,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aijf so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt4 ,besondere ,schriftvarianten werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,unterstriche ,von ,sonnen und ,sonnenstubchen ,von ,sonnen und ,sonnenstubchen ,kosmische ,wanderungen von ,wilhelm ,blsche ,vierzehntes bis zwanzigstes ,tausend ,volksausgabe ,illustration ,berlin ,georg ,bondi #aijf ,inhaltsverzeichnis ,die ,rtsel in der ,milchstrasse4 ,aus dem ,tagebuche einer ,gebirgswanderung #a ,die ,entstehung der deutschen ,landschaft4 ,trumereien auf einer ,eisenbahnfahrt #dg ,der ,kampf um die ,haut des ,riesenfaultiers4 ,ein ,kapitel aus ,wahrheit und ,dichtung #ic ,der erste ,vogel #abf ,die ,weltgeschichte des ,nilpferdes #afi ,die ,wunderwelt der ,radiolarien4 ,ein ,blick in die ,tiefsee #bja ,warum die urweltlichen ,tiere ausgestorben sind8 #bdd ,vom ,leben im ,weltraum #bfj ,die ,kche der ,urzeit #bge ,das ,ende der ,tierwelt #bhb ,die ,anfnge der ,kultur bei den ,tieren #cjj ,die ,affensprache #caa ,das ,schnabeltier4 ,vom ,sugetier1 das ,eier legt #cbj ,das ,tierleben der ,grossstadt #cdg ,kepler's ,traum vom ,mond #cef ,vom ,krebs1 der vom ,himmel fllt #cha ,osterglaube #daf ,vorwort4 ,von ,sonnen und ,sonnenstubchen8 nenne ich dieses ,buch4 ,ein ,sonnenstubchen nur ist diese ganze lustige alte ,erde4 ,ein ,stubchen dieses ,sonnenstubchens ist der ,mensch4 ,aber ,sonnenstubchen sind wir ,menschen auch im ,sinne1 da wir selbst ,kinder sind der groen ,sonne1 geboren und genhrt von ihr4 ,sonnenblut rinnt durch unsere ,adern1 ,sonnentrume rauschen durch unser ,gehirn4 ,wie ein ,sonnenstrahl durch ein dunkles ,gemach fllt und die grauen ,staubteilchen schimmern pltzlich selber in ihm wie kleine ,sonnen auf -- so tanzt unser ,leben in dem ,ausschnitte1 den ,sonnenlicht und ,sonnenwrme durch den kalten ,raum ziehen4 ,und doch sind wir alle auch wieder1 jeder fr sich1 ganze strahlenwerfende ,sonnen4 ,da schleudern unsere ,gedanken ungeheure ,strahlenbnder in die geheimnisvolle ,nacht1 und in diesen ,lichtschweifen des ,denkens tauchen alle die ,zauberdinge erst auf1 die wir leben4 ,da tanzen ganze ,weltsysteme1 ,milchstraen aus ,millionen ,sonnen als ,sonnenstubchen dieses unseres ,gedankens4 ,sie tanzen und verwehen4 ,unendliche ,jahrmillionen spinnen sich durch das ,sonnenstubchen ,zeit unseres ,lebensaugenblicks1 -- ,urwelten1 in denen ,nebelflecke zu ,fixsternen zerfallen und ,sonnen zu ,planeten und ein ,planet zu ,menschen1 die das ,brot brechen und sprechen3 ,liebe deinen ,nchsten wie dich selbst4448 ,einen unermelichen ,wust ,staub hat die ,naturforschung unserer ,tage aufgewhlt4 ,manchem ist zu ,mute1 er solle darin ersticken mit ,leib und ,seele4 ,mir scheint es eine ernste ,aufgabe1 kleine ,lichtkegel gelegentlich hindurchzuwerfen1 damit dieser graue ,natur-,staub wenigstens auf ,momente zu dem auferstehe1 was er doch in seiner ,verkleidung tatschlich ist und bleibt3 ,sonnenstaub4 ,was fr ,stubchen gerade vorber flirren1 darauf kommt es mir weniger an4 ,es mgen ,lebenskeime dabei sein und auch ,mumienstaub4 ,wenn der ,lichtkegel sie nur fat und vergoldet4 ,er ist die ,einheit dieses ,buches -- nicht die ,staubteilchen selbst4 ,meine siebzehn ,kapitel sind in ziemlich kurzer ,frist hintereinander niedergeschrieben1 alle aus der gleichen ,laune und ,weltanschauung heraus4 ,sie wurden niedergeschrieben mit der festen ,absicht1 da ein ,buch daraus werde1 -- nicht aber ist dieses ,buch erst entstanden durch nachtrgliches loses ,aneinanderreihen unzusammenhngender ,feuilletons4 ,wenn die ,stcke zunchst da und dort in ,zeitschriften einzeln erschienen sind1 so war es das zerstckelte ,buch1 das so erschien1 nicht erst das planlose ,baumaterial4 ,einzelne ,tatsachen-,wiederholungen sind dabei mit ,absicht in den ,text gebracht1 ich halte es fr aussichtsvoller1 eine ,sache kurz noch einmal zu sagen1 wenn sie noch einmal als ,beweisstck ntig wird1 als den ,leser zum ,zurckblttern aufzumuntern4 ,wilhelm ,blsche4 ,die ,rtsel in der ,milchstrae4 ,aus dem ,tagebuche einer ,gebirgswanderung4 ,ein ,oktoberabend versank in schweren grauen ,nebeln4 ,ich war im ,laufe des ,tages durch den schwarzen ,fichtenwald von ,schreiberhau her auf den ,kamm des ,riesengebirges geklettert4 ,unser hchstes1 wildestes1 schroffstes ,grenzgebirge hinter der norddeutschen ,ebene1 ist das ,riesengebirge doch heute fast unser bequemstes fr den ,wanderer4 ,der ,fuweg auf dem ,kamm luft eben und glatt dahin wie ein ,parkpfad4 ,ohne jede ,gefahr kann man ihn selbst bei ,nacht wandeln1 obwohl man oft wie auf einer ,mauer ber ,abgrnden schwebt4 ,ich hatte mir mit etwas ,touristentrotz eine ziemlich entfernte ,baude zum ,nachtquartier angesetzt und scheute eine ,stunde ,dunkelheit nicht1 -- trotz ,rbezahl4 ,wer nicht zum ,erraffen und ,jagen8 das ,gebirge kreuzt1 sondern in ,gedanken still fr sich bei ,botanik und ,geologie ist1 dem tun die ,naturgeister nichts4 ,gespenstisch genug trat ja in diesem letzten ,zwielicht das ,ruinenhafte der obersten ,felsde hervor4 ,wie alle unsere ,hochgebirge1 ist auch dieses nur noch ein morscher ,rest1 zernagt von ,luft und ,wasser und ,wintereis wie ein hohler ,zahn4 ,der ,naturforscher nennt das ,wirkung der ,erosion4 ,dem ,aberglubischen ragen berall groteske ,fratzen aus dem ,nebel3 ,nasen und ,ohren ,rbezahls4 ,ein solches ,granitprofil schien mir ganz und gar der alte ,goethe mit dem ,geheimrats-,unterkinn4 ,andere glichen jenen wohl ewig unerklrten steinernen ,gigantenkpfen1 die als ,denkmal einer uralt verschollenen ,kultur auf der einsamen ,osterinsel in der ,sdsee von hohem ,plateau aufs blaue ,korallenmeer starren -- kein ,mensch wei1 wie lange schon4 ,es ist charakteristisch fr diesen ,riesengebirgskamm1 da man sich auch selber wie zu ,rbezahl-,gre darauf ins ,riesige gestreckt vorkommt4 ,stundenlang ist man unter turmhohen ,fichten gewandert4 ,da war man selber ein ,zwerg1 ein ,pilz nur4 ,pltzlich rhrt man an den ,kamm und der ,forst sinkt zum winzigen1 flach gebreiteten ,krummholz herab4 ,die ,stmme scheinen verschluckt vom ,stein1 nur noch die ,aeste kriechen wirr ber die ,flche4 ,und man ragt darber1 sieht darauf herab wie auf ,gebsch1 -- ein ,riese4 ,dann erloschen alle ,formen1 der ,nebel spann sich einfrmig darum4 ,nur ein dumpfes ,gefhl der nahen ,abgrundtiefe blieb1 die man doch nicht sah4 ,weiche ,luft atmete aus den schlafenden ,waldhngen4 ,ich dachte an die silbernen ,murmelbche1 die darin abwrts stiegen1 an die hohen ,stauden blauen ,enzians1 die darin wuchsen4 ,und meine ,gedanken wanderten weiter4 ,in die ,vergangenheit4 ,ich gedachte der ,eiszeit4 ,der fnf ,grad ,durchschnittsklte mehr1 deren es nach ,rechnung der ,kundigen blo bedrfte1 um hier wieder ,gletscher zu ,tal sinken zu lassen1 die das eiszersprengte ,gestein ,stck um ,stck in die ,ebene tragen wrden1 alle diese ,nasen1 ,gtzen1 ,goetheprofile als erratische ,blcke tief1 tief da unten1 wo die ,quellen schon ,flsse sind1 absetzen wrden1 da der ,volksmund nachher fabelte1 der ,teufel habe sie herabgekegelt4444 ,wie lange wrde aber auch ohne ,gletscher-,rutschbahnen die einfache ,erosion brauchen1 den hohlen ,zahn des ,gebirges an seiner zerfressensten ,stelle1 zwischen ,schneegruben und ,elbgrund1 ganz einzuschlagen8 ,dann wrde hier1 wo jetzt der ,gebirgspfad schwindelnd ber den ,grat kriecht1 ein offener ,pa1 eine ,fahrstrae nach ,bhmen zu leiten4 ,vielleicht wrde die ,eisenbahn1 die eben an anderer ,stelle ber das ,gebirge gefhrt wird1 dieses neue1 bequemere ,tor benutzen4 ,aber werden die ,menschen dann noch auf ,eisenbahnen fahren8 ,der ,weg dehnte sich4 ,im unsichtbaren ,gelnde rhrte dumpf ein ,hirsch4 ,jetzt blinkte fern ein ,licht4 ,ob es die ,baude war8 ,es schwebte nah und doch so hoch4 ,ein zweites kam daneben4 ,also wirklich wohl erleuchtete ,fenster4 ,aber noch eins1 schief darber4 ,und pltzlich wute ich1 da es ,sterne waren4 ,der ,nachtwind1 leise fchelnd1 da man ihn kaum sprte1 hatte doch einen ,ri in den ,nebel gefegt4 ,er rollte das weie ,tuch von oben her auf1 in achtlosen ,fetzen4 ,und wo das ,zelt klaffte1 blitzten ,sterne vor1 immer mehr1 zuletzt ganze ,sternbilder1 blo noch durch schmale weie ,bnder voneinander getrennt4 ,gebirgssterne haben ein anderes ,feuer als die der ,ebene1 es ist wie ,brillanten zu ,simili4 ,einen ,augenblick meinte ich1 am ,rande eines ,nebelschweifs explodiere eine ,leuchtkugel1 rote1 blaue1 gelbe ,strahlen streuten sich umher2 aber dann kam das weie ,licht einheitlich vor und es war blo die altvertraute ,capella im ,sternbild des ,fuhrmanns1 -- der ,fixstern1 der von allen vielleicht unserer ,sonne am hnlichsten ist2 er warf hier oben wirklich ,flammen wie eine kleine ,sonne4 ,als mein ,auge von ihm weiter ging1 war schon der ganze ,zenith frei1 eine ,kuppel von unvergleichlicher ,schnheit4 ,die ,milchstrae flo in ganzer ,pracht hindurch1 mit ihrer ,silberwelle aus ,myriaden von ,welten4 ,wie ,meerleuchten im ,kielwasser eines ,schiffes erschien sie mir4 ,welches ungeheure ,weltenschiff lie diese schimmernde ,bahn hinter sich8 ,und wohin steuerte es8 ,wer war der ,steuermann8 ,auch die ,milchstrae war hier oben ein ganz verndertes1 wildes1 phantastisches ,gebilde4 ,nicht ,milch1 sondern ,glut4 ,wie ein brennendes ,auge stieg sie aus den ,granitzacken neben mir herauf1 das unheimliche ,auge einer fernen ,feuersbrunst1 das die ,nacht strt und die ,menschen weckt4 ,sie brannte ja wirklich1 brannte von ,sonnen4 ,ich dachte an die alten ,trume1 die ,mrchen aus der ,gemts-,astronomie kindlicher ,vlker4 ,here's ,milch war hier verschttet1 -- daher das ,wort ,milchstrae84 ,es liegt schon eine ,welt des ,gedankens zwischen diesem naiven ,bildchen und dem tiefsinnigen ,pythagorer-,mythus3 es habe die ,sonne einst eine andere ,bahn am ,himmelsgewlbe gehabt und dieses helle ,band sei gleichsam noch das ausgefahrene ,geleise1 das alte ,strombett des rollenden ,weltenlichts4 ,die ,gestirne liefen auf krystallenen ,schalen um die ruhende ,erde1 -- warum sollte die ,spur sich nicht einprgen8 ,erst hinter der letzten ,sphre ffnete sich die offene ,ueberwelt1 sie1 die keine ,sonne mehr brauchte1 da das groe ,gotteslicht1 das ,licht an sich81 sie seit ,ewigkeit durchflutete4 ,einem ,gedankengange1 der in den ,fixsternen ,lcher der uersten ,kugelschale sah1 ,fenster jenes ,ueberhimmels1 durch die ein paar verlorene ,funken jenes ,gottesthers auch in unsere kleine ,heimat unter den acht ,kseglocken der ,kristallsphren glimmten1 konnte es aber auch wenig ,not machen1 den ,milchstraenring unmittelbar mit jener ,ueberwelt zu verknpfen4 ,der weise ,theophrast findet als hchsten ,sinn seines ,grbelns1 da dort die ,nietstelle1 die schwach verkittete ,fuge durchschimmere1 bei der die beiden ,hlften der obersten ,himmelsglocke aufeinandergepat wren4 ,wohl erhebt sich vereinzelt die ,stimme eines echten ,naturdenkers aus dem ,griechentum1 des ,demokrit3 es sei die ,milchstrae nichts anderes als ein ,gewimmel von ,sternen1 ein ,bereich des ,himmels1 da die ,sternlein sich so dicht drngten1 da sie als einheitliches ,licht zusammenschmlzen1 wie die ,sandkrner eines fernen ,ufersaums dem ,seefahrer sich vereinheitlichen zu einer gelben ,dne ber dem blauen ,meer4 ,doch diese ,stimme verhallte4 ,ahnend hatten diese viel verschrieenen ,materialisten des ,altertums schon einen ,blick getan in eine ,welt1 die kein ,oben und ,unten1 keinen ,unter- und keinen ,ueberhimmel kannte1 sondern deren ,raum offen in die ,ewigkeit reichte1 durchschwirrt von freischwebenden ,gestirnen wie von kugelfrmigen ,riesen-,atomen1 durchschwirrt auch von der ,erde als einem solchen ,staubkrnlein nur des ,alls4 ,aber es war1 als sei die ,menschheit im ,herzen ihrer ,kultur noch nicht reif fr dieses schwindelnde ,bild4 ,als weit ber ein ,jahrtausend spter ,dante mit der ,kraft des ,dichters1 der ,himmel und ,erde beschwrt mit seinem ,runenstabe1 die ,welt malt als ,scene seiner gttlichen ,komdie81 da ragen immer noch jene ,sphren4 ,im ,zentrum der ,weltenschwere ruht immer noch die ,erde1 aber ,satanas ruht jetzt in ihrem ,mittelpunkt4 ,eine ,stufenleiter recht eigentlich der moralischen ,welt ist diese ganze verzwickte ,himmelszwiebel mit ihren vielen umeinandergeschachtelten ,huten geworden4 ,und ganz im alten ,sinne schlgt erst die letzte oben ,bresche in das wahre ,weltenlicht1 die ,insel der ,seligen1 wo die ,komdie8 endlich ihre harmonische ,lsung erlebt4 ,es ist ein magisches ,bild1 heute noch von berckender ,pracht1 diese ,welt des ,dante1 deren ganze ,astronomie und ,physik aufgelst ist in moralische ,werte1 die durch ,sonne und ,planeten und ,fixsterne in ,wahrheit nur vom ,bsen zum ,guten1 vom ,teufel zu ,gott fhrt4 ,was wir heute in der ,physik ,schwere1 ,gravitation nennen1 das ist bei ,dante der ,weg zur ,hlle4 ,wo wir die ,eisfelder des ,sdpols kennen1 da ffnet sich der grause ,schlund zum ,fegefeuer4 ,wo unsere ,geologie von einem ,zentralfeuer des ,erdinnern trumt1 da brennen die ,verdammten im ,schwefelbad4 ,die ,schwungkraft aber1 die nach ,newtons ,formel heute uns die ,planeten und ,monde in ihrer ,bahn erhlt1 ist die ewige ,liebe1 -- die brennende ,liebessehnsucht1 die nicht in den ,schlund der ,hlle hinab1 sondern aufwrts will1 -- jede ,planetenbahn ist eine ,stufe hher empor1 eine ,station dieser inbrnstig ringenden ,weltenliebe1 die pyramidisch das ,geschaffene zu ,gott heraufgipfelt durch alle ,geschehnisse1 ,krfte und ,krper auch der physikalischen und der astronomischen ,welt4 ,weit entfernt sind wir heute von der wunderbaren ,einheitlichkeit dieser ,welt1 dieser ,einheit von ,natur und ,moral4 ,und doch mute sie fallen1 weil ihre ,einheitsklammer eines ,tages sich als zu eng erwies auch nur fr die bescheidensten ,mastbe der wirklichen ,natur4 ,mein ,geist folgte1 whrend die ,milchstrae immer dmonischer ber das ,gebirge flammte1 dem groen ,schauspiel des geschichtlichen ,zusammenbruchs jener ,dante'schen ,welt4 ,wie vorhin der erste ,stern mir rtlich durch den sich lsenden ,nebel brach1 so schimmert der ,menschheit ein erstes ,lichtlein4 ,es ist ,nacht1 das ,schiff des ,kolumbus liegt vor ,guanahani1 noch ist das neue ,land nicht entdeckt4 ,aber am verschleierten ,ufer hat ein ,wilder eine ,fackel entzndet1 wie ein ,stern glht sie1 bewegt sich1 -- ,kolumbus fhlt die ,gewiheit1 da er dicht vor einem ,lande sei4 ,als die ,sonne steigt1 liegt es in seiner ,tropenpracht vor seinem ,blick4 ,und es ist mehr1 als blo ein ,land4 ,es ist eine neue ,erde fr den ,menschengeist4 ,die ,rckseite der ,erde4 ,wenig spter3 und ,magalhaes umsegelt die ganze ,kugel4 ,es ist die ,rundfahrt zugleich durch eine neue ,weltanschauung4 ,an diesem ,riesenerdteil ,amerika lernt die ,kulturmenschheit das ,grte1 was sie als ,morgengabe einer jungen ,zeit empfangen kann3 sie lernt1 wie wenig sie bisher wei4 ,von allen ,geheimnissen des ,himmels und der ,erden und der ,menschenbrust hatte sie den ,schleier schon fortgezogen geglaubt -- und sie hatte noch nicht einmal ,amerika gekannt4 ,in jener ,nacht vor ,guanahani ist die innere starre ,kristallsphre des ,menschengeistes von ,jahrtausenden tatschlich zersprungen4 ,der ,blick1 der den ,kolumbus und ,magalhaes um die neue ,seite des ,erdglobus herum folgte1 ist fast augenblicklich wie von einer alten ,verzauberung erlst4 ,warum soll diese ,erdkugel1 die ohne sttzende ,hand frei im ,weltenraume schwebt1 sich nicht auch bewegen knnen8 ,was in den ,tropenhainen von ,guanahani gest worden1 das zieht ,kopernikus an einem grauen ostdeutschen ,nebeltag still ans ,licht3 zu der neuen ,erde fgt er den neuen ,himmel4 ,im ,gedanken zunchst1 -- auch er ein ,dichter in seiner ,weise wie ,dante1 aber ein ,dichter1 der das ,geheimnis der ,dinge in vereinfachter ,linie zu denken sucht4 ,die ,erde kreist1 ist ein ,planet unter anderen1 sie macht durch eigene ,drehung ,tag und ,nacht4 ,wie die ,moral sich mit diesen ,dingen abfinden soll1 mu sich eben zeigen1 zunchst geht die ,astronomie jetzt weiter4 ,und wieder ist es ,nacht -- und ein ,stern glimmt1 diesmal ein echter ,himmelsstern3 der ,jupiter4 ,auf seiner ,sternwarte steht ,galilei und beobachtet ihn mit dem neuerfundenen ,werkzeug-,auge1 das das alte ,organ-,auge ins ,niegeahnte berbietet1 mit dem ,fernrohr4 ,er sieht die ,monde1 die den groen ,planeten umwandeln1 ein ,abbild unseres ,sonnensystems im ,engeren4 ,diesmal kommt der neue ,himmel greifbar nahe1 greifbar mit einem menschlich vervollkommneten ,sinnesorgan1 nicht blo mit dem logischen ,gedanken4 ,und nun1 als sei die ,schleuse gelst1 ,schlag um ,schlag4 ,giordano ,bruno steht auf dem ,scheiterhaufen4 ,aber ber den blauen ,rauch hinweg sieht sein brechendes ,auge noch den ,himmel offen1 den ganzen ,himmel der neuen ,astronomie4 ,es gibt keine oberste ,sphre1 keine ,kristallschale1 durch deren ,lcher das ,ueber-,licht zu uns glimmt4 ,auch dort ist freier ,raum und jeder ,fixstern ist eine goldene ,welt gleich der ,sonne hier4 ,myriaden ,welten durchziehen das ,all1 lauter ,sonnen1 um die ,planeten kreisen1 und auf jedem ,planeten wohnen ,menschen gleich uns4 ,einen ,augenblick scheint es1 als msse der ,blick der ,menschheit ertrinken in der verwegenen ,gre dieser ,perspektive1 wie der ,philosoph von ,nola selber untergegangen ist in den ,wirrnissen seiner ,zeit4 ,die ,sphren sind zertrmmert1 der ,geist fllt in die ,ewigkeit4 ,wer soll aus dieser bodenlosen ,welt wieder einen ,kosmos schmieden1 wie ihn ,pythagoras und ,dante geschaut444448 ,aber wieder steht ein ,denker einsam in seinem ,garten1 -- vom grnen ,apfelbaum1 in dem der ,wind einer nochmals freieren ,zeit rauscht1 fllt eine ,frucht4 ,und sein ,gehirn1 geschult an dieser ,weltperspektive schon der ,galilei und ,bruno1 sucht die ,brcke zwischen dem ,fall dieses ,apfels und der ,schwungbahn und ,schwere des riesigen ,apfels da oben am ,weltenbaum1 des ,mondes4 ,newton findet ein ,naturgesetz81 das die beiden mit mathematischer ,genauigkeit zusammen umfat1 den kleinen ,apfel hier zwischen ,erde und ,ast1 und den ,mond da oben1 der #eajjj ,meilen von uns entfernt hohe ,gebirge trgt4 ,das ist die neue ,klammer3 das ,naturgesetz4 ,es wird eine neue ,harmonie durch das ,all knpfen bis zum fernsten ,doppelstern4 ,nichts fllt aus ihm heraus4 ,beruhigt wandelt an seinem goldenen ,seil der logische ,menschengeist wieder ber alle ,millionenfernen4 ,noch bleibt lange ein banges ,geheimnis1 ob die ,naturkraft1 die ,sterne und ,aepfel hlt1 sterben kann4 ,wenn der ,hammer auf den ,ambo fllt1 -- wohin geht die ,bewegung8 ,gibt es noch eine mystische ,tiefe dieser naturgesetzlichen ,natur1 in die sie strzt1 ein mystisches ,nichts8 ,robert ,mayer schrzt den letzten ,knoten im vollkommenen ,ring4 ,die ,bewegung wird ,wrme4 ,die eine ,form der ,naturkraft geht ber in eine andere4 ,unter dem ,strom der ,formen aber bleibt die ,ewigkeit der ,kraft wie der ,granit1 ber den die ,wasser rauschen4 ,und die einfache ,folge der ,gedanken streift hier schon die letzte ,krnung des ,gebudes4 ,krfte entwickeln sich auseinander4 ,ein ,pilger1 noch tief vertrumt in ,dante's ,welt1 steigt ber die ,alpen4 ,sein ,fu rhrt an ,muscheln1 die mitten aus dem ,gestein brechen1 fernab vom ,meer4 ,einst war es anders als jetzt4 ,wo jetzt das ,gebirge in ,eisschroffen sich zum ,himmel reckt und der ,lmmergeier kreist1 war vormals ,meer1 voller ,seesterne und ,muscheln4 ,schlicht kommt der ,gedanke und doch ffnet er nochmals eine ,welt4 ,zu der neuen ,erde und dem neuen ,himmel tritt die ,vergangenheit4 ,wie dort in unendliche ,fernen des ,raumes1 so sinkt der ,blick hier in unendliche ,folge der ,zeit1 der ,jahre1 ,jahrmillionen4 ,und in dieser ,zeit haben die ,dinge sich verwandelt4 ,eine ,entwickelung hat stattgefunden4 ,von der versteinerten ,muschel pilgert der erweckte ,neugedanke zum ,farrnwalde1 der ,steinkohle geworden ist1 zum ,ichthyosaurus-,grab4 ,eines ,tages ist er oben bei dem ,menschen1 der mit ,steinbeilen gegen ,mammut und ,hhlenlwe kmpft2 und unten bei einem ,aeonentag1 da die ganze ,erde als glhender ,tropfen von der ,sonne fllt und die ,sonne aus einem kosmischen ,nebel sich verdichtet4 ,was die ,verwandlung der ,krfte in ihrem einfachen ,spiel schon ahnen lie1 wird nun eine ungeheure ,geschichtswahrheit3 ein einziges ,verwandeln lebt in allem ,sein4 ,doch mehr als ein ,verwandeln4 ,eine ,entwickelung vom ,niederen zum ,hheren4 ,vom ,nebelfleck geht die ,linie auf den ,menschengeist4 ,vom ,hhlenmenschen der ,mammutzeit auf ,galilei und ,newton4 ,erst hier ist das neue ,weltbild seiner ,hhe nahe4 ,erst jetzt vollzieht sich langsam in ihm die ,heimkehr zu der ,gre und ,einheitlichkeit der alten ,dante'schen ,weltvorstellung1 -- die ,heimkehr und die ,ueberbietung zugleich4 ,abermals nhern sich ,physik und ,astronomie einem moralischen ,wert4 ,der unhemmbare ,aufstieg der ,dinge vom ,niederen zum ,hheren1 von der ,nacht zum ,licht erscheint jetzt in dieser ungeheuren ,kette der ,vergangenheit1 der zeitlichen ,welt-,entwickelung4 ,nicht die einzelnen ,planetenbahnen ringen sich blo auf zum ,licht1 -- das ,ganze steigt4 ,vom fernsten ,nebelfleck bis zu dem hchsten ,gedanken1 den ein ,mensch hier in dieser ,stunde denkt1 ein einiges ,aufwrtsringen im gesamten ,kosmos1 -- eine ,welt1 die ,gott werden will4 ,riesiger ist das ,gebude jetzt1 in dem sich diese gttliche ,komdie des modernen ,naturforschers abspielt1 eine unendliche ,zeit1 die ,jahrmillionen des ,naturforschers sind darin verrechnet1 -- was bei ,dante in knstlich enger ,pyramide blo rumlich bereinander sich gipfelte1 das steigt jetzt aus einem zeitlichen ,hintereinander1 dem die ganze ,ewigkeit zu ,gebote steht4 ,und doch erscheint auch hier zwischen allen bunten ,doppelsonnen des ,alls und allen ,farrnwldern und ,ungetmen der ,urwelt schlielich das groe ,lichtband einer moralischen ,idee1 mit der diese ganze ,welt erst wieder restlos eingeht in die ,menschenbrust4 ,die ewige ,liebessehnsucht ,dantes1 die in den ,sternen brannte1 wird zur ewigen ,fortentwickelung1 in der ,gravitation und ,menschenliebe nur zwei ,stufen1 zwei ,glieder sind auf der ,bahn hinan4 ,so war der ,weg -- und da schaute der ,mensch wieder zur ,milchstrae auf4 ,auf einen ,berg war er geklettert1 -- ihn grte das alte glimmernde ,lichtband mit seinem gleichen magischen ,antlitz1 wie es vor ,jahrtausenden schon den ersten ,himmelsschauern in der ,euphratniederung erschienen war4 ,was bedeutet diese grte aller ,arabesken der ,welt1 dieses ,zeichen aller ,zeichen1 dieser ,ring1 der den ,himmel umfat8 ,der ,augenblick1 da die ,fixsterne nicht mehr als ,lcher in einer ehernen ,himmelswlbung genommen wurden1 sondern als frei schwebende ,sonnen1 die blo die unfabare ,ferne so klein erscheinen lie1 war der erste groe ,wendepunkt auch in der ,deutung der ,milchstrae4 ,noch war das ,fernrohr nicht auf sie gerichtet1 da sah ,kepler es schon mit der ganzen ,klarheit seiner unvergleichlichen deutschen ,geistesaugen3 der alte ,demokrit hatte recht4 ,die ,milchstrae war ein ,sternenring4 ,zur ,wolke ballten sich die ,sternpunkte darin4 ,aber diese ,sternenwolke schwebte frei wie jeder ,einzelstern im leeren ,raum1 einen ,ring bildend wie ein in sich selbst verlaufender ,kometenschweif4 ,und unsere ,sonne1 um die wir mit der ,erde kreisten1 lag nahezu im ,mittelpunkte dieses ,ringes1 denn die ,milchstrae erschien uns annhernd als grter ,kreis4 ,rund fnfzig ,jahre spter folgte das leibliche ,auge dem ,gedankenflug4 ,huygens sah im ,fernrohr tatschlich eine ,masse einzelner ,lichtpunkte aus dem ,nebelgrunde des ,ringes blicken4 ,noch kein halbes ,jahrhundert war das ,fernrohr selber alt4 ,man hatte das ,gefhl1 da es noch schlecht1 noch in jeder ,hinsicht verbesserungsbedrftig sei4 ,als ,huygens sein ,rohr absetzte1 erschien es ihm nicht zweifelhaft1 da der nchste1 der ein noch etwas brauchbareres ,glas verwerten knne1 die ganze ,milch8 in solche ,sternpunkte tatschlich auflsen werde4 ,der ,moment hat geschichtlich etwas ungemein ,feierliches4 ,die ganze ,gre der neuen ,welt schien symbolisch nahe gerckt4 ,sonnen1 die sich perspektivisch so aneinanderschoben1 da sie wie eine milchige ,masse erschienen4 ,schon begann man damals zu ahnen1 was fr ,rume unter ,umstnden ,sonne von ,sonne trennen knnten4 ,uns heute ist die vage ,vermutung zur wirklichen ,rechnung geworden1 die mindestens klare ,annherungswerte gibt4 ,ein ,bild mag veranschaulichen1 was den ,astronomen heute in diesem ,punkt gelufig ist4 ,unser ausgezeichneter ,potsdamer ,astrophysiker ,scheiner hat es gelegentlich benutzt1 es stammt also aus denkbar bester ,quelle4 ,denken wir uns unsere ,sonne einmal verkleinert auf das ,ma der neuen ,domkuppel in ,berlin1 also auf etwa vierzig ,meter ,durchmesser4 ,und malen wir uns die ,entfernungen im ,raum um sie her entsprechend aus4 ,die ,sonne als ,berliner ,domkuppel wirklich gesetzt1 wrde zunchst von ihrem kleinen ,planeten ,merkur umkreist werden in einer ,bahn1 die rumlich noch vollkommen innerhalb der engeren ,stadt ,berlin lge4 ,herr ,merkur sauste im ,westen quer durch das ,reichstagsgebude1 im ,norden durch die ,zionskirche und im ,sden nahezu durch die knigliche ,sternwarte4 ,frau ,venus1 der nchste ,planet1 fhlte sich schon nicht mehr so im eigentlichen ,husermeer wohl4 ,im ,westen flanierte sie durch den ,tiergarten mitten zwischen dem groen und kleinen ,stern1 im ,norden durch den ,humboldthain1 und im ,sden bge sie wenigstens bis in die ,york- und ,gneisenaustrae aus4 ,nun kommt die ,erde4 ,sie will ernstlich hinaus4 ,im ,westen schneidet sie den ,bahnhof ,tiergarten als ,grenze1 im ,sden ist sie schon einen halben ,kilometer jenseits des ,kreuzberges4 ,mars berhrt den ,zoologischen ,garten gerade noch1 sdlich geht er durch ,tempelhof4 ,jupiter ist endgiltiger ,vororts-,besucher1 er hat ,erkner und ,wannsee schon hinter sich und beglckt ,spandau4 ,saturn ist nur mehr ,tourist in der ,mark ,brandenburg4 ,er besucht ,liebenwalde und ,nauen4 ,uranus als mrkischer ,wanderer bringt es schon bis ,wittenberg und ,frankfurt a4 ,o4 ,endlich unseren entferntesten ,planeten1 den ,neptun1 leidet es gar nicht mehr ganz im ,knigreiche ,preuen4 ,er passiert ,stettin1 ,landsberg1 ,magdeburg und schneidet nur fnfzehn ,kilometer vor ,leipzig ab4 ,das ist unser ,sonnensystem4 ,nun aber3 von dieser ,sonnen-,domkugel in ,berlin mte man im gleichen ,verhltnis ganz ,europa1 ja die ,erdkugel verlassen und dann noch nahezu doppelt so weit in den freien ,raum hinausfliegen1 als der ,mond wirklich von uns absteht1 nmlich zweimal #eajjj ,meilen1 -- um auf die nchste ,fixstern-,sonne zu gelangen1 auf den roten ,doppelstern ,alpha im ,sternbild des ,centauren4 ,die wirkliche ,entfernung betrgt mehrere ,billionen von ,meilen und das ,licht1 das in jeder ,sekunde ber #djjjj ,meilen zurcklegt1 braucht mindestens vier ,jahre1 um von dort bis zu uns zu kommen4 ,erst mit solchem ,mastabe wird klar1 was ,kepler und ,huygens eigentlich wagten4 ,sonnen mit der ,mglichkeit solcher ,abstnde voneinander sollten sich perspektivisch so zusammenschieben1 da im ganzen ein dmmernder ,lichtring -- eine ,milchstrae -- entstand4 ,fr dieses ,sonnengewimmel mute der neue1 erweiterte ,weltraum ,platz haben4 ,platz mute auch der ,menschengeist in sich schaffen1 um solche ,dimensionen zu begreifen4 ,und doch war selbst das nur der ,anfang4 ,aus diesem ,wolkenband von ,sonnen sollten alsbald die weiteren ,rtselfragen auf diesen ,geist niederprasseln1 -- hageldicht4 ,in der genialsten ,naturgeschichte1 die uns aus dem ,altertum berliefert ist1 dem ,epos vom ,weltall des ,rmers ,lukretius1 kommt ein prachtvoll anschauliches ,bild vor4 ,die ,unendlichkeit des ,raumes soll verdeutlicht werden4 ,denke dich ans ,ende aller bekannten ,dinge ,himmels und der ,erden1 sagt der ,dichter4 ,und wirf einen ,speer in die ,weite vor dir1 -- er findet immer noch ,raum6 ,man wird an dieses gigantische ,bild des ,speerwerfers vor der ,unendlichkeit erinnert bei einem bestimmten ,moment im ,stern-,denken der ,menschheit des achtzehnten ,jahrhunderts4 ,der ,weltenraum war geffnet1 die alten ,sphren waren daraus verweht wie ,nebel4 ,in diesem ,raum schwebten die ,sterne4 ,und diese ,sterne drngten sich in der ,milchstrae in solchen ,massen zusammen1 da sie einen ,schein erzeugten wie auf langer ,bahn vertrufelte ,milch4 ,seefahrer waren auf die ,sdhalbkugel der ,erde vorgedrungen1 ,cooks ,schiff umsegelte zuletzt in khner ,schleife den sdlichen ,pol4 ,und auch dort umzog dieser ,milchring aus ,sternen den ,himmel4 ,kein ,zweifel3 die ungeheuere ,sternanhufung ging als ein nahezu grter ,kreis durch unsern gesamten ,himmel1 wie wir ihn von der ,erde sahen1 -- eine glhende ,schlange mit ,millionen ,sternenaugen1 die sich selber in den ,schwanz bi4 ,oberhalb und unterhalb dieses ,ringes aber flammten vereinzeltere ,sterne wie versprengte ,posten der groen1 geschlossen marschierenden ,armee4 ,dster1 de erschien dem bloen ,auge und selbst dem ,fernrohr der ,raum hier zwischen den einzelnen ,lichtaugen1 -- er erschien hier wirklich als solcher1 als der anscheinend leere ,raum4 ,wie tief mochte das sphende ,auge hier in ihn einsinken1 -- einsinken wie der in die ghnende ,leere abstrzende ,speer des rmischen ,dichterphilosophen4444448 ,da jetzt mischte sich ein neues ,wirklichkeitsbild ein1 berwltigender noch als alle frheren4 ,jenseits aller dieser ,sterne1 die sich dort zur ,milchstrae huften1 hier vereinzelter1 raumlassend schwebten1 -- -- erschien nebelhaft dmmernd die ,kste einer ganzen neuen ,welt1 -- eines ganzen1 selber wieder eine ,milchstrae bildenden neuen ,fixsternsystems4 ,in der ,milchstrae schwebt als geheimnisvolle ,rune1 einem lateinischen ,w vergleichbar1 das zierlichste ,sternbild unseres ,nordhimmels3 die ,kassiopeja4 ,von dieser ,gegend der ,milchstrae her bilden1 aus dem ,milchdunst heraus1 ein paar ,prachtsterne eine schrge ,brcke zu einem riesigen ,stern-,quadrat4 ,es ist das ,quadrat des ,pegasus1 und die ,brcke ist die ,andromeda4 ,in diesem ,sternbild der ,andromeda1 zwischen der ,kassiopeja und dem zweiten groen ,brckenstern1 hatte in der ,nacht des #ae4 ,dezember #afab der ,astronom ,simon ,marius mit dem neu erfundenen ,fernrohr eine bla dmmernde ,himmelsstelle entdeckt1 die weder ein ,stern war noch eine schwarze ,raumstelle4 ,als schimmere ,lampenlicht durch eine ,scheibe von ,horn1 -- so war ihm das rtselhafte ,gebilde erschienen4 ,der alten ,sphrenlehre wre das willkommen gewesen4 ,die abblendende ,hornlaterne war die groe letzte ,schildkrtenschale des ,himmels selbst1 und hindurch schimmerten die ,gefilde der ,seligen4 ,das galt aber fortan ja nicht mehr4 ,auch dieses ,nebelflckchen mute im offenen ,raum schwimmen1 abgrundfern von uns4 ,aber was konnte es sein8 ,nicht lange1 und es hatte ,gesellschaft gefunden4 ,im ,sternenbilde des ,orion zeigte sich eine hnliche ,wolke glimmernden ,himmelsdunstes4 ,bis endlich ,herschel in der zweiten ,hlfte des achtzehnten ,jahrhunderts die ,nebelflecke8 nach hunderten in seine ,himmelskarte eintrug4 ,um diese ,zeit kam der ,moment1 den ich meinte4 ,vor diesem ,dmmerschein der ,andromeda dmmerte einem ,menschengehirn der ungeheuerlichste ,gedanke auf1 der nach der ,erkenntnis1 da die ,milchstrae eine ,anhufung aus ,millionen von ,sonnen sei1 in der ,sternkunde noch mglich war4 ,vom ,rain der ,milchstrae1 mitten hindurch zwischen den loser gestellten ,fixsternen des offeneren ,himmelsteils1 sank der ,blick hier durch und durch und durch wie der ,speer des ,lukretius bis auf ein ,gebilde1 so gro noch einmal wie diese unsere ganze ,fixsternwelt1 aber so klein wie ein ,nebelflckchen fr unser ,fernrohr wegen der unfabaren ,strecke ,raumes1 die nochmals zwischen unserem uersten ,fixstern und diesem zweiten ,weltgestade lag4 ,der ,nebelfleck eine ,milchstrae1 gesehen aus solcher ,perspektive1 da diesmal der ,ring 7der doch unsern ganzen ,himmel noch umspannte1 obwohl jede ,sonne darin der ,entfernung wegen nur mehr ein ,pnktchen war7 berhaupt fast zu einem ,punkt1 zu einem einzigen kleinen1 dem bloen ,auge kaum mehr wahrnehmbaren ,trpfchen verspritzter ,milch zusammenschmolz4 ,der ,mann1 der zuerst diesen ,gedanken ausdachte1 war wieder1 wie es einst ,dante gewesen1 der grte ,seelenforscher und ,kenner der moralischen ,welt in seinem ,jahrhundert3 ,kant4 ,er kannte keinen ,schwindel1 -- also auch nicht vor dem ,gedanken einer ,milchstrae auf dem ,raum eines ,senfkorns4 ,mit der ,ruhe eines ,feldherrn1 der einen halben ,erdteil vor sich liegen sieht wie eine ,landkarte1 sah er blo1 da der groe ,gedanke eine groe praktische ,folgerung umschlo4 ,in unsere eigene1 nchste ,milchstrae sahen wir von innen hinein1 ihr ,kreis umspannte uns1 als sen wir nahezu genau im ,zentrum4 ,das erschwerte offenbar den ,ueberblick4 ,wenn aber der ,nebelfleck etwa in der ,andromeda eine ebensolche ,milchstrae enthielt1 so sahen wir dort die ,dinge unzweifelhaft von auen4 ,folgerung3 wir konnten aus diesem ,dmmerwlkchen da drben etwas ber den ,bau unseres eigenen ,systems lernen1 -- so wie der ,seefahrer von weitem das ganze ,profil einer ,gebirgskette deutlich vor sich sieht und abzeichnen kann1 whrend der ,alpenkletterer im ,gebirge selbst den groen ,umri vor lauter ,einzelbergen1 den ,wald vor ,bumen verliert4 ,zwei praktische ,fortschritte glaubte ,kant auf diesem ,wege gewinnen zu knnen4 ,der eine ging ins geschichtliche ,gebiet4 ,die besten ,fernrohre der ,zeit hatten nicht vermocht1 einen ,nebelfleck wie den der ,andromeda wirklich in ,einzelsterne aufzulsen4 ,das konnte an der unfabaren ,entfernung liegen4 ,es konnte aber auch seinen ,grund darin haben1 da diese am ,welthorizont auftauchende neue ,weltinsel gar nicht in ,sterne gegliedert war1 -- noch nicht gegliedert war4 ,eine einheitliche1 lose ,nebelmasse bildete sie vielleicht1 nebelige ,materie4 ,kant trumte sich seherisch in einen ,urzustand solcher ,weltsysteme hinein1 da alle ,sternmaterie noch einen ,gasball ohne innere ,ordnung darstellte4 ,dort war es vielleicht noch so1 -- bei uns war es vor ,jahrmillionen vielleicht einmal so gewesen4 ,im ,ausbau dieses ,gedankens baute ,kant seine berhmte ,weltbildungstheorie auf1 die kreisende ,sterne aus losen ,gasringen sich aufrollen lie4 ,unser ,fixsternsystem sollte so entstanden sein und in ihm1 enger wieder1 unser ,planetensystem4 ,diese ,linie verfolge ich hier nicht1 sie fhrt in eine andere ,gedankenebene als die1 mit der wir uns beschftigen4 ,unmittelbar in das heute vor ,augen gestellte ,milchstraen-,problem dagegen leitete ,kants zweiter ,schlu4 ,sei der ,andromeda-,nebel nun wirklich noch ,weltennebel1 oder sei auch er schon ein in ,fixsterne aufgelstes ,system genau gleich dem unseren3 auf jeden ,fall zeigte er im ,gesamtumri eine ganze bestimmte1 hchst charakteristische ,gestalt4 ,er glich einer flachen ,linse4 ,mehr ,scheibe als ,kugel4 ,warum sollte das nicht auch das von auen gesehene ,bild unseres eigenen ,systems sein8 ,auf den ersten ,anblick schien hier allerdings gerade ein ,widerspruch vorzuliegen4 ,durch unser ,system zog sich die ,milchstrae als geschlossener ,sternenring4 ,lag es nicht viel nher1 da jener ,nebelfleck1 wenn er ein von fern gesehenes ganzes ,system darstellte1 ebenfalls als ,ring und nicht als einheitlich helle1 linsenartige ,scheibe erschien8 ,im ,gegenteil1 sagt ,kant4 ,die ,milchstrae wrde uns in der ,tat so als ,ring am ,himmel erscheinen1 wenn ihre gedrngten ,sternmassen einen riesigen ,sternenring in unserem ,system bildeten1 -- das ist richtig4 ,aber sie wrde uns genau ebenso erscheinen1 wenn es einen solchen ,ring tatschlich nicht gbe1 dagegen das ganze ,system die ,form einer flachen ,linse oder ,scheibe htte4 ,und weil nun jene ferne zweite ,welt im ,andromeda-,nebel diese ,linsenform wirklich hat und nicht jene ,ringform1 so wird es deshalb wohl auch bei uns so sein1 -- auch unsere ,sterne werden als ,ganzes eine flache ,linsenscheibe bilden4 ,der ,witz dieses wirklich haarscharfen ,gedankens steckt in folgender ,tatsache4 ,hier liegt eine deutsche ,reichsmark1 das ,ideal geradezu einer flachen ,scheibe4 ,das ,metall dieses ,geldstcks denken wir uns einmal zusammengesetzt aus ,tausenden von kleinen ,krperchen1 ,kgelchen etwa4 ,aus ,moleklen1 wrde der ,chemiker sagen4 ,doch auf den ,ausdruck kommt nichts an4 ,nun denken wir uns von einem dieser ,kgelchen etwa in der ,mitte des ,silberstcks1 es sei von unfabar kleinen ,bazillen bewohnt4 ,diese ,bazillchen sollen ,aeugelchen besitzen1 die mit der wunderbaren ,fhigkeit begabt sind1 nach allen ,seiten hin die brigen losen ,kgelchen in der ,metallmasse zu sehen4 ,wie wrde ihnen die ,anordnung dieser ,kgelchen in der ,mark von ihrem ,standpunkte aus erscheinen8 ,zunchst wrden sie in der dnnen ,metallplatte etwa nach der ,seite sehen1 wo sich der ,reichsadler befindet4 ,die ,metallmasse1 die sie hier zu durchdringen htten1 wre sehr dnn1 und sie wrde sich ihnen also wohl in ein ziemlich loses ,netz einzelner ,metallkgelchen auflsen1 zwischen denen die ,poren des ,metalls freien ,ausblick in die ,welt auerhalb der ,mark -- also vielleicht auf andere1 entfernte ,markstcke eines ,portemonnaies oder auch auf eine schwarze ,hosenwand -- erlaubten4 ,jetzt wrden sie den ,blick wenden und umgekehrt nach der ,seite schauen1 wo die ,schrift in ihrem ,eichenkranze steht4 ,abermals dasselbe ,schauspiel1 -- denn auch hier bohrt sich der ,blick durch die geringe ,dicke der ,silberscheibe und ist fast unmittelbar zwischen wenigen ,kgelchen ganz aus dem ,silber heraus im ,portemonnaie oder in der ,hosentasche4 ,wie aber1 wenn der ,blick jetzt eine dritte ,richtung whlte8 ,er versenkte sich sphend nach irgend einer ,seite auf den gekerbten ,rand der ,mark zu4 ,aber vergebens suchte er auch hier so leicht durch die ,kgelchen zu dringen4 ,she er doch jetzt von innen gegen die ganze ,hlfte der ,flche des ,markstcks an1 also in ein sehr viel tieferes ,stck ,silber als vorhin4 ,wohl lste das ,silber sich auch hier vorne in ,kgelchen auf4 ,aber hinter diesen ersten ,kgelchen kme jetzt nicht sofort die ,portemonnaie- oder ,hosenwand1 sondern es stellte sich dahinter eine zweite ,reihe glnzender ,metallteilchen1 dahinter noch eine und so eine ganze lange1 lange ,kette4 ,und da die ,hintermnner sich in die ,lcken der vorderen ,kolonnen drngten1 so hrte schon nach kurzem ,wege jede ,durchsicht in ,lcken berhaupt auf3 die ganze ,armee der ,kgelchen erschiene schlielich als einheitliche ,mauer1 als ,silberwand1 die jeder ,auflsung durch den ,blick trotzte4 ,dieses letzte ,schauspiel nun wiederholte sich aber1 wo immer das ,bazillenuglein in der ,richtung auf den gekerbten ,rand sich einstellte4 ,der gekerbte ,rand luft bekanntlich als ,ring um die ganze ,markscheibe4 ,entsprechend stellte sich dem herumirrenden ,blick in bestimmter ,ebene ein ganz fester ,ring solcher einheitlichen ,silbermasse ohne ,portemonnaie- oder ,hosen-,ausblicke dar4 ,dieses ,bild1 trivial wie es ist1 malt doch genau die angenommene ,sachlage am ,himmel4 ,unser ganzes engeres ,sternensystem soll die ,gestalt einer flachen ,scheibe gleich einem ,markstck haben4 ,wie das ,markstck aus winzigen ,silberkgelchen1 so besteht die ,riesenscheibe des ,sternhimmels aus einer ,unmasse einzelner ,sterne in ziemlich gleichmiger ,verteilung4 ,das ,kgelchen ungefhr in der ,mitte ist unsere ,erde1 und die ,bazillen mit lichtfrohen ,aeugelchen sind wir ,menschen4 ,wir schauen gegen die ,flche der ,sternscheibe -- und rasch durchdringt unser ,auge die paar ,einzelsterne dieses kurzen ,stcks1 -- schon taucht in den ,lcken der leere1 schwarze1 kalte ,weltraum -- die ,hosenwand oder ,portemonnaiewand unseres ,bildes -- auf4 ,nach beiden ,seiten ist es so1 wenn wir die ,flche treffen4 ,hier wie dort einzelne ,sternbilder auf dunklem ,grunde4 ,aber wir wollen gegen den ,rand der ,sternscheibe vordringen -- und die ,welt vernagelt sich4 ,sternreihe schiebt sich auf dieser langen ,bahn hinter ,sternreihe1 die eine fllt die ,zwischenrume der vorhergehenden1 -- die leuchtenden ,punkte werden zur einheitlichen ,leuchtmasse wegen ihres ,hintereinanders in die ,tiefe hinein1 ohne da sie in jeder einzelnen ,reihe darum dichter stnden4 ,und diese kompakte ,leuchtmasse begegnet uns1 wo immer der ,blick in die ,ebene gegen den ,rand der ,sternscheibe eindringen will1 -- genau wie das ,markstck seinen gekerbten ,rand als ,ring um sich trgt1 so bildet auch der ,rand der ,sternscheibe einen ,ring fr den1 der im ,mittelpunkte steht1 -- -- und in diesem ,ring glnzt dem ,auge folgerichtig jene einheitliche ,leuchtmasse1 in der das ,gewimmel der ,sterne die ,einzelformen lscht und die ,durchblicke in den schwarzen ,raum berdeckt4 ,wir stehen bei der ,milchstrae4 ,sie ist kein wirklicher ,sternenring1 sondern nur eine zufllige ,projektionserscheinung fr das ,auge von ,beobachtern1 die fast genau in den ,mittelpunkt einer flachen ,scheibe aus gleichmig verteilten ,sternen gesetzt sind und diese zwangsweise ,lage ihrer ,sternwarte nicht verschieben knnen4 ,nicht umsonst kam dieser ,gedankengang von einem ,knig unter den ,logikern4 ,kein ,krrner hat ihn in den hundertfnfzig ,jahren seither auf seinem eigenen ,felde besiegen knnen4 ,sollte er je wieder ins ,wanken gebracht werden1 so konnte es nur geschehen1 indem gewisse ,voraussetzungen aus dem ,tatsachen-,material heraus hinfllig wurden4 ,zwei ganz scharf umrissene ,angriffe konnten ihn nur mehr fllen4 ,entweder die ganze ,deutung des ,andromeda-,nebels als der unsern hnliche ,fixstern-,insel war schlielich doch noch falsch4 ,dann fiel die ,analogie von dort4 ,oder eine genauere ,betrachtung der ,milchstrae selbst machte doch aus greifbaren ,beobachtungs-,grnden jene optische8 ,erklrung ,kants unmglich4 ,dann fiel von hier die ,analogie4 ,in der zweiten ,hlfte des achtzehnten ,jahrhunderts1 als ,kant schrieb1 mute ein ehrlicher ,sinn zugeben1 da beides denkbar war4 ,denn die ,ausnutzung des ,fernrohrs stand tatschlich noch immer in ihren ,anfngen4 ,wilhelm ,herschel enthllte ja eben mit seinem ,rohr einen ganzen neuen ,himmel4 ,aber da gerade wurde offenbar1 wie wenig wir noch wuten4 ,als ,herschel in der ,nacht des #ac4 ,mrz #agha nach ,doppelsternen gesucht und dabei die uralt heilige ,zahl der ,planeten1 auf der ganze ,religionen1 die tiefsinnigsten philosophischen ,betrachtungen und ,hunderttausende von persnlichen ,horoskopen aufgebaut worden waren1 durch ,entdeckung des ,planeten ,uranus zertrmmert hatte1 -- da beschlich auch den ,khnsten ein ,ahnen1 was jetzt erst alles folgen werde4 ,und wieder1 wie so oft1 begann in der ,tat hier eine jener wunderbar verzweigten ,arabesken der ,forschung1 die auf den ,beschauer spter einen so kstlichen ,reiz ausben4 ,meint er doch1 ein ,pflnzlein dem ungestalten ,keim sich entringen zu sehen1 es reckt sich1 spaltet ,hllen1 biegt und kringelt sich empor1 setzt erst fremdartige ,blttchen an1 als sollte etwas ganz anderes werden -- bis endlich jh der ,typus1 die ,art1 die wirklich entstehen sollte1 sieghaft vorbricht4 ,so erlebt auch er das ,keimen und ,reifwerden einer ,wahrheit1 einer ,erkenntnis im ,menschengeiste1 und er erlebt sie in einer unendlich feineren1 geistig anregenderen ,form1 als wenn die neue ,weisheit pltzlich blitzeblank vom blauen ,himmel fiele4 ,wenn der ,andromeda-,nebel ein ganzes ,fixsternsystem in ,linsenform umschlo1 das seinen ,zentralbewohnern ebenso als ,milchstrae erschien wie uns unser milchiges ,himmelsband3 dann mute dieser ,nebel enorm weit von uns entfernt sein4 ,denn er hatte ja wirklich beinahe nur noch die ,gre einer echten ,linse fr uns4 ,gab es solche ,entfernungen8 ,gab es eine ,rechnung1 die da nachkam8 ,es ist der erste verzwickte ,arm der ,arabeske1 der sich hier aufreckt4 ,der nchste ,fixstern unseres ,systems jenseits der ,sonne steht1 wie gesagt1 so weit von uns ab1 da das ,licht rund vier ,jahre braucht1 um zu uns zu gelangen4 ,das bedeutet mehrere ,billionen ,meilen4 ,es lt sich mit ,sicherheit behaupten1 da diese ,ziffer keineswegs zu gro1 dagegen eher noch um ein betrchtliches zu klein ist4 ,das ist der nchste ,stern6 ,bei anderen ,sternen gert man auf einige dreiig solcher ,lichtjahre4 ,was wir heute von ihnen sehen1 ist ihr ,bild1 wie es vor dreiig ,jahren von ihnen durch ,lichtpost herbergeworfen wurde4 ,fr die entferntesten ,sternpnktchen1 die aber immer noch in unsere ,fixsterninsel hineingehren1 gibt es einen ,annherungswert von #bbjjj ,lichtjahren4 ,da wir uns fast im ,mittelpunkte der ,insel befinden und solche uersten ,pnktchen nach zwei ,seiten auftauchen1 so gibt das einen ungefhren ,lngendurchmesser des ,systems -- sagen wir in ,kants ,sinn1 der ,scheibe oder ,linse -- von #ddjjj ,lichtjahren4 ,unsere ganze aus unmittelbarer ,ueberlieferung stammende ,kultur auf ,erden hatte also noch nicht begonnen1 als jene uersten ,systemecken das ausstrahlten1 was heute als ihr ,licht in unser ,fernrohr rinnt4 ,und dabei ist die ,ziffer sicherlich noch nicht das volle ,ma4 ,als man anfing1 zuerst einmal ganz im ,umri und noch ohne feinere ,nachweise1 mit hnlichen ,ziffern fr unsere ,milchstrae zu spielen1 erfolgte sofort der ,schlu3 das alles jetzt mu1 als innerhalb unseres eigenen ,systems gelegen1 doch nur erst eine ,bagatelle sein gegen den ,abstand der nchsten ganzen ,fixstern-,insel von uns1 -- also gegen die ,entfernung des ,andromeda-,nebels4 ,wie wenn ich einem sage3 dieser ,hausgiebel hier steht von dem dort zehn ,meter weit ab1 -- was du dort im ,ausschnitt der ,strae aber wie zwerghafte ,zuckerhtchen ragen siehst1 das ist die ganze ,alpenkette1 -- wie weit mu die entfernt sein6 #ddjjj1 -- das ist schon fast halb ,hunderttausend4 ,blo zehnmal ,hunderttausend gibt eine ,million4 ,eine ,million ,lichtjahre also4 ,aber das ist in ,anbetracht der ,sache noch immer nicht viel1 im ,gegenteil4 ,riskieren wir ein paar1 eine ,anzahl ,millionen4 ,es war wieder ein ,riesendenker1 jetzt schon im neunzehnten ,jahrhundert1 der hier den ,kopf auf die ,hand sttzte und in ,gedanken eine gewisse ,bilanz zog vom berschauenden ,standpunkte aus4 ,zehn1 oder zwanzig1 oder gar hundert ,millionen ,lichtjahre1 -- das berhrte eine andere ,ziffer der ,naturforschung4 ,so viel ,millionen einfache ,jahre erreichten oder berschritten gar schon unsere gesamte ,kenntnis von der geschichtlichen ,entwickelung der ,welt4 ,sie datierten zurck hinter den ,menschen auf ,erden1 hinter die ,ichthyosaurier1 die ,steinkohlenwlder1 die ,bildungszeit der kristallinischen ,schiefer1 die ,entstehung der ersten ,erkaltungsrinde unseres ,planeten1 -- ja schlielich gar noch hinter jene wilde ,genesis des ganzen ,sonnensystems1 wie sie ,kant trumte1 und zuletzt noch hinter die der ,milchstraeninsel selber4 ,in diesem ,falle1 sagte sich ,humboldt1 ist ein solcher ,nebel wie der in der ,andromeda mit seiner vor ,hunderten von ,jahrmillionen abgegangenen und jetzt erst bei uns ankommenden ,lichtpost einfach das lteste sinnfllige ,zeugnis vom ,dasein der ganzen ,materie1 das wir berhaupt noch besitzen6 ,war dieser ,nebel heute fr unseren ,anblick noch glhender ,urstoff ohne innere ,gliederung in ,einzel-,sonnen1 so war das wirklich kein ,wunder4 ,vor so viel ,millionen ,jahren war unser ,milchstraensystem das ja in ,kants ,sinne auch gewesen4 ,wir sahen aber tatschlich dort1 was damals war4 ,kam die ,lichtpost von uns selber umgekehrt dorthin1 so langte auch sie ja mit derselben ,versptung an und dort erschien unsere ,sterninsel entsprechend ebenfalls erst in ihrem chaotischen ,urzustande4 ,das war nun ein pompses ,wort1 und der alte ,humboldt war der ntige pompse ,redner1 um es aller ,welt als kosmisches ,bonmot einzuprgen4 ,die ,anhnger der ,kant'schen ,milchstraen-,theorie aber freuten sich doppelt dabei1 denn es gab nur ,wasser auf ihre ,mhle1 -- erhhte nmlich nur die ,wahrscheinlichkeit1 da der ,andromeda-,nebel unser ,lehrmeister in ,kants ,sinne bleiben drfe4 ,indessen die ,arabeske begann ihre ,krmmung4 ,mit dem ,jahre #ahhj setzt fr unsere ,kenntnis der ,nebelflecke eine ganz neue ,epoche ein4 ,draper photographiert den ,orion-,nebel4 ,die ,photographie eroberte auch hier den ,himmel -- ein unvergleichlicher ,fortschritt4 ,es war1 als sei dem ,menschenauge eine neue ,netzhaut geschenkt1 weit empfindlicher als die alte organische des ,wirbeltierauges1 die wir von der ,natur mitbekommen haben4 ,auf dieser ,netzhaut der photographischen ,platte erschien auf einmal der ganze ,fixsternhimmel wie durchsetzt1 durchsponnen von lauter nebelhaften ,gebilden1 die kein ,mensch hatte ahnen knnen4 ,was ,herschel und ,lord ,rosse1 die grten ,nebelforscher bisher1 fr einzelne ,nebelflecke gehalten1 das verknpfte sich vielfach1 ,lichtbnder liefen als ,brcken herber und hinber1 die scharfen ,umrisse1 die man gezeichnet und nach allerlei ,aehnlichkeiten benannt hatte1 lsten sich4 ,ueber ganze ,sternbilder war glimmender ,dunst ausgegossen1 allerorten badeten ,fixsterne geradezu in ,nebelwellen4 ,was sollte das8 ,die ,sache wurde noch komplizierter4 ,an gewissen ,stellen wurde geradezu ein ,zusammenhang deutlich zwischen groen1 lngst bekannten ,fixsternen1 die jeder zu unserem ,system rechnete1 und dieser ,nebelmaterie4 ,diese ,sterne standen nicht perspektivisch blo zufllig vor dem ,nebel4 ,sie glhten aus ihm heraus1 bildeten ,verdichtungen in ihm4 ,nebelstrahlen und ,schweife flossen unmittelbar von ihnen aus wie ungeheure ,kometenschwnze4 ,es war ein absolutes ,stck der ,unmglichkeit1 vor diesen neuen ,karten an dem alten ,humboldt'schen ,gedanken in seinem ganzen ,umfange festzuhalten4 ,waren auch diese neuen ,nebelgebilde ferne ,weltsysteme1 so muten unbedingt auch einzelne echte ,sterne1 beispielsweise im ,orion1 aus unserem ,milchstraensystem ganz herausfallen4 ,wie unfabar gro sollten sie aber dann sein1 da man sie doch noch einzeln im ,nebel sah8 ,aber es standen ja ,nebel ber ,nebel in der ,milchstrae selbst8 ,mitten also in der angeblichen ,flchenachse unseres eigenen ,systems1 wo die gehuften ,sterne uns die ,aussicht gerade in den weiteren ,raum sperren sollten6 ,eine groe ,reaktion trat ein4 ,die ,nebelflecke sind berhaupt keine ,welteninseln auerhalb unseres ,systems1 wurde ,parole4 ,inmitten unserer eigenen ,sterninsel schwimmen ,nebelwolken allenthalben herum4 ,alle jene ,rechnungen ber ,entfernungen von ,millionen ,lichtjahren sind eitel4 ,schon in ein paar ,lichtjahren ,entfernung knnen ,nebel liegen4 ,weit fort vom alten ,ziel bog sich die ,arabeske4 ,wenn nun auch der alte ,baustein der ganzen ,theorie1 der ,andromeda-,nebel1 schlielich nur einige zwanzig oder dreiig ,lichtjahre von uns abstand1 wenn er ganz friedlich innerhalb unseres ,systems1 diesseits am ,ende gar noch von ,plejaden oder ,orion1 schwebte4444448 ,stimmen wurden laut1 die schlechterdings jede ,mglichkeit eines ,hindurchsehens zwischen unseren ,systemsternen bis auf andere ,systeme leugneten4 ,mochte es immerhin solche ,systeme in der ,unendlichkeit des ,raumes noch geben1 -- mit nichts schien auf einmal bewiesen1 da wir sie berhaupt sehen mten4 ,der ,zwischenraum konnte so gro sein1 da die ,lichtwelle darin starb1 da das ,licht von den feinsten ,materieteilchen1 die den ,weltraum unsichtbar doch noch berall erfllten1 einfach aufgezehrt1 absorbiert wurde4 ,und es gab eine ,betrachtungsweise1 die dem sogar scheinbar noch zu ,hilfe kam4 ,sie ging aus von der inneren stofflichen ,beschaffenheit der ,nebelflecke4 ,die ,arabeske hatte hier ihren ,sonderarm getrieben seit ,kants und ,herschels ,zeit4 ,dreimal hatten die ,lehrbcher an diesem ,punkte in hundert ,jahren umgeschrieben werden mssen1 -- jetzt eben nahte das vierte ,mal4 ,als ein ,eroberer groen ,stils war ,herschel im achtzehnten ,jahrhundert durch die ,sternenwelt gezogen4 ,welten hatte er vergeben drfen1 uralte ,traditionen brechen und neue ,bande schlingen4 ,aber auch fr ihn gab es einen ,punkt1 wo sein ,rohr versagte4 ,eine ,anzahl jener ,nebelgebilde1 die ,kants ,interesse so lebhaft geweckt1 vermochte er noch in ,sterne aufzulsen4 ,andere nicht mehr4 ,und es war in der ,tat gerade der ,andromeda-,nebel einer der zhen gewesen1 der seine ,milchstrae aus ,fixsternen1 wenn er sie besa1 doch dem ,weltbezwinger nicht mehr ffnen wollte4 ,woran lag das8 ,im ,sinne der spteren ,humboldt'schen ,betrachtungsweise konnte es keine einfachere ,erklrung geben1 als da diese ,sterneninsel eben wirklich so unfabar weit von uns ab im offenen ,raumozean schwebe1 da wir mit strksten ,fernrohren doch kein einzelnes ,sternflmmchen mehr darin unterscheiden knnten4 ,herschel war selbst aber schon vorsichtiger4 ,der unlsbare ,nebel konnte auch deshalb unlsbar scheinen1 weil nichts zu lsen in ihm war3 er konnte ein ,chaos glhender ,nebelmaterie wirklich sein4 ,und dafr war ,herschel1 obwohl es im ,grunde ja ,meinungssache blieb4 ,im neunzehnten ,jahrhundert stellte ,lord ,rosse jedoch in ,england ein noch viel greres ,rohr auf und setzte den ,feldzug an dieser ,ecke des ,herschel-,reiches noch nachhaltiger fort4 ,diesmal fiel wieder eine ,reihe angeblich unlsbarer ,nebel in ,sternstaub auseinander4 ,und die ,erfolge kamen so ,schlag auf ,schlag1 da die ,schale zu ,herschels ,ungunsten zu sinken begann4 ,das ,problem kam nun doch1 schien es1 aus der reinen ,meinung8 heraus4 ,wer die ,dinge verfolgte1 erwartete eines ,tages zu lesen1 da der nebelerpichte ,lord auch den ,andromeda-,nebel atomisiert und damit diese ganze ,sachlage endgiltig geklrt habe4 ,auch die uersten ,nebel1 wre dann sicher gewesen1 waren ,milchstraen-,systeme im ,sinne ,kants1 -- aber ihre ,lsbarkeit gab auf der anderen ,seite aus sich keinerlei ,beweis fr bermig groe ,ziffern der ,entfernung4 ,statt dieser wahrscheinlichen ,entscheidung durchzitterte aber pltzlich wie ein ,alarmsignal die ,kunde von einer ganz anderen ,entdeckung die astronomische ,welt4 ,kirchhoff und ,bunsen hatten abermals -- nicht einen neuen ,stern oder ,nebelfleck1 sondern ein neues ,auge entdeckt4 ,ein ,werkzeug-,auge1 gleich den ,linsen des ,fernrohrs1 aber noch viel wunderbarer4 ,ein chemisches ,auge durfte man es nennen4 ,zwischen ,stern und echtes ,menschenauge wurde diesmal nicht eine ,linse1 sondern ein geschliffenes ,glas1 das man ,prisma nennt1 eingeschoben4 ,dieses ,glas wirkte auf das ,licht wie die ,siebffnung einer ,giekanne auf den ,wasserstrahl des ,giekannen-,rohres3 es zerlegte seinen ,strahl in ein ,bndel ,einzelstrahlen4 ,dabei kam je nach der ,art des ,lichtes ein besonderes ,geflecht gewissermaen dieser ,einzelstrahlen zu ,tage1 das sich in allerhand ,lcken1 dicken und dnnen ,fden1 dieser und jener ,anordnung1 grerer oder geringerer ,vollzhligkeit und so weiter offenbarte4 ,indem man irdische ,lichtstrahlen1 deren ,quelle bekannt war1 durch dieselbe ,giekanne laufen lie und die ,verschiedenheiten ihres inneren ,aufbaues dabei studierte1 glckte es1 das ,licht gleichsam zu einer ,aussage zu zwingen1 ihm eine uns verstndliche ,sprache aufzuntigen4 ,das ,licht1 das von einem weiglhenden ,krper ausging1 spritzte anders aus der ,giekanne des ,prismas als das1 das von einem glhenden ,metalldampf kam4 ,die ,metalldmpfe unter sich gaben wieder verschiedene ,bndel1 und vollends noch wieder anders wirkte ,weiglut1 die quer durch einen solchen ,metalldampf hindurch strahlte4 ,hatte man das einmal in so und so viel ,fllen unter ,kenntnis der ,quelle festgestellt und aufgezeichnet1 so konnte man jetzt umgekehrt bei ,lichtstrahlen1 deren ,quelle man zunchst nicht kannte1 einen ,schlu aus dem ,giekannen-,ergebnis auf diese ,quelle nach ,analogie jener anderen ,proben machen4 ,und das traf auch die ,sterne4 ,sofort war klar1 da die ,sonne ein weiglhender ,krper hinter einer ,schicht glhender ,metalldmpfe sein msse1 denn genau dem entsprach das ,strahlenbndel1 das das ,sieb des ,prismas aus ihrem ,licht ergo4 ,ein sinnreicher ,schlu erlaubte sogar1 die ,einzeldmpfe dabei noch wieder besonders herauszusieben und so ein ,bild der chemischen ,zusammensetzung wenigstens dieser ,sonnenhlle zu erzielen1 als htten wir ihre ,bestandteile handgreiflich in unserem irdischen ,laboratorium beisammen und knnten sagen3 hier dampft ,eisen1 hier ,nickel1 hier ,natrium1 hier dieses oder jenes andere ,metall1 von ungeheurer ,glut zu ,wolken verflchtigt4 ,der nchste ,schachzug war dann eine wundervolle ,besttigung des alten welterschtternden ,gedankens des ,giordano ,bruno4 ,die ,fixsterne waren ihrem ,licht nach ebenfalls solche ,sonnen4 ,einige glichen unserer ,sonne geradezu in jedem ,zuge4 ,andere waren etwas verschieden1 aber doch nur so viel1 da man sah3 es glhte hier eine noch etwas heiere ,sonne oder dort eine1 die umgekehrt schon ein wenig mehr abgekhlt war als unser treuer ,helios4 ,der dritte ,streich aber sprang auf die ,nebelflecke ber4 ,und im gleichen ,moment lag ,lord ,rosse trotz seines ,riesenfernrohrs wieder unten und der alte ,herschel mit dem kleineren ,rohr war glnzend rehabilitiert4 ,wenn die ,nebelflecke smtlich echte ,schwrme schon vollstndig ausgebildeter ,fixsterne waren1 so mute die neue ,untersuchungsart mit dem ,prisma 7die ,spektral-,analyse1 wie man es wissenschaftlich nannte7 notwendig ebenfalls ein sonnenhnliches ,lichtbndel bei ihnen liefern4 ,denn ob nun eine ,sonne oder hunderttausend1 -- diese ,lichtprobe lt sich nicht auf ,verschwimmen zu ,nebelmassen ein3 sie liefert in der ,summe einfach nur wieder den gleichen ,ausweis1 den jedes einzelne ,sternflmmchen darin aushndigen mte4 ,nun denn3 einer ganzen ,anzahl der lngst bekannten ,nebelflecke fiel es tatschlich nicht ein1 den bewuten ,sonnen-,ausweis zu liefern4 ,statt der ,weiglut hinter ,metalldmpfen zeigten sie schlechterdings blo das ,bild1 das auf ,erden von einem einzigen glhenden ,gase ausging3 nmlich von ,wasserstoff4 ,sie lieferten es kompliziert noch durch einige ,anzeichen einer ,mischung dieses ,gases mit anderen ,gasarten1 die zunchst niemand aus irdischer ,aehnlichkeit deuten konnte4 ,seither haben wir entdeckt1 da mindestens ein solcher ,mischungsbestandteil das ungemein merkwrdige ,helium ist1 -- ein ,stoff1 den man zuerst nur eben mit ,hilfe der ,spektral-,analyse auf der ,sonne nachgewiesen und danach ,helium 7von ,helios7 benannt hat1 der aber zu guter ,letzt doch auch noch auf unserer braven ,erde selber gefunden worden ist1 auf da das kleine kosmische ,museum1 das uns in dieser ,erde gegeben ist1 auch in diesem ,punkte sich als vollstndig erweise4 ,diese ,nebel waren also1 was das ,wort sagte3 wirklich ,nebel1 -- frei im ,raum schwebende ,wolken glhenden ,stoffs im ,zustande des ,gases1 -- vornehmlich leuchtende ,nebelwolken aus ,wasserstoff4 ,gegen diese ,deutung des neuen ,werkzeug-,auges ,prisma gab es keine ,instanz mehr1 -- die ,natur hatte gesprochen4 ,die ,anhnger jener ,kant'schen ,weltbildungstheorie1 nach der ,milchstraensysteme sich erst allmhlich aus losem ,weltennebel zu ,fixstern-,haufen entwickelt hatten1 waren zufrieden4 ,mit ,rosse war ihre ,sache bedenklich geworden4 ,jetzt stand sie wieder4 ,diese ,nebelflecke waren eben noch keine ,milchstraen-,welten in unserem ,sinne1 aber ,welt-,embryonen1 werdende ,keime1 bei denen alles noch im ,nebel lag4 ,vielleicht war der ,wasserstoff das ,ur-,element1 aus dem sich die andern erst durch ,abkhlung bildeten4 ,noch einmal wurde an dieser ,wende das ,humboldt-,bonmot mit besonderem ,nachdruck vorgebracht4 ,diese ,nebelflecke erschienen uns deshalb noch im ,werdezustand1 als wahre ,ur-,nebel1 weil sie so unausdenkbar weit von uns abstanden1 da jetzt erst die ,lichtpost ihrer millionenalten ,vergangenheit1 ihrer ,ur-,zeit1 das ,lichtsieb unseres ,prismas erreichte4 ,nicht lange aber -- und auch die ,skeptiker fanden vor der gleichen ,sachlage ,mut4 ,echter ,nebel blieb ,nebel -- ob nah1 ob fern4 ,ein ,nebel1 der blo perspektivisch aus unzhligen ,sternpunkten zusammenflo1 war sicherlich recht fern4 ,konnte gar das beste ,fernrohr ihn nicht mehr auflsen1 so war er ganz gewi sehr1 sehr fern4 ,ein ,nebel aber1 der auch auf zehn ,schritt ,entfernung eben ,nebel geblieben wre1 da er eine ,wolke glhender ,luft ohne ,sternpunkte darin war1 -- er konnte8 eben auch1 wenn man's sonst wollte1 dicht vor unserer ,nase stehen4 ,dieses ,sonst wollen8 wurde nun lebhaft bestrkt1 seit die ,photographie jenen allgemeinen ,umschlag in der ,nebel-,deutung angebahnt hatte4 ,alle mglichen ketzerischen ,ansichten wollten sich nicht mehr beruhigen lassen4 ,also die ,nebelflecke bestanden in der ,mehrzahl aus leuchtendem ,gas4 ,wie hatte man sich das eigentlich zu denken8 ,die ,vorstellung einer frei ber ungeheure ,rume verteilt schwebenden ,gaswolke im eisig kalten ,raum ist rein physikalisch eine beraus schwierige4 ,das ,gas mu in einer ,weise verdnnt sein1 da ein ,chemiker1 der mitten hinein geriete1 es zunchst gar nicht als solches fassen knnte4 ,wir denken uns seit ,kant so gern unser ,sonnensystem1 wie es heute dasteht1 als ein ,verdichtungsprodukt aus einem hnlichen ,gasnebel4 ,nun3 alle heute vorhandenen ,massen der ,sonne1 der ,planeten und ,monde dieses ,systems bis zur ,neptunbahn als ,gaskugel nebelhaft gleichartig ber diesen ,raum1 den jetzt die ,neptunbahn als ,aequator umgrtet1 verteilt1 ergben einen ,nebel1 der von unserer gewhnlichen irdischen ,luft um mehr als das #bdjjjjmillionenfache an ,dichtigkeit bertroffen wird4 ,wo sind die ,instrumente der ,chemie1 die diesen ,nebelstoff noch nachweisen sollten6 ,nun soll man sich aber ,nebel vorstellen1 die ganze ,sternbilder durchqueren1 also um ein vielfaches mindestens die ,abstnde von ,fixsternen untereinander bertreffen und in sich schlieen1 -- ,abstnde1 die nach ,billionen von ,meilen1 nach ,lichtjahren1 nach dreiig und mehr solcher ,lichtjahre zhlen44444 ,es lag ungemein nahe1 sich zu sagen1 da ein ,nebel im ,zustande solcher feinsten ,verflchtigung keine eigene ,wrme gegenber seiner ,umgebung mehr besitzen knne1 -- und es wurde nachdrcklich gesagt4 ,der ,weltraum ist kalt1 ein ,eiskeller4 ,viele ,astronomen wollen geradezu1 da er die ,temperatur des sogenannten absoluten ,nullpunktes besitze1 nmlich minus #bgc ,grad4 ,so eisig mte der ,nebel auch sein4 ,ein ganz neues ,bild taucht hier auf4 ,nicht ein glhender ,urnebel1 sondern eine kalte ,wolke ,wasserstoff4 ,aber die ,wolke leuchtet ja8 ,leuchten gilt im allgemeinen doch als ein ,zeichen der ,hitze4 ,metall leuchtet im ,moment1 da es in ,glut gert4 ,indessen es gibt auch ein ,leuchten kalter ,krper3 die sogenannte ,phosphoreszenz4 ,und gerade sie scheint zuzunehmen beim ,sinken der ,temperatur4 ,wenn nun mit der ,annherung an den absoluten ,nullpunkt viele oder alle ,krper anfingen1 ein geheimnisvolles ,phosphorlicht1 -- ein ,klte-,licht1 auszustrahlen8 ,und wenn also auch die losen1 unglaublich verdnnten ,gase des ,weltraums bei diesem uersten ,nullstand aufglimmten8 ,es gibt vielleicht noch andere ,glherscheinungen dieser ,art1 bisher unerklrlich3 die ,schweife der ,kometen1 das ,nordlicht4 ,aber1 so kommt der ,gegeneinwurf wieder von der ,physik selbst3 wenn nun die ,nebelfleck-,gase die volle ,weltraumklte in sich tragen1 -- wie knnen berhaupt bei solcher ,klte ,gase bestehen8 ,diese ,klte bannt jedes ,geschehen in absolute ,starre1 sie ist der wahre ,bewegungstod4 ,was aber ist ein ,gas in absoluter ,starre8 ,doch diese ,nebelgase in ihrer tollen ,verdnnung wren ja so wie so jenseits jeder ,vorstellung1 die wir mit ,gasen verknpfen4 ,nherten sie sich nicht schon dem geheimnisvollsten aller ,stoffe1 dem berhmten ,weltenther1 der den kalten ,raum in seiner ,ganzheit erfllen soll und in dem nach unserer ,licht-,theorie die ,lichtwellen laufen8 ,waren sie nicht am ,ende nur ,verdichtungen dieses wundersamsten ,geheimstoffs der modernen ,physik1 etwas festere ,inseln im ,aetherozean1 die doch als solche1 als ,aetherinseln1 noch immer allen groben ,gesetzen der gangbaren ,krperlichkeit ein ,schnippchen schlugen8 ,ich breche die ,linie hierher ab4 ,sie fhrt1 wie man sieht1 an schwindelerregende ,rnder4 ,wo der absolute ,nullpunkt1 wo der ,aether1 wo diese und verwandte ,begriffe in wissenschaftlichen ,hypothesen heute auftauchen1 da schwebt der ,geist noch ber dem ,abgrund und -- trotz ,licht-,aethers ber der ,finsternis4 ,aber man begreift1 in welche ,verwickelung die ,sachlage geriet1 wenn solche ,vermutungen berhaupt schon bei den ernsthaftesten ,kpfen1 denen jedes ,spiel fern stand1 auftauchen konnten4 ,der ,aether wogte ja nicht blo zwischen unserer ,milchstrae und fernen anderen ,systemen4 ,er war um uns1 in uns1 war berall4 ,war ein ,nebelfleck8 nichts anderes als eine vor ,klte phosphoreszierende ,aether-,verdickung1 eine leuchtende ,wolke der ,weltluft zwischen ,stern und ,stern1 -- -- so war wirklich von hier aus ganz und gar nicht einzusehen1 warum solche ,wolken nicht tausendfach sich mitten durch unsere eigene ,fixsterninsel1 warum sie nicht mitten durch unsere ,milchstrae sich ziehen sollten4 ,ja1 es wurde1 von allem ,tatschlichen abgesehen1 theoretisch sogar unwahrscheinlicher1 da sie gerade aus der ,ferne von ,millionen von ,lichtjahren berhaupt noch sollten gesehen werden knnen1 -- sie mit ihrer blo glimmenden ,phosphoreszenz1 die schwerlich der ,leuchtkraft wirklich glhender ,kolosse wie einzelner echter ,fixstern-,sonnen auch nur gleichkommen konnte4 ,mochten sie immerhin1 wie vielleicht der ganze ,aether1 der unaufgebrauchte ,rest eines ,kant'schen ,ur-,nebels sein1 aus dem alle ,sonnen unseres ,systems sich im ,zeitenlaufe bereits herauskristallisiert hatten wie aus einer ,mutterlauge4 ,jedenfalls blieb es auch mit ihnen bei dem einen einzigen ,ur-,nebel fr unsere ,kenntnis1 -- eben dem1 aus dem unsere ,milchstrae sich geformt hatte4 ,nirgendwo1 auch in keinem ,nebelfleck1 sahen wir aus unserem ,milchstraengeheimnis hinaus auf ein zweites4 ,vielleicht gehrte der ganze ,lichtther als solcher wirklich noch zu uns1 war mit umschlossen in unserem ,system4 ,jenseits ghnte dann der absolut leere oder wenigstens auch therleere ,raum4 ,keine ,lichtwelle konnte durch ihn mehr zu uns flieen4 ,nie wrde ein ,menschenauge innerhalb unserer ,sternenlinse von auen eine ,lichtpost erhalten1 da der ,trger fehlte4 ,mochten ,welten sein1 unzhlige1 wie ,philosophen trumten4 ,nie kamen sie zusammen1 auch in ,form einer dmmernden ,nebelinsel nicht4 ,hinter dem letzten ,fixstern begann fr uns -- das ,nichts1 -- -- das ,nichts des ewig ,blinden4 ,an dieser ,stelle1 wo der ,speerwurf des alten ,lukretius wirklich vor der schaudervollen ,leere scheint1 ist es nun doch der alte freundliche ,andromeda-,nebel gewesen1 der uns gezwungen hat1 etwas weniger straffe ,saiten aufzuziehen4 ,die ,arabeske wchst sich wieder ein4 ,allerdings1 um nun endlich gerade das doch noch umzuwerfen1 was von ,anfang an das allersicherste ,ergebnis schien4 ,die ,beweiskraft der ganzen ,nebelfleck-,forschung fr das ,milchstraenrtsel ist zu dieser ,stunde -- so viel bleibt fest -- hinfllig1 so weit es sich um wirklich gasfrmige ,nebel handelt4 ,ihre ,entfernung ist mindestens in einer ,anzahl kontrollierbarer ,flle nicht so gro1 wie man geglaubt hatte4 ,und ihre ,beweiskraft berhaupt hinkt angesichts der ,tatsache1 da ihre ganze ,beschaffenheit sie einstweilen selbst den schlechterdings rtselhaften ,naturgebilden einreiht1 die zwar selber immerzu in ,vermutungen locken1 die aber als feste ,sttze anderer ,vermutungsketten 7wie des ,milchstraen-,problems7 ehrlicherweise vorerst noch nicht benutzt werden drfen4 ,nun ist es aber auch der vollkommensten ,spektral-,analyse unserer ,zeit keineswegs eingefallen1 smtliche ,nebel1 die von ,herschel1 ,rosse und den ,spteren mit dem ,fernrohr nicht aufgelst werden konnten1 als solche echten ,gas-,nebel anzusprechen4 ,als die ,sache zuerst so hbsch losging mit der ,licht-,zerlegung und dem ,gas-,nachweis vor ,nebelflecken berhaupt1 da wurde diese ,tatsache ja wohl so etwas obenhin behandelt4 ,alle1 die durchaus aus den ,nebelflecken ,embryonen oder ,nebel-,keime werdender ,milchstraen-,systeme machen wollten1 sahen die ,flle1 wo der ,nebel laut dem ,prisma einmal entschieden nicht aus losem ,gas bestehen wollte1 als minderwertig ber die ,schultern an4 ,und die ,arabeske mute erst beim wahren ,bankrott der ganzen ,gasnebel-,theorie im alten ,sinne angekommen sein1 damit diese scheinbar belanglosen ,ausnahmen selber wieder ,theorie-,wert bekamen4 ,es ist so3 eine gewisse ,reihe von ,nebeln bleibt trotz ihrer ,unauflslichkeit durch das ,fernrohr unter der ,licht-,giekanne des ,prismas ein ,fixstern-,haufen4 ,es kommt ein ,strahlenbndel aus dem ,sieb1 das nicht die leiseste ,aehnlichkeit mit jenem ,wasserstoff-,bilde oder berhaupt einem reinen ,gas-,bilde besitzt4 ,es kommt vielmehr das vor1 was vorkommen mte1 wenn dieser ,nebelfleck tatschlich eine einzelne ,fixsternsonne wre4 ,das kann er aber seiner ,gre und ,erscheinung nach nicht sein4 ,es bleibt also kein ,schlu brig1 als da er 7im oben besprochenen ,sinne7 das ,produkt aus dem ,lichte einer ,masse solcher ,fixsterne sei4 ,warum knnen wir aber diese ,einzelsterne gleichwohl mit dem besten ,fernrohr nicht erkennen8 ,es gibt nur eine ,antwort auf diese ,frage1 die ,sinn und sogar sehr viel ,sinn hat3 dieser ,haufen ,fixsterne steht diesmal wirklich so weit von uns ab1 da wir auch im vorzglichsten ,fernrohr seine ,milchstrae als ,milch8 sehen ohne ,einzelpunkte4 ,und das mu ganz gewaltig weit sein44444 ,gerade in diesem ,falle befindet sich aber der ,andromeda-,nebel4 ,der ,andromeda-,nebel trotzt noch heute seiner ,auflsung4 ,wohl erscheinen im starken ,rohr auf seiner ,nebelflche viele kleine ,sternchen4 ,aber sie machen den ,eindruck1 als seien sie selbst perspektivisch davor geschoben4 ,die eigentliche ,nebelmasse schwimmt dahinter in mildem ,licht als echte ,milch84 ,diese ,milch hat im ganzen noch wieder ihre ,struktur1 ,andeutungen eines geheimnisvollen ,baues1 -- wir reden noch davon4 ,aber das ist offenbar ,grundri3 ,zimmer1 ,stockwerke1 -- nicht ,ziegelsteine4 ,und doch lst der ,zauberstab des ,prismas auf seinem ,umwege unzweideutig die ,existenz auch dieses ,ziegelsteins8 heraus4 ,fixstern-,sonnen sind die ,ziegelsteine4 ,auch die ,spektral-,analyse hat lange werben mssen um diesen ,schleier der schnen ,andromeda4 ,bei dem beraus schwachen ,lichte dieser ,nebelflecke ist jede ,prismauntersuchung ja berhaupt eine schwere1 eine langwierige1 gedulderprobende ,arbeit4 ,zuerst ergab der ,andromeda-,nebel ein einfaches ,farbenbndel1 wie es dem simpelsten ,beispiel aller ,lichtquellen3 einem ,krper in ,weiglut entspricht4 ,mit solchem ,licht strahlt uns der eigentliche innere ,hauptkrper unserer eigenen ,sonne an4 ,oberflchlich konnte das also schon gengen1 um wahrscheinlich zu machen1 da dieser ,nebel aus sonnenhaften ,fixsternen bestehe4 ,indessen gibt es hier noch einen ,einwurf4 ,auch ,gase zeigen tatschlich dieses ,licht1 wenn sie durch einen furchtbaren ,druck irgend welcher ,art gepret werden4 ,war ein solcher ,druck aus irgend einer unbekannten ,ursache dort vorhanden1 so konnte der ,nebel also doch aus einheitlicher ,gasmasse bestehen4 ,man hat dieses ,argument freilich auch bei unserer ,sonne selbst schon vorgebracht4 ,whrend die nchstliegende ,anschauung den eigentlichen lichtstrahlenden ,krper unserer ,sonne fr eine weiglhende ,masse hlt1 glauben andere ,forscher auch ihn als ,gaskugel ansprechen zu mssen1 die nur eben unter so kolossalem ,druck steht1 da das ,gas dasselbe ,licht strahlt1 wie ein viel festerer ,krper in ,weiglut4 ,einerlei1 wie es nun damit bei der ,sonne sei1 -- sicher ist1 da diese ,sonne gleich allen echten ,sonnensternen ein zweites ,merkmal in ihrem ,lichte zeigt1 das erst recht eigentlich charakteristisch fr sie ist4 ,das ,licht des ,sonnenkrpers passiert1 ehe es zur ,erde hinberstrahlt1 noch eine ,art ,decke oder ,hlle dieser ,sonne selbst4 ,diese ,decke besteht aus glhenden ,metalldmpfen4 ,indem das ,licht nun diese ,dampfschicht zunchst noch vor seinem ,austritt passiert1 erleidet es eine hchst eigentmliche ,vernderung3 es erscheint jenseits1 wenn es im ,prisma ausgesiebt wird1 durchsetzt mit einer ,masse feiner dunkler ,striche4 ,man nennt diese ,striche die ,fraunhofer'schen ,linien1 und man folgert aus ihnen die merkwrdigsten ,dinge ber jene ,dampfschicht der ,sonne selbst1 die uns aber hier weiter nichts angehen4 ,fr uns wesentlich ist1 da1 wo immer ,fraunhofer'sche ,linien im ,prisma-,lichte eines selbstleuchtenden ,weltkrpers auftreten1 mit ,sicherheit auf einen ,sonnenstern1 eine echte ,sonne nach unserer ,art1 geschlossen werden kann4 ,und hier jetzt ist ein neuester ,fund von hchster ,bedeutung4 ,scheiner in ,potsdam1 dessen grundlegende ,forschungen auf diesem ,gebiet im voraufgehenden schon mehrfach gestreift und benutzt sind1 hat es mit zher ,ausdauer ganz krzlich fertig gebracht1 im ,lichte des ,andromeda-,nebels die dunkeln ,fraunhofer'schen ,linien tatschlich zu sehen und in ihrer ,lage zu messen4 ,damit ist der ,beweis erbracht1 da dieser ,nebel endgiltig aus sonnenhnlichen ,fixsternen besteht4 ,er besteht daraus1 obwohl kein bestes ,fernrohr unserer ,technik diese ,einzelsonnen in ihm noch wirklich unterscheiden kann4 ,nehmen wir die ,gre seiner ,sonnen dabei im ,normalmae unserer ,fixsterne an1 so ist dieses doppelte ,verhalten jetzt nur noch erklrbar durch einen wirklich ungeheuren ,abstand des ,nebels von uns1 -- durch einen ,abstand1 der in diesem ,falle nun doch unbedingt ber die ,grenzen unseres eigenen ,milchstraensystems hinausfhrt4 ,der ,andromeda-,nebel ist doch ein zweites ,milchstraen-,system1 frei im ,raume schwebend jenseits unseres eigenen4 ,scheiner lt als allgemeine ,mglichkeit zu1 da der ,nebel eine halbe ,million ,lichtjahre von uns entfernt sei4 ,fr einen zweiten ,nebel1 auf den dieselben ,verhltnisse zutreffen und der im ,sternbild der ,jagdhunde leuchtet1 kmen dann entsprechend #f ,millionen ,lichtjahre heraus1 -- also immerhin annhernd ,humboldt'sche ,ziffern4 ,vor #f ,millionen ,jahren1 als die heute eintreffende ,lichtpost von dort abging1 schwamm bei uns auf ,erden der ,ichthyosaurus noch und der erste ,mensch schlummerte noch tief im ,schicksalsschoe4 ,die ,arabeske wchst zurck1 greift wieder ein4 ,also wir drfen nun dennoch vom ,andromeda-,nebel etwas ber unsere ,milchstrae zu erfahren hoffen1 -- eine ,antwort hoffen1 die ber eine halbe ,million ,lichtjahre zu uns reist4 ,aber hatten wir diese ,antwort nicht schon8 ,ein letzter ,schleier hebt sich4 ,dem alten ,marius glhte der ,andromeda-,nebel wie ein ,lichtlein durch eine ,hornlaterne4 ,ein ,lichtscheibchen1 eine nebelhafte ,linse1 -- so erhielt ihn ,kant als ,material fr sein khnes ,denken4 ,anderthalb ,jahrhunderte verrauschen nach ,kant4 ,da kehrt der ,gedanke zu jener ,denklinie zurck4 ,aber diesmal reicht der ,astronom dem ,sinnenden1 dem ,trumenden ein ganz anderes ,blatt3 eine ,photographie des ,andromeda-,nebels4 ,auch sie erfat die einzelnen ,sternpunkte in ihm nicht4 ,aber sie erreicht etwas anderes1 nochmals vllig ,unerwartetes4 ,und noch einmal1 zum letztenmal1 mu die ,phantasie in eine ganz neue ,bahn4 ,wahrheit1 -- was ist ,wahrheit8 ,die alte ,pilatusfrage klingt durch die ganze ,geschichte der ,naturforschung4 ,auf der ,wahrheit8 ruht diese ,forschung4 ,vorsichtige ,gemter sagen schon etwas bescheidener3 auf dem lauteren ,streben nach ,wahrheit84 ,in diesem ,sinne ist ,wahrheit ein moralischer ,wert4 ,wenn aber selbst das nur nicht so verzweifelte ,ecken haben wollte6 ,es scheint so brav3 hier steht eine ,tatsache2 jetzt kommt einer1 hat jenen lauteren ,wahrheitsdrang in sich1 schaut hin1 beschreibt die ,sache2 damit ist die ,geschichte fr immer erledigt2 der eine gilt fr alle1 die der gleiche ,drang beseelt1 und ob ,tausende kommen1 ob nach ,jahrtausenden welche kommen1 alle knnen nur besttigen4 ,die wahre ,wahrheit in diesem ,falle1 die von aller ,erfahrung besttigte1 ist1 da derselbe ,gegenstand von hundert und mehr ,beobachtern1 die smtlich wahre ,engel an ,wahrheitsmoral sind1 beschrieben werden kann und da unter ,umstnden jeder etwas anderes sieht4 ,ich will gar nicht reden davon1 da die ,augen verschieden sehen1 obwohl das schon gewaltig viel tut4 ,aber die ganzen ,menschen sind verschieden4 ,unser physisches ,sehen ist nur ein winziger ,bruchteil dessen1 was wir wirklich ,sehen8 nennen4 ,der ,rest ist individuelle ,zutat4 ,so und so viel ,tropfen mitgebrachte ,erfahrung1 so und so viel mitspielende1 unbewut sofort abrundende1 ausspinnende ,phantasiettigkeit1 so und so viel bestimmtes1 lngst ins ,unbewute eingewachsenes und von keiner ,moral8 aus mehr kontrollierbares ,vorurteil1 -- kurz ein derartiges ,rezept1 da die reine neue ,beobachtung als solche darin untergeht wie ein unschuldiger ,schu ,aqua destillata in irgend einer schwarzbraunen ,apothekerbrhe4 ,so geschieht es schon1 wenn mehrere nebeneinander beobachten4 ,vollends1 wenn ,jahrhunderte dazwischen liegen1 geht die ,verschiedenheit ins ,unglaubliche4 ,man schlgt sich vor den ,kopf1 wenn man irgend ein altes ,tierbuch oder eine alte ,karte vornimmt1 die ein paar hundert ,jahre alt sind4 ,wie konnten die ,leute dies und das nicht sehen1 was jetzt ein ,kind sieht1 wie konnten sie ,mcken fr ,elefanten halten8 ,und wir lesen1 da es ,leute von einer ,reinheit des ,wahrheitsstrebens waren1 die uns beschmt1 -- ,leute1 die sich fr den ,mut ihrer ,ueberzeugungen verbrennen lieen1 was1 ,hand aufs ,herz1 doch nicht jeder tut4 ,wenn heute ein ,seetier ans ,land kriecht1 das einen ,leib wie eine ,walze hat1 vier flossenhafte ,fe und einen lustigen klugen ,hundskopf ohne ,hunde-,ohren1 so sagt der kleine ,junge auf der ,dne schon3 ein ,seehund4 ,der ,weise von ,anno dazumal sagte3 aha1 ein ,meerweibchen1 -- ging nach ,hause und zeichnete ein ,ungetm1 hinten ,fisch1 vorne ,mensch4 ,und der ,weise schrieb gleichzeitig ein ,buch ber die ,heiligkeit der ,wahrheit1 whrend der kleine ,bengel tglich noch ,prgel bekommt wegen absichtlichen ,lgens44444 ,von dieser moralischen ,betrachtung aus bedarf es durchaus keines ,salto mortale1 um auf die ,nebelflecke zu kommen4 ,ein ,nebelfleck im ,fernrohr ist von ,anfang an ein wahres ,zwitterding an der ,grenze von ,sehen und ,phantasieren noch in ganz besonders erhhtem ,sinne gewesen4 ,ein ,lichtwlkchen1 eben angedeutet1 zerflieend1 verdmmernd4 ,und das sollte nun einer mit rohen ,zeichenmitteln aufs ,papier bannen6 ,man versuche doch eine gewhnliche blasse ,federwolke unseres ,tageshimmels exakt8 nachzuzeichnen4 ,mancher1 der sich gar geschickt dnkt1 wird sich als ,polonius1 der ,kamele zeichnet1 dabei ertappen4 ,gleich die ersten ,nebelforscher1 die auf den alten ,simon ,marius folgten1 erkannten eins deutlich3 die ,nebelflecke sahen unbedingt nicht alle gleich aus4 ,das einfache ,bild einer ,linse1 wie es aus der ,andromeda glnzte1 war nicht das absolute4 ,bald dieser1 bald jener khne ,pionier in dem neuen ,weltenwalde brachte eine vllig andersartige ,zeichnung mit4 ,da erschien auf dem ,papier ein ,nebel1 der anzuschauen war wie der griechische ,buchstabe ,omega4 ,einer trat in ,gestalt eines ,krebses auf1 einer sollte einer ,hantel oder 7nach andern7 einem ,ei mit doppeltem ,dotter gleichen4 ,wieder andere sahen tuschend aus wie eine losrollende ,spirale1 eine ,uhrfeder etwa1 bis zu dem ,bilde eines platzenden ,schwrmers und hnlicher ,feuerwerkskrper4 ,und der ,anhnger der ,kant'schen ,ideen sah sich mit einiger ,unruhe sogar einer ,figur gegenber1 die aus dem ,sternbild der ,leier 7nahe dem herrlichen ,sterne ,wega7 stammte und ganz unzweideutig einen regelrechten geschlossenen ,ring bildete1 -- just so1 wie die ,milchstrae von fern nun doch aussehen wrde1 wenn sie eben ein echter ,sternenring wre4 ,fragte sich nun blo1 ob diese hbsche ,musterkarte stichhaltig sei vor den ,augen mehrerer ,beobachter4 ,als diese sich allmhlich meldeten1 schien die ,sache allerdings fast berall zu hapern4 ,was der eine so sah1 sah der andere total anders4 ,wo der eine eine ,spirale malte1 malte jener ein ,billardspiel loser ,nebelkugeln4 ,sah einer wenig1 etwa nur ein ,streifchen oder dnnes ,viereck1 so setzte der nchste einen ,spiralschweif daran1 der abermals folgende aber kassierte wieder die ,details4 ,ganz vorsichtige ,kritiker verfehlten nicht1 den ,bankrott aller vorhandenen ,nebelbilder berhaupt als noch einmal mglich zu prophezeien4 ,und besonders die ganz extravaganten ,fratzen sollten mehr ,menschen- als ,himmelsphantasie sein4 ,in all diese ,mhen1 ,zweifel und ,wunder1 aus denen einstweilen gar keine ,theorie recht ,kapital zu schlagen wute1 platzte nun ebenfalls wie eine ,bombe jene groe neue ,erfindung1 die fr die ,anzahl und ,verbreitung der ,nebel so wichtig geworden war3 die ,photographie4 ,jedermann wei1 da auch die photographische ,platte noch nicht das vollkommene ,ideal der schwindelfreien ,wahrheits-,wiedergabe ist4 ,auch sie hat noch ihr ,lgenrezept1 obwohl es nicht mehr aus dem ,unbewuten schpft4 ,wie sie heute ist1 ist sie sozusagen noch ein etwas dreckiges ,auge4 ,aber bei alledem ist der ,fortschritt kolossal1 ja ber jede ,erwartung4 ,und er war es auch fr die ,festnagelung der ,nebelformen4 ,man legte sich im groen ,stil ins ,zeug4 ,eine halbe ,nacht wurde die ,platte genau auf den ,nebel eingestellt1 dann tagsber peinlich genau verhllt und die nchste ,nacht nochmals fast ebenso lange exponiert4 ,jetzt gab es unzweideutig sicherere ,bilder1 ohne ,phantasie1 ,vorurteil und ,augentatterich aufs ,papier geprgt4 ,die ,ueberraschungen drngten sich4 ,da war beispielsweise gleich der bewute ,nebel in ,ringgestalt aus der ,leier4 ,seit man mit dem anderen chemischen ,auge1 dem ,prismaglas der ,spektral-,analyse1 die ,nebel aufs ,korn genommen1 war er allerdings der ,kant'schen ,milchstraen-,theorie schon von dort her ziemlich ungefhrlich geworden4 ,denn er bestand nachgewiesenermaen aus echtem ,gas1 zhlte also zu den so wie so jetzt beweisunkrftigen ,nebelmassen4 ,immerhin war aber seine ,ringform selber ein ,aergernis1 das die bsen ,zweifler lockte1 wenn es so schwarz auf wei im ,buche stand4 ,die photographische ,platte lieferte jetzt den ,beweis1 da man sich mit diesem starren ,individualisten auch der ,form wegen besser in gar keiner allgemeinen ,theorie beschftigte4 ,schon das ,fernrohr hatte im ,innern des lnglichen ,ringes gelegentlich ein zentrales ,sternchen gezeigt1 das mglicherweise hineingehrte4 ,daraus machte die ,platte einen groen1 im ,ring umschlossenen inneren ,nebelfleck1 der auf der ,photographie wirksamer sogar war als der ,ring selbst4 ,warum sah man ihn mit unserm ,auge trotz aller ,rohre nicht8 ,dieser ,zentralkrper warf einfach ,lichtstrahlen aus1 auf die unser ,sehnerv nicht mehr eingerichtet ist3 jene berhmten ultravioletten ,strahlen1 die zwar auf der photographischen ,platte einen ,eindruck hinterlassen1 den wir dort als ,ergebnis dann auch gewahren1 -- die als unmittelbar einfallende ,lichtwirkung unser ,auge aber blind finden4 ,kein ,physiker hat zur ,zeit eine ,ahnung1 was das fr eine ,sorte ,weltkrper sein kann1 die da leuchtet4 ,ist dieses ganze ,gebilde doch vielleicht kein ,ring1 sondern eine einheitliche ,gaskugel1 deren ,schichten sich aber in der ,art ihres ,leuchtens1 ihrer ,phosphoreszenz im frher angedeuteten ,sinne1 unterscheiden8 ,einstweilen reit mit diesem ,funde jedes ,band4 ,mit unserm ,milchstraen-,system hat dieser krause ,geselle mit seinem ultravioletten ,gas-,herzen jedenfalls gar nichts zu tun1 weder so1 noch so4 ,hier waren die ,andromeda-,freunde in ,kants ,sinne also glnzend noch einmal wieder gerettet4 ,doch auch bei den ,platten war noch nicht aller ,tage ,abend4 ,nach dem ,ring kamen die ,spiralen1 die ,frsche und ,schwrmer an die ,reihe4 ,sie waren ja nicht ganz so unbequem wie der nackte ,ring4 ,aber schlielich ist eine ,spirale1 wenn sie einigermaen regelmig ist1 einem ,ring immer noch hnlicher als eine solide ,scheibe oder ,linse4 ,in ,anbetracht dessen war es ,musik in den ,ohren der strengen ,kantianer gewesen1 als ein uerst gewissenhafter neuerer ,kritiker1 der ,astronom ,tempel1 gerade diese ,spiralnebel1 die sich in der ,zeit nach ,herschel gar aufdringlich vorgetan1 schlechthin hatte aus der ,welt schaffen wollen als ,phantasietrug84 ,tempel war ein ,wunderkind im ,gebiete der menschlichen ,netzhaut4 ,vom ,lithographen zum ,sternforscher war er wesentlich heraufgekommen eben wegen seiner einzigartigen krperlichen ,sehschrfe4 ,er sah das ,doppelte fast seiner ,kollegen -- und gerade mit diesem ,doppelten leugnete er die ,spiralform bei ,nebeln4 ,wir ,menschen1 meinte er1 sind nun einmal unverbesserliche ,aesthetiker4 ,in ,fleisch und ,blut stecken uns rhythmische ,gebilde4 ,in ein ,chaos sehen wir ,kunstfiguren hinein4 ,so soll eine chaotisch versprhte ,lichtmaterie gleich einem ,feuerwerkskrper hneln1 wie ihn unsere ,kunst baut4 ,aber wir beschwindeln uns1 und alle ,nebelspiralen1 so nett sie im ,buche aussehen1 sind solche mit ,phantasiezutat erschwindelten ,kunstformen der ,natur84 ,hinter solchem ,zweifel steckt im ,grunde ja eine ,weltanschauung4 ,die ,weltanschauung der ,angst1 es knnte in der ,natur irgendwo rhythmische1 sthetisch schne ,gebilde geben auch ohne ,zutun des ,menschen4 ,es gibt ,leute1 die meinen1 ihre ganze freie ,naturauffassung falle in ,mystik zurck1 wenn so etwas mglich sei1 -- wobei die guten ,leute nur leider vergessen1 da sie selber ja den ,menschen aus dieser ,natur hervorwachsen lassen und also in ihm schlielich doch an das ,wunder glauben1 da die ,natur auf natrlichem ,wege rhythmische ,kunstgebilde schaffe4 ,doch das jetzt beiseite4 ,sachlich hatte ,tempel in seinem ,falle sogar guten ,grund zur ,skepsis1 -- das heit bis zu dem ,tage1 da die ,photographie auch hier ohne ,rcksicht auf ,sachlichkeit oder ,weltanschauung des einen oder andern die ,sache selbstherrlich in die ,hand nahm4 ,mochte nun im ,weltall ,kunstfeuerwerke abbrennen1 wer wollte3 bessere ,schwrmer und ,frsche1 als jetzt in korrektester ,spiralform auf den photographischen ,platten wirklich erschienen1 lieen sich einfach nicht ausdenken1 -- trotz ,tempel4 ,es gab ,spiralnebel genau im ,sinne der brauchbaren lteren ,zeichnungen4 ,man denke sich1 um das ,bild klar zu bekommen1 einen nebelhaft glhenden ,hauptkrper1 eine ,kugel etwa4 ,von dieser ,kugel wickeln sich ,arme los4 ,einmal etwa genau zwei1 links einer1 rechts einer4 ,jeder ist nach der entgegengesetzten ,seite krumm gebogen4 ,oder es gehen drei solcher ,schweife in ,windrosenlage ab1 also in regelmiger ,stellung wie arabeskenhaft geschweifte ,radspeichen4 ,oder3 von dem ,hauptkrper rollt sich ein einziger fast gleich dicker ,arm wurmhaft heraus und umkringelt ihn als einzelner ,spiralstreifen fast vollstndig1 nur eine kleine ,oeffnung lassend4 ,oder endlich1 noch verzwickter3 von dem ,zentralkrper flieen mehrere solcher fast konzentrischen ,spiral-,ringe aus1 die sich auch noch gegenseitig ein ,stck weit umkringeln1 dann aber1 als sei die ,spirale verbogen1 bereinander hinlaufen1 sich schneiden und getrennt endigen4 ,der eine oder der andere ,arm hat dabei wohl noch die besondere ,eigenheit1 an der offenen ,spitze wie in einem ,knopf in einen zweiten ,kernball auszulaufen4 ,und nun3 -- gerade diese seltsamen ,spiral-,nebel1 einmal sicher als vorhanden festgestellt1 zeigten zwei weitere1 im hchsten ,grade bemerkenswerte ,eigenschaften4 ,zunchst fiel ihre ,menge auf4 ,ging allmhlich die ,anzahl der ,nebelflecke berhaupt in die ,tausende und ,abertausende 7ber #gjjj sind heute fest bestimmt1 ber #ajjjjj werden mindestens als ,wahrscheinlichkeitsabschtzung vermutet71 so vermehrte sich mit dem ,photographieren gerade die ,zahl der unverkennbaren ,spiralen aufs berraschendste dabei4 ,dazu aber trat als weiterer ,umstand1 da ausgesucht diese ,spiralnebel nicht aus ,gas1 sondern aus echten ,sternen bestehen wollten1 wo immer die ,spektral-,analyse ihnen zu ,leibe ging4 ,ich habe schon den ,nebel im ,sternbild der ,jagdhunde einmal berhrt1 den ,scheiner etwa #f ,millionen ,lichtjahre von uns entfernt sein lt und entsprechend als echte ,milchstraenwelt1 als zweites1 unabhngiges ,weltsystem gleich dem unserigen fat4 ,nun denn3 gerade dieser ,jagdhund-,nebel war von allen der erste1 der sicher als ,spirale erkannt wurde1 schon vom ,lord ,rosse4 ,seitdem ist auch er in ,amerika photographiert und in seiner ,gestalt genau in ,rosses ,sinne besttigt worden4 ,auch die ,forschungs-,arabeske um den ,andromeda-,nebel und unsere ,milchstraenform nhert sich hier offenbar ihrer letzten1 aber bedenklichsten ,spirale4 ,der ,andromeda-,nebel schwebte noch einmal vor uns1 gerettet als selbstndiges ,milchstraen-,system4 ,aber mit ihm ist der ,jagdhund-,nebel auf dieselbe ,deutung gerettet4 ,und dieser ,jagdhund-,nebel ist keine einheitliche ,stern-,linse1 sondern doch ein wenigstens annhernd ringfrmiges ,gebilde3 eine ungeheure ,spirale aus ,fixsternschwrmen4 ,wem gleicht nun endgltig unser eigenes ,milchstraensystem3 der ,linse der ,andromeda -- oder dem spiralig gewundenen ,feuerwerkskrper der ,jagdhunde8 ,diese ,doppel-,frage aber ist im ,jahre #ahhh durch ,anwendung der ,himmelsphotographie nochmals vereinfacht und im ,prinzip gelst worden4 ,der ,andromeda-,nebel selbst wurde von ,roberts photographiert4 ,und die photographische ,platte erwies ihn selber -- -- ebenfalls als ,spiral-,nebel4 ,es war eine der ersten ,errungenschaften des ,nebel-,photographierens1 da es uns auf eine bestimmte ,mglichkeit bei den ,spiralnebeln berhaupt aufmerksam machte4 ,nehmen wir eine platte ,uhrfeder4 ,und bringen wir diese platte ,spirale in verschiedene ,lagen zu unserm ,gesichtsfeld4 ,es ergibt sich1 da bei bestimmten ,lagen das ,erkennen der ,spirale schwer1 ja zuletzt geradezu unmglich wird4 ,wenn ich genau gegen die ,kante der ,spirale sehe1 so sehe ich nur mehr ein senkrechtes ,streifchen1 -- genau wie beim senkrechten ,blick auf den gekerbten ,rand eines ,markstckes4 ,aber auch wenn ich die ,spirale etwas mit der ,flche um die ,ecke lugen lasse1 sehe ich gerade die ,spiral-,natur noch nicht als solche4 ,die ,spiralringe schieben sich ja perspektivisch so aneinander1 da ich einen geschlossenen ,krper zu sehen glaube4 ,ein solides ,markstck1 ebenso ein wenig um die ,ecke balanciert1 schaut tatschlich noch genau so aus4 ,und erst ein ungemein scharfer ,blick wrde schlielich die ganz feine ,zeichnung der aneinandergeschobenen ,spiralreifen doch in der ,flche noch herausfinden knnen und so die wahre ,natur entrtseln4 ,aus dieser ,betrachtung folgt1 da auch ,spiralnebel im ,raum1 die mit der schmalen ,kante senkrecht gegen uns stehen1 uns blo als leuchtendes ,streifchen1 solche aber1 die ein wenig mehr schrg stehen1 als schmale ,spindel1 ,scheibe1 ,linse erscheinen mssen4 ,und erst eine kolossal verschrfte ,detailschau wrde wenigstens im letzteren ,falle noch gerade die ,spiralnatur enthllen aus feinsten ,linienandeutungen1 spiralig gewundenen ,strichen in der ,scheibe oder ,linse4 ,eben diese ,detailschau nun hat die ,photographie uns beim ,andromeda-,nebel ermglicht4 ,schon lngst hatten scharfe ,beobachter im ,fernrohr etwas in dem ,linsenscheibchen dieses ,nebels wie eine feine ,struktur gesehen1 -- eine ,art dmmerhaft angedeuteten engeren ,grundrisses4 ,im ,mittelpunkt schien eine undeutlich begrenzte ,verdichtung sich merkbar zu machen4 ,dann sah ,trouvelot in ,washington mit einem besonders brauchbaren ,rohr zwei dunkle ,streifen1 die den ,nebel fast lngelang durchsetzten4 ,was sollte das sein8 ,die ,skepsis im ,sinne ,tempels sagte3 ,augentuschung4 ,das ,auge der photographischen ,platte aber sah den ,dingen auf den ,grund4 ,auf der ,photographie erscheint die ganze ,nebel-,linse mit einer endgiltig durchschlagenden ,unzweideutigkeit als eine -- ,spirale in auerordentlich schiefer ,projektion4 ,in der ,mitte genau wie bei dem ,nebel der ,jagdhunde ein ,zentral-,ball4 ,von ihm sich loswindend mehrere riesige ,spiralenarme1 die an sich offenbar frei herum greifen1 fr unsere zufllige ,beobachterstelle auf der ,erde aber so aneinandergeschoben sind1 da ihre ,zwischenrume nur mehr als ganz feine1 dunkle1 elliptische ,lngsbogen die schmale ,gesamtlinse durchsetzen4 ,mit diesem ,funde war die ,kant'sche ,idee inmitten ihres vollen ,triumphes noch einmal geschlagen4 ,es gab ferne ,welteninseln gleich unserm ganzen ,milchstraensystem4 ,aber es gab sie nur in ,spiralform4 ,auch der ,andromeda-,nebel wies diese ,form4 ,wir wuten aus der ,spektral-,analyse1 da er aus einem unendlichen ,gewimmel sonnenhnlicher ,fixsterne bestand4 ,aber diese ,fixsterne durchwimmelten nicht eine einheitliche ,linse1 die1 vom ,mittelpunkt angesehen1 das rein perspektivische ,bild eines ,milchstraenringes ergab1 sondern im ,mittelpunkt schwebte zunchst ein rundlicher1 oben und unten abgeplatteter ,sternhaufen4 ,von ihm aber ging in flacher ,ebene ein spiralig gewundener ,strom weiterer ,fixsterne aus1 der die ,zentralmasse im ganzen nun doch wirklich ringfrmig umgrtete4 ,freilich nicht als regelmiger ,ring4 ,denn in ,wahrheit schoben sich ja mehrere ,spiralreifen hintereinander darin mit dunklen ,zwischenrumen4 ,kant selbst htte als ehrlicher ,logiker vor dieser vllig verwandelten ,sachlage zugeben mssen1 da seinem ganzen ,ideengang die sachliche ,grundlage unter den ,fen fortgezogen sei4 ,und nur eins konnte er schlielich noch vorbringen4 ,die ,nebelflecke -- das ,wort einmal fr das ,ganze gebraucht -- hatten ja doch verschiedene ,gestalt4 ,warum sollten nicht auch neben jenen spiralfrmigen ,weltnebeln tatschlich noch anders geformte existieren8 ,und warum sollte nicht gerade unser ,fixsternsystem anders gebaut sein8 ,wenn die ,milchstrae sich so hbsch auch aus einer ,linsengestalt mit gleichmiger ,sternverteilung erklren lie3 warum sollten wir nicht ,linsengestalt trotz so und so vieler spiraliger ,brder im ,all besitzen8 ,dieser neue ,schlu wre eine ,rettung1 -- aber eine uerst drftige1 wie man sieht4 ,die sichtbaren ,nebelwelten1 die frher ein ,glied der ,schlukette waren1 das erklrte1 sind jetzt ein ,ballast1 der selber mit ,mhe forterklrt werden mu4 ,aber es bedarf der ganzen ,spitzfindigkeit zum ,glck nicht4 ,denn ein allerletzter ,schleier reit3 und damit ist die ,situation klar4 ,denken wir uns doch noch auf einen ,augenblick in jenen wirklichen ,spiralnebel der ,andromeda so hinein1 wie wir es frher taten1 als wir ihn fr eine einheitliche ,sternenlinse hielten4 ,stellen wir uns beobachtende ,menschen vor auf einem ,weltkrper fast oder ganz im ,mittelpunkt4 ,wie wrden sie den ,himmel jetzt sehen8 ,sie befnden sich zunchst im ,mittelpunkt des inneren ,sternhaufens1 jener glnzenden ,mittelstelle im ,nebel4 ,nach allen ,seiten stnden ,sterne1 viele gro und nah1 und alle immerhin so1 da nirgendwo ein ,gedrnge nach ,milchstraenart entstnde1 da der ,sternhaufen vielleicht abgeplattet1 aber immer doch noch annhernd eine ,kugel wre4 ,aber in bestimmter ,ebene erschiene gleichwohl eine solche ,milchstrae als grter ,kreis rings um den ,himmel4 ,das wre nmlich jetzt das ganze ,spiralsystem1 dessen ,ringe sich so glatt hintereinanderlegten1 da sie von innen nur mehr als einziger ,reifen erschienen4 ,immerhin wrde eine gewisse ,ungleichheit in dieser ,milchstrae sich bemerkbar machen4 ,denn die ,spirale kommt ja doch an einer ,stelle aus dem ,zentralfixsternhaufen heraus und verluft an einer anderen ins ,weite4 ,eine ,seite der ,milchstrae wrde nher aussehen1 sich leichter noch in ,sterne auflsen lassen3 die1 wo die ,spirale sich von der ,mitte losringt1 -- eine andere umgekehrt verlre sich mehr in vllige ,milch4 ,und selbst das knnte recht wohl noch weit berboten werden durch einen zweiten ,umstand4 ,die ,spirale mit ihren ,windungen liegt in diesen ,nebeln anscheinend1 wie gesagt1 flach in einer und derselben ,ebene4 ,aber sie knnte fr den engeren ,anblick gleichwohl sehr gut wenigstens gewisse kleinere ,verschiebungen auch ber die ,horizontallage hinaus besitzen4 ,dann wrde die von ihr gebildete ,milchstrae einer solchen ,welt die ,spuren davon zeigen in ,gestalt von ,spalten1 von dunklen ,lcken4 ,stellenweise1 wo zwei ,spiralwindungen eben bereinander weg ragen1 wrde sie wie verdoppelt erscheinen4 ,man htte den ,eindruck nicht einer kompakten ,masse1 sondern eines in sich hchst verwickelten ,gebildes1 in das man in schrgster ,projektion hineinschaute4 ,findige ,astronomen dort wrden immerhin aus der ,summe dieser ,anzeichen auf eine ,spirale schlieen1 -- niemals aber wrden sie eine so gebaute ,milchstrae fr die rein optische ,wirkung einer einheitlichen ,sternenlinse im ,sinne ,kants halten knnen4 ,wie sollten in die hinein ,spalten geraten1 durch die man in den schwarzen ,weltraum blickt8 ,die ,flche der ,linse mte durchsetzt sein mit tiefen ,rhren und1 -- abgesehen von dieser ,verschiebung schon des ganzen ,bildes1 -- wie sollte man sich das im ,einzelnen ausdenken8 ,undenkbar6 ,kein ,mensch dort wrde zweifeln1 da er sich in einem ,spiralnebel befindet und da jeder ,augenaufschlag zur schnen ,milchstrae ihn in diese ,spirale tauchen lt44444 ,mein ,blick sucht die ,milchstrae selber wieder1 unsere ,milchstrae1 das alte liebe ,silberband4 ,im ,geist durchfliege ich sie ganz1 wie sie unsern ,nordhimmel der ,erde berwallt4 ,seltsam3 bin ich doch noch dort drben in der ,andromeda-,welt1 -- oder wirklich hier8 ,was ich eben beschrieben habe1 ist ja ,zug fr ,zug unsere ,milchstrae44444 ,sie ist es1 die hier nah1 scharf gerandet1 glnzend erscheint1 dort wolkenhaft bla1 als wolle sie verschweben4 ,sie ist es1 die dunkle ,stellen umschliet1 und die sich endlich auf eine weite ,strecke ganz gabelt1 in zwei ,arme auflst1 die breit voneinanderklaffen4 ,schon das schlichte ,auge sieht das1 -- einem ,kinde kann man es zeigen4 ,im ,fernrohr wird alles nur noch unendlich viel deutlicher4 ,in wolkenartigen ,klumpen schieben sich dort ihre ,teile voreinander1 -- dann reit aber gelegentlich das ganze ,gedrnge und der ,blick fllt jh in den schwarzen ,raum4 ,so lange ,kants ,idee durch die ,kpfe pilgerte1 so lange hatte der ,zweifel immer wieder gefragt1 was diese ,zeichen und ,wunder sollten4 ,aber leichtfig war die ,idee darber weggehpft4 ,zufllige ,nebenerscheinungen sollten es sein4 ,und so mu der ,gedankenflug in seiner ganzen ,schwere vom ,andromeda-,nebel selber zurckkommen mit dem ,bilde eines ,spiral-,systems1 um uns die ,augen endlich zu ffnen4 ,wir selber leben in einem ,spiralnebel des ,alls4 ,kant hat unrecht -- und hat recht4 ,recht hat er1 da unser ,system dem des ,andromeda-,nebels gleicht4 ,recht hat er1 da wir von dort etwas lernen knnen ber uns4 ,unrecht aber hat er im ,vergleichungspunkt1 unrecht in dem1 was wir lernen sollten4 ,hier wie dort ist keine ,linse1 sondern ein kugeliger ,zentralhaufen von ,fixsternen1 den eine ungeheure ,spirale aus ,millionen ,fixsternsonnen umwindet4 ,und unsere ,schau in die ,milchstrae ist der ,blick auf unsere ,spirale4 ,wo die ,milchstrae sich teilt1 klaffen die ,reifen der ,spirale voneinander4 ,ein in seiner ,gre fast grausiges ,bild4 ,diese ,spirale1 in der sich ein ,sonnenstrom1 ein ,strom von ,sonnen ergiet1 wird nicht ruhen4 ,wir wissen es ja3 alles fliet4 ,unsere ,sonne selber wandert1 vom ,orion fort1 auf die ,sterne des ,herkules zu1 dorthin1 wo die ,sterne sich auseinanderlsen wie die ,pappeln einer ,allee vor dem ,pilger4 ,auch in jenen ,wirbeln wird eine ungeheure ,bewegung sein1 ein unablssiges ,dahinziehen der ,fixsterne wie das ,strmen der ,rauchpartikelchen in dem blauen ,wirbel einer ,zigarre4 ,schwindelnder ,traum44444 ,auf meiner einsamen ,gebirgswanderung1 das flimmernde ,silberband ber mir1 wollte eine dumpfe ,angst mich berkommen4 ,die ,angst des ,menschen1 ber dem das ,all zusammenstrzt4 ,aber ein friedlicher ,gedanke trat zwischen die aufgeregten ,geister meines ,hirns4 ,was siehst du dort8 ,im ,grunde ja nur dich4 ,im ,grunde ist diese ungeheuerliche ,himmelsspirale mit all ihren ,sonnen nur ein ferner1 schner ,abschlureifen in deiner eigenen ,individualitt4 ,du umgreifst alle diese ,welten1 du mit deinem ,ich4 ,warum bangt dir vor dir selbst8 ,dein ,gedanke hat diesen ,spiralnebel erobert4 ,er wird noch mehr ,welten finden4 ,und er wird nicht ruhen1 bis das alles wieder eine feste moralische ,leiter ist in dir selbst1 wie es einst die ,himmels- und ,hllenwelt des ,dante war4 ,vielleicht ist gerade die ,spiralgestalt dieser ,milchstrae eine feine ,brcke dazu4 ,zu dir1 wenn du selbst ein ,schaffender wirst1 kehrt sie wieder -- als ,schnheitslinie4 ,du grbst einen alten ,grabhgel auf1 aus vorhistorischer ,zeit4 ,goldschmuck kommt zu ,tage4 ,und schon dort ist die ,spirale ,kunst-,ornament4 ,als goldene ,ringelschlange lag sie vor ,jahrtausenden schon um den nackten ,arm eines schnen ,mdchens4 ,der ,mann1 der es liebte1 suchte eine sthetische ,form1 die ,naturschne dieses ,armes noch zu erhhen4 ,er schuf4 ,ein anderes naturschnes ,gebilde nahm er3 ,gold4 ,und dem gab er eine ,kunstform3 die ,spirale eines ,armreifs4 ,dem ,menschenauge war das wohlgefllig4 ,es glitt angenehm ber diese ,schlangenlinie hin1 die sich wohl um sich selbst wand1 rhythmisch sich selbst wieder zustrebte und sich doch dann wieder lste zu hherer1 weiter ausgreifender1 im ,unendlichen verklingender ,harmonie1 anstatt sich selber in den ,schwanz zu beien und so der platten ,wiederkehr zu verfallen4 ,das ,menschenauge mit seinem ,sinnen und mit seiner ,sehnsucht ist das gleiche geblieben bis heute4 ,lege deiner ,liebsten diese ,spirale1 diese jahrtausendalte ,goldspirale um den weien ,arm und sie jubelt3 ,wie schn6 ,der ,goldschmied von heute1 der den ,geschmack seiner ,leute kennt1 nimmt sie dir aus der ,hand und benutzt sie als neues ,modell4 ,warum das alles8 ,zu solcher einsamen ,gebirgsnacht1 wenn der ,hirsch schreit und die ,sternenkrone zum ,greifen ber dir schwebt1 hat man ,trume44444 ,rbezahl1 der ,naturgeist1 denkt mit4 ,warum diese ,gleichartigkeit der ,linien1 der ,erfindung1 des ,schaffens1 in dieser ungeheuren ,natur1 -- vom ,andromeda-,nebel bis zum prhistorischen ,goldreif1 von der ,milchstrae bis zu mir8 ,ein ,narr fragt viel4 ,aber aus ,narrenfragen sind ,weltanschauungen erstanden1 ,gebilde des menschlichen ,gedankens1 riesiger noch als ,nebelflecke und ,milchstraen1 denn diese alle sind mit darin4 ,jede dieser ,weltanschauungen begann mit irgend einer dummen ,frage und hat an einer solchen ,frage auch wieder den ,endpunkt gehabt1 wo die ,spirale der ,ideen-,entwickelung sich von ihr abbog1 hheren ,sternen und ,ideen zu4 ,wer in dieses ,geheimnis drnge1 warum menschliche ,kunstformen und fernste ,gebilde des ,alls auf dieselbe ,figur1 dieselbe ,schaffensform hinauslaufen1 der wre ein solcher ,frager fr uns4 ,die ,entstehung der deutschen ,landschaft4 ,trumereien auf einer ,eisenbahnfahrt4 ,mir war in diesem ,frhjahr eine lange ,fahrt ber deutsche ,erde beschieden3 von den ,marschwiesen ,worpswedes bei ,bremen fast ohne ,unterbrechung bis ins schlesische ,riesengebirge4 ,die ,eisenbahn wird so oft gescholten1 weil sie eine ,generation ohne ,naturfreude erziehen helfe4 ,ich danke ihr umgekehrt etwas1 was frhere ,zeiten unbedingt nicht so besessen haben3 die ,mglichkeit vergleichenden ,landschaftsstudiums4 ,wie ber eine wunderbar belebte ,karte1 die doch dabei das ,umfassende einer wirklichen ,karte bewahrt1 fliegt der ,blick4 ,auf solcher ,fahrt lernt man nicht ,landschaft in ,deutschland kennen1 sondern deutsche ,landschaft4 ,und der ,gedanke whlt sich ein in diesen ,begriff1 whrend das ,auge den ,totaleindruck erlebt4 ,in diesem ,auge hing noch das ,gold der fett und na blhenden ,caltha-palustris-,felder der ,marschen1 ein endloser gelber ,teppich bis zum ,horizont1 ber dem eine bluliche ,hgelwelle eben vorragt4 ,dieser ,hgel ist in ,wahrheit schon eine ,dne4 ,unter dem ,schilfkranz hier1 in dem der ,wind unter dem blablauen1 wolkenbefederten ,wasserhimmel singt1 rauscht zu ,zeiten der murmelnde ,spiegel hher1 denn die ,flut des ,ozeans spielt schon hinein4 ,zwischen die ,lerchen des ,landes1 die ,kiebitze und ,strche des ,binnensumpfs mischen sich ,seeschwalben und lustige ,kampfschnepfen4 ,aber dazu jetzt in schneller ,wandeldekoration die braune ,lneburger ,heide1 drre ,erika1 rote ,bauernhfe zwischen lichtgrnen ,birkenalleen3 die trockene ,sand- und ,birkenebene ,osteuropas tief einschneidend ins deutsche ,land4 ,und wieder die dichten1 dunkeln ,waldungen der ,mark1 auf roten ,sulen wie eine endlose graue ,wolkenbank die ,nadelkronen der ,kiefern4 ,und abermals de1 ganz de1 ganz platte ,ebene mit ,birken1 bis die blaue1 noch leicht beschneite ,silhouette der ,rbezahlberge die ,landesgrenze gegen den ,himmel schreibt und mit der ,erhebung des ,bodens auf einmal in schwarzer ,pracht die ,fichte da ist4 ,die ,bahn steigt1 und der schwere1 zottige ,fichtenpelz kriecht mit ihr den ,hang empor4 ,bis fr beide der rauhe ,urgebirgsfels zu steil wird4 ,noch einmal triumphiert die ,kiefer1 aber in ihrer ,zwergform1 die auf gebeugtem ,rcken als ,krummholz8 dem ungeheuren ,winterschnee ,trotz zu bieten wagt4 ,hier liegt die deutsche ,ebene schon unabsehbar zu ,fen wirklich wie eine grell kolorierte ,karte4 ,am ,krummholzhang der ,schneegrube aber blht im ,hochsommer ein seltsames rosenrotes ,glckchen1 das lieblich nach ,vanille duftet4 ,das malt am deutlichsten1 wo wir sind4 ,der ,sdrand der deutschen ,landschaft hat durch vertikales ,ansteigen noch einmal ,nordlandscharakter erreicht1 strker sogar1 als ihn der meerbesplte ,nordrand selber besitzt4 ,dieses ,pflnzlein ist die ,linnaea borealis1 das eigene ,patenkind des groen ,linn bei seiner riesigen ,massentaufe des ,lebendigen auf ,erden und insofern ein bevorzugtes ,wesen in dieser ganzen ,flle fr immer4 ,der ,name des ,meisters von ,upsala weist aber auch schon den ,weg3 erst in ,skandinavien findet die ,linna sich wieder1 noch weit nrdlich von ,worpswede4 ,es braucht nicht mehr als diese ,fahrt1 um alle ,bilder in der ,seele wach werden zu lassen vom geschichtlichen ,werden dieser ,landschaft4 ,wer seine deutsche ,erde liebt1 fr den gibt es nicht leicht einen rhrenderen ,moment in der ,geschichte1 als das erste ,auftauchen deutscher ,landschaft in den ,augen von ,menschen1 deren ,entwickelung reif war1 einen ,landschaftscharakter als solchen reflektierend zu erfassen4 ,ein ,zufall warf dem ,rmer dieses ,los zu4 ,bei ihm erscheint das ,urbild1 das lange1 bis ganz nahe an unsere ,gegenwart heran1 jede historische ,betrachtung unserer ,landschaft als ,ausgangspunkt beherrscht hat1 hinter dem man berhaupt nichts mehr wute4 ,vom ,rhein her kommt der ,rmer mit seinen goldenen ,adlern und seinem stolzen ,weltgefhl des absoluten ,kulturtrgers4 ,er stt auf eine starre ,mauer von ,wald4 ,die ,berge liegen begraben in diesem unwegsamen ,forst4 ,im ,tal lauert ,moorboden1 ber den erst hlzerne ,stege mhsam gelegt werden mssen4 ,wo aber dieser lebendige ,wall und ,graben enden1 am ,meer1 da lastet auf der eisigen ,flut ewiger ,nebel1 eine ,tartaruslandschaft4 ,armselige ,sanddnen mit wehendem ,hafer bilden den ,rand4 ,an sie speit die geheimnisvolle ,tiefe den goldschimmernden ,bernstein4 ,eine auffallend wenig bekannte ,stelle aus der ,naturgeschichte des ,plinius 7also aus dem ersten ,jahrhundert nach ,chr47 zeichnet das packend4 ,ein ,wunder8 bieten ihm diese deutschen ,wlder4 ,sie steigern die ,klte durch ihren ,schatten und sperren1 abstrzend1 die ,seen4 ,die ,ufer nehmen die ppigsten ,eichen ein4 ,unterwhlt sie die ,flut oder reien ,strme sie los1 so gehen in ihren ,wurzeln ganze ,inseln mit4 ,im ,gleichgewicht stehend mit dem ,takelwerk ihrer gewaltigen ,aeste1 segeln sie daher4 ,so haben sie oft unsere ,flotten geschreckt1 wenn sie wie mit ,absicht in der ,nacht gegen die verankerten ,schiffe trieben1 da es ein ,seegefecht fr diese gegen ,bume galt4 ,in ,jahrhunderten unberhrt1 wie mit der ,welt entstanden1 ragen die ,riesenstmme des herkynischen ,waldes1 das ,wunder aller ,wunder durch ihr fast unsterbliches ,los4 ,durch den ,druck der kmpfenden ,wurzeln wlben sich ,hgel auf4 ,oder die ,krmmungen brechen im ,zwist aus dem ,boden hervor und bilden bis zu den ,aesten hinauf ,torbogen1 da ,reitergeschwader hindurchpassieren knnen48 ,zu diesem ,wald nun die ,seekste1 bei den ,chaucern1 -- sagen wir heute1 den ,leuten von ,jever1 ,worpswede1 den ,halligen4 ,mit ungeheurem ,andrange81 erzhlt ,plinius1 rollt dort zweimal in vierundzwanzig ,stunden der ,ozean daher1 breitet sich ins ,unermeliche aus und bedeckt ein ewiges ,streitgebiet der ,natur1 von dem man nicht wei1 ist es noch ,festland1 noch ,meer4 ,hier haust das armselige ,volk1 auf ,hgeln oder mit der ,htte auf knstlichem ,gerst ber der hchsten ,flutlinie1 ,seefahrer1 wenn das ,wasser alles ringsum bedeckt1 ,schiffbrchige bei der ,ebbe1 ,jger hinter den ,fischen her1 die im ,umkreis der ,htten mit dem ,meere entweichen4 ,vieh zu halten und ,milch zu trinken1 wie die ,nachbarn1 ja auch nur ,jagd auf ,wild ist diesen ,leuten nicht vergnnt1 denn weit und breit wchst kein ,strauch4 ,aus ,seegras und ,sumpfbinse flechten sie ,fischnetze4 ,mit den ,hnden heben sie ,torf auf und trocknen ihn mehr am ,winde1 als an der ,sonne1 ihre ,speisen damit zu wrmen und die vom ,nord starrenden ,eingeweide4 ,ihr ,trank ist der ,regen1 in der ,grube vor dem ,hause gesammelt4 ,und doch3 wenn sie heute vom ,rmervolke berwunden wrden1 so sprchen diese ,stmme von ,sklaverei68 ,in diese ,landschaft dringt jetzt die ,kultur4 ,sie weckt ein ,volk von ,riesenkrften gleich jenen ,eichenwurzeln des ,plinius zu zweitausendjhrigem ,aufwrtsringen4 ,im ,sturm dieser zweitausend ,jahre ,kampf entsteht aus dem weltenalten ,walde und der unfruchtbaren ,fischerkste das1 was wir heute deutsche ,landschaft nennen1 in allen feineren ,zgen jetzt selbst ein ,werk der ,kultur4 ,das ist das hergebrachte ,geschichtsbild4 ,ich aber dachte1 whrend mein ,blick dem ,wechselbilde da drauen nachging vom ,nordseestrande bis zu den sudetischen ,grenzbergen1 wie viel fr unser ,erkennen hinzugekommen ist in den letzten fnfzig ,jahren4 ,zu zwei ,jahrtausenden ,jahrmillionen4 ,erst wir heute fangen an1 die deutsche ,landschaft durch und durch zu sehen1 nicht blo bis auf die ,wlder des ,tacitus und ,plinius4 ,wer mit dem ,auge des ,wissenden1 des ,naturwissenden heute in die ,dinge schaut1 dem vollzieht sich ein immer gewaltigeres ,wunder4 ,schicht um ,schicht erscheinen ihm die ,zeiten in ihnen1 die ,aeonen der groen1 planetengroen ,weltgeschichte1 -- nicht als ledern begrifflicher ,paragraph eines ,lehrbuchs1 sondern heute noch lebend in der greifbaren ,wirklichkeit4 ,im ,grunde1 so paradox es klingen mag3 es gibt gar keine ,vergangenheit4 ,alles1 was wir von ihr wissen1 ist ja heute noch da1 sonst wten wir es nicht4 ,nur um feine ,schleier handelt es sich1 die aufgedeckt1 die gesondert werden mssen4 ,jeder ,baum und ,quell und ,stein der deutschen ,landschaft ist durchsponnen bis ins ,mark von solchen ,schleiern4 ,das erste1 woran wir denken mssen bei unserer ,landschaft1 ist ihr ,grund4 ,das ,auge1 das dem folgt vom ,meer zum ,fels1 verliert zunchst den ,menschen1 ob ,rmer1 ob ,germanen1 ganz4 ,es sieht den uralten ,planeten ,erde schwebend im ,raum1 schwebend1 sich um und um rollend1 der ,sonne folgend1 wie wir ihn kennen seit ,kopernikus4 ,denken wir uns eine ,riesenhand1 die um diese harte ,kugel fingert1 wie wir einen ,block ,korallenkalk umgreifen4 ,was wre dem ,tastgefhl dieser ,hand unser ,deutschland8 ,die ,finger rhrten an seine ,vorsprnge1 etwa gegen den ,grat des ,riesengebirges1 oder den ,brocken1 oder den ,odenwald4 ,dazwischen ,vertiefungen1 ,lcken wie in einem morschen ,zahn4 ,bis endlich das ,ganze gegen die ,nord- und ,ostsee abstrzte in zwei wahre ,zahnlcken4 ,es lge eine ,wahrheit in diesem oberflchlichen ,gefhl4 ,diese deutsche ,erde1 auf der alle unsere ,herrlichkeit sich aufbaut1 ist als geologischer ,grund ein einziges groes ,trmmerfeld4 ,sie mu es sein4 ,denn sie gehrt so in urbestimmter ,schicksalsverknpfung einem weiteren1 umfassenderen ,ringe der ,weltentwickelung an als wir selbst4 ,es ist den meisten ,menschen heute noch ein fremder1 ein schwer falicher ,gedanke1 da der ,boden1 auf dem wir wandeln1 streben und hoffen1 als solcher das ,ergebnis ist eines gigantischen ,zusammensturzes4 ,und doch zielen alle neueren geologischen ,gedanken mehr oder minder dahin4 ,die ltere ,geologie1 wie sie noch in ,humboldts ,tagen herrschte1 sah in der gesamten ,erdenlandschaft etwas wie eine grne ,wiese mit ,maulwurfshaufen4 ,das ,niveau der ,wiese blieb selbst sich so gut wie ewig gleich4 ,aber von unten stieen geheime ,krfte mit furchtbarer ,gewalt ,berge auf4 ,wenn man von ,worpswede nach