich innerlich aneignen4 ,das geschieht durch ein ,wort1 den ,namen81 mit dem man das numen benennt anruft1 oder durch die ,formen eines ,kultes1 denen eine geheime ,kraft innewohnt4 ,die ,ideen der deutschen wie der orientalischen ,mystiker1 die ,entstehung aller antiken ,gtter1 aller ,kulte lassen keinen ,zweifel darber zu4 ,wirkliche ,erkenntnis ist geistige ,einverleibung des ,fremden4 ,diese ,abwehr ist die erste schpferische ,tat jedes erwachten ,seelentums4 ,mit ihr beginnt ganz eigentlich das hhere ,innenleben einer ,kultur oder eines ,einzelnen4 ,erkenntnis1 ,grenzsetzung durch ,begriffe und ,zahlen1 ist die feinste1 aber auch die mchtigste ,form dieser ,abwehr4 ,insofern wird der ,mensch erst durch die ,sprache ganz zum ,menschen4 ,die ,erkenntnis verwandelt mit unbezwinglicher ,notwendigkeit das ,chaos der ursprnglichen1 umgebenden ,eindrcke in den ,kosmos1 den ,inbegriff seelischen ,ausdrucks1 die ,welt an sich8 in die ,welt fr uns84#bh ,sie stillt die ,weltangst1 indem sie das ,fremde1 ,geheimnisvolle bndigt1 es zur falichen1 geordneten ,wirklichkeit gestaltet1 es durch die ehernen ,regeln einer eignen1 ihm aufgeprgten intellektuellen ,formensprache fesselt4 ,dies ist die ,idee des tabu81 das im ,seelenleben aller primitiven ,vlker eine entscheidende ,rolle spielt1 dessen urmenschlicher ,gehalt aber uns so fern liegt1 da das ,wort in keine reife ,kultursprache mehr bertragbar ist4 ,ihm liegt ein ursprngliches ,gefhl1 vor allem ,erkennen und ,begreifen der ,umwelt1 ja vor allem klaren1 in ,seele und ,welt geschiednen ,bewutsein zugrunde1 das unter uns ,heutigen1 intellektuellen ,weltstdtern1 nur ,kindern und wenigen knstlerischen ,naturen noch zugnglich ist4 ,ratlose ,angst1 heilige ,scheu1 tiefe ,verlassenheit1 ,schwermut1 ,ha1 dunkle ,wnsche nach ,annherung1 ,vereinigung1 ,entfernung1 all diese formvollen ,gefhle gereifter ,seelen vorschweben in diesem frhen ,zustande in einer dumpfen ,unentschiedenheit4 ,der ,doppelsinn des ,wortes ,beschwren1 das bezwingen und anflehen zugleich bedeutet1 kann den ,sinn jenes mystischen ,aktes verdeutlichen1 durch den der frhe ,mensch das ,fremde und ,gefrchtete tabu8 macht4 ,die ehrfrchtige ,scheu vor allem von ihm ,unabhngigen1 ,gesetzten1 ,gesetzlichen1 den fremden ,mchten in der ,welt1 ist der ,ursprung aller und jeder elementaren ,form4 ,in ,urzeiten verwirklicht sie sich in hieratischen ,ornamenten und peinlichen ,zeremonien1 strengen ,satzungen einer primitiven ,sitte und seltsamen ,kulten4 ,auf der ,hhe groer ,kulturen sind diese ,gestaltungen1 ohne innerlich die ,merkmale ihrer ,herkunft1 den ,charakter einer ,bannung und ,beschwrung verloren zu haben1 zu den vollendeten ,formenwelten der einzelnen ,knste1 des religisen1 logischen1 mathematischen ,denkens1 des wirtschaftlichen1 politischen1 sozialen1 individuellen ,daseins aufgewachsen4 ,ihr gemeinsames ,mittel1 das einzige1 welches die sich verwirklichende ,seele kennt1 ist die ,symbolisierung des ,ausgedehnten1 des ,raumes oder der ,dinge -- sei es in den ,konzeptionen des absoluten ,weltraumes der ,physik ,newtons1 der ,innenrume gotischer ,dome und maurischer ,moscheen1 der atmosphrischen ,unendlichkeit der ,gemlde ,rembrandts und ihrer ,wiederkehr in den dunklen ,tonwelten ,beethovenscher ,quartette1 seien es die regelmigen ,polyeder ,euklids1 die ,parthenonskulpturen oder die ,pyramiden ,altgyptens1 das ,nirwana ,buddhas1 die ,distanz hfischer ,sitte unter ,sesostris1 ,justinian ,i4 und ,ludwig ,,xiv41 sei es endlich die ,gottesidee ,homers1 ,plotins1 ,dantes oder die den ,erdball umspannende ,raumenergie der heutigen ,technik4 #ab ,kehren wir zur ,mathematik zurck4 ,der ,ausgangspunkt aller antiken ,formgebung war1 wie wir sahen1 die ,ordnung des ,gewordnen1 insofern es sinnlich1 gegenwrtig1 greifbar1 mebar1 zhlbar ist4 ,das abendlndische1 gotische ,formgefhl1 das einer einsamen1 in alle ,fernen schweifenden ,seele1 hat das ,zeichen des reinen1 unanschaulichen1 grenzenlosen ,raumes gewhlt4 ,man tusche sich ja nicht ber die enge ,bedingtheit solcher ,symbole1 die uns leicht als identisch1 als allgemeingltig erscheinen4 ,unser unendlicher ,weltraum1 ber dessen ,vorhandensein1 wie es scheint1 kein ,wort zu verlieren ist1 ist fr den antiken ,menschen nicht vorhanden4 ,er ist ihm nicht einmal vorstellbar4 ,der hellenische ,kosmos andrerseits1 dessen tiefe ,fremdheit fr unsre ,auffassungsweise nicht so lange htte unbemerkt bleiben sollen1 ist dem ,hellenen das ,selbstverstndliche4 ,in der ,tat ist der absolute ,raum unserer ,physik eine ,form1 die allein aus unserm ,seelentum als dessen ,abbild und ,ausdruck entstanden und allein fr unsre ,art des wachen ,daseins wirklich1 notwendig und natrlich ist4 ,die gesamte ,mathematik von ,descartes an dient der theoretischen ,interpretation dieses groen1 von religisem ,gehalte erfllten ,symbols4 ,die ,physik will seit ,galilei nichts andres4 ,die antike ,mathematik und ,physik kennen dies ,objekt berhaupt nicht4 ,auch hier haben antike ,namen1 die wir aus der literarischen ,erbschaft der ,griechen beibehalten haben1 den ,tatbestand verschleiert4 ,geometrie heit die ,kunst des ,messens1 ,arithmetik die des ,zhlens4 ,die ,mathematik des ,abendlandes hat mit diesen beiden ,arten des ,begrenzens nichts mehr zu tun1 aber sie hat keinen neuen ,namen fr sich gefunden4 ,das ,wort ,analysis sagt bei weitem nicht alles4 ,der antike ,mensch beginnt und schliet seine ,erwgungen mit dem einzelnen ,krper und seinen ,grenzflchen4 ,wir kennen im ,grunde nur das abstrakte ,raumelement des ,punktes1 das1 ohne ,anschaulichkeit1 ohne die ,mglichkeit einer ,messung und ,benennung1 lediglich ein ,beziehungszentrum reprsentiert4 ,die ,gerade ist fr den ,griechen eine mebare ,kante1 fr uns ein unbegrenztes ,punktkontinuum4 ,leibniz fhrt als ,beispiel fr sein ,infinitesimalprinzip die ,gerade an1 die den ,grenzfall eines ,kreises mit unendlich groem ,radius darstellt1 whrend der ,punkt den andern ,grenzfall bildet4 ,so wurde die ,quadratur des ,kreises das klassische ,grenzproblem fr den ,geist antiker ,menschen4 ,das schien ihnen das tiefste aller ,geheimnisse der ,weltform3 krummlinig begrenzte ,flchen bei unvernderter ,gre in ,rechtecke zu verwandeln und dadurch mebar zu machen4 ,fr uns ist daraus das wenig bedeutende ,verfahren geworden1 die ,zahl durch algebraische ,mittel darzustellen1 ohne da dabei von geometrischen ,gebilden berhaupt die ,rede wre4 ,der antike ,mathematiker kennt nur das1 was er sieht und greift4 ,wo die begrenzte1 begrenzende ,sichtbarkeit1 das ,thema seiner ,gedankengnge1 aufhrt1 findet seine ,wissenschaft ein ,ende4 ,der abendlndische ,mathematiker begibt sich1 sobald er von antiken ,vorurteilen frei sich selbst gehrt1 in die gnzlich abstrakte ,region einer unendlichen ,zahlenmannigfaltigkeit von n -- nicht mehr von #c -- ,dimensionen1 innerhalb deren seine sogenannte ,geometrie jeder anschaulichen ,hilfe entbehren kann und meistens mu4 ,greift der antike ,mensch zu knstlerischem ,ausdruck seines ,formgefhls1 so sucht er dem menschlichen ,krper in ,tanz und ,ringkampf1 in ,marmor und ,bronze diejenige ,haltung zu geben1 in der ,flchen und ,konturen ein ,maximum von ,ma und ,sinn haben4 ,der echte ,knstler des ,abendlandes aber schliet die ,augen und verliert sich in den ,bereich einer krperlosen ,musik1 in dem ,harmonie und ,polyphonie zu ,bildungen von hchster ,jenseitigkeit8 fhren1 die weitab von allen ,mglichkeiten optischer ,bestimmung liegen4 ,man denke daran1 was ein athenischer ,bildhauer und was ein nordischer ,kontrapunktist unter einer ,figur versteht1 und man hat den ,gegensatz beider ,welten1 beider ,mathematiken vor sich4 ,die griechischen ,mathematiker gebrauchen sogar das ,wort fr ,krper4 ,andrerseits verwendet es die ,rechtssprache fr ,person im ,gegensatz zur ,sache 7 3 personae et res74 ,deshalb sucht das ,phnomen der antiken1 ganzen1 krperlichen ,zahl unwillkrlich eine ,beziehung zur ,entstehung des leiblichen ,menschen1 des 4 ,die ,zahl #a wird noch kaum als wirkliche ,zahl empfunden4 ,sie ist die 1 der ,urstoff der ,zahlenreihe1 der ,ursprung aller eigentlichen ,zahlen und damit aller ,gre1 allen ,maes1 aller ,dinglichkeit4 ,ihr ,zahlzeichen war im ,kreise der ,pythagorer1 gleichviel zu welcher ,zeit1 zugleich das ,symbol des ,mutterschoes1 des ,ursprungs alles ,lebens4 ,die #b1 die erste eigentliche ,zahl1 welche die #a verdoppelt1 erhielt deshalb eine ,beziehung zum mnnlichen ,prinzip1 und ihr ,zeichen war eine ,nachbildung des ,phallus4 ,die heilige ,drei der ,pythagorer endlich bezeichnete den ,akt der ,vereinigung von ,mann und ,weib1 der ,zeugung --1 die erotische ,deutung der beiden einzigen der ,antike wertvollen ,prozesse der ,grenvermehrung1 der ,grenzeugung1 ,addition und ,multiplikation1 ist leicht verstndlich -- und ihr ,zeichen war die ,vereinigung der beiden ersten4 ,von hier aus fllt ein neues ,licht auf den erwhnten ,mythus vom ,frevel der ,aufdeckung des ,irrationalen4 ,das ,irrationale1 in unsrer ,ausdrucksweise die ,verwendung der unendlichen ,dezimalbrche1 bedeutete eine ,zerstrung der organisch-leiblichen1 zeugenden ,ordnung1 welche durch die ,gtter gesetzt war4 ,es ist kein ,zweifel1 da die pythagorische ,reform der antiken ,religion den uralten ,demeterkult wieder zugrunde legte4 ,demeter ist der ,gaia1 der mtterlichen ,erde verwandt4 ,es besteht eine tiefe ,beziehung zwischen ihrer ,verehrung und dieser erhabenen ,auffassung der ,zahlen4 ,so ist die ,antike mit innerer ,notwendigkeit allmhlich die ,kultur des ,kleinen geworden4 ,die apollinische ,seele hatte den ,sinn des ,gewordnen durch das ,prinzip der bersehbaren ,grenze zu bannen gesucht2 ihr tabu8 richtete sich auf die unmittelbare ,gegenwart und ,nhe des ,fremden4 ,was weit fort1 was nicht sichtbar war1 war auch nicht da4 ,der ,grieche wie der ,rmer opferte den ,gttern der ,gegend1 in der er sich aufhielt2 alle andern entschwanden seinem ,gesichtskreis4 ,wie die griechische ,sprache kein ,wort fr den ,raum besa -- wir werden die gewaltige ,symbolik solcher ,sprachphnomene immer wieder verfolgen --1 so fehlt dem ,griechen auch unser ,landschaftsgefhl1 das ,gefhl fr ,horizonte1 ,ausblicke1 ,fernen1 ,wolken1 auch der ,begriff des ,vaterlandes1 das sich weithin erstreckt und eine groe ,nation umfat4 ,heimat ist dem antiken ,menschen1 was er von der ,burg seiner ,vaterstadt aus bersehen kann1 nicht mehr4 ,was jenseits dieser optischen ,grenze eines politischen ,atoms lag1 war fremd1 war sogar feindlich4 ,hier schon beginnt die ,angst des antiken ,daseins und dies erklrt die furchtbare ,erbitterung1 mit der diese winzigen ,stdte einander vernichteten4 ,die ,polis ist die kleinste aller denkbaren ,staatsformen und ihre ,politik die ausgesprochene ,politik der ,nhe1 sehr im ,gegensatz zu unserer ,kabinettsdiplomatie1 der ,politik des ,grenzenlosen4 ,der antike ,tempel1 mit einem ,blick zu umfassen1 ist der kleinste aller klassischen ,bautypen4 ,die ,geometrie von ,archytas bis auf ,euklid beschftigt sich -- wie es die unter ihrem ,eindruck stehende ,schulgeometrie noch heute tut -- mit kleinen1 handlichen ,figuren und ,krpern und so blieben ihr die ,schwierigkeiten verborgen1 welche bei der ,zugrundelegung von ,figuren mit astronomischen ,dimensionen auftauchen und die ,anwendung der euklidischen ,geometrie nicht mehr berall gestatten4#bi ,andernfalls htte der feine attische ,geist vielleicht schon damals etwas von dem ,problem der nichteuklidischen ,geometrien geahnt1 denn die ,einwnde gegen das bekannte ,parallelenaxiom1#cj dessen zweifelhafte und doch nicht zu verbessernde ,fassung schon frh ,ansto erregte1 rhrten nahe an die entscheidende ,entdeckung4 ,so selbstverstndlich dem antiken ,sinn die ausschlieliche ,betrachtung des ,nahen und ,kleinen1 so selbstverstndlich ist dem unsern die des ,unendlichen1 die ,fhigkeiten des ,auges berschreitenden4 ,alle mathematischen ,ansichten1 welche das ,abendland entdeckte oder entlehnte1 wurden mit tiefster ,notwendigkeit der ,formensprache des ,infinitesimalen unterworfen und das1 lange bevor die eigentliche ,differentialrechnung entdeckt worden war4 ,arabische ,algebra1 indische ,trigonometrie1 antike ,mechanik werden ohne weiteres der ,analysis einverleibt4 ,gerade die evidentesten8 ,stze des elementaren ,rechnens -- da etwa #b #b #d ist -- werden1 aus analytischen ,gesichtspunkten betrachtet1 zu ,problemen1 deren ,lsung erst durch ,ableitungen aus der ,mengenlehre und in vielen ,einzelheiten berhaupt noch nicht gelungen ist1 -- was ,plato und seiner ,zeit sicherlich als ,wahnsinn und ,beweis eines vlligen ,mangels an mathematischer ,begabung erschienen wre4 ,man kann gewissermaen die ,geometrie algebraisch oder die ,algebra geometrisch behandeln1 das heit das ,auge ausschalten oder herrschen lassen4 ,das erste haben wir1 das andre die ,griechen getan4 ,archimedes1 der in seiner schnen ,berechnung der ,spirale gewisse allgemeine ,tatsachen berhrt1 die auch der ,methode des bestimmten ,integrals bei ,leibniz zugrunde liegen1 ordnet sein bei oberflchlicher ,betrachtung hchst modern wirkendes ,verfahren sofort stereometrischen ,prinzipien unter2 ein ,inder htte im gleichen ,falle mit ,selbstverstndlichkeit etwa eine trigonometrische ,formulierung gefunden4 7,was von der uns bekannten indischen ,mathematik altindisch1 das heit vor ,buddha entstanden ist1 lt sich heute nicht mehr feststellen47 #ac ,aus dem fundamentalen ,gegensatz antiker und abendlndischer ,zahlen entspringt ein ebenso tiefgehender des ,verhltnisses1 in dem die ,elemente jedes dieser ,komplexe untereinander stehen4 ,das ,verhltnis von ,gren heit ,proportion1 das von ,beziehungen ist im ,wesen der ,funktion enthalten4 ,beide ,worte haben1 ber den ,bereich der ,mathematik hinausgehend1 hchste ,bedeutung fr die ,technik der beiden zugehrigen ,knste1 ,plastik und ,musik4 ,sieht man ganz von dem ,sinn ab1 den das ,wort ,proportion fr die ,gliederung der einzelnen ,statue hat1 so sind es die typisch antiken ,kunstwerke1 ,statue1 ,relief und ,fresko1 welche eine ,vergrerung und ,verkleinerung des ,mastabes gestatten -- ,worte1 die fr die ,musik1 die ,kunst des ,grenzenlosen1 keinen ,sinn haben4 ,man denke an die ,kunst der ,gemmen1 deren ,gegenstnde im wesentlichen ,verkleinerungen lebensgroer ,plastiken waren4 ,innerhalb der ,funktionentheorie dagegen ist der ,begriff der ,transformation von ,gruppen von entscheidender ,bedeutung1 und der ,musiker wird besttigen1 da analoge ,bildungen einen wesentlichen ,teil der neueren ,kompositionslehre ausmachen4 ,ich erinnere nur an eine der feinsten instrumentalen ,formen des #ah4 ,jahrhunderts1 das tema con variazioni84 ,jede ,proportion setzt die ,konstanz1 jede ,transformation die ,variabilitt der ,elemente voraus3 man vergleiche hier die ,kongruenzstze bei ,euklid1 deren ,beweis tatschlich auf dem vorliegenden ,verhltnis #a 3 #a beruht1 mit deren moderner ,ableitung mit ,hilfe der ,winkelfunktionen4 #ad ,die ,konstruktion -- die im weiteren ,sinne alle ,methoden der elementaren ,arithmetik einschliet -- ist das ,a und ,o der antiken ,mathematik3 die ,herstellung eines einzelnen und sichtbar vorliegenden ,objekts4 ,der ,zirkel ist der ,meiel dieser zweiten bildenden ,kunst4 ,die ,arbeitsweise bei funktionstheoretischen ,untersuchungen1 deren ,zweck kein ,resultat vom ,charakter einer ,gre1 sondern die ,diskussion allgemeiner formaler ,mglichkeiten ist1 lt sich als eine ,art ,kompositionslehre von naher ,verwandtschaft zur musikalischen bezeichnen4 ,eine ganze ,reihe von ,begriffen der ,musiktheorie liee sich ohne weiteres auf analytische ,operationen auch der ,physik anwenden -- ,tonart1 ,phrasierung1 ,chromatik und andere -- und es ist die ,frage1 ob nicht manche ,beziehungen dadurch an bersichtlichkeit gewinnen wrden4 ,jede ,konstruktion bejaht1 jede ,operation verneint den ,augenschein1 indem jene das optisch ,gegebene herausarbeitet1 diese es auflst4 ,so erscheint ein weiterer ,gegensatz in den beiden ,arten des mathematischen ,verfahrens3 die antike ,mathematik des ,kleinen betrachtet den konkreten ,einzelfall1 berechnet die bestimmte ,aufgabe1 fhrt die einmalige ,konstruktion aus4 ,die ,mathematik des ,unendlichen behandelt ganze ,klassen formaler ,mglichkeiten1 ,gruppen von ,funktionen1 ,operationen1 ,gleichungen1 ,kurven1 und zwar berhaupt nicht hinsichtlich irgendeines ,resultates1 sondern hinsichtlich ihres ,verlaufes4 ,es ist so seit zwei ,jahrhunderten -- was den ,mathematikern der ,gegenwart kaum zum ,bewutsein kommt -- die ,idee einer allgemeinen ,morphologie mathematischer ,operationen entstanden1 welche man als den eigentlichen ,sinn der gesamten neueren ,mathematik bezeichnen darf4 ,es offenbart sich hier eine umfassende ,tendenz abendlndischer ,geistigkeit berhaupt1 die im folgenden immer deutlicher werden wird1 eine ,tendenz1 die ausschlielich ,eigentum des faustischen ,geistes und seiner ,kultur ist und in keiner andern verwandte ,absichten findet4 ,die groe ,mehrzahl der ,fragen1 welche unsere ,mathematik als deren eigenste ,probleme beschftigen -- der ,quadratur des ,kreises bei den ,griechen entsprechend -- wie die ,untersuchung der ,konvergenzkriterien unendlicher ,reihen 7,cauchy7 oder die ,umkehrung elliptischer und allgemein algebraischer ,integrale zu mehrfach periodischen ,funktionen 7,abel1 ,gau7 wre den ,alten81 die einfache bestimmte ,gren als ,resultate suchten1 vermutlich als eine geistreiche1 etwas abstruse ,spielerei erschienen -- was dem populren ,urteil weiter ,kreise auch heute durchaus entsprechen wrde4 ,es gibt nichts ,unpopulreres als die moderne ,mathematik1 und auch darin liegt ein ,stck ,symbolik der unendlichen ,ferne1 der ,distanz4 ,alle groen ,werke des ,abendlandes von ,dante bis zum ,parsifal sind unpopulr1 alle antiken von ,homer bis zum pergamenischen ,altar sind populr im hchsten ,grade4 #ae ,und so sammelt sich endlich der ganze ,gehalt des abendlndischen ,zahlendenkens in einem klassischen ,problem1 das den ,schlssel zu jenem schwer zugnglichen ,begriff des ,unendlichen -- des faustisch ,unendlichen -- bildet1 welches von der ,unendlichkeit des arabischen und indischen ,weltgefhls weit entfernt bleibt4 ,es handelt sich um die ,theorie des ,grenzwertes1 mge die ,zahl im einzelnen als unendliche ,reihe1 ,kurve oder ,funktion enger gefat sein4 ,dieser ,grenzwert ist das strengste ,gegenteil des antiken1 bisher nicht so genannten1 der sich in einer starr begrenzten ,flche von mebarer ,gre darstellt4 ,bis ins #ah4 ,jahrhundert haben euklidisch-populre ,vorurteile den ,sinn des ,differentialprinzips verdunkelt4 ,mag man den zunchst naheliegenden ,begriff des unendlich ,kleinen noch so vorsichtig anwenden1 es haftet ihm ein leises ,moment antiker ,konstanz an1 der ,anschein einer ,gre1 wenn auch ,euklid sie als solche nicht erkannt1 anerkannt haben wrde4 ,die ,null ist eine ,konstante1 eine ganze ,zahl im linearen ,kontinuum zwischen #a und -#a2 es hat ,eulers analytischen ,untersuchungen geschadet1 da er -- wie viele nach ihm -- die ,differentiale fr ,nullen hielt4 ,erst der von ,cauchy endgltig aufgeklrte ,begriff des ,grenzwertes beseitigt diesen ,rest antiken ,zahlengefhls und macht die ,infinitesimalrechnung zu einem widerspruchslosen ,system4 ,erst der ,schritt von der unendlich kleinen ,gre8 zu dem untern ,grenzwert jeder mglichen endlichen ,gre8 fhrt zur ,konzeption einer vernderlichen ,zahl1 die unterhalb jeder von ,null verschiedenen endlichen ,gre sich bewegt1 selbst also nicht den geringsten ,zug einer ,gre mehr trgt4 ,der ,grenzwert in dieser endgltigen ,fassung ist berhaupt nicht mehr das1 was angenhert wird4 ,er stellt die ,annherung -- den ,proze1 die ,operation -- selbst dar4 ,er ist kein ,zustand1 sondern ein ,verhalten4 ,hier1 im entscheidenden ,problem der abendlndischen ,mathematik1 verrt sich pltzlich1 da unser ,seelentum ein historisch angelegtes ist4#ca #af ,die ,geometrie von der ,anschauung1 die ,algebra vom ,begriff der ,gre zu befreien und beide jenseits der elementaren ,schranken von ,konstruktion und ,rechnung zu dem mchtigen ,gebude der ,funktionstheorie zu vereinigen1 das war der groe ,weg des abendlndischen ,zahlendenkens4 ,so wurde die antike1 konstante ,zahl zur vernderlichen aufgelst4 ,die analytisch gewordene ,geometrie lste alle konkreten ,formen auf4 ,sie ersetzt den mathematischen ,krper1 an dessen starrem ,bilde geometrische ,werte gefunden werden1 durch abstrakt rumliche ,beziehungen1 die zuletzt auf ,tatsachen der sinnlich-gegenwrtigen ,anschauungen berhaupt nicht mehr anwendbar sind4 ,sie ersetzt zunchst die optischen ,gebilde ,euklids durch geometrische rter in bezug auf ein ,koordinatensystem1 dessen ,anfangspunkt willkrlich gewhlt werden kann1 und reduziert das gegenstndliche ,dasein des geometrischen ,objekts auf die ,forderung1 da whrend der ,operation1 die sich nicht mehr auf ,messungen1 sondern auf ,gleichungen richtet1 das gewhlte ,system nicht verndert werden darf4 ,alsbald werden aber die ,koordinaten nur noch als reine ,werte aufgefat1 welche die ,lage der ,punkte als abstrakter ,raumelemente nicht sowohl bestimmen1 als reprsentieren und ersetzen4 ,die ,zahl1 die ,grenze des ,gewordnen1 wird nicht mehr durch das ,bild einer ,figur1 sondern durch das ,bild einer ,gleichung symbolisch dargestellt4 ,die ,geometrie8 kehrt ihren ,sinn um3 das ,koordinatensystem als ,bild verschwindet1 und der ,punkt ist nunmehr eine vollkommen abstrakte ,zahlengruppe4 ,wie die ,architektur der ,renaissance durch die konstruktiven ,neuerungen ,michelangelos und ,vignolas in die des ,barock bergeht -- das ist das genaue ,abbild dieser innern ,wandlung der ,analysis4 ,an den ,palast- und ,kirchenfassaden werden die sinnlich reinen ,linien unwirklich4 ,an ,stelle der klaren ,koordinaten florentinisch-rmischer ,sulenstellungen und ,geschogliederungen tauchen die infinitesimalen8 ,elemente geschwungener1 flutender ,bauteile1 ,voluten1 ,kartuschen auf4 ,die ,konstruktion verschwindet in der ,flle des ,dekorativen -- mathematisch gesprochen des ,funktionalen2 ,sulen und ,pilaster1 in ,gruppen und ,bndel zusammengefat1 durchziehen ohne ,ruhepunkte fr das ,auge die ,fronten1 sammeln und zerstreuen sich2 die ,flchen der ,wnde1 ,decken1 ,geschosse lsen sich in der ,flut von ,stukkaturen und ,ornamenten auf1 verschwinden und zerfallen unter farbigen ,lichtwirkungen4 ,das ,licht aber1 das nun ber dieser ,formwelt des reifen ,barock spielt -- von ,bernini um #afej an bis zum ,rokoko in ,dresden1 ,wien1 ,paris --1 ist ein rein musikalisches ,element geworden4 ,der ,dresdner ,zwinger ist eine ,sinfonie4 ,mit der ,mathematik hat sich im #ah4 ,jahrhundert auch die ,architektur zu einer ,formenwelt von musikalischem ,charakter entwickelt4 #ag ,auf dem ,wege dieser ,mathematik mute endlich der ,augenblick auftreten1 wo nicht nur die ,grenzen knstlicher geometrischer ,gebilde1 sondern die ,grenzen des ,sehsinnes berhaupt seitens der ,theorie wie der ,seele selbst in ihrem ,drange nach rckhaltlosem ,ausdruck ihrer innern ,mglichkeiten als ,grenzen1 als ,hindernis empfunden wurden1 wo also das ,ideal transzendenter ,ausgedehntheit zu den beschrnkten ,mglichkeiten des unmittelbaren ,augenscheins in grundstzlichen ,widerspruch trat4 ,die antike ,seele1 welche mit der vollen ,hingabe der platonischen und stoischen das ,sinnliche gelten und walten lie und ihre groen ,symbole1 wie es der erotische ,hintersinn der pythagorischen ,zahlen beweist1 eher empfing als gab1 konnte auch das krperliche ,jetzt und ,hier niemals berschreiten wollen4 ,hatte sich aber die pythagorische ,zahl im ,wesen gegebener ,einzeldinge in der ,natur offenbart1 so war die ,zahl des ,descartes und der ,mathematiker nach ihm etwas1 das erobert und erzwungen werden mute1 eine herrische abstrakte ,beziehung1 unabhngig von aller sinnlichen ,gegebenheit und jederzeit bereit1 diese ,unabhngigkeit der ,natur gegenber geltend zu machen4 ,der ,wille zur ,macht -- um ,nietzsches groe ,formel zu gebrauchen --1 der von der frhesten ,gotik der ,edda1 der ,kathedralen und ,kreuzzge1 ja von den erobernden ,wikingern und ,goten an das ,verhalten der nordischen ,seele ihrer ,welt gegenber bezeichnet1 liegt auch in dieser ,energie der abendlndischen ,zahl gegenber der ,anschauung4 ,das ist ,dynamik84 ,in der apollinischen ,mathematik dient der ,geist dem ,auge1 in der faustischen berwindet er es4 ,der mathematische1 absolute81 so gnzlich unantike ,raum selbst war von ,anfang an1 was die ,mathematik in ihrer ,ehrfurcht vor hellenischen ,traditionen nicht zu bemerken wagte1 nicht die vage ,rumlichkeit der tglichen ,eindrcke1 der landlufigen ,malerei1 der vermeintlich so eindeutigen und gewissen apriorischen ,anschauung ,kants1 sondern ein reines ,abstraktum1 ein ideales und unerfllbares ,postulat einer ,seele1 der die ,sinnlichkeit als ,mittel des ,ausdruckes immer weniger gengte und die sich endlich leidenschaftlich von ihr abwandte4 ,das innere ,auge erwachte4 ,jetzt erst mute es tiefen ,denkern fhlbar werden1 da die euklidische ,geometrie1 die einzige und richtige fr den naiven ,blick aller ,zeiten1 von diesem hohen ,standpunkt aus betrachtet nichts als eine ,hypothese ist1 deren ,alleingltigkeit gegenber anderen1 auch ganz unanschaulichen ,arten von ,geometrien1 wie wir seit ,gau bestimmt wissen1 sich niemals beweisen lt1 von der vielberufenen bereinstimmung8 mit der ,wirklichkeit1 diesem ,laiendogma1 das durch jeden ,blick in die ,ferne -- wo alle ,parallelen einander berhren -- widerlegt wird1 zu schweigen4 ,der ,kernsatz dieser ,geometrie1 das ,parallelenaxiom ,euklids1 ist eine ,behauptung1 die sich durch andere ersetzen lt1 da es nmlich durch einen ,punkt zu einer ,geraden keine1 zwei oder viele ,parallelen gibt1 ,behauptungen1 die smtlich zu vollkommen widerspruchslosen dreidimensionalen geometrischen ,systemen fhren1 die in der ,physik und vor allem der ,astronomie angewendet werden knnen und zuweilen den euklidischen vorzuziehen sind4 ,schon die einfache ,forderung der ,unbegrenztheit des ,ausgedehnten -- die man seit ,riemann und dessen ,theorie unbegrenzter1 aber infolge ihrer ,krmmung nicht unendlicher ,rume eben von der ,unendlichkeit zu scheiden hat -- widerspricht dem eigentlichen ,charakter aller unmittelbaren ,anschauung1 welche von dem ,vorhandensein von ,lichtwiderstnden1 also materiellen ,grenzen abhngt4 ,es sind aber abstrakte ,prinzipien der ,grenzsetzung denkbar1 die in einem ganz neuen ,sinne die ,mglichkeiten optischer ,begrenzung berschreiten4 ,fr den ,tieferblickenden liegt schon in der kartesischen ,geometrie die ,tendenz1 ber die drei ,dimensionen des erlebten ,raumes als einer fr die ,symbolik der ,zahlen nicht notwendigen ,schranke hinauszugehen4 ,und wenn auch erst seit #ahjj etwa die ,vorstellung mehrdimensionaler ,rume -- man htte das ,wort besser durch ein neues ersetzt -- zur erweiterten ,grundlage des analytischen ,denkens wurde1 so war doch der erste ,schritt dazu in dem ,augenblick getan1 wo die ,potenzen1 eigentlicher die ,logarithmen1 von ihrer ursprnglichen ,beziehung auf sinnlich realisierbare ,flchen und ,krper abgelst und -- unter ,verwendung irrationaler und komplexer ,exponenten -- als ,beziehungswerte von ganz allgemeiner ,art in das ,gebiet des ,funktionalen eingefhrt wurden4 ,wer hier berhaupt folgen kann1 wird auch begreifen1 da schon mit dem ,schritt von der ,vorstellung a#c1 als einem natrlichen ,maximum1 zu an die ,unbedingtheit eines ,raumes von drei ,dimensionen aufgehoben ist4 ,nachdem einmal das ,raumelement des ,punktes den immerhin noch optischen ,charakter eines ,koordinatenschnittes in einem anschaulich vorstellbaren ,system verloren hatte und als ,gruppe dreier unabhngiger ,zahlen definiert worden war1 lag kein inneres ,hindernis mehr vor1 die ,zahl #c durch die allgemeine n zu ersetzen4 ,es tritt eine ,umkehrung des ,dimensionsbegriffes ein3 ,es bezeichnen nicht mehr ,mazahlen optische ,eigenschaften eines ,punktes hinsichtlich seiner ,lage in einem ,system1 sondern ,dimensionen von unbeschrnkter ,anzahl stellen vollkommen abstrakte ,eigenschaften einer ,zahlengruppe dar4 ,diese ,zahlengruppe -- von n unabhngigen geordneten ,elementen -- ist das ,bild des ,punktes2 sie heit ein ,punkt4 ,eine daraus logisch entwickelte ,gleichung heit ,ebene1 ist das ,bild einer ,ebene4 ,der ,inbegriff aller ,punkte von n ,dimensionen heit ein n-dimensionaler ,raum4#cb ,in diesen transzendenten ,raumwelten1 die zu keiner wie immer gearteten ,sinnlichkeit mehr in ,beziehung stehen1 herrschen die von der ,analysis aufzufindenden ,beziehungen1 welche sich mit den ,ergebnissen der experimentellen ,physik in stndiger bereinstimmung befinden4 ,diese ,rumlichkeit hheren ,ranges ist ein ,symbol1 das durchaus ,eigentum des abendlndischen ,geistes bleibt4 ,nur dieser ,geist hat das ,gewordene und ,ausgedehnte in diese ,formen zu bannen1 das ,fremde durch diese ,art der ,aneignung -- man erinnere sich des ,begriffes tabu8 -- zu beschwren1 zu zwingen1 mithin zu erkennen8 versucht und verstanden4 ,erst in dieser ,sphre des ,zahlendenkens1 die nur einem sehr kleinen ,kreis von ,menschen noch zugnglich ist -- aber das gilt auch von den tiefsten ,momenten unserer ,musik1 unserer ,malerei1 unserer ,dogmatik --1 erhalten selbst ,bildungen wie die ,systeme der hyperkomplexen ,zahlen 7etwa die ,quaternionen der ,vektorenrechnung7 und zunchst ganz unverstndliche ,zeichen wie den ,charakter von etwas ,wirklichem4 ,man hat eben zu begreifen1 da ,wirklichkeit nicht nur sinnliche ,wirklichkeit ist1 da vielmehr das ,seelische seine ,idee in noch ganz anderen als anschaulichen ,bildungen verwirklichen kann4 #ah ,aus dieser groartigen ,intuition symbolischer ,raumwelten folgt die letzte und abschlieende ,fassung der gesamten abendlndischen ,mathematik1 die ,erweiterung und ,vergeistigung der ,funktionentheorie zur ,gruppentheorie4 ,gruppen sind ,mengen oder ,inbegriffe gleichartiger mathematischer ,gebilde1 also z4 ,b4 die ,gesamtheit aller ,differentialgleichungen von einem gewissen ,typus1 ,mengen1 die dem ,dedekindschen ,zahlenkrper analog gebaut und geordnet sind4 ,es handelt sich1 wie man fhlt1 um ,welten ganz neuer ,zahlen1 die fr das innere ,auge des ,eingeweihten doch nicht ganz ohne eine gewisse ,sinnlichkeit sind4 ,es werden nun ,untersuchungen gewisser ,elemente dieser ungeheuer abstrakten ,formsysteme notwendig1 welche in bezug auf eine einzelne ,gruppe von ,operationen -- von ,transformationen des ,systems -- von deren ,wirkungen unabhngig bleiben1 ,invarianz besitzen4 ,die allgemeine ,aufgabe dieser ,mathematik erhlt also 7nach ,klein7 die ,form3 ,es ist eine n-dimensionale ,mannigfaltigkeit 7,raum87 und eine ,gruppe von ,transformationen gegeben4 ,die der ,mannigfaltigkeit angehrigen ,gebilde sollen hinsichtlich solcher ,eigenschaften untersucht werden1 die durch ,transformationen der ,gruppe nicht gendert werden48 ,auf diesem hchsten ,gipfel schliet nunmehr -- nach ,erschpfung ihrer smtlichen inneren ,mglichkeiten und nachdem sie ihre ,bestimmung1 ,abbild und reinster ,ausdruck der ,idee des faustischen ,seelentums zu sein1 erfllt hat -- ,mathematik des ,abendlandes ihre ,entwicklung ab1 in demselben ,sinne1 wie es die ,mathematik der antiken ,kultur im #c4 ,jahrhundert tat4 ,beide ,wissenschaften -- es sind die einzigen1 deren organische ,struktur sich heute schon historisch durchschauen lt -- sind aus der ,konzeption einer vllig neuen ,zahl durch ,pythagoras und ,descartes entstanden1 beide haben in prachtvollem ,aufschwung ein ,jahrhundert spter ihre ,reife erlangt und beide vollendeten nach einer ,blte von drei ,jahrhunderten das ,gebude ihrer ,ideen1 in derselben ,epoche1 durch welche die ,kultur1 der sie angehren1 in eine weltstdtische ,zivilisation berging4 ,dieser tiefbedeutsame ,zusammenhang wird spter aufgeklrt werden4 ,sicher ist1 da fr uns die ,zeit der groen ,mathematiker vorber ist4 ,es ist heute dieselbe ,arbeit des ,erhaltens1 ,abrundens1 ,verfeinerns1 ,auswhlens1 die talentvolle ,kleinarbeit an ,stelle der groen ,schpfungen im ,gange1 wie sie auch die alexandrinische ,mathematik des sptem ,hellenismus kennzeichnet4 ,ein historisches ,schema wird dies deutlicher machen3 ,antike ,abendland #a4 ,konzeption einer neuen ,zahl4 um #edj um #afcj ,die ,zahl der ,gre ,die ,zahl als ,beziehung ,die ,pythagorer ,descartes1 ,fermat1 ,pascal2 7,um #dgj ,sieg der ,plastik ,newton1 ,leibniz 7#afgj7 ber die ,freskomalerei7 7,um #afgj ,sieg der ,musik ber die lmalerei7 #b4 ,hhepunkt der systematischen ,entwicklung4 #dej-cej #agej-ahjj ,archytas1 ,plato1 ,eudoxos ,euler1 ,lagrange1 ,laplace 7,phidias1 ,praxiteles7 7,haydn1 ,mozart7 #c4 ,innerer ,abschlu der ,zahlenwelt4 #cjj-bej nach #ahjj ,euklid1 ,apollonios1 ,archimedes ,gau1 ,cauchy1 ,riemann 7,lysippos1 ,leochares7 7,beethoven7 ,funoten3 ,footnote #be3 ,von der periodischen ,unterbrechung durch den ,schlaf soll hier abgesehen werden4 ,footnote #bf3 ,siehe die vorangehenden ,tafeln #a-c4 ,footnote #bg3 ,alexandria hrt im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 auf1 ,weltstadt zu sein und wird eine aus der ,zeit antiker ,zivilisation stehen gebliebene ,husermasse1 in der eine primitiv fhlende1 seelisch anders geartete ,bevlkerung haust4 ,das hier vorliegende ,phnomen wird spter behandelt werden4 ,footnote #bh3 ,vom ,namenzauber8 der ,wilden bis zur modernsten ,wissenschaft1 welche sich ihre ,objekte unterwirft1 indem sie ,namen1 ,begriffe und ,definitionen fr sie prgt1 hat sich der ,form nach nichts gendert4 ,footnote #bi3 ,in der modernen ,astronomie wird die ,verwendung nicht euklidischer ,geometrien ernstlich erwogen4 ,die ,annahme eines unbegrenzten1 aber endlichen1 gekrmmten ,raumes1 den das ,sternensystem mit einem ,durchmesser von etwa #dgj ,millionen ,erdabstnden fllt1 wrde zur ,annahme eines ,gegenbildes der ,sonne fhren1 das uns als ,stern mittlerer ,helligkeit erscheint4 ,footnote #cj3 ,da durch einen ,punkt zu einer ,geraden nur eine ,parallele mglich sei1 ein ,satz1 der sich nicht beweisen lt4 ,footnote #ca3 ,funktion1 recht begriffen1 ist das ,dasein in ,ttigkeit gedacht8 7,goethe74 ,footnote #cb3 ,vom ,standpunkt der ,mengenlehre aus heit eine wohlgeordnete ,punktmenge1 ohne ,rcksicht auf die ,dimensionenzahl1 ein ,krper1 eine ,menge von n - #a ,dimensionen also im ,verhltnis dazu eine ,flche4 ,die ,begrenzung8 7,wand1 ,kante7 einer ,punktmenge stellt eine ,punktmenge von geringerer ,mchtigkeit dar4 ,,zweites ,,kapitel ,,das ,,problem ,,der ,,weltgeschichte ,i ,,physiognomik ,,und ,,systematik #a ,es ist jetzt endlich mglich1 den entscheidenden ,schritt zu tun und ein ,bild der ,geschichte zu entwerfen1 das nicht mehr vom zuflligen ,standort des ,betrachters in irgendeiner -- seiner -- ,gegenwart8 und von seiner ,eigenschaft als interessiertem ,gliede einer einzelnen ,kultur abhngig ist1 deren religise1 geistige1 politische1 soziale ,tendenzen ihn verfhren1 das historische ,material aus einer zeitlich beschrnkten ,perspektive anzuordnen und dem ,organismus des ,geschehens damit eine willkrliche und an der ,oberflche haftende ,form aufzudrngen1 die ihm innerlich fremd ist4 ,was bisher fehlte1 war die ,distanz vom ,objekt4 ,der ,natur gegenber war sie lngst erreicht4 ,allerdings war sie hier auch leichter erreichbar4 ,der ,physiker konstruiert mit ,selbstverstndlichkeit das mechanisch-kausale ,bild seiner ,welt so1 als ob er selbst gar nicht da wre4 ,aber in der ,formenwelt der ,historie ist dasselbe mglich4 ,wir haben das nur bis jetzt nicht gewut4 ,man darf deshalb vielleicht sagen1 und man wird es spter einmal tun1 da es an einer wirklichen ,geschichtsschreibung faustischen ,stils berhaupt gefehlt hat1 einer solchen nmlich1 die ,distanz genug besitzt1 um im ,gesamtbilde der ,weltgeschichte auch die ,gegenwart -- die es ja nur in bezug auf eine einzige von unzhligen menschlichen ,generationen ist -- wie etwas unendlich ,fernes und ,fremdes zu betrachten1 als eine ,epoche1 die nicht schwerer wiegt als alle andern1 ohne den ,mastab irgendwelcher ,ideale1 ohne ,bezug auf sich selbst1 ohne ,wunsch1 ,sorge und persnliche innere ,beteiligung1 wie sie das praktische ,leben in ,anspruch nimmt2 eine ,distanz also1 die -- mit ,nietzsche zu reden1 der bei weitem nicht genug von ihr besa -- es erlaubt1 das ganze ,phnomen der historischen ,menschheit wie mit dem ,auge eines ,gottes zu berblicken1 wie die ,gipfelreihe eines ,gebirges am ,horizont1 als ob man selbst gar nicht zu ihr gehrte4 ,hier war noch einmal die ,tat des ,kopernikus zu vollbringen1 jener ,akt der ,befreiung vom ,augenschein im ,namen des unendlichen ,raumes1 den der abendlndische ,geist der ,natur gegenber lngst vollzogen hatte1 als er vom ptolemischen ,weltsystem zu dem fr ihn heute allein gltigen berging und damit den zuflligen ,standort des ,betrachters auf einem einzelnen ,planeten als formbestimmend ausschaltete4 ,die ,weltgeschichte ist derselben ,ablsung von einem zuflligen ,beobachtungsorte -- der jeweiligen ,neuzeit8 -- fhig und bedrftig4 ,uns erscheint das #ai4 ,jahrhundert unendlich viel reicher und wichtiger als etwa das #ai4 vor ,christus1 aber auch der ,mond erscheint uns grer als ,jupiter und ,saturn4 ,der ,physiker hat sich vom ,vorurteil der relativen ,entfernung lngst befreit1 der ,historiker nicht4 ,wir erlauben uns1 die ,kultur der ,griechen als ,altertum1 relativ zu unserer ,neuzeit1 zu bezeichnen4 ,war sie das auch fr die feinen und historisch hochgebildeten gypter am ,hofe des groen ,thutmosis -- ein ,jahrtausend vor ,homer8 ,fr uns fllen die ,ereignisse1 die sich #aejj-ahjj auf dem ,boden ,westeuropas abspielen1 das wichtigste ,drittel der8 ,weltgeschichte4 ,fr den chinesischen ,historiker1 der auf #fjjj ,jahre chinesischer ,geschichte zurckblickt und von ihr aus urteilt1 sind sie eine kurze und wenig bedeutende ,episode1 nicht entfernt so schwerwiegend wie z4 ,b4 die ,jahrhunderte der ,handynastie 7#bjf v4 bis #bbj n4 ,chr471 die in seiner ,weltgeschichte ,epoche machen4 ,die ,geschichte also von den persnlichen ,vorurteilen des ,betrachters zu lsen1 der sie in unserem ,falle wesentlich zur ,geschichte eines ,fragments des ,vergangenen mit dem in ,westeuropa fixierten ,zufllig-,gegenwrtigen als ,ziel und den augenblicklichen ffentlichen ,idealen und ,interessen als ,wertmessern fr die ,entwicklung des ,erreichten und zu ,erreichenden macht -- das ist die ,absicht alles ,folgenden4 #b ,erinnern wir uns der grundlegenden ,tatsache des wachen ,bewutseins1 aus dem heraus ein geordnetes ,weltbild im ,sinne von ,natur oder ,geschichte berhaupt erst mglich wird4 ,mit den ,worten ,seele und ,welt war der ,urgegensatz bezeichnet worden1 dessen ,vorhandensein mit der ,tatsache des menschlichen ,tagesbewutseins vllig identisch ist4 ,seele und ,welt wurden im ,hinblick auf die in jedem einzelnen und in jeder ,kultur liegende ,idee des ,daseins das ,mgliche und das ,wirkliche genannt1 um das ,phnomen des ,lebens als der ,verwirklichung dieses ,mglichen und das ihm innewohnende ,merkmal der ,richtung vor ,augen stellen zu knnen4 ,danach ist fr jeden seine ,welt verwirklichtes ,seelentum1 ,ausdruck1 ,zeichen1 ,bild der ,idee seines individuellen ,daseins4 ,jeder spricht nur sich selbst aus1 indem er von der ,natur spricht8 7,goethe74 ,diese ,wirklichkeit darf auf der seelischen ,stufe des ,urmenschen und des ,kindes noch als verschleiert1 chaotisch1 als noch nicht entfaltet1 als im tieferen ,sinne formlos angenommen werden4 ,in den hheren ,zustnden menschlichen ,daseins ist sie exakter ,fassungen fhig1 deren ,skala zwischen den ,extremen reinsten ,anschauens und reinsten ,erkennens eine unbegrenzte ,menge nie sich genau wiederholender ,strukturen zult4 ,die ,welt8 ist fr jeden einzelnen sein eigenstes1 einmaliges1 notwendiges und durchaus willenloses ,erlebnis4 ,schopenhauer nannte es die ,welt als ,vorstellung1 aber er setzte die ,konstanz dieser ,vorstellung und ihre ,identitt fr alle ,menschen als selbstverstndlich voraus4 ,natur und ,geschichte3 so stehen zwei extreme ,arten1 die ,wirklichkeit als ,weltbild zu ordnen1 einander gegenber4 ,eine ,wirklichkeit ist ,natur1 insofern sie alles ,werden dem ,gewordnen1 sie ist ,geschichte1 insofern sie alles ,gewordne dem ,werden einordnet4 ,eine ,wirklichkeit wird in ihrer ,gestalt erschaut -- so entsteht die ,welt ,platos1 ,rembrandts1 ,goethes1 ,beethovens -- oder in ihrem ,element begriffen -- dies sind die ,welten von ,parmenides und ,descartes1 ,kant und ,newton4 ,erkennen im prgnanten ,sinne des ,wortes ist derjenige ,erlebnisakt1 dessen vollzogenes ,resultat ,natur8 heit4 ,erkanntes und ,natur sind identisch4 ,alles ,erkannte ist1 wie das ,symbol der mathematischen ,zahl bewies1 gleichbedeutend mit dem mechanisch ,begrenzten1 ,gesetzten4 ,natur ist der ,inbegriff des gesetzlich ,notwendigen4 ,es gibt nur ,naturgesetze4 ,kein ,physiker1 der seine ,bestimmung begreift1 wird ber diese ,grenze hinausgehen wollen4 ,seine ,aufgabe ist1 die ,gesamtheit1 das wohlgeordnete ,system aller ,gesetze festzustellen1 die im ,bilde der ,natur auffindbar sind1 mehr noch1 die das ,bild der ,natur erschpfend und ohne ,rest darstellen4 ,andrerseits3 ,anschauen -- ich erinnere an das ,wort ,goethes3 ,das ,anschauen ist vom ,ansehen sehr zu unterscheiden8 -- ist derjenige ,erlebnisakt1 der1 als ,phnomen1 indem er sich vollzieht1 selbst ,geschichte ist4 ,erlebtes ist ,geschehenes1 ist ,geschichte4 ,alles ,geschehen ist einmalig und nie sich wiederholend4 ,es unterliegt dem ,prinzip der ,richtung 7der ,zeit871 der ,nichtumkehrbarkeit4 ,das ,geschehene1 als nunmehr ,gewordnes dem ,werden1 als ,erstarrtes dem ,lebendigen entgegengesetzt1 gehrt unwiderruflich der ,vergangenheit an4 ,das ,gefhl hiervon ist die ,weltangst4 ,alles ,erkannte aber ist zeitlos1 weder vergangen noch zuknftig1 von dauernder ,gltigkeit4 ,dies gehrt zur innern ,beschaffenheit des ,naturgesetzlichen4 ,das ,gesetz1 das ,gesetzte1 ist antihistorisch4 ,es schliet den ,zufall aus4 ,naturgesetze sind ,formen anorganischer ,notwendigkeit4 ,es wird klar1 weshalb ,mathematik als die ,ordnung des ,gewordnen durch die ,zahl sich immer auf ,gesetze und ,kausalitt und nur auf sie bezieht4 ,das ,werden hat keine ,zahl84 ,nur ,lebloses kann gezhlt1 gemessen1 zerlegt werden4 ,das reine ,werden1 das ,leben ist in diesem ,sinne grenzenlos4 ,es liegt jenseits des ,bereiches von ,ursache und ,wirkung1 ,gesetz und ,ma4 ,keine tiefe und echte ,geschichtsforschung wird nach kausaler ,gesetzlichkeit forschen2 andernfalls hat sie ihr eigentliches ,wesen nicht begriffen4 ,indes3 ,geschichte ist kein reines ,werden2 sie ist nur ein ,weltbild1 eine vom einzelnen ausstrahlende ,weltform1 in der das ,werden das ,gewordne beherrscht4 ,auf dem ,gehalt an ,gewordenem beruht die ,mglichkeit1 ihr wissenschaftlich etwas abzugewinnen4 ,und je hher dieser ,gehalt ist1 desto mechanischer1 desto verstandesmiger1 desto kausaler erscheint sie4 ,auch ,goethes lebendige ,natur81 ein vllig unmathematisches ,weltbild1 hatte noch so viel ,gehalt an ,totem und ,starrem1 da er sie wissenschaftlich behandeln konnte4 ,sinkt dieser ,gehalt sehr tief1 ist sie beinahe nur reines ,werden1 so haben wir eine echte ,vision vor uns1 die nur noch ,arten knstlerischer ,rezeption gestattet4 ,was ,dante als ,welthistorie vor seinem geistigen ,auge sah1 htte er nicht wissenschaftlich realisieren knnen1 auch ,goethe nicht1 was er in den ,momenten seiner ,faustentwrfe sah1 ebensowenig ,plotin und ,giordano ,bruno4 ,hier liegt die wichtigste ,ursache des ,streites um die ,struktur der ,geschichte4 ,vor demselben ,objekt1 vor demselben ,tatsachenmaterial hat doch jeder ,betrachter seiner ,anlage nach einen anderen ,eindruck des ,ganzen1 ungreifbar und nicht mitteilbar1 der seiner ,denkart zugrunde liegt und ihr die spezifische persnliche ,farbe gibt4 ,der ,grad von ,gewordnem wird bei zwei ,menschen immer verschieden sein1 ,grund genug1 da sie sich niemals ber das ,thema und die ,methode verstndigen knnen4 ,jeder gibt dem ,mangel an ,denken bei dem andern ,schuld1 und doch ist das mit diesem ,wort bezeichnete ,etwas1 worber niemand ,gewalt hat1 kein ,schlechtersein1 sondern ein notwendiges ,anderssein4 ,dasselbe gilt von aller ,naturwissenschaft4 ,aber man halte fest3 ,geschichte wissenschaftlich behandeln wollen ist im letzten ,grunde immer etwas ,widerspruchsvolles und deshalb ist jede pragmatische ,geschichtsschreibung1 sie sei so gro wie sie wolle1 ein ,kompromi4 ,natur soll man wissenschaftlich traktieren1 ber ,geschichte soll man dichten4 ,alles andere sind unreine ,lsungen -- aus denen allerdings die groe ,mehrzahl aller ,geistesprodukte besteht4 ,auf der andern ,seite1 dort1 wo das ,reich der ,zahlen und des exakten ,wissens herrschen sollte1 hatte ,goethe lebendige ,natur8 gerade das genannt1 was ein unmittelbares ,anschauen des reinen ,werdens und ,sichgestaltens1 mithin im hier festgelegten ,sinne ,geschichte war4 ,seine ,welt war zunchst ein ,organismus1 ein ,wesen1 und man begreift1 da seine ,forschungen1 selbst wenn sie ein uerlich physikalisches ,geprge tragen1 weder ,zahlen noch ,gesetze noch eine in ,formeln gebannte ,kausalitt bezwecken1 da sie vielmehr ,morphologie im hchsten ,sinne sind und damit das spezifisch abendlndische 7und sehr unantike7 ,mittel aller kausalen ,betrachtung1 das messende ,experiment1 vermeiden1 es aber auch nirgends vermissen lassen4 ,seine ,betrachtung der ,erdoberflche ist stets ,geologie1 nie ,mineralogie 7die er die ,wissenschaft von etwas ,totem nannte74 ,es sei noch einmal gesagt3 ,es gibt keine genaue ,grenze zwischen beiden ,arten der ,weltfassung4 ,so sehr ,werden und ,gewordnes ,gegenstze sind1 so sicher ist in jedem ,erlebnisakte beides vorhanden4 ,geschichte erlebt1 wer beides als werdend1 als sich vollendend1 anschaut1 ,natur erkennt1 wer beides als geworden1 als vollendet1 zergliedert4 ,es liegt eine ursprngliche ,anlage in jedem ,menschen1 jeder ,kultur1 jeder ,kulturstufe vor1 eine ursprngliche ,neigung und ,bestimmung1 eine der beiden ,formen als ,ideal vorzuziehen4 ,der ,mensch des ,abendlandes ist in hohem ,grade historisch gestimmt1#cc der antike ,mensch war es um so weniger4 ,wir verfolgen alles ,gegebene im ,hinblick auf ,vergangenheit und ,zukunft1 die ,antike erkannte nur die punktfrmige ,gegenwart als seiend an4 ,der ,rest wurde ,mythus4 ,wir haben in jedem ,takte unsrer ,musik von ,palestrina bis ,wagner auch ein ,symbol des ,werdens vor uns1 die ,griechen in jeder ihrer ,statuen ein ,bild des ,momentes4 ,der ,rhythmus eines ,krpers liegt im ,augenblick1 der ,rhythmus einer ,fuge im ,verlauf4 #c ,so treten die ,prinzipien der ,gestalt und des ,gesetzes vor uns hin als der beiden ,grundformen aller ,weltbildung4 ,je entschiedener ein ,weltbild die ,zge der ,natur trgt1 desto unumschrnkter gilt in ihm das ,gesetz und die ,zahl4 ,je reiner eine ,welt als ein ewig ,werdendes angeschaut wird1 desto zahlenfremder ist die ungreifbare ,flle ihrer ,gestaltung4 ,so unterscheidet sich hinsichtlich der ,methode ,goethes vielberufene exakte sinnliche ,fantasie81 die das ,lebendige unberhrt lt1#cd von dem exakten1 ttenden ,verfahren der modernen ,physik4 ,der ,rest des andern ,elements1 den man immer finden wird1 erscheint in der strengen ,naturwissenschaft unter dem ,phnomen nie zu vermeidender ,theorien und ,hypothesen1 deren anschaulicher ,gehalt alles starr ,zahlenmige und ,formelhafte fllt und trgt1 in der ,geschichtsforschung als ,chronologie1 jenes seltsame und doch nie als dunkles ,rtsel empfundene ,phnomen eines ,zahlennetzes1 das -- als ,kette von ,jahreszahlen1 als ,statistik -- die ,gestaltenwelt umspinnt und durchdringt1 ohne mit dem ,charakter von mathematischen ,zahlen etwas zu tun zu haben4 ,noch etwas andres ist hier zu bemerken4 ,da ein ,werden immer dem ,gewordnen zugrunde liegt und ,geschichte eine ,ordnung des ,weltbildes im ,sinne des ,werdens darstellt1 so ist ,geschichte die ursprngliche und ,natur eine spte1 erst dem ,menschen reifer ,kulturen vollziehbare ,weltform1 nicht umgekehrt1 zu welcher ,annahme das ,vorurteil des stdtischen wissenschaftlichen ,verstandes neigt4 ,in der ,tat ist die dunkle1 urseelenhafte ,umwelt der frhesten ,menschheit1 wovon heute noch ihre religisen ,gebruche und ,mythen zeugen1 jene ,welt voller ,willkr1 feindlicher ,dmonen und launischer ,mchte1 durchaus ein lebendiges1 ungreifbares1 rtselhaft wogendes und unberechenbares ,ganze4 ,mag man sie ,natur nennen1 so ist sie doch nicht unsre ,natur1 der starre ,reflex eines wissenden ,geistes4 ,diese ,urwelt klingt als ein ,stck lngst vergangenen ,menschentums nur in der ,kinderseele und in den groen ,knstlern noch manchmal an1 inmitten einer strengen ,natur81 welche der ,geist reifer ,kulturen mit tyrannischer ,nachdrcklichkeit um den einzelnen aufbaut4 ,hierin liegt der ,grund fr die gereizte ,spannung zwischen wissenschaftlicher 7moderner87 und knstlerischer 7unpraktischer87 ,weltanschauung1 die jede ,sptzeit kennt4 ,der ,tatsachenmensch und der ,dichter werden einander nie verstehen4 ,hier ist auch der ,grund zu suchen1 weshalb jede angestrebte ,geschichtsforschung1 die immer etwas von ,kindheit und ,traum1 etwas ,goethesches in sich tragen mte1 an der ,gefahr vorberstreift1 eine bloe ,physik des ffentlichen ,lebens zu werden1 materialistisch81 wie sie sich selbst ahnungslos genannt hat4 ,natur8 im exakten ,sinne ist die seltnere1 auf den ,menschen der groen ,stdte spter ,kulturen beschrnkte1 mnnliche1 vielleicht schon greisenhafte ,art1 ,wirklichkeit zu besitzen1 ,geschichte die naive und jugendliche1 auch die unbewutere1 die der ganzen ,menschheit eigen ist4 ,so wenigstens steht die zahlenmige1 geheimnislose ,natur des ,aristoteles und ,kant1 der ,sophisten und ,darwinisten1 der modernen ,physik1 der erlebten1 grenzenlosen1 gefhlten ,natur ,homers und der ,edda1 des dorischen und gotischen ,menschen gegenber4 ,es heit das ,wesen aller ,geschichtsbetrachtung verkennen1 wenn man dies bersieht4 ,sie ist die eigentlich natrliche1 die exakte1 mechanisch geordnete ,natur die knstliche ,fassung der ,seele ihrer ,welt gegenber4 ,trotzdem oder gerade deshalb ist dem modernen ,menschen die ,naturwissenschaft leicht1 die ,geschichtsbetrachtung schwer4 ,regungen eines abstrakten1 das heit eben erzwungenen1 knstlichen1 dem naiven ,seelentum fremden ,denkens1 dessen ,tendenz ganz und gar auf mathematische ,begrenzung1 logische ,unterscheidung1 auf ,gesetz und ,kausalitt hinausgeht1 tauchen frh genug auf4 ,man findet sie in den ersten ,jahrhunderten aller ,kulturen1 noch schwach1 vereinzelt1 noch in der ,flle des ,trieblebens verschwindend4 ,ich nenne den ,namen ,roger ,bacons4 ,sie nehmen bald einen strengeren ,charakter an2 es fehlt ihnen1 wie allem geistig ,erkmpften und von der menschlichen ,natur stndig ,bedrohten1 das ,herrische und ,ausschlieende nicht4 ,unvermerkt durchdringt das ,reich des ,rumlich-,begrifflichen -- denn die ,begriffe sind ihrem ,wesen nach ,zahlen1 von rein quantitativer ,beschaffenheit -- die ,auenwelt des ,einzelnen1 bewirkt in1 mit und unter den schlichten ,eindrcken der ,sinnlichkeit einen mechanischen ,zusammenhang kausaler und zahlengesetzlicher ,art und unterwirft zu guter ,letzt das wache ,bewutsein des grostdtischen ,kulturmenschen -- sei es im gyptischen ,theben oder in ,babylon1 in ,benares1 ,alexandria oder in westeuropischen ,weltstdten -- einem so anhaltenden ,zwange des naturgesetzlichen ,denkens1 da das ,vorurteil aller ,philosophie und ,wissenschaft -- denn es ist ein ,vorurteil -- kaum ,widerspruch findet1 dieser ,zustand sei der menschliche ,geist und sein alter ego1 das mechanische ,bild der ,umwelt1 sei die ,welt4 ,aristoteles und ,kant haben das ,urteil sakrosankt gemacht4 ,plato und ,goethe widerlegen es4 #d ,die groe ,aufgabe der ,welterkenntnis1 wie sie dem ,menschen hoher ,kulturen ein ,bedrfnis ist1 eine ,art ,durchdringung seiner ,existenz1 die er sich und ihr schuldig zu sein glaubt1 mag man ihre ,lsung nun ,wissenschaft oder ,philosophie nennen1 mag man ihre ,verwandtschaft zu knstlerischer ,schpfung und glubiger ,intuition mit innerster ,gewiheit fhlen oder bestreiten -- diese ,aufgabe ist sicherlich in jedem ,falle die gleiche3 die ,formensprache des ,weltbildes1 das dem ,dasein des einzelnen vorbestimmt ist1 das er1 solange er nicht vergleicht1 fr die ,welt halten mu1 in ihrer ,reinheit darzustellen4 ,diese ,auflsung der uns umgebenden ,wirklichkeit in ihre -- wie wir glauben -- einfachen ,elemente empfinden wir als die ,lsung des ,rtsels4 ,wir nennen sie ,offenbarung1 ,entdeckung1 ,erkenntnis1 ,erfahrung und sind gewi1 mit ihr den ,inhalt unseres ,daseins bereichert1 ein ,stck von ihm vollendet zu haben4 ,angesichts der ,zweiheit von ,natur und ,geschichte kann diese ,aufgabe eine doppelte sein4 ,beide reden ihre eigene1 in jedem ,betracht verschiedene ,formensprache und in einem ,weltbilde von unentschiedenem ,charakter -- wie es die ,regel ist -- knnen beide einander wohl berlagern und verwirren1 sich aber niemals zur ,einheit verbinden4 ,richtung und ,ausdehnung sind die ,merkmale1 durch die sich historische und naturhafte ,welteindrcke unterscheiden4 ,der ,mensch ist gar nicht imstande1 beides gleichzeitig1 im selben ,augenblick entschieden in ,wirkung zu setzen4 ,das ,wort ,ferne hat einen bezeichnenden ,doppelsinn4 ,dort bedeutet es ,zukunft1 hier eine rumliche ,distanz4 ,man wird bemerken1 da der historische ,materialist die ,zeit mit ,notwendigkeit als ,dimension empfindet4 ,fr den geborenen ,knstler sind umgekehrt1 wie die ,lyrik aller ,vlker beweist1 landschaftliche ,fernen1 ,wolken1 der ,horizont1 die sinkende ,sonne ,eindrcke1 die sich unbezwinglich mit dem ,gefhl von etwas ,knftigem verbinden4 ,der griechische ,dichter verneint die ,zukunft1 folglich sieht1 folglich besingt er dies alles nicht4 ,weil er ganz der ,gegenwart angehrt1 so gehrt er auch ganz der ,nhe4 ,der ,naturforscher1 der produktive ,verstandesmensch im eigentlichen ,sinne1 sei er ,experimentator wie ,faraday1 ,theoretiker wie ,galilei oder ,rechner wie ,newton1 findet in seiner ,welt nur richtungslose ,quantitten1 die er mit1 prft und ordnet4 ,nur ,quantitatives unterliegt der ,fassung durch ,zahlen1 ist kausal determiniert1 kann begrifflich zugnglich gemacht und gesetzlich formuliert werden4 ,damit sind die ,mglichkeiten aller reinen ,naturerkenntnis erschpft4 ,alle ,gesetze sind quantitative ,zusammenhnge oder1 wie der ,physiker es ausdrckt1 alle physikalischen ,vorgnge verlaufen im ,raume4 ,der antike ,physiker wrde diesen ,ausdruck im ,sinne des antiken raumverneinenden ,weltgefhls1 ohne die ,tatsache zu ndern1 dahin korrigiert haben1 da alle ,vorgnge unter ,krpern stattfinden84 ,historischen ,eindrcken ist alles ,quantitative fremd4 ,ihr ,organ ist ein andres4 ,die beiden ,arten von ,rezeption1 welche der ,welt als ,natur und der ,welt als ,geschichte entsprechen1 sind uns wohlbekannt1 so wenig wir uns auch bis jetzt ihres ,gegensatzes bewut gewesen sind4 ,es gibt ,naturerkenntnis und ,menschenkenntnis4 ,es gibt wissenschaftliche ,erfahrung und ,lebenserfahrung4 ,man verfolge den ,gegensatz bis in seine letzten ,konsequenzen und man wird verstehen1 was ich meine4 ,alle ,arten1 die ,welt zu begreifen1 drfen letzten ,endes als ,morphologie bezeichnet werden4 ,die ,morphologie des ,mechanischen und ,ausgedehnten1 eine ,wissenschaft1 die ,naturgesetze und ,kausalbeziehungen entdeckt und ordnet1 heit ,systematik4 ,die ,morphologie des ,organischen1 der ,geschichte und des ,lebens1 alles dessen1 was ,richtung und ,schicksal in sich trgt1 heit ,physiognomik4 ,je historischer ein ,mensch veranlagt ist1 desto mehr wird alles1 was er begreift1 mitteilt1 bildet1 physiognomischen ,charakter tragen4 ,der hellenischen ,statuenkunst lag alles ,physiognomische fern1 nicht weniger dem attischen ,drama4 ,das hat der ,klassizismus ,winckelmanns und ,lessings als das ,allgemein ,menschliche8 miverstanden4 ,goethe war in seiner ,pflanzenlehre wie im ,tasso1 in seiner ,lyrik wie im persnlichen ,umgang ein ,meister der ,physiognomik4 #e ,diese ,art1 die ,welt zu sehen1 hat in den letzten ,stadien der abendlndischen ,zivilisation ihre groe ,zeit noch vor sich4 ,in hundert ,jahren werden alle ,wissenschaften1 die auf diesem ,boden dann noch mglich sind1 ,bruchstcke einer einzigen ungeheuren ,physiognomik alles ,menschlichen sein4 ,das bedeutet ,morphologie der ,weltgeschichte84 ,in jeder ,wissenschaft1 dem ,ziel wie dem ,stoffe nach1 erzhlt der ,mensch sich selbst4 ,wissenschaftliche ,erfahrung ist ,selbsterkenntnis4 ,aus diesem ,gesichtspunkte war soeben die ,mathematik als ,kapitel der ,physiognomik behandelt worden4 ,nicht was der einzelne ,mathematiker beabsichtigt1 kam in ,betracht4 ,der ,fachmann als solcher mit seinen ,tatsachen und ,leistungen scheidet aus4 ,der ,mathematiker als ,mensch1 dessen ,wirksamkeit einen ,teil seiner ,erscheinung1 dessen ,wissen und ,meinen einen ,teil seiner ,gebrde bildet1 ist das ,organ einer ,kultur4 ,durch ihn redet sie von sich4 ,er gehrt als ,person1 als ,geist1 entdeckend1 erkennend1 formend zu ihrer ,physiognomie4 ,jede ,mathematik1 die als wissenschaftliches ,system oder1 wie im ,falle gyptens1 in ,form einer ,architektur die ,idee einer ,zahl allen sichtbar zur ,erscheinung bringt1 ist das ,bekenntnis einer ,seele4 ,so gewi ihre beabsichtigte ,leistung nur der historischen ,oberflche angehrt1 so gewi ist ihr ,unbewutes1 die ,zahl selbst als ,urphnomen und der ,stil ihrer ,entwicklung zu einer abgeschlossenen ,formenwelt1 ,ausdruck des ,daseins1 des ,blutes4 ,ihre ,lebensgeschichte1 ihr ,aufblhen und ,verdorren1 ihre tiefe ,beziehung zu den bildenden ,knsten1 zu ,mythen und ,kulten derselben ,kultur1 das alles gehrt zu einer noch kaum fr mglich gehaltenen ,morphologie der zweiten1 der historischen ,art4 ,die sichtbare ,auenseite aller ,historie hat demnach dieselbe ,bedeutung wie die uere ,erscheinung des einzelnen ,menschen1 ,wuchs1 ,miene1 ,haltung1 ,gang1 ,sprache1 ,ttigkeit4 ,das alles ist fr den ,menschenkenner da4 ,der ,leib1 das ,begrenzte1 ,gewordne1 ,vergngliche ist ,ausdruck der ,seele4 ,aber ,menschenkenner sein bedeutet auch jene menschlichen ,organismen grten ,stils1 die ich ,kulturen nenne1 kennen1 ihre ,miene1 ihre ,sprache1 ihre ,handlungen begreifen1 wie man die eines einzelnen ,menschen begreift4 ,geschichte als ,philosoph schreiben heit das tun1 was ,shakespeare tat1 als er seine ,tragdien einzelner ,menschen schrieb4 ,physiognomik ist die ins ,geistige bersetzte ,kunst des ,portrts4 ,don ,quijote1 ,werther1 ,julian ,sorel sind die ,portrts einer ,epoche4 ,faust ist das ,portrt einer ganzen ,kultur4 ,der ,naturforscher1 der ,morphologe als ,systematiker1 kennt das ,portrt der ,welt nur als imitative ,aufgabe4 ,das bedeutet ,naturtreue81 hnlichkeit8 fr den malenden ,handwerker1 der im ,grunde ganz mathematisch zu ,werke geht4 ,ein echtes ,portrt im ,sinne ,rembrandts ist ,physiognomik1 ist ,historie4 ,die ,reihe seiner ,selbstbildnisse ist nichts andres als eine -- echt ,goethesche -- ,selbstbiographie4 ,so soll die ,biographie der groen ,kulturen geschrieben werden4 ,der imitative ,teil1 die ,arbeit des ,fachhistorikers an ,daten und ,zahlen1 ist nur ,mittel1 nicht ,ziel4 ,zu den ,zgen im ,antlitz der ,historie gehrt alles1 was man bis jetzt nur nach persnlichen ,mastben1 nach ,nutzen und ,schaden1 ,gut und ,bse1 ,gefallen und ,mifallen zu werten verstanden hat1 eine ,staatsform wie eine ,wirtschaftsform1 ,schlachten wie ,knste1 ,wissenschaften wie ,gtter1 ,mathematik wie ,moral4 ,alles1 was berhaupt geworden ist1 alles1 was erscheint1 ist ,symbol1 ist ,ausdruck einer ,seele4 ,es will mit dem ,auge des ,menschenkenners betrachtet1 es will nicht in ,gesetze gebracht1 es will in seiner ,bedeutung gefhlt werden4 ,und so erhebt sich die ,untersuchung zu einer letzten und hchsten ,gewiheit3 ,alles ,vergngliche ist nur ein ,gleichnis4 ,zur ,naturerkenntnis kann man erzogen werden1 der ,geschichtskenner wird geboren4 ,er begreift und durchdringt mit einem ,schlage1 aus einem ,gefhl heraus1 das man nicht lernt1 das jeder absichtlichen ,einwirkung entzogen ist1 das dem ,willen nicht unterliegt1 das in seinen hchsten ,momenten sich selten genug einstellt4 ,zerlegen1 definieren1 ordnen1 nach ,ursache und ,wirkung abgrenzen kann man1 wenn man will4 ,das ist eine ,arbeit1 das andre ist eine ,schpfung4 ,gestalt und ,gesetz1 ,gleichnis und ,begriff1 ,symbol und ,formel haben ein sehr verschiedenes ,organ4 ,es ist das ,verhltnis von ,leben und ,tod1 von ,zeugen und ,zerstren1 das hier erscheint4 ,der ,verstand1 der ,begriff ttet1 indem er erkennt84 ,er macht das ,erkannte zum starren ,gegenstand1 der sich messen und teilen lt4 ,das ,anschauen beseelt4 ,es verleibt das ,einzelne einer lebendigen1 innerlich gefhlten ,einheit ein4 ,dichten und ,geschichtsforschung sind verwandt1 ,rechnen und ,erkennen sind es auch4 ,aber -- wie ,hebbel einmal sagt3 ,systeme werden nicht ertrumt1 ,kunstwerke nicht errechnet oder1 was dasselbe ist1 erdacht48 ,der ,knstler1 der echte ,historiker schaut1 wie etwas wird4 ,er erlebt das ,werden in den ,zgen des ,betrachteten noch einmal4 ,der ,systematiker1 sei er ,physiker1 ,darwinist1 oder schreibe er pragmatische ,historie1 erfhrt1 was geworden ist4 ,die ,seele eines ,knstlers ist wie die ,seele einer ,kultur etwas1 das sich verwirklichen mchte1 etwas vollstndiges und vollkommenes1 in der ,sprache einer altern ,philosophie3 ,mikrokosmos4 ,der ,geist des ,physikers1 eine spte1 engere und vorbergehende ,erscheinung1 gehrt in die reifsten ,stadien einer ,kultur4 ,er ist an das ,phnomen der ,stdte gebunden1 in denen sich ihr ,leben mehr und mehr zusammendrngt1 und er verschwindet wieder mit ihnen4 ,antike ,wissenschaft gibt es nur von den ,ioniern des #f4 ,jahrhunderts an bis zur ,rmerzeit4 ,antike ,knstler gibt es1 solange es eine ,antike gibt4 ,ein ,schema mge wieder zur ,verdeutlichung dienen3 ,seele ,welt ,bewutsein ,mglichkeit -- ,vollendung -- ,wirklichkeit 7,leben7 v ,werden ------ ,gewordenes ,anschauung ,richtung ,ausdehnung und ,organisch ,mechanisch ,erkenntnis ,symbol1 ,bild ,zahl1 ,begriff _/ ,x ,v ,v ,geschichte ,natur ,gestalt ,gesetz ,weltbild ,physiognomik ,systematik 7,religion1 ,kunst7 7,wissenschaft1 ,praxis7 ,versucht man sich ber das ,prinzip der ,einheit klar zu werden1 aus welcher jede der beiden ,welten aufgefat wird1 so findet man1 da mathematisch geregelte ,erkenntnis1 und zwar desto entschiedener1 je reiner sie ist1 sich durchaus auf ein bestndig ,gegenwrtiges bezieht4 ,das ,bild der ,natur1 wie es der ,physiker betrachtet1 ist das augenblicklich vor seinen ,sinnen sich entfaltende4 ,zu den meist verschwiegenen1 aber um so festeren ,voraussetzungen aller ,naturforschung gehrt die1 da die ,natur fr alle und zu allen ,zeiten dieselbe sei4 ,ein ,experiment entscheidet fr immer84 ,wirkliche ,geschichte aber beruht auf dem ebenso gewissen innern ,gefhl des ,gegenteils4 ,geschichte setzt als ihr ,organ eine schwer zu beschreibende ,art innerer ,sinnlichkeit voraus1 deren ,eindrcke in unendlicher ,wandlung begriffen sind1 mithin in einem ,zeitpunkte gar nicht zusammengefat werden knnen4 7,von der vermeintlichen ,zeit8 der ,physiker wird spter die ,rede sein47 ,das ,bild der ,geschichte -- sei es die der ,menschheit1 der ,organismenwelt1 der ,erde1 der ,fixsternsysteme -- ist ein ,gedchtnisbild4 ,und zwar kann man die frhere ,unterscheidung wiederholen und sagen1 da ,natur8 ein ,weltbild sei1 in welchem das ,gedchtnis der ,einheit des unmittelbar ,sinnlichen unterworfen ist1 ,geschichte8 dasjenige1 in welchem das ,gedchtnis die ,eindrcke der ,sinne sich einverleibt4 ,gedchtnis wird hier als ein hherer ,zustand aufgefat1 der durchaus nicht jeder ,seele eigen und vielen nur in geringem ,grade verliehen ist1 eine ,art ,einbildungskraft1 die jeden ,augenblick sub specie aeternitatis1 in steter ,beziehung auf alles ,vergangene und ,zuknftige durchlebt werden lt2 es ist die ,voraussetzung jeder ,art von reflektierender ,beschaulichkeit1 von ,selbsterkenntnis und ,selbstbekenntnis4 ,in diesem ,sinne besitzt der antike ,mensch kein ,gedchtnis1 mithin keine ,geschichte1 weder in sich noch um sich4 7ber ,geschichte kann niemand urteilen1 als wer an sich selbst ,geschichte erlebt hat48 ,goethe47 ,im antiken ,weltbewutsein wird alles ,vergangene im ,augenblicklichen aufgesaugt4 ,man vergleiche die uerst historischen8 ,kpfe der ,naumburger ,domskulpturen1 ,drers1 ,rembrandts mit denen hellenistischer ,bildnisse1 etwa der bekannten ,sophoklesstatue4 ,die einen erzhlen die ganze ,geschichte einer ,seele1 die ,zge des andern beschrnken sich streng auf den ,ausdruck eines augenblicklichen innern ,zustandes4 ,sie schweigen von allem1 was im ,laufe eines ,lebens zu diesem ,zustande gefhrt hat -- wenn davon bei einem echt antiken ,menschen1 der immer fertig1 nie ein ,werdender ist1 berhaupt die ,rede sein kann4 #f ,und nun ist es mglich1 die letzten ,elemente der historischen ,formenwelt aufzufinden4 ,unzhlige ,gestalten1 in endloser ,flle auftauchend1 verschwindend1 sich abhebend1 wieder verflieend1 ein in tausend ,farben und ,lichtern blinkendes ,gewirr von anscheinend freiester ,zuflligkeit -- das ist zunchst das ,bild der ,weltgeschichte1 wie sie als ,ganzes vor dem anschauenden ,geiste sich ausbreitet4 ,der tiefer ins ,wesenhafte dringende ,blick aber hebt aus dieser ,willkr reine ,formen hervor1 die dicht verhllt und nur widerwillig sich entschleiernd allem menschlichen ,werden zugrunde liegen4 ,vom ,bilde des gesamten ,weltwerdens1 wie es das faustische ,auge umfat1 dem ,werden der ,sternensysteme1 der ,erdoberflche1 der ,lebewesen1 betrachten wir jetzt nur die uerst kleine morphologische ,einheit der ,weltgeschichte8 im landlufigen ,sinne1 der von ,goethe wenig geachteten ,geschichte des hheren ,menschentums1 die wenig mehr als #fjjj ,jahre umfat1 ohne auf das tiefe ,problem der ,symmetrie all dieser ,gebilde einzugehen4 ,was dieser flchtigen ,formenwelt ,sinn und ,gehalt gibt und was bis jetzt tief verschttet unter der kaum verstandenen ,masse handgreiflicher ,daten8 und ,tatsachen8 lag1 ist das ,phnomen der groen ,kulturen4 ,erst nachdem diese ,urformen in ihrer physiognomischen1 organischen ,bedeutsamkeit erschaut1 gefhlt1 herausgearbeitet worden sind1 kann das ,wesen der ,geschichte -- gegenber dem ,wesen der ,natur -- als verstanden gelten4 ,erst von diesem ,ein- und ,ausblicke an darf von einer ,philosophie der ,geschichte ernsthaft die ,rede sein4 ,erst dann ist es mglich1 jedes ,faktum im historischen ,bilde1 jeden ,gedanken1 jede ,kunst1 jeden ,krieg1 jede ,persnlichkeit1 jede ,epoche ihrem symbolischen ,gehalte nach zu begreifen und die ,geschichte selbst nicht mehr als bloe ,summe von ,vergangenem ohne eigentliche ,ordnung und innere ,notwendigkeit zu begreifen1 sondern als einen ,organismus von strengstem ,bau und sinnvollster ,gliederung1 in dessen ,entwicklung die zufllige ,gegenwart des ,betrachters keinen ,abschnitt bezeichnet und die ,zukunft nicht mehr formlos und unbestimmbar erscheint4 ,kulturen sind ,organismen4 ,kulturgeschichte ist ihre ,biographie4 ,die in historischer ,erscheinung -- im ,gedchtnisbilde -- uns vorliegende ,geschichte der chinesischen oder antiken ,kultur ist morphologisch das genaue ,seitenstck zur ,geschichte des einzelnen ,menschen1 eines ,tieres1 eines ,baumes oder einer ,blume4 ,will man ihre ,struktur kennen lernen1 so hat die vergleichende ,morphologie der ,pflanzen und ,tiere lngst die ,methode dazu vorbereitet4#ce ,im ,phnomen der einzelnen1 aufeinander folgenden1 nebeneinander aufwachsenden1 sich berhrenden1 berschattenden1 erdrckenden ,kulturen erschpft sich der ,gehalt aller ,historie4 ,und lt man ihre ,gestalten1 die bis jetzt nur allzu gut unter der ,oberflche einer trivial fortlaufenden ,geschichte der ,menschheit8 verborgen lagen1 im ,geiste vorberziehen1 so mu es gelingen1 den ,typus1 die ,urgestalt der ,kultur1 frei von allem ,trbenden und ,unbedeutenden1 aufzufinden1 die allen einzelnen ,kulturen als ,formideal zugrunde liegt4 ,ich unterscheide die ,idee einer ,kultur1 ihre inneren ,mglichkeiten1 von ihrer sinnlichen ,erscheinung im ,bilde der ,geschichte als der vollzogenen ,verwirklichung4 ,es ist das ,verhltnis der ,seele zum ,krper1 ihrem ,ausdruck im ,bereiche des ,ausgedehnten und ,gewordenen4 ,geschichte einer ,kultur ist die ,verwirklichung ihres ,mglichen4 ,die ,vollendung ist gleichbedeutend mit dem ,ende4 ,so verhlt sich die apollinische ,seele1 deren ,idee einige von uns vielleicht noch einmal fhlen und nacherleben knnen1 zu ihrer rumlichen ,entfaltung1 der wissenschaftlich zugnglichen ,antike81 deren ,physiognomie der ,archologe1 der ,philologe1 der sthetiker und der ,historiker studieren4 ,kultur ist das ,urphnomen aller vergangenen und knftigen ,weltgeschichte4 ,die tiefe und wenig gewrdigte ,idee ,goethes1 die er in seiner lebendigen ,natur fand und seinen morphologischen ,forschungen stets zugrunde gelegt hat1 soll hier in ihrem genauesten ,sinne auf all die vollkommen ausgereiften1 in der ,blte erstorbenen1 halbentwickelten1 im ,keim erstickten ,bildungen der menschlichen ,geschichte angewendet werden4 ,hier redet nicht der analysierende ,verstand1 sondern das unmittelbare ,weltgefhl1 das ,anschauen4 ,das ,hchste1 wozu der ,mensch gelangen kann1 ist das ,erstaunen1 und wenn ihn das ,urphnomen in ,erstaunen setzt1 so sei er zufrieden1 ein ,hheres kann es ihm nicht gewhren und ein ,weiteres soll er nicht dahinter suchen3 hier ist die ,grenze48 ,ein ,urphnomen ist dasjenige1 in welchem die ,idee des ,werdens rein vor ,augen liegt4 ,goethe sah die ,idee der ,urpflanze in der ,gestalt jeder einzelnen1 zufllig entstandenen oder berhaupt mglichen ,pflanze klar vor seinem geistigen ,auge4 ,er fhlte hier den ,sinn des ,werdens mit aller ,deutlichkeit4 ,er ging bei seiner groen ,entdeckung des os intermaxillare1 die allein alle ,leistungen ,darwins aufwiegt1 vom ,urphnomen des ,wirbeltiertypus1 auf anderem ,gebiete von der geologischen ,schichtung1 vom ,blatt als der ,urform aller pflanzlichen ,organe1 von der ,metamorphose der ,pflanzen als dem ,urbild alles organischen ,werdens aus4 ,dasselbe ,gesetz wird sich auf alles brige ,lebendige anwenden lassen81 schrieb er aus ,neapel an ,herder1 als er ihm seine ,entdeckung mitteilte4 ,das #ai4 historische8 ,jahrhundert hat ihn nicht verstanden4 ,das ,urphnomen ist1 wie ,goethe mit ,entschiedenheit betont1 reine ,anschauung einer ,idee1 nicht ,erkenntnis eines ,begriffes4 ,alle ,geschichtsschreibung aber ist bisher eine durchaus anorganische ,kombination objektiver ,tatsachen und ,beobachtungen gewesen1 die sich bestenfalls aus einem ,erkenntnisprinzip von sozialer oder politischer1 jedenfalls kausaler ,formulierung ergab1 das man in ,wirklichkeit der ,naturforschung und zwar der materialistischen abgelauscht hatte4 ,wenn man sich nicht im ,stile ,hegels und ,schellings in ,abstrusitten verlor1 so trieb man ,systematik4 ,der ,darwinismus mit seinen mglichst massiven1 mglichst praktischen ,ursachen8 -- die der westeuropische ,grostadtmensch sonst nicht als ,ursachen von ,wirkungen begriffen htte -- ist tatschlich die bertragung parteipolitischer ,plattheiten auf die ,erscheinungen der ,tierwelt1 aber andererseits sind die ,prinzipien der heute so wirtschaftlich8 gestimmten ,geschichtsschreibung biologische1 vom ,darwinismus zurckeroberte ,plattheiten4 ,von einer strengen und klaren ,physiognomik1 deren exakte ,methoden erst noch zu finden waren1 ist niemals die ,rede gewesen4 ,hier liegt die ,aufgabe des #bj4 ,jahrhunderts vor1 die ,struktur der historischen ,organismen blozulegen1 das morphologisch ,notwendige vom ,zuflligen zu unterscheiden1 den ,ausdruck aller historischen ,zge zu entziffern und den letzten ,sinn dieser stummen ,sprache aufzufinden4 ,die bisher abgelaufene ,geschichte ist nicht bersichtlich4 ,als ganz ausgereifte ,gebilde1 deren jedes also den ,krper eines zur inneren ,vollendung gelangten ,seelentums reprsentiert1 darf man die chinesische1 babylonische1 gyptische1 indische1 antike1 arabische1 abendlndische und die ,mayakultur betrachten4 ,als im ,entstehen begriffen kommt die russische in ,betracht4 ,die ,zahl der nicht zur ,reife gelangten ,kulturen ist gering2 die persische1 hettitische und die der ,kitschua befinden sich darunter4 ,fr das ,verstndnis des ,urphnomens selbst sind sie ohne ,bedeutung4 #g ,eine unbersehbare ,masse menschlicher ,wesen1 ein uferloser ,strom1 der aus dunkler ,vergangenheit hervortritt1 dort1 wo unser ,zeitgefhl seine ordnende ,wirksamkeit verliert und die ruhelose ,phantasie -- oder ,angst -- in uns das ,bild geologischer ,erdperioden hingezaubert hat1 um ein nie zu lsendes ,rtsel dahinter zu verbergen1 der sich in eine ebenso dunkle und zeitlose ,zukunft verliert3 das ist der ,untergrund des ,bildes der ,menschengeschichte4 ,der einfrmige ,wellenschlag zahlloser ,generationen bewegt die weite ,flche4 ,glitzernde ,streifen breiten sich aus4 ,flchtige ,lichter ziehen und tanzen darber hin1 verwirren und trben den klaren ,spiegel1 verwandeln sich1 blitzen auf und verschwinden4 ,wir haben sie ,geschlechter1 ,stmme1 ,vlker1 ,rassen genannt4 ,sie fassen eine ,reihe von ,generationen in einem beschrnkten ,kreise der historischen ,oberflche zusammen4 ,wenn die gestaltende ,kraft in ihnen erlischt -- und diese ,kraft ist eine sehr verschiedene und bestimmt eine sehr verschiedene ,dauer und ,plastizitt dieser ,phnomene im voraus --1 erlschen auch die physiognomischen1 sprachlichen1 geistigen ,merkmale und die ,erscheinung lst sich wieder in dem ,chaos der ,generationen auf4 ,arier1 ,mongolen1 ,germanen1 ,kelten1 ,parther1 ,franken1 ,karthager1 ,berber1 ,bantu sind ,namen fr hchst verschiedenartige ,gebilde dieser ,ordnung4 ber diese ,flche hin aber ziehen die groen ,kulturen ihre majesttischen ,wellenkreise4 ,sie tauchen pltzlich auf1 verbreiten sich in prachtvollen ,linien1 gltten sich1 verschwinden und der ,spiegel der ,flut liegt wieder einsam und schlafend da4 ,eine ,kultur wird in dem ,augenblick geboren1 wo eine groe ,seele aus dem urseelenhaften ,zustande ewig-kindlichen ,menschentums erwacht1 sich ablst1 eine ,gestalt aus dem ,gestaltlosen1 ein ,begrenztes und ,vergngliches aus dem ,grenzenlosen und ,verharrenden4 ,sie erblht auf dem ,boden einer genau abgrenzbaren ,landschaft1 an die sie pflanzenhaft gebunden bleibt4 ,eine ,kultur stirbt1 wenn diese ,seele die volle ,summe ihrer ,mglichkeiten in der ,gestalt von ,vlkern1 ,sprachen1 ,glaubenslehren1 ,knsten1 ,staaten1 ,wissenschaften verwirklicht hat und damit wieder ins ,urseelentum zurckkehrt4 ,ihr lebendiges ,dasein aber1 jene ,folge groer ,epochen1 die in strengem ,umri die fortschreitende ,vollendung bezeichnen1 ist ein tiefinnerlicher1 leidenschaftlicher ,kampf um die ,behauptung der ,idee gegen die ,mchte des ,chaos nach auen1 gegen das ,unbewute nach innen1 in das sie sich grollend zurckgezogen haben4 ,nicht nur der ,knstler kmpft gegen den ,widerstand der ,materie und gegen die ,vernichtung der ,idee in sich4 ,jede ,kultur steht in einer tief symbolischen ,beziehung zu ,stoff und ,raum1 in dem1 durch den sie sich realisieren will4 ,ist das ,ziel erreicht und die ,idee1 die ganze ,flle innerer ,mglichkeiten vollendet und nach auen hin verwirklicht1 so erstarrt die ,kultur pltzlich1 sie stirbt ab1 ihr ,blut gerinnt1 ihre ,krfte brechen -- sie wird zur ,zivilisation4 ,so kann sie1 ein abgestorbener ,baumriese im ,urwald1 noch ,jahrhunderte hindurch die morschen ste emporstrecken4 ,wir sehen es an gypten1 an ,china1 an ,indien1 an der ,welt des ,islam4 ,so ragte die antike ,zivilisation der ,kaiserzeit mit einer scheinbaren ,jugendkraft und ,flle riesenhaft auf und nahm der jungen arabischen ,kultur des ,ostens ,luft und ,licht4 ,dies ist der ,sinn aller ,untergnge in der ,geschichte1 von denen der in seinen ,umrissen deutlichste als ,untergang der ,antike8 vor uns steht1 whrend wir die frhesten ,anzeichen des eignen1 eines nach ,verlauf und ,dauer jenem vllig kongruenten ,ereignisses1 das den ersten ,jahrhunderten des nchsten ,jahrtausends angehrt1 den ,untergang des ,abendlandes81 heute schon deutlich in und um uns spren4 ,jede ,kultur durchluft die ,altersstufen des einzelnen ,menschen4 ,jede hat ihre ,kindheit1 ihre ,jugend1 ihre ,mnnlichkeit und ihr ,greisentum4 ,eine junge1 verschchterte1 ahnungsschwere ,seele offenbart sich in der ,morgenfrhe der ,romanik und ,gotik4 ,sie erfllt die faustische ,landschaft von der ,provence der ,troubadoure an bis zum ,hildesheimer ,bischof ,bernwards4 ,hier weht ,frhlingswind4 ,man sieht in den ,werken der altdeutschen ,baukunst81 sagt ,goethe1 die ,blte eines auerordentlichen ,zustandes4 ,wem eine solche ,blte unmittelbar entgegentritt1 der kann nichts als anstaunen2 wer aber in das geheime innere ,leben der ,pflanze hineinsieht1 in das ,regen der ,krfte und wie sich die ,blte nach und nach entwickelt1 der sieht die ,sache mit ganz andern ,augen1 der wei1 was er sieht48 ,kindheit spricht ebenso und in ganz verwandten ,lauten aus der frhhomerischen ,dorik1 aus der altchristlichen1 das heit frharabischen ,kunst und aus den ,werken des mit der #d4 ,dynastie beginnenden ,alten ,reiches in gypten4 ,da ringt ein mythisches ,weltbewutsein mit allem ,dunklen und ,dmonischen in sich und in der ,natur wie mit einer ,schuld1 um langsam dem reinen lichtklaren ,ausdruck eines endlich gewonnenen und begriffenen ,daseins entgegen zu reifen4 ,je mehr sich eine ,kultur der ,mittagshhe ihres ,daseins nhert1 desto mnnlicher1 herber1 beherrschter1 gesttigter wird ihre endlich gesicherte ,formensprache1 desto gewisser ist sie im ,gefhl ihrer ,kraft1 desto klarer werden ihre ,zge4 ,in der ,frhzeit ist das alles noch dumpf1 verworren1 suchend1 von kindlicher ,sehnsucht und ,angst zugleich erfllt4 ,man betrachte die ,ornamentik romanischer ,kirchenportale ,sachsens und des sdlichen ,frankreichs4 ,man denke an die ,vasen des ,dipylonstils4 ,jetzt1 im vollen ,bewutsein der gereiften ,gestaltungskraft1 wie sie die ,zeitalter des ,sesostris1 der ,peisistratiden1 ,justinians ,i41 der spanischen ,weltmacht ,karls ,v4 zeigen1 erscheint jede ,einzelheit des ,ausdruckes gewhlt1 streng1 gemessen1 von einer wunderbaren ,leichtigkeit und ,selbstverstndlichkeit4 ,hier finden sich berall ,momente von einer leuchtenden ,vollkommenheit1 ,momente1 in denen der ,kopf ,amenemhets ,,iii4 7die ,hyksossphinx von ,tanis71 die ,wlbung der ,hagia ,sophia1 die ,gemlde ,tizians entstanden sind4 ,noch spter1 zart1 beinahe zerbrechlich1 von der wehen ,sigkeit der letzten ,oktobertage sind die knidische ,aphrodite und die ,korenhalle des ,erechtheion1 die ,arabesken an sarazenischen ,hufeisenbgen1 der ,dresdner ,zwinger1 ,watteau und ,mozart4 ,zuletzt1 im ,greisentum der anbrechenden ,zivilisation1 erlischt das ,feuer der ,seele4 ,die abnehmende ,kraft wagt sich noch einmal1 mit halbem ,erfolge -- im ,klassizismus1 der keiner erlschenden ,kultur fremd ist -- an eine groe ,schpfung2 die ,seele denkt noch einmal -- in der ,romantik -- wehmtig an ihre ,kindheit zurck4 ,endlich verliert sie1 mde1 verdrossen und kalt1 die ,lust am ,dasein und sehnt sich -- wie in der ,rmerzeit -- aus dem tausendjhrigen ,lichte wieder in das ,dunkel urseelenhafter ,mystik1 in den ,mutterscho1 ins ,grab zurck4 ,das ist der ,zauber1 den damals der ,isis-1 ,serapis-1 ,horus-1 ,mithraskult auf das sterbende ,rmertum ausbten1 dieselben ,kulte1 welche eine eben ertagende ,seele im ,osten als den frhesten1 trumerischen1 ngstlichen ,ausdruck ihres ,seins konzipiert und mit einer neuen ,innerlichkeit erfllt hatte4 #h ,man spricht vom ,habitus einer ,pflanze und meint damit die ihr allein zugehrige ,art der uern ,erscheinung1 den ,charakter und ,stil ihres ,hervortretens in den ,bereich des ,gewordnen und ,ausgedehnten1 durch den sich jede in jedem ihrer ,teile und auf jeder ,altersstufe von den ,exemplaren aller andern ,gattungen unterscheidet4 ,ich wende diesen fr die ,physiognomik wichtigen ,begriff auf die groen ,organismen der ,geschichte an und spreche von dem ,habitus indischer1 gyptischer1 antiker ,kultur1 ,geschichte oder ,geistigkeit4 ,ein unbestimmtes ,gefhl davon hat immer schon dem ,stilbegriff zugrunde gelegen und es heit ihn nur verdeutlichen und vertiefen1 wenn man vom religisen1 geistigen1 politischen1 sozialen1 wirtschaftlichen ,stil einer ,kultur1 berhaupt vom ,stil einer ,seele spricht4 ,dieser ,habitus des bewuten ,daseins1 der beim einzelnen ,menschen sich auf ,gesinnungen1 ,gedanken1 ,gebrden1 ,handlungen erstreckt1 umfat im ,dasein ganzer ,kulturen den gesamten ,lebensausdruck hherer ,ordnung1 wie die ,wahl bestimmter ,kunstgattungen 7der ,rundplastik1 des ,fresko durch die ,hellenen1 des ,kontrapunkts1 der lmalerei im ,abendlande71 und die entschiedene ,ablehnung anderer 7der ,plastik durch die ,araber71 den ,hang zur ,esoterik 7,indien7 oder ,popularitt 7,antike71 zur ,rede 7,antike7 oder ,schrift 7,china1 ,abendland7 als den ,formen der geistigen ,mitteilung1 den ,typus ihrer ,staatenbildungen1 ,geldsysteme1 ffentlichen ,sitten4 ,alle groen ,persnlichkeiten der ,antike bilden -- ganz mathematisch betrachtet -- eine ,gruppe1 deren seelischer ,habitus von dem aller groen ,menschen der arabischen oder abendlndischen ,gruppe wohl unterschieden ist4 ,man vergleiche selbst ,goethe oder ,raffael mit antiken ,menschen und ,heraklit1 ,sophokles1 ,plato1 ,alkibiades1 ,themistokles1 ,horaz1 ,tiberius rcken sofort zu einer einzigen ,familie zusammen4 ,jede antike ,weltstadt1 vom ,syrakus des ,hieron bis zum kaiserlichen ,rom1 ist als ,verkrperung und ,sinnbild eines und desselben ,lebensgefhls1 nach ,grundri1 ,straenbild1 ,sprache der privaten und ffentlichen ,architektur1 nach dem ,typus von ,pltzen1 ,gassen1 ,hfen1 ,fassaden1 nach ,farbe1 ,lrm1 ,gewimmel1 nach dem ,geist ihrer ,nchte von der ,gruppe der indischen1 der arabischen1 der abendlndischen ,weltstdte streng unterschieden4 ,im eroberten ,granada war die ganze ,seele arabischer ,stdte1 ,bagdads und ,kairos1 noch lange fhlbar1 whrend in dem ,madrid ,philipps ,,ii4 schon alle physiognomischen ,merkmale der modernen ,stadtbilder von ,berlin1 ,london und ,paris anzutreffen sind4 ,es liegt eine hohe ,symbolik in jedem unterscheidenden ,moment2 man denke an den abendlndischen ,hang zu gradlinigen ,perspektiven und ,straenfluchten wie dem mchtigen ,zuge der ,champs ,elyses vom ,louvre an oder dem ,platz vor der ,peterskirche und dessen ,gegensatz in der fast absichtlichen ,verworrenheit und ,enge der ,via sacra1 des ,forum ,romanum und der ,akropolis mit ihrer unsymmetrischen und unperspektivischen ,ordnung der ,teile4 ,auch der ,stdtebau wiederholt1 ob aus ,instinkt wie in der ,gotik oder bewut wie seit ,alexander und ,napoleon1 das ,prinzip der leibnizschen ,mathematik des unendlichen ,raumes und der euklidischen der vereinzelten ,krper4 ,zum ,habitus einer ,gruppe von ,organismen gehrt aber auch eine bestimmte ,lebensdauer und ein bestimmtes ,tempo der ,entwicklung4 ,diese ,begriffe drfen in einer ,strukturlehre der ,historie nicht fehlen4 ,der ,takt des antiken ,daseins war ein anderer als der des gyptischen oder arabischen4 ,man darf vom ,andante des hellenisch-rmischen und vom ,allegro con brio des faustischen ,geistes reden4 ,mit dem ,begriff der ,lebensdauer eines ,menschen1 eines ,adlers1 einer ,schildkrte1 einer ,eiche oder ,palme verbindet sich1 ganz unabhngig von allen ,zuflligkeiten des ,einzelschicksals1 ein bestimmter ,wert4 ,zehn ,jahre sind im ,leben aller ,menschen ein annhernd gleichbedeutender ,abschnitt1 und die ,metamorphose der ,insekten knpft sich in einzelnen ,fllen an eine im voraus genau bekannte ,anzahl von ,tagen4 ,die ,rmer verbanden mit ihren ,begriffen pueritia1 adolescentia1 juventus1 virilitas1 senectus eine geradezu mathematisch genaue ,vorstellung4 ,die ,biologie der ,zukunft wird ohne ,zweifel die vorbestimmte ,lebensdauer der ,arten und ,gattungen -- im ,gegensatz zum ,darwinismus und mit grundstzlicher ,ausschaltung kausaler ,zweckmigkeitsmotive fr die ,entstehung der ,arten -- zum ,ausgangspunkt einer ganz neuen ,problemstellung machen4 ,die ,dauer einer ,generation -- gleichviel von was fr ,wesen -- ist ein ,wert von beinahe mystischer ,bedeutung4 ,diese ,beziehungen besitzen nun auch1 in einer bisher nie geahnten ,weise1 fr alle ,kulturen ,geltung4 ,jede ,kultur1 jede ,frhzeit1 jeder ,aufstieg und ,niedergang1 jede ihrer notwendigen ,phasen hat eine bestimmte1 immer gleiche1 immer mit dem ,nachdruck eines ,symbols wiederkehrende ,dauer4 ,in diesem ,buche mu darauf verzichtet werden1 diese ,welt geheimnisvollster ,zusammenhnge zu erschlieen1 aber die im folgenden immer wieder aufleuchtenden ,tatsachen werden verraten1 was alles hier verborgen liegt4 ,was bedeutet die in allen ,kulturen herrschende #ej;jhrige ,periode im ,rhythmus des politischen1 geistigen1 knstlerischen ,werdens8#cf 7,das seelische ,verhltnis des ,grovaters zum ,enkel liegt hier zugrunde47#cg ,was die #cjj;jhrigen ,perioden der ,gotik1 des ,barock1 der ,dorik1 der ,ionik1 der groen ,mathematiken1 der attischen ,plastik1 der ,mosaikmalerei1 des ,kontrapunkts1 der galileischen ,mechanik8 ,was bedeutet die ideale ,lebensdauer von einem ,jahrtausend fr jede ,kultur im ,vergleich zu der des ,einzelnen1 dessen ,leben #gj ,jahre whrt88 ,wie ,bltter1 ,blten1 ,zweige1 ,frchte in ,tracht1 ,form und ,haltung ein ,pflanzendasein zum ,ausdruck bringen1 so tun es die ethischen1 mathematischen1 politischen1 wirtschaftlichen ,bildungen im ,dasein einer ,kultur4 ,was etwa fr ,goethes ,individualitt eine ,reihe so verschiedenartiger uerungen wie der ,faust1 die ,farbenlehre1 der ,reineke ,fuchs1 ,tasso1 ,werther1 die ,reise nach ,italien1 die ,liebe zu ,friederike1 der ,divan und die rmischen ,elegien waren1 das bedeuten fr die ,individualitt der ,antike die ,perserkriege1 die attische ,tragdie1 die ,polis1 das ,dionysische so gut wie die ,tyrannis1 die ionische ,sule1 die ,geometrie ,euklids1 der ,garten ,epikurs1 die rmische ,legion1 die ,gladiatorenkmpfe und das panem et circenses8 der ,kaiserzeit4 ,in diesem ,sinne wiederholt mit tiefster ,notwendigkeit jedes irgendwie bedeutende ,einzeldasein alle ,phasen der ,kultur1 der es angehrt4 ,in jedem von uns erwacht das ,innenleben -- in jenem entscheidenden ,moment1 von dem an man wei1 da man ein ,ich hat -- dort1 wo einst die ,seele der ganzen ,kultur erwachte4 ,jeder von uns ,menschen des ,abendlandes erlebt als ,kind seine ,gotik1 seine ,dome1 ,ritterburgen und ,heldensagen1 das ,dieu le veut8 der ,kreuzzge in wachen ,trumen und ,kinderspielen noch einmal4 ,jeder junge ,grieche hatte sein homerisches ,zeitalter und sein ,marathon4 ,in ,goethes ,werther1 dem ,bild einer ,epoche1 die jeder faustische1 aber kein antiker ,mensch kennt1 taucht die ,frhzeit ,petrarcas und des ,minnesangs noch einmal auf4 ,als ,goethe den ,urfaust entwarf1 war er ,parzival4 ,als er den ersten ,teil abschlo1 war er ,hamlet4 ,erst mit dem zweiten ,teil wurde er der ,weltmann des #ai4 ,jahrhunderts1 der ,byron verstand4 ,selbst das ,greisentum1 jene grillenhaften und unfruchtbaren ,jahrhunderte des sptesten ,hellenismus1 die zweite ,kindheit8 einer mden1 blasierten ,intelligenz1 ist an mehr als einem groen ,greise des ,griechentums zu studieren4 ,in den ,bacchen des ,euripides ist viel von der ,vitalitt1 in ,platos ,timaios von dem religisen ,synkretismus der ,kaiserzeit vorweggenommen4 ,und ,goethes zweiter ,faust1 ,wagners ,parsifal verraten im voraus1 welche ,gestalt unser ,seelentum in den nchsten1 den letzten ,jahrhunderten annehmen wird4 ,als ,homologie der ,organe bezeichnet die ,biologie die morphologische ,gleichwertigkeit im ,gegensatz zur ,analogie der ,organe1 die sich auf die ,gleichwertigkeit der ,funktion bezieht4 ,goethe hat diesen bedeutenden und in der ,folge so fruchtbaren ,begriff konzipiert1 dessen ,verfolgung ihn zur ,entdeckung des os intermaxillare beim ,menschen fhrte2 ,owen hat ihm eine streng wissenschaftliche ,fassung gegeben4 ,ich fhre auch diesen ,begriff in die historische ,methode ein4 ,man wei1 da jedem ,teile des menschlichen ,kopfskeletts bei jedem ,wirbeltiere bis zu den ,fischen herab ein anderer genau entspricht1 da die ,brustflossen der ,fische und ,fe1 ,flgel1 ,hnde der landbewohnenden ,wirbeltiere homologe ,organe sind1 auch wenn sie den leisesten ,anschein von hnlichkeit verloren haben4 ,homolog sind die ,lunge der ,landtiere und die ,schwimmblase der ,fische1 analog -- in bezug auf den ,gebrauch -- sind ,lunge und ,kiemen4#ch ,hier uert sich eine vertiefte1 durch strengste ,schulung des ,blickes erworbene morphologische ,begabung1 die der heutigen ,geschichtsforschung mit ihren oberflchlichen ,vergleichen -- zwischen ,christus und ,buddha1 ,csar und ,wallenstein1 der deutschen und der hellenischen ,kleinstaaterei -- vllig fremd ist4 ,man vergleicht die sptantike ,baukunst mit dem ,barock1 ,archimedes mit ,galilei1 ,weimar mit ,florenz4 -- ,im #ah4 ,jahrhundert war eine geistreiche ,morphologie beliebt1 welche den ,lwenschwanz mit einer ,fcherpalme1 den ,hals des ,schwans mit einer keimenden ,zwiebel genetisch in ,verbindung brachte4 ,es wird sich im ,verlaufe dieses ,buches zeigen1 welch ungeheure ,perspektiven sich dem historischen ,blick erffnen1 sobald jene vertiefte ,methode1 historische ,phnomene aufzufassen1 verstanden und ausgebildet worden ist4 ,homologe ,bildungen sind1 um hier nur weniges zu nennen1 die schon oft erwhnte griechische ,plastik und die nordische ,instrumentalmusik1 die ,pyramiden der #d4 ,dynastie und die gotischen ,dome1 der indische ,buddhismus und der rmische ,stoizismus 7,buddhismus und ,christentum sind nicht einmal analog71 die ,feldzge ,alexanders und ,napoleons 7nicht die ,csars71 die ,zeit des ,perikles und die der ,regentschaft 7des ,kardinals ,fleury71 die ,epochen ,plotins und ,dantes4 ,homolog sind dionysische ,strmung und ,renaissance1 analog dionysische ,strmung und ,reformation4 ,fr uns -- das hat ,nietzsche richtig gefhlt -- resmiert ,wagner die ,modernitt4 ,folglich mu es fr die antike ,modernitt1 fr antike ,weltstadtseelen und -nerven etwas ,entsprechendes geben4 ,es ist die pergamenische ,kunst4 ,die ,tafeln am ,anfang geben einen vorlufigen ,begriff von der ,fruchtbarkeit dieses ,aspekts4 ,aus der ,homologie historischer ,phnomene folgt sogleich ein vllig neuer ,begriff4 ,ich nenne gleichzeitig zwei geschichtliche ,fakta1 die1 jedes in seiner ,kultur1 in genau derselben -- relativen -- ,lage eintreten und also eine genau entsprechende ,bedeutung haben4 ,es war gezeigt worden1 wie die ,entwicklung der antiken und der abendlndischen ,mathematik in vlliger ,kongruenz verluft4 ,der ,fall ist typisch4 ,hier htten also ,pythagoras und ,descartes1 ,plato und ,laplace1 ,archimedes und ,gau als gleichzeitig bezeichnet werden drfen4 ,gleichzeitig vollzieht sich die ,entstehung der ,ionik und des ,barock4 ,polygnot und ,rembrandt1 ,polyklet und ,bach sind ,zeitgenossen4 ,gleichzeitig erscheint in allen ,kulturen der ,moment1 wo die ,metamorphose zur ,zivilisation sich vollzieht4 ,in der ,antike trgt diese ,epoche die ,namen ,philipps und ,alexanders1 im ,abendlande tritt das homologe ,ereignis in ,gestalt der ,revolution und ,napoleons ein4 ,betrachtet man -- hier werden entscheidende ,resultate des zweiten ,teils vorweggenommen -- die wirtschaftlich-intellektuelle ,stimmung hellenischer ,grostdte nach dem ,frieden des ,antalkidas 7#chf72 sieht man die wsten ,revolutionen der ,besitzlosen1 die wie in ,argos 7#cgj7 alle ,reichen mit ,kntteln in den ,straen totschlugen1 so hat man das ,gegenstck zur franzsischen ,gesellschaft nach dem ,pariser ,frieden 7#agfc74 ,voltaire1 ,rousseau1 ,mirabeau1 ,beaumarchais und ,sokrates1 ,aristophanes1 ,hippon1 ,isokrates sind ,zeitgenossen4 ,in beiden ,fllen beginnt die ,zivilisation4 ,dieselbe ,aufklrung und ,auflsung aller ,tradition1 dieselben ,bastillenstrme1 ,massenhinrichtungen1 ,wohlfahrtsausschsse1 dieselben ,staatsutopien bei ,plato1 ,xenophon1 ,aristoteles und ,rousseau1 ,kant1 ,fichte1 ,saint-,simon1 dieselbe ,schwrmerei fr ,naturrechte1 ,gesellschaftsvertrag1 ,freiheit und ,gleichheit bis zu den ,forderungen allgemeiner ,bodenverteilung und ,gtergemeinschaft 7,hippon1 ,babeuf7 und endlich dieselbe ,resignation und ,hoffnung auf einen demokratisch fundierten ,napoleonismus bei ,plato wie bei ,rousseau und ,saint-,simon4 ,napoleons ,staatsstreich war nicht der erste1 der geplant und gemacht wurde1 nur der erste1 der glckte4 ,die antiken ,soldatenkaiser8 beginnen schon mit ,dionys von ,syrakus 7#dje71 ,jason von ,pher 7#cgd71 ,maussolos von ,halikarna 7#cec74 ,nur der ,erbe ihrer ,idee war ,philipp von ,makedonien4 ,das #d4 ,jahrhundert1 das mit ,alkibiades -- der viel vom imperialen ,ehrgeiz ,mirabeaus1 ,napoleons und ,byrons hat -- beginnt und mit ,alexander endet1 ist das genaue ,gegenbild der ,zeit von #agej bis #ahej1 in welcher mit tiefer ,logik der contrat social1 ,robespierre1 ,napoleon1 die ,volksheere und der ,sozialismus aufeinander folgen1 whrend im ,hintergrunde ,rom und ,preuen sich auf ihre welthistorische ,rolle vorbereiten4 ,da ,alexander das ,perserreich zerstrte1 da ,napoleons ,kampf gegen seinen einzigen ,gegner1 das englische ,system1 milang1 sind in gewissem ,sinne ,zuflle1 ,oberflchenformen der ,epoche1 ,tendenzen eines groen ,privatlebens1 unter denen sich das ,schicksalhafte und ,notwendige1 das in beiden ,fllen identisch war1 verbarg4 ,rechnen wir hundert ,jahre weiter1 so wiederholt sich die ,homologie zweier gleichzeitiger8 ,epochen4 ,die eine -- auch hier wird spteren ,ausfhrungen vorgegriffen -- trgt den ,namen ,hannibals1 die andere den des ,weltkrieges4 ,da im einen ,falle ein ,mensch1 der gar nicht zur antiken ,kultur gehrte1 entscheidend eingriff 7aber das ist ja auch der ,fall ,rulands im ,verhltnis zu ,europa871 gehrt zum ,zuflligen4 ,die ,bestimmung ,hannibals bezieht sich auf eine innere ,vollendung des antiken ,gesamtschicksals4 ,mit der ,schlacht von ,zama geht der ,schwerpunkt der ,antike vom ,hellenismus zum ,rmertum ber4 ,der entsprechende ,sinn der abendlndischen ,epoche1 in deren ,mitte wir heute stehen1 wird spter dargelegt werden4 ,ich hoffe zu beweisen1 da ohne ,ausnahme die smtlichen groen ,schpfungen und ,formen der ,religion1 ,kunst1 ,politik1 ,gesellschaft1 ,wirtschaft1 ,wissenschaft in smtlichen ,kulturen gleichzeitig entstehen1 sich vollenden1 erlschen2 da der inneren ,struktur der einen die aller anderen durchaus entspricht2 da es nicht eine ,erscheinung von tiefer physiognomischer ,bedeutung im historischen ,bilde der einen gibt1 deren ,gegenstck1 und zwar in einer streng bezeichnenden ,form und an ganz bestimmter ,stelle nicht in den brigen aufzufinden wre4 ,allerdings bedarf es1 um diese morphologische ,identitt zweier ,phnomene zu begreifen1 einer ganz andern ,vertiefung und ,unabhngigkeit vom ,augenschein des ,vordergrundes1 als sie unter ,historikern bisher blich war1 die sich nie htten trumen lassen1 da der ,protestantismus in der dionysischen ,bewegung sein ,gegenbild findet und da der englische ,puritanismus im ,abendlande dem ,islam in der arabischen ,welt entspricht4 ,aus diesem ,aspekte ergibt sich eine ,mglichkeit1 die weit ber den ,ehrgeiz aller bisherigen ,geschichtsforschung hinausgeht1 die sich im wesentlichen darauf beschrnkte1 ,vergangnes1 soweit man es kannte1 sukzessiv zu ordnen3 ,die ,gegenwart als ,grenze der ,untersuchung zu berschreiten und auch die noch nicht abgelaufenen ,phasen der ,geschichte nach ,typus1 ,tempo1 ,sinn1 ,resultat zu bestimmen1 aber auch lngst verschollene und unbekannte ,epochen1 ja ganze ,kulturen der ,vergangenheit an der ,hand morphologischer ,zusammenhnge zu rekonstruieren 7ein ,verfahren1 das dem der ,palontologie nicht unhnlich ist1 die heute imstande ist1 aus einem einzigen aufgefundenen ,schdelfragment weitgehende und sichere ,angaben ber das ,skelett und die ,zugehrigkeit des ,exemplars zu einer bestimmten ,art zu machen74 ,es ist1 den physiognomischen ,takt vorausgesetzt1 durchaus mglich1 aus zerstreuten ,details der ,ornamentik1 ,bauweise1 ,schrift1 aus vereinzelten ,daten politischer1 wirtschaftlicher1 religiser ,natur die organischen ,grundzge des ,geschichtsbildes ganzer ,jahrhunderte wiederzufinden1 aus ,einzelheiten der knstlerischen ,formensprache etwa die gleichzeitige ,staatsform1 aus mathematischen ,prinzipien den ,charakter der entsprechenden wirtschaftlichen abzulesen1 ein echt goethesches1 auf ,goethes ,idee vom ,urphnomen zurckfhrendes ,verfahren1 das in beschrnktem ,umfange der vergleichenden ,tier- und ,pflanzenkunde gelufig ist1 das sich aber in einem nie geahnten ,grade auf den gesamten ,bereich der ,historie ausdehnen lt4 ,funoten3 ,footnote #cc3 ,das ,antihistorische als ,ausdruck einer entschieden systematischen ,veranlagung ist vom ,ahistorischen sehr zu unterscheiden4 ,der ,anfang des #d4 ,buches der ,welt als ,wille und ,vorstellung8 7 #ec7 ist bezeichnend fr einen ,menschen1 der antihistorisch denkt1 d4 h4 aus theoretischen ,grnden das ,historische in sich1 das vorhanden ist1 unterdrckt und verwirft im ,gegensatz zur ahistorischen hellenischen ,natur1 die es nicht hat und nicht kennt4 ,footnote #cd3 ,es gibt ,urphnomene1 die wir in ihrer gttlichen ,einfalt nicht stren und beeintrchtigen sollen8 7,goethe74 ,footnote #ce3 ,es ist nicht die des zoologischen ,pragmatismus8 der ,darwinisten mit seiner ,jagd nach ,kausalzusammenhngen1 sondern die intuitive ,goethes4 ,footnote #cf3 ,ich mache hier nur auf den ,abstand der drei punischen ,kriege und auf die ebenfalls rein rhythmisch zu begreifende ,reihe des spanischen ,erbfolgekrieges1 der ,kriege ,friedrichs des ,groen1 ,napoleons1 ,bismarcks und des ,weltkriegs aufmerksam4 ,footnote #cg3 ,aus diesem frh gefhlten ,zusammenhang stammt die berzeugung primitiver ,vlker1 da die ,seele des ,grovaters im ,enkel zurckkehre4 ,daher schreibt sich die allgemeine ,sitte1 dem ,enkel den ,namen des ,grovaters zu geben1 der mit seiner mystischen ,kraft dessen ,seele wieder in die ,krperwelt bannt4 ,footnote #ch3 ,es ist nicht berflssig hinzuzufgen1 da diese reinen ,phnomene der lebendigen ,natur fernab von allem ,kausalen liegen und da der ,materialismus ihr ,bild erst durch die ,projektion utilitarischer ,tendenzen verderben mute1 ehe er es zum ,system hergerichtet hatte4 ,goethe1 der vom ,darwinismus ungefhr so viel vorweggenommen hat1 als in fnfzig ,jahren von ihm brig sein wird1 schaltet das ,kausalittsprinzip ganz aus4 ,es kennzeichnet das ursachen- und zwecklose wirkliche ,leben1 da die ,darwinisten das ,fehlen des ,prinzips hier gar nicht bemerkt haben4 ,der ,begriff des ,urphnomens lt keinerlei kausale ,annahmen zu1 man mte ihn denn erst mechanisch miverstehen4 ,,ii ,,schicksalsidee ,,und ,,kausalit,,tsprinzip #i ,dieser ,gedankengang erschliet endlich den ,blick auf einen ,gegensatz1 der den ,schlssel zu einem der ltesten und mchtigsten ,menschheitsprobleme bildet1 das erst durch ihn zugnglich und -- soweit das ,wort berhaupt einen ,sinn hat -- lsbar erscheint4 ,ich meine den ,gegensatz von ,schicksalsidee und ,kausalittsprinzip1 der niemals bisher als solcher1 in seiner tiefen1 weltgestaltenden ,notwendigkeit erkannt worden ist4 ,wer berhaupt versteht1 inwiefern man die ,seele als die ,idee des ,daseins bezeichnen kann1 der wird auch ahnen1 wie nahe verwandt ihr die ,gewiheit eines ,schicksals ist und inwiefern das ,leben selbst1 das ich die ,gestalt nannte1 in welcher die ,verwirklichung des ,mglichen sich vollzieht1 als gerichtet1 als schicksalhaft empfunden werden mu -- dumpf und ngstigend vom ,urmenschen1 klar und in der ,fassung einer ,weltanschauung1 die allerdings nur durch das ,medium von ,kunst und ,religion1 nicht durch ,beweise und ,begriffe mitteilbar ist1 vom ,menschen hoher ,kulturen4 ,jede hhere ,sprache hat eine ,anzahl ,worte1 die von einem tiefen ,geheimnis umgeben sind3 ,geschick1 ,verhngnis1 ,zufall1 ,fgung1 ,bestimmung4 ,keine ,hypothese1 keine ,wissenschaft kann je an das rhren1 was man fhlt1 wenn man sich in den ,sinn und ,klang dieser ,worte versenkt4 ,es sind ,symbole1 nicht ,begriffe4 ,hier ist der ,schwerpunkt des ,weltbildes1 das ich ,geschichte im ,unterschiede von ,natur genannt habe4 ,die ,schicksalsidee verlangt ,lebenserfahrung1 nicht wissenschaftliche ,erfahrung1 ,tiefe1 nicht ,geist4 ,es gibt eine organische ,logik1 eine ,logik des ,lebens im ,gegensatz zu einer ,logik des ,anorganischen und ,starren4 ,es gibt eine ,logik der ,richtung gegenber einer ,logik des ,ausgedehnten4 ,kein ,systematiker1 kein ,kant oder ,schopenhauer hat mit ihr etwas anzufangen gewut4 ,sie verstehen von ,urteil1 ,wahrnehmung1 ,aufmerksamkeit1 ,erinnerung zu reden1 aber sie schweigen von dem1 was in den ,worten ,hoffnung1 ,glck1 ,verzweiflung1 ,reue1 ,ergebenheit1 ,trotz liegt4 ,wer hier1 im ,lebendigen1 ,grnde und ,folgen sucht und wer da glaubt1 da ein inneres ,wissen um den ,sinn des ,lebens gleichbedeutend mit ,fatalismus und ,prdestination sei1 der wei gar nicht1 wovon die ,rede ist1 der hat schon das ,erlebnis mit dem ,erkannten und ,erkennbaren verwechselt4 ,kausalitt ist das ,verstandesmige1 ,gesetzhafte1 ,aussprechbare1 die ,form uerer intellektueller ,erfahrung4 ,schicksal ist das ,wort fr eine nicht zu beschreibende innere ,gewiheit4 ,man macht das ,wesen des ,kausalen deutlich durch ein physikalisches oder erkenntniskritisches ,system1 durch ,zahlen1 durch begriffliche ,analysen4 ,man teilt die ,idee eines ,schicksals nur als ,knstler mit1 durch ein ,portrt1 durch eine ,tragdie1 durch ,musik4 ,das eine fordert eine ,zergliederung1 das andre eine ,schpfung4 ,darin liegt die ,beziehung des ,schicksals zum ,leben1 der ,kausalitt zum ,tode4 ,in der ,schicksalsidee offenbart sich die ,weltsehnsucht einer ,seele1 ihr ,wunsch nach dem ,licht1 dem ,aufstieg1 nach ,vollendung und ,verwirklichung ihrer ,bestimmung4 ,sie ist keinem ,menschen ganz fremd1 und erst der spte ,mensch der groen ,stdte mit seinem ,tatsachensinn und der ,macht seines mechanisierenden ,intellekts ber das ,innenleben verliert sie aus den ,augen1 bis sie in einer tiefen ,stunde mit furchtbarer1 alle ,kausalitt der ,weltoberflche zermalmender ,deutlichkeit vor ihm steht4 ,denn das ,kausalittsprinzip ist spt1 selten und nur dem energischen ,intellekt hoher ,kulturen ein sichrer1 gewissermaen knstlicher ,besitz4 ,aus ihm redet schon die ,weltangst4 ,in ihm bannt sie das ,dmonische in eine ,notwendigkeit von dauernder ,geltung1 die starr und entseelend ber das physikalische ,weltbild gebreitet ist4 ,kausalitt deckt sich mit dem ,begriff des ,gesetzes4 ,es gibt nur ,kausalgesetze4 ,aber wie im ,kausalen nach ,kants ,feststellung eine ,notwendigkeit des wachen ,denkens liegt1 die ,form seiner ,rezeptivitt der ,welt gegenber1 so bezeichnen die ,worte ,schicksal1 ,fgung1 ,bestimmung eine ,notwendigkeit des ,lebens4 ,wirkliche ,geschichte hat ,schicksal1 aber keine ,gesetze4 ,es gibt keine bergnge zwischen ,organismus und ,mechanismus4 ,darin liegt die groe ,schwierigkeit1 sich verstndlich zu machen4 ,denn schon der ,versuch1 den ,unterschied beider ,welten sprachlich klarzustellen -- leitet unvermerkt vom ,leben hinber zur ,sphre des ,kausalen4 ,die ,sprache selbst ist von kausaler ,struktur4 ,sie mechanisiert1 indem sie erklrt4 ,wer das ,element der ,empfindungswelt zergliedert1 indem er es erkennt1 durch das ,medium der kausalen ,erfahrung sich aneignet1 es aus dem ,zusammenhange eines mechanischen ,ganzen deutet1 wer also alles lebendige ,werden dem starr ,gewordenen einordnet1 wird mit ,notwendigkeit die ganze ,summe des ,daseins aus der ,perspektive von ,ursache und ,wirkung bersehen1 ohne inneres ,gerichtetsein1 ohne ,geheimnis4 ,hier liegt der ,machtbereich der ,kategorien des ,verstandes81 die ,kant mit ,recht fr a priori wirksam hielt1 ,formen des exakten ,erkennens1 welche eine ,oberflchenwelt1 ein ,natursystem1 einen ,reflex des ,geistes erzeugen4 ,wer aber1 wie ,goethe1 wie beinahe jeder ,mensch in gewissen ,augenblicken seines ,daseins1 die ,umwelt als ein ,lebendiges anschaut1 das ,gewordene als ,werden nachfhlt1 die ,weltmaske der ,kausalitt lftet1 fr den ist die ,zeit pltzlich kein ,rtsel mehr1 kein ,begriff1 keine ,dimension1 sondern etwas innerlich ,gewisses1 das ,schicksal selbst2 ihr ,gerichtetsein1 ihre ,nichtumkehrbarkeit1 ihre ,lebendigkeit erscheint als der ,sinn des historischen ,weltaspekts4 ,schicksal und ,kausalitt verhalten sich wie ,zeit und ,raum4 ,in beiden mglichen ,weltbildungen -- wir erinnern uns indessen1 da sie die ,pole einer ,skala von unendlich vielen individuellen ,welten8 darstellen -- in ,geschichte und ,natur1 der ,physiognomie alles ,werdens und dem ,system alles ,gewordenen1 herrschen also ,schicksal oder ,kausalitt4 ,zwischen ihnen besteht der ,unterschied eines ,lebensgefhls und einer ,erkenntnisform4 ,jedes von ihnen ist der ,ausgangspunkt einer vollkommenen und in sich geschlossenen1 nur nicht der einzigen ,welt4 ,aber das ,werden liegt dem ,gewordenen1 das innere und gewisse ,gefhl eines ,schicksals mithin dem ,begriff von ,ursache und ,wirkung zugrunde4 ,kausalitt ist -- wenn man sich so ausdrcken darf -- gewordenes1 entorganisiertes1 in den ,formen des ,verstandes erstarrtes ,schicksal4 ,das ,schicksal selbst1 an dem alle ,erbauer verstandesmiger ,weltsysteme wie ,kant schweigend vorbergegangen sind1 weil sie das ,leben mit ihren ,abstraktionen nicht zu berhren vermochten1 steht jenseits und auerhalb aller begriffenen ,natur4 ,als das ,ursprngliche aber gibt es dem toten und starren ,prinzip von ,ursache und ,wirkung erst die -- historische -- ,mglichkeit1 innerhalb hochentwickelter ,kulturen als geistige ,weltform aufzutreten4 ,das ,dasein der antiken ,seele ist die ,bedingung fr die ,entstehung der ,physik ,demokrits und das der faustischen fr die ,mechanik ,newtons4 ,man kann sich sehr wohl denken1 da beide ,kulturen ohne eine ,naturwissenschaft eignen ,stils geblieben wren1 aber man kann sich beide ,systeme nicht ohne den ,untergrund jener ,kulturen denken4 ,hier liegt ein neuer ,beweis fr die ,richtigkeit des ,antagonismus von ,geschichte und ,natur vor4 ,es ist die ,art1 wie sie -- als ,weltbilder -- einander einschlieen und unterordnen4 ,gesetzt1 da ,geschichte8 diejenige ,art der ,weltfassung ist1 welche gefhlsmig das ,gewordene dem ,werden1 das ,ausgedehnte der ,zeit einordnet1 so mte dies auch mit der ,natur der ,fall sein4 ,und in der ,tat1 fr den ,blick des historisch eingestellten ,menschen gibt es nur eine ,geschichte der ,physik4 ,all ihre ,systeme erscheinen ihm jetzt nicht richtig oder unrichtig1 sondern historisch1 psychologisch1 durch den ,charakter der ,epoche bedingt und ihn mehr oder weniger vollkommen reprsentierend4 ,selbst der geborene ,physiker1 der in der ,einleitung seines ,buches einen flchtigen historischen berblick ber seine ,wissenschaft gibt1 hier also fr einen ,augenblick die andre ,welt8 heraufruft1 fhlt pltzlich so1 da er unvermerkt das ,fundament seiner ,wissenschaft1 das ,postulat der einen und unvernderlichen ,wahrheit1 in ,frage stellt4 ,wre seine ,natur die ,natur1 so knnte es keine ,geschichte der ,systeme geben4 ,aber der ,physiker redet sogar vom ,schicksal eines ,problems4 ,umgekehrt3 ,ist ,natur8 die ,fassung1 welche verstandesmig das ,werden dem ,gewordenen einverleiben mchte1 die lebendige ,richtung also der starren ,ausdehnung angleicht 7dies ist der ,ursprung des ,bewegungsproblems samt dem ,grunde seiner ,unlsbarkeit71 so darf die ,geschichte bestenfalls in einem ,kapitel der ,erkenntnistheorie erscheinen und wirklich1 so htte ,kant sie aufgefat1 wenn er nicht1 was noch bezeichnender ist1 sie in seinem ,erkenntnissystem vollstndig vergessen htte4 ,fr ihn wie fr jeden geborenen ,systematiker war die ,natur die ,welt2 indem er von der ,zeit redete1 ohne deren ,richtung und ,nichtumkehrbarkeit zu bemerken1 verriet er1 da er von der ,natur sprach1 ohne die ,mglichkeit einer andern ,welt1 der historischen -- die fr ihn vielleicht wirklich unmglich war -- zu ahnen4 ,aber ,kausalitt hat mit ,zeit gar nichts zu tun4 ,das wirkt heute als ungeheures ,paradoxon1 vor einer ,welt von ,kantianern1 die gar nicht wissen1 wie sehr sie es sind4 ,wie die ,doppelgestalt des seelischen ,urgefhls1 ,weltsehnsucht und ,weltangst1 eine ,bejahung oder ,verneinung des wachen ,daseins und der in ihm sich offenbarenden fremden ,mchte bedeutet1 wie die ,angst ein ,widerspruch gegen die ursprnglichere1 kindlichere ,form der ,sehnsucht ist1 aus ihr erwachsen und an ihr gestaltet und gereift1 so hat man den ,gegensatz von ,richtung und ,ausdehnung -- mit seiner dunklen ,beziehung zu ,leben und ,tod -- zu verstehen4 ,im ,wesen des ,ausgedehnten liegt eine ,verneinung der ,richtung4 ,der ,raum widerspricht der ,zeit1 obwohl sie ihm voraufgeht und zugrunde liegt4 ,dieselbe ,prioritt nimmt das ,schicksal in ,anspruch4 ,wir haben zunchst die ,idee des ,schicksals und erst im ,widerspruch zu ihr1 aus der ,angst geboren1 als den ,versuch des ,verstandes1 das unentrinnbare ,ende1 den ,tod1 zu bannen1 zu berwinden1 das ,kausalittsprinzip1 durch das die ,lebensangst sich des ,schicksals zu erwehren sucht1 indem sie ihm zum ,trotz eine andre ,welt grndet4 ,indem sie das ,gespinst von ,ursache und ,wirkung ber deren sinnliche ,oberflche breitet1 hat sie ein ,bild der ,dauer imaginiert4 ,diese ,tendenz liegt in dem allen reifen ,kulturen bekannten ,gefhl3 ,wissen ist ,macht4 ,damit ist die ,macht ber das ,schicksal gemeint4 ,der abstrakte ,gelehrte1 der ,naturforscher1 der ,denker in ,systemen1 dessen ganze geistige ,existenz sich auf das ,kausalittsprinzip grndet1 ist eine spte ,erscheinung des ,hasses gegen die ,mchte des ,schicksals1 des ,unbegreiflichen4 ,die reine ,vernunft8 leugnet alle ,mglichkeiten auer sich4 ,hier liegt das strenge ,denken mit der groen ,kunst ewig im ,streite4 ,das eine lehnt sich auf1 die andre gibt sich hin4 ,ein ,mann wie ,kant wird sich ,beethoven immer berlegen fhlen wie der ,mann dem ,kinde1 aber er wird ,beethoven nicht hindern1 die ,kritik der reinen ,vernunft8 als eine armselige ,art von ,weltbetrachtung abzulehnen4 ,der ,mibegriff der ,teleologie1 dieser ,unsinn allen ,unsinns innerhalb der reinen ,wissenschaft1 bedeutet nichts anderes als den ,versuch1 den lebendigen ,gehalt aller naturhaften ,erkenntnis -- denn zum ,erkennen gehrt auch ein ,erkennender2 und ist der ,inhalt dieses ,denkens ,natur81 so ist der ,akt des ,denkens ,geschichte -- und mit ihm das ,leben selbst durch das mechanistische ,prinzip einer umgekehrten ,kausalitt zu bannen1 zu assimilieren4 ,die ,teleologie ist eine ,karikatur der ,schicksalsidee4 ,was ,dante als ,bestimmung fhlt1 verwandelt der ,verstand in einen ,zweck des ,lebens4 ,dies ist die eigentliche und tiefste ,tendenz des ,darwinismus1 einer grostdtisch intellektuellen ,weltfassung in der abstraktesten aller ,zivilisationen und der aus einer ,wurzel mit ihm entspringenden1 ebenfalls alles ,organische und ,schicksalhafte ttenden materialistischen ,geschichtsauffassung4 ,deshalb ist das morphologische ,element des ,kausalen ein ,prinzip1 das des ,schicksals aber eine ,idee -- die sich nicht erkennen81 beschreiben1 definieren1 die sich nur fhlen und innerlich erleben lt1 die man entweder niemals begreift oder deren man vllig gewi ist1 wie der frhe ,mensch und unter den spten alle wahrhaft bedeutenden1 der ,glubige1 der ,liebende1 der ,knstler1 der ,dichter4 ,und so erscheint das ,schicksal als die eigentliche ,daseinsart des ,urphnomens1 in dem vor dem geistigen ,auge sich die lebendige ,idee des ,werdens unmittelbar entfaltet4 ,so beherrscht die ,schicksalsidee das gesamte ,weltbild der ,geschichte1 whrend alle ,kausalitt1 welche die ,daseinsart von ,gegenstnden bezeichnet1 welche den gegenwrtigen ,empfindungsinhalt zu wohlunterschiedenen und abgegrenzten ,dingen1 ,eigenschaften1 ,verhltnissen prgt1 als ,form des ,verstandes dessen alter ego1 die gewordene ,natur bildet4 ,organismen lassen sich als werdend oder als geworden betrachten4 ,ich darf von ,gesetzen1 von ,ursache und ,wirkung im erfahrungsmig erkennbaren ,bau von ,pflanzen und ,tieren reden1 solange ich sie nmlich als ,elemente im sinnlich-augenblicklichen ,ganzen der mechanischen ,umwelt erfasse4 ,dann ist sogar das ,goethe so verhate ,experiment logisch und zulssig4 ,aber die ,anatomie und ,physiologie mit der stofflichen ,natur als ,objekt berhren nichts von der andern ,welt1 von den ,schicksalen der einzelnen ,pflanzen und ,tiere1 ihrer ,gattungen und ganzer ,klassen und ,reiche4 ,hier handelt es sich nicht darum1 was sie sind1 sondern was aus ihnen wird4 ,jeder ,grashalm1 jedes ,insekt hat nicht nur eine ,natur1 sondern auch eine ,geschichte4 ,hier darf ich1 vor einem ,weltbilde andrer ,ordnung1 von einem ,schicksal sogar in der ,physik reden4 ,es liegt ein groer ,sinn in dem ,worte vom ,schicksal einer wissenschaftlichen ,entdeckung81 etwa der mechanischen ,wrmetheorie4 ,ein ,blitzschlag bleibt im ,zusammenhang der ,historie immer ein ,schicksalsmoment wie jener1 der im ,leben ,luthers die entscheidende ,wendung herbeifhrte1 mag er als nicht individuelles ,ereignis1 sondern als prinzipiell bestndig mglicher ,vorgang ebenso notwendig auch dem ,mechanismus des elektrodynamischen ,naturbildes angehren4 ,den antiken ,menschen vorausgesetzt1 kann man seine ,natur81 die fr ihn allein vorhandene und wahre ,natur1 analysieren4 ,das hat ,demokrit getan4 ,aber eben in dieser ,voraussetzung liegt das ,schicksalsmoment1 von dem das ,dasein einer ,natur1 eines ,weltbildes abhngig ist4 ,es ist ,schicksal1 da durch ,newton sich eine dynamische ,weltfassung aus der ,struktur des abendlndischen ,geistes entwickelt hat4 ,dieser in sich geschlossene1 hchst berzeugende ,komplex unumstlicher ,wahrheiten8 ist in einem sehr bedeutsamen ,sinne von dem ,entwicklungsgang1 den allgemeinen1 nationalen und privaten ,schicksalen1 der ,lebensdauer dieser nordischen ,seele abhngig1 nicht umgekehrt4 ,jeder groe ,physiker1 der als ,persnlichkeit seinen ,entdeckungen doch immer eine eigene ,richtung und ,farbe gibt1 jede ,hypothese1 die ohne einen individuellen ,beigeschmack ganz unmglich ist1 jedes ,problem1 das in die ,hnde gerade dieses und keines andern ,forschers geriet1 bedeuten ebenso viele ,schicksalsfgungen fr die ,gestalt1 welche die ,lehre zuletzt erhalten hat4 ,wer das bestreitet1 der ahnt nicht1 wieviel ,bedingtes in den absoluten ,momenten der ,mechanik steckt4 ,der berhmte musikalische ,streit der ,gluckisten und ,piccinisten ist das genaue ,seitenstck der groen ,kontroversen auf dem ,gebiete der optischen und elektrodynamischen ,theorien 7,newton und ,huygens1 ,j4 ,r4 ,mayer und ,thomson74 ,es handelt sich um ,stilfragen1 das heit um ,alles1 um das gesamte ,naturbild4 ,es gibt physikalische ,systeme1 wie es ,tragdien und ,sinfonien gibt4 ,es gibt hier ,schulen1 ,traditionen1 ,manieren1 ,konventionen wie in der ,malerei4 ,man kann sich das ,moment des ,schicksals aus dem lebendigen ,weltwerden nicht fortdenken1 mag es sich um einen ,schmetterling oder eine ,kultur handeln4 ,leben1 ,sein und ein ,schicksal haben -- das fliet zusammen4 ,aber man fhlt das ,zwingende der ,vorstellung1 da jede aus dem ,kausalprinzip konstruierte ,welt1 jede ,natur -- und jede reifgewordene ,kultur hat da ihre eigne und sogar allein richtige8 -- irgendwie nur im ,geiste und fr den ,geist da ist1 der sie als seine ihm angemessene und komplementre ,form der ,sinnlichkeit dem ,gewordnen1 ,ausgedehnten1 ,begrenzten auferlegt4 ,die dunkle ,frage nach den ,grenzen der ,gltigkeit der ,kausalitt oder was nunmehr dasselbe ist1 nach den ,schicksalen des einzelnen ,naturbildes1 erscheint noch rtselhafter1 wenn wir zu dem bestimmten ,gefhl gelangen1 da1 wie alle seelischen und symbolischen uerungen besttigen1 fr den frhen ,menschen eine streng kausal geordnete ,umwelt gar nicht existiert und da wir1 spte ,menschen1 die im wachen ,zustande unter der bestndigen ,tyrannei eines mechanisierenden ,verstandes stehen1 in allen ,momenten strenger ,aufmerksamkeit -- auch jetzt noch den einzigen1 wo wir tatschlich eine kausalgesetzliche ,auenwelt im ,stile unserer ,physik besitzen -- bestenfalls behaupten knnen1 meilenweit von jeder ,mglichkeit eines ,beweises entfernt1 da auch damals81 also auerhalb jener fr uns bindenden ,momente1 das ,prinzip der ,kausalitt geherrscht haben mu -- was nichts anderes heien will1 als da wir unser ,gedchtnisbild von dem ,weltall8 jener ,zeiten und ,menschen dem ,augenblicksbilde der gegenwrtigen1 eignen1 mechanischen ,natur unterwerfen4 ,der frhe ,mensch geht keineswegs so weit1 da er sein ,weltbild ganz unpersnlich1 gewissermaen im ,namen der ganzen ,menschheit1 empfngt1 und sein ,gefhl ist ohne ,zweifel1 als ein historisches1 das ursprnglichere und echtere4 #aj ,erst aus dem ,weltgefhl der ,sehnsucht und dessen ,verdeutlichung in der ,schicksalsidee wird nunmehr das ,zeitproblem zugnglich1 dessen ,gehalt1 soweit er das ,thema des ,buches berhrt1 kurz angedeutet werden soll4 ,mit dem ,worte ,zeit wird immer etwas hchst ,persnliches aufgerufen1 das1 was anfangs als das ,eigne bezeichnet worden war1 insofern es mit innerer ,gewiheit als ,gegensatz zu etwas ,fremdem empfunden wird1 das in1 mit und unter den ,wirkungen der ,sinnenwelt sich in das ,leben einmischt4 ,das ,eigne1 das ,schicksal1 die ,zeit sind alternierende ,worte4 ,das ,problem der ,zeit ist wie das des ,schicksals von allen auf die ,systematik des ,gewordenen beschrnkten ,denkern mit vollkommenem ,unverstndnis behandelt worden4 ,in ,kants berhmter ,theorie ist von dem ,merkmal des ,gerichtetseins der ,zeit mit keinem ,worte die ,rede4 ,man hat uerungen darber nicht einmal vermit4 ,aber was ist das -- ,zeit als ,strecke1 ,zeit ohne ,richtung8 ,alles ,lebendige besitzt -- hier kann ich mich nur wiederholen -- ,leben81 ,richtung1 ,streben1 ,wollen1 eine mit der ,sehnsucht aufs tiefste verwandte ,bewegtheit1 die mit der ,bewegung8 des ,physikers nicht das geringste zu tun hat4 ,das ,lebendige ist unteilbar und nicht umkehrbar1 einmalig1 nie zu wiederholen und in seinem ,verlaufe mechanisch vllig unbestimmbar3 das alles gehrt zur ,wesenheit des ,schicksals4 ,und ,zeit8 -- das1 was man beim ,klang des ,wortes wirklich fhlt1 was ,musik besser verdeutlichen kann als ,worte -- hat im ,unterschiede vom toten ,raume diesen organischen ,charakter4 ,damit aber verschwindet die von ,kant und allen andern geglaubte ,mglichkeit1 die ,zeit neben dem ,raume einer parallelen erkenntnistheoretischen ,erwgung unterwerfen zu knnen4 ,raum ist ein ,begriff4 ,zeit ist ein ,wort1 um etwas ,unbegreifliches anzudeuten1 ein ,wort1 das man vllig miversteht1 wenn man es ebenfalls als ,begriff wissenschaftlich behandelt4 ,selbst das ,wort ,richtung1 das sich nicht ersetzen lt1 ist geeignet1 durch seinen optischen ,gehalt irrezufhren4 ,der ,vektorbegriff der ,physik ist ein ,beweis dafr4 ,dem ,urmenschen kann das ,wort ,zeit8 nichts bedeuten4 ,er lebt1 ohne es durch den ,gegensatz zu etwas anderem ntig zu haben4 ,er hat ,zeit1 aber er wei nichts von ihr4 ,erst der ,geist hoher ,kulturen entwirft unter dem mechanisierenden ,eindruck einer ,natur81 aus dem ,bewutsein eines streng geordneten ,rumlichen1 ,mebaren1 ,begrifflichen das ,phantom einer ,zeit1 das seinem ,bedrfnis1 alles zu begreifen1 zu messen1 kausal zu ordnen1 gengen soll4 ,und dieser instinktive ,akt1 der in jeder ,kultur sehr frh erscheint1 ein ,zeichen verlorner ,unschuld des ,daseins1 schafft jenseits des echten ,lebensgefhls das1 was alle ,kultursprachen ,zeit nennen und was dem erkennenden ,geiste zu einer anorganischen ebenso irrefhrenden als gelufigen ,gre geworden ist4 ,bedeuten aber die identischen ,phnomene der ,ausdehnung1 ,grenze und ,kausalitt eine ,beschwrung und ,bannung der fremden ,mchte durch das ,seelentum -- ,goethe spricht einmal von dem ,prinzip verstndiger ,ordnung1 das wir in uns tragen1 das wir als ,siegel unserer ,macht auf alles prgen mchten1 was uns berhrt8 -- ist alles ,gesetz eine ,fessel1 welche die ,weltangst dem zudrngenden ,sinnlichen anlegt1 eine tiefe ,notwehr des ,lebens1 so ist die ,konzeption der ,zeit als einer ,gre innerhalb dieses ,zusammenhangs ein spter ,akt derselben ,notwehr1 ein ,versuch1 das qulende innere ,rtsel1 doppelt qulend fr den zur ,herrschaft gelangten ,verstand1 dem es widerspricht1 durch die ,kraft des ,begriffes zu bannen4 ,es liegt immer ein feiner ,ha in dem geistigen ,akte1 durch den etwas in den ,bereich und die ,formenwelt des ,maes und ,gesetzes gezwungen wird4 ,man ttet das ,lebendige durch die ,einbeziehung in den ,raum1 der leblos ist und leblos macht4 ,in der ,geburt liegt der ,tod1 in der ,verwirklichung die ,vergnglichkeit4 ,dies war der ,sinn der eleusinischen ,mysterien und ihrer ,peripetie von der ,klage zum ,jubel1 die schylus1 der aus ,eleusis stammte1 spter in die attische ,tragdie eingefhrt hat4#ci ,es stirbt etwas im ,weibe1 wenn es empfngt4 ,der ewige1 aus der ,weltangst geborene ,ha der ,geschlechter hat hier seinen ,grund4 ,der ,mensch vernichtet in einem sehr tiefen ,sinne1 indem er zeugt3 durch leibliche ,zeugung in der sinnlichen1 durch ,erkennen8 in der geistigen ,welt4 ,dieser ,zusammenhang war dem mythischen ,gefhl primitiver ,zeitalter nicht unbekannt4 ,noch bei ,luther hat das ,wort erkennen den ,nebensinn der geschlechtlichen ,zeugung 7,adam erkannte8 sein ,weib --74 ,etwas beim ,namen nennen heit ,macht darber gewinnen3 dies ist ein wesentlicher ,teil urmenschlicher ,zauberknste4 ,man schwchte oder ttete seinen ,feind1 indem man mit dessen ,namen gewisse magische ,prozeduren vornahm4 ,etwas von diesem frhesten ,ausdruck der ,weltangst hat sich in der ,sucht aller systematischen ,philosophie erhalten1 das ,unfaliche1 dem ,geist ,allzumchtige durch ,begriffe1 wenn es nicht anders ging1 durch bloe ,namen abzutun4 ,philosophie81 die ,liebe zur ,weisheit1 ist die ,furcht und der ,ha gegen das ,unbegreifliche4 ,was benannt1 begriffen1 gemessen ist1 ist berwltigt1 starr1 tabu8 geworden4 ,noch einmal3 ,wissen ist ,macht48 ,hier liegt die tiefste ,wurzel des ,unterschiedes idealistischer und realistischer ,weltanschauungen4 ,er entspricht dem ,doppelsinn des ,wortes scheu84 ,die einen entspringen aus der scheuen ,ehrfurcht1 die anderen aus dem ,abscheu vor dem ,unzugnglichen4 ,die einen schauen an1 die anderen wollen unterwerfen1 mechanisieren1 unschdlich machen4 ,plato und ,goethe nehmen das ,geheimnis hin1 ,aristoteles und ,kant wollen es vernichten4 ,das tiefste ,beispiel fr diesen ,hintersinn alles ,realismus bietet das ,zeitproblem4 ,das ,unheimliche der ,zeit1 das ,leben selbst soll hier beschworen1 durch die ,magie der ,begrifflichkeit vernichtet werden4 ,alles1 was in der wissenschaftlichen8 ,philosophie1 ,psychologie1 ,physik ber die ,zeit gesagt worden ist -- eine vermeintliche ,antwort auf die ,frage1 die nicht htte gestellt werden sollen3 was nmlich die ,zeit ist8 -- betrifft niemals das ,geheimnis selbst1 sondern lediglich ein rumlich gestaltetes1 stellvertretendes ,phantom1 in dem die ,lebendigkeit der ,richtung1 ihre eigenmchtige ,bewegtheit durch die abstrakte ,vorstellung einer ,strecke ersetzt worden ist1 ein mechanisches1 mebares1 teilbares und umkehrbares ,abbild des in der ,tat nicht ,abzubildenden2 eine ,zeit1 die mathematisch in ,ausdrcke wie t1 t#b1 -t gebracht werden kann1 welche die ,annahme einer ,zeit von der ,gre ,null oder negativer ,zeiten wenigstens nicht ausschlieen4 ,die moderne ,relativittstheorie1 welche im ,begriff steht1 die ,mechanik ,newtons -- im ,grunde bedeutet das3 seine ,fassung des ,bewegungsproblems -- zu strzen1 lt ,flle zu1 in welchen die ,bezeichnungen frher8 und spter8 sich umkehren2 die mathematische ,begrndung dieser ,theorie 7durch ,minkowski7 wendet imaginre ,zeiteinheiten zu ,mazwecken an4 ,ohne ,zweifel kommt hier der ,bereich des ,lebens1 des ,schicksals1 der lebendigen1 historischen ,zeit gar nicht in ,frage4 ,man setze in irgendeinem philosophischen oder physikalischen ,text fr ,zeit das ,wort ,schicksal ein und man wird pltzlich fhlen1 wohin sich der ,verstand verirrt hat und wie unmglich die ,gruppe ,raum und ,zeit8 ist4 ,was nicht erlebt und gefhlt1 was nur gedacht wird1 nimmt notwendig rumliche ,qualitten an4 ,die physikalische und die ,kantische ,zeit ist eine ,linie4 ,ihre organische ,bewegtheit1 ihr seelenhafter ,gehalt sind in den ,formeln und ,begriffen verschwunden4 ,so erklrt es sich1 da kein systematischer ,philosoph mit den ,begriffen ,vergangenheit und ,zukunft etwas hat anfangen knnen4 ,in ,kants ,ausfhrungen ber die ,zeit kommen sie gar nicht vor4 ,man sieht auch nicht1 in welcher ,beziehung sie zu dem stehen sollten1 was er dort behandelt4 ,damit erst wird es mglich1 ,raum und ,zeit8 als ,gren derselben ,ordnung in funktionale ,abhngigkeit voneinander zu bringen1 wie dies besonders deutlich die vierdimensionale ,vektoranalysis zeigt4 7,die ,dimensionen sind x1 y1 z und t1 die in ,transformationen vllig gleichwertig erscheinen47 ,schon ,lagrange nannte 7#ahac7 die ,mechanik ohne weiteres eine vierdimensionale ,geometrie und selbst ,newtons vorsichtiger ,begriff des tempus absolutum sive duratio entzieht sich nicht dieser denknotwendigen ,verwandlung des ,lebendigen in bloe ,ausdehnung4 ,eine einzige tiefe und ehrfrchtige ,bezeichnung der ,zeit habe ich in der lteren ,philosophie gefunden4 ,sie steht bei ,augustinus 7,conf4 ,,xi1 #ad73 ,si nemo ex me quaerat1 scio2 si quaerenti explicare velim1 nescio4 ,der ,migriff1 ,raum und ,zeit8 als morphologisch gleichartiges ,grenpaar der ,betrachtung zu unterwerfen1 schliet jedes ,verstndnis des wahren ,zeitproblems aus4 ,schon wenn neuere ,philosophen -- sie tun es alle -- sich der ,wendung bedienen1 da die ,dinge in der ,zeit8 wie im ,raume sind und nichts auerhalb8 ihrer gedacht8 werden knne1 imaginieren sie lediglich eine zweite ,rumlichkeit neben der gewhnlichen4 ,man knnte mit gleichem ,rechte zwei ,krfte8 wie den ,magnetismus und die ,hoffnung gemeinsam abhandeln wollen4 ,es htte ,kant1 als er von den beiden ,formen8 der ,anschauung sprach1 doch nicht entgehen sollen1 da man sich wissenschaftlich bequem ber den ,raum verstndigen kann -- wenn auch nicht ihn im landlufigen ,sinne erklren1 was jenseits des wissenschaftlich ,mglichen liegt -- whrend eine ,betrachtung in demselben ,stil der ,zeit gegenber vllig versagt4 ,der ,leser der ,kritik der reinen ,vernunft8 und der ,prolegomena8 wird bemerken1 da ,kant fr den ,zusammenhang von ,raum und ,geometrie einen sorgfltigen ,beweis liefert1 es aber peinlich vermeidet1 dasselbe fr ,zeit und ,arithmetik zu tun4 ,hier bleibt es bei der ,behauptung1 und die stndig wiederholte ,analogie der ,begriffe tuscht ber die ,lcke hinweg1 deren ,unausfllbarkeit die ,unhaltbarkeit seines ,schemas offenbart htte4 ,das begrifflich-exakte ,denken deckt sich durchaus mit dem ,bereich des ,gewordenen und ,ausgedehnten4 ,raum1 ,gegenstand1 ,zahl1 ,begriff1 ,kausalitt sind so eng verschwisterte ,formelemente1 da es unmglich ist1 wie unzhlige verfehlte ,systeme beweisen1 das eine unabhngig vom andern zu untersuchen4 ,die ,logik ist ein ,abbild der jeweiligen ,mechanik und umgekehrt4 ,das ,denkvermgen1 dessen ,struktur die mechanistische ,psychologie beschreibt1 ist ein ,abbild der jeweiligen ,raumwelt1 wie sie die ,physik behandelt4 ,begriffe -- man beachte die ,herkunft des ,wortes von begreifen81 in die ,hand nehmen -- sind krperhafte ,werte2 ,definitionen1 ,urteile1 ,schlsse1 ,systeme1 ,klassifikationen sind ,formelemente einer inneren ,rumlichkeit1 sind etwas so mit ,optik ,gesttigtes1 da der ,reiz1 den ,denkproze unmittelbar graphisch und tabellarisch1 d4 h4 rumlich darzustellen -- man denke an ,kants und ,aristoteles' ,kategorientafeln -- gerade den abstrakten ,denker immer wieder berwltigt hat4 ,wo es am ,schema fehlt1 da fehlt es an ,philosophie -- das ist das uneingestandene ,vorurteil aller znftigen ,systematiker gegenber den ,anschauenden81 denen sie sich innerlich weit berlegen fhlen4 ,deshalb nannte ,kant den ,stil des platonischen ,denkens rgerlich die ,kunst1 wortreich zu schwatzen8 und deshalb schweigt der ,kathederphilosoph noch heute ber ,goethes ,philosophie4 ,jede logische ,operation lt sich zeichnen4 ,jedes ,system ist eine geometrische ,art1 ,gedanken zu handhaben4 ,deshalb hat die ,zeit in einem abstrakten ,system keinen ,platz oder sie fllt seiner ,methode zum ,opfer4 ,damit ist auch das allverbreitete populre ,miverstndnis widerlegt1 welches die ,zeit mit der ,arithmetik1 den ,raum mit der ,geometrie in eine hchst triviale ,verbindung bringt1 ein ,irrtum1 dem ,kant nicht htte erliegen sollen1 wenn man auch von ,schopenhauers ,verstndnislosigkeit fr ,mathematik kaum etwas anderes erwartet4 ,weil der lebendige ,akt des ,zhlens mit der ,zeit irgendwie in ,berhrung steht1 hat man immer wieder -- auf ein ,schema versessen -- ,zahl und ,zeit vermengt4 ,aber ,zhlen ist keine ,zahl1 so wenig ,zeichnen eine ,zeichnung ist4 ,zhlen und ,zeichnen sind ein ,werden1 ,zahlen und ,figuren sind ,gewordnes4 ,kant und die andern haben dort den lebendigen ,akt 7das ,zhlen71 hier dessen ,resultat 7die formalen ,verhltnisse der fertigen ,figur7 ins ,auge gefat4 ,das eine gehrt in den ,bereich des ,lebens und der ,richtung1 das andre in den der ,ausdehnung und ,kausalitt4 ,die gesamte ,mathematik1 populr gesprochen also ,arithmetik und ,geometrie1 beantworten das ,was1 also die ,frage nach der natrlichen ,ordnung der ,dinge4 ,im ,gegensatz dazu steht die ,frage nach dem ,wann der ,dinge1 die spezifisch historische ,frage1 die ,frage nach dem ,schicksal1 der ,zukunft1 der ,vergangenheit4 ,all das liegt in dem ,worte ,zeitrechnung1 das der naive ,mensch vollkommen richtig versteht4 ,kausalitt ist durchaus mit der ,zahlenwelt verbunden1 sei es durch das ,prinzip der ,funktion im ,abendlande oder das der ,gre in der ,antike4 ,physik und ,mathematik verflieen ineinander 7in der reinen ,mechanik74 ,zeit1 ,schicksal1 ,geschichte stehen diesem ,kreise vllig fern4 ,zu ihnen gehrt die ,chronologie4 ,es gibt keinen ,gegensatz von ,arithmetik und ,geometrie4#dj ,jede ,idee einer ,zahl -- das wird das erste ,kapitel hinlnglich gezeigt haben -- gehrt im vollen ,umfange dem ,bereich des ,ausgedehnten und ,gewordnen an1 sei es als euklidische ,gre1 sei es als analytische ,funktion4 ,und in welches der beiden ,gebiete sollten denn die zyklometrischen ,funktionen1 der ,binomialsatz1 die ,riemannschen ,flchen1 die ,gruppentheorie gehren8 ,kants ,schema war durch ,euler und d',alembert schon widerlegt1 bevor er es konzipiert hatte und nur die ,unvertrautheit der ,philosophen nach ihm mit der ,mathematik ihrer ,zeit -- sehr im ,gegensatz zu ,descartes1 ,pascal und ,leibniz1 welche die ,mathematik ihrer ,zeit aus den ,tiefen ihrer ,philosophie heraus selbst geschaffen haben -- hat es verschuldet1 da diese teilweise recht schlerhaften ,ansichten von der ,beziehung von ,raum und ,zeit8 zu ,geometrie und ,arithmetik8 sich kaum angefochten weiter vererbten4 ,aber es gibt keine ,berhrung des ,werdens mit irgendeinem ,gebiete der ,mathematik4 ,nicht einmal die tief begrndete ,annahme ,newtons1 in dem ein tchtiger ,philosoph steckte1 da er im ,prinzip seiner ,differentialrechnung 7,fluxionsrechnung7 das ,problem des ,werdens1 das ,zeitproblem also -- brigens in einer viel feineren als der kantischen ,fassung -- unmittelbar in ,hnden habe1 lie sich aufrechterhalten1 so sehr sie unter ,philosophen heute noch ,mode ist4 ,bei der ,entstehung von ,newtons ,fluxionslehre hatte das metaphysische ,bewegungsproblem eine entscheidende ,rolle gespielt4 ,seit ,weierstra indessen bewiesen hat1 da es stetige ,funktionen gibt1 die nur teilweise oder gar nicht differentiiert werden knnen1 ist dieser tiefste jemals unternommene ,versuch1 dem ,zeitproblem mathematisch nahe zu kommen1 abgetan4 #aa ,die ,zeit ist ein ,gegenbegriff4 ,hier wird zum ersten ,male eine ,eigentmlichkeit der logischen ,produktivitt berhrt1 die von hchster ,bedeutung ist4 ,der ,intellekt1 unfhig1 das ,schicksalsgefhl seiner ,formenwelt einzugliedern1 hat vom ,raume aus als dessen logisches ,seitenstck einen ,begriff ,zeit8 7,nicht-raum87 konstruiert4 ,wir wrden weder das ,wort noch dessen uns als stndig denkenden ,wesen gelufigen1 vllig verfehlten ,inhalt besitzen1 wenn nicht der mchtige ,drang zum ,begreifen 7in optische ,grenzen bannen7 die ,seele verfhrt htte4 ,es folgt daraus1 da der antike ,geist1 welcher das ,ausgedehnte1 wie wir sehen werden1 einer ganz andern ,symbolik unterwarf als wir1 dementsprechend auch als ,zeit sich etwas andres vorstellte4 ,aber es lt sich auf keine ,weise begreiflich machen1 was an ,stelle unsrer ,zeit8 in analogen ,fllen dem apollinischen ,menschen vorschwebte4 ,das ,raumproblem ist also die einzige ,aufgabe aller exakten ,wissenschaft1 die sich ausschlielich mit dem ,gewordnen beschftigt1 um dessen immanente ,notwendigkeit in ,gestalt des mathematisch zu behandelnden ,kausalittsprinzips restlos zu zergliedern4 ,es gibt in diesem ,sinne nur ,naturwissenschaften1 zu denen ,logik und ,erkenntnistheorie gehren4 ,das gemeinsame ,gefhlsmoment der ,weltangst und ein identisches ,ziel1 die ,bannung und ,beschwrung des ,fremden durch unumstliche ,gesetze verbinden sie4 ,die wissenschaftlich unzugngliche ,schicksalsidee1 die sich hinter dem ,worte ,zeit verbirgt1 gehrt in den ,bereich unmittelbarer ,erlebnisse und ,intuitionen4 ,in jedem ,kunstwerk1 das den ganzen ,menschen1 den ganzen ,sinn des ,daseins offenbart1 liegen ,angst und ,sehnsucht beieinander4 ,die ,kunsttheorie hat das wohl gefhlt4 ,man hat immer wieder als ,inhalt8 dasjenige zu isolieren versucht1 was ,richtung1 ,schicksal1 ,leben1 ,sehnsucht1 unter ,form8 das1 was ,ausdehnung1 ,geist1 ,grund und ,folge1 ,angst reprsentiert4 ,das ,ausgedehnte1 das gestaltete ,material1 trgt die elementare ,symbolik jeder ,kunst4 ,alles was ,kanon1 ,schule1 ,konvention1 ,technik heit1 alles ,begreifliche1 ,folgerichtige1 ,erlernbare1 ,zahlenmige in ,linie1 ,farbe1 ,ton1 ,bau1 ,ordnung also gehrt hierher2 die kanonische1 von ,polyklet schriftlich niedergelegte ,gliederung der nackten ,statue1 der ,innenraum gotischer ,dome und gyptischer ,totentempel1 die ,kunst der ,fuge4 ,sie sind alle ,arten einer ,tektonik4 ,sie wollen alle etwas ,sinnliches in starre1 ewige81 d4 h4 zeitlose ,form bannen4 ,die ,architektur groen ,stils1 die allein von allen ,knsten das ,fremde und ,angsteinflende selbst1 das unmittelbar ,ausgedehnte1 den ,stein behandelt1 ist deshalb die selbstverstndliche ,frhkunst aller ,kulturen1 die erst ,schritt fr ,schritt den geistigeren ,knsten der ,statue1 des ,gemldes1 der ,komposition mit ihren indirekten ,formmitteln den ,vorrang abtritt4 ,michelangelo1 der von allen groen ,knstlern des ,abendlandes unter dem bestndigen ,alpdruck der ,weltangst wohl am schwersten gelitten hat1 ist darum allein von allen ,meistern der ,renaissance vom ,architektonischen niemals freigeworden4 ,er malte sogar1 als ob die ,farbflchen ,stein1 ,gewordnes1 ,starres1 ,gehates wren4 ,seine ,arbeitsweise war der erbitterte ,kampf gegen die feindseligen ,mchte im ,kosmos1 die in ,gestalt des ,materials ihm entgegentraten1 whrend ,lionardos1 des ,sehnschtigen1 ,farben wie eine freiwillige ,inkarnation des ,seelischen wirken4 ,in jedem architektonischen ,formproblem kommt aber strengste ,logik zum ,vertrag1 ,mathematik sogar1 sei es in den antiken ,sulenordnungen das euklidische ,verhltnis von ,trger und ,last1 sei es in den analistisch8 angelegten ,fassaden des ,barock das dynamische von ,kraft und ,masse4 ,die berhmte ,kontroverse ,kant-,hume ber die ,aprioritt des ,kausalen1 aus welcher die ,kritik der reinen ,vernunft8 hervorging1 ist mit mancher ber ein knstlerisches ,formproblem innerlich verwandt4 ,die ,symbolik der ,richtung1 des ,schicksals1 aber steht jenseits aller mechanischen ,technik8 der groen ,knste und ist der formalen sthetik kaum zugnglich4 ,sie liegt zum ,beispiel in dem stets gefhlten1 aber nie1 weder von ,lessing noch von ,hebbel klar gedeuteten ,widerspruch antiker und abendlndischer ,tragik1 in der ,szenenfolge altgyptischer ,reliefs1 berhaupt der reihenweisen ,ordnung gyptischer ,statuen1 ,sphinxe1 ,tempelsle1 in der ,wahl von ,diorit und ,basalt1 durch welche ,dauer und ,zukunft bejaht werden1 gegenber dem ,holz frhgriechischer ,skulpturen1 in der ,geste einer ,statue des ,phidias1 deren eminente ,gegenwrtigkeit auch nur den ,gedanken an ,vergangenheit und ,zukunft abweist1 whrend im ,gegensatz dazu der ,stil der ,fuge den einzelnen ,augenblick im ,unendlichen lst4 ,wie man sieht1 gehrt dies alles nicht zur starren ,technik81 sondern zum ,genie81 nicht zum ,knnen1 sondern zum ,mssen des ,knstlers1 nicht zur mechanischen ,form des ,geschaffenen1 sondern zum lebendigen ,schpfungsakte selbst4 ,nicht die ,mathematik und das abstrakte ,denken1 sondern die ,geschichte und die groen ,knste -- ich fge hinzu3 der groe ,mythus -- geben den ,schlssel zum ,problem der ,zeit4 #ab ,aus dem ,sinne1 welcher hier der ,kultur als einem ,urphnomen und dem ,schicksal als der organischen ,logik des ,daseins gegeben wurde1 folgt1 da notwendig jede ,kultur ihre eigne ,schicksalsidee besitzen mu1 ja da in dem ,gefhl1 jede groe ,kultur sei nichts anderes als die ,verwirklichung und ,gestalt einer einzigen1 bestimmten ,seele1 diese ,folgerung schon eingeschlossen liegt4 ,was wir ,fgung1 ,zufall1 ,verhngnis1 ,schicksal1 der antike ,mensch ,nemesis1 ,ananke1 ,tyche1 ,fatum1 der ,araber ,kismet und alle anderen anders nennen1 was niemand dem andern1 dessen ,leben gerade ,ausdruck seiner ,idee ist1 nachfhlen kann und was sich in ,worten nicht weiter beschreiben lt1 stellt eben diese einmalige1 nie sich wiederholende ,fassung der ,seele dar1 deren jeder fr sich vllig gewi ist4 ,ich wage es1 die antike ,fassung der ,schicksalsidee euklidisch zu nennen4 ,in der ,tat ist es die sinnlich-wirkliche ,person des dipus1 sein empirisches ,ich81 mehr noch1 sein 1 das vom ,schicksal getrieben und gestoen wird4 dipus klagt 7,rex #bdb71 da ,kreon seinem ,leibe bles getan habe und 7,col4 #cee71 da das ,orakel seinem ,leibe gelte4 ,und schylus spricht in den ,choephoren 7#gjd7 von ,agamemnon als dem flottenfhrenden kniglichen ,leibe84 ,es ist dasselbe ,wort 1 das die ,mathematiker mehr als einmal fr ihre ,krper gebrauchen4 ,knig ,lears ,schicksal aber1 ein analytisches1 um auch hier an die entsprechende ,zahlenwelt zu erinnern1 ruht ganz in dunklen innern ,beziehungen3 ,die ,idee des ,vatertums taucht auf2 seelische ,fden spinnen sich durch das ,drama1 unkrperlich1 jenseitig1 und werden durch die zweite1 kontrapunktisch gearbeitete ,tragdie im ,hause ,glosters seltsam beleuchtet4 ,lear ist zuletzt ein bloer ,name1 ein ,mittelpunkt fr etwas ,grenzenloses4 ,diese ,fassung des ,schicksals ist eine infinitesimale81 in unendlicher ,rumlichkeit und durch endlose ,zeiten ausgebreitete2 sie berhrt das leibliche1 euklidische ,dasein gar nicht2 sie trifft nur die ,seele4 ,der wahnsinnige ,knig zwischen dem ,narren und dem ,bettler im ,sturm auf der ,heide -- das ist der ,gegensatz zur ,laokoongruppe4 ,da ist die faustische gegenber der apollinischen ,art zu leiden4 ,sophokles hatte auch ein ,laokoondrama geschrieben4 ,ohne ,zweifel war in ihm von ,seelenleid nicht die ,rede4 ,und hier mchte man den ,ausdruck ,idee des ,daseins8 vorziehen1 zumal wenn man an ,hebbels tragische ,entwrfe denkt1 der in einem gewissen ,sinne die abendlndische ,tragdie abgeschlossen und ihre letzten ,mglichkeiten erschpft hat4 ,wer berhaupt ein groes ,drama kosmisch zu durchschauen und nicht nur in seiner ,szenik anzuschauen vermag1 der wird die ,verwandtschaft der ,konzeptionen des ,sophokles mit der antiken ,geometrie und derjenigen ,shakespeares1 ,goethes1 ,kleists mit der ,analysis1 also den ,gegensatz von ,gre und ,beziehung auch in der tiefsten ,wurzel des knstlerischen ,schpfungsaktes fhlen4 ,wir nhern uns damit einem andern ,zusammenhang von groer ,symbolik4 ,man nennt das typische ,drama des ,abendlandes ,charakterdrama und sollte das griechische dann als ,situationsdrama bezeichnen4 ,man betont damit1 was eigentlich von dem ,menschen beider ,kulturen als ,grundform seines ,lebens empfunden und mithin durch die ,tragik1 das ,schicksal1 in ,frage gestellt wird4 ,sagt man fr ,richtung des ,lebens ,nichtumkehrbarkeit1 so hat man den ,kern jedes mglichen tragischen ,konflikts4 ,wir haben eine antike ,tragdie des ,augenblicks und eine abendlndische der historisch-psychischen ,entwicklung vor uns4 ,so empfand eine ahistorische und eine extrem historische ,seele sich selbst4 ,unsere ,tragik entstand aus dem ,gefhl einer unerbittlichen ,logik des ,werdens4 ,der ,grieche fhlte das ,alogische1 das blinde ,ungefhr des ,moments4 ,und man begreift nun1 weshalb gleichzeitig mit dem abendlndischen ,drama eine mchtige ,portrtkunst -- mit ihrem ,hhepunkt in ,rembrandt -- aufblhte und erlosch1 eine ,art historischer und psychologischer ,kunst1 die deshalb im klassischen ,griechenland zur ,bltezeit des attischen ,theaters aufs strengste verpnt war2 man