,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter1 kursiver oder unterstrichener ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden ,mitteilungen ,heft #g bis #aj ,monatsschrift fr ,heimatschutz1 ,volkskunde und ,denkmalpflege ,band ,,xv ,inhalt3 ,vom ,werden und ,sein des ,leipziger ,landes - ,vom ,auenwald - ,leipziger ,land - ,altertmliche ,lehmwandmuster aus ,nordwestsachsens ,grenzdrfern - ,die ,harth und ihr ,wert fr die ,grostadt ,leipzig - ,werden und ,verndern der ,vogelwelt im ,leipziger ,gebiet innerhalb der letzten ,jahrzehnte - ,leipziger ,volksbruche in alter und neuer ,zeit - ,de ,heimat - ,bcherbesprechungen ,einzelpreis dieses ,heftes #f ,reichsmark ,geschftsstelle3 ,dresden-,a41 ,schiegasse #bd ,postscheckkonto3 ,leipzig #acihg1 ,dresden #aehce ,stadtbank ,dresden #faj ,bankkonto3 ,commerz- und ,privatbank1 ,abteilung ,pirnaischer ,platz1 ,dresden ,bassenge ,fritzsche1 ,dresden ,dresden #aibf ,zur freundlichen ,beachtung6 ,im ,grundstck ,dresden-,a41 ,altmarkt #d 7neben ,goldmann7 haben wir im #a4 ,stock ,ausstellungsrume erffnet1 wo monatlich abwechselnd kleinere ,ausstellungen aus dem weiten ,ttigkeitsgebiet unseres ,vereins stattfinden sollen4 ,als erste ,ausstellung ist von jetzt ab eine ,weihnachts-,verkaufsausstellung heimatlicher ,volks- und ,kleinkunst veranstaltet4 ,wir bitten um regsten ,besuch4 ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz _/#d ,band ,,xv ,heft #g_/aj #aibf #d_/ ,illustration3 ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden ,die ,mitteilungen des ,vereins werden in ,bnden zu #ab ,nummern herausgegeben ,abgeschlossen am #cj4 ,september #aibf ,vom ,werden und ,sein des ,leipziger ,landes ,von ,richard ,buch ,mit ,aufnahmen des ,landesvereins ,schsischer ,heimatschutz ,es hat lange gedauert1 bis man der ,eigenart und damit der ,schnheit des ,leipziger ,landes gerecht geworden ist4 ,noch vor fnfzig1 sechzig ,jahren galt unsere ,heimat wegen ihres ,mangels an ausgeprgter oder auch nur deutlicher ,romantik ganz allgemein fr de1 reizlos und langweilig4 ,diejenigen1 die heute noch mit ,geringschtzung auf sie herabsehen1 knnen sich auf berhmte ,namen berufen 7,h4 v4 ,treitschke1 ,ratzel u4 a474 ,und wer es liebt1 klassische ,zeugen fr sich in ,anspruch zu nehmen1 der knnte hinweisen auf ,goethe1 auf jene bekannte ,beurteilung der ,leipziger ,gegend in den aus ,dichtung und ,wirklichkeit gewobenen ,lebenserinnerungen des ,dichters4 ,es war ja1 nach ,goethes eigenen ,worten1 neben anderen ,umstnden vor allem der ,mangel an schnen und erhebenden ,natureindrcken1 der ihn whrend seines ,leipziger ,aufenthalts jener ,richtung des ,schaffens zutrieb1 die ihn alles in sich selbst suchen lie und so seine ,dichtungen zu ,bruchstcken einer groen ,konfession machte4 ,aber die ,anschauungen haben sich gewandelt4 ,wie sich in der ,kunst ein ,wechsel vollzogen hat von der sogenannten erhabenen ,landschaft1 die kaum ohne ruinengekrnte ,felsen und strzende ,wasserflle zu denken war1 bis zur ,darstellung des schlichten im ,sonnenflimmer daliegenden hrenfeldes1 so hat sich auch in der ,landschaftsbetrachtung ganz allgemein ein ,wandel geltend gemacht1 bei dem das ,was hinter das ,wie der ,erscheinung stark zurckgetreten ist4 ,in unseren ,tagen1 wo uns die ,kunst gelehrt hat1 da keine ,gegend ohne ,schnheit ist1 wo die einst landschaftlich gnzlich verachtete ,heide fr ,tausende zum ,gegenstand schwrmerischer ,verehrung geworden ist1 wo ein ,richard ,linde uns die herben ,reize der weiten ,geest- und ,marschbreiten an der ,niederelbe in ,wort und ,bild begeistert verknden durfte1 da kann es auch nicht mehr als ,wagnis gelten1 von den ,schnheiten unserer ,leipziger ,heimat zu reden4 ,seitdem uns die ,malerei die ,augen dafr geffnet hat1 da selbst im flachen1 eintnigen ,bauernland jede schlichte ,ackerfurche im ,wechselspiel von ,licht und ,farbe eine ,flle malerischer ,eindrcke offenbaren kann1 wird kein sinniger und empfnglicher ,betrachter unserer ,leipziger ,landschaft in ,abrede stellen1 da auch sie ,schnheiten ber ,schnheiten in sich birgt4 ,freilich liegen die ,schnheiten nicht an der ,strae4 ,sie sind dem ,tagesgetriebe entrckt4 ,man mu sie suchen1 mit der ,seele suchen4 ,darum aber kann man sie auch still genieen1 sie mit ruhigen geistigen ,atemzgen in sich aufnehmen4 ,und wer das gelernt hat1 der wei1 da man sich ,stimmungen nicht nur in den ,bergen oder am weiten unendlichen ,meere suchen kann1 und der versteht1 da eine gemtvolle ,heimatkunst1 wie sie ein ,max ,heiland und andere ,landschafter neben und nach ihm gepflegt haben1 auch im ,leipziger ,lande wohl eine ,sttte haben kann4 ,wenn man sich der anmutigen ,zge unserer ,landschaft freuen will1 dann darf man sich nicht an anderen ,gegenden verdorben haben4 ,in fremden ,landen sich umgeschaut zu haben1 ist der ,betrachtung der schlichten ,heimat noch niemals abtrglich gewesen2 man darf nur keine falschen ,mastbe aus der ,ferne mitbringen und sie unberechtigter ,weise auf die ,heimat bertragen4 ,unser ,leipziger ,land ist ,tiefland1 ,flachland1 ein ,teil jener groen ,ebene1 die sich von ,frankreich bis zu den baltischen ,provinzen breitet4 ,als ,ebene will das ,leipziger ,land betrachtet1 als ,ebene landschaftlich genossen sein4 ,wer unsere ,gegend ob ihres ,mangels an berraschenden ,gegenstzlichkeiten tadelt1 wer sie verachtet und langweilig schilt1 weil ihr khnanstrebende1 reizvolle ,steilformen fehlen1 der verlangt - ja was verlangt der eigentlich8 - der verlangt1 da das beschauliche1 abgeklrte ,alter das himmelstrmende1 trotzige ,feuer der ,jugend besitzen soll4 ,denn unsere ,landschaft ist1 erdgeschichtlich betrachtet1 alt - sehr alt2 sie zeigt durchaus die milden1 vom ,abendschimmer verklrten ,zge des ,greisenantlitzes4 ,unsere so hochgeschtzte ,alpenlandschaft mit ihren zackigen ,firnen1 mit ihren tollkhnen1 sich berstrzenden ,wildbchen1 mit ihren kindlich-trumerisch blickenden blauen ,seeaugen ist von knabenhafter ,jugendlichkeit gegen unser weites flachwelliges ,tiefland4 ,im ,gleichklang ihrer weichen1 ruhigen ,formen lt uns diese ,ebene kaum mehr ahnen1 da auch hier einst khne ,bergwellen mit zackigen ,kmmen und hochaufstrebenden ,firsten sich dahingezogen haben4 ,es war einmal6 ,aber nicht vor hundert oder vor tausend ,jahren wie im ,mrchen1 sondern vor ,zeiten1 denen gegenber unser ,vorstellen und ,denken versagt4 - ,mitteldeutsche ,alpen hat man dieses ,gebirge urvergangener ,tage genannt2 variskisches ,gebirge pflegt es die ,wissenschaft zu nennen4 - ,das ,wasser1 das talwrts strzende1 strmende1 flieende1 rieselnde1 sickernde ,wasser mit seiner unwiderstehlich nivellierenden1 einebnenden ,macht hat das vielgestaltige ,bergland so lange erniedrigt1 bis die letzten ,hgel und ,bergkmme entfernt und die letzten ,rinnen und ,schluchten mit ,schutt- und ,trmmermassen ausgefllt waren1 bis die abtragenden ,gewsser im trgen ,lauf dahinschlichen1 bis selbst dem ,winde1 dem treuen ,arbeitsgenossen des nagenden ,tropfens1 kein ,angriffspunkt mehr blieb1 weil er die letzten ,splitterstubchen des letzten ,felsenkammes lngst ber die weite ,niederung hingebreitet hatte4 ,tief1 tief im ,schoe unserer ,heimaterde1 unter weitausgedehnten ,lehm-1 ,kies-1 ,sand-1 ,braunkohlen- und ,porphyrdecken1 in ,tiefen1 die zum ,teil nur das ,auge der ,wissenschaft erreicht1 