dem ,riesengebirge fuhr1 so fuhr man ganz allmhlich ins ,bereich der immer leistungsfhigeren ,maulwrfe1 bis endlich in der ,schneekoppe das norddeutsche ,meisterstck vor ,augen war4 ,heute hat die ,geologie berall ein unverkennbares ,streben1 genau umgekehrt1 von oben nach unten1 zu gehen4 ,sollen wir auch fr ihre ,vorstellung ein ,bild vom ,leben eines whlenden ,tieres nehmen1 so mte es nicht der hgelwerfende ,maulwurf1 sondern etwa das ,kaninchen sein4 ,es whlt ,rhren unter der grnen ,wiese und pltzlich bricht da und dort die ,flche ein4 ,lcher und ,hhlen entstehen1 in denen die mitabgestrzte ,grasdecke tief unten1 weit unter dem alten ,niveau1 fortgrnt1 whrend die stehengebliebenen ,teile wie ,pfeiler und ,berge darberragen4 ,das groe ,karnickel1 das diese ,arbeit im ,erdenleib besorgt hat1 war aller ,wahrscheinlichkeit nach der ,erdkern selbst4 ,wie alle freien ,krper im ,all1 wie die kolossale ,sonne selbst1 zog die ,erde sich im ,laufe ihrer unaufhaltsamen ,eigenentwickelung zusammen1 verdichtete sich4 ,und ihre oberflchlichen ,schichten sanken dabei nach wie der ,rockrmel ber einem abmagernden ,arm1 oder die ,haut eines schrumpfenden ,apfels4 ,eisenharte ,gesteinsbnke von so und so viel ,quadratmeilen ,ausdehnung sind ja gerade kein sehr williges ,material fr solchen ,abstieg4 ,im buchstblichen ,sinne ging die ,erdenrinde in die ,brche dabei4 ,hier sanken weite ,gebiete gutwillig ab und bildeten eine neue ,sohle tief unter dem alten ,stand4 ,dort blieb ein ,pfeiler alte ,rinde mit abgeknickten ,kanten trotzig stehen3 er war jetzt im ,verhltnis zu den ,stcken da unten ein hoher ,berg1 ohne sich tatschlich gerhrt zu haben4 ,anderswo freilich staute sich auch der ganze ,boden in seitlichem ,druck zu einer ,falte auf1 die mit dem ,kamm wirklich berghaft noch ber die alte ,normalhhe hinaus geriet4 ,im ganzen aber blieb auf alle ,flle der ,stieg nach unten als ,grundzug unverkennbar4 ,die ,ozeane muten sich1 selber mit ihren ,becken sinkend1 auf das neue ,ma einstellen1 wobei es in dem ,durcheinander nicht ohne ,ueberflutung zu tief gesunkener alter ,landteile abging4 ,zum ,ueberflu quoll noch aus ganz tiefen ,bruchspalten glhendes ,tiefengestein1 vom ,druck entlastet1 und warf jetzt selber noch wirkliche kleine ,maulwurfshaufen1 die nachmals zu ,basalthgeln erstarrten1 mitten im ,senkungsfeld4 ,in gewissen ,zgen ist es fr uns ja immer noch ein beraus geheimnisvolles ,ding um diese ,zusammenziehungen der ,erde4 ,sehr mglich ist1 da sie nach einem periodischen ,gesetz in der ,erdgeschichte sich vollzogen haben1 -- nicht ruckweise natrlich als wste ,katastrophen1 aber doch mit bestimmten ,perioden der ,steigerung und dann wieder anderen der ,ruhe4 ,vielleicht wird es noch einmal glcken1 in diesem ,rhythmus eine bedeutsam treibende ,macht zu erkennen auch fr die ,entwickelung der ,tiere und ,pflanzen4 ,sicherlich waren solche ,zeiten1 da das ganze ,erdniveau sank1 die alte ,ebene hier sich als ,niederung tief unten erst wiederfand1 dort als ,pfeiler stehenbleibend pltzlich ,gebirge war1 dort endlich gar als wolkenhoher ,faltenwulst noch hher aufquoll1 zwingendster ,anla neuer ,anpassungen1 sie werden auch das ,niveau des ,lebendigen1 die ,normalruhe der ,arten und ,gattungen in wilde ,schwankungen und ,flu gebracht haben4 ,jedenfalls aber ging aus jeder dieser ,schrumpfungen das rein geologische ,landschaftsbild als ein furchtbares ,zerstrungsfeld hervor1 eine ,wiese1 die die ,kaninchen glcklich um und umgestlpt hatten4 ,dann jedoch setzte ebenso folgerichtig ein neuer ,proze ein1 der sich mhte1 diese ,ungleichheit1 dieses ,trmmerhafte nach ,krften wieder abzustellen zu ,gunsten einer neuen ,glttung des ,grundes zu neuem ,normalniveau4 ,den eingesunkenen ,rindenteilen des schrumpfenden ,apfels war die ,atmosphre nachgesunken4 ,die stehengebliebenen alten ,horste und ,wlste stieen aus der dicksten ,luftschicht folgerichtig bei diesem ,nachsinken heraus1 deckten sich mit ,schnee und erlitten alle jene hbschen ,erlebnisse1 die wir ,erosion nennen1 zu deutsch ,ausnagung4 ,das nagende ,karnickel war jetzt ganz oben in ,gestalt von ,wasser1 das in ,gesteinsritzen gefror und den ,fels sprengte wie ,glas1 oder das als ,bach vom ,berg zum ,tal sprang1 die losgesprengten ,blcke mahlend und zerkleinernd1 bis sie endlich als atomisierte ,sandbarre tief unten in den tiefsten ,stellen des neuen ,niveaus1 nmlich in der ,meerestiefe lagen4 ,block um ,block kam so und endlich das ganze ,gebirge4 ,aber auch das ,tiefland kam1 bis das ,meer voll war4 ,dieser ,proze1 in ungezhlte ,jahrmillionen ausgedehnt1 htte schlielich immer wieder eine absolute grne ,normalwiese wirklich herstellen mssen1 die im ganzen allerdings mathematisch genau so und so viel ,meter unter der vorigen lag4 ,aber lange1 ehe es vllig dahingekommen ist1 war wohl jedesmal die innere ,periode des ,planeten lngst erfllt3 ein neues allgemeines ,absinken begann1 das abermals so und soviel ,meter tiefer das gleiche ,spiel von neuem beginnen hie4 ,begrndete ,anzeichen lehren uns1 da die letzte groe ,rutschpartie der ,erdrinde in die erste ,hlfte der sogenannten ,tertir-,zeit fllt4 ,damals haben die ,alpen sich gebildet als ein groer emporgestauter ,faltenwulst4 ,damals ist unser gesamtes deutsches ,gebiet annhernd wenigstens in das ,niveau gestrzt1 in dem es heute steht4 ,seit einer ,million mindestens von ,jahren 7es wird mehr sein7 hlt es sich notdrftig in der hier gegebenen ,balance bis jetzt4 ,das ,trmmerfeld dieser letzten ,senkungsfelder1 stehengebliebenen ,pfeiler und ,wlste ist es1 das das ,auge streift auf der ,fahrt von den ,marschen zum ,trmmerkegel aus ,glimmerschiefer der ,schneekoppe4 ,ganz ist auch das freilich lngst nicht mehr4 ,in die ,nordsee hinein dehnt sich das versandende ,wattenmeer4 ,das ist die mahnende ,station1 da der ,zeiger unserer ,tage im ,zeichen des wachsenden ,normalniveaus schon wieder steht3 die ,gebirge sind es1 die da unten ankommen1 das ,riesengebirge1 das aus seiner blauen ,wolkenhhe1 wo die ,linnaea borealis blht1 zur winzigen ,sanddne von ,worpswede abschmilzt1 zu den ,halligen1 wo der alte ,plinius das wunderbare zhe ,vlklein fand1 das lieber von der nivellierenden ,welle der ,erdgeschichte sich fressen lassen wollte1 als von der jungen ,kulturweisheit der sieben ,wolfshgel am ,tiberstrand4 ,bereits sind alle unsere deutschen ,gebirge nur mehr ,ruinen4 ,scholle um ,scholle bricht oben nieder1 reibt sich zu ,kieseln im ,flu1 endet als ,sand im ,meer4 ,ab und zu aber zuckt ein ,erdbeben durch den ,grund4 ,die ,phnomene kreuzen sich bereits4 ,dort der ,niedergang einer ,epoche1 wachsende ,annherung an einen neuen ,sieg einer spiegelblanken ,normalnivellierung1 die mit der wsten ,trmmersttte aufrumt1 -- hier das dumpfe ,deuten von der ,tiefe her4 ,das ,deuten1 das meldet3 alle jene ,mhe ist umsonst4 ,der ,kern wird von neuem schrumpfen1 die ,schale mu ber kurz oder lang abermals nach4 ,an dem ,tage kann die ,schneekoppe1 dreiviertel abrasiert durch die ,verwitterung1 wie sie vielleicht dann schon ist1 absinken bergetief zur neuen ,sohle1 -- der flache ,marschengrund bei ,worpswede aber kann stehen bleiben als zher ,pfeiler ber dem ungeheuren neuen ,abgrund ringsum und kann ,gebirge8 sein1 -- ,gebirge1 das jetzt das ,abstrmen des frostzersprengten1 wasserzermahlenen ,gesteins in ,jahrhunderttausenden langsam abtrgt in ,sanddnen und ,schlick eines ,wattenmeeres am alten ,schneekoppenfleck4 ,das war mein erstes ,zeitenbild1 das ich trumend hinter meiner ,landschaft sah4 ,ein unaufhaltsamer ,weltproze4 ,vergangenheit und ,zukunft zugleich1 schicksalsbestimmt durch das ,los eines ,planeten4 ,mein ,blick suchte unwillkrlich den blauen ,himmel ber der flachen ,birkenebene4 ,dort oben war sie einst gewesen1 die ,wlbung der alten ,erde1 auf der die ,farrnwlder gegrnt1 die ,iguanodon-,eidechsen sich getummelt hatten1 bergeshoch1 wolkenhoch ber dem heutigen ,plan4 ,ein tiefer ,schacht eigentlich war diese ,ebene1 hier und da nur berragt noch von einzelnen ,ruinen des alten ,grundes4 ,so mte es sein1 wenn wir heute unser ,reich auf dem ausgetrockneten ,boden etwa des atlantischen ,ozeans htten1 ,tausende von ,metern tief1 mit ungeheuren ,gebirgen ber uns1 die heute kaum als ,inselspitzchen1 als ,untiefe aus dem ,wasser kommen4 ,schwindelndes ,bild3 wir selber mit unserer deutschen ,erde sind zu ,zeiten ja solche ,ozeanssohle schon gewesen4 ,in der ,ostsee ragt der weie ,kreidefelsen von ,rgen1 ,kreide geht vielfltig unter die norddeutsche ,tiefebene hinein4 ,eine seichte ,mulde nur ist heute diese ganze ,ostsee1 ein ,teich gegen die ,weltmeere4 ,dennoch deckt ihre ,flut den ,rgener ,kreideblock nicht mehr zu1 er ragt darber fort1 von grnen ,buchen umkrnzt4 ,vor der ,eiszeit ist er sogar wahrscheinlich viel hher gewesen4 ,die ,eismassen1 die damals von ,schweden herberdrngten1 haben ihn schon gekpft1 zerrissen1 sein ,bruchmaterial weit verschleppt4 ,und doch ist diese ganze weie ,schreibkreide nichts als echter ,tiefseeschlamm4 ,ein ,pfeiler tiefsten ,ozeangrundes ragt hier noch in die ,lfte4 ,wir wissen heute1 wie die ,landschaft solchen ,ozeangrundes ausschaut4 ,eine ,wassersule lastet darauf von drei1 vier1 ja bis zu acht- und neuntausend ,metern1 ja von mehr als ,gaurisankarhhe4 ,erst jenseits dieser ,hhe kommt der ,wasserspiegel1 tauchen flache ,ksten ber ihm auf1 blaue ,bergketten ber den ,ksten4 ,finster ist es da unten1 lichtlose ,nacht4 ,keine ,pflanze grnt mehr1 nur tierische ,seelilien ragen1 die sich hier erhalten knnen mit ihrem glasartig gebrechlichen ,schaft1 da kein ,sturm mehr hier hinab whlt4 ,um sie kreisen gespenstische ,leuchtfische mit wahren ,scheinwerfern ber den ,augen und ,tintenfische1 um den ,leib illuminiert mit regenbogenbunten ,flmmchen4 ,von oben her1 aus der ganzen ,wassersule aber regnen fort und fort mikroskopische ,stubchen aus ,kalkmasse3 die toten ,gehuse winzigster ,urtierchen4 ,sie bauen1 zahllos in zahllosen ,jahren sich hufend1 den eigentlichen ,schlamm der ,tiefsee4 ,solche ,schlammbnke werden bergesdick und werden ,stein1 werden ,kreide4 ,trumend1 wahre ,vergangenheit noch einmal ertrumend1 sah ich groe ,gebiete deutscher ,landschaft verzaubert in solchen ,tiefseegrund4 ,die blaue ,luft da oben war eine ,wassersule von ,gaurisankarhhe4 ,und erst aus diesem ,ozean stiegen die ,lnder1 die ,gebirge von damals4 ,lnder mit himmelragenden ,gebirgen4 ,auch die seltsamen ,sandsteinwrfel der schsischen ,schweiz stammen aus jener ,kreidezeit4 ,doch ihr ,baustoff ist nicht ,tiefseeschlamm1 sondern ,sand4 ,sand von einer ,kste1 vielleicht von einem riesigen ,fludelta4 ,in diesem ,mississippi oder ,ganges der bhmischen ,grenze kam1 zu ,sand vermahlen1 irgend ein unbekanntes groes ,gebirge damals langsam meerwrts herab1 herab so wie heute der ,rhein die ,alpen nach ,holland schleppt4 ,es ist ein ruheloser1 ahasverischer ,gedanke1 diese ewig sich zusammenziehende1 sich verdichtende ,erdkugel1 deren ,haut ewig nach mu1 ewig sich sinkend und faltend dem verengten ,kern anschmiegen mu4 ,und auf diese ,haut gerade sind wir1 ist das ganze ,leben festgebannt4 ,eine ,ruhelosigkeit mehr zu den andern1 die uns die ,forschung allmhlich beschieden hat3 der ,umdrehung der ,kugel1 den ,schwankungen und ,drehungen der ,erdachse1 dem ,lauf um die ,sonne1 der ,fortbewegung mit dieser ,sonne auf das ,sternbild des ,herkules los4 ,mglich ist1 da an dieser innerlichsten1 individuellsten ,ttigkeit der ,erdkugel auch ,geheimnisse ihres ,klimawechsels hingen4 ,jede ,verdichtung mute naturgesetzlich in dem ganzen ,ball ,wrme erzeugen4 ,ist es doch heute wohl blo noch ihre ,verdichtungswrme1 die selbst der ,sonne im eisigen ,raum ihre ,glut konstant erhlt4 ,vollzog sich aber dieser ,verdichtungsvorgang bei der ,erde1 wie schon oben vermutet1 mit einem gewissen ,rhythmus1 mit langen ,pausen jetzt und dann wieder einer raschen ,steigerung1 so mochte das sehr wohl in fhlbaren ,wrmeschwankungen auch fr die ,rinde sich geltend machen4 ,vielleicht gipfelte jede ,verdichtungspause1 bei der die ,weltraumklte die ,innenwrme berbot1 in einer ,eiszeit fr die gemigten ,zonen1 whrend jede ,periode gesteigerter ,verdichtungsttigkeit das ,tropenklima weiter nach den ,polen trieb4 ,es stimmte dazu die neuere ,behauptung1 da ,eiszeiten die ,erde nicht blo einmal1 sondern periodisch durch alle lteren ,epochen hindurch betroffen haben4 ,es stimmte dazu das wrmere ,klima der lteren ,tertirzeit1 das bei uns in ,deutschland ,palmen gedeihen lie4 ,gerade damals fanden die letzten ganz groen ,niveauverschiebungen1 ,senkungen und ,faltungen ja statt1 die wir kennen1 also ,verdichtungsanzeichen4 ,die sogenannte groe ,eiszeit1 die zwischen jener heien und unruhigen ,zeit und unserer ,menschenberlieferung liegt1 bedeutete dann umgekehrt das letzte ,maximum einer ,ruhe- und also ,kltepause4 ,wir heute stnden bereits wieder jenseits dieses ,maximums1 immerhin noch der ,eiszeit nah1 aber schon hinter ihr4 ,und wie in ,erdbeben der ,grund schon jetzt gelegentlich wieder unter uns sich regt1 sich zerrt und spannt1 so mchte eines ,tages1 eines ,jahrtausends eine ganz langsame1 aber stetige ,wrmezufuhr auch von unten her sich wachsend wieder geltend machen1 die vielleicht den gefrorenen ,boden ,sibiriens wieder auftaut und die ,palmenmglichkeit nach ,thringen und ,sachsen zurckbringt4 ,doch mein ,bahnzug streifte das ,gebiet einer ,stadt4 ,schlote rauchten4 ,mich fate ein neues ,bild4 ,denken wir uns einen ,astronomen auf fremdem ,stern1 der unser deutsches ,land im ,fernrohr schaute4 ,vieles wrde er gewi leicht erkennen4 ,meer schiede sich vom ,festland4 ,schatten der ,gebirge zeichneten sich ein4 ,als bunte ,stickerei aus dunklem ,waldgrn1 hellem ,wiesengrn1 goldenem ,kornstand lge das ,flachland da4 ,aber ein ,gebild machte wohl am meisten ,kopfzerbrechen3 kleine ,bezirke hier und dort1 ber denen es wie eine dickere1 anders reflektierende ,luftschicht trotz wolkenfreier ,atmosphre lagerte4 ,jedesmal nmlich unter solcher ,schicht1 solchem ,flecken im farbigen ,tuche steckte eine unserer greren ,fabrikstdte1 und das zhe ,medium wre die ,qualmwolke der vereinten ,schornsteine4 ,wrden wir eine so faustdicke ,trbung etwa wie die edle ,schlotwolke ,berlin8 auf dem roten ,mars gewahren1 so drfte findige ,phantasie auf eine seltsame ,vegetation an dieser ,stelle raten1 die periodisch ab- und zunhme4 ,auf dem ,mars 7und von einigen ,astronomen sogar auf dem ,monde7 werden vernderliche ,schatten ja heute mit besonderer ,liebhaberei auf ,pflanzenwuchs gedeutet1 der bald verdorren1 bald wieder ,bltter treiben soll4 ,und doch3 so ganz schsse der ,gedanke gar nicht am ,ziel vorbei4 ,blo verwirrte er wieder einmal etwas ,vergangenheit und ,gegenwart4 ,mein ,blick aus dem ,wagen-,abteil streifte die ,silhouette einer solchen gerade aus vollen ,teufelsbacken heraufpaffenden ,stadt mit ,abendhintergrund4 ,gespenstisch wuchsen die einzelnen schwarzen ,schlote und ,rauchsulen vor dem blutroten ,himmel in eine gemeinsame dichte ,krone lastenden ,qualmes hinein4 ,und wie sie so scheinbar reglos vor der flammenden ,rte standen1 glichen sie dem ,schattenbilde ungeheurer ,pflanzen -- ,urwaldbumen1 jeder kerzengerade ,stamm von ,domturm-,hhe und oben die ,gigantenste zu unentwirrbarem ,laubdach verfilzt1 eine zweite1 dem ,himmel schon so viel nhere ,etage ber der ,ebene bildend4 ,und waren sie nicht wirklich noch einmal schemenhaft fr eine ,geisterstunde auferstanden1 die kolossalen ,farrnwlder der ,urwelt1 die zu ihren ,lebzeiten nie ein ,menschenfu betreten1 weil noch kein ,mensch damals bestand8 ,aus der zertrmmerten1 einsinkenden ,ruine der ,erdkruste holte dieser ,mensch heute den ltesten deutschen ,wald4 ,selbst zu ,stein geworden1 als ,steinkohle81 ruhte er dort seit ,jahrmillionen1 tief unter der ,sohle des heutigen ,lebens4 ,nun lste ihn die ,flamme und als ein ,heer von ,rauchbumen stieg er fr diese ,geisterstunde noch einmal empor4 ,trumend sah ich diese ,steinkohlenschlote gereiht ber ganz ,deutschland1 die ,kulturwlder berragend1 das ,bild der ,stdte bestimmend1 eine ,vegetation1 die abermals ,lnder1 ,erdteile umspann wie jene der wirklichen ,steinkohlen-,periode1 -- ein mystisches ,schattenbild der alten1 das den ganzen ,weg aber inzwischen durchmessen durch die menschliche ,technik und mit dieser in gewissem ,sinne quer durch den ,menschengeist selbst4 ,war es nicht ein ,schachtelhalm dort1 der groe ,schlot gerade vor der sinkenden ,rotglut der ,sonnenesse selber1 ein ,schachtelhalm von der ,hhe der ,klner ,domtrme8 ,und dort mit der pinienhaft auseinanderwachsenden ,krone ein imposanter ,farrnbaum oder einer jener rtselhaften ,siegelbume 7,sigillarien71 die in einem besenartigen ,schopf endeten8 ,und die ,sonne glhte diese ,rauchflora an1 wie sie1 dieselbe ,sonne1 einst in die feuchten ,sumpfwlder der echten ,schachtelhalm-,zeit ,deutschlands geglht hatte44444 ,meine ,phantasie folgte noch ihrem freien ,spiel1 da hatte der rastlos eilende ,zug schon die ,scene jh gendert4 ,er schnitt schon wieder in den wirklichen ,wald von heute ein4 ,die letzten roten ,kiefernstmme verglhten oben langsam wie erkaltende ,metallpfeiler eines ausgebrannten modernen ,warenhauses von ,eisenkonstruktion4 ,unten aber leuchtete ganz hart und starr in dieser ,abendstimmung das zackige ,bltterwerk des ,niederwaldes im ,hochwalde vor3 der ,farrnkruter4 ,in drei ,gefchern1 drei ,stufen baut sich besonders der mrkische ,wald ja so gern auf1 drei ,farbenunterschieden4 ,lichtgrnes oder je nachdem herbstlich rotgelbes ,farrnkraut unten2 dann hher der bluliche ,wachholder2 endlich die roten ,kiefernsulen4 ,auch in diesen ,stufen steckt ,geschichte4 ,und zwar ist die unterste dabei der ,rest des ltesten ,waldes3 der noch lebende degenerierte ,steinkohlen-,urwald selbst4 ,einfrmig1 wie diese heutige ,unterstufe1 mssen diese ,wlder kryptogamischer ,pflanzen damals unser ,vaterland berzogen haben1 aber in ,hochwald-,gre4 ,das war ihr ,entscheidendes1 diese ,gre4 ,das ,farrnkraut im ,verein mit dem heute noch niedriger kriechenden ,brlapp und dem formschnen ,schachtelhalm besa damals die ganzen drei ,stufen1 auch die oberste4 ,vllig geschwunden ist dieser wahre ,urwald im historischen ,sinne niemals bei uns1 er ist blo heruntergekommen4 ,ein kleiner ,bengel1 der heute den ,wald betritt1 fhlt sich stolz schon ,herr dieser ,farrnstufe4 ,mit ,zwergen bevlkert sie die ,mrchenpoesie1 greres htte nicht darin ,raum zum ,herbergen4 ,damals barg der ,farrn-,hochwald krokodilgroe ,panzeramphibien mit grotesken ,froschkpfen4 ,auch sie sind heute zum kleinen goldgefleckten ,molch herabgekommen1 den nur die ,sage noch einmal riesengro gelogen hatte1 der in ,wahrheit aber ber unseren kriechenden ,brlapp als schweres ,hindernis mhsam wegrutscht1 wie seine ,lindwurm-,ahnen der ,steinkohlenzeit ber gefallene ,urwaldriesen von ein paar ,metern ,stammdicke sich wlzten4 ,eine so gewaltige ,periode der ,erdgeschichte hat ein liliputisches ,ende bei uns genommen4 ,durchfliegt man tagelang deutsche ,landschaft immer wieder an diesem ,farrnteppich lang1 denkt man an die ungeheuren ,strecken ,moorland1 das von geselligen ,torfmoosen einfrmig besiedelt ist1 zhlt man die ,massen und ,massen der bunten ,pilze dazu1 hrt man den ,krten-,triller aus dem nassen ,bruch1 den ,froschgesang aus jedem ,dorfteich1 -- so empfindet man durchaus1 wie diese ,kryptogamen- und ,amphibien-,zeit ber die ,jahrmillionen hinweg unser deutsches ,landschaftsbild noch ganz energisch beherrscht in rumlichem ,bodenumfang1 in der ,flle der ,individuen4 ,aber immer auch fhlt man das ,herabsinken in eine ,art ,unterschicht unserer ,hauptlandschaft1 in ein ,zwergenreich1 zu dem selbst wir mittelgroen ,menschen nicht mehr empor1 sondern niederblicken3 ein ,froschmuseler und ,pilzmnnchen ist die ,steinkohlenzeit im ,mrchen unserer ,heimat geworden4 ,warum das8 ,lag es im ,klima oder in unbekannten ,gesetzen der ,lebensentwickelung8 ,das ,klima der alten ,riesenfarrnwlder ,europas ist heute eine ganz verzwickte ,frage der ,geologie geworden1 -- der eine sagt3 gluthei1 weil heute baumgroe ,farrn nur in den ,tropen wachsen1 -- der andere sagt3 ausgesprochen khl1 weil die ,steinkohle ,torfbildung zur ,voraussetzung hat und ,torfmoore nur in der gemigten ,zone vorkommen4 ,da kann man nun whlen4 ,eine solche schlichte ,frage wie ,klein und ,gro8 in der ,natur umschliet offenbar die tiefsten ,rtsel4 ,warum sind die ,insekten1 die es doch bis zum ,ameisengehirn gebracht haben1 seit jener ,steinkohlenzeit1 da sie schon lebhaft schwrmten1 bis heute immer ,liliputaner geblieben1 ohne ihr ,ma irgendwie zu ndern8 ,fragen6 ,in stolzer ,schne ragt die ,kiefer ber dem verkrppelten ,farrnkraut1 -- ohne ,antwort4 ,und doch verkrpert auch sie ein ,kapitel deutscher ,urwelt1 just das nchste nach der ,steinkohlen-,zeit4 ,wie sie heute noch da steht1 ist sie der ,sieg eines ,weltalters1 das im ganzen doch auch schon wieder seine ,jahrmillionen hinter uns zurck ist4 ,eines ,tages schwanden die ,farrnwlder auf dem deutschen ,boden4 ,die ,pflanzenentwickelung hatte einen ,ruck getan3 aus den ,kryptogamen1 aus dem ,brlapp waren ,nadelhlzer geworden4 ,ohne diesen ,ruck gbe es heute keine ,kiefern1 keine ,fichten und keinen ,wachholder1 die noch jetzt zur groen ,heeresfolge der ,nadelhlzer gehren4 ,es war die ,zeit der reptilischen ,ungeheuer1 der ,ichthyosaurier und anderen ,drachen vom ,eidechsentypus4 ,was von dieser ,bande im deutschen ,walde hauste1 das hauste jetzt durchweg im ,schatten von ,nadelhlzern4 ,die ,trias- und ,jura-,zeit ist es in ,wahrheit1 die als mittleres und oberes ,stockwerk in unserm ,kiefernforst da drauen die verkommene ,steinkohlen-,zeit der ,brlapp- und ,farrn-,schicht berragt4 ,als ,pflanze ist sie stattlich oben geblieben1 denn noch kann1 wer die deutsche ,landschaft im ,dampfwagen durchquert1 ernstlich zweifelhaft sein1 wer der echtere deutsche ,charakterbaum sei3 das ,nadelholz in ,kiefer1 ,fichte und ,tanne -- oder der ,laubbaum in ,eiche1 ,buche oder ,birke4 ,es ist in diesem ,falle ziemlich sicher1 da das ,nadelholz seinen zhen ,sieg ber so viel ,jahrmillionen diesmal wirklich seiner ,wetterfestigkeit verdankt1 seiner ,gabe1 auch ein rauhes ,klima zu ertragen4 ,vertraut als ,heimatbild allerersten ,ranges ist uns die ,fichte geworden1 wie sie mutig kleine ,lawinen von ,schnee trgt1 und gerade als ,weihnachtsbaum8 im ,winter ist sie unser tiefster ,gemtsbaum geworden4 ,nicht eigentliche ,polarpflanze ist ja auch dieses ,nadelholz4 ,dafr kann viel eher sein typischer ,begleiter bei uns1 die ,birke 7also ein echter ,laubbaum7 gelten4 ,und niemals auf der andern ,seite hat das ,nadelholz ganz auf die warmen ,lnder verzichtet3 schon den ,leuten des ,columbus fiel im tropischen ,mittelamerika wie ein ,wunder auf1 da gelegentlich ,palmen und ,tannen im gleichen ,walde nebeneinander wuchsen4 ,sein ,lieblingsklima aber ist und bleibt heute das gemigte bis zur nordischen ,baumgrenze hinauf1 und auf diese ,neigung hin ist es deutsch geblieben trotz aller ,wandlungen deutschen ,klimas4 ,ueber die klimatischen ,verhltnisse jener ,ichthyosaurus-,zeit1 da das ,nadelholz zuerst bei uns triumphierte1 ist ein sicheres ,urteil ebenfalls nicht zu fllen4 ,die ppige ,bevlkerung des ,landes mit ,reptilien spricht fr eine warme ,zeit1 denn nur in der molligen ,sonne durchwrmt sich das indifferente1 von innen her nicht geheizte ,blut der ,eidechse und ,schildkrte1 an dieser ,blutwrme hngt aber ihre ,regsamkeit1 ihre ,daseinsenergie4 ,mglich immerhin ist1 da die ursprngliche ,entstehungssttte des ganzen ,nadelholztypus mit seinem merkwrdig wetterharten ,bau auf ,gebirgen mit khlerem ,hhenklima gewesen ist4 ,lange vor der groen ,reptilienzeit und whrend unten berall die ,farrnwlder noch herrschten1 htte er dann da oben sich gebildet1 auf ,hhenrcken1 von denen lngst jede uere ,spur verloren ist4 ,denkbar ist auch1 da gegen ,ende der ,steinkohlenzeit ein allgemeines ,sinken der europischen ,temperatur vorbergehend eingetreten sei1 bei dem diese kltefeste ,gebirgsflora als die jetzt auch im ,tale beste ,anpassung sich vom ,gebirgsfue in die ganze ,ebene hinein als ,herrscherin ausdehnte4 ,als dann die ,wrme in die ,reptilienzeit hinein abermals stieg1 mte sie dem standgehalten haben4 ,in der noch spteren ,tertir-,zeit besteht kein ,zweifel1 da ,deutschland ein geradezu heies ,klima wirklich hatte1 prachtvolle ,fcherpalmen1 ,drachenbume und ,bananen grnten bei uns1 in denen ,affen kletterten und zu denen die ,giraffe ihren langen ,hals aufstreckte4 ,in deutschen ,braunkohlenlagern der mittleren ,tertir-,zeit ragen riesige ,stmme1 die das ,nadelholz in ,gestalt der schnen ,sumpfcypresse zeigen1 wie sie heute nur noch in ,amerika vorkommt4 ,bei ,gro-,reschen in der ,niederlausitz ist die bekannteste ,fundstelle1 dort stehen die ganzen ,stmpfe noch in der ,tiefe1 als sei eben erst ein tausendjhriger ,forst abgehackt worden4 ,auch unser ,bernstein ist nichts anderes als das versteinerte ,harz einer tertiren deutschen ,fichte1 -- wie unglaublich gro mssen aber diese ,nadelholzwlder damals gewesen sein1 wenn man der ,bernsteinmassen gedenkt1 die das ,meer seit ,plinius' ,tagen an die ,ksten treibt und die aus dieser ,kste gegraben werden4 ,dieser ,wrmeanpassung des ,weihnachtswaldes hat erst wieder die ,eiszeit ein ,ende gemacht4 ,als sie ganz ,norddeutschland unter ,grnlandeis warf1 mute dort wenigstens auch der ,fichtenwald fliehen4 ,als sie wich1 kam er aber erst recht zurck1 denn es kehrte ja fr ihn gerade die ,temperatur wieder1 die vielleicht sein ,ausgangspunkt war3 die gemigte4 ,und nur eins machte ihm vorbergehend noch einmal ,not1 -- doch davon gleich4 ,blieb so die ,flora der deutschen ,reptilien-,gro-,zeit in gewissem ,sinne durch ihre ,zhigkeit uns bis heute treu1 so ist das ,tiervolk von damals dafr um so grndlicher gesunken4 ,die elefantengroen1 hausgroen ,saurier sind verschwunden1 das traf aber ,deutschland nicht allein1 sondern die ganze ,erde4 ,nur in zwei urweltlich kolossalen ,gruppen ist diese ,hochblte der ,reptilien ja berhaupt lebend auf uns gekommen3 als ,krokodil und als ,riesenschildkrte4 ,beide waren ,deutschland noch in jener ,tertir-,zeit1 als es mit allen ,ichthyosauriern und ,iguanodons lngst alle war1 treu3 bei ,ulm krochen ,landschildkrten mit zolldicken ,panzerplatten1 zwischen ,mainz und ,darmstadt schwamm der ,alligator4 ,dann aber hat die ,eiszeit hier eine ,aufrumearbeit von unerbittlicher ,grndlichkeit besorgt4 ,im ganzen und auch fr die allerkleinsten ,formen hat sie unsere ,eidechsen-1 ,schlangen- und ,schildkrtenwelt auf einen ,nullpunkt gebracht 7ihr ,nullpunkt im ,klima wurde fr diese armen wechselwarmen ,sonnenkinder ja auch ,nullpunkt jeglicher ,blut- und ,lebenswrme71 von dem diese sich bis heute nicht eigentlich erholt hat4 ,das ,reptil als aufflliges ,charaktertier der ,landschaft existiert fr ganz ,deutschland nicht mehr4 ,wenn man ber die ,alpenmauer nach ,italien wandert1 so ist ein erstes charakteristisches ,anzeichen der zum ,mittelmeer sich wendenden italienischen ,landschaft das emsige ,geschwnzel der ,eidechslein auf jeder ,bruchsteinmauer4 ,es sind keine ,lindwurm-,saurier mehr1 aber man empfindet doch1 da man in einer ,gegend ist1 die wenigstens ihr kleines ,reptilvolk nie verloren hat4 ,ich bin persnlich 7vielleicht im ,gegensatz zu vielen ,lesern7 ein groer ,freund der ,eidechsen und empfinde einen sthetischen ,verlust der ,landschaft da1 wo sie sprlich werden4 ,radikal herausgewalzt aus unserer ,heimat durch die groe ,frostwalze der ,mammutzeit1 ist das ,reptilvolk erst in der folgenden wieder milderen ,epoche1 sozusagen innerhalb also schon unserer deutschen ,geschichte81 ganz langsam und hier und da von ,sden her wieder zu uns hereingekrochen4 ,an einer greren ,rckwanderung hat freilich die ,alpenmauer gehemmt4 ,wo eine solche ostwestliche ,barriere nicht bestand1 wie in ,nordamerika1 das zu groen ,teilen doch auch seine ,eiszeit durchgemacht hat1 ist der ,norden wieder ohne viel ,mhe reptilienreich geworden4 ,bei uns kann man noch jetzt ziemlich genau beobachten1 wie die groen sdnrdlichen ,flutler nicht blo den ,wanderungen der ,menschen1 sondern auch denen der ,schlangen und ,eidechsen noch am ehesten geholfen haben1 -- vor allem das ,rheintal1 an dem sich ,schritt fr ,schritt noch gegenwrtig fortbestehende ,stationen der sdnrdlichen ,einwanderung von ,schlangen und ,eidechsen nachweisen lassen4 ,was sonst noch ,fremdartigeres im ,nadelwalde der ,saurierzeit bei uns ruberte1 ist so gut wie ganz verschollen4 ,der ,ur-,vogel ,archopteryx liegt nur noch im zierlichen ,stein-,abdruck vor4 ,selbst der famose ,ceratites nodosus hat uns fr immer verlassen und mit uns die ,welt berhaupt4 ,es war ein groer ,tintenfisch1 der in einer hbschen gedrehten ,schale sa wie heute der ,nautilus auf ,amboina4 ,er lebte im ,meer1 und ,meer mute die deutsche ,scholle decken1 wenn er hinkommen und seine ,gehuse auf ihr ablagern sollte4 ,aber es ist drollig1 wie dieser alte ,krake sich dabei mit der aufflligsten ,konsequenz wirklich immer nur auf solchem ,boden gehalten hat1 der spter einmal deutsch werden sollte1 -- mit ,ausnahme eines ganz kleinen ,streifchens ,frankreich1 von dem er jedenfalls annahm1 es wrde noch einmal annektiert werden4 ,auf diesem ,deutschboden vermehrte er sich mit ,glck in wahrhaft biblischer ,weise und hinterlie ungeheuerliche ,schalenmassen1 -- sonst bekam ihn kein ,erdenfleck zu sehen4 ,schon ,leopold von ,buch hat den guten ,witz von ihm gemacht1 da er um seiner prophetischen ,treue willen verdiene1 ins deutsche ,wappen aufgenommen zu werden4 ,durch das offene ,fenster meines ,coups trumte ich in die milde ,frhlingsnacht hinein von ,primeln und ,anemonen in den dunklen ,wiesengrnden4 ,dann stieg der ,mond hher und tauchte die ,zweige am ,bahndamm in ein ,silberlicht1 als ginge die ,fahrt durch eitel blhende ,kirschbume4 ,wunderliche ,vorstellung1 da unsere ,landschaft einmal keine ,blumen hatte6 ,die ,primelwiese1 der ,veilchengrund1 die rote ,heide und der goldene ,caltha-palustris-,sumpf1 ,dornrschen und der ,lenzschnee der sddeutschen ,obstgrten3 sie alle sind eine spte1 eine verhltnismig junge ,erfindung der ,natur1 gegen die das ,farrnkraut und die ,kiefer ehrwrdige ,patriarchen sind4 ,abermals ist es eine hhere geologische ,schicht1 die durch dieses bunte ,bltenparadies der deutschen ,landschaft schneidet4 ,sie geht nur mehr bis auf die zweite ,hlfte der sogenannten ,kreide-,zeit zurck4 ,weite ,gebiete ,deutschlands waren damals ,tiefsee4 ,aber aus dem ,ozean hoben sich gegen ,schlesien und ,bhmen zu ,lnder mit reichem ,waldstand4 ,und wieder hatte in diesem ,waldstand sich ein ,ruck vollzogen4 ,da war zuerst aus dem ,nadelholz ein ,laubbaum geworden4 ,die ,palme1 die ,magnolie war erfunden8 worden1 und -- uns fr heute interessanter -- die ,eiche1 die ,buche1 die ,kirsche4 ,neben die ,nadel stellte sich das grne ,blatt1 doch ein anderes als das ehemalige des ,farrnkrauts1 das ,eichenblatt und ,haselnublatt1 das ,blatt des echten ,laubbaumes4 ,in jenem ,bericht des ,plinius erscheinen die deutschen ,urwald-,eichen wie die ,trhter der ,ewigkeit am ersten ,schpfungstage in die ,welt gestellt und nun ewig fortgrnend4 ,auf einer ,esche1 also ebenfalls einem ,laubbaume1 ruhte dem alten ,deutschen selber die ,welt4 ,der ,blick aber des ,geologen sucht in der grten ,eiche und ,esche doch immer nur das ,kind1 die ,jugend dieser ,landschaft1 neben dem der blaugraue ,nadel-,wacholder ein ,greis und gar ,brlapp und ,farrnkraut gespenstische ,urahnen sind4 ,aber wiederum die ,eiche selbst und der ,haselstrauch in ihrem ,schatten sind alt gegen das ,maiglckchen1 das verborgen im ,schatten dieses ,haselstrauches blht4 ,das ,maiglckchen und die ,dornrose und der weie ,flieder1 so viel alter romantischer ,zauber sie nun wieder umspinnen mag1 sind erst recht ganz die ,jungen und die ,neuen in dieser geologischen ,schichtung unserer ,landesvegetation4 ,eine ,liebesgeschichte mischt sich hier ein4 ,der ,haselbusch macht es noch genau so wie die ,kiefer3 er streut seinen goldenen ,bltenstaub vom ,ktzchen dem ,wind in die ,arme und lt ihn so zur weiblichen ,blte tragen4 ,so hatten es die ersten ,laubbume der ,kreidezeit alle noch gelernt4 ,aber diese ,kreidezeit war lang1 endlos lang4 ,und so glckte noch in ihr vor ,schlu eine zweite1 fr das ,landschaftsbild reichlich ebenso wichtige ,erfindung8 wie die des grnen ,laub-,blattes4 ,frh mit dem ,farrnblatt in der ,steinkohlen-,zeit waren die ,insekten entstanden4 ,whrend die ,saurier zu ,goliaths wuchsen1 blieben sie immer relativ klein1 aber dafr wurden sie beweglich1 klug wie keine zweite ,tiergruppe der ,urwelt4 ,an diese ,insekten pate sich die ,pflanze an4 ,sie bepuderte die ,fliege1 die ,biene mit ihrem ,lebensstaub und lie ihn so zur weiblichen ,blte tragen4 ,das war unvergleichlich viel sicherer als die ,fahrt auf gut ,glck mit dem ,winde4 ,um das ,insekt zu locken1 wurde das stubende ,ktzchen1 das unscheinbare weibliche ,bltlein zur ,blume81 zum bunten1 aufflligen ,gebilde1 das ber seinen ,honig ein weithin prangendes ,wirtshausschild hing1 bald blau1 bald rot1 bald in sinnreichster ,reklame-,verbindung verschiedener ,farben4 ,die ,bltter hatten nach uraltem ,pflanzenbrauch die grne ,farbe mitbernommen1 -- so machte es die ,blume1 um sich dagegen von fern schon dem ,insekt kenntlich zu machen1 ausgesucht in mglichst anderen ,farben1 als da sind ,feuerlilien-,rot1 ,vergimeinnicht-,blau1 ,kirschen-,wei und ,lwenzahn-,gelb4 ,aus diesem ,wettbewerb um immer wirksamere ,reklameschilder des ,insekten-,wirtshauses mit dem ,hintergedanken eines ,briefstellers fr ,liebende erwuchs der herrliche ,blutteppich der ,heide81 der ,erika1 in dem ,westfalen glht1 -- es erwuchs der tiefblaue ,kristallbecher des ,enzians am ,riesengebirge1 das ,caltha-,gold von ,worpswede und das liebliche ,gewebe blauer ,anemonen und gelber ,primeln an den ,jura-,hngen der schwbischen ,alb1 unter deren ,hut der ,ichthyosaurus schlft4 ,das alles1 wie gesagt1 geschah noch im letzten ,kapitel jener tatenreichen ,kreidezeit4 ,als im ,tertir die ,bernsteinfichte ihre goldenen ,trnen weinte 7sie trumte damals noch nicht von der ,palme im ,sden1 denn die stand noch in prangender ,flle neben ihr1 eingewurzelt wie sie im deutschen ,lande71 da rann dieses ,harz schon um beide3 die ,fliege als ,liebespostillon und die ,blume als ,animierkneipe1 -- beide begegnen uns heute im ,bernstein1 zu dem das ,fichtenharz sich verhrtet hat4 ,einsam rasselte mein ,zug durch die ,nacht4 ,walpurgisschauer mochten durch den mondhellen ,wald ziehen4 ,die ,eulen riefen ihr altes ,wodanslied4 ,wodan und die ,eisenbahn1 -- mir war1 als strze der ,blick wieder durch ,aeonen vom ,aeltesten ins ,jngste ab4 ,und doch ist auch diese ,eule als ,vogel ganz oben erst im ,reigen4 ,den ,vogel1 das ,sugetier des heutigen ,deutschland hat uns erst eben jene ,zeit der weinenden ,bernstein-,fichte1 die ,tertir-,zeit1 geschenkt4 ,als der ,alligator noch in den ,smpfen bei ,mainz schwamm1 da fielen schon ,scharen echter ,enten dort auf dem ,wasserspiegel ein4 ,um dieselbe ,zeit war am heutigen ,hahnenberg bei ,nrdlingen im bayrischen ,schwaben ein ,brutplatz des ,pelikans4 ,lngst offenbar war der ,vogel vom eidechsenschwnzigen ,urgreif ,archopteryx damals also schlicht zu ,ente und ,pelikan geworden4 ,heute kann der ,pelikan selbst freilich nicht mehr als deutscher ,vogel gelten4 ,er verfliegt sich ab und zu noch einmal zu uns1 aber er brtet nirgendwo mehr4 ,der ,verwandtschaft nach vielleicht unser altertmlichster deutscher ,vogel1 den wir noch massenhaft haben 7z4,b4 als wahren ,nationalvogel auf dem ,mggelsee bei ,friedrichshagen7 ist der ,haubensteifu4 ,denn eng an diese ,taucher schliet sich ein geheimnisvolles ,wesen1 dessen ,knochenreste in ,nordamerika in ,gestein noch der ,kreidezeit gefunden worden sind1 der knigliche ,westvogel8 7,hesperornis regalis71 der1 ein ganz flgelloser ,haubensteifu von ,gestalt1 doch im ,schnabel noch eine ,rinne hat1 in der oben #bh und unten #ff echte ,zhne wurzelten -- eine ,eigenschaft1 die also noch deutlich an die ebenfalls bezahnte ,archopteryx erinnerte4 ,umgekehrt unser ltester noch lebender ,suger ist ziemlich sicher kein anderer als der ,igel4 ,die berhaupt urweltlichste ,sugetierform der ,erde ist das australische ,schnabeltier1 dessen sehr igelhnliche ,landsorte 7es gibt auch eine im ,wasser7 heute im ,herzen ,deutschlands nur in einem lustigen ,prchen des ,berliner ,zoologischen ,gartens lebt4 ,dieses ,schnabeltier legt noch ,eier wie die ,eidechse1 von der es 7in allerdings noch sehr dunklem ,zusammenhang7 zwischen dem ,ende der ,steinkohlenzeit und der ,blte der ,riesenreptile irgendwann und irgendwo entsprungen sein mu4 ,die nchst hhere ,stufe war dann das ,beuteltier4 ,in der ganzen ,ichthyosaurus-,epoche war das ,beuteltier das ,charaktersugetier ,europas1 also ziemlich sicher auch ,deutschlands2 die beweisendsten ,knochenfunde sind zufllig in ,england gemacht worden1 das aber durchaus mit dem ,kontinente sonst bereinstimmte4 ,nach heutigem ,ma mu es der ,landschaft einen australischen ,charakter verliehen haben4 ,noch in der ,tertirzeit hatten wir die echte ,beutelratte1 das heutige ,opossum der ,nordamerikaner1 in ,weisenau bei ,mainz und in ,eckingen bei ,ulm4 ,mglicherweise haben dem letzten deutschen ,beutler auch erst die ,vorwehen der ,eiszeit den ,garaus gemacht4 ,im heutigen deutschen ,klima wrde allerdings ein ,grund auf keinen ,fall stecken1 da wir nicht ,knguruhs in der deutschen ,heide haben sollten so gut wie ,kaninchen4 ,zweimal ist nmlich in den letzten ,jahrzehnten versucht worden1 an dieser ,stelle durch ,menschenkunst das ,rdlein der ,dinge noch einmal rckwrts zu drehen und dieses ,stck ,urwelt bei uns leibhaftig wieder auferstehen zu lassen4 ,zuerst hat #ahhg der ,freiherr von ,bselager auf ,heimerzheim im ,rheinland ,knguruhs frei in seinen ,wald gesetzt1 und sie sind sofort wirklich wild8 geworden wie die ,hasen1 ohne sich durch den nordischen ,winter irgendwie anfechten zu lassen4 ,in noch grerem ,stil ist das dann seit #ahhi dem ,grafen ,witzleben im ,buschwalde von ,altdbern in der ,niederlausitz geglckt4 ,die ,knguruhs haben sich dort nicht nur regelrecht als freies ,jagdtier eingebrgert und fortgepflanzt1 sondern sie haben sich auch mit dem brigen echtdeutschen ,wild aufs beste vertragen4 ,witzleben preist die ,schmackhaftigkeit des ,wildprets und besonders die ,suppe aus ,knguruh-,schwanz4 ,wie die ,dinge liegen1 wrde solche ,verpflanzung brigens mehr sein als ein bichen menschliches ,hineinpfuschen in den ,lauf der ,erdgeschichte nach rckwrts4 ,das ,knguruh1 eine der possierlichsten1 malerisch merkwrdigsten ,tiergestalten der ,erde1 knnte nur so berhaupt auf unsere ,enkel gerettet werden1 da es in ,australien selbst hoffnungslos der ,ausrottung verfllt1 ja in groen ,gebieten schon verfallen ist4 ,als dritte ,sugergruppe haben nun offenbar ganz frh schon unter die ,schnabler und ,beutler der ,saurierzeit sich die sogenannten ,insektenfresser8 gemischt4 ,drei von denen sind uns treu geblieben3 der ,igel1 der ,maulwurf und die ,spitzmaus4 ,den ,igel kennzeichnet sein altertmliches1 schnabeltierhaftes ,stachelkleid als die urweltlichste ,form4 ,sehr wahrscheinlich gehrt auch die ,fledermaus noch eng hierher4 ,ganz frh1 fast an der ,wende noch der ,saurierepoche zur ,tertirzeit1 drei ,millionen ,jahre mindestens vor der ,eiszeit1 tritt sie vllig unvermittelt fix und fertig auf1 recht ein ,rtseltier1 dessen ,ableitung von den ,ur-,sugetieren noch vllig dunkel ist4 ,ihre fruchtfressenden tropischen ,verwandten1 die sogenannten ,fliegenden ,hunde81 sind mglicherweise sogar noch viel lter4 ,so spiegelt sich in diesen ganz ,harmlosen1 ,stillen1 ,verkannten und in ihrer ,insektenjagd doch so ,ntzlichen unserer ,landschaft wieder eine weit tiefere ,schicht ,urwelt als etwa im groen ,hirsch oder im ,pferde und vollends als im ,menschen1 den heute die tosende ,eisenbahn durch die rote ,heide und den stillen ,hochwald fhrt4 ,sie raste in die ,mondnacht hinein1 meine ,bahn4 ,gespenstisch fahl ragten jetzt die jungen ,birken aus der ,ebene drauen1 -- ich trumte weiter4 ,auf der ,schwelle der ,erdperiode1 der wir angehren1 ringen drei ,gewalten um die deutsche ,landschaft4 ,wenn die ,sagen der deutschen ,stmme so weit zurckgingen1 mten sie als drei ,riesen darin erscheinen1 mit einer ungeheuren ,axt1 einer ,schaufel1 einer ,keule in der ,hand4 ,der eine rollt ,eisblcke4 ,der andere pustet ,sand4 ,der dritte huft ,urwaldstmme4 ,lange ,jahrtausende ist die deutsche ,erde in ihre ,faust gegeben4 ,zwar den ,grund des ,gesteins1 den lngst gefestigten ,stamm des ,gebirges mssen sie stehen lassen4 ,aber die ,oberflche drfen sie verwandeln1 verwsten1 neu bauen nach ihrer ,lust4 ,ein ,faustschlag des einen -- und die ,zinnen ,skandinaviens zerbrechen zu ,scherben und diese ,scherben rollen ber ganz ,norddeutschland4 ,wie ein ,grtner ,wasseradern durch seine ,wiese zieht1 so drngt er ganze ,stromsysteme vor sich auf1 windet ,strme ineinander1 schiebt ihre gestauten ,wasser stufenweise hin und her4 ,was der eine nackt gerodet1 berzieht der andere mit ,wald4 ,auf den ,wald aber strzt jener den ,sandsturm der ,steppe4 ,und doch geht aus dem ,todeskampf dieser ringenden ,elementargeister zuletzt1 wie so oft im ,mrchen1 ein ,segensreiches hervor3 eine ,erde1 die zwar lngst kein ,paradies mehr ist mit ,bananen und ,brotfruchtbumen1 deren ,boden aber jederzeit sich als ,schatz heben lt fr die strenge ,kulturarbeit2 der fruchtbare ,kornboden ,deutschlands geht daraus hervor4 ,tundra1 ,gras-,steppe und ,sumpfwald lassen die drei ,riesen sich botanisch benennen4 ,geologisch knpft die ,tundra an die ,eiszeit an4 ,die ,gras-,steppe an den eigentmlichen ,lehm weiter deutscher ,gebiete1 den sogenannten ,l4 ,der ,sumpfwald endlich an eine ,zwischen- und ,nachstufe beider mit feuchtem ,klima ohne ,vergletscherung1 aber auch ohne ,wstenglut4 ,es ist die groe ,errungenschaft der letzten fnfzig ,jahre1 da wir auch diese drei ,gestalter unseres ,landes jetzt wenigstens alle drei als historische ,figuren kennen1 -- als die letzten ,naturriesen1 die an unserer ,heimat gebaut haben1 ehe der deutsche ,mensch selber das ,heft in die ,hand nahm und den ,landschaftscharakter in den ,grenzen seines ,knnens nach dem ,bilde seiner ,sehnsucht modelte4 ,wer ihr ,antlitz nicht auch noch durchleuchten sieht1 der versteht nichts vom feinen ,gewebe heutiger deutscher ,landschaft trotz aller ,kenntnis vom ,heraufgang dieser nachfolgenden ,menschenkultur4 ,geheimnisvoll verschleiert sich nur auch unserm geologisch vorgeschrittenen ,schauen das zeitliche ,verwandtschaftsverhltnis jener drei ,ur-,bauer und ,ur-,verwster diesseits der paradiesischen ,tertir-,zeit4 ,wer war der ,vater1 der ,sohn1 der ,enkel8 ,oder waren sie zu ihrer ,zeit gleichaltrige ,brder1 die nur um die ,oberherrschaft stritten8 ,der noch urweltlich riesige1 feuchte1 mit ,moorgrund abwechselnde1 mangels jeder ,forstkultur unwegsame deutsche ,stammwald mit stofflich hnlicher ,zusammensetzung wie heute3 das ist das vertrauteste1 das plausibelste ,bild zunchst von den dreien4 ,so fing ja die deutsche ,landschaft bei ,plinius geschichtlich im ,sinne von ,kulturberlieferung an4 ,rckwrts haben wir gesehen1 wie in solchem ,urwalde die ,farrn-,flora sank1 wie die ,nadelhlzer ihn in ,ichthyosaurus-,tagen eroberten1 wie zwischen das ,nadelholz sich dann ,laubbume mischten4 ,diese deutschen ,laubbume waren in der heien ,tertirzeit noch ,eichen und ,palmen4 ,von jenen ,plinius-,tagen herauf bis zu uns gestattet das deutsche ,klima keinen ,palmenwuchs mehr4 ,wir haben ,anzeichen1 da dieses ,klima-,sinken noch gegen ,ende der ,tertir-,zeit selber eintrat4 ,so wre damals schon das letzte fr uns ,fremdartige ausgemerzt worden3 ein ,rest sdlndischer ,formen in unserm ,walde4 ,damit aber schlsse sich glatt das ,bild3 die ,urwelt einmndend in den germanischen ,forst des ,plinius4 ,in diesen ,forst bricht von da ab dann die ,kultur ein4 ,hier rodet sie ihn ganz1 um ,raum zu gewinnen fr die ,ausnutzung des schlummernden ,korn-,bodens4 ,dort nimmt sie ihm wenigstens seine sumpfig-unhandliche ,ur-,form4 ,die ,forstkultur kommandiert mehr und mehr den rohen ,genossen der alten ,bren und ,elentiere in eine ,art ,baumkaserne um mit strammer ,militrhaltung und einem ,zug auf ein ,normalschema84 ,schlielich greift sie aber auch in die ,art des ,waldbestandes ein4 ,sie begnstigt ,bume1 die der ,mensch in ihrer ,lebensart und ,leistung besser gebrauchen kann1 und wirft so in hundert ,jahren mehr ,abwechselung und ,neuerung in die deutsche ,waldlandschaft1 als ganze ,perioden der ,erdgeschichte kaum vermocht haben4 ,so weit wre alles so glatt wie mglich1 -- von einer beruhigenden ,einfachheit4 ,die ,natur tut uns aber leider nicht den ,gefallen1 es dabei zu lassen4 ,seit fnfzig ,jahren hat sie uns mit einem ganzen ,arsenal von ,tatsachen bombardiert1 um uns aufzurtteln aus dem ,gedanken1 es lasse sich der ,sumpfwald des ,plinius ohne ,bruch und ,ruck angliedern an den schon palmenfreien deutschen ,wald der sptesten ,tertir-,zeit4 ,zwei deutsche ,landschaften schieben sich da mit der grten ,energie noch dazwischen1 und es sind ausgespart die unmglichsten fr eine glatte ,entwickelung4 ,die eine entspricht dem1 was wir heute auf der ,erde ,tundra8 nennen4 ,und die andere etwa nach asiatischem ,bilde der echten ,steppe84 ,die ,wlder des ,plinius verstehen wir noch1 wenn wir auch kaum hier und dort mehr ein winziges ,restchen davon haben4 ,was aber eine ,tundra ist1 wei der ,durchschnittsdeutsche hchstens aus dem ,konversations-,lexikon4 ,wer das ,glck hat1 wie ich1 seit ,jahren an einem unserer groen mrkischen ,seen zu wohnen1 dem ist ein ,vogel lieb geworden1 der zu ,zeiten dort das ,landschaftsbild geradezu aufdringlich beherrscht3 die ,wildgans4 ,schnurgerade geht der ,bahndamm durch den brausenden ,kiefernwald1 mit der letzten blassen ,rainflora oder am ,wrterhuschen ein paar welkenden ,sonnenblumen4 ,hinter den ,kiefern liegt auf der einen ,seite der blaue ,see4 ,dahin wandern sie1 endlose1 schnatternde ,keilstreifen dieser ,gnse4 ,lange schon hrt man ihr ,geplapper1 ehe noch der ,kronenrand der schwarzen ,bume sie entlt4 ,dann sind sie da1 ,schatten werfend wie eine ,wolke1 endlos4 ,oft ist die ,spitze des ,keils mit ihrer ewig wechselnden ,vorfliegerin schon jenseits hinter die ,kiefern hinabgetaucht und hier rinnt und rinnt noch immer der ,doppelarm der beiden ,gabeln nach4 ,nun denn3 die meisten dieser ,wildgnse kennen die ,tundra ganz genau4 ,alljhrlich wandert die ,saatgans im ,sommer dorthin1 um zu brten4 ,im ,herbst kommt sie dann in ungezhlten ,geschwadern zu uns zurck1 um im ,winter oft noch viel weiter nach ,sden zu gehen1 vielfach bis nach ,afrika4 ,in der rauhen ,zeit des ,jahres ist es ihr in der ,tundra zu kalt4 ,denn diese ,tundra ist heute hoch1 hoch im ,norden3 die ,mooswste des ,polargebietes4 ,die ,tundra umgrtet den ,nordpol1 ein letzter ,kmmerversuch des ,lebens4 ,wer die ,schneekoppe besteigt1 der sieht die ,waldgrenze unter sich schwinden und endlich auch den steppenartigen ,grasteppich mit seinen blauweien ,anemonen und roten ,primeln4 ,zuletzt klebt nur noch an den grauen ,verwitterungsflchen des ,glimmerschiefers die ,flechte1 hier goldgelb1 hier brunlich1 das letzte1 selber schon beinah steinhaft erstarrte ,leben1 das sich anklammert4 ,ein solcher nackter ,fels aber1 endlich von ewigen ,eismassen bedeckt1 ragt der ,pol des ganzen ,erdballs1 einem ungeheuren ,hochgebirgsgipfel vergleichbar1 in den kalten ,raum4 ,auch gegen ihn hin schwindet1 weit nrdlich allerdings erst vom deutschen ,gebiet1 nahezu auf der ,breite des ,nordkaps1 wo ,europa im ganzen endet1 der ,baumwuchs4 ,jene ,liliputanergestalt kryptogamischer ,gewchse1 die schon in unserm ,walde merkbar wird1 wird noch ein ,stck weiter dort zur vollkommenen ,herrscherin4 ,moose und ,flechten berziehen unermeliche ,wsteneien als ,charakterpflanze4 ,die ,birke kriecht noch hier und da dazwischen1 aber auch sie ist ein ,zwerg geworden1 ein armer verkrppelter ,eskimo1 dessen ,krone8 kaum ein paar ,zentimeter ber den ,boden ragt1 whrend der ,stamm8 die ,dicke eines ,zndhlzchens weist4 ,sieht man auf diesen ,pflanzenwuchs1 der lngst nicht mehr ein ,kleid1 sondern kaum noch ein frbender ,bodenanstrich dieser ,oede ist1 so sollte man das ,tierleben dort vllig erloschen whnen4 ,gerade umgekehrt aber ist es1 als hefte sich eine uralte1 eine unverwstliche ,liebe ungezhlter ,tiere an diesen unwirtlichen ,fleck4 ,wie ,dampfsulen schieen die ,mckenschwrme auf1 wenn der steinhart gefrorene ,boden im kurzen ,sommer oberflchlich eine kleine ,schicht weit taut4 ,nagetiere kriechen in ,scharen hervor4 ,stellenweise wandern wilde ,ochsen in ,herden an und sen sich an den elenden paar ,blttchen der ,zwergbirken4 ,ganz unerschpflich aber ist der sommerliche ,reichtum der ,vgel1 die ausgesucht in diese ,polarwste den ,hhepunkt ihres ,daseins verlegen1 hier ihr ,nest bauen und ihre ,jungen aufziehen4 ,seltsam frwahr1 der ,geschmack einer solchen ,wildgans4 ,ihre strammen ,flugmuskeln geben die ,welt von der ,nordgrenze ,sibiriens1 wo ,nordenskjld gesegelt ist1 ber ganz ,europa1 ber das lachende ,mittelmeer hinweg bis ins heie ,afrika hinein in ihren ,willen4 ,alljhrlich berschauen sie das1 -- und suchen doch die ,tundra1 um ihr ,nest dort zu bauen4 ,diese ausgesprochenen ,heimatsgefhle der ,wandervgel -- ausgesprochen in einem ,mae1 da unser ,kulturvolk-,patriotismus8 fast beschmt daneben steht -- haben aber nicht nur fr das ,gemt etwas ,rhrendes1 sondern sie sind auch wissenschaftlich gerade fr unsere ,fragen vom allergrten ,interesse4 ,der ,vogel1 der heute in der ,tundra nistet1 bewhrt vielleicht nicht nur ,patriotismus im einfachen ,sinne der ,anhnglichkeit an eine bestimmte ,landschaft4 ,er ist mglicherweise dieser ,landschaft nachgezogen1 als sie sich durch geschichtliches ,verhngnis selber von der ,stelle bewegte4 ,wenn die ,saatgans heute in ,deutschland nur durchreisender ,zugvogel ist1 der uns nicht der ,ehre wrdigt1 seine ,nestfreuden zu erleben1 so ist sehr wohl denkbar1 da sie es tut1 nicht obgleich1 sondern weil sie ein ursprnglich deutscher ,vogel ist4 ,ihr ist etwas passiert1 dem ihr ,gnseverstand in hherem ,ueberschauen nicht nachkommen konnte3 das ,vaterland ist ihr vor ,zeiten sozusagen auf der ,landkarte ins ,rutschen geraten1 -- es hat sich ihr verschoben nach ,norden zu4 ,ihre ,tundra1 an die sie sich gewhnt hatte1 lag einst statt in ,sibirien quer durch ,deutschland4 ,sie war im brigen ,tundra genau wie heute4 ,auch sie fror und schneite im ,winter zur absoluten ,hungerkammer ein1 aus der es dem ,vogelvolk nur einen ,ausweg gab3 bis ber die ,alpen hinaus nach dem warmen ,afrika wandern4 ,lange ,zeiten1 viele ,jahrtausende lang1 paukte sich diesen ,gnsegenerationen ein3 ,heimat ist die ,tundra1 aber im ,winter geht's nach ,afrika1 denn am vollkommen hereinbrechenden ,nordpol mit ,weltraumklte scheitert auch der wrmste ,patriotismus4 ,aber diesen ,generationen schmuggelte sich eins unter der ,hand dazu4 ,von ,jahrhundert zu ,jahrhundert schob sich ihnen die liebe ,tundra immer ein paar ,meilchen weiter nach ,norden4 ,das ,vaterland hatte sich als vom ,klima bedingte ,landschaft8 unmerklich in ,bewegung gesetzt wie ein ,flechtenberzug1 der an einem sinkenden ,gebirge ,schritt fr ,schritt hher kriecht1 um die alten ,hhenverhltnisse beizubehalten4 ,die ,tundra kroch so nordwrts an dem ,polargipfel der ,erde -- bildlich gesprochen -- hher4 ,da die ,sache langsam einstudiert wurde1 machte es den ,enkel-,gnsen nicht viel1 da sie etwas lnger heimflogen1 als ihre ,ahnen4 ,und schlielich flogen sie mit alter ,treue ber das ganze alte ,deutschland weg bis nach ,lappland und ,nordsibirien1 der wandernden ,tundra nach4 ,einigen scheint ja die ,riesenstrecke von dort bis ,afrika schlielich doch zu viel geworden zu sein3 so hat die andere ,wildgans1 die ,graugans1 heute doch gelernt1 vielfach wieder auf deutscher ,erde zu nisten4 ,es ist nicht diese ,zauberkraft des ,vogelfluges allein1 die uns von einer ,tundra im ,herzen ,deutschlands erzhlt4 ,dieses ,auspizium knnte immerhin noch trgen1 wie so manches getrogen hat4 ,aber es sind jetzt mehr als drei ,jahrzehnte ber dem denkwrdigen ,sommer hingegangen1 da in ,oberschwaben bei ,schussenried die ,quelle des ,schussen reguliert wurde4 ,ein ,graben wurde gezogen und dabei kam etwas ,unwahrscheinliches zutage3 ein einziges ,stcklein ,deutschland1 das in seiner ,weise auftreten durfte gegen das ganze brige4 ,denn es war ein leibhaftig im ,erdboden alle die ,jahrtausende hindurch wohlkonserviertes ,restchen noch der echten deutschen ,tundra4 ,gletscherschutt lag da1 -- in dieser ,gegend1 die heute weit und breit nichts mehr von ,gletschern wei4 ,zwischen dem ,schutt aber hatte sich der ganze uralte ,moospolster erhalten1 ,moosarten1 wie sie heute in den ,gletschertmpeln ,grnlands vorkommen4 ,und wiederum das ,moos1 tadellos berliefert1 wie es war1 so da man es sofort ins ,herbarium legen konnte1 hatte ,tierknochen und rohe1 vorgeschichtliche ,menschengerte in seinem ,schoe bewahrt3 ,knochen des ,renntiers und des arktischen ,eisfuchses und ,steingerte des ,eiszeit-,menschen4 ,wie ,dornrschen versponnen und vergessen1 starrte die alte ,tundra hier tatschlich noch einmal in unsere ,zeit hinein4 ,dann kamen an anderen ,orten1 auch in ,deutschland bis weit an die ,sdwestgrenze hinab1 die ,knochen des ,moschusochsen ans ,licht4 ,wir ,berliner haben im ,sommer #aija das seltene ,schauspiel genossen1 in unserem 7von ,heck jetzt so unvergleichlich gut geleiteten7 ,zoologischen ,garten den ,moschusochsen lebend zu sehen4 ,es war ein zoologisches ,ereignis1 denn der lebende ,moschusochse mu heute wirklich aus der grnlndischen ,tundra herbergeholt werden1 was in diesem ,falle zum allerersten ,male geglckt war4 ,so lange man diesen seltsamen ,gesellen mit seinem struppigen1 bis auf die ,hufe herabwallenden ,haar-,talar kennt1 hat er geradezu als das ,symbol1 als die wandelnde ,verkrperung der ,tundra gegolten4 ,in ,herden durchstreift er sie1 zufrieden bei all seiner ,gre mit der kargen ,nahrung1 die sie ihm bietet4 ,seit unanzweifelbare ,knochenreste gerade ihn als ehemaligen ,brger auch der deutschen ,landschaft erwiesen haben1 ist der letzte ,zweifel geschwunden an eine deutsche ,tundra-,zeit4 ,und wir wissen ja auch heute ganz genau1 warum sie einmal kam1 warum sie in unabwendbarem ,verhngnis kommen mute4 ,wie sie heute das ewige ,polareis umgibt als der ,rain1 wo das letzte ,leben noch mit der ,allmacht der ,eisknigin ringt1 so ist sie im ,ausgang der ,tertir-,zeit zu uns gewandert als der ,teppichrand1 den das ungeheure ,eisfeld des ,pols vor sich herschob1 als es sich selber bis zu uns ausdehnte4 ,was der alte ,dichter-,geologe ,goethe schon klar erkannt hatte1 das ist uns heute eine unumstliche ,tatsache3 auch ber ,deutschland ist einmal die groe ,eiszeit hingegangen4 ,ganz ,norddeutschland mindestens hat sie einheitlich unter ,eis gebracht4 ,will man es sich in groem ,bilde umrihaft zusammenfassen1 so mag man sich eine einzige kolossalste ,eisscholle denken1 die hauptschlich von der ,richtung ,skandinaviens her anrckte1 ganz so1 wie wenn etwa das gesamte heutige ,grnland nach hier herber auf eine ,rutschflche geraten wre4 ,auf dieser ,scholle lasteten halbe losgesprengte nordische ,gebirge in ,gestalt unzhliger loser ,gesteinsscherben1 die jeder ,ri im ,eis und jedes ,abschmelzen auf die verwstete ,sohle des deutschen ,landes niederkollern lie1 -- erratische ,blcke dort bildend4 ,im ganzen war die ,ebene ziemlich flach1 in die dieses ,ungetm von ,scholle sich schob4 ,wo aber aus ihr selber ein urgeborener ,block1 ein aufgebumtes ,stck alter1 lngst abgesunkener ,erdkruste noch entgegen stand1 wie der ,muschelkalkfelsen von ,rdersdorf1 da krallte sich die ,tatze der ,eisscholle hinein1 rieb und ritzte und polierte sie1 da die unverkennbare1 unseren ,geologen genau lesbare ,schrift wie ein ,keilschrift-,dokument fr spte ,tage sichtbar blieb4 ,wo immer diese zermalmende ,scholle das deutsche ,land berwalzte1 da brach zunchst das ganze ,leben der ,landschaft berhaupt zusammen4 ,es erhhte die ,furchtbarkeit1 da zu der einen skandinavisch-russischen ,hauptscholle1 die sich von ,schweden bis ans ,elbtal bei ,dresden drngte1 kleinere ,schollen von den ,alpen1 ja selbst vom ,riesengebirge traten4 ,deutschland im ,sinne einer eigenen ,landschaft stand auf dem ,punkt damals1 endgiltig unterzugehen4 ,die ,nadelholz- wie ,laubwlder der ,tertir-,zeit versanken unter dem ,schollendruck wie die ,pinienwlder am ,vesuv unter ,lava und ,asche strzen4 ,auf dem ,hhepunkt der ,katastrophe1 deren ,ursache uns noch immer so dunkel ist1 hat ziemlich sicher von der ,nordspitze ,rgens bis in die ,gegend von ,pirna hinter ,dresden kein ,baum ,norddeutschlands mehr gestanden1 kein ,heidekraut geblht1 kein winzigstes ,kferlein gekrabbelt4 ,dieser ,hhepunkt war nicht einmal mehr ,tundra4 ,er war nicht ,rand des ,teppichs1 wo noch ,leben ringt1 sondern einheitliches ,eisfeld selbst4 ,der ,planet auf diesem ganzen ,gebiet -- die gesamte ,strecke1 die ich auf meiner ,bahnfahrt von ,worpswede in den ,marschen bis ,schreiberhau im ,riesengebirge durchma -- war gemordet4 ,wren nicht im westlichen und sdlichen ,deutschland gewisse ,felder der ,karte auch jetzt eisfrei geblieben1 so htte man von einem wenigstens zeitweisen ,radikaluntergang der deutschen ,flora und ,fauna reden knnen4 ,so retteten sie das ,inventar1 das sich1 vor dem ,eisschrecken fliehend1 vorbergehend in ihnen wie in einer ,arche ,noh zusammengedrngt haben mu4 ,vor dieser berghoch anwandelnden ,kristallwand mute ja selbst die ,tundra flchten4 ,in dieser ,gipfelzeit sind die ,moschusochsen bis an den ,bodensee gedrngt worden1 -- die ,moschusochsen und der andere1 der1 unbekannt woher1 pltzlich auch in dieser flchtenden ,tundra war3 der ,mensch4 ,was hatte ihn hierher gebracht8 ,die ,knochen des ,wesens1 das ihn mit dem ,tier1 dem ,gibbon-,affen1 verknpft1 liegen in der heien ,sonneninsel ,java1 fern am ,aequator4 ,das weitere ,blatt der ,chronik fehlt4444 ,doch der ,eisschrecken berschritt seine eigene ,schicksalsgrenze4 ,auf wessen ,gebot8 ,lag es in den ,tiefen der ,erde1 die sich wieder strker zu verdichten begann8 ,oder weit drauen im ,kosmos1 in ,stellungen der ,erdachse und ,wandlungen der ,erdbahn1 die vielleicht in der endlosen ,verkettung der ,dinge in den ,wirbeln der ,milchstrae ihre letzte ,instanz fanden1 -- wer wei es4 ,es ist mit solchen ,naturgewalten wie mit ,menschenschicksalen4 ,warum hat ,alexander nicht wirklich die ,welt erobert8 ,das ,weichen der lhmenden ,eisscholle nach ,norden zu bedeutete zunchst zweifelsohne eine ,vollherrschaft erst der eigentlichen ,tundra jetzt in ,norddeutschland4 ,der ,teppichrand lag jetzt ,stufe um ,stufe auf unserer ,landschaft3 der ,teppichrand der ,teiche am ,gletscherfu mit ,grnlandmoosen1 -- der ,moschusochsen1 ,polarfchse1 ,renntiere und ,eskimo-,menschen4 ,man trumt sich in eine ,zeit1 da etwa ,berlin zum erstenmal zurckerobert wurde von einer nachschiebenden deutschen -- nicht ,urwaldlandschaft im ,sinne des ,plinius1 sondern ,tundralandschaft im ,sinne des heutigen ,nordsibirien4 ,die ,wildgans und der ,singschwan 7der heute in ,lappland brtet7 erkannten zum erstenmal die ,mglichkeit wieder1 in der norddeutschen ,ebene sich huslich einzurichten4 ,prachtvoll1 wie ein groes ,schauspiel1 knnen wir heute dieses ,zurckgehen der ,eismauer noch in wirklichen ,stufen verfolgen4 ,an den ,steinfrachten1 die der sterbende ,gletscherriese1 der sich einst ein halbes ,gebirge auf den ,buckel geladen hatte1 in seinen letzten ,zuckungen hat fallen lassen1 knnen wir es noch nachleben4 ,aber wie viel besser noch an den heutigen ,flulufen ,norddeutschlands4 ,als die ,eismauer bis gegen ,dresden hin stand1 gab es keine deutschen ,strme1 die zur ,ostsee abflossen4 ,nur die ,elbe war mglich1 die um das ,eis herum nach der ,nordsee sich wandte4 ,als dann das ,eis langsam nordwrts zurckging1 bildete sich vor ihm ein ,strom abtrpfelnder ,schmelzwasser1 der von ,ost nach ,west in diese ,elbe flo4 ,in diesen ,ur-,strom1 der nicht senkrecht zur ,ostsee1 sondern zunchst parallel dem deutschen ,grenzgebirge senkrecht auf der ,elbe stand1 mndete damals der ,quelllauf sowohl der ,oder wie der ,weichsel4 ,beide waren also auf weitem ,ostwest-,weg ,nebenflsse der ,elbe4 ,je weiter aber die ungeheure ,scholle schmolz1 desto weiter zog sie die ,schmelzrinne naturgem auch nach ,norden1 nach der ,ostsee zu vor sich mit4 ,noch sind die alten ,ostwest-,rinnen auf dieser ,wanderschaft stufenweise zu verfolgen4 ,so eine1 in der die ,oder lngs des ,gletschersaumes zur ,elbe flo1 ber ,luckenwalde4 ,eine weitere1 heute noch auf jeder ,karte deutliche fhrte quer ber ,berlin1 in die ,spree- und ,havellinie hinein4 ,eine nochmals sptere schnitt etwa ,eberswalde1 ,oranienburg und ,fehrbellin4 ,und erst ganz zuletzt1 als die ,eisscholle klglich in der ,ostsee sich auflste1 rissen die ,oder sowohl wie die ,weichsel sich1 dahin ihr direkt folgend1 ein ,bett unabhngig von der ,elbe auf diese ,ostsee zu4 ,erst seit man dieses ,urnetz vor der ,eisbarriere dem ,rtsel unserer seltsam geknickten1 durch rtselhafte ,ostwest-,linien verknpften norddeutschen ,strme zugrunde legt1 hat man rein geographisch seinen ,kern erfat4 ,dem ,trumer1 der mit dem ,dampfro durch die deutsche ,tiefebene jagt1 steigt aber das neue gewaltige ,bild herauf verschollener deutscher ,riesenstrme mit ,tundrastaffage4 ,berlin im ,bett eines solchen ,stromes1 der mindestens die ,breite einer ,meile gehabt haben mu4 ,in der ,ferne blinkt1 ein vermeintliches nrdliches ,gebirge der ,ebene1 der weie ,gletscherrand4 ,zum ,strom kommen ,herden dick bepelzter ,moschusochsen4 ,moossteppe weithin1 kein ,wald4 ,die hungrige ,schar st sich an winzigem1 kriechendem ,birkengestrpp4 ,mcken wirbeln in ,sulen ber der gletschergespeisten ,flut4 ,und ,wildgnse ziehen1 zum endlosen ,keil gereiht1 schnatternd dahin4 ,diese ,wildgnse sind das einzige1 was uns davon treu geblieben ist4 ,denn auch die ,tundra schwand4 ,heute haben unerquickliche ,ereignisse so aufdringlich ,deutschland und ,china auf das gleiche ,blatt ,geschichte gebracht4 ,vor ,jahr und ,tag aber ist schon einmal auf chinesischem ,boden ein ,blatt deutscher ,landschaftsgeschichte entziffert worden4 ,will man ,china gleichsam auf eine einzige ,farbe hinaus spielen1 so gibt es keine bessere als gelb84 ,nicht nur die gelbe ,hautfarbe des ,mongolen ist damit bezeichnet4 ,aus den ,tiefen des ,riesenreiches kommt der ,hoangho1 der gelbe ,flu84 ,gelb ist er1 weil ungeheure ,flchen des ,landes1 durch das er sich whlt und dem er bei dieser ,whlarbeit ,teilchen entreit1 aus gelber ,erde8 bestehen1 einem einheitlichen gelben ,lehm von merkwrdiger ,beschaffenheit4 ,an diesen unabsehbaren1 ,hunderte von ,metern mchtigen ,lehmlagern ,chinas hat das ,auge eines deutschen ,reisenden1 unseres groen ,richthofen1 einst das ,walten einer ,naturmacht erkannt1 die bis dahin in alten wie neuen ,landschaftsbildern bersehen worden war3 die ,tat des ,sandsturmes in der freien ,steppe4 ,kein ,mrchenstrom der ,urwelt1 keine ,sintflut hatte diesen dicken gelben ,lehmteppich gebreitet4 ,aber ,jahr um ,jahr hatte zur drren ,zeit der ,steppenwind die trockenen ,grser der ,steppe mit seinen ,staubwolken berpudert1 bis eine ganze ,generation ,gras begraben lag4 ,eine neue hatte sich auf dem ,staubgrab gebildet und war zu ihrer ,zeit abermals verschttet worden4 ,so ging das ,jahrtausende hindurch1 bis die ,erdkruste sich in dieser ,gegend einheitlich erhht hatte zu einer einzigen1 ber ein ganzes ,landgebiet ausgedehnten ,sanddne4 ,es fehlte dieser ,staub-,formation die innerliche schne ,schichtung1 wie sie der ,schlamm alter ,wasserablagerungen behlt1 auch wenn er zu lehmiger ,erdmasse wird4 ,dafr zeigte sie sich dem prfenden ,blick aber noch durchzogen von zahllosen feinen ,rhrchen3 den ,abgssen der ,wrzelchen jener bereinander folgenden ,generationen verschtteten ,graswuchses4 ,und ebenso verschttet lagen in ihr die ,gehuse der ,landschnecken1 die immer wieder die ,grasoberflche bis zu ihrem ,staub-,ende bewohnt hatten1 und die ,knochen gewisser ,steppenfreunde unter den ,sugetieren3 der ,antilope1 die in ,herden ber den ,grasteppich schwrmte1 des ,nagetiers1 das seinen ,bau in den ,sandboden grub4 ,diese ,beobachtungen eines deutschen ,reisenden im entlegenen ,china gaben aber dem ,heimgekehrten pltzlich den ,schlssel zu einem lngst bestaunten ,rtsel seiner deutschen ,heimat selbst4 ,denn so wenig wir heute von ,chinesentum auf deutscher ,erde wissen wollen1 so sicher bleibt1 da eine ,riesenhand voll solcher chinesischer gelber ,erde zu einer ,zeit auch ber unser ,vaterland ausgegossen worden ist4 ,das heit3 nicht echten ,chinalehmes selber1 sondern eines nur ebenso entstandenen ,streusandes von ,steppenstrmen1 deren prickelnde ,staubwolke auch bei uns damals auf echtes ,steppengras niederging4 ,vor allem das romantische ,rheintal ist es1 das frmlich im ,mittelpunkt dieses ,streusand-,ergusses einmal gestanden haben mu4 ,aber auch sonst ist der gelbe ,segen reichlich genug an allen ,ecken und ,enden ber uns erfolgt4 ,das wissenschaftlich anerkannte deutsche ,wort fr diese ,sorte ,lehm ist ,l81 was 7nach einer ,ableitung1 die ich nicht beschwren will7 von ,lose81 ,gelst81 leicht sich ablsend8 herstammen soll4 ,genau wie der chinesische1 ist auch dieser deutsche ,l ungeschichtet1 dagegen durchsetzt von jenen ,rhrchen verwitterter ,graspolster4 ,gehuse von ,landschnecken stecken massenhaft in ihm4 ,und nachdem man einmal danach suchte1 sind endlich auch die schnsten ,knochen typischer ,steppen-,sugetiere der heutigen asiatischen ,steppe auf dem echtesten deutschen ,boden haufenweise darin gefunden worden4 ,nach alle dem blieb nichts brig1 als in das groe ,wandelbild alter deutscher ,landschaften auch eines aufzunehmen1 das ausgesprochen der heutigen innerasiatischen ,grassteppe entspricht4 ,die ,landschaft taucht als deutsche81 beispielsweise als die ,rheinlandschaft oder als die ,elblandschaft zwischen ,meien und ,pirna1 so auf1 wie sie einst ,humboldt fr ,zentralasien in ein paar wirkungsvolle ,stze gedrngt hat4 ,der schnere ,teil der ,ebenen1 von asiatischen ,hirtenvlkern bewohnt1 ist mit niedrigen ,stmmen ppig weiblhender ,rosaceen1 mit ,kaiserkronen1 ,tulpen und ,cypripedien geschmckt4 ,wie die heie ,zone sich im ganzen dadurch auszeichnet1 da alles ,vegetative baumartig zu werden strebt1 so charakterisiert einige ,steppen der asiatischen gemigten ,zone die wundersame ,hhe1 zu der sich blhende ,kruter erheben4 ,wenn man in den niedrigen tatarischen ,fuhrwerken sich durch weglose ,teile dieser ,krautsteppen bewegt1 kann man nur aufrecht stehend sich orientieren1 und sieht die waldartig dichtgedrngten ,pflanzen sich vor den ,rdern niederbeugen4 ,einige dieser asiatischen ,steppen sind ,grasebenen2 andere mit saftigen1 immergrnen1 gegliederten ,kalipflanzen bedeckt2 viele fernleuchtend von flechtenartig aufsprieendem ,salze1 das ungleich1 wie frischgefallener ,schnee1 den lettigen ,boden verhllt48 ,ueber solche ,steppe1 die zu ,zeiten drr1 aber niemals eine gefrorene ,tundra ist1 gingen die ,sandwehen1 die unseren ,l am ,rhein oder an der ,elbe gehuft haben4 ,auf ihr lebte die ,saiga-,antilope1 die heute erst im europischen ,ruland auftaucht und dann bis zum ,altai geht1 jene kleine1 plumpe ,steppen-,antilope1 die sich durch ein so stark entwickeltes semitisches ,profil auszeichnet2 ihre ,knochen liegen sdlich und westlich noch weit ber ,deutschland hinaus im ,l4 ,es lebte die ,springmaus1 die selbst das ungebteste ,laienauge fr eine glnzende ,anpassung an weite1 mehr oder minder de ,sandsteppen halten mu2 ferner der ,bobak oder das ,steppen-,murmeltier2 das ,stachelschwein und die ,pfeifhasen und ,zieselmuse der ,steppe4 ,endlich schwrmten wilde ,pferde und wilde ,esel4 ,in jedem ,zuge1 in jedem ,knchelchen und jedem sandbegrabenen ,pflanzenwrzelchen ein einheitliches ,bild3 ,zentralasien1 ,nordchina versetzt -- nach ,deutschland4 ,aber wann jetzt war das wieder8 ,unser ,l liegt1 wo immer er liegt1 so1 da seine ,streusandbchsen-,epoche unmglich weit von der ,eiszeit entfernt werden kann4 ,als man ihn noch nicht auf ,sandverwehungen einer ,steppe deutete1 sondern auch bei ihm wie bei anderem ,lehm auf ,wasserniederschlge riet1 hatte man ihn mit ,vorliebe als ,absatz geradezu der groen ,schmelzwasser sich gedacht1 die von den tauenden ,eismassen jener ,eiszeit eines ,tages niederrieselten4 ,damit ist es nun nichts1 aber die ,eiszeit-,nhe bleibt4 ,bisweilen schien es1 als schiebe der ,l sich stellenweise unter ,gletschergerlle der ,eiszeit1 sei also lter mindestens als eine letzte ,periode der ,vereisung4 ,die ,eiszeit scheint ,schwankungen in sich besessen zu haben1 vielleicht lngere ,intervalle1 da alles schon einmal getaut war1 ja das ,klima so mild wurde1 da die ,tundra aus groen oder allen ,teilen ,deutschlands wich4 ,damals1 in solchem ,zwischenreich1 mte die ,steppe ,deutschland erobert haben1 in einer relativ warmen1 mindestens beraus trockenen ,zeit4 ,andere haben das nicht gelten lassen4 ,sie legen die gesamte ,l-,periode erst zwischen die letzte ,eiszeit und die ,urwlder des ,plinius4 ,eine dritte ,partei endlich rechnet mit beiden ,mglichkeiten4 ,also zuerst ,eiszeit ,numero eins1 die groe ,teile ,deutschlands ganz in ,eis begrub und den ,rest zur ,tundra degradierte4 ,dann ,klte-,pause1 ,abzug des ,eises und ihm nach der ,tundra nach dem ,pol zu4 ,trockenes ,klima4 ,deutschland wird ,steppe mit unendlichem ,grasteppich voller ,bobaks1 ,saigas und ,wildpferde4 ,dann ,rckkehr der ,tundra vor sdwrts abermals vorrckendem ,eise her4 ,hhepunkt einer zweiten ,eiszeit4 ,endlich zum zweitenmal und jetzt bis heute endgiltig ,abzug von ,eis sowohl wie ,tundra4 ,eine zweite ,hochblte der ,steppe wiederum mit ,bobak1 ,saiga1 ,wildpferd und mit den ntigen ,sandstrmen1 die ,l huften1 indem sie ,steppengras begruben und gelegentlich die ,tiere mit4 ,erst dieser zweiten ,steppe wre -- offenbar durch einen neuen ,klima-,wandel1 der1 wenn nicht viel klter1 doch mindestens viel feuchter machte1 -- der deutsche ,urwald8 gefolgt1 in dem ,plinius und ,tacitus die alten ,deutschen fanden4 ,die ,lsung steht noch dahin4 ,und so wenig wir ernsthaft heute von den ,ursachen der ,eiszeit wissen1 so wenig verstehen wir1 warum eine so ausgesprochene ,zeit der ,steppendrre sie durchsetzte oder abschlo4 ,das ,tatsachen-,bild selbst lt sich dagegen leicht noch etwas verwickelter machen4 ,tundra wie ,grassteppe waren sich in einem ,punkte sehr hnlich3 in ihrem ,widerstande gegen den ,wald4 ,die ,tundra lie ihn nicht aufkommen1 weil ihr gefrorener ,boden die ,wurzeln nicht gedeihen lie4 ,die ,steppe war das ,eldorado der ,kruter im ,gegensatz zum echten ,baum4 ,aber wenn wir uns eine ,tundra tauend denken1 entfesselt zunchst durch die ,wrme in all ihrer ,feuchtigkeit1 so wird sich1 ehe sie ,steppe werden kann1 ziemlich sicher ein gewisses ,zwischenreich einschalten1 das1 wofern es nur lange genug anhlt1 den ,wald sogar besonders begnstigen mu1 einen feuchten ,urwald im ,plinius-,sinne4 ,laubwald wird es wohl zuerst sein4 ,dann1 wenn die ,steppendrre schon nher rckt1 nur noch ,nadelholzwald4 ,bis auch der erliegt4 ,jedesmal1 wenn die ,tundra vor der ,steppe wich1 wre eine solche ,eroberung der deutschen ,erde durch den ,wald dazwischen getreten1 und umgekehrt3 wenn im ,zwischenraum der ,eiszeiten abermals die ,steppe der ,tundra wieder ,raum gab1 htte sich ebenso der ,wald auf die ,dauer des ,uebergangs dazwischen geschmuggelt4 ,es gibt mancherlei ,anzeichen fr solchen ,urwald1 der kam und wieder ging zwischen den anderen ,bildern4 ,und am seltsamsten will den trumenden ,gedanken hier das letzte ,glied der ,kette anregen4 ,die letzte ,eisperiode wich eines ,tages4 ,zwischen die letzte ,tundra und die letzte1 nacheiszeitliche ,steppe zog sich1 bildlich gesprochen1 ein ,urwaldstreifen4 ,dann verging auch diese letzte ,steppe4 ,wodurch8 ,weil es offenbar wieder weniger drr wurde1 das ,klima feuchtkhler wurde4 ,das rief den ,wald zurck4 ,aber wo sind wir jetzt8 ,beim feuchten ,sumpfwald jetzt wirklich schon der alten ,germanen6 ,es gibt leise ,anzeichen1 da dieser ,wald mit seinen ,eichen schon eine zweite ,station war3 da ihm ein ausgesprochener ,nadelholzstand voraufgegangen war4 ,in ,dnemark wenigstens ist beim ,studium unberhrter alter ,moore berall aufs klarste festgestellt worden1 da lange ,zeiten hindurch der ,urwald so gut wie ausschlielich ,fichtennadelwald gewesen sein mu4 ,damals war der ,charaktervogel ,dnemarks der ,auerhahn1 der erklrte ,freund der jungen ,fichtentriebe4 ,heute gibt es dort weder einheimische ,auerhhne noch ,fichten4 ,jeder kennt dafr die ,herrlichkeit der heutigen ,buchenwlder ,dnemarks4 ,die ,moorschichten deuten genau an1 wie zu ganz bestimmter ,wende der ,zeiten die ,fichte wieder zurckgegangen sein mu zu gunsten einwandernder ,laubbume1 zuerst der ,eiche und ,erle1 dann1 als das bis heute entscheidend ,dauernde1 der ,buche4 ,denkt man sich das einigermaen auch als giltig fr ,deutschland1 so wre der germanische ,eichenwald schon ein ,zeichen gewesen1 da das ,klima sich sehr weit bereits vom ,steppenhaften1 ,trockenwarmen zum ,feuchtkhlen gewendet hatte4 ,nun denn3 dieser ,germanenwald wrde aber heute noch bei uns herrschen1 wenn wir nicht mit unserer ,forst- und ,feldkultur in ihn eingegriffen htten4 ,seiner ungehemmten ,wachstums-,freiheit zurckgegeben1 wrde er seinen ,kampf gegen den ,nadelholzwald und die letzten ,steppen-,reste in ,deutschland vom ,klima begnstigt fortsetzen und wenigstens das ,tiefland dauernd erobern4 ,bis wohin8 ,die ,frage dmmert auf1 ob unsere ganze ,periode deutscher ,landschaft von den ,eichenforsten des ,plinius bis heute nicht blo ein solches ,urwald-,zwischenreich abermals sein knnte zwischen schwindender ,steppe und -- neu von ,norden her gegen uns anwachsender ,tundra8 ,unsere ganze deutsche ,waldherrschaft verdankten wir dann nur einem 7ber eine ,reihe von ,jahrtausenden ausgedehnten7 ,feuchtkhlwerden des ,klimas1 wie es als ,vorbote einer neuen ,eiszeit-,stufe in ,kraft tritt4 ,alles1 was wir deutsche ,geschichte nennen1 htte sich abgespielt in einem schon verhltnismig vorgeschrittenen ,abteil einer ,waldepisode deutscher ,landschaft zwischen der letzten ,steppe und einer kommenden neuen ,eiszeit-,tundra4 ,und das ,los unserer ,enkel wre es1 in weiteren ,jahrtausenden eine ganz langsame1 aber fortgesetzte ,klima-,verschlechterung nach dem ,nakalten zu erleben1 bis endlich in noch fernerer ,zeit echte ,polarerscheinungen den vollzogenen ,beginn einer neuen ,eiszeit ankndigten4 ,eine vllig zwingende ,beweisfhrung liegt in alle dem nicht4 ,es wre ganz gut auch denkbar1 da die ,steppe selbst ihre ,zwischenzeiten htte1 die zwar feuchtkhler waren und ,jahrtausende des ,waldwuchses begnstigten1 aber doch noch lange nicht jedesmal zu einer ,eiszeit fhrten4 ,dann knnte unsere geschichtliche deutsche ,landschaft ein ,interregnum zwischen zwei ,steppenzeiten darstellen und ihr ,zukunftskampf wre nicht der zwischen ,wald und ,tundra1 sondern zwischen einem ,hhepunkt des feuchten ,waldes und dem immer trockeneren bis zu einem ,maximum des ,untergangs jeglichen ,waldwuchses wieder zu ,gunsten der echten ,steppe4 ,in diesem ,falle wrden unsere ,enkel gerade umgekehrt heiere1 drrere ,sommer zu erwarten haben4 ,die russische ,landschaft wrde sich in einer unaufhaltsamen ,bewegung auf uns an befinden4 ,das pltzliche oder periodische ,auftauchen russischer ,steppentiere in ,norddeutschland1 das wiederholt beobachtet worden ist1 wre ein ,vorzeichen gewichtiger ,art4 ,so ist das ,steppenhuhn geradezu von den echten chinesischen ,wsten her in den letzten vierzig ,jahren zweimal bei uns aufgetaucht auf einer ,vogel-,vlkerwanderung1 deren ,ursache uns ebenso verschleiert ist wie die groe der geschichtlichen deutschen ,vlkerwanderung4 ,ein alter ,freund unserer ,steppen-,zeit1 der kleine1 museartige ,ziesel1 den die zunehmende ,waldperiode nach ,osten gedrngt hatte1 wandert neuerdings in ,schlesien langsam wieder westwrts4 ,auch unsere braune ,hausratte ist bekanntlich erst seit nicht ganz zweihundert ,jahren als solcher russischer ,vorposten bei uns mit glnzendstem ,erfolge eingekehrt4 ,so spannen sich1 whrend mein ,bahnzug immer tiefer in die schwarze ,nacht hineinsank1 meine ,gedanken ins ,nebelhafte der ,zukunft1 wo die festen ,landschaftsbilder sich selber schlielich auflsen in phantasierende ,gedanken4 ,und nur ein letztes greifbares ,einzelbild drngte sich mir noch mit der ,wucht innerer ,logik zu den andern vor die ,seele4 ,ich befand mich vor nicht langer ,zeit auf dem ,landgute eines lieben ,freundes1 des ,dichters ,wilhelm von ,polenz in der ,oberlausitz4 ,ein altes ,schlo mit so viel feinen ,individualzgen der ,geschichte1 da man es unter einer ,glasglocke in ein ,museum stellen mchte4 ,wendische ,mdchen1 ein ,stck lebendiger ,geschichte4 ,alter ,urgrund kristallinischen ,gesteins1 in dessen ,mulden jene drei ,riesen der ,diluvial-,zeit kulturfhigen ,boden geschaufelt4 ,der ,blick fat ein weites ,stck deutscher ,landschaft1 begrenzt wie durch erstarrte blaue ,kmme eines versteinten ,meeres1 ,bruchtrmmer der sinkenden1 sich werfenden1 aus ,spalten wieder hochquellenden alten ,erdrinde4 ,der flache ,klotz des ,erzgebirges4 ,die trotzigen ,basaltkuppen ,bhmens1 einst in der palmenfrohen ,tertir-,zeit durch ,entlastung des ,tiefengesteins vulkanisch aufgeworfen wie kolossale ,maulwurfshaufen4 ,ganz fern die lange violette1 vom ,zahn der ,himmels-,wasser zernagte ,granitmauer des ,riesengebirges4 ,und dann die ,ebene1 die unendlich weite1 durch die die ,spree abfliet wie ein murmelnder ,bach in einer einzigen endlosen platten ,wiese1 -- man trumt1 man msse ber den ,kirchturm von ,hochkirch hinweg bis ,berlin sehen knnen 4444 ,das war naturechter ,ausblick1 unverrckbar einstweilen fr ,menschenhand4 ,deutsche ,landschaft in der ,hand der ,erde1 die sie geschaffen hatte1 die sie1 in ,krisen neuer ,faltung1 allein auch wieder vernichten mochte4 ,aber sonst berall ,menschenwerk4 ,wir sprachen vom ,walde4 ,ich lie mir erzhlen1 wie der ,gutsbesitzer von heute aus praktischen ,grnden seines ,geldbeutels keinen ,laubwald mehr mag und so gut wie ausschlielich den ,nadelholzstand hegt und weiter treibt4 ,das stand nicht mehr in der ,linie von ,tundra1 ,sumpfwald1 ,nadelholzwald und ,steppe4 ,hier herrschte einstweilen der fr sich rechnende ,mensch4 ,auf lange ,jahrhunderte mindestens entschied er in der norddeutschen ,landschaft kraft seiner ,kulturmittel fr das ,nadelholz als den nchtern praktischen deutschen ,geld-,baum4 ,am ,rande einer solchen ,schonung waren aber edle ,weymouths-,kiefern gepflanzt4 ,die erste ist im achtzehnten ,jahrhundert von ,kanada nach ,england gebracht worden1 von dem ,lord1 dessen ,namen sie noch trgt4 ,in jenen alten ,tagen der grten ,baumpracht ,deutschlands1 in der ,tertir-,zeit1 ging eine wirkliche ,landbrcke von ,europa nach ,nordamerika4 ,frei flutete der grne ,strom schner ,bume herber und hinber4 ,als die ,eiszeit mit ihrer entsetzlichen ,walze und die baumfeindliche ,steppe fr ,deutschland vorber waren1 bestand solche transatlantische ,brcke lngst nicht mehr4 ,was das verdete ,land jetzt an ,bumen langsam von ,sden her zurckerhielt1 das war nur eine kmmerliche ,auslese im ,vergleich zu der alten ,pracht1 die kleine ,auslese dessen1 was eben in ,sdeuropa sich noch gehalten hatte1 keineswegs aber die ganze ,flle mehr1 die dem gemigten ,klima nach jetzt wieder htte bei uns gedeihen knnen4 ,wahrscheinlich hat die groe ,barriere der ,alpen1 die ,europa im ,sden noch einmal abschlo und der vor der ,nord-,klte flchtenden ,tertirflora dort eine neue ,kltemauer in den ,weg warf1 vernichtend auf den grten ,teil der ,flora im entscheidenden ,moment gewirkt4 ,in ,nordamerika lagen die ,dinge besser1 dort war die gute ,waldflora vor der ,klte einfach sdlich gewichen1 ohne zwischen zwei ,eiswnde zu geraten1 da gegen den warmen ,busen von ,mexiko zu 7den die ,eiszeit so wenig erreichte wie das ,mittelmeer7 keine stauende ,alpenschranke mit eigener ,gletscherentwickelung lag4 ,als die ,klte wich1 kam sie im ganzen unbeschdigt zurck auch wieder ins nrdlichere1 gemigte ,amerika4 ,europa hatte davon aber zunchst auf ,jahrtausende nichts1 da die ,landbrcke gerade jetzt fehlte4 ,doch seltsamer ,schicksalsweg4 ,der ,baumstamm1 die ,planke aus ,fichtenholz1 lehrte den ,menschen1 wohl noch in ,eiszeit-,tagen1 wie man trennendes ,wasser knstlich berwindet4 ,und auf dieser ,schiffsplanke des ,menschen1 diesem schwimmenden ,pflanzenleib selber hat sich dann doch eines ,tages die groe transatlantische ,brcke1 die der ,erdball versagte1 gerade fr die ,flora wiedergefunden4 ,der tote ,baum1 vom ,menschen vergeistigt durch die ,zweckmigkeitsidee des ,werkzeugs1 trug den lebendigen zurck4 ,ueber den blauen ,ozean sah ich sie im ,geiste so anschwimmen3 die ,geretteten vor der ,eiszeit in ,nordamerika1 die die alte deutsche ,erde1 die losgelste ,ecke des ,europaamerika von ehemals1 neu begrten4 ,gleich jene ,weymouths-,kiefer war ein ,beispiel3 sie war in der ,tertir-,zeit ber ganz ,europa weit verbreitet gewesen4 ,im ,schlogarten meines ,freundes ragte aber ein anderes1 noch viel prchtigeres4 ,da stand auf der einen ,seite eine ungeheure1 ehrwrdige ,linde1 also einer der schnsten deutschen ,bume1 die mit dem ,walde berhaupt vor alters schon zu uns zurckgekommen sind4 ,grtnerhand hatte freilich auch dieses ,riesenexemplar von frh auf in die seltsamste ,kunstform gezwungen1 -- also doch schon halbes ,menschenwerk4 ,auf der anderen ,seite aber wurde als zweite ,merkwrdigkeit mir ein lichtgrner ,tulpenbaum gezeigt4 ,auch er hatte hier schon frmliche ,altersrechte4 ,und doch sind alle ,tulpenbume unserer ,grten erst durch ,menschenhand wieder herberverpflanzt aus ,nordamerika in den vierhundert ,jahren seit ,columbus4 ,in der ,kreide-,zeit1 als zuerst ,laubbume berhaupt auftauchten1 wuchs der ,tulpenbaum schon ganz nahe dieser ,sttte1 in ,bhmen1 wild4 ,in der ,tertir-,zeit ging er bis ,island und ,grnland hinauf und war ber ganz ,europa verbreitet4 ,aber kein lebendiger ,stamm berdauerte bei uns die ,eiszeit1 auch in ,sdeuropa nicht4 ,gestrichen war er als deutscher ,baum aus dem ,buch des ,lebendigen1 bis die ,nachfolger des ,columbus ihn in ,nordamerika neu auffanden -- und als fremdlndische ,seltenheit wieder heimbrachten und unter anderem auch hier in der ,lausitz zur deutschen ,linde in den ,schlopark pflanzten4 ,mein ,freund1 der ja nicht nur ,landwirt1 sondern der treffliche1 weit bekannte ,dichter ist1 wird vielleicht einmal einen ,baum daneben setzen1 der eben so lichtes1 lustiges ,smaragdlaub hat und dabei geweiht ist durch liebliche ,verse ,goethes3 den ,gingko4 ,der hat nun noch einen verwickelteren ,roman4 ,zunchst ist er1 was ihm freilich kein ,laie ansieht1 ein echtes ,nadelholz1 das sich aber erlaubt1 statt ,nadeln die zierlichsten grnen ,bltter zu tragen1 doppelt gelappte ,bltter1 deren jedes wie aus einem ,zwillingspaar verwachsen erscheint4 ,die ,eigenart erklrt sich1 wenn man hrt1 da der ,gingko bis in die ,zeit der ,erdgeschichte zurckreicht1 da die ,grenze zwischen ,farrnkraut und ,brlapp einerseits und den ,nadelhlzern berhaupt noch schwankte4 ,sein ,blattwerk steht sozusagen auf der ,kippe zwischen ,farrnblatt- und ,nadelholzmerkmalen4 ,solcher ,gestalt begann er schon in der ,steinkohlenzeit4 ,als der ,ichthyosaurus schwamm1 grnte er als deutscher ,baum bei ,bayreuth4 ,in der ,kreide-,periode wuchs er in der ,schweiz1 in der ,tertir-,zeit von ,italien bis ,grnland4 ,dann ist es1 als habe eine ,hand ihn fortgewischt von der ,tafel der ,erde4 ,auch ,amerika1 das treue1 hat ihn nicht mehr4 ,da pltzlich wird er vor zweihundert ,jahren in ,japan als heiliger ,baum8 in ,tempelhainen entdeckt4 ,wie er dahin gekommen und wo er wild wchst1 wei an ,ort und ,stelle niemand4 ,und unsere ,botaniker wissen es heute noch nicht4 ,der importierte ,zierbaum ist im ,garten aber so wetterhart1 da man ihn ohne ,gefahr unserm kltesten deutschen ,winter aussetzen kann4 ,so kommt aus ,winkeln der ,erde durch ,menschenschlauheit unser ltester ,heimatsbesitz ,stck um ,stck wieder zusammen4 ,sie hat ja auch gelegentlich ganz neues hinzugeliefert1 diese berseeische8 ,epoche unserer ,landschaftsgeschichte4 ,ich erinnere nur an unsere sdamerikanische ,kartoffel1 die fr uns ,charakterpflanze geworden ist wie nur irgend eine4 ,es ist mit ihr gegangen wie am ,mittelmeer mit der ,agave und dem ,feigenkaktus4 ,beide sind waschechte ,amerikaner4 ,aber sie beherrschen heute einfach das ,landschaftsbild4 ,preller1 als er seine odysseischen ,landschaften malte1 hat den ,dulder ,odysseus und die schne ,circe naiv zwischen hohe ,agavenblten und ,kaktushecken gestellt1 als htte es nie anders sein knnen4 ,wenn dazu am italischen ,meer australische ,eukalyptus-,bume ihre ,sulenstmme zum blauen ,himmel recken1 so empfindet man1 was das ,wort heit3 der ,mensch ,herr der ,erde4 ,an dem gleichen ,bahndamm meines ,heimatortes ,friedrichshagen1 ber den ich alljhrlich die ,keilgeschwader der ,wildgnse dahinziehen sehe1 freut mich ebenso jhrlich die gelbe ,bltenpracht der ,oenothera1 -- der ,nachtkerze4 ,weithin berzieht sie den ganzen ,bahnabhang1 -- ,ideen weckend beim stillen ,wanderer1 der den ,fragen der modernen ,biologie folgt4 ,denn es ist der ,gattung nach die ,wunderpflanze1 aus der ,de ,vries eine ganze neue geistvolle ,variante der ,darwinschen ,entwickelungstheorie herausgelesen hat4 ,wer wrde sie nicht fr eine ,charakterpflanze ersten ,ranges unserer mrkischen ,landschaft halten8 ,und doch ist auch sie aus ,nordamerika erst eingefhrt und dann verwildert4 ,die erste ,art kam #afad aus ,virginien zu uns4 ,europa ist heute zahm wie wild ein ,garten des ,menschen4 ,und ein ,beet nur mehr dieses ,gartens ist die deutsche ,landschaft4 ,wird der ,mensch bei allem berwltigenden ,reichtum seiner ,mittel aber immer ein umsichtiger ,grtner sein8 ,durch meinen ,sinn1 wie ich so in die ,nacht hineinfuhr1 zogen auch trbe ,stimmungen4 ,ich dachte an leichtsinnig zerstrte deutsche ,landschaftsschnheit4 ,die wundervollen ,elbsandsteinfelsen bei der ,bastei1 von roher ,steinbrucharbeit angenagt4 ,das idyllische ,siebengebirge1 die ,perle der gesamten ,rheinlandschaft1 schon in weiten ,teilen fortgefressen durch gleichen ,raubbetrieb4 ,die ,urwaldpracht des ,spreewaldes von ,jahr zu ,jahr eingeengt1 aufgesaugt von winzigen ,augenblickszwecken einer wahren ,pygmenkultur4 ,dazu eine nivellierende staatliche ,forstkultur1 die1 um das ,aergernis eines hohlen ,baumes zu beseitigen1 eine schne deutsche ,vogelart um die andere am ,mangel an ,nistgelegenheit aussterben lt4 ,landschaftliche ,schutzgesetze1 die zu spt kommen an ,orten1 wo ein ,narr in einer ,woche mehr roden und ausrotten kann1 als die ,natur in ,jahrtausenden schenkt4 ,noch ist es zum ,glck an unzhligen ,orten nicht zu spt4 ,aber ,heimatschutz8 mu eine ,tat werden1 eine ,gewalt1 -- nicht blo ein ,wort4 ,wie unsere deutsche ,landschaft dasteht1 ist sie ein ,kunstwerk1 aus all seinem ,zeitenwandel doch mit allen ,mitteln der groen ,zauberknstlerin ,natur einheitlich herausgestellt4 ,nun ist diese ,natur eingesunken in uns1 wir sind ihre ,augen1 ihre ,hand4 ,und wir1 die wir uns unserer bewuten ,kunst8 so stolz zu rhmen pflegen1 -- sollten wir uns nicht auch hier bewhren8 ,bewhren1 -- indem wir vor allem begreifen1 da in solcher ,landschaft wirklich ein groes ,kunstwerk uns anvertraut ist1 das wir wohl organisch weiterentwickeln1 aber nicht plump zerstren sollen4 ,der ,kampf um die ,haut des ,riesenfaultiers4 ,ein ,kapitel aus ,wahrheit und ,dichtung ,im uersten ,sden ,sdamerikas1 an der ,westkste ,sd-,patagoniens1 da1 wo der ,stille ,ozean sich in so viel ,fjorden und ,kanlen in das ,land einfrit1 da es frmlich zerlumpt aussieht1 liegt ein ,kanal mit dem vertrauenerweckenden ,namen ,ultima ,esperanza4 ,an diesem ,kanal wohnt auf seiner ,besitzung ein ,kapitn mit dem vllig harmlosen ,namen ,eberhard4 ,auf dieser ,besitzung steht ein ,busch und an diesem ,busche hing in der ,zeit von #ahie bis #ahig ein ,tierfell4 ,es hatte anfangs die ,gre einer ,ochsenhaut1 war anderthalb ,zentimeter dick1 durch in die ,haut eingebettete kleine1 bohnengroe ,knchelchen steinhart1 und auf der ,oberflche mit zolllangen1 rotgelben ,haaren bedeckt2 ,kopf und ,beine fehlten4 ,spter schmolz es in der ,gre mehr und mehr zusammen1 denn jeder ,durchreisende nahm sich ein ,stckchen davon zum ,andenken8 mit4 ,ohne besondere zoologische ,skrupel merkten diese harmlosen ,passanten doch1 da es weder ein ,fell des ortseinheimischen ,lamas1 noch des ,silberlwen 7,puma71 noch eines ,hirsches oder ,fuchses war4 ,schlielich hing es aber nun einmal da und irgendwo mute es schon herstammen4 ,man schnitt sich also sein ,streifchen herunter1 zog ab und verga die ,sache4 ,bis solche ,fellstcke pltzlich in die ,hnde von ,naturforschern gerieten4 ,da nderte sich die friedliche ,sachlage mit einem ,schlage4 ,es trat der ,fall ein1 sehr hnlich etwa dem1 wenn ein ,naturforscher aus seinem ,museum heraus zufllig in die groe ,berliner ,markthalle geriete und fnde in einem der hbschen appetitlichen ,fischksten einen frischgeschlachteten ,ichthyosaurus zum ,verkauf ausliegen4 ,an jenem ,busch in ,patagonien hing nmlich einfach das leibhaftige ,fell eines jener antediluvialen ,muster-,scheusale1 die unsere ,lehrbcher an erster ,stelle aufzufhren und abzubilden pflegen3 eines sogenannten ,riesenfaultiers4 ,auf einmal rissen die ,gelehrten1 die ,museen sich um ein winzigstes ,anteilfleckchen an diesem unglaublichen ,fell4 ,der ,professor ,ameghino in ,la ,plata brachte zuerst die weitesten ,fachkreise in ,aufruhr durch die lakonische ,nachricht3 das ,riesenfaultier1 dieses aufflligste1 seltsamste1 berhmteste aller vorweltlichen ,ungetme1 lebe heute noch6 ,es msse noch leben6 ,in offener ,sonne fhren ,stcke seines ,fells wie etwas ,selbstverstndliches im ,lande herum1 gingen von ,hand zu ,hand1 -- blo unsere ,geologen-,weisheit hinke bisher hintennach4 ,auf zur ,suche nach diesem ,stoff aller ,stoffe fr den ,tierkundigen am ,ausgang des neunzehnten ,jahrhunderts6 ,seit diesem ersten ,aufschrei eines tiefbewegten ,entdecker-,herzens ist gesorgt1 da die ,haut von ,ultima ,esperanza in den ,annalen der ,naturforschung mindestens den ,ruhm erwirbt1 den in der ,geschichte die sagenhafte ,kuhhaut ,frau ,didos seit alters sich wahrt4 ,denn die wunderbaren ,nachrichten haben sich seitdem fortgesetzt gehuft zu einem nachgerade ganz einzigartigen ,buch der ,chronika4 ,in der ,stunde1 als zum erstenmal jenes mysterise rote ,fell an seinem ,busch in ,patagonien hing und das ,messer des ersten unwissenden ,beschauers dort in ein 7wissenschaftlich bis dahin nicht anders zu bezeichnendes7 wirkliches ,stck ,urwelt8 schnitt1 -- zu jener ,stunde hatte das betreffende ,ungetm1 das ,riesenfaultier1 selber bereits mehr als ein ,jahrhundert lang ideell sich eine ,gasse im tiefsten naturphilosophischen ,denken der ,menschheit ausgelaufen4 ,auf diesem neuen ,behemot hatten1 bildlich gesprochen1 die scharfsinnigsten ,leute mit ,aufbietung all ihrer ,weisheit wie ,klgelei der ,reihe nach geritten4 ,voran kein geringerer als ,altmeister ,goethe4 ,dann in seiner bedeutsamsten ,lebensstunde ,darwin4 ,und so und so viele mehr4 ,die ,wurzeln der ,geschichte gehen rund zurck bis auf die ,entdeckung von ,amerika4 ,weiter knnen sie fglich nicht gehen1 denn es ist bisher weder von ,riesenfaultieren noch von anderen zoologisch echten und nicht blo symbolischen ,faultieren irgend etwas lebend oder tot je in der alten ,welt8 entdeckt worden4 ,columbus1 wie allbekannt1 fand ,amerika nicht weil1 sondern trotzdem4 ,was er suchte und gefunden zu haben glaubte1 war die ,ostkste ,asiens4 ,im ,angesicht der ppigen ,tropenwlder ,cubas und ,haytis fahndete er auf die ,tier- und ,pflanzenformen ,chinas und der ,sundainseln1 soweit man von solchen damals berhaupt schon in der hchst schwachen naturgeschichtlichen ,lesefibel etwas wute4 ,und erst als dieser geographische ,grundirrtum berwunden war1 begann bei seinen ,nachfolgern das ,interesse an der ,neuheit und den ,wundern einer wirklich amerikanischen ,tierwelt84 ,im ,kulturreich ,mexiko1 auf dessen ,golddcher die ,eisenfaust der ,spanier zunchst niederprallte1 war das ,studium verhltnismig bequem gemacht1 denn der ,hof von ,mexiko unterhielt schon regelrechte ,tiergrten1 die alle wichtigsten ,landesformen vor ,augen stellten4 ,da fiel aber nun eins alsbald auf4 ,die ,tierwelt der neuen ,welt hat fr den ersten ,anblick etwas ,verkommenes4 ,die wichtigsten ,gestalten hneln solchen der alten ,welt bis zu einem gewissen ,grade1 stellen sich aber dann gegenber wie ein armer ,rest1 ein versprengtes ,fragment4 ,ein einziger ,bffel4 ,eine einzige ,antilopenart4 ,der eine kleine ,tapir anstatt der ,elefanten1 ,nilpferde1 ,nashrner4 ,das kleine ,lama fr das groe ,kamel4 ,die ,affen durchweg winzige ,gesellen1 eher ,eichhrnchen hnlich4 ,und so weiter4 ,nur ein ,trost fr sehnschtige ,zoologenherzen schien offen4 ,wenn schon alles einen armen ,anstrich da drben zu haben schien1 so gab es unter diesen ,duodez-,gestalten mindestens eine gewisse ,reihe ganz besonders merkwrdiger1 nirgendwo so zu fassender ,einzel-,gesellen1 die dennoch dem ,begriff ,fauna von ,amerika8 ihren ,ruf im ,engeren wahrten4 ,als ein ,kabinett-,stck dieser bescheideneren ,ecke ist nun sehr frh schon in ,ruf gekommen -- das ,faultier4 ,selber auch nur so ein kleiner ,kerl1 etwa einer stattlichen ,katze gleich1 schien es ,lebensgewohnheiten zu haben1 die ihm ,weltruf bedingten4 ,festgekrallt fand man es im dicksten ,urwaldgezweige1 schlafend4 ,und die ,legende wute alsbald nicht genug von seiner ,faulheit8 zu melden4 ,ist es doch in der ,zeit seither sprichwrtlich geworden bis in unsere ,kinderfibeln1 unser ,zeitungsdeutsch hinein1 die beide nicht im ,geruch von allzuviel vorgeschrittener ,zoologie stehen4 ,heute wissen wir1 da das ,faultier wie so viele steifnackige ,individualisten in den meisten ,zgen bse verleumdet worden ist4 ,gewi3 es hngt1 eher wie ein zufllig dahinauf geschleuderter ,strohwisch1 denn wie ein rechtschaffenes bewegliches ,sugetier anzuschauen1 tagsber schlafend in seinem immergrnen tropischen ,bltterversteck1 -- die ,beine nach oben am ,ast verankert und den ,kopf mit dem greisenartig zahnarmen ,maule in den eigenen ,haarwust versenkt4 ,ein ,teil unserer ,leser wird es in dieser belehrenden ,stellung aus dem ,berliner ,zoologischen ,garten kennen4 ,in eine beliebige ,ecke planlos zwischen ,kletterbaum und ,gitter gezwngt1 erscheint es in seiner schier unmglichen ,stellung wie herausgeschnitten aus einem jener kstlichen ,bilder ,wilhelm ,buschs1 wo ein schwer umnebelter ,student jh entschlummert ist1 das eine ,bein ber der harten ,bettlehne und belastet mit zwei im ,sturz mitgerissenen ,uhrperpendikeln1 der eine ,arm im ,waschbecken und der ,kopf eingezwngt in die ,zange des ,stiefelknechts4 ,und wer nun diesen wirr verstapelten ,haarklumpen herunterholt1 auf den ,boden legt und zum ,auftauen8 bringen mchte1 da er etwa dahin renne wie eine ,ratte oder hpfe wie ein ,knguruh3 der erlebt jetzt vollends zunchst ein ,tier1 das sich auch wachend sehr wenig anders benimmt1 als ein verzauberter ,strohwisch4 ,das alles aber besagt nicht viel4 ,man mu den eigensinnigen ,individualisten mit den ,augen jener ,lehre von der ,anpassung8 aller ,wesen an ihre ,umgebung anschauen und auch er wird in seiner ,weise ein ,kunstwerk4 ,das ,faultier ist der ,hhepunkt einer ,anpassung an das ,leben im ewig grnen1 ewig dichten1 ,meile um ,meile nirgendwo unterbrochenen ,bltterdickicht des amerikanischen ,tropenurwaldes4 ,fr dieses sein ,element ist es statt beweglicher ,pfoten mit den schauerlichen ,hakenkrallen versehen1 wie sie kein zweites ,sugetier so am ,leibe besitzt1 -- die aber der kluge ,mensch spter1 als er ber alle ,tiere heraufkam durch die ,erfindung des uerlichen ,werkzeuges1 sich genau so noch einmal uerlich erfinden mute in ,gestalt des unentbehrlichen ,kleiderhakens4 ,fr diese seine konsequent bodenabgewandte ,kletterei hat es ferner seine ganzen hinteren ,gliedmaen sich so einkrmmen lassen1 wie ,beine eines ,embryo im ,mutterleibe1 da sie allerdings zum ,laufen schlechterdings untauglich geworden sind4 ,mit dem ganzen ,leibe hat es sich dazu dermaen aufs ,abwrtshngen eingerichtet1 da der ,scheitel seines dickborstigen ,haarkleides an den stets oben liegenden ,bauch anstatt an den ,rcken geraten ist4 ,es hat sich 7wenigstens in einer ,gattung7 mehr ,halswirbel angeschafft1 neun statt der sonst gebruchlichen ,sugetier-,ziffer ,sieben1 auf da es beim ,abwrtshngen das ,gesicht ohne ,krpernderung wie die ,eule der ,legende regelrecht nach hinten drehen knne4 ,und es hat sich gewisse besondere ,aderverzweigungen im ,blutnetz seiner ,glieder zugelegt1 die diese ewig krumm eingekrallten ,leibestrger vor dem ,einschlafen8 durch ,blutstockung bewahren4 ,kurz3 ein geradezu geniales ,anpassungskunststck ist es1 das mit einem so dummen ,schlagwort wie faul8 gar nicht zu fassen ist1 geschweige denn1 da man damit grob moralisierend ber es aburteilen knnte4 ,auf diesem vernnftigen und milden ,betrachtungsboden war man nun freilich vor hundert und einigen ,jahren noch lange nicht4 ,gerade damals aber feierte das verlsterte ,faultier einen ,triumph noch ganz besonderer ,art4 ,es widerlegte nmlich ganz allein in gewissem ,sinne jenen anderen ,ruf ,amerikas als des ,landes der kleinen und verarmten ,tierformen4 ,im ,jahre #aghi ist das4 ,ein ,jahr nach dem ,tode des groen ,buffon1 der damals zur rechten ,zeit starb1 ehe ihn1 den ,hof-,tier-,historiographen von ,paris1 die ,charybdis der ,revolution verschlingen konnte4 ,buffon1 der die geistreichen ,antithesen liebte1 hatte sich so recht satt schwelgen knnen in dem ,gegensatz der tierfrohen alten und der tierarmen neuen ,welt1 und die ,faulheit des ,faultiers hatte er bis ins ,aschgraue rednerisch ausgemalt4 ,in diesem ,jahre aber kommt in ,sdamerika das ,gerippe eines ,ungeheuers zu ,tage1 das der ganzen ,verarmungslehre mindestens fr vorsndflutliche ,tage den ,gnadensto gibt4 ,da1 wo ,sdamerika ber die ,sdhalbkugel der ,erde tief hinab immer mehr sich zuspitzt1 treten in den ,raum vom ,hochgebirge zur ,see allmhlich immer mehr an ,stelle der tropischen ,walddickichte jene unermeliche ,ebenen1 die man ,pampas nennt4 ,den ,grund bilden gelbe und braune ,lehmmassen1 ungeheure ,sandaufschttungen1 teils ,schwemmland der groen ,strme1 teils alte ,meeresdnen1 teils endlich wahre ,sandfluten1 die wilde ,wstenstrme hier zu irgend einer ,zeit einmal in rieselnde1 lose nur zusammengebackene ,sandwellen geworfen haben4 ,alljhrlich in der feuchten ,zeit ergrnen diese endlosen ,flchen von ,steppengras4 ,lamas1 ,hirsche und amerikanische ,nandu-,straue bergen sich in dem grnen ,plan2 seit die europischen ,ansiedler von der ,kste aus ihr ,vieh eingefhrt und lssig zur ,verwilderung in der uferlosen ,fruchtbarkeit gebracht haben1 auch halbwilde ,rinder und ,pferde in unzhligen ,massen4 ,in diesem ,pampasgebiet1 in der regellosen ,scholle seines ,lehms -- sei es1 da ein ,flu whlend frmliche ,querschnitte blolegt1 sei es1 da der ,mensch herumbuddelt und ,grben und ,sandgruben auswirft --3 berall da bieten sich1 nur ganz lose verscharrt1 massenhaft ,knochen dar4 ,knochen von ,sugetieren zunchst fremdester ,art4 ,und ,knochen vielfach von einer geradezu riesenhaften ,gre4 ,sie liegen keineswegs blo fr ,sonntagskinder alle ,jubeljahr einmal sichtbar da1 diese ,knochen4 ,alle drei ,schritte beinahe lang stt der schlichteste ,wanderer darauf4 ,kinder whlen kolossale ,schdel aus der ,sandgrube1 wo sie spielen4 ,im ,fluufer erscheinen dem ,ruderer gespenstisch scheuliche ,gerippe1 vom ,wasser losgenagt4 ,steinharte ,panzer wlben sich aus der ,tiefe vor1 wie im ,sand begrabene ,eskimohtten4 ,der naive ,mann behilft sich damit1 da in diesem ,pampas-,lehm ein ,volk ungeheurer ,maulwrfe whle4 ,kommen sie ans ,licht1 dann sterben sie und lassen ihre ,knochen liegen4 ,der ,naturforscher aber sagt sich1 da hier frher einmal ein ganzer ,hexensabbat fratzenhafter ,sugetiere wirklich die ,oberflche belebt haben msse4 ,sandstrme1 ,dnenbildung einer fter wechselnden ,seekste und das ,schwemm-,material periodisch zu wilder ,ueberschwemmung losstrzender ,flsse mit flachem ,ufer haben die ,gebeine dieser ,riesen gelegentlich verschttet4 ,wo sich jetzt der ,sand spaltet1 gibt er sie wieder frei wie ein alter ,hgel bei uns1 der seit grauer ,heidenzeit eine ,grabsttte wahrt1 pltzlich aber durch den ,bau einer ,eisenbahn oder einen ,absturz bei ,hochwasser seltsame ,aschenkrglein1 ,spangen und ,rstungsteile eines verschollenen ehrwrdigen ,altvordern an die profane ,sonne wirft4 ,also geschah's auch in jenem ,jahre #aghi4 ,was der ,pampas-,lehm aber damals ans ,licht spie1 das war doch noch etwas mehr als ein beliebiges altes ,tiergeripp und ,totenbein4 ,in ,lujan bei ,buenos-,ayres war es4 ,es handelte sich nicht um einen einzelnen groen ,knochen4 ,was kam1 war ein vollstndiges ,gerippe von rund vierzehn ,fu ,lnge bei acht ,fu ,hhe4 ,das ging in der ,lnge also ber den ,elefanten1 das grte lebende ,landtier der alten ,welt1 hinaus4 ,und dazu maen die ,oberschenkel allein in der ,breite nahezu das ,dreifache von denen des strksten ,elefanten4 ,ein solches ,sugetier war bisher einfach unerhrt4 ,der ,vizeknig ,marquis di ,loretto schickte den ganzen ,knochenberg seiner ,regierung in ,madrid ein4 ,der ,prosektor ,jean ,baptiste ,bry setzte die ,ungestalt im ,museum naturgetreu wieder zusammen und ,don ,j4 ,garriga lieferte #agif den ersten offiziellen ,bericht4 ,mit diesem ,goliath konnte ,amerika jetzt khn sein ,jahrhundert in die ,schranken fordern4 ,von allen ,sugetieren der ,erde war ihm blo noch der ,walfisch ber und der gehrte dem internationalen ,weltmeer an4 ,freilich war es ein ehemaliges1 ein1 wie es schien1 lngst ausgelebtes ,geschpf4 ,was konnte aber noch wieder mehr berraschen als eine ,darlegung des grten damals lebenden ,zoologen1 ,georg ,cuviers4 ,er bewies schlagend1 da dieser ,goliath des ,pampas-,lehmes nichts anderes sei1 als ein ins ,kolossale bersetztes -- ,faultier4 ,der gesamte ,knochenbau entsprach unverkennbar dem des ,faultiers4 ,allerdings mute man sich entschieden einiges in der ,lebensweise dabei umdenken4 ,die ,erde hat in altvergangenen wie jungen ,tagen gewaltige ,bume hervorgebracht4 ,der ,eukalyptus ,australiens wchst so hoch empor wie die ,klner ,domtrme1 und der dicke afrikanische ,baobab bildet ,laubkronen von fnfzig ,metern ,durchmesser4 ,aber ,bume1 die ein ,klettertier von ,elefantengre und viel mehr als ,elefantenschwere getragen htten1 hat es doch wohl zu keiner ,zeit gegeben4 ,das ,riesenfaultier sah denn auch gar nicht unmittelbar nach ,klettern aus4 ,seine ungeheuren ,krallenklauen hatten ihm zweifellos das ,umbrechen oder ,wurzelausgraben ganzer ,bume zum ,kinderspiel gemacht4 ,so mochte es recht wohl in einer ,grasebene mit nur vereinzelt stehenden ,gehlzen auf flachem ,boden gehaust haben4 ,von ,busch zu ,busch trabend1 schlug es sich bald hier1 bald da seinen ,stamm ab oder grub sich ganze ,baumwurzeln zum ,frhstck aus der ,erde4 ,das alles natrlich in lngst verschollener ,zeit4 ,cuvier1 der das ,studium gerade der ausgestorbenen1 der urweltlichen8 ,tiere mit besonderem ,eifer als etwas damals ,neues betrieb1 zweifelte keinen ,augenblick1 da er die ,knochen auch hier eines heute ganz unmglichen ,vorwelt-,riesen vor sich habe1 der allerdings im ,system zu den noch lebenden kleinen ,faultieren zu stellen sei4 ,in anbetracht1 da es an ,gre der ,knig aller ,landsugetiere sei1 taufte er das ,geschpf schlechtweg ,megatherium1 was eine ,uebersetzung von ,grotier8 sein will4 ,der ,name hat sich unausrottbar eingebrgert1 obwohl sprachlich ,megalotherium8 richtig gewesen wre4 ,die ,zeit1 wann solche ,megatherien noch lebend ihr ,land unsicher gemacht haben knnten1 schob er dabei sehr ins ,weite zurck4 ,irgend eine frchterliche ,ueberschwemmung oder sonst etwas derart mochte sie radikal vernichtet und ihre ,knochen im ,pampas-,lehm1 den die ,flut angeschwemmt1 begraben haben4 ,wer damals noch fest an gewisse alte ,ueberlieferungen glaubte1 der nahm wohl schlicht an1 es sei die berhmte ,sintflut selber gewesen1 die das vollbracht htte4 ,cuvier freilich wollte die ,geschichte schon noch weiter zurcklegen4 ,er glaubte an mehrere ,epochen der ,erdgeschichte noch vor dem ,auftreten des ,menschen1 von denen jede ihr besonderes ,tiervolk und ihre besondere vernichtende ,schlukatastrophe besessen haben sollte4 ,in einem solchen ,epochen-,schluakt waren ihm auch die ,megatherien schon bis auf den letzten ,kopf vertilgt und begraben worden1 lange ehe der erste ,mensch die ,erde betreten hatte4 ,darber lie sich ja im einzelnen noch streiten1 auf alle ,flle schob sich das ,datum aber gehrig weit zurck4 ,fr die ,sintflut-,anhnger kamen doch mindestens ein paar tausend ,jahre in ,betracht4 ,die ,cuvierianer aber gerieten in der ,folge meist in immer lngere ,rechnungen hinein4 ,im ,lauf des ,jahrhunderts konnte man in populren geologischen ,werken ab und zu lesen1 da wohl sicher ,millionen ,jahre verflossen seien seit dem ,aussterben jener amerikanischen ,riesenfaultiere4 ,jedenfalls gab es fr ,fachleute und ,laien fortan kaum ein interessanteres1 die ,gedanken mehr aufrttelndes ,geschpf der ganzen ,urwelt als dieses ,grotier84 ,als der geniale1 wissenschaftlich geschulte ,zeichner d',alton #ahba ein ,heft famoser ,kupfertafeln ber die ,gerippe der ,faultiere herausgab1 ergriff der alte ,goethe selber dazu das ,wort4 ,er widmete dem ,megatherium einige ,seiten1 die nachmals zu einem seiner wichtigsten ,bekenntnisse geworden sind4 ,mit grter ,klarheit hat er sich nmlich gerade darin als ,vorlufer ,darwins erwiesen4 ,indem er das lebende und das ausgestorbene ,faultier miteinander vergleicht1 betont er1 er glaube an die ewige ,mobilitt aller ,formen in der ,erscheinung84 ,in allgemeinster ,fassung mochte das ja so damals schon ,gemeingut gar vieler bedeutender ,kpfe sein4 ,es steckte die ,anerkennung einer ewigen ,fortentwickelung der ,welt darin4 ,herder und so mancher andere htte es gewi nicht verleugnet4 ,aber was ,goethes ,stellung scharf individualisiert1 ist die ,anwendung der allgemeinen ,idee bereits auf einen so streng zoologischen ,fall wie das ,geripp der ,faultiere4 ,er verschanzt sich im weiteren der ,stelle zwar etwas hinter einigen poetischen ,ausdruck81 den er anwende1 da berhaupt ,prosa wohl nicht hinreichen wrde84 ,aber dann gibt er ein ,bild1 wie er sich die ,dinge denkt1 dessen ,poesie8 eigentlich nur darin besteht1 da es prophetisch schon vollstndig die strengste darwinistische ,denkweise beinahe vierzig ,jahre vor ,darwin bettigt4 ,fr ,goethe trennt keinerlei vernichtende ,katastrophe das ,riesenfaultier vom heutigen ,faultier4 ,das letztere hat sich einfach restlos aus ersterem entwickelt4 ,da das ,riesenfaultier nur noch einen ,rivalen an ,krpergre unter den ,sugetieren besitzt3 den ,walfisch1 -- so mchte es selber sich nach ihm vielleicht geradezu aus diesem ,walfisch entwickelt haben4 ,ein ,walfisch strzt sich in ein sumpfig-kiesiges ,ufer einer heien ,zone84 ,dort entwickelt er sich zum ,landtier4 ,aber es entsteht doch eigentlich ein rechtes ,monstrum4 ,er verliert81 sagt ,goethe1 die ,vorteile des ,fischs1 ihm fehlt das tragende ,element1 das dem schwersten ,krper leichte ,beweglichkeit durch die mindesten ,organe verleiht4 ,ungeheure ,hilfsglieder bilden sich heran1 einen ungeheuren ,krper zu tragen4 ,das seltsame ,wesen fhlt sich halb der ,erde1 halb dem ,wasser angehrig und vermit alle ,bequemlichkeit1 die beide ihren entschiedenen ,bewohnern zugestehen84 ,ueber dieses ungeschickte ,zwitterwesen1 einen schwerfllig kriechenden ,sumpf-,walfisch1 sei dann die ,entwickelung weitergegangen zum heutigen ,faultier4 ,dessen ,wunderlichkeit sei jetzt nur das groteske ,endprodukt solcher ,bahn4 ,jener ungeheure ,kolo1 der ,sumpf und ,kies nicht beherrschen1 sich darin nicht zum ,herrn machen konnte1 berliefert1 durch welche ,filiationen auch1 seiner ,nachkommenschaft1 die sich aufs trockene ,land begibt1 eine gleiche ,unfhigkeit1 ja sie zeigt sich erst recht deutlich1 da das ,geschpf in ein reines ,element gelangt1 das einem inneren ,gesetz sich zu entwickeln nicht entgegensteht4 ,aber wenn je ein geistloses schwaches ,leben sich manifestiert hat1 so geschah es hier2 die ,glieder sind gegeben1 aber sie bilden sich nicht verhltnismig1 sie schieen in die ,lnge1 die ,extremitten1 als wenn sie1 ungeduldig ber den vorigen stumpfen ,zwang1 sich nun in ,freiheit erholen wollten1 dehnen sich grenzenlos aus1 und ihr ,abschlu in den ,ngeln sogar scheint keine ,grenze zu haben48 ,zum ,schlu betont ,goethe noch1 da die eine der beiden heute noch lebenden ,faultier-,gattungen doch schon etwas mehr ,aussicht zu einer endlich doch noch glckenden ,harmonie der ,kletter-,anpassung zeige -- dort habe der animalistische ,geist sich schon mehr zusammengenommen1 sich der ,erde nher gewidmet1 sich nach ihr bequemt und an das bewegliche ,affengeschlecht herangebildet2 wie man denn unter den ,affen gar wohl einige findet1 welche nach ihm hinweisen mgen48 ,in dieser ,goethe'schen ,faultier-,philosophie sind im einzelnen ,irrwege genug1 wenn wir den ,mastab heutiger ,tierkunde anlegen4 ,das ,megatherium war kein ,sumpftier1 und auch der verwegenste ,darwinianer wrde es heute nicht mehr vom ,walfisch herleiten wollen1 der sich gerade umgekehrt aller ,wahrscheinlichkeit nach aus vierfigen landbewohnenden ,sugetieren erst wieder rckentwickelt und dem ,wasser angepat hat4 ,auch die heutigen ,faultiere werden schwerlich in so unmittelbarer ,linie vom ,megatherium abstammen1 wenn schon hier ein ,verhltnis mindestens wie ,onkel und ,neffe vorliegt4 ,und die angebliche ,ungestalt der lebenden ,baum-,faultiere bedarf der ,begrndung von hierher gar nicht1 da sie in ,wirklichkeit ja blo ein wahres ,muster echter ,baum-,anpassung ist und das nicht blo1 wie ,goethe schon ahnt1 bei der einen1 sondern bei beiden lebenden ,sorten4 ,fllt das alles fort1 so bleibt im ,kern bei ,goethe aber um so bewundernswerter die folgerichtig darwinistische ,denkart4 ,klar sind in jener ,stelle die ,hauptbegriffe1 die ,darwin berhmt gemacht haben1 schon angewendet3 die ,macht der ,vererbung1 der ,zug zur ,anpassung1 die groen ,wandlungen vom ,wassertier bis zum ,klettertier1 und die unmittelbare ,abstammung spterer ,tierarten von gnzlich verschiedenen frheren ,tieren4 ,die wst einschneidende ,katastrophe1 die das ,megatherium der ,vorwelt vom ,faultier der ,gegenwart nach ,cuvier getrennt haben soll1 ist dabei nicht blo berflssig1 sie ist unmglich fr ,goethe1 der in der ,welt nicht eine ,polterkammer mit gespenstischen ,schaffensakten1 sondern ein einheitliches ,ganzes ohne ,ri sieht4 ,unmittelbar nach ,goethes ,tod kommt ,darwin als blutjunger ,anfnger nach ,sdamerika4 ,es ist wohl so gut wie sicher1 da er des ,altmeisters geistreiche ,abhandlung niemals gelesen hatte4 ,auf dem wirklichen ,schauplatz der alten ,megatherien-,herrlichkeit aber ist er jetzt ebenso sicher der erste ,forscher mit unbefangenem ,eigendenken4 ,er zum erstenmal sieht das ,gerippe des ,ungetms nicht blo im ,dmmerlicht eines europischen ,museums oder auf einer dort kopierten ,abbildung4 ,vor seinem ,geistesauge entrollt sich ein groartiges ,panorama der ,dinge an ,ort und ,stelle selbst4 ,allenthalben stt auch er im ,pampas-,lehm auf die ,zeugen der ,megatherien-,zeit4 ,zu dem ,riesenfaultier fgt sich eine ganze ,arche anderer ,ungeheuer1 von denen jedes wieder besonders merkwrdig ist4 ,da sind die ,knochen eines ,lamas1 das aber volle ,kamelgre hatte4 ,da sind die ,panzer von ,grteltieren1 die dem ,rhinozeros gleichkamen4 ,da sind ,stozhne eines echten ,elefanten1 des ,mastodon4 ,da endlich sind ,pferdezhne4 ,der letztere ,fund war von erhhtem ,reiz4 ,denn es stand damals fest und ist heute noch nicht ernstlich widerlegt1 da die ,spanier1 ,portugiesen und ,englnder