denke an das ,verbot ikonischer ,statuen bei den ,weihgeschenken und daran1 da sich -- seit ,lippos -- eine schchterne ,art idealisierender ,bildniskunst genau damals hervorwagte1 wo die groe ,tragdie durch das soziale ,typendrama ,menanders in den ,hintergrund gedrngt wurde4 ,im ,grunde tragen alle griechischen ,statuen eine stereotype ,maske wie die ,schauspieler im ,dionysostheater4 ,alle bringen sie somatische ,situationen in der przisesten ,fassung4 ,physiognomisch sind sie stumm1 krperlich sind sie notwendig nackt4 ,charakterkpfe8 hat erst der ,hellenismus gebracht4 ,und wir werden wieder an die beiden entsprechenden ,zahlenwelten erinnert1 in deren einer handgreifliche ,resultate errechnet wurden1 whrend in der andern der ,charakter von ,beziehungsgruppen von ,funktionen1 ,gleichungen1 berhaupt von ,formelementen gleicher ,ordnung morphologisch untersucht und als solcher in gesetzmigen ,ausdrcken fixiert wird4 #ac ,die ,fhigkeit1 ,geschichte zu erleben und die ,art1 wie sie1 wie vor allem auch das eigne ,werden durchlebt wird1 ist bei den einzelnen ,menschen sehr verschieden4 ,jede ,kultur besitzt schon eine streng individuelle ,art1 ,natur zu sehen1 zu erkennen oder1 was dasselbe ist1 sie hat ihre eigne und eigentmliche ,natur1 die keine andere ,art ,mensch in genau derselben ,gestalt besitzen kann4 ,ganz ebenso hat auch jede ,kultur und in ihr1 mit ,unterschieden geringeren ,grades1 jeder ,einzelne eine durchaus eigne ,art von ,geschichte1 in deren ,bilde1 in deren ,stil er das allgemeine und das persnliche1 das innere und uere1 das welthistorische und das biographische ,werden unmittelbar anschaut1 fhlt und erlebt4 ,so ist der autobiographische ,hang der abendlndischen ,menschheit der antiken vllig fremd4 ,der extremen ,bewutheit der ,geschichte ,westeuropas steht die geradezu traumhafte ,unbewutheit der indischen gegenber4 ,und was ist es1 das arabische ,menschen1 ,paulus1 ,plotin oder ,mohammed vor sich sahen1 wenn sie das ,wort ,weltgeschichte aussprachen8 ,aber wenn es schon hchst schwierig ist1 sich von der ,natur1 der kausal geordneten ,umwelt andrer eine genaue ,vorstellung zu machen1 obwohl in ihr das spezifisch ,erkennbare zum ,bilde vereinheitlicht ist1 so ist es vllig unmglich1 den historischen ,weltaspekt fremder ,kulturen1 das aus ganz anders angelegten ,seelen gestaltete ,bild des ,werdens mit den ,krften der eignen ,seele vollkommen zu durchdringen4 ,hier wird immer ein unzugnglicher ,rest bleiben1 um so grer1 je geringer der eigne historische ,instinkt1 der physiognomische ,takt1 die eigne ,menschenkenntnis ist4 ,trotzdem ist die ,lsung dieser ,aufgabe eine ,voraussetzung alles tiefern ,weltverstndnisses4 ,die historische ,umwelt der andern ist ein ,teil ihres ,wesens1 und man versteht niemand1 wenn man sein ,zeitgefhl1 seine ,idee vom ,schicksal1 den ,stil und ,bewutseinsgrad seines ,innenlebens nicht kennt4 ,was hier sich nicht unmittelbar in ,bekenntnissen auffinden lt1 mssen wir also der ,symbolik der uern ,kultur entnehmen4 ,so erst wird das an sich ,unbegreifliche zugnglich und dies gibt dem historischen ,stil einer ,kultur und den dazu gehrigen groen ,zeitsymbolen ihren unermelichen ,wert4 ,als eines dieser kaum je begriffenen ,zeichen war schon die ,uhr genannt worden1 eine ,schpfung hochentwickelter ,kulturen1 die immer geheimnisvoller wird1 je mehr man darber nachdenkt4 ,die antike ,menschheit verstand sie zu entbehren -- nicht ohne ,absichtlichkeit --1 obwohl ,uhren in den beiden ltern ,welten der babylonischen und gyptischen ,seele mit ihrer strengen ,astronomie und ,zeitrechnung1 ihrem tiefen ,blick fr ,vergangenheit und ,zukunft und deren ,knpfung an den ,augenblick1 stndig 7als ,sonnenuhren und ,wasseruhren7 in ,gebrauch waren4 ,aber das antike ,dasein1 euklidisch1 beziehungslos1 punktfrmig1 war im gegenwrtigen ,moment vllig beschlossen4 ,nichts sollte an ,vergangnes und ,knftiges mahnen4 ,die ,archologie fehlt der ,antike ebenso wie deren psychische ,umkehrung1 die ,astrologie4 ,es gab keine ,zeitrechnung1 denn die ,olympiadenrechnung war lediglich ein literarischer ,notbehelf4 ,in antiken ,stdten erinnert nichts an die ,dauer1 an die ,vorzeit1 an das ,bevorstehende1 keine piettvoll gepflegte ,ruine1 kein fr noch ungeborne ,generationen vorgedachtes ,werk1 kein trotz technischer ,schwierigkeiten mit ,bedeutung gewhltes ,material4 ,der dorische ,grieche hat die mykenische ,steintechnik unbeachtet gelassen und baute wieder in ,holz und ,lehm1 trotz des mykenischen und gyptischen ,vorbildes und trotz des ,reichtums seiner ,landschaft an den besten ,gesteinen4 ,der dorische ,stil ist ein ,holzstil4 ,noch zur ,zeit des ,pausanias sah man am ,zeustempel in ,olympia die letzte nicht ausgewechselte ,holzsule4 ,in einer antiken ,seele ist das ,organ fr ,geschichte1 das ,gedchtnis in dem hier stets vorausgesetzten ,sinne1 das den ,organismus der persnlichen ,vergangenheit1 die ,genesis des ,innenlebens immer gegenwrtig erhlt1 nicht vorhanden4 ,es gibt keine ,zeit84 ,da ,csar den ,kalender reformierte1 darf man beinahe als einen ,akt der ,emanzipation vom antiken ,lebensgefhl bezeichnen3 ,aber ,csar dachte auch an den ,verzicht auf ,rom und an die ,verwandlung des ,stadtstaates in ein dynastisches1 also dem ,symbol der ,dauer unterstelltes ,reich mit dem ,schwerpunkt in ,alexandria1 von wo sein ,kalender stammt4 ,seine ,ermordung wirkt wie eine letzte ,auflehnung eben dieses1 in der ,polis1 der ,urbs ,roma verkrperten1 der ,dauer feindlichen ,lebensgefhls4 ,man erlebte noch damals jede ,stunde1 jeden ,tag fr sich4 ,das gilt vom einzelnen ,hellenen und ,rmer1 von der ,stadt1 der ,nation1 der ganzen ,kultur4 ,die von ,kraft und ,blut strmenden ,feste1 ,palastorgien und ,zirkuskmpfe unter ,nero und ,caligula1 die ,tacitus1 ein echter ,rmer1 allein beschreibt1 whrend er fr das ,leben der weiten ,landschaft des ,imperiums kein ,auge1 keine ,worte hat1 sind der letzte prachtvolle ,ausdruck dieses euklidischen1 den ,leib1 die ,gegenwart vergtternden ,weltgefhls4 ,die ,inder1 deren ,nirwana auch durch den ,mangel an irgendwelcher ,zeitrechnung ausgedrckt ist1 besaen ebenfalls keine ,uhren und also keine ,geschichte1 keine ,lebenserinnerungen1 keine ,sorge4 ,was wir1 eminent historisch angelegte ,menschen1 indische ,geschichte nennen1 ist ohne das geringste ,bewutsein seiner selbst verwirklicht worden4 ,das ,jahrtausend der indischen ,kultur von den ,veden bis auf den ,buddha herab wirkt auf uns wie die ,regungen eines ,schlafenden4 ,hier war das ,leben wirklich ein ,traum4 ,nichts steht diesem ,indertum ferner als das ,jahrtausend der abendlndischen ,kultur4 ,niemals1 auch im alten ,china nicht1 war man wacher1 bewuter1 niemals ist die ,zeit tiefer gefhlt und mit dem vollen ,bewutsein ihrer ,richtung und schicksalsschweren ,bewegtheit erlebt worden4 ,die ,geschichte ,westeuropas ist gewolltes1 die indische ist widerfahrenes ,schicksal4 ,im griechischen ,dasein spielen ,jahre keine ,rolle1 im indischen kaum ,jahrzehnte2 hier ist die ,stunde1 die ,minute1 zuletzt die ,sekunde von ,bedeutung4 ,von der tragischen ,spannung historischer ,krisen1 wo der ,augenblick schon erdrckend wirkt wie in den ,augusttagen #aiad1 htte weder ein ,grieche noch ein ,inder eine ,vorstellung haben knnen4 ,aber solche ,krisen knnen tiefe ,menschen des ,abendlandes auch in sich erleben1 ,hellenen nicht4 ber unsrer ,landschaft hallen ,tag und ,nacht von ,tausenden von ,trmen die ,glockenschlge1 die stndig ,zukunft an ,vergangnes knpfen und den flchtigen ,moment der antiken8 ,gegenwart in einer ungeheuren ,beziehung auflsen4 ,der ,moment1 welcher die ,geburt dieser ,kultur bezeichnet1 die ,zeit der ,sachsenkaiser1 sah auch schon die ,erfindung der ,rderuhren4#da ,ohne peinlichste ,zeitmessung -- eine ,chronologie des ,kommenden1 die durchaus unserm ungeheuren ,bedrfnis nach ,archologie1 ,erhaltung1 ,ausgrabung1 ,sammlung alles ,vergangnen entspricht -- ist der abendlndische ,mensch nicht denkbar4 ,die ,barockzeit steigerte das gotische ,symbol der ,turmuhren noch zu dem grotesken der ,taschenuhren1 die den ,einzelnen begleiten4#db ,und sind wir es nicht auch1 welche die ,wgung und ,messung des inneren ,lebens zur strengsten ,vollendung gefhrt haben8 ,ist unsere ,kultur nicht die der ,selbstbiographien1 ,tagebcher1 ,konfessionen und unerbittlichen ethischen ,selbstprfungen8 ,hat je eine andre ,art ,mensch sich bis zu dem whrend der ,epoche der ,kreuzzge ausgebildeten ,symbol der ,ohrenbeichte erhoben1 von der ,goethe sagte1 da sie den ,menschen nie htte genommen werden sollen8 ,ist nicht unsre ganze groe ,kunst -- sehr im ,gegensatz zur antiken -- ihrem ,gehalte nach ,bekenntniskunst8 ,es wird niemand ber ,welt- und ,staatengeschichte nachdenken1 ,geschichte andrer fhlen und begreifen knnen1 der nicht in sich selbst mit vollem ,bewutsein ,geschichte1 ,schicksal1 ,zeit erlebt4 ,deshalb hat die ,antike weder eine wahre ,weltgeschichte1 eine ,psychologie der ,historie1 noch eine tiefe ,biographie hervorgebracht4 ,thukydides und ,sokrates besttigen das4 ,der eine kannte nur die jngste ,vergangenheit eines engen ,vlkerkreises1 der andere nur ephemere ,momente der ,einkehr4 ,und neben dem ,symbol der ,uhren steht das andre1 ebenso tiefe1 ebenso unverstandne der ,bestattungsformen1 wie sie alle groen ,kulturen durch ,kulte und ,kunst geheiligt haben4 ,in der ,urzeit gehen die vielen mglichen ,formen noch chaotisch durcheinander1 abhngig von ,stammessitte und ,zweckmigkeit4 ,jede ,kultur aber erhebt alsbald eine von ihnen zum hchsten symbolischen ,range4 ,hier whlte der antike ,mensch aus tiefstem1 unbewutem ,lebensgefhl heraus die ,totenverbrennung1 einen ,akt der ,vernichtung1 durch den er sein an das ,jetzt und ,hier gebundenes euklidisches ,dasein zu gewaltigem ,ausdruck brachte4 ,er wollte keine ,geschichte1 keine ,dauer1 weder ,vergangenheit noch ,zukunft1 weder ,sorge noch ,auflsung und er zerstrte deshalb1 was keine ,gegenwart mehr besa1 den ,leib eines ,perikles und ,csar1 ,sophokles und ,phidias4 ,keine zweite ,kultur steht dieser darin zur ,seite -- mit einer bezeichnenden ,ausnahme1 der vedischen ,frhzeit ,indiens4 ,und man bemerke wohl3 die dorisch-homerische ,frhzeit behandelte diesen ,akt mit dem ganzen ,pathos eines eben geschaffenen ,symbols1 die ,ilias vor allem1 whrend in den ,grbern von ,mykene1 ,tiryns1 ,orchomenos die ,toten1 deren ,kmpfe vielleicht gerade den ,keim zu jenem ,epos gelegt hatten1 nach gyptischer ,art bestattet worden waren4 ,als in der ,kaiserzeit neben die ,aschenurne der ,sarkophag trat -- bei ,christen und ,heiden --1 war ein neues ,zeitgefhl erwacht wie damals1 als auf die mykenischen ,schachtgrber die homerische ,urne folgte4 ,und diese gypter1 welche ihre ,vergangenheit so gewissenhaft im ,gedchtnis1 in ,stein und ,hieroglyphen aufbewahrten1 da wir heute1 nach vier ,jahrtausenden1 noch die ,regierungszahlen ihrer ,knige genau bestimmen knnen1 verewigten auch deren ,leib1 so da die groen ,pharaonen -- ein ,symbol von schauerlicher ,erhabenheit -- heute noch mit erkennbaren ,gesichtszgen in unsern ,museen liegen1 whrend von den ,knigen der dorischen ,zeit nicht einmal die ,namen brig geblieben sind4 ,wir kennen ,geburts- und ,todestag fast aller groen ,menschen seit ,dante genau4 ,das scheint uns selbstverstndlich4 ,aber zur ,zeit des ,aristoteles1 auf der ,hhe antiker ,zivilisation1 wute man nicht mehr1 ob ,leukippos1 der ,begrnder des ,atomismus und ,zeitgenosse des ,perikles1 kaum ein ,jahrhundert vorher1 berhaupt existiert habe4 ,dem wrde es entsprechen1 wenn wir der ,existenz ,giordano ,brunos nicht sicher wren und die ,renaissance bereits vllig im ,reich der ,sage lge4 ,und diese ,museen selbst1 in denen wir die ganze ,summe der sinnlich-krperlich gewordenen ,vergangenheit zusammentragen6 ,sind sie nicht auch ein ,symbol vom hchsten ,range8 ,sollen sie nicht den ,leib8 der gesamten ,kulturhistorie mumienhaft konservieren8 ,sammeln wir nicht1 wie die unzhligen ,daten in ,milliarden gedruckter ,bcher1 so alle ,werke aller toten ,kulturen in diesen hunderttausend ,slen westeuropischer ,stdte1 wo in der ,masse des ,vereinigten jedes einzelne ,stck dem flchtigen ,augenblick seines wirklichen ,zweckes -- der einer antiken ,seele allein heilig gewesen wre -- entwendet und in einer unendlichen ,bewegtheit der ,zeit gleichsam aufgelst wird8 ,man bedenke1 was die ,hellenen ,museion8 nannten und welch tiefer ,sinn in diesem ,wandel des ,wortgebrauchs liegt4 #ad ,es ist das ,urgefhl der ,sorge1 das die ,physiognomie der abendlndischen wie der gyptischen und chinesischen ,kulturgeschichte beherrscht und auch noch die ,symbolik des ,erotischen gestaltet1 in dem die ,beziehung des gegenwrtigen ,menschen zu den folgenden ,generationen sich darstellt4 ,das punktfrmige euklidische ,dasein der ,antike empfand auch da ganz somatisch4 ,es setzte deshalb in den ,mittelpunkt der demetrischen ,kulte die ,wehen des gebrenden ,weibes1 in die antike ,welt berhaupt das ,symbol des ,phallus1 das ,zeichen einer durchaus dem ,augenblick geweihten und ,vergangenheit wie ,zukunft in ihm vergessenden ,geschlechtlichkeit4 ,der ,mensch fhlte sich hier als ,natur1 als ,pflanze1 als ,tier1 dem ,sinn des ,werdens willenlos hingegeben4 ,der husliche ,kult galt dem genius1 d4 h4 der ,zeugungskraft des ,familienhauptes4 ,unsre tiefe und nachdenkliche ,sorge stellte dem im abendlndischen ,kult das ,zeichen der ,mutter gegenber1 welche das ,kind -- die ,zukunft -- an der ,brust trgt4 ,der ,marienkult in diesem neuen1 faustischen ,sinne erblhte erst in den ,jahrhunderten der ,gotik4 ,ihre hchste ,verkrperung hat sie in ,raffaels ,sixtina gefunden4 ,das ist nicht christlich berhaupt1 denn das magisch-orientalische ,christentum erhob ,maria als ,theotokos1 als ,gebrerin ,gottes1 zu einem ganz anders empfundenen magisch-metaphysischen ,symbol4 ,die stillende ,mutter ist der arabischen 7byzantinisch-langobardischen7 ,kunst ebenso fremd wie der hellenischen2 sie ist das reinmenschliche ,sinnbild der ,sorge1 und sicherlich steht ,gretchen im ,faust mit dem tiefen ,zauber ihrer unbewuten ,mtterlichkeit den gotischen ,madonnen nher als alle ,marien byzantinischer und ravennatischer ,mosaiken4 ,nichts ist sorgenvoller als der ,aspekt der gyptischen ,geschichte1 in der die ,frsorge fr alles ,vergangene1 ,tempel1 ,namen und ,mumien der ,vorsorge fr alles ,kommende entspricht1 ein ,gefhl1 das schon zur ,zeit des ,cheops1 #cjjj v4 ,chr41 zu einem tief durchdachten ,staatsorganismus und spter zu einer so meisterhaft angelegten ,finanzwirtschaft gefhrt hat1 da von ,alexander dem ,groen an die spten antiken ,staatsgebilde nur durch bernahme der ,praxis der ,pharaonen zu einigermaen geregelter ,verwaltung gelangt sind4 ,so verschieden an sich ,buddhismus und ,stoizismus1 die ,altersstimmungen der indischen und antiken ,seele sind1 im ,widerspruch gegen das historische ,gefhl der ,sorge1 in der ,verneinung also aller organisatorischen ,energie1 ,pflichtbewutheit1 ,ttigkeit1 ,weitsicht gegenber sind sie einig und deshalb hat in indischen ,knigreichen und hellenischen ,stdten niemand an das ,kommende gedacht1 weder fr seine ,person noch fr die ,gesamtheit4 ,das carpe diem des apollinischen ,menschen galt auch fr den antiken ,staat4 ,man wirtschaftete von einem ,tage zum andern ohne die ,fhigkeit1 vorausschauende ,plne zu fassen oder gar sie auf ,generationen hin zu verwirklichen4 ,der antike ,staat -- obwohl das ,vorbild gyptens vor ,augen stand -- hielt sich allein durch fortgesetzte ,gewaltmanahmen1 ,plnderung der eignen und fremden ,brger1 ,mnzflschung1 ,enteignung1 ,proskription der ,besitzenden2 und verfgte er einmal ber ,reichtmer1 so fand er keine bessere ,verwendung1 als sie an den ,pbel zu verschwenden4 ,man besa keine innerlich erworbene ,geschichte der ,vergangenheit und darum auch kein ,auge fr die ,notwendigkeiten der ,zukunft4 ,man lie sie herankommen2 man versuchte nicht auf sie zu wirken4 ,und deshalb ist heute der ,sozialismus mit seiner unverkennbaren1 wenn auch bisher nicht erkannten ,verwandtschaft zum gyptertum die dem ,stoizismus der ,zeitstufe nach entsprechende1 dem ,sinne nach bis zum uersten entgegengesetzte ,altersstimmung der abendlndischen ,seele1 durch und durch gyptisch in seiner umfassenden ,sorge fr dauerhafte wirtschaftliche ,zusammenhnge1 fr ,vorsorge und ,frsorge1 die den gegenwrtigen ,zustand aus der historischen ,perspektive von ,jahrhunderten auffat1 die den ,einzelnen mit all seinen ,lebensuerungen in die tausendfachen ,beziehungen eines hchst abstrakten ,wirtschaftssystems bindet und verflicht1 des genauen ,seitenstcks der analytischen ,zahlenwelt1 wie es der heutigen ,funktionentheorie zugrunde liegt4 ,die antike ,wirtschaftsgesinnung -- die und ,unbekmmertheit der ,stoiker wiederholend -- verleugnet die ,zeit1 die ,zukunft1 die ,dauer1 die abendlndische bejaht sie1 sei es in der flacheren englisch-jdischen ,fassung von ,malthus1 ,marx1 ,bentham1 sei es in der tiefen und zukunftsreichen des preuischen ,staatsgedankens1 dessen von ,friedrich ,wilhelm ,i4 begrndeter ,sozialismus noch in diesem ,jahrhundert den andern in sich aufnehmen wird4 ,das ,wort ,friedrichs des ,groen3 ,ich bin der erste ,diener meines ,staates8 drckt diese hohe ,sorge um das ,kommende1 dies faustische ,schicksalsgefhl aus4 ,es gehrt derselben ,epoche an wie ,rousseaus contrat social1 aus dem die englisch-franzsische ,staatsidee1 die parlamentarisch-halbsozialistische des #ai4 ,jahrhunderts1 wesentlich hervorging4 ,rousseau und ,friedrich der ,groe waren ,musiker2 ,sokrates1 ihr ,zeitgenosse8 und ,ahnherr der ,stoa1 war ,bildhauer4 ,beide ,wirtschaftsideale1 das der ,polis und das des westeuropischen ,staates1 sind in der ,tiefe ihrer ,form mit den ,prinzipien der ,plastik und des ,kontrapunkts verwandt4 ,so berhren sich die ,ideen von ,schicksal1 ,geschichte1 ,zeit1 ,sorge mit den letzten knstlerischen ,ausdrucksformen des ,seelentums4 #ae ,der alltgliche ,mensch aller ,kulturen bemerkt von der ,physiognomie alles ,werdens1 seines eignen und dessen der historischen ,welt1 nur den unmittelbar greifbaren ,vordergrund4 ,die ,summe seiner ,erlebnisse1 der inneren wie der ueren1 fllt als bloe ,reihenfolge von ,einzelheiten den ,lauf seiner ,tage4 ,erst der bedeutende ,mensch fhlt hinter dem populren ,zusammenhange der historisch-bewegten ,oberflche die tiefe ,logik des ,werdens1 die in der ,schicksalsidee hervortritt und die eben jene oberflchlichen bedeutungsarmen ,bildungen des ,tages als ,zuflligkeiten erscheinen lt4 ,zwischen ,schicksal und ,zufall scheint zunchst nur ein ,gradunterschied an ,gehalt zu bestehen4 ,man empfindet es etwa als ,zufall1 da ,goethe nach ,sesenheim1 und als ,schicksal1 da er nach ,weimar kam4 ,das eine scheint ,episode1 das andre ,epoche zu sein4 ,indessen wird daraus deutlich1 da die ,unterscheidung vom innern ,range des ,menschen abhngt1 der sie trifft4 ,der ,menge wird selbst das ,leben ,goethes als eine ,reihe von ,zufllen erscheinen2 wenige werden mit ,erstaunen empfinden1 welche symbolische ,notwendigkeit in ihm auch noch dem ,unbedeutendsten innewohnt4 ,hier bleibt das ,gebiet der begrifflichen ,verstndigung weit zurck2 was ,schicksal1 was ,zufall ist1 das gehrt zu den entscheidenden ,erlebnissen der einzelnen ,seele wie der ganzer ,kulturen4 ,es ist eine ,frage der ,ethik1 nicht der ,logik4 ,hier schweigt alle ,erfahrung1 jede abstrakte ,erkenntnis1 jede ,definition2 und wer auch nur den ,versuch wagt1 beides erkenntnistheoretisch fassen zu wollen1 der kennt es gar nicht4 ,schicksal und ,zufall bilden jedesmal einen ,gegensatz1 in den die ,seele zu kleiden versucht1 was nur ,gefhl1 nur ,erlebnis und ,intuition sein kann und was allein durch die innerlichsten ,schpfungen von ,religion und ,kunst denen verdeutlicht wird1 die zur ,einsicht berufen sind4 ,um dies ,urgefhl des lebendigen ,daseins1 das dem ,weltbilde der ,geschichte ,sinn und ,gehalt verleiht1 heraufzurufen -- ,name ist ,schall und ,rauch --1 wei ich nichts ,besseres als einen ,vers von ,goethe1 denselben1 der als ,motto an der ,spitze dieses ,buches dessen ,grundgesinnung bezeichnen soll3 ,wenn im ,unendlichen dasselbe ,sich wiederholend ewig fliet1 ,das tausendfltige ,gewlbe ,sich krftig ineinander schliet2 ,strmt ,lebenslust aus allen ,dingen1 ,dem kleinsten wie dem grten ,stern1 ,und alles ,drngen1 alles ,ringen ,ist ewige ,ruh in ,gott dem ,herrn4 ,die ,unterscheidung dieser letzten ,ideen ist ,sache des ,herzens4 ,die ,logik der ,geschichte1 der ,richtung1 die tragische ,notwendigkeit des ,seins1 die in diesem ,kreise waltet1 ist nicht die ,logik der ,natur1 nicht ,zahl und ,gesetz1 ,ursache und ,wirkung1 nichts ,greifbares oder ,begreifbares berhaupt4 ,man spricht von der ,logik einer plastischen ,gruppe1 eines vollkommenen ,gedichtes1 einer ,melodie1 eines ,ornamentes4 ,es ist die immanente ,logik aller ,religionen4 ,dies ist ,religion1 und selbst die groe ,kunst vermag durch ihre ,symbole dieses letzte ,geheimnis jeder ,seele nur zu berhren1 soweit sie ,religion ist4 ,insofern ein ,kunstwerk im ,knstlersinne ,form hat1 technische1 elementare ,form nmlich1 die in ,schule und ,werkstatt gelehrt werden kann1 die die ,substanz jeder ,tradition und ,konvention bildet1 den ,kanon der ,fuge1 den ,kanon der ,plastik1 den ,bau der ,tragdie -- insofern ist das ,kunstwerk etwas ,gewordnes1 der ,welt als ,natur angehrig und seine ,logik von einer irgendwie kausal gefrbten ,art4 ,man wird eine ,verwandtschaft der hheren ,mathematik dieser ,kultur mit diesem ,objekt der ,kunstbung nicht verkennen 7,form8 als ,gegensatz zum ,stoff874 ,wenn aber ein ,kunstwerk in seinem ,tiefsten noch darber hinausgeht1 sich aus der ,sphre massenhaft gebter ,zeitkunst in den ,kreis der wenigen begnadeten ,schpfungen erhebt1 dann teilt es die ,form des ,werdens1 dann hat es ,schicksal und ist es ,schicksal in der ,entwicklung einer ,kultur1 nicht mehr ein ,atom im ,wellenschlag der historischen ,oberflche1 sondern selbst geschichtsbildend1 epochemachend im wrtlichen ,sinne4 ,so ist es die ,idee der ,gnade im abendlndischen ,christentum1 welche ,zufall und ,schicksal in der hchsten ethischen ,fassung reprsentiert4 ,fgung 7,erbsnde7 und ,gnade -- in dieser ,polaritt1 die immer nur ,gestalt des ,gefhls1 des bewegten ,lebens1 nie ,inhalt der ,erfahrung sein kann1 liegt das ,dasein jedes wirklich bedeutenden ,menschen dieser ,kultur beschlossen4 ,sie ist1 auch fr den ,protestanten1 auch fr den ,atheisten1 und sei sie noch so gut hinter dem ,begriff der ,entwicklung8 versteckt1 der in gerader ,linie von ihr abstammt1#dc die ,grundlage jeder ,autobiographie1 die1 geschrieben oder gedacht1 deshalb dem antiken ,menschen1 dessen ,schicksal von andrer ,gestalt war1 versagt blieb4 ,aus ihr ist -- wieder im ,gegensatz zu schylus und ,sophokles -- der ganze ,gehalt der tragischen ,schpfungen von ,shakespeare und ,goethe abzuleiten4 ,sie ist der letzte ,sinn der ,bildnisse ,rembrandts und der ,musik von ,bach bis zu ,beethoven4 ,mag man es ,fgung1 ,vorsehung1 innere ,entwicklung#dd nennen1 was den ,lebenslufen aller ,menschen des ,abendlandes etwas ,verwandtes gibt -- dem ,denken bleibt es unzugnglich4 ,hier endet jede rationalistische ,verfolgung religiser ,ideen beim ,widersinn3 der vermeintlichen berwindung kirchlicher ,dogmen durch die ,resultate der ,wissenschaft84 ,die ,prdestinationslehre bei ,calvin und ,pascal -- die beide1 aufrichtiger als ,luther und ,thomas von ,aquino1 die ,konsequenzen der augustinischen ,dialektik zu ziehen wagten -- ist die notwendige ,absurditt1 zu welcher die verstandesmige ,verfolgung dieser ,dinge fhrt4 ,sie gert aus der ,logik des ,weltgefhls in die ,logik der ,begriffe und ,gesetze1 aus der unmittelbaren ,anschauung des ,lebens in ein ,system von ,objekten4 ,die furchtbaren ,seelenkmpfe ,pascals sind die eines tiefinnerlichen ,menschen1 der zugleich geborner ,mathematiker war und der die letzten und ernstesten ,fragen der ,seele zugleich den groen ,intuitionen eines inbrnstigen ,glaubens und der abstrakten ,przision einer ebenso groen mathematischen ,anlage unterwerfen wollte4 ,dies gab der ,schicksalsidee1 religis gesprochen der ,vorsehung ,gottes1 die schematische ,form des ,kausalittsprinzips1 die ,kantische ,form der ,verstandesttigkeit also1 denn das bedeutet ,prdestination1 in der nun allerdings die lebendige1 freie und stets gegenwrtige ,gnade1 als allein dem historischen 7bernatrlichen871 nicht dem natrlichen ,weltbilde immanent1 logisch unmglich erscheint4 ,der ,zweifel an ,gott ist das ,verhngnis des ,menschen1 in dem ein tiefer ,verstand ber eine tiefe ,seele siegt4 #af ,wenden wir uns nun der weiteren ,verdeutlichung des ,phnomens des ,zuflligen zu1 so werden wir nicht mehr ,gefahr laufen1 in ihm eine ,ausnahme oder ,durchbrechung des kausalen ,naturzusammenhanges zu sehen4 ,natur8 ist nicht das ,weltbild1 in dem das ,schicksal wesenhaft wird4 berall1 wo der verinnerlichte ,blick sich vom ,sinnlich-,gewordnen lst und1 der ,vision sich nhernd1 die ,umwelt durchdringt1 ,urphnomene statt ,objekte auf sich wirken fhlt1 tritt der groe historische1 der auer- und bernatrliche ,aspekt ein3 es ist der ,blick ,dantes und ,wolframs1 auch der des ,goetheschen ,alters1 als dessen ,ausdruck vor allem das ,ende des zweiten ,faust erscheint und1 was man immer verkannt hat1 der des ,cervantes damals1 als er die ,gestalt des ,don ,quijote fand4 ,verweilen wir in dieser ,welt von ,schicksal und ,zufall1 so scheint es vielleicht zufllig1 da auf diesem kleinen ,gestirn sich die ,episode der ,weltgeschichte8 abspielt2 zufllig1 da ,menschen1 eine tierhnliche organische ,bildung auf der ,rinde dieses ,stern1 das ,phnomen der ,erkenntnis8 und gerade in dieser1 von ,kant1 ,aristoteles und andern so sehr verschieden betriebenen ,form besitzen2 zufllig1 da als ,wirkung dieser ,erkenntnis gerade diese ,naturgesetze in ,erscheinung treten 7ewig und allgemeingltig87 und das ,bild einer ,natur8 wachrufen1 von dem jeder ,einzelne glaubt1 da es fr alle dasselbe sei4 ,die ,physik verbannt -- mit ,recht -- den ,zufall aus ihrem ,bilde1 aber es ist doch wieder ,zufall1 da sie selbst berhaupt1 irgendwann in der ,alluvialperiode der ,erdoberflche1 einmal als geistiges ,phnomen auftauchte4 ,wem der ,blick fr dies andere ,weltbild1 fr ,geschichte im hchsten ,sinne -- die ,welt als ,divina commedia81 als ,schauspiel fr einen ,gott -- fehlt wie ,kant und den meisten ,systematikern des ,denkens1 der wird darin nur den sinnlosen ,wirrwarr von ,zufllen1 diesmal im banalsten ,sinne des ,wortes1 finden4#de ,aber auch die znftige1 unknstlerische ,geschichtsforschung ist nicht viel mehr als eine pragmatische8 ,analyse der ,oberflche1 eine wenn auch noch so geistreiche ,sanktion des ,banal-,zuflligen4 ,umgekehrt liegt dem astrologischen8 ,weltaspekte1 selbst dort1 wo er sich wissenschaftlich gebrdet1 die berzeugung zugrunde1 da das gesamte ,all1 ,gestirne wie ,menschen1 jenseits aller naturhaften ,kausalitt1 auch noch eine ,einheit von ganz andrer ,ordnung bildet1 deren immanente ,logik eben die eines ,schicksals ist4 ,kepler1 der die mathematischen ,gesetze der ,planetenbahnen fand1 war berzeugter ,astrolog 7er hat unter andern das ,horoskop ,wallensteins gestellt74 ,ich sehe in jeder tragischen ,dichtung1 vorausgesetzt1 da sie einen entsprechenden ,rang einnimmt1 den ,ausdruck eines astrologischen ,lebensgefhls1 selbst wenn der ,autor als empirische ,person dies in ,abrede gestellt htte4 ,fr ,shakespeare beweisen es nicht nur die ,hexenszenen des ,macbeth1 welche tatschlich den kosmischen ,sinn des ,stckes tragen1 sondern auch eine dunkle ,grundstimmung im ,lear1 im ,wintermrchen1 vor allem im ,sturm4 ,hier wrde man fr ,fgung und ,bestimmung vielleicht das ,wort ,verhngnis whlen4 ,hier waltet nur ein ,schicksal und ,zufall heit lediglich das1 was dem ,einzelnen im ,bilde auch seelisch nicht mehr verstndlich ist4 ,von diesem letzten ,standpunkte aus lst sich endlich beides in eine erhabene ,einheit auf und dies ist es1 was ,christen groen ,stils -- ich erinnere nochmals an ,dante -- als gttliche ,weltordnung8 mit unerschtterlicher ,gewiheit empfinden4 ,nur der ,standort unterscheidet noch ,schicksal und ,zufall4 ,nichts ist bezeichnender als ,shakespeare1 in dem man den eigentlichen ,tragiker des ,zufalls noch nie gesucht und nie vermutet hat4 ,und doch liegt hier gerade der ,kern der abendlndischen ,tragik1 die zugleich das ,abbild der abendlndischen ,idee der ,historie und der ,schlssel zu dem ist1 was das von ,kant nicht verstandene ,wort ,zeit8 bedeutet4 ,es ist recht zufllig1 da die politische ,situation des ,hamlet1 der ,knigsmord und die ,frage der ,thronfolge1 gerade diesen ,charakter treffen4 ,es ist zufllig1 da ,jago1 ein alltglicher ,halunke1 wie man sie auf allen ,straen findet1 gerade diesen ,mann aufs ,korn nahm1 dessen ,person diese durchaus nicht alltgliche ,physiognomie besa4 ,und ,lear6 ,ist etwas zuflliger 7und darum natrlicher87 als die ,paarung dieser gebietenden ,wrde mit diesen den ,tchtern vererbten verhngnisvollen ,leidenschaften8 ,hebbel wollte seine ,menschen konsequenter1 weniger zufllig haben -- er wurde deshalb unnatrlich4 ,das ,gezwungene1 ,systematische seiner ,konzeptionen1 das jeder fhlt1 ohne es sich deuten zu knnen1 lag darin1 da das logisch-kausale ,schema seiner seelischen ,konflikte dem historisch-bewegten ,weltgefhl und dessen ganz andersartiger ,logik widerspricht4 ,man fhlt die ,gegenwart eines groen ,verstandes1 aber nicht die eines tiefen ,lebens4 ,und eben diese abendlndische ,nuance des ,zuflligen ist dem antiken ,weltgefhl und mithin dem antiken ,drama ganz fremd4 ,antigone hat keine zufllige ,eigenschaft1 welche fr ihre ,tragik irgendwie in ,betracht kme4 ,was dem ,knig dipus geschah1 htte -- im ,gegensatz zum ,schicksale ,lears -- jedem andern geschehen knnen4 ,dies ist das antike ,schicksal1 das allgemein menschliche8 ,fatum1 das einem berhaupt gilt und vom zufllig ,persnlichen in keiner ,weise abhngt4 ,die gewhnliche ,geschichtsschreibung wird immer beim ,zuflligen stehen bleiben4 ,dies ist -- das ,schicksal ihrer ,urheber1 die geistig mehr oder weniger innerhalb der ,menge bleiben4 ,vor ihrem ,auge flieen ,natur und ,geschichte in eine hchste populre ,einheit zusammen und ,zufall81 sa sacre ,majest le ,hazard1 ist fr den ,mann der ,menge das ,verstndlichste1 was es gibt4 ,es ist das ,geheimnisvoll-,kausale1 das noch nicht ,bewiesene1 das ihm die ,logik der ,geschichte1 die er nicht fhlt1 ersetzt4 ,das anekdotenmige ,vordergrundsbild der ,historie1 der ,tummelplatz aller wissenschaftlichen ,kausalittenjger und aller ,roman- und ,stckeschreiber gewhnlichen ,schlages1 entspricht dem durchaus4 ,wie viele ,kriege wurden angefangen1 weil ein eiferschtiger ,hofmann einen ,general von seiner ,frau entfernen wollte6 7,in den ,briefen der ,liselotte von ,orleans finden sich kleine ,kabinettstcke solcher ,aspekte der franzsischen ,geschichte47 ,wie viele ,schlachten wurden durch lcherliche ,zwischenflle gewonnen oder verloren6 ,man denke an den ,fcherschlag des ,dei von ,algier und hnliches1 das die historische ,szene mit ,operettenmotiven belebt4 ,wie von einem schlechten ,dramatiker angebracht erscheinen der ,tod ,gustav ,adolfs oder ,alexanders4 ,hannibal ist ein bloes ,intermezzo der antiken ,geschichte1 in deren ,verlauf er berraschend einfiel4 ,napoleons ,vorbergang8 entbehrt nicht der ,melodramatik4 ,konradin1 der letzte ,staufe1 ist der ,urstoff aller ,schlerpoesie4 ,wer die immanente ,logik der ,geschichte in irgendeiner kausalen ,folge ihrer sichtbaren ,einzelereignisse sucht1 wird immer1 wenn er aufrichtig ist1 eine ,komdie von burlesker ,sinnlosigkeit finden und ich mchte glauben1 da die so wenig beachtete ,tanzszene der betrunkenen ,triumvirn in ,shakespeares ,antonius und ,kleopatra8 -- fr mich eine der mchtigsten in diesem unendlich tiefen ,werke -- aus dem ,hohn des ersten historischen ,tragikers aller ,zeiten auf den pragmatischen ,geschichtsaspekt hervorgewachsen ist4 ,dieser allzu populre ,aspekt hat von jeher die ,welt8 beherrscht4 ,er hat den kleinen ,ehrgeizigen ,mut und ,hoffnung gemacht1 in sie einzugreifen4 ,rousseau1 ,ibsen1 ,nietzsche1 ,marx glaubten1 durch eine ,theorie den ,lauf der ,welt8 ndern zu knnen4 ,selbst die soziale1 wirtschaftliche oder sexuelle ,deutung1 zu der als ,maximum die ,geschichtsbehandlung sich heute erhebt8 und die stets1 angesichts ihres biologischen ,geprges1 kausaler ,aspirationen verdchtig bleibt1 ist noch reichlich trivial und populr4 ,napoleon hatte in bedeutenden ,momenten ein starkes ,gefhl fr die wahre ,logik des ,weltwerdens4 ,er ahnte dann1 inwiefern er ein ,schicksal war und inwiefern er eines hatte4 ,ich fhle mich gegen ein ,ziel getrieben1 das ich nicht kenne4 ,sobald ich es erreicht haben werde1 sobald ich nicht mehr notwendig sein werde1 wird ein ,atom gengen1 mich zu zerschmettern4 ,bis dahin aber werden alle menschlichen ,krfte nichts gegen mich vermgen8 7#ahab74 ,das war nicht pragmatisch gedacht4 ,er selbst als empirische ,person htte vielleicht bei ,marengo fallen knnen4 ,was er bedeutete1 wre dann in andrer ,gestalt verwirklicht worden4 ,eine ,melodie ist in den ,hnden eines groen ,musikers reicher ,variationen fhig2 sie kann fr den einfachen ,hrer vllig verwandelt sein1 ohne in der ,tiefe -- in einem ganz andern ,sinne -- sich verndert zu haben4 ,die ,epoche der deutschnationalen ,einigung ist in der ,person ,bismarcks1 die der ,freiheitskriege in breiten und beinahe namenlosen ,ereignissen durchgefhrt worden4 ,beide ,themata8 konnten auch anders durchfiguriert8 werden4 ,bismarck htte entlassen und die ,schlacht bei ,leipzig verloren werden knnen2 die ,gruppe der ,kriege von #ahfd1 #ahff und #ahgj konnte durch diplomatische1 dynastische1 revolutionre oder volkswirtschaftliche ,momente -- ,modulationen8 -- vertreten werden1 obwohl die physiognomische ,prgnanz der abendlndischen ,geschichte1 im ,gegensatz zum ,stil der indischen etwa1 an entscheidender ,stelle starke ,akzente1 ,kriege oder groe ,persnlichkeiten1 sozusagen kontrapunktisch fordert4 ,bismarck selbst deutet in seinen ,erinnerungen an1 da im ,frhling #ahdh eine ,einigung in weiterem ,umfange als #ahgj htte erreicht werden knnen1 die nur an der ,politik des preuischen ,knigs1 richtiger3 an seinem privaten ,geschmack scheiterte4 ,das wre1 auch nach ,bismarcks ,gefhl1 eine matte ,durchfhrung des ,satzes gewesen1 die eine ,coda 7da capo e poi la coda87 notwendig gemacht htte4 ,der ,sinn der ,epoche -- das ,thema -- htte sich nicht verndert4 ,goethe konnte -- vielleicht -- in frhen ,jahren sterben1 nicht seine ,idee4 ,faust8 und ,tasso wren nicht geschrieben worden1 aber sie wren1 ohne ihre poetische ,greifbarkeit1 in einem sehr geheimnisvollen ,sinne trotzdem gewesen84 ,man kann das ,phnomen des ,zufalls1 das dem des ,schicksals erst ,vollkommenheit gibt1 nur aus der ,idee des ,urphnomens begreifen4 ,ich denke wieder an ,bildungen der ,pflanzenwelt4 ,kulturen sind ,pflanzen4 ,eine ,buche1 die eben heranwchst1 wird im ,laufe der ,jahre ,bltter1 ,zweige1 einen ,stamm1 ,wipfel erhalten1 deren allgemeine ,gestalt sich voraussagen lt2 dies gehrt zum ,schicksal des keimenden ,organismus4 ,aber der ,same ist vom ,winde an irgendeine ,stelle getragen worden und ,alter1 ,gesundheit1 ,mchtigkeit1 ,flle der ,erscheinung werden durch sie wesentlich mitbestimmt4 ,tausend ,umstnde kommen hinzu1 um auch das ,dasein zweier ,nachbarstmme sehr verschieden zu gestalten4 ,hier wrde ein strenger ,christ von einer ,gnade der ,natur reden4 ,zuletzt wird jeder ,wipfel des ,waldes1 jeder ,ast1 jedes ,blatt von dem andern verschieden geworden sein und in einer ,art1 die niemand voraussagen konnte2 und dies wird man vor allem als ,zufall empfinden4 ,man kann dem ,planetensystem gegenber eine ,betrachtungsweise whlen1 aus der die ,ringe des ,saturn und die ,existenz der ,erde in dieser ,gre1 mit dieser ,form der ,gravitation1 dieser geologischen ,oberflchengeschichte1 in der die ,menschheit eine flchtige ,episode bildet1 zwischen diesen ,nachbarplaneten1 als ,gebilde des ,zufalls erscheinen1 vorausgesetzt1 da man die ,sternenwelt als ungeheuren ,organismus auf sich wirken lt4 ,die mathematischen ,gesetze1 die einem andern ,aspekt angehren1 bleiben dabei vllig unberhrt und unangefochten4 ,und so tragen alle groen ,kulturen1 in deren ,lebenslauf vieles vorausbestimmbar ist1 in ihren ,zgen etwas1 das dem ,urphnomen wesentlich angehrt und das man ihrem ,schicksal1 etwas1 das niemand ahnen kann und das man dem ,zufall1 der ,gnade1 zuweisen kann4 ,in welchem ,grade diese ,wertung stattfindet1 das entscheidet fr das einzelne ,geschichtsbild1 das immer das eines bestimmten ,betrachters ist1 dessen ,weltgefhl mit unmittelbarer innerer ,gewiheit4 ,die euklidische ,seele der ,antike konnte ihr an gegenwrtigen ,vordergrnden haftendes ,dasein indessen nur in der ,gestalt von ,zufllen erleben4 ,darf man fr die abendlndische ,seele das ,zufllige als ,schicksal von geringerem ,gehalte deuten1 so darf umgekehrt das ,schicksal fr die antike ,seele als gesteigerter ,zufall gelten4 ,das bedeutet fatum4 ,beide ,worte aber bezeichnen fr die apollinische ,seele ,momente von ganz andrer ,physiognomie4 ,sie besa1 wie wir sahen1 kein ,gedchtnis1 keine organische ,zukunft und ,vergangenheit1 keine wirklich durchlebte ,geschichte also und das will heien3 kein eigentliches ,gefhl fr eine ,logik des ,schicksals4 ,man lasse sich nicht durch ,worte tuschen4 ,die populrste ,gttin des ,hellenismus war ,tyche1#df die man von der ,ananke kaum zu scheiden wute4 ,schicksal und ,zufall aber werden von uns mit der ganzen ,wucht eines ,gegensatzes empfunden1 von dem in unsrer tiefern ,existenz alles abhngt4 ,unsere ,geschichte ist die der groen ,zusammenhnge2 sie ist kontrapunktisch gesetzt4 ,die antike ,geschichte1 nicht etwa nur ihr ,bild bei ihren ,historikern wie ,herodot1 sondern ihre volle ,wirklichkeit ist die der ,anekdoten1 das heit eine ,summe statuenhafter ,einzelheiten4 ,anekdotisch ist der ,stil des griechischen ,daseins berhaupt wie der jeder einzelnen ,biographie4 ,das krperlich-greifbare ,element reprsentiert den ahistorischen1 den dmonischen ,zufall4 ,die ,logik des ,geschehens wird mit ihm verdeckt1 verleugnet4 ,alle ,fabeln antiker ,meistertragdien erschpfen sich in sinnlosen ,zufllen2 anders lt sich die ,bedeutung des ,wortes im ,gegensatz zur shakespearischen ,logik1 die sich am antihistorischen ,zufall erst entwickelt und verdeutlicht1 nicht bezeichnen4 ,noch einmal3 was dem dipus zustt1 ganz von auen1 innerlich durch nichts bedingt und bewirkt1 htte jedem ,menschen ohne ,ausnahme geschehen knnen4 ,das ist die ,form des ,mythus4 ,man vergleiche damit die tiefinnere1 durch ein ganzes ,dasein und das ,verhltnis dieses ,daseins zur ,epoche bedingte individuelle ,notwendigkeit im ,schicksal ,othellos1 ,don ,quijotes1 ,werthers4 ,situationstragdie und ,charaktertragdie stehen hier gegeneinander4 ,aber in der ,geschichte selbst wiederholt sich der ,gegensatz4 ,jede ,epoche des ,abendlandes hat ,charakter1 jede ,epoche der ,antike stellt eine ,situation dar4 ,das ,leben ,goethes war von schicksalsvoller ,logik1 das ,csars von mythischer ,zuflligkeit4 ,hier hat ,shakespeare erst die ,logik hineingetragen4 ,napoleon ist ein tragischer ,charakter2 ,alkibiades gert in tragische ,situationen4 ,die ,astrologie in der ,gestalt1 wie sie von der ,gotik bis zum ,barock das ,weltgefhl selbst ihrer ,leugner beherrschte1 wollte sich des ganzen knftigen ,lebenslaufes bemchtigen4 ,das ,horoskop setzte einen einheitlichen ,organismus des gesamten noch zu entwickelnden ,daseins voraus4 ,das ,orakel1 immer auf einzelne ,flle bezogen1 ist ganz eigentlich das ,symbol des ,zufalls1 der 1 des ,augenblicks2 es gibt das ,punktfrmige1 ,zusammenhanglose im ,weltlauf zu1 und in dem1 was man in ,athen als ,geschichte schrieb und erlebte1 waren ,orakelsprche sehr am ,platze4 ,hat je ein ,grieche die ,idee einer historischen ,entwicklung zu irgendeinem ,ziele besessen8 ,haben wir je ohne dies ,grundgefhl ber ,geschichte nachdenken1 ,geschichte machen knnen8 ,vergleicht man die ,geschichte ,athens und ,frankreichs in den entsprechenden ,zeiten seit ,themistokles und ,ludwig ,,xiv41 so wird man finden1 da ,stil des historischen ,fhlens und ,stil der ,wirklichkeit hier eines sind3 hier ein ,extrem von ,logik1 dort von ,unlogik4 ,man wird den letzten ,sinn dieses bedeutsamen ,faktums jetzt verstehen4 ,geschichte ist eben die ,gestalt einer ,seele1 und der gleiche ,stil beherrscht die ,geschichte1 die man macht und die1 welche man anschaut84 ,die antike ,mathematik schliet das ,symbol des unendlichen ,raumes aus2 die antike ,geschichte mithin auch4 ,fgung und ein unendlicher ,weltraum1 ,zufall und materielle ,nhe und ,greifbarkeit von ,krpern -- das gehrt zusammen4 ,nicht umsonst ist die ,szene des antiken ,daseins die kleinste von allen3 die einzelne ,polis4 ,es fehlen ihm ,horizont und ,perspektiven -- trotz der ,episode des ,alexanderzuges -- genau wie der ,szene des attischen ,theaters mit der flach abschlieenden ,rckwand4 ,man denke an die funktionalen und infinitesimalen ,faktoren unserer ,politik1 die ,kabinettsdiplomatie oder das ,kapital84 ,wie die ,hellenen in ihrem ,kosmos nur ,vordergrnde der ,natur erkannten und als wirklich anerkannten1 unter innerlichster ,ablehnung der babylonischen ,astronomie des ,sternhimmels1 wie sie nur ,haus-1 ,stadt- und ,feldgottheiten1 aber keine ,gestirngtter besaen1#dg so malten sie auch nur ,vordergrnde4 ,niemals ist in ,korinth1 ,athen oder ,sikyon eine ,landschaft mit ,gebirgshorizonten1 ziehenden ,wolken1 fernen ,stdten entstanden4 ,man findet auf allen ,vasen nur ,figuren von euklidischer ,vereinzelung und ,selbstzufriedenheit4 ,jede ,giebelgruppe eines ,tempels ist von additivem1 niemals von kontrapunktischem ,aufbau4 ,aber man erlebte auch nur ,vordergrnde4 ,schicksal war das1 was einem pltzlich zustie1 nicht der ,lauf des ,lebens81 und so hat ,athen neben dem ,fresko ,polygnots und der ,geometrie der platonischen ,akademie die ,schicksalstragdie ganz im berchtigten ,sinne der ,braut von ,messina8 geschaffen4 ,der vollkommene ,unsinn des blinden ,fatums1 verkrpert z4 ,b4 im ,atridenfluch1 reprsentierte dem ahistorischen antiken ,seelentum den ganzen ,sinn seiner ,welt4 #ag ,einige gewagte1 aber doch nicht mehr mizuverstehende ,beispiele mgen zur ,verdeutlichung dienen4 ,man denke sich ,kolumbus von ,frankreich statt von ,spanien untersttzt4 ,das war eine ,zeitlang sogar das ,wahrscheinliche4 ,franz ,i4 als ,herr ,amerikas htte ohne ,zweifel die ,kaiserkrone an ,stelle des ,spaniers ,karl ,v4 erhalten4 ,die frhe ,barockzeit vom ,sacco di ,roma bis zum westflischen ,frieden1 nunmehr in ,religion1 ,geist1 ,kunst1 ,politik1 ,sitte das spanische ,jahrhundert -- das dem ,zeitalter ,ludwigs ,,xiv4 in allem und jedem zur ,grundlage und ,voraussetzung diente -- wre nicht von ,madrid1 sondern von ,paris aus in ,gestalt gebracht worden4 ,statt der ,namen ,philipp1 ,alba1 ,cervantes1 ,calderon1 ,velasquez wrden wir heute die groer ,franzosen nennen1 die nun -- so lt sich das schwer zu ,fassende wohl ausdrcken -- ungeboren bleiben4 ,der ,stil der ,kirche1 damals durch den ,spanier ,ignaz von ,loyola und das von seinem ,geist beherrschte ,tridentiner ,konzil endgltig bestimmt1 der politische ,stil1 damals durch spanische ,kriegskunst1 durch die ,kabinettsdiplomatie spanischer ,kardinle und den hfischen ,geist des ,escorial bis zum ,wiener ,kongre und in wesentlichen ,zgen noch ber ,bismarck hinaus festgelegt1 die ,architektur1 die groe ,malerei1 das ,zeremoniell1 die vornehme ,gesellschaft der groen ,stdte wren durch andere feine ,kpfe in ,adel und ,geistlichkeit1 durch andere ,kriege als die ,philipps ,,ii41 einen anderen ,baumeister als ,vignola1 einen anderen ,hof vertreten worden4 ,der ,zufall whlte die spanische ,geste fr die abendlndische ,sptzeit2 die innere ,logik des ,zeitalters1 das in der groen ,revolution -- oder einem ,ereignis von analogem ,gehalte -- seine ,vollendung finden mute1 blieb davon unberhrt4 ,die franzsische ,revolution konnte in der ,tat durch ein ,ereignis von anderer ,gestalt und an anderer ,stelle1 in ,deutschland etwa1 vertreten werden4 ,ihre ,idee 7wie wir spter sehen werden71 der bergang der ,kultur in die ,zivilisation1 der ,sieg der anorganischen ,weltstadt ber das organische ,land1 das nun ,provinz8 in geistigem ,sinne wird1 war notwendig1 und zwar in diesem ,augenblick4 ,hierfr soll das ,wort ,epoche im alten heute verwischten 7mit ,periode verwechselten7 ,sinne angewandt werden4 ,ein historisches ,ereignis macht ,epoche3 das heit1 es bezeichnet im ,organismus einer ,kultur ein notwendiges1 schicksalshaftes ,stadium4 ,das ,ereignis selbst1 ein ,kristallisationsgebilde der historischen ,oberflche1 konnte durch entsprechende andere vertreten werden2 die ,epoche ist notwendig und vorbestimmbar4 ,ob ein ,ereignis den ,rang einer ,epoche oder einer ,episode in bezug auf eine ,kultur und deren ,gang einnimmt1 das hngt1 wie man sieht1 mit den ,ideen vom ,schicksal und ,zufall und weiterhin mit dem ,unterschied der epochalen abendlndischen und der episodischen antiken ,tragik zusammen4 ,es mgen ferner anonyme und persnliche ,epochen unterschieden werden1 je nach ihrem physiognomischen ,typus im ,geschichtsbilde4 ,der erste ,teil jener ,epoche1 die ,revolution1 #aghi-agii1 ist durchaus anonym1 der zweite1 napoleonische1 #agii-ahae1 im hchsten ,grade persnlich gehalten4 ,die ungeheure ,vehemenz dieser ,erscheinung hatte in einigen ,jahren vollendet1 was die entsprechende antike ,epoche 7#chf-cbb71 verschwommen und unsicher1 in ganzen ,jahrzehnten unterirdischen ,abbaues8 zu leisten hatte4 ,es gehrt zum organischen ,typus aller ,kulturen1 zum ,urphnomen1 da in jedem ,stadium zunchst die gleiche ,mglichkeit vorhanden ist1 das ,notwendige in ,gestalt einer groen ,person 7,ludwig ,,xiv41 ,csar71 eines groen anonymen ,faktums 7peloponnesischer und dreiigjhriger ,krieg7 oder einer morphologisch undeutlichen ,entwicklung 7,diadochenzeit1 spanischer ,erbfolgekrieg7 zu vollziehen4 ,welche ,form die ,wahrscheinlichkeit fr sich hat1 ist bereits eine ,frage des historischen -- tragischen -- ,stils4 ,die ,geschichte1 wie sie vor dem faustischen ,auge sich als ,weltbild entrollt1 verwirklicht ihre ,epochen in persnlicher oder anonymer ,fassung2 die ,tragdie drngt zur persnlichen als der symbolisch bedeutenderen hin4 ,ein ,dichter der ,revolution wrde ihren ,gehalt in eine reprsentative ,person1 ,danton etwa1 drngen4 ,unsere ,dramen sind ,dramen einzelner ,charaktere4 ,goethes ,wahlverwandtschaften bilden eine seltene ,ausnahme4 ,ein tragischer ,charakter ist der1 welcher ,epoche macht1 ,werther z4 ,b4 ,antike ,charaktere8 von epochemachender ,bedeutung gibt es also nicht4 ,jede wahre ,epoche bedeutet auch eine wahre ,tragdie1 aber in unserem1 nicht im antiken ,sinne4 ,parzeval1 ,don ,quijote1 ,hamlet1 ,faust sind solche ,tragdien1 die eine ganze historische ,krisis in einem ,charakter resmieren und man darf deshalb jede groe ,tragdie unserer ,kultur im ,gegensatz zu jeder antiken1 notwendig ahistorischen und mythischen eine historische nennen1 so frei ihre ,fabel erfunden sein mag2 andernfalls ist sie ,genre8 wie bei ,schiller und ,alfieri4 ,shakespeares ,csar stirbt im dritten ,akt4 ,diese ,tragdie gestaltet eine ,epoche und der ,dichter fhlte -- ganz unbewut1 wie sich versteht --1 da eine empirische ,person nur ,symbol1 nur ,oberflchengebilde ist4#dh ,die ,handlung vollendet sich mithin erst dort1 wo die ,epoche1 nicht wo das sinnliche ,dasein ihres ,trgers zu ,ende war4 ,csar ist in einem tieferen ,sinne erst bei ,philippi gefallen1 in der ,gestalt des ,brutus nmlich1 die seine ,mission vollendete1 whrend ,antonius1 sein ,erbe im ,sinne des historischen ,vordergrundes1 in ,alexandria eine neue ,epoche einleitete1 die bei ,philippi zutage trat und im ,drama von ,actium schlo4 ,aber dies ist der ,csar unseres1 nicht des antiken ,weltbildes4 ,die antike ,geschichte ist wie die antike ,tragdie in sich selbst episodisch1 nicht epochal angelegt4 ,man nehme die ,tragdie ,napoleons4 ,seine ,bestimmung war die ,vollendung der abendlndischen ,zivilisation4 ,er bedeutet dasselbe wie ,philipp und ,alexander1 die den ,hellenismus an ,stelle der hellenischen ,kultur herauffhrten1 so da in beiden ,fllen die ,entscheidungen der historischen ,oberflche nicht mehr durch ,konvent und ,guillotine1 durch den ,ostrakismos und die ,beschlsse der ,agora1 nicht durch journalistische und rhetorische ,gesten wie zur ,zeit ,rousseaus1 ,voltaires1 des ,aristophanes und ,sokrates1 sondern auf den groen ,schlachtfeldern von ganz ,europa und dort auf dem ,boden des alten ,perserreiches getroffen wurden4 ,das ,tragische seines ,lebens -- noch unentdeckt fr einen ,dichter1 der gro genug wre1 es zu begreifen und zu formen -- liegt darin1 da er1 dessen ,dasein im ,kampfe gegen die englische ,politik1 die vornehmste ,reprsentantin des englischen ,geistes1 aufging1 eben durch diesen ,kampf den ,sieg dieses ,geistes auf dem ,kontinent vollendete1 der dann mchtig genug war1 in der ,gestalt befreiter ,vlker8 ihn zu berwltigen und in ,st4 ,helena sterben zu lassen4 ,nicht er war der ,begrnder des ,expansionsprinzips4 ,das stammte aus dem ,puritanismus der ,generation ,cromwells1 der das britische ,kolonialsystem ins ,leben gerufen hatte1#di und es war seit dem ,tage von ,valmy1 den ,goethe allein begriff1 wie sein berhmtes ,wort am ,abend der ,schlacht beweist1 unter ,vermittlung englisch geschulter ,kpfe wie ,rousseau und ,mirabeau die ,tendenz der ,revolutionsheere1 die durchaus von den ,ideen der englischen ,philosophie vorwrts getrieben wurden4 ,nicht ,napoleon hat diese ,ideen1 sie haben ihn geschaffen1 und als er den ,thron bestieg1 mute er sie weiter verfolgen1 gegen die einzige ,macht1 ,england nmlich1 die dasselbe wollte4 ,sein ,empire ist eine ,schpfung von franzsischem ,blute1 aber englischem ,stil4 ,in ,london war durch ,locke1 ,shaftesbury1 ,clarke1 vor allem ,bentham1 die ,theorie der europischen8 ,zivilisation1 des ,hellenismus des ,abendlandes1 ausgebildet und von ,bayle1 ,voltaire1 ,rousseau nach ,paris getragen worden4 ,im ,namen dieses ,england des ,parlamentarismus1 der ,geschftsmoral und des ,journalismus kmpfte man bei ,valmy1 ,marengo1 ,jena1 ,smolensk und ,leipzig1 und englischer ,geist hat in all diesen ,schlachten gesiegt -- ber die franzsische ,kultur des ,abendlands4#ej ,der ,erste ,konsul hatte keineswegs den ,plan1 ,westeuropa ,frankreich einzuverleiben2 er wollte zunchst -- der ,alexandergedanke an der ,schwelle jeder ,zivilisation6 -- an ,stelle des englischen ein franzsisches ,kolonialreich setzen1 durch welches er das politisch-militrische bergewicht ,frankreichs ber das abendlndische ,kulturgebiet auf eine kaum angreifbare ,basis gestellt htte4 ,es wre das ,reich ,karls ,v4 gewesen1 in dem die ,sonne nicht unterging1 trotz ,kolumbus und ,philipp ,,ii4 in ,paris konzentriert und nunmehr nicht als ritterlich-kirchliche1 sondern als wirtschaftlich-militrische ,einheit organisiert4 ,soweit -- vielleicht -- lag ,schicksal in seiner ,mission4 ,aber der ,pariser ,friede von #agfc hatte die ,frage schon gegen ,frankreich entschieden und seine mchtigen ,plne sind jedesmal an winzigen ,zufllen gescheitert2 zuerst vor ,st4 ,jean d',acre durch ein paar rechtzeitig von den ,englndern gelandete ,geschtze2 dann nach dem ,frieden von ,amiens1 als er das ganze ,mississippital bis zu den groen ,seen besa und mit ,tippo ,sahib1 der damals ,ostindien gegen die ,englnder verteidigte1 ,beziehungen anknpfte1 an einer irrtmlichen ,flottenbewegung seines ,admirals1 die ihn zum ,abbruch einer sorgfltig vorbereiteten ,unternehmung zwang2 endlich als er zum ,zweck einer neuen ,landung im ,orient das ,adriatische ,meer durch die ,besetzung von ,dalmatien1 ,korfu und ganz ,italien zu einem franzsischen gemacht hatte und mit dem ,schah von ,persien ber eine ,aktion gegen ,indien unterhandelte1 an ,launen des ,kaisers ,alexander1 der zu ,zeiten einen ,marsch nach ,indien wohl -- und dann mit sicherem ,erfolg -- unternommen htte4 ,erst indem er nach dem ,scheitern aller auereuropischen ,kombinationen die ,einverleibung von ,deutschland und ,spanien als ultima ratio im ,kampfe gegen ,england whlte1 ,lndern1 in denen sich nun gerade seine englisch-revolutionren ,ideen gegen ihn1 ihren ,vermittler1 erhoben1 hatte er den ,schritt getan1 der ihn berflssig machte4#ea ,ob das weltumfassende ,kolonialsystem1 einst von spanischem ,geiste entworfen1 damals englisch oder franzsisch umgeprgt wurde1 ob die ,vereinigten ,staaten von ,europa81 das ,seitenstck damals der ,diadochenreiche und nun in ,zukunft des ,imperium ,romanum1 durch ihn als romantische ,militrmonarchie auf demokratischer ,basis oder im #ba4 ,jahrhundert durch einen csarischen ,tatsachenmenschen als rein wirtschaftliches ,faktum ,wirklichkeit wurden -- das gehrt zum ,zuflligen des ,geschichtsbildes4 ,seine ,siege und ,niederlagen1 in denen immer ein ,sieg ,englands1 ein ,sieg der ,zivilisation ber die ,kultur1 verborgen war1 sein ,kaisertum1 sein ,sturz1 die grande nation1 die episodische ,befreiung ,italiens1 die #agif wie #ahei nicht viel mehr als das politische ,kostm eines lngst bedeutungslos gewordenen ,volkes nderte1 die ,zerstrung des ,deutschen ,reiches1 einer gotischen ,ruine1 sind ,oberflchenbildungen1 hinter denen die groe ,logik der eigentlichen1 unsichtbaren ,geschichte steht1 und in ihrem ,sinne vollzog damals das ,abendland den ,abschlu der in franzsischer ,gestalt1 im ancien rgime zur ,vollendung gelangten ,kultur durch die englische ,zivilisation4 ,als ,symbole identischer ,phnomene entsprechen also die ,bastille1 ,valmy1 ,austerlitz1 ,waterloo1 der ,aufschwung ,preuens1 den antiken ,faktoren der ,schlachten von ,chronea und ,gaugamela1 dem ,knigsfrieden1 dem ,zug nach ,indien und der ,entwicklung ,roms und man begreift1 da in ,kriegen und politischen ,katastrophen1 der pice de rsistance unserer ,geschichtsschreibung1 der ,sieg nicht das ,wesentliche eines ,kampfes und der ,friede nicht das ,ziel einer ,umwlzung ist4 ,die durch den ,namen ,luthers bezeichnete und1 wie man zugeben mu1 nicht eben glcklich durchgefhrte ,epoche ist ein anderes ,beispiel4 ,hier war eine anonyme ,entwicklung -- auf dem ,wege von ,konzilien -- sogar naheliegend4 ,savonarola hatte im ,einverstndnis mit dem ,knige von ,frankreich den ,gedanken verfolgt1 und seiner ,erhebung zum ,papste wren mehrere ,kardinle kaum abgeneigt gewesen4 ,luthers innere und uere ,entwicklung hngt mit der zuflligen ,dauer des ,pontifikats einiger ,mchte1 ,leos ,x4 vor allem1 eng zusammen4 ,man denke sich ,hadrian ,,vi4 an dessen ,stelle4 ,wie der tiefere ,sinn aller ,schlachten und ,dekrete ,napoleons nicht in der von ihm erstrebten oder erreichten ,absicht lag1 so waren alle ,handlungen ,luthers nach ihrer ueren ,absicht und ihrem realen ,erfolge von den tieferen ,tendenzen der in ihm verkrperten ,epoche unabhngig4 ,er htte als ,mrtyrer oder ,papst sterben knnen2 beides war mglich4 ,aber das wre eher gewesen1 was die ,griechen ,nemesis nannten1 ein bloes ,vordergrundschicksal1 das den ,menschen1 nicht die ,idee berhrte4 ,man konnte den ehrgeizigen ,mnch zum ,haupte eines ,konzils machen2 seine ,entwicklung zu einem ,reformpapst von gemigten ,anschauungen und diplomatischer ,konzilianz war nicht unwahrscheinlich4 ,luthers ohnehin widerspruchsvolle1 von ,selbstha und ,selbstliebe gefrbte ,stimmungen und ,entschlsse waren im hohen ,grade von dem ,respekt abhngig1 den frstliche ,gnner seiner ,person erwiesen1 und anfangs waren seine ,ziele von denen anderer1 auch denen des letzten deutschen ,papstes1 ,hadrians ,,vi41 nicht allzu verschieden4 ,vielleicht haben solche ,gedanken ihn gelegentlich bewegt -- denn was wissen wir von seinen innersten ,erlebnissen8 ,von geringen ,varianten hing damals die ganze sichtbare ,fassung der abendlndischen ,kultur ab und eine ,kirchenspaltung lag zunchst auer aller ,wahrscheinlichkeit4 ,endlich ist er dann der ,brutus der ,kirche geworden4 ,shakespeare hat da den ,typus des ,grblers aufgestellt1 dem die ,gnade fehlt4 ,auch dies ist eine tragische ,mglichkeit1 eine ,epoche durchzufhren3 die ,selbstvernichtung dessen1 der sie in der wirklichen ,welt reprsentiert4 ,brutus ttet ,csar1 ,luther die ,kirche -- im ,dienst einer ,theorie4 ,er hat sie gettet4 ,sie hat seitdem1 zur stndigen ,notwehr gegen den ,protestantismus verurteilt1 ihre knigliche ,freiheit1 ihre tiefe1 heute nicht mehr verstandene ,liberalitt eingebt4 ,sie war naiv gewesen1 nun wurde sie peinlich4 ,und auch das ,luthertum erlebte sein ,philippi -- als der katholische ,geist in ihm eine neue ,orthodoxie schuf1 der gegenber ,luthers ,tat immer wieder1 im ,pietismus1 ,rationalismus1 ,materialismus1 ,anarchismus1 vollzogen wurde4 ,alles dies gehrt1 bei aller ,gre der ,erscheinung1 nur zum ,gewande des ,zufllig-,historischen1 in welches das ,schicksal selbst sich hllt4 ,wie aber von der ,person ,luthers feine ,fden sich rckwrts zu der ,heinrichs des ,lwen und vorwrts zu der ,bismarcks spinnen1 zwei anderen ,zuflligen8 des hohen ,nordens1 in denen ,epochen zum ,ausdruck kamen1 die als ,triumphe ber den ,hang zum ,sden1 zum ,sorglosen1 zum ,rausch innerlichst verwandt sind -- es liegen in merkwrdiger ,deutlichkeit des ,periodischen je #cde ,jahre zwischen den symbolischen ,akten von ,legnano1 ,worms und ,kniggrtz --1 das beweist eine physiognomische ,prgnanz des ,erlebens1 deren nur die abendlndische ,seele mit ihrem groen ,sinn fr den reinen ,raum und die ,historie fhig war und die nur in dem unsagbar durchsichtigen und logischen ,aufbau der gyptischen ,geschichte -- der ,verwirklichung der gyptischen ,seele -- ein ,seitenstck hat4 #ah ,wer diese ,ideen in sich aufgenommen hat1 wird es verstehen1 wie verhngnisvoll das in einer exakten ,form erst den spten ,kulturzustnden eigene und dann um so tyrannischer auf das ,weltbild wirkende ,kausalittsprinzip fr das ,erlebnis echter ,geschichte werden mute4 ,kant hatte hchst vorsichtig die ,kausalitt als notwendige ,form der ,erkenntnis festgestellt4 ,das ,wort ,notwendigkeit hrte man gern1 aber man berhrte die ,einschrnkung des ,prinzips auf ein einzelnes ,erkenntnisgebiet1 die gerade den modernen ,historismus ausschlo4 ,das ganze #ai4 ,jahrhundert war bemht1 die ,grenze von ,natur und ,geschichte zugunsten der ersten zu verwischen4 ,je historischer man denken wollte1 desto mehr verga man1 wie hier nicht gedacht werden durfte4 ,indem man das starre ,schema einer optisch-rumlichen ,beziehung1 ,ursache und ,wirkung1 gewaltsam auf ,lebendiges anwandte1 zeichnete man in das sinnliche ,oberflchenbild der ,historie die konstruktiven ,linien des ,naturbildes ein1 und niemand fhlte -- inmitten spter1 an kausalen ,denkzwang gewhnter ,intelligenzen -- die tiefe ,absurditt einer ,wissenschaft1 welche ,werdendes durch ein methodisches ,miverstndnis als ,gewordenes begreifen wollte4 ,zweckmigkeit war das groe ,wort1 mit dem der zivilisierte ,geist die ,welt sich assimilierte4 ,eine ,maschine ist zweckmig konstruiert4 ,sie ist damit ntzlich geworden4 ,folglich kann die ,geschichte nur eine analoge ,konstruktion besitzen3 ,auf diesem ,schlusse beruht der historische ,materialismus4 ,wollten wir den eigentlichen ,schicksalsgedanken recht deutlich erleben1 so mssen wir uns in das ,seelenleben unserer ,kindheit und dessen ,umwelt versenken4 ,hier war das ,bewutsein durchaus mit den ,eindrcken einer lebendigen ,wirklichkeit erfllt1 dmonisch1 verhngnisvoll1 zwecklos im erhabenen ,sinne1 ein ewiges ,weben und ,schweben1 von rtselhaftem1 auernatrlichem ,gehalte4 ,hier gab es wirklich eine ,zeit84 ,hier herrschte in uerster ,reinheit das ,phantasiebild1 das dem spteren1 abgeklrten1 auch matteren ,geschichtsbilde die ,zge vorzeichnete1 welch letzteres mehr und mehr dem kausalen ,naturbilde des zivilisierten ,menschen erliegt4 ,wissenschaft ist immer ,naturwissenschaft4 ,wissen1 ,erfahrung gibt es nur von ,gewordenem1 ,ausgedehntem1 ,erkanntem4 ,wie ,leben zur ,geschichte1 so gehrt ,wissen zur ,natur -- zu der als ,element begriffenen1 im ,raume betrachteten1 nach dem ,gesetz von ,ursache und ,wirkung gestalteten gegenwrtigen ,sinnlichkeit4 ,gibt es also berhaupt eine ,wissenschaft der ,historie8 ,erinnern wir uns1 wie in jedem persnlichen ,weltbilde1 das dem idealen ,bilde nur mehr oder weniger nahekommt1 etwas von beidem erscheint1 keine ,natur ohne lebendige1 keine ,geschichte ohne kausale ,einklnge ist4 ,ohne ,zweifel gibt es in jedem ,geschichtsbilde ,zge von kausaler und naturgesetzlicher ,art und sie sind es1 auf die aller ,pragmatismus seine ,ansprche sttzt4 ,ohne ,zweifel ist auch das ,gefhl1 welches einen echten ,zufall gegenber einem ,schicksal statuiert1 auf ,eindrcke dieser ,art begrndet4 ,so sonderbar es klingt1 der ,zufall im alltglichen ,sinne ist mit dem ,kausalittsprinzip innerlich verwandt4 ,das ,anorganische1 ,richtungslose verbindet sie4 ,aber sie sind beide etwas ,fremdes im ,geschichtsbilde2 sie gehren der ,oberflche an1 deren sinnliche ,plastizitt mindestens kausale ,gedchtnismomente weckt4 ,sicherlich ist das ,geschichtsbild eines ,menschen -- und damit der ,mensch selbst -- um so flacher1 je entschiedener der handgreifliche ,zufall in ihm regiert1 und sicherlich ist mithin eine ,geschichtsschreibung um so leerer1 je mehr sie ihr ,objekt durch ,feststellung kausaler ,beziehungen erschpft4 ,je tiefer jemand ,geschichte erlebt1 desto seltener wird er streng kausale ,eindrcke haben und desto gewisser wird er sie als gnzlich bedeutungslos empfinden4 ,man prfe ,goethes naturwissenschaftliche ,schriften1 und man wird erstaunt sein1 die ,darstellung einer lebendigen ,natur ohne ,formeln1 ohne ,gesetze1 fast ohne ,spuren von ,kausalem zu finden4 ,zeit ist fr ihn keine ,distanz1 sondern ein ,gefhl4 ,der bloe ,gelehrte1 der analysiert1 nicht fhlt1 besitzt kaum die ,gabe1 hier das ,letzte und ,tiefste zu erleben4 ,die ,geschichte fordert sie aber2 und so besteht das ,paradoxon zu ,recht1 da ein ,geschichtsforscher um so bedeutender ist1 je weniger er der eigentlichen ,wissenschaft angehrt4 ,ein ,schema mge das ,gesagte zusammenfassen3 ,seele --------------------------------- ,welt ---------------------------------------- --- ,leben ,v ,wirken ,wirklichkeit ,richtung ,ausdehnung ,schicksal ,kausalitt 7,form des ,erlebens7 7,form des ,erkannten7 _/ _/ _/ ,v _/ ,v ,geschichte _/ ,natur ,physiognomik _/ ,systematik 7,menschenkenntnis7 _/ 7,wissenschaftliche ,erkenntnis7 ,urphnomen ,objekt ,tragdie1 ,kunst ,physik1 ,logik 7,fgung7 7,bewegung7 #ai ,darf man irgendeine ,gruppe elementarer ,phnomene sozialer1 physiologischer1 ethischer ,natur als ,ursache einer andern setzen8 ,die pragmatische ,geschichtsschreibung kennt im ,grunde nichts andres4 ,das heit fr sie1 die ,geschichte begreifen1 ihre ,erkenntnis vertiefen4 ,in der ,tiefe aber liegt fr den zivilisierten ,menschen immer der praktische ,zweck4 ,ohne ihn wre die ,welt sinnlos4 ,allerdings ist auf diesem ,standpunkte die gar nicht physikalische ,freiheit in der ,wahl der ,motive nicht ohne ,komik4 ,der eine whlt diese1 der andre jene ,gruppe als prima causa -- eine unerschpfliche ,quelle wechselseitiger ,polemik -- und alle fllen ihre ,werke mit vermeintlichen ,erklrungen des ,ganges der ,geschichte im ,stile physikalischer ,zusammenhnge4 ,schiller hat dieser ,methode1 durch eine seiner unsterblichen ,banalitten1 den ,vers vom ,weltgetriebe1 das sich nur durch ,hunger und durch ,liebe8 erhlt1 den klassischen ,ausdruck gegeben4 ,das #ai4 ,jahrhundert hat seine ,meinung zu kanonischer ,geltung erhoben4 ,damit war der ,kult des ,ntzlichen an die ,spitze gestellt4 ,ihm hat ,darwin im ,namen des ,jahrhunderts ,goethes ,naturlehre zum ,opfer gebracht4 ,ohne ,zweifel1 das ,leben war eine ,entwicklung zu einem zweckmigen ,ziele4 ,der ,instinkt1 der ,intellekt waren die ,mittel dazu4 ,aber gibt es historische1 seelische1 gibt es berhaupt lebendige ,prozesse88 ,haben historische ,bewegungen1 die ,zeit der ,aufklrung oder die ,renaissance etwa1 irgend etwas mit dem ,naturbegriff der ,bewegung zu tun8 ,mit dem ,worte ,proze war das ,schicksal allerdings abgetan4 ,das ,geheimnis des ,werdens war aufgeklrt84 ,es gab keine tragische1 es gab nur noch eine mathematische ,logik4 ,der exakte8 ,historiker setzt nunmehr hchst naiv voraus1 da im ,geschichtsbilde eine ,folge von ,zustnden von mechanischem ,typus vorliegt1 da sie verstandesmiger ,analyse wie ein physikalisches ,experiment oder eine chemische ,reaktion zugnglich ist und da mithin die ,grnde1 ,mittel1 ,wege1 ,ziele ein greifbar an der ,oberflche des ,sichtbaren liegendes ,gewebe bilden mssen4 ,der ,aspekt ist berraschend vereinfacht4 ,und man mu zugeben1 da bei hinreichender ,flachheit des ,betrachters die ,voraussetzung -- fr seine ,person und deren ,weltbild -- zutrifft4 ,hunger und ,liebe -- das sind aus diesem ,aspekte mechanische ,ursachen mechanischer ,prozesse im ,vlkerleben84 ,sozialprobleme und ,sexualprobleme -- beide einer ,physik oder ,chemie des ffentlichen1 allzuffentlichen ,daseins angehrend -- sind mithin das selbstverstndliche ,thema utilitarischer ,geschichtsbetrachtung und also auch der ihr entsprechenden ,tragdie4 ,denn das soziale ,drama steht mit ,notwendigkeit neben der materialistischen ,geschichtsbetrachtung4 ,und was in den ,wahlverwandtschaften8 ,schicksal im hchsten ,sinne ist1 ist in der ,frau vom ,meere8 nichts als ein ,sexualproblem4 ,ibsen und alle ,verstandespoeten unsrer groen ,stdte sind im ,mechanismus der vitalen ,oberflche stecken geblieben4 ,sie konstruieren1 sie dichten nicht4 ,sie kennen nur eine mathematische1 keine ,logik des ,schicksals4 ,hebbels schwere knstlerische ,kmpfe galten immer nur dem ,versuch1 dieses ,elementare und schlechthin ,prosaische seiner mehr wissenschaftlichen als intuitiven ,anlage zu berwinden -- trotz ihrer ein ,dichter zu sein --1 daher sein unmiger1 ganz ungoethescher ,hang zum ,motivieren der ,begebenheiten4 ,motivieren bedeutet hier1 bei ,hebbel1 bei ,ibsen1 bei ,euripides1 das ,tragische -- das ,lebendige also -- kausal gestalten wollen4 ,das ,schicksal wird zum ,mechanismus1 die ,physiognomie zum ,system4 ,hebbel redet gelegentlich vom ,schraubenzug in der ,motivation eines ,charakters4 ,die ,kasuistik berwindet die innere ,bewegtheit4 ,die in ,worte nicht zu fassende ,idee1 die bei ,goethe ein ,werk trgt1 erstarrt zu einer praktischen ,tendenz1 zu einer ,formel4 ,das ist der ,wechsel1 der sich zwischen ,kultur und ,zivilisation in der ,bedeutung des ,wortes ,problem vollzieht4 ,dem entspricht es1 da ,dichter wie ,historiker vom zivilisierten ,typus als ,politiker im ,parteimigen stecken bleiben4 ,es fehlt an innerer berlegenheit1 an ,tiefe1 an ,wrde4 ,man prfe daraufhin den ,abstieg von ,goethe1 in dessen ,egmont die einzigen ,szenen von diplomatischer ,feinheit stehen1 zu ,hebbels abstraktem ,raisonnement und weiter zu ,ibsens und ,shaws ,bedrfnis nach agitatorischem ,spektakel4 ,hier ist es klar3 ,man ist weit entfernt1 in der ,historik eine streng morphologische ,aufgabe finden zu wollen1 so wenig man im ,drama ein reines ,kunstwerk gestalten will4 ,der ,kult des ,ntzlichen hat hier wie dort ein ganz andres ,ziel festgelegt4 ,unter ,form versteht man die handgreifliche ,wirksamkeit4 ,die ,szene ist wie das ,geschichtswerk ein ,mittel dazu4 ,der ,darwinismus hat1 so unbewut das geschehen sein mag1 die ,biologie politisch wirksam gemacht4 ,es ist irgendwie eine demokratische ,rhrigkeit in den hypothetischen ,urschleim gekommen1 und der ,kampf der ,regenwrmer ums ,dasein erteilt den zweibeinigen ,schlechtweggekommenen eine gute ,lehre4 ,in diesem ,aspekt hat der ,intellekt ber die ,seele gesiegt4 ,in ,weltstdten gibt es kein ,innenleben mehr2 es gibt nur noch psychische ,prozesse4 ,die ,schickialsidee ist berwunden2 es gibt nur noch mechanische und physiologische ,zusammenhnge4 ,zufall ist das1 was man noch nicht in eine physikalische ,formel gebracht hat4 ,es erscheint hier der tiefe ,gegensatz von ,tragik und ,experiment 7das ,goethe so hate und das ihm ,kleists ,manier so verhat machte74 ,kleists1 ,hebbels1 ,ibsens1 ,strindbergs1 ,shaws ,dramen sind ,seelenexperimente1 wobei man unter ,seele das spinnenhafte ,etwas der modernen ,psychologie1 das ,assoziationsbndel zu verstehen hat4 ,zola hat den ,begriff des roman exprimental geschaffen4 ,auf die petits faits kommt es an1 aus deren ,summe man den ,menschen herausrechnet4 ,der ,intellekt hat an ,stelle frhmenschlicher und auch noch ,goethescher ,intuition das sinnlich-bewegte ,bild des ,lebens nach seinem ,bilde1 zu einem ,mechanismus nmlich1 umgeformt4 ,das bedeutet ein tragisches ,problem in den ,hnden dieser ,schriftsteller4 ,tragisch ist das ,unzweckmige 7,rosmer74 ,tragisch ist vor allem das ,zweckmige1 wenn es keine ,gelegenheit hat1 sich ntzlich zu machen 7,nora74 ,aus der ,idee der ,erbsnde ist die ,vererbungstheorie geworden 7,gespenster74 ,die ,idee der ,gnade heit jetzt das ,prinzip der natrlichen ,zuchtwahl4 ,ein ,problem durch den ,fall eines ,dramas lsen8 wollen -- das ist eine ,laboratoriumsarbeit4 ,wir werden daran erinnert1 da zum ,mechanischen die ,mathematik gehrt4 ,jedes gute ,ibsen-,drama schliet mit einer ,formel4 ,das ,leben durch anatomische und physiologische ,untersuchung von ,ganglien1 ,muskelfibrillen und ,eiweiverbindungen begreifen zu wollen1 die biologische ,manier und ,manie in der ,behandlung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher ,fragen sind durchaus ,schwestern dieser problematischen ,kausalittspoesie und der auf die gleichen ,oberflchenmotive versessenen ,geschichtsschreibung unsrer ,tage4 ,an ,stelle des ,schicksals -- von dem sie keine ,ahnung haben -- geraten sie ohne ,ausnahme auf soziale und sexuelle ,fragen81 die sie an seiner ,stelle behandeln84 ,und doch htten die ,historiker gerade von den ,vertretern unsrer reifsten ,wissenschaft1 der ,physik1 ,vorsicht lernen sollen4 ,die kausale ,methode zugegeben1 so ist es die ,flachheit ihrer ,anwendung1 die beleidigt4 ,hier fehlt es an geistiger ,disziplin1 an der ,gre des ,blickes1 von der tiefen ,skepsis1 welche der ,art des ,gebrauchs physikalischer ,hypothesen innewohnt1 ganz zu schweigen4 ,denn der ,physiker betrachtet seine ,atome und ,elektronen1 ,strme und ,kraftfelder1 den ther und die ,masse weitab vom ,khlerglauben des ,laien und ,monisten als ,bilder1 deren ,formensprache er den abstrakten ,beziehungen seiner ,differentialgleichungen unterlegt1 ohne in ihnen eine andre ,wirklichkeit als die konventioneller ,zeichen zu suchen4 ,und er wei1 da auf diesem1 der ,wissenschaft allein mglichen ,wege nur eine symbolische ,deutung des ,mechanismus der verstandesmig aufgefaten ,auenwelt -- nicht mehr -- erreicht werden kann1 sicherlich keine ,erkenntnis8 im hoffnungsvoll populren ,sinne aller ,darwinisten und materialistischen ,historiker4 ,die ,natur -- ,schpfung und ,abbild des ,geistes1 sein alter ego im ,bereich des ,ausgedehnten -- erkennen1 bedeutet sich selbst erkennen4 ,eine gleiche ,skepsis gegenber der sinnlich-gedchtnismigen ,bildflche des organischen ,lebens8 und der ,menschengeschichte1 die nur ein ,teil von ihm ist1 wre am ,platze gewesen1 aber hier hat die ,selbsterkenntnis1 die echte ,naivitt1 die ,distanz1 die ,uninteressiertheit im groen ,sinne gefehlt4 ,wie die ,physik unsre reifste1 so ist die ,biologie nach ,gehalt und ,methode unsre schwchste ,wissenschaft4 ,was wirklich ,geschichtsforschung sei1 ,physiognomik nmlich1 ist durch nichts deutlicher zu machen als durch den ,verlauf von ,goethes ,naturstudien4 ,er treibt ,mineralogie3 sogleich fgen sich ihm die ,einsichten zum ,bilde einer ,erdgeschichte zusammen1 in dem sein geliebter ,granit das bedeutet1 was ich innerhalb der ,kulturgeschichte das ,urmenschliche nenne -- und er entdeckt die ,eiszeiten4 ,er untersucht bekannte ,pflanzen und das ,phnomen der ,metamorphose erschliet sich ihm1 die ,urgestalt der ,geschichte alles ,pflanzendaseins1 und er gelangt weiterhin zu jenen seltsam tiefen ,einsichten ber die ,vertikal- und ,spiraltendenz der ,vegetation1 die noch heute nicht recht begriffen worden sind4 ,seine ,knochenstudien1 durchaus auf das ,anschauen des ,lebendigen gerichtet1 fhren ihn zur entscheidenden ,entdeckung des os intermaxillare beim ,menschen und der ,einsicht1 da das ,schdelgerst der ,wirbeltiere sich aus sechs ,wirbelknochen entwickelt hat4 ,hier ist nicht von ,kausalitt und ,teleologie die ,rede4 ,hier empfand er die ,notwendigkeit des ,schicksals1 wie er sie in seinen orphischen ,urworten ausgedrckt hat4 ,der ,darwinismus hat diese groen ,anstze verdorben1 nicht vertieft4 berall ist es das reine1 lebendige ,werden1 das ,goethe im sinnlich-gegenwrtigen ,bilde anschaut und nicht ein platter ,zusammenhang von ,ursache1 ,wirkung1 ,nutzen und ,zweck4 ,die bloe ,chemie der ,gestirne1 die mathematische ,seite physikalischer ,beobachtungen1 die eigentliche ,physiologie kmmern ihn1 den groen ,historiker der ,natur1 nicht1 weil sie ,systematik1 ,erfahrung von ,gewordnem1 ,totem1 ,starrem sind1 und dies liegt seiner ,polemik gegen ,newton zugrunde -- ein ,fall1 in dem beide recht haben3 der eine erkannte in der toten ,farbe den exakt gesetzlichen ,naturproze1 der andre1 der ,knstler1 hatte das intuitiv-sinnliche ,erlebnis2 hier liegt der ,gegensatz beider ,welten zutage und ich fasse ihn jetzt in seiner ganzen ,schrfe zusammen4 ,leben1 ,geschichte trgt das ,merkmal des ,einmalig-,tatschlichen1 ,natur das des ,stndig-,mglichen4 ,solange ich das ,bild der ,umwelt daraufhin beobachte1 nach welchen ,gesetzen es sich verwirklichen mu1 ohne ,rcksicht darauf1 ob es geschieht oder nur geschehen knnte1 zeitlos also1 bin ich ,naturforscher1 treibe ich eine ,wissenschaft4 ,es macht fr die ,notwendigkeit eines ,naturgesetzes -- und andere ,gesetze gibt es nicht -- nicht das geringste aus1 ob es unendlich oft oder nie in ,erscheinung tritt1 d4 h4 es ist vom ,schicksal unabhngig4 ,tausende chemischer ,verbindungen kommen nie vor und werden niemals hergestellt werden1 aber sie sind als mglich bewiesen und also sind sie da -- fr das ,system der ,natur1 nicht fr die ,geschichte des ,weltalls4 ,geschichte aber ist der ,inbegriff des einmaligen wirklichen ,erlebens4 ,hier herrscht die ,richtung im ,werden1 nicht die ,ausgedehntheit des ,gewordnen1 das1 was einmal war1 nicht das1 was immer mglich ist1 das ,wann1 nicht das ,was4 ,hier gibt es nicht ,gesetze von ,objekten1 sondern ,ideen1 die in ,phnomenen sich symbolisch offenbaren4 ,es kommt darauf an1 was sie bedeuten1 nicht1 was sie sind4 ,man hat die eigne ,notwendigkeit dieser ,sphre bisher nie begriffen und an ,naturnotwendigkeiten -- ,kausalitten angeknpft4 ,der ,physiker darf versichern1 da es keinen ,zufall gibt4 ,das bedeutet fr ihn3 innerhalb des mechanisch-begrifflichen ,natursystems sind ,phnomene von historischer ,bewegtheit1 ,ereignisse1 die sich nie wiederholen knnen1 unmglich2 hier herrscht die zeitlose ,kausalitt ohne ,einschrnkung1 wenn die ,reinheit und ,geschlossenheit des ,naturbildes gewahrt bleiben soll4 ,solange ich mit meiner ganzen gegenwrtigen ,existenz im ,weltbilde der ,natur bin1 frage ich1 zu welcher ,gattung diese ,blume gehrt und welches die ,gesetze ihrer ,ernhrung1 ,entwicklung1 ,fortpflanzung sind1 aber nicht1 weshalb sie an dieser ,stelle wuchs und ich sie gerade jetzt erblicke4 ,ich frage nach den ,gesetzen der ,spektralanalyse1 aber nicht1 weshalb die ,natriumlinie dem irdischen ,auge gelb erscheint4 ,ich frage nach den ,formeln der ,thermodynamik1 aber nicht1 weshalb sie im menschlichen ,bewutsein1 dessen ,abbild doch die ,welt ist1 gerade diese und nicht andere sind4 ,ich frage nach den ,rassemerkmalen der ,hellenen und ,germanen1 aber nicht1 was es bedeutet1 da diese ethnischen ,formen gerade dort und damals entstanden sind4 ,das eine ist ,gesetz1 das ,gesetzte1 ber dessen ,sinn und ,ursprung die exakte ,wissenschaft schweigt2 das andre ist ,schicksal4 ,im einen liegt die ,notwendigkeit des ,mathematischen1 im andern die des ,tragischen4 ,in der ,wirklichkeit des wachen ,daseins verweben sich beide ,welten1 die der ,beobachtung und die der ,hingebung1 wie in einem ,brabanter ,wandteppich ,kette und ,einschlag das ,bild wirken84 ,jedes ,gesetz mu1 um fr den ,geist berhaupt vorhanden zu sein1 einmal durch eine ,schicksalsfgung innerhalb der ,geistesgeschichte entdeckt1 d4 h4 erlebt worden sein1 jedes ,schicksal erscheint in einer sinnlichen ,verkleidung -- ,personen1 ,taten1 ,szenen1 ,gebrden --1 in der ,naturgesetze am ,werke sind4 ,das urmenschliche ,leben war der dmonischen ,einheit des ,schicksalhaften hingegeben2 im ,bewutsein reifer ,kulturmenschen kommt der ,widerspruch jenes frhen und dieses spten ,weltbildes niemals zum ,schweigen2 im zivilisierten ,menschen erliegt das tragische ,weltgefhl dem mechanisierenden ,intellekt4 ,geschichte und ,natur stehen in uns einander gegenber wie ,leben und ,tod1 wie die ewig werdende ,zeit und der ewig gewordene ,raum4 ,im wachen ,bewutsein ringen ,werden und ,gewordnes um den ,vorrang im ,weltbilde4 ,die hchste und reifste ,form beider ,arten der ,betrachtung1 wie sie nur groen ,kulturen mglich ist1 erscheint fr die antike ,seele im ,gegensatz von ,plato und ,aristoteles1 fr die abendlndische in dem von ,goethe und ,kant3 die reine ,physiognomik der ,welt1 erschaut von der ,seele eines ewigen ,kindes1 und die reine ,systematik1 erkannt vom ,verstande eines ewigen ,greises4 #bj ,und hier erblicke ich nunmehr die letzte groe ,aufgabe des abendlndischen ,denkens1 die einzige1 welche dem alternden ,geiste der faustischen ,kultur noch aufgespart ist1 die1 welche durch eine jahrhundertelange ,entwicklung unseres ,seelentums vorbestimmt erscheint4 ,es steht keiner ,kultur frei1 den ,weg und die ,haltung ihrer ,philosophie zu whlen2 hier zum ersten ,male aber kann eine ,kultur voraussehen1 welchen ,weg das ,schicksal fr sie gewhlt hat4 ,mir schwebt eine -- spezifisch abendlndische -- ,art1 ,geschichte im hchsten ,sinne zu erforschen1 vor1 die bisher noch nie aufgetaucht ist und die der antiken und jeder andern ,seele fremd bleiben mute4 ,eine umfassende ,physiognomik des gesamten ,daseins1 eine ,morphologie des ,werdens aller ,menschlichkeit1 die auf ihrem ,wege bis zu den hchsten und letzten ,ideen vordringt2 die ,aufgabe1 das ,weltgefhl nicht nur der eigenen1 sondern das aller ,seelen zu durchdringen1 in denen groe ,mglichkeiten berhaupt bisher erschienen und deren ,verkrperung im ,bereiche des ,wirklichen die einzelnen ,kulturen sind4 ,dieser philosophische ,aspekt1 zu dem die analytische ,mathematik1 die kontrapunktische ,musik1 die perspektivische ,malerei uns das ,recht geben1 uns erzogen haben1 setzt1 ber die ,talente des ,systematikers1 die ,aufgaben des ,rechnens1 ,ordnens1 ,zergliederns weit hinausgehend1 das ,auge eines ,knstlers voraus1 und zwar das eines ,knstlers1 der die sinnliche und greifbare ,welt um sich in eine tiefe ,unendlichkeit geheimnisvoller ,beziehungen sich vollkommen auflsen fhlt4 ,so fhlte ,dante1 so ,goethe4 ,ein ,jahrtausend organischer ,kulturgeschichte als ,einheit1 als ,person aus dem ,gewebe des ,weltgeschehens herauszuheben und in ihren innersten seelischen ,bedingungen zu begreifen ist das ,ziel4 ,wie man die bedeutenden ,zge eines ,rembrandtschen ,bildnisses1 einer ,csarenbste durchdringt1 so die groen1 tragischen1 schicksalsvollen ,zge im ,antlitz einer ,kultur1 als der menschlichen ,individualitt hchster ,ordnung1 anzuschauen und zu verstehen ist die neue ,kunst4 ,wie es in einem ,dichter1 einem ,propheten1 einem ,denker1 einem ,eroberer aussieht1 das hat man schon zu wissen versucht1 aber in die antike1 gyptische1 arabische ,seele berhaupt einzugehen1 um sie mitzuerleben1 um in ihnen die ,geheimnisse des ,menschlichen berhaupt zu fhlen1 das ist eine neue ,art ,lebenserfahrung84 ,jede ,epoche1 jede groe ,gestalt1 jede ,religion1 ,staaten1 ,vlker1 ,knste1 alles was je da war und da sein wird1 ist ein physiognomisches ,moment von hchster ,symbolik1 das ein ,menschenkenner in einem ganz neuen ,sinne des ,wortes zu deuten hat4 ,eindrcke von hchster ,realitt1 ,sprachen und ,schlachten1 ,stdte und ,rassen1 die ,feiern der ,isis und ,kybele und die katholische ,messe1 ,hochofenwerke und ,gladiatorenspiele1 ,derwische und ,darwinisten1 ,eisenbahnen und ,rmerstraen1 ,fortschritt8 und ,nirwana1 ,zeitungen1 ,sklavenmassen1 ,geld1 ,maschinen1 alles ist in gleicher ,weise1 ,zeichen und ,symbol im ,weltbilde1 wie es eine ,seele als ,ausdruck ihrer ,wesenheit vor sich verwirklicht4 ,alles ,vergngliche ist nur ein ,gleichnis48 ,hier liegen ,lsungen und ,fernblicke verborgen1 welche noch nicht einmal geahnt worden sind4 ,dunkle ,fragen1 die den tiefsten aller menschlichen ,urgefhle1 aller ,angst1 aller ,sehnsucht1 aller ,religion und ,metaphysik zugrunde liegen und vom ,denken in die ,probleme der ,zeit1 der ,notwendigkeit1 des ,raumes1 der ,liebe1 des ,todes1 ,gottes verkleidet worden sind1 werden aufgehellt4 ,es gibt eine ungeheure ,musik der ,sphren1 die gehrt sein will1 die einige unsrer tiefsten ,geister hren werden4 ,die ,physiognomik des ,weltgeschehens wird zur letzten1 faustischen ,philosophie4 ,funoten3 ,footnote #ci3 ,die antike ,tragdie1 eine liturgische ,aktion1 gestattet den ,umschlag vom ,jubel zur ,klage so gut wie den von der ,klage zum ,jubel4 ,das letztere ist1 wie im von ,eleusis1 in schylus' ,eumeniden und ,sophokles' dipus in ,kolonos der ,fall4 ,nach ,aristoteles war dies sogar die ursprngliche ,form des ,tragischen84 ,footnote #dj3 ,auer in der ,elementarmathematik1 unter deren ,eindruck allerdings die meisten ,philosophen seit ,schopenhauer diesen ,fragen nahetreten4 ,footnote #da3 ,ganz ebenso steht an der ,schwelle der arabischen ,kultur die ,erfindung der christlichen ,zeitrechnung4 ,diesen ,akt eines hohen historischen ,weltgefhls hat das spte ,arabertum mit der islamischen ,zeitrechnung noch einmal wiederholt4 ,footnote #db3 ,man mu sich in die ,gefhle eines ,griechen versetzen1 der diese ,sitte pltzlich kennen lernt4 ,footnote #dc3 ,der ,weg von ,calvin zu ,darwin ist in der englischen ,philosophie leicht nachzuweisen4 ,footnote #dd3 ,dies gehrt zu den ewigen ,streitpunkten abendlndischer ,poetik4 ,die antike1 ahistorische1 euklidische ,seele hat keine ,entwicklung82 die abendlndische erschpft sich in ihr2 sie ist ,funktion8 in ,richtung auf einen ,abschlu4 ,die eine ist81 die andre wird84 ,mithin setzt alle antike ,tragik die ,konstanz der ,person voraus1 alle abendlndische deren ,variabilitt4 ,erst dies ist ,charakter8 in unserm ,sinne1 eine ,gestalt des ,seins1 die in unablssiger ,bewegtheit und unendlichem ,beziehungsreichtum besteht4 ,bei ,sophokles adelt die groe ,geste das ,leid1 bei ,shakespeare adelt die groe ,gesinnung die ,tat4 ,weil unsre sthetik ihre ,beispiele ohne ,unterschied aus beiden ,kulturen nahm1 konnte sie das grundlegende ,problem nur verfehlen4 ,footnote #de3 ,plus on vieillit1 plus on se persuade1 que sa sacre ,majest le ,hazard fait les trois quarts de la besogne de ce misrable ,univers8 7,friedrich der ,groe an ,voltaire74 ,so empfindet ein echter ,rationalist mit ,notwendigkeit4 ,footnote #df3 ,diese ,tyche kann auch als die naturwissenschaftliche ,gre aufgefat werden1 deren heutiges ,gegenstck der ,determinismus ist4 ,footnote #dg3 ,helios ist nur eine poetische ,metapher4 ,er hatte weder ,tempel noch ,statuen noch einen ,kult4 ,noch weniger war ,selene eine ,mondgttin4 ,footnote #dh3 ,daran ndert es nichts1 da ,shakespeare in ,wirklichkeit ein lteres ,drama bearbeitet hat4 ,footnote #di3 ,ich erinnere an das ,wort ,cannings aus dem ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts3 ,sdamerika frei -- und womglich englisch68 ,reiner ist der expansive ,instinkt niemals zum ,ausdruck gelangt4 ,footnote #ej3 ,die reife abendlndische ,kultur war eine durchaus franzsische1 die seit ,ludwig ,,xiv4 aus der spanischen erwachsen war4 ,aber schon unter ,ludwig ,,xvi4 siegte in ,paris der englische ,park ber den franzsischen1 die ,empfindsamkeit ber den esprit1 ,kleidung und gesellschaftliche ,formen von ,london ber die von ,versailles1 ,hogarth ber ,watteau1 ,mbel von ,chippendale und ,porzellan von ,wedgwood ber ,reulle und ,sarres4 ,footnote #ea3 ,hardenberg hat ,preuen in streng englischem ,geiste reorganisiert1 was ihm ,friedrich ,august v4 d4 ,marwitz zum schweren ,vorwurf machte4 ,ebenso ist die ,heeresreform ,scharnhorsts eine ,art ,rckkehr zur ,natur8 im ,sinne ,rousseaus gegenber den ,berufsheeren der ,kabinettskriege zur ,zeit ,friedrichs des ,groen4 ,,drittes ,,kapitel ,,makrokosmos ,i ,,die ,,symbolik ,,des ,,weltbildes ,,und ,,das ,,raumproblem #a ,und so erweitert sich der ,gedanke einer ,weltgeschichte in streng morphologischem ,sinne zur ,idee einer allumfassenden ,symbolik4 ,die ,geschichtsforschung an sich hat nur den sinnlichen ,inbegriff der lebendigen ,wirklichkeit1 ihr flchtiges ,bild1 zu prfen und dessen typische ,formen festzustellen4 ,der ,schicksalsgedanke ist der letzte1 bis zu dem sie vordringen kann4 ,indessen diese ,forschung1 so neu und umfassend sie im hier angegebenen ,sinne ist1 kann dennoch nur ,fragment und ,grundlage einer noch umfassenderen ,betrachtung sein4 ,ihr zur ,seite steht eine ,naturforschung1 ebenso fragmentarisch und eingeschrnkt in ihrem ,ideenkreise4 ,hier aber werden die letzten ,fragen des ,seins berhaupt angerhrt4 ,alles1 dessen wir uns bewut sind1 in welcher ,gestalt auch immer1 als ,seele und ,welt1 ,leben und ,wirklichkeit1 ,geschichte und ,natur1 ,gesetz1 ,raum1 ,schicksal1 ,gott1 ,zukunft und ,vergangenheit1 ,gegenwart und ,ewigkeit1 hat fr uns noch einen tiefsten ,sinn -- da alles so ist und nicht anders -- und das einzige und uerste ,mittel1 dieses ,unfaliche falich zu machen1 diese ,geheimnisse1 die nur gefhlt und in seltenen ,momenten mit visionrer ,deutlichkeit erlebt werden knnen1 in einer allerdings dunklen ,weise1 aber der einzig mglichen mitzuteilen -- vielleicht nur wenigen und auserlesenen ,geistern --1 liegt in einer neuen ,art von ,metaphysik1 fr die alles1 es sei was es wolle1 den ,charakter eines ,symbols besitzt4 ,symbole sind sinnliche ,einheiten1 letzte1 unteilbare und vor allem ungewollte ,eindrcke von bestimmter ,bedeutung4 ,ein ,symbol ist ein ,stck ,wirklichkeit1 das fr das leibliche oder geistige ,auge etwas bezeichnet1 das verstandesmig nicht mitgeteilt werden kann4 ,ein frhdorisches1 frharabisches1 frhromanisches ,ornament z4 ,b4 auf einer ,vase1 einer ,waffe1 an einem ,portal oder ,sarkophag ist der sinnbildliche ,ausdruck eines neuen ,weltgefhls1 das nur zu ,menschen einer einzigen ,kultur redet und diese ,menschen aus dem allgemeinen ,menschentum heraushebt und zusammenschliet4 ,die gefhlte ,einheit einer ,kultur beruht auf der gemeinsamen ,sprache ihrer ,symbolik4 ,gesetzt1 da alles1 was ist1 irgendwie ,ausdruck eines ,seelischen ist -- und wir werden uns davon berzeugen --1 so ist es zugleich auch ,eindruck auf eine ,seele und dieser ,zusammenhang1 in dem der ,mensch zugleich ,subjekt und ,objekt ist1 reprsentiert das ,wesen des ,symbolischen4 ,es folgt daraus1 da auch der ,mensch selbst ,symbol ist1 als ,person und als ,menge1 nicht nur der gegenwrtigen ,leiblichkeit nach1 mit der er dem ,weltbilde der ,natur und dem ,bereiche der ,kausalitt angehrt -- eben als ,mensch1 ,familie1 ,volk1 ,rasse --1 sondern durch die ,gesamtheit seines ,seelenlebens1 soweit dieses sich selbst -- im ,weltbilde der ,geschichte -- als ,schicksal1 als werdend begreift und als das ,schicksal1 das ,werden des andern8 miterlebt werden kann4 ,es ist dies eine gewagte und schwer zugngliche ,betrachtungsweise4 ,absolute ,standpunkte -- die etwa das ,ich1 das ,denken1 die ,natur1 ,gott als ,ausgang und ,mastab setzen --1 wie sie die ,philosophie um ihrer ,systematik willen liebt und im ,grunde nicht entbehren kann1 sind hier selbst noch ,symbole1 ,objekte1 nicht ,richtlinien der ,betrachtung4 ,fr den abendlndischen ,menschen auf der ,hhe seiner lngst grostdtisch und intellektuell gewordnen ,kultur existiert ein wohlgeordnetes ,bild der ,historie1 dessen ,mittelgrund die sechs ,jahrtausende der ,weltgeschichte8 auf einem kleinen ,planeten bilden1 whrend der ,horizont sich in astronomische1 geologische oder mythologische ,fernen allmhlich verliert4 ,dies ,bild1 ein wesentliches ,ergebnis unsres wachen ,daseins1 eine ,welt1 aus deren ,hintergrund die abendlndische ,seele sich selbst erst begreift1 ist die uns notwendige ,form1 alles1 was wirklich ist1 als sich verwirklichend geordnet aufzufassen4 ,vom sicheren ,standpunkte des ,jetzt und ,hier blicken wir ber ,vergangenheit und ,zukunft hin4 ,nichts scheint realer als diese ,perspektive4 ,aber dem ,urmenschen ist eine solche ,anschauung unbekannt4 ,der antike und indische ,mensch erlebte -- wie wir aus entscheidenden ,zeichen entnehmen -- ,verwandtes1 aber jedenfalls in schattenhaften ,umrissen und von ganz andrer ,farbe4 ,also ist diese so klare und unzweideutige ,weltgeschichte8 nur unser ,eigentum8 ,also gibt es keine historische1 fr alle ,menschen vorhandene und identische ,wirklichkeit8 ,also ist dies ein bloer ,ausdruck1 eine freie ,phantasie1 ,funktion einer einzelnen ,seele8 ,dies herdenhafte ,gewoge menschlicher ,generationen durch ,jahrhunderte hin1 diese ,episode im ,werden zahlloser ,sonnensysteme durch ,jahrmillionen1 diese lngst erstorbenen ,landschaften einer ,kulturblte am ,nil1 ,ganges und gischen ,meer wren nichts als eine ,vision des faustischen ,geistes8 ,erinnern wir uns1 da alle ,philosophie von jeher das gleiche vom ,bilde der ,natur behauptete1 indem sie es ,erscheinung nannte4 ,der ,mensch war gewi ein ,atom im ,weltall1 aber das ,weltall war zugleich das ,produkt seiner ,vernunft4 ,dies ist das groe ,mysterium des menschlichen ,bewutseins1 das man einfach hinzunehmen hat4 ,der in ihm hervortretende ,widerspruch ist dem ,denken unzugnglich4 ,idealistische wie realistische ,lehren1 die das eine als ,tatsache1 das andere als ,schein bezeichnen1 knnen das ,geheimnis nur schematisch vergewaltigen1 aber nicht lsen4 ,seele und ,welt3 in dieser ,polaritt erschpft sich das ,wesen unsres ,bewutseins1 wie das ,phnomen des ,magnetismus sich im wechselseitigen ,widerstreben zweier ,pole erschpft4 ,diese ,seele1 und zwar die jedes ,einzelnen1 welche in sich diese ganze ,welt des historischen ,werdens erlebt und also schafft1 sie zum ,ausdruck ihres ,so-,seins macht1 ist zugleich1 aus einem anderen ,aspekte1 ein winziges ,element1 ein flchtiges ,aufleuchten in ihr8#eb ,was sind ,csar1 ,ramses1 ,wallenstein anderes als ,phnomene im historischen ,weltbilde1 wie es eine hhere ,seele in sich entwickelt8 ,sind sie fr das -- ahistorische -- ,bewutsein eines ,kindes wirklich vorhanden8 ,wren sie wirklich81 wenn alle ,menschen sich heute wieder im seelischen ,urzustande etwa der ,westrmer zur ,zeit ,aurelians befnden8 ,alle andern8 ,menschen1 so wie sie im ,gedchtnisbilde der ,historie erscheinen1 sind ,ausdruck der ,seele des einen81 seien es die groen ,persnlichkeiten1 die in einem frher festgestellten ,sinne einmal ,epoche machten1 seien es die ,menschen der ,menge zu irgendeiner ,zeit4 ,was alles diese ,menschen aller ,zeiten denken1 wollen1 tun1 sind1 die ganze werdende1 schicksalsvolle ,welt also1 ist ,zeichen und ,symbol dessen1 der sie erlebt4 ,das ,geheimnis des eignen ,schicksals offenbart sich im ,schicksal einer um uns werdenden oder von uns als geworden erkannten ,welt4 ,die ,dmmerseele des ,kindes und frhen ,menschen ahnt ihre ,welt nur2 erst die helle ,tagesseele hoher ,kulturen1 die sich selbst als wohlgeordnete ,einheit1 eben als ,seele8 kennt und fhlt1 besitzt auch eine geordnete ,welt als ihr ,eigentum4 ,sie prgt in jedem wachen ,lebensmomente aus dem ,chaos des ,sinnlichen einen ,kosmos symbolisch gestalteter ,objekte oder ,phnomene -- je nachdem dieser ,kosmos die ,merkmale der ,natur oder der ,geschichte trgt4 ,diese ,wirksamkeit nennen wir ,leben4 ,leben ist die ,verwirklichung des innerlich ,mglichen4 ,jede ,seele1 die einer ,kultur1 eines ,volkes1 eines ,standes so gut wie die eines ,einzelnen1 hat vom ,augenblick ihrer ,geburt in der ,welt des ,werdens und ,schicksals an bis zu ihrem ,erlschen den einen rastlosen ,drang1 sich vllig zu verwirklichen1 sich ihre ,welt als volle ,summe ihres ,ausdrucks zu bilden1 das1 was ich das ,fremde nannte1 zu einer bedeutungsvollen ,einheit auszuprgen1 es durch begrenzte und gewordne ,form zu bannen und sich anzueignen4 ,eine vollendete ,welt ist die ,ausstrahlung1 ist der ,sieg einer ,seele ber die fremden ,mchte4 ,es liegt ein und dasselbe ,ereignis vor1 wenn in einem ,momente der frhesten ,kindheit wie mit einem ,zauberschlage das ,innenleben erwacht1 die ,seele sich ihrer selbst bewut wird1 und wenn in einer mit formloser ,menschheit erfllten ,landschaft mit rtselhafter ,vehemenz eine groe ,kultur ins ,dasein tritt4 ,von hier an beginnt die ,vollendung eines ,lebens im hheren ,sinne1 man darf sagen die ,erfllung eines vorbestimmten ,schicksals4 ,eine ,idee will verwirklicht werden und sie wird es im ,bilde einer ,welt2 die reine ,natur1 die reine ,geschichte oder eine der unzhligen ,mischungen beider ,weltformen sind nur mgliche ,arten1 die ,gesamtheit des ,ausdrucks zu ordnen4 #b ,es wird hier nicht davon die ,rede sein1 was eine ,welt ist1 sondern was sie bedeutet4 ,physiognomik1 nicht ,systematik ist die ,aufgabe4 ,die ,wirklichkeit -- man kann sagen die ,welt in bezug auf eine ,seele -- ist fr jeden einzelnen ,menschen und jede einzelne ,kultur die ,projektion des ,gerichteten in den ,bereich des ,ausgedehnten2 sie ist eine ,inkarnation des innern ,seins und ,wesens1 das ,eigne1 das sich am ,fremden reflektiert2 sie bedeutet ihn selbst4 ,durch einen ebenso schpferischen als unbewuten ,akt -- nicht ich8 verwirkliche das ,mgliche1 sondern es8 verwirklicht sich durch mich als empirische ,person -- entsteht pltzlich und mit vollkommenster ,notwendigkeit aus der ,totalitt sinnlicher und gedchtnismiger ,elemente die8 ,welt1 fr mich die einzige4 ,es ist die ,notwendigkeit des ,schicksals1 nicht der ,kausalitt1 die ber dem ,so-,sein der ,seele und mithin ihrer ,verwirklichung im ,gewordnen waltet4 ,und deshalb gibt es so viele ,welten als es ,menschen und ,kulturen gibt1 und im ,dasein jedes einzelnen ist die vermeintlich einzige1 selbstndige und ewige ,welt -- die jeder mit dem andern gemein zu haben glaubt -- ein immer neues1 einmaliges1 nie sich wiederholendes ,erlebnis4 ,unterscheiden wir wieder zwischen ,erleben und ,erlebtem1 ,erkennen und ,erkanntem4 ,die ,akte sind einmalig und schicksalhaft2 erst das vollendete ,resultat trgt das ,merkmal der mechanischen ,identitt durch eine ,vielheit lebendiger ,akte hindurch4 ,erst im stets erneuerten und doch verharrenden ,weltbilde -- einem ,wasserfall1 der im flchtigsten ,vorbergang der ,tropfen in der ,ruhe seiner ,erscheinung verweilt -- ist die ,sonne tglich und immer dieselbe und das bewute ,leben ein ,ganzes durch die ,folge aller ,augenblicke hindurch4 ,die ,identitt des ,vollendeten liegt in gleicher ,weise der extremen ,gegenstndlichkeit -- ,natur8 -- wie dem reinen ,phnomen -- ,geschichte8 -- zugrunde4 ,sie ist die ,vorbedingung aller ,symbolik1 die ohne eine gewisse ,dauer der ,bedeutung nicht bestehen kann4 ,eine ,skala sich steigernder ,bewutheit fhrt von den ,uranfngen kindlich-dumpfen ,schauens1 in denen es noch keine klare ,welt fr eine ,seele und keine ihrer selbst gewisse ,seele inmitten einer ,welt gibt1 zu den hchsten ,graden durchgeistigter ,zustnde1 deren nur ,menschen ganz reifer ,zivilisationen -- nicht ,kulturen -- fhig sind1 dem ,bewutsein als ,polaritt von exaktem ,verstand und vollkommen mechanischer ,erfahrungswelt4 ,diese ,steigerung ist zugleich eine ,entwicklung der ,symbolik4 ,nicht nur wenn ich in der ,art des ,kindes1 des ,trumers1 des ,knstlers die ,welt hinnehme2 nicht nur1 wenn ich wach bin1 ohne sie mit der gespannten ,aufmerksamkeit des denkenden und ttigen ,menschen aus einer gewissen ,perspektive aufzufassen -- ein ,zustand1 der selbst im ,bewutsein des eigentlichen ,denkers und ,tatmenschen weit seltener herrscht als man glaubt --1 sondern stets und immer1 solange von ,bewutsein1 d4 h4 von ,leben berhaupt die ,rede sein kann1 verleihe ich dem ,auer-mir den ,gehalt meines ganzen ,selbst1 von den halb trumerischen ,eindrcken der ,welthaftigkeit bis zur starren ,welt der kausalen ,gesetze und ,zahlen1 die jene berlagert und bindet4 ,aber selbst dem ,reich der ,zahlen fehlt das ,persnliche nicht4 ,es gibt sehr allgemeine ,zge in diesen rein mechanischen ,formenwelten2 sie knnen das ,bild bis zur vlligen ,tuschung beherrschen und man kann und mchte ber dem ,allgemeinen das ,individuelle und also ,symbolische vergessen -- vorhanden ist es immer4 ,dies ist die ,idee des ,makrokosmos1 der ,wirklichkeit als des ,inbegriffs aller ,symbole in bezug auf eine ,seele4 ,nichts ist von dieser ,eigenschaft des ,bedeutsamen ausgenommen4 ,alles1 was ist1 ist auch ,symbol4 ,von der krperlichen ,erscheinung an -- ,antlitz1 ,statur1 ,geste1 ,haltung von ,einzelnen1 von ,klassen1 von ,vlkern --1 wo man es immer gewut hat1 bis zu den ,formen des politischen1 wirtschaftlichen1 gesellschaftlichen ,lebens1 bis zu den vermeintlich ewigen und allgemeingltigen ,formen der ,erkenntnis1 ,mathematik1 ,physik spricht alles vom ,wesen einer bestimmten und keiner andern ,seele4 ,allein auf der greren oder geringeren ,verwandtschaft der einzelnen ,welten untereinander1 soweit sie von ,menschen einer ,kultur oder ,sphre erlebt werden1 beruht die grere oder geringere ,mitteilbarkeit des ,geschauten1 ,empfundenen1 ,erkannten1 das heit des im ,stil des eignen ,seins ,gestalteten durch die ,mittel der ,sprache und ,schrift1 durch ,begriffe1 ,formeln1 ,zeichen1 die ihrerseits selbst ,symbole sind4 ,zugleich erscheint hier eine ewige und bisher kaum gekannte ,grenze1 fremden ,individualitten wirkliche ,mitteilungen zu machen oder deren ,lebensuerungen wirklich zu verstehen4 ,der ,grad der ,kongruenz der beiderseitigen ,formenwelten entscheidet darber1 wo das ,verstndnis in ,selbsttuschung bergeht4 ,mit der ,mglichkeit1 sich in den ,makrokosmos des andern hineinzuversetzen1 ist beides zu ,ende4 ,wir knnen die indische und gyptische ,seele -- offenbart in ihren ,menschen1 ,sitten1 ,schriftzeichen1 ,ideen1 ,bauten1 ,taten -- sicherlich nur hchst unvollkommen imaginieren4 ,den ,griechen1 ahistorisch wie sie waren1 war auch die geringste ,ahnung vom ,wesen fremden ,seelentums versagt4 ,man sehe1 mit welcher ,naivitt sie in den ,gttern und ,kulturen aller fremden ,vlker ihre eignen wiederfanden4 ,aber auch wir unterlegen1 wenn wir bei einem antiken ,philosophen das ,wort mit ,zeit bersetzen und damit in uns einen ganzen1 spezifisch faustischen ,gedankenkomplex wachrufen1 der fremden ,intention das eigne ,weltgefhl1 aus dem die ,bedeutung unsrer ,worte stammt4 ,wenn wir die ,zge einer gyptischen ,statue interpretieren1 nehmen wir ohne ,anstand die eigne innere ,erfahrung zu ,hilfe4 ,in beiden ,fllen tuschen wir uns4 ,da die ,meisterwerke der ,kunst alter ,kulturen fr uns noch lebendig -- unsterblich8 also -- seien1 gehrt ebenfalls in den ,kreis dieser ,illusionen1 die lediglich durch die ,tatsache aufrecht erhalten werden1 da unser ,geist hier1 zugunsten seines eignen ,weltgefhls1 aus einem tiefen ,instinkt stndig miversteht4 ,darauf beruht zum ,beispiel die ,wirkung der ,laokoongruppe auf die ,kunst der ,renaissance und die des ,sophokles auf das klassizistische ,drama der ,franzosen4 #c ,symbole1 als etwas ,verwirklichtes1 gehren zum ,bereich des ,ausgedehnten4 ,sie sind geworden1 nicht werdend -- auch wenn sie ein ,werden bezeichnen1 auch wenn sie in bedeutungsvollen ,gebruchen oder ,gesten bestehen -- mithin starr begrenzt und den ,gesetzen des ,raumes unterworfen4 ,es gibt nur sinnlich-rumliche 7stoffliche oder ornamentale7 ,symbole4 ,schon das ,wort ,form bezeichnet etwas ,ausgedehntes4 ,der ,sinn aller ,grenzen aber ist ,vergnglichkeit4 ,es gibt keine ewigen ,symbole4 ,auch die berall auftauchenden ,zeichen des ,dreiecks1 des ,hakenkreuzes 7swastika71 des ,ringes sind als ,symbole vergnglich4 ,sie kommen in vielen ,kulturen vor1 aber sie sind jedesmal von andrer ,bedeutung und in ,hinsicht darauf jedesmal neu geschaffen und von begrenzter ,lebensdauer4 ,man braucht nur die ,schicksale der antiken ,sule zu verfolgen1 vom hellenischen ,peripteros an1 wo sie mittels des ,architravs das ,dach trgt1 ber die frharabische ,basilika1 wo sie einen ,innenraum gliedert1 bis zum ,renaissancebau1 wo sie als ,teilmotiv einer ,fassade eingefgt ist1 um zu fhlen1 was ,umdeutung eines ,symbols heit1 wenn eine neue ,kultur es einer alten entlehnt4 ,das seelisch ,mgliche1 noch zu ,vollendende1 heit ,zukunft4 ,das ,vollendete heit ,vergangenheit4 ,die ,richtung 7,nichtumkehrbarkeit7 des ,lebens1 durch die ,worte ,zeit1 ,schicksal1 ,wille in den ,sprachen aller ,vlker angedeutet1 verknpft beides im ,phnomen der ,gegenwart1 des augenblicklichen ,bewutseins4 ,die ,prioritt des ,werdens vor dem ,gewordnen war oft betont worden4 ,sobald das ,werden sich vollzogen1 das ,mgliche sich verwirklicht hat1 ist seine ,bestimmung erfllt4 ,die sich nhernde ,zukunft wurde zur ruhenden ,vergangenheit4 ,sie wurde zum ,raum und verfiel damit dem organischen ,prinzip der ,kausalitt4 ,schicksal und ,kausalitt1 ,zeit und ,raum1 ,richtung und ,ausdehnung verhalten sich wie ,leben und ,tod4 ,es besteht ein rtselhafter ,zusammenhang zwischen dem ,raum und dem ,tode1 der gerade von frhen ,seelen immer tief gefhlt worden ist4 ,die religise ,metaphysik drckt dies so aus1 da ,geburt und ,tod der ,erscheinungswelt angehren oder da mit der ,verbannung der ,seele in das ,reich der 7kausalen7 ,notwendigkeit der ,tod gesetzt ist4 ,der ,mensch ist das einzige ,wesen1 welches den ,tod kennt4 ,alle andern sind rein werdend1 von einer durchaus auf die punktfrmige ,gegenwart eingeschrnkten ,bewutheit1 die ihnen endlos erscheinen mu2 sie leben1 aber sie wissen nichts vom ,leben wie die ,kinder in den frhesten ,jahren1 wo sie die christliche ,weltanschauung noch als unschuldig8 betrachtet4 ,erst der wache ,mensch besitzt auer dem ,werden auch ,gewordenes1 das heit nicht nur ein ,dasein1 das sich von einer ,umwelt abhebt1 sondern auch ein ,gedchtnis fr ,erlebnisse und eine ,erfahrung von ,erkanntem4 ,fr alle andern verluft das ,leben ohne ,ahnung seiner ,grenzen1 das heit ohne ein ,wissen um ,aufgabe1 ,sinn1 ,dauer und ,ziel4 ,erst mit dem vollen ,besitz einer rumlichen ,wirklichkeit -- einer ,welt als ,ausstrahlung einer ,seele -- erscheint auch das groe ,rtsel des ,todes4 ,mit tiefer und bedeutungsvoller ,identitt knpft sich das ,erwachen des ,innenlebens in einem ,kinde oft an den ,tod eines ,verwandten4 ,es begreift pltzlich den leblosen ,leichnam1 der ganz ,stoff1 ganz ,raum geworden ist1 und zugleich fhlt es sich als einzelnes ,wesen in einer endlosen1 ausgedehnten ,welt4 ,vom fnfjhrigen ,knaben bis zu mir ist nur ein ,schritt4 ,vom ,neugeborenen bis zum fnfjhrigen ,kinde ist eine schreckliche ,entfernung81 hat ,tolstoi einmal gesagt4 ,hier1 in diesem entscheidenden ,moment des ,daseins1 wo der ,mensch zum ,menschen wird und seine ungeheure ,einsamkeit im ,all kennen lernt1 enthllt sich die ,weltangst als die ,angst vor dem ,tode1 der ,grenze1 dem ,raume4 ,hier liegt der ,ursprung des hheren ,denkens1 das zuerst ein ,nachdenken ber den ,tod ist4 ,jede ,religion1 jede ,philosophie geht von hier aus4 ,jede groe ,symbolik heftet ihre ,formensprache an den ,totenkult1 die ,bestattungsform1 den ,schmuck des ,grabes4 ,die gyptische ,kunst beginnt mit den ,totentempeln der ,pharaonen1 die antike mit der ,ornamentik der ,grabvasen1 die frharabische mit ,katakomben und ,sarkophagen1 die abendlndische mit den ,domen1 in denen das ,meopfer1 die ,wiederholung des ,sterbens ,christi1 sich tglich vollzieht4 ,mit einer neuen ,idee des ,todes erwacht jede neue ,kultur4 ,als um das ,jahr #ajjj der ,gedanke an das ,weltende sich im ,abendland verbreitete1 wurde die faustische ,seele dieser ,landschaft geboren4 ,der ,urmensch1 in tiefem ,staunen ber den ,tod1 wollte diese ,welt des ,ausgedehnten mit den unerbittlichen und stets gegenwrtigen ,regeln ihrer ,kausalitt1 mit ihrer dunklen ,allmacht1 die ihn stndig mit dem ,ende bedrohte1 mit allen ,krften seines ,geistes durchdringen und beschwren4 ,dieser ,akt liegt tief im ,unbewuten1 aber indem er ,seele und ,welt erst eigentlich schuf1 trennte1 gegeneinander stellte1 bezeichnete er die ,schwelle individuellen ,daseins4 ,ichgefhl und ,weltgefhl beginnen zu wirken und alle ,kultur1 innere und uere1 ist nur die ,steigerung dieses ,menschseins berhaupt4 ,von hier an sind alle ,dinge nicht mehr nur ,eindruck1 rein animalisch1 wie beim neugebornen ,kinde1 sondern auch ,ausdruck4 ,zuerst besaen sie allein ein ,verhltnis zum ,menschen1 jetzt besitzt der ,mensch auch ein ,verhltnis zu ihnen4 ,sie sind ,symbole seines ,daseins geworden4 ,so geht der ,sinn aller echten -- unbewuten und innerlich notwendigen -- ,symbolik aus dem ,phnomen des ,todes hervor1 in dem sich das ,wesen des ,raumes enthllt4 ,alle ,symbolik stammt aus der ,furcht4 ,sie bedeutet eine ,abwehr4 ,sie ist der ,ausdruck einer tiefen ,scheu im alten ,doppelsinne des ,wortes3 ihre ,formensprache redet zugleich von ,feindschaft und ,ehrfurcht4 ,alles ,gewordne ist vergnglich4 ,vergnglich sind nicht nur ,vlker1 ,sprachen1 ,rassen1 ,kulturen4 ,es wird in wenigen ,jahrhunderten keine westeuropische ,kultur1 keinen ,deutschen1 ,englnder1 ,franzosen mehr geben1 wie es zur ,zeit ,justinians keinen ,rmer mehr gab4 ,nicht die ,masse menschlicher ,generationen war erloschen2 die ,form eines ,volkes1 die eine ,anzahl von ihnen zu einer einheitlichen ,gebrde zusammengefat hatte1 war nicht mehr da4 ,der civis ,romanus1 eines der strksten ,symbole antiken ,seins1 war als ,form nur von der ,dauer einiger ,jahrhunderte4 ,alle ,kunst ist sterblich1 nicht nur die einzelnen ,werke1 sondern die ,knste selbst4 ,es wird eines ,tages das letzte ,bildnis ,rembrandts und der letzte ,takt ,mozartscher ,musik aufgehrt haben zu sein1 obwohl eine bemalte ,leinwand und ein ,notenblatt vielleicht brig sind1 weil das letzte ,auge und ,ohr verschwand1 das ihrer ,formensprache zugnglich war4 ,vergnglich ist jeder ,gedanke1 jedes ,dogma1 jede ,wissenschaft1 sobald die ,seelen und ,geister erloschen sind1 in deren ,welten ihre ewigen ,wahrheiten8 mit ,notwendigkeit als wahr erlebt wurden4 ,vergnglich sind sogar die ,sternenwelten1 welche die ,astronomen am ,nil und ,euphrat betrachteten1 denn unser -- ebenso vergngliches -- mit dem ,auge des abendlndischen ,menschen gesehenes1 aus seinem ,gefhl herausgebildetes ,weltsystem1 dessen ,form ,kopernikus aufstellte1 ist ein anderes4 ,und so lt sich der ,gedanke des ,makrokosmos wieder an das ,wort knpfen1 dem die ganze fernere ,darstellung gewidmet sein soll3 ,alles ,vergngliche ist nur ein ,gleichnis4 ,so fhrt diese ,idee unvermerkt auf das ,raumproblem1 allerdings in einem neuen und berraschenden ,sinn4 ,seine ,lsung -- oder bescheidener1 seine ,deutung -- erscheint erst in diesem ,zusammenhange mglich1 so wie das ,zeitproblem erst aus der ,schicksalsidee falicher wurde4 ,es sei daran erinnert1 da1 wie die ,zeit8 dem ,gefhl der ,weltsehnsucht1 so der ,raum1 insofern dem ,makrokosmos eine ,absicht auf ,bannung der fremden ,mchte mittels der ,form zugrunde liegt1 dem ,urgefhl der ,angst nahe steht4 ,der ,raum8 ist sicherlich zunchst wie die ,welt8 ein kontinuierliches ,erlebnis des einzelnen wachen ,menschen1 nicht mehr4 ,schon die berzeugung1 welche infolge der verhltnismigen ,gleichartigkeit der im ,einzeldasein aufeinanderfolgenden ,raumerlebnisse und der ,unmglichkeit1 sich ber das ,individuelle im ,raum des andern8 sprachlich zu verstndigen1 vorherrscht1 da nmlich dieser ,auenraum konstant und fr alle gemeinsam und identisch sei1 ist ein unbeweisbares ,vorurteil4 ,das entsprechende ,wort1 das in allen ,sprachen nicht nur anders klingt1 sondern auch anderes bedeutet1 verdeckt entscheidende ,aufklrungen4 ,ist der ,raum8 ein allgemein menschliches ,erlebnis8 ,oder das einer einzelnen ,kultur8 ,oder nicht einmal das8 ,das eigentliche ,problem im ,phnomen des ,ausgedehnten knpft sich an das ,wesen der ,tiefe -- der ,ferne oder ,entfernung -- deren abstraktes ,schema im ,system der ,mathematik neben ,lnge und ,breite als dritte ,dimension8 bezeichnet wird4 ,diese ,dreizahl koordinierter ,faktoren ist von vornherein irrefhrend4 ,ohne ,zweifel sind im rumlichen ,eindruck diese ,elemente nicht gleichwertig1 geschweige denn gleichartig4 ,lnge und ,breite81 sicherlich als ,erlebnis eine ,einheit1 keine ,summation1 sind1 mit ,vorsicht gesagt1 ,form der ,empfindung4 ,sie reprsentieren den urmenschlichen1 rein sinnlichen ,eindruck4 ,die ,tiefe reprsentiert den ,ausdruck2 mit ihr beginnt die ,welt84 ,diese der ,mathematik selbstverstndlich ganz fremde ,unterscheidung in der ,bewertung der dritten ,dimension gegenber den sogenannten beiden andern liegt auch in der ,gegenberstellung der ,begriffe ,empfindung und ,anschauung4 ,die ,dehnung in die ,tiefe verwandelt die erste in die letzte4 ,erst die ,tiefe ist die eigentliche ,dimension im wrtlichen ,sinne1 das ,ausdehnende4 ,in ihr ist der ,geist aktiv1 in den andern streng passiv4 ,es ist der symbolische ,gehalt einer ,ordnung1 und zwar im ,sinne einer einzelnen ,kultur1 der sich zutiefst in diesem ursprnglichen und nicht weiter analysierbaren ,element ausspricht4 ,das ,erlebnis der ,tiefe ist -- von dieser ,einsicht hngt alles ,weitere ab -- und und ebenso vollkommen unbewuter und notwendiger als vollkommen schpferischer ,akt1 durch den das ,ich seine ,welt1 ich mchte sagen zudiktiert erhlt4 ,er schafft aus dem ,chaos von ,empfindungen eine formvolle ,einheit1 etwas ,gewordnes1 das nunmehr von ,gesetzen beherrscht1 dem ,kausalprinzip unterworfen und mithin1 als ,abbild eines ,seelentums1 vergnglich ist4 ,es besteht kein ,zweifel1 obwohl der durch theoretisches ,selbstgefhl voreingenommene ,verstand sich dagegen auflehnt1 da das ,phnomen der ,dehnung unendlicher ,variation fhig ist1 nicht nur ein anderes beim ,kind und ,manne1 beim ,naturmenschen und ,stdter1 ,chinesen und ,rmer1 sondern in jedem einzelnen1 je nachdem er nachdenklich oder aufmerksam1 ttig oder ruhend seine ,welt erlebt4 ,jeder ,knstler hat noch die8 ,natur durch ,farbe und ,linie wiedergegeben4 ,jeder ,physiker1 der griechische1 arabische1 germanische hat die8 ,natur in letzte ,elemente zergliedert -- warum fanden sie nicht alle dasselbe8 ,weil jeder seine eigene ,natur hat1 obwohl jeder sie mit einer ,naivitt1 die seinen ,lebensgehalt rettet1 die ihn rettet1 mit dem andern gemeinsam zu haben glaubt4 ,natur ist ein ,erlebnis1 das durch und durch mit persnlichstem ,gehalt gesttigt ist4 ,natur ist eine ,funktion der jeweiligen ,kultur4 ,und man braucht nur ,zeitgenossen wie ,holbein1 ,drer und ,grnewald hinsichtlich ihrer ,behandlung des ,bildraums zu vergleichen1 um zu fhlen1 da das ,erlebnis der ,tiefe1 der ,raum81 also die ganze ,natur selbst fr sie etwas sehr ,verschiedenes ist4 ,nun hat ,kant die groe ,frage1 ob dies ,element a priori vorhanden oder durch ,erfahrung erworben ist1 durch seine berhmte ,formel zu entscheiden geglaubt1 da der ,raum die allen ,welteindrcken zugrunde liegende ,form der ,anschauung sei4 ,aber die ,welt8 des ,urmenschen1 des ,kindes und des ,trumers besitzt dies ,element unzweifelhaft in chaotischer1 schwankender1 unentschiedner ,art und erst das hhere ,seelentum formt das ,chaotische zur geordneten ,welt1 gibt also dem ,element der ,tiefe eine eindeutige1 symbolisch bestimmte ,fassung4 ,es ist keine ,frage1 da der ,raum1 wie ihn ,kant mit unbedingter ,gewiheit um sich sah1 als er ber seine ,theorie nachdachte1 fr seine ,vorfahren zur ,karolingerzeit auch nicht annhernd in dieser exakten ,gestalt vorhanden war4 ,gehen wir noch weiter4 ,kants ,gre beruht auf der ,konzeption des ,begriffes einer ,form a priori81 aber nicht auf der ,anwendung1 die er ihm gab4 ,da die ,zeit keine ,form der ,anschauung ist1 da sie berhaupt keine ,form8 ist -- es gibt nur extensive ,formen -- und offensichtlich nur als ,pendant zum ,raume so definiert wurde1 sahen wir schon4 ,es ist aber nicht nur die ,frage1 ob gerade das ,wort ,raum den formalen ,gehalt im ,angeschauten genau deckt2 es ist auch eine ,tatsache1 da die ,form der ,anschauung sich mit dem ,grade der ,entfernung ndert3 ,jedes entfernte ,gebirge wird als reine ,flche -- ,kulisse -- angeschaut84 ,niemand wird behaupten1 da er die ,mondscheibe krperhaft sehe4 ,der ,mond ist fr das ,auge eine absolute ,flche und erst durch das ,fernrohr stark vergrert -- also knstlich angenhert -- erhlt er mehr und mehr rumliche ,beschaffenheit4 ,augenscheinlich ist die ,form der ,anschauung also eine ,funktion der ,distanz4 ,es tritt eine unvermerkte1 aber fr den zivilisierten ,menschen sehr stark wirksame ,abstraktion hinzu1 die ber den vernderlichen ,charakter dieser ,eindrcke tuscht4 ,kant hat sich tuschen lassen4 ,er htte zwischen ,formen der ,anschauung und des ,verstandes gar nicht scheiden drfen1 denn sein ,begriff ,raum umfat bereits beides4 ,sein ,gedanke1 da die unbedingte anschauliche ,gewiheit einfacher geometrischer ,tatsachen die ,aprioritt des exakten ,raumes beweise1 beruht auf der schon erwhnten allzu populren ,ansicht1 da ,mathematik entweder ,geometrie oder ,arithmetik -- ,konstruktion oder ,rechnen -- sei4 ,nun war schon damals die ,mathematik des ,abendlandes weit ber dieses naive -- der ,antike nachgesprochene -- ,schema hinausgegangen4 ,wenn die ,geometrie statt des ,raumes8 mehrfach unendliche ,zahlenmannigfaltigkeiten zugrunde legt1 unter denen die dreidimensionale ein an sich nicht ausgezeichneter ,einzelfall ist1 und innerhalb dieser hchst transzendenten ,gruppen funktionale ,gebilde hinsichtlich ihrer ,struktur untersucht1 so hat jede berhaupt mgliche ,art von sinnlicher ,anschauung aufgehrt1 sich formal mit mathematischen ,tatsachen im ,gebiete solcher ,extensionen zu berhren1 ohne da die ,evidenz der letzteren dadurch herabgesetzt worden wre4 ,die ,mathematik ist von der ,form des ,angeschauten ganz unabhngig4 ,es ist nun die ,frage1 wie viel von der gerhmten ,evidenz der ,anschauungsformen1 die doch im ,gegensatz zur ,mathematik an die vitalen ,bedingungen des ,sehsinnes gebunden sind1 fr sich brig bleibt1 sobald die knstliche bereinanderschichtung beider in einer vermeintlichen ,erfahrung erkannt worden ist4 ,wie ,kant sich das ,zeitproblem dadurch verdarb1 da er es zu der in ihrem ,wesen miverstandenen ,arithmetik in ,beziehung brachte und also von einem ,zeitphantom redete1 dem die lebendige ,richtung fehlte1 das also nur noch ein dimensionales1 rumliches ,schema war1 so verdarb er sich das ,raumproblem durch seine ,beziehung auf eine ,allerweltsgeometrie4 ,der ,zufall hat es gewollt1 da wenige ,jahre nach der ,vollendung seines ,hauptwerkes ,gau die erste der nichteuklidischen ,geometrien entdeckte1 durch deren in sich widerspruchslose ,existenz bewiesen wurde1 da es mehrere ,arten streng mathematischer ,struktur der dreidimensionalen ,ausgedehntheit gibt1 die smtlich a priori gewi8 sind1 ohne da es mglich wre1 eine von ihnen als die eigentliche ,form der ,anschauung8 herauszuheben4 ,es war ein schwerer und fr einen ,zeitgenossen ,eulers und ,lagranges unverzeihlicher ,irrtum1 die antike ,schulgeometrie1 denn an sie hat ,kant immer gedacht1 in den ,formen der erlebten ,natur abgebildet finden zu wollen4 ,in den ,augenblicken1 wo wir die ,natur daraufhin aufmerksam beobachten1 ist in der ,nhe des ,beobachters und bei hinreichend kleinen ,verhltnissen eine annhernde bereinstimmung zwischen dem optischen ,eindruck und den ,prinzipien der gewhnlichen euklidischen ,geometrie sicherlich vorhanden4 ,die von der ,philosophie behauptete absolute bereinstimmung lt sich aber weder durch den ,augenschein noch durch ,meinstrumente nachweisen4 ,beide knnen eine gewisse1 fr die praktische ,entscheidung ber die ,frage z4 ,b41 welche der nichteuklidischen ,geometrien die des empirischen ,raumes sei1 bei weitem nicht ausreichende ,grenze der ,genauigkeit niemals berschreiten4#ec ,bei groen ,mastben und ,entfernungen1 wo das ,tiefenerlebnis das ,anschauungsbild vllig beherrscht -- vor einer weiten ,landschaft etwa statt vor einer ,zeichnung -- widerspricht die ,anschauungsform der ,mathematik grndlich4 ,die ,fixsterne erscheinen dem ,auge an einer andern ,stelle des betrachteten ,raumes1 als die ist1 welche sie im theoretisch-astronomischen ,raume nach mathematischer ,feststellung einnehmen4#ed ,wir sehen in jeder ,allee1 da ,parallelen sich am ,horizonte berhren4 ,die ,perspektive der abendlndischen lmalerei1 deren tiefer ,zusammenhang mit den ,grundproblemen der gleichzeitigen ,mathematik hier deutlich fhlbar wird1 beruht auf dieser ,tatsache1 und ihre schwer aufzufindenden ,grundlagen1 die von ,brunellesco vielfach verfehlt wurden1 beweisen1 da die ,geometrie sie durchaus nicht ohne weiteres hergibt1 wie es nach ,kants ,lehre von ihrer ,koinzidenz mit der ,anschauung der ,fall sein mte4 ,die ,anschauungsform ist von der ,mathematik unabhngig4 ,aber der lebensfremde ,verstand1 stolz auf seine abstrakt-geometrische ,intuition1 sagt nein dazu und der echte ,theoretiker1 wie eben ,kant1 wei niemals1 was er wirklich gesehen hat4 ,kant hat bei seiner ,betrachtungsweise1 einer angestrengten1 auf das ,ziel einer abstrakten ,theorie gerichteten ,beobachtung1 all die ,momente unwillkrlicher1 halb bewuter ,anschauung1 welche das ,leben eigentlich erst ganz erfllen1 beiseite gelassen4 ,in ihnen ist die ,form8 nichts weniger als streng zahlenmig und gleichfrmig und durch den kahlen ,begriff des ,raumes von drei ,dimensionen nicht annhernd wiederzugeben4 ,das unmittelbar gewisse ,tiefenerlebnis in der unermelichen ,flle seiner ,nuancen entzieht sich jeder theoretischen ,bestimmung4 ,die gesamte ,lyrik und ,musik1 die gesamte gyptische1 chinesische1 abendlndische ,malerei widersprechen laut der ,hypothese einer konstanten mathematischen ,struktur des erlebten und gesehenen ,raumes und nur1 weil kein neuerer ,philosoph von ,malerei das geringste verstanden hat1 konnte ihnen diese ,widerlegung unbekannt bleiben4 ,der ,horizont z4 ,b41 in dem und durch den jedes ,gesichtsbild allmhlich in einen ,flchenabschlu bergeht -- denn auch die ,tiefe ist geworden und also begrenzt -- ist durch keine ,art von ,mathematik zu behandeln4 ,jeder ,pinselstrich eines ,landschaftsmalers widerlegt die ,behauptungen der ,erkenntnistheorie4 ,die drei ,dimensionen8 besitzen als abstrakte mathematische ,einheiten keine natrliche ,grenze4 ,man verwechselt das mit ,flche und ,tiefe des erlebten optischen ,eindrucks und so setzt sich der eine erkenntnistheoretische ,irrtum in den andern fort1 da auch die angeschaute ,ausgedehntheit unbegrenzt sei1 obwohl unser ,blick nur belichtete ,raumfragmente umfat1 deren ,grenze eben die jeweilige ,lichtgrenze bildet1 sollte es auch der ,fixsternhimmel oder die atmosphrische ,helligkeit sein4 ,die gesehene ,welt8 ist tatschlich die ,summe von ,lichtwiderstnden1 weil das ,sehen an das ,vorhandensein von reflektiertem ,licht gebunden ist4 ,die ,griechen blieben1 als plastisch angelegte ,naturen1 auch dabei stehen4 ,nur das abendlndische ,weltgefhl stellte als ,symbol und inneres ,postulat des ,lebens die ,idee eines grenzenlosen ,weltraumes auf mit unendlichen ,fixsternensystemen und ,entfernungen1 die weit ber jede optische ,vorstellbarkeit hinausgehen -- eine ,schpfung des innern ,blickes1 die sich jeder ,verwirklichung durch das ,auge entzieht und ,menschen anders fhlender ,kulturen selbst als ,idee fremd und unvollziehbar bleibt4 #d ,das ,ergebnis der ,gauschen ,entdeckung1 welche das ,wesen der modernen ,mathematik berhaupt nderte1#ee war also nicht nur der ,nachweis1 da es mehrere gleich richtige ,geometrien der dreidimensionalen ,ausgedehntheit gibt1 von denen der ,geist eine whlt1 weil er an sie glaubt1 sondern der1 da der ,raum8 berhaupt nicht mehr ein einfaches ,faktum ist4 ,es gibt mehrere ,arten exakter1 streng wissenschaftlicher ,rumlichkeit von drei ,dimensionen und die ,frage1 welche von ihnen der wirklichen ,anschauung entspricht1 beweist1 da man das ,problem gar nicht versteht4 ,die ,mathematik beschftigt sich1 gleichviel ob sie sich anschaulicher ,bilder und ,vorstellungen als ,handhaben bedient oder nicht1 mit vllig abstrakten ,systemen1 ,formenwelten von ,zahlen1 und ihre ,evidenz ist identisch mit der diesen ,formenwelten immanenten kausalen ,logik4 ,sie sind ,abbilder der ,verstandesformen und mithin in jeder ,kultur von anderem ,stil4 ,darauf beruht ihre exakte ,anwendbarkeit auf die verstandesmig rezipierte1 mechanische1 tote ,natur der ,physik1 die ihrerseits ebenfalls ein ,abbild der ,geistesform1 nur von anderer ,ordnung ist4 ,neben der ,mehrheit variabler ,anschauungsgebilde steht also auch eine ,mehrheit von starr mathematischen ,raumwelten1 die ihre eignen ,rtsel hat1 und unter dem gemeinsamen ,worte ,raum hat sich nur allzulange die ,tatsache verborgen1 da alle vermutete ,konstanz und ,identitt ein ,irrtum ist4 ,damit ist die ,illusion des einen1 bleibenden1 alle ,menschen umgebenden ,raumes1 ber den man sich begrifflich restlos verstndigen knnte1 zerstrt1 ob man ihn nun als den absoluten ,weltraum ,newtons ansprechen will1 in dem sich alle ,dinge befinden1 oder als ,kants unvernderliche1 allen ,menschen aller ,zeiten gemeinsame ,form der ,anschauung1 welche alle ,dinge erst schafft4 ,so gut jede persnliche ,welt8 im ,strome des historischen ,werdens ein nie vergehendes und nie sich wiederholendes ,erlebnis ist1 so gut ist es jeder einem lebenden ,menschen angehrende ,raum4 ,und zwar liegt alle ,ausdruckskraft der einzelnen ,seele1 die ihre ,welt gestalten will1 im begreifenden ,erlebnis der ,tiefe oder ,entfernung1 durch das die sinnliche ,flche -- das ,chaos -- erst ,raum1 der ,raum dieser ,seele wird4 ,damit ist die ,trennung der lebendigen ,anschauung von der mathematischen ,formensprache vollzogen1 und das ,geheimnis der ,raumwerdung tut sich auf4 ,wie das ,werden dem ,gewordenen1 die ewig lebende ,geschichte der vollendeten und toten ,natur zugrunde liegt1 das ,organische dem ,mechanischen1 das ,schicksal dem kausalen ,gesetz1 dem objektiv ,gesetzten1 so ist die ,richtung der ,ursprung der ,ausdehnung4 ,das mit dem ,worte ,zeit berhrte ,geheimnis des sich vollendenden ,lebens bildet die ,grundlage dessen1 was als vollendet durch das ,wort ,raum weniger verstanden als fr ein inneres ,gefhl angedeutet wird4 ,jede wirkliche ,ausgedehntheit1 wirklich1 insofern sie ein vollzogenes ,erlebnis reprsentiert1 ist eben durch das ,erlebnis der ,tiefe erst vollzogen worden2 und eben jene ,richtung1 ,dehnung in die ,tiefe und ,ferne -- fr das ,auge1 das ,gefhl1 das ,denken -- der ,schritt von der sinnlich chaotischen ,flche zum kosmisch geordneten ,weltbilde mit der geheimnisvoll in ihr sich andeutenden ,bewegtheit ist das1 was rein werdend durch das ,wort ,zeit bezeichnet wird4 ,der ,mensch fhlt sich1 und das ist der ,zustand des wirklichen ,wachseins1 in einer ihn rings umgebenden ,ausgedehntheit4 ,man braucht diesen ,ureindruck des ,weltmigen nur zu verfolgen1 um festzustellen1 da es tatschlich nur eine wahre ,dimension des ,raumes gibt1 die ,richtung nmlich von sich aus in die ,ferne und da das abstrakte ,system dreier ,dimensionen eine mechanische ,vorstellung1 keine ,tatsache des ,lebens ist4 ,das ,tiefenerlebnis1 die ,richtung in die ,ferne1 dehnt die ,empfindung zur ,welt4 ,das ,gerichtetsein des ,lebens war mit ,bedeutung als ,nichtumkehrbarkeit bezeichnet worden und ein ,rest dieses entscheidenden ,merkmals der ,zeit liegt in dem ,zwang1 auch die ,tiefe der ,welt stets von sich aus1 nie vom ,horizont aus zu sich hin empfinden zu knnen4 ,wenn man1 mit einiger ,vorsicht1 die ,geistesform der ,kausalitt als erstarrtes ,schicksal bezeichnet1 so darf die ,raumtiefe1 die ,grundlage der ,weltform1 als erstarrte ,zeit bezeichnet werden4 ,denn ,rume gibt es nur fr lebendige ,menschen4 ,mit der ,seele ist auch die ,welt zu ,ende4 ,ich hatte nicht umsonst zwischen ,erkennen und ,erkanntem1 dem lebendigen ,akt und seinem toten ,resultat unterschieden4 ,damit erst wird das ,wesen des ,raumes zugnglich4 ,htte ,kant sich ein wenig schrfer gefat1 so htte er statt von zwei ,formen der ,anschauung8 zu reden1 die ,zeit die ,form des ,anschauens1 den ,raum die ,form des ,angeschauten genannt1 und dann wre ihm ein ,licht aufgegangen4 ,wie das ,leben zum ,tode1 das ,anschauen zum ,angeschauten fhrt1 so fhrt die schicksalhafte1 gerichtete ,zeit zur rumlichen ,tiefe4 ,es liegt hier ein ,mysterium vor1 ein ,urphnomen1 das sich begrifflich nicht zerlegen lt und das man hinzunehmen hat2 aber ahnen lt sich sein ,sinn4 ,der ,physiker1 ,mathematiker1 ,erkenntnistheoretiker kennt nur den gewordenen ,raum1 das ,gegenbild der starren ,geistesform4 ,hier aber ist angedeutet1 wie der ,raum wird4 ,der ,raum1 in all den verschiedenen ,arten1 in denen er sich fr das einzelne ,selbst verwirklicht1 ber die einander ganz zu verstndigen eine ewige ,unmglichkeit ist1 mu ,zeichen und ,ausdruck des ,lebens selbst sein1 das ursprnglichste und mchtigste seiner ,symbole4 ,das ,gefhl davon soll vielleicht die gewagte ,formel3 ,der ,raum ist zeitlos8 ausdrcken4 ,er ist geworden2 er steht damit1 da er ist1 ein ,stck erstorbener ,zeit1 auerhalb des ,zeitphnomens4 ,wir deuten -- oder das ,leben deutet in uns1 durch uns -- mit unbedingter1 wahlloser ,notwendigkeit jedes ,moment der ,tiefe4 ,von freiem ,willen ist nicht mehr die ,rede4 ,man denke an ein verkehrt gehngtes ,bild1 das als bloe ,farbflche wirkt und beim ,umdrehen pltzlich ein ,erlebnis der ,tiefe hervorruft4 ,in diesem ,augenblick erfolgt mit schpferischer ,gewalt der ,akt der ,raumwerdung und dieser ,augenblick1 wo das gestaltlose ,chaos gestaltete ,wirklichkeit wird1 knnte1 wenn man ihn ganz verstnde1 die ungeheure ,einsamkeit des ,menschen enthllen1 von denen jeder dieses ,bild1 diese erst jetzt zum ,bilde gewordene ,flche1 fr sich besitzt4 ,denn hier empfindet der antike ,mensch mit apriorischer ,gewiheit das ,krperliche1 wir das unendlich ,rumliche1 der ,inder1 der gypter wieder andere ,arten von ,form als das ,ideal des ,ausgedehnten4 ,worte reichen nicht aus1 um die ganze ,vehemenz dieser ,unterschiede zu fassen1 die das ,weltgefhl der einzelnen ,arten hheren ,menschentums fr immer trennen1 aber die bildenden ,knste aller ,kulturen1 deren ,substanz die ,weltform ist1 enthllen sie4 ,diese wahllose ,deutung der ,tiefe1 die mit der ,wucht eines elementaren ,ereignisses das wache ,bewutsein beherrscht1 ist es1 welche zugleich mit dem ,erwachen des ,innenlebens beim einzelnen ,menschen die ,grenze von ,kind und ,knabe bezeichnet4 ,das ,erlebnis der ,tiefe ist es1 welches dem ,kinde fehlt1 das nach dem ,monde greift1 das noch keine sinnvolle ,auenwelt besitzt und gleich der urmenschlichen ,seele in traumhafter ,verbundenheit mit allem ,empfindungshaften hindmmert4 ,nicht als ob ein ,kind keine extensive ,erfahrung einfachster ,art htte2 aber das ,weltbewutsein ist nicht da1 die groe ,einheit des ,erlebens in einer ,welt4 ,und dieses ,bewutsein gestaltet sich in einem hellenischen ,kinde anders als in einem indischen oder abendlndischen4 ,mit ihm gehrt es einer bestimmten ,kultur an1 deren ,glieder ein gemeinsames ,weltgefhl und aus ihm eine gemeinsame ,weltform besitzen4 ,eine tiefe ,identitt verknpft beide ,akte3 ,das ,erwachen der ,seele 7des ,innenlebens71 ihre ,geburt zum hellen ,dasein im ,namen einer ,kultur1 und das pltzliche ,begreifen von ,ferne und ,tiefe1 die ,geburt der ,auenwelt durch das ,symbol der ,ausgedehntheit1 einer nur dieser einen ,seele zugehrigen ,raumart1 die von nun an das ,ursymbol dieses ,lebens bleibt und ihm seinen ,stil1 die ,gestalt seiner ,geschichte als der fortschreitenden extensiven ,verwirklichung intensiver ,mglichkeiten gibt4 ,hier lst sich eine alte philosophische ,frage in nichts auf3 ,angeboren ist diese ,urgestalt der ,welt1 insofern sie ursprngliches ,eigentum des ,seelentums 7der ,kultur7 ist1 dessen ,ausdruck wir selbst durch die ganze ,erscheinung unsres ,einzeldaseins sind2 erworben ist sie1 insofern jede einzelne ,seele jenen ,schpfungsakt fr sich noch einmal wiederholt und das ihrem ,dasein vorbestimmte ,symbol der ,tiefe in frher ,kindheit1 wie ein ausschlpfender ,schmetterling seine ,flgel1 entfaltet4 ,das erste ,begreifen der ,tiefe ist ein ,geburtsakt1 ein seelischer neben dem leiblichen4 ,mit ihm wird eine ,kultur aus ihrer ,mutterlandschaft geboren1 denn die pltzliche ,erscheinung der dorischen1 arabischen1 gotischen ,raumsymbolik verrt das ,dasein einer neuen ,seele4 ,es entspricht dies im tiefsten dem griechischen ,mythus der ,gaia und dem dunklen ,gefhl frher ,vlker1 wenn sie ihre ,toten in ,hockergrbern 7in ,form des ,embryo7 der ,mutter ,erde zurckerstatten4 ,diese ,geburt der ganzen ,kultur wird innerhalb ihres ,kreises von jeder einzelnen ,seele wiederholt4 ,dies nannte ,plato1 der an einen hellenischen ,urglauben anknpfte1 die ,anamnesis4 ,die unbedingte ,bestimmtheit der ,weltform1 die im ,seelischen pltzlich da ist1 wird aus dem ,werden gedeutet1 whrend ,kant1 der ,systematiker1 mit seinem ,begriff der apriorischen ,form bei der ,deutung desselben ,phnomens vom toten ,resultat1 nicht vom lebendigen ,akt ausgeht4 ,die ,art der ,ausgedehntheit soll von nun an das ,ursymbol einer ,kultur genannt werden4 ,die gesamte ,formensprache ihrer ,wirklichkeit1 ihre ,physiognomie im ,unterschiede von der jeder andern ,kultur und vor allem von der physiognomielosen ,umwelt des primitiven ,menschen ist aus ihr abzuleiten4 ,wie es eine ,welt nur in bezug auf eine ,seele gibt1 als deren ,abbild und ,gegenpol im ,bewutsein1 wie das ,erwachen des ,innenlebens mit einer spontanen und notwendigen ,tiefendeutung von ganz bestimmtem ,typus zusammenfllt1 so gibt es ,etwas1 das als ,formideal jedem einzelnen ,symbol einer ,kultur zugrunde liegt4 ,aber das ,ursymbol selbst ist nicht realisierbar1 auch nicht in ,definitionen4 ,es ist im ,formgefhl jedes ,menschen und jeder ,zeit wirksam und diktiert ihnen den ,stil smtlicher ,lebensuerungen4 ,es liegt in der ,staatsform1 in den religisen ,dogmen und ,kulten1 den ,formen der ,malerei1 ,musik und ,plastik1 dem ,vers1 den ,grundbegriffen der ,physik und ,ethik1 aber es wird nicht durch sie dargestellt4 ,folglich ist es auch durch ,worte nicht exakt darstellbar1 denn ,sprache und ,erkenntnisformen sind selbst abgeleitete ,symbole4 ,goethe und ,plato haben es -- wiewohl nicht genau in diesem ,sinne -- die ,idee8 genannt1 die im ,wirklichen unmittelbar angeschaut1 aber als eine ewige und unerreichbare ,mglichkeit niemals erkannt wird4 ,kant und ,aristoteles haben es1 mit einem fr den ,systematiker beinahe notwendigen ,irrtum1 im ,erkenntnisakt begrifflich isolieren wollen4 ,wenn das ,ursymbol der antiken ,seele1 der antiken ,welt fortan als der stoffliche ,einzelkrper1 das der abendlndischen als der reine1 unendliche ,raum bezeichnet wird1 so darf nie bersehen werden1 da ,begriffe das nie zu ,begreifende nicht darstellen1 da sie nur ein ,gefhl des ,verstehens wecken knnen4 ,auch die mathematische ,zahl1 an welcher der ,unterschied in der ,formensprache der einzelnen ,kulturen zuerst festgestellt wurde und aus der ,kant die ,qualitt der ,tiefendeutung abzuleiten suchte1 ist nicht das ,ursymbol selbst4 ,die ,zahl als das ,grenzprinzip der ,ausdehnung setzt das ,tiefenerlebnis schon voraus und wenn das klassische ,grenzproblem der ,antike die ,quadratur des ,kreises1 d4 h4 die ,rckfhrung krummlinig begrenzter ,flchen auf mebare ,gren1 das klassische ,problem unsrer ,mathematik aber die ,definition des ,grenzwertes in der ,infinitesimalrechnung ist1 so verrt sich darin der ,unterschied zweier ,ursymbole mit voller ,deutlichkeit1 aber keines von beiden ist das unmittelbare ,objekt dieser ,probleme4 ,der reine grenzenlose ,raum ist das ,ideal1 welches die abendlndische ,seele immer wieder in ihrer ,umwelt gesucht hat4 ,sie wollte es in ihr unmittelbar verwirklicht sehen und dies erst gibt den unzhligen ,raumtheorien der letzten ,jahrhunderte ihre tiefe ,bedeutung als ,symptomen eines ,weltgefhls1 jenseits aller vermeintlichen ,resultate4 ,ihre gemeinsame ,tendenz lt sich so ausdrcken3 ,es gibt ,etwas1 das notwendig gestaltend den ,welterlebnissen jedes ,einzelnen zugrunde liegt4 ,alle haben1 ,kant mehr oder weniger hnlich1 dieses begrifflich berhaupt unbestimmbare1 sicherlich hchst variable ,etwas dem mathematischen ,raumbegriff genau zugeordnet und ohne weiteres vorausgesetzt1 da eine ,these dieser ,art fr alle ,menschen gltig sei4 ,was bedeutet das ,pathos dieser ,behauptung8 ,kaum ein andres ,problem ist so ernsthaft durchdacht worden1 und fast htte man glauben sollen1 es hinge jede andre ,weltfrage von dieser einen nach dem ,wesen des ,raumes ab4 ,und ist es nicht in der ,tat so8 ,warum hat denn niemand bemerkt1 da die gesamte ,antike kein ,wort darber verlor1 ja da sie nicht einmal das ,wort besa1 um das ,problem genau umschreiben zu knnen8 ,warum schwiegen die groen ,vorsokratiker8 bersahen sie etwa in ihrer ,welt gerade das1 was uns als das ,rtsel aller ,rtsel erscheint8 ,htten wir nicht lngst einsehen sollen1 da in diesem ,schweigen gerade die ,lsung lag8 ,wie kommt es1 da unserm tiefsten ,gefhl nach die ,welt8 nichts anderes ist als jener durch das ,tiefenerlebnis ganz eigentlich geborne ,weltraum1 dessen reine1 erhabene ,leere durch die in ihm verlornen ,fixsternsysteme nur besttigt wird4 ,htte man dies ,gefhl einer ,welt einem ,athener1 ,plato etwa1 begreiflich machen knnen8 ,und htte die griechische ,sprache1 in deren ,grammatik und ,wortschatz sich doch das antike ,tiefenerlebnis ganz unverkennbar spiegelt1 dies erlaubt8 ,man entdeckt pltzlich1 da dies ewige ,problem81 das ,kant im ,namen der ,menschheit mit der ,leidenschaft eines symbolischen ,aktes behandelte1 ein rein abendlndisches ist und im ,geiste der andern ,kulturen gar nicht existiert4 ,was war es denn1 was dem antiken ,menschen1 dessen ,blick in seine ,umwelt sicher ebenso klar war1 als das ,urproblem des gesamten ,seins erschien8 ,das der 1 des stofflichen ,ursprungs der sinnlich-greifbaren ,dinge4 ,begreift man dies1 so wird man dem ,sinn der ,tatsache nahe kommen -- nicht des ,raumes1 sondern der ,frage1 weshalb das ,raumproblem mit schicksalhafter ,notwendigkeit das der abendlndischen ,seele und dieser allein werden mute4 ,die ,zahlenwelten1 wie sie sich innerhalb beider ,kulturen entfaltet haben1 machen dies vllig deutlich4 ,die antike ,seele gestaltete das ,gewordene zu einer geordneten ,welt sinnlich mebarer ,gren4 ,das liegt1 bisher unerkannt1 in dem berhmten ,parallelenaxiom ,euklids1#ef dem einzigen der antiken mathematischen ,stze1 der unbewiesen blieb und der1 wie wir heute wissen1 unbeweisbar ist4 ,gerade das aber macht ihn zum ,dogma gegenber aller apriorischen ,erfahrung und damit zum metaphysischen ,mittelpunkt1 zum ,trger jenes geometrischen ,systems4 ,alles andre1 ,axiome wie ,postulate1 ist nur ,vorbereitung oder ,folge4 ,dieser einzige ,satz ist fr den antiken ,geist notwendig und allgemein gltig -- und doch nicht ableitbar4 ,was bedeutet das8 ,da er ein ,symbol ersten ,ranges ist4 ,er reprsentiert das ,so-,sein1 die vorbestimmte ,struktur der antiken ,auenwelt1 das ,ideal ihrer ,ausgedehntheit4 ,gerade dies theoretisch schwchste -- notwendig schwchste -- ,glied der platonischen ,geometrie1 gegen das sich schon in hellenistischer ,zeit ,widerspruch erhob1 offenbart ihre ,seele1 und gerade dies der populren ,erfahrung selbstverstndliche ,element war es1 an das sich der ,widerspruch des abendlndischen ,zahlendenkens knpfte4 ,es gehrt zu den tiefsten ,symptomen unsres ,daseins1 da wir aus unsrem ,zahlengefhl heraus der euklidischen ,geometrie nicht etwa eine1 sondern eine ,mehrzahl von andern gegenberstellen1 die fr uns -- nicht fr die ,erkenntnisweise antiker ,menschen -- gleich wahr1 gleich widerspruchslos sind4 ,die eigentliche ,tendenz und ,symbolik dieser als antieuklidische ,gruppe aufzufassender ,geometrien#eg liegt darin1 da sie das krperlich-greifbare ,moment in aller ,ausgedehntheit1 das ,euklid durch seine ,stze heilig sprach1 verleugneten1 da sie unabhngig vom ,sinnlichen und unter berschreitung der ,grenze des ,sehvermgens ein neues ,ideal schufen1 das einer hheren ,rumlichkeit1 die ber eine populr-anschauliche ,evidenz erhaben ist1 die mithin auch nicht eine einzige1 punktuelle ,lsung kennt4 ,die ,frage1 welche der drei nichteuklidischen ,geometrien die richtige81 in der ueren ,wirklichkeit vorhandene sei -- obwohl selbst von ,gau ernsthaft geprft -- ist dem ,weltgefhl nach antik1 htte also von einem ,denker unserer ,sphre nicht gestellt werden sollen4 ,sie verschliet den ,einblick in den wahren ,tiefsinn dieses geistigen ,phnomens3 ,nicht in der ,realitt der einen oder andern1 sondern in der ,vielheit gleichmig mglicher ,geometrien liegt das spezifisch abendlndische ,symbol4 ,erst durch die ,gruppe dieser dreidimensionalen ,raumstrukturen1 die eine echte ,unendlichkeit des ,mglichen darstellt und in deren ,flle die antike ,nuance lediglich eine punktfrmige ,mglichkeit1 einen bloen ,grenzfall bildet1 wird der ,rest des ,plastisch-,sinnlichen im reinen ,raumgefhl aufgelst4 ,dem abstrakten ,raum eine ,struktur zuzusprechen -- noch dazu die aus dem optischen ,bilde gewohnheitsmig erschlossene -- verrt immer noch eine statuenhafte1 nicht kontrapunktische ,tendenz2 nur die variable ,vielheit einander ausschlieender ,rume1 von denen keiner gewhlt werden darf1 in ihrer seltsam transzendenten ,totalitt leistet uns ,genge4 ,die neueste geometrische ,spekulation ist jenseits dieser ,gruppe zu einer groen ,anzahl weiterer1 hchst transzendenter1 zum ,teil auch nicht entfernt mehr optisch zugnglicher ,geometrien gelangt1 die smtlich in sich widerspruchslos sind und deren ,menge8 -- im ,sinne der ,mengenlehre -- eine ,zahl8 bedeutet1 die nun allerdings ein sehr schwer zu fassendes ,symbol des abendlndischen ,weltgefhls darstellt4 ,hier drckt das ,formbewutsein der abendlndischen ,mathematik dasselbe aus1 was die ,erkenntnistheorie ,kants durch die berzeugung1 der ,raum liege a priori der ,existenz der ,dinge zugrunde1 eigentlich hatte sagen wollen1 eine berzeugung1 die den ,resultaten der arabischen und indischen ,erkenntnistheorie aufs schrfste widerspricht -- da nmlich der ,raum8 der ,schpfer und alles ,stofflich-,gegenwrtige sein ,geschpf sei4 ,und gerade diese allmchtige ,rumlichkeit1 welche die ,substanz aller ,dinge in sich saugt1 aus sich erzeugt1 unser ,eigentlichstes und ,hchstes im ,aspekt unseres ,weltalls -- wird von der antiken ,menschheit1 die nicht einmal das ,wort und also den ,begriff ,raum kennt1#eh einstimmig als abgetan1 als das1 was nicht da ist4 ,man kann das ,pathos dieser ,negation gar nicht tief genug fassen4 ,die ganze ,leidenschaft der antiken ,seele grenzte durch sie symbolisch ab1 was sie nicht als wirklich empfand1 was nicht ,ausdruck ihres ,daseins sein durfte4 ,eine ,welt von andrer ,farbe liegt pltzlich vor unsern ,augen da4 ,die attische ,marmorstatue reprsentiert in ihrer sinnlichen ,existenz fr das antike ,auge alles ohne ,rest1 was ,wirklichkeit hie4 ,das ,stoffliche1 sichtbar ,begrenzte1 ,greifbare1 unmittelbar ,gegenwrtige -- damit sind die ,merkmale dieser ,art von ,gewordnem erschpft4 ,dies antike ,weltall1 der ,kosmos1 die wohlgeordnete ,menge aller nahen und vollkommen bersehbaren ,dinge ist durch die krperliche ,himmelskugel abgeschlossen4 ,es gibt nicht mehr4 ,unser ,bedrfnis1 jenseits dieser ,schale wieder ,raum8 zu denken1 fehlte dem antiken ,weltgefhl vollstndig4 -- das ist der schrfste ,widerspruch gegen das abendlndische ,gefhl1 das eben diesen reinen1 notwendig als grenzenlos empfundenen absoluten8 ,raum fordert1 ihn als das ,wirkliche1 das eigentlich und einzig ,seiende anerkennt und gerade die antike1 plastische1 absolute ,stofflichkeit der ,objekte anzweifelt4 ,stoff8 ist derjenige ,empfindungswert1 von dem der abendlndische ,geist auf jedem ,wege1 philosophisch1 physikalisch1 religis loskommen will4 ,unser ,gttliches ist der ewige ,raum1 wie das von ,dante bis ,kant und ,goethe jeder groen ,denkweise zugrunde liegt4 ,die ,dinge sind ,erscheinung1 nicht mehr1 vom ,raume bedingt1 fragwrdig -- 4 ,man berzeuge sich1 wie im ,pantheismus des #ah4 ,jahrhunderts ,gott und der unendliche ,raum fr das ,gefhl schlechthin identisch geworden sind4 ,die faustische ,allgegenwart ,gottes1 die von den ,kreuzzgen an mit steigender ,klarheit das ,weltbild beherrscht1 und die ,lehre1 da der ,raum die erzeugende ,form der objektiven ,erscheinung sei1 fhren auf dasselbe innere ,erlebnis zurck4 ,wenn man nach einem ,substanzbegriff sucht1 der dem antiken diametral entgegengesetzt ist1 so trifft man mit ,notwendigkeit den der abendlndischen ,physik4 ,die ,masse wird von ihr als das konstante ,verhltnis von ,kraft und ,beschleunigung definiert4 ,kann man unstofflicher8 denken8 ,den antiken ,begriffen ,stoff und ,form als den optischen ,prinzipien krperhaften ,daseins haben wir die vollkommen unanschaulichen der ,kapazitt und ,intensitt gegenbergestellt1 in denen die ,energie des reinen ,raumes formal zum ,ausdruck kommt4 ,aus dieser ,art1 ,wirklichkeit aufzufassen1 mute als herrschende ,kunst die ,instrumentalmusik der groen ,meister des #ah4 ,jahrhunderts hervorgehen1 die einzige von allen ,knsten1 deren ,formenwelt der ,intuition des reinen ,raumes innerlich verwandt ist4 ,in ihr gibt es1 den ,bildsulen antiker ,tempelbezirke und ,marktpltze gegenber krperlose ,reiche von ,tnen1 ,tonrume1 ,tonmeere2 das ,orchester brandet1 schlgt ,wellen1 verebbt2 es malt ,fernen1 ,lichter1 ,schatten1 ,strme1 ziehende ,wolken1 ,blitze1 ,farben von vollkommener ,jenseitigkeit2 man denke an die ,landschaften der ,instrumentation ,glucks und ,beethovens4 ,gleichzeitig8 mit dem ,kanon ,polyklets1 jener ,schrift1 in welcher der groe ,bildhauer die strengen ,regeln der optischen ,gliederung menschlicher ,krper niederlegte1 die bis auf ,lysipp herab herrschend blieben1 vollendete sich um #agdj der strenge ,kanon des vierteiligen ,sonatensatzes1 der erst in ,beethovens spten ,quartetten und ,sinfonien sich lockert1 bis endlich in der einsamen1 vollkommen infinitesimalen8 ,tonwelt der ,tristanmusik alle irdische ,greifbarkeit sich lst4 ,dies ,urgefhl einer ,lsung1 ,erlsung1 ,auflsung der ,seele im ,unendlichen1 einer ,befreiung von aller stofflichen ,schwere1 das die hchsten ,momente unsrer ,musik stets wachrufen1 whrend die ,wirkung antiker ,kunstwerke bindend1 einschrnkend1 das ,krpergefhl festigend ist1 wie man in der ,poetik des ,aristoteles zwischen den ,zeilen liest -- dies ,gefhl ist es1 das von der ,erkenntnistheorie in die trockene ,formel vom ,raum als der apriorischen ,bedingung der sinnlichen ,erscheinung gekleidet wurde4 ,fr den antiken ,geist gab es nur ein zwischen8 den ,dingen1 dem der ,wirklichkeitsakzent des ,wortes ,raum fehlt4 ,erst die neuere ,geometrie 7,hilbert1 ,peano7 hat den metaphysischen ,gehalt dieses zwischen8 bemerkenswert gefunden4 ,von ,archimedes1 fr den es nur ,krper und deren wechselseitige ,abstnde gab1 htten wir die verwunderte ,frage erlebt1 wie ein leidlich vernnftiger ,mensch zu einer solchen ,inkarnation des ,nichts1 wie sie die ,annahme eines reinen1 die zuflligen ,dinge durchdringenden und hinsichtlich ihrer ,realitt entwertenden ,raumes doch darstellt1 gelangen knne4 #e ,so hat es jede der groen ,kulturen zu einer geheimen ,sprache des ,weltgefhls gebracht1 die nur dem ganz vernehmlich ist1 dessen ,seele dieser ,kultur angehrt4 ,denn tuschen wir uns nicht4 ,wir knnen vielleicht1 zufllig1 in der antiken ,seele ein wenig lesen1 deren ,formensprache annhernd die ,umkehrung der abendlndischen ist2 von der sehr schwierigen ,frage1 in welchem ,grade das mglich und erreicht worden ist1 hat jede ,kritik der ,renaissance auszugehen4 ,aber wenn wir hren1 da wahrscheinlich -- das ,umdenken so heterogener ,daseinsuerungen bleibt unter allen ,umstnden ein hchst zweifelhafter ,versuch -- die alten ,inder ,zahlen konzipiert hatten1 die nach unsren ,begriffen1 weder ,wert noch ,gre noch ,beziehungsqualitt besaen1 die erst durch ihre ,stellung1 durch gewisse ,affixe1 zu positiven1 negativen1 groen1 kleinen ,einheiten wurden1 so mssen wir zugeben1 da unserem ,denken die ,mglichkeit fehlt1 das exakt nachzuerleben1 was seelisch diesem ,zahlenphnomen zugrunde liegt4 #c ist fr uns immer ,etwas1 sei es positiv oder negativ2 fr die ,griechen war es unbedingt eine ,gre1 #c2 fr die ,inder bezeichnet es eine wesenlose ,mglichkeit1 fr die das ,wort etwas8 noch nicht gilt1 jenseits von ,sein und ,nichtsein1 die beide erst akzidentielle ,eigenschaften sind4 #c1 -#c1 sind emanierende ,wirklichkeiten geringeren ,grades1 die in der rtselhaften ,substanz 7#c7 in einer uns vllig verschlossenen ,art ruhen4 ,es gehrt eine bramanische ,seele dazu1 diese ,zahlen als selbstverstndlich1 als ideale ,reprsentanten einer in sich vollkommenen ,weltform zu empfinden2 uns sind sie so unverstndlich wie das ,nirwana des ,yogasystems1 das jenseits von ,leben und ,tod1 ,schlaf und ,bewutsein1 ,leiden1 ,mitleiden und ,leidlosigkeit dennoch etwas ,wirkliches ist1 fr das uns selbst die sprachlichen ,mglichkeiten fehlen4 ,nur aus diesem ,seelentum konnte die groartige ,konzeption des ,nichts als einer echten ,zahl1 der ,null1 hervorgehen1 und zwar als indische ,null1 fr die wesenhaft und wesenlos gleich uerliche ,bezeichnungen sind4 ,diese ,null1 die vielleicht eine ,ahnung von der indischen ,idee des ,ausgedehnten1 von jener in den ,upanishaden behandelten1 unserem ,raumbewutsein vllig fremden ,rumlichkeit der ,welt gibt1 fehlte selbstverstndlich der ,antike4 ,sie wurde auf dem ,wege ber die arabische ,mathematik1 gnzlich umgedeutet1 erst #aedd durch ,stifel bei uns eingefhrt1 und zwar1 was ihr ,wesen prinzipiell vernderte1 als die ,mitte zwischen #a und -#a1 als ,schnitt im linearen ,zahlenkontinuum1 das heit1 sie wurde in einem gnzlich unindischen ,sinne von der abendlndischen ,zahlenwelt assimiliert4 ,wenn arabische ,denker der reifsten ,zeit -- und es waren ,kpfe ersten ,ranges wie ,alfarabi und ,al ,kabi darunter -- in ihrer ,polemik gegen die ,seinslehre des ,aristoteles bewiesen -- bewiesen --1 da der ,krper als solcher den ,raum zur ,existenz nicht notwendig voraussetze1 und das ,wesen dieses ,raumes1 der arabischen ,art der ,ausgedehntheit also1 aus dem ,merkmal des an einer ,stelle sich ,befindens8 herleiten1 so beweist das nicht1 da sie gegen ,aristoteles und ,kant im ,irrtum waren oder -- wie wir das gern bezeichnen1 was nicht in unsre ,kpfe eingeht -- da sie unklar dachten1 sondern da der arabische ,geist andere ,weltkategorien besa4 ,sie htten ,kant aus ihrer ,begriffssprache heraus mit derselben ,feinheit der ,beweisfhrung widerlegen knnen1 wie ,kant sie1 und beide wren von der ,richtigkeit ihrer ,aspekte berzeugt geblieben4 ,wenn wir1 ,menschen der abendlndischen ,geistessphre1 vom ,raume reden1 so denken wir sicherlich in annhernd demselben ,stil1 so wie wir uns derselben ,sprache und ,wortzeichen bedienen1 mag es sich um den ,raum der ,mathematik1 ,physik1 ,malerei oder der ,wirklichkeit8 handeln1 obgleich alles ,philosophieren1 das an ,stelle dieser ,verwandtschaft eine ,identitt des ,empfindens statuieren will 7und mu71 etwas hchst ,fragwrdiges bleibt4 ,aber kein ,hellene1 kein gypter1 kein ,chinese htte etwas davon unverndert nachgefhlt und kein ,kunstwerk oder ,gedankensystem htte ihnen zeigen knnen1 was ,raum8 fr uns bedeutet4 ,die antiken ,urbegriffe1 aus einem anders gearteten ,innenleben stammend1 wie 1 1 1 erschpfen den ,gehalt einer anders angelegten ,welt1 die uns fremd und fern bleibt4 ,was wir mit unseren eigenen ,sprachmitteln als ,ursprung1 ,stoff1 ,form aus dem ,griechischen bersetzen1 ist eine flache ,anhnlichung1 ein matter ,versuch1 in eine ,gefhlssphre einzudringen1 die in ihrem ,feinsten und ,tiefsten doch stumm bleibt2 es ist1 als wollte man die ,parthenonskulpturen fr ,streichmusik setzen8 oder den ,gott ,voltaires in ,bronze gieen4 ,die ,kategorien des ,denkens1 ,lebens1 ,weltbewutseins sind so verschieden wie die ,gesichtszge der einzelnen ,menschen2 auch in bezug darauf gibt es ,rassen8 und ,vlker81 ,gemeinschaften durch den ,besitz einer geistigen ,form oder ,idee2 und sie wissen so wenig darum wie sie wissen1 was rot8 oder gelb8 fr den andern ist2 die gemeinsame ,symbolik vor allem der ,sprache nhrt die ,illusion eines identischen ,innenlebens und einer identischen ,weltform4 ,die groen ,denker der einzelnen ,kulturen sind hierin den ,farbenblinden hnlich1 die ihren ,zustand nicht kennen und von denen einer ber die ,irrtmer des andern lchelt4 ,und nun ziehe ich die ,folgerung4 ,es gibt eine ,vielzahl von ,ursymbolen4 ,das ,tiefenerlebnis1 durch das die ,welt wird1 durch das die ,empfindung sich zur ,welt dehnt1 bedeutsam fr die ,seele1 der es angehrt1 und fr sie allein1 anders im ,wachen1 ,trumen1 ,hinnehmen und ,beobachten1 anders bei ,kind und ,greis1 ,stdter und ,bauer1 ,mann und ,weib1 verwirklicht und zwar mit tiefster ,notwendigkeit fr jede hohe ,kultur eine ,mglichkeit der ,form1 auf der ihr gesamtes ,dasein beruht4 ,alle ,begriffe formaler ,einheiten wie ,masse1 ,substanz1 ,materie1 ,ding1 ,krper1 ,ausdehnung und die ,tausende in den ,sprachen andrer ,kulturen aufbewahrten ,wortzeichen entsprechender ,art sind unbewute1 vom ,schicksal bestimmte ,akzente1 welche aus der unendlichen ,flle von ,weltmglichkeiten im ,namen der einzelnen ,kultur die bezeichnenden herausheben4 ,keines ist in die ,erkenntnisweise einer andern ,kultur genau bertragbar4 ,keines dieser ,urworte kehrt zweimal wieder4 ,was fr uns ,gegensatz ist1 wie etwa das mit den ,worten ,raum und ,materie ,bezeichnete1 kann fr einen andern ,geist identisch sein4 ,die ,wahl des ,ursymbols in jenem ,augenblick1 wo die ,seele einer ,kultur in ihrer ,landschaft zum ,selbstbewutsein erwacht1 die fr jeden1 der die ,weltgeschichte so zu betrachten vermag1 etwas ,erschtterndes hat1 entscheidet alles4 ,hier erhebt sich das drftige ,raumproblem der kritischen ,philosophie zur ,idee des ,makrokosmus1 in welchem alles ,gewordene fr eine einzelne ,art ,mensch im ,unterschied von jeder andern zu einer ,einheit der ,form1 der ,bedeutung verknpft ist4 ,menschliche ,kultur als ,inbegriff des sinnlich-gewordenen ,ausdrucks der ,seele1 als ihr ,leib1 sterblich1 vergnglich1 dem ,gesetz1 der ,zahl und der ,kausalitt verfallen2 ,kultur als historisches ,phnomen1 als ,bild im ,weltbilde der ,geschichte1 als ,gleichnis und ,gesamtheit von ,symbolen3 das ist die ,sprache1 durch welche allein eine ,seele sagen kann1 was sie leidet4 berall ist lebendigstes ,seelentum1 das in ewiger ,verwirklichung begriffen ist1 das ursprngliche4 ,aber es bleibt unfalich und ungreifbar4 ,alle ,intuition1 welcher ,art sie auch sei1 trifft nur auf ,abbildungen und ,symbole1 die das ,letzte und ,tiefste noch dichter verhllen1 indem sie von ihm reden4 ,das ,ewig-,seelische wird uns immer verschlossen bleiben2 hier ist eine nie zu berschreitende ,grenze gesetzt4 ,auf dem ,wege der ,deutung des ,makrokosmos erreichen wir nicht die hypothetische ,urseele1 sondern lediglich die ,gestalt einzelner ,seelen4 ,das ,urphnomen bleibt singulr4 ,kulturen sind die letzte uns erreichbare ,wirklichkeit4 ,mag man sie ,erscheinungen nennen3 es gibt fr uns nichts ,wirklicheres4 ,die ,welt8 als absolutum1 als ,ding an sich ist ein ,vorurteil4 ,wir gewinnen auf dem ,wege der ,morphologie nur ,eindrcke von einzelnen ,welten1 dem ,ausdruck einzelner ,seelen2 der ,glaube1 den heute noch der ,physiker und ,philosoph mit der ,menge teilt1 da seine ,welt die ,welt sei1 wird uns bald an den ,glauben des ,wilden erinnern1 da alle ,gtter schwarz seien4 ,auch der ,makrokosmos ist ,eigentum einer einzelnen ,seele1 und wir werden nie wissen1 wie es um den der andern steht4 ,was -- ber alle ,mglichkeiten begrifflicher ,erklrung hinausgreifend -- der ,raum81 diese schpferische ,deutung des ,tiefenerlebnisses durch uns ,menschen des ,abendlandes und uns allein sagen will1 dies rtselhafte ,symbol1 das die ,griechen das ,nichts nannten und wir das ,all1 taucht unsre ,welt in eine ,farbe1 welche die antike1 die indische1 die gyptische ,seele nicht auf ihrer ,palette hatten4 ,die eine ,seele spielt das ,welterlebnis in ,as-,dur1 die andere in ,f-,moll2 die eine empfindet es euklidisch1 die andre kontrapunktisch1 die dritte magisch4 ,vom reinsten analytischen ,raume und vom ,nirwana bis zur leibhaftigsten attischen ,krperlichkeit fhrt eine ,flle an sinnlichem ,gehalt steigender ,seinssymbole1 deren jedes fhig ist1 eine vollkommene ,weltform aus sich zu bilden4 ,so fern1 seltsam1 flchtig die indische oder babylonische ,welt ihrer ,struktur nach fr die ,menschen der fnf oder sechs ihnen folgenden ,kulturen war1 so unbegreiflich wird bald die abendlndische ,welt fr die ,menschen noch ungeborner ,kulturen sein4 ,funoten3 ,footnote #eb3 ,dasselbe drckt auch das ,prinzip der abendlndischen ,zahl aus3 ,ist x eine ,funktion von y1 so ist y eine ,funktion von x4 ,footnote #ec3 ,gewi lt sich ein geometrischer ,lehrsatz an einer ,zeichnung beweisen1 richtiger demonstrieren4 ,aber der ,lehrsatz erhlt in jeder ,art von ,geometrie eine andre ,fassung und hier entscheidet die ,zeichnung nichts mehr4 ,footnote #ed3 ,die ,zeit bleibt hier ganz aus dem ,spiele4 brigens erweist sich gerade in der ,astronomie die ,anwendung nichteuklidischer ,geometrien zuweilen als vorteilhaft4 ,footnote #ee3 ,bekanntlich hat ,gau ber seine ,entdeckung bis fast an sein ,lebensende geschwiegen1 weil er das ,geschrei der ,boter8 frchtete4 ,footnote #ef3 ,durch einen ,punkt ist zu einer ,geraden nur eine ,parallele mglich4 ,footnote #eg3 ,in denen es durch einen ,punkt zu einer ,geraden keine1 zwei oder unzhlige ,parallelen gibt4 ,footnote #eh3 ,weder im ,griechischen noch im ,latein2 7 locus7 heit ,ort1 ,gegend1 auch ,stand in sozialem ,sinne1 7 spatium7 ,abstand 7zwischen871 ,distanz1 ,rang1 auch ,grund und ,boden 7 die ,feldfrchte72 7 vacuum7 bezeichnet ganz unzweideutig einen hohlen ,krper1 wobei der ,akzent auf der ,umschlieung liegt4 ,in der spten ,literatur bedient man sich hilfloser ,ausdrcke wie 7,sinnenwelt87 oder spatium inane unendlicher ,raum81 aber auch weite ,flche2 die ,wurzel des ,wortes spatium 7bedeutet schwellen1 fettwerden74 ,in der frhen ,literatur lag das ,bedrfnis einer ,umschreibung nicht vor1 weil die ,vorstellung vllig fehlte4 ,,ii ,,apollinische1 ,,faustische1 ,,magische ,,seele #f ,ich will von nun an die ,seele der antiken ,kultur1 welche den sinnlich-gegenwrtigen ,einzelkrper zum ,idealtypus des ,ausgedehnten whlte1 die apollinische nennen4 ,seit ,nietzsche ist diese ,bezeichnung jedem verstndlich4 ,ihr gegenber stelle ich die faustische ,seele1 deren ,ursymbol der reine grenzenlose ,raum und deren ,leib8 die abendlndische ,kultur ist1 wie sie mit der ,geburt des romanischen ,stils im #aj4 ,jahrhundert in den nordischen ,ebenen zwischen ,elbe und ,tajo aufblhte4 ,apollinisch ist die ,bildsule des nackten ,menschen1 faustisch die ,kunst der ,fuge4 ,apollinisch sind die mechanische ,statik1 die sinnlichen ,kulte der olympischen ,gtter1 die politisch vereinzelten ,griechenstdte1 das ,verhngnis des dipus und das ,symbol des ,phallus1 faustisch die ,dynamik ,galileis1 die katholisch-protestantische ,dogmatik1 die groen ,dynastien der ,barockzeit mit ihrer ,kabinettspolitik1 das ,schicksal ,lears und das ,ideal der ,madonna von ,dantes ,beatrice bis zum ,schlusse des zweiten ,faust4 ,apollinisch ist die ,malerei1 welche einzelne ,krper durch scharfe ,linien1 ,konturen begrenzt2 faustisch ist die1 welche durch ,licht und ,schatten ,rume imaginiert4 ,so unterscheidet sich das ,fresko ,polygnots vom lgemlde ,rembrandts4 ,apollinisch ist das ,dasein des ,griechen1 der sein ,ich als bezeichnet und vom als dem ,namen einer ,persnlichkeit spricht1 dem die ,idee einer innern ,entwicklung und damit eine wirkliche innere oder uere ,geschichte fehlt2 es ist die euklidische1 punktfrmige1 der ,reflexion gnzlich fremde ,existenz2 faustisch ist ein ,dasein1 das mit tiefster ,bewutheit als ,innenleben gefhrt wird1 das sich selbst zusieht1 eine eminent persnliche ,kultur der ,memoiren1 ,reflexionen1 der ,rck- und ,ausblicke und des ,gewissens4 ,stereometrie und ,analysis1 ,sklavenmassen und ,dynamomaschinen1 stoische ,ataraxie und sozialer ,wille zur ,macht1 ,hexameter und gereimte ,verse3 das sind ,seinssymbole zweier grundverschiedener ,welten4 ,und fernab1 obwohl vermittelnd1 ,formen entlehnend1 umdeutend1 vererbend1 erscheint die magische ,seele der arabischen ,kultur1 zur ,zeit des ,augustus in der ,landschaft zwischen ,euphrat und ,nil erwachend1 mit ihrer ,algebra und ,alchymie1 ihren ,mosaiken und ,arabesken1 ihren ,khalifaten und ,moscheen1 ihren sakralen ,riten und ihrem ,kismet84 ,der ,raum ist1 ich darf jetzt sagen im faustischen ,sprachgebrauche1 ein von der augenblicklichen sinnlichen ,gegenwart streng gesondertes ,abstraktum1 das in einer apollinischen ,sprache1 im ,griechischen und ,lateinischen nicht vertreten sein durfte4 ,ebenso fremd ist der ,raum den apollinischen ,knsten4 ,das antike ,relief -- man denke an die ,metopen und ,giebel des ,parthenon -- ist streng stereometrisch einer ,flche aufgesetzt4 ,es gibt ein zwischen8 den ,figuren1 aber keine ,tiefe4 ,eine ,landschaft von ,lorrain dagegen ist nur ,raum4 ,alle ,einzelheiten sollen hier seiner ,verwirklichung dienen4 ,alle ,krper besitzen nur als ,trger von ,licht und ,schatten eine atmosphrische1 perspektivische ,bedeutung4 ,der ,impressionismus ist die ,entkrperung der ,welt im ,dienste des ,raumes4 ,die faustische ,seele mute aus diesem ,weltgefhl in ihrer ,frhzeit zu einem ,architekturproblem gelangen1 dessen ,schwergewicht in der rumlichen ,wlbung mchtiger1 vom ,portal zur ,tiefe des ,chors strebender ,dome lag4 ,das war der ,ausdruck ihres ,tiefenerlebnisses4 ,die antike -- krperhafte -- ,architektur ist demgegenber ganz eigentlich mit dem ,typus des mit einem ,blicke zu umfassenden ,peripteros und der eminent stofflichen ,tatsache der drei ,sulenordnungen8 erschpft4 ,wir werden berall dasselbe finden4 ,wo auch in ,kunst1 ,religion1 ,politik1 ,denken1 ,handeln beide ,seelen nach einem ,ausdruck suchen1 liegt der erreichten ,formensprache jedesmal das ,ursymbol1 dort der greifbare ,einzelkrper1 hier der eine unendliche ,raum als gestaltendes ,prinzip zugrunde4 ,die antike ,kultur beginnt darum mit einem groartigen ,verzicht auf eine schon vorhandene reiche1 malerische1 hchst komplizierte ,kunst1 die nicht der ,ausdruck ihrer neuen ,seele sein durfte4 ,herb und eng1 fr unser ,auge drftig und ein ,rckschritt1 steht die frhdorische ,kunst des geometrischen ,stils seit #aajj neben der kretisch-mykenischen4 ,das homerische ,epos beweist es4 ,in ihm stammt der ,achilleusschild mit seiner ,bilderflle1 mykenische ,arbeit1 von den ,gttern82#ei den ,panzer ,agamemnons1 streng und einfach1 haben ,menschen geschmiedet4 ,der ,hang zum ,unendlichen schlummerte tief in der nordischen ,landschaft1 lange bevor der erste ,christ sie betrat2 und als die faustische ,seele erwachte1 schuf sie altgermanisches ,heidentum und morgenlndisches ,christentum gleichmig im ,sinne ihres ,ursymbols um1 gerade damals1 als aus den flchtigen ,vlkergebilden der ,goten1 ,franken1 ,langobarden1 ,sachsen die physiognomisch streng charakterisierten ,einheiten der deutschen1 franzsischen1 englischen1 italienischen ,nation hervorgingen4 ,die ,edda hat diesen frhesten religisen ,ausdruck faustischen ,seelentums aufbewahrt4 ,sie wurde gerade damals innerlich vollendet1 als der ,abt ,odilo von ,cluny die ,bewegung einleitete1 welche das magische1 orientalisch-arabische ,christentum in das faustische der abendlndischen ,kirche umwandelte4 ,um das ,jahr #ajjj waren zwei ,mglichkeiten einer faustischen ,religion gegeben1 entweder durch ,annahme und ,umdeutung des magischen ,christentums der ,kirchenvter oder durch ,ausgestaltung der germanischen ,formen4 ,die ,edda beweist1 was auch noch mglich gewesen wre4 ,walhall ist unter dem ,eindruck der ,klassiker und der ,apokalypse entstanden1 sicher erst nach ,karl dem ,groen4 ,frigga ist ,maria1 ,sigurd ist der ,heliand4 ,die ,verse der ,edda imaginieren den ,weltraum4 ,gewaltiger ist die ,durchbrechung alles ,krperlich-,einschrnkenden in keiner ,poesie ausgedrckt worden4 ,das antike olisch-dorische ,epos reprsentiert die unbedingte ,bejahung und ,hingabe an die sinnliche ,welt der zahllosen einzelnen ,dinge4 ,der unendliche ,raum1 der durch sein transzendentes ,pathos eine berwindung eben dieser naiven ,welt forderte1 der dem ,auge nicht gegeben ist1 sondern erkmpft werden mu1 schuf sich eine hohe ,poesie der ,kraft1 des unbndigen ,willens1 der ,leidenschaft1 ,widerstnde zu bekmpfen und zu brechen4 ,sigurd ist die ,inkarnation des ,sieges dieser ,seele ber die ,schranken von ,stoff und ,gegenwart4 ,es gab nie einen ,rhythmus1 der so ungeheure ,rume und ,fernen um sich breitet wie dieser nordische3 ,zum ,unheil werden -- noch allzulange ,mnner und ,weiber -- zur ,welt geboren ,aber wir beide -- bleiben zusammen ,ich und ,sigurd4 ,die ,akzente des homerischen ,verses sind das leise ,zittern eines ,blattes in der ,mittagssonne1 ,rhythmus der ,materie3 der ,stabreim -- wie die potentielle ,energie im ,weltbilde der modernen ,physik -- schafft eine verhaltene ,spannung im ,leeren1 ,grenzenlosen1 ferne ,gewitter in ,nchten ber den hchsten ,gipfeln4 ,in seiner wogenden ,unbestimmtheit lsen sich alle ,worte und ,dinge2 das ist sprachliche ,dynamik1 nicht ,statik4 ,hier kndigen sich die ,farben ,rembrandts und die ,instrumentation ,beethovens an4 ,hier wird die grenzenlose ,einsamkeit als die ,heimat der faustischen ,seele empfunden4 ,was ist ,walhall8 ,es wurde1 den ,germanen der ,vlkerwanderung und selbst der ,merowingerzeit unbekannt1 von der erwachenden faustischen ,seele erdacht1 sicherlich unter den ,eindrcken des antik-heidnischen und des arabisch-christlichen ,mythus der beiden lteren sdlichen ,kulturen1 die mit ihren klassischen oder heiligen ,schriften1 ihren ,statuen1 ,mosaiken1 ,miniaturen1 ihren ,kulten1 ,riten und ,dogmen berall wirksam waren4 ,und trotzdem schwebt ,walhall jenseits aller fhlbaren ,wirklichkeiten1 in fernen1 dunklen1 faustischen ,regionen4 ,der ,olymp ruht auf der wirklichen griechischen ,erde2 das ,paradies der ,kirchenvter wie des ,koran ist ein ,zaubergarten irgendwo im magischen ,weltall4 ,walhall ist nirgends4 ,es erscheint1 im ,grenzenlosen verloren1 mit seinen ungeselligen ,gttern und ,recken1 als das ungeheure ,symbol der ,einsamkeit4 ,siegfried1 ,parzeval1 ,tristan1 ,hamlet1 ,faust sind die einsamsten ,helden aller ,kulturen4 ,das gehrt zur abendlndischen ,seele4 ,man lese in ,wolframs ,parzeval die wundervolle ,erzhlung vom ,erwachen des ,innenlebens4 ,die ,waldsehnsucht1 das rtselhafte ,mitleid1 die unnennbare ,verlassenheit3 das ist faustisch4 ,jeder kennt es4 ,in ,goethes ,faust kehrt das ,motiv in seiner ganzen ,tiefe wieder3 ,ein unbegreiflich holdes ,sehnen ,trieb mich durch ,wald und ,wiesen hinzugehn1 ,und unter tausend heien ,trnen ,fhlt' ich mir eine ,welt erstehn4 ,von diesem ,welterlebnis wei der apollinische und der magische ,mensch nichts1 weder ,homer noch ,st4 ,johannes4 ,der ,hhepunkt der ,dichtung ist jener wunderbare ,karfreitagmorgen1 wo der mit ,gott und sich zerfallene ,held den edlen ,gawan trifft4 ,wie1 wenn bei ,gott ich ,hilfe fnde88 ,und er pilgert zu ,tevrezent4 ,hier liegt der ,kern der faustischen ,religion4 ,man begreift das ,wunder der ,eucharistie1 das die an ihm ,teilnehmenden zu einer mystischen ,gemeinschaft1 zur alleinseligmachenden ,kirche verbindet4 ,man begreift aus dem ,mythus vom heiligen ,gral und seiner ,ritterschaft die innere ,notwendigkeit des germanisch-nordischen ,katholizismus4 ,gegenber den antiken ,opfern1 die jeder ,einzelgottheit in ihrem ,tempel gebracht wurden1 erscheint hier das eine1 unendliche ,opfer1 das sich berall und tglich wiederholt4 ,das ist eine faustische ,idee des #i4-ab4 ,jahrhunderts1 der ,eddazeit1 von den angelschsischen ,missionaren wie ,winfried vorgeahnt1 aber erst damals zur ,reife gediehen4 ,der ,dom1 dessen ,hochaltar das vollzogene ,wunder umschliet1 ist ihr steingewordener ,ausdruck4 ,die ,vielheit einzelner ,krper1 als welche der antike ,kosmos sich darstellt1 fordert eine gleichartige ,gtterwelt3 dies ist der ,sinn des antiken ,polytheismus4 ,der eine ,weltraum1 sei er magisch-alchymistisch oder dynamisch-faustisch empfunden1 fordert den einen ,gott des morgenlndischen oder des abendlndischen ,christentums 7zweier ,religionen unter derselben ,maske74 ,zeus ist ein ,mensch1 mehr noch1 er ist ein ,leib4 ,die attische ,plastik erst hat ,athene und ,apollon endgltig geformt1 wie die ,orgelfugen1 ,kantaten und ,passionen von ,schtz1 ,haler und ,bach den protestantischen ,gott geformt haben4 ,von der ,gestaltenflle der ,edda und der gleichzeitigen ,heiligenlegende an bis auf ,goethe vollzieht sich der umgekehrte ,proze wie in der ,antike4 ,dort eine immer weitergehende ,atomisierung des ,gttlichen1 so da fr den ,rmer die ,namen des ,juppiter ,latiaris und des ,juppiter ,feretrius streng verschiedene ,einzelnumina decken1 von denen jedes seinen eignen ,kult fordert2 hier ein ,gott1 der mehr und mehr mit dem alleinigen ,raume identisch wird4 ,die ganze magische1 von der ,kirche mit dem vollen ,gewicht ihrer ,autoritt gedeckte himmlische ,hierarchie von den ,engeln und ,heiligen an bis zu den ,personen der ,dreifaltigkeit entkrpert sich1 verblat mehr und mehr und unvermerkt verschwindet der ,teufel1 der grosse ,gegenspieler im ,weltdrama1 aus den ,mglichkeiten des faustischen ,weltgefhls4 ,er1 nach dem noch ,luther sein ,tintenfa warf1 wird von den protestantischen ,theologen lngst mit verlegenem ,schweigen bergangen4 ,die ,einsamkeit der faustischen ,seele vertrgt sich nicht mit einem ,dualismus der ,weltmchte4 ,gott selbst ist das ,all4 ,im #ag4 ,jahrhundert versagt dieser ,religiositt gegenber die ,formensprache der ,malerei und die ,instrumentalmusik wird das einzige und letzte ,mittel religisen ,ausdrucks4 ,man darf sagen1 da der katholische und der protestantische ,glaube sich wie ein ,altargemlde und ein ,oratorium verhalten4 ,schon um die germanischen ,gtter und ,helden spannen sich abweisende ,weiten1 rtselhafte ,dsternisse2 sie sind in ,musik getaucht 7nicht gerade die ,musik des ,ringes872 nchtlich1 weil das ,tageslicht ,grenzen fr das ,auge und also leibhafte ,dinge schafft4 ,die ,nacht entkrpert2 der ,tag entseelt4 ,apollon und ,athene haben keine ,seele84 ,auf dem ,olymp ruht das ewige ,licht eines tiefklaren sdlichen ,tages4 ,die apollinische ,stunde ist der hohe ,mittag1 wenn der groe ,pan schlft4 ,walhall ist lichtlos4 ,in der ,edda schon sprt man jene tiefen ,mitternchte1 in denen ,faust in seinem ,studierzimmer brtet1 die ,rembrandts ,radierungen festhalten1 in die ,beethovens ,tonfarben sich verlieren4 ,wotan1 ,baldur1 ,freya hatten nie eine euklidische8 ,gestalt4 ,von ihnen wie von den vedischen ,gttern ,indiens lt sich kein ,bildnis noch irgendein ,gleichnis machen84 ,diese ,unmglichkeit enthlt eine ,weihe des ewigen ,raumes als des hchsten ,symbols1 im ,gegensatz zum krperlichen ,abbilde1 das ihn zur ,umgebung8 herabsetzt1 entheiligt1 verneint4 ,das ist keine ,welt fr die ,nhe und das ,auge4 ,dies tiefgefhlte ,motiv liegt dem ,bildersturm im ,islam und in ,byzanz -- beide im #h4 ,jahrhundert -- wie spter dem im protestantischen ,norden zugrunde4 ,war nicht auch die ,schpfung der antieuklidischen ,analysis des ,raumes durch ,descartes ein ,bildersturm8 ,die antike ,geometrie imaginiert eine ,zahlenwelt des ,tages1 die ,funktionentheorie ist die eigentlich nchtliche ,mathematik4 ,zur ,nacht1 und sei es nur die innere1 seelische ,nacht1 gehrt das ,gefhl der ,verlassenheit4 ,der antike ,mensch1 das nach den ,worten des ,aristoteles1 dessen ,leben am ,tage und also in ,gesellschaft1 auf der ,agora seine ,hhe erreichte1 hat es nie gekannt4 ,die indische ,seele wurde nie frei von ihm4 ,das unterscheidet ,sokrates von ,buddha und ,rousseau4 ,das ,helldunkel ,rembrandts1 das metaphysisch diese ,einsamkeit1 die grenzenlose ,verlorenheit der ,seele im ,weltraume1 bedeutet1 hatte in dem schauerlichen ,braun und ,grau der nordischen ,gtterwelt seinen frhesten ,anklang1 wie es in den ,nchten der letzten ,quartette ,beethovens mit ihren schmerzlichen ,lichtblitzen und der trostlosen ,wehmut der ,tristanmusik zum letzten ,male auftaucht1 um dann rasch in einer verspteten1 vereinzelten und wenig zugnglichen ,weltstadtlyrik bei ,baudelaire1 ,verlaine1 ,george und ,droem zu verblassen4 #g ,was diese ,seele durch einen auergewhnlichen ,reichtum an ,ausdrucksmitteln1 in ,worten1 ,tnen1 ,farben1 malerischen ,perspektiven1 philosophischen ,systemen1 ,legenden und nicht zum wenigsten in den ,rumen gotischer ,kathedralen und den ,formeln der ,funktionentheorie aussprach1 ihr ,weltgefhl nmlich1 das hat die gyptische ,seele1 fernab von allem theoretischen und literarischen ,ehrgeiz1 allein durch die unmittelbare ,sprache des ,steins -- das strkste ,symbol des ,gewordenen -- ausgedrckt4 ,statt sich ber ihre ,form des ,ausgedehnten1 ihren ,raum8 und ihre ,zeit81 in ,wortspielen zu ergehen1 statt ,hypothesen1 ,zahlensysteme und ,dogmen zu bilden1 stellte sie schweigend ihre ungeheuren ,symbole in die ,landschaft am ,nil4 ,was fr ,menschen6 ,die faustische ,seele1 das ,fnklein8 ,meister ,eckarts1 fhlte sich grenzenlos einsam in ungeheuren ,weiten -- wie die ,hirtenmelodie am ,anfang des dritten ,aktes von ,tristan und ,isolde4 ,die apollinische ,seele fhlte sich von der blinden in eine sinnlose ,welt zahlloser ,einzeldinge geworfen1 gestoen und zerbrochen -- ,knig dipus1 ihr ergreifendstes ,abbild4 ,die gyptische ,seele sah sich wandernd auf einem engen und unerbittlich vorgeschriebenen ,lebenspfad4 ,das war ihre ,schicksalsidee4 ,das gyptische ,dasein ist das eines ,wanderers2 die gesamte ,formensprache seiner ,kultur dient der ,versinnlichung dieses einen ,motivs4 ,sein ,ursymbol lt sich1 neben dem ,raum des ,nordens und dem ,krper der ,antike durch das ,wort ,weg am ehesten fhlbar machen4 ,es ist dies eine ganz andere und fr uns uerst schwierige ,art1 die ,ausdehnung aufzufassen4 ,dieser ,aspekt ist es1 den die ,pharaonenkunst von ihrer ,geburt bis zu ihrem ,erlschen verwirklichen wollte4 ,die feierlich vorwrtsschreitende ,statue1 die endlosen1 in strenger ,folge geordneten ,gnge der ,pyramidentempel der #d4 ,dynastie 7#bicj-bgej71 die dster1 sich immer verengernd durch ,hallen und ,hfe zur ,grabkammer fhren2 die ,sphinxalleen vor allem der #ab4 ,dynastie 7#bjjj-aghh71 die ,reliefzyklen der ,tempelwnde1 an denen der ,betrachter entlang schreiten mu1 die immer in bestimmter ,richtung begleiten und leiten -- all dies reprsentiert das ,tiefenerlebnis eines eigenartigen ,menschentums1 das gyptische ,schicksal in seiner ehernen ,notwendigkeit1 die durch den ,granit und ,diorit symbolisiert wurde 7man denke an den vielleicht verwandten ,sinn1 den der ,granit fr ,goethe und seine ,anschauung der ,erdgeschichte besa74 ,man nehme die ,pyramiden1 diese ungeheuren ,schpfungen einer traumschweren ,frhzeit -- sie gehren zur ,gotik der gyptischen ,seele -- ja nicht im ,sinne stereometrischer ,krper4 ,so empfand sie der antike ,betrachter1 und zwar aus seinem ,weltgefhl heraus mit zwingender ,gewiheit4 ,fr den gypter aber war das ber seine ,weltform entscheidende ,tiefenerlebnis so streng hinsichtlich der ,richtung betont1 da der ,raum gewissermaen in steter ,verwirklichung begriffen blieb4 ,wir sahen1 da in diesem ,urerlebnis des ,menschen1 das ihm zugleich ein ,innenleben und den ,besitz einer ,auenwelt gewhrt1 die ,richtung als das ,merkmal des ,lebendigen die sinnliche ,empfindung zum ,raume vertieft1 die ,zeit als ,ferne erstarren lt4 ,was ich hier mit dem ,worte ,weg anzudeuten versuche1 ist das ,bild dieses im ,bewutsein andauernden weltschaffenden ,aktes4 ,weg bedeutet zugleich ,schicksal und dritte ,dimension84 ,die mchtigen ,wandflchen1 ,reliefs1 ,sulenreihen1 an denen er vorberfhrt1 reprsentieren ,lnge und ,breite81 d4 h4 die ,empfindung1 das ,fremde1 welches das ,leben erst zur ,welt dehnt4 ,so erlebt der ,wanderer den ,raum gewissermaen in seinen noch unvereinigten ,elementen1 whrend die ,antike ihn nicht kannte und er uns in ruhender ,unendlichkeit umgibt4 ,deshalb will diese ,kunst ,flchenwirkung und nichts anderes1 auch dort1 wo sie sich kubischer ,mittel bedient4 ,fr den gypter war die ,pyramide ber dem ,knigsgrabe ein ,dreieck1 eine ungeheure1 den ,weg abschlieende1 die ,landschaft beherrschende ,flche von strkster ,kraft des ,ausdrucks1 von wo aus er auch sich ihr nherte2 die ,sulen der inneren ,gnge1 auf dunklem ,hintergrunde1 von strengster ,komposition und mit ,schmuck berdeckt1 wirkten durchaus als vertikale ,flchenstreifen1 die den ,zug der ,priester rhythmisch begleiteten2 das ,relief ist peinlich -- und sehr im ,gegensatz zum antiken -- in eine ,flche gebannt1 nur seine ,gestalten wandern mit4 ,alles bewegt sich machtvoll einem ,ziele zu4 ,die ,herrschaft der ,horizontale1 der ,vertikale und des rechten ,winkels1 das ,vermeiden jeder ,verkrzung untersttzen das zweidimensionale ,prinzip und isolieren das ,erlebnis der ,raumtiefe1 die mit der ,wegrichtung und dem ,ziel -- dem ,grabe -- zusammenfllt4 ,diese ,kunst gestattet keine die ,spannung der ,seele erleichternde ,ablenkung4 ,ist es nicht dies -- in der erhabensten ,sprache ausgedrckt1 die berhaupt gedacht werden kann -- was in all unsern ,raumtheorien sich aussprechen mchte8 ,auch in der physiologischen1 denn das ,netzhautbild des ,auges ist flchenhaft und wird durch einen vitalen ,akt in eine rumliche ,erfahrung berfhrt4 ,die ,raumwerdung selbst1 die den ,sinn der ,auenwelt in sich schliet1 war das symbolische ,erlebnis dessen1 der vom ,torbau des ,pyramidentempels am ,nilufer den verdeckten ,opferweg entlang schritt1 alle ,symbole des ,seins in tiefsinnigen ,bildern zur ,seite4 ,man fhlte inmitten dieser ,formen die ,identitt des ,raumwerdens mit dem ,leben4 ,durch die schmale ,pforte der mchtigen ,pylonenwand -- dem ,sinnbilde der ,geburt -- leitete das ,schicksal ohne ,ausweichen durch stets sich verengende ,rume zur letzten ,zelle1 die den zur ,mumie verewigten ,leib enthielt1 der das ,ka8 des toten ,pharao an sich fesselte4 ,dies ist eine ,metaphysik in ,stein1 neben der die geschriebene -- die ,kants -- wie ein hilfloses ,stammeln wirkt4 ,dies eine ,symbol des ,weges stellt die ,fassung des gyptischen ,makrokosmos reiner und erschpfender dar1 als es irgendeines der antiken und indischen vermocht hat4 ,dies verleiht der ,formensprache des gyptertums eine ,reinheit und ,simplizitt1 die von ,menschen andrer ,kulturen1 von uns1 nur als ,starrheit empfunden werden konnte4 #h ,jede ,kultur besitzt ihre ,gotik1 ihre ,kindheit4 ,aber auch jeder einzelne ,mensch in ihr durchlebt eine entsprechende ,phase4 ,man ist auf die innere ,verwandtschaft der urmenschlichen und der kindlichen ,kunst lngst aufmerksam geworden4 ,sicherlich ist die ursprngliche1 selbst unter ,tieren vorkommende ,freude1 etwas nachzuahmen1 ein bestndig wirksamer ,trieb in aller ,kunst4 ,schon das ,kind mht sich ab1 durch ,umrizeichnungen etwas herauszubringen8 oder ,erwachsene in ihren ,bewegungen und ,ausdrcken zu imitieren4 ,wir kennen den ,ursprung der griechischen 1 die ,bockstnze der ,bauern am ,seelenfeste des ,dionysos1 welche die neuerwachte ,zeugungskraft der ,natur versinnbildlichten4 ,die begabtesten ,mimen unter ihnen zogen tiermig ausstaffiert 7die tragische ,maske87 auf ihrem ,karren 7dem ,thespiskarren87 von ,dorf zu ,dorf und erregten ,gelchter4 ,dergleichen kennt jedes ,land4 ,wir haben die gut getroffenen ,tierzeichnungen der ,hhlenmenschen und ,buschmnner kennen gelernt4 ,sei dies nun ,musik oder ,malerei -- der echte ,rationalist wird in der ,kunst nie eine andere ,tendenz bemerken4 ,noch ,aristoteles bezeichnet die als ihr ,wesen1 und von hier stammt der etwas platte ,ausdruck ,lessings1 der ,endzweck aller ,kunst sei das ,vergngen4 ,andrerseits bricht das ,formgefhl einer erwachenden ,kultur mit solcher ,macht hervor1 da es ,pflanzen1 ,tiere1 menschliche ,motive bis zur ,unkenntlichkeit stilisiert4 ,das lehren gleichmig der ,dipylonstil1 die ,romanik1 die frhgyptische und frharabische 7altchristliche7 ,kunst4 ,hier redet eine neue ,seele in einer neuen1 nie dagewesenen und nie sich wiederholenden ,sprache4 ,hier handelt es sich nicht um eine imitative1 sondern eine symbolische ,tendenz1 nicht um ,vergngen1 sondern um einen dmonischen ,drang1 der alles andre eher als ,unterhaltsamkeit1 ,erholung1 ,heiterkeit der ,knstlerseele8 gestattet4 ,diese ,kunst ist es1 auf welche allein der ,begriff des ,stils anwendbar ist1 die ihre ,macht ber alle ,formen des uern ,lebens erstreckt und deren ,geist erlischt1 sobald die ,kultur zur ,zivilisation1 die ,seele zum ,intellekt wird4 ,in diesem ,gegensatz von ,knstlerheiterkeit und ,knstlerernst1 ,spiel und ,zwang1 von ,nachahmen und ,beschwren der ,sinnenwelt tauchen wieder jene ,urgefhle der ,weltsehnsucht und ,weltangst auf1 und wir begreifen mit einem ,schlage1 inwiefern hiermit alle ,kmpfe um ,kunstprobleme zusammenhngen2 in allem ,gegensatz zwischen apollinisch und dionysisch1 klassisch und romantisch1 ,form und ,gehalt1 ,regel und ,laune1 ,artistik und ,naturalismus wird irgendwie das ,geheimnis berhrt1 das hier verborgen liegt4 ,nur der ,systematiker1 der ,verstandesmensch wird hier trennen und werten wollen1 wo historisch1 psychologisch1 persnlich nur ein ,ganzes wirksam ist4 ,aber man mu wissen1 da von einer ,wurzel der ,kunst nicht die ,rede sein kann4 ,der kindliche ,wechsel von tiefstem ,entzcken ber die ertagende ,welt1 ber den ,seelenfrhling1 von unendlicher ,sehnsucht nach ,reife1 ,wachsen1 ,vollendung -- und tiefster ,angst vor dem ,unfalichen1 das in diesem ,aufblhen liegt1 vor dem ,verhngnis1 das mit ihm kam1 der ,notwendigkeit eines ,endes1 dem ,geheimnis der ,vergnglichkeit1 ruft an der ,schwelle einer jeden ,kultur den strengen ,stil dorischen und gotischen ,charakters1 die groe ,ornamentik und den ,hang zu einer ungeheuren1 spten ,generationen oft so rtselhaften ,baukunst hervor1 deren keine reifgewordene ,kultur1 weder das ,barock noch der ,islam noch das ,mittlere ,reich gyptens mehr fhig gewesen ist4 ,riesenwerke solcher ,art sind berhaupt nicht das ,produkt einer ,kunst8 im artistischen ,sinne irgendeiner ihrer ,mittel und ,ziele bewuten1 ihre ,aufgabe whlenden ,malerei1 ,skulptur oder ,dichtung2 sie entstanden als elementares ,naturereignis4 ,ein ,dom ist eine namenlose und wahllose ,schpfung aus der mtterlichen ,landschaft mit ihrem jungen ,menschentum1 aus ihrem ,schoe geboren1 nicht eine persnlich-bewute ,konzeption aus dem ,willen irgendeines ,knstlers4 ,pltzlich1 schlechthin vollkommen1 berwltigend in ihrem ,ausdruck von ,trotz und ,qual1 voller ser ,schwermut und ,hingabe treten diese ,knabentrume einer frhen ,seele allenthalben in die ,tageswelt1 die groe ,architektur1 der groe ,mythus1 das ,epos1 das neue ,ornament1 die ,kriege der ,heldenzeit4 ,alle ,weltangst1 sahen wir1 ist ,angst vor dem ,raume1 dem ,verwirklichten1 der ,grenze -- dem ,tode4 ,im ,tiefenerlebnis1 durch das die sichtbare ,welt wird1 hat sie ihren ,ursprung4 ,gestalt1 ,zahl1 ,raum und ,angst haben einen gemeinsamen ,grund4 ,und so erscheint die vollzogene1 der starren ,ordnung durch das ,ursymbol unterworfene und dadurch in ihrem ganzen ,umfange zum ,sinnbild einer und nur dieser einen ,seele -- zum ,makrokosmos -- erhobene ,welt als das feindliche ,prinzip1 das ,reich der dunklen ,mchte1 die ,inkarnation des ,bsen4 ,im ,hinblick darauf ist die ,feindschaft zwischen ,seele und ,welt der nie ganz unterdrckte ,untergrund alles ,weltbewutseins4 ,deshalb wird die junge ,seele sich pltzlich ihres einsamen ,menschentums inmitten aller ,vergnglichkeit bewut4 ,dies ist das ,dmonische in aller ,natur -- ,natur als der ,welt des ,ausgedehnten --1 das die antike ,seele ebenso kennen lernte wie jede andre4 ,das faustische wie das magische ,christentum1 die ,orphiker mit ihrer ,formel und das gyptische ,totenbuch stimmen darin berein4 ,tausend mythische ,gestalten1 ,legenden und ,bruche zeugen davon4 ,wie das geringste ,ornament an einem ,schwertgriff1 ,gef oder ,sulenknauf1 so ist auch das hellenische ,kultdrama ein ,mittel1 den ,zorn der ,gtter zu besnftigen4 ,so nennt ,livius 7,,vii1 #b7 die szenischen ,spiele 7,tragdien71 welche zur ,abwendung der ,pest in ,rom veranstaltet wurden1 caelestis irae placamina4 ,dies erst durch die ,raumwerdung zur ,erscheinung gezwungene ,dmonische ist es1 das die ,seele abwehren1 bannen1 heiligen will1 indem sie es durch den ,zauber eines ,symbols bannt4 ,sie gibt ihm ,form1 die ,bedeutung besitzt1 eine sinnvolle ,grenze1 einen ,namen1 das heit1 sie macht es von sich abhngig4#fj ,deshalb wendet sich die frheste und elementarste aller ,knste an den ,urstoff der ,welt1 die ,inkarnation des ,widerstandes1 den die ,angst brechen will1 den ,stein4 ,man wird die gigantische ,architektur der ,dome und ,pyramiden nie begreifen1 wenn man sie nicht als ,opfer auffat1 das die junge ,seele den fremden ,mchten bringt4 ,ein ,opfer bedeutet im ,ursinn der ,menschheit die ,darbringung von etwas1 das teil an der eignen ,seele hat4 ,vor allem ist es das ,totemtier1 in dem etwas von der ,seele des ,clans verweilt oder in das durch einen ,akt der ,weihe die ,seele des ,opfernden eingeht und das nun durch seine ,darbringung eine mystische ,vereinigung mit den ,mchten bewirkt4#fa ,ein solches ,opfer sind alle frhen ,architekturen1 das grte1 das je gebracht wurde4 ,denn in ihnen liegt nicht nur dieser oder jener symbolische ,sinn wie in kultischen ,tnzen und ,gesngen1 in einem ,gemlde1 einer ,statue oder ,sonate1 sondern der ganze ,geist einer ,kultur1 die durch ihr steingewordenes ,selbst eine ,verbindung mit dem ,weltgrunde sucht4 ,eine alte ,kathedrale ist ein vollkommener ,makrokosmos der faustischen ,seele1 ein ,pyramidentempel der gyptischen1 einer jener ,kuppelbasiliken von ,ravenna und ,byzanz der magischen4 ,alle sptern ,kunstwerke sind daneben etwas ,partielles4 ,tne und ,farben1 der durchscheinende ,marmor1 die gegossene ,bronze1 das gelesene und gesprochene poetische ,wort sind ,kunstmittel2 sie verleugnen ihr urstoffliches ,dasein oder besitzen es nicht4 ,alles bewute ,knstlertum ist egoistisch1 voller ,laune und ,freiheit84 ,es ist nicht mehr die mtterliche ,landschaft1 aus der seine ,werke wachsen4 ,die ,idee des berpersnlichen ,opfers der ganzen ,seele ist mit der ,frhzeit untergegangen4 ,diese erste ,kunst brauchte das ,bewutsein eines ,sieges und so berwand sie den ,stein und zwang ihn1 in symbolischen ,formen aus der ,erde aufzuwachsen4 ,weil hier das ,leben selbst in ,frage stand1 knpften sich diese ,formen unmittelbar an den ,gedanken des ,todes1 in den ,pyramidentempeln1 deren innerer ,weg zum ,knigsgrabe fhrt1 wie in den ,domen1 deren hochgewlbte ,schiffe mit ihren ,pfeilerreihen dem ,hochaltar zu geleiten1 der das ,geheimnis der ,eucharistie in sich birgt1 durch die ein menschgewordner ,gott sich opfert4 ,einer solchen ,kunst gegenber wirken alle andern als ,spiel1 allzuirdisch1 genieerisch4 ,deshalb diese ,riesenlasten1 die eine glubige ,menschheit sich auflud1 um den ,bau zu einem wahren ,opfer zu machen4 ,die geistige ,kraft1 mit welcher ,menschen so frher ,stufe technische ,aufgaben lsten1 sofort1 mit nachtwandlerischer ,sicherheit1 fast unbewut1 an denen das reife ,wissen spter ,zeiten zu ,schanden wird1 erscheint wie ein ,wunder4 ,ich denke an die riesenhaften ,blcke in den ,fundamenten des ,sonnentempels#fb von ,baalbek1 durch deren uns vllig rtselhafte ,bewltigung die arabische ,frhzeit der ,idee ihres ,daseins1 dem ,erlebnis ihres ,weltraumes diente1 und an die fabelhaften ,steinmassen der ,dome und ,pyramiden1 die von der ,erde weg in den ,weltenraum emporgetragen wurden4 ,wie um #aajj ,frsten1 ,brger und ,knechte die ,karren zogen1 um diese ,dome inmitten winziger ,stdte zu errichten -- der ganze ,stolz der ,erbauer spricht aus den ,versen des jngern ,titurel -- so mu der ,bau der ,cheopspyramide ein ,akt der ,weihe gewesen sein4 ,weder das ,rokoko noch das ,athen des ,perikles noch das ,bagdad ,harun al ,raschids wren -- bei allem berflu an technischen und materiellen ,mitteln -- solcher ,leistungen fhig gewesen4 ,die ,akropolis1 das ,schlo von ,versailles1 die ,alhambra1 ,werke eines raffinierten ,kunstverstandes1 erscheinen daneben klein und allzumenschlich4 #i ,es sind immer die groe ,ornamentik und die groe ,architektur1 diese beiden ,traumknste1 die verschwistert den ,anfang einer neuen ,kulturentwicklung bilden4 ,wohl sind viele ,motive des nordischen ,ornaments urgermanisch1 auch keltisch -- auch in der ,edda ist manches ,keltische -- von arabischen und antiken ,entlehnungen ganz abgesehen1 aber erst im #aj4 ,jahrhundert entsteht die einheitliche und organische ,bildung des faustischen ,ornaments in seiner unermelichen ,tiefe1 wie wir sie an ,st4 ,trophme in ,arles1 an ,st4 ,pierre in ,aulnay1 an ,st4 ,lazare in ,autun1 in ,poitiers1 in ,moissac1 in ,deutschland vornehmlich an den ,domen der ,ottonen- und ,stauferzeit1 an ,chorgesthlen1 ,gerten1 ,gewndern1 ,bchern1 ,waffen bewundern4 ,hier hat das neue ,ursymbol1 der unendliche ,raum1 den gesamten ,formenschatz zu einer einheitlichen ,sprache ausgeprgt4 ,gleichzeitig mit den magischen ,kuppelrumen der ,basiliken ,syriens erwacht die zauberhafte ,sprache der ,arabeske1 die flimmernd1 verwirrend1 alle ,linien aufzehrend seitdem alles durchgeistigt und entkrpert1 was seelischer ,besitz der arabischen ,kultur ist1 -- bis hinein in die ,formenwelten der persischen1 langobardischen1 normannischen1 der sogenannten mittelalterlichen8 ,kunst4 ,eine heilige ,strenge herrscht in diesen frhen ,formen4 ,die lteste ,dorik trgt nicht ohne ,grund die ,bezeichnung des geometrischen ,stils4 ,die altchristlich-sptheidnische ,kunst der ,sarkophagreliefs und ,bildnisse konstantinischen ,stils galt deshalb und gilt heute noch als eine ,kunst des ,verfalls4 ,im ,totentempel der ,chephren 7#d4 ,dyn47 wird der ,gipfel mathematischer ,einfalt erreicht3 berall rechte ,winkel1 ,quadrate1 rechteckige ,pfeiler2 keine ,verzierung1 keine ,inschrift1 kein bergang2 das die ,spannung mildernde ,ornament wagt sich erst einige ,generationen spter in die hehre ,magie dieser ,rume4 ,ebenso die edle ,romanik ,westfalens 7,corvey1 ,minden1 ,freckenhorst7 und ,sachsens 7,hildesheim1 ,gernrode71 die mit einer unbeschreiblichen inneren ,wucht und ,wrde ber alle eigentliche ,gotik hinaus den ganzen ,sinn der ,welt in eine ,linie1 ein ,kapitl1 einen ,bogen zu legen vermochte4 ,der ,simplizitt dieser frhen ,seelensprache erscheint nichts unmglich4 ,wir finden in ihr ,symbole1 deren ,charakter als ,symbol bisher niemand auch nur geahnt hat4 ,die gyptische ,seele mit ihrem strengen ,hange zum ,chronologischen1 einer unerhrten ,gemessenheit und ,abgewogenheit des sozialen ,daseins -- das sich in diesem einzigen ,falle wirklich sub specie aeternitatis8 abspielte -- mit ihrer ,wahl der hrtesten ,gesteine1 mit ihrem ,verzicht auf alles blo ,literarische1 fate schon am ,anfang das alles mit leidenschaftlichem ,ungestm in einen ,hhepunkt des ,ausdrucks zusammen1 in einen ,staat1 der den ,geist dieser ,kultur schlechthin darstellt4 ,auch der ,staat ist ein ,stck ,architektur4 ,auch seine ,formen1 als ,formen von ,gewordnem1 ,verwirklichtem1 ,ausgedehntem1 reden vom ,ursymbol einer ,kultur4 ,die antike ,polis ist das ,seitenstck des dorischen ,tempels1 ganz euklidischer ,krper4 ,das abendlndische ,staatensystem ist eine ,dynamik geographischer ,rume4 ,noch deutlicher spricht die ,form des gyptischen ,staates4 ,seine ,manahmen und ,institutionen rechnen nach ,dynastien2 seine ,menschen bilden1 sorgfltig geschichtet1 wieder eine ,pyramide1 mit dem ,pharao als ,spitze4 ,jedermann hat ein ,amt4 ,das ,einzeldasein erschpft sich in der ,teilnahme an der groen ,bewegtheit4 ,es gibt keine ,genies81 keine privaten ,interessen4 ,dieser ,staat ist das ,schicksal2 er stellt den ,weg der gyptischen ,menschheit dar2 er setzt sich selbst in ,beziehung zur ,idee des ,todes4 ,die ,pyramide ist das ungeheure ,grab des ,knigs1 dessen ,grundsteinlegung den ersten ,akt seiner ,regierung bildet1 an dem das ganze ,volk arbeitet1 solange er regiert4 ,zu ihm1 dessen ,ka81 an der ,mumie haftend1 alle ,dynastien berdauert1 fhrt jene ,prozessionsstrae von ,pfeilerslen und ,statuenhallen2 die ,sulenreihen1 ,reliefreihen1 ,statuenreihen wiederholen noch einmal das metaphysische ,motiv der ,herrscherreihen1 die das ,vernderliche im ,unvernderlichen1 das ,lebendige im ,ausgedehnten1 im ,staate als dem ,gewordenen1 darstellen4 ,was in andern ,kulturen in tausendfacher ,gestalt vorliegt1 besitzt hier eine einzige4 ,der ,staat ist die ,wirklichkeit4 ,es gibt keine andere4 ,das ,tiefenerlebnis1 im ,tempelwege symbolisiert1 ist das des ganzen gyptertums1 kaum das der partiellen ,seelen4 ,es gibt in der gesamten organischen ,welt nur ein erhabenes ,seitenstck hierzu1 an das noch niemand gedacht hat3 den ,bienenstaat4 ,beide sind der hchste ,ausdruck der ,sorge2 man knnte auch sagen der ,pflicht4 ,wenn die kantische ,ethik irgendwo ein ,seitenstck hat1 nicht in ,formeln1 sondern in ,wirklichkeiten1 so ist es hier4 ,es ist etwas ,preuisches1 etwas von ,friedrich dem ,groen in dieser ,staatsgesinnung des gyptischen ,menschen4 ,dicht daneben aber steht die ,kultur1 welche ein ,gefhl fr die ,zukunft -- die ,richtung des ,lebens1 den ,sinn der ,geschichte -- und also eine ,sorge nie gekannt hat1 die antike4 ,deshalb hat sie es nie zu einem wirklichen ,staate gebracht1 so wenig als zu einer ,frharchitektur groen ,stils4 ,so erklrt es sich1 weshalb man ,weltgeschichte immer vornehmlich als die ,geschichte von ,staaten aufgefat und behandelt hat4 ,es liegt tiefste ,notwendigkeit in diesem ,zusammenhange4 ,eine ,kultur 7,seele71 die kein ,gefhl fr das eigne ,werden besitzt -- das ist ,geschichte1 ,verwirklichung von ,mglichem -- besitzt auch keinen ,blick fr das zu ,vollendende4 ,in einer ,staatsidee stellt sich die ,geschichte der ,zukunft dar1 wie eine ,kultur sie will4 ,vergangenheit und ,zukunft sind in gleicher ,weise ,phnomene der ,ferne4 ,man sorgt um beide oder keines von beiden1 um die ,toten und die ,ungebornen oder nur um das ,glck der ,stunde4 ,der ,sozialismus setzt einen eminenten ,sinn fr ,geschichte voraus1 indem er ,kommendes an ,vergangenes knpft1 der ,stoizismus ist ahistorisch4 ,er erinnert sich an nichts und sorgt um nichts4 ,der gyptische ,staat ist in gewissem ,betrachte sozialistisch4 ,die indische ,staatengeschichte -- wenn man von einer solchen reden darf -- hat im ,hinblick auf ihre ,sorglosigkeit und das ,herankommenlassen der ,dinge etwas ,antikes4 ,wer eine innere ,entwicklung -- zu ,goethes ,zeit nannte man das die ,kultur eines ,menschen -- besitzt und sich ,rechenschaft ber sie ablegt1 hat auch eine innere ,zukunft und den ,willen zu ihr4 ,der ,staat8 des innern ,menschen ist sein ,charakter4 ,charakterbildung und ,staatengeschichte sind in der ,tiefe identisch als biographische ,formen des ,einzelnen und seiner ,kultur4 ,shakespeare stellte neben seinen ,othello und ,macbeth die ,reihe seiner ,historien1 ,goethe neben den ,egmont den ,tasso1 neben eine uere eine innere ,revolution4 ,don ,quijote1 ,don ,juan1 ,werther resmieren auch eine politische ,phase und man darf die -- gnzlich unantike -- psychologische ,dialektik in den ,romanen von ,choderlos de ,laclos1 ,stendhal und ,balzac eine ,politik der ,seele nennen2 insofern ist ,julian ,sorel der ,zgling ,napoleons4 ,das attische ,drama aber ist unpolitisch -- also mythisch -- und ohne das formale ,motiv einer innern ,entwicklung4 ,so wenig ,antigone ein ,charakter1 der sich im ,strome der ,welt bildet81 so wenig war ,athen ein ,staat im westeuropischen ,sinne4 ,beide gehren dem ,augenblick1 dem blinden ,ungefhr mit der ganzen ,summe ihrer ,existenz an4 ,sie sind immer fertig wie ein euklidischer ,krper4 ,sie haben keine ,genesis und kein ,ziel ihres ,daseins4 ,beide ,erscheinungen1 das ,weltbild der ,historie und das ,phnomen des ,staates1 in dem nach ,goethes ,ausdruck die ,idee unmittelbar angeschaut wird1 verhalten sich wie ,leben und ,erlebtes4 ,die abendlndische politische ,geschichte und das abendlndische ,staatensystem verhalten sich wie ,wollen und ,erreichtes1 die antike ,geschichte und die lose ,menge der demgem wie ein ,geschehenlassen und dessen ,resultat4 ,auch der gotische ,dom verhlt sich zum nordischen ,glauben wie das ,erlebte zum ,erleben4 ,der ,atem seines ,raumes ist der ,geist ,gottes4 ,er symbolisiert den ,weg zu ,gott81 zum ,hochaltar1 der in der geweihten ,hostie das immerwhrende ,wunder umschliet1 das die ,teilnehmer an ihm zur sichtbaren ,kirche1 einer faustischen ,gemeinschaft jenseits aller ,grenzen von ,raum und ,zeit1 vereinigt4 ,dieser ,gedanke1 der durchaus ,eigentum der abendlndischen ,seele ist1 der im #aj4 ,jahrhundert konzipiert und #abae auf dem lateranischen ,konzil als ,dogma fixiert wurde1 schuf aus der arabischen ,basilika des orientalischen ,christentums den ,dom4 ,das ,raumgefhl des magischen ,menschen1 das sich in dem von einem ,syrer erbauten ,pantheon zu ,rom ankndigt und ber die ,kuppelbauten von ,ravenna und ,byzanz zu den groen ,moscheen des ,islam fhrt1 hat pltzlich einem neuen ,tiefenerlebnis und folgerichtig einer neuen ,architektur und ,staatsidee den ,rang abgetreten4 ,die ,palastkapelle ,karls des ,groen zu ,aachen -- dem ,geiste nach eine ,moschee -- ahnt hiervon noch nichts4 ,durch eine ebenso pltzliche ,gedankenschpfung mu zu ,beginn der #d4 ,dynastie -- um #cjjj1 wo mit dem ,ende der ,thinitenzeit die gyptische ,kultur ins ,leben tritt -- zugleich mit dem neuen ,weltgefhl die ,idee einer ,religion1 die ,idee des ,pharaonenstaates und der sie verkrpernde ,baugedanke jener ungeheuren ,totentempel als ein ,ganzes entstanden sein4 #aj ,man begreift nun1 eben aus dem ,unterschied von ,dom und ,pyramide1 von unsichtbarer ,kirche und sichtbarem ,staat als den reprsentativen ,formen der ,seelengemeinschaft1 das gewaltige ,phnomen der gotischen ,seele1 die in prachtvollem ,aufschwung ber alle ,grenzen optisch gebundener ,sinnlichkeit hinausstrebt4 ,kann etwas dem ,sinne des gyptischen ,staates1 dem alle ,pharaonen gedient haben1 dessen ,tendenz man als einen erhabenen ,realismus bezeichnen mchte1 fremder sein als der politische ,ehrgeiz der groen ,sachsen-1 ,franken- und ,staufenkaiser1 die am berfliegen aller staatlichen ,wirklichkeiten zugrunde gingen8 ,die ,anerkennung einer ,grenze wre ihnen gleichbedeutend mit der ,herabwrdigung der ,idee des ,herrschertums gewesen4 ,hier tritt der unendliche ,raum als ,ursymbol in seiner ganzen unbeschreiblichen ,macht in den ,umkreis ffentlichen ,daseins1 und man knnte zu den ,gestalten der ,ottonen1 ,konrads ,,ii41 ,heinrichs ,,vi4 und ,friedrichs ,,ii4 die ,normannen1 die ,eroberer ,islands und vor allem die groen ,ppste ,gregor ,,vii4 und ,innocenz ,,iii4 fgen1 die alle die sichtbare ,machtsphre mit der damals bekannten ,welt gleichsetzen wollten4 ,dies unterscheidet die homerischen ,helden mit ihrem geographisch so gengsamen ,gesichtskreis von den stets im ,unendlichen schweifenden ,helden der ,gral-1 ,artus- und ,siegfriedsage4 ,dies unterscheidet auch die ,kreuzzge1 zu denen die ,krieger von den ,ufern der ,elbe und ,loire bis zu den ,grenzen der bekannten ,welt ausritten1 von den ,ereignissen1 welche der ,ilias zugrunde liegen und auf deren rtliche ,enge und bersehbarkeit man auf den ,stil des antiken ,seelentums mit ,sicherheit schlieen darf4 ,die dorische ,seele verwirklichte das ,symbol des leibhaft gegenwrtigen ,einzeldinges1 indem sie auf alle groen und weitreichenden ,schpfungen ,verzicht leistete4 ,es hat seinen guten ,grund1 wenn die erste nachmykenische ,zeit unseren ,archologen nichts hinterlassen hat4 ,wenn die gyptische und faustische ,seele in der ,sprache einer gewaltigen ,architektur zuerst zum ,ausdruck kam1 so suchte die antike ,seele ihren ,ausdruck in einem ausdrcklichen ,verzicht auf sie4 ,ihr endlich erreichter ,ausdruck ist der dorische ,tempel1 der nur nach auen1 als massives ,gebilde in der ,landschaft gelegen1 wirkt und den knstlerisch berhaupt unbeachteten ,raum in sich als das 1 das1 was gar nicht da sein sollte1 verleugnet4 ,die gyptische ,sulenreihe trug die ,decke eines ,saales4 ,der ,grieche entlehnte das ,motiv und wandte es in seinem ,sinne an1 indem er den ,bautypus wie einen ,handschuh umkehrte4 ,die ueren ,sulenstellungen sind ,reste eines ,innenraums84#fc ,demgegenber lieen die magische und die faustische ,seele ihre steinernen ,traumgebilde als berwlbungen bedeutungsvoller ,innenrume emporsteigen1 deren struktive ,idee den ,geist zweier ,mathematiken1 der ,algebra und der ,analysis1 vorwegnimmt4 ,in der von ,burgund und ,flandern ausstrahlenden ,bauweise bedeuten die ,kreuzrippengewlbe mit ihren ,stichkappen und ,strebepfeilern eine ,auflsung des geschlossenen1 durch sinnlich-greifbare ,grenzflchen bestimmten ,raumes berhaupt4 ,ein ,innenraum ist noch immer etwas ,krperhaftes4 ,hier aber wird der ,wille fhlbar1 aus ihm ins ,grenzenlose zu dringen1 wie es spter die in diesen ,wlbungen heimische ,musik des ,kontrapunkts wollte1 deren krperlose ,welt immer die der ersten ,gotik geblieben ist4 ,wo auch in sptesten ,zeiten die polyphone ,musik zu ihren hchsten ,mglichkeiten emporstieg wie in der ,matthuspassion1 der ,eroica und ,wagners ,tristan und ,parzifal1 wurde sie mit innerster ,notwendigkeit domhaft und kehrte zu ihrer ,heimat1 zur steinernen ,sprache der ,kreuzzugszeit zurck4 ,die ganze ,wucht einer tiefsinnigen ,ornamentik mit ihren seltsam schauerlichen ,umbildungen von ,pflanzen1 ,tier- und ,menschenleibern 7,st4 ,pierre in ,moissac71 welche die ,substanz des ,gesteins leugnet1 welche alle ,linien in ,melodien und ,figurationen eines ,themas1 alle ,fassaden in vielstimmige ,fugen1 die ,leiblichkeit der ,statuen zu einer ,musik der ,gewandfaltung auflst1 mute zu ,hilfe kommen1 um jeden antiken ,hauch von ,krperlichem zu bannen4 ,erst dies gibt den riesigen ,glasfenstern der ,dome mit ihrer farbigen1 durchleuchteten1 also vllig stofflosen ,malerei -- eine ,kunst1 die sich niemals wiederholt und die den strksten berhaupt denkbaren ,gegensatz zum antiken ,fresko bildet -- ihren tiefen ,sinn4 ,er wird am deutlichsten etwa in der ,sainte ,chapelle zu ,paris1 in der neben dem leuchtenden ,glas der ,stein beinahe verschwunden ist4 ,im ,gegensatz zum ,fresko1 dem mit der ,wand krperlich verwachsenen ,gemlde1 dessen ,farben als ,materie wirken1 finden wir hier ,farben von der rumlichen ,freiheit der ,orgeltne1 vllig vom ,medium einer tragenden ,flche gelst1 ,gestalten1 die frei im ,unbegrenzten schweben4 ,mit dem faustischen ,geiste dieser hochgewlbten1 farbig durchleuchteten1 zum ,chore strebenden ,kirchenschiffe vergleiche man die ,wirkung der arabischen -- also altchristlich-byzantinischen -- ,kuppeln4 ,auch die ber der ,basilika oder dem ,oktogon scheinbar frei schwebende ,hngekuppel bedeutet eine berwindung des antiken ,prinzips der natrlichen ,schwere1 wie sie das ,verhltnis von ,sule und ,architrav ausdrckt4 ,auch hier verleugnet sich der ,stein4 ,eine geisterhaft verwirrende ,durchdringung der ,formen von ,kugel und ,polygon1 eine ,last auf einem ,steinring gewichtlos ber dem ,boden schwebend1 alle tektonischen ,linien verhllt1 kleine ffnungen im hchsten ,gewlbe1 durch die ein ,ungewisses ,licht hereinfllt1 das die ,raumgrenzen noch unwirklicher macht -- so stehen die ,meisterwerke dieser ,kunst1 ,san ,vitale in ,ravenna1 die ,hagia ,sophia in ,byzanz1 der ,felsendom in ,jerusalem vor uns4 ,statt der gyptischen ,reliefs mit ihrer reinen ,flchenbehandlung1 die jede in die ,tiefe weisende ,verkrzung peinlich meidet1 statt der den ueren ,weltraum einbeziehenden ,glasgemlde der ,dome verkleiden hier flimmernde ,mosaiken und ,arabesken1 in denen der ,goldton vorherrscht1 alle ,wnde und versenken das ,wirkliche in einen mrchenhaften1 ungewissen ,schein1 der in aller maurischen ,kunst fr den nordischen ,menschen immer so verlockend geblieben ist4 #aa ,so stammt das ,phnomen des ,stils also aus dem hier festgestellten ,wesen des ,makrokosmos1 aus dem ,ursymbol einer ,kultur4 ,man wird1 wenn man den ,gehalt des ,wortes zu wrdigen wei1 die fragmentarischen und chaotischen ,kunstuerungen des ,urmenschentums nicht zu der umfassenden ,bestimmtheit eines ,stils in ,beziehung bringen4 ,erst die als ,einheit nach ,ausdruck und ,bedeutung wirkende ,kunst der groen ,kulturen -- und nun nicht mehr die ,kunst allein -- hat ,stil4 ,wir haben die guten ,tierimitationen der ,diluvialmenschen und einiger ,naturvlker sowie die sehr hoch stehende mykenische und ,merowingerkunst4 ,aber gerade das macht den ,unterschied evident4 ,das ist kein ,stil4 ,das ist alles isoliert1 voller ,freude am ,gestalten und ,nachahmen1 voller ,sinn fr ,harmonie und ,nuancen1 aber ohne ein1 sagen wir ruhig metaphysisches ,formgefhl1 das unbewut1 wo es auch in ,kraft tritt1 an ,kunstwerken1 ,bauten1 ,gerten1 ,schmuck1 auf ein ,ziel zustrebt4 ,damit erst gibt es ,stil1 eine ungewollte und unausweichliche 7das soll man heute unterstreichen7 ,tendenz in aller ,produktion1 die von der frhesten ,dorik bis zum ,rmertum1 von der frhesten ,romanik bis zum ,empire die gleiche bleibt4 ,man vergleiche das ,aachener ,mnster mit ,bauten1 die nur #aej ,jahre spter entstanden sind3 inzwischen ist ein ,stil erwacht4 ,in ,aachen ist er noch nicht da4 ,der ,bau ,karls des ,groen ist ein ,musterbeispiel fr eine ,kunst auerhalb und vor einer ,stilatmosphre1 auerhalb einer ,kultur also6 ,da gibt es kein ,ursymbol1 das htte verwirklicht werden knnen und mssen4 ,ebenso unterscheiden sich durch eine innere ,notwendigkeit der ,form die geometrischen ,verzierungen der sptmykenischen und der frhdorischen ,kunst4 ,erst die ,dorik legt eine ,tendenz1 ein ,weltgesetz hinein4 ,andrerseits3 in der ,antike ist mit dem ,alexandrinismus1 bei uns um #ahjj diese ,tendenz zu ,ende4 ,die ,geschichte des ,stils schliet ab4 ,die ,mglichkeiten des einen ,formgedankens haben sich erschpft4 ,von da an macht man nach1 erknstelt1 kreiert ,stile81 die alle zehn ,jahre wechseln1 mit denen jeder tut1 was er will2 man wiederholt1 kombiniert1 treibt uerlichkeiten auf die ,spitze1 weil das ,bedrfnis1 ,kunst zu machen1 noch fortdauert1 whrend der ,stil1 d4 h4 die notwendige ,kunst tot ist4 ,das ist die ,lage von heute4 ,im ,stil offenbart sich in und ber allem bewuten ,knstlertum -- das immer eine spte und stdtische ,erscheinung bildet -- das unbewut ,seelische1 das1 was ich die ,idee des ,daseins nannte4 ,ein ,stil ist ein ,schicksal4 ,man hat ihn1 aber man erwirbt ihn nicht4 ,bewuter1 gewollter1 gemachter ,stil ist erlogener ,stil1 wie es alle ,sptzeiten1 allen voran die ,gegenwart1 beweisen4 ,groe ,knstler und ,kunstwerke sind ,naturereignisse4 ,die ,welt -- ,natur -- ist ,schpfung der ,seele1 das vollkommene ,kunstwerk ist es auch3 beide ungewollt1 wahllos1 notwendig1 folglich beide ,natur84 ,hierauf beruht die innere ,identitt eines ,stils und der zugehrigen ,mathematik4 ,stilformen sind1 ohne ,ausnahme1 extensive ,formen4 ,sie bannen das im ,ausgedehnten als gegenwrtig empfundene ,fremde4 ,von den beiden urmenschlichen ,kunsttrieben1 dem imitativen und dem symbolischen1 ist es der letzte1 das ornamentale ,wollen1 das den ,stil hervorruft4 ,nicht in der ,weltsehnsucht1 allein in der ,weltangst liegt die letzte erreichbare ,wurzel aller elementaren ,kunstform4 ,ein ,kunstwerk besitzt ,stil in genau demselben ,sinne und ,mae1 wie eine physikalische ,vorstellung auer theoretisch-bildhaftem auch mathematischen ,gehalt besitzt4 ,um ein ,beispiel zu geben1 fasse ich das ungeheure ,phnomen des gyptischen ,stils noch einmal zusammen1 so wie es seit wenigen ,jahren bersehbar geworden ist4 ,wenn je1 so ist in diesem ,stil der ,tod wirklich gebannt worden4 ,hier ruht ,ewigkeit auf jedem ,zuge2 nicht jene ergreifende ,leidenschaft1 die in der ,gotik die ,flgel entfaltet1 um dem ,irdischen zu entrinnen und sich in jenseitige ,rume zu verlieren2 nicht der allzu-krperliche und fr uns etwas oberflchliche ,hang der ,antike1 das ,behagen des ,augenblicks um sich zu breiten und den ,rest zu vergessen4 ,der gyptische ,stil ist von einem tiefen ,realismus4 ,er ergreift die ganze ,vergnglichkeit2 er erkennt -- und er hlt sich deshalb bis in die letzten ,epochen an den ,stein als ,material -- das ,gewordne und ,begrenzte an1 um es zu berwinden4 ,bei ,rembrandt1 ,beethoven und ,michelangelo redet die ,furcht vor dem ,raume aus jedem ,zuge2 in der ,architektur von ,memphis und ,theben liegt sie weit zurck4 ,um das ,jahr #aajj erfolgt gleichzeitig in ,frankreich1 ,oberitalien und ,westdeutschland die ,einwlbung des bis dahin flach gedeckten ,mittelschiffes der ,dome4 ,mit einem schpferischen ,akt von gleicher ,unbewutheit und symbolischer ,prgnanz beginnt der gyptische ,stil4 ,das ,ursymbol des ,weges ist pltzlich ins ,leben getreten1 mit dem ,beginn der #d4 ,dynastie 7#bicj v4 ,chr474 ,das weltbildende ,tiefenerlebnis dieser ,seele empfngt seinen ,gehalt vom ,richtungsfaktor selbst3 die ,tiefe des ,raumes als erstarrte ,zeit1 die ,ferne1 der ,tod1 das ,schicksal selbst beherrscht den ,ausdruck2 die blo sinnlichen ,dimensionen der ,lnge und ,breite werden zur begleitenden ,flche1 die den ,weg des ,schicksals einengt und vorschreibt4 ,das spezifisch gyptische ,flachrelief1 auf ,nahsicht berechnet und in seiner zyklischen ,anordnung den ,betrachter zwingend1 in vorgeschriebener ,richtung die ,wandflchen abzuschreiten1 taucht ebenso pltzlich gegen ,beginn der #e4 ,dynastie auf4#fd ,die noch spteren ,reihen von ,sphinxen und ,statuen1 die ,felsen- und ,terrassentempel1 die ,bildnisstatuen1 die stets vorwrts schreitend und schauend1 nie im ,profil gedacht sind1 verstrken stndig die ,tendenz auf die einzige ,ferne1 welche die ,welt des gyptischen ,menschen kennt1 das ,grab1 den ,tod4 ,man bemerke wohl1 wie schon die ,sulenreihen der ,frhzeit nach ,durchmesser und ,abstand der mchtigen ,schfte genau so gegliedert sind1 da sie jeden seitlichen ,durchblick verdecken4 ,dies hat sich in keiner andern ,architektur wiederholt4 ,die ,gre dieses ,stils erscheint uns starr und unvernderlich4 ,er steht allerdings jenseits der ,leidenschaft1 die noch sucht und frchtet und dem untergeordneten ,detail damit eine rastlose subjektive ,bewegtheit im ,lauf der ,jahrhunderte erteilt4 ,diese ,seele stellte fast alles uns ,wesentliche in den ,elementen ihres ,makrokosmos zurck1 aber sicherlich wre dem gypter der ihm so fernliegende faustische ,stil -- er bildet von der frhesten ,romanik bis zum ,rokoko und ,empire ebenfalls eine ,einheit -- in seiner ,unruhe und seinem stndigen ,suchen nach einem ,etwas viel gleichfrmiger erschienen1 als wir uns vorstellen knnen4 ,vergessen wir jedenfalls nicht1 da aus dem hier vertretenen ,begriff des ,stils folgt1 da ,romanik1 ,gotik1 ,renaissance1 ,barock1 ,rokoko nur ,phasen ein und desselben ,stils sind1 an dem wir naturgem vor allem das ,wechselnde1 das ,auge anders gearteter ,menschen das ,bleibende bemerken4 ,in der ,tat beweisen zahllose ,umbauten romanischer ,werke im ,barock-1 sptgotischer im ,rokokostil1 die durch nichts auffallen1 die innere ,harmonie der nordischen ,renaissance und der ,bauernkunst1 in denen ,gotik und ,barock vllig identisch werden1 die ,straen alter ,stdte1 deren ,giebel und ,fassaden aller ,stilarten einen reinen ,einklang bilden1 und die ,unmglichkeit1 ,romanik und ,gotik1 ,renaissance und ,barock1 ,barock und ,rokoko in einzelnen ,fllen berhaupt zu unterscheiden1 da die ,familienhnlichkeit8 dieser ,phasen viel grer ist1 als sie den ,angehrigen erscheinen4 ,der gyptische ,stil ist absolut architektonisch bis zum ,erlschen dieser ,seele4 ,er gestattet keine ,abschweifung zu unterhaltenden ,knsten1 keine ,tafelmalerei1 keine ,bste1 keine weltliche ,musik4 ,in der ,antike geht mit der ,ionik der ,schwerpunkt der ,stilbildung von der ,architektur zu einer von ihr unabhngigen ,plastik ber1 im ,barock geht er zur ,musik1 deren ,formensprache ihrerseits die gesamte ,baukunst des #ah4 ,jahrhunderts beherrscht1 im ,arabertum lst mit dem ,beginn der islamitischen ,phase die ,ornamentik der ,arabeske alle ,formen der ,architektur1 ,malerei und ,plastik zu ,stileindrcken auf1 die wir heute etwa als kunstgewerblich bezeichnen knnten4 ,in gypten bleibt die ,herrschaft der ,architektur unangefochten4 ,sie mildert lediglich ihre ,sprache4 ,in den ,hallen der ,pyramidentempel der #d4 ,dynastie 7,pyramide des ,chephren7 stehen schmucklose1 scharfkantige ,pfeiler4 ,in den ,bauten der #e4 ,dynastie 7,pyramide des ,sahu-r7 erscheint die ,pflanzensule4 ,steingewordne ,lotus und ,papyrusbndel wachsen riesenhaft aus dem ,fuboden von durchscheinendem ,alabaster auf1 der das ,wasser bedeutet1 eingeschlossen von purpurnen ,wnden4 ,die ,decke ist mit ,vgeln und ,sternen geschmckt4 ,der heilige ,weg vom ,torbau zur ,grabkammer1 das ,bild des ,lebens1 ist ein ,strom4 ,es ist der ,nil selbst1 der mit dem ,ursymbol der ,richtung eins wird4 ,der ,geist der mtterlichen ,landschaft vereinigt sich mit der aus ihm entsprungenen ,seele4 ,ganz ebenso knpft sich das euklidische ,dasein der antiken ,kultur in geheimnisvoller ,weise an die vielen kleinen ,inseln und ,vorgebirge des gischen ,meeres und die stets im ,unendlichen schweifende ,leidenschaft des ,abendlandes an die weiten1 frnkischen1 burgundischen1 schsischen ,ebenen4 ,der gyptische ,stil ist von einer ,erflltheit des ,ausdrucks1 die unter andern ,bedingungen schlechthin unerreichbar erscheint4 ,ich glaube1 da die ,langeweile1 jene ,verdnntheit einzelner ,lebensmomente1 die uns so wenig fremd ist wie den ,griechen1 der gyptischen ,seele unbekannt war4 ,leben und nur leben1 in jeden ,augenblick den grtmglichen ,gehalt an ,wirkung legen1 ist aus diesem ,weltaspekt1 angesichts der ,symbole der ,hieroglyphen1 ,mumien und ,pyramidengrber1 eine ,notwendigkeit4 ,man kann das ,ethos dieser ,art zu sein nur fhlen1 nicht nennen4 ,nicht unser ,wille81 nicht die antike ,sophrosyne1 sondern die mit ,worten gar nicht zu beschreibende ,flle des ,daseins ist die ,regel4 ,man schreibt und redet nicht2 man bildet und tut4 ,ein ungeheures ,schweigen -- fr uns der erste ,eindruck alles gyptischen -- tuscht ber die ,macht dieser ,vitalitt4 ,es gibt keine ,kultur von hherer ,seelenkraft4 ,keine ,agora1 keine geschwtzig-antike ffentlichkeit1 keine nordischen ,berge von ,literatur und ,publizistik1 nur sachlich-sichere1 selbstverstndliche ,wirksamkeit4 ,einzelnes wurde schon erwhnt4 gypten besa eine ,mathematik hchsten ,ranges1 aber sie uerte sich durchaus in einer meisterhaften ,bautechnik1 einem unvergleichlichen ,kanalsystem1 einer erstaunlichen astronomischen ,praktik1 ohne auch nur ein theoretisches ,buch zu hinterlassen 7denn das ,rechenbuch des ,ahmes8 wird man nicht ernst nehmen wollen74 ,schon das ,alte ,reich 7der deutschen ,kaiserzeit entsprechend7 besa eine selten bertroffene1 auf ,generationen vorausschauende ,sozialkonomie1 aber in ,gestalt eines wohlgegliederten1 das ,geringste bedenkenden ,beamtenstaates4 ,die ,rmer muten sich auf ihn sttzen1 um ihr ,imperium lebensfhig zu erhalten1 ohne da sie seinen ,geist sonderlich begriffen htten4 gypten mute ihr ,reich fttern1 bezahlen1 verwalten2 es wurde infolge der ,mustergltigkeit seiner ,institutionen der natrliche ,schwerpunkt und ,csar war im ,begriff1 seine ,residenz in ,alexandria zu nehmen4 ,aber es gibt kein gyptisches ,werk von staatsrechtlichem oder finanzwissenschaftlichem ,inhalt4 ,die spten ,rmer haben sich den literarischen ,ruhm angeeignet1 indem sie einen ,schatten dieser ,weisheit in ein ,system brachten4 ,ich glaube1 da man heute noch nicht ahnt1 wieviel vom ,corpus ,juris 7dem ,werke1 nicht dem rmischen ,rechtsbewutsein7 vom ,nil stammt4 ,die gypter waren ,philosophen1 aber sie hatten keine ,philosophie84 berall nicht der geringste ,versuch einer ,theorie und eine von wenigen erreichte instinktive ,meisterschaft in der ,praxis4 ,und wie jede ,wissenschaft am ,nil getan und nicht diskutiert wurde1 so entstanden auch die frhen ,epen und ,idyllen1 wie sie jede ,kultur besitzt1 nicht in poetischer ,wortkunst1 sondern in ,stein4 ,die #e4 und #f4 ,dynastie entspricht hierin der ,zeit ,homers1 des ,nibelungenliedes und des ,parzival4 ,damals entstanden die ,reliefreihen der groen ,tempel4 ,etwas so ,lebensprhendes1 von einer so kindlichen und kstlichen ,laune ,erflltes wie diese steinernen ,idyllen von #bgjj v4 ,chr4 mit ihren ,jagden1 ,fischzgen1 ,hirtenszenen1 mit ,zank und ,spiel1 ,festen und ,familienszenen1 ,spazierfahrten1 ,bildern von ,ackerbau und ttigem ,gewerbe1 die das ganze ,leben in heiterster ,kraft und ,flle1 ohne nachdenkliche -- homerische -- ,reflexion1 in grazisester ,sinnlichkeit erzhlen1 ist ohne ,beispiel4 ,man spricht so oft von der ,heiterkeit der ,menschen anderer ,kulturen und nennt neben ,homer ,theokrit1 neben ,walter von der ,vogelweide womglich ,rabelais oder ,mozart4 ,aber dies haben die ,hellenen in ihren hchsten ,momenten nicht erreicht1 von ,florentinern und ,niederlndern1 ,raffael und ,rubens zu schweigen4 ,das ist ,glck84 ,erst dies macht die ,symbolik der ,pyramidentempel vollkommen4 ,neben dem architektonischen ,formelement1 das die ,idee des ,todes begreift und berwindet1 steht das lyrische1 imitative1 welches das ,leben in ,gestalt bringt4 ,im ,gotischen hat das eine in den ,domen1 das andre in den epischen ,dichtungen getrennte ,formenwelten geschaffen2 hier ist eine erhabene ,einheit durch die ,beziehung auf das ,symbol des ,weges gewahrt4 ,goethe hat einmal das ,glck seiner ,existenz in den ,ausspruch gefat3 ,als ich achtzehn ,jahre war1 war ,deutschland auch erst achtzehn48 ,unter allen ,kulturen ist vielleicht nur die gyptische sich dieses ,glckes bewut geworden4 ,als sie geboren wurde1 begann die hhere ,menschlichkeit berhaupt4 ,diese ,idyllen1 eine imitative1 nicht symbolische ,kunst1 entsprangen aus der ,weltsehnsucht der jungen ,kultur1 aus der reinen ,freude am aufsteigenden ,leben4 ,tiefe1 klare1 durch keinen ,anblick lterer1 absterbender ,kulturen getrbte ,heiterkeit -- den ,griechen stand schon der greisenhafte ,orient1 uns der ,untergang des ,altertums8 vor ,augen -- hellste ,geistigkeit1 ,vollgefhl eigner ,kraft1 ,beherrschtheit1 ,gewiheit des ,ziels1 der erreichten und gewohnten strengen ,ordnung und ,disziplin1#fe keine schwermtigen ,trume1 keine verflatternden ,wnsche1 kein ngstliches stoisches ,sichbescheiden1 nichts von dem etwas gewollten ,lachen der ,renaissance oder der am ,entbehren gereiften der perikleischen ,zeit1 sondern naives1 gefhltes1 unreflektiertes ,glck -- das alles liegt in der ,sprache dieser ,reliefs1 die den ,weg zur ,totenkammer der ,knige schmcken4 #ab ,der gyptische ,stil ist der ,ausdruck einer tapferen ,seele4 ,seine ,strenge und ,wucht ist vom gyptischen ,menschen nie empfunden und betont worden4 ,man wagte alles1 aber man schwieg darber4 ,in der ,gotik und im ,barock wird die berwindung des ,schweren zum stets bewuten ,motiv der ,formensprache4 ,das ,drama ,shakespeares redet laut von den verzweifelten ,kmpfen zwischen ,wille und ,welt4 ,der antike ,mensch war den ,mchten8 gegenber schwach4 ,die von ,furcht und ,mitleid1 das ,aufatmen der apollinischen ,seele im ,augenblick der ,peripetie war nach ,aristoteles die ,wirkung der attischen ,kulttragdie4 ,indem der ,grieche das ,schauspiel vor sich hatte1 wie jemand1 den er kannte -- denn jeder kannte den ,mythus und lebte mit ihm1 in ihm -- und der vom ,geschick sinnlos zertreten wurde1 ohne da ein ,widerstand gegen die ,mchte denkbar war1 in prachtvoller ,haltung1 trotzend1 heroisch untergeht1 erfolgte tatschlich in seiner euklidischen ,seele eine wunderbare ,erhebung4 ,war das ,leben nichts wert1 so war es doch die groe ,geste1 mit der man es verlor4 ,man wollte und wagte nichts1 aber man fand eine berauschende ,schnheit im ,ertragen4 ,schon die ,gestalt des ,odysseus1 in viel hherem ,grade das ,urbild des hellenischen ,menschen als ,achill1 zeugt davon4 ,die ,moral der ,cyniker1 der ,stoa4 ,epikurs1 das allgemeine hellenische ,ideal der und 1 ,diogenes in seinem ,fasse1 der huldigend1 -- das alles ist verkappte ,feigheit und sehr verschieden von dem ,stolz der gyptischen ,seele2 der apollinische ,mensch geht dem ,leben im ,grunde aus dem ,wege1 bis zum ,selbstmord1 der in dieser ,kultur allein den ,rang eines positiv ethischen ,aktes erhielt und mit der ,feierlichkeit eines sakralen ,symbols behandelt wurde2 der dionysische ,rausch erscheint der gewaltsamen bertubung von etwas verdchtig1 das die gyptische ,seele gar nicht kannte4 ,die griechische ,architektur mit ihrem ,gleichma von ,sttze und ,last und den ihr eigentmlichen kleinen ,mastben wirkt wie eine stndige ,ausflucht vor schweren tektonischen ,problemen1 die man am ,nil und spter am ,rhein mit einer ,art von dunklem ,pflichtgefhl geradezu aufsuchte und die man in der mykenischen ,zeit gekannt und sicherlich nicht vermieden hat4 ,der gypter liebte das harte ,gestein massiger ,bauten2 es entsprach seinem ,selbstbewutsein1 nur das ,hchste als ,aufgabe zu whlen2 der ,grieche mied es4 ,es ist sehr merkwrdig1 wie er als ,erbe der hochentwickelten mykenischen ,steinbehandlung1 noch dazu in einem felsigen1 kaum waldreichen ,lande1 zur ,verwendung des ,holzes zurckkehrte4 ,die ,absicht auf ,dauer gehrt nicht zu den ,tendenzen seiner ,technik4 ,erst suchte seine ,baukunst kleine ,aufgaben1 dann hrte sie ganz auf4 ,vergleicht man sie in ihrem vollen ,umfange mit der ,gesamtheit der indischen1 gyptischen oder gar abendlndischen1 so ist man ber die ,geringfgigkeit des ,phnomens erstaunt4 ,mit einigen ,variationen des dorischen ,tempeltyps ist sie erschpft und mit der ,erfindung des korinthischen ,kapitls 7um #djj7 abgeschlossen4 ,alles ,sptere ist ,kombination von ,vorhandenem4 ,der ,stil -- wie die ,handschrift -- verschweigt nichts4 ,das antike ,sein1 mag man noch so sehr an die berflle seiner ,vitalitt glauben1 erhlt sich nur durch eine bewunderungswrdige ,weisheit der ,beschrnkung4 ,es hatte seelisch nichts zu verschwenden4 ,es hlt sich an das ,jetzt und ,hier der ,vordergrnde des ,lebens1 ohne die ,fernen von ,geburt und ,tod1 ,vergangenheit und ,zukunft1 deren ,assimilation eine ganz andere ,willenskraft und ,strke des ,seelischen voraussetzt1 in das ,bild der ,welt einzubeziehen1 ,fernen1 an die noch der urhellenische ,mythus1 dessen letzte lebendige ,spuren man bei schylus findet1 tiefsinnig angeknpft hatte4 ,dies liegt in dem apollinischen ,prinzip der ,vereinzelung der ,kunstwerke und ,lebensformen4 ,damit wird die ,historie so gut wie die rumliche ,weite abgelehnt4 ,ein ,tempel1 eine ,statue1 eine ,stadt1 lauter punktfrmige ,einheiten1 in die das ,sein sich zurckzieht wie die ,schnecke in ihr ,haus4 ,jede andre ,kultur kennt politische ,fernwirkungen1 ,kolonien und ,kolonialreiche4 ,aber diese ,hunderte von winzigen ,griechenstdten sind ebensoviele politische ,punkte1 wie ein hellenischer ,saum -- nach ,cicero -- den ,landschaften der ,barbaren angewebt84 ,jeder ,versuch1 eine ,einwirkung im ,sinne der ,ausbildung eines greren politischen ,organismus auf die ,pflanzstdte auszuben1 fhrte sofort zu wtenden ,kriegen 7,korinth und ,korkyra um #fgj74 ,jeder ,tempel mit seiner ,priesterschaft bildet ein religises ,atom4 ,man ist auf das ,groteske dieser ,erscheinung kaum recht aufmerksam geworden4 ,narren haben darin die gesunde ,abneigung der ,hellenen gegen den ,klerikalismus8 gefunden4 ,obwohl ,apollo und ,athene dem ,namen nach allgemein hellenische ,gottheiten sind1 besitzen sie keinen allgemeinen ,kultus4 ,man lasse sich nicht durch die ,dichtung tuschen4 ,die groen ,gtternamen waren bis zu einem gewissen ,grade 7durchaus nicht ganz7 ,gemeingut1 aber das mit dem ,worte ,apollo bezeichnete numen war an jedem ,orte etwas ,selbstndiges4 ,die ,zeusheiligtmer von ,dodona1 ,olympia und andern ,orten sind ohne jede ,verbindung miteinander und ebenso die ,tempel verschiedener ,gtter in derselben ,stadt4 ,von einer religisen ,gemeinschaft im ,sinne der ,priesterschaft des ,ra1 der ,mithrasreligion1 der altpersischen1 altchristlichen ,gemeinschaften oder der ,sekten des ,islam und des ,protestantismus ist selbst bei den ,orphikern und im ,pythagorerbunde nicht die ,rede4 ,aber eben das ist auch der ,grundzug der attischen ,plastik1 der frei im ,raum stehenden1 vollkommen beziehungslosen ,statue4 ,und er wiederholt sich in jedem antiken ,stadtbilde4 ,keine grogedachten ,straenzge1 kein planmig ausgebauter ,platz2 ein wirres ,durcheinander von ,gebuden und ,bildwerken auf der ,akropolis wie in den ,weihbezirken von ,delphi und ,olympia1 bis der grostdtische ,hellenismus an der ,nachahmung orientalischer1 von einem ,gesamtgeist geregelter ,stadtplne ,geschmack fand4 ,der ,organismus historischer ,stilfolgen wird nun bersehbar geworden sein4 ,stile folgen nicht aufeinander wie ,wellen und ,pulsschlge4 ,mit der ,persnlichkeit einzelner ,knstler1 ihrem ,willen und ,bewutsein haben sie nichts zu schaffen4 ,im ,gegenteil1 das ,medium des ,stils liegt seinerseits dem ,phnomen der knstlerischen ,individualitt a priori zugrunde4 ,der ,stil ist wie die ,kultur ein ,urphnomen im strengsten ,sinne ,goethes1 sei es der ,stil von ,knsten1 staatlichen ,bildungen1 ,gedanken1 ,gefhlen1 ,ausdrucksformen des religisen ,bewutseins oder einer andern ,gruppe von ,wirklichkeiten4 ,so gut ,natur8 ein immer neues ,erlebnis des ,menschen ist1 als der umfassende ,ausdruck der augenblicklichen ,beschaffenheit seines ,werdens1 als sein alter ego und ,spiegelbild1 so der ,stil4 ,deshalb kann es im historischen ,gesamtbilde einer ,kultur nur einen1 den ,stil dieser ,kultur geben4 ,es war falsch1 bloe ,stilphasen1 wie ,romanik1 ,gotik1 ,barock1 ,rokoko1 ,empire als ,stile zu unterscheiden und mit ,einheiten von ganz anderem ,range wie dem gyptischen1 dorischen oder maurischen ,stil oder gar einem prhistorischen ,stil8 gleichzusetzen4 ,gotik und ,barock3 das ist ,jugend und ,alter desselben ,inbegriffs von ,formen1 der reifende und der gereifte ,stil des ,abendlandes4 ,es fehlt unsrer sthetik in diesem ,punkte an ,distanz1 an der ,unbefangenheit des ,blickes und dem guten ,willen zur ,abstraktion4 ,man hat es sich bequem gemacht und alle stark empfundenen ,formdifferenzen unterschiedslos als ,stile8 aufgereiht4 ,da auch hier das ,schema ,altertum-,mittelalter-,neuzeit den ,blick endgltig verwirrte1 braucht kaum erwhnt zu werden4 ,in der ,tat steht selbst ein ,meisterwerk der strengsten ,renaissance wie der ,hof des ,palazzo ,farnese1 der ,vorhalle von ,st4 ,patroklus in ,soest1 dem ,innern des ,magdeburger ,doms und den ,treppenhusern sddeutscher ,schlsser des #ah4 ,jahrhunderts unendlich viel nher als dem ,tempel von ,pstum oder dem ,erechtheion4 ,dasselbe ,verhltnis besteht zwischen ,dorik und ,ionik4 ,deshalb kann die ionische ,sule mit dorischen ,bauformen eine ebenso vollkommene ,verbindung eingehen wie ,sptgotik und frhes ,barock in ,st4 ,lorenz zu ,nrnberg oder spte ,romanik mit sptem ,barock in dem schnen ,oberteil des ,mainzer ,westchores4 ,deshalb hat unser ,auge noch kaum gelernt1 im gyptischen ,stil die der dorisch-gotischen ,jugend und dem ionisch-barocken ,alter entsprechenden ,elemente des ,alten und des ,mittleren ,reiches zu unterscheiden1 die seit der #ab4 ,dynastie sich in der ,formensprache aller greren ,werke mit vollkommener ,harmonie durchdringen4 #ac ,der ,kunstgeschichte steht die ,aufgabe bevor1 die vergleichenden ,biographien der groen ,stile zu schreiben4 ,sie haben alle1 als ,organismen derselben ,gattung1 eine ,lebensgeschichte von verwandter ,struktur4 ,am ,anfang steht der verzagte1 demtige1 reine ,ausdruck einer eben erwachenden ,seele1 die noch nach einem ,verhltnis zur ,welt sucht1 der sie1 obwohl einer eigenen ,schpfung1 doch fremd und befremdet gegenber steht4 ,es liegt ,kinderangst in den ,bauten des ,bischofs ,bernward von ,hildesheim1 in der altchristlichen ,katakombenmalerei und den ,pfeilerslen vom ,anfang der #d4 ,dynastie4 ,ein ,vorfrhling der ,kunst1 ein tiefes ,ahnen knftiger ,gestaltenflle1 eine mchtige verhaltene ,spannung liegt ber der ,landschaft1 die sich1 noch ganz buerlich1 mit den ersten ,burgen und kleinen ,stdten schmckt4 ,dann folgt der jauchzende ,aufschwung in der hohen ,gotik1 den ,hochreliefs der konstantinischen ,zeit mit ihren ,sulenbasiliken und ,kuppelkirchen und den reliefgeschmckten ,tempeln der #e4 ,dynastie4 ,man begreift das ,sein2 der ,glanz einer vollkommen gemeisterten wunderbaren ,formensprache breitet sich aus und der ,stil reift zu einer majesttischen ,symbolik der ,tiefe und des ,schicksals heran4 ,aber der jugendliche ,rausch geht zu ,ende4 ,aus der ,seele selbst erhebt sich ,widerspruch4 ,renaissance1 dionysisch-musikalische ,feindschaft gegen die apollinische ,dorik1 der gyptisierende ,stil im ,byzanz von #dej gegenber der heiter-lssigen antiochenischen ,kunst bedeuten eine ,phase der ,auflehnung und versuchten oder erreichten ,zerstrung des ,erworbenen1 deren sehr schwierige ,errterung hier nicht am ,platze ist4 ,damit tritt das ,mannesalter des ,seelentums in ,erscheinung4 ,die ,kultur wird zum ,geiste der groen ,stdte1 die jetzt die ,landschaft beherrschen2 sie durchgeistigt auch den ,stil4 ,die erhabene ,symbolik verblat2 das ,ungestm bermenschlicher ,formen geht zu ,ende2 mildere weltlichere ,knste verdrngen die groe ,kunst des gewachsenen ,steins2 selbst in gypten wagen ,plastik und ,fresko sich etwas leichter zu bewegen4 ,der ,knstler erscheint4 ,er entwirft8 jetzt1 was bis dahin aus dem ,boden wuchs4 ,noch einmal steht das ,dasein1 das bewut gewordne1 vom ,lndlich-,traumhaften und ,mystischen gelst1 fragwrdig da und ringt nach einem ,ausdruck seiner neuen ,bestimmung3 zu ,beginn des ,barock1 wo ,michelangelo in wildem ,unbefriedigtsein und sich gegen die ,schranken seiner ,kunst bumend die ,peterskuppel auftrmt1 zur ,zeit ,justinians ,i41 wo seit #ebj die ,hagia ,sophia und die mosaikgeschmckten ,kuppelbasiliken von ,ravenna entstehen1 im gypten der ,zeit vor #bjjj und um #fjj in ,hellas1 wo viel spter noch schylus verrt1 was eine hellenische ,architektur in dieser entscheidenden ,epoche htte ausdrcken knnen und mssen4 ,dann erscheinen die leuchtenden ,herbsttage des ,stils3 noch einmal malt sich in ihm das ,glck der ,seele1 die sich ihrer letzten ,vollkommenheit bewut wird4 ,die ,rckkehr zur ,natur81 damals schon als nahe ,notwendigkeit von ,denkern und ,dichtern1 von ,rousseau1 ,gorgias und den ,gleichzeitigen8 der andern ,kulturen gefhlt und angekndigt1 verrt sich in der ,formenwelt der ,knste als empfindsame ,sehnsucht und ,ahnung des ,endes4 ,hellste ,geistigkeit1 heitre ,urbanitt und ,wehmut eines ,abschiednehmens3 von diesen letzten farbigen ,jahrzehnten der ,kultur hat ,talleyrand spter gesagt3 ,qui n'a pas vcu avant #aghi1 ne connait pas la douceur de vivre48 ,so erscheint die freie1 sonnige1 raffinierte ,kunst zur ,zeit der ,sesostris und ,amenemhet 7nach #bjjj74 ,dieselben kurzen ,momente gesttigten ,glcks tauchen auf1 als unter ,perikles die bunte ,pracht der ,akropolis und die ,werke des ,phidias und ,praxiteles entstanden4 ,wir finden sie ein ,jahrtausend spter zur ,abassidenzeit in der heitern ,mrchenwelt maurischer ,bauten mit ihren fragilen ,sulen und ,hufeisenbgen1 die sich im ,leuchten der ,arabesken und ,stalaktiten in die ,luft auflsen mchten1 und wieder ein ,jahrtausend darauf in der ,kammermusik ,haydns und ,mozarts1 den ,schfergruppen von ,meiner ,porzellan1 den ,bildern ,watteaus und ,guardis und den ,werken deutscher ,baumeister in ,dresden1 ,potsdam1 ,wrzburg und ,wien4 ,dann erlischt der ,stil4 ,auf die bis zum uersten ,grade durchgeistigte1 zerbrechliche1 der ,selbstvernichtung nahe ,formensprache des ,erechtheion und des ,dresdner ,zwingers folgt ein matter und greisenhafter ,klassizismus1 in hellenistischen ,grostdten ebenso wie im ,byzanz von #ijj und im ,empire des ,nordens4 ,ein ,hindmmern in leeren1 ererbten1 in archaistischer oder eklektischer ,weise vorbergehend wieder belebten ,formen ist das ,ende4 ,gewaltsam in ,szene gesetzte ,stile8 und exotische ,entlehnungen sollen den ,mangel an ,schicksal1 an innerer ,notwendigkeit ersetzen4 ,halber ,ernst und fragwrdige ,echtheit beherrschen das ,knstlertum4 ,in diesem ,falle befinden wir uns heute4 ,es ist ein langes ,spielen mit toten ,formen1 an denen man sich die ,illusion einer lebendigen ,kunst erhalten mchte4 #ad ,erst wenn man sich von der ,tuschung jener antiken ,kruste befreit hat1 die mit einer solchen archaistischen und eklektischen ,fortsetzung innerlich lngst erstorbener ,kunstbungen den jungen ,orient in der ,kaiserzeit berlagert2 wenn man in der altchristlichen ,kunst und in allem1 was in der sptrmischen wirklich lebendig ist1 die ,frhzeit des arabischen ,stils erkannt hat2 wenn man in der ,epoche ,justinians ,i4 das genaue ,seitenstck des spanisch-venezianischen ,barock wiederfindet1 wie es unter den groen ,habsburgern ,karl ,v4 und ,philipp ,,ii4 ,europa beherrschte2 in den ,palsten von ,byzanz mit ihren mchtigen ,schlachtenbildern und ,prunkszenen1 deren lngst untergegangene ,pracht hfische ,literaten wie ,prokop von ,csarea in euphuistisch schwlstigen ,reden und ,versen feiern1 ,madrid1 ,rubens und ,tintoretto2 erst dann gewinnt das bisher als ,einheit nicht begriffene ,phnomen der arabischen ,kunst -- das volle erste ,jahrtausend unserer ,zeitrechnung umfassend -- ,gestalt4 ,da es an entscheidender ,stelle im ,bilde der ,gesamtkunstgeschichte steht1 so hat das bisher waltende ,miverstndnis die ,erkenntnis der organischen ,zusammenhnge berhaupt verhindert4 ,merkwrdig und fr den1 der hier einen ,blick fr bisher unbekannte ,dinge gewonnen hat1 ergreifend ist es zu sehen1 wie diese junge ,seele1 vom ,geist der antiken ,zivilisation in ,fesseln gehalten1 unter den ,eindrcken vor allem der politischen ,allmacht ,roms es nicht wagte1 sich frei zu regen1 wie sie demtig sich veralteten und fremden ,formen unterwarf und sich mit griechischer ,sprache1 griechischen ,ideen und ,kunstelementen zu bescheiden suchte4 ,die inbrnstige ,hingabe an die ,mchte der jungen ,tageswelt1 wie sie die ,jugend jeder ,kultur bezeichnet1 die ,demut des gotischen ,menschen in seinen frommen1 hochgewlbten ,rumen mit den ,pfeilerstatuen und lichterfllten ,glasgemlden1 die hohe ,spannung der gyptischen ,seele inmitten ihrer ,welt der ,pyramiden1 ,lotossulen und ,reliefsle am ,nil mischt sich hier mit einem geistigen ,niederknien vor erstorbenen ,formen1 die man fr ewig hielt4 ,da ihre ,herbernahme und ,weiterbildung trotzdem nicht gelang1 da wider ,willen und unvermerkt1 ohne den ,stolz der ,gotik auf das ,eigne1 das man hier1 im ,syrien der ,kaiserzeit1 fast beklagte und als ,verfall empfand1 eine geschlossene neue ,formenwelt emporstieg und mit ihrem ,geiste -- unter der ,maske griechisch-rmischer ,baugewohnheiten -- selbst ,rom erfllte1 wo syrische ,meister am ,pantheon und den ,kaiserforen arbeiteten1 das beweist wie kein zweites ,beispiel die ,urkraft eines jungen ,seelentums1 das seine ,welt erst noch zu erobern hat4 ,die ,seelengeschichte dieser ,frhzeit erzhlt die ,basilika1 der ,typus der morgenlndischen ,kirche1 von ihrer heute noch rtselhaften ,abkunft aus spthellenistischen ,formen bis zu ihrer ,vollendung im ,zentralkuppelbau der ,hagia ,sophia4 ,sie ist von ,anfang an1 und darin liegt das magische ,weltgefhl1 als ,innenraum gedacht4 ,der antike ,tempel war bis zuletzt ein ,krper4 ,aber man kann diese frharabische ,kunst nicht verstehen1 wenn man sie1 wie es heute geschieht1 durchaus als altchristliche behandelt und auf die produktiven ,grenzen dieser ,glaubensgemeinschaft beschrnkt4 ,man mte dann auch die ,kunst des ,mithras-1 ,isis-1 ,sonnenkultus1 der ,synagoge des ,neuplatonismus zunchst fr sich1 nach ,architektur1 ,symbolik und ,ornament behandeln und dann aus der ,gruppe dieser uerungen eines und desselben ,kunstwollens das ,frharabische als ,einheit destillieren4 ,aber die ,macht der antiken ,vormundschaft hat es beinahe niemals ganz rein hervortreten lassen4 ,die frhchristlich-sptantike ,kunst zeigt dieselbe ornamentale und figrliche ,mischung von ererbtem ,fremden und eben geborenem ,eignen wie die karolingisch-frhromanische4 ,dort mischt sich ,hellenistisches mit ,frhmagischem1 hier ,maurisch-,byzantinisches mit ,faustischem4 ,der ,forscher mu ,linie fr ,linie1 ,ornament fr ,ornament auf das ,formgefhl hin untersuchen1 um die beiden ,schichten voneinander zu trennen4 ,in jedem ,architrav1 jedem ,fries1 jedem ,kapitl findet ein heimliches ,ringen zwischen dem gewollten alten und den ungewollten1 aber siegreichen neuen ,formen statt4 berall wirkt das ,sichdurchdringen spthellenistischen und frharabischen ,formgefhls verwirrend1 in den ,bildnisbsten der ,stadt ,rom1 wo oft nur die ,haarbehandlung der neuen ,formweise angehrt1 in den ,akanthusranken oft ein und desselben ,frieses1 wo die ,arbeit des ,meiels und des ,tiefbohrers nebeneinander stehen1 in den ,sarkophagen des #b4 ,jahrhunderts1 wo eine primitive ,stimmung in der ,art ,giottos und ,pisanos sich mit einem gewissen spten grostdtischen ,naturalismus1 bei dem man etwa an ,david oder ,carstens denkt1 kreuzt1 und in ,bauten wie dem von einem ,syrer erbauten ,pantheon -- der ,urmoschee6 --1 der ,basilika des ,maxentius und dem ,trajansforum neben manchen noch sehr antik empfundenen ,teilen der ,thermen und ,kaiserfora1 dem ,forum des ,nerva z4 ,b4 ,trotzdem ist das arabische ,seelentum um seine ,blte betrogen worden1 wie ein junger ,baum1 den ein gestrzter ,urwaldstamm im ,wachsen hindert und verkmmern lt4 ,hier findet sich keine leuchtende ,epoche1 die als solche gefhlt und erlebt wurde wie damals1 als mit den ,kreuzzgen zugleich die ,holzdecken der ,dome sich zu ,kreuzgewlben schlossen und die ,idee des unendlichen ,raumes durch ihr ,inneres verwirklicht und vollendet wurde4 ,die politische ,schpfung ,diokletians -- des ersten ,kalifen -- wurde durch die ,tatsache in ihrer ,schnheit gebrochen1 da es die ganze ,masse stadtrmischer ,verwaltungspraktiken war1 die er1 auf antikem ,boden1 als gegeben anerkennen mute und die sein ,werk zu einer bloen ,reform verjhrter ,zustnde herabsetzte4 ,und doch tritt mit ihm die ,idee des arabischen ,staates ans ,licht4 ,erst aus ihm und dem politischen ,typus des eben damals entstandenen ,sassanidenreiches zusammen lt sich das ,ideal ahnen1 das hier zur ,entfaltung htte kommen sollen4 ,und so war es berall4 ,man hat bis zum heutigen ,tage als letzte ,schpfungen der ,antike bewundert1 was sich selbst nicht anders aufgefat wissen wollte3 ,das ,denken ,plotins und ,mark ,aurels1 die ,kulte der ,isis1 des ,mithras1 des ,sonnengottes1 die diophantische ,mathematik und die gesamte ,kunst1 welche die ,renaissance nachher unter ,ausscheidung alles echt ,griechischen als antik8 wieder aufleben lt4 ,dies allein erklrt die ungeheure ,vehemenz1 mit welcher die durch den ,islam endlich befreite und entfesselte arabische ,kultur sich auf alle ,lnder warf1 die ihr seit ,jahrhunderten innerlich zugehrten1 das ,zeichen einer ,seele1 die fhlt1 da sie keine ,zeit zu verlieren hat1 die voller ,angst die ersten ,spuren des ,alters bemerkt1 bevor sie eine ,jugend hatte4 ,diese ,befreiung des magischen ,menschentums ist ohne ,gleichen4 ,syrien wird #fcd erobert1 man mchte sagen erlst1 ,damaskus #fce1 ,ktesiphon #fcg4 #fda wird gypten und ,indien erreicht1 #fdg ,karthago1 #fgf ,samarkand1 #gaj ,spanien2 #gcb stehen die ,araber vor ,paris4 ,so drngt sich hier in der ,hast weniger ,jahre die ganze ,summe aufgesparter ,leidenschaft1 verspteter ,schpfungen1 zurckgehaltener ,taten zusammen1 mit denen andre ,kulturen1 langsam aufsteigend1 die ,geschichte von ,jahrhunderten fllen konnten4 ,die ,kreuzfahrer vor ,jerusalem1 die ,hohenstaufen in ,sizilien1 die ,hansa in der ,ostsee1 die ,ordensritter im slawischen ,osten1 die ,spanier in ,amerika1 die ,portugiesen in ,ostindien1 das ,reich ,karls ,v41 in dem die ,sonne nicht unterging1 die ,anfnge der englischen ,kolonialmacht unter ,cromwell -- das alles sammelt sich in der einen ,entladung1 welche die ,araber nach ,spanien1 ,frankreich1 ,indien und ,turkestan fhrte4 ,es ist wahr3 ,alle ,kulturen mit ,ausnahme der gyptischen und vielleicht der chinesischen haben unter der ,vormundschaft lterer ,kultureindrcke gestanden2 fremde ,elemente erscheinen in jeder dieser ,formenwelten4 ,die faustische ,seele der ,gotik1 schon durch die arabische ,herkunft des ,christentums in der ,richtung ihrer ,ehrfurcht geleitet1 griff nach dem reichen ,schatz sptarabischer ,kunst4 ,das ,arabeskenwerk einer unleugbar sdlichen1 ich mchte sagen ,arabergotik umspinnt die ,fassaden der ,kathedralen von ,burgund und der ,provence1 beherrscht die ,sprache des ,straburger ,mnsters mit einer ,magie in ,stein und fhrt berall1 an ,statuen und ,portalen1 in ,gewebemustern1 ,schnitzereien1 ,metallarbeiten1 nicht zum wenigsten in den krausen ,figuren des scholastischen ,denkens und einem der hchsten abendlndischen ,symbole1 der ,sage vom heiligen ,gral1#ff einen stillen ,kampf mit dem nordischen ,urgefhl einer ,wikingergotik1 wie sie im ,innern des ,magdeburger ,domes1 der ,spitze des ,freiburger ,mnsters und der ,mystik ,meister ,eckarts herrscht4 ,der ,spitzbogen droht mehr als einmal seine bindende ,linie zu sprengen und in den ,hufeisenbogen maurisch-normannischer ,bauten berzugehen4 ,die apollinische ,kunst der dorischen ,frhzeit1 deren erste ,intentionen fast verschollen sind1 hat ohne ,zweifel gyptische ,formen wie den ,typus der frontalen ,statue und das ,motiv der ,sulenreihe herbergenommen1 um an ihnen zu einer eignen ,symbolik zu gelangen4 ,nur die magische ,seele wagte es nicht1 die ,mittel sich anzueignen1 ohne sich ihnen hinzugeben1 und das macht die ,psychologie des arabischen ,stils so unendlich aufschlureich4 #ae ,so erwchst aus der ,idee des ,makrokosmos1 die im ,stilproblem vereinfacht und falicher vor ,augen tritt1 eine ,flle von ,aufgaben1 deren ,behandlung der ,zukunft angehrt4 ,die ,formenwelt der ,knste fr eine ,durchdringung des ,seelischen nutzbar zu machen1 indem man sie durchaus physiognomisch und symbolisch auffat1 ist ein ,unternehmen1 dessen bisher gewagte ,versuche von unverkennbarer ,drftigkeit sind4 ,man wei nichts von einer wirklichen ,psychologie der architektonischen ,grundformen4 ,man ahnt nicht1 welche ,aufschlsse in dem ,bedeutungswandel liegen1 den eine solche ,form bei der bernahme durch eine andere ,kultur erfhrt4 ,die ,seelengeschichte der ,sule ist noch nie erzhlt worden4 ,man hat keinen ,begriff von der ,tiefe einer ,symbolik der ,kunstmittel1 der ,kunstwerkzeuge4 ,ich deute hier nur einzelnes an1 um diese ,fragen einer spteren ,errterung vorzubehalten4 ,da sind die ,mosaiken1 die in hellenischer ,zeit1 aus ,marmorstcken1 undurchsichtig1 leibhaft-euklidisch gebildet1 wie die berhmte ,alexanderschlacht in ,neapel den ,fuboden verzierten1 die aber mit dem ,erwachen der arabischen ,seele1 nunmehr aus ,glasstiften zusammengesetzt und mit einer ,unterlage von ,goldschmelz1 die ,wnde und ,decken der ,kuppelbasiliken gleichsam verhllen4 ,diese frharabische1 von ,syrien ausgehende ,mosaikmalerei entspricht durchaus der ,stufe nach den ,glasgemlden gotischer ,dome2 es sind zwei frhe ,knste im ,dienste der religisen ,architektur4 ,die eine weitet den ,kirchenraum durch das einstrmende ,licht zum ,weltraum1 die andere verwandelt ihn in jene magische ,sphre1 deren ,goldflimmer aus der irdischen ,wirklichkeit zu den ,visionen ,plotins1 des ,origenes1 der ,manicher1 ,gnostiker und ,kirchenvter und der apokalyptischen ,dichtungen -- von der des ,johannes bis zu der des ,styliten ,ephraim im #d4 ,jahrhundert -- entrckt4 ,da ist das prachtvolle ,motiv der ,verbindung des ,rundbogens mit der ,sule1 ebenfalls eine syrische ,schpfung des #c4 -- hochgotischen8 -- ,jahrhunderts4 ,die eminente ,bedeutung dieses spezifisch magischen ,motivs1 das allgemein als antik gilt und fr die meisten die ,antike geradezu reprsentiert1 ist bisher nicht im entferntesten erkannt worden4 ,der gypter hatte seine ,pflanzensulen ohne tiefere ,beziehung zur ,decke gelassen4 ,sie reprsentierten das ,wachstum1 nicht die ,kraft4 ,die ,antike1 fr welche die monolithe ,sule das strkste ,symbol euklidischen ,daseins war1 ganz ,krper1 ganz ,einheit und ,ruhe1 verband sie in strengem ,gleichma von ,vertikale und ,horizontale1 von ,kraft und ,last1 mit dem ,architrav4 ,hier aber -- das von der ,renaissance mit tragikomischem ,irrtum als echt antik bevorzugte ,motiv1 das die ,antike gar nicht besa und nicht besitzen konnte6 -- wchst unter ,verleugnung des stofflichen ,prinzips der ,last und ,trgheit der lichte ,bogen aus schlanken ,sulen auf2 die hier verwirklichte ,idee der ,lsung von aller ,erdenschwere ist mit der gleichzeitigen der frei ber dem ,boden schwebenden ,kuppel aufs tiefste verwandt1 ein magisches ,motiv von strkster ,kraft des ,ausdrucks1 das seine ,vollendung folgerichtig im maurischen ,rokoko8 der ,moscheen1 z4 ,b4 der von ,cordova fand1 wo berirdisch zarte ,sulen1 oft ohne ,basis aus dem ,boden wachsend1 nur durch einen geheimen ,zauber fhig erscheinen1 diese ganze ,welt zahlloser gekerbter ,bgen1 leuchtender ,ornamente1 ,stalaktiten und farbensatter ,gewlbe zu tragen4 ,man kann1 um die ganze ,bedeutung dieser architektonischen ,grundform der arabischen ,kunst herauszuheben1 die ,verbindung von ,sule und ,architrav das apollinische1 die von ,sule und ,rundbogen das magische1 die von ,pfeiler und ,spitzbogen das faustische ,leitmotiv nennen4 ,nehmen wir ferner die ,geschichte des ,akanthusmotivs4 ,in der ,form1 wie es z4 ,b4 am ,lysistratesdenkmal erscheint1 ist es eines der bezeichnendsten der antiken ,ornamentik4 ,es hat ,krper4 ,es bleibt ,einzelding4 ,es ist mit einem ,blick in seiner ,struktur zu erfassen4 ,schon in der ,kunst der rmischen ,kaiserfora 7des ,nerva1 des ,trajan71 am ,mars-,ultortempel erscheint es schwerer und reicher4 ,die organische ,gliederung wird so kompliziert1 da sie in der ,regel studiert sein will4 ,die ,tendenz1 die ,flche zu fllen1 tritt hervor4 ,in der byzantinischen ,kunst -- von deren latentem sarazenischem ,zuge8 schon ,a4 ,riegl spricht1 ohne den hier aufgedeckten ,zusammenhang zu ahnen -- wird das ,akanthusblatt in ein unendliches ,rankenwerk zerlegt1 das wie in der ,hagia ,sophia vllig unorganisch ganze ,flchen deckt und berzieht4 ,zu dem antiken ,motiv treten die ursemitischen des ,weinlaubs und der ,palmette1 die schon im altjdischen ,ornament eine ,rolle spielen4 ,die ,flechtbandmuster sptrmischer8 ,mosaikfubden und ,sarkophagkanten1 auch geometrische ,flchenmuster werden aufgenommen und endlich entsteht in ,syrien und dem ,sassanidenreich bei steigender ,bewegtheit und verwirrender ,wirkung die ,arabeske4 ,sie ist1 antiplastisch bis zum uersten1 das eigentlich magische ,motiv4 ,selbst unkrperlich1 entkrpert sie den ,gegenstand1 den sie in endloser ,flle berzieht4 ,ein ,meisterwerk dieser ,art1 ein ,stck ,architektur1 das vllig der ,ornamentik unterworfen ist1 stellt die ,fassade des von den ,ghazaniden erbauten ,wstenschlosses ,m'schatta 7jetzt in ,berlin7 dar4 ,die ber das ganze ,abendland verbreitete und das ,karolingerreich vllig beherrschende ,kunst byzantinisch-islamitischen ,stils wird grtenteils von orientalischen ,knstlern gepflegt oder als ,ware importiert4 ,ravenna1 ,lucca1 ,venedig1 ,granada sind die ,wirkungszentren dieser damals hochzivilisierten ,formensprache1 die in ,italien noch um #ajjj ausschlielich galt1 als im ,norden die ,formen einer neuen ,kultur schon fertig und gefestigt waren4 ,endlich die vernderte plastische ,auffassung des menschlichen ,krpers4 ,sie erfhrt mit dem ,siege des arabischen ,weltgefhls eine vllige ,umkehrung4 ,fast in jedem ,rmerkopfe der vatikanischen ,sammlung1 der zwischen #ajj und #bej entstanden ist1 lt sich der ,gegensatz von apollinischem und magischem ,gefhl1 zwischen der ,fundamentierung des ,ausdruckes in der ,lagerung der ,muskelpartien oder im ,blick8 feststellen4 ,man arbeitet -- in ,rom selbst seit ,hadrian -- vielfach mit dem ,steinbohrer1 einem ,werkzeug1 das dem euklidischen ,gefhl dem ,stein gegenber vllig widerspricht4 ,das ,krperhafte1 ,stoffliche des ,marmorblocks wird durch die ,arbeit mit dem ,meiel1 der die ,grenzflchen heraushebt1 bejaht1 durch den ,bohrer1 der die ,flchen bricht und damit ,helldunkelwirkungen schafft1 verneint4 ,dementsprechend erlischt1 gleichviel ob bei heidnischen8 oder christlichen ,knstlern1 der ,sinn fr die ,erscheinung des nackten ,krpers4 ,man betrachte die flachen und leeren ,antinousstatuen1 die doch entschieden antik gemeint waren4 ,hier ist nur der ,kopf physiognomisch bemerkenswert1 was in der attischen ,plastik nie der ,fall ist4 ,die ,gewandung erhlt einen ganz neuen ,sinn1 der die ,erscheinung schlechthin beherrscht4 ,die ,konsularstatuen auf dem ,kapitol sind vorzgliche ,beispiele4 ,durch die gebohrten ,pupillen der ins ,weite gerichteten ,augen wird der gesamte ,ausdruck dem ,krper entzogen und in jenes pneumatische81 magische ,prinzip gelegt1 das der ,neuplatonismus und die ,beschlsse der christlichen ,konzilien nicht weniger als die ,mithrasreligion und der stadtrmische ,isiskult im ,menschen voraussetzen4 ,funoten3 ,footnote #ei3 ,wir wissen heute1 da der ,dichter dieser ,iliaspartie mykenische ,kunstwerke vor ,augen hatte1 deren ,sinn er vielfach falsch verstand4 ,footnote #fj3 ,so wirkt die ,angst noch in spten ,zustnden4 ,alle furchtsamen ,menschen sind konventionell4 ,alle sozialen ,konventionen reprsentieren die ,furcht eines ,standes vor dem ,unvorhergesehenen4 ,footnote #fa3 ,auch die sozialen ,konventionen sptester ,zeiten haben den ,charakter eines ,opfers nicht ganz verloren4 ,in der franzsischen ,verfassungsgeschichte seit #aghi liegt ein ,schatten der ,fabel vom ,ring des ,polykrates4 ,footnote #fb3 ,die syrischen ,sonnenkulte gehren wie der ,mithras- und ,serapiskult neben dem ,urchristentum zu den frharabischen ,religionen magischen ,stils4 ,auer dem ,tempel von ,baalbek1 der trotz vllig antiker ,details mit seinen ,innenhfen als ,ganzes einen neuen ,baugedanken1 ein neues ,weltgefhl ausdrckt1 hatten auch das ,serapeion zu ,milet und die groe ,synagoge zu ,alexandria eine hohe formale ,verwandtschaft mit dem altchristlichen ,basilikentypus4 ,footnote #fc3 ,es steht mir auer ,zweifel1 da die ,griechen1 als sie vom ,antentempel zum ,peripteros kamen1 zur selben ,zeit1 wo die ,rundplastik sich ebenfalls an unzweifelhaft gyptischen ,vorbildern vom ,reliefmigen emanzipierte 7,apoll von ,tenea71 unter dem mchtigen ,eindruck gyptischer ,sulenreihen standen4 ,das lt die ,tatsache unberhrt1 da das ,motiv der antiken ,sule und die antike ,verwendung des ,reihenprinzips etwas vollkommen ,selbstndiges sind4 ,footnote #fd3 ,die ,klarheit in der ,anlage der gyptischen und abendlndischen ,geschichte gestattet einen bis ins einzelne gehenden ,vergleich1 der wohl einer kunsthistorischen ,untersuchung wert wre4 ,die #d4 ,dynastie des strengen ,pyramidenstils 7#bicj-bgej1 ,cheops1 ,chephren7 entspricht der ,romanik und ,frhgotik 7#ijj-aajj72 die #e4 ,dynastie 7#bgej-bfbe1 ,sahu-r7 der ,hochgotik 7#aajj bis #abej72 die #f4 ,dynastie1 die ,bltezeit der archaischen ,bildniskunst 7#bfbe bis #bdge1 ,phiops ,i4 und ,,ii47 der spten ,gotik 7#abej-adjj74 ,footnote #fe3 ,wie die vornehme ,welt des #ah4 ,jahrhunderts die vollkommene1 leichte und selbstverstndliche ,beherrschung guter ,formen geno4 ,footnote #ff3 ,die ,gralssage enthlt neben altkeltischen starke arabische ,gefhlsmomente1 aber die ,gestalt ,parzevals1 dort1 wo ,wolfram von ,eschenbach ber sein ,vorbild ,chrestien hinausgeht1 ist rein faustisch4 ,,viertes ,,kapitel ,,musik ,,und ,,plastik ,i ,,die ,,bildenden ,k,,nste #a ,am ,anfang einer ,betrachtung1 fr die nicht ,entstehung und ,sinn von ,kunstwerken1 sondern von ,kunstgattungen ,problem ist1 wird eine ,andeutung dessen notwendig1 was unter ,kunstform verstanden werden soll1 insofern es sich nmlich nicht um ,mittel und ,ziele des persnlichen1 bewuten ,kunstwollens1 sondern um den ,drang ganzer ,zeitalter handelt1 der sich in einer ,richtung bewegt1 die niemand kennt und will und der jeder ,einzelne trotzdem unterworfen ist4 ,definitionen und sthetische ,thesen sind hier gleich unzulnglich4 ,wer auch das ,wort ,kunstform gebrauchte1 hat nicht hindern knnen1 da jeder dabei an etwas anderes dachte4 ,es gibt ohne ,zweifel berall1 wo eine lebendige ,kunst ausgebt wird1 eine gewisse ,summe formaler ,grundstze1 nenne man sie ,kanon1 ,tradition1 ,schule1 die gelehrt und gelernt werden kann1 deren ,beherrschung ,meisterschaft verleiht und deren ,entwicklung mancher ausschlielich im ,auge hat1 wenn er seinem ,buche den ,titel ,kunstgeschichte gibt4 sthetik und ,philosophie haben sich immer darin gefallen1 dies kommensurable ,element in ein ,system zu bringen4 ,das eigentliche ,geheimnis der ,form scheint auf diesem ,wege aber eher verfehlt als erreicht4 ,ein ,kunstwerk ist etwas ,unendliches4 ,es enthlt die ganze ,welt in sich4 ,es ist1 wenn es berhaupt ,bedeutung besitzt und nicht lediglich ein gewolltes und geleistetes ,stck ,arbeit darstellt1 ein ,mikrokosmos1 unerschpflich im ganzen und begreiflich nur in den vordersten ,einzelheiten4 ,was man an ihm durch den ,verstand erfassen und also in ein ,system bringen kann1 gehrt zur ,oberflche4 ,wre es nicht der eigentliche ,sinn der groen ,schulen1 mit und unter dem ,schatz mitteilbarer ,fertigkeiten noch etwas ganz anderes weniger zu vererben als zu erwecken1 so wre ihre tatschlich entscheidende ,bedeutung -- denn ohne ,konvention gibt es keine ,kunst -- kaum verstndlich4 ,eine ganz andre ,form1 ,form der ,seele1 wenn man das ,unbeschreibliche so bezeichnen darf1 steckt in dem1 was die ,leute ,inhalt8 nennen4 ,ich litt und liebte1 das war die eigentliche ,gestalt meines ,herzens18 heit es im ,wilhelm ,meister1 in den ,bekenntnissen einer schnen ,seele4 ,es gibt1 nicht nur im ,bereich der ,kunst1 ,form1 die aus der ,angst1 und ,form1 die aus der ,sehnsucht stammt4 ,die eine bannt1 indem sie ,namen nennt und ,regeln auferlegt1 die andere offenbart4 ,fr jene ist die sinnliche ,empfindung ,substanz1 fr diese ,medium4 ,es gibt ,knstler1 die nur eine von ihnen in der ,gewalt haben4 ,jean ,paul ist arm an ,form1 sobald man an die denkt1 welche ,racine mit ,meisterschaft handhabt4 ,bei ,beethoven droht die eine die andre stndig zu vernichten4 ,es gibt eine stets gewordne1 also wirkliche1 und eine ewig werdende1 also unwirkliche ,form4#fg ,die erste1 starre1 bedingt das ,dasein alles schon ,vollendeten1 alles dessen1 was im ,bereiche der natrlichen ,welt ist84 ,die ,grundregeln einer ,fuge oder plastischen ,gruppe liegen der ,erscheinung der einzelnen ,kunstwerke fr das ,auge oder ,ohr in genau derselben ,art a priori zugrunde1 wie ,kants ,anschauungsformen und ,verstandeskategorien der ,erscheinung der natrlichen ,dinge4 ,diese elementare ,gestalt1 der ,krper8 des ,werkes1 kausalen ,prinzipien -- der knstlerischen ,logik8 -- unterworfen1 durch die jedes ,kunstwerk der ,wirklichkeit1 dem ,inbegriff alles ,begrenzten und ,gesetzten angehrt1 ist wie alles ,wirkliche vergnglich4 ,es gibt keine unsterblichen ,meisterwerke84 ,die letzte ,orgel1 die letzte ,stradivariusgeige wird endlich einmal zertrmmert sein4 ,die ganze ,zauberwelt unsrer ,sonaten1 ,trios1 ,sinfonien1 ,arien1 deren ,formensprache samt der ganzen ,flle eigens fr sie erfundener und nur zur faustischen ,seele redender ,instrumente erst vor wenigen ,jahrhunderten entstand1 fr uns und aus uns heraus1 wird wieder verstummen und verschwinden4 ,denn was wissen wir von der indischen1 der chinesischen ,musik und den seelischen ,erschtterungen1 die ihre ,regeln weckten8 ,die hchsten ,momente ,beethovenscher ,melodik und ,harmonik1 fr uns1 die ,eingeweihten1 wundervoll1 sind fr alle fremden und kommenden ,kulturen ein trichtes ,gekrchz1 das mit sonderbaren ,instrumenten hervorgerufen wurde4 ,von den ,fresken ,polygnots ist nichts geblieben1 und das erspart uns die ,notwendigkeit1 sie mizuverstehen4 ,die ,bauten der ,maya1 sicherlich ,meisterwerke fr die ,generationen ihrer ,erbauer1 sind fr uns ,kuriositten1 nicht mehr1 und dasselbe werden das ,straburger ,mnster1 der ,palazzo ,farnese1 ,radierung1 ,kupferstich1 ,reim und ,drama fr sptere ,menschen sein4 ,die ,leinwand1 auf die ,rembrandt und ,tizian ihre tiefsten ,schpfungen malten1 geht der ,vernichtung entgegen1 aber noch frher vielleicht der ,rest von ,menschen1 fr die diese ,gemlde mehr als eben bunte ,leinwand sind4 ,was sind fr den ,fellachen gyptens und den indischen ,kuli die ,pyramidentempel und die ,veden ihrer ,vorfahren8 ,was wissen wir von der ,wirkung griechischer ,verse auf die ,menschen ihrer ,zeit8 ,was da vernichtet wird und vernichtet werden kann1 indem es aufhrt1 fr die ,seele irgendeines ,menschen noch ,wirklichkeit zu sein und ,sinn zu haben1 ist gewordene ,form4 ,alles dies berhrt die andre nicht1 die in stetem ,werden sich erschliet1 die eigentlich lebendige1 die ,gestalt der ,seele4 ,auch ein ,kunstwerk hat ,seele3 es ist das ,seelentum berhaupt1 jenseits der ,grenze von ,raum1 ,grenze und ,zahl4 ,diese ,gestalt bedarf keiner ,wirklichkeit1 um zu sein4 ,sie entsteht und vergeht nicht4 ,selbst die verlornen -- aus dem sinnlichen1 natrlichen ,dasein verschwundenen -- ,tragdien des schylus sind noch1 nicht in ihrer geschriebenen oder gesprochnen ,form1 nicht als krperhafte ,werke1 nicht fr das ,tagesbewutsein irgendeines ,menschen1 aber in einer ,wesenheit1 die unzerstrbar ist4 ,es ist dies ein ,mysterium1 das alle ,worte nur unzulnglich und falsch ausdrcken knnen4 ,deshalb haftet1 aus einem sehr tiefen ,zusammenhange1 an der krperhaften ,erscheinung der grten ,kunstwerke etwas ,fragmentarisches1 ohne da die ,mehrzahl der ,betrachter sich dessen bewut wrde4 ,nach auen hin1 fr den ,kunstverstand1 fr die ,sinne1 mgen sie vollendet sein1 nach innen sind sie es nie und man fhlt in gewissen ,stunden1 weshalb es so sein mu4 ,das gilt nicht nur von ,lionardos ,gemlden und ,goethes ,faust und ,meister2 auch ,rembrandts ,radierungen haben etwas ,suchendes1 nichts ,fertiges82 die ,musik des ,tristan fragt und fragt1 ohne zu antworten2 der ,hamlet ist nicht weniger ,torso als der ,sturm und das ,wintermrchen2 ,kleist hat den ,robert ,guiskard immer wieder verbrannt und ,dostojewski die ,brder ,karamasow und ,raskolnikow unvollendet gelassen1 im sichren ,bewutsein der ,unzulnglichkeit jeder ,verwirklichung der ,idee4 ,von allen ,knstlern und ,dichtern1 die ber ihre ,wirksamkeit ,rechenschaft ablegten1 wissen und sehen wir1 wie vieles ,entwurf und ,idee -- innere ,gestalt -- blieb1 nur weil die ,mglichkeit einer wirklichen1 natrlichen1 ueren ,form nicht erschien4 ,fertig zu werden1 vollkommen abgeschlossen und beendet1 nicht nur geendet zu sein1 ist das ,kennzeichen von ,werken geringeren ,ranges2 eine ,sache der bung1 der ,erfahrung1 des spezifischen ,talents4 ,diese ,form ruft den ,typus des ,virtuosen und den des ,kenners hervor4 ,die andre ist ein mystisches ,erlebnis1 ber das weder der echte ,knstler noch der1 fr den er schafft1 ,gewalt hat4 ,der letztere vollendet sich1 der erstere vollendet seine ,werke4 ,in den ,hnden des einen erfahren die technischen ,mittel1 die sich eine ,kultur gewhlt hat1 ihre hchste ,vervollkommnung2 der andre ist selbst ,mittel in den ,hnden des ,schicksals einer ,kultur4 ,was ,stze nicht deutlicher sagen knnen1 mag vielleicht so versinnbildlicht werden3 ,seele ------------------ ,welt ,dasein ,vollendung mglich wirklich ---------------------- v v ,idee 7,phnomen7 ,element 7,welt7 ,sehnsucht ,angst ,kunst ,religion ,technik 7allgemein7 7speziell7 ,gestalt des ,herzens8 ,kunstform8 ,schpfung1 ,empfngnis ,arbeit1 ,ordnung ,genie8 ,talent8 ,knstler ,gefhl 7es87 ,verstand 7ich87 ,intuition _/ ,konvention 7,einsamkeit7 _/ 7,schule7 _/ _/ v _/ v ,jean ,paul _/ ,racine ,lionardo ,x ,manet ---------------------- v ,rembrandt1 ,mozart #b ,das ,weltgefhl des hheren ,menschen hat seinen symbolischen ,ausdruck1 wenn man von den mathematischen und physikalischen ,vorstellungskreisen absieht1 am deutlichsten in den bildenden ,knsten gefunden1 deren es unzhlige gibt4 ,auch die ,musik gehrt dazu und htte man ihre sehr verschiedenen ,arten in die abstrakten ,erwgungen ber den ,gang der ,kunstgeschichte einbezogen1 anstatt sie vom ,gebiet der malerisch-plastischen ,knste zu trennen1 so wre man im ,verstehen dessen1 um was es sich in dieser ,entwicklung auf ein ,ziel hin berhaupt handelt1 sehr viel weiter gekommen4 ,aber man wird den ,gestaltungsdrang1 der hier seiner selbst unbewut am ,werke ist1 niemals begreifen1 wenn man die ,unterscheidung optischer und akustischer ,mittel fr mehr als uerlich hlt4 ,das ist es nicht1 was ,knste voneinander scheidet4 ,die ,kunst des ,auges und ,ohres -- damit ist gar nichts gesagt4 ,die physiologischen ,bedingungen des ,ausdrucks1 der ,empfngnis1 der ,vermittlung hat nur das #ai4 ,jahrhundert berschtzen knnen4 ,so wenig ein ,bild von ,lorrain und ,watteau sich im eigentlichen ,sinne an das leibliche ,auge wendet1 so wenig die ,musik seit ,bach an das leibliche ,ohr4 ,das antike ,verhltnis zwischen ,kunstwerk und ,sinnesorgan1 an das hier immer1 und zwar durchaus nicht in richtiger ,weise gedacht wird1 ist ein ganz anderes1 viel einfacheres und stofflicheres als das unsrige4 ,wir lesen ,othello und ,faust1 wir studieren ,partituren1 um den ,geist dieser ,werke ganz rein auf uns wirken zu lassen4 ,hier wird von den ueren ,sinnen immer an den inneren1 die ,einbildungskraft appelliert4 ,der unendliche ,szenenwechsel gegenber der antiken ,einheit des ,ortes ist nur so zu verstehen4 ,im extremen ,falle1 wie gerade beim ,faust1 ist eine den ,gehalt des ,ganzen erschpfende1 reale ,wiedergabe gar nicht mglich4 ,aber auch in der ,musik1 bei ,mozart1 bei ,beethoven1 bei ,wagner erleben wir hinter dem sinnlichen ,eindruck eine ganze ,welt andrer1 in der erst alle ,flle und ,tiefe zum ,vorschein kommt und ber die sich nur in bertragenen ,bildern -- denn die ,harmonik zaubert uns da blonde1 braune1 dstre1 goldige ,farben1 ,dmmerungen1 ,gipfelreihen ferner ,gebirge1 ,gewitter1 ,frhlingslandschaften1 versunkene ,stdte1 seltsame ,gesichter hin -- reden lt4 ,es ist kein ,zufall1 da ,beethoven seine letzten ,werke geschrieben hat1 als er taub war4 ,damit hatte sich gleichsam die letzte ,fessel gelst4 ,fr diese ,musik ist ,sehen und ,hren gleichmig eine ,brcke zur ,seele1 nicht mehr4 ,dem ,griechen ist diese visionre ,art des ,kunstgenieens ganz fremd4 ,er betastet den ,marmor mit dem ,auge4 ,auge und ,ohr sind fr ihn ,empfnger des ganzen gewollten ,eindrucks4 ,uns waren sie es schon in der ,gotik nicht mehr4 ,in ,wirklichkeit sind ,tne etwas ,zahlenmiges so gut wie ,linien2 ,harmonien1 ,melodien1 ,reime1 ,rhythmen1 so gut wie ,perspektive1 ,proportion1 ,schatten und ,kontur4 ,der ,abstand zwischen zwei ,arten von ,malerei kann unendlich viel grer sein als der zwischen einer gleichzeitigen ,malerei und ,musik4 ,gegenber einer ,statue des ,myron gehren eine ,landschaft von ,rembrandt und die ,pastoralsinfonie von ,beethoven zu ein und derselben ,kunst4 ,ihre innere ,formensprache ist in dem ,grade identisch1 da der ,unterschied optischer und akustischer ,mittel dagegen verschwindet4 ,der ,wert1 welchen die ,kunstwissenschaft von jeher auf eine reinliche begriffliche ,abgrenzung der einzelnen ,kunstgebiete gelegt hat1 beweist lediglich1 da man in die ,tiefe des ,problems nicht eingedrungen ist4 ,vor allem hat die ,pedanterie der ,systematiker und das oberflchliche ,bedrfnis nach bequemer ,einteilung den ,erfolg kunstphilosophischer ,arbeiten verdorben4 ,nach den alleruerlichsten ,kunstmitteln das unendliche ,gebiet in vermeintlich stationre ,einzelknste -- mit unwandelbaren ,formprinzipien6 -- aufzulsen1 das war immer der erste ,schritt4 ,man trennte ,musik und ,malerei1 ,musik und ,drama1 ,malerei und ,plastik2 dann definierte man die8 ,malerei1 die8 ,plastik1 die8 ,tragdie4 ,aber das greifbare ,resultat technischer ,ausdrucksmittel ist nicht viel mehr als die ,maske des eigentlichen ,werkes4 ,stil ist nicht1 wie der flache ,semper -- ein echter ,zeitgenosse ,darwins und des ,materialismus -- meinte1 das ,produkt von ,material1 ,technik und ,zweck4 ,er ist im ,gegenteil das1 was dem ,kunstverstand gar nicht zugnglich ist1 ein ,schicksal1 eine ,atmosphre des ,geistigen4 ,er hat mit den materiellen ,grenzen der ,einzelknste nicht das geringste zu schaffen4 ,eine ,einteilung der ,knste nach ,konventionen rein technischer ,art zugrunde legen1 heit also1 das ,problem der ,form von vornherein verderben4 ,wie konnte man die ,plastik8 a priori als ,gattung ansetzen und aus ihr allgemeine ,grundgesetze entwickeln wollen8 ,was ist ,plastik88 ,was unterscheidet sie von einem gemalten ,relief8 ,die ,malerei -- das gibt es nicht4 ,wer nicht fhlt1 da ,handzeichnungen von ,raffael und ,tizian1 von denen der eine mit ,umrissen1 der andre mit ,licht- und ,schattenflecken arbeitet1 zu zwei verschiedenen ,knsten gehrten1 da die ,kunst ,giottos oder ,mantegnas und die ,vermeers oder ,van ,goyens kaum etwas miteinander zu tun haben1 da der eine mit dem ,pinselstreich eine ,art ,relief1 der andre eine ,art ,musik auf der farbigen ,flche ins ,leben rief1 whrend ein ,fresko ,polygnots und ein ravennatisches ,mosaikgemlde nicht einmal durch das ,werkzeug der ,gattung eingefgt werden knnen1 der wird die tieferen ,fragen nie begreifen4 ,die lmalerei und ,instrumentalmusik von #agbj sind der innern ,gestalt1 dem ,formgefhl nach beinahe identisch4 ,watteau gehrt zu ,couperin und ,ph4 ,em4 ,bach1 nicht zu ,raffael4 ,und was hat eine ,radierung ,rembrandts mit der ,kunst ,fra ,angelicos1 was ein proto-korinthisches ,vasengemlde mit einem gotischen ,domfenster1 was ein gyptisches ,relief mit denen des ,parthenon zu tun8 ,wenn eine ,kunst ,grenzen hat -- ,grenzen ihrer ,formenwelt --1 so sind es historische1 nicht technische oder physiologische4 ,eine ,kunst ist ein ,organismus1 kein ,system4 ,es gibt keine ,kunstgattung1 die durch alle ,jahrhunderte geht4 ,selbst wo technische ,traditionen -- wie im ,falle der ,renaissance -- den ,blick zunchst tuschen und von einer ewigen ,gltigkeit antiker ,kunstgesetze zu zeugen scheinen1 herrscht in der ,tiefe vllige ,fremdheit4 ,es gibt nichts in der griechisch-rmischen ,kunst1 was mit der ,formensprache einer ,statue ,donatellos1 einem ,gemlde ,signorellis1 einer ,fassade ,michelangelos verwandt wre4 ,innerlich verwandt mit dem ,quattrocento ist ausschlielich die gleichzeitige ,gotik4 ,kunstgattungen gehen flchtig vorber und kehren nie zurck4 ,jede ,kultur hat ihre eignen1 die ,gruppe ihrer eignen1 deren ,theorie und ,technik sogar ein ,symbol ihres ,menschentums ist4 ,es gibt apollinische1 magische1 faustische ,arten von ,knsten1 denen gegenber der ,unterschied von ,flchen- und ,krperkunst zur ,nebensache herabsinkt4 ,griechische ,musik steht der griechischen ,plastik tausendmal nher als der ,kunst ,palestrinas4 ,was man heute farbig nennt -- eine ,imagination des ,rumlichen durch ,farbentne -- wre einem ,maler der sikyonischen ,schule unverstndlich gewesen4 ,das ,ursymbol zweier ,kulturen ist es1 das die gleichzeitigen8 ,gemlde ,polygnots und ,rembrandts trennt3 im ,fresko eine statuenhafte und euklidische ,nebeneinanderstellung massiv farbiger ,flchen1 im lbilde eine kontrapunktische ,durchdringung mittels des ,pinselstrichs4 ,der ,begriff der ,form erfhrt hier eine mchtige ,erweiterung4 ,nicht nur das technische ,werkzeug1 nicht nur der ,stoff1 die ,wahl der ,kunstgattung selbst ist ein ,mittel des ,ausdrucks4 ,was fr den einzelnen ,knstler die ,schpfung eines ,hauptwerkes1 fr ,rembrandt die ,nachtwache1 fr ,wagner die ,meistersinger bedeuten1 eine ,epoche nmlich1 das bedeutet fr die ,lebensgeschichte einer ,kultur die ,schpfung einer ,kunstart1 als ,ganzes begriffen1 wie die der freistehenden griechischen ,statue1 des ,kontrapunkts1 des byzantinischen frontalen ,portrts1 des perspektivischen lgemldes4 ,jede dieser ,knste ist ein ,organismus fr sich1 ohne ,vorgnger und ,nachfolger1 wenn man vom uerlichsten absieht4 ,alle ,theorie1 ,technik1 ,konvention gehrt zu ihrem ,charakter und besitzt nichts ,ewiges und ,allgemeingltiges4 ,wann eine dieser ,knste beginnt1 wann sie erlischt1 ob sie erlischt1 ob sie in eine andre verwandelt wird1 warum die eine oder andre unter den ,knsten einer ,kultur fehlt1 das alles gehrt noch mit zur ,form im hchsten ,sinne1 ebenso wie jene andre ,frage1 warum der einzelne ,maler oder ,musiker -- ohne sich dessen bewut zu sein -- auf bestimmte ,farbentne und ,harmonien ,verzicht leistet und andre so bevorzugt1 da man ihn daran erkennt4 ,die ,theorie1 auch noch die der ,gegenwart1 hat die ,bedeutung dieser ,gruppe von ,fragen nicht erkannt4 ,und trotzdem gibt erst diese ,seite einer ,physiognomik der ,knste den ,schlssel zu ihrem ,verstndnis4 ,man hat bis jetzt alle ,knste -- unter ,voraussetzung der erwhnten ,einteilung8 -- ohne irgendwelche ,nachprfung dieser schwerwiegenden ,frage fr mglich gehalten1 immer und berall1 und wo die eine oder andre fehlte1 schrieb man es dem zuflligen ,mangel an schpferischen ,persnlichkeiten oder an ,frderung durch ,umstnde und ,mcene zu1 die geeignet waren1 die ,kunst auf ihrem ,wege weiter zu fhren84 ,das ist es1 was ich die bertragung des physikalischen ,kausalittsprinzips aus der ,welt des ,gewordnen auf die ,welt des ,werdens nannte4 ,weil man kein ,auge fr die ganz andersartige ,logik und ,notwendigkeit des ,lebendigen1 fr das ,schicksal1 hatte1 zog man materielle1 handgreifliche1 an der ,oberflche liegende ,ursachen heran1 um eine materielle ,folge von kunsthistorischen ,ereignissen zu konstruieren4 ,aber es gibt keine ,geschichte der ,kunst1 der ,architektur1 der ,musik1 des ,dramas4 ,die ,auswahl der innerhalb einer ,kultur mglichen ,knste -- von denen niemals eine auch in einer andern ,kultur mglich ist --1 ihr ,rang1 ihr ,umfang1 ihre ,schicksale3 das gehrt zur ,symbolik1 zur ,psychologie der ,kultur und nicht zu den ,folgen irgendwelcher ,ursachen4 ,es war gleich zu ,anfang auf die flache ,vorstellung einer linienhaften ,fortentwicklung der ,menschheit8 durch ,altertum1 ,mittelalter und ,neuzeit hingewiesen worden1 die uns fr das wahre ,bild der ,historie und seine ,struktur blind gemacht hat4 ,die ,kunstgeschichte ist ein besonders deutliches ,beispiel4 ,nachdem man das ,vorhandensein einer ,anzahl konstanter und wohldefinierter ,kunstgebiete als selbstverstndlich angenommen hatte1 entwarf man die ,geschichte dieser ,einzelgebiete nach dem ebenso selbstverstndlichen ,schema ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit1 wobei z4 ,b4 die indische und ostasiatische ,kunst keinen ,platz fanden1 ohne da jemandem an dieser ,folge die ,sinnlosigkeit der ,konstruktion aufgegangen wre3 ,dieses ,schema wollte und mute nun mit ,tatsachen um jeden ,preis ausgefllt sein4 ,man konstatierte unbedenklich ein sinnloses ,auf und ,nieder4 ,man sprach von ,zeiten des ,stillstandes als natrlichen ,pausen81 von ,zeiten des ,niedergangs8 dort1 wo in ,wirklichkeit eine groe ,kunst starb1 von ,zeiten der ,wiedergeburt81 wo fr den unbefangenen ,blick ganz deutlich eine andre ,kunst in einer andern ,landschaft und als ,ausdruck eines andern ,menschentums geboren wurde4 ,man lehrt noch heute1 da die ,renaissance eine ,wiedergeburt der ,antike gewesen sei4 ,man folgerte endlich daraus die ,mglichkeit und das ,recht1 ,knste1 die man schwach oder schon tot fand -- die ,gegenwart ist da ein wahres ,schlachtfeld -- durch bewute ,neubildungen und ,synthesen1 durch gewaltsame ,wiederbelebungen8 neuerdings in ,gang zu bringen4 ,aber gerade die ,frage1 weshalb eine groe ,kunst -- das attische ,drama mit ,euripides1 die florentinische ,plastik mit ,michelangelo1 die ,instrumentalmusik mit ,liszt und ,wagner -- mit einer als ,symbol wirkenden ,pltzlichkeit zu enden pflegt1 ist geeignet1 das ,phnomen dieser ,knste zu erleuchten4 ,man sehe genau zu und man wird sich berzeugen1 da von der ,wiedergeburt8 auch nur einer bedeutenden ,kunst noch nie die ,rede gewesen ist4 ,wir sahen1 wie die ,formen einer strengen1 unter dem ,ursymbol des ,weges stehenden ,wirklichkeit1 ,pyramiden1 ,reliefs1 ,hieroglyphen1 ,staat und ,technik1 ein peinliches ,zeremoniell und ein das gesamte wache ,dasein beherrschender ,totenkult die ,sprache der gyptischen ,seele waren4 ,diese ,seele besa deshalb keine ,literatur81 vor allem kein ,drama groen ,stils4 ,die arabische ,seele gestaltet alles sinnlich reicher1 zuflliger1 lasziver1 aber ohne ,form im monumentalen ,sinne und deshalb ebenfalls1 obwohl in andrer ,weise1 hchst abstrakt4 ,da das magische ,weltgefhl eine ,logik des ,wirklichen nicht kennt1 so verliert die ,kunst der ,flchen und ,rume die ,logik der ,linien und ,proportionen2 ,malerei und ,plastik altchristlich-byzantinischen ,stils verschwinden langsam und der ,ausdruck wird zuletzt auf die ,arabeske1 das sarazenische ,ornament1 reduziert4 ,die ,arabeske ist1 worber man sich leicht tuscht -- der magischen ,schicksalsidee1 dem ,kismet8 entsprechend -- das passivste aller ,ornamente4 ,sie ist1 obwohl aus dem im hchsten ,grade sprechenden und bis ins einzelne plastisch geregelten1 optisch bersehbaren antiken ,ornament hervorgegangen1 ohne positivern ,ausdruck4 ,antike ,motive wie der ,mander oder die ,akanthusranke sind euklidisch1 in sich geschlossen1 krperhaft isoliert und knnen also nur wiederholt und additiv aufgereiht werden4 ,arabisch-persische ,muster aber lassen sich nach allen ,seiten ins ,grenzenlose fortsetzen4 ,das romanisch-gotische ,ornament stellt ein ,maximum an ,kraft des ,ausdrucks dar1 die trumerische ,arabeske verneint den ,willen4 ,es geht von ihr eine suggestive ,wirkung aus1 die auch in der arabischen ,musik1 im arabischen ,tanz liegt und die genau dem entspricht1 was das ,wort magisch bezeichnen soll4 ,sie ist1 da man im ,ornament die unmittelbare ,handschrift eines kulturbildenden ,seelentums zu erkennen hat1 das ,zeichen einer eigentlich negativen ,weltgesinnung1 wie die algebraische ,zahl vom euklidischen ,standpunkt aus als ,negation der ,zahl berhaupt erscheint4 ,die ,arabeske bedeutet1 was dem ,weltgefhl des ,urchristentums1 der ,gnosis1 des ,mithraskultes1 des ,neuplatonismus1 der ,abwendung der ersten ,christen vom ,staate1 dem bis zum ,typus der ,styliten gesteigerten morgenlndischen ,einsiedlertum genau entspricht1 eine ungeheure ,entwertung des ,wirklichen1 dem sie die eigne ,bedeutung abspricht und das sie -- man denke an die ,alhambra -- nur eines lssigen ,genusses fr wert hlt4 ,der gotische ,stil lst das ,stoffliche im ,raume auf1 die ,arabeske lt beides in einer ,ungewissen ,scheinbarkeit verschwimmen4 ,deshalb sind die ,kalifenreiche in ,bagdad1 ,kairo1 ,granada -- im ,vergleich zum ,staat der ,pharaonen und zu dem ,ludwigs ,,xiv4 und der ,hohenzollern -- ,negationen eines zielbewuten ,staatsgedankens1 denen gegenber unsre ,empfindung des ,mrchenhaften durchaus richtig ist2 deshalb lst die ,arabeskenlyrik die ,architektur der ,kuppelbauten von ,ravenna zuletzt zur freien ,laune der ,moschee von ,cordova auf2 deshalb verschwinden die ,statue und das ,mosaik der ,frhzeit und deshalb gibt es kein arabisches ,drama4 ,es besteht eine ,homologie zwischen der maurischen ,kunst und dem ,rokoko1 aber ,mozart1 ,pppelmann und ,watteau verleihen einer heiteren1 spten ,sinnlichkeit trotz aller therischen ,leichtheit ein ,maximum an disziplinierter1 durchgearbeiteter1 streng durchdachter ,form1 die ,erbauer des ,schlosses ,m'schatta und des ,alkazar von ,sevilla berauben sie des ,restes zugunsten eines phantastischen ,spiels4 ,diese ,tendenz1 die alle andern ,knste ausschlo und zuletzt nur das ,ornament zulie1 ist frh nachzuweisen4 ,in der hellenistischen ,zeit erlebt die ideale ,bildnisplastik -- vom ,typus der ,sophoklesstatue -- allenthalben eine pltzliche ,blte1 mit ,ausnahme von ,antiochia und ,alexandria1 obwohl gerade dort die uralte ,kunst ,babylons und gyptens eine bedeutende ,tradition geschaffen hatte4 ,mit ,mohammeds ,bilderverbot erfolgt auch der ,bildersturm im christlichen ,byzanz1#fh obwohl die ,bildung menschlicher ,gestalten durch die ,kunst damals schon im ,erlschen begriffen war4 ,dieser symbolische ,akt des christlich-islamischen ,weltgefhls wiederholt also lediglich etwas1 das die ,formentendenz der magischen ,knste durch ihre ,auflsung in die unkrperliche1 bildlose ,arabeske schon verwirklicht hatte4 ,es ist darauf hinzuweisen1 da die bilderstrmerische ,bewegung in den reformierten ,niederlanden und im puritanischen ,england etwas hnliches verrt1 da nmlich die ,musik im ,begriff war1 die ,malerei zu berwinden4 ,die gotisch-florentinische ,plastik war im #af4 ,jahrhundert zu ,ende4 ,die letzten groen ,meister der lmalerei starben am ,ende des #ag4 ,jahrhunderts4 ,hier mu man fhlen1 was es bedeutet1 wenn eine ,kunst stirbt4 ,die ,weihe des ,raumes1 sei er magisch oder faustisch1 gestattet das ,bild8 nicht lnger4 ,das ,ursymbol der ,kultur tritt mit steigender ,klarheit hervor4 ,arabeske und ,musik heben jede ,stofflichkeit auf4 ,man bemerke wohl1 was von den ,bilderstrmern als unzulnglich empfunden und verbannt wird3 ,im ,abendlande aller sinnliche ,schmuck1 alle ,zieraten1 alles1 was endlich8 und unrumlich ist2 im ,arabischen nur das ,bildnis1 als eine ,herabwrdigung des ,menschen zum ,dinge4 ,es ist dasselbe ,weltgefhl1 das #ddi zur endgltigen ,trennung des monophysitischen ,christentums von der morgenlndischen ,kirche fhrte1 ein ,schisma1 dessen landschaftliche ,grenze1 innerhalb deren es nicht wieder zu berwinden war1 genau die der sptern islamitischen ,kultur zwischen ,bagdad und ,kairo war und dessen ,sinn als dogmatische ,vorform des ,islam man noch in keiner ,weise gewrdigt hat4 ,was damals ber das ,wesen der ,person ,christi -- das magische ,problem seiner zwei ,naturen8 -- leidenschaftlich umstritten wurde1 deckt sich durchaus mit den gefhlten oder metaphysisch entwickelten ,einwnden1 die seitdem gegen die bildliche ,darstellung des ,menschen als des ,gefes des gttlichen ,pneuma erhoben worden sind4 ,schon die ,plastik und die ,mosaikmalerei der spten ,kaiserzeit -- arabischen ,ursprungs1 wie wir gesehen haben -- wies auf dies ,ende hin4 ,der magische ,ausdruck des konstantinischen ,portrts1 das den ,leib durch den starren1 alles beherrschenden ,blick gewissermaen in seiner ,wesenheit herabsetzte1 ihn entkrperte1 hatte zu einem groen ,stil gefhrt1 welcher dem gnostischen und plotinischen ,weltgefhl entsprach4 ,er hatte an ,stelle des antiken ,prinzips des allseitig freistehenden ,krpers das frontale gesetzt1 das eine ,beziehung zwischen dem ,geiste des ,dargestellten und dem des ,betrachters schafft4 ,es erlosch mit der arabischen ,frhzeit4 ,aus einem ebenso tiefliegenden ,grunde ist die frhe ,plastik des ,abendlandes1 die der ,dome von ,bamberg1 ,naumburg1 ,chartres1 ,reims und die der ,renaissance von ,florenz und ,nrnberg lange vor ,palestrinas und ,tizians bester ,zeit erloschen4 #c ,der ,poseidontempel von ,pstum und das ,ulmer ,mnster1 ,werke der reifsten ,dorik und ,gotik1 unterscheiden sich wie die euklidische ,geometrie der krperlichen ,grenzflchen und die analytische ,geometrie der ,lage von ,raumpunkten in bezug auf die ,raumachsen4 ,alle antike ,baukunst beginnt von auen1 alle abendlndische von innen4 ,die altchristlichen ,basiliken im innern ,syrien und in ,nordafrika1 mit ,entschiedenheit sich vom antiken ,baugedanken abwendend1 zeigen die magisch geheimnisvollen ,schwingungen eines voll umschlossenen ,raumes4 ,es war der erste starke ,ausdruck einer neuen ,seele4 ,sobald der germanische ,geist diesen basilikalen ,typus in ,besitz nimmt1 beginnt eine wunderbare ,vernderung aller ,bauelemente nach ,lage und ,sinn1 die strenge ,ausbildung abgestufter ,seitenschiffe und vor allem des fr die ,symbolik der ,dome unendlich wichtigen ,querschiffes1 durch das nach dem ,mae der ,vierung eine strophische ,gliederung des bewegten ,rauminnern erzeugt wird4 ,hier im faustischen ,norden bezieht sich von nun an die uere ,gestalt des ,bauwerkes1 und zwar vom ,dom bis zum schlichten ,wohnhause1 auf den ,sinn1 in welchem die ,gliederung des ,innenraumes erfolgt ist4 ,die ,moschee verschweigt sie1 der ,tempel kennt sie nicht4 ,man hat es wohl nicht gengend beachtet1 da das ,motiv der ,fassade1 deren ,architektur das ,innere physiognomisch spiegelt und das nicht nur unsere groen ,einzelbauten1 sondern das gesamte ,bild unsrer ,straen1 ,pltze1 ,stdte beherrscht1 der ,antike ebenso fern liegt wie dem ,arabertum4 ,der hellenische ,tempel ist als massiver ,krper gedacht und gestaltet4 ,eine andere ,mglichkeit gab es fr das hier wirkende ,formgefhl nicht4 ,deshalb ist die ,geschichte der antiken bildenden ,kunst die unablssige ,arbeit an der ,vollendung eines einzigen ,ideals gewesen1 der ,eroberung des freistehenden menschlichen ,krpers als dem ,inbegriff der reinen1 dinglichen ,gegenwart4 ,man hat das ,pathos dieser durch ,jahrhunderte verfolgten ,tendenz gar nicht verstanden4 ,denn man hat nie gefhlt1 da es der rein stoffliche1 seelenlose ,krper1 das ist1 auf den das archaische ,relief1 die korinthische ,tonmalerei und das attische ,fresko zielen1 bis ,polyklet und ,phidias ihn vollkommen zu bewltigen gelehrt haben4 ,man hielt mit einer erstaunlichen ,blindheit diese ,art von ,plastik fr eine allgemein gltige und berall mgliche1 fr die ,plastik schlechthin1 und schrieb ihre ,geschichte und ,theorie1 in der alle ,vlker und ,zeiten aufgefhrt wurden2 und unsre ,bildhauer reden unter dem ,eindruck ungeprft hingenommener ,renaissancedogmen noch heute davon1 da der nackte menschliche ,krper der vornehmste und eigentliche ,gegenstand der bildenden ,kunst sei4 ,man hat1 wie es scheint1 nie bemerkt1 wie selten diese ,gattung ist1 ein ,einzelfall1 eine ,ausnahme1 nichts weniger als eine ,regel4 ,in ,wahrheit hat es diese den nackten ,leib frei auf die ,ebene stellende und allseitig durchbildende ,statuenkunst nur einmal gegeben1 eben in der ,antike1 und nur dort1 weil es nur diese eine ,kultur mit einer vollkommenen ,ablehnung der berschreitung sinnlicher ,grenzen zugunsten des ,raumes gab4 ,die gyptische ,statue war immer auf die ,vorderansicht hin gearbeitet1 mithin eine ,abart des ,flachreliefs1 und die scheinbar antik empfundenen ,statuen der ,renaissance -- man ist ber ihre geringe ,zahl erstaunt1 sobald man einmal daran denkt1 sie nachzuzhlen#fi -- sind nichts als eine ,reminiszenz4 ,diese apollinische ,plastik ist das ,seitenstck zur euklidischen ,mathematik4 ,sie leugnen beide den reinen ,raum und sehen in der krperlichen ,form das a priori der ,anschauung4 ,diese ,plastik kennt weder in die ,ferne weisende ,ideen noch ,persnlichkeiten noch historische ,ereignisse1 sondern nur das auf sich selbst beschrnkte ,dasein flchenbegrenzter ,leiber4 ,man erinnere sich hier1 da das ,wort von den griechischen ,mathematikern fr stereometrische ,gebilde1 von den ,physikern fr ,substanz1 vom sophokleischen dipus aber als ,bezeichnung seiner ,person gebraucht wird4 ,die ,entwicklung dieser raumlosen ,kunst par excellence fllt die drei ,jahrhunderte von #fej-cej1 von der ,vollendung der ,dorik1 die gleichzeitig mit dem ,beginn einer ,tendenz auf ,befreiung der ,figur von der frontalen gyptischen ,gebundenheit erfolgte 7,apoll von ,tenea1 bald nach #fej7 bis zum ,anbruch des ,hellenismus und seiner ,illusionsmalerei1 die den groen ,stil abschliet4 ,man wird diese ,plastik nie wrdigen knnen1 wenn man sie nicht als letzte und hchste antike1 aus der ,freskomalerei hervorgegangene und sie berwindende ,kunst begreift4 ,gewi lt sich der technische ,ursprung aus den ,versuchen ableiten1 die dorische ,holzsule 7,hera des ,cheramyes7 und die zur ,verkleidung am ,holztempel dienende ,metallplatte 7,artemis der ,nikandre7 figrlich zu behandeln4 ,als ,formideal aber folgt die attische ,statue aus der ,einzelgestalt des ,fresko4 ,sie hat diese ,herkunft nie verleugnet4 ,ihre ,formensprache ist der ,vierfarbenmalerei ,polygnots aufs engste verwandt1 ohne sich von deren ,prinzipien je ganz befreit zu haben4 ,man denke an die polychrome ,behandlung des ,marmors -- von der die ,renaissance und ,goethe nichts wuten und die sie als barbarisch empfunden haben wrden#gj -- an die ,statuen aus ,gold und ,elfenbein und die ,emailverzierung der im natrlichen ,goldton leuchtenden ,bronzen4 ,der ,erzgu hat die ,verwendung des bemalten ,marmors in der besten ,zeit entschieden berragt4 ,die antike ,zahl -- die ,gre1 das ,ma -- entspricht zunchst der ,formensprache der ,tonmalerei rotfigurigen ,stils und dem spteren ,fresko4 ,die ,planimetrie insbesondere gehrt zum strengsten ,flchenstil ,polygnots1 der weder ,licht noch ,schatten noch perspektivische ,verhltnisse kennt4 ,diese ,kunst ist die organische ,vorstufe der ,skulptur4 ,sie steht nicht neben ihr4 ,noch um #dge gibt es neben ,polygnot keinen ebenbrtigen ,bildhauer1 wie es um #afej neben ,rembrandt noch keinen ,musiker vom gleichen ,range gibt4 ,erst das letzte ,jahrhundert hat in beiden ,kulturen den ,sieg der strengsten ,kunst gebracht4 ,polyklet1 der ,schler ,polygnots1 hat den ,kanon der nackten ,statue geschaffen4 ,um #agdj1 als die groen ,meister der lmalerei alle tot waren und ,bach auf der ,hhe seiner ,kraft stand1 ist der strenge ,kanon des vierteiligen ,sonatensatzes vollendet worden4 ,beide bezeichnen das ,maximum an ,form1 das aus dem ,grunde des ,ursymbols -- dort des ,krpers1 hier des ,raumes -- berhaupt zu erreichen war4 ,beide behaupten ihre ,geltung bis herauf auf ,skopas und ,beethoven1 die1 an der ,grenze von ,kultur und ,zivilisation1 dem groen ,stil nicht mehr gewachsen sind4 ,lysippos und ,wagner haben ihn zerstrt4 ,die ,pythagorer schufen seit #edj eine ,geometrie der ,krper2 ,descartes1 ,fermat und ,pascal seit #afbj eine ,geometrie des ,raumes4 ,so steht die absolute ,flchen- und ,krperwirkung der attischen ,vasengemlde homolog neben der perspektivischen ,raumkunst der lmalerei1 die ,szenen der ,franoisvase 7etwa #egj7 neben den ,landschaften ,lorrains 7#afjj bis #afhb74 ,jene gestalten ,menschen ohne ,hintergrnde1 diese ,hintergrnde ohne ,menschen 7auer als ,staffage874 ,das apollinische ,tiefenerlebnis kennt die ,ausdehnung als ,krper ohne ,raum1 das faustische als ,raum ohne ,krper4 ,dem ,fresko nchstverwandt und darum der ,tendenz ,rembrandts bis zum uersten entgegengesetzt ist das ,hochrelief1 eine lose ,summe1 keine beziehungsreiche ,gruppe von ,krpern1 die durchaus stereometrisch auf die ,rckwand aufgesetzt sind4 ,auch hier war gypten zweifellos das ,vorbild1 an dem die ,sehnsucht nach ,ausdruck eigner ,mglichkeiten sich zur ,klarheit der ,form entwickelte4 ,aber die dem gyptischen ,weltgefhl -- dem ,ursymbol des ,weges -- entsprechende ,kunst war das ,flachrelief gewesen1 das durch die bedeutsame ,zerlegung des werdenden ,raumes in ,flche und ,tiefe1 in ,sinneseindruck und lebendige ,bewegung der ,betrachtenden1 religis gesprochen in ,zufall und ,notwendigkeit1 den ,wandgemlden nur ,lnge und ,breite zugesteht1 whrend durch die richtunggebende ,gliederung des ,bauwerks selbst die ,tiefe1 die dritte ,dimension8 reprsentiert wird4 ,die ,folge ist1 da das ,relief mit seinen fortlaufenden ,szenen 7das antike ist immer statisch7 auch die geringste dreidimensionale ,krperlichkeit vermeidet und endlich auf diesem ,wege zu der bizarren ,form des eingesenkten ,reliefs 7relief en creux7 vor allem der #ah4 ,dynastie gelangt1 das -- wenn man von einer einzigen1 aber hchst bezeichnenden ,ausnahme in der altchinesischen ,kunst absieht -- ohne ,beispiel in der ,welt ist und die extremste ,form einer unkrperlichen1 zweidimensionalen ,plastik darstellt4 ,whrend die gyptische ,statue an eine ,wand gelehnt war und die gotische1 selbst die ,donatellos1 nur als architektonisches ,motiv1 etwa im ,einklang mit einem ,nischenraum1 ganz zu verstehen ist1 stand die hellenische allseitig frei auf der ,ebene4 ,es ist das einzige1 auch von der ,renaissance nicht wiederholte ,beispiel eines ,kunstwerks1 das von allen ,seiten1 nicht nur von der durch den ,knstler gewhlten1 betrachtet sein will4 ,so verlangte es der ,weltgedanke eines ,kosmos1 in dem alle ,einzeldinge sichtbar und gleichgeordnet sind1 ohne in ihrer ,wesenheit durch irgendwelche 7notwendig rumliche7 ,beziehungen beschrnkt zu sein4 ,denn einen bestimmten ,standort fr den gewollten ,eindruck voraussetzen heit eine rumliche ,beziehung zwischen ,betrachter und ,werk in dessen ,formensprache legen4 ,die ,geometrie ,euklids aber kennt keine ,funktionen84 ,auch die ,giebelgruppen hellenischer ,tempel stellen1 wenn man nicht gewaltsam etwas hineindeuten will1 lediglich die konomische ,fllung einer ,lcke mit ,einzelmotiven dar4 ,damit enthlt die ,gesamtheit der antiken ,knste eine gemeinsame ,tendenz1 der mit steigender ,reife die ,bedeutung1 der ,umfang und selbst die weitere ,existenz der einzelnen unterliegt4 ,bei ,homer ist von ,gtterstatuen keine ,rede4 ,man sieht auch nicht1 inwiefern der frhdorische ,dipylonstil mit ihnen vereinbar wre4 ,auf den altattischen ,grabvasen erscheinen dann mythische ,szenen4 ,die altionische ,tonmalerei von ,milet und ,samos kannte ,historienbilder und ,schlachtenschilderungen 7der ,maler ,bularchos war berhmt74 ,dann aber beginnt die ,reduktion der ,mglichkeiten4 ,die groe ,symbolik der apollinischen ,seele whlt und scheidet aus4 ,der dorische ,peripteros und die ,aktstudie gestatten gleichwenig ,variationen4 ,polygnot erreicht den ,gipfel des malerischen ,ausdrucks unter diesen strengen ,bedingungen und erschpft ihn4 ,seine ,kunst ist rein linienhaft1 ohne bergnge1 ohne ,licht- und ,schattenwirkungen1 ohne ,hintergrund4 ,er stellt auf derselben ,bildflche eine regellose ,menge von ,szenen dar1 die untereinander keinerlei ,verhltnis im ,sinne einer ,raumperspektive besitzen4 ,jeder ,krper steht fr sich da4 ,der ,raum zwischen ihnen1 die ,atmosphre ist das 8 und deshalb keiner malerischen ,reprsentation fhig4 ,der ,grieche ignoriert die ,tatsache1 da ferne ,dinge kleiner erscheinen2 er ignoriert die ,ferne1 den ,horizont berhaupt4 ,die ,statue ist der ,inbegriff des ,nahen1 ,raumlosen1 optisch zu ,erschpfenden4 ,sie bezeichnet den ,schwerpunkt antiker ,kunst4 ,das ,drama wurde nach ihrem ,vorbilde zur ,kunst der berhmten drei ,einheiten81 der ,einheit des ,ortes vor allem1 die ein ,prinzip der ,statue ist4 ,die ,szenen der antiken ,tragdie sind durchaus als ,fresken gedacht4 ,die hellenische ,musik wurde zu einer ,plastik von ,tnen1 ohne ,polyphonie und ,harmonie -- die einen ,tonraum imaginieren -- und damit als selbstndige ,kunst ohne tiefere ,mglichkeiten4 ,whrend sie im ,abendlande zur ersten aller ,knste aufstieg1 sank sie in ,athen zur bloen ,begleiterin der andern1 des ,tanzes und des ,dramas herab4 #d ,die entsprechende ,phase der abendlndischen ,kunst fllt die drei ,jahrhunderte von #aejj bis #ahjj1 vom ,ende der ,sptgotik bis zum ,verfall des ,rokoko und damit dem ,ende des faustischen ,stils berhaupt4 ,in dieser ,zeit hat sich1 entsprechend dem immer strker ins ,bewutsein tretenden ,willen zur rumlichen ,transzendenz1 die polyphone ,instrumentalmusik zur herrschenden ,kunst entwickelt4 ,die ,plastik wird mit steigender ,entschiedenheit aus den tieferen ,mglichkeiten dieser ,formenwelt ausgeschieden4 ,was die ,malerei vor und nach ihrer ,verlagerung von ,florenz nach ,venedig1 was also die ,malerei ,raffaels und ,tizians als zwei ganz verschiedene ,knste kennzeichnet1 ist der plastische ,geist in der einen1 der ihre ,gemlde neben das ,relief1 der musikalische ,geist in der andern1 der ihre mit sichtbaren ,pinselstrichen und ,schattenwirkungen arbeitende ,technik neben die ,kunst der ,fuge stellt4 ,die ,einsicht1 da hier ein ,gegensatz1 kein bergang vorliegt1 ist fr das ,verstndnis des ,organismus dieser ,knste entscheidend4 ,hten wir uns gerade hier vor der ,annahme stationrer ,kunstgebiete84 ,malerei ist nur ein ,wort4 ,die gotische ,plastik und ,malerei war ein ,bestandteil der gotischen ,architektur4 ,sie diente ihrer strengen ,symbolik wie die frhgyptische1 die frharabische1 wie jede andre ,kunst in diesem ,stadium der ,sprache des ,steins dient4 ,man baute ,gewandfiguren auf wie ,dome4 ,die ,falten waren ein ,ornament von hchster ,intensitt des ,ausdrucks4 ,man ist auf falschem ,wege1 wenn man vom naturalistisch-imitativen ,standpunkt aus ihre ,steifheit8 kritisiert4 ,die ,renaissancemalerei andrerseits ist ein hchst komplizierter ,sonderfall mit antigotischen ,tendenzen auf der ,oberflche der technischen ,konvention und sehr anders gerichteten in der ,tiefe4 ,ebenso ist ,musik ein vages ,wort4 ,es gab immer und berall ,musik1 auch vor aller eigentlichen ,kultur4 ,all diese ,knste sind an sich bereits urmenschlich4 ,es gibt ,zeichnungen von ,eiszeitmenschen1 szenische ,spiele1 ,dichtungen und ,musik von ,naturvlkern aller ,erdteile4 ,sie bilden ein ,chaos wirrer ,mglichkeiten1 bis die ,seele einer erwachenden ,kultur hineingreift und mit ,ungestm eine gigantische ,gruppe von ,knsten groen ,stils -- ausnahmslos ,sonderknste und nie wiederkehrende ,formenwelten von vorbergehendem ,dasein1 jung1 reifend1 alternd1 sterbend1 voller ,konvention und ,bedeutsamkeit1 smtlich in die ,farbe eines einzigen ,ursymbols getaucht -- entwickelt4 ,die antike ,musik war1 weil sie zum ,prinzip der stofflichen ,ausdehnung kein ,verhltnis besa1 wesentlich ,urmusik geblieben4 ,hier aber1 in der faustischen ,kultur1 hebt sich als vollkommenes ,novum die kontrapunktische ,instrumentalmusik1 eine reine1 selbstndige1 alle ,nachbarknste berschattende1 mit steigender ,kraft alle andern in sich auflsende ,kunst von der ,basis urseelenhafter ,mglichkeiten ab4 ,es gibt in der ,geschichte wenig ,phnomene von so wunderbarer ,durchsichtigkeit wie die ,entwicklung der abendlndischen ,musik4 ,gleichzeitig mit der ,geburt des romanischen ,stils im #aj4 ,jahrhundert beginnt die ,polyphonie die einstimmigen ,parallelfolgen der ,kirchentne8 aufzulsen4#ga ,man schreibt die ,einfhrung der ,gegenstimme 7dis-cantus7 dem ,benediktiner ,hucbald zu4 ,englische 7keltische7 ,einflsse erscheinen wesentlich und ich glaube1 da hier eine bedeutsame ,parallele zu der ebenfalls damals erfolgten ,vollendung der ,artussagen vorliegt1 die einen mchtigen ,teil des faustischen ,mythus bilden -- die ,sagen von der ,tafelrunde1 vom ,gral1 vom ,parzeval und ,tristan4 ,es sind uralte keltische ,motive1 die von der germanischen ,gefhls- und ,gedankenwelt assimiliert werden4 ,man wird das ,musikhafte dieser ,stoffe1 das ,verschwebende der ,gestalten1 das ,grenzenlose der ,gefhle und ,horizonte gegenber der eng umschriebenen ,plastizitt der homerischen ,welt nicht verkennen4 ,der strenge ,kontrapunkt -- der ,name 7punctus contra punctum7 wird fr die ars nova8 etwa seit #accj gebraucht -- entsteht infolge der ,einfhrung der ,terzen und ,sexten seit dem #ad4 ,jahrhundert1 und zwar in ,burgund und den ,niederlanden1 der ,heimat der lmalerei und des gotischen ,stils4 ,dieser gemeinsame landschaftliche ,ursprung der drei groen faustischen ,formenwelten ist von hchster ,bedeutung4 ,hier rhren wir an ein letztes ,geheimnis allen ,menschentums3 die ,verbundenheit der ,seele mit der mtterlichen ,erde1 aus der alte ,mythen sie hervorgehen und zurckkehren lassen4 ,weiterhin erschliet sich die innere ,identitt dieser ,kunstform mit dem zugehrigen ,prinzip der ,zahl4 ,die ,kunst der ,fuge ist das genaue ,seitenstck zur analytischen ,geometrie4 ,die ,koordinaten wurden durch ,oresme1 den ,bischof von ,lisieux 7#acbc-achb71 gerade zur selben ,zeit eingefhrt1 als der groe ,niederlnder ,heinrich von ,zeelandia 7etwa #accj-acgj7 den fugierten ,stil zur sicheren ,grundlage einer groen ,kunst erhob4 ,von hier an erfhrt die ,sprache des ,tonraumes in engster ,nachbarschaft zu der des perspektivischen ,bildraumes eine mchtige ,entwicklung4 ,mit ,orlando ,lasso 7#aecb-aeid7 erreicht sie ihre hchsten ,mglichkeiten4 ,sie wird -- im strengen ,gesang1 in den ,formen der ,kantate 7,messe1 ,passion1 ,motette7 -- fhig1 die ganze faustische ,seele1 ihr ganzes ,weltgefhl1 ihr ganzes ,schicksal zum ,ausdruck zu bringen4 ,als dann ,newton und ,leibniz -- seit #affj -- die ,infinitesimalrechnung schufen1 siegte die sonata81 die reine ,instrumentalmusik1 ber die cantata84 ,es war der unendliche ,raum1 der ,tne wie der ,funktionen1 der den ,rest des ,greifbaren und ,krperhaften -- hier die menschliche ,stimme1 dort die linienhaften ,koordinaten -- berwltigte4 ,die ,elemente des ,nahen schwinden4 ,die ,ferne siegt4 ,der ,weg vom ,gesang zum krperlosen ,orchesterklang entspricht dem ,wege von der geometrischen zur rein funktionalen ,analysis4 ,zuerst entsteht eine ,anzahl kleiner ,instrumentalstze1 tanz- und marschartig1 alle jene ,gavotten1 ,gaillarden1 ,sarabanden1 ,pavanen1 ,giguen1 ,menuetten4 ,das ,orchester8 bildet sich4 ,dann1 um #affj1 von der ,lautenmusik ausgehend1 entsteht als groe ,form die ,suite1 eine zyklische ,gruppe kurzer ,stze4 ,alle ,einzelheiten dieses ,aufstieges lassen sich mit ,beispielen aus der gleichzeitigen ,mathematik belegen4 ,die ,dehnung des ,tonkrpers ins ,unendliche1 seine ,auflsung vielmehr in einen unendlichen ,raum von ,tnen1 innerhalb dessen der fugierte ,stil seine ,gebilde wirken lt1 wird durch die ,entwicklung der ,instrumentation bezeichnet1 die nach immer neuen ,instrumenten greift1 das ,orchester fortgesetzt bereichert und differenziert1 immer entferntere8 ,klnge1 ,farben und ,dissonanzen aufsucht4 ,schon ,monteverdi wagte es -- bald nach #afjj -- den ,dominantseptakkord einzufhren4 ,im concerto grosso wirkt die ,klangmasse des groen ,orchesters im continuo der der concertino 7des ,streichkrpers7 in einer ,weise entgegen1 die man beinahe nur durch analoge ,vorstellungen der hheren ,analysis anschaulich machen kann4 ,uns ist diese ,kunst natrlich und von hchster seelischer ,deutlichkeit4 ,ein ,grieche wrde mit ,erstaunen diese fantastische ,ausgeburt eines seltsamen ,ausdrucksbedrfnisses betrachtet haben4 ,der ,tonkrper oder ,klangraum ist ein ,gebilde von derselben ,transzendenz und anti-euklidischen ,unwirklichkeit8 wie der optisch unzugngliche ,zahlenkrper und die vieldimensionalen ,rume1 ,mengen und ,gruppen der ,mengenlehre4 ,um #agdj1 als ,euler begann1 die endgltige ,fassung der funktionalen ,analysis festzulegen1 entsteht die ,sonate1 die reifste und hchste ,form des instrumentalen ,stils4 7,einzelformen sind neben der ,sonate fr ,soloinstrumente die ,sinfonie1 das ,konzert1 ,ouvertre und ,quartett47 ,ihre vier ,stze1 deren erster die drei ,themen in streng geregelter ,abwandlung bringt1 bilden ein ,system von ebenso mchtiger ,logik der ,form als von absoluter ,jenseitigkeit84 ,ihr ,ursprung liegt in den formalen ,mglichkeiten unsrer innigsten und innerlichsten1 der ,streichmusik 7,corelli1 ,tartini1 ,stamitz haben an ihrer ,ausbildung teil71 und so gewi die ,geige das edelste aller ,instrumente ist1 welche die faustische ,musik fr sich erfand und ausbildete1 so gewi liegen ihre tiefsten1 ihre heiligen ,momente vlliger ,verklrung im ,streichquartett und den verwandten ,kompositionsformen4 ,hier1 in der ,kammermusik1 erreicht die abendlndische ,kunst berhaupt ihren ,gipfel4 ,das ,symbol des reinen ,raumes1 das berirdischste unter allen1 ist hier ebenso vollkommen zum ,ausdruck gelangt1 wie das rein irdische1 das der vollen ,krperlichkeit1 in einer attischen ,bronzestatue4 ,wenn eine dieser unsagbar sehnschtigen ,geigenmelodien einsam und klagend den ,raum durchirrt1 den die ,tne des ,tutti um sie breiten -- bei ,haydn1 ,mozart1 ,beethoven und den groen ,italienern -- so befindet man sich der ,kunst gegenber1 die allein der reinsten apollinischen an die ,seite zu stellen ist1 wie sie in der ,athena ,lemnia des ,phidias erscheint4 ,damals beherrscht die ,musik alle andern ,knste4 ,sie verbannt die ,plastik der ,statue und duldet nur die vollkommen musikalische1 raffiniert unantike und renaissancewidrige ,kleinkunst des ,porzellans1 das erfunden wurde1 als die ,kammermusik zur entscheidenden ,geltung gelangte4 ,whrend die gotische ,plastik durchaus architektonisches ,ornament ist1 menschliches ,rankenwerk1 ist die des ,rokoko das merkwrdige ,beispiel einer ,scheinplastik1 die in der ,tat der ,formensprache der ,musik1 ihres ,gegensatzes im ,kreise der ,knste unterliegt4 ,hier sieht man1 bis zu welchem ,grade die den ,vordergrund des ,kunstlebens beherrschende ,technik dem ,geiste der durch sie geschaffenen ,formenwelt widersprechen kann -- zwischen welchen ,faktoren die gewhnliche sthetik das ,verhltnis von ,ursache und ,wirkung annimmt4 ,man vergleiche die kauernde ,venus des ,coyzevox 7#afhf7 im ,louvre mit ihrem antiken ,vorbilde im ,vatikan4 ,das ist ,plastik als ,musik und ,plastik in ihrem eignen ,namen4 ,man kann hier die ,art der ,bewegtheit1 den ,flu der ,linien1 das ,flieende im ,wesen des ,steines selbst1 der wie das ,porzellan gewissermaen den festen ,aggregatzustand verloren hat1 am besten durch musikalische ,wendungen3 staccato1 accelerando1 andante1 allegro1 beschreiben4 ,daher das ,gefhl1 als ob der krnige ,marmor hier nicht am ,platze ist4 ,daher die ganz unantike ,berechnung auf ,licht und ,schatten hin4 ,das entspricht dem leitenden ,prinzip der lmalerei seit ,tizian4 ,was man im #ah4 ,jahrhundert ,farbigkeit -- einer ,radierung1 einer ,zeichnung1 einer plastischen ,gruppe -- nennt1 bedeutet ,musik4 ,sie beherrscht die ,malerei ,watteaus und ,fragonards und die ,kunst der ,gobelins und ,pastelle4 ,sprechen wir nicht seitdem von ,farbentnen und ,tonfarben8 ,ist damit nicht die endlich erreichte ,gleichartigkeit zweier oberflchlich so verschiedener ,knste anerkannt8 ,und sind diese ,bezeichnungen nicht angesichts jeder antiken ,kunst gegenstandslos8 ,aber die ,musik schuf auch die ,architektur des berninischen ,barock in ihrem ,geiste um1 zum ,rokoko1 ber dessen transzendenter ,ornamentik ,lichter -- ,tne -- spielen81 um ,decken1 ,wnde1 ,bgen1 alles ,konstruktive und ,wirkliche in ,polyphonie und ,harmonie aufzulsen1 dessen architektonische ,triller1 ,kadenzen und ,passagen die ,identitt der ,formensprache dieser ,sle und ,galerien und der fr sie erdachten ,musik zu ,ende fhren4 ,dresden und ,wien sind die ,heimat dieser spten und rasch verlschenden ,wunderwelt der ,kammermusik1 der geschweiften ,mbel1 ,spiegelzimmer1 ,schferpoesien und ,porzellangruppen4 ,sie ist der letzte1 herbsthaft sonnige1 vollkommene ,ausdruck der abendlndischen ,seele4 ,im ,wien der ,kongrezeit starb sie dahin4 #e ,die ,renaissance ist1 aus diesem ,gesichtspunkt betrachtet -- der sie bei weitem nicht erschpft --1 eine ,auflehnung gegen den ,geist dieser fugierten1 faustischen1 wlderhaften ,musik1 die sich eben anschickte1 ihre ,diktatur ber die gesamte ,formensprache der abendlndischen ,kultur aufzurichten4 ,sie ging folgerichtig aus der reifen ,gotik hervor1 in der dieser ,wille unverhllt hervorgetreten war4 ,sie hat diese ,abkunft nie verleugnet und ebensowenig den ,charakter einer bloen ,gegenbewegung1 deren ,art notwendig von den ,formen der ,urbewegung1 deren ,rckwirkung auf die zgernde ,seele sie darstellt1 abhngig blieb4 ,sie ist folgerichtig deshalb ohne wahre ,tiefe1 und zwar in beiderlei ,sinne -- ohne ,tiefe der ,idee und ohne ,tiefe der ,erscheinung4 ,was das erste betrifft1 so braucht man nur an die entfesselte ,leidenschaft zu denken1 mit der das gotische ,weltgefhl sich in der ganzen abendlndischen ,landschaft entldt1 um zu fhlen1 was fr eine ,bewegung es ist1 die um #adbj von einem kleinen ,kreise erlesener ,geister1 ,gelehrter1 ,knstler1 ,humanisten ausging4 ,dort handelt es sich um ,sein oder ,nichtsein eines neuen ,seelentums1 hier um eine ,frage des ,geschmacks4 ,die ,gotik ergreift das ganze ,leben bis in seine geheimsten ,winkel4 ,sie hat einen neuen ,menschen1 eine neue ,welt geschaffen4 ,sie hat von der ,idee des ,katholizismus bis zum ,staatsgedanken der deutschen ,kaiser1 vom ritterlichen ,turnier bis zum ,bilde der eben entstehenden ,stdte1 vom ,dom bis zur ,bauernstube1 vom ,bau der ,sprache bis zum ,brautschmuck der ,dorfmdchen1 vom lgemlde bis zum ,spielmannslied allem die ,sprache einer einheitlichen ,symbolik aufgeprgt4 ,die ,renaissance bemchtigte sich einiger ,knste und damit war alles getan4 ,sie hat die ,denkweise ,westeuropas1 das ,lebensgefhl in nichts verndert4 ,sie drang bis zum ,kostm und zur ,geste vor1 nicht bis zu den ,wurzeln des ,daseins4 ,sie hat zwischen ,dante und ,michelangelo1 die ihre ,grenzen schon berschreiten1 keine geniale ,persnlichkeit aufzuweisen4 ,und was das zweite betrifft1 so hat sie selbst in ,florenz das ,volkstum nicht berhrt1 in dessen ,tiefe -- erst dies macht die ,erscheinung ,savonarolas und seine ganz andre ,gewalt ber die ,gemter verstndlich -- der gotisch-musikalische ,unterstrom ruhig dem ,barock zufliet4 ,der ,renaissance als einer antigotischen und dem ,geiste der ,instrumentalmusik feindlichen ,bewegung entspricht in der ,antike genau die dionysische als eine antidorische und dem plastisch-apollinischen ,weltgefhl entgegengesetzte4 ,sie ist nicht aus dem thrakischen ,dionysoskult hervorgegangen4 ,sie hat ihn erst als ,waffe und ,gegensymbol zur olympischen ,religion herangezogen1 ganz ebenso wie man in ,florenz den ,kult der ,antike erst zur ,rechtfertigung und ,strkung des eigenen ,gefhls zu ,hilfe rief4 ,die groe ,auflehnung erfolgte dort #gjj-fjj und also hier #adjj-aejj4 ,es handelt sich in beiden ,fllen um einen ,seelenkampf1 um einen ,zwiespalt im ,untergrunde der ,kultur1 der seinen physiognomischen ,ausdruck in einer ganzen ,epoche des ,geschichtsbildes1 vor allem in deren knstlerischer ,formenwelt gefunden hat1 um einen ,widerstand der ,seele gegen ihr ,schicksal1 das sie nunmehr in seinem vollen ,umfange begriffen hat4 ,die innerlich widerstrebenden ,mchte1 ,fausts zweite ,seele1 die sich von der andern trennen will1 suchen den ,sinn der ,kultur umzubiegen2 die unausweichliche ,notwendigkeit soll verleugnet1 aufgehoben1 umgangen werden2 es ist ,angst vor der ,vollendung der historischen ,geschicke durch ,ionik und ,barock darin4 ,dort knpft sie sich an den ,dionysoskult mit seinem musikalischen1 entwirklichenden1 den ,krper vergeudenden ,orgiasmus1 hier an die literarische ,tradition des ,altertums8 und dessen ,kultus der ,plastik1 die beide als fremde ,faktoren herangezogen werden1 um durch die suggestive ,kraft ihrer gegenstzlichen ,formensprache dem unterdrckten ,gefhl einen ,schwerpunkt1 ein eigenes ,pathos zu verleihen und damit der ,strmung in den ,weg zu treten1 die dort von ,homer und dem geometrischen ,stil zu ,phidias1 hier von den gotischen ,domen ber ,rembrandt zu ,beethoven geht4 ,aus dem ,charakter einer ,gegenbewegung folgt1 da es ebenso leicht ist zu definieren1 was sie bekmpft1 als schwer1 was sie erreichen will4 ,das ist die ,klippe aller ,renaissanceforschung4 ,im ,gotischen 7und ,dorischen7 ist es gerade umgekehrt4 ,es kmpft fr1 nicht gegen etwas4 ,aber ,renaissancekunst -- das ist ganz eigentlich antigotische ,kunst4 ,renaissancemusik ist eine contradictio in adjecto4 ,soweit ist alles klar4 ,das brige bringt in ,verlegenheit4 ,denn die ,beurteilung dieses ,phnomens ist bezeichnend dafr1 wie sehr man die laut ausgesprochene ,absicht mit dem tieferen ,sinn einer ,bewegung verwechseln kann4 ,die ,kritik hat seit ,burckhardt jede einzelne ,behauptung der fhrenden ,geister ber ihre ,tendenzen widerlegt1 aber nachdem dies abgetan war1 das ,wort ,renaissance im alten optimistischen ,sinne weiter gebraucht4 ,gewi1 der ,unterschied im ,architektonischen1 berhaupt im knstlerischen ,gesamtbilde ist auffallend1 sobald man ber die ,alpen kommt4 ,aber eben deshalb1 weil diese ,empfindung allzu populr ist1 htte man ihr mitrauen und sich fragen sollen1 ob hier nicht oft der ,unterschied von ,nord und ,sd innerhalb ein und derselben ,formenwelt einen ,unterschied von gotisch und antik vortuscht4 ,der ,laie wird1 wenn man ihn vor die ,frage stellt1 ob der groe ,klosterhof von ,s4 ,maria ,novella oder die ,fassade des ,palazzo ,medici zur ,gotik gehrt1 sicherlich falsch raten4 ,andernfalls htte der pltzliche ,wandel des ,eindrucks nicht jenseits der ,alpen1 sondern erst jenseits des ,apennins beginnen mssen1 denn ,toskana ist eine knstlerische ,insel in ,italien selbst4 ,oberitalien gehrt einer byzantinisch gefrbten ,gotik1 ,rom ist bereits die ,stadt des ,barock4 ,die nderung der ,empfindung erfolgt aber gleichzeitig mit der des ,landschaftsbildes4 ,tatschlich hat ,italien die ,geburt des gotischen ,stils nicht miterlebt4 ,es stand um #ajjj unter der unbedingten ,herrschaft morgenlndischer ,kunstformen4 ,erst die reife ,gotik hat hier ,wurzel gefat1 aber als klimatisch gemilderte ,fremdheit4 ,sie assimilierte oder verdrngte nicht etwa einen angeblichen ,nachklang der ,antike1 sondern ausschlielich eine byzantinisch-sarazenische ,formensprache1 die von der ,levante ausstrahlt und der ,ravenna1 ,lucca1 ,pisa1 ,venedig1 unter den einflureichen ,bauten das moscheenhafte ,pantheon1 ,san ,marco1 aber auch der ,komposition und dem ,geiste nach ,san ,miniato und das ,baptisterium in ,florenz angehren4 ,wre die ,renaissance eine ,erneuerung des antiken ,weltgefhls gewesen -- aber was heit das8 --1 so htte sie den ,kultus des umschlossenen und rhythmisch gegliederten ,raumes durch den des massiven ,baukrpers ersetzen mssen4 ,aber davon ist nie die ,rede gewesen4 ,im ,gegenteil4 ,die ,renaissance pflegt ganz ausschlielich eine ,architektur des ,raumes1 den ihr die ,gotik vorschrieb1 nur da sein ,atem1 seine klare1 ausgeglichene ,ruhe im ,gegensatz zum ,sturm und ,drang1 zur wilden ,bewegtheit des ,nordens anders ist1 nmlich sdlich1 sonnig1 sorglos1 hingegeben4 ,nur darin liegt der ,widerspruch4 ,man kann diese ,architektur beinahe auf ,fassaden und ,hfe reduzieren4 ,aber die ,konzentration des ,baugedankens auf eine ,auenseite1 welche den ,geist der innern ,struktur spiegelt1 ist spezifisch nordisch und in einer sehr tiefen ,weise mit der ,portrtkunst verwandt1 und der ,hallenhof ist vom ,sonnentempel zu ,baalbek bis zum ,lwenhof der ,alhambra spezifisch arabisch4#gb ,der ,tempel von ,pstum1 ganz ,krper1 steht inmitten dieser ,kunst vollkommen vereinsamt da4 ,ebensowenig ist die florentinische ,plastik freie ,rundplastik attischer ,art4 ,jede ihrer ,statuen fhlt noch eine unsichtbare ,nische oder ,wand hinter sich1 in welche die gotische ,plastik deren wirkliche ,urbilder hineinkomponiert hatte4 ,zieht man von den ,vorbildern der ,renaissance alles ab1 was nach der augusteischen ,zeit entstanden1 also der magischen ,formenwelt zugehrig ist1 so bleibt buchstblich nichts brig4 ,nicht einmal die meist von ,semiten entworfenen ,bauten der ,kaiserzeit1 die ,thermen1 ,tempel1 ,fora1 haben wesentlich eingewirkt4 ,um so strker wirkte ,byzanz4 ,ich hatte schon auf die entscheidende ,tatsache hingewiesen1 da jenes ,motiv1 welches die ,renaissance geradezu beherrscht und seiner ,sdlichkeit wegen uns als ihr edelstes ,kennzeichen gilt1 die ,verbindung von ,rundbogen und ,sule1 allerdings hchst ungotisch1 im antiken ,stil aber gar nicht vorhanden ist1 vielmehr das in ,syrien entstandene ,leitmotiv der magischen ,architektur darstellt4 ,als wirklich am ,ende des ,quattrocento einige ,meister begannen1 streng antike ,formen zu kopieren und den ,inhalt rmischer ,schriften in akademische ,wirklichkeit umzusetzen1 war die ,bewegung innerlich schon zu ,ende4 ,nicht sie hat den ,norden unterworfen und das ,barock geschaffen4 ,der ,barockstil1 der legitime ,erbe des gotischen1 hat ihre ,formen als ,beute sich angeeignet4 ,alles ,antigotische81 das sie heranzieht1 ist demnach byzantinisch oder sarazenisch2 der gesamte ,kirchenstil ,italiens -- und eine ,kunst ohne ,beziehung zur ,kirche ist damals kaum denkbar -- stammt von den ,sitzen arabischen ,formgefhls4 ,und gerade jetzt empfngt man vom ,norden die entscheidenden ,einwirkungen1 welche im ,sden den ,schritt von der ,gotik zum ,barock vollziehen halfen4 ,in der flmisch-burgundischen ,landschaft 7dem ,gegenpol von ,toskana im ,stilwerden671 zwischen ,paris1#gc ,amsterdam und ,kln sind gleichzeitig um #adjj die ,kunst des ,kontrapunkts und der lmalerei entwickelt worden1 jener durch ,heinrich von ,zeelandia1 ,dufay und ,okeghem1 diese durch ,jan van ,eyck und ,rogier van der ,weyden4 #adbh kam ,dufay in die ppstliche ,kapelle und um #adej war ,rogier in ,italien und bte dort einen kaum zu unterschtzenden ,einflu auf die florentiner ,meister4 ,antonello da ,messina1 der um #adgj die lmalerei nach ,venedig brachte1 war der ,schler eines ,flamlnders4 ,wie viel ,niederlndisches und wie wenig ,antike8 ist in den ,bildern von ,filippo ,lippi1 ,ghirlandajo und ,botticelli1 vor allem von ,pollaiuolo6 ,was verdankt die rmische und venezianische ,schule dem ,meister ,willaert aus ,brgge 7#aeaf in ,rom71 dem ,erfinder des ,madrigals6 ,aus ,flandern und ,brabant dringt in die lombardische ,gotik1 die eben im ,begriffe stand1 durch die ,aneignung sdstlicher ,formen in ,widerspruch zum nordischen ,geist zu treten1 eben jenes ,element nordischen ,unendlichkeitsgefhles1 das den knstlerischen ,geist der ,renaissance wieder auflsen und durch die ,sprache des ,barock in den groen ,strom zurckfhren sollte4 ,gerade damals fhrte auch ,nikolaus ,cusanus1 ,kardinal und ,bischof von ,brixen 7#adja-adfd71 das ,infinitesimalprinzip1 diese kontrapunktische ,methode der ,zahlen1 in die ,mathematik ein1 die er aus der ,idee ,gottes als des unendlichen ,wesens ableitete4 ,leibniz verdankt ihm die entscheidende ,anregung zur ,durchfhrung der ,differentialrechnung4 ,aber damit bereits hatte er der dynamischen1 der ,barockphysik ,newtons die ,waffe geschmiedet1 mit der sie die statische ,idee einer sdlichen ,physik1 die an ,archimedes anknpfte und noch in ,galilei wirksam war1 berwand4 ,die ,hochrenaissance ist der ,augenblick einer scheinbaren ,verdrngung des ,musikalischen aus der faustischen ,kunst4 ,in ,florenz1 an dem einzigen ,punkte1 wo die antike und die abendlndische ,kulturlandschaft aneinandergrenzen1 ist whrend einiger ,jahrzehnte durch einen groartigen ,akt ganz eigentlich metaphysischer ,auflehnung ein ,bild der ,antike aufrecht erhalten worden1 das seine tieferen ,zge ohne ,ausnahme der ,negation gotischer verdankte und das dennoch seine ,gltigkeit vor unserem ,gefhl1 wenn auch nicht vor unserer ,kritik1 ber ,goethe hinaus noch heute behauptet4 ,das ,florenz des ,lorenzo de ,medici und das ,rom ,leos ,x4 -- das ist fr uns antik2 das ist das ewige ,ziel unsrer geheimsten ,sehnsucht2 das allein erlst von aller ,schwere1 aller ,ferne1 nur weil es antigotisch ist4 ,so streng ist der ,gegensatz apollinischen und faustischen ,seelentums ausgeprgt4 ,aber man tusche sich nicht ber den ,umfang dieser ,illusion4 ,man pflegte in ,florenz ,fresko und ,relief1 im ,widerspruch zum gotischen ,glasgemlde und zum arabischen ,goldgrundmosaik4 ,es war die einzige ,zeit des ,abendlandes1 wo die ,skulptur den ,rang einer freien ,kunst einnahm4 ,im ,bilde dominieren die ,gruppen1 die ,krper1 die tektonischen ,elemente der ,architektur4 ,die ,hintergrnde haben keinen eignen ,wert und dienen nur als ,folie fr die greifbare ,gegenwart der ,vordergrundgestalten4 ,hier stand die ,malerei eine ,zeitlang unter der ,herrschaft der ,plastik4 ,verrocchio1 ,pollaiuolo und ,botticelli waren ,goldschmiede4 ,aber diese ,fresken haben trotzdem nichts vom ,geiste ,polygnots4 ,hier wiederholt sich1 was ich oben fr die ,architektur bemerkt hatte4 ,die groe ,tat ,giottos und ,masaccios1 die ,schpfung einer ,freskomalerei1 scheint nur eine ,erneuerung der alten ,fhlweise zu sein4 ,das ,tiefenerlebnis1 das ,ideal der ,ausdehnung1 welches ihr zugrunde liegt1 ist nicht der apollinische raumlose1 in sich beschlossene ,krper1 sondern der gotische ,bildraum4 ,so sehr die ,hintergrnde zurcktreten1 sie sind doch da4 ,aber wieder ist es die ,lichtflle1 die ,durchsichtigkeit1 die mittgige groe ,ruhe des ,sdens1 die in ,toskana und nur hier den dynamischen ,raum zum statischen macht4 ,waren es auch ,bildrume1 die man malte1 so erlebte man sie doch nicht als ein unbegrenztes1 musikalisch-webendes ,sein1 sondern hinsichtlich ihrer sinnlichen ,begrenztheit4 ,man gab ihnen gewissermaen ,krper4 ,man pflegte1 mit einer wirklichen ,nhe zum hellenischen ,ideal1 die ,zeichnung1 die scharfen ,konturen1 die krperlichen ,grenzflchen -- nur da sie hier den einen perspektivischen ,raum gegen die ,dinge1 in ,athen die einzelnen ,dinge gegen das ,nichts abgrenzten --2 und in demselben ,grade1 als die ,woge der ,renaissance sich wieder glttete1 lt die ,hrte dieser ,tendenz nach und das sfumato ,lionardos1 das ,verschwimmen der ,rnder mit dem ,hintergrund fhrt das ,ideal einer musikalischen an ,stelle einer reliefmigen ,malerei herauf4 ,ebensowenig ist die latente ,dynamik der toskanischen ,skulptur zu verkennen4 ,zur ,reiterstatue des ,verrocchio wrde man vergebens ein attisches ,seitenstck suchen4 ,diese ,kunst war eine ,maske1 eine ,geste1 zuweilen eine ,komdie1 aber nie ist eine ,komdie besser zu ,ende gespielt worden4 ,der unsagbar innigen ,reinheit der ,form gegenber vergit man1 was die ,gotik an ,urgewalt und ,tiefe voraus hat4 ,aber es mu noch einmal gesagt werden3 die ,gotik ist die einzige ,grundlage der ,renaissance4 ,die ,renaissance hat die wirkliche ,antike nicht einmal berhrt1 geschweige denn verstanden und wiederbelebt84 ,das unter literarischen ,eindrcken stehende ,bewutsein einer sehr kleinen1 erlesenen ,klasse von ,menschen hat den verfhrerischen ,namen -- ,wiedergeburt der ,antike -- geprgt1 um dem ,negativen der ,bewegung eine ,wendung ins ,positive zu geben4 ,er beweist1 wie wenig solche ,strmungen von sich selbst wissen4 ,man wird hier nicht ein groes ,werk finden1 das die ,zeitgenossen des ,perikles oder selbst die ,csars nicht als vllig fremd abgelehnt htten4 ,diese ,palasthfe sind maurische ,hfe2 die ,rundbgen auf den schlanken ,sulen sind syrischen ,ursprungs4 ,cimabue lehrte sein ,jahrhundert1 die ,kunst der byzantinischen ,mosaiken mit dem ,pinsel nachzubilden4 ,von den beiden berhmten ,kuppelbauten der ,renaissance ist die florentiner ,domkuppel ,brunellescos ein ,meisterwerk der spten ,gotik1 die von ,st4 ,peter eines des strengen ,barock4 ,und als ,michelangelo sich verma1 hier das ,pantheon auf die ,maxentiusbasilika zu trmen81 whlte er zwei ,bauwerke vom reinsten frharabischen ,typus4 ,und das ,ornament -- ja1 gibt es denn berhaupt ein echtes ,renaissanceornament8 ,ich sehe in den frhflorentinischen ,motiven der ,majano1 ,ghiberti1 ,pisano etwas sehr ,nordisches4 ,man unterscheide doch an all diesen ,kanzeln1 ,grabmlern1 ,nischen1 ,portalen die uerliche1 bertragbare ,form -- als solche ist die ionische ,sule ja selbst gyptischer ,herkunft -- vom ,geist der ,formensprache1 der sie als ,mittel und ,zeichen einverleibt wird4 ,alle antiken ,details sind gleichgltig1 solange sie etwas ,unantikes durch die ,art ihrer ,verwendung ausdrcken4 ,aber bei ,donatello kommen sie auch kaum vor4 ,bei allen ,meistern einer ,zeit sind sie weit seltener als im hohen ,barock4 ,ein streng antikes ,kapitl wird man berhaupt nicht finden4 ,und trotzdem ist fr ,augenblicke etwas ,wunderbares erreicht worden1 das durch ,musik nicht wiederzugeben ist1 ein ,gefhl fr das ,glck der vollkommenen ,nhe1 fr reine1 ruhende1 erlsende ,raumwirkungen in einfachen ,verhltnissen lichter ,gliederung1 frei von der leidenschaftlichen ,bewegtheit von ,gotik und ,barock4 ,das ist nicht antik2 denn die ,antike kennt den ,raum nicht1 aber es ist ein ,traum von antikem ,dasein1 der einzige1 den die faustische ,seele trumen1 in dem sie sich vergessen konnte4 #f ,und nun erst1 mit dem #af4 ,jahrhundert1 beginnt in der abendlndischen ,malerei die entscheidende ,phase4 ,die ,vormundschaft der ,architektur im ,norden1 der ,skulptur im ,sden erlischt4 ,die ,malerei wird polyphon1 ins ,unendliche schweifend4 ,die ,farben werden ,tne4 ,die ,kunst des ,pinsels wird dem ,stil der ,fuge unterworfen4 ,die lfarbentechnik wird zur ,basis einer ,kunst1 die den ,raum imaginieren will1 an den die ,dinge sich verlieren4 ,mit ,lionardo beginnt der ,impressionismus4 ,im ,gemlde vollzieht sich damit eine ,umwertung aller ,elemente4 ,der bis dahin gleichgltig entworfene1 als ,fllung angesehene1 man mchte sagen als ,raum verheimlichte ,hintergrund gewinnt ,bedeutung4 ,eine ,entwicklung setzt ein1 die in keiner andern ,kultur1 auch nicht in der sonst vielfach nahe verwandten chinesischen ihresgleichen hat3 ,der ,hintergrund als das ,zeichen des ,unendlichen berwindet den sinnlich-greifbaren ,vordergrund4 ,es gelingt endlich -- das ist der malerische im ,gegensatz zum zeichnerischen ,stil --1 das ,tiefenerlebnis der faustischen ,seele im ,bilderlebnis restlos zu bannen4 ,der ,horizont taucht im ,bilde auf als groes ,symbol des ewigen grenzenlosen ,weltraumes1 der die sichtbaren ,einzeldinge als ,zuflle in sich begreift4 ,man hat seine ,darstellung im ,landschaftsgemlde als so selbstverstndlich empfunden1 da man nie die entscheidende ,frage gestellt hat1 wo berall er fehlt und was dieses ,fehlen bedeutet4 ,man wird aber weder im gyptischen ,relief noch im byzantinischen ,mosaik noch auf antiken ,vasenbildern und ,fresken1 nicht einmal denen des ,hellenismus mit ihrer ,vordergrundrumlichkeit eine ,andeutung des ,horizontes finden4 ,der ,begriff des ,hintergrundes ist demnach auf all diese ,knste gar nicht anwendbar4 ,diese ,linie1 in deren unwirklichem ,duft ,himmel und ,erde verschwimmen1 der ,inbegriff und die strkste ,potenz des ,fernen1 enthlt das ,infinitesimalprinzip4 ,man denke auch an die ,konvergenz unendlicher ,reihen4 ,die perspektivischen ,fernen sind das spezifisch musikalische ,element im ,bilde und die ,landschaften ,van de ,capelles1 ,van de ,veldes1 ,cuyps1 ,rembrandts sind deshalb ganz eigentlich nur ,hintergrnde1 nur ,atmosphren1 wie umgekehrt antimusikalische8 ,meister wie ,signorelli und vor allem ,mantegna nur ,vordergrnde -- ,reliefs8 -- malten4 ,in diesem ,element siegt die ,musik ber die ,plastik1 die ,kapazitt der ,ausdehnung ber ihre ,substanzialitt4 ,man darf sagen1 da es in keinem ,gemlde ,rembrandts ein vorn8 gibt4 ,im ,norden1 in der ,heimat des ,kontrapunkts1 ist ein tiefes ,verstndnis fr den ,sinn des ,horizontes und hell belichteter ,fernen schon frh zu finden1 whrend im ,sden der flach abschlieende ,goldgrund arabisch-byzantinischer ,bilder noch lange herrschend bleibt4 ,in ,miniaturen und ,stundenbchern 7wie dem des ,herzogs von ,berry71 bei frhrheinischen ,meistern taucht das reine ,raumgefhl zuerst auf und erobert sich langsam das ,tafelbild4 ,denselben symbolischen ,sinn haben die ,wolken1 deren knstlerische ,behandlung der ,antike gleichfalls vllig versagt war und die von den ,malern der ,renaissance mit einer gewissen spielerischen ,oberflchlichkeit behandelt wurden1 whrend der gotische ,norden sehr frh wundervoll mystische ,fernblicke auf und durch ,wolkenmassen schafft und die ,venezianer1 vor allem ,giorgione und ,paul ,veronese1 den vollen ,zauber der ,wolkenwelt1 der von schwebenden1 ziehenden1 geballten1 tausendfarbig belichteten ,wesen erfllten ,himmelsrume erschlossen und die ,niederlnder ihn bis zum ,tragischen steigerten4 ,greco hat die groe ,kunst der ,wolkensymbolik nach ,spanien gebracht4 ,in der ebenfalls damals1 zugleich mit der lmalerei und dem ,kontrapunkt herangereiften ,gartenkunst erscheinen dementsprechend die langgestreckten ,teiche1 ,buchengnge1 ,alleen1 ,durchblicke1 ,galerien1 um auch im ,bilde der freien ,natur dieselbe ,tendenz zum ,ausdruck zu bringen1 welche die von den frhen ,niederlndern als ,grundaufgabe ihrer ,kunst empfundene und von ,brunellesco theoretisch behandelte ,linearperspektive im ,gemlde reprsentiert4 ,man wird finden1 da sie1 ich mchte sagen als die mathematische ,weihe des durch den ,rahmen seitlich abgegrenzten und in die ,tiefe mchtig gesteigerten ,bildraumes -- ,landschaft oder ,interieur -- gerade damals mit einer gewissen ,absichtlichkeit zum ,vortrag gebracht wurde4 ,das ,ursymbol kndigt sich an4 ,im ,unendlichen liegt der ,punkt1 in dem alle perspektivischen ,linien zusammentreffen4 ,weil sie ihn vermied1 weil sie die ,ferne nicht anerkannte1 besa die antike ,malerei keine ,perspektive4 ,ihre ,vasengemlde sind1 als ,einheit1 weder ,landschaft noch ,innenraum1 sondern ,nichts1 4 ,nur das einzelne gilt4 ,die ,menschen sind1 jeder fr sich1 als 1 ohne ,beziehung auf etwas auer ihnen dargestellt4 ,sie bilden eine ,summe1 keine atmosphrisch zusammengefate ,totalitt4 ,folglich ist auch der ,park1 die bewute ,gestaltung der ,natur im ,sinne rumlicher ,fernwirkung1 innerhalb der antiken ,knste unmglich4 ,es gab in ,athen und ,rom keine perspektivische ,gartenkunst4 ,erst die ,kaiserzeit fand an orientalischen ,anlagen ,geschmack4 ,das bedeutsamste ,element im abendlndischen ,gartenbilde ist mithin der point de vue der groen ,rokokoparks1 auf den sich ihre ,alleen und beschnittenen ,laubgnge ffnen und durch den sich der ,blick in weite schwindende ,fernen verliert4 ,er fehlt selbst der chinesischen ,gartenkunst4 ,aber er hat ein vollkommenes ,gegenstck in gewissen hellen1 silbernen ,fernfarben8 der pastoralen ,musik des #ah4 ,jahrhunderts1 bei ,couperin z4 ,b4 ,erst der point de vue gibt den ,schlssel zum ,verstndnis dieser seltsamen menschlichen ,art1 die ,natur der symbolischen ,formensprache einer ,kunst zu unterwerfen4 ,die ,auflsung endlicher ,zahlengebilde in unendliche ,reihen ist das verwandte ,prinzip4 ,wie hier die ,formel des ,restgliedes den letzten ,sinn der ,reihe1 so ist es dort der ,blick ins ,grenzenlose1 der dem ,auge des faustischen ,menschen den ,sinn der ,natur erschliet4 ,wir waren es und nicht die ,hellenen1 nicht die ,menschen der ,hochrenaissance1 welche die unbegrenzten ,fernsichten vom ,hochgebirge aus schtzten und suchten4 ,das ist eine faustische ,sehnsucht4 ,man will allein mit dem unendlichen ,raume sein4 ,dies ,symbol bis zum uersten zu steigern war die groe ,tat der nordfranzsischen ,gartenbaumeister1 vor allem ,lentres4 ,man vergleiche den ,renaissancepark der mediceischen ,zeit mit seiner bersichtlichkeit1 seiner heitren ,nhe und ,rundung1 dem ,kommensurablen seiner ,linien1 ,umrisse und ,baumgruppen mit diesem geheimen ,zug in die ,ferne1 der alle ,wasserknste1 ,statuenreihen1 ,gebsche1 ,labyrinthe bewegt1 und man findet in diesem ,stck ,gartengeschichte das ,schicksal der abendlndischen lmalerei wieder4 ,aber ,ferne -- das ist zugleich eine historische ,empfindung4 ,der ,barockpark ist der ,park der spten ,jahreszeit1 des nahen ,endes1 der fallenden ,bltter4 ,ein ,renaissancepark ist fr den ,sommer und den ,mittag gedacht4 ,er ist zeitlos4 ,nichts in seiner ,formensprache erinnert an ,vergnglichkeit4 ,erst die ,perspektive ruft die ,ahnung von etwas ,vergehendem1 ,flchtigem1 ,letztem wach4 ,schon das bloe ,wort ,ferne8 hat in der abendlndischen ,lyrik aller ,sprachen einen wehmtig herbstlichen ,akzent1 den man in der griechischen vergebens sucht4 ,die moderne ,poesie der welkenden ,alleen1 der endlosen ,straenzge unserer ,weltstdte1 der ,pfeilerreihen eines ,domes1 der ,gipfel einer fernen ,gebirgskette1 verrt noch einmal1 da das ,tiefenerlebnis1 das uns den ,weltraum schafft1 im letzten ,grunde die innere ,gewiheit eines ,schicksals1 einer vorbestimmten ,richtung1 der ,zeit1 des ,unwiderruflichen ist4 ,hier1 im ,erlebnis des ,horizontes als der ,zukunft1 tritt die ,identitt der ,zeit mit der dritten ,dimension8 des erlebten ,raumes unmittelbar zutage4 ,es ist ein eminent historisches ,gefhl1 eine ,richtung der ganzen ,seele auf ,ferne und ,zukunft1 das den groen ,parks ihre ,gestalt gab4 ,baudelaire1 ,verlaine und ,droem haben es in ,verse gebracht4 ,die gypter1 darin uns nahe verwandt1 legten es ihrer ,architektur durch das ,prinzip der zyklischen ,wiederholung zugrunde2 sie schufen ,alleen von ,lotossulen1 ,statuen und ,sphinxen4 ,wir haben zuletzt auch das ,straenbild der groen ,stdte dieser ,grundidee des ,versailler ,parkes unterworfen und mchtige geradlinige1 in der ,ferne schwindende ,straenfluchten angelegt1 selbst unter ,aufopferung althistorischer ,viertel -- deren ,symbolik jetzt die geringere geworden war --1 whrend antike ,weltstdte mit ngstlicher ,sorgfalt das ,gewirr krummer ,gchen vorschoben1 damit der apollinische ,mensch sich in ihnen als ,krper unter ,krpern fhle4 ,das praktische ,bedrfnis8 war hier wie immer die ,maske eines tiefinnerlichen ,zwanges4 ,der ,horizont sammelt von nun an die tiefere ,form1 die metaphysische ,bedeutung des ,bildes in sich4 ,der greifbare und mit ,worten wiederzugebende ,inhalt -- nicht ,gehalt --1 womit die krperliche ,realitt gemeint ist1 die von der ,renaissancemalerei allein betont und anerkannt worden war1 wird nun zum ,mittel1 zum ,trger des ,ausdrucks4 ,bei ,mantegna und ,signorelli htte der gezeichnete ,entwurf1 auch ohne die koloristische ,ausfhrung1 als ,bild bestehen knnen4 ,in einzelnen ,fllen mchte man wnschen1 es wre bei den ,kartons geblieben4 ,in statuenhaften ,kompositionen ist die ,farbe lediglich etwas ,akzidentielles4 ,tizian aber mute von ,michelangelo den ,vorwurf hren1 da er nicht zu zeichnen verstnde4 ,der ,gegenstand81 eben das1 was sich durch ,umrizeichnung festhalten lt1 das ,nahe1 ,stoffliche1 hat1 knstlerisch betrachtet1 seine ,wirklichkeit verloren und von nun an herrscht in der sthetik1 die unter den theoretischen ,eindrcken der ,renaissance stehen blieb1 jener seltsame nie endende ,streit um ,form8 und ,inhalt8 im ,kunstwerk4 ,die ,formulierung beruht auf einem ,miverstndnis und hat den sehr bedeutenden ,sinn der ,frage verdeckt4 ,ob die ,malerei plastisch oder musikalisch aufgefat werden solle1 als ,statik von ,dingen oder als ,dynamik des ,raumes -- denn darin liegt der ,gegensatz von ,fresko- und ltechnik --1 ist das erste1 der ,gegensatz apollinischen und faustischen ,formgefhls das zweite1 was zu erwgen war4 ,umrisse begrenzen ,stoffliches1 ,licht und ,schatten interpretieren den ,raum4 ,aber das eine ist von unmittelbar sinnlicher ,natur4 ,es erzhlt4 ,der ,raum ist seinem ,wesen nach transzendent4 ,er spricht zur ,einbildungskraft4 ,er reprsentiert eine ,idee4 ,fr eine ,kunst1 die unter seiner ,symbolik steht1 ist das erzhlende ,moment eine ,herabsetzung und ,verdunkelung der tieferen ,tendenz1 und ein ,theoretiker1 der hier ein ,miverhltnis zwischen ,sollen und ,wollen fhlt1 aber nicht begreift1 klammert sich an den nchstliegenden und trivialen ,gegensatz von ,inhalt und ,form4 ,das ,problem ist ein rein abendlndisches und es enthllt in einer selten lehrreichen ,weise die vollkommene ,umkehrung1 die sich in der ,bedeutung der ,bildelemente mit dem ,abschlu der ,renaissance und der ,heraufkunft einer ,musik groen ,stils vollzogen hat4 ,mit ,inhalt8 wird immer wieder der optisch-krperliche ,eigenwert der dargestellten ,objekte gemeint 7worber sich die ,gegner des ,impressionismus zu tuschen pflegen74 ,dies ist die euklidische ,form der ,malerei1 welche die ,antike und also auch1 im ,rahmen der gotischen ,formensprache1 ,florenz gepflegt hatten4 ,die ,antike konnte mithin ein ,problem wie das von ,form und ,inhalt gar nicht besitzen4 ,fr eine attische ,statue ist beides vollkommen identisch3 der menschliche ,leib4 ,der ,fall der ,barockmalerei wird noch verwickelter durch den ,widerstreit des volkstmlichen und des hheren ,empfindens4 ,alles ,euklidisch-greifbare ist auch populr und das ,altertum8 mithin die populre ,kunst par excellence4 ,dies ist nicht zum wenigsten der unnennbare ,reiz1 den alles ,antike auf faustische ,geister ausbt1 die ihren ,ausdruck erkmpfen1 der ,welt abringen mssen4 ,hier braucht nichts erobert zu werden4 ,es gibt sich von selbst4 ,und etwas ,verwandtes hat der antigotische ,zug in ,florenz hervorgerufen4 ,raffael ist populr1 ,rembrandt kann es nicht sein4 ,seit ,tizian ist die ,malerei immer esoterischer geworden1 auch die ,poesie1 auch die ,musik4 ,die ,gotik -- ,dante1 ,wolfram -- war es von ,anfang an gewesen4 ,die groe ,menge der ,kirchenbesucher ist gar nicht imstande1 ,motetten von ,bach und ,palestrina zu verstehen4 ,sie langweilt sich bei ,mozart und ,beethoven4 ,sie lt ,musik lediglich auf die ,stimmung wirken4 ,in ,konzerten und ,galerien redet man sich nur ,interesse an diesen ,dingen ein1 seit die ,aufklrung die ,phrase von der ,kunst fr alle geprgt hat4 ,aber eine faustische ,kunst ist nicht fr alle4 ,das gehrt zu ihrem innersten ,wesen4 ,wenn die neuere ,malerei sich nur noch an einen kleinen ,kreis von ,kennern wendet1 der immer enger wird1 so entspricht das der ,abwendung vom gemeinverstndlichen novellistischen ,gegenstande4 ,damit ist dem sinnlichen ,detail der ,eigenwert aberkannt und die eigentliche ,wirklichkeit dem ,raume zugesprochen1 durch den -- nach ,kant -- erst die ,dinge sind4 ,es ist seitdem ein schwer zugngliches metaphysisches ,element in die ,malerei gekommen1 das sich dem ,laien nicht preisgibt4 ,aber bei ,phidias wrde das ,wort ,laie keinen ,sinn haben4 ,seine ,plastik wendet sich ganz an das leibliche1 nicht das geistige ,auge4 ,eine raumlose ,kunst ist a priori unphilosophisch4 #g ,hiermit hngt ein wichtiges ,prinzip der ,komposition zusammen4 ,man kann im ,gemlde die einzelnen ,dinge unorganisch ber-1 neben-1 hintereinander stellen1 ohne ,perspektive und ,distanz1 d4 h4 ohne die ,abhngigkeit ihrer ,wirklichkeit von der ,struktur des ,raumes zu betonen1 womit nicht gesagt ist1 da man sie leugnet4 ,so zeichnen ,naturmenschen und ,kinder1 bevor das ,tiefenerlebnis als ,ausdruck eines hheren inneren ,seins die sinnlichen ,welteindrcke einem ordnenden ,prinzip unterwirft4 ,aber dies ,prinzip ist dem ,ursymbol gem in jeder ,kultur ein anderes4 ,die uns selbstverstndliche ,art perspektivischer ,ordnung ist ein ,einzelfall und von keiner anderen ,malerei weder anerkannt noch gewollt4 ,die gyptische ,kunst whlte grundstzlich die ,darstellung mehrerer gleichzeitiger ,vorgnge in ,reihen bereinander4 ,so wurde die dritte ,dimension aus dem ,bildeindruck ausgeschaltet4 ,die apollinische ,kunst legte mehr und mehr ,gewicht auf den einzelnen ,krper und stellte isolierte ,figuren und ,gruppen unter absichtlicher ,vermeidung rumlicher und zeitlicher ,beziehungen in die ,bildflche4 ,polygnots ,fresken in der ,lesche von ,delphi waren ein berhmtes ,beispiel4 ,ein ,hintergrund1 der die einzelnen ,szenen verbunden htte1 fehlt4 ,er wrde die ,bedeutung der ,dinge als des allein ,wirklichen -- gegenber dem ,raum als dem ,nichtseienden -- in ,frage gestellt haben4 ,die ,giebel des ,tempels von gina und des ,parthenon enthalten eine ,mehrzahl von ,einzelfiguren1 keinen ,organismus4 ,hierin empfand die ,renaissance mit ,notwendigkeit gotisch1 d4 h4 rumlich4 ,erst der ,hellenismus -- der ,telephosfries des ,altars von ,pergamon ist das frheste erhaltene ,beispiel -- bringt das unantike ,motiv der fortlaufenden ,reihe1 das in den ,triumphsulen der ,kaiserzeit seltsame ,blten getrieben hat4 ,aber das ist bereits ,verismus1 die spezifisch weltstdtische ,art1 ,kunst zu machen1 rein virtuosenhaft1 ohne ein in der ,tiefe wirkendes ,symbol4 ,das ist auerdem gyptizismus1 der in dieser ,zivilisation seit #cjj eine hnliche ,rolle spielt wie der ,japanismus fr das #ai4 ,jahrhundert4 ,man entlehnt exotische ,formen1 um einen ,stil und damit die ,illusion einer groen ,kunst hervorzubringen4 ,die ,barockmalerei ist demgegenber an der einen ,aufgabe zur ,hhe emporgewachsen1 den unendlichen ,raum mittels der ,farbe zu schaffen4 ,sie spricht den ,dingen nur insofern ,wirklichkeit zu1 als sie ,trger der ,farbe und ,zeugen atmosphrischer ,lichtwirkungen sind und dadurch die reine1 nichtstoffliche ,ausdehnung zum ,ausdruck bringen4 ,der ,gegenstand wird zum ,mittel1 das im ,raum symbolisierte ,weltgefhl zum eigentlichen ,inhalt des ,gemldes4 ,deshalb verschwindet mit dem ,ende der ,renaissance zugleich mit der ,plastik -- als einer weiterer ,entwicklung nicht mehr fhigen ,kunst -- auch das ,fresko und das ,relief und an die ,stelle der figurenreichen ,vordergrundszenen1 ber die man den ,raum vergit1 treten die heroische ,landschaft8 und das ,interieur1#gd die beide dem spezifischen ,problem des ,raumes den reinsten ,ausdruck gestatten4 ,die ,darstellung von ,luft und ,licht nimmt die ,darstellung von ,szenen lediglich zum ,vorwand4 ,und nun folgt vom ,ende der ,renaissance an1 von ,orlando ,lasso und ,palestrina bis auf ,wagner eine ununterbrochene ,reihe groer ,musiker und von ,tizian bis auf ,manet1 ,mares und ,leibl eine ,reihe groer ,maler aufeinander1 whrend die ,plastik zur vlligen ,bedeutungslosigkeit herabsinkt4 lmalerei und polyphone ,musik durchlaufen eine organische ,entwicklung1 deren ,ziel in der ,gotik begriffen und im ,barock erreicht wurde4 ,beide ,knste -- faustisch im hchsten ,sinne -- sind innerhalb dieser ,grenzen ,urphnomene4 ,sie haben eine ,seele1 eine ,physiognomie und also eine ,geschichte1 und zwar sie allein4 ,die ,bildhauerei beschrnkt sich auf ein paar schne ,zuflle im ,schatten der ,malerei1 ,gartenkunst oder ,architektur4 ,aber sie sind im ,bilde der abendlndischen ,kunst entbehrlich4 ,es gibt keinen plastischen ,stil mehr1 wie es einen malerischen und musikalischen ,stil gibt4 ,es gibt so wenig eine geschlossene ,tradition wie einen notwendigen ,zusammenhang der ,werke untereinander4 ,schon in ,lionardo entsteht allmhlich eine starke ,verachtung der ,bildhauerei4 ,er lt hchstens den ,bronzegu seiner malerischen ,qualitten wegen gelten1 im ,gegensatz zu ,michelangelo1 dessen ,element damals der weie ,marmor war4 ,aber auch ihm will im hohen ,alter keine plastische ,arbeit mehr gelingen4 ,keiner der spteren ,bildhauer ist gro in dem ,sinne1 wie ,rembrandt und ,bach gro sind und man wird zugeben1 da sich wohl eine tchtige und geschmackvolle ,leistung1 aber kein ,werk denken lt1 das im ,range neben der ,nachtwache oder der ,matthuspassion steht und in gleicher ,weise die ,tiefe eines ganzen ,menschentums erschpft4 ,diese ,kunst hat aufgehrt1 das ,schicksal ihrer ,kultur zu sein4 ,ihre ,sprache bedeutet nichts mehr4 ,es ist vllig unmglich1 das1 was in einem ,bildnis ,rembrandts liegt1 in einer ,bste wiederzugeben4 ,wenn einmal ein ,bildhauer von einiger ,bedeutung auftaucht wie ,bernini1 ,puget oder ,schlter -- es ist naturgem keiner unter ihnen1 der ber das ,dekorative hinaus zu einer groen ,symbolik gelangte --1 so erscheint er als verspteter ,schler der ,renaissance 7,thorwaldsen71 als verkappter ,maler 7,houdon71 ,architekt 7,bernini1 ,schlter7 oder ,dekorateur 7,pigalle7 und er beweist durch sein ,erscheinen nur noch deutlicher1 da diese eines faustischen ,gehaltes nicht fhige ,kunst keine ,bedeutung1 mithin keine ,seele und keine ,geschichte im ,sinne einer eigentlichen ,stilentwicklung mehr hat4 ,dasselbe gilt dementsprechend von der antiken ,musik1 die in den reifen ,jahrhunderten der ,ionik 7#fej-cej7 den beiden apollinischen ,knsten1 ,plastik und ,freskomalerei1 das ,feld rumen und mit dem ,verzicht auf ,harmonie und ,polyphonie auch auf den ,rang einer organisch sich entwickelnden hheren ,kunst verzichten mute4 #h ,die antike ,malerei beschrnkte ihre ,palette auf gelb1 rot1 schwarz und wei4 ,diese merkwrdige ,tatsache ist frh bemerkt worden und hat1 da man andere als oberflchliche und ausgesprochen materialistische ,grnde gar nicht in ,betracht zog1 zu trichten ,hypothesen wie der von einer angeblichen ,farbenblindheit der ,griechen gefhrt4 ,auch ,nietzsche hat davon geredet 7,morgenrte #dbf74 ,aber aus welchem ,grunde vermied diese ,malerei in ihrer besten ,zeit das ,blau und sogar noch das ,blaugrn und lie erst bei den grngelben und blulichroten ,tnen die ,skala der erlaubten ,nuancen beginnen8 ,ohne ,zweifel kommt das ,ursymbol der euklidischen ,seele in dieser ,beschrnkung zum ,ausdruck4 ,blau und ,grn sind die ,farben des ,himmels1 des ,meeres1 der fruchtbaren ,ebene1 der ,schatten an sdlichen ,mittagen1 des ,abends und der entfernten ,gebirge4 ,sie sind wesentlich atmosphrische1 nicht gegenstndliche ,farben4 ,sie sind kalt2 sie entkrpern und rufen die ,eindrcke des ,weiten1 ,fernen und ,grenzenlosen hervor4 ,deshalb geht1 whrend das ,fresko ,polygnots sie streng vermeidet1 ein infinitesimales8 ,blau und ,grn von den ,venezianern an bis ins #ai4 ,jahrhundert als raumschaffendes ,element durch die ganze ,geschichte der perspektivischen lmalerei4 ,und zwar als ,grundton von ganz berwiegendem ,range1 der den ,gesamtsinn der ,farbengebung trgt1 als ,generalba1 whrend die warmen gelben und roten ,tne erst danach gestimmt sind4 ,es ist nicht das satte1 freudige1 nahe ,grn gemeint1 das ,raffael oder ,drer bei ,gewndern gelegentlich -- und selten genug -- verwenden1 sondern ein unbestimmbares1 in tausend ,schattierungen ins ,weie1 ,graue1 ,braune spielendes ,blaugrn1 etwas spezifisch ,musikalisches1 in das die ganze ,atmosphre vor allem auch auf guten ,gobelins getaucht ist4 ,was man im ,gegensatz zur ,linearperspektive ,luftperspektive genannt hat und im ,gegensatz zur ,renaissanceperspektive ,barockperspektive htte nennen knnen1 beruht fast ausschlielich auf ihm4 ,man findet es in ,italien mit steigender ,kraft der ,tiefenwirkung bei ,lionardo1 ,guercino1 ,albani1 in ,holland bei ,ruysdael und ,hobbema1 vor allem aber bei den groen ,franzosen1 von ,poussin1 ,lorrain und ,watteau an bis zu ,corot4 ,das ,blau1 ebenfalls eine perspektivische ,farbe1 steht immer in ,beziehung zum ,dunklen1 ,lichtlosen1 ,unwirklichen4 ,es dringt nicht ein1 sondern zieht in die ,ferne4 ,ein reizendes ,nichts8 hat es ,goethe in seiner ,farbenlehre genannt4 ,blau und ,grn sind transzendente1 unsinnliche ,farben4 ,sie fehlen im strengen ,freskogemlde attischen ,stils und also herrschen sie in der lmalerei4 ,gelb und ,rot1 die antiken ,farben1 sind die der ,materie1 der ,nhe und der animalischen ,gefhle4 ,rot ist die eigentliche ,farbe der ,sinnlichkeit2 deshalb ist es die einzige1 die auf ,tiere wirkt4 ,sie steht dem ,symbol des ,phallus -- und also der ,statue und der dorischen ,sule -- am nchsten1 wie andrerseits ein reines ,blau den ,mantel der ,madonna verklrt4 ,diese ,beziehung hat sich mit tiefgefhlter ,notwendigkeit in allen groen ,schulen von selbst eingestellt4 ,violett -- ein ,rot1 das vom ,blau berwunden wird -- ist die ,farbe der ,frauen1 die nicht mehr fruchtbar sind und der im ,zlibat lebenden ,priester4 ,gelb und ,rot sind die populren ,farben1 die der ,menge1 der ,kinder und der ,wilden4 ,bei den ,spaniern und ,venezianern whlt der ,vornehme -- aus dem unbewuten ,gefhl einer abweisenden ,distanz -- ein prchtiges ,schwarz oder ,blau4 ,gelb und ,rot sind endlich-- als die euklidischen1 apollinischen ,farben -- die des ,vordergrundes1 auch im geistigen ,sinne1 die einer lrmenden ,geselligkeit1 des ,marktes1 der ,volksfeste1 die des naiven ,vorsichhinlebens1 des antiken ,fatums und des blinden ,zufalls1 des punktfrmigen ,daseins4 ,blau und ,grn -- faustische ,farben -- sind die der ,einsamkeit1 der ,sorge1 der ,beziehung des ,augenblicks auf ,vergangenheit und ,zukunft1 des ,schicksals als der dem ,weltall immanenten ,fgung4 ,die ,beziehung des shakespeareschen ,schicksals zum ,raume1 des sophokleischen 7des sinnlosen7 zur ,materie war oben festgestellt worden4 ,alle ,kulturen von tiefer ,transzendenz1 alle1 deren ,ursymbol eine berwindung des ,augenscheins1 ein ,leben als ,kampf1 nicht als ,hinnahme von ,gegebenem fordert1 haben zum ,raume wie zum ,blau und ,schwarz denselben metaphysischen ,hang4 ,blau ist die ,farbe der ,trauer bei den ,chinesen2 auch die ,farbe ,werthers war blau4 ,es besteht fr mich kein ,zweifel1 da die attische ,bhne gerade diese ,farbe vermieden hat4 ,sie widerspricht dem ,geiste ihrer ,tragik4 ,die ,symbolik der ,farben kann hier nicht weiter entwickelt werden4 ,tiefe ,beobachtungen ber das ,verhltnis zwischen der ,idee des ,raumes und dem ,sinn der ,farben finden sich in ,goethes ,studien ber die entoptischen ,farben in der ,atmosphre4 ,mit der von ihm in der ,farbenlehre gegebenen ,symbolik stimmt die hier aus den ,ideen von ,raum und ,schicksal abgeleitete vollkommen berein4 ,die bedeutendste ,verwendung eines dsteren ,grn als der ,farbe des ,schicksals findet sich bei ,grnewald1 dessen ,nchte von einer unbeschreiblichen ,mchtigkeit des ,raumes nur von ,rembrandt wieder erreicht werden4 ,hier gewinnt man auch den ,eindruck1 als ob man dies bluliche ,grn1 dieselbe ,farbe1 in welche das ,innere der groen ,dome so oft gehllt ist1 als die spezifisch katholische ,farbe bezeichnen drfe1 vorausgesetzt1 da man allein das durch das lateranische ,konzil von #abae begrndete und im ,tridentinum endgltig fixierte nordische ,christentum mit der ,eucharistie als ,mittelpunkt katholisch nennt4 ,diese ,farbe steht in ihrer schweigsamen ,gre sicherlich dem prunkvollen ,goldgrunde altchristlich-byzantinischer ,bildwerke ebenso fern wie den geschwtzig-heitren1 heidnischen8 ,farben bemalter hellenischer ,tempel und ,statuen4 ,man beachte1 da die ,wirksamkeit dieser ,farbe ,innenrume voraussetzt im ,gegensatz zum ,gelb und ,rot2 die antike ,malerei ist eine ebenso entschieden ffentliche wie die abendlndische eine ,atelierkunst4 ,die gesamte groe lmalerei von ,lionardo bis zum ,ende des #ah4 ,jahrhunderts ist nicht fr das grelle ,tageslicht gedacht4 ,hier kehrt der ,gegensatz von ,kammermusik und freistehender ,statue wieder4 ,die oberflchliche ,begrndung dieses ,phnomens durch das ,klima wird1 wenn es berhaupt ntig wre1 durch das ,beispiel der gyptischen ,malerei widerlegt4 ,die zunchst bizarre ,tatsache der hellenischen ,vierfarbenmalerei ist nun erklrt4 ,da der unendliche ,raum fr das antike ,lebensgefhl ein vollkommenes ,nichts ist1 so wrden ,blau und ,grn mit ihrer entwirklichenden und ,fernen schaffenden ,kraft die ,alleinherrschaft des ,vordergrundes1 der vereinzelten ,krper und damit den eigentlichen ,sinn apollinischer ,kunstwerke in ,frage gestellt haben4 ,dem ,auge eines ,atheners wre ein ,gemlde in den ,farben ,watteaus wesenlos und von einer schwer in ,worte zu fassenden innern ,leere und ,unwahrheit erschienen4 ,durch diese irrealen ,farben wird die sinnlich empfundene1 das ,licht reflektierende ,flche nicht als ,grenze eines ,dinges1 sondern als die des umgebenden ,raumes gewertet4 ,deshalb fehlen sie dort und herrschen sie hier4 #i ,die arabische ,kunst hat das magische ,weltgefhl durch den ,goldgrund ihrer ,mosaiken und ,tafelbilder zum ,ausdruck gebracht4 ,man lernt seine verwirrend mrchenhafte ,wirkung und mithin seine symbolische ,absicht aus den ,mosaiken von ,ravenna und den von lombardisch-byzantinischen ,vorbildern noch stark abhngigen frhrheinischen und vor allem norditalienischen ,meistern kennen1 nicht zum wenigsten auch durch gotische ,buchillustrationen1 deren ,vorbilder die byzantinischen ,purpurcodices waren4 ,die ,seele dreier ,kulturen ist hier an einer nahe verwandten ,aufgabe zu prfen4 ,die apollinische erkannte nur das in ,ort und ,zeit unmittelbar ,gegenwrtige als wirklich an -- und sie verleugnete den ,hintergrund in ihren ,bildwerken2 die faustische strebte ber alle sinnlichen ,schranken ins ,unendliche -- und sie verlegte den ,schwerpunkt des ,bildgedankens mittels der ,perspektive in die ,ferne2 die magische empfand alles ,gewordene und ,ausgedehnte als die ,inkarnation rtselhafter ,mchte -- und sie schlo die ,szene durch einen ,goldgrund ab1 das heit durch ein ,mittel1 das jenseits alles ,farbig-,natrlichen steht4 ,gold ist berhaupt keine ,farbe4 ,dem ,gelb gegenber entsteht der komplizierte sinnliche ,eindruck durch die metallische diffuse ,reflexion eines an der ,oberflche durchscheinenden ,mittels4 ,farben -- sei es die farbige ,substanz der gegltteten ,wandflche 7,fresko7 oder das mit dem ,pinsel aufgetragene ,pigment -- sind natrlich2 der in der ,natur so gut wie nie vorkommende ,metallglanz#ge ist bernatrlich4 ,erinnern wir uns1 da als magische ,naturforschung die ,alchymie neben der apollinischen ,statik und der faustischen ,dynamik steht4 ,der ,goldgrund ist das ,symbol eines nicht in ,regeln zu bannenden ,geheimnisses4 ,man denke an den ,stein der ,weisen84 ,die arabische ,kultur ist die der ,offenbarungsreligionen -- des ,judentums1 des ,christentums1 des ,islam4 ,dies wunderbare ,element reprsentiert an dieser ,stelle im ,bilde1 inmitten eines farbigen ,ganzen1 eine fremde ,welt4 ,vor allem ist der ,eindruck ein vllig abstrakter und unorganischer4 ,alle wirklichen ,krper sind farbig1 die wirkliche ,atmosphre ist es auch4 ,das leuchtende ,gold nimmt also der ,szene1 dem ,leben1 den ,krpern ihre ontologische ,wirklichkeit4 ,alles1 was im ,kreise ,plotins und der ,gnostiker ber das ,wesen der ,dinge1 ihre ,unabhngigkeit vom ,raume1 ihre zuflligen ,ursachen gelehrt wurde -- fr unser ,weltgefhl hchst paradoxe und unverstndliche ,ansichten --1 liegt in der ,symbolik dieses rtselhaften hieratischen ,hintergrundes4 ,das ,wesen der ,krper war ein wichtiger ,streitpunkt der ,schulen von ,bagdad und ,basra4 ,suhrawardi unterschied ,ausdehnung als das primre ,wesen des ,krpers von seiner ,breite1 ,hhe und ,tiefe als den ,akzidentien4 ,von ,nazzm werden den ,atomen krperliche ,substanz und das ,merkmal der ,raumerfllung abgesprochen4 ,das alles waren metaphysische ,probleme1 die von ,philo und ,paulus an bis auf die letzten ,gren der islamischen ,philosophie das arabische ,weltgefhl offenbarten4 ,sie spielen in den ,streitigkeiten der ,konzile ber das ,wesen ,gottes und die ,person ,christi eine groe ,rolle4 ,der ,goldgrund jener ,gemlde hat also eine ausgesprochen dogmatische ,bedeutung4 ,er drckt das ,wesen und ,walten der ,gottheit aus4 ,er reprsentiert die arabische ,gestalt des christlichen ,weltbewutseins1 und es hngt tief damit zusammen1 da diese ,behandlung des ,hintergrundes fr ,darstellungen aus der christlichen ,legende tausend ,jahre lang als die einzige metaphysisch1 selbst ethisch mgliche und wrdige erscheint4 ,als die ersten wirklichen8 ,hintergrnde in der frhen ,gotik auftauchen1 mit blaugrnem ,himmel1 weitem ,horizont und ,tiefenperspektive1 wirken sie zunchst profan81 weltlich1 und man hat den dogmatischen ,wandel1 der sich hier verriet1 wohl gefhlt1 wenn auch nicht erkannt4 ,wir sahen1 wie gerade damals1 als im lateranischen ,konzil das faustische -- germanisch-katholische -- ,christentum zum ,bewutsein seiner selbst gelangt war1 eine neue ,religion im alten ,gewande1 in der ,kunst der ,franziskaner die perspektivische und farbige1 den ,luftraum erobernde ,tendenz den ganzen ,sinn der ,malerei umgestaltete4 ,das abendlndische ,christentum verhlt sich zum morgenlndischen wie das ,symbol der ,perspektive zu dem des ,goldgrundes1 und das endgltige ,schisma tritt in der ,kirche und ,kunst gleichzeitig ein4 ,man begreift den landschaftlichen ,hintergrund der ,bildszene zugleich mit der dynamischen ,unendlichkeit ,gottes2 und zugleich mit den ,goldgrnden der kirchlichen ,gemlde verschwinden aus den abendlndischen ,konzilien jene magischen1 ontologischen ,gottheitsprobleme1 welche alle orientalischen wie das von ,nica leidenschaftlich bewegt hatten4 #aj ,die ,venezianer haben die ,handschrift des sichtbaren ,pinselstrichs entdeckt und als eminent raumschaffendes ,motiv in die lmalerei eingefhrt4 ,von den florentiner ,meistern war die antikisierende und doch dem gotischen ,formgefhl dienende ,manier1 durch ,glttung aller bergnge reine1 scharf umrissene1 ruhende ,farbflchen zu schaffen1 nie angegriffen worden4 ,ihre ,bilder haben etwas ,seiendes4 ,erst in der sichtbar bleibenden1 gleichsam nie erstarrenden ,arbeit des ,pinsels kommt ein historisches ,empfinden zum ,vorschein4 ,man will im ,werk des ,malers nicht nur etwas sehen1 das geworden ist1 sondern auch etwas1 das wird4 ,das hatte die ,renaissance vermeiden wollen4 ,ein ,gewandstck des ,perugino erzhlt nichts von seiner knstlerischen ,entstehung4 ,es ist fertig1 gegeben1 schlechthin gegenwrtig4 ,die einzelnen ,pinselstriche1 die man als eine vollkommen neue ,formensprache zuerst in den ,alterswerken ,tizians trifft1 ,akzente eines ,temperaments1 die unvermittelt nebeneinander stehen1 sich kreuzen1 decken1 verwirren1 bringen eine unendliche ,bewegtheit in das farbige ,element4 ,auch die gleichzeitige geometrische ,analysis lt ihre ,objekte werden1 nicht sein4 ,jedes ,gemlde hat eine ,geschichte und verschweigt sie nicht4 ,vor ihm fhlt der faustische ,mensch1 da er eine seelische ,entwicklung hat4 ,vor jeder groen ,landschaft eines ,barockmeisters darf man das ,wort historisch8 aussprechen1 um einen ,sinn in ihr zu fhlen1 der einer attischen ,statue gnzlich fremd ist4 ,das ewige ,werden1 die gerichtete ,zeit1 das dynamische ,weltenschicksal ruht auch in der ,melodik dieser ruhelosen und grenzenlosen ,striche4 ,malerischer und zeichnerischer ,stil3 das bedeutet1 von dieser ,seite gesehen1 den ,gegensatz von historischer und ahistorischer ,form1 von ,betonung oder ,verleugnung des genetischen ,moments1 von ,ewigkeit und ,augenblick4 ,ein antikes ,kunstwerk ist ein ,ereignis1 ein abendlndisches eine ,tat4 ,das eine symbolisiert ein punktfrmiges ,jetzt1 das andere eine organische ,entwicklung4 ,die ,physiognomik der ,pinselfhrung1 eine vllig neue1 unendlich reiche und persnliche1 keiner andern ,kultur bekannte ,art von ,ornamentik1 ist spezifisch musikalisch4 ,man kann etwa das allegro feroce des ,franz ,hals dem andante con moto ,van ,dycks gegenberstellen4 ,von nun an gehrt der ,begriff des ,tempo zum malerischen ,vortrag und er erinnert daran1 da diese ,kunst die eines ,seelentums ist1 das im ,gegensatz zum antiken nichts vergit und vergessen sehen will1 was einmal war4 ,das luftige ,gewebe der ,pinselstriche lst aber zugleich die sinnliche ,oberflche der ,dinge auf4 ,die ,konturen verschwinden im ,helldunkel4 ,der ,betrachter mu weit zurcktreten1 um aus farbigen ,raumwerten krperhafte ,eindrcke zu gewinnen4 ,es ist dies buchstblich die malerische ,fassung der ,kantschen ,theorie vom ,raume als der apriorischen ,anschauungsform1 durch welche die ,dinge in ,erscheinung treten4 ,zugleich erscheint von nun an ein ,symbol hchsten ,ranges im abendlndischen ,gemlde1 das ,atelierbraun81 und beginnt die ,wirklichkeit aller ,farben mehr und mehr zu dmpfen4 ,die lteren ,florentiner kannten es noch nicht1 so wenig wie die alten niederlndischen und rheinischen ,meister4 ,pacher1 ,drer1 ,holbein sind1 so leidenschaftlich ihre ,tendenz zur rumlichen ,tiefe erscheint1 frei davon4 ,erst das #af4 ,jahrhundert gehrt ihm4 ,dies ,braun verleugnet seine ,herkunft aus dem infinitesimalen8 ,grn der ,hintergrnde ,lionardos1 ,schongauers und ,grnewalds nicht1 aber es besitzt die grere ,macht ber die ,dinge4 ,es fhrt den ,kampf des ,raumes gegen das ,stoffliche zu ,ende4 ,es berwindet auch das primitivere ,mittel der ,linearperspektive mit ihrem an architektonische ,bildmotive gebundenen ,renaissancecharakter4 ,es steht mit der impressionistischen ,technik der sichtbaren ,pinselstriche dauernd in einer geheimnisvollen ,verbindung4 ,beide lsen das greifbare ,dasein der sinnlichen ,welt -- der ,welt des ,augenblicks und der ,vordergrnde -- endgltig in atmosphrischen ,schein auf4 ,die ,linie verschwindet aus dem ,bilde4 ,der magische ,goldgrund hatte nur von einem rtselhaften ,jenseits getrumt1 das die ,gesetzlichkeit der ,krperwelt beherrscht und durchbricht2 das ,braun dieser ,gemlde ffnet den ,blick in eine reine formvolle ,unendlichkeit4 ,im ,werden des abendlndischen ,stils bezeichnet seine ,entdeckung einen ,hhepunkt4 ,diese ,farbe hat im ,gegensatz zu dem vorhergehenden ,grn etwas ,protestantisches4 ,der nordische abstrakte ,pantheismus des #ah4 ,jahrhunderts1 wie ihn die ,verse der ,erzengel im ,prolog von ,goethes ,faust ausdrcken1 ist in ihm vorweggenommen4 ,die ,atmosphre des ,knig ,lear und ,macbeth ist ihm verwandt4 ,das gleichzeitige ,streben der instrumentalen ,musik nach immer reicheren ,dissonanzen1 die ,einfhrung der ,sexte1 ,septime1 ,undezime1 entspricht durchaus der neuen ,tendenz in der lmalerei1 von den reinen ,farben aus durch die ,unzahl brunlicher ,schattierungen und die ,kontrastwirkung unvermittelt nebeneinander gesetzter ,farbenstriche eine malerische ,chromatik zu schaffen4 ,beide ,knste breiten nun durch ihre ,ton- und ,farbenwelten -- ,farbentne und ,tonfarben -- eine ,atmosphre reinster ,rumlichkeit aus1 die nicht mehr den ,menschen als ,gestalt1 als ,leib1 sondern die hllenlose ,seele selbst umgibt und bedeutet4 ,eine ,innerlichkeit wird erreicht1 der in den tiefsten ,werken ,rembrandts und ,beethovens kein ,geheimnis sich mehr verschliet -- eine ,innerlichkeit allerdings1 welche der apollinische ,mensch durch seine streng somatische ,kunst abgewehrt hatte4 ,die alten ,vordergrundfarben1 ,gelb und ,rot -- die antiken ,tne -- werden von nun an seltener und immer als bewute ,kontraste zu ,fernen und ,tiefen gebraucht1 die sie steigern und betonen sollen 7auer bei ,rembrandt vor allem bei ,vermeer74 ,dies der ,renaissance vollkommen fremde atmosphrische ,braun ist die unwirklichste ,farbe1 die es gibt4 ,es ist die einzige ,grundfarbe81 die dem ,regenbogen fehlt4 ,es gibt weies1 gelbes1 grnes1 rotes1 blaues ,licht von vollkommenster ,reinheit4 ,ein reines braunes ,licht liegt auerhalb der ,mglichkeiten unsrer ,natur4 ,alle die grnlichbraunen1 silbrigen1 feuchtbraunen1 tiefgoldigen ,tne1 die bei ,giorgione in prachtvollen ,nuancen erscheinen1 bei den groen ,niederlndern immer khner werden und sich gegen ,ende des #ah4 ,jahrhunderts verlieren1 entkleiden die ,natur ihrer ,realitt4 ,darin liegt beinahe ein religises ,bekenntnis4 ,bei ,constable1 dem ,begrnder einer zivilisierten ,malweise1 ist es ein andres ,wollen1 das nach ,ausdruck sucht1 und dasselbe ,braun1 das er bei den ,hollndern studiert hatte und das damals ,schicksal1 ,gott1 den ,sinn des ,lebens bedeutete1 bedeutet ihm etwas andres1 nmlich bloe ,romantik1 ,empfindsamkeit1 ,sehnsucht nach etwas ,entschwundenem1 ,erinnerung an die groe ,vergangenheit der sterbenden lmalerei4 ,auch den letzten deutschen ,meistern1 ,lessing1 ,mares1 ,spitzweg1 ,leibl1#gf deren versptete ,kunst ein ,stck ,romantik1 ein ,rckblick und ,ausklang ist1 erschien das ,braun als das kostbare ,erbe der ,vergangenheit1 und sie setzten sich in ,widerspruch zu den bewuten ,tendenzen ihrer ,generation -- dem seelenlosen ,freilichtprinzip --1 weil sie innerlich sich von diesem ,moment eines groen ,stils noch nicht trennen konnten4 ,in diesem noch heute nicht verstandenen ,kampf zwischen dem ,rembrandtbraun der alten und dem ,freilicht der neuen ,schule erscheint der hoffnungslose ,widerstand der ,seele gegen den ,intellekt1 der ,kultur gegen die ,zivilisation1 der ,gegensatz von symbolisch notwendiger und weltstdtisch virtuosenhafter ,kunst4 ,von hier aus wird die tiefe ,bedeutung dieses ,braun1 mit dem eine ganze ,kunst stirbt1 fhlbar4 ,die innerlichsten unter den groen ,malern haben diese ,farbe am besten verstanden1 ,rembrandt vor allem4 ,es ist dieses rtselhafte ,braun seiner entscheidenden ,werke1 das aus dem tiefen ,leuchten mancher gotischen ,kirchenfenster1 aus der ,dmmerung hochgewlbter ,dome stammt4 ,der satte ,goldton der groen ,venezianer1 ,tizians1 ,veroneses1 ,palmas1 ,giorgiones ist der jener alten1 verschollenen ,kunst1 der nordischen ,glasmalerei1 von der sie nichts wuten4 ,auch hier ist die ,renaissance mit ihrer krperhaften ,farbenwahl nur ,episode1 nur ein ,ergebnis der ,oberflche1 des ,allzubewuten1 nicht des ,faustisch-,unbewuten der abendlndischen ,seele4 ,in diesem leuchtenden ,goldbraun reichen sich hier1 in der venezianischen ,malerei1 ,gotik und ,barock1 die ,kunst jener frhen ,glasgemlde und die dunkle ,musik ,beethovens die ,hand1 gerade damals1 als durch ,willaert und ,gabrieli die ,schule von ,venedig1 die ,begrnderin der weltlichen ,instrumentalmusik1 des ,madrigals und ,rondos1 ins ,leben trat4 ,braun war nunmehr die eigentliche ,farbe der ,seele1 einer historisch gestimmten ,seele geworden4 ,ich glaube1 ,nietzsche hat einmal von der braunen ,musik ,bizets gesprochen4 ,aber das ,wort gilt eher von der ,musik1 die ,beethoven fr ,streichinstrumente#gg geschrieben hat und noch zuletzt von dem ,orchesterklang ,bruckners1 der so oft den ,raum mit einem brunlichen ,golde fllt4 ,alle andern ,farben sind in eine dienende ,rolle verwiesen1 so das helle ,gelb und der ,zinnober ,vermeers1 die mit wahrhaft metaphysischem ,nachdruck wie aus einer andern ,welt ins ,rumliche hereinragen1 und die gelbgrnen und blutroten ,lichter1 die bei ,rembrandt mit der ,symbolik des ,raumes beinahe zu spielen scheinen4 ,bei ,rubens1 der ein glnzender ,knstler1 aber kein ,denker war1 ist das ,braun fast ideenlos1 eine ,schattenfarbe4 7,das katholische8 ,blaugrn macht bei ihm und ,watteau dem ,braun den ,rang streitig47 ,man sieht1 wie dasselbe ,mittel1 das in den ,hnden tiefer ,menschen ,symbol wird und dann die ungeheure ,transzendenz der ,landschaften ,rembrandts1 in denen die ,entrcktheit reiner ,kammermusik beinahe erreicht wird1 hervorrufen kann1 daneben groen ,meistern als bloe technische ,handhabe zu ,gebote steht1 da also1 wie wir eben sahen1 die knstlerisch-technische ,form81 als ,gegensatz zu einem ,inhalt8 gedacht1 nichts mit der wahren ,form groer ,werke zu tun hat4 ,ich hatte das ,braun eine historische ,farbe genannt4 ,es macht die ,atmosphre des ,bildraumes zu einem ,zeichen des endlosen ,werdens4 ,es bertnt die ,sprache des ,gewordnen in der ,darstellung4 ,dieser ,sinn erstreckt sich auch auf die andern ,farben der ,ferne und fhrt zu einer weiteren hchst bizarren ,bereicherung der abendlndischen ,symbolik4 ,die ,hellenen hatten die oft noch vergoldete ,bronze als ,material ihrer ,statuen vorgezogen1 um durch das ,strahlende der ,erscheinung unter tiefblauem ,himmel die ,idee der ,einzigkeit alles ,krperhaften zum ,ausdruck zu bringen4#gh ,die ,renaissance grub diese ,statuen aus1 von einer vielhundertjhrigen ,patina berzogen1 schwarz und grn2 sie geno das ,historische des ,eindrucks voller ,ehrfurcht und ,sehnsucht -- und unser ,formgefhl hat seitdem dieses ferne8 ,schwarz und ,grn heilig gesprochen4 ,es ist heute fr den ,eindruck der ,bronze auf unser ,auge unentbehrlich1 wie um die ,tatsache schalkhaft zu illustrieren1 da diese ganze ,kunstgattung uns nichts mehr angeht4 ,was bedeutet uns eine ,domkuppel1 eine ,bronzefigur ohne ,patina8 ,sind wir nicht endlich dahin gekommen1 diese ,patina sogar knstlich zu erzeugen8 ,aber in der ,erhebung des ,edelrostes zu einem ,kunstmittel von selbstndiger ,bedeutung liegt viel mehr4 ,man frage sich1 ob ein ,grieche die ,bildung der ,patina nicht als ,zerstrung des ,kunstwerkes empfunden htte4 ,es ist nicht die ,farbe allein1 das raumferne ,grn1 das er aus seelischen ,grnden vermied2 die ,patina ist ,symbol der ,zeit und sie erhlt damit eine merkwrdige ,beziehung zu den ,symbolen der ,uhr und der ,bestattungsform4 ,es war an einer frheren ,stelle die ,rede von der ,sehnsucht der faustischen ,seele nach ,ruinen und den ,zeugnissen einer fernen ,vergangenheit1 einem ,hange1 wie er im ,sammeln von ,altertmern1 ,handschriften1 ,mnzen1 den ,pilgerfahrten nach dem ,kolosseum1 dem ,forum ,romanum und ,pompeji1 in ,ausgrabungen und philologischen ,studien schon zur ,zeit ,petrarkas zutage tritt4 ,wann wre es je einem ,griechen eingefallen1 sich um die ,ruinen von ,mykene und ,tiryns zu kmmern8 ,jeder kannte seine ,ilias1 aber nicht einem von ihnen kam der ,gedanke1 den ,hgel von ,troja aufzugraben4 ,die ,ruinen des ,heidelberger ,schlosses und tausend andre ,reste1 ,burgen1 ,klster1 ,tore1 ,mauern werden inmitten unsrer ,stdte sorgfltig erhalten -- als ,ruinen1 denn man hat ein dunkles ,gefhl davon1 da bei einem ,wiederaufbau etwas schwer in ,worte zu ,fassendes verloren gehen wrde4 ,als die ,perser ,athen zerstrt hatten1 warf man alles1 ,sulen1 ,statuen1 ,reliefs1 ob zertrmmert oder nicht1 von der ,akropolis herunter1 um von vorn anzufangen1 und diese ,schutthalde ist unsre reichste ,fundgrube fr die ,kunst des #f4 ,jahrhunderts geworden4 ,das war ahistorisch empfunden4 ,das entsprach dem ,stil einer ,kultur1 welche die ,leichenverbrennung zum ,kult erhob und eine ,zeitrechnung nach gyptischem ,muster verschmhte4 ,wir haben auch hier das ,gegenteil gewhlt4 ,die heroische ,landschaft im ,stile ,lorrains ist ohne ,ruinen nicht denkbar und der englische ,park mit seinen atmosphrischen ,stimmungen1 der den franzsischen um #agej verdrngte und dessen durchgeistigte ,perspektive zugunsten einer ,rousseauschen ,natur8 aufgab1 fhrte noch das ,motiv der knstlichen ,ruine ein1 die das ,landschaftsbild historisch vertieft4#gi ,etwas ,bizarreres ist kaum je ersonnen worden4 ,die gyptische ,kultur restaurierte die ,bauten der ,frhzeit1 aber sie wrde niemals den ,bau von ,ruinen als ,symbole der ,vergangenheit gewagt haben4 ,uns erscheinen die ,gestalten der mexikanischen ,kunst fratzenhaft genug1 aber dieser ,gedanke wrde einem ,inder oder ,griechen weit fragwrdiger erschienen sein4 ,nur die aufs uerste gesteigerte historische ,leidenschaft konnte zu solchen ,konzeptionen fhren4 ,es ist die ,symbolik der ,vergnglichkeit1 welche die ,patina uns teuer macht4 ,sie hebt an der ,statue1 dem an sich vllig zeitlosen und rein gegenwrtigen ,kunstwerk1 diese ,beschrnkung auf4 ,durch die ,patina kommt eine gewisse ,ferne1 ein ,anflug geschichtlicher ,bewegtheit1 etwas also vom ,gehalte der lmalerei und ,instrumentalmusik in diejenige ,kunst1 die deren strengsten ,gegensatz bildet4 ,erstaunlicher konnte die ,energie und ,erfindungskraft der ,seele1 welche die technischen ,bedingungen der ,knste ihrem ,willen zum ,ausdruck unterwirft1 sich gar nicht uern4 ,das ,barock liebte1 ohne es zu wissen1 die ,bronzeplastik der ,patina wegen4 ,ich wage zu behaupten1 da die ,reste der antiken ,skulptur erst durch diese ,transposition ins ,musikalische1 in die ,sprache der ,ferne1 uns nher treten konnte4 ,die grne ,bronze1 der geschwrzte ,marmor1 die zertrmmerten ,glieder einer ,figur1 allgemein gesprochen das schwer zu beschreibende ,gefhlsmoment im ,eindruck des ,torso1 heben fr unser inneres ,auge die ,schranken der reinen ,gegenwart von ,ort und ,zeit auf4 ,man hat das malerisch genannt -- fertige8 ,statuen1 ,bauten1 nicht verwilderte ,parks sind unmalerisch -- und in der ,tat entspricht es der tieferen ,bedeutung des ,atelierbraun1#hj aber man meinte im letzten ,grunde den ,geist der instrumentalen ,musik4 ,man frage sich1 ob der ,doryphoros ,polyklets1 in funkelnder ,bronze vor uns stehend1 mit ,emailaugen und vergoldetem ,haar1 dieselbe ,wirkung tun knnte wie der vom ,alter geschwrzte1 ob mancher ,torso -- etwa der vatikanische des ,herakles -- nicht durch eine noch so gute ,ergnzung seinen ,zauber einbte1 ob die ,trme und ,kuppeln unsrer alten ,stdte nicht ihren tiefen metaphysischen ,reiz verlren1 wenn man sie mit neuem ,kupfer beschlge4 ,das ,alter adelt fr uns wie fr die gypter alle ,dinge4 ,fr den antiken ,menschen entwertet es sie4 ,hiermit hngt endlich die ,tatsache zusammen1 da die abendlndische ,tragdie historische81 nicht etwa nachweisbar wirkliche oder mgliche -- das ist nicht der eigentliche ,sinn des ,wortes --1 sondern entfernte1 patinierte ,stoffe aus demselben ,gefhl vorzog3 da nmlich ein ,ereignis von reinem ,augenblicksgehalt1 ohne ,raum- und ,zeitferne1 ein antikes tragisches ,faktum1 ein zeitloser ,mythus1 nicht das ausdrcken knne1 was die faustische ,seele ausdrcken wollte und mute4 ,wir haben also ,tragdien der ,vergangenheit und ,tragdien der ,zukunft -- zu letzteren1 in denen der kommende ,mensch ,trger der ,idee ist1 gehren in einem gewissen ,sinne ,faust1 ,peer ,gynt1 die ,gtterdmmerung --1 aber ,tragdien der ,gegenwart sind1 wenn man von der knstlerisch belanglosen ,sozialdramatik des #ai4 ,jahrhunderts absieht1 uerst selten4 ,shakespeare whlte1 wenn er einmal in ,gegenwrtigem ,bedeutendes ausdrcken wollte1 immer fremde ,lnder1 in denen er nie gewesen war1 am liebsten ,italien1 deutsche ,dichter gern ,england und ,frankreich -- alles das aus einer ,abweisung der rtlichen und zeitlichen ,nhe1 welche das attische ,drama selbst im ,mythus noch betonte4 ,funoten3 ,footnote #fg3 ,vielleicht sollte das ,wort ,form1 weil es ,extensives bezeichnet1 hier vermieden werden4 ,aber man erinnere sich1 da ,worte berhaupt1 ,worte als etwas ,gewordnes und ,starres1 ein unzulngliches ,mittel sind1 etwas aus der ,sphre des ,werdens anzudeuten4 ,footnote #fh3 ,der eigentliche ,bilderstreit dauerte dort von #gbe-hbd4 ,footnote #fi3 ,donatello ist der ,gotik noch nicht entwachsen1 ,michelangelo empfindet schon barock1 d4 h4 musikalisch4 ,footnote #gj3 ,gerade die entschiedene ,vorliebe fr den weien ,stein ist fr den ,gegensatz von antikem und ,renaissanceempfinden bezeichnend4 ,footnote #ga3 ,folgerichtig beginnt im #aj4 ,jahrhundert die ,verskunst des ,reimes1 die ebenfalls rein abendlndisch und dem fugierten ,stil aufs engste verwandt ist4 ,footnote #gb3 ,ich mchte doch zur ,erwgung anheimgeben1 ob nicht die ,basilika1 deren ,ableitung aus irgendeinem antiken ,bautypus trotz aller ,kombinationen nicht gelingen will1 berhaupt statt aus einem ,hause aus einem sulenumgebenen ,innenhof der ,idee nach hervorgegangen ist4 ,es wrde sich um den geschlossenen ,vorhof des ,tempels handeln1 in dem die ,glubigen whrend der sakralen ,handlung sich aufhalten4 ,das neue magische ,raumgefhl htte ihn als ,mittelschiff8 berdeckt1 worauf dann erst die uerliche hnlichkeit mit grostdtischen ,zweckgebuden die ,bezeichnung ,basilika in der griechischen ,literatur zur ,folge hatte4 ,der metaphysische ,instinkt der ,landschaft1 in der die ,kultbauten aller ,religionen damals etwas innerlich hchst ,verwandtes hatten1 spricht sicherlich dafr4 ,die ,anordnung von ,atrium1 ,schiff und ,altarraum wre demnach als die allgemein semitische von ,vorhalle1 ,vorhof und ,tempel zu denken4 ,manche ,einzelheiten wie die strenge ,trennung von ,schiff und ,apsis1 die ,hhenlage der letzteren1 zu der ,stufen hinauffuhren1 ferner die ,orientierung allein des ,mittelschiffs auf die ,apsis1 whrend die ,seitenschiffe auch jetzt noch als ,umgebung81 als ,nebenhallen wirken und blind endigen1 finden nur so ihre natrliche ,erklrung4 ,man bedenke doch1 da die ,schpfung eines solchen ,typus von hchster ,symbolik ganz unbewut erfolgt4 ,es ist psychologisch falsch1 hier1 in ,syrien1 so rationalistische ,wege anzunehmen1 wie sie die ,herleitung aus grostdtischen ,markthallen und stadtrmischen ,privatbasiliken voraussetzt4 ,ein religises ,weltgefhl kombiniert nicht so sachlich4 ,footnote #gc3 ,paris gehrt zu ihr4 ,man sprach dort noch im #ae4 ,jahrhundert ebenso viel flmisch als franzsisch und mit den alten ,teilen seines architektonischen ,bildes zhlt ,paris zu ,brgge und ,gent1 nicht zu ,troyes und ,poitiers4 ,footnote #gd3 ,eine ,halle1 wie sie ,masaccio1 ,fra ,filippo ,lippi oder ,raffael malen1 weil sie nur an ,bauten ihre ,linearperspektive zur ,anwendung bringen knnen1 ist ein architektonischer ,krper1 kein ,innen84 ,ebensowenig sind ihre ,kulissen wirkliche ,landschaften4 ,footnote #ge3 ,eine tiefsymbolische ,bedeutung verwandter ,art hat auch die glnzende ,politur des ,steines in der gyptischen ,kunst4 ,sie hlt den ,blick in einer ber die ,auenseite der ,statue gleitenden ,bewegung und wirkt damit entkrpernd4 ,umgekehrt ist der hellenische ,weg vom ,poros ber den naxischen zum durchscheinenden parischen und pentelischen ,marmor ein ,zeugnis fr die ,absicht1 den ,blick in die stoffliche ,wesenheit des ,krpers eindringen zu lassen4 ,footnote #gf3 ,sein ,bildnis der ,frau ,gedon1 ganz in ,braun getaucht1 ist das letzte altmeisterliche ,portrt des ,abendlandes1 vollkommen im ,stile der ,vergangenheit gemalt4 ,footnote #gg3 ,der ,streichkrper reprsentiert im ,orchesterklang die ,farben der ,ferne4 ,das bluliche ,grn ,watteaus findet sich bei ,mozart und ,haydn1 das ,brunliche der ,hollnder bei ,beethoven4 ,auch die ,holzblser rufen helle ,fernen herauf4 ,gelb und ,rot dagegen1 die ,farben der ,nhe1 die populren ,nuancen1 gehren zum ,klang der ,blechinstrumente1 der krperhaft bis zum ,ordinren wirkt4 ,der ,ton einer alten ,geige ist vollkommen krperlos3 ,es verdient bemerkt zu werden1 da die hellenische ,musik1 so unbedeutend sie ist1 von der dorischen ,lyra zur ionischen ,flte berging und da die strengen ,dorer diese ,tendenz zum ,weichlichen und ,niedrigen noch zur ,zeit des ,perikles tadelten4 ,footnote #gh3 ,man verwechsle die ,tendenz1 welche dem ,goldglanz eines auf freiem ,platze stehenden ,krpers zugrunde liegt1 nicht mit der des flimmernden arabischen ,goldgrundes1 der in dmmernden ,innenrumen hinter den ,figuren abschliet4 ,footnote #gi3 ,home1 ein englischer ,philosoph des #ah4 ,jahrhunderts1 erklrt in einer ,betrachtung ber englische ,parkanlagen1 da gotische ,ruinen den ,triumph der ,zeit ber die ,kraft1 griechische den der ,barbarei ber den ,geschmack darstellten4 ,damals erst wurde die ,schnheit des ,rheins mit seinen ,ruinen entdeckt4 ,er war von nun an der historische ,strom der ,deutschen4 ,footnote #hj3 ,das ,nachdunkeln alter ,gemlde erhht fr unser ,gefhl deren ,gehalt1 mag der ,kunstverstand tausendmal dagegen sprechen4 ,htten die verwendeten le die ,bilder zufllig blasser werden lassen1 so wre das als ,zerstrung empfunden worden4 ,,ii ,,akt ,,und ,,portr,t #aa ,man hat die ,antike eine ,kultur des ,leibes1 die nordische eine des ,geistes genannt1 nicht ohne den ,hintergedanken1 damit die eine zugunsten der andern zu entwerten4 ,so trivial der im ,renaissancegeschmack gehaltene ,gegensatz von antik und modern1 heidnisch und christlich zumeist gemeint ist1 so htte er doch zu entscheidenden ,aufschlssen fhren knnen1 vorausgesetzt1 da man hinter der ,formel ihren ,ursprung zu finden verstand4 ,eine ,kultur ist im historischen ,gesamtbilde der ,welt1 wie wir sahen1 das ,phnomen eines ,seelentums1 dessen ,sein in der rastlosen ,verwirklichung seiner inneren ,mglichkeiten1 seiner ,idee1 sich erschpft4 ,die ,vollendung der ,aufgabe ist mit ,vollendung des ,lebens identisch4 ,unser waches und lebendiges ,bewutsein -- das gereifter ,kulturmenschen -- erscheint als ,polaritt von ,seele und ,welt1 der ,summe des ,mglichen und der des ,wirklichen1 und zwar in wechselseitiger ,bedingtheit4 ,nur eine hhere ,seele besitzt eine sinnvoll geordnete ,welt als ihr eigenstes ,eigentum1 und es gibt eine ,welt nur in bezug auf eine ,seele4 ,wirklichkeit -- das ist also der ,gesamtausdruck lebendigen und bewegten ,daseins1 seine ,offenbarung und ,spiegelung im ,gewordnen und ,ausgedehnten4 ,insofern hat die ,welt die ,bedeutung eines ,makrokosmos4 ,ist die ,welt aber1 gleichviel was sie sonst noch ist1 der ungeheure ,inbegriff von ,symbolen1 so mute auch der ,mensch1 soweit er dem ,gewebe des ,wirklichen angehrt1 soweit er wirklich ist1 von dieser ,deutung ergriffen werden4 ,was war es aber1 das an der menschlichen ,erscheinung den ,rang eines ,symbols beanspruchen1 sein ,wesen und den ,sinn seines ,daseins in sich sammeln und greifbar vor ,augen stellen durfte8 ,die ,antwort gibt die ,kunst4 ,aber die ,antwort mute in jeder ,kultur eine andre sein4 ,jede hat einen andern ,begriff vom ,leben1 weil jede anders lebt4 ,die eine hatte dem ,wirklichen das ,prinzip des ,krperhaften1 die andre das des reinen1 unendlichen ,raumes a priori1 wieder andre das des ,weges1 der magischen ,ausdehnung zugrunde gelegt4 ,das war ein ,weltgefhl1 aber das ,lebensideal stimmte mit ihm berein4 ,aus dem einen1 dem antiken ,ideal1 folgte die rckhaltlose ,hinnahme des sinnlichen ,augenscheins1 aus dem abendlndischen dessen ebenso leidenschaftliche berwindung4 ,das eine bedeutete ,hingabe1 das andre ,kampf4 ,die apollinische ,seele1 euklidisch1 punktfrmig1 empfand den empirischen1 sichtbaren ,leib als den vollkommenen ,ausdruck ihrer ,art zu sein2 die faustische1 in allen ,fernen schweifend1 fand ihn nicht in der ,person1 sondern der ,persnlichkeit1 dem empirischen ,ich1 dem ,charakter oder wie man es nennen will4 ,seele8 -- das war fr den echten ,hellenen zuletzt die ,form seines leiblichen ,daseins4 ,so hat ,aristoteles sie definiert4 ,leib8 -- das war fr den ,menschen des ,barock die sinnliche ,form1 die ,inkarnation der ,seele4 ,so empfand ,goethe4 ,so hat die ,philosophie ,kants1 unter zopfigen ,formeln versteckt1 die ,dinge als die ,inkarnation des einen1 ewigen ,raumes empfunden1 der sie in ihrer ,erscheinung bedingt84 ,wir sahen1 wie das eine ,lebensgefhl zur ,wahl der ,plastik1 das andre zur ,musik als der reprsentativen ,kunst fhrte4 ,neben der ,plastik stand die ,pflege des ,tanzes als einer ,kunst von hoher ,ausdruckskraft1 die des agonalen ,wettkampfes und ein in dieser ,form nie wiederkehrender ,kultus der krperlichen ,schnheit -- alles das ist in den ,idealen der und enthalten4 ,man hat diese ,ideale von jeher viel zu weit gefat4 ,es ist nicht die ,weihe des ,blutes -- das der ,mensch der nicht zu verschwenden hatte#ha --1 nicht1 wie ,nietzsche meinte1 die orgiastische ,freude an ,kraft und ,mut und berschumender ,leidenschaft4 ,das alles wrde eher zu den ,idealen des germanisch-katholischen und indischen ,rittertums gehren4 ,was der apollinische ,mensch und seine ,kunst fr sich allein in ,anspruch nehmen drfen1 ist lediglich die ,apotheose der leiblichen ,erscheinung im buchstblichen ,sinne1 das rhythmische ,ebenma des ,gliederbaus und die harmonische ,ausbildung der ,muskulatur4 ,das ist nicht heidnisch im ,gegensatz zum ,christentum4 ,das ist jonisch im ,gegensatz zum ,barock4 ,erst der ,mensch des ,barock1 mochte er ,christ oder ,heide1 ,rationalist oder ,mnch sein1 stand diesem ,kultus des fern bis zur uersten krperlichen ,unreinlichkeit1 wie sie in der ,umgebung ,ludwigs ,,xiv4 herrschte4#hb ,man warf in ,athen den ,dorern ,unsauberkeit vor2 dagegen hatte das ,badewesen der gotischen ,stdte noch im #ae4 ,jahrhundert in hoher ,blte gestanden1 trotz allen ,jenseitsglaubens84 ,und so entwickelte sich die antike ,plastik1 nachdem sie ihr ,thema auf die allseitig freistehende 7beziehungslose7 menschliche ,gestalt beschrnkt hatte1 folgerichtig weiter bis zur ausschlielichen ,darstellung des nackten ,leibes4 ,und zwar1 im ,gegensatz zu jeder andern ,art von ,plastik der gesamten ,menschheitsgeschichte1 durch die anatomisch wahre ,behandlung seiner ,grenzflchen4 ,damit ist das euklidische ,weltprinzip bis zum uersten getrieben4 ,jede ,hlle htte noch einen leisen ,widerspruch gegen die apollinische ,erscheinung1 eine wenn auch noch so zaghafte ,andeutung des umgebenden ,raumes enthalten4 ,es ist ein streng metaphysisches ,motiv1 das ,bedrfnis nach einem ,lebenssymbol ersten ,ranges1 das die ,hellenen zu dieser ,kunst fhrte1 deren ,enge allein durch die ,meisterschaft ihrer ,leistungen verdeckt worden ist4 ,denn es ist nicht wahr1 da diese ,aufgabe der ,skulptur1 der menschliche ,akt1 die vollkommenste1 natrlichste oder auch nur nchstliegende sei4 ,das ,gegenteil ist der ,fall4 ,htte nicht die ,renaissance mit ihrem vollen sthetischen ,pathos und einer gewaltigen ,tuschung ber ihre eignen ,tendenzen unser ,urteil beherrscht1 whrend uns die ,plastik selbst innerlich fremd geworden war1 so htten wir das ,exzeptionelle des attischen ,stils lngst bemerkt4 ,der gyptische ,bildhauer dachte gar nicht daran1 die anatomische ,wirklichkeit zur ,grundlage des von ihm gewollten ,ausdrucks zu machen4 ,fr gotische ,skulpturen kommt die ,muskelbildung nirgends in ,frage4 ,die hellenische ,behandlung des ,nackten ist der groe ,ausnahmefall1 und sie hat nur dies eine ,mal zu einer ,kunst von hohem ,range gefhrt4 ,in andern ,landschaften1 wie der gyptischen und japanischen -- um eine besonders trichte und flache ,begrndung vorweg zu nehmen -- war der ,anblick nackter ,menschen viel alltglicher als gerade in ,athen1 wo die ,damen in ,hut und ,mieder ber die nackten ,mdchen bei den ,spielen der ,spartaner sich hchst entrstet uerten1 aber das gab nicht im mindesten ,anla zur ,entwicklung einer ,aktplastik4 ,der heutige japanische ,kunstkenner empfindet die ,darstellung nackter ,menschen als lcherlich und banal4 ,fr seine ,malerei ist der ,akt ein ,gegenstand ohne irgendwelche bedeutende ,mglichkeiten4 ,was dem antiken ,menschen die vollkommene ,durchbildung der krperlichen ,oberflche bedeutete -- denn das ist der letzte ,sinn alles anatomischen ,ehrgeizes der griechischen ,knstler3 das ,wesen der lebendigen ,erscheinung durch die ,gestaltung ihrer ,grenzflchen zu erschpfen --1 das wurde fr die abendlndische ,seele folgerichtig das ,portrt1 der eigentlichste und einzig erschpfende ,ausdruck einer transzendenten1 einer faustischen ,existenz4 ,man hat beides1 ,akt und ,portrt1 noch nie als ,gegensatz empfunden und deshalb beide nicht in der ganzen ,tiefe ihrer kunsthistorischen ,erscheinung auffassen knnen4 ,und trotzdem offenbart sich der volle ,gegensatz zweier ,welten im ,widerstreit dieser groen ,formideale4 ,es war gezeigt worden1 da das ,erlebnis des ,ausgedehnten seinen ,ursprung im ,merkmal der ,richtung hat1 die allem ,werden innewohnt4 ,die ,richtung -- durch die ,worte ,zeit1 ,leben1 ,schicksal1 ,ziel angedeutet -- verschmilzt als ,tiefe oder ,ferne mit der ,flche oder ,breite des ,sinnlichen4 ,die ,empfindung als solche dehnt sich im ,akt des ,bewutwerdens zur ,welt4 ,so trgt alles ,gewordene das ,merkmal der ,ausdehnung1 und es gehrt zum ,geheimnisvollsten im ,wesen aller ,kulturen1 da in ihnen -- wie im ,kinde -- das ,erwachen des ,ich1 des ,innenlebens mit der spontanen ,deutung des ,tiefenerlebnisses im ,sinne eines ,ursymbols identisch ist4 ,wir sahen1 wie jede ,kultur hier anders fhlt4 ,der antike ,mensch empfand die ,welt1 wie seine ,mathematik beweist1 stereometrisch1 mehr noch1 planimetrisch4 ,die ,zahl als ,gre oder ,ma3 das bedeutet die ,welt als ,summe von ,stoffen oder deren ,grenzflchen4 ,der ,hellene kannte nur ,dinge1 keinen ,raum4 ,deshalb die reine ,flchenwirkung seiner ,plastik1 das ,vermeiden von ,licht und ,schatten1 die strenge ,beschrnkung auf den einzelnen beziehungslosen ,fall4 ,war demgegenber das ,unendliche ,prinzip und ,zeichen des abendlndischen ,daseins1 so hatte die ,ferne einen seelischen ,doppelsinn1 je nachdem sie wird oder geworden ist4 ,das ,tiefenerlebnis ist ein ,werden und bewirkt ein ,gewordnes2 es bedeutet ,zeit und ruft den ,raum hervor2 es ist kosmisch und historisch zugleich4 ,die lebendige ,richtung geht zum ,horizont wie zur ,zukunft4 ,unendlichkeit und ,ewigkeit flieen vor der ,seele zusammen1 und wer die eine nicht besitzt1 kennt auch die andre nicht4 ,die reine ,gegenwrtigkeit des antiken ,daseins1 symbolisiert in der nackten ,statue1 war die des ,ortes und der ,zeit4 ,auch das ,wort ,gegenwart hat einen doppelten ,sinn1 je nachdem der ,bereich des ,werdens oder des ,gewordnen gemeint ist4 ,die attische ,plastik ist eine ,kunst der krperhaften ,nhe und also auch des ,augenblicks 7auf dieser ,tatsache beruhen die verfehlten ,ausfhrungen von ,lessings ,laokoon74 ,das ,portrt des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts aber ist unendlich in jedem ,sinne4 ,es fat nicht nur den ,menschen als ,mittelpunkt des ,weltalls1 dessen ,erscheinung von seinem ,sein ,gestalt und ,bedeutung empfngt2 es fat ihn vor allem historisch1 d4 h4 biographisch4 ,die ,statue ist ein ,stck ,natur und nichts auerdem4 ,parzeval1 ,hamlet1 ,faust sind stets werdende1 ,odysseus1 ,klytmnestra1 ,antigone sind gewordne ,menschen4 ,die antike ,dichtung gibt ,statuen in ,worten1 die abendlndische psychologische ,analysen4 ,hier liegt die ,wurzel fr unser ,gefhl1 das dem ,griechen eine reine ,hingabe an die ,natur zuschreibt4 ,wir werden uns nie ganz von dem ,empfinden befreien1 da der gotische ,stil neben dem griechischen ,unnatur ist1 nmlich mehr als ,natur84 ,nur verhehlen wir uns1 da darin das ,gefhl eines ,mangels bei den ,griechen zu ,worte kommt4 ,die abendlndische ,formensprache ist reicher4 ,das ,portrt gehrt der ,natur und der ,geschichte an4 ,ein ,portrt ,tizians und ,rembrandts ist eine ,biographie1 die ,quintessenz eines ,lebens2 ein ,selbstportrt ist eine ,beichte4 ,vergessen wir nicht1 da die ,beichte1 von der sich in den ,evangelien nicht die geringste ,andeutung findet1 erst im #i4 ,jahrhundert und nur in ,westeuropa ,laienpflicht wird -- es war die ,zeit der ersten ,regungen des romanischen ,stils --1 und da sie erst #abae1 zur ,zeit der blhenden ,gotik1 den ,rang eines ,sakraments erhielt4 ,es war gesagt worden1 da die faustische ,kultur -- im ,gegensatz zur antiken -- die der ,seelenforschung1 der ,selbstprfung1 der ,historik groen ,stils ist4 ,wenn der ,protestant und der ,freigeist sich gegen die ,ohrenbeichte auflehnen1 so kommt es ihnen nicht zum ,bewutsein1 da sie nicht die rein abendlndische ,idee1 sondern nur ihre uere ,fassung ablehnen4 ,sie weigern sich1 dem ,priester zu beichten1 aber sie beichten sich selbst1 dem ,freunde oder der ,menge4 ,die gesamte nordische ,poesie ist ,bekenntniskunst4 ,das ,portrt ,rembrandts und die ,musik ,beethovens sind es auch4 ,der abendlndische ,mensch lebt mit dem ,bewutsein des ,werdens1 mit dem stndigen ,blick auf ,vergangenheit und ,zukunft4 ,der ,grieche lebt punktfrmig1 ahistorisch1 somatisch4 ,kein ,grieche hat ,memoiren hinterlassen4 ,keiner wre einer echten ,selbstkritik fhig gewesen4 ,auch das liegt in der ,erscheinung der nackten ,statue1 dem eminent unhistorischen ,abbilde eines ,menschen4 ,ein ,selbstportrt ist das genaue ,seitenstck der ,selbstbiographie in der ,art des ,werther und ,tasso1 und das eine der ,antike so fremd wie das andre4 ,es gibt nichts ,unpersnlicheres als die griechische ,kunst4 ,da ,skopas oder ,lysippos ein ,bildnis von sich selbst gemacht htten1 kann man sich gar nicht vorstellen4 ,im antiken ,akte1 der ganz ,oberflche1 ganz ,vordergrund und ,materie1 steingewordnes war1 ist das ,innenleben knstlerisch verneint1 dem ,raume als dem ,nichtseienden gleichgesetzt4 ,wenn ,plato drei ,seelenvermgen -- -- und als deren hchstes das unterschied1 so war dies ,prinzip jedenfalls nur als ,logik der krperlichen ,erscheinung in die ,plastik gedrungen4 ,aristoteles hat die ,vollendung des ,menschen nach ,stoff und ,form 7,leib8 und ,seele8 in antik gefhltem ,gegensatz7 sogar ausdrcklich nach ,analogie der knstlerischen ,arbeit beschrieben4 ,man betrachte bei ,phidias1 bei ,polyklet1 bei irgendeinem andern ,meister nach den ,perserkriegen die ,wlbung der ,stirn1 die ,lippen1 den ,ansatz der ,nase1 das blind gehaltene ,auge -- wie das alles der ,ausdruck einer ganz unpersnlichen1 pflanzenhaften1 seelenlosen ,vitalitt ist4 ,man frage sich1 ob diese ,formensprache imstande wre1 ein inneres ,erlebnis auch nur anzudeuten4 ,es gab nie eine ,kunst1 fr welche so ausschlielich nur die optische ,oberflche von ,krpern in ,betracht kam4 ,bei ,michelangelo1 der sich mit seiner ganzen ,leidenschaft dem ,anatomischen ergab1 ist trotzdem die leibliche ,erscheinung stets der ,ausdruck der ,arbeit aller ,knochen1 ,sehnen1 ,organe des ,innern2 das ,lebendige unter der ,haut tritt in ,erscheinung1 ohne da es gewollt war4 ,es ist eine ,physiognomik1 keine ,systematik der ,muskulatur1 die ,michelangelo ins ,leben rief4 ,aber damit war bereits das persnliche ,schicksal1 nicht der stoffliche ,leib der eigentliche ,ausgangspunkt des ,formgefhls geworden4 ,es liegt mehr ,psychologie 7und weniger ,natur87 im ,arme eines seiner ,sklaven als im ,kopfe des praxitelischen ,hermes4 ,beim ,diskobolos des ,myron ist die uere ,form ganz fr sich da ohne alle ,beziehung auf den vitalen ,organismus geschweige denn die ,seele84 ,man vergleiche mit den besten ,arbeiten dieser ,zeit die altgyptischen ,statuen etwa des ,dorfschulzen oder des ,knigs ,phiops oder andrerseits den ,david des ,donatello und man wird verstehen1 was es heit1 einen ,krper nur seiner stofflichen ,grenze nach anerkennen4 ,alles1 was bei den ,griechen den ,kopf als den ,ausdruck von etwas ,innerlichem und ,geistigem erscheinen lassen knnte1 ist peinlich vermieden4 ,gerade bei ,myron tritt das hervor4 ,ist man einmal darauf aufmerksam geworden1 so erscheinen die besten ,kpfe der ,bltezeit1 aus der ,perspektive unsres gerade entgegengesetzten ,weltgefhls betrachtet1 nach einer ,weile dumm und stumpf4 ,das ,biographische fehlt ihnen4 ,nicht umsonst waren ikonische ,statuen in dieser ,zeit streng verpnt4 ,es gibt bis auf ,lysippos herab nicht einen echten ,charakterkopf4 ,es gibt nur ,masken4 ,oder man betrachtet die ,gestalt im ganzen3 mit welcher ,meisterschaft ist da der ,eindruck vermieden1 als ob der ,kopf der bevorzugte ,teil des ,leibes sei4 ,deshalb sind diese ,kpfe so klein1 so unbedeutend in der ,haltung1 so wenig durchmodelliert4 berall sind sie durchaus als ,teil des ,krpers1 wie ,arm und ,schenkel1 niemals als ,sitz und ,symbol eines ,ich geformt4 ,die sich bestndig1 bis zu staatlichen ,verboten steigernde ,abneigung der ,griechen dem ,portrt gegenber besitzt in der zunehmenden ,entwertung des ,motivs nackter ,krperlichkeit in der lmalerei von den ,florentinern bis zu ,velasquez und ,rembrandt ein vollkommenes ,gegenstck4 ,man wird endlich sogar finden1 da der weibliche1 selbst weibische ,eindruck vieler dieser ,kpfe des #e4 und mehr noch des #d4 ,jahrhunderts#hc das allerdings ungewollte ,resultat der ,bestrebung ist1 jede geistige ,charakteristik gnzlich auszuschlieen4 ,man ist vielleicht zu dem ,schlusse berechtigt1 da der ideale ,gesichtstypus dieser ,kunst1 der sicherlich nicht der des ,volkes war1 wie die sptere naturalistische ,bildnisplastik sofort beweist1 als ,summe von lauter ,negationen1 des ,individuellen und ,psychischen nmlich1 also aus der ,beschrnkung der ,gesichtsbildung auf das rein ,euklidische und ,stereometrische entstanden ist4 ,dies wrde das ,geschlechtslose und ,unmnnliche der ,erscheinung zum groen ,teil erklren4 ,das ,portrt der groen ,barockzeit behandelt dagegen durch alle ,mittel des malerischen ,kontrapunkts1 die wir als ,trger rumlicher und historischer ,fernen kennen gelernt haben1 durch die in ,braun getauchte ,atmosphre1 die ,perspektive1 den bewegten ,pinselstrich1 die zitternden ,farbentne und ,lichter1 den ,leib als etwas an sich ,unwirkliches1 als ausdrucksvolle ,hlle eines raumbeherrschenden ,ich4 7,die ,freskotechnik1 euklidisch wie sie ist1 schliet die ,lsung einer solchen ,aufgabe vollkommen aus47 ,das ganze ,gemlde hat nur das eine ,thema3 ,seele4 ,man achte darauf1 wie bei ,rembrandt 7etwa der ,radierung des ,brgermeisters ,six oder dem ,architektenbildnis in ,kassel7 und zuletzt noch einmal bei ,mares und ,leibl 7auf dem ,bildnis der ,frau ,gedon7 die ,hnde und die ,stirn gemalt sind1 durchgeistigt bis zur ,auflsung der ,materie1 visionr1 voller ,lyrik -- und vergleiche damit die ,hand und die ,stirn eines ,apollo oder ,poseidon aus der ,zeit des ,perikles4 ,die gyptische ,plastik als der ,ausdruck einer dem ,unendlichen gleichfalls hingegebenen ,seele -- man erinnere sich der ,symbolik des ,weges zur ,grabkammer in den ,pyramidentempeln -- war ebenso physiognomisch1 ebenso historisch und sub specie aeternitatis gedacht1 mithin ebenfalls eine ,kunst des ,portrts4 ,die ,knigsstatue bannt das ,ka1 das transzendente ,prinzip der ,persnlichkeit1 in die ,welt des ,gewordnen1 und zwar durch ihren ,portrtcharakter4 ,es folgt daraus1 da sie wie die ,statuen gotischer ,grabdenkmler den ,leib als ,eigenwert verneint3 das ,abendland durch die ganz ornamental behandelte ,kleidung1 deren ,physiognomik die ,sprache des ,antlitzes und der ,hnde verstrkt1 gypten1 indem es den ,krper -- wie die ,pyramide1 den ,obelisken -- in einem mathematischen ,schema hlt und das ,persnliche auf den ,kopf1 mit einer wenigstens in der ,skulptur nie wieder erreichten ,gre der ,auffassung beschrnkt4 ,der ,faltenwurf soll in ,athen den ,sinn des ,leibes offenbaren1 im ,norden ihn auflsen4 ,das ,gewand wird dort zum ,krper1 hier zur ,musik -- dies ist der tiefe ,gegensatz1 der in ,werken der ,hochrenaissance zu einem schweigenden ,kampf zwischen dem traditionell gewollten und dem unbewut hervordringenden ,ideal des ,knstlers fhrt1 in welchem das erste1 antigotische1 oft genug auf der ,oberflche1 das zweite1 von der ,gotik zum ,barock leitende1 immer in der ,tiefe siegt4 #ab ,ich fasse jetzt den ,gegensatz von apollinischem und faustischem ,menschheitsideal zusammen4 ,akt und ,portrt verhalten sich wie ,krper und ,raum1 wie ,augenblick und ,ewigkeit1 ,vordergrund und ,tiefe1 wie die euklidische zur analytischen ,zahl1 wie ,ma und ,beziehung4 ,die antike ,plastik1 fr welche die nackte ,oberflche des menschlichen ,krpers beinahe das einzige ,ausdrucksmittel geworden war1 arbeitete an einer ,inkarnation des vollkommen ,gegenwrtigen nach ,ort und ,zeit4 ,die ,statue wurzelt im ,boden1 die ,musik -- und das abendlndische ,portrt ist ,musik1 aus ,farbentnen gewebte ,seele -- durchdringt den grenzenlosen ,raum4 ,das ,freskogemlde ist mit der ,wand verbunden1 verwachsen2 das lgemlde1 als ,tafelbild1 ist frei von den ,schranken eines ,ortes4 ,die apollinische ,formensprache offenbart nur ,gewordnes1 die faustische vor allem auch ein ,werden4 ,deshalb zhlt die abendlndische ,kunst ,kinderportrts und ,familienbildnisse zu ihren besten und innerlichsten ,leistungen4 ,der attischen ,plastik waren diese ,motive vllig versagt4 ,das ,kind verknpft ,vergangenheit und ,zukunft4 ,es bezeichnet in jeder menschenbildenden ,kunst1 die berhaupt ,anspruch auf symbolische ,bedeutung erhebt1 die ,dauer im ,wechselnden der ,erscheinung1 die ,unendlichkeit des ,lebens4 ,aber das antike ,leben erschpfte sich in der ,flle des ,augenblicks und man verschlo das ,auge vor zeitlichen ,fernen4 ,man dachte an die ,menschen gleichen ,blutes1 die man neben sich sah1 aber nicht an die kommenden ,geschlechter4 ,und deshalb hat es niemals eine ,kunst gegeben1 die der ,darstellung von ,kindern so entschieden aus dem ,wege gegangen ist wie die griechische4 ,man berdenke die ,flle von ,kindergestalten1 welche von der frhen ,gotik bis zum sterbenden ,rokoko und vor allem auch in der ,renaissance entstanden sind1 und suche demgegenber auch nur ein antikes ,werk von einigem ,range bis auf ,alexander herab1 das mit ,absicht dem ausgebildeten ,krper des ,mannes oder ,weibes den kindlichen zur ,seite stellt1 dessen ,dasein noch der ,zukunft angehrt4 ,in der ,idee des ,muttertums ist das unendliche ,werden begriffen4 ,wie der mystische ,akt des ,tiefenerlebnisses -- der ,zeit1 des ,schicksals -- aus dem ,sinnlichen das ,ausgedehnte und also die ,welt schafft1 so entsteht durch die ,mutterschaft der leibliche ,mensch als einzelnes ,glied dieser ,welt4 ,alle ,symbole der ,zeit und ,ferne sind auch ,symbole des ,muttertums4 ,in der ,erscheinung der ,mutter sammelt sich der ,sinn der ,geschlechterfolgen als gewollt und vorbedacht4 ,die ,sorge ist das ,urgefhl der ,zukunft und alle ,sorge ist mtterlich4 ,sie spricht sich in den ,bildungen und ,ideen von ,familie und ,staat und dem ,prinzip der ,erblichkeit1 das beiden zugrunde liegt1 nicht weniger aus als in den ,reliefreihen und ,sphinxalleen der gyptischen und den unendlichen ,fernsichten und ,perspektiven der abendlndischen ,kunst4 ,in der ,dynastie 7dem ,adel7 verkrpert sich die ,sorge1 die ,zukunft1 der ,wille zur ,dauer1 und einen wahren ,staat -- wie den gyptischen oder preuischen -- kann es nur geben1 wo es ein dynastisches ,gefhl im ,menschen gibt4 ,auf dem ,carpe diem8 des antiken ,daseins lt sich weder ein ,adel noch ein ,staat aufbauen4 ,die ,polis ist der ,ausdruck der ,negation von beidem4 ,es fehlt an mtterlicher ,sorge der ,stadt fr die ,nachkommen der ,lebenden2 es fehlt die ,ehrfurcht vor dem ,erblichen und somit der ,sinn fr ,dynastien wie fr die ,familie als ,kette von ,generationen und nicht nur als ,gruppe von ,lebenden4 ,wie das ffentliche ,dasein ausschlielich auf der ,wahrnehmung der augenblicklichen und greifbaren ,vordergrundinteressen beruhte1 so stellte sich das apollinische ,lebensgefhl nicht im ,prinzip des ,muttertums1 sondern in dem der ,fruchtbarkeit dar4 ,dies ist der ,gegensatz von ,raum und ,krper1 ,portrt und ,akt4 ,der ,phallus wurde zum antiken ,symbol4 ,er ist wie die ,statue1 die -- zumal in ,bronze gegossen oder grell bemalt und frei aufgestellt -- etwas ,phallisches hatte1 der ,inbegriff des ,beziehungslosen4 ,die ,mutter verweist in die ,zukunft1 auf ,geschlechter2 der ,phallus bezeichnet den augenblicklich-geschlechtlichen ,akt4 ,man wird in der groen griechischen ,statuenkunst nicht eine sugende ,mutter finden4 ,man mchte sie nicht einmal im ,stil des ,phidias gebildet sehen4 ,man fhlt1 da diese ,kunstgattung innerlich dem ,motiv widerspricht4#hd ,in der religisen ,kunst des ,abendlandes dagegen gab es keine erhabnere ,aufgabe4 ,mit der anbrechenden ,gotik wurde die orientalische ,maria der ,mosaiken zur ,mutter ,gottes1 zur ,mutter berhaupt4 ,im germanischen ,mythus erscheint sie als ,frigga und ,frau ,holle4 ,wir finden das gleiche ,gefhl in schnen ,wendungen der ,minnesnger wie ,frau ,welt1 ,frau ,sonne1 ,frau ,eve1 ,frau ,minne ausgedrckt4 ,die mtterliche ,geliebte1 ,ophelia und ,gretchen1 steht neben den ,madonnen ,raffaels4 ,ihr stellte der hellenische ,olymp ,gttinnen gegenber1 die ,amazonen -- wie ,athene -- oder ,hetren -- wie ,aphrodite -- waren4 ,das ist der antike ,typus des ,weibes1 aus der ,idee der pflanzenhaften ,fruchtbarkeit erwachsen4 ,auch hier erschpft das ,wort den ganzen ,sinn der ,erscheinung4 ,man denke an das ,meisterwerk dieser ,art1 die drei mchtigen ,frauenkrper im ,ostgiebel des ,parthenon1 und vergleiche damit die erhabenste ,konzeption einer ,mutter1 die sixtinische ,madonna ,raffaels4 ,in ihr ist nichts ,krperhaftes mehr4 ,sie ist ganz ,ferne1 ganz ,raum4 ,die ,helena der ,ilias1 an ,kriemhild gemessen1 ist ,hetre2 ,antigone und ,klytmnestra sind ,amazonen4 ,es ist auffallend1 wie selbst schylus in der ,tragdie der ,klytmnestra die ,tragik der ,mutter vermeidet4 ,die ,gestalt der ,medea ist geradezu die mythische ,umkehrung des faustischen ,typus der ,mater dolorosa4 ,in der ,plastik verschwimmen ,aphrodite und ,athene 7fr diese ,kunst ist ,athene nur eine ltere ,aphrodite7 endlich zu einer weiblichen ,idealgestalt1 die -- wie die knidische ,aphrodite -- lediglich ein schner ,gegenstand ist1 kein ,charakter1 kein ,ich1 sondern ein ,stck ,natur4 ,praxiteles1 der bekanntlich den weiblichen ,ganzakt in die attische ,bildhauerei einfhrte1 hat daraus die letzten knstlerischen ,konsequenzen gezogen4 ,diese ,neuerung fand strengen ,tadel1 aus dem ,gefhl heraus1 da hier ein ,symptom des niedergehenden antiken ,weltgefhls vorliege4 ,so sehr sie der geschlechtlichen ,symbolik entsprach1 so sehr widersprach sie der ,wrde der lteren griechischen ,religion4 ,aber sie bewies zugleich1 da allenthalben die ,strenge und ,sicherheit der ,formensprache im ,sinken war4 ,damals entstand die ,niobidengruppe1 die erste1 wenn auch wenig tiefe ,darstellung einer ,mutter4 ,damals entstanden aber auch im schrfsten ,widerspruch zur antiken ,staatsform der ,polis die ,dynastien der ,nachfolger ,alexanders1 schwchlich zwar im ,vergleich mit den gyptischen und abendlndischen1 aber doch gewisse ,zeichen einer innern ,wrde4 ,die ,kraft der antiken ,symbolik erlischt4 ,die antike ,kultur wird ,zivilisation4 ,jetzt erst wagt sich eine ,bildniskunst hervor1 die wie der hellenistische ,staat und die jetzt in ,mode kommende korinthische ,pflanzensule deutlich an gypten erinnert 7man denke daran1 wie dementsprechend das #ai4 ,jahrhundert an griechische und1 seit #ahfj1 an japanische ,vorbilder anknpft74 ,der ,perikleskopf des ,kresilas 7etwa #dcj7 ist in keinem ,sinne ,portrt4 ,die bekannte ,sophoklesstatue 7um #cdj7 ist es eher4 ,erst der ,demosthenes des ,polyeukt 7um #bhj7 darf als ,portrt gelten4 ,wie wenig er es im ,sinne der ,kunst ,rembrandts oder berhaupt in dem einer transzendenten ,kunst ist1 htte aber nie verkannt werden sollen4 ,man hat den virtuosenhaften ,verismus namentlich jener sptgriechischen ,knstler1 welche die ,rmerbsten der ,kaiserzeit schufen1 mit physiognomischer ,tiefe verwechselt4 ,wer aber glaubt1 der ,hellenismus habe je persnliche ,seelenbildnisse gewollt oder erreicht -- beides ist dasselbe --1 der vergleiche ein arabisches8 ,portrt wie die ,theodosiusstatue in ,barletta1 die ,kpfe der ,helena und ,theodora oder die altgyptischen ,bildnisse des ,chephren und ,sesostris ,,iii4 mit irgendeinem griechischen4 ,sie alle haben eine schwer in ,worte zu fassende ,verwandtschaft mit den ,bildnissen ,tizians1 ,holbeins und ,rembrandts1 die ,idealfiguren des ,hellenismus haben sie nicht4 #ac ,in der lmalerei vom ,ende der ,renaissance an kann man die ,tiefe eines ,knstlers mit ,sicherheit an dem ,gehalt seiner ,portrts messen4 ,diese ,regel erleidet kaum eine ,ausnahme4 ,alle ,gestalten im ,bilde1 ob einzeln1 ob in ,szenen1 ,gruppen1 ,massen1 sind dem physiognomischen ,grundgefhl nach ,portrts1 ob sie es sein sollen oder nicht4 ,das stand nicht in der ,wahl des einzelnen ,knstlers4 ,nichts ist lehrreicher als zu sehen1 wie sich unter den ,hnden eines wirklich faustischen ,menschen selbst der ,akt in eine ,portrtstudie verwandelt 7man knnte die hellenistische ,bildniskunst als den entgegengesetzten ,proze bezeichnen74 ,man nehme zwei deutsche ,meister wie ,lukas ,kranach und ,tilmann ,riemenschneider1 die von aller ,theorie unberhrt blieben und1 im ,gegensatz zu ,drer und dessen ,hange zu sthetischen ,meditationen und also zur ,nachgiebigkeit fremden ,tendenzen gegenber1 mit vollkommener ,naivitt arbeiteten4 ,in ihren -- hchst seltenen -- ,akten zeigen sie sich gnzlich auerstande1 den ,ausdruck ihrer ,schpfung in die unmittelbar gegenwrtige flchenbegrenzte ,krperlichkeit zu legen4 ,der ,sinn der menschlichen ,erscheinung und mithin des ganzen ,werkes bleibt regelmig im ,kopfe gesammelt1 bleibt physiognomisch1 nicht anatomisch1 und das gilt trotz des entgegengerichteten ,wollens und trotz aller italischen ,studien auch von ,drers ,lukrezia4 ,ein faustischer ,akt -- das ist ein ,widerspruch in sich selbst4 ,daher das peinlich ,gezwungene1 das ,schwankende und ,befremdende solcher ,versuche1 die sich allzu deutlich als ,opfer vor dem hellenisch-rmischen ,ideal verraten1 ,opfer1 die der ,kunstverstand1 nicht die ,seele bringt4 ,es gibt in der gesamten ,malerei nach ,lionardo kein bedeutendes oder bezeichnendes ,werk mehr1 dessen ,sinn von dem euklidischen ,dasein eines nackten ,krpers getragen wird4 ,wer hier ,rubens nennen und dessen unbndige ,dynamik schwellender ,leiber in irgendeine ,beziehung zur ,kunst des ,praxiteles und selbst des ,skopas setzen wollte1 der versteht ihn nicht4 ,gerade die prachtvolle ,sinnlichkeit hielt ihn von der toten ,statik der ,krper ,signorellis fern4 ,wenn irgendein ,knstler in die ,schnheit nackter ,leiber ein ,maximum von ,werden1 von unhellenischer ,ausstrahlung einer innern ,unendlichkeit gelegt hat1 so war es ,rubens4 ,man vergleiche den ,pferdekopf aus dem ,parthenongiebel mit denen in seiner ,amazonenschlacht und man wird den tiefen metaphysischen ,gegensatz in der ,fassung des gleichen ,erscheinungselements fhlen4 ,bei ,rubens -- um wieder an den ,gegensatz von faustischer und apollinischer ,mathematik zu erinnern -- ist der ,krper nicht ,gre1 sondern ,beziehung2 nicht die sinnvolle ,regel seiner ueren ,gliederung1 sondern die ,flle des strmenden ,lebens in ihm ist das ,motiv1 das sich im ,jngsten ,gericht1 wo die ,leiber zu ,flammen werden1 mit der ,bewegtheit des ,weltraumes verbindet1 eine gnzlich unantike ,synthese1 die auch den ,nymphenbildern ,corots nicht fremd ist1 deren ,gestalten im ,begriffe sind1 sich in ,farbenflecke1 ,reflexe des unendlichen ,raumes aufzulsen4 ,so ist der antike ,akt nicht gemeint4 ,man verwechsle das griechische ,formideal -- das eines in sich abgeschlossenen plastischen ,daseins -- auch nicht mit der bloen virtuosen ,darstellung schner ,leiber1 wie sie sich von ,giorgione bis auf ,boucher immer wieder finden1 fleischliche ,stilleben1 ,genrearbeiten1 die lediglich1 wie ,rubens' ,frau mit dem ,pelz1 eine heitre populre ,sinnlichkeit zum ,ausdruck bringen und in ,hinsicht auf das symbolische ,gewicht der ,leistung -- sehr im ,gegensatz zu dem hohen ,ethos antiker ,akte -- weit zurcktreten4#he ,diese -- ausgezeichneten -- ,maler haben dementsprechend weder im ,portrt noch in der ,darstellung tiefer ,weltrume vermittelst der ,landschaft das ,hchste erreicht4 ,ihrem ,braun und ,grn1 ihrer ,perspektive fehlt die ,religion81 das ,schicksal4 ,sie sind ,meister allein im ,bereiche der elementaren ,form1 in deren ,reprsentation ihre ,kunst sich erschpft4 ,sie sind es1 deren ,schar die eigentliche ,substanz der ,entwicklungsgeschichte einer groen ,kunst bildet4 ,wenn aber ein groer ,knstler darber hinaus zu jener andern1 die ganze ,seele und den ganzen ,sinn der ,welt umfassenden ,form vordringt1 so mute er innerhalb der antiken ,kunst zur ,durchbildung eines nackten ,krpers schreiten1 in der nordischen durfte er es nicht4 ,rembrandt hat in jenem ,vordergrundssinne nie einen ,akt gemalt2 ,lionardo1 ,tizian1 ,velasquez und unter den letzten ,menzel1 ,leibl1 ,mares1 ,manet jedenfalls selten 7und dann immer1 ich mchte sagen ,leiber als ,landschaften74 ,das ,portrt bleibt der untrgliche ,prfstein4#hf ,aber man wrde ,meister wie ,signorelli1 ,mantegna1 ,botticelli niemals an dem ,range ihrer ,portrts messen4 ,raffaels ,bildnisse1 deren beste wie das des ,papstes ,julius ,,ii4 unter dem ,einflsse des ,venezianers ,sebastian del ,piombo entstanden1 knnte man bei der ,wrdigung seines ,schaffens gnzlich auer acht lassen4 ,erst bei ,lionardo sind sie von hchstem ,gewicht4 ,es besteht ein feiner ,widerspruch zwischen ,freskotechnik und ,bildnismalerei4 ,in der ,tat ist ,giovanni ,bellinis ,doge ,loredan das erste groe lportrt4 ,auch hier offenbart sich der ,charakter der ,renaissance als einer ,auflehnung gegen den faustischen ,geist des ,abendlandes4 ,die ,episode von ,florenz bedeutet den ,versuch1 das ,portrt gotischen ,stils -- also nicht das sptantike ,idealbildnis1 das man vornehmlich durch die ,csarenbsten kannte -- als ,symbol des ,menschlichen durch den ,akt zu ersetzen4 ,folgerichtig htten die physiognomischen ,zge der gesamten ,renaissancekunst fehlen mssen4 ,allein die starke ,unterstrmung faustischen ,kunstwollens1 nicht nur in kleineren ,stdten und ,schulen ,mittelitaliens1 sondern selbst im ,unbewuten der groen ,maler bewahrte eine nie unterbrochene ,tradition4 ,die ,physiognomik gotischer ,art unterwarf sich sogar das ihr so fremde ,element des sdlich-nackten ,krpers4 ,was man entstehen sah1 sind nicht ,krper1 die durch die ,statik ihrer ,grenzflchen zu uns reden2 wir bemerken ein ,mienenspiel1 das sich vom ,antlitz ber alle ,teile des ,krpers verbreitet und fr das feinere ,auge gerade in die toskanische ,nacktheit eine tiefe ,identitt mit dem gotischen ,gewande legt4 ,sie ist eine ,hlle1 keine ,grenze4 ,vor allem aber wurde jeder gemalte oder modellierte ,kopf von selbst zum ,portrt4 ,alles was ,a4 ,rossellino1 ,donatello1 ,benedetto da ,majano1 ,mino da ,fiesole im ,portrt geleistet haben1 steht dem ,geiste der ,van ,eyck1 ,memlings und der frhrheinischen ,meister oft bis zum ,verwechseln nahe4 ,ich behaupte1 da es berhaupt kein eigentliches ,renaissanceportrt gibt und geben kann1 wenn man darunter die in einem ,antlitz gesammelte knstlerische ,gesinnung versteht1 welche den ,hof des ,palazzo ,strozzi von der ,loggia dei ,lanzi und ,perugino von ,cimabue trennt4 ,im ,architektonischen war eine antigotische ,konzeption mglich1 so wenig von apollinischem ,geiste sie auch besa2 im ,bildnis1 das schon als ,gattung ein faustisches ,phnomen war1 nicht4 ,michelangelo ging der ,aufgabe aus dem ,wege4 ,in seiner leidenschaftlichen ,verfolgung eines plastischen ,ideals htte er die ,beschftigung mit ihr als ein ,herabsteigen empfunden4 ,seine ,brutusbste ist so wenig ein ,portrt wie sein ,giuliano de ,medici1 dessen ,portrt von ,botticelli ein wirkliches1 mithin eine ausgesprochen gotische ,schpfung ist4 ,michelangelos ,kpfe sind ,allegorien im ,geschmack des anbrechenden ,barock und selbst mit gewissen hellenistischen ,arbeiten nur oberflchlich vergleichbar4 ,man mag den ,wert der ,uzzanobste des ,donatello1 vielleicht der bedeutendsten ,leistung dieser ,epoche1 noch so hoch bemessen2 man wird zugeben1 da sie neben den ,bildnissen der ,venezianer kaum in ,betracht kommt4 ,es verdient bemerkt zu werden1 da diese wenigstens ersehnte berwindung des gotischen ,portrts durch den vermeintlich antiken ,akt -- einer rein historischen und biographischen ,form durch eine vollkommen ahistorische eines punktfrmigen ,daseins -- mit einem gleichzeitigen ,niedergang der ,fhigkeit zur innern ,selbstprfung und zur knstlerischen ,konfession im ,goetheschen ,sinne verschwistert erscheint4 ,kein echter ,renaissancemensch kennt eine seelische ,entwicklung4 ,er vermochte ganz nach auen zu leben4 ,darin lag das hohe ,glck des ,quattrocento4 ,zwischen ,dantes ,vita nuova und ,michelangelos ,sonetten ist keine poetische ,beichte1 kein ,selbstportrt von einigem ,range entstanden4 ,der ,renaissanceknstler ist im ,abendlande der einzige1 fr den ,einsamkeit ein leeres ,wort bleibt4 ,darf man hinzufgen1 da also auch jenes andre ,symbol der historischen ,ferne1 der ,sorge1 ,dauer und ,nachdenklichkeit1 der ,staat1 von ,dante bis auf ,michelangelo aus der ,sphre der ,renaissance verschwindet8 ,im wankelmtigen ,florenz81 das all seine groen ,brger bitter gescholten haben und dessen ,unfhigkeit zu tchtigen politischen ,bildungen am gewhnlichen ,niveau abendlndischer ,staatsformen gemessen ans ,bizarre streift1 und berall dort1 wo der antigotische -- nach dieser ,seite hin betrachtet also antidynastische -- ,geist eine lebendige ,wirksamkeit in ,kunst und ffentlichkeit entfaltet1 machte der ,staat in ,gestalt der ,medici1 ,sforza1 ,borgia1 ,malatesta und lcherlicher ,republiken einer wahrhaft hellenischen ,jmmerlichkeit im ,stile des peloponnesischen ,krieges ,platz4 ,nur dort1 wo die ,plastik keine ,sttte fand1 wo die sdliche ,musik zu ,hause war1 wo ,gotik und ,barock in der lmalerei des ,giovanni ,bellini sich berhrten und die ,renaissance ein ,gegenstand gelegentlicher ,liebhaberei blieb1 gab es neben dem ,portrt -- der ,seelengeschichte in nuce -- eine feine ,diplomatie und den ,willen zur politischen ,dauer3 in ,venedig4 #ad ,die ,renaissance war aus dem ,trotz geboren4 ,es fehlt ihr darum an ,tiefe1 ,umfang und ,sicherheit der formbildenden ,instinkte4 ,sie ist die einzige ,epoche1 die einer theoretischen ,untersttzung bedurfte4 ,sie war auch1 sehr im ,gegensatz zu ,gotik und ,barock1 die einzige1 wo das theoretisch formulierte ,wollen dem ,knnen voranging und es oft genug berragte4 ,aber die erzwungene ,gruppierung der einzelnen ,knste um eine antikisierende ,plastik konnte diese ,knste in den letzten ,wurzeln ihres ,wesens nicht umwandeln4 ,sie bewirkte nur eine ,verarmung der innern ,mglichkeiten4 ,fr ,naturen von mittlerem ,umfang war das geistig-knstlerische ,medium der ,renaissance zureichend4 ,es kommt ihnen infolge der ,simplizitt der oberflchlicheren ,konvention sogar entgegen und man vermit deshalb das gotische ,ringen mit dem ,element1 das die rheinischen und niederlndischen ,schulen auszeichnet4 ,die wundervolle und verfhrerische ,leichtigkeit und ,klarheit beruht nicht zum wenigsten auf dem ,umgehen des tieferen ,widerstandes vermittelst einer allzu schlichten ,regel4 ,die ,renaissancekunst kennt keine ,probleme4 ,fr ,menschen von der ,innerlichkeit ,memlings und der ,gewalt ,grnewalds1 die im ,bereich dieser toskanischen ,formenwelt geboren wurden1 mute sie zum ,verhngnis werden4 ,sie konnten nicht in ihr und durch sie1 nur gegen sie zur ,entfaltung ihrer ,seele kommen4 ,wir sind geneigt1 das ,menschliche der ,renaissancemaler zu berschtzen1 nur weil wir keine ,schwche in der ,form entdecken4 ,aber im ,gotischen und im ,barock erfllt ein ganz groer ,knstler seine ,mission1 indem er ihre ,sprache vertieft und vollendet2 in der ,renaissance mute er sie zerstren4 ,dies ist der ,fall ,lionardos1 ,raffaels und ,michelangelos1 der einzigen groen ,menschen ,italiens1 seit den ,tagen der ,gotik4 ,ist es nicht seltsam1 da zwischen den ,meistern der ,gotik1 die nichts als ,arbeiter in ihrer ,kunst waren und doch das ,grte im ,dienste dieser ,konvention und innerhalb ihrer ,schranken leisteten1 und den ,venezianern und ,hollndern1 die wieder nichts als ,maler1 ,arbeiter waren1 diese drei stehen1 nicht nur ,maler1 nicht ,bildhauer1 sondern ,denker1 und zwar ,denker aus ,not1 die sich auer mit allen mglichen ,arten knstlerischen ,ausdrucks auch noch mit tausend andern ,dingen beschftigten1 ewig unruhig und unbefriedigt1 um dem ,wesen und dem ,ziel ihrer ,existenz auf den ,grund zu kommen -- die sie in den seelischen ,bedingungen der ,renaissance also nicht fanden8 ,diese drei ,groen haben1 jeder in seiner ,weise1 jeder in einem eignen tragischen ,irrgang1 versucht1 antik im ,sinne der mediceischen ,theorie zu sein und jeder hat nach einer andern ,seite hin diese ,illusion zerstrt4 ,raffael die groe ,linie1 ,lionardo die ,flche1 ,michelangelo den ,krper4 ,in ihnen kehrt die verirrte ,seele zu ihrem faustischen ,ausgang zurck4 ,sie wollten das ,ma statt der ,beziehung1 die ,zeichnung statt der ,wirkung von ,licht und ,schatten1 den euklidischen ,leib statt des reinen ,raumes4 ,aber eine euklidisch-statische ,plastik hat es damals berhaupt nicht gegeben4 ,sie war nur einmal mglich3 in ,athen4 ,eine latente ,musik ist immer und berall fhlbar4 ,all ihre ,gestalten haben ,bewegtheit und eine ,tendenz in die ,ferne und ,tiefe4 ,sie sind alle auf dem ,wege zu ,palestrina statt zu ,phidias1 wie sie alle von der schweigenden ,musik der ,kathedralen statt von den rmischen ,ruinen kommen4 ,raffael lste das florentinische ,fresko auf1 ,michelangelo die ,statue1 ,lionardo trumte schon von der ,kunst ,rembrandts und ,bachs4 ,je ernster man die ,aufgabe nimmt1 das ,ideal der ,zeit zu verwirklichen1 desto ungreifbarer wird es4 ,es gibt keinen ,palast in dieser ,epoche1 von dem ,kenner nicht geurteilt haben1 da er noch gotische oder schon barocke ,elemente aufweise4 ,mithin sind ,gotik und ,barock etwas1 das da ist4 ,renaissance ist ein ideales ,postulat1 das ber dem ,wollen einer ,zeit schwebt1 unerfllbar wie alle ,postulate4 ,giotto ist ein gotischer und ,tizian ein ,barockknstler4 ,michelangelo wollte ein ,renaissanceknstler sein1 aber es gelang ihm nicht4 ,schon da -- trotz aller plastischen ,ambitionen und aller ,literatur -- die ,malerei unbestritten berwog1 und zwar mit den rumlich-perspektivischen ,voraussetzungen des ,nordens1 beweist den ,widerspruch zwischen ,verstand und ,seele1 zwischen ,sehnsucht und ,erfllung4 ,das schne ,ma1 die abgeklrte ,regel1 das gewollt ,antike also1 wurde schon um #aebj als trocken und formelhaft empfunden4 ,michelangelo und andre mit ihm waren der ,meinung1 da sein ,kranzgesims am ,palazzo ,farnese1 durch das er die ,fassade ,sangallos vom ,renaissancestandpunkt aus verdarb1 die ,leistungen der ,griechen und ,rmer weit bertraf4 ,das ,antigotische fand keine ,liebhaber mehr4 ,man hatte es satt4 ,erst von jetzt an werden rmische ,ruinen1 wie das ,kolosseum und ,septizonium1 als ,steinbrche fr ,barockbauten benutzt4 ,wie ,petrarca der erste1 so war ,michelangelo der letzte leidenschaftlich fr die ,antike empfindende ,mensch von ,florenz1 aber er war es nicht mehr ganz4 ,das franziskanische ,christentum ,fra ,angelicos1 von feiner ,milde1 versonnen1 still ergeben1 dem die sdliche ,abgeklrtheit reifer ,renaissancewerke weit mehr zu verdanken hat als man glaubt1#hg ging zu ,ende4 ,der majesttische ,geist der ,gegenreformation1 schwer1 bewegt und prchtig1 lebt schon in ,michelangelos ,werken4 ,es gibt etwas1 das man damals antik nannte und das nur eine edle ,form des christlichen ,weltgefhls war2 der syrischen ,herkunft des florentinischen ,lieblingsmotivs1 der ,verbindung von ,rundbogen und ,sule1 war schon gedacht4 ,aber man vergleiche auch die pseudo-korinthischen ,kapitle des #ae4 ,jahrhunderts mit denen rmischer ,ruinen1 die man doch kannte4 ,michelangelo war der einzige1 der hier kein ueres ,abkommen ertrug4 ,er wollte ,klarheit4 ,fr ihn war die ,frage der ,form eine religise ,frage4 ,es handelt sich bei ihm und ihm allein um alles oder nichts4 ,so erklrt sich das einsame1 furchtbare ,ringen dieses wohl unglcklichsten ,menschen innerhalb unsrer ,kunst1 das ,fragmentarische1 ,gequlte1 ,unersttliche1 das terribile seiner ,formen1 das die ,zeitgenossen ngstigte4 ,der eine ,teil seines ,wesens zog ihn zum ,altertum und also zur ,plastik4 ,man wei1 wie die eben gefundene ,laokoongruppe auf ihn wirkte4 ,ehrlicher als er hat niemand versucht1 durch die ,kunst des ,meiels den ,weg zu einer verschtteten ,welt zu finden4 ,alles was er geschaffen hat1 war plastisch in diesem1 von ihm allein vertretenen ,sinne gemeint4 ,die ,welt1 vorgestellt im groen ,pan81 das1 was ,goethe im zweiten ,teil des ,faust hatte geben wollen1 als er die ,helena einfhrte1 die apollinische ,welt in ihrer mchtigen1 sinnlichen und krperlichen ,gegenwart -- das hat kein andrer so mit allen ,krften in ein knstlerisches ,dasein bannen wollen1 als er1 damals als er die ,decke der ,sixtinischen ,kapelle malte4 ,alle ,mittel des ,fresko1 die groen ,konturen1 die mchtigen ,flchen1 die drngende ,nhe nackter ,gestalten1 das ,stoffliche der ,farbe sind hier zum letzten ,male bis zum uersten angespannt1 um das ,heidentum in ihm -- im hchsten ,renaissancesinne -- zu befreien4 ,aber seine zweite ,seele1 die gotisch-christliche ,dantes und der ,musik weiter ,rume1 die deutlich genug aus der metaphysischen ,anordnung des ,entwurfs redet1 leistete ,widerstand4 ,er hat zum letzten ,male versucht1 immer und immer wieder1 die ganze ,flle seiner ,persnlichkeit in die ,sprache des ,marmors1 des euklidischen ,materials zu legen1 das ihm den ,dienst versagte4 ,denn er stand dem ,stein anders gegenber als ein ,grieche4 ,die gemeielte ,statue widerspricht schon durch die ,art ihres ,daseins einem ,weltgefhl1 das in ,kunstwerken etwas sucht1 nicht in ihnen etwas besitzen will4 ,fr ,phidias ist der ,marmor der kosmische ,stoff1 der sich nach ,form sehnt4 ,die ,pygmalionsage erschliet das ganze ,wesen dieser apollinischen ,kunst4 ,fr ,michelangelo war er der ,feind1 den er unterwarf1 der ,kerker1 aus dem er seine ,idee erlsen mute1 wie ,siegfried ,brunhilde befreit4 ,man kennt seine leidenschaftliche ,art1 den rohen ,block anzugreifen4 ,er nherte ihn nicht ,schritt fr ,schritt der gewollten ,gestalt an4 ,er meielte in den ,stein wie in einen ,raum hinein und brachte eine ,figur zustande1 indem er zum ,beispiel von dem ,block1 an der ,stirnseite beginnend1 schichtweise das ,material fortnahm und in die ,tiefe drang1 whrend die ,gliedmaen sich langsam aus der ,masse entwickelten4 ,die ,weltangst von dem ,gewordnen1 dem ,element1 dem ,tode1 den man durch eine bewegte ,form zu bannen sucht1 kann nicht deutlicher ausgedrckt werden4 ,kein ,knstler des ,abendlandes besitzt ein so innerliches und zugleich gewaltsames ,verhltnis zum ,stein als dem ,symbol des ,todes1 zu dem feindlichen ,prinzip in ihm1 das seine dmonische ,natur immer wieder bezwingen wollte1 ob er nun seine ,statuen heraushieb oder seine mchtigen ,bauten aus ihm auftrmte4#hh ,er ist der einzige ,bildhauer seiner ,zeit1 fr den nur der ,marmor in ,frage kam4 ,der ,bronzegu1 der einen ,ausgleich mit malerischen ,tendenzen gestattete und dem er deshalb fern stand1 lag den andern ,renaissanceknstlern und den weicheren ,griechen viel nher4 ,aber der antike ,bildhauer fesselte einen augenblicklichen leiblichen ,zustand in ,stein4 ,dessen ist der faustische ,mensch gar nicht fhig4 ,wie er in der ,liebe nicht zuerst den ,naturtrieb1 den sinnlichen ,akt der ,vereinigung von ,mann und ,weib findet1 sondern die groe ,liebe ,dantes und darber hinaus die ,idee der sorgenden ,mutter1 so hier4 ,michelangelos ,erotik -- die ,beethovens -- war so unantik als mglich2 sie stand unter dem ,aspekt der ,ewigkeit und ,ferne1 nicht der ,sinne und des flchtigen ,augenblicks4 ,in ,michelangelos ,akten -- einem ,opfer an sein hellenisches ,idol -- verneint und bertnt die ,seele die sichtbare ,form4 ,die eine will ,unendlichkeit1 die andre ,ma und ,regel1 die eine will ,vergangenheit und ,zukunft verknpfen1 die andre in der ,gegenwart beschlossen sein4 ,das antike ,auge saugt die plastische ,form in sich auf4 ,michelangelo aber sah mit dem geistigen ,auge und durchbrach die ,vordergrundsprache der unmittelbaren ,sinnlichkeit4 ,und endlich vernichtete er die ,bedingungen dieser ,kunst4 ,der ,marmor wurde seinem ,formwollen zu gering4 ,michelangelo hrt auf ,bildhauer zu sein und geht zur ,architektur ber4 ,im hohen ,alter1 als er nur noch wilde ,fragmente wie die ,madonna ,rondanini zustande brachte und seine ,gestalten kaum mehr aus dem ,rohen herausmeielte1 brach die musikalische ,tendenz seines ,knstlertums durch4 ,endlich lie sich der ,wille zu einer kontrapunktischen ,form nicht mehr bndigen und aus tiefstem ,ungengen an der ,kunst1 an welche er sein ,leben verschwendet hatte1 zerbrach sein ewig ungestilltes ,ausdrucksbedrfnis die architektonische ,regel der ,renaissance und schuf das rmische ,barock4 ,an die ,stelle des ,verhltnisses von ,stoff und ,form setzt er den ,kampf von ,kraft und ,masse4 ,er fat die ,sulen in ,bndel zusammen oder drngt sie in ,nischen2 er durchbricht die ,geschosse mit mchtigen ,pilastern2 die ,fassade erhlt etwas ,wogendes und ,drngendes2 das ,ma weicht der ,melodie1 die ,statik der ,dynamik4 ,die faustische ,musik hatte sich die erste unter den andern ,knsten dienstbar gemacht4 ,mit ,michelangelo ist die ,geschichte der abendlndischen ,plastik zu ,ende4 ,was nach ihm kommt1 sind ,miverstndnisse und ,reminiszenzen4 ,sein legitimer ,erbe ist ,palestrina4 ,lionardo redet eine andre ,sprache als seine ,zeitgenossen4 ,in wesentlichen ,dingen reichte sein ,geist in das nchste ,jahrhundert und nichts band ihn wie ,michelangelo mit allen ,fasern seines ,herzens an das toskanische ,formideal4 ,er allein hatte weder den ,ehrgeiz1 ,bildhauer1 noch den1 ,architekt zu sein4 ,er trieb seine anatomischen ,studien -- ein seltsamer ,irrweg der ,renaissance1 dem hellenischen ,lebensgefhl und dessen ,kultus der krperlichen ,auenflche nahe zu kommen6 -- nicht mehr wie ,michelangelo der ,plastik wegen2 er trieb nicht mehr topographische ,vordergrund- und ,oberflchenanatomie1 sondern ,physiologie1 um der innern ,geheimnisse willen4 ,michelangelo wollte den ganzen ,sinn der menschlichen ,existenz in die ,sprache des sichtbaren ,leibes zwingen1 ,lionardos ,skizzen und ,entwrfe zeigen das ,gegenteil4 ,sein vielbewundertes sfumato ist das erste ,zeichen einer ,verleugnung der ,krpergrenzen um des ,raumes willen4 ,von hier geht der ,impressionismus aus4 ,lionardo beginnt mit dem ,innern1 dem ,rumlich-,seelenhaften1 nicht mit abgewognen ,umrilinien und legt zuletzt -- wenn er es berhaupt tut und das ,bild nicht unvollendet lt -- die farbige ,substanz wie einen ,hauch ber die eigentliche1 krperlose1 ganz unbeschreibliche ,fassung des ,bildes4 ,raffaels ,gemlde zerfallen in ,plne81 in denen wohlgeordnet ,gruppen verteilt sind1 und ein ,hintergrund schliet das ,ganze mavoll ab4 ,lionardo kennt nur den einen1 weiten1 ewigen ,raum1 in dem seine ,gestalten gleichsam schweben4 ,der eine gibt innerhalb des ,bildrahmens eine ,summe einzelner und naher ,dinge1 der andre einen ,ausschnitt aus dem ,unendlichen4 ,lionardo hat den ,blutkreislauf entdeckt4 ,was ihn dahin fhrte1 war kein ,renaissancegefhl4 ,seine ,gedankengnge heben ihn aus der ganzen ,sphre seiner ,zeitgenossen heraus4 ,weder ,michelangelo noch ,raffael wren dahingekommen1 denn die ,maleranatomie sah nur auf ,form und ,lage1 nicht auf die ,funktion der ,teile4 ,sie war1 mathematisch gesprochen1 stereometrisch1 nicht analytisch4 ,hat man nicht das ,studium von ,leichen zureichend befunden1 um die groen ,gemldeszenen figrlich auszufhren8 ,aber das hie das ,werden zugunsten des ,gewordenen unterdrcken4 ,man rief die ,toten zu ,hilfe1 um die antike der nordischen ,gestaltungskraft zugnglich zu machen4 ,aber ,lionardo sucht das ,leben wie ,rubens1 nicht den ,krper an sich wie ,signorelli4 ,es liegt in seiner ,entdeckung eine tiefe ,verwandtschaft mit der fast gleichzeitigen des ,kolumbus2 es ist der ,sieg des ,unendlichen als des faustischen ,symbols ber die stoffliche ,begrenztheit des ,gegenwrtigen und ,greifbaren4 ,wann htte je ein ,grieche an solchen ,dingen ,geschmack gefunden8 ,er fragte nach dem ,innern seines ,organismus so wenig als nach den ,quellen des ,nils4 ,beides htte die euklidische ,fassung seines ,daseins in ,frage gestellt4 ,das ,barock ist demgegenber die eigentliche ,zeit der groen ,entdeckungen4 ,schon das ,wort kndigt etwas schroff ,unantikes an4 ,der antike ,mensch htete sich1 von irgend etwas ,kosmischem die ,decke1 die krperliche ,bindung fortzunehmen oder fortzudenken4 ,aber gerade das ist der eigentliche ,trieb einer faustischen ,natur4 ,beinahe gleichzeitig und in der ,tiefe vllig gleichbedeutend erfolgte die ,entdeckung der neuen ,welt1 des ,blutkreislaufs und des kopernikanischen ,weltsystems1 etwas frher die des ,schiepulvers1 also der ,fernwaffe1 und des ,buchdrucks1 der im ,gegensatz zur antiken ,rhetorik und der ihr dienenden ,schriftrolle die ,verbreitung der ,gedanken ins ,unendliche sichert4 ,lionardo war ganz und gar ,entdecker4 ,darin erschpft sich seine ,natur4 ,pinsel1 ,meiel1 ,seziermesser1 ,rechenstift1 ,zirkel hatten fr ihn ein und dieselbe ,bedeutung -- die1 welche der ,kompa fr ,kolumbus hatte4 ,wenn ,raffael einen in scharfen ,umrissen gezeichneten ,entwurf farbig ausfhrte1 so bejahte jeder ,pinselstrich die krperliche ,erscheinung4 ,man betrachte aber ,lionardos ,rtelskizzen und ,hintergrnde3 hier entdeckt er mit jedem ,zuge atmosphrische ,geheimnisse4 ,er war der erste1 der ber ,flugversuche angestrengt nachdachte4 ,fliegen1 sich von der ,erde befreien1 sich in die ,weite des ,weltraumes verlieren3 das ist faustisch im hchsten ,grade4 ,das erfllt selbst unsere ,trume4 ,hat man nie bemerkt1 wie die evangelische ,legende in der ,malerei des ,abendlandes zu einer wunderbaren ,verklrung dieses ,motivs wurde8 ,all diese gemalten ,himmelfahrten und ,hllenstrze1 das ,schweben ber den ,wolken1 die selige ,entrcktheit der ,engel und ,heiligen1 die eindringlich gestaltete ,freiheit von aller ,erdenschwere sind ,sinnbilder des faustischen ,seelenfluges