bei ihrer ,besitzergreifung ,amerikas seit #adib in dem ganzen gewaltigen ,kontinent keinerlei ,pferde vorfanden4 ,bei den hochentwickelten ,kulturvlkern ,mexikos und ,perus1 die mit ,bewutsein so gut wie alles in ihrem ,lande schon vor der ,berhrung mit der ,kultur ,europas ausgenutzt hatten1 erregte der erste berittene ,spanier die ,panik eines gespenstischen ,centauren4 ,und alle jene regellos schweifenden1 halb wilden ,pferdeherden des heutigen ,amerika sind erst wieder zurckverwildert aus europischem ,kultur-,import4 ,in jener ,zeit der ,riesenfaultiere aber mu die neue ,welt noch ihr eigenes1 landeseigentmliches ,pferd besessen haben4 ,darwin sah aber noch mehr als dieses allgemeine ,bild4 ,er sah1 da all diese ,knochen in einer oberflchlichen ,schicht des ,landesbodens lagen1 die in keinem einzigen ,merkmal auf irgend eine frchterliche allgemeine ,katastrophe zwischen damals und jetzt hinwies4 ,stellenweise machte es geradezu nur den ,eindruck1 als wenn diese alten ,scheusale ganz gemtlich auf der ,pampas-,flche selber gelebt htten1 wie heute ein beliebiger ,strau oder ,hirsch dort lustwandelt4 ,als sie starben1 blieben ihre ,knochenlasten und steinharten ,gehuse friedlich auf dieser ,flche liegen4 ,und dann kam einfach dasselbe1 was heute auch noch in flachen ,staubebenen in der ,zeit der ,drre sich einfindet3 der ,wind warf ,staub darber1 ganze ,hgel von ,staub1 bis das ,gerippe im ,sande tief begraben war4 ,weil aber die ,katastrophe ersichtlich fehlte1 kam nun der junge ,darwin ganz aus sich auf des alten ,goethe ,sprnge4 ,er sagte sich1 da ,tier-,arten aus ganz schlicht natrlichen ,grnden gelegentlich aussterben knnten auch ohne gewaltsames ,donnerwetter4 ,das ,land1 in dem er reiste1 machte ihm noch heute so hbsch wie nur mglich vor1 wie das etwa geschehen knne4 ,da gab es von ,zeit zu ,zeit ,zustnde der gran secco8 oder groen ,drre4 ,der ,regen blieb aus und der ganze ,pflanzenwuchs ging ein1 selbst bis auf die zhesten ,disteln4 ,in solchem ,notstande gingen zahllose ,rinder zu ,grunde4 ,zu ,tausenden drngten sie sich an die ,flsse1 strzten erschpft in die ,flut und ertranken1 so da das ,flubett ein groes ,knochengrab wurde4 ,wer spter eine solche ,schdelsttte aufdeckte1 der mochte wohl meinen1 hier habe mindestens die ,sndflut gehaust1 und doch war's nur ein zufllig etwas drreres ,jahr4 ,es mochte aber der ,ursachen des ,aussterbens gewisser ,tiere gelegentlich noch andere1 noch feinere1 noch verwickeltere geben4 ,eines ,tages waren sie fort4 ,und andere ersetzten sie4 ,in diesem ,ersatz aber walteten offenbar auch wieder ganz schlichte ,gesetze4 ,darwin sah1 da dasselbe ,amerika1 das einst jene tolle ,riesentierwelt besessen hatte1 heute zwar viel verloren hatte1 -- aber in dem wenigen1 was es noch besa1 waren doch mit seltsamer ,zhigkeit gewisse alte ,formen im ,kleinen gerettet3 auch heute noch ,lamas1 ,faultiere1 ,grteltiere4 ,darwins ,blick schweifte wie der ,goethes vom ,megatherium zum heutigen ,kletterfaultier1 und wenn er auch schon nicht mehr den ,mut hatte1 das eine so glatt vom anderen abzuleiten1 so tauchte doch auch ihm gerade hier der ,gedanke auf1 ob nicht ,tierarten ebenso1 wie sie auf natrlichem ,wege vergehen knnen1 auch sich durch den ,zwang uerer ,verhltnisse umwandeln1 fortentwickeln knnten4 ,die ,idee tauchte ihm auf damals1 vor den ,knochen des ,riesenfaultiers1 unbestimmt1 wie einem auf der ,reise unter sehr starker ,suggestion der ,wirklichkeit etwas einfllt4 ,es war aber diesmal ein zher ,kerl1 dem das einfiel1 zh nach ganz bestimmter ,seite4 ,er hatte nicht ,goethes ,weltberuf1 den ungeheuren ,beruf1 den man in seinen spteren ,jahren oft mit dem der ,schildkrte in der indischen ,legende vergleichen mchte1 die den ,elefanten trgt1 der die ,weltkugel sttzt4 ,darwin brauchte nicht den zweiten ,teil des ,faust zu vollenden4 ,er konnte dem einen schlichten zoologischen ,problem sein ,leben widmen1 das bei ,goethe nur ein1 allerdings im kleinen gigantisches ,intermezzo gewesen war4 ,an dem ,stck ,grteltierpanzer und den paar ,knochen des ,riesenfaultiers spann ,darwin daheim in ,england in den folgenden dreiig ,jahren wie an einem zauberhaften ,rocken seine weltberhmte ,entwickelungslehre herunter4 ,wenn je einer einen ,sto in die groe menschliche ,denkmaterie getan hat1 dessen ,wellenschlag das ganze letzte ,jahrhundertdrittel durchschauert hat1 so ist es1 rein der aufrttelnden ,leistung nach1 ,darwin mit dieser ,lehre gewesen4 ,zum zweitenmal aber hatte das alte1 plumpe1 scheuliche ,riesenfaultier seinen ,anteil daran1 als wre seine groteske ,dickleibigkeit mit den dreifachen ,elefantenbeinen ntig gewesen1 um der ,wahrheit -- oder sagen wir mindestens1 der neuen ,suche nach der ,wahrheit -- eine ,gasse zu bahnen4 ,inzwischen kamen ab und zu immer auch einmal wieder ,frachtkisten mit wirklichen ,megatherien-,knochen in ,europa an4 ,eine ,reihe der grten ,museen erwarben mehr oder minder vollstndige ,skelette4 ,man merkte1 da es da eine ganze ,musterkarte verschiedener ,gattungen1 ja mehrere gut unterscheidbare ,familien von ,riesenfaultieren gebe4 ,so wurde vom echten ,grotier oder ,megatherium der ,mhlenzahn oder ,mylodon getrennt4 ,unterformen wieder dieser ,mylodon-,faultiere bekamen die schwierigen ,namen ,skelidotherium und ,grypotherium1 und so weiter4 ,gerade von einem solchen ,mylodon kam nun #ahda bei ,buenos ,aires ein wahres ,prachtskelett1 volle elf ,fu lang1 zu ,tage4 ,dieses ,skelett wanderte in ein ,londoner ,museum und der groe ,anatom ,richard ,owen machte sich darber her4 ,es wies neben vielen andern ,merkwrdigkeiten noch etwas ganz besonderes auf1 das zu denken geben mute4 ,an zwei ,stellen war ihm nmlich zu seinen ,lebzeiten sozusagen der ,schdel eingehauen worden1 ohne da es doch diesen grausigen ,verletzungen erlegen zu sein schien4 ,die eine war ganz1 die andere nahezu wieder verheilt4 ,owen leitete daraus einerseits eine auerordentliche ,lebenszhigkeit des ,riesen ab1 andererseits erklrte er sich die ,ursache der ,wunden unmittelbar aus der ,lebensweise des ,tieres4 ,es hatte eben wohl groe ,bume mit seinen ,klauen ausgegraben und zweimal war ihm dabei der kippende ,stamm auf die ,nase gefallen4 ,kein schlauer ,riese offenbar4 ,schon damals aber wurden einzelne andere ,stimmen laut1 die meinten1 es mchte am ,ende der ,mensch gewesen sein1 der dem alten ,herrn die ,lcher in den ,kopf gehauen htte4 ,in diesen ,jahrzehnten vollzog sich ja gerade der groe ,umschwung in unserer geschichtlichen ,auffassung des ,menschen1 den das neue ,wort prhistorische ,forschung8 umschliet4 ,an den verschiedensten ,orten entdeckte man1 anfangs fast widerwillig und sehr unglubig1 die ,spuren einer menschlichen ,existenz jenseits aller unmittelbaren geschichtlichen ,ueberlieferung4 ,aus dem ,lehm alter ,flubetten1 aus ,hhlen im ,kalkgebirge1 aus dem ,moorboden von ,seen kamen rohe ,werkzeuge einer ,kultur zu ,tage1 die den ,gebrauch der ,metalle noch nicht gekannt hatte und ihre ,messer aus ,feuerstein fertigte4 ,diese vorgeschichtlichen ,steinzeitmenschen hatten aber1 und das war wieder besonders merkwrdig1 offenbar noch mit ,tieren zusammengelebt1 die heute ausgestorben sind und deren ,lebenszeit die ,wissenschaft bisher ber ,jahrhunderttausende1 wo nicht ,millionen von ,jahren1 zurckdatiert hatte4 ,mit diesen alten ,kulturwesen lagen ,knochen des ,mammut-,elefanten1 des europischen ,nashorns1 des ,riesenhirsches und des ,hhlenbren in vllig gleichartiger ,erhaltung zusammen1 und diese letzteren ,knochen zeigten vielfach die unzweideutigen ,spuren davon1 da sie in frischem ,zustande von ,menschenhand bearbeitet worden waren4 ,sie waren auf ,markinhalt zerspalten1 beim ,braten des ,fleisches geschwrzt1 mit ,rtel bemalt1 durch ,schnitte verunstaltet1 und so weiter4 ,man sah keinen ,ausweg1 als da auch der ,mensch schon vor ,jahrhunderttausenden gelebt haben msse1 als jene ,ungeheuer noch wirklich bei uns herumliefen4 ,wie nun1 wenn das auch auf ,amerika ,anwendung fnde8 ,wenn auch dort in ,ur-,urzeiten eine prhistorische ,menschenkultur geblht htte3 wilde ,steinzeit-,menschen1 die das scheuliche ,megatherium und den grimmen ,mylodon noch gejagt htten8 ,stammten jene ,kopfwunden statt von einem ,baume von einem ,weltending her1 das ein ganzes ,stockwerk hher ansagte3 von einem menschlichen ,werkzeug81 -- etwa einem geschleuderten ,stein8 ,vielleicht war es auch der ,keulenschlag eines ,riesen gewesen4 ,man glaubte damals allgemein1 da gerade ,patagonien noch heute die riesigste aller ,menschenrassen beherberge1 -- eine ,sache1 die sich vor den ,ergebnissen neuerer genauer ,messungen nicht in dem ,mae als stichhaltig erwiesen hat4 ,die ,ueberwltigung eines solchen ,riesenfaultiers mte jedenfalls auch sehr herkulischen ,ur-,amerikanern nicht leicht gefallen sein4 ,hatte doch gerade die ,firma ,mylodon und ,genossen noch etwas besonderes an sich1 auf das man erst ganz zuletzt geriet4 ,im ,anfang1 bei den ersten ,megatherien-,funden1 war ein ,irrtum mit untergelaufen4 ,man hatte zwischen den echten ,faultier-,knochen ,panzerstcke jenes anderen gleichzeitigen ,riesen1 des ,riesengrteltiers1 gefunden4 ,man meinte nun1 die beiden htten ein und dasselbe ,ungeheuer gebildet3 ein ,riesenfaultier1 verpackt in einen soliden ,grteltier-,panzer4 ,nachher lernte man die ,teile besser auseinander kennen und sah1 da zwei ganz verschiedene ,tiere vorlagen4 ,und da heute die kleinen ,kletter-,faultiere keinerlei harte ,rstung1 sondern nur struppiges ,haar auf dem ,leibe haben1 so nahm man auch vom alten ,riesen-,faultier an1 es sei entweder blo behaart1 oder gar wie ein ,nilpferd ganz nackthutig gewesen4 ,jetzt machten aber die ,mylodons doch noch wieder einen ,strich durch diese ,rechnung4 ,bei ihren ,knochen fanden sich nmlich auch da1 wo das ,gerippe ganz fr sich allein lag1 regelmig kleine1 lose ,knochenstckchen1 wie dicke ,bohnen1 die in das eigentliche ,gerippe schlechterdings nicht einzuordnen waren4 ,sie muten auf oder in der ,haut gesessen haben und durch mosaikartige ,aneinanderhufung also nun doch eine ,art ,panzer gebildet haben4 ,so kam auch diesen ,kolossen zu all ihrer ,gre und ,kraft noch eine gewisse ,unverletzlichkeit zu1 die den ,kampf zum wahren ,kunststck gemacht haben mu4 ,das ,riesenfaultier stand also auf dem ,punkt1 zum dritten ,male in eine groe ,debatte des ,jahrhunderts hineinzugeraten3 in die ,urgeschichte des ,menschen4 ,eigentlich diskussionsfhig sollte diese neue ,sache aber doch erst etwa mit den achtziger ,jahren werden4 ,bis dahin wurde selbst von sehr tchtigen ,autoritten jede ,beziehung zwischen ,mensch und ,megatherium gelegentlich immer wieder abgeleugnet1 ja niedergelacht4 ,ein ,veteran deutscher ,forschung in ,sdamerika1 der alte treffliche ,kerndeutsche ,hermann ,burmeister1 der seit den sechziger ,jahren in ,argentinien sa und ,megatherien-,gerippe sammelte1 ein ,mann von umfassendster ,gelehrsamkeit gerade fr dieses ,spezialgebiet1 go die ganze ,schale seiner nicht unbedeutenden ,grobheit ber den aus1 der auch nur von so etwas zu trumen wage4 ,aber weder ,grobheit noch ,gelehrsamkeit helfen in der groen ,weltlogik wider ,tatsachen4 ,whrend der achtzigjhrige alte ,herr in ,buenos-,aires bei seinem 7von ,durchreisenden hoch gepriesenen7 orangeroten ,muskateller aus ,valencia sa und gegen die neuen ,phantastereien donnerte1 gruben ,ameghino1 ,roth und andere aus dem ,pampas-,lehm ein ,beweisstck ums andere dafr aus1 da ,mensch und ,megatherium wirklich noch ,zeitgenossen gewesen sein muten4 ,menschliche ,gerippe fanden sich in demselben ,lehm1 der die ,tierknochen birgt1 und genau in derselben ,erhaltung vor4 ,an den ,tierknochen selber lieen sich knstliche ,einschnitte und ,verkohlungsspuren nachweisen1 genau so1 als handle es sich um die ,reste von einer menschlichen ,mahlzeit1 bei der mit ,werkzeugen geschnitten und an knstlich erzeugtem und erhaltenem ,herdfeuer gebraten worden war4 ,einmal wusch das ,hochwasser eines ,baches ein ,riesenfaultier frei1 bei dem die ,beine noch fest im ,boden zusammenhielten1 whrend die ,wirbelknochen und ,rippen regellos darauf in einer ,asche- und ,kohlenschicht lagen4 ,es sah fast so aus1 als sei ein solcher ,riese irgendwo in weichem ,terrain1 etwa dem ,morastufer eines ,tmpels1 mit den ,beinen stecken geblieben1 und die ,jger htten dann die hilflose ,fleischmasse von oben her angebraten1 so wie sie da steckte1 und zum ,teil aufgegessen4 ,noch deutlicher war die handgreifliche ,nhe des ,menschen merkbar bei einigen jener erwhnten ,panzer nashorngroer ,grteltiere4 ,da zeigten sich solche ,tonnenpanzer inwendig von allen ,gerippteilen sorgfltig gereinigt und aufrecht gestellt1 als sollten sie ein kleines ,schilderhuschen1 mit dem ,bauchspalt als ,tr1 bilden4 ,einmal hockte in solchem ,grteltierhuschen ein menschliches ,skelett4 ,ein andermal deckte der ,panzer eine ltere1 harte ,bodenflche und auf deren ,vertiefung lagen offen noch ,steingerte von ,menschenhand1 gespaltene ,tierknochen1 knstlich geschrfte ,tierzhne und die schwarze ,kohlenasche einer ,feuersttte4 ,die meterhohe ,schalenwlbung hatte offenbar als ,versteck gedient nach ,art einer ,eskimohtte4 ,gegen die ,wucht dieser ,funde lie sich schlielich doch nichts mehr einwenden4 ,und es blieb nur eine ganz heikle ,frage noch brig4 ,wann etwa war das gewesen1 dieses ,zusammenleben von ,mensch und ,riesenfaultier8 ,die ,frage schneidet ja eines der schwierigsten ,kapitel der ganzen prhistorischen ,wissenschaft an4 ,wann ist bei uns etwa das ,mammut ausgerottet worden8 ,so viel steht fest1 da ber das ,mammut keine ,traditionen mehr leben4 ,es existierte nicht einmal mehr als ,sagentier1 als die ,sonne der ,geschichtsberlieferung ber ,nordeuropa aufging4 ,bei gewissen ,tieren1 die auch in die ,mammutzeit als ,charaktertiere hineinreichen1 ist das aber mindestens ,streitobjekt4 ,aus ,csar wird herausgelesen1 da das ,renntier zu seiner ,zeit noch in ,deutschland gelebt habe1 -- vielleicht irrtmlich4 ,mindestens aber zwei ,wildochsen existierten damals noch dort1 das ist unanzweifelbar3 der noch lebende ,wisent 7,auerochse7 und der wahrscheinlich durch ,zhmung in unser ,rind bergegangene ,ur4 ,vom ,riesenhirsch1 dessen ,gerippe besonders in den irischen ,mooren stecken1 wurde bis vor kurzem mit groer ,sicherheit behauptet1 da er gar noch im ,nibelungenlied vorkomme1 die hbsche ,sache ist aber1 scheint mir1 nunmehr endgiltig widerlegt2 der grimme ,schelch81 den ,siegfried dort erlegt1 wird jetzt sehr gut als ,wildhengst 7,schelch8 von ,beschler abgeleitet7 gedeutet4 ,wilde ,pferde hat es aber wieder bei uns bestimmt noch bis ins ,mittelalter hinein gegeben4 ,immerhin ist so viel sicher1 da uns in ,europa jene summarisch so benannte ,mammutzeit8 doch immer nher geschichtlich auf den ,hals rckt1 mag auch bei den ,einzelheiten noch so viel gesndigt worden sein4 ,da die prhistorischen ,menschen1 die mit ,renntier1 ,wildpferd und ,nashorn lebten1 im ,schdelbau nicht irgendwie merkbar affenhnlicher8 gewesen seien1 als wir braven ,deutschen von heute1 steht auch jetzt so gut wie absolut fest4 ,ein einziger immer noch strittiger ,schdelfund1 der berhmte ,neanderschdel1 mu dabei aus dem ,spiel bleiben1 da er zwar 7trotz ,virchow7 affenhnlich ist1 aber berhaupt nicht dem ,fundbereich nach in irgend eine chronologisch zu bestimmende ,schicht1 die mit ,mammut oder ,renntier zu tun hat1 eingeordnet werden kann1 sondern in einem neutralen ,blau schwebt etwa zwischen der ,tertir-,zeit1 weit jenseits aller ,eiszeit-,mammute1 und der sehr geschichtlichen ,zeit1 da ,kosaken nach ,deutschland kamen2 auf einen solchen ,kosaken ist er nmlich auch einmal gedeutet worden1 whrend andere ihn neben den tertiren ,affenmenschen stellen1 dessen ,schdel auf ,java unlngst gefunden worden ist4 ,uebertrug man das nun auf ,sdamerika1 so war auch dort wirklich ,tr und ,tor offen1 die ,megatherien-,zeit mindestens in ihren letzten ,zgen8 der ,gegenwart so nahe zu rcken wie nur irgend tunlich4 ,wie ein ,traum lagen alle ,ideen fern jetzt von einer groen1 trennenden ,katastrophe6 ,diese ,megatherien-,jger1 deren ,schdel man gleichsam zwischen den ,beinen der ,megatherien liegend fand1 waren so wenig ,affenmenschen8 gewesen wie unsere ,nashorn-,jger aus ,taubach bei ,weimar oder unsere ,renntier-,menschen von ,schussenried4 ,tatsache aber ist1 da heute noch im ,herzen von ,sdamerika1 am ,schingu-,flusse in ,zentral-,brasilien1 hbsche und lebensfrohe ,indianerstmme leben1 die bis gegen das ,ende des neunzehnten ,jahrhunderts keine ,kenntnis von ,metallen besaen1 also buchstblich noch der ,stein-,zeit8 wie unsere ,mammut- und ,renntier-,europer angehrten4 ,man mchte sagen3 vom ,menschen aus stand hier berhaupt nichts mehr im ,wege1 jene mythische ,zeit der letzten ,urwald-,tiere einfach an die ,gegenwart anzulenken4 ,und das einzige1 was noch einen scharfen ,schnitt machte1 war eben der zoologische ,umstand1 da seit #adib1 also seit der ,entdeckung ,amerikas durch die europische ,kultur1 in dem ganzen ,riesenkontinent kein ,vertreter jener alten ,tierwelt mehr lebend gesehen worden war3 kein ,mastodon-,elefant1 kein wildes ,pferd1 kein ,riesengrteltier und kein ,megatherium oder ,mylodon4 ,auf diesen ,gipfel der ,streitfragen mu man sich stellen1 um die ,tragweite der pltzlichen ,behauptung zu ermessen3 auch dieser uerste ,umstand sei hinfllig und mindestens eines der alten ,charaktertiere lebe noch -- das ,riesenfaultier4 ,es ist nun mit solchen ,nachrichten so eine ,sache4 ,die ,phantasie der ,menschen1 sagt der ,skeptiker1 korrigiert auch das launische ,glck der ,wahrheitsfunde gern etwas4 ,seitdem man aus ,knochen1 ,eiern und ,federn wei1 da auf ,neu-,seeland noch vor gar nicht langer ,zeit riesige ,vgel1 die ,moas1 gelebt haben1 vergeht keine ,neuerschlieung irgend eines ,fjords der neuseelndischen ,sdinsel1 da nicht die khne ,phantasie eines ,kolonisten im nchtlich schwarzen ,urwalde einen ,riesenvogel hat stolzieren sehen -- oder wenigstens gesehen hat1 da etwas dmonisch ,grliches im ,dunkeln ,zweige knickte und die ,hunde in ,schrecken setzte4 ,geschossen ist aber noch kein ,moa worden und wird es vielleicht so wenig wie der berchtigte ,tatzelwurm1 der auch noch vor ein paar ,jahren im ,kanton ,glarus leibhaftig gesehen worden sein soll4 ,in diesem ,sinne waren die ersten ,nachrichten vom lebenden ,megatherium8 denn auch ziemlich problematische4 ,die ,indianer der ,pampas erzhlten von einem entsetzlichen ,vieh1 ochsengro1 mit langen ,krallen und langem ,haar1 das in selbstgegrabener ,hhle sich tagsber berge und nur nachts herauskomme4 ,das seltsamste an ihm sei aber -- seine ,unverwundbarkeit fr ,flintenkugeln4 ,als wenn es unter dem ,pelz noch einen stahlharten ,panzer trge6 ,indianer erzhlen nur leider mancherlei1 wenn ,weie es gern hren wollen4 ,dieselben groen ,kinder der patagonischen ,grassteppe berichteten auch von mehrkpfigen ,schlangen1 unbekannten ,riesen-,vgeln und anderem mehr4 ,wer wollte da ohne weiteres ,spreu vom ,weizen sondern4 ,nun kam aber ein ,kulturmensch1 ein ,reisender1 sogar ein sehr angesehener ,mann im ,lande1 der eine ,zeitlang ,gouverneur des ,territoriums ,santa ,cruz war1 ,ramon ,lista2 er ist spter tragisch durch ,mord untergegangen4 ,dieser ,ramon ,lista erzhlte auch eine ,jgergeschichte81 aber eine selbsterlebte und dazu eine1 die allerdings auffllig in jenes ,feld wies4 ,er hatte im ,innern ,patagoniens in der ,nacht ein ,tier aufgescheucht1 das einem ,pangolin glich1 aber rtlichen ,pelz trug4 ,es reagierte nicht auf ,flintenkugeln1 die ihm auf den ,pelz gebrannt wurden1 schien also ebenfalls unverwundbar4 ,und weil es das war1 entkam es dem ,jger4 ,der ,vergleich mit dem ,pangolin ist dabei sehr merkwrdig4 ,unter ,pangolin versteht man das sogenannte ,schuppentier4 ,die ,schuppentiere sind kuriose ,gesellen1 die allerdings nicht in ,amerika1 sondern in ,afrika und ,sdasien leben4 ,sie sehen aus wie ,tannenzapfen1 da sie dick mit hornigen ,schuppen bewehrt sind4 ,in ihrem ,krperbau haben sie aber eine entschiedene ,aehnlichkeit mit den ebenfalls verpanzerten ,grteltieren ,amerikas1 ber der zwar noch ein gewisses ,geheimnis schwebt1 die aber als solche nicht gut bestreitbar ist4 ,wenn das fragliche ,tier also wie ein ,pangolin aussah1 so hatte es mindestens irgend eine ,aehnlichkeit im ,wesen mit jenen alten ,riesen1 die ja auch teils ,grteltiere1 teils nah verwandte erdgrabende ,faultiere waren4 ,sollte ,ramon ,lista freilich blo die ,gre dabei im ,auge gehabt haben1 so ist zu sagen1 da die heutigen ,schuppentiere oder ,pangolins ganz kleine ,geschpfe sind4 ,aber wie kam er dann berhaupt auf ein ,pangolin als ,vergleich8 ,zumal1 da er nicht ,schuppen1 sondern ,haare sah8 ,es mute doch eine besondere ,aehnlichkeit ins ,auge gefallen sein4 ,immerhin seltsam4 ,und da jetzt taucht auf einmal jenes leibhaftige ,fellstck auf4 ,es ist das ,fell eines groen ,tieres4 ,es hat einen rtlichen ,haarpelz4 ,unter diesem ,pelz aber liegen in der ,haut genau jene steinharten ,panzerknchelchen1 wie sie der alte ,mylodon an sich getragen hat4 ,kein zweites ,sugetier aus alter oder neuer ,zeit ist bekannt1 das diese ,sorte versteckten und doch hchst wirksamen ,panzers in der ,haut trge1 -- auer dem ,riesenfaultier aus der ,unterfamilie ,mylodon4 ,das ,stck ,fell gehrte einem ,mylodon an6 ,professor ,ameghino in ,la ,plata gab auf ,grund eines ersten ,fellstckchens1 das in seine ,hand gelangt war1 dem im ,nebel aufdmmernden ,geschpf zunchst einmal einen ,namen4 ,er taufte es ,neomylodon ,listai1 also den ,neu-,mylodon4 ,das ,beiwort verewigte jenen ,ramon ,lista als -- allerdings nur hypothetischen -- ,entdecker4 ,die erste ,notiz darber erschien #ahih4 ,dabei ist hchst bemerkenswert1 da gerade diese allererste ,fell-,probe unmittelbar aus den ,hnden eines patagonischen ,indianers entnommen worden ist1 ohne da sich nachweisen liee1 da sie wirklich von dem bewuten greren ,fell von ,ultima ,esperanza stammt4 ,erst die nchsten auftauchenden ,stcke wiesen sicher dorthin4 ,es ist nicht zu leugnen1 da1 wenn man die ,kette der ,tatsachen so anordnet1 wie ich es im ,voraufgehenden versucht habe1 die ,wahrscheinlichkeit der wirklichen ,existenz des lebenden ,tieres eine auerordentlich hohe war4 ,immerhin aber mute noch ein sehr dringlicher ,punkt dabei weiter aufgeklrt werden4 ,woher stammte jenes ,fell von ,ultima ,esperanza8 ,wie kam es an seinen ,ort8 ,es gibt einige wenige ,flle1 wo wir tatschlich noch die echten frischen ,hautberzge von ,tieren besitzen1 die doch als solche mehr oder minder lange ausgestorben sind4 ,in unseren greren ,museen finden sich noch ausgestopfte ,exemplare des ,riesenalk-,vogels1 der heute1 wie es scheint1 vollstndig ausgerottet ist4 ,in diesem ,falle ist das ,tier allerdings erst innerhalb der ,zeit1 da diese ,museen bestehen1 im neunzehnten ,jahrhundert ausgestorben4 ,einen schon etwas lteren ,sachverhalt bieten die ,federn jener ,moa-,straue ,neu-,seelands1 wie sie zum ,beispiel im ,dresdener ,museum aufbewahrt werden4 ,sie finden sich in ,hhlen und im ,moorboden der ,insel da1 wo die letzten ,moas von den ,eingeborenen gebraten und aufgegessen worden sind4 ,immerhin ist das auch vielleicht nicht viel lnger her als hundert ,jahre1 und die ,legende1 wie gesagt1 lt diese ,riesenvgel heute noch in unerforschten ,wldern ,neu-,seelands hausen4 ,den jedenfalls merkwrdigsten ,anblick gewhren die ,mammutleichen ,sibiriens4 ,in einer ,zeit1 die mindestens jenseits aller geschichtlichen ,ueberlieferung nordischer ,vlker liegt1 sind hier groe1 heute berall ausgestorbene ,elefanten im ,morastboden1 den ein etwas wrmerer ,sommer oberflchlich aufgetaut hatte1 versunken1 unmittelbar danach ist der ganze ,fleck mitsamt dem ,kadaver wieder hart gefroren und bis auf unsere ,tage nicht mehr aufgetaut4 ,in diesen natrlichen ,eiskellern haben sich die ganzen ,tierkrper derartig frisch erhalten1 da die ,hunde und ,fchse heute noch1 wenn der ,eisboden sie frei gibt1 ihr ,fleisch fressen1 und die ,haut ist tadelloses ,museumsobjekt4 ,wir wissen so 7was kein ,knochenfund je gelehrt htte71 da das ,mammut rtliches ,wollhaar trug1 und von einem ebenso erhaltenen ,rhinozeros erfahren wir1 da es rot und wei gescheckten ,pelz besa4 ,solche ,flle waren entschieden auch bei dem ,fetzen ,mylodonfell in ,betracht zu ziehen4 ,nahm man ihn als das einzige schlagende ,beweisstck1 so war zu beachten3 erstens konnte es das ,fell eines ,tieres sein1 das in gefrorenem ,erdreich erhalten geblieben war1 obwohl seit seinen ,lebzeiten ,jahrtausende verflossen waren2 man mu nicht vergessen1 da ,patagonien von dem ,kordillerengebirge durchzogen wird1 das in seinen oberen ,teilen unter ,eisgletschern begraben liegt wie ,grnland1 und da auch das ,gesamtklima gegen die ,feuerland-,spitze zu immer rauher und klter wird2 wie in ,europa und ,sibirien1 so ist brigens vormals auch hier noch eine besondere groe ,eiszeit nachweisbar ber das ,land hingegangen4 ,die zweite ,mglichkeit war1 da das ,fell in irgend einer ,hhle oder sonst wo in irgend einem alten ,mllhaufen gesteckt hatte gleich jenen ,moafedern ,neu-,seelands2 dann konnte es zu den ,resten einer ,indianer-,mahlzeit wenigstens vor hundert oder einigen mehr ,jahren gehren1 und bei dieser ,mahlzeit konnte1 wie dort der letzte ,moa1 so hier der letzte ,mylodon verzehrt worden sein4 ,immerhin wre in diesem letzteren ,falle die wenigstens relative ,neuheit8 der ,sache beraus wertvoll1 -- wir ,kulturmenschen wren dann gerade wie auf ,neu-,seeland blo um eines ,jahres ,lnge vielleicht zu spt fr das lebende8 ,tier ins ,land gekommen1 -- das ,riesenfaultier bliebe aber immer noch ein echter1 erst krzlich gleich dem ,moa und ,riesenalk vom ,menschen ausgerotteter ,brger unserer ,jetztzeit81 -- kein ,urweltstier4 ,an dieser ,ecke haben sich nun bei den ,gelehrten von ,la ,plata wirklich alsbald zwei scharfe ,parteien voneinander gesondert4 ,der ,theorie1 die das ,tier leben lt1 hat sich mit groem ,eifer die ,mllhaufen-,theorie entgegengesetzt4 ,und die ,anhnger dieser letzteren ,theorie haben zunchst das jedenfalls groe ,verdienst sich erworben1 den ,tatbestand ber die ,herkunft jenes ,zauber-,vliees als getreue ,argonauten festzustellen4 ,dabei sind sie aber selber dann wieder zu neuen und noch khneren ,folgerungen verfhrt worden4 ,jenes ,fell hing an seinem ,busch am ,kanal ,ultima ,esperanza nicht seit ,anno dazumal1 sondern erst seit ,januar #ahie4 ,in diesem ,monat entdeckten der bewute ,kapitn ,eberhard und zwei andere ,herren ungefhr eine ,stunde von ,eberhards ,besitzung eine groe ,hhle4 ,sie war nicht ganz zweihundert ,meter tief1 weniger als die ,hlfte so breit und nicht vllig ein ,viertel so hoch4 ,in dieser ,hhle lag ganz oberflchlich im ,schutt abgebrckelter ,deckenteile das ,fell1 und von dort haben die ,herren es als ,kuriositt auf ,eberhards ,gut gebracht4 ,diese ,grundtatsache wurde zunchst festgelegt und das ,interesse konzentrierte sich folgerichtig jetzt auf die ,hhle4 ,nachdem ,moreno den ,rest des ersten ,felles dem ,britischen ,museum berwiesen und der ,reisende ,otto ,nordenskjld flchtig einige weitere ,stcke aus der ,hhle selbst mitgenommen hatte1 besuchten in kurzer ,folge jetzt mehrere ,naturforscher ausdrcklich zum ,zweck die ,hhle und veranstalteten oberflchliche ,ausgrabungen4 ,zuerst ,eimar ,nordenskjld von einer schwedischen ,expedition4 ,dann der ,chefgeologe des ,museums in ,la ,plata1 ,hauthal4 ,beide auch noch nicht sehr grndlich1 aber doch schon mit gleichartig reicher ,ausbeute4 ,nach dieser ,seite erklrte sich die rtselhafte ,sache wie folgt4 ,die ,hhle liegt wie ein groer ,spalt in der ,seite eines sechshundert ,meter hohen ,berges1 selber noch zweihundertfnfzig ,meter ber dem ,kanal4 ,vor dem ,eingang des ,spaltenschlundes stehen hohe alte ,bume1 ber deren ,wipfel hinweg der ,blick auf den ,kanal und die ,kordillere schweift4 ,der ,eingang zum ,bergspalt ist ganz vorne verrammelt durch eine ,reihe von der ,decke gestrzter ,felsblcke4 ,nur an der einen ,seite fehlt der ,verschlublock1 als sei hier knstlich eine ,tr ins ,innere aufgetan4 ,im ,innern selbst ragt zunchst an der einen ,seite ein ,hgel von etwa zwlf ,meter ,hhe1 ebenfalls gebildet aus voreinst einmal herabgestrzten1 heute schon sehr zermrbten ,steinmassen4 ,weiter nach hinten folgt noch eine ,art ,wall aus spter erst abgefallenem1 frischerem ,deckengestein4 ,also das ganze wie ein riesiges ,zimmer mit schlechtem ,deckenbelag1 der frher und spter immer einmal wieder heruntergekommen ist4 ,es ist eben eine ,spalte in wackeligem ,quarzit-,gestein1 gelegentlich in schon gewlbten ,schichten entstanden und zu ewig neuen ,nachstrzen neigend4 ,jetzt aber das ,seltsamste4 ,im vordersten ,raum der ,hhle bildet den ,boden eine ziemlich selbstverstndliche ,schicht von ,sand1 zersetztem ,gestein und hereingewehten drren ,blttern des ,waldes drauen4 ,in dieser ,schicht liegen ,hirschknochen1 ,strauknochen1 ,knochen des ,guanako-,lamas -- alles wie nach der heutigen ,tierwelt des ,landes zu erwarten4 ,da hinten aber1 zwischen dem alten ,hgel und dem ganz innerlichsten1 neueren ,wall findet sich unter der dnnen ,sandschicht ein mindestens mehr als ein ,meter tiefes ,nest einer ganz anderen ,sache1 -- nmlich von ,mist4 ,dieser ,mist hat einen hchst seltsamen ,geruch3 er riecht nmlich nach ,grteltier1 -- also einem der noch lebenden kleinen ,vertreter gerade jener alten ,wundertiere4 ,inmitten der ,mistschicht kommen nun auch die wahren ,zeichen und ,wunder4 ,hier ist jenes erste groe ,fellstck gefunden worden4 ,hier kamen auch jetzt bei grober ,ausgrabung weitere ,fellbrocken zutage4 ,hauthal hat einen ,fetzen von nahezu ,quadratmeter-,gre als ,hauptfund geborgen4 ,neben dem ,pelzwerk lagen ,knochen die ,flle4 ,teils ,zhne1 ,klauen1 ,schdel des zugehrigen ,riesenfaultiers4 ,dann aber auch ,fellproben anderer ,tiere und eine ,menge fremder ,gerippteile4 ,auer dem ,riesenfaultier kamen da ans ,licht die ,reste eines mchtigen1 einem ,bernhardinerhunde an ,gre gleichen ,nagetiers2 einer noch viel kolossaleren ,katze von mehr als ,lwengre2 endlich eines jener einheimischen ,wildpferde1 die schon frher als ,zeitgenossen der ,megatherien von ,darwin und andern festgestellt worden waren2 also mindestens von drei nach der gangbaren ,meinung heute nicht mehr lebenden ,tierarten4 ,endlich enthllten sich unzweideutige ,spuren hier von der ,anwesenheit des ,menschen4 ,an die ,mistschicht stie nach innen zu eine ,aschenschicht wie von einem ,herdfeuer4 ,jenes grte ,fellstck1 das ,hauthal geborgen hat1 war ganz augenscheinlich an den ,seiten mit einem schneidenden ,instrument zugeschnitten4 ,es lagen keine ,knochen unmittelbar unter ihm1 es war also als vom ,tier abgezogenes und zugeschnittenes ,fell schon hierher gelegt worden4 ,mehrere der ,knochen zeigten ,einschnitte1 die ,schdel waren eingehauen4 ,im ,mist lagen ,knochenpfriemen von sicherlich menschlicher ,arbeit4 ,an einer ,stelle war trockenes ,gras ber die ,mistschicht gehuft1 in einer unbedingt knstlichen ,weise1 also wohl auch von ,menschenhand4 ,zum ,ueberflu zeigten sich auch noch offen zutage in einer ,wandnische ,rippen eines ,menschenskeletts4 ,bei der ersten ,entdeckung der ,hhle durch ,eberhard soll das ganze ,skelett noch vorhanden gewesen sein4 ,auf ,grund dieses ,sachverhaltes haben jetzt ,hauthal und sein berhmter ,kollege ,santjago ,roth in ,la ,plata folgende ganz neue ,theorie aufgestellt4 ,zunchst hat ,roth sich mit dem nun auch vorliegenden reichen ,knochenmaterial des geheimnisvollen ,felltrgers wissenschaftlich befat4 ,er verwirft ,ameghmos ,namengebung1 -- das ,tier sei kein ,neu-,mylodon1 sondern es gehre genau der schon aus ,knochen bekannten ,mylodon-,gattung an1 die man lngst ,grypotherium getauft hatte4 ,doch das ist schlielich keine so wichtige ,frage und mehr eine kleine ,debatte der ,knochenkenner unter sich1 die an dem ,riesenfaultier im ganzen nichts ndert4 ,auch ,grypotherium bleibt ein ,riese von mehr als ,ochsen-,gre4 ,viel wichtiger ist die weitere ,bezeichnung1 die ,roth vorschlgt4 ,dieses ,grypotherium soll nmlich das ,beiwort domesticum erhalten4 ,das heit3 das gezhmte81 das als ,haustier gehaltene84 ,das ,riesenfaultier1 so belehren uns ,hauthal und ,roth1 lebt heute nicht mehr4 ,es hat aber vor #cjj bis #djj ,jahren noch gelebt4 ,damals ist es von den ,indianern in ,westpatagonien als ,haustier gehalten worden4 ,die bewute ,hhle hat lange ,zeitrume hindurch als ,kraal8 gedient1 in dem zeitweise ,menschen wohnten1 jedenfalls aber viele ,jahrzehnte lang ,vieh8 gehalten wurde4 ,und dieses ,vieh waren eben ,riesenfaultiere4 ,wie der ,cyklop der ,odyssee hatten die ,viehbesitzer den ,ausgang der ,hhle mit groen ,steinblcken verbarrikadiert1 damit ihnen ihre ,schflein nicht entwischen konnten4 ,ein ,cyklopen-,idyll der neuen ,welt1 -- endlich einmal auch mit den ntigen ,cyklopentieren4 ,so amsant das nun wieder fr sich klingt1 so kann ich doch nicht finden1 da es aus ,hauthals eigenem ,fundbericht irgendwie als ,notwendigkeit hervorginge4 ,roth will allerdings an den ,knochen und ,zhnen der betreffenden ,faultier-,individuen kleine ,abweichungen entdeckt haben1 wie sie gerade bei ,haustieren hufig eintreten4 ,das ist aber an sich noch ein ganz strittiges ,gebiet heute1 auch liegen ,detailangaben noch nicht vor4 ,die ,sachlage in der ,hhle selbst aber beweist vorlufig blo die ganz allgemeine ,tatsache1 da die ,hhle zeitweise sowohl von ,menschen1 als von ,riesenfaultieren benutzt worden ist4 ,die ,faultiere haben hier ihre ,hinterlassenschaft meterhoch angehuft4 ,der ,mensch aber hat ,feuer gebrannt und die ,felle erlegter ,faultiere zu ,kleidungsstcken1 wie es scheint1 verarbeitet1 -- es mssen ja geradezu ,panzerkleider gewesen sein1 die unverwundbar machten4 ,dabei kann aber genau dasselbe ,nacheinander obgewaltet haben1 das uns bei europischen ,hhlen aus alter ,zeit begegnet1 in deren ,lehmboden die verschiedensten1 einander widersprechenden ,knochen liegen1 -- sintemalen diese ,hhlen nmlich im ,laufe langer ,zeit abwechselnd bald dem ,bren und bald dem ,menschen als ,versteck gedient haben4 ,der ,mensch mag gelegentlich auch jene ,hhle erobert und ein ,riesenfaultier darin berwltigt haben1 das dann am ,fleck zerlegt wurde4 ,als er lngst wieder fort war1 mgen aber die ,ungetme einer folgenden ,generation dasselbe gute ,versteck wieder besetzt und zu der ,hinterlassenschaft ihrer ,ahnen eine neue ,schicht zugefgt haben1 die jetzt die ,menschenspuren wieder begrub4 ,welchen ,zweck die ,leute gehabt haben sollten1 gerade diese grotesken ,riesen als ,vieh sich zu halten und1 was gewi keine ,kleinigkeit war1 im ,hhlenschlunde zu fttern1 ist schon rein theoretisch sehr schwer zu begreifen4 ,bei dem kleinen1 aber unendlich wichtigen ,haustier ,sdamerikas1 dem ,lama1 erhellt der ,nutzen der ,zhmung sofort4 ,das ,lama stellte als lebend gehegtes ,tier zugleich seine ,kraft als ,lasttrger und seine ,wolle als unerschpfliche ,vorratskammer der ,weberei in den ,dienst des ,menschen4 ,die ,panzerhaut des ,mylodon dagegen mute dem getteten ,tier vom ,leibe gerissen werden1 und zum ,transporttier war es wohl das ungeeignetste ,geschpf der ,erde mit seinen krummen ,grabklauen4 ,stumpfsinnig mag das ,scheusal ja schon gewesen sein1 so da auch der schlecht bewehrte ,indianer es trotz seiner ,panzerhaut und seiner ,krallen verhltnismig oft bewltigen mochte4 ,aber gerade sehr dumme1 plumpe ,tiere hat der ,mensch1 wo immer er ,haustiere sich heranzog1 aus guten ,grnden fr diesen ,zweck ausdrcklich verschmht4 ,auch darin liegt ein ,widerspruch1 da gerade das gehegte ,haustier dieses ,landes1 das ,riesenfaultier1 in den letzten ,jahrhunderten vllig ausgestorben sein soll1 whrend das wilde ,lama desselben ,landes1 das ,guanako1 das hier in ,patagonien niemals gezhmt worden ist1 dessen ,knochen aber auch in der ,hhle liegen1 heute noch in ungezhlten ,mengen die ,gegend belebt4 ,wenn das ,faultier 7in vielleicht schon lange nicht mehr betrchtlicher ,kopfzahl7 wild lebte und freies ,jagdobjekt war1 dessen unverwundbare ,siegfried-,haut sich jeder ,jger gern fr sich aneignen wollte1 so liee sich begreifen1 da es schlielich den ,nachstellungen ganz erlag1 -- zumal es eben wohl ein stumpfes ,vieh war1 das keine ,list mehr dem ,verfolger gegenber lernte4 ,umgekehrt dagegen nicht4 ,damit wren wir aber von selbst wieder auf dem alten ,hauptpunkt3 ob das ,riesenfaultier berhaupt schon ausgestorben ist4 ,es fragt sich1 wie viel oder wenig da der ganze ,hhlenfund beweist4 ,er beweist ja zunchst zweifellos1 da die uns jetzt vorliegenden ,hautstcke von ,ultima ,esperanza nicht gestern oder vorgestern erst von einem frischen ,kadaver abgezogen sind -- und das ist in gewissem ,sinne etwas kaltes ,wasser auf die allzu sichere ,siegeshoffnung4 ,aber selbst ,hauthal wagt nicht mehr1 seinen wunderbaren ,grypotherium-,kraal weiter zurck zu datieren1 als ber einige hundert ,jahre1 vielleicht knapp jenseits der ,entdeckung von ,amerika4 ,die ,sache scheint mir nun sehr diskussionsfhig1 ob sich im ,klima ,patagoniens und in einer offenen ,hhle1 von deren nasser ,decke bestndig ,feuchtigkeit abtropfte1 eine ,schicht ,mist mit ungegerbten1 mit ,fulnisspuren behafteten ,huten auch nur fr einen viel krzeren ,zeitraum tadellos erhalten konnte4 ,der ,verwitterungsschutt1 der sie bedeckte1 scheint mir1 soweit die ,beschreibung ein ,urteil zult1 in einer ,hhle mit derartig lose abbrckelnder und einstrzender ,decke nicht viel fr die ,zeitdauer zu beweisen4 ,nach dieser ganzen ,seite hin sprche wieder die rein theoretische ,wahrscheinlichkeit wohl fr ein noch jngeres ,datum4 ,man mchte sagen1 die ,ungetme haben ihr ,versteck schlielich hier aufgegeben1 nicht weil sie ausstarben81 sondern weil immer mehr ,einstrze erfolgten und diesen altbewhrten ,boden denn doch zu ungemtlich machten4 ,anderswo knnten sie deshalb ruhig fortleben4 ,der einzige ,punkt1 der mich ernstlich stutzig macht1 ist die ,existenz jener anderen ,tierknochen1 des ,riesennagetiers 7grer als alle heute bekannten71 des ,lwen1 des einheimischen ,pferdes4 ,waren das echte ,zeitgenossen der ,grypotherien -- und sollen diese heute noch leben1 -- wo sind diese anderen aufflligen ,tiere geblieben8 ,das ,pferd ist am merkwrdigsten4 ,vielleicht kein ,land der ,erde ist gnstiger fr wilde ,pferde als ,sdamerika4 ,als die ,europer welche hier einfhrten1 schienen sie in ihr ,eldorado gelangt zu sein4 ,ein einheimisches ,pferd aber existierte allen bisher fr sicher gehaltenen ,nachrichten zufolge damals nicht im ,lande4 ,die ,pferdezhne der ,hhle gehren nun keineswegs dem eingefhrten ,pferde an1 sondern einer wohlgesonderten1 wirklich einheimisch amerikanischen ,art1 die also damals1 als die europischen ,pferde kamen1 schon total wieder ausgestorben sein mte4 ,das fhrte also recht weit zurck1 mindestens bis weit ber die ,grndung von ,buenos ,aires um #aece hinaus1 durch die zuerst verwildernde europische ,pferde in die ,pampas und in die ,hnde der ,indianer gekommen sein sollen4 ,unser ,faultier wrde da jedenfalls in die ,gesellschaft eines ,tieres geraten1 das zwar gewi nicht urweltlich8 war1 aber doch schon vor vierhundert ,jahren keinenfalls mehr existierte4 ,die ,hhle mit all ihrem ,inhalt wrde so weit zurckdatieren1 -- und wie das einheimische amerikanische ,pferd um #aece nach dieser ,anschauung ausgestorben war1 genau so knnte der ,mylodon1 unbeschadet aller ,mllhaufen-,reliquien1 damals schon bis auf den letzten ,kopf das ,zeitliche gesegnet haben4 ,aber es hilft nichts2 selbst das1 obwohl ein recht schweres ,geschtz1 ist noch immer durchaus kein reines ,argument4 ,es gibt zunchst deutsche ,hhlen1 in deren ,lehmboden ein ,durcheinander ohnegleichen herrscht4 ,ursprnglich lagerten sich uralte ,knochen des ausgestorbenen ,hhlenbren darin ab4 ,dann kam ,menschenplunder aus so und so viel ,kulturstufen4 ,vom ,steinmesser der wirklichen ,hhlenbren-,zeit bis auf einen gueisernen ,topf oder gar die ,porzellantasse eines modernen ,eisenbahn-,arbeiters1 der hier genchtigt4 ,das alles sank regellos in den geduldigen ,lehm und ffte auferstehend die sorgsamste ,archologen-,weisheit4 ,wenn nun der ,mensch1 der die ,mylodon-,hhle gelegentlich besetzte1 hierher ,pferdezhne verschleppte1 die er nicht einem lebenden ,pferde entnommen1 sondern im ,lehmboden gefunden hatte1 wo sie heute noch allenthalben in ,patagonien massenhaft herumliegen8 ,wenn er sie irgendwie als ,werkzeuge sich so gesammelt und hier liegen gelassen hatte8 ,wenn gar in der ,hhle selber viel ltere ,tierreste noch von ,anno dazumal oberflchlich im ,schutt herumlagen und durch den ,menschen erst herausgeholt und zwischen die ,abflle seiner ,arbeit zerstreut wurden8 ,in solchen ,hhlen ist theoretisch geradezu alles mglich1 -- wer da mit dem kleinen ,finger im ,lehm buddelt1 kann ,jahrtausende der ,natur- und ,kulturgeschichte durcheinander rhren4 ,schlielich bleibt auch das wahr3 das ,guanako-,lama lebte denn also doch auch damals schon -- und es lebt unanzweifelbar in ,massen heute noch4 ,sei die ,hhle also ein paar hundert ,jahre alt4 ,sei das ,pferd von damals lngst ausgestorben1 und ebenso das groe ,nagetier und der ,lwe4 ,so kann das ,riesenfaultier immer noch leben so gut wie das ,guanako4 ,professor ,florentino ,ameghino1 dieser altbewhrte ,kenner und ,erforscher der lebenden und toten ,tierwelt ,sdamerikas1 hat aber den ,kampf nach dieser ,seite noch viel energischer aufgenommen4 ,er bestreitet einfach selbst das ,aussterben jener anderen ,beweistiere der ,hhle4 ,nach ihm lebt heute noch ein groer ,jaguar vereinzelt in ,patagonien1 den die ,eingeborenen genau kennen und mit ,namen bezeichnen1 -- und auf diese riesige ,katze bezieht sich der ,lwenrest84 ,desgleichen aber sollen nach ihm die alten ,wildpferde in ,sdpatagonien berhaupt niemals ausgestorben sein bis auf den heutigen ,tag1 so da jene radikale ,neubevlkerung ,amerikas mit europischen ,pferden in der nachkolumbischen ,zeit wenigstens fr diesen entlegensten1 sdlichsten ,fleck blo eine wissenschaftliche ,mythe wre6 ,sollte sich das in der ,folge wirklich nach und nach scharf beweisen lassen1 so verkehrte sich natrlich nicht nur das schrfste ,argument vollstndig in sein ,gegenteil1 sondern es erffnete sich berhaupt ein ganz neuer ,ausblick in die ,schicksale der amerikanischen ,tierwelt4 ,und hier kommen nun noch einmal die ersten ,folgerungen mit neuer ,wucht zurck4 ,schlielich erzhlen doch die ,indianer heute noch von einem ,tier1 dessen ,beschreibung ,schritt fr ,schritt auf den alten ,mylodon pat4 ,sie geben ihm einen ,namen1 der aus leerer ,phantasie heraus unmglich so erdacht sein kann3 nmlich ,jemisch1 zu deutsch das ,tier1 das kleine ,steinkrnchen an sich trgt1 also offenbar eine ,anspielung auf jene kleinen ,knochenkrnchen in der ,mylodon-,haut4 ,dabei ist doch wohl ebenso unmglich1 da alle diese ,indianer ihre ,weisheit aus der ,eberhard-,hhle mit ihrem bis #ahie anscheinend vllig unberhrten ,mistboden geschpft haben sollten4 ,jenes erste ,fell-,stckchen1 das ,ameghino von ihnen erhielt1 erweckt viel eher den ,eindruck1 da sie sonst noch ,felle des ,tieres heute besitzen1 -- und warum dann nicht vom lebenden ,tier8 ,auch das ist sehr wertvoll1 da in alten ,chroniken ber die ,geschichte des ,landes mit seltsamer ,konsequenz gerade ein hnliches ,geschpf sein ,wesen treibt4 ,der ,geschichtsschreiber ,lozano verzeichnet um #agdj ein ,ungetm1 ,su oder ,succarath mit ,namen4 ,es gleiche dem ,ameisenfresser 7also einem noch lebenden nahen ,verwandten der ,faultiere7 und trage seine ,jungen auf dem ,rcken mit sich herum1 eine ,sache1 die die ,faultiere heute noch hnlich so machen2 die ,indianer jagten es1 um sich aus dem ,fell ,mntel zu fertigen4 ,ich finde zufllig eine noch bedeutend ltere ,angabe ber dieses ,tier ,su in der ,forer'schen deutschen ,uebertragung von ,gesners ,tierbuch4 ,der ,druck1 der mir vorliegt1 ist von #afjf4 ,auf ,seite #adh steht ein grotesker1 offenbar wesentlich mit freier ,phantasie hinzuerfundener ,holzschnitt eines langgeschwnzten ,tieres mit ,menschenkopf1 das einen ganzen ,haufen ,junge auf dem ,rcken sitzen hat4 ,dazu heit es im ,text3 ,das aller ,scheutzlichest ,thier so gesehen mag werden1 ,su genannt in den ,neuwen landen4 ,es ist ein ort in den ,neuw erfundnen land welches ein volck ein wohnet ,patagones in ihrer spraach genent1 und dieweil da ort nit sehr warm ist1 so bekleiden sie sich mit beltzwerck von einen ,thier1 welches sie ,su nennen das ist ,wasser1 au ursach da es der mehrer theil bei den ,wsseren wonet4 ,ist sehr reubig1 scheulich wie diese ,gestalt auweit4 ,so es von den ,jegern gejagt1 nimpt es seine jungen auff seinen rucken1 deckt sie mit einem langen schwantz1 fleucht also darvon1 wird mit grben gefangen und mit pfeilen erschossen48 ,im ersten ,moment knnte man beim ,wortlaut an eines der sdamerikanischen ,beuteltiere denken1 das am ,wasser lebt und seine ,jungen mitschleppt4 ,aber das sind kleine ,geschpfe1 whrend die ,beschreibung mit ihrem ,fangen in ,gruben und auch sonst eher auf ein sehr groes ,tier deutet4 ,fr ,patagonien fehlt jeder ,anhalt1 was es sonst sein sollte4 ,jedenfalls ist es erstaunlich ber alle ,maen1 wie diese ,geschichten smtlich wie ,radien auf denselben ,mittelpunkt loslaufen4 ,hauthal sagt zwar3 ,das sind alte ,traditionen von ,vorvtern1 die noch mit dem ,tier lebten4 ,das sieht aber doch seltsam nach einer ,ausrede um jeden ,preis aus4 ,schlielich hat auch ,ramon ,lista ein ,tier gesehen und angeschossen1 das in der ,hauptsache pate4 ,hauthal meint1 weder in den ,grasebenen1 noch in der ,waldregion ,patagoniens knne ein so aufflliges groes ,tier den ,ansiedlern entgangen sein1 wenn es noch lebte4 ,und im vergletscherten1 nahrungslosen ,hochgebirge werde man es nicht suchen wollen4 ,ich meine aber1 gerade hier gibt die geheimnisvolle ,hhle einen ,fingerzeig4 ,sie zeigt uns den alten ,recken mit seiner hrnernen ,siegfrieds-,haut als den ,bewohner schmaler1 finsterer ,erdklfte4 ,wie viele solcher ,klfte mag das rauheste1 sdlichste ,patagonien gegen ,feuerland herab noch enthalten4 ,und wer ist dort bei ,nacht herumgeschweift1 um den ,gast der ,tiefe auf seinen streng nchtlichen ,streifereien zu beobachten4 ,so ist es trotz allem noch immer so wahrscheinlich1 wie solche heiklen ,dinge berhaupt wahrscheinlich sein knnen1 da das ,riesenfaultier doch noch in einer ,glcksnacht der ,tierkunde lebend gefat und auf seine ,ausweispapiere streng geprft werden knnte4 ,wenn nicht1 -- dann hat es aber auch seine ,schuldigkeit getan4 ,es hat uns ber ,goethes ,darwinismus1 ber die ,entwickelungslehre ,darwins1 ber den ,urmenschen und so und so viel anderes belehrt4 ,gnnen wir ihm seinen ,platz in der ,kulturgeschichte4 ,und wenn es auf der ,messerschneide jener letzten paar ,jahrhunderte1 bis zu denen es sicherlich heranreicht1 wirklich nicht mehr leben sollte1 so gehrt es erst recht hinein4 ,denn was ist die menschliche ,kulturgeschichte anders als die liebe1 lustige ,geschichte menschlicher ,hoffnungen1 ,trume -- und ,irrtmer4 ,der erste ,vogel4 ,wenn man den ,reliquienschrein durchmustert1 auf dem sich unsere ,kenntnis der ,weltgeschichte aufbaut1 so meint man bisweilen ins ,reich der bsen ,kobolde verschlagen zu sein4 ,wunderbare ,dichtungen1 die wie herrliche ,leitsprche ber der ,menschheits-,entwickelung schweben1 sind berliefert ohne den ,namen des ,verfassers4 ,und der ,text liegt uns in der ,form eines liederlichen ,korrekturbogens vor1 bei dem der ,setzer ein ,idiot und der ,korrektor betrunken war4 ,inschriften1 die uns wie ein ,blitz eine ganze ,kulturepoche aufhellen knnten1 sind gerade an der ,stelle verstmmelt1 wo die ,hauptsache kommt4 ,die ,pyramide1 die fnftausend ,jahre lang der ,list der ,grabschnder von zwanzig ,nationen getrotzt hatte1 ist vier ,wochen vor ihrer wissenschaftlichen ,erffnung durch ,fach-,archologen von irgend wem ausgerumt worden2 ihr unschtzbarer ,inhalt wird vielleicht einmal zwischen dem zweideutigen ,germpel einer bekannten ,flscherbude auftauchen und unbeachtet dort verkommen4 ,ein ,kobold fhrt ein ,grabscheit in die ,erde einer griechischen ,insel1 dieses ,grabscheit klirrt auf etwas1 wirft ein paar ,steinbrocken herauf1 die auf den ,abfall kommen2 und diese ,brocken sind die ,arme der ,venus von ,milo gewesen1 die bei ihrer endlichen ,auferstehung einen wahren ,kultur-,triumphzug feiert1 -- aber leider ohne ,arme4 ,der khnste ,aufwand der ,weltgeschichte lt einen ,vesuv seine heie ,brei-,asche ber eine rmische ,provinzialstadt regnen4 ,diese ,stadt wird nach anderthalb ,jahrtausenden entdeckt und ausgegraben4 ,man findet unter anderem die ,bibliothek eines ,gelehrten4 ,es wird eine besondere ,methode ausgeklgelt1 um die verkohlten ,rollen doch noch auszuwickeln und lesbar zu machen1 mit allen ,hilfsmitteln der ,mechanik und ,chemie4 ,als die ,rollen aber zum ,teil entziffert sind1 zeigt sich1 da der ,besitzer gerade dieser ,bibliothek den einseitigsten ,geschmack hatte und blo engste epikureische ,philosophie besa1 statt der verlorenen ,sophokles-,tragdien1 dem vollstndigen ,livius -- oder gar dem ,ur-,evangelium4 ,will man gerecht sein1 so mu man freilich auch neben den bsen an gute ,kobolde glauben1 wie im ,mrchen4 ,ein braver ,hausgeist mindestens lt ,schliemann1 der unter beinah komischen ,voraussetzungen den ,hgel von ,hissarlik nach ,troja8 durchsucht1 einen weltgeschichtlichen ,komposthaufen von mindestens fnf ,stdten aufdecken1 der1 wenn nicht ,troja1 so doch ein ganzes ,kapitel ,menschheit wirklich gibt4 ,und ein ebenso freundlicher lt die ,aegyptologen #ahha ein wstes ,diebsversteck mit ,beschlag belegen1 wobei die ,mumie ,ramses des ,groen aus der ,diebsbeute fllt4 ,wenn irgend einer1 so hat auch der ,naturforscher von solchen ,dingen in ,gut und ,bse ein ,lied zu singen4 ,seit einem ,jahrhundert jetzt whlt er einer verlorenen ,handschrift8 nach1 -- der ,handschrift der ,erde4 ,bltter von ,schiefergestein1 ohne ,einband1 mit wsten ,rissen1 hier und da nur ein geheimnisvoller ,buchstabe1 verzerrt1 halb zerpret1 die ,schrift von furchtbaren ,musen zernagt3 ,bewegungen der ,erdrinde1 losdonnernden ,vulkanen mit ,basaltregen1 nachtrglichem ,faltenwurf1 bei dem die ,erdrinde sich hob1 senkte1 platzte1 ,risse bildete wie eine ,rhinozeroshaut4 ,und dazu auch diese ,bibliothek1 wie jene von ,herkulaneum1 niemals vollstndig1 gleichsam ein wahlloses ,liebhaberprodukt1 das die ,kobolde zusammengetragen4 ,einmal haben sie doch wohl gewollt1 diese ,hausgeister auch der ,geologie4 ,in ,berlin1 in der ,invalidenstrae1 im ,museum fr ,naturkunde1 ist ein kleines ,pltzchen1 ein ,inselchen im groen ,getriebe der ,weltenschicksale und ihrer ,koboldarbeit4 ,da glaubt man an gute ,geister4 ,das ,berliner ,museum fr ,naturkunde ist an sich schon eine ,insel im wilden ,trubel der ,grostadt1 eine ,geistes-,insel4 ,wenn es nur in seinen ffentlichen ,besuchsstunden nicht so geisterhaft de wre4 ,gerade der ,fleck1 den ich jetzt in ihm meine1 der1 wo die ltesten ,ungeheuer1 die ,vorsintflutler von ,ichthyosaurus- und ,mammuts-,tagen stehen1 kommt mir immer selbst wie eine graue1 leere1 hallende ,katakombe vor4 ,der ,berliner hat dieses ,museum so recht noch gar nicht entdeckt4 ,die ,art und ,weise1 wie hier volkstmliche ,wissenschaft dargebracht wird1 ist daran gewi nicht schuld4 ,zwar der ,bau selbst1 #ahhg vollendet1 ist etwas wunderlich4 ,er wurde im ,umri fertig gestellt1 ehe sich der rechte ,mann fand1 den schnen ,inhalt hineinzuordnen1 der alte treffliche ,karl ,mbius4 ,so sieht man jetzt noch wunderliche ,arabesken3 ungeheure1 auf ,massen berechnete ,treppen fhren zum ,oberstock1 aber dieser ,oberstock ist 7nach sehr weiser ,mbius'scher ,einteilung7 dem groen ,publikum gar nicht ntig und also auch nicht zugnglich1 und so scheint der ,zweck dieser wunderbaren ,raumverschwendung wesentlich die uerst ppige ,erhellung eines ,schildes ,hier ist kein ,aufgang84 ,in der ,sammlung selbst lt dafr die oberste ,pflicht des ,baumeisters fr ,museen1 die ,beleuchtung1 aufs empfindlichste zu wnschen4 ,und so wre noch manches von den ,schatten1 echten und idealen1 des ,gebudes zu verzeichnen4 ,aber um so gewaltiger die geniale ,kraft1 wie nun eine kstliche ,sammlung in diese ,hallen eingegliedert ist1 -- mit allen ,mitteln systematischer1 sthetischer und auch echt volkstmlicher ,aufstellungskunst4 ,nichtsdestoweniger3 die ,brote und ,fische1 die ,tausende nhren knnen1 sind da1 -- aber die ,tausende fehlen4 ,mir ist das ,museum ein ,ort1 wo man seinen ,schritt hallen hrt1 -- wohin man sich aus dem ,geklingel der ,strae rettet zur ,einsamkeit4 ,die ,zeit nder's6 ,doch davon wollte ich hier nicht eigentlich reden4 ,also in der palontologischen ,abteilung dieses ,museums ist der engere ,fleck1 den ich meine4 ,der ,saal ist fr den ,laien nicht gerade uerlich aufregend4 ,berlin hat vorlufig keine gigantischen ,zugstcke1 kein ganzes ,mammut oder ,mastodon1 kein ,megatherium1 nicht einmal die ntigen imponierenden ,gipsabgsse4 ,im ,grunde des ,saales steht ein kleines braunes ,nilpferd-,gerippe von ,madagaskar1 das dem ,besucher zunchst nicht viel mehr sagt1 als das etwas hellere vom lebenden ,nilpferd im ,lichthofe nebenan4 ,in ,wahrheit ist es freilich einer jener ausgestorbenen ,herren1 die auf der groen ,wunderinsel ihrer ,zeit noch mit dem auch jetzt verschollenen ,riesenvogel ,aepyornis zusammen die ,ufer der ,binnenseen unsicher machten4 ,dieser ,riesenvogel selber war wieder ein naher ,verwandter der groen ,moa-,straue von ,neu-,seeland1 die inzwischen1 wahrscheinlich unter ,nachhilfe des hungrigen ,menschen1 das ,zeitliche gesegnet haben gleich ihnen4 ,solcher ,moas stehen einige1 in brigens nicht gerade bedeutenden ,gerippen1 links gegen das ,fenster zu im ,schrank4 ,hinter diesem freien ,glasschrank aber1 ganz in des ,fensters ,nische1 ragt ein schlichter ,tisch mit ,glasdecke4 ,der ,blick des ,laien begegnet zwei flachen gelblichen ,steintafeln ohne jeden reklamehaften ,reiz4 ,und doch ist das jetzt ein ,ort1 wo er den ,hut abziehen soll4 ,dieser ganze ,saal orientiert sich hierher als in seinen ,mittelpunkt4 ,das ganze ,museum hat kein kostbareres ,objekt4 ,und unsichtbar ber diesem ,kasten schweben die ,hndchen des besten ,schutzgeistes der ganzen ,geologie4 ,auf beiden ,steinplatten sieht der naive ,beschauer1 wie mir mehrfache ,erfahrung besttigt1 zunchst berhaupt nichts4 ,eine nhere ,erluterung ist gerade hier auf dem lateinischen ,namensschilde leider nicht gegeben1 und er wrde also wohl ganz gleichgiltig vorbergehen1 -- mit jenem ,museumsblick des ,laien1 der sich aus einem ,teil ,staunen ber die ,masse8 der verschiedenen ,naturgegenstnde und zwei ,teilen ,langeweile vor so viel ,unverstndlichem chemisch zusammensetzt4 ,aber einer der ,museumsdiener hat ihn beobachtet1 tritt hinzu und macht ihn mit ,nachdruck darauf aufmerksam1 diese links liegende eine ,platte habe zwanzigtausend ,mark gekostet4 ,unter der ,wucht dieser goldenen ,tatsache geht der ,besucher also hilflos1 aber willig noch einmal an den ,glaskasten4 ,mit ,aufbietung all seines gesunden ,lebenswitzes entziffert er nun wirklich auf der ,zwanzigtausendmarkplatte einige lose ,spuren eines denkbaren ,ereignisses4 ,auf einem schmutzigen1 klebrigen ,lehmboden ist eine ,krhe oder ein hnlicher ,vogel gerupft worden4 ,beim ,hin- und ,herwerfen haben sich einzelne ,federn in dem ,morast abgedrckt4 ,der ,kadaver scheint schlielich am ,fleck liegen geblieben und fortgefault zu sein1 denn es stecken auch noch ein paar morsche ,knchelchen selber im ,lehm4 ,das mag ja nun lange her sein1 denn der ,morast ist nachgerade steinhart geworden1 so viel sieht man4 ,das ,alte gilt in der ,wissenschaft teuer4 ,aber es ist doch ein starkes ,stck1 solche alte ,mllkastenprobe mit zwanzigtausend ,mark zu bezahlen6 ,in ,wahrheit sind diese zwanzigtausend ,mark nur die ,schale des ,zauberwortes1 das ihm einer htte sagen mssen1 nicht das ,wort selbst4 ,das erste ,bild1 das vor dieser gelben ,platte auftauchen sollte1 ist ein ,bild aus dem heiesten ,ringen der denkenden ,kulturmenschheit4 ,andres ,ballon1 der ins ,ungewisse gegen den ,pol zu verschwindet4 ,der ,ballon1 der mit dem groen ,alpenforscher ,heim an ,bord die ,alpen berfliegt4 ,der unglckliche ,lilienthal1 der den ,mrtyrertod des ,einzel-,fluges stirbt1 vielleicht ganz nahe an der ,schwelle der ,lsung4 ,der ,mensch1 der immer wieder das ,organ neu und verbessert als ,werkzeug baut1 will auch den ,vogel so erobern1 den ,flgel des ,vogels durch ein ,werkzeug -- und dann1 wie immer1 an diesem ,werkzeug mehr als blo diesen schwachen ,flgel3 ein neues ,weltmittel seiner ,kultur4 ,herauf1 herab vor unsern ,augen wogt dieser ,kampf4 ,er hat so viel bezwungen1 der ,mensch1 seitdem er in grauen prhistorischen ,tagen1 zwischen schwarzen ,eibenwldern und roten ,mammuten1 das erste ,werkzeug erfunden4 ,lngst hat er das ,auge des ,adlers unendlich weit berboten mit seinem ,fernrohr1 das in die ,welt der ,nebelflecke dringt4 ,das elektrische ,organ1 mit dem der ,aal in den ,smpfen ,venezuelas sich verteidigt1 ist ihm zum transatlantischen ,kabel geworden1 durch das er ,ozeane mit dem ,geistesmittel seiner ,sprache durchdringt4 ,warum soll er nicht fliegen wie die ,schwalbe1 die das ,mittelmeer kreuzt1 wie der ,albatros1 der ,weltmeere bersegelt1 wie die ,rosenmve1 die sich seit alters ber die ,eiswste jenseits ,franz ,josefs-,land1 die wir erst durch ,nansen kennen1 schwingt8 ,gerade dieser ,zukunftsflug aber fhrt zurck auf diesen altersgrauen ,stein4 ,dieser ,stein ist fr uns ein ,grundstein4 ,auf ihm beginnt das ,organ1 das wir im ,werkzeug berbieten mchten4 ,diese paar ,federabdrcke im einstmals weichen ,schlamm1 diese paar ,knchelchen1 die auch der ,laie schlielich herausbuchstabiert hat1 sind der schattenhafte ,abdruck des ltesten ,vogels1 den wir kennen1 -- des ,ur-,vogels84 ,auf diesen ,knchelchen und ,federchen begann das ,wirbeltier1 das sich vom ,fisch zur ,eidechse gesteigert1 ein neues ,leben1 -- das ,leben in der blauen ,hhe1 das ,leben des ,adlers1 der ,schwalbe1 des ,albatros4 ,auch wir ,menschen sind unserem zoologischen ,bau nach ,wirbeltiere4 ,auch unser ,vogel-,flug wird1 wie immer er nun werde und falls er wird1 in gewisse ,schranken und ,gesetze dieses ,wirbeltier-,baues eingegliedert bleiben4 ,blo da wir noch ein ,organ mehr dazu in ,arbeit setzen1 als ,knochen und ,federn3 eben das ausgesprochene ,organ der ,werkzeugerfindung1 -- das ,gehirn4 ,da uns aber gerade dieser ,eckpfeiler noch der ganzen ,flug-,entwickelung des ,wirbeltieres heute vor ,augen steht1 das verdanken wir einer ,verkettung der ,zuflle1 wie sie hnlich in der ganzen ,forschung nach den ,urweltsdingen nicht wiederkehrt4 ,um bei jenen bewuten zwanzigtausend ,mark zu enden1 die schlielich auch nichts gerade ,alltgliches waren1 mute ein ,netz des ,mrchens sich schon vor ,millionen von ,jahren anspinnen und die ,kobolde der ,geschichte muten daran fortwirken bis auf unsern ,tag1 mit einem immer erneuten ,einsatz jenes ,wahren1 das1 mathematisch angeschaut1 jedesmal das denkbar ,unwahrscheinlichste war4 ,es war gegen das ,ende der groen erdgeschichtlichen ,epoche1 die man die ,jura-,zeit nennt1 -- also in der ,zeit noch des ,ichthyosaurus4 ,mit der ,faust des ,gedankens mu der ,leser sich die ,dinge auf deutscher ,erde von damals rasch noch einmal umkneten1 -- ,berge gltten1 ,land unter ,wasser drcken1 den ,wald vertauschen und eine ganz andere ,arche ,noh hineinstlpen4 ,fort1 noch nicht heraufgefaltet aus der runzligen ,erdrinde1 sind die ,alpen4 ,zwischen ,vulkaninseln mit ,korallenriffen blaut das ,mittelmeer bis nach ,deutschland tief hinein4 ,schwaben und ,franken liegen unter ,wasser4 ,wo heute ein kleiner grner ,eidechs sich auf dem ,schiefergestein einer ,berghalde sonnt1 da schumt die ,salzflut auf und es ragen der groteske ,krokodilkopf1 die delphinartige ,rckenflosse des wilden ,ur-,rubers ,ichthyosaurus heraus4 ,in den purpurnen ,wassergrnden unter diesem ,scheusal aber blht und wuchert allenthalben in unendlicher ,ueppigkeit das ,kleinleben des echten ,ozeans4 ,winzige bunte ,korallentierchen1 zierlichen ,rschen und ,vergimeinnicht-,sternchen vergleichbar1 haben ,jahrtausende lang ihre kleinen ,kalkhuschen aufeinandergehuft1 bis ,untiefen entstanden sind1 bei denen eine solche massive ,kalkstadt der ,korallenarbeit wie eine steile ,festung die ,gewsser durchragt4 ,in unabsehbaren ,feldern haben dicke ,schwammtiere sich gesellig darum angesiedelt4 ,sehr tief unten1 wo die ,bewegung der ,wellen sie nicht knicken kann1 bilden herrliche gefiederte ,seelilien -- ,tiere aus der ,verwandtschaft der ,seesterne1 die aber auf langem wurzelnden ,stiel gleich ,blumen schweben -- geheimnisvolle ,wlder4 ,auch ihr fester1 dauernder ,bestandteil1 der liegen bleibt1 wenn das schne ,tier selber abstirbt1 ist ,kalk4 ,in weiten ,bnken liegt ,muschel an ,muschel1 ,austern und ,pilgermuscheln1 alle mit harten ,kalkgehusen4 ,aus dem freien ,wasser aber regnet unablssig ,kalk in mikroskopisch kleinen ,teilchen frei herunter3 jedes ,teilchen ist das niedliche ,kalkgerippe eines sonst formlosen ,ur-,tiers1 eines lebendigen ,schleim-,klmpchens von der ,sorte1 wie sie heute noch in unausdenkbaren ,myriaden unsern ,ozean in allen ,tiefen durchwimmeln und ,foraminiferen genannt werden4 ,wie eine feine ,schneedecke einheitlich reinsten ,kalkschlammes legt sich diese nicht endende ,fracht noch einmal ber alles sonstige ,kalkmaterial der ,tiefe4 ,lang1 unfabar lang rauschen diese hohen ,wasser der ,jura-,zeit ber deutsches ,land und berrauschen still in all der ,zeit immer dieses fort und fort schaffende1 hufende1 ,kalk ablagernde ,leben ihrer ,kleinen und ,kleinsten im feuchten ,scho4 ,auch im ,herzen des ,frankenlandes1 da1 wo heute die ,eisenbahn von ,mnchen nach ,nrnberg quer durchschneidet1 ist es so4 ,aber die ,zeit luft1 wie ,busch sagt1 eins-zwei-drei im ,sauseschritt84 ,und eines ,tages1 eines ,jahrtausends sagt sich hier besser1 erfhrt denn doch gerade diese mittelfrnkische ,gegend eine ganz eigentmliche ,wandlung4 ,die gewaltige ,jura-,periode1 wie gesagt1 neigt sich unaufhaltsam ihrem ,ende zu4 ,ein ungeheurer ,tag der ,erdgeschichte versinkt einmal wieder4 ,der eigentliche ,anla zum ,wechsel mag in fernen1 tiefen ,ursachen der ganzen ,erdgestaltung1 ,erdentwickelung liegen4 ,jedenfalls macht sich hier im kleinen ,frankenwinkel zunchst eine vielleicht weit voraufbrandende1 aber an sich ganz unzweideutige ,wirkung geltend3 das ,meer beginnt langsam in der ,richtung von ,nord nach ,sd zurckzuweichen1 als htten sich ihm fern drben in den ,mittelmeergegenden1 oder noch viel weiter sdlich1 gegen den ,aequator an1 neue ,abzugsbecken aufgetan4 ,oder auch1 als wlbe sich die ganze ,nordhalbkugel zeitweilig hher auf und lasse ihr ,na abstrmen wie ein auftauchender ,seehund4 ,die rechte ,grunderklrung wissen wir heute noch nicht4 ,genug aber3 der ,ozean sank langsam1 ganz langsam etwas mehr sdwrts ab4 ,eines ,tages stieen die ,untiefen aus ,kalkmasse1 die von den ,korallentieren aufgebaut worden waren1 vom ,wasser befreit als steile weie ,kalkinseln aus dem blauen ,spiegel heraus4 ,bald aber dann in den nrdlichsten ,teilen unseres ,mittelfranken werden auch ganze ,stcke ,seeboden zwischen den ,korallenklippen sichtbar4 ,der ,meeresgrund hatte seit alters hier immer eine geringe ,neigung von ,nord nach ,sd gehabt4 ,so kamen mit dem ,sinken des ,seespiegels naturgem zuerst die hchsten1 nrdlichsten ,teile der ,schrgflche als ,land8 ans ,licht4 ,ans ,licht kamen aber mit ihr die ,schwammfelder1 die ,austernbnke1 die zerbrochenen ,trmmersttten der ,seelilien1 endlich in unendlichen ,massen der lose ,schlammteppich jener mikroskopischen ,kalkgerippchen der kleinsten der ,kleinen1 der ,ur-,tierchen4 ,ein des ,land natrlich anfangs1 das da aus der ,sintflut stieg4 ,morsche ,kalkmassen berall1 die sich in den ,jahrhunderttausenden vorher zu wahren ,gesteinsschichten in der ,tiefe bereinander gelagert4 ,und von diesem ,grundmaterial im ,sturmwind aufdampfend ,wolken1 ,sandhosen von weiem ,kalkstaub1 zu dem jener feinste ,grundschlamm sofort zerfiel4 ,erst allmhlich brachte der ,wind selber von fernem1 nrdlicherem1 lterem ,festlande ,pflanzensamen herber1 der die ,kalkwste mit grnem ,kleide berzog4 ,erst allmhlich wanderten ,landtiere von dort ein1 fliegende ,insekten1 ,landeidechsen1 was es um diese ,wende der ,jurazeit eben auf trockenem ,boden schon an seltsamem ,getier gab zu der gleichen ,periode1 da die ,meerflut noch einen so kuriosen ,gesellen wie den ,ichthyosaurus beherbergte4 ,lngst aber1 als diese ,erregung8 des neuen ,landes von ,tieren und ,pflanzen glcklich erfolgt war1 hatte sich ein anderer natrlicher ,vorgang vollzogen4 ,die ,wasser des ,himmels1 der ,atmosphre1 hatten den ,boden erobert1 den die ,wasser des ,ozeans frei gegeben4 ,wolken hatten sich um die alten ,korallenriffe gehuft1 -- diese waren ja jetzt ,berge4 ,das ,regenwasser sammelte sich oben in ,mulden1 sickerte in die ,risse des ,gesteins1 trat unten am ,fue der ,kalkschroffen als murmelnder ,silberquell hervor4 ,der ,quell brach sich durch das immer noch sdwrts geneigte ,flachland weiter ,bahn1 -- bis er endlich das ,meer doch noch erreichte4 ,freilich nicht mehr das tiefe1 abgrundtiefe ,meer1 in dem einst ,seelilien geblht hatten4 ,sondern blo das alte ,frankenmeer auf dem ,punkt seines ,abzuges1 -- an der uersten ,stelle1 da es1 unablssig sinkend1 die schrge ,ebene des aufsteigenden ,landes mit oberster ,welle gerade noch beleckte4 ,drauen ragten berall schon einzelne trockene ,korallenklippen vor4 ,zwischen ihnen und dem jngsten ,festlande dehnte sich der ,ozean nur mehr in ,form einer flachen ,bucht aus1 -- so seicht1 da man weithin wohl schon bei einer ,kahnfahrt den bunten ,seegrund mit seinen ,tiergrten htte durchschimmern sehen4 ,menschen und ,khne gab's freilich noch lange nicht6 ,in diese seichte ,bucht also fiel jetzt das ,flchen ein1 das lustig plaudernde ,kind der schon lngst freien ,kalkhgel da drinnen im ,lande4 ,sein ,swasser1 das ,geschenk der violetten ,wolken da hinten1 einte sich der friedlichen ,salzwelle1 die alle ihre ,ozeanswildheit lngst selber hier verloren hatte2 stand sie doch schon auf dem ,aussterbeetat und mute erwarten1 in wieder tausend ,jahren -- einer ,nachtwache6 -- selber nur noch ein ganz stiller1 rings von ,festland umgebener ,see zu sein1 der dann gar bald von den einstrmenden ,bergwassern auch ausgest sein wrde4 ,einstweilen war das ,wasser der mittelfrnkischen ,bucht allerdings noch ,meer1 hatte noch offenen ,zusammenhang mit der ozeanischen ,welt da im ,sden1 so sehr auch deren goldene ,zeit im ganzen um schien4 ,noch sollte es den ,bergwsserlein1 und kmen ihrer noch so viele1 nicht gelingen1 sie diesem ,versungs-,schicksal unrettbar auszuliefern4 ,aber die ,silberfllein brachten nicht blo ,swasser zu ihr4 ,sie trugen noch etwas anderes1 derberes mit4 ,und das mute die ,bucht sich gefallen lassen4 ,kam es doch zu ihr wie ein alter ,bekannter4 ,wo immer die ,bche sich vom ,gebirge loswanden3 sie waren versetzt mit ,kalk4 ,durch ,kalkgestein hatten sie sich gewhlt1 ,kalk hatte der ,wind mit jeder ,staubwolke in sie hineingeweht1 ,kalk war um sie und1 zerstubt1 in ihnen bis zur ,meeresmndung4 ,wie ,milch ging er in ihnen mit1 und wo die ,mndung sich ffnete1 da schwamm er mit ins ,meer1 um dort1 im stillen1 salzigen ,buchtwasser1 alsbald zu ,boden zu sinken4 ,im ,grunde war's eine ,heimkehr4 ,das alte ,kalkmaterial der ,korallen1 ,muscheln1 ,seelilien1 ,foraminiferen1 einst im ,ozean gebildet1 kehrte in den ,ozean zurck4 ,fels geworden1 den der ,regen peitschte1 wurde es abermals ,meeresschlamm4 ,freilich jetzt ,schlamm einer ,flumndung in einer ohnehin verkommenden1 verflachenden ,bucht eines abziehenden ,ozeans1 dessen ,stunde geschlagen hatte4 ,hier ist jetzt die erste groe ,station1 die uns zur ,kenntnis des ,ur-,vogels verholfen hat1 der wundersamen ,handlung erster ,akt4 ,also ,kalk wurde von den ,bchen immerfort in die seichte ,bucht des frnkischen ,jura-,meeres hinabgesplt1 ,kalk lagerte sich ,hutchen um ,hutchen1 ,schicht um ,schicht auf dem ,boden dieser ,bucht ab4 ,dabei aber erhielten diese feinen ,kalkhutchen ganz von selbst eine eigentmliche ,rolle im ,naturhaushalt dieses ,winkels4 ,sie wirkten nmlich als ,totengrber4 ,wo ,wasser ist1 da ist reges ,leben4 ,das galt damals wie heute4 ,zwar das ,leben der tiefen ,see war mit dem langsamen ,rckgang des hohen ,meeresspiegels auch allmhlich geschwunden4 ,aber um so ppiger grnte und tummelte sich alles1 was zu solcher flachen ,ozeansbucht nahe einem reich belebten ,ufer gewohnheitsmig gehrte4 ,grne ,wiesen von ,seetang dehnten sich unter dem ruhigen ,spiegel aus4 ,im ,tangbusch bargen sich zahllose ,fischlein1 und die ,krebse hatten hier so recht ihr gesegnetes ,reich4 ,wehte der ,wind von der offenen sdlichen ,see herein1 so trieb die ,strmung endlose ,ketten blauer oder orangeroter ,quallen und ,herden bunter1 dem ,chamleon gleich farbenwechselnder ,tintenfische landwrts mit sich4 ,vom ,lande umgekehrt kamen mit dem ,luftzug groe ,libellen und anderes flatterndes ,getier1 das wenigstens dicht ber die blauen ,wellen dahingaukelte4 ,wiederum indessen3 wo ,leben ist1 da ist auch ein ewiges ,sterben4 ,generationen sinken ins ,grab4 ,das ,grab jedes losgerissenen ,pflanzenblattes1 jedes abgestorbenen ,tier-,krpers aber war in diesem ,falle immer nur wieder der ,grund der ,bucht1 also derselbe stille ,grund1 den der einstrmende ,kalk in gar nicht so sehr langsamer ,folge immer wieder schichtweise zudeckte4 ,so wurden die feinen ,kalkschichten ganz unabnderlich zugleich die ,leichentcher all dieses toten ,materials4 ,und es gab da immerfort genug so einzusargen4 ,von oben fielen die ,libellen und andere ,land- und ,lufttiere1 vom ,sturm berwltigt1 ins ,wasser1 ertranken und gerieten auf den ,grund4 ,aus dem ,tang-,wald kamen tote ,fische1 tote ,krebse herab1 dazwischen losgeschaukelte ,zweiglein der ,tangpflanzen selbst4 ,auch der einstrmende ,kalkbach brachte wohl schon das eine oder andere ,kirchhofsgut mit3 einen ,cypressenzweig1 den schnen ,wedel eines ,palmfarrnbaumes von den ,wldern landeinwrts2 oder den ,kadaver einer ,eidechse1 die irgendwo weiter innen verunglckt war4 ,jeder ,sturm von der ,seeseite aber warf jene ,quallen- und ,tintenfischschwrme nicht nur in die ,bucht1 sondern erbarmungslos so hoch bis ins uere ,strandwasser hinauf1 da sie sich die zarten ,fangarme und weichen ,leiber elendiglich am ,sande zu ,fetzen schlugen1 -- auch sie eine ,beute dann des ewig nivellierenden1 schnell zudeckenden ,kalkschlammes4 ,die ,schichten des ,kalkes wurden allmhlich ganz von selber ein ,herbarium1 ein ,museum4 ,weich1 wie sie zunchst waren1 nahmen sie die ,umrigestalt aller der kleinen ,leiblein1 die da in ihren ,arm fielen zum ewigen ,schlaf1 wie durch eine ,art feinsten ,naturselbstdruckes in sich auf4 ,war auch der ,leib selber lngst entschwunden1 so wahrte der ,kalk an seiner ,sttte doch noch das treueste1 das feinste ,schattenbild4 ,die ,natur hat ja auch in spteren ,tagen noch manchesmal ,mittel und ,wege gefunden1 in einer wenigstens verwandten ,weise ,lebensumrisse durch ,steinabdruck aufzubewahren4 ,das wunderbarste ,beispiel aus unserer ,menschheitsgeschichte sind die ,leichen aus der ,rmerstadt ,pompeji1 die vielleicht der eine oder andere ,leser aus eigener ,anschauung kennt4 ,als ,pompeji im ersten ,jahrhundert nach ,christi ,geburt vom ,vesuv verschttet wurde1 ergo sich ein ,gemisch von vulkanischer ,asche und kochendem ,wasser breiartig ber arme ,flchtlinge1 die sich versptet hatten4 ,sie erstickten im heien ,brei4 ,als dann die weiche ,masse1 die ihre ,leiber wie zher ,teig umhllte1 allmhlich hart wurde1 blieb der ,abdruck1 die ,form eines jeden ,menschenkrpers wie eine grausige ,totenmaske im ,stein stehen4 ,nach achtzehnhundert ,jahren1 als ,pompeji ausgegraben wurde1 geriet man auf diese zwangsweisen ,grber4 ,die ,krper selbst in ihrer ,hhle waren lngst zermorscht bis auf schlotternde ,gerippe4 ,aber die ,hhlung mit ihrem ,krperrelief war um jedes ,gerippe her noch treu da4 ,man bohrte sie an1 go flssiges ,gips hinein und gewann so knstliche ,ausgsse1 die1 als man die versteinte ,aschenmasse jetzt herunterschlug1 grausig realistische ,umribilder der ,leichen im ,todeskampf ergaben3 ein schnes junges ,mdchen1 einen alten ,mann und anderes2 auch ein ,hund1 der zuckend die ,beine ber den ,kopf schlgt1 ist dabei4 ,so stehen diese armen ,zeugen eines ,schreckenstages heute im ,museum zu ,pompeji4 ,im ,grunde jener frnkischen ,bucht mu das ,natur-,verfahren aber noch sehr viel intimer1 viel sorgfltiger gewesen sein4 ,jedes ,fiederblttchen1 jedes durchsichtige ,libellenflgelchen kam in dem butterweichen ,kalkbrei zum zierlichsten ,abdruck4 ,selbst die ,qualle1 die doch tot wie ein ,gallerttropfen alsbald dahinschwindet1 da keiner ihre ,spur mehr ahnt1 prgte ihre charakteristische ,gestalt gerade noch ab1 ehe sie zerflo4 ,und die ,krebse1 die ,fische1 die ,tintenfische 7der ,tintenfisch ist kein ,fisch1 sondern ein schneckenartiges ,weichtier67 malten sich auf1 als htte sie einer zuerst in braune ,farbe getaucht und dann so fest gegen eine frisch gestrichene weie ,wand gepret1 da jedes ,spitzchen und ,fhlerchen der ,silhouette nur ja haarscharf herauskomme4 ,es war in diesem ,kalkgrunde1 als schreibe und drucke die frnkische ,uferwelt der letzten ,jura-,tage ihr eigenes ,tagebuch1 ein ,tagebuch aus ,photographien1 ,bilderbuch und ,lebensbuch zugleich4 ,aber selbstverstndlich3 so reizend exakt wie dieses ,tagebuch auf ,kalkblttern wurde1 -- es wurde zunchst unabnderlich ein ganz verborgenes ,tagebuch1 ein ,geheimbuch4 ,hatte sich heute eine feine ,kalkhaut wie ein ,herbariumblatt ber einen ,tangzweig oder eine ,hummerschere gelegt1 so lagerten sich morgen schon wieder neue ,hutlein darber und bermorgen abermals welche4 ,abdruck um ,abdruck verschwanden so alsbald wieder in dem stets dicker anschwellenden ,folianten1 ohne da irgend ein ,wesen damals in dem ,wassergrn und ,himmelsblau oben darber ein ,interesse daran gehabt htte1 die steinerne ,familienbibel noch einmal aufzublttern4 ,denn es fehlte ja gnzlich noch auf dieser ,erde das groe ,interessen-,wesen81 -- der ,mensch4 ,und der fehlte noch lange4 ,jahrmillionen rauschten dahin4 ,in ihnen versiegten schlielich die ,kalkbche1 in ihnen schwand die ganze frnkische ,meeresbucht4 ,das ,getier1 das sie belebt hatte1 starb aus oder stellte sich selber durch ,fortentwickelung so grndlich auf den ,kopf1 da keiner es mehr wieder gekannt htte4 ,zuletzt gab es in ganz ,franken und weiter in ganz ,deutschland kein ,land mehr mit ,cypressen- und ,palmfarrn-,wldern1 und es gab auch kein ,meer mehr tief drinnen im ,lande1 weder tiefes1 noch seichtes4 ,da1 wo die ,frankenbucht einst in der ,sonne geglitzert1 bildete der alte ,grund der ,bucht jetzt soliden deutschen ,vaterlandsgrund1 den die ,berghacke als festen ,kalkstein aufschlug4 ,hoch ber der uralten ,familienbibel aus ,jura-,tagen grnte stattlicher deutscher ,wald4 ,und alle die alten ,seiten1 zwischen denen die ,portraits der mythisch urltesten ,cypressenzweige1 ,tangbschel1 ,fische1 ,krebse und ,quallen immer noch fein suberlich eingedruckt lagen1 stellten zh miteinander verwachsen einen ungeheuren ,gesteinsblock dar1 fremd und gleichgltig jetzt erst recht zunchst fr das neue ,geschlecht wimmelnder ,erdwesen1 das als ,mensch8 sich ,straen durch die ,tler dieses ,frankenlandes baute1 ,drfer grndete und fr ,berg und ,tal und ,flu ,namen erfand4 ,nun wird die ,geschichte fromm4 ,der heilige ,sola1 ein ,schler des ,bonifatius1 lebt als ,eremit im ,lande4 ,von ihm heit heute ein ,ort im ,herzen des klassischen ,bodens ,solnhofen4 ,es wird der ,heiligkeit des ,mannes keinen ,abbruch tun1 wenn man versichert1 da er weder von einer ,jura-,zeit noch von einem eventuell in diesem ,erdenschoe verborgenen ,tagebuche dieser ,zeit auch nur die leiseste ,ahnung besessen habe4 ,uns aber tut not1 da wir auch ber den heiligen ,sola hinweg noch tausend und einige ,jahre springen bis auf einen zweiten ,menschen1 der zwar nicht heilig gesprochen worden ist1 aber trotzdem ein unverkennbar wertvolles ,glied der ,menschheit war1 -- nmlich auf den braven ,aloys ,senefelder4 ,hier beginnt das zweite ,kapitel des weltgeschichtlichen ,romans4 ,senefelder glckte nmlich etwas1 was der heilige ,sola wahrscheinlich in der ,zukunftsperspektive so wenig geahnt hatte1 wie er rckschauend die frnkische ,bucht des ,jura-,meeres gekannt hatte4 ,er machte den ,ort ,solnhofen von einem ,tag zum andern weltberhmt1 ja einzig in seiner ,art4 ,er schuf einen ,zusammenhang zwischen der gesamten ,menschheitskultur und diesem unscheinbaren verborgenen frnkischen ,dorfe4 ,senefelder erfand nmlich um den ,ausgang des achtzehnten ,jahrhunderts die ,kunst der ,lithographie1 die ,kunst1 auf ,stein zu zeichnen und durch bestimmte genial vereinigte ,methoden von solcher ,zeichnung beliebige ,abbilder mit ,hilfe des ,steines selbst zu drucken4 ,diese ,erfindung aber war im buchstblichen ,sinne einer einzigen ,stein-,art der ,welt auf den ,leib8 erfunden1 und das war der ,kalkstein von ,solnhofen4 ,er allein bot die wahren ,grundlagen des neuen ,verfahrens1 er lie sich entsprechend frben und bearbeiten1 da die lithographische ,platte8 wirklich entstand1 er lie sich ohne ,ausfaserung haarscharf schneiden1 er lie sich in der ,druckpresse unglaublich belasten1 ohne zu springen1 -- kurz1 die neue ,kunst htte besser den ,namen ,solnhofener ,kunst8 als allgemein ,steindruck verdient1 so eng gehrte gerade dieser ,stein als ,grundlage dazu4 ,heute noch1 nach hundert ,jahren und nach unzhligen ,versuchen1 in denen alle ,nationen gewetteifert haben1 steht der ,stein ,frankens ohne ernstliche ,konkurrenz da1 ein deutsches ,nationalprodukt so ausgesprochen wie wenige4 ,die ganze ,welt holt ihre ,platten aus ,solnhofen und nicht auszusagen ist der ,gewinn1 den ,kunst wie ,wissenschaft der gesamten ,kultur in diesen hundert ,jahren diesem ihrem wahren ,bilderstein8 danken4 ,wunderbares ,zusammentreffen der ,dinge6 ,am ,tage1 da ,aloys ,senefelder seinen ,fund der ,oeffentlichkeit offenbarte1 stand also in der ,notwendigkeit der ,folgen fest geschrieben1 gleichsam lapidar in ,stein geritzt3 da auf der ,hochflche westlich von ,solnhofen und noch an einigen anderen ,punkten unbedeutend weiter davon der ,wald fallen werde1 die ,picke einsetzen und ,steinbruch um ,steinbruch sich in den ,boden eingraben werde1 -- da der ,mensch mit seiner ganzen fabelhaften ,zhigkeit sich ber diesen ,block alten ,jurakalkes strzen und ihn ,platte fr ,platte herausbauen werde1 als sei die ,parole ausgegeben3 hier liegt ,gold4 ,es lag ja bares ,gold tatschlich genug darin neben allem ,kunst- und ,wissenschaftszweck4 ,und bei dieser ,gelegenheit also muten jetzt das gesamte ,tagebuch von ,anno dazumal1 die gesamten ,chronikbltter der ,familienbibel jener ,ichthyosaurus-,zeit mit zutage kommen1 ,seite um ,seite1 mit all ihren ,fratzen-,bildern und urweltlichen ,handschriften -- zutage kommen mitten im hellen ,licht des neunzehnten ,jahrhunderts4 ,wohl schien der ,sinn dieser ,auferstehung zunchst noch etwa vergleichbar jener ,art1 wie in barbarischen ,tagen kstliche ,pergamente alter ,klassiker-,handschriften wohl behandelt worden sind3 ,schlerhnde benutzten die alten ,pergamentbltter noch einmal rein als ,papier8 und berkritzelten die unschtzbare ,handschrift mit ihren ,stmpereien1 als sei sie selber das absolut ,gleichgltige und nur der ,stoff8 wertvoll4 ,aber in ,wahrheit war das neunzehnte ,jahrhundert doch schon viel zu klug zu solchem einseitigen ,streich4 ,schlielich htte die ganze ,kunst der ,lithographie selber gar keinen ,zweck gehabt1 wenn nicht die ,wissenschaft als solche gleichzeitig geblht htte4 ,und diese ,wissenschaft verstand alsbald auch zum ,mittel den ,text4 ,als ,senefelder seine ,erfindung machte1 kam ,smith in ,england gerade auf eine erste klare ,tabelle der verschiedenen ,epochen der ,erdgeschichte1 zu denen auch die ,jurazeit gehrte4 ,und als die ,lithographie ihren ,triumphzug durch die ,welt begann1 da hatte ,leopold von ,buch schon meisterhaft diese ,jurazeit aus ihren hinterlassenen ,gesteinsschichten beschrieben und eingeteilt1 und die neue ,technik selber half die ,bilder von ,gerippen des ,ichthyosaurus und der anderen ,juraungeheuer in wissenschaftlichen ,kreisen verbreiten4 ,auch in den ,steinbrchen von ,solnhofen lie sich diese ,stimme der ,zeit nicht mehr unterdrcken4 ,dem schlichten ,arbeiter fiel auf1 da seine ,platten1 die er roh erst fr den menschlichen ,bilderdruck brach1 des fteren schon illustriert8 aus dem ,gestein kamen4 ,krebse waren darauf gemalt1 ,fische und allerhand anderes ,getier4 ,langgeflgelt1 aber spindeldrr von ,leib zeigten sich die ,bildchen riesiger ,libellen1 und gerade die kamen so regelmig wieder1 da die ,leute sich bald volkstmliche ,namen dafr erfanden3 ,schladenvgel8 und ,stangenreiter84 ,es war das uralte ,tagebuch1 das langsam aufgeblttert zurckzukehren begann6 ,den ersten echten ,forschern1 denen irgend ein ,steinbruchbesitzer so eine ,reliquie ablie1 ward sofort klar1 da man da vor einer geologischen ,handschrift ersten ,ranges stehe4 ,und zum gleienden ,weltrufe ,solnhofens trat gar bald noch ein feinerer1 vergeistigter ,schmelz3 der ,ruf als ,fundsttte von ,tier- und ,pflanzenresten der ,jurazeit in einer ,art der ,erhaltung1 wie sie eben auch nur dieser kstlichste lithographische ,kalkschiefer einmal in der ganzen ,welt uns gewhrte4 ,die ,museen meldeten sich1 man bot stattliche1 immer gesteigerte ,summen fr jede schon von der ,natur bemalte ,platte4 ,und so begann denn die wahre ,auferstehung der frnkischen ,bucht in ihrem ganzen ,inhalt und ,sinn4 ,wie ein echter ,kodex des ,tacitus oder ,aristoteles kam jede ,seite ihres ,tagebuchs unter ,glas und ,rahmen1 und hundert ,weise der ,weisesten schrieben den ,kommentar dazu1 der bald selbst wieder dicke ,bnde fllte4 ,hier jetzt ist der ,punkt1 wo die engere ,geschichte unseres ,ur-,vogels erst mglich wird1 -- auf so weitem ,umweg vom ,stoff zum ,geist4 ,es war im ,jahre #ahfj4 ,man hatte jetzt1 dank der ,forschung von hundert ,jahren und dank gewissen groartigen ,fundstellen1 ein ziemlich klares ,bild von der lngstverflossenen ,jura-,zeit4 ,man trumte sich mit mehr oder weniger wissenschaftlicher ,exaktheit8 in ihre ,lnder und ,meere zurck1 meinte ihre ,araukarien- und ,cycadeen-,wlder in ,deutschland wieder rauschen zu hren und wute nachgerade sehr gut1 da bei ,solnhofen einmal eine flache ,meeresbucht bestanden hatte und in ,schwaben einmal ein tiefes ,meer1 durch das der ,ichthyosaurus scharenweise dahingeschwnzelt war4 ,man hatte aber auch sonst ,ideen ber allerlei1 kluge und dumme1 wie das der ,weltweisheit besonders in ,geschichtsfragen so der ,lauf ist4 ,man hatte unwiderleglich klar vor ,augen1 da in der ,jura-,zeit vieles grundverschieden gewesen sei von heute4 ,dieser ,solnhofener ,kalkschlamm hatte die zarteste gallertige ,qualle abkonterfeit und selbst die flchtige ,fuspur bewahrt1 die zur ,ebbezeit ein spazierenwandelndes ,reptil in ihn abgedrckt1 ganz richtig die alten ,tatzen1 wie ein ,mensch etwa in die berchtigte rote ,erde ,westfalens nach einem braven ,landregen die ,ngel seiner ,schuhsohlen drckt4 ,aber keine ,rede1 da in diesem ,juramorast wirklich schon einmal auch ein zierliches ,menschenfchen mitversteinert sich fnde4 ,man merkte recht wohl3 ,menschen hatte es damals nun ganz gewi noch nicht gegeben4 ,dafr fand man ,tiere vom ,volk der ,eidechsen1 der ,reptile in den aufdringlichsten ,mengen1 und man hatte sich lngst gewhnt1 die ganze ,jura-,zeit als die recht eigentliche ,bltezeit der ,reptilien zu bezeichnen4 ,das ,reptil steht aber in der ,reihe der hheren und hchsten ,tiere1 der sogenannten ,wirbeltiere1 immerhin noch ziemlich tief bei der ,rangordnung unseres ,systems4 ,diese ,rangordnung wird wesentlich durch den ,gedanken bestimmt1 da der ,mensch die ,krone aller ,lebensentfaltung sei4 ,an ihm mit man unwillkrlich4 ,dem ,menschen stehen nun ,sugetier und ,vogel sehr viel nher als eine ,eidechse oder ,schildkrte4 ,sie haben dauer-warmes ,blut wie er1 ihr ,gehirn ist viel verwickelter gebaut und was der ,merkmale mehr sind4 ,da nun die ,jura-,periode so aufdringlich gerade ,eidechsen und verwandte ,reptile wies1 nahm man also an1 die ganze ,tierwelt sei damals gleichsam noch um eine ,stufe zurck gewesen4 ,zu den hchsten ,wirbeltieren habe es noch nicht recht gelangt81 -- einerlei nun1 wie man sich dieses es8 damals ausmalen wollte4 ,der ,glaube an ,darwins ,entwickelungsgesetze war ja #ahfj erst in den nchternsten1 allerdnnsten ,anfngen1 und die meisten ,naturforscher neigten viel mehr zur ,annahme bernatrlicher ,eingriffe bei ,vernichtung wie ,entstehung der ,tierwelt in den verschiedenen ,epochen der ,erdgeschichte4 ,jedenfalls aber schienen die ,tatsachen so viel zu lehren1 da sowohl ,vgel wie ,sugetiere damals nur erst eine ganz untergeordnete1 wenn nicht gar keine ,rolle gespielt htten4 ,von ,sugetieren besa man neuerdings ein paar einzelne versteinerte ,unterkiefer aus ,gestein der ,jura-,zeit1 aber das war auch alles4 ,sie gehrten der nahezu niedrigsten ,sugergruppe1 den ,beuteltieren1 an und schienen noch ganz vereinzelte ,vorlufer erst anzudeuten4 ,von ,vgeln aber wute man berhaupt eigentlich noch nichts rechtes aus so entlegener ,zeit4 ,da waren wohl ein paar riesige dreizehige ,fustapfen auf uralten ,steinplatten gelegentlich 7nicht in ,solnhofen7 entdeckt worden4 ,waren es ,vogelspuren8 ,von ungeheuern1 beinahe haushohen ,strchen8 ,die einen lieen es zu1 die andern bestritten es4 ,und diese andern haben recht behalten4 ,denn was da herumgestapft war1 sind1 wie wir heute wissen1 auch nur ,reptilien gewesen1 zehn ,meter lange ,saurier1 die nach ,art der ,knguruhs auf den ,hinterbeinen hpften4 ,um so mehr mute bei solcher ,sachlage nun ein kleiner ,fund in ,erstaunen setzen1 der im genannten ,jahre so recht nebenschlich wie etwas ganz ,harmloses zwischen all den ,fischen1 ,krebsen und ,stangenreitern8 von ,solnhofen auftauchte4 ,auf einer frischgebrochenen lithographischen ,platte zeigte sich ein zierliches ,federchen4 ,den ,fisch erkennt man an den ,flossen1 den ,vogel an der ,feder1 lautet ein altes ,wort der ,volksnaturgeschichte4 ,fr den ,fisch stimmt es ja nun nicht ganz1 und das ist eine ,quelle ungezhlter ,miverstndnisse geworden4 ,denn der ,walfisch zum ,beispiel hat auch1 uerlich angeschaut1 ,flossen1 und doch ist er ein so echtes ,sugetier wie jede ,katze oder jedes ,meerschweinchen4 ,um so mehr hat der ,satz aber seine ,richtigkeit fr den ,vogel4 ,ein ,tier1 das ,federn trge1 gibt es in der ,tat auer dem ,vogel nicht4 ,wir wissen heute so genau1 wie man berhaupt auf solchen ,gebieten etwas wei1 da die ,feder nichts wesentlich anderes darstellt1 als eine umgewandelte1 verfeinerte1 hheren ,bedrfnissen angepate ,schuppe1 also etwa als eine ,eidechsenschuppe4 ,aber ein ,tier1 das bei seiner ,krperbedeckung gerade diese hchst charakteristische ,umwandlung durchgemacht htte1 kennen wir auer dem ,vogel schlechterdings nicht4 ,fragte sich also blo1 ob jenes ,naturselbstdruck-,bildchen im ,solnhofener ,stein eine echte ,feder war4 ,war es nicht doch ein tuschend hnliches ,pflanzenblatt8 ,es ist anzunehmen1 da das einen langen und vielleicht aussichtslosen ,gelehrtenzwist gegeben htte1 wre das treue ,bilderbuch von ,solnhofen nicht wenig hinterher abermals helfend eingesprungen4 ,in einem ,steinbruch der sogenannten ,langenaltheimer ,haardt nahe bei ,solnhofen kam schon im nchsten ,jahre1 also #ahfa1 eine grere ,platte zutage1 die denn nun den allersonderbarsten ,anblick gewhrte4 ,eine ,anzahl wst zerstreuter ,knochenteile4 ,und darum herum der denkbar deutlichste ,abdruck einer ganzen ,masse von ,federn6 ,ein ,arzt in ,solnhofen1 ,ernst ,hberlein1 trat als glcklicher ,besitzer der ,wunderplatte auf4 ,er schickte die allgemeine ,kunde davon in die ,welt1 verlangte aber einen kolossalen ,preis4 ,gelehrte drften das ,ding besehen1 aber einstweilen nicht abzeichnen4 ,der ,fachforscher ,oppel kam als ,erster hinzu4 ,da er nicht nach dem ,original zeichnen durfte1 machte er einen ,hauptstreich2 er lernte das ganze ,bild bis in jede ,einzelheit auswendig und zeichnete es -- eine ,prachtleistung -- daheim aus dem ,gedchtnis nieder4 ,auf ,grund dieser ersten wissenschaftlich ernst zu nehmenden ,skizze gab dann ,andreas ,wagner in ,mnchen dem neuen ,tier8 einen lateinischen ,namen4 ,die ,umstnde waren aber so sonderbare1 da ein dritter ,fachmann1 der ,zoologe ,giebel1 rundweg die ganze ,platte fr regelrechten ,schwindel erklrte4 ,oppels ,zeichnung wies1 so schien es1 ,eidechsenknochen mit ,federn vereint4 ,wagner hatte also auf eine befiederte ,eidechse geraten4 ,das wollte aber ,giebel1 der ein ,fanatiker der natrlichen ,schranken im ,system der ,tiere war1 nicht in den ,kopf4 ,wenn die ,knochen von einer ,eidechse stammten1 so waren die ,federn hinzugelogen6 ,menschliche ,kunst hatte sie nachtrglich in den echten ,fund hineinlithographiert86 ,dieses ,hin und ,her der ,ideen machte eine ferne ,geldmacht sich zu ,nutzen3 ehe noch die ,oppel und ,giebel sich geeinigt hatten1 hatte das ,britische ,museum zu ,london auf den ,rat seines groen ,helfers ,richard ,owen hin das ,streitobjekt fr bare #adjjj ,mark angekauft4 ,es ist die ,platte1 die heute in unserm ,berliner ,museum im ,kasten rechts in einer tuschend hnlichen ,gips-,nachahmung steht4 ,das ,original ist heute noch in ,london4 ,die ,platte mit dem seltsamen ,tier war echt4 ,darber blieb kein ,zweifel weiter4 ,aber sie war zugleich unverkennbar schlecht4 ,so kstlich sonst der ,solnhofener ,stein seine ,abdrcke zu liefern pflegte und so fein er sich auch hier darin bewhrt hatte1 da die zarten ,vogelfedern tatschlich wie auf einer von ,menschenhand besorgten ,lithographie zum ,ausdruck kamen1 -- der ,gegenstand selber war diesmal ein beraus mangelhafter gewesen schon damals1 als der ,kalkschlamm ihn deckte4 ,ein geflgeltes1 vogelhnliches ,geschpf war auf den ,schlammgrund der ,bucht geraten1 tot jedenfalls schon1 und es war im ,seichtwasser1 so schien es1 von irgend welchen ruberischen ,tieren1 wahrscheinlich den ,allerwelts-,totengrbern1 den ,krebsen1 angefressen und auseinandergezerrt worden4 ,diese armen ,krebse wuten ja nicht1 da sie einen ,gegenstand zernagten1 der nach ,millionen von ,jahren noch einmal weltgeschichtliche ,bedeutung erlangen sollte4 ,sie verschleppten ,kopf1 ,hals und ,brust vollstndig1 so da sie auf der ,platte berhaupt fehlen4 ,den ,rest aber warfen sie so hbsch durcheinander1 als sollte es ein wahrer ,rsselsprung fr die ,gelehrten werden4 ,und nur ein ,glck dabei3 die ,federn1 ,fe1 ,krallen und ,wirbel hatten keinerlei kulinarisches ,interesse1 und so hatten wir also alles glcklich behalten1 was gleichsam bei der ,mahlzeit auf den ,tellerrand kam4 ,die ,naturforscher muten gengsam sein4 ,war es doch gerade noch genug1 um sie -- grndlich zu verwirren4 ,der alte ,professor ,giebel hatte darin ganz recht gesehen3 wenn's diesen ,vogel gab1 dann brach ein ganzes ,stockwerk menschlicher ,system-,kunst zusammen4 ,man sah auf der schlechten ,platte aufs deutlichste noch die ,umrisse eines ,tieres mit ,federn1 dessen ,vorderbeine durchaus in der ,art eines ,vogels zu ,flgeln mit groen ,schwungfedern und ,deckfedern umgebildet waren4 ,jedermann kennt ja das charakteristische ,bild eines ,vogels3 der ,vogel fliegt mit den ,vorderbeinen oder1 menschlich gesprochen1 den ,armen und den ,federn1 die an den ,arm- und ,handknochen sitzen wie die ,zhne eines groen ,kammes4 ,mit den ,hinterbeinen dagegen sttzt er beim ,sitzen und ,laufen allein den ,krper auf3 er ist hier ein echter ,zweibeiner4 ,vogelflgel und ,vogelhinterbeine ganz in diesem ,sinne hatte nun das alte ,rtselwesen offenbar auch gehabt4 ,die ,hinterfe zumal waren so gut wie gar nicht von denen eines heutigen ,vogels zu unterscheiden1 und auch die ,schwingen selbst waren ,vogel in jeder ,faser4 ,man schlo also von hier aus unmittelbar auf ein ,tier1 das eine ,stufe hher stand als die ,eidechse1 das im ,leben dauernd warmes ,blut und ein ,herz nicht nur mit zwei ,vorkammern1 sondern auch zwei wohl getrennten ,hauptkammern besessen hatte1 -- kurz1 das im ,system als ,vogel zu gelten hatte4 ,ein ,vogel von ,krhengre -- und dieser ,vogel ,zeitgenosse der ,ichthyosaurier4 ,das war ja immerhin sehr merkwrdig1 doch jenen groen ,system-,sturz bedingte es an sich noch nicht4 ,aber die ,sache ging eben noch weiter und zwar ging sie gerade nicht so weiter1 wie es jetzt logisch htte sein sollen1 -- das heit logisch8 im ,sinne der ,tierkunde von #ahfa4 ,auf derselben ,platte lag als ,bestandteil eines und desselben ,tieres ein ,rckgrat aus ,wirbeln von der ,form einer ,sanduhr1 wie sie in dieser ,gestalt nirgendwo bei lebenden ,vgeln1 dagegen wohl bei ,reptilien1 zum ,beispiel gerade beim ,ichthyosaurus1 vorkommen4 ,an dieses ,rckgrat schlo sich in einer ,deutlichkeit1 die selbst dem ,laien auf der ,platte auffallen mu1 ein geradezu riesiger ,schwanz an4 ,dieser ,schwanz bestand aus zwanzig ,schwanzwirbeln1 die gegen ,ende immer schlanker wurden4 ,an jedem ,wirbel saen je zwei groe ,federn1 so da der ganze ,schwanz etwa das ,ansehen eines jener ,palmwedel in unsern ,begrbniskrnzen gehabt haben mu4 ,wir alle kennen ja unsern schnen ,pfau und wissen1 da der auch einen echten ,federschweif von ganz gewaltiger ,lnge gravittisch hinter sich herschleppt4 ,aber auch beim stattlichsten ,pfauhahn reicht kein ,knochen in jener ,weise bis tief in den ,schwanz hinein1 so da die ,form eines jederseits befiederten ,blattes entstnde4 ,kurz nur ist das echte ,knochenschwnzchen am ,gerippe des ,pfaues wie bei allen lebenden ,vgeln4 ,die ,anzahl der ,schwanzwirbel keines ,vogels geht ber neun hinaus1 und allermeist spitzen selbst diese sich nicht wie ein ,rattenschwanz nach hinten zu1 sondern das letzte ,schwanzstck bildet einen derben ,knochen in der ,form einer ,pflugschar1 von dem die groen ,schwanzfedern fcherartig ausstrahlen4 ,auch die ,lnge des ,pfauenschweifs ist in diesem ,sinne nur ein ,ergebnis der ungeheuren ,lnge jeder einzelnen ,prachtfeder1 nicht aber der wahren ,lnge des ,schwanzknochenstcks4 ,ganz anders aber auf der ,platte dort4 ,dieses ,palmblatt da war eben gar kein ,pfauen- oder sonst ein groer ,vogelschwanz3 der lange1 zugespitzte1 durch und durch von knchernen ,wirbeln getragene ,schwanz einer ,eidechse war es1 dem blo ,vogelfedern uerlich ansaen4 ,und ein drittes ,wunder1 ein dritter ,widerspruch4 ,der ,flgel war ein ,vogelflgel und doch war er's in einem ,punkte auch wieder nicht4 ,im echten ,vogelflgel1 sagte ich eben1 stecken ,arm und ,hand des ,vogeltieres4 ,aber sie stecken auch ganz darin und zumal die ,hand ist vllig verarbeitet gleichsam in den ,flgel hinein4 ,bei dem ,solnhofener ,vogel8 ragte dagegen die ,hand als solche noch ber den ,flgel hinaus1 an der ,flgelecke saen drei scharfe ,krallen auf getrennten ,fingern1 -- dieses ,tier konnte in gewisser ,weise mit dem ,flgel also auch noch greifen1 sich mit ihm beim ,klettern oder ,kriechen festhaken4 ,auch dieser ,vogelflgel war1 mit einem ,wort1 noch halb eine echteste ,eidechsenklaue4 ,das ,fazit aus all diesen ,sonderbarkeiten3 das neue ,tier war entweder eine fliegende ,eidechse mit ,vogelfedern2 oder es war ein ,vogel mit so und so viel ,merkmalen noch der nchstniedrigeren ,tierklasse1 der ,eidechsen4 ,dieses ,entwederoder spiegelte sich zunchst in der wissenschaftlichen ,namengebung wieder4 ,der ,professor ,wagner in ,mnchen war fr die befiederte ,eidechse und taufte also ,griphosaurus1 zu deutsch der ,greifer-,saurier2 ,saurier dabei soviel wie eidechsenartiges ,tier2 der ,greif der bekannte ,vogel der ,sage4 ,umgekehrt ,hermann von ,meyer in ,frankfurt vertrat den ,vogel und nannte ihn seiner ,urtmlichkeit halber ,archaeopteryx1 das ist3 ,urvogel4 ,das griechische ,wort ist1 nebenbei bemerkt1 weiblich1 man mu also korrekt sagen3 die ,archopteryx2 durch die unwillkrlich untergelegte ,uebersetzung in der ,urvogel8 hat sich freilich in die ,mehrzahl aller ,bcher der mnnliche ,artikel eingeschmuggelt und ist heute kaum noch wieder zu verbannen4 ,am britischen ,museum1 wo man den ,schatz selber jetzt fest besa1 wurde ,archopteryx als ,name bernommen und so ist diese ,taufe endgltig geworden4 ,mit dem ,zwist ber die ,sache war's aber damit noch nicht getan1 der ging jetzt erst recht los4 ,in den folgenden zehn ,jahren nahm die ,lehre ,darwins ihren ersten ,hochflug4 ,die ,darwinianer brachten einen ganz neuen ,grungsstoff in die ,tierkunde4 ,wo die ,systematik wackelte1 da freuten sie sich1 denn das war gerade ihr ,fall4 ,wenn es ein ,tier gab wie den wunderlichen ,fisch ,amphioxus1 den der eine ,systematiker fr einen ,fisch hielt und der andere fr ein wirbelloses ,tier1 so schossen sie ,viktoria3 hier lebte uns also eine ,uebergangsform vom wirbellosen ,wurm zum ,fisch1 ein ,zeuge noch der alten ,entwickelung1 die da vor ,zeiten einmal vom ,wurm zum ,fisch gefhrt hatte4 ,und wenn die ,systematiker wetterten1 es gebe in ,sdamerika einen leibhaftigen ,molchfisch81 ein ,tier mit ,merkmalen halb des ,molches und halb des ,fisches1 das man schlechterdings nicht in die ,museumsschrnke und ihr ,hie ,molch1 hie ,fisch8 einzuordnen wisse --1 so war das abermals ,wasser auf ihre ,mhle3 -- der ,molch hatte sich eben ber diesen ,molchfisch hinweg aus dem ,fisch entwickelt4 ,durch diese ,darwinianer wurde nun auch die ,archopteryx-,platte alsbald im weitesten ,kreise berhmt1 ja fr die ,gegner berchtigt4 ,der ,ur-,vogel8 wurde hier aus einem blo zeitlichen ,altersprsidenten des ,vogelgeschlechts umgedeutet in einen wahren ,patriarchen der ,federwelt1 -- maen dessen auch er so eine wirkliche entwickelungsgeschichtliche ,uebergangsform sei3 nmlich das leibhaftige ,bindeglied zwischen ,eidechse und ,vogel4 ,in jener entlegenen ,jura-,zeit1 hie es1 waren die ,dinge da noch in vollem ,flu gewesen4 ,gerade wollte der ,vogel sich herauskristallisieren aus dem ,reptil1 der ,eidechse4 ,und so hatte dieser kleine ,gast der ,solnhofener ,bucht noch die ,scheide zweier ,welten in sich verkrpert4 ,zwei ,tiere wohnten schon in seiner ,brust1 wie die zwei ,seelen in der des ,doktors ,faustus4 ,das eine ,tier haftete noch nach ,reptiliums-,art am ,boden mit klammernden ,organen81 es hakte sich mit seinen ,krallen an die ,rinde des ,urwaldbaumes und schleppte schwnzelnd ein langes ,eidechsenanhngsel hinter sich her4 ,das andere ,tier im selben ,leibe aber hebt gewaltsam sich vom ,dust81 -- es flog schon als beschwingter ,vogel lustig frei ber ,wald und ,meer dahin4 ,von alledem wollten aber wieder1 wie sich versteht1 die ,gegner nicht ein ,sterbenswrtchen wahr haben4 ,ihnen war das rgerliche ,tier trotz allem entweder ein echter ,vogel oder eine echte ,eidechse1 und sie hofften blo auf den ,retter1 der das durch eine noch im ,quadrat und ,kubus verfeinerte ,bestimmung eines ,tages doch noch unwiderleglich dartun werde1 -- auf da die heilige ,ordnung im ,museumsschrank ,ruhe finde und das leidige ,herumdenken angesichts einer bombenfesten ,nummer8 im ,system aufhre4 ,war doch fr viele dieser ,herren die ,systematik wirklich heilig81 sie war der ,schpfungsplan81 und wer daran rttelte1 der war nicht mehr ein ,naturforscher1 sondern ein ,gottesleugner1 ein ,bedroher der sittlichen ,weltordnung und ,anarchist4 ,fr beide ,lager aber blieb ein gemeinsamer ,wunsch4 ,es mchte nmlich das ,tagebuch von ,solnhofen noch ein zweites ,stck des ,urvogels hergeben1 damit man in der ,sache selbst sicherer unterrichtet sei4 ,es geschah im ,jahre des ,heils #ahgg1 da dieser ,wunsch in einer ,weise erfllt wurde1 die den guten ,geistern von ,solnhofen die ,krone aufsetzte4 ,noch einmal beginnt das geheimnisvolle ,versteckenspiel wie vor sechzehn ,jahren4 ,der ,steinbruchbesitzer ,drr findet auf seinem ,grundstck auf dem ,blumberg bei ,eichsttt1 also dreieinhalb ,wegstunden von jener ,langenaltheimer ,haardt1 wo das erste ,stck lag1 im lithographischen ,schiefer eine neue ,platte mit vorlugendem ,federrest4 ,sogleich ist auch der bewute ,herr ,hberlein wieder zur ,stelle1 erwirbt 7um welchen ,preis ist nicht berliefert7 den rohen ,stein und spaltet ihn mit einem lang bewhrten ,geschick so auseinander1 da der ganze ,inhalt nach ,entfernung der ,deckscheibe wie auf einer feinen ,druckplatte vor ,augen tritt4 ,diesmal ist's eine geradezu tadellose ,archopteryx4 ,unzerfressen1 frisch hingeworfen1 als solle sie fr ein ,museum eben ausgebalgt werden3 ,kopf1 ,hals1 alles ist diesmal daran4 ,herr ,hberlein wei allsogleich1 was er hat1 und er wei auch1 wie die ,dinge betrieben werden mssen4 ,ganz wie damals geht zuerst ein dunkles ,munkeln in die ,naturforscherkreise4 ,die ,platte soll nicht abgezeichnet1 nicht photographiert werden1 ehe sie nicht verkauft ist4 ,und zwar ist ein ,verkaufspreis angesetzt1 der1 wie man in ,berlin sagen wrde1 nicht von schlechten ,eltern ist84 ,wie der ,vogel aus dem ,reptil1 so hat er sich nmlich aus den #adjjj ,mark1 die seiner ,zeit in ,london geboten1 entwickelt84 ,zusammen mit einer ,anzahl schlichterer ,solnhofener ,sachen1 soll die ,platte diesmal blo #cfjjj ,mark kosten1 -- ein guter ,entwickelungsfortschritt4 ,trotz dieses ,riesenpreises lag die ,mglichkeit nahe1 da ,england oder noch wahrscheinlicher ,amerika 7wo beispielsweise ,professor ,marsh in ,new ,haven ebensoviel ,geld wie ,unternehmungslust vor solchen ,dingen zu bewhren pflegte7 sich die ,gelegenheit nicht entgehen lassen wrden4 ,der alte ,volger1 ,geologe und ,obmann zugleich des von ihm gestifteten sogenannten ,freien ,deutschen ,hochstifts zu ,frankfurt am ,main1 -- derselbe ,mann1 der durch ,ankauf das ,frankfurter ,goethe-,haus gerettet hat -- versuchte also einen ,hauptstreich fr dieses ,tier1 das ganz gewi den ,geheimrat ,goethe auch nicht wenig interessiert haben wrde4 ,und zwar fr die ,deutschheit8 des ,tieres4 ,er schlo einen ,vertrag mit ,hberlein des ,inhalts1 da die ,platte zunchst fr sechs ,monate dem ,hochstift anvertraut werden solle4 ,in dieser ,frist werde das ,hochstift entweder selber die ,mittel zum ,kauf aufbringen1 oder irgend eine deutsche ,krperschaft oder ,anstalt dafr zu gewinnen suchen4 ,auch das ,hochstift mute sich wunderlicherweise bei diesem ,kontrakt noch einmal ausdrcklich verpflichten1 keinerlei ,abzeichnen oder ,photographieren der ,platte zu gestatten1 ehe der ,kauf endgltig sei4 ,nun begannen von ,frankfurt aus die nachdrcklichsten ,bemhungen4 ,das ,hochstift selber konnte keine #cfjjj ,mark beschaffen4 ,das ,deutsche ,reich wurde als solches angerufen1 es erfolgte aber der breaukratische ,bescheid1 da ein ,reichs-,museum8 nicht bestehe1 also auch kein ,ankauf von reichswegen erfolgen knne4 ,die ,museen der ,einzelstaaten besaen smtlich nicht die ,mittel4 ,man verhandelte1 verlngerte die ,frist1 focht tapfer mit allen ,waffen des ,idealismus und der ,rechenkunst1 -- umsonst4 ,eines ,tages holte ,hberlein seinen seltenen ,vogel wieder heim und die ,sache mndete abermals ins ausschlielich geschftliche ,fahrwasser ein4 ,es erfolgten jetzt ,verhandlungen mit der ,universitt ,genf1 wo damals der dicke ,vogt die ,entwickelungslehre vertrat und dieses ,prachtstck ersten ,ranges natrlich gern gehabt htte4 ,auch die ,genfer fielen aber schlielich vor der ,summe ab4 ,der gute ,erfolg war diesmal wenigstens1 da ,hberlein im ,preise etwas herunterging4 ,er lie #ajjjj ,mark nach4 ,blieben also #bfjjj1 und auf die hin geschah jetzt nochmals der ,radikalstreich eines deutschen ,idealisten4 ,auch an das preuische ,kultusministerium1 dem die ,berliner ,sammlung untersteht1 war eine ,aufforderung zum ,ankauf auf ,grund des so verminderten ,preises ergangen4 ,die ,berliner palontologische ,sammlung gehrte ihrem ,umfang und ,inhalt nach damals nicht eben zu den bedeutendsten und konnte eine ,auffrischung durch dieses ,glanzstck wahrlich gebrauchen4 ,man war denn auch nicht gerade ganz abgeneigt1 aber die ,sache sollte ihren gemchlichen ,instanzenweg gehen1 wobei sich schlielich herausstellen mochte1 ob oder ob besser nicht4 ,ein ,geheimrat wurde nach ,pappenheim zum ,meister ,hberlein entsandt1 auf da er ein erstes ,gutachten abgebe4 ,man befand sich inzwischen im ,april #ahhj -- nachdem der ,fund #ahgg erfolgt war4 ,noch immer gab es keine wissenschaftliche ,beschreibung der ,platte4 ,gerchte aller ,art liefen um4 ,man wute1 da von ,pappenheim aus1 unbekmmert um alle ,instanzenpausen der ,berliner1 immer regere ,verhandlungen mit dem fernen ,ausland im ,gange waren4 ,man mute sich1 schien es1 damit abfinden1 wenn pltzlich das unersetzliche ,objekt in einer ,kiste irgend eines ,schiffsbauches auf dem ,atlantischen ,ozean schwebte4 ,frhere ,flle haben gelehrt1 wie zerbrechliche ,versteinerungen dabei fahren4 ,der einzigartige ,schdel des ,dinotherium-,elefanten von ,eppelsheim bei ,worms1 dessen ,gypsabgu heute im ,berliner ,museum steht1 war seiner ,zeit schon auf der kurzen ,fahrt ber den ,kanal nach ,london zu ,splittern zertrmmert worden4 ,in diesem kritischsten ,augenblick war es denn kein ,geringerer als unser ,werner ,siemens1 der die gute ,tat des ,hochstifts auf besserer ,grundlage noch einmal tat und zwar ganz aus eigener ,initiative und eigener ,tasche4 ,auch er legte provisorisch ,beschlag auf die ,platte1 aber in sehr viel wirksamerer ,weise4 ,er zahlte nmlich von einem ,tag zum andern dem ,hberlein die ganze geforderte ,summe -- es waren jetzt schon nur mehr #bjjjj ,mark -- bar aus und war von ,stunde an also jetzt selber ,herr des ,geschfts4 ,die fremden ,bewerber wurden abgewiesen und dem preuischen ,kultusministerium das ,vorkaufsrecht auf alle ,flle gewahrt4 ,nach einiger ,zeit kam der ,kauf denn auch von hier aus wirklich zustande4 ,die ,archopteryx ging aus ,siemens' ,hand gegen die ausgelegte ,summe in den ,besitz des preuischen ,staates ber und wanderte ins ,berliner ,museum fr ,naturkunde4 ,so hatte das arme ,jura-,vglein1 das vor einigen ,millionen ,jahren an irgend einem schweren ,tage den bitteren ,sturz in den ,tod und in das weiche ,grab des ,kalkschlammes getan1 endlich seine ,ruhe unter einem blanken ,glasdeckel und vor einer hellen ,fensterscheibe4 ,um so strmischer und lauter aber erhoben ber seinem glsernen ,schneewittchen-,sarge dafr jetzt die kmpfenden ,parteien der ,naturforschung ihren ,schlachtruf4 ,das zweite ,fundstck1 das fortan das ,berliner8 hie im ,gegensatz zu dem ,londoner1 fhrte rein sachlich sofort ein ,stck weiter4 ,es zeigte zum ersten ,male den ,kopf der ,archopteryx4 ,war es ein ,vogelkopf -- oder ein ,eidechsenkopf8 ,wie mancher hatte sich in den ,zwischenjahren seit #ahfa seinen weisen ,menschenkopf ber dieser ,frage weidlich zerbrochen4 ,jetzt rissen die ,schleier4 ,an einem langen1 auf der ,platte rckwrts gebogenen ,halse sa ein ,kpfchen1 das im ersten ,augenblick ganz und gar nur ,vogel schien4 ,formgre des ,gehirnraums1 ,lage der ,nasenlcher1 ,verschmelzung der ,knochennhte1 -- alles war ,vogel1 nicht ,eidechse4 ,aber der ,blick suchte den ,vogelschnabel1 -- war's ein ,entenschnabel oder ,krhenschnabel8 ,der ,vogel mute doch einen ,schnabel haben6 ,der ,vogel war aber in diesem ,falle unentwegt aufgelegt1 aller ,schablone immer wieder ein ,schnippchen zu schlagen1 und so hatte er also jetzt berhaupt keinen echten ,vogelschnabel1 sondern er trug ,zhne im ,ober- wie ,unterkiefer4 ,zhne einmal wieder wie eine ,eidechse6 ,gerade diese ,geschichte kam ja damals nicht so ganz berraschend4 ,nunmehr vor sieben ,jahren schon1 in dem weltgeschichtlichen ,winter von #ahgj1 hatte in ,nordamerika ein ,naturforscher1 der das ,herausbuddeln urweltlicher ,geschpfe in echt amerikanischem ,grostile betrieb1 ,marsh1 in ,gesteinsschichten aus der ,kreide-,zeit die ,gerippe von ,vgeln gefunden1 die ebenfalls ,zhne in den ,kiefern trugen4 ,da war ein groer ,schwimmvogel1 den ,marsh als schwimmenden ,strau8 beschrieb -- auf lateinisch3 ,hesperornis regalis1 das ist3 der knigliche ,westvogel4 ,er hatte in den ,kiefern oben wie unten ,rinnen und in diesen ,rinnen steckten echte1 unverkennbare ,zhne4 ,im brigen war er ja ganz und gar keine ,archopteryx mehr1 sondern ein sozusagen waschechter ,vogel wie jeder andere von heute4 ,aber man wute jetzt1 da es alte ,vogelformen mit ,zhnen gegeben hatte1 -- noch in viel spteren ,tagen als der ,jura-,zeit4 ,nun sah man3 die ,archopteryx selber war also auch noch ein ,zahn-,vogel81 wie man hinfort zu sagen pflegte1 gewesen4 ,da sie indessen in allem sonst so sehr ein ,gemisch von ,eidechse und ,vogel darstellte1 so fiel auf die ,zhne auch ein neues ,licht4 ,es waren offenbar auch diese ,zhne noch ,eidechsen-,zhne1 ein ,erbe der ,eidechsen1 die ja durchweg das bissigste ,zahnzeug haben4 ,der ,zwist entbrannte sofort wieder lichterloh4 ,zwar die eigentlichen ,gegner der ganzen ,entwickelungsidee wurden damals1 ums ,ende der siebziger ,jahre1 schon merklich dnner4 ,dafr gab es aber innerhalb eines allgemeinen und vorsichtigen ,darwinismus gerade zum ,falle ,ur-,vogel gar gewichtige ,meinungsverschiedenheiten4 ,man lie den ,kern der ,sache zu4 ,die ,mehrzahl der ,tierkundigen einigte sich dahin1 da dieser ,solnhofener ,schwerenter eben nicht ,fisch1 nicht ,fleisch sein knne1 weil er wirklich im natrlichen ,werden der ,dinge zwei spter widerspruchsvolle ,reiche noch geschichtlich verknpfe3 die ,eidechse und den ,vogel4 ,man mochte sich ja ber die ,gesetze dieses ,werdens selbst seine ,gedanken machen4 ,die ,tatsache war zu scharf vor ,augen1 da die ,natur1 mochte nun in ihr arbeiten1 was da wollte1 keine ,sprnge gemacht1 keine ,systemlcken und scharfen ,abgrenzungsstriche selber erzeugt hatte4 ,als sie von der ,eidechse zum ,vogel wollte1 brauchte sie einfach einen ,eidechsenvogel als ,leiter4 ,und der lag uns im ,solnhofener ,tagebuch vor4 ,aber nun die engeren ,fragen4 ,die ,archopteryx war streng genommen doch auch gewi noch nicht die ganze ,leiter1 sondern nur eine ,sprosse4 ,war sie nun eine ,sprosse noch nher zur ,eidechse -- oder schon nher zum ,vogel8 ,hierber ist viel ,papier verschrieben worden4 ,der ,professor ,vogt von ,genf1 einst ein toller ,heisporn der revolutionren ,zoologie81 jetzt aber grau von ,haaren und bedchtig von ,geist1 meinte1 das rtselhafte ,vieh sei im ,grunde doch noch1 wie der alte ,wagner behauptet hatte1 eine echte ,eidechse1 die blo im ,punkte der ,befiederung sich dem ,vogel nhere4 ,in ,berlin aber setzte sich der treffliche ,wilhelm ,dames ber die ,platte selbst1 feilte alle ,einzelheiten zunchst aus dem ,stein noch heraus1 die irgendwie zu fassen waren 7zum ,beispiel ganz zuletzt noch den tuschend vogelhnlichen ,schulter- und ,beckengrtel7 und verffentlichte die fleiigsten ,einzelbeschreibungen1 -- mit dem wirklich unwiderleglichen ,ergebnis1 da gerade umgekehrt die ,leitersprosse der ,entwickelung hier schon viel nher beim ,vogel als bei der ,eidechse stehe4 ,aus diesem ,zwist zwischen ,leuten1 die alle im ganzen innerhalb des ,entwickelungsgedankens standen1 ist in weiteren ,kreisen dann leider vielfach die grundverkehrte ,folgerung gezogen worden1 die ,archopteryx sei berhaupt darwinistisch wertlos4 ,zumal ,dames sollte sie entwertet haben4 ,das ist aber der helle ,unsinn1 denn man kmpfte hier gar nicht mehr um die ,leiter -- die stand ein- fr allemal fest -- sondern um die eidechsennahe ,tiefe oder die vogelnahe ,hhe der ,sprosse1 die gerade ,frau ,archopteryx vertritt4 ,mag man diese ,sprosse aber auch ansetzen1 wo man will1 so bleibt des ,lehrreichen fr ein allgemeines ,denken genug4 ,denn wie es nun auch noch wieder mit den darwinistischen ,theorien stehe3 der ,ur-,vogel fhrt uns eben als solcher -- als ,vogel -- vor eines der groartigsten ,probleme der ,weltgeschichte berhaupt3 vor das ,problem vom ,fliegen4 ,in der ,geschichte des ,ur-,vogels von ,solnhofen wirkt eine bestimmte ,verknpfung der ,zuflle ganz besonders drollig4 ,der ,vogel1 der als erster khn die ,luft erobert hatte1 die freie ,luft sogar jenseits des festen ,erdbodens1 hoch ber diesem ,erdboden1 -- dieser ,vogel ist uns nur erhalten geblieben1 weil er am ,ende seiner frohen ,luftfahrten -- ins ,wasser gefallen ist4 ,auf dem ,grunde des ,wassers nur konnte ihm zu teil werden1 was ,wolke und ,fels ihm nie gewhrt htten3 ,einbalsamierung im feinen ,kalkschlamm und damit eine krperliche ,unsterblichkeit4 ,zufall1 sagen wir4 ,und ,zufall war es4 ,aber hinter diesem ,zufall des ,augenblicks liest1 wie so oft1 der ,wissende eine feine ,geistesschrift1 eine dunkle vergeistigte ,beziehung1 die den ,fall ganz leise ins ,symbolische rckt4 ,diese kleine ,archopteryx1 die uns ,kunde wahren sollte von den ,anfangserfolgen einer groen ,kunst1 kehrte sterbend an den ,fleck heim1 von wo in ,wahrheit diese ,kunst selber in ihrem tiefsten ,keime ausgegangen war4 ,es kann ein ,satz nicht leicht paradoxer klingen als der3 das ,fliegen ist im ,wasser erfunden worden4 ,und doch ist er wahr4 ,wenn man von einer ,erfindung8 des ,fliegens spricht1 so mu man sich das ,wrtchen ,fliegen selber freilich zunchst etwas enger umgrenzen4 ,es gibt zweierlei ,methoden des ,fliegens3 eine sozusagen handelnde -- und eine leidende4 ,wenn der arme ,lilienthal und jetzt der alte ,graf ,zeppelin fliegen wollten oder noch wollen1 so ist dieser ,flug das ,ergebnis der schrfsten geistigen wie krperlichen ,handlung81 es soll ein neues ,stck ,welt dabei fr den aktiven ,menschen erobert werden4 ,wenn dagegen ein ,pulverschuppen in die ,luft fliegt und es gehen so und so viel unglckliche ,opfer mit hoch2 oder wenn einer jener furchtbaren nordamerikanischen ,wirbelstrme einen ,stall mit samt der ,kuh in die ,hhe wirbelt und forttrgt3 so zhlt das in ein ganz anderes1 passives ,feld1 wie jeder sofort merkt4 ,so weit rckwrts wir uns nun auf der ,erde bewegte ,luft denken knnen und gleichzeitig organisches ,leben1 so alt mssen wir uns auch diese letztere rein passive ,art des ,fliegens8 als ewig wiederholte ,mglichkeit vorstellen1 die keiner erst zu erfinden8 brauchte4 ,es war das wesentlich eine ,frage einerseits der ,strke der ,luftbewegung1 die lebende ,wesen einfach nolens volens mitreien konnte1 -- und andererseits der ,gre dieser ,wesen und damit der ,wahrscheinlichkeit1 da sie sich's gefallen lassen muten4 ,ob es in urweltlichen ,tagen strkere ,strme gegeben hat als heute1 lt sich nicht nachweisen4 ,wir haben bei uns in ,europa zu gewissen ,zeiten offenbar gewaltige ,steppenstrme gehabt1 damals1 als bei uns auch noch ausgesprochene ,steppentiere lebten4 ,und so haben die ,dinge sicherlich oft gewechselt4 ,aber fr eine allgemeine ,zunahme der ,luftbewegung in die lteren ,tage hinein spricht rund gar nichts4 ,in all diesen ueren ,dingen1 ,strmen1 ,ueberschwemmungen1 ,aufsteigen und ,absinken von ,lndern und so weiter1 galt ja frher die liebe ,urwelt fr den wahren ,hexensabbat4 ,wir denken heute1 da es in den ,hauptzgen kaum je gewaltsamer zugegangen ist als jetzt1 nur die ,zeitrume selbst sind so ungeheuer gewesen1 da sich alles ins ,aeuerste schlielich summieren konnte4 ,dagegen ist etwas anderes recht sinnfllig4 ,je tiefer man im ,reich des ,lebenden hinabsteigt1 desto kleiner und leichter pflegen die ,einzelwesen zu werden4 ,die tiefste ,stelle1 noch jenseits von ,tier und ,pflanze1 nehmen die sogenannten ,bakterien oder ,bazillen ein1 ,wesen1 wie sie einfacher in ihrem ,bau nicht mehr gedacht werden knnen1 die aber zugleich an ,kleinheit das schier ,unglaubliche leisten4 ,wie bekannt1 entziehen sie sich durchweg unserm unbewaffneten ,auge berhaupt1 und an eine ,gewichtsbestimmung ist schon gar nicht mehr zu denken4 ,nicht nur der ,wind1 sondern recht schon jedes geringste ,regen und ,bewegen der ,luft schaukelt mindestens die ,keimsporen dieser ,leichtesten der ,leichten mit und treibt sie dahin und dorthin4 ,um die ganze ,erde fliegen sie in dieser ,weise passiv herum1 sie fallen auf die unzugnglichsten ,alpengipfel nieder wie in den entlegensten ,polarschnee1 und wir wissen ja1 wie sie unsere ,huser durchqueren1 aus der blauen ,luft sich uns auf die ,nase setzen und rein allgegenwrtig sind1 wo immer nur ,luft uns erreicht4 ,es steht nun durchaus nichts im ,wege1 sich diese allereinfachsten ,lebewesen auch als die allerltesten auf der ,erde zu denken4 ,und dann wre der passive ,allerwelts-,flug dieser ,bakterien auch die erste ,flugform im weiten ,sinne gewesen4 ,diese ,flugart mu aber ihre natrliche ,grenze gefunden haben bei den allmhlich entstehenden greren und schwereren ,geschpfen4 ,jedes ,bakterium jener ,art besteht als ganzes ,wesen nur aus einer einzigen ,zelle4 ,die echten ,tiere und ,pflanzen aber pflegen sich aus ,millionen und ,abermillionen lebender ,zellkrperchen zusammenzusetzen4 ,da wchst denn das ,gewicht im einfachen ,additions-,verhltnis4 ,nehmen wir als die ,gruppe lebendiger ,wesen1 die sich vielleicht zuerst in dieser ,weise vielzellig8 gebildet haben1 die ,pflanzen an1 -- nun so hatte das lustige ,fliegen mit jedem ,druck der ,luft alsbald seine ordentlichen ,schranken4 ,ein nordamerikanischer ,tornado grten ,stils entwurzelt schlielich auch einen ,eichbaum und wirbelt ihn mit4 ,aber wie seltene ,ausnahme das ist1 sieht man sofort1 wenn man sich an das einfache ,dasein tausendjhriger ,eichen erinnert1 die also in dieser ganzen ,zeit niemals ein ,windsto hat auch nur von der ,stelle rcken knnen4 ,tatschlich ist die ,pflanze mit ihrem ,prinzip des festen ,einwurzelns sogar ein einziger ,protest gegen jeden unfreiwilligen ,flug4 ,und nur in einem ,punkte ist sie seiner ,arbeit froh gewesen1 nmlich in ihrem ,liebesleben4 ,der ,bltenstaub der ,pflanzen1 der befruchtend das ,leben der ,art im ,wechsel der ,zeiten fortsetzt1 kehrt noch einmal gleichsam in den sonst lngst verlassenen ,bakterien-,zustand zurck4 ,jedes einzelne ,stubchen da besteht nochmals wieder nur aus einer einzigen ,zelle und ist also auch wieder winzig klein und unglaublich leicht4 ,entsprechend fat es1 so bald es sich von der groen ,pflanze gelst1 dann auch sogleich wieder der leichteste ,wind und wirbelt es umher1 wobei sich den ,pflanzen mit ,doppelgeschlecht die gnstige ,wahrscheinlichkeit ergibt1 mit ihrem ,staube den ,griffel einer anderen ,blte fliegend zu erreichen1 wo die ,befruchtung erfolgen kann4 ,wo die ,haselktzchen ihren goldenen ,staubregen verpulvern1 wo die ,kiefern stuben oder der ,brlapp sein ,hexenmehl reift1 da berall erfolgt dieser passive1 aber uerst zweckgerechte ,flug8 der ,pflanzen4 ,und das ist sicher schon gewesen in jenen ,urtagen1 da ,brlapp-,gewchse hoch wie ,palmen bei uns zu ,lande wuchsen1 und es war im wesentlichen auch so in der ,jura-,zeit1 als an ,stelle der ,farrnkraut- und ,brlappwlder groe ,forsten von ,nadelhlzern getreten waren4 ,gerade die ,nadelhlzer wissen es ja noch heute gar nicht anders4 ,aber auf der ,wende eben von damals1 etwa in den ,tagen1 da die ,archopteryx an der ,solnhofener ,bucht ihr ,wesen trieb1 lernten diese ,pflanzen auch etwas ,neues1 bisher ,unerhrtes kennen4 ,es fanden sich andere ,wesen1 die auch weit1 weit ber das ,bakterium hinausgestiegen waren4 ,diese ,wesen waren auch schwerer geworden4 ,und doch war diese ,schwere kein endgltiges ,hindernis fr sie geworden -- zu fliegen4 ,sie flogen nmlich aktiv1 nicht blo als loser ,spielball des ,windes und keineswegs blo in ihrer bakterienhaften ,befruchtungsform als einzelne ,samenzelle1 sondern als ganzes ,wesen1 das selbstttig sich in der ,luft nach einer gewollten ,richtung vorwrtsbewegte4 ,es waren ,tiere1 -- diese ,wesen4 ,also ,genossen jener groen zweiten ,entwickelungslinie1 die wohl ebenfalls aus dem ,bakterium heraufgekommen ist1 aber im ,punkte der ,ernhrung und der ,vereinheitlichung des gesamten ,organismus eine ,bahn hchstens parallel zu den ,pflanzen1 im brigen aber ganz fr sich eingeschlagen hatte4 ,und zwar waren es zunchst ,tiere aus jener engeren ,gruppe1 die auch im ,tagebuch von ,solnhofen so reichlich vertreten ist1 -- ,verwandte der kuriosen ,schladenvgel oder ,stangenreiter1 die nichts anderes sind als ,wasserjungfern oder ,libellen1 -- also ,insekten4 ,fliegende ,insekten4 ,die ,pflanzen haben damals1 wie1 wollen wir hier nicht untersuchen1 mit diesen ,insekten eine ,art von ,bndnis geschlossen4 ,sie boten den ,insekten ,leckereien dar1 ,honig1 und im ,moment1 wo die ,insekten den ,honig schlrften1 bepuderten sie sie mit ihrem ,bltenstaub4 ,dann flog das ,insekt weiter1 kehrte im nchsten ,blumenwirtshaus ein und streifte1 ohne darauf zu achten1 den ,samenstaub hier auf den ,bltengriffel ab4 ,das ,insekt bernahm also einfach die ,rolle des ,windes1 wurde der postillon d'amour der ,pflanze in einer ,weise1 die entschieden sehr viel sicherer war als die alte lose ,post durch den ,wind4 ,aber wo hatten jetzt diese ,tiere das ,fliegen gelernt8 ,mit ihrem ,auftreten war offenbar der groe ,schritt von ,passiv8 zu ,aktiv8 getan4 ,wenn die ,pflanze nachtrglich davon profitierte -- und alle unsere bunten1 duftenden1 honigabsondernden ,blumen von heute schwren einzig auf diese ,insekten-,befruchtung8 --1 so war der ,umschwung selber doch entschieden ganz und gar ,werk des ,tieres4 ,wie war das zugegangen8 ,das ,tier kam aus dem ,wasser4 ,alles ,lebendige hatte eine tiefe ,beziehung zum ,wasser4 ,die chemische ,formel ,h,o1 die ,wasser bedeutet1 ist ein wahres heiliges ,pentagramma auch des ,lebens4 ,aus dem ,wasser ist wohl zweifellos das erste ,bakterium gekommen4 ,im ,wasser hat auch die ,pflanze ihre ,bahn begonnen4 ,im ,wasser sind die ltesten ,tiergeschlechter samt und sonders entstanden4 ,wasser ist ein ,hauptbestandteil der lebenden ,krper selbst4 ,unser ,menschenleib setzt sich zu #eh ,prozent aus ,wasser zusammen4 ,wie ,venedig auf seinen ,pfhlen im ,meer1 so schwebt unser ganzes ,dasein1 schwebt die ,erscheinungsform alles ,lebendigen auf ,erden in sich selbst ber den ,wassern4 ,kein ,wunder1 da das erste ,leben1 ein ,schaumgebilde der blauen ,flut wie ,aphrodite1 aus dem ,wasser sich auch uerlich gar nicht herauswagte1 hier seine erste ,jungkraft erstarken lie und in seine erste ,entwickelungsschule ging4 ,das ,tier1 also zunchst das ,wassertier1 war aber zu ,bakterium und ,pflanze der erste ganz groe ,triumph dieser ,entwickelung4 ,und es war gleichsam der ,angelpunkt dieser ,entwickelung1 da das ,tier sich im ,wasser frei bewegen lernte4 ,die losgerissene ,pflanze trieb widerstandslos mit dem ,zug der ,welle dahin genau so1 wie das ,bakterium oder der ,haselnustaub oben mit dem ,winde wehten4 ,die ,qualle1 der ,wurm1 der ,krebs1 der ,fisch dagegen begannen ein himmelweit neues ,prinzip3 sie entwickelten eigene ,bewegungsarten1 ,bewegungsorgane zur ,beherrschung des ,wassers4 ,auch die ,tiere haben ja die ,pflanzenneigung zur ,sehaftigkeit bis zu einem gewissen ,grade in sich durchgemacht4 ,der ,korallenpolyp1 die ,seelilie1 die ,auster1 der ,rankenkrebs sind gute ,beispiele4 ,aber das ,tier hat diese ,neigung berwunden4 ,der ,wurm1 in vieler ,hinsicht eine ,grundform der ganzen hheren ,tierheit1 fing an zu kriechen4 ,aus einem haftenden1 polypenartigen ,tier1 das wie ein ,becher mit dem ,munde nach oben da sa1 erhob er sich zur ,schlauchform1 mit einer vorderen und hinteren ,oeffnung4 ,und dieser ,schlauch jetzt kroch geradlinig dahin4 ,aber dieses ,tier fing zugleich recht klein an1 und lange ist es als ,einzelindividuum merkwrdig klein geblieben4 ,so lag nahe1 da die ab- und anflutende ,welle das kriechende ,tier immer wieder emporri1 mitstrudelte4 ,es wurde eine frhe zweite ,aufgabe 7vielleicht ist es gleich die erste sogar gewesen71 sich durch aktive ,bewegung auch zu erhalten inmitten der bewegten ,wassersule4 ,neben das aktive ,kriechen stellte sich das aktive ,schwimmen4 ,nun beachte man aber wohl3 ,schwimmen im freien ,wasser war im ,wesen schon ein erster ,flug4 ,der ,flug in einem dickeren1 zheren ,medium als die ,luft4 ,aber im ,verhltnis zum ,kriechen am ,boden unbedingt ein ,flug4 ,der ,polyp1 der am ,grunde festsa1 der ,wurm1 der auf dem ,grunde sich dahinschlngelte3 sie begannen zu fliegen in ihrem ,element1 indem sie zu schwimmen begannen4 ,und wirklich nun3 beim ,schwimmen im ,wasser jetzt sind die beiden grundlegenden ,methoden erfunden worden1 die von der ,libelle und der ,archopteryx von ,solnhofen bis auf den ersten ,luftballon ,montgolfiers1 die ,flgelplatten ,lilienthals und den aus ,ballon und ,flugmaschine kombinierten ,riesenapparat des ,grafen ,zeppelin auch das ganze echte ,fliegen als ,leitmotive beherrscht haben4 ,erfunden wurde da erstens der schwebende ,ballon und zweitens das ,ruder4 ,das ,prinzip des ,ballons trat im ,wasser naturgem in der ,form der ,schwimmblase8 auf4 ,noch fr uns ,menschen ist der ,rettungs-,ballon des ,ertrinkenden der hohle1 luftgefllte1 stets obenauf treibende ,schwimmgrtel4 ,das ,wassertier bildete irgendwo in seinem ,leibe einen entsprechenden wasserleeren ,hohlraum aus1 der seinem ganzen ,krper die ,vorteile eines von ,natur angewachsenen ,schwimmgrtels verlieh4 ,die eigentlichen ,erfinder dieses ,grundprinzips sind gewisse ,quallen1 also polypenhnliche1 aber bereits frei schwimmende ,tiere4 ,diese ,sorte ,quallen 7sogenannte ,siphonophoren7 schwimmen1 zu ,klumpen aneinandergewachsen1 als ,kolonie dahin und das ,schweben der ganzen ,gesellschaft an der ,oberflche des ,meeres wird tatschlich schon durch eine regelrechte ,ballonblase ermglicht1 die von der lustigen ,genossenschaft als gemeinsamer ,rettungsgrtel aufgeblht und mit ,luft vollgepumpt wird4 ,dasselbe ,prinzip kehrt dann viel feiner bei den ,fischen wieder1 die eine echte und auch so genannte ,schwimmblase8 besitzen1 das prall aufgepustete ,organ1 das jeder ,kchin bekannt ist4 ,die ,schwimmblase ist ursprnglich blo eine ,art ,falte1 ein kleiner ,hautsack am ,darm des ,fisches gewesen4 ,in diese ,falte wurde ,luft gepumpt1 die das ,fischmaul verschluckt hatte4 ,nachher hat sich der ,sack aber ganz vom ,darm getrennt1 hat sich tief ins ,leibesinnere zurckgezogen und unmittelbar von den ,blutgefen her mit ,luft fllen lassen4 ,in dieser ,form ist die ,schwimmblase ebenfalls zum echten ,ballon geworden1 oder besser noch3 der ganze ,fisch hat mit ihr die ,fhigkeiten eines ,wasserballons erhalten4 ,bei unsern meisten ,fischen hat sich die ,sache so glnzend ausgestaltet1 da der ,fischkrper genau auf das ,gewicht des ,wassers eingestellt ist1 also positiv im ,wasser gar nichts mehr wiegt4 ,wo er will1 da kann er inmitten der ,wassersule stehen bleiben1 -- sein spezifisches ,gewicht ist dem des ,wassers genau gleich und er kann so wenig von selbst sinken1 wie ,wasser in ,wasser sinkt4 ,aber dieser ,fisch ist deswegen nun nicht etwa zur ,unttigkeit verdammt wie ein ,luftballon in absolut unbewegter ,luft4 ,er gerade hat auch jene zweite ,methode bereits wunderbar ausgebildet3 das ,ruder4 ,an seinem ,krper haben sich flache ,auswchse entwickelt1 die ,flossen1 und diese ,flossen arbeiten in der allbekannten ,weise als ,ruder der trefflichsten ,art1 ,schlagruder und ,steuerruder zugleich4 ,mit ihrer ,hilfe und im ,bunde noch mit der famosen1 hinten und vorn spitzen ,krperform1 die der ,mensch in seinen ,booten treu dem ,fisch nachgebildet hat1 schieen der riesigste ,kabeljau so gut wie der kleinste ,stichling durch ihr ,element1 da es eine wahre ,pracht ist4 ,ein ,lachs schnellt sich in einer ,sekunde bis acht ,meter weit vorwrts4 ,das ,wasser liegt auf der ,feste4 ,auf dem ,wasser liegt die ,luft4 ,mit der ,luftblase und der ,flosse war das ,wasser bezwungen4 ,warum nicht genau so weiter auch in die ,luft hinaufsteigen8 ,der ,kampf ums ,dasein tobte1 im ,wasser wurde es gelegentlich ungemtlich eng4 ,warum nicht die ,schwimmblase wirklich zum ,ballon machen und mit den ,flossen auch die ,luft peitschen8 ,mit der ,flosse bringen in bescheidenem ,mae wenigstens ein paar ,fische das ,kunststck tatschlich fertig4 ,der fliegende ,fisch8 saust mit einem hohen ,anlauf aus der ,wasserflche herauf und schwebt ein ganzes ,stck weit -- bis zu hundert ,metern -- allen ,ernstes auf seinen ,flossen4 ,mit der ,schwimmblase wollte die ,sache dagegen so einfach nicht glcken4 ,ein ,wasserballon braucht blo schlichte ,luft zu enthalten1 um alles ntige zu leisten4 ,ein ,luftballon erfordert1 wie jeder wei1 ,fllung mit einer ,gasart1 die leichter ist als gewhnliche ,luft4 ,die hatten ,fisch und ,qualle zunchst nicht zur ,verfgung4 ,die fliegende ,siphonophorenqualle1 die bei der blumenhaften ,schnheit dieser ,tiere einem schwebenden mrchenhaft bunten ,orchideenzweig geglichen haben mte1 hat uns die ,natur leider versagt4 ,und schlielich war auch der fliegende ,fisch nur ein rechter ,stmper in dieser unbeholfenen ,form4 ,was ihm vor allem abgeht1 ist die innere ,lebensmglichkeit1 in dem ,luftreich1 das er erobern mchte1 zu atmen4 ,mag er seine hundert ,meter abfliegen3 viel lnger ginge die ,sache selbst bei bester ,flugkraft nicht1 denn er wrde ersticken4 ,so wurden die ,atmungsverhltnisse der hheren ,tiere von entscheidender ,wichtigkeit in der ,flugfrage4 ,es ist nun hchst eigenartig zu sehen1 wie gerade das ,atmungsorgan schon in seiner ,wasserform 7als sogenannte ,kieme7 bei verschiedenen ,tiergruppen frh mit der ,bewegungsfrage berhaupt in ,berhrung kam4 ,die vier ,hauptflossen des ,fisches sind wahrscheinlich hervorgegangen aus gewissen stacheligen ,anhngseln der ,kiemenbogen4 ,und ebenso scheinen1 obwohl in recht verschiedener ,einzelweise1 bei den ,insekten blattfrmige ,kiemen1 also auch ,atmungsorgane1 an der ,rckenseite des ,krpers zunchst zu flossenartigen ,gebilden sich umgeformt zu haben1 die beim ,schwimmen helfen4 ,da glckte es eines ,tages sowohl ,fischen wie ,insekten1 ihre ,atmungsart selber so von ,grund aus umzukrempeln1 da das ,wasser ohne weitere ,erstickungsgefahr dauernd verlassen werden konnte4 ,die ,luft wurde von der ,atmung her fest erobert4 ,alsbald aber bekamen jetzt auch wieder jene ,flossenanhnge neue1 die ,luft betreffenden ,mglichkeiten und ,aufgaben4 ,in dem ,wie unterschieden sich fortan freilich ,fische und ,insekten grndlich4 ,das ,insekt hatte sich1 unabhngig von den rckseitigen ,flossenfalten1 schon im ,wasser an der ,bauchseite drei ,paare regelrechter ,beine zum ,kriechen und ,festhalten ausgebildet4 ,die benutzte es jetzt auf dem ,lande glatt weiter4 ,aus jenen 7zur ,atmung fortan nicht mehr gebrauchten7 ,rckenflossen dagegen schuf es sich nach und nach die hbschesten ,flgel4 ,es lernte1 sie gegen die ,luft so einzustellen1 da sie seinen ,krper wirklich dahintrugen1 -- wobei die ,kleinheit und die durch viele luftgefllte ,krperrhren noch erhhte ,leichtigkeit der ,insekten helfend beitrug4 ,so ist die ,fliege1 ist der ,schmetterling entstanden4 ,und so hatte es die ,libelle schon erreicht am ,strande von ,solnhofen4 ,viel verwickelter verlief die ,sache dagegen beim ,fisch4 ,der ,fisch brachte es als ,molchfisch8 fertig1 ebenfalls ,luftatmer zu werden und zwar auf die uerst sinnreiche ,weise1 da er gerade den auf dem ,lande doch so nicht mehr brauchbaren ,ballon-,apparat seines ,innern1 die ,schwimmblase1 als geschlossenen ,ballon ganz abschaffte und in das ntige neue1 offene ,luftatmungs-,organ1 nmlich eine ,lunge1 verwandelte4 ,einmal auf dem ,lande1 schaffte dann der ,fisch -- oder wie er jetzt genannt werden mu -- der ,molch aber auch seine ,ruderflossen ab und schuf sie zu vier regelrechten ,beinen um1 die zum ,kriechen1 ,springen1 ,laufen1 ,klettern nach und nach sich aufs schnste einschulten4 ,so schien hier beim ,wirbeltier allerdings fr eine ,weile das ,flugprinzip nicht vorwrts-1 sondern eher rckentwickelt1 trotz des ,aufenthalts auf dem ,lande4 ,aber es kam auch da schon wieder zu seiner rechten ,zeit4 ,und als es kam1 da war es1 als habe die ,natur nur eine ,pause gemacht1 um sich endlich zum ,hauptstreich zu sammeln4 ,wir sind mit dem ,fisch und ,molch ja ohnehin in der hchststeigenden ,linie der ganzen ,lebensentwickelung1 wo alles an khnen ,mglichkeiten ,angelegte und ,aufgespeicherte in wahrem ,feuerwerk losbrennt4 ,die ,wirbeltiere1 zu denen ,fisch und ,molch gehren1 waren durchweg grere1 viel schwerere ,tiere als die ,insekten4 ,es geschah ihnen nicht so leicht1 da der ,wind sie mitri und so auf ,versuche zu aktivem ,fliegen fhrte4 ,schlielich kamen sie aber doch wie die ,insekten auch auf ,gelegenheiten1 die zum ,fliegen geradezu drngten4 ,aus den ,kriechbeinen wurden ,kletterbeine und ,springbeine4 ,bume wurden erklettert auf der ,jagd nach ,beute oder auch auf der ,flucht vor fremdem ,beutegelst4 ,der ,laubfrosch zum ,beispiel kroch hoch ins grne ,bltterdach1 er hat ja die ,farbe dazu auf den ,leib gemalt4 ,der ,frosch stand dem ,wasser aber noch so nahe1 da er zwischen seinen ,zehen flossenartige ,schwimmhute trug4 ,so sehen wir heute noch einen ,laubfrosch der ,sundainseln 7,rhacophorus7 sich zum fliegenden ,frosch8 bilden4 ,will er von hohem ,ast rasch zur ,erde1 so benutzt er die vier ,fe mit ihren riesigen ,schwimmhautflchen als ,fallschirm und flattert darauf abwrts4 ,es war ein erster ,versuch1 den fliegenden ,fisch unter ganz neuen ,verhltnissen gleichsam zurckzuerobern4 ,auf denselben ,sundainseln fliegt8 eine kleine farbenbunte ,eidechse1 der sogenannte ,flugdrache 7,draco volans74 ,ihr stehen jederseits ein halbes ,dutzend falscher ,rippen wie ,fischgrten aus dem ,leibe und darber spannt sich eine ,hautfalte als ,fallschirm4 ,viel weiter war schon eine ,eidechse gekommen1 die heute ausgestorben ist1 in ,solnhofen aber zur ,archopteryx-,zeit berall herumflatterte3 der ,flugfinger oder ,pterodaktylus4 ,bei ihr spannte sich eine hnliche flossenartige ,haut von einem ,finger der ,hand in khner ,sichel zu den ,hinterschenkeln herber4 ,mit echter ,schwimmhaut hatte das jetzt gar nichts mehr zu tun1 es war eigens zum ,flattern erfunden4 ,die ,gliedmaen saen in der ,flatterhaut wie die ,fischbeine in einem ,regenschirm4 ,auf dem ,schirm aber schwebte tatschlich das ganze ,tier durch die freie ,luft dahin4 ,dieses ,regenschirmprinzip ist viel spter von einem kleinen ,sugetier1 der ,fledermaus1 noch einmal nachgemacht worden1 die aber nicht blo einen ,finger1 sondern fast die ganze ,hand durch den ,flgel gesteckt hat4 ,ein ,ideal schlielich war es aber immer noch nicht1 zu dem muten zu allerletzt noch einmal die ,atmungs-,verhltnisse verhelfen4 ,es traten ,eidechsen auf mit warmem1 von innen her geheiztem ,blut4 ,vielleicht hat gerade die lebhafte ,bewegungsart kletternder und springender ,tiere viel dazu beigetragen4 ,man hat auch an zeitweise ,verschlechterung des ,klimas1 groe ,eiszeiten noch jenseits der ,jura-,periode gedacht1 wobei das dauernd warme ,blut eine ,anpassung dargestellt htte1 einen ,notausweg4 ,wie es nun damit gewesen sein mag3 die ,warmbltigkeit war pltzlich als ,tatsache da4 ,diese innere ,blutdurchwrmung wiederum aber stand in ,zusammenhang mit ,umwandlungen und ,neuerungen in der ,haut der ,tiere4 ,die ,haut bildete eigentmliche ,schutzmittel der kostbaren ,innenwrme aus1 erzeugte sich schlechte ,wrmeleiter nach auen4 ,da geschah es1 da einerseits feine ,hautfserchen zwischen den ,schuppen sich zum ,haarpelz des ,sugetiers ausreckten4 ,in einer anderen ,entwickelungslinie aber zeigte sich die hornige1 harte ,eidechsenschuppe willig1 ein ebenso brauchbares ,wrmeschutzmittel unmittelbar aus sich hervorgehen zu lassen in ,gestalt der ,feder4 ,bei gewissen ,eidechsen bedeckten sich ,leib und ,gliedmaen mit dichtem ,federkleid4 ,nun denn aber3 gerade unter diesen ,federtrgern waren ausgesprochenste ,kletterer und ,springer1 echteste ,baumtiere1 gewohnt1 von ,ast zu ,ast zu sausen4 ,es waren keine sehr groen ,herren dabei1 die ganz dicken trug von vornherein das schwankende ,gest nicht4 ,also das ,gewicht wog schon nicht zu schlimm bei ,sprngen4 ,doch jetzt gab die vermehrte ,krperheizung selbst eine neue ,mglichkeit auch noch der ,erleichterung4 ,schon beim ,pterodaktylus und anderen ,reptilen der ,ichthyosaurus-,zeit war eine ,verminderung des ,krpergewichts vielfach dadurch angebahnt worden1 da die ,knochen ,hohlrume im ,innern zeigten4 ,da gab es schon ,saurier1 deren ,skelett wie aus ,kartonpapier aufgebaut schien1 und mancher der reptilischen ,landriesen von damals htte seinen eigenen ,knochenberg ohne dieses ,prinzip gar nicht mehr von der ,stelle bewegen knnen4 ,jetzt bot die innere ,zentralheizung des ,vogelkrpers eine neue ,mglichkeit3 nmlich diese ,knochenhhlen mit ,luftheizung zu durchdringen4 ,die ,lungen bildeten verzweigte ,scke1 die bis in die hohlen ,knochen eindrangen1 eine neue ,variante der alten ,schwimmblase4 ,und die erwrmte ,luft erfllte sie dabei wie eine ,montgolfiere und machte den ganzen ,krper noch ein ,teil leichter im ,sinne jetzt des alten ,ballonprinzips4 ,immer khner durften da die ,sprnge dieser ,leichtfe werden von ,ast zu ,ast4 ,alle ,kletterer werden aber gedrngt1 die ,hinterbeine mehr als ,sttzpunkt zu nehmen und die ,vorderbeine mehr zum ,greifen1 als ,arme also1 zu gebrauchen4 ,beim ,sprung gaben die ,hinterbeine den ,ausschlag1 die ,arme ruderten4 ,und da ein ,triumph4 ,an diesen ,armen saen ja die ,federn4 ,der ,luftzug blies sie auf1 -- auch sie halfen tragen4 ,was gebt wird1 nimmt zu1 -- ein altes wahres ,wort4 ,die ,federn nahmen zu1 reckten sich4 ,auf einmal hatten sie alle ,vorteile vereint in sich des ,ruders und des ,fallschirms4 ,und der harte ,knochenarm in ihnen bot gleichzeitig den sicheren1 aktiven ,ruderstil4 ,in dieser ,kette der ,dinge ist der ,vogel entstanden4 ,die grte ,lsung des ,flugproblems1 das die ,natur unterhalb des ,menschen fertig gebracht hat4 ,der ,urvogel von ,solnhofen war der erste klare ,vertreter4 ,noch trug er ,zhne im ,maul1 noch hatte er ,fingerkrallen oben am ,flgel1 als traue er dem ,fluge nicht allein1 msse auch noch greifen und klettern1 noch schleppte er als ein recht unbeholfenes ,steuer den langen ,eidechsenschwanz grob befiedert hinter sich her4 ,aber der ,vogel war mit ihm da1 unwiderruflich4 ,der ,fisch hatte die ,luft erobert1 nicht blo atmend am ,boden1 sondern aktiv schwimmend wieder in ihrer ,ganzheit1 wie er einst die volle ,wassersule fr sich gewann4 ,ueber diesen ,erfolg ist wieder ein ,zeitraum von ,jahrmillionen hingegangen4 ,jetzt sind wir an der ,reihe4 ,werden wir ,menschen den ,vogel berbieten1 -- das letzte abstreifen1 was an ihm noch unbehlflich1 was unlsbarer ,rest seiner ,vergangenheit ist8 ,es ist ein wunderbarer ,glaube1 da der ,mensch endlich mit dem ,werkzeug alles erringen und berbieten werde1 was die ,natur als ,organ geschaffen hat4 ,die ganze ,bahn der menschlichen ,technik ist eine einzige ,triumphstrae in dieser ,linie4 ,wie sollte dieses einzelne ,problem nicht auch bezwungen werden6 ,vielleicht aber1 wenn unsere ,enkel die ,luft besitzen1 wird an ihre ,gedankentr das abermals ,hhere klopfen4 ,das ,wasser liegt auf der ,feste1 auf ,feste und ,wasser die ,luft4 ,die ,luft hllt den ,planeten abermals wie eine ,haut4 ,zwischen ,planet und ,planet aber spannt sich -- der ,aether4 ,werden wir zuletzt auch in ihn auftauchen8 ,die ,weltgeschichte des ,nilpferdes4 ,die ,wasser brausen -- und nun kommt etwas ,ungeheures4 ,zuerst eine meterlange blau-rtliche ,platte wie ein flacher ,klippenkopf1 von dem die ,ebbe abluft4 ,auf dieser ,klippe wippen zwei kleine ,dinger hin und her1 berschlagen sich1 spritzen ,wasser1 als seien es zwei zurckgebliebene ,meergeschpfchen1 die in ihr ,element zurck wollen4 ,aber die ,dinger haben die ,gestalt von ,ohren1 und nun hebt sich ein frchterlicher ,klotz herauf1 ein ,tierhaupt4 ,wie die ,mrcheninsel zum ,kraken wird1 so die ,klippe zum ,nilpferd4 ,ein ,maul spaltet sich auf1 im buchstblichen ,sinne wie ein aufklappender ,kasten4 ,zwischen roten ,fleischwlsten liegen ,zhne1 aber nicht nach der ,art von ,zahnreihen1 denen man zutraut1 da sie etwas kauen1 sondern derartig verwirrt1 schief1 lckenhaft1 abgehackt1 mit dem untersten zu oberst1 als habe das frchterliche ,maul sie selber eben erst in sich hineingebissen und zerkaut4 ,dieser ,kopf allein ist schon ein ,riesentier4 ,aber die ,charybdis kreiselt auseinander und jetzt rollt der ,leib nach1 eine endlose1 fleischig schillernde ,wurst1 lnger und immer lnger4 ,erst wenn das ,ganze wie eine violette ,viermeter-,pflaume am ,ufer steht und ganze ,bche von seiner nackten ,haut zurckrieseln lt1 erkennt man1 da die ,walze nicht nach ,seehundsart auf dem ,bauch heraufgerutscht ist1 sondern fast verborgen unter ihrem quetschenden ,bauchwanst vier winzige ,beinchen hat1 deren jedes vier ,hufe trgt4 ,indem der ,leib sich mit seinen fnfzig ,zentnern ,gewicht unter ,aufwerfen breiartig quellender ,falten auf diesen kurzen ,stempelchen mhsam einstellt1 entlastet sich die ,tiefe der ,brust zu einem ,prusten1 als sei in einem ,d-,zug die ,notleine gezogen worden und trten alle ,bremsvorrichtungen zugleich in ,kraft4 ,das ist das ,nilpferd1 wie es der ,besucher unserer groen ,zoologischen ,grten jetzt gewohnheitsmig erlebt4 ,was sind uns ,entfernungen1 fremde ,landschaft1 fremdes ,klima noch6 ,inmitten der mrkischen ,sandebene ein roter ,ziegelbau -- und in diesen ,bau mit seinem geheizten ,becken verpflanzt ein ,sumpfwinkel aus dem ,papyrusdickicht des ,tsadsees samt seinem ,riesen1 dem ,nilpferd4 ,das bringt unsere ,kultur schon fertig1 als sei es selbstverstndlich4 ,was sie aber durchweg noch nicht vermag1 das ist1 dem ,alltagsbesucher eines solchen ,zoologischen ,gartens nun auch den rechten ,geist8 mitzugeben1 der ihm die grotesken ,bilder verklren soll4 ,dieses ungeschlachte violette ,riesenhaupt1 das da aus den ,wassern taucht1 ist ein ,stck ,weltgeschichte4 ,nicht umsonst wandert die ,phantasie bei seinem ,namen nach dem heiligen ,nil1 wo aus der gelben ,sandflut des ,wstenrandes jenes andere1 noch viel gewaltigere1 zu ,stein erstarrte ,haupt ragt3 das ,antlitz der ,sphinx4 ,und doch ist all der ,wstensand von heute nur ein ,stubchen in der groen ,sanduhr der ,weltgeschichte1 die unendlich weit ber die ltesten ,pharaonen und ,sphinx-,erbauer hinunter reicht1 -- der ,sanduhr1 die mit rinnenden ,krnlein1 mit unmebar kleinen ,schlammteilchen im ,laufe von ,jahrmillionen ,sandsteingebirge aufgebaut hat1 und mit whlenden ,tropfen1 winzig wirklich wie ein ,regentropfen1 ganze ,gebirge auch wieder abgetragen hat4 ,wenn der ,mensch1 der die ,geschichte an seinem ,schulbuch mit1 sich in recht entfernte ,tage denken will1 so trumt er von den ,pyramiden1 -- wie sie gebaut worden sind4 ,cheops taucht ihm auf1 ,erbauer der groen ,pyramide4 ,als aber ,cheops regierte1 lag die groe ,sphinx schon in der ,wste4 ,und sie war uralt4 ,sie hatte keinen ,namen eines ,erbauers1 so alt war sie4 ,sie mute wegen hohen ,alters schon ausgebessert werden unter der ,regierung des ,cheops1 wie eine ,inschrift lehrt4 ,doch was ist dieses ,alter der ,sphinx gegen das ,alter des ,nilpferdes1 dieses zoologischen ,sphinxkopfes1 der aus den schumenden ,wassern glotzt4 ,das ,gestein1 aus dem die groe ,sphinx herausgemeielt ist1 zeigt eigentmliche ,streifen oder ,schichtungen1 wie schon auf jeder guten ,photographie sichtbar wird4 ,der ganze ,lwenleib mit ,menschenkopf ist nun nicht etwa erst von ,menschenhand aus ,steinen zusammengeschichtet4 ,ein einziger ,naturblock oder besser noch gesagt1 eine natrliche ,felsklippe1 die im ,sande seit alters vorsprang1 ist einheitlich als ,ganzes in die ,sphinxform umgehauen1 als ,kunst und ,technik eine cyklopenhafte ,leistung4 ,die ,schichtungen lagen entsprechend von ,beginn an im ,gestein1 und sie verraten uns in ,verbindung mit dem ,gesteinsstoff selber1 da es sich dabei um eine uralte ,sandstein-,klippe handelt1 deren ,material in grauen ,tagen einmal durch strmendes ,wasser schichtenweise als ,schlamm wie ,scheiben eines ,butterbrotes 7zum ,teil allerdings sehr schief7 abgelagert worden sein mu4 ,es lt sich nachweisen1 da das zu einer ,zeit geschehen ist1 die der ,naturforscher in das letzte ,drittel der sogenannten ,tertir-,zeit rechnet4 ,es war vor der berhmten groen ,eiszeit4 ,kein bekannter ,menschenrest der ,erde1 auch die vielbesprochenen ,knochen des ,pithekanthropus von ,java nicht1 geht streng nachweisbar so weit zurck4 ,eben erst hatte sich durch einen kolossalen ,einbruch1 eine sogenannte ,grabenversenkung1 das ,rote ,meer als ,arm des ,indischen ,ozeans gebildet4 ,wo heute sich jenseits der ,landenge von ,suez frei das ,mittelmeer ffnet1 lag streng trennendes ,festland4 ,in der ,gegend der griechischen ,kykladen schumte das ,meer an einem ,kstengebirge4 ,sizilien hing mit ,afrika zusammen und die heutige schne ,insel ,malta war damals ein ,fleck tief im ,lande1 zu dessen ,sumpfseen die ,elefanten kamen4 ,damals aber schon war die eigentliche ,bltezeit der ,nilpferde4 ,ihre kleinen vierzehigen ,beine1 ganz genau so gebaut wie heute1 konnten sich in den weichen ,schlamm schon eindrcken1 der dann erst ,stein1 erst ,felsklippe in der ,wste geworden ist und als solche verlorene ,klippe der ,sandde ein eingewandertes ,menschenvolk wunderbarer ,techniker und mystischer ,grbler zu phantastischem ,ausbau in eine ,tierform1 die nie existiert hat1 reizte4 ,sie trugen damals ihren quetschenden ,pflaumen-,leib auf den spahaften ,stempelchen aber nicht blo durch ,afrika1 diese ,nilpferde4 ,ihr ,reich ging noch ganz wo anders hin4 ,die wenigsten ,besucher eines ,zoologischen ,gartens ahnen die ,gewalt der ,frage3 ,alt und ,neu1 vor all diesen ,tieren4 ,da bewegt sich ganz junges ,erdenvolk auf vier oder zwei oder gar keinen ,beinen dahin -- und daneben1 in diesem oder jenem ,kfig oder ,tmpel1 hockt ein ,urgreis aus altverschollenen ,planetentagen1 grau wie so ein ,planet selber1 mit ,backen und ,zhnen und ,bauch1 die ein wandelnder ,anachronismus1 eine mhsam noch keuchende ,versteinerung sind4 ,lustiges ,bellen1 ,krhen1 ,gurren erschallt 444 das sind die ,jngsten des zoologischen ,reichs1 die ,schpfungskinder1 nicht nur jung1 sondern sozusagen schon aus zweiter ,hand3 die ,hunderassen1 ,hhnerrassen1 ,taubenrassen4 ,als der ,urmensch jagte1 liefen ihm ,schakale und ,wlfe nach4 ,daraus ist erst und durch sein ,zutun der ,hund geworden -- und in ein paar kurzen ,jahrtausenden alle die unzhligen ,hunderassen4 ,und genau so die ,hhnerrassen1 die ,taubenrassen1 -- ,neuigkeiten der jngsten ,planetenmode und dazu ,kunstprodukt1 bei denen der ,mensch die alten1 auf ,jahrmillionen eingerichteten ,zuchtwahlgesetze der ,natur mit einer geradezu unehrerbietigen ,weise auf ,dampf und ,schnellfeuerwerk gesetzt hat4 ,umgekehrt aber3 in dem roten ,warmhause dort der fletschende ,fleischklotz im trben ,becken1 -- das ist ,patriarchenzeit1 unverflschte1 vormenschliche ,urwelt4 ,vor mir liegt ein alter ,foliant1 in seiner ,weise auch ein kleines ,nilpferd an ,unhandlichkeit1 -- aus den guten alten ,zeiten1 da man im ,kloster sa1 ,raum hatte1 sich ein ,buchlein zu zchten und doch noch ,platz dazu1 solche ,bnde von #acjj ,folioseiten und mit goldgepreten ,lederdeckeln von der ,dicke je eines ,zentimeters zu wlzen4 ,unsereins heute wei das nicht mehr so recht in ,einklang zu bringen1 -- es ist jedenfalls schlechterdings unmglich1 solche ,bcher abends im ,bett zu lesen4 ,mein ,foliant geht zurck auf #aeeh4 ,es ist das vierte ,buch der groen ,historia animalium1 der ,tiergeschichte des ,konrad ,gesner1 gedruckt zu ,zrich bei ,christoph ,froschauer4 ,gesners ,tierbuch bedeutete in seiner ,zeit einen ,wendepunkt der ,zoologie4 ,die ,antike war wieder erstanden4 ,nun griff ein genialer ,geist alles zusammen1 was sie von den ,tieren gewut1 und ergnzte es durch eine ,flle des ,neuen4 ,das waren ,leute1 diese ,gelehrten von ,fnfzehnhundert6 ,als ,philologen setzten sie ein4 ,aber die ,philologie war ihnen ideale ,basis einer ,weltwissenschaft4 ,um den ,aristoteles und den ,plinius zu erklren1 wurde so ein ,polyhistor ,vater einer neuen ,epoche der ,naturforschung1 wurde selber mehr als ein ,aristoteles4 ,wir sind solchen ,leuten wie ,gesner gegenber heute ein undankbares ,geschlecht4 ,von diesem kstlichen ,tierbuch gibt es weder eine neuere ,ausgabe des lateinischen ,urtextes1 noch selbst einen ,neudruck der 7wenig spter verffentlichten7 deutschen ,bearbeitung1 die schon um des wunderbaren derben ,humors und ,sprachreichtums ihres ,lutherdeutschs willen einen ,platz unter unseren klassischen ,bchern verdiente4 ,in diesen schnen alten ,blttern ,gesners mit ihrem monumentalen ,druck und ihren trefflichen ,holzschnitten geschah es1 da das ,nilpferd fr das ,gedchtnis der ,kulturmenschheit eine ,art ,auferstehung feierte4 ,von den ,wassertieren handelt der bewute ,foliant4 ,land und ,wasser sonderte ja schon die ,bibel in ihrem ,schpfungsbericht mit strenger ,schrfe4 ,auch dem ,gesner zog sich ein tiefer ,strich zwischen allem1 was da kreucht und fleucht1 und dem1 was schwimmt4 ,bei den ,walfischen und ,seeschlangen1 den ,heringen1 ,karpfen und ,austern taucht auch das ,nilpferd folgerichtig auf4 ,graue ,traditionen1 die an das ,wort ,hippopotamus zunchst dem ,philologen anknpften1 gleiende ,bilder aus dem wilden bunten goldenen ,rausch des rmischen ,csarentums1 in vergilbten ,klassikerstellen gespenstisch noch einmal belebt4 ,als ,augustus ber die ,kleopatra triumphierte1 gingen im ,festzuge ein ,nashorn und ein ,nilpferd mit4 ,als unter dem ,csar ,philippus ,arabs die ewige ,roma ihr ,jahrtausend feierte 7#bdh n4 ,chr471 erschien im ,zirkus ein ,nilpferd4 ,die ,rmer hatten das ,ungetm bestaunt1 hatten es auf ,mnzen geprgt4 ,aber das ,rmerreich brach zusammen4 ,mythischer blauer ,duft sammelte sich ber seinen ,csarenkpfen1 er umspann auch ihre ,tiere4 ,als die hhere ,geisteskultur1 die ,wissenschaft1 langsam1 inselartig aus den groen ,zwischenwassern wieder auftauchte1 als endlich eine deutsche ,naturgeschichte sich zum erstenmal ernsthaft regte -- da war das ,nilpferd auf dem ,punkt1 vllig verschollen zu sein4 ,mit allegorischen ,gebilden1 den ,meerpferden und ,sirenen1 verschmolz es1 wo es in der ,kunst sich erhalten hatte4 ,der ,tierkunde aber mischte es sich unter die jngeren1 dem ,norden gelufigeren ,gestalten der ,robben und ,walrosse1 zu denen dunkle ,reiseberichte von ,seekhen der fernen ozeanischen ,gestade traten4 ,da aber dringt zu ,gesners1 des groen ,sammlers1 ,ohr eine wunderbare ,zeitung4 ,petrus ,bellonius 7,pierre ,belon7 war von ,frankreich bis ,konstantinopel gewandert4 ,im alten ,palast des ,constantin lassen ihn die ,trken dort ein lebendig gefangenes ,ungeheuer sehen1 umb kleines ,gelt81 wie der deutsche ,bearbeiter ,gesners sagt4 ,welchem1 so man ein ,kappihaupt oder groe ,krbsen darstreckt1 so soll er sein ,rachen so mercklich ausperren1 daz es sich zu verwundern ist1 daz der ,hter solche spei in iren ,rachen als in ein sack wrfft48 ,der ,schlund1 in den man ganze ,salatkpfe und ,krbisse wirft1 drfte selbst von einem schlichten ,laienbesucher unserer ,zoologischen ,grten wohl nur auf das ,nilpferd bezogen werden4 ,herr ,bellonius riet auf ,grund der alten rmischen ,mnzen auf den klassischen ,hippopotamus1 von dem die ,trken selber natrlich keine ,ahnung hatten4 ,damit war das ,sagentier endgltig wieder entdeckt1 wenn man vorlufig auch blo auf ,grund der alten ,quellen eine ,heimat ,afrika mutmaen konnte4 ,diese ,quellen wiesen -- hchstwahrscheinlich in ,verwechselung mit der ,seekuh1 also einem echten ,seesugetier -- allerdings auch nach ,indien1 -- immerhin in ferne1 heie ,lnder4 ,der gute ,gesner war aber kaum dieser wieder errungenen ,wissenschaft froh1 als ihm etwas durchaus ,sonderbares zum ,fall ,nilpferd in den ,weg lief4 ,etwas so recht1 um alle ,gedanken eines klugen ,mannes von #aeeh auf den ,gefrierpunkt zu bringen4 ,bellonius beschrieb ziemlich anschaulich in seinem ,bericht die ,zhne des ,nilpferdes4 ,wer verge sie je1 der sie einmal gesehen hat1 diese entsetzlichen ,hauer1 die krumm und schief im ,maule herumliegen1 jeder oben abgestutzt wie ein gekappter ,baumstumpf8 ,just genau einen solchen ,hauer bringt nun ein glaubwrdiger guter ,freund dem ,gelehrten eines ,tages mit1 aber nicht aus ,konstantinopel1 sondern frisch1 wie er ihn gefunden1 -- -- aus einem ,bachbett bei ,zrich6 ,von anderer ,seite kommt ein hnliches ,geschenk1 und als in ,solothurn 7also ebenfalls in der ,schweiz7 ein ,haus gebaut wird1 da stt gar die ,hacke auf einen ganzen ,schdel voll solcher ,zhne2 der ,schdel zerfllt zwar alsbald zu ,staub1 aber die ,zhne dauern auch diesmal4 ,nilpferde in der ,schweiz8 ,darauf konnte sich auch ein ,mann von ,gesners ,wissen keinen ,vers mehr machen4 ,er erinnert an ,riesengebeine1 die man in ,sizilien gefunden1 und berlt die ,sache dem ,leser4 ,ob dieser oder dergleichen ,zan18 so gibt der ,uebersetzer die ,entscheidung resolut wieder1 ,menschenzn oder von ,wasserrossen oder sonst etlichen grausamen ,thieren gewesen seyen1 lassen wir hie bleiben48 ,und die ,forschung lie es hie bleiben84 ,diese ,sache war denn doch noch zu schwierig fr #aeeh4 ,fnfzig ,jahre gingen hin1 -- da kam eine neue ,nachricht ber das lebende ,tier4 ,diesmal erschien es endgltig lokalisiert auf ,aegypten4 ,ein ,wundarzt aus ,narni in ,italien1 ,federiko ,zerenghi1 hatte das ,nilpferd leibhaftig wieder am ,nil entdeckt1 an seiner klassischen ,sttte4 ,er hatte sogar zwei ,stck gefangen4 ,die ,scene spielt bei ,damiette1 also im ,nildelta4 ,in der ,absicht1 einen ,hippopotamus zu erlangen18 erzhlt ,zerenghi1 stellte ich ,leute am ,nil auf4 ,sie muten abpassen1 da zwei ,tiere den ,flu verlieen1 und auf dem ,wege eine groe ,grube graben4 ,sie wurde mit dnnem ,holzgeflecht1 ,erde und ,gras bedeckt1 und als es ,abend wurde und die ,flupferde zum ,wasser heimkehrten1 fielen sie alle beide in das ,loch4 ,meine ,leute holten mich und ich kam mit meinem ,janitschar und wir gaben jedem der beiden ,tiere drei ,schsse in den ,kopf aus einer ,bchse von grerem ,kugelma1 als gewhnliche ,musketen haben4 ,fast auf der ,stelle starben sie mit einem ,schmerzgeschrei1 das mehr ,bffelbrllen als ,pferdewiehern war4 ,so geschah es am #bj4 ,juli #afjj4 ,tages darauf lie ich sie aus der ,grube ziehen und sorgsam abhuten4 ,es war ein ,mnnchen und ein ,weibchen4 ,die ,hute wurden eingesalzen und mit ,zuckerrohr-,stroh gefllt4 ,in ,kairo wiederholte man das ,salzen noch einmal mit mehr ,mue1 auf jede ,haut kamen #djj ,pfund ,salz4 #afja1 als ich aus ,aegypten heimkam1 brachte ich die ,hute erst nach ,venedig1 dann nach ,rom1 wo mehrere erfahrene ,aerzte sie besichtigten4 ,nur der ,doktor ,hieronymus ,aquapedente und der berhmte ,aldrovandi erkannten darin den ,hippopotamus48 ,die ,bilder dieser ,hute erschienen fortan in den ,naturgeschichten4 ,aber die glckliche ,jagd1 die dem ,ort nach schon fast etwas fabelhaft klingt1 wiederholte sich selber nicht4 ,im achtzehnten ,jahrhundert1 in den ,zeiten ,linns und ,buffons1 nimmt die ,tierkunde abermals im ganzen einen gewaltigen ,aufschwung4 ,alles mgliche ferne ,getier kommt in dieser lebhafteren ,zeit wieder lebend nach ,europa4 ,buffon pflegt in ,paris schon einen ganzen ,tiergarten4 ,auf ,jahrmrkten zieht zum erstenmal der indische ,riese1 das ,rhinozeros1 herum1 so berhmt1 da eine 7brigens vortreffliche7 ,denkmnze mit ,portrt8 darauf geschlagen wird4 ,den alten braven ,gellert knnen wir uns heute gar nicht mehr anders vorstellen1 als wie er ausgeht1 um das ,rhinozeros zu sehen84 ,arme ,mrtyrer der erwachten ,wissenschaft waren sie zumeist1 diese umgetriebenen ,menagerie-,riesen4 ,lenz1 der tierkundige ,professor zu ,schnepfenthal1 hat eine tragikomische ,geschichte derart aus der guten alten ,zeit 7allerdings aus verhltnismig immer schon jngeren ,tagen7 bewahrt4 ,zwischen ,eisenach und ,gotha trottelt ein ungeheurer ,elefant4 ,um ihn unschdlich zu machen und zugleich zum ,marsch zu zwingen1 ist ihm ein riesiger1 unten offener1 auf kleinen ,rdern rollender ,kasten wie ein ,mbelwagen bergestlpt4 ,vorne sind ,pferde vorgespannt und in der hinteren ,innenwand des ,kastens kitzeln groe ,stacheln den ,unglckselefanten bestndig so hinterwrts1 da er mit ,pferden und ,kasten ,schritt halten mu4 ,die ,erfindung ist zu sinnreich1 um nicht zu einer ,katastrophe zu fhren4 ,dem alten ,brahminen wird die ,kitzelei gelegentlich zu arg1 er bockt und brllt1 darob werden die ,pferde scheu1 ziehen schneller1 entsprechend bohren sich die ,stacheln ein1 das ,toben des ,kolosses wird furchtbar1 -- bis die gengstigten ,pferde endlich schief ziehen und die ganze ,schreckenspyramide1 ,elefant und ,schilderhaus1 kopfber in den ,chausseegraben strzt4 ,der ,elefant bricht sich einen ,stozahn dabei ab1 wird aber schlielich nach endlosen ,mhen im ,zustande des geschundenen ,raubritters doch noch wieder hervorgeholt und im ,triumph unter seiner ,kiste gen ,gotha gebracht4 ,als er dort aus dem ,kasten kommt1 tobt er aber in berechtigter ,auflehnung gegen diese ,art der ,behandlung derartig1 da niemand ihm zu nahen wagt4 ,die ,gothaer rufen in ihrer ,angst die ,brgerwehr zusammen1 der ,herr ,hauptmann1 ,andreas ,heyn hie der ,brave1 verfllt jedoch sogleich auf ein ,mittel1 das auch bei erregten ,menschen bisweilen mehr ,erfolg haben soll als ,kanonenkugeln3 er spielt dem ,rasenden nmlich eine ,flasche mit ,rum in den ,rssel4 ,im gleichen ,augenblick war der ,zorn des edlen ,recken verflogen1 mit dankbarem ,blick betrachtete er die ,flasche1 leerte sie auf einen ,zug und umarmte dann den ,geber mit dem ,rssel so zrtlich1 da1 laut ,lenz' ,bericht1 alle ,anwesenden sich vor ,rhrung nicht zu lassen wuten4 ,bei all diesen zugkrftigen ,ungetmen fehlte aber das ,nilpferd4 ,ein besonderer ,unstern schien ber ihm neu zu walten4 ,schon zu ,buffons1 des groen ,sprachmeisters in der beschreibenden ,tierkunde1 ,zeiten1 also ,mitte etwa des achtzehnten ,jahrhunderts1 stand die ,tatsache fest1 da das ,nilpferd im unteren ,nilgebiet1 also in ,aegypten1 zwar einst in ,masse gelebt habe1 nunmehr aber nahezu oder ganz verschwunden sei4 ,zerenghis ,jagd schien nicht nur die erste1 sondern auch die letzte wissenschaftliche ,nilpferd-,jagd auf gyptischem ,boden gewesen zu sein4 ,wahrscheinlich war das ,nilpferd sogar schon zu seiner ,zeit nur noch ein verspteter ,nachzgler im ,lande gewesen4 ,die anderthalb ,jahrhunderte seither aber hatten auch die letzten der letzten in die bewuten ,fallgruben gebracht4 ,es half nichts mehr1 da gerade auf den ,ausgang dieses achtzehnten ,jahrhunderts das alte ,fabelland ,aegypten durch ,napoleons tolle ,expedition und ihre wissenschaftliche ,ausnutzung auf einmal heller wurde1 als es zu den ,tagen des alten ,herodot der europischen ,forschung gewesen war4 ,jetzt geriet die rasch emporblhende gyptologische ,wissenschaft ja auf ,denkmal ber ,denkmal einer ehemaligen ,beschftigung eines hochbegabten ,volkes mit dem ,nilpferd1 wie sie mit solchem ,nachdruck kaum ein zweites ,riesentier der ,erde erlebt hat4 ,auf bunten lustigen ,wandgemlden der uralten ,grber sah man die ,nimrode des alten ,reichs1 wie sie dem ,hippopotamus1 unverkennbar getroffen1 mit entsprechend riesigen ,metallhaken1 wahren ,walfisch-,harpunen1 zu ,leibe gingen4 ,und nicht nur gejagt hatten sie ihn4 ,in diesem wunderlichen ,lande1 wo die ,tiere ,gtter wurden1 war auch das ,nilpferd schlielich unter die ,ueberirdischen geraten4 ,wahrhaft berirdisch scheulich1 wie es uns ja heute noch erscheint1 stand es in verzerrter1 grotesk dickbuchig vermenschlichter ,gestalt auf dem ,gottespiedestal und seine ,mumie lag in geweihter ,wickelung im ,tempelgrab4 ,von diesen alten ,aegyptern1 die das ,nilpferd bis in den ,kultus hineintrieben1 hatte jedenfalls auch der ,dichter des ,buches ,hiob seine ,weisheit geschpft1 wenn er in dem kleinen ,kolleg1 das dem ,knechte ,hiob ber ,naturgeschichte von oben her gelesen wird 7dichterisch einer der schnsten ,stellen des ganzen alten ,testaments71 vom ,behemot8 spricht1 der das ,maul aufreit1 als wolle er einen ganzen ,jordan verschlucken2 wieder wie bei den ,kohlkpfen des ,bellonius ist es dieses ber alle ,maen frchterliche ,maul1 an dem man das ,nilpferd herauskennt4 ,aber was ntzte das4 ,nicht umsonst tauchte der ,riese hier in ,mumiengrbern und auf ,grabbildern1 die erst die von ,fledermusen umschwrmte ,fackel des ,archologen rot erhellte1 auf4 ,kein lebendes ,nilpferd war mehr im ,lande4 ,wie so viele lehrreiche ,tiere der ,naturgeschichte schien es zurckgewichen vor der ,wissenschaft1 als sie endlich kam4 ,so war der ,ur-,ochse1 von dem ,gesner noch einen guten ,holzschnitt gibt1 just im ,augenblick1 da die ,tierbeschreibung ihn festlegen wollte1 unter den ,hnden den ,forschern aus dem deutschen ,forste herausgestorben4 ,so ist der ,biber1 den ,gesner noch als das gemeinste ,tier aller deutschen und schweizerischen ,flsse kennt1 mit der zoologischen ,aera1 die seine kunstvollen ,bauten1 seine seltsamen ,schmarotzertiere und anderes mehr erforschen wollte1 hingeschwunden bis fast auf den letzten ,kopf4 ,von den romantischen ,tieren1 wie der ,seekuh von ,kamtschatka und dem ,vogel ,dronte ganz zu schweigen1 die der ,tierkundige nicht erwhnt ohne eine ,zhre im ,auge1 sintemalen sie gleich von ihren ersten ,entdeckern gesehen1 beschrieben -- und mangels besserer ,verproviantierung aufgegessen worden sind4 ,das ,nilpferd zog sich offenbar in die ,tropen zurck1 abermals in ein recht dunkles ,gebiet4 ,nur das dunkle ,afrika kam brigens in ,betracht4 ,denn ,indien bot1 so stellte sich allmhlich ganz fest1 endgiltig keine ,nilpferde4 ,man mochte die ,seekhe des ,meeres dafr gehalten haben4 ,vielleicht auch den groen indischen ,tapir1 der in ,cuviers ,tagen ganz unerwartet ans ,licht kam4 ,aber indische ,lotosblumen hatte der ungeschlachte ,gigant auf keinen ,fall abgeweidet1 so lange wenigstens die ,kulturgeschichte zurckreichte4 ,langsam1 wie eine ,morgenlandschaft1 ber der die weien ,nebel ,wolke um ,wolke feierlich abdampfen1 wchst das ,bild des inneren ,afrika im neunzehnten ,jahrhundert der ,kulturmenschheit herauf4 ,auf den alten leeren ,fleck der ,karte stellte sich ,stck um ,stck alles1 was die khnste ,phantasie sich nur wnschen konnte3 endloser ,urwald1 ,strme1 die in brausenden ,katarakten vom ,hochplateau niederstrzen1 ,quellgebiete sagenumwobener ,riesenflsse1 wo sich ungeheure blaue ,seespiegel pltzlich ffnen1 ,schneegipfel ber ,tropenland1 menschliche ,pygmenvlker und ,gorillaaffen1 die strker sind als ein ,mensch44444 ,vor dieser immer spannenderen ,wandeldekoration taucht nun endlich auch der alte ,zirkusriese der ,rmer wieder auf3 das ,nilpferd4 ,zuerst lernt man es in seinen heimischen ,smpfen selbst ordentlich kennen4 ,der treffliche ,frankfurter ,rppell begegnete ihm in ,nubien1 andere im ,sudan1 noch andere1 als sie vom ,kap her in den schwarzen ,erdteil dringen4 ,wie das wahre ,sinnbild des tropischen ,afrika erscheint es jetzt1 das seltsamste ,monstrum des dunkelsten ,landes1 an dem der ,reisende erkennt1 in welche bedenkliche ,ferne er sich vorgewagt4 ,als ,nachtigall es am ,tsadsee findet1 kommt ihm auf einmal hell zum ,bewutsein3 er ist im ,herzen von ,afrika4 ,die geheimnisvollen1 von ,gefahren umringten ,strme des ,innern macht es noch unsicherer4 ,wie eine ,klippe stt es pltzlich unter das ,boot ,livingstones1 dieses besonders ,glckbegnstigten1 den auch der ,lwe schon einmal in den ,klauen hatte4 ,inzwischen ist aber in ,england der erste neuzeitlich erdachte ,zoologische ,garten8 in ,ueberbietung aller alten ,menagerien begrndet worden 7#ahch71 der in kurzer ,frist an tausend verschiedene ,tierarten lebend vereinigte4 ,hier zuerst erscheint es auch als eine ,art ,ehrensache1 den ,behemot in ,person vor europischen ,augen zu zeigen4 ,politische ,macht und diplomatische ,hflichkeiten werden in ,bewegung gesetzt um ein lebendiges ,nilpferd4 ,endlich glckt es -- und es ist ein ,ereignis fr die ,londoner ,gesellschaft1 auch solche1 die sonst fr ,zoologie nichts brig hat4 ,von ,kairo kommt es1 natrlich nicht dort1 sondern viel weiter nilaufwrts gefangen4 ,ein zahmes ,tier1 wie einst das des alten ,bellonius zu ,konstantinopel4 ,ein besonderer ,transportkasten wird ihm zur ,ueberfahrt gebaut1 echtes ,nilwasser zum tglichen ,bade geht fsserweise auf dem ,schiffe mit4 ,anfangs bekommt es1 ein junges ,tier1 blo ,milch mit ,reis und ,kleie4 ,es ist ja nicht eben leicht1 einem ,nilpferd-,baby die ,flasche zu besorgen3 das ,nilpferdlein fordert binnen kurzem die ,milch von nicht weniger als vier ,khen oder zwlf ,ziegen4 ,aber alles wird glcklich berwunden und im ,triumph wie ein ,knig erscheint diesmal der ,behemot wirklich in ,london4 ,die ,zeitungen der ganzen ,kulturwelt nehmen ,notiz davon4 ,erst ,ende der fnfziger ,jahre hat dann eine wandernde ,menagerie zwei ,nilpferde auch in ,deutschland gezeigt4 ,und seither sind sie dem ,grostdter das ,selbstverstndliche8 geworden1 das jeder ,schuljunge kennt4 ,eigenartiger ,zug aber der ,dinge4 ,der ,tag1 da der erste ,behemot seine plumpen vier ,hufe auf englischen ,boden setzte1 -- es war in uralter ,schicksalsverkettung ein ,tag der ,heimkehr4 ,um das zu verstehen1 gilt es1 in ,gedanken noch einmal ganz ins ,ungemessene zu wandern -- weit hinaus ber alles bisher ,erzhlte4 ,in der grotesken ,dreieinigkeit der ,inder1 ,brahma1 ,vischnu und ,siva1 ist ,siva die wunderlichste ,gestalt4 ,ein ,cyklopenauge trgt er auf der ,stirn1 fnf ,arme regt er wie ein riesiger ,tintenfisch1 sein ,haar wallt nieder wie eine ,pferdemhne und um seinen ,hals schlingt sich ein ,kranz von ,totenschdeln4 ,so trumt ihn der fromme ,inder1 wie er auf dem ewig unbetretbaren ,schneekamm des hchsten ,himalaya in grauser ,majestt thront1 scheulich1 wie nur irgend ein antediluviales ,ungeheuer4 ,an den ,namen dieses phantastischen ,glaubensungetms mahnt die geographische ,bezeichnung einer niedrigen ,hgelkette1 die sich nordwrts von ,delhi und ,lahor dicht vor dem hohen ,himalaya hinzieht3 die ,sivalik-,hgel4 ,diese ,sandstein- und ,ton-,hgel sind eine ,katakombe4 ,wenn der ,inder aus dem ,gestein riesenhafte ,knochen vorragen sah1 so mag er sich in dem ,gedanken gefallen haben von einer geheimen ,urschpfung ,sivas1 der in seiner ,gebirgsde einst zum ,gigantenspielzeug sich ,tiere geschaffen1 ihm selber hnlich an berweltlicher ,scheulichkeit1 um sie dann in einer anderen ,laune wieder unter ,felsblcken zu zermalmen und zu begraben4 ,um die ,mitte des neunzehnten ,jahrhunderts aber kamen englische ,naturforscher an den ,ort1 setzten ihren profanen ,spaten ein und brachten viele ,kisten voll ,schdel und ,gebein heim nach ,london ins ,britische ,museum1 wo sie heute in schnen ,glasksten vornehm aufgestellt sind3 die ,wunderwelt des ,siva als kstliche ,zeugnisse jener lngst verschollenen ,epoche der ,erdgeschichte1 die der ,forscher als ,tertirzeit bezeichnet4 ,im letzten ,drittel dieser ,tertirzeit 7der ,geologe braucht dafr den engeren ,namen der ,pliocn-,periode7 lebte in diesem ,lande vor dem ,himalaya tatschlich eine hchst eigenartige ,tierwelt4 ,vor dem ,himalaya8 ist dabei eigentlich nicht der ganz zutreffende ,ausdruck4 ,denn diese grte ,falte der gesamten ,erdrinde stand 7so weit geht die ,zeit zurck67 damals noch gar nicht in ihrer heutigen imposanten ,hhe da4 ,die ,rinde unseres alten1 wahrscheinlich durch ,erkaltung immerfort einschrumpfenden ,planeten arbeitete in jener ,tertirperiode mit besonderem ,eifer4 ,noch war es nicht allzu lange her1 da hatte der ,planet1 sich runzelnd wie ein dorrender ,apfel1 in ,europa den groen ,faltenwulst langsam heraufgetrieben1 den wir heute ,alpen nennen4 ,seit so und so viel tausend ,jahren 7geologisch ist das ja immer eine kleine ,spanne7 ghrte und drngelte es jetzt in hnlicher ,weise auch in ,asien3 die ,himalayafalte wollte sich ebenfalls heraufstauen4 ,aber noch war das im ,werden zur ,zeit1 von der wir sprechen4 ,man mu sich ja solche ,gebirgsbildung nicht als ruckweise ,katastrophe mit entsetzlichen ,erdbeben und allerhand vulkanischen ,knalleffekten denken4 ,das stieg und stieg von unten auf ganz1 ganz allmhlich1 so da endlose ,zeiten hindurch ,matten und ,wlder1 ,gewsser und ,getier ruhig mitgingen1 recht nach ,goethes ,wort3 ,waldung1 sie schwankt heran1 ,felsen sie lasten dran48 ,blo die ,flsse1 die vom ,lande aus gegen die ,see abflossen1 muten nach und nach ein immer strkeres ,geflle zeigen4 ,wie heute1 kamen aber damals schon aus der ,himalaya-,gegend1 auch als sie noch flaches ,hgelland war1 ,flsse herab1 und je mehr das ,innenland sich dann hob1 desto krftiger huften diese ,flsse im ,tieflande davor ,sand und ,gerlle auf4 ,was von ,tieren gelegentlich in den ,strom geriet1 zufllig einzeln1 oder bei ,ueberschwemmungen in ganzen ,massen1 das kam als ,knochenrest zur ,ablagerung inmitten dieser ,anschwemmsel4 ,spter1 als das ,gebirge in seiner ,schneeglorie ganz stand1 hat dann die ,faltenbildung auch noch teilweise auf diesen alten ,schwemmboden selber bergegriffen1 die ,strme haben ihr ,bett auch da vollstndig verlassen mssen und die alten ,sandmassen sind als fester ,sandstein noch einmal zu ,hgeln darber emporgestiegen3 zu den heutigen ,sivalik-,bergen4 ,in diesen ,bergen lag also jetzt1 was die ,weltgeschichte uns von der ,tierwelt jener ,tage hat aufbewahren wollen4 ,wir schauen in eine muntere ,zeit4 ,in ,scharen tummelt sich eine reiche ,tierwelt4 ,viel ,nahrung mu in den ,grasebenen und ,buschwldern dieser tertiren ,fluufer hier gewesen sein1 denn ,riesen und ,zwerge wollten in stattlichster ,zahl allerorten davon leben und mssen gelebt haben4 ,nachts im ,mondschein mag es zu den ,trnken herangetrabt sein1 wie es in den lteren ,reiseberichten 7heute haben die ,jger schon stark aufgerumt7 aus ,sdafrika berichtet wird3 ,herde um ,herde schwerflliger ,dickhuter1 ,antilopen in hellen ,haufen1 ein schleichendes1 sich duckendes1 selber jgerndes groes ,raubtier ums andere -- ,gebrll und ,geschnaufe und ,gepltscher1 als komme ein ganzer zoologischer ,garten in dieser spukhaften ,beleuchtung entfesselt daher4 ,der ,knig dieser ,sivaliker1 dessen ,knochenreste sonst nirgends in der ,welt bisher gefunden worden sind1 war das ,tier1 das in ,achtung seiner kongenialen ,verschrobenheit von den ,zoologen mit ,recht den unmittelbaren ,namen ,sivatier8 7,sivatherium7 erhalten hat4 ,es kommt annhernd zustande1 wenn man die ,giraffe und das ,elentier aufeinander pfropft und dem ,ganzen die ,gre ungefhr des ,elefanten gibt4 ,mit der ,giraffe hatte es zweifellos eine starke innere ,verwandtschaft1 es fehlte ihm nur gerade der lange ,giraffenhals1 ja es mu eher einen kurzen ,bffelnacken gezeigt haben4 ,auf dem plumpen ,kopf in der ,breite und ,lnge von mehr als einem halben ,meter saen vorne in der ,stirn zwei scharfe ,knochenspiee und dahinter zwei dem ,elch vergleichbare zackig geschweifte ,schaufeln1 -- also im ganzen vier ,hrner4 ,mit diesem wehrhaften ,siva-,haupt stelzte der tolle ,geselle auf fast zwei ,meter hohen ,giraffenbeinen4 ,ihm zur ,seite wandelten ein hnliches ,vischnu-,tier und ein ,brahma-,tier1 und zur ,vervollstndigung fehlte auch die echte ,giraffe in der ganzen ,pracht ihres ,halses an den ,sivalik-,trnken nicht4 ,rinder kamen in ,scharen1 ,antilopen1 ,hirsche und ,kamele4 ,aus dem ,sumpf aber hob sich prustend und rhrend das ,schreckenstier8 7,dinotherium74 ,es war ein ,elefant1 aber massiger noch als unsere heutigen1 und statt der ,stozhne im ,oberkiefer bogen sich ihm zwei kolossale ,hauer unter dem ,rssel vom ,unterkiefer abwrts1 die ihm eher eine ,aehnlichkeit mit dem ,walro gegeben haben mssen4 ,wieder dann nahten trappelnde ,wildpferde1 deren ,fu damals neben der groen ,hufzehe noch zwei kleinere trug1 also noch regelrecht dreizehig war1 -- dann echte ,elefanten1 neben dem ,mastodon1 das vier ,stozhne statt zweien1 oben zwei und unten zwei1 trug1 -- ,nashrner mit ,hrnern und auch eines1 das gerade einmal gar kein ,nasenhorn hatte1 -- endlich ,schweine und ,tapire4 ,in das ,trompeten1 ,grunzen und ,wiehern dieser ,arche scholl das ,gebrll von ,lwen1 denen die ,reizhne wie krumme ,dolche aus dem ,rachen wuchsen1 und in den ,baumkronen kreischten aufgeschreckte ,affen1 ,makaken und ,schimpansen4 ,vom ,menschen1 -- ja1 wie gern man von dem etwas wissen mchte6 ,aber kein ,rest ist bisher dort gefunden worden1 und wahrscheinlicher auch1 als da man ihn je dabei antreffen wird1 mchte wohl gelegentlich der ,fund eines ,knochenstckes hier von jenem rtselhaften1 aufrecht gehenden ,wesen sein1 dem ,affenmenschen ,pithekanthropus1 der auf ,java versteinert zwischen echten ,sivalik-,tieren vorkommt4 ,hbsch in das alte ,bild aber pat die ,kolossochelys1 die ,kolossalschildkrte1 die zwanzig ,fu lang und acht ,fu ber der ,panzerwlbung hoch wurde1 -- ihr wird kein ,tritt eines ,dinotherium oder ,mastodon am ,sumpfufer ,gefahr gebracht haben4 ,romantisch genug1 da gerade dieses ,land1 wo der indische ,priestertraum die ,welt auf einer kosmischen ,schildkrte ruhend dachte1 vor ,jahrhunderttausenden die grte wirkliche ,schildkrte der ,erde beherbergt hat6 ,nun und hier denn1 an den ,sivalikhgeln1 taucht zum erstenmal in der uns erkennbaren ,folge der ,dinge auch das ,nilpferd auf4 ,also doch in ,indien6 ,freilich in einem ,indien1 das noch ein ,stck ,urwelt war und in dem die ,tierwelt ,asiens kunterbunt gemischt erscheint mit der des heutigen ,afrika4 ,wenn man von einem kleinen ,unterschied in der ,zahl der ,schneidezhne absieht1 so ist das ,siva-,nilpferd just schon genau unser jetzt lebendes4 ,schaut man das ganze ,tier aber berhaupt im ,gerippe an1 so wird der ,weg1 den es gekommen1 noch ein ,stck weiter zurck klar4 ,der ,blick irrt herum bei seiner damaligen ,gesellschaft am ,sivasumpf und fragt1 wer von denen allen dort denn am engsten verwandt mit ihm gewesen sei4 ,verwandt heit ja im ,sinne ,darwins wirklich stammverwandt4 ,aus welchen noch lteren ,formen konnte dieses ,siva-,nilpferd sich herausentwickelt haben8 ,da will nun der ,name sogleich einen ,anhalt geben1 -- der ,name1 wie wir ihn uns gemacht haben4 ,hippopotamus3 das ist ein ,flupferd4 ,weil der ,flu zunchst fr menschliche ,weisheit der ,nil war1 so ist daraus erst folgerichtig ,nilpferd geworden4 ,es steckt eine alte1 unverwstliche ,liebhaberei in allen pferdeliebenden ,vlkern1 das ,pferd berall in neuen groen ,tieren wieder zu finden4 ,wo ein seltsamer ,kopf aus den ,wassern sah1 da mute es ein ,pferd sein1 ein ,wasserpferd1 ein ,nilpferd4 ,die ,phantasie dichtete ihm dann die ntigen ,flossenfe und den geringelten ,fischschwanz zu1 -- dieselbe ,phantasie1 die entgegen aller ,naturgeschichte gar zu gern ein ,flgelpferd gehabt htte4 ,beim ,nilpferd schien nun vollends die ,sache echt3 ein ungeheures ,pferd1 das tauchen konnte wie eine ,otter4 ,besieht man sich die ,sache aber etwas vom ,standpunkte heutiger ,naturforschung und stellt ein echtes ,pferdeskelett gegen ein ,nilpferdgerippe1 so schmelzen die ,aehnlichkeiten eine nach der andern dahin4 ,beide sind ,sugetiere1 das steht natrlich fest4 ,und noch enger sind sie beide ,huftiere1 mit ,hufen an den ,zehen4 ,aber solcher ,huftiere gibt es auer ,pferd und ,hippopotamus noch gar viele4 ,auch das ,rhinozeros ist ein ,huftier1 der ,bffel ist eines1 die ,giraffe und jenes hliche ,siva-,tier sind welche4 ,sieht man auf die ganze ,bauart1 so erscheint nicht leicht etwas verschiedener1 als das stolze1 hochgebaute1 pfeilschnell dahinfliegende ,ro1 diese ,freude aller ,knstleraugen1 so lange es ,knstler gibt1 -- und diese schlecht gestopfte ,fleischwurst1 die ihre ,beine fast unter sich selber zerquetscht4 ,morastpftze und freie luftige ,ebene scheinen sich in zwei radikalen ,anpassungen gegenber zu stehen4 ,aber da sind ja andere ,huftiere zur ,auswahl4 ,wer sich vom alten ,namen losmachen kann1 dem mu eine wirkliche ,anpassungshnlichkeit unbedingt auffallen4 ,wer wirft sich kopfber in denselben ,morast1 wo das ,nilpferd sein ,heim hat1 badet und puddelt sich nach ,herzenslust8 ,das ,rhinozeros4 ,in den ,morast whlt sich das ,schwein1 whlt sich der ,tapir1 zu ihm kommt nach des ,tages ,hitze der ,elefant4 ,was diese ,tiere wirklich einander so hnlich macht1 ist die dicke ,haut1 die gerade bei den grten1 ,nashorn und ,elefant1 auch fast ebenso nackt ist wie beim ,nilpferd4 ,so haben die ,tierkundigen allen ,ernstes einmal versucht1 diese saubere ,gesellschaft in einen ,strau zu binden3 man erfand eine ,sugetier-,ordnung der ,dickhuter8 fr ,elefant1 ,nashorn1 ,nilpferd1 ,tapir und ,schwein4 ,das ,wort war echt und hat ,kurswert im ,volksmunde gefunden4 ,aber die ,sache war ein groer ,schnitzer4 ,es kam die ,zeit ,darwins1 und in dieser ,zeit wurde es1 wie gesagt1 ernst8 mit dem ,system4 ,bis dahin hatte man das ,system der ,tiere eigentlich mehr fr ein groes ,haushaltsverzeichnis der ,arche genommen1 eine ,art mglichst bersichtlichen ,adrebuchs fr die ,tierkenner4 ,jetzt hie es pltzlich3 was das ,system zusammenbindet1 das gehrt geschichtlich eng zusammen1 es gehrt an einen gemeinsamen ,ast des groen ,stammbaumes der ,tiere4 ,und was solchen geschichtlichen ,verwandtschaftsbeweis nicht erbringen kann1 das gehrt eben nicht nebeneinander im ,system1 das ,system ist danach zu verbessern4 ,in diesem ,moment flogen die ,tiere herber und hinber1 die ltesten ,ketten brachen wie ,glas und ganz neue ,sammelgruppen holte die neue ,posaune herbei4 ,zunchst flog der ,elefant1 dieser alte kluge ,charakterkopf der ,sugetierwelt1 weit von der ,dickhuter-,ecke1 ja berhaupt von allen brigen ,huftieren fort4 ,in einer groen ,leere blieb er stehen1 eine ,ordnung fr sich1 -- und noch zu dieser ,stunde wei kein noch so scharfsichtiger ,darwinianer1 von wannen er eigentlich in der ,entwickelung gekommen ist4 ,zum zweiten aber zitierte die ,posaune an einen ganz bestimmten ,fleck zusammen das echte ,pferd1 das ,nashorn und den ,tapir4 ,es lie sich nicht blo ahnungsweise1 sondern mit groem ,aufwand echten geschichtlichen ,materials nachweisen1 da diese drei ,tiere tatschlich auf demselben ,ast ritten81 das heit3 alle drei echte uralte ,blutsverwandte im engsten ,sinne waren4 ,alle ,huftiere1 so hat sich zunchst uerst anschaulich darlegen lassen1 stammen ursprnglich von ,grundformen1 von ,stammesltesten1 die fnf wohlentwickelte ,zehen an allen vier ,beinen trugen4 ,ja es stammen sogar nicht blo alle ,huftiere von solchen reinlichen ,fnfzehern ab1 sondern berhaupt alle hheren ,sugetiere4 ,mit dem ,dezimalsystem haben die ,fuverhltnisse des ,sugerstammes einfach eingesetzt4 ,wobei nebenher1 da das ,wort gerade fllt1 daran erinnert sei1 da das ,dezimalsystem bei uns ,menschen eben daher in ,brauch gekommen ist1 weil wir selber zehn ,finger und zehn ,zehen haben4 ,da wir aber diese ,fnfzahl an ,hnden und ,fen tragen1 ist einer der sonnenklaren zoologischen ,beweise1 da auch wir aus dem groen ,stammbaum der brigen ,sugetiere herausgewachsen sind4 ,wie es nun damit sei -- jedenfalls haben wir ,menschen in dem ,falle gerade den ,urtypus der ,fnferpfoten in wahrer ,musterform treu bewahrt4 ,das aber ist lange sonst nicht berall so gewesen4 ,gerade bei den ,huftieren erlaubten sich die ,fe mit fortschreitender ,anpassung an allerlei besondere ,lebensbedrfnisse die tollsten ,abschweifungen oder1 besser gesagt1 ,abkrzungen4 ,je nach bestimmtem ,zweck wurde im ,laufe ungezhlter ,generationen bald diese1 bald jene ,zehe einfach unterschlagen1 -- sie verkmmerte zu gunsten der anderen1 etwa wie wenn bei uns ,menschen pltzlich die ,mode aus irgend einem ,grunde aufkme1 blo noch mit ,nachdruck auf die groe ,zehe aufzutreten oder bei der ,hand nur noch mit dem ,zeigefinger und ,mittelfinger zu greifen4 ,und zwar machten sich hier von frh auf zwei ganz bestimmte1 unter sich grundverschiedene ,richtungen geltend1 wie diese einseitige ,zehenunterschlagung gebt wurde4 ,es spiegelten sich darin unverkennbar zwei verschiedene ,bedrfnisse4 ,hier waren ,tiere auf eine endlos weite1 schwellende ,grasebene gesetzt4 ,ihre ,lust war1 zu traben1 dahinzufliegen1 so gut es auf vier ,beinen irgend ging1 ber den grnen ,teppich1 -- im schnellsten ,lauf1 da der ,fu kaum mit der ,spitze den ,boden schlug1 wanderten sie der ppigsten ,nahrung zu1 im ,lauf entrannen sie ihren ,feinden1 den riesigen ,katzen4 ,kurz3 ,sausen war ,trumpf4 ,und die ,krone dieses ,sausens wurde -- das ,pferd4 ,sein ganzes prachtvolles ,knochengerst steht nicht mehr auf vier ,fen1 sondern nur noch auf vier ,fingern4 ,an jedem ,fu ist von den ursprnglichen fnf ,zehen blo die mittelste einzig brig geblieben und auch die steht mit ihrem ,huf so1 da der ganze ,fu nur noch in ihr gerade eben auf den ,boden tippt4 ,das ist nun natrlich nicht an einem ,tage gewonnen worden4 ,viele1 ungezhlte ,generationen muten ganz1 ganz langsam ihre vier anderen ,zehen sozusagen einschlafen lassen1 bis das volle ,kunststck geleistet war4 ,diese ,generationen bezeichnen wir1 wo sie uns voll entgegentreten1 natrlich ,stufe um ,stufe mit besonderen ,namen4 ,so zeigt jenes ,wildpferd1 das einst auf den ,ebenen bei den heutigen ,sivalik-,hgeln lebte1 an seinen ,gerippen heute noch1 wie gesagt1 neben der groen ,mittelzehe zwei kleinere1 immerhin schon mehr verkmmerte4 ,noch frher aber haben pferdehnliche ,tiere gelebt1 die nachweislich noch wenigstens regelrechte drei ,zehen zum ,auftreten benutzten und davor ,vierzeher1 bis endlich die ,stammform mit allen ,fnfen ganz im ,blauen der ,zeit auftaucht4 ,diese lteren1 noch mehrzehigen ,pferde-,ahnen aber1 von denen man besonders aus ,nordamerika sehr gute versteinerte ,reste hat1 nhern sich in ihrem brigen ,habitus jetzt ganz unverkennbar jenen beiden heute noch lebenden ,huftier-,typen3 dem ,nashorn und dem ,tapir4 ,ja diese ,aehnlichkeit geht so weit1 da man mit ziemlich reinem ,gewissen sagen kann3 der ,tapir sowohl wie das ,nashorn sind stehengebliebene alte ,aeste des groen ,pferde-,stammbaumes4 ,eine groteske alte faltige ,tante ist dieses ,nashorn1 die in einem ,winkel noch dasitzt1 whrend das junge ,enkelvolk lngst eine ganz andere grazise ,hhe erreicht hat und als stolzes ,ro dahinfliegt4 ,tatschlich hat das ,rhinozeros1 wie jeder im ,zoologischen ,garten abzhlen kann1 an allen vier ,fen noch drei ,hufe1 von denen immerhin der mittelste -- in bedeutsamem ,hinweis auf das ,pferde-,ideal -- schon etwas strker entwickelt ist4 ,der ,tapir aber steht noch eine ,entwickelungsstufe weiter zurck1 maen er vorne vier und hinten drei ,zehen mit ,hufen hat1 -- also halb die ,nashorn-,stufe des ,pferde-,ideals darstellt1 halb noch eine ltere1 vierzehige verkrpert4 ,er ist in jeder ,hinsicht ein zwitterhaft urweltliches ,tier1 dieser ,tapir1 der in unsere ,welt nicht mehr pat4 ,sieht man aber auf dieses abweichende ,zehenverhltnis vorn und hinten1 so mchte man geradezu sagen3 der kleine dickfellige ,phlegmatiker mit seinem kurzen ,rssel steht heute noch auf dem ,sprung zwischen zwei ,stufen der ,entwickelung1 mitten im ,akt erstarrt wie der ,diener in ,dornrschens ,schlo1 der mit dem ,kredenzbrett in der ,hand steif eingeschlafen war4 ,so die ,linie auf der ,grasebene4 ,eine andere ,sorte ,huftier aber geriet auf weichen ,boden1 ,sumpf- oder wenigstens ,waldboden1 was in ,urwald-,lndern ja im ,grunde dasselbe ist1 weil da jeder ,waldgrund dreiviertel mindestens ,sumpfpftze ist4 ,auf dieser weichlichen1 nachgiebigen ,unterlage entstand mit der ,zeit ein ganz anderes ,fu-,ideal4 ,nicht eine hpfende ,zehe1 -- sondern zwei ,zehen mit einem scharfen1 auseinanderspringenden ,hufpaar3 der ,fu des ,hirsches1 der ,fu des ,rindes4 ,die mittelste und die zweituerste ,zehe wurden diesmal ,trumpf1 -- ,mittelfinger und ,ringfinger4 ,auf ihnen stelzen vorsichtig ,ochse1 ,hirsch1 ,antilope1 ,giraffe dahin4 ,im brigen aber auch hier dieselbe langsame ,ueberleitung4 ,aus ,fnfzehern erst ,vierzeher1 bei denen ,zeigefinger und kleiner ,finger zusehends als ,ballast absterben4 ,endlich die reinen ,zweizeher4 ,ungeheuer war diesmal die ,zahl der zweizehigen ,geschlechter1 die herauskamen3 alle die unzhligen ,vlker der ,hirsche1 ,antilopen1 ,giraffen1 ,ochsen1 ,schafe und so weiter1 der ,wiederkuer1 um ein lteres ordnendes ,versuchswort1 das den ,bau des ,magens zu grunde legte1 zu benutzen4 ,aber daneben auch ganz genau so wie dort das ,stehenbleiben1 das anachronistische ,ueberleben einzelner ,vorstufen4 ,wir sind am ,ziel4 ,eine dieser ,vorstufen ist das ,schwein4 ,noch sind hier durchweg vier ,zehen1 aber nur zwei treten noch wirklich auf4 ,das ist schon hart an der ,brcke zum echten ,zweizehen-,ideal4 ,dann aber3 -- das ,nilpferd4 ,vier ,zehen mit derben ,hufen berhren an allen vier ,fen den ,boden4 ,ein urtmlicher ,fu in jedem ,bezug4 ,die alte ,tante des ,ochsen- und ,hirschvolkes steht vor uns1 wie dort im ,rhinozeros die des ,pferdestamms4 ,von der klassischen ,erde ,indiens wandern wir auf den altklassischen ,boden ,europas1 -- nach ,griechenland1 wo die ,marmorklippen des ,pentelikon ragen4 ,eine flache ,ebene fllt von diesen kunstgeweihten ,hhen gegen das blaue ,inselmeer ab1 dieses ,wundermeer alter ,kultur1 in dem jedes ,inselchen ein ,brckenpfeiler der aufwrts strebenden ,menschheitsseele ist4 ,ein ,bergbach geht durch die ,ebene ins ,meer1 ein ,stck sdlich von ,marathon4 ,oleander schattet ber die ,ufer4 ,hirten weiden ihr ,vieh4 ,sie gehren zu einer kleinen ,meierei dicht am ,bache1 die ,pikermi heit4 ,jeder noch so kleine ,bach ist ein stiller ,geologe1 ein emsiger ,helfer der menschlichen ,geologie1 wenn sie ihn nur beachten will4 ,besser als es lange ,arbeit mit ,hacke und ,spaten vermchte und kostenlos 7die ,geologie hat heute noch gar leere ,taschen7 schliet er durch eine ,rinne1 die er tief und immer tiefer in den ,boden schrft1 alte ,erdschichten und ,gesteinsschichten wie mit dem ,messer auf4 ,jedes ,bachufer wird mit der ,zeit ein geologisches ,profil1 ein ,querschnitt durch die unterschiedlichen ,brot- und ,wurstschnitten1 die im groen ,butterbrot der ,erdrinde aufeinander liegen4 ,whrend die ,menschen lange ,zeit nur den pentelischen ,marmor der ,berge herunterbauten1 um unsterbliche ,kunstwerke daraus zu formen1 whlte das ,wsserlein von ,pikermi unten in der ,ebene auf eigene ,faust den oberflchlichen ,sand1 den verhltnismig junge ,tage hier aufgeschttet1 ,korn fr ,korn auseinander1 bis endlich eine derbere ,unterlage von hart verbackenem rotem ,lehm und ,gerlle darunter zum ,vorschein kam4 ,das jetzt war schon im besseren ,sinne urweltlicher ,boden4 ,verschollene ,flsse1 vom ,gebirge her hier einst dahinrauschend1 muten diese ,grundschicht abgelagert haben4 ,sie waren lngst vertrocknet und das ,bchlein1 neu von oben eingreifend1 konnte nicht einmal als ihr unmittelbarer ,epigone gelten4 ,aber es wies wenigstens durch seine stille ,maulwurfsarbeit endlich wieder das uralte ,bett1 das der junge ,sand sonst allenthalben verschttet und den ,blicken entzogen hatte4 ,aus der ,geschichte ist bekannt1 da im neunzehnten ,jahrhundert ein ,bayernprinz ,knig von ,griechenland wurde und damit ,geistesfden sowohl wie ,zufallsfden sich anspannen zwischen ,athen und ,mnchen4 ,man knnte sich streiten1 welche ,sorte von ,schicksalsfaden mehr beteiligt war1 als im ,jahre #ahch ein braver bayerischer ,soldat aus einer der ,garnisonen ,knig ,ottos sich bei dem ,meierhofe ,pikermi zu schaffen machte und von ungefhr aus dem bewuten roten ,lehm1 den der ,bach erschlossen1 einen seltsamen ,schdel herausstberte4 ,dieser ,schdel wurde nach ,mnchen verschickt1 unterlag der wissenschaftlichen ,bestimmung des gelehrten ,professors ,andreas ,wagner -- und erwies sich als ,schdel eines ,affen4 ,ein ,affe im klassischen ,boden zwischen ,athen und ,marathon war denn doch ein etwas starkes ,stck4 ,pikermi1 bislang kaum den nchsten ,hirten bekannt1 erhielt eine ,art geistiger ,weltberhmtheit4 ,die ,geologen kamen fortan in hellen ,haufen und entlasteten den alten ,bach von seiner weiteren ,arbeit1 indem sie selber jetzt die ,lehmschicht systematisch aufhackten4 ,das ,ergebnis war noch berraschender4 ,in der ganzen ,lehmmasse zeigte sich eine bestimmte engere ,schicht1 gleichsam eine besondere ,einlage des groen ,butterbrots1 die ungefhr so ihren ,meter gerade dick war1 -- und diese ,schnitte war in der ,tat die eigentliche ,wurstschnitte4 ,wie in einer regelrechten ,blut- oder ,leberwurst feingehackte ,fleisch- und ,fett-,teilchen kunterbunt durcheinanderliegend die ganze ,wurstmasse zusammensetzen1 so bot diese ,schicht das ,bild einer ,hackmasse aus alten ,knochen1 die fast ebenso dicht als ,mosaik den ganzen ,bestand hier bildeten4 ,ein sterreichischer ,forscher lste sich gelegentlich einen ,erdenklo von kaum dem ,sechstel eines ,kubikmeters heraus und fand darin3 das ganze ,vorderbein und drei groe zersplitterte ,rhrenknochen einer ,art ,giraffe1 ,hrner und ,unterkiefer einer ,antilope1 ein ,stck ,kiefer und ein paar ,zhne eines jener dreizehigen ,ur-,pferde1 drei ,rhinozerosknochen und noch etwa ein ,dutzend unterschiedlicher kleinerer ,knchelchen4 ,in der ,weise aber geht das weiter durch die ganze ,schicht4 ,man hat das ,gefhl1 da hier vor ,zeiten mit einer ,unmasse von ,tieren pltzlich etwas passiert sei4 ,man denkt zuerst an eine wahre ,art ,sintflut1 die hier wenigstens im kleinen tabula rasa gemacht4 ,aber die ,knochen verraten keine ,spuren1 da sie durch ,wasser verschwemmt sind4 ,sie zeigen im ,gegenteil die unverkennbarsten ,abzeichen von ,raubtierzhnen1 die ,leichen mssen also zunchst offen als ,beute fr ,lwe und ,hyne dagelegen haben4 ,vielleicht hat ein ,sandsturm eine riesige flchtende ,tiermasse eingeholt1 berschttet1 erstickt und dann wieder freigeweht4 ,vielleicht hat eine anhaltende schreckliche ,drre die armen ,pflanzenfresser einer ganzen ,gegend um eine letzte ,trnke zusammengeschart1 und dann1 als auch die erschpft war1 am ,fleck alle doch hingerafft4 ,das sind so ,rtselfragen der ,geologie1 die in das schwere ,gebiet der ganzen ,existenzverhltnisse urweltlicher ,tiere bergreifen4 ,wer will aber aus ,knochen das ,leben mit seinen tausend ,mglichkeiten wieder auferstehen lassen6 ,eins nur ist sicher und gerade das ist uns hier die ,hauptsache4 ,diese irgendwie gestorbene und verdorbene vorklassische ,tierwelt von ,pikermi war himmelweit verschieden von allem1 was wir heute in ,europa erwarten4 ,gleich der ,affe1 ein ,makak1 weist auf die ,tropen4 ,dazu eine ,grassteppe mit ,giraffen1 ,antilopen1 ,elefanten und ,nashrnern4 ,unter den giraffenhnlichen ,tieren fllt das ,hellas-,tier 7,helladotherium7 auf1 das nicht ganz den langen ,hals der echten ,giraffe hat und auch sonst etwas plumper ist4 ,in neuester ,zeit ist im innerafrikanischen ,urwald endlich ein schon lange als ,okapi8 signalisiertes groes ,sugetier festgestellt worden1 das von allen ,lebenden diesem ,helladotherium am nchsten kommt4 ,ein weiterer ,blick aber zeigt1 da wir nahezu vor derselben ,tierwelt stehen1 die jenes ,land der heutigen ,sivalik-,berge am ,himalaya unsicher machte4 ,und nun erffnet sich eine groartige ,perspektive1 die beide klassischen ,orte unmittelbar miteinander verbindet4 ,reste einer solchen ,tierwelt lassen sich verfolgen auf der ganzen ungeheuren ,linie von ,pikermi bei ,marathon bis zu den ,vorhgeln des ,himalaya4 ,eine ,schdelsttte1 vergleichbar der am ,pikermi-,bach1 ist aufgedeckt worden auf der ,insel ,samos1 also dicht vor dem ,festland von ,kleinasien1 im alten ,reiche des glcklichen ,polykrates4 ,weitere unverkennbare ,fundstcke sind entdeckt worden auf der ,ursttte sozusagen alles ,griechenzaubers3 auf dem heiligen ,boden der ,ebene von ,troja1 wo die ,whlerei des neunzehnten ,jahrhunderts einsetzte mit der verbrannten ,stadt8 ,schliemanns und dem ,goldschatz des ,priamos1 um endlich bei tertiren ,knochen der ,elefanten- und ,giraffenzeit abzuschlieen4 ,die nchste ,station ist ,persien und so geht es bis ,indien selbst4 ,ja von da noch stlich scheinen die ,katakomben dieser ,giraffen- und ,elefantenwelt bis tief nach ,china hinein zu gehen und sicherlich reichen sie sdstlich bis ,java1 also unmittelbar bis ber den ,aequator hinaus4 ,aber umgekehrt ist auch bei ,pikermi in ,griechenland west- und nordwestwrts kein ,halt4 ,ungarn1 ,italien1 ,spanien haben ihre durchaus entsprechenden ,fundsttten4 ,die ,razzia auf dieses geheimnisvolle ,tiervolk1 die auf ,java unter ,palmen beginnt1 endet nach modernen ,begriffen buchstblich beim guten deutschen ,aeppelwein81 -- bei ,eppelsheim zwischen ,alzey und ,worms4 ,dort ist schon #ahce1 also drei ,jahre vor dem ,affenknochen von ,pikermi1 ein wahrhaft frchterlicher ,schdel ausgegraben worden1 -- zum nicht geringen ,schrecken der trefflichen ,pflzer1 die sich in ihrem gemtlichen ,lande solcher unbehaglichen ,vergangenheit nicht versehen hatten4 ,mit seinen abwrts gekehrten ,hauern erwies er sich als ,kopf jenes ,schreckenstiers8 oder ,dinotherium1 das uns auch in den ,sivalik-,hgeln selber begegnet ist und das ebenso in ,pikermi lebte4 ,kein ,zweifel3 eine einzige ,welle groer ,tiere1 die wir heute ohne weiteres ,tropentiere nennen mten1 ist in diesen grauen ,tagen -- in ihrer warmen ,sonne werden sie nicht grau1 sondern sehr blau gewesen sein -- quer durch ganz ,asien herangekommen und abgestrmt durch das ganze sdliche und mittlere ,europa bis zur atlantischen ,kste und bis nach ,deutschland hinauf4 ,es spricht mancherlei dafr in einer hier und da bemerkbaren ,reihenfolge des ,auftretens1 da der ,verlauf wirklich diese ,form hatte3 einer ,einwanderung von ,osten1 von ,asien ber ,kleinasien hinweg1 westwrts nach ,europa und dann tief in dieses hinein4 ,und in dieser ,pfeilrichtung1 von ,sonnenaufgang abendwrts1 ist damals auch der ungeschlachte ,geselle vom ,schweine- und ,paarhufer-,stamm auf die ,wanderschaft gegangen3 der ,hippopotamus4 ,es macht den ,eindruck1 als seien die ,tiere schubweise gekommen4 ,wir wissen ja aus historischer ,zeit1 wie das manchmal so geschieht4 ,so kam im achtzehnten ,jahrhundert die braune ,wanderratte zu uns aus der asiatischen ,steppe4 ,als die ersten ,kolonisten das ,land nrdlich vom ,kap besiedelten1 wurden sie alle paar ,jahre durch das jhe ,vordringen unglaublicher ,massen von ,antilopen1 sogenannter ,springbcke1 in ,angst versetzt4 ,diese einzeln so harmlosen ,grasfresser bewohnten weite wasserarme ,steppen des ,binnenlandes4 ,in guter1 futterreicher ,zeit vermehrten sie sich dort wie ,sand am ,meer4 ,dann trat1 durchweg alle vier1 fnf ,jahre1 eine groe ,drre ein1 und nun kam die ,armee der ,hungernden in ,flu4 ,wie ein zappelnder ,fleischkolo von einheitlicher ,masse ergossen sie sich1 dichtgedrngt zu ,millionen1 sdwrts in das ,ansiedlerland1 -- wehe jedem ,hlmchen ,grn dort1 dieser ,heerwurm des ,antilopenvolkes wtete in den ,kulturen schlimmer als ,lwen und ,panther4 ,heute ist das freilich1 dank der schnellen ,aufrumearbeit1 die das erbarmungslos angewandte ,feuergewehr unter der ,hochtierwelt ,sdafrikas allgemein besorgt hat1 nur noch eine alte ,ueberlieferung4 ,aber in solchen stoweisen ,massenbewegungen1 mssen wir uns denken1 hat damals auch ,asien seine ,tierwelt zu uns herber geschickt4 ,in unerschpflicher ,weite mssen sich westwrts immer neue fruchtbare ,weidegrnde von ziemlich gleichfrmiger ,beschaffenheit aufgetan haben1 in die der langsame ,strom eintreiben konnte je nach ,bedarf4 ,als das ,dinotherium schon bei ,eppelsheim war1 waren andere noch weit zurck4 ,ein ,trupp ging schneller1 andere ganz langsam1 im ,verlauf erst unzhliger ,generationen4 ,es war wie bei der so viel spteren ,vlkerwanderung der ,menschen1 die auch westwrts zunchst abflo und in hundert verschiedenen ,formen sich ausgestaltete4 ,das ,nilpferd1 scheint es1 gehrte zu den langsamen ,wanderern4 ,das ist ja so verstndlich bei seiner ,lebensweise4 ,es ging sicherlich immer mit den ,flunetzen1 stromaufwrts1 -abwrts1 wo es sie traf1 bis endlich eine besonders schmale ,wasserscheide die ,brcke in ein neues ,netz gab4 ,sie sind selber verschollen1 diese ,flsse4 ,aus ihnen knnen wir den ,weg nicht mehr konstruieren4 ,aber die ,reste des ,riesen geben hier und da1 unverwstlicher als ganze ,stromsysteme1 gleichsam ,marksteine ab4 ,jetzt endlich1 aus dieser ,linie vom ,himalaya bis ,eppelsheim1 verstehen wir1 wie dem guten ,doktor ,gesner zu ,zrich ,nilpferdknochen zukommen konnten aus unverflschter ,schweizererde1 ohne da ,menschenschabernack oder ,teufelshilfe im ,spiele war4 ,in ,pikermi selbst ist zwar bisher kein ,nilpferd gefunden worden4 ,vielleicht blo zufllig4 ,vielleicht aber war es damals noch nicht so weit auf seiner gemchlichen ,westwanderung4 ,wenig spter ist es jedenfalls gekommen1 -- gekommen auch aus diesem ewig rtselvollen ,asien1 das immer wieder wie eine ,wiege der ,dinge in der ,geschichte auftaucht4 ,damals entsandte es ,giraffen1 ,mastodonten und ,nilpferde1 wie es ,jahrhunderttausende spter ,menschenvlker entsandt hat4 ,woher im letzten ,schoe1 -- das lehrt uns auch die alte ,tierstrae nicht1 deren ,spuren wir eben aufdecken4 ,es ist abermals eine klassische ,station1 wo wir dem ,behemot zuerst in ,europa begegnen3 im ,tale des ,arno1 des ,flusses von ,florenz4 ,lange ,zeitrume hindurch mu es hier von ,nilpferden geradezu gewimmelt haben4 ,die weite ,wanderung war ja nicht ohne eine gewisse ,wandlung hingegangen4 ,dieses ,arno-,nilpferd hatte schon einen ,schneidezahn jederseits weniger als der alte ,ur-,behemot der ,sivalik-,hgel1 und damit entsprach es so gut wie ganz unserm ,alt-,aegypter4 ,blo noch etwas grer scheint es gewesen zu sein1 -- ,hippopotamus major ist es deshalb getauft worden4 ,dieses ,gro-,nilpferd taucht dann ganz entsprechend auch in ,frankreich auf1 in ,sddeutschland1 ja in wahrhaft berwltigender ,flle in ,england4 ,im ,britischen ,museum zu ,london steht eine ganze ,mustersammlung englischer ,nilpferde1 aus ,south ,wales1 ,kent1 ,suffolk1 ,essex1 ja unmittelbar aus dem ,tal der ,londoner ,themse4 ,hierher gehrt natrlich auch der ,schweizer ,hippopotamus ,gesners4 ,einmal im ,besitze ,europas1 zhlte der ,behemot dann sogar zu den zhen ,eroberern4 ,er dauerte noch lange aus1 als mit dem ,ende der ,tertir-,zeit das ,klima in ganz ,europa fort und fort schlechter wurde4 ,es nahte damals bekanntlich die groe ,eiszeit1 die sich in ganz ,nordeuropa wie ein langer1 lebenttender ,polarwinter zwischen die warme ,tertir-,zeit und die gemigte ,temperatur von heute schob4 ,aber diese ,eiszeit ist1 wie alle groen ,umwlzungen der ,erdgeschichte1 ganz langsam herangekommen4 ,affen und ,giraffen gingen dabei unter oder wanderten aus4 ,andere1 zhere ,gesellen aber versuchten es mit der ,anpassung an die zunehmende ,klte4 ,elefant und ,nashorn hllten sich in ein dickes1 warmes ,zottelkleid1 als die ,gletscher berall aufblinkten4 ,eine besonders anpassungsfhige ,antilope blieb ihren ,bergen treu trotz aller ,schneelawinen3 dauert sie doch heute noch als unsere allvertraute ,gemse im ,schweizer ,hochgebirge aus4 ,lange1 scheint es1 hat auch das ,nilpferd sozusagen getrotzt gegen den immer mehr verlngerten ,winter1 den immer kargeren ,sommer4 ,besonders aus dem ,main- und ,rheintal wollte es sich rein nicht verdrngen lassen4 ,es mu das eine ,gegend gewesen sein1 die jahrtausendelang alle nur ausdenkbaren ,nilpferd-,bedingungen bot1 -- seltsam genug1 wenn man an heute denkt4 ,als aber die ,flsse allzu dauernd mit ,eis gingen oder wohl ganz von ihrem ,quellgletscher auch talabwrts erobert wurden 7wuchsen doch die ,schweizer ,gletscher bis in den ,bodensee und ,genfer ,see71 da scheint es endlich doch auch langsam nach ,sden zu ,reiaus genommen zu haben4 ,die eigentliche sibirische ,klteanpassung der ,mammute und ,pelz-,nashrner hat es jedenfalls nicht mitgemacht4 ,in der ,eiszeit ist der ,mensch schon da1 als ,urmensch freilich erst ohne schriftliche ,ueberlieferung4 ,dann1 diesseits der ,eiszeit von uns aus1 kommt jenes eigenartige ,interregnum3 die ,kulturepoche1 die bei den ,aegyptern1 ,babyloniern1 bei den ,myken-,knigen in ,griechenland und so weiter zuerst fr uns hell wird1 setzt ein1 -- aber sie setzt ein in faustdickem geschichtlichem ,nebel4 ,noch fehlen alle ,fden1 die herberleiten4 ,woher sind die ,aegypter gekommen8 ,woher die ,hellenen8 ,dsternis1 ,nacht1 ,fragezeichen berall4 ,und genau unter diesem ,nebelreif1 der vielleicht wieder ,jahrtausende umfat1 verschwindet das ,nilpferd ganz aus ,europa1 -- auch aus dem ,mittelmeergebiet4 ,es hat durchaus den ,anschein1 als sei es auf der ,flucht vor der ,eiszeit zuerst nur auf die ,mittelmeerlnder eingeschrnkt worden4 ,diese mssen eine ,zeitlang noch sehr viel ,landgebiet auch da gewhrt haben1 wo heute das ,mittelmeer selber rauscht3 ,landgebiete1 die zugleich ,brcken nach ,afrika bildeten4 ,sehr wahrscheinlich war unser ,freund schon in jener ,zeit1 als die ganze bunte ,tiergesellschaft der ,sivalik-,hgel zuerst in ,europa erschien1 gleich mit einem ,seitenstrom dieser ,tierwelle auch nach ,nordafrika hinbergegangen4 ,ein ,siva-,hippopotamus mit sechs ,schneidezhnen liegt nmlich in alten ,schichten ,algiers4 ,mglich1 da erst jetzt1 also viel spter1 das echte ,nilpferd mit vier ,schneidezhnen im ,rcksto von ,europa her ,afrika berhrte4 ,und so ist es wahrscheinlich damals an den ,nil erst in seiner echten ,gestalt gekommen als ein spter ,flchtling aus dem ungastlichen ,europa4 ,hchst originelle ,spuren dieses letzten ,aktes liegen fr uns auf einigen ,inseln des ,mittelmeers4 ,sizilien sowohl wie ,kreta stecken voll von ganz jungen1 oberflchlich herumgestreuten ,nilpferdresten4 ,kreta ist der sonderbarste ,fall4 ,auf absolut wasserarmen ,hochebenen liegen die ,nilpferdgerippe heute dort im trockensten ,gerll4 ,hier mssen einst ,seen gewesen sein1 von ,flssen gespeist4 ,aber die ,insel bte keinen ,raum1 keinen ,anhalt1 sich das auch nur in der ,phantasie noch wieder zu gestalten4 ,es mu eben zu jener ,zeit keine ,insel hier gewesen sein4 ,der heutige ,felsstock der langen dnnen ,insel kann nichts anderes sein1 als ein stehengebliebener ,pfeiler alten ,festlandes1 das sich noch in verhltnismig jungen ,tagen dort dehnte und auf dem die ,flupferde gemchlich ,station gemacht haben4 ,das ,untersinken weiter ,landstrecken im ,mittelmeer1 das breite ,kontinentrcken zu einzelnen schaumgepeitschten ,inseln zersplitterte1 besiegelte erst ihr ,schicksal4 ,diese ,mittelmeergebiete1 im ,bereich der ,griecheninseln sowohl wie zwischen ,sizilien und ,afrika1 sind ja bis auf diesen ,tag ,schauplatz grender ,erdbewegungen4 ,erdbeben erschttern die noch stehenden ,landsockel1 im ,meeresgrunde platzen vulkanische ,eruptionen los1 ja neues ,inselland steigt 7wie die berhmte ,insel ,ferdinandea von #ahca7 gelegentlich gespenstisch aus der ,tiefe4 ,vielleicht lebt noch sagenhafte ,tradition von jenem groen ,sinken1 das ,kreta zur ,insel machte und seine ,nilpferde ttete1 in der schnen ,geschichte der ,griechen vom ,untergang der ,atlantis1 -- eine ,sage1 die wahrscheinlich erst viel spter in den entlegenen atlantischen ,ozean verlegt8 worden ist1 wie so oft ,sagen mit erweiterter ,weltkenntnis umprojiziert werden4 ,auf ,malta scheint der ,vorgang gerade bei den ,nilpferden noch eine hchst lehrreiche ,zwischenstation gehabt zu haben4 ,als hier die alte ,festlandbrcke1 die ,sizilien oder besser noch das ,festland von ,italien trocken mit ,afrika verband1 ins ,splittern kam1 als ,sizilien sich nach beiden ,seiten losri1 die ,afrikabrcke in ganzer ,breite unter ,wasser tauchte und nur ,malta wie eine einsame ,sule1 zeugend von entschwundener ,pracht1 mitten in den blauen ,wassern stehen blieb3 da geschah den einheimischen ,nilpferden etwas ganz ,eigentmliches4 ,sie starben nicht gleich aus1 aber sie verkmmerten bei lebendigem ,leibe4 ,das ,nilpferd ist1 wie wir gesehen haben1 wenig anderes als ein ins ,riesenhafte vergrertes ,schwein4 ,fluschwein8 trfe seinen ,charakter als ,namen viel besser als ,flupferd84 ,nun scheint es1 da von alters in diesem wahren ,ueberschwein an ,gre eine gewisse ,neigung liegt1 gelegentlich wieder ,rckschlge zu liefern auf die einfache ,normalfigur schweineartiger ,tiere4 ,heute noch lebt in ,ober-,guinea eine ,nilpferd-,sorte1 die gewohnheitsmig noch nicht zwei ,meter lang wird4 ,dabei handelt es sich keinenfalls um eine etwa ltere und deshalb noch schweinehnlichere ,stammform des groen ,behemot1 denn dieses ,liberia-,nilpferd hat nicht sechs ,schneidezhne gleich den ,siva-,ahnen1 sondern es hat im ,unterkiefer nicht einmal mehr vier wie der ,nilriese4 ,eine ganz hnliche kleinere ,art findet sich nun in zahlreichen ,knochenresten bei ,palermo in ,sizilien4 ,auf ,malta aber stt man auf die ,gerippe eines wahrhaften ,duodez-,nilpferdes4 ,und diese ,zwergform wird vollends merkwrdig durch ,elefantenknochen1 die damit zusammenliegen und die in der ,zusammensetzung ausgewachsene ,elefntchen von zwei und 7in der kleinsten ,art7 sogar nur einem ,meter ,hhe ergeben1 also ,tiere1 schlielich nur noch wie ein ,kalb so gro4 ,das mu einen ,sinn haben4 ,und es ist von allen der wahrscheinlichste eben der1 da die ,riesentiere1 ,elefant und ,nilpferd1 des alten ,festlandes an dieser ,stelle verkmmerten1 als das ,festland sich auflste und schlielich nur noch die kleine ,insel ,malta als letztes ,asyl der ,riesen aus den ,fluten ragte4 ,das ,futter wurde dnn und immer dnner1 -- und so entstand in einer ,art zwangsweiser ,hemmungs-,anpassung ein ,pygmengeschlecht1 ,elefanten wie ,klber und ,nilpferde wie ,schweine4 ,malta wird von ,philologen bisweilen fr die ,insel ,ogygia der ,odyssee1 das selige ,eiland der ,nymphe ,kalypso1 von andern auch wohl fr das ,heim der ,zauberin ,kirke gehalten4 ,man trumt unwillkrlich1 wie der ,dulder ,odysseus noch zu diesen ,zwergelefanten und ,zwergnilpferden geraten wre4 ,aber das war wohl lange hin1 als die ,phnizier zum erstenmal ,malta fanden und ,schiffermrchen darber verbreiteten4 ,kirkes ,schweine werden so wenig die ,schweinenilpferdchen ,maltas gewesen sein1 wie der grause ,minotaurus im ,labyrinth auf ,kreta ein berlebender ,riesenhippopotamus dieser ,insel war4 ,geschichtlich im ,sinne menschlicher ,schrift- und ,bildertradition taucht das ,nilpferd zuerst in ,aegypten auf4 ,damit wren wir aber im ,verlauf unseres ,kreises der ,dinge wieder auf dem ,punkt1 von wo wir ausgegangen sind4 ,mit dem vollen strahlenden ,aufgange der ,kultursonne erscheint der ,behemot dann auf der ,flucht auch von ,aegypten fort1 ins tropische ,innere ,afrikas hinein1 das er wahrscheinlich lngst schon auf andern ,wegen erreicht hatte4 ,diesmal war es nicht mehr ,flucht vor ,landzerstrungen durch die ,see4 ,es war ,flucht vor dem ,menschen4 ,ein ,zurckweichen1 bedingt durch ein stetiges ,anwachsen des systematisch erweiterten ,ausrottungsgebiets4 ,die ,hilflosigkeit des groen8 ,tiers vor dem menschlichen ,werkzeug1 vor allem dem ,feuergewehr1 drckt sich darin mit erbarmungsloser ,folgerichtigkeit aus4 ,die ,kleinen1 die ,unsichtbaren1 die ,bazillen und ,bakterien1 trotzen uns ,menschen noch1 weil zu ihnen das grobe ,schiegewehr nicht langt4 ,der ,riese ist fr uns das leichteste ,angriffsobjekt4 ,ein ,leitwort der ,urwelt kommt aus diesem violetten ,fleischkolo2 es hie ,zertrampeln4 ,das aber gerade hat fr uns gar keine ,bedeutung mehr4 ,hier ist der ,mensch der groe ,bndiger1 der groe ,ueberwinder1 der spielend die ,urwelt umwirft1 wie ,odysseus den ,polyphem4 ,noch einmal1 auch im tropischen ,afrika1 ist dem ,nilpferd eine ,insel gefhrlich geworden im ,sinne seiner alten ,abenteuer4 ,auf ,madagaskar hatte es sich angesiedelt1 zwischen riesigen ,halbaffen und flugunfhigen ,vgeln von der ,gre der fabelhaften ,greife4 ,aber auch dort ist es zuerst verkmmert zu einer ,zwergform und dann ganz eingegangen4 ,im groen ,festlande von ,afrika wird es nicht verkmmern1 sondern es wird zwischen zwei ,jgerfeuern enden3 den ,schiegewehren derer1 die von ,norden1 und derer1 die auf dem ,burenwege von ,sden kommen4 ,und der letzte ,behemot1 das steht sicher in seinen ,sternen1 wird in einem europischen zoologischen ,garten1 satt gefttert1 aber altersschwach1 das ,zeitliche segnen1 betrauert vom ,naturforscher1 der wieder einmal ein ,krnlein ,urwelt im unerbittlichen ,stundenglase der ,zeit verrinnen sieht -- ein stattliches ,krnlein1 aber doch nur ,staub1 wie es einst der ganze noch viel stattlichere ,planetenkrper1 der es erzeugt hat1 sein wird4 ,aus ,erde bist du genommen1 zu ,erde sollst du werden4 ,und nur der ,gedanke lebt1 -- der groe ,naturgedanke1 aus dem du geworden bist2 und der ,menschengedanke1 der dein ,werden noch einmal zurcksucht1 -- -- du ,stck ,weltgeschichte -- ,nilpferd4 ,die ,wunderwelt der ,radiolarien4 ,ein ,blick in die ,tiefsee4 ,wir alle kennen das alte liebe ,mrchenbild vom ,schatz in der ,tiefe84 ,durch einen ,zauberspruch gelst1 ffnet sich der ,berg und im roten ,licht eines ,geisterflmmchens glhen unendliche ,reichtmer auf4 ,oder dem ,sonntagskinde in der ,maiennacht klrt sich der tiefe ,strom zu durchsichtigem ,kristall und im ,blau da unten schimmert es von versunkenem ,golde4 ,das schlaue ,venediger ,mnnlein8 aber bringt gleich einen ,zauberspiegel mit1 in dem sich jede verborgene ,kostbarkeit klar abspiegeln mu und lge sie noch so tief4 ,alte ,schnurren -- die ,zeiten haben sich verwandelt1 wunderbarer1 als das ,volksmrchen trumt4 ,der ,naturforscher ist das wahre ,venediger ,mnnlein geworden1 das durch ,bergwnde schaut und in ,wassergrnden liest4 ,neben mir1 wie ich das schreibe1 steht einer seiner strksten ,zauberspiegel3 das ,mikroskop4 ,ich werfe einen ,blick hinein4 ,und auch mir ist1 ich schaue in einen ,nibelungenhort4 ,da liegt es unendlich gehuft1 ganz so1 wie man sich einen verwunschenen ,schatz der ,zwergentiefe malt4 ,im halben ,schein des etwas abgeblendeten ,lichtes kstlichste ,geschmeidearbeit aus gediegenem ,silber4 ,blanke ,schilde mit ,stacheln am ,rande4 ,alte wunderliche ,helme mit ,pickelhaubenspitze und langen ,ohrklappen4 ,kugeln und ,becher1 ,schsseln und silberne ,flaschen1 strahlende ,teller mit kunstvoller ,verzierung wie aus dem berhmten ,silberschatz von ,hildesheim4 ,medaillons und ,krbchen in zierlichstem ,filigran4 ,vogelbauer und ,kinderspielzeug1 ,rasseln und kleine ,windmhlen1 aber alles durch uerste ,kunst zum ,wertstck erhht4 ,die ,kronen verschollener ,knige1 doch auch silberne ,dornenkronen wie ein mahnendes ,gegenstck aller ,erdenmacht4 ,groe prunkende ,ordenssterne mit den schnsten ,kreuzen darauf4 ,scepter und ,schwerter1 ,hellebarden und ,streitxte1 lateinische und russische ,kreuze an langem ,schaft4 ,einiges ist zerbrochen1 wie es uralten ,schtzen der ,sagenzeit geziemt4 ,aber noch jedes ,trmmerstck1 jeder ,fetzen eines ,kettenpanzers1 jeder abgebrochene ,dolchgriff ein ,kunstwerk1 wie es keinem ,waffenschmiede der ,epigonenzeit mehr glckt4 ,wo liegt dieser ,schatz8 ,ich ziehe ein kleines ,glasplttchen unter dem ,mikroskop hervor4 ,zwischen zwei ,glsern dieses ,plttchens erscheint dem freien ,auge etwas wie eine schwache ,trbung4 ,eine ,anzahl winzigster ,pnktchen1 etwa als sei eine leichte ,prise ,schnupftabak hier eingeklemmt4 ,ein kleiner ,zettel an der ,seite des ,plttchens gibt dazu lakonisch dunklen ,bericht4 ,radiol4 ,ooze4 ,chall4 ,stat4 #bga4 ,c4 ,pacif4 #bdbe ,fd48 ,ooze 7englisch7 heit ,schlamm4 ,radiolarian-,ooze ist ,schlamm1 der fast ganz aus den ,kieselschalen gewisser ,geschpfe besteht1 die der ,naturforscher als ,radiolarien bezeichnet4 ,die vorliegende ,probe solchen ,schlammes ist von den ,gelehrten des englischen ,schiffes ,challenger8 7zu deutsch ,der ,herausforderer87 auf der zweihunderteinundsiebenzigsten ,station ihrer wissenschaftlichen ,expedition um die ,erde gesammelt worden4 ,und zwar geschah es im ,zentral-,pacific1 also im ,herzen des ,stillen ,ozeans4 ,es handelt sich um eine ,schlammprobe vom ,grunde des ,ozeans4 #bdbe ,faden ma die ,tiefe dieses ,ozeans an jener ,stelle4 ,ein englischer ,faden8 mag zu etwa ein ,meter achtzig gerechnet werden4 ,das gibt eine ,wassersule von ber #dcej ,metern4 ,die ,jungfrau im ,berner ,oberland ist nur #dafg ,meter hoch4 ,man knnte sie an jener ,stelle in den ,stillen ,ozean versenken1 und das grte ,schiff wrde noch ber ihren ,gipfel wegfahren1 ohne an eine ,klippe zu stoen4 ,aus solcher ungeheuerlichen ,tiefe ist die kleine ,probe ,schnupftabak8 heraufgeholt4 ,in ,kanada-,balsam zwischen zwei ,glasstckchen konserviert1 hat sie eben unter meinem ,mikroskop gelegen4 ,sie war der ,schatz81 der bei langsamer ,bewegung des ,glasplttchens in silberner ,schne an meinem staunenden ,auge vorberzog4 ,jedes der ,schatzstcke1 das ich sah1 war in ,wahrheit nur die ,vergrerung eines ,pnktchens1 dem bloen ,auge einzeln kaum oder gar nicht mehr wahrnehmbar4 ,und jedes dieser ,pnktchen ist die einzelne ,schale eines einzelnen ,lebewesens -- eine ,schale1 in der einmal ein lebendiges ,wesen gehaust hat1 eine ,schale1 die dieses lebendige ,wesen selbstttig sich gebildet hatte1 wie ein kleines ,menschenkind sich ,zhne bildet oder ein ,schmetterling sich seine bunten ,flgel baut4 ,jede ,art dieser ,geschpfchen baut sich auch nach besonderer ,art ihr ,schlchen1 in dem sie wohnt1 ihr ,skelett gewissermaen1 das ihren sonst weichen ,krper sttzt4 ,eine ganze ,flle solcher ,arten aber barg die eine winzige ,schlammprobe4 ,sie sind nicht wirklich von ,silber1 diese ,schalen4 ,aus ,kieselsure sind sie zumeist aufgezimmert1 demselben ,stoffe1 der den schnen ,bergkristall baut4 ,wunderbar aber vor allem3 diese ,kieselschalen treten uns entgegen als ,gebilde1 allen ,ernstes sehr vergleichbar den herrlichsten ,proben menschlichen ,kunsthandwerks4 ,sie zeigen sich wirklich zu ,kronen und ,sternen1 ,helmen und ,bechern aufs vollkommenste geformt4 ,aesthetisches ,wohlgefallen wird in khnster ,form in uns geweckt4 ,und das alles in einer ,welt verschwindender ,kleinheit1 heraufgeholt aus ,meerestiefen1 in denen eine ,jungfrau versinkt1 von uns getrennt nicht blo durch die ,ferne des ,tropenozeans1 sondern auch dort noch durch eine halbe ,meile ,wasser1 in der das letzte ,stubchen ,sonnenlicht lngst erloschen ist1 ehe die ganz groe1 ganz schaurige ,tiefe sich auftut4444 ,der ,blick schweift vom ,mikroskop fort ber eine lange ,kette seltsamer ,zusammenhnge1 die dieses ,bild1 diesen ,gedanken ermglicht haben4 ,ueber ein ,stck ,kosmos und ein ,stck menschlicher ,geistestat4 ,tiefseeforschung6 ,was man vor hundert ,jahren noch unter diesem ,worte sich gedacht htte6 ,man hat wohl gesagt1 der ,ozean sei die ,wiege der menschlichen ,kultur4 ,es ist vielleicht wahrer1 da er der ,prfstein der ,kultur ist1 der ,prfstein einer ,kultur1 die zugleich ,erderoberung war4 ,der ,kulturmensch hatte den ,urwald1 die ,wste1 das ,hochgebirge berwunden1 als er vor der endlosen ,flche des ,ozeans noch immer mit dem ,grauen wie vor einem unergrndbaren ,ungeheuer stand4 ,und als er dann endlich1 im ,zeitalter der groen ,entdeckungen1 nun doch wagte1 den gewlbten ,rcken dieses ,ungetms zu berklettern1 da blieb ihm das eigentliche ,grauen noch lange treu4 ,auf ,holzplanken steuerte er sich hinber4 ,aber da drunter war's frchterlich1 ,kraken und ,seeschlangen4 ,und ein unmebarer schwarzer ,schlund1 der immer bereit war1 ,schiffe zu fressen1 aber sonst auf nichts ,antwort gab4 ,tief1 entsetzlich tief ging das hinab4 ,wie tief1 darber hatte man allerdings keinerlei ,erfahrungen1 sondern nur alte ,mythen4 ,aus dem ,altertum berkommen war eine ,art philosophischer ,messung1 offenbar im einsamen ,grblerstbchen zuerst ausgeheckt4 ,alles in der ,welt folgt strengen ,gesetzen der ,symmetrie4 ,tiefe und ,hhe stehen in einem geheimen ,wechselverhltnis4 ,also wird die hchste ,bergerhebung der uersten ,meerestiefe auf ,erden entsprechen4 ,so schlo man4 ,wie hoch die obersten ,bergspitzen wirklich waren1 wute man damals freilich auch noch nicht4 ,immerhin riet man auf ein paar tausend ,meter nach oben und unten4 ,an tatschliche ,messungen in die groen ,ozeantiefen konnten aber selbst ,kolumbus1 ,vasco da ,gama und ,magalhaes noch nicht denken4 ,die kurzen ,lotleinen von hchstens vierhundert ,metern ,lnge1 die an den ,ksten gengten1 verloren im freien ,ozean jeden ,wert4 ,vergebens lotete ,magalhaes auf seiner ,weltumsegelung damit1 er fand keinen ,grund4 ,und da1 wo selbst jene philosophische ,deduktion nicht hingedrungen war1 zweifelte man noch in der zweiten ,hlfte des siebzehnten ,jahrhunderts ernstlich daran1 ob das ,weltmeer berhaupt allerorten einen ,grund habe4 ,der treffliche ,lneburger ,geograph ,bernhard ,varenius mute noch #afga diesen ,glauben ausdrcklich widerlegen4 ,hundert ,jahre spter befuhr der groe ,cook den ,stillen ,ozean und das sdliche ,eismeer1 ausgerstet mit aller ,wissenschaft seiner ,zeit4 ,diesmal ging das ,lot auf vierhundertfnfzig ,meter hinab1 ohne den ,boden zu treffen4 ,fast um dieselbe ,zeit1 ,anfang der siebziger ,jahre des vorigen ,jahrhunderts1 lie ,phipps bei ,spitzbergen gar zwlfhundert ,meter ,leine laufen1 noch immer ohne ,erfolg4 ,endlich1 #ahah1 glaubte sich ,john ,ro in der ,baffinsbai einer groen ,lsung nah3 sein ,lotapparat stie bei fast zweitausend ,metern auf und brachte sogar mit ,hilfe einer kunstvoll ersonnenen ,kneifzange eine ,probe des ,grundschlammes 7mit lebenden ,tieren darin7 ans ,licht4 ,um diese ,zeit wute man aber bereits sehr gut1 da zweitausend ,meter noch nichts bedeuteten gegen die wirkliche ,hhe der stolzesten ,bergriesen auf der ,erde4 ,sollte also der antike ,glaube recht haben1 so mute ,ro' ,zweitausendmeterstelle immer noch eine verhltnismig seichte ,stelle sein1 und von anderen ,punkten lie sich weit mehr erwarten1 nachdem berhaupt so lange ,lotleinen einmal erfunden waren4 ,einstweilen sollte es aber gerade mit diesen ,leinen noch eine bse ,sache werden4 ,im ,juli #ahdc meinte der jngere ,ro auf seinem dritten ,vorsto gegen den ,sdpol eine ,tiefe von ber achttausend ,metern festgestellt zu haben1 ohne noch dabei ,grund gefunden zu haben4 ,in dieser ,zeit war durch die ,englnder schon die ,hhe des ,dhawalagiri im ,himalaya auf mehr als achttausend ,meter bestimmt1 die alte ,forderung schien also ungefhr erfllt4 ,als aber in den fnfziger ,jahren gar ,angaben ber ,tiefenmessungen bis zu vierzehn- und fnfzehntausend ,metern ,seetiefe folgten1 begann die ,kritik stutzig zu werden4 ,man verwertete allerdings jetzt die ntige ,schnurlnge zu kolossalsten ,messungen1 und jeder ,beobachter modelte an der ,art dieser ,schnur und ihrer ,lote herum4 ,aber es stellte sich gleichwohl heraus1 da man die ,ablenkung der ,leine durch ,strmungen und andere wichtige ,strungen nicht beseitigt1 ja nicht einmal in ,betracht gezogen hatte4 ,und so wurden gerade diese neueren ,ziffern1 mit ,einschlu auch der von ,ro aus dem ,sdmeer1 nachtrglich alle wieder illusorisch4 ,die ganze ,arbeit stand abermals beim ,anfang4 ,diesmal griffen aber die ,amerikaner alsbald mit hchster ,energie ein4 ,fr sie trat mit den fnfziger ,jahren die ,tiefseefrage aus dem ,nebel allgemein philosophischer ,betrachtung oder auch dem engeren ,zweck rein geographischen ,fachstudiums heraus in das grelle ,licht einer uerst dringlichen praktischen ,forderung4 ,die ,idee eines unterseeischen ,telegraphenkabels zwischen ,europa und ,amerika tauchte auf4 ,die endliche ,erfllung dieser grandiosen ,idee bedeutet technisch den ,moment1 da der ,kulturmensch sein altes ,grauen vor dem ,ungeheuer ,meer8 endgltig abgeschttelt und den ,ozean bis in seinen ,abgrund hinab dauernd fr sich erobert hat4 ,fr die ,tiefseefrage im alten ,sinne aber bedeutete sie zugleich die ,epoche der ,lsung4 ,m4 ,f4 ,maury von der ,marine-,sternwarte zu ,washington 7#ahjf-ahgc7 revidierte jetzt die ganze ,theorie und ,praxis des ,problems1 und die ,kabelarbeiten selbst fhrten allmhlich zur genauesten ,kartenaufnahme zunchst des ,atlantischen ,seebodens zwischen ,irland und ,nordamerika1 in der auch exakte ,tiefenmae ihre ,stelle fanden4 ,zum erstenmal bekam man in ,maurys ,zusammenfassung nicht blo einige vage ,ziffern1 die der ,phantasie aufhalfen1 sondern es erschien das regelrechte ,bild eines ganzen ,ozeanbodens1 wie er sich in ,ebene1 ,tal und ,gebirge darstellen mte1 wenn das deckende ,wasser fortgedacht wird4 ,maury selbst und mit viel mehr ,glck noch ,brooke und ,baillie verbesserten auch das ,tiefenlot selbst1 das schlielich doch zum annhernd fehlerfreien ,registrierapparat umgeschaffen werden sollte und zugleich das ,heraufziehen von ,grundproben auch aus den gigantischsten ,tiefen ermglichte4 ,so lie ,brooke das ,lotseil in einer ,eisenstange enden1 die unten ein paar vorstehende1 beim ,druck leicht in die ,stange selbst hineinzustoende hohle ,federspulen trug4 ,um diese ,stange war eine durchbohrte schwere ,kanonenkugel so befestigt1 da sie ,stange und ,lotseil zunchst durch ihr ,gewicht bis auf den ,grund mitri1 im ,moment des ,aufschlagens aber sich automatisch lste4 ,die befreite ,stange und ,leine konnten dann leicht wieder aufs ,schiff hinaufgezogen werden1 und in den ,federspulen1 die der ,sto unten zuerst in den ,schlamm hinein- und dann in die schtzende ,stange zurckgetrieben hatte1 kamen zugleich ,proben des ,tiefseeschlammes selber mit herauf4 ,diese ,methode wurde von ,ballie dann noch wesentlich verfeinert und ist in der ,folge bis auf ein gewisses ,maximum der ,brauchbarkeit innerhalb der ,prinzip-,grenzen getrieben worden4 ,jedenfalls gingen die ,sachen im ,sinne des alten ,problems jetzt mit ,riesenschritten vorwrts4 ,und nachdem man inzwischen den ,gaurisankar im ,himalaya-,gebirge als wohl endgltig grte ,bergerhebung der ,erde mit #hhdj ,metern festgestellt1 fanden sich in den folgenden ,jahrzehnten jetzt wenigstens einige ,seetiefen im ,atlantischen und ,pacifischen ,ozean hinzu1 die diesem ,gaurisankar nun doch ungefhr entsprachen1 auch bei ,anwendung der schrfsten ,lotapparate4 ,wie die ,dinge heute liegen1 scheint es allen ,ernstes1 da jene ,mae unseres ,planeten nicht ganz1 aber doch annhernd sich die ,stange halten3 wenig ber eine deutsche ,meile vom ,meeresspiegel an aufwrts in das ,luftreich hinein und etwas ber eine ,meile abwrts in die ,wassernacht4 ,vielleicht ist es nur zufllig so4 ,vielleicht aber auch hat es wirklich sein ,gesetz4 ,die grte zur ,zeit gemessene ,seetiefe liegt bei der ,ladronen-,insel ,guam 7also im ,stillen ,ozean1 nicht allzu weit von ,japan7 mit vollen #ifdd ,metern4 ,das ,wasser mu auf diesem ,loch mit annhernd tausend ,atmosphren lasten6 ,wie es aber so oft in der ,geschichte menschlicher ,forschung gegangen ist3 in dem ,moment1 da das antike ,problem der reinen ,tiefe8 erledigt war oder wenigstens dicht vor seiner ,erledigung stand1 erschien es in gewissem ,sinne schon gar nicht mehr als so ausschlielich interessant4 ,ein ganz anderes ,tiefseeproblem8 rckte nicht technisch1 aber allgemein wissenschaftlich in den ,vordergrund4 ,gut1 die ,lotleine mochte so und so viel tausend ,meter abrollen4 ,die wichtigere ,frage aber stellte sich sofort dahinter3 ,wie sieht es1 wenn es denn so schaurige ,abgrnde da unten gibt1 in diesen ,abgrnden aus8 ,vor allem3 gibt es ,leben da unten8 ,von der ,lnge der ,lotleine schweifte der ,blick des ,forschers hinweg zu jenen ,schlammproben1 die der ,apparat heraufbrachte4 ,und abermals war es eine reiche ,kette der ,meinungen1 ,behauptungen1 ,irrtmer1 die vor diesem neuen ,problem aus den ,tiefen menschlichen ,denkens sich mit heraufzog4 ,vom unfruchtbaren ,meere8 singt der ,grieche der ,homerischen ,zeit -- in ,liedern1 die das ,meer doch schon so gewaltig schildern4 ,es klang etwas davon fort bis tief in unser ,jahrhundert hinein in dem festen ,glauben1 da der ,ozean1 wenn auch auf seiner ,flche nicht wirklich lebensarm1 so doch abwrts in die ,tiefe hinunter ein einziges ungeheures ,grab ohne jedes ,stubchen fortdauernden ,lebens sei4 ,im ,grunde3 was wute man bis an unser neunzehntes ,jahrhundert heran selbst vom ,leben der ,meeresflche8 ,ein paar groe ,merkwrdigkeiten4 ,da ,fische darin wimmelten1 die gelegentlich wie die ,heringe wahre ,inseln bildeten1 niemand ahnte woher1 und ein andermal wieder geheimnisvoll fehlten4 ,da der ,walfisch sich heraufhob wie eine ,berglast dem ,menschen ntzlicher ,artikel1 die man sich allerdings nicht entgehen lassen durfte2 man nahm das so grndlich1 da dieser ,riese der ,salzflut beinahe ausgerottet war1 ehe man sonst vom ,leben im ,ozean etwas ,rechtes kannte4 ,der ,hering wie das flschlich ,walfisch8 getaufte ,seesugetier waren beide noch ,vertreter der ,wirbeltiere4 ,das ist einer der groen ,tierstmme1 die wir heute unterscheiden4 ,das ,meer beherbergt aber zahllose ,tierformen aus mindestens acht ,stmmen -- auer ,wirbeltieren noch ,manteltiere 7,ascidien1 ,salpen71 ,mollusken 7,schnecken1 ,muscheln1 ,tintenfische71 ,stachelhuter 7,seeigel1 ,seesterne1 ,seegurken71 ,gliederfer 7,krebse71 ,wrmer1 ,clenteraten 7,schwmme1 ,polypen1 ,medusen7 und endlich ,angehrige des ,mischstammes der sogenannten ,protozoen oder ,urtiere4 ,und von diesen acht ,stmmen kommen zwei1 die ,manteltiere und die ,stachelhuter1 ganz1 einer1 die ,clenteraten1 fast ausschlielich im ,meere vor4 ,wie wenig die ltere ,tierkunde damit noch rechnete1 zeigt am besten die ,systematik bis auf die ,mitte unseres ,jahrhunderts4 ,linn warf alles unterhalb der ,wirbeltiere und ,gliederfer in einen ,topf als ,wrmer84 ,cuvier lste wenigstens die ,mollusken noch als besondere ,hauptgruppe heraus1 lie aber den ganzen ,riesenrest 7mit ,ausnahme eines ,teiles der echten ,wrmer7 immer noch unter einer haltlosen ,rubrik ,radirtiere81 deren mangelhafte ,definition nur zu gut bewies1 wie schwach bis in die dreiiger ,jahre hinein die allgemeine ,kenntnis gerade der tieferen1 wesentlich meerbewohnenden ,gruppen geblieben war4 ,das nderte sich erst in den ,tagen der rastlosen ,ttigkeit unseres groen deutschen ,physiologen ,johannes ,mller4 ,auch ,karl ,vogt hat nicht wenig zu dem ,umschwung beigetragen4 ,auf einmal begriff der ,tierkundige1 da das ,meer fr ihn alles eher als eine ,wste oder besten ,falles ein gelegentliches ,rarittenkabinett sein drfe4 ,eines seiner wichtigsten stndigen ,beobachtungsgebiete mute es werden1 das er wie ein kluger ,feldherr mit seinen besten ,truppen und einem ,netz sicherer ,kstenstationen zu umgeben hatte4 ,johannes ,mller zog mit seinen ,schlern1 so oft es irgend anging1 an die ,see und richtete sich mit fliegendem ,laboratorium8 bald an der ,nordsee1 bald am ,mittelmeer ein1 so gut es eben ging4 ,und es war1 als sinke eine ,schranke1 die bisher die ganze zoologische ,forschung gelhmt1 als jetzt zum erstenmal ,naturforscheraugen auch die kleinere und kleinste ,tierwelt des ,salzwassers am lebendigen ,stck beobachten konnten4 ,die ,epoche war ohnehin gerade angebrochen1 wo man das ,mikroskop -- verbessert1 wie die ,technik es jetzt bot -- als das entscheidende ,geschtz des ,tierforschers endgltig anerkannt hatte4 ,die ,zellenlehre1 von ,schwann auch fr das ,tierreich begrndet1 bot einen ganz neuen ,anhalt zu einer frher nie gewagten einheitlichen ,auffassung des tierischen ,organismus in seinem mikroskopischen ,innengefge4 ,und das ,studium der ,jugendformen und ,keimformen der ,einzelindividuen1 durch ,karl ,ernst von ,br entscheidend angeregt1 verhie noch einen besonderen ,gewinn1 dem wieder gerade eine ,menge von ,seetieren 7zum ,beispiel die ausschlielich marinen ,stachelhuter7 aufs glcklichste entgegenkamen4 ,indessen auch diese ganze ,epoche1 wie sie die ,namen von ,mller1 ,schwann1 ,br bezeichnen1 ging zunchst nur an das ,strandgebiet und die ,oberflche des ,meeres heran4 ,mller fischte die ,meeresflche nach kleinem und kleinstem ,getier mit einem feinen ,gazenetz ab wie mit einem ,schmetterlingsnetz4 ,das war fr den ,augenblick ein gewaltiger ,fortschritt1 der das ,material zu einer ganzen ,bibliothek kstlichster ,forschung1 ja in gewissem ,sinne zu einer ganz neuen ,zoologie geliefert hat4 ,aber die ,tiefe des ,ozeans kam dabei noch gar nicht in ,betracht4 ,und die ,frage konnte einstweilen noch lange eine offene bleiben1 ob diese ,tiefe berhaupt fr diesen meerbeflissenen ,zoologen irgend welches ,interesse biete4 ,allerdings lagen schon in ,mllers ,zeiten ein paar ,versuche vor4 ,der alte ,john ,ro hatte1 wie erwhnt1 bereits #ahah bei seiner ,tiefensondierung von -- behaupteterweise -- fast zweitausend ,metern in der ,baffinsbai einen leibhaftigen ,seestern heraufgezogen4 ,kam er wirklich aus solcher ,abgrundstiefe8 ,dann verhie das ja ein unabsehbares ,arbeitsfeld4 ,die ganze ,wassersule von zweitausend ,metern an bis zur ,flche1 ja am ,ende von jenen ,gaurisankar-,tiefen an bis oben hinauf belebt allenthalben von dem unerschpflich wimmelnden ,gro- und vor allem ,kleingetier1 wie es die oberste ,schicht dem ,mullnetz bot 444 ein grandioses ,bild1 gegen das alle tierische ,lebensflle des ,landes zurcktrat6 ,einige grndliche ,zge mit dem ,schleppnetz der ,austernfischer1 die besonders ,michael ,sars in ,christiania1 dem trefflichen ,pastor und spteren ,zoologieprofessor1 glckten1 schienen das ums ,ende der vierziger ,jahre nur zu besttigen4 ,sars fand reiches ,tierleben noch bei etwas ber achthundert ,meter ,tiefe4 ,aber rund um dieselbe ,zeit erhob sich gegen alle ,behauptungen der ,art die gewichtige ,stimme eines ,mannes1 von dem die ,mitlebenden allerdings meinten1 da er als absolute ,autoritt reden drfe4 ,edward ,forbes 7#ahae-ahed7 hatte sich sehr eingehend und kritisch mit der ,bevlkerung der englischen ,meere und ganz besonders auch des ,mittelmeeres beschftigt4 ,er kam im wesentlichen zu dem ,ergebnis1 da von einem eigentlichen ,tiefseeleben schlechterdings keine ,rede sei4 ,tiefer als rund fnfhundertfnfzig ,meter sollte berhaupt kein ,leben mehr vorkommen4 ,schon eine ganze ,strecke frher erloschen die ,pflanzen4 ,dort aber auch die ,tiere4 ,es wurden ,grnde vorgebracht1 warum es so sein msse1 -- die alte ,geschichte3 ,der ,philosoph1 der tritt herein und beweist euch1 es mt' so sein486 ,forbes war ein zu guter ,beobachter1 als da man ihm nicht auch da htte folgen sollen1 wo er blo deduktiv schlo4 ,man bersah aber1 da seine ,verallgemeinerung1 die aller ,tiefsee das ,leben absprach1 tatschlich eine solche war und sich blo auf die eine strenge ,tatsache sttzte1 da er im ,mittelmeer 7also keineswegs einem offenen groen ,ozean7 eine ,abnahme des ,lebens nach unten im ,sinne jener ,ziffern stellenweise konstatiert hatte4 ,eine ganze ,weile galt ,forbes' ,behauptung als ,glaubenssatz4 ,dem ,zoologen gehrte blo ein winziger ,bruchteil des obersten ,meeres4 ,der ,rest war ,oede4 ,oede1 deren ,finsternis schon sehr bald das pflanzliche ,leben1 deren enormer ,wasserdruck aber verhltnismig frh auch schon das tierische ,leben erstickte4 ,blo1 wie gewhnlich3 einige ,skeptiker blieben nun doch4 ,und ihre letzte ,hoffnung richtete sich eben auf jene so rasch aufblhende ,tiefseeforschung im ,gefolge der ,terrainstudien zur ,legung des transatlantischen ,kabels4 ,nicht lange1 und die ,ergebnisse sollten hier wirklich so merkwrdig werden1 da sie allein jene kostspieligen ,studien gerechtfertigt htten1 auch wenn das groe technische ,experiment unterseeischer ,telegraphenleitung an sich milungen wre4 ,zuerst kam bei den ,arbeiten der ,englnder und ,amerikaner mit dem ,brookeschen ,sondierungsapparat ,schlamm vom ,talboden des ,atlantischen ,ozeans herauf1 der zahllose ,kalkschlchen von ,urtieren enthielt4 ,das konnten aber immerhin1 wenn man skeptisch sein wollte1 noch die abgesunkenen toten ,schalen von ,geschpfen sein1 die lebend smtlich sich ganz oben herumtrieben4 ,es muten bessere ,beweise heran4 ,doch auch die kamen alsbald4 ,der fr diese ,studien gnstige ,zufall wollte1 da mehrfach ,kabelleitungen1 nachdem sie bereits jahrelang auf dem ,meeresgrunde gelegen hatten1 rissen4 ,man mute sie wieder empor winden und in einem ,falle dieser ,art1 bei dem ,kabel zwischen ,sardinien und ,algier1 zeigte sich das ,kabel besetzt mit lebenden ,tieren4 ,seit drei ,jahren hatte es in einer ,tiefe von #cfjj ,metern gelegen4 ,in diesen drei ,jahren hatten sich fnfzehn verschiedene ,tierarten in zahlreichen ,exemplaren darauf angesiedelt4 ,hier war also -- und gerade in ,forbes' unfruchtbarem8 ,mittelmeer -- unzweideutig ,leben noch bei #cfjj ,metern6 ,die ,beweise wurden aber vollends schlagend1 als man anfing1 aus hnlichen ,tiefen ,tiere heraufzuholen1 denen an der ,stirn geschrieben stand1 da sie an ,tiefenverhltnisse angepat waren4 ,man mu sich erinnern1 was dieses ,wrtchen ,anpassung8 seit der ,wende zu den sechziger ,jahren bedeutete4 ,es war keine leere ,phrase mehr4 ,darwin hatte seine groe ,lehre aufgestellt4 ,alles ,lebendige der ,erde1 ,tier wie ,pflanze1 erschien als der ,spielball entscheidender ,anpassungsgesetze4 ,das weie1 dick bepelzte ,polartier zeigte sich den ,eisverhltnissen des ,poles angepat1 das gelbe ,wstentier der heien ,sandde1 der grne ,laubfrosch dem ,bltterwerk1 auf dem er sa4 ,im ,lichte dieser ,lehre dnkte es wie etwas ,selbstverstndliches1 da das ,tiefseetier1 wenn es berhaupt existierte1 den seltsamen ,umstnden der ,tiefsee angepat sein msse4 ,forbes hatte allerdings gerade an der ,mglichkeit8 solcher ,anpassung bis hier herab gezweifelt4 ,sollte es wirklich denkbar sein1 da organische ,wesen1 diese zartesten1 gebrechlichsten ,gebilde unseres ,planeten1 sich noch an ,wasserverhltnisse angepat haben knnten1 wo schon bei vierhundert ,metern finstere ,nacht herrschte1 bei achtzehnhundert ,metern aber schon ein ,wasserdruck von ungefhr zweihundert ,atmosphren auf jedem ,bewohner lastete und wahrscheinlich auch die ,temperatur schlielich bis nahe an ,null ,grad herunterging8 ,immerhin hatte die ,anpassung ja sonst im ,tierreich ,fabelhaftes geleistet4 ,auch die ,schlnde der ,adelsberger ,grotte und der ,mammuthhle ,nordamerikas sind vllig finster4 ,und doch hausen hier farblose1 blinde ,molche 7,olm71 blinde ,spinnen und blinde ,kfer 7,leptoderus71 dort blinde ,fische in den stygisch schwarzen ,gewssern4 ,die ,blindheit scheint dabei gleichsam zu den ,anpassungen selber zu gehren3 das ,auge ist eingegangen1 weil es nicht mehr gebraucht wurde4 ,da war es denn gewi interessant1 da aus den ozeanischen ,abgrnden jetzt allen ,ernstes ,tiere heraufkamen1 die verwandte ,anpassungen aufwiesen4 ,zunchst gerade auch blinde ,tiere4 ,blinde ,fische1 blinde ,krebse4 ,das muten echte ,bewohner der dunklen1 also tiefen ,teile der ,see sein1 die ihr ,augenlicht aus ,anpassungsgrnden aufgegeben hatten1 gleich jenem ,adelsberger ,molch4 ,dann fanden sich aber auch ,tiere1 die umgekehrt sehr groe ,augen hatten4 ,das schien verdchtig4 ,indessen die ,lsung folgte auf dem ,fue4 ,eine dritte ,gruppe der ,ankmmlinge aus der ozeanischen ,nacht zeigte nmlich uerst krftige ,leuchtorgane4 ,auch diese ,anpassung hat der ,sache nach nichts ,ungewhnliches4 ,wie allbekannt1 leuchten eine ganze ,masse auch von ,landtieren im ,dunklen4 ,bei unseren ,glhwrmchen81 kleinen ,kfern1 locken sich die liebenden ,gatten mit dem grnen ,sternchen1 das von gewissen ,stellen ihres ,leibes ausstrahlt4 ,der ,cucujo-,kfer ,brasiliens glnzt gar so hell1 da man wie beim ,schein einer ,laterne daneben lesen kann4 ,und an der ,oberflche des ,meeres erzeugen ,myriaden meist winzig kleiner ,seetiere jenes entzckende ,schauspiel1 das der ,laie ,meerleuchten8 nennt4 ,in der ewig finsteren ,tiefsee mute solche ,gabe aber ein ,anpassungsmittel ersten ,ranges werden4 ,der ,fisch1 der ,krebs hellte sich selbst seinen ,weg4 ,wundervoll gewahren wir diese ,selbsthilfe besonders bei einzelnen ,fischen4 ,der ,leuchtapparat sitzt ihnen direkt ber dem ,auge3 es ist1 als sei das lichtempfangende ,organ hier zugleich das lichtstreuende geworden4 ,bei dem ,fische ,malacosteus1 der schon aus ,tiefen von #ejjj ,metern gezogen worden ist1 sitzt je eine ,laterne dicht unter jedem ,auge und je eine zweite etwas weiter zurck4 ,die ersteren werfen rubinrotes ,licht1 die letzteren smaragdgrnes4 ,bei dem ,fisch ,echiostoma flammt hinter jedem ,auge ein dreieckiges ,organ von schnstem ,blaufeuer4 ,noch wieder bei andern ,fischsorten scheint der ,leuchtapparat sogar wie eine freischwebende ,glhlichtbirne an langem1 drahtartigem ,hautauswuchs vor der ,stirn herzupendeln4 ,dabei sind diese ,apparate selber aufs sinnreichste konstruiert4 ,besondere ,nervenleitungen fhren zu ihnen hin1 die es in die ,willkr des ,tieres stellen1 sein ,lichtlein aufblitzen oder verlschen zu lassen4 ,und ,linsen und ,hohlspiegel geben dem ,leuchtorgan alle ,feinheiten einer kunstvollen ,laterne4 ,es sind brigens nicht ,fische allein1 die da unten leuchten4 ,krebse1 ,polypen1 ,wrmer und ,seesterne tun es ihnen gleich und selbst ,tintenfische illuminieren8 in den prachtvollsten ,farben4 ,natrlich lie ein so bewehrtes ,tier seine eigenen ,augen nicht verkmmern4 ,die vielfltigen hellen ,stellen der ,meeresnacht1 die aber von solchen ,fackeltrgern berhaupt erzeugt wurden1 mochten auch andere1 selbst nicht leuchtende ,geschpfe da unten bewogen haben1 ihre ,augen nicht eingehen zu lassen1 sondern im ,gegenteil recht riesig aufzutun4 ,so war dieses ,rtsel mit erklrt4 ,freilich traf das alles nur das ,tier4 ,die ,pflanze1 die das ,sonnenlicht nicht als ,lampe bei der ,nahrungssuche oder als ,liebessignal gebrauchen kann1 sondern in ihm eines ihrer unentbehrlichen direkten ,lebenselemente besitzt1 konnte es schlechterdings nicht zu solchen ,anpassungen1 die ihre chemische ,lebenskche negierten1 bringen4 ,und da hat ,forbes wirklich recht behalten3 das ,pflanzenleben hrt im ,ozean durchweg mit ein paar hundert ,metern ,tiefe gnzlich auf4 ,um so reicher und merkwrdiger wurde dafr mit jedem neuen ,funde das ,tierbild4 ,eine wahre ,mrchenwelt4 ,zu den ,anpassungen an die ,dunkelheit traten andere an den ,wasserdruck und die brigen ,besonderheiten dieser ,existenz unter vllig abnormen ,bedingungen4 ,fische und ,krebse zeigten wahre ,fratzenformen4 ,da gab es sammetschwarze ,fische mit einem solchen ,riesenmaul1 da das ganze ,tier eher einem schwimmenden ,lffel glich als einem ,fisch4 ,krebse streckten ihre unglaublich verlngerten ,beine und ,fhler wie ein ungeheures ,netz um sich her1 um im ,dunklen mglichst weit tasten und schon an der leisesten ,erschtterung des ,wassers auf weiteste ,entfernung hin einen nahenden zweiten ,styx-,bewohner signalisieren zu knnen4 ,krebsartige ,geschpfe1 die sonst in bescheidenster ,gre auftreten1 wie unsere friedliche ,hausfreundin1 die ,assel oder das ,kellertier81 krochen hier in wahrer ,gigantenform daher1 und ebenso regte es sich da unten von spinnenartigen ,riesen1 gro beinahe wie ,vogelspinnen1 aber unendlich dnnbeinig stelzend gleich unseren ,weberknechten4 ,fern ab von allen ,strmen der ,oberflche liegt ja dieses ,abgrundwasser1 und die gebrechlichsten ,wesen1 die oben jede harte ,welle zerschlge1 durften hier offenbar sich frei zu unerhrter ,gre entfalten4 ,eine ,weile glaubte man sogar1 in dieser ,welt der ,wunder noch einer ganz besonderen ,spur nahe zu sein4 ,diese abgeschiedenen ,unterweltsgrnde sollten die ,tierwelt aus verschollensten ,urtagen der ,erdgeschichte zum ,teil lebendig gerettet haben4 ,oft ist ja dergleichen vom ,ozean und seinen ,geheimnissen geglaubt worden4 ,seit die ,gerippe der ausgestorbenen ,seereptilien ,ichthyosaurus und ,plesiosaurus in unseren ,museen stehen1 hat immer einmal wieder ein phantasievoller ,kapitn berichtet1 er sei einem lebenden ,untier der ,art1 etwa einem ,plesiosaurus mit langem ,schwanenhals1 begegnet4 ,seitdem man durch die groartigen ,funde in ,nordamerika wei1 da in der ,kreideperiode -- also allerdings ,millionen von ,jahren vor unserer ,zeit -- den damaligen ,ozean enorme1 schlangenartig dnne ,reptile von ber hundert ,fu ,lnge1 die sogenannten ,mosasaurier1 durchschwommen haben1 ist die berchtigte fabelhafte ,seeschlange8 gern als eine noch berlebende ,art solcher vorsintflutlichen ,ungetme aufgefat worden4 ,an ,humboldt wandte sich einst ein wunderlicher ,grbler1 der untrgliche ,beweise zu haben glaubte1 da die ,erdkugel nahe dem ,nordpol ein ,loch habe1 das in eine ungeheure ,hhle voll noch lebender urweltlicher ,saurier fhre1 eine ,idee1 die der geistreiche ,jules ,verne zu einer glnzend erfundenen1 leider nur im zoologischen und geologischen ,detail recht erbrmlichen ,dichtung verwertet hat4 ,trumereien und fromme ,wnsche6 ,tatsache aber war1 da jetzt aus der ,seetiefe wirklich ,vertreter einer ,tiergruppe heraufkamen1 die unter den ,versteinerungen aus frher ,zeit der ,erdgeschichte eine bedeutende ,rolle spielen4 ,die ,meere der ,jura- und ,kreidezeit hatten zahllose ,mengen beraus zierlicher ,geschpfe beherbergt1 die der ,naturforscher als ,seelilien8 bezeichnet4 ,obwohl am ,boden mit langem ,stengel haftend und oben zu einer bltenartigen ,krone entfaltet1 haben diese ,geschpfe doch mit echten ,lilien1 ja mit ,pflanzen berhaupt nicht das mindeste zu tun4 ,es sind echte ,tiere aus der ,verwandtschaft der ,seeigel und ,seesterne4 ,in der ,gegenwart1 so schien es1 war diese ebenso absonderliche wie schne ,tiergruppe1 die einst wahre ,wlder in der ,see gebildet hatte1 bis auf verschwindende ,nachzgler in den amerikanischen ,tropenmeeren ausgestorben4 ,da zog ,sars #ahfd bei den ,lofoten eine ,gattung1 die sich uerst eng an ,formen der ,kreideperiode anschlo1 aus der ,tiefe von fnfhundertfnfzig ,metern1 also genau von der ,grenze1 wo nach ,forbes berhaupt kein ,leben mehr vorkommen sollte4 ,und nun stellte sich allmhlich heraus1 da gerade in groen ,tiefen solche lieblichen ,seelilien noch in allerlei ,formen und betrchtlicher ,anzahl wurzelten4 ,der ,ozean der unendlich fern verschollenen ,kreidezeit schien ganz tief da unten noch einmal wiederzukehren4 ,es hat aber bei dem einen ,fall im wesentlichen doch sein ,bewenden gehabt1 und die ,idee1 da man im ,meeresabgrund noch einmal wie in einem ,schacht in die ,vergangenheit der ,erde rckwrts steige1 hat sich sonst nicht halten lassen4 ,alle diese ,erfolge wie ,probleme kamen natrlich nicht auf einen ,tag4 ,und sie kamen in ihrer ,flle auch schon nicht mehr blo als ,abfall von den ,kabelarbeiten4 ,sobald man im ,gefolge dieser ,arbeiten einmal fest wute1 da es trotz ,forbes' ,zweifeln da unten berhaupt noch tierisches ,leben gab1 regte sich der ,eifer zu ,tiefsee-,expeditionen1 die eigens diesen zoologischen ,zweck ins ,auge faten4 ,zwei englische ,gelehrte1 ,william ,carpenter und ,wyville ,thomson1 machten diese engere ,sache ums ,ende der sechziger ,jahre zu ihrer ,lebensaufgabe4 ,obwohl das ,problem jetzt als ein rein fachwissenschaftliches den eigentlich praktischen ,zweck entbehrte1 wuten diese vortrefflichen ,mnner doch den groen ,stil der ,untersuchung zu wahren1 ja schlielich zu steigern4 ,beide waren lngst ,physiologen und ,zoologen von ,ruf1 als sie dieses ,feld whlten4 ,auf ,thomson hatte besonders jene ,entdeckung von ,seelilien in der ,tiefsee ,eindruck gemacht4 ,er glaubte an eine noch zu entdeckende ,urwelt-,fauna dort unten1 was sich1 wie gesagt1 allerdings durch die ,untersuchungen selbst nachher nicht so bewhren sollte4 ,der alte ,carpenter erlangte alsbald die ,untersttzung der englischen ,regierung1 die zunchst zu drei ,fahrten das ,schiff stellte4 #ahfh wurde mit dem ,kanonenboote ,lightning8 7,blitz7 das ,meer bei den ,faroer-,inseln sondiert4 ,bei neunhundert ,metern ergab sich reiches ,tierleben6 #ahfi und #ahgj setzten ,fahrten des ,wachtschiffes ,porcupine8 7,stachelschwein7 bis nach dem ,golf von ,biscaya und bis ,malta die ,studien hchst erfolgreich fort4 ,diesmal wurden noch weit grere ,tiefen belebt gefunden3 bei ,malta ging das ,leben bis ber dreitausend ,meter hinab4 ,alle ,welt wurde jetzt aufmerksam4 ,carpenter wandte sich an die ,regierung1 ob sie nicht eine regelrechte ,weltumsegelung eigens fr ,tiefsee-,zwecke ausrsten wolle4 ,da die materiell wichtige ,kabelfrage diesmal ganz im ,hintergrund stand1 war die ,forderung immerhin eine ziemlich starke ,probe auf den rein wissenschaftlichen ,idealismus der englischen ,staatsleitung4 ,die ,probe ist aber1 wie rckhaltlos anzuerkennen ist1 in umfassendstem ,mae bestanden worden4 ,die grte ,tat in der ganzen ,tiefsee-,forschung des neunzehnten ,jahrhunderts setzt hier ein3 die ruhmreiche ,weltfahrt der englischen ,korvette ,challenger84 ,england bewilligte zunchst die ,kleinigkeit von zwei ,millionen ,mark4 ,spter mute die ,summe noch um eine weitere ,million und #cfjjjj ,mark erhht werden4 ,ein ,kriegsschiff wurde durch ,entfernen von anderthalb ,dutzend ,kanonen und ,einbauen eines ,laboratoriums in ein treffliches ,naturforscherschiff verwandelt4 ,das ,kommando erhielt ein ,kapitn1 der auch von der wissenschaftlichen ,aufgabe etwas verstand1 ,george ,nares2 er ist spter durch seine glnzende ,nordpol-,expedition1 die an der ,westkste von ,grnland bis ber den #hc4 ,breitengrad hinausdrang1 berhmt geworden4 ,die engere fachwissenschaftliche ,leitung aber kam1 wie recht und billig1 in ,thomsons bewhrte ,hand4 ,bei den sehr ausgiebigen materiellen ,verhltnissen1 die herrschten1 konnte dieser ,tiefsee-,chef aber noch einen ganzen ,stab ergnzender ,krfte um sich sammeln1 ,fachmnner fr ,zoologie1 ,botanik1 ,chemie1 ,zeichnen und andere4 ,seine glcklichste praktische ,wahl war dabei der erste ,assistent ,john ,murray4 ,auch ein junger deutscher ,zoologe aus ,siebolds ,schule1 ,rudolf von ,willemoes-,suhm1 durfte an der ,expedition teilnehmen2 er sollte leider zu ihren ,opfern gehren1 da ihn das glhende ,tropenklima der zentralen ,sdsee im dritten ,jahr der ,reise hinraffte4 ,sie sollte ,jahre dauern1 diese ganze ,weltumsegelung -- seit den ,tagen des groen ,cook wohl die eigenartigste1 die unserem ,planeten gewidmet worden ist4 ,sonst war der ,ozean immer nur die ,brcke gewesen1 die den ,naturforscher von ,land zu ,land trug4 ,diesmal kam ein ,schiff1 das die ,absicht zu haben schien1 auf dem ,wasser -- je offener1 desto besser -- geradezu heimisch zu werden4 ,das ,land1 das man hier suchte1 lag ,tausende von ,metern senkrecht unter dem ,kiel4 ,dafr war es aber1 wo immer man es traf1 ein neuer8 ,erdteil mit allem ,reiz des ,unbekannten4 ,die ganze ,fahrt dauerte vom #ba4 ,dezember #ahgb bis zum #be4 ,mai #ahgf4 ,das erste ,jahr galt dem ,atlantischen ,ozean in seiner vollen ,breite und einem groen ,teil seiner ,lnge4 ,dann ging es nach einigem ,aufenthalt in ,kapstadt tief in das immer noch so mysterise sdliche ,eismeer hinein1 bis vor jene druende ,eismauer1 die jetzt noch wie vor mehr als hundert ,jahren1 als ,cook segelte1 unser ,wissen dort abschnitt wie ein verriegeltes ,tor1 zu dem unsere ,technik noch keinen ,schlssel besa4 ,auch der ,challenger8 mute schlielich vor den ,eisbergen flchten und kam mit ,mhe #ahgd nach ,australien4 ,zwanzig ,monate hindurch widmete er sich jetzt dem ,stillen ,ozean4 ,die ,heimfahrt endlich fhrte durch die ,magalhaes-,strae wieder in das atlantische ,becken zurck1 das von ,montevideo bis zu den ,azoren nochmals vollstndig durchquert wurde4 ,siebenhundertneunzehn ,tage hatte das wackere ,schiff1 als es in ,portsmouth wieder vor ,anker ging1 auf offener ,see zugebracht1 unter den ,schneeschauern des ,antarktischen ,meeres wie1 was die ,leistungsfhigkeit der ,teilnehmer noch wesentlich mehr in ,anspannung setzte1 unter den sengenden ,glutstrahlen der quatorialen ,sonne4 ,im ganzen waren #fhhij ,seemeilen zurckgelegt worden4 ,und das alles unter fortgesetzter beobachtender ,ttigkeit der ,naturforscher an ,bord4 ,auf jener ungeheuren ,meilenbahn1 die sich im verwegensten ,zickzack um die ganze ,planetenkugel schlang1 hatten nicht weniger als dreihundertundsiebzig ,tiefsee-,lotungen stattgefunden1 zweihundertfnfundsiebzig ,temperaturmessungen in die ,tiefsee hinab und zweihundertvierzig ,zge mit dem ,schleppnetz4 ,darunter befand sich eine erfolgreiche ,lotung mit emporgeretteter ,schlammprobe aus #hbce ,metern1 also mehr als ,dhawalagiri-,tiefe2 der ,ort war im ,stillen ,ozean nicht weit von den ,philippinen4 ,einem derartig systematischen ,angriff widerstand das ,geheimnis der ,tiefsee nicht mehr2 es gab jetzt reine ,bahn4 ,sechshundert ,kisten mit zoologischem und sonstigem ,material1 die in tadelloser ,erhaltung daheim anlangten1 boten der ,wissenschaft fortan ein ,tiefsee-,museum81 das aller vagen ,spekulation ein ,ende machte und mit ,tatsachen8 redete4 ,unter diesen ,tatsachen war eine von besonderer ,bedeutung4 ,ja man konnte sie die wichtigste von allen nennen1 da sie die rumlich grten ,gebiete umspannte4 ,schon jene ersten ,untersuchungen des nordatlantischen ,bodens bei ,gelegenheit der ,kabellegung hatten1 wie oben erwhnt1 die ,aufmerksamkeit auf eine seltsame ,grundzusammensetzung des ,ozeanschlammes in gewissen ,tiefen gelenkt4 ,die heraufgeholten ,schlammproben wiesen immer und immer wieder ,unmassen kleiner ,schlchen auf1 die als die ,gehuse oder ,skelette uerst niedriger ,organismen von der unbestimmten unteren ,grenze des ,tierreiches gedeutet werden muten4 ,der engere ,sachverhalt schien dabei folgender4 ,um die ,ksten der ,festlnder und ,inseln herum zeigte sich ganz regelmig zunchst ein flacher ,kranz rein mineralischer ,massen -- ,schlicklager1 deren ,schlamm und ,sand deutlich seine ,herkunft vom ,lande selbst1 als ,kstentrmmer1 die das ,swasser bestndig ins ,meer hineinwusch1 verriet4 ,dieser ,kranz mochte sich hundertfnfzig bis zweihundert ,seemeilen von der ,kste hinausziehen4 ,dann aber nderte sich der ,schlamm in seiner ,beschaffenheit gnzlich4 ,er wurde freier ,ozeanschlamm4 ,was aber bildete den8 ,die ,untersuchung der ,proben ergab eine gelbliche ,masse1 die beim ,trocknen wei wurde wie ,kreide4 ,kreide ist reine ,kalkmasse4 ,der ,schlamm war denn jetzt unzweideutig auch ,kalkschlamm4 ,und unter dem ,mikroskop zeigte sich sofort1 wo der ,kalk herkam4 ,der ganze ,schlamm war ein dichtes ,gemisch aus den winzigen ,kalkschalen jener ,geschpfe4 ,es hat sich in der ,folge herausgestellt1 da gerade diese ,wesen selbst in lebendem ,zustande nicht da unten herumkriechen1 so reich auch sonst das ,tiefseeleben ist4 ,sie schweben mit ihren ,kalkschlchen frei im ,ozeanwasser1 zum ,teil geradezu an der ,oberflche4 ,erst wenn das ,tier abgestorben ist1 fllt das ,schlchen in die ,tiefe hinab4 ,man bekommt aber einen ,begriff1 welche unerhrten ,massen dieser ,geschpfchen das ,ozeanwasser erfllen mssen1 wenn man bemerkt1 da ,quadratmeile um ,quadratmeile ganzer ,riesengebiete des ,ozeangrundes mit einer einzigen ,schlammmasse aus solchen ,kalkschlchen bedeckt sind6 ,es ist brigens dies offenbar die ganz gleiche ,methode1 der unsere heutige ,kreide einst ihren realen ,ursprung verdankt hat4 ,was wir heute ,kreide nennen1 das war in der alten ,epoche der ,erdgeschichte1 die wir als ,kreideperiode bezeichnen1 genau solcher ,tiefseeschlamm aus den ,kalkgehusen abgestorbener ,lebewesen4 ,erst die ,bewegungen und ,faltungen der ,erdrinde haben in den seitdem verflossenen gewaltigen ,zeitrumen diesen alten ,meeresgrund trocken gelegt und hoch zu ,inseln und ,gebirgen heraufgetrmt4 ,noch jetzt aber weist das ,mikroskop in der ,kreide unverkennbar die ,schlchen ihrer ehemaligen unfreiwilligen ,erbauer4 ,doch das nebenbei4 ,die ,stelle im ,system1 die der ,naturforscher jenen lebenden ,besitzern der schlammbildenden ,kalkschalen anweist1 ist bei den sogenannten ,urtieren4 ,enger gehren sie nach gangbarer ,schablone zu den ,wurzelfern oder ,rhizopoden4 ,der ,laie1 der sich ein solches ,wesen vorstellen will1 mu fast alles dabei ber ,bord werfen1 was ihm an einem ,tier8 gewhnlich vor ,augen schwebt4 ,ein ,hund1 ein ,frosch1 eine ,auster1 ein ,seestern sind echte ,tiere4 ,diese ,tiere bestehen1 wenn man sie unter dem ,mikroskop betrachtet1 aus ,millionen winzigster lebendiger ,krperchen oder ,klmpchen1 -- den sogenannten ,zellen4 ,auch der ,krper des ,menschen ist aus ,myriaden solcher ,zellen zusammengesetzt4 ,diese ,zellen bilden aber gleichzeitig in jedem hheren tierischen ,krper nicht eine gleichartige ,masse1 sondern sie treten gruppenweise zu ,organen zusammen4 ,der ,magen1 das ,gehirn1 das ,herz sind solche ,organe4 ,beim ,menschen1 ,hund oder ,frosch auch die ,beine und ,fe4 ,ein solches ,wurzelfergeschpf besteht aber nun ganz im ,gegensatz dazu nicht aus vielen ,zellen1 sondern eben nur aus einer einzigen4 ,diese eine einzige ,zelle ist sein ganzer ,leib4 ,von echten ,organen in jenem ,sinne ist natrlich nicht die ,rede4 ,nur eine ganz geringe ,gliederung zeigt sich innerhalb des einzigen ,zellenleibes4 ,aber nicht einmal ein ,magen ist da3 die ganze ,leibesmasse nimmt ,nahrung auf und verdaut sie4 ,kein ,blut kreist1 kein ,herz schlgt4 ,und es gibt auch keine stndigen bewegenden ,gliedmaen4 ,wenn das ,urtier trotzdem kriecht und schwimmt1 so geschieht es1 indem der ganze weiche ,schleimleib beliebig bald hier bald dort wurzelartige ,zipfelchen aus sich herausflieen lt1 die im ,augenblick als ,hand oder ,ruder dienen1 um gleich darauf wieder in der weichen ,leibesmasse zu zerschmelzen4 ,nur eines ist bei vielen dieser ,sonderlinge allerdings ganz konsequent entwickelt3 sie vermgen aus ihrem fast organlosen ,leibe harte ,skelette auszuscheiden1 die ihrem gallertigen ,krper als ,schutz1 als ,sttze dienen4 ,und zwar besteht dieses ,skelett bei den genannten ,wurzelfern aus ,kalk3 es bildet jene ,kalkschlchen des ,tiefseeschlammes4 ,insbesondere die ,gattung ,globigerina wurde als eine hervorragende ,werkmeisterin des ,kalkschlammes erkannt4 ,an sich wrde nun nichts im ,wege stehen1 sich mit solchem ,globigerinen-,schlamm81 wie man ihn getauft hat1 tatschlich den ganzen ,ozeanboden der ,erde1 soweit er etwa zweihundert ,meilen von der nchsten ,kste abliegt1 bedeckt zu denken4 ,man kme auf eine runde ,flche von mindestens drei ,achteln der gesamten ,erdoberflche -- ungefhr ebensoviel1 wie alle fnf ,kontinente zusammen beanspruchen4 ,hier war es aber die ,challenger-,expedition1 die dargetan hat1 da die ,sache1 wenn schon in der ,wirkung ebenso gigantisch1 doch nicht so ganz einfach ber einen ,leisten gearbeitet ist4 ,thomson und seine ,leute stellten fest1 da bei einer ,tiefe zwischen viertausend und fnftausend ,metern der ,globigerinenschlamm mehr und mehr aufhrt4 ,meist ist er schon bald nach ,ueberschreiten der viertausend ,meter-,grenze zu ,ende4 ,es tritt dann in den noch entlegeneren ,abgrnden an seine ,stelle ein ,teppich von nochmals wesentlich andersartigem ,schlamm1 dem gerade das ,charakteristische des ,globigerinenschlammes vollstndig fehlt1 nmlich die ,kalkschlchen und berhaupt der ,kalk4 ,an und fr sich mute das berraschen4 ,die ,kalkschlchen der ,globigerinen und verwandten ,wurzelfer sinken1 wie wir gesehen haben1 allenthalben im ,ozean von oben nach unten ab4 ,das lebende ,geschpf treibt sich im freien ,wasser herum1 die tote ,schale fllt auf den ,grund4 ,dabei kann es fr dieses ,absinken selber doch ganz einerlei sein1 wie tief der ,ozeangrund liegt4 ,liegt er nher als viertausend ,meter1 so lagern sich die ,schlchen eben schon bei weniger als viertausend ,metern fest auf und bilden ,kalkschlamm4 ,liegt er dagegen fnftausend oder sechstausend oder gar achttausend ,meter tief3 warum sollten sie dann nicht bei fnf- und sechs- und achttausend ,metern genau ebenso zur ,ruhe und zur ,schlammbildung kommen8 ,es war ntig1 eine ,hilfserklrung zu suchen4 ,und sie fand sich in der ,tatsache1 da in den riesigen ,tiefen jenseits der viertausend ,meter1 also da1 wo die ,montblanc-,tiefe allmhlich zur ,gaurisankar-,tiefe wchst1 eine ,macht auftritt1 die die absinkenden ,kalkschlchen auflst4 ,diese ,macht ist aller ,wahrscheinlichkeit nach das mit ,kohlensure erfllte1 unter gewaltigem ,druck stehende ,meerwasser selbst4 ,es gewinnt in solcher ,tiefe einfach die ,kraft1 das absinkende ,kalkmaterial vollkommen aufzulsen1 wie der heie ,kaffee ein ,stck ,zucker lst4 ,und so wird die ,bildung irgend welchen ,kalkschlammes hier unmglich trotz des ,faktums1 da auch auf dieses tiefste ,terrain unablssig ,millionen und ,abermillionen von ,kalkschlchen herabregnen4 ,indessen3 ,schlamm liegt darum doch auch dort1 wenn schon kein ,kalkschlamm4 ,wo kommt nun dieser ,schlamm her8 ,man hat ihn im ,gegensatz zu dem ,globigerinenschlamm seiner vielfach bemerkbaren ,farbe nach den roten ,tiefseeschlamm8 genannt4 ,es ist eben der ,teppich eines neuen1 tieferen ,stockwerkes1 in allem durchaus verschieden4 ,die rote ,farbe rhrt von ,eisen- und ,manganoxyd her4 ,die chemische ,untersuchung zeigt das4 ,sie zeigt aber auch sofort1 da ein sehr groer ,teil der ,schlammbestandteile vulkanische ,masse ist1 ,asche1 ,bimsstein1 ,lava4 ,man mu sich erinnern1 da fast alle ttigen ,vulkane der ,erde dem ,meere nahe liegen und jede ,eruption eine ,unmenge solcher ,stoffe ins ,wasser wirft4 ,es finden auch ,vulkanausbrche gelegentlich direkt im ,ozean selbst statt4 ,und furchtbare ,explosionen1 wie die des ,krakataua an der ,sundastrae1 wo das ,meerwasser in den ,krater einbrach und ihn wie einen ,kessel platzen lie1 haben auf ,zeiten die ganze ,erdatmosphre mit vulkanischem ,staub durchsetzt1 -- ,staub1 der allmhlich dann niedergesunken sein mu und zweifellos zu groen ,teilen vom ,ozean aufgesaugt ist4 ,dort sank er dann nochmals durch die ganze ,wassersule bis auf den ,grund4 ,ganz absonderlicher ,natur scheinen winzige metallische ,kgelchen zu sein1 die besonders im roten ,schlamm des ,stillen ,ozeans von der ,challenger-,expedition nachgewiesen worden sind4 ,nur ein fnftel ,millimeter und noch weniger gro1 bestehen sie aus metallischem ,eisen mit einem charakteristischen ,zusatz oft von ,nickel und ,kobalt4 ,nach auen berzieht sie eine schwarzglnzende ,hlle von ,magneteisen4 ,was kann das sein8 ,der geheimnisvolle chemische ,bau weist unmittelbar auf kosmischen ,ursprung4 ,so sind ,meteorsteine zusammengesetzt1 die aus dem ,weltraum zu uns herabstrzen6 ,es besteht eine hohe ,wahrscheinlichkeit1 da wir es mit feinstem ,meteor-,staub zu tun haben1 der unablssig vom ,all her auf die ,erde herabregnet und sich in dieser ,tiefe allmhlich huft4 ,wunderbares ,bild3 in dieser ,abgrundtiefe1 wohin kein ,sonnen-1 ,mond- und ,sternen-,licht mehr dringt1 rcken uns pltzlich die fernen ,weltenrume wieder nah1 durch die in ewigem1 stillem ,fall der ,staub verpulverter ,gestirne rinnt4444 ,doch das alles erschpft lange noch nicht den roten ,schlamm4 ,es bleibt noch ein ,hauptbestandteil3 ,kieselerde4 ,wie oberhalb der viertausend ,meterlinie ,kalk1 so hier ,kiesel4 ,woher aber gerade dieser ,stoff8 ,wir rufen uns zurck1 da jener ,kalk des oberen ,schlammteppichs auch nicht von selbst8 dahin kam1 sondern seinen ,weg durch lebendige ,leiber tierhnlicher ,lebewesen genommen hatte4 ,er erschien in der ,form von ,myriaden abgelagerter ,kalkschlchen solcher ,wesen4 ,nun wird aber von lebendigen ,geschpfen der ,erde wie ,kalk1 so auch ,kiesel hufig verarbeitet4 ,es lag also nahe genug1 auch fr die ,kieselbestandteile des roten ,schlammes an organischen ,ursprung zu denken4 ,der ,expedition des ,challenger8 war es vergnnt1 in der ,linie dieser ,tatsachen und ,wahrscheinlichkeiten gerade eine ihrer fruchtbarsten und schnsten ,entdeckungen zu machen4 ,schon im kalkigen ,globigerinenschlamm lassen sich zahlreich mit eingebettete ,kieselkrperchen nachweisen4 ,unter das ,mikroskop gebracht1 enthllt sich ein solches ,kieselkrperchen durchweg als die ,schale1 das ,skelett eines den ,globigerinen zwar verwandten1 aber doch durchaus nicht gleichartigen ,geschpfes3 eines ,urtiers vielmehr von jenem ,wurzelfertypus1 den man als ,gruppe der ,radiolarien81 zu deutsch ,strahlinge81 von den brigen sondert4 ,neben anderen feinen ,unterschieden im ,bau ihres 7auch hier durchaus nur aus einer ,zelle gebildeten7 ,leibes trennt die ,radiolarien von den ,globigerinen und ,verwandten vor allem die ,art eben ihrer ,skelette oder ,schalen3 statt aus ,kalk sind diese hier in den meisten ,fllen aus ,kiesel aufgebaut4 ,im brigen sinken diese ,kieselschlchen aber genau so nach dem ,ableben ihrer ,besitzer auf den ,grund wie die ,kalkschlchen4 ,auch das lebende ,radiolar lebt mit seinem ,kieselskelett vergnglich im ,wasser des ,ozeans 7allerdings diesmal noch bis in groe ,tiefen hinab7 und nicht auf dem ,schlammgrunde unten4 ,whrend aber jene ,kalkschalen1 wie erwhnt1 jenseits der ersten viertausend ,meter vom gepreten1 kohlensurereichen ,wasser erfolgreich gleichsam aufgefressen1 aufgezehrt1 verflchtigt werden1 ist das bei den ,kieselschalen nicht mglich4 ,es liegt also theoretisch auf der ,hand1 da da1 wo der ,globigerinenschlamm aufhrt1 nach unten zunchst ein ,schlamm beginnen mu1 der von ,lebensresten jetzt wesentlich nur noch ,radiolarien enthlt4 ,der ,challenger8 durfte das aber nun zum wirklichen ,bilde gestalten1 und zwar kam die ,sache doch noch ganz wesentlich imposanter heraus1 als sie rein theoretisch zu erwarten war4 ,es war vor allem der ,stille ,ozean1 der da das groartigste ,schauspiel bot4 ,der ,stille ,ozean ist trotz seiner vielen ,inseln 7es sind wesentlich steile ,korallenriffe7 verhltnismig sehr tief4 ,der ,durchschnitt der ,tiefe geht auf dreieinhalbtausend bis fnfeinhalbtausend ,meter hinab4 ,man ist also vielfach jenseits der ,globigerinengrenze4 ,und wirklich3 an einer ganzen ,reihe von ,stellen fand sich nun auch die ganze ,tiefe hier in der prachtvollsten ,weise bedeckt mit reinem ,radiolarienschlamm4 ,die ,radiolarien erschienen da so hageldicht1 wie oberhalb der viertausend ,meter etwa im ,atlantischen ,ozean die ,globigerinen4 ,an vielen anderen ,stellen freilich machte es den ,eindruck1 als unterlgen auch die ,radiolarien mit absteigender ,tiefe ziemlich rasch einem geheimnisvollen ,zerstrungsproze4 ,an ihre ,stelle trat dann der eigentliche und reine rote ,schlamm81 der zwar noch in hohem ,mae kieselhaltig ist1 aber in dem doch die sichtbar erhaltenen ,radiolarienschalen auffallend abnehmen1 bis schlielich die individuelle organische ,form kaum noch in letzten ,spuren wahrnehmbar ist4 ,wer diese ,zerstrung besorgt -- die hier offenbar keine chemische ,verflchtigung wie bei dem aufgelsten ,kalk der ,globigerinen1 sondern nur eine ,lsung der individualisierten ,form bedeutet -- bleibt einstweilen dunkel4 ,aber das ist ja auch nebenschlich4 ,die interessanteste neue ,tatsache war die ,entdeckung wirklicher ,radiolarienlager von prchtigster ,erhaltung in der ,tiefsee4 ,wieder sollte es eine besondere ,erkenntniskette sein1 die hier heranlenkte und den eigentlichen ,gewinn abbekam4 ,wenn der ,laie von einer solchen systematischen ,gruppe wie ,radiolarien8 hrt1 so erscheint ihm das wie etwas sehr ,einfaches1 ,selbstverstndliches4 ,eines ,tages sind diese ,tiere oder ,urtiere1 oder wie das ,system sie nun nennt1 von diesem oder jenem ,forscher entdeckt8 worden4 ,dann hat er ihnen die richtige ,stelle in der ,schablone des ,systems1 wie es im ,lehrbuch steht1 gesucht1 hat ihnen einen ,namen gegeben1 fr den das lateinische oder griechische ,lexikon den ,anhalt bot1 und da stehen sie nun fr alle ,zeiten4 ,so gemtlich geht es aber in ,wirklichkeit nicht mit der ,erkenntnis4 ,und gerade die ,erkenntnisgeschichte der kleinen ,radiolarien ist ein sehr hbsches ,beispiel dafr1 wohl wert1 erzhlt zu werden1 da zugleich ein ,stck ,geschichte der modernen ,tierforschung berhaupt darin steckt4 ,in den dreiiger und vierziger ,jahren1 damals1 als die ,tiefseefragen zuerst dunkel aufdmmerten1 wute man von dem ,dasein der ,radiolarien im heutigen ,sinne noch gar nichts4 ,aber mehr noch3 man hatte im ,system der ,lebewesen1 wie es die ,lehrbcher damals vorfhrten1 noch berhaupt die ganze ,ecke1 die ganze ,rubrik nicht1 in die sie sich nachmals einordnen sollten4 ,dagegen begann man eben in zunehmender ,strke auf etwas aufmerksam zu werden1 das ganz allgemein ein neues ,licht in die ,tierkunde brachte4 ,man merkte1 da es eine geradezu unerhrte ,masse von ,geschpfen und darunter besonders auch ,tieren gebe und immer gegeben habe1 die man wegen ihrer mikroskopischen ,kleinheit bisher gnzlich bersehen hatte4 ,die ersten ,beobachter mit dem ,mikroskop im siebzehnten und achtzehnten ,jahrhundert hatten ja schon beobachtet1 wie in jedem faulenden ,wassertropfen eine ,welt des bislang unsichtbaren ,lebens wimmelte4 ,jetzt aber trieb ein deutscher ,naturforscher1 ,christian ,gottfried ,ehrenberg in ,berlin1 die ,sache ins ,groe1 -- ins ,groe tatschlich des ,kleinsten4 ,vor ,ehrenbergs ,glas begann sich alles allenthalben zu beleben oder wenigstens ,spuren ehemaligen ,lebens zu weisen4 ,der ,teichschlamm wie der trockene ,staub in der ,dachrinne1 die losen ,sonnenstubchen der ,luft wie das harte ,kreidegestein1 ,schieferplatten und ,kalksteinbrocken1 -- alles wimmelte teils von lustigstem ,leben1 teils erwies es sich in dem ,sinne1 wie wir es oben schon von der ,kreide besprochen1 als zusammengebacken aus ,milliarden und ,milliarden kleiner tierischer oder pflanzlicher ,schlchen der ,vergangenheit4 ,die kleinsten ,organismen erschienen als die strksten ,mithelfer im ,bau der ,erdrinde1 als gewaltige ,faktoren im ,aufbau des groen ,gebirgsgerstes1 das uns heute vor ,augen steht4 ,mit ,staunen vernahm man von ,ehrenbergs immer neuen1 unermdlichen ,feldzgen in dieses ,gebiet1 die in eine ,milchstrae des ,winzigsten eindrangen wie die ,teleskope der ,herschel und ,rosse in die der ,riesensonnen am ,firmament4 ,aber was waren das nun fr ,tiere1 fr ,pflanzen1 diese ,liliputer mit ,herkuleswucht8 ,heute wissen wir1 da die berwltigende ,mehrzahl zu jenen niedrigsten aller ,lebewesen gehrt1 die gleichsam die ,basis der ganzen eigentlichen ,tier- und ,pflanzenentwickelung erst bilden4 ,urtiere und ,urpflanzen nennt man sie1 wobei die ,grenze des ,tierischen und ,pflanzlichen aber berhaupt schwimmt4 ,das ,wesentliche1 in dem sich alle durchweg einig sind1 ist jene schon erwhnte ,beschrnkung des ,individuums auf eine ,zelle1 ein einziges jener ,klmpchen lebendigen ,stoffes1 die bei den hheren ,pflanzen und ,tieren zu unendlicher ,masse vereint den ,krper bilden4 ,von alledem hatte aber der gute ,ehrenberg inmitten seines kstlichen ,beobachtungsmaterials selber ja nun noch keine leiseste ,ahnung4 ,er heckte sich aus freier ,phantasie vielmehr eine gerade gegenteilige ,theorie aus4 ,ihm war es nicht genug mit der ,allverbreitung und ,massenanhufung dieser kleinsten ,organismen auf der ,erde4 ,diese ,liliputer sollten noch eine erhhte ,merkwrdigkeit dadurch erhalten1 da die ,tiere darunter tatschlich eine hohe ,organisation besen4 ,diese ,infusorien81 wie er noch mit dem alten ,wort das ganze kleine ,gesindel zusammenfassend nannte1 sollten in ihrer ,art vollkommene ,organismen81 das heit echte ,tiere mit allen wesentlichen ,organen der hheren ,tiere1 sein4 ,es war leider in diesem ,umfang und vor allen echten ,urtieren vollkommener ,unsinn4 ,aber ,ehrenberg ritt auf seinem ,prinzip unentwegt bis zu seinem ,ende1 also bis #ahgf1 wo man sonst in der ,forschung den wahren ,sachverhalt seit langen ,jahren genau kannte4 ,in der ,verknpfung der ,dinge lag aber auf alle ,flle1 da1 wenn irgend einer1 so gerade ,ehrenberg bei seinen ,studien zuerst auch auf die schnen ,panzer der ,radiolarien und so schlielich auf diese selbst stoen mute4 ,die ganze ,welt arbeitete ja in der ,mitte des ,jahrhunderts fr ,ehrenberg mit4 ,von berall her sandte man ihm ,schlamm-1 ,staub- und ,gesteinsproben ein1 begierig1 was er fr mikroskopische ,lebenswunder herauslesen werde4 ,so erhielt er denn auch wirklich von mehreren ,seiten allmhlich ,radiolarienproben4 ,er erkannte sehr wohl die beraus zierlichen ,kieselpanzer und benannte sie1 -- brigens noch nicht als ,radiolarien1 der ,name fand sich erst spter4 ,gerade weil die ,schalen -- lebende ,tiere erhielt er zunchst nicht -- aber so ber alle ,begriffe kunstvoll waren1 wurde er nur doppelt in seiner alten ,meinung bestrkt1 da solches ,kunstskelett nur ein auch im weichen ,leibesbau uerst knstlich und hoch organisiertes ,tier herstellen knne4 ,und so stellte er die neue ,tiergruppe schlielich zu den ,stachelhutern1 also den ,seesternen1 ,seeigeln und ,seegurken1 wohl an die denkbar unmglichste ,stelle1 die ihr im ,system der ,tiere berhaupt anzuweisen war4 ,in ,ehrenbergs ,proben waren aber teils die ,schlchen noch lebender1 teils die schon lngst ausgestorbener ,radiolarien enthalten4 #ahdf brachte man ihm ,felsenstcke von der ,antillen-,insel ,barbados1 die vollkommen aus zierlichsten ,radiolarienschlchen zusammengesetzt waren4 ,diese ,felsen stammten aber noch aus der sogenannten ,miocnzeit1 einer ,zeit1 da bei uns in ,europa noch ,giraffen1 ,antilopen1 ,affen und ,papageien lebten und in ,sachsen ,palmen wuchsen4 ,damals mssen offenbar ,radiolarien ganz nach der heutigen ,art schon als ,meeresschlamm ihre ,schalen abgelagert haben1 und dieser ,meeresschlamm ist dann in der ,folge zu ,fels verhrtet und als ,gebirge der ,insel ,barbados hoch ber den ,spiegel des ,ozeans heraufgehoben worden4 ,doch auch heutige ,tiefseeproben erhielt ,ehrenberg1 die ersten1 die es berhaupt gab1 und es waren sogleich ,radiolarien darin4 ,der schon erwhnte ,amerikaner ,maury sandte #ahed acht ,proben1 in denen ,ehrenberg vierzig verschiedene ,arten von ,kieselskeletten unterschied4 #ahfj erhielt der ,berliner ,mikroskopiker durch den ,leutnant ,brooke aber gar ein ,tiefseeprparat1 das aus ber sechstausend ,metern ,tiefe im ,stillen ,ozean kam und entsprechende ,kieselschlchen zeigte4 ,das war die sptere groe ,fundsttte des ,challenger84 ,so nahe war man schon dem hchsten ,triumph aller ,radiolarienforschung -- und doch wute ,ehrenberg noch immer nicht1 was ein ,radiolar berhaupt sei und wo es hingehre4 ,diese ,unwissenheit war allerdings jetzt bei ihm schon subjektives ,migeschick als ,folge einer willkrlichen ,nichtbeachtung der neueren ,literatur4 ,denn zwei ,jahre vorher hatte sein groer ,berliner ,kollege ,johannes ,mller gleichsam noch aus dem ,grabe heraus -- in einer nachgelassenen ,schrift -- gerade diese ,frage bis zu einer gewissen ,grenze endgltig erledigt4 ,mller fate sie dabei von ganz anderer ,seite4 ,ehrenberg hatte die ,bewohner seiner ,tiefsee-,schlchen ohne ,skrupel auch fr wirkliche ,bewohner der tiefsten ,ozeangrnde gehalten4 ,es ist aber oben schon gesagt1 da die ,radiolarien ausnahmslos schwimmende ,geschpfe sind und1 allerdings von den groen ,tiefen unten an1 bis zur ,oberflche herauf alle ,schichten der kolossalen ,wassersule je nach ,neigung der einzelnen ,arten beleben4 ,dieser wahre ,sachverhalt legt nahe1 da die damalige ,zoologenschule1 die anfing1 die ,meeresoberflche mit dem ,mullnetz abzusuchen1 ebenso auf ,radiolarien stie wie der alte ,ehrenberg daheim vor seinen trockenen ,schlammproben der ,tiefsee1 und zwar diesmal auf lebendes ,material4 ,in ,wahrheit gesehen und sogar beschrieben hatte schon ,anfang der dreiiger ,jahre der ,weltreisende ,meyen solche lebendigen ,radiolarien-,tiere1 ohne da sich aber jemand um den ,zusammenhang gekmmert htte4 ,jetzt war es der treffliche ,zoologe ,thomas ,huxley1 nachmals ,darwins begeisterter ,vorkmpfer1 der als bescheidener ,schiffsarzt annoch auf einem ,australienfahrer unabhngig wieder auf das gleiche ,objekt geriet4 ,er fand #ahea winzige lebende ,schleimklmpchen im ,ozean1 die zu ,kolonien zusammenhielten und jedes fr sich ein zierlichstes ,kieselskelett besaen4 ,unglcklicherweise wute aber ,huxley jetzt wieder nichts von ,ehrenbergs ,kieselschlchen4 ,er beschrieb seine ,wesen ganz unabhngig als neue ,seetiere4 ,doch erkannte er sehr klar schon1 da jedes dieser bepanzerten ,schleimklmpchen nichts anderes darstelle als eine einzige ,zelle4 ,und da inzwischen von ,siebold im ,system fr alle derartigen einfachsten tierhnlichen ,formen die gute ,gruppe der ,urtiere oder ,protozoen vorgeschlagen worden war -- ein groer ,fortschritt --1 so zhlte ,huxley seine ,einzeller mit ,kieselschalen folgerichtig hierher4 ,sie waren jetzt wenigstens im richtigen ,schubfach des ,museums6 ,erst ,mller aber sollte zeigen1 welche gewaltige zweite ,schublade noch mit hier einging3 nmlich all das ,material1 das ,ehrenberg an ,kieselskeletten aus der ,urwelt und aus der heutigen ,tiefsee besa4 ,es ist erzhlt1 wie ,mller jahrelang an die ,seekste zog und die kleine ,lebewelt der ,welle am ,fleck studierte4 ,dabei geriet er schon #ahdi auf rtselhafte ,gallertfden4 ,durch ,meyen und ,huxley wurden ihm die ,augen geffnet1 was es sein knne4 ,seit #ahee widmete er sich der seltsamen neuen ,urtiergruppe mit wachsender ,liebe4 ,zuerst schienen es ihm allerdings drei ganz verschiedene ,sorten zu sein1 die nichts ,gemeinsames besaen4 ,mindestens aber war die eine davon identisch mit ,ehrenbergs geheimnisvollen ,tiefsee- und ,barbadosgeschpfen4 ,und als es endlich doch glckte1 alle drei unter einen ,hut zu bringen1 da erstand1 jetzt auch von ,mller endgltig so benannt1 die wirkliche ,klasse der ,radiolarien81 ein neuer ,zweig der groen ,gruppe der ,wurzelfer bei den ,urtieren4 ,mller htte seine ,radiolarienstudien gleich zu ,anfang beinahe mit dem ,leben bezahlt1 indem sein ,schiff #ahee an der norwegischen ,kste unterging2 nach furchtbarem ,kampfe mit den ,wellen rettete er sich schwimmend ans ,ufer1 whrend einer seiner ,schler ertrank4 ,immerhin lhmte das bse ,ereignis etwas seine ,leistung1 da er fortan sich nicht mehr entschlieen konnte1 auf seinen ,exkursionen an die ,see selber ein ,boot zu besteigen4 ,auch raffte ihn der ,tod ein paar ,jahre danach in ,berlin in der ,flle der ,kraft hin4 ,noch aber lste er gerade vorher jene ,hauptfrage und ffnete damit der ganzen ,erkenntnis der ,radiolarien eine offene ,bahn4 ,und er gab noch etwas mit1 was vollends die reichsten ,frchte getragen hat4 ,johannes ,mller war nicht nur ein ,forscher1 sondern ein ,lehrer ersten ,ranges4 ,die besten ,kpfe der folgenden ,zeit auf physiologischem ,fachgebiet waren von ihm eingeschult4 ,und einer seiner letzten ,schler war ,ernst ,haeckel4 ,dieser ,name sollte fortan bis zum ,ausgang des ,jahrhunderts die ganze ,radiolarienkunde beherrschen4 ,ein ,jahr nach ,mllers ,tod1 im ,herbst #ahei1 kam ,haeckel1 damals fnfundzwanzigjhrig und in der ersten ,leidenschaft zur ,zoologie1 nach ,messina4 ,die ersten ,fischzge in dem tierreichen ,hafen fhrten ihn auf die schwimmenden ,radiolarien4 ,das war bestimmend fr viele ,jahre seiner ,bahn4 ,er studierte das ,material an der ,hand der letzten ,mllerschen ,abhandlung1 fand eine ,masse neuer ,arten hinzu1 ersann ,methoden1 wie die schnen ,skelette zu isolieren seien1 zeichnete und malte die ,weichteile nach der ,natur1 die ,kieselschalen mit ,hilfe der ,camera lucida und arbeitete sich in alle irgend hierher gehrigen ,probleme spezieller wie allgemeiner ,art mit einer ,energie ohnegleichen ein4 ,schon #ahfb erschien im ,verlage von ,reimer in ,berlin seine groe ,monographie der ,radiolarien1 ein ,folioband ,text von fnfhundertzweiundsiebzig ,seiten und ein ,bilderatlas von fnfunddreiig ,kupfertafeln1 smtlich von ,haeckels knstlerischer ,meisterhand selbst entworfen4 ,das ,werk ist noch heute eine der schnsten zoologischen ,monographien1 die das ganze ,jahrhundert hervorgebracht hat4 ,es zeichnete sich vor hnlichen ,versuchen1 eine kleine ,provinz des ,tierreichs bis in jeden ,winkel erschpfend darzustellen1 ganz besonders durch die glnzende1 in einem ,gu dahinstrmende stilistische ,behandlung1 sowie die ,flle weiter ,gesichtspunkte fr die allgemeinen biologischen ,probleme der ,zeit aus4 ,die ,radiolarien1 so lange vernachlssigt1 zhlten fortan unter die ,paradebeispiele fachwissenschaftlicher ,durcharbeitung4 ,in ,haeckels ,leben selbst bedeutete das ,buch gleichzeitig noch eine groe ,wende4 ,auf ,seite #bca findet sich ein ,bekenntnis1 das heute ein geschichtliches ,interesse hat4 ,haeckel erklrte sich darin ffentlich fr ,darwin1 dessen entscheidendes ,buch vier ,jahre frher erschienen war4 ,der uere ,erfolg war1 da fr die nchsten ,jahre der ,kampf um ,darwin8 zu ,haeckels ,lebensaufgabe wurde4 ,diese ,linie1 deren ,auslufe allgemein bekannt sind1 ja in weiten ,kreisen1 wenn die ,rede auf ,haeckel kommt1 eigentlich nur bekannt zu sein pflegen1 braucht hier nicht verfolgt zu werden4 ,sie erklrt aber1 warum in den folgenden vierzehn ,jahren seine ,ttigkeit wesentlich auf anderen und zum ,teil allgemeineren ,gebieten lag als bei den ,radiolarien selbst4 ,in dieser ,zeit ruhte der ,fortschritt in der ,erkenntnis unserer seltsamen ,kieselorganismen runde neun ,jahre gleichsam auf den ,lorbeeren des groen ,haeckelschen ,vorstoes aus4 ,und erst #ahga kam ,cienkowski mit einer neuen ,entdeckung von hoher ,bedeutung1 einer ,entdeckung1 die abermals eine wahrhaft brennende ,probe fr die ,verwickelung tiergeschichtlicher ,fragen geliefert hat4 ,haeckel hatte sich natrlich gehtet1 zu der ,anschauung ,ehrenbergs zurckzukehren1 da die ,besitzer so kstlicher ,kieselskelette deshalb notwendig hoch organisierte ,tiere etwa vom ,range eines ,seesterns sein mten4 ,auch ihm blieben sie uerst niedrigstehende ,wurzelfer von der untersten ,grenze des ,tierreiches4 ,gleichwohl mute er #ahfb von seinem ,wissensboden aus bestreiten1 da diese ,radiolarientiere noch nicht zu der ,stufe der ,zusammensetzung aus mehreren ,zellen fortgeschritten seien4 ,in der weichen ,gallertmasse ihres ueren ,leibes jenseits einer gewissen immer vorhandenen innersten ,zentralkapsel lagen nmlich gelbe ,krper1 die unzweideutig echte ,zellen waren4 ,echte ,zellen in der ,mehrzahl4 ,da half nichts3 diese ,geschpfe waren mindestens vielzellig1 mochten sie auch sonst noch so echte ,urtiere vom ,wurzelferschlage sein4 ,die ,frage ber ,einzelligkeit und ,vielzelligkeit der lebenden ,wesen berhaupt wurde nun in den folgenden ,jahren gerade im ,gefolge der ,darwinschen ,idee besonders wichtig4 ,im ,sinne ,darwins hatten sich die hheren ,wesen aus niedrigeren entwickelt4 ,das fhrte zuletzt notwendig darauf1 da alle ,wesen1 die aus einer ,mehrheit von ,zellen zusammengesetzt waren1 von solchen abstammten1 deren ganzen ,leib nur eine einzige ,zelle bildete4 ,die ,einzeller waren die wirklichen ,urformen aller vielzelligen ,tiere und ,pflanzen4 ,das aber rckte diese ,einzeller pltzlich in ein blendendes ,licht und den ganzen ,gegensatz mit4 ,haeckel selbst beschrieb echt einzellige ,wesen1 die sogenannten ,moneren1 die dem strengen ,begriffe der ,einzelligkeit im verwegensten ,sinne zu entsprechen schienen und als die wahren ,ahnenbilder der uersten ,stammbaumecke jenseits von ,tier und ,pflanze angesprochen wurden4 ,inmitten dieser ,debatten bedeutete es nun einen wirklich sehr mchtigen ,fortschritt fr die ,radiolarienkunde1 da ,cienkowski den ,nachweis fhren konnte1 da doch auch diese ,radiolarien echte ,einzeller8 seien1 also der groen ,urgruppe im ,stammbaum angehrten4 ,jene gelben ,zellen in der ,leibesmasse der kleinen ,kieselwesen1 zeigte er1 gehrten gar nicht zu diesem echten ,leibe3 es waren fremde ,geschpfe1 die sich blo gewohnheitsmig inmitten des ,radiolars aufhielten4 ,und zwar waren es selber einzellige ,geschpfe1 doch solche1 die in ihrer ,atmungs- und ,ernhrungsart mehr den ,pflanzen hnelten1 -- also sogenannte ,urpflanzen84 ,die ,sache klingt ja an sich schier unbegreiflich4 ,und doch ist sie nicht so sonderbar1 wie man meinen sollte4 ,sie wiederholt nur1 was im verwickelten ,getriebe des ,lebens noch fter vorkommt4 ,wir alle wissen1 wie gewisse ,tiere in anderen schmarotzern3 der ,bandwurm im ,hund1 in der ,katze1 ja in uns selbst4 ,auch ,pflanzen schmarotzern auf anderen3 so die ,mistel auf den ,kiefern des ,waldes4 ,da einzellige1 noch vllig urtmliche ,wesen in hheren ,tieren schmarotzern1 ist eine ,tatsache1 die wir neuerdings in immer bedenklicherem ,umfange kennen gelernt haben3 sind doch alle die bsen ,bazillen1 die unser ,leben bedrohen1 nichts anderes als solche winzigen ,eindringlinge1 die in uns leben wollen und uns dabei in ,mark und ,bein hinein vergiften4 ,warum sollen also nicht auch einmal im einzelligen ,urtier1 dem ,radiolar1 einzellige ,urpflanzen schmarotzern8 ,die ,sache scheint tatschlich aber noch wieder etwas anders zu liegen4 ,das husliche ,leben dieser gelben ,pflanzenzellen im ,leibe des ,radiolars scheint nicht auf ein ,schmarotzertum im groben ,sinne hinauszulaufen1 sondern vielmehr auf eine ,art willkommener ,schutzgemeinschaft zwischen ,radiolar und ,pflanze4 ,auch fr solche ,schutzgemeinschaften1 bei denen jeder ,teil auf seine ,kosten kommt1 gibt es ,beispiele genug im ,reich des ,lebendigen4 ,den bekanntesten ,fall bilden die sogenannten ,flechten4 ,frher fhrte man sie im ,system als besondere ,pflanzengruppe auf4 ,heute wei man1 da sie zustande kommen durch eine engste ,genossenschaft von ,pilzen und ,algen1 die sich zu einem ,ganzen miteinander verschlingen4 ,der ,pilz ntzt dabei durch seine ,lebensgewohnheiten und ,fhigkeiten der ,alge und die ,alge umgekehrt wieder dem ,pilz4 ,aehnlich mssen wir uns den ,sachverhalt bei den ,pflanzenzellen in der ,zellmasse des ,radiolars vorstellen4 ,der gegenseitige ,nutzen liegt auch hier auf der ,hand4 ,das ,radiolar hat die ,atmungsart der ,tiere3 es braucht ,sauerstoff und scheidet ,kohlensure aus4 ,die in ihm lebende ,pflanze dagegen zersetzt wie alle ,pflanzen im ,lichte ,kohlensure und gibt ,sauerstoff ab4 ,so kommt jede ,partei zu ,gewinn bei der ,genossenschaft4 ,man bezeichnet diese und hnliche ,vorgnge als ,symbiose8 oder gemeinschaftliches ,leben84 ,nachdem diese verwickelte ,geschichte einmal durchschaut war1 stand natrlich nichts mehr im ,wege1 nunmehr das ,radiolar selber wieder als nur aus einer einzigen ,zelle bestehend aufzufassen4 ,richard ,hertwig hat das im ,verlaufe der siebziger ,jahre in korrekter ,weise dargelegt und allgemein eingefhrt4 ,inzwischen hatte aber auch der alte ,ehrenberg1 der immer noch lebte1 mikroskopierte und systematisierte1 seine ,radiolarienstudien keineswegs aufgegeben4 #ahgb und #ahge fate er alles noch einmal genau zusammen1 was er ber die ,radiolarien der versteinerten ,vorwelt wute4 ,er kam aber nach wie vor ber einfaches ,abzeichnen und ,benennen der ,kieselschlchen nicht hinaus4 ,alles1 was die ,zwischenzeit ber den lebendigen ,organismus seiner ,lieblinge gebracht1 ignorierte er4 ,fr ihn gab es keine ,radiolarien8 als ,gruppe der einzelligen ,urtiere4 ,die ganze ,zellentheorie1 seit bald vierzig ,jahren jetzt die ,grundlage aller biologischen ,forschung1 war ihm eine ,modetorheit1 die er nicht mitmachen mochte4 ,von ,haeckels ,monographie kannte er nicht einmal den richtigen ,titel4 ,und bis zu allerletzt meinte er1 es habe wohl berhaupt noch kein ,forscher ein lebendes ,radiolar tatschlich beobachtet4 ,es ist1 als gehe durch eine solche ,gestalt wie ,ehrenberg die ,scheide zweier ,epochen der ,naturforschung3 der alten1 die im ,museum sa und mit ,naturmerkwrdigkeiten spielte wie mit kuriosen ,raritten2 und der neuen1 die mit der lebendigen ,natur wirklich lebte wie ein ,freund und aus dieser ,freundschaft ,welten des ,gedankens schpfte4 ,fr die ,radiolarienforschung war es kein ,verlust mehr1 da ,ehrenberg genau in dem ,jahre starb1 da der ,challenger8 mit dem grten ,radiolarienmaterial1 das je gesehen worden war1 in ,portsmouth einlief4 ,hier aber beginnt tatschlich das letzte und das groartigste ,kapitel in der ,geschichte unserer ,radiolarienkenntnis4 ,von den dreiundeindrittel ,millionen der ,challenger-,unkosten waren mehr als zweiundeindrittel fr die ,expedition selbst verbraucht worden4 ,den ,rest hat in den folgenden zwanzig ,jahren die ,herstellung des wissenschaftlichen ,reisewerkes aufgezehrt4 ,heute ist das ,werk vollendet1 schon rumlich ein ,reisebericht von ,dimensionen1 mit denen sich nur ein ,werk ganz vom ,anfang des ,jahrhunderts im ,plan vergleichen lt1 das aber nie fertig geworden ist3 die ,riesenarbeit ,alexander von ,humboldts ber seine ,fahrten in ,sd- und ,mittelamerika4 ,humboldt hat schlielich dreiig ,quartanten und ,folianten herausgebracht4 ,der ,challenger-,bericht8 umfat fnfzig ,bnde mit rund dreiigtausend ,quartseiten ,text und ber dreitausend lithographischen und ,kupfertafeln4 ,es war von ,beginn der zwanzigjhrigen ,arbeit an auer ,frage1 da diese ,herkuleslast nicht ein einzelner ,bearbeiter tragen knne4 ,auch ,humboldt hat ja seiner ,zeit die ganze ,elite der ,forschung in ,bewegung gesetzt4 ,aber schon die ,verteilung der ,arbeit und ,oberleitung erforderte eine vorzgliche und ausdauernde ,kraft4 ,thomson1 der die ,expedition selbst so glcklich geleitet1 brach schon zu ,beginn der ,ausarbeitung daheim zusammen4 ,die ,strapazen der ,fahrt waren ungeheure gewesen4 ,mehrere der besten ,teilnehmer bten sie noch nachtrglich mit dem ,leben4 ,so auch ,thomson1 den ein ,gehirnleiden aus der ,bahn warf4 #ahhb hat ihn der ,tod erlst4 ,an seine ,stelle trat ,john ,murray1 sein erster ,assistent4 ,keine bessere ,kraft konnte sich der ,sache widmen4 ,mit ,hilfe von sechsundsiebzig ,mitarbeitern wurde von ihm das grandiose ,unternehmen nun wirklich bis zur ,neige durchgefhrt4 ,als ein schnes ,zeugnis englischer ,unbefangenheit war dabei zu vermerken1 da die ,mitarbeiter lediglich nach wissenschaftlichen ,rcksichten gewhlt wurden1 also1 wo es not tat1 auch unter ,nicht-,englndern4 ,und gerade dieser ,zug wurde bedeutsam fr die ,radiolarien4 ,haeckel war jetzt fr sie die unbestritten hchste ,autoritt unter den ,zoologen aller ,nationen4 ,also wurde ,haeckel damit betraut4 ,erst unter seinen ,hnden ist dann offenbar geworden1 was fr einen ,reichtum man auf dem ,radiolariengebiet eingeheimst hatte in jenen sechshundert ,kisten heimgebrachter ,naturalien4 ,ich werde nie81 erzhlt ,haeckel selbst1 das ,erstaunen beim ersten ,anblick derselben vergessen1 als ich im ,august #ahgf1 der freundlichen ,einladung meines lieben ,freundes ,paul ,rottenburg in ,glasgow folgend1 der dort tagenden ,british ,association beiwohnte2 ein groer ,teil der ,sammlungen war dort ausgestellt1 und die allgemeine ,uebersicht ber die ,resultate der ,expedition wurde mitgeteilt4 ,unvergelich ist mir insbesondere ein ,sonntag-,vormittag1 den ich zusammen mit ,sir ,wyville ,thomson1 ,carpenter und ,john ,murray zubrachte2 ,hunderte von ,stationsprparaten8 wurden gezeigt1 d4h4 von jenen mikroskopischen ,prparaten1 welche unmittelbar nach dem ,heraufziehen des feinen ,netzes durch ,behandlung mit ,alkohol1 ,frbung mit ,carmin und ,einbettung in ,kanadabalsam auf den einzelnen #ced ,beobachtungsstationen angefertigt waren4 ,jedes einzelne dieser ,prparate enthielt zahlreiche 7oft mehr als hundert verschiedene7 ,lebensformen1 die vielen verschiedenen ,klassen angehrten2 alle aber wurden bertroffen von den wunderbaren ,gestalten einer einzigen ,klasse einzelliger ,urtierchen1 den ,radiolarien48 ,der ,eindruck dieses ,sonntag-,morgens entschied bei ,haeckel ber die ,arbeit von zehn ,jahren4 ,er hatte auf drei bis fnf gerechnet1 es wurden aber zehn4 ,dann erschienen #ahhg als achtzehnter ,teil des ,challenger-,berichts8 drei ,bnde von im ganzen #bgej ,druckseiten aus seiner ,feder3 eine zweite ,monographie der ,radiolarien1 unvergleichlich umfangreicher als die erste4 #adj ,bildertafeln illustrierten sie4 ,wie reich das ,material auf einmal geworden war1 lehrt die einfache ,ziffer der neu beschriebenen ,arten3 es waren #cejh6 ,mller hatte fnfzig lebende ,radiolarienarten gekannt4 ,in ,haeckels ,prachtwerk von #ahfb kamen #ad neue ,arten hinzu4 ,im ganzen stand die ,kenntnis bis auf das ,challenger-,werk8 bei #haj ,arten4 ,jetzt wuchs die ,ziffer sofort auf #dcah4 ,und diese #dcah ,arten verteilten sich ber #gci ,gattungen1 #he ,familien1 #bj ,ordnungen und #d ,legionen4 ,ein unglaublicher ,formenreichtum -- bei ,urtieren von so einfacher ,grundorganisation6 ,vielleicht gibt es keine zweite ,tatsache1 die so angetan ist1 ,respekt vor dem zu wecken1 was man ,leben8 nennt4 ,die ,kraft dieses ,lebens1 ,formen und immer wieder ,formen in unerschpflicher ,flle aus sich heraus zu gebren1 erscheint vor diesen ,kleinsten in ihrer vollen ,gre4 ,es mag zum ,vergleich der #dcah ,radiolarienarten dienen1 da die ganze ,klasse der ,sugetiere noch nicht dreitausend ,arten umfat4 ,haeckel selbst ist aber der ,ansicht1 da mit seiner ,arbeit noch lange nicht einmal das ,challenger-,material8 erschpft sei1 geschweige denn alles1 was die ,ozeane der ,erde wirklich an ,radiolarien noch besitzen mgen4 ,der ,text auch des ,radiolarienteiles des ,challenger-,berichts8 ist selbstverstndlich in englischer ,sprache erschienen4 ,inzwischen hat der deutsche ,verfasser aber 7#ahhg und #ahhh7 erfreulicherweise auch eine deutsche ,ausgabe der wichtigsten ,textteile als zweiten1 dritten und vierten ,band seiner ,monographie im ,reimerschen ,verlage verffentlicht4 #ajf ,bildertafeln der englischen ,ausgabe sind auch hier beigefgt4 ,leider liegt es in der ,natur der ,dinge1 da derartige ,prachtbnde grten ,formats mit luxurisen ,tafeln im ,buchhandel auch einen ,preis vom grten ,format8 besitzen4 ,ein vollstndiges ,exemplar aller vier ,bnde der deutschen ,monographie kostet #ahj ,mark4 ,fr die ,spezialforschung selbst ist das weniger wichtig1 da es hier ja wesentlich darauf ankommt1 da ,bibliotheken und ,institute das ,werk fr den gemeinsamen ,gebrauch vieler anschaffen4 ,sehr schade ist dagegen1 da in weiteren ,bildungskreisen diese wundervollen ,bildertafeln bisher so sehr wenig bekannt geworden sind4 ,es handelt sich dabei keineswegs blo um ,tierbilder fr das zoologische ,interesse4 ,auch das wird ja bei uns mit jedem ,jahr ein allgemeineres4 ,wie viel tausend und tausend ,gebildete1 die gewi nicht zum ,fach8 gehren1 haben sich nicht in den letzten ,jahrzehnten an den kstlichen zoologischen ,bilderbchern von ,brehm und ,mtzel1 ,vogt und ,specht1 ,heck und anderen immer wieder erfreut und weitergebildet4 ,aber hier kommt noch etwas viel umfassenderes in ,flu4 ,die sthetischen ,interessen werden aufs nachhaltigste berhrt4 ,das erweitert den ,interessentenkreis aber alsbald ins unendlich ,grere4 ,ich meine das jetzt nicht blo der vorzglichen ,ausfhrung dieser ,radiolarientafeln wegen4 ,ganz gewi ist sie schlechtweg allerersten ,ranges4 ,haeckel1 treu untersttzt durch die kunstfertige ,hand von ,adolf ,giltsch in ,jena1 hat das ,schne1 das wiederzugeben war1 seinem ,rang entsprechend mit allen ,mitteln hchster ,kunst dem ,bilde gewonnen4 ,aber das ,grundlegende ist eben doch die ,natur selbst4 ,diese ,natur1 die im ,reiche des atomistisch ,winzigen1 jenseits unserer leiblichen ,sehgrenzen1 den weichen1 an sich formlosen ,protoplasmaleib niedrigster ,urtiere mit der ,gabe ausgerstet hat1 rhythmische ,gebilde von vollkommener ,schnheit hervorzubringen4 ,das ,bild sagt hier alles4 ,es reicht die ,hand zu einem ,wege1 der bei der ,aesthetik anfngt und in den tiefsten ,grnden der ,philosophie endigt4 ,haeckel hat nun krzlich die ersten ,hefte eines neuen ,werkes in die ,welt geschickt1 das ebenfalls eine ,flle schner1 zum ,teil farbiger ,tafeln bringen soll1 dabei aber diesmal ausgesprochen zum ,zweck volkstmlicher ,belehrung gedacht ist4 ,es erscheint in zwanglosen ,heften von je zehn ,tafeln mit populrem ,text1 jedes ,heft einzeln verkuflich zu dem beraus geringen ,preise von drei ,mark4 ,das ,werk behandelt alle mglichen ,objekte aus dem ,tier- und ,pflanzenreich1 ausgewhlt nach einem einzigen ,gesichtspunkt4 ,auch ,radiolarien sind gleich auf dem ersten ,blatt in schnster ,auswahl vereinigt4 ,aber der ,gesamttitel heit3 ,kunstformen der ,natur84 ,prgnant fat dieses ,wort den ,begriff1 unter den auch das ,merkwrdige8 der ,radiolarien fllt4 ,haeckel denkt sich1 da diese von ihm gewhlten und knstlerisch wiedergegebenen ,objekte der organischen ,natur ausbenden ,knstlern eine ,flle geradezu von ,vorlagen1 ,motiven1 ,anregungen gewhren knnten4 ,zweifellos ein bedeutender1 fruchtbringender ,gedanke4 ,immer ist es ja die ,natur gewesen1 aus der der ,knstler als ewigem ,lebensborn geschpft hat4 ,aber keineswegs immer1 ja man kann mit gutem ,recht sagen3 so gut wie gar nicht bisher 7mit wenigen ,ausnahmen67 ist es der ,naturforscher gewesen1 der dem ,knstler dabei entgegengekommen ist4 ,die ,ecke1 wo er die ,welt des sinnlich ,sichtbaren am meisten erweitert hat -- im vergrernden ,mikroskop -- ist dem ,knstler durchweg fremd geblieben4 ,und nicht nur dem ,knstler4 ,der ,aesthetiker vom ,fach wute nichts davon zu sagen4 ,so blieben ,beziehungen lange unfruchtbar1 die im rechten ,bruderbund das ,beste fr beide ,teile zeugen knnten4 ,denn der ,gewinn liegt unverkennbar auf beiden ,seiten gleich stark4 ,der ,naturforscher beschreibt seine ,naturgegenstnde zunchst als einfacher ,registrator4 ,nun hat er aber seine ,radiolarien auf dem ,blatt1 treu mit dem ,apparat des ,mikroskopes und der ,camera lucida reproduziert4 ,da kommt der ,aesthetiker1 der ,knstler hinzu und bricht in den ,ruf der innigen ,begeisterung aus3 wie schn ist das6 ,der ,naturforscher stutzt und besinnt sich4 ,er besinnt sich darauf1 da sein ,beruf doch auch noch ein hherer ist als der des einfachen ,registrierens von ,tatsachen4 ,er soll ja doch auch der ,geschichtschreiber8 der ,natur sein4 ,radiolar und ,mensch1 alles gehrt in diese ,geschichte4 ,der ,mensch arbeitet als ,knstler eine ,welt des ,schnen aus sich heraus1 und als ,aesthetiker schafft er eine ,lehre vom ,schnen4 ,das ,radiolar in den ,schlnden der ,tiefsee1 in den untersten ,schichten vielleicht einer ,wassersule von beinahe ,meilenhhe -- oder auch treibend auf dem sonnigen ,blau der ,mittelmeerwelle von ,messina --3 es arbeitet ,gebilde aus seinem weichen einzelligen ,protoplasmaleibe heraus1 die wir ,menschen als schn8 bezeichnen4 ,wir ,menschen -- ,vertreter der ,spitze aller tierischen ,organisation1 ,vertreter der ,kultur81 die nochmals diese tierische ,stufe um einen ganzen ,oberbau berboten hat -- wir ,menschen1 ,phidias und ,michelangelo und ,raffael1 ,homer und ,goethe4 ,und das sollte nicht zu denken geben8 ,es ist gar keine ,frage3 die ,natur8 auch unterhalb des ,menschen ist voll von ,objekten1 die unserem menschlichen ,sinn noch als vollkommene knstlerische ,leistung erscheinen1 die zweifellos ,objekt der ,lehre vom ,schnen1 der ,aesthetik1 sein mssen4 ,und das hebt in solchen ,entwickelungstiefen schon an1 wie beim ,radiolar1 ja dort setzt es mit einer ,energie ein1 die verblfft4 ,im ,grunde und ganz bei ,licht besehen1 setzt es sogar noch viel frher ein4 ,man betrachte ein ,schneekristall oder eine ,sule ,bergkristall4 ,da ist die ,anlage dieser ,dinge schon im ,anorganischen1 im sogenannten ,toten84 ,nach geheimnisvollen ,gesetzen der ,natur erscheint eine rhythmische1 eine harmonische ,ordnung der ,stoffteilchen1 die uns als knstlerisch81 als schn8 entzckt -- und das selbst noch jenseits der ,grenze des sogenannten ,lebendigen84 ,fr den ,laien hat allerdings die ,frage immer am meisten ,gewicht1 ob diese ,gestalten nur rein mechanisch8 oder ob sie durch einen bewuten knstlerischen ,willensakt geschaffen seien4 ,wenn er hrt1 da diese kstlichen ,kieselskelette der ,radiolarien doch von lebenden ,wesen geformt seien1 so neigt er dazu1 noch an die letztere ,art zu denken4 ,beim ,kristall aber erscheint ihm alles notwendig bereits als mechanisch84 ,wenn man aber nun die ,gebilde selbst vergleicht1 wenn man die ,aehnlichkeit zwischen ,kristall und ,radiolarienschale erkennt und wenn man sich sagt1 da gerade das ,schne8 in beiden unverkennbar fr unser ,auge das ,gleiche ist1 so mu man schwankend werden1 ob jene ,unterscheidung wirklich etwas ,scharfes aussagt4 ,wie allbekannt1 fhrt eine groe ,schule moderner ,naturforscher alle ,erscheinungen auch des ,lebens nach ,mglichkeit zurck auf die ,gesetze des einfachen mechanischen ,geschehens1 wie es auch jede ,kristallbildung beherrscht und im ,weltall von ,stern zu ,stern waltet4 ,das erscheint dem begeisterten ,betrachter der ,lebenserscheinungen nun wieder leicht als etwas ,herabziehendes3 das ,leben8 scheint ihm minderwertig gemacht1 herabgedrckt1 weil es mechanisch8 erklrt werden1 ins rein ,mechanische8 eingegliedert werden soll4 ,man vergit aber dabei1 da die ,lebenserscheinungen als solche ja in ihrer ganzen ,gre und ,herrlichkeit bestehen bleiben1 da dagegen umgekehrt der ,begriff des ,mechanischen8 in solchem ,falle ungeheuer gesteigert und in ein ganz neues ,licht gerckt werden mu4 ,wenn ich eine wirkliche ,einheit der ,natur annehme1 in der sich der ,gegensatz von mechanisch und lebendig aufhebt1 und wenn ich das ,wrtchen mechanisch8 dann als die ,gesamtbezeichnung whle1 so gebe ich eben diesem ,wrtchen eine ungeheure ,bedeutung3 das ganze ,weltmysterium geht darin ein4 ,wir vertauschen im gewhnlichen ,sprachgebrauch gern mechanisch8 mit natrlich im ,sinne von selbstverstndlich84 ,aber das pat auf diesen hohen ,begriff dann eigentlich gar nicht mehr4 ,das ,mechanische bleibt das einzige letzte grte ,wunder im ,majaschleier der ,welt4 ,diese ,gedanken fhren weit hinaus4 ,ich sagte ja3 die ,aesthetik der ,radiolarien geht unmittelbar in die ,philosophie4 ,immerhin mag die kurze ,andeutung zeigen1 wie diese ,aesthetik aufzufassen ist4 ,es ist in der verhltnismig kurzen ,zeit1 da wir die ,radiolarien genauer kennen1 doch schon der eine oder andere ,versuch gemacht worden1 auch ihre ,bildung sthetisch schner ,formen wirklich rein mechanisch8 zu erklren4 ,die einzelnen ,erfolge sind noch problematisch und brauchen uns hier nicht zu beschftigen4 ,aber mag in der ,folge dergleichen glcken3 im ,sinne jener allgemeinen ,betrachtungsweise ndert das ja an der eigentlich interessanten sthetischen ,frage nichts4 ,jene hchste1 ganz weltumfassende ,definition von mechanisch8 wrde ja auch das ,gehirn eines ,phidias oder ,goethe umspannen3 in diesem ,punkte unterschieden sich der ,meister des olympischen ,zeus und des ,faust nicht von einem beliebigen ,radiolar1 das in ,montblanc-,tiefen des ,ozeans schwimmt4 ,was bleibt1 ist der ,unterschied des ,grades1 der eben ein menschliches ,gehirn der hchsten ,art und einen menschlichen ,organismus berhaupt von einem nahezu organlosen einzelzelligen ,urtier1 wie es das ,radiolar darstellt1 trennt4 ,schon beim hheren ,tier1 das dem ,menschen in etwas nher kommt1 sehen wir das ,bilden sthetischer ,dinge aus dem einfachen kristallartigen ,ausscheiden bertretend in gewisse verwickeltere ,handlungen1 die sich unserer ,kunstbettigung unverkennbar nhern4 ,die ,heuschrecke1 der ,frosch1 die ,nachtigall1 der ,gibbon-,affe bringen rhythmische ,laute von mehr oder minder musikalischem ,werte hervor4 ,es geschieht in der ,zeit der lebhaftesten ,erregung des ganzen ,organismus3 in der ,zeit der ,liebe4 ,und die ,laute werden erzeugt und vernommen als etwas ,angenehmes1 ,erfreuliches1 der hchste ,lebens- und ,glcksgehalt des ,tieres konzentriert sich darin4 ,weibliche ,vgel whlen sich das in den ,farben ihnen am meisten sympathische3 das schnste8 ,mnnchen aus und zchten so unmittelbar schnere ,rassen heran4 ,der ,mensch vollzieht dann noch den riesigen ,schritt1 da er das ,organ zum ,werkzeug erweitert3 er erfindet ,musikinstrumente1 zchtet sich nicht mehr durch jene ,auswahl bunte ,farben am eigenen ,leibe1 sondern beginnt zu malen1 sucht sich ,farbstoffe1 projiziert seine ,wnsche nach auen in ornamentale ,gebilde1 die er sich mit ,hilfe von ,werkzeugen schafft81 er bildet in ,marmor1 er malt auf ,leinewand1 bis eine ,welt der ,kunst um ihn her erwchst1 die wie ein hherer1 gemeinsamer ,bau sich ber der ,menschheit wlbt4 ,gleichzeitig werden die rhythmischen ,mittel der ,sprache zur ,dichtung gesteigert4 ,gedankenharmonien mischen sich in die rein formalen ,harmoniegebilde1 die ,ideale des ,geistes verketten sich mit denen der ,form4 ,dieser groe ,weg braucht nicht weiter angedeutet zu werden4 ,jeder fhlt aber wohl dabei den ,nerv von selbst1 die ungeheure1 aber konstante ,linie1 die wirklich von dem rhythmisch gebauten ,panzer des ,radiolars bis zur schaffenden ,kunst des ,menschen reicht -- den ,weg von einer ,anlage zu einer ,erfllung4 ,es besteht fr mich kein ,zweifel darber1 da es dasselbe ,prinzip ist1 das den rhythmisch schnen ,panzer des ,radiolars schafft -- und die ,kunst des ,menschen4 ,will man mir entgegenhalten1 da das ,radiolar doch sein ,kieselgebilde nicht bewut8 schaffe1 whrend der ,mensch mit ,bewutsein auf seine ,kunst ausgehe1 so mu ich schlicht entgegenhalten1 da ich zwar ber den ,grad des ,bewutseins im ,radiolar nichts sicheres wei1 da ich aber eines ganz sicher wei3 da nmlich unser menschliches ,kunstschaffen ganz gewi nicht von unserm menschlichen ,bewutsein ausgeht4 ,triebhaft im ,sinne einer vom unbekannten ,innern unseres ,daseins aus vordringenden und fortreienden ,macht1 die wir weder rufen noch abweisen knnen1 vollzieht sich gerade unser menschliches ,dichten und ,kunstschaffen1 -- des rufe ich jeden echten ,schaffenden zum ,zeugen an4 ,die ,kunst lt sich nicht kommandieren4 ,sie ist ein ,geschenk1 allerdings eines aus uns selbst4 ,das ,naturprinzip1 das in ihr durchbricht1 luft ja nicht bernatrliche ,bahnen hinter uns4 ,es luft in uns1 ist ein ,teil von uns1 ein ,bestandteil unseres tiefsten ,seins4 ,da ich aber selbst im ,sinne natrlicher ,entwickelung vom einzelligen ,urwesen nur getrennt bin durch einen ,unterschied des ,grades1 nicht der ,art1 -- so scheint es mir kein groes ,wagnis1 zu sagen3 dieses in mir enthaltene1 in meiner ,menschenkunst so und so durchbrechende ,naturprinzip sei auch da unten schon1 wenn auch auf einer anderen ,stufe1 im ,radiolar vorhanden und schaffend wirksam4 ,es dichtet keinen ,faust1 dieses ,radiolar1 und malt kein jngstes ,gericht4 ,aber in seinem triebhaften ,gestalten zierlicher1 rhythmischer ,gebilde beweist es in seiner ,weise doch schon1 da auch in ihm eine ,durchbruchsstelle ist jenes gewaltigen1 auch aller hchsten ,kunst letztlich zugrunde liegenden ,naturprinzips1 das auf rhythmische1 harmonische1 schne8 ,gebilde geht4 ,es war kein ,silberschatz1 kein wirklicher ,nibelungenhort1 von dem wir ausgegangen sind4 ,winzige ,schlchen meerbewohnender ,tiere niedrigster ,art lagen unter dem ,mikroskop1 eine ,messerspitze voll wie eine ,prise ,schnupftabak4 ,und doch -- welche ,bilder dahinter6 ,meerestiefen1 gegen die der grne ,grund des ,rheinstroms1 der in der ,sage das ,nibelungengold verschlingt1 ein seichtes ,rinnlein mit ein paar dnnen ,tropfen wird4 ,und in diesen schwarzen ,gaurisankar-,tiefen1 nur vom gespenstischen ,licht phosphorescierender ,fische noch magisch erhellt1 ein unendlich geheimnisvoller ,schatz1 so wunderbar1 wie ihn keine ,sage trumt3 die heilige ,natur-,knospe des ,groartigsten1 ,edelsten1 ,glckseligsten1 was der ,menschheit oben im freien ,sonnenlicht verliehen wurde3 -- der ,kunst4 ,warum die urweltlichen ,tiere ausgestorben sind8 ,es war an einem wundervollen ,sommermorgen auf der ,insel ,rgen4 ,ich war eine ,weile pfadlos durch den dichten ,wald geschritten1 zwischen hohen ,farrnkrutern1 nach oben und allen ,seiten ganz eingesponnen in das lckenlose ,smaragdgrn der kleinen1 hart gerippten1 zitternden und flimmernden ,buchenbltter4 ,auf einmal eine ,lcke1 als tauche das ,auge aus einem tiefen1 tiefen grnen ,see4 ,und da unendlich weit das blaue ,meer1 das alte1 immer schne4 ,ich kletterte von der ,buchenhhe herab zum schmalen1 steinigen ,strande und setzte mich auf einen grauen ,block1 ein paar ,minuten still versonnen in der ,folge eines weien ,dampfers1 der fern1 klein wie ein ,spielzeug1 die ,meereswlbung schnitt4 ,dann kam mein ,blick1 wie sich ausruhend von dem unendlichen ,bilde1 aufs ,nchste zurck4 ,dicht vor meinen ,fen lag um eine ,vertiefung ein kleiner ,steinring4 ,kinder hatten ihn spielend gebaut1 eine ,art ,burg1 in der eines gesessen hatte1 whrend die andern einen ,kreis darum bildeten und sangen4 ,aber mich fesselten die ,steine selbst4 ,weie ,kreidebrocken2 einer war zerschlagen und wies einen schwrzlichen ,kern3 ,feuerstein4 ,ein rtliches ,gerllstck von ganz anderer ,mineralart4 ,ein kleiner1 halb abgebrochener gelblicher ,steincylinder wie ein lnglicher ,fingerhut4 ,ein bluliches rundes ,ding1 seltsam wie mit undeutlichen ,ornamenten verziert1 im ganzen einer harten1 eingetrockneten ,cypressenfrucht nicht unhnlich4 ,zwischen allerhand greren ,trmmern auch ein winziges ,krnchen von auffallendem ,rotgelb3 ,bernstein4 ,meine ,gedanken begannen zu wandern4 ,diese ,kinder hatten mit ,jahrmillionen der ,erdgeschichte gespielt ohne eine ,ahnung davon4 ,jede kleine ,quader da in ihrer ,festung war ein ,stck ,urwelt mit einer ungeheuren ,perspektive4 ,dieses ,krnchen ,bernstein war versteinertes ,harz eines ,fichtenbaumes1 dessen ,art heute auf ,erden nicht mehr gefunden wird1 ein ,gru aus lngst verschollenem ,urwalde einer deutschen ,kste in ,tagen1 da es noch keinen ,begriff deutsch8 gab1 weil es noch keinen ,begriff ,menschheit8 gab4 ,diese ,kreide1 wie sie jetzt die steilen ,wnde der ,stubbenkammer auf ,rgen zusammensetzt1 war einst ,tiefseeschlamm des ,ozeans4 ,die ,kalkschalen mikroskopisch kleiner ,tierchen1 die diesen ,ozean belebten1 sanken jahrhunderttausendelang unablssig in die ,tiefe und bildeten dort allmhlich diesen ,schlamm4 ,dann kamen ,faltungen der ,erdrinde1 verschoben ,land und ,wasser und stauten den uralten1 zu ,stein verhrteten ,schlamm als ,hgel empor4 ,gegen diesen ,hgel quetschten sich ,millionen ,jahre spter die ,gletschermassen der ,eiszeit1 die1 von ,norden kommend1 die ganze ,ostsee ausfllten4 ,mit diesen ,gletschern ist der rote ,stein dort von den ,gebirgen ,schwedens bis hierher geschleppt worden4 ,zugleich rissen diese mit ,steinen wie ein ,reibeisen besetzten ,gletscher hier die weiche ,kreide ,rgens auf1 whlten gleichsam ihre ,eingeweide heraus1 da sie in nackter ,ble1 zersplittert und zerfetzt1 offen blieben1 wie sie heute stehen4 ,aus dem zerrissenen ,fels aber lsten sich schwrzlich-gelbbraune ,einlagen4 ,von da stammt der ,feuerstein4 ,als der ,kreidefels noch weicher ,schlamm war1 betteten sich in diesen ,schlamm schichtenweise seltsame ,knollen aus ,kieselstoff1 auch sie das ,erzeugnis wahrscheinlich kleinster ,tiere1 vielleicht hauptschlich ,radiolarien1 die unzhlige ,gehuse aus stahlhartem ,kiesel aufbauten und zu solchen ,klumpen sich ballen lieen4 ,das ist unser heutiger ,feuerstein4 ,zwischen diesem ,feuerstein fiel aus der ,kreide noch mancherlei anderes ,gebild1 auch das urzeitlicher ,rest verschollenen tierischen ,lebens4 ,dieses zerbrochene gelbe ,rhrchen1 ,donnerkeil8 im ,volksmunde genannt1 war einst ein ,krperteil eines ,tintenfisches vom ,schlage der sogenannten ,belemniten84 ,diese wie mit ,hieroglyphen besetzte blaue ,steinfrucht ist der ,ausgu der ,schale ebenfalls eines ,tieres1 eines ,see-,igels1 der zugleich mit jenem ,tintenfisch lebte1 als der ,feuerstein und die ,kreide sich bildeten4 ,in jenem ,ozean der ,kreidezeit schwammen #abj ,fu lange ,eidechsen1 die ,mosasaurier1 dnn wie das ,schiffermrchen die groe ,seeschlange trumt4 ,und am ,strande des ,meeres stapften reptilische ,scheusale von zehn ,metern ,lnge1 die aufrecht auf den ,hinterbeinen gingen wie unser ,knguruh4 ,in ,belgien liegen heute noch die ,reste2 beim ,bergwerksbetrieb sind sie zutage gekommen tief unter der ,sohle des heutigen ,lebens1 eine versunkene ,welt4 ,an solchem ,fleck1 wo die ,geschichte des ,kosmos sich in ein ,kinderspiel drngt1 tauchen einem von selbst allerhand ,fragen auf4 ,es ist immer eine der nchsten gewesen3 wo ist das alles hingekommen8 ,warum ist es heute nicht mehr da8 ,das ,meer blaut noch in unabsehbarer ,weite wie je1 hat noch immer ,tiefen1 in denen der ,gaurisankar sich untertauchen liee1 noch heute bietet es dem ,walfisch1 der auch hundert ,fu lang wird1 ,nahrung und ,raum4 ,wo sind die ,mosasaurier1 die ,iguanodons1 wo der ,ichthyosaurus hingekommen1 dessen ,steinmumien in ,schwaben dicht beisammenliegen wie die ,heringe1 wo die ,mammute1 deren rotwollige ,leiber noch blutig frisch im sibirischen ,eis stecken wie in einer ,konservenbchse der ,ewigkeit8 ,eine ,antwort scheint ja die erste1 rascheste4 ,unendliche ,zeit ist seit damals hin4 ,in dieser ,zeit hat die ,erde hundert ,akte des wildesten ,spektakelstcks durchgespielt4 ,das ,land ist geborsten und hat feurige ,lava und kochenden ,wasserdampf gespieen1 ,sintfluten haben sich darber ergossen4 ,da wurden die ,fische gebraten und die ,sumpfreptile ertrnkt4 ,und ber die ,mammute gar ist klafterhohes ,eis gestrzt4 ,aber davon will die heutige ,wissenschaft nicht mehr viel wissen1 wenn es auch in ,jugendbchern und ,romanen noch erzhlt wird4 ,wir haben gelernt1 da die ,mhlen der ,weltgeschichte in der ,ichthyosaurus-,zeit wahrscheinlich genau so langsam gemahlen haben wie heute4 ,es brodelt wohl einmal ein ,vulkan4 ,in ,jahrhunderttausenden frit sich ein ,strom auch ein neues ,bett1 versandet ein ,see1 sinkt eine ,kste ,millimeter um ,millimeter abwrts1 bis endlich ganz1 ganz langsam der ,ozean ins ,wattenmeer zwischen ,inseln1 in die ,marschen1 ja endlich ber ein ganzes ,tiefland bis zur nchsten ,hgelmauer dringt4 ,da es aber niemals jene allvernichtenden ,katastrophen1 die gleichsam mit dem ,schwamm ber alles ,lebendige wischten1 seit ltesten ,erdentagen in ,wahrheit gegeben habe1 davon liegt ein schlichtestes ,zeugnis vor4 ,es leben nmlich heute noch einzelne ,tiergeschlechter munter neben uns1 die schon mit dem ,ichthyosaurus und noch weiter zurck blhten4 ,ein solcher leibhaftiger berlebender ,urweltler ist der ,molchfisch ,ceratodus ,australiens1 der recht im ,sinne ,darwins eine ,uebergangsform darstellt zwischen ,fisch und ,molch1 weil er nmlich noch ,kiemen zum ,wasseratmen besitzt wie ein ,fisch und doch zugleich schon eine ,lunge1 wie die ,landtiere sie vom ,molch an aufwrts haben4 ,dieser ,molchfisch ist genau der ,gattung nach lter als der lteste ,ichthyosaurus und erfreut doch noch jetzt die ,australneger ,queenslands durch sein wohlschmeckendes1 lachsrotes ,fleisch4 ,ja1 die ,lingula1 ein kleines1 halb wurm-1 halb muschelhnliches ,tier aus der ,gruppe der sogenannten ,brachiopoden1 lebt im ,ozean1 so lange wir berhaupt ,kenntnis und ,reste von lebenden ,wesen besitzen3 von der kambrischen ,epoche an1 mit der all unsere ,weisheit beginnt1 bis auf den heutigen ,tag4 ,umgekehrt das ,mammut war ausgestorben1 als unsere ,geschichtsberlieferung begann1 kein ,lied1 kein ,heldenbuch meldet mehr von diesem deutschen ,elefanten8 mit seinen ungeheuren ,stozhnen4 ,und doch hat der ,mensch1 wie wir heute sicher wissen1 dieses ,mammut noch gejagt1 sein ,fleisch hat er verspeist1 aus dem ,elfenbein seiner ,zhne hat er ,schnitzereien gefertigt1 ja auf ein solches ,knochenstck1 das in einer franzsischen ,hhle bei ,kulturresten der ,steinzeit 7also der ltesten ,menschheits-,kultur jenseits aller schriftlichen ,ueberlieferung7 entdeckt worden ist1 hat ein ,knstler jener ,urtage mit roher ,hand1 aber noch wohl erkennbar1 das ,umribild eines solchen ,elefanten mit ,pelz1 ,stozhnen und ,rssel eingekritzelt4 ,den ,menschen hat offenbar keine ,erdkatastrophe fortgefegt seither1 -- die ,mammute aber sind alle tot4 ,warum8 ,man hat beim ,mammut vermutet1 es sei dann wohl der ,mensch selber gewesen1 der es vertilgt hat4 ,kein ,zweifel ist ja1 wie dieser ,mensch wahrhaft verheerend eingebrochen ist in die ,tierwelt der ,erde4 ,wo ist all das wilde ,getier der alten ,germanen-,wlder1 wie es die ,rmer bei uns fanden1 in den zweitausend ,jahren hingekommen8 ,bren1 ,wlfe1 ,luchse gab es die ,masse1 ,ur-,stiere und ,auerochsen und ,elentiere sielten sich im ,sumpf1 und aus jedem ,fluarm stiegen die seltsamen ,kuppelbauten und ,dmme der ,biber4 ,verschwunden ist das alles vor der ,kultur4 ,hier und da nur noch ein letztes ,hufchen ,biber1 ein paar knstlich gehegte ,elentiere4 ,der deutsche ,auerochs und ,br sind lngst ganz verschollen1 der schwarze ,ur-,stier ist sogar berhaupt ausgestorben4 ,warum soll es dem ,mammut1 dessen ,knochen heute noch im ,kies bei ,berlin1 im ,flubett der ,lippe1 auf dem ,elbplateau jenseits ,dresdens gefunden werden1 nicht schon ein paar ,jahrtausende vor ,csar genau so ergangen sein8 ,aber auf jene ,seeschlangen der ,kreidezeit und den ,ichthyosaurus vom ,fue der schwbischen ,alb pat auch das wieder nicht1 denn mit ihnen ist zu ihren ,lebzeiten berhaupt noch kein ,mensch zusammengetroffen4 ,millionen von ,jahren liegen zwischen dem ersten ,auftreten des ,menschen und dem letzten ,ichthyosaurus4 ,kein ,siegfried kann diese ,lindwrmer erlegt haben4 ,aber wer war es denn8 ,es ist erst ein paar hundert ,jahre her1 da hatte man bezglich dieser versteinerten ,ungeheuer noch ganz anders verwegene ,fragen4 ,haben diese ,tiere berhaupt je gelebt8 fragte man4 ,im ,gestein selber sollte eine mystische ,bildungskraft stecken1 die den toten ,stein gelegentlich spielend zu tierhnlichem ,gebilde formte4 ,so wre ein solches vermeintliches ,drachen-,gerippe gar kein echter ,rest eines ,tieres1 das einst im ,sonnenlicht sich gefreut und seine ,tatzen geregt wie wir1 -- sondern es wre das ,ergebnis einer ,art geheimnisvollen ,kristallisationsprozesses erst in der schwarzen ,erdentiefe4 ,so lustig das erdacht war3 es hielt doch den ,tatsachen nicht lange stand4 ,es lt sich an den sinnflligsten ,merkmalen beweisen1 da diese ,urweltler einmal gestorben sind4 ,was aber stirbt1 mu gelebt haben4 ,in goldig durchschimmernden ,stckchen dieses ,bernsteins hier gewahrt der ,kundige nicht selten ,mcklein1 ,spinnen und ,ameisen4 ,sie sind genau des ,todes verstorben1 der heute hnliche kleine ,tiere ereilt1 wenn die ,fichte trnt und der ,kirschbaum zhes ,harz aus seiner ,rinde trufelt3 vom klebrigen ,harztropfen sind die ,vorwitzigen gefangen und umhllt worden wie die ,einwohner ,pompejis anno dazumal vom ,aschenschlamm des ,vesuv1 -- zum ,bernstein verhrtet1 ins ,meer verschwemmt1 hegt sie noch heute die alte ,harzmasse als glserner ,sarg4 ,tief im ,gestein1 wo der ,ichthyosaurus heute schlft1 liegen eng bei ihm1 auch zu ,stein geworden1 die ,verdauungsreste seiner ,nahrung4 ,der ,forscher schleift sie auf und gewahrt auf der ,schliffflche die wohl erkennbaren unverdaulichen ,ueberreste dessen1 was der alte ,drache verschlungen hat4 ,fischschuppen sind es1 ,grten und die ,trmmerstcke von ,tintenfischen4 ,dieses kleinere ,getier ist also gefressen worden vom groen1 -- gestorben im dicht bezahnten ,rachen eines hungrigen ,rubers4 ,damals wie heute gab es offenbar ,hader und ,kampf ums ,dasein81 es gab ,fresser und ,gefressene1 ,ueberwinder und ,unterliegende4 ,wir ahnen aber noch andere ,ursachen des ,todes und zwar nicht nur bei ,kleinen1 sondern auch bei den ,gewaltigen selbst4 ,jene ,rieseneidechse ,iguanodon1 von der ich gesprochen habe und die auf den ,hinterbeinen trottete wie ein ,knguruh1 ist im sogenannten ,wlderton bei ,bernissart in ,belgien in einer ganzen ,herde von dreiundzwanzig ,stck ausgeschachtet worden4 ,dieses ganze ,regiment ,kolosse stand derart aufrecht im ,tongrund1 da man nicht anders annehmen kann1 als es ist voreinst einmal in einer ,unglcksstunde die ganze ,kavalkade aufrecht so im weichen ,sumpfgrunde eingesunken und erstickt4 ,wunderbar kann das ja nicht sein bei ,reptilien von zehn ,metern ,lnge1 die wahrhafte ,drachenschwnze hinter sich herschleiften und nach vorne ,hngebuche wie die ,fettgnse gehabt haben mssen1 whrend der vogelartige ,schnabelkopf sich auf hohem ,schwanenhalse haushoch ber das ganze reckte4 ,ein hnlicher ,unhold1 den man in ,amerika gefunden hat und der seine siebzig ,fu lang wurde1 der ,brontosaurus1 wird auf ein ,gewicht von zwanzig ,tonnen1 das sind zwanzigtausend ,kilogramm1 geschtzt4 ,ein solches ,tier auf einem gengend tiefen urweltlichen ,moorboden war rettungslos verloren2 es ging unter wie ein leckes ,schiff mit ,steinfracht4 ,gerade dieser letztere ,fall mu uns aber nun besonders zu denken geben4 ,er macht auf etwas aufmerksam1 was am ,ende nicht nur das einzelne ,sterben1 sondern das ganze endgltige ,aussterben8 solcher ,urweltler in seinem ,grunde aufhellen knnte1 wenn man es nur recht erwgt4 ,ein solcher wandelnder ,fleischberg wie der ,iguanodon oder der ,brontosaurus hatte etwas unverkennbar ,uebertriebenes in sich4 ,etwas ,uebertriebenes1 das sich unter besonderen ,umstnden hatte heranbilden knnen und in seiner ,weise eine ,zeitlang ,herr der ,situation war1 -- das aber ber kurz oder lang doch dem ,lose aller ,uebertreibungen verfallen mute3 unpraktisch zu sein4 ,wenn wir das ,gerippe eines solchen ,brontosaurus1 wie es von dem amerikanischen ,geologen ,marsh im ,museum zu ,new ,haven wieder zusammengesetzt worden ist1 genau betrachten1 so erscheint in ihm ein groteskes ,miverhltnis4 ,alle ,wucht der ,entwickelung dieses ,riesenleibes ist in die reine ,masse verlegt4 ,dieses ,tier konnte1 so lange es sich um ,gre allein handelte1 wenig ,feinde haben1 denn es trampelte da alles nieder4 ,ein ausgewachsener ,elefant wiegt blo #fjjj ,kilogramm4 ,dieses ,reptil htte ihn also grndlich zerquetscht1 wenn es nur ber ihn wegkroch4 ,viele dieser ,drachen waren auch noch am ganzen ,leibe verpanzert1 trugen riesige ,hrner auf ,stirn und ,nase wie ,stiere und ,rhinozerosse1 oder sie hatten aufrechtragende steinharte ,kmme aus soliden ,platten den ganzen ,rcken entlang und auf dem ,schwanz halbmeterlange ,stacheln1 die ein anspringendes ,raubtier von ,tigergre durchlchern muten wie die zusammengefaten ,speere den ,winkelried4 ,aber diese riesengleichen ,lindwrmer hatten umgekehrt ,gehirne1 so winzig1 da ein ,spatzenhirn sich im ,verhltnis ber sie erhebt1 wie das ,gehirn eines ,menschen ber ein ,spatzenhirn4 ,mehrfach war bei ihnen das ,rckenmark in der ,beckengegend viel dicker als das ganze ,gehirn1 so da man fast sagen mchte3 sie haben mehr mit den ,beinen gedacht als mit dem ,kopf4 ,es kann aber mit dem ganzen ,denken nicht weit her gewesen sein4 ,der ungeheuerlichen ,leibesflle entsprach eine ungeheuerliche ,dummheit4 ,wenn man die ,hhle im ,schdel mit ,gips ausgiet1 so erhlt man die ,mae ihrer ,hirne heute noch ziemlich genau3 sie sind erschreckend klein4 ,das ,wort scheint wahr geworden vom ,berge1 der eine ,maus erzeugt4 ,sie besaen aber noch lange keine ,gehirne1 die sich dem eines kleinsten ,musleins vergleichen lieen4 ,und das war denn doch schlielich wohl der ,punkt1 wo sie sterblich waren4 ,ihre ,krperlast1 sonst unangreifbar1 machte sie zum ,opfer jeglichen ,terrains1 das nachgab1 -- des ,sumpfbodens wie des ,flugsandes4 ,und ihre wahrhaft monumentale ,dummheit fhrte ,generation um ,generation wohl immer wieder auf so verfnglichen ,boden4 ,in diesen kleinen ,gehirnchen speicherten sich keine ,erfahrungen an1 warfen ,falten des vererbten ,denkens auf1 lehrten die ,enkel in ,schlue meiden1 was den ,ahnen ,verderben gebracht4 ,sie trotteten jahrtausendelang ihren gleichen ,weg1 und wenn auf diesem ,wege eines ,tages ein ,moor entstand1 so sanken sie in dieses ,moor und erstickten1 als mte es so sein4 ,bis an einem letzten ,tage der letzte ,lindwurm so das ,zeitliche gesegnet hatte4 ,es mag ebenso geschehen sein1 da viel kleinere ,tiere ihrer doch ,herr wurden trotz aller zwanzig ,tonnen ,gewicht1 und zwar aus dem einfachen ,grunde1 weil diese ,tiere sich inzwischen im ,verhltnis grere1 also klgere ,gehirne erworben hatten4 ,gegen einen solchen schwachkpfigen ,saurier war ein ,vogel1 wie gesagt1 ein ,genie4 ,es gab aber in der letzten ,drachenzeit nachweisbar bereits ,vgel1 und zwar sind in ,sdamerika neuerdings auch ,vogelriesen gefunden worden1 die ber drei ,meter hoch waren und ,raubvogelschnbel und ,krallen gehabt haben mssen wie aus ,stahl4 ,wenn ein solcher ,greif sich dem ,lindwurm unversehens auf dem ,rcken festhakte1 vermge seiner viel feineren geistigen ,gewitztheit geschickt den ,schlgen des ,stachelschwanzes auswich und seinen ,schnabel zwischen die ,panzerplatten einhieb1 so half dem ,herkules schlielich all sein ,gewicht nichts mehr1 und der schlimme ,vogel schlug ihm endlich den ,leib auf1 wie ein ,igel sich mit seinen spitzen ,zhnen in eine ,viper frit4 ,darwin hat uns im neunzehnten ,jahrhundert auf das groe ,prinzip in der ,entwickelung des ,lebens auf ,erden aufmerksam gemacht1 das mit dem ,worte ,anpassung8 ausgesprochen ist4 ,ueberblicken wir die heutige ,tierwelt1 so sehen wir jede ,tierart in einer bewundernswrdigen ,weise ihrer ,lebenslage angepat4 ,der ,fisch ist wie eine kunstvolle ,maschine auf das ,leben im ,wasser hin gebaut1 der ,vogel auf die ,luft1 der ,maulwurf auf die ,whlarbeit im dunklen ,erdreich1 das ,ro auf die ,ebene1 die ,gemse auf das ,gebirge1 der ,affe auf den ,baum4 ,auch die ,tiere der ,urwelt zeigen in all ihren ,abdrcken und ,gerippresten1 die uns von ihnen im ,gestein erhalten sind1 solche ,anpassungen in ,hlle und ,flle4 ,schon da hat der uralte ,fisch seine ,flossen1 die verschollene ,schildkrte ihren ,schutzpanzer1 der ,ichthyosaurus seine scharfen ,zhne und der lteste ,vogel seine ,federflgel4 ,und schon aus diesen ,organen der ,anpassung allein1 die so deutlich noch vor ,augen stehen1 kann man den sicheren ,schlu ziehen1 da diese ,tiere wirklich einmal gelebt haben4 ,aber man kann aus dem ,prinzip gerade der ,anpassung auch herleiten1 da und warum viele einst vorhandene ,arten vollstndig wieder ausgestorben sind4 ,gab es auch in der ,erdgeschichte nicht jene wsten ,katastrophen1 die ganze ,tiervlker in ,lava brieten oder in ,sintfluten ersuften1 so hat sich doch die ,erdoberflche im ,laufe der ,jahrmillionen langsam1 aber sicher fort und fort ganz respektabel verndert4 ,das aber schuf fr das bunte ,tiervolk im ganzen immer wieder andere ,grundlagen1 andere ,ntigungen der ,anpassung84 ,andere ,zeiten1 andere ,vgel68 ,der alte ,vers hat zoologisch eine tiefste ,wahrheit4 ,was fr die ,zeit der ,erdgeschichte etwa1 da der heutige ,jura-,schiefer als ,meeresschlamm sich absetzte1 gut war im ,sinne vollkommener ,anpassung1 das gengte fr die sptere ,epoche1 da die heutige ,kreide sich in der ,tiefsee bildete1 nicht mehr1 -- und so fort4 ,einzelne stille ,winkel hat es zwar immer gegeben1 wo diese oder jene ,art allen ,wechsel berstand1 ohne sich wesentlich dem ,fortgang anzubequemen3 so erklren sich jene berlebenden letzten ,mohikaner urltester ,tage wie jener ,molchfisch und jenes ,lingula-,tier4 ,fr die ,masse aber schuf jede neue ,epoche der groen ,erdentwickelung ein scharfes ,entweder -- oder4 ,entweder die ,tiere paten sich den neuen ,verhltnissen entsprechend neu an1 oder sie starben als unbrauchbar1 als reaktionr geworden aus4 ,beide ,flle sind in ,masse immer wieder eingetreten4 ,welche ,veranlagung dabei ber das ,wie8 des ,weges entschied1 ist freilich auch dem darwinistisch gesinnten ,naturforscher von heute noch keine ohne weiteres beantwortbare ,frage4 ,man ist versucht zu sagen1 da es jedesmal die ,genies der ,tierwelt waren1 die sich umformten zu neuer ,anpassung1 und andererseits die ,trpfe und ,trottel1 die den ,anschlu nicht finden konnten und unter den ,tisch fielen4 ,wobei die ,worte selbst freilich1 von uns ,menschen entnommen1 vorlufig noch keine echte1 tiefere ,erklrung umschlieen4 ,denn wir wissen durchaus nicht1 auf ,grund welcher innerlichen ,weltverknpfung nun etwa in unserem ,menschenleben selbst hier ein ,genie geboren wird und dort ein ,trottel4 ,blo das sehen wir klar1 da das ,genie1 wenn es einmal da ist1 seine ,zeit beim ,schopfe nimmt und mit ihr hochschwimmt1 -- whrend der arme ,tropf in ihrer ,welle elendiglich ertrinkt4 ,und dieses ,verhltnis ist 7hier hat ,darwin zweifellos den ,nagel auf den ,kopf getroffen7 fr die alten ,tiere jedenfalls ebenso magebend gewesen4 ,wer in vernderter neuer ,zeitlage die entsprechende neue ,anpassung darbot1 der erhielt sich1 war ,herr der ,situation1 -- wer sie aber nicht hatte1 der versank4 ,immerhin lt sich aus jenem guten ,beispiel von den ungeheuer krperschweren1 aber ebenso verstandesdrren ,lindwrmern der ,kreidezeit aber noch ein engerer ,schlu zu diesem ,hauptgedanken wagen4 ,je extremer1 je einseitiger1 je fanatischer1 mchte ich sagen1 eine ,tiersorte zu einer ,zeit ihre ,anpassung an ganz bestimmte enge ,verhltnisse getrieben1 desto geringer scheint die ,wahrscheinlichkeit gewesen zu sein1 da sie jene goldene ,strae des ,fortschritts noch einmal einschlagen konnte1 desto grer der ,zwang1 da sie tragisch unterging4 ,ziemlich unzweifelhaft liegt hier der ,grund1 da so viele gerade der sonderbarsten barocksten und uns unbegreiflichsten ,riesentiere der ,vorwelt eben blo noch als ,gerippe im alten ,gestein liegen1 -- sie waren solche ,extreme der einseitigen1 nicht mehr beweglichen ,anpassung ihrer ,zeit4 ,in neueren ,tagen sind insbesondere von dem ,privatdozenten ,brandes in ,halle interessante ,vermutungen ber dieses ,aussterben extrem veranlagter ,tiere geuert worden4 ,noch in der sogenannten ,diluvialzeit1 also in den ersten ,tagen1 aus denen wir die ,knochenreste von ,menschen und die ersten ,anzeichen einer eskimo-artigen1 ganz niedrigen ,kultur besitzen1 lebte in ,europa sowohl wie besonders in ,amerika ein ,geschlecht groer1 lwenartiger ,katzen von sonderbarstem ,aussehen4 ,machairodus hat man sie getauft1 das ist zu deutsch3 der ,sbelzahn4 ,in der ,tat fhrten diese ,ungeheuer im ,oberkiefer ,eckzhne1 die nicht blo wie echte ,raubtierzhne von heute als derbe ,wehr und ,angriffswaffe im ,maule saen1 sondern die wie wahre krumme ,sbel oder ,messer ber den ,unterkiefer hinweg aus dem ,maule vorsprangen4 ,man hat sich mit ,recht gefragt1 wie ein solches ,tier berhaupt entstehen konnte8 ,es ist nicht mehr ein regelrechter ,lwe1 sondern eher die ,karikatur eines solchen4 ,diese wahren ,walro-,hauer im ,maul einer ,katze scheinen durch ,uebertreibung des ,prinzips mehr einen ,ballast darzustellen1 denn eine ,waffe1 die wirklich noch zum ,beien ,sinn hat4 ,man glaubt den ,ruber1 der ein ,wild angesprungen hat1 sich damit festbeien zu sehen in einer ,weise1 die ihn frmlich festnagelt an den eigenen ,zhnen1 ohne da er doch damit richtig packen kann4 ,wie soll eine so abstruse ,anpassung berhaupt je zustande gekommen sein1 -- an was hatte dieser ,sbelzahn sich berhaupt angepat4 ,nun ist gewi auffllig1 da wenigstens in ,amerika1 also gerade da1 wo die ,machairodus-,lwen mit ppigster ,zahnentfaltung in ,masse gelebt haben1 aus derselben ,zeit uns die ,knochenreste kolossaler ,sugetiere berliefert sind1 die steinharte ,panzer trugen4 ,bekanntlich gibt es noch heute einige recht solid verpanzerte ,suger1 -- so das ,grteltier1 das in einem festen ,hornpanzer steckt wie ein ,krebs in seiner ,schale4 ,heute noch gibt es solche ,grteltiere ausschlielich in ,amerika1 es sind aber durchweg ziemlich kleine ,tiere4 ,in den ,tagen jenes ,machairodus aber existierten im ,lande dort ,riesen aus der ,verwandtschaft der ,grteltiere und der nah dazugehrigen ,faultiere1 die die ,gre von ,elefanten und ,nashrnern erreichten1 ja zum ,teil noch massiver gebaut waren als der ,elefant4 ,und auch von diesen ,patriarchen besaen viele den echten knochigen ,grteltierpanzer1 blo auch bersetzt in die ,dimensionen eines ,rhinozeros4 ,die sogenannten ,glyptodonten steckten ganz darunter wie enorme ,schildkrten4 ,einige ,riesenfaultiere 7,vettern des berhmten ,megatherium7 trugen den ,panzer wie ein geheimes ,kettenhemd innerhalb ihres dicken1 obenauf mit gelbroter ,wolle belegten ,felles4 ,es scheint nun ein ganz plausibler ,gedanke1 da die ,existenz so zahlreicher ,panzertiere am ,ort1 wo der ,machairodus jagte1 einen ,fingerzeig abgebe dafr1 wie sein abnormes ,gebi doch einmal einen echten ,anpassungszweck gehabt haben knnte4 ,diese ,ungeheuer im ,schildkrtenrock hatten keine andere ,waffe gegen ein aufspringendes ,raubtier1 als eben ihren ,rock4 ,dumm waren sie ihren ,gehirnen nach auch ber alle ,maen1 und ihr ,gebi war auf ,bltter- oder ,wurzelkost gebaut wie das von harmlosen ,wiederkuern4 ,aber ein ,lwe oder ,tiger von heute htte ihnen immerhin ja auf den ,buckel springen mgen zum ,lwenritt83 -- kein gewhnlicher ,raubtierzahn htte diese harte ,nu aufknacken und dem ,schalenbesitzer wirklich ans ,blut kommen knnen4 ,ganz anders dagegen unser ,machairodus4 ,seine ,sbelzhne mochten allen ,ernstes in die ,hornwand einschneiden1 mochten ,panzerplatten losreien und so den leckeren ,braten bei lebendigem ,leibe tranchieren4 ,ein frchterliches1 aber zum ,zweck sinnreiches ,tranchiermesser fr ,grteltiere wre also der ,eckzahn des ,machairodus gewesen seiner ursprnglichen ,anpassung nach4 ,es ist aus diesem ,gedankengang dann selbst wieder ersichtlich1 da diese enge ,anpassung fr so einseitigen ,zweck spter doch ein ,entwickelungshemmnis und eine ,ursache schlielich des ,unterganges der ,machairodus-,lwen aus sich heraus werden konnte4 ,denn eines ,tages starben die ,panzergrteltiere1 dauernd bezwungen vom siegreich angepaten ,machairodus1 selber ganz oder doch mehr und mehr aus1 -- der ,angreifer sah sich auf anderes1 nicht bepanzertes ,wild1 ,pferde1 ,hirsche1 ,lamas und so weiter1 angewiesen1 -- und jetzt rchte sich pltzlich die zu tolle ,anpassung1 die ,sbelzhne brachten ihm ,nachteil im ,daseinskampfe statt ,gewinn1 -- er blieb zurck gegen schwcher1 aber bequemer bezahnte ,raubtiere1 und damit war sein ,schicksal besiegelt4 ,tatschlich hat der ,machairodus mit dem ,glyptodon zusammen das ,feld gerumt1 whrend der ,jaguar und ,puma1 diese groen ,katzen mit sehr viel kleineren ,eckzhnen1 heute noch ,amerika unsicher machen4 ,es ist eine ,schwierigkeit der ,theorie1 die ich nicht verhehlen will1 da sie blo auf ,sdamerika zugeschnitten ist4 ,niemals haben in der alten ,welt verpanzerte ,glyptodon-,arten gelebt1 wohl aber liegen ,reste sbelzhniger ,raubtiere auch hier in ,menge4 ,immerhin lt sich bei einer groen ,reihe auch der altweltlichen ,sugetiere von damals wenigstens auf dicke1 rhinozerosartige ,hute schlieen1 die schon ein ,machairodus-,gebi als ,gegen-,anpassung herausfordern konnten4 ,und auch von dieser tertiren ,tierwelt ist nachher viel ausgestorben1 was den ,angreifer mitgerissen haben knnte4 ,ein anderes vielleicht noch besseres ,beispiel scheint dann das ,mammut zu bieten4 ,von allen lebenden und ausgestorbenen ,elefantenarten trug das ,mammut die kuriosesten ,stozhne4 ,in gewaltiger ,krmmung biegen sie sich aufwrts am ,rssel vorbei wieder der ,stirn zu1 als wollten sie nach khnstem ,bogen geradezu in den ,kopf1 von dem sie unten ausgegangen1 oben wieder hineinwachsen4 ,vergleicht man mit diesen ,bogenzhnen die ,zahnwehr eines lebenden ,elefanten1 so machen auch sie in der ,tat den ,eindruck einer ins ,unsinnige umschlagenden ,uebertreibung4 ,der ,laie ist ja geneigt1 sich unter dem ,mammut gerade dieser enormen ,zhne wegen ein besonders entsetzliches ,tier zu denken1 -- wobei er gewhnlich noch die an sich irrige ,meinung mitbringt1 da das ,mammut bedeutend grer als der heutige indische oder afrikanische ,elefant gewesen sei4 ,in ,wahrheit ist dieser alte ,eiszeit-,elefant aber durch diese seine ,riesenzhne wehrloser gemacht worden1 da er berhaupt mit ihnen nicht mehr als ,stowaffe arbeiten konnte und blo durch die auerordentliche ,schwere dieser zwecklosen ,kopfzier in seiner freien ,bewegung rgerlich gehemmt wurde4 ,wie aber sind diese unpraktischen ,uebertreibungshauer zustande gekommen8 ,in jedem zoologischen ,garten kann man beobachten1 da die gewhnlichen ,stozhne des ,elefanten aus dem ,oberkiefer sich herausbiegen4 ,es sind zwei wurzellose ,schneidezhne dieses ,kiefers1 die mit den ,eckzhnen der ,raubtiere nichts zu tun haben4 ,ihr ,nutzen besteht fr den ,elefanten vor allem darin1 da er beim ,abbrechen von ,zweigen im ,urwalde sie als ,gegensttze benutzt3 er fat den ,zweig mit dem ,rssel und knackt ihn ber dem kurzen krummen ,stozahn ab4 ,genau so haben es aller ,wahrscheinlichkeit nach schon die ,vorfahren des ,mammut gemacht1 waldbewohnende ,elefanten jener sogenannten ,tertirzeit1 in der ,europa noch dichte tropische ,urwlder besa4 ,als eine hchst sinnreiche ,anpassung an dieses ,zweigknicken im ,walde waren die ,stozhne dort erworben worden4 ,nun nderten sich aber die ,dinge4 ,am ,ende der ,tertirzeit brach die groe ,eiszeit los4 ,ihr kalter ,hauch vertilgte die ,urwlder1 karg und armselig wurde der ,pflanzenwuchs am ,gletscherrande1 und was von ,tieren sich hielt1 das mute fortan damit vorlieb nehmen4 ,das ,mammut bestand die ,klte selbst4 ,es pate sich ihr an durch einen dicken ,wollpelz und dauerte jahrtausendelang dicht am ,eisrande unentwegt aus4 ,nur so konnten seine ,kadaver gelegentlich in das ,eis selbst geraten und unter guten ,umstnden 7wie in ,sibirien1 wo in der ,eiszeit gefrorener ,boden bis heute nicht getaut ist7 bis auf unsere ,zeit darin erhalten bleiben4 ,doch die ,stozhne1 auf den ,wald berechnet1 wurden dabei allmhlich total berflssig4 ,sie htten ganz eingehen knnen4 ,aber da gerade mischte sich ein ,gesetz ein1 das fr diese ,sorte ,zhne allgemeine ,gltigkeit zu haben scheint4 ,diese wurzellosen ,schneidezhne der ,sugetiere haben1 scheint es1 allgemein eine ,tendenz1 whrend des ganzen ,lebens der ,tiere fr ihr ,teil immer weiter zu wachsen1 wenn sie nicht durch ueres ,abschleifen gehemmt werden1 -- etwa so1 wie unsere ,fingerngel und ,haare immer langsam vorwrts wachsen1 wenn man sie nicht knstlich krzt4 ,man kann das sehr hbsch bei ,nagetieren beobachten4 ,fr gewhnlich stehen da die oberen und unteren ,schneidezhne so gegeneinander1 da sie sich stets an der ,spitze aneinander abreiben und abschleifen1 also trotz permanenten inneren ,nachwachsens im ganzen nicht grer noch kleiner werden4 ,kommt aber der ,fall vor1 da etwa unten die ,zhne durch einen ,miwachs oder ,unfall fehlen1 also das gegenseitige ,abarbeiten ausbleibt1 so wachsen die oberen ,zhne ins ,blaue hinein weiter1 krmmen sich zur tollen ,spirale und bohren sich wohl gar rckwrts wieder in den ,schdel ein4 ,dieses ,schicksal erlitt das ,mammut im groen4 ,solange seine ,stozhne als ,aesteknacker dienten1 schliffen sie sich dabei von selbst stndig auf ihr ,normalma herab4 ,als aber diese ,ttigkeit aufhrte und damit auch das regulierende ,abschleifen1 -- da entstanden aus ungehemmtem ,wachstums-,uebermut jene kolossalen ,bogenkrmmungen1 es kamen die stirnwrts und wieder auswrts wie kranke ,kartoffeltriebe gekrmmten ,riesenhauer zustande3 die ,stozhne des ,mammut4 ,ihr ,sinn stand zunchst jenseits jeder ,anpassung4 ,bald aber zeigte sich ein ,unsinn8 geradezu in ,hinsicht solcher ,anpassung darin4 ,diese ,krummstbe aus schwerer ,elfenbeinmasse wurden reiner ,ballast4 ,und es ist sehr mglich1 da dieses am ,kopfe sinnlos belastete ,ungeheuer gerade deshalb gewissen ,angreifern 7zu denen zweifellos in erster ,linie schon der ,mensch gehrt hat7 frh und endgltig zum ,opfer gefallen ist4 ,die ,elefanten der ,tropenlnder1 die nie diesem krankhaften ,zahnwachstum verfallen waren1 weil ihnen die ,baumzweige zum ,abnutzen niemals gefehlt hatten1 blieben dagegen erhalten bis auf den heutigen ,tag1 wo freilich von einer neuen ,seite her die ,stozhne auch ihnen zum ,verderben werden3 indem nmlich der ,mensch sie in schnellem ,tempo jetzt ausrottet des ,elfenbeins dieser ,zhne wegen4 ,so trumte ich am ,strande ,rgens ber den ,steinchen der ,kinderburg4 ,die alte ,erde erschien mir1 bebend unter der ,last ewig neu gezeugten ,lebens4 ,aber wie der ,saturnus der ,sage verschlang sie ihre ,shne auch wieder zu ihrer ,zeit4 ,die ,meisterin ,natur baute in ,millionen von ,jahren ihr ,kinderspiel aus ,machairodus-,lwen und ,mammuten wie diese ,kinder hier ihren ,ring aus uralten ,tintenfischen und ,seeigeln1 und sie zerwarf es ebenso mit einem ,schlage der ,hand4 ,aber das ,leben1 die ,entwickelung des ,ganzen wogte1 schwoll unablssig dabei1 selber nie ruhend1 nie verschwindend1 wie das ewig blaue ,meer da drauen vor meinem ,blick4 ,eines ,tages war aus diesem dunklen ,spiel der ,mensch heraufgestiegen1 der dieses ganze ,werden noch einmal bersah und in der ,urwelt las wie in einem ,buche4 ,was wird sein ,los sein8 ,wird er auch in eine ,sackgasse der ,anpassung einst einmnden8 ,oder ist er das endgltige ,meisterstck der ,weltentechnik1 -- die vollkommene ,anpassung1 fr die es keinen ,stillstand mehr gibt8 ,ich folgte dem letzten ,rauchstreifchen des weien ,dampfers am ,horizontstrich1 und ich trstete mich1 da die ,menschheit auf alle ,flle noch ,millionen von ,jahren vor sich habe1 um in dieser ,frage zu einem ,schlu zu kommen1 -- ,jahrmillionen der grandiosesten ,entfaltung zum ,herrn der ,erde ber alle ,lnder und ,ozeane hinweg4 ,vom ,leben im ,weltraum4 ,es gehrt zu den liebenswrdigsten ,ergebnissen der ,naturforschung1 da sie den ,menschen von seiner ,einsamkeit erlst4 ,jeder von uns wird ja aus dem ,geheimnisse ins ,geheimnis hineingeboren2 jedem kommt auch einmal die ,stunde1 wo er sich ohne ,anschlu fhlt an die ,welt4 ,hier ich1 auf einsamen ,planeten verschlagen fr ein ,menschenleben2 und ber mir die fremden kalten ,sterne4 ,auch die ,menschheit im ganzen1 selber ja nur wieder ein groer ,uebermensch mit allen ,sorgen und ,lieben des einzelnen1 hat diesen ,moment durchgemacht4 ,die ,natur war ihr ein banger ,traum1 an dem sie kein ,teil zu haben glaubte4 ,der erste ,chemiker1 der genau nachwies1 da ein ,teilchen ,eisen1 ein ,krnlein ,salz1 ein ,tropfen ,wasser1 die in den ,menschen eingehen und ihn bauen helfen1 dort dieselben bleiben wie drauen in der ,erzstufe des ,erdengrundes1 in der ,salzflut des ,ozeans1 in den blauen ,wassern der ,himmelswolke3 er hat diesen ,bann zuerst energisch gelst4 ,am ,nachthimmel glht jh eine ,feuerkugel auf1 sie zerplatzt1 ein ,donner rollt und heie ,steine fallen auf die ,erde nieder4 ,meteorsteine sind es1 ,bruchstcke eines fremden kleinen ,weltkrpers1 der in rasendem ,fluge unsere ,erde gestreift1 an ihrer ,atmosphre sich entzndet hat1 geborsten1 herabgestrzt ist4 ,der ,chemiker untersucht diesen ,weltallsfremdling1 der sich zwischen ,monden und ,planeten1 ja seiner ,bahn nach offenbar in ganz anderen ,fixsternsystemen herumgetrieben hat1 und er stellt auch in ihm ,eisenteile fest4 ,dasselbe ,eisen wie in uns6 ,hier zieht sich ein ,band vom roten ,blutsaft unserer ,adern zum ,siriusstern1 zum ,nebelfleck des ,orion1 die unserem ,auge aus den unendlichsten ,fernen des ,alls heraufglimmen1 im buchstblichen ,sinne ein eisernes ,band4 ,und dieses ,eisen wallt um die ,sonne als glhender ,dampf4 ,es webt in den grnen ,blttern des ,eichbaumes ber dir3 -- wenn du der wachsenden ,pflanze das ,eisen entziehst1 wenn du sie nicht ftterst damit1 so bleibt ihr ,blatt bleich und krank4 ,wenige ,menschen noch haben heute eine ,ahnung1 wie fest sie in der brigen ,natur hngen4 ,unser ,blick schweift ber die endlose ,wogenflche des ,meeres3 wie fremd1 wie ungeheuerlich1 wie unfabar erscheint das alles von der schmalen ,klippe1 die uns ,pygmen ,raum gibt1 aus4 ,und doch3 wenn wir den rechten ,blick htten1 so erschiene der eigene ,leib uns als solches ,meer4 #eh ,prozent1 mehr also als die ,hlfte unseres ganzen ,krpers1 besteht aus reinem ,wasser2 jeder ,muskel enthlt #ge ,prozent4 ,ueber diesem schwankenden ,see baut sich das ,feste unserer ,existenz nur wie ein dnnes luftiges ,gitterwerk in uns selber auf4 ,ja dieser ,krper1 der sich einsam fhlt und im ,gegensatz zu aller ,welt1 er hat nicht einmal eine feste ,grenze gegen diese ,welt4 ,scheinbar bildet die ,haut ja eine4 ,aber unablssig verflchtigen sich von dieser warmen1 feuchten1 atmenden ,haut unsichtbar winzige chemische ,teilchen und verbreiten sich ins ,freie hinaus4 ,der ,chemiker sagt dir1 da keine wirkliche ,scheidewand ist zwischen einem ,stoff und dem feinen ,hauch1 der von ihm ausgeht4 ,dieser ,hauch1 vielleicht nur noch als zartester ,duft mit dem chemisch feinsten der ,sinne wahrnehmbar1 ist ja nichts als unendlich verteilter ,stoff selbst4 ,schrfte sich das ,auge fr dieses unablssige ,zu- und ,abstrmen ber der ,haut1 so verlre sich augenblicklich der ganze feste ,krperumri3 wie ein immer feinerer ,nebel flsse der ganze ,mensch in einer losen ,wolke dahin4 ,bis wohin8 ,wo hat dieser chemische ,wellenschlag sein ,ende8 ,vielleicht nirgendwo4 ,unser ,auge ist stark1 die ,lichtwellen des ,sirius noch zu empfinden4 ,wer sagt uns1 ob es nicht blo ,sache der ,feinheit des chemischen ,apparats wre1 umgekehrt den feinen ,duft einer schnen irdischen ,haarlocke auf dem ,sirius aufzufangen1 ein ,beweis1 da unser ,leib tatschlich bis dorthin reicht8 ,wir bewundern die ,rosenfarbe einer ,wange4 ,nach ,jahren kehrt die ,erinnerung dazu zurck1 als sei der ganze ,zauber einer lieben ,menschenindividualitt darin enthalten gewesen4 ,und doch -- was war diese ,farbe8 ,sonnenlicht war es1 von dieser reflektierenden ,flche ,menschenhaut zurckgestrahlt auf unser eigenes ,auge4 ,zwanzig ,millionen ,meilen von uns entfernt1 von der ganzen ,erde entfernt1 hat die riesige ,sonne1 dieser ,weltallshochofen mit seinem weiglhenden ,kern und seiner ,hlle glhender ,metalldmpfe1 dieses ,licht und in diesem ,lichte dieses entzckende ,rot gekocht4 ,durch diese ganzen zwanzig ,millionen ,meilen eiskalten den ,raumes hat das ,licht sich erst durchqulen mssen1 damit du es von der lieben ,mdchenwange erhalten kannst4 ,wem gehrt es mehr an3 der ,sonne oder der ,individualitt des ,mdchens8 ,wer in diese ,gedanken sich einmal resolut eingelebt hat1 dem hat es nichts so sehr ,fremdartiges mehr1 da auch auer der ,erde im ,all noch wirkliches ,leben existieren sollte4 ,zwlf ,grundstoffe oder ,elemente mindestens bauen bei uns das ,lebendige4 ,wo aber das ,all eine ,sprache hat1 um uns von seiner ,chemie zu erzhlen1 da tauchen immerfort ,elemente dieses gleichen ,stammes in ihm auf4 ,im ,nebelfleck1 wo er wirklich aus ,gas besteht1 leuchtet ,wasserstoff4 ,der ,meteorstein1 das einzige ,ding der ,sternenferne1 an das unsere ,hand greift1 besteht durchweg1 wie gesagt1 aus ,eisen4 ,in der ,sonne glhen nachweislich eine ganze ,reihe1 wahrscheinlich sogar alle ,lebenselemente4 ,im ,kometen glnzt ,natrium1 das dem ,leben so unentbehrliche ,kochsalzelement4 ,da schwebt im ,fernrohr eine ferne ,welt3 der ,mars4 ,blulich glnzen seine ,wasser um den ,pol1 und an diesem ,pol selber blinkt eine weie ,kappe von ,schnee4 ,warum sollen in diesem ,meere nicht silberne ,fische spielen1 nicht rosenrote und orangegelbe ,medusen in stillem ,zuge dahintreiben1 warum sollen nicht weibrstige ,mven um die ,rnder dieses ,schnees kreisen8 ,vor etwas ber #cjj ,jahren war es1 da kam die ,idee eines ,lebens im ,all ber diese enge ,erde hinaus einem groen ,denker der ,menschheit wie eine strahlende ,offenbarung4 ,kopernikus hatte die ,erde als ein bewegtes ,sternlein unter die ,sterne geworfen4 ,giordano ,bruno war es jetzt1 der zum erstenmal trumte1 auf all diesen tausend und tausend ,lichtpunkten der ,sternennacht mchte ,leben blhen wie bei uns4 ,phantastisch1 als die ,vision eines ,dichters1 kam das zuerst4 ,aber zur gleichen ,stunde fast1 da ,bruno fr diese und andere ,gedanken1 die seinen ,zeitgenossen ,snde schienen1 den ,martertod auf dem ,scheiterhaufen erlitt1 zur gleichen ,stunde wurde das ,fernrohr erfunden4 ,ein neuer wirklicher ,blick tat sich auf in die ,sternenwelt4 ,vom ,monde herber glnzten auf einmal ,berge1 in der ,sonne druten schwarze ,flecken1 der ganze ,himmel erschien wunderbar verwandelt und nhergerckt4 ,und unter den ,schauern dieser grandiosen neuen ,sichtbarkeit der ,dinge verlor jener ,gedanke selbst seine ,khnheit4 ,der ,blick1 dem das ,rohr als neues ,auge zu seinem alten ,organe gefgt war1 suchte unwillkrlich nach ,spuren fremden ,lebens im ,sternenall1 nach wirklich sichtbaren ,spuren4 ,da dnkte dem einen1 die ,sonne weise in ihren schwarzen ,flecken gleichsam ,fenster einer geheimnisvollen ,innenwelt4 ,diese ,innenwelt der ,riesenkugel sollte an sich fest und dunkel sein1 ohne die eigentliche ,sonnenglut4 ,erst ber ihr schwebte eine hohe ,atmosphre1 eine ,luftschicht1 deren oberste ,lage wei glhte wie ein bestndiges riesenhaftes ,nordlicht und jene ,wrmestrahlen nach auen warf1 die uns ,erdbewohner noch in einer ,entfernung von zwanzig ,millionen ,meilen einen warmen ,tag machen4 ,auf jener schwarzen ,innensonne aber1 die nur durchlugte1 wenn die ,lichthlle im ,sonnenfleck8 zerri1 sollte das ,leben der ,sonne blhen1 ihre ,wlder1 ihre ,tiere1 ihre ,sonnenmenschen4 ,ein anderer studierte mit dem ,fernrohr den ,mond1 und vermeinte ,festungen zu sehen1 die die ,mondbewohner sich errichtet1 ,hhlen1 in denen sie ihre ,stdte bauten1 um dem furchtbaren ,sonnenbrande zu entgehen4 ,ein dritter trumte von organischer1 lebendiger ,substanz1 die frei im ,weltraum fliege und bisweilen als leuchtender ,gallert auf die ,erde gleich den ,meteorsteinen niederfalle4 ,aber mit alledem rumte die ,forschung1 die das scheinbar geschaffen1 fortschreitend auch ebenso rasch wieder auf4 ,der wahre ,kern der ,sonne1 den uns die ,untersuchung des ,sonnenlichtes durch die sogenannte ,spektralanalyse entrtselt1 erwies sich als weiglhende ,kugel geradezu von unfabarer ,hitze1 und die ,sonnenflecken waren nicht ,lcher zu einer schwarzen ,gespensterwelt unseres ,lichtballs1 sondern hchstens rostartige ,erkaltungswolken1 die vielleicht auf ein in der ,millionenfolge der ,jahre dereinst einmal nahendes ,ausglhen des ganzen ,riesen von der ,oberflche her deuteten4 ,die ,mondburgen waren tatschlich nur zackige ,gebirge von grotesker ,zerrissenheit4 ,jene lebendigen ,meteore aber erwiesen sich1 wo ein kritischer ,naturforscher sie fate1 als ber ,nacht jh entstandene ,schleimteller braver irdischer ,algen1 ja als ,eingeweide von ,frschen und hnliches1 das blo die ,seltsamkeit des pltzlichen ,anblickes mit den ,sternschnuppen der ,sommernacht willkrlich verknpft hatte4 ,nun sank auf einmal der ,phantasie wieder der ,mut4 ,alle die ,fixsterne des ,nachthimmels da oben waren ,sonnen wie unsere1 zum ,teil blo noch viel heier4 ,in ,gluten1 sagte man sich1 wo das ,eisen als schimmerndes ,wlkchen verdampft1 kann kein ,leben bestehen4 ,zwischen diesen lohenden ,herden des ,alls aber dehnte sich ein im ,gegensatz unglaublich kalter1 luftleerer ,raum1 der mit seiner ,klte von ber hundert ,grad umgekehrt jede ,lebensmglichkeit durch ,frost erstickte4 ,in dieser nackten ,raumesklte schwamm schutzlos1 ohne eigene ,lufthlle und ohne jedes ,trpflein ,wasser1 der ,mond -- also ebenfalls leblos4 ,so zog der ,gedanke1 der einst ,sternbilder belebt1 langsam wieder die bunten ,flgel berall ein4 ,am ,ende war doch diese rtselreiche ,erde1 wenn auch nicht der ,weltmittelpunkt1 so doch das einzige ,pnktlein ,welt1 wo lebendige ,herzen schlugen und das stille ,wandeln des ,naturgesetzes als ,freude und ,schmerz empfanden4444 ,menschengedanken kommen und gehen wie ,wolkenzge ber einer ,landschaft4 ,auch was wir ,wissenschaft8 nennen1 ist nur ein solcher ewig wechselnder ,wolkenzug4 ,heute1 auf der ,wende des zwanzigsten ,jahrhunderts1 hat sich abermals gar viel ,stoff ber dieser groen ,frage angesammelt1 der die ,wage wiederum wohl zum ,gegenteil belasten knnte4 ,es ist aber zunchst eine ganze andere ,ecke1 die uns heute zu denken gibt4 ,nicht die ,sterne trifft sie ohne weiteres1 sondern das ,leben selbst4 ,zu den wunderbarsten ,errungenschaften der ,forschung in den letzten ,jahrzehnten gehrt das ,bild1 das wir gewonnen haben von der schier mrchenhaften ,zhigkeit1 die dem ,leben innewohnt4 ,wohl1 die ,sonnen im ,all bleiben glhend1 der ,weltraum dazwischen bleibt grabeskalt1 der ,mond bleibt nahezu ohne ,luft1 und so weiter4 ,nur da wir zu dieser ,stunde uns ernstlich zu fragen anfangen3 beweist das wirklich etwas gegenber der ,zhigkeit1 die wir neuerdings wenigstens an gewissen ,formen des ,lebens entdeckt haben8 ,vor langen ,jahren machte einmal eine ,sache gewaltiges ,aufsehen4 ,man wute nicht1 war es ein ,stck ernsthafte ,wissenschaft oder ein ,zeitungsscherz4 ,aus ,pyramidensrgen sollten ,weizenkrner gefallen sein1 und diese ,krner1 alt wie ,sesostris und ,moses1 sollten in der hellen ,sonne des neunzehnten ,jahrhunderts noch einmal aufgeblht sein bis zur leibhaftigen ,aehre4 ,mumienweizen8 taufte man das ,wunder4 ,hbsch1 wie die ,geschichte klang1 war sie in diesem ,falle doch nur hbsch erfunden4 ,wohl haben diese alten ,aegypter ja das ,menschenmglichste geleistet im ,einbalsamieren ihrer ganzen ,zeit1 vom ,nilpferd bis zur ,katze1 vom ,knig bis zum ,krrner1 als htten sie mit ,gewalt in unsere ,museen kommen wollen4 ,wir besitzen die leibhaftige ,mumie jenes ,ramses1 der zu ,herodots ,tagen schon ein ,fabelheld war4 ,und so ist auch der uralt gyptische ,weizen wirklich auf uns gekommen1 genau so1 wie wir aus dem ,moorboden der ,schweizer ,seen die verkohlten ,frchte noch gezogen haben1 von denen die ,pfahlbauer sich nhrten4 ,aber auch dieser ,mumienweizen ist allemal vllig in sich zu schwrzlicher ,kohle geworden1 und wenn er ins ,wasser kommt1 so lst er sich1 anstatt zu keimen1 in schmutzigen ,brei auseinander4 ,man hatte eben hier gleich zu viel verlangt vom ,leben3 jahrtausendelang sollte es mumienhaft in der ,gruft liegen knnen und dennoch seine ,kraft nicht verlieren4 ,was aber nicht so theaterhaft in die ,welt posaunt worden ist1 das sind andere1 schlichtere1 aber dafr wahre ,geschichten vom zhen ,leben4 ,in alten ,herbarien aus dem achtzehnten ,jahrhundert fanden sich getrocknete1 sauber geprete ,moospflnzchen4 ,man nahm sie heraus1 befeuchtete sie -- und erzog aus den ,sporen1 den ,zeugungsteilen eine neue1 tadellos lebendige ,moosgeneration4 ,hier hatte das ,leben wirklich geschlafen1 eingesargt schon als scheinbar totes ,museumsobjekt -- und das ber hundert und mehr ,jahre fort4 ,dem groen ,botaniker ,robert ,brown ist es geglckt1 sogar den ,samen der ,lotospflanze nach vollen hundertfnfzig ,jahren aus solchem ,herbarium zum ,leben aufzuwecken4 ,mit diesem ,falle hat eine groe ,aehnlichkeit das ,kunststck winziger ,tiere1 der sogenannten ,brtierchen8 7,macrobiotus74 ,sie sind klein1 aber nicht ganz niedrig organisiert1 etwa den ,spinnen annhernd noch vergleichbar4 ,ihr ,aufenthaltsort sind gern alte ,dachrinnen4 ,ist es nun dort feucht1 so tummeln sie sich munter herum4 ,wenn aber ,drre kommt1 so erstarren sie scheinbar zu absolut totem ,staube1 und dieser ,staub mag ,jahre hindurch hierhin1 dorthin wehen1 als ,sonnenstubchen schweben1 im ,winkel der ,dachrinne gehuft liegen3 kommt nach all den ,jahren endlich nun wieder ,wasser hinzu1 so quillt das formlose ,krnlein auf1 streckt ,beinchen heraus -- und ist1 auferstanden1 wieder ein regelrechtes ,brtierchen1 das frit1 wchst und liebt1 als wre nichts geschehen4 ,dieselbe ,auferstehungskraft kommt wurmhnlichen ,kleintieren1 den ,rdertierchen1 zu4 ,man hat sogar von ,krten1 die1 in ,stein eingeschlossen1 lange erstarrt fortgelebt haben sollen1 hnliches behauptet1 es hat sich aber bei ,experimenten nicht besttigt4 ,und man behauptet es von ,menschen heute noch3 indische ,fakirs sollen sich lebendig begraben lassen1 sollen einschnurren wie die ,brtierchen und doch wieder auferstehen -- auch das bis jetzt ohne ,gewhr4 ,gleichviel3 die alten ,herbarienmoose und die ,brtierchen sind unzweifelbar echt4 ,doch sie erzhlen blo vom ,sieg des ,lebens ber jahrzehntelanges1 jahrhundertlanges ,vertrocknen ohne jede ,spur von ,wasser4 ,weit staunenswerter noch ist der ,kampf dieses ,lebens gegen ,hitze und ,klte4 ,wie selbstverstndlich scheint es1 wenn wir an uns denken1 da kochendes ,wasser verbrht1 ,frostklte erfrieren macht4 ,pflanze wie ,tier erliegt dem1 wohin wir sehen4 ,das ,maiglckchen im ,strau an unserer ,brust wird nach wenigen ,minuten strenger ,winterklte welk1 der ,krebs in der kochenden ,brhe stirbt elendiglich und sein roter ,rock1 den er dabei anzieht1 ist sein ,marterkleid1 wie die bunten ,mntel1 die man einst in ,spanien den ,ketzern umhing1 wenn es auf den ,scheiterhaufen ging4 ,und doch ist das1 wie wir heute wissen1 nicht mehr allgltig fr das ganze ,leben4 ,schon vor fast fnfzig ,jahren zog der ,berliner ,naturforscher ,ehrenberg1 der es besonders auf die ,kleinsten der ,kleinen in ,luft1 ,erde und ,wasser abgesehen hatte1 auf der ,insel ,ischia bei ,neapel aus einer heien ,quelle von achtzig ,grad ,hitze lebende ,wasserpflanzen 7,algen7 und jene ,rdertierchen1 denen es gar nicht einfiel1 sich da drinnen verbrhen zu lassen1 sondern die offenbar seit alters fidel in aller ,hitze hausten und sich vermehrten4 ,auf derselben ,insel leben ,algen 7also ,pflanzen7 in kochendem ,dampf 7die ,insel ist vulkanisch und glht und kocht allenthalben von unten her7 von ber vierundsechzig ,grad ,celsius4 ,und im berhmten ,yellowstonepark in ,nordamerika1 wo kochendes ,wasser in turmhohen ,fontnen aus der ,erde spritzt1 sind gar noch viel hhere ,temperaturen gemessen worden1 und immer noch grnten die ,pflanzen in dieser ,kochbrhe4 ,das alles aber ist endlich noch nichts gegen gewisse jener allerniedrigsten ,lebewesen1 die wir ,bazillen nennen und von denen heute so viel die ,rede ist4 ,streng genommen ist so ein ,bazillus nicht recht ,tier und nicht recht ,pflanze4 ,aber er lebt und ist sozusagen der ganz schlichte1 einfachste ,ausgangspunkt sowohl des tierischen wie des pflanzlichen ,lebens4 ,nun denn3 einige solcher ,bazillen1 zum ,beispiel der bse ,milzbrandbazillus und der ,heubazillus1 sind nicht umzubringen mit einer ,glut von ber hundert ,grad4 ,ja im uersten ,falle berstanden ,bazillenkeime einen dreistndigen ,aufenthalt in einer trockenen ,hitze von hundertvierzig ,grad4 ,und seltsam3 es ist1 als sei auch das hhere ,leben da noch wenigstens annhernd so gewappnet1 wo es selber noch gleichsam wieder von einem bazillenhaften ,stadium1 als ,keim oder ,samenkorn1 fr sich ausgeht3 ,getreidekrner ertragen ebenfalls ein stundenlanges ,ausdrren in der vollen ,hitze von wenigstens hundertzehn ,grad ,celsius1 ohne ihre ,keimkraft zu verlieren4 ,die gleichen ,bazillen sind es denn auch1 die mit noch unerhrterer ,bravour der ,klte trotzen4 ,auch bei der ,klte war man schon frh auf gewisse ,merkwrdigkeiten bei hheren ,tieren aufmerksam geworden4 ,der eine sah ,quallen einfrieren1 da der ganze ,leib mit ,eiskristallen durchsetzt war1 und doch wieder tauend weiterleben4 ,dem andern froren auf einer ,nordpolfahrt die ,karpfen hart wie die ,steine1 und als er sie ans ,feuer brachte1 sprangen sie ihm noch aus dem ,topf1 so wenig wirklich erfroren8 waren sie gewesen4 ,ich selbst habe grne ,frsche in einem ,glase mit ,wasser dem ,froste ausgesetzt1 das ,wasser wurde zu einem ,eisklumpen1 der das ,glas sprengte1 und durch das ,eis schimmerten die grnen ,leiber der ,tiere2 als aber der ,klumpen im warmen ,zimmer taute1 krochen die ,frsche heraus1 als sei nichts geschehen4 ,das mute schon zu denken geben4 ,aber erst als ,raoul ,pictet1 der groe ,physiker1 in seinem ,laboratorium anfing1 nicht nur wahre ,polarklte1 sondern schon ber ,weltraumsklte knstlich herzustellen1 da begannen die ganz groen ,wunder4 ,pictet erzeugte jene ungeheuerlichen ,kltegrade1 bei denen schlielich die ,luft gefriert und ihre ,gase in ,tropfen1 ja in ,schneeflocken herabfallen4 ,in solchen ,eiskammern wurde nun gelegentlich auch das ,leben geprft -- und es bestand ,proben1 die keiner je getrumt htte4 ,ertrugen ,frsche eine ,klte von achtundzwanzig ,grad ,celsius unter ,null1 so kam der ,tausendfu noch lebendig davon bei fnfzig ,grad und die ,schnecke hielt es gar noch mit hundertzwanzig ,grad aus4 ,auch diesen ,rekord aber schlug im ,triumph der ,bazillus1 der mit zweihundert ,grad ,klte noch nicht umzubringen war4 ,auch in diesem ,falle gingen aber ebenfalls die ,samen hherer ,pflanzen fast den ganzen ,weg mit3 mittelst flssiger ,luft wurde eine ,klte von hundertzweiundneunzig ,grad ,celsius erzeugt und der sorgfltig ausgetrocknete ,samen von ,krbissen und ,erbsen hundertzehn ,stunden lang hineingebracht1 -- er verlor seine ,keimkraft1 also sein ,leben nicht6 ,nun setzte man ,bohnen und ,rettigsamen auch noch sechzehn ,monate lang in ,glasrhren1 aus denen die ,luft ausgepumpt war1 also in ein knstliches ,stck luftleeren ,weltraums3 es half alles nichts1 sie dauerten und keimten1 der ,luft1 der ,feuchte und der ,wrme zurckgegeben1 lustig auf1 als sei das alles noch nichts gewesen4 ,diese ganz schlichten ,tatsachen haben nun praktisch sehr viel mehr ,bedeutung fr die ,frage nach dem ,leben im ,weltall81 als alle allgemeinen astronomischen ,trumereien ber ,mondfestungen oder ,marsmenschen4 ,sie erffnen uns zunchst eine wirklich diskutierbare ,mglichkeit1 wie ,leben von einem ,weltkrper auf andere bertragen werden knnte4 ,wie unsere ,erde unablssig vom ,weltraum her fremde ,bestandteile empfngt 7bald derbe ,meteorsteine1 bald nur ganz feinen ,eisenstaub1 der sich auf dem unberhrten ,eise der ,polarlande und in den ,tiefen des ,ozeans ablagert71 so auch verliert sie zweifellos fort und fort eigene ,teile in den ,raum hinein4 ,an den ,grenzen ihrer ,lufthlle verflchtigen sich bei ihrem rasenden ,laufe schwebende ,teilchen und bleiben hinter ihrer ,bahn zurck4 ,winzige ,stubchen hochgewirbelter ,asche von feuerspeienden ,bergen und was sonst da hinaufkommt1 mag sich so abstreifen4 ,auch ,meteorsteine selbst1 die blo als leuchtende ,sternschnuppe unsere oberste ,luftschicht durchschneiden1 aber aus dem ,bereiche der ,erde vermge ihrer kolossalen eigenen ,geschwindigkeit doch wieder halbverbrannt 7die ,reibung an der ,luft erhitzt sie7 entrinnen1 werden ,luftteile mit allem1 was darin schwebt1 losreien und in den ,raum werfen4 ,jetzt in dieser ,luft schweben aber auch organische ,teilchen1 lebende ,wesen in jenem staubhaft vertrockneten1 aber doch noch lebensfhigen ,zustande4 ,bazillenkeime1 vom ,wind dahingewirbelte ,brtierchen1 flugfhige ,pflanzensamen1 allerlei mag da mit hinaufgelangen4 ,und wenn es nun mit verloren geht8 ,klter als hundertfnfzig bis zweihundert ,grad setzt selbst khnere ,rechnung die ,temperatur des ,weltraumes zwischen den ,sternen durchweg nicht an2 genau wei man ja von ihr nur1 da sie recht kalt sein mu4 ,ohne groe ,mhe lt sich denken1 da auf diese ,weise wenigstens einzelne ,lebenskeime als fakirhaft schlummernde ,lebensreste von einem ,weltkrper zum andern kommen knnten1 das ,leben der einen1 schon bewohnten ,welt auf andere bertragend4 ,mag sie hundert ,jahre dauern1 diese ,sternfahrt4 ,wir wissen ja jetzt1 da das ,leben in solchem trockenen ,samenkorn ein ,jahrhundert lang ruhig schlummern kann1 ohne zu sterben4 ,wenn ,darwins ,lehre recht hat1 so wrde aber ein einziger ,bazilluskeim1 auf einen noch gnzlich lebensleeren ,weltkrper solchermaen verweht1 gengen1 um die ganze herrliche ,flle aller ,tier- und ,pflanzenarten durch allmhliche ,entwickelung im ,laufe vieler ,millionen von ,jahren aus sich hervorgehen zu lassen4 ,unsere ,erde selbst knnte so einst von irgend einem unbekannten ,stern aus befruchtet worden sein4 ,wie das gttliche ,weizenkorn von ,eleusis im ,mythus des ,altertums symbolisch die ganze ,formenflle der zeugenden ,natur umschlo1 so wre ein erstes1 unsichtbar kleines ,keimstubchen eines ,bazillus ,urmutter alles ,lebendigen bei uns gewesen4 ,wir wissen nicht1 was ,leben eigentlich ist4 ,wir wissen nicht1 wie es ursprnglich entsteht4 ,mglich wre im ,sinne solcher ,betrachtungsweise1 da es unter ,verhltnissen sich gebildet hat1 die wir gar nicht kennen1 da sie in ,urtagen auf onenfernem ,stern vielleicht nur einmal gegeben waren4 ,zu uns wre das ,leben erst spt als lngst fertiges ,bazilluskrnlein herbergewandert4 ,oft1 immer wieder kamen solche fliegenden ,krnlein im ,trockenheits- und ,klteschlaf des ,raumes zu uns heran4 ,lange aber glhte die ,urerde gleich der ,sonne1 da hielt sich nichts4 ,bis die ,erdrinde sich auf hundert ,grad etwa abgekhlt hatte1 da fate der erste ,bazillus ,fu1 mehrte sich1 nderte1 entwickelte sich und umgrnte die ,erde endlich als ,wiese und ,wald1 umschwebte sie als ,vogel und ,schmetterling1 ja bezwang sie zuletzt als denkender ,mensch4 ,das ist eine ,linie1 wie wir uns auf ,grund der ,tatsachen gut den ,verlauf der ,dinge denken knnten4 ,aber es ist nicht zu leugnen1 da man den ,gedankenfaden auch noch nach einer ganz anderen ,seite von hier aus spinnen knnte4 ,diese wunderbare ,fhigkeit des ,lebens1 sich an extreme ,temperaturen so prachtvoll anzupassen1 schlgt nicht blo eine ,brcke durch den kalten1 luftleeren ,raum1 sie macht auch wahrscheinlich1 da ,weltkrper belebt sein knnen1 denen wir es nach unserer gewhnlichen1 lteren ,auffassung vom ,leben nie zutrauen wrden4 ,wo immer wir auf unserer ,erde das ,leben studieren1 da zeigt es sich den ,verhltnissen dieser ,erde wahrhaft genial angepat4 ,der ,fisch ist dem ,wasser1 der ,vogel der ,luft angepat4 ,die ,fische der ,tiefsee sind gebaut1 den furchtbaren ,druck einer ,wassermasse von mehreren tausend ,metern ,dicke auszuhalten1 und sie ertragen die ,finsternis da unten1 indem sie selber ,licht erzeugen4 ,der ,mensch aber ist gar die ,universalanpassung der ,erde1 die schlielich alles in einem kann und ertrgt1 was die ungezhlten ,tier- und ,pflanzenarten jede fr sich an ,anpassungen an ihr ,milieu ausgeheckt haben4 ,nun fragt sich1 ob nicht aber das ,ganze1 was wir als ,leben8 auf der ,erde kennen1 noch wieder eine ,grundanpassung gerade blo an diesen ,erdenstern sei4 ,das ,leben8 selber aber knnte sich im weiten ,all noch in ganz andern ,anpassungen bewhren4 ,unsere ,erde bietet uns viel ,luft1 viel ,wasser1 sie bietet durchweg keine allzu tollen ,wrme- und ,kltekontraste4 ,so htte sich unser ,leben von frh an auf diese irdische ,sachlage im wesentlichen eingestellt1 so fest1 da es nun in seinen ,vertretern gar nicht mehr anders als gerade so leben kann1 genau wie der ,tiefseefisch heute nur noch in der ,tiefsee und der ,vogel nur auf dem ,lande1 der ,affe auf dem ,baum und der ,maulwurf in der ,erde leben knnen4 ,aber es brauchte ursprnglich keineswegs berall so zu sein4 ,und wenn wir heute noch gerade unsere lteste1 niedrigste ,lebensform auf ,erden1 den ,bazillus1 einer ,hitze von hundertvierzig ,grad1 einer ,klte von zweihundert ,grad trotzen sehen1 so kommt uns die ,vermutung1 ob hier nicht noch ,reste auftauchen einer allgemeineren ,anpassungsfhigkeit des ,urlebens an noch ganz andere ,wrme- und ,kltegegenstze und an anderes mehr4 ,der geistvolle ,physiologe ,preyer hat gelegentlich im vollen ,ernste die ,frage aufgeworfen1 ob man sich nicht eine ,form des ,lebens denken knne1 die einfach an ,tausende von ,hitzegraden angepat wre4 ,das gbe aber die ,mglichkeit lebender ,wesen mitten in den ,metalldmpfen des ,sonnenballs4 ,als die ,erde einst selber noch glhend war1 ein leuchtender ,stern1 auf dem der glhende ,wasserdampf in roten ,fontnen aufspritzte1 wie jetzt auf der ,sonne1 da mochte sie solche ,glutwesen beherbergt haben4 ,und erst als ihre ,rinde starr1 hart und khl wurde1 als die chemische ,verbindung1 die wir ,wasser nennen1 sich darauf niederschlug -- erst da htte dieses ,urleben sich dem ,umschwunge der ,dinge angepat8 und es wre nun das ,leben entstanden1 das fortan ohne ,wasser1 ohne eine gewisse ,khle nicht mehr bestehen kann4 ,umgekehrt ein ,weltkrper etwa wie der ,mond1 der furchtbare ,kontraste von wochenlanger permanenter ,mittagsglut und wiederum wochenlangem ,nachtfrost zeigt und der wahrscheinlich nur geringste ,reste von ,luft und ,wasser besitzt1 knnte das ,leben zu einer ,anpassung von ,anfang an gentigt haben1 die eben wieder das ertrge3 einer ,wechselanpassung nmlich im ,temperaturwiderstand und einer ganz aparten ,dit fr ein ,minimum von ,luft und ,wasser dazu4 ,es klingt ja fr unser ,erdenleben so plausibel3 kein ,leben ohne ,luft1 denn kein ,leben ohne bestndige ,ftterung mit ,sauerstoff4 ,und selbst der ,rettigsame unter der ,luftpumpe bleibt bei uns doch scheintot84 ,ein bestndig scheintotes ,leben knnte aber doch nicht mehr fr ,leben8 rechnen4 ,gewi1 aber man vergit dabei1 da zwar der ,sauerstoff zur dauernden ,erhaltung des ,lebens absolut ntig sein kann1 da aber nicht damit gesagt ist1 da dieser ,sauerstoff nun gerade der ,luft entnommen werden mu4 ,wir kennen hier auf ,erden schon ,bazillen 7immer wieder mssen die als ,urbeispiel heran671 die tatschlich ganz ohne ,luftsauerstoff gedeihen1 ja es gibt welche1 die dieser direkte ,sauerstoff ttet wie ein ,gift4 ,auch diese ,bazillen aber fressen ,sauerstoff trotzdem -- sie ziehen ihn nmlich aus festen ,stoffen1 festen chemischen ,verbindungen nach derselben ,methode1 wie jede ,pflanzenwurzel so und so viel ntige ,sachen sich einfach aus der schwarzen ,gartenerde saugt4 ,wie denn1 wenn also die ,mondwesen nun auch ihre ,atmungsnhrstoffe wurzelhaft aus sauerstoffhaltigen ,mondmineralien zgen -- eine einfache ,anpassung des ,lebens an einen ,stern ohne ,luft8 ,es sei daran erinnert1 da man auf dem ,monde wirklich seltsame ,frbungen beobachtet hat1 die manche ,kraterhhlen allmhlich annehmen1 wenn die ,sonne sie bescheint4 ,auch sehr gewissenhafte ,astronomen glauben1 da diese ,farben durch eine aufsprieende ,art ,pflanzenwuchs hervorgerufen werden knnten4 ,aber man sieht3 es knnten1 wenn schon ,pflanzen1 so doch gar seltsam fremdartige ,pflanzen sein -- ,pflanzen eben mit ,mondanpassung4 ,tatschlich haben erst vor solchen ,gedankengngen alle die echten oder angeblichen ,spuren1 die man von lebenden ,wesen jenseits der ,erde auch heute wieder entdecken mchte1 ein tieferes ,interesse4 ,der einzige wirklich ernsthafte ,fall ist da ja gegenwrtig der ,mars4 ,je nher wir die ,karte des ,mars kennen lernen1 desto strker drngt sich das ,bild auf1 da dieser ,planet an seiner ,oberflche von intelligenten ,wesen systematisch bearbeitet8 sei4 ,die grnen1 kanalartigen ,linien1 die seine rtlichen ,lnder durchqueren1 bilden ein ,netz von mathematischer ,schrfe1 wie ,straen einer irdischen ,stadt oder knstlich angelegte ,vegetations- und ,bewsserungsstreifen einer groen ,kultur4 ,man ahnt den ,sinn dieser ,streifen1 man sieht krzeste ,verbindungen so angelegt1 wie ein irdischer ,baumeister sie auf einem ,grundplane ebenfalls anlegen mte4 ,nicht die fahrigen und phantastischen1 sondern gerade die nchternen1 besonnenen ,astronomen von heute raten hier auf einen groen1 einheitlichen ,marsbaumeister3 nmlich menschenhnliche ,intelligenz4 ,wenn ,darwin recht hat1 lag die hchste irdische ,menschenintelligenz der ,anlage nach schon im ersten ,bazillus4 ,sie ist eine ,grundanlage des ,lebens4 ,auf dem ,mars konnte sie als ,blte der ,anlage so gut entwachsen wie bei uns1 und sie bleibt dort so gut ,intelligenz wie bei uns4 ,auf ,milliarden ,sternen mag sie genau so aus der ,knospe brechen1 wenn ihre ,zeit erfllt ist4 ,darum aber kann der ,weg1 den die ,lebensentwickelung bis hierher genommen hat1 auf andern ,sternen im ,sinne des oben ,gesagten ein unendlich verschiedener sein4 ,die ,marsmenschen1 an positiver ,intelligenz uns vielleicht schon weit berlegen 7denn der ,mars ist wahrscheinlich lter als die ,erde71 knnen an ,gestalt1 also in der ueren ,form der ,anpassung1 die das ,leben8 sich dort geleistet hat1 sich von uns um so viel und mehr noch unterscheiden1 als hier auf ,erden ein ,bazillus sich von ,goethe oder ,darwin unterscheidet4 ,ihre ,kraft ist die gleiche2 die uere ,gestaltung ihres ,stoffes knnte uns vielleicht entsetzen1 wenn wir sie shen1 so absolut fremd1 dmonisch fremd wre sie uns4 ,sind wir doch auf ,erden von solchen ,dmonen allerorten schon umgeben6 ,ein ,tier konnte der innewohnenden ,gotteskraft nach1 der ,urkraft der ,entwickelung nach1 ,mensch werden4 ,und doch welcher ,kontrast3 ein ,elefant1 ein ,walfisch -- und ein ,mensch auf der ,sonnenhhe ,goethes6 ,andererseits ist allerdings mit ,sicherheit anzunehmen1 da mit einer gewissen ,intelligenzhhe1 wenn sie einmal errungen ist1 auch gewisse ethische ,eigenschaften zum ,durchbruch kommen mssen1 einerlei1 wie nun die uere ,schale sei4 ,die ,entwickelung dieser hheren ,ethik ist so gut eine logische ,naturnotwendigkeit1 wie die der ,intelligenz selbst4 ,der schlichte ,kern christlicher ,ideen wie das3 ,liebe deinen ,nchsten wie dich selbst8 wird sich mit der gleichen ,folgerichtigkeit auf einer gewissen ,entwickelungshhe einstellen1 wie etwa die ,erkenntnis des ,pythagoreischen ,lehrsatzes1 der durch die gleichartige ,macht der ,logik auf allen ,sternen1 wo immer ,intelligenz bis zum echten ,denken steigt1 ewig neu geboren werden wird4 ,nur wer den ,mut hat1 sich zu diesen und hnlichen ,gedanken durchzukmpfen1 fr den tritt ein ,wort wie ,leben im ,weltall8 aus der kindlichen ,spielerei ber ins ,gebiet der tiefen und ernsten ,fragen1 bei denen es sich zu verweilen lohnt4 ,ein ,stck ,weltanschauung taucht ihm dahinter auf4 ,die ,kche der ,urzeit4 ,in der uralten ,tradition stehen jene beiden ,bilder3 der ,mensch am ,anfang seiner ,existenz in einem schnen grnen ,paradiesgarten1 wo ihm die sen ,frchte in den ,mund hngen1 -- und der ,mensch1 hinausgejagt ins ,dornenfeld1 in ,not und ,mhe sein karges ,brot sich suchend1 frierend und hungernd4 ,es ist1 als htten das achtzehnte und das neunzehnte ,jahrhundert sich in diese ,bilder geteilt4 ,im achtzehnten trumte man den wirklichen ,menschen der ,urzeit in einem paradiesischen ,naturzustand4 ,man dachte an jene kstlichen ,sdseeinseln1 wo der ,brotfruchtbaum wchst und ewiger ,sommer ist4 ,und der gute ,rousseau baute sich daraus eine selige ,urinsel auf1 wo eitel ,tugend1 ,liebe und ,sttigung des ,leibes und der ,seele herrschten4 ,im nchternen neunzehnten ,jahrhundert umgekehrt grub man alte ,knochen1 ,scherben1 ,pfahlbaumpflcke und ,mllhaufen aus ,hhlen und ,smpfen1 und es erschien der ,steinzeitmensch1 ein armer1 nackter1 vertriebener ,adam1 der mit ,hhlenbren und ,mammuten kmpfte1 whrend hinter ihm die ,lawinen der ,eiszeit donnerten4 ,mit gebratenem ,mammutrssel und ,hhlenbrenschinken beginnt in der ,tat der nachweisbare ,ur-,speisezettel der ,menschheit4 ,an den ,ostksten der dnischen ,inseln liegen allenthalben dicht am ,meer seltsame ,dmme4 ,bis zu drei ,metern werden sie hoch1 bis zu sechzig manchmal breit4 ,kjkkenmddinger nennt man sie im ,lande4 ,das sind buchstbliche ,mllhaufen1 ,kchenabfallhaufen4 ,es ist ein ungeheures ,monument1 das unsere entlegensten ,altvordern sich selbst gesetzt haben1 indem sie etwas sehr ,schlichtes taten1 das sonst nicht mit ,denkmlern gefeiert zu werden pflegt3 nmlich tapfer aen4 ,der vielbewhrte ,brauch der ,berliner ,grunewaldbesucher stand bei ihnen bereits in hohen ,ehren1 alle ,schalen1 ,knochen1 ,grten und zerbrochenen ,geschirre hbsch am ,fleck der ,mahlzeit liegen zu lassen4 ,ort der ,mahlzeit war traditionell in ungezhlten ,generationen die ,meereskste4 ,und da niemand wehrte1 so kam im ,lauf der ,zeiten folgerichtig zustande1 was dem ,grunewald auch winkt3 es bildete sich rings um die ,inseln eine ,art geologischer ,kulturschicht1 ein unverwstlicher ,damm von ,kchenkehricht4 ,andersen1 der liebe ,dnendichter1 sagt so hbsch3 ,vergoldung vergeht1 ,schweinsleder besteht48 ,die ganze ,nation von ,steinzeitmenschen1 die da gearbeitet1 verging endlich bis auf die letzte ,spur4 ,aber die ,kjkkenmddinger bestehen heute noch4444 ,es war ein ,volk jener vorgeschichtlichen ,steinzeit1 das hier gehaust und getafelt hat4 ,die groe wilde ,eiszeit1 in der ganz ,dnemark unter ,gletschereis begraben lag1 war allerdings schon vorber4 ,aber das ,klima war noch wesentlich unwirtlicher als jetzt4 ,der wundervolle lichtgrne ,buchenkranz1 der heute ,dnemarks ,stolz ist1 existierte noch nicht4 ,dstere ,fichtenwlder1 wie sie heute wild dort nirgendwo sich finden1 bedeckten ,land und ,kste4 ,arm war die ,kultur der ,menschen im ,schatten dieses ,fichtenurwaldes4 ,wir sehen an den ,resten ihrer ,habe in den ,mllhaufen selbst ihre ,armut3 rohe ,messer und ,werkzeuge von ,feuerstein1 ,knochengert1 verarbeitete ,geweihstcke1 ganz ungefges ,tongeschirr1 aber keinerlei ,metall und kein ,anzeichen von ,ackerbau4 ,und doch wie es geht3 ein ,feinschmecker von heute vor die ,kjkkenmddinger gestellt1 mchte am ,ende doch gar meinen1 er stehe auf der ,kehrichtkiste des ,rousseau'schen ,paradieses4 ,in der ,stadt ,kopenhagen wird noch heute1 wie weltbekannt1 eine gar gute ,tafel gefhrt4 ,aber es ist kein ,gedanke mehr an die ,austernverschwendung1 die jene ,stein- und ,hornleute des ,fichtenwaldes offenbar jahrhundertelang systematisch betrieben haben4 ,den ganzen ,grundstock jener ,mlldmme nmlich bilden ,austernschalen4 ,der philanthropische ,zukunftstraum war hier schon einmal ,vergangenheitstatsache3 ,austern als ,volksnahrung4 ,die ,mglichkeit beweist zugleich1 wie weit diese ,tage zurckgehen4 ,denn die ,auster ist heute berhaupt kein ,freund der ,ostsee mehr1 weil sie salzigeres ,wasser vorzieht4 ,als ber dem dnischen ,ostseestrand noch die ,fichte ragte1 da mu auch das ,wasser dieser ,ostsee noch weniger durch ,zuflsse verst gewesen sein1 als es heute der ,fall ist4 ,man erinnert sich1 da whrend der ganzen ,eiszeit die groen ,flsse1 die heute in die ,ostsee flieen1 ,oder und ,weichsel1 hinter der ,eisbarriere nach der ,elbe zu abflossen und mit dieser in die ,nordsee gingen4 ,wie dem nun sei3 die dnische ,auster war damals ,trumpf4 ,mit andern ebaren ,muscheln mag sie das eigentliche ,zugericht zu allem ,konsistenteren8 gebildet haben1 die ,kartoffel der ,urzeit1 die man als selbstverstndlich rechnete4 ,wo die ,schale der ,auster sich treu durch alle ,jahrtausende erhalten hat1 da ist natrlich auch der ,knochen des zugehrigen ,bratens liegen geblieben4 ,braten konnten sie schon1 die ,vorgeschichtler4 ,steppenbrnde1 bei denen ,tiere unfreiwillig gebraten wurden1 haben den ,urmenschen wahrscheinlich zuerst auf den ,geschmack am ,bratfleisch gebracht4 ,das schmeckte in seiner salzigen ,aschenkruste kstlich und hielt sich sehr viel lnger als frisches4 ,in der groen ,eiszeit mit ihren furchtbaren ,wintern ist dann wohl die stolze ,kulturtat geschehen1 da das ,feuer vom ,menschen eingefangen1 zur ,herdflamme gezhmt wurde4 ,er lernte es als ,funken auffangen1 der aus dem zerschlagenen ,feuerstein sprhte4 ,er lernte es beim ,schaben von ,holzmehl gewinnen -- erst wollte er blo solches ,schabemehl herstellen1 um die ,glut1 die ein ,blitzstrahl oder ,vulkanbrand gegeben1 zu bewahren -- dann lernte er1 da beim ,schaben das ,holz selbst warm wurde1 sich entzndete1 -- und ,prometheus war fertig4 ,er ist auch der grte ,kchenheilige4 ,mit der ,herdflamme begann die ,kochkunst4 ,in den ,kjkkenmddingern liegen immerzu ,feuerstellen1 geschwrztes1 verkohltes ,holz1 ,asche1 angeglhte ,steine1 gesengte ,knochen4 ,gedampft und gebrodelt hat es schon bei diesen ,austernessern nach ,herzenslust zu den ,urwaldfichten empor4 ,es war ,getier dieses ,urwalds1 das in der ,asche briet4 ,wie nicht zu leugnen3 auch durchweg schlemmerhaft schmackhaftes ,getier4 ,da liegen im ,mllgrund ,knochen des ,auerochsen4 ,wem hat nicht einmal das ,herz hher geschlagen1 wenn er im ,lederstrumpf8 vom kstlichen ,buckel und der noch kstlicheren ,zunge des ,bffels las1 die der alte ,trapper mit unnachahmlicher ,kunst nach glcklicher ,jagd bereitet8 ,verschollene ,kchenromantik der ,menschheit6 ,die echten ,lederstrmpfe haben seitdem dafr gesorgt1 da der nordamerikanische ,bffel bis auf eine kleine1 knstlich gehegte ,herde ausgerottet ist4 ,und damit teilt er nur das ,los jenes europischen ,wisents oder flschlich so genannten ,auerochsen81 den unsere ,uraltvordern sich schmecken lieen4 ,von der berlebenden kleinen ,wisentherde im kaiserlichen ,forst von ,bjelowjehsa in ,ruland ist zur ,not heute noch einmal ein ,stck fr einen ,zoologischen ,garten durch ,gnadenakt des ,zaren zu haben1 aber einen ,wildbrethndler fr ,wisentbraten gibt es lngst in der ganzen ,welt nicht mehr4 ,noch ist berliefert1 wie er schmeckte3 zwischen ,rindfleisch und ,hirsch soll er die ,mitte gehalten haben1 und im alten ,polen galt eingesalzener ,wisent als ,frstenmahl4 ,an gewhnlichem ,ochsenfleisch war brigens bei den ,steinzeitleuten auch kein ,mangel1 blo wird es ebenfalls damals noch einen ,beigeschmack von ,wild8 gehabt haben4 ,denn ungezhmt als wilder ,forstschrecken hauste neben dem ,wisent auch noch die echte ,stammform unseres heutigen zahmen ,rindes im ,fichtenwalde3 der schwarze ,urstier81 der heute einfach nicht mehr existiert1 weil er in unsern ,kulturrassen aufgegangen ist4 ,in den dnischen ,kehrichthaufen kommen1 soweit bekannt1 keine ,kchenabflle mehr vom ,rhinozeros vor4 ,aber an andern ,orten ,europas liegen sie um so reichlicher4 ,mitten im ,herzen ,deutschlands1 am ,fleck1 wo ,schiller und ,goethe gewandelt sind1 in alten ,kalkablagerungen der ,ilm bei ,weimar1 steckt ein vorgeschichtlicher ,mllhaufen1 der auf ein jahrhundertelang fortgesetztes ,rhinozerosfestessen deutet4 ,die ,nashrner mssen damals im ,thringerwald so hufig gewesen sein1 wie heute die ,rehe4 ,es war nicht genau dieselbe ,sorte wie heute in den warmen ,lndern4 ,ein dicker1 rot und wei gescheckter ,pelz bedeckte die ,haut als ,schutzmittel gegen die ,klte4 ,noch heute schmeckt dem ,neger das ,nashornfleisch vortrefflich1 obwohl die ,europer nichts davon wissen wollen4 ,den ,weimaranern der ,steinzeit aber ist es wahrscheinlich noch mehr auf die ,masse1 die solch ein ,kolo an ,nahrung fr einen ganzen ,stamm bot1 angekommen1 als auf die ,feinschmeckerei4 ,immerhin merkt man an den ,knochen1 die heute noch angebrannt auf der alten ,feuersttte herumlagen1 als man den ,kalktuff aufgrub1 recht gut1 wie die ,steinzeitler sich hauptschlich ber junge ,tiere hergemacht haben4 ,sie lieen sich zweifellos leichter fangen und schmeckten obendrein zarter4 ,alles in allem drfte das ,rhinozeros in ,europa vom ,menschen schlielich aufgegessen8 worden sein4 ,die ,menschen mehrten sich rasch und erfanden immer mehr ,fallgruben1 ,giftpfeile und andere hbsche ,sachen zu ,gunsten ihrer ,kche4 ,damit konnten die schwerflligen ,ungetme nicht ,schritt halten1 und zu irgend einer ,stunde hat die letzte deutsche ,nashornkalbskeule sang- und klanglos an irgend einem ,bratspie ihre ,bestimmung erfllt4 ,elefantenfleisch ist grber als ,ochsenfleisch4 ,ein ,stck ,vorderfu mu vierundzwanzig ,stunden gekocht werden1 um zart zu werden1 aber ,fleisch und ,bouillon sind dann gleichermaen vortrefflich4 ,der ,rssel1 in der ,asche gebraten1 gehrt zur ,feinschmeckerei4 ,so hnlich1 denke ich1 werden die ,dinge also auch beim ,mammut gelegen haben1 das ja nur ein groer1 dick mit rotem ,wollpelz bekleideter ,elefant mit toll gekrmmten ,stozhnen war4 ,aber es gibt gerade ber den ,mammutbraten einen gelehrten ,streit4 ,in ,predmost in ,mhren ist sozusagen wieder einmal die ,knochenkiste einer vorgeschichtlichen ,volkskche ausgegraben worden1 und diesmal ergab sie eine solche ,ueberflle zerspaltener und angebrannter ,mammutknochen1 da man hier offenbar vor den ,tafelresten einer wahren ,mammutorgie steht4 ,doch ist behauptet worden1 die ,elefantenesser von ,predmost htten nicht frisches ,fleisch1 sondern ,eisfleisch gegessen4 ,als ,eisfleisch ist nmlich ,mammut heute noch in ,sibirien zu haben4 ,im dauernd gefrorenen ,boden dort liegen seit vielen ,jahrtausenden wohlkonservierte ,mammutkadaver1 die sich beim ,auftauen so frisch erweisen1 da das ,fleisch wieder anfngt zu bluten und die splitterdrren1 verhungerten ,hunde der ,tungusen dort mit ,gier darber herfallen1 als sei es frische ,jagdbeute4 ,solche ,eiskadaver sollen nun schon in der ,steinzeit die ,predmoster ausgegraben und ebenfalls mit ,seelenruhe gebraten und verzehrt haben4 ,die ,geschichte hat den ,zweck1 ,mensch und ,mammut mglichst auseinander zu bringen1 das ,mammut vor die ,eiszeit1 den ,menschen hinter die ,eiszeit4 ,aber an andern ,orten ist neuerdings mit aller nur mglichen ,sicherheit erwiesen1 da der ,steinzeitmensch tatschlich auch das lebende ,mammut gejagt und mit ,pfeilen angeschossen hat4 ,und jene uralten ,weimaraner haben sogar noch eine andere ausgestorbene deutsche ,elefantenart1 den sogenannten ,altelefanten1 gewohnheitsmig erlegt und verspeist4 ,in ,sdamerika brieten die ,urleute gleichzeitig das ,megatherium1 ein ,faultier1 das noch grer als der ,elefant war1 und den ,glyptodon1 ein ,grteltier von ,rhinozerosgre4 ,wo immer man in den ,kjkkenmddingern whlt3 immer stellt sich eine gewisse epikureische ,wehmut ein1 wie viel ,gutes unserer ,kche seitdem verloren gegangen ist4 ,da liegen die groen gelben ,nagezhne des ,bibers4 ,den kennt nun unsere deutsche ,luxuskche auch schon nicht mehr -- und damals war er ein ,volksgericht4 ,es gibt noch alte ,rezepte3 da er mit ,seerosen sich gemstet haben msse1 um gut zu schmecken1 und hnliche schne ,sachen4 ,es hat sogar sicher nicht zum wenigsten an der ,ausrottung des deutschen ,bibers mitgetan1 da er einen so exquisiten ,braten gab4 ,die ,pffflein haben ihn ihrer ,zeit1 als sie ins ,land kamen und fromme ,klster bauten1 wo allerwege gut gegessen wurde1 fr ein ,fischgericht8 erklrt1 damit er auch am ,fasttag aufgetischt werden drfe1 -- dieselbe ,praxis1 die am ,orinoko durchgehalten wurde1 wo die ,missionare die fette ,seekuh1 ein schwimmendes ,sugetier von ausgesuchtem ,wohlgeschmack1 sofort als ,fisch bezeichneten1 um es fr ihre ,freitagstafel zu retten4 ,und wer mchte nicht auch vom ,riesenalk8 gekostet haben1 einem groen1 flugunfhigen ,tauchvogel1 dessen abgeknabberte ,gerippteilchen in dem uralten ,kehricht stecken4 ,total ausgestorben heute1 steht er blo als ausgestopfter ,balg noch in einigen ,museen4 ,zehntausend ,mark zahlt man fr einen ,balg1 sechstausend fr das ,ei4 ,damals war er ein stndiger ,gast unserer ,ksten4 ,massenhaft mgen die ,federn beim ,rupfen mit dem ,wind zerstoben sein4 ,am ,ende hat das ,fleisch wie bei den meisten dieser ,seevgel stark nach ,tran geschmeckt4 ,aber welcher ,genu des ,aparten1 ein ,spiegelei1 das sechstausend ,mark wert ist6 ,ein anderer groer ,vogel1 den die ,kjkkenmddingerschlemmer fleiig aen1 war der ,auerhahn4 ,gerade er ist ein ,beweisstck1 da damals ,dnemark noch ,fichtenwald hatte4 ,denn er ist selbst ein ,schlemmer in jungen ,fichtentrieben4 ,heute ist er vor dem ,laubwald1 der das ,land erobert hat1 lngst vllig verschwunden4 ,unsere ,kulturkche ist zweifellos sauberer und appetitlicher geworden4 ,aber das alte ,sprichwort bleibt ewige ,weisheit3 der eine hat den ,beutel1 der andere das ,geld4 ,es war stofflich noch lange nicht das schlechteste ,jugendabenteuer der ,menschheit1 die ,kjkkenmddingerkche4 ,das ,ende der ,tierwelt4 ,morituri te salutant4444 ,wie ein ,tier sozusagen am hellichten ,tage mitten in ,europa verloren gehen kann1 dafr gibt es ein lehrreiches ,exempel4 ,im sechzehnten ,jahrhundert schrieb ,konrad ,gesner zu ,zrich ein ,tierleben in riesigen ,folianten4 ,er schrieb es lateinisch1 und es ist dann erst in eine ,art ,lutherdeutsch bertragen worden4 ,in dem ,vogelbuch8 dieses ehrwrdigen zoologischen ,kirchenvaters wird ein ,vogel beschrieben1 der anno #aeee in der ,schweiz und benachbarten ,lndern offenbar so mnniglich bekannt war wie der ,specht oder der ,geier4 ,dafr zeugt1 da er nicht weniger als sechs verschiedene ,namen im ,volksmund hatte3 ,waldrapp1 ,steinrapp1 ,klausrapp1 ,meerrapp und ,scheller4 ,rapp8 ist ,rabe1 und schwarz mit grnem ,schiller auf den ,federn war er gleich diesem4 ,wie die ,dohlen nistete er in hohen schrofen oder alten einden thrmen und schlssern81 wie es bei ,gesner heit1 und an den wilden ,felsen beim ,bade ,pfffers mute der ,vogelsteller sich an ,seilen tollkhn hinablassen1 um die ,jungen aus den ,nestern zu holen4 ,man holte sie1 weil diese ,nestkken fr einen schlck8 gehalten wurden1 denn sy habend ein leiblich fleisch und weich gebein84 ,sonst aber glich der ,waldrapp nach ,bild und ,beschreibung keineswegs einem ,raben4 ,der ,kopf hatte oben eine ,glatze und hinten ein streulin8 7,federstruchen71 und ein langer1 spitzer1 roter ,schnabel sa daran1 geschaffen1 das ,gewrm aus den engsten ,felsenritzen zu ziehen4 ,der alte ,gesner selbst1 ,muster eines sorgsamen ,beobachters berall da1 wo er aus erster ,hand gibt1 hatte ihm den ,magen geffnet und seine ,nahrung festgestellt4 ,kurz1 so recht ein unbestrittenes ,tier1 nach dem man jeden ,bauern im ,lande und jeden feinen ,schlemmer nur zu fragen brauchte4 ,zweihundert ,jahre spter sitzt ,meister ,linn zu ,upsala in ,schweden vor der groen ,schpfungsarche noch einmal wie der erste ,mensch und soll jedem ,tier auf ,erden einen lateinischen ,doppelnamen geben4 ,wie er aber die ,hupter seiner ,lieben aus allen vorhandenen ,folianten zusammenzhlt1 gert er auch auf das ,gesnersche ,protokoll in ,sachen ,waldrapp84 ,nun1 in ,schweden gibt's den ,vogel nicht1 das steht fest4 ,der zu vergebende ,name mu also auf ,gesner gebaut werden4 ,der lange ,schnabel und die ,federholle am ,kopf sprechen fr einen ,wiedehopf1 also erfolgt ,upupa 7das ist3 ,wiedehopf74 ,zum ,unterschied von dem gewhnlichen ,wiedehopf kommt aber dazu eremita1 entsprechend dem ,volkswort ,klausrapp81 also ein ,vogel1 der in einsamer ,klause wie ein ,eremit haust4 ,rund fnfzig ,jahre gengte ,linns ,ansehen1 um den ,vogel so auch streng wissenschaftlich noch auer ,diskussion zu halten4 #ahje aber hlt unser ,bechstein neue ,generalmusterung der deutschen und verwandten ,vogelwelt4 ,er kennt die ,vgel unvergleichlich viel besser als ,linn und wei auch in der ,schweiz ,bescheid4 ,und er erklrt pltzlich zum ,kapitel ,waldrapp1 dieser ,vogel sei weder ein ,wiedehopf noch ein ,rabe1 und in ,schweden knne es ihn allerdings nicht gut geben1 denn es gebe ihn berhaupt nicht4 ,man msse den alten ,gesner mit einem ,kunstprodukt angeschwindelt haben1 einem ,vogelbalg1 halb ,krhe1 halb ,hopf1 der heute wie damals unmglich sei4 ,hieran war nun unbestreitbar wahr1 da weder im ,bade ,pfffers noch in ,zrich noch in ,bayern und ,lothringen noch wo sonst ihn ,gesner hinbeschrieben1 irgend ein anno #ahje lebender ,mensch einen ,vogel auch nur annhernd dieses ,ansehens mehr kannte4 ,das ,standesamt der strengen ,wissenschaft sah keinen ,ausweg1 als ihn wirklich zu streichen4 ,jetzt vergehen nochmals ber neunzig ,jahre4 ,dann sitzen zwei tchtige ,vogelkundige modernsten ,schlages1 ,hartert und ,kleinschmidt1 im ,rothschild'schen ,museum in ,england beisammen1 besehen den alten ,gesnerschen ,holzschnitt und ein hnliches altes ,bild und berlegen1 wie blo der ,zricher ,altvater auf seinen mysterisen ,rapp habe kommen knnen4 ,in diesem ,augenblick tritt der ,vogelkenner ,w4 von ,rothschild selbst herein und erklrt nach einem raschen ,hinblick1 der ,vogel stnde in einem modernen ,bildwerk auch noch4 ,es stimmt1 aber er steht dort als ein afrikanischer ,vogel1 der seit den dreiiger ,jahren aus ,afrika1 ,arabien und ,klein-,asien wissenschaftlich bekannt ist und von dort her ausgestopft sogar im ,rothschildmuseum selbst sich findet4 ,es ist in der ,tat weder ein ,wiedehopf noch ein ,rabe1 sondern mit metallisch schwarzem ,gefieder1 langem1 rotem ,hakenschnabel1 dem ,kahlkopf und dem ,hinterhauptbschel -- ein ,ibis4 ,dieser ,schopf- oder ,mhnenibis nistet heute noch nach ,dohlenart in ,schwrmen in altem ,gemuer1 z4,b4 an einem ,sarazenenschlo am ,euphrat1 und holt sich das ,gewrm mit dem langen ,schnabelhaken heraus4 ,es ist einfach derselbe ,vogel4 ,und das schlichte ,resultat ist1 da ,sddeutschland1 ,tirol1 die ,schweiz1 ,italien im sechzehnten ,jahrhundert einen echten ,ibis besessen haben1 der nach ,rabenart ihre alten ,burgen und schroffen ,felsen umschwrmte1 massenhaft gejagt und gegessen wurde1 -- kurz1 ein typischer ,landesvogel war4 ,geronticus eremita lautet der wiederhergestellte wissenschaftliche ,name1 er umfat den lebenden asiatisch-afrikanischen ,vogel und den ehemaligen ,europer4 ,in der eben erscheinenden1 nicht genug zu empfehlenden prachtvollen ,neuausgabe von ,naumanns ,naturgeschichte der ,vgel ,mitteleuropas 7zwlf ,foliobnde1 in ,koehlers ,verlag zu ,gera7 ist der ,verschollene nach ,exemplaren1 die ,rppell aus ,afrika mitgebracht hat1 auf trefflichster ,farbentafel zum erstenmal als wenigstens ehemaliger ,mitteleuroper8 dargestellt4 ,man mu sich vergegenwrtigen1 welch fremdartiges ,tier ein ,ibis fr uns heute ist4 ,jeder denkt dabei an ,afrika1 an ,krokodile und ,pyramiden4 ,ibismumien liegen in den altgyptischen ,katakomben4 ,eine kleine1 im ,hochzeitskleid schn rote ,ibisart lebt ja heute noch in ,ungarn und der ,trkei und verfliegt sich ab und zu auch einmal vereinzelt bis nach ,deutschland1 doch kann das nicht mitrechnen2 denn als versprengter ,irrgast sind auch der afrikanische ,geier und der ,flamingo schon so in ,schlesien aufgetaucht4 ,um #aeee war aber der groe gehaubte ,ibis oder ,waldrapp einfach unser81 wie ,kuckuck und ,nachtigall4 ,und erst seitdem ist er bei uns ausgestorben bis auf den letzten ,kopf -- ausgestorben buchstblich fast bis auf jenen ,holzschnitt bei ,gesner4 ,die paar ,worte des ,altmeisters von dem schlck81 den er abgab1 zeichnen vielleicht sein ,schicksal4 ,es heit da schon1 da die ,leute an den ,vogelwnden bei ,pfffers immer ein ,junges im ,nest lieen1 um die ,vgel nicht ganz zu verscheuchen4 ,es waren aber bse ,zeiten damals im ,punkte ,vogelschutz4 ,immer8 wird's doch wohl nicht geschehen sein4 ,und eines ,tages sind die ,ibisse ausgeblieben1 -- verscheucht vielleicht1 vielleicht auch ausgerottet4 ,still hat sich das vollzogen4 ,whrend oben die ,wissenschaft registrierte1 ,akten anlegte1 mit ,linn ein ,standesamt fr ,taufzwecke einrichtete1 fiel unten eine ganze altvertraute ,tierart einfach unter den ,tisch -- und was fr eine interessante4 ,der ,zufall will1 da sie im fernen ,afrika1 wohin unsere ,waldrapp-,ibisse jedenfalls alljhrlich wie unsere ,strche1 unsere ,schwalben gewandert sind1 sich noch bis heute erhalten hat4 ,aber wie dnn ist der ,faden dieses ,zufalls6 ,heute haschen die ,forscher1 ob nicht noch1 in einem alten ,schweizer ,naturalienkabinett etwa1 ein einziger wurmstichiger ausgestopfter ,balg des deutschen ,waldrapp brig sein knnte4 ,kleinschmidt hat geradezu einen ,aufruf erlassen1 danach zu suchen4 #agdj1 so wei man schon1 gab es noch einen1 aber auch der ist lngst verschollen4 ,oder soll es nicht am ,ende doch noch einen ganz versteckten ,felswinkel1 eine in diesem ,sinn ganz mrchenhaft zoologisch-romantische ,ruine geben1 um die heute noch statt ,krhen und ,dohlen der deutsche ,ibis leibhaft lebendig kreist8 ,schwerlich4 ,der ,blick1 der heute nach kreisenden ,vgeln ber ,felsschroffen sucht1 findet ja berhaupt so manches nicht mehr4 ,was hat der ,lmmergeier als ,nationalvogel der ,alpenromantik nicht fr eine ,rolle gespielt4 ,im achtzehnten ,jahrhundert1 zu ,buffons ,zeiten1 war er noch der vollkommene ,fabelvogel4 ,dann rckte ihm das neunzehnte auf den ,leib4 ,die ganz entsetzlichen ,rubergeschichten gingen auf ihr ,ma zurck4 ,der treffliche ,girtanner in ,st4 ,gallen beschrieb1 ordnete1 klrte4 ,im ,zoologischen ,garten bekam auch der ,laie den brtigen ,banditen1 sthetisch eine ,glanzleistung der ,natur1 leibhaftig zu sehen4 ,heute1 wenn man auf dem ,dampfer ber den ,thuner- oder ,vierwaldstttersee fhrt und im ,blau taucht ein kreisender ,raubvogel auf1 so ruft alles3 ,seht1 ein ,lmmergeier48 ,der ,zoologe aber schreibt still in sein ,tierbuch1 da seit sechs ,jahren in den ganzen ,schweizer- und ,tiroleralpen kein ,lmmergeier mehr gesehen worden ist4 ,die ,schuwaffen und gleichzeitig der ,wandel der ,dinge durch die ,kultur berhaupt haben1 wie es scheint1 auch hier einen deutschen ,vogel ersten ,ranges1 fr meinen ,geschmack fast den allerschnsten1 endgltig vernichtet4 ,auerdeutsche ,gebirge 7,albanien1 die ,pyrenen7 erhalten auch ihn zur ,stunde noch als zoologische ,art -- wie lange1 steht dahin4 ,und einst ging er bis auf die schwbische ,alb4 ,in ,bayern ist der letzte bei ,berchtesgaden #ahee geschossen worden4 ,die letzten beiden ,steierer1 heute im ,wiener ,hofmuseum1 fielen schon #ahji4 ,der letzte ,obersterreicher1 ein altes ,weibchen1 wurde am #c4 ,februar #ahbd bei der ,ruine ,scharnstein am ,tissenbach heruntergeholt4 ,tempi passati6 ,der ,waldrapp ist nicht der einzige ,fall1 wo man heute in ferne ,erdteile gehen mu1 um die letzten ,trmmer der lteren ,tierwelt ,deutschlands noch wiederzufinden4 ,im ,zoologischen ,garten bestaunen wir manchen wilden ,gast aus entlegenstem ,erdenwinkel und ahnen nicht1 wie eng er einst als ,landsmann zu uns gehrte4 ,so hat uns unser schner ,berliner ,garten1 der sich neuerdings zum wissenschaftlich wertvollsten der ganzen ,welt entwickelt1 im vorigen ,sommer zum erstenmal den ,moschusochsen gezeigt4 ,struppig wie ein ,eskimo kommt er hoch aus ,grnland herab1 systematisch ein ,wundertier zwischen ,schaf und ,rind4 ,er ist eine ,reliquie der ,mammutzeit3 wie die ,mammute tot1 so ist er uns lebend erhalten im ewigen ,polareis4 ,als aber die ,mammute noch lebten1 war er mit diesen ein deutsches ,tier1 unsere ,urvter haben ihn gejagt4 ,seine ,knochenreste finden sich in ,england und ,frankreich1 in ,deutschland und ,ruland4 ,bis an die ,pyrenen schweifte er heran und im ,rheintal war er stndiger ,gast1 so lange die groen ,gletscher ragten4 ,derselbe ,garten beherbergt jene wundervollen ,tiger aus ,nordasien1 ,kolosse mit dem dicken ,pelz1 der nach ,sibirien deutet4 ,im ,bild dieses sibirischen ,tigers aber erscheint wieder nichts ,geringeres als der deutsche ,tiger4 ,mit solcher ,mhne1 solchen ,zottelhaaren kamen diese wilden ,riesenkatzen einst bis zu uns1 kmpften mit ,pfahlbauern und ,hhlenmenschen und scheuten den ,eishauch der ,gletscher nicht1 die damals von ,rbezahls ,bergen tief nach ,schlesien und nach ,bhmen hineinlagen4 ,die ,griechen1 als sie die ,cyklopenmauern von ,myken trmten und von ,herakles zu fabeln begannen1 kannten noch von ,angesicht zu ,angesicht den europischen ,lwen4 ,heute wandeln allsommerlich ,tausende von ,touristen den herrlichen ,fichtenwald vom ,elbfall nach ,spindelmhle im ,riesengebirge herab und streifen einen ,fleck dabei1 der im ,bdeker der ,brengrund8 heit4 ,er erinnert sagenhaft noch an eine der letzten ,stationen dieser alten1 bedrohlichen ,invasion menschenfressender groer ,raubtiere in unserm ,heimatland3 #agbf wurde hier der letzte ,br erlegt4 ,rund dreiig ,jahre spter endete die ,kugel eines ,wilddiebs bei ,tilsit in ,ostpreuen ein anderes ,tierdrama3 sie ttete den letzten ,wisent oder ,auerochsen auf deutscher ,erde4 ,gesner hatte noch den zweiten deutschen ,waldstier1 den eigentlichen ,urochsen1 lebendig gekannt1 der schwarz war mit hellem ,rckenstreif und lange1 leierfrmig geschwungene ,hrner trug4 ,er ist lngst von der ,erde verschwunden1 whrend ein letztes ,huflein ,auerochsen in ,litauen durch ,inzucht langsam1 aber unrettbar heute zugrunde geht4 ,erreicht das gleiche ,schicksal ber kurz oder lang eine andere1 kaum grere ,schar am ,nordwestabhang des ,kaukasus1 die zwar noch als wild8 gerechnet wird1 aber doch schon unter ,schutzgesetzen 7der ,anfang meist vom ,ende67 steht1 -- so ist auch der ,wisent fr immer in der ,welt dahin6 ,die ,inzucht bei mangelnder ,blutauffrischung ist es1 an der berhaupt der ,versuch durchweg scheitern wird1 solche aussterbenden ,tiere wenigstens in zoologischen ,grten zu retten4 ,wohl gelingt es gelegentlich uns noch1 ein schon verlassenes ,land durch ,massenimport wieder mit einer sonst noch vollkrftig erhaltenen ,tierart zu bevlkern4 ,so war in ganz ,grobritannien schon #agfb der letzte ,auerhahn geschossen worden4 ,seit #ahcg wurden dann systematisch ganze ,massen lebender ,auerhhne aus ,norwegen eingefhrt und heute hat ,schottland einen der groartigsten ,auerhahnbestnde der ganzen ,welt1 der diesen zweitschnsten ,vogel ,europas vielleicht noch einmal retten wird1 wenn wir auf dem ,kontinent mit ihm aufgerumt haben4 ,aber berall1 wo kleine ,restkolonien einer ,tierform abgeschnittene ,inseln ohne ,zuzugsmglichkeit bilden1 da ist ihr ,schicksal besiegelt4 ,so wird die winzige ,station europischer ,affen auf dem ,felsen von ,gibraltar kaum mehr lange ausdauern4 ,auch mit ihnen geht ein ,stck ,weltgeschichte zu ,grabe1 etwas wie ein letztes ,lichtstreifchen der ,erinnerung an eine ,zeit1 da ,europa noch bis nach ,schwaben von ,affen bewohnt war4 ,zu ,ende geht1 in solche hoffnungslose ,robinsonlage verbannt1 der europische ,biber1 heute nur noch in einer ,kolonie von hundertfnfzig ,stck an der ,elbe und ,mulde vorhanden4 ,merkwrdig ist1 wie mit solchem greren ,tier1 wenn es ausstirbt1 fast immer auch noch die eine oder andere ,kleintierart mitgerissen wird1 wie die ,ratte vom untersinkenden ,schiff4 ,an den deutschen ,biber hatte sich 7ebenso wie an den amerikanischen7 ein hchst seltsamer flgelloser ,kfer schmarotzernd nach ,luseart angepat1 der nur allein in seinem ,pelz vorkommt4 ,geht der ,biber ein1 so fllt ihm der ,kfer nach1 wie ,fiesko seinem ,mantel4 ,als die ,seekuh der ,beringsinsel1 das sogenannte ,borkentier1 im achtzehnten ,jahrhundert ausgerottet wurde1 verschwanden mit ihr eine ,walfischlaus und ein ,spulwurm1 die sich ihr so angepat hatten1 da sie nicht mehr anderswo leben konnten4 ,dieses ,wechselverhltnis1 das ein ,wesen bis in den ,tod an ein anderes kettet1 ist leider auch eine der milichsten ,ursachen zur ungewollten ,verwstung unserer liebenswrdigsten1 sthetisch reizvollsten kleineren deutschen ,tierwelt heute4 ,mit vollem ,recht geht unsere ,kultur gegen hliche und giftige ,unkruter vor4 ,der ,frster wtet gegen jedes alte ,germpel von ,baum1 der ,parkliebhaber holzt aus1 um alle feuchten ,winkel1 wo die ,bume sich formlos durcheinanderflechten1 aufzuhellen1 im ,garten strt uns jedes ungepflegte ,stck1 jede ,dornecke ohne ,schermesserspuren4 ,aber mit der ,brennessel vernichten wir einen unserer schnsten ,schmetterlinge1 den goldbraunen ,kleinen ,fuchs81 dessen ,raupe diese scharf gewrzte ,kost braucht1 und ein hnlich enges ,band verknpft andere1 teils giftige1 teils unschne ,unkruter mit diesen lieben ,gesellen1 den bunten ,schmetterlingen1 ohne die der gepflegteste ,garten arm bleibt4 ,und mit den hohlen ,bumen und dem ,dorngestrpp nehmen wir unsern farbenprchtigsten und sangesfrohesten ,vgeln die ,gelegenheit zum ,nestbau1 mit roher ,hand schlgt unsere ,forst- und ,parkkultur all den uralten ,anpassungen und ,gewohnheiten1 die da ber viele ,jahrtausende heraufkommen1 ins ,gesicht4 ,der ,erfolg ist ein ,verden der ,landschaft1 ein ,stillwerden4 ,wir haben uns so gewhnt1 alles den bsen ,italienern in die ,schuhe zu schieben1 die uns die ,singvgel wegfangen und verspeisen4 ,da wir selber daheim mit unserm blo noch auf praktische ,holz-,rcksichten reglementierten1 kasernenhaft strammen und geputzten ,walde bestndigen ,vogelmord treiben1 wollen wir durchweg nicht ,wort haben4 ,schon wchst bei uns eine ,generation heran1 die von der ursprnglichen ,schnheit unserer deutschen ,vogelwelt kaum noch eine ,ahnung hat4 ,ich las unlngst ein paar ,verse von ,karl ,busse1 eine ,sommerstimmung4 ,zuletzt hie es da3 ,und einsam streicht die ,mandelkrhe1 wei ,gott wohin1 wei ,gott wohin 4448 ,ich wei nicht1 ob unser ,lyriker wirklich an die ,mandelkrhe 7die mit den ,krhen nichts zu tun hat7 gedacht und nicht blo einen ,namen aufgegriffen hat4 ,was ich aber wei1 ist1 da ich seit ,jahren eine ausgestopfte ,mandelkrhe mit ihrer wahrhaft leuchtenden ,farbenflle in ,grn1 ,blau und ,zimmetbraun im ,zimmer stehen habe und in all diesen ,jahren fast von jedem ,besucher die ,frage gehrt habe1 aus welchem tropischen ,papageienlande dieser ,prachtkerl stamme4 ,da er noch jetzt ein urtmlich deutscher ,vogel sei1 wute keiner4 ,aber auch dies ,juwel wird alljhrlich freilich seltener4 ,es teilt das ,schicksal des ,uhus1 des ,schwarzspechts1 der ,trappe1 des schwarzen ,storchs1 die alle rapid eingehen4 ,ein ,kampf der ,kultur mit der ,schnheit6 ,mir schwebt da immer ein drastisches ,beispiel vor4 ,zweimal im neunzehnten ,jahrhundert1 #ahfc und #ahhh war es1 als habe die ,natur vor1 uns in ,deutschland statt des ewigen ,nehmens einmal auch etwas ,zoologisches neu zu schenken4 ,aus ,zentralasien kamen ,schwrme lieblicher ,vgelchen1 ,steppenhhner1 in der weichen1 gelblichen ,farbe wie aus ,wstensand aufgebaut4 ,niemand wei1 warum sie pltzlich wanderten4 ,behalten haben wir sie auch nicht1 trotz lebhafter ,hoffnungen aller ,vogelfreunde4 ,die armen ,vgelchen sollten merken1 da sie sich ins ,reich der ,kultur gewagt hatten4 ,in reiendem ,flug kamen sie an4 ,es war ihnen nichts1 in einem ,tage von ,jtland quer ber die ganze ,nordsee nach ,england zu sausen4 ,aber genau in ihrer ,flughhe zogen sich allenthalben die ,telegraphendrhte dahin -- sie prallten an und kamen in ,menge um4 ,der freie ,wstenvogel1 der gegen das metallene ,netz der ,kultur stie -- zu seinem ,verderben4 ,wenn ich manchmal durch die schnen ,rume des ,berliner ,museums fr ,naturkunde wandere1 so berfllt mich eine seltsame ,trumerei4 ,ich habe das ,gefhl einer verschollenen ,welt1 eines untergegangenen ,planeten4 ,nicht blo in dem ,mumiensaal1 wo von steinerner ,platte wirklich die uralt verschollenen ,ichthyosaurier mich anglotzen1 die vor ,jahrmillionen bis auf den letzten ,kopf ausgestorben sind4 ,auch all das frisch ausgestopfte ,getier1 die bunten ,vgel1 die ,affen und ,elefanten und ,lwen1 die ,schmetterlinge in ihren ,glasksten1 die getrockneten ,korallen und ,seesterne -- sie haben mir einen ,todeszug1 ein hippokratisches ,gesicht1 -- ,gru der ,sterbenden4 ,ich sehe im ,geiste ein ,riesenmuseum der ,menschheit in ein paar tausend ,jahren4 ,da stehen die ,tiere wie heute1 noch viel schner in der ,erhaltung1 prpariert fr die ,ewigkeit mit den vollkommenen ,konservierungsmitteln1 die wir heute noch nicht kennen4 ,aber an ,tier um ,tier1 an der ,giraffe1 dem ,tiger1 dem ,nashorn1 der ,wildgans und dem ,sperling -- berall steht ein ,zettelchen angeklebt mit einem geheimnisvollen ,zeichen4 ,wer in der ,geheimsprache der ,zoologen bewandert ist1 kennt es sogleich1 aber auch der ,laie mag den ,sinn schon ahnen4 ,ein ,totenkopf4 ,er besagt1 da diese ,tierart ausgestorben ist4 ,dieser ,gedanke ist mehr als ein paradoxer ,einfall4 ,er entspringt einer ,wahrscheinlichkeit1 ja einer unerbittlichen ,logik4 ,der ,sdseeinsulaner singt ein schwermtiges ,liedchen von der ,palme1 die wchst1 der ,koralle1 die sich breitet1 und dem ,menschen1 der untergeht4 ,in den ,sternen der ,kulturmenschheit steht aber das genau ,umgekehrte geschrieben4 ,der ,mensch wird ,herr der ,erde sein1 eines ,tages4 ,und alles ,getier1 das nicht unmittelbar in seiner ,kultur aufgeht1 wird an dem ,tage verschwunden sein4 ,in der kstlichen ,vogelsammlung des ,zwingers zu ,dresden haben sie schon jetzt einen besonderen ,schrank eingerichtet fr ,tiere1 die der ,mensch in der kurzen ,zeit1 da er fr ,museen sammelt1 bereits im ,leben ausgerottet hat und nur noch in ,museumsblgen besitzt3 der ,takahevogel und der ,dnnschnabelnestor1 ein ,papagei von ,neuseeland1 die ,labradorente und der ,riesenalk1 der #ahdd auf ,island untergegangen ist4 ,diese ,vogelblge sind heute schon so kstlich1 da man sie dem ,licht nicht mehr auszusetzen wagt1 aus ,furcht1 sie verbleichen4 ,in demselben ,schrank liegen ein paar einzelne ,federn der kolossalen ,moastraue1 flugunfhiger ,vgel1 die von den ,neuseelndern bis auf den letzten ,kopf vertilgt wurden1 als die tierarme ,insel dem eingewanderten1 rasch wachsenden ,volk keine andere ,fleischnahrung bot2 nachher sind die ,leute in ihrer ,not ,kannibalen geworden4 ,selbst diese kostbare ,sammlung rhmt sich aber schon keines ,balges mehr von der ,dronte1 jener grotesken1 ebenfalls vllig flugunfhigen ,riesentaube der ,insel ,mauritius1 die grer als ein fetter ,schwan war4 ,die ,matrosen der hollndischen ,schiffe1 die im siebzehnten ,jahrhundert dort landeten1 verproviantierten sich frhlich mit diesen wandelnden ,fetttpfen4 ,nach hundert ,jahren war die ,freude zu ,ende3 die letzte ,dronte war gegessen4 ,und nochmals fnfzig ,jahre spter warf der weise ,konservator des ,museums zu ,oxford auch noch das letzte ausgestopfte ,stck wegen ,mottenfra aus der ,sammlung2 damit war endgltig auch die ,schattenexistenz im ,museum dahin2 nur ,bilder und ,knochen sind brig4 ,im ,britischen ,museum zu ,london steht das ,gerippe jenes ,seesugetiers vom ,geschlecht der sogenannten ,seekhe1 des ,borkentiers4 ,es war ein ,ungetm1 das zehn ,meter lang und achtzig ,zentner schwer wurde4 ,wie ,borke war seine verfilzte ,schwartenhaut anzusehen1 darunter aber lag vier ,finger dick der reinste ,speck4 ,um dieses ,speckes willen hat das ,borkentier daran glauben mssen4 ,auch diesen ,riesen der rtselvollen ,einsamkeit1 einen wahrhaft urweltlichen ,gesellen1 entdeckte hungriges ,matrosenvolk eines gestrandeten ,schiffes auf einer ,insel bei ,kamtschatka im achtzehnten ,jahrhundert4 ,siebenundzwanzig ,jahre reichten diesmal hin1 um den ,kolo verschwinden zu lassen auf ,nimmerwiedersehen4 ,solche absonderlichen ,flle klingen uns wie hbsche zoologische ,geschichtchen1 jedes ,lehrbuch verzeichnet sie4 ,aber es ist mehr darin3 es ist die ,schicksalsstimme der ,allgemeinheit4 ,es wird leer um den ,menschen1 wohin er kommt4 ,als der ,mensch auf der ,erde erschien1 war die ,frage zunchst keineswegs selbstverstndlich1 wer in dem ,kampf zwischen ,mensch und ,tier ,sieger bleiben wrde4 ,furchtbar verbarrikadiert mit ihren unzhligen ,anpassungen in ,verteidigungs- und ,angriffsmitteln stand die ,tierwelt da1 ein ,meisterstck von ,jahrmillionen4 ,denn in all diesen ,jahrmillionen der ,erdgeschichte hatte der ,daseinskampf selbst immerfort alles ,schwache1 ,ungengende unerbittlich ausgemerzt4 ,nur das ,wehrhafteste1 nur die wahrhaft raffinierte ,schutzanpassung war aus dem langen ,spiel sieghaft emporgestiegen4 ,im ,gestein der ,erdentiefe schliefen die ungezhlten falschen ,experimente1 alle die alten ,saurier und ,scheusler1 denen schlielich ,hai1 ,delphin und ,riesenvogel oder auch die eigene ,unfrmlichkeit den ,garaus gemacht4 ,bis in jedes ,winkelchen umspann eine wahrhaft vollkommene ,tierwelt diesen alten ,planeten1 ,luft1 ,wasser1 ,erde1 schwimmend1 fliegend1 kletternd1 laufend1 selbst im ,erdreich whlend wie der ,maulwurf4 ,die ,erdenarche zitterte unter der ,last4 ,und dahinein eines ,tages -- der nackte ,mensch4 ,was war er zunchst8 ,ein ,stck ,fleisch1 gut zu fressen4 ,so und so viel ,tiervlker hatten sich in ihrer ,lebensanpassung gewhnt1 ,fleisch anderer ,geschpfe zu fressen4 ,der ,mensch ein ,objekt der hungrigen ,raubtiere also6 ,das ,nchste1 was da in ,betracht kam1 war die ,gre des ,menschen1 die ,krpergre4 ,es ist in neuerer ,zeit ein paarmal behauptet worden1 der ,urmensch sei ein ,zwerg gewesen4 ,wir wissen ja heute durch ,schweinfurth und ,stanley1 da es in ,afrika noch jetzt regelrechte ,zwergvlker gibt4 ,der ebenfalls fast zwerghafte ,stamm der ,weddas in den ,urwldern ,ceylons wird von manchen ,kennern fr die unterste1 urtmlichste aller ,menschenrassen gehalten1 die heute noch lebt4 ,und in ,schweizersbild bei ,schaffhausen sind allen ,ernstes ja auch die ,knochenreste sogar prhistorischer ,zwerge gefunden worden4 ,gleichwohl ist die ,vermutung aus diesen ,grnden allein kaum haltbar4 ,in alten wie in neueren ,zeiten kann auch ,verkmmerung nachtrglich das ,normalma bei ganzen ,vlkern herabgedrckt haben4 ,jenes geheimnisvolle ,wesen von der ,insel ,java1 das einen halben ,affenkopf hatte und dazu schon echte ,menschenbeine1 der ,pithekanthropus1 ber dessen #ahia entdeckte ,gebeine sich die darwinistischen und antidarwinistischen ,forscher seither so mchtig in den ,haaren liegen3 es hatte mindestens volle ,militrgre4 ,brachte der ,mensch die aber mit1 so teilte das sogleich das ,tierreich vor ihm in einen greren und einen kleineren ,teil4 ,im allgemeinen war alles1 was grer war als der ,mensch1 ihm gefhrlich1 alles ,kleinere dagegen trat unter ihn4 ,der ,maulwurf war ihm ein lcherliches1 ein verchtliches ,tier1 obwohl das ,gebi dieses ,maulwurfs1 gegen ein noch kleineres ,tier gehalten1 furchtbarer ist als ein ,tigergebi4 ,das erste kleine ,geschpf1 bei dem er eine ganz besondere1 auch ihm gefhrliche ,angriffswaffe entdeckte trotz der ,krperkleinheit1 war die giftige ,schlange4 ,wenige ,geschpfe haben seine ,phantasie denn auch so erregt1 wie dieses ,ausnahmetier4 ,der ,schlangenkultus beweist es4 ,die ,allerkleinsten und doch ,allerschlimmsten hat freilich erst das ,mikroskop des neunzehnten ,jahrhunderts entdeckt3 die ,trichinenwrmer1 die sich ins ,muskelfleisch des ,riesen bohren1 und die allerdings nicht mehr eigentlich tierischen1 wenn auch lebenden ,bazillen1 die seine ,lunge als ,schwindsuchterzeuger zerstren1 seinen ,darm als ,cholera bedrohen4 ,im wesentlichen aber ging sein ,blick damals nach oben4 ,was ihn angriff1 mute grer sein als er4 ,der ,naturforscher von heute unterscheidet mindestens sieben ,hauptgruppen oder ,stmme8 im ,tierreich4 ,davon kommen sechs kaum in ,betracht als ,grengegner des ,menschen4 ,die ,urtiere 7vom ,laien meist ,infusorien genannt7 fallen ganz fort1 denn sie sind durchweg mit bloem ,auge berhaupt nicht sichtbar4 ,vom farbenbunten ,volk der ,pflanzentiere 7also den ,schwmmen1 ,korallen1 ,seerosen1 ,quallen7 knnte zur ,not einem ,schwimmer im ,ozean einmal die einzige ,qualle ,cyanea arctica gefhrlich werden4 ,denn sie hat einen ,schirm von zwei ,metern ,breite und darunter abwrtsbaumelnde ,fangarme von vierzig ,metern ,lnge4 ,das alles ist zwar weich wie ,gallert1 aber diese ,quallenarme nesseln wie ,brennesseln1 und vielleicht drfte der ,taucher denn doch verloren sein1 um dessen nackten ,leib sich diese vierzig ,meter ,giftschnur wickeln4 ,vom ,molluskenstamm 7,schnecken1 ,muscheln und ,tintenfische7 druen nur zwei1 und beide auch nur in der purpurnen ,tiefe3 die indische ,riesenmuschel ,tridacna gigas1 deren zwei ,meter breite ,klappschalen gar wohl einen unvorsichtigen ,menschen durch blitzschnellen ,schlu guillotinieren knnen -- zur leckeren ,mahlzeit fr das ungeheure1 zehn ,kilogramm schwere ,muscheltier im ,innern4 ,und der ,kraken1 der ,riesentintenfisch1 der mit den ,fangarmen wohl zwanzig ,meter lang wird und mit seinem harten ,hornschnabel dann einen ,menschen zerknacken wrde wie ein ,affe eine ,haselnu4 ,ganz ausscheiden wieder die so unendlich formenreichen ,gliedertiere -- ,krebs und ,insekt4 ,einzelne ,krebse mgen unheimliche ,gste sein1 ernsthaft gefhrlich sind sie nicht1 trotz ihrer tausend ,gelenke84 ,auch gegen den grten aller ,regenwrmer1 den ,riesenwurm ,megascolides australis von ,gipsland in ,australien1 der zweimal so lang wie der ,mensch wird1 bedrfte es nicht einmal bei einem ,kinde besonderer ,herkuleskraft zur ,verteidigung4 ,und vollends der dickste ,seeigel vom ,geschlecht der ,stachelhuter wird noch nicht einmal so dick wie das ,stachelschwein1 das die ,jger in der rmischen ,kampagna durch einen einfachen ,klaps auf die schnffelnde ,nase tten4 ,erst im ,stamm der ,wirbeltiere fangen die echten ,gren zahlreicher an1 nochmals freilich mit ,unterschied auch da nach den einzelnen ,klassen4 ,ein paar ,fische machen in der ,reihenfolge von unten nach oben den ,anfang4 ,der ,hai als ,menschenfresser ist altberchtigt4 ,im ,swasser aber ist der kolossal bewehrte ,hecht durchweg zu klein1 wenn schon ich mich eines ,ungetms aus dem tiefen tckischen ,wallensee im ,kanton ,glarus erinnere1 das auf der ,tafel wahrhaft zu ,koteletten zerschnitten erschien1 da es jeder ,schssel spottete -- diesem anderthalb ,meterriesen htte ich beileibe nicht in dem kalten ,gebirgssee beim tglichen ,bade begegnen mgen4 ,vom ,wels1 dessen grte1 zwei ,meter lange ,exemplare1 einer kohlschwarzen ,riesenkaulquappe gleich1 hier bei ,friedrichshagen als wahre ,seeschlange8 des ,mggelsees gelten1 ist sicher berliefert1 da er ,hunde1 groe ,wasservgel und gelegentlich selbst ein ,kind schluckt4 ,dagegen kommt von der ganzen nchsthheren ,klasse der ,amphibien nicht einmal der ,riesensalamander ,japans auf4 ,und seitdem auch die wahnsinnige ,angst vor dem ,gift8 der ,molche und ,krten sich dahin verflchtigt hat1 da der ,schutzsaft dieser ntzlichsten ,tiere einen kleinen ,schnupfen erzeugt1 wenn er just auf die ,schleimhute gebracht wird1 kann das ganze ,lurchvolk geradezu als ,typus der ,harmlosen gelten4 ,von den ,reptilien kommen ihrer ,gre nach nur drei in ,betracht3 die ,riesenschlange1 deren ,gefhrlichkeit aber1 wie die so vieler ,tropentiere1 in lteren ,quellen arg bertrieben worden ist2 das ,krokodil2 und endlich zur ,not noch die nordamerikanische ,schnappschildkrte1 die ber ein ,meter lang wird und dem ,schwimmer mit einem stahlharten ,schnabel zu ,leibe geht1 der in zentimeterdicke ,ruderschaufeln ,lcher beien kann4 ,als der erste ,mensch die ,erde betrat1 war die groe8 ,zeit dieser ,reptilien im ganzen lngst herum4 ,verschwunden war der ,iguanodon von ,bernissart in ,belgien1 der auf den ,hinterbeinen trabte wie ein ,knguruh1 der zehn ,meter ma und dessen ,daumen rechtwinklig abstanden wie mchtige ,dolche1 bereit1 jeden ,angreifer umarmend zu spieen wie das ,folterwerkzeug der eisernen ,jungfrau4 ,verschwunden war der ,hadrosaurus von ,dakota1 der nicht weniger als #bjgb ,zhne im ,maul trug1 verschwunden der ,atlantosaurus1 der mit #aae ,fu ,lnge auf dem ,lande dahinwatschelte1 und der ,mosasaurus1 der ebenso lang im ,ozean sich schlngelte4 ,die ,idee wre so hbsch3 den ,urmenschen sich noch im ,kampf zu denken mit den ,ichthyosauriern4 ,in einer ,deutschen ,geschichte8 7von ,pfahler1 aus der zweiten ,hlfte des neunzehnten ,jahrhunderts7 habe ich gelegentlich den ,satz wirklich gefunden1 da die alten ,germanen ihre weltgeschichtlich so bekannte ,kraft gesthlt htten im ,drachenkampf mit diesen ,ichthyosauriern4 ,leider stren dieses gute ,bild aber die mindestens drei ,millionen ,jahre der ,tertirzeit1 die zwischen den ,germanen auf der ,brenhaut und der ,ichthyosaurusepoche der ,erdgeschichte liegen und in denen schon kein einziges jener ,ueberreptile mehr gelebt hat4 ,auch die ,gigantenzeit der ,vgel war vorbei oder doch im raschen ,abzuge1 als der ,mensch kam4 ,den ,brontornis von ,patagonien1 der zu einem wahrhaft schauerlichen ,raubvogelschnabel fast zwei ,meter lange ,beine besa und wahrscheinlich selbst noch jenes ,saurierhochwild jagte1 hat er wohl nicht mehr erlebt4 ,die groen ,straue kann man nicht als ernste ,gegner mitrechnen1 und wo er sie auf ,inseln fand1 wie auf ,neu-,seeland die ,moas und auf ,madagaskar den drei ,meter hohen ,aepyornis1 da ist er damit rasch so grndlich fertig geworden1 da der ,naturforscher schon fr sein ,museum zu spt kam4 ,so bleiben die ,sugetiere4 ,und damit die wahren ,grengegner4 ,die ,tertirzeit1 die dem ,menschen unmittelbar voraufgeht1 hatte sie in ihrer ganzen ,kraft entfaltet4 ,im ,moment1 da der ,mensch fr uns in erkennbaren ,kulturresten in ,europa auftaucht1 sieht er sich vor ,mammutelefanten1 ,nashrnern1 ,nilpferden1 wilden ,ochsenarten1 dem ,riesenhirsch1 dem ,renntier und den grten aller bekannten ,raubtiere1 dem ,hhlenbren und dem ,tiger4 ,der erste ,khne1 der sich auf schwankendem ,boot in die ,salzflut wagt1 sieht ,dampf aufwallen und glaubt1 eine schwarze ,insel entsteige der ,tiefe3 er erlebt den ,walfisch1 das ,sugetier1 das es jetzt auf jene #ae ,fu des ,mosasaurus gebracht hat4 ,ganz unglaublich mu das ,gedrnge jener groen und grten ,suger noch in den ersten ,urwldern1 ,steppen und ,wassern gewesen sein1 in die der ,mensch geriet4 ,nur die wildesten ,gebiete ,zentralafrikas1 wo abends um die ,trnke alles drhnt und zittert von dem ,stampfen ungezhlt antrampelnder ,elefantenherden1 ,nashrner1 ,giraffen1 ,antilopen1 oder das ,getmmel groer ,seesugetiere1 ,robben1 ,seebren1 ,seeelefanten auf neu entdeckten ,klippen der arktischen und antarktischen ,vorgegend knnen uns heute noch einen ,begriff davon geben4 ,und auch sie nicht lange mehr1 denn die ,bchse knallt von ,jahr zu ,jahr die ,elefanten nieder1 und die groen ,robben und ,wale sind an ihren lteren bekannten ,pltzen schon so gut wie ausgerottet4 ,von ,sugergruppen1 die heute klein sind wie das ,grteltier1 lebten noch ,riesenformen1 gro wie das ,nashorn 7der ,glyptodon71 als der ,mensch den ,kampf begann4 ,waren doch in dem gleichen ,sdamerika dieser ,riesengrtler 7in allerdings noch etwas lteren ,zeiten7 selbst die ,muse einmal zu solcher ,rhinozerosgre heraufgewachsen4 ,die furchtbarsten angreifenden ,gegner aber waren zweifellos gleich von ,beginn an die ,raubtiere4 ,deutschland hatte damals noch so viel ,tiger wie ,indien1 und dabei war auch noch der ,machairodustiger1 der im ,oberkiefer jene zwei ,eckzhne in ,gestalt gekrmmter1 aus dem ,maul wie beim ,walro vorspringender ,messer trug4 ,ein nicht zu verachtendes ,gegenber waren gewi auch die ,affen in einigen ,arten3 der ,gorilla1 an ,gre dem ,menschen gleich1 gilt heute noch als ernste8 ,sache trotz des ,feuergewehrs1 und ganz krzlich erst ist auf ,madagaskar das ,gerippe eines ,halbaffen gefunden worden1 der1 wie es scheint1 den ,gorilla noch an ,hhe bertraf4 ,und doch das alles eines ,tages im ,absturz4 ,ein paar ,sugetiere und ,vgel gerettet durch ,kultivieren als ein ,stck ,menschenhaushalt selbst1 als ,haustiere4 ,ein anderer ,rest noch eine ,weile erhalten als ,jgerfreude4 ,jagdgesetze mssen selbst ihn schon schtzen4 ,ganze ,lnder schon in ein paar ,geschichtsjahrhunderten ihrer ,charaktertiere beraubt3 ,aegypten ohne ,nilpferde1 ,deutschland ohne die ,ure und ,schelche seiner ,nibelungenzeit4 ,und durch welche ,macht das alles8 ,ich wandere an meinem mrkischen ,see hier drauen hin1 mein ,fu stt an ein ,stck ,feuerstein4 ,im tiefen ,meer der ,kreidezeit ist das aus den ,kieselschalen mikroskopischer ,urtierchen zusammengebacken4 ,die ,gletscher der ,eiszeit haben es aus der ,kreide von ,rgen1 dem alten ,tiefseeschlamm jener ,tage1 gerissen und hierher transportiert4 ,in solchem ,stckchen ,feuerstein liegt des ganzen ,rtsels ,kern4 ,das hat der ,mensch gefunden1 eines ,tages1 damals am ,rande der ,eiszeitgletscher4 ,und seine ,intelligenz war soweit vorgeschritten1 da er es zum ,werkzeug1 zur ,waffe zurechtschlug4 ,und an dieser neuen ,kapitelberschrift der kosmischen ,entwickelung1 diesem kleinen ,wrtchen ,werkzeug8 sind sie alle abgeprallt1 die harten ,kpfe der brigen ,tierwelt -- der elfenbeinerne ,stozahn des ,mammut und das natrliche ,messer im ,maul des ,machairodustigers1 der ,panzer des ,riesengrteltiers und die ,speckschwarte des ungeheuren ,walfisches4 ,aus diesem ,feuersteinmesser hat sich in einer geraden ,linie geistigen ,fortschritts das ,bronzeschwert entwickelt und aus dem die ,eisenwaffe bis zum ,rohr der ,kanone1 deren ,kugel einen ,elefanten fllt wie ein ,schlag mit der flachen ,hand eine ,mcke4 ,in diesem ,stckchen ,feuerstein wurde die schwache ,hand des ,menschen hart wie ,stein1 hart wie ,stahl1 brennend und verheerend wie der ,funke1 der aus diesem ,feuerstein1 wenn er geschlagen wird1 sprht4 ,und an dieser ,werkzeugwende brach die ,tierwelt zusammen1 wie schlielich der ,granitberg der ,alpen davor zum ,tunnel einbrach und die ,landenge von ,suez zum ,kanal sich spaltete4 ,im ,menschenmuseum ist ihr ,grab1 ihr ,ziel4 ,mit dem kleinen ,zeichen des ,totenkopfs auf der ,etikette1 das da besagt ausgestorben8 -- ausgerottet durch den ,menschen4 ,das ,ende der ,tierwelt6 ,die ,anfnge der ,kultur bei den ,tieren4 ,natur und ,kultur sind keine ,gegenstze4 ,stufen sind es einer fortschreitenden ,entwickelung4 ,jedes kleine ,menschenkind kann uns das lehren4 ,was in grauen ,tagen der ,urgeschichte wie ein ,mysterium erscheint1 das erlebt jede ,mutter in schlichtem ,bild noch einmal mit4 ,wunderbare ,krfte haben in stiller1 pflanzenhafter ,arbeit den ,leib des ,kindes gebaut4 ,eines ,tages erscheint er im ,lichte und die feinen ,saiten des ,kunstwerks beginnen ihre ,melodie zu spielen4 ,jene ,krfte haben in festem ,ziel die ,organe des ,krpers geschaffen3 wie ,magen und ,herz1 so auch ,gehirn und ,hand4 ,auf einmal aber ist es1 als sinke die ganze ,schaffensmacht1 nachdem sie dort ihr ,werk getan1 jetzt konzentriert hinein in das kleine ,kindergehirn4 ,zu ihm geht1 was die ,aeuglein schauen1 von ihm aus regt sich auf solche ,lichtpost des ,auges hin die ,hand4 ,und die ,hand greift nach ,dingen der ,auenwelt4 ,der erste ,griff geht nach ,stoffen der ,ernhrung4 ,dann wird spielerisch nach allem mglichen gefat4 ,holzkltzchen werden aufeinandergetrmt1 ,sandhgelchen gehuft wie kleine ,bauten4 ,das rosige ,hndchen lernt einen ,lffel greifen1 um die ,suppe zu bewltigen4 ,mit einem ,bleistift wird gekritzelt4 ,zugleich hat die ,sprache eingesetzt1 ebenfalls ,muskelarbeit im ,dienste des ,gehirns4 ,und die ersten moralischen ,empfindungen bilden sich aus1 begrndet auf das ,zusammenleben mit andern ,menschen und die ,anpassung daran4 ,so erobert die junge ,menschenblte1 aus der ,natur heraus geboren1 sich in organischer ,folge1 ohne ,ri und ohne ein greres ,wunder1 als es in jeder ,entwickelung liegt1 die hhere ,stufe der ,kultur4 ,jedes ,kind ist aber ein erster ,mensch84 ,es erlebt noch einmal die ,schauer der ,schpfung4 ,so wie bei ihm1 fing die groe neue ,melodie ,kultur8 einst berhaupt einmal auf der alten ,erde an zu spielen1 eine hhere ,sinfonie der ,natur1 zu der sie sich nach ,jahrmillionen einfrmigen ,summens und ,klingens pltzlich in grandiosem ,schwunge erhob4 ,wie aber das ,kind1 noch schlafend im ,naturscho1 ehe es das ,licht der ,welt erblickt1 sich bisweilen traumhaft schon regt1 so raunten lngst1 ehe der ,mensch kam1 durch die ,tierwelt schon prludierende ,laute dieser ,kultursinfonie4 ,ueberall da vernehmen wir sie1 wo im ,tier schon ein ahnender ,anlauf sich zeigt1 ber die ,ausbildung von ,organen des ,leibes -- ,knochen1 ,klauen1 ,zhnen1 ,panzern1 angewachsenen ,schalen -- hinauszugehen zu ,werkzeugen1 zu totem ,material1 das erst indirekt durch die ,absicht und ,arbeit des ,tieres in gewissem ,ma vergeistigt8 wird4 ,da liegt in seiner wunderbaren ,blue der mrkische ,mggelsee4 ,rote ,kiefern lassen ihr grotesk verknultes ,wurzelwerk an den ,sandabhngen des ,ufers herabschleifen4 ,der ,blick sucht ein schimmerndes ,feuersteinstckchen1 einen ,zeugen der ,eiszeit1 im gelben ,sand4 ,dabei gewahrt er winzige ,trichterchen in dieser ,sandflche1 regelmig1 als sei es eine ,tierfhrte4 ,aber kein ,tier stt solche spitzen ,trichter im ,schreiten ein4 ,ein ,kulturtier8 hat hier gebaut3 der ,ameisenlwe4 ,als ausgewachsenes ,insekt gleicht er einer ,libelle4 ,dann langen seine ,krperorgane aus zum ,lebenskampf1 groe ,flgel tragen ihn dem grten ,ereignis auf dem ,scheitel seiner ,bahn zu3 der ,liebe4 ,aber als unentwickelte ,larve1 auf der ,stufe1 die beim ,schmetterling die ungeflgelte1 ewig hungrige ,raupe darstellt1 geht es ihm weniger gut4 ,sein ,krper gleicht dann einer kleinen weichen ,rbe1 an der zwar vorne mchtige ,kieferzangen sitzen1 die zugleich kneifen und saugen1 aber nur mangelhafte ,beine und gar keine ,flgel4 ,eine ,rettung war es so fr ihn1 als er auf weichen ,sand geriet4 ,er drehte und wurschtelte sich so lange hinterwrts herum1 bis er glcklich bis an den ,kopf eingemummt sa4 ,da lauerte er nun mit seinem knurrenden ,larvenmagen4 ,ging ein groer1 bedrohlicher ,schatten vor ihm ber1 so duckte er sich ganz in den ,sand4 ,kroch aber ein wehrloseres ,insekt1 als er1 arglos dicht vorbei1 so ersphte er mit seinen zahlreichen ,augen den guten ,moment1 scho vor und stie der ,beute seine bsen ,sauggabeln in den ,leib4 ,so mgen es die ,ameisenlwen jahrhunderttausendelang getrieben haben4 ,der lose ,sand war ihr ,mantel3 immerhin schon ein ganz1 ganz vager ,anlauf zu etwas ,werkzeughnlichem1 also zur ,kultur4 ,da fhrte die ,sache selbst weiter4 ,das ungestme ,drehen beim ,einwhlen ins ,sandbett erzeugte in diesem losen ,flugsand einen kleinen ,wirbel1 dessen ,ergebnis meist eine rundliche1 trichterartige ,einsenkung wurde4 ,im ,grunde des ,trichters sa jedesmal der ,ruber4 ,dieser ,trichter aber lieferte jetzt selbst zum ,sandrock ein neues ,kulturwerkzeug3 er bildete eine ,falle4 ,ein ,insekt lief heran1 geriet achtlos ber den ,rand und fiel ins ,zentrum4 ,im ,schreck ber den ,sturz und zugleich in der ,enge des ,trichtergrundes wurde selbst ein ,tier zur leichten ,beute1 das sonst entronnen wre3 eine wehrhafte ,spinne1 ,ameise oder ,raupe4 ,und die ,ameisenlwen begannen den ,doppelzweck resolut zu erfassen3 die ,einbuddelei wurde in ihrer ,energie so verstrkt1 da jedesmal regelrechte ,fallentrichter entstanden von ausreichender ,tiefe4 ,dabei mochte es geschehen1 da mitten in der ,arbeit schon eine ,ameise ber den ,rand kam4 ,noch stockte sie oben1 wollte nicht4 ,gerade aber flog durch die ,wucht des kreiselnd sich einwhlenden ,lwen eine ,garbe ,sand von unten her auf den ,trichterrand3 sie traf das fremde ,insekt und lie es kopfber herabfliegen trotz seines ,widerstrebens4 ,zu ,rock und ,falle war ein drittes gesellt3 das ,wurfgescho4 ,was auch hier das erste ,mal zufllig mitgeschehen war1 wurde ein weiterer ,schritt in der ,ameisenlwenkultur4 ,auch aus dem fertigen ,trichter heraus gewhnte er sich fortan1 vorsichtig zgernde ,besucher seines ,fallenrandes durch gut gezielte ,sandwrfe aus der ,balance zu schmettern und in die ,mrderhhle herabzuzwingen1 wo ihr ,schicksal besiegelt war4 ,so hat der kleine ,lwe sein ,werk bei uns getrieben1 in ppigster ,entfaltung wahrscheinlich damals1 als in vorhistorischer ,zeit ,deutschland einmal grtenteils gelbe ,sandsteppe mit ,springmusen und ,saigaantilopen war4 ,wo von dieser ,steppe noch ein hbsches ,teil ,sand briggeblieben ist1 wie zwischen unsern mrkischen ,heidekiefern1 da treibt er es unentwegt heute noch4 ,ich glaube nicht1 da es allzu khn ist1 sich den ,hergang dieser kleinen tierischen ,kulturentwickelung so zu denken4 ,die einzelnen ,stufen liegen so nah4 ,gar kein mystischer ,wille des ,tieres ist dazu ntig1 nur eine ,kette ganz schlichter ,anpassungen4 ,und doch hat das ,resultat alle charakteristischen ,zge eines ,kulturanfangs84 ,unwillkrlich steigen vor diesem ,hhlen- und ,fallgrubenjger aus der ,insektenwelt ,bilder auf aus der menschlichen ,urzeit4 ,in einer ,grube1 ganz nach hnlichem ,prinzip erfunden1 hat der ,urmensch jener ,eiszeit seine ,mammute und ,nashrner gefangen4 ,blo da er sich nicht selbst unten hineinsetzte2 bei seinen ,mammuten wre die ,last zu schwer geworden4 ,er setzte sich nach dem ,fall oben an den ,rand und warf den abgestrzten ,riesen1 in ,erweiterung des ,wurfsystems des ,ameisenlwen1 mit ,steinen und ,speeren vom sicheren ,boden aus zu ,tode4 ,auch er aber barg seinen nackten ,leib1 wie in einem ersten ,schutzpanzer1 im ,gestein1 in ,hhlen4 ,und ein ,triumph war es fr ihn zweifellos1 als er vor dieser ,hhle die erste ,tr erfand1 den ersten ,verschlu1 den auen ,laub berdeckte1 der sich aber von innen ffnen lie4 ,gerade dieses ,werkzeug8 hat aber lange vor ihm die kleine ,minierspinne ,cteniza fodiens auf ,korsika erfunden4 ,sie baut sich halbmeterlange ,kellerschachte ins ,erdreich hinein1 die sie kunstvoll mit selbstgesponnenem ,seidengewebe austapeziert4 ,vor die ,kellerluke aber setzt sie die eleganteste ,falltr ebenfalls eigenen ,fabrikats1 einen ,deckel in ,nut und ,angel aus ,seidenpolster1 der auen mit einer ,erdschicht tuschend beklebt ist und automatisch auf einen leisen ,druck von innen aufklappt4 ,ein ,beobachter1 der die ,tr von auen her gewaltsam mit einer ,nadel ffnen wollte1 bemerkte mit ,staunen einen ,widerstand1 als sei gar ein ,riegel vorgeschoben4 ,es war aber die ,spinne selbst1 die von innen zuhielt4 ,sie ermglichte es1 indem sie mit einigen ihrer ,klauen in feine ,lcher des ,seidengewebes sich einhakte und zugleich den ganzen ,krper nach ,krften rckwrts gegen die ,wand ihrer ,hhle prete4 ,sie verteidigt brigens nicht nur sich so1 sondern auch ihre ,eier und junge ,brut1 die sie nach ,spinnenart treu behtet4 ,viele ,jahrtausende nach ,anfang der ,menschenkultur hat ,horaz noch von dem khnen ,uebermenschen gesungen1 der zum erstenmal in ungeheurem ,wagnis dem ,wasser ein ,schiff anvertraut4 ,der groe1 pechschwarze ,wasserkfer des ,mggelsees ,hydrophilus piceus lst das ,problem alljhrlich noch4 ,sein kunstvolles ,schifflein1 vielleicht das lteste der ,welt1 ist eine schwimmende ,wiege gleich dem biblischen1 das den ,moses trug4 ,im ,april sucht der weibliche ,kfer sich ein schwimmendes ,blatt im ,see4 ,unter dem legt er sich1 den ,bauch nach oben1 festgeklammert vor ,anker4 ,nun spinnt er aus feinen ,rhren des ,hinterleibs ein dichtes seidiges ,gespinst hervor1 das in ,zeit noch nicht einer ganzen ,stunde den ,bauch wie eine ,art ,seidenhemdlein berwlbt4 ,unter diesem halben ,hemd dreht er sich dann selbst um1 so da es ihm auf den ,rcken rutscht1 und sofort spinnt er abermals vor der ,bauchseite eine zweite ,hlfte1 deren ,rand fest in die andere verwebt wird1 also da nunmehr ein ganzes ,hemd da ist oder1 besser noch1 eine ,art groen1 hoch heraufgerutschten ,fusacks1 da auch das hintere ,ende des ,ganzen fest vernht ist4 ,in diesen ,sack jetzt endlich legt der ,kfer seine ,eier1 indem er sich gleichzeitig langsam nach vorn aus ihm herauszieht4 ,im ,moment des gnzlichen ,entschlpfens spinnt er auch noch die letzte offene ,seite wasserdicht zu und formt aus steifen ,fden eine ,art ,mastspitze auf dem ,ganzen4 ,so darf er sein ,mosesschifflein getrost treiben lassen3 die ,eierfracht1 in den ,grund des ,bootes gesunken1 hlt als ,ballast die ,balance1 die wasserdichte1 luftgefllte ,blase sichert das ,schwimmen1 und der kleine ,mast1 ber den ,spiegel vorragend und von einem feinen ,kanal durchbohrt1 sorgt fr den ntigen ,luftaustausch im ,innern genau nach dem ,prinzip der vorspringenden ,spitze eines sonst gnzlich eingetauchten unterseeischen ,bootes modernster ,konstruktion4 ,der alte ,horaz hatte schon seit mehr als anderthalb ,jahrtausenden seine irdischen ,wein- und ,liebesfahrten beschlossen1 da erfand der ,mensch die ,taucherglocke4 ,im ,reich des schwarzen ,wasserkfers besa auch sie lngst die ,wasserspinne1 die ,argyroneta aquatica4 ,ihr ,leben verrinnt im ,wasser1 aber ihre ,sehnsucht ist ,luft4 ,auf ,luft sind ihre ,atmungsorgane gebaut1 ohne ,luft kann sie sich in der ,tiefe nicht wohl fhlen4 ,fr ihren ,privatgebrauch des ,moments wei sie ja beim ,tauchen an ihrem fettigen und haarigen ,leib gengend ,luft in ,form einer anhngenden ,perle mitzufhren4 ,aber das ist ihr lange noch nicht bequem1 noch nicht huslich genug4 ,wie der weise ,schildbrger einst ,licht portionenweise einzufangen und in sein fensterloses ,haus zu tragen gedachte1 so geht sie -- und mit mehr physikalischem ,glck -- auf den systematischen ,luftfang4 ,im ,teichgrund baut sie1 an ,wasserpflanzen geheftet1 aus dem firnidichten ,seidenstoff ihrer ,spinndrsen eine feine ,glocke von der ,gre eines halben ,taubeneies1 unten richtig glockenhaft offen4 ,dann saust sie zum ,teichspiegel1 hebt den ,gegenpol ihres ,leibes darber hinaus und fhrt1 mit einer groen haftenden ,luftblase bewaffnet1 in den ,grund zurck4 ,schnell wrde die ,luftblase1 da unten befreit1 wieder nach der ,oberflche hinaufperlen4 ,aber die ,spinne setzt sie unter ihr ,glckchen1 wo das unmglich wird4 ,und ,perle um ,perle des lieben ,stoffes rubert sie sich so hinab1 bis die ,glocke eine regelrechte ,taucherglocke geworden ist1 ein wohliges ,lufthuschen tief in den ,wassern4 ,burg ist es zugleich und ,hochzeitshaus4 ,von seiner ,glocke baut das ,mnnchen einen verdeckten ,gang zur ,glocke der ,spinnenbraut4 ,in der ,glocke auch wird die ,kinderwiege bereitet4 ,eine solche ,spinnenglocke mten wir klugen ,menschen uns bauen1 wenn wir den luftarmen ,mond bereisen wollten6 ,auf einsamen ,waldgipfeln ,deutschlands liegen heute noch geheimnisvoll altertmliche1 rohe ,steinwlle1 zum ,beispiel auf dem ,altknig im ,taunus4 ,uralt jedenfalls1 gehen sie vielleicht bis in vorgeschichtliche ,tage zurck4 ,es war der erste ,menschen-,versuch einer selbsterbauten schirmenden ,festung im ,gegensatz zur ,hhle1 -- noch kein ,mauerwerk1 sondern blo lose gehufte ,ringwlle von wildem ,stein4 ,genau solche ,festung aus ,bruchsteinen baut sich tief im ,ozean der ,tintenfisch4 ,mit seinen langen wimmelnden ,krakenarmen umklammert er jeden einzelnen ,stein1 saugt sich fest1 schiebt den dicken ,leib hebelartig darunter und schafft die ,quadern so zum ,bau an eine ausgewhlte ,stelle4 ,dort ordnet er die ,blcke kunstvoll1 da sie wie ein ,krater eine innere ,hhle zum ,versteck umgeben4 ,in der ,hhlung lauert er dann regungslos mit funkelndem ,auge1 ein ebenso schlimmer ,wegelagerer im ,groen wie der kleine ,ameisenlwe4 ,das erste echte ,haus des beginnenden ,kulturmenschen1 das wir kennen1 stand auf eingerammten ,baumstmmen im ,wasser als ,pfahlbau4 ,noch ragen in den ,schweizer ,seen die alten ,pfhle aus dem ,moorgrund4 ,die ,wahrscheinlichkeit spricht dafr1 da in diesem ,fall der ,mensch unmittelbar sein ,bauprinzip von einem kleinen1 tief unter ihm stehenden ,nagetier gelernt hat1 das die ,gewsser von damals allerorten mit den zweckmigsten ,pfahlbauten umsumte3 dem ,biber4 ,der ,biber ist das ,tier1 dessen ,kulturarbeit im ,groen imstande ist1 eine ,landschaft umzugestalten4 ,er baut ,dmme1 die mehrere hundert ,meter lang und drei ,meter hoch sind1 wenn man ihn ungestrt lt4 ,mit solchen ,dmmen verndert er nach seinen ,wnschen das ,niveau des ,wassers4 ,bche verwandelt er in ,teichreihen1 an deren ,ufern sich ,moore bilden4 ,den wilden ,urwald durchsetzt er mit weiten ,lichtungen1 indem er mannsdicke ,stmme einen um den andern fllt und in ,stcke zerschneidet4 ,und aus dem ,teich lt er dann durch eigene ,neuarbeit die ,biberstadt erstehen1 kuppelfrmige ,wohnhuser mit ,gesellschafts- und ,vorratsrumen auf ,pfahlbaurosten4 ,als der groe ,vollender kam1 mute der kleine ,erfinder freilich weichen3 vor dem ,menschen ist der ,biber nahezu auf der ,erde schon hingeschwunden4 ,aber denken wir uns einen ,planeten unter besonders gnstigen ,umstnden ,jahrmillionen hindurch ausschlielich in seiner ,hand4 ,und denken wir uns1 ein ,menschenfernrohr sollte die ,karte dieses ,planeten in ihre ,einzelheiten hinein entrtseln4 ,im ,verhltnis von ,wald und ,lichtung1 in der ,ausgestaltung der ,wasserlufe wrde ein knstliches ,prinzip1 ein ,kulturprinzip erkennbar werden1 wie wir es heute in den geradlinigen ,kanalsystemen des ,mars vermuten4 ,und doch wren diese ,planetenbildner nicht ,menschen1 sondern ,biber4 ,doch der ,blick will mehr als einen bloen ,steinwall am ,berggipfel1 einen ,rost auf ,pfhlen im ,see1 wenn er an ,menschheitskultur in ihrem stolzen ,anstieg denkt4 ,er schweift ber goldene ,saatwellen1 die der ,mensch gepflanzt4 ,er sieht diesen ,menschen als ,viehzchter ,khe melken4 ,ueber den ,bauernhfen erhebt sich die ,burg1 ein fest gemauerter wirklicher ,bau mit ,treppen und ,gngen4 ,aus dem ,tor dieser ,burg reiten geharnischte ,ritter mit abnehmbaren ,schutzpanzern4 ,es wandeln schne ,frauen mit ,blumen im ,haar hernieder1 mit bunten ,ziergewndern1 knstlich genht und befestigt4 ,gesang erklingt4 ,auf dem ,herd daheim flackert die ,flamme4 ,und von diesem ,herd strahlt ,gemtswrme1 das ,mitleid1 die ,menschenliebe1 die zuletzt ,palast und ,htte einen und die ,rstung berflssig machen wird1 da es keinen ,kampf mehr gibt4 ,ein ,weltalter der ,liebe dmmert1 eine ,zeit der ,kunst4444 ,aber auch die ackerbautreibende ,ameise in ,texas hegt die ,reisart1 die sie besonders liebt1 umgibt sie mit ,mauern1 jtet das ,unkraut und erntet die ,krner zu ihrer ,zeit4 ,allen ,schwrmern fr ,pilze als billige ,volksnahrung8 sind die pilzzchtenden ,ameisen ,brasiliens lngst voraus4 ,sie schleppen ungeheure ,massen von ,blttern1 ganze ,grten entlaubend1 in ihre ,nester und zchten darauf durch besondere ,pflege einen leckeren ,pilz1 dessen unterirdisches ,geflecht kohlrabiartige ,knollen erzeugt1 hnlich wie unsere ,kartoffel ihre ebaren ,wurzelanhngsel4 ,melkende ,khe besitzen die ,ameisen in den ,blattlusen1 deren sen ,saft sie abmelken und schlecken4 ,ihr wahres ,haustier sind diese ,blattluse geworden4 ,gegen jeden ,feind werden die ,hilflosen verteidigt1 wie ,schafe gegen den ,wolf4 ,und wie der ,mensch das wilde ,schaf schlielich ganz der ,natur entzogen und in einen knstlichen ,stall1 einen ,kulturstall1 gepfercht hat1 so baut die ,ameise aus ,erde zierliche ,huschen ber ihren ,blattlauskolonien auf den ,futterpflanzen selbst und setzt diese ,hrden durch bedeckte ,gnge mit ihren eigenen ,wohnungen in ,verbindung4 ,burgen1 viel grer noch als ,domtrme im ,verhltnis zu ihrer ,gre1 fhrt die ,termite auf4 ,was uns noch wie ein amerikanischer ,traum erscheint3 ,huser aus ,papiermasse erbaut1 -- macht die ,papierwespe4 ,ihr ,papier stellt sie her1 indem sie ,pflanzenstoffe zerkaut und mit ihrem zhen1 chitinhaltigen ,speichel dabei vermischt4 ,im ,mggelsee1 wo der ,wasserkfer ,mosesschifflein spinnt1 hllt die raupenartige ,larve der ,kcherfliege sich in den schnsten ,panzer4 ,auch sie hat den ,leimtopf gleich im ,leibe als ,organ gewachsen1 und mit seinen ,kleberfden webt sie sich prchtig ihr ,kleid4 ,die eine reiht ,holzstckchen schindelartig aneinander1 die andere ,steinchen1 die dritte ,pflanzenteile4 ,immer aber entsteht ein solider ,panzer1 der zugleich schtzt und unkenntlich macht3 ein ,panzer nicht im ,sinn der am ,leib angewachsenen ,schale des ,krebses oder der ,schuppen des ,schuppentiers1 sondern ein ,kleid1 bei dem das ,tier beliebig ein- und auskriechen kann1 ein selbstverfertigtes ,panzerkleid4 ,mehrere ,arten reihen sogar kleine ,schneckenhuschen als ,glieder ihres ,panzerhemdes aneinander1 lieblichste ,kunstarbeit4 ,und das hchste ,wunder gipfelt endlich in der ,leistung1 da eine amerikanische ,art dem ,gesamtrock die ,form eines ,schneckenhauses ganz getreu nach dem ,muster einer echten ,schnecke zu geben wei1 so tuschend echt1 da ein gewiegter ,schneckenkenner zuerst ein echtes ,schneckenhaus zu sehen glaubte und schon einen ,schneckennamen dazu gesetzt hatte4 ,eine kleine ,lcke bleibt3 denn kein ,tier1 scheint es1 ist unmittelbar jemals zur knstlichen ,feuererzeugung bergegangen4 ,die rein organbildende ,natur hat ja zwei ,kunststcke ausgezeichnet vollbracht3 sie hat den ,vogel und das ,sugetier von innen wie automatische ,oefen geheizt und sie so gegen ,eiszeiten und ,polarschnee gefeit1 und sie hat dem ,leuchtkfer seine ,laterne auf den ,leib genht2 hat sie doch sogar dem elektrischen ,aal eine wuchtige elektrische ,batterie als ,schutzwaffe in ,gestalt eines ,organs wachsen lassen4 ,aber als ,werkzeug81 uerlich projiziert1 scheint der ,prometheusfunke wirklich reines ,menschengenie1 solange wir an wirklich leuchtende und brennende ,funken1 an die ,herdflamme1 denken4 ,wenn es sich dagegen blo um die ,erzeugung einer gewissen ,hitze durch ,kulturtechnik handeln soll1 so hat das ,talegallushuhn ,australiens auch dieses ,problem endgltig gelst4 ,statt ein ,nest zu bauen und seine ,eier durch die eigene organische ,krperwrme auszubrten1 errichtet dieses australische ,truthuhn kolossale ,hgel von mehreren ,metern ,durchmesser und ,hhe aus faulendem ,laub1 fetter ,pflanzenerde und ,pilzen1 stopft seine ,eier bis metertief in diese ,pyramide und lt sie durch die knstliche ,wrme ausbrten1 die der ,fulnisproze der verwesenden ,pflanzenstoffe allmhlich erzeugt4 ,der alte ,vogel wei dabei genau1 was er tut1 er sieht tglich nach1 prft den ,grad der ,wrme1 ordnet die ,eier eventuell um und hilft schlielich den ausgeschlpften ,kken aus ihrer ,gruft4 ,krzlich noch hat ,richard ,semon in seinem famosen ,reisebericht aus dem australischen ,busch diese fast mrchenhaft klingenden ,tatsachen wieder aus eigener ,schau besttigt4 ,wenn der ,mensch das ,nhen verlernte1 so wrde der indische ,schneidervogel die ,kunst retten1 der beim ,nestbau ,baumwollfden spinnt und ,bltter regelrecht damit aneinandernht4 ,wenn der ,mensch aufhrte1 ,krnze zu winden3 der ,paradiesvogel auf ,neuguinea und der australische ,laubenvogel wrden fortfahren1 ihre ,nester und ,hochzeitslauben mit bunten ,blten schnheitstrunken zu schmcken4 ,die ,grille hat ihr ,lied schon gezirpt1 als der ,ichthyosaurus schwamm und der ganze ,mensch in ,leid und ,liebe noch ein blauer ,zukunftstraum war4 ,auch im ,tier waltet schon das ,gesetz1 da jede ,entlastung vom rohen ,daseinskampf eine ,befreiung des tiefen ,schnheitsdranges1 des sthetischen ,prinzips in der ,natur1 bedingt4 ,und die ,liebe8 ,brehm1 der das ,tier8 kannte wie vielleicht kein zweiter vor ihm1 hat einmal von den ,vogelkolonien der dummen ,lummen und ,pinguine erzhlt4 ,er fand dafr folgende ,stze1 die ,bnde reden3 ,unbeschreibliches ,leben regt sich1 und dennoch herrscht ewiger ,frieden unter der ,gemeinde1 die an ,anzahl die unserer grten ,stdte bertrifft4 ,in diesen geschieht es1 da der ,mensch an seinem verhungernden ,mitbruder kalt vorbergeht3 in den ,gemeinden der tiefstehenden ,vgel finden sich ,hunderte1 die nur auf die ,gelegenheit warten1 ,barmherzigkeit zu ben4 ,das ,junge1 das seine ,eltern verlor1 ist nicht verloren4 ,die ,gesamtheit steht ein fr das ,wohl des ,einzelnen4 ,unendliche ,liebe kommt auf diesen den ,felsen im ,meer zur ,geltung4 ,die ,eltern vergessen ber ihren ,kindern sich selbst48 ,so erscheint die ,tierwelt allerwege wie ein groer ,keim dessen1 was der ,mensch erfllen sollte4 ,armselig beschrnkter ,sinn meint wohl1 es ziehe das den ,menschen herab4 ,in ,wahrheit gibt es gar keine ber den ,menschen hinausgreifende ,betrachtungsweise1 die ihm irgend etwas ab- oder zutun knnte4 ,das ,tiefste an ,verkommenheit in der ganzen uns bekannten ,welt1 mit dem wir messen knnen1 ist der tiefverkommene ,mensch selbst4 ,ebenso1 wie allerdings das hchste ,ma der ganz groe ,mensch1 der ,buddha1 ,christus1 ,goethe1 ist4 ,hier1 im ,menschentum selber1 ist die groe ,kluft1 die wir allerorten immer wieder zu berbrcken haben4 ,das arme ,tier1 so fern unter uns1 ist im ,vergleich zu diesem immerwhrenden ,kampfe zwischen ,niedermensch und ,hhenmensch wahrlich indifferent1 was ,werte8 anbetrifft4 ,unbefangen besehen1 hat aber sein ,ringen um eigene ,kulturanfnge etwas ,rhrendes und etwas unendlich ,lehrreiches zugleich4 ,die ,affensprache4 ,wir saen auf ,capri1 unter dem alten1 schnen1 dunkelgrnen ,johannisbrotbaum oberhalb der ,faraglioniklippen4 ,himmel und ,meer verschmolzen in einem wunderbaren ,abendviolett -- eine ,mrchenstimmung6 ,wir hatten von ,homer gesprochen1 weil einer den ,fels da unten1 an dem die ,welle sich zu ,schaum schlug1 mit dem versteinerten ,phakenschiff verglichen hatte4 ,damals gab es zwar das ,buch von ,theodor ,zell noch nicht1 das augenblicklich die ,philologen beschftigt und in dem ernsthaft erwogen wird1 ob ,polyphem nicht ein ,gorilla gewesen sein knne4 ,aber unser ,gesprch ging auch von der ,odyssee zur ,naturgeschichte4 ,ich erzhlte von der himmelblauen ,eidechse1 die dort auf den ,faraglionifelsen hause und ber die der ,zoologe ,eimer ein ganzes ,buch geschrieben hat4 ,von den orangegelben ,polypengrten bei der blauen ,grotte4 ,vom ,tintenfisch und von seinen verrckten ,liebesgeschichten4 ,schlielich1 wie der heilige ,capri bianco die ,geister ganz lste1 sagte einer3 ,lat uns anstoen auf die neue ,romantik -- die ,romantik des ,naturforschers4 ,wir erleben eine geheimnisvolle ,zeit3 die ,erfllung der ,mrchen4 ,was wollen die paar ,wunder der homerischen ,gtter gegen uns1 die wir ber ,wolken fliegen und durch ,wnde schauen4 ,was ist ,proteus1 der ,verwandlungsreiche1 gegen ,darwin1 der ,schnabeltiere aus ,eidechsen und ,fische aus ,wrmern zieht4 ,der ,dichter hat es getrumt -- der ,naturforscher aber hat es gemacht4 ,heil dem ,mrchenprinzen68 ,ich mu an jene gute ,stunde denken1 da ich ein ,buch von der ,sprache der ,affen8 lese4 ,es ist ein ernsthaftes ,buch -- und das ist der gute ,witz der ,sache4 ,im ,mrchen liegt die ,welt verzaubert1 zum ,schweigen verzaubert1 weil der bse ,mensch sich sehen lt1 der naturfremde4 ,wenn er fort ist1 wird der ,wald plaudern1 und die ,nixen werden aus dem ,brunnen kriechen und hinter dem ,schulmeister ,nasen drehen1 der das alles fr stumm erklrt4 ,wir heute haben aber den ,spie umgedreht4 ,was ist im ,grunde die ganze ,naturforschung anders als ein einziger grandioser ,versuch1 die ,natur zum ,reden zu bringen4 ,die ,sonne steht zwanzig ,millionen ,meilen weit von uns entfernt1 und wir haben uns doch auf ein ,alphabet mit ihr geeinigt4 ,wir stellen ein glhendes ,kalklicht hinter verdampfendes ,eisen und werfen das ,licht1 durch ein ,prisma sortiert1 auf die ,wand4 ,im ,regenbogenband erscheinen dunkle ,streifen4 ,das ist der erste ,buchstabe1 den wir brauchen4 ,wir nehmen statt ,eisen ,natrium1 und es gibt andere ,striche im ,spektrum3 der zweite ,buchstabe4 ,und so fort mit so und so viel ,metallen4 ,und wir fangen das ,licht der fernen ,sonne durch dasselbe ,prismaglas auf unsere irdische ,wand3 es ist ein ungeheures ,kryptogramm aus lauter solchen ,buchstaben4 ,wir setzen es zusammen und schreiben als ,diktat der ,sonne nieder3 ,meine uere ,hlle besteht aus ,eisen und aus ,natrium und aus so und so viel ,metallen in ,form glhender ,dmpfe vor einem ,kern in ,weiglut4 ,aeonenlang hat die ,sonne das in die ,planetenrume hinausgesprochen4 ,wir endlich entziffern es1 und zwar wesentlich zuverlssiger als hier auf ,erden selbst etwa die ,anhnger der ,bacontheorie die angeblichen ,chiffernwunder ,shakespeares4 ,wir haben mit ,sprengel und ,darwin die wahre ,blumensprache endlich herausgefunden3 das gelbe ,krnzlein im ,vergimeinnicht meldet dem ,insekt1 das es zu seinen ,liebeswundern braucht1 da hier ,honig sei2 die rote ,kirsche will gern gegessen werden1 da ihr ,kern dem ,magensaft widersteht und ,vorteil von diesem ,spaziergang hat2 die grne ,kastanie im ,stachelrock umgekehrt will abwehren1 will sich im grnen ,laub verstecken -- sie schweigt demonstrativ sozusagen4 ,wir wissen1 da das ,feuergelb des ,salamanders und der ,wasserkrte offen ruft3 ich bin ,gift -- und daraufhin von klugen ,tieren respektiert wird4 ,wir wissen1 da der ,farbenrausch des entfalteten ,pfauenschweifs mit seinen blauen ,kugeln im ,goldgrn ein ,liebesbrief ist1 der meldet3 ich bin stark1 ich bin schn1 liebe mich4 ,warum sollen sich ,schimpansen und ,orang-,utans auf ihren ,urwaldbumen nicht auch unterhalten8 ,es ist freilich noch ein ,unterschied4 ,alle jene ,sprachen8 der ,natur1 die wir da dechiffriert haben1 gehren dem an1 was wir gewhnlich unbewut8 nennen4 ,das ,wrtlein sagt ja nicht mehr so sehr viel in einer ,zeit1 wo die ,forschung auch das ,bewute8 als ein naturgesetzlich ,gewordenes aufzufassen sucht und man also mit beiden ,begriffen hbsch innerhalb der gleichen ,natur bleibt4 ,aber gelte es einmal als ,grenze4 ,nun1 so hat der ,orang-,utan allerdings schon ein so feines1 hochentwickeltes ,geistesorgan in seinem ,gehirn1 da eine ,sprache bei ihm unbedingt bereits ins ,gebiet des ,bewutseins fiele4 ,aber in dieses ,bewute streift auch die ,ameise mit ihrem dicken ,knoten ,gehirnsubstanz1 und wie lange hat man jetzt schon davon geplaudert1 ob die ,ameise nicht eine ,sprache habe4 ,forel1 der groe ,alkoholbekmpfer1 ist neuerdings sogar der ,ansicht1 da ,ameisen sich gewohnheitsmig einer ,art ,alkoholismus ergeben knnen und dann tatschlich ganz regelrechte ,mnchener ,bierbuche bekommen4 ,der ,rausch aber1 sagt uralte ,weisheit1 ist der ,rede ,vater4 ,lubbock hat vor ,jahren schon einmal einen ganzen kribbelnden ,ameisenhaufen mit dem ,mikrophon geprft3 es soll aber blo ein allgemeines furchtbares ,getrampel hrbar geworden sein4 ,wie es aber auch mit den ,ameisen stehe3 sicher ist1 da das ,heimchen am ,herd sein ,liebchen heranzirpt4 ,der ,klopfkfer haut es gewissermaen mit dem ,kopf herbei durch wahre spiritistische ,pochlaute im ,holz4 ,die ,wespe 7die auch jenes gelbgeringelte ,abschreckekleid trgt7 warnt durch ihr ,gebrumm4 ,mgen das auch unbeholfene ,sprechversuche sein1 mit ,beinen und ,kopfsten4 ,das ,johanniswrmchen 7ein ,kfer7 wei es sogar nicht besser1 als es die alte ,sonne macht3 es lockt seinen ,liebespartner durch ,lichtsprache4 ,gerade von ,leuchttieren1 die besonders in den schwarzen ,abgrnden der ,tiefsee ihr ,wesen treiben1 wissen wir aber jetzt genau1 da ihr ,leuchtapparat vielfach mit einer regelrechten ,nervenleitung zum ,gehirn versehen ist1 also auf ,wunsch sich bettigen und versagen kann genau wie unsere ,zunge und ,kehle4 ,zunge und ,kehle in unserm echten ,sinn sind ja in der ,natur erst eine engere1 ziemlich spte ,errungenschaft4 ,sie beginnen an der ,stelle1 wo das ,wirbeltier zuerst aufs ,land geht4 ,der ,fisch macht sich zum ,molchfisch1 der neben den ,wasserkiemen ,lungen zum ,luftatmen ausbildet4 ,der ,frosch wirft die ,kiemen1 die er noch als ,kaulquappe besitzt1 im erwachsenen ,zustand ganz ab4 ,ganz stumm sind ja die ,fische strenggenommen schon nicht mehr1 einige wissen mit ,hlfe ihrer ,schwimmblase schon eine regelrechte ,art ,musik zu machen4 ,aber erst der ,frosch mit seiner ,lunge quakt doch offen hinaus4 ,er ist der ,urtypus von ,snger und ,sprecher in unserem ,sinn1 -- der reinen ,mglichkeit nach4 ,mit alledem ist aber noch nicht gesagt1 da der ,sprung vom ,froschquaken zur ,menschensprache nicht enorm sei4 ,die ,menschensprache hat in ihrem ,ursprung etwas tief ,geheimnisvolles4 ,sie ist die letzte groe ,organentwickelung des ,menschen4 ,bekanntlich geht der groe ,schnitt zwischen ,mensch und ,tier durch die dauernde ,ausgestaltung des ,werkzeugs4 ,der ,mensch1 der ,werkzeuge baute1 schuf sich darin eine neue ,art uerlicher ,organe4 ,seine eigentliche leibliche ,organbildung1 die bis dahin seinen ,krper geschaffen1 stand dafr fortan so gut wie absolut still4 ,strenggenommen war freilich diese ganze ,werkzeugschaffung nur selbst wieder ein ,ergebnis der unglaublich ber jedes ,tier fortgeschrittenen ,ausbildung eines einzelnen ,krperorgans1 des ,geistestrgers ,gehirn4 ,nun denn1 an der ,kante genau dieses ,umschwungs steht jene letzte unmittelbare ,organbildung am ,leibe des ,menschen3 die ,ausgestaltung von ,kehlkopf und ,zunge zur ,sprache1 untersttzt durch den aufrechten ,gang des ,menschen4 ,in jedem ,zug ist gerade diese letzte ,organbildung auch bereits abhngig vom ,gehirn1 ist eine ,geistestat1 blo noch eine1 die in den ,innenbau des ,leibes selbst eingriff4 ,erst viele ,jahrtausende spter hat im ,telephon auch diese ,sprachentwickelung sich noch der ueren ,werkzeugtechnik bemchtigt1 nachdem freilich bei dem ,zwillingsbruder der ,sprache1 der ,schrift1 uere ,materialien wie ,stein1 ,pergament1 ,papier lngst eine entscheidende ,rolle gespielt hatten4 ,zu leugnen ist nun nicht1 da schwache ,anlufe zu dieser ,organentwickelung der ,sprache gerade bei hchsten ,tieren auch schon sichtbar werden4 ,der ,vogel1 der ja den aufrechten ,gang schon fr sich erfunden hat1 hat auch die ,singkehle in unverkennbar weit gediehener ,weise sich bereits erworben4 ,und wahr ist1 wenn auch vielfach nicht gekannt1 da einer der menschenhnlichen ,affen1 der ,hylobates oder ,gibbon in ,sdasien1 von allen ,sugetieren das einzige ist1 das