und dem byzantinischen ,stil gnzlich fremd4 ,dem ,griechen1 wie die ,ikarussage beweist1 erscheint dies als der ,gipfel allen ,frevels4 ,der bloe ,gedanke daran stellt ihr euklidisches ,weltgefhl in ,frage4 ,ent-decken1 die ,decke aufheben1 das heit die ,dinge durchschauen1 ihre ,bedingtheit bemerken1 ihre ,grenzen auflsen4 ,lionardos ,malerei lst das ,stoffliche auf4 ,antike ,menschen kennen eine tiefe ,furcht vor dem ,geheimnis1 das unter der sinnlichen ,flche der ,welt schlft4 ,ihr ,fresko verleugnet den ,hintergrund1 und zwar mit dem ,pathos eines groen ,symbols4 ,renaissancemenschen allerdings fhlen hier keine ,tiefe4 ,ihre ,hintergrnde sind bloe ,abschlsse4 ,aber den ,menschen des ,barock erfllt die unersttliche ,leidenschaft fr die ,wikingerfahrten der ,seele4 ,er braucht ,geheimnisse1 um sie zu berwinden4 ,er braucht ,weiten fr die innere ,musik seiner ,seele4 ,hier1 im ,schaffen ,lionardos1 reift1 was die ,gotik geahnt hatte4 #ae ,die ,verwandlung des ,freskogemldes der ,renaissance in das lbild ist ein ,stck ,seelengeschichte1 die noch niemand beschrieben hat4 ,hier hngen alle ,einblicke von den zartesten und verborgensten ,zgen ab4 ,fast in jedem ,bilde ringt das ,freskenhafte mit der andringenden neuen ,form4 ,raffaels malerische ,entwicklung whrend seiner ,arbeit in den ,stanzen des ,vatikan ist fast das einzige bersichtliche ,beispiel4 ,das florentinische ,fresko sucht die ,wirklichkeit in einzelnen ,dingen und gibt innerhalb der architektonischen ,umrahmung eine ,summe von ihnen4 ,das lbild erkennt mit steigender ,sicherheit des ,ausdrucks nur die ,ausgedehntheit als ,ganzes an und jeden ,gegenstand nur als ihren ,reprsentanten4 ,das faustische ,weltgefhl schuf die neue ,technik fr sich4 ,es verwarf den zeichnerischen ,stil1 wie es die ,koordinatengeometrie aus der ,zeit des ,oresme verwarf4 ,es verwandelte die an ,architekturmotive gebundene ,linearperspektive in eine rein atmosphrische ,perspektive1 die mit unwgbaren ,tondifferenzen arbeitet4 ,das entspricht der reinen ,analysis seit ,descartes4 ,aber die ganze knstliche ,lage der ,renaissancekunst1 ihr ,nichtverstehen der eignen ,tendenz1 die ,unmglichkeit1 das antigotische ,prinzip vllig zu realisieren1 erschwerte und verdunkelte den bergang4 ,jeder ,knstler hat ihn auf andre ,weise versucht4 ,der eine malt mit lfarben auf die nasse ,wand4 ,lionardos ,abendmahl ist bekanntlich deshalb der ,zerstrung anheimgefallen4 ,andre malen ,tafelbilder1 als ob sie ,fresken wren4 ,das ist der ,fall ,michelangelos4 ,khne ,schritte1 ,ahnungen1 ,niederlagen1 ,verzichte finden sich4 ,der ,kampf zwischen der ,hand und der ,seele1 zwischen ,auge und ,werkzeug1 der vom ,knstler und der von der ,zeit gewollten ,form ist immer derselbe -- der zwischen ,plastik und ,musik4 ,hier verstehen wir endlich ,lionardos riesenhaft gedachten ,entwurf zur ,anbetung der heiligen drei ,knige in den ,uffizien1 das grte malerische ,wagnis der ,renaissance4 ,bis auf ,rembrandt ist hnliches nie auch nur geahnt worden4 ber alles optische ,ma hinaus1 ber alles1 was man damals ,zeichnung1 ,kontur1 ,komposition1 ,gruppe nannte1 will er zur ,anbetung des ewigen ,raumes vordringen1 in dem alles ,krperliche schwebt wie die ,planeten im kopernikanischen ,system1 wie die ,tne einer ,bachschen ,orgelfuge in der ,dmmerung alter ,kathedralen1 ein ,bild von einer solchen ,dynamik der ,ferne1 da es innerhalb der technischen ,mglichkeiten dieser ,zeit ,torso bleiben mute4 ,in der sixtinischen ,madonna resmiert ,raffael die gesamte ,renaissance durch die kolossale ,linie des ,umrisses1 die den ganzen ,gehalt des ,werkes in sich saugt4 ,es ist die letzte groe ,linie der abendlndischen ,kunst4 ,ihre gewaltige ,innerlichkeit1 die den ,widerspruch mit der ,konvention bis zur uersten ,spannung treibt1 macht ,raffael zu dem am wenigsten verstandenen ,knstler der ,renaissance4 ,er kmpfte nicht mit ,problemen4 ,er ahnte sie nicht einmal4 ,aber er fhrte die ,kunst bis an deren ,schwelle1 wo der ,entscheidung nicht mehr ausgewichen werden konnte4 ,er starb1 als er innerhalb ihrer ,formenwelt das letzte vollendet hatte4 ,der ,menge erscheint er flach4 ,sie wird niemals empfinden1 was in seinen ,entwrfen vor sich geht4 ,aber hat man wohl die ,morgenwlkchen bemerkt1 die1 sich in ,kinderkpfe verwandelnd1 die ragende ,gestalt umgeben8 ,es sind die ,scharen der ,ungebornen1 welche die ,madonna ins ,leben zieht4 ,diese lichten ,wolken erscheinen im gleichen ,sinne auch in der mystischen ,schluszene des zweiten ,faust4 ,gerade das ,abweisende1 die ,unpopularitt im hchsten ,sinne schliet hier die innere berwindung des ,renaissancegefhls in sich4 ,perugino versteht man beim ersten ,blick2 bei ,raffael glaubt man es nur4 ,obwohl zunchst gerade die plastische ,linie1 das zeichnerische ,moment eine antike ,tendenz ankndigt1 ist sie doch im ,raum verschwebend1 berirdisch1 beethovenartig4 ,raffael ist in diesem ,werke verschlossener als jeder andre1 viel mehr selbst als ,michelangelo1 dessen ,intentionen durch das ,fragmentarische seiner ,arbeiten deutlich werden4 ,seine innersten ,geheimnisse scheint kein ,zeitgenosse gekannt zu haben4 ,fra ,bartolommeo hatte die stoffliche ,umrilinie noch ganz in seiner ,gewalt2 sie ist ganz ,vordergrund1 sie redet allein1 ihr ,sinn erschpft sich in der ,abgrenzung von ,krpern4 ,bei ,raffael schweigt sie1 wartet sie1 verhllt sie sich4 ,sie steht1 bei uerster ,spannung1 unmittelbar vor ihrer ,auflsung im ,unendlichen1 in ,raum und ,musik4 ,lionardo steht jenseits der ,grenze4 ,der ,entwurf zur ,anbetung der drei ,knige ist schon ,musik4 ,es liegt ein tiefer ,sinn in dem ,umstande1 da er hier wie bei seinem ,hieronymus bei der braunen ,untermalung stehen blieb1 dem ,rembrandtstadium81 dem atmosphrischen ,braun des nchsten ,jahrhunderts4 ,fr ihn war in diesem ,zustande die uerste ,vollkommenheit und ,deutlichkeit der ,intention erreicht4 ,jeder ,schritt weiter in eine ,farbenbehandlung1 deren ,geist damals noch in den metaphysischen ,bedingungen des ,freskostils befangen war1 htte die ,seele des ,entwurfs zerstrt4 ,gerade weil er die ,symbolik der lmalerei in ihrer ganzen ,tiefe vorfhlte1 frchtete er das ,freskenhafte der ,fertigmaler81 das seine ,idee verflachen mute4 ,die ,studien zu dem ,gemlde beweisen1 wie sehr ihm die ,radierung in der ,art ,rembrandts gelegen htte1 eine ,kunst aus der ,heimat des ,kontrapunkts1 die man in ,florenz nicht kannte4 ,erst die ,venezianer1 auerhalb der florentinischen ,konvention stehend1 haben erreicht1 was er hier suchte2 eine ,farbenwelt1 die dem ,raume1 nicht den ,dingen dient4 ,aus demselben ,grunde hat ,lionardo -- nach unendlichen ,versuchen -- den ,christuskopf des ,abendmahls unvollendet gelassen4 ,auch fr ein ,portrt in der groen ,auffassung ,rembrandts fr eine aus bewegten ,pinselstrichen1 ,lichtern und ,tnen aufgebaute ,seelengeschichte war der ,mensch dieser ,zeit nicht reif4 ,aber nur ,lionardo war gro genug1 um diese ,schranke als tragisches ,geschick zu erleben4 ,die andern hatten nur den ,kopf geben wollen1 wie ihn die ,schule vorschrieb4 ,lionardo1 der hier zum ersten ,male auch die ,hnde sprechen lie1 und zwar mit einer physiognomischen ,meisterschaft1 die spter zuweilen erreicht1 aber nie bertroffen worden ist1 wollte unendlich viel mehr4 ,seine ,seele war weit in die ,zukunft verloren1 aber sein ,menschliches1 sein ,auge1 seine ,hand gehorchten dem ,geiste seiner ,zeit4 ,sicherlich war er in einer verhngnisvollen ,weise der ,freieste von den drei ,groen4 ,vieles von dem1 womit ,michelangelos mchtige ,natur vergebens rang1 hat ihn gar nicht mehr berhrt4 ,probleme der ,chemie1 der geometrischen ,analysis1 der ,physiologie -- ,goethes lebendige ,natur8 war auch die seine -- der ,fernwaffentechnik sind ihm vertraut4 ,er hat die ,maschinentechnik antizipiert4 ,seine ,intuitionen machen ihn zum ,ahnherrn von ,leibniz und ,goethe2 er empfand den ,raum wie der erste und den ,organismus wie der zweite4 ,tiefer als ,drer1 khner als ,tizian1 umfassender als irgendein ,mensch der ,zeit1 ist er der fragmentarische ,knstler par excellence geblieben1#hi aber aus einem andern ,grunde als ,michelangelo1 der versptete ,plastiker1 und im ,gegensatz zu ,goethe1 fr den alles schon zurcklag1 was dem ,schpfer des ,abendmahls unerreichbar blieb4 ,michelangelo wollte eine erstorbene ,formenwelt noch einmal zum ,leben zwingen1 ,lionardo fhlte eine neue in der ,zukunft1 ,goethe ahnte1 da es keine mehr gab4 ,zwischen ihnen liegen die drei reifen ,jahrhunderte faustischer ,kunst4 #af ,es ist noch brig1 das ,sterben der abendlndischen ,kunst in seinen groen ,zgen zu verfolgen4 ,die innerste ,notwendigkeit alles historischen ,werdens ist hier am ,werke4 ,wir haben gelernt1 ,knste als ,urphnomene zu begreifen4 ,wir suchen nicht mehr nach ,ursachen und ,wirkungen im physikalischen ,sinne1 um ihrer ,geschichte ,zusammenhang zu geben4 ,wir haben den ,begriff des ,schicksals einer ,kunst in sein ,recht eingesetzt4 ,wir haben endlich ,knste als ,organismen erkannt1 die in dem greren ,organismus einer ,kultur ihre bestimmte ,stellung einnehmen1 geboren werden1 reifen1 altern und fr immer absterben4 ,das griechische ,fresko1 das byzantinische ,mosaik1 das gotische ,glasgemlde1 das perspektivische lbild sind nicht ,phasen einer allgemein menschlichen ,kunst4 ,es sind ,formideale einzelner1 wohlbegrenzter und voneinander innerlich unabhngiger ,knste1 von denen jede ihre eigne ,biographie besitzt4 ,die ,gotik war1 wie die ,dorik1 wie der ,stil des ,alten ,reiches von ,memphis1 ein ,suchen der jungen ,seele nach ,formen1 um die ,welt zu erfassen1 an sich zu ziehen1 sich einzuverleiben4 ,ihre ,sprache1 zaghaft1 voller ,schauder vor dem ,unbegriffenen1 nach einem noch unbekannten ,ziele tastend1 kndigt eine groe ,entwicklung erst an4 ,hier finden wir die ,fehlgriffe1 die ,ratlosigkeit1 das ,irren aller ,jugend4 ,mit dem ,abschlu der ,renaissanceepisode -- der letzten ,verirrung -- ist die abendlndische ,seele zum reifen ,bewutsein ihrer ,krfte und ,mglichkeiten gelangt4 ,sie hat ihre ,knste gewhlt4 ,eine ,sptzeit1 das ,barock wie die ,ionik1 wei1 was die ,formensprache der ,kunst zu bedeuten hat4 ,sie war bis dahin eine philosophische ,religion1 jetzt wird sie eine religise ,philosophie4 ,die gewordne ,auenwelt1 oder was dasselbe ist1 die ,wirklichkeit1 die erlebte ,natur1 und zwar die von jeder einzelnen ,seele1 der faustischen1 apollinischen1 magischen fr sich erlebte1 geschaffene1 zu ihrem ,abbilde gestaltete ,natur wird in den ,mikrokosmos eines ,kunstwerkes zusammengezogen1 auf ein ,symbol rumlich-sinnlicher ,art1 eine ,formel der innern ,existenz gebracht4 ,es erscheint auf der ,hhe einer jeden ,kultur das ,phnomen einer prachtvollen ,gruppe groer ,knste1 wohlgeordnet und durch das zugrunde liegende ,ursymbol zu einer ,einheit verknpft4 ,wenn man die bildenden8 ,knste1 zu denen auch die ,musik gehrt1 berhaupt gruppieren will1 so findet sich ein natrlicher ,unterschied1 je nachdem man das ,tiefenerlebnis durch unmittelbare ,behandlung des ,ausgedehnten wiedergibt oder indem man auf einer ,flche den ,eindruck des ,ausgedehnten erweckt4 ,das letztere ist ,malerei84 ,die unmittelbare ,nachahmung knnte sich auf den reinen1 unendlichen ,raum beziehen -- das war der polyphonen ,instrumentalmusik mglich1 oder auf das ,ideal des einzelnen stofflichen ,krpers -- das geschah durch eine ,skulptur1 die ihr ,werk allseitig frei und durchgebildet auf den ,boden stellte4 ,dem entsprechen nun aber sehr verschiedene ,arten von ,malerei1 vielmehr von ,knsten1 die auer dem ,namen nichts gemein haben4 ,zur ,kunst des ,raumes gehrt eine ,behandlung der ,flche1 welche den ,eindruck reiner ,tiefe wachruft und das selbstndige ,dasein der ,krper zuletzt verneint4 ,das erste geschieht durch die ,perspektive1 das zweite heit ,impressionismus4 ,andererseits gehrt zur ,rundplastik eine ,malerei1 die nur ,krper kennt1 das heit1 die nur ,konturen gibt und den ,hintergrund verleugnet4 ,das hier wirksame ,prinzip der ,auswahl entscheidet mit der ,notwendigkeit eines ,schicksals ber das ,dasein1 den ,rang und das ,ende einzelner ,knste innerhalb einer ,kultur4 ,so entsteht1 und ich setze dies der heute gltigen ,anschauung ber die ,struktur der ,kunstgeschichte entgegen1 die historische ,gruppe von ,knsten4 ,die apollinische ,gruppe1 zu der die ,vasenmalerei1 das ,fresko1 das ,relief1 die ,architektur der ,sulenordnungen1 das attische ,drama1 der ,tanz gehren1 hat die ,skulptur der nackten ,statue zur ,mitte4 ,die faustische ,gruppe bildet sich um das ,ideal reiner rumlicher ,unendlichkeit4 ,ihren ,mittelpunkt bildet die kontrapunktische ,musik4 ,von ihr aus spinnen sich feine ,fden in alle geistigen ,formenwelten hinber und verweben die infinitesimale ,mathematik1 die dynamische ,physik1 den ,katholizismus des ,jesuitenordens und den ,protestantismus der ,aufklrung1 die moderne ,maschinentechnik1 das ,kreditsystem und die dynastisch-soziale ,staatsorganisation zu einer ungeheuren ,totalitt seelischen ,ausdrucks4 ,mit dem innern ,rhythmus der ,dome beginnend1 mit ,wagners ,tristan und ,parsival endend1 erreicht die knstlerische ,bewltigung des unendlichen ,raums ihre vollkommene ,ausbildung um #aeej4 ,die ,plastik erlischt mit ,michelangelo1 gerade damals1 als die ,planimetrie1 die bis dahin die ,mathematik beherrscht hatte1 ihr unwesentlichster ,teil wird4 ,mit der ,musik fugierten ,stils1 die eben jetzt durch ,orlando ,lasso ein ,kunstmittel von ungeheuren ,mglichkeiten geworden war1 beginnt ihre ,schwester1 die ,infinitesimalrechnung hervorzutreten4 lmalerei und ,instrumentalmusik1 die ,knste des ,raumes1 treten ihre ,herrschaft an4 ,in der ,antike waren es folglich die ,knste des stofflich-euklidischen ,prinzips1 das streng flchenhafte ,fresko und die freistehende ,statue1 die gleichzeitig -- um #fjj -- in den ,vordergrund treten4 ,damit ist die faustische und die apollinische ,gruppe reifer ,knste -- der auch zwei mchtige1 in ,shakespeare und schylus gipfelnde tragische ,knste angehren -- im ,umri bestimmt4 ,und zwar sind es die beiden ,arten von ,malerei1 die1 in ihrer ,formensprache gemigter1 zugnglicher1 zuerst heranreifen4 ,dem lgemlde gehrt die ,zeit von #aeej-afej ebenso unbestritten wie das #f4 ,jahrhundert der ,tonmalerei4 ,die ,symbolik von ,raum und ,krper1 ausgedrckt durch das ,kunstmittel der ,perspektive und der ,proportion1 erscheint in der mittelbaren ,sprache des ,gemldes nur angedeutet4 ,diese ,knste1 welche ,raum oder ,krper1 also ,mglichkeiten des ,ausgedehnten1 in der ,bildflche nur vorzutuschen vermgen1 konnten das antike und abendlndische ,ideal wohl bezeichnen und heraufrufen1 aber nicht vollenden4 ,auf dem ,wege des groen ,stils erscheinen sie als ,vorstufen der letzten ,hhe4 ,je mehr die ,kulturen sich ihrer ,vollendung nherten1 desto entschiedener wurde der ,drang nach einer ,kunst von unerbittlicher ,klarheit der ,symbolik4 ,die ,malerei gengte nicht mehr4 ,die ,gruppe der ,knste wurde weiterhin vereinfacht4 ,um #afgj1 gerade damals als ,newton und ,leibniz die ,differentialrechnung entdeckten1 war die lmalerei an der ,grenze ihrer ,mglichkeiten angelangt4 ,die letzten groen ,meister starben1 ,velasquez #affj1 ,poussin #affe1 ,hals #afff1 ,rembrandt #affi1 ,vermeer #afge1 ,ruysdael und ,lorrain #afhb4 ,man braucht nur die wenigen ,nachfolger von ,bedeutung1 ,watteau1 ,hogarth1 ,tiepolo zu nennen1 um den ,abstieg1 um das ,ende einer ,kunst fhlen zu lassen4 ,eben jetzt1 um #afej1 hatte sich nun die ,instrumentalmusik in den groen ,formen der ,suite1 des ,concerto grosso und der ,sonate fr ,soloinstrumente von dem ,rest des ,krperlichen im ,klange der menschlichen ,stimme befreit4 ,auch ,heinrich ,schtz 7#afgb7 und ,carissimi 7#afgd71 die letzten ,meister der ,vokalmusik1 starben damals4 #afhe werden ,bach und ,hndel geboren und mit ihnen wachsen ,stamitz1 ,kuhnau1 ,corelli1 ,tartini1 die beiden ,scarlatti heran4 ,von nun an ist die ,musik1 und zwar die rein instrumentale1 nicht die vokale1 die faustische ,kunst4 ,die entsprechende ,krisis findet sich um #dgj in der ,antike1 wo der letzte der groen ,freskomaler1 ,polygnot1 seinem ,schler ,polyklet und damit der ,statuenplastik endgltig den ,vorrang abtritt4 ,mit dieser ,musik und dieser ,plastik ist das ,ziel erreicht4 ,eine reine ,symbolik von mathematischer ,strenge ist mglich geworden3 das bedeutet der ,kanon1 jene ,schrift ,polyklets ber die ,proportionen des menschlichen ,krpers1 und als ,gegenstck der kontrapunktische ,kanon seines ,zeitgenossen8 ,bach4 ,diese ,knste leisten das uerste und ,letzte an ,deutlichkeit und ,intensitt der reinen ,form4 ,man vergleiche doch den ,tonkrper der faustischen ,instrumentalmusik und in ihm wieder den ,streichkrper und bei ,bach auch noch den als ,einheit wirkenden ,krper der ,blasinstrumente mit dem ,krper attischer ,statuen2 man vergleiche1 was ,haydn und was ,praxiteles eine ,figur nannten1 nmlich die eines ,themas oder die eines ,athleten1 eine ,bezeichnung1 welche der ,mathematik entnommen ist und verrt1 da dieses jetzt endlich erreichte ,ziel das einer ,vereinigung knstlerischen und mathematischen ,geistes ist1 denn zugleich mit ,musik und ,plastik haben die ,analysis des ,unendlichen und die euklidische ,geometrie ihre ,aufgabe1 ihr spezifisches ,zahlenproblem mit voller ,deutlichkeit begriffen4 ,ihre grten ,meister leben gleichzeitig mit denen jener durch und durch mathematischen ,knste4 ,man erinnert sich1 wie an einer frhern ,stelle die ,mathematik eine ,kunst und der groe ,mathematiker ein ,knstler und ,visionr genannt worden war4 ,hier liegt die ,erklrung4 ,die ,mathematik des ,schnen und die ,schnheit des ,mathematischen sind nicht mehr zu trennen4 ,der unendliche ,raum der ,tne und der reine ,krper von ,marmor oder ,bronze sind eine unmittelbare ,interpretation des ,ausgedehnten und ,gewordnen4 ,sie gehren zu der ,zahl als ,beziehung und der ,zahl als ,ma4 ,im ,fresko wie im lbilde wird man1 in den ,gesetzen von ,proportion und ,perspektive1 nur ,andeutungen von ,mathematischem finden4 ,diese beiden letzten und strengsten ,knste sind ,mathematik4 ,der ,kontrapunkt wie der ,statuenkanon sind absolute ,zahlenwelten4 ,hier herrschen ,gesetze und ,formeln4 ,auf diesem ,gipfel erscheint die faustische wie die apollinische ,kunst vollkommen4 ,mit dem ,ende der ,fresko- und lmalerei als herrschenden ,knsten beginnt die dichte ,reihe der groen ,meister der ,plastik und ,musik4 ,auf ,polyklet folgen ,phidias1 ,skopas1 ,praxiteles1 ,lysippos1 auf ,bach und ,hndel ,gluck1 ,haydn1 ,mozart1 ,beethoven4 ,jetzt erscheint die ,menge wunderbarer1 heute lngst verschollener ,instrumente1 eine ganze ,zauberwelt abendlndischen ,entdecker- und ,erfindergeistes1 um immer neue ,klnge und ,tonfarben fr den ,dienst und die ,steigerung des ,ausdrucks heranzuziehen4 ,jetzt die ,flle groer1 feierlicher1 zierlicher1 leichter1 spttischer1 lachender1 schluchzender ,formen von strengstem ,bau1 auf die sich heute niemand mehr versteht2 es gab damals1 vor allem im ,deutschland des #ah4 ,jahrhunderts1 eine wirkliche ,kultur der ,musik1 die das ganze ,leben durchdrang und erfllte1 deren ,typus ,hoffmanns ,kapellmeister ,kreisler wurde -- der ebenbrtig neben ,goethes ,faust1 dem deutschen ,denker1 als die tiefste poetische ,konzeption des deutschen ,musikers steht -- und von der uns kaum die ,erinnerung mehr geblieben ist4 ,endlich1 gegen #ahjj1 stirbt auch die ,architektur4 ,sie lst sich1 sie ertrinkt in der ,musik des ,rokoko4 ,alles1 was man an dieser letzten wundervollen1 fragilen ,blte der abendlndischen ,baukunst getadelt hat -- weil man ihre ,entstehung aus dem ,geiste des ,kontrapunktes nicht verstand --1 das ,malose1 ,formlose1 ,verschwebende1 ,wogende1 ,funkelnde1 die ,zerstrung der ,flche und ,gliederung fr das ,auge -- alles das ist ja nur der ,sieg der ,tne und ,melodien ber ,linien und ,krper1 der ,triumph des reinen ,raumes ber den ,stoff1 des absoluten ,werdens ber das ,gewordne4 ,es sind nicht mehr ,baukrper1 diese ,abteien1 ,schlsser1 ,kirchen mit ihren geschwungenen ,fassaden1 ,portalen1 ,hfen mit ,muschelinkrustation1 mchtigen ,treppenhusern1 ,galerien1 ,slen1 ,kabinetten1 sondern steingewordne ,sonaten1 ,menuette1 ,madrigale1 ,prludien2 ,kammermusik in ,stuck1 ,marmor1 ,elfenbein und edlen ,hlzern1 ,kantilenen von ,voluten und ,kartuschen1 ,kadenzen von ,freitreppen und ,firsten4 ,der ,dresdner ,zwinger ist das vollkommenste ,stck ,musik in der gesamten ,weltarchitektur1 ein allegro fugitivo fr kleines ,orchester4 ,deutschland hat die groen ,musiker und also auch die groen ,baumeister -- ,pppelmann1 ,schlter1 ,bhr1 ,neumann1 ,fischer von ,erlach1 ,dinzenhofer -- dieses ,jahrhunderts hervorgebracht4 ,in der lmalerei spielt es keine1 in der ,instrumentalmusik die entscheidende ,rolle4 #ag ,ein ,wort1 das erst zur ,zeit ,manets in ,aufnahme kam -- zuerst ein ,spottname wie ,barock und ,rokoko --1 fat die ,eigenart des faustischen ,kunstvortrags1 wie er sich aus den ,voraussetzungen der lmalerei allmhlich entwickelt hat1 sehr glcklich zusammen4 ,man spricht vom ,impressionismus1 ohne ,umfang und tieferen ,sinn des ,begriffes1 wie er htte gefat werden sollen1 zu ahnen4 ,man leitete ihn aus der letzten ,nachblte einer ,kunst ab1 die ganz und gar zu ihm gehrt4 ,was ist ,impressionismus8 ,eindruckskunst88 ,etwas rein ,abendlndisches ohne ,zweifel1 etwas1 das mit der ,idee des ,barock1 selbst schon der der gotischen ,architektur verwandt und den ,absichten der ,renaissance entgegengesetzt ist4 ,ist es nicht die geistige ,kraft1 den reinen unendlichen ,raum als die unbedingte ,wirklichkeit und alle sinnlichen ,gebilde in ihm als sekundr und bedingt zu empfinden1 und zwar mit innerster ,notwendigkeit8 ,eine geistige ,kraft1 die in knstlerischen ,schpfungen hervortreten kann1 die aber tausend andre ,mglichkeiten kennt1 um sich zu offenbaren8 ,der ,raum ist die apriorische ,form der ,anschauung81 die ,formel ,kants -- ist das nicht ein ,programm dieser ,bewegung1 die mit ,lionardo anhebt8 ,der ,impressionismus ist die ,umkehrung des euklidischen ,weltgefhls4 ,er sucht sich von der ,sprache des ,plastischen soweit als mglich zu entfernen und der des ,musikalischen zu nhern4 ,man lt die belichteten1 das ,licht zurckstrahlenden ,dinge nicht auf sich wirken1 weil sie da sind1 sondern als ob sie an sich8 nicht da wren4 ,man empfngt und gibt den ,eindruck von ,gegenstnden1 die man innerlich als bloe ,funktion einer optisch nicht mehr erreichbaren ,ausgedehntheit wertet4 ,man durchdringt die ,krper mit dem innern ,auge1 man lst den ,zauber ihrer stofflichen ,grenzen1 man opfert sie der ,majestt des ,raumes4 ,und man fhlt mit und unter diesem irrealen ,eindruck eine unendliche ,bewegtheit des sinnlichen ,elementes1 die zu der statuenhaften des ,fresko den strksten ,gegensatz bildet4 ,deshalb gibt es keinen hellenischen ,impressionismus4 ,deshalb ist die antike ,skulptur die ,kunst1 welche ihn a limine ausschliet4 ,der ,impressionismus ist der umfassende ,ausdruck eines ,weltgefhls und es versteht sich1 da er die gesamte ,physiognomik unsrer spten ,kultur durchdringt4 ,es gibt eine impressionistische1 die optischen ,grenzen mit ,absicht und ,nachdruck berschreitende ,mathematik4 ,wir kennen sie4 ,es ist die ,analysis seit ,newton und ,leibniz4 ,zu ihr gehren die visionren ,gebilde der ,zahlkrper1 ,mengen1 ,transformationsgruppen1 mehrdimensionalen ,geometrien4 ,ihr liegt das ,prinzip der funktionalen ,zahl mit ihrer unfixierbaren ,bewegtheit zugrunde4 ,es gibt eine impressionistische ,physik -- wir werden sie noch kennen lernen --1 die an ,stelle von ,krpern ,systeme von ,massenpunkten sieht81 ,einheiten1 die lediglich als das konstante ,verhltnis variabler ,wirksamkeiten erscheinen1 mit ,grenzflchen1 die als wohlgeordnete ,mengen von ,zahlenmannigfaltigkeiten bestimmter ,art definiert werden4 ,es gibt eine impressionistische ,ethik1 ,tragik1 ,logik4 ,malerisch genommen handelt es sich um die ,kunst1 mit drei ,strichen und ,flecken ein ,bild1 einen ,mikrokosmos fr das ,auge eines faustischen ,menschen zu schaffen1 das heit die ,wirklichkeit des ,weltraumes durch die flchtigste1 krperloseste ,andeutung von etwas ,sichtbarem1 das ihn gleichsam in die ,sphre der ,erscheinung bannt1 zu imaginieren4 ,es ist eine nie wieder gewagte ,kunst der ,bewegung des ,unbeweglichen4 ,von ,tizian bis hinab auf ,corot und ,menzel zittert und fliet die duftige ,materie unter der geheimen ,wirkung des ,pinselstriches und der gebrochenen ,farben4 ,das hatte schon der ,fassadenstil ,michelangelos und ,vignolas gewollt4 ,deshalb war seitdem eine ,kunst nach der andern erloschen1 weil sie vor diesem letzten ,ziel die ,grenze ihrer ,mglichkeiten erreicht hatte4 ,der ,impressionismus ist die ,methode subtiler knstlerischer ,entdeckungen4 ,er wiederholt die ,taten des ,kolumbus und ,kopernikus4 ,es gibt keine zweite ,formensprache1 in der jeder ,fleck und ,strich so berraschende ,reize aufzudecken1 der ,einbildungskraft so ganz neue ,elemente von raumschaffender ,energie zuzufhren vermag4 ,das ,fresko bejaht die ,sinnenwirkung als schlechthin gegeben4 ,die neue ,technik ist skeptisch2 sie seziert die ,empfindung bis zu ihrer ,auflsung1 wie es die ,physik derselben ,zeit tat4 ,man verfolge das ,schicksal der menschlichen ,einzelgestalt in dieser ,malerei4 ,zuerst jede streng fr sich1 klar begrenzt1 mit allen ,kenntnissen der ,anatomie gezeichnet1 gemeielt1 durchgearbeitet1 klare1 wohl abgewogene ,gruppen1 die sich scharf von einem ,hintergrunde abheben -- bei ,raffael4 ,dann bei ,lionardo die ,entdeckung der bergnge von ,licht und ,dunkel1 weiche ,rnder1 mit der ,tiefe verschwimmende ,umrisse1 ,gruppen und ,massen von ,licht und ,schatten1 aus denen sich einzelne ,gestalten nicht mehr lsen lassen4 ,die ,linearperspektive wird zur ,kunst der ,atmosphre -- dem eigentlichen ,thema des ,bildes4 ,die verharrende ,linie hatte ,krper begrenzt1 das atmosphrische ,licht mit seinen ,ungewissen ,tnungen begrenzt den ,raum4 ,endlich1 bei ,rembrandt1 verflieen die ,gestalten zu bloen farbigen ,eindrcken2 sie verlieren das spezifisch ,menschliche2 sie wirken als ,strich und ,farbenfleck bei ihm wie bei ,lorrain und ,vermeer2 es ist das ,schicksal des einzelnen ,tones in der ,musik von ,palestrina bis ,wagner4 ,in einem ,minimum von ,substanz -- von ,farbe oder ,ton -- ein ,maximum von physiognomischer ,bedeutung zu bannen1 mit einem ,hauch den prgnanten ,eindruck eines ganz bestimmten1 nie wiederkehrenden ,welterlebnisses zu geben1 ist die ,fhigkeit1 welche man jetzt malerisch nennt4 ,man kann demnach den ,impressionismus als ,portrtkunst im umfassendsten ,sinne betrachten4 ,wie ein ,selbstbildnis ,rembrandts nicht die anatomische ,wirklichkeit des ,kopfes1 sondern das zweite ,gesicht in ihr anerkennt1 wie es nicht das ,auge1 sondern den ,blick1 nicht die ,stirn1 sondern das ,erlebnis1 nicht die ,lippen1 sondern die ,sinnlichkeit durch das ,ornament der ,pinselstriche bannt1 so zeigt das impressionistische ,gemlde berhaupt nicht die ,natur des ,vordergrundes1 sondern auch da ein zweites ,antlitz1 die ,seele der ,landschaft4 ,mag es sich um die katholisch-heroische ,landschaft ,lorrains1 den paysage intime ,corots1 um das ,meer1 die ,flurnder und ,drfer ,cuyps und ,van ,goyens handeln1 es entsteht immer ein ,portrt im physiognomischen ,sinne1 etwas ,einmaliges1 ,unvorhergesehenes und zum ersten und letzten ,male ans ,licht ,gezogenes4 ,gerade die ,vorliebe fr die ,landschaft -- die physiognomische1 die ,charakterlandschaft --1 fr das ,motiv also1 das im ,freskostil gar nicht denkbar ist und der ,antike vollkommen unzugnglich blieb1 erweitert die ,portrtkunst vom unmittelbar ,menschlichen zum mittelbaren1 zur ,darstellung der ,welt als eines ,teils des ,ich1 der ,welt1 in der der ,knstler sich gibt und der ,betrachter sich wiederfindet4 ,denn in diesen ,weiten der sich in die ,ferne dehnenden ,natur spiegelt sich die ,seele1 das ,schicksal4 ,es gibt in dieser ,kunst tragische1 dmonische1 lachende1 klagende ,landschaften1 etwas1 wovon der ,mensch andrer ,kulturen keine ,vorstellung und wofr er kein ,organ hat4 ,aus dieser ,gesinnung ist der ,park der ,barockzeit1 als ,spiegel groen ,menschentums1 entstanden4 ,aber es gibt eine ,kultur1 weit entfernt von der faustischen1 die auch eine impressionistische ,kunst besa1 die chinesische4 ,wir wissen wenig von ihr2 wir wissen nicht einmal1 wo ihre zeitlichen ,grenzen im ,geschichtsbilde liegen4 ,sicher ist1 da ,konfuzius lange nach ihrer ,vollendung lebte und bereits das zivilisierte ,stadium reprsentiert4 ,aber nach allem1 was hier bisher vom ,sinn der ,kulturen festgestellt wurde1 erscheint das ,eine klar3 wenn berhaupt eine andre ,kultur und ihre ,kunst zu einem so verwandten ,symbol gelangte1 mute ihre ,seele in jedem ,betracht der unseren hnlich sein4 ,gewi1 von ,identitt ist nirgends die ,rede2 die unendlich feinen und bedeutsamen ,differenzen beider ,seelen aufzufinden mte eine der reizvollsten ,aufgaben einer knftigen ,psychologie sein4 ,das ,tiefenerlebnis1 der ,sinn der ,zukunft1 des ,horizontes1 des ,raumes1 des ,todes ist hier und dort nicht derselbe4 ,das ,ursymbol der chinesischen ,seele1 ihr ,weltgefhl ist trotz aller ,nhe nicht das faustische und deshalb vielleicht gerade fr uns schwer bestimmbar4 ,die alte ostasiatische ,malerei sucht nicht die flchtigen ,wunder1 die petits faits der ,atmosphre1 nicht das ,einmalige eines ,raumerlebnisses auf4 ,sie wendet sich vom ,wirklichen ab und dem wachen ,traume zu4 ,ihre ,meisterschaft liegt im ,hinzaubern von ,dingen1 die ,erinnerungen wecken1 ohne zu sein1 was sie scheinen4 ,ohne ,zweifel ist diese tiefe ,form historischer ,transzendenz nicht die ,watteaus oder ,haydns4 ,das zarte chinesische ,gefhl fr ,zeit1 ,leben1 ,schicksal1 ,vergangenheit ist uns sehr fremd4 ,aber trotzdem1 welche ,leidenschaft der ,seele zum ,grenzenlosen und ,ewigen6 ,wie nahe rcken sich beide ,arten des ,menschentums1 sobald man sie mit der antiken vergleicht6 ,eine ,landschaft ber das ,thema ,abendglocken eines fernen ,tempels81 wo der ,klang und die ,welt ferner ,erinnerungen1 die er im ,innern weckt1 in wenige ,striche und ,farbflecke gebannt erscheinen -- ist das nicht trotzdem im ,geiste ,mozarts8 ,wir wundern uns nicht1 da diese ,kultur den abendlndischen ,hang zur ,astronomie und ,geschichtsforschung1 zur ,sorge und ,selbstbetrachtung besa4 ,beide ,kulturen erfanden1 jede fr sich1 das ,pulver1 den ,buchdruck1 den ,holzschnitt1 den ,kompa1 das ,porzellan4 ,beide waren im ,besitz einer hochentwickelten ,gartenkunst und ,musik4 ,beiden fehlte deshalb -- in dem hier vorausgesetzten strengen ,sinne -- eine ,plastik1 whrend das ,portrt 7die altchinesische ,portrtkunst war eine ,leistung allerhchsten ,ranges7 und die damit innerlich verwandte ,charakterlandschaft die ,malerei beherrschen4 ,so ist die ,wahlverwandtschaft zu erklren1 die das #ah4 ,jahrhundert zu ,china1 das #ai4 zu ,japan zog4 ,wir kannten damals alle fremden ,kulturen1 die indische1 gyptische1 arabische2 sie lagen uns alle nher2 aber nur von dieser bernahmen wir1 ber den halben ,erdball hinweg1 nicht etwa einzelne ,motive und ,ideen1 sondern den ,gehalt ihrer knstlerischen ,formensprache4 ,das unterscheidet das ,verhltnis des ,rokoko zur chinesischen ,kunst sehr wesentlich von dem der ,renaissance zur griechisch-rmischen4 ,die ,resorption gyptischer ,details um #ahjj durch den ,empirestil war eine flache ,spielerei2 die bernahme der japanischen ,malerei um #ahfj ist eine ,metamorphose1 die ,tiefe besitzt4 #ah ,ich sagte1 da die lmalerei am ,ende des #ag4 ,jahrhunderts1 wo alle groen ,meister kurz nacheinander starben1 erlosch4 ,aber der ,impressionismus im engern ,sinne ist ja eine ,schpfung des #ai4 ,jahrhunderts8 ,die ,malerei hat also #bjj ,jahre lnger geblht oder dauert heute noch fort8 ,man tusche sich nicht4 ,zwischen ,rembrandt und ,delacroix oder ,constable liegt eine tote ,strecke und was bei dem letzten beginnt1 ist trotz aller ,zusammenhnge in ,hinsicht auf ,technik und ,vortrag sehr verschieden von dem1 was mit dem ersten endete4 ,hier1 wo von einer lebendigen ,kunst von grter ,symbolik die ,rede ist1 zhlen die rein dekorativen ,knstler des #ah4 ,jahrhunderts nicht mit4 ,watteau mchte man in allem1 wo er tief ist1 der ,musik seiner ,zeit zurechnen4 ,tuschen wir uns auch nicht ber den ,charakter der neuen malerischen ,episode1 die jenseits von #ahjj1 der ,grenze von ,kultur und ,zivilisation1 noch einmal vorbergehend die ,illusion einer groen ,kultur der ,malerei erwecken konnte4 ,sie selbst hat ihr eigentliches ,thema als ,pleinairismus bezeichnet und damit den ,sinn ihrer flchtigen ,erscheinung deutlich genug enthllt4 ,freilicht -- das ist die bewute1 intellektuelle und brutale ,abwendung von dem1 was man pltzlich die braune ,sauce8 nannte und was1 wie wir sahen1 in den ,bildern der groen ,meister das eigentlich metaphysische ,fluidum war4 ,auf ihm baute sich die ,malkultur der ,schulen1 vor allem der niederlndischen auf1 die im ,rokoko rettungslos dahinschwand4 ,dies ,braun1 das ,symbol rumlicher ,unendlichkeit1 das fr den faustischen ,menschen aus dem ,gemlde ein seelenhaftes ,etwas schuf1 empfand man pltzlich als ,unnatur4 ,was war geschehen8 ,beweist das ,faktum nicht1 da eben die ,seele sich fortgestohlen hatte1 fr welche diese verklrte ,farbe etwas ,religises1 ein ,zeichen der ,sehnsucht1 der ganze ,sinn einer lebendigen ,natur gewesen war8 ,der ,materialismus der westeuropischen ,weltstdte blies in die ,asche und rief diese seltsame und kurze ,nachblte von zwei ,malergenerationen hervor -- denn mit der ,generation ,manets war alles schon wieder zu ,ende4 ,ich hatte das erhabene ,grn ,grnewalds1 ,lorrains1 ,giorgiones als die katholische ,farbe des ,raumes bezeichnet und das transzendente ,braun ,rembrandts als die ,farbe des protestantischen ,weltgefhls4 ,das ,freilicht1 das jetzt eine neue ,farbenskala entfaltet1 bezeichnet demgegenber den ,atheismus4#ij ,der ,impressionismus ist aus den ,sphren ,beethovenscher ,musik und ,kantischer ,sternenrume auf die ,erdoberflche zurckgekehrt4 ,dieser ,raum ist ein intellektuelles1 kein seelisches ,faktum2 er ist erkannt1 errechnet1 nicht erlebt2 es ist das mechanische ,objekt der ,physik und nicht die gefhlte ,welt der pastoralen ,musik1 was ,courbet und ,manet in ihre ,landschaften bringen4 ,was ,rousseau mit tragisch treffendem ,ausdruck als ,rckkehr zur ,natur prophezeit hatte1 vollzieht sich in dieser sterbenden ,kunst4 ,so kehrt ein ,greis von ,tag zu ,tag zur ,natur zurck84 ,der neue ,knstler ist ,arbeiter1 nicht ,schpfer4 ,man stellt ungebrochene ,spektralfarben nebeneinander4 ,die feine ,handschrift1 der ,tanz des ,pinselstriches macht mechanischen ,gewohnheiten ,platz3 ,punkte1 ,quadrate1 breite anorganische ,massen werden aufgetragen1 vermengt1 verbreitet4 ,neben dem breiten1 flachen ,pinsel erscheint der ,spachtel als ,werkzeug4 ,der lgrund der ,leinwand wird in die ,wirkung einbezogen und bleibt stellenweise frei4 ,eine gefhrliche ,kunst1 peinlich1 kalt1 krank1 fr berfeinerte ,nerven1 aber wissenschaftlich bis zum uersten1 energisch in allem1 was die ,bewltigung technischer ,widerstnde angeht1 programmatisch zugespitzt2 es ist das ,satyrspiel zur groen lmalerei von ,lionardo bis ,rembrandt4 ,sie konnte nur in dem ,paris ,baudelaires zu ,hause sein4 ,corots silberne ,landschaften in ihren grngrauen und braunen ,tnen trumten noch von dem ,seelischen der alten ,meister4 ,courbet und ,manet eroberten den kahlen physikalischen ,raum1 den ,raum als ,tatsache84 ,der versonnene ,entdecker ,lionardo macht dem malenden ,experimentator ,platz4 ,corot1 das ewige ,kind1 ,franzose1 nicht ,pariser1 fand seine ,landschaften berall4 ,er hat noch einmal1 im romantischen ,sinne1 etwas von der kontrapunktischen ,kunst althollndischer ,gemlde verwirklicht1 so wie ,novalis in seinen ,marienliedern noch einmal das altprotestantische ,kirchenlied erweckte4 ,aber ,th4 ,rousseau1 ,courbet1 ,manet1 ,czanne portrtieren ein und dieselbe ,landschaft immer wieder1 peinlich1 mhsam1 arm an ,seele1 den ,wald von ,fontainebleau oder die ,seineufer bei ,argenteuil oder jenes merkwrdige ,tal bei ,arles4 ,rembrandts mchtige ,landschaften liegen durchaus im ,weltraume1 die ,manets in der ,nhe einer ,bahnstation4 ,die ,freilichtmaler1 echte ,grostdter1 nahmen von den khlsten ,spaniern und ,hollndern1 ,velasquez1 ,goya1 ,hobbema und ,franz ,hals1 die ,musik des ,raumes1 um sie -- mit ,hilfe der englischen ,landschafter und spter der ,japaner1 intellektueller und hochzivilisierter ,kpfe1 -- ins ,empirische und ,naturwissenschaftliche zu bersetzen4 ,das ist eine planmige ,synthese1 die sich vollkommen auf der ,ebene der elementaren ,form hlt und die innere ,gestalt1 die ,form der ,seele aus dem ,spiele lt4 ,constable hat auf die ,schule von ,barbizon ebenso gewirkt wie ,locke auf ,voltaire4 ,um jenes ,wort ,goethes noch einmal zu gebrauchen3 ,rembrandt schaute1 ,manet sah die ,natur an4 ,es ist der ,unterschied von ,naturerlebnis und ,naturwissenschaft1 von ,herz und ,kopf1 von ,glauben und ,wissen4 ,anders in ,deutschland4 ,in ,frankreich war eine groe ,malerei abzuschlieen1 hier war sie nachzuholen4 ,denn der malerische ,stil um #ahfj setzt1 als ,schluakt1 alle ,glieder der ,entwicklung voraus2 sie liegen dem ,technischen zugrunde und wo auch eine ,schule diesen neuen ,stil1 den der grostdtischen ,zivilisation1 pflegen will1 bedarf sie einer geschlossenen inneren ,tradition4 ,hierin beruht die ,schwche und ,strke der letzten deutschen ,malerei4 ,die ,franzosen besaen eine eigne berlieferung vom frhen ,barock bis auf ,chardin und ,corot herab4 ,zwischen ,lorrain und ,corot1 ,rubens und ,delacroix besteht ein lebendiger ,zusammenhang4 ,aber alle groen ,deutschen waren1 als ,knstler1 ,musiker geworden4 ,wenn die deutschen ,maler jetzt nach ,paris gingen1 so taten sie dasselbe wie alle ,komponisten andrer ,lnder1 wenn sie ,bach1 ,haydn1 ,mozart und ,beethoven studierten4 ,sie nahmen von auen1 was ihnen an innerer ,tradition fehlte4 ,aber indem sie1 wie ,manet und die ,maler seines ,kreises1 auch die alten ,meister von #afgj studierten und kopierten1 empfingen sie ganz neue1 ganz andre ,wirkungen1 whrend die ,franzosen nur ,erinnerungen an etwas fhlten1 das lngst in ihre ,kunst eingegangen war4 ,und so ist die deutsche bildende ,kunst auerhalb der ,musik -- seit #ahjj -- eine versptete ,erscheinung1 hastig1 ngstlich1 verworren1 um ,mittel und ,ziel verlegen4 ,es war keine ,zeit zu verlieren4 ,was die deutsche ,musik und die franzsische ,malerei in ,jahrhunderten geworden waren1 sollte durch eine oder zwei ,malergenerationen eingeholt werden4 ,die erlschende ,kunst drngte nach der letzten1 weltstdtischen ,fassung1 die ein traumhaftes ,durchfliegen der ganzen ,vergangenheit notwendig machte4 ,so erscheinen hier wunderlich faustische ,naturen1 wie ,mares und ,bcklin1 von einer ,ungewiheit in allem ,formalen1 die in unsrer ,musik mit ihrer sicheren ,tradition -- man denke an ,bruckner -- ganz unmglich war4 ,die programmatisch klare und innerlich um so rmere ,kunst der groen franzsischen ,impressionisten -- ,manet1 ,monet1 ,degas1 ,pissarro1 ,renoir -- kennt diese ,tragik ebensowenig4 ,das gleiche gilt von der deutschen ,literatur1 die zur ,goethezeit in jedem groen ,werk etwas begrnden wollte und etwas abschlieen mute4 ,wie die ,maler nach ,paris gingen1 so die ,dichter nach dem ,london der elisabethanischen ,zeit4 ,wie ,kleist ,shakespeare und ,stendhal zugleich in sich fhlte und mit verzweifeltem ,bemhen1 in ewigem ,ungengen ndernd und zerstrend zweihundert ,jahre psychologischer ,kunst zur ,einheit schmieden wollte1 wie ,hebbel die ,problematik von ,hamlet bis ,rosmersholm in einen dramatischen ,typus prete1 so haben ,menzel1 ,leibl1 ,mares die alten und neuen ,vorbilder3 ,rembrandt1 ,lorrain1 van ,goyen1 ,watteau1 ,delacroix1 ,courbet und ,manet in eine einzige ,form zu drngen versucht4 ,whrend die kleinen frhen ,interieurs von ,menzel die besten ,tatsachen des ,manetkreises vorwegnehmen und ,leibl manches ausfhrt1 woran ,courbet scheiterte1 ist andrerseits in ihren ,bildern das metaphysische ,braun und ,grn der alten ,meister noch der volle ,ausdruck eines inneren ,erlebnisses4 ,menzel hat wirklich ein ,stck preuisches ,rokoko1 ,mares etwas von ,rubens1 ,leibl in seinem ,bild der ,frau ,gedon etwas von ,rembrandts ,portrtkunst nacherlebt und wiedergeweckt4 ,das ,atelierbraun des #ag4 ,jahrhunderts hatte eine ,kunst von hchstem faustischem ,gehalt zur ,seite gehabt1 die ,radierung4 ,rembrandt ist in beidem der erste ,meister aller ,zeiten gewesen4 ,auch die ,radierung hat etwas ,protestantisches und sie liegt den sdlicheren1 katholischen ,malern der grnblauen ,atmosphre und der ,gobelins nicht4 ,leibl war1 wie der letzte ,braunmaler1 so auch der letzte groe ,radierer1 dessen ,bltter von jener rembrandthaften ,unendlichkeit sind1 die den ,betrachter immer wieder neue ,geheimnisse entdecken lt4 ,mares endlich besa die mchtige ,intuition des groen ,barockstils1 die ,guricault und ,daumier noch eben in eine geschlossene ,form bannen konnten1 die sich aber in seinem ,falle1 eben ohne die ,strke der westlichen ,tradition1 nicht in die ,welt der malerischen ,erscheinung zwingen lie4 #ai ,im ,tristan stirbt die letzte der faustischen ,knste4 ,dies ,werk ist der riesenhafte ,schlustein der abendlndischen ,musik4 ,die ,malerei hat es nicht zu einem so mchtigen ,finale gebracht4 ,manet und ,leibl1 in deren ,freiheitsstudien die lmalerei alten ,stils noch einmal wie aus dem ,grabe hervorkommt1 wirken klein dagegen4 ,die apollinische ,kunst ging mit der pergamenischen ,plastik zu ,ende4 ,pergamon ist das ,seitenstck von ,bayreuth4 ,in der ,illusionsmalerei der asiatischen und sikyonischen ,schule erscheint daneben ebenfalls eine malerische ,episode1 die der von ,barbizon und dem ,kreise ,manets durchaus entspricht4 ,die strenge ,vierfarbentechnik ,polygnots mit ihrer ,vermeidung von ,licht und ,schatten wurde damals aus demselben metaphysischen ,grunde aufgelst wie jetzt das ,braun der niederlndischen ,malerei4 ,es gibt von ,eupompos ,aussprche1 die auch in ,paris mglich gewesen wren4 ,dieselben ,skandale1 welche das #ai4 ,jahrhundert im ,leben ,manets1 ,czannes und manches andern verzeichnet1 wurden auch von diesen revolutionren ,malern in ,athen erregt4 ,plato hat sie streng getadelt4 ,die pergamenische ,kunst entspricht der ,musik von ,berlioz1 ,liszt und ,wagner4 ,der berhmte ,altar von ,pergamon selbst ist ein spteres und vielleicht nicht das bedeutendste ,werk der ,gattung4 ,man mu 7etwa #ccj-bbj7 eine lange1 verschollene ,entwicklung voraussetzen4 ,aber alles1 was ,nietzsche gegen ,wagner und ,bayreuth1 den ,ring und den ,parsifal vorbrachte1 lt sich1 unter ,gebrauch ganz derselben ,ausdrcke wie ,decadence und ,schauspielerei1 auf diese ,plastik anwenden1 von der uns im ,gigantenfries des groen ,altars -- auch einem ,ring8 -- ein ,meisterwerk erhalten ist4 ,dieselbe ,theatralik1 dieselbe ,anlehnung an alte1 mythische1 nicht mehr geglaubte ,motive1 dieselbe rcksichtslose ,massenwirkung auf die ,nerven1 aber auch dieselbe sehr bewute ,wucht1 ,gre1 ,erhabenheit1 die dennoch einen ,mangel an innerer ,kraft nicht ganz zu verbergen wei4 ,das ltere ,vorbild des ,laokoon stammte sicherlich aus diesem ,kreise4 ,man knnte sich einen ,philosophen1 aus der ,nhe ,epikurs1 denken1 der in attischen ,aphorismen gegen diese ,kunst im ,namen der alten1 echten ,plastik ,polyklets loszog4 ,hier stand ,nietzsche ganz nahe vor der ,lsung des ,problems1 das seine eigentliche ,bestimmung zu sein schien1 des ,problems der ,zivilisation4 ,der ,fall ,wagner8 war auch der ,fall der damaligen antiken ,plastik1 der einer jeden ,kunst1 welche die vollendete ,kultur reprsentiert und mit dem bergang zur ,zivilisation stirbt4 ,er gebrauchte das ,wort ,decadence4 ,dasselbe1 nur umfassender1 nur von dem heute vorliegenden ,fall zu einem allgemein historischen ,typus von ,epoche erweitert und aus der ,vogelperspektive einer ,philosophie des ,werdens betrachtet1 bedeutet in diesem ,buche das ,wort ,untergang des ,abendlandes4 ,was die sinkende ,gestaltungskraft kennzeichnet1 ist das ,form- und ,malose1 dessen der ,knstler bedarf1 um noch etwas ,rundes und ,ganzes hervorzubringen4 ,malos1 berschwellend1 subjektiv1 das heit hier die ,kultur1 die strenge ,konvention von ,jahrhunderten zerbrechend4 ,es war die berpersnliche ,regel1 die absolute ,mathematik der ,form1 das ,schicksal einer ,form1 hier wie dort1 was man nicht mehr ertrug4 ,lysipp steht darin hinter ,polyklet und die ,schpfer der ,galliergruppen hinter ,lysipp zurck4 ,das entspricht dem ,wege von ,bach ber ,beethoven zu ,wagner4 ,die frhen ,knstler fhlen sich als ,meister der groen ,form1 die spten als deren ,sklaven4 ,was ,praxiteles und ,haydn innerhalb der strengsten ,konvention in vollkommener ,freiheit und ,heiterkeit zu sagen vermochten1 brachten ,lysipp und ,beethoven nur unter ,vergewaltigungen zustande4 ,das ,zeichen aller lebendigen ,kunst1 die reine ,harmonie zwischen ,wollen1 ,mssen und ,knnen1 das ,selbstverstndliche des ,ziels1 das ,unbewute in der ,verwirklichung1 die ,einheit von ,kunst und ,kultur1 alles das ist vorber4 ,noch ,corot und ,tiepolo1 noch ,mozart und ,cimarosa konnten1 was sie wollten1 was sie wollen muten4 ,freiheit und ,notwendigkeit waren identisch4 ,in der ,zeit ,rembrandts und ,bachs ist das uns allzubekannte ,phnomen3 an seiner ,aufgabe zu scheitern81 gar nicht denkbar4 ,das ,schicksal der ,form lag in der ,rasse1 in der ,epoche1 nicht in privaten ,tendenzen des ,einzelnen4 ,in der ,sphre einer groen ,tradition gelingt selbst dem kleinen ,knstler das ,vollkommene1 weil die lebendige ,kunst ihn und die ,aufgabe zusammenfhrt4 ,heute mssen diese ,knstler wollen1 was sie nicht mehr knnen1 und dort mit dem ,kunstverstand arbeiten1 rechnen1 kombinieren1 wo der ,instinkt erloschen ist4 ,das haben sie alle erlebt4 ,mares ist mit keinem seiner groen ,plne fertig geworden4 ,leibl wagte es nicht1 seine letzten ,bilder aus der ,hand zu geben1 bis sie unter der endlosen berarbeitung kalt und hart geworden waren4 ,czanne und ,renoir lieen vieles vom ,besten unvollendet1 weil sie bei aller ,kraft und ,mhe nicht weiter konnten4 ,manet war erschpft1 als er dreiig ,bilder gemalt hatte1 und trotz der ungeheuren ,mhsal1 die aus jedem ,zuge des ,gemldes und der ,skizzen spricht1 hat er mit seiner ,erschieung des ,kaisers ,maximilian8 kaum erreicht1 was ,goya in dem ,vorbilde1 der ,erschieung des ,grafen ,pio1 mhelos zustande brachte4 ,bach1 ,haydn1 ,mozart und die tausend namenlosen ,musiker des #ah4 ,jahrhunderts konnten in schnell hingeworfenen ,augenblickskompositionen ,vollkommenstes leisten4 ,wagner wute1 da er nur dort die ,hhe erreichte1 wo er seine ganze ,energie zusammennahm und aufs peinlichste die besten ,augenblicke seiner knstlerischen ,begabung ausntzte4 ,zwischen ,wagner und ,manet besteht eine tiefe ,verwandtschaft1 die wenigen fhlbar sein wird1 die aber ein ,kenner alles ,dekadenten wie ,baudelaire schon frh herausfand4 ,aus farbigen ,strichen und ,flecken eine ,welt im ,raume hervorzuzaubern1 das war die letzte1 sublimste ,kunst der ,impressionisten4 ,wagner leistet das mit drei ,takten1 in denen sich eine ganze ,welt von ,seele zusammendrngt4 ,die ,farben der sternhellen ,mitternacht1 der ziehenden ,wolken1 des ,herbstes1 der schaurig-wehmtigen ,morgenfrhe1 berraschende ,blicke auf sonnenbelichtete ,fernen1 die ,weltangst1 das nahe ,verhngnis1 das ,verzagen1 das verzweifelte ,durchbrechen1 die jhe ,hoffnung1 ,momente1 die vorher kein ,musiker fr erreichbar gehalten htte1 malt er in vollkommener ,deutlichkeit mit ein paar ,tnen eines ,motivs4 ,hier ist der uerste ,gegensatz zur griechischen ,plastik erreicht4 ,alles versinkt in krperlose ,unendlichkeit2 selbst eine linienhafte ,melodie ringt sich nicht mehr aus den vagen ,tonmassen los1 die in seltsamem ,wogen einen imaginren ,raum heraufrufen4 ,das ,motiv taucht aus dunkler und furchtbarer ,tiefe auf1 flchtig von einem grellen ,licht berstrahlt2 pltzlich steht es in schrecklicher ,nhe2 es lchelt1 es schmeichelt1 es droht2 bald ist es im ,reiche der ,streichinstrumente verschwunden1 bald nhert es sich wieder aus endlosen ,fernen1 von einer einzelnen ,oboe leise variiert1 mit einer immer neuen ,flle seelischer ,farben4 ,der ,kenner der ,funktionentheorie wird in diesen ,tonrumen etwas ,verwandtes mit seinen ,zahlenmannigfaltigkeiten finden1 in denen ,gruppen transzendenter ,gebilde ,verwandlungen erleiden1 welche die ,invarianz gewisser ,formelemente hervortreten lassen4 ,wagner lst die ,melodie auf wie ,manet und sein ,kreis die ,grenzen der sichtbaren ,gegenstnde oder1 um es von einer andern ,seite1 psychologisch1 zu nehmen1 sie wurden ohne das ,talent dazu geboren1 weil ,zeichnung und ,melodie1 ,reste des ,krperhaften1 von der ,symbolik der ,zeit nicht mehr ertragen wurden4 ,sie arbeiten beide mit ,details1 die fr das ,auge und ,ohr von ,dcadents1 um in ,nietzsches ,sprechweise zu bleiben1 wundervoll sind1 antieuklidisch bis zum uersten1 mit kleinen ,motiven und ,farbenspielen1 deren ,sttigung mit einem ganz subjektiven1 eminent physiognomischen ,gehalt vorher niemand fr mglich gehalten htte2 sie sind beide1 neben ,beethoven und ,delacroix1 brutal1 barbarisch1 und verdienen den ,namen des ,malers und ,musikers nicht1 wenn man von ihnen ein ,gemlde oder eine ,komposition strengen ,stils erwartet4 ,aber worin sie ,meisterschaft besitzen und was fr uns der letzte ,genu und der hchste ,reiz innerhalb dieser ,formenwelten bleibt1 ist das ,charakteristische in ,ton1 ,klang und ,farbe4 ,alles1 was ,nietzsche von ,wagner gesagt hat1 gilt auch von ,manet4 ,man mu nur die ,beziehung verstehen4 ,scheinbar eine ,rckkehr zum ,elementarischen1 zur ,natur gegenber der ,inhaltsmalerei und der absoluten ,musik1 bedeutet ihre ,kunst ein ,nachgeben vor der ,barbarei der groen ,stdte1 der beginnenden ,auflsung1 wie sie sich im ,sinnlichen in einem ,gemisch von ,brutalitt und ,raffinement uert1 einen ,schritt1 der notwendig der letzte sein mute4 ,eine knstliche ,kunst ist keiner organischen ,fortentwicklung fhig4 ,sie bezeichnet das ,ende4 ,daraus folgt -- ein bitteres ,eingestndnis --1 da es mit der abendlndischen bildenden ,kunst unwiderruflich zu ,ende ist4 ,die ,krisis des #ai4 ,jahrhunderts war der ,todeskampf4 ,die faustische ,kunst stirbt1 wie die antike1 die gyptische1 wie jede andere an ,altersschwche1 nachdem sie ihre innern ,mglichkeiten verwirklicht1 nachdem sie im ,lebenslauf ihrer ,kultur ihre ,bestimmung erfllt hat4 ,was heute als ,kunst betrieben wird1 ist ,ohnmacht und ,lge1 die ,musik nach ,wagner so gut wie die ,malerei nach ,manet1 ,czanne1 ,leibl und ,menzel4 ,man suche doch die groen ,persnlichkeiten1 welche die ,behauptung1 da es noch eine ,kunst von schicksalhafter ,notwendigkeit gebe1 rechtfertigen4 ,man suche nach der selbstverstndlichen und notwendigen ,aufgabe1 die auf sie wartet4 ,man gehe durch alle ,ausstellungen1 ,konzerte1 ,theater und man wird nur betriebsame ,macher und lrmende ,narren finden1 die sich darin gefallen1 etwas -- innerlich lngst als berflssig ,empfundenes -- fr den ,markt herzurichten4 ,auf was fr einem ,niveau steht heute alles1 was ,kunst und ,knstler heit6 ,in der ,generalversammlung irgendeiner ,aktiengesellschaft oder unter den ,ingenieuren der erstbesten ,maschinenfabrik wird man mehr ,intelligenz1 ,geschmack1 ,charakter und ,knnen bemerken als in der gesamten ,malerei und ,musik des gegenwrtigen ,europa4 ,es hat immer auf einen groen ,knstler hundert berflssige gegeben1 die ,kunst machten4 ,aber solange es eine groe ,konvention und also eine echte ,kunst gab1 machten auch sie etwas ,tchtiges4 ,man konnte diesen ,hundert ihre ,existenz verzeihen1 weil sie schlielich1 im ,ganzen der ,tradition1 der ,boden waren1 der den einen trug4 ,aber heute sind nur diese -- ,zehntausend am ,werke1 um zu leben8 -- wovon man die ,notwendigkeit nicht einsieht -- und so viel ist gewi3 man knnte heute alle ,kunstanstalten schlieen1 ohne da die ,kunst davon irgendwie berhrt wrde4 ,wir drfen uns nur in das ,alexandria des ,jahres #bjj -- als die ,rmer nach ,mazedonien kamen -- versetzen1 um den ,kunstlrm kennen zu lernen1 mit dem eine weltstdtische ,zivilisation sich ber den ,tod ihrer ,kunst zu tuschen versteht4 ,dort1 wie heute in den ,weltstdten ,westeuropas1 eine ,jagd nach den ,illusionen der knstlerischen ,fortentwicklung1 der persnlichen ,eigenart1 des neuen ,stils81 der ungeahnten ,mglichkeiten81 ein theoretisches ,geschwtz1 eine anspruchsvolle ,haltung tonangebender ,knstler wie die von ,akrobaten1 die mit ,zentnergewichten von ,pappe hantieren 7hodlern871 der ,literat statt des ,dichters1 die ,malerei als ,kunstgewerbe4 ,auch ,alexandria hatte seine ,problemdramatiker1 die man ,sophokles vorzog1 und seine ,maler1 die neue ,richtungen erfanden und ihr ,publikum verblfften4 ,was besitzen wir heute unter dem ,namen ,kunst88 ,eine erlogene ,musik voll von knstlichem ,lrm massenhafter ,instrumente1 eine erlogene ,malerei voller idiotischer1 exotischer und ,plakateffekte1 eine erlogene ,architektur1 die auf dem ,formenschatz vergangener ,jahrtausende alle zehn ,jahre einen neuen ,stil begrndet81 in dessen ,zeichen jeder tut1 was er will1 eine erlogene ,plastik1 die ,assyrien1 gypten und ,mexiko bestiehlt4 ,und trotzdem kommt dies allein1 der ,geschmack von ,weltleuten1 als ,ausdruck und ,zeichen der ,zeit in ,betracht4 ,alles brige1 das demgegenber an den alten ,idealen festhlt81 ist eine bloe ,angelegenheit von ,provinzialen4 ,die antike und gyptische ,zivilisation knnen uns ber die letzten ,phasen unterrichten4 ,die chronologischen ,stufen sind folgende3 ,abendland ,antike gypten ,i4 ,stadium der ,zivilisation4 #ahjj-bjjj #cej-aej #aghj-aehj ,europ4 ,zivilisation8 ,hellenismus ,hyksoszeit ,,ii4 ,stadium4 #aej v4-#ajj n4 ,chr4 #aehj-acej ,von den ,gracchen bis ,nerva #ah4 ,dynastie 7,csar7 7,thutmosis ,,iii47 ,,iii4 ,stadium4 #ajj-cjj #acej-abje ,von ,trajan bis ,konstantin #ai4 ,dynastie 7,trajan1 ,hadrian7 7,sethos ,i41 ,ramses ,,ii47 ,das berpersnliche ,formgefhl1 das ,gefhl fr den religisen ,sinn der absoluten ,form ist lngst zu ,ende4 ,der heimliche ,alexandrinismus der gesamten ,kunst des #ai4 ,jahrhunderts unterliegt keinem ,zweifel4 ,statt der lebendigen ,kunst wird ihre ,mumie1 ihre ,hinterlassenschaft an fertigen ,formen verwertet1 gemengt1 vollkommen anorganisch kombiniert4 ,jede ,modernitt hlt ,abwechslung fr ,entwicklung4 ,die ,wiederbelebungen und ,verschmelzungen alter ,stile treten an die ,stelle wirklichen ,werdens4 ,auch ,alexandria hatte seine prraffaelitischen ,hanswurste mit ,vasen1 ,sthlen1 ,bildern und ,theorien1 seine ,symbolisten1 ,naturalisten und ,expressionisten4 ,in ,rom gibt man sich bald grkoasiatisch1 bald grkogyptisch1 bald archaisch1 bald -- nach ,praxiteles -- neuattisch4 ,das ,relief der #ai4 ,dynastie1 der gyptischen ,modernitt1 das massenhaft1 sinnlos1 anorganisch ,wnde1 ,statue1 ,sulen berzieht1 wirkt wie eine ,parodie auf die tiefe ,kunst des ,alten ,reiches4 ,man mu fr diese ,modernitt in ,luxor und ,karnak nur ,augen haben4 ,der ptolemische ,horustempel in ,edfu endlich ist in der ,leerheit willkrlich gehufter ,formen nicht mehr zu berbieten4 ,das ist der prahlerische und aufdringliche ,stil#ia unsrer ,straen1 monumentalen ,pltze und ,ausstellungen1 obwohl wir uns erst am ,anfang dieser ,entwicklung befinden4 ,das ,massenhafte mu die ,tiefe1 die riesenhaften ,dimensionen die ,innerlichkeit der ,form ersetzen4 ,darin entspricht der ,tempel ,sethos ,i4 in ,abydos durchaus dem ,forum ,trajans4 ,die ,ruinen von ,luxor und ,karnak1 wo vor allem ,ramses ,,ii4 baute1 bedeuten fr das ,ende des gyptischen ,formgefhls1 das ,ende der gyptischen ,seele genau das1 was die ,trmmer des ,palatin und der ,kaiserfora1 das ,kolosseum nicht zu vergessen1 fr das vollkommene ,erlschen der antiken ,seele4 ,welche ,roheit im ,detail6 ,welche ,verschwendung von unverstandenen ,motiven6 ,was fr ,kapitle6 ,was fr sinnlose ,verschmelzungen strenger alter1 bedeutungsschwerer ,ornamente1 welche die ,seele lngst vergangener ,zeiten symbolisieren und hier plump1 negerhaft1 vornehm81 geschmackvoll8 dekorativen ,absichten geopfert werden6 ,endlich erlischt selbst die ,kraft1 etwas anderes auch nur zu wollen4 ,schon der groe ,ramses eignete sich ,bauten seiner ,vorgnger an1 indem er in ,inschriften und ,reliefszenen die ,namen ausmeieln und durch den eigenen ersetzen lie4 ,es ist dasselbe ,eingestndnis knstlerischer ,ohnmacht1 das ,konstantin veranlate1 seinen ,triumphbogen in ,rom mit ,skulpturen zu schmcken1 die von andern ,bauwerken abgenommen waren4 ,viel frher1 seit #aej v4 ,chr41 beginnt im ,bereich der antiken ,kunst die ,technik der ,kopien nach hellenischen ,meisterwerken1 nicht1 weil man diese noch irgend verstanden htte1 sondern weil man nicht einmal mehr unbedeutende ,originale selbstndig hervorzubringen verstand4 ,denn man bemerke wohl3 diese ,kopisten waren die ,knstler der ,zeit4 ,ihre ,arbeiten bezeichnen das ,maximum der damals vorhandenen ,gestaltungskraft4 ,in diesen ,nachahmungen erschpft sich die ,ausdrucksfhigkeit sptrmischer ,zeiten4 ,smtliche rmischen ,bildnisstatuen1 ob mnnlich oder weiblich1 gehen nicht auf die ,natur1 sondern auf eine ganz kleine ,zahl hellenischer ,werke zurck1 die fr den ,torso mehr oder weniger frei kopiert werden1 whrend der ,kopf eine virtuose1 nichts weniger als tiefe ,behandlung in naturalistischem1 beinahe photographischem ,sinne erfhrt4 ,man gestattete sich1 je nach der augenblicklichen ,stilrichtung ,haartracht1 ,kleidung und ,stellung des ,vorbildes zu ndern -- soweit ging das schpferische ,genie84 ,die berhmte ,panzerstatue des ,augustus z4 ,b4 ist nach dem ,doryphoros des ,polyklet gearbeitet1 whrend ihre ,geste schon auf einer in ,arkadien gefundenen ,ehrensule des ,polybius vorhanden ist4 ,so etwa verhlt sich -- um die ersten ,vorzeichen des entsprechenden ,stadiums im ,abendlande zu nennen -- ,lenbach zu ,rembrandt und ,makart zu ,rubens4 #aejj ,jahre lang1 von ,ahmose ,i4 bis auf ,kleopatra herab1 hat der tote gyptizismus in derselben ,weise ,bildwerke auf ,bildwerke gehuft4 ,es war1 wie wir heute endlich begreifen lernen1 ein am ,oberflchlichsten haftendes ,nachahmen des ,alten4 ,an ,stelle des ,stils war der wechselnde ,modegeschmack fr die ,wiederbelebung bald dieser1 bald jener alten ,stilphase getreten4 ,die erdrckende ,masse des so ,entstandenen1 das man bisher vom ,echten und ,alten nicht zu unterscheiden wute1 ist die ,ursache der monotonen ,gesamtwirkung der gyptischen ,kunst4 ,in beiden ,fllen1 die sich noch durch die ,beispiele der indischen und chinesischen ,kunst erweitern lieen1 haben wir ein ,bild der eigenen ,zukunft1 der wir unweigerlich entgegengehen4 ,funoten3 ,footnote #ha3 ,man braucht da nur griechische ,knstler neben ,rubens und ,rabelais zu stellen4 ,footnote #hb3 ,von dem eine seiner ,geliebten klagte1 qu'il puait comme une charogne4 brigens haben gerade ,musiker immer im ,rufe der ,unreinlichkeit gestanden4 ,footnote #hc3 ,der ,apollo mit der ,kithara in ,mnchen wurde von ,winckelmann und seiner ,zeit als ,muse bewundert und gepriesen4 ,ein ,athenakopf nach ,phidias in ,bologna galt noch vor kurzem als der eines ,feldherrn4 ,in einer physiognomischen ,kunst wie der des ,barocks wren solche ,irrungen vllig unmglich4 ,footnote #hd3 ,und umgekehrt empfindet der hhere ,mensch des ,abendlandes eine gemalte ,begattungsszene wie bei ,correggio als flach und wrdelos4 ,footnote #he3 ,nichts kann das ,absterben der abendlndischen ,kunst seit der ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts deutlicher kennzeichnen als die alberne1 massenhafte ,aktmalerei2 der tiefere ,sinn des ,aktstudiums und der ,bedeutung des ,motivs ist vollkommen verloren gegangen4 ,footnote #hf3 ,rubens und unter den ,neueren vor allem ,bcklin und ,feuerbach verlieren1 ,goya1 ,daumier1 in ,deutschland vor allem ,oldach1 ,wasmann1 ,rayski und viele andre fast vergessene ,knstler aus dem ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts gewinnen dabei4 ,mares tritt in die ,reihe der allergrten4 ,footnote #hg3 ,es ist dieselbe edle ,einfalt und stille ,gre81 um mit deutschen ,klassizisten zu reden1 welche auch die romanischen ,bauten von ,hildesheim1 ,gernrode1 ,paulinzella1 ,hersfeld so antikisch wirken lt4 ,gerade die ,klosterruine von ,paulinzella besitzt viel von dem1 was ,brunellesco in seinen ,palasthfen erst erreichen wollte4 ,aber das schpferische ,grundgefhl1 das diese ,bauten herausbildete1 haben wir erst in unsre ,vorstellung von antikem ,sein bertragen und nicht etwa von dort erhalten4 ,ein unendlicher ,friede1 eine ,weite des ,gefhls der ,ruhe in ,gott1 wie sie alles ,florentinische auszeichnet1 soweit es nicht den gotischen ,trotz ,verrocchios hervorkehrt1 ist in keiner ,weise mit der ,athens verwandt4 ,footnote #hh3 ,man hat nie darauf geachtet1 wie trivial das ,verhltnis der wenigen ,bildhauer nach ihm zum ,marmor blieb4 ,man fhlt es erst1 wenn man das tiefinnerliche ,verhltnis groer ,musiker zu ihren ,lieblingsinstrumenten damit vergleicht4 ,ich erinnere an die ,geschichte von ,tartinis ,geige1 die beim ,tode des ,meisters zerspringt4 ,es gibt hundert hnliche4 ,sie sind das faustische ,gegenstck zum ,pygmalionmythus4 ,es sei auch auf ,hoffmanns geniale ,gestalt des ,kapellmeisters ,kreisler aufmerksam gemacht1 die ebenbrtig neben ,faust1 ,werther und ,don ,juan steht4 ,um ihren symbolischen ,rang und ihre innere ,notwendigkeit zu fhlen1 vergleiche man sie mit den theatralischen ,malergestalten der gleichzeitigen ,romantiker1 die zur ,idee der ,malerei in keinerlei ,beziehung stehen4 ,ein ,maler kann gar nicht1 und das spricht das ,urteil ber die ,knstlerromane des #ai4 ,jahrhunderts1 das ,schicksal der faustischen ,kunst reprsentieren4 ,footnote #hi3 ,in ,renaissancewerken wirkt das ,allzufertige oft genug peinlich4 ,wir fhlen da einen ,mangel an ,unendlichkeit84 ,es gibt in ihnen keine ,geheimnisse und ,entdeckungen4 ,footnote #ij3 ,es ist deshalb ganz unmglich1 vom ,freilichtprinzip aus zu einer echt religisen ,malerei zu kommen4 ,das in dieser ,malerei liegende ,weltgefhl ist bis zu dem ,grade irreligis und nur fr eine ,vernunftreligion8 gltig1 da jeder der zahlreichen1 ehrlich gemeinten ,versuche hohl und unwahr wirkt 7,uhde1 ,puvis de ,chavannes74 ,ein einziges ,freilichtbild verweltlicht8 sofort das ,innere einer ,kirche4 ,footnote #ia3 ,eine besonders aufdringliche ,art ist das ,prunken mit ,schlichtheit im neuesten deutschen ,stil4 ,f,,nftes ,,kapitel ,,seelenbild ,,und ,,lebensgef,,hl ,i ,,zur ,,form ,,der ,,seele #a ,jeder ,philosoph von ,beruf ist gezwungen1 ohne ernstliche ,nachprfung an das ,dasein eines ,objekts zu glauben1 das sich in seinem ,sinne verstandesmig behandeln lt4 ,denn seine ganze geistige ,existenz hngt von dieser ,mglichkeit ab4 ,es gibt deshalb fr jeden noch so skeptischen ,logiker und ,psychologen einen ,punkt1 wo die ,kritik schweigt und der ,glaube beginnt1 wo selbst der strengste ,analytiker aufhrt1 seine ,methode -- gegen sich selbst nmlich und auf die ,frage der ,lsbarkeit1 selbst des ,vorhandenseins seiner ,aufgabe -- anzuwenden4 ,den ,satz3 ,es ist mglich1 durch das ,denken die ,formen des ,denkens festzustellen1 hat ,kant nicht bezweifelt1 so zweifelhaft er dem ,nichtphilosophen erscheinen mag4 ,den ,satz3 ,es gibt eine ,seele1 deren ,struktur wissenschaftlich zerlegbar ist2 was ich durch kritische ,beobachtung meiner bewuten ,daseinsakte in ,gestalt von psychischen ,elementen1 ,funktionen1 ,komplexen isoliere1 das ist meine ,seele -- hat noch kein ,psychologe bezweifelt4 ,gleichwohl htten die strksten ,zweifel sich hier einstellen sollen4 ,ist eine abstrakte ,wissenschaft vom ,seelischen berhaupt mglich8 ,ist1 was man auf diesem ,wege findet1 identisch mit dem1 was man sucht8 ,warum ist alle ,psychologie1 nicht als ,menschenkenntnis und ,lebenserfahrung1 sondern als ,wissenschaft genommen1 von jeher die flachste und wertloseste der philosophischen ,disziplinen geblieben1 in ihrer jmmerlichen ,leerheit ausschlielich der ,jagdgrund mittelmiger ,kpfe und unfruchtbarer ,systematiker8 ,der ,grund ist leicht zu finden4 ,die empirische ,psychologie hat das ,unglck1 nicht einmal ein ,objekt im ,sinne wissenschaftlicher ,technik zu besitzen4 ,ihr ,suchen und berwinden von ,problemen ist ein ,kampf mit ,schatten und ,gespenstern4 ,was ist das -- ,seele8 ,knnte der bloe ,verstand eine ,antwort geben1 so wre die ,wissenschaft bereits berflssig4 ,keiner der tausend ,psychologen unsrer ,tage hat eine wirkliche ,analyse oder ,definition der ,phnomene des ,willens1 der ,reue1 der ,angst1 der ,eifersucht1 der ,laune1 der knstlerischen ,intuition geben knnen4 ,natrlich nicht1 denn man definiert nur optisch-rumliche ,einheiten und man unterscheidet nur ,begriffe4 ,alle ,feinheiten des geistigen ,spiels mit begrifflichen ,distinktionen1 alle vermeintlichen ,beobachtungen vom ,zusammenhang sinnlich-krperlicher ,befunde mit innern ,vorgngen8 berhren aber nichts von dem1 was hier in ,frage steht4 ,wille -- das ist gar kein ,begriff1 sondern ein ,name1 ein ,urwort wie ,gott1 ein ,zeichen fr etwas1 dessen wir innerlich unmittelbar gewi sind1 ohne es jemals beschreiben zu knnen4 ,wir sind uns doch darber klar -- oder sollten es sein --1 da ,seele mit ,raum1 ,gegenstand1 ,distanz1 ,zahl1 ,grenze1 ,kausalitt und also auch mit ,begriff und ,system nichts zu tun hat4 ,dasjenige1 was hier gemeint ist1 bleibt dem taghellen ,geiste1 dem ,verstande1 der empirischen ,tatsachenforschung fr immer unzugnglich4 ,nicht umsonst warnt jede ,sprache mit ihren tausendfach sich verwirrenden ,bezeichnungen davor1 ,seelisches theoretisch zergliedern1 es systematisch ordnen zu wollen4 ,hier ist nichts zu ordnen4 ,logische ,methoden sind ,raumdinge4 ,wirklichkeiten sind nicht mehr ,mglichkeiten4 ,eher liee sich ein ,thema von ,beethoven mit ,seziermesser oder ,sure zerlegen1 als die ,seele durch die ,mittel des abstrakten ,denkens4 ,von der ,seele kann nicht einmal sie selbst etwas wissen84 ,alles was sie wei1 ist eben1 da sie in diesem ,sinne niemals etwas wissen wird4 ,naturerkenntnis und ,menschenkenntnis haben in ,ziel1 ,weg und ,methode nichts gemeinsam4 ,rembrandt kann denen1 die ihm innerlich verwandt sind1 durch ein ,selbstbildnis oder eine ,landschaft etwas von seiner ,seele mitteilen und ,goethe gab es ein ,gott zu sagen1 was er leide4 ,man kann von gewissen ,seelenregungen1 die vllig unbeschreiblich sind1 andern ein ,gefhl durch einen ,blick1 ein paar ,takte einer ,melodie1 eine kaum merkliche ,bewegung vermitteln4 ,das ist die wahre ,sprache von ,seelen1 die ,fernstehenden unverstndlich bleibt4 ,das ,wort als ,laut1 als poetisches ,element1 kann hier die ,beziehung herstellen1 das ,wort als ,begriff1 als ,element wissenschaftlicher ,prosa nie4 ,das ,wort ,seele gibt dem hheren ,menschen ein ,gefhl seines innern ,daseins1 abgetrennt von allem ,wirklichen und ,gewordnen1 ein sehr bestimmtes ,gefhl von den geheimsten und eigensten ,mglichkeiten seines ,lebens1 seines ,schicksals1 seiner ,geschichte4 ,es ist in den ,sprachen aller ,kulturen von frh an ein ,zeichen1 in dem zusammengefat wird1 was nicht ,welt ist4 ,verstandesmig aufgefat1 im alltglich-rationalen ,sprachgebrauch1 gehrt ,seele8 zu den ,gegenbegriffen4 ,der ,sinn dieses ,wortes ergab sich an einer frheren ,stelle4 ,es war gezeigt worden1 wie die ,zeit8 aus dem ,gefhl der ,richtung des ewig bewegten ,lebens1 aus der innern ,gewiheit eines ,schicksals heraus vom reifen ,geiste des ,kulturmenschen als ,gegenbegriff konzipiert wurde1 zum ,raume nmlich1 als theoretisches ,negativ zu einer positiven ,gre1 als ,inkarnation dessen1 was nicht ,ausdehnung ist1 und da smtliche ,eigenschaften8 der ,zeit1 durch deren abstrakte ,analyse die ,philosophen das ,zeitproblem lsen zu knnen glauben1 als ,umkehrung der ,eigenschaften des ,baumes im ,geiste allmhlich fixiert und geordnet worden sind4 ,genau auf demselben ,wege ist der ,seelenbegriff -- der mit dem ,seelenbewutsein des ,kindes1 des ,urmenschen1 des naiven ,menschen noch in spten ,zustnden nichts zu tun hat -- als ,umkehrung und ,negativ des ,weltbegriffs unter ,zuhilfenahme der rumlichen ,polaritt auen -- innen8 und durch entsprechende ,umdeutung der ,attribute herauskristallisiert4 ,der spte1 stdtische ,trieb1 abstrakt zu denken1 alles ohne ,ausnahme in die ,sphre der ,natur8 des ,ausgedehnten1 des ,begriffs also zu ziehen1 zwingt zu fortgesetztem ,nachdenken auch ber das ,seelische1 das ,nicht-,ausgedehnte1 das ,nicht-,welthafte -- und in jedem ,moment dieses ,nachdenkens taucht vor dem ,geiste des ,kulturmenschen ein ,phantom1 ein imaginres ,raumgebilde auf im ,stile seiner ,auenwelt1 eine therische ,vision1 ber deren ,charakter als einer ,fata ,morgana er sich tuscht4 ,er glaubt in ihr die ,struktur der ,seele unmittelbar beobachten zu knnen4 ,die ,worte1 welche stets gewhlt werden1 um derlei ,erkenntnisse8 mitzuteilen1 verraten alles4 ,da ist von ,funktionen1 ,gefhlskomplexen1 ,triebfedern1 ,prozessen1 ,bewutseinsschwellen1 von ,verlauf1 ,breite1 ,intensitt1 ,parallelismus die ,rede4 ,aber all diese ,worte stammen aus der ,vorstellungsweise der ,naturwissenschaft4 ,das ,objekt der ,psychologie1 mit dem sie die ,seele in ,hnden zu haben glaubt1 ist in der ,tat ein ,stck verkappter ,physik4 ,der ,wille bezieht sich auf ,gegenstnde8 -- das ist doch ein ,raumbild4 ,bewutes und ,unbewutes -- da liegt allzu deutlich das ,schema von berirdisch und unterirdisch zugrunde4 ,in den modernen ,theorien des ,willens wird man die ganze ,formensprache der ,dynamik finden4 ,wir reden von ,willensfunktionen und ,denkfunktionen in genau demselben ,sinne wie von der ,funktion einer ,maschine4 ,ein ,gefhl analysieren heit ein raumartiges ,schattenbild an seiner ,stelle mathematisch behandeln1 es abgrenzen1 teilen und messen4 ,jede ,seelenforschung dieses ,stils1 sie mag sich ber ,gehirnanatomie noch so erhaben dnken1 ist voll von mechanischen ,lokalisationen und bedient sich1 ohne es zu wissen1 eines eingebildeten ,koordinatensystems in einem eingebildeten ,seelenraum4 ,der ,psychologe merkt gar nicht1 da er den ,physiker spielt4 ,kein ,wunder1 da sein ,verfahren mit den albernsten ,methoden der experimentellen ,psychologie so verzweifelt gut bereinstimmt4 ,gehirnbahnen und ,assoziationsfasern entsprechen der ,vorstellungsweise nach durchaus dem optischen ,schema3 ,willens-8 oder ,gefhlsverlauf82 sie behandeln beide verwandte1 nmlich rumliche ,phantome4 ,es ist prinzipiell kein groer ,unterschied1 ob ich ein psychisches ,vermgen begrifflich oder eine entsprechende ,region der ,grohirnrinde graphisch abgrenze4 ,die wissenschaftliche ,psychologie hat ein geschlossenes ,system von optischen ,fiktionen herausgearbeitet und bewegt sich mit vollkommener ,selbstverstndlichkeit in ihm4 ,man prfe jede einzelne ,aussage jedes einzelnen ,psychologen und man wird nur ,variationen dieses ,systems im ,stile der jeweiligen ,auenwelt finden4 ,das klare ,denken setzt den ,geist einer ,kultursprache als ,medium voraus1 die1 vom ,seelentum einer ,kultur als ,teil und ,trger ihres ,ausdrucks geschaffen1#ib nun die logische ,sphre bildet1 innerhalb deren die abstrakten ,gedanken1 ,begriffe1 ,schlsse -- ,abbilder von ,kausalitt1 ,zahl1 ,bewegung -- ihr mechanisch bestimmtes ,dasein fhren4 ,das jeweilige ,bild der ,seele ist also ein ,etwas1 das abhngig vom ,geiste der zugehrigen ,sprache ist4 ,die abendlndischen -- faustischen -- ,kultursprachen besitzen smtlich den ,begriff ,wille8 -- eine ,gre1 die brigens auch der ,syntax all dieser ,sprachen im ,gegensatz zu den antiken immanent ist2 sie besitzen ihn1 weil das faustische ,sein dies ,zeichen fordert4 ,mithin erscheint1 von der ,sprache bestimmt1 im wissenschaftlichen ,seelenbilde aller abendlndischen ,psychologien die greifbare ,gestalt des ,willens als eines wohlumgrenzten ,vermgens1 das man in den einzelnen ,schulen wohl verschieden bestimmt1 dessen ,vorhandensein an sich aber keiner ,kritik unterworfen ist4 #b ,ich behaupte also1 da die eigentliche ,psychologie1 weit entfernt das ,wesen der ,seele aufzudecken -- es ist hier hinzuzufgen1 da jeder von uns1 ohne es zu wissen1 ,psychologie dieser ,art treibt1 wenn er sich eigne oder fremde ,seelenregungen vorzustellen8 sucht --1 zu allen ,symbolen1 die den ,makrokosmos des ,kulturmenschen ausmachen1 noch eins hinzufgt4 ,so erklrt sich die merkwrdige ,tatsache1 da nie bemerkt worden ist1 da das ,seelenbild1 wie es dem ,psychologen und berhaupt dem ,menschen1 der ber sein ,inneres nachdenkt1 im buchstblichen ,sinne des ,wortes vorschwebt1 ein wirkliches ,bild1 etwas ,gewordnes und ,ruhendes nmlich ist1 von deutlichem ,raumcharakter -- wie etwa der ,dedekindsche ,zahlenkrper und die gedankliche ,impression mehrdimensionaler ,zahlenmannigfaltigkeiten -- kausaler ,verknpfung nicht fremd und den ,prinzipien der ,begrenzung 7,distinktion1 ,disposition7 unterworfen4 ,wie alles ,vollendete1 nicht sich ,vollendende1 stellt es einen ,mechanismus an ,stelle eines ,organismus dar4 ,man vermit im ,bilde1 was unser ,lebensgefhl erfllt und was doch gerade ,seele8 sein sollte3 das ,schicksalhafte1 die wahllose ,richtung des ,daseins1 das ,mgliche1 welches das ,leben in seinem bewuten ,ablauf verwirklicht4 ,ich glaube nicht1 da in irgend einem psychologischen ,system das ,wort ,schicksal vorkommt oder eine reiche ,lebenserfahrung zu uns redet4 ,assoziationen1 ,apperzeptionen1 ,affekte1 ,triebfedern1 ,denken1 ,fhlen1 ,wollen -- all das sind optische ,gren1 tote ,mechanismen1 deren ,topographie den belanglosen ,inhalt der ,seelenwissenschaft bildet4 ,man wollte das ,leben finden und traf auf eine ,ornamentik4 ,die ,seele blieb1 was sie war1 das was weder gedacht1 noch vorgestellt werden kann1 das ,geheimnis1 das ewig ,werdende1 das reine ,erlebnis4 ,dieser imaginre ,seelenkrper -- das sei hier zum ersten ,male ausgesprochen -- ist niemals etwas andres als das getreue ,spiegelbild der ,gestalt1 in welcher der gereifte ,kulturmensch1 der ja allein ber das ,seelische objektiv nachzudenken vermag1 die uere ,welt auffat4 ,der ,urmensch und das ,kind besitzen1 wie wir sahen1 noch keine ,welt1 sondern nur eine ideell ungeordnete ,masse sinnlicher ,eindrcke1 ein ,chaos1 keinen ,kosmos1 und darum besitzen sie auch noch kein ,bild ihrer oder einer fremden ,seele1 sondern ebenfalls nur eine ,masse undeutlicher und unbegreiflicher ,bildelemente4 ,jede primitive ,mythologie kennt auer einem ,reich dmonischer ,naturmchte1 unter deren ,namen die numina der ,auenwelt in dunklen ,umrissen ergriffen werden1 einen genau entsprechenden ,seelenglauben und ,seelenkult1 der das den ,leib bewohnende numen zu beschwren sucht1 vor allem1 wenn es nach dem ,tode frei geworden ist4 ,im ,griechentum liegt dort der ,ursprung des ,apollinischen1 hier der des ,dionysischen4 ,die ,innenwelt8 ist eine ,funktion der ,auenwelt1 die empirische ,seele ihrer ,gestalt nach das alter ego1 der ,reflex der empirischen ,natur4 ,deshalb allein ist so oft von einem inneren ,sinn1 einem inneren ,auge und ,blick die ,rede1 eine ,analogie1 die viel tiefer geht1 als sie eigentlich soll4 ,vom ,erwachen des ,innenlebens1 jenem geheimnisvoll pltzlichen und entscheidenden ,moment1 der ,kindheit und ,jugend im ,dasein jedes hheren ,menschen trennt1 ist oft gesprochen worden4 ,hier wird endlich der ganze ,sinn dieses ,icherlebnisses offenbar4 ,durch einen mystischen ,akt sondern sich aus dem dumpfen ,bewutsein ,seele und ,welt als klare bildhafte ,pole des ,daseins1 in strengem ,gegensatz und zugleich in vollkommener ,harmonie4 ,das ,tiefenerlebnis verwirklicht1 schafft mit einem ,schlage die ausgedehnte ,welt1 es ordnet mit schicksalhafter ,notwendigkeit die ,masse der ,empfindungen 7,breite7 durch die lebendige ,richtung 7,tiefe74 ,dies ,erlebnis ist identisch mit dem ,bewutwerden der eignen ,seele4 ,ein ,reflex des ,tiefenerlebnisses liegt vor4 ,zur ,welt gehrt die ,spiegelung einer ,gegenwelt4 ,auch die empirische ,seele hat ihren ,raum1 ihre ,tiefe1 ihre ,weite4 ,ein inneres ,auge8 sieht1 ein inneres ,ohr8 hrt4 ,es gibt eine deutliche ,empfindung von einer inneren ,ordnung1 die wie die uere das ,merkmal der ,notwendigkeit trgt -- hier entsteht das ethische ,grundproblem von ,freiheit und ,notwendigkeit4 ,ihm liegt der ,widerspruch zwischen der ,seele zugrunde1 die wir haben1 fhlen1 erleben1 und der1 welcher wir uns verstandesmig bewut sind4 ,erst das ,denken1 die mechanisierende ,erkenntnis weckt hier unlsbare ,zweifel1 und zwar die gleichen1 welche das ,bild der ueren ,historie verwirren4 ,materialistische ,geschichtsauffassung und ethischer ,determinismus beruhen auf dem gleichen ,migriff1 der dem ,intellekt natrlichen ,verwechslung von ,schicksal und ,kausalitt4 ,was wir erkennen1 ist nur das ,seelenbild1 gleichsam eine ,landschaft im reflektierten ,lichte des ,tagesbewutseins4 ,in bedeutenden1 ganz innerlichen ,momenten des ,lebens -- in denen z4 ,b4 alle wahren lyrischen ,gedichte entstehen -- ist es verschwunden und der ,mensch ist sich seiner ,seele und seiner ,freiheit8 unmittelbar bewut4 ,und damit ergibt sich nach allem1 was in diesem ,buche ber die ,erscheinung des hheren ,menschentums schon gesagt worden ist1 eine ungeheure ,erweiterung und ,bereicherung der ,seelenforschung4 ,alles1 was von ,psychologen heute gesagt und geschrieben wird -- es ist nicht mehr von bloer ,wissenschaft1 sondern von ,menschenkenntnis im weitesten ,sinne die ,rede --1 bezieht sich auf das gegenwrtige ,stadium der abendlndischen ,seele1 whrend die bisher selbstverstndliche ,meinung1 diese ,erfahrungen seien fr die menschliche ,seele8 berhaupt gltig1 ohne ,prfung hingenommen worden ist4 ,das ,seelenbild ist immer nur das ,bild einer ganz bestimmten ,seele und kann nie etwas andres1 etwas ,allgemeines sein4 ,der ,forscher mag noch so objektiv vorgehen1 er wird nie aus seinem ,kreise herauskommen2 was er auch erkennen8 mge1 jeder dieser ,erkenntnisakte ist bereits ein ,ausdruck seiner ,seele und sein ganzes ,wissen von ihr ein ,zeugnis seines -- faustischen1 magischen oder apollinischen -- ,daseins4 ,glaubt er antike1 indische1 arabische ,seelenregungen zu erkennen1 nicht an ihren ,wirkungen1 sondern an sich selbst1 so sieht er sie durch das ,medium der eignen1 in ,gestalt der eignen2 er assimiliert sie einem vorhandnen ,bilde und es ist kein ,wunder1 da er dann berall ein und dieselben ,formen zu finden glaubt4 ,in der ,tat gibt es keine allgemein menschliche ,gestalt der ,seele1 so wenig es -- das war frher nachgewiesen worden -- eine einzige1 im ,lauf der ,weltgeschichte sich entwickelnde ,mathematik gibt4 ,wir finden so viele ,mathematiken1 ,logiken1 ,physiken1 als es groe ,kulturen gibt4 ,jede von ihnen1 das heit jedes ,zahlenbild1 ,denkbild1 ,naturbild ist ,ausdruck einer einzelnen ,kultur und dem organischen ,dasein1 der ,gestalt1 ,lebensdauer und ,entfaltung nach von dieser bestimmt4 ,dasselbe gilt vom ,seelenbilde1 dem einzigen ,seelenelement1 wovon wir -- wie von der ,natur -- ,erfahrung haben knnen4 ,es ist eine ,illusion1 anzunehmen1 da eine ,struktur dieses1 ich mchte sagen ,oberflchlich-,seelischen vorhanden sei1 die fr alle ,menschen gilt4 ,jede ,kultur1 jede ,epoche einer ,kultur sogar schuf ihr eignes ,seelenbild1 in dem sie dann allerdings das der ,menschheit zu erblicken glaubte4 ,seine ,zge sind der symbolische ,ausdruck dessen1 was ich die ,idee des ,daseins genannt hatte4 ,der faustische ,mensch mit seinem leidenschaftlichen ,hange zum ,grenzenlosen und ,ewigen befindet sich in einem steten ,widerspruch gegen die sinnlichen ,vordergrnde des ,daseins1 die er zu berwinden sucht1 um den ,sinn seiner ,existenz1 ihre ,bestimmung zu erfllen4 ,im empirischen ,bilde seiner ,seele erscheint deshalb ein ,symbol1 das diese ,seite unsres ,lebensgefhls reprsentiert4 ,wir sprechen vom menschlichen ,willen wie von einem ,wesen1 empfinden ihn als ein an sich selbst existierendes ,etwas und sind berzeugt1 da er in jeder ,menschenseele zu finden sei4 ,die ,griechen fanden ihn aber dort nicht4 ,obwohl gute ,menschenkenner1 lassen sie in ihrer ,psychologie jede ,andeutung davon vermissen4 ,ihr ,lebensgefhl1 ihre ,art zu sein1 forderte andre ,symbole im ,seelenbilde4 ,eine wissenschaftliche ,psychologie1 selbst auf der ,hhe einer ,zivilisation1 tut dasselbe wie der ,urmensch1 nur geistiger1 nur klarer1 nur bedeutsamer4 ,wir sahen1 wie alle frhe ,kunst hinsichtlich ihrer ornamentalen ,formensprache eine ,beschwrung des ,fremden1 der ,dmonen war1 wie sie das ,gewordne tabu8 zu machen sucht1 indem sie es in eine ,gestalt1 ,ausdruck und ,abbild des eignen ,seins1 bannt4 ,auch der ,psycholog -- und hier ahnt man1 weshalb jeder ,kulturmensch das tiefe ,bedrfnis hat1 es zu sein -- beschwrt das ,seelchen82 er macht es tabu wie der primitive ,mensch1 nicht durch elementare1 sondern durch geistige ,formen1 nicht durch ,riten und ,fetische1 sondern durch ,vorstellungen und begriffliche ,distinktionen4 ,das ist seine ,art1 sich gegen das ,unheimliche und ,unergrndliche zu wehren1 das im ,seelischen schlft4 ,alle theoretische ,psychologie ist ein ,namenzauber1 eine ,sublimation desselben ,aktes1 durch den der ,wilde seinen ,feind1 sei es ein ,mensch oder eine ,gottheit1 in seine ,gewalt bringt4 ,das ,seelenbild1 vermeintlich ein untrgliches ,resultat objektiven ,denkens1 ist ein ,stck spter ,mythologie2 es gehrt zu den ,schpfungen1 gegen welche der ,spruch sich richtet3 ,du sollst dir kein ,bildnis noch irgend ein ,gleichnis machen4 ,so ergibt sich eine neue ,stellung und ,richtung der ,seelenforschung4 ,ich komme auf die ,unterscheidung der beiden ,welten zurck1 die dem hheren ,menschen mglich sind3 ,natur und ,geschichte4 ,im ,hinblick auf die morphologische ,betrachtung entspricht ihnen der ,gegensatz von ,systematik und ,physiognomik4 ,die alte1 systematische ,psychologie betrachtete das ,seelenbild wie ein ,stck ,natur1 gesetzlich ein fr allemal fixiert1 zeitlos als das1 was ist1 und sie wurde so zu einer ,art ,topographie1 die rumlich und kausal geordnete ,einzelheiten festzustellen versuchte2 die neue wird es als ein sich bestndig wandelndes historisches ,phnomen betrachten1 und zwar jedes einzelne der bisher erschienenen ,seelenbilder hinsichtlich dessen1 was es bedeutet4 ,physiognomik treiben -- das heit die jeweilige menschliche ,erscheinung als symbolischen ,ausdruck eines inneren ,seins auffassen4 ,zu dieser ,erscheinung gehren aber nicht nur ,gesichtszge1 ,haltung1 ,geste1 ,tracht1 sondern auch die ,idee einer ,zahl1 das ,bild der ,natur und ihm genau entsprechend das ,bild der ,seele1 wie es der ,mensch einer ,kultur mit wahlloser ,notwendigkeit besitzt4 ,nach allem wird man ber die hohe ,bedeutung der einzelnen1 in der ,weltgeschichte auftauchenden ,seelenbilder nicht mehr im ,zweifel sein4 ,der antike -- apollinische1 dem punktfrmigen1 euklidischen ,sein hingegebene -- ,mensch blickte auf seine ,seele wie auf einen zur ,gruppe schner ,teile geordneten ,kosmos4 ,plato nannte sie 1 1 und verglich sie mit ,mensch1 ,tier und ,pflanze1 einmal sogar mit dem sdlichen1 nrdlichen und hellenischen ,menschen4 ,was hier nachgebildet ist1 ist die ,natur1 wie sie sich vor den ,blicken antiker ,menschen entfaltet3 eine wohlgeordnete ,summe greifbarer ,dinge1 denen gegenber der ,raum als das ,nichtseiende empfunden wird4 ,wo findet sich in diesem ,bilde der ,wille88 ,wo die ,vorstellung funktionaler ,zusammenhnge8 ,wo sind die brigen ,schpfungen unserer ,psychologie8 ,glaubt man1 da ,plato und ,aristoteles sich auf die ,analyse schlechter verstanden haben und etwas nicht sahen1 was sich uns geradezu aufdrngt8 ,oder fehlt hier der ,wille1 wie in der antiken ,mathematik der ,raum1 in der ,physik die ,kraft fehlt8 ,dagegen nehme man unter den abendlndischen ,psychologien1 welche man will4 ,man wird immer eine funktionale1 keine stereometrische ,analyse finden2 y f7x73 das ist die ,urgestalt aller ,eindrcke1 die wir von unserm ,innern empfangen4 ,denken1 ,fhlen1 ,wollen -- aus dieser ,dreiheit kommt kein westeuropischer ,psychologe heraus1 so gern er mchte -- sind nicht ,teile eines krperhaften ,ganzen1 sondern transzendente ,beziehungskomplexe1 ,funktionszentren4 ,assoziationen1 ,apperzeptionen1 ,willensvorgnge und wie die ,bildelemente sonst heien mgen1 sind ohne ,ausnahme vom ,typus mathematischer ,funktionen und der ,form nach gnzlich unantik4 ,das faustische und das apollinische ,seelenbild stehen einander schroff gegenber4 ,alle frheren ,gegenstze tauchen wieder auf4 ,man darf die imaginre ,einheit1 auf welche psychologische berlegungen sich beziehen1 hier als ,seelenkrper1 dort als ,seelenraum bezeichnen4 ,der ,krper besitzt ,teile1 im ,raum verlaufen ,prozesse4 ,der antike ,mensch empfindet seine ,psyche plastisch4 ,so weilt sie im ,hades1 schattenhaft1 aber ein wohl erkennbares ,abbild des ,krpers4 ,so sieht sie auch der ,philosoph4 ,ihre drei schn geordneten ,teile -- 1 1 -- erinnern an die ,gruppe des ,laokoon4 ,wir stehen unter einer musikalischen ,imagination2 die ,sonate des innern ,lebens hat den ,willen als ,hauptthema2 ,denken und ,fhlen sind die ,nebenthemen2 der ,satz unterliegt den strengen ,regeln eines seelischen ,kontrapunkts1 die zu finden ,aufgabe der ,psychologie ist4 ,die einfachsten ,elemente unterscheiden sich wie antike und abendlndische ,zahlen3 dort sind sie ,gren1 hier ,beziehungen4 ,der seelischen ,statik des apollinischen ,daseins -- dem stereometrischen ,ideal der und -- steht die ,seelendynamik des faustischen -- des ttigen ,lebens -- gegenber4 ,deshalb besa der hellenische ,mensch nicht jenes faustische ,gedchtnis1 jenes historische ,grundgefhl1 in dem die gesamte innere ,vergangenheit stets gegenwrtig ist und den ,augenblick in eine werdende ,unendlichkeit taucht4 ,dies ,gedchtnis1 die ,grundlage aller ,selbstbetrachtung1 ,sorge und ,piett gegen die eigne ,geschichte1 entspricht dem ,seelenraum mit seinen unendlichen ,perspektiven4 ,auch dieser innere ,raum ist fr den echten ,hellenen 2 er lebt punktfrmig1 vllig im ,jetzt aufgehend2 seine ,erinnerungen sind eine ,anzahl zufllig behaltener ,daten1 nicht mehr1 vor allem nichts1 was auf die ,gegenwart noch wirken knnte4 ,in keiner griechischen ,tragdie spielt das ,innenleben eine ,rolle1 wie es im ,othello1 im ,knig ,lear1 im ,tasso der ,fall ist4 ,der ,stil der griechischen ,seele ist anekdotisch-mythisch1 der der nordischen genetisch-historisch4 ,das ist der ,unterschied zwischen psychischer ,plastik und ,musik4 ,das apollinische ,seelenbild -- ,platos ,zweigespann mit dem als ,lenker -- verflchtigt sich sofort mit der ,annherung an das magische ,seelentum der arabischen ,kultur4 ,es verblat schon in der spteren ,stoa1 deren ,schulhupter vorwiegend ,semiten waren4 ,in der frheren ,kaiserzeit ist es selbst in der stadtrmischen ,literatur nur als ,reminiszenz anzutreffen4 ,das magische ,seelenbild trgt die ,zge eines strengen ,dualismus zweier rtselhafter ,substanzen1 ,geist und ,seele4 ,zwischen ihnen herrscht weder das antike1 statische1 noch das abendlndische1 funktionale ,verhltnis1 sondern wieder ein vllig anders gestaltetes1 das sich eben nur als magisch bezeichnen lt4 ,man denke im ,gegensatz zur ,physik ,demokrits und zu der ,galileis an die ,alchymie und den ,stein der ,weisen4 ,dies spezifisch morgenlndische ,seelenbild liegt mit innerer ,notwendigkeit allen psychologischen1 vor allem auch theologischen ,betrachtungen zugrunde1 welche die gotische8 ,frhzeit der arabischen ,kultur 7#j-cjj7 erfllen4 ,das ,johannesevangelium zhlt nicht weniger dazu wie die ,schriften der ,gnostiker und ,kirchenvter und die sich ganz religis uernde ,altersstimmung des ,imperium ,romanum1 die das wenige ,lebendige in ihrem ,philosophieren dem jungen ,orient1 ,syrien und ,alexandria1 entnahm4 ,schon der groe ,poseidonios1 trotz der antiken ,auenseite seines ungeheuren ,wissens ein echter ,semit und von frharabischem ,geiste1 empfand im innerlichsten ,gegensatz zum apollinischen ,lebensgefhl diese magische ,struktur der ,seele als die wahre4 ,ein den ,krper belebendes ,prinzip befindet sich in deutlichem ,wertunterschiede gegen ein andres1 das abstrakte1 gttliche 1 das allein die ,anschauung ,gottes gestattet4 ,dieser ,geist8 ist es1 der die hhere ,welt hervorruft1 durch deren ,erzeugung er ber das bloe ,leben1 die vitale ,seele1 die ,natur triumphiert4 ,es ist dies das ,urbild1 das1 bald religis1 bald philosophisch1 bald knstlerisch gefat -- ich erinnere an das ,portrt der konstantinischen ,zeit mit den starr ins ,unendliche blickenden ,augen2 dieser ,blick reprsentiert das --1 allem ,ichgefhl zugrunde liegt4 ,plotin und ,origines haben so empfunden4 ,paulus unterscheidet 7z4 ,b4 #a4 ,kor4 #ae1 #dd7 zwischen und 4 ,der ,gnosis war die ,vorstellung einer doppelten1 leiblichen oder geistigen ,ekstase und die ,einteilung der ,menschen in niedere und hhere1 ,psychiker und ,pneumatiker1 gelufig4 ,plutarch hat die in der sptantiken ,literatur verbreitete ,psychologie1 den ,dualismus von und 1 orientalischen ,vorbildern nachgeschrieben4 ,man setzte ihn alsbald zu dem ,gegensatz von christlich und heidnisch1 ,geist und ,natur in ,beziehung1 aus dem dann das noch heute nicht berwundene ,schema der ,weltgeschichte1 die ,einteilung in ,altertum1 ,mittelalter und die erst von der abendlndischen ,wissenschaft hinzugefgte1 immer wieder hinausgeschobene ,neuzeit damals hervorgegangen ist4 ,seine streng wissenschaftliche ,vollendung erfhrt das magische ,seelenbild in den ,schulen von ,bagdad und ,basra4 ,alfarabi und ,alkindi haben die verwickelten und uns wenig zugnglichen ,probleme dieser magischen ,psychologie eingehend behandelt4 ,ihr ,einflu auf die junge ,seelenlehre 7weniger das ,ichgefhl7 des ,abendlandes darf nicht unterschtzt werden4 ,scholastische und mystische ,psychologie haben von ,bagdad denselben ,einflu empfangen wie die gotische ,kunst4 ,man vergesse nicht1 da das ,arabertum die ,kultur der gestifteten ,offenbarungsreligionen ist4 ,in ihrer ,frhzeit rief sie das ,christentum1 den ,neuplatonismus und den ,manichismus1 drei magische ,systeme1 ins ,leben1 gar nicht zu reden von den vermeintlich sptantiken ,kulten2 in ihrer ,sptzeit den ,islam und1 was gleichfalls bisher kaum bemerkt worden ist1 die religise ,fassung des heutigen ,judentums1 das seine ,verwandtschaft mit maurischem ,geiste nirgends verleugnet4 ,man denke an die ,kabbala und den ,anteil jdischer ,philosophen an der sogenannten ,philosophie des ,mittelalters1 d4 h4 zuerst des spten ,arabertums und dann der frhen ,gotik4 ,ich nenne nur ein merkwrdiges1 vllig unbeachtet gebliebenes ,beispiel3 ,spinoza4 ,aus dem ,ghetto stammend ist er1 neben seinem ,zeitgenossen ,schirazi1 der letzte versptete ,vertreter des magischen und ein ,fremder in der ,formenwelt des faustischen ,weltgefhls4 ,er hat als kluger ,schler der ,barockzeit seinem ,system die ,farbe abendlndischen ,denkens zu geben gewut2 in der ,tiefe steht er vllig unter dem ,aspekt des arabischen ,dualismus zweier ,seelensubstanzen4 ,dies ist der wahre1 innere ,grund1 weshalb ihm der ,kraftbegriff ,galileis und ,descartes' fehlt4 ,dieser ,begriff ist der ,schwerpunkt eines dynamischen ,universums und damit dem magischen ,weltgefhl fremd4 ,zwischen der ,idee vom ,stein der ,weisen -- die in ,spinozas ,idee der ,gottheit als causa sui versteckt liegt -- und der kausalen ,notwendigkeit unsres ,naturbildes gibt es keine ,vermittlung4 ,deshalb ist sein ,willensdeterminismus genau der1 welcher von der ,orthodoxie in ,bagdad verteidigt wurde -- ,kismet8 -- und dort hat man die ,heimat des ,verfahrens more geometrico8 zu suchen1 das in seiner ,ethik innerhalb unsrer ,philosophie ein groteskes ,unikum bildet4 ,noch einmal hat dann die deutsche ,romantik dies magische ,seelenbild flchtig heraufbeschworen4 ,man fand an ,magie und ,astrologie ebenso wie an der ,schwrmerei fr maurische ,kunst und neuplatonische ,visionen ,gefallen1 ohne von diesen entlegenen ,dingen eben viel zu verstehen4 ,schelling und sein ,kreis gefielen sich in unfruchtbaren ,spekulationen in arabisch-jdischem ,stil1 die man mit deutlichem ,behagen als dunkel1 als tief8 empfand1 was sie fr die ,orientalen nicht gewesen waren1 die man wohl zum ,teil selbst nicht begriff und von denen man hoffte1 da sie auch vom ,hrer nicht begriffen werden wrden4 ,bemerkenswert ist an dieser ,episode nur der ,reiz des ,dunklen1 den diese ,gedankenkreise ausbten4 ,man darf den ,schlu wagen1 da die klarsten und zugnglichsten ,fassungen faustischer ,gedanken1 wie man sie etwa bei ,descartes und in den ,prolegomena von ,kant findet1 auf einen arabischen ,metaphysiker denselben ,eindruck des ,nebelhaften und ,abstrusen gemacht haben wrden4 ,was fr uns wahr ist1 ist fr sie falsch und umgekehrt3 das gilt vom ,seelenbilde der einzelnen ,kulturen wie von jedem andern ,resultat wissenschaftlichen ,nachdenkens4 #c ,die ,kultur -- ein ,urphnomen im goetheschen ,sinne -- war als ,verwirklichung des seelisch ,mglichen bezeichnet worden4 ,die junge1 ertagende1 die gotische und dorische ,seele ahnt nur die ,gestalt ihres ,seins2 sie sucht nach ,ausdruck2 sie mchte sich und alles andere begreifen2 sie sehnt sich hinaus zur ,klarheit des spten ,zustandes4 ,die ,auenwelt liegt noch in derselben ,ungewissen ,dmmerung wie die innere4 ,in diesem ,stadium beginnt die ,klrung des ,seelenbildes1 von dem gezeigt worden war1 da es in jedem ,augenblick das ,abbild und ,komplement des ,naturbildes ist4 ,die ,zukunft wird sich an die schwierige ,aufgabe wagen mssen1 in dem krausen ,wust der ,philosophie gotischen ,stiles1 der ,scholastik und ,mystik1 die gleiche ,sonderung der letzten ,elemente vorzunehmen wie in der ,ornamentik der ,kathedralen und in der primitiven damaligen ,malerei1 die zwischen dem flachen ,goldgrund und weitrumigen landschaftlichen ,hintergrnden -- der magischen und der faustischen ,art1 ,gott in der ,natur zu sehen -- noch keine ,entscheidung zu treffen wagt4 ,es vermischen sich im frhen ,seelenbilde1 wie es in dieser ,philosophie zum ,vorschein kommt1 in zaghafter ,unreife die ,zge christlich-arabischer ,metaphysik1 des ,dualismus von ,geist und ,seele1 mit nordischen ,ahnungen von funktionalen ,seelenkrften1 die man sich noch nicht eingesteht4 ,dieser ,zwiespalt liegt dem ,streit um den ,primat des ,willens oder der ,vernunft zugrunde1 dem ,grundproblem der gotischen ,philosophie1 das man bald im alten arabischen1 bald im neuen abendlndischen ,sinne zu lsen sucht4 ,man kann die frhe ,philosophie ,westeuropas1 ihren ,kern1 nur aus diesem groen ,zusammenhange begreifen4 ,es ist dasselbe ,thema1 das in stets sich ndernder ,fassung den ,gang unserer gesamten ,philosophie bestimmt und diese von jeder anderen scharf unterscheidet4 ,schopenhauer1 ihr letzter groer ,systematiker1 hat es auf die ,formel ,die ,welt als ,wille und ,vorstellung8 gebracht und seine ,ethik ist es1 die gegen den ,willen entscheidet4 ,hier tritt der geheimste ,grund und ,sinn alles ,philosophierens innerhalb einer ,kultur unmittelbar zutage4 ,denn es ist die faustische ,seele1 die in vielhundertjhrigem ,mhen ein visionres ,bild von sich zu formen versucht1 ein ,bild1 das zugleich mit dem ,bilde der ,welt einen tiefgefhlten ,einklang aufweist4 ,die gotische ,philosophie mit ihrem ,dilemma von ,vernunft und ,wille ist in der ,tat ein ,ausdruck des ,lebensgefhls jener ,menschen der ,kreuzzge1 der ,staufenzeit und der ,dombauten4 ,man sah die ,seele so1 weil man so war4 ,und als ,schopenhauer den ,gegensatz noch einmal1 in seiner schrfsten1 zivilisierten ,form hinstellte1 bewies er nur1 da sich in dem1 was diese faustische ,seele von jeder andern unterscheidet1 nichts gendert hatte4 ,wollen und ,denken im ,seelenbilde -- das ist ,richtung und ,ausdehnung1 ,historie und ,natur im ,bilde der uern ,welt4 ,da unser ,ursymbol die unendliche ,ausgedehntheit ist1 tritt in diesen ,grundzgen beider ,aspekte zutage4 ,der ,wille knpft die ,zukunft an die ,gegenwart1 das ,denken -- das faustische1 nicht das apollinische -- das ,grenzenlose an das ,hier4 ,die historische ,zukunft ist die werdende1 der unendliche ,welthorizont die gewordene ,ferne3 dies ist der ,sinn des faustischen ,tiefenerlebnisses4 ,das ,richtungsgefhl wird als ,wille81 das ,raumgefhl als ,verstand8 wesenhaft1 beinahe mythisch vorgestellt3 so entsteht das ,bild1 welches unsre ,psychologen mit ,notwendigkeit aus dem ,innenleben abstrahieren4 ,da die faustische ,kultur ,willenskultur ist1 ist nur ein andrer ,ausdruck fr ihren eminent historischen ,charakter4 ,der ,wille ist der psychische ,reprsentant der ,welt als ,geschichte84 ,der antike ,mensch ist ahistorisch1 rein gegenwrtig1 ohne jenes das ,weltbild beherrschende1 die ,sinneseindrcke zum unendlichen ,raum dehnende ,richtungsgefhl3 er ist willenlos84 ,darber lt die antike ,schicksalsidee1 das ,fatum1 keinen ,zweifel1 noch weniger der architektonische ,typus der dorischen ,sule und die nackte ,statue mit ihrer stereotypen ,maske4 ,folglich kann auch das apollinische ,seelenbild keinen ,richtungsfaktor1 keinen ,willen8 also1 enthalten4 ,neben dem ,denken 771 das von den groen ,philosophen sehr bezeichnend ,zeus genannt wird1 stehen die ahistorischen ,komplexe der animalischen und vegetativen ,triebe 7 und 71 ganz somatisch1 ganz ohne einen bewuten ,zug und ,drang zu einem ,ziel4 ,nichts deutet auf ein ,unendlichkeitsbedrfnis hin4 ,um die ,entwicklung des ,seelenraumes81 jener transzendenten ,unendlichkeit1 die unser inneres ,auge berblickt und in ,momenten der ,reflexion durchdringt1 deutlich zu machen1 wte ich nichts ,besseres als an die ,reihe der ,portrts von ,jan van ,eyck bis auf ,velasquez und ,rembrandt herab zu erinnern1 deren ,ausdruck im ,gegensatz zu dem gyptischer und byzantinischer ,bildnisse mit wachsender ,bestimmtheit das fhlen lt1 was die wissenschaftliche ,psychologie unterdes in ein ,system hatte bringen wollen4 ,der ,widerstreit von ,wollen und ,denken ist das geheime ,thema dieser ,kpfe und ihrer ,physiognomik1 sehr im ,gegensatz zu den hellenistischen ,idealbildnissen des ,euripides1 ,plato1 ,demosthenes1 die ein ganz anderes ,ichgefhl vortragen4 ,der ,wille8 ist das symbolische ,etwas1 welches das faustische ,seelenbild von jedem andern unterscheidet4 ,der ,wille wird sich so wenig jemals begrifflich fassen lassen wie der letzte ,sinn der ,worte ,gott1 ,kraft1 ,raum4 ,er ist ein ,urwort wie sie1 das man erlebt1 erfhlt1 nicht erkennt4 ,das gesamte ,dasein des abendlndischen ,menschen -- ,leben als ,verwirklichung des innerlich ,mglichen gedacht -- steht unter seinem ,aspekt4 ,seelenbild und ,lebensgefhl gehren zusammen4 ,wie man das faustische ,prinzip bezeichnen will1 das uns und nur uns angehrt1 ist gleichgltig4 ,name ist ,schall und ,rauch4 ,auch ,raum ist ein ,wort1 das in tausend ,nuancen im ,munde des ,mathematikers1 ,denkers1 ,dichters1 ,malers ein und dasselbe ,unbeschreibliche ausdrcken mchte1 das anscheinend der ganzen ,menschheit angehrt und in ,wahrheit nur innerhalb der abendlndischen ,kultur die ,geltung hat1 die wir ihm mit innerer ,notwendigkeit zuschreiben4 ,nicht das angebliche ,vermgen ,wille81 sondern der ,umstand1 da es fr uns dies ,wort berhaupt gibt1 whrend die ,griechen es gar nicht kannten1 hat die ,bedeutung eines groen ,symbols4 ,im letzten ,grunde besteht zwischen ,raum und ,wille kein ,unterschied mehr4 ,den antiken ,sprachen fehlt die ,bezeichnung fr das eine und also auch fr das andere4#ic ,der reine ,raum des faustischen ,weltbildes ist eine ganz besondere ,idee1 nicht bloe ,extension1 sondern ,ausdehnung als ,wirksamkeit1 als berwindung des ,nur-,sinnlichen1 als ,spannung und ,tendenz1 als ,wille zur ,macht4 ,ich wei wohl1 wie unzulnglich diese ,umschreibungen sind4 ,es ist vollstndig unmglich1 durch exakte ,begriffe den ,unterschied anzugeben zwischen dem1 was wir und was die ,menschen der arabischen oder indischen ,kultur ,raum nennen und bei diesem ,worte denken1 empfinden1 vorstellen4 ,da es etwas durchaus ,verschiedenes ist1 beweisen die sehr verschiedenen ,grundanschauungen der jeweiligen ,mathematik und bildenden ,kunst1 vor allem die unmittelbaren uerungen des ,lebens4 ,wir werden sehen1 wie die ,identitt von ,raum und ,wille in den ,taten des ,kopernikus und ,kolumbus so gut wie in denen der ,hohenstaufen und ,napoleons zum ,ausdruck kommt -- ,beherrschung des ,weltraums --1 aber sie liegt in andrer ,weise auch in den physikalischen ,begriffen der ,raumenergie 7,energie der ,lage1 ,spannung7 und des ,potentials1 die man keinem ,griechen htte verstndlich machen knnen4 ,raum als die ,form a priori der ,anschauung1 die ,formel1 in der ,kant endgltig aussprach1 was die ,barockphilosophie unablssig gesucht hatte -- das bedeutet einen ,herrschaftsanspruch der ,seele ber das ,fremde4 ,das ,ich regiert vermittelst der ,form die ,welt4#id ,das bringt die ,tiefenperspektive der lmalerei zum ,ausdruck1 die den unendlich gedachten ,bildraum vom ,betrachter abhngig macht1 der ihn von der gewhlten ,entfernung aus im wrtlichen ,sinne beherrscht4 ,es ist jener ,zug in die ,ferne1 der zum ,typus der heroischen1 historisch empfundenen ,landschaft im ,gemlde wie im ,park fhrt1 dasselbe1 was der mathematisch-physikalische ,begriff des ,vektors zum ,ausdruck bringt4 ,jahrhunderte hindurch hat die ,malerei leidenschaftlich nach diesem groen ,symbol gestrebt1 in dem alles liegt1 was die ,worte ,raum1 ,wille1 ,kraft ausdrcken mchten4 ,ihm entspricht die stndige ,tendenz der ,metaphysik1 durch ,distinktionen wie die von ,form der ,erscheinung und ,ding an sich1 ,wille und ,vorstellung1 ,ich und ,nicht-,ich1 die smtlich von rein dynamischem ,gehalte sind1 sehr im ,gegensatz zur ,lehre des ,protagoras vom ,menschen als dem ,ma1 also nicht dem ,schpfer aller ,dinge1 die funktionale ,abhngigkeit der ,dinge vom ,geiste zu formulieren4 ,der antiken ,metaphysik gilt der ,mensch als ,krper unter ,krpern1 und ,erkennen ist hier eine ,art von ,berhrung4 ,die optischen ,theorien des ,anaxagoras und ,demokrit sind weit entfernt1 dem ,menschen eine ,aktivitt in der ,sinneswahrnehmung zuzugestehen4 ,plato empfindet das ,ich niemals als ,mittelpunkt einer transzendenten ,wirkungssphre1 wie es ,kant ein inneres ,bedrfnis war4 ,die ,gefangenen in seiner berhmten ,hhle sind wirklich ,gefangene1 ,sklaven uerer ,eindrcke1 nicht ihre ,herren1 von der allgemeinen ,sonne beschienen1 nicht selbst ,sonnen1 die das ,all durchleuchten4 ,der physikalische ,begriff der ,raumenergie -- die gnzlich unantike ,vorstellung1 da bereits die rumliche ,distanz eine ,energieform1 sogar die ,urform aller ,energie ist -- denn das ist die ,grundlage der ,begriffe ,kapazitt und ,intensitt -- beleuchtet das ,verhltnis des ,willens zum imaginren ,seelenraum4 ,wir fhlen1 da beides1 das dynamische ,weltbild ,galileis und ,newtons und das dynamische ,seelenbild mit dem ,willen als ,schwerpunkt und ,beziehungszentrum1 ein und dasselbe bedeuten4 ,sie sind beide ,barockphnomene1 ,symbole der zur vollen ,reife gelangten faustischen ,kultur4 ,man tut unrecht1 wie es oft geschieht1 die ,willenspsychologie1 wenn nicht fr allgemein menschlich1 so doch fr allgemein christlich zu halten und sie aus orientalischen ,theorien abzuleiten4 ,dieser ,zusammenhang gehrt lediglich der historischen ,oberflche an1 und es war wiederholt darauf hingewiesen worden1 da unter dem ,namen und der ueren ,form des magischen ,christentums auf westeuropischem ,boden eine neue ,religion entstanden ist4 ,aber das gleiche gilt von allen philosophischen ,begriffen4 ,wenn arabische ,psychologen1 ,murtada z4 ,b41 von der ,mglichkeit mehrerer ,willen reden1 von einem ,willen1 der mit dem ,tun zusammenhngt1 von einem andern1 der ihm selbstndig voraufgeht1 von einem ,willen1 der berhaupt keine ,beziehung zur ,tat hat1 der das ,wollen erst erzeugt usw41 so haben wir offenbar ein ,seelenbild vor uns1 das der ,struktur nach von dem faustischen gnzlich verschieden ist4 ,bei ,augustinus erscheint ein dem unsern entfernt verwandter ,willensbegriff1 und zwar in ,verbindung mit einem entsprechenden ,gottesbegriff4 ,auch dieser ,zusammenhang ist von tiefer ,notwendigkeit4 ,die ,seelenelemente sind fr jeden ,menschen1 welcher ,kultur er auch angehrt1 die ,gottheiten eines innern ,kosmos4 ,was ,zeus fr den ueren ,olymp ist1 das ist fr den der inneren ,welt1 fr jeden ,griechen mit absoluter ,deutlichkeit vorhanden1 der 4 ,was fr uns ,gott8 ist1 ,gott als ,weltatem1 als die ,allkraft1 als die allgegenwrtige ,wirkung und ,vorsehung1 das ist1 aus dem ,weltraum in den imaginren ,seelenraum zurckgespiegelt und von uns mit ,notwendigkeit als wirklich vorhanden empfunden1 ,wille84 ,zum psychischen ,dualismus der magischen ,kultur1 zu und 1 gehrt mit ,notwendigkeit der kosmische ,gegensatz von ,gott und ,luzifer1 dem absolut ,guten und dem absolut ,bsen1 und man wird bemerken1 da im abendlndischen ,weltgefhl beide ,gegenstze zugleich verblassen4 ,in demselben ,grade1 wie der ,wille sich als ,mitte eines psychischen ,monotheismus herausbildet1 entschwindet die ,gestalt des ,teufels aus der wirklichen ,welt4 ,der ,pantheismus der ueren ,welt hat einen innern unmittelbar zur ,folge und was -- in welcher ,bedeutung auch -- das ,wort ,gott8 der ,natur gegenber bezeichnen soll1 das bezeichnet jedesmal das ,wort ,wille gegenber der ,seele3 den ,herrscher in seinem ,reich4#ie ,das ,gefhl1 welches der faustische ,mensch1 sei es ,pascal oder ,goethe oder ,beethoven1 von ,gott hat1 erschpft sich in dem ,ausdruck ,weltwille4 ,der ,darwinismus ist nichts anderes als eine auergewhnlich flache ,fassung dieses ,gefhls4 ,kein ,grieche wrde das ,wort ,natur im ,sinne einer absoluten und planmigen ,aktivitt so gebraucht haben1 wie die moderne ,biologie es tut4 ,der ,wille ,gottes8 ist fr uns ein ,pleonasmus4 ,gott 7oder die ,natur87 ist nichts als ,wille4 ,so gut der ,gottesbegriff seit der ,renaissance unmerklich mit dem ,begriff des unendlichen ,weltraums identisch wird und die sinnlichen1 persnlichen ,zge verliert -- ,allgegenwart und ,allmacht sind beinahe mathematische ,begriffe geworden --1 so gut wird er zum unanschaulichen ,weltwillen4 ,die reine ,instrumentalmusik berwindet mit ,bach die ,malerei1 als das einzige und letzte ,mittel1 dies ,gefhl von ,gott zu verdeutlichen4 ,der ,proze einer symbolischen ,klrung1 der die ,geistesgeschichte des ,barock ausfllt1 offenbart sich in der dichten ,folge metaphysischer ,systeme1 die smtlich das ,grundgefhl1 welches ,goethe in ,verse und ,bach und ,beethoven in ,musik brachten1 in ein abstraktes ,system zu fassen versuchten4 ,giordano ,bruno ist der erste1 ,hegel der letzte in dieser ,reihe4 ,demgegenber denke man an die ,gtter ,homers4 ,zeus besitzt durchaus nicht die ,macht ber die ,welt2 selbst auf dem ,olymp ist er -- wie es das apollinische ,weltgefhl fordert -- primus inter pares1 ,krper unter ,krpern4 ,die ,notwendigkeit1 die 1 welche das antike ,denken im ,kosmos statuiert1 ist keineswegs von ihm abhngig4 ,im ,gegenteil3 die ,gtter sind ihr unterworfen4 ,das wird nicht ausgesprochen1 aber man fhlt es bei ,homer im ,streit der ,gtter und an jener entscheidenden ,stelle1 wo ,zeus die ,schicksalswage hebt1 um das ,los ,hektors nicht zu fllen1 sondern zu erfahren4 ,also stellt sich die antike ,seele mit ihren ,teilen und ,eigenschaften als ein ,olymp kleiner ,gtter dar1 die in friedlichem ,einvernehmen zu halten das ,ideal hellenischer ,lebensfhrung1 die und ist4 ,mehr als ein ,philosoph verrt den ,zusammenhang1 indem er den hchsten ,seelenteil1 den 1 als ,zeus bezeichnet4 ,aristoteles schreibt seiner ,gottheit als einzige ,funktion die 1 die ,beschaulichkeit zu2 es ist das ,ideal des ,diogenes3 eine zur ,vollkommenheit gereifte ,statik des ,lebens gegenber der ebenso vollkommenen ,dynamik im ,lebensideal des #ah4 ,jahrhunderts4 ,das rtselhafte ,etwas1 welches das ,wort ,wille bezeichnet1 die ,leidenschaft der dritten ,dimension1 ist also ganz eigentlich eine ,schpfung des ,barock1 wie die ,perspektive der lmalerei1 wie der ,kraftbegriff der neuern ,physik1 wie die ,tonwelt der reinen ,instrumentalmusik4 ,in allen ,fllen hatte die ,gotik vorgedeutet1 was diese ,jahrhunderte der ,durchgeistigung zur ,reife brachten4 ,halten wir hier1 wo es sich um den ,charakter1 den ,stil des faustischen ,lebens im ,gegensatz zu jedem andern handelt1 daran fest1 da ,wille1 ,kraft1 ,raum1 ,gott ,symbole sind1 struktive ,prinzipien groer1 einander verwandter ,formenwelten1 in denen dieses ,sein sich zum ,ausdruck bringt4 ,man war bisher darauf aus1 hier objektive ,fakta1 an sich seiende1 konkrete1 letzte ,einheiten festzustellen1 die irgendwann auf dem ,wege analysierender ,forschung einmal vllig isoliert1 erkannt8 werden knnten4 ,diese ,illusion der exakten ,naturwissenschaft war in gleicher ,weise die der ,psychologie und ,erkenntnistheorie4 ,die ,einsicht1 da diese vermeintlich rein menschlichen ,gegebenheiten lediglich ,barockphnomene sind1 ,ausdrucksformen von vergnglicher ,bedeutung1 einige ,jahrhunderte hindurch und nur fr den westeuropischen ,menschen wahr81 verndert den ganzen ,sinn dieser ,wissenschaften1 die nicht mehr ,subjekt1 sondern selbst1 als historische ,phnomene1 ,objekte einer hheren ,betrachtung sind4 ,die ,architektur des ,barock begann1 wie wir sahen1 als ,michelangelo die tektonischen ,prinzipien der ,renaissance1 ,sttze und ,last1 durch die dynamischen3 ,kraft und ,masse ersetzte4 ,brunellescos ,pazzikapelle drckt eine heitere ,gelassenheit aus2 die ,fassade von ,il ,ges ist steingewordner ,wille4 ,man hat den neuen ,stil in seiner kirchlichen ,prgung ,jesuitenstil genannt1 vor allem nach der ,vollendung1 die er durch ,vignola und ,della ,porta erfuhr1 und in der ,tat besteht ein innerer ,zusammenhang zwischen der ,grndung des ,ignaz von ,loyola1 dessen ,orden den reinen1 abstrakten ,willen der ,kirche1#if einer transzendenten ,gemeinschaft1 in vollkommen spiritueller ,weise reprsentiert1 dessen verborgene1 ins ,unendliche sich erstreckende ,wirksamkeit das ,seitenstck zur ,analysis und zur ,potentialtheorie ist1 und der knstlerischen ,formensprache der ,epoche4 ,damals war es1 wo die ,parkanlagen jenen strengen ,ausdruck annahmen1 der in geradlinigen ,buchengngen1 ,alleen und ,durchblicken 7dem point de vue7 die ,absicht kundgibt1 auch die ,natur dem ,willen und seinem ,symbol1 der rumlichen ,tiefe unterzuordnen4 ,der chinesisch-japanische ,park kennt1 der ,bilderperspektive entsprechend1 dies gestaltende ,prinzip nicht4 ,es wird nun nicht mehr als ,paradoxon empfunden werden1 wenn knftig vom ,barockstil1 ja vom ,jesuitenstil in der ,psychologie1 ,mathematik und theoretischen ,physik die ,rede ist4 ,die ,formensprache der ,dynamik1 welche den energischen ,gegensatz von ,kapazitt und ,intensitt an ,stelle des somatisch-willenlosen von ,stoff und ,form setzt1 ist allen geistigen ,schpfungen dieser ,jahrhunderte gemeinsam4 #d ,es ist nun die ,frage1 inwiefern der ,mensch dieser ,kultur selbst erfllt1 was das von ihm konzipierte ,seelenbild erwarten lt4 ,darf man das ,thema der neuern ,physik jetzt ganz allgemein als den wirkenden ,raum bezeichnen1 so ist damit auch die ,daseinsart1 der ,daseinsinhalt des gleichzeitigen ,menschen bestimmt4 ,wir1 faustische ,naturen1 sind gewhnt1 den einzelnen hinsichtlich seiner wirkenden1 nicht seiner plastisch-ruhenden ,erscheinung ins ,ganze unsrer ,lebenserfahrungen aufzunehmen4 ,was der ,mensch ist1 ermessen wir an seiner ,ttigkeit1 die nach innen wie nach auen gewendet sein kann1 und alle einzelnen ,vorstze1 ,grnde1 ,krfte1 berzeugungen1 ,gewohnheiten werten wir durchaus nach dieser ,richtung4 ,das ,wort1 in dem wir diesen ,aspekt zusammenfassen1 heit ,charakter4 ,wir sprechen von ,charakterkpfen1 von ,charakterlandschaften2 der ,charakter von bewegten ,ornamenten1 ,pinselstrichen1 ,architekturmotiven1 von ,schriftzgen1 von ,gleichungen und ,funktionen3 das sind uns gelufige ,wendungen4 ,die ,musik ist die eigentliche ,kunst des ,charakteristischen1 was von ,melodie und ,instrumentation gleichmig gilt4 ,auch dies ,wort bezeichnet etwas ,unbeschreibliches1 etwas1 das die faustische ,kultur aus allen andern heraushebt4 ,und zwar ist die tiefe ,verwandtschaft des ,begriffs mit dem des ,willens unverkennbar3 ,was der ,wille im ,seelenbilde1 ist der ,charakter im ,bilde des ,lebens1 wie es uns und nur uns ,westeuropern mit ,selbstverstndlichkeit vorschwebt4 ,da der ,mensch ,charakter habe1 ist der ,grundanspruch all unsrer ethischen ,systeme1 so verschieden ihre metaphysischen oder praktischen ,formeln sonst sein mgen4 ,der ,charakter -- der sich im ,strome der ,welt bildet1 das ,verhltnis des ,lebens zur ,tat -- ist eine faustische ,impression1 und es besteht eine sehr feine hnlichkeit mit dem physikalischen ,weltbilde darin1 da der vektorielle ,kraftbegriff mit seiner ,richtungstendenz sich von dem der ,bewegung trotz schrfster theoretischer ,untersuchungen nicht hat isolieren lassen4 ,ebenso unmglich ist die strenge ,scheidung von ,wille und ,seele1 ,charakter und ,leben4 ,wir empfinden auf der ,hhe dieser ,kultur1 sicher seit dem #ag4 ,jahrhundert1 das ,wort ,leben als schlechthin gleichbedeutend mit ,wollen4 ,ausdrcke wie ,lebenskraft1 ,lebenswille1 ttige ,energie fllen als etwas ,selbstverstndliches unsre ethische ,literatur1 whrend sie in das ,griechisch der ,zeit des ,perikles nicht einmal bersetzbar wren4 ,man bemerkt -- was der ,anspruch aller ,moralen auf zeitliche und rumliche ,allgemeingltigkeit bisher verdeckt hat --1 da jede einzelne ,kultur als einheitliches ,wesen hherer ,ordnung im historischen ,gesamtbilde ihre eigne moralische ,fassung besitzt4 ,es gibt so viele ,moralen1 als es ,kulturen gibt4 ,nietzsche1 der als erster eine ,ahnung davon hatte1 ist trotzdem von einer objektiven ,morphologie der ,moral -- jenseits von ,gut und ,bse -- weit entfernt geblieben4 ,er kam ber ,geschmacks-1 bestenfalls ber ,ntzlichkeitswertungen gegenber der antiken1 indischen1 ,renaissancemoral nicht hinaus4 ,aber gerade unserm historischen ,sinne htte das ,urphnomen der ,moral als solches nicht entgehen sollen4 ,uns ist1 und zwar schon seit den ,tagen ,petrarkas1 die ,vorstellung der ,menschheit als eines ttigen1 kmpfenden1 fortschreitenden ,ganzen so notwendig1 da es uns schwer wird1 einzusehen1 da dies eine ausschlielich abendlndische ,betrachtungsweise von vorbergehender ,geltung und ,lebensdauer ist4 ,dem antiken ,geiste erscheint die ,menschheit als stationre ,masse1 und dem entspricht eine ganz anders geartete ,moral1 deren ,dasein sich von der homerischen ,frhzeit bis zur ,kaiserzeit verfolgen lt4 berhaupt wird man finden1 da dem im hchsten ,grade aktiven ,lebensgefhl der faustischen ,kultur die chinesische1 babylonische und gyptische1 dem streng passiven der ,antike die indische und arabische nherstehen4 ,dies uert sich1 um nur ein ,beispiel zu nennen1 darin1 da jene ,kulturen hochorganisierte ,staatsformen kannten1 deren politisch-soziale ,akte auf die ,dauer und ,zukunft hin orientiert waren1 diese dagegen unter dem ,namen ,staat politische ,zufallsbildungen -- wie die ,polis und den ,khalifat -- ohne historisch-formalen ,gehalt und ohne ,richtungsenergie besaen4 ,wenn je ein ,volk einen ,kampf ums ,dasein bestndig vor ,augen hatte1 so war es das hellenische1 wo alle die ,stdte und ,stdtchen einander bis zur ,vernichtung bekmpften1 ohne ,plan1 ohne ,sinn1 ohne ,gnade1 aus einem vollkommen animalischen1 ahistorischen ,instinkt4 ,aber die griechische ,ethik war1 trotz ,heraklit1 weit entfernt1 den ,kampf zu einem ethischen ,prinzip zu machen4 ,die berwindung von ,widerstnden ist vielmehr der typische ,akt der abendlndischen ,seele4 ,aktivitt1 ,entschlossenheit1 ,selbstbehauptung werden gefordert2 der ,kampf gegen die ,eindrcke des ,augenblicks1 der ,vordergrnde des ,lebens1 des ,nahen1 ,greifbaren1 ,euklidischen1 die ,durchsetzung dessen1 was ,allgemeinheit und ,dauer hat1 was ,vergangenheit und ,zukunft seelisch aneinanderknpft1 ist der ,inhalt aller faustischen ,imperative von den frhesten ,tagen der ,gotik1 der ,dombauten und ,kreuzzge1 bis zu ,kant und ,napoleon und weit darber hinaus zu den ungeheuren ,macht- und ,willensuerungen unsrer ,waffen1 unsrer ,verkehrsmittel und unsrer ,technik4 ,das ,carpe diem1 der antike ,standpunkt1 ist der vollkommene ,widerspruch gegen das1 was ,goethe1 ,kant1 ,pascal1 was die ,kirche wie das ,freidenkertum als allein wertvoll empfanden1 das ttige ,sein4 ,auch das ,prinzip der bildenden ,knste ,westeuropas war die berwindung des ,augenscheins zugunsten des ewigen1 reinen ,raumes4 ,man fhlt1 wie nahe diese energische ,ethik an die ,formenwelt der aus demselben ,gefhl gestalteten theoretischen ,physik streift4 ,auch da ist es die berwindung von ,widerstnden1 die in ,gesetze gebracht wird4#ig ,wie alle ,formen der ,dynamik -- die malerische1 musikalische1 physikalische1 soziale1 politische -- unendliche ,zusammenhnge zur ,geltung bringen1 und nicht wie die antike ,physik den ,einzelfall und deren ,summe1 sondern den typischen ,fall und dessen funktionale ,regel betrachten1 so hat man unter ,charakter das grundstzlich ,gleichbleibende in der ,genesis des ,lebens zu verstehen4 ,andernfalls spricht man von ,charakterlosigkeit4 ,charakter ist1 als ,form einer bewegten ,existenz1 in der mit grtmglicher ,variabilitt im einzelnen die hchste ,konstanz im ,prinzipiellen erreicht wird1 das1 was eine echte ,biographie wie ,goethes ,wahrheit und ,dichtung8 berhaupt mglich macht4 ,plutarchs typisch antike ,biographien sind demgegenber nur chronologisch1 nicht organisch-genetisch geordnete ,anekdotensammlungen1 und man wird zugeben1 da von ,alkibiades1 ,perikles oder berhaupt einem rein apollinischen ,menschen nur die zweite1 nicht die erste ,art von ,biographie denkbar ist4 ,ihren ,erlebnissen fehlt nicht die ,masse1 sondern die ,beziehung2 sie haben etwas ,atomistisches4 ,auf das physikalische ,weltbild bezogen3 der ,grieche hat nicht etwa vergessen1 in der ,summe seiner ,erfahrungen allgemeine ,gesetze zu suchen2 er konnte sie in seinem ,kosmos gar nicht finden4 ,denn darin besteht der ,unterschied apollinischer und faustischer ,lebenslufe1 da die einen ahistorisch-mythisch1 die andern historisch-genetisch angelegt sind1 da die einen in jedem ,augenblick ein ,sein1 die andern ein ,werden vor ,augen fhren1 da im ,gegensatz zum antiken ,menschsein fr uns ,charakter und ,biographie sich wie ,mgliches zu ,wirklichem1 physikalisch ausgedrckt wie potentielle zu kinetischer ,energie verhalten4 ,es folgt daraus1 da charakterologische ,wissenschaften1 vor allem ,physiognomik und ,graphologie1 innerhalb der ,antike hchst mager ausgefallen sein wrden4 ,an ,stelle der ,handschrift1 die wir nicht kennen1 beweist es das antike ,ornament1 das gegenber dem gotischen -- man denke z4 ,b4 an den ,mander und die ,akanthusranke -- von einer unglaublichen ,simplizitt und ,schwche des charakteristischen ,ausdrucks1 dafr von einem nie wieder erreichten ,ausgeglichensein in zeitlosem ,sinne ist4 ,es versteht sich von selbst1 da wir1 dem antiken ,weltgefhl zugewendet1 dort ein ,grundelement der ethischen ,wertung finden mssen1 das dem ,charakter ebenso entgegengesetzt ist wie die ,statue der ,fuge1 die euklidische ,geometrie der ,analysis1 der ,krper dem ,raume4 ,es ist die ,geste4 ,damit ist das ,grundprinzip einer seelischen ,statik gegeben1 und das ,wort1 welches an ,stelle unsrer ,persnlichkeit8 in den antiken ,sprachen steht1 heit 1 persona 7von personare1 hindurchtnen71 nmlich ,rolle1 ,maske4 ,im sptgriechisch-rmischen ,sprachgebrauch bezeichnet es die ffentliche ,erscheinung und damit den eigentlichen ,wesenskern des antiken ,menschen4 ,man sagte von einem ,redner1 da er als priesterliches1 als soldatisches spreche4 ,der ,sklave war 1 aber nicht 1 d4 h4 er hatte keine ,bedeutung1 aber eine ,seele84 ,da das ,schicksal jemandem die ,rolle eines ,knigs oder ,feldherrn zuerteilt habe1 gibt der ,rmer durch persona regis1 imperatoris4#ih ,damit verrt sich der apollinische ,stil des ,lebens4 ,es handelt sich nicht um konsequente ,entfaltung innerer ,mglichkeiten durch ttiges ,streben1 sondern um die jederzeit geschlossene ,haltung und strengste ,anpassung an ein sozusagen plastisches ,seelenideal4 ,nur in der antiken ,ethik spielt der ,begriff ,schnheit eine ,rolle4 ,mag man dies ,ideal 1 oder nennen1 es ist immer die wohlgeordnete ,gruppe sinnlich greifbarer1 durchaus ffentlich erscheinender1 fr die andern1 nicht fr das eigene ,ich bestimmter ,vorzge4 ,der ,akzent liegt auf dem ,sein1 nicht auf dem ,wirken4 ,man war ,objekt1 nicht ,subjekt des ,lebens4 ,das rein ,gegenwrtige1 ,mythisch-,zeitlose1 ,augenblickliche1 der ,vordergrund wurde nicht berwunden1 sondern herausgearbeitet4 ,alle antiken ,ethiken1 nicht nur die ,stoa1 predigen die willenlose ,passivitt1 die schne ,hingabe an die punktfrmige ,gegenwart1 den ,menschen als ,statue4 ,noch einmal3 ,innenleben ist in diesem ,zusammenhange ein unmglicher ,begriff4 ,das unbersetzbare1 stets im westeuropischen ,sinne miverstandene des ,aristoteles bezieht sich auf ,menschen1 die einzeln1 einsam1 nichts sind1 die nur als ,mehrzahl etwas bedeuten -- was fr eine groteske ,vorstellung ist ein ,athener in der ,rolle des ,robinson6 --1 auf der 1 dem forum1 wo jeder sich an andern spiegelt und dadurch erst eigentlich ,wirklichkeit erhlt4 ,dies alles liegt in dem ,ausdruck 3 die ,brger der ,stadt4 ,man begreift1 da das ,portrt1 das ,probestck der ,barockkunst1 mit der ,darstellung des ,menschen identisch ist1 insoweit er ,charakter hat1 und da andrerseits in der ionischen ,periode die ,darstellung des ,menschen hinsichtlich seiner ,attitde1 des ,menschen als persona81 mit dem ,formideal der attischen ,aktstudie enden mute4 #e ,dieser ,gegensatz hat zu zwei in jedem ,betrachte grundverschiedenen ,formen der ,tragdie gefhrt4 ,die faustische1 das ,charakterdrama1 und die apollinische1 das ,drama der erhabenen ,geste1 haben in der ,tat nicht mehr als den ,namen gemeinsam4 ,die ,barockzeit machte1 bezeichnenderweise ausschlielich von ,seneka und nicht von schylus und ,sophokles ausgehend1 mit steigender ,entschiedenheit an ,stelle der ,ereignisse den ,charakter zum ,schwerpunkt des ,ganzen1 zur ,mitte gewissermaen eines seelischen ,koordinatensystems1 das allen szenischen ,tatsachen in bezug auf sich ,lage1 ,bedeutung und ,wert zuweist2 es entsteht eine ,tragik des ,wollens1 der wirkenden ,krfte1 der innern1 nicht notwendig in ,sichtbares umgesetzten ,bewegtheit1 whrend ,sophokles das unvermeidliche ,minimum an ,geschehen vor allem durch das ,kunstmittel des ,botenberichts hinter die ,szene verlegt4 ,die antike ,tragik bezieht sich auf allgemeine ,flle1 nicht auf ,persnlichkeiten2 ,aristoteles bezeichnet sie ausdrcklich als 4 ,was er in seiner ,poetik1 sicherlich dem fr unsere ,dichtung verhngnisvollsten ,buche1 nennt1 nmlich die ideale ,haltung eines ideal hellenischen ,menschen in einer schmerzlichen ,lage1 hat mit unserm ,begriff von ,charakter als einer die ,farbe der ,ereignisse bestimmenden ,beschaffenheit des ,ich so wenig zu tun1 wie eine ,flche in ,euklids ,geometrie mit dem gleichnamigen ,gebilde etwa in ,riemanns ,theorie der algebraischen ,gleichungen4 ,da man mit ,charakter bersetzte1 statt das kaum exakt ,wiederzugebende durch ,rolle1 ,haltung1 ,geste zu umschreiben1 da man 1 die zeitlose ,begebenheit1 durch ,handlung gab1 ist fr ,jahrhunderte ebenso verderblich geworden wie die ,ableitung des ,wortes von ,tun4 ,othello1 ,don ,quijote1 der ,misanthrop1 ,werther sind ,charaktere4 ,das ,tragische liegt im bloen ,dasein so gearteter ,menschen inmitten der ,welt4 ,ob gegen diese ,welt1 gegen sich1 gegen andre3 der ,kampf wird durch den ,charakter1 nicht durch etwas von auen ,kommendes aufgezwungen4 ,es ist ,fgung1 die ,einfgung einer ,seele in einen ,zusammenhang widersprechender ,beziehungen1 die keine reine ,auflsung gestattet4 ,antike ,bhnengestalten aber sind ,rollen1 keine ,charaktere4 ,auf der ,szene erscheinen immer dieselben ,figuren1 der ,greis1 der ,heros1 die ,jungfrau1 dieselben schwer beweglichen1 auf dem ,kothurn schreitenden1 maskierten ,puppen4 ,deshalb war die ,maske im antiken ,drama auch der ,sptzeit eine innere ,notwendigkeit1 whrend wir ohne das ,mienenspiel der ,darsteller nicht auskommen4 ,man wende ja nicht die ,gre der griechischen ,theater ein3 auch die ,gelegenheitsmimen trugen ,masken1 und wre das tiefere ,bedrfnis nach intimen ,rumen dagewesen1 so htte sich die architektonische ,form von selbst gefunden4 ,die in bezug auf einen ,charakter tragischen ,begebenheiten folgen aus einer langen innern ,entwicklung4 ,in den tragischen ,fllen des ,ajax1 des ,philoktet1 der ,antigone und ,elektra aber ist eine innere ,vorgeschichte -- selbst wenn sie in einem antiken ,menschen anzutreffen wre -- fr die ,folgen gleichgltig4 ,das entscheidende ,ereignis berfllt sie1 unvermittelt1 ganz zufllig und uerlich1 und htte an ihrer ,stelle jeden andern und mit der gleichen ,wirkung berfallen knnen4 ,es brauchte nicht einmal ein ,mensch desselben ,geschlechtes zu sein4 ,es bezeichnet den ,gegensatz antiker und westeuropischer ,tragik noch nicht scharf genug1 wenn man nur von ,handlung oder ,ereignis redet4 ,die faustische ,tragdie ist biographisch1 die apollinische ist anekdotisch1 d4 h4 jene umfat die ,genesis eines ganzen ,lebens1 diese den fr sich stehenden gegenwrtigen ,augenblick2 denn welche ,beziehung hat die gesamte innere ,vergangenheit des dipus oder ,orest zu dem vernichtenden ,ereignis8 ,der ,anekdote antiken ,stils gegenber kennen wir den ,typus der charakteristischen1 antimythischen ,anekdote -- es ist die ,novelle deren ,meister ,cervantes1 ,kleist1 ,hoffmann1 ,storm sind --1 die um so bedeutender ist1 je mehr man fhlt1 da ihr ,motiv nur einmal und nur zu dieser ,zeit und unter diesen ,menschen mglich war1 whrend der ,rang der mythischen ,anekdote -- der ,fabel -- durch die ,reinheit der gegenteiligen ,qualitten bestimmt wird4 ,wir haben da also ein ,schicksal1 das wie der ,blitz trifft1 gleichgltig wen1 und ein andres1 das sich wie ein unsichtbarer ,faden durch ein ,leben spinnt und dieses eine vor allen andern auszeichnet4 ,es gibt im vergangenen ,dasein ,othellos1 dieses ,meisterstcks einer psychologischen ,analyse1 nicht einen1 nicht den geringsten ,zug1 der ohne ,beziehung zur ,katastrophe wre4 ,der ,rassenha1 das ,alleinstehen des ,emporkmmlings unter den ,patriziern1 der ,mohr als ,soldat1 als ,naturmensch1 als der vereinsamte ltere ,mann -- nichts von diesen ,momenten ist ohne ,bedeutung4 ,man versuche doch1 die ,exposition des ,hamlet1 des ,lear im ,vergleich zu der sophokleischer ,stcke zu entwickeln4 ,sie ist durchaus psychologisch1 nicht eine ,summe uerer ,daten4 ,von dem1 was wir heute einen ,psychologen nennen1 was fr uns beinahe mit dem ,begriff eines ,dichters identisch ist1 hatten die ,griechen keine ,ahnung4 ,so wenig sie ,analytiker in der ,mathematik waren1 so wenig waren sie es im ,seelischen1 und antiken ,seelen gegenber konnte es nicht wohl anders sein4 ,psychologie8 -- das ist das eigentliche ,wort fr die abendlndische ,art von ,menschengestaltung4 ,das pat auf ein ,portrt ,rembrandts so gut wie auf die ,tristanmusik1 auf ,flauberts ,madame ,bovary wie auf ,dantes ,vita ,nuova4 ,keine andre ,kultur kennt hnliches4 ,gerade das ist es1 was von der ,gruppe antiker ,knste mit ,strenge ausgeschlossen wurde4 ,psychologie ist die ,form1 in welcher der ,wille1 der ,mensch als verkrperter ,wille1 nicht der ,mensch als kunstfhig wird4 ,wer hier ,euripides nennt1 der wei gar nicht1 was ,psychologie ist4 ,welche ,flle des ,charakteristischen liegt schon in der nordischen ,mythologie mit ihren schlauen ,zwergen1 tlpischen ,riesen1 neckischen ,elben1 mit ,loki1 ,baldr und den andern ,gestalten1 und wie typisch allgemein wirkt daneben der ,olymp4 ,zeus1 ,apollo1 ,poseidon sind einfach ,mnner81 ,hermes ist der ,jngling81 ,athene eine reifere ,aphrodite1 die kleineren ,gtter -- wie auch die sptere ,plastik beweist -- nur dem ,namen nach unterscheidbar4 ,das gilt im vollen ,umfange auch von den ,gestalten der attischen ,szene4 ,bei ,wolfram von ,eschenbach1 ,cervantes1 ,shakespeare1 ,goethe entwickelt sich das ,tragische von innen heraus1 dynamisch1 funktional1 bei den drei groen ,tragikern ,athens kommt es von auen1 statisch1 euklidisch4 ,man denke an den ,geschlechterfluch im ,hause der ,atriden4 ,um eine frher auf die ,weltgeschichte angewandte ,bezeichnung zu wiederholen3 das vernichtende ,ereignis macht dort ,epoche1 hier bewirkt es eine ,episode4 ,selbst der tdliche ,ausgang ist nur die letzte ,episode eines aus lauter ,zuflligkeiten zusammengesetzten ,daseins4 ,eine ,barocktragdie ist nichts als der fhrende ,charakter noch einmal1 nur im realen ,raume zur ,entfaltung gebracht1 als ,kurve statt als ,gleichung1 kinetische statt potentieller ,energie4 ,die sichtbare ,person ist der mgliche1 die ,handlung der sich verwirklichende ,charakter4 ,dies ist der ganze ,sinn unsrer noch heute unter antiken ,reminiszenzen und ,miverstndnissen verschtteten ,dramaturgie4 ,der tragische ,mensch der ,antike ist ein euklidischer ,krper1 der in seiner ,lage1 die er nicht gewhlt hat und nicht ndern kann1 von der ,moira getroffen wird1 der sich in der ,belichtung seiner ,flchen durch die uern ,vorflle unvernderlich zeigt4 ,das ist die ,geste1 das als ethisches ,ideal4 ,in diesem ,sinne ist in den ,choephoren von ,agamemnon als dem flottenfhrenden kniglichen ,leibe8 die ,rede und sagt dipus in ,kolonos1 da das ,orakel seinem ,leibe8 gelte4 ,man wird bei allen bedeutenden ,menschen der griechischen ,geschichte bis auf ,alexander hinab eine merkwrdige ,unbildsamkeit finden4 ,ich wte keinen1 der in den ,kmpfen des ,lebens eine innere ,umwandlung vollzogen htte1 wie wir sie von ,luther und ,ignaz von ,loyola kennen4 ,was man allzu flchtig bei den ,griechen ,charakterzeichnung nennt1 die ,kunst1 deren ,meisterstcke noch im #ai4 ,jahrhundert die ,wahlverwandtschaften und ,stendhals ,julian ,sorel sind1 ist nichts als der ,reflex der ,ereignisse auf das des ,helden1 niemals der ,reflex einer ,persnlichkeit auf die ,ereignisse4 ,und so verstehen wir faustischen ,menschen das ,drama mit innerster ,notwendigkeit als ein ,maximum an ,aktivitt1 die ,griechen mit derselben ,notwendigkeit als ein ,maximum an ,passivitt4 ,die attische ,tragdie enthlt berhaupt keine ,handlung84 ,die antiken ,mysterien -- und schylus1 der aus ,eleusis stammte1 hat das hhere ,drama durch bertragung der ,mysterienform mit ihrer ,peripetie erst geschaffen -- waren smtlich 1 d4 h4 liturgische ,aktionen in der ,art unserer ,passionen und ,oratorien4 ,aristoteles bezeichnet die ,tragdie als ,nachahmung eines ,geschehens4 ,das1 die ,nachahmung1 ist identisch mit der vielberufenen ,profanation der ,mysterien1 und man wei1 da schylus1 der auch die sakrale ,tracht der ,eleusispriester fr immer als das ,kostm der attischen ,bhne eingefhrt hat1 deshalb angeklagt wurde4#ii ,denn das eigentliche mit seiner ,peripetie von der ,klage zum ,jubel lag gar nicht in der ,fabel1 die erzhlt wurde1 sondern in der dahinter stehenden1 vom ,zuschauer im tiefsten ,sinne aufgefaten und nachgefhlten ,kulthandlung4 ,es war sicherlich gewagt1 den ,vorgang dieser heiligen ,erschtterung mit einer ,burleske zu verbinden4 ,der uralte ,bockgesang der 1 der als ,bcke verkleideten1 von ,dorf zu ,dorf ziehenden ,schauspieler1 hatte mit seiner ,beziehung auf die wieder erwachende ,zeugungskraft der ,natur ,gelchter erregt4 ,das war volksmig4 ,nun aber hebt die ,kalokagathie dies knstlerische ,element zu sich empor4 schylus als der ,vertreter des aristokratisch-homerischen ,prinzips fhrt den zweiten ,schauspieler und damit die ,wechselrede ein und so wchst aus der ,harlekinade1 die in das ,satyrspiel am ,schlu zurckgedrngt wird1 die eigentliche antike ,tragdie empor4 ,in ihr siegt der ,geist der ,plastik ber den ,orgiasmus1 ,apollo ber ,dionysos4 ,hier am ,seelenfeste des ,dionysos im ,frhling berhren sich ,leben und ,tod1 das ,phallische und die ,klage um das ,vergngliche4 ,dionysos ist der ,herr der abgeschiedenen ,seelen4 ,auch in ,eleusis war das ,umschlagen der ,klage um den ,tod zum ,jubel ber die ,rettung der ,kore ,inhalt der heiligen ,messe4 ,die ,tragdie wuchs aus dem 7naenia71 der feierlichen ,klage am ,totenfeste1 hervor4 ,aber der apollinische1 plastische ,geist gestaltet die ursprnglich allgemeine ,klage zur besonderen4 ,es ist der ,heros der ,stadt1 ber dessen ,leiden der ,chor die groe ,klage anstimmt4 ,denn das erst hat die ,tragdie vollendet3 ,der ,klage als dem gegebenen ,thema wird die ,gestaltung eines groen menschlichen ,leidens als ,motiv unterlegt4 schylus fhrt die ,heldensage in seinen #gj ,dramen als die ,vordergrundfabel 77 der ,szene ein4 ,der ,zuschauer1 der den ,sinn des ,tages kannte1 fhlte in den pathetischen ,worten sich und seine ,ahnen gemeint4 ,in ihm vollzieht sich die ,peripetie1 die der eigentliche ,zweck der heiligen ,handlung ist4 ,die liturgische ,klage ber den ,jammer des ,menschengeschlechts ist immer1 von ,berichten und ,erzhlungen umgeben1 der ,schwerpunkt des ,ganzen geblieben4 ,man sieht es am deutlichsten im ,prometheus1 ,agamemnon und ,knig dipus4 ,aber hoch ber die ,klage hinaus erhebt sich die ,gre des ,dulders1 seine erhabene ,attitde1 sein 1 das in mchtigen ,szenen zwischen den ,chorpartien vorgefhrt wird4 ,nicht der heroische ,tter1 dessen ,willenskraft1 dessen ,lebenstendenz am ,widerstand fremder ,mchte oder an den ,dmonen in der eignen ,brust wchst und bricht1 sondern der willenlos ,leidende1 dessen euklidisches1 somatisches ,dasein -- ohne tiefern ,grund1 wie man hinzufgen mu -- zerstrt wird1 ist das ,thema4 ,die ,prometheustrilogie des schylus beginnt gerade dort1 wo ,goethe sie vermutlich htte enden lassen4 ,der ,wahnsinn ,lears ist die notwendige ,folge hchst komplizierter psychischer ,voraussetzungen1 in deren ,gewebe keine ,masche fehlen darf4 ,der ,ajax des ,sophokles wird von ,athene wahnsinnig gemacht1 bevor das ,drama beginnt4 ,das ist der ,unterschied zwischen einem ,charakter und einer szenischen ,figur4 ,in der ,tat1 ,furcht und ,mitleid sind1 wie es ,aristoteles beschreibt1 die notwendige ,wirkung antiker ,tragdien auf antike1 und nur auf antike ,zuschauer4 ,das wird sofort klar1 wenn man sieht1 welche ,szenen von ihm als die wirksamsten bezeichnet werden -- man hat das bisher bersehen --1 nmlich jhe ,glckswechsel und ,erkennungsszenen4 ,zu den ersten gehrt vor allem der ,eindruck des 7,grauen71 zu den zweiten der des 7,rhrung74 ,der ,gedanke der ,katharsis ist nur aus dem streng euklidischen ,seinsideal der ,ataraxie nachzuerleben4 ,die antike ,seele8 ist reine ,gegenwart1 reines 1 unbewegtes punktfrmiges ,sein4 ,dies in ,frage gestellt zu sehen1 durch den ,neid der ,gtter1 das blinde ,ungefhr1 das wahllos1 blitzartig ber jeden hereinbrechen kann1 ist das furchtbarste4 ,es greift an die ,wurzeln der antiken ,existenz1 whrend es den faustischen1 alles wagenden ,menschen erst lebendig werden lt4 ,und nun -- das sich lsen zu sehen1 wie wenn ,gewitterwolken sich in dunklen ,bnken am ,horizont lagern und die ,sonne wieder durchbricht1 das tiefe ,gefhl der ,freude an der geliebten groen ,geste1 das ,aufatmen der gequlten mythischen ,seele1 die ,lust am wiedergewonnenen ,gleichgewicht -- das ist ,katharsis4 ,das setzt aber auch eine ,psychologie voraus1 die uns vollkommen fremd ist4 ,das ,wort ist in unsre ,sprachen und ,empfindungen kaum zu bersetzen4 ,die ganze sthetische ,mhe und ,willkr des ,barock und des ,klassizismus mit der rckhaltlosen ,ehrfurcht vor antiken ,bchern im ,hintergrunde1 war notwendig1 um uns dies seelische ,fundament auch fr unsre ,tragdie aufzureden -- angesichts der ,tatsache1 da ihre ,wirkung gerade die entgegengesetzte ist1 da sie nicht von passiven1 statischen ,affekten erlst1 sondern aktive1 dynamische hervorruft1 reizt und auf die ,spitze treibt1 da sie die ,urgefhle eines energischen ,menschseins1 die ,grausamkeit1 die ,freude an ,spannung1 ,gefahr1 ,gewalttat1 ,sieg1 ,verbrechen1 das ,glcksgefhl des berwinders und ,vernichters weckt1 ,gefhle1 die seit der ,wikingerzeit1 den ,hohenstaufentaten und ,kreuzzgen in den ,tiefen der nordischen ,seele schlafen4 ,das ist die ,wirkung ,shakespeares4 ,ein ,grieche htte den ,macbeth gar nicht ausgehalten2 er htte vor allem den ,sinn dieser mchtigen biographischen ,kunst mit ihrer ,richtungstendenz nicht begriffen4 ,da ,gestalten wie ,richard ,,iii41 ,don ,juan1 ,faust1 ,michael ,kohlhaas1 ,golo1 unantik vom ,scheitel bis zur ,sohle1 nicht ,mitleid1 sondern einen tiefen seltsamen ,neid1 nicht ,furcht1 sondern eine rtselhafte ,lust an ,qualen1 einen verzehrenden ,wunsch nach einem ganz andern ,mit-,leiden wecken1 verraten uns heute1 wie die faustische ,tragdie auch in ihrer sptesten1 der deutschen ,form endgltig abgestorben ist1 die stndigen ,motive der weltstdtischen ,literatur ,westeuropas1 die man mit den entsprechenden alexandrinischen vergleiche3 ,in den nervenspannenden8 ,abenteurer- und ,detektivgeschichten und ganz zuletzt im ,kinodrama1 das durchaus den sptantiken ,mimus vertritt1 ist ein ,rest der unbndigen faustischen berwinder- und ,entdeckersehnsucht fhlbar4 ,dem entspricht genau das apollinische und das faustische ,bhnenbild1 das zur ,vollstndigkeit des ,kunstwerkes gehrt1 wie es vom ,dichter gedacht worden war4 ,das antike ,drama ist ein ,stck ,plastik1 eine ,gruppe pathetischer ,szenen von reliefmigem ,charakter1 eine ,schau riesenhafter ,marionetten vor der flach abschlieenden ,rckwand des ,theaters4 ,es ist ausschlielich gro empfundene ,geste1 ,ethos1 whrend die sprlichen ,begebenheiten der ,fabel feierlich vorgetragen1 dicht vorgefhrt werden4 ,das ,gegenteil will die ,technik des abendlndischen ,dramas3 ,ununterbrochene ,bewegtheit und strenge ,ausschaltung handlungsarmer1 statischer ,momente4 ,die berhmten drei ,einheiten des ,ortes1 der ,zeit und des ,vorgangs formulieren den ,typus der attischen ,marmorstatue4 ,und unvermerkt bezeichnen sie das ,lebensideal des antiken1 an die ,polis1 die reine ,gegenwart1 die ,geste gebundenen ,menschen4 ,die ,einheiten haben smtlich den ,sinn von ,negationen3 man verleugnet den ,raum1 man verneint ,vergangenheit und ,zukunft1 man lehnt alle seelischen ,beziehungen in die ,ferne ab4 ,die drei ,einheiten1 ahistorisch1 antimusikalisch1 schrnken die ,wirklichkeit auf den ,vordergrund1 die unmittelbare ,nhe und ,gegenwart ein4 ,alles andre ist 84 ,sie enthalten zugleich das ,ideal der euklidischen1 der stoischen ,ethik4 -- in dem ,worte knnte man sie zusammenfassen4 ,man verwechsle diese ,form ja nicht mit der oberflchlich hnlichen im ,drama der romanischen ,vlker4 ,das spanische ,theater des #af4 ,jahrhunderts hat sich dem ,zwang antiker ,regeln unterworfen1 aber man begreift1 da die kastilianische ,wrde der ,zeit ,philipps ,,ii4 sich davon angesprochen fhlte1 ohne den ursprnglichen ,geist dieser ,regeln zu kennen oder auch nur kennen zu wollen4 ,islamisches ,schicksalsgefhl vermittelte hier zwischen antikem fatum und spanischem ,katholizismus1 ohne da man sich der innern ,distanz bewut geworden wre4 ,tirso de ,molina erneuerte die ,theorie von den ,einheiten1 die ,corneille1 der kluge ,zgling spanischer ,grandezza1 in seiner berhmten ,abhandlung von ihm entlehnte4 ,damit begann das ,verhngnis4 ,die florentinische ,nachahmung der malos bewunderten antiken ,plastik1 die niemand in ihren letzten ,bedingungen begriff1 konnte nichts verderben1 denn es gab damals keine nordische ,plastik mehr1 die htte verdorben werden knnen4 ,aber es gab die ,mglichkeit einer mchtigen1 rein faustischen ,tragdie von ungeahnten ,formen und ,khnheiten und da sie1 so gro ,shakespeare ist1 niemals den ,bann einer miverstandenen ,konvention ganz berwunden hat1 das hat der ,glaube an die ,poetik des ,aristoteles verschuldet4 ,was htte aus dem ,drama des ,barock unter den ,eindrcken der ritterlichen ,epik1 des ,tristan und ,parzeval1 und in ,nachbarschaft zu den ,oratorien und ,passionen der ,kirche werden knnen1 wenn man niemals etwas vom griechischen ,theater gehrt htte6 ,eine ,tragdie aus dem ,geiste der kontrapunktischen ,musik1 ohne die ,fesseln einer fr sie sinnlosen plastischen ,gebundenheit1 eine ,bhnendichtung1 die sich von ,orlando ,lasso und ,palestrina an und neben ,heinrich ,schtz1 ,bach1 ,hndel1 ,gluck1 ,beethoven vollkommen frei zu einer eignen und reinen ,form entwickelt htte -- das wre mglich gewesen4 ,nur dem glcklichen ,umstande1 da die gesamte hellenische ,freskomalerei verloren ging1 verdanken wir die ,rettung1 die innere ,freiheit der lmalerei4 ,unsere tragischen ,konzeptionen sind von faustischem ,gehalt1 aber der dramatische ,krper spanischen1 franzsischen oder elisabethanischen ,stils1 das fnfaktige ,blankversdrama z4 ,b41 ist ein ,kompromi ohne ,tiefe4 ,was ohne die ,kenntnis apollinischer ,formen htte entstehen knnen1 lt allein der ,faust ahnen1 die einzige auch im ,szenischen unabhngige 7wegen des ,mangels an einer groen ,tradition allerdings fragmentarische7 ,schpfung3 was sie zerstrt haben1 lehrt ,racine1 dessen mchtige ,gestaltungskraft sich im ,kampfe mit einem ,schema erschpft hat1 das niemand anzutasten wagte4 #f ,mit den drei ,einheiten war es nicht genug4 ,das attische ,drama forderte statt des ,mienenspiels die starre ,maske mit den wulstigen1 weit geffneten ,lippen -- es verbot also die seelische ,charakteristik1 wie man die ,aufstellung ikonischer ,statuen verboten hatte4 ,es forderte den ,kothurn und die berlebensgroe1 rings bis zur ,unbeweglichkeit gepolsterte ,figur mit dem schleppenden ,gewande -- und beseitigte damit die ,individualitt der ,erscheinung4 ,es forderte endlich den aus einem rhrenartigen ,mundstck monoton erschallenden ,sprechgesang1 dessen fr das ,ohr nicht wahrnehmbare ,kadenzen fr das ,auge durch ,senken eines ,stbchens bezeichnet wurden4 ,das ,statuenhafte1 ,euklidische des ,szenenbildes war damit auf die ,spitze getrieben4 ,nichts durfte in ,sprache und ,erscheinung das ,gefhl von ,raumfernen1 ,seelenhorizonten und zeitlichen ,perspektiven heraufrufen4 ,die faustische ,tragik war die ,ausschweifung einer ,seele1 die an einem unbndigen1 unersttlichen ,willen litt1 eine ,rettung ins ,poetische1 welche die ,griechen1 die an ganz andern ,dingen litten1 nicht ntig hatten und nicht verstanden haben wrden4 ,der ,neid der ,gtter81 der das pflanzenhaft-euklidische ,sein in seiner ,ruhe bedrohte1 trieb sie zur ,verzweiflung4 ,nie geboren zu sein1 nie den ,tag erblickt zu haben und sein flammenhufiges ,gespann8 -- das ist ihre ,klage1 und daneben und doch wieder eins und dasselbe steht die ,klage des ,achilleus1 der lieber der rmste ,tagelhner sein als im ,reiche der ,schatten weilen mchte4 ,deshalb klammerten sie sich mit nie endender ,angst an den ,vordergrund der ,dinge und schlossen die ,augen vor dem ,fernen1 das sie das ,nichtseiende nannten4 ,deshalb umstellte der ,grieche sein ,leben mit allen ,symbolen der ,nhe und des ,krperlichen1 des tatenarmen1 stoischen1 richtungslosen ,seins4 ,das trieb ihn zur ,geselligkeit1 zum ,leben eines 1 eines ,menschen der ,nhe und ,mehrzahl1 als dessen leibhaftes ,symbol der ,chor auf der ,szene weilt4 ,nichts steht dem ferner als das ,monologische der faustischen ,seele1 ihre ungeheure ,einsamkeit und ,verlorenheit im ,all1 die sich durch die gesamte abendlndische ,kunst wie eine unendliche ,melodie hinzieht4 ,nichts ist einsamer als ein ,bildnis ,rembrandts1 als eine ,fuge von ,bach1 ein ,quartett von ,beethoven4 ,wir haben das attische ,drama in seiner grandiosen ,einseitigkeit und ,unnatur gar nicht verstanden4 ,der bloe ,text1 wie wir ihn heute lesen -- nicht ohne unvermerkt den ,geist ,goethes und ,shakespeares und unsre ganze ,kraft perspektivischen ,sehens hineinzutragen -- kann von dem tiefern ,sinn dieses ,dramas nichts geben4 ,antike ,kunstwerke sind nur fr das antike ,auge1 und zwar das leibliche ,auge geschaffen4 ,erst die sinnliche ,form der ,darstellung schliet die eigentlichen ,geheimnisse auf4 ,ein ,drama des schylus ist eine viel komplexere ,einheit1 als wir1 an das einsame ,studium von ,lesedramen gewhnt -- und an eine innere ,bhne8 also voller schrankenloser1 die reale ,darstellbarkeit weit berschreitender ,mglichkeiten --1 meist annehmen4 ,der antike ,mensch war ,zuschauer1 nicht ,leser1 mit dem ,leibe eher dabei als mit der ,seele81 und der ,verlust beinahe aller ,meisterdramen des schylus und ,sophokles beweist1 wie wenig ihm das ,aufgeschriebene an sich1 ohne die ,szene1 bedeutet hat4 ,euripides1 dessen ,werke eher sozialphilosophische ,traktate sind1 macht eine bezeichnende ,ausnahme4 ,die antike ,seele1 die nichts ist als die verwirklichte ,form des antiken ,leibes -- ,aristoteles hat da1 in seiner ,lehre von der ,entelechie1 das apollinische ,lebensgefhl vollkommen richtig formuliert --1 wei nichts von einer nachschaffenden ,phantasie4 ,sie war an die ,szene mit der den ,hintergrund schroff abschlieenden ,bhnenwand gebunden4 ,mit dem wirklichen1 von der sdlichen ,sonne berstrahlten ,vorgang war das ,kunstwerk des ,sophokles erschpft4 ,fhren wir1 deren ,leib ein physiognomischer ,ausdruck der faustischen ,seele ist1 wie die ,portrtkunst lehrt1 aber heute ein ,drama von ihm auf1 so ist es kein antikes ,drama mehr4 ,wir sehen mit andern ,augen und nicht nur mit den leiblichen ,augen und bemerken nun freilich den ,gespensterschritt starrer ,puppen nicht mehr1 der ein ,sinnbild jenes uns so fremden ,lebensgefhls war4 ,wir sind geneigt1 ber derlei uerlichkeiten8 hinwegzusehen und vergessen1 da die antike ,kultur nur uerliches als wirklich anerkennt1 da die ,tiefe dieses ,seelentums nur im ,sinnlich-,nahen liegt4 ,nichts kann das euklidische ,lebensgefhl deutlicher machen als eben das ,element des ,chores4 ,der ,chor ist die griechische ,urtragdie1 die ,urklage ber den ,jammer des menschlichen ,seins und der ,dialog in den ,chorpausen -- feierlich und keineswegs dem ,leben abgelauscht8 -- eine spte ,zutat4 ,dieser ,chor als ,menge1 als der ideale ,gegensatz zum einsamen1 zum innerlichen ,menschen1 zum ,monolog der abendlndischen ,szene1 dieser ,chor1 der immer anwesend bleibt1 vor dem sich alle ,selbstgesprche8 abspielen1 der die ,angst vor dem ,grenzenlosen1 ,leeren auch im ,bhnenbilde vertreibt -- das ist apollinisch4 ,die ,selbstbetrachtung als ffentliche ,ttigkeit1 die prunkvolle ffentliche ,klage statt des ,schmerzes im einsamen ,kmmerlein 7-- wer nie die kummervollen ,nchte auf seinem ,bette weinend sa8 --71 das trnenreiche ,jammergeschrei1 das eine ganze ,reihe von ,dramen wie den ,philoktet und die ,trachinierinnen fllt1 die ,unmglichkeit1 allein zu bleiben1 der ,sinn der ,polis1 all das ,weibliche dieser ,kultur1 wie es der ,idealtypus des ,apoll von ,belvedere verrt1 offenbart sich im ,symbol des ,chores4 ,dieser ,art von ,drama gegenber ist das ,shakespeares ein einziger ,monolog4 ,selbst die ,zwiegesprche1 selbst die ,gruppenszenen lassen die ungeheure innere ,distanz dieser ,menschen empfinden1 von denen jeder im ,grunde nur mit sich selbst spricht4 ,nichts vermag diese seelische ,ferne zu durchbrechen4 ,man fhlt sie im ,hamlet wie im ,tasso1 im ,don ,quijote wie im ,werther1 aber sie ist schon im ,parzeval in ihrer ganzen ,unendlichkeit ,gestalt geworden2 sie unterscheidet die gesamte abendlndische ,poesie von der gesamten antiken4 ,unsre ganze ,lyrik1 von ,walther von der ,vogelweide bis auf ,goethe1 bis auf die ,lyrik der sterbenden ,weltstdte herab ist monologisch1 die antike ,lyrik ist eine ,lyrik im ,chor1 eine ,lyrik vor ,zeugen4 ,die eine wird innerlich aufgenommen1 im wortlosen ,lesen1 als unhrbare ,musik1 die andre wird ffentlich rezitiert4 ,die eine gehrt dem schweigenden ,raume -- als ,buch1 das berall zu ,hause ist --1 die andre dem ,platz1 an dem sie erklingt4 ,die ,kunst des ,thespis entwickelt sich deshalb1 obwohl die ,mysterien von ,eleusis und die thrakischen ,feste der ,epiphanie des ,dionysos nchtlich gewesen waren1 mit innerster ,notwendigkeit zu einer ,szene des ,vormittags und des vollen ,sonnenlichts4 ,aus den abendlndischen ,volks- und ,passionsspielen dagegen1 die aus der ,predigt mit verteilten ,rollen hervorgegangen sind und erst von ,klerikern in der ,kirche1 spter von ,laien auf dem freien ,platz davor1 und zwar an den ,vormittagen der hohen ,kirchenfeste 7,kirmessen7 vorgetragen wurden1 entstand unvermerkt eine ,kunst des ,abends und der ,nacht4 ,schon zu ,shakespeares ,zeiten spielte man am ,sptnachmittag und dieser mystische ,zug1 der das ,kunstwerk der ihm zugehrigen ,helligkeit annhern will1 hatte zur ,zeit ,goethes sein ,ziel erreicht4 ,jede ,kunst1 jede ,kultur berhaupt hat ihre bedeutsame ,tagesstunde4 ,die kontrapunktische ,musik ist die ,kunst der ,dunkelheit1 wo das innere ,auge erwacht1 die attische ,plastik die des vollen ,lichtes4 ,wie tief diese ,beziehung reicht1 beweisen1 die gotische ,plastik mit der sie umhllenden ewigen ,dmmerung und die ionische ,flte1 das ,instrument des hohen ,mittags4 ,die ,kerze bejaht1 das ,sonnenlicht verneint den ,raum gegenber den ,dingen4 ,in den ,nchten siegt der ,weltraum ber die ,materie1 im ,lichte des ,mittags verleugnen die ,dinge den ,raum4 ,so unterscheiden sich das attische ,fresko und die nordische lmalerei4 ,so wurden ,helios und ,pan antike1 der ,sternenhimmel und die ,abendrte faustische ,symbole4 ,auch die ,seelen der ,toten gehen mitternachts um1 vor allem in den zwlf langen ,nchten nach ,weihnachten4 ,die antiken ,seelen gehrten dem ,tage4 ,noch die alte ,kirche hatte vom 1 den zwlf geweihten ,tagen1 geredet2 mit dem ,erwachen der abendlndischen ,kultur wurde die ,zwlftnacht8 daraus4 ,die antike ,vasen- und ,freskomalerei -- man hat das noch nie bemerkt -- kennt keine ,tageszeit4 ,kein ,schatten zeigt den ,stand der ,sonne1 kein ,himmel die ,gestirne an2 es herrscht reine1 zeitlose ,helligkeit4 ,das ,atelierbraun der klassischen lmalerei entwickelte sich mit gleicher ,selbstverstndlichkeit zum ,gegenteil1 einer imaginren1 von der ,stunde unabhngigen ,dunkelheit1 der eigentlichen ,atmosphre des faustischen ,seelenraumes4 ,stete ,helle und stete ,dmmerung trennen in der ,tat antike und westeuropische ,malerei1 antike und westeuropische ,bhne voneinander4 ,und darf man nicht auch die euklidische ,geometrie eine ,mathematik des ,tages1 die ,analysis eine der ,nacht nennen8 ,man wird die ,beziehung jener plastischen ,geometrie zum ,szenenbild des ,dionysostheaters -- mit ,chor1 ,maske1 ,kothurn und den drei ,einheiten -- nicht verkennen und ebensowenig die der ,analysis zum unkrperlichen ,szenenbilde unsres ,dramas1 dem umrahmten ,bhnenausschnitt in knstlichem ,lichte und mit perspektivischem ,horizont1 der den ,weltraum bedeutet4 ,gerade die raumfeindliche euklidische ,krperlehre macht das ,prinzip der ,einheit des ,ortes8 begreiflich4 ,jeder ,szenenwechsel1 der die ,phantasie zu einer ,einheit hherer1 nicht sinnlicher ,ordnung heraufruft1 sprengt die rein stoffliche ,gegenwart1 bezieht den ,weltraum ein1 wirkt perspektivisch1 richtunggebend1 musikalisch und zerstrt den stereometrischen1 statuenhaften ,aspekt1 in dem alle ,bedeutung fr den antiken ,zuschauer beschlossen liegt4 ,fr die ,griechen sicherlich eine ,art profanen ,frevels1 ist der ,szenenwechsel fr uns beinahe ein religises ,bedrfnis1 eine ,forderung der innern ,wahrheit4 ,in der gleichbleibenden ,szene des ,tasso liegt etwas ,heidnisches4 ,wir empfinden das als ,unnatur4 ,wir brauchen innerlich ein ,drama voller ,perspektiven und weiter ,hintergrnde1 eine ,bhne1 die alle sinnlichen ,schranken aufhebt und die ganze ,welt in sich zieht4 ,shakespeare1 der geboren wurde1 als ,michelangelo starb1 und zu dichten aufhrte1 als ,rembrandt zur ,welt kam1 hat das ,maximum von ,unendlichkeit1 von leidenschaftlicher berwindung aller statischen ,gebundenheit erreicht4 ,seine ,wlder1 ,meere1 ,gassen1 ,grten1 ,schlachtfelder liegen im ,fernen1 ,grenzenlosen4 ,jahre fliehen in ,minuten vorber4 ,der wahnsinnige ,lear zwischen dem ,narren und dem tollen ,bettler im ,sturm auf der nchtlichen ,heide1 das ,ich in tiefster ,einsamkeit im ,raume verloren -- das ist faustisches ,lebensgefhl4 ,man wird bemerken1 da -- wie im lgemlde1 dessen infinitesimaler ,geist mit dem der tragischen ,szene vllig identisch ist -- auch im ,szenenbilde die charakteristische ,landschaft eine vorwiegende ,rolle spielt1 und auch das schlgt die ,brcke hinber zu den innerlich gesehenen1 erfhlten ,landschaften der ,musik1 da die ,bhne der elisabethanischen ,zeit das alles nur bezeichnet1 whrend das geistige ,auge sich aus sprlichen ,andeutungen ein ,bild der ,welt entwirft1 in welcher die ,szenen sich abspielen und die eine ,illusionsbhne niemals htte verifizieren knnen4 ,der ,renaissance gegenber entsteht ein ,trieb nach dem ,freien1 ,unbegrenzten1 ,nichtoptischen1 in dem fr uns der tiefere ,sinn aller ,natur liegt1 und wo umschlossene ,rume notwendig werden1 weist eine offene ,halle oder ein ,fenster in die ,ferne4 ,die griechische ,szene ist niemals ,landschaft2 sie ist berhaupt nichts4 ,man darf sie hchstens als die ,basis wandelnder ,statuen bezeichnen4 ,die ,figuren sind alles1 auf dem ,theater wie im ,fresko4 ,hier erinnere man sich der viel bemerkten1 aber nie wirklich aufgeklrten ,tatsache1 da der antike ,mensch kein ,naturgefhl in unserm ,sinne8 besitzt4 ,hier ist der ,grund4 ,das apollinische ,tiefenerlebnis1 das ,ursymbol des 1 hat einen andern ,begriff von ,natur zur ,folge4 ,das faustische ,naturgefhl ist ein ,gefhl des ,unendlichen1 das durch und ber den ,dingen sich manifestiert1 der ,natur als ,raum4 ,dies ,gefhl hat die echte ,szene ,goethes und ,shakespeares geschaffen und wrde darber weit hinausgefhrt haben1 htte das antike ,vorbild den ,willen dazu nicht gelhmt4 ,die ,natur des ,griechen war etwas andres1 uns so fremd1 da wir sie als solche nicht erkannt haben und das ,gefhl von ihr ist es1 das sich1 uns kaum verstndlich1 in der ,bindung des ,sinnlichen durch die drei ,einheiten uert4 #g ,alles ,sinnliche aber ist gemeinverstndlich4 ,damit wurde unter allen ,kulturen1 die es bisher gab1 die antike in den uerungen ihres ,lebensgefhls am meisten1 die abendlndische am wenigsten populr4 ,gemeinverstndlichkeit ist das ,gegenteil von ,esoterik4 ,es ist das ,merkmal einer ,schpfung1 die sich jedem ,betrachter auf den ersten ,blick mit all ihren ,geheimnissen preisgibt2 einer ,schpfung1 deren ,sinn sich in der ,auenseite und ,oberflche verkrpert4 ,gemeinverstndlich ist in jeder ,kultur das1 was von urmenschlichen ,zustnden und ,bildungen her unverndert geblieben ist1 was der ,mann von den ,tagen der ,kindheit an fortschreitend begreift1 ohne eine ganz neue ,betrachtungsweise erkmpfen zu mssen1 berhaupt das1 was nicht erkmpft werden mu1 was sich von selbst gibt1 was im sinnlich ,gegebenen unmittelbar zutage liegt1 nicht durch dasselbe nur angedeutet ist und nur -- von wenigen1 unter ,umstnden von ganz vereinzelten -- gefunden werden kann4 ,es gibt volkstmliche ,ansichten1 ,werke1 ,menschen4 ,jede ,kultur hat ihren ganz bestimmten ,grad von ,esoterik oder ,popularitt1 der ihren gesamten ,leistungen innewohnt1 soweit sie symbolische ,bedeutung haben4 ,das ,gemeinverstndliche hebt den ,unterschied zwischen den ,menschen auf1 hinsichtlich des ,umfangs und der ,tiefe ihres ,seelischen4 ,die ,esoterik betont ihn1 verstrkt ihn4 ,endlich1 auf das ursprngliche ,tiefenerlebnis des zum ,selbstbewutsein erwachenden ,menschen angewendet und damit auf das ,ursymbol seines ,daseins und den ,stil seiner ,umwelt bezogen3 zum ,ursymbol des ,krperhaften gehrt die rein populre1 naive81 zum ,symbol des unendlichen ,raumes die ausgesprochen unpopulre ,beziehung zwischen ,kulturschpfungen und den dazu gehrigen ,kulturmenschen4 ,populr ist die ,helle und ,nhe1 der ,vordergrund1 das ,augenblickliche und ,gegenwrtige1 in dem die unmittelbare ,sinnesempfindung ber den ,raum siegt4 ,populr ist jede ,wissenschaft1 welche die nchsten und greifbarsten ,motive aufsucht und ihrer innern ,struktur nach sich in ihnen erschpft und erschpfen kann4 ,die ,ferne weist ab2 sie legt ,raum zwischen sich und die ,menschen2 sie fordert berwindung1 ,willen1 ,kraft2 sie wird damit den wenigsten zugnglich4 ,die ,nhe bietet sich jedermann an4 ,die antike ,geometrie ist die des ,kindes1 die eines jeden ,laien4 ,euklids ,elemente der ,geometrie werden noch heute in ,england als ,schulbuch gebraucht4 ,der ,alltagsverstand wird sie stets fr die einzig richtige und wahre halten4 ,alle andern ,arten natrlicher ,geometrie1 die mglich sind und die -- in angestrengtester berwindung des populren ,augenscheins -- von uns gefunden wurden1 sind nur einem ,kreise berufener ,mathematiker verstndlich4 ,die berhmten vier ,elemente des ,empedokles sind die jedes naiven ,menschen und seiner angebornen ,physik84 ,was ,sophokles und ,euripides schrieben1 begriff jeder ,zuschauer4 ,ihre ,tragik ist die der ,orakel1 die des ,volksglaubens an ,wahrsagung und des deus ex machina1 die uns -- man denke an die ,braut von ,messina und hnliches -- unertrglich ist4 ,fr wie viel ,menschen aber sind ,wolframs ,parzeval1 der ,sturm1 der ,tasso wirklich geschrieben8 ,alles ,antike ist -- dem pflanzenhaften ,lebensgefhl entsprechend -- mit einem ,blick zu umfassen1 sei es der dorische ,tempel1 die ,statue1 die ,polis1 der ,gtterkult2 es gibt keine ,hintergrnde und ,geheimnisse4 ,aber man vergleiche daraufhin eine gotische ,domfassade mit den ,propylen1 eine ,radierung mit einem ,vasengemlde1 die ,politik des athenischen ,volkes mit der modernen ,kabinettspolitik4 ,man bedenke1 wie jedes unsrer epochemachenden ,werke der ,poesie1 der ,politik1 der ,wissenschaft eine ganze ,literatur von ,erklrungen hervorgerufen hat1 mit sehr zweifelhaftem ,erfolge dazu4 ,die ,parthenonskulpturen des ,phidias waren fr jeden ,hellenen da1 die ,musik ,bachs und seiner ,zeitgenossen war eine ,musik fr ,musiker4 ,wir haben den ,typus des ,rembrandtkenners1 des ,dantekenners1 des ,kenners der kontrapunktischen ,musik und es ist -- mit ,recht -- ein ,einwand gegen ,wagner1 da der ,kreis der ,wagnerianer allzu weit geworden ist1 da allzu wenig von seiner ,musik nur dem gewiegten ,musiker vorbehalten bleibt4 ,aber eine ,gruppe von ,phidiaskennern8 ,oder gar ,homerkennern8 ,hier wird eine ,reihe von ,phnomenen verstndlich1 als ,symptomen des abendlndischen ,lebensgefhls1 die man bisher geneigt war1 als allgemein menschliche ,beschrnktheiten moralphilosophisch oder wohl richtiger melodramatisch aufzufassen4 ,der unverstandene ,knstler81 der verhungernde ,poet81 der verhhnte ,erfinder81 der ,denker1 der erst in ,jahrhunderten begriffen wird8 -- das sind ,typen einer exklusiven und esoterischen ,kultur4 ,das ,pathos der ,distanz1 in dem sich der ,hang zum ,unendlichen und also der ,wille zur ,macht verbirgt1 liegt diesen ,phnomenen zugrunde4 ,sie sind im ,umkreise faustischen ,menschentums1 und zwar von der ,gotik bis zur ,gegenwart ebenso notwendig1 als sie unter apollinischen ,menschen undenkbar sind4 ,alle hohen ,schpfer des ,abendlandes waren von ,anfang bis zu ,ende in ihren eigentlichen ,absichten nur einem kleinen ,kreise zugnglich4 ,michelangelo hat gesagt1 da sein ,stil dazu berufen sei1 ,narren zu zchten4 ,gau hat dreiig ,jahre lang seine ,entdeckung der nichteuklidischen ,geometrie verschwiegen1 weil er das ,geschrei der ,boter8 frchtete4 ,aber das gilt von jedem ,maler1 jedem ,staatsmann1 jedem ,philosophen4 ,man vergleiche doch ,denker beider ,kulturen1 ,anaximander1 ,heraklit1 ,protagoras mit ,giordano ,bruno1 ,leibniz oder ,kant4 ,man denke daran1 da -- auer ,schiller -- kein deutscher ,dichter1 der berhaupt ,erwhnung verdient1 von ,durchschnittsmenschen verstanden werden kann und da es in keiner abendlndischen ,sprache ein ,werk von dem ,range und zugleich der ,simplizitt ,homers gibt4 ,das ,nibelungenlied ist eine sprde und verschlossene ,dichtung1 und ,dante zu verstehen ist wenigstens in ,deutschland selten mehr als eine literarische ,pose4 ,was es in der ,antike nie gab1 hat es im ,abendlande immer gegeben3 die exklusive ,form4 ,ganze ,zeitalter wie die der provencalischen ,kultur und des ,rokoko sind im hchsten ,grade gewhlt und abweisend4 ,ihre ,ideen1 ihre ,formensprache sind nur fr eine wenig zahlreiche ,klasse von hheren ,menschen vorhanden4 ,gerade da die ,renaissance1 diese vermeintliche ,wiedergeburt der -- so gar nicht exklusiven1 in ihrem ,publikum so gar nicht whlerischen -- ,antike keine ,ausnahme macht1 da sie durch und durch die ,schpfung der ,medici und einzelner erlesener ,geister war1 ein ,geschmack1 der die ,menge von vornherein abwies1 da im ,gegenteil das ,volk von ,florenz gleichgltig1 erstaunt oder unwillig zusah und gelegentlich1 wie im ,falle ,savonarolas1 mit ,vergngen die ,meisterwerke zerschlug und verbrannte1 beweist1 wie tief diese ,seelenferne geht4 ,denn die attische ,kultur besa jeder ,brger4 ,sie schlo keinen aus und sie kannte deshalb den ,unterschied von tief und flach1 der fr die faustische ,sphre von entscheidender ,bedeutung ist1 berhaupt nicht4 ,populr und flach sind fr uns ,wechselbegriffe1 in der ,kunst wie in der ,wissenschaft2 fr antike ,menschen sind sie es nicht4 ,oberflchlich aus ,tiefe8 hat ,nietzsche die ,griechen einmal genannt4 ,man betrachte daraufhin unsre ,wissenschaften1 die alle1 ohne ,ausnahme1 neben elementaren ,anfangsgrnden hhere81 dem ,laien unverstndliche ,gebiete haben -- auch dies ein ,symbol des ,unendlichen und der ,richtungsenergie4 ,es gibt bestenfalls tausend ,menschen auf der ,welt1 fr welche heute die letzten ,kapitel der theoretischen ,physik geschrieben werden4 ,gewisse ,probleme der modernen ,mathematik sind nur einem noch viel engern ,kreise zugnglich4 ,alle volkstmlichen ,wissenschaften sind heute von vornherein wertlose1 verfehlte1 verflschte ,wissenschaften4 ,wir haben nicht nur eine ,kunst fr ,knstler 7l'art pour l'art71 sondern auch eine ,mathematik fr ,mathematiker1 eine ,politik fr ,politiker -- von der das profanum vulgus der ,zeitungsleser keine ,ahnung hat1#ajj whrend die antike ,politik niemals ber den geistigen ,horizont der hinausging -- und eine ,poesie fr ,philosophen4 ,man kann den beginnenden ,verfall der abendlndischen ,wissenschaft1 der schon deutlich fhlbar ist1 allein an dem ,bedrfnis nach einer ,wirkung ins ,breite ermessen2 da die strenge ,esoterik der ,barockzeit als drckend empfunden wird1 verrt die sinkende ,kraft1 die ,abnahme des ,distanzgefhls1 das diese ,schranke ehrfrchtig anerkennt4 ,die wenigen ,wissenschaften1 die heute noch ihre ganze ,feinheit1 ,eleganz und ,energie des ,schlieens und ,folgerns bewahrt haben und nicht vom ,feuilletonismus angegriffen sind -- es sind nicht mehr viele3 die theoretische ,physik1 die ,mathematik1 die katholische ,dogmatik1 vielleicht noch die ,jurisprudenz --1 wenden sich an einen engen1 gewhlten ,kreis von ,kennern4 ,der ,kenner aber ist es1 der mit seinem ,gegensatz1 dem ,laien1 der ,antike fehlt1 wo jeder alles kennt4 ,fr uns hat diese ,polaritt von ,kenner und ,laie den ,rang eines groen ,symbols und wo die ,spannung dieser ,distanz nachzulassen beginnt1 da erlischt das faustische ,lebensgefhl4 ,dieser ,zusammenhang gestattet fr die letzten ,stadien der abendlndischen ,geistigkeit -- also fr die nchsten zwei1 vielleicht nicht einmal zwei ,jahrhunderte -- den ,schlu1 da1 je hher die weltstdtische ,leere und ,trivialitt der ffentlich und praktisch8 gewordenen ,knste und ,wissenschaften steigt1 desto strenger sich der posthume ,geist der ,kultur in sehr enge ,kreise zurckziehen und dort ohne ,zusammenhang mit der ffentlichkeit an ,gedanken und ,formen wirken wird1 die nur einer uerst geringen ,anzahl von bevorzugten ,menschen etwas bedeuten knnen4 #h ,kein antikes ,kunstwerk sucht eine ,beziehung zum ,betrachter4 ,das hiee den unendlichen ,raum1 in dem das einzelne ,werk sich verliert1 durch dessen ,formensprache bejahen1 ihn in die ,wirkung einbeziehen4 ,eine attische ,statue ist vollkommen euklidischer ,krper1 zeitlos und beziehungslos1 durchaus in sich abgeschlossen4 ,sie schweigt4 ,sie hat keinen ,blick4 ,sie wei nichts vom ,zuschauer4 ,wie sie im ,gegensatz zu den plastischen ,gebilden aller andern ,kulturen ganz fr sich steht und sich in keine grere architektonische ,ordnung einfgt1 so steht sie unabhngig neben dem antiken ,menschen1 ,krper neben ,krper4 ,er empfindet ihre bloe ,nhe1 ihre ruhende ,form1 nicht ihre ,macht1 keine den ,raum durchdringende ,wirkung4 ,so uert sich das apollinische ,lebensgefhl4 ,die erwachende magische ,kunst kehrte alsbald den ,sinn dieser ,formen um4 ,das ,auge der ,statuen und ,portrts konstantinischen ,stils richtet sich gro und starr auf den ,betrachter4 ,es reprsentiert die hhere der beiden ,seelensubstanzen1 das ,pneuma4 ,die ,antike hatte das ,auge blind gebildet2 jetzt wird die ,pupille gebohrt1 das ,auge wendet sich1 unnatrlich vergrert1 in den ,raum hinein1 den es in der attischen ,kunst nicht als seiend anerkannt hatte4 ,im antiken ,freskogemlde waren die ,kpfe einander zugewendet2 jetzt1 in den ,mosaiken von ,ravenna und schon in den ,reliefs der altchristlich-sptrmischen ,sarkophage1 wenden sie sich smtlich dem ,betrachter zu und heften den durchgeistigten ,blick auf ihn4 ,eine geheimnisvoll eindringliche ,fernwirkung geht1 hchst unantik1 von der ,welt im ,kunstwerk in die ,sphre des ,zuschauers hinber4 ,noch in den frhflorentinischen und frhrheinischen ,bildern auf ,goldgrund ist etwas von dieser ,magie zu spren4 ,und nun betrachte man die abendlndische ,malerei1 von ,lionardo an1 wo sie zum vollen ,bewutsein ihrer ,bestimmung gelangt ist4 ,wie begreift sie den einen unendlichen ,raum1 dem das ,werk und der ,zuschauer1 beide bloe ,schwerpunkte dynamischer ,seelenkrfte1 angehren8 ,das volle faustische ,lebensgefhl1 die ,leidenschaft der dritten ,dimension1 ergreift die ,form des ,bildes81 der einfachen1 farbig behandelten ,flche1 und gestaltet sie in unerhrter ,weise um4 ,das ,gemlde bleibt nicht fr sich1 es richtet sich nicht auf den ,zuschauer2 es nimmt ihn in seine ,sphre auf4 ,der durch den ,bildrahmen begrenzte ,ausschnitt -- das ,guckkastenbild1 das getreue ,seitenstck des ,bhnenbildes -- reprsentiert den ,weltraum selbst4 ,vordergrund und ,hintergrund verlieren ihre stofflich-nahe ,tendenz und schlieen auf1 statt abzugrenzen4 ,ferne ,horizonte vertiefen das ,bild ins ,unendliche2 die farbige ,behandlung der ,nhe lst die ideale vordere ,scheidewand der ,bildflche auf und erweitert den ,bildraum so1 da der ,betrachter in ihm weilt4 ,die berschneidungen durch den ,rahmen1 die seit #aejj immer hufiger und khner werden1 entwerten auch die seitliche ,grenze4 ,der hellenische ,betrachter eines polygnotischen ,fresko stand vor dem ,bilde4 ,wir versenken8 uns in ein ,bild von ,rubens und ,lorrain1 d4 h4 wir werden durch die ,gewalt der ,raumbehandlung in das ,bild gezogen4 ,damit ist die ,einheit des ,weltraumes hergestellt4 ,in dieser durch das ,bild imaginierten ,unendlichkeit herrscht nun die abendlndische ,perspektive4 ,das ,problem der ,perspektive ist ein metaphysisches4 ,was das ,tiefenerlebnis fr den seelisch erwachenden ,kulturmenschen bedeutet1 das pltzliche ,werden einer ihm allein zugehrigen ,welt1 das wiederholt sich in jeder dieser groen ,knste1 die auf einer ,flche ein ,stck ,welt1 ein ,ausgedehntes von bedeutsamem ,typus geben wollen4 ,es gibt eine ,vielzahl mglicher ,perspektiven1 deren jede eine ,weltanschauung reprsentiert1 und die ,wahl1 welche die ,malerei einer ,kultur hier mit unbedingter ,notwendigkeit trifft1 hat den ,rang eines ,symbols4 ,betrachtet man lgemlde der abendlndischen1 ,vasenbilder der antiken1 ,reliefs der gyptischen1 ,mosaiken der arabischen und ,bildrollen der chinesischen ,kultur1 so findet man1 da das ganz ,einzige der faustischen ,seele das ,bedrfnis eines idealen ,mittelpunktes im ,unendlichen1 eines dynamischen ,zentrums ist4 ,dies ist der ,sinn der westeuropischen ,perspektive in ,bild1 ,bhne und ,park1 des ,durchblicks vom ,portal zum ,hochaltar der ,dome1 des ,anfangspunktes mathematischer und physikalischer ,kraftsysteme4 ,diese ,perspektive whlt einen ,konvergenzpunkt1 der nun seinerseits das ,ich zum funktionalen ,schwerpunkt der ,welt macht4 ,das ist ,richtungsenergie1 ,wille zur ,macht4 ,dergleichen hat keine andre ,kultur gekannt4 ,das ist es1 was die solipsistische ,philosophie des ,barock stets gesucht hat4 ,ob sie die ,welt zur ,vorstellung macht1 zur ,erscheinung des ,dinges an sich durch die ,form der geistigen ,rezeption1 ob sie das ,problem realistisch oder idealistisch fat1 immer ist es das ,ich1 ohne das die ,welt nicht mglich erscheint4 ,das ,problem ist unlsbar1 ein inneres ,postulat des abendlndischen ,seelentums4 ,alle ,denker verloren sich darber in ,widersprche und ,unmglichkeiten4 ,nur das ,fundament blieb unerschttert1 das ,lebensgefhl1 das die einsame ,seele zum schpferischen ,mittelpunkt des ,alls macht4 ,der ,grieche ist ,atom in seinem ,kosmos1 der ,chinese fhlt sein ,selbst irgendwo im weiten ,ausgedehnten1 wo er sich eine friedliche ,insel sucht2 nur das faustische ,ich ist ,herrscher im ,raume1 auch im ,raume des ,gemldes1 das sich in den vom ,blickpunkt aus geordneten ,hintergrund verliert und ihn umschliet4 ,man hat es noch nicht gengend bemerkt1 wie zu ,beginn der arabischen ,kultur und zwar zugleich in der heidnischen und christlichen ,kunst die antike ,bildperspektive -- die von unserm ,standpunkt aus nur ,mangel an ,perspektive1 d4 h4 an ,beherrschung eines ausgedehnten ,ganzen durch ein ordnendes ,prinzip ist1 da hier jeder einzelne ,krper seine eigne ,orientierung besitzt -- sich pltzlich umwandelt1 das wunderbare ,zeichen eines neuen ,weltgefhls1 welches das ,tiefenerlebnis vollkommen anders deutet4 ,am klarsten wird die magische umgekehrte8 ,perspektive unter den erhaltenen ,beispielen am ,theodosius-,obelisken in ,konstantinopel3 am grten ist die vom ,betrachter entfernteste ,figur1 am kleinsten die nchste -- weil die ,gestalt des ,kaisers den ,raum beherrscht und von ihm aus die ,ordnung empfunden wird4 ,die chinesisch-japanische ,malerei verdeutlicht das ,welterlebnis einer wieder ganz anders angelegten ,seele1 der faustischen zwar in manchem verwandt und auch einem grenzenlosen ,ausgedehnten hingegeben1 aber ohne den ordnenden ,machtanspruch des ,ich4 ,die chinesische ,philosophie1 ,konfucius z4 ,b41 unterscheidet sich in diesem ,punkte durchaus und in derselben ,richtung von der abendlndischen4 ,wie die fortlaufenden ,darstellungen der ,rollbilder zeigen1 empfindet der ,betrachter das ,rumliche vom ,mittelgrunde aus1 in dem er zwanglos1 selbst im ,raume verloren statt ihn bildend 7,kant71 die ,tiefe und ,nhe durchstreift1 ohne da auf die ,ferne das uns notwendige und selbstverstndliche ,schwergewicht gelegt wird4 ,daher die ostasiatische ,parallelperspektive 7alle ,parallelen werden als solche gezeichnet7 im ,gegensatz zur faustischen ,konvergenzperspektive4 ,man fat das einzelne einzeln auf1 nicht das ,ganze als eine vom ,blick beherrschte ,einheit4 ,die chinesische ,seele fhlt darin der gyptischen nicht unhnlich4 ,auch die auf starke ,nahsicht berechneten ,reliefs des ,alten ,reiches1 welche das ,hintereinander durch bereinanderordnung geben1 wollen im ,entlangschreiten der ,reihe nach aufgefat werden -- hier wie dort liegt ein ,symbol des ,lebensweges der elementaren ,anordnung zugrunde4 ,die chinesische ,landschaft ist also entweder ,nah- oder ,fernbild1 je nachdem der ,mittelgrund1 von dem die ,bedeutung des ,ganzen gleichsam ausstrahlt1 nah oder fern vom ,betrachter angenommen worden ist4 ,unsere ,landschaften1 in die wir durch den ,rahmen hineinblicken1 sind beides zugleich1 unendliche ,ferne und unendliche ,nhe1 durch das ,konvergenzprinzip zusammengefat4#aja ,die ,ferne ist die ,seele der ,landschaft8 -- dieser altchinesische ,meisterspruch rhrt aber dennoch an den ,geist ,rembrandts4 ,erinnern wir uns1 da ,landschaften in der raumverneinenden antiken ,kunst undenkbar sind1 auch das am ,unendlichen haftende ,naturgefhl4 ,es sind nur diese zwei ,kulturen1 einander so fern gelegen1 die beide die reine1 in die ,ferne sich dehnende ,landschaft zum ,thema einer groen ,kunst erhoben4 ,es folgt daraus1 da sie allein eine ,gartenkunst groen ,stiles besaen2 die abendlndische wiederholt in ihr das ,prinzip der ,konvergenzperspektive -- der point de vue der groen ,rokokoparks --1 die chinesische mit gleicher ,eindringlichkeit der ,formensprache das der ,parallelperspektive4 ,ich mchte hier auch an schne altdeutsche ,rechts- und ,gelbnisformeln erinnern1 die das gleiche ,unendlichkeitsgefhl1 in starkem ,gegensatz zur plastischen ,gegenwrtigkeit des rmischen ,rechts und der griechischen ,kunst zum ,ausdruck bringen4 ,immer und ewiglich1 dieweil ,grund und ,grat stehet82 so weit die ,sonne scheint82 solange als der ,wind die ,wolken treibt82 so weit gehen als der ,wind weht und der ,hahn krht82 so weit sich das ,blaue am ,himmel erstreckt83 dies ,gefhl ist es1 dem die westeuropische ,landschaftsmalerei eine groe ,form gegeben hat4 ,wie tief die ,esoterik der faustischen ,seele geht1 in wie hohem ,grade sie alles und jedes in ihrem ,ausdruck erkmpfen mute1 whrend der antiken ,seele ihre populren ,symbole geschenkt wurden1 beweist auch die ,geschichte der ,perspektive4 ,unter allen1 die bisher als ,ausdruck eines ,welterlebnisses in historische ,erscheinung traten1 fordert die abendlndische den hchsten ,grad von ,abstraktion1 die peinlichste ,strenge der ,formgebung4 ,das ,bedrfnis nach ihr taucht in den ,niederlanden zugleich mit der ,entstehung des ,kontrapunkts auf1 unmittelbar nach ,vollendung des gotischen ,bausystems4 ,der ,drang nach diesem ,prinzip von hchstem symbolischen ,gehalt und die ,kraft1 es zu verwirklichen1 waren keineswegs gleich4 ,brunellesco fand um #adcj wenigstens eine annhernde mathematische ,lsung der ,zentralperspektive1 sicherlich die einfachste1 aber in ihrer schematischen ,enge wenig befriedigend4 ,in der ,tat war sie1 an ,krpern haftend1 nicht durch ,luftbehandlung realisierbar1 wohl fr die architektonischen ,bildkulissen sdlicher1 nicht aber fr die freien ,landschaften nordischer ,meister brauchbar4 ,diese im ,grunde plastische ,linienperspektive besitzt eine antigotische ,tendenz und bestimmt den allgemeinen ,stil der ,renaissancemalerei ebenso wie die ,wahl ihrer ,entwrfe4 ,sie bildet den ,raum durch seine krperhaften ,grenzen1 nicht den ,raum an sich4 ,das entspricht durchaus dem florentinischen1 aber schon nicht mehr dem venezianischen ,formgefhl4 ,die deutschen ,meister haben immer mehrere ,konvergenzpunkte1 wodurch sie den ,schein einer unkrperlichen ,freiheit bewahren4 ,im ,grunde hat man eine mathematische ,przision1 die ein ,verkennen des tiefern ,sinnes der ,malerei bedeuten wrde1 nie erstrebt4 ,wie schwer aber selbst die ,zentralperspektive zu verwirklichen ist1 beweist die ,tatsache1 da ,maler und ,bildhauer der ,frhrenaissance sich den perspektivischen ,grundri ihrer ,bilder und ,reliefs von andern einzeichnen lieen4 ,so hat ,brunellesco das fr ,masaccio und ,donatello getan4 ,die lmalerei ging dann mit steigender ,entschiedenheit von der linearen zur atmosphrischen ,perspektive ber1 mathematisch gesprochen und an einem gleichzeitigen ,phnomen verdeutlicht von der ,koordinatengeometrie zur reinen funktionalen ,analysis1 denn die reine ,landschaftsperspektive wird nur durch die ,funktionen der ,farbentne verwirklicht4 ,es ist der ,schritt vom zeichnerischen zum malerischen ,stil1 und in diesem ,sinne hat die faustische ,konvergenzperspektive ihre letzte ,fassung1 die jeden ,rest linearer1 d4 h4 renaissancemiger ,tiefenbehandlung ausschlo1 in der ,freilichtmalerei des #ai4 ,jahrhunderts erhalten4 #i ,das faustische ,lebensgefhl knpft nun das perspektivische ,rahmenbild an ein astronomisches ,weltbild von einer ungeheuren ,leidenschaft im ,durchdringen unendlicher ,raumfernen4 ,der apollinische ,mensch hatte den ,weltraum nie bemerken wollen2 seine philosophischen ,systeme schweigen smtlich von ihm4 ,sie kennen nur ,probleme der greifbar wirklichen ,dinge1 und dem zwischen den ,dingen8 haftet nichts irgendwie ,positives und ,bedeutsames an4 ,sie nehmen die ,erde1 auf der sie stehen1 als die schlechthin gegebene ganze ,welt und nichts wirkt fr den1 der hier noch die innersten und geheimsten ,grnde zu sehen vermag1 grotesker als die immer wiederholten ,versuche1 das ,himmelsgewlbe der ,erde theoretisch so zuzuordnen1 da deren symbolischer ,vorrang in keiner ,weise angetastet wird4 ,eine ,art metaphysischer ,angst trieb hier zu ,entwrfen1 wie sie der ,gestaltungskraft der antiken ,seele -- man denke an den ,mythus und seine immer hchst stofflichen ,bildungen -- sonst ganz fern liegen4 ,wir haben das ,schauspiel groartiger ,astronomien in der gyptischen1 babylonischen1 arabischen ,kultur und mitten unter ihnen den antiken ,menschen1 der gleichgltig oder besorgt um sein euklidisches ,weltbild zusieht4 ,wie drftig sind die wenigen nacherzhlten ,angaben in seiner ,philosophie und wo wre der ,denker im ,athen des ,perikles1 der sich eine ,sternwarte erbaut und eigne ,gedanken ber ein ,weltsystem gehabt htte6 ,es sei noch einmal erwhnt1 da gerade damals in ,athen ein ,volksbeschlu durchging1 der die ,verbreitung astronomischer ,theorien mit den schwersten ,strafen bedrohte4 ,da die ,erde ,kugelgestalt besitzt1 das heit1 da sie in einem gewaltigen ,raume schwebt1 war ihnen wiederholt bewiesen worden4 ,pythagoras wute es schon4 ,aber man lie den ,gedanken nicht ins ,innere der ,seele dringen und hielt das ,weltgefhl unabhngig davon4 ,man verga ihn immer wieder1 weil man ihn vergessen wollte4 ,und damit vergleiche man die erschtternde ,vehemenz1 mit welcher die ,entdeckung des ,kopernikus1 dieses ,zeitgenossen8 des ,pythagoras1 die ,seele des ,abendlandes durchdrang1 und die tiefe ,inbrunst1 mit welcher ,kepler die ,gesetze der ,planetenbahnen entdeckte1 die ihm als eine unmittelbare ,offenbarung ,gottes erschienen2 er wagte bekanntlich nicht an ihrer kreisfrmigen ,gestalt zu zweifeln1 weil jede andre ihm ein ,symbol von zu geringer ,wrde darzustellen schien4 ,hier kam das altnordische ,lebensgefhl1 die ,wikingersehnsucht nach dem ,grenzenlosen1 zu ihrem ,rechte4 ,dies gibt der echt faustischen ,erfindung des ,fernrohrs einen tiefen ,sinn4 ,indem es in ,rume eindringt1 die dem bloen ,auge verschlossen bleiben1 an denen der ,wille zur ,macht ber den ,weltraum eine ,grenze findet1 erweitert es das ,all1 das wir besitzen84 ,das wahrhaft religise ,gefhl1 das den heutigen ,menschen ergreift1 der zum erstenmal diesen ,blick in den ,sternenraum tun darf1 ein ,machtgefhl1 dasselbe1 das ,shakespeares grte ,tragdien erwecken wollen1 wre einem ,sophokles als der ,frevel aller ,frevel erschienen4 ,das ,pathos des kopernikanischen ,weltbewutseins1 das ausschlielich unsrer ,kultur angehrt und -- ich wage hier eine ,behauptung1 die heute noch ungeheuer paradox erscheinen wird -- in ein gewaltsames ,vergessen der ,entdeckung umschlagen wrde und wird1 sobald sie der ,seele einer knftigen ,kultur bedrohlich erscheint1 dies ,pathos beruht auf der ,gewiheit1 da nunmehr dem ,kosmos das ,krperlich-,statische1 das sinnbildliche bergewicht des plastischen ,erdkrpers1 genommen ist4 ,bis dahin befand sich der ,himmel1 der ebenfalls als substanzielle ,gre gedacht oder mindestens empfunden war1 im metaphysischen1 polaren ,gleichgewicht zur ,erde4 ,jetzt ist es der ,raum1 der das ,all beherrscht2 ,welt8 bedeutet ,raum und die ,gestirne sind kaum mehr als mathematische ,punkte1 deren ,stoffliches das ,weltgefhl nicht mehr berhrt4 ,demokrit1 der im ,namen der apollinischen ,kultur hier eine ,krpergrenze schaffen wollte und mute1 hatte sich eine ,schicht hakenfrmiger ,atome gedacht1 die wie eine ,haut den ,kosmos abschliet4 ,demgegenber steht unser nie gestillter ,hunger nach immer neuen ,weltfernen4 ,das ,system des ,kopernikus hat1 zuerst durch ,giordano ,bruno1 in den ,jahrhunderten des ,barock eine unermeliche ,erweiterung erfahren4 ,wir wissen heute1 da die ,summe aller ,sonnensysteme -- etwa #ce ,millionen -- ein geschlossenes ,sternensystem bildet1 das nachweisbar endlich ist#ajb und die ,gestalt eines ,rotationsellipsoids besitzt1 dessen quator mit dem ,bande der ,milchstrae annhernd zusammenfllt4 ,schwrme von ,sonnensystemen durchziehen wie ,zge von wandernden ,vgeln mit gleicher ,richtung und ,geschwindigkeit diesen ,raum4 ,eine solche ,schar bildet unsre ,sonne mit den hellen ,sternen ,capella1 ,wega1 ,atair und ,beteigeuze4 ,die ,achse des ungeheuren ,systems1 dessen ,mitte unsre ,sonne gegenwrtig nicht sehr fern steht1 wird #dgj ,millionen mal so gro als der ,abstand von ,sonne und ,erde angenommen4 ,der nchtliche ,sternenhimmel gibt uns gleichzeitig ,eindrcke1 deren zeitlicher ,ursprung bis zu #cgjj ,jahren auseinanderliegt2 so viel betrgt der ,lichtweg von der uersten ,grenze bis zur ,erde4 ,im ,bilde der ,historie1 das sich vor unsren ,augen entfaltet1 entspricht das einer ,dauer ber die gesamte antike und arabische ,kultur zurck bis zum ,hhepunkt der gyptischen1 zur ,zeit der #ab4 ,dynastie4 ,dieser ,aspekt ist fr den faustischen ,geist erhaben1#ajc fr den apollinischen wre er grauenvoll gewesen1 eine vollkommene ,vernichtung der tiefsten ,bedingungen seines ,daseins4 ,da eine endgltige ,grenze des fr uns ,gewordnen und ,vorhandnen mit dem ,rande des ,sternenkrpers statuiert wird1 wre ihm als ,erlsung erschienen4 ,wir aber haben mit innerster ,notwendigkeit die unausweichliche neue ,frage3 ,gibt es auerhalb dieses ,systems etwas8 ,gibt es ,mengen solcher ,systeme in ,entfernungen1 denen gegenber die hier festgestellten ,dimensionen auerordentlich klein sind8 ,fr die sinnliche ,erfahrung erscheint eine absolute ,grenze erreicht2 durch diese massenleeren ,rume4 die eine bloe ,denknotwendigkeit fr uns sind1 kann weder das ,licht noch die ,gravitation ein ,existenzzeichen geben4 ,die seelische ,leidenschaft1 das ,bedrfnis nach restloser ,verwirklichung unsrer ,daseinsidee in ,symbolen aber leidet unter dieser ,grenze unsrer ,sinnesempfindungen4 #aj ,deshalb haben die ,germanen1 in deren urmenschlicher ,seele das ,faustische sich bereits zu regen begann1 in grauer ,vorzeit die ,segelschiffahrt erfunden1 die sie vom ,festland befreite4 ,die gypter standen ihr nahe1 aber sie zogen nur den ,vorteil der ,arbeitsersparnis daraus4 ,sie fuhren wie frher mit ihren ,ruderschiffen die ,kste entlang nach ,punt und ,syrien1 ohne die ,idee der ,hochseefahrt1 das ,befreiende und ,symbolische in ihr zu empfinden4 ,denn die ,segelschiffahrt berwindet den euklidischen ,begriff des ,landes4 ,im ,anfang des #ad4 ,jahrhunderts erfolgt beinahe gleichzeitig -- und gleichzeitig mit der ,erfindung der lmalerei und des ,kontrapunkts6 -- die ,erfindung des ,schiepulvers und des ,kompasses1 also der ,fernwaffen und des ,fernverkehrs1 die beide mit tiefer ,notwendigkeit auch innerhalb der chinesischen ,kultur erfunden worden sind4 ,es war der ,geist der ,wikinger1 der ,hansa1 der ,geist jener ,urvlker1 welche die ,hnengrber als die ,male einsamer ,seelen auf weiter ,ebene aufschtteten -- statt der huslichen ,aschenurne der ,hellenen --1 die ihre toten ,knige auf brennendem ,schiffe in die hohe ,see treiben lieen1 ein erschtterndes ,zeichen jener dunklen ,sehnsucht nach dem ,grenzenlosen1 die sie trieb1 auf ihren winzigen ,khnen um #ijj1 als die ,geburt der abendlndischen ,kultur sich ankndigte1 die ,kste ,amerikas zu erreichen1 whrend die von gyptern und ,karthagern bereits ausgefhrte ,umschiffung ,afrikas die antike ,menschheit vllig gleichgltig lie4 ,wie statuenhaft ihr ,dasein auch hinsichtlich des ,verkehrs war1 bezeugt die ,tatsache1 da die ,nachricht vom ersten punischen ,kriege 7#bfd-bda71 einem der gewaltigsten der antiken ,geschichte1 nur wie ein dunkles ,gercht von ,sizilien nach ,athen drang4 ,selbst die ,seelen der ,griechen waren im ,hades versammelt1 ohne sich zu regen1 als ,schattenbilder 771 ohne ,kraft1 ,wunsch und ,empfindung4 ,die nordischen ,seelen gesellten sich dem wtenden ,heere8 zu1 das rastlos durch die ,lfte schweift und wiederkehrt84 ,der ,geist des ,patroklos aber -- in jener wundervollen ,szene am ,schlu der ,ilias -- will nur ,ruhe finden und fleht deshalb den ,freund an1 die ,bestattung zu beschleunigen4 ,auf der gleichen ,kulturstufe wie die ,entdeckungen der ,spanier und ,portugiesen erfolgte die groe hellenische ,kolonisation 7#aejj und #gej-fjj74 ,aber whrend jene von der ,abenteurersehnsucht nach ungemessenen ,fernen und allem ,unbekannten und ,gefahrvollen besessen waren1 ging der ,grieche ,punkt fr ,punkt vorsichtig hinter den bekannten ,spuren der ,phniker und ,karthager her1 und seine ,neugier erstreckte sich nicht im geringsten auf das1 was jenseits der ,sulen des ,herkules oder des ,roten ,meeres lag1 so leicht erreichbar es ihm gewesen wre4 ,man hrte in ,athen von dem ,weg in die ,nordsee1 nach dem ,kongo1 nach ,sansibar1 nach ,indien reden2 zur ,zeit des ,heron war die ,lage der ,sdspitze ,indiens und der ,sundainseln bekannt2 aber man verschlo sich dem so gut wie dem astronomischen ,wissen des alten ,ostens4 ,die ,kolumbussehnsucht blieb der apollinischen ,seele ebenso fremd wie die ,sehnsucht des ,kopernikus4 ,diese auf den ,gewinn so versessenen hellenischen ,kaufleute hatten eine tiefe metaphysische ,scheu vor der ,ausdehnung des geographischen ,horizontes4 ,auch da hielt man sich an ,nhe und ,vordergrund4 ,das ,dasein der ,polis1 jenes merkwrdige ,ideal des ,staates als ,statue1 war ja nichts als eine ,zuflucht vor der weiten ,welt8 der ,germanen4 ,und dabei ist die ,antike unter allen bisher erschienenen ,kulturen die einzige1 deren ,mutterland nicht auf der ,flche eines ,kontinents1 sondern um die ,ksten eines ,inselmeeres gelagert war und ein ,meer als eigentlichen ,schwerpunkt umschlo4 ,trotzdem hat nicht einmal der ,hellenismus mit seiner intellektuellen ,vorliebe fr ,technisches sich vom ,gebrauche der ,ruder befreit1 welche die ,schiffe an der ,kste hielten4 ,die ,schiffbaukunst konstruierte damals -- in ,alexandria -- ,riesenschiffe von #hj m ,lnge1 und man hatte wieder einmal das ,dampfschiff im ,prinzip erfunden4 ,aber es gibt -- wir werden das spter sehen -- ,entdeckungen von dem ,pathos eines groen und notwendigen ,symbols1 die etwas sehr ,innerliches offenbaren1 und solche1 die lediglich ein ,spiel des ,geistes sind4 ,das ,dampfschiff ist fr den apollinischen ,menschen das letzte1 fr den faustischen das erste4 ,erst der ,rang im ,ganzen des ,makrokosmos gibt einer ,erfindung und ihrer ,anwendung ,tiefe oder ,oberflchlichkeit4 ,die ,entdeckungen des ,kolumbus und ,vasco da ,gama erweiterten den geographischen ,horizont ins ,ungemessene3 ,das ,weltmeer trat dem ,lande gegenber in das gleiche ,verhltnis wie der ,weltraum zur ,erde4 ,jetzt erst entlud sich die politische ,spannung des faustischen ,weltbewutseins4 ,fr den ,griechen war und blieb ,hellas das wesentliche ,stck der ,erdflche2 mit der ,entdeckung ,amerikas wurde das ,abendland zur ,provinz in einem riesenhaften ,ganzen4 ,von hier an trgt die ,geschichte der nordischen ,kultur planetarischen ,charakter4 ,jede ,kultur besitzt ihren eignen ,begriff von ,heimat und ,vaterland1 schwer greifbar1 kaum in ,worte zu fassen1 voller dunkler metaphysischer ,beziehungen1 aber trotzdem von unzweideutiger ,tendenz4 ,das antike ,heimatgefhl1 das den einzelnen ganz leibhaft und euklidisch an die ,polis band1 steht hier jenem rtselhaften ,heimweh des ,nordlnders gegenber1 das etwas ,musikhaftes1 ,schweifendes und ,unirdisches hat4 ,der antike ,mensch empfindet als ,heimat nur1 was er von der ,burg seiner ,vaterstadt aus bersehen kann4 ,wo der ,horizont von ,athen endet1 beginnt die ,fremde1 der ,feind1 das ,vaterland8 der andern4 ,der ,rmer selbst der letzten republikanischen ,zeit hat unter patria niemals ,italien1 auch nicht ,latium1 stets nur die ,urbs ,roma verstanden4 ,die antike ,welt lst sich mit steigender ,reife in eine ,unzahl vaterlndischer ,punkte auf1 unter denen ein krperliches ,absonderungsbedrfnis in ,gestalt eines ,hasses besteht1 der den ,barbaren gegenber nie in dieser ,strke zum ,vorschein kommt2 und nichts kann das endgltige ,erlschen des antiken und den ,sieg des magischen ,weltgefhls nach dieser ,seite hin schrfer kennzeichnen als die ,verleihung des rmischen ,brgerrechts an alle ,provinzialen durch ,caracalla 7#bab74 ,damit war der antike1 statuenhafte ,begriff des ,brgers aufgehoben4 ,es gab ein ,reich81 es gab folglich auch eine neue ,art von ,zugehrigkeit4 ,bezeichnend ist der entsprechende rmische ,begriff des ,heeres4 ,es gab kein rmisches ,heer81 wie man vom preuischen ,heere spricht2 es gab nur ,heere1 d4 h4 durch ,ernennung eines ,legaten als solche1 als begrenzte und sichtbar-gegenwrtige ,krper bestimmte ,truppenteile 7,truppenkrper871 einen exercitus ,scipionis1 ,crassi1 aber keinen exercitus ,romanus4 ,ein verwandter ,unterschied lt sich zwischen ,napoleons ,grande ,arme und dem abstrakten1 ,zeit und ,raum berschreitenden ,begriff der arme franaise feststellen4 ,erst ,caracalla1 der durch den erwhnten ,akt den ,begriff des civis ,romanus tatschlich aufhob1 der die rmische ,staatsreligion durch ,gleichsetzung der stdtischen ,gottheiten mit allen fremden auslschte1 hat auch den -- unantiken1 magischen -- ,begriff des kaiserlichen ,heeres geschaffen1 das durch die einzelnen ,legionen in ,erscheinung tritt1 whrend altrmische ,heere nichts bedeuten1 sondern ausschlielich etwas sind4 ,von nun an ndert sich auf den ,inschriften der ,ausdruck fides exercituum in fides exercitus3 an ,stelle krperlich empfundener ,einzelgottheiten 7der ,treue1 des ,glcks der ,legion71 denen der ,legat opferte1 war ein allgemein geistiges ,prinzip getreten4 ,dieser ,bedeutungswandel hat sich auch im ,vaterlandsgefhl des ,menschen der ,kaiserzeit -- nicht nur des ,christen -- vollzogen4 ,heimat ist dem apollinischen ,menschen1 solange ein ,rest seines ,weltgefhls wirksam ist1 im ganz eigentlichen1 krperhaften ,sinne der ,boden1 auf dem seine ,stadt erbaut ist4 ,man wird sich hier der ,einheit des ,ortes8 attischer ,tragdien und ,statuen erinnern4 ,dem magischen ,menschen1 dem ,christen1 dem ,neuplatoniker1 dem ,mohammedaner1 dem ,juden ist sie nichts1 was mit geographischen ,wirklichkeiten zusammenhngt4 ,uns ist sie eine ungreifbare ,einheit von ,natur1 ,sprache1 ,klima1 ,sitte1 ,geschichte2 nicht ,erde1 sondern ,land81 nicht punktfrmige ,gegenwart1 sondern ,vergangenheit und ,zukunft1 nicht eine ,einheit von ,menschen1 ,gttern und ,husern1 sondern eine ,idee1 die sich mit rastloser ,wanderschaft1 mit tiefster ,einsamkeit und mit jener urdeutschen ,sehnsucht nach dem ,sden vertrgt1 an der von den ,sachsenkaisern bis auf ,hlderlin die ,besten gestorben sind4 ,die faustische ,kultur war deshalb im strksten ,mae erobernd2 sie berwand alle geographisch-stofflichen ,schranken2 sie hat zuletzt die ,erdoberflche in ein einziges ,kolonialgebiet verwandelt4 ,was von ,meister ,eckart bis auf ,kant alle ,denker wollten1 die ,welt als ,erscheinung8 den ,machtansprchen des erkennenden ,ich unterwerfen1 das taten von ,otto dem ,groen bis auf ,napoleon alle ,fhrer4 ,das ,grenzenlose war das eigentliche ,ziel ihres ,ehrgeizes1 die ,weltmonarchie der groen ,salier und ,staufen1 die ,plne ,gregors ,,vii4 und ,innozenz ,,iii41 jenes ,reich der spanischen ,habsburger1 in dem die ,sonne nicht unterging81 und der ,imperialismus1 um den heute der ,weltkrieg gefhrt wird4 ,der antike ,mensch konnte aus einem inneren ,grunde kein ,eroberer sein1 trotz des ,alexanderzuges1 der als romantische ,ausnahme und mehr noch durch den inneren ,widerstand der ,begleiter lediglich die ,regel besttigt4 ,sein pflanzenhaftes ,seelentum verbot ihm das ,schweifen in die ,ferne4 ,in den ,zwergen1 ,nixen und ,kobolden hat die nordische ,seele ,wesen geschaffen1 die mit einer unstillbaren ,sehnsucht aus dem bindenden ,element erlst sein wollen1 einer ,sehnsucht nach ,fernem und ,freiem1 die den griechischen ,dryaden und ,oreaden unbekannt ist4 ,die ,griechen grndeten ,hunderte von ,pflanzstdten am ,kstensaum des ,mittelmeeres1 aber man findet nicht den geringsten ,versuch1 erobernd ins ,hinterland zu dringen4 ,sich fern der ,kste ansiedeln hiee die ,heimat aus den ,augen verlieren1 sich allein niederlassen1 liegt vllig auerhalb der ,mglichkeiten des antiken ,menschentums4 ,ein ,phnomen wie die ,auswanderung nach ,amerika -- jeder einzelne auf eigene ,faust und mit einem tiefen ,bedrfnis1 allein zu bleiben --1 der ,strom der kalifornischen ,goldsucher1 der ,trapper in den ,prrien1 der unbndige ,wunsch nach ,freiheit1 ,einsamkeit1 ungemessener ,selbstndigkeit1 diese gigantische ,verneinung eines noch irgendwie begrenzten ,heimatgefhls ist allein faustisch4 ,das kennt keine andre ,kultur1 auch die chinesische nicht4 ,der hellenische ,auswandrer gleicht dem ,kinde1 das sich an der ,mutter ,schrze hlt3 aus der alten ,stadt in eine neue ziehen1 die samt ,mitbrgern1 ,gttern und ,gebruchen das genaue ,ebenbild der alten ist1 das gemeinsam befahrene ,meer immer vor ,augen2 dort auf der ,agora die gewohnte ,existenz des weiterfhren -- darber hinaus durfte der ,szenenwechsel eines apollinischen ,daseins nicht getrieben werden4 ,uns1 die wir ,freizgigkeit wenigstens als ,menschenrecht und ,ideal nicht vermissen knnen1 wrde das die rgste aller ,sklavereien bedeutet haben4 ,unter diesem ,gesichtspunkt hat man die leicht mizuverstehende rmische ,expansion aufzufassen1 die von einer ,ausdehnung des ,vaterlandes weit entfernt ist4 ,sie hlt sich genau innerhalb des ,bereiches1 das von ,kulturmenschen schon in ,besitz genommen war und jetzt ihnen als ,beute zufiel4 ,von dynamischen ,weltmachtplnen im ,hohenstaufen- oder ,habsburgerstil1 von einem mit der ,gegenwart vergleichbaren ,imperialismus ist nie die ,rede gewesen4 ,die ,rmer haben keinen ,versuch gemacht1 ins innere ,afrika zu dringen4 ,sie haben ihre sptern ,kriege nur gefhrt1 um ihren ,besitz sicherzustellen1 ohne ,ehrgeiz1 ohne einen symbolischen ,drang nach ,ausbreitung1 und sie haben ,germanien und ,mesopotamien ohne ,bedauern wieder aufgegeben4 ,fassen wir all dies zusammen1 den ,aspekt der ,sternenrume1 zu dem sich das ,weltbild des ,kopernikus erweitert hat1 die ,beherrschung der ,erdoberflche durch den abendlndischen ,menschen 7das ,bleichgesicht87 im ,gefolge der ,entdeckung des ,kolumbus1 die ,perspektive der lmalerei und der tragischen ,szene und das durchgeistigte ,heimatgefhl2 fgen wir die zivilisierte ,leidenschaft des schnellen ,verkehrs1 die ,beherrschung der ,luft1 die ,nordpolfahrten und die ,ersteigung kaum zugnglicher ,berggipfel hinzu1 so taucht aus allem das ,ursymbol der faustischen ,seele1 der grenzenlose ,raum auf1 als dessen ,ableitungen wir die besonderen1 in dieser ,form rein westeuropischen ,phnomene des ,willens1 der ,kraft1 der ,tat aufzufassen haben4 ,funoten3 ,footnote #ib3 ,ursprachen bilden keine ,unterlage fr abstrakte ,gedankengnge4 ,am ,anfang jeder ,kultur erfolgt eine innere ,wandlung der vorhandenen ,sprachkrper1 die sie zu den hchsten symbolischen ,aufgaben der ,kulturentwicklung fhig macht4 ,so entstehen zugleich mit dem romanischen ,stil das ,deutsche aus den germanischen ,sprachen der ,frankenzeit und das ,franzsische1 ,italienische1 ,spanische aus der lingua rustica der ehemaligen ,rmerprovinzen1 trotz so verschiedener ,herkunft ,sprachen von identischem metaphysischem ,gehalt4 ,footnote #ic3 und heien die ,absicht1 den ,wunsch haben1 geneigt sein2 heit ,rat1 ,plan2 zu gibt es berhaupt kein ,hauptwort4 ,voluntas ist kein psychologischer ,begriff1 sondern in echt rmischem ,tatsachensinne wie potestas und virtus eine ,bezeichnung fr praktische1 uere1 sichtbar ausgebte ,begabung4 ,wir gebrauchen in diesem ,falle das ,fremdwort ,energie4 ,der ,wille ,napoleons und die ,energie ,napoleons -- das ist etwas sehr ,verschiedenes4 ,man verwechsle die nach auen gerichtete ,intelligenz1 die den ,rmer als zivilisierten ,menschen vor dem hellenischen ,kulturmenschen auszeichnet1 nicht mit dem1 was hier ,wille genannt ist4 ,csar ist nicht ,willensmensch im ,sinne ,napoleons4 ,bezeichnend ist der ,sprachgebrauch im rmischen ,recht1 das der ,poesie gegenber das ,grundgefhl der rmischen ,seele viel ursprnglicher darstellt4 ,die ,absicht heit hier animus 7animus occidendi71 der ,wille1 der sich auf ,strafbares richtet1 dolus im ,gegensatz zur ungewollten ,rechtsverletzung 7culpa74 ,voluntas kommt als technischer ,ausdruck gar nicht vor4 ,willensfreiheit8 wird in der sptlateinischen ,literatur durch liberum arbitrium nur sehr annherungsweise gegeben4 ,footnote #id3 ,die chinesische ,seele wandelt in der ,welt83 dies ist der ,sinn der ostasiatischen ,malerperspektive1 deren ,konvergenzpunkt in der ,bildmitte1 nicht in der ,tiefe liegt4 ,es sei daran erinnert1 da die antike ,malerei eine ,perspektive berhaupt nicht kennt4 ,man versteht jetzt3 dies1 die antike ,verneinung des ,hintergrundes1 bedeutet den ,mangel an ,richtungsgefhl1 an ,willen1 an ,herrschaftsansprchen ber das ,nicht-,ich84 ,durch die ,perspektive werden die ,dinge dem ,ich1 das sie ordnend auffat1 unterworfen4 ,und zwar mchte ich1 gegenber dem mchtigen ,zug in die ,tiefe1 der unsre ,landschaftsmalerei auszeichnet1 von einer konfucianischen ,perspektive der ,ostasiaten reden1 womit ein im ,bilde wirkendes1 nicht mizuverstehendes ,weltgefhl angedeutet ist4 ,footnote #ie3 ,es versteht sich1 da der ,atheismus keine ,ausnahme bildet4 ,wenn der ,materialist oder ,darwinist der ,gegenwart von der ,natur8 redet1 die etwas zweckmig anordnet1 die eine ,auslese trifft1 die etwas hervorbringt oder vernichtet1 so hat er dem ,deismus des #ah4 ,jahrhunderts gegenber nur ein ,wort verndert und das ,weltgefhl unverndert bewahrt4 ,footnote #if3 ,der groe ,anteil1 den gelehrte ,jesuiten an der ,entwicklung der theoretischen ,physik haben1 darf nicht bersehen werden4 ,der ,pater ,boscovich war der erste1 der ber ,newton hinausgehend ein ,system der ,zentralkrfte schuf 7#agei74 ,im ,jesuitismus ist die ,identifikation ,gottes mit dem reinen ,raume fhlbarer noch als im ,kreise der ,jansenisten von ,port ,royal1 dem die ,mathematiker ,pascal und ,descartes nahestanden4 ,footnote #ig3 ,luther hat1 und dies ist einer der wesentlichsten ,grnde fr die ,wirkung des ,protestantismus gerade auf tiefere ,naturen1 die praktische ,ttigkeit -- was ,goethe die ,forderung des ,tages nannte -- in den ,mittelpunkt der ,moral gestellt4 ,die frommen ,werke81 denen die ,richtungsenergie im hier angegebenen ,sinne fehlt1 treten unbedingt zurck4 ,in ihrer ,hochschtzung wirkte1 wie in der ,renaissance1 ein ,rest von sdlichem ,gefhl4 ,hier findet man den tiefen ethischen ,grund fr die steigende ,miachtung1 die das ,klosterwesen von nun an trifft4 ,in der ,gotik war der ,eintritt ins ,kloster1 der ,verzicht auf die ,sorge1 die ,tat1 das ,wollen ein ,akt von hchster ethischer ,dignitt4 ,es war das hchste denkbare ,opfer3 das des ,lebens4 ,im ,barock empfinden selbst ,katholiken nicht mehr so4 ,die ,sttte nicht der ,entsagung1 sondern des unttigen ,genieens fiel dem ,geist der ,aufklrung zum ,opfer4 ,footnote #ih3 heit im lteren ,griechisch ,gesicht1 spter in ,athen ,maske4 ,aristoteles hat das ,wort in der ,bedeutung ,persnlichkeit8 noch nicht gekannt4 ,erst der juristische ,ausdruck persona1 der ursprnglich die ,theatermaske bedeutet1 hat in der ,kaiserzeit auch dem griechischen den prgnanten rmischen ,sinn gegeben4 ,footnote #ii3 ,die eleusinischen ,mysterien enthielten durchaus keine ,geheimnisse4 ,jeder wute1 was dort vorging4 ,aber sie wirkten mit einer geheimnisvollen ,erschtterung auf die ,glubigen und man verriet81 man entweihte sie1 wenn man ihre heiligen ,formen auerhalb der ,tempelsttte nachahmte4 ,footnote #ajj3 ,die groe ,masse der ,sozialisten wrde sofort aufhren es zu sein1 wenn sie den ,sozialismus der neun oder zehn ,menschen1 die ihn heute in seinen uersten historischen ,konsequenzen begreifen1 auch nur von fern verstehen knnte4 ,footnote #aja3 ,mit dem vom ,maler gewhlten ,standort des ,betrachters vor dem ,bilde ist der ,konvergenzpunkt im ,bilde notwendig bestimmt4 ,fr die chinesische ,perspektive besteht dieser ,zusammenhang nicht4 ,footnote #ajb3 ,nach dem ,rande zu nimmt bei wachsender ,strke des ,fernrohres die ,zahl der neuerscheinenden ,sterne rasch zu4 ,footnote #ajc3 ,das ,berauschende groer ,zahlen ist ein bezeichnendes ,erlebnis1 das nur der ,mensch des ,abendlandes kennt4 ,in der gegenwrtigen ,zivilisation spielt gerade dies ,symbol1 die ,leidenschaft fr ,riesensummen1 fr unendlich groe und unendlich kleine ,messungen1 fr ,rekorde und ,statistiken eine ungewhnliche ,rolle4 ,,ii ,,buddhismus1 ,,stoizismus1 ,,sozialismus #aa ,damit ist endlich das ,phnomen der ,moral -- als der ,interpretation des ,lebens durch sich selbst -- verstndlich geworden4 ,hier ist die ,hhe erreicht1 von der aus ein freier ,umblick ber dies weiteste und bedenklichste aller ,gebiete menschlichen ,nachdenkens mglich ist4 ,aber gerade hier tut eine ,objektivitt not1 zu der sich bisher niemand ernstlich verstanden hat4 ,mag ,moral zunchst sein1 was sie will2 ihre ,analyse darf nicht selbst der ,teil einer ,moral sein4 ,nicht was wir tun1 was wir erstreben1 wie wir werten sollen1 fhrt auf das ,problem1 sondern die ,einsicht1 da diese ,fragestellung ihrer ,form nach bereits ein ,symptom ausschlielich des abendlndischen ,weltgefhls ist4 ,der westeuropische ,mensch steht hier unter dem ,einflu einer ungeheuren optischen ,tuschung1 jeder ohne ,ausnahme4 ,alle fordern etwas von den andern4 ,ein ,du sollst8 wird ausgesprochen in der berzeugung1 da hier wirklich etwas in einheitlichem ,sinne verndert1 gestaltet1 geordnet werden knne und msse4 ,der ,glaube daran und an das ,recht dazu ist unerschtterlich4 ,hier wird befohlen und ,gehorsam verlangt4 ,das erst heit uns ,moral4 ,im ,ethischen des ,abendlandes ist alles ,richtung1 ,machtanspruch1 gewollte ,wirkung in die ,ferne4 ,in diesem ,punkte sind ,luther und ,nietzsche1 ,ppste und ,darwinisten1 ,sozialisten und ,jesuiten einander vllig gleich4 ,ihre ,moral tritt mit dem ,anspruch auf allgemeine und dauernde ,gltigkeit auf4 ,das gehrt zu den ,notwendigkeiten faustischen ,seins4 ,wer anders denkt1 fhlt1 will1 ist schlecht1 abtrnnig1 ein ,feind4 ,man bekmpft ihn ohne ,gnade4 ,der ,mensch soll4 ,der ,staat soll4 ,die ,gesellschaft soll4 ,diese ,form der ,moral ist uns selbstverstndlich2 sie reprsentiert uns den eigentlichen und einzigen ,sinn aller ,moral4 ,aber das ist ja weder in ,indien noch in ,hellas so gewesen4 ,buddha gab ein freies ,vorbild1 ,epikur erteilte einen guten ,rat4 ,auch das sind ,grundformen hoher -- statischer1 willensfreier -- ,moralen4 ,wir haben das ,exzeptionelle einer moralischen ,dynamik gar nicht bemerkt4 ,gesetzt1 da der ,sozialismus1 ethisch1 nicht wirtschaftlich verstanden1 das ,weltgefhl ist1 welches die eigne ,meinung im ,namen aller verfolgt1 so sind wir ohne ,ausnahme ,sozialisten1 ob wir es wissen und wollen oder nicht4 ,selbst der leidenschaftlichste ,gegner aller ,herdenmoral81 ,nietzsche1 ist gar nicht fhig1 in antikem ,sinne seinen ,eifer auf sich selbst zu beschrnken4 ,er denkt nur an die ,menschheit84 ,er greift jeden an1 der es anders meint4 ,aber ,epikur war es herzlich gleichgltig1 was andre meinten und taten4 ,eine ,umgestaltung der ,menschheit -- daran hat er keinen ,gedanken verschwendet4 ,er und seine ,freunde waren zufrieden1 da sie so und nicht anders waren4 ,das antike ,lebensideal war die ,interesselosigkeit 77 am ,lauf der ,welt1 gerade an dem1 dessen ,beherrschung dem faustischen ,menschen der ganze ,lebensinhalt ist4 ,der wichtige ,begriff der gehrt hierher4 ,es gibt auch einen moralischen ,polytheismus in ,hellas4 ,aber der ganze ,zarathustra -- angeblich jenseits von ,gut und ,bse stehend -- atmet die ,pein1 die ,menschen so zu sehen1 wie man sie nicht haben will1 und die tiefe1 so ganz unantike ,leidenschaft1 das ,leben auf ihre nderung1 im eignen1 einzigen ,sinne natrlich1 zu verwenden4 ,und eben das1 die allgemeine ,umwertung1 ist ethischer ,monotheismus1 ist ,sozialismus4 ,alle ,weltverbesserer sind ,sozialisten4 ,folglich gibt es keine antiken ,weltverbesserer4 ,der moralische ,imperativ als ,form der ,moral ist faustisch und nur faustisch4 ,es ist vllig belanglos1 ob ,schopenhauer theoretisch den ,willen zum ,leben verneint oder ob ,nietzsche ihn bejaht sehen will4 ,diese ,distinktionen liegen an der ,oberflche4 ,sie bezeichnen einen ,geschmack1 ein ,temperament4 ,wesentlich ist1 da auch ,schopenhauer die ganze ,welt als ,willen fhlt1 als ,bewegung1 ,kraft1 ,richtung2 darin ist er der ,ahnherr der gesamten ethischen ,modernitt4 ,dies ,grundgefhl ist bereits unsre ganze ,ethik4 ,alles andre sind ,nuancen4 ,was wir ,tat1 nicht nur ,ttigkeit nennen1#ajd ist ein durch und durch historischer1 von ,richtungsenergie gesttigter ,begriff4 ,es ist die ,daseinsbesttigung1 die ,daseinsweihe einer ,art ,mensch1 dessen ,seele die ,tendenz auf ,zuknftiges besitzt1 der die ,gegenwart nicht als ,punkt an sich1 sondern stets als ,epoche in einem groen ,zusammenhange des ,werdens empfindet1 und zwar sowohl im persnlichen ,sein als im ,sein der gesamten ,geschichte4 ,die ,strke und ,deutlichkeit dieses ,bewutseins bestimmt den ,rang eines faustischen ,menschen1 aber selbst der unbedeutendste besitzt etwas davon1 das seine geringsten ,lebensakte nach ,art und ,gehalt von denen jedes antiken ,menschen unterscheidet4 ,es ist der ,unterschied von ,charakter und ,attitde1 von bewutem ,werden und einfach hingenommenem statuenhaften ,gewordensein1 von tragischem ,wollen und tragischem ,dulden4 ,vor den ,augen des faustischen ,menschen1 in seiner ,welt ist alles ,bewegtheit einem ,ziele zu4 ,er selbst lebt unter dieser ,bedingung4 ,leben heit fr ihn kmpfen1 sich durchsetzen4 ,der ,kampf ums ,dasein als ideale ,form des ,daseins gehrt schon der gotischen ,zeit an und liegt ihrer ,architektur deutlich genug zugrunde4 ,das #ai4 ,jahrhundert hat ihm nur eine mechanistisch-utilitarische ,fassung gegeben4 ,in der ,welt des apollinischen1 mythischen1 ahistorischen ,menschen gibt es keine zielvolle ,bewegung8 -- das ,werden ,heraklits1 ein absicht- und zielloses ,spiel1 1 kommt hier nicht in ,frage --1 keinen ,protestantismus81 keinen ,sturm und ,drang81 keine ethische1 geistige1 knstlerische ,umwlzung81 die das ,bestehende bekmpfen und vernichten will4 ,der ionische und korinthische ,stil treten ohne den ,anspruch auf ,alleingeltung neben den dorischen4 ,so findet man sie auf der ,akropolis und an ,rmerbauten verschwistert4 ,aber selbst die sich so antik gebrdende ,renaissance wurde im ,kreise ,brunellescos als energische und ausschlieende ,bewegung eingeleitet1 in offener ,feindschaft gegen die ,gotik 7die kein einziger der ,grnder je in sich berwunden hat74 ,das ,barock hat die ,renaissance1 der ,klassizismus das ,barock angefeindet4 ,selbst das ,mnchtum des ,abendlandes1 wie es ,franziskaner und ,dominikaner darstellen1 erscheint in ,gestalt einer ,ordensbewegung1 sehr im ,gegensatz zur frhchristlichen1 einsiedlerischen ,form der ,askese4 ,es ist dem faustischen ,menschen gar nicht mglich1 diese ,grundgestalt seines ,daseins zu verleugnen1 geschweige zu ndern4 ,jede ,auflehnung dagegen setzt sie schon voraus4 ,wer den ,fortschritt8 bekmpft1 hlt diese ,wirksamkeit doch selbst fr einen ,fortschritt4 ,wer fr eine ,umkehr8 agitiert1 meint damit eine ,weiterentwicklung4 ,immoral8 -- das ist nur eine neue ,moral1 und zwar mit dem gleichen ,anspruch des ,vorrangs vor allen andern4 ,der ,wille zur ,macht ist intolerant4 ,alles ,faustische will ,alleinherrschaft4 ,fr das apollinische ,weltgefhl -- das ,nebeneinander vieler ,einzeldinge -- ist ,toleranz selbstverstndlich4 ,sie gehrt zum ,stil der willensfremden ,ataraxia4 ,fr die abendlndische ,welt -- den einen grenzenlosen ,seelenraum1 den ,raum als ,spannung -- ist sie ,selbsttuschung oder ein ,zeichen des ,erlschens4 ,der faustische ,instinkt1 ttig1 willensstark1 in die ,ferne und ,zukunft gerichtet1 fordert ,duldung1 d4 h4 ,raum fr die eigne ,wirksamkeit1 aber nur fr sie4 ,man bedenke etwa1 welches ,ma davon die grostdtische ,demokratie der ,kirche gegenber in deren ,handhabung religiser ,machtmittel anzuwenden willens ist1 whrend sie fr sich schrankenlose ,anwendung der eignen fordert und1 wenn sie kann1 die allgemeine8 ,gesetzgebung daraufhin stimmt4 ,jede ,bewegung8 will siegen2 jede antike ,haltung8 will nur da sein und kmmert sich wenig um das ,ethos der andern4 ,fr oder gegen die ,zeitstrmung kmpfen1 ,reform oder ,umkehr betreiben1 aufbauen1 umwerten oder zertrmmern -- das ist gleichmig unantik 7und unindisch74 ,und gerade das ist der ,unterschied der sophokleischen und shakespeareschen ,tragik1 der ,tragik des ,menschen1 der nur da sein1 und des ,menschen1 der siegen will4 ,es ist falsch1 das ,christentum mit dem moralischen ,imperativ in ,verbindung zu bringen4 ,nicht das ,christentum hat den faustischen ,menschen1 er hat das ,christentum umgeformt4 ,der ,wille zur ,macht auch im ,moralischen1 die ,leidenschaft1 seine ,moral zur allgemeinen zu erheben1 sie der ,menschheit aufzwingen1 alle andersgearteten umdeuten1 berwinden1 vernichten zu wollen1 ist unser eigenstes ,eigentum4 ,in diesem ,sinne ist -- ein tiefer und noch nie begriffener ,vorgang -- die ,moral ,jesu ein passiv-geistiges1 aus dem magischen ,weltgefhl heraus als heilkrftig empfohlenes ,verhalten1 dessen ,kenntnis als eine besondere ,gnade verliehen wird1 in der gotischen ,frhzeit innerlich in eine befehlende umgeprgt worden4#aje ,ethik -- das ist endlich das unmittelbare1 zur ,formel erhobene ,gefhl der ,seele vom ,schicksal1 innerlichste1 wahllose ,deutung der eignen ,existenz4 ,im ,urseelentum primitiver ,vlker regen sich nur dumpfe1 dunkle ,fragen1 aber jede ,kultur1 jedes erwachende ,seelentum gibt dem ,leben einen ,sinn4 ,im wachen ,bewutsein des ,kulturmenschen haben sich ,seele und ,welt1 ,mgliches und ,wirkliches als ,pole gesondert4 ,das ,schicksalsproblem 7das ,rtsel der ,zeit7 taucht auf und der ganze ,makrokosmos1 die ,welt als ,ausdruck der ,seele1 ist die ,antwort der ,seele auf die ,frage nach dem ,sinn ihres ,seins4 ,die antike ,seele empfand ihr ,schicksal als ,moira1 blindes1 augenblickliches1 beziehungsloses ,ungefhr4 ,die ,tragdie vernichtete den einzelnen ,menschen2 die ,polis verfgte ber ihn nach ihrer jeweiligen ,laune4 ,das ,los des dipus1 ,ajas1 ,herakles war das allgemeine4 ,die stoische ,ethik ist die ,antwort darauf3 dem ,leben ,gre im ,dulden1 einen passiven ,heroismus1 ,leidenschaftslosigkeit 771 ,bedrfnislosigkeit zu geben1 ist das ,ziel4 ,so ist der ,sinn des apollinischen ,seins kein ,tun1 sondern eine ,haltung4 ,das faustische ,schicksal ist ,fgung4 ,es stellt den ,charakter vor ,entscheidungen4 ,die ,seele antwortet durch eine ,ethik1 deren ,elemente ,tat1 ,person und ,wollen sind1 die sich nicht auf die ,gebrde des ,augenblicks1 sondern auf das ,leben als ,ganzes bezieht4 ,der ,wille ,gottes81 im ,gegensatz zum griechischen ,neid der ,gtter -- in dieser ,vorstellung liegt das ,grundgefhl einer historischen ,logik des ,weltganzen1 die sich auch auf die einzelne ,biographie erstreckt4 ,es war gezeigt worden1 wie in gleichzeitigen ,epochen beider ,kulturen ,polyklet und ,bach ihren ,kanon abfaten1 die reine1 strenge ,theorie der plastischen und der kontrapunktischen ,form4 ,nun wohl3 was wir ,moral nennen1 die ,struktur des bewuten eigenen ,lebens1 sein ,stil1 unterliegt den ,prinzipien dieses ,kanons4 ,alle ,moralsysteme des ,abendlandes von den ,franziskanern und den ,idealen des ,rittertums an bis auf die ,sozialethik und ,herrenmoral8 unserer ,tage1 so verschieden sie dem ,wortlaut nach sein mgen1 sind kontrapunktische ,gebilde des bewegten1 strebenden1 im ,raume sich verbreitenden1 alle antiken ,moralen sind ,theorien des plastischen1 auf die ,gegenwart eingeschrnkten1 ruhenden ,lebens4 ,aber jede ,ethik gehrt damit in die ,nachbarschaft der groen ,knste4 ,sie ist ganz ,form1 ganz ,ausdruck und ,symbol und kann ihrem innersten ,wesen nach nie erschpfend in ,begriffen ausgesprochen1 am wenigsten in ein ,system gebracht werden4 ,das ,bedeutendste aller ,ethik liegt im ,unbewuten4 ,sie offenbart sich in den schlichtesten ,lebensuerungen1 in den unmittelbarsten philosophischen ,intuitionen1 in der ,erscheinung groer1 fr ihre ,kultur bezeichnender ,menschen1 im tragischen ,stil1 selbst im ,ornament4 ,der ,mander z4 ,b4 ist ein stoisches ,motiv2 in der dorischen ,sule verkrpert sich geradezu das antike ,lebensideal4 ,sie ist deshalb die einzige der antiken ,sulenformen1 welche der ,barockstil unbedingt ausschlieen mute4 ,man wird sie aus einem sehr tiefliegenden seelischen ,grunde auch in der gesamten ,renaissancekunst vermieden finden4 ,sie widerspricht der immanenten ,ethik aller nordischen ,bauweisen4 ,wer das verstanden hat1 wird auch das subtile ,phnomen der in ,begriffe gekleideten ,moraltheorien -- notwendig unvollkommener ,formen1 die in ehrlichster ,meinung oft genug das ,gegenteil von dem sagen1 was sie sagen wollten oder sollten -- als ,symbole zweiter ,ordnung begreifen und deuten knnen4 #ab ,jetzt lsen sich uralte ,rtsel und ,verlegenheiten4 ,es gibt so viel ,moralen1 als es ,kulturen gibt1 nicht mehr und nicht weniger4 ,niemand hat hier eine freie ,wahl4 ,so gewi es fr jeden ,maler und ,musiker etwas gibt1 das ihm gar nicht zum ,bewutsein kommt1 das die ,formensprache seiner ,werke von vornherein beherrscht und sie von den knstlerischen ,leistungen aller anderen ,kulturen unterscheidet1 so gewi hat jede ,lebensuerung eines ,kulturmenschen von vornherein1 a priori in ,kants strengstem ,sinne1 eine ,beschaffenheit1 die noch tiefer liegt als alles bewute ,urteilen und ,streben und die ihren ,stil als den einer bestimmten ,kultur erkennen lt4 ,der einzelne kann moralisch oder antimoralisch handeln1 gut8 oder schlecht8 aus dem ,urgefhl seiner ,kultur heraus1 aber die ,form seines ,handelns ist schlechthin gegeben4 ,jede ,kultur hat ihren eigenen ethischen ,mastab1 dessen ,gltigkeit mit ihr beginnt und endet4 ,es gibt keine allgemein menschliche ,ethik4 ,es gibt also im tiefsten ,sinne auch keine wahre ,mission und kann keine geben4 ,jede ,moral ist ein ,urphnomen1 die zum ,gesetz gewordne ,idee eines ,daseins4 ,sie ist innerhalb einer physiognomisch wohl unterschiedenen ,menschenart einfach vorhanden4 ,man kann sie wecken und theoretisch in eine ,lehre fassen1 ihren geistigen ,ausdruck verndern und verdeutlichen2 erzeugen kann man sie nicht4 ,so wenig wir imstande sind1 unser ,weltgefhl zu ndern -- so wenig1 da selbst der ,versuch einer nderung schon in seinem ,stile verluft und es besttigt1 statt es zu berwinden --1 so wenig haben wir ,gewalt ber die ethische ,grundform unsres ,daseins4 ,man hat in den ,worten einen gewissen ,unterschied gemacht und die ,ethik eine ,wissenschaft1 die ,moral eine ,aufgabe genannt4 ,es gibt in diesem ,sinne keine ,aufgabe4 ,so wenig die ,renaissance fhig war1 die ,antike wieder heraufzurufen1 und so sehr sie mit jedem antiken ,detail nur das ,gegenteil apollinischen ,weltgefhls zum ,ausdruck brachte1 eine versdlichte1 eine antigotische ,gotik8 nmlich4 so unmglich ist die ,bekehrung eines ,menschen zu einer seiner ,kultur fremden ,moral4 ,mag man heute von einer ,umwertung aller ,werte reden1 mag man als moderner ,grostdter zum ,buddhismus1 zum ,heidentum oder zu einem romantischen ,katholizismus zurckkehren81 der ,anarchist fr individualistische1 der ,sozialist fr ,gesellschaftsethik schwrmen1 man tut1 will1 fhlt dasselbe4 ,die ,bekehrung zur ,theosophie oder zum ,freidenkertum1 die heutigen bergnge von einem vermeintlichen ,christentum zu einem vermeintlichen ,atheismus1 sind eine ,vernderung der ,worte und ,begriffe1 der religisen oder intellektuellen ,oberflche1 nicht mehr4 ,keine unsrer ,bewegungen8 hat den ,menschen verndert4 ,die innere ,form einer ,moral ist das ,wesentliche4 ,ihr programmatischer ,inhalt1 ihre religise1 philosophische1 wissenschaftliche ,farbe1 der ,wortlaut ihrer ,stze und ,bekenntnisse1 oft genug miverstandene berlieferung1 noch hufiger bloe ,theorie und leerer ,schall1 ist ,maske4 ,nur diese uere ,form tritt in jeder ,kultur in tausend ,arten auf1 um die man streiten1 zu denen man bekehren1 die man annehmen oder berwinden8 kann4 ,die eigentliche und unvernderliche ,struktur des gesamten faustischen ,seins ist eben jenes ,unbeschreibliche1 das als ,kraft1 ,wille1 unendlicher ,raum1 ,streben1 ,ferne im westeuropischen ,dasein und ihm allein in ,erscheinung tritt4 ,alle ,stze und ,formeln der einzelnen ,denker1 ,kirchen1 ,strmungen1 ,systeme sind nur ,variationen ber ein schlechthin gegebenes ,thema4 ,es ist klar3 ,das ,wort ,seele bezeichnet hier jedesmal etwas andres1 sobald von einer andern ,kultur die ,rede ist4 ,jene apollinische1 in ihrer sptesten ,fassung stoische ,moral ist die einer ,seele1 welche ihr eigenes ,bild im ,freskostil entwarf1 als eine plastische ,gruppe schn geordneter ,teile1 wie sie ,plato beschreibt1 ohne ,hintergrund 7welcher ,zukunft1 ,ferne1 ,wirksamkeit bedeutet htte71 voller ,linie1 ,nhe und ,klarheit4 ,die faustische1 in ihrer ,ausgangsform sozialistische ,ethik entspricht jenem perspektivischen ,seelenbilde aller abendlndischen ,psychologien1 dessen ,schwerpunkt in dem unendlichen ,horizonte liegt 7im ,bild ,wille8 genannt71 whrend die anderen psychischen ,elemente -- nicht ,teile1 sondern ,beziehungskomplexe -- ,denken8 und ,fhlen81 sich wie ,licht und ,schatten der ,perspektive einordnen4 ,eine theoretisch fixierte ,moral ist lediglich der ,kommentar des zugehrigen ,seelenbildes4 ,eine strenge ,morphologie aller ,moralen ist die ,aufgabe der ,zukunft4 ,nietzsche hat auch hier das ,wesentliche1 den ersten ,schritt1 getan4 ,aber seine ,forderung an den ,denker1 sich jenseits von ,gut und ,bse zu stellen1 hat er selbst nicht erfllt4 ,er wollte ,skeptiker und ,prophet1 ,moralkritiker und ,moralverkndiger zugleich sein4 ,das vertrgt sich nicht4 ,man ist nicht ,psycholog ersten ,ranges1 solange man noch ,romantiker ist4 ,und so ist er hier1 wie in all seinen entscheidenden ,einsichten1 bis zur ,pforte gelangt1 aber vor ihr stehen geblieben4 ,indes hat es noch niemand besser gemacht4 ,wir waren bisher blind fr den unermelichen ,reichtum der moralischen ,formensprache4 ,wir haben ihn weder bersehen noch begriffen4 ,selbst der ,skeptiker verstand seine ,aufgabe nicht2 er erhob im letzten ,grunde die eigene1 durch persnliche ,anlage1 durch den privaten ,geschmack bestimmte ,fassung der ,moral zur ,norm und ma danach die andern4 ,die modernsten ,revolutionre1 ,stirner1 ,ibsen1 ,strindberg1 ,shaw1 haben nichts andres getan4 ,sie verstanden es nur1 diese ,tatsache -- auch vor sich selbst -- hinter neuen ,formeln und ,schlagworten zu verstecken4 ,aber eine ,moral ist wie eine ,plastik1 ,musik oder ,malerei eine in sich geschlossene ,formenwelt1 die ein ,lebensgefhl zum ,ausdruck bringt1 schlechthin gegeben1 in der ,tiefe unvernderlich1 von innerer ,notwendigkeit4 ,sie ist innerhalb ihrer historischen ,sphre immer wahr1 auerhalb immer unwahr4 ,es war gezeigt worden1 da1 wie fr den einzelnen ,dichter1 ,maler1 ,musiker seine einzelnen ,werke1 so fr die groen ,individuen der ,kulturen die ,kunstgattungen als organische ,einheit1 die ganze lmalerei1 die ganze ,aktplastik1 die kontrapunktische ,musik1 die ,reimlyrik ,epoche machen und den ,rang groer ,lebenssymbole einnehmen4 ,in beiden ,fllen1 in der ,geschichte einer ,kultur wie im ,einzeldasein1 handelt es sich um die ,verwirklichung von ,mglichem4 ,das innerlich ,seelische wird zum ,stil einer ,welt4 ,neben diesen groen ,formeinheiten1 deren ,werden1 ,vollendung und ,abschlu eine vorbestimmte ,reihe menschlicher ,generationen umfat und die nach einer ,dauer von wenigen ,jahrhunderten unwiderruflich dem ,tode verfallen1 steht die ,gruppe der faustischen1 die ,summe der apollinischen ,moralen1 ebenfalls als ,einheit hherer ,ordnung aufgefat4 ,ihr ,vorhandensein ist ,schicksal1 das man hinzunehmen hat2 nur die bewute ,fassung ist das ,resultat einer ,offenbarung oder wissenschaftlichen ,einsicht4 ,fr den1 welcher hier sehen gelernt hat1 sind deshalb die ,formensprache einer ,moral und die der zugehrigen ,mathematik im tiefsten ,grunde identisch4 ,sie offenbaren beide ein ,seelentum1 sie verwirklichen beide unbewute ,mglichkeiten1 sie gestalten beide etwas ,gesetztes1 ein ,gesetz8 -- von dem religisen ,gehalt der ,zahlen war schon die ,rede --1 mgen sie im einzelnen in religiser1 knstlerischer1 praktischer ,verkleidung in ,erscheinung treten4 ,die antike ,zahl1 die ,gre1 hat ,ma und ,haltung4 ,das entspricht der ,kalokagathia1 dem ,ethos des antiken ,menschen4 ,die abendlndische ,zahl1 die ,funktion1 wird nicht nach ihrem sinnlichen ,sein 7als ,kurve71 sondern nach ,charakter und ,wirkung gewertet4 ,das ist der ,sinn der ,analysis4 ,darin wiederholt sich das ,lebensideal des nordischen ,menschen1 dessen ,sein ,wirksamkeit ist4 ,es hat sich wohl noch niemand trumen lassen1 da1 was in der heutigen ,politik ,fortschritt heit1 identisch ist mit dem1 was die ,physik ,proze1 die ,analysis ,funktion1 der ,darwinismus ,evolution1 die ,kirche ,rechtfertigung durch die guten ,werke1 die ,psychologie ,wille1 die ,malerei ,tiefenperspektive nennt1 da nichts von alledem in irgendeiner andren ,kultur vorkommt und da es sich also lediglich um eine ,gruppe von ,symbolen eines ,seins handelt1 das einmal und fr einige ,jahrhunderte im ,bilde der ,historie auftaucht und mit diesen ,symbolen in kurzer ,zeit verschwunden sein wird4 ,drfen wir also von einer euklidischen und einer analytischen ,ethik reden8 ,wie wir von einer euklidischen und analytischen ,form der ,tragdie gesprochen hatten8 ,der tragische ,stil1 wie ihn beide ,kulturen entwickeln1 dringt tiefer in die seelischen ,geheimnisse ein als irgendeine geschriebene ,ethik1 in deren ,fassung tausend fremde ,motive durcheinanderwirken4 ,die tragische ,attitde ist der ,kern des apollinischen1 das tragische ,wollen des faustischen ,szenenbildes1 das unmittelbar den ersehnten ,aspekt des ,lebens gibt4 ,hier finden wir zwei entgegengesetzte ,arten von ,heroismus und jede andere ,kultur1 sofern sie berhaupt eine ,tragdie in die ,gruppe der ihr mglichen und also notwendigen ,knste eingefgt hat1 wie die indische und chinesische1 stellt ihnen eine andre zur ,seite4 ,jede antike ,ethik ist also eine ,ethik der ,gebrde1 jede abendlndische eine ,ethik der ,tat4 ,dem euklidisch-beschaulichen ,lebensgefhl steht das analytisch-aktive gegenber4 ,das entspricht den mathematischen ,symbolen des greifbaren ,einzelkrpers und des reinen ,raumes1 der ,wirklichkeit1 welche den ,sinnen gegeben ist1 und der1 welche ihnen abgerungen werden mu4 ,das antike ,ideal ist die ,hingabe an den ,vordergrund in jedem ,sinne1 an das ,jetzt und ,hier1 an den ,leib und die einzelne ,stunde2 das faustische ,ideal ist zu alledem der strkste ,gegensatz4 ,ihm ist nichts gegeben4 ,es ist ,kampf und berwindung ohne ,ausnahme4 ,man erinnere sich jener ,szene im ,faust1 in welcher der ,sinn eines ganzen ,jahrtausends liegt1 wo der zur ,hhe gereifte ,geist dieser ,kultur das ,im ,anfang war das ,wort8 des ,evangeliums verdeutscht3 ,im ,anfang war die ,tat48 ,das ist die ,umdeutung des frhen ,christentums aus dem ,magischen ins ,nordische4 #ac ,jede denkbare antike ,ethik gestaltet den einzelnen ,menschen1 als ,leib1 als ,atom unter ,atomen4 ,alle ,wertungen des ,abendlandes beziehen sich auf den ,menschen1 sofern er ,wirkungszentrum einer unendlichen ,allgemeinheit ist4 ,ethischer ,sozialismus -- das ist die ,gesinnung der ,tat1 die durch den ,raum in die ,ferne wirkt1 das ,pathos der dritten ,dimension1 als deren ,zeichen das ,urgefhl der ,sorge1 fr die ,mitlebenden wie fr die ,kommenden1 ber dieser ganzen ,kultur schwebt4 ,so kommt es1 da im ,aspekt der gyptischen ,kultur fr uns etwas ,sozialistisches1 etwas ,preuisches liegt4 ,auf der andern ,seite erinnert die ,tendenz auf ,attitde1 ,wunschlosigkeit1 statische ,abgeschlossenheit des einzelnen fr sich an die indische ,ethik und den von ihr gestalteten ,menschen4 ,man denke an die sitzenden1 ihren ,nabel beschauenden8 ,buddhastatuen1 denen ,zenons ,ataraxia nicht so ganz fremd ist4 ,das ethische ,ideal des antiken ,menschen war das1 zu welchem die ,tragdie hinleitete4 ,die ,katharsis1 die ,entladung der apollinischen ,seele von dem1 was nicht apollinisch1 nicht frei von ,ferne8 und ,richtung war1 offenbart hier ihren tiefsten ,sinn4 ,man versteht sie nur1 wenn man den ,stoizismus als ihre reife ,form erkennt4 ,was das ,drama in einer feierlichen ,stunde bewirkte1 wnschte die ,stoa ber das ganze ,leben zu verbreiten3 die statuenhafte ,ruhe1 das willensfreie ,ethos4 ,und weiter3 ,eben jenes buddhistische ,ideal des ,nirwana1 eine sehr spte ,formel1 aber ganz indisch und schon von den vedischen ,zeiten an zu verfolgen3 ist das nicht der ,katharsis nahe verwandt8 ,rcken vor diesem ,begriff der ideale antike und der ideale indische ,mensch nicht nahe zusammen1 sobald man sie mit dem faustischen ,menschen vergleicht1 dessen ,ethik sich ebenso deutlich aus der ,tragdie ,shakespeares und ihrem dynamischen ,schwung begreifen lt8 ,in der ,tat3 ,sokrates1 ,epikur und vor allem ,diogenes am ,ganges -- das wre sehr wohl vorstellbar4 ,diogenes in einer der westeuropischen ,weltstdte wre ein bedeutungsloser ,narr4 ,und andrerseits1 ,friedrich ,wilhelm ,i41 das ,urbild eines ,sozialisten in groem ,sinne1 ist in dem ,staat am ,nil immerhin denkbar4 ,im perikleischen ,athen ist er es nicht4 ,htte ,nietzsche etwas vorurteilsfreier und weniger von einer romantischen ,schwrmerei fr ethische ,schpfungen bestimmt seine ,zeit beobachtet1 so wrde er bemerkt haben1 da eine1 vermeintlich spezifisch christliche ,mitleidsmoral auf dem ,boden ,westeuropas tatschlich gar nicht besteht4 ,man mu sich durch den ,wortlaut humaner ,formeln nicht ber ihre faktische ,bedeutung tuschen lassen4 ,zwischen der ,moral1 die man hat1 und der1 die man zu haben glaubt1 besteht ein sehr schwer aufzufindendes und hchst variables ,verhltnis4 ,gerade hier wre eine subtile ,psychologie am ,platze gewesen4 ,mitleid ist ein gefhrliches ,wort4 ,es fehlt noch an einer ,untersuchung darber1 was man zu verschiedenen ,zeiten darunter verstanden und darunter gelebt hat4 ,man darf heute sagen1 da ,nietzsche sich hier jedesmal vergriffen hat4 ,die christliche ,moral zur ,zeit des ,origenes ist etwas ganz anderes als die zur ,zeit des ,franz von ,assisi4 ,es ist hier nicht der ,ort zu untersuchen1 was faustisches ,mitleid als sakraler oder rationaler ,begriff und als wirksames ,lebensgefhl im ,unterschiede von orientalisch-christlichem1 fatalistischem1 laszivem ,mitleid bedeutet1 inwiefern es als ,wirkung in die ,ferne1 als praktische ,dynamik aufzufassen ist und andrerseits als ,opfer einer stolzen ,seele in naher ,verwandtschaft mit der ,gesinnung gotischer ,dombauten oder wieder als uerung eines berlegenen ,distanzgefhls4 ,der unvernderliche ,schatz ethischer ,wendungen1 wie ihn das ,abendland seit der ,renaissance besitzt1 hat eine unermeliche ,flle verschiedener ,gesinnungen von sehr verschiedenem ,gehalt zu decken4 ,der ,oberflchensinn1 an den man glaubt1 das bloe ,wissen um ,ideale ist unter so historisch und retrospektiv angelegten ,menschen1 wie wir es sind1 ein ,ausdruck der ,ehrfurcht vor ,vergangenem1 in diesem ,falle der religisen ,tradition4 ,aber berzeugungen sind nie der ,mastab fr ein ,sein4 ,sie sind immer etwas volkstmlicher und bleiben weit hinter der ,tiefe der seelischen ,wirklichkeit zurck4 ,die theoretische ,verehrung neutestamentlicher ,satzungen steht in der ,tat mit der theoretischen ,hochschtzung der antiken ,kunst durch die ,renaissance und den ,klassizismus auf einer ,stufe4 ,die eine hat so wenig den ,menschen1 wie die andre den ,geist der ,werke umgewandelt4 ,die stets genannten ,beispiele der ,bettelorden1 der ,herrnhuter1 der ,heilsarmee beweisen schon durch ihre geringe ,zahl1 noch mehr durch ihr geringes ,gewicht1 da sie den ,ausnahmefall von etwas ganz anderm1 der eigentlich faustisch-christlichen ,moral nmlich1 darstellen4 ,man wird ihre ,formulierung allerdings bei ,luther und im ,tridentinum vergeblich suchen1 aber alle ,christen groen ,stils1 ,innozenz ,,iii4 und ,luther1 ,loyola und ,savonarola1 trugen sie im ,widerspruch zu ihren ,lehrmeinungen in sich1 ohne da sie das je bemerkt htten4 ,man braucht nur den rein abendlndischen ,begriff jener mnnlichen ,tugend1 der durch ,nietzsches moralinfreie8 virt recht gut bezeichnet ist1 mit jener sehr weiblichen des hellenischen ,ideals zu vergleichen1 als deren ,praxis immer die ,genufhigkeit 771 ,gemtsruhe 71 71 ,bedrfnislosigkeit und vor allem immer wieder die zum ,vorschein kommt4 ,was ,nietzsche die blonde ,bestie nannte und was er in dem von ihm sehr berschtzten ,typus des ,renaissancemenschen verkrpert fand 7der nur ein raubkatzenhafter ,nachklang der groen ,deutschen der ,staufenzeit war7 -- ja1 das ist doch das strengste ,gegenteil des ,typus1 den ohne ,ausnahme alle antiken ,ethiken gewnscht und alle antiken ,menschen von ,bedeutung verkrpert haben4 ,dahin gehren die ,menschen von ,granit1 von denen die faustische ,kultur eine lange ,reihe vorberziehen sah1 die antike nicht einen einzigen4 ,denn ,perikles und ,themistokles waren weiche ,naturen im ,sinne attischer ,kalokagathie1 ,alexander war ein ,schwrmer1 der nie aufgewacht ist1 ,csar war ein kluger ,rechner2 ,hannibal1 der ,fremde1 der ,semit1 war der einzige ,mann8 unter ihnen4 ,die ,menschen der ,frhzeit1 auf die man aus ,homer schlieen darf1 diese ,odysseus und ,ajax htten sich neben der ,ritterschaft der ,kreuzzge sehr merkwrdig ausgenommen4 ,es gibt auch eine ,brutalitt als ,rckschlag sehr femininer ,naturen4 ,hier im ,norden aber erscheinen an der ,schwelle der ,frhzeit die groen ,sachsen-1 ,franken- und ,staufenkaiser1 umgeben von einer ,schar riesenhafter ,menschen wie ,heinrich dem ,lwen und ,gregor ,,vii4 ,es folgen die ,menschen der ,renaissance1 der ,hugenottenkriege1 die spanischen ,konquistadoren1 die preuischen ,kurfrsten und ,knige1 ,napoleon1 ,bismarck4 ,wo gab es eine zweite ,kultur1 die dem etwas an die ,seite zu setzen htte8 ,wo besitzt die ganze hellenische ,geschichte eine ,szene von der ,mchtigkeit jener von ,legnano1 wo der ,zwist zwischen ,staufen und ,welfen zum ,ausbruch kam8 ,die germanischen ,recken der ,vlkerwanderung1 spanische ,ritterlichkeit1 preuische ,disziplin1 napoleonische ,energie -- das alles hat wenig ,antikes4 ,und wo findet sich auf den ,hhen faustischen ,menschentums von den ,kreuzzgen bis zum ,weltkrieg jene ,sklavenmoral81 jene weiche ,entsagung1 jene ,caritas im ,betschwesternsinne8 ,in den ,worten1 die man achtet1 nirgends sonst4 ,ich denke da auch an die ,typen des faustischen ,priestertums1 an jene prachtvollen ,bischfe der ,kaiserzeit1 die hoch zu ,ro in wilden ,schlachten ihre ,leute anfhrten1 an die ,ppste1 denen ,heinrich ,,iv4 und ,friedrich ,,ii4 unterlagen1 an den ,deutschritterorden in den ,ostmarken1 an den ,luthertrotz1 in dem sich altnordisches ,heidentum gegen altrmisches aufbumte1 an die groen ,kardinle ,richelieu1 ,mazarin und ,fleury1 die ,frankreich geschaffen haben4 ,das ist faustische ,moral4 ,man mu blind sein1 um diese unbndige ,lebenskraft nicht im gesamten ,bilde der westeuropischen ,geschichte wirksam zu finden4 ,und man denke auch1 auf einem ganz andern ,gebiete1 an die ,energie riesenhafter ,konzeptionen bei ,dante1 ,wolfram1 ,shakespeare1 ,bach1 ,beethoven1 an die technischen1 in diesem ,umfange nur in gypten wiederkehrenden ,probleme1 welche die gotischen ,baumeister sich gestellt haben und an die1 welche sich ihre ,nachfolger1 die modernen ,ingenieure1 zu stellen wagen1 denen die ,antike nichts zu vergleichen hat4 ,das sind nicht ,ausnahmen1 das ist der ,geist dieser ,kultur1 ihre praktische ,lebensgesinnung1 neben der sich die vielbewunderte attische ,lebendigkeit mit ihren vorsichtigen ,idealen von ,ma und ,haltung etwas schattenhaft ausnimmt4 ,das ist der ,grund1 weshalb die ,mitleidsmoral8 im faustischen ,norden immer respektiert1 zuweilen von ,denkern angezweifelt1 zuweilen gewnscht1 aber niemals realisiert worden ist4 ,kant hat sie mit ,entschiedenheit abgelehnt4 ,in der ,tat steht sie in innerstem ,widerspruch zum kategorischen ,imperativ1 der den ,sinn des ,lebens in der ,tat1 nicht im ,fhlen sieht4 ,die ,beweisfhrung ,nietzsches ist noch deutlicher1 allerdings sehr gegen seine ,absicht4 ,was er ,sklavenmoral nennt und unter welcher ganz unzutreffenden ,bezeichnung er das ,christentum8 in ,bausch und ,bogen kritisiert1 ist ein ,phantom4 ,seine ,herrenmoral ist eine ,realitt4 ,sie brauchte nicht erst entworfen zu werden2 sie ist vorhanden4 ,nimmt man die romantische ,borgiamaske hinweg und jene nebelhaften ,visionen vom bermenschen1 so bleibt der faustische ,mensch selbst brig1 wie er heute existiert1 als ,typus einer energischen1 imperativischen1 hochintellektuellen ,zivilisation4 ,wir haben da ganz einfach den ,realpolitiker1 den ,geldmagnaten1 den groen ,ingenieur und ,organisator4 ,eine hhere ,art ,menschen1 welche sich1 dank ihrem bergewicht von ,wollen1 ,wissen1 ,reichtum und ,einflu1 des demokratischen ,europas bedienen als ihres gefgigsten und beweglichsten ,werkzeuges1 um die ,schicksale der ,erde in die ,hand zu bekommen1 um am ,menschen#8 selbst als ,knstler zu gestalten4 ,genug1 die ,zeit kommt1 da man ber ,politik umlernen wird48 ,so heit es in einer der ,nachlaaufzeichnungen1 die viel konkreter sind als die ausgefhrten ,werke4 ,wir mssen entweder politische ,fhigkeiten zchten oder durch die ,demokratie zugrunde gehen1 die uns die miglckten lteren ,alternativen aufgezwungen haben81 heit es bei ,shaw 7,mensch und bermensch74 ,shaw1 der vor ,nietzsche die praktische ,schulung und den geringern ,grad von ,ideologie voraus hat1 so beschrnkt sein philosophischer ,horizont erscheint1 hat in ,major ,barbara8 in der ,gestalt des ,milliardrs ,undershaft das bermenschenideal in die unromantische ,sprache der neuern ,zeit bertragen1 aus der es1 auf dem ,umweg ber ,malthus und ,darwin1 auch bei ,nietzsche wirklich stammt4 ,diese ,tatsachenmenschen groen ,stils sind es1 welche heute den ,willen zur ,macht und damit die faustische ,ethik berhaupt reprsentieren4 ,der ,schlu des zweiten ,teils vom ,faust erschliet den tieferen ,zusammenhang4 ,diese frheste dichterische ,konzeption des zivilisierten ,europers ist noch heute nicht wieder erreicht worden4 ,hier findet sich nichts ,negatives4 ,tat1 ,wille1 berwindung ist alles4 ,es gibt einen ,punkt1 wo ,philanthropie abgeschmackt wird4 ,menschen dieser ,art werfen ihre ,millionen nicht zur ,befriedigung eines uferlosen ,wohltuns hinaus1 fr die ,trumer1 ,knstler81 ,schwachen1 ,schlechtweggekommenen2 sie verwenden sie fr die1 welche als ,material fr die ,zukunft mitzhlen4 ,sie verfolgen mit ihm ein ,ziel4 ,sie schaffen ein dynamisches ,zentrum1 das die ,grenzen des persnlichen ,daseins berdauert4 ,auch das ,geld kann ,ideen entwickeln und ,geschichte machen4 ,so hat ,rhodes1 in dem sich ein sehr bedeutungsvoller ,typus des #ba4 ,jahrhunderts ankndigt1 sein ,vermgen testamentarisch angelegt4 ,es ist flach und beweist die ,unfhigkeit1 ,geschichte innerlich zu begreifen1 wenn man das literarische ,geschwtz populrer ,sozialethiker und ,humanittsapostel nicht von den wahren ethischen ,instinkten der westeuropischen ,zivilisation zu unterscheiden wei4 ,der ,sozialismus -- in seinem hchsten ,sinne1 nicht in dem der ,gasse -- ist wie alles ,faustische ein exklusives ,ideal1 das seine ,volkstmlichkeit nur einem vollkommenen ,miverstndnis 7auch unter den ,wortfhrern7 verdankt1 da er nmlich ein ,inbegriff von ,rechten1 nicht von ,pflichten1 da er eine ,beseitigung1 nicht eine ,verschrfung des kantischen ,imperativs1 ein ,nachlassen1 nicht ein ,hherspannen der ,richtungsenergie sei4 ,jene triviale ,oberflchentendenz auf ,frsorge1 ,wohlfahrt1 ,freiheit81 ,humanitt1 das ,glck der ,meisten enthlt nur das ,negative der ,idee1 sehr im ,gegensatz zum antiken ,epikurismus1 dem der glckselige ,zustand tatschlich ,kern und ,summe alles ,ethischen war4 ,gerade hier liegen uerlich sehr verwandte ,stimmungen vor1 die im einen ,falle nichts1 im andern alles bedeuten4 ,man kann aus diesem ,gesichtspunkt den ,inhalt der antiken ,ethik ebenfalls als ,philanthropie bezeichnen1 die der einzelne sich selbst1 seinem 1 angedeihen lt4 ,hier hat man die ,autoritt des ,aristoteles auf seiner ,seite1 der genau in diesem ,sinne das ,wort gebraucht1 an dem sich die besten ,kpfe der klassizistischen ,zeit1 ,lessing vor allem1 abgemht haben4 ,aristoteles bezeichnet die ,wirkung der attischen ,tragdie auf attische ,zuschauer als philanthropisch4 ,ihre ,peripetie erlst ihn vom ,mitleid mit sich selbst4 ,was bedeutet fr uns das populre ,wohltun8 ,ein faustisches ,mitleid mit aller ,welt befriedigen1 eine ins ,weite gehende ,erregung des ,gemtes stillen1 kurz3 ,katharsis4 ,das ist ,nietzsches ,sklavenmoral1 nmlich eine ,moral mit negativen1 antidynamischen ,tendenzen4 ,eine ,theorie von ,herren- und ,sklavenmoral gab es auch im frhen ,hellenismus1 bei ,kallikles z4 ,b41 wie sich versteht in streng leiblich-euklidischem ,sinne4 ,das ,ideal der ersten ist ,alkibiades1 der genau das tat1 was ihm augenblicklich fr seine ,person zweckmig erschien1 ,landesverrat1 ,betrug1 ,verleumdung nicht ausgeschlossen1 eine ,lebenshaltung1 fr die es seinen ,zeitgenossen am ,talent1 sicher nicht am guten ,willen fehlte4 ,man hat ihn als ,typus antiker ,kalokagathie empfunden und bewundert4 ,odysseus1 die epische ,inkarnation des griechischen ,menschen1 ist ihm hnlich4 ,protagoras ist noch deutlicher in seinem berhmten1 ganz ethisch gemeinten ,satze1 da der ,mensch -- jeder einzelne fr sich -- das ,ma der ,dinge sei4 ,das ist die ,herrenmoral einer statuenhaften ,seele4 ,fr die abendlndische ,seele kann jene hedonistische ,tendenz -- denn der ,philanthrop faustischen ,stils1 der ,allerweltssozialist1 ist ,hedonist fr die andern8 -- bestenfalls den ,sinn einer ,befreiung zugunsten ernsterer ,notwendigkeiten haben1 der ,befreiung von trivialleiblichen und sachlichen ,beschrnkungen der wirtschaftlichen und sozialen ,zustnde nmlich1 insofern sie einer ins ,unendliche und ,abstrakte greifenden ,wirksamkeit im ,wege sind4 ,dies ist der tiefste und von ihrem ,urheber nicht entfernt begriffene ,sinn der ,phrase1 da ,eigentum ,diebstahl ist4 ,eigentum -- damit war der ,besitz im populren ,sinne1 das ,greifbare und ,nahe gemeint1 das auch der ,grieche und ,rmer als solches1 als und res empfunden hat1 ein ,begriff von statischem ,gehalt1 der in der ,tat vom abendlndischen ,wirtschaftsleben mehr und mehr und unvermerkt verneint wird4 ,damit ist das antieuklidische und funktionale ,weltgefhl zum schrfsten ,ausdruck gelangt4#ajf ,da mit dem endlichen ,verfall und ,erstarren unsres ,seelentums -- nach einem ,hhepunkt intellektueller1 sozialistischer ,daseinsgestaltung1 von deren ,schroffheit nach ,form und ,tendenz1 von deren ,tyrannei1 mit welcher der allgemeine ,wille zur ,macht auf jedem einzelnen lastet1 sich schwerlich heute jemand einen ,begriff macht -- zuletzt doch die negative ,seite allein brig bleiben und ,europa1 wie ,goethe frchtete1 als ,lazarett von ,medizinern8 in ,erscheinung treten wird1 ist unwahrscheinlich4 ,der ,endzustand der dynamischen ,entwicklung wird ein uerst positiver gyptizismus1 ein auf die ,spitze getriebenes ,mandarinentum sein1 in dem jeder ,sklave1 ,beamter1 ein funktionales ,element ist1 eine politisch-geistige ,form1 auf welche die seelische ,verwandtschaft der faustischen zur gyptischen und chinesischen ,kultur schlieen lt1 etwas ,starres1 ,unfruchtbares1 voller ,plan und ,ziel1 aber nichts weniger als human8 oder liberal8 im heutigen hoffnungsvollen ,sinne4 ,das ,phnomen der ,ethik steht1 ganz morphologisch betrachtet1 dem der ,logik gegenber4 ,das sind die zwei mglichen ,arten1 ein ,weltgefhl geistig zu realisieren1 sich zur ,welt in ,beziehung zu setzen4 ,erinnern wir uns des letzten und uersten ,gegensatzes im wachen menschlichen ,bewutsein1 der am ,anfang durch die ,urworte ,werden und ,gewordnes bezeichnet war4 ,von ihm aus begreift man das ,verhltnis von ,ethik und ,logik4 ,ethisch ist die ,form des ,werdens1 des ,lebens1 logisch die des ,gewordnen1 des ,erkannten4 ,das ,merkmal der ,richtung1 wie es durch die ,worte ,zeit1 ,schicksal1 ,zukunft angedeutet wird1 liegt allem ,ethischen zugrunde1 das ,merkmal der ,ausdehnung -- mittels der ,ursymbole des ,raumes1 des ,krpers -- dem ,logischen4 ,die tiefe ,beziehung1 ja ,identitt von ,denken und ,ausdehnung oder1 wenn man will1 von ,geist und ,objekt ist niemals zweifelhaft gewesen4 ,eine gleiche besteht zwischen ,leben und ,richtung4 ,ethik und ,logik verhalten sich wie das ,mgliche zum ,wirklichen1 wie das ,leben zum ,tode4 ,die ,logik ist starr4 ,sie macht erstarren4 ,sie gilt nur im ,bereich des ,erstarrten4 ,man nennt das ihre ewigen ,gesetze4 ,die ,ethik hat keine ,gesetze4 ,sie lebt4 ,sie gestaltet das ,leben4 ,in dieser ,klarheit ist der ,gegensatz zweier ,formenwelten1 welche das gesamte bewute ,sein ohne ,rest unter sich verteilen1 nur im hhern ,menschentum vorhanden4 ,der ,urmensch bleibt in dunklen ,gebruchen und ,vorstellungen befangen4 ,sein ,logisches1 sein ,denken1 ,erkennen1 ,verstehen bewegt sich in ebenso ungeordneten ,bahnen1 wie seine ,sitte in bruchstckhaften ,andeutungen einer ornamentalen -- zeremoniellen -- ,struktur4 ,erst innerhalb reifer1 durchgeistigter ,kulturen erhlt das ,leben wie das ,denken einen ganz bestimmten und innerlich notwendigen ,stil4 ,das groe ,rtsel des ,lebens1 das gefhlte ,gerichtetsein1 die ,idee eines ,schicksals kleidet sich in ein ,moralproblem und gleichzeitig das ,rtsel der ,erkenntnis1 des ,begreifens der uern ,welt im ,sinne des ,tiefenerlebnisses in ein erkenntnistheoretisch-logisches4 ,aus diesem ,grunde unterschied ,kant eine praktische und eine theoretische ,vernunft1 womit er den ,geltungsbereich von ,schicksal und ,kausalitt1 von ,lebendigem und ,starrem1 also das formspendende ,prinzip des ,werdens und des ,gewordnen meinte4 ,er gelangt dort zum kategorischen ,imperativ1 der ,grundform aller faustischen ,moralen1 hier zur ,idee des ,raumes als der ,form a priori unsrer schpferischen ,anschauung1 womit1 wie wir sahen1 das faustische ,ursymbol1 das ,welterlebnis des westeuropischen ,menschen bezeichnet war4 ,was beiden ,gedanken gemeinsam ist und was ihnen ihre unbezwingliche ,gewalt ber den modernen ,geist verleiht1 ist das in ihnen ruhende ,grundgefhl des ,willens zur ,macht1 der ethisch wie logisch der ,welt seine ,gestalt aufzuprgen entschlossen ist4 ,man fhlt1 wie eine ,logik nicht ohne ,system sein kann1 mehr noch1 da sie durch und durch ,system ist und nichts auerdem1 denn ,erkanntes und ,ausgedehntes sind identisch und ,zahlen wie ,begriffe besitzen streng extensiven ,charakter4 ,anderseits hat die ,wortverbindung ethisches ,system8 etwas ,widersinniges und ,unnatrliches4 ,so gewi alles ,logische rumlich1 starr1 mechanisch1 so gewi ist alles ,ethische reine1 lebendige ,gestalt4 ,man kann sie physiognomisch schildern1 dramatisch1 musikalisch1 aber man kann sie nicht in ein ,schema bringen4 ,das unterscheidet ,menschenkenntnis von ,naturerkenntnis4 ,die groe ,kunst und nicht die ,wissenschaft wird immer die untrgliche ,offenbarung der ethischen ,gestalt einer ,seele sein4 ,dies ist der ,grund1 weshalb ,theorien moralischen ,inhalts immer ein unzulngliches ,bild der ,moral geben und weshalb sie auf die lebendige ,erscheinung alles ,menschlichen ohne ,einflu sind4 ,eine ,ethik als ,lehrmeinung vortragen heit das ,wesen der ,ethik miverstehen4 ,sie bildet nicht1 sie ist nur der ,ausdruck einer ,bildung4 ,sie ist nicht ,vorbild und ,ziel1 sondern ,form und ,art des sich entwickelnden ,seins4 ,ich erinnere wieder an den ,gegensatz zweier ,welten1 der ,geschichte und der ,natur1 in deren ,bilde das ,werden oder das ,gewordne vorwaltet4 ,die ,geschichte1 das sich ,vollendende1 besitzt eine ethische1 die ,natur1 das ,vollendete1 eine logische ,struktur4 ,ethik und ,logik3 so stehen sich ,organisches und ,mechanisches1 ,schicksal und ,kausalitt1 ,physiognomik und ,systematik1 ,lebenserfahrung und wissenschaftliche ,erfahrung gegenber4 ,gut und bse -- das ist die gestaltende ,polaritt des ,lebensgefhls2 wahr und falsch ist die des ,weltbewutseins4 ,in seinen ethischen ,instinkten1 die sich im ,stil des uern ,lebens1 im ,tragischen1 selbst in der leiblichen ,erscheinung1 am unvollkommensten sicherlich in ,begriffen und ,thesen offenbaren1 berhrt der ,mensch das ,mgliche in sich1 das nach ,gestaltung drngt1 die ewige ,zukunft2 in der ,logik formt er das ,wirkliche1 das sich geistig gestaltet hat1 das ,fremde1 dem ,leben bereits entfremdete1 die ewige ,vergangenheit4 ,es ist die ,gefahr des gebornen ,denkers wie ,kant und ,aristoteles1 die ,ethik zu logisieren1 sie aus ,begriffen1 ,schlssen1 ,gesetzen aufzubauen1 ebenso wie er die lebendige ,geschichte -- zugunsten eines ,systems -- mechanisiert4 ,in keiner systematischen ,philosophie findet die wirkliche ,geschichte ,platz4 ,das haben hundert miglckte ,versuche1 noch zuletzt der gewaltigste von allen1 der ,hegels1 bewiesen4 ,die ,gefahr des ,dichters wie ,plato1 ,goethe1 ,schelling1 der kein ,system konstruiert1 sondern ,lebendiges nachbildet1 ist es1 die ,logik zu ethisieren1 wie er die ,natur in ein phantastisches ,wesen auflst und ,begriffe durch ,bilder verdrngt4 ,diese letzte1 die ethische ,durchdringung der ,natur1 bezeichnet auch den ,geist jugendlicher ,kulturen1 die von ,leben berstrmen wie die ,zeiten ,plotins und ,dantes4 ,das erste1 der ,trieb nmlich1 die ,ethik logisch1 die ,geschichte mechanisch1 beide also knstlich und verstandesmig1 als tote ,objekte zu gestalten1 ist ein ,symptom sterbender1 in zivilisierter ,form erstarrender ,kulturen4 ,wir werden sehen1 da ,stoizismus und ,sozialismus im engern ,sinne logisierte1 aus einem ,mangel1 nicht aus der ,flle erwachsene ,ethiken sind1 nicht ,lebensformen1 die man hat1 sondern solche1 die man braucht4 ,sie entstehen in der ,nachbarschaft zahlloser ,tendenzen1 die auch das ,historische1 den ,staat-- ,gesellschaftsordnung8 ist ein bezeichnendes ,wort dafr -- knstlich in ,szene setzen1 konstruieren wollen4 ,leben und ,konstruktion aber schlieen sich aus4 ,logisch1 anorganisch1 mechanisch ist das ,gewordene1 das nicht mehr ,lebende1 der ,tod4 ,ethische ,probleme1 die wirklich als ,probleme1 als ,fragen und ,verlegenheiten1 aufgestellt und empfunden werden1 verraten1 da das ,leben selbst fraglich geworden ist4 ,die ,weltsehnsucht der abendlndischen ,seele knpft sich an das ,bild des raumbeherrschenden ,willens1 wie die der hellenischen an das ,ideal vollkommener1 ruhender ,leiblichkeit4 ,deshalb wurde das ,problem der ,willensfreiheit1#ajg das in dieser energischen ,fassung nur der faustische ,mensch in sich trgt und in dem sich seine ganze metaphysische ,leidenschaft nach dem ,grenzenlosen1 nach berwindung alles ,nur-,sinnlichen1 nach ,verneinung aller ,schranken seines ,machtgefhls1 nach ,geltung und ,wirksamkeit ans ,licht des wachen ,bewutseins drngt1 unser ethisches ,hauptproblem1 um das sich alle einzelnen ,systeme kristallisieren4 ,es liegt1 wenn auch noch so tief verhllt1 jedem unsrer ethischen ,weltaspekte1 auch den ,charaktertragdien ,shakespeares im ,gegensatz zum ,attitdendrama des ,sophokles1 auch der sozialistischen ,gegenwartsstimmung1 die ganz in eine individualistische ,farbe getaucht ist1 zugrunde4 ,die innere ,gewiheit eines freien ,willens ist der gesamten ,portrtmalerei seit ,lionardo wesenhaft4 ,rembrandt hat sein ganzes ,leben an dies groe ,mysterium gewandt1 und schon ,michelangelos ,sklaven vom ,juliusgrabmal lassen es ahnen4 ,die ,musik ,bachs und ,beethovens ist die der fromm geglaubten und der dster bezweifelten ,willensfreiheit4 ,der attischen ,plastik nackter ,leiber ist dieser ,wesenskern des faustischen ,menschen vllig fremd4 ,hier gibt es keinen ,willen4 ,hier gibt es also auch kein ,bedrfnis1 ihm ideelle oder wirkliche ,schranken aus dem ,wege zu rumen4 ,die ,polis ist nicht das politische ,ideal von ,menschen1 denen dies ,problem das schwerste von allen ist4 ,der freie ,wille als ,form der inneren ,anschauung81 mit ,kant zu reden1 steht in einer tiefen ,beziehung zur ,einsamkeit des faustischen ,ich1 zum ,monologischen seines ,daseins und seiner gesamten knstlerischen uerungen1 wovon die apollinische ,seele nichts besitzt4 #ad ,als ,nietzsche das ,wort ,umwertung aller ,werte8 zum ersten ,male niederschrieb1 hatte endlich die seelische ,bewegung dieser ,jahrhunderte1 in deren ,mitte wir leben1 ihre ,formel gefunden4 ,umwertung aller ,werte -- das ist der innerste ,charakter jeder ,zivilisation4 ,sie beginnt damit1 alle ,formen der voraufgegangenen ,kultur umzuprgen1 anders zu verstehen1 anders zu handhaben4 ,sie erzeugt nicht mehr1 sie deutet nur um4 ,darin liegt das ,negative aller ,zeitalter dieser ,art4 ,sie setzen den eigentlichen ,schpfungsakt voraus4 ,sie treten nur eine ,erbschaft von groen ,wirklichkeiten an4 ,blicken wir auf die spte ,antike und prfen wir dort1 wo das entsprechende ,ereignis liegt3 es hat sich innerhalb des hellenistisch-rmischen ,stoizismus1 innerhalb des langen ,todeskampfes der apollinischen ,seele also zugetragen4 ,gehen wir von ,epiktet und ,mark ,aurel zurck auf ,sokrates1 den geistigen ,vater der ,stoa1 in dem zuerst die ,verarmung des antiken1 grostdtisch und intellektuell gewordnen ,lebens ans ,licht trat3 zwischen ihnen liegt die ,umwertung aller antiken ,seinsideale4 ,blicken wir auf ,indien4 ,als ,knig ,asoka lebte1 um #cjj v4 ,chr41 war die ,umwertung des brahmanischen ,lebens vollzogen2 man vergleiche die vor und nach ,buddha niedergeschriebenen ,teile des ,vedanta4 ,und wir8 ,innerhalb des ethischen ,sozialismus in dem hier festgelegten ,sinne1 als der ,grundstimmung der erlschenden faustischen ,seele1 ist diese ,umwertung eben heute im ,gange4 ,rousseau ist der ,ahnherr dieses ,sozialismus4 ,rousseau steht neben ,sokrates und ,buddha1 den anderen ethischen ,wortfhrern groer ,zivilisationen4 ,seine ,ablehnung aller groen ,kulturformen1 aller bedeutungsvollen ,konventionen1 seine berhmte ,rckkehr zur ,natur81 sein praktischer ,rationalismus gestatten keinen ,zweifel4 ,jeder von ihnen hat eine tausendjhrige ,innerlichkeit zu ,grabe getragen4 ,sie predigen das ,evangelium der ,menschlichkeit1 aber es ist die ,menschlichkeit des intelligenten ,stadtmenschen1 der die ,stadt und mit ihr die ,kultur satt hat1 dessen reine8 ,vernunft nach einer ,erlsung von ihr und ihrer gebietenden ,form1 von ihren ,hrten1 von ihrer innerlich nicht mehr erlebten und deshalb verhaten ,symbolik sucht4 ,die ,kultur wird dialektisch vernichtet4 ,lassen wir die groen ,namen des #ai4 ,jahrhunderts vorberziehen1 an die sich fr uns dies mchtige ,phnomen knpft3 ,schopenhauer1 ,hebbel1 ,wagner1 ,nietzsche1 ,ibsen1 ,strindberg1 so berblicken wir das1 was ,nietzsche in dem fragmentarischen ,vorwort zu seinem unvollendeten ,hauptwerk beim ,namen nannte1 die ,heraufkunft des ,nihilismus4 ,sie ist keiner der groen ,kulturen fremd4 ,sie gehrt mit innerster ,notwendigkeit zum ,greisenalter dieser mchtigen ,organismen4 ,sokrates war ,nihilist1 ,buddha war es4 ,es gibt eine gyptische1 arabische1 chinesische so gut wie eine westeuropische ,decadence4 ,es handelt sich nicht um politische und wirtschaftliche1 nicht einmal um religise oder knstlerische ,verwandlungen an sich4 ,es handelt sich berhaupt nicht um ,greifbares1 nicht um materielle ,fakta1 sondern um das ,wesen einer ,seele1 die ihre ,mglichkeiten restlos verwirklicht hat4 ,man wende nicht die groen ,leistungen gerade des ,hellenismus und der westeuropischen ,modernitt ein4 ,sklavenwirtschaft und ,maschinenindustrie1 ,fortschritt8 und ,ataraxia1 ,alexandrinismus und moderne ,wissenschaft1 ,pergamon und ,bayreuth1 soziale ,zustnde1 wie sie die ,politeia des ,aristoteles und das ,kapital von ,marx voraussetzen1 sind lediglich ,symptome im historischen ,oberflchenbilde4 ,es handelt sich nicht um das uere ,leben1 um ,lebenshaltung1 ,institutionen1 ,sitten1 sondern um die ,tiefe1 um den innern ,tod4 ,fr die ,antike trat er zur ,rmerzeit ein4 ,fr uns gehrt er der ,zeit um #bjjj an4 ,kultur und ,zivilisation -- das ist der lebendige ,leib eines ,seelentums und seine ,mumie4 ,so unterscheidet sich das westeuropische ,dasein vor #ahjj und nach #ahjj1 das ,leben in ,flle und ,selbstverstndlichkeit1 dessen ,gestalt von innen heraus gewachsen und geworden ist1 und zwar in einem mchtigen ,zuge von den ,kindertagen der ,gotik an bis zu ,goethe und ,napoleon1 und jenes spte1 knstliche1 wurzellose ,leben unsrer groen ,stdte1 dessen ,formen der ,intellekt konstruiert4 ,kultur und ,zivilisation -- das ist ein aus der ,landschaft geborener ,organismus und der aus seiner ,erstarrung hervorgegangene ,mechanismus4 ,hier erscheint wieder der ,unterschied von ,werden und ,gewordensein1 von ,seele und ,gehirn1 von ,ethischem und ,logischem1 endlich von gefhlter ,historie -- das ist die ,ehrfurcht vor ,satzung und ,tradition -- und erkannter ,natur -- das ist die vermeintliche ,natur1 die reine1 gleichmachende1 vom ,bann der groen ,form erlsende1 zu welcher man zurckkehren will4 ,buddha verneint den historischen ,unterschied von ,brahmanen und ,tschandala1 die ,stoiker den von ,hellenen1 ,sklaven und ,barbaren1 ,rousseau den von ,privilegierten und ,leibeignen4 ,der ,kulturmensch lebt nach innen1 der zivilisierte ,mensch nach auen1 im ,raume1 unter ,krpern und ,tatsachen84 ,was der eine als ,schicksal empfindet1 erscheint dem andern als ,zusammenhang von ,ursache und ,wirkung4 ,man ist von nun an ,materialist in einem1 nur fr die ,zivilisation gltigen ,sinne1 ob man es will oder nicht1 und ob buddhistische1 stoische1 sozialistische ,lehren sich idealistisch geben oder nicht4 ,dem gotischen und dorischen ,menschen1 dem ,menschen der ,ionik und des ,barock wird die ganze ungeheure ,formenwelt von ,kunst1 ,religion1 ,sitte1 ,staat1 ,wissen1 ,gesellschaft leicht4 ,er trgt und verwirklicht sie1 ohne sie zu kennen4 ,er besitzt dem ,symbolischen der ,kultur gegenber dieselbe ungezwungene ,meisterschaft1 wie sie ,mozart in seiner ,kunst besa4 ,kultur ist das ,selbstverstndliche4 ,das ,gefhl einer ,fremdheit unter diesen ,formen1 das einer ,last1 welche die ,freiheit des ,schaffens aufhebt1 die ,ntigung1 das ,vorhandene rationalistisch zu prfen1 der ,zwang des feindseligen ,nachdenkens sind die ersten ,symptome einer ermattenden ,seele4 ,erst der ,kranke fhlt seine ,glieder4 ,da man eine natrliche8 ,religion konstruiert und sich gegen ,kulte und ,dogmen auflehnt1 da ein ,naturrecht den historischen ,rechten entgegengestellt wird1 da man in der ,kunst ,stile entwirft81 weil der ,stil nicht mehr ertragen und gemeistert wird1 da man den ,staat als ,gesellschaftsordnung81 als ,mechanismus sieht1 den man ndern knne1 sogar ndern msse 7und neben ,rousseaus contrat social stehen vllig gleichbedeutende ,erzeugnisse der ,zeit des ,aristoteles71 das alles beweist1 da etwas endgltig zerfallen ist4 ,die ,weltstadt selbst steht als ,extrem von ,anorganischem inmitten der ,kulturlandschaft da1 deren ,menschentum sie von seinen ,wurzeln lst1 an sich zieht und verbraucht4 ,wissenschaftliche ,welten sind oberflchliche ,welten1 praktische1 seelenlose1 rein extensive ,welten4 ,sie liegen den ,anschauungen des ,buddhismus1 ,stoizismus und ,sozialismus zugrunde4#ajh ,das ,leben nicht mehr mit kaum bewuter1 wahlloser ,selbstverstndlichkeit leben1 es als gottgewolltes ,schicksal hinnehmen1 sondern es problematisch finden1 es auf ,grund intellektueller ,einsichten in ,szene setzen1 zweckmig81 vernunftgem8 -- das ist in allen drei ,fllen der ,hintergrund4 ,das ,gehirn regiert1 weil die ,seele abdankte4 ,kulturmenschen leben unbewut1 ,tatsachenmenschen leben bewut4 ,das ,leben selbst ist eine ,tatsache84 ,das im ,boden wurzelnde ,bauerntum vor den ,toren der groen ,stdte1 die jetzt -- skeptisch1 praktisch1 knstlich -- allein die ,zivilisation reprsentieren1 zhlt nicht mehr mit4 ,volk8 -- das ist jetzt ,stadtvolk1 anorganische ,masse1 etwas ,fluktuierendes4 ,der ,bauer ist nicht ,demokrat -- denn auch dieser ,begriff gehrt zum mechanischen1 stdtischen ,dasein --1 folglich bersieht1 belchelt1 verachtet1 hat man ihn4 ,er ist nach dem ,schwinden der alten ,stnde1 ,adel und ,priestertum1 der einzige organische ,mensch1 eine briggebliebene ,reminiszenz der ,kultur4 ,er findet weder im stoischen noch im sozialistischen ,denken einen ,platz4 ,so ruft der ,faust des ersten ,teils der ,tragdie1 der leidenschaftliche ,forscher in einsamen ,mitternchten1 folgerichtig den des zweiten ,teils und des neuen ,jahrhunderts hervor1 den ,typus einer rein praktischen1 weitschauenden1 nach auen gerichteten ,ttigkeit4 ,hier hat ,goethe psychologisch die ganze ,zukunft ,westeuropas vorweggenommen4 ,das ist ,zivilisation an ,stelle von ,kultur1 der uere ,mechanismus statt des innern ,organismus1 der ,intellekt als das seelische ,petrefakt an ,stelle der erloschenen ,seele selbst4 ,so wie ,faust am ,anfang und ,ende der ,dichtung1 stehen sich innerhalb der ,antike der ,hellene zur ,zeit des ,perikles und der ,rmer zur ,zeit ,csars gegenber4 #ae ,solange der ,mensch einer in ,vollendung begriffenen ,kultur einfach vor sich hin lebt1 natrlich und selbstverstndlich1 hat sein ,leben eine wahllose ,haltung4 ,das ist seine instinktive ,moral1 die sich in tausend umstrittene ,formeln verkleiden mag1 die man aber selbst nicht bestreitet1 weil man sie hat4 ,sobald das ,leben ermdet1 sobald man -- auf dem knstlichen ,boden groer ,stdte1 die jetzt geistige ,welten fr sich sind -- eine ,theorie braucht1 um es zweckmig in ,szene zu setzen1 sobald das ,leben ,objekt der ,betrachtung geworden ist1 wird die ,moral zum ,problem4 ,kulturmoral ist die ,moral1 welche man hat1 zivilisierte die1 welche man sucht4 ,die eine ist zu tief1 um auf logischem ,wege erschpft zu werden1 die andre ist eine ,funktion der ,logik4 ,noch bei ,kant und ,plato ist die ,ethik bloe ,dialektik1 ein ,spiel mit ,begriffen1 die ,abrundung eines metaphysischen ,systems4 ,man htte sie nicht ntig gehabt4 ,der kategorische ,imperativ ist lediglich die abstrakte ,fassung dessen1 was fr ,kant gar nicht in ,frage stand4 ,von ,zenon und ,schopenhauer an gilt das nicht mehr4 ,da mute als ,regel des ,seins gefunden1 erfunden1 erzwungen werden1 was instinktiv nicht mehr gesichert war4 ,an dieser ,stelle beginnt die zivilisierte ,ethik1 die nicht der ,reflex des ,lebens auf die ,erkenntnis1 sondern der ,reflex der ,erkenntnis auf das ,leben ist4 ,man fhlt etwas ,knstliches1 ,seelenloses und ,halbwahres in all diesen erdachten ,systemen1 welche ,epochen dieser ,art fllen4 ,das sind nicht mehr innerlichste1 beinahe berirdische ,schpfungen1 die ebenbrtig neben den groen ,knsten stehen4 ,jetzt verschwindet alle ,metaphysik groen ,stils1 alle reine ,intuition vor dem einen1 was pltzlich nottut1 vor der ,konzeption einer praktischen ,moral1 die das ,leben regeln soll1 weil es sich selbst nicht mehr regeln kann4 ,die ,philosophie war bis auf ,kant1 ,aristoteles und den ,vedanta eine ,folge mchtiger ,weltsysteme gewesen1 in denen die formale ,ethik einen bescheidnen ,platz fand4 ,sie wird jetzt ,moralphilosophie1 mit einer ,metaphysik als ,folie4 ,die erkenntnistheoretische ,leidenschaft tritt den ,vorrang an die praktische ,notdurft ab3 ,sozialismus1 ,stoizismus1 ,buddhismus sind ,philosophien dieses ,stils4 ,damit ist die ,zivilisation eingeleitet4 ,das ,leben war rein organisch gewesen1 notwendigster und erfllter ,ausdruck einer ,seele2 es wird jetzt anorganisch1 seelenlos unter der ,vormundschaft des ,verstandes4 ,man hat dies -- und darin liegt der typische ,irrtum im ,selbstgefhl aller ,zivilisationen -- als wachsende ,vollendung empfunden4 ,aber dieser ,geist des weltstdtischen ,menschentums stellt keine ,erhhung des ,seelischen dar1 sondern den ,rest1 der hervortritt1 nachdem die ganze organische ,flle des brigen erstorben und zerfallen ist4 ,die ,welt statt aus der ,hhe1 wie schylus1 ,plato1 ,dante1 ,goethe1 unter dem ,gesichtspunkt der alltglichen ,notdurft und andrngenden ,wirklichkeit betrachten1 das nenne ich die ,vogelperspektive des ,lebens mit der ,froschperspektive vertauschen4 ,und eben das ist der ,abstieg von der ,kultur1 zur ,zivilisation4 ,jede ,ethik formuliert den ,blick der ,seele auf ihr ,schicksal3 heroisch oder praktisch1 gro oder gemein1 mnnlich oder greisenhaft4 ,und so unterscheide ich eine tragische und eine ,plebejermoral4 ,die tragische ,moral einer ,kultur kennt und begreift die ,schwere des ,seins1 aber sie zieht daraus das ,gefhl des ,stolzes1 es zu tragen4 ,so empfanden schylus1 ,shakespeare und die ,denker der brahmanischen ,philosophie1 so ,dante und der germanische ,katholizismus4 ,das liegt in dem wilden ,schlachtchoral des ,luthertums3 ,ein' feste ,burg ist unser ,gott8 und das klingt selbst noch in der ,marseillaise nach4 ,die ,plebejermoral des ,epikur und der ,stoa1 der ,sekten der ,buddhazeit1 des #ai4 ,jahrhunderts macht einen ,schlachtplan zurecht1 das ,schicksal zu umgehen4 ,sie sieht in der ,welt nicht ,gott1 sondern einen ,inbegriff von ,tatsachen4 ,schicksal -- das ist fr sie der vom ,gehirn zu ermittelnde ,nexus von ,ursache und ,wirkung4 ,was sie unter ,geschichte begreift1 lehrt dementsprechend die materialistische ,geschichtsauffassung4 ,es ist eine hchst zweckmige ,lebensauffassung1 welche von nun an die groe ,vergangenheit unpraktisch findet1 sie verhhnt und belchelt4 ,darin hatte ,nietzsche sicher recht3 die attische ,tragdie entsprang der berflle des ,lebens4 ,das ,unvermeidliche mit ,wrde tragen1 dem ,schicksal1 den ,gttern gegenber ,mann und ,held bleiben -- das war apollinisch gefhlt4 ,hier htte er weiter gehen und die ,zeiten vergleichen sollen4 ,was schylus gro tat1 das tat die ,stoa klein4 ,das war nicht mehr ,flle1 sondern ,armut1 ,klte und ,leere des ,lebens und die ,rmer haben diese intellektuelle ,klte und ,leere nur zum ,groartigen gesteigert4 ,und dasselbe ,verhltnis besteht zwischen dem ethischen ,pathos der groen ,meister des ,barock1 ,shakespeare1 ,bach1 ,kant1 ,goethe1 dem mnnlichen ,willen1 innerlich ,herr der natrlichen ,dinge zu sein1 weil man sie tief unter sich wei1 und dem greisenhaften ,willen der europischen ,modernitt1 sie sich -- in ,gestalt der ,frsorge1 der ,humanitt1 des ,weltfriedens1 der ,technik1 des ,zwangsstaates1 des ,glckes der meisten -- uerlich aus dem ,wege zu schaffen1 weil man sich mit ihnen auf derselben ,ebene wei4 ,auch das ist ,wille zur ,macht im ,gegensatz zur antiken ,duldung des ,unabwendbaren2 auch darin liegt ,leidenschaft und ,hang zum ,unendlichen1 aber es ist ein ,unterschied zwischen metaphysischer und materieller ,gre im berwinden4 ,die ,tiefe fehlt1 das1 was der frhere ,mensch ,gott nannte4 ,das bedeutet der ,niedergang der westeuropischen ,poesie von der ,gestaltung letzter ,weltgeheimnisse zur ,tendenzpoesie dieser ,tage mit ihren ephemeren ,lsungen sozialer und sexueller ,oberflchenprobleme1 die das ,maximum dessen darstellen1 was man noch begreift4 ,das faustische ,weltgefhl der ,tat1 wie es von den ,staufen und ,welfen bis auf ,friedrich den ,groen1 ,goethe und ,napoleon in jedem groen ,menschen wirksam war1 verflachte zu einer ,philosophie der ,arbeit1 wobei es fr das seelische ,niveau gleichgltig ist1 ob man sie verteidigt oder verurteilt4 ,der ,kulturbegriff der ,tat und der zivilisierte -- seelenlose -- ,begriff der ,arbeit verhalten sich genau so wie die ,haltung des schyleischen ,prometheus zu der des ,diogenes4 ,der eine ist ein ,dulder1 der andere ist faul4 ,galilei1 ,kepler1 ,newton brachten es zu ,taten1 der moderne ,physiker leistet eine ,arbeit4 ,plebejermoral1 triviale ,wirklichkeitsmoral auf der ,basis des alltglichen ,daseins und des gesunden ,menschenverstandes8 ist es1 was trotz aller groen ,worte von ,schopenhauer bis zu ,shaw jeder ,lebensbetrachtung zugrunde liegt4 ,hebbel und ,nietzsche1 die dem zu widersprechen scheinen1 sind nicht ,offenbarungen einer echten tragischen ,moral2 sie wollen es nur sein4 ,eine ,sache verteidigen oder bekmpfen -- das sind nur verschiedene ,ausdrucksformen derselben innern ,bedingungen4 ,wer heute die ,philosophie der ,arbeit verneint1 ist kein verspteter ,mediceer1 sondern ein ,snob4 ,wer das schrankenlose ,recht des einzelnen auf den ,schild hebt1 gibt dem ,sozialismus nur eine pikante ,wendung4 ,auch ,nietzsche ist ein ,dekadent1 ein ,sozialist1 ein ,arbeiter4 ,er hat selbst keinen ,zweifel darber gelassen4 ,seine ,lehre 7die von seiner persnlichen ,haltung sehr verschieden ist7 ist ,gegensatz und ,umkehrung von etwas anderm1 das dennoch zu ,recht besteht1 nichts innerlich ,ursprngliches4 ,sein aristokratischer ,geschmack1 der durch seine darwinistisch-physiologischen ,neigungen jeden ,augenblick in ,frage gestellt wird1 ist nichts weniger als wahllos und selbstverstndlich1 ist vielmehr das gewaltsame ,pathos eines verspteten ,faust auf sdlichen ,bergen1 der mit aller ,leidenschaft des ,nordens sein ,schicksal verleugnen1 der vom ,plebejertum loskommen will1 das er in allen ,gliedern sprt4 #af ,der ,abstieg von der ,vogel- zur ,froschperspektive in den groen ,fragen des ,lebens verkleidet sich in die ,maske jener berhmten ,rckkehr zur ,natur81 die jede ,kultur in einer eignen ,gestalt kennt und deren faustische ,fassung ,rousseau gegeben hat4 ,man braucht nicht notwendig an soziale ,wandlungen zu denken1 auch die ,kunst vollzieht eine ,rckkehr zur ,natur4 ,man vergegenwrtige sich1 wie dem ,auftreten der ionischen neben der dorischen ,sulenordnung -- dem bergang von heroischer ,gre zu brgerlicher ,anmut1 von der antiken ,gotik zum antiken ,rokoko -- der weitere ,abstieg zur korinthischen ,sule1 der zivilisierten ,erfindung des ,kallimachos1 folgt4 ,auch das ist ,rckkehr zur ,natur1 die das unverhllte ,motiv der ,pflanze wieder heraufrief als ,zeichen pflanzenhaften ,daseins1 zugleich ein ,symptom sinkender ,gestaltungskraft1 die diesen letzten schpferischen ,geschmack der ,antike neben die klassizistische ,baukunst der ,goethezeit1 das ,empire1 stellt4 ,die gro gesehene1 gro empfundene ,natur1 das ,weltbild1 das durch und durch von ,seele erfllt ist1 beginnt der natrlichen81 brutalen1 begriffenen ,natur zu weichen4 ,was die ,antike durch die historische ,folge der drei ,sulenordnungen mit seltener ,klarheit gestaltete1 ist der ,weg von frher zu spter ,kultur und von da zur ,zivilisation1 der ,weg von der ,kunst als ,religion zur ,kunst als ,wissenschaft4 ,wenn im ,bereiche der ,kunst irgendwo der ,begriff ,natur auftaucht1 so stellt er jedesmal einen ,gegenbegriff im eigentlichsten ,sinne dar1 die geistige ,negation von etwas1 wogegen das ,leben sich auflehnt1 eine ,gre1 die der ,widerspruch geprgt und gestaltet hat4 ,die ,natur8 der ,empfindsamen bedeutete eine schchterne ,auflehnung gegen den groen ,stil1 den man nicht mehr ertrug4 ,die ,natur ,rousseaus ist bereits ein ,bild1 das als ,negation der ,kultur berhaupt konzipiert ist4 ,was die groe ,stadt1 die vornehme ,gesellschaft1 der absolute ,staat1 die ,metaphysik1 die formstrenge ,kunst nicht sind -- das ist ,natur4 ,kultur8 erscheint jetzt als die groe ,krankheit des natrlichen ,menschen4 ,der ,philosoph1 der ,politiker1 der ,knstler hassen sie1 und weil die ,jahrhunderte hoher ,kultur ,geschichte im hchsten ,sinne1 die eigentliche ,geschichte des ,menschen sind1 so empfindet man diese eingebildete ,natur als das ,antihistorische1 als das1 was die ,gehirne von dem ,alpdruck der groen ,vergangenheit befreit4 ,folgerichtig gehrt zu ihr neben der trumerischen ,sehnsucht nach ,alpengipfeln1 ,urwldern und ,wsten jener antihistorische ,naturmensch1 der den contrat social voraussetzt und der von der stdtisch-rationalistischen ,einbildungskraft als die fleischgewordene ,plebejermoral aus lauter ,negationen der tragischen ,moral konzipiert wurde4 ,ob man es will oder nicht1 die ,vorstellung dieses ,menschen liegt der gesamten praktischen ,philosophie der ethischen ,periode zugrunde4 ,er ist der geheime ,held aller ,sozialdramatik von ,hebbel bis ,ibsen1 die mit ihren sozialen und sexuellen ,problemen die eigentliche ,negation des wahrhaft ,tragischen ist4 ,er ist auch der ,held jeder politischen und wirtschaftlichen ,gesellschaftsordnung81 die an ,stelle historischer ,staatsgebilde in zivilisierten ,kpfen spukt4 ,es ist ein und dasselbe1 was die ,sophisten in ,athen1 die ,sankhyaphilosophen am ,ganges1 die ,sensualisten in ,london und ,paris innerhalb ihrer ,epoche zur ,erscheinung bringen4 ,man empfand die groe1 allumfassende1 den ganzen ,reichtum der ,seele spiegelnde ,form als ,last4 ,man predigte -- in allen drei ,fllen -- die natrlichen ,rechte8 des ,menschen gegenber der ,tradition1 das heit gegenber der nicht mehr zu ertragenden ,gre seiner ,vergangenheit1 das ,recht auf die ,froschperspektive in ,lebensfragen gegenber der ,vogelperspektive der ,vorfahren4 ,daher jener tiefe1 rationalistische ,ha gegen ,autoritt und ,satzung1 jene revolutionre ,sucht -- auch bei ,nietzsche1 auch bei ,buddha -- sozial1 politisch1 knstlerisch ,gewachsenes zu vermeiden1 zu verachten oder zu vernichten und die anorganischen ,resultate wissenschaftlicher ,analyse an seine ,stelle zu setzen1 was man in wunderlicher ,verdrehung der ,fakta als den ,ersatz von ,knstlichem durch ,natrliches bezeichnete1 kurz die innere ,auflehnung gegen den ,makrokosmos1 den ,inbegriff der ,kultur1 den der letzte ,mensch8 nicht mehr als eigen empfindet und deshalb in seinen ueren historischen ,resten hat4 ,darin liegt die ,identitt der faustischen ,umwertung aller ,werte8 mit dem apollinischen ,ideal des ,diogenes1 die sich lediglich als eine streng dynamische und streng statische ,fassung des ,nihilismus unterscheiden4 #ag ,jede ,kultur hat also ihre eigene ,art zu sterben und nur die eine1 die aus ihrem ganzen ,leben mit tiefster ,notwendigkeit folgt4 ,deshalb sind ,buddhismus1 ,stoizismus1 ,sozialismus morphologisch gleichwertige ,phnomene4 ,auch der ,buddhismus1 dessen letzten ,sinn man bisher immer miverstanden hat4 ,das ist keine puritanische ,bewegung wie der ,islam und der ,jansenismus1 keine ,reformation wie die dionysische ,strmung gegenber dem ,apollinismus und das ,luthertum dem ,katholizismus gegenber1 keine neue ,religion1 berhaupt keine ,religion wie die der ,veden und des ,apostels ,paulus1#aji sondern eine letzte rein praktische ,weltstimmung mder ,grostadtmenschen1 die eine abgeschlossene ,kultur im ,rcken und keine ,zukunft vor sich haben2 er ist das ,grundgefhl der indischen ,zivilisation und deshalb mit dem ,stoizismus und ,sozialismus gleichzeitig8 und gleichwertig4 ,die ,quintessenz dieser durchaus weltlichen1 nicht metaphysischen ,gesinnung findet sich in der berhmten ,predigt von ,benares ,die vier heiligen ,wahrheiten vom ,leiden81 durch welche der philosophierende ,prinz seine ersten ,anhnger gewann4 ,ihre ,wurzeln liegen in der rationalistisch-atheistischen ,sankhyaphilosophie1 deren ,theorie stillschweigend vorausgesetzt wird1 ganz wie die ,sozialethik des #ai4 ,jahrhunderts aus dem ,sensualismus und ,materialismus des #ah4 und die ,stoa trotz ihrer flachen ,verwertung ,heraklits von ,demokrit1 ,protagoras und den ,sophisten stammt4 ,die ,allmacht der ,vernunft ist in jedem ,falle der ,ausgangspunkt der moralischen berlegung4 ,von ,religion ist keine ,rede4 ,nichts kann religionsfremder sein als diese ,systeme in ihrer ursprnglichen ,gestalt4 ,was aus ihnen in den letzten ,stadien der ,zivilisation wird1 steht hier nicht in ,frage4 ,der ,buddhismus lehnt alles ,nachdenken ber ,gott und die kosmischen ,probleme ab4 ,nur das ,selbst1 nur die ,einrichtung des wirklichen ,lebens ist ihm wichtig4 ,auch eine ,seele wird nicht anerkannt4 ,wie der westeuropische ,psychologe der ,gegenwart -- und mit ihm der ,sozialist -- den innern ,menschen als ,empfindungsbndel1 als ,hufung chemo-elektrischer ,energien abtut1 so der indische der ,buddhazeit4 ,der ,lehrer ,nagasena beweist dem ,knig ,milinda1 da die ,teile des ,wagens1 auf dem er fhrt1 nicht der ,wagen selbst und ,wagen8 nur ein ,wort ist -- ebenso stehe es mit der ,seele4 ,die seelischen ,phnomene werden als ,skandhas1 ,haufen1 bezeichnet1 die vergnglich sind4 ,das entspricht durchaus den ,vorstellungen der ,assoziationspsychologie4 ,es ist viel ,materialismus in der ,lehre ,buddhas4 7,es versteht sich1 da jede ,kultur ihre eigne1 durch ihr gesamtes ,weltgefhl in allen ,einzelheiten bedingte ,art von ,materialismus besitzt47 ,wie sich der ,stoiker den heraklitischen ,begriff des ,logos aneignet1 um ihn materiell zu verflachen1 wie der ,sozialismus in seinen darwinistischen ,grundlagen ,goethes tiefen ,begriff der ,entwicklung 7durch ,hegels ,vermittlung7 mechanisch veruerlicht1 so der ,buddhismus den brahmanischen ,begriff des ,karma1 des unsrer ,denkweise kaum zugnglichen ,seinsprinzips1 das man oft genug ganz materialistisch als ,weltstoff behandelt findet4 ,noch ein andres ,element ist in ihm fhlbar1 obwohl man es nie darin gefunden hat3 das1 was ,sokrates und die deutschen ,romantiker als ,ironie bezeichnen1 jene seltsame feine ,blte einer ,dialektik1 die ihrer selbst mde ist und die bestrzt und schmerzlich lchelnd ihr ,werk1 das zertrmmerte ,weltbild betrachtet4 ,wir haben drei ,formen des ,nihilismus vor uns4 ,die ,ideale von gestern1 die groen religisen1 knstlerischen1 staatlichen ,formen sind abgetan1 nur da selbst dieser letzte ,akt der ,kultur1 ihre ,selbstverneinung1 noch einmal das ,ursymbol ihres ganzen ,daseins zum ,ausdruck bringt4 ,der faustische ,nihilist1 ,ibsen wie ,nietzsche1 ,marx wie ,wagner1 zertrmmert die ,ideale1 der apollinische1 ,epikur wie ,antisthenes und ,zenon1 lt sie vor seinen ,augen zerfallen1 der indische zieht sich vor ihnen in sich selbst zurck4 ,der ,stoizismus ist auf ein ,sichverhalten des einzelnen gerichtet1 auf sein statuenhaftes1 rein gegenwrtiges ,sein1 ohne ,beziehung auf ,zukunft und ,vergangenheit oder auf andre4 ,der ,sozialismus ist die dynamische ,behandlung des gleichen ,themas3 dieselbe pessimistische ,tendenz nicht auf die ,gre1 sondern die praktische ,not des ,lebens1 aber mit einem mchtigen ,zug ins ,ferne auf die gesamte ,zukunft und die gesamte ,masse der ,menschen erstreckt1 die dem ,prinzip unterworfen werden sollen2 der ,buddhismus1 den nur ein religionspsychologischer ,dilettant mit dem ,christentum vergleichen kann1#aaj ist durch die ,worte abendlndischer ,sprachen kaum wiederzugeben4 ,es ist erlaubt1 von einem stoischen ,nirwana zu reden und auf die ,gestalt des ,diogenes zu verweisen2 auch der ,begriff eines sozialistischen ,nirwana ist zu rechtfertigen1 sofern man die ,flucht vor dem ,kampf ums ,dasein ins ,auge fat1 wie die europische ,mdigkeit sie in die ,schlagworte ,weltfrieden1 ,humanitt und ,verbrderung aller ,menschen kleidet4 ,aber nichts von dem reicht an den unheimlich tiefen ,begriff des buddhistischen ,nirwana heran1 der in unserm ,denkvermgen nicht zu realisieren ist4 ,es scheint1 da die ,seele alter ,kulturen in ihren letzten ,verfeinerungen und sterbend wie eiferschtig auf ihr eigenstes ,eigentum1 ihren ,gehalt an ,form1 auf das mit ihr geborene ,ursymbol ist4 ,es gibt nichts im ,buddhismus1 das christlich8 sein knnte1 nichts im ,stoizismus1 das im ,islam von #ajjj n4 ,chr4 vorkommt1 nichts was ,konfuzius mit dem ,sozialismus gemein htte4 ,der ,satz3 si duo faciunt idem1 non est idem1 der an der ,spitze jeder historischen ,betrachtung stehen sollte1 die es mit lebendigem1 nie sich wiederholendem ,werden und nicht mit logisch1 kausal und zahlenmig ergreifbarem ,gewordnen zu tun hat1 gilt ganz besonders von diesen1 eine ,kulturbewegung abschlieenden uerungen4 ,in allen ,zivilisationen wird ein durchseeltes ,sein von einem durchgeistigten abgelst1 aber dieser ,geist ist in jedem einzelnen ,falle von andrer ,struktur und der ,formensprache einer andern ,symbolik unterworfen4 ,gerade bei aller ,einzigkeit des ,seins1 das in der ,tiefe1 im ,unbewuten wirkend diese spten ,gebilde der historischen ,oberflche schafft1 ist deren ,verwandtschaft der historischen ,stufe nach von entscheidender ,bedeutung4 ,was sie zum ,ausdruck bringen1 ist verschieden1 da sie es so zum ,ausdruck bringen1 kennzeichnet sie als gleichzeitige8 ,phnomene4 ,stoisch wirkt der ,verzicht ,buddhas1 buddhistisch der stoische ,verzicht auf das volle resolute ,leben4 ,auf das ,verhltnis der ,katharsis des attischen ,dramas zur ,idee des ,nirwana war schon hingewiesen worden4 ,man hat das ,gefhl1 als sei der ,sozialismus1 obwohl ein ganzes ,jahrhundert sich schon seiner ethischen ,durchbildung widmete1 noch heute nicht in der klaren1 harten1 resignierten ,fassung1 die seine endgltige sein wird4 ,vielleicht werden die ersten ,jahrzehnte nach dem groen ,kriege ihm die reife ,formel geben1 wie sie ,chrysipp der ,stoa gab4 ,aber stoisch wirkt schon heute -- in den hheren ,sphren -- seine ,tendenz zur ,selbstzucht und ,entsagung aus dem ,bewutsein einer groen ,bestimmung heraus1 das rmisch-preuische1 hchst unpopulre ,element in ihm1 und buddhistisch seine ,geringschtzung eines augenblicklichen ,behagens 7des carpe diem872 epikurisch erscheint sicherlich das populre ,ideal1 dem er ausschlielich die ,wirksamkeit nach unten verdankt1 jener ,kultus der 1 nicht des einzelnen fr sich1 sondern der ,ganzheit4 ,gemeinsam ist die ,lebensgestaltung aus dem ,bewutsein statt aus dem ,unbewuten4 ,jetzt liegt das verinnerlichte ,leben weit zurck1 das mit dem wahllosen ,ausdruck eines ,weltgefhls zusammenfiel4 ,hier ist kein ,ausdruck mehr ntig und mglich1 denn die ,seele hat sich erschpft und das in ihr liegende ,mgliche ist restlos ,wirklichkeit geworden4 ,aber der ,trieb besteht fort und ergreift das durchgeistigte ,bewutsein und so entstehen ,formen einer ganz andren ,art von menschlichem ,dasein1 ein ,leben voller ,kausalitt statt von einem ,schicksal getragen1 nach ,grundstzen der ,zweckmigkeit geregelt statt von innerer ,notwendigkeit gestaltet1 erkannt statt gefhlt4 ,es gibt keinen greren ,gegensatz als den zwischen einem zivilisierten und einem ,kulturmenschen4 ,selbst der primitive ,mensch ist dem der dorischen und gotischen ,zeit innerlich nicht so fremd4 ,jede ,seele hat ,religion4 ,das ist nur ein andres ,wort fr ihr ,dasein4 ,alle lebendigen ,formen1 in denen sie sich ausspricht1 alle ,knste1 ,dogmen1 ,kulte1 metaphysische1 mathematische ,formenwelten1 jedes ,ornament1 jede ,sule1 jeder ,vers1 jede ,idee ist im ,tiefsten religis und mu es sein4 ,von nun an kann es das nicht mehr sein4 ,das ,wesen aller ,kultur ist ,religion1 folglich ist das ,wesen aller ,zivilisation ,irreligion4 ,auch das sind zwei ,worte fr ein und dieselbe ,erscheinung4 ,wer das nicht im ,schaffen ,manets gegen ,velasquez1 ,wagners gegen ,gluck1 ,lysipps gegen ,phidias1 ,theokrits gegen ,pindar herausfhlt1 der wei nichts vom ,besten der ,kunst4 ,religis ist noch die ,baukunst des ,rokoko selbst in ihren weltlichsten8 ,schpfungen4 ,irreligis sind die ,rmerbauten1 auch die ,tempel der ,gtter4 ,mit dem ,pantheon1 der ,urmoschee mit dem eindringlich magischen ,gottgefhl ihres ,innenraums1 ist das einzige ,stck religiser ,baukunst in das alte ,rom geraten4 ,die ,weltstdte selbst sind den alten ,kulturstdten gegenber1 ,alexandria gegen ,athen1 ,berlin gegen ,nrnberg1 in allen ,einzelheiten bis in das ,straenbild1 die ,sprache1 den trocken intelligenten ,zug der ,gesichter#aaa hinein irreligis 7was man nicht mit antireligis zu verwechseln hat74 ,und irreligis1 seelenlos sind demnach auch diese ethischen ,weltstimmungen1 die durchaus in die ,formenwelt der ,weltstadtphnomene gehren4 ,der ,sozialismus ist das irreligis gewordene faustische ,lebensgefhl2 das besagt auch das vermeintliche 7wahre87 ,christentum1 das der ,sozialist so gern im ,munde fhrt und unter dem er etwas wie eine dogmenlose ,moral8 versteht4 ,irreligis sind ,stoizismus und ,buddhismus im ,verhltnis zur homerischen und vedischen ,religion und es ist ganz ,nebensache1 ob der rmische ,stoiker den ,kaiserkult billigt und ausbt1 der sptere ,buddhist seinen ,atheismus mit berzeugung bestreitet1 der ,sozialist sich freireligis nennt oder auch weiterhin an ,gott glaubt84 ,dies ,erlschen der lebendigen inneren ,religiositt1 welche auch den unbedeutendsten ,zug des ,daseins gestaltet und erfllt1 ist es1 was im historischen ,weltbilde als die ,wendung der ,kultur zur ,zivilisation erscheint1 als das ,klimakterium der ,kultur1 wie ich es frher nannte1 als der ,moment1 wo die seelische ,fruchtbarkeit einer ,art von ,mensch fr immer erschpft ist und die ,konstruktion an ,stelle der ,zeugung tritt4 ,fat man das ,wort ,unfruchtbarkeit in seiner vollen ursprnglichen ,schwere1 so bezeichnet es das ganze ,schicksal des weltstdtischen ,gehirnmenschen und es gehrt zum ,bedeutsamsten der geschichtlichen ,symbolik1 da diese ,wendung sich nicht nur im ,erlschen der groen ,kunst1 der groen ,denksysteme1 des groen ,stils1 sondern auch ganz materiell in der ,kinderlosigkeit und dem ,rassentod der zivilisierten1 vom ,lande abgelsten ,schichten ausspricht1 ein ,phnomen1 das in der rmischen ,kaiserzeit viel bemerkt und beklagt1 aber notwendigerweise nicht gemildert werden konnte4 ,dieses ,faktum und seine ,folgen fr die ,geschlechter der ,nachgeborenen auszudrcken ist die ,aufgabe und der ,sinn aller modernen8 ,philosophien seit ,buddha1 ,zenon und ,schopenhauer4 ,und daraus folgt weiter3 ,wie jede ,zivilisation eine eigne ethische ,fassung ihrer ,existenz besitzt1 so hat sie auch nur die eine4 ,es ist die verstandesmige und zweckmige1 aus der ,not1 nicht der ,flle geborene ,fassung dessen1 was bisher im ,unbewuten wirksam gewesen war4 ,das ,heraufheben des ,unbewuten -- ,schicksalhaften1 ,tragischen -- an das ,licht des geistigen ,bewutseins1 wo es zum logischen und kausalen ,mechanismus erstarrt3 das ist innerhalb einer jeden ,philosophie 7deren ,geschichte