vollkommen klar die ,tonleiter singen kann4 ,singen und ,sprechen sind aber bei uns ,menschen stets aufs engste beieinander gewesen und eigentlich erst auf einer gewissen ,hhe der ,kultur1 wie so vieles dort1 scharf in zwei ,zweige auseinandergefallen4 ,und es erhebt sich blo die ,frage1 ob die ,gehirnentwickelung gleichzeitig bei irgend einem dieser hheren ,tiere auch schon eine ,stufe erreicht habe1 die mit diesen rein physikalischen ,mglichkeiten einer ,sprache auch vom ,gehirn aus1 also von dem eigentlichen geistigen ,sprachmotor aus1 schon etwas anzufangen wute -- sich also ernstlich einer ,sprache8 strikt in unserm ,sinn nherte4 ,es wrde dem ,menschen1 dessen unendliches ,ueberragen ja doch stets garantiert bleibt1 nichts zu- und nichts abtun1 wenn irgend etwas bejahend zu dieser ,frage entdeckt werden knnte1 -- es wre eben ein ,punkt mehr fr die groe ,einheitlichkeit nur der ,naturentwickelung berhaupt4 ,nimmt man die ,dinge so ganz schlicht vom ,boden echter ,naturforscherromantik8 aus1 so versteht man recht gut die ,stellungnahme verschiedener ,kreise zu einem solchen ,bchlein1 wie es der ,amerikaner ,r4 ,l4 ,garner krzlich ber ,the ,speech of ,monkeys81 die ,sprache der ,affen1 verffentlicht hat4 ,als eine ,notiz davon durch die ,bltter lief1 wurde sie dort rein humoristisch genommen4 ,ein verrckter ,amerikaner81 der mit dem ,phonographen in ,kamerun auf die ,affenbume klettert und den ,schimpansen ihre ,sprache abnimmt6 ,es mu gewaltsam geschehen1 denn1 wie der ,neger sagt1 sie wollen das ,geheimnis1 da sie reden knnen1 nicht verraten1 sonst gelten sie fr voll und mssen arbeiten4 ,das war so recht ein ,bild fr ,witzbltter4 ,auf der andern ,seite aber erleben wir1 da einer unserer zugleich liebenswrdigsten und fachwissenschaftlich vielseitig gebildetsten deutschen ,zoologieprofessoren1 der ,leipziger ,william ,marshall1 das ominse ,garnerbuch in unsere ,sprache bersetzt und mit grter ,anteilnahme weitlufig kommentiert hat4 ,marshall hat auch an der ,arbeit im einzelnen ein gut ,teil auszusetzen4 ,aber gerade die ,grundabsicht erkennt er als moderner ,fachnaturforscher um so bereitwilliger an und findet durchaus nichts ,witzblattmiges darin4 ,in der ,tat3 die ,resultate ,garners sind uerst simpel4 ,fr ,sensationsleute eigentlich viel zu simpel4 ,garner ist keineswegs nach ,kamerun zu den ,schimpansen gegangen1 dazu hatte er vorerst offenbar kein ,geld4 ,er hat sich in ,chicago und ,new-,york im ,affenhaus der zoologischen ,grten etwas intimer festgesetzt als die meisten ,besucher und gelegentlich hat er sich eine ,nelly81 oder wie sonst ein ,aeffchen hie1 ins ,studierzimmer genommen und nach seiner ,methode interviewt4 ,garner ist dabei ein graunchterner ,kerl1 das hat man nach drei ,seiten ,lektre heraus4 ,er hat wirklich ganz und gar nicht das ,zeug zum ,oberfrster ,frhlich4 ,wo er etwas spekulieren will1 da macht er es so unbeholfen1 so abstrakt und leer1 da man vor seiner zufassenden ,phantasie keinerlei ,angst bekommt4 ,mitten im hbschesten ,stoff ist er ehrlich bis zur ghnenden ,langeweile4 ,aber gerade so kommen eine ,anzahl ,lichtpunkte heraus1 die aus der ,wirklichkeit1 aus dem feinen ,phantasieschatz der ,meisterin ,natur stammen mssen1 da wir der ,phantasie dieses ,erzhlers unmglich zutrauen knnen1 da er sie erfunden haben sollte4 ,man mu nur in den anderthalbhundert ,seiten ,text danach angeln wie nach den drei ,forellen eines ganzen ,gebirgsbachs4 ,forellen aber sind's wenigstens1 schlielich4 ,also ,herr ,garner befand sich eines ,tages im zoologischen ,garten in ,chicago vor einem groen doppelten ,affenkasten4 ,beide ,flgel bewohnten gemeinsam ein alter bser ,mandrill und eine ,bande kleiner ,aeffchen1 die den ,alten verzweifelt frchteten4 ,es fiel ,garner nun auf1 da die ,aeffchen aus dem einen ,raum denen1 die gerade im andern waren1 bestimmte ,rufe zuschrien1 je nachdem der ,mandrill irgend etwas vor ihren ,augen vornahm4 ,einmal war ihm1 als riefen sie3 er schlft1 und ein solches ,signal kam fter wieder in der ,folge4 ,garner wurde aufmerksam und begann die ,sache zu verfolgen4 ,man sieht aus dieser schlichten ,geschichte schon1 da es sich zunchst nicht um eine verwickelte ,sprache handelt1 etwa um ,stze -- sondern um ein ,signalwort4 ,solche ,signaltne haben aber eine ,menge sozial lebender ,tiere4 ,stellen doch ,tiere frmlich ,wachen aus1 und die ,wache pfeift1 wenn ,gefahr im ,anzug ist4 ,nichts ist leichter1 als sich von diesem ,warnsignal eine ,modulation zu denken1 die das ,gegenteil besagt3 die ,luft ist rein6 ,der ,laut1 den der kleine ,affe beim ,anblick des schlafenden ,feindes ausstie1 brauchte nichts zu sein als dieses einfache ,locksignal vor der geringeren ,gefhrlichkeit4 ,mit dieser ,sorte ,affensprache wren wir also noch keinen ,zoll ber das hinaus1 was wir lngst von gesellig lebenden ,tieren auch sonst wissen4 ,aber ,garner hatte trotzdem recht1 da gerade diese einfache ,tatsache immer noch hchst studierenswert sei4 ,und bei diesem ,studium verfiel er auf den eigentlich neuen1 den originalen ,gedanken seiner ,arbeit4 ,er setzte einen ,phonographen vor seine ,affen und fing allerhand ,laute auf1 die sie je nachdem erzeugten4 ,wie die photographische ,platte ,nebelflecke fat1 die des ,menschen ,netzhaut unmittelbar nicht sehen kann1 so fate der ,phonograph absonderliche ,laute der ,affenkehle und gab sie auf ,verlangen so oft wieder1 wie man wollte4 ,und nun wird ein fremder ,affe geholt1 und die ,laute werden ihm vorgedreht1 und er reagiert darauf6 ,damit hatte man klare ,bahn fr ,experimente4 ,ein ,alarmzeichen wirkte mit voller ,sicherheit4 ,aber das ,signal erwies sich nuanciert4 ,es gab ein leises1 noch fast blo verwundertes ,unruhezeichen1 dann ein echtes ,gefahrsignal1 schrill und hoch1 und endlich auch noch ein indifferentes ,wort im ,sinne von da kommt ein gleichgltiges ,ding84 ,das ,gelchter des ,affen wurde aufgenommen im ,apparat und der einfache ,laut1 um jemand zu rufen4 ,ein ,ton wird von ,garner als ,fressen8 gedeutet1 doch bot ihn der ,affe auch wie einen ,gru dar1 und wieder diente er als ,imperativ ,gieb68 ,trinken8 schien dagegen sicherer fixiert4 ,ob ,wetter8 im ,wortschatz lebt1 wurde nicht vllig klar1 obwohl ein ,kapuzinerffchen jedesmal seinen besonderen ,laut hatte1 wenn ein ,regenschauer ans ,fenster schlug4 ,wichtiger eigentlich als diese ,einzelheiten waren gewisse allgemeine ,erfahrungen4 ,die ,laute gingen unzweideutig an bestimmte ,individuen1 mit dem ,zweck1 etwas mitzuteilen4 ,da das ,wort und nicht die gleichzeitige ,gebrde den ,ausschlag gab oder wenigstens allein geben konnte1 bewies der ,phonograph1 der verstanden wurde1 ohne doch ein ,affengesicht zu haben4 ,war ein ,laut erfolgt1 so wurde pausiert1 eine ,antwort erwartet1 dann der ,laut wiederholt4 ,sehr wichtig3 ein ,affe1 der allein gelassen ist und niemand in der ,nhe wei1 redet nicht4 ,und ebenfalls auerordentlich interessant3 verschiedene ,affenarten verstehen sich zunchst untereinander nicht1 da ihre ,worte offenbar verschieden sind4 ,nach einiger ,zeit schien es1 als lernten auch solche fremden ,affen sich gegenseitig verstehen1 doch lernt in der ,regel keiner des andern ,dialekt oder ,sprachform wirklich sprechen4 ,auch der ,affe flstert1 wenn er nicht von allen gehrt sein will4 ,und so findet ,garner noch eine ganze ,menge kleiner ,zge heraus1 die alle zusammen eine recht lustige ,mosaik geben4 ,wenn andere nach ihm denselben ,weg gehen1 ebenso schlicht beobachten und ihre ,beobachtungen etwas besser erzhlen werden1 so sind wir ber kurz oder lang eines kleinen ,wrterbuchs gewi1 das1 in so und so viel einzelnen ,lauten1 uns die ,elemente der ,affenverstndigung berliefert in der ,weise1 wie eine ,mutter schlielich wei1 da ihr ,kindchen mit ,baba8 ,schlafengehen und ,hotteprr8 ,wagenfahren meint4 ,und so wre die ganze ,sache wirklich alles eher als lcherlich1 sie bedeutet einmal wieder nichts anderes als ein kleines1 fest umrissenes ,arbeitsprogramm fr kluge1 nchterne ,menschen1 denen kein ,ding in der ,natur zu gering ist1 ihm nicht heilige ,inbrunst der ,hingabe entgegenzubringen4 ,nur unglaubliche1 himmelstrmende ,resultate mu man nicht erwarten1 und gerade zu dieser ,ernchterung erzieht ,garners unbeholfen-schlaues ,bchlein am allerbesten4 ,schlielich ist das grte ,wunder in der ganzen ,sache doch der menschliche ,phonograph4 ,und damit wren wir glcklich wieder ganz oben im ,sonnenglanz unserer ,menschenherrlichkeit4 ,das ,schnabeltier4 ,vom ,sugetier1 das ,eier legt4 ,vor mir steht ein drolliger ,geselle4 ,in fernem ,erdteil der ,sdhalbkugel hat er sein ,leben lassen mssen4 ,nun ziert er ausgestopft ein stilles ,arbeitszimmer in der mrkischen ,kiefernheide4 ,ziert1 -- ja ist das nicht zuviel gesagt8 ,meine meisten ,besucher finden dich einfach scheulich4 ,ich aber meine1 du siehst humoristisch aus4 ,du teilst das mit dem ,igel dort1 der auch noch ausgestopft ein kleiner ,komiker ist4 ,deine winzigen ,aeuglein ber dem ,entenschnabel grinsen so schalkhaft-frhlich1 ich kann es nicht leugnen1 ich habe dich gern und wenn ich von der ,arbeit aufblicke1 ruht mein ,auge mit einer gewissen ,behaglichkeit auf dir aus4 ,schn bist du nicht1 aber so unsagbar merkwrdig4 ,heute will ich deine ,geschichte erzhlen1 die wie ein ,mrchen klingt4 ,das ,mrchen vom ,schnabeltier1 -- vom ,sugetier1 das sich herausnimmt1 ,eier zu legen4 ,bis ins vorige ,jahrhundert war die ,tierkunde so recht ein wstes ,rarittenkabinett4 ,man hatte berall aufs ,absonderliche8 hin gesammelt und beschrieben1 ins ,blaue hinein1 etwas ,wahrheit und viel ,dichtung4 ,schlimmer aber als alle ,dichtung war die ,konfusion4 ,da kam der groe ,linn und stellte sein ,system auf4 ,es war noch ein schlechtes1 ganz rohes ,erstlings-,system1 aber1 bildlich gesprochen1 war es1 als wrde eine ,rumpelkammer zum erstenmal gelftet und als wrde ihr ,inhalt pltzlich ber eine ,reihe reinlicher1 nchtern wei getnchter ,stuben verteilt1 jede ,stube mit einer ,aufschrift an der ,tr1 und in jeder ,stube so und so viel ,schrnke mit ,nummern4 ,linn gab feste ,namen1 und er brachte diese ,namen zugleich in eine ,reihenfolge mit greren ,rubriken1 die eine ,uebersicht ermglichte4 ,ein unvergleichlicher ,fortschritt war's1 das hat nie wieder einer geleugnet seither4 ,gewi1 es ging ein ,stck ,romantik dabei verloren4 ,die ,romantik des ungeheuren ,chaos1 aus dem die ,fratzenformen regellos wie in einer ,fiebervision heraufdrngten4 ,mit den paar ,klassen und ,ordnungen der ,tiere1 die ,linn aufstellte1 schien die ,flle zunchst seltsam eingeschmolzen4 ,man staunte1 da man auf einmal so wenig hatte4 ,aber die ,erde war ja noch weit1 es mochte wohl noch viel dazukommen4 ,gerade diesem ,neuen1 dachte ,linn1 sollte sein ,system besondere ,frchte tragen4 ,wie bei einem guten ,bibliothekskatalog sollte jeder ,nachtrag mit der grten ,bequemlichkeit einzuregistrieren sein4 ,und als an ,linns groartige ,anregung wirklich eine ,zeit erfolgreicher wissenschaftlicher ,reisen sich schlo1 die der ,tierkunde ,unendliches an ,material hinzufgten1 da schien der ordnende ,gedanke tatschlich der groe ,helfer1 der diesmal in krzester ,frist selbst den grten ,stoffzuwachs handlich bewltigen lie4 ,und doch3 das ,jahrhundert ,linns war selbst noch nicht zu ,ende1 da stand man auch schon vor einer neuen ,schwierigkeit1 die der groe ,meister von ,upsala noch gar nicht hatte ahnen knnen4 ,einer ,schwierigkeit1 die diesmal unmittelbar aus der ,ordnung81 aus dem ,system selber erwuchs4 ,linn hatte seinen grundlegenden ,ordnungsversuch auf einer ganz bestimmten ,voraussetzung aufgebaut4 ,zu seiner ,zeit war es die selbstverstndliche4 ,er nahm an1 da es in der ,natur selbst1 in dem ,tierreich1 wie es von ,gott geschaffen8 seit alters vor ,augen stand1 gewisse scharfe ,grenzen1 scharfe ,unterschiede1 scharf gesonderte ,rubriken wirklich gebe4 ,hier stand ein ,vogel -- hier ein ,fisch -- hier ein ,sugetier4 ,da war eines stets grundverschieden vom andern4 ,jedes bildete eine unzweideutige ,klasse fr sich4 ,und in dieser ,klasse sonderten sich wieder scharf voneinander so und so viel ,ordnungen1 ,familien1 ,gattungen1 endlich ,arten1 jede eisern fest in ihrer ,existenz gegen alle andern abgetrennt4 ,augenschein und theologiegenhrte ,philosophie vereinigten sich dem ,meister zu dieser ,annahme4 ,seine philosophische ,ueberzeugung ging dahin1 da die ,tiere im ,anfang der ,dinge genau dem ,bibel-,wortlaut entsprechend durch einen festen ,akt erschaffen8 worden seien4 ,bei diesem ,akt waren die ,unterschiede allsogleich miterschaffen8 worden4 ,nach sicherer ,norm waren heute ,vgel erschaffen worden1 heute ,sugetiere1 jede ,klasse absolut unabhngig von der andern4 ,und innerhalb der greren ,gruppen hatte enger wieder jede ,art ihren besonderen ,schpferakt hinter sich1 auf ihm stand sie1 ihn gab sie in unendlicher ,folge der ,generationen ewig gleich weiter1 indem sie ihre anerschaffene ,form bis in alle ,ewigkeit hinein durch ,fortpflanzung treu bewahrte4 ,dieser philosophische ,glaube8 verlieh dem ,system eigentlich erst die hchste ,weihe4 ,nachdem man einmal an gewissen ,merkmalen erkannt hatte1 wodurch sich etwa ein gewhnlicher ,vogel von einem gewhnlichen ,sugetier unterschied1 hatte man nun1 so schien es1 das unbedingte ,recht1 eine ,kammer des zoologischen ,museums ausschlielich fr die ,vgel1 eine andere fr die ,sugetiere zu reservieren1 -- und was an neuen ,entdeckungen hinzukam1 das fand entsprechend seinen ,ort3 es mute ihn finden1 da es ja nur ein ,einzelobjekt aus der also geschaffenen ,welt war4 ,das ,system8 war der vom ,menschen nachgedachte zoologische ,bauplan ,gottvaters selbst1 in dem es keine ,irrungen und ,zweifel geben konnte4 ,unter solcher ,voraussetzung konnte nun nicht leicht etwas ,milicheres passieren1 als der ,fall1 den die ,tierkundigen fast genau auf der ,wende des achtzehnten zum neunzehnten ,jahrhundert erleben muten4 ,in der ,zeit seit ,linn war ein neuer ,erdteil zoologisch erschlossen worden3 ,australien4 ,eine ungemein seltsame ,welt1 wie man alsbald bemerken sollte1 ja sozusagen eine rgerliche1 irregulre1 ketzerische ,welt4 ,im ,jahre #agii beschrieb der ,konservator ,shaw vom ,britischen ,museum ein kleines ,monstrum1 das aus diesem ,australien sich als trockener ,balg in eine englische ,privatsammlung verirrt hatte4 ,es erschien ein vierfiges ,tier1 anzuschauen etwa wie eine ,fischotter1 mit braunem ,haarpelz und vier regelrechten ,beinen1 also wohl unzweideutig im ,sinne ,linns ein ,sugetier4 ,dieses ,sugetier8 aber erlaubte sich1 vorn am ,kopf statt eines gewhnlichen ,fischotter-,mauls einen echten ,schnabel zu tragen1 der in jeder ,hinsicht einem ,entenschnabel glich4 ,wenn dieses ,tier zu recht bestand81 so drohte im ,sinne ,linns etwas beraus ,bedenkliches4 ,man hatte ein lebendiges ,geschpf1 das zwischen ,sugetier und ,vogel zu stehen schien1 und gerade das1 sagte die ,theorie1 konnte es doch nicht geben4 ,wie der ,astronom sagte1 dem sein ,assistent meldete1 es stehe in dem und dem ,sternbild pltzlich ein groer ,stern3 ,das darf nicht sein48 ,shaw gab dem zweifelhaften ,vieh auf alle ,flle einmal einen offiziellen ,namen1 hatte aber kein ,glck dabei4 ,er nannte es ,platypus anatinus1 den entenhaften ,plattfu4 ,das ,wort ,platypus war aber lngst fr einen kleinen ,borkenkfer vergeben1 mute also wieder fallen4 ,eine kurze ,weile schien berhaupt der ,ausweg mglich1 da nur ein ,scherzbold die ernsthafte ,wissenschaft gefft und einfach einen ,fischotterbalg an einen ,entenkopf genht habe4 ,schon #ahjj lie sich das aber nicht mehr halten4 ,der treffliche ,blumenbach in ,gttingen1 dessen ,autoritt in solchen ,dingen damals unanfechtbar war1 erhielt von demselben ,banks1 der einst in ,cooks ,gefolge das ,knguruh entdeckt hatte1 also einer zweiten ,autoritt81 den bsen ,ketzer im ,system leibhaftig zugesandt4 ,er erkannte ihn als zweifellos echt an und taufte ihn endgltig ,ornithorhynchus paradoxus3 das widerspruchsvolle ,vogelschnabel-,tier84 ,schnabeltier hat sich in der ,folge als krzeste deutsche ,bezeichnung berall eingebrgert4 ,fr ,widersprche war in der ,tat gesorgt1 mehr jedenfalls1 als den strikten ,anhngern ,linns lieb war4 ,der entenhnliche ,schnabel war eigentlich nur das uere grobe ,merkzeichen1 da im anatomischen ,innenbau erst recht alles durcheinander liege4 ,gewisse ,einzelheiten im ,bau der ,schulterknochen und vor allem die ,anlage der ,ausfuhrgnge aus dem ,krper wichen gnzlich von dem ab1 was man sonst fr die ,klasse der ,sugetiere als ,norm aufgestellt4 ,die ,ausfuhrgnge bildeten eine sogenannte ,kloake81 nmlich eine gemeinsame ,oeffnung fr ,kot1 ,harn und ,geschlechtsprodukte1 just also das1 was ,vgel und ,reptilien allgemein haben im ,gegensatz zum ,sugetier4 ,und doch hatte das ,tier im ,ganzen einen unverkennbaren ,sugetier-,typus6 ,jene ,abweichungen htten es den ,vgeln oder auch den ,reptilien beigesellt4 ,aber ein ,vogel mit vier ,beinen8 ,oder eine ,eidechse mit ,haaren und dem ganzen sonstigen ,habitus eines viel hher stehenden1 dauernd warmbltigen ,tieres8 ,man versuchte sich auf die strengste ,definition des ,sugetiers zu beschrnken4 ,sugetier ist ein ,tier1 das lebendige ,junge zur ,welt bringt und diese ,jungen sugt84 ,wie war es damit beim ,schnabeltier8 ,australien war weit4 ,das ,schnabeltier hauste in entlegenen ,smpfen4 ,wer wollte seine ,kinderstube berwachen8 ,aber man untersuchte den in ,spiritus eingesandten ,krper und behauptete1 es seien bei dem ,weibchen keine ,milchdrsen nachweisbar4 ,dann half alles nichts3 es war kein ,sugetier4 ,aber was war es denn8 ,wenig spter kam aus dem ,mutterlande die ,wundermr1 es htten ,wilde im ,schilf des ,schnablers ,nest entdeckt und zwei regelrechte ,eier wie ,hhnereier htten darin gelegen4 ,wenn das auch noch wahr war1 so blieb nur eins brig3 man grndete fr das einzige ,schnabeltier eine ganz neue ,klasse der ,wirbeltiere4 ,linn hatte solcher ,klassen vier unterschieden3 die ,sugetiere1 ,vgel1 ,amphibien und ,fische4 ,zwischen ,sugetiere und ,vgel wren denn also jetzt die ,schnabeltiere zu setzen gewesen -- immerhin eine etwas bedenkliche ,sache4 ,eine ganz neue ,klasse um eines ,vertreters willen6 ,ein ganzes ,kmmerchen im ,museum fr diesen paradoxen ,gesellen ganz allein8 ,es dauerte aber nicht allzulange1 so war dieser ganze ,ausweg berhaupt als ,fehlgriff entlarvt4 #ahbf kam ein groes ,prachtwerk von ,meckel heraus -- und ,meckel hatte nun doch die ,milchdrsen des ,schnabeltiers bei erneuter sorgsamster ,zergliederung entdeckt4 ,man bestritt ihm die ,sache1 es stellte sich auch in der ,folge heraus1 da der feinere ,bau dieser ,drsen immerhin recht absonderlich sei1 aber die ,grundtatsache war schlechterdings nicht abzuleugnen4 ,eine ,hauptschwierigkeit hatte darin gelegen1 da keine uerlich vortretenden ,brustwarzen da waren4 ,die ,haut ber den ,milchdrsen war nur wie durchsiebt4 ,bis in die allerneueste ,zeit hat man sich darber gestritten1 wie das ,tier mit solchem ,apparat berhaupt ,junge sugen knne4 ,semon hat schlielich vom ,landschnabeltier nachgewiesen1 da das ,kleine1 das hier in einem ,beutel 7einer ,hautfalte7 am ,mutterbauche liegt1 die abtrufelnde ,milch einfach fortleckt4 ,komplizierter aber noch ist die ,geschichte beim ,wasserschnabeltier4 ,hier legt sich die ,alte auf den ,rcken und die ,jungen1 zwei an der ,zahl1 klopfen und drcken mit ihren ,schnbelchen so lange an dem ,milchsieb herum1 bis ,milch austritt4 ,diese ,milch jetzt fliet in eine ,rinne im ,bauch der ,alten wie in einen ,trog und aus dem lffeln die ,kleinen endlich mit den ,schnbeln ihre ,suppe4 ,jetzt war der leidige ,schnabler also im ,sinne der ,linnschen ,definition doch ein ,sugetier4 ,man hatte ein echtes ,sugetier1 das aber in so und so viel ,punkten die gute ,strae smtlicher brigen ,sugetiere verlie und einsam fr sich ging1 -- einsam fr sich auf ,straen1 wo im ,system ordnungsgem nur ,vgel und ,reptilien wandelten4 ,es gab1 wie erwhnt werden mu1 in dieser ,zeit1 in den zehner und zwanziger ,jahren des ,jahrhunderts1 schon ganz vereinzelte ,kpfe unter den ,tierkundigen 7,lamarck1 ,geoffroy ,st4 ,hilaire und andere71 die an die ,unfehlbarkeit jener ,linnschen ,voraussetzungen berhaupt nicht mehr glaubten4 ,sie bestritten1 da das ,system8 mit seinen scharfen ,unterschieden etwas wirklich so in der ,natur ,gegebenes sei4 ,warum von ,beginn der ,dinge an ,reptilien1 ,vgel1 ,sugetiere8 ,warum nicht eine langsame natrliche ,entwickelung1 bei der ,art sich aus ,art1 ,ordnung aus ,ordnung1 ,klasse aus ,klasse erst allmhlich entwickelt hatte8 ,konnte es nicht frher blo ,vgel gegeben haben1 aus denen dann im ,laufe der ,zeiten sich erst ,sugetiere entwickelt hatten8 ,und wie1 wenn nun ein solches ,geschpf wie das ,schnabeltier1 das von beiden noch etwas hatte1 das noch lebende ,zeugnis eines solchen ,uebergangs zwischen den beiden ,klassen leibhaftig uns vor ,augen stellte8 ,das war nun damals wirklich noch bse ,ketzerei4 ,sie wurde von der groen ,mehrzahl der ,forscher herzhaft ausgelacht1 gleichsam an den ,pranger gestellt als unwrdige ,albernheit und dann -- ging man zur ,tagesordnung ber4 ,auch bei solchen ,gelehrten1 die nach ,gott und seinem ,schpfungsplan nicht viel mehr fragten1 hatte das ,system eine ,art selbstherrlicher ,heiligkeit angenommen4 ,wer es im ,sinne von ,entwickelung irgendwo beweglich1 flssig machen wollte1 der war ein ,dilettant1 ein ,bnhase1 ein durch und durch unwissenschaftlich denkender ,mensch4 ,man fhlte dort aber um so mehr ,mut1 als es gerade jetzt schien1 als sei die ganze ,sache mit dem ,stein des ,anstoes1 dem ,schnabeltier selber1 wirklich sehr bertrieben worden4 ,wer hatte doch behauptet1 da es ,eier lege8 ,unsinn6 #ahcb reiste der englische ,zoologe ,bennett eigens nach ,australien1 um dieser ,tatsache8 einmal ernstlich auf den ,grund zu gehen4 ,und das ,ergebnis war ein so rundes ,nein1 wie nur irgend denkbar schien4 ,was hatte1 so hrte man1 ,bennett sich nicht fr ,mhe gegeben6 ,das ,wasser-,schnabeltier1 von wirklich hnlicher ,lebensweise wie unsere ,fischotter1 grbt sich tiefe ,kessel in den ,fluwnden aus1 in denen es sich verbirgt und seine ,jungen hegt4 ,sie sind nicht ohne ,kunst gemacht1 diese ,verstecke4 ,eine lange1 schief aufwrtssteigende ,rhre leitet zu dem ,zentralkessel1 von sechs bis fnfzehn ,meter lang4 ,die ,rhre aber hat meist zwei ,ausgnge1 einen unter dem ,wasserspiegel und einen darber4 ,innen ist alles hbsch mit trockenen ,wasserpflanzen austapeziert4 ,nun denn3 ,kessel um ,kessel wurde aufgedeckt4 ,und da lagen sie1 die jungen und anscheinend allerjngsten ,schnabler1 winzige ,tierchen1 an die ,mutter geschmiegt4 ,aber keine ,eier1 kein einziges1 auch kein ,bruchstck einer ,schale -- nichts4 ,die ,eingeborenen hatten einmal wieder gelogen und das ,system war noch einmal gerettet4444 ,das ,jahrhundert rckte vor4 ,vom ,schnabeltier war weniger die ,rede4 ,aber fr die ganze ,tierkunde kamen allmhlich neue ,zeiten1 ja eine neue ,aera4 ,im ,jahre #ahei verffentlichte ,darwin sein groes ,buch ber die ,entstehung der ,arten4 ,es war ein ,angriff auf die ewige ,leichen-,starre des ,systems nicht vom ,schnabeltier oder sonst einem ,einzelfall aus1 sondern generaliter4 ,zehn ,jahre weiter3 und die ganze ,tierkunde war bergegangen ins darwinistische ,lager4 ,nun hatte aus tausend ,grnden jene ketzerische ,lehre doch recht behalten1 die in der ganzen ,tierwelt das ,ergebnis einer allmhlichen ,entwickelung sah4 ,das alte ,system bekam damit ein vllig neues ,gesicht4 ,nicht1 da man leichtsinnig jetzt etwa wieder jede ,systematik ber ,bord geworfen htte4 ,man mute das ,system nur philosophisch umdeuten4 ,als ,stammbaum8 mute es fortan gefat werden4 ,wohl blieben gewisse ,gruppen auch so bestehen4 ,ein gewhnliches ,reptil1 ein gewhnlicher ,vogel1 ein gewhnliches ,sugetier blieben verschieden1 darber bestand auch jetzt kein ,zweifel4 ,aber frher hatte der ,nachdruck darauf gelegen1 da alle1 schlechterdings alle ,vgel von allen ,reptilien1 alle ,reptilien und alle ,vgel von allen ,sugetieren durch ursprnglichste ,schpfungsverschiedenheit getrennt wren4 ,jetzt richtete man sein ,augenmerk darauf1 ob nicht dieses oder jenes ,reptil doch dem ,vogel noch nher stnde als die andern1 ob nicht dieses oder jenes ,sugetier noch mit niedrigeren ,tieren wenigstens teilweise zusammenpasse4 ,weil man an ,entwickelung der einen ,klasse aus einer andern glaubte1 suchte man jetzt als besonders wichtig nach ,uebergangsformen4 ,freilich merkte man alsbald eines und das war wieder milich4 ,so vor aller ,welt ,augen liefen gerade diese ,uebergangsformen offenbar durchaus nicht in ,menge herum4 ,die meisten schienen heute gar nicht mehr auf der ,erde vorzukommen4 ,allzu verwunderlich war das nicht4 ,jene ,umwandlung der groen ,tiergruppen ineinander1 wie sie ,darwin lehrte und immerhin ziemlich anschaulich auf ,gesetze zurckfhrte1 hatte ja durchweg schon in sehr alten ,tagen der ,erdgeschichte stattgefunden4 ,lange vor dem ,auftreten des ,menschen konnte die ,mehrzahl jener ,vermittelungsglieder recht gut schon spurlos wieder ausgestorben sein4 ,wohl durfte man hoffen1 gelegentlich im verhrteten ,meeresschlamm jener ,urzeiten1 der heute ,gebirge bildete1 noch versteinerte ,reste dieser verschollenen ,geschpfe aufzufinden4 ,aber das war immer mehr oder minder ,zufallssache und konnte mindestens noch endlos lange sich hinziehen1 da der menschlichen ,forschung bisher nur ein verschwindend kleiner ,teil der irdischen ,gebirge und ,gesteinslager1 wo ,versteinerungen vorkommen1 erschlossen ist4 ,je weniger man aber einstweilen hatte1 desto sorgsamer mute man mit dem haushalten1 was man besa4 ,die neue darwinistisch gefrbte ,tierkunde vermerkte mit strkstem ,nachdruck1 da sie in dem ganzen riesigen ,gewimmel der ,fische einen einzigen -- den sogenannten ,amphioxus -- noch lebend im ,inventar mitfhrte1 der allem ,anschein nach den ,uebergang von wirbellosen1 wurmhnlichen ,tieren zum ,fisch in sich verkrperte4 ,sie vermerkte ferner1 da eine ganz kleine ,gruppe 7von nur drei ,gattungen7 fischhnlicher ,tiere -- die ,molchfische -- den entsprechenden ,uebergang vom ,fisch zum ,amphibium heute noch ziemlich deutlich vor ,augen stellte4 ,dann gab es da auf soviel tausend ,amphibien und ,reptilien wieder eine einzige absonderliche ,eidechsenart -- die ,hatteria aus ,neuseeland --1 die eine uralte ,reliquie darstellte1 in der sich das molchartige ,amphibium noch auffllig mischte mit dem echten eidechsenartigen und krokodilartigen ,reptil4 ,von diesem ,reptil1 also etwa einer echten ,eidechse1 zum ,vogel lieferte dann jene ,versteinerungsurkunde das passende ,mittelglied in dem wunderbaren ,urvogel ,archopteryx des ,juraschiefers von ,solnhofen3 noch erkennbare versteinerte ,reste eines lngst ausgestorbenen ,wesens1 das einerseits noch langschwnzige ,eidechse mit scharfen ,zhnen im ,maul und andererseits schon richtig befiederter1 geflgelter ,vogel gewesen war4 ,das gab so alles in allem wirklich ein gutes ,stck ,stammbaum8 fr die obersten ,tierklassen4 ,aus ,wrmern waren1 so sah man ungefhr1 die ,fische gekommen4 ,aus ,fischen die ,amphibien4 ,aus ,amphibien die ,reptilien4 ,aus ,reptilien endlich gar unzweideutig die ,vgel4 ,blieb aber die alleroberste ,klasse noch3 die wichtigste von allen1 die ,sugetiere4 ,welche ,tierform1 lebend oder tot1 vermittelte den ,uebergang zu denen hinauf8 ,und den ,uebergang von wo aus8 ,hier jetzt kam die neue ,situation1 wo das ,schnabeltier abermals beraus bedeutsam werden mute4 ,von allen ,sugern hatte es den niedrigsten ,bau4 ,obwohl echtes ,sugetier1 zeigte es doch ,merkmale1 die unverkennbar an den ,vogel oder sogar an das noch niedrigere ,reptil1 an die ,eidechse erinnerten4 ,was ,lamarck und ,geoffroy ,st4 ,hilaire lange vor ,darwin und ,haeckel ausgesprochen hatten1 weil sie zu ihrer ,zeit schon an natrliche ,entwickelung glaubten -- was aber damals allgemein verlacht worden war -- das kam jetzt offen zu ,tage3 das ,schnabeltier war ebenfalls eine prchtige ,uebergangsform und das ,paradoxe8 an ihm war eben diese ,zwiespltigkeit einer ,vermittelung zwischen der ,klasse der ,sugetiere und einer tieferen1 noch geringer entwickelten ,klasse4 ,abermals aber war es gerade jetzt1 als wenn die neue ,theorie neue ,entdeckungen hinsichtlich dieses ,schnabeltiers frmlich programmmig herauslockte -- und diesmal sozusagen die umgekehrte ,entdeckung wie damals durch ,bennett4 ,es ist nachzuholen1 da im ,verlauf des ,jahrhunderts das alte ,schnabeltier noch einen lebendigen ,bruder im ,register der ,tierkunde erhalten hatte4 ,die ersten ,ansiedler im australischen ,busch glaubten in einem ,lande so vieler ,wunder wenigstens auf etwas ,heimisches zu stoen3 den ,igel4 ,aber was sie dafr hielten1 trug zwar ein scharfes ,stachelwams gleich diesem ,freund aus den europischen ,weinbergen1 in ,wahrheit war es aber nur erst recht ein seltsamster ,australier3 nmlich ein zweites und zwar landbewohnendes ,schnabeltier1 das mit langer ,zunge ,ameisen schleckte und danach der ,ameisenigel getauft wurde4 ,lateinisch erhielt es den groen mythologischen ,namen ,echidna zur ,erinnerung an das alte griechische ,zwitterscheusal aus ,schlange und ,mensch4 ,auch dieser stachelige ,land-,schnabler bewhrte in allem ,wesentlichen die ,uebergangs-,natur1 wie man sie schon am ,wasserschnabeltier festgestellt4 ,nun geschah es aber im ,august #ahhd1 da ein deutscher ,zoologe1 ,wilhelm ,haacke1 sich auf australischem ,boden aufhielt und in den ,besitz eines ,prchens lebender ,ameisenigel kam4 ,haacke hatte in ,jena bei ,gegenbaur gehrt1 da die weiblichen ,schnabeltiere an der ,bauchseite angeblich gewisse ,falten zeigen sollten1 die an einen ,beutel fr die ,jungen1 wie sie die sogenannten ,beuteltiere 7zum ,beispiel das ,knguruh7 besitzen1 erinnerten4 ,der ,einfall kommt ihm1 das einmal rasch zu untersuchen4 ,sein ,diener mu ihm den weiblichen ,ameisenigel bei den ,hinterbeinen hoch heben1 und richtig3 da sind nicht nur ein paar ,fltchen1 sondern da ist ein regelrechter ,beutel4 ,die ,existenz dieses ,beutels selber aber ist noch nichts gegen den unmittelbar folgenden ,fund4 ,unser ,forscher greift zu und zieht aus dem ,beutel ein unzweideutiges ,ei4 ,er war im ,augenblick so berrascht1 da er das ,ei in der ,hand zerquetschte4 ,aber die ,entdeckung war fr immer gemacht4 ,das ,land-,schnabeltier legte also auf alle ,flle wirklich ,eier wie ein ,vogel oder eine ,eidechse4444 ,wie es mit dem ,zufall aber in der ,welt geht3 gerade jetzt und gleichzeitig mit ,haacke war in einer andern ,ecke ,australiens ein ,englnder1 ,caldwell1 auf ein ,nest des ,wasserschnabeltiers geraten1 in dem wahrhaftig auch ,eier lagen4 ,der alte ,bennett mute seiner ,zeit ausgesuchtes ,pech gehabt haben3 sicherlich war er jetzt widerlegt und die ,tatsache stand zum erstenmal ganz fest3 beide ,schnabeltiere legten ,eier6 ,in den ,jahren #ahia und #ahib ist der ,beweis dann gleichsam systematisch und im grten ,stil noch einmal wiederholt und ausgebaut worden4 ,das ,interesse fr darwinistische ,probleme war jetzt so hoch gediehen1 da ein trefflicher deutscher ,zoologe1 ,schler und ,kollege ,haeckels in ,jena1 ,richard ,semon1 eigens auf zwei ,jahre nach ,australien gehen konnte1 um die ,naturgeschichte der ,schnabeltiere und daneben die eines anderen darwinistisch interessanten ,uebergangs-,tieres -- des ,molchfisches ,ceratodus -- grndlich zu studieren4 ,semon hat viele ,monate lang sein zoologisches ,laboratorium mitten im wilden australischen ,busch nahe der ,ostkste auf ,queenslnder ,gebiet aufgeschlagen4 ,das ,ergebnis war die ,entrtselung der ganzen ,entwickelungsreihe der ,keimformen im ,ei bei ,ceratodus1 eine zoologische ,tat ersten ,ranges1 nach der sich lngst alle ,vertreter der ,entwickelungslehre gesehnt hatten4 ,in den ,muestunden von dieser einen ,arbeit aber sandte ,semon seine schwarzen einheimischen ,jger auf die ,suche nach ,schnabeltieren1 so viel sie nur bekommen knnten4 ,tchtige ,geldprmien wurden ausgesetzt1 bis zu zweieinhalb ,mark fr jeden weiblichen ,ameisenigel4 ,das half4 ,an einem ,tage allein kamen acht solcher ,landschnabler an1 zwei davon mit ,eiern noch im ,leibe1 zwei mit welchen im ,beutel und drei mit schon ausgekrochenen ,beuteljungen4 ,ueber vierhundert lebende ,tiere der ,art gingen schlielich durch des emsigen ,forschers ,hnde4 ,frh gegen ,sonnenaufgang prschte er selbst mit der ,flinte auf das scheue ,wasserschnabeltier und brannte dem ,schwimmenden feine ,schrotsorten auf den ,pelz4 ,da gab es denn auch von diesem in ,europa immer noch kostbaren ,sammlungsobjekt bald solche ,mengen1 da ,semon zuletzt anfing1 die berflssigen ,felle zu gerben als spteres ,material fr ,pelzmtzen1 whrend die ,eingeborenen sich ber das ,fleisch der berzhlig gewordenen ,ameisenigel als einen kstlichen ,leckerbissen hermachten4 ,fr das zoologische ,kochbuch sei mitgeteilt1 da das ,echidna-,tier zubereitet wird ganz nach der ,methode1 wie unsere ,zigeuner ihren famosen ,igelbraten machen4 ,der ,igel wird da bekanntlich ber sein ganzes ,stachelkleid hinweg mit weichem ,lehm beknetet und so1 als dicke ,lehmkugel1 bers ,feuer gebracht1 wobei viel auf fleiiges ,wenden zur rechten ,zeit ankommt4 ,ist der ,lehm hart1 so lt man den ,braten abkhlen1 bricht dann die ,hlle herunter1 wobei zugleich die ,stacheln mitgehen1 und hat nun das feinste ,fleisch im voll erhaltenen ,saft4 ,in ,amerika wird hnlich der ,tatu 7das ,grteltier7 in seinem eigenen ,panzer gebraten und soll mit spanischem ,pfeffer und ,citronensaft eine ,leckerei ersten ,ranges abgeben1 das weie ,fleisch wie ,huhn1 das ,fett wie von ,kalbsniere4 ,und so denn auch wird das ,stachelschnabeltier ausgenommen1 aber nicht gehutet1 sondern in seinen ,stacheln auf der heien ,asche gerstet4 ,besser als ,rindfleisch sei so ein fetter ,schnabler1 urteilt der ,schwarze1 und das ist fr ihn der ,gipfel der ,ehre4 ,semon selber spricht sich weniger gnstig aus4 ,das ,wasserschnabeltier hnelt auch darin den meisten ,wasservgeln1 da es abscheulich nach ,tran schmeckt4 ,gleichwohl findet es bei manchen schwarzen ,stmmen auch seine ,freunde1 die auf den ,braten erpicht sind4 ,lebten beide ,arten nicht so nchtlich verborgen1 so mchte diese ihre fatale ,kchendisposition wohl in absehbarer ,zeit ihr ,schicksal im ,lande besiegeln4 ,durch ,semons ,studien1 eine mustergltige ,leistung deutschen ,gelehrtenfleies1 sind wir jetzt nicht blo ber die allgemeine ,tatsache des ,eierlegens der ,schnabeltiere berhaupt1 sondern auch ber eine ,flle zugehriger ,einzelheiten genau unterrichtet4 ,semon hat zahlreiche ,keime oder ,embryonen des ,ameisenigels aus dem ,ei untersucht und abgebildet1 und er hat wenigstens die ,grundzge auch dieser ganzen verwickelten ,jugendentwickelung des geheimnisvollen ,geschpfes aufgehellt4 ,wie der ,vogel 7nicht aber sonst das ,sugetier71 bildet der weibliche ,ameisenigel nur an einem1 nmlich dem linken ,eierstock reife ,eier4 ,nachdem diese sich noch im ,mutterleibe mit einer ,schale umgeben1 wachsen sie aber innerhalb ihrer elastischen ,hlle nachtrglich noch um ein ,bedeutendes1 indem nhrende ,stoffe aus den ,geweben der ,mutter immer noch in sie eintreten1 -- ein ,vorgang1 der sich allerdings so nun wieder nicht bei ,reptil und ,vogel findet und recht zeigt1 da wir eben doch der ,uebergangsstelle zum ,sugetier nahe stehen2 bei ,reptil und ,vogel ist das ,ei der ,stoffmenge nach fertig und auer ,verband mit der ,mutter vom ,augenblick an1 da die ,schale es umschliet4 ,reif zum ,legen1 ist das ,schnabeltier-,ei im ,durchmesser etwa fnfzehn ,millimeter gro und birgt in sich einen rund fnf ,millimeter langen ,keim oder ,embryo4 ,wie bei jedem hheren ,wirbeltier1 sei es nun ein ,huhn oder eine ,schildkrte oder ein ,krokodil1 sei es ein ,knguruh oder eine ,katze1 so zeigt sich auch auf einer frhen ,stufe dieses ,embryos die unerwartet seltsame ,gestalt eines ,wesens mit flossenartig formloser und vollkommen gleichartiger ,anlage der vier ,gliedmaen und mit deutlichen ,kiemenbogen am ,halse1 wie sie der ,fisch zum ,zweck des ,atmens im ,wasser besitzt4 ,seitdem die ,tierkundigen darwinistisch denken gelernt haben1 wissen sie dieser eigentmlich fischartigen ,keimform der hheren ,wirbeltiere eine hchst lehrreiche ,bedeutung beizulegen4 ,aus tausend und abertausend ,fllen im ganzen ,tierreich hat man den ,schlu gezogen1 da vielfltig die jungen1 noch unreifen ,tiere als ,keim im ,ei oder als ,larve vorbergehend erst noch einmal gewisse ,formen ihrer ,ahnen wiederholen1 ehe sie die eigene typische ,gestalt annehmen4 ,so zeigt das junge ,frschlein noch einmal als ,kaulquappe einen ,schwanz wie ein ,molch oder ,fisch4 ,im ,mutterleibe mu aber selbst das ,sugetier noch einmal ein ,stadium durchmachen1 das auf seine fisch- und molchhnlichen ,ahnen zurckweist4 ,und zwar mu es das hchste ,sugetier1 der ,mensch1 so gut wie das niedrigste1 das ,schnabeltier4 ,auf gewisser ,stufe sind sich ,menschen-,embryo und ,schnabeltier-,embryo frappant hnlich3 beide wiederholen die gemeinsame fischhnliche ,urstufe4 ,wird das ,ei des ,ameisenigels endlich wirklich gelegt1 so erscheint die ,schale lederartig und frei von eingelagerten ,kalksalzen1 es erinnert vollkommen an das ,ei etwa einer ,schildkrte4 ,um diese ,zeit der ,eiablage hat sich an der ,unterseite der ,mutter jener erwhnte ,beutel1 eine ,art ,hautfalte1 die eine regelrechte ,tasche bildet1 entwickelt1 und in diese ,tasche schiebt1 so scheint es1 alsbald das mtterliche ,schnabeltier mit der langen ,schnauze das ,ei1 auf da es hier an geschtztester ,stelle sich fertig ausbilden knne4 ,nicht lange1 und der kleine ,embryo darin hat das ,dottermaterial1 das ihm in seinem ,ei-,kerker als ,speisevorrat mit auf den ,weg gegeben war1 zur ,neige aufgezehrt1 hat sich selbst jetzt bis zur ,lnge von fnfzehn ,millimetern herausgefttert1 und macht jetzt zwangsweise ,anstalt1 die lederharte ,wand seines nunmehr allzu engen ,gefngnisses zu sprengen4 ,das letztere wrde nun nicht so ganz leicht sein1 wenn nicht gerade zum ,zweck hier das junge ,schnabeltierchen eine hnliche ,waffe erhielte1 wie sie ein kleines ,vogelkken oder junges ,eidechslein zum ,sprengen der ,eischale benutzt4 ,es wchst ihm nmlich auf der ,schnauzenspitze eine besondere kleine ,hornspitze1 die mit ,leichtigkeit die ,schalenwand durchstt4 ,ist das geschehen1 so rutscht der immer noch winzige ,schnabler frei in den warmen ,beutel4 ,alsbald entfernt die ,mutter die leere ,eihlle1 das ,junge aber benimmt sich jetzt zum erstenmal als echtes und rechtes ,sugetier83 es leckt die von den ,milchdrsen abgesonderte ,milch -- eine ,milch1 die sich brigens in ihrer chemischen ,zusammensetzung nicht unerheblich von der der brigen ,sugetiere zu unterscheiden scheint1 da mindestens die ,phosphorsure darin fehlt4 ,erst wenn die ,lnge des ,beuteljungen achtzig bis neunzig ,millimeter erreicht hat1 beginnen die igelartigen ,stacheln hervorzusprossen4 ,das ,kleine ist jetzt annhernd zehn ,wochen alt1 wenn man die ganze ,entwickelung einrechnet4 ,der ,aufenthalt im schtzenden ,beutel ist in dieser ,zeit keine zwingende ,notwendigkeit mehr4 ,doch bleibt noch lngere ,zeit ein intimes ,verhltnis zwischen ,mutter und ,kind bestehen4 ,die ,schwarzen81 erzhlt ,semon1 gaben mir bereinstimmend an1 da die ,alte zunchst noch einige ,zeit lang zum ,jungen zurckkehrt1 um es in den ,beutel aufzunehmen und zu sugen4 ,wenn sie nachts ihren ,streifereien nachgeht1 entledigt sie sich der betrchtlichen1 ihr unbequem werdenden ,last1 indem sie fr das ,junge eine kleine ,hhle grbt1 zu der sie nach beendigter ,streife wieder zurckkehrt4 ,da sich das wirklich so verhlt1 kann man aus den frischen ,spuren der ,alten in der ,nhe des ,lagers des ,jungen und auch daraus entnehmen1 da der ,magen und ,darm solcher ,jungen ,milch enthlt48 ,semon hat die ,schnabeltiere aber nicht blo auf ihre ,jugendgeschichte hin geprft4 ,auch ber das erwachsene ,tier und seine ,besonderheiten hat er in umfassender ,weise ,material gesammelt4 ,zunchst hat er einige hchst interessante ,beobachtungen mitgeteilt ber das ,geistesleben der ,landschnabler4 ,es ist ungemein schwierig18 sagt er1 von dem ,seelenleben und der ,intelligenz von ,geschpfen eine richtige ,vorstellung zu gewinnen1 die in ihrer ganzen ,organisation noch so bedeutend von der unserigen abweichen4 ,es gibt wohl kein zweites ,gebiet der ,erkenntnis1 in dem es so schwer1 ja unmglich ist1 den anthropocentrischen ,standpunkt zu verlassen1 als das der ,tierpsychologie4 ,der ,schlu1 den wir aus dem ,gebahren eines ,tieres auf seine ,intelligenz machen1 ist meist ein ganz oberflchlicher1 einfach weil wir so hufig die eigentlichen ,triebfedern dieses ,gebahrens nicht verstehen4 ,die ,auenwelt wird sich eben in einem ,geschpfe anders projizieren1 bei dem diese ,projektion durch ganz andere ,pforten erfolgt1 bei dem ,geruchssinn1 ,gehr1 ,gefhlssinn viel vollkommener1 der ,gesichtssinn ganz anders ausgebildet ist als bei uns4 ,ein ,tier1 das sich schwer oder gar nicht an die vernderten ,lebensbedingungen der ,gefangenschaft gewhnt1 ist deshalb noch nicht notwendigerweise dumm2 eines1 das auf solche ,reize1 die uns stark beeinflussen1 nur trge reagiert1 noch nicht schlechthin stumpfsinnig4 ,eine gefangene ,echidna erscheint1 wenn wir dennoch einen solchen ganz rohen ,mastab anlegen wollen1 ziemlich dumm und stumpfsinnig4 ,eine groe ,furchtsamkeit verhindert1 da die ,tiere eigentlich zahm werden1 obwohl sie sich allmhlich an ihren ,pfleger gewhnen4 ,unstreitig ist ihre ,intelligenz viel grer als die wohl aller ,reptilien1 obwohl sie weit unter der der ,vgel und hheren ,sugetiere und wohl auch unter der der meisten ,beuteltiere steht4 ,auffallend ist ihr ungemein stark ausgeprgter ,freiheitsdrang4 ,der ,gefangenschaft suchen sie sich mit allen ,mitteln zu entziehen und wenden zu diesem ,zwecke eine gewaltige ,energie auf4 ,tagsber verhalten sie sich meist ruhig in ihrem ,gefngnis und scheinen ganz in ihr ,schicksal ergeben4 ,bei ,nacht aber erwacht in dem scheinbar so lethargischen ,tiere eine staunenswerte ,regsamkeit und ,willenskraft4 ,aus ,kisten klettern sie leicht hinaus1 lose aufgelegte ,kistendeckel werden herabgeworfen1 leicht zusammengenagelte ,kisten1 deren ,bretter nicht berall dicht gefugt sind1 vermittels der krftigen ,extremitten gesprengt4 ,da ich den ,schwarzen nur fr lebende ,exemplare den vollen von mir festgesetzten ,preis bezahlte1 und die ,leute von ihren weiten ,streifereien nicht immer noch an demselben ,tage zu meinem ,lager zurckkehren konnten1 muten sie hufig die ,tiere ber ,nacht gefangen halten1 ohne natrlich zu diesem ,zweck passende ,behlter mit sich fhren zu knnen4 ,wurden die ,tiere nun mit starken ,schnren an einem oder zwei ,beinen gefesselt1 so gelang es ihnen ber ,nacht fast regelmig1 die ,banden abzustreifen1 so fest dieselben auch zugeschnrt sein mochten4 ,auf ihre eigene ,haut nahmen die ,tiere dabei nicht die geringste ,rcksicht4 ,die ,schwarzen waren ber die ihnen hieraus erwachsenen ,verluste sehr ungehalten und halfen sich damit1 da sie die ,beine der ,tiere durchbohrten und die ,schnre durch die ,wunde zogen4 ,das war denn ein sicheres ,mittel1 aber so grausam1 da ich seine ,anwendung untersagte1 als ich davon erfuhr4 ,ich gab dann den ,schwarzen kleine ,scke mit1 in die sie die ,tiere ber ,nacht einbinden konnten4 ,waren die ,scke dicht und wurden sie sorgfltig zugebunden1 so erfllten sie ihren ,zweck2 waren die ,schwarzen aber mit dem ,zubinden leichtsinnig1 so gelang es dem willensstarken ,ursugetier ber ,nacht1 die ersehnte ,freiheit zu erkmpfen4 ,bei einer derartigen ,gelegenheit konnte eine interessante ,beobachtung ber den ,ortssinn der ,ameisenigel gemacht werden4 ,ein gefangener ,ameisenigel wurde aus seinem ,skrub 7,dickicht im australischen ,busch7 sechs ,kilometer weit bis zu meinem ,lager in einem ,sack getragen4 ,ueber ,nacht gelang es ihm1 sich zu befreien4 ,einer meiner ,schwarzen ging seinen ,spuren nach1 die in gerader ,richtung zu dem fast eine ,meile entfernten ,punkte zurckfhrten1 an dem das ,tier gefangen worden war4 ,in der ,nhe der alten ,fangstelle fand es sich denn ruhig schlummernd in einer selbstgegrabenen ,hhle4 ,erwgt man1 da das ,tier in einem ,sack in mein ,lager getragen worden war und da es in gerader ,richtung zu seinem alten ,aufenthalt zurckging1 so liegt es am nchsten1 an den ,geruchssinn zu denken1 von dem sich das ,tier zurckleiten lie4 ,besonders in der ,brunstzeit verbreiten beide ,geschlechter einen ausgesprochenen ,geruch1 der wohl zum gegenseitigen ,auffinden der ,geschlechter und zur sexuellen ,erregung dienen mag4 ,er ist es auch1 der dem ,fleisch der in der ,haut gersteten ,tiere den eigentmlichen ,beigeschmack verleiht48 ,diese ,mitteilungen ber den ,stachler ,echidna werden ergnzt durch ebenso wertvolle ,studien ,semons ber das ,wasserschnabeltier4 ,in der ,zeit des australischen ,winters1 also ,juni bis ,ende ,august1 wenn die ,nchte kalt sind1 darf man sicher sein1 die ,tiere bei ,sonnenaufgang und ,sonnenuntergang im ,flu zu finden4 ,ist man morgens frhzeitig am ,flu und erwartet das ,anbrechen des ,tages1 so kann man1 sobald die ersten ,sonnenlichtstrahlen die ,wasserflche treffen und die ,gegenstnde unterscheidbar machen1 im ,flu einen ,gegenstand von ein bis zwei ,fu ,lnge unterscheiden1 der wie ein ,brett flach im ,wasser schwimmt4 ,zuweilen liegt er eine ,zeitlang regungslos da1 dann pltzlich wieder ist er verschwunden1 um nach einigen ,minuten an einer andern ,stelle aufzutauchen4 ,es ist dies das ,schnabeltier1 welches im ,schlamm des ,flubettes sein ,morgenfrhstck nimmt48 -- 7,ich zitiere weiter nicht aus ,semons populrem ,reisebericht1 sondern seinem groen zoologischen ,fachwerk ber die ,ergebnisse seiner ,fahrt47 ,gewhnlich liegt das ,tier unbeweglich an der ,oberflche4 ,nach einigen ,minuten taucht es pltzlich und geruschlos unter1 verweilt zwei bis drei ,minuten unter ,wasser und taucht dann wieder ebenso pltzlich und geruschlos auf4 ,whrend des ,tauchens hat es am ,grunde mit seinem platten ,schnabel nach ,entenart allerlei ,wassergetier1 ,wrmer1 ,insektenlarven1 ,schnecken und ,muscheln aufgestbert und seine ,backentaschen reichlich gefllt4 ,am ,burnett bilden unstreitig die ,muscheln seine ,hauptnahrung2 die ,backentaschen fand ich gewhnlich mit zehn bis fnfzehn ,millimeter langen ,exemplaren von ,corbicula nepeanensis ,lesson strotzend gefllt4 ,das ,auftauchen geschieht1 um ,luft zu schpfen und um den ,inhalt der ,backentaschen zu zermalmen und zu verschlucken4 ,ab und zu sah ich das ,tier auch spielend an der ,oberflche herumschwimmen und pltschernd auf kurze ,zeit tauchen1 gleichwie um sich zu vergngen4 ,in zwei verschiedenen ,fllen beobachtete ich ein ,schnabeltier im ,trockenen1 auf dem ,grase der ,flubank liegen1 sich dehnen und strecken und seinen ,pelz reinigen und putzen4 ,in beiden ,fllen glitten die ,tiere1 als sie meine ,gegenwart bemerkten1 ins ,wasser1 tauchten unter und waren verschwunden1 indem sie ihren ,bau durch die unter dem ,wasserspiegel befindliche ,wohnung gewannen4 ,der oberirdische ,zugang wurde in beiden ,fllen nicht benutzt1 dient aber ebenfalls als ,zu- und ,ausgang1 wie man aus den ,spuren des ,tieres entnehmen kann1 und nicht lediglich zur ,durchlftung des ,baues4 ,auch sind mir ,flle bekannt1 da die ,tiere in ,schlingen1 die man vor dem oberirdischen ,zugang anbrachte1 gefangen worden sind4 ,allerdings scheint fr gewhnlich die unter dem ,wasserspiegel gelegene ,oeffnung als ,hauptpforte benutzt zu werden1 denn ich selbst habe in den vielen ,schlingen1 die ich vor dem oberirdischen ,zugang anbrachte1 niemals ein ,schnabeltier gefangen4 ,wird das ,tier1 wenn es sich im ,wasser befindet1 erschreckt1 so taucht es sofort und verschwindet auf ,nimmerwiedersehen durch den unter dem ,wasser befindlichen ,zugang4 ,obwohl ,ornithorhynchus ein guter ,taucher ist1 kann er natrlich nur eine gewisse ,zeit lang unter ,wasser verweilen4 ,solche1 die sich nachts zuflligerweise in ein ,fischnetz verwickeln und lngere ,zeit unter ,wasser festgehalten werden1 findet man am ,morgen regelmig ertrunken vor4 ,die ,jagd auf unser ,tier ist nicht schwierig1 wenn man seine ,lebensgewohnheiten kennt4 ,so klein das ,auge des ,ornithorhynchus ist und so tief die ,ohrffnung im ,pelzwerk versteckt liegt1 so scharf ist doch ,gesicht und ,gehr4 ,deshalb ist es auch ein fruchtloses ,beginnen1 sich heranschleichen zu wollen1 so lange das ,tier ber ,wasser verweilt4 ,die ,lage der ,augen ermglicht es ihm1 genau zu beobachten1 was ber ihm am ansteigenden ,fluufer vorgeht4 ,uebrigens erkennt es die ,gefahr nur1 wenn der ,verfolger sich bewegt1 nicht1 wenn er sich regungslos verhlt4 ,aber schon das ,erheben der ,flinte gengt1 um das ,tier zu verscheuchen4 ,auch jeder verdchtige ,laut bringt es zum ,verschwinden4 ,so sah ich einmal eins sofort untertauchen1 als in ein ,kilometer ,entfernung ein ,schu fiel4 ,es kam aber bald wieder zum ,vorschein1 was es entschieden nicht getan haben wrde1 wenn es durch einen ,laut in grerer ,nhe erschreckt worden wre4 ,einmal verscheucht1 suchen die ,tiere fast stets ihren ,bau auf und kommen an dem betreffenden ,morgen oder ,abend nicht mehr zum ,vorschein4 ,doch ist es1 wie gesagt1 leicht1 das ,tier zu erlegen1 wenn man sich ihm nur nhert1 so lange es untergetaucht ist1 und sofort regungslos stehen bleibt1 wenn es wieder auftaucht4 ,man hat es anzuspringen1 hnlich wie einen ,auerhahn48 ,zu den vielfltigen krperlichen ,absonderlichkeiten der ,schnabeltiere gehrt die ,existenz eines regelrechten ,sporns an jedem ,hinterbein des ,mnnchens1 eines ,sporns1 wie er jedem vom ,hahn bekannt ist4 ,lange hat man sich den ,kopf zerbrochen1 was dieses ,abzeichen fr einen ,sinn haben knnte4 ,jeder ,sporn ist durchbohrt und steht mit einer ,drse in ,zusammenhang4 ,so tauchte vor diesem ,ausbund aller ,unwahrscheinlichkeiten die phantastische ,idee eine ,weile auf1 das ,ding funktioniere wie der ,giftzahn einer ,schlange und sei die schrecklichste aller ,sugetier-,waffen4 ,aber es pate schlecht dazu1 da blo das ,mnnchen diese ,waffe fhren sollte4 ,warum war das ,weibchen schutzlos8 ,schon ,bennett legte denn auch erste ,bresche in den ,glauben4 ,er lie sich von seinen ,schnabeltiermnnchen absichtlich kratzen und versprte nichts von ,gift4 ,die ,schnabler zeigten auch gar keine ,lust1 absichtlich mit dem ,sporn zu stoen4 ,semon hat jetzt den ,sachverhalt auch hier wenigstens negativ ganz sicher gestellt4 ,kein einziger unter ,hunderten von ,stachelschnablern hat je versucht1 sich mit dem ,sporn zu wehren und von ,gift war keine ,rede4 ,die ,schutzwaffe des ,tieres1 meint ,semon1 ist ,einrollen und ,eingraben1 aber nicht ,spornstechen4 ,positiv scheint ihm keine andere ,lsung denkbar1 als da der ,sporn1 einseitig mnnlich1 wie er nun einmal ist1 auch eine reine ,geschlechtsbedeutung habe3 er dient als sexuelles ,erregungsorgan in der ,liebeszeit der ,schnabler4 ,selbst dieser geheimnisvolle ,sporn bildet aber noch nicht die ,krone der ,zeichen und ,wunder dieses paradoxen ,geschlechts4 ,schon der russische ,forscher ,mikloucho-,maclay hatte #ahhc_/hd darauf hingewiesen1 da die beiden ,gattungen der ,schnabeltiere sich in einem ganz entscheidend wichtigen ,punkte noch von allen brigen ,sugern unterschieden1 -- einem ,punkte1 der allerdings nur am lebenden ,objekt und nicht daheim im ,museum vor ,spiritus-,prparaten und ,blgen studiert werden konnte4 ,wasserschnabeltier sowohl wie ,ameisenigel besitzen nmlich von smtlichen ,sugetieren die niedrigste ,bluttemperatur4 ,wir ,menschen haben normal eine ,blutwrme von etwas ber #cg ,grad ,celsius4 ,dem entspricht der ,affe mit #ch ,grad4 ,eine ,anzahl ,sugetiere 7einzelne ,huftiere1 ,nagetiere1 ,raubtiere7 gehen darber hinaus bis vierzig ,grad4 ,bei anderen ,huftieren und ,nagetieren sinkt die ,ziffer dagegen1 zum ,beispiel ist sie beim ,nilpferd nur noch #ce ,grad4 ,bei den ,beuteltieren1 die schon sehr tief unten in der ,reihe der ,suger stehen1 kommen schon ,temperaturen bis zu #cc ,grad herab vor4 ,der ,durchschnitt hlt sich aber auf #cf ,grad4 ,immerhin sind das alles aber noch ,schwankungen innerhalb der ,dreiiger aufwrts4 ,nun aber das ,landschnabeltier zeigt unter ,umstnden nur mehr die runde ,dreiig1 und das ,wasserschnabeltier geht gar bis auf #be ,grad herunter1 -- fnfundzwanzig ,grad bei #bj ,grad ,luftwrme1 also nur #e ,grad mehr als diese6 ,semon fgte dazu nun noch die ,entdeckung1 da diese ,bluttemperatur der ,schnabler in den weitesten ,grenzen schwankt1 also bald hher1 bald tiefer ist in einer beim hheren ,sugetier unerhrten ,weise4 ,es wurden ,schwankungen bis zu #h ,grad und mehr nachgewiesen4 ,fr den ersten ,anblick scheint diese neue ,differenz unserer eierlegenden ,australier gegen ihre ganzen ,mitsuger allerdings eine untergeordnete ,sache4 ,und doch lt sich gerade hier der ,faden darwinistischen ,denkens weiterspinnen4 ,der ,laie1 der ein ,schnabeltier1 zumal das charakteristische ,wasserschnabeltier betrachtet1 der ein ,sugetier vor sich sieht mit einem hornigen1 zahnlosen ,entenschnabel1 der dazu noch hrt1 da dieses ,geschpf ,eier lege1 und der allgemein wei1 da der moderne ,naturforscher an gewisse ,uebergnge auch der groen1 scharf getrennten ,tierklassen ineinander glaubt1 -- er wird als geradezu selbstverstndlich hinnehmen1 da dieses ,schnabeltier den ,uebergang bilde vom ,vogel zum ,sugetier4 ,und die ersten ,forscher1 die solche ,dinge berhaupt fr mglich hielten1 dachten in der ,tat auch zunchst an diese ,mglichkeit und keine andere4 ,und doch3 wie so oft1 geht es auch hier1 -- das ,nchstliegende ist noch nicht das ,richtige4 ,wir wissen heute1 seit dem merkwrdigen ,funde jenes ,ur-,vogels ,archopteryx von ,solnhofen1 mit einer ,bestimmtheit1 die kaum etwas zu wnschen brig lt1 da der ,vogel vom ,reptil1 von der ,eidechse abstammt4 ,stammt nun das offenbar noch hher organisierte ,sugetier vom ,vogel ab und bildet das ,schnabeltier diesmal den ,uebergang8 ,es lt sich mit einer ,flle von ,tatsachen beweisen1 da es tatschlich nicht so ist4 ,und zwar gibt einen ersten guten ,fingerzeig gleich jene ,entdeckung ber die ,blutwrme4 ,das ,schnabeltier hat sehr viel klteres ,blut1 als alle brigen ,sugetiere4 ,so sollte man denn wohl meinen1 die noch niedrigeren ,tiere1 von denen es selbst nun wieder abstammt1 mten nochmals in der ,temperaturstufe heruntergehen1 also noch kaltbltiger sich erweisen4 ,jetzt ist aber der ,vogel ganz ausnahmslos mit einer ,blutwrme von ber #dj ,grad 7bis zu #db7 ausgestattet -- also faktisch noch ein ,teil blutwrmer1 als die wrmsten unter den hchsten ,sugetieren4 ,ein ,vogel1 dessen ,blut gewaltsam auch nur bis auf die ,normalwrme des ,schnabeltierblutes1 #be ,grad1 abgekhlt wird1 stirbt4 ,das pat also ganz und gar nicht4 ,dafr sehen wir aber etwas anderes4 ,wir messen die ,dinge beim ,reptil1 bei ,eidechsen1 ,schlangen1 ,krokodilen und ,schildkrten1 und wir finden hier eine gnzlich vernderte ,sachlage4 ,das ,reptil hat durchweg so gut wie gar keine eigene8 ,blutwrme mehr3 das heit solche ,wrme1 die von innen heraus im ,organismus erzeugt wird4 ,sein ,blut ist wechselwarm83 es richtet sich nach der ueren ,lufttemperatur4 ,liegt die ,schlange in der backofenheien ,sonne1 so erhitzt sich ihr ,blut zu hohen ,temperaturgraden4 ,wird es umgekehrt drauen kalt1 so durchkltet sich auch ihr ,blut entsprechend4 ,bei ,messungen zeigt sich so natrlich ein ganz willkrlich schwankendes ,ma1 je nach der ueren ,luftwrme oder ,luftklte4 ,nur in einigen wenigen ,ausnahmefllen nimmt auch das ,blut von ,reptilien schon einen ersten ,anlauf zu eigener ,innenheizung3 so erhitzt sich die weibliche ,python-,schlange zur ,zeit1 da sie brtend ber ihren ,eiern sitzt1 bis zu #bj ,grad ,celsius ber die umgebende ,luftwrme hinaus4 ,jenen schwankenden ,reptilien-,verhltnissen1 so sieht man deutlich1 nhert sich nun das ,schnabeltier1 -- nicht aber der dauerhaft hheren ,vogel-,temperatur4 ,es ist natrlich noch kein ,reptil1 -- ganz gleich liegen die ,dinge also noch nicht4 ,aber schon gewahrt man den starken ,herabgang der ,eigenwrme im ganzen1 schon tritt die auffllige ,neigung zu sehr groen ,schwankungen im ,normalmae ein1 -- kurz1 man fhlt sich durchaus der ,grenze zum ,reptil nher1 als bei irgend einem hheren ,sugetier4 ,nicht der ,grenze zum ,vogel1 sondern zum ,reptil1 zur ,eidechse6 ,sollten die ,sugetiere also ber das ,schnabeltier fort unmittelbar von eidechsenhnlichen ,tieren der ,vorwelt abstammen1 anstatt von ,vgeln8 ,sie bildeten dann im ,stammbaum der ganzen ,wirbeltierkette nicht einen hheren ,spro der ,vgel1 sondern einen ,parallelast zu diesen4 ,das ,schema des ,stammbaums ergbe etwa3 aus den ,wrmern kamen die ,fische2 aus den ,fischen die ,amphibien 7,molche72 aus den ,amphibien die ,reptilien 7,eidechsen72 aus den eidechsenartigen ,reptilien aber entwickelten sich als parallele ,aeste nebeneinander hier die ,vgel 7vermittelt durch den ,urvogel ,archopteryx71 dort die ,sugetiere 7vermittelt durch das ,schnabeltier74 ,das ,eierlegen wre dabei alles eher als ein ,hindernis4 ,denn die ,eidechse1 die ,schlange1 das ,krokodil1 die ,schildkrte1 alle diese ,reptilien legen ja durchweg auch ,eier1 gerade wie der ,vogel4 ,und die ,eier der ,schnabeltiere gleichen im ,aeueren sogar mehr denen der ,schildkrten1 als denen des ,vogels4 ,in andern ,punkten1 wie erwhnt1 gleichen sie weder den einen noch den andern1 sondern sind ganz individuell4 ,bliebe nur eins3 nmlich das erste aller am ,schnabeltier bestaunten ,wunder1 -- der seltsame ,vogelschnabel6 ,aber auch er beweist weit weniger1 als man denken sollte1 sobald man nur einmal in diese ,linie des ,schlieens eingetreten ist4 ,der wirkliche ,uebergang vom ,vogel zum ,sugetier ber das ,schnabeltier hinweg mte ja doch in sehr alten und entlegenen ,zeiten der ,erdgeschichte stattgefunden haben4 ,sagen wir einmal im ,zeitalter der ,ichthyosaurier1 -- wahrscheinlich datiert die ,entstehung der ersten ,suger noch weiter zurck4 ,damals aber hatten ja die ,vgel selber noch ,zhne im ,maul6 ,sowohl der berhmte ,ur-,vogel ,archopteryx von ,solnhofen wie die ltesten ,vgel der ,kreide ,nordamerikas besitzen die echtesten ,zhne1 wie nur je eine ,eidechse sie so gut gehabt hat4 ,von ,entenschnbeln keine ,spur4 ,also vom ,vogel von damals konnte das ,schnabeltier gar keinen ,schnabel erben6 ,umgekehrt gibt es heute noch und gab es damals schon ,reptilien mit unverkennbaren zahnlosen ,schnabelkiefern3 die ,schildkrten4 ,damals lebten sogar einzelne ,gattungen von ,ichthyosauriern1 die gnzlich zahnlos waren1 und ein #ch ,fu langes1 nach ,knguruh-,art auf den ,hinterbeinen hpfendes ,riesen-,reptil1 der ,hadrosaurus1 fhrte den prchtigsten ,entenschnabel am ,kopf2 hinter diesem ,schnabel saen bei diesem ,monstrum in den ,kieferwinkeln allerdings auch noch winzige ,zhnchen in fabelhafter ,menge1 -- ber zweitausend4 ,es scheint aber1 da unsere heutigen ,schnabler nicht einmal mit dieser ,schnabelei der ,reptilien etwas zu tun haben4 ,ganz gut knnen ihre ,ahnen ,eidechsen mit dem solidesten ,zahnbau gewesen sein4 ,denn sie selber1 scheint es1 haben ehemals ,zhne besessen und der ganze ,schnabel von heute ist bei ihnen nur eine sptere1 nachtrgliche ,erwerbung der paar berlebenden ,mohikaner des heutigen ,australien4 ,hier beginnt ein letztes1 aber fast das eigenartigste ,kapitel4 ,aus ,gesteinsschichten jener uralten ,tage1 in denen wir die ,umbildung niederer ,wirbeltiere zu ,sugetieren etwa erwarten mgen1 sind uns in den verschiedensten ,gegenden 7von ,sdafrika bis ,schwaben7 versteinerte ,knochen erster echter ,sugetiere berliefert4 ,unwillkrlich denkt man3 es mssen ,schnabeltiere sein4 ,nun mu man sich aber wieder einmal klar vergegenwrtigen1 was solche mehr oder minder fragmentarischen ,gerippteile in altem ,gestein berhaupt von einem ,tiere zu berliefern pflegen4 ,man kann solchem ,knochenberrest nicht ansehen1 wie die innere anatomische ,beschaffenheit der ,weichteile gewesen sei4 ,man kann wenigstens in der ,mehrzahl der ,flle nicht ohne weiteres herauslesen1 ob das betreffende ,geschpf ,eier gelegt oder lebendige ,jungen zur ,welt gebracht habe -- und so weiter4 ,auf solchen ,punkten mte aber in der ,hauptsache gerade der ,beweis stehen1 ob jene ,ursuger ,schnabeltiere waren oder nicht4 ,mit dem ,skelett allein ist die ,sache sehr viel schwieriger4 ,immerhin aber3 das ,schnabeltier hat ja auch da seine charakteristischen ,ncken1 und die glte es dort wiederzufinden4 ,am besten mte es sein1 wenn etwa der ,schnabel selber erhalten wre oder wenigstens die eigentmlichen in ihn eingehenden zahnlosen ,kieferknochen4 ,fatal aber jetzt3 just von jenen ,ur-,sugern hat man in erster ,linie ausgesucht gerade ,zhne gefunden6 ,zhne und ganz und gar nichts1 was auf einen zahnlosen ,schnabel la ,schnabeltier deutete4 ,das mte doch als eine mehr als gewagte ,sache erscheinen3 ,tiere als ,schnabeltiere zu bestimmen1 von denen man als ,hauptbeweisstck nichts besitzt1 als ,zhne1 also gerade das1 was das lebende ,schnabeltier nicht hat4 ,in diesem ,dilemma ist es aber das lebende ,schnabeltier selber gewesen1 das ein letztes ,mal heraus und weiter geholfen hat4 ,jene ,zhne der bewuten ,ur-,sugetiere aus der ,triaszeit haben eine ganz bestimmte1 hchst charakteristische ,form4 ,bei dem ,tiere ,microlestes antiquus beispielsweise1 dessen ,zhnchen schon #ahdg von ,plieninger bei ,echterdingen in ,wrttemberg entdeckt worden sind1 gleichen sie einem kleinen ,schsselchen mit einer ,kette kleiner ,hcker am ,rande4 ,kein lebendes bezahntes ,sugetier besitzt in erwachsenem ,zustande so sonderbar ausschauende ,vielhcker-,zhne84 ,und doch kommen sie ein einziges ,mal noch lebendig8 vor1 freilich nicht als dauernder ,besitz1 sondern vorbergehend als ,jugendform4 ,wir haben von dem ,gesetz gehrt1 das vielfach die jungen1 unreifen ,tiere noch einmal schattenhaft die ,merkmale ihrer ,ahnen wiederholen lt4 ,das gibt alsbald sehr zu denken4 ,man ist gespannt1 welches ,sugetier da noch einmal heute ,ursuger-,zhne8 vorbergehend in ,ahnen-,wiederholung weisen mge4 ,und wunderbar genug3 es ist eben das ,schnabeltier selber4 ,das ,wasserschnabeltier6 ,das junge ,wasserschnabeltier besitzt nach der ,art etwa1 wie wir als ,kinder ein nachher fortfallendes ,milchgebi entwickeln1 oben und unten noch je vier echte und rechte ,zhne4 ,und diese ,zhne des unreifen ,schnabeltiers1 diese ,zhne1 die nicht mehr zum wirklichen ,lebensgebrauch auftreten1 sondern nur flchtig sich noch zeigen wie im ,banne jenes geheimnisvollen ,gesetzes1 das die ,enkel noch einmal die ,ahnen wiederspiegeln heit -- diese ,zhne sind ebenfalls winzige ,schsselchen mit ,hckerchen auf dem ,rande1 -- -- was kein ,sugetierzahn von heute sonst noch weist1 das weisen sie3 den charakteristischen ,bau gewisser ,ursuger-,zhne vom ,schlage jenes schwbischen ,microlestes4 ,mit dieser schlichten ,tatsache sieht jener ,beweis denn nun sehr viel besser aus4 ,obwohl bezahnt1 ja gerade1 weil bezahnt1 hatten jene ,ur-,suger etwas ganz unverkennbar ,gemeinsames mit dem heutigen ,wasserschnabeltier1 etwas1 was kein zweites ,sugetier von heute so besitzt4 ,und so drfen wir allerdings sagen3 es besteht die hchste ,wahrscheinlichkeit1 da jene ,ur-,suger1 deren ,reste wir im ,gestein der ,trias-,zeit finden1 echte ,schnabeltiere mit dem ,eierlegen1 dem inneren anatomischen ,bau1 der geringen ,blutwrme u4s4w4 der heutigen ,schnabeltiere waren -- blo mit der einzigen ,abweichung1 da sie keine ,schnbel hatten1 sondern ,zeit ihres ,lebens jenes ,gebi vielhckeriger ,zhne trugen1 das heute das junge ,schnabeltier noch als vorbergehendes ,milchgebi zeigt4 ,das ,belanglose1 ,nachtrgliche der ,schnabelentwickelung ist damit gleichzeitig zur ,genge gekennzeichnet4 ,wir mssen gerade den ,schnabel vom ,schnabeltier abziehen1 um die eigentliche reine ,uebergangsform zu erhalten3 -- die ,uebergangsform abwrts zum bezahnten ,reptil1 aufwrts zum bezahnten ,beuteltier und so fort zum hheren ,sugetier berhaupt4 ,wie es geschehen konnte1 da die noch lebenden ,schnabeltiere ihr ursprngliches gutes ,gebi zu ,gunsten eines zahnlosen ,schnabels verloren1 dafr gibt uns bei beiden ,schnablern ihre ,ernhrungsweise wohl eine ganz gute ,aufklrung4 ,semon hat uns erzhlt1 wie das ,wassertier seine ,muscheln knackt wie ,haselnsse4 ,dabei mssen die ,zhne sich rasch abnutzen1 die hornig verdickten ,kiefernrnder dagegen bieten dauernd das beste ,werkzeug4 ,zum ,grndeln im ,schlamm ist der ,schnabel gleichzeitig das denkbar praktischste ,instrument4 ,umgekehrt der igelhafte ,landschnabler mit seiner langen ,zunge hat die ,zhne abgeschafft nach demselben ,prinzip wie andere ,ameisenfresser1 -- so das ,schuppentier und der ,ameisenbr4 ,immerhin mag aber doch in der raschen ,fhigkeit1 solche extremen ,schnbel zu entwickeln1 eine ,art altertmlicher ,form-,beweglichkeit mitgespielt haben1 die den hheren ,sugern nicht mehr so gegeben gewesen ist4 ,und spaig bleibt nur3 der ,schnabel1 mit dem das ganze ,kopfzerbrechen und die ganze ,ketzerei8 anhub1 ist also schlielich etwas vllig ,nebenschliches auerhalb des groen ,problems ,schnabeltier84 ,das ist deine ,legende1 du krauser ,geselle da drben4 ,wie viel ,weltenweisheit steckt in deiner ,hlichkeit1 deinem ,pelz1 deinem ,gerippe1 deinem ,sporn1 selbst deinem ,hinterteil6 ,wie viele ,jahrmillionen sind in dir1 seit der ,triaszeit1 da deine ,ahnen noch ,zhne hatten4 ,und ich selber war damals in dir1 ich1 der ich heute neben dir sitze und mit ,menschenzeichen deine ,geschichte aufschreibe4444 ,das ,tierleben der ,grostadt4 ,vor so etwa zehn ,jahren wurde in der ,weltstadt ,paris ein gar seltsamer ,fang gemacht4 ,es war in den bekannten groen ,weinmagazinen des linken ,seineufers4 ,arbeiter hatten lngst schon nchtlicherweile einen gespenstischen ,schatten mit langer ,schnabelnase herumhuschen sehen4 ,man fahndete endlich systematisch auf den ,kobold1 und im grellen ,laternenschein fand sich im ,versteck hinter roten ,bordeauxfssern -- ein ,kiwi4 ,der ,kiwi1 ein ,strau von der ,gre eines ,hahns1 lebt in den ,farndickichten ,neuseelands4 ,er ist der berlebende ,verwandte der riesigen ,moas1 deren ,knochen heute noch1 dick fast wie die von ,elefanten1 in den ,hhlen dieser geheimnisvollen ,sdseeinsel liegen4 ,dieses ,pariser ,exemplar war aber aus dem benachbarten ,jardin des ,plantes entsprungen1 und zwar schon geraume ,zeit vorher4 ,die ,gelehrten der ,direktion hatten es schmerzlich beklagt und den nicht unbetrchtlichen ,preis des seltenen ,vogels auf ihr ,verlustkonto gebucht4 ,ihm aber gefiel die freie ,grostadt8 an einer ihrer unsolidesten ,stellen1 und er berwinterte ohne ,beschwerde hinter den ,fssern der ,halle aux vins1 die ihm lange ,zeit ein ebenso gutes ,versteck boten1 wie seine neuseelndischen ,farnkrautwurzeln4 ,diese kleine ,geschichte ist lehrreich fr das allgemeine ,verhltnis von ,tier und ,grostadt auf der ,erde4 ,unsere ,grostdte sind durch die ,bedrfnisse der menschlichen ,intelligenz zu einer ,art ,arche ,noh geworden4 ,tiergrten und ,aquarien holen die ,tierwelt unseres ganzen ,planeten wie in einen ,brennpunkt zusammen4 ,es sind ,tiere dabei1 wie der nordamerikanische ,bison und die ,riesenschildkrte der ,insel ,aldabra1 die in kurzer ,frist in ihrer wilden ,heimat ausgerottet sein und dann nur noch als buchstbliche ,grostadttiere existieren werden4 ,was die ,wissenschaft aber nicht schafft1 das bringt der ,handel1 bald mit1 bald ohne ausdrckliche ,absicht4 ,gleich jenem ,kiwi ist in ,danzig die groe1 ausgesucht scheuliche brasilianische ,vogelspinne pltzlich aufgetaucht1 wahrscheinlich eingeschleppt mit importierten ,hlzern4 ,im ,jahre #agff entstand in ,paris auf offener ,strae eine ,panik1 weil ein ,wesen daherschwirrte1 das ein grasgrnes ,licht mit der ,helligkeit einer ,laterne fliegend ausstrahlte4 ,offenbar war das in dieser ,zeit miserabler ,straenbeleuchtung ein sehr auergewhnliches ,ereignis -- heute frchte ich1 da man es auf der ,leipziger ,strae in ,berlin gar nicht bemerkt htte4 ,es war der ,cucujo1 der riesige ,leuchtkfer der ,havana1 der ebenfalls mit amerikanischem ,holz als blinder ,passagier8 herbergekommen war4 ,wenn ,berlin1 wenn ,paris einmal wieder versnken bis auf eine ,art geologischer ,schicht mit sprlichen ,kulturresten wie ,babylon oder die ,stadt1 die ,schliemann als ,troja ausgegraben hat1 so wrde der ,naturforscher sich den ,kopf zerbrechen ber die unendlichen ,massen von ,austernschalen in diesem ,schutt4 ,vielleicht wrde er ,theorien ersinnen ber eine andere ,lage der ,meereskste1 wrde die ,nordsee bei ,berlin branden lassen4 ,denn eine ,weltstadt etwa wie ,paris verbraucht in einem ,jahr ber hundert ,millionen ,austern1 die alle knstlich vom ,meer herbeigeschafft werden und alle einmal in ihr gelebt haben mssen4 ,aber eigentlich doch noch viel interessanter ist die ,tierwelt der ,grostadt1 die der ,mensch nicht zu holen brauchte1 -- die von selbst einwandernde ,tierwelt1 die dieses ,husermeer aufgefat hat wie ein ,stck neuer ,landschaft1 wie eine neu zu bevlkernde ,insel4 ,zwiefach ist diese ,eroberung gewesen1 zwiefach wie das ,bild der ,grostadt selbst4 ,auf der einen ,seite ist diese ,stadt ein ,triumph des ,lichts1 der ,oeffentlichkeit4 ,das intimste ,privatleben scheint bestndig hineingerissen in den ,strudel der ,strae1 mit hunderttausend ,fenstern starrt der ,himmel in jeden ,winkel1 nachts flammt das ,ganze in blauem und gelbem ,licht wie ein einziger ungeheurer ,leuchtkfer4 ,die ,kehrseite ist der ,umschlag in grte ,verborgenheit1 ein bestndiges ,verlorengehen ungezhlter ,spuren in der dunklen ,unterschicht dieses ,huserozeans1 in einem einzigen groen ,keller gleichsam1 neben dem ,licht das ,geheimnis der ,grostadt4 ,beides nun hat sich das ,tier zu nutze gemacht4 ,es ist ein alter ,satz der ,naturgeschichte1 da das menschliche ,haus dem ungezhmten ,tier von jeher erschienen ist unter dem ,begriff der ,hhle84 ,das wird angefangen haben1 als der ,steinzeitmensch wirklich noch in ,hhlen wohnte1 aus denen er bei uns den ,hhlenbren und in ,amerika das ,riesenfaultier erst vertreiben mute und an deren ,decke die ,fledermuse hingen4 ,aber auch als er ,huser aus ,holz und ,steinen aufbaute1 behielten sie dem ,tier den ,hhlencharakter4 ,tren1 ,fenster1 ,dachluken waren die ,hhleneingnge1 ,keller1 ,speicher1 jeder unbewohnte ,raum erwnschtes ,versteck4 ,hhlentiere ausgesprochener ,art haben sich von jeher denn auch als stille1 ungerufene ,teilhaber der menschlichen ,wohnungen gezeigt1 ,nachttiere1 die im ,dunkeln ,bescheid wuten1 wie die ,maus und die ,ratte1 die ,fledermaus1 der ,marder und die ,eule4 ,so beredt wir die ,weltstadt preisen mgen3 in der ,kritik dieser ,tiere ist auch sie nach wie vor blo die ins ,labyrinthische vergrerte ,hhle4 ,ihr hchster ,speicher ist das gotische ,zackenwerk des hchsten ,domturms1 ihr tiefster ,keller der ,kanalisationsraum4 ,da oben und da unten haben sich parallel zum ,heranwachsen der ,grostadt spannende kleine ,romane der wilden8 ,tierwelt abgespielt4 ,mit dem ,uebergang einst von ,drfern in ,stdte berhaupt war manches patriarchalische ,verhltnis von ,mensch und ,vogel unwiderbringlich verfallen3 so das ,storchnest auf dem ,dach4 ,aber aus dem ,dchermeer wuchs der ,domturm ins ,blaue -- und in ihm siedelte sich mit treuer ,liebe der kleine1 edelgeformte ,turmfalke an4 ,kein ,kunstfreund aus den ,tagen ,meister ,erwins oder der ,brder ,boissere hat fester zur ,gotik gehalten als dieser zierliche ,raubvogel4 ,das ,straburger ,mnster1 der ,klner ,dom waren ihm die erwnschtesten ,hhlen84 ,aber ihn selbst umspann die ,romantik menschlicher ,trumerei4 ,es heftete sich ihm die ,legende an1 da er einem andern ,hhlenvogel1 den der ,mensch offiziell in seinen ,schutz genommen1 nach ,leib und ,leben stelle1 nmlich der ,taube4 ,in ,wahrheit ist er zu schwach1 um auch der dmmsten ,taube ein ,leides anzutun1 und seine wirkliche ,nahrung -- ,muse und schdliche ,insekten -- sollte ihn selbst zum ausgesprochenen ,schtzling des ,menschen stempeln4 ,aber der ,wahn sitzt fest1 und immer wieder mu der ,unschuldige als bser ,taubenster bluten4 ,ehe der ,irrtum ausgerottet ist1 wird er es sein4 ,umgekehrt in der ,tiefe hat sich das ,tierdrama des ,rattenkampfes1 zunchst unabhngig vom ,menschen1 vollzogen4 ,in der mittelalterlichen ,stadt und noch in jener etwa1 wo der junge ,goethe aufwuchs1 lebte die schwarze ,hausratte berall4 ,dunkel war sie1 in echter ,schutzfarbe finsterer ,hhlenwinkel8 des altertmlichen deutschen ,stadthauses4 ,auch sie ist einmal gekommen81 aber keiner wei mehr woher4 ,gewi ist1 da die ,griechen und ,rmer sie nicht kannten1 gewi aber auch1 da sie in den ,tagen des ,albertus ,magnus 7um #abej7 allgemein da war4 ,dann aber1 eben in der ,zeit1 da die ,grostadt sich in ersten ,anfngen zeigte1 kam 7mit der zweiten ,hlfte des achtzehnten ,jahrhunderts7 die braune ,wanderratte aus ,ruland herber und eroberte ,kultureuropa4 ,im ,herbst #agbg war sie beobachtet worden1 wie sie in unermelichem ,gewimmel aus der asiatischen ,steppe kommend bei ,astrachan die ,wolga berschwamm4 #agej hatten sich die ersten ,vorposten in ,ostpreuen gemeldet4 ,dreiig ,jahre spter war ganz ,mitteldeutschland voll4 #ahji erschien sie in der ,schweiz1 nachdem sie lange vorher schon ,england erobert hatte4 ,mit der englischen ,flotte ist sie dann buchstblich um die ,welt gegangen4 ,bei uns warf sie sich sofort mit der ,kraft des ,bauern auf die ,stdterin4 ,und indem sie die schwarze fortbi1 nahm sie selbst ,besitz von der ,stadt und mit dieser wachsend von der ,grostadt4 ,kaum da in einem alten ,patrizierhaus noch die ,ratte der guten alten ,zeit fortlebt4 ,sie war ein kleinstdtisch vertrgliches1 ngstliches ,tier gewesen1 diese dunkle ,ratte4 ,die neue mit ihrer ,lehmfarbe feuchter ,neubauten wurde rcksichtslos1 derb wie die neue ,grostadtkultur4 ,die alte war fr eine gewisse ,soliditt ihrer ,hhle81 ,trockenheit und ,reinlichkeit gewesen4 ,die neue nahm ,feuchtigkeit als eine ,pioniernotwendigkeit des ,weltfortschritts1 sie stieg in die ,keller und vom ,hauskeller zuletzt in die ,grostadtkeller3 in das ganz dstere unterirdische ,kanalnetz4 ,die ,pariser ,belagerungsratte taucht hier auf1 die vielgefrchtete ,kanalratte81 eine ,weile die ,tyrannin geradezu eines kolossalen ,grostadtorgans1 die der ,mensch aus seinem eigenen kunstvollen ,werk nicht wieder herausbringen kann4 ,aber auch ihr ,alexanderpunkt in der ,welteroberung ist berschritten4 ,gegen sie wendet sich diesmal nicht die ,legende1 sondern die ,wissenschaft1 und die wird sicher mit ihr fertig werden4 ,es hilft ihr nichts mehr1 da sie allmhlich auch noch anfngt1 ihre ,farben zu wechseln und nachzudunkeln gleich der alten ,hausratte1 die1 wenn nicht alle ,anzeichen trgen1 ganz vor ,zeiten ebenfalls einmal braun war und erst in der ,hhle des mittelalterlichen ,hauses schwarz geworden ist4 ,je heller das ,haus der eleganten ,grostadtteile wird und je mehr die teuren ,mieten den ,luxus einer ,rumpelkammer8 einschrnken1 um so rapider geht es auch mit der ,hausmaus abwrts4 ,kein ,mensch kennt ihre ,herkunft4 ,auch sie war auf einmal da1 eine schier unzertrennbare ,genossin des ,menschen4 ,ihre ,urheimat wird wohl nie mehr festzulegen sein1 doch ist es schwerlich wie bei der ,ratte die asiatische ,steppe gewesen4 ,die ,erfindung8 der ,stadt war aber auch fr sie ein ,ereignis ohnegleichen4 ,ihre ,idealwelt war dann das alte1 winkelige ,stadthaus mit morschem ,holzwerk1 die alte1 enge1 finstere ,gasse1 die ohne ,mhe berquert wurde4 ,manchmal1 wenn ich heute durch den elektrischen ,sonnenglanz der ,leipziger ,strae wandle und als ,vision der ,zukunft eine ,weltstadt sehe1 blo noch aus ,eisen und ,glas1 unzhlige ,stockwerke bereinander1 mit ,aufzgen statt ,treppen1 und alles nchtlich durchflutet vom blauen ,strahl1 tags vom unerbittlich grellen ,licht -- dann denke ich an die ,maus in ihrer letzten ,phase3 auf der ,wohnungsnot4 ,im ,grunde war sie ein lustiges ,tier1 das der ,menschheit doch auch ,spa gemacht hat4 ,hin und wieder hat sie einen alten1 ohnehin wurmstichigen ,gedanken aus unsern ,bibliotheken und damit dem ,menschengedchtnis herausgenagt -- ob das in der ,ueberflle so schlimm war8 ,schlielich ist alles ,vernnftige doch siebenmal siebenmal immer wieder gesagt worden4 ,sicherlich wird es einmal ein ,museum ausgestorbener ,grostadttiere in der ,grostadt selbst geben4 ,ob auch der ,sperling dann dort ist8 ,als ,straentier im heutigen ,sinn hchst wahrscheinlich4 ,welcher ,abstand3 zwischen der afrikanischen und indischen ,stadt1 wo ein so riesiger ,vogel1 wie der ,marabustorch1 in ,scharen die ,straen belebt und doch noch nicht mit dem ganzen ,berg von ,abfllen fertig werden kann1 den jeder ,tag neu anhuft1 und der ,weltstadtstrae1 die in ihrer polizeilich geregelten ,reinlichkeit schlielich nicht einmal mehr ein ,sptzlein sttigen kann6 ,heute ist von allen ,tieren der ,grostadt der ,spatz mir das interessanteste4 ,nie ist er im ganzen zahm geworden1 obwohl er sich im einzelnen ,fall sehr gut zhmen lt1 und obgleich die ,freude aller sinnigen ,menschenkinder an diesen ,herrgottsnrrchen immer gro genug gewesen ist4 ,die scheue1 wilde ,felsentaube hat der ,mensch aus ihrer natrlichen ,hhle herausgeholt und als ,haustier an sich gewhnt1 die ,katze sogar ist bedingt zahm geworden3 der ,sperling in der gleichen ,zeit nicht4 ,aber sein ,lernen1 sein eigenes1 unbeeinflutes ,lernen ist darum doch ,hand in ,hand gegangen mit der ansteigenden ,kultur4 ,er hat ein groes ,sndenregister auf sich1 der gute ,spatz1 -- wer will es leugnen4 ,er ist keineswegs so ntzlich1 als ,maikferjger und sonst als ,ungeziefertilger1 wie es eine ,zeitlang seinen ornithologischen ,gnnern schien4 ,in ,nordamerika1 wo man ihn ob dieses auf ,treu und ,glauben genommenen ,nutzens knstlich aus ,europa eingefhrt hat1 ist er zum ,lohn aller ,liebe zur wahren ,landplage geworden4 ,dort wie bei uns nimmt er viel besseren ,vgeln die ohnehin heute so knappen ,nistgelegenheiten fort4 ,er verscheucht uns den lieben ,rotschwanz1 seit alter ,germanenzeit ein segenbringendes ,hausgeistchen des ,menschenheims4 ,selbst den ,star bedrngt er durch seine ,masse4 ,aber wer ihn vom ,mastab der ,intelligenz aus nimmt1 der mu ihn bewundern1 mu ihn schlielich lieben in seiner ,eigenart4 ,alle ,hhe kleiner ,vogelklugheit steckt in ihm4 ,selbst jener ,schnheitssinn1 den wir gemeiniglich nur in fernen ,landen1 beim ,paradiesvogel ,neu-,guineas und beim ,laubenvogel des australischen ,busches suchen1 ist ihm nicht fremd4 ,kleinschmidt1 also ein unanfechtbarer ,kenner1 hat beobachtet1 wie er einen ,nistkasten1 den er besetzt1 mit einem ,stengel blauer ,hyazinthen geschmckt hatte4 ,sein ,triumph aber ist die ,grostadt4 ,er bildet in ihr den ,gipfel der ,eroberung gerade des lichtesten1 ffentlichen ,gebiets1 der hellichten ,strae im ,gegensatz zur ,hhle4 ,man mu das ,bild nebeneinander sehen3 eines wackeren ,provinzlers unter uns ,kulturmenschen selbst1 der zum erstenmal etwa in die ,wogen des ,berliner ,alexanderplatzes sich geworfen fhlt1 eingekeilt zwischen die donnernden ,kolosse der ,pferdebahnen und elektrischen ,wagen1 mit jedem ngstlichen ,schritt tastend auf ein neues1 gefahrdrohendes ,geleise1 betubt vom ,lrm1 verzweifelt1 hilflos -- und dazu eines waschechten ,grostadtsperlings1 der gemchlich wie ein uralt routinierter ,weltfahrer in diesem wirbelnden ,ozean der hastenden ,kultur beiseite -- nicht fliegt1 sondern trippelt1 wenn das ,gebirge eines solchen ,straenbahnwagens sich gegen ihn heranwlzt4 ,nur ein1 zwei ,menschenschritte weit trippelt er fort1 keinen ,zoll mehr1 als unumgnglich ntig ist1 nicht die ,spur nervs -- wie kann man denn blo1 es ist ja immer dasselbe1 und je grer der rollende ,berg1 desto sicherer1 da er auf seinen ,schienen vorbeischmettert1 ohne individuell von mir ,notiz zu nehmen4 ,brentano erzhlt aus seiner ,jugend die lustige ,geschichte von zwei hitzigen ,rabbinern1 die so weltvergessen ber eine ,stelle des ,talmud stritten1 da schlielich einige ,eimer ,wasser ber sie ergossen werden muten1 um sie wieder in die ,wirklichkeit zurckzurufen4 ,die ,notwendigkeit1 den ,leipziger ,platz in ,berlin zu berschreiten1 drfte den gleichen ,erfolg erzielt haben4 ,der ausgepichte ,grostadtspatz aber lt mitten im ,getmmel und ,ausweichen auch nicht eine ,sekunde ab von seinem ,keifen1 wenn er gerade recht dabei ist -- er wechselt ein ,dutzend mal in wenigen ,augenblicken das ,geleise1 um ,platz zu machen1 schwtzt und schwadroniert aber unentwegt dabei weiter4 ,jahrelang haben mich die ,sperlinge der groen ,berliner ,bahnhofshalle am ,schlesischen ,bahnhof amsiert4 ,der riesige ,schildkrtenpanzer des ,hallendachs bot ihnen ,unterkunft1 der heie ,dampf der ,lokomotive heizte ihnen das ,heim1 und da summten und zwitscherten sie nun in einem solchen ,massenton1 da er zwischen allem ,pfeifen und ,drhnen der unablssig ein- und ausrollenden ,zge immer noch wie eine feste ,grundmelodie zu vernehmen war4 ,in den ungeheuren ,dimensionen menschlicher ,kultur wiederholte dieses ,dach den ,vgelchen etwas1 was findiger ,spatzenverstand im fernen ,afrika im kleinen selbst sich zu bauen wei4 ,da haust im ,mimosenwald der sogenannte ,siedelsperling4 ,gleich den lustigen ,vgeln bei ,aristophanes ist er zu einer ,art ,staatenbildung bergegangen4 ,zu ,tausenden bauen sie aus ,gras ein gemeinsames ,dach1 das wie ein groer ,heuschober in den ,zweigen hngt1 unter diesem ,gemeinschaftshaus aber sitzen dann erst die ,einzelnester1 jedes mit seinem ,eingang wie ein ,huschen in einer im ganzen wohlbefestigten ,stadt4 ,ein ,seitenstck zu jenem ,gesumme lustiger ,grostadtvgel sind im ,frhjahr die ,frsche im ,berliner ,friedrichshain4 ,ringsum die ,mietskasernen himmelhoch wie ,mauern um den grnen ,fleck4 ,den ganzen ,tag lrmt der wildeste ,grostadttrubel daran hin4 ,nun in der ,nacht aber ebbt das ,gerusch langsam ein1 bis gegen ,morgen eine frmlich feierliche ,ruhe kommt4 ,der ,duft der zahllosen violetten ,fliederblten fliet vom ,hain her in die den ,straen4 ,und nun der ,triller der ,frsche1 schmetternd laut1 die ,stimme des freien ,eindringlings auf eine ,weile ,sieger ber das ganze ,maschinenwerk der ,grostadt4 ,unwillkrlich denkt man in solchem ,moment an die ,kraft dieses kleinen und kleinsten ,tiervolks1 an der sehr gut ,wohl und ,wehe einer ganzen ,weltstadt hngen knnen4 ,eine ,weltstadt -- und trge sie die ,traditionen der ewigen ,roma1 die ,traditionen einer ,weltherrschaft3 sie mu verden1 als unbewohnbar endlich doch noch verlassen werden1 wenn eine ganz simple statistische ,ziffer steigt -- die ,ziffer der ,malariaanflle4 ,die ,malaria1 das tckische ,sumpffieber1 aber wird1 wie wir heute zu wissen beginnen1 eingeimpft durch eine ,mcke4 ,ein gewisser ,prozentsatz ,mcken -- gegen ,rom1 das kein ,barbarensturm in ,jahrtausenden ernstlich hat bedrohen knnen6 ,wir lassen eine andere ,ziffer in ,gedanken steigen1 die ,anzahl der ,individuen des berchtigten ,bohrwurms81 einer wurmartig gestalteten ,muschel1 die den solidesten ,holzpfahl durchlchert und verdirbt -- und eine ,grostadt auf solchen ,pfhlen1 wie ,amsterdam1 gert ins ,wanken1 strzt ,vineta nach4 ,es war im ,jahre #agcj1 als schon einmal die furchtbarste ,panik durch ,holland ging1 aufregender als aller ,kriegsschrecken dieses geprften ,landes3 alle ,dmme sollten strzen1 weil der ,bohrwurm1 winzig selbst nur wie ein ,regenwurm1 sich ins ,ungemessene zu mehren beginne4 ,die ,gefahr verzog sich noch einmal4 ,sie wre1 erfllt1 der absolute ,untergang der ganzen ,niederlande gewesen4 ,dagegen aber das umgekehrte ,bild3 ,trillionen und ,abertrillionen1 mrchenhaft unfabare ,zahlen winzigster1 einzelliger ,tierchen1 der sogenannten ,miliolideen1 hufen ihre ,kalkschalen aufeinander1 bis aus dem ,ganzen ein fester ,kalkstein wird4 ,und aus solchem ,kalkstein baut der ,mensch eine ,grostadt1 baut sie1 dank der ,arbeitsleistung jener tierischen ,baumeister1 die ,millionen von ,jahren vor seiner ,zeit lebten4 ,groe ,teile von ,paris sind so entstanden4 ,vor solchen ,bildern gewinnt das ,tierleben der ,grostadt einen dmonischen ,zug3 die wirkende ,kraft des ,planeten erscheint darin1 auf dem auch die meilenbreite ,weltstadt nur ein ,pnktchen1 ein ,schimmelfleckchen ist4 ,keplers ,traum vom ,mond4 ,in unsern ,tagen ist ein altes ,buch wieder ausgegraben und lesbar bersetzt worden3 ,keplers ,traum84 ,dem ueren ,gewande nach ein launiges ,mrchen1 enthlt das ,werk doch alles1 was ,kepler aus dem ,wissen seiner ,zeit und den ,tiefen eigenen ,forschergeistes ber unsere ,nachbarwelt1 den ,mond1 zu sagen wute4 ,das kleine ,buch verdient seine ,auferstehung1 die zugleich eine ,rckverwandlung aus einem farblosen1 angelernten ,latein in die eigene ,muttersprache des groen1 liebenswrdigen ,kerndeutschen ,johannes ,kepler ist4 ,und es verdient sie nicht blo als eine besonders liebenswrdige ,gabe des groen ,mannes4 ,wer sie aufmerksam liest1 dem erscheint wie eine seltsame1 traumhafte ,nebelgestalt hinter dem ,traum8 etwas viel ,gewaltigeres4 ,jahrhunderte menschlichen ,erkenntnisdranges ziehen vorbei4 ,am ,himmel glnzt geisterhaft die erleuchtete ,mondscheibe1 -- mitten im ,vollglanz mit dem ,rtsel ihrer dunklen ,flecken4 ,geist1 ,auge und knstliches ,sehwerkzeug des ,menschen mhen sich darum4 ,immer neue ,erklrungen -- und ,irrtmer4 ,und das bis heute4 ,kepler wollte ein ,mrchen vom ,mond schreiben und gab eigentlich alle seine ,weisheiten und ,wahrheiten4 ,nun sind dreihundert ,jahre darber hin1 und wir geben ,weisheiten und ,wahrheiten4 ,ob wohl eine dritte ,zeit kommt1 die uns nachweist1 da wir eigentlich ,mrchen geschrieben haben8 ,es trifft das auf groe ,teile unserer wissenschaftlichen ,forschung berhaupt zu1 und der ,gedanke lehrt ,bescheidenheit4 ,der ,mond ist nur ein einzelnes ,beispiel4 ,aber er ist ein ganz besonders gutes1 wohl wert1 da man sich einen ,augenblick von ihm erzhlen lt1 -- nicht wie er wirklich beschaffen ist1 denn das ist ja von ,kepler bis heute eben die ,streitfrage2 sondern wie mehr oder minder schlau die ,menschenkinder fnfzigtausend ,meilen weit von ihm entfernt auf der ,erde sind4 ,in unsern ,schulbchern erscheint ,kepler als der arme ,mensch1 der nach den ,sternen schaute und darber auf ,erden verhungert ist4 ,das mag auf sein ueres ,leben zutreffen1 obwohl es auch da betrchtlich bertrieben ist4 ,innerlich aber ist ,kepler einer der glcklichsten ,menschen gewesen1 die je gelebt haben4 ,er stand auf der ,grenze zweier ,zeiten und empfand das doch nicht als ,bitterkeit4 ,der tiefe1 befreiende ,glaube seines ,lebens war die ,harmonie der ,sterne4 ,und doch rangen sich gerade innerhalb dieses ,harmonie-,gedankens damals zwei ,welten des menschlichen ,denkens1 der menschlichen ,deutung voneinander los4 ,die eine ,deutung reichte herauf von den ,gefilden ,chaldas an der grauen ,grenze aller hheren ,menschheitskultur bis an den ,hof ,rudolfs des ,zweiten von ,habsburg und ,wallensteins4 ,sie suchte die erste und wichtigste ,beziehung1 die dem ,menschengeiste zugnglich sei1 in einem mystischen ,harmonie-,verhltnis zwischen ,stern und ,mensch4 ,die ,astrologie setzt hier ein4 ,das ,schicksal jedes ,einzelmenschen war das ,schicksal seiner ,sterne1 die ber der ,geburtsstunde strahlten4 ,man mu dieser ,auslegung lassen1 da sie einen ,punkt der ,gre hatte3 eben den ,gedanken einer ewigen1 ehernen ,weltharmonie4 ,im letzten ,gefge des ,kosmos hngt ja wirklich alles zusammen3 der fernste1 unserem ,auge kaum noch glimmende ,fixstern und das kleine ,menschenkind1 das in diesem oder jenem ,augenblick auf dem ,planeten ,erde geboren wird4 ,aber um diesen ,zusammenhang in seinen ,fden zu erraten1 gehrte eine ungeheuerliche ,kenntnis des ganzen ,kosmos dazu4 ,der ,blick mte das ganze ,netz all der unzhligen ,goldfden wieder auseinanderspinnen1 die durch die ,millionen des ,raumes1 durch die ,millionen der ,zeit in diesem ,kosmos gehen4 ,einem solchen schrankenlosen ,blick wrde die ganze sichtbare ,welt wie ein unermelich sich breitender ,baum erscheinen4 ,dort ein ,spro3 der entlegene ,fixstern2 und hier einer3 das ,erdenkind1 das zum erstenmal die blauen ,augen gegen die ,sonne kehrt4 ,aber eine scherzhafte ,vorstellung3 solche wahre ,weltenschau fr eine ,zeit1 die noch nicht einmal die groen ,planeten der ,sonne alle kannte und weder recht ahnte1 was ein ,stern war1 noch was ein ,menschenkind war6 ,aus dem gesuchten ,harmonie-,verhltnis wurde eine mehr oder minder grobe ,spielerei1 die ein ,wissen vorspielte1 das tatschlich nicht bestand4 ,in ,keplers ,tagen erlosch trotz ,rudolf und ,wallenstein langsam das bleiche ,gestirn dieses bereilten ,glaubens an die astrologische ,harmonie4 ,kepler kmpfte das noch mit durch4 ,er stellte ,horoskope1 und die ,menge feierte ihn als den ,knig der astrologischen ,propheten4 ,er aber mute sich in unbefangener ,stunde gestehen1 da sein nach ,harmonien drstendes ,gemt hier ein ,feld beackere1 das eitel ,stein und ,dornen war4 ,wahrlich in aller meiner ,wissenschaft der ,astrologie81 schrieb er einmal1 wei ich nit so viel ,gewiheit1 da ich eine einzige ,spezialsach mit ,sicherheit drfte vorsagen48 ,die ,dinge spitzten sich scharf genug zu1 da ein faustischer ,zweifler mit aller ,bitterkeit des ,zweifels sich htte entwickeln knnen1 -- bis zum ,verzweifeln4 ,aber es lag in der ,gunst dieser gleichen ,menschheitsstunde1 da sie die ,sehnsucht nach ,harmonie auf ein neues ,gebiet von unvergleichlich fruchtbarerer1 wenn schon schwererer ,art hinberleiten sollte4 ,neben diese ,astrologie trat die durch ,kopernikus eben in neue ,bahn gelenkte ,astronomie4 ,sank auch die ertrumte ,harmonie zwischen ,stern und ,mensch1 so bot sich doch ein neuer1 eigentlich ebenso wunderbarer ,einblick in harmonische ,verhltnisse der bewegten ,sterne des ,sonnensystems unter sich4 ,und der ,mensch1 wenn er auch aus dem ,prophezeien seiner kleinen ,lebensgeheimnisse herausgeriet1 durfte sich doch auf einmal als ,mitwisser fhlen erhabenster kosmischer ,zusammenhnge4 ,eine neue ,gottesflamme loderte in seinem ,blick4 ,ein riesengroes ,stck ,welt erwies sich erbaut auf ,ma und ,verhltnis -- ein ,stck ,welt1 in dem ganze ,planetenabstnde und ,umlufe nur ,stationen1 nur rhythmische ,wellen1 nur ,ziffern einer mathematischen ,gleichung waren4 ,in dieser neuen ,harmonie der ,sterne lag ,keplers wahres ,schicksal1 und sein wahres ,glck war zugleich1 wie glatt er den ,weg hier hinber fand4 ,der zweifelnde ,astrolog entdeckte die unanzweifelbaren ,keplerschen ,gesetze8 des ,planetensystems4 ,freilich mute er dazu sich auf ganz andere ,hlfsmethoden einschulen1 und es war eben seine geistige ,gre1 die ihm das ermglichte1 die ,geisteskraft1 die ihn zum ,schler und ,erben des groen ,beobachters ,tycho ,brahe werden lie und ihm schlielich den ,rang auch des kenntnisreichsten und gerade streng wissenschaftlich logisch schrfsten ,astronomen seiner ,zeit errungen hat4 ,und doch immer der gleiche ,grundgedanke3 ,weltenharmonie6 ,kepler hrte auf1 ,astrolog zu sein4 ,aber nur1 weil er ein besseres ,gebiet fr seine tiefe knstlerische ,sehnsucht fand4 ,der ,traum erlosch ihm1 da etwa die ,stellung des ,planeten ,mars an dieser oder jener ,himmelsstelle das ,glck oder ,unglck einer armen umgetriebenen ,menschenseele bedeuten sollte4 ,sein ganzes inbrnstiges1 echt knstlerisches ,verlangen aber fand ,befriedigung in der sicheren ,erkenntnis1 da sich etwa die ,quadrate der ,umlaufszeiten aller ,planeten wie die ,wrfel ihrer mittleren ,entfernungen von der ,sonne verhalten4 ,in einem ,gemisch von khn herumversuchender ,phantasie und schrfster ,nachrechnung auf ,grund der vorhandenen ,beobachtungen gewonnen1 beruhigte solche ,erkenntnis zugleich sein ,harmoniebedrfnis vollkommen4 ,es war ein ,fall fr viele4 ,dieser eine exakt begrndet und sicherlich stimmend81 -- das gengte ihm4 ,mit ,phantasie sah er dann dahinter zahllose ,zusammenschlsse hnlicher ,art1 -- bis zu dem goldenen ,endziel einer ,welt1 wo alles in der ,seligkeit unermelich ineinandergeschachtelter ,harmonien hing4 ,man mu sich diese ,dinge kurz vergegenwrtigen1 wenn man ,keplers strahlenden ,lebensinhalt in seiner ,freudigkeit und seiner1 man mchte wohl sagen1 ,skrupellosigkeit recht verstehen will4 ,phantasie und ,wirklichkeit1 das ,ideal harmonisch schaffender ,kunst und die langsam von ,fall zu ,fall kritisch vorschreitende ,forschung der ,wissenschaft stellten sich diesem groen ,pfadfinder an der ,scheide zweier ,zeiten in vollkommener ,vershnung dar4 ,jede war ihm nur eine ,schale desselben ,kerns4 ,phantasie und ,forschung strebten beide auf dasselbe ,endziel4 ,und die ,wahrheit war nicht ein leidiger ,kompromi beider1 sondern ihre ,begegnung im ,sinne1 wie sich zwei ,bergleute endlich begegnen1 die von zwei ,seiten her einen ,tunnel gegraben haben4 ,in unserem ,jahrhundert ist ,fechner eine verwandte ,natur gewesen4 ,ich glaube1 da die ,zeit nahe ist1 wo wir allgemein wieder mehr das ,bedrfnis empfinden werden1 zu solchen ,gestalten gerade wie ,kepler oder ,fechner zurckzukehren1 -- zu unserer ,beruhigung im vollen ,ideal ohne ,zwiespalt4 ,in diesem innerlich sonnigen ,leben spielte nun der ,mond allezeit seine bedeutende ,rolle4 ,kopernikus hatte die ,welt neu gemacht4 ,tycho hatte noch nicht daran geglaubt4 ,jetzt fr ,kepler aber bestand kein ,zweifel mehr4 ,durch das ganze ,geistesleben der ,menschheit schillerten die ,lichter des neuen groen ,gedankens3 die ,erde ist bewegt1 die ,sonne ruht1 alle ,planeten umwandeln sie4 ,der ,mond war dabei der einzige1 der in seiner alten ,bahn blieb4 ,von allen blieb er auch nach ,kopernikus noch der ,erde treu4 ,und doch mute auch fr ihn mancherlei umgedacht werden4 ,wenn man sich mit ,phantasie auf ihn selber hindachte1 die ,erde1 die ,planeten1 das ganze ,system von ihm aus beobachtet dachte1 -- wie wrden die ,dinge jetzt aussehen8 ,die ,phantasie hatte eine ganz neue ,basis1 auf der sie aufbauen konnte4 ,wenn es ,mondbewohner gab -- das klassische ,altertum hatte schon an so etwas gedacht --1 wenn diese ,mondbewohner ,astronomie trieben1 die ,gestirne beobachteten1 -- wie erschienen ihnen die ,verhltnisse1 die ,bewegungen1 die ,kopernikus lehrte1 da oben8 ,aus solchen ,ideen ist ,kepler auf das kleine ,buch gekommen1 das ,ludwig ,gnther bersetzt hat3 eine ,astronomie des ,mondes8 in dem ,sinne1 da die kopernikanische ,astronomie dargelegt wird vom ,standpunkt des ,mondes als ,sternwarte aus4 ,heute erscheint uns das an sich nicht mehr als etwas so ,auergewhnliches4 ,wir sind alle an volkstmliche ,werke ber ,himmelskunde gewhnt1 die von ,schilderungen und ,abbildungen strotzen1 wie etwa die ,erde vom ,mond gesehen ausschaut1 oder die ,sonne vom ,jupiter1 oder der ,ring des ,saturn von seinem ,planeten aus4 ,damals aber war es in seiner ,art ein geradezu kolossaler ,gedanke1 so etwas aus gutem ,wissen und einer ,phantasie1 die sich nicht scheute1 auf dem ,kopf zu laufen1 in einem ersten ,beispiel zusammenzubrauen4 ,kepler hat viele ,jahre an dem ,bchlein herumgefeilt4 ,erst hat er es im ,umri rasch improvisiert1 bis gegen #afji hin4 ,dann hat er es lange liegen lassen1 um in reifsten ,jahren selber eine ,art kritischen ,kommentar dazu wie zu einer wiedergefundenen ,jugendarbeit zu schreiben4 ,trennen konnte er sich auch jetzt noch nicht so davon1 da er es der ,oeffentlichkeit anvertraut htte4 #afbi schrieb er an einen ,freund in scherzendem ,tone darber als eine ,art ,bdecker fr ,mondreisende1 wie wir heute sagen wrden3 ,verjagt man uns von der ,erde1 so wird mein ,buch als ,fhrer den ,auswanderern und ,pilgern zum ,monde ntzlich sein48 ,es war ein ,jahr vor seinem ,tode1 in einer ,zeit hchster materieller ,bedrngnis1 wo er auf ,zahlungen aus ,wallensteins leerer ,kasse wartete1 die nie erfolgt sind4 ,im letzten ,moment1 da es ihm selber schon eine ,reise galt1 grer als ins ,mondland1 scheint er den ,druck doch noch begonnen zu haben4 ,tatschlich erschienen ist das ,bchlein aber erst ,jahre nach seinem ,ende1 herausgegeben vom ,sohne1 #afcd4 ,und auch dann noch ist es redlich bersehen und vergessen worden4 ,selbst ,astronomen1 die ,keplers innerste ,art nicht begriffen hatten1 hielten es fr einen wertlosen ,scherz4 ,die uere ,form ist auch wirklich eine scherzhafte1 wenn schon mit hbscher ,vertiefung4 ,kepler liegt auf dem ,ruhebett und schlft4 ,die ,uebersetzung bietet ein vorzgliches ,bild von ihm als willkommene ,beigabe1 in den hohlen ,wangen mancher ,gram1 manche ,resignation1 auch gewi physisches ,leiden2 aber im ,auge dabei ber dem steifen ,halskragen und modischen ,knebelbart ein ganz leiser schalkhafter ,zug1 als habe er einzelne ,stze des ,mondbuchs auf der ,zunge4 ,etwa die gute ,stelle3 ,im ,traum wird ,freiheit des ,denkens gefordert1 zuweilen auch dafr1 was in ,wirklichkeit wohl nicht besteht48 ,den ,schlafenden fesselt alsbald wirklich ein ,traum4 ,ihm ist zu ,sinne1 als habe er sich ein ,buch auf der ,messe gekauft und lese darin4 ,und er liest ein ,mrchen4 ,ein ,sohn ,islands ist zum weisen ,tycho gekommen und hat sich dort in die ,astronomenweisweisheit ber den ,mond einweihen lassen4 ,nach ,jahren kehrt er in seine rauhe ,heimat zurck4 ,er findet seine ,mutter wieder1 ein altes ,kruterweib4 ,und staunend erfhrt er1 da sie noch tiefere ,kenntnis vom ,monde hat als alle ,tychos der ,welt4 ,was dort nur ,rechnung und ,theorie ist1 das ist fr sie ein magischer ,zauber1 der ihr das ,geheimnis ferner ,welten leibhaftig offenbart4 ,mit dem ,zauberwort ,kopernikanische ,astronomie8 beschwrt sie nicht ,ziffern1 sondern einen wirklichen ,geist4 ,und der ,geist erhebt seine ,stimme und schildert das ,wunderland ,levania1 fnfzigtausend ,meilen weit drauen im ,aetherblau4 ,es ist der ,mond4 ,aber der ,name ,levania8 zeigt1 da wir das ,bereich der registrierenden kalten ,wissenschaft verlassen haben und auf den ,flgeln der ,phantasie gehen1 die alles mit eigener ,lebenswrme und individuellen ,namen von innen heraus durchseelt4 ,immer wird die ,darstellung so weit an der ,grenze der ,symbolik gehalten1 da der sinnige ,leser die ,laune nicht verliert1 und nur ab und zu schlgt ein besonders guter ,einfall um des ,witzes oder der ,belehrung willen ber die ,strnge4 ,keplers ,geister -- die verkrperten ,gedanken und ,beobachtungen der ,astronomie -- schweben lustig zwischen ,erde und ,mond4 ,aber doch mit einer gewissen ,regel4 ,sie scheuen das ,tageslicht1 ihr rechtes ,reich ist von ,natur die ,nachtseite der ,erde1 der ,schattenkegel1 den die ,erdkugel in den ,raum hinauswirft4 ,geht dieser ,schattenkegel ber den ,mond selber hinweg -- also bei der ,mondfinsternis1 -- so ist die ganze ,bahn frei1 und die ,geister schweben bis zum ,mond1 wobei sie sich freilich etwas beeilen mssen1 da der ,spa nicht lange dauert4 ,umgekehrt die ,heimkehr ist nur ermglicht1 wenn der ,mond selber zwischen ,sonne und ,erde steht1 also seinerseits -- in der ,sonnenfinsternis -- einen vollen ,schattenraum zwischen sich und der ,erde erzeugt4 ,die symbolische ,beziehung auf die ,hauptgelegenheiten astronomischer ,mondforschung3 in der ,nacht berhaupt und vor allem bei den ,finsternissen1 liegt auf der ,hand4 ,der ,scherz kommt grber zu seinem ,recht1 indem ,kepler hinzusetzt3 es flgen bei jeder guten ,gelegenheit der ,art die ,geister zwar leicht dahin und zurck1 verzweifelt schwer aber sei es1 erdgeborene ,menschenkinder mitzuschleifen4 ,besonders die ,dicken und noch ein paar andere htten viel ,gefahr4 ,mit ,humor wird die ,reise dann wirklich ausgemalt3 wie die ,geister die ,menschen zuerst blitzschnell emporreien bis auf den ,punkt1 wo1 wie ,kepler sich ausdrckt1 die magnetischen ,wirkungen8 des ,mondes die der ,erde berwiegen1 so da der ,absturz gegen den ,mond von selber ohne weitere ,hlfe erfolgt4 ,die ,schilderung ist weit vom ,scherz fort interessant wegen ihrer ,stellungnahme zur ,lehre von der ,schwere4 ,fr ,kepler ist das1 was wir heute ,gravitation oder ,massenanziehung 7also beispielsweise ,anziehung der ,erde gegenber dem ,monde7 nennen1 noch eine ,art ,magnetismus4 ,wir stehen1 wohl bemerkt1 noch weit ber ein halbes ,jahrhundert vor der ,tat ,newtons4 ,immerhin war aber ,kepler in der ,sache ,newton schon so nahe1 da man fast sagen kann3 ,newton hat blo in einen scharfen ,satz gebracht1 was ,kepler oft schon fast als etwas ,selbstverstndliches handhabt4 ,sehr drollig und zugleich doch auch in diesem ,sinne lehrreich ist1 wenn er unmittelbar danach sagt1 es ballten sich an jenem kritischen ,punkte 7also im ,moment1 da die ,erdschwere und ,mondschwere sich in dem ,fliegenden die ,wage halten7 die ,krper zusammen wie die ,spinnen81 -- und das durch den charakteristischen ,satz erlutert3 ,indem die magnetischen ,wirkungen von ,erde und ,mond durch gegenseitige ,anziehung die ,krper in der ,schwebe halten1 ist es gleichsam1 als ob keine von beiden anziehe4 ,dann also zieht der ,leib selbst als ,ganzes seine ,glieder1 als den geringeren ,teil1 durch das ,ganze an48 ,auf dem ,monde angekommen1 verstecken sich die lichtscheuen ,geister alsbald in den tiefen ,hhlungen1 um der jh wiederkehrenden ,sonne zu entgehen4 ,kepler macht dazu die hbsche ,randnote3 es deute das allegorisch auf die gelehrte ,abgeschlossenheit1 die vor dem ,sonnenschein8 der ,geschfte des gemeinen ,lebens flchte1 um in ihrer ,stille das astronomische ,resultat der ,mondfinsternis durchzurechnen4 ,ich hatte81 fgt er hinzu1 zu ,prag eine ,wohnung1 wo kein ,ort bequemer war1 um den ,durchmesser der ,sonne zu beobachten1 als der ,bierkeller2 aus demselben richtete ich durch ein ,loch in der ,decke den ,tubus nach der ,mittagssonne um den lngsten ,tag48 ,die ,stelle ist nicht ganz unverfnglich4 ,denn der gute ,kepler kam aus der ,schule ,tychos1 und ,herr ,tycho wiederum war dafr bekannt1 da seine verdienstlichen ,studien ber ,mond und ,mars nicht weniger grndlich zu sein pflegten1 als seine ,studien im ,fassesgrund4 ,tycho erfreute sich dabei noch einer ,eigenschaft1 um die ihn manche verwandte ,seele beneidet haben mag3 die ,naturfrbung seiner ,nase war nmlich nicht festzustellen1 da ihm schon in hitziger ,jugend die ganze ,nase beim ,duell heruntergeschlagen worden war und einen ,ersatz in ,silber gefunden hatte4 ,die symbolisch spielende ,einleitung bricht hier ab4 ,kepler hat uns1 wo er uns haben will3 auf dem ,monde selbst4 ,und auf einmal ist es1 als raffe sich jetzt im ,trumenden der ,astronom zu ,keplers wirklicher ,gre auf1 mit allem ,ernst der ,logik1 vor deren ,sonne die ,traumgeister tatschlich in ihre ,lcher kriechen4 ,in einem groen hellen ,panorama zieht die ,himmelswelt1 vom ,monde gesehen1 vorbei4 ,der ,mond erscheint1 wie es vollkommen richtig ist1 mit seiner strengen ,teilung in eine der ,erde zugewandte und eine ewig abgewandte ,seite4 ,noch heute ist es dem ,laien ja durchweg ein schwierige ,gedankenschlu1 wie es kommt1 da der ,mond uns ,erdbewohnern immerfort dieselbe ,seite zukehrt4 ,sein nchster eigener ,schlu ist1 da der ,mond eben deswegen keinerlei eigene ,umdrehung um seine ,achse haben knne4 ,und doch mu er sie gerade haben1 damit uns seine eine ,seite treu bleibe4 ,es gengt1 die eigene ,hand aufrecht gestreckt um eine ,lampe oder ,kerzenflamme einmal im ,kreise herumgehen zu lassen1 um sofort zu merken1 was ntig wird4 ,fhre ich die ,hand steif um die ,flamme1 so kehrt sich auf dieser ,seite der ,bahn die ,handflche gegen das ,licht und auf jener der ,handrcken4 ,die ,flamme soll nun die ,erde sein3 sie she auf je einem ,mondumlauf beide ,seiten des ,mondes genau so1 wie die ,kerze beide ,handseiten bestrahlt4 ,aber das ,kunststck ist eben1 da der ,mond nicht wie die steife1 niemals gedrehte ,hand luft4 ,er luft so1 da immer dieselbe ,seite nach innen schaut1 also bei der ,hand etwa immer die innere ,handflche und niemals der ,handrcken4 ,machen wir es an der ,hand1 die um die ,flamme gefhrt wird1 nach3 damit die ,handflche stets nach innen bleibe1 mu ich beim ,herumfhren der ,hand um die ,flamme diese ,hand selbst gerade einmal auch um sich selbst drehen4 ,so dreht sich der ,mond auf einem ,lauf um die ,erde genau gerade auch einmal um seine eigene ,achse1 und der ,erfolg erst davon ist das uns ewig gleich treue alte ,mondgesicht1 -- die ewige innere ,handflche des ,mondes1 whrend der ,handrcken noch von keines ,erdbewohners ,auge je berschaut worden ist4 ,vor ,keplers ,traumauge stand das alles schon in voller ,klarheit4 ,nie ganz untergehend1 schwebt ihm ber der inneren ,mondseite ein ungeheures ,gestirn1 nach der unablssigen ,umwlzung um seine ,achse die ,volva genannt3 die ,erde4 ,dem ,beschauer in der ,mitte der inneren ,mondflche erscheint sie wie ein gigantischer ,ballon im ,zenit1 -- wer aber gegen den ,mondrand wandert1 sieht sie am ,horizont gleich einer fernen glhenden ,kuppel sich wlben4 ,man wird heute das ,glhen8 streichen mssen1 da der ,mond wahrscheinlich nur eine sehr geringe ,lufthlle besitzt1 die ,dmmerungsgluten kaum heraufzaubern knnte4 ,kepler sah trotz gewisser ,zweifel noch keinen scharfen ,grund1 diese ,atmosphre zu leugnen4 ,so lt er auch auf der von der ,erde abgekehrten ,seite seiner ,levania1 deren fnfzehntgige ,nacht weder ,sonnenschein noch ,mondschein1 noch selbst den ,schein der erleuchteten ,volva kennt1 alles von ,eis und ,schnee starren unter eisigen wtenden ,winden84 ,vor fnfzig ,jahren etwa1 als man sich zuerst in den festen ,gedanken eingelebt hatte1 da der ,mond eine ,welt fast oder ganz ohne ,luft sei1 htte man auch das ,eis streng zurckgewiesen4 ,luftlos1 wasserlos lautete die harte ,these4 ,merkwrdig aber1 wie solche ,lehrstze immer wieder auf- und abpendeln4 ,heute gibt es wieder eine ganze ,anzahl von ,astronomen1 die an ,eis auf dem ,monde glauben4 ,sie finden keine andere ,erklrung dafr1 warum gewisse ,stellen auf dem ,monde so verrterisch viel heller strahlen als andere4 ,zum ,teil sind es tiefe ,kraterbden1 also ,stellen1 wo ,wasser1 auch wenn es nur in geringer ,menge auf dem ,monde vorhanden wre1 sich am wahrscheinlichsten angesammelt haben knnte4 ,zum ,teil auch gerade hohe ,bergspitzen1 von denen an sich nicht recht zu begreifen ist1 warum sie stets hellere ,stoffe als ihre flache ,umgebung1 etwa weien ,marmor1 weisen sollten1 whrend der ,schlu nach irdischer ,lage der nchste wre1 da sie eben einfach ,schneekappen tragen wie unsere ,chimborazos und ,montblancs4 ,solche ,eisablagerung gerade auf den groen ,hhen 7die ,mondberge sind zum ,teil auerordentlich hoch7 macht auf der andern ,seite freilich wieder etwas ,lufthlle ntig1 die allein ,hhenunterschiede in der ,temperatur bedingen knnte4 ,aber man behauptet ja auch heute nicht mehr den absoluten ,luftmangel auf dem ,mond3 fr etwas8 ,luft sprechen eine ganze ,reihe von ,anzeichen1 nur mu es unvergleichlich viel weniger sein1 als die dick mit ,luft verpelzte1 gleichsam in ein groes ,wattekissen wohlig hineingelagerte ,erde besitzt4 ,doch wir kehren mit unserm ,trumer zur ,erdseite zurck4 ,da schwebt die ,volva1 das erhabenste ,schauspiel des ,himmels4 ,sie dreht sich und weist die wechselnden ,flecken ihrer ,lnder und ,meere4 ,wir reden auf der ,erde vom ,mann im ,mond81 die ,mrchen aller ,vlker singen und sagen davon4 ,nun sind wir auf dem ,monde selbst1 und da hat umgekehrt die ,erde ein ,gesicht4 ,zweigestaltig ist es freilich1 da ja beide ,erdseiten in vierundzwanzig ,stunden sichtbar werden4 ,kepler verrt uns1 wie die ,gesichter ausschauen4 ,jetzt ist die ,ostkugel hell4 ,man erkennt das ,bild eines bis an die ,achseln abgeschnittenen menschlichen ,kopfes1 dem sich ein ,mdchen in langem ,gewande zum ,kusse hinneigt1 mit dem nach rckwrts ausgestreckten ,arm eine heranspringende ,katze anlockend84 ,umgekehrt die ,westkugel zeigt eine an einem ,strick hngende1 nach ,westen geschwungene ,glocke4 ,die sdlichen ,teile werden dabei mglichst bergangen1 heit es1 weil ,magellanika ein durch ,sden sich lang hinstreckendes ,land1 noch unbekannt ist und sich immer weiter erstrecken soll in beide ,hemisphren sowohl der neuen als auch der alten ,welt48 ,zwischen den ,zeilen dieser ,schilderung sieht man auf einmal in eine andere ,schicht der menschlichen ,kenntnisse von damals4 ,keplers ,phantasie pflanzt ihre ,fahne schon auf den ,mond4 ,wie auf ein berwundenes ,reich sieht sie die alte ,erde da oben als ,volva schweben4 ,aber nun tritt die ,schwche der irdischen ,geographie auf einmal hervor1 -- es war noch ein gut ,stck ,weges ntig1 nur die ,erde selber im ueren ,umri festzustellen4 ,das ,bild des abgeschnittenen ,kopfes gibt1 deutlich genug1 ,nordafrika3 die ,wlbung des ,scheitels westlich bei ,kap ,verde1 das ,gesicht auf ,europa zu1 ,gibraltar gegenber die ,nasenspitze1 bei ,tunis das ,kinn4 ,den ,bstenabschnitt bildet roh die ,ostkste hinter ,madagaskar4 ,dann das liebe ,mgdelein1 das dem ,riesenmann die ,nasenspitze drckt3 ,europa mit ,spanien als ,kopf1 ,italien als dem einen ,arm und ,england als dem andern2 die ,katze ist ,skandinavien4 ,die schwingende ,glocke war wohl ein schief verzeichnetes ,sdamerika4 ,in ,magellanika flossen das wirkliche ,australien und das sagenhafte ,sdland dunkel zusammen4 ,von den riesigen1 blinkend weien ,eisfeldern der ,pole erwhnt ,kepler kein ,wort4 ,und doch sind es wohl die grellsten ,objekte des ganzen ,bildes1 ,objekte1 die selbst weit drauen in den ,planetenrumen noch mit geringer ,vergrerung wahrnehmbar sein mssen4 ,auf dem ,planeten ,mars1 dessen physische ,beschaffenheit der ,erde so auffllig nahe kommt1 haben sich entsprechende weie ,polarflecke von wechselnder ,strke mit einer wunderbaren ,deutlichkeit gezeigt1 seitdem ihn halbwegs gute ,fernrohre bei uns aufs ,korn genommen haben4 ,das ist1 was man vom ,monde aus sieht4 ,aber was she man nun auf dem ,monde selbst8 ,wenn wir heute so fragen1 schwebt uns eine unserer groen ,mondkarten vor3 eine ,karte in vielen ,blttern1 vom ,umfange eines stolzen ,atlas1 mit unzhligen ,einzelheiten3 ,kratern1 ,wallebenen1 ,gebirgen1 ,strahlensystemen1 ,rillen1 -- das ,werk unendlichen ,gelehrtenfleies1 an das stille ,arbeiter ihr ganzes ,leben gesetzt haben4 ,und hinter dieser ,karte erscheinen als ihre ,voraussetzung die ,kuppeln von ,sternwarten1 prachtvolle ,instrumente1 ,nacht um ,nacht dem ,monde auflauernd wie ein ,ring unablssig wachsamer ,belagerungsgeschtze1 -- bis auf jene ,riesenkanonen des ,geistesauges1 die der ,amerikaner heute auf die luftklaren ,hhen der ,felsengebirge und der ,anden gepflanzt hat4 ,wo war das alles zu ,keplers ,zeit6 ,wohl gab es ,sternwarten1 deren ,ruhm durch die ,welt ging4 ,kepler hatte1 wie erzhlt1 bei ,tycho ,brahe gelernt4 ,das war in ,prag4 ,aber ehe der alte ,faust ,tycho nach ,prag kam1 hatte er fr seine ,zeit ein wahres ,mrchenleben als ,astronom grten ,stils gefhrt4 ,friedrich ,,ii4 von ,dnemark hatte ihm im ,sund die ,insel ,hveen geschenkt1 und auf diesem ,hveen war unter ,tychos ,leitung die weltbekannte ,uranienburg erwachsen1 ,beobachtungstrme1 ,laboratorien1 eine ,druckerei1 eine ,papiermhle1 ein ganzes astronomisches ,dorf schlielich1 ber dem der trinkfeste ,dne mit der silbernen ,nase wie ein kleiner ,knig stand4 ,erst #aeig zog ,tycho1 verleumdet und in ,krach mit dem ,hof1 von ,hveen fort nach ,prag1 worauf die ,uranienburg zur romantischen ,ruine zerfiel4 ,rund zehn ,jahre spter ist das erste ,fernrohr hergestellt worden4 ,es ist1 als snke das ganze ,bild in den ,erdboden4 ,auf dieser mrchenhaften ,uranienburg mit ihren beiden fnfundsiebzig ,fu hohen ,trmen1 wo die prachtvollen ,marsbeobachtungen gemacht wurden1 die fr ,kepler nachher die ,grundlage seiner ersten beiden ,planetengesetze werden sollten1 arbeitete man noch -- ohne vergrerndes ,fernrohr6 ,und auch der ursprngliche ,text von ,keplers ,traum ist geschrieben1 ohne da ,kepler selbst damals auch nur eine ,ahnung von der ,mglichkeit des ,fernrohrs gehabt htte6 ,wer heute mit bloem ,auge den ,mond anschaut1 der sieht auch als ,laie schon ein mehr oder minder angelerntes ,schulbild hinein4 ,in den ,flecken und ,runzeln sieht er die ,lcher und ,zacken einer ausgebrannten ,schlacke4 ,ungeheure ,vertiefungen wie ,meeresbecken1 in denen doch kein ,ozean mehr wogt4 ,trmmerfelder1 vulkanisch zerborstene1 durchlcherte ,rinde1 in der doch jede ,zuckung erstarrt ist4 ,alles starr und tot1 aber in einer schauerlich romantischen ,verwstung mit den schroffsten ,gegenstzen von hoch und tief4 ,ja1 wir sehen das hinein81 weil uns allen ungefhr beigebracht ist1 wie die ,geschichte im ,fernrohr wirklich aussieht4 ,fr ,menschenkinder1 die noch kein ,fernrohr hatten1 war die ,sache aber nicht so