jedesmal die ,biographie eines ,organismus mit ,geburt1 ,jugend1 ,alter und ,tod ist7 der ,abschlu der metaphysischen und der ,anbruch der weltstdtisch-ethischen ,periode4 ,wie ein und dasselbe ,weltgefhl sich in der brahmanischen1 ionischen1 ,barockmetaphysik in vielfachen realistischen und idealistischen ,konzeptionen offenbart1 ohne da die einzelnen ,denker etwas in der ,tiefe wirklich ,verschiedenes htten ausdrcken wollen und knnen1 so ist es ein und dasselbe ,ideal des bewuten ,lebens1 das die gesamte ,geistigkeit einer ,zivilisation in tausend ,verkleidungen beschftigt4 ,man mu den ,stoizismus als ,lehrmeinung und als allgemeinen ,geist der ,zeit unterscheiden4 ,im letzten ,falle schliet er auch ,epikur1 die ,akademiker1 ,skeptiker und ,zyniker ein4 ,das ,ideal des abgeklrten1 mit sich allein beschftigten ,weisen ist ihnen gemeinsam4 ,es sind lediglich ,unterschiede des persnlichen ,geschmacks und ,temperaments innerhalb der antiken ,menschlichkeit1 die es so oder so formulieren4 ,und dasselbe gilt im ,abendlande4 ,schopenhauer und ,nietzsche1 ,mitleidsmoral und ,herrenmoral1 der verneinte und bejahte ,wille zum ,leben3 das ist im tiefsten dasselbe und nur im gedanklichen ,stil verschieden4 ,die ,tendenz zum ,anarchismus1 wie man sie etwa bei ,stirner und ,ibsen findet1 ist lediglich eine ,nuance des allgemeinen ,sozialismus4 ,es gehrt zu den ,unterschieden des privaten ,charakters1 ob man das faustische ,weltgefhl1 den ,weltanspruch des ,ich1 das sich mit dem ,unendlichen eins wei1 vom ,ich oder vom ,unendlichen aus1 subjektiv oder objektiv1 idealistisch oder realistisch also1 in eine wissenschaftliche ,ordnung bringt4 ,das erste fhrt zu einer anarchistischen 7individualistischen71 das andre zu einer sozialistischen 7kollektivistischen7 ,grundstimmung in ,fragen des ueren ,lebens4 ,die ,beschaffenheit des ,lebens selbst wird dadurch nicht berhrt4 #ah ,mit dem ,anbruch einer ,zivilisation ist das ,sittliche also aus einer ,gestalt des ,herzens zu einem ,prinzip des ,kopfes geworden1 aus einem schlechthin vorhandenen ,phnomen zu einem ,mittel und ,objekt1 das man handhabt4 ,es offenbart sich nicht mehr durch jeden ,zug des ,lebens1 es wird begrndet und befolgt4 ,angesichts dieser neuen intellektuellen ,bildungen darf man ber ihr lebendiges ,substrat nicht im ,zweifel sein1 den neuen ,menschen8 nmlich1 als der er hoffnungsvoll von allen ,niedergangszeiten empfunden worden ist4 ,es ist der formlos in den groen ,stdten fluktuierende ,pbel an ,stelle des ,volkes1 die wurzellose stdtische ,masse1 1 wie man in ,athen sagte1 an ,stelle des mit der ,natur verwachsenen1 selbst auf dem ,boden der ,stdte noch buerlichen ,menschentums einer ,kulturlandschaft4 ,es ist der ,agorabesucher ,alexandrias und ,roms und sein ,zeitgenosse81 der heutige ,zeitungsleser2 es ist der ,gebildete81 jenes ,kunstprodukt einer nivellierenden stdtischen ,erziehung durch ,schule und ffentlichkeit1 damals wie heute2 es ist der antike und abendlndische ,mensch der ,theater und ,vergngungsorte1 des ,sports und der ,literatur des ,tages4 ,diese spt erscheinende ,masse und nicht die ,menschheit8 ist ,objekt der stoischen und sozialistischen ,propaganda1 und man knnte ihr gleichbedeutende ,erscheinungen des gyptischen ,neuen ,reiches1 des buddhistischen ,indien1 des konfuzianischen ,china zur ,seite stellen4 ,dem entspricht eine charakteristische ,form der ffentlichen ,wirksamkeit1 die ,diatribe4 ,zuerst als sptantike ,erscheinung betrachtet1 gehrt sie zu den ,wirkungsformen jeder ,zivilisation4 ,durch und durch dialektisch1 praktisch1 plebejisch1 ersetzt sie die bedeutsame1 weithin wirkende ,gestalt groer ,menschen durch schrankenlose ,agitation der ,kleinen1 aber ,klugen1 ,ideen durch ,zwecke1 ,symbole durch ,programme4 ,das ,expansive jeder ,zivilisation1 der imperialistische ,ersatz der ,zeit durch den ,raum1 kennzeichnet auch sie3 die ,quantitt ersetzt die ,qualitt1 die ,verbreitung die ,vertiefung4 ,man verwechsle diese hastige ,aktivitt nicht mit dem faustischen ,willen zur ,macht4 ,sie verrt nur1 da ein schpferisches ,innenleben zu ,ende und eine geistige ,existenz nur nach auen1 im ,raume1 nur materiell aufrecht zu erhalten ist4 ,die ,diatribe gehrt notwendig zur ,religion der ,irreligisen82 sie ist deren ,seelsorge84 ,sie erscheint als indische ,predigt1 als antike ,rhetorik1 als abendlndischer ,journalismus4 ,sie wendet sich an die ,meisten1 nicht an die ,besten4 ,sie wertet ihre ,mittel nach der ,zahl der ,erfolge4 ,sie setzt anstelle des ,denkertums alter ,zeiten die intellektuelle mnnliche ,prostitution in ,rede und ,schrift1 wie sie alle ,sle und ,pltze der ,weltstdte fllt und beherrscht4 ,rhetorisch ist die gesamte ,philosophie des ,hellenismus1 journalistisch der ,roman ,zolas wie das ,drama ,ibsens4 ,man verwechsle diese geistige ,prostitution nicht mit dem ursprnglichen ,auftreten des ,christentums4 ,die christliche ,mission ist in ihrem ,wesenskern beinahe immer miverstanden worden4 ,aber das ,urchristentum1 die magische ,religion des ,stifters1 dessen ,seele dieser brutalen ,aktivitt ohne ,takt und ,tiefe gar nicht fhig war1 ist erst durch die hellenistische ,praxis des ,paulus -- bekanntlich unter schroffstem ,widerspruch der ,urgemeinde -- in die lrmende stdtische demagogische ffentlichkeit des ,imperium ,romanum hineingezogen worden4 ,mag seine hellenistische ,bildung noch so oberflchlich gewesen sein 7er war und blieb ,jude1 nicht ,stoiker71 sie hat ihn nach auen zu einem ,gliede der antiken ,zivilisation gemacht4 ,paulus hat nur die ,richtung1 nicht die ,form seiner ,wirksamkeit gewechselt3 das bedeutet der ,tag von ,damaskus4 ,das ,gehet hin in alle ,welt und lehret alle ,vlker81 gleichviel wem die ,worte in den ,mund gelegt sind1 ist ein ,satz von sptantikem1 stoischem1 zivilisiertem ,geprge1 der nicht1 wie das frheste ,christentum in seiner abgelegenen primitiven ,landschaft1 eine ertagende ,kultur1 sondern eine ber formlosen ,menschenmassen verscheidende ,zivilisation kennzeichnet1 und der damals als praktische ,maxime in alle ,zeitreligionen1 ,isis- und ,mithraskult1 ,neuplatonismus und ,manichismus eingedrungen war1 sobald sie aus ihrer stlichen ,heimat auf antiken ,boden traten4 ,nicht das ,christentum hat sich mittels der ,diatribe der antiken ,welt bemchtigt1 die ,antike hat es durch sie sich angeeignet4 ,alle ,vlker81 -- damit war durchaus nicht die buerliche ,bevlkerung des flachen ,landes gemeint1 die in keiner ,zivilisation mitzhlt4 ,christus hatte ,fischer und ,bauern an sich gezogen1 ,paulus hielt sich an die ,agora der groen ,stdte und also an die grostdtische ,form der ,propaganda4 ,das ,wort ,heide 7paganus7 verrt noch heute1 auf wen sie zuletzt wirkte4 ,wie verschieden ist ,paulus von ,bonifacius6 ,der tief germanische ,bonifaciustyp bedeutet in seiner faustischen ,leidenschaft1 in ,wldern und einsamen ,tlern1 etwas streng ,entgegengesetztes und ebenso die heitren ,zisterzienser mit ihrem ,landbau und die ,deutschordensritter im slawischen ,osten4 ,das war wieder ,jugend1 ,aufblhen1 ,sehnsucht inmitten einer buerlichen ,landschaft4 ,erst im #ai4 ,jahrhundert erscheint die ,diatribe auf diesem mittlerweile gealterten ,boden mit allem1 was ihr wesenhaft ist1 mit der groen ,stadt als ,basis und der ,masse als ,publikum4 ,das echte ,bauerntum fllt fr den ,sozialismus so wenig in den ,kreis der ,betrachtung wie fr ,buddha und die ,stoa4 ,erst hier1 in den ,stdten des europischen ,westens1 findet der ,paulustyp wieder seinesgleichen1 mag es sich nun um sektenhafte christliche oder antikirchliche1 soziale oder biologische ,interessen1 um ,freidenkertum oder ephemere ,religionsstiftereien handeln4 ,zenon und ,buddha in ,ehren4 ,auch ,knig ,asoka und ,mark ,aurel1 mit denen nach ,jahrhunderten die letzte ,weltstimmung auf den ,thron gelangte1 gehren zu den posthumen ,menschen von innerer ,kultur4 ,aber wir haben auch in beiden ,fllen das ,bild der ,wirkung ins ,breite1 eben jene buddhistische und stoische ,propaganda mit den ,scharen platter1 schmutziger1 zudringlicher ,salonphilosophen und ,wanderredner1 den ,massen seichter ,flugschriften und ,volksbcher1 den schlechten ,manieren1 der gewhnlichen ,gesinnung1 den journalistischen ,tiraden4 ,bei ,lukian findet man die berhmte ,satire1 die ,wort fr ,wort auf ,indien und die ,gegenwart pat4 ,alle antike ,philosophie nach ,plato und ,aristoteles ist ,rhetorik4 ,aller ,sozialismus im weitesten ,sinne1 von ,schopenhauers ,aufstzen bis zu ,shaws ,essais1 ,nietzsche nicht ausgenommen1 ist nach ,form und ,absicht ,journalismus4 ,die gesamte soziale ,dramatik1 die ,schillers sittliche ,leidenschaft ins ,leben gerufen hat 7die ,schaubhne als moralische ,anstalt8 bis auf ,ibsen und ,strindberg herab71 die populre ,naturwissenschaft mit ihren sozialethischen1 in die ,tierwelt projizierten ,hinterabsichten1 der sich rasch in humane ,stimmungen auflsende ,rest von protestantischem ,christentum ist es4 ,der ,dichter wird ,journalist1 der ,priester wird ,journalist1 der ,gelehrte wird ,journalist4 ,wie tief diese ,form einer jeden zivilisierten ,ethik begrndet ist1 beweist ,nietzsche1 dem die ,zarathustragestalt unter den ,hnden zu einem ,wanderprediger geriet4 ,nichts ist fr diese entschiedene ,wendung zum ueren ,leben1 das allein brig geblieben ist1 dem biologischen ,faktum1 dem das ,schicksal nur noch in der ,form von objektiven ,tatsachen und ,kausalittsbeziehungen erscheint1 bezeichnender als das ethische ,pathos1 mit dem man sich nun einer ,philosophie der ,verdauung1 der ,ernhrung1 der ,hygiene zuwendet1 ,alkoholfragen und ,vegetarismus werden mit religisem ,ernste behandelt1 augenscheinlich das ,gewichtigste an ,problemen1 zu dem der neue ,mensch8 sich aufschwingen kann4 ,so entspricht es der ,froschperspektive dieser ,generationen4 ,religionen1 die an der ,schwelle groer ,kulturen entstehen wie die homerische und vedische1 das ,christentum ,jesu und das faustische der ritterlichen ,germanen htten es unter ihrer ,wrde befunden1 zu ,fragen der ,art herabzusteigen4 ,jetzt steigt man zu ihnen hinauf4 ,der ,buddhismus ist ohne dergleichen nicht denkbar4 ,im ,kreise der ,sophisten1 des ,antisthenes1 der ,stoiker und ,skeptiker gewinnt es groe ,bedeutung4 ,schon ,aristoteles hat ber die ,alkoholfrage geschrieben1 eine ganze ,reihe von ,philosophen ber den ,vegetarismus und es besteht zwischen der apollinischen und der faustischen ,farce nur der ,unterschied1 da der ,zyniker die eigne ,verdauung1 ,shaw die ,verdauung aller ,menschen8 in sein theoretisches ,interesse zieht4 ,der eine entsagt1 der andere verbietet4 ,man wei1 wie ,nietzsche sich noch im ,ecce homo darin gefllt1 in ,fragen dieser ,art zu dilettieren4 #ai berblicken wir noch einmal den ,sozialismus als das faustische ,beispiel einer zivilisierten1 einer intellektuellen1 logisierten1 von ,kausalitten statt vom ,schicksal erfllten ,ethik4 ,was seine ,freunde und ,feinde von ihm sagen1 da er die ,gestalt der ,zukunft oder da er ein ,zeichen des ,niederganges sei1 ist gleich richtig4 ,wir alle sind ,sozialisten1 ohne es zu wissen4 ,wir tragen ihn als ,lebensgefhl in uns1 ob wir wollen oder nicht4 ,und selbst der ,widerstand gegen ihn trgt seine ,form4 ,alle antiken ,menschen der spten ,zeit waren ,stoiker1 ohne es zu wissen4 ,das ganze rmische ,volk1 als ,krper1 als ,individualitt1 hat eine stoische ,seele2 als ,zenon lebte1 war der populus ,romanus1 dies ,volk von ,soldaten und ,beamten mit einer ,gtterwelt1 in der es nur ,gtterpflichten1 nchterne1 praktische1 keine gttlichen ,abenteuer gibt1 eben in der ,bildung begriffen4 ,der echte ,rmer1 gerade der1 welcher es am entschiedensten bestritten htte1 ist in einem strengeren ,grade ,stoiker1 als es je ein ,grieche htte sein knnen3 er lebte noch in einer ,art ursprnglicher ,barbarei1 als das antike ,dasein sich ihr wieder nherte2 ihm fehlt der innere ,rest von ,kultur1 der die ,reinheit des zivilisierten ,typus verdunkelt4 ,die lateinische ,sprache1 durch und durch praktisch und prosaisch1 ist die mchtigste ,schpfung des ,stoizismus geblieben4#aab ,erinnern wir uns des allgemeinen ,grundgedankens1 da ,geschichte und ,natur ,gegenstze sind1 da wir1 als ,ausdruck und ,verwirklichung unsres ,seelischen zwei ,welten als ,mglichkeiten besitzen1 die eine die ,natur1 vom ,gewordnen und ,erkannten aus gestaltet1 von ,gesetz1 ,zahl1 ,grenze1 ,logik1 gesttigt1 durch und durch ,system1 ,mechanismus1 ,ursache und ,wirkung1 die andre die ,geschichte1 unmittelbarer ,ausdruck des ,werdens und ,lebens1 erschaut1 nicht erkannt1 von einer andern ,logik und ,notwendigkeit1 die nicht in ,worte zu fassen ist1 der des ,schicksals4 ,beide stehen einander gegenber wie ,leben und ,tod1 ,richtung und ,ausdehnung1 ewige ,zukunft und ewige ,vergangenheit4 ,der ,zivilisation liegt das ,gefhl der ,natur1 der schon gewordnen1 abgeschlossenen1 erkannten1 toten ,welt zugrunde4 ,der ,schritt von einer ,kultur zur ,zivilisation lt sich als die ,metamorphose der ,historie in naturhafte ,formen bezeichnen4 ,dies ist der geheimste ,sinn jener ,rckkehr zur ,natur81 zur starren1 vernunftmigen1 gesetzmigen ,natur nmlich1 der ,wendung vom ,schicksal zum ,kausalen4 ,der faustische ,mensch des zivilisierten ,stadiums1 dessen ,welt sich als ein ,unendliches kausaler ,zusammenhnge reprsentiert1 fr den sich in ,ursache und ,wirkung1 ,mittel und ,zweck ihr ,wesen erschpft1 ist ,sozialist4 ,das ist die ,form seiner geistigen ,existenz4 ,der ,sozialismus ist das berhaupt erreichbare ,maximum eines ,lebensgefhls unter dem ,aspekt von ,zwecken4 ,denn die bewegte ,richtung des ,seins1 in den ,worten ,zeit und ,schicksal fhlbar1 bildet sich1 sobald sie starr1 bewut1 erkannt ist1 in den ,mechanismus von ,mittel und ,zweck um4 ,richtung ist das ,lebendige1 ,zweck das ,tote4 ,faustisch ist die ,leidenschaft des ,vordringens1 sozialistisch der mechanische ,rest1 der ,fortschritt84 ,sie verhalten sich wie der ,leib zum ,skelett4 ,dies ist zugleich der ,unterschied des ,sozialismus vom ,buddhismus und ,stoizismus1 die mit den ,idealen des ,nirwana und der ,ataraxia ebenso mechanisch gestimmt sind1 aber nicht die dynamische ,leidenschaft der dritten ,dimension1 den ,willen zum ,unendlichen1 das ,pathos der ,ausdehnung kennen4 ,der ,sozialismus ist -- trotz seiner oberflchlichen ,illusionen -- kein ,system des ,mitleids1 der ,humanitt1 des ,friedens und der ,frsorge1 sondern des ,willens zur ,macht4 ,alles andere ist ,selbsttuschung4 ,das ,ziel ist durchaus imperialistisch3 ,wohlfahrt1 aber im expansiven ,sinne1 nicht der ,kranken1 sondern der ,tatkrftigen1 denen man die ,freiheit des ,wirkens geben will1 ungehemmt durch die ,widerstnde des ,besitzes1 der ,geburt1 der ,tradition4 ,gefhlsmoral1 ,moral auf den ,nutzen hin ist bei uns nie der letzte ,instinkt1 so oft es sich die ,trger dieser ,instinkte einbilden4 ,man wird immer an die ,spitze der moralischen ,modernitt ,kant1 in diesem ,falle den ,schler ,rousseaus stellen mssen1 dessen ,ethik das ,motiv des ,mitleids ablehnt und den ,satz prgt3 ,handle so1 da --84 ,alle ,ethik dieses ,stils will ,ausdruck des ,willens zum ,unendlichen sein und dieser ,wille fordert berwindung des ,augenblicks1 der ,gegenwart1 der ,vordergrnde des ,lebens4 ,an ,stelle der sokratischen ,formel3 ,wissen ist ,tugend8 setzte schon ,bacon den ,spruch3 ,wissen ist ,macht84 ,der ,stoiker nimmt die ,welt1 wie sie ist3 ,der ,sozialist will sie der ,form1 dem ,gehalte nach organisieren1 umprgen1 mit seinem ,geiste erfllen4 ,der ,stoiker pat sich an4 ,der ,sozialist befiehlt4 ,die ganze ,welt soll die ,form seiner ,anschauung tragen -- so lt sich die ,idee der ,kritik der reinen ,vernunft8 ins ,ethische umsetzen4 ,das ist der letzte ,sinn des kategorischen ,imperativs1 den er aufs ,politische1 ,soziale1 ,wirtschaftliche anwendet3 ,handle so1 als ob die ,maxime deines ,handelns durch deinen ,willen zum allgemeinen ,naturgesetz werden sollte4 ,und diese tyrannische ,tendenz ist selbst den flachsten ,erscheinungen der ,zeit nicht fremd4 ,der ,sozialismus ist zweitens eine seelische ,dynamik4 ,nicht die ,haltung und ,gebrde1 die ,wirksamkeit soll gestaltet werden4 ,das ,leben kommt nur in ,betracht1 insofern es ,tat ist4 ,und erst so1 durch die ,mechanisierung des organischen ,prinzips der ,tat1 entsteht die ,idee der ,arbeit als der zivilisierten ,form faustischen ,wirkens4 ,diese ,moral1 der ,drang1 dem ,leben die denkbar aktivste ,form zu geben1 ist strker als die ,vernunft1 deren ,moralprogramme1 sie mgen noch so geheiligt1 inbrnstig geglaubt1 leidenschaftlich verteidigt sein1 nur insoweit wirken1 als sie in der ,richtung dieses ,dranges liegen oder in ihr miverstanden werden4 ,im brigen bleiben sie ,worte4 ,man unterscheide in aller ,modernitt wohl die populre 7antik empfundene1 statische7 ,seite1 das se ,nichtstun1 die ,sorge um ,gesundheit1 ,glck1 ,sorglosigkeit1 den allgemeinen ,frieden1 kurz das vermeintlich ,christliche von dem hheren ,ethos1 das nur die ,tat wertet1 das den ,massen -- wie alles ,faustische -- weder verstndlich noch erwnscht ist1 die groartige ,idealisierung des ,zweckes und also der ,arbeit4 ,will man dem rmischen ,panem et circenses81 dem letzten epikurisch-stoischen ,lebenssymbol1 das entsprechende ,symbol des ,nordens zur ,seite stellen1 so mu es das ,recht auf ,arbeit sein1 das schon dem durch und durch preuisch empfundenen1 heute europisch gewordnen ,staatssozialismus ,fichtes zugrunde liegt und das in den letzten1 furchtbarsten ,stadien dieser ,entwicklung in der ,pflicht zur ,arbeit gipfeln wird4 ,endlich das ,napoleonische in ihm1 das aere perennius1 der ,wille zur ,dauer1 der ,zukunft4 ,der ahistorische apollinische ,mensch sah auf ein goldenes ,zeitalter zurck2 das enthob ihn des ,nachdenkens ber das ,kommende4 ,der ,sozialist -- der sterbende ,faust -- ist der ,mensch der historischen ,sorge1 des ,knftigen1 das er als ,aufgabe und ,ziel empfindet1 demgegenber das ,glck des ,augenblicks verchtlich wird4 ,der antike ,geist mit seinen ,orakeln und ,vogelzeichen will die ,zukunft nur wissen1 der abendlndische will sie schaffen4 ,das dritte ,reich ist das germanische ,ideal1 ein ewiges ,morgen1 an das alle groen ,menschen von ,dante bis ,nietzsche und ,ibsen -- ,pfeile der ,sehnsucht nach dem andern ,ufer1 wie es im ,zarathustra heit -- ihr ,leben knpften4 ,alexanders ,leben war ein wundervoller ,rausch1 ein ,traum1 in dem das homerische ,zeitalter noch einmal heraufbeschworen wurde2 ,napoleons ,leben war eine ungeheure ,arbeit1 nicht fr sich1 nicht fr ,frankreich1 sondern fr die ,zukunft berhaupt4 ,an dieser ,stelle greife ich zurck und erinnere noch einmal daran1 wie verschieden die groen ,kulturen sich das ,wesen der ,weltgeschichte vorgestellt haben3 ,der antike ,mensch sah nur sich1 seine ,geschicke als ruhende ,nhe und fragte nicht nach dem ,woher und ,wohin4 ,universalhistorie ist ihm ein unmglicher ,begriff4 ,das ist die statische ,geschichtsauffassung4 ,der magische ,mensch sieht ,geschichte als das groe ,weltdrama zwischen ,schpfung und ,untergang1 das ,ringen zwischen ,seele und ,geist1 ,gut und ,bse1 ,gott und ,teufel1 eine streng begrenzte ,aktion mit einer einmaligen ,katastrophe als ,hhepunkt3 der ,erscheinung des ,erlsers4 ,der faustische ,mensch sieht in der ,geschichte eine gespannte ,entwicklung auf ein ,ziel4 ,die ,reihe3 ,altertum -- ,mittelalter -- ,neuzeit ist eine dynamische ,idee4 ,er kann sich ,geschichte gar nicht anders vorstellen1 und wenn dies nicht ,weltgeschichte an sich und berhaupt1 sondern das ,bild einer ,weltgeschichte faustischen ,stils ist1 das mit der westeuropischen ,kultur beginnt und aufhrt1 wahr und vorhanden zu sein1 so ist der ,sozialismus die logische1 praktische ,krnung dieser ,vorstellung4 ,in ihm erhlt das ,bild den von der ,gotik an vorbereiteten ,abschlu4 ,und hier wird der ,sozialismus -- im ,gegensatz zum ,stoizismus und ,buddhismus -- tragisch4 ,es ist bedeutsam1 da ,nietzsche von hchster ,klarheit ist1 sobald es sich um die ,frage handelt1 was zertrmmert1 was umgewertet werden soll2 er verliert sich in nebelhafte ,allgemeinheiten1 sobald das ,wozu1 das ,ziel in ,rede steht4 ,seine ,kritik der ,dekadence ist tief1 seine bermenschenlehre ist eine ,marotte4 ,und dasselbe gilt von ,ibsen -- von ,brand und ,rosmersholm1 ,julian ,apostata und ,baumeister ,solne --1 von ,hebbel1 von ,wagner1 von allen4 ,und darin liegt eine tiefe ,notwendigkeit1 denn von ,rousseau an gibt es fr den faustischen ,menschen nichts mehr zu hoffen4 ,hier ist etwas zu ,ende4 ,die nordische ,seele hat ihre innern ,mglichkeiten erschpft und es blieb nur noch der dynamische ,sturm und ,drang1 wie er sich in welthistorischen ,zukunftsvisionen uert1 die mit ,jahrtausenden messen1 der ,trieb1 die schpferische ,leidenschaft1 eine geistige ,daseinsform ohne ,inhalt4 ,diese ,seele war ,wille1 ,kraft und nichts andres2 sie brauchte ein ,ziel fr ihre ,kolumbussehnsucht2 sie mute einen ,gehalt ihrer ,wirksamkeit sich wenigstens vortuschen1 und so findet der feinere ,beobachter einen ,zug von ,hjalmar ,ekdal in aller ,modernitt1 auch in ihren hchsten ,erscheinungen4 ,ibsen hat es die ,lebenslge genannt4 ,nun1 etwas von ihr liegt in der gesamten ,geistigkeit der westeuropischen ,zivilisation1 insoweit sie auf eine religise1 knstlerische1 philosophische ,zukunft1 ein immaterielles ,ziel1 ein drittes ,reich sich richtet1 whrend in der tiefsten ,tiefe ein dumpfes ,gefhl nicht schweigen will1 da diese ganze ,wirksamkeit ,schein1 die verzweifelte ,selbsttuschung einer historischen ,seele ist4 ,aus dieser tragischen ,situation -- der ,umkehrung des ,hamletmotivs -- ist ,nietzsches gewaltsame ,konzeption der ,ewigen ,wiederkunft hervorgegangen1 an die er niemals mit gutem ,gewissen geglaubt hat1 die er aber trotzdem festhielt1 um seine ,verknderrolle zu retten4 ,auf dieser ,lebenslge ruht ,bayreuth1 das etwas sein wollte im ,gegensatz zu ,pergamon1 das etwas war4 ,und ein ,zug dieser ,lge haftet dem gesamten politischen1 wirtschaftlichen1 ethischen ,sozialismus an1 der gewaltsam ber den vernichtenden ,ernst seiner ,resultate schweigt1 um die ,illusion eines letzten ,glckszustandes zu retten4 #bj ,es bleibt noch ein ,wort ber die ,geschichte der ,philosophie zu sagen1 deren ,morphologie ein ,problem darstellt1 das nicht einmal entdeckt1 geschweige denn gelst worden ist4 ,es gibt keine ,philosophie berhaupt2 jede ,kultur hat ihre eigne2 sie ist ein ,teil ihres symbolischen ,gesamtausdruckes1 ein ,stck verwirklichten ,seelentums4 ,sie entspricht als ,phnomen den ,formenwelten der ,mathematik und der groen ,knste4 ,ihre ,konzeptionen stehen neben den entscheidenden ,werken der ,kunst1 der ,divina ,comedia1 dem ,parzeval1 den ,tragdien des schylus4 ,ihre ,systeme haben ,stil4 ,sie sind trotz der ueren ,verknpfung mit wissenschaftlicher ,erfahrung freie ,geburten schpferischer ,geister4 ,jede ,kultur hat aber auch ihre ,philosophie des ,aufstiegs und des ,niedergangs1 eine metaphysische ,periode1 wo das ,leben noch ,chaos in sich hat und aus einer berflle heraus weltgestaltend wirkt1 und eine ethische1 wo das erschpfte ,leben auf sich selbst ,bedacht nehmen und den ,rest von ,gestaltungskraft auf die ,fragen des ,tages verwenden mu4 ,die erste gehrt zu den hheren ,wirkungen einer ,kultur3 die brahmanische1 ionische1 ,barockphilosophie4 ,die zweite ist zivilisierter ,natur und beschrnkt ihre ,gltigkeit auf den ,bannkreis der groen ,stdte und die ,wesensform des intellektuellen ,menschen4 ,in der einen offenbart sich das ,leben1 die andre nimmt das ,leben -- von auen -- zum ,objekt4 ,in der ersten finden wir von ,anaximander bis auf ,plato und von ,descartes bis auf ,kant herab eine dichte ,reihe groer ,gestalter4 ,in ihnen durchdringt das apollinische und faustische ,seelentum das ,all und sucht sich seiner ,geheimnisse zu bemchtigen4 ,so sehr die ,logik mit ihren feinsten ,mitteln zur ,anwendung kommt1 all diesen ,schpfungen von tiefster ,selbstverstndlichkeit liegt eine ,intuition zugrunde1 der sich alles fgt4 ,noch das kantische ,system ist in seinen letzten ,zgen geschaut und danach erst durch logische und systematische ,prinzipien fixiert und geordnet worden4 ,ein ,beweis ist das ,verhltnis zur ,mathematik1 deren ,sinn als einer unmittelbaren ,intuition des ,gewordnen -- durch die ,konzeption der ,idee einer ,zahl1 deren ,typus immer nur einer einzigen ,kultur wesenhaft ist -- hier zum erstenmal festgestellt wurde4 ,wer nicht in die ,formenwelt der ,zahlen eingedrungen ist1 wer sie nicht als ,symbole in sich erlebt1 ist kein ,metaphysiker4 ,in der ,tat waren es die groen ,philosophen des ,barock1 ,descartes1 ,pascal1 ,hobbes1 ,leibniz1 welche die ,analysis geschaffen haben1 und das ,entsprechende gilt von den ,vorsokratikern und ,plato4 ,leibniz ist neben ,newton und ,gau1 ,plato und ,pythagoras sind neben ,archimedes ,gipfel der mathematischen ,entwicklung4 ,aber schon ,kant ist als ,mathematiker ohne ,bedeutung4 ,er ist in die letzten ,feinheiten der damaligen ,infinitesimalrechnung so wenig eingedrungen1 als er ,leibnizens ,axiomatik begriffen hat4 ,darin ist er seinem ,zeitgenossen8 ,aristoteles gleich1 der ebenfalls ,dilettant in mathematicis war1 und von nun an zhlt kein ,philosoph in der ,mathematik mehr mit4 ,kant ist sehr unglcklich in der ,heranziehung von geometrischen ,beweisen fr seine ,erkenntnistheorie1 und die ,kritik der reinen ,vernunft verrt1 da ihm nur die ,elementarmathematik wirklich lebendig ist1 zum groen ,schaden seiner ,raum- und ,zeittheorie1 die eine ,prfung durch die schwersten ,fragen der ,infinitesimalrechnung erfordert htte4 ,fichte1 ,hegel1 ,schelling endlich sind vllig unmathematisch1 so gut wie ,zenon und ,epikur4 ,schopenhauer ist schwach bis zur ,borniertheit1 von ,nietzsches gelegentlichen seltsamen ,leistungen ganz zu schweigen4 ,aber auch das ist ,rckkehr zur ,natur84 ,mit der ,formenwelt der ,zahlen ging eine groe ,konvention verloren4 ,seitdem fehlt es nicht nur an einer ,tektonik der ,systeme1 es fehlt auch an dem1 was man den groen ,stil des ,denkens nennen darf4 ,schopenhauer hat sich selbst einen ,gelegenheitsdenker genannt4 ,man erinnere sich der ,beziehung der ,mathematik zur ,plastik und ,musik4 ,kant und ,plato bezeichnen die ,schwelle4 ,die ,philosophie ohne ,mathematik8 beginnt4 ,die ,ethik ist im ,begriff1 ber ihren ,rang als ,teil einer abstrakten ,theorie hinauszuwachsen4 ,von nun an ist die ,ethik die ,philosophie1 welche die andern ,gebiete sich einverleibt1 das heit3 nicht der ,makrokosmos1 sondern das praktische ,leben rckt in den ,mittelpunkt der ,betrachtung4 ,der ,horizont ist eng geworden4 ,die ,leidenschaft des reinen ,denkens sinkt4 ,die ,metaphysik1 ,herrin von gestern1 wird zur ,dienerin von heute4 ,sie hat nur noch das ,fundament zu bilden1 das eine praktische ,gesinnung trgt4 ,und das ,fundament wird immer berflssiger4 ,man vernachlssigt1 man verspottet das ,metaphysische1 das ,unpraktische1 die ,steine statt des ,brotes84 ,bei ,schopenhauer ist es das vierte ,buch1 um dessentwillen die drei ersten da sind4 ,kant glaubte nur1 da es bei ihm so wre4 ,in der ,tat ist ihm noch die reine1 nicht die praktische ,vernunft ,mittelpunkt der ,schpfung4 ,genau so scheidet sich die antike ,philosophie vor und nach ,aristoteles3 dort ein gro aufgefater ,kosmos1 kaum bereichert durch eine formale ,ethik1 hier die ,ethik selbst1 als ,programm1 als ,not1 auf der ,basis einer nebenher und flchtig konzipierten ,metaphysik4 ,und man fhlt1 da die logische ,gewissenlosigkeit1 mit der zum ,beispiel ,nietzsche derlei ,theorien schnell hinwirft1 gar nicht imstande ist1 den ,wert seiner eigentlichen ,philosophie herabzusetzen4 ,bekanntlich ist ,schopenhauer 7,neue ,paralipomena #fef7 nicht von seiner ,metaphysik zum ,pessimismus1 sondern vom ,pessimismus1 der ihn in seinem #ag4 ,jahre berfiel1 zur ,konstruktion seines ,systems gekommen4 ,shaw1 ein sehr merkwrdiger ,zeuge1 macht im ,ibsenbrevier darauf aufmerksam1 da man bei ,schopenhauer -- wie er sich ausdrckt -- sehr wohl seine ,philosophie annehmen kann1 whrend man seine ,metaphysik ablehnt4 ,damit ist instinktiv das gesondert1 wodurch er der erste ,denker der neuen ,zeit war1 und das1 was einer veralteten ,tradition nach damals zu einer vollstndigen ,philosophie gehrte4 ,niemand wrde diese ,trennung bei ,kant vornehmen4 ,sie wrde auch nicht gelingen4 ,bei ,nietzsche aber lt sich leicht feststellen1 da seine ,philosophie8 durchaus ein inneres1 sehr frhes ,erlebnis war1 whrend er seinen ,bedarf an ,metaphysik an der ,hand einiger ,bcher schnell und mangelhaft genug herstellte und nicht einmal seine ethische ,lehre exakt darzustellen vermochte4 ,genau dieselbe berlagerung einer lebendigen1 zeitgemen und einer von der ,gewohnheit geforderten metaphysischen ,gedankenschicht lt sich bei ,epikur und den ,stoikern nachweisen4 ,diese ,erscheinung gestattet ber das ,wesen einer zivilisierten ,philosophie keinen ,zweifel4 ,die ,metaphysik hat ihre ,mglichkeiten erschpft4 ,die ,weltstadt hat das ,land endgltig berwunden und ihr ,geist bildet sich jetzt eine eigne1 notwendigerweise nach auen gerichtete1 mechanistische1 seelenlose ,theorie4 ,mit einem gewissen ,rechte sagt man von nun an ,gehirn statt ,seele4 ,und da im westeuropischen ,gehirn der ,wille zur ,macht1 die tyrannische ,richtung auf die ,zukunft1 auf ,organisation der ,gesamtheit nach praktischem ,ausdruck verlangt1 so nimmt die ,ethik1 je mehr sie ihre metaphysische ,vergangenheit aus den ,augen verliert1 nationalkonomischen ,charakter an4 ,die von ,hegel und ,schopenhauer ausgehende ,philosophie der ,gegenwart1 soweit sie den ,geist der ,zeit reprsentiert -- was ,lotze und ,herbart z4 ,b4 nicht tun -- ist ,gesellschaftskritik4 ,die ,aufmerksamkeit1 welche der ,stoiker dem eigenen ,krper1 dem 1 zuwendet1 widmet der abendlndische ,mensch dem ,gesellschaftskrper4 ,es ist kein ,zufall1 da aus der ,schule ,hegels der ,sozialismus 7,marx1 ,engels71 der ,anarchismus 7,stirner7 und die ,problematik des sozialen ,dramas 7,hebbel7 hervorgingen4 ,der ,sozialismus ist die ins ,ethische1 und zwar ins ,imperativische umgewandte ,nationalkonomie4 ,solange es eine ,metaphysik groen ,stils gab1 bis auf ,kant1 blieb die ,nationalkonomie eine ,wissenschaft4 ,sobald ,philosophie8 gleichbedeutend mit praktischer ,ethik wurde1 trat sie an ,stelle der ,mathematik als ,normativ des ,weltdenkens4 ,es steht dem ,philosophen nicht frei1 seine ,stoffe zu whlen1 so wenig die ,philosophie immer und berall dieselben ,stoffe hat4 ,es gibt keine ewigen ,fragen1 es gibt nur ,fragen1 die aus dem ,dasein eines historisch-individuellen ,menschentums1 einer einzelnen ,kultur heraus gefhlt und gestellt werden4 ,alles ,vergngliche ist nur ein ,gleichnis8 -- das gilt auch von jeder echten ,philosophie als dem geistigen ,ausdruck dieses ,daseins1 als der ,verwirklichung seelischer ,mglichkeiten in einer ,formenwelt von ,begriffen1 ,gedanken1 ,intuitionen1 zusammengefat in der lebendigen ,erscheinung ihres ,urhebers4 ,eine jede ist vom ersten bis zum letzten ,wort1 vom abstraktesten ,thema bis zum persnlichsten ,charakterzuge ein ,gewordnes1 aus der ,seele in die ,welt1 aus dem ,reiche der ,freiheit in das der ,notwendigkeit1 aus dem unmittelbar ,lebendigen ins ,rumlich-,logische projiziert1 reines ,symbol einer historisch begrenzten ,art des ,menschlichen und mithin vergnglich1 von bestimmtem ,tempo1 von bestimmter ,lebensdauer4 ,deshalb liegt eine strenge ,notwendigkeit in der ,wahl des ,themas4 ,jede ,epoche hat ihr eignes1 das fr sie und keine andre bedeutend ist4 ,hier sich nicht zu vergreifen1 kennzeichnet den gebornen ,philosophen4 ,der ,rest der philosophischen ,produktion ist belanglos1 bloe ,fachwissenschaft1 langweilige ,hufung systematischer und stofflicher ,subtilitten4 ,und deshalb ist die ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts nur ,ethik1 nur ,gesellschaftskritik in produktivem ,sinne und nichts auerdem4 ,deshalb sind1 von ,praktikern abgesehen1 ,dramatiker -- das entspricht der faustischen ,aktivitt -- ihre bedeutendsten ,vertreter1 neben denen kein einziger ,kathederphilosoph mit seiner ,logik1 ,psychologie oder ,systematik in ,betracht kommt4 ,nur dem ,umstande1 da diese ,unbedeutenden1 bloe ,gelehrte1 immer auch die ,geschichte der ,philosophie -- und was fr eine ,geschichte6 ,eine ,summation von ,personen und ,ergebnissen8 -- geschrieben haben1 verdankt man es1 da niemand heute wei1 was ,geschichte der ,philosophie ist und was sie sein knnte4 ,die tiefe organische ,einheit im ,denken dieser ,epoche ist deshalb noch nie durchschaut worden4 ,man kann ihren philosophischen ,kern dadurch auf eine ,formel bringen1 da man sich fragt1 inwiefern ,shaw der ,schler und ,vollender ,nietzsches ist4 ,diese ,beziehung ist zunchst durchaus nicht ironisch gemeint4 ,unter einem ,denker verstehe ich den1 der seine ,zeit reprsentiert1 indem er ihren lebendigen ,inhalt 7der mit dem aktuellen wenig oder nichts zu tun hat7 in endgltige geistige ,formen bringt4 ,in seiner ,analyse des ,griechentums ist ,nietzsche nur insoweit ,denker und nicht ,philologe oder ,plauderer1 als er unter dieser ,maske sein ,problem der ,decadence gestaltet4 ,in seinen ,komdien ist ,shaw nur insoweit ,denker und nicht blo ,nationalkonom und ,journalist1 als seine ,probleme auch in antiker ,fassung htten erscheinen knnen4 ,man mu nur ihr ,wesentliches von ihrer uern ,tendenz zu unterscheiden wissen4 ,shaw ist der einzige ,denker von ,bedeutung1 der konsequent in der ,richtung des echten ,nietzsche fortgeschritten ist1 als produktiver ,kritiker der abendlndischen ,moral nmlich1 wie er andrerseits als ,dichter die letzten ,konsequenzen ,ibsens zog und den ,rest knstlerischer ,gestaltung in seinen ,stcken zugunsten praktischer ,diskussionen aufgab1 wobei ,denker8 und ,dichter8 bei diesem letzten und schon ein wenig epigonenhaften ,glied der ,reihe nun doch mit der ntigen ,ironie gesagt wird1 selbst wenn man die ,differenz zwischen deutschem und englischem ,geist1 zwischen dem ,ausklang einer posthumen1 fast unterirdischen ,kultur1 die eben in ,nietzsche berraschend ans ,licht trat1 und einer in sich vollendeten1 rein gehirnlichen ,zivilisation1 zwischen einer ,vogelperspektive1 zu der immer wieder der ,flug genommen1 und der ,froschperspektive1 die mit borniertem ,behagen eingehalten wird1 vorher subtrahiert hat4 ,nietzsche ist in allem und jedem1 soweit nicht der versptete ,romantiker in ihm ,stil1 ,klang und ,haltung seiner ,philosophie bestimmt hat1 ein ,schler materialistischer ,jahrzehnte gewesen4 ,was ihn an ,schopenhauer leidenschaftlich anzog1 ohne da es ihm oder irgendjemand anders bis zum heutigen ,tage zum ,bewutsein gekommen wre1 ist dasjenige ,element seiner ,lehre1 durch welches er die ,metaphysik groen ,stils zerstrte1 durch das er seinen ,meister ,kant unfreiwillig parodiert hat1 die ,wendung aller tiefen ,begriffe des ,barock ins massiv ,greifbare und ,mechanistische4 ,kant redet in unzulnglichen ,worten1 hinter denen sich eine gewaltige1 schwer zugngliche ,intuition verbirgt1 von der ,welt als ,erscheinung2 ,schopenhauer nennt das die ,welt als ,gehirnphnomen4 ,in ihm vollzieht sich die ,wendung der tragischen ,philosophie zum philosophischen ,plebejertum4 ,es gengt1 eine ,stelle zu zitieren4 ,in der ,welt als ,wille und ,vorstellung8 7,,ii1 ,kapitel #ai7 heit es3 ,der ,wille1 als das ,ding an sich1 macht das innere1 wahre und unzerstrbare ,wesen des ,menschen aus3 an sich selbst ist er jedoch bewutlos4 ,denn das ,bewutsein ist bedingt durch den ,intellekt1 und dieser ist ein bloes ,akzidens unseres ,wesens2 denn er ist eine ,funktion des ,gehirns1 welches1 nebst den ihm anhngenden ,nerven und ,rckenmark1 eine bloe ,frucht1 ein ,produkt1 ja insofern ein ,parasit des brigen ,organismus ist1 als es nicht direkt eingreift in dessen inneres ,getriebe1 sondern dem ,zweck der ,selbsterhaltung blo dadurch dient1 da es die ,verhltnisse desselben zur ,auenwelt reguliert48 ,das ist genau das ,grundprinzip des seichtesten ,materialismus4 ,nicht umsonst war ,schopenhauer1 wie einst ,rousseau1 zu den englischen ,sensualisten in die ,lehre gegangen4 ,dort lernte er ,kant im ,geiste der grostdtischen1 aufs ,zweckmige gerichteten ,modernitt miverstehen4 ,der ,intellekt als ,werkzeug des ,willens zum ,leben1#aac als ,waffe im ,kampf ums ,dasein1 das1 was ,shaw in eine groteske dramatische ,form und ,bergson in ein epigonenhaftes1 aus deutschen ,denkern zusammengestelltes ,system gebracht hat1 dieser ,weltaspekt ,schopenhauers war es1 der ihn beim ,erscheinen von ,darwins ,hauptwerk 7#ahei7 mit einem ,schlage zum ,modephilosophen machte4 ,er war im ,gegensatz zu ,schelling1 ,hegel und ,fichte der einzige1 dessen metaphysische ,formeln dem geistigen ,mittelstand ohne ,schwierigkeit eingingen4 ,seine ,klarheit1 auf die er stolz war1 ist in jedem ,augenblick in ,gefahr1 sich als ,trivialitt zu enthllen4 ,hier konnte man1 ohne auf ,formeln zu verzichten1 die eine ,atmosphre von ,tiefsinn und ,exklusivitt um sich breiteten1 die gesamte zivilisierte ,weltanschauung sich zu eigen machen4 ,sein ,system ist antizipierter ,darwinismus1 dem die ,sprache ,kants und die ,begriffe der ,inder nur zur ,verkleidung dienten4 ,in seinem ,buche ber den ,willen in der ,natur8 7#ahce7 finden wir schon den ,kampf um die ,selbstbehauptung in der ,natur1 den menschlichen ,intellekt als die wirksamste ,waffe in ihm1 die ,geschlechtsliebe als die unbewute ,wahl#aad aus biologischem ,interesse4 ,es ist die gesamte ,lehre1 die ,darwin auf dem ,umweg ber ,hegel und ,malthus mit sensationellem ,erfolge in das ,bild der ,tierwelt hineininterpretierte4 ,die nationalkonomische ,herkunft des ,darwinismus -- die man erst knftig verstehen wird1 wenn die ,menschen nicht mehr ,darwinisten aus ,instinkt sind1 bevor die ,entstehung der ,arten8 sie zu solchen aus berzeugung macht -- wird glnzend bewiesen durch die ,tatsache1 da dieses ,system1 von der ,menschenhnlichkeit hherer ,tiere aus gedacht1 schon auf die ,pflanzenwelt nicht mehr pat und in ,albernheiten ausartet1 wenn man es mit seiner ,willenstendenz 7,zuchtwahl1 mimicry7 auch auf primitive organische ,formen anwenden will4 ,beweisen nennt der abendlndische ,biologe1 eine ,auswahl von ,tatsachen so ordnen und bildhaft so erklren1 da sie seinem historisch-dynamischen ,grundgefhl ,entwicklung8 entspricht4 ,der ,darwinismus81 d4 h4 jene ,summe sehr verschiedenartiger und einander widersprechender ,ansichten1 deren ,gemeinsames lediglich die ,anwendung des ,kausalprinzips auf ,lebendiges1 also ,methode1 nicht ,resultat ist1 war schon im #ah4 ,jahrhundert in allen ,einzelheiten bekannt4 ,die ,affentheorie verteidigt ,rousseau schon #aged4 ,von ,darwin stammt nur das manchesterliche ,system1 dessen ,popularitt sich aus dem latenten politischen ,gehalt erklrt4 ,hier offenbart sich die geistige ,einheit des ,jahrhunderts4 ,von ,schopenhauer bis zu ,shaw haben alle1 ohne es zu ahnen1 dasselbe ,prinzip in ,form gebracht4 ,sie werden alle vom ,entwicklungsgedanken geleitet1 auch die1 welche wie ,hebbel nichts von ,darwin wuten1 und zwar nicht in seiner tiefen ,goetheschen1 sondern in seiner flachen zivilisierten ,fassung1 mag sie nun nationalkonomisches oder biologisches ,geprge tragen4 ,auch innerhalb der ,entwicklungsidee1 die durch und durch faustisch ist1 die im strengsten ,gegensatz zur zeitlosen aristotelischen ,entelechie einen leidenschaftlichen ,drang der unendlichen ,zukunft entgegen offenbart1 einen ,willen1 ein ,ziel1 die a priori die ,form unserer ,naturanschauung darstellt und als ,gesetz gar nicht erst entdeckt zu werden brauchte1 weil sie dem faustischen ,geiste -- und ihm allein -- immanent ist1 vollzog sich die ,wandlung der ,kultur zur ,zivilisation4 ,bei ,goethe1 der darin zum ,barock gehrt1 ist sie erhaben1 bei ,darwin flach1 bei ,goethe organisch1 bei ,darwin mechanisch1 bei jenem ,erlebnis und ,intuition1 bei diesem ,erkenntnis und ,gesetz4 ,dort heit sie innere ,vollendung1 hier ,fortschritt84 ,darwins ,kampf ums ,dasein1 den er in die ,natur hinein1 nicht aus ihr herauslas1 ist nur die plebejische ,fassung jenes ,urgefhls1 das in ,shakespeares ,tragdien die groen ,wirklichkeiten gegeneinander bewegt4 ,was dort als ,schicksal innerlich angeschaut1 gefhlt und in ,gestalten verwirklicht wurde1 das wurde hier als ,kausalnexus begriffen und in ein utilitarisches ,oberflchensystem gebracht4 ,und dies ,system1 nicht jenes ,urgefhl1 liegt den ,reden ,zarathustras1 der ,tragik der ,gespenster81 der ,problematik des ,nibelungenringes zugrunde4 ,nur da ,schopenhauer1 an den ,wagner sich hielt1 als der erste der ,reihe seine eigne ,erkenntnis entsetzt wahrnahm -- dies ist die ,wurzel seines ,pessimismus1 der in der ,tristanmusik den hchsten ,ausdruck fand --1 whrend die ,spteren1 ,nietzsche voran1 sich an ihr1 etwas gewaltsam zuweilen1 begeisterten4 ,in ,nietzsches ,bruch mit ,wagner1 diesem letzten ,ereignis des deutschen ,geistes1 ber dem ,gre liegt1 verbirgt sich sein ,wechsel des ,lehrmeisters1 sein ,schritt von ,schopenhauer zu ,darwin1 von der metaphysischen zur physiologischen ,formulierung desselben ,weltgefhls1 von der ,verneinung zur ,bejahung des ,aspekts1 den beide anerkennen1 nmlich des ,willens zum ,leben1 der mit dem ,kampf ums ,dasein identisch ist4 ,in ,schopenhauer als ,erzieher8 bedeutet ,entwicklung noch inneres ,reifen2 der bermensch ist das ,produkt einer mechanischen ,evolution84 ,so ist der ,zarathustra ethisch aus einem unbewuten ,widerspruch gegen den ,parsifal1 knstlerisch durchaus von diesem bestimmt1 aus der ,eifersucht eines ,verknders auf den andern1 entstanden4 ,aber ,nietzsche war auch ,sozialist1 ohne es zu wissen4 ,nicht seine ,schlagworte1 seine ,instinkte waren sozialistisch1 imperativisch1 praktisch1 auf das physiologische ,heil der ,menschheit8 gerichtet1 woran ,goethe und ,kant nie gedacht hatten4 ,materialismus1 ,sozialismus1 ,darwinismus sind nur knstlich und an der ,oberflche trennbar4 ,so war es mglich1 da ,shaw den ,tendenzen der ,herrenmoral und der ,zchtung des bermenschen nur eine kleine und sogar konsequente ,wendung zu geben brauchte1 um im dritten ,akte von ,mensch und bermensch81 einem der wichtigsten und bezeichnendsten ,werke am ,ausgang der ,epoche1 die eigentliche ,maxime seines ,sozialismus zu erhalten4 ,shaw hat da nur ausgesprochen1 aber rcksichtslos1 klar1 mit dem vollen ,bewutsein einer ,trivialitt1 was ursprnglich1 mit aller ,theatralik ,wagners und aller ,verschwommenheit der ,romantik1 in den nicht ausgefhrten ,teilen des ,zarathustra gesagt werden sollte4 ,man mu nur die notwendigen praktischen1 aus der ,struktur des gegenwrtigen ffentlichen ,lebens folgenden ,voraussetzungen und ,konsequenzen der ,gedankengnge ,nietzsches zu finden wissen4 ,er bewegt sich in unbestimmten ,wendungen wie neue ,werte81 bermensch81 ,sinn der ,erde8 und htet oder frchtet sich1 das genauer zu fassen4 ,shaw tut es4 ,nietzsche bemerkt1 da die darwinistische ,idee des bermenschen den ,begriff der ,zchtung heraufruft1 aber er bleibt bei der klangvollen ,phrase stehen4 ,shaw fragt weiter -- denn es hat keinen ,zweck1 darber zu reden1 wenn man nichts tun will --1 wie das zu geschehen hat1 und er kommt dazu1 die ,verwandlung der ,menschheit in ein ,gestt zu verlangen4 ,aber das ist lediglich die ,konsequenz ,zarathustras1 zu der er selbst nur nicht den ,mut1 sei es auch den ,mut der ,geschmacklosigkeit1 hatte4 ,wenn man von ,zchtung redet1 einem extrem materialistischen und utilitarischen ,begriff1 der die ,ehe zu einer sexuellen ,institution im ,interesse einer ,gesamtheit und im ,hinblick auf ein physiologisches ,ziel macht1 so ist man eine ,antwort darauf schuldig1 wer zu zchten hat1 wen1 wo und wie4 ,allein ,nietzsches romantische ,abneigung1 die hchst prosaischen sozialen ,konsequenzen zu ziehen1 seine ,furcht1 poetische ,utopien durch ,konfrontierung mit tatschlichen ,verhltnissen einer ,kraftprobe auszusetzen1 lieen ihn darber schweigen1 da seine ganze positive ,lehre1 wie sie aus dem ,darwinismus stammt1 auch den ,sozialismus1 und zwar den sozialistischen ,zwangsstaat als ,mittel voraussetzt1 da jeder systematischen ,zchtung einer ,klasse hherer ,menschen eine streng sozialistische ,gesellschaftsordnung voraufgehen mu und da diese dionysische8 ,idee1 da es sich um eine gemeinsame ,aktion und nicht um eine ,privatangelegenheit abseits lebender ,denker handelt1 demokratisch ist1 mag man sie wenden1 wie man will4 ,damit hat die ethische ,dynamik des ,du sollst8 ihren ,gipfel erreicht3 um der ,welt die ,form seines ,willens aufzuerlegen1 opfert der faustische ,mensch sich selbst4 ,schon ,schopenhauer hatte vom ,herdenmenschen als der ,fabrikware der ,natur gesprochen4 ,die ,zchtung des bermenschen folgt aus dem ,begriff der ,zuchtwahl4 ,nietzsche war1 seit er ,aphorismen schrieb1 ein ,schler ,darwins1 aber ,darwin selbst hatte den ,entwicklungsgedanken des #ah4 ,jahrhunderts durch nationalkonomische ,tendenzen umgeprgt1 die er von seinem ,lehrer ,malthus nahm und in das hhere ,tierreich projizierte4 ,der ,darwinismus ist eine sozialpolitische ,konzeption4 ,malthus hatte die ,fabrikindustrie von ,lancaster studiert1 und man findet das ganze ,system1 statt auf ,tiere auf ,menschen angewendet1 schon in ,buckles ,geschichte der englischen ,zivilisation 7#aheg74 ,und so stammt die ,herrenmoral8 dieses letzten ,romantikers auf einem merkwrdigen1 aber fr den ,sinn der ,zeit hchst bezeichnenden ,wege aus der ,quelle aller intellektuellen ,modernitt1 der ,atmosphre der englischen ,maschinenindustrie4 ,der ,macchiavellismus1 den ,nietzsche als ,renaissancephnomen etwas zu oft pries und dessen ,verwandtschaft mit ,darwins ,begriff des mimicry man nicht bersehen sollte1 war damals tatschlich der im ,kapital8 von ,marx -- dem andern berhmten ,jnger von ,malthus -- behandelte und die ,vorstufe dieses seit #ahfg erscheinenden ,grundbuches des politischen 7nicht des ethischen7 ,sozialismus1 die ,schrift ,zur ,kritik der politischen konomie81 erschien gleichzeitig mit ,darwins ,hauptwerk4 ,das ist die ,genealogie der ,herrenmoral4 ,der ,wille zur ,macht81 ins ,reale1 ,politische1 ,nationalkonomische bersetzt1 findet seinen strksten ,ausdruck in ,shaws ,major ,barbara84 ,sicherlich ist ,nietzsche als ,persnlichkeit der ,gipfel dieser ,reihe von ,ethikern1 aber hier reicht ,shaw1 der ,parteipolitiker1 als ,denker an ihn heran4 ,der ,wille zur ,macht ist heute durch die beiden ,pole des ffentlichen ,lebens1 die ,arbeiterklasse und die groen ,geld- und ,gehirnmenschen1 viel entschiedener vertreten als je durch einen ,borgia4 ,der ,milliardr ,undershaft in dieser besten ,komdie ,shaws ist bermensch4 ,nur htte ,nietzsche1 der ,romantiker1 sein ,ideal nicht wieder erkannt4 ,er sprach stets von einer ,umwertung1 einer ,philosophie der ,zukunft1 also doch zunchst der westeuropischen und nicht chinesischen oder afrikanischen ,zukunft1 aber wenn seine immer in dionysischer ,ferne verschwimmenden ,gedanken sich wirklich einmal zu greifbaren ,gebilden verdichteten1 so erschien ihm der ,wille zur ,macht unter dem ,bilde von ,dolch und ,gift und nicht von ,streiks und der ,energie des ,geldes4 ,trotzdem hat er erzhlt1 da die ,idee ihm zuerst im ,kriege von #ahgj und beim ,anblick preuischer ,regimenter1 die zur ,schlacht marschierten1 aufgegangen sei4 ,die gesamte ,dramatik dieser ,epoche ist nicht mehr ,dichtung im alten1 im ,kultursinne1 sondern praktische ,konstruktion1 ,debatte und ,beweisfhrung3 die ,schaubhne wurde durchaus als moralische ,anstalt betrachtet84 ,selbst ,nietzsche neigte wiederholt zu dramatischer ,fassung seiner ,gedanken4 ,richard ,wagner hat in seiner ,nibelungendichtung1 vor allem in der frhesten ,fassung um #ahej1 seine sozialrevolutionren ,ideen niedergelegt1 und ,siegfried ist auf dem ,umwege ber knstlerische und auerknstlerische ,einwirkungen noch im vollendeten ,ring8 eine ,inkarnation des vierten ,standes81 der ,fafnirhort des ,kapitalismus1 ,brnhilde des freien ,weibes8 geblieben4 ,die ,musik zur geschlechtlichen ,zuchtwahl1 deren ,theorie1 die ,abstammung der ,arten81 #ahei erschien1 findet sich eben damals im dritten ,akte des ,siegfried und im ,tristan4 ,es ist kein ,zufall1 da ,wagner1 ,hebbel und ,ibsen beinahe gleichzeitig die ,dramatisierung des ,nibelungenstoffes unternahmen4 ,hebbel1 als er in ,paris ,schriften von ,fr4 ,engels kennen lernt1 drckt sein ,erstaunen darber aus 7,brief vom #b4 ,april #ahdd71 da er das soziale ,prinzip der ,zeit1 wie er es damals in einem ,drama ,zu irgendeiner ,zeit8 darstellen wollte1 ganz ebenso aufgefat habe wie der ,verfasser des kommunistischen ,manifestes1 und bei seiner ersten ,bekanntschaft mit ,schopenhauer 7,brief vom #bi4 ,mrz #aheg7 berrascht ihn auch die ,verwandtschaft der ,welt als ,wille und ,vorstellung8 mit wichtigen ,tendenzen1 die er seinem ,holofernes und ,herodes und ,mariamne8 zugrunde gelegt hatte4 ,hebbels ,tagebcher1 deren wichtigster ,teil zwischen #ahce und #ahde niedergeschrieben wurde1 sind eine der tiefsten philosophischen ,leistungen des ,jahrhunderts1 ohne da er sich dessen bewut gewesen wre4 ,man wrde nicht erstaunt sein1 ganze ,stze von ihm wrtlich bei ,nietzsche zu finden1 der ihn nie gekannt und nur in seinen besten ,momenten erreicht hat4 ,ich gebe hier eine bersicht ber die wirkliche ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts1 deren einziges und eigenstes ,thema die ,konzeption des ,willens zur ,macht in einer zivilisiert-intellektuellen ,gestalt1 als ,wille zum ,leben1 ,lebenskraft1 als praktisch-dynamisches ,prinzip1 als ,begriff oder dramatische ,gestalt ist4 ,die mit ,shaw abgeschlossene ,epoche reprsentiert das ,klimakterium der abendlndischen ,geistigkeit und entspricht darin der antiken zwischen #cej und #bej4 ,der ,rest ist1 mit ,schopenhauer zu reden1 ,professorenphilosophie der ,philosophieprofessoren4 #ahai ,schopenhauer ,welt als ,wille und ,vorstellung83 der ,wille zum ,leben zum erstenmal als einzige ,realitt 7,urkraft87 in den ,mittelpunkt gestellt1 aber noch unter dem ,eindruck des voraufgegangenen ,idealismus zur ,verneinung empfohlen4 #ahcf ,schopenhauer ber den ,willen in der ,natur83 ,antizipation des ,darwinismus1 metaphysisch verkleidet4 #ahdj ,proudhon ,qu'est-ce que la ,proprit68 7,grundlage des ,anarchismus74 #ahda ,hebbel ,judith83 erste dramatische ,konzeption des neuen ,weibes8 und des bermenschen 7,holofernes74 -- ,feuerbach1 ,wesen des ,christentums4 #ahdd ,engels ,umri der ,kritik einer ,nationalkonomie83 ,grundlage der materialistischen ,geschichtsauffassung4 -- ,hebbel ,maria ,magdalena83 das erste soziale ,drama4 #ahdg ,marx ,misre de la ,philosophie8 7,synthese von ,hegel und ,malthus74 ,diese ,jahre die entscheidende ,epoche1 mit welcher die ,nationalkonomie die ,sozialethik und ,biologie zu beherrschen beginnt4 #ahdh ,wagner ,siegfrieds ,tod83 ,siegfried als sozialethischer ,revolutionr1 der ,fafnirhort als ,symbol des ,kapitalismus4 #ahej ,wagner ,kunst und ,klima83 das ,sexualproblem4 #ahej-eh ,wagners1 ,hebbels und ,ibsens ,nibelungendichtungen4 #ahei ein symbolisches ,zusammentreffen3 ,darwin ,entstehung der ,arten durch natrliche ,zuchtwahl8 7,anwendung der ,nationalkonomie auf die ,biologie7 und ,tristan und ,isolde84 -- ,marx ,zur ,kritik der politischen konomie84 #ahfe ,dhring ,wert des ,lebens81 selten genannt1 aber von hchstem ,einflu auf die nchste ,generation4 #ahfg ,ibsen ,brand8 und das ,kapital8 von ,marx4 #ahgh ,wagner ,parsifal83 erste ,auflsung des ,materialismus in ,mystizismus4 #ahgi ,ibsen ,nora84 #ahha ,nietzsche ,morgenrte83 bergang von ,schopenhauer zu ,darwin1 die ,moral als biologisches ,phnomen4 #ahhc der ,zarathustra83 der ,wille zur ,macht1 aber romantisch-philologisch verkleidet4 #ahhf ,rosmersholm8 7die ,adelsmenschen87 und ,jenseits von ,gut und ,bse84 #ahhg_/hh ,strindberg ,vater8 und ,frulein ,julie84 #ahij der nahende ,abschlu der ,epoche3 die religisen ,werke ,strindbergs1 die symbolistischen ,ibsens4 #ahif ,ibsen ,john ,gabriel ,borkman84 #ahih ,strindberg ,nach ,damaskus84 ,seit #aijj die letzten ,erscheinungen4 #aijc ,weininger ,geschlecht und ,charakter83 der einzige ernste ,versuch1 ,kant durch ,beziehung auf ,wagner und ,ibsen innerhalb dieser ,epoche wiederzubeleben4 #aijc ,shaw ,mensch und bermensch83 letzte ,synthese von ,darwin und ,nietzsche4 #aije ,shaw ,major ,barbara83 der ,typus des bermenschen auf seinen wirtschaftspolitischen ,ursprung zurckgefhrt4 ,damit hat sich1 nach der metaphysischen ,periode1 auch die ethische erschpft4 ,der ethische ,sozialismus1 von ,fichte1 ,hegel1 ,humboldt vorbereitet1 hatte die ,zeit seiner leidenschaftlichen ,gre um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts4 ,an dessen ,ende war er schon im ,stadium der ,wiederholungen angelangt und das #bj4 ,jahrhundert hat1 unter ,beibehaltung des ,wortes ,sozialismus1 an ,stelle einer ethischen ,philosophie1 die nur ,epigonen als unvollendet erscheint1 eine ,praxis wirtschaftlicher ,tagesfragen gesetzt4 ,die ,weltstimmung des ,abendlandes wird eine sozialistische bleiben1 aber ihre ,theorie hat aufgehrt ,problem zu sein4 ,es besteht die ,mglichkeit einer dritten und letzten ,art westeuropischer ,philosophie3 die eines historisch-psychologischen ,skeptizismus4 ,das ,geheimnis der ,welt erscheint nacheinander als ,erkenntnisproblem1 ,wertproblem1 ,formproblem4 ,kant sah die ,ethik als ,erkenntnisgegenstand1 das #ai4 ,jahrhundert sah die ,erkenntnis als ,gegenstand einer ,wertung4 ,der ,skeptiker wrde beide lediglich als historische ,phnomene betrachten4 ,funoten3 ,footnote #ajd3 ,nach dem1 was ber das ,fehlen prgnanter ,worte fr ,wille8 und ,raum8 in den antiken ,sprachen und die tiefere ,bedeutung dieser ,lcken bemerkt worden ist1 wird es nicht auffallen1 da auch der ,unterschied von ,tat und ,ttigkeit 7,handlung1 ,geschehen7 sich weder im ,griechischen noch im ,lateinischen exakt wiedergeben lt4 ,footnote #aje3 ,wer ,ohren hat zu hren1 der hre8 -- darin liegt kein ,machtanspruch4 ,so hat die abendlndische ,kirche ihre ,mission nicht aufgefat4 ,die ,heilsbotschaft8 ,jesu1 die des ,mani1 der ,mithrasreligion1 der ,neuplatoniker und all der benachbarten sptantik-syrischen ,kulte sind geheimnisvolle ,wohltaten1 die man erweist1 nicht aufdrngt4 ,das junge ,christentum ahmte1 nachdem es in die antike ,welt eingestrmt war1 lediglich die ,mission der spten ,stoa nach4 ,man mag ,paulus zudringlich finden und man hat die stoischen ,wanderprediger so gefunden1 wie die ,zeitliteratur beweist2 gebieterisch treten sie nicht auf4 ,man kann ein entlegenes ,beispiel hinzufgen und die rzte der magischen ,art1 die ihre geheimnisvollen ,arkana anpriesen1 den abendlndischen gegenberstellen1 die ihrem ,wissen ,gesetzeszwang verliehen 7,impfzwang1 ,trichinenschau usw474 ,footnote #ajf3 ,im ,zarathustra heit es 7,von der schenkenden ,tugend873 ,aufwrts geht unser ,weg1 von der ,art hinber zur ber-,art4 ,aber ein ,grauen ist uns der entartende ,sinn1 welcher spricht3 ,alles fr mich48 ,diese ,stelle ist rein sozialistisch und darwinistisch1 aber gewi nicht hellenisch -- dionysisch -- gedacht48 ,footnote #ajg3 ,dies ist die ,formel der ,barockphilosophie von ,descartes bis ,kant4 ,die gotische ,philosophie gestaltete das gleiche ,gefhl zur ,frage nach dem ,primat des ,willens oder der ,vernunft4 ,duns ,scotus hat hier im ,namen des nordischen1 des dynamischen ,lebensgefhls1 den ,satz ,voluntas est superior intellectu8 der magisch-augustinischen ,meinung des ,thomas von ,aquino entgegengestellt4 ,schon hier kndigt sich die ,konzeption ,schopenhauers von der ,welt als ,wille und ,vorstellung oder der ,welt als ,lebenskraft und dem ,intellekt als deren ,werkzeug 7,schelling1 ,nietzsche7 an4 ,footnote #ajh3 ,der erste beruht auf dem atheistischen ,system des ,sankhya1 der zweite durch ,sokrates' ,vermittlung auf der ,sophistik1 der dritte auf dem englischen ,sensualismus4 ,footnote #aji3 ,erst nach ,jahrhunderten hat man aus der buddhistischen ,lebensbetrachtung1 die weder einen ,gott noch eine ,metaphysik anerkennt1 durch ,zurckgreifen auf die lngst erstarrte brahmanische ,theologie das ,surrogat einer ,religion gemacht4 ,footnote #aaj3 ,und es mte erst gesagt werden1 ob mit dem ,christentum der ,kirchenvter oder mit dem der ,kreuzzge1 denn dies sind zwei verschiedene ,religionen unter derselben dogmatisch-kultischen ,gewandung4 ,der gleiche ,mangel an historisch-psychologischem ,feingefhl tritt in dem beliebten ,vergleich des heutigen ,sozialismus mit dem ,urchristentum zutage4 ,footnote #aaa3 ,man beachte die auffallende hnlichkeit vieler ,rmerkpfe mit denen heutiger ,tatsachenmenschen amerikanischen ,stils und1 wenn auch nicht so deutlich1 mit manchen gyptischen ,portrtkpfen des ,neuen ,reichs4 ,footnote #aab3 ,das ,latein des #c4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 war noch eine bewegliche farbenreiche ,bauernsprache4 ,footnote #aac3 ,auch die uerst moderne ,idee1 da die unbewuten1 instinkthaften ,lebensakte ,vollkommenes bewirken1 whrend der ,intellekt es nur zu stmperhaften ,leistungen bringt1 findet sich bei ihm 7,band ,,ii1 ,kap4 #bj74 ,footnote #aad3 ,im ,kapitel ,zur ,metaphysik der ,geschlechtsliebe8 7,,ii1 #dd7 ist der ,gedanke der ,zuchtwahl als des ,mittels zur ,erhaltung der ,gattung in vollem ,umfang vorweggenommen4 ,,sechstes ,,kapitel ,,faustische ,,und ,,apollinische ,,naturerkenntnis #a ,in einer berhmt gewordnen ,rede sagte ,helmholtz #ahfi3 ,das ,endziel der ,naturwissenschaft ist1 die allen ,vernderungen zugrunde liegenden ,bewegungen und deren ,triebkrfte zu finden1 also sich in ,mechanik aufzulsen48 ,in ,mechanik1 das bedeutet die ,zurckfhrung aller qualitativen ,eindrcke auf unvernderliche quantitative ,grundwerte1 auf ,ausgedehntes also und dessen ,ortsvernderung2 das bedeutet weiterhin1 wenn man sich des ,gegensatzes von ,werden und ,gewordnem1 ,erlebtem und ,erkanntem1 von ,gestalt und ,gesetz1 ,bild und ,begriff erinnert1 die ,zurckfhrung des ,naturbildes auf eine einheitliche1 zahlenmige ,ordnung von mebarer ,struktur4 ,die eigentliche ,tendenz aller ,mechanik geht auf eine geistige ,besitzergreifung durch ,messung2 sie ist deshalb gentigt1 das ,wesen der ,erscheinung in einem ,system konstanter1 der ,messung restlos zugnglicher ,elemente zu suchen1 deren wichtigster nach der ,definition von ,helmholtz mit dem -- der ,sphre des ,lebens entnommenen -- ,worte ,bewegung bezeichnet wird4 ,dem ,physiker erscheint diese ,definition unzweideutig und erschpfend2 dem ,skeptiker1 der die ,psychologie dieser wissenschaftlichen berzeugung verfolgt1 nicht4 ,dem einen ist die gegenwrtige ,mechanik ein folgerichtiges ,system von klaren eindeutigen ,begriffen und ebenso einfachen als notwendigen ,beziehungen1 dem andern ist sie eine die ,struktur des westeuropischen ,geistes bezeichnende ,illusion1 allerdings von hchster ,konsequenz des ,aufbaus und strkster intellektueller ,wirksamkeit4 ,da durch alle praktischen ,resultate und ,entdeckungen nichts fr die absolute ,geltung der ,theorie bewiesen wird1 versteht sich von selbst4 ,den meisten erscheint die8 ,mechanik allerdings als die selbstverstndliche ,fassung von ,natureindrcken1 aber sie scheint es nur4 ,denn was ist ,bewegung8 ,da alles ,qualitative auf die ,bewegung unvernderlicher1 gleichartiger ,massenpunkte zurckfhrbar sei -- ist das nicht schon ein rein faustisches1 kein allgemein menschliches ,postulat8 ,archimedes z4 ,b4 fhlte durchaus nicht das ,bedrfnis1 mechanische ,einsichten auf ,bewegung zu reduzieren4 ,ist ,bewegung berhaupt eine rein mechanische ,gre8 ,ist sie ein ,wort fr eine ,art von ,anschauung oder ein abstrakter ,begriff8 ,und wenn es der ,physik wirklich eines ,tages gelnge1 ihr vermeintliches ,ziel zu erreichen und alles sinnlich ,erfabare in ein lckenloses ,system gesetzmig fixierter ,bewegungen und der in ihnen wirksamen ,energien zu bringen1 wre sie damit in der ,erkenntnis auch nur um einen ,schritt vorwrts gekommen8 ,ist die ,formensprache der ,mechanik darum weniger dogmatisch8 ,enthlt sie nicht vielmehr die ,symbolik der halbmystischen ,urworte1 welche die ,erfahrung beherrschen statt aus ihr hervorzugehen1 gerade in ihrer schrfsten ,fassung8 ,was ist ,kraft8 ,was ist eine ,ursache8 ,was ist ein ,proze8 ,ja -- hat die ,physik berhaupt1 selbst auf ,grund ihrer eigenen ,definitionen1 eine eigentliche ,aufgabe8 ,besitzt sie ein durch alle ,jahrhunderte gltiges ,endziel8 ,besitzt sie1 um ihre ,resultate auszusprechen1 auch nur eine unanfechtbare ,gedankengre8 ,die ,antwort kann vorweggenommen werden4 ,die heutige ,physik1 als bloe ,wissenschaft1 an sich und vom ,standpunkt des ,forschers aus betrachtet1 mag ein genau bestimmbares ,thema haben2 als historisches ,phnomen ist die ,physik nach ,aufgabe1 ,methode und ,resultat ,ausdruck und ,verwirklichung eines einzelnen ,seelentums1 ,element eines ,makrokosmos1 jedes ihrer ,ergebnisse ein ,symbol4 ,was die ,physik1 die ja lediglich im ,geiste einzelner ,kulturmenschen existiert1 durch diese zu finden vermeint1 lag der ,art und ,weise ihres ,suchens schon zugrunde4 ,ihre ,entdeckungen sind dem eigentlichen ,gehalte nach1 auerhalb der ,formeln1 selbst im ,kopfe so vorsichtiger ,forscher1 wie es ,j4 ,r4 ,mayer1 ,faraday und ,hertz waren1 rein intuitiver ,natur4 ,angesichts aller physikalischen ,exaktheit unterscheide man in einem ,naturgesetz wohl zwischen unbenannten ,zahlen und deren ,benennung1 zwischen einer bloen ,formel und deren theoretischem ,sinn4 ,die ,formeln zwar stellen allgemein logische ,werte dar1 reine ,zahlen1 objektive ,raum- und ,grenzmomente also1 aber ,formeln sind stumm4 ,der ,ausdruck s 7gt#b7_/b bedeutet gar nichts1 solange ich bei den ,buchstaben nicht an bestimmte ,worte und deren ,bildsinn denke4 ,kleide ich die toten ,zeichen aber in ,worte1 gebe ich ihnen ,fleisch1 ,krper1 ,leben1 eine sinnliche ,weltbedeutung berhaupt1 so habe ich die ,schranken einer bloen ,ordnung berschritten4 heit ,bild1 ,vision4 ,erst sie macht aus einer mathematischen ,formel ein wirkliches ,naturgesetz4 ,alles ,exakte an sich ist sinnlos2 der ,sinn gehrt nicht mehr dem ,erkennen1 sondern dem unmittelbaren ,lebensgefhl4 ,und eben die ,theorien1 nicht die reinen ,zahlen sind die ,quintessenz aller ,naturerkenntnis4 ,die unbewute ,sehnsucht jeder echten ,wissenschaft1 die -- es sei noch einmal gesagt -- lediglich im ,geiste von ,kulturmenschen existiert1 richtet sich auf das ,begreifen1 das ,durchdringen und ,umfassen des naturhaften ,weltganzen1 nicht auf die messende ,ttigkeit an sich1 die immer nur eine ,freude unbedeutender ,kpfe gewesen ist4 ,zahlen sollten stets nur der ,schlssel zum ,geheimnis sein4 ,um der ,zahlen selbst willen htte kein bedeutender ,mensch jemals ,opfer gebracht4 ,zwar sagt ,kant an einer bekannten ,stelle3 ,ich behaupte1 da in jeder besonderen ,naturlehre nur so viel eigentliche ,wissenschaft angetroffen werden knne1 als darin ,mathematik anzutreffen ist48 ,gemeint ist die reine ,grenzsetzung in der ,sphre des ,gewordnen1 insofern sie als ,gesetz1 ,formel1 ,zahl1 ,system erscheint1 aber ein ,gesetz ohne ,worte1 eine ,zahlenreihe als bloe ,ablesung der ,angaben von ,meinstrumenten ist ohne ,sinn1 ist als geistiger ,akt in vollkommener ,reinheit nicht einmal vollziehbar4 ,jedes ,experiment1 jede ,beobachtung wchst aus einer mehr als mathematischen ,gesamtanschauung hervor4 ,jede ,erfahrung ist1 sie mag sonst sein was sie will1 auch ein schpferischer ,akt4 ,alle benannten ,gesetze sind belebte1 durchseelte ,ordnungen1 vom innersten ,gehalte einer und nur einer ,kultur erfllt4 ,will man von ,notwendigkeit reden1 da sie eine ,forderung aller exakten ,forschung ist1 so liegt eine doppelte vor3 eine ,notwendigkeit im ,seelischen und ,schpferischen1 insofern aller symbolische ,gehalt1 jede ,wissenschaft als historische ,erscheinung ein ,schicksal ist1 und eine ,notwendigkeit im ,gewordnen1 fr die uns ,westeuropern der ,name ,kausalitt gelufig ist4 ,mgen die reinen ,zahlen einer physikalischen ,formel eine logische ,notwendigkeit darstellen1 das ,vorhandensein1 die ,entstehung1 die ,lebensdauer einer ,theorie ist ein ,schicksal4 ,jede ,tatsache1 selbst die einfachste1 enthlt bereits eine ,theorie4 ,eine ,tatsache ist ein ,vorgang des wachen ,bewutseins1 und alles hngt davon ab1 ob es ein ,mensch der ,antike oder des ,abendlandes1 der ,gotik oder des ,barock ist1 fr den sie vorliegt84 ,der ,physiker von heute vergit zu leicht1 da schon ,worte wie ,gre1 ,lage1 ,proze1 ,zustandsnderung1 ,krper spezifisch abendlndische ,bilder darstellen1 die dem antiken oder arabischen ,denken und ,weltgefhl gnzlich fremd sind1 die aber den ,charakter der wissenschaftlichen ,tatsachen als solcher1 die ,art des ,erkanntwerdens vollkommen beherrschen1 ganz zu schweigen von komplexen ,begriffen wie ,arbeit1 ,spannung1 ,wirkungsquantum1 ,wrmemenge1 ,wahrscheinlichkeit1#aae welche jeder fr sich eine physikalische ,gesamtanschauung in nuce enthalten4 ,wir empfinden derartige gedankliche ,bildungen als ,resultate einer vorurteilsfreien ,forschung1 unter ,umstnden als endgltige4 ,ein feiner ,kopf aus der ,zeit des ,archimedes wrde nach grndlichem ,studium der modernen theoretischen ,physik versichert haben1 es sei ihm unbegreiflich1 wie jemand so willkrliche1 groteske und verworrene ,vorstellungen als ,wissenschaft und noch dazu als notwendige ,konsequenzen der vorliegenden ,tatsachen ansprechen knne4 ,wissenschaftlich gerechtfertigte ,folgerungen seien vielmehr -- und er wrde seinerseits auf ,grund derselben ,tatsachen81 der mit seinem ,auge gesehenen und in seinem ,geiste gestalteten ,tatsachen nmlich1 ,theorien entwickelt haben1 denen unsre ,physiker mit erstauntem ,lcheln zugehrt htten4 ,welches sind denn die ,grundvorstellungen1 die sich im ,gesamtbilde der heutigen ,physik mit innerer ,folgerichtigkeit entwickelt haben8 ,polarisierte ,lichtstrahlen1 wandernde ,ionen1 die fliehenden und geschleuderten ,gasteilchen der kinetischen ,gastheorie 7die heute den ,schwerpunkt der mechanischen ,naturanschauung darstellt71 magnetische ,kraftfelder1 elektrische ,strme und ,wellen -- sind das nicht smtlich faustische ,visionen1 faustische ,symbole von engster ,verwandtschaft mit der romanischen ,ornamentik1 der gotischen ,tektonik1 den ,wikingerfahrten in unbekannte ,meere1 der ,sehnsucht des ,kolumbus und ,kopernikus nach dem ,unendlichen8 ,ist diese ,formen- und ,bilderwelt nicht in tiefster ,kongruenz mit den gleichzeitigen ,knsten1 der perspektivischen lmalerei und der kontrapunktischen ,instrumentalmusik erwachsen8 ,ist das nicht unsre seelische ,dynamik1 der ,wille zur ,macht1 der das eigne innere ,seinsgefhl visionr in das vorgestellte ,leben der ,umwelt projiziert hat8 #b ,und insofern behaupte ich1 da allem ,wissen8 von der ,natur1 auch dem exaktesten1 ein religiser ,glaube zugrunde liegt4 ,die reine ,mechanik1 auf welche die ,natur zurckzufhren die ,physik als ihr ,endziel bezeichnet1 ein ,ziel1 dem diese ,bildersprache dient1 setzt ein ,dogma voraus1 durch welches sie geistiges ,eigentum der abendlndischen ,kulturmenschheit und nur dieser ist4 ,es gibt keine ,wissenschaft ohne unbewute ,voraussetzungen1 ber welche der ,forscher keine ,macht besitzt1 und zwar ,voraussetzungen1 welche sich bis in die frhesten ,tage der erwachenden ,kultur zurckfhren lassen4 ,es gibt keine ,naturwissenschaft ohne eine voraufgegangene ,religion4 ,in diesem ,punkte besteht kein ,unterschied zwischen katholischer und materialistischer ,naturanschauung3 sie sagen dasselbe mit andern ,worten4 ,auch die atheistische ,wissenschaft hat ,religion2 die moderne ,mechanik ist ,stck fr ,stck ein ,abbild christlicher ,dogmen4 ,keine ,wissenschaft ist nur ,system1 nur ,gesetz1 ,zahl und ,ordnung2 jede ist als historisches ,phnomen ein lebendiger1 in denkenden ,menschen sich verwirklichender1 vom ,schicksal einer ,kultur bestimmter ,organismus4 ,in der modernen ,physik liegt nicht nur eine logische1 sondern auch eine historische ,notwendigkeit4 ,sie ist nicht nur ,sache der ,intelligenz1 sondern auch der ,rasse4 ,diese ,notwendigkeit im ,werden und ,vergehen1 welche die individuelle ,formensprache1 das spezifisch ,faustische nach ,gehalt und ,bedeutung bestimmt1 ist wohl zu unterscheiden von der ,gruppe unbedingter ,verstandesbegriffe a priori1 die nach ,kants ,ansicht die bloe sinnliche ,wahrnehmung zu einer allgemeingltigen ,erfahrung machen4 ,die ,allgemeingltigkeit in diesem ,umfange1 ber alle einzelnen ,kulturen hinaus1 ist eine ,illusion4 ,es gibt gerade in diesen tiefsten ,vorbedingungen der ,naturerkenntnis etwas1 das der einzelnen ,kultur als solcher zukommt4 ,natur8 ist eine ,funktion der jeweiligen ,kultur4 ,ich betrachte demnach ein physikalisches ,weltbild als die ,nachwirkung1 den ,ausdruck einer ,religion1 den zivilisiertesten1 seelenlosesten ohne ,zweifel1 den sptesten von allen1 insofern die ,frhzeit jeder ,kultur1 die ,dorik1 das ,zeitalter des ,plotin und ,origenes1 die ,gotik von dieser khlen1 streng intellektuellen ,fassung weit entfernt ist und in der homerischen1 der frhchristlich-orientalischen1 der katholisch-germanischen ,weltidee das ausgebildet hat1 dessen letzte ,gestalt in der abstrakten ,formenwelt der jeweiligen naturwissenschaftlichen ,systeme erscheint4 ,jede ,physik -- das ,wort in einem freiem ,sinne genommen -- setzt nicht nur eine bestimmte ,religion voraus1 sie ist in jedem ,zuge von ihr abhngig und bedingt2 sie ist ihr letztes ,lebenszeichen4 ,das ,vorurteil des auf die ,hhe der ,ionik und des ,barock gelangten stdtischen ,menschen bringt das ,phnomen der exakten ,wissenschaft in einen hochmtigen ,gegensatz zur voraufgehenden ,religion1 als die berlegene ,stellung zu den ,dingen1 im ,alleinbesitz der wahren ,erkenntnismethoden und am ,ende berechtigt1 die ,religion selbst 7ihre ,vorstufe87 empirisch und psychologisch zu erklren1 zu berwinden84 ,nun zeigt die ,geschichte1 da ,wissenschaft8 ein sptes und vorbergehendes ,phnomen ist1 dem ,herbst und ,winter groer ,kulturen angehrend1 im antiken1 wie im indischen1 chinesischen1 arabischen ,seelentum von der ,lebensdauer weniger ,jahrhunderte1 innerhalb deren sich ihre ,mglichkeiten erschpfen4 ,die antike ,wissenschaft ist zwischen den ,schlachten von ,cann und ,actium erloschen4 ,danach ist es mglich1 das ,ende der abendlndischen ,naturwissenschaft vorauszuberechnen4 ,nichts berechtigt dazu1 dieser geistigen ,formenwelt den ,vorrang vor andern zu geben4 ,jede ,wissenschaft ruht wie jeder ,mythus1 jeder religise ,glaube berhaupt auf einer ,innern ,gewiheit2 ihre ,bildungen sind von anderm ,bau und ,klang1 ohne prinzipiell verschieden zu sein4 ,alle ,einwnde1 welche die ,naturwissenschaft gegen die ,religion richtet1 treffen sie selbst4 ,es ist ein groes ,vorurteil1 jemals an ,stelle anthropomorpher8 ,vorstellungen die ,wahrheit8 setzen zu knnen4 ,andre als anthropomorphe ,vorstellungen gibt es berhaupt nicht4 ,der ,mensch schuf ,gott nach seinem ,bilde8 -- so gewi das von jeder historischen ,religion gilt1 so gewi gilt es von jeder physikalischen1 vermeintlich noch so gut begrndeten ,theorie4 ,eine jede ist selbst ,mythus und in jedem ihrer ,zge anthropomorph prformiert4 ,es gibt keine reine ,naturwissenschaft1 es gibt nicht einmal eine ,naturwissenschaft1 die als allgemein menschlich bezeichnet werden knnte4 ,jede ,kultur hat sich eine eigne gebildet1 die fr sie allein wahr ist und es nur so lange bleibt1 als die ,kultur lebendig und im ,verwirklichen ihrer innern ,mglichkeiten begriffen ist4 ,ist eine ,kultur zu ,ende und damit das schpferische ,element1 die ,bildkraft1 die ,symbolik erloschen1 so bleiben leere8 ,formeln1 ,gerippe von toten ,systemen brig1 die ganz buchstblich als sinnlos und wertlos empfunden1 mechanisch beibehalten oder verachtet und vergessen werden4 ,man denke an die ,wissenschaften des sptesten ,altertums4 ,zahlen1 ,formeln1 ,gesetze bedeuten nichts1 sind nichts4 ,sie mssen einen ,leib haben1 den ihnen ein lebendes ,menschentum verleiht1 indem es in ihnen und durch sie lebt1 sich zum ,ausdruck bringt1 sie innerlich in ,besitz nimmt4 ,und deshalb gibt es keine absolute ,physik1 nur einzelne1 auftauchende und schwindende ,physiken innerhalb einzelner ,kulturen4 ,physik ist die intellektuelle ,formulierung des ,naturgefhls1 das jeder ,kulturmensch besitzt4 ,ein ,naturgefhl -- das hatten wir den ,griechen abgestritten1 weil das ihre so anders geartet war1 da wir es als solches nicht erkannten4 ,unser ,naturgefhl1 in ,malerei1 ,musik und ,lyrik immer wieder ausgesprochen1 eine mchtige ,leidenschaft fr ,fernen und ,horizonte und nur insofern fr ,landschaften1 ,himmel1 ,wolken1 ,wlder1 ,gebirge1 ,meere1 als sie ,trger und ,ausdruck eines ,unendlichen sind1 ist der strenge ,gegensatz zum antiken1 das sich an schne nackte ,einzelformen1 an das ,nahe1 ,greifbare1 ,gegenwrtige hlt und gerade darum das ,auge vor dem ,grenzenlosen der freien ,landschaft verschliet4 ,die ,natur8 des antiken ,menschen fand ihr hchstes ,symbol in der nackten menschlichen ,statue1 nicht im ,landschaftsgemlde2 aus ihr erwuchs folgerichtig die mechanische ,statik1 die ,physik der ,nhe2 aus der unsren die mechanische ,dynamik1 die ,physik der ,ferne3 zur apollinischen ,natur gehren die ,vorstellungen von ,stoff und ,form und die ,entelechie des ,aristoteles1 zur faustischen die ,bilder der ,fernkrfte1 der ,kraftfelder1 des ,potentials4 ,die ,grundworte der antiken ,naturphilosophie1 1 1 1 u4 a4 sind smtlich in abendlndischen ,sprachen unbersetzbar und darum geistig nicht genau nachzuerleben4 ,wir haben ganz andre ,worte1 in deren elementarem ,gehalt unser ,weltgefhl kristallisiert1 und mithin eine ganz andre ,natur84 ,das ,heraklits 7wobei man an den ,leib eines ,tanzenden denken sollte1 dessen ,erscheinung im ,flu8 ist7 mit ,bewegung1 die mit ,urstoff oder ,ursprung bersetzen heit das wirklich ,apollinische daraus beseitigen und den leeren ,rest1 das ,wort1 mit einem fremden1 abendlndischen ,sinn ausfllen4 ,man denke ber den ,unterschied des eines antiken ,grundgefhls1 vom ,proze8 7von procedere1 vorschreiten7 unserer ,dynamik nach4 ,die antike ,ethik ging auf eine vollkommene ,haltung1 die faustische auf ,tat1 intellektualisiert als ,fortschritt81 materialisiert als ,arbeit1 ffentlich geworden als ,sozialismus4 ,das kehrt hier im physikalischen ,bilde wieder4 ,unsre ,idee der ,bewegung hat eine ,tendenz1 eine ,richtung zum ,unendlichen1 ein ,ziel2 der antike ,sinn der ,bewegung ist lediglich 1 ,vernderung4 ,unser ,lebensgefhl hat den ,willen zur ,macht1 ein ,extrem von ,aktivitt1 zum ,mittelpunkt4 ,das ist der ,sinn der ,gottesidee von den ,tagen der ,gotik an1 im ,gegensatz zum ,gotte des arabischen ,christentums4 ,das mute mithin der ,ausgang aller physikalischen ,theorie werden4 ,wie ,schicksal zur ,kausalitt1 wie ,organisches zum ,mechanischen1 so verhlt sich das ,machtgefhl der faustischen ,seele1 ihr ,wille1 ihr ,gott1 zum ,kraftbegriff ihrer ,physik1 den sie als ihr ,symbol geschaffen hat und der mit ihr erlschen wird4 ,man hatte den historischen ,zusammenhang bisher so formuliert1 da bei den ,griechen8 sich die ,anfnge der wissenschaftlichen ,physik fnden1 da im ,mittelalter8 alles verschttet gewesen sei und nur die ,araber einiges fr die ,chemie getan htten1 bis in der ,neuzeit8 endlich ein ,wiedererwachen des wissenschaftlichen ,geistes erfolgte4 ,in der ,tat hatte der antike ,geist seine uere ,welt in einer ,statik greifbarer ,krper geordnet4 ,das war die ,physik als ,plastik4 ,der arabische ,geist suchte in seiner ,welt1 wie sie dem ,isis- und ,mithrasglauben1 dem ,neuplatonismus und der ,gnosis1 dem frhen ,christentum der ,apokalypse1 des ,origenes und des ,konzils von ,nica zugrunde liegt1 die magische ,substanz dieser ,krper zu ergrnden und der ,stein der ,weisen8 war ein ,jahrtausend hindurch das ,symbol einer ganz anders gearteten1 aber in sich geschlossenen und durchaus folgerichtigen ,naturwissenschaft4 ,die euklidische ,geometrie verhlt sich zur arabischen ,algebra wie die ,physik1 fr welche ,empedokles seine berhmten vier ,elemente aufstellte1 die nichts andres waren als die vier mglichen1 sichtbaren1 greifbaren1 rein gegenwrtigen ,zustnde von ,einzeldingen1#aaf zur ,alchymie der orientalischen ,landschaft1 die demgegenber das ,bild des chemischen ,elementes schuf1 jene ,art magischer ,stoffe1 die aus den ,dingen erscheinen und wieder in ihnen verschwinden1 die sogar den ,einflssen der ,gestirne unterliegen4 ,die ,alchymie enthlt den tiefen wissenschaftlichen ,zweifel an der plastischen ,wirklichkeit der ,dinge1 der griechischer ,mathematiker1 ,physiker und ,dichter1 die sie auflst1 zerstrt1 um das ,geheimnis ihres ,wesens zu finden4 ,ein tiefer ,unglaube an die ,gestalt1 in welcher die ,natur erscheint1 die ,gestalt1 welche den ,griechen ,inbegriff aller ,wirklichkeit war1 offenbart sich4 ,der ,streit um die ,person ,christi auf allen frhen ,konzilen1 der zu den arianischen und monophysitischen ,spaltungen fhrte1 ist ein alchymistisches ,problem4 ,es wre keinem antiken ,physiker eingefallen1 die ,dinge zu erforschen1 indem er ihre anschauliche ,form verneinte oder vernichtete4 ,es gibt deshalb keine antike ,chemie1 so wenig es eine antike ,theorie ber das ,gttliche in der substantiellen ,erscheinung des ,apollo oder der ,aphrodite gab4 ,die chemische ,methode ist das ,zeichen eines neuen ,weltgefhls4 ,ihre ,erfindung knpft sich an den ,namen jenes rtselhaften ,hermes ,trismegistos1 der in ,alexandria gleichzeitig mit ,plotin und ,diophant1 dem ,begrnder der ,algebra1 gelebt hat4 ,mit einem ,schlage ist die mechanische ,statik1 die apollinische ,naturwissenschaft zu ,ende4 ,und wieder gleichzeitig mit der endgltigen ,emanzipation der faustischen ,mathematik durch ,newton und ,leibniz befreite sich auch die abendlndische ,chemie von ihrer arabischen1 magischen ,form durch ,stahl 7#affj-agcd7 und dessen ,phlogistontheorie4 ,die eine wie die andre wird reine ,analysis4 ,schon ,paracelsus 7#adic-aeda7 hatte die magische ,tendenz1 ,gold zu machen1 in eine arzneiwissenschaftliche umgewandelt4 ,man sprt darin ein verndertes ,weltgefhl4 ,robert ,boyle 7#afbf-afia7 hat dann die analytische ,methode und damit den westeuropischen ,begriff des ,elements geschaffen4 ,aber man tusche sich darber nicht3 ,was man die ,begrndung der modernen ,chemie nennt1 deren ,epochen durch die ,namen ,stahl und ,lavoisier bezeichnet werden1 ist nichts weniger als eine ,ausbildung chemischer ,gedanken1 sofern man darunter arabische1 alchymistische ,naturanschauungen versteht4 ,sie ist das ,ende der eigentlichen ,chemie1 ihre ,auflsung in das umfassende ,system der ,dynamik1 ihre ,einordnung in diejenige mechanische ,naturanschauung1 welche das ,barock durch ,galilei und ,newton begrndet hatte4 ,die ,elemente des ,empedokles bezeichnen ein ueres ,sichverhalten1 die ,elemente der ,akademie von ,cordova ein geheimnisvolles ,wunder1 die ,elemente der ,verbrennungstheorie ,lavoisiers 7#aggg71 die der ,entdeckung des ,sauerstoffs 7#agga7 folgte1 eine dem menschlichen ,willen unterworfene ,formeinheit4 ,durch unsere ,analysen und ,synthesen wird die ,natur nicht befragt oder berredet1 sondern bezwungen4 ,die moderne ,chemie ist ein ,kapitel der modernen ,physik der ,tat4 ,was wir ,statik1 ,chemie1 ,dynamik nennen1 historische ,bezeichnungen ohne tieferen ,sinn fr die heutige ,naturwissenschaft1 sind die drei physikalischen ,systeme der apollinischen1 magischen und faustischen ,seele1 jedes in seiner ,kultur erwachsen1 jedes in seiner ,geltung auf eine ,kultur beschrnkt4 ,dem entsprechen die ,mathematiken der euklidischen ,geometrie1 der ,algebra1 der ,analysis und die ,knste der ,statue1 der ,arabeske1 der ,fuge4 ,will man die drei ,arten der ,physik -- denen jede andre ,kultur wieder eine andre zur ,seite setzen knnte und mte -- ihrer ,methode nach unterscheiden1 so hat man eine mechanische ,ordnung von ,zustnden1 von geheimen ,krften1 von ,prozessen4 #c ,nun hat die ,tendenz des menschlichen ,geistes1 das ,naturbild auf mglichst einfache quantitative ,formeinheiten zurckzufhren1 welche vergleichende ,urteile1 ,messungen1 ,zhlungen1 kurz mechanische ,wertungen gestatten1 in der antiken und abendlndischen ,physik jedesmal zu einer ,atomlehre gefhrt 7von der hchst komplizierten arabischen1 wie sie einen ,streitpunkt der ,schulen von ,bagdad und ,basra bildete1 soll hier abgesehen werden74 ,der tiefsymbolische ,unterschied beider ,theorien ist aber unbeachtet geblieben4 ,die antiken ,atome sind ,miniaturformen1 die abendlndischen sind ,minimalquanta1 d4 h4 dort ist die ,anschaulichkeit1 die ,nhe ,grundbedingung des ,bildes1 hier ist sie es nicht4 ,die atomistischen ,vorstellungen der modernen ,physik1 zu denen auch die ,elektronentheorie und die ,quantenhypothese der ,thermodynamik gehren1 setzen mehr und mehr jene -- rein faustische -- innere ,anschauung voraus1 die auch auf manchen ,gebieten der hheren ,mathematik wie den nichteuklidischen ,geometrien oder der ,gruppentheorie gefordert wird und die dem ,laien nicht zur ,verfgung steht4 ,in der ,tat ist heute die ,atomvorstellung um so flacher und falscher1 je populrer sie auftritt1 wie in den dilettantischen ,bchern der ,hckelschule1 die vom ,gehalte moderner physikalischer ,theorien nicht das mindeste begriffen hat4 ,ein ,quantum ist ein ,ausgedehntes1 abgesehen vom sinnlichen ,augenschein1 eine ,abstraktion1 welche die ,beziehung auf ,auge und ,tastgefhl meidet1 fr die das ,wort ,gestalt keinen ,sinn besitzt1 eine ,art ,form also1 die einem ,griechen1 einem geborenen ,plastiker1 gar nicht vorstellbar war4 ,der antike ,physiker prft das ,aussehen1 der abendlndische die ,wirksamkeit dieser letzten ,elemente des ,gewordnen4 ,das bedeuten die polaren ,begriffe dort von ,stoff und ,form1 hier von ,kapazitt und ,intensitt4 ,ich hatte hervorgehoben1 da ,erkenntnis ein ,gewordensein fr den ,geist ist1 da ferner ,erkennen sich als ein ,begrenzen 7,abgrenzen1 ,einfassen1 ,einteilen7 darstellt4 ,nun1 die ,begrenzung in einem bestimmten ,sinne bis zum uersten getrieben fhrt immer und im ,naturdenken jeder ,kultur auf ,atome81 ein ,non plus ultra der ,begrenztheit1 ihren ,inbegriff und ihr ,optimum4 ,die ,atome der ,logik sind die ,begriffe1 die ,atome der ,mathematik sind die ,zahlen 7,gren in der antiken1 ,beziehungen in der abendlndischen ,mathematik74 ,es folgt daraus1 da in diesen letzten ,mglichkeiten sich die ,symbolik der einzelnen ,kultur1 des einzelnen ,geistes mit voller ,schrfe herausstellt4 ,die ,atome des ,leukippos und ,demokrit 77 sind ausschlielich nach ,gestalt und ,gre verschieden1 rein plastische ,einheiten und nur in diesem ,sinne1 wie der ,name sagt1 unteilbar84 ,die ,atome der ,barockphysik1 deren ,unteilbarkeit8 einen ganz andern1 hchst immateriellen ,sinn angenommen hat1 sind1 was jeder philosophisch geschulte ,physiker zugeben wird1 den ,monaden ,leibnizens wesensverwandt1 letzte1 in infinitesimaler ,weise theoretisch begrenzte ,einheiten von ,wirkung1 abstrakte ,kraftpunkte also4 ,es ist gesagt worden1 da ein ,atom1 wie es der moderne ,physiker sich vorstellt1 ein komplizierteres ,gebilde als eine ,dynamomaschine ist4 ,gbe es eine literarisch und theoretisch entwickelte indische oder gyptische ,physik1 so wrden sie mit ,notwendigkeit einen ganz andern ,atomtypus hervorgebracht haben1 dessen ,geltung fr sie allein zwingend gewesen wre4 ,die ,atome der ,ionik und des ,barock1 der hellenistischen und der heutigen westeuropischen ,physik unterscheiden sich wie ,plastik und ,musik1 wie die ,kunst der extremen ,krperlichkeit und der extremen krperlosen ,bewegtheit4 ,die ,statue ist ganz ,leib1 ,ruhe und ,nhe1 die ,fuge1 wie das ,wort verrt1 ,flucht1 ,bewegtheit1 ,raum1 ,ferne4 ,der apollinische ,mensch empfand den ,kosmos als den ,inbegriff leibhafter1 mit dem ,auge zu beherrschender ,dinge -- ob in ,ruhe oder ,bewegung1 eine zweite ,frage4 ,fr das ,weltsystem des faustischen ,menschen aber ist sie die erste und dann erst kommt die ,frage1 was bewegt wird4 ,deshalb ist -- das mu mit ,entschiedenheit festgestellt werden -- ,masse8 ein spezifisch abendlndischer ,begriff1 der erst als ,komplement zu dem metaphysischen ,hauptbegriff der ,kraft entsteht4 ,so oft der ,massebegriff seinen ,inhalt gendert hat1 es geschah immer nur1 weil der ,kraftbegriff anders definiert worden war4 ,der ,begriff des thers verdankt seine ,entstehung nur der modernen ,energievorstellung4 ,masse ist1 was die ,kraft zu ihrer ,wirksamkeit -- logisch oder im ,bilde -- braucht1 whrend im der ,heraklit und den entsprechenden andern ,vorstellungen des antiken ,weltgefhls das ,substrat den unbedingten ,vorrang hat4 ,die ,materie ist dem antiken ,auge nicht ,trger der ,bewegung1 sondern die ,bewegung eine ,eigenschaft der ,materie4 ,das ,primre ist dort die ,form1 hier die ,kraft4 ,ich erinnere an den ,gegensatz des apollinischen und faustischen ,ursymbols1 das dem gesamten ,makrokosmos zugrunde liegt3 den ,gegensatz von ,krper und unendlichem ,raum4 ,so gewi der antike ,mensch das zwischen den ,dingen8 als das ,nichtseiende empfand1 so gewi liegt der modernen ,physik das ,gefhl zugrunde1 da eben das greifbar ,krperliche das ,nichtseiende ist und durch die ,theorie aufgelst1 nicht besttigt werden mu4 ,so wurde endlich die kinetische ,gastheorie zum ,schwerpunkt der atomistischen ,vorstellungen4 ,von ihr aus erfolgte die ,anwendung der dynamischen ,atomistik1 eine unvermerkte ,annherung an ,leibniz1 auf die ,gebiete der physikalischen ,chemie1 der strahlenden ,wrme1 der ,radioaktivitt und endlich ihre ,umgestaltung zur ,ionen- und ,elektronentheorie4 ,es gibt einen ,stoizismus und einen ,sozialismus der ,atome4 ,das ist die ,definition der statisch-plastischen und der dynamisch-kontrapunktischen ,atomistik1 die ihrer ,verwandtschaft zu den ,gebilden der zugehrigen ,ethik in jedem ,gesetze1 in jeder ,definition ,rechnung trgt4 ,die ,menge der verworrenen ,atome1 duldend1 vom ,schicksal1 vom blinden ,zufall gestoen -- wie dipus -- und im ,gegensatz dazu die als ,einheit wirkenden ,atomsysteme1 aggressiv1 den ,raum energetisch 7als ,feld87 beherrschend1 ,widerstnde berwindend -- wie ,macbeth --1 aus diesem ,grundgefhl sind beide mechanische ,naturbilder entstanden4 ,nach ,leukippos fliegen die ,atome von selbst8 im ,leeren herum2 ,demokrit statuiert lediglich ,sto und ,gegensto als ,form der ,ortsvernderung2 ,aristoteles erklrt die ,einzelbewegungen fr zufllig2 bei ,empedokles findet sich die ,bezeichnung ,liebe und ,ha1 bei ,anaxagoras ,zusammentreten und ,auseinandertreten4 ,das alles sind auch ,elemente der antiken ,tragik4 ,so verhalten sich die ,figuren 77 auf der ,szene des attischen ,theaters4 ,das sind also auch ,daseinsformen der antiken ,politik4 ,da finden wir diese winzigen ,stdte1 politische ,atome1 in langer ,reihe auf ,inseln und an ,ksten dahingelagert1 jede eiferschtig fr sich bestehend und ewig der ,anlehnung bedrftig1 abgeschlossen und launisch bis zur ,karikatur1 von den planlosen1 ordnungslosen ,ereignissen der antiken ,geschichte hin und her gestoen1 heute gehoben1 morgen vernichtet -- und ihnen gegenber die dynastischen ,staaten des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts1 politische ,kraftfelder1 von den ,wirkungszentren der ,kabinette und groen ,diplomaten aus weitschauend1 planmig gelenkt und beherrscht4 ,man versteht den ,geist der antiken und abendlndischen ,geschichte nur aus diesem ,gegensatz zweier ,seelen2 man versteht auch das atomistische ,fundament beider ,physiken nur aus diesem ,vergleich4 ,galilei1 der den ,kraftbegriff1 und die ,milesier1 die den ,begriff der konzipierten1 ,demokrit und ,leibniz1 ,archimedes und ,helmholtz sind ,zeitgenossen81 ,glieder derselben geistigen ,stufe verschiedener ,kulturen4 ,aber die innere ,verwandtschaft und ,atomistik und ,ethik geht weiter4 ,ich hatte gezeigt1 wie die faustische ,seele1 deren ,sein berwindung des ,augenscheins1 deren ,gefhl ,einsamkeit1 deren ,sehnsucht ,unendlichkeit ist1 dies ,bedrfnis nach ,alleinsein1 ,ferne1 ,absonderung in all ihre ,wirklichkeiten legt1 in all ihre ffentlichen1 geistigen1 knstlerischen ,formenwelten4 ,nietzsche hatte es das ,pathos der ,distanz genannt1 nicht ohne eine tiefe ,einsicht durch eine falsche ,anwendung zu verderben4 ,das ,pathos der ,distanz ist gerade der ,antike fremd1 in der alles ,menschliche der ,nhe1 ,anlehnung1 ,gemeinsamkeit bedarf4 ,es unterscheidet den ,geist des ,barock von dem der ,ionik1 die ,kultur des ancien rgime von der des perikleischen ,athen4 ,pathos der ,distanz ist in ,shakespeare1 in ,rembrandt1 in ,bach1 in ,napoleon1 nicht in ,sophokles1 ,phidias oder ,alexander4 ,und dies ,pathos1 das den heroischen ,tter vom heroischen ,dulder unterscheidet1 erscheint im ,bilde der abendlndischen ,physik wieder3 als ,spannung4 ,das ist es1 was in der ,anschauung ,demokrits nicht enthalten war4 ,das ,prinzip von ,sto und ,gegensto enthlt die ,negation einer raumbeherrschenden1 mit dem ,raume identischen ,kraft4 ,im ,bilde der antiken ,seele fehlt dementsprechend das ,element des ,willens4 ,zwischen antiken ,menschen1 ,staaten1 ,weltanschauungen besteht keine innere ,spannung1 trotz ,zank1 ,neid und ,ha1 kein tiefes ,bedrfnis nach ,abstand1 ,alleinsein1 berlegenheit -- folglich besteht sie auch nicht zwischen den ,atomen des antiken ,kosmos4 ,das ,prinzip der ,spannung -- entwickelt in der ,potentialtheorie --1 in antike ,sprachen und also ,gedanken vollkommen unbertragbar1 ist fr die moderne ,physik grundlegend geworden4 ,es enthlt eine ,interpretation des ,begriffs der ,energie 7des ,willens zur ,macht im ,weltall7 und ist deshalb fr uns ebenso notwendig als fr antike ,menschen unmglich4 #d ,die ,atomlehre ist demnach ein ,dogma1 keine ,erfahrung4 ,in sie hat die ,kultur1 durch den ,geist ihrer groen ,physiker1 ihr ,wesen1 sich selbst gelegt4 ,da es eine ,ausgedehntheit an sich gibt1 unabhngig vom spezifischen ,formgefhl des ,erkennenden1 ist eine ,illusion4 ,man glaubt das ,leben ausschalten zu knnen2 man vergit1 da eine ,erkenntnis nicht nur ein ,inhalt1 sondern auch ein lebendiger ,akt ist4 ,die entscheidende ,bedeutung des ,tiefenerlebnisses1 das mit dem ,erwachen einer ,seele und also mit der ,schpfung der ihr zugehrigen ueren ,welt identisch ist1 war an einer frheren ,stelle nachgewiesen worden4 ,danach liegt in der bloen ,sinnesempfindung nur ,lnge und ,breite2 durch den lebendigen1 mit innerster ,notwendigkeit sich vollziehenden ,akt der ,deutung1 der wie alles ,lebendige ,richtung1 ,bewegtheit1 ,nichtumkehrbarkeit besitzt -- das ,bewutsein davon macht den eigentlichen ,gehalt des ,wortes ,zeit aus --1 wird die ,tiefe hinzugefgt und somit die ,wirklichkeit1 die ,welt geschaffen4 ,das ,leben selbst geht als dritte ,dimension in das ,erlebte ein4 ,der ,doppelsinn des ,wortes ,ferne1 als ,zukunft und als ,horizont1 verrt den tiefern ,sinn dieser ,dimension1 welche erst die ,ausdehnung als solche hervorruft4 ,das erstarrte ,werden ist das ,gewordene1 das erstarrte ,leben die ,raumtiefe des ,erkannten4 ,descartes und ,parmenides stimmen darin berein1 da ,denken und ,sein 7,ausdehnung7 identisch sind4 ,cogito1 ergo sum ist lediglich eine ,formulierung des ,tiefenerlebnisses4 ,hier kommt das ,ursymbol der einzelnen ,kultur zur ,geltung4 ,die vollzogene ,ausdehnung ist danach im antiken ,bewutsein von sinnlicher1 krperhafter ,gegenwart1 im abendlndischen von steigender rumlicher ,transzendenz1 so da nach und nach die ganz unsinnliche ,polaritt von ,kapazitt und ,intensitt im ,unterschied von der antik-optischen3 ,stoff und ,form herausgearbeitet wird4 ,aber daraus folgt1 da innerhalb des ,erkannten und ,gewordenen die lebendige ,zeit nicht noch einmal erscheinen kann4 ,das ,gewordene ist ein ,mechanismus1 in anorganische ,form verwandeltes ,organische4 ,die physikalische1 gedachte1 mebare ,zeit1 eine bloe ,dimension1 ist ein ,migriff4 ,es fragt sich nur1 ob er zu vermeiden ist oder nicht4 ,man setze in irgendeinem physikalischen ,gesetz dafr das ,wort ,schicksal ein und man wird fhlen1 da innerhalb der reinen ,natur8 von ,zeit nicht die ,rede ist4 ,die ,formenwelt der ,physik reicht genau so weit wie die verwandten der ,zahlen und der ,begriffe1 und wir hatten gesehen1 da1 trotz ,kant1 zwischen mathematischer ,zahl und ,zeit nicht die geringste1 wie immer geartete ,beziehung besteht4 ,und hier wird die ,physik zum zweitenmal dogmatisch4 ,in den ,worten ,zeit und ,schicksal ist fr den1 der sie instinktiv gebraucht1 das ,leben selbst in seiner tiefsten ,tiefe berhrt1 das ganze ,leben1 das vom ,erlebten nicht zu trennen ist4 ,die ,physik aber1 der ,verstand1 mu sie trennen4 ,das ,erlebte an sich1 losgelst vom lebendigen ,akt des ,betrachters1 ,objekt geworden1 tot1 anorganisch1 starr -- das ist jetzt die ,natur als ,mechanismus1 das heit als etwas mathematisch zu ,erschpfendes4 ,in diesem ,sinne ist ,naturerkenntnis eine messende ,ttigkeit4 ,folglich kennt sie die ,zeit nur als ,strecke2 folglich ist sie gezwungen1 die ,bewegung als eine mathematisch fixierbare ,gre1 als ,benennung zu den im ,experiment gewonnenen und in ,formeln niedergelegten reinen ,zahlen aufzufassen4 ,die ,physik ist die vollstndige und einfache ,beschreibung der ,bewegungen8 7,kirchhoff74 ,das ist immer ihre ,absicht gewesen4 ,aber eine ,bewegung innerhalb der verstandesmig aufgefaten ,natur ist nichts anderes als jenes metaphysische ,etwas1 in dem das ,erleben des ,beobachters selbst1 durch welches erst das ,bewutsein eines kontinuierlichen ,nacheinander entsteht1 zum ,vorschein kommt4 ,der momentane ,erkenntnisakt an sich bewirkt einen zeitlosen und also bewegungsfremden ,zustand4 ,das bedeutet ,gewordensein84 ,aus der organischen ,reihe dieser ,akte erst ergibt sich die ,impression einer ,bewegung4 ,der ,gehalt dieses ,wortes berhrt den ,physiker nicht als ,intellekt1 sondern als ganzen ,menschen1 dessen stndige vitale ,funktion nicht die ,natur81 sondern die ganze ,welt ist4 ,dies ist die ewige ,verlegenheit aller ,physik als des ,ausdrucks einer ,seele4 ,alle ,physik ist ,behandlung des ,bewegungsproblems1 in dem das ,problem des ,lebens selbst liegt1 nicht als ob es eines ,tages lsbar wre1 sondern obwohl es unlsbar ist4 ,gesetzt1 da ,naturerkenntnis eine feine ,art ,selbsterkenntnis ist -- die ,natur als ,bild1 als ,spiegel des ,geistes verstanden --1 so ist der ,versuch1 das ,bewegungsproblem zu lsen1 der ,versuch der ,erkenntnis1 ihrem eigenen ,geheimnis1 ihrem ,werden auf die ,spur zu kommen4 #e ,das vollkommene ,system der mechanischen ,naturanschauung ist eben nicht ,physiognomik1 sondern ,system1 d4 h4 reine ,ausgedehntheit1 logisch und zahlenmig geordnet1 nichts ,lebendiges1 sondern etwas ,gewordenes und ,totes4 ,dem widerspricht aber die ,idee der ,bewegung4 ,sie stammt unmittelbar aus dem ,lebensgefhl1 sie ist ,zeit1 ,richtung1 ,schicksal1 und so dringt sie als ,fremdkrper in die ,einheit eines mechanischen ,systems1 dessen zeitlos starre ,folgerichtigkeit sie zerstrt4 ,die ,bewegung gehrt1 wie das ,wort sagt1 in das ,reich der lebendigen ,phnomene1 der ,gestalten1 der ,geschichte1 nicht der begriffenen anorganischen ,natur4 ,sie ist ein ,eindruck von unmittelbar innerer ,gewiheit des ,gefhls1 kein physikalischer ,begriff1 der jemals erschpfend definiert werden knnte4 ,anschauen kann sich die ,bewegung2 das war ,goethes ,art1 die lebendige ,natur8 fhlend zu erleben2 gerade sie fhrte zu den ,phnomenen des bewegten ,daseins1 zur ,physiognomik und blieb dem ,bereich des ,mathematischen vollkommen fern4 ,die ,folge ist sein ,ausspruch3 ,die ,natur hat kein ,system1 sie hat1 sie ist ,leben und ,folge aus einem unbekannten ,zentrum1 zu einer nicht erkennbaren ,grenze48 ,fr den1 der ,natur nicht erlebt1 sondern erkennt1 hat sie aber ,system1 ist sie ,system und nichts weiter1 und folglich ,bewegung in ihr ein ,widerspruch4 ,sie kann ihn durch eine knstliche ,formulierung zudecken1 aber in den ,grundbegriffen lebt er fort4 ,der ,eindruck einer ,bewegung folgt aus einem ,kontinuum von ,vorstellungen1 aber nicht insofern sie ,vorgestelltes sind1 sondern indem sie eben jetzt vorgestellt werden4 ,eine ,reihe von ,erkenntnissen als ,einheit erleben setzt ,gedchtnis voraus1 und zwar historisches ,gedchtnis4 ,das ist kein ordnender1 sondern ein lebendig schpferischer ,akt1 kein mechanischer1 sondern ein organischer ,zusammenhang4 ,angenommen1 wir htten kein ,gedchtnis1 so da jeder ,moment fr sich1 ohne ,verknpfung mit dem vorhergegangenen aufgenommen wrde -- dann wrde uns das ,weltbild der ,geschichte und also auch der ,begriff der ,bewegung fehlen4 ,hier liegt die schwache ,stelle der exakten ,wissenschaft von der ,natur4 ,hier dringt die ,historie in ihr ,bild4 ,die ,bewegung ist nicht im ,betrachteten1 sondern im ,betrachter1 nicht im ,objekt der ,physik1 sondern im ,physiker als historischer ,person4 ,weil es keine ,physik gibt ohne eine ,seele1 deren historischer ,ausdruck sie ist1 ohne einen ,menschen einer einzelnen ,kultur1 der sie in sich und durch sie verwirklicht1 deshalb ist eine reine1 der ,form nach fehlerlose ,physik unmglich4 ,die ,bewegung ist der unvermeidliche ,faktor1 der sie notwendig zerstrt4 ,die ,gewohnheiten unsres ,denkens hindern uns1 das einzusehen4 ,ich hatte gesagt1 da man fr ,zeit das ,wort ,schicksal einsetzen solle1 um sich bewut zu werden1 da die ,physik mit dem wahren ,gehalt des ,wortes nichts zu schaffen hat4 ,man sage gleichfalls fr ,bewegung eines physikalischen ,systems dessen lterwerden -- es altert wirklich1 als ,erlebnis eines ,beobachters nmlich1 in dessen ,geist seine ganze ,realitt enthalten ist -- und man wird das ,verhngnisvolle des ,wortes ,bewegung mit seinem unzerstrbaren organischen ,gehalt deutlich fhlen4 ,die ,mechanik sollte mit ,altern und folglich mit ,bewegung nichts zu tun haben4 ,also -- denn ohne das zentrale ,bewegungsproblem ist berhaupt keine ,naturwissenschaft denkbar -- kann es gar keine lckenlos geschlossene ,mechanik geben2 irgendwo ist der organische ,ausgangspunkt des ,systems1 dort wo das unvermittelte ,leben hereinragt -- die ,nabelschnur1 mit der das ,geisteskind am mtterlichen ,leben1 das ,gedachte am ,denkenden hngt4 ,wir lernen hier die ,entstehung der faustischen und apollinischen ,naturerkenntnis von einer ganz anderen ,seite kennen4 ,es gibt keine reine ,natur4 ,etwas vom ,wesen der ,historie liegt in jeder4 ,ist der ,mensch ahistorisch wie der ,grieche1 dessen gesamte ,welteindrcke in einer reinen1 punktfrmigen ,gegenwart aufgesaugt werden1 so wird das ,naturbild statisch1 in jedem einzelnen ,augenblick in sich selbst abgeschlossen4 ,in der griechischen ,physik kommt die ,zeit als ,gre ebensowenig vor wie im ,entelechiebegriff des ,aristoteles4 ,ist der ,mensch historisch fhlend1 weil das ,werden1 das den einzelnen ,augenblick in eine ,richtung1 in ,vergangenheit und ,zukunft auflst1 sich ins ,licht des erkennenden ,geistes drngt1 so entsteht ein dynamisches ,bild4 ,die ,zahl1 der ,grenzwert des ,gewordnen1 wird im ahistorischen ,falle ,ma und ,gre1 im historischen ,funktion4 ,man mit nur ,gegenwrtiges und man verfolgt nur etwas1 das ,vergangenheit und ,zukunft hat1 in seinem ,verlauf4 ,dieser ,unterschied ist es1 der den innern ,widerspruch im ,bewegungsproblem in der antiken ,mechanik verdeckt1 in der abendlndischen heraustreibt4 ,die ,geschichte ist ewiges ,werden1 ewige ,zukunft und ,bewegtheit also2 die ,natur ist geworden1 also ewige ,vergangenheit4 ,folglich hat hier eine seltsame ,umkehrung stattgefunden2 die ,prioritt des ,werdens vor dem ,gewordnen erscheint aufgehoben4 ,der aus seiner ,sphre1 dem ,gewordnen1 rckschauende ,geist kehrt den ,aspekt des ,lebens um2 aus der ,idee des ,schicksals1 die ,ziel und ,zukunft in sich hat1 wird das mechanisch-extensive ,prinzip von ,ursache und ,wirkung1 dessen ,schwerpunkt im ,vergangenen liegt4 ,der ,geist vertauscht dem ,range nach das ,leben 7,zeit7 und das ,erlebte 7,raum7 und versetzt die ,zeit als ,strecke in ein rumliches ,weltsystem4 ,er hat hier die ungeheuerste ,verkehrung im wachen ,bewutsein vollzogen3 whrend aus der ,richtung die ,ausdehnung1 aus dem ,leben das ,rumliche als ,erlebnis1 weltbildendes ,erlebnis folgt1 setzt er den schematisierten ,lebensproze8 in seinen starren1 vorgestellten ,raum hinein -- das ist physikalische ,bewegung1 leblos1 teilbar1 tot1 den ,regeln der ,mathematik unterworfen4 ,dem ,leben ist der ,raum etwas1 das als ,funktion zum ,leben gehrt1 dem ,geiste ist ,leben etwas im ,raume4 ,goethes lebendige ,anschauung erlebt die ,ausdehnung1 die ,welt als ewig werdend1 der geborne ,physiker erkennt das ,leben als mathematische ,bewegung im ,raume4 ,alles ,mechanische1 das heit alles ,gedachte ist eine prinzipielle ,umkehrung von ,organischem4 ,schicksal bedeutet ein ,wohin1 ,kausalitt bedeutet ein ,woher4 ,knstlerische ,anschauung1 ,intuition besitzt die ,notwendigkeit eines ,schicksals4 ,wissenschaftliches ,denken ist1 nicht als historisches ,phnomen1 sondern inhaltlich von kausaler ,notwendigkeit4 ,wissenschaftlich begrnden heit vom ,gewordnen und ,verwirklichten aus nach ,grnden8 suchen1 indem man den mechanisch aufgefaten ,weg8 -- das ,werden als ,strecke -- rckwrts verfolgt4 ,aber es lt sich nicht rckwrts leben1 nur rckwrts denken4 ,nicht die ,zeit1 nicht das ,schicksal ist umkehrbar1 nur was der ,physiker ,zeit nennt1 was er als teilbare1 womglich negative oder imaginre ,gre8 in seine ,formeln eingehen lt4 ,insofern ist das ,bewegungsproblem eine ,umkehrung des ,lebensgefhls und als solche von vornherein unlsbar1 wenn man unter ,lsung die restlose begrifflich-mathematische ,formulierung versteht4 ,die ,verlegenheit ist immer wieder gefhlt1 wenn auch ihrem ,ursprung und ihrer ,notwendigkeit nach nie begriffen worden4 ,das dunkle ,bewutsein der ,naturerkenntnis1 hier an einer ,grenze ihrer ,mglichkeit zu stehen1 sie vielmehr schon berschritten zu haben1 war zu allen ,zeiten wach4 ,innerhalb der antiken ,naturforschung stellten die ,eleaten der ,notwendigkeit1 die ,natur in ,bewegungen zu denken1 die logische ,einsicht entgegen1 da ,denken ein ,sein1 mithin ,erkanntes und ,ausgedehntes identisch und also ,erkenntnis und ,werden unvereinbar seien4 ,ihre ,einwnde sind nie widerlegt worden und unwiderlegbar1 aber sie haben die ,entwicklung der antiken ,physik1 die als ,ausdruck der apollinischen ,seele unentbehrlich und also ber logische ,widersprche erhaben war1 nicht gehindert4 ,innerhalb der von ,galilei und ,newton begrndeten klassischen ,mechanik des ,barock ist eine einwandfreie ,lsung in dynamischem ,sinne immer wieder versucht worden4 ,die ,geschichte des ,kraftbegriffs1 dessen immer neue ,definitionen die ,leidenschaft des ,denkens kennzeichnen1 das durch diese ,schwierigkeit sich selbst in ,frage gestellt sah1 ist nichts als die ,geschichte der ,versuche1 die ,bewegung mathematisch und begrifflich restlos zu fixieren4 ,der letzte bedeutende ,versuch1 der wie alle frheren mit ,notwendigkeit milang1 liegt in der ,mechanik von ,h4 ,hertz vor4 ,hertz hat1 ohne die eigentliche ,quelle aller ,verlegenheit zu finden -- das ist noch keinem ,physiker gelungen --1 versucht1 den ,begriff der ,kraft ganz auszuschalten1 mit dem richtigen ,gefhl1 da der ,fehler aller mechanischen ,systeme in einem der ,grundbegriffe zu suchen sei4 ,er wollte das ,bild der ,physik allein aus den ,gren der ,zeit1 des ,raumes und der ,masse aufbauen1 aber er bemerkte nicht1 da eben die ,zeit selbst1 die als ,richtungsfaktor in den ,begriff der ,kraft eingegangen ist1 das organische ,element war1 ohne das eine dynamische ,theorie sich nicht aussprechen lt und mit dem eine reine ,lsung nicht gelingt4 ,und abgesehen davon bilden die ,begriffe ,kraft1 ,masse und ,bewegung eine dogmatische ,einheit4 ,sie bedingen einander so1 da die ,anwendung des einen die unvermerkte der beiden andern schon einschliet4 ,im ,heraklits ist die ganze apollinische1 im ,kraftbegriff die ganze abendlndische ,fassung des ,bewegungsproblems enthalten4 ,der ,begriff der ,masse ist nur das ,komplement zum ,kraftbegriff4 ,newton -- eine tief religise ,natur -- brachte lediglich das faustische ,weltgefhl zum ,ausdruck1 als er1 um den ,sinn der ,worte ,kraft und ,bewegung verstndlich zu machen1 von ,massen als ,angriffspunkten der ,kraft und ,trgern der ,bewegung sprach4 ,so hatten die ,mystiker des #ac4 ,jahrhunderts ,gott und sein ,verhltnis zur ,welt aufgefat4 ,newton hatte mit seinem berhmten hypotheses non fingo8 das metaphysische ,element abgelehnt1 aber seine ,konzeption einer ,mechanik ist durch und durch metaphysisch4 ,die ,kraft ist im mechanischen ,naturbilde des abendlndischen ,menschen1 was der ,wille in seinem ,seelenbilde und die unendliche ,gottheit in seinem ,weltbilde ist4 ,die ,grundgedanken seiner ,physik standen fest1 lange bevor der erste ,physiker geboren wurde2 sie lagen im frhesten religisen ,weltbewutsein dieser ,kultur4 #f ,damit offenbart sich nun auch der religise ,gehalt des physikalischen ,begriffs der ,notwendigkeit4 ,es handelt sich um die mechanische ,notwendigkeit in dem1 was wir als ,natur geistig besitzen1 und man hat nicht zu vergessen1 da dieser ,notwendigkeit eine andre1 organische1 schicksalhafte im ,leben selbst zugrunde liegt4 ,die letzte gestaltet1 die erste schrnkt ein2 die eine folgt aus einer inneren ,gewiheit1 die andere aus ,beweisen3 das ist der ,unterschied von tragischer und technischer1 historischer und physikalischer ,logik4 ,innerhalb der von der ,naturwissenschaft geforderten und vorausgesetzten ,notwendigkeit bestehen nun weitere ,unterschiede1 die sich bis jetzt jeder ,aufmerksamkeit entzogen haben4 ,es handelt sich hier um sehr schwierige ,einsichten von unabsehbarer ,bedeutung4 ,eine ,naturerkenntnis ist die ,funktion eines ,verstandes von bestimmter ,art1 gleichviel wie dieser ,zusammenhang von der ,philosophie definiert wird4 ,eine ,naturnotwendigkeit steht demnach in ,beziehung zur ,struktur des zugehrigen ,geistes1 in dessen ,ttigkeit sie sich realisiert1 und hier beginnen die historisch-morphologischen ,unterschiede4 ,man kann eine strenge ,notwendigkeit in der ,natur erblicken1 ohne da sie sich in ,naturgesetze formulieren liee4 ,das letzte1 fr uns selbstverstndlich1 fr ,menschen andrer ,kulturen indessen durchaus nicht1 setzt eine ganz besondere und fr den faustischen ,geist bezeichnende ,form des ,denkens und mithin des ,naturerkennens voraus4 ,an sich liegt die ,mglichkeit vor1 da die mechanische ,notwendigkeit eine ,gestalt annimmt1 in der jeder einzelne ,fall morphologisch fr sich besteht1 keiner sich exakt wiederholt und ,erkenntnisse also nicht als stndig gltige ,formeln erscheinen knnen4 ,es wrde da die ,natur in einem ,bilde erscheinen1 das sich etwa nach ,analogie unendlicher1 aber nicht periodischer ,dezimalbrche im ,unterschiede von rein periodischen vorstellen liee4 ,so empfand die ,antike4 ,das ,gefhl davon liegt schon ihren physikalischen ,urbegriffen zugrunde4 ,die ,eigenbewegung der ,atome bei ,demokrit z4 ,b4 erscheint so1 da ein gesetzmiger ,bewegungstypus nicht statuiert wird4 ,naturgesetze sind ,formen des ,geistes1 in welchen ein ,inbegriff von ,fllen sich zu einer ,einheit hheren ,grades zusammenschliet4 ,aber darin liegt ,wille zur ,macht2 das ist faustisch3 der ,geist spricht in diesen ,formen seine ,herrschaft ber die ,natur aus4 ,die ,welt ist seine ,vorstellung1 eine ,funktion des eignen ,ich4 ,der antike ,mensch war1 nach ,protagoras1 nur das ,ma1 nicht der ,schpfer der ,dinge4 ,hier zeigt sich1 da das ,kausalittsprinzip in der ,form1 wie sie fr uns selbstverstndlich und notwendig ist1 wie sie von der ,mathematik1 ,physik und ,erkenntnistheorie bereinstimmend als ,grundwahrheit behandelt wird1 ein abendlndisches1 genauer ein ,barockphnomen ist4 ,sie kann nicht bewiesen werden1 denn jeder ,beweis in einer abendlndischen ,sprache und jede ,erfahrung eines abendlndischen ,menschen setzt sie schon voraus4 ,es ist kein ,zweifel1 da im ,begriff der ,kraft1 der ,funktion1 des ,naturgesetzes berhaupt diese besondere ,art von ,notwendigkeit schon enthalten ist4 ,die antike ,art1 die ,natur zu sehen -- das alter ego der antiken ,art zu sein --1 enthlt sie aber nicht1 ohne da dadurch eine logische ,schwche in den naturwissenschaftlichen ,feststellungen zum ,vorschein kme4 ,denkt man die ,aussagen des ,demokrit1 ,anaxagoras und ,aristoteles1 in denen die ganze ,summe antiker ,naturanschauungen enthalten ist1 genau durch1 prft man vor allem den ,gehalt von so entscheidenden ,begriffen wie 1 oder 1 so sieht man mit ,erstaunen in ein vllig anders geartetes1 in sich geschlossenes und also fr eine bestimmte ,art ,mensch unbedingt wahres ,weltbild1 in dem von ,kausalitt in unserem ,sinne nicht die ,rede ist4 ,der ,alchimist der arabischen ,kultur1 der seine magischen ,operationen und ,betrachtungen aus seinem ,weltgefhl gleichfalls exakt8 durchfhrt1 setzt ebenso eine immanente ,notwendigkeit seines ,universums voraus1 die von dynamischer ,kausalitt ganz und gar verschieden ist4 ,es ist sehr schwierig1 sich ber diesen ,punkt verstndlich zu machen4 ,vielleicht fhrt die ,idee des ,tragischen in das ,wesen der ,unterschiede ein4 ,das ,wort ,schicksal bezeichnet ein ,urgefhl von etwas ,unbeschreiblichem und ,unfalichem in der ,seele ganzer ,kulturen1 und in jeder ein anderes4 ,wir sahen1 wie es sich in der anekdotischen ,tragdie des ,sophokles und der biographischen ,tragdie ,shakespeares offenbart1 im gesamten ,stil des apollinischen und faustischen ,daseins1 in der politischen und wirtschaftlichen ,geschichte beider ,kulturen und der ,art der ,entwicklung1 der ,anlage1 des ,verlaufs ihrer ,epochen4 ,die ,beziehung der jeweiligen ,schicksalsidee zur antiken ,kalokagathia und zum nordischen ,willen wurde nachgewiesen4 ,so erscheint sie1 vom ,geiste mechanisch gefat1 ins ,ausgedehnte1 in die sinnliche ,wirklichkeit umgedeutet1 als ,logik des ,gewordnen1 als ordnendes ,urprinzip im ,reiche der ,zahlen1 ,dimensionen und ,begriffe4 ,wie der tragische ,stil der attischen und nordischen ,szene1 wie aristotelische und kantische ,logik1 so unterscheiden sich die antike und abendlndische ,art der physikalischen ,notwendigkeit4 ,die ,kausalitt1 welche ,kant als die vornehmste ,kategorie des ,verstandes anerkannte und die bei ,aristoteles fehlt1 gehrt zur ,dynamik4 ,eine ,kausalkette ist eine ,art von erstarrtem biographischem ,nacheinander1 etwas1 das man jedenfalls als den ,gegensatz zum ,anekdotisch-,punktfrmigen empfinden wird4 ,die ,anschauungen der materialistischen ,geschichtsauffassung lassen den ,zusammenhang bersehen3 nur eine historisch empfindende ,art ,mensch konnte die ,naturnotwendigkeit in dieser ,form eines ,verlaufs perzipieren4 ,in der ,statik und ,alchimie1 beide als vollkommene ,arten mechanischer ,naturanschauung betrachtet1 wrde dies dem dogmatischen ,grundgefhl widersprechen4 ,der ,neid der ,gtter1 der ,geschlechterfluch1 das blinde ,fatum1 das den ,heros der attischen ,tragdie vernichtet1 trifft auf eine momentane ,situation1 nicht auf ein ,ganzes von ,leben und ,tat4 ,es fehlt am zureichenden ,grunde81 und das stimmt damit berein1 da es nicht ,krfte sind1 die hier an einer ,aufgabe scheitern4 ,kausalitt und 1 beides ,prinzipien des logischen ,zwanges1 unterscheiden sich wie ,tun und ,leiden1 wie die ,zahl als ,funktion und die ,zahl als ,gre1 wie kontrapunktische ,musik und attische ,plastik4 ,die ,zahl als ,funktion steht mit dem gedanklichen ,prinzip von ,ursache und ,wirkung in tiefer ,beziehung4 ,beide sind ,schpfungen desselben ,geistes1 ,ausdrucksformen desselben ,seelentums1 bildende ,grundlagen derselben objektgewordnen ,natur4 ,in der ,tat unterscheidet sich die ,physik ,demokrits von der ,newtons1 indem die eine das optisch ,gegebene1 die andere die sich aus ihm entwickelnden abstrakten ,beziehungen zum ,ausgangspunkt whlt4 ,die eine ist populr im hchsten ,grade2 sie bleibt bei der ,oberflche1 dem ,augenschein stehen2 die andre ist ebenso unpopulr1 dem ,handgreiflichen widerstrebend4 ,die ,tatsachen8 der apollinischen ,naturerkenntnis sind ,dinge1 fr sich bestehende und sinnlich aufzufassende ,einzelheiten2 die ,tatsachen8 der faustischen ,naturerkenntnis sind ,beziehungen1 die dem ,auge des ,laien berhaupt nicht zugnglich sind1 die geistig erst erobert sein wollen und endlich zu ihrer ,mitteilung einer ,geheimsprache bedrfen1 die nur dem ,kenner der ,naturwissenschaft vollkommen verstndlich ist4 ,die antike ,notwendigkeit liegt in den wechselnden ,erscheinungen der ,einzeldinge unmittelbar zutage2 das ,kausalittsprinzip waltet jenseits der ,dinge1 indem es ihre sinnlich isolierte ,tatschlichkeit abschwcht oder aufhebt4 ,man frage sich1 welche ,bedeutung sich unter ,voraussetzung der gesamten heutigen ,theorie mit dem ,worte ein ,magnet8 verbindet4 ,das ,prinzip der ,erhaltung der ,energie1 das man seit seiner ,formulierung durch ,j4 ,r4 ,mayer1 ,joule und ,helmholtz in vollem ,ernst als eine bloe ,denknotwendigkeit angesehen hat1 ist in der ,tat eine ,umschreibung des ,kausalittsprinzips -- der logischen ,form des faustischen ,weltgefhls -- mittelst des physikalischen ,begriffes der ,kraft4 ,die ,berufung auf die ,erfahrung und der ,streit1 ob eine ,einsicht denknotwendig oder empirisch1 ob sie nach ,kants ,bezeichnung -- der sich ber die verschwimmende ,grenze zwischen beiden sehr tuschte -- a priori oder a posteriori gewi sei1 ist fr die ,form des abendlndischen ,denkens charakteristisch4 ,nichts erscheint uns selbstverstndlicher und eindeutiger als die ,erfahrung als ,quelle der exakten ,wissenschaft4 ,das nur in ,westeuropa zur vollen ,meisterschaft ausgebildete ,experiment ist nichts als die systematische und erschpfende ,handhabung der ,erfahrung4 ,aber man hat nie bemerkt1 da in diesem hchst dogmatischen ,begriff das ,dynamische1 das ,kausale1 also ein ganz spezieller ,naturaspekt schon vorausgesetzt ist1 da ,erfahrung fr uns immer kausale ,erfahrung1 ,einsicht in funktionale ,zusammenhnge ist und somit in diesem ,sinne und dieser ,art fr das antike ,naturgefhl gar nicht existiert1 mithin auch fr das antike ,denken eine unmgliche ,konzeption ist4 ,wenn wir uns weigern1 die wissenschaftlichen ,resultate des ,anaxagoras oder ,demokrit als ,resultate echter ,erfahrungen anzuerkennen1 so heit das nicht1 da diese antiken ,menschen sich auf die ,interpretation ihrer ,anschauungen nicht verstanden1 da sie bloe ,phantasien entworfen htten1 sondern da wir in ihren ,verallgemeinerungen das kausale ,element vermissen1 das fr uns den ,sinn des ,wortes ,erfahrung erst ausmacht4 ,offenbar hat man nie gengend ber die ,exklusivitt dieses rein faustischen ,begriffes nachgedacht4 ,nicht der an der ,oberflche liegende ,gegensatz zum ,glauben ist fr ihn bezeichnend4 ,die exakte sinnlich-geistige ,erfahrung ist im ,gegenteil ihrer ,struktur nach dem vollkommen kongruent1 was tief religise ,naturen des ,abendlandes1 ,pascal zum ,beispiel1 der ,mathematiker und ,jansenist aus der gleichen innern ,notwendigkeit war1 wohl als ,erfahrung des ,herzens1 als ,erleuchtung in bedeutenden ,momenten ihres ,daseins kennen gelernt haben4 ,erfahrung bezeichnet eine ,aktivitt des ,geistes1 die sich nicht auf die augenblicklichen und rein gegenwrtigen ,eindrcke beschrnkt1 sie als solche hinnimmt1 anerkennt1 ordnet1 sondern sie aufsucht und hervorruft1 um sie in ihrer sinnlichen ,individualitt zu berwinden1 sie in eine grenzenlose ,einheit zu bringen1 durch welche ihre handgreifliche ,vereinzelung aufgelst wird4 ,was wir ,erfahrung nennen1 besitzt die ,tendenz vom ,einzelnen zum ,unendlichen4 ,diese ,aktivitt1 die ,willen1 ,energie1 ein ,ziel1 einen ,machtanspruch in sich schliet1 widerspricht dem antiken ,naturgefhl4 ,demokrit wrde die ,anschauung8 der modernen ,mechanik1 wonach ,bewegungen als kontinuierliche ,transformationsgruppen in einer n-dimensionalen ,punktmannigfaltigkeit erscheinen1 nicht mehr als ,interpretation irgendeiner ,natur8 anerkannt haben4 ,anschauung -- das war dem ,griechen1 dem ,plastiker1 das unmittelbare ,erlebnis des ,auges4 ,uns ist sie etwa das1 was der ,kenner des ,kontrapunktes vor dem innern ,blick sich geisterhaft und doch nicht ganz unsinnlich entfalten sieht1 wenn er eine ,partitur liest4 ,das bedeutet uns ,erfahrung84 ,deshalb besitzt der antike ,mensch1 fr den im ,augenschein das ganze ,wesen der ,welt liegt1 eine ,physik von unbestreitbarer ,logik und ,notwendigkeit des formalen ,gehaltes1 aber nach unserem ,mastabe ohne ,erfahrung81 d4 h4 ohne die kausale1 funktionale ,zersetzung der ,einheit des ,handgreiflichen4 ,unser ,weg1 ,erfahrungen zu gewinnen1 ist fr ihn der ,weg1 sie zu verlieren4 ,deshalb bleibt er der gewaltsamen ,methode des ,experiments fern1 das seinem ,sinne nach dynamisch1 nicht statisch ist4 7,das magische ,experiment der ,alchimie ist ein ,typus von ganz anderer ,bedeutung2 er setzt ein anderes ,naturgefhl voraus und ruft als ,resultat eine andere intuitiv-geistige ,vorstellungswelt hervor47 ,deshalb besa man unter dem ,namen einer ,physik statt eines mchtigen ,systems erarbeiteter abstrakter ,gesetze und ,formeln1 das die sinnliche ,gegebenheit vergewaltigt und unterwirft -- nur dies ,wissen ist ,macht6 --1 eine ,summe wohlgeordneter1 durch ,bilder sinnlich verstrkter1 nicht etwa aufgelster ,eindrcke1 welche die ,natur in ihrem in sich vollendeten ,dasein unberhrt lie4 ,unsre exakte ,naturwissenschaft ist imperativisch1 die antike ist im buchstblichen ,sinne1 passive ,beschaulichkeit4 #g ,es ist nun kein ,zweifel mehr3 die ,identitt der ,physik mit der ,mathematik1 der ,religion1 der groen ,kunst ist in den letzten ,grnden der ,form eine vollkommene4 ,ein tiefer ,mathematiker -- nicht ein meisterhafter ,rechner1 der mit dem alle ,methoden beherrschenden ,experimentator und dem technischen ,virtuosen des ,orchesterklangs und des ,pinselstrichs auf einer ,stufe steht1 sondern einer1 der den ,geist der ,zahlen in sich lebendig fhlt -- begreift1 da er damit ,gott kennt84 ,pythagoras und ,plato haben das so gut gewut wie ,pascal und ,leibniz4 ,terentius ,varro in seinen ,csar gewidmeten ,untersuchungen ber die altrmische ,religion unterscheidet mit rmischer ,prgnanz die theologia civilis1 die ,summe des ffentlich anerkannten ,glaubens1 von der theologia mythica1 der ,vorstellungswelt der ,dichter und ,knstler1 und der theologia physica1 der philosophischen ,spekulation4 ,wendet man dies auf die faustische ,kultur an1 so gehren zur ersten1 was ,thomas von ,aquino und ,luther1 ,calvin und ,ignaz von ,loyola lehren1 zur zweiten ,dante und ,goethe1 zur dritten aber die wissenschaftliche ,physik selbst1 soweit sie ihren ,formeln ,bilder unterlegt4 ,auch der ,wilde und das ,kind haben ein ,gefhl fr das ,andre8 in ihrer ,auenwelt1 im hchsten ,fall eine ,ahnung von dem1 was das ,wort ,gott8 in allen frhen ,sprachen bezeichnet1 also ein ,bewutsein von einer ,natur1 ihrer ,natur1 in der sie leben und weben1 mit der sie eins sind1 die sie gleichzeitig bilden und von der sie gebildet werden4 ,aber mit dem ,erwachen einer ,kultur erwachen die groen seelischen ,formen4 ,jetzt wchst das ,gefhl von ,gott zu einer groen ,bestimmtheit auf1 die einen bermchtigen ,ausdruck in ,mythen1 ,bauten und ,ideen sucht1 und das wache ,bewutsein prgt danach einen ,begriff von ,gott4 ,aus dem einen folgt das ,naturgefhl1 aus dem andern die ,naturerkenntnis4 ,seit den ,tagen der ,sptrenaissance wird die ,vorstellung von ,gott im ,geist aller bedeutenden ,menschen der ,idee des reinen1 unendlichen ,raumes immer hnlicher4 ,der ,gott der ,exercitia spiritualia des ,ignaz von ,loyola ist auch der des groen ,lutherliedes ,ein feste ,burg81 der ,bachschen ,kantaten1 der heitren ,hallenkirchen des ,barock4 ,er ist nicht mehr der ,vater des heiligen ,franz von ,assisi1 wie die ,maler der ,gotik1 wie ,giotto und ,stephan ,lochner ihn empfanden1 leibhaft gegenwrtig1 sondern ein unpersnliches ,prinzip1 unvorstellbar1 ungreifbar1 geheimnisvoll im ,unendlichen wirkend4 ,jeder ,rest von ,persnlichkeit lst sich in unanschaulicher ,abstraktheit auf1 eine ,idee von ,gott1 der zuletzt nur noch die ,instrumentalmusik groen ,stils gewachsen ist1 whrend die ,malerei des #ah4 ,jahrhunderts versagt und demnach in den ,hintergrund tritt4 ,dies ,gefhl von ,gott hat das naturwissenschaftliche ,weltbild des ,abendlandes1 unsere ,natur1 unsere ,erfahrung8 und mithin unsere ,resultate und ,hypothesen im ,gegensatz zu denen des antiken ,menschen gestaltet4 ,die ,kraft1 welche die ,masse bewegt3 das ist es1 was ,michelangelo an die ,decke der sixtinischen ,kapelle gemalt hat1 was seit dem ,vorbilde von ,il ,ges die ,domfassaden zu dem gewaltsamen ,ausdruck bei ,della ,porta und ,maderna und seit ,orlando ,lasso den fugierten ,stil zu den kolossalen ,tonmassen der ,kirchenmusik des #ah4 ,jahrhunderts gesteigert hat1 was als ,weltgeschehen in ,shakespeares ,tragdien die ins ,unendliche erweiterte ,szene fllt und was endlich ,galilei und ,newton in ,formeln und ,begriffe gebannt haben4 ,das ,wort ,gott klingt anders unter den ,wlbungen gotischer ,dome und in den ,klosterhfen von ,maulbronn und ,sankt ,gallen als in den ,basiliken ,syriens und den ,tempeln des republikanischen ,rom4 ,in dem ,wlderhaften der ,dome1 der mchtigen ,erhhung des ,mittelschiffes ber die ,seitenschiffe gegenber der flachgedeckten ,basilika1 von deren ,typus der abendlndische ,kirchenbau ausging1 in der ,verwandlung der ,sulen1 die durch ,basis und ,kapitl als abgeschlossene ,einzeldinge in den ,raum gestellt wurden1 zu ,pfeilern und ,pfeilerbndeln1 die aus dem ,boden wachsen und deren ste und ,linien sich ber dem ,scheitel ins ,unendliche verlieren und verschlingen1 whrend von den ,riesenfenstern1 welche die ,wand aufgelst haben1 ein ungewisses ,licht durch den ,raum fliet1 liegt die architektonische ,verwirklichung eines ,weltgefhls1 das im ,hochwald der nordischen ,ebenen sein ursprnglichstes ,symbol gefunden hatte4 ,und zwar im ,laubwalde mit dem geheimnisvollen ,gewirr seiner ste und dem ,raunen der ewig bewegten ,blttermassen ber dem ,haupte des ,betrachters1 hoch ber der ,erde1 von der die ,wipfel durch den ,stamm sich zu lsen versuchen4 ,man denke wieder an die romanische ,ornamentik und ihre tiefe ,beziehung zum ,sinn der ,wlder4 ,der unendliche1 einsame1 dmmernde ,wald ist die geheime ,sehnsucht aller abendlndischen ,bauformen geblieben4 ,deshalb lst sich1 sobald die ,formenenergie des ,stils ermattet1 in der spten ,gotik 7im style flamboyant1 in ,troyes1 im ,prager ,dom7 ganz ebenso wie im ausgehenden ,barock die beherrschte abstrakte ,liniensprache wieder unmittelbar in naturalistisches ,astwerk1 ,ranken1 ,zweige1 ,bltter auf4 ,die ,zypresse und ,pinie wirken krperhaft1 euklidisch2 sie htten niemals ,symbole des unendlichen ,raumes werden knnen4 ,die ,eiche1 ,buche1 ,linde mit den irrenden ,lichtflecken in ihren schattenerfllten ,rumen wirken krperlos1 grenzenlos1 geistig4 ,der ,stamm einer ,zypresse findet in der klaren ,sule ihrer ,nadelmasse den vollkommenen ,abschlu seiner senkrechten ,tendenz1 der einer ,eiche wirkt wie ein unerflltes rastloses ,streben ber den ,wipfel hinaus4 ,in der ,esche scheint der ,sieg der aufstrebenden ste ber den ,zusammenhalt der ,krone eben zu gelingen4 ,ihr ,anblick hat etwas ,aufgelstes1 den ,anschein einer freien ,verbreitung im ,raum1 und vielleicht wurde die ,weltesche deshalb ein ,symbol der nordischen ,mythologie4 ,das ,waldesrauschen1 dessen ,zauber kein antiker ,dichter je empfunden hat1 das jenseits der ,mglichkeiten des apollinischen ,naturgefhls liegt1 steht mit seiner geheimen ,frage nach dem ,woher und ,wohin1 seinem ,versinken des ,augenblicks im ,ewigen in einer tiefen ,beziehung zum ,schicksal1 zum ,gefhl fr ,geschichte und ,dauer1 zur faustischen schwermtig-sorgenvollen ,richtung der ,seele in eine unendliche ferne ,zukunft4 ,deshalb wurde die ,orgel1 deren tiefes und helles ,brausen unsere ,kirchen fllt1 deren ,klang im ,gegensatz zum klaren1 pastosen ,ton der antiken ,lyra und ,flte etwas ,grenzenloses und ,ungemessenes besitzt1 das ,organ der abendlndischen ,andacht4 ,dom und ,orgel bilden eine symbolische ,einheit wie ,tempel und ,statue4 ,die ,geschichte des ,orgelbaus1 eines der tiefsinnigsten und rhrendsten ,kapitel der ,musikgeschichte1 ist eine ,geschichte der ,sehnsucht nach dem ,walde1 nach der ,sprache dieses eigentlichen ,tempels der abendlndischen ,gottesverehrung4 ,von dem ,versklang ,wolframs von ,eschenbach bis zur ,musik des ,tristan ist diese ,sehnsucht unvernderlich fruchtbar geblieben4 ,das ,streben des ,orchesterklanges im #ah4 ,jahrhundert ging unablssig dahin1 dem ,orgelklang immer verwandter zu werden4 ,das ,wort schwebend81 sinnlos antiken ,dingen gegenber1 ist gleich wichtig in der ,theorie der ,musik1 der ,architektur1 der ,physik1 der ,dynamik des ,barock4 ,wenn man in einem hohen ,walde mchtiger ,stmme steht und den ,sturm ber sich whlen hrt1 begreift man pltzlich den ,sinn des ,gedankens von der ,kraft1 welche die ,masse bewegt4 ,so entsteht aus dem ,urgefhl des bewuten ,daseins eine immer bestimmtere ,vorstellung des gttlichen ,prinzips4 ,erkenntnis ist ein ,gewordensein4 ,der ,erkennende selbst aber empfngt durch das ,kontinuum der lebendigen ,erkenntnisakte den ,eindruck einer ,bewegung in der ueren ,natur4 ,er fhlt um sich ein schwer zu beschreibendes fremdes ,leben unbekannter ,mchte4 ,er fhrt den ,ursprung dieser ,wirkungen auf numina nach rmischer ,bezeichnungsweise zurck1 auf das andre81 ,nichteigne1 insofern es ebenfalls ,leben besitzt4 ,ein numen ist gestaltetes1 durchseeltes ,weltgefhl4 ,aus der ,bewegung entspringen also ,religion und ,physik4 ,sie enthalten die ,deutung der lebendigen und der toten ,natur oder des ,bildes der ,umwelt durch die ,seele und durch den ,verstand4 ,die himmlischen ,mchte8 sind zugleich erster ,gegenstand der ,verehrung und der ,forschung4 ,es gibt eine ,lebens- und eine wissenschaftliche ,erfahrung4 ,nun beachte man wohl1 auf welche ,weise das ,bewutsein der einzelnen ,kulturen die ursprnglichen numina geistig verdichtet4 ,es belegt sie mit bedeutungsvollen ,worten1 mit ,namen1 und bannt -- begreift1 begrenzt -- sie auf diese ,art4 ,damit unterliegen sie der geistigen ,macht des ,menschen1 der den ,namen in seiner ,gewalt hat4 ,und es war schon gesagt worden1 da die ganze ,philosophie1 die ganze ,naturwissenschaft1 alles1 was zum ,erkennen8 in irgendeiner ,beziehung steht1 im tiefsten ,grunde nichts ist als die unendlich verfeinerte ,art1 den ,namenzauber des primitiven ,menschen auf das ,fremde8 anzuwenden4 ,das ,aussprechen des richtigen ,namens 7in der ,physik des richtigen ,begriffes7 ist eine ,beschwrung4 ,so entstehen ,gottheiten und wissenschaftliche ,grundbegriffe zuerst als ,namen1 die man anruft und an die sich eine sinnlich immer bestimmtere ,vorstellung knpft4 ,aus dem numen wird ein deus1 aus dem ,begriff eine ,theorie4 ,was fr ein befreiender ,zauber liegt fr die ,mehrzahl der gelehrten ,menschen in der bloen ,nennung der ,worte ,ding an sich81 ,atom81 ,energie81 ,schwerkraft81 ,ursache81 ,entwicklung86 ,es ist der gleiche1 der den latinischen ,bauern bei den ,worten ,ceres1 ,consus1 ,janus1 ,vesta ergriff4#aag ,indes1 der ,namenzauber tut mehr4 ,er hebt nicht nur heraus1 grenzt aus der ,flle bewegter ,eindrcke ab1 er macht auch das ,fremde8 der ,gestaltungskraft des eignen ,ursymbols erreichbar4 ,aus ,worten -- denn in der ,sprache liegt der ganze ,mensch -- werden ,gottheiten1 aber was fr ,unterschiede6 ,antike ,gottheiten als wohlunterschiedene 1 klar umrissen1 hell beleuchtet schon bei ,homer4 ,indische ,gottheiten1 unzhlige ineinander verschwimmende1 malose ,wesen1 vag1 phantastisch wie ,wolken und ,nebelfetzen4 ,abendlndische ,gottheiten auf dem ,wege von der ,gotik zum ,barock zu einer unsichtbaren ,macht sich einend4 ,man achte wohl auf die ,unterschiede des apollinischen und vedischen ,polytheismus4 ,von dort geht ein ,weg zur euklidischen ,krpergeometrie und den ,elementen des ,empedokles1 von hier zur ,null1 zum ,nirwana1 zur ,seelenwanderung4 ,aus dem ,verhltnis des ,olymps zur ,atomistik ,demokrits1 der katholischen ,dogmatik zu ,newton ermessen wir1 was eine indische ,physik an ,grundbegriffen htte enthalten mssen4 ,dem antiken ,weltgefhl war1 dem ,tiefenerlebnis und dessen ,symbolik gem1 der einzelne ,krper das ,sein4 ,folgerichtig empfand man dessen uere ,gestalt als das ,wesenhafte1 als den eigentlichen ,sinn des ,wortes ,sein84 ,was nicht ,gestalt hat1 ,gestalt ist1 ist berhaupt nicht4 ,von diesem ,grundgefhl aus1 das man sich nicht mchtig genug denken kann1 konzipierte der antike ,geist als ,gegenbegriff 7in der hier neu eingefhrten ,bedeutung7 zur ,gestalt das andre81 die ,ungestalt1 den ,stoff1 die oder 1 das1 was an sich kein ,sein besitzt und lediglich als ,komplement zum wirklich ,seienden fr das ,weltgefhl eine ergnzende1 sekundre ,notwendigkeit4 ,man begreift1 wie die antike ,gtterwelt sich bilden mute4 ,sie ist neben dem ,menschen eine hhere ,menschlichkeit2 es sind vollkommener gestaltete ,krper1 erhabenste ,mglichkeiten leibhaft-gegenwrtiger ,form -- im ,unwesentlichen1 dem ,stoffe nach1 nicht unterschieden1 mithin derselben kosmischen und tragischen ,notwendigkeit unterworfen4 ,das faustische ,weltgefhl aber erlebte die ,tiefe anders4 ,hier erscheint als ,inbegriff des ,seins der reine unendliche ,raum4 ,er ist das ,sein schlechthin4 ,hier wirkt der sinnliche ,empfindungsinhalt1 der mit einer hchst bezeichnenden ,wendung1 die ihm den ,rang anweist1 das ,raumerfllende genannt wird1 als ,tatsache zweiter ,ordnung und im ,hinblick auf den ,akt der ,naturerkenntnis als das ,fragwrdige1 als ,schein und ,widerstand1 der berwunden werden mu1 wenn man als ,philosoph oder ,physiker den eigentlichen ,gehalt des ,seins erschlieen will4 ,die abendlndische ,skepsis hat sich niemals gegen den ,raum1 immer gegen die greifbaren ,dinge gewandt4 ,raum ist der primre ,begriff -- ,kraft ist nur ein weniger abstrakter ,ausdruck dafr -- und erst als sein ,gegenbegriff erscheint die ,masse1 das1 was im ,raume ist4 ,sie ist logisch wie physikalisch von ihm abhngig4 ,der modernen ,konzeption einer elektrodynamischen ,energie folgte notwendig die einer zugehrigen ,masse1 des ,lichtthers4 ,eine ,definition der ,masse folgt mit allen ihr zugeschriebenen ,eigenschaften aus der einer ,kraft1 nicht umgekehrt -- und zwar mit der ,notwendigkeit eines ,symbols4 -- ,alle antiken ,substanzbegriffe1 sie mgen noch so individuell1 idealistisch oder realistisch gefat sein1 bezeichnen das zu ,gestaltende1 eine ,negation also1 die ihre nheren ,bestimmungen in jedem ,falle aus dem ,grundbegriff der ,gestalt herbernehmen mu4 ,alle abendlndischen ,substanzbegriffe bezeichnen das zu ,bewegende1 ohne ,zweifel ebenfalls eine ,negation1 aber die einer andern ,einheit4 ,gestalt und ,ungestalt1 ,kraft und ,nichtkraft -- so wird die dem ,welteindruck beider ,kulturen zugrunde liegende und seine ,formen restlos erschpfende ,polaritt am deutlichsten wiederzugeben sein4 ,was die vergleichende ,philosophie bis jetzt ungenau und verwirrend mit dem einen ,worte ,stoff wiedergab1 bedeutet in einem ,fall das ,substrat der ,gestalt1 im andern das der ,kraft4 ,es gibt nichts ,verschiedeneres4 ,hier spricht das ,gefhl von ,gott1 ein ,wertgefhl4 ,die ,gestalt1 die ,kraft sind die ,inkarnationen des ,gttlichen im ,weltbilde4 ,die antike ,gottheit ist hchste ,gestalt1 die faustische hchste ,kraft4 ,das andre8 ist das ,ungttliche1 dem die ,wrde des ,seins vom ,geiste nicht zugesprochen werden kann4 ,ungttlich ist dem apollinischen ,weltgefhl die gestaltlose ,leere1 das zwischen den ,krpern81 dem faustischen also das passive ,einzelding4 ,so erfolgte aus der ,idee des einen unendlichen ,raumes die abendlndische ,vorstellung des einen ,gottes4 ,man begreift nun den ,ursprung von ,monotheismus und ,polytheismus4 ,gott -- das ist fr unser ,gefhl der ,raum1 ,kraft1 ,wille1 ,tat4 ,welt1 als ,gegensatz zu ihm1 ist also die ,nichtkraft1 die ,masse1 das ,objekt4 ,man hat von ,dante bis ,goethe tausendmal die ,worte gewechselt und das ,weltbild religis oder wissenschaftlich1 intuitiv oder mechanistisch zu deuten versucht2 das ,grundgefhl ist unverndert geblieben4 ,es gehrt zu den seelischen ,bedingungen1 ber die niemand ,gewalt hat4 ,es ist eine ,selbsttuschung1 wenn jemand sagt1 er sei ,atheist geworden1 oder zu ,gott zurckgekehrt84 ,er verwechselt lediglich begriffliche ,konventionen der ,oberflche -- neue ,namen -- mit dem ,gehalt der ,welteindrcke selbst4 ,wer fr ,gott und ,welt ,wille und ,vorstellung oder ,kraft und ,stoff sagt1 kennzeichnet damit nur seine bewute ,individualitt1 seinen intellektuellen ,geschmack1 nicht seine ,kultur4 ,wenn ein ,darwinist oder ,positivist1 ,nietzsche einbegriffen1 eine ,ansicht ber den ,weltverlauf ausdrcken will1 so redet er davon1 da die ,natur8 dies so organisiert hat1 jenes so will1 irgend etwas bezweckt1 zult1 schafft4 ,so htte kein ,grieche gesprochen4 ,so spricht die katholische ,kirche1 nur da sie das ,wort ,gott fr ,natur gebraucht und das ,kausalittsprinzip vorsichtiger formuliert4 ,es ist dem heutigen ,naturforscher so wenig wie dem irgendeiner andern ,kultur mglich1 von dieser ,disposition seines produktiven ,bewutseins loszukommen4 ,seine ,grundbegriffe1 scheinbar ,resultate einer strengen und voraussetzungslosen ,analyse1 waren schon in den ,gottvorstellungen seiner ,vorfahren enthalten4 #h ,es ist ein wissenschaftliches ,vorurteil1 da ,mythen und ,gttervorstellungen eine ,schpfung des primitiven ,menschen seien und da mit fortschreitender ,kultur der ,seele die mythenbildende ,kraft verloren gehe4 ,das ,gegenteil ist der ,fall4 ,wre nicht die ,morphologie der ,geschichte bis zum heutigen ,tage ein unentdecktes ,problem geblieben1 so htte man lngst die vermeintlich allgemein verbreitete mythologische ,produktivitt auf einzelne ,epochen beschrnkt gefunden und endlich begriffen1 da diese ,kraft einer ,seele1 ihre ,welt mit ,gestalten1 ,zgen und ,symbolen1 und zwar von einheitlichstem ,charakter zu erfllen1 gerade den ,frhzeiten der groen ,kulturen angehrt4 ,jeder ,mythus groen ,stils steht am ,anfang eines erwachenden ,seelentums4 ,er ist seine erste geistige ,tat4 ,man findet ihn nur dort und nirgend anders1 dort aber auch mit ,notwendigkeit4 ,die bedeutendsten ,motive der ,edda sind genau gleichzeitig mit der romanischen ,ornamentik und der gotischen ,bauweise entstanden4 ,der olympische ,gtterkreis1 wie wir ihn aus ,homer kennen1 entstand gleichzeitig mit dem frhdorischen geometrischen ,stil4 ,ich setze voraus1 da das1 was ,urvlker wie die ,germanen zur ,zeit ,csars an religisen ,vorstellungen besitzen1 noch kein hherer ,mythus1 d4 h4 wohl eine ,summe zerstreuter personifizierender ,zge1 an ,namen haftender ,kulte1 fragmentarischer ,sagenbildungen1 aber noch keine ,gtterordnung1 kein mythischer ,organismus1 kein geschlossener ,sagenkreis von einheitlicher ,physiognomie ist1 so wenig ich die vage ,ornamentik dieser ,stufe eine ,kunst nenne4 brigens sind die grten ,bedenken ,symbolen und ,sagen gegenber angebracht1 die heute oder auch seit ,jahrhunderten unter scheinbar primitiven ,vlkern gelufig sind1 nachdem seit ,jahrtausenden keine ,landschaft der ,erde von der ,einwirkung fremder ,hochkulturen ganz unberhrt geblieben ist4 ,es gibt deshalb so viele ,formenwelten des ,mythus1 als es ,kulturen1 als es ,architekturen gibt4 ,was ihnen zeitlich vorausliegt1 das ,chaos unfertiger ,phantasiegebilde1 in das die moderne ,mythenforschung ohne ein leitendes ,prinzip sich verliert1 kommt unter diesen ,voraussetzungen nicht in ,betracht2 andrerseits zhlen ,bildungen dazu1 von denen es noch niemand vermutet hat4 ,in der homerischen ,zeit1 #aajj-hjj1 und der entsprechenden ritterlich-germanischen1 #ijj-acjj -- den epischen ,zeitaltern --1 nicht frher1 nicht spter1 sind die groen ,sagenwelten entstanden4 ,ihnen entspricht in ,indien die vedische und in gypten die ,pyramidenzeit1 man wird eines ,tages entdecken1 da die gyptische ,mythologie in der ,tat gerade whrend der dritten und vierten ,dynastie zur ,tiefe herangereift ist4 ,nur so ist der unermeliche ,reichtum religis-intuitiver ,schpfungen zu verstehen1 der die drei ,jahrhunderte der deutschen ,kaiserzeit fllt4 ,es ist die faustische ,mythologie1 die hier entstand4 ,man war bisher blind fr den ,umfang und die ,einheit dieser ,formenwelt1 weil religise und gelehrte ,vorurteile zu einer fragmentarischen ,behandlung entweder der katholischen oder der nordisch-heidnischen ,bestandteile drngten4 ,aber es besteht hier kein ,unterschied4 ,der tiefe ,bedeutungswandel innerhalb der christlichen ,vorstellungskreise ist als schpferischer ,akt identisch mit der ,zusammenfassung altheidnischer ,kulte zu einem ,ganzen4 ,es gehren hierher die smtlichen westeuropischen ,volkssagen1 die damals ihre symbolische ,durchbildung erhalten haben1 mgen sie auch der ,substanz nach viel frher entstanden und viel spter noch an neue uere ,erlebnisse angeknpft und durch bewutere ,zge bereichert worden sein4 ,es gehren dazu die groen in der ,edda erhaltenen ,gttersagen und eine ,anzahl ,motive aus den ,evangeliendichtungen gelehrter ,mnche4 ,dazu kommt die deutsche ,heldensage des ,siegfried-1 ,gudrun-1 ,dietrich-1 ,wielandkreises mit ihrem ,gipfel im ,nibelungenlied und neben ihr die ungeheuer reiche1 aus altkeltischen ,mrchen abgeleitete und auf franzsischem ,boden eben damals vollendete ,rittersage3 vom ,knig ,artus und der ,tafelrunde1 vom heiligen ,gral1 von ,tristan1 ,parzeval und ,roland4 ,und endlich ist auer der unvermerkten1 aber um so tieferen psychologischen ,umdeutung aller ,zge der ,passionsgeschichte der ganze ,reichtum der katholischen ,heiligenlegenden hinzuzurechnen1 deren ,bltezeit das #aj4 und #aa4 ,jahrhundert fllt4 ,damals sind die ,marienleben1 die ,geschichten des hl4 ,rochus1 ,sebald1 ,severin1 ,franz1 ,bernhard und der ,odilia entstanden4 ,um #abej wurde die ,legenda aurea verfat2 es war die ,bltezeit der hfischen ,epik und der islndischen ,skaldenpoesie4 ,den groen ,walhallgttern im ,norden entsprechen die vierzehn ,nothelfer81 die gleichzeitig im sdlichen ,deutschland als mythische ,gruppe konzipiert worden sind4 ,auf altgermanischen ,ideen1 welche ,dante vielleicht whrend eines ,aufenthaltes in ,oxford kennen lernte1 beruhen die mchtigen ,raumvisionen der ,gttlichen ,komdie1 die ,ringe des ,hllentrichters4 ,neben der ,schilderung von ,ragnark1 der ,gtterdmmerung1 in der ,vluspa steht eine christliche ,fassung in den sddeutschen ,muspilli4 ,nichts ist fr den letzten ,sinn dieser religisen ,schpfungen bezeichnender als die ,tatsache1 da die ,gtterwelt von ,walhall nicht altgermanischen ,ursprungs ist und den ,stmmen der ,vlkerwanderung noch gar nicht bekannt war1 sondern da sie erst jetzt und mit einem ,schlage1 aus innerster ,notwendigkeit im ,bewutsein der auf dem ,boden des ,abendlandes neu entstandenen ,vlker sich bildete1 gleichzeitig8 also mit der olympischen1 die wir aus der homerischen ,epik kennen und die ebensowenig urhellenischer ,herkunft ist4 ,die kretisch-mykenische ,menschheit1 welche ,namen ihre verschollenen ,vlker auch getragen haben mgen1 kann die olympischen ,motive nicht gekannt haben4 ,das ist psychologisch unmglich4 ,und der kretisch-mykenischen ,zeit entspricht der religisen ,lage nach1 als ,vorstufe einer noch ungebornen ,kultur1 die merowingisch-karolingische4 ,als die ,araber um #gcj mitten im frnkischen ,reich1 an der ,loire standen und ,musa verkndete1 er wolle ber die ,pyrenen und ,alpen nach ,rom ziehen und ,mohameds ,namen vor dem ,vatikan ausrufen lassen1 war das ,christentum des ,westens dem seelischen ,gehalte1 der ,symbolik nach noch wenig vom ,islam verschieden4 ,man prfe den ,geist der frnkisch-langobardischen ,kirchenkunst4 ,es war noch derselbe ,ausdruck des magischen ,weltgefhls1 wie er auf den morgenlndischen ,konzilien der ersten ,jahrhunderte zu ,worte gekommen war4 ,so wenig damals die ,welt von ,walhall schon entstanden und innerlich auch nur mglich war1 so wenig war von dem spteren1 dem germanischen1 dem faustischen ,christentum schon vorhanden4 ,erst das groe ,schisma offenbart nach dieser ,seite hin das ,dasein einer jungen abendlndischen neben einer alternden morgenlndischen ,seele4 ,als ,karl der ,groe1 der ,herrscher von ,frankistan81 seine ,palastkapelle zu ,aachen baute1 entstand aus antiken ,sulen und ,bauteilen1 die man von ,italien bezog1 eine ,art ,moschee4 ,das ist ein welthistorisches ,symbol4 ,das ,aachener ,mnster wird immer das merkwrdigste ,beispiel einer ,architektur vor der ,geburt eines ,stils bleiben4 ,es steht auerhalb aller ,stile1 weil es auerhalb aller ,kulturen steht4 ,aber dasselbe gilt von allem1 was an christlichen und heidnischen ,gottvorstellungen damals wirkliches geistiges ,eigentum des westeuropischen ,menschen war4 ,man hat die organische ,einheit dieser faustischen ,gtter- und ,sagenwelt und ihre in allen ,kreisen identische ,symbolik bei weitem nicht gengend beachtet4 ,siegfried1 ,baldur1 ,roland1 der ,heliand sind verschiedene ,namen fr ein und dieselbe ,gestalt4 ,walhall und die ,gefilde der ,seligen ,avalun1 ,knig ,artus' ,tafelrunde und das ,mahl der ,einherier1 ,maria1 ,frigga und ,frau ,holle bedeuten dasselbe4 ,demgegenber ist die uere ,abstammung der stofflichen ,motive und ,elemente1 auf welche die ,mythenforschung ein berma von ,eifer verwendet hat1 lediglich ein ,phnomen der historischen ,oberflche und ohne psychologische ,bedeutung4 ,fr den ,sinn eines ,mythus beweist die ,herkunft nichts4 ,das numen selbst1 die ,urgestalt des ,weltgefhls1 ist reine wahllose und unbewute ,schpfung und unbertragbar4 ,was ein ,volk durch ,bekehrung oder bewundernde ,annahme von einem andern erhlt1 ist ,name1 ,kleid und ,maske fr ein eignes ,gefhl1 niemals ein ,gefhl selbst4 ,man hat die primitiven altkeltischen und altgermanischen ,mythenmotive so gut wie den ,formenschatz des antiken und des christlich-morgenlndischen ,glaubens als den ,stoff zu betrachten1 aus dem die faustische ,seele in diesen ,jahrhunderten eine eigne mythische ,architektur erschuf4 ,es ist auf dieser ,stufe eines eben erwachenden ,seelentums ganz belanglos1 ob diejenigen1 durch deren ,geist und ,mund dieser ,mythus ins ,leben tritt1 einzelne8 ,skalden1 ,missionre1 ,troubadours1 fahrende ,snger1 ,priester oder das ,volk8 sind4 ,es ist1 wie man sieht1 fr die innere ,selbstndigkeit des ,entstandenen auch belanglos1 da die christlichen ,kultelemente die ,formgebung entscheidend beherrscht haben4 ,zu dieser ,flle von ,mythen1 die smtlich das gleiche1 das faustische ,weltbild beseelen1 dieselbe faustische ,natur1 die so viel spter das ,objekt der ,dynamik und ihrer ,theorien wurde und damit eine neue1 geistigere1 bewutere1 aber nicht weniger mythische ,fassung erhielt1 hat jede ,landschaft beigesteuert1 der ,norden ,walhall1 der deutsche ,sden ,siegfried und ,etzel1 ,england den ,knig ,artus1 ,frankreich ,parzeval1 die ,provence den ,gral1 ,italien die ,heiligenlegenden4 ,bei allem ,anschein eines farbig-sinnlichen ,polytheismus aber1 der eine ,fortsetzung des antiken vortuscht und in der ,tat das ,auge immer wieder verfhrt hat1 hebt sich das ,urgefhl des einen unendlichen ,raumes heraus1 eine mchtige ,tendenz zur ,ferne1 eine ,wendung an den innern ,blick1 nicht den des ,leibes1 was weder die ,rittersage noch die ,heldensage gnzlich verhehlt4 ,man vergesse nicht1 da das lateranische ,konzil von #abae die dogmatische ,fassung des ,weltgefhls festlegte1 dessen mythische ,gestaltung in der ,gesamtheit dieser ,gtter- und ,heldenvorstellungen vorliegt4 ,wir haben1 jedesmal in der ,frhzeit der antiken1 arabischen1 abendlndischen ,kultur1 einen ,mythus statischen1 magischen1 dynamischen ,stils vor uns4 ,man prfe jede ,einzelheit der ,form1 wie dort eine ,haltung1 hier eine ,tat1 dort die ,geste1 hier der ,wille zugrunde liegen1 wie in der ,antike das leibhaft ,greifbare1 das sinnlich ,gesttigte vorwaltet1 das eben deshalb1 was die ,form der ,verehrung anbelangt1 seinen ,schwerpunkt in einem sinnlich eindrucksvollen ,kultus hat1 whrend im ,norden der ,raum1 die ,kraft und mithin eine vorwiegend dogmatisch gefrbte ,religiositt herrschen4 ,schon in diesen frhesten ,anstzen lt sich die ,verwandtschaft des homerischen ,mythus zur ,statue1 des ,eddamythus zur kontrapunktischen ,musik bemerken4 ,man hat wohl zwischen dem seiner selbst vollkommen sicheren ,gefhl1 das sich in diesen mythischen ,formen hervorwagt1 und den oft sehr davon verschiedenen ,zgen1 ,gebruchen und ,bildern zu unterscheiden1 welche die junge ,seele aus der ,tradition lterer ,kulturen herbernimmt1 um fr ihre stammelnde ,sehnsucht eine ,sprache zu finden4 ,die antiken ,kulte1 welche das ,arabertum1 und die ,lehren der christlichen ,kirche1 welche das germanische ,abendland aufnahm1 waren ,maske und ,stoff2 das junge ,gefhl fgte sich in die alte ,gestalt4 ,geradeso wurde die ,basilika zum ,dom umgeschaffen4 ,so hatte der antike ,mensch kretisch-gyptische1 phnikische und babylonische ,motive in seine ,ideen von ,gott und seine ,kulte verwebt4 ,die ,minos-1 ,herakles- und ,dionysossage beweisen es4 ,so fhrt ein wesentlicher ,teil der deutschen ,volkssagen1 selbst die1 welche im ,volksempfinden am tiefsten wurzeln1 auf antike ,gestalten zurck1 als deren ,vermittlerin vielfach die ,kirche anzunehmen ist4 ,es gab keinen altgermanischen ,gtterhimmel4 ,walhall ist eine unbewute ,nachbildung des ,olymp1 aber hier ist alles ins ,ungewisse1 ,schwebende1 ins ,grenzenlose geweitet und liegt jenseits aller sinnlichen ,plastik und ,gegenwart4 ,es gab auch keine allgemein germanischen ,gtter4 ,jeder der wandernden ,stmme hatte seine eignen1 wenig bildhaften ,vorstellungen4 ,erst christliche ,einwirkung hat den ,gestalten ,odins und ,baldurs1 des ,vaters und des ,sohnes1 ihre mythische ,deutlichkeit und ,vertiefung gegeben4 ,die arabische ,seele hatte in den ,jahrhunderten zwischen ,csar und ,konstantin ihren ,mythus ausgebildet1 jene phantastische ,masse von ,kulten1 ,visionen und ,legenden1 die noch heute kaum bersehbar ist1 ,kulte wie die der ,isis und des ,mithras 7der auf syrischem ,boden vllig umgeschaffen wurde71 ,evangelien und ,apokalypsen in erstaunlicher ,zahl1 die christlichen1 neuplatonischen1 manichischen ,legenden1 die himmlischen ,engel- und ,geisterordnungen der ,kirchenvter und ,gnostiker4 ,in der ,christusgestalt der ,evangelien sehen wir den ,heros der frharabischen ,epik neben ,achilleus1 ,siegfried und ,parzeval4 ,die ,szenen von ,gethsemane und ,golgatha stehen neben den hchsten ,momenten der hellenischen und germanischen ,sage4 ,diese magischen ,konzeptionen erwuchsen ohne ,ausnahme unter dem ,eindruck der sterbenden ,antike1 die ihnen der ,natur der ,sache nach niemals den ,gehalt1 um so fter die ,form lieh4 ,es ist kaum zu berschtzen1 wieviel ,apollinisches umgedeutet werden mute1 bevor der altchristliche ,mythus die feste ,gestalt angenommen hatte1 die er zur ,zeit des ,augustinus besa4 ,dasselbe ,schauspiel wiederholt die ,gotik4 ,wre in dieser ,epoche das magische ,christentum nicht schon als fertige ,formenwelt in das ,fhlen der jungen ,seele gedrungen1 so wre ohne ,zweifel ein vllig neuartiger ,mythus von strenger ,einheit entstanden4 ,die gotische ,architektur weist auf die ,mglichkeit einer faustischen ,gtterwelt von gigantischem ,wurf hin4 ,indessen wre es verfehlt1 die ,edda als ,zeichen fr das zu nehmen1 was sich unter ,umstnden damals htte bilden knnen4 ,dies ,fragment einer nichtchristlichen abendlndischen ,religion ist dem ,christentum nicht voraufgegangen4 ,das ,christentum hat keine ,gtterwelt vernichtet2 es hat deren ,entstehung verhindert4 ,es war da1 bevor die ,geburt eines spezifisch abendlndischen ,mythus mglich und also notwendig geworden war4 ,die ,gestalten der ,edda sind erst in seinem ,schatten gereift4 ,das religise ,empfinden war keineswegs in dieser ,richtung festgelegt4 ,tristan1 ,roland1 ,parzeval1 christliche ,heroen1 besitzen ebensoviel ,symbolik und innere ,wahrheit wie ,siegfried1 ,odin und ,loki1 die neben ihnen1 nicht vor ihnen entstanden4 ,wenn die ,gtter- und ,heldensage eher unter antik-heidnischen ,eindrcken ,wesen gewann1 so wird die ,rittersage in einem erheblich hheren ,grade von magischen1 christlich-neuplatonischen und sogar islamischen ,einflssen beherrscht4 ,es ist also keine ,vermutung darber mglich1 welche ,farbe und ,gestalt der faustische ,mythus unabhngig vom ,christentum angenommen haben wrde4 #i ,der antike ,polytheismus besitzt nach allem einen ,charakter1 der ihn von jeder andern1 uerlich verwandten ,fixierung eines ,weltgefhls streng abhebt4 ,diese ,art1 ,gtter1 keine ,gottheit zu besitzen1 war nun einmal da1 eben in der einzigen ,kultur1 welche die ,statue des nackten ,menschen als den ,inbegriff aller ,kunst empfand4 ,die ,natur1 wie sie der antike ,mensch um sich fhlte und erkannte1 konnte in keiner andern ,form beseelt1 vergttlicht werden4 ,der ,rmer fand in dem ,anspruch ,jehovas1 allein zu existieren1 etwas ,atheistisches4 ,ein ,gott war fr ihn kein ,gott4 ,von hierher schreibt sich die starke ,abneigung des gesamten griechisch-rmischen ,volksbewutseins gegen die ,philosophen1 soweit sie ,pantheisten1 mithin gottlos waren4 ,gtter sind der vollkommensten ,art und zum im mathematischen wie im physikalischen1 rechtlichen und dichterischen ,sprachgebrauch gehrt die ,vielzahl4 ,der ,begriff des gilt auch von ,gttern2 nichts ist ihnen so fremd wie die ,einsamkeit1 das ,allein- und ,frsichsein4 ,man mu hier mathematisch und zwar antik-mathematisch denken1 um zu begreifen4 ,es sei noch einmal betont3 die unzhligen1 leibhaften1 gegenwrtigen ,gtter der antiken ,natur -- das sind die zahllosen mglichen1 wohl begrenzten ,krper der euklidischen ,geometrie4 ,der eine ,gott des ,abendlandes1 der die faustische ,natur durchdringt1 ist der eine grenzenlose ,raum der analytischen ,geometrie4 ,pythagoras1 der in seiner religisen ,reform den uralten ,demeterkult zu ,kroton wieder zu ,ehren brachte und in diesem ,symbol die ,heiligung des ,leibes aussprach1 begrndet zugleich die ,mathematik der ,krper1 die ,idee der ,zahl als ,gre1 als ,ma4 ,pascal1 der in den ,penses den strengsten ,jansenismus1 eine reine transzendente ,idee von ,gott und der ,erbsnde aufbaute1 begrndet zugleich die ,geometrie der reinen ,beziehungen3 die ,projektionslehre4 ,es ist von hchster ,bedeutung1 da gerade in ,hellas die ,gestirngtter1 als numina der ,ferne1 fehlen4 ,helios hatte nur auf dem orientalisierten ,rhodos1 ,selene berhaupt nie einen ,kult4 ,beide sind lediglich1 wie schon in der hfischen ,poesie ,homers1 knstlerische ,ausdrucksmittel1 nach rmischer ,bezeichnung ,elemente des genus mythicum1 nicht des genus civile4 ,sie besaen weder ,tempel noch ,statuen und das1 obgleich in gypten 7,ra7 und ,babylon 7,marduk71 denen der ,hellene so viel entlehnte1 der ,sonnen- und ,gestirndienst den ,mittelpunkt des ,kultus bildete4 ,die altrmische ,religion1 in der das antike ,weltgefhl in besonderer ,reinheit zum ,ausdruck kommt1 kennt weder ,sonne noch ,mond1 weder ,sturm noch ,wolken als ,gottheiten4 ,waldesrauschen und ,waldeinsamkeit1 ,gewitter und ,meeresbrandung1 die das ,naturgefhl des faustischen ,menschen1 schon das des ,kelten und ,germanen1 vllig beherrschen und seinen mythischen ,schpfungen den eigentmlichen ,charakter geben1 lassen das des antiken ,menschen unberhrt4 ,nur ,konkreta1 ,herd und ,tr1 der einzelne ,wald und das einzelne ,feld1 dieser ,flu und jener ,berg1 verdichten sich ihm zu ,wesen4 ,man bemerkt1 da alles1 was ,ferne hat1 alles1 was grenzenlos und unkrperlich wirkt und deshalb den ,raum als seiend1 als gttlich in die gefhlte ,natur ziehen wrde1 vom ,mythus ausgeschlossen bleibt1 wie auch ,wolken und ,horizonte1 die dem ,landschaftsgemlde des ,barock geradezu ,sinn und ,seele geben1 im antiken hintergrundlosen ,fresko fehlen4 ,die unbegrenzte ,menge antiker ,gtter -- jeder ,baum1 jede ,quelle1 jedes ,haus1 jeder ,teil des ,hauses sogar ist ,gott -- bedeutet1 da jedes greifbare ,ding1 deren ,summe eben ,kosmos heit1 zugleich fr sich bestehendes ,wesen1 keines also dem andern funktional untergeordnet ist4 ,die ,idee der ,moira bringt das selbst den hchsten ,gttern gegenber zum ,ausdruck4 ,nicht das ,schicksal ist die ,gottheit1 was die attische ,tragdie mit unzweifelhafter ,deutlichkeit erkennen lt4 ,da alles ,gott ist1 so ist das ,schicksal die ,notwendigkeit1 der ohne ,ausnahme alle ,gtter unterliegen4 ,auch ,zeus kann dem ,verhngnis nicht entrinnen1 heit es bei schylos4 ,man erinnere sich der ,atome ,demokrits und der ,ananke1 die sie planlos durcheinanderwirbelt4 ,erst aus diesem ,urgefhl ist das ,bild der ,olympier entstanden1 indem das apollinische ,bewutsein aus der ,unsumme von ,gttern eine plastische ,gruppe von sinnlich scharf umrissener ,individualitt heraushob1 whrend das abendlndische ,gefhl den umgekehrten ,weg ging und von der farbigen ,flle des ,mythus1 wie ihn die ,zeit der ,kreuzzge geschaffen hatte1 zu der strengen ,abstraktheit der protestantischen und tridentinischen ,gottesvorstellung gelangte1 die reine ,kraft1 reiner ,wille ist und sich jeder ,mglichkeit malerischer ,darstellung entzieht4 ,dem apollinischen und dem faustischen ,naturbilde liegen berall die entgegengesetzten ,symbole des ,dinges und des ,raumes zugrunde4 ,olymp und ,unterwelt sind von scharfer sinnlicher ,bestimmtheit2 die ,reiche der ,zwerge1 ,elben1 ,kobolde1 ,walhall und ,niflheim -- das alles ist irgendwo im ,weltraum verloren4 ,in der altrmischen ,religion ist ,tellus mater nicht die ,urmutter81 sondern der handgreifliche ,acker selbst4 ,faunus ist der ,wald1 ,volturnus der ,flu1 die ,saat heit ,ceres1 die ,ernte heit ,consus4 ,sub ,jove frigido heit bei ,horaz echt rmisch unter kaltem ,himmel4 ,hier wird nicht einmal der ,versuch einer bildlichen ,wiedergabe an der ,sttte der ,verehrung gemacht1 denn das hiee den ,gott verdoppeln4 ,noch sehr spt lehnt sich der rmische ,instinkt gegen ,gtterbilder auf4 ,da dem ,griechen ein entsprechendes ,gefhl nicht fremd war1 beweisen der immer profaner werdenden ,plastik gegenber der ,volksglaube und die ,philosophie4 ,im ,hause ist ,janus die ,tr als ,gott1 ,vesta der ,herd als ,gttin2 die beiden ,funktionen des ,hauses sind in ihrem ,gegenstand ,wesen1 ,gott geworden4 ,hellenische ,flugtter wie ,acheloos1 der als ,stier erscheint1 sind deutlich als der ,flu selbst1 nicht etwa als im ,flusse wohnend bezeichnet4 ,die ,pane und ,satyrn sind die als ,wesen empfundenen einzelnen1 wohlbegrenzten ,felder und ,triften4 ,dryaden und ,hamadryaden sind ,bume4 ,an vielen ,stellen wurden einzelne1 besonders wohlgewachsene ,bume an sich1 ohne ,namengebung verehrt1 indem man sie mit ,binden und ,weihgeschenken schmckte 7ein ,motiv der hellenistischen ,landschaftsmalerei74 ,dagegen besitzen die ,mahre1 ,wichte1 ,zwerge1 ,hexen1 ,valkyren und die ihnen verwandten1 schweifenden ,heere der abgeschiedenen ,seelen1 die nachts umgehen81 nichts von dieser ortsgebundenen ,stofflichkeit4 ,najaden sind ,quellen4 ,nixen und ,alrunen aber1 ,holzgeister und ,elben sind ,seelen1 die in ,quellen1 ,bume1 ,huser nur gebannt sind und erlst sein1 wieder frei herumschweifen wollen4 ,das ist das vollkommene ,gegenteil einer plastischen1 euklidischen ,naturempfindung4 ,die ,dinge werden hier nur als ,rume andrer ,art erlebt4 ,eine ,nymphe1 eine ,quelle also1 nimmt wohl menschliche ,gestalt an1 wenn sie einen schnen ,hirten besuchen will2 eine ,nixe aber ist eine verwunschene ,prinzessin1 mit ,wasserrosen im ,haar1 die in ,mitternchten aus dem ,see steigt1 in dessen ,tiefe sie wohnt4 ,kaiser ,rotbart sitzt im ,kyffhuser und ,frau ,venus im ,hrselberg4 ,es ist1 als ob es nichts ,stoffliches1 ,undurchdringliches im faustischen ,weltall gbe4 ,in den ,dingen ahnt man andre ,welten2 ihre ,dichte1 ihre ,hrte ist ,schein und -- ein ,zug1 der im antiken ,mythus gar nicht vorkommen knnte1 der ihn aufheben wrde -- bevorzugten ,sterblichen wird die ,gabe verliehen1 durch ,felsen und ,berge in die ,tiefe zu schauen4 ,aber ist das nicht auch die geheime ,meinung unsrer physikalischen ,theorie8 ,ist eine neue ,hypothese nicht immer eine ,art ,springwurzel8 ,keine andre ,kultur kennt so viele ,sagen von ,schtzen1 die tief in ,bergen und ,seen ruhen1 von geheimnisvollen unterirdischen ,reichen1 ,palsten1 ,grten1 in denen andre ,wesen wohnen4 ,die ganze ,substanz der sichtbaren ,welt wird vom faustischen ,naturgefhl verleugnet4 ,es gibt nichts ,erdhaftes mehr1 nur der ,raum ist wirklich4 ,das ,mrchen lst die ,materie der ,natur auf1 wie der gotische ,stil die steinerne ,masse seiner ,dome1 die in einer ,flle von ,formen und ,linien geisterhaft verschwebt1 denen keine ,schwere mehr anhaftet1 die keine ,grenze mehr kennen4 ,all diese ,geschpfe sind durch einen ,namen gebannte1 abgehobene1 gestaltete ,mchte der ,natur4 ,sie stellen dem ,glubigen1 der sie als gegenwrtig empfindet1 deren ,wesen dar2 sie geben die ,beziehungen zwischen ,natur und ,mensch in ihrem freundlichen oder feindlichen ,verhltnis wieder4 ,was der unbewute ,mensch in der ,natur verehrt1 zu erforschen1 zu gewinnen sucht1 das ,fremde1 erscheint in diesen ,gebilden leibhaft1 gttlich vor seinem ,auge4 ,aber vergessen wir nicht1 da diese ,natur selbst eine ,schpfung des hheren ,menschen und die ,spiegelung seines ,selbst ist1 da es eine ,natur als geschautes ,ganzes1 als ,makrokosmos1 als ,einheit des ,ausdruckes nur in bezug auf einen ,kulturmenschen gibt1 und da weder der ,wilde noch das ,kind eine sinnvolle1 wohlgeordnete ,natur in sich und um sich erleben1 jede ,kultur aber ihre eigne4 ,insofern sind diese ,wesen vom ,fleisch und ,blut des ,menschen1 fr den sie ,wirklichkeit besitzen1 reine ,schpfungen seines ,herzens1 nicht seines ,verstandes1 der erst in den ,sptzeiten wie im ,barock und in der ,ionik das wache ,bewutsein und dessen ,projektionen auf das ,fremde8 beherrscht4 ,der ,mythus ist ein lndliches1 die ,physik das entsprechende stdtische ,phnomen4 ,sie verwandelt eine durchseelte ,welt in ein intellektuelles ,system1 ,symbole in ,begriffe1 ,gottheiten in ,theorien1 ,ahnungen in ,hypothesen4 ,der mit steigendem ,nachdruck auf somatische ,vereinzelung gerichtete antike ,polytheismus verdeutlicht sich besonders in der ,haltung fremden ,gttern8 gegenber4 ,fr den antiken ,menschen waren die ,gtter der gypter1 ,phniker1 ,germanen1 soweit sich mit ihnen eine bildhafte ,vorstellung verbinden lie1 ebenfalls wirkliche ,gtter4 ,die ,rede1 da sie nicht existierten81 hat innerhalb dieses ,weltgefhls keinen logischen ,sinn4 ,der ,grieche verehrt sie1 wenn er mit ihrem ,lande in ,berhrung kommt4 ,die ,gtter sind wie eine ,statue1 eine ,polis1 ein euklidischer ,krper an den ,ort gebunden4 ,sie sind ,wesen der ,nhe1 nicht des allgemeinen ,raumes4 ,so gut ,zeus und ,apollo zurcktreten1 wenn man sich etwa in ,babylon aufhlt1 so gut hat man die dort heimischen ,gtter nun besonders zu achten4 ,diese ,bedeutung haben die ,altre mit der ,aufschrift ,den unbekannten ,gttern8 -- der ,paulus in der ,apostelgeschichte eine so bezeichnend miverstndliche1 magisch-monotheistische ,deutung gibt4 ,es sind die ,gtter1 welche der ,grieche dem ,namen nach nicht kennt1 die aber von den ,fremden in den groen ,hfen1 im ,pirus oder in ,korinth etwa1 verehrt werden und denen er deshalb ,achtung zollt4 ,mit klassischer ,deutlichkeit offenbart dies das rmische ,sakralrecht und die streng bewahrten ,anrufungsformeln z4 ,b4 der generalis invocatio4 ,da das ,universum die ,summe der ,dinge ist und ,dinge ,gtter sind1 so werden auch alle ,gtter als solche anerkannt1 mit denen der ,rmer praktisch-historisch noch nicht in ,beziehungen getreten ist4 ,er kennt sie nicht oder sie sind die ,gtter seiner ,feinde1 aber sie sind ,gtter1 weil das ,gegenteil nicht vorstellbar ist4 ,das ist der ,sinn jener sakralen ,wendung bei ,livius 7,,viii1 #i1 #f73 di quibus est potestas nostrorum hostiumque4 ,das rmische ,volk gesteht1 da der ,kreis seiner ,gtter nur augenblicklich begrenzt ist und will durch diese ,formeln am ,ende des ,gebets1 nachdem die eigenen ,gtter mit ,namen aufgezhlt sind1 den ,rechten der andern nicht zu nahe treten4 ,nach dem ,sakralrecht geht mit der ,besitzergreifung fremden ,landes die ganze ,summe religiser ,verpflichtungen1 die an diesem ,gebiete und dessen ,gottheiten haftet1 auf die ,stadt ,rom ber -- das ist die logische ,konsequenz des additiven antiken ,gottgefhls4 ,da mit der ,anerkennung der ,gottheit die der ,formen ihres ,kultus durchaus nicht gleichbedeutend war1 beweist der ,fall der ,magna ,mater von ,pessinus1 die im zweiten punischen ,kriege auf ,grund einer sibyllinischen ,weissagung in ,rom rezipiert wurde1 whrend ihr hchst unantik gefrbter ,kultus -- der von miteingewanderten ,priestern aus ihrer ,heimat ausgebt wurde -- unter strenger polizeilicher ,aufsicht stand1 und nicht nur rmischen ,brgern1 sondern selbst deren ,sklaven der ,eintritt in die ,priesterschaft bei ,strafe untersagt war4 ,mit der ,aufnahme der ,gttin war dem antiken ,weltgefhl ,genge getan1 mit der persnlichen ,ausbung ihres dem ,rmer verchtlichen ,kultus wre es aber verletzt worden4 ,das ,verhalten des ,senats ist in solchen ,fllen entscheidend1 whrend das ,volk bei der zunehmenden ,vermischung mit stlichen1 namentlich semitischen ,vlkerschaften an diesen ,kulten ,geschmack fand und die rmischen ,heere der ,kaiserzeit infolge ihrer ,zusammensetzung sogar einer der wichtigsten ,trger des magischen ,weltgefhls geworden sind4 ,von hier aus wird der ,kult vergtterter ,menschen als ein notwendiges ,element innerhalb dieser religisen ,formenwelt verstndlich4 ,aber man hat scharf zwischen antiken und den oberflchlich hnlichen orientalischen ,erscheinungen zu unterscheiden4 ,der rmische ,kaiserkult1 d4 h4 die ,verehrung des ,genius des lebenden ,prinzips und die der verstorbenen ,vorgnger als ,divi1 ist bisher mit der zeremoniellen ,verehrung des ,herrschers in vorderasiatischen ,reichen1 vor allem in ,persien1#aah und noch mehr mit der spteren ganz anders gemeinten ,vergtterung der ,khalifen1 die schon bei ,diokletian und ,konstantin in voller ,ausbildung erscheint1 vermengt worden4 ,in der ,tat handelt es sich hier um sehr verschiedene ,dinge4 ,mag im ,osten die ,verschmelzung dieser symbolischen ,formen dreier ,kulturen einen hohen ,grad erreicht haben1 in ,rom ist der antike ,typus unzweideutig und rein verwirklicht worden4 ,schon einige ,griechen wie ,sophokles und ,lysander1 vor allem ,alexander1 wurden nicht nur von ,schmeichlern als ,gtter ausgerufen1 sondern vom ,volkstum in einem ganz bestimmten ,sinne als solche empfunden4 ,von der ,gttlichkeit eines ,dinges1 eines ,hains1 einer ,quelle1 endlich einer ,statue1 die den ,gott reprsentiert -- man denke an die tiefe ,wirkung des ,hermokopidenfrevels auf das athenische ,volk und auf den ,ausgang des ,peloponnesischen ,krieges -- bis zu der eines hervorragenden ,menschen1 der erst ,heros und dann ,gott wird1 ist nur ein ,schritt4 ,man verehrte im einen wie im andern die vollkommene ,gestalt1 in der die ,weltsubstanz1 das an sich ,nichtgttliche1 sich verwirklicht hatte4 ,hier ist an den attischen ,begriff der ,kalokagathia zu denken4 ,die schne1 sichtbar vollendete ,gestalt war das ,gttliche1 also war es in der machtvollen ,erscheinung des ,csar fr das ,auge des ,rmers im hchsten ,mae unmittelbar gegenwrtig4 ,bestand in jedem ,hause ein ,kult des genius1 der ,zeugungskraft des ,hausherrn1 so verehrte man hier1 im genius principis1 die ,lebenskraft der ,stadt als eines ,gesamtkrpers4 ,eine ,vorstufe war der ,konsul am ,tage seines ,triumphes4 ,er trug hier die ,rstung des kapitolinischen ,juppiter1 und in der lteren ,zeit waren ,gesicht und ,arme mit roter ,farbe bestrichen1 um die hnlichkeit mit der ,terrakottastatue des ,gottes1 dessen numen sich in diesem ,augenblick in ihm verkrperte1 zu erhhen4 uerst charakteristisch ist fr das hier waltende ,urgefhl der bizarre ,gegensatz zur ,vergttlichung des ,csars 7die im ,grunde eine ,einbeziehung der ,gtter als ,personen in die rmische ,menschheit bedeutet72 die im rmischen ,recht stets aufrecht erhaltene ,strafbarkeit der ,tiere 7nicht ihrer ,besitzer7 fr ,vergehen1 welche bei ,menschen strafbar sind4 ,als ,krper1 1 gehren die ,tiere also ebenso wie die ,gtter der ,gemeinschaft lebender ,krper1 dargestellt im ,staate1 an4 ,man kann sagen1 da in dieser ,skala der ,heros1 der ,csar als bergang nach oben1 der ,sklave als der nach unten empfunden wurde4 ,zwischen ihnen liegt der ,bereich des 1 des eigentlichen antiken ,menschen1 der ,rechte und ,pflichten hat4 ,der ,sklave hat keine ,rechte mehr4 ,er ist1 griechisch gesprochen1 1 keine ,person1 obwohl nicht 4 ,er besitzt einen ,leib1 aber keine ,bedeutung4 ,er ist nicht ,brger4 ,der ,heros ist es auch nicht mehr1 aber insofern er ber ,pflichten erhaben ist4 ,hier liegen die ,grenzen der ,polis hinsichtlich der ihr aktiv zugehrenden ,krper 7 74 ,erst so begreift man1 was der antike ,mensch ,staat nennt4 ,folgerichtig ist -- was fr die ,haltung der ,christen wesentlich wurde -- das ,majesttsverbrechen eine ,art ,gottfrevel1 das ,verbrechen gegen den ,sklaven eines andern eine ,art ,sachbeschdigung4 ,der ,kaiserkult ist die letzte religise ,schpfung des antiken ,volkstums1 soweit es nicht durch stliche ,elemente in seinen ,instinkten gebrochen war4 ,man hat die ,echtheit dieses ,gottgefhls sehr ernst zu nehmen4 ,da die rmischen ,massen die ,abstammung ,julius ,csars1 eines tiefen ,skeptikers1 von der ,venus als etwas ,wesentliches empfanden1 hat auf die ,throngeschichte des julisch-claudischen ,hauses entscheidend eingewirkt4 ,der ,kult des ,genius ,augusti mit einem streng geregelten ,opferdienst1 whrend gleichzeitig der ,princeps selbst innerhalb der ,mauern ,roms beinahe das ,dasein einer distinguierten ,privatperson fhrte1 ist nur aus dem ,weltgefhl der apollinischen ,seele zu begreifen4 ,sein intellektueller ,gegensatz ist der gelehrte1 dem ,gehalt nach durchaus irreligise ,stoizismus als die ,weltanschauung der patrizischen ,elemente1 wie etwa jenes ,scaevola1 der als hchster ,priester ,roms die ,gtterverehrung nur aus ,grnden der ,staatsraison brauchbar befand4 ,hier steht ,instinkt gegen ,intellekt1 ,glaube gegen ,wissen1 und zwar in politischer ,verkleidung als ,demokratie und ,aristokratie4 ,die beiden ewigen ,inkarnationen des antiken ,seins1 ,athen und ,sparta1 ,tyrannis und ,oligarchie1 ,plebs und ,senat1 ,csar und ,pompeius1 ,prinzipat und ,republik1 stehen hier zum letzten ,male einander gegenber im ,kult des ,divus ,julius und dem aus ,opposition dagegen gepflegten1 von ,lucanus in seiner ,pharsalia angedeuteten ,kult ,catos1 des vornehmen ,republikaners4 ,die gesamte blutige ,geschichte der frhen ,kaiserzeit findet hier ihre ,deutung4 ,man hat den ,kult ,csars von der geflissentlichen ,verehrung seines ,mrders1 des ,patriziers ,brutus oder der ,catos wohl zu unterscheiden4 ,jener ist eine ,religion1 die letzte der antiken ,kultur1 die damals starb2 diese ist eine theoretische1 tendenzise1 nichts weniger als religise ,schwrmerei der gebildeten ,kreise4 ,tacitus hat als ihr ,mitglied1 als verkappter ,stoiker1 den ,prinzipat der ,csaren beurteilt4 ,je schrfer er richtet1 desto populrer war der ,verurteilte4 ,nero ist der ,abgott des ,volkes auf ,generationen hinaus gewesen4 ,jeder ,angriff auf den ,princeps und seinen ,kult traf den religisen ,instinkt der ,massen4 ,an frherer ,stelle war das paulinische ,christentum als die ,herbernahme einer frharabischen ,religion in die antike ,form der stoischen ,diatribe bezeichnet worden4 ,daraus erklrt sich das ,phnomen der -- auf die ,stadt ,rom beschrnkten -- ,christenverfolgungen durch ,nero und ,domitian4 ,sie richten sich in ,wahrheit gegen die ,stoa als den intellektuellen ,ausgangspunkt aller ,verschwrungen zum ,sturz des ,prinzipates4 ,weil ,paulus das ,christentum in den weltstdtischen ,stoizismus hineingeleitet hatte1 der1 allerdings in einer exklusiven1 katonischen ,gestalt1 die ,weltanschauung des ,patriziats geworden war1 weil seine ,ablehnung des ,divuskultes mit der aus ganz anderen ,grnden erfolgten der ,senatspartei zusammenfiel1 war das antike ,empfinden des ,demos in der einzigen ,form der ,gtterverehrung verletzt1 die in ihm noch lebendig war4 ,mochte ,tacitus als ,philosoph das ,christentum mit den brigen orientalischen ,kulten als foeda superstitio verachten1 so sind doch die ,philosophen ,helvidius ,priscus und ,thrasea von ,nero aus dem gleichen ,motiv wie die ,christen hingerichtet worden4 ,in dem welthistorischen ,worte3 ,gebt dem ,csar1 was des ,csars ist und ,gott1 was ,gottes ist1 das dem ,christus der ,evangelien in den ,mund gelegt ist1 treten antikes und arabisches ,gottbewutsein in vollster ,schrfe und mit der ,notwendigkeit gegenseitigen ,miverstehens einander gegenber4 ,ein ,ausgleich zwischen dem streng euklidischen1 beinahe posthumen ,divuskult und dem ganz jungen1 magisch-monotheistischen ,christentum war aber schon durch die ,kulturstufe1 die beide voraussetzen1 dort ein ,ende1 hier ein ,anfang1 unmglich4 #aj ,in den ersten ,generationen der ,kaiserzeit lst sich der antike ,polytheismus1 ohne da in vielen ,fllen an der ueren1 kultischen oder sakralrechtlichen ,form etwas gendert worden wre1 in den magischen ,monotheismus auf4 ,eine neue ,seele war erschienen und sie erlebte die verjhrten ,formen anders4 ,die ,namen bestanden fort1 aber sie deckten andre numina4 ,alle sogenannten sptantiken ,kulte der ,isis und ,kybele1 des ,mithras1 ,sol1 ,serapis1 ,hermes sind nicht mehr die ,verehrungen ortsgebundener1 plastisch greifbarer ,wesen4 ,der attische ,hermes war der ,gott einer ,stadt gewesen1 in der seine ,statue als ,zeichen seines ,wohnsitzes stand2 der ,hermes des alexandrinischen ,kultes ist ein geistiges ,prinzip1 das vom ,euphrat bis zum ,rhein berall angerufen werden konnte4 ,der ,zeus der ,perikleszeit war in jeder ,stadt1 wo er einen ,tempel besa1 ein andrer4 ,der ,zeus von ,dodona war mit dem ,zeus von ,olympia nicht identisch4 ,so wenig sich diese ,auffassung logisch exakt darstellen lt1 so logisch wirkte sie dennoch auf den religisen ,instinkt4 ,man war in ,rom weit entfernt1 den ,juppiter ,omnium ,maximus mit einem der andern1 etwa dem ,juppiter ,victor oder ,feretrius zu vermengen1 aber die vielen sehr verschiedenartigen ,gottheiten der frhchristlichen ,zeit wurden als ein und dasselbe ,wesen empfunden1 nur da jeder ,anhnger eines einzelnen ,kultes berzeugt war1 es in seiner wahren ,gestalt zu kennen4 ,in diesem ,sinne sprach man von der millionennamigen ,isis84 ,bis dahin waren die ,namen ,bezeichnungen ebensovieler krperhafter ,gtter gewesen1 jetzt sind sie ,titel des einen1 den jeder meint4 ,der magische ,monotheismus offenbart sich in allen religisen ,schpfungen1 die vom ,osten aus das ,imperium erfllen1 in den ,kulten der alexandrinischen ,isis1 des von ,aurelian bevorzugten ,sonnengottes 7des ,baal von ,palmyra71 des von ,diokletian beschtzten ,mithras1 dessen persische ,gestalt in ,syrien vllig umgeprgt worden war1 der von ,septimius ,severus verehrten ,baalath von ,karthago 7,tanith1 ,dea caelestis71 die smtlich nicht mehr in antiker ,weise die ,zahl der konkreten ,gtter additiv vermehren1 sondern sie im ,gegenteil in einer der bildhaften ,darstellung sich mehr und mehr entziehenden ,weise in sich aufnehmen4 ,das ist ,alchymie an ,stelle der ,statik4 ,dem entspricht es1 da an ,stelle des ,bildes gewisse ,symbole1 der ,stier1 das ,lamm1 der ,fisch1 das ,dreieck1 das ,kreuz in den ,vordergrund treten4 ,in hoc signo vinces8 -- das klingt nicht mehr antik4 ,hier bereitet sich die ,abkehr von der menschendarstellenden ,kunst vor1 die spter im ,islam und in ,byzanz zum ,bilderverbot fhrte4 ,die namentlich in der bildenden ,kunst und der hheren ,poesie ,roms beliebte1 niemals ins ,volksbewutsein gedrungene ,angleichung antiker ,gottheiten wie die von ,aphrodite und ,venus1 von ,neptunus und ,poseidon1 die naive ,art1 fremde ,gtter durch ,gleichsetzung mit heimischen sich verstndlich zu machen 7so den germanischen ,donar mit ,herkules71 hat mit dieser spirituellen ,verschmelzung von ,gottheiten nichts zu tun4 ,was die ,religionsforschung heute als ,synkretismus bezeichnet1 ein ,phnomen1 das sich deutlich als ,auflsung des statisch-plastischen ,gottgefhls1 also negativ abhebt1 ist positiv gefat nichts als die ,heraufkunft des magischen ,gefhls4 ,es ist das einem anderen ,naturbilde zugrunde liegende ,prinzip1 das auch die ,mchte dieser ,natur anders fat4 ,der arabische ,mensch erlebt die eigene und einzige1 das ,all erschpfende ,gottheit als die primre ,substanz2 alle andern besitzen nur als ihre ,namen oder ,erscheinungsformen ,geltung4 ,bis auf ,trajan herab1 als auf griechischem ,boden lngst der letzte ,hauch apollinischen ,weltgefhls verschwunden war1 besa der rmische ,staatskult die ,kraft1 die additive ,tendenz whrend der fortgesetzten ,vermehrung der ,gtterwelt zu wahren4 ,die ,gottheiten der unterworfenen ,lnder und ,vlker erhalten in ,rom eine anerkannte ,kultsttte1 ,priesterschaft und ,ritual1 whrend sie selbst als genau abgegrenzte ,individuen neben die ,gtter der ,vergangenheit treten4 ,von da an siegt auch an dieser ,stelle1 trotz eines ehrwrdigen ,widerstandes1 der seinen ,sitz in der kleinen ,zahl uralter ,patrizierfamilien hat1 der magische ,geist2 die ,gttergestalten schwinden als solche1 als ,krper1 aus dem ,bewutsein1 um einem transzendenten ,gottgefhl ,platz zu machen1 das nicht mehr auf dem unmittelbaren ,zeugnis der ,sinne beruht1 und die ,bruche1 ,feste und ,legenden verflieen ineinander4 ,als ,caracalla #bag den sakralrechtlichen ,unterschied zwischen rmischen und fremden ,gottheiten aufhob 7wie er auch durch ,erteilung des ,brgerrechtes an alle ,reichsbewohner die antike ,idee der ,polis endgltig beseitigte71 womit tatschlich ,isis die erste1 alle lteren numina umfassende ,gottheit ,roms und damit die gefhrlichste ,feindin des ,christentums wurde1 die sich den ,todha der ,kirchenvter zuzog1 war ,rom ein ,stck ,orient1 eine religise ,dependenz ,syriens geworden4 ,damals beginnen die ,baale von ,doliche1 ,petra1 ,palmyra1 ,emesa zum ,monotheismus des ,sol zu verschmelzen1 der spter als ,gott des ,reiches in seinem ,vertreter ,licinius von ,konstantin besiegt wurde4 ,es handelt sich damals nicht mehr um antik oder magisch -- das ,christentum konnte den hellenischen ,gttern sogar eine ,art ungefhrlicher ,sympathie entgegenbringen --1 sondern darum1 welche der magischen ,religionen der damaligen ,welt die geistige ,form geben sollte4 ,man findet diesen ,proze der ,abnahme des plastischen ,empfindens sehr deutlich in den ,entwicklungsstufen des ,kaiserkultes1 wo zuerst der verstorbene ,kaiser als ,divus durch ,senatsbeschlu in den ,kreis der ,staatsgtter aufgenommen wird -- als erster der ,divus ,julius #db v4 ,chr4 -- und eine eigne ,priesterschaft erhlt1 so da von nun an sein ,bild bei ,familienfesten nicht mehr unter den ,ahnenbildern vorangetragen wird2 wo dann von ,mark ,aurel an keine neue ,priesterschaft mehr fr den ,dienst konsekrierter ,kaiser entsteht1 bald darauf auch kein neuer ,tempel mehr geweiht wird1 weil ein allgemeines templum divorum dem religisen ,gefhl hinreichend erscheint und die ,bezeichnung ,divus endlich sich in einen ,titel der ,mitglieder des ,kaiserhauses verwandelt4 ,dieser ,ausgang bezeichnet den ,sieg des magischen ,gefhls4 ,man wird finden1 da die ,hufung von ,namen in ,weihinschriften1 etwa ,isis-,magna ,mater-,juno-,astarte-,bellona oder ,mithras-,sol invictus-,helios schon lngst den ,charakter des ,titels einer alleinexistierenden durchgeistigten ,gottheit angenommen hat4#aai #aa ,das ,problem des ,atheismus ist fr den ,psychologen einstweilen noch terra incognita4 ,soviel ber den ,atheismus schlechtweg1 d4 h4 ein in seinen letzten ,grnden und seelisch-historischen ,bedingungen gar nicht verstandenes ,phnomen geschrieben und rsoniert worden ist1 gleichviel ob im ,stile des vorgeschrittenen8 ,menschen1 im idealen ,falle des freigeistigen ,mrtyrers1 oder im ,stile des ,kulturmenschen1 im uersten ,falle des glubigen ,zeloten3 von ,nuancen des ,atheismus1 von der ,analyse einer einzelnen1 bestimmten ,erscheinungsform des ,atheismus in ihrer ,flle und ,notwendigkeit1 ihrer starken ,symbolik1 ihrer zeitlichen ,beschrnktheit hat man nie gehrt4 ,der ,atheismus -- ist er eine apriorische ,struktur des ,weltbewutseins oder eine wahlfreie ,vorstellung8 ,und zieht das ,gefhl von einem entgtterten ,kosmos auch das ,wissen davon1 da der groe ,pan tot ist81 nach sich8 ,gibt es einen unbewuten ,atheismus8 ,gibt es frhe ,atheisten1 etwa in der dorischen oder gotischen ,zeit8 ,gibt es jemand1 der sich mit ,leidenschaft1 aber mit ,unrecht als ,atheisten bezeichnet8 ,und kann es zivilisierte ,menschen geben1 die es nicht sind1 nicht ganz wenigstens8 ,da zum ,wesen des ,atheismus1 wie schon die ,wortbildung in smtlichen ,sprachen verrt1 der ,charakter der ,negation gehrt1 da er den ,verzicht auf eine seelische ,bildung1 die ihm also voraufgeht1 bedeutet und nicht etwa den positiven ,akt einer ungebrochenen ,gestaltungskraft1 steht fest4 ,aber was wird da verneint8 ,in welcher ,weise8 ,und von wem8 ,ohne ,zweifel ist der ,atheismus1 richtig verstanden1 der notwendige ,ausdruck eines in sich vollendeten1 in seinen religisen ,mglichkeiten erschpften1 dem ,anorganischen verfallenden ,seelentums4 ,er vertrgt sich sehr wohl mit dem lebhaften und sehnschtigen ,bedrfnis nach echter ,religiositt#abj -- darin aller ,romantik verwandt1 die ebenfalls etwas unwiderruflich ,verlornes1 die ,kultur nmlich1 wieder heranziehen mchte -- und er kann seinem ,trger sehr wohl unbewut sein1 eine ,gestalt seines ,fhlens1 die nie in die ,konventionen seines ,denkens eingreift1 die seiner berzeugung sogar widerspricht4 ,man begreift das1 wenn man einsieht1 weshalb der fromme ,haydn ,beethoven einen ,atheisten nannte1 nachdem er ,musik von ihm gehrt hatte4 ,die ,notwendigkeit fr ,beethoven1 die groe musikalische ,form des ,barock zu verletzen1 um innerlich wahr zu sein1 der tiefe ,widerspruch zwischen seinem persnlichen ,wollen und dem der bereits hinter ihm liegenden ,kultur besagt dasselbe4 ,beethoven war ,romantiker und romantische ,religiositt ist1 in ,alexandria wie im ,kreise der ,schlegel und ,tieck1 die feinste ,form eines heimlichen ,atheismus4 ,man darf sagen1 da ein faustischer ,mathematiker1 der nicht fromm8 ist1 wie ,pascal1 ,leibniz1 ,newton1 ,gau waren1 ein ausgezeichneter ,organisator der ,materie seiner ,wissenschaft und ,entdecker wichtigster ,stze sein kann1 da er aber zur ,vertiefung der ,idee der analytischen ,zahl nichts beitragen wird1 weil er sie nicht in sich fhlt1 sondern nur auer sich erkennt1 sie nur als ,element einer ,ordnung1 nicht einer ,schpfung besitzt4 ,der ,atheismus gehrt zum zivilisierten ,menschen1 insofern eine ,zivilisation der ,erdenrest8 einer erloschenen ,kultur ist4 ,wir werden das noch kennen lernen4 ,er gehrt zur groen ,stadt2 er gehrt zum ,gebildeten8 der groen ,stdte1 der sich mechanisch aneignet1 was seine ,vorfahren1 die ,schpfer seiner ,kultur1 organisch erlebt haben4 ,aristoteles ist1 vom antiken ,gottgefhl aus1 ,atheist1 ohne es zu wissen4 ,der hellenistisch-rmische ,stoizismus ist es so gut wie der ,sozialismus und ,buddhismus der westeuropischen und indischen ,modernitt4 ,ein typisch atheistischer ,zustand ist es1 aus dem heute die freireligisen8 humanen ,bewegungen hervorgehen1 die einen groen ,teil des stdtischen ,protestantismus umfassen -- beim ehrlichsten ,gebrauch des ,wortes ,gott84 ,bedeutet dies spte und abschlieende ,phnomen aber die ,verneinung des religisen ,moments in uns1 so ist es in jeder ,zivilisation von andrer ,struktur4 ,es gibt keine ,religiositt ohne eine ihr allein zugehrige1 gegen sie allein gerichtete atheistische ,auflehnung4 ,es gibt einen antiken1 arabischen1 abendlndischen ,atheismus1 die untereinander nach ,sinn und ,gehalt vllig verschieden sind4 ,nietzsche hat den einen1 den dynamischen -- etwas post festum --1 dahin formuliert1 da ,gott tot ist84 ,ein antiker ,philosoph htte den andern1 statisch-euklidischen1 damit bezeichnet1 da die ,gtter tot sind84 ,das eine bedeutet die ,entgtterung des unendlichen ,raumes1 das andre die der unzhligen ,dinge4 ,sie waren bis dahin -- man denke an das ,tiefenerlebnis und seine ,bedeutung fr das ,erwachen des ,innenlebens -- ,symbole gewesen1 letzte ,formelemente einer lebendigen ,natur2 sie sind jetzt bloe ,tatsachen der mechanischen ,ausgedehntheit4 ,der tote ,raum und die toten ,dinge sind die ,objekte der verstandesmigen ,physik4 ,mit einem richtigen ,gefhl pflegt der ,sprachgebrauch ,weisheit und ,intelligenz zu unterscheiden1 als einen frhen und spten1 buerlichen und grostdtischen ,zustand des ,geistes4 ,intelligenz ist das ,komplement zu einer mechanischen ,weltanschauung4 ,niemand wrde ,heraklit oder ,meister ,eckart eine ,intelligenz nennen1 aber ,sokrates und ,rousseau sind intelligent1 nicht weise84 ,in diesem ,worte liegt etwas ,anorganisches2 es verrt den ,beigeschmack von ,atheismus4 ,nur vom ,standpunkte des ,stoikers und ,sozialisten1 des typisch irreligisen ,menschen1 ist der ,mangel an ,intelligenz etwas ,verchtliches4 ,der apollinische ,mensch kann die ,gtter leugnen1 der faustische und der magische ,mensch leugnet ,gott4 ,aber dieser ,akt vollzieht sich in sehr verschiedenen ,formen4 ,er kann in bewutem und unbewutem ,verhalten1 im ,zweifel und in der ,verzweiflung1 im theoretischen ,angriff und praktischem ,aus-dem-,wege-gehen liegen4 ,das sinnlich-euklidische ,gttertum1 durch das die einzelnen ,dinge geheiligt sind1 verleugnet man schon durch die ,neigung zum monotheistischen ,isis- oder ,mithraskult4 ,noch einmal3 ,ein ,gott ist fr das antike ,empfinden kein ,gott4 ,dem ,rmer galten alle sdarabischen ,religionen samt dem ,christentum -- mit ihrer gemeinsamen1 wenn auch kultisch noch so verhllten ,formel ,allah il ,allah8 -- als atheistisch dem antiken ,gottgefhl gegenber und er hat sie verfolgt4 ,hier ist das ,wesen der ,toleranz verstndlich zu machen4 ,solange man diese ,erscheinung vom ,standpunkte des ,fr und ,wider betrachtet1 wird man fr das ,wesentliche blind sein4 ,einfltige ,leute lieben es1 die antike ,toleranz gegen die christliche ,toleranz auszuspielen4 ,aber das ,wort ,toleranz besagt an sich gar nichts4 ,erst das ,warum1 ,wogegen und ,wofr entscheidet alles4 ,wer z4 ,b4 die hinter dem ,worte ,liberalismus schlecht verhehlte ,gleichgltigkeit gegen religise ,dinge1 die dem einen nichts mehr bedeuten und die deshalb auch dem andern nichts bedeuten sollten1 fr ,toleranz nimmt und mit jenem tiefsymbolischen ,akte der ,aufnahme der di peregrini in den rmischen ,staatskult gleichsetzt1 verdient als gelehrter ,flachkopf keine ,widerlegung4 ,im wesentlichen ist niemand tolerant1 sofern man darunter einen wirklichen ,verzicht1 nicht eine positive uerung religiser ,gestaltungskraft versteht4 ,eben darauf beruht das ,symbolische jeder ,toleranz1 die allein von glubigen ,menschen1 nie von der ,intelligenz81 von einer ,kultur1 nicht von einer ,zivilisation ausgeht4 ,der antike ,kosmos als ,summe leibhafter1 gleichmig gttlicher ,dinge forderte nicht nur die ,duldung1 sondern die ttige ,anerkennung smtlicher fremden ,gtter1 soweit sie berhaupt als ,dinge in hherem ,sinne gelten konnten4 ,solange man ,jehova1 ,christus und ,mithras als ,tagesgestalten von der ,substanz eines ,apollo oder ,mars nahm1 glaubte man an sie4 ,alexander ,severus hatte die ,bilder von ,osiris1 ,christus1 ,abraham1 ,alexander dem ,groen und ,orpheus in seiner ,privatkapelle aufgestellt4 ,als abstrakte ,geister mit dem ,anspruch auf ,alleingltigkeit reizten sie zu ,verachtung und ,zorn4 ,und hier hatte die antike ,duldung ein ,ende4 ,hier stand das eigene ,gottgefhl in ,frage4 ,der ,logos der stoischen ,lehre1 so gewi er im ,verlaufe der vorsokratischen ,philosophie sich aus der ,tiefe des apollinischen ,gtterbewutseins herausgebildet hatte1 war unter den ,hnden der sophistischen ,intelligenz zuletzt die ,inkarnation des antiken ,atheismus1 der formgewordne ,widerspruch gegen die plastische ,gtterwelt geworden4 ,es entstand wie in jeder andern ,kultur eine ,todfeindschaft zwischen der ,religion der ,vter und der khlen1 weltbrgerlichen1 das ,all entseelenden ,philosophie der ,modernitt4 ,es ist kein ,zufall1 da an diese ,idee vom einen ,logos alle frharabischen ,spekulationen1 allen voran die des ,johannesevangeliums und die ,plotins1 angeknpft haben4 ,was dem antiken ,menschen der ,inbegriff des ,atheismus war1 das bezeichnete gerade den ,geltungsbereich des ,gttlichen im magischen ,weltbewutsein4 ,aber ebenso besteht zwischen dem ,deismus des #ah4 ,jahrhunderts1 dem ,voltaires1 ,goethes1 ,kants1 und dem ,atheismus des #ai4 kein ,gegensatz und nicht einmal eine wesentliche ,distanz4 ,der faustische ,gott gleicht dem ,symbol des einen absoluten ,raumes4 ,die ,intelligenz der ,zeit ,rousseaus schlo folgerichtig1 nicht da die ,gtter der andern ,vlker ebenfalls von unanfechtbarer ,existenz seien1 sondern da jedermann1 unter welcher ,form auch immer1 sei es auch unter einer polytheistischen1 ja nur den einen1 abstrakten1 faustischen ,gott meinen und verehren knne4 ,das ist der ,gegensatz von kultischer und dogmatischer ,religiositt4 ,der antike1 ahistorische ,mensch bt die ,kulte der fremden ,gtter aus1 der abendlndische1 der geborne ,historiker1 ist ,psycholog3 er versteht8 die berzeugung des andern4 ,hier ist die ,quelle einer ganz anders gearteten ,toleranz1 die ihren hchsten ,ausdruck in ,lessings ,nathan gefunden hat1 tief und vornehm1 solange sie wie bei ,goethe noch aus einem lebendigen ,gottgefhl hervorging1 eine ,farce1 wenn sie nichts als die moderne ,irreligion decken sollte4 ,aber je bewuter diese ,idee von ,gott gefat wurde1 desto hnlicher mute sie dem zugehrigen ,atheismus werden4 ,die ,sublimierung der ,idee in den groen romantischen ,systemen ist in der ,tat1 ohne da es ,hegel1 ,fichte und den andern je zum ,bewutsein gekommen wre1 das ,verschwinden des letzten ,unterschiedes zwischen ,gott und ,raum1 das vllige ,verschwinden des lebendigen ,gehaltes aus der abstrakten ,idee4 ,pantheismus und ,atheismus sind zuletzt nur noch ,wortdifferenzen4 ,schopenhauer war bewuter ,atheist1 aber ,oken hat mit der ganzen ,bizarrerie eines ,romantikers 7man denke an hnliches bei ,novalis7 ,gott #j gesetzt1 und er empfand das durchaus als den ,ausdruck eines echten ,gottgefhls4 ,diese ,zusammenhnge sind unendlich wichtig1 denn sie erklren die ,heraufkunft der ,physik am ,ende einer ,kultur und ihre wachsende ,tyrannei ber den spten1 stdtischen ,geist -- das groteske ,phnomen einer naturwissenschaftlichen ,weltanschauung84 ,sie erklren aber auch den vorbestimmten ,entwicklungsgang einer jeden ,physik1 die auf dem ,wege zur reinen archimedischen ,statik oder reinen modernen ,dynamik immer weniger seelenhaft1 immer intellektueller1 immer atheistischer wird4 ,insofern besteht eine natrliche ,verwandtschaft zwischen jeder gereiften ,physik und der ,religion1 aus deren intuitiver ,weltform sie ursprnglich hervorgegangen ist4 ,jede moderne ,weltanschauung8 ist ,physik1 in ,zahlen und ,begriffe gebrachter ,pantheismus4 ,wie stark der mythenbildende ,trieb selbst einer spten ,seele ist1 sieht man an ihrer letzten ,schpfung1 der physikalischen ,mythologie1 wo der wissenschaftliche ,geist ihrem ,zwecke dienstbar gemacht wird4 ,jede ,atomlehre ist ein ,mythus1 die kinetische ,gastheorie ist es so gut wie die ,edda4 ,ob ein ,skalde oder ein ,gelehrter das ,medium ist1 ist eine ,frage des ,stadiums4 ,jedes lebendige ,seelentum ist religis1 hat ,religion1 ob es sich dessen bewut ist oder nicht4 ,da es berhaupt da ist1 da es wird1 sich entwickelt1 sich erfllt1 ist seine ,religion4 ,es steht ihm nicht frei1 irreligis zu sein4 ,es ist ihm nur mglich1 wie im mediceischen ,florenz mit dem ,gedanken daran zu spielen4 ,der ,mensch der ,weltstdte aber ist irreligis4 ,das gehrt zu seinem ,wesen1 das bezeichnet seine historische ,erscheinung4 ,er mag aus der schmerzlichen ,empfindung einer inneren ,leere und ,armut noch so ernstlich religis sein wollen1 er kann es nicht4 ,alle weltstdtische ,religiositt beruht auf ,selbsttuschung4 ,da in der spten ,kaiserzeit eine echte ,religiositt sich in ,rom verbreitete1 beweist1 da unter der ,kruste der erloschenen ,antike bereits ein neues ,menschentum lebendig war4 ,der ,rmer zur ,zeit ,aurels1 nur rechtlich und sprachlich1 nicht seelisch mehr ,ausdruck des antiken ,seins1 lebte in der ,riesenstadt1 als sei sie ,land4 ,rom war nur scheinbar1 materiell noch ,weltstadt2 innerlich gewogen war es eine altgewordne1 entseelte ,husermasse1 in der eine fremde ,bevlkerung buerlich-dumpf und in primitiven ,lebensformen hauste4 ,dem entsprach eine durchaus frhmenschlich-naive ,religiositt4 ,inzwischen hatte sich die ,form der ,religiositt verwandelt4 ,fr den apollinischen ,menschen offenbarte sich das ,wesen seiner ,religion im sinnlich-plastischen ,kultus4 ,er besa weder mystische ,geheimnisse noch ein bindendes ,dogma4 ,die eleusinischen ,mysterien waren kein ,geheimkult4 ,was den ,eingeweihten verboten war -- und schlielich war jeder eingeweiht1 der es wnschte --1 war die ,profanation der heiligen ,handlungen1 also eben die ,entweihung des sinnlichen ,elements4 schylus wurde angeklagt1 weil er die ,tracht der ,eleusispriester zum ,kostm der attischen ,szene gemacht hatte4 ,der faustischen ,seele aber war das transzendente ,dogma wesentlich1 nicht der ,kult4 ,gottlos war fr sie die ,auflehnung gegen eine ,lehre2 hier begann der ,begriff der ,ketzerei4 ,diese ,religion konnte ihrer ,natur nach keine ,gewissensfreiheit gestatten -- das widerspricht der ,dynamik1 dem ,machtwillen ber die ,seelen4 ,darin macht auch das ,freidenkertum keine ,ausnahme4 ,auf den ,scheiterhaufen folgte die ,guillotine1 auf das ,verbrennen der ,bcher ihr ,totschweigen4 ,es gibt unter uns keine ,partei ohne ,neigung zur ,inquisition in irgendeiner ,form4 ,gottlos aber war fr die ,antike eine ,verachtung des ,kultus -- im wrtlichen ,sinne -- und hier duldete die apollinische ,religion keine ,freiheit des ,verhaltens4 ,damit war in beiden ,fllen eine ,grenze der ,toleranz gezogen1 welche das ,gottgefhl forderte und welche es verbot4 ,in diesem ,punkte nun stand die sptantike ,philosophie die sophistisch-stoische ,theorie 7nicht die stoische ,weltstimmung7 dem religisen ,empfinden entgegen1 und hier war das ,volk von ,athen -- desselben ,athens1 das auch noch den unbekannten ,gttern8 ,altre baute -- von der ,unerbittlichkeit der spanischen ,inquisition4 ,man hat nur die lange ,reihe antiker ,denker und historischer ,persnlichkeiten zu mustern1 die der ,heilighaltung des ,kultus geopfert wurden4 ,sokrates und ,diagoras wurden der ,asebeia wegen hingerichtet2 ,anaxagoras1 ,protagoras1 ,aristoteles1 ,alkibiades konnten sich nur durch ,flucht retten4 ,die ,zahl der wegen ,kultfrevels ,hingerichteten zhlt allein in ,athen und nur whrend der ,jahrzehnte des ,peloponnesischen ,krieges nach ,tausenden4 ,nach der ,verurteilung des ,protagoras wurden seine ,schriften von ,haus zu ,haus gesucht und verbrannt4 ,in ,rom beginnen die historisch noch erkennbaren ,akte dieser ,art mit der #aha vom ,senat angeordneten ffentlichen ,verbrennung der pythagorischen ,bcher des ,numa81 und von da an folgen ohne ,unterbrechung ,ausweisungen einzelner ,philosophen und ganzer ,schulen1 spterhin ,hinrichtungen und die feierliche ,verbrennung von ,schriften1 die der ,religion gefhrlich werden konnten4 ,hierher gehrt die ,tatsache1 da allein zur ,zeit der ,diktatur ,csars die ,sttten des ,isiskultes von den ,konsuln viermal zerstrt worden sind1 und da ,tiberius das ,bild der ,gttin in die ,tiber werfen lie4 ,die ,nichtbegehung des ,geburtstages des ,csar war unter ,strafe gestellt4 ,die ,verweigerung des ,divusopfers war unzweifelhaft eine ,auflehnung gegen das antike ,religionsempfinden4 ,in allen ,fllen handelt es sich um ,atheismus81 wie er sich aus dem antiken ,gottgefhl ergab und wie er sich als theoretische oder praktische ,miachtung des ,kultus manifestierte4 ,wer in diesen ,dingen nicht das eigne1 abendlndische ,empfinden aus dem ,spiele lassen kann1 wird nie in das ,wesen der hier zugrunde liegenden seelischen ,phnomene eindringen4 ,dichter und ,philosophen durften ,mythen erfinden und ,gttergestalten umbilden1 soviel sie wollten4 ,die dogmatische ,deutung des sinnlich ,gegebenen stand in jedermanns ,belieben4 ,man konnte die ,gtter in ,satyrspielen und ,komdien nach ,herzenslust lcherlich machen -- selbst das griff nicht an ihre euklidische ,existenz --1 aber an den ,kultus1 die plastische ,gestaltung der ,gtterverehrung1 durfte nicht gerhrt werden4 ,hier fand die ,duldung des antiken ,menschen ein ,ende4 ,hier war das eigentliche ,wesen seiner ,religion angetastet4 ,csar1 ein vollkommener ,skeptiker1 hat fr die ,wiederherstellung alter ,kulte peinlichst ,sorge getragen4 ,man miversteht die feinen ,geister der ersten ,kaiserzeit1 wenn man es als ,heuchelei nimmt1 da sie1 ohne irgendeinen ,mythus noch ernst zu nehmen1 alle ,verpflichtungen des ,staatskultus1 vor allem des allenthalben tief empfundenen ,kaiserkultes auf sich nahmen4 ,umgekehrt stand es dem ,dichter und ,denker der gereiften faustischen ,kultur frei1 nicht zur ,kirche zu gehen81 die ,beichte zu meiden1 bei ,prozessionen daheim zu bleiben1 in protestantischer ,umgebung ohne alle ,verbindung mit kirchlichen ,institutionen zu leben1 nicht aber an dogmatische ,einzelheiten zu rhren4 ,das war innerhalb aller ,konfessionen und ,sekten 7das ,freidenkertum nochmals ausdrcklich einbegriffen7 gefhrlich4 ,das ,beispiel des stoischen ,rmers1 der ohne ,glauben an die ,mythologie die sakralen ,formen piettvoll beobachtet1 findet sein ,gegenstck an ,menschen der ,aufklrungszeit wie ,lessing und ,goethe1 die1 ohne die kirchlichen ,gebruche zu erfllen1 doch niemals an den ,grundwahrheiten des ,glaubens8 zweifeln4 #ab ,kehren wir vom gestaltgewordnen ,naturgefhl zur systemgewordnen ,naturerkenntnis zurck1 so kennen wir ,gott oder die ,gtter als den ,ursprung der ,gebilde1 durch welche der ,geist reifer ,kulturen sich der ,umwelt begrifflich zu bemchtigen sucht4 ,die starke ,religiositt der ,mechanik ,newtons und die fast vollkommen atheistisch formulierte moderne ,dynamik sind von gleicher ,farbe1 ,position und ,negation desselben ,urgefhls4 ,ein physikalisches ,system trgt mit ,notwendigkeit alle ,zge der ,seele1 zu deren ,formenwelt es gehrt4 ,zur antiken ,statik und euklidischen ,geometrie gehrt der olympische ,polytheismus4 ,zur ,dynamik und analytischen ,geometrie gehrt der ,deismus des ,barock4 ,seine drei ,grundprinzipien ,gott1 ,freiheit und ,unsterblichkeit heien in der ,sprache der ,mechanik das ,prinzip der ,trgheit 7,galilei71 das ,prinzip der kleinsten ,wirkung 7d',alembert7 und das ,prinzip der ,erhaltung der ,energie 7,mayer74 ,was wir heute ganz allgemein ,physik nennen1 ist in der ,tat ein ,barockphnomen4 ,es wird nicht mehr als paradox empfunden werden1 wenn ich insbesondere diejenige ,vorstellungsweise1 welche auf der ,annahme von ,fernkrften und den der naiv-antiken ,anschauung vllig fremden ,fernwirkungen1 der ,attraktion und ,repulsion von ,massen beruht1 in ,erinnerung an die gleichzeitige ,epoche der ,architektur 7,vignola7 als den ,jesuitenstil in der ,physik bezeichne1 wie mir ganz ebenso die ,infinitesimalrechnung1 die nur im ,abendlande und gerade damals entstand und nur dort entstehen konnte1 den ,barockstil1 den ,jesuitenstil in der ,mathematik darzustellen scheint4 ,wer die ,physik fr eine ewige ,wissenschaft hlt1 die sich in ,jahrtausenden fortschreitend vervollkommnet und sich der8 ,wahrheit mehr und mehr nhert1 hat das ,bedingte in ihr1 die ,gewiheit1 von spteren ,kulturen und deren andersgeartetem ,naturgefhl vllig miverstanden1 verachtet und wieder vergessen zu werden1 und damit ihren tieferen ,sinn nicht begriffen4 ,symbole vergehen1 und die ,formenwelt einer ,physik ist ein ,symbol4 ,die gesamte moderne ,naturwissenschaft ist ,teil des ,ausdrucks der faustischen ,seele1 und damit sind ,anfang1 ,ende und ,umfang ihres historisch-lebendigen ,daseins unwiderruflich festgelegt4 ,die abendlndische ,physik ist ihrem ,typus nach dogmatisch1 nicht kultisch4 ,ihr ,inhalt ist das ,dogma von der ,kraft1 die mit dem ,raume1 der ,distanz identisch ist1 das von der unendlichen ,wirkung in die ,ferne1 von der ,tat1 nicht der ,haltung4 ,ihre ,tendenz ist demnach die fortschreitende berwindung des ,augenscheins4 ,von einer noch sehr antiken8 ,einteilung in eine ,physik des ,auges 7,optik71 ,ohres 7,akustik7 und ,hautsinnes 7,wrmelehre7 ausgehend hat sie die ,sinnesempfindungen allmhlich ganz ausgeschaltet und durch abstrakte ,beziehungssysteme ersetzt1 so da z4 ,b4 die strahlende ,wrme infolge der ,vorstellungen von den ,bewegungen des thers heute in der ,optik behandelt wird4 ,kraft8 ist ein ,urbegriff1 der nicht vom ,geiste konstruiert worden ist1 der im ,gegenteil die ,struktur des westeuropischen ,geistes ausbilden half4#aba ,es ist das ,gefhl von ,gott1 das logisch in ,erscheinung tritt3 ,aus der instinktiven ,polaritt von ,gott und ,welt wird die intellektuelle von ,kraft und ,masse4 ,indem man ein ,etwas im ,naturbilde ,kraft nannte1 hatte man die erkannte1 nicht die erlebte1 die geistig1 nicht seelisch erfllte ,natur einer ,symbolik unterworfen4 ,eine physikalische ,theorie ist ein intellektueller ,mythus4 ,da diese ,kraft oder ,energie in der ,tat eine zum ,begriff erstarrte ,idee und nicht entfernt ein reines ,resultat wissenschaftlicher ,forschung ist1 wird durch die oft bersehene ,tatsache besttigt1 da das ,grundprinzip der ,dynamik1 der bekannte erste ,hauptsatz der mechanischen ,wrmetheorie1 berhaupt nichts ber das ,wesen der ,energie aussagt4 ,da die ,erhaltung der ,energie8 in ihm fixiert sei1 ist eigentlich ein falscher1 aber psychologisch sehr bezeichnender ,ausdruck4 ,die ,dynamik kann ihrer ,natur nach nur ,relatives1 nur ,energiedifferenzen feststellen1 und ihre ,gesetze beziehen sich allein darauf4 ,es bleibt jedesmal1 wie man sich ausdrckt1 eine additive ,konstante unbestimmt1 d4 h4 man sucht das mit dem inneren ,auge aufgefate ,bild einer ,kraft festzuhalten1 obwohl die wissenschaftliche ,praxis nichts damit zu tun hat4 ,aus dieser ,genesis des ,kraftbegriffs folgt1 da er1 ber die ,mglichkeiten der strengen ,logik hinausgreifend1 nicht etwa von ihr geprgt1 ebensowenig genau definierbar ist wie die ebenfalls in den antiken ,sprachen fehlenden ,begriffe des ,willens und des ,raumes4 ,es ist unmglich1 das ,gefhl von ,gott exakt in eine extensiv-begriffliche ,form zu bringen4 ,es bleibt ein gefhlter1 geschauter ,rest1 der jede tatschlich erfolgte ,definition zu einem ,bekenntnis ihres ,urhebers macht4 ,jeder ,denker1 ,mathematiker und ,physiker des ,barock hat hier ein inneres ,erlebnis1 das er in ,worte kleidet4 ,man denke an ,goethe1 der seinen ,begriff einer ,weltkraft nicht htte definieren knnen und mgen1 aber seiner gewi war4 ,kant nannte die ,kraft die ,erscheinung eines an sich ,seienden 7,die ,substanz im ,raume1 den ,krper1 kennen wir nur durch ,krfte874 ,laplace nannte sie eine ,unbekannte1 deren ,wirkungen wir nur erkennen2 ,newton hatte an immaterielle ,fernkrfte gedacht4 ,leibniz sprach von der vis viva als einem ,quantum1 das mit der ,materie zusammen die ,einheit der ,monade bildet4 ,descartes war ebensowenig wie einzelne ,denker des #ah4 ,jahrhunderts 7,lagrange7 gewillt1 ,bewegung von ,bewegtem prinzipiell zu sondern4 ,neben potentia1 impetus1 virtus finden sich ,umschreibungen mit conatus und nisus1 wo offenbar die ,kraft von der auslsenden ,ursache nicht gesondert worden ist 7der ,wille ,gottes874 ,es ist sehr wohl mglich1 katholische1 protestantische und atheistische ,kraftbegriffe zu unterscheiden4 ,spinoza1 als ,jude1 seelisch also noch der magischen ,kultur zugehrig1 vermochte den faustischen ,kraftbegriff berhaupt nicht zu rezipieren4 ,er fehlt in seinem ,system4 ,und es ist ein erstaunliches ,zeichen fr die ,intensitt der ,urbegriffe1 da ,h4 ,hertz1 der einzige ,jude unter den groen ,physikern der ,jetztzeit1 auch der einzige ist1 der den ,versuch gemacht hat1 das ,dilemma der ,mechanik durch ,ausschaltung des ,kraftbegriffs zu lsen4 ,das ,dogma von der ,kraft ist das einzige ,thema der faustischen ,physik4 ,was unter dem ,namen ,statik als ,teil der ,naturwissenschaft durch alle ,systeme und ,jahrhunderte geschleppt wurde1 ist eine ,fiktion4 ,es steht mit einer modernen ,statik8 nicht anders als mit der ,arithmetik8 und ,geometrie81 wrtlich den ,lehren vom ,zhlen und ,messen1 die innerhalb der neueren ,analysis ebenfalls1 wenn man mit den ,worten berhaupt noch den ursprnglichen ,sinn verbindet1 leere ,namen1 literarische ,reste antiker ,wissenschaften sind1 die zu beseitigen oder auch nur als ,scheingebilde zu erkennen uns die ,ehrfurcht vor allem ,antiken nicht gestattet hat4 ,es gibt keine abendlndische ,statik1 d4 h4 keine dem abendlndischen ,geist natrliche ,art der ,interpretation mechanischer ,tatsachen1 welche die ,begriffe ,gestalt und ,substanz 7allenfalls ,raum und ,masse7 statt ,raum1 ,zeit1 ,masse und ,kraft zugrunde legt4 ,man kann das auf jedem einzelnen ,gebiet nachprfen4 ,selbst die ,temperatur81 die doch am ehesten den antik-statischen ,eindruck einer passiven ,gre macht1 lt sich diesem ,system erst einordnen1 wenn sie im ,bild einer ,kraft erfat wird3 ,die ,wrmemenge als ,inbegriff der sehr schnellen1 feinen1 unregelmigen ,bewegungen der ,atome eines ,krpers1 seine ,temperatur als die mittlere lebendige ,kraft dieser ,atome4 ,die ,renaissance hatte die archimedische ,statik wiederzuerwecken geglaubt1 ebenso wie sie die hellenische ,plastik fortzusetzen glaubte4 ,in beiden ,fllen hat sie die endgltigen ,konzeptionen des ,barock1 und zwar aus dem ,geiste der ,gotik1 nur vorbereitet4 ,mantegna gehrt zur ,statik der ,bildmotive1 auch ,raffael1 dessen ,geste man spter steif und kalt gefunden hat2 mit ,lionardo beginnt die ,dynamik1 und ,rubens ist ein ,maximum der ,bewegtheit schwellender ,leiber4 ,das hintergrundlose ,fresko ist eine statische1 das perspektivische lgemlde eine dynamische ,gattung4 ,das ,fresko malt krperhafte ,grenzen1 das lbild lst sie auf4 ,der ,impressionismus endlich stellt eine reine ,dynamik der ,farben dar2 ,krpergrenzen gegen den ,raum bedeuten ihm nicht mehr wie der ,elektrodynamik1 in deren ,kraftfeldern sie mathematisch von ganz untergeordneter ,bedeutung sind4 ,im ,sinne der ,renaissancephysik hat noch #afbi ,nicolaus ,cabeo aus ,ferrara1 ein ,jesuit1 eine ,theorie des ,magnetismus im ,stile der aristotelischen ,weltauffassung entwickelt1 die ebenso wie die florentinische ,freskotechnik keine ,folgen haben konnte1 nicht weil sie falsch8 gewesen wre1 sondern weil sie dem faustischen ,naturgefhl widersprach1 das durch die ,renaissance eben aus der arabisch-magischen ,vormundschaft befreit worden war und das nun eigene ,formen fr den ,ausdruck seiner ,welterkenntnis brauchte4 ,cabeo verzichtet auf die ,begriffe ,kraft und ,masse und beschrnkt sich auf die klassischen3 ,stoff und ,gestalt1 das heit1 er geht vom ,geiste der ,architektur des alternden ,michelangelo und des ,vignola auf den ,michelozzos und ,raffaels zurck und entwirft so ein vollkommen in sich geschlossenes1 aber fr die ,zukunft belangloses ,system4 ,der ,magnetismus als ,zustand einzelner ,krper1 nicht als ,kraft im grenzenlosen ,raume -- das konnte das innere ,auge des westeuropischen ,menschen nicht befriedigen4 ,wir brauchten eine ,theorie der ,ferne1 nicht der ,nhe4 ,ein andrer ,jesuit1 ,boscovich1 hat dann ,newtons mathematisch-mechanische ,prinzipien als erster zu einer umfassenden eigentlichen ,dynamik ausgestaltet 7#ageh74 ,galilei stand noch unter dem ,eindruck starker ,reminiszenzen des ,renaissancegefhls1 dem die ,antithese von ,kraft und ,masse1 aus der im architektonischen1 malerischen und physikalischen ,stil das ,element der groen ,bewegung folgt1 fremd war4 ,er beschrnkt die ,vorstellung der ,kraft noch auf ,berhrungskrfte 7,sto7 und formuliert lediglich eine ,erhaltung der ,quantitt der ,bewegung4 ,damit hlt er am lteren ,prinzip der ,bewegung unter ,ausschlu eines rumlichen ,pathos fest1 und erst ,leibniz entwickelte1 gegen ihn polemisierend1 die ,idee der eigentlichen1 im unendlichen ,raume wirksamen1 freien ,krfte 7lebendige ,kraft1 activum thema71 die er dann im ,zusammenhange mit seinen mathematischen ,entdeckungen vollkommen durchfhrte4 ,an ,stelle der ,erhaltung der ,bewegungsquantitt trat die ,erhaltung der lebendigen ,krfte4 ,das entspricht dem ,ersatz der ,zahl als ,gre durch die ,zahl als ,funktion4 ,der ,begriff der ,masse wurde erst etwas spter1 als ,gegenbegriff zur ,kraft1 deutlich ausgebildet4 ,bei ,galilei und ,kepler erscheint an seiner ,stelle das ,volumen1 und erst ,newton hat ihn mit ,bestimmtheit funktional gefat 7die ,welt als ,funktion ,gottes74 ,es ist dem ,renaissanceempfinden vllig widersprechend1 da die ,masse -- heute definiert als das konstante ,verhltnis von ,kraft und ,beschleunigung in bezug auf ein ,system materieller ,punkte -- dem ,volumen keineswegs proportional ist1 wofr die ,planeten ein wichtiges ,beispiel gaben4 ,aber ,galilei mute doch schon nach ,ursachen der ,bewegung fragen4 ,diese ,frage hatte innerhalb einer eigentlichen1 auf die ,begriffe ,stoff und ,form beschrnkten ,statik keinen ,sinn4 ,fr ,archimedes war die ,ortsvernderung neben der ,gestalt als dem eigentlichen ,wesen alles extensiven ,daseins belanglos2 was htte auf die ,krper wirken sollen -- von auen --1 da der ,raum nicht ist88 ,die ,dinge bewegen sich1 sie werden nicht bewegt4 ,erst ,newton schuf in vlliger ,unabhngigkeit von der ,fhlweise der ,renaissance den ,begriff der ,fernkrfte1 der ,anziehung und ,abstoung von ,massen durch den ,raum hindurch4 ,diese ,idee hat nichts sinnlich ,greifbares mehr1 und ,newton selbst empfand vor ihr einiges ,unbehagen4 ,sie hatte ihn1 nicht er sie ergriffen4 ,es ist der dem unendlichen ,raume zugewandte ,geist des ,barock selbst1 der diese kontrapunktische1 gnzlich unplastische ,konzeption hervorgerufen hat4 ,und zwar mit einem inneren ,widerspruch4 ,man hat diese ,fernkrfte niemals hinreichend definieren knnen4 ,kein ,mensch hat je begriffen1 was eigentlich ,zentrifugalkraft ist4 ,ist die ,kraft der sich um ihre ,achse drehenden ,erde die ,ursache dieser ,bewegung oder umgekehrt8 ,oder sind beide identisch8 ,wenn eine ,bewegung in ,erscheinung tritt -- ist sie dann ,wirkung einer ,ursache1 und ist diese ,ursache1 logisch isoliert1 eine ,kraft oder eine andere ,bewegung8 ,wie unterscheiden sich ,kraft und ,bewegung8 ,die ,vernderungen im ,planetensystem sollen ,wirkungen einer ,zentrifugalkraft sein4 ,aber dann mten die ,krper aus ihrer ,bahn geschleudert werden1 und da dies nicht der ,fall ist1 nimmt man auch noch eine ,zentripetalkraft an4 ,aber was bedeuten diese ,worte8 ,die ,unmglichkeit1 hier ,ordnung und ,klarheit zu schaffen1 hatte ,heinrich ,hertz bewogen1 auf den ,kraftbegriff berhaupt wieder zu verzichten und sein ,system der ,mechanik durch die uerst knstliche ,annahme von festen ,koppelungen zwischen ,lagen und ,geschwindigkeiten auf das ,prinzip der ,berhrung 7,sto7 zurckzufhren4 ,aber damit sind die ,verlegenheiten nur verdeckt1 nicht behoben4 ,sie sind spezifisch faustischer ,natur und wurzeln im tiefsten ,wesen der ,dynamik4 ,drfen wir von ,krften reden1 welche erst durch ,bewegung entstehen88 ,gewi nicht4 ,aber knnen wir auf die dem abendlndischen ,geiste eingebornen ,urbegriffe verzichten1 weil sie undefinierbar sind8 ,hertz selbst hat keinen ,versuch gemacht1 sein ,system praktisch in ,anwendung zu bringen4 ,die ,erscheinung -- sagt ,goethe -- ist vom ,beobachter nicht losgelst1 vielmehr in dessen ,individualitt verschlungen und verwickelt48 ,gerade die letzten1 vermeintlich objektivsten ,begriffe der ,naturerkenntnis sind ,symbole1 sind aus einem ,gefhl entsprungen1 das in dieser ,gestalt nur der ,seele einer bestimmten1 der apollinischen1 magischen1 faustischen ,seele eigen ist4 ,so gering der organische ,rest in ihnen sein mag1 er lt sich nicht berwinden1 denn der ,physiker arbeitet nicht nur als ,intellekt1 sondern als ,mensch1 als der er ,ausdruck und ,organ seiner ,kultur ist4 ,jede ,erkenntnis ist nicht nur ein ,resultat1 sondern auch ein ,akt4 ,man erinnere sich nochmals1 da nicht die bloen geschriebenen oder gesprochenen ,formeln1 sondern die den toten ,ziffern unterlegten ,bilder1 die ihnen erst ,blut und ,seele geben1 das ,wesen der ,physik ausmachen4 ,die ,kraft ist ein solches ,bild4 ,die beiden mglichen ,natureindrcke des ,kulturmenschen1 die lebendige ,goethesche und die tote ,newtonische ,natur sind einander verwandt4 ,und zwar folgt die zweite aus der ersten4 ,das ,werden1 in den ,worten ,leben1 ,zeit1 ,schicksal1 ,richtung1 ,gott sich offenbarend liegt dem ,gewordnen1 das mit dem ,erkannten identisch ist1 zugrunde4 ,die physikalische ,phantasie des faustischen ,menschen drngt stets zur ,imagination unendlich bewegter ,scharen von kleinsten ,elementen4 ,dies ,prinzip1 dem die ,mathematik in der ,gruppentheorie1 der ,mengenlehre ,rechnung getragen hat1 kehrt in der kinetischen ,gastheorie1 der ,vorstellung von ,kraftfeldern1 ,ionen1 ,elektronen wieder4 ,aber es ist dasselbe1 was das ,weltgefhl der frheren ,jahrhunderte lngst in seinen ,kobolden1 ,zwergen und ,wichten1 in dem stillen ,volk8 in ,wiesen und ,bergen1 den ,elfen1 die im ,laub1 im ,sonnenlichte weben81 den in imaginren ,rumen liegenden ,reichen von elbischen winzigen rastlosen ,wesen verkrpert hat1 und hier haben wir den ,ursprung dessen zu suchen1 was die ,worte ,kraft und ,bewegung enthalten und was ber alle ,mglichkeiten logischer ,fixierung hinausgeht4 ,diese immanente ,verlegenheit der modernen ,mechanik wird durch die von ,faraday begrndete ,potentialtheorie -- nachdem der ,schwerpunkt des physikalischen ,denkens aus der ,dynamik der ,materie in die ,elektrodynamik des thers gerckt war -- keineswegs beseitigt4 ,der berhmte ,experimentator1 der durchaus ,visionr und unter allen ,meistern der neuern ,physik der einzige ,nichtmathematiker war1 bemerkte #ahdf3 ,ich nehme in irgendeinem ,teil des ,raumes1 mag er nach dem gewhnlichen ,sprachgebrauch leer oder von ,materie erfllt sein1 nichts wahr als ,krfte und die ,linien1 in denen sie ausgebt werden48 ,in dieser ,definition tritt die ihrem ,gehalte nach organische1 das ,erlebnis des ,erkennenden bezeichnende1 spezifisch historische ,richtungstendenz -- der ,wille zur ,macht -- deutlich hervor2 damit knpft ,faraday metaphysisch an ,newton an1 dessen ,fernkrfte ein immaterielles ,prinzip darstellen1 dessen ,kritik der fromme ,physiker ausdrcklich ablehnte4 ,der zweite noch mgliche ,weg1 zu einem eindeutigen ,begriff der ,kraft zu gelangen -- von der ,welt81 nicht von ,gott81 vom ,objekt1 nicht vom ,subjekt des natrlichen ,bewegtseins aus --1 fhrte eben damals zur ,konzeption des ,begriffs der ,energie1 die im ,unterschiede von der ,kraft ein ,quantum1 keine ,richtung darstellt und insofern an ,leibniz und an dessen ,idee der lebendigen ,kraft mit ihrer unvernderlichen ,quantitt anknpft2 man sieht1 da hier wesentliche ,merkmale des ,massebegriffs herbergenommen worden sind1 derart1 da sogar der bizarre ,gedanke einer atomistischen ,struktur der ,energie in ,erwgung gezogen worden ist4 ,indessen ist mit dieser ,neuordnung der ,eigenschaften das ,grundgefhl vom ,vorhandensein einer ,weltkraft und ihres ,substrats nicht verndert und damit die ,unlsbarkeit des ,bewegungsproblems nicht widerlegt worden4 ,man wird sich erinnern1 da im vorigen ,kapitel der ,abstieg von der tragischen zur ,plebejermoral1 von der ,kultur zur ,zivilisation des westeuropischen ,menschen durch den bergang vom ethischen ,grundprinzip der ,tat zu dem der ,arbeit charakterisiert wurde4 ,der groe ,mensch der ,vergangenheit von den ,hohenstaufen bis zu ,napoleon verrichtete ,taten1 der moderne ,gehirnmensch1 sei er ,feldherr oder ,experimentator1 arbeitet4 ,wir sind alle ,arbeiter1 und der ,unterschied besteht nur noch zwischen geistiger und ungeistiger ,arbeit4 ,es ist beraus bezeichnend1 da sich genau derselbe ,begriffswechsel in der physikalischen ,formensprache vollzieht4 ,das ,naturbild ,brunos1 ,newtons1 ,goethes imaginiert ein gttliches ,prinzip1 das sich in ,taten auswirkt4 ,die zivilisierte1 atheistische ,physik setzt den ,begriff auf ein intellektuelles ,niveau herab3 die ,natur leistet ,arbeit84 ,unter diesem ,eindruck steht die heutige ,mechanik4 ,die entscheidende ,entdeckung ,j4 ,r4 ,mayers fllt mit der ,geburt der sozialistischen ,theorie zusammen4 ,gleichzeitig vollzieht sich der sehr tiefliegende ,begriffswechsel von der ,kraft zur ,energie 7einem ,quantum74 ,man wird ferner die strenge ,kongruenz dieser ,formenwelt mit der gleichzeitig ausgebildeten der ,nationalkonomie bemerken4 ,nationalkonomie -- das war1 wie wir sahen1 die notwendige ,fassung der praktischen ,dynamik eines willensstarken ,menschentums1 das nach ,dauer1 ,zukunft1 ,macht1 ,tat strebt4 ,auch die nationalkonomischen ,systeme operieren mit denselben ,begriffen2 seit ,adam ,smith wird das ,wertproblem mit dem ,arbeitsquantum in ,beziehung gesetzt2 das ist ,quesney und ,turgot gegenber der ,schritt von einer organischen zu einer mechanischen ,struktur des ,wirtschaftsbildes4 ,was hier als ,arbeit8 der ,theorie zugrunde liegt1 ist rein dynamisch gemeint4 ,man knnte die genauen ,analoga der ,prinzipien von der ,erhaltung der ,energie1 der ,entropie1 der kleinsten ,wirkung auffinden4 ,man vergleiche diese parallele ,entwicklung mit jener der antiken -- volkswirtschaftlichen und physikalischen -- ,statik1 und man wird einsehen1 in welchem ,grade die vermeintliche ,erfahrung8 von der geistigen ,gestaltungskraft vorausbestimmt wird4 ,betrachtet man demnach die ,stadien1 welche der zentrale ,begriff der ,kraft seit seiner ,geburt im frhen ,barock durchlaufen hat1 und zwar in genauester ,verwandtschaft mit den ,formenwelten der groen ,knste und der ,mathematik1 so findet man drei3 ,im #ag4 ,jahrhundert 7,galilei1 ,newton1 ,leibniz7 trat er bildhaft ausgeprgt neben die groe lmalerei1 die um #afhj erlosch2 im #ah41 dem der klassischen ,mechanik 7,laplace1 ,lagrange71 stand er neben der ,musik ,bachs und empfing den intuitiven ,charakter des kontrapunktischen ,stils2 im #ai41 wo die ,knste zu ,ende sind und die zivilisierte ,intelligenz das ,seelenhafte berwltigt1 erscheint er in der ,sphre der reinen ,analysis1 und zwar insbesondere der ,theorie der ,funktionen von mehreren komplexen ,variablen1 ohne die er sich in seiner modernsten ,bedeutung kaum mehr verstndlich machen lt4 #ac ,damit aber ist -- darber tusche sich niemand -- die westeuropische ,physik an der ,grenze ihrer inneren ,mglichkeiten angelangt4 ,der ,sinn ihrer ,erscheinung war1 das faustische ,naturgefhl in ,erkenntnis1 die ,gestalten eines frhzeitlichen ,glaubens in mechanische ,formen eines exakten ,wissens zu verwandeln4 ,da die einstweilen noch zunehmende ,gewinnung praktischer oder auch nur gelehrtenhafter ,ergebnisse -- ein ,oberflchenphnomen der ,wissenschaftsgeschichte -- mit der raschen ,zersetzung ihres ,wesenskerns nichts zu tun hat1 braucht kaum gesagt zu werden4 ,bis zum ,ausgang des #ai4 ,jahrhunderts erfolgen alle ,schritte in der ,richtung einer inneren ,vollendung1 einer wachsenden ,reinheit1 ,schrfe und ,flle des dynamischen ,naturbildes2 von da an1 wo ein ,optimum von ,deutlichkeit im ,theoretischen erreicht ist1 beginnen sie pltzlich auflsend zu wirken4 ,das geschieht nicht absichtlich2 das kommt den hohen ,intelligenzen der modernen ,physik nicht einmal zum ,bewutsein4 ,darin liegt eine unabwendbare historische ,notwendigkeit4 ,die antike ,physik hatte sich in demselben ,stadium1 um #bjj v4 ,chr41 innerlich vollendet4 ,die ,analysis kam mit ,gau1 ,cauchy und ,riemann zum ,ziele und fllt heute nur noch die ,lcken ihres ,gebudes aus4 ,daher erheben sich pltzlich vernichtende ,zweifel an ,dingen1 die noch gestern das unbestrittene ,fundament der physikalischen ,theorie bildeten1 am ,sinne des ,energieprinzips1 am ,begriff der ,masse1 des ,raumes1 der absoluten ,zeit1 des kausalen ,naturgesetzes berhaupt4 ,das sind nicht mehr jene schpferischen ,zweifel des frhen ,barock1 die einem ,erkenntnisziele entgegenfhren2 diese ,zweifel gelten der ,mglichkeit einer ,naturwissenschaft berhaupt4 ,welche tiefe und von ihren ,urhebern offenbar gar nicht gewrdigte ,skepsis liegt allein in der rasch zunehmenden ,bentzung abzhlender1 statistischer ,methoden1 die nur eine ,wahrscheinlichkeit der ,ergebnisse bezwecken und die absolute ,exaktheit der ,naturgesetze1 wie man sie frher hoffnungsvoll verstand1 ganz aus dem ,spiele lassen6 ,wir nhern uns dem ,augenblick1 wo man die ,mglichkeit einer geschlossenen und in sich widerspruchslosen ,mechanik endgltig aufgibt4 ,ich hatte gezeigt1 wie jede ,physik an dem ,bewegungsproblem scheitern mu1 in welchem die lebendige ,person des ,erkennenden in die anorganische ,formenwelt der vollzogenen ,erkenntniselemente hereinragt4 ,aber alle neuesten ,hypothesen enthalten diese ,verlegenheit in einer nach dreihundertjhriger ,denkarbeit erzielten uersten ,zuspitzung1 die keine ,tuschung mehr zult4 ,die ,gravitationstheorie1 seit ,newton eine unumstliche ,wahrheit1 ist als eine zeitlich beschrnkte und schwankende ,annahme erkannt worden4 ,das ,prinzip der ,erhaltung der ,energie hat keinen ,sinn1 wenn die ,energie unendlich in einem unendlichen ,raume gedacht wird4 ,die ,annahme des ,prinzips lt sich mit keiner ,art von dreidimensionaler ,struktur des ,weltraums1 weder der unendlichen euklidischen1 noch 7unter den nichteuklidischen ,geometrien7 der sphrischen mit ihrem unbegrenzten1 aber endlichen ,volumen vereinen4 ,seine ,gltigkeit wird also auf ein nach auen abgeschlossenes ,system von ,krpern8 beschrnkt1 eine knstliche ,begrenzung1 die es in ,wirklichkeit nicht gibt und nicht geben kann4 ,man wird zugeben1 da das ,weltgefhl des faustischen ,menschen1 aus dem diese grundlegende ,vorstellung -- die ,unsterblichkeit der ,weltseele1 mechanistisch und extensiv umgedacht -- hervorging1 gerade die symbolische ,unendlichkeit hatte ausdrcken wollen4 ,so fhlt man1 aber der ,intellekt vermochte das in seiner ,sphre nicht zu verifizieren4 ,es war ferner der ,lichtther ein ideales ,postulat der modernen ,naturerkenntnis1 die zu jeder ,bewegung die ,vorstellung eines ,bewegten forderte4 ,aber jede denkbare ,hypothese ber die ,beschaffenheit des thers wurde sofort durch innere ,widersprche widerlegt4 ,insbesondere hat ,lord ,kelvin mathematisch nachgewiesen1 da es eine einwandfreie ,struktur dieses ,lichttrgers nicht gibt4 ,da ,lichtwellen nach der ,interpretation der ,versuche ,fresnels transversal sind1 mte der ther ein fester ,krper 7mit wahrhaft grotesken ,eigenschaften7 sein1 aber in diesem ,falle wrden die ,elastizittsgesetze fr ihn gelten1 und die ,lichtwellen wren demnach longitudinal4 ,die ,maxwell-,hertzschen ,gleichungen der elektromagnetischen ,lichttheorie1 die in der ,tat reine1 unbenannte ,zahlen von unzweifelhafter ,gltigkeit sind1 schlieen jede ,deutung durch irgendeine ,mechanik des thers aus4 ,man hat nun den ther1 vor allem unter dem ,eindruck der ,folgerungen aus der ,relativittstheorie1 als das reine ,vakuum definiert1 was doch nicht viel andres als eine ,zerstrung des dynamischen ,urbildes bedeutet4 ,seit ,newton besa die ,annahme einer konstanten ,masse -- des ,gegenstckes der konstanten ,kraft -- unbestrittene ,gltigkeit4 ,moderne ,hypothesen1 die auf ,grund von experimentellen ,erfahrungen notwendig geworden waren1 haben diese ,annahme zerstrt4 ,jedes abgeschlossene ,system besitzt neben der kinetischen ,energie noch die ,energie der strahlenden ,wrme1 die nicht von ihr trennbar und deshalb durch den ,begriff der ,masse nicht rein darstellbar ist4 ,denn wird die ,masse durch die lebendige ,energie definiert1 so ist sie im ,hinblick auf den thermodynamischen ,zustand nicht mehr konstant4 ,aber weit ber diese partiellen ,zweifel hinaus greift das ,relativittsprinzip1 die revolutionre ,theorie vom ,beginn des #bj4 ,jahrhunderts1 in den ,kern der ,dynamik ein4 ,bekanntlich hat der ,begriff ,bewegung im leeren ,raume keinen ,sinn4 ,das wissenschaftliche ,denken kennt nur ,lagevernderungen mehrerer ,krper relativ zueinander4 ,in diesem ,falle aber wendet das antike ,weltgefhl greifbare1 absolute ,mae an1 um absolute ,bewegungsgren zu messen4 ,hier liegt also ein ,rest von plastischem1 statuenhaftem ,empfinden 7sinnlicher ,konstanz7 vor1 den das faustische ,naturdenken noch aufzulsen hatte4 ,gibt es absolute ,mae8 ,nimmt man in kosmischen ,verhltnissen den ,abstand der ,erde von der ,sonne als ,maeinheit1 so ist der ,lichtweg zu messen2 es gibt keine andere ,mglichkeit4 ,das ,licht aber braucht ,zeit1 und damit tritt ein organischer1 historischer ,faktor in den ,akt der messenden ,vergleichung ein4 ,abstnde werden durch ,lichtsignale abgegrenzt1 und es fragt sich1 in welcher ,zeit das ,licht 7bei gleichbleibender ,geschwindigkeit7 von der ,sonne her die ,erde erreicht4 ,wir kennen die ,bewegung der ,erde relativ zur ,sonne1 nicht aber die absolute ,bewegung des ,sonnensystems im ,raume1 die etwa in der ,richtung von der ,erde zur ,sonne oder umgekehrt stattfinden knnte4 ,aber in diesen ,fllen wird der tatschliche ,lichtweg abgekrzt oder verlngert1 da der ,beobachter dem ,licht entgegenkommt oder sich von ihm entfernt1 und damit verliert die ,lichtzeit die ,eigenschaft einer absoluten ,gre1 weil nach dem berhmten ,versuch von ,michelson die ,geschwindigkeit des ,lichtes von der ,bewegung der durchdrungenen ,krper unberhrt bleibt4 ,daraus ergeben sich unabsehbare ,folgerungen4 ,so gut wir eine ,bewegung nur als ,lagevernderungen eines ,krpers relativ zu einem andern auffassen knnen -- die gyptischen ,pyramiden1 die relativ zur ,erde ruhen1 bewegen sich doch relativ zur ,sonne mit gewaltiger ,geschwindigkeit durch den ,weltraum --1 so gut ist eine ,zeit nur in bezug auf den ,standort eines ,beobachters eindeutig mebar2 man kann ,flle annehmen1 wo fr zwei ,beobachter in bezug auf zwei ,ereignisse die ,begriffe frher und spter sich umkehren4 ,damit aber ist auch die ,konstanz aller physikalischen ,gren aufgehoben1 in deren ,definition die ,zeit eingegangen ist1 und die westeuropische ,dynamik besitzt im ,gegensatz zur antiken ,statik nur solche ,gren4 ,eine ,strecke messe ich durch ,vergleich der relativen ,lage der ,endpunkte1 und dieser ,vergleich beansprucht ,zeit4 ,man wei1 da ,fixsterne1 deren ,standort durch das auf der ,erde ankommende ,licht bestimmt wird1 an einer anderen ,stelle des ,himmels erscheinen als der1 die sie wirklich8 einnehmen4 ,dieselbe ,strecke kann fr verschiedene ,beobachter je nach deren ,bewegungszustand8 verschieden gro sein4 ,ein ,krper1 der fr den irdischen ,beobachter eine ,kugel ist1 kann in bezug auf einen andern ein ,rotationsellipsoid sein4 ,starre ,krper gibt es nur in bezug auf ein bestimmtes ,system4 ,absolute ,lngen- und ,zeitmae gibt es berhaupt nicht mehr4 ,damit fllt auch die ,mglichkeit absoluter quantitativer ,bestimmungen und somit der bliche ,begriff der ,masse1 denn die ,masse war als ,funktion der ,bewegung1 als das konstante ,verhltnis von ,kraft und ,beschleunigung definiert worden4 ,es ist fr die ,elektronen bereits nachgewiesen worden1 da deren ,masse sich mit der ,geschwindigkeit ndert4 ,in andern ,fllen ist der ,nachweis schwierig1 denn ,krper an der ,erdoberflche1 z4 ,b4 die ,objekte beinahe aller physikalischen ,versuche1 bewegen sich annhernd mit ,erdgeschwindigkeit -- die ,elektronen aber nicht1 und diese ,abweichung kommt in ,gestalt einer ,variabilitt ihrer ,masse zum ,vorschein4 ,die ,erhaltung der ,masse8 im ,weltraum ist also ein ,begriff ohne ,sinn4 ,wie man sieht1 ist hier das unantike1 funktionale ,empfinden der faustischen ,seele zum denkbar schrfsten ,ausdruck gelangt4 ,von den ,faktoren des sinnlichen ,augenscheins ist nichts geblieben1 nicht einmal die angeblich a priori vorhandenen und konstanten ,formen der ,anschauung1 ,raum und ,zeit1 im ,sinne ,kants4 ,es gibt nichts ,greifbares und ,plastisches mehr1 das ein ruhendes ,sein spiegelt1 keine ,gestalt1 keine ,gre1 kein ,ma4 ,die ,grundwerte des newtonischen ,weltbildes1 ohnehin ,elemente von hchst abstrakter ,natur1 sind in das unendliche ,gewebe von variablen ,beziehungen aufgelst1 das nunmehr die letzte ,form der faustischen ,natur1 eine ,gestalt von uerst unpopulrem und esoterischem ,charakter1 vor ,augen fhrt4 #ad ,in den ,kreis dieser ,symbole des ,niedergangs gehrt nun vor allem die ,entropie1 bekanntlich das ,thema des zweiten ,hauptsatzes der ,thermodynamik4 ,der erste ,hauptsatz1 das ,prinzip von der ,erhaltung der ,energie1 formuliert einfach das ,wesen der ,dynamik1 um nicht zu sagen die ,struktur des westeuropischen ,geistes1 dem allein die ,natur mit ,notwendigkeit in der ,form einer kontrapunktisch-dynamischen ,kausalitt im ,gegensatz zu der statisch-plastischen des ,aristoteles erscheint4 ,das ,grundelement des faustischen ,weltbildes ist nicht die ,haltung1 sondern die ,tat1 mechanisch gesprochen der ,proze1 und dieser ,satz fixiert lediglich den mathematischen ,charakter dieser ,prozesse in ,form von ,variablen und ,konstanten4 ,der zweite ,satz aber greift tiefer und stellt eine einseitige ,tendenz des ,naturgeschehens fest1 welche durch die begrifflichen ,grundlagen der ,dynamik in keiner ,weise a priori bedingt war4 ,die ,entropie wird mathematisch durch eine ,gre reprsentiert1 die durch den augenblicklichen ,zustand eines in sich abgeschlossenen ,systems von ,krpern bestimmt ist und die bei allen berhaupt mglichen nderungen physikalischer oder chemischer ,art nur zunehmen1 niemals abnehmen kann4 ,im gnstigsten ,falle bleibt sie unverndert4 ,die ,entropie ist wie die ,kraft und der ,wille etwas1 das jedem1 der berhaupt in das ,wesen dieser ,formenwelt einzudringen vermag1 innerlich vollkommen klar und deutlich ist1 das aber von jedem anders und offenbar unzulnglich formuliert wird4 ,auch hier versagt der ,geist vor dem ,ausdrucksbedrfnis des ,weltgefhls4 ,man hat1 je nachdem die ,entropie sich vermehrt oder nicht1 die ,gesamtheit der ,naturprozesse in nichtumkehrbare und umkehrbare eingeteilt4 ,bei jedem ,proze der ersten ,art wird freie ,energie in gebundene verwandelt2 soll diese tote ,energie in lebendige zurckverwandelt werden1 so kann es nur dadurch geschehen1 da gleichzeitig in einem damit verbundenen zweiten ,proze ein ,quantum lebendiger ,energie gebunden wird4 ,das bekannteste ,beispiel ist die ,verbrennung von ,kohle1 d4 h4 die ,umwandlung der in ihr aufgespeicherten lebendigen ,energie in die durch die ,gasform der ,kohlensure gebundene ,wrme1 wenn die latente ,energie des ,wassers in ,dampfspannung und weiterhin in ,bewegung umgesetzt werden soll4 ,daraus folgt1 da die ,entropie im ,weltganzen bestndig zunimmt1 so da das dynamische ,system sich offenbar einem wie immer gearteten ,endzustande nhert4 ,zu den nichtumkehrbaren ,prozessen gehren ,wrmeleitung1 ,diffusion1 ,reibung1 ,lichtemission1 chemische ,reaktionen1 zu den umkehrbaren die ,gravitation1 elektrische ,schwingungen1 elektromagnetische und ,schallwellen4 ,was bisher nie empfunden worden ist1 und weshalb ich in dem ,satz von der ,entropie den ,anfang der ,vernichtung dieses ,meisterstckes der westeuropischen ,intelligenz1 der ,physik dynamischen ,stils sehe1 ist der tiefe ,gegensatz zwischen ,theorie und ,wirklichkeit1 der hier zum ersten ,male ausdrcklich in die ,theorie selbst hineingetragen worden ist4 ,nachdem der erste ,satz das strenge ,bild eines kausalen ,naturgeschehens gezeichnet hatte1 bringt der zweite durch das ,phnomen der ,nichtumkehrbarkeit eine dem unmittelbaren ,leben angehrende ,tendenz zum ,vorschein1 die dem ,wesen des ,mechanischen und ,logischen prinzipiell widerspricht4 ,verfolgt man die ,konsequenzen der ,entropielehre1 so ergibt sich erstens1 da theoretisch alle ,prozesse umkehrbar sein mssen4 ,das gehrt zu den ,grundforderungen der ,dynamik4 ,das fordert noch einmal in aller ,schrfe der erste ,hauptsatz4 ,es ergibt sich aber zweitens1 da in ,wirklichkeit smtliche ,naturvorgnge nichtumkehrbar sind4 ,nicht einmal unter den knstlichen ,bedingungen des experimentellen ,verfahrens kann der einfachste ,proze exakt umgekehrt1 d4 h4 ein einmal berschrittener ,zustand wiederhergestellt werden4 ,nichts ist bezeichnender fr die ,lage des gegenwrtigen ,systems als die ,einfhrung der ,hypothese der elementaren ,unordnung81 um den ,widerspruch zwischen geistiger ,forderung und wirklichem ,erlebnis auszugleichen3 ,die kleinsten ,teilchen8 der ,krper -- ein ,bild1 nicht mehr -- fhren durchweg umkehrbare ,prozesse aus2 in den wirklichen ,dingen befinden die kleinsten ,teilchen sich in ,unordnung und stren einander2 infolgedessen ist mit einer mittleren ,wahrscheinlichkeit der natrliche1 allein vom ,beobachter erlebte1 nichtumkehrbare ,proze mit einer ,zunahme der ,entropie verbunden4 ,so wird die ,theorie zu einem ,kapitel der ,wahrscheinlichkeitsrechnung1 und statt seiner exakten ,methode tritt die statistische in ,wirksamkeit4 ,man hat augenscheinlich nicht bemerkt1 was das bedeutet4 ,die ,statistik gehrt zur ,sphre des ,organischen1 zum wechselnd bewegten ,leben1 zum ,schicksal und ,zufall und nicht zur ,welt der exakten ,gesetze und der zeitlos-ewigen ,mechanik4 ,man wei1 da sie vor allem zur ,charakteristik politischer und wirtschaftlicher1 also historischer ,phnomene dient4 ,in der klassischen ,mechanik ,galileis und ,newtons wre fr sie kein ,platz gewesen4 ,was hier pltzlich statistisch erfat und erfabar wird1 mit ,wahrscheinlichkeit statt mit jener apriorischen ,exaktheit1 die alle ,denker des ,barock einstimmig gefordert hatten1 ist der ,mensch selbst1 der diese ,natur erkennend durchlebt1 der in ihr sich selbst durchlebt2 es ist nicht mehr ein reiner ,intellekt1 der seine starre ,form objektiviert4 ,was die ,theorie mit innerer ,notwendigkeit hinstellt1 jene in ,wirklichkeit gar nicht vorhandenen umkehrbaren ,prozesse1 reprsentiert den ,rest einer streng-geistigen ,form1 den ,rest der groen ,barocktradition1 welche die ,schwester des kontrapunktischen ,stils war4 ,die ,zuflucht zur ,statistik offenbart die ,erschpfung der in dieser ,tradition wirksam gewesenen ordnenden ,kraft4 ,werden und ,gewordnes1 ,schicksal und ,kausalitt1 historische und natrliche ,elemente beginnen zu verschwimmen4 ,formelemente des ,lebens3 das ,wachstum1 das ,altern1 die ,lebensdauer1 die ,richtung1 der ,tod drngen herauf4 ,das hat in diesem ,aspekte die ,nichtumkehrbarkeit der ,weltprozesse zu bedeuten4 ,sie ist1 im ,gegensatz zu dem physikalischen ,zeichen t1 ,ausdruck der echten1 historischen1 innerlich erlebten ,zeit1 die mit dem ,schicksal identisch ist4 ,das ist keine ,vervollkommnung der ,dynamik1 das ist ein ,symptom ihrer ,zersetzung4 ,gerade so hatte die ,musik ,beethovens die groe ,form der ,instrumentalmusik des #ah4 ,jahrhunderts zerstrt1 weil in ihr die barbarische ,flle einer weltstdtischen1 modernen ,seele nicht mehr zu bndigen war4 ,ich hatte an einer frheren ,stelle die ,polaritt von ,geschichte und ,natur 7oder1 was dasselbe ist1 von lebendiger und toter ,natur7 durch den ,unterschied des morphologischen ,verfahrens bestimmt1 das dort ,physiognomik1 hier ,systematik ist4 ,nun1 die ,physik des ,barock war durch und durch strenge ,systematik1 solange ,theorien wie diese noch nicht an ihrem ,bau rtteln durften1 solange in ihrem ,bilde nichts anzutreffen war1 was den ,zufall und die bloe ,wahrscheinlichkeit zum ,ausdruck brachte4 ,mit dieser ,theorie aber ist sie ,physiognomik geworden4 ,der ,lauf der ,welt8 wird verfolgt4 ,die ,idee des ,weltendes erscheint in der ,verkleidung von ,formeln1 die im ,grunde ihres ,wesens keine ,formeln mehr sind4 ,es kommt damit etwas ,goethesches in die ,physik1 und man wird das ganze ,gewicht dieser ,tatsache ermessen1 wenn man sich klar macht1 was zuletzt die leidenschaftliche ,polemik ,goethes gegen ,newton in der ,farbenlehre bedeutete4 ,hier argumentierte die ,intuition gegen den ,verstand1 das ,leben gegen den ,tod1 die schpferische ,gestalt gegen das ordnende ,gesetz4 ,die ,formenwelt der ,naturerkenntnis war aus dem ,naturgefhl1 dem ,gottgefhl hervorgegangen4 ,hier hat sie den ,gipfel der ,distanz erreicht1 und sie kehrt zum ,ursprung zurck4 ,und so beschwrt die in der ,dynamik wirksame ,einbildungskraft noch einmal die groen ,symbole der historischen ,leidenschaft des faustischen ,menschen herauf1 die ewige ,sorge1 den ,hang zu den fernsten ,fernen von ,vergangenheit und ,zukunft1 die rckschauende ,forschung1 den vorausschauenden ,staat1 die ,biographien und ,selbstbetrachtungen1 die ,uhren1 die ber ,westeuropa weithinhallenden1 das ,leben messenden ,glockenschlge4 ,das ,ethos des ,wortes ,zeit1 wie nur wir es empfinden1 wie es die kontrapunktische ,musik im ,gegensatz zur ,statuenplastik erfllt1 richtet sich auf ein ,ziel4 ,das war in allen ,lebensidealen des ,abendlandes als drittes ,reich1 als neues ,zeitalter1 als ,aufgabe der ,menschheit1 als ,ausgang einer ,entwicklung verkrpert worden4 ,und das bedeutet fr das ,gesamtdasein der faustischen ,natur die ,entropie4 ,der antike ,kosmos ist ahistorisch4 ,die ,statik formuliert einen ,zustand1 der immer derselbe und in jedem ,augenblicke vollkommen enthalten ist4 ,in gewissem ,sinne behauptet das die ,dynamik auch1 insoweit sie ,systematik ist4 ,sie bringt zwar das ,geschehen1 nicht das ,sein in ,form1 aber unter der ,voraussetzung1 da diese ,form von zeitloser ,allgemeingltigkeit sei4 ,darunter ist aber eine physiognomische ,tendenz wirksam1 welche eine ,biographie des ,weltwerdens zum ,ziele hat1 die1 bisher latent1 jetzt in mchtigen physikalischen ,visionen hervorbricht4 ,der ,kosmos ,demokrits gestattet keine biographische ,betrachtung4 ,was man dort ,vernderung nennt1 ist eine ,laune1 keine ,entwicklung1 kosmische ,episode1 nicht ,epoche1 ein ,spiel ohne ,sinn4 ,heraklit hat es mit dem ,spiel eines ,knaben verglichen1 der ,sandhaufen auftrmt und wieder zerstrt4 ,aristoteles schuf den ,begriff der ,entelechie1 der von den ,faktoren der ,zeit und der ,kraft ganz unberhrten ,entwicklung des einzelnen ,dinges von der in ihm ruhenden mglichen zur sinnlich verwirklichten ,gestalt4 ,goethe aber entdeckt1 seiner ,idee einer ,entwicklung folgend1 den ,zwischenknochen beim ,menschen1 die ,metamorphose der ,pflanzen und 7nach ,lionardos ,vorgang7 die ,eiszeiten1 smtlich ,phnomene einer zeitlich vorschreitenden1 dynamischen1 historischen ,weltvollendung4 ,schon in dem halbmystischen ,begriff der ,kraft1 der dogmatischen ,voraussetzung dieser ganzen ,formenwelt1 liegt stillschweigend ein ,richtungsgefhl1 eine ,beziehung auf ,vergangenes und ,knftiges2 noch deutlicher wird sie in der ,bezeichnung der ,naturvorgnge als ,prozesse4 ,ich behaupte also1 da die ,entropielehre als die intellektuelle ,form1 in welcher die unendliche ,summe aller ,naturereignisse als historische und physiognomische ,einheit zusammengefat wird1 allen physikalischen ,begriffsbildungen von ,anfang an unbewut zugrunde lag1 und da sie eines ,tages als ,entdeckung8 auf dem ,wege wissenschaftlicher ,induktion zum ,vorschein kommen und dann durch die brigen theoretischen ,elemente des ,systems durchaus besttigt werden mute4 ,je mehr die ,dynamik sich durch ,erschpfung ihrer inneren ,mglichkeiten dem ,ziele nhert1 desto entschiedener dringen die historischen ,momente vor1 desto strker machen sich neben der anorganischen ,notwendigkeit des ,kausalen die organische des ,schicksals1 neben den ,faktoren der reinen ,ausgedehntheit -- ,kapazitt und ,intensitt -- die der ,richtung geltend4 ,es geschieht dies durch eine ganze ,reihe neuer ,hypothesen von gleichem ,stil1 die durch die experimentellen ,befunde gefordert werden1 richtiger ausgedrckt1 durch eine ,reihe innerlich verwandter ,produkte einer intellektuell geregelten ,phantasie1 die smtlich durch das ,weltgefhl und die ,mythologie schon der ,gotik antizipiert waren4 ,dahin gehrt vor allem auch die bizarre ,hypothese des ,atomzerfalls1 welche die radioaktiven ,erscheinungen deutet -- nach welcher ,uratome1 die ,jahrmillionen hindurch trotz uerer ,einwirkungen ihr ,wesen unverndert bewahrt haben1 pltzlich und ohne nachweisbaren ,anla explodieren und ihre kleinsten ,teile mit einer ,geschwindigkeit1 die ,tausende von ,kilometern in der ,sekunde betrgt1 im ,weltraum verbreiten4 ,dies ,schicksal trifft unter einer ,menge radioaktiver ,atome immer nur einzelne1 whrend die benachbarten davon ganz unberhrt bleiben4 ,auch dieses ,bild ist ,historie1 nicht ,natur1 und wenn sich auch hier die ,anwendung der ,statistik als notwendig erweist1 so mchte man beinahe vom ,ersatz der mathematischen durch die chronologische ,zahl reden4 ,mit diesen ,vorstellungen kehrt die mythische ,gestaltungskraft der faustischen ,seele zum ,ausgang zurck4 ,gerade damals1 als zu ,beginn der ,gotik die ersten mechanischen ,uhren konstruiert wurden1 ,symbole eines historischen ,weltgefhls1 entstand der ,mythus von ,ragnark1 dem ,weltende1 der ,gtterdmmerung4 ,mag diese ,konzeption1 wie wir sie in der ,vluspa und in christlicher ,fassung in den ,muspilli besitzen1 wie alle vermeintlich urgermanischen ,mythen nicht ohne ,einwirkung antiker und vor allem christlich-apokalyptischer ,motive entstanden sein1 sie ist in dieser ,gestalt ,ausdruck und ,symbol der faustischen und keiner andren ,seele4 ,die olympische ,gtterwelt ist ahistorisch4 ,sie kennt kein ,werden1 keine ,richtung1 kein ,ziel4 ,so wenig die antiken ,stadtstaaten bewute oder unbewute ,aufgaben und ,endziele hatten1 so wenig hat sie das ,dasein des ,kosmos1 die ewig gleiche ,summe schner ,dinge4 ,der abendlndische ,geist aber gestaltet aus der ,leidenschaft der ,ferne heraus1 sei es den ,staat1 das ,bild der ,natur oder das einzelne ,leben4 ,die ,kraft1 der ,wille hat ein ,ziel1 und wo es ein ,ziel gibt1 gibt es auch ein ,ende4 ,was die ,perspektive der groen lmalerei durch den ,konvergenzpunkt1 was der ,rokokopark durch den ,point de vue1 was die ,analysis durch das ,restglied der unendlichen ,reihen symbolisierte1 den ,abschlu einer gewollten ,richtung1 tritt hier in streng geistiger ,form hervor4 ,der ,faust des zweiten ,teils der ,tragdie stirbt1 weil er sein ,ziel erreicht hat4 ,mag aus den lteren ,kulturen noch so viel mythologische ,substanz herbergenommen sein1 lebendig wurde sie erst durch ,umprgung in einem neuen1 im dynamischen ,sinne4 ,das ,weltende als ,vollendung einer innerlich notwendigen ,entwicklung -- das ist die ,gtterdmmerung2 das bedeutet also1 als letzte1 als irreligise ,fassung des ,mythus1 die ,lehre von der ,entropie4 #ae ,es bleibt noch brig1 den ,ausgang der abendlndischen ,wissenschaft berhaupt zu zeichnen1 der heute1 wo der ,weg sich bereits abwrts senkt1 mit ,sicherheit bersehen werden kann4 ,auch das1 die ,voraussicht des unabwendbaren ,schicksals1 gehrt zur ,mitgift des historischen ,blickes1 den nur der faustische ,geist besitzt4 ,auch die ,antike starb1 aber sie wute nichts davon4 ,sie glaubte an ein ewiges ,sein4 ,sie hat noch ihre letzten ,tage mit rckhaltlosem ,glck1 jeden fr sich1 als ,geschenk der ,gtter durchlebt4 ,wir kennen unsere ,geschichte4 ,wir werden mit ,bewutsein sterben und alle ,stadien der eignen ,auflsung mit dem ,scharfblick des erfahrenen ,arztes verfolgen4 ,es steht uns noch eine letzte geistige ,krisis bevor1 welche das ganze ,abendland ergreifen wird4 ,ihren ,verlauf erzhlt der spte ,hellenismus4 ,die ,tyrannei des ,verstandes1 die wir nicht empfinden1 weil die heutigen ,generationen ihr ,maximum darstellen1 ist in jeder ,kultur eine ,epoche zwischen ,mann und ,greis1 nicht mehr4 ,ihr deutlichster ,ausdruck ist der ,kultus der exakten ,wissenschaften1 der ,dialektik1 des ,beweises1 der ,erfahrung1 der ,kausalitt4 ,die ,ionik und das ,barock zeigen seinen ,aufschwung2 es fragt sich1 in welcher ,gestalt er zu ,ende geht4 ,auch hier darf noch einmal an frher ,gesagtes erinnert werden3 wie jeder hhere ,mensch in sich1 in der ,entfaltung seiner individuellen ,seele die ,epochen seiner ,kultur noch einmal durchlebt1 wie der mystische ,akt des ,tiefenerlebnisses1 durch welchen um das ,jahr #ajjj die faustische ,seele in der westeuropischen ,landschaft geboren wurde1 in jedem ,kinde noch einmal das ,erwachen des so und nicht anders1 faustisch nmlich gearteten ,innenlebens anzeigt1 so erlebt jeder bedeutende wissenschaftliche ,mensch persnlich1 was seine ,wissenschaft im ,verlaufe ihres organischen ,werdens erlebte4 ,da ist ein ,jugendstadium des schrankenlosen ,optimismus1 der gewi ist1 da alles erkannt werden kann und einmal erkannt werden wird4 ,damit beginnen nach der gotischen und dorischen ,frhzeit die leidenschaftlichen ,visionen ,lionardos1 ,galileis1 ,brunos1 ,huttens und dementsprechend die der groen ,vorsokratiker4 ,das ist die ,morgenrte der reinen ,geistigkeit4 ,die ,gotik ersehnte sie1 das ,barock errang sie1 die -- westeuropische und hellenistische -- ,zivilisation besitzt sie1 um zu erfahren1 wie fragwrdig dieser ,besitz ist4 ,man mu viel wissen1 ehe man so weise ist1 da man am ,sinn und ,wert des ,wissens zu zweifeln anfngt4 ,das de omnibus dubitandum des ,descartes erstreckte sich hierauf nicht4 ,sein ,zweifel war nur die ,maske einer siegesgewissen ,zuversicht4 ,der reine ,gehirnmensch1 fr den die ,welt restlose ,beute seiner intellektuellen ,fhigkeiten ist1 erscheint erst mit dem #c4 und #ai4 ,jahrhundert4 ,aber es beginnt endlich ein ,kampf gegen die ,wissenschaftlichkeit1 an deren ,rechten man zweifelt1 deren ,herrschaft einen leisen ,ekel einzuflen beginnt1 zuerst mit der feinen ,skepsis ,pyrrhons und ,nietzsches1 whrend die mittleren ,geister noch mit ihren wissenschaftlichen ,errungenschaften8 einen gewaltigen ,lrm machen4 ,indessen braucht man nur die ,bcher unserer tiefsten ,physiker aufzuschlagen -- und die ,physik ist das ,meisterstck des faustischen ,geistes --1 um zu sehen1 wie die ,resignation1 die ,bescheidung in ,hinsicht auf ,ziele1 ,erfolge und ,mglichkeiten tglich zunimmt4 ,ich sage es voraus3 noch in diesem ,jahrhundert1 dem ,zeitalter des wissenschaftlich-kritischen ,alexandrinismus1 wird sie den ,willen zum ,siege der ,wissenschaft berwinden4 ,die europische ,wissenschaft geht der ,selbstvernichtung durch ,verfeinerung des ,intellekts entgegen4 ,man hatte zuerst ihre ,mittel geprft -- im #ah4 ,jahrhundert1 dann ihre ,macht -- im #ai42 man durchschaut endlich ihre historische ,rolle4 ,von der ,skepsis fhrt ein ,weg zur zweiten ,religiositt81 jener der sterbenden ,weltstdte1 jener kranken ,innerlichkeit1 die nicht vor1 sondern nach einer ,kultur kommt1 die greisen ,seelen wrmend1 wie es die morgenlndischen ,kulte im spten ,rom taten4 ,der ,einzelne leistet ,verzicht1 indem er die ,bcher weglegt4 ,eine ,kultur verzichtet1 indem sie aufhrt1 sich in hohen wissenschaftlichen ,intelligenzen zu offenbaren2 aber ,wissenschaft existiert nur im lebendigen ,dasein groer ,gelehrtengenerationen1 und ,bcher sind nichts1 wenn sie nicht in ,menschen1 die ihnen gewachsen sind1 lebendig und wirksam werden4 ,wissenschaftliche ,resultate sind keine objektive ,materie1 wie der typische ,gelehrte glaubt2 sie sind lediglich ,elemente einer geistigen ,tradition4 ,der ,tod einer ,wissenschaft besteht darin1 da sie niemandem mehr innerstes ,ereignis wird4 ,ihr ,vorhandensein ist von dem ,vorhandensein verwandter ,geister abhngig4 ,an die ,mdigkeit des ,geistes glaubt heute niemand1 so sehr wir sie schon in allen ,gliedern spren4 ,aber zweihundert ,jahre ,zivilisation und ,orgien der ,wissenschaftlichkeit -- dann hat man es satt4 ,nicht der ,einzelne1 die ,seele der ,kultur hat es satt4 ,sie drckt das aus1 indem sie ihre ,forscher1 die sie in die historische ,welt des ,tages hinaufsendet1 immer kleiner1 enger1 unfruchtbarer whlt4 ,das groe ,jahrhundert der antiken ,wissenschaft war das dritte1 nach dem ,tode des ,aristoteles4 ,als die ,rmer kamen1 als ,archimedes starb1 war es schon zu ,ende4 ,unser klassisches ,jahrhundert ist das neunzehnte4 ,gelehrte im ,stile von ,gau1 ,humboldt1 ,helmholtz waren schon um #aijj nicht mehr da2 in der ,physik1 wie in der ,chemie1 der ,biologie wie der ,mathematik sind die groen ,meister tot1 und wir erleben heute das ,decrescendo der ,nachzgler1 die ordnen1 sammeln und abschlieen wie die ,alexandriner der ,rmerzeit4 ,es ist das ein allgemeines ,symptom4 ,nach ,lysipp ist kein groer ,plastiker mehr gekommen1 dessen ,erscheinung ein ,schicksal gewesen wre1 nach ,rembrandt und ,velasquez kein ,maler1 nach ,beethoven kein ,musiker mehr4 ,man beachte wohl1 weshalb ,goethe1 im ,vergleich mit ,shakespeare1 sich einen ,dilettanten nannte1 und weshalb ,nietzsche ,wagner den ,namen eines ,musikers absprach4 ,was war zur ,zeit ,csars die ,tragdiendichtung oder die ,physik8 ,eine ,angelegenheit von vorgestern1 ein ,thema fr die berflssigen4 ,auf ,eratosthenes und ,archimedes1 die eigentlichen ,schpfer1 folgen ,poseidonios und ,plinius1 die mit ,geschmack sammeln1 und endlich ,ptolemus und ,galen1 die nur noch abschreiben4 ,wie die lmalerei und die kontrapunktische ,musik ihre ,mglichkeiten in einer kleinen ,zahl von ,jahrhunderten einer organischen ,entwicklung erschpft haben1 so ist die ,dynamik1 deren ,formenwelt um #afjj aufblht1 ein ,gebilde1 das heute im ,erlschen begriffen ist4 ,zuvor aber erwchst dem faustischen1 eminent historischen ,geiste eine noch nie gestellte1 noch nie als mglich geahnte ,aufgabe4 ,eines ,tages wird eine ,morphologie der exakten ,wissenschaften geschrieben werden1 die untersucht1 wie alle ,gesetze1 ,begriffe1 ,theorien als ,formen innerlich zusammenhngen und was sie als solche historisch bedeuten4 ,die theoretische ,physik1 ,chemie1 ,mathematik als ,inbegriff von ,symbolen betrachtet -- das ist die endgltige berwindung des mechanischen ,weltaspektes durch die intuitive1 wiederum religise ,weltidee4 ,das ist das letzte ,meisterstck einer ,physiognomik1 welche auch noch die ,systematik als ,objekt in sich auflst4 ,wir werden knftig nicht mehr fragen1 welche allgemein gltigen ,gesetze der chemischen ,affinitt oder dem ,diamagnetismus zugrunde liegen -- eine ,dogmatik1 die das #ai4 ,jahrhundert ausschlielich beschftigt hat -- wir werden sogar erstaunt sein1 da verhltnismig primitive ,fragen wie diese1 ,kpfe von solchem ,range vllig beherrschen konnten4 ,wir werden untersuchen1 woher diese der faustischen ,intelligenz vorbestimmten ,formen kommen1 warum sie uns ,menschen einer einzelnen ,kultur im ,unterschiede von jeder andern kommen muten1 welcher tiefere ,sinn darin liegt1 da die gewonnenen ,zahlen gerade in dieser bildhaften ,verkleidung in ,erscheinung treten4 ,und dabei ahnen wir heute kaum1 was alles von den vermeintlich objektiven ,werten und ,erfahrungen nur ,verkleidung1 nur ,bild und ,ausdruck ist4 ,die einzelnen ,wissenschaften1 ,erkenntnistheorie1 ,physik1 ,chemie1 ,mathematik1 ,astronomie nhern sich mit wachsender ,geschwindigkeit4 ,wir gehen einer vollkommenen ,identitt der ,resultate und damit einer ,verschmelzung der ,formenwelten entgegen1 die einerseits ein auf wenige ,grundformeln reduziertes ,system von ,zahlen 7funktionaler ,natur7 darstellt1 andrerseits als deren ,benennung eine kleine ,gruppe von ,theorien und bildhaften ,anschauungen bringt1 die endlich als verschleierter ,mythus wieder erkannt und ebenfalls auf einige ,typen1 aber von durchaus vitaler1 physiognomischer ,bedeutung zurckgefhrt werden knnen und mssen4 ,man hat diese ,konvergenz nicht bemerkt1 weil seit ,kant und eigentlich schon seit ,leibniz kein ,gelehrter mehr die ,problematik aller exakten ,wissenschaften beherrschte4 ,noch vor hundert ,jahren waren ,physik und ,chemie einander fremd2 heute sind sie einzeln nicht mehr zu behandeln4 ,man denke an die ,gebiete der ,spektralanalyse1 der ,radioaktivitt1 an die kinetische ,gastheorie4 ,vor fnfzig ,jahren war das ,wesentliche der ,chemie noch fast ohne ,mathematik darstellbar2 heute sind die chemischen ,elemente im ,begriff1 sich in mathematische ,konstanten variabler ,beziehungskomplexe zu verflchtigen4 ,die ,elemente aber waren in ihrer sinnlichen ,falichkeit die letzte antik-plastisch anmutende ,gre der ,naturwissenschaft gewesen4 ,die ,molekulartheorie ist lngst ein ,gebiet der reinen ,mathematik geworden4 ,die ,physiologie steht im ,begriff1 ein ,kapitel der organischen ,chemie zu werden und sich der ,mittel der ,infinitesimalrechnung zu bedienen4 ,die nach ,sinnesorganen wohlunterschiedenen ,teile der lteren ,physik1 ,akustik1 ,optik1 ,wrmelehre sind aufgelst und zu einer ,dynamik der ,materie und einer ,dynamik des thers verschmolzen1 deren rein mathematische ,grenze sich bereits nicht mehr aufrecht erhalten lt4 ,heute vereinigen sich die letzten ,betrachtungen der ,erkenntnistheorie mit solchen der ,analysis und der ,physik 7vor allem der ,optik7 zu einem sehr schwer zugnglichen ,gebiete1 dem z4 ,b4 die ,relativittstheorie gehrt4 ,die ,emanationstheorie der radioaktiven ,strahlengruppen wird durch eine ,zeichensprache dargestellt1 der nichts ,anschauliches mehr anhaftet4 ,die ,chemie ist im ,begriff1 statt der schrfsten anschaulichen ,bestimmung der ,qualitten der ,elemente 7,wertigkeit1 ,gewicht1 ,affinitt1 ,reagibilitt7 diese sinnlichen ,momente vielmehr zu beseitigen4 ,da die ,elemente je nach ihrer ,abstammung8 aus ,verbindungen verschieden charakterisiert sind1 da sie ,komplexe diskreter ,einheiten darstellen1 die zwar experimentell 7wirklich87 als ,einheit hherer ,ordnung wirken und mithin praktisch nicht trennbar sind1 da sie aber hinsichtlich ihrer ,radioaktivitt tiefe ,verschiedenheiten aufweisen1 da durch die ,emanation von strahlender ,energie ein ,abbau stattfindet und man also von einer ,lebensdauer der ,elemente reden darf1 was offenbar dem ursprnglichen ,begriff des ,elements und damit dem ,geiste der von ,lavoisier geschaffenen modernen ,chemie vllig widerspricht -- all das rckt diese ,vorstellungen in die ,nhe der ,entropielehre mit ihrem bedenklichen ,gegensatz von ,kausalitt und ,schicksal1 ,erkenntnis und ,erlebnis1 ,natur und ,historie und kennzeichnet den ,weg der westeuropischen ,wissenschaft einerseits zur ,aufdeckung der ,identitt ihrer formalen1 logischen oder zahlenmigen ,resultate mit der ,struktur des ,verstandes selbst1 andrerseits zu der ,erkenntnis1 da die gesamte1 diese ,zahlen und ,begriffe einkleidende ,theorie lediglich den symbolischen ,ausdruck des faustischen ,lebens darstellt4 ,die ,tatsache1 da ,radium sich unter gewissen ,bedingungen in ,helium1 ein ,element sich also in ein anderes verwandelt1 greift die ,grundlagen der chemischen ,theorie an4 ,die ,relativittstheorie beweist zum mindesten1 da die absolute ,gre einer ,strecke eine ,vorstellung ist1 die ernstlich angezweifelt werden darf4 ,diese ,vorstellung aber ist die ,voraussetzung der messenden ,physik4 ,die ,vielzahl der in sich widerspruchslosen ,geometrien1 deren ,einfhrung in die ,physik und ,astronomie neben der bisher allein verwandten euklidischen sich aus methodischen ,grnden heute vollzieht1 widerspricht zwar sicherlich gewissen bisher nie angezweifelten ,stzen der ,erkenntnistheorie1 vor allem derjenigen ,kants1 beweist aber damit nur1 da auch hier geistige ,konventionen vorliegen1 an denen ,zweifel mglich oder angebracht sind4 ,an dieser ,stelle ist endlich als eines der wichtigsten ,fermente des gesamten ,formenkomplexes die echt faustische ,mengenlehre zu nennen1 die im schrfsten ,gegensatz zur antiken ,mathematik nicht mehr die singulren ,gren1 sondern den ,inbegriff irgendwie morphologisch gleichartiger ,gren 7etwa die ,gesamtheit aller ,quadratzahlen1 aller ,differentialgleichungen von bestimmtem ,typus7 als neue ,einheit1 als neue ,zahl hherer ,ordnung auffat und neuartigen1 frher ganz unbekannten berlegungen bezglich ihrer ,mchtigkeit1 ,ordnung1 ,gleichwertigkeit1 ,abzhlbarkeit#abb unterwirft4 ,man charakterisiert die endlichen 7abzhlbaren1 begrenzten7 ,mengen hinsichtlich ihrer ,mchtigkeit als ,kardinalzahlen81 hinsichtlich ihrer ,ordnung als ,ordinalzahlen8 und stellt die ,gesetze und ,rechnungsarten derselben auf4 ,so ist eine letzte ,erweiterung der ,funktionentheorie1 die ihrer ,formensprache nach und nach die gesamte ,mathematik einverleibt hatte1 in ,verwirklichung begriffen1 wonach sie in bezug auf den ,charakter der ,funktionen nach ,prinzipien der ,gruppentheorie1 in bezug auf den ,wert der ,variablen nach mengentheoretischen ,grundstzen verfhrt4 ,die ,mathematik ist sich dabei der ,tatsache vollkommen bewut1 da hier die letzten ,erwgungen ber das ,wesen der ,zahl mit denen der reinen ,logik zusammenflieen1 und man spricht von einer ,algebra der ,logik4 ,die moderne geometrische ,axiomatik ist vollkommen ein ,kapitel der ,erkenntnistheorie geworden4 ,das unvermerkte ,ziel1 dem dies alles zustrebt und das insbesondere jeder echte ,naturforscher als ,trieb in sich empfindet1 ist das ,herausarbeiten einer reinen1 zahlenmigen ,transzendenz1 die vollkommene und restlose berwindung des ,augenscheins und dessen ,ersatz durch eine dem ,laien unverstndliche und unvollziehbare ,bildersprache1 der das groe faustische ,symbol des unendlichen ,raumes innere ,notwendigkeit verleiht4 ,der ,kreislauf der ,naturerkenntnis des ,abendlandes vollendet sich4 ,mit dem tiefen ,skeptizismus dieser letzten ,einsichten knpft der ,geist wieder an die ,formen frhgotischer ,religiositt an4 ,die anorganische1 erkannte1 zergliederte ,umwelt1 die ,welt als ,natur1 als ,system ist zu einer reinen ,sphre funktionaler ,zahlen vertieft worden4 ,wir hatten die ,zahl als eines der ursprnglichsten ,symbole jeder ,kultur erkannt1 und so folgt1 da der ,weg zur reinen ,zahl die ,rckkehr des ,geistes zu seinem eignen ,geheimnis1 die ,offenbarung seiner eignen formalen ,notwendigkeit ist4 ,die faustische ,zahl war nicht sinnliche ,gre1 sondern abstrakte ,beziehung4 ,am ,ziele angelangt1 enthllt sich endlich das ungeheure1 immer unsinnlicher1 immer durchscheinender gewordene ,gewebe1 das die gesamte ,naturwissenschaft umspinnt3 ,es ist nichts andres als die innere ,struktur des ,geistes1 der sie zu gestalten glaubte4 ,darunter aber erscheint wieder das ,frheste und ,tiefste1 der ,mythus1 das unmittelbare ,werden1 das ,leben4 ,je weniger anthropomorph die ,naturforschung zu sein glaubt1 desto mehr ist sie es4 ,sie beseitigt nach und nach die einzelnen menschlichen ,zge des ,naturbildes1 um endlich als die vermeintliche reine ,natur die ,menschlichkeit selbst1 rein und ganz1 die unmittelbare ,form des ,verstandes1 in ,hnden zu halten4 ,aus dem religisen ,seelentum der ,gotik ging der das ursprngliche ,weltgefhl berschattende stdtische ,intellekt1 das alter ego der irreligisen ,naturerkenntnis hervor4 ,heute1 in der ,abendrte der wissenschaftlichen ,epoche1 im ,stadium des siegenden ,skeptizismus1 lsen sich die ,wolken1 und die ,landschaft des ,morgens ruht wieder in vollkommener ,deutlichkeit4 ,die ,natur als starrer ,inbegriff funktionaler ,gesetze1 ganz abstrakt1 ganz infinitesimal -- das ist nichts als das mechanische ,bild des faustischen ,geistes1 das sich vom organischen ,grunde ablst4 ,den ,grund aber hatten schon die romanische ,ornamentik und die gotischen ,dome offenbart4 ,der letzte ,schlu faustischer ,weisheit1 wenn auch nur in ihren hchsten ,momenten1 ist die ,auflsung des gesamten ,wissens in ein ungeheures ,system morphologisch-historischer ,verwandtschaften4 ,dynamik und ,analysis sind dem ,sinne1 der ,formensprache1 der ,substanz nach identisch mit den ,bildungen der gotischen ,architektur und des dynastischen ,staates1 den ,tendenzen unsres mehr und mehr sozialistischen ,wirtschaftslebens und unserer impressionistischen lmalerei1 der ,instrumentalmusik und der christlich-germanischen ,dogmatik4 ,ein und dasselbe ,weltgefhl redet aus allen4 ,sie sind mit der faustischen ,seele geboren und alt geworden4 ,sie stellen ihre ,kultur als historisches ,phnomen in der ,welt des ,tages und des ,raumes dar4 ,die ,vereinigung der einzelnen wissenschaftlichen ,aspekte zum ,ganzen wird alle ,zge der groen ,kunst des ,kontrapunkts tragen4 ,eine infinitesimale ,musik des grenzenlosen ,weltraums -- das ist immer die tiefe ,sehnsucht dieser ,seele im ,gegensatz zur antiken mit ihrem plastisch-euklidischen ,kosmos gewesen4 ,das ist1 als ,denknotwendigkeit des faustischen ,weltverstandes auf die ,formel einer dynamisch-imperativischen ,kausalitt gebracht1 zu einer diktatorischen ,naturwissenschaft gestaltet1 ihr groes ,testament fr den ,geist kommender ,kulturen -- ein ,vermchtnis von ,formen gewaltigster ,transzendenz1 das vielleicht niemals erffnet werden wird4 ,damit kehrt eines ,tages die abendlndische ,wissenschaft1 ihres ,strebens mde1 in ihre seelische ,heimat zurck4 ,funoten3 ,footnote #aae3 ,etwa im zweiten ,hauptsatz der ,thermodynamik in der ,fassung ,boltzmanns3 ,der ,logarithmus der ,wahrscheinlichkeit eines ,zustandes ist proportional der ,entropie dieses ,zustandes48 ,hier reprsentiert jedes ,wort eine vollstndige ,naturanschauung4 ,footnote #aaf3 ,das ,feuer gehrt fr das antike ,auge dazu4 ,es ist der strkste optische ,natureindruck1 den es gibt und gestattet deshalb dem antiken ,geiste keinen ,zweifel an seiner ,krperlichkeit4 ,erde1 ,wasser und ,luft bedeuten den festen1 flssigen und gasfrmigen ,aggregatzustand der physikalischen 1 ein rein sinnliches ,sichverhalten4 ,man vergleiche das mit dem ,begriff des in der ,tragdie4 ,footnote #aag3 ,und man darf behaupten1 da der populre ,glaube1 den z4 ,b4 ,haeckel mit den ,namen ,atom1 ,materie1 ,energie verbindet1 von dem ,fetischismus des ,neandertalmenschen nicht wesentlich verschieden ist4 ,footnote #aah3 ,in gypten hat erst ,ptolemus ,philadelphus den ,herrscherkult eingefhrt4 ,die ,verehrung der ,pharaonen hatte eine ganz andre ,bedeutung4 ,footnote #aai3 ,die symbolische ,bedeutung des ,titels und seine ,beziehung zu ,begriff und ,idee der ,person kann hier nicht gegeben werden4 ,es sei nur darauf aufmerksam gemacht1 da die antike ,kultur als einzige von allen niemals einen ,titel gekannt hat4 ,das wrde dem streng ,somatischen ihrer ,bezeichnungen widersprochen haben4 ,auer ,eigen- und ,beinamen besa sie nur die technischen ,namen tatschlich ausgebter mter4 ,augustus8 wird sofort ,eigenname1 ,csar sehr bald ,amtsbezeichnung4 ,aber man kann das ,vordringen des magischen ,gefhls daran verfolgen1 wie in der sptrmischen ,beamtenschaft hfliche ,wendungen wie vir clarissimus feststehende ,titulaturen werden1 die verliehen und entzogen werden knnen4 ,genau so sind die ,namen fremder und lterer ,gtter jetzt zu ,titeln der anerkannten exklusiven ,gottheit geworden4 ,heiland8 7,asklepios7 und ,guter ,hirte8 7,orpheus7 sind ,titel ,christi4 ,in antiker ,zeit aber waren sogar die ,beinamen rmischer ,gottheiten allmhlich zu selbstndigen ,gttern geworden4 ,footnote #abj3 ,diagoras1 der seiner gottlosen8 ,schriften wegen in ,athen zum ,tode verurteilt wurde1 hat tief fromme ,dithyramben hinterlassen4 ,man lese daraufhin ,hebbels ,tagebcher und seine ,briefe an ,elise4 ,er glaubte nicht an ,gott81 aber er betete4 ,footnote #aba3 ,auch unsere ,sprachen setzen ihn oder vielmehr das hinter dem ,wort stehende numen schon voraus4 ,wir sagen1 da eine ,industrie sich ,absatzgebiete erschliet8 und da der ,rationalismus zur ,herrschaft gelangt84 ,das sind dynamische ,wendungen4 ,keine antike ,sprache gestattet solche ,ausdrcke4 ,hier liegt auch ein wesentlicher ,unterschied zwischen den ,bildern der antiken und modernen ,poesie4 ,footnote #abb3 ,die ,menge8 der rationalen ,zahlen ist abzhlbar1 die der reellen nicht4 ,die ,menge der komplexen ,zahlen ist zweidimensional2 daraus folgt der ,begriff der n-dimensionalen ,menge1 welcher auch die geometrischen ,gebiete in die ,mengenlehre einordnet4 ,ende des ersten ,bandes4 ,inhalt des zweiten ,bandes3 ,welthistorische ,perspektiven4 ,i4 ,grundformen der ,geschichte4 #a4 ,ursprung und ,landschaft4 ,die ,gruppe der hohen ,kulturen4 ,vlkerformen und ,sprachen4 #b4 ,die ,geschichte einer ,kultur als ,ablauf eines organischen ,prozesses4 ,urvlker1 ,kulturvlker1 ,fellachenvlker4 ,beispiel3 ,die ,kultur der ,maya4 ,,ii4 ,das ,problem der ,zivilisation4 #a4 ,kultur und ,zivilisation4 ,land und ,stadt4 ,instinkt und ,intellekt4 ,bauerntum und ,brgertum4 ,beispiel3 ,der ,aufbau der gyptischen ,kultur4 #b4 ,weltstadt und ,provinz4 ,zur ,psychologie der ,modernitt4 #c4 ,der ,imperialismus4 ,das chinesische ,reich2 das ,imperium ,romanum4 ,die westeuropische ,zukunft4 ,,iii4 ,probleme der arabischen ,kultur4 #a4 ,historische ,pseudomorphosen3 ,die rmische ,kaiserzeit4 #b4 ,der ,puritanismus3 ,pythagoras1 ,mohammed1 ,cromwell4 #c4 ,das ,judentum4 ,,iv4 ,der ,staat4 #a4 ,die indische ,kultur und das ,problem der ,stnde4 #b4 ,antike und abendlndische ,staatsidee3 ,polis und ,dynastie4 #c4 ,stadien der politischen ,form4 ,parlamentarismus2 ,csarismus4 ,v4 ,das ,geld4 ,mnze und ,kredit4 ,idee des ,eigentums4 ,morphologie der ,wirtschaftsgeschichte4 ,,vi4 ,die ,symbolik der ,maschine4 ,sklaventum und ,maschinenindustrie4 ,zur ,psychologie der westeuropischen ,technik3 ,sinn1 ,entwicklung und ,lebensdauer4 ,der ,erfinder als faustischer ,typus4 ,,vii4 ,das ,russentum und die ,zukunft4 ,schlu4 ,,oswald ,,spengler ,,preussentum ,,und ,,sozialismus #ba4 bis #cc4 ,tausend ,preis ,m #f4-- ,inhalt3 ,einleitung -- ,die deutsche ,revolution -- ,sozialismus als ,lebensform -- ,englnder und ,preuen -- ,marx -- ,die ,internationale ,ich halte dies ,buch fr aktueller#8 als die ,enthllungen1 ,prozesse1 ,steuerprojekte alle1 die uns sonst beschftigen mssen3 sie sind ,papier1 dies ,buch ist ,leben 444 ,ein ,bchlein von #ajj ,seiten nur und doch zu gro1 um seine ,linien so nachzeichnen zu knnen1 wie man es mchte48 ,fritz ,endres 7,mnchen-,augsburger ,abendzeitung74 -- ,dieses ,buch ist eine ,bejahung des ,preuentums1 die gehrt werden wird1 denn der sie ausspricht1 ist ein ,philosoph von ,geblt48 ,willy ,pastor 7,tgliche ,rundschau74 --,gleichviel1 ob ihr ,gehalt im historischen ,sinne richtig#81 ob ihr ,ziel das wahrhaft zu erstrebende ist -- die ,broschre ,preuentum und ,sozialismus8 war im ,augenblick ihres ,erscheinens sofort eine ,kraft1 und sie ist selbst eine gegenwartgestaltende ,macht geworden4 ,mit diesem ,auge mssen wir sie sehen1 nicht blo als eine ,meinung81 an der man ,kritik bt und die man schlielich anfechtbar findet48 ,eduard ,spranger 7,dresdner ,anzeiger74 --,oswald ,spengler1 der ,verfasser des ,untergangs des ,abendlandes81 des bedeutendsten und universellsten ,buches der letzten zwanzig ,jahre1 hat unter dem ,titel ,preuentum und ,sozialismus8 ein ,werk der ffentlichkeit bergeben1 das -- man mag zu ,spenglers ,skepsis und ,kulturtheorien stehen1 wie man will6 -- in geradezu hervorragender ,klarheit und ,wahrheit sowohl die heutige ,lage psychologisch analysiert1 als auch unseren schicksalhaften ,weg ihrer berwindung zum ,aufbau hin darstellt4 ,auf nur #ii ,seiten gibt ,spengler eine derartige ,flle von ,gedanken1 da es nicht mglich ist1 sie auch nur andeutungsweise anzugeben1 man mte denn das ganze ,buch nachschreiben4 ,jeder1 dem des ,vaterlandes ,not im ,herzen brennt1 sollte das ,buch zur ,hand nehmen68 ,ernst ,buske 7,wandervogel74 ,alle hier angegebenen ,preise sind wegen der stets steigenden ,kosten unverbindlich4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,der ,untergang des ,abendlandes und der ,christ ,von ,a4 ,,albers4 ,m #a4ej4 ,soeben erschienen4 ,idealisten wenden sich mit ,ingrimm gegen den ,relativismus ,spenglers und suchen in dem dichten ,netze seiner ,gedanken irgendwo eine ,lcke zu finden1 durch die sie seinem schrecklichen ,relativismus entfliehen knnten4 ,der ,christ frchtet diesen nicht1 ja er sieht in ihm eine ,frderung seines geistigen ,lebens4 ,er wei einen ,punkt1 der ihn auerhalb aller ,relativitt stellt4 ,von ihm aus kann er den ,spenglerschen ,kosmos ruhevoll betrachten3 sein ,weltbild birgt noch tiefere ,geheimnisse fr alles ,denken und ,schauen4 ,mit ,ernst ist in diesem ,aufsatz gezeigt1 wie ,spenglers ,buch seine zahlreichen ,leser in der ,richtung zum ,christlichen vorwrts bringen kann4 ,der deutsche ,geist und die ,form ,gedanken und ,betrachtungen von ,,max ,,zobel von ,,zabeltitz4 ,m #f4--4 ,soeben erschienen4 ,die ,schrift erffnet im ,hinblick auf die letzten politischen ,schicksale der ,deutschen tiefe und heilsame ,einsichten in das ,wesen und die ,geistesart unseres ,volkes2 sie zeigt1 wie berraschend tief bei ihm der ,zusammenhang zwischen politischem und geistigem ,leben ist1 so tief nmlich1 da auch fr die bekannten und so oft entgegengehaltenen ,widersprche3 ,weimar -- ,potsdam1 ,weltbrgertum -- ,nationalstaat nur ein und dieselbe ,wurzel in der deutschen ,seele nachweisbar ist4 ,hier liegen bedeutsame ,erkenntnisse1 welche eine ,erklrung fr viele ,erscheinungen in der deutschen ,politik und im deutschen ,geistesleben bieten4 ,aus der ,mannigfaltigkeit und dem ,ueberreichtum der deutschen ,seele ergibt sich dem ,verfasser als erste ,notwendigkeit und einzige ,aussicht fr das deutsche ,volk der ,wille zur ,form -- staatlich wie geistig genommen4 ,die gedankenreiche1 glnzende ,schrift ist ein ,sammelruf in der allgemeinen ,zersplitterung an das geistige ,deutschland4 ,von der innern ,not unseres ,zeitalters ,ein ,ausblick auf ,fausts knftigen ,weg4 ,von ,,robert ,,saitschick4 #b4 ,auflage4 ,gebunden ,m #d4ej ,faust ist auch in ,saitschicks ,betrachtung nur der ,name fr den inneren ,menschen unserer ,tage4 ,und wie ,goethe1 so setzt auch ,saitschick sich mit ihm selbstndig auseinander4 ,nur sieht er schrfer2 denn ,faust ist inzwischen ein ,jahrhundert seinen ,weg weiter gegangen48 ,hochland4 ,der ,staat und was mehr ist als er ,von ,,robert ,,saitschick4 ,gebunden ,m #ab4-- ,inhalt3 ,einleitung -- ,was ist der ,staat8 -- ,staat und ,individuum -- ,macht und ,recht -- ,staat und ,sittlichkeit -- ,nation -- ,patriotismus -- ,der ,staat und die tragischen ,widersprche des ,menschen -- ,vom ,weltfrieden -- ,vlkergemeinschaft4 ,laotse _/ ,tao ,teh ,king ,vom ,geist und seiner ,tugend4 bertragen von ,h4 ,,federmann4 ,in ,pappband gebunden ,m #h4--1 in ,javapapier gebunden ,m #ab4--4 ,soeben erschienen4 ,diese neue ,uebertragung der tiefsinnigen ,sprche des ,laotse ist in direkter ,fhlung mit dem chinesischen ,urtext entstanden4 ,der ,uebersetzer1 der selbst eine der ,lyrik und ,musik offene ,seele besitzt1 konnte dem schwierigen ,text und dem ,geist der ,sprche allseitig gerecht werden4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,soeben ist erschienen3 ,immermann ,der ,mann und sein ,werk im ,rahmen der ,literaturgeschichte von ,harry ,maync ,gebunden ,m #fj4-- ,dieses ,werk bildet einen neuen ,band der angesehenen und weitverbreiteten ,sammlung von ,dichterbiographien unseres ,verlags4 ,es ist einem ,autor gewidmet1 dessen zwei ,hauptwerke1 ,die ,epigonen8 und der ,mnchhausen8 7mit der in ihm eingeflochtenen herrlichen ,dorfgeschichte ,der ,oberhof871 in der ,entwicklung des deutschen ,romans epochemachend geworden sind1 der aber gleichwohl dem heutigen ,geschlechte weniger bekannt ist1 als er nach der ,vielseitigkeit seiner literarischen ,bettigung -- ,immermann ist durch seine dramaturgische ,ttigkeit zumal auch fr das deutsche ,theater von ,bedeutung geworden -- und vor allem nach dem ,gewicht seiner aufrechten und mnnlichen ,persnlichkeit verdiente4 -- ,die ,zeitspanne von den ,freiheitskriegen bis zum ,jahre #ahdj1 in die ,immermanns ,schaffen fllt1 war eine ganz unpolitische1 wesentlich aufs ,literarische und ,geistige gerichtete ,epoche2 sie mutet uns ,heutige nach dem politischen ,schiffbruch1 den wir soeben erleiden muten1 wie ein schnes ,traumland an4 ,als in jenen ,jahren der bekannte englische ,staatsmann und vielgelesene ,schriftsteller ,sir ,ed4 ,bulwer in der berhmt gewordenen ,widmung seines ,ernest ,maltravers8 das groe deutsche ,volk8 als das ,volk der ,dichter und ,denker8 ansprach1 wollte dieser ,titel gleichwohl diesem nicht recht gefallen4 ,heute1 wo wir ,deutsche am ,grabe unserer politischen ,hoffnungen stehen1 ist es wie wenn jene ,bezeichnung neue ,geltung erhalten sollte4 ,das ,leben ,immermanns1 eines der literarischen ,hauptvertreter jener ,epoche1 gewinnt daher sicherlich heute ein verstrktes ,interesse fr uns ,deutsche1 freilich auch in dem ,sinne1 da es uns lehrt1 da ein seiner ,krfte bewutes ,volk von bloer ,geistigkeit nicht leben kann1 sondern mit innerer ,notwendigkeit auf politische ,bettigung hingetrieben wird4 ,harry ,maync legt in seiner fesselnden ,darstellung mit ,recht starken ,nachdruck auf die ,herausarbeitung des zeitlichen ,milieus4 ,das bedeutende und anregende ,buch darf den weitesten ,kreisen zum ,studium und zur ,lektre wrmstens empfohlen werden und wird niemand enttuschen4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,,johannes ,,volkelt3 ,das sthetische ,bewutsein ,prinzipienfragen der sthetik4 ,geheftet ,m #bh4- 7,soeben erschienen47 ,inhalt3 ,i4 sthetische ,gegenstndlichkeit4 -- ,,ii4 ,der ,tatbestand der sthetischen ,einfhlung4 -- ,,iii4 ,zur ,theorie der sthetischen ,einfhlung4 -- ,,iv4 ,ursprung der ,einfhlung berhaupt4 -- ,v4 ,illusion und sthetische ,wirklichkeit4 -- ,,vi4 ,mit-,wahrnehmung und ,phantasie im sthetischen ,betrachten4 -- ,,vii4 ,der ,gebild-,charakter des sthetischen ,verhaltens4 -- ,sachregister4 ,diese ,untersuchungen knnen als ,phnomenologie des sthetischen ,bewutseins bezeichnet werden4 ,das dem sthetischen ,anschauen hingegebene ,bewutsein wird in seiner wesenhaften ,verfassung beschrieben1 wobei die ,beziehung von ,bewutheit und ,gegenstndlichkeit in den ,mittelpunkt gerckt ist4 ,das ,buch bildet eine ,ergnzung der groen sthetik ,volkelts4 ,gewiheit und ,wahrheit ,untersuchung der ,geltungsfragen als ,grundlegung der ,erkenntnistheorie4 ,geheftet ,m #bf4--1 gebunden ,m #dj4-- ,wir zweifeln nicht1 da das gediegene1 glnzend geschriebene ,werk auf die erkenntnistheoretische ,auseinandersetzung und ,fragestellung einen nachhaltigen1 tiefgehenden ,einflu ben wird48 ,geisteskampf der ,gegenwart4 ,system der sthetik ,drei ,bnde4 ,gebunden ,m #aje4-- ,das ,werk ,volkelts ist durchgngig erfllt mit sthetischem ,vollgehalt2 es gibt keine leeren ,fcher darin1 keine abstrakten ,nieten1 keine berflssigen ,spitzfindigkeiten 444 ,ein auf allen sthetischen ,gebieten erfahrener1 wohlorientierter1 gebildeter ,geist waltet ber dem ,ganzen48 ,professor ,dr4 ,o4 ,liebmann 7,frankfurter ,zeitung74 sthetik des ,tragischen ,dritte1 neubearbeitete ,auflage4 ,gebunden ,m #cj4-- ,nicht blo der ,forschung im engeren ,sinn1 auch der ,kritik und vor allem dem ,unterricht hat ,volkelts ,werk unschtzbare ,dienste geleistet1 hat ,unzhligen fr die feinsten ,abschattungen tragischen ,erlebens und ,gestaltens die ,augen geffnet und uns klrend und vertiefend zu den letzten ,fragen hingeleitet48 ,prof4 ,dr4 ,rob4 ,petsch 7,neue ,jahrbcher fr das klassische ,altertum74 ,kunst und ,volkserziehung ,betrachtungen ber ,kulturfragen der ,gegenwart4 ,zweiter ,abdruck4 ,gebunden ,m #b4hj und #ge ,teuerungszuschlag4 ,das ,anziehende des ,buches bildet die konsequente ,ablehnung jeder moralisierenden ,tendenz fr die ,kunst und das warm begeisterte ,eintreten fr eine in ihrem tiefsten ,wesen begrndete ,sittlichkeit1 die eins mit ihr wird4 ,so begegnen sich sthetik und ,ethik hier in harmonischer ,verschmelzung48 ,a4 ,brausewetter 7,der ,tag74 ,festschrift ,johannes ,volkelt zum #gj4 ,geburtstag dargebracht4 ,,vii1 #dbh ,seiten4 ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #be4-- ,mit ,beitrgen von ,wilhelm ,wundt1 ,jonas ,cohn1 ,bruno ,bauch1 ,albert ,kster1 ,georg ,witkowski1 ,hermann ,schwarz1 ,walther ,schmied-,kowarzik1 ,max ,frischeisen-,khler1 ,otto ,klemm1 ,hermann ,schneider1 ,richard ,falckenberg1 ,max ,dessoir1 ,ernst ,bergmann1 ,felix ,krueger1 ,wilhelm ,wirth1 ,f4 ,r4 ,lipsius1 ,eduard ,spranger1 ,paul ,barth4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,platon ,sein ,leben1 seine ,schriften1 seine ,lehre4 ,von ,,constantin ,,ritter4 ,erster ,band3 ,platons ,leben und ,persnlichkeit1 ,philosophie nach den ,schriften der ersten sprachlichen ,periode4 ,,xv1 #ehh ,seiten #ho4 ,geheftet ,m #h4--991 gebunden ,m #i4--99 ,platon und die ,aristotelische ,ethik ,von ,dr4 ,,hans ,,meyer1 ,professor der ,philosophie in ,mnchen4 #aiai4 ,,vi1 #cjj ,seiten #ho4 ,geheftet ,m #af4-- ,geschichte der griechischen ,literatur von ,,wilh4 v4 ,,christ4 ,unter ,mitwirkung von ,professor ,dr4 ,,otto ,,st,,hlin 7,erlangen7 neubearbeitet von ,professor ,dr4 ,,wilhelm ,,schmid 7,tbingen74 7,handbuch der klassischen ,altertumswissensschaft ,,vii4 ,band7 ,i4 ,teil3 ,die klassische ,periode der griechischen ,literatur4 #f4 ,auflage4 #aiab4 #ej ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #bc4ej1 gebunden ,m #da4ej ,,ii4 ,teil1 #a4 ,hlfte3 ,die nachklassische ,literatur von #cbj v4 ,chr4 bis #ajj n4 ,chr4 #f4 ,auflage4 #aibj4 #db-a_/b ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #ce4--1 geb4 ,m #ee4--4 7,soeben erschienen47 ,,ii4 ,teil1 #b4 ,hlfte3 ,die nachklassische ,periode der griechischen ,literatur von #ajj bis #ecj n4 ,chr4 #e4 ,auflage4 #aiac4 ,mit alphabetischem ,sachregister und einem ,anhang von #de ,portrtdarstellungen1 ausgewhlt und erlutert von ,j4 ,sieveking4 #ej ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #be4ej1 gebunden ,m #dc4ej ,geschichte der rmischen ,literatur bis zum ,gesetzgebungswerk des ,kaisers ,justinian4 ,von ,,martin von ,,schanz4 7,handbuch der klassischen ,altertumswissenschaft ,,viii4 ,band7 ,i4 ,teil1 #a4 ,hlfte3 ,von den ,anfngen der ,literatur bis zum ,ausgang des ,bundesgenossenkrieges4 ,mit ,register4 #c4 ,auflage4 #bc ,bogen ,lex4 #ho4 ,geh4 ,m #ab4be1 geb4 ,m #bf4be ,i4 ,teil1 #b4 ,hlfte3 ,bis zum ,ende der ,republik4 ,mit ,register4 #c4 ,auflage4 #cc ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #ag4ej1 gebunden ,m #cc4ej ,,ii4 ,teil1 #a4 ,hlfte3 ,die augustische ,zeit4 ,mit ,register4 #c4 ,auflage4 #ch ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #ag4ej1 gebunden ,m #cc4ej ,,ii4 ,teil1 #b4 ,hlfte3 ,vom ,tode des ,augustus bis zur ,regierung ,hadrians4 ,mit ,register4 #c4 ,auflage4 #ch ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #ag4ej1 gebunden ,m #cc4ej ,,iii4 ,teil3 ,die rmische ,literatur von ,hadrian bis auf ,constantin 7#cbd n4 ,chr474 ,mit ,register4 #b4 ,auflage4 ,vergriffen4 ,,iv4 ,teil1 #a4 ,hlfte3 ,die ,literatur des #d4 ,jahrhunderts4 ,mit ,register4 #b41 vermehrte ,auflage4 #cf ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #ag4ej1 gebunden ,m #cc4ej4 ,die zweite ,hlfte 7die ,literatur des #e4 und #f4 ,jahrhunderts7 erscheint ,herbst #aibj4 ,griechische ,staatskunde ,von ,dr4 ,,georg ,,busolt1 ord4 ,professor an der ,universitt ,gttingen4 #c41 neugestaltete ,auflage der ,griechischen ,staats- und ,rechtsaltertmer4 #a4 ,hauptteil3 ,allgemeine ,darstellung des griechischen ,staates4 #da ,bogen ,lex4 #ho4 ,geheftet ,m #cj4--1 gebunden ,m #ej4--4 7,soeben erschienen47 7,handbuch der klassischen ,altertumswissenschaft ,,iv4 ,band1 #a4 ,abteilung1 #a4 ,hlfte7 ,griechische ,kultusaltertmer ,von ,dr4 ,p4 ,,stengel1 ,professor am ,joachimsthalschen ,gymnasium in ,berlin4 #c41 neubearbeitete ,auflage4 #ag ,bogen ,lex4 #ho4 ,mit #f ,tafeln4 ,geheftet ,m #bj4--1 gebunden ,m #ce4--4 7,soeben erschienen47 7,handbuch der klassischen ,altertumswissenschaft ,v4 ,band4 #c4 ,abteilung7 ,geschichte der antiken ,philosophie ,von ,,wilhelm ,,windelband4 #c4 ,auflage bearbeitet von ,dr4 ,,adolf ,,bonh,,ffer4 ,geh4 ,m #aj4ej1 geb4 ,m #bd4ej 7,handbuch der klassischen ,altertumswissenschaft ,v4 ,band1 #a4 ,abteilung1 #a4 ,teil7 ,zu den mit 99 versehenen ,preisen kommt noch ein ,teuerungszuschlag des ,verlages von #ge4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,geschichte der deutschen ,literatur bis zum ,ausgang des ,mittelalters4 ,von ,professor ,dr4 ,g4 ,,ehrismann4 #a4 ,teil3 ,die althochdeutsche ,literatur4 7,soeben erschienen47 ,geheftet ,m #bb4ej1 gebunden ,m #cj4-- ,die deutschen ,dichter des lateinischen ,mittelalters in deutschen ,versen von ,,paul von ,,winterfeld4 ,herausgegeben von ,,hermann ,,reich4 ,in ,halbleinen gebunden ,m #af4-- ,deutsche ,altertumskunde von ,professor ,dr4 ,,fr4 ,,kauffmann4 #a4 ,hlfte3 ,von der ,urzeit bis zur ,vlkerwanderung4 ,geheftet ,m #ag4ej1 in ,leinwand gebunden ,m #bd4-- ,deutsches ,sagenbuch ,herausgegeben von ,professor ,dr4 ,,friedrich v4 d4 ,,leyen4 #a4 ,teil3 ,die ,gtter und ,gttersagen der ,germanen4 ,von ,professor ,dr4 ,,fr4 v4 d4 ,,leyen4 #b4 ,auflage4 ,,viii1 #bgh ,seiten #ho4 ,in ,pappband ,m #bb4--4 7,soeben erschienen47 -- #b4 ,teil4 ,die deutschen ,heldensagen4 ,von ,professor ,dr4 ,,fr4 v4 d4 ,,leyen4 ,,viii1 #ceb ,seiten #ho4 ,in ,pappband ,m #aa4--4 -- #c4 ,teil3 ,die deutschen ,sagen des ,mittelalters4 ,von ,k4 ,,wehrhan4 #a4 ,hlfte3 ,kaiser und ,herren4 ,,viii1 #baj ,seiten #ho4 ,in ,pappband ,m #aa4--4 #b4 ,hlfte3 ,stmme und ,landschaften1 ,ritter und ,snger4 ,x1 #bed ,seiten #ho4 ,in ,pappband ,m #ag4--4 7,soeben erschienen47 -- #d4 ,teil3 ,die deutschen ,volkssagen4 ,von ,dr4 ,,fr4 ,,ranke4 ,,xvii1 #bid ,seiten #ho4 ,in ,pappband ,m #aa4-- ,die ,germanen ,eine ,erklrung der berlieferung ber ,bedeutung1 ,herkunft des ,vlkernamens4 ,von ,,th4 ,,birt4 ,m #d4ej ,deutsche ,geschichte ,von ,,oskar ,j,,ger4 #e4 ,auflage 7#ad4 bis #af4 ,tausend7 ,erster ,band3 ,bis zum westflischen ,frieden4 #dc ,bogen mit #aab ,abbildungen und #g ,karten4 _/ ,zweiter ,band3 ,bis zur ,gegenwart4 #dc ,bogen mit #ajh ,abbildungen und #h ,karten4 ,gebunden ,m #de4-- ,schulthess' ,europischer ,geschichtskalender ,kriegsjahrgnge #aiad1 #aiae und #aiag ,neue ,folge4 #cj4 ,jahrgang #aiad 7der ganzen ,reihe ,,lv4 ,band74 ,herausgegeben von ,,wilhelm ,,stahl4 ,in zwei ,hlften4 ,,xxxii und #abdh ,seiten4 ,m #de4-- ,neue ,folge4 #ca4 ,jahrgang #aiae 7der ganzen ,reihe ,,lvi4 ,band74 ,herausgegeben von ,,ernst ,j,,ckh und ,,karl ,h,,nn4 ,in zwei ,hlften4 ,,li1 #aded ,seiten4 ,m #fj4-- ,neue ,folge4 #cb4 ,jahrgang #aiaf4 ,im ,druck4 ,neue ,folge4 #cc4 ,jahrgang #aiag 7der ganzen ,reihe ,,lviii4 ,band74 ,herausgegeben von ,,wilhelm ,,stahl4 ,in zwei ,hlften4 #a4 ,hlfte3 ,,iv1 #ajdh ,seiten4 #b4 ,hlfte3 ,,xxxv1 #ajfg ,seiten4 ,m #ajj4--4 ,soeben erschienen4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,goethe ,sein ,leben und seine ,werke4 ,von ,,albert ,,bielschowsky4 #ch4 und #ci4 ,auflage4 ,zwei ,bnde mit zwei ,portrtgravren4 ,in ,halbleinenband ,m #gj4-- ,schiller ,sein ,leben und seine ,werke4 ,von ,,karl ,,berger4 #aa4 und #ab4 ,auflage 7#cd4 bis #ci4 ,tausend74 ,zwei ,bnde mit zwei ,portrtgravren4 ,in ,halbleinenband ,m #fe4-- ,herder ,sein ,leben und seine ,werke4 ,von ,,eugen ,k,,hnemann4 #b41 neubearbeitete ,auflage4 ,mit ,portrtgravre4 ,in ,halbleinenband ,m #bd4-- ,schiller ,von ,,eugen ,k,,hnemann4 ,sechste ,auflage 7#af4 bis #ai4 ,taus474 ,in ,halbleinenband ,m #dj4--4 7,soeben erschienen47 ,theodor ,fontane von ,,conrad ,,wandrey4 ,geb4 ,m #bj4-- ,das kluge1 gediegene und liebevolle1 dabei in seiner ,rede die richtige ,tonhhe wahrende und in kritischen ,einzelheiten sehr feine ,buch will1 wie es im ,vorwort heit1 das ,fontanebild dieser ,gegenwart einfangen1 und das heit1 es dient in der ,hauptsache und fast ausschlielich dem ,epiker1 denn dieser ist es1 der lebt und gilt 4444 ,es ist eine ,glanzleistung1 die1 wie wir glauben mchten1 mit ihrem ,gegenstande durch die ,zeiten ehrenvoll verbunden bleiben wird48 ,thomas ,mann 7,berliner ,tageblatt74 ,goethes ,faust ,nach ,entstehung und ,inhalt erklrt4 ,von ,,ernst ,,traumann4 ,zweite ,auflage4 ,erster ,band3 ,der ,tragdie erster ,teil4 ,zweiter ,band3 ,der ,tragdie zweiter ,teil4 ,in ,halbleinenband ,m #de4-- ,unsere ,literatur ber unsere ,literatur ist nicht allzu reich an solchen wahrhaft ins ,herz der ,dichtung fhrenden ,werken48 ,professor ,dr4 ,j4 ,hofmiller 7,sddeutsche ,monatshefte74 -- ,wir werden an dem ,werk die ausfhrlichste1 wissenschaftlich zuverlssigste und grndlichste ,erklrung des ,faust haben48 ,pdagogische ,bltter4 ,bausteine zu einer sthetik der innern ,form ,von ,,friedrich ,,lippold4 ,,xxiv1 #djj ,seiten4 ,in ,halbleinenband ,m #bj4-- ,nicht nur die ,wissenschaft der sthetik1 sondern die deutsche ,literatur wird mit diesem ,buche um einen ,denker und ,schriftsteller seltener ,art bereichert4 ,bis zu seiner ,tiefe hat wohl niemand bisher die ,schnheiten der ersten ,zricherseestrophe ,klopstocks oder von ,goethes ,euphrosyne8 und ,auf ,miedings ,tod8 ausgekostet und von diesen ,erlebnissen im ,reiche des ,schnen ,kunde gegeben4 ,lippold war eine ,persnlichkeit in der ,art ,f4 ,th4 ,vischers und ,wilh4 ,diltheys und wird in unserer traurigen ,gegenwart wie ein ,klang aus dem alten ,deutschland vor #ahgj wirken1 das der ,welt so viele ,denker und ,lehrer gegeben hat4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,soeben ist erschienen3 ,,ernst ,,droem ,,ges,,nge ,,eingef,,hrt ,,von ,,oswald ,,spengler ,geheftet ,m #aj4-- ,gebunden ,m #ad4-- ,in ,oswald ,spenglers ,werk ,der ,untergang des ,abendlandes8 #c4-ae4 ,auflage ,seite #cca ist in bedeutungsvoller ,weise auf den ,dichter hingewiesen mit den ,worten3 ,die moderne ,poesie der welkenden ,alleen1 der endlosen ,straenzge unserer ,weltstdte1 der ,pfeilerreihen eines ,domes1 der ,gipfel einer fernen ,gebirgskette 44444 ,baudelaire1 ,verlaine und ,x haben diese ,gefhle in ,verse gebracht48 ,mit der ,verffentlichung der ,,ges,,nge8 von ,,ernst ,,droem wird der literarischen ,welt dieses ,x nun aufgelst4 ,eine bedeutende ,dichterpersnlichkeit1 von kosmischen ,visionen gleich ,goya und ,daumier bestrmt1 ein ,meister der ,sprache und der modernsten ,form1 tritt hier -- was bei ,dichtern sonst selten ist -- aus sorgsam gehteter ,verborgenheit hervor mit der reifen ,frucht ihres ,geistes und ihrer ,kunst4 ,,oswald ,,spengler hat der ersten ,gabe dieses ,dichters eine ,einleitung ber die ,lyrik der ,gegenwart vorangeschickt1 die ganz neue ,gedanken und ,gesichtspunkte bietet4 ,c4 ,h4 ,beck'sche ,verlagsbuchhandlung ,oskar ,beck in ,mnchen ,c4 ,h4 ,beck'sche ,buchdruckerei in ,nrdlingen