selbstverstndlich4 ,schon die antike ,forschung hatte sich vom ,mrchen des ,mondgesichts frei gemacht und nahm die blanke ,scheibe da oben als kreisenden ,weltkrper4 ,aber wie auf diesen ,krper ,flecken kamen1 war zunchst ,streitfrage4 ,eine etwas dreckige ,vorstellung lie den ,mond von ,natur spiegelblank sein1 die ,flecken aber sollten sich erklren als wirkliche ,schmutzflecken3 ,absatz der rugeschwrzten ,erdendnste1 die da hinaufqualmten und hngen blieben4 ,der alte ,plinius1 der das berliefert hat1 kannte den ,qualm der modernen ,grostadt leider noch nicht1 sonst htte er ihn jedenfalls in erster ,linie als mondschwrzend seiner ,theorie zu ,grunde gelegt4 ,aber dieser selbe ,plinius ist zu rhmlichem ,abschlu seines ,naturforscherlebens erstickt im ,aschenregen des groen ,vesuvausbruchs vom ,jahre #gi n4 ,chr41 der ,pompeji verschttete4 ,in leidiger ,probe am eigenen ,leibe konnte er hier die jedenfalls kolossalste ,form von ,qualmentwickelung auf der ,erde erfahren4 ,hat doch in unseren ,tagen der ,vulkan ,krakataua an der ,sundastrae1 den das einstrmende ,meerwasser zur ,explosion brachte1 gelegentlich auf ,jahre hinaus1 wie es scheint1 die ganze ,erdatmosphre in ihren hchsten ,schichten mit ,aschenteilchen so durchsetzt1 da gewisse absonderliche ,dmmerungserscheinungen erzeugt wurden4 ,aber bis zum ,monde reicht doch auch die schauerlichste ,kraft des grten ,vulkans1 und wenn er auch wie ein ,dampfkessel platzt1 nicht hinauf4 ,erdenasche und ,erdenru gehen so wenig dorthin1 wie umgekehrt der ,mond selber aus seinen ,kratern ,steine auf uns herunterspuckt4 ,das ,letztere ist nmlich auch einmal geglaubt worden3 zur ,zeit1 als man zuerst sicher zugeben mute1 da ab und zu sogenannte ,meteorsteine tatschlich vom ,himmel herab auf die ,erde fallen4 ,heute wissen wir1 da solche ,meteoriten in zahllosen ,schwrmen das ganze ,planetensystem durchschweifen1 unsere ,sternschnuppen und vielleicht die ,hauptbestandteile der ,kometen bilden1 kurz1 eine ganz anders weitgehende ,rolle im ,weltgetriebe spielen1 als es ein paar berkhne ,wurfbomben aus ,mondkratern vermchten4 ,im ,gegensatz auerordentlich zart und anmutig war eine zweite antike ,theorie der ,mondflecken1 die den strahlenden ,silberschild des ,gestirns so blank wie nur denkbar poliert glaubte4 ,ja1 so blank poliert sollte er sein1 da seine ,flche einfach die ,erde unten1 ber die er dahinwandelte1 abspiegelte4 ,die ,flecken sollten einfach die wiedergespiegelten ,meere der ,erde sein3 das ,mittelmeer1 der atlantische und indische ,ozean4 ,da aber die ,flecken auch nur so1 wie man sie mit dem bloen ,auge sieht1 wirklich beim besten ,willen nicht zu diesen ,erdmeeren passen1 so durfte man in der irdischen ,geographie nicht allzu bewandert sein1 um so etwas dauernd zu glauben4 ,und die ,idee1 da der ,mond der ,toilettenspiegel der ,frau ,erde sei1 verlor sich schlielich und lange vor ,keplers ,zeit ebenso sanft wie jene andere1 die ihn zu ihrem himmlischen ,mllkasten gemacht hatte4 ,die dritte und zweifellos beste ,vorstellung vom ,mond in der ganzen ,antike findet sich bei ,plutarch1 also etwa in der ,zeit ,trajans4 ,die ,flecken werden erklrt teils als die regelrechten ,schatten hoher ,mondberge1 teils als graue1 das ,licht schwcher reflektierende ,meeresflchen4 ,wie der gewaltige ,marmorkegel des ,athosberges seinen ,schatten bers blaue ,griechenmeer bis zur ,insel ,lemnos warf1 so sollte das ,schattenband auch der ,mondgebirge verdunkelnd ber weite ,flchen wandern4 ,der ,zufall wollte aber1 da der betreffende1 hchst geistvolle ,text des ,plutarch ,kepler zur ,zeit1 als er seinen ,traum schrieb1 nur unvollkommen bekannt war4 ,die ,idee1 es mchten die grauen ,mondgebiete ,meere1 die hellen gebirgiges ,land sein1 dnkte ihm geradezu falsch1 da er bei ,graz auf einen ,berg gestiegen war und bemerkt hatte1 da von oben geschaut das ,land dunkler1 die ,flsse dagegen viel greller im ,sonnenlicht hervortraten4 ,erst viel spter hat er diese ,meinung fallen gelassen1 -- nebenbei bemerkt1 eine ,streitfrage1 die heute wieder bei ,betrachtung der hellen1 rotgelben und der dunkleren1 grnlichblauen ,gebiete auf der ,oberflche des ,planeten ,mars bedeutsam geworden ist1 ohne da sich bisher die ,astronomen hier fest darber htten einigen knnen2 die meisten allerdings halten die rtlichen ,flecken fr ,land und die dunkleren entweder wirklich dort fr ,wasser oder aber fr dichten ,pflanzenwuchs4 ,jedenfalls war ,kepler damals wesentlich auf sich selbst angewiesen1 und wenn auch er wenigstens fr ,mondberge eintrat1 so war das nicht ,nachrede ,plutarchs1 sondern eigene ,neu-,erfindung4 ,obgleich ganz ,levania81 so hren wir bei ihm1 nur ungefhr #adjj deutsche ,meilen im ,umfang hat1 d4h4 nur den vierten ,teil unserer ,erde1 so hat es doch sehr hohe ,berge1 sehr tiefe und steile ,tler und steht so unserer ,erde sehr viel in ,bezug auf ,rundung nach4 ,stellenweise ist es ganz pors und von ,hhlen und ,lchern allenthalben gleichsam durchbohrt48 ,im ,folgenden wird dann von den ,mondgeschpfen erzhlt1 wie sie sich1 zumal auf der von der ,erde abgekehrten ,seite1 in diesen ,lchern gegen die furchtbaren ,kontraste einer fnfzehntgigen unausgesetzten ,sonnenglut und einer abermals fnfzehntgigen ,eisnacht schtzten4 ,es liegt nahe1 da dieser letztere ,gedanke rckwirkend zum ,teil erst ,anla gegeben hat zur ,erfindung der allgemeinen ,durchlcherung der ,mondoberflche4 ,aber wie hbsch war die ,phantasie dabei an die ,grenze des ,wirklichen gelangt1 -- nicht mit den nach wie vor problematischen ,mondbewohnern selbst1 wohl aber mit den ,lchern81 bei denen unser ,gedanke heute sofort die zahllosen ,kraterhhlen ergreift4 ,es sollte ,kepler selbst noch vergnnt sein1 hier seinen kleinen ,triumph zu feiern4 ,denn in dieses glckselige ,menschenleben fiel noch nach der ,vollendung des ,traumes8 jenes ungeheure ,ereignis selbst3 die ,erfindung des ,fernrohrs4 ,das liebenswrdige ,bchlein erzhlt uns selbst noch davon1 -- meinem ,gefhl nach die schnste ,stelle des ,ganzen1 bei der man so recht das ,gefhl hat1 in einer heiligen ,weihestunde der ,menschheitskultur mit dabei zu sein4 ,ich habe erwhnt1 da der eigentliche ,text des ,traumes etwa um #afji herum vollendet ist1 in ihm also auch jene ,stelle vom durchlcherten ,mond1 in dem die ,mondungeheuer sich vor ,frost und ,hitze bargen4 ,viel spter erst sind die ,anmerkungen beigefgt4 ,man merkt es4 ,denn zu der ,stelle kommt jetzt folgendes charakteristische ,gestndnis als ,note hinzu3 ,hier 7das heit bei den bewohnten ,mondlchern7 ist der ,verstand1 verlassen von allen ,beweisen des ,auges1 auf sich selbst angewiesen4 ,aber wenn ich damals gewut htte1 da der ,mond so viele tiefliegende ,hhlen habe1 wie sie das ,fernrohr des ,galilei ans ,licht bringt1 oder wenn ich den von der ,grotte der ,hekate fabelnden ,plutarch gelesen htte1 so wrde ich1 glaube ich1 diese ,stze mit freierer ,feder geschrieben haben48 ,also ,plutarch hatte er jetzt ganz gelesen4 ,aber das war nur das ,belanglose4 ,ein allgewaltig ,greres1 ,nachhaltigeres1 ,umwlzendes war in der ,zwischenzeit geschehen4 ,der ,name ,galileis umfat es4 ,galilei war damals1 als ,kepler #afji seinen ,traum8 vollendete1 in seiner besten ,zeit4 ,in weiter ,ferne noch lag die nie ganz aufgeklrte ,tragdie seines ,lebensabends4 ,seine ,augen waren stark1 sein ,geist zum ,grten aufgelegt4 ,sein ,lehrstuhl ragte zu ,padua1 wo ihn die ,venetianer schtzten1 und von diesem ,lehrstuhl ging es in unablssiger ,folge wie ein ,leuchten durch die gebildete ,welt4 ,der hellste ,strahl1 ein ,strahl1 wie er ,jahrhunderten so nur einmal zuteil wird1 flammte aber im ,frhjahr #afaj herber4 ,wenige ,monate vorher hatte ,galilei ber ,paris ,kunde von einem geheimnisvollen ,instrument erhalten1 das in ,holland erfunden sein sollte4 ,es war das ,fernrohr1 das wie aus einer mystischen ,versenkung auf einmal erstanden war4 ,noch heute wei man nicht sicher1 wer es zuerst zusammengesetzt hat1 -- die ,legende erzhlt1 ,kinder htten beim ,spiel geschliffene ,glaslinsen hintereinander gestellt1 bis der ,vater aufmerksam geworden sei4 ,aber es bleibt dunkel1 wer der schlaue ,vater war4 ,genug3 das ,instrument war gegeben4 ,aber erst in ,galileis ,hnden bedeutete es eine neue ,welt4 ,die ,nachricht reichte fr den auch im ,handwerk geschickten ,meister aus3 er selbst baute sich in bleierner ,rhre seine ,glser hintereinander1 und schon nach krzester ,frist durfte eine ,senatskommission zu ,venedig auf dem ,glockenturm von ,san ,marko sich von der ,kraft des neuen ,zauberrohrs berzeugen4 ,die weitere ,welt erfuhr dann davon in einer kstlichen ,flugschrift1 dem ,sidereus nuncius8 7,sternenbote7 ,galileis1 -- und zwar gleich grndlich4 ,denn in den dazwischenliegenden ,nchten hatte das bleierne ,rohr einen himmlischen ,feldzug vollfhrt1 gegen den die unbewaffneten ,augen smtlicher ,beobachter des ,sternenplanes von den urltesten ,tagen chaldischer ,sternguckerei bis auf ,kopernikus1 ,tycho und ,kepler bescheiden zurcktreten muten4 ,die ,monde des ,jupiter waren entdeckt1 ein ,planetensystem im kleinen von unendlicher ,wichtigkeit fr die junge ,kopernikanische ,lehre4 ,die ,milchstrae war in ein ,gewimmel dicht gedrngter ,sterne aufgelst und damit zugleich eine ,streitfrage1 die schon von ,demokrit und ,aristoteles ungeschlichtet heraufkam1 gelst4 ,das ,sternbild der ,plejaden war seiner heiligen ,siebenzahl entsetzt und bot auf einmal ber vierzig ,einzelsterne dar4 ,wenig spter -- und ,galilei hatte ,flecken in der ,sonne gesehen und er hatte nachgewiesen1 da die ,venus ,phasen 7z4,b4 ,sichelgestalt7 zeigte wie der ,mond4 ,schlielich gewahrte er etwas ganz ,unbegreifliches1 nmlich tolle ,auswchse oder ,henkel an dem altvertrauten ,planeten ,saturn1 -- erst spter ist klar geworden1 da es sich um das fortan so berhmte groe ,ringsystem des ,saturn handelte4 ,vom ,monde aber las man1 las ,kepler1 der mit ,galilei lngst korrespondierte1 las alles1 was nur entfernt an ,sternkunde dachte in der ,zeit1 im ,sternenboten8 das erlsende ,wort3 es gab wirklich ,mondberge1 gab schattenwerfende ,zackenrnder ber ,vertiefungen -- kurz3 es gab den ,mond zum erstenmal im losesten1 aber immerhin doch schon erkennbaren ,umri so1 wie wir ihn heute zu sehen gewohnt sind4 ,keine ,entdeckung ,galileis hat ,kepler so bis in die tiefsten ,grnde seiner ,phantasie hinein erregt wie diese4 ,bald hatte er selbst ein ,fernrohr in ,hnden und konnte beobachten4 ,es whlte und grte in ihm wie in einem ,schatzgrber1 der ein ,menschenleben lang mit dem ,gedanken an einen ,schatz gespielt1 das ,gold im ,traum hundertmal hat blinken sehen und nun in einsamer ,nacht bei bleichem ,scheine wirklich und greifbar vor der ,erfllung steht und die getrumten ,dinge sieht4 ,die allerletzten1 spt zugefgten ,bltter des ,buches malen das in lebendigstem ,bild4 ,die ,praxis ri ihn jetzt weit hinaus ber alle ,theorie4 ,einst1 vor ,jahren1 hatte der ,geist des ,trumenden die ,mondlcher erfunden8 als ,zufluchtsorte fabelhafter ,mondgeschpfe4 ,an schlangenartige ,ungetme hatte er damals gedacht1 die bald aus ihren ,lchern in die ,sonne krochen1 bald in den khlen ,schlund wieder hinabhuschten1 -- ,spielereien des schweifenden ,gedankens4 ,jetzt hatte er umgekehrt die ,lcher vor sich als sichtbare ,wirklichkeit1 ,schlund an ,schlund1 ,kreis neben ,kreis1 die ganze ,mondoberflche wie ein ,sieb durchlocht bis zu einer ,steigerung1 die der tollsten ,phantasie vorher zu toll gewesen wre4 ,kein ,wunder1 da sich jetzt in ,keplers ,ideengang die ,sache umdrehte4 ,in vollem ,ernst legte er sich diesmal die ,frage vor1 ob diese immer wiederkehrenden wirklichen ,kreisgebilde nicht wissenschaftlich nur zu erklren wren unter der tatschlichen ,annahme lebender ,wesen auf dem ,mond4 ,allerdings jetzt nicht im ,sinne von ,lindwurmhhlen1 sondern als ,werke intelligenter ,geschpfe von ,menschenart4 ,der ,text des ,traumes8 wird zur ,erluterung dieser ,dinge nicht wieder aufgenommen4 ,er schliet in dem ,buche einfach ab mit dem ,losbrechen eines prasselnden ,sturmes1 der den ,schlfer weckt4 ,der erzhlende ,dmon und die anderen1 heit es1 die ihre ,kpfe verhllt hatten1 kehrten zu mir selbst zurck1 und ich fand mich in ,wirklichkeit1 das ,haupt auf dem ,kissen1 meinen ,leib in ,decken gehllt1 wieder4 ,die neue1 vom ,fernrohr inspirierte ,theorie intelligenter1 bauender ,mondmenschen aber1 niedergeschrieben erst in den zwanziger ,jahren des siebzehnten ,jahrhunderts1 gibt sich in ,form eines angehngten ,briefes und einer ,anzahl fester ,thesen ganz ohne scherzende ,beimischung4 ,die interessanteste ,stelle ist folgende3 ,jene auf dem ,mond befindlichen ,hhlungen1 die zuerst von ,galilei beobachtet wurden1 bezeichnen1 wie ich beweise1 vorzugsweise ,flecken1 d4h4 tiefgelegene ,stellen in der ebenen ,flche wie bei uns die ,meere4 ,aber aus dem ,aussehen der ,hhlungen schliee ich1 da diese ,stellen meist sumpfig sind4 ,und in ihnen pflegen die ,endymioniden 7,mondbewohner7 den ,platz fr ihre befestigten ,stdte abzumessen1 um sich sowohl gegen sumpfige ,feuchtigkeit1 als auch gegen den ,brand der ,sonne1 vielleicht auch gegen ,feinde zu schtzen4 ,die ,art der ,einrichtung ist folgende3 in der ,mitte des zu befestigenden ,platzes rammen sie einen ,pfahl ein1 an diesen ,pfahl binden sie ,taue1 je nach der ,gerumigkeit der zuknftigen ,festung1 lange oder kurze1 das lngste mit fnf deutsche ,meilen4 ,mit dem so befestigten ,tau laufen sie zum ,umfang des knftigen ,walles hin1 den das ,ende des ,taues bezeichnet4 ,darauf kommen sie in ,masse zusammen1 um den ,wall aufzufhren1 die ,breite des ,grabens mindestens eine deutsche ,meile1 das herausgeschaffte ,material nehmen sie in einigen ,stdten ganz von inwendig fort1 in anderen teils von innen1 teils von auen1 indem sie einen doppelten ,wall schaffen mit einem sehr tiefen ,graben in der ,mitte4 ,jeder einzelne ,wall kehrt in sich zurck1 gleichsam einen ,kreis bildend1 weil er durch den immer gleichen ,abstand des ,tauendes vom ,pfahl beschrieben wird4 ,durch diese ,herstellung kommt es1 da nicht nur der ,graben ziemlich tief ausgehoben ist1 sondern da auch der ,mittelpunkt der ,stadt gleichsam wie der ,nabel eines schwellenden ,bauches eine ,art ,weiher bildet1 whrend der ganze ,umfang durch ,anhufung des aus dem ,graben gehobenen ,materials erhht ist4 ,denn um die ,erde vom ,graben bis zum ,mittelpunkt zu schaffen1 ist der ,zwischenraum allzu gro4 ,in dem ,graben wird nun die ,feuchtigkeit des sumpfigen ,bodens gesammelt1 wodurch dieser entwssert wird1 und wenn der ,graben voll ,wasser ist1 wird er schiffbar1 trocknet er aus1 ist er als ,landweg zu benutzen4 ,wo immer also den ,bewohnern die ,macht der ,sonne lstig wird1 ziehen diejenigen1 welche im ,mittelpunkt des ,platzes sich befinden1 sich in den ,schatten des ueren ,walles und diejenigen1 die auerhalb des ,mittelpunkts in dem von der ,sonne abgewendeten ,teile des ,grabens wohnen1 in den ,schatten des inneren zurck4 ,und auf diese ,weise folgen sie whrend fnfzehn ,tagen1 an welchen der ,ort bestndig von der ,sonne ausgedrrt wird1 dem ,schatten1 kurz1 sie wandeln umher und ertragen dadurch die ,hitze48 ,man sieht3 es sind wahre ,mondstdte1 um die es sich handelt1 ,mondstdte1 deren ,hauptzweck allerdings auf etwas gerichtet ist1 das wir auf der ,erde nicht so beachten3 auf ,erzeugung von ,schatten whrend des halbmonatlich unausgesetzten ,sonnenbrandes4 ,der ,leser von heute wird lcheln wie ber eine tatschlich nun doch vollkommen spahafte ,sache44444 ,und doch ist im ,grunde ,keplers ,scharfsinn bewundernswert1 und wenn wir auf die ,methode gehen1 so schliet er ungefhr genau so1 wie wir ,weisen von heute vor neuen ,objekten immer wieder schlieen wrden und auch schlieen mssen4 ,in seiner ,ausfhrung begegnen wir folgendem durchaus logischen ,gedankengang4 ,er hat den ,mond bedeckt gefunden mit hchst seltsamen1 absolut kreisfrmigen ,gebilden4 ,die ,frage entsteht3 wie soll das natrlich8 entstanden sein8 ,kepler fragt3 was nennen wir berhaupt natrlich entstanden88 ,hier steht ein ,gegenstand1 bei dem ich eine bestimmte ,ordnung der ,teile bemerke4 ,es gibt zwei ,flle3 die ,ordnung kann im gewhnlichen ,sinne natrlich8 sich gebildet haben4 ,oder es kann eine ,intelligenz im ,spiele sein4 ,wenn die ,ursache81 sagt ,kepler1 der ,ordnung von dem1 was sich in der ,ordnung befindet1 weder aus der ,bewegung der ,elemente1 noch aus dem ,zwang des ,stoffes hergeleitet werden kann1 so ist es hchst wahrscheinlich1 da sie von einer des ,verstandes mchtigen ,ursache herrhre48 ,ein ,beispiel fr eine natrlich entstandene ,ordnung wre ihm der ,flug einer abgeschossenen ,flintenkugel4 ,die gerade ,linie ist etwas ,regelmiges1 eine bleierne ,kugel1 herausgeschleudert aus einem ,gescho1 bewegt sich schnell in einer geraden ,linie1 diese ,bewegung rhrt nicht von irgend einem ,verstande her1 sondern sie ist die ,folge einer unabweislichen ,notwendigkeit des ,materials4 ,denn die salpeterhaltige ,materie des ,schiepulvers verbrennt1 von der ,zndung erfat1 und treibt die ,kugel heraus1 die sich einer ,ausdehnung widersetzt1 und zwar1 da sie sich durch die ganze ,lnge des eisernen ,rohres widersetzt1 so wird durch diesen gewaltsamen ,druck eine geradlinige ,bewegung hervorgerufen48 ,auch im organischen ,leben gibt es noch solche ,beispiele natrlichen ,werdens1 meint ,kepler1 und fhrt gewisse ,beispiele zeitgemer ,naturgeschichte an4 ,dagegen eine organische ,tatsache wie etwa die ,fnfzahl in den ,teilen von ,blumen1 meint er1 sei schon nicht mehr im gewhnlichen ,sinne natrlich8 zu erklren1 sie knne nicht aus der ,natur des ,materials8 hergeleitet werden1 sondern msse einer ,bildungskraft entspringen1 der man den ,begriff der ,zahl und so gleichsam ,vernunft8 zuzuschreiben habe4 ,dem wrde nun1 als ,beispiel1 der moderne ,darwinianer zwar auch noch widersprechen4 ,aber man sieht1 was ,kepler will4 ,und man versteht vollkommen nun seine ,nutzanwendung auf den ,mond4 ,im groen und ganzen zwar81 sagt er durchsichtig klar1 herrschen auf der ,oberflche des ,mondkrpers1 was die ,verteilung der hohen und tiefen ,stellen anbelangt1 der ,zufall und die durch das ,material bedingte ,notwendigkeit vor2 die ,erde wird von unterirdischen ,felsen abgeschabt1 ,tler werden ausgewaschen1 so da ,berge stehen bleiben1 die ,wsser flieen in die tiefer liegenden ,regionen ab und werden dort durch das ,bestreben aller ,teile nach dem ,mittelpunkt des ,mondkrpers im ,gleichgewicht gehalten4 ,aber in den fleckigen ,partien des ,mondes ist die ,gestalt der genau runden ,hhlen und die ,anordnung derselben oder die gewisse ,gleichmigkeit der ,zwischenrume etwas ,gemachtes und zwar gemacht von einem architektonischen ,verstande4 ,denn eine solche ,hhle kann nicht ohne ,zutun in ,form eines ,kreises von irgend einer elementaren ,bewegung gemacht sein 444 ,es scheint also1 da wir aus dem ,vorhergehenden schlieen mssen1 da auf dem ,monde lebende ,wesen vorhanden sind1 mit so viel ,vernunft begabt1 um jene ,ordnungen hervorzubringen1 wenn auch ihre ,krpermasse nicht mit jenen ,bergen in ,vergleich zu setzen ist4 ,denn so machen auch auf der ,erde die ,menschen zwar die ,berge und ,meere nicht 7denn die ,xerxesse und die ,neros sind selten1 und auch ihre ,werke kann man mit dem ,natrlichen der ,berge und ,meere nicht vergleichen71 aber sie bauen auf ihr ,stdte und ,burgen1 in denen man ,ordnung und ,kunst zu erkennen vermag48 ,da die ,mondbewohner -- einmal ihre ,existenz vorausgesetzt -- gerade solche ,riesenwerke zustande gebracht haben1 wird noch mit einem ,satz1 der direkt an ,darwin anklingt1 begrndet3 die ,mondmenschen entsprechen in ihrer ,kraft eben ihrem ,planeten genau in derselben ,weise1 wie bei uns es durch ,gebrauch kommt1 da die ,menschen und ,tiere sich der ,beschaffenheit ihres ,landes oder ihrer ,provinz anpassen68 ,kepler stand vor dem ,mond4 ,wir heute stehen vor einem viel ferneren ,weltkrper und wenden doch aufs ,haar dieselbe ,methode mit ,recht an4 ,ich meine bei der ,entrtselung des ,planeten ,mars4 ,bekanntlich sind die rtlichen ,gebiete des ,mars1 also der gangbaren ,annahme nach seine ,lnder1 durchkreuzt von einem wunderlichen ,netz mathematisch scharfer ,linien1 den sogenannten ,kanlen84 ,alles in diesen ,kanlen spricht gegen grob natrliche ,erklrung8 in ,keplers ,sinn4 ,alles spricht fr das ,werk intelligenter ,wesen1 fr eine ,ordnung81 geschaffen nicht im ,sinne einer vom ,pulvergas getriebenen ,kugel1 sondern einer von denkenden ,gehirnen ausgehenden ,gedankentat4 ,selbst die skeptischsten ,astronomen unserer ,tage raten auf ,marsmenschen1 die dieses ,netz krzester ,verbindungen und mathematisch strenger ,linien 7seien es nun wirkliche ,wasserkanle oder nur ,kulturstreifen irgend welcher ,art im ,wstengebiet7 hervorgebracht haben4 ,keplers ,schlu1 -- blo auf den ,mars bertragen6 ,stellt man sich ,keplers ,denkgre so als solche klar vor ,augen1 so ndert es wenig1 wenn man hinzufgt1 da1 unbeschadet aller ,logik1 sein ,fall tatschlich falsch war4 ,die ,ringwlle der uns sichtbaren ,mondseite sind aller ,wahrscheinlichkeit nach keine ,stdte geheimnisvoller menschenhnlicher ,mondbewohner4 ,die ,voraussetzung ,keplers ist schon falsch4 ,die runden8 ,mondgebilde sind alles eher als so mathematisch schne ,zirkel1 wie sein schlechtes ,fernrohr sie ihm wies4 ,was er als ideal schne ,festungswlle sah1 sind wste ,gebilde1 mit ,zacken oben und tausend ,unregelmigkeiten an den ,seiten4 ,was wir fr den ,mars ganz in der ,linie von ,keplers ,schlssen annehmen mssen1 dafr liegt gerade hier keinerlei echter ,beweis mehr vor1 sobald wir eine moderne ,mondkarte eingehender mustern4 ,immerhin3 es verdient gesagt zu werden1 da wir auch heute deshalb noch nicht klar wissen1 was die ringfrmigen ,mondgebilde nun wirklich sind4 ,sind es erloschene ,vulkankrater1 wie es gegenwrtig schon fest in den ,schulbchern steht8 ,kepler vergleicht inmitten seiner ,darlegung einmal gewisse ,mondlcher mit ,butzenscheiben und zieht den ,krater des ,aetna dabei als ,ebenbild heran4 ,so streifte er nahe genug an die spter gltige ,theorie4 ,diese ,theorie war sicher ein groer ,fortschritt4 ,sie fhrte die seltsamen ,kreisgebilde anstatt auf ,menschenwerk auf etwas zweifellos ,natrliches8 zurck3 auf die von der ,erde gengend bekannte ,vulkanform4 ,aber hat sie deshalb recht8 ,je mehr man im einzelnen die ,form der ,mondkrater studiert hat1 desto weiter hat sie sich tatschlich von der ,gestalt irdischer ,krater entfernt4 ,eine ,anzahl winziger ,kegelchen auf dem ,mond gleicht unseren ,vulkanen uerlich wirklich4 ,die groen ,wallebenen dagegen ganz und gar nicht4 ,und diese ,wallebenen gehen allmhlich in die ganz kolossalen ,tiefebenen der sogenannten ,meere8 ber4 ,soll das alles vulkanisch sein8 ,die irdische ,analogie hrt mindestens auf1 und auf sie kommt doch eigentlich alles an4 ,es gibt in der neuesten ,astronomie viel khnere ,anschauungen4 ,wenn nun die ,mondlcher1 von der kleinsten ,wallebene bis zum riesigen ,mare8 7wasserlosen ,hohlflchen vom ,umfang eines ,meeres71 das ,ergebnis des ,abstrzens von oben kommender ,massen wren1 -- von ,massen1 vielleicht einbrechend in einer ,zeit1 da der ,mondkrper noch nicht vllig erhrtet war8 ,das ,bild lt sich immerhin ausmalen4 ,die ,erde besa danach einst nicht einen ,mond1 sondern einen ,ring von in bestimmtem ,abstand kreisenden ,krperchen4 ,der heute noch bestehende ,saturnring1 von dem man jetzt fast sicher wei1 da er aus vielen kleinen ,teilchen besteht1 fhrt so etwas noch heute vor ,augen4 ,aber allmhlich vereinigten sich die kleinen ,trabanten4 ,zuerst bildete sich der ,mond8 als festes ,zentrum4 ,ab und zu dann noch immer ein ,absturz gegen ihn hin4 ,bis er alle die ,kleinen8 aufgenommen hatte1 -- vorausgesetzt1 da nicht noch immer welche als bisher unentdeckte ,nebenmonde uns umschwrmen4 ,die letzten ,abstrze in die zhe ,mondmasse htten die heute sichtbaren ,mondlcher erzeugt4 ,wobei immerhin vulkanische ,reaktion des ,mondkrpers von innen heraus noch mitgewirkt und auch kleine echte ,krater8 wie ,maulwurfshaufen zwischen die riesigen ,fallhhlungen hinaufgetrieben haben knnte4444 ,das mag als ,bild gengen1 -- als ,bild1 wie wenig wir noch heute ber den ,berg8 sind4 ,den ,mondberg6 ,kepler1 heute mitten unter uns1 wrde lcheln1 -- mit jenem ,lcheln aus ,schalkhaftigkeit und ,resignation4 ,und wrde uns sagen1 da es zwar ,gewiheit nirgendwo gibt1 aber da eines not sei3 unentwegt khnes ,vorschreiten mit den ,waffen der ,logik1 diesem ,prometheusfunken des ,menschengeistes4 ,ich setze hinzu3 und noch eines1 ohne das alle ,wissenschaft ,tiergeripp und ,totenbein8 im ,sinne ,fausts bleibt3 die ,vershnung in ,keplers ,geist1 der groe ,friede zwischen ,forschung und ,phantasie1 -- der ,traum im ,leben81 die ,erkenntnis einer innerlichen heiligen ,harmonie in aller ,zerrissenheit des ,wirklichen84 ,vom ,krebs1 der vom ,himmel fllt84 ,es war an einem der letzten ,apriltage dieses ,jahres4 ,richtiges ,aprilwetter3 jetzt die ,sonne glhend hei1 und jetzt eine weie ,wolke starr ins ,blaue schattend und ein ,eiseshauch von ihr niederfahrend1 als wollte es wieder ,winter werden4 ,aber im ,forst bei ,finkenkrug hinter ,spandau ugte der ,frhling aus allen ,ecken1 mit erstem ,sprogrn von jedem ,buchenbusch1 mit weien ,sternchen und smaragdenen ,blttchen der ,anemonen und des ,sauerklees aus der alten roten ,laubdecke im ,waldesgrund4 ,vom ,forsthaus ,finkenkrug zieht sich ein breiter1 grasbewachsener ,weg waldeinwrts1 still und einsam4 ,kleine ,eichen stehen am ,rand1 mit ihrem ,flechtenpelz auf der gefurchten ,rinde1 sie allein noch ganz und gar nicht vom ,lenz berhrt4 ,dann jederseits ein ,graben und drben ein dichtes ,gewirre der ,stmme ber halb welkem1 halb grnem ,polster von hohem ,bschelgras4 ,die glatten ,erlen zu mehreren aus einer ,wurzel1 nur eben erst angeflogen wie von grnem ,reif4 ,die ,birken einzeln1 grell wei1 und alle oben mit dem gleichen ,troddelvorhang baumelnder gelbgrner ,ktzchen4 ,auf hchstem ,ast jubelte mit wahrhaft impertinentem ,juchzer ein verliebter ,specht4 ,die ,finken zirpten immerfort leise in den halb warmen1 halb frstelnden ,aprilzauber hinein4 ,doch mich lockte der ,graben4 ,um seinetwillen war ich hergefahren4 ,ein zoologisches ,wunder ersten ,ranges hatte dieser ,frhling gebracht4 ,in diesem ,waldgraben1 unscheinbar wie alle echten ,wunder der ,natur1 sollte es sich bergen4 ,im ,graben stand seichtes ,wasser4 ,aber man sah ihm an1 da hier kein echter1 dauernder ,tmpel bestand4 ,in dickem ,wulst lag das staubig harte1 zerkrmelte graubraune ,eichenlaub vom vorigen ,herbst an beiden ,rndern gehuft1 um ohne feste ,grenze unter den nassen ,spiegel einzutreten1 aus dessen ganzem ,grunde es dann undeutlich weiterschimmerte4 ,das vorige ,jahr war hier sehr trocken gewesen4 ,frei mochte das fallende ,bltterwerk durch den leeren ,graben geraschelt sein4 ,jetzt hatten starke ,frhlingsregen die alte ,laubgruft gefllt zu vergnglichem ,miniaturteich4 ,an solcher ,grenze des feuchten ,waldes bleibt aber auch die kleinste ,pftze nicht einen ,moment leer4 ,aus jedem ,winkel1 hinter jedem drren ,blatt lauert ja durstiges ,leben4 ,in unzhlbarer ,masse wimmeln pltzlich winzige ,insektenlarven4 ,ein ,frosch1 eine ,krte hpfen heran4 ,schwrmende ,wasserkfer fallen ein und fhlen sich zu ,hause4 ,wer aber ein zoologisches ,sonntagskind ist1 der trifft in solcher ,stunde hier noch ein ganz anderes1 rtselvolleres ,geschlecht4 ,wie der ,schatz im ,mrchen zeigt es sich meist launisch nur alle ,jubeljahr4 ,und da die strenge ,rechnung auch dafr fehlt1 so kann der ,naturfreund1 der jedes ,tmpelchen und ,aederchen seiner ,gegend kennt1 ein ,menschenalter auf der ,suche verbringen und erlebt es nie4 ,mir aber in dieser stillen ,morgenstunde1 da der ,zaubervogel der deutschen ,sage1 der ,specht1 vom ,baume seinen ,segen sprach1 ffnete sich die ,tiefe und ich sah4 ,eine ,wolke lie eben langsam die ,sonne wieder frei4 ,das ,wasser1 bisher dunkel wie altes ,holz1 begann sich aufzuhellen und nahm einen lichtbraunen ,ton an1 in dem hier und dort ein ,umri dmmerte4 ,jetzt hob sich aus der ,tiefe dicht zur ,oberflche ein winziges weiliches ,gebilde wie ein ganz zartes1 ganz feines kleines ,federchen4 ,wie es rasch aufstieg1 schwirrte an seiner ,oberseite wirklich eine ,art vom ,flu bewegten ,federbartes4 ,aber das ,zittern war willkrlich1 es schnurrte von dem ,ding selber aus da oben etwas gleich dem wundervollen ,rdchen der ,rckflosse unserer zierlichen ,seepferdchen im ,aquarium4 ,nun ist es fast oben und liegt pltzlich regungslos1 als trinke es das langsam sich steigernde ,licht tief in sich hinein4 ,je heller es wird1 desto deutlicher wird der ,umri des ,elfchens4 ,es liegt ganz unzweideutig auf dem ,rcken1 die wimmelnden ,federbeinchen nach oben4 ,vorne ein ,kopf1 hinten ein langer1 schwanzartig gespitzter ,anhang4 ,die ,grundfarbe ist wie weirtliche1 durchsichtige ,menschenhaut1 in der eine blaue ,ader schimmert2 von den ,beinchen kommt es bisweilen wie ein ,blitz intensiven ,grns4 ,das ,ganze mahnt an ein vertrautes ,bild aus den ,tmpeln am ,seestrande3 die allbekannte ,krabbe8 oder ,garneele4 ,blo da diese noch ein ,riese ist1 im ,verhltnis zu unserm ,elfchen wie ein ganzer kleiner ,finger zu seinem ersten ,gliede4 ,aber es ist wahr3 auch das ,nixchen ist ein ,krebs1 -- im ,swasser1 wo es keine ,krabben gibt4 ,weil seine ,beine zugleich die ,atmungsorgane1 die ,kiemen1 tragen1 heit er der ,kiemenfu1 lateinisch 7wrtlich bersetzt7 der ,branchipus4 ,mir aber hat das wirbelnde ,federchen heute etwas von dem weien ,flmmchen1 das ber vergrabenen ,schtzen schwebt4 ,denn wo der ,branchipus schon sich meldet1 da erwacht die ,wahrscheinlichkeit fr eine noch unvergleichlich bedeutsamere und kostbarere zoologische ,begegnung1 deren ,bedingungen ganz hnliche zu sein pflegen wie die fr den ,branchipus4 ,die ,sonne hat sich jetzt ganz aus der ,wolke gearbeitet4 ,hier1 dort1 berall steigen gespensterhaft lautlos die weien ,krebs-,nixchen zum erwrmten ,spiegel an1 wimmeln wie ein ,kamm und liegen dann pltzlich starr im ,sonnenbade gleich herabgeschneiten ,bltenblttchen eines ,kirschbaums4 ,doch nun hat die ,sonne den ,grabengrund selber erreicht4 ,als die alte ,knstlerin1 die alles verschnt1 weckt sie die ,schicht nafaulender ,eichenbltter zu einem schillernden ,goldrot1 als sei der ,graben im untersten ,geheimnis mit ,kupferplatten belegt4 ,unerbittlich scharf wird jetzt vor diesem metallisch gleienden ,teppich jedes wandelnde1 wirbelnde ,leben deutlich4 ,eine blutrote ,milbe eilt dahin1 ein plumper schwarzer ,hydrophilus karaboides1 ein ,wasserkfer1 fegt vorber4 ,dann aber kommt ein ,geschpf langsam vom ,boden hher1 das zunchst sich keinem vertrauten ,tierbilde anpassen will4 ,der ,leser kennt aus unsern ,aquarien ein groes1 scheuliches ,tier3 den sogenannten ,molukkenkrebs4 ,man sagt ihm dort1 da es ein ,krebs sei1 sonst wrde er es nicht ohne weiteres erraten4 ,von oben sieht er nmlich blo eine mchtige1 fubreite1 gewlbte ,schale wie von einer ,schildkrte1 doch mehr aus einem ,stck4 ,aus dieser ,schale brechen wie ,warzen jederseits ganz oben auf der ,wlbung die ,augen heraus1 und hinten schweift ein langer ,stachel als ,schwanz nach4 ,beine sieht man zunchst berhaupt nicht1 obwohl der groteske ,deckel sich gespensterhaft auf dem ,sandboden des ,wasserbeckens dahinschiebt4 ,erst wenn die hemmende ,aquariums-,scheibe zum ,aufbumen ntigt oder gar zum ,kippen bringt1 erscheint der ,krebs3 unter der ,deckschale wimmeln unten eine stattliche ,anzahl krebsartig gegliederter ,beine1 die sogar richtige kleine ,krebsscheren tragen4 ,das ,monstrum kommt weit her1 meist von den ,sunda-,inseln4 ,wissenschaftlich heit es der ,limulus oder ,schieler84 ,aus den kupferroten ,eichenblttern da unten vor mir also kam jetzt ein ,geschpf1 von allem ,lebenden am meisten uerlich vergleichbar solchem abenteuerlichen ,limulus der fernen ,korallensee4 ,klein wie mein ,regentmpel war1 war auch er ins kleine bersetzt4 ,wie dort1 so kam eine solide ,schale gewackelt1 gewlbt wie ein ,uhrglas und in der ,gre auch ungefhr entsprechend dem ,deckglase einer kleinen ,taschenuhr4 ,auch hier schleifte hinten ein schwanzartiges ,anhngsel nach4 ,und das ,ganze bewegte sich wie die wandelnde ,glocke in ,goethes ,gedicht wuschelnd und whlend dahin1 ohne da man ,beine sah4 ,die ,farbe war ein ,braungrn1 doch wie metallisch poliert und zugleich etwas durchsichtig1 so da bald im ,sonnenglanz ein ganz blanker ,spiegel aufblitzte1 dann wieder ein schillerndes reines ,grn sich hob und jetzt wieder ein tieferes ,rotbraun durchzuschimmern schien4 ,das ,geschpf kam aus der ,tiefe1 wo die zersetzten ,bltter in weichsten ,schlamm sich lsten4 ,dann ging es von ,blatt zu ,blatt1 mit einer nervsen ,rastlosigkeit seines ganz bewegten1 an sich aber dabei fast starren ,krpers1 die ich mit nichts ,genauerem zu vergleichen wte1 als der raschelnden1 wimmelnden ,geschftigkeit des ,grteltiers im ,zoologischen ,garten1 wenn es das ,stroh seines ,kfigs immer neu durchstbert4 ,aber pltzlich ein ,sto nach oben und nun kommt es hoch und schwebt in halber ,wasserhhe rasch dahin4 ,die ,aehnlichkeit ist jetzt am strksten mit einer sehr groen schwimmenden ,kaulquappe4 ,im ,gegensatz zum ,branchipus schwimmt es ausgesprochen nicht auf dem ,rcken1 keines der vielen ,exemplare1 die allmhlich bei immer weiterrckender ,durchleuchtung des ,grabengrundes lebhaft und sichtbar werden4 ,denn in der ,tat3 das ist nicht einer1 das sind ,hunderte da unten1 ,hunderte im engsten ,raum4 ,jetzt ist einer auf dem ,wege gerade unter der ,stelle1 wo die weien ,nixchen1 die ,branchipus-,krebschen1 sich sonnen4 ,er scheint mit ,absicht dahin zu halten4 ,ob er sie sieht8 ,seine ,augen mten dann auch wie beim ,molukkenkrebs irgendwie oben aus der ,schildkrtenschale herausvisieren4 ,aber auch der ,rckenschwimmer1 der ihm oben zunchst ist1 hat ihn gesehen und wirbelt blitzschnell wie ein ,boot1 das alle ,ruder einschlgt1 davon4 ,unsere wandelnde ,glocke zgert1 -- und ein rascher ,griff ins seichte ,wasser bringt sie in meine ,gewalt4 ,sie zappelt1 windet sich1 dreht sich verzweifelt auf meiner ,hand4 ,mir aber ist einer der ,momente beschieden1 wie sie nur der intim sich einlebende ,naturfreund als ,glcksstationen seines ,lebens zhlt4 ,zum erstenmal lebt1 bewegt sich vor mir ein ,exemplar des wunderbaren1 sagenumwobenen ,apus1 des ,ohnfues81 wie das lateinische ,wort bersetzt heit1 des ,kiefenfues81 wie er in sehr schlechter ,unterscheidung vom ,kiemenfu deutsch benannt zu werden pflegt4 ,nun1 da die zappelnde ,schildkrte abwechselnd sich auf ,rcken und ,bauch dreht1 gengt ein ,blick1 um den ,umri des ,leibesbaues erkennen zu lassen1 -- des ber alle ,maen kuriosen ,baues6 ,die ,augen sitzen in der ,tat1 zwei an der ,zahl1 fast zum ,verschmelzen dicht nebeneinander vorn auf dem ,scheitel der ,schale4 ,und ganz wie beim ,molukkenkrebs enthllt auch hier der umgewlzte ,deckel an der ,bauchseite ein ,gewimmel von ,beinen1 die allerdings im brigen nicht den scherentragenden ,limulus-,beinen gleichen1 sondern in der ,mehrzahl viel eher an die des kleinen ,branchipus gemahnen wollen4 ,der ganze weiche ,leib hngt in der ,deckschale nach einem ,prinzip1 wie wenn wir uns denken1 eine ,maus soll sich etwa in die leere ,rckenschale einer griechischen ,schildkrte eingenistet haben4 ,sie nagt zwei kleine ,lcher in den ,schildkrtendeckel1 pret ,kopf und ,buckel bis zum ,anwachsen von innen gegen die ,wlbung und treibt ihre ,augen vor1 bis sie oben aus den ,lchern gucken4 ,ein absurdes ,bild -- und doch steckt der ,apus genau so in seiner ,glocke1 mit ,kopf und ,nacken angewachsen1 die ,augen oben durchbrechend und der brige ,leib lose unten nachschleifend4 ,an diesem ,leibe sitzen an die vierzig ,paar ,beine4 ,nur das erste ,prlein ist aber in eine ,art ,pfote aus ,borsten ausgezogen1 die andern sind wirklich wie beim ,branchipus gleichartige ,wimmelapparate1 die nicht nur als ,ruder1 sondern auch ebenso intensiv als ,vermittler der ,atmung wirken3 also ,kiemenfe84 ,im ,nherbesehen erschien die ,schale ganz bernsteingoldig darber1 der eigentliche ,leib glhte blutrot und die ,fchen wimmelten braungelblich4 ,nach hinten lief das ,ganze in zwei lange rote ,schwanzfden aus1 zwischen denen sich gerade bei dieser ,art 7dem ,apus productus7 noch ein ,spitzchen vorschob1 das noch in etwas an den wirklichen ,schwanzstachel des ,molukkenkrebses entfernt gemahnen konnte4 ,rasch fllte ich mir ein ,glas mit den ,wundertieren4 ,ich fgte ein paar ,branchipus-,elfchen bei und war im ,laufe der nchsten zehn ,minuten ber die ,ernhrung der ,schildtrger belehrt3 wie die ,tiger fielen die ,unholde ber die im engen ,raum ratlosen ,elfen her und begannen sie zu verschlingen4 ,andere haben gesehen1 wie sie sich an junge ,krten hingen und ihnen die ,beine abbissen4 ,das ,jahr der ,schrecken #ahjf war ber ,weimar hingerauscht4 ,nun ebbte die ,flut1 man fing an1 sich wieder einzurichten4 ,goethe1 um sich von allen diesen ,bedrngnissen loszureien8 und seine ,geister ins ,freie zu wenden81 kehrte an die ,betrachtung organischer ,naturen zurck84 ,als er so die ,metamorphose der ,lebewesen im ,kopf1 eines ,tages sich bei ,jena erging1 brachte jemand einen ,apus4 ,und wie er in das ,gewimmel der unzhligen ,beine des ,ohnfues8 schaute1 blitzte ihm strker als je auch fr das ,tierreich das ,gesetz auf1 das er im ,pflanzenreich entdeckt zu haben glaubte4 ,alle verwickelten ,teile waren ,differenzierungen eines einfachsten ,urschemas3 wie aus der schlichten ,form des ,blattes dort alle vielfltig verschiedenen ,gebilde der ,pflanze sich logisch ableiten lieen1 so bei dem ,krebs aus dem ,grundtypus des einfachsten ,beingliedes1 das immer dasselbige bleibt8 und sich doch im ,zwange des ,bedarfs in so viel andere ,gestalten verwandelt1 eine unendliche ,komplizierung der ,gliedmaen4 ,von diesem ,prachtexemplar auf seine ,theorie mute er mehr haben4 ,so bot er einen ,speziestaler fr einen zweiten ,kiefenfu1 fr einen dritten einen ,gulden und so bis auf sechs ,pfennige herunter4 ,jetzt suchte die ganze ,umwohnerschaft von ,jena ihre ,pftzen und ,teiche ab fr die verschwenderische ,marotte des ,herrn ,geheimrats4 ,aber auch ein ,minister1 der zugleich ,goethe war1 konnte nicht hemmen1 da er wider das wunderbare ,geheim-,gesetz dieser ,krabbeltiere stie und unverrichteter ,sache heimziehen mute4 ,voraussetzungslos1 wie er anscheinend im ,jenenser ,gebiet einmal aufgetaucht1 war der ,apus auch ebenso wieder spurlos fortan verschwunden4 ,goethe erhielt keinen mehr4 ,immerhin war ihm die ,sache wichtig genug1 ihr in den ,tages- und ,jahresheften8 mehr ,raum zu gnnen als der ,erzhlung vom ,tode der ,herzogin ,amalia4 ,die ,bauern bei ,jena aber werden sich ber den verlorenen ,speziestaler mit dem getrstet haben1 was seit langem fester ,volksglaube zur ,erklrung des mysterisen ,lebensgesetzes des ,apus ist3 es war gerade damals einmal wieder ein ,stck vom ,himmel gefallen4 ,diesem ,glauben lag eine feste ,beobachtung zu ,grunde1 die wahrscheinlich lange gemacht worden ist1 ehe ein ,naturforscher sich mit dem ,apus beschftigt hat4 ,ein groes1 aufflliges ,tier1 lebt er doch niemals da1 wo man stndig sich erhaltende ,geschlechter von ,wassertieren naturgem sucht und findet3 in dauernden1 sei es flieenden1 sei es stehenden ,gewssern4 ,kein ,flu1 kein ,bach1 kein ,mhlteich und kein grner ,unkensumpf beherbergt ihn4 ,jahr aus ,jahr ein stellt sich dort das ,volk der ,fische1 der gewhnlichen ,krebse1 der ,muscheln1 ,schnecken1 ,blutegel1 ,wasserwanzen ein1 -- wenn auch nicht streng zoologisch1 so doch dem ,anblick nach jeder neu erwachsenden ,generation auch von ,dorfjungen bekannt4 ,aber der ,kiefenfu tritt absolut anders in die ,erscheinung4 ,ein ,platzregen fllt1 in flachen ,grben1 ,wegvertiefungen1 ,radspuren und ,gossen quillt es von himmlischem ,wasser vorbergehend -- und hier auf einmal tauchen die dicken ,schilder auf1 oft gleich zu hunderten1 wimmeln wie die ,grteltiere und sind ebenso im ,nu wieder fort1 wenn die ,sonne die ,regenpftze aufgetrocknet hat4 ,keineswegs jeder ,regen aber hat diese ,zaubergabe1 die ,kobolde zu bringen4 ,jahrzehnte gehen am gleichen ,fleck hin1 ein ,menschenalter und mehr1 -- jedes ,frhjahr prasselt der ,regen so und so oft herab und fllt jede ,vertiefung bis zum ,strotzen3 aber die ,wasser bleiben leer1 als fehle das ,schpferwort4 ,und dann kommt ein bestimmter ,gu pltzlich wieder und alles ist voller ,tiere4 ,wie soll es nicht der ,regen selber sein1 der eben in ganz bestimmtem ,ausnahmefall die ,eigenschaft hat1 ,tiere mitzubringen8 ,regen und ,himmel sind dem ,volkswitz eins4 ,was herabregnet aus den ,wolken1 das fllt vom ,himmel84 ,vierzehn ,jahre nach jener ,begegnung mit ,goethe1 in der ,nacht vom #ab4 zum #ac4 ,august #ahba1 rauschte ber die ,vorstdte von ,wien ein gewaltiger ,gewitterregen4 ,wochenlang blieben die ,rinnsteine im ,zustand der ,ueberschwemmung -- und in diesen ,lachen1 mitten im ,bereich des ,straengetriebes1 erschien pltzlich der ,apus in wahrhaft ungeheuerlichen ,regimentern4 ,diesmal fhlte der gemeine ,mann sich seiner ,himmels-,theorie schlechterdings sicher4 ,ja1 was fllt nicht alles vom ,himmel6 ,solchem ,volksglauben ist theoretisch viel schlechter beizukommen1 als die meisten ,menschen denken4 ,vom ,himmel1 das heit wirklich aus dem ,weltraum1 strzen ,meteorsteine und wirbelt feiner1 im ,polarschnee und in der ,ozeanstiefe nachgewiesener ,eisenstaub4 ,ernsthafte ,naturforscher haben im neunzehnten ,jahrhundert erwogen1 ob wir nicht auch ,lebenskeime aus dem ,all beziehen4 ,wenn ,bazillensporen eine ,klte von zweihundert ,grad berstehen1 wenn trockene ,pflanzensamen zweihundert ,jahre keimfhig bleiben1 wenn monatelanges ,liegen unter der ,luftpumpe solche ,samen nicht ttet1 dann scheint sich ein ,weg aufzutun fr eine ,lebenspost zwischen ,stern und ,stern4 ,man braucht diese ,dinge nicht fr zwingend zu halten1 aber in der ,theorie mu man mit ihnen rechnen4 ,doch vom ,himmel8 aus einer ,regenwolke -- das fordert ja noch nicht einmal wirklich kosmische ,zusammenhnge6 ,eine ,wasserhose wirbelt einen ,teich in die ,hhe samt ,inhalt und lt an einem entfernten ,fleck niedergehend die mitgestrudelten ,fische tatschlich regnen84 ,wenn der ,vulkan ,cotopaxi in ,sdamerika heien ,schlamm speit1 so kommen ,legionen toter ,fische mit1 die wahrscheinlich aus unterirdischen ,gewssern mitgerissen sind1 und auch sie fallen wie ,asche und ,bimsstein vom ,himmel84 ,nur da das gerade auf den ,apus wieder nicht passen will4 ,ausgesucht er lebt ja gar nicht in ,teichen und stndigen ,wassern1 aus denen ihn irgend eine ,gewalt in die ,lfte entfhren knnte4 ,immer1 wo er erscheint1 erscheint er schon als ein ,produkt des ,regens4 ,das ,wunder im ,lebensgesetz des ,apus ist schlielich doch aufgeklrt worden4 ,gegangen aber ist's dabei1 wie so oft4 ,die wissenschaftliche ,entrtselung hat eine viel wunderbarere ,sachlage aufgedeckt1 als das einfache ,herabfallen mit einem ,gewitterregen umschlieen wrde4 ,dieses wre ein ,zufall amsanter ,art1 mit endlich doch irgend einer ,ursache nach ,art jener ,vulkanfische4 ,der wahre ,sachverhalt aber fhrt in tiefste ,bildungsgeheimnisse der ,natur1 vor denen all unsere ,weisheit eigentlich noch in den ,kinderschuhen steckt4 ,die offizielle ,naturforschung kennt unsern ,kobold auch nur dem ,aeuern nach noch keine zweihundert ,jahre4 ,in den ,zwanzigern und ,dreiigern des achtzehnten ,jahrhunderts gab ,johann ,leonhard ,frisch eine ,beschreibung von allerley ,insekten in ,teutschland8 in ,quartbnden heraus4 ,dazu hatte man ihm aus ,preuen ein ,kuriosum bersandt1 das er als flossenfigen ,seewurm mit dem ,schild8 beschrieb4 ,er wurde aber auch sofort ,vater des milichen ,namens ,apus selbst und zwar auf ,grund folgenden ,gedankengangs4 ,die ,fsse81 schreibt er1 haben das allersonderbarste an diesem ,wasserwurm2 wenn es anders ,fsse knnen genennet werden und nicht vielmehr ,flo-,federn1 fr welche ich sie ansehen mu4 ,also da dieses ,insekt bei denen1 die es fr ,fsse ansehen1 ein polypus heien mu1 bei mir aber apus48 ,nach dem ,muster gewisser lateinischer ,namen in der ,zoologie htte sich die hbsche ,bildung vorschlagen lassen3 ,vielfiger ,ohnfu4 ,es blieb aber beim ,ohnfu schlechthin1 nachdem ,linn die ,sache sanktioniert hatte4 ,die nchste ,streitfrage war3 was es berhaupt fr ein ,tier im ,system sein knne8 ,klein um #agcg riet auf einen ,wasser-,tausendfu4 ,damit war der ,sprung wenigstens vom ,wurm zum ,gliederfler gemacht4 ,gliederfler sind aber auch die ,krebse4 ,und zu denen verwies den ,apus mit sieghafter ,energie #agef der treffliche ,zoologe und ,pfarrer von ,regensburg1 ,johann ,christian ,schffer4 ,er ist der ,altmeister aller unserer ,apus-,weisheit1 und wenn herrschende ,zeitmeinungen nicht strkere ,fuste htten als stille ,beobachterehrlichkeit1 so htte er allein schon den ganzen ,knuel der ,streitfrage glcklich auseinander gewickelt4 ,jeder ,feinschmecker kennt die ,eier unseres ,flukrebses1 wie sie zu ,hunderten das ,weibchen an seinem ,hinterleibe noch lange nach der ,ablage wie in einem ,nest mit sich herumtrgt4 ,und wer diese durchaus irdische ,vorsorge fr die ,unsterblichkeit der ,gattung betrachtet1 der wird schwerlich vermuten1 da dieser ,krebs durch eine ,sorte kosmischer ,urzeugung vom ,himmel falle84 ,die gleiche ,wahrscheinlichkeit wurde denn auch fr ,herrn ,apus ziemlich gering in dem ,moment1 da ,schffer nachwies1 da auch hier die ,weibchen unter ihrer ,schale ebenso mtterlich brav die ,eilein in stattlicher ,zahl mitfhren4 ,und die ,frage spitzte sich zunchst jetzt auf die engere zu1 was aus diesen ,eiern wrde4 ,die ,regenpftzen mit den ,kiefenfen trockneten eines ,tages aus4 ,das bedeutete den ,tod der ,kobolde1 deren ,kiemenatmung einzig dem ,wasser angepat war4 ,aber welches ,schicksal erfuhren die ,eier dabei8 ,hier kann nur die ,untersuchung an ,ort und ,stelle helfen4 ,diese lehrt mit vollkommenster ,sicherheit1 da im trockenen ,bodensatz eines leeren ,tmpels1 in dem eine ,apusgeneration gehaust hat1 die kugelfrmigen rotbraunen ,eier noch wohl erkennbar vorgefunden werden4 ,man kann sie aufnehmen1 trocken bewahren1 jahrelang bewahren1 -- und wenn man dann einen ,gu ,wasser darauf giet1 so erwachen sie wie ,dornrschen1 ein ,embryo gestaltet sich1 endlich kriecht eine etwas ber einen halben ,millimeter lange1 hchst possierliche ,larve mit drei ,paar derben ,ruderfen und einem ,cyklopenauge aus1 und aus der wird durch eine fortgesetzte ,kette rascher ,verwandlungen -- der echte ,apus4 ,damit ist ein ,streitpunkt sofort klar4 ,das pltzliche ,auftreten des ,ohnfues in einem jahrelang trockenen ,graben kann zwar indirekt ,ergebnis eines ,regens sein1 doch nur auf dem ,wege1 da jahrelang vorher abgelegte und im ,staube konservierte ,eier durch die neuerdings hinzukommende ,feuchtigkeit erweckt8 werden und pltzlich eine ,apusgeneration in dieses ,regenwasser hineinproduzieren4 ,der ,naturweg ist dabei der durchaus hergebrachte1 blo schaltet sich die ,tatsache ein1 da zwar der eigentliche ,apus in ,person nur gedeihen kann im ,wasser1 da dagegen seine ,eier eine schier unzerstrbare ,trocken-,festigkeit haben4 ,ein weiterer ,schlu wird mglich4 ,in diesem feinem ,staub-,dasein kann ein solches ,apus-,ei von der ,stelle1 da es abgelegt wurde1 mit dem zugehrigen ,staube auf die ,wanderschaft kommen4 ,es ist -- neuere ,staubflle haben es erst wieder bewiesen -- schier unglaublich1 wie weit ,staub fliegt4 ,hat sich eine ,apus-,generation drauen im ,felde in einem tiefen ,weggeleise oder einer ,wegunebenheit einmal entwickelt gehabt und bleiben ihre ,eier hier liegen1 so ist es fast selbstverstndlich1 da der ,wind sie nachher mitwirbelt und verfrachtet4 ,wie viel ,staubwolken mgen jenem ,gewitterregen von #ahba in ,wien vorausgegangen sein6 ,wie viel ,grabeninhalt mag da zusammengeweht1 in die ,vorstdte hineingeblasen sein6 ,staub -- und im ,staube ,apus-,eier4 ,wo dicke ,steinkrner fliegen1 warum nicht sie6 ,nun liegen sie im ,rinnstein und der ,regen strmt3 warum soll hier nicht glcken1 was dem ,beobachter1 der mitgebrachte ,apus-,eier in seiner ,studierstube befeuchtet1 ausnahmslos gelungen ist8 ,schffer zu seiner ,zeit geriet aber schon auf eine geradezu raffinierte ,komplizierung der ,sache4 ,er untersuchte so und so viele ,einzeltiere des ,apus und stellte fest1 da es immer und immer und immer wieder ,weibchen waren4 ,es gelang ihm mit allem ,flei nicht1 ein einziges ,mnnchen zu entdecken4 ,was bedeutete wieder das8 ,herr ,schffer beobachtete aber noch mehr1 und zwar jetzt etwas1 was nach den ,regeln der in seiner ,schule hervorgebrachten ,logik und ,wissenschaft einfach nicht sein durfte4 ,er sammelte eine ,anzahl ,eier einer solchen ausschlielich weiblichen ,generation4 ,aus diesen ,eiern gingen junge ,apuslein hervor4 ,wieder waren es ,weiblein4 ,schffer brachte jedes besonders8 und erwartete1 was diese ,einzelhaft ergeben wrde4 ,es gelung mir18 erzhlt er1 da einige fortlebten1 und ich erhielte auch von diesen ,eyer und von denselben ,junge4 ,dieses war mir ,beweises genug1 da diese ,kiefenfe auch ohne ,befruchtung fruchtbare ,eyer mten in sich gehabt und von sich gegeben haben48 ,hier aber fiel dem braven ,meister das ,herz in die ,hosentasche4 ,das ging nicht4 ,das verstie gegen das urverbriefteste ,adam- und ,eva-,gesetz der ,natur4 ,nachdem er den wahren ,sachverhalt praktisch gesehen1 dekretierte er also kraft seiner ,schultheorie etwas1 was weder beobachtet noch richtig war4 ,er behauptete nmlich1 der ,apus sei heimlicher ,zwitter1 also ,mann und ,weib in einem ,leib4 ,schffer1 anderthalb ,jahrhunderte vor ,darwin1 merkte nicht1 da in der mysterisen ,fhigkeit der ,apus-,weiblein1 wie er sie erlebt hatte1 eigentlich eine ganz famose ,anpassung stecken mute4 ,der ,ohnfu hatte sich nun einmal darauf eingestellt1 statt in echten ,dauergewssern in zuflligen ,regentmpeln seine ,bahn fortzusetzen4 ,schon das war wohl alte ,anpassung3 in solchen ,tmpeln gab es ja keine bsen ,fische1 die ihn fressen konnten1 dagegen kleineres ,gesindel fr seine eigene ,lebenstafel die ,menge4 ,nun -- mit diesem ,tmpel-,leben war wieder verknpft der ,staubtransport der ,eier4 ,wie sinnreich aber griff hier jene ,gabe der einsamen ,weiblein ein1 falls sie wirklich bestand6 ,ein einziges windverwehtes ,ei1 wofern es einen weiblichen ,apus lieferte1 konnte das ganze ,volk an seiner ,stelle auf lange ,generationen hin retten4 ,es war ja bei solcher ,luftpost ganz und gar nicht sicher1 da gerade stets ,keime zu beiden ,geschlechtern in der gleichen ,regenpftze zusammengeweht werden sollten4 ,wie oft mochte nur eines kommen4 ,und war das dann nur weiblich1 so rettete es doch das ,haus ,apus4 ,war aber alles eine ,weile im ,gange so gewesen1 dann mute die ,geschichte eines ,tages sogar noch viel wichtiger werden4 ,denn wenn es1 wie in ,schffers ,experiment1 immer so ging1 da von all den ,apus-,weibern1 die sich jungfrulich fortpflanzten1 abermals nur ,weiber kamen1 so mute gar bald ein gewaltiges ,plus berhaupt von ,apusfrauen in der ,welt entstehen gegenber der ,zahl der ,mnner4 ,doppelt und dreifach unwahrscheinlich dann1 da jede ,regenpftze beide ,geschlechter erhalten sollte1 doppelt und dreifach von ,nten also jene glckliche ,gabe der einsamen ,jungfrauen6 ,waren doch tatschlich die ,mnnchen heute im ,ganzen so selten1 da ,schffer an seinem ,fundort berhaupt keine gefunden hatte4 ,doch das alles wollte unser ,forscher selber nicht haben1 es widersprach ihm in der ,grundtatsache einem ,naturgesetz84 ,da ein vom ersten ,tage an in ,isolierhaft gesetzter ,krebs ,nachkommen bringen solle1 schien ihm und seiner ,schule noch ein ,teil lcherlicher1 als da ein leibhaftiger ,krebs vom ,himmel fiel4 ,die ,zeit lief1 und eines ,tages wurde1 wie es schien1 das ,unzulngliche gar auch noch ,ereignis4 ,im neunzehnten ,jahrhundert1 #ahda1 zergliederte ,zaddach den ,apus und behauptete1 ,schffer habe ernstlich recht3 die vermeintlichen ,apus-,weibchen besen auch einen heimlichen mnnlichen ,bau1 seien also echte ,zwitter im ,sinne einer ,blte1 die ,staubgefe und ,griffel in ein und derselben ,blumenkrone trgt4 ,und das wollte der ,mann jetzt gesehen haben4 ,die ,wahrheit meldete sich diesmal schon nach sechzehn ,jahren4 #aheg fhrte sie nmlich einen ,forscher1 ,kozubowsky1 an einen ,tmpel bei ,krakau1 in dem wohlentwickelte1 in jedem ,betracht unverkennbare ,mnnchen des ,apus sich tummelten4 ,nunmehr war aber die ,sache auf der ,spitze4 ,der ,apus kmpfte gegen ein ,naturgesetz84 ,wer wrde siegen8 ,inzwischen war indessen ber den alten ,schulmeinungen etwas ,gras gewachsen4 ,eine ,zoologen-,generation stand im ,vordergrund1 die mindestens eins nicht mehr hatte3 philosophische ,angst innerhalb ihres ,fachs4 ,im achtzehnten ,jahrhundert hatte die ,philosophie die ,zoologie vergewaltigt4 ,was man sich dort nicht denken konnte1 das durfte hier nicht sein4 ,in der ,zeit der ,schelling und ,hegel schlug das um4 ,jetzt in der zweiten ,jahrhunderthlfte des ,neunzehnten ri schon sozusagen ein frecher ,ton ein4 ,die ,philosophie hatte sich hinter die ,erfahrung zu konzentrieren6 ,wenn es der ,zoologie ,spa machte1 alle ihre eigenen ,lehrstze zur ,abwechselung noch einmal in die ,luft zu sprengen1 so hatte die ,philosophie das eben hinzunehmen4 ,schlielich mute sie ja sogar den ,darwin schlucken4 ,und gegen den war die ,jungfernzeugung8 doch immer noch eine kleine ,sache6 ,so wenig ,skrupel diese ,forschergeneration vor philosophischen ,traditionen oder ,traditionen berhaupt hatte1 so viel hatte sie aber vor der ,sorgfalt ihrer ,detailstudien4 ,keine ,zeit vorher hatte in der ,biologie auch nur eine blasseste ,ahnung gehabt von den ,anforderungen an ,genauigkeit1 die jetzt gestellt wurden4 ,darwin selber1 der heute so gern schon wieder zu den ,theoretikern8 verrechnet wird1 war ein ,mustertypus dieser ,sorte genauer ,beobachter1 hinter dessen ,stzen1 mochten sie noch so theoretisch klingen1 eine ,arbeitsleistung an kleiner ,materialprfung stand1 vor denen lteren ,naturforschern gegraut htte4 ,unsagbar viel ,mhe und ,arbeit ist die ,zoologie des neunzehnten ,jahrhunderts gewesen4 ,in die ,hnde eines solchen ,arbeiters8 fiel denn endlich in den sechziger ,jahren auch der ,apus4 ,siebold hatte sich als ,lebensaufgabe gestellt1 dem ,rtsel jener ,jungfernzeugung8 7,parthenogenesis7 endlich einmal mit ,hebeln und mit ,schrauben8 auf den ,leib zu rcken4 ,er ging daran jenseits von ,theorie und ,gegentheorie4 ,die wirkten auf ihn blo wie die ,sage von einem ,schatz4 ,da stand ein ,sandberg4 ,der ,schatz lag entweder darunter oder nicht4 ,das wrde sich ja zeigen4 ,aber einstweilen war jedenfalls ntig1 da man ein ,sieb nahm und den ganzen ,berg ,probe fr ,probe durchsiebte4 ,war auch nur eine ,goldmnze darin1 so wurde sie so jedenfalls gefat4 ,und das ,resultat stand fr immer4 ,in diesem ,sinne behandelte ,siebold auch den ,apus4 ,von #ahfd bis #ahfi unterzog er eine ,lehmpftze bei ,goberg in ,franken1 in der sich der ,apus gezeigt hatte1 einer systematischen ,ausforschung2 das ,wort ist in diesem ,fall das umfassend-richtige4 ,jahr fr ,jahr wurde die ,pftze auf ihren ,apus-,inhalt geprft1 wurden die ,apus-,individuen bei lebendigem ,leibe auf ihr ,geschlecht untersucht4 ,mehrfach in den ,jahren wurde das so radikal betrieben1 da kein ,stck in der ganzen durch- und durchgesiebten ,pftze ohne einen kritischen ,blick des ,professors passierte4 ,im ganzen kamen so #heba ,krebslein zur ,musterung4 ,das ,ergebnis der ,statistik war1 da in diesen sechs ,jahren in den sechs ,generationen des ,hauses ,apus kein einziges ,mnnchen aufgetreten war1 whrend das ,volk sich doch gemehrt hatte wie der ,sand am ,meer4 ,damit war endgltig festgelegt1 da im ,hause ,apus eine pragmatische ,sanktion stattgefunden hat1 kraft derer das uralte ,adam- und ,eva-,gesetz auf mindestens sechs ,jahre hier auer ,geltung gesetzt und dafr eine weibliche ,erbfolge durch ,jungfernzeugung eingefhrt werden kann4 ,wir wissen heute genau1 da die ,dynastie ,ohnfu nicht die einzige ist1 die im ,drang der ,sachlage solche ,ausnahmeparagraphen des natrlichen ,ehekodex sich selber gesetzt hat4 ,die ,blattluse haben es genau so gemacht4 ,im ,frhjahr kriecht hier aus befruchteten und berwinterten ,eiern eine erste ,generation1 das sind nur ,weibchen4 ,diese ,weibchen erzeugen1 ohne jemals ,liebe und ,heirat kennen zu lernen1 eine neue ,folge lebendig geborener ,luslein1 -- abermals lauter ,tchter4 ,diese also schon aus ,jungfernzeugung stammende ,tchtergeneration erzeugt genau so ein ,volk ,enkelinnen4 ,und das geht jetzt fort im ,eilschritt durch neun ,generationen noch in dem gleichen ,sommer4 ,endlich die neunte ,amazonenschar gert wieder aus dem ,ausnahmeparagraphen heraus in den ,adam- und ,eva-,kodex1 wenigstens fr ihre ,kinder3 sie bringt sowohl ,shne als ,tchter hervor4 ,so entsteht im zehnten ,gliede im ,herbst endlich wieder eine ,normal-,heirat1 deren ,ergebnis die befruchteten ,eier sind1 die jetzt berwinternd das ganze ,mrchen wieder von vorne beginnen lassen4 ,am meisten ,aufsehen aber hat mit ,recht die ,entdeckung gemacht1 da auch unser vertrautester ,freund aus dem ganzen ,insektenvolk1 die ,biene1 seit alters ganz gemtlich dicht neben uns jene ,sanktion des ,unmglichen8 besitzt4 ,dzierzon 7,dsjrschon ausgesprochen71 der ,altmeister unserer ,bienenkunde1 der heute noch als ,neunziger lebt1 hat schon #ahde nachgewiesen1 da die ,bienenknigin in ihrer ,person die wundersame ,doppelgabe vereinigt1 entweder normal befruchtete ,eier zu legen1 aus denen aber hier allemal nur ,tchter 7,arbeiterinnen oder wieder ,kniginnen7 hervorgehen1 -- oder aber durch ,jungfernzeugung unbefruchtete1 denen jedesmal ein ,sohn -- eine ,drohne -- entwchst4 ,im verwickelten ,haushalt dieser sozial lebenden ,bienen ist die ,sanktion eben noch zu einem viel verwickelteren ,hausgesetz geworden1 das schriftlich aufgezeichnet manches ,pergamentblatt fllen wrde4 ,es war auch gerade ,siebold1 der diese groe ,bienen-,entdeckung des ,imkers ,dzierzon durch streng wissenschaftliche ,nachprfung seiner ,zeit zur unbestrittenen ,geltung bringen sollte4 ,erst in den letzten ,jahren des eben abgeschlossenen ,jahrhunderts ist die ,sache hier dann noch einmal mit groer ,energie bezweifelt worden4 ,dickel in ,darmstadt und andere ,bienenkenner haben ,siebolds ,angaben ber das unbefruchtete ,drohnen-,ei aufs ,heftigste angegriffen1 und wenig htte gefehlt1 so wre das ganze ,problem wenigstens an dieser ,ecke schlielich doch noch wieder neu aufgerollt worden4 ,in den letzten drei ,jahren haben indessen minutis genaue mikroskopische ,untersuchungen der ,bieneneier1 die im ,freiburger zoologischen ,institut von zwei ,schlern ,august ,weismans1 ,paulcke und ,petrunkewitsch1 angestellt worden sind1 die ,sache endgltig entschieden -- und zwar genau im ,sinne ,dzierzons und ,siebolds4 ,das ,drohnen-,ei bleibt unbefruchtet und entwickelt sich trotzdem zu einem fertigen ,tier4 ,so war das ,liebesleben des wunderlichen ,heiligen ertrglich aufgehellt und sein besonderes ,mirakel hatte wenigstens ,gesellschaft in der groen ,tierarche gefunden4 ,kleine ,rtsel blieben ja noch immer in seinem ,gesamtleben und sie sind noch heute da4 ,ich sagte3 man versteht als glckliche ,anpassung81 da ,freund ,apus die kleinste ,bodenrinne1 wofern sie nur ,regenwasser enthlt1 dem schnsten ,dauerteich vorzieht1 weil er dort keine ,fische findet1 die ihn bedrohen knnten4 ,aber darum bleibt doch wunderbar1 wie er heute dieses ,prinzip durchsetzt4 ,in der erdrckenden ,mehrzahl der ,flle scheint es eine absolute ,notwendigkeit1 da die ,pftze1 in der er sich in diesem ,sommer etwa entwickelt hat1 hinterher austrocknet1 wenn seine ,eier berhaupt entwickelungsfhig bleiben sollen4 ,zwar im ,wasser abgelegt von ,eltern1 die nur im ,wasser leben knnen1 bedrfen die ,eier selbst geradezu eines ,interregnums von absoluter ,drre1 eines ,staub-,stadiums1 wenn sie bei dann wieder erfolgender ,befruchtung wirklich junge ,kiefenfe ergeben sollen4 ,so wie die ,pftze sich zur ,dauer wendet1 etwa durch eine ,folge regenreicher ,monate ber ihre gewhnliche ,zeit na bleibt1 na berwintert1 kurz1 berhaupt eine ,neigung zum ,uebergang in einen echten kleinen ,teich zeigt1 -- bleiben die ,apus-,eier im nassen ,grunde liegen1 ohne sich zu entwickeln4 ,schopenhauer wrde sagen1 der ,wille zur ,arterhaltung ist hier bis ins ,ei mchtig3 wo das fertige ,tier ,gefahr laufen wrde1 da macht schon das ,ei ,kehrt4 ,regentmpel will es1 keine ,teiche1 und wenn die ,pftze sich zum ,teich macht1 so streikt es einfach und liefert dieser abtrnnigen ,dauer-,pftze schon gar kein ,material an ,apus fr ihre gefhrlichen ,neuerungen aus4 ,wir benutzen heute vor solchem ,vorgang das ,wort ,vererbung81 das aber auch nur ein ,wort eben fr die allgemeine ,tatsache ist1 da es ,wirkungen und ,handlungen in der ,natur gibt1 die nicht bei dem ,halt machen1 was wir ,individuum zu nennen pflegen1 -- ,handlungen1 bei denen die ganze ,art8 mit ihrer ,generationenfolge nur wieder als ein geschlossenes ,ganz-,individuum erscheint mit durchlaufenden ,wirkungen4 ,aber der ,apus mte kein ,krebs und noch dazu ein auergewhnlicher ,krebs sein1 wenn der ,faden seiner ,legende bei diesen kleineren ,sachen schon abreien sollte4 ,ein auergewhnlicher ,krebs will etwas heien4 ,unerschpflich schier ist ja1 was das ,volk der ,krebse geleistet hat an abenteuerlichen ,formen und ,verwandlungen4 ,ein bunter ,maskenzug rollt dem ,auge des ,naturforschers da vorbei1 grausig oft1 oft lcherlich und oft wieder sinnvoll bis zum ,hinreien gleich der tollen ,phantasmagorie1 die dem heiligen ,antonius in ,flauberts wilder ,dichtung vorberzieht4 ,da kommt der ,makrocheira-,krebs ,japans1 dessen ,riesenbeine drei ,meter klaftern und daneben das winzige ,temora-,krebschen unserer deutschen ,meere1 von dem #fjjjj ,individuen im ,magen eines einzigen ,herings gefunden worden sind4 ,da kommt der ,pyrocypris-,krebs1 der1 wie der ,tintenfisch seine ,tinte1 eine smaragdgrne oder azurblaue ,leuchtflssigkeit aus sich heraussprudelt1 die so grell leuchtet1 da sie selbst bei ,tage vorblitzt2 gleich dem ,tintenfisch1 den seine pechschwarze ,wolke pltzlich den ,blicken der ,verfolger entzieht1 dient auch diesem ,leuchtkrebs sein ausgeschttetes ,lichtbad als ,tarnkappe1 da er selber in dem allgemeinen ,glanz verschwimmt4 ,es kommen die ,krebse1 die ein ,oelreservoir im ,leibe fhren1 das sie wie ein ,schwimmgrtel immer oben8 schwimmen lt4 ,der ,schmetterlings-,krebs ,notopterophorus naht1 dessen ,rckenhaut zu riesigen ,ruderflgeln ausgezerrt ist4 ,die grne ,pontellina fliegt wirklich auf solchen ,fallschirmen wie ein fliegender ,fisch ber den ,meeresspiegel dahin1 und der ,pfauenkrebs ,calocalanus des ,mittelmeers schwebt in der ,flut mit einem besonderen ,apparat an der ,hinterspitze aus acht orangeroten ,pfauenfedern4 ,der ,einsiedler-,krebs birgt nicht nur seinen weichen ,hinterleib in einem leeren ,schneckenhause1 sondern er schleppt auf diesem ,schutzhause auch noch eine dort festhaftende lebendige ,seerose herum1 mit der er in gegenseitiger ,schutzgemeinschaft lebt1 denn die ,seerose verteidigt ihn mit ihrem furchtbaren ,nessel-,apparat1 whrend er sie1 die von ,natur nicht laufen kann und doch1 ,tier wie sie ist1 fressen will1 neuen ,futterpltzen zufhrt4 ,aber dieser ,krebs mit seiner ,schnecke huckepack klimmt nchtlich als ,birgus-,krebs auch auf die ,koralleninseln der ,tropenmeere1 um wie eine ,ratte sich ber die leckeren ,kokusnsse herzumachen1 und die ,landkrabbe8 ,westindiens1 der ,gecarcinus1 ist gar zum reinen ,landtier geworden1 das gleich der ,krte nur noch zur ,fortpflanzungszeit einmal das ,heimatelement zu kurzem ,badeaufenthalt besucht4 ,doch auch aus unsern dunkeln ,hauswinkeln kriecht ein solcher ,landkrebs1 seit ,urtagen vllig dem ,wasser entzogen1 wenn auch noch an feuchte ,orte gebannt3 das ,kellertier oder der ,kelleresel4 ,wieder im ,wasser aber naht die ,hyperia mit ihren ,riesenaugen1 sie wohnt in einem herrlichen bunten ,kristallschiff1 nmlich mitten in einer lebendigen groen blauen ,meduse4 ,umgekehrt im zierlichsten glashellen ,tnnchen1 das ihr gerade ,raum genug gibt1 steuert samt ihrer ,brut die ,frau ,phronima3 das ,tnnchen ist auch hier nichts anderes als der innen hohl ausgefressene ,leib eines hilflosen anderen ,tieres1 einer sogenannten ,salpe4 ,die chilenische ,fabia haust wie ein ,bandwurm im ,darm eines lebendigen ,seeigels1 ein anderes ,krebschen wandert schon als ,larve ins ,innere der ,seegurken ein und lt in der stygischen ,finsternis da drinnen sogar seine ,augen als berflssig zuwachsen4 ,die ,lernonema bohrt sich mit dem ,kopf ins ,auge des ,herings4 ,und ein ,krebs ist auch die berhmte ,walfischlaus81 die schon ,goethe besungen hat4 ,mysis-,krebschen1 noch nicht einen ,zoll lang1 sind es1 die diesen ,kolo1 den ,walfisch1 zugleich msten1 da er seine #cjjjj ,kilogramm ,speck ansetzen kann -- jede ,schtzung erlahmt vor der ,zahl1 die dazu ntig ist4 ,immer spukhafter marschiert die ,reihe daher4 ,da ist der scheuliche ,wurzelkrebs1 der sich an einen ,taschenkrebs anheftet und ein schauerliches ,gespinnst wie eine wirkliche ,pflanzenwurzel schmarotzernd durch das ganze ,innere des unfreiwilligen ,wirtes treibt4 ,da ist die ,entenmuschel81 ein ,krebs1 der sich auf den ,kopf stellt1 mit einem festen ,stil anheftet wie eine ,auster und die ,beine nach oben aus der ,schale streckt wie ,staubfden einer ,blte2 bei diesen ,entenmuscheln1 die kein ,laie je fr ,krebse halten wird1 sind die eigentlichen groen ,exemplare wirklich ,zwitter1 wie ,schffer es einst beim ,apus argwhnte1 auerdem leben aber noch kleine ,zwergmnnchen parasitisch wie ,luse an ihrem ,leibe4 ,da sind die ,tiefsee-,krebse1 die dem kolossalen ,druck da unten stand halten1 teils blind1 weil sie keine ,augen brauchen in der sonnenfernen ,finsternis dieser ,wasserkatakombe1 teils leuchtend und mit ,riesenaugen durch diesen eigenen ,laternenschein sphend4 ,da sind die ,farbennderer1 die ,garneelen1 die auf diesem hellen ,bodengrunde hell aussehen1 auf jenem dunkeln dunkel je nach ,bedarf1 -- und die ,ganzdurchsichtigen1 wie der ,krebs ,thaumops 7,wunderauge zu deutsch7 im atlantischen ,ozean1 der so absolut glashell ist1 da kein ,fisch ihn im blauen ,wasser erkennen kann1 und die lichthellen ,krabben81 die so lichtdurchlssig sind1 da sie in der ,sonne keinen ,schatten werfen1 sondern einen ,lichtreflex wie ein ,brennglas444444 ,wieder in diesem ganzen ,zauberzuge sind es aber doch nur zwei ,gestalten1 an die der ,apus gemahnt hat1 so lange man sie und ihn kennt4 ,freilich die allerseltsamsten4 ,jeder steht am ,himmel unseres ,denkens wie ein einsamer ,stern1 losgerissen zunchst von jedem greren ,sternbilde1 wie von der ,milchstrae des bekannteren1 eng zusammengehrigen ,haupt-,krebsgeschlechts4 ,das erste dieser ,tiere mute ich schon erwhnen1 um den ,apus selber berhaupt beschreiben zu knnen4 ,es ist der ,limulus1 der ,molukkenkrebs84 ,unsere ,aquarien haben ihn so populr gemacht1 da manches ,berliner ,kind in seiner ,kenntnis dem ganzen klassischen ,altertum hier ber ist4 ,selbst der groe ,aristoteles und das ,sammelgenie ,plinius hatten noch keine ,ahnung von diesem ,schildkrtenkrebs4 ,mit dem lebhafteren direkten ,molukkenhandel1 wie er im ,gefolge der ,umsegelung ,afrikas sich allmhlich ergab1 fanden die ersten getrockneten ,exemplare als ein schaudernd angestauntes ,mittelding zwischen ,schildkrte und ,riesenspinne im sechzehnten ,jahrhundert ihren ,weg nach ,holland4 #afjc gab ,clusius das erste ,bild4 ,von da ab wurde der groteske ,geselle ein beliebtes ,objekt fr die ,zeichner von ,naturwundern4 ,im neuen ,system aber war man um so besorgter1 wohin damit4 ,er hatte ,krebsscheren und hauste im ,meer1 also mochte er ein ,krebs sein4 ,schffer aber1 als er seinen ,apus aus dem ,swasser als ,krebs feststellte1 bemerkte sogleich die uere ,aehnlichkeit des groen ,molukkengastes und des kleinen ,landsmanns1 die heute noch jedem auffllt3 er nahm den ,limulus schlankweg als eine riesige ,apus-,art4 ,im neunzehnten ,jahrhundert sickerte aber erst langsam1 dann unaufhaltsam wachsend eine ,neigung durch1 den ,molukkenkrebs1 wenn er denn einmal ,krebs bleiben sollte1 gnzlich von allen andern 7also auch dem ,apus7 loszutrennen und fr sich als ,ordnung ohne jeden engeren ,anschlu zu verrechnen4 ,inzwischen war ein geographisches ,faktum bekannt geworden1 das noch wieder zu denken gab3 der paradoxe ,limulus war nmlich1 nachdem man ihn so treffsicher bisher ,molukkenkrebs nach seiner ,heimat getauft hatte1 auch an der ,kste von ,florida1 also in ,amerika1 entdeckt worden4 ,ihn konnte kein ,sturm dahin verfrachtet haben wie den kleinen ,apus4 ,dieser ,apus hat ja eine geradezu kosmopolitische ,verbreitung4 ,er ist bis jetzt nachgewiesen auer in ,europa in ,algier1 am ,himalaya1 bei ,peking1 in ,australien1 ,tasmanien1 ,neu-,seeland und ,nordamerika1 -- ja der ,gletscherapus 7,apus glacialis7 geht am ,kap ,krusenstern in ,nordamerika 7#fh ,grad nrdlicher ,breite7 und bei ,jakobshafen in ,grnland bis dicht an die uerste ,polargrenze tierischen ,lebens auf ,erden4 ,leicht begreift man das bei ihm1 dem ,sturmfrohen1 der mit der ,staubwolke ber ,land1 ,meer und ,eis reist4 ,ihn knnte man sich trumen1 wie er als ,ei mit ,krakataua-,asche rund um die ,erde fliegt4 ,aber beim groen ,limulus der ,tropenmeere fllt das alles fort und nur die vage ,vermutung kann aus solcher extremen ,vereinzelung an zwei verschiedensten ,erdstellen den ,schlu ziehen1 es mchte sich um ein uraltes ,tier halten1 das in ,zeiten zurckdeutet1 da anders gestaltete ,meere und ,festlnder die ,erdkugel bedeckten1 andere ,lcken und ,brcken die ,wanderungen der ,tiere bestimmten4 ,und diese ,vermutung wird in der ,tat sogleich besttigt durch den ,bau des ,geschpfes4 ,was an diesem fr ,trennung von allen brigen ,krebsen sprach1 war von ,anfang an vor allem die ,art der ,frewerkzeuge4 ,wir erinnern uns1 wie der alte ,goethe sich als tief denkender1 seiner ,zeit weit voraufeilender ,naturforscher an den vielen gleichartigen ,wimmelbeinen des ,apus erfreute4 ,sie schienen ihm noch eine einfache ,grundform der ,beine darzustellen1 die beim hheren ,krebs schon unendlich differenziert sich erweist4 ,indessen zeigt sich doch bei diesem ,apus genau wie bei den brigen bekannten ,krebsen eins schon deutlich gesondert3 neben den ,beinen finden sich ausgesprochene ,krperorgane1 die als ,zangen1 ,kauer1 ,verarbeiter fr die engeren ,ernhrungszwecke1 mit einem ,wort als ,frewerkzeuge8 dienen4 ,wenn mein ,apus im ,glase den kleinen ,branchipus packte und auffra1 so geschah das mit regelrechten ,kiefern in der ,nhe seines ,schlundes1 ,kiefern1 die mit den vielen ,wimmelbeinen zunchst nichts zu tun hatten4 ,immerhin aber knnte man sich1 wenn man solche ,beikiefern sinnend in ,goethes ,gedankenzug beschaut1 recht wohl ausdenken1 noch ein ,stck weit ursprnglicher wren auch diese ,kieferzangen nur packende ,greifbeine gewesen1 ,mundbeine mit der ,aufgabe1 die gepackte ,nahrung klein zu zupfen4 ,und da jetzt ist es1 als trete der ,limulus zur ,probe ins ,exempel4 ,er hat noch gar keine ,kiefer1 sondern er kaut buchstblich mit den ,beinen4 ,man denke sich1 bei uns wre der ,mund mitten auf die ,brust gerutscht und die ,zhne sen ziemlich weit nach oben auf den ,armen und die ,nahrungsbissen wrden zwischen diese ,oberarme geklemmt und von denen so lange hin und hergerieben1 bis sie ordentlich zerkaut wren4 ,so im ,prinzip macht es der ,molukkenkrebs4 ,der ,molukkenkrebs kaut nicht nur mit den ,beinen4 ,er atmet auch mit ihnen1 hat regelrechte ,kiemenfe8 wie unser ,apus4 ,an den ,fhlern1 von denen im ,gegensatz zu den echten ,krebsen nur ein ,paar da ist1 trgt er ,scheren wie ein ,skorpion4 ,und im ,blute fhrt er nicht ,eisen1 sondern ,kupfer4 ,so will er in kein ,system4 ,noch heute gibt es angesehene ,forscher1 die ihn fr ein verkapptes ,spinnentier1 einen urtmlichen ,wasser-,skorpion halten4 ,uralt ist er sicher4 ,eine ,welt taucht hinter ihm auf1 in der die ,fugen unseres ,tiersystems sich wirklich noch lsen1 -- in der das ,bild der ,spinne und des ,skorpions verschwimmt mit dem des ,krebses1 verschwimmt zu ,stammformen1 deren ,urenkel erst getrennte ,linien einschlugen4 ,das war aber nicht gestern oder vorgestern4 ,die ,melodie der ,jahrmillionen erklingt4 ,ihr ,leitmotiv fhrt uns zunchst bis an den frnkischen ,strand1 wo der ,urvogel ,archopteryx ber das seichte ,wasser strich und sich wie eine ,mwe gelegentlich mit den zahnbewehrten ,kiefern einen ,krebs herausgerubert haben mag4 ,im steingewordenen ,schlamm von ,solnhofen liegen unverkennbar deutlich abgeprgt schon echteste ,molukkenkrebse1 -- auf deutscher ,erde1 nicht allzu weit von der ,gegend1 wo ,siebold die ,wunder des ,apus studiert hat4 ,aber die ,melodie rauscht noch viel weiter4 ,sie lockt bis hinter die ,steinkohlenzeit4 ,da taucht dieser ,molukkenkrebs auf wie in einem ,nebel1 halb schon er selbst1 halb noch ein wieder anderes1 in seiner ,art noch wieder seltsameres ,wesen4 ,sein groteskes ,schild wird zur schmalen ,sichel1 zwischen ,schild und ,schwanzstachel aber lst der ,hinterleib sich in einzelne ,ringel auf wie bei einem ,kelleresel1 und diese ,ringel lassen sich einrollen1 da der ganze ,kerl wie ein ,murmelstein unserer spielenden ,kinder sich kugelt4 ,immer aber sind es noch die sicheren ,vorfahren unseres groen krabbelnden ,aquariumsgastes4 ,denn heute noch1 wenn der sich aus dem ,ei bilden soll1 wchst er sich zuerst zu einer ,larve aus1 die hastig auf dem ,rcken schwimmt1 wie unser ,branchipus1 -- und diese ,larve zeigt den gleichen asselhaft zerkerbten ,hinterleib jenseits des sichelfrmigen ,schildes4 ,es ist die ,handschrift jenes geheimnisvollen ,gesetzes1 das die ,kinder von heute noch einmal die ,zge der ,urahnen vor ,millionen von ,jahren traumhaft flchtig annehmen lt3 des ,gesetzes1 das auch dein ,hhnlein im ,ei noch einmal die ,kiemenspalte des ,fisches in den ,hals grbt4 ,dem ,blicke aber1 der sich so weit in die ,schpfungsmeere der ,vorwelt hat verlocken lassen1 wchst dort neben den ,ahnen des ,molukkenkrebses eine neue1 fortreiende ,vision wundersamster ,krebstiere1 die heute allerdings vllig die ,erde verlassen haben4 ,kein ,aquarium zeigt sie mehr4 ,da ist der ,seraphim81 der ,stein-,engel1 ein ,kolo1 fr den unsere ,aquarien freilich ganz anders groe ,becken herstellen mten1 als fr den molukkischen ,limulus4 ,die schottischen ,arbeiter nennen ihn so1 wenn aus ihrem ,steinbruch pltzlich ein ,ungetm fllt wie eine nahezu zwei ,meter lange versteinte ,mumie mit zwei riesigen ,flgeln4 ,die ,flgel sind aber ,krebsscheren und das ,ganze ist der ,pterygotus1 der ,flgel-,krebs1 an ,leibeslnge gewaltiger als je wieder ein ,krebs geworden ist4 ,hier tritt die ,aehnlichkeit mit dem ,skorpion schon uerlich stark hervor4 ,aber auch dieser ,flgler war wohl immer noch ein ,verwandter jener ,ur-,molukkler1 deren ,zeitgenosse er auch gewesen ist4 ,beide doch waren noch nicht da1 als bereits ein kleineres ,krebsvolk viel tausend- und tausendkpfig die ,ozeane eroberte1 -- das ,volk1 in dem alle ,linien unserer letzten ,kenntnis vom krebslichen ,wesen auf unserm ,planeten zusammen- und -- vor eine verschlossene ,tr laufen4 ,im tiefsten ,abendrot des siebzehnten ,jahrhunderts lenkte der ,englnder ,lhwyd 7,luidius7 noch die ,aufmerksamkeit der ,forscher auf etwas1 was er gefunden hatte4 ,ja was8 ,etwas ,versteinertes1 -- es schienen ihm unklare ,bruchstcke von ,fischen zu sein4 ,die ersten ,nachprfer1 die den ,gegenstand selber auch an anderen ,orten ohne ,mhe in uralten ,gesteinsschichten auffanden1 rieten eher auf ,muscheln4 ,seltsame1 dreigeteilte ,muscheln mten's schon gewesen sein4 ,concha ,triloba nannte man's in der ,gelehrtensprache4 ,daraus ist nachher das ,wort ,trilobiten81 die ,dreigeteilten1 ,dreiteiler1 ,dreilapper1 geworden1 das bis heute bei der ,sache geblieben ist1 obwohl man jetzt sicher wei1 da es sich nicht um ,muscheln handelt4 ,was so umdeutet anfngt1 pflegt ja eine groe ,merkwrdigkeit zu werden1 vollends wenn sich herausstellt1 da es ein -- ,krebs ist4 ,shaw im achtzehnten ,jahrhundert betrachtete annhernd vollstndige ,exemplare und riet auf versteinerte ,raupen4 ,das mten aber schon hart gepanzerte ,raupen gewesen sein4 ,wie nahe berhrt sich das im ueren ,bilde bereits mit einem ,kelleresel1 also einem ,krebs6 ,nun hatte ,klein eben den ,apus fr einen ,tausendfu erklrt1 und so kam #agej ,mortimer auf die ,idee1 der raupenartige ,trilobit sei am ,ende eine ,art ,apus4 ,der ,apus war aber trotz ,klein in ,wahrheit ein ,krebs und so geriet auch der ,trilobit als ,apus-,sorte bei ,linn glcklich zu denen4 ,gezweifelt worden ist aber bis ins neunzehnte ,jahrhundert4 ,noch ein ,kenner wie ,latreille schrieb #ahba1 da er das ,tier so lange bei den ,muscheltieren festhalte1 bis einer ,beine daran entdeckte und dann sei es halt doch ein ,tausendfu4 ,diese ,beine haben noch viel ,mhe gemacht1 gerade an ihnen aber ist die ,krebsnatur schlielich am deutlichsten nachgewiesen worden4 ,auch der ,trilobit ist dem ,apus in der ,tat uerlich zunchst auffallend hnlich4 ,er hat das groe schildkrtenhafte ,schild1 aus dem nach oben die ,augen lugen4 ,aber auch bei ihm ist es durchweg dann1 als sei in dieses ,schild ein langes ,kellertier mit dem ,kopf eingewachsen1 so1 da die ,ringelreihe des ,leibes hinten nachschleife4 ,und dieser ,ringelleib erst wieder beschliet sich mit einem soliden ,schwanzschild4 ,beweglich in seinen ,reihen wie das kellertierartige ,mittelstck ist1 gibt es in vielen ,fllen auch jene ,gabe des ,einkugelns1 wobei das versteinte ,tier eher ausschaut wie ein ,seeigel oder auch eine ,cypressenfrucht4 ,vllig verborgen in der ,kugel lagen dann wie bei ,igel oder ,grteltier die weichen ,teile der ,unterseite4 ,an dieser ,sohlenseite wimmelte es nmlich genau wie beim ,apus von dnnen ,beinen4 ,zu oberst reckte sich ein 7einzelnes7 langes ,fhlerpaar vor1 dann kamen um den ,mund wie beim ,molukkenkrebs die ,kaufe81 deren ,wurzel-,teil die ,nahrung zerrieb1 und endlich folgten in stattlicher ,reihe die ,kiemenfe81 ,ruder und ,atmungsorgan jeder zugleich4 ,wenig htte freilich gefehlt1 so wre auch dieser ,vielfu8 der ,urwelt in unserem ,schulbuch ein ,ohnfu8 geworden gleich dem falsch getauften ,apus von heute4 ,zu ,myriaden fand man im neunzehnten ,jahrhundert allmhlich seine ,reste1 stellenweise so hageldicht1 da sie das ganze ,gestein zusammensetzten4 ,aber ob gekugelt1 ob gestreckt im ,todeskampf3 -- alle hatten sie nur ihre harten ,rckenteile abgeprgt1 von ,beinen aber wies die ,unterseite nichts4 ,man bestritt ihnen also die ,existenz1 diesen ,beinen4 ,schlielich konnte nur einmal wieder ein ,wunder von ,gelehrtenflei das ,wunder lsen4 ,walcott in ,nordamerika machte sich an die ,arbeit1 einige tausend igelhaft eingerollte ,trilobiten in feinsten ,querschnitten auseinander zu spalten4 ,gab es ,beine1 so muten sie ja in diesen ,rolligeln mit verpackt liegen4 ,ein ,steinbruch wurde an gutem ,ort eigens zum ,zweck angelegt4 ,drei ,meter ,stein wurden abgebaut und bei der ,gelegenheit #cejj gekugelte ,trilobiten gewonnen4 ,bei #bgj ,exemplaren kamen im ,querschnitt die ,beine noch sichtbar zu ,tage4 ,seitdem ist im ,jahre #ahid zur ,beruhigung aller ,gemter auch noch im ,staate ,new-,york ein ungerollter ,trilobit entdeckt worden1 bei dem die ,fhler vorne und die ,wimmelbeine seitwrts noch offenklar herausstehen4 ,der ,trilobit sieht nicht umsonst dem ,apus so hnlich4 ,ging von dem die ,sage1 da er alle ,jahrzehnte einmal vom ,himmel falle81 so ist der ,trilobit in der ,geologie recht eigentlich das ,rtseltier1 das im ,anfang alles uns bekannten ,lebens auf ,erden pltzlich wie aus einer ,versenkung herabgeschneit dasteht4 ,hinter jener ,steinkohlenzeit1 da die ,molukkenkrebse sich schon andeuten1 kommen noch zwei groe tierdurchwimmelte ,perioden der ,erdgeschichte3 die ,devon-,zeit und die ,silur-,zeit4 ,dann aber hebt sich wie in ,frhlicht-,umrissen heran noch eine uerste ,epoche1 die nennen wir das ,kambrium1 so getauft nach einem englischen ,gebirge4 ,in diesem ,kambrium geht fr uns der ,vorhang auf ber dem groen ,schauspiel des ,lebens auf ,erden4 ,ganz an der untersten1 ltesten ,stelle dieses ,kambriums aber steht wie mitten im brennenden ,morgenrot dieser ,krebs1 der ,trilobit4 ,unser ,geist sucht das ,urwesen dort von einfachster ,art1 die ,urzelle1 aus der sich alles gebildet haben soll4 ,und er starrt in den ,fels1 der damals ,sand am ,meeresufer war4 ,ueber diesen ,sand kriecht ihm die ,flut4 ,und wie er aus den steinernen ,spuren noch einmal das alte ,bild leibhaftig auferstehen lt1 da ist es pltzlich1 als schaue er in jenen ,graben bei ,finkenkrug3 aus der sonnenerhellten ,schlamm-,tiefe wackeln gespenstische ,schilder an mit aufwrts glotzenden ,augen4 ,von ,trilobiten1 ,hunderten1 ,tausenden1 ,millionen wimmelt dieser ,ozean des ,anfangs4 ,wo sind sie hergekommen8 ,einen ,sto weiter mit dem ,spaten in das alte steinerne ,tagebuch der ,erdrinde1 hinab noch ber dieses ,trilobiten-,kambrium -- und die ,chronik schweigt auf einmal absolut still von allem1 was ,leben heit4 ,da ghnt der ,stein1 ,tausende von ,metern tief1 hinab und hinab1 eine noch ltere ,erdenschale1 -- aber nichts mehr1 kein ,buchstabe mehr von -- ,leben4 ,tot scheint es1 tot lag diese ,erde wie die ausgeglhte ,lava eines ,vulkans4 ,und da pltzlich strzten darauf1 myriadenviel wie die ,schneeflocken1 wie die wehenden ,kirschbltenbltter des ,frhlings die ,trilobiten4 ,vom ,himmel -- aus dem ,all -- woher8 ,mancher ,denker1 der gern an natrliche ,entwickelung auch im ,lebendigen geglaubt htte1 ist vor diesem ,urwelts-,spuk der kambrischen ,trilobiten-,invasion schier verzweifelt4 ,der ,trilobit ist ja vom ,entwickelungsboden aus unmglich ein ,anfangstier84 ,gewi1 er ist niedriger entwickelt als der ,flukrebs unserer ,tafel4 ,aber er steht nur ein kurzes ,stck hinter dem ,apus4 ,und er steht nahezu schon neben dem lebendigen ,molukkenkrebs4 ,er hat einen prchtigen ,leibesbau1 mit groen ,facetten-,augen glotzte er schon in die ,welt wie eine ,libelle1 alles an ihm ist bereits in einer gewissen ,reife des tierischen ,werdens1 hoch ber ,wurm oder ,polyp4 ,und damit soll das ,leben angefangen haben8 ,das soll pltzlich1 von einem ,tag zum andern1 dagewesen8 sein1 ohne ,stammbaum1 als der stolze ,erstling1 der da sagte1 mit mir hebt die ,chronik an1 ich bin der erste ,satz auf dem annoch weien ersten ,blatt8 ,der ,blick schaut nicht mehr auf eine ,regenwolke1 die eine ,apus-,salve bringen knnte1 er sucht die ,sterne4 ,hat das ,leben am ,ende doch sein erstes ,kapitel auf einem anderen ,planeten gehabt8 ,war dort bis zum ,krebs angestiegen und hat diese ,krebse in ,trilobitenform dann irgendwie in den ,weltpostkasten des leeren ,raumes geworfen1 von wo sie zur guten ,stunde auf die kambrisch bereite ,erde herabgeregnet sind als ,krebs1 der nun wirklich vom ,himmel81 vom astronomischen ,himmel1 fiel8 ,vor dieser ,frage gibt es mindestens fnfundzwanzig verschiedene ,theorien1 von denen mir der ,leser verzeiht1 wenn ich sie nicht alle auffhre4 ,die einfachste behauptet1 da jenseits des ,kambriums ein ,blatt aus der ,chronik gerissen sei4 ,auf diesem fehlenden ,blatte stand die ganze ,linie der natrlichen ,lebensentwickelung auf ,erden von den einfachsten einzelligen ,urwesen bis zum ,krebs und einigen andern1 im ,kambrium gleichzeitig auftauchenden hheren ,tieren4 ,das ,blatt mu aber fehlen1 weil unterhalb der kambrischen ,gesteinsschichten alle noch lteren ,meeresablagerungen durch nachtrgliche ,kristallisationsprozesse so vollstndig in ihrer innersten ,struktur zerpulvert und zerhackt sind1 da nicht die leiseste ,spur eines versteinerten ,lebensumrisses1 sei es von ,tier oder ,pflanze1 sich darin erhalten konnte4 ,die alte ,erdentante hat hier einfach ihre ,urschrift vom ,leben auf dem ersten ,blatt in irgend einer ,laune wieder ausradiert1 und wir lesen also das ,stichwort ,trilobit heute als ,anfangswort1 obwohl es in ,wahrheit ursprnglich schon tief im ,text stand1 -- so wie es bisweilen mit alten ,handschriften geht1 die vor aller ,philologie von hungrigen ,musen gelesen worden sind4 ,das ist die1 wie gesagt1 einfachste ,erklrung1 die der ,entwickelungslehre nichts abtut und mit geologischen ,tatsachen rechnet1 die als solche dick vor ,augen liegen4 ,wer aber von vornherein sich als fanatischer ,gegner zur ,entwickelungstheorie stellt1 der wird sich als exakt8 hier fhlen und sagen3 unsere ,weisheit vom ,leben fngt mit ,trilobiten an und damit basta1 genau wie der ,bauer sagte3 der ,apus kommt vom ,regen und da ist weiter nichts zu fragen4 ,wie ja auch der ,inder sagt3 die ,welt steht auf einem ,elefanten und der ,elefant steht auf einer ,schildkrte2 wer aber fragt1 worauf die ,schildkrte steht1 der wird hinausgeworfen4 ,indessen auch die ,entwickelungslehre1 die ja selber alles eher sein soll als ein behagliches ,autoritten-,winkelchen1 hat vor dem ,trilobiten noch vielerlei zu fragen4 ,der ,trilobit ist im ,moment seines ,auftauchens nicht nur berhaupt ein hoch entwickeltes ,tier1 das eine sehr lange ,ahnenkette hinter sich haben mute3 er ist auch unter seinen ersten ,zeitgenossen die ,spitze der ,entwickelung4 ,er kann es sein1 denn noch fehlt in diesen ltesten kambrischen ,schichten1 so weit wir sie kennen1 jede ,spur von dem ,tierstamm1 der in ,wahrheit der absolute ,gipfel aller tierischen ,entwickelung auf ,erden geworden ist1 -- von den ,wirbeltieren4 ,noch vergeht erst eine gewisse ,zeit1 in den nchstoberen ,schichten chronikalisch festgelegt3 dann schwimmen auf einmal im ,urmeer die ersten ,fische4 ,damit ist der ,trilobit entthront4 ,dieser ,fisch sitzt auf der hchsten ,entwickelungssprosse4 ,immer und immer wieder hat sich aber da der ,gedanke leise geregt3 sollte in dieser ,ablsung nicht am ,ende selber eine gerade ,fortentwickelung liegen8 ,sollte nicht der ,trilobit1 der ,urgipfel1 aus sich die noch hhere ,spitze geboren haben1 den ,fisch8 ,es war in den ,tagen des alten ,oken1 des ,naturphilosophen84 ,ein halbes ,jahrhundert vor ,darwin lehrte der seinen ,vor-,darwinismus1 eine unverkennbare ,entwickelungstheorie nmlich in praktischer ,anwendung auf ,tiere und ,pflanzen4 ,das ,system war ihm einfach die ,abstammungskette4 ,das ,sugetier kam vom ,vogel1 der ,vogel vom ,reptil1 das ,reptil vom ,fisch4 ,jetzt woher der ,fisch8 ,nun1 doch wohl vom hchst entwickelten wirbellosen ,tier1 vom ,insekt und ,krebs4 ,in diesem einfachen nackten ,ideengang wre es absolut nichts ,aufflliges gewesen1 den ltesten ,fisch der ,urwelt vom damals hchst entwickelten ,krebs1 dem ,trilobiten1 abzuleiten4 ,man warf ein 7feine ,sachkenner warfen es ein71 der ,krebs habe doch ein ,bauchmark und der ,fisch ein ,rckenmark1 diese beiden ,tiere seien in jedem ,zuge so zu sagen anatomisch entgegengesetzt aufgebaut4 ,macht nichts1 meinte der ,philosoph1 dann sind eben die ,wirbeltiere auf dem ,rcken laufende ,krebse4 ,das gab damals viel ,heiterkeit und eine ,weile ist nicht blo der engere ,stammbaum1 sondern die ganze ,entwickelungstheorie an dieser ,lcherlichkeit gestorben4 ,als sie nachher von ,darwin wissenschaftlich neu begrndet wurde1 vermied man zunchst mit ,flei diese riskanten ,auswchse4 ,man nahm den ,stammbaum nicht als starre ,leiter1 sondern als wirklichen ,baum1 dessen groe ,aeste nicht alle auseinander hervorzuwachsen brauchten1 sondern parallel gehen und vielleicht blo ganz unten zusammenhngen konnten4 ,war der ,krebs eine ,astspitze mit dem ,mark nach unten1 so war der ,fisch eine parallele andere mit dem ,mark nach oben1 ,parallelen schnitten sich hier aber so wenig wie in der ,mathematik und wenn ihre ,enden nach oben auch ins ,unermeliche hineinwuchsen4 ,als aber die ,lehre im ganzen anfing wie eine sichere ,sache die ,tierkunde zu beherrschen1 da wurde schlielich doch wieder der eine und andere khn4 ,warum sich vor dem alten ,oken frchten8 ,zuerst probierte einer1 ob man nicht die ,fische an die ,vorstufe wenigstens der ,krebse1 die sogenannten ,ringelwrmer1 zu denen ,regenwurm und ,blutegel zhlen1 anleimen knnte4 ,semper hat das so weit verteidigt1 wie es irgend anging4 ,dann aber sind die schon ganz wieder ,khnen gefolgt4 ,w4 ,patten1 ,professor zu ,hanover in den ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika1 hat auf dem ,berliner ,zoologen-,kongre vom vorigen ,sommer seine schon seit ,jahren im ,umri bekannte ,meinung wieder ffentlich begrndet3 der groe entwickelungsgeschichtliche ,schritt der kambrischen ,periode gehe in der ,tat direkt vom ,trilobitenkrebs zum ,fisch4 ,die ,trilobiten1 der ,molukkenkrebs und unser ,apus wrden da zusammen etwa eine uralte ,vermittelungsgruppe darstellen1 zu der von der ,seite der ,fische der sogenannte ,schildkopf8 den ,brckenkopf bildete4 ,solche ,vermutungen knnten nicht aufkommen1 wenn nicht in jener urweltlichen ,morgenrotsgegend auch die ,fische wirklich die paradoxesten ueren ,gestalten annhmen4 ,dieser besagte ,schildkopf 7,kephalasspis7 ist ein echter ,fisch und doch steckt auch er allen ,ernstes mit dem ,kopf unter einem riesigen flachen ,schild wie ein vollkommener ,apus1 und genau wie bei dem glotzen die ,augen oben aus diesem ,deckel hervor1 so hoch heraufgerckt bei gewissen ,arten1 da sie im ,scheitel brillenartig fast verschmelzen4 ,im alten roten ,sandstein ,schottlands stecken zu ,tausenden andere kleine ,urwelts-,fischlein1 die so sehr aus jedem ,fisch-,typus herausfallen1 da der eine sie fr groe ,wasserkfer1 der andere fr ,schildkrten1 der dritte selber fr ,krebse gehalten hat4 ,cope hat sie neuerdings noch an die ,ascidien1 also ,geschpfe etwa von der ,entwickelungshhe eines hchsten ,wurms1 anschlieen wollen4 ,simroth gar sieht in ihnen ,landtiere1 die wie die ,seehunde ber den ,moosboden krochen und eine landbewohnende ,vor-,form des ,fisches darstellen sollen4 ,flgelfisch8 7,pterichthys7 hat man sie in der ,not getauft4 ,auch bei ihnen steckt der ,kopf und ,hauptrumpf in einer ,art ,kasten von mchtigen ,knochenplatten1 aus dem hinten der ,fisch8 frmlich lcherlich heraushngt4 ,von diesem ,panzer aber angelt jederseits eine riesige gepanzerte ,brust-,flosse ab1 die durch ein regelrechtes ,ellenbogengelenk in einen ,oberarm und ,unterarm getrennt ist4 ,und oben auf der ,kiste sind wieder die durchbrechenden ,augen so zusammengerckt1 da jetzt wirklich nur noch eine einzige ,oeffnung den ,schdel durchlchert1 in der mglicherweise auch nur noch ein einziges groes ,cyklopenauge -- ein ,scheitelauge -- sa4 ,solche ,monstra1 die dem ,wrtchen ,fisch8 denn doch noch einen ,spielraum weit ber das ,gelufige hinaus fr die ,urwelt geben1 mu man sich vergegenwrtigen1 wenn einer vom ,trilobiten oder ,apus den roten ,faden zum ,fisch ziehen will4 ,aber zu glauben braucht man an die ,linie darum doch noch nicht4 ,das alte ,argument gegen ,oken bleibt einstweilen in unwiderlegter ,kraft4 ,fisch und ,krebs sind ihrem inneren anatomischen ,bau nach ,gegenstze der schrfsten ,art -- und she uerlich ein ,urfisch auch leibhaftig wie ein ,apus und ein ,trilobit zum ,verwechseln wie ein ,fisch aus4 ,wohl lt sich denken1 da eine neutrale ,wurzel1 die nur bei niedrigen ,wrmern gelegen haben kann1 die beiden ,extreme nach zwei unabhngigen ,seiten fast oder nahezu gleichzeitig erzeugte1 -- aber nicht1 da ein ,extrem sich noch wieder umnderte in sein ,gegenextrem4 ,und wohl lt sich noch ein zweites denken1 was auch jene uerliche ,aehnlichkeit so getrennter ,tiergruppen in gleicher ,urzeit recht gut erklrt4 ,viel hat man sich den ,kopf zerbrochen ber die ,lebensweise des kuriosen ,trilobitenvolks4 ,denkt man sich ihre kurzen ,krabbelbeine unter dem groen wackelnden ,schild1 ihre ,fhigkeit1 bei nahender ,gefahr sich einzurollen wie ein ,igel1 so scheint alles auf ein ,tier zu weisen1 das sich am ,grunde hinbewegte1 nicht aber in der ,hochsee gewohnheitsmig als freier ,schwimmer paradierte4 ,nun mischt sich aber noch ein ,besonderes da ein4 ,eine ,menge von ,trilobiten-,arten hat sehr schn entwickelte1 groe ,augen4 ,eine ,menge aber auch hat gar keine ,augen1 sie war unzweideutig blind4 ,wo ein ,tier bei sonst lebensfhigem ,bau seine ,augen abgelegt hat1 da liegt allemal eine ,anpassung an ,verhltnisse vor1 wo ,augen nicht mehr ntig sind4 ,der ,kfer1 die ,spinne1 der ,krebs1 der ,fisch in stygisch schwarzer ,hhle verlernt das ,sehen1 er wird schlielich ohne ,augen geboren und fhrt wohl dabei4 ,so ist die ,adelsberger ,grotte1 ist die amerikanische ,mammuthhle ein ,heim der ,blinden im ,tierreich geworden4 ,sollen wir uns die blinden ,trilobiten alle heimisch denken in ungeheurem ,geklft jener ,ur-,erde8 ,nicht der leiseste ,anhaltspunkt weist sonst darauf hin1 weder im ,gestein1 das sie heute hegt1 noch in dem brigen ,tiervolk1 das mit ihnen ihre ,wasser belebte4 ,lag ber der gesamten ,erde damals noch eine dicke ,wolkenschicht wie ber dem ,jupiter1 die das ,licht der ,sonne abschnitt8 ,unmglich1 denn wie htten sonst so unzhlige ,augen sich entwickeln1 wie htten grne ,pflanzen sich entfalten knnen4 ,aber ,augen sind auch abgeschafft worden von den ,bewohnern eines offenen ,ozeangebietes1 das heute besteht und damals bestanden haben wird1 nmlich in der ,tiefsee4 ,wo die ,wassersule endlich bis zu einer ,meile dick wird1 da gibt es kein ,licht mehr von oben4 ,wohl aber gibt es1 wie wir heute wissen1 da unten noch ,tiere4 ,und auch diese ,tiere sind zum groen ,teil blind4 ,so ist die ,ansicht von ,s und ,neumayr vertreten worden1 alle blinden ,trilobiten seien ,bewohner der ganz groen ,meerestiefen gewesen4 ,noch heute lebt der ,goliath unter den ,kellerasseln1 die ,riesen-,assel ,bathynomus1 die dreiundzwanzig ,zentimeter lang wird1 bei ,yukatan in der ,tiefsee4 ,warum soll nicht so einst ein ,hauptheer dieser asselhaften ,trilobiten auch im schwrzesten ,abgrund sein ,wesen getrieben haben8 ,aber der ,tiefsee-,schlamm hat zu allen ,zeiten andere ,gesteinsschichten erzeugt als etwa eine flache ,sandkste oder seichte ,meeresbucht4 ,und doch liegen gerade blinde ,trilobiten in ungeheuren ,massen begraben in solchem ,kirchhof von ,sandhngen und ,seichtwassern4 ,wer soll sie in dieses fremde ,grab verschwemmt haben8 ,mir erscheint am wahrscheinlichsten1 da sie da gestorben und begraben sind1 wo sie auch gelebt haben4 ,und es brauchte1 um alle ihre ,anpassungen zu erklren1 keines anderen ,bildes1 als jenes einfachen von heute1 das der ,apus in seiner ,regenpftze uns bietet4 ,im ,schlamm des ,grundes liegt dieser ,apus4 ,in diesen ,schlamm whlt er sich mit seiner ,schale und ugt nach oben mit den kleinen ,deckfensterchen4 ,ab und zu kommt er aus ihm hoch1 sinkt aber bei jeder ,verfolgung blitzschnell in ihn wieder ein1 als sein ,asyl4 ,eine solche typische ,schlamm-,anpassung der ,urwelt war auch der ,trilobit4 ,unwillkrlich mit das ,auge im ,geist die kolossalen ,steilwnde heutigen ,gesteins1 von denen der ,geologe erzhlt1 da sie alle einst nichts anderes waren als ,urwelts-,schlamm4 ,der ,trilobit ist das ,tier dieses ,schlamms1 aus dem ,gebirge geworden sind4 ,es war wohl hauptschlich ,uferschlamm4 ,noch heute ist der ,mohikaner jener ,tage1 der ,molukkenkrebs1 ein ,freund des ,ufers1 seine ,eier legt er in eine ,grube im ,bereich der ,ebbe und ,flut und ohne ,mhe ertrgt er eine ganze ,weile sogar die freie ,luft4 ,im tiefen ,schlamm hat ein ,teil der ,trilobiten seine ,augen abgeschafft1 wie wir allenthalben bei ,schlammtieren das ,auge winzig und immer winziger werden sehen4 ,in den ,schlamm lie sich der ,trilobit als igelhaft gerollte ,kugel hinabfallen4 ,im ,schlamm lag er platt mit seinem ,schild wie die ,plattfische1 die ,schollen1 und die breiten ,rochen im ,sand1 die sich so einwhlen1 da nur die listigen ,augen oben herauslauern wie bei einem unterseeischen ,boot aus dem ,wasserspiegel die ,fensterchen des ,kapitns4 ,weil er im ,schlamm lag1 der von allem das sicherste ,erhaltungs-1 das sicherste ,versteinerungsmittel gewesen ist1 liegen gerade seine ,stein-,mumien so unglaublich massenhaft noch in den alten ,schichten1 da man fast meint1 es habe wirklich damals ,trilobiten geregnet4 ,diese ,schlammheimat aber war es auch1 die andere ,tiere des gleichen ,ortes ihm uerlich allmhlich immer hnlicher gemacht hat1 auch wenn es sonst ,tiere waren1 die ihm ganz fernstanden4 ,im ,schlamm hat auch jener ,schildkopf vom ltesten ,fischvolk sich verborgen1 daher das ,schild1 die schlecht bewehrte ,hinterseite1 die nach oben rckenden ,augen2 wie einen ,bernhardiner-,krebs seine ,muschel ber dem unbepanzerten ,hinterleib1 so schtzte den ,fisch ber dem schwcher verteidigten ,schwnzchen der ,schlamm4 ,und in diesem ,schlamm ebenso steckten die ,flgelfischlein1 denen es genau so ging4 ,trilobitengleiche ,lebensart machte sie schlielich trilobitenhnlich1 wie die ewig gleiche ,arbeitsleistung zwei ,menschen hnlich macht1 ihre ,glieder in gleicher ,richtung krmmt1 ihren ,blick auf den gleichen ,ort dressiert1 mag auch von ,haus aus der eine in keinem ,zuge dem andern geglichen haben und mgen ihre ,wiegen tausendmeilenfern voneinander gestanden haben4 ,ist es so wohl doch nichts mit ,trilobit und ,fisch1 so bleibt um so fester die uralte ,verknpfung jener verschiedenen seltsamen ,krebsgeschlechter1 die wir besprochen haben4 ,eng zu einander fgen sich der ,trilobit1 der riesige ,seraphim-,krebs und der ,molukkenkrebs4 ,die beiden ersten sind schon an der ,schwelle der ,ichthyosaurus-,zeit vollstndig ausgestorben1 der dritte allein lebt im hellen ,tag von heute noch ein gespenstisches ,urwelt-,dasein4 ,von allen echten ,krebsen aber der verwandteste wieder zu diesen ,patriarchen der groen ,erdenkrebserei ist unser ,apus4 ,wie er unter seinem ,deckschilde1 mit den ,augen nach oben1 daherwackelt1 ist es1 als fhre er uns noch einmal im kleinen und im uersten ,nachklang zurck in jene ,schlammwellen der ,vorzeit1 in jenen unendlichen ,mudd und ,schlick1 aus dem unsere ,berge geworden sind und in dem die ,erde ihr ,tagebuch1 ihr altes ,tierbuch1 ihr urweltliches ,kruterbuch durch ,naturselbstdruck auf erhrtenden ,schlamm uns berliefert hat4 ,so hellte mein kleiner ,apus-,tmpel bei ,finkenkrug sich mir auf zu einem ,querschnitt durch ,jahrmillionen4 ,ich hatte auf einmal das ,gefhl3 du bist dabei gewesen4 ,was ist unsere ,forschung anders als ein ungeheurer ,triumph ber das ,ungetm ,zeit1 das begraben wollte6 ,geschlecht um ,geschlecht wischte sie aus und warf es in den ,stein4 ,nun ist gerade dieser ,stein fr uns die ,stimme der ,unsterblichkeit4 ,die ,welt1 niemals in ihren ausstrmenden ,wirkungen ganz erloschen1 da ,sein nie wieder zu ,nichts wird1 findet sich selber wieder1 und in dem ,augenblick rinnen die ,aeonen der ,zeit nichtig dahin wie eine ,nachtwache4 ,osterglaube4 ,ueber dem ,mggelsee liegt eine erste ,duftstimmung des ,frhlings1 doch noch ohne starke ,farben4 ,der ,himmel wie von leichtem ,rauch verdunkelt1 in dem die ,sonne als gelbweie ,insel mit verwaschenem ,umri schwimmt4 ,der ,see gibt das wieder mit einem zartesten ,perlmuttergrau1 durch das ein ,reflexband aus tanzenden ,silberpunkten schaukelt4 ,drben das ,waldufer blablau darauf und ber ihm die ,mggelberge wie ein blaugrnes ,wlkchen1 ganz weich1 in den ,himmelsrauch verflieend4 ,gegen die ,kirche von ,rahnsdorf eine ,mauer von ausgebleichtem1 gelbem ,schilf4 ,ab und zu geht durch die tiefe ,feierstille ein singender ,ton und ein eigentmlich rhythmisches ,rauschen3 ein groer ,keil von einigen fnfzig ,wildgnsen kehrt zu seiner gewohnten ,fnfuhrstunde von den ,aeckern heim auf sein ,wasserrevier4 ,in diesem ,winter hat der ,see hier am ,ufer unheimlich gewtet4 ,mehrfach hat er seinen losen1 tauenden ,eisteller in wilder ,sturmnacht heraufgepret1 da der ,sand samt seinem ,grasrain zu hohen ,wllen aufgetrmt worden ist4 ,einer alten ,erle1 die als uerster ,vorposten1 mir seit ,jahren vertraut1 fast im ,wasser stand1 hat ein solcher ,eissto die ,hlfte ihrer polypenhaften schwarzen ,wurzelstelzen glatt wegrasiert4 ,zerrissene ,schilfmassen liegen allerorten wie ,garbenbndel gehuft4 ,aber gerade aus diesem wsten ,damm der ,zerstrung kommen jetzt die ersten wirklich leuchtenden ,farben des echten ,frhlings4 ,aus der umgestrzten ,grasscholle heben sich unzhlige brennend karminrote ,punkte3 die noch zusammengefalteten ,kpfchen der ,maliebchen4 ,dazwischen hier und da ein schon breit offener1 tiefgoldener ,stern3 die ,blte des ,huflattichs1 die auf ihrem ,schuppenstil dem ,bltterkranz weit vorauseilt4 ,es ist1 als habe der um und um gewhlte ,boden ihre ,lenzfahrt zum ,lichte nur beschleunigt4 ,wie diese kleinen ,sonnenaugen so aus dem wirren ,strandgut der ,sturmnacht lcheln1 steckt ein unverwstlicher ,auferstehungs-,zauber darin3 das ganze ,feiertags-,wunder der ,natur1 ihre trotzige ,osterstimme1 die unser ,grbeln auslacht4 ,neu68 ,diese gelbe ,huflattich-,blte erlebt zum erstenmal die ,sonne4 ,als ,wunder erlebt sie sie4 ,du hast gut reden1 da diese ,pflanze so und so entstehen mute1 aus einer ,keimzelle1 und da die ,sonne da drben hinter dem ,wolkenflor1 in ihrer einsamen ,schwebe im eisig kalten ,raum1 zwanzig ,millionen ,meilen fern von hier1 ebenfalls so und so entstanden ist1 aus einem ,urnebel in onenfernen ,tagen4 ,neu68 ,wir sind heute so alt geworden in unsern ,gedanken1 so weltenalt4 ,wie ich den silbergrauen ,see hier anschaue1 ist es1 als flimmerten durch seinen ,sonnenstreifen dort ungezhlte geisterhafte ,bilderreihen4 ,das alles war er einst6 ,die ,luft weht auf einmal eisig kalt4 ,da wlzen sich an ,stelle dieser mrkischen ,seen die gelben ,schmelzwasser von der tauenden ,wand des ungeheuren skandinavisch-norddeutschen ,gletschers der ,eiszeit von ,ost nach ,west vorbei4 ,gerade ber ,berlin ging ein solches ,urstrombett4 ,mit den ,gletscherwassern der nordwrts weichenden berghohen ,eiswand mischten sich noch die vor dem ,eis gestauten ,wasser der ,oder und ,weichsel und flossen mit ihnen der ,elbe zu4 ,aus diesen ,tagen stammt der unendliche ,sand1 in dem dieses ,land begraben lag1 als es in der menschlichen ,geschichte auftauchte1 dieser ,sand1 der ,berg und ,tal nivelliert hat durch einheitliches ,ausfllen444 ,an diesem ,nordufer des ,mggelsees hier ist neulich gebohrt worden4 ,eine dnne ,braunkohlenschicht kam zu ,tage4 ,wieder ein ,bild1 ein noch lteres3 die immergrnen ,wlder der warmen ,tertirzeit1 wo die riesigen ,sumpfcypressen des heutigen ,nordamerika hier in der ,mark wuchsen4 ,ueber diese ,urwlder ragte die ,muschelkalkmasse von ,rdersdorf1 vom ,sande noch nicht verschttet1 vom ,eiszeit-,binneneis noch nicht verwstet1 vielleicht noch als blauer ,hhenzug1 wie heute die lieblichen ,muschelkalkberge ,thringens4 ,als der ,schlamm selbst sich aber absetzte1 der diesen ,kalkstein bildete1 war hier ,meer1 tiefes ,meer1 ,ozean mit ,tintenfischen und ,haifischen und ,korallen4 ,wenn die ,wildgnse heute hier ans ,ufer kommen oder die ,krhen aus dem ,walde anfliegen und im ,schwemm-,moder herumstochern1 so prgen sich ihre ,fe zierlich im weichen ,schlammstreifen der ,wassergrenze ab4 ,in der ,epoche der ,erdgeschichte1 in der auch der ,muschelkalk sich bildete1 ist ein froschhnliches1 aber viel greres ,scheusal bei ,hildburghausen ber solchen nassen ,schlammgrund gelaufen1 und seine eingeprgten ,patschen1 im ,stein nachmals verewigt1 zu dem der ,schlamm geworden1 stehen heute noch im ,berliner ,museum4 ,es war eine austrocknende ,salzlake1 wo dieses ,monstrum sein ,wesen trieb1 die ,abdrcke von ,salzkristallen beweisen es noch4 ,so liegen auch bei uns in der ,mark die riesigen ,salzlager noch tief unter ,sand und ,braunkohle1 ,reste ausgedampfter ,meeresbuchten4 ,sie sind noch eine ,erdepoche lter als der ,muschelkalk4 ,eine ,landschaft gehrt dazu1 wie wenn wir uns heute an das ,kaspische ,meer versetzten4 ,an diesem ,meer von damals aber wuchsen turmhohe ,schachtelhalme statt ,kiefern1 und der ,brlapp1 der jetzt wie ein ,moos da drben hinter den ,mggelbergen auf dem ,sumpfboden kriecht1 bildete ,bume wie die ,eiche4 ,auf diesem ungeheuren ,wandelpanorama von ,bildern stehen wir4 ,es gibt nichts ,neues1 kein ,wunder1 nur eine ununterbrochene ,folge4 ,da diese ,lattichblte hier keimt1 lag schon in der uranfnglichen ,stellung der ,weltatome begrndet4 ,dieser ,gedanke hat eine so riesige ,gewalt ber uns heute4 ,immer wieder sinkt er wie ein ,block auf uns1 schwer und schwerer4 ,alles ist gekommen1 und alles wird wieder gehen1 immer nach dem gleichen ,gesetz4 ,und den ,ostersucher ghnt ein ,wort an1 in dem die ,welt mit all ihrem ,neuen versinkt wie in einem furchtbaren grauen ,trichter -- das ,wort3 selbstverstndlich84 ,wo dieses ,wort die ,gedanken nivelliert wie der diluviale ,sand das ,gesteinsprofil der ,mark1 da gibt es kein ,osterwunder mehr in ,natur und ,menschheit4 ,der ,frhling ist nicht ein ,zauber1 der uns alle immer wieder mit jung macht1 sondern eine ziemlich langweilige ,besttigung3 mal wieder einer4 ,es werden sich ,millionen aneinanderreihen1 dann liegt der ,kiefernwald hier auch wieder als eine irgendwie benannte zolldicke1 schwarze ,schicht in der ,tiefe1 und es ist wieder eine ,epoche der ,erdgeschichte um4 ,der groe ,trott des ,selbstverstndlichen aber geht weiter4 ,und doch ist die ,sehnsucht nach dem ,wunderbaren in uns so hei1 heute wie nur je4 ,nicht tot zu kriegen ist sie4 ,weil sie unterdrckt wird1 bricht sie an den tollsten ,stellen aus4 ,wie der ,schildbrger1 der das ,licht in der ,mausefalle fangen will1 zieht der ,spiritist auf die ,jagd nach dem ,wunderbaren um jeden ,preis4 ,ein ,flchtling vor dem zermalmenden ,selbstverstndlich81 kommt er aus der ,natur hier drauen und setzt sich hinter verhngten ,fenstern an den ,tisch1 bildet eine ,kette aus nervs zitternden ,hnden1 die alle das ,wunder greifen mchten4 ,es klopft1 ein altes ,stuhlbein knackt -- das ist das ,wunderbare84 ,hier drauen am freien ,see1 wo die violette ,erlenknospe bricht und das ,silberband der ,sonne flimmert1 hat er es nicht finden knnen4 ,ich aber mchte rufen wie der schlichte ,wanderer1 der von ungefhr in das vermauerte ,rathaus zu ,schilda kam3 ,kinder1 schlagt doch die ,fenster ein68 ,was wollt ihr denn mit dem ,selbstverstndlich88 ,dieses ,selbstverstndliche ist ja jetzt endlich das groe ,wunder unserer ,zeit1 das ,wunder aller ,wunder4 ,nicht1 da mystische ,blumen im dunklen ,kabinett aus den ,lften regnen1 ist das wahre ,wunder fr den echten ,ostersucher von heute1 sondern da berhaupt auch nur die schlichteste ,blume nach schlichtestem ,naturzusammenhang aus dem ,erdboden wchst6 ,nur eine ,rettung gibt es1 da unsere ,sehnsucht den groen ,osterpfad wieder findet durch unser sternenweit gedehntes modernes ,wissen4 ,es ist nmlich die3 sich wieder resolut darauf zu besinnen1 wie wunderbar das ,natrliche selber ist4 ,als ,natrliches6 ,ich will ihm nichts fortnehmen im strengsten ,naturforschersinne4 ,ich will es nirgendwo durchbrechen4 ,aber gerade diese absolute1 in sich geschlossene1 durch und durch einheitliche ,natur ist mir dann auch wieder das hchste ,wunder4 ,was fr ein unsagbar ,geheimnisvolles ist diese ,gesetzmigkeit8 allen ,geschehens4 ,warum ist die ,welt nicht wirklich ein ,haufen regellos stubender ,atome8 ,warum ist sie diese ,blume und dieser ,see und dieser ,frhlingshauch8 ,im ,grunde schon3 welch ,wunder ist es1 da berhaupt etwas ist6 ,und dann1 da dieses erste ,wunder uns immer wieder wie ein ,auferstehungsmorgen geschenkt ist -- das zweite1 nicht minder groe3 da es ,verschiedenes gibt4 ,immer1 wohin wir sinnen und forschen mgen1 bewegt uns dieses dunkle ,ahnen1 da alles in einem ewig ,einen schwimmt1 eine tiefste kosmische ,einheit bildet4 ,und doch ist dieses ,eine auseinandergespannt zu dem unendlichen ,majaschleier des ,vielfltigen4 ,nicht blo ,sonne1 sondern auch ,see1 der sie spiegelt4 ,und am ,see dieses liebliche ,blumenauge1 eine ,individualitt wie ich4 ,und ich selbst1 in dessen ostersuchendem ,auge noch wieder das alles schwimmt4 ,wieder in diesem ,verschiedenen1 diesen verschiedenen ,mglichkeiten aber das vielleicht allerhchste ,wunder1 das freilich oft am wenigsten beachtet wird3 -- da nmlich in der ,konkurrenz dieser ,mglichkeiten das ,bessere1 das ,zweckmigere1 das ,harmonische fort und fort sich erhlt1 whrend das ,disharmonische bestndig fllt und fllt4 ,millionen ,wrfel fliegen mit ,unzweckmigem gegen zehn gute -- diese zehn aber siegen1 weil sie gut sind4 ,auf ihnen triumphieren die ,entwickelung1 der ,fortschritt4 ,es ist so ungeheuer leicht1 gerade dieses ,weltgesetz als selbstverstndlich8 abzutun4 ,aber das ist ja gerade das ,wunderbare1 da es uns so fest umfngt als ein ,ur-,weltgegebenes1 da wir es wie ,luft und ,sonne als das ,allerselbstverstndlichste hinnehmen4 ,und doch hat sich an diesem ,gesetz1 diesem urgesetzten ,grundwunder die ,welt zu einem ,kosmos emporgegipfelt1 anstatt ins bodenlose ,chaos zu fallen4 ,dieses ,sieb des ,gesetzes1 da das ,harmonische1 das ,zweckmige einen ,erhaltungsvorsprung hat vor dem ,disharmonischen -- es hat gesiebt und gesiebt1 immer wieder eine ,auslese des noch ,besseren1 noch ,zweckmigeren aus der rinnenden ,atomwolke des ,seins herausgesiebt4 ,an der ,leiter dieses ,gesetzes ist die ,liebe aufgestiegen1 vom schlichten ,anfang des ,wurms bis zum strahlenden ,kelch der ,menschenliebe4 ,an ihr ist die ,kunst heraufgekommen4 ,aus diesem ,gesetz ist der schlichte ,imperativ des ,guten immer wieder auferstanden an tausend und tausend ,ostermorgen der ,weltgeschichte4 ,wie ,wunder sind diese ,dinge aufgesprot4 ,der nchterne ,verstand meinte sie fr die ,nchternheit seines ,selbstverstndlich8 eingefangen1 wenn er ihr gesetzmiges ,werden erwies4 ,aber gerade in hchster ,wahrheit war dieses ,werden nur mglich durch die ,tatsache des einen groen ,weltenwunders3 eben der ,gesetzmigkeit4 ,und selbst diese ,gesetzmigkeit htte sie nicht vom ,baum pflcken knnen1 wenn nicht die ,wurzel dieses ,baumes in dem andern groen ,ur-,wunder lag4 ,das ,wunder des ,natrlichen6 ,mir war1 als hauchte es jetzt wirklich in leisen ,osterglocken ber den einsamen ,see4 ,die ,sonne hatte sich mehr befreit4 ,in dem breiter strmenden ,silberbande zuckte etwas wie das ,lachen eines schnen ,mdchens1 das schelmisch die blanken ,zhne zeigt4 ,geh heim mit deinem ,selbstverstndlich84 ,gerade das ,tiefste1 der ,weltboden1 auf dem du mit all deinem ,grbeln stehst1 ist in jedem ,augenblick immer nur wieder ein ,geschenk1 das dir verliehen wird1 ohne da du einen ,grund weit4 ,es ist1 -- mit der ganzen jubelnden ,oster-,kraft1 die den ,fels von der dunklen ,hhle wirft4 ,ende4 ,das ,neunzehnte ,jahrhundert in ,deutschlands ,entwicklung8 vereinigt eine ,anzahl hervorragender ,mnner der ,wissenschaft1 die aus ,anla des ,jahrhundertwechsels die letzten hundert ,jahre deutscher ,entwicklung auf den wichtigsten ,kulturgebieten historisch-kritisch behandelt haben4 ,bisher sind folgende ,einzelwerke im ,verlage von ,georg ,bondi in ,berlin erschienen3 ,dr4 ,theobald ,ziegler1 ord4 ,professor a4 d4 ,univ4 ,straburg3 ,die geistigen und sozialen ,strmungen des #ai4 ,jahrhunderts4 ,dr4 ,cornelius ,gurlitt1 ord4 ,professor a4 d4 ,kgl4 techn4 ,hochschule zu ,dresden3 ,die deutsche ,kunst des #ai4 ,jahrhunderts4 ,dr4 ,richard ,m4 ,meyer1 ,professor a4 d4 ,univ4 ,berlin3 ,die deutsche ,literatur des #ai4 ,jahrhunderts4 ,dr4 ,georg ,kaufmann1 ord4 ,professor a4 d4 ,univ4 ,breslau3 ,politische ,geschichte ,deutschlands im #ai4 ,jahrhundert4 ,dr4 ,siegmund ,gnther1 ord4 ,professor a4 d4 techn4 ,hochschule ,mnchen3 ,geschichte der anorganischen ,naturwissenschaften im #ai4 ,jahrhundert4 ,dr4 ,franz ,carl ,mller in ,mnchen3 ,geschichte der organischen ,naturwissenschaften im #ai4 ,jahrhundert4 ,dr4 ,werner ,sombart1 ,professor a4 d4 ,univ4 ,breslau3 ,die deutsche ,volkswirtschaft im #ai4 ,jahrhundert4 ,die folgenden ,bnde der ,sammlung sind in ,vorbereitung3 ,dr4 ,heinrich ,welti in ,berlin3 ,das musikalische ,drama und die ,musik des #ai4 ,jahrhunderts in ,deutschland4 ,dr4 ,paul ,schlenther1 ,direktor des ,k4 ,k4 ,hofburgtheaters zu ,wien3 ,das deutsche ,theater im #ai4 ,jahrhundert4 ,colmar ,freiherr v4 d4 ,goltz1 ,general d4 ,infanterie3 ,deutsche ,kriegsgeschichte des #ai4 ,jahrhunderts4 ,ein jeder ,band umfat etwa #hjj ,seiten gro ,oktav1 bildet ein abgeschlossenes ,ganzes und ist unabhngig von den andern zum ,ladenpreis von ,m4 #aj4-- 7broschiert7 und ,m4 #ab4ej 7,halbfranz gebunden7 zu haben4 ,stereotypplattendruck von ,f4 ,e4 ,haag1 ,melle i4 ,hann4