die sich nur den ,mitteln der modernen ,technik erschlieen1 da liegt heute der felsige ,rumpf unserer ,alpen begraben1 der brig gebliebene ,kern1 der ,stumpf dieser ,uralpen4 ,meilenlange ,risse und ,spalten haben ihn in der ,folgezeit zerrttet4 ,gigantische ,schollenverlagerungen1 die die ,erde bang erzittern lieen1 haben bewirkt1 da die uralte ,grauwacke des unterirdischen ,gebirgsklotzes bis in die ,hhen der heutigen ,erdoberflche verworfen wurde1 so da die ,menschen einer spteren ,zeit unmittelbar vor den westlichen ,toren ,leipzigs 7,kleinzschocher7 und auch sdlich der ,stadt 7,otterwisch1 ,hainichen7 im ,flachlande ,steinbrche1 richtige ,steinbrche1 anlegen konnten4 ,leider ist es trotz angestrengter ,bemhungen nicht mglich gewesen1 die merkwrdigen ,steinbruchswnde von ,kleinzschocher als die interessantesten geologischen ,naturdenkmler der ,leipziger ,umgebung vor der ,verschttung zu bewahren4 ,seitdem das ,wasser das nordschsische ,grauwackengebirge abtrug1 ist es der bildende und formende ,meister unserer ,landschaft bis heute geblieben4 ,als rollende ,meereswoge1 als verlandender ,sumpfsee1 als breiter ,wannenflu und vor allem als blaues kristallnes ,inlandeis hat es erniedrigend und auffllend1 hier grobschichtig formend1 dort feingliedrig ziselierend1 an dem ,antlitz unserer ,heimat gearbeitet1 langsam und oft unmerklich1 so da sich seine tausendjhrigen ,arbeitsstunden zu ,jahrmillionen der ,erdgeschichte rundeten4 ,nur noch einmal in dieser langen ,geschichte unserer ,heimat1 und zwar noch im ,frhrot derselben1 als der gewaltige ,gebirgsabtragungsproze noch im ,gange war1 hat sich die ,erde bei uns darauf besonnen1 da ihr noch andere ,werkmeister zu ,gebote stehen als der stetig und still schaffende ,wassertropfen4 ,dmonenhafte ,mchte aus ,plutos unterirdischem ,reiche trmten mit titanenhafter ,kraft und gewaltigem ,ungestm aus glutigem ,magma und heien ,aschenmassen trotzige ,berge1 breite ,felsdecken und runde ,aschentuffhgel empor4 ,keines ,menschen ,auge hat das grandiose ,schauspiel ihrer ,ttigkeit geschaut2 aber wir wissen3 die grten ,lavaausbrche mit ihren verheerenden ,begleiterscheinungen1 die die ,menschheit erlebt hat1 verschwinden im ,vergleich zu den ,ereignissen1 die damals unsere ,heimat erschtterten4 ,die ,luft war weithin durch ,aschenmassen verfinstert1 aus denen ,steine1 ,aschen und rauschender ,regen niederstrzten4 ,ausgedehnte ,sumpfwlder versanken unter ,aschenschichten4 ,farnbume1 ,riesenschachtelhalme und altertmliche ,nadelhlzer wurden von strmenden ,schlammassen verschlungen2 glhende ,lava1 deren rotglutiger ,schein die ,finsternis kaum zu durchdringen vermochte1 brach in rascher ,folge an den verschiedensten ,stellen unserer ,heimat hervor1 hier runde ,quellkuppen1 dort breite ,decken formend2 kochend heie ,schlammstrme verhrteten zu roten ungeschichteten ,tuffen4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,blick von der ,kirche zu ,rglitz ins ,auenland ,der weithin schauende ,rochlitzer ,berg1 die dunkelbewaldeten ,porphyrkolmen 7,kohlenberg71 die heute aus der ,gegend von ,beucha und ,brandis in die ,leipziger ,ebene gren1 die burgengekrnten ,felsen bei ,colditz und ,grimma1 die in einem tiefeingeschnittenen malerischen ,tale die heutige ,mulde bergen1 die breiten ,porphyrdecken1 die sich bei ,buchheim1 ,ebersbach1 ,frohburg und anderorts zum ,teil unterirdisch dahinziehen1 der ,petersberg bei ,halle1 von dem in frhgeschichtlicher ,zeit fromme ,klosterglocken ins ,land hineinriefen1 die ,hhen1 die im ,norden bei ,landsberg in blauer1 dunstiger ,ferne schimmern1 der kleine ,kreuzberg drben bei ,taucha-,cradefeld1 an dem der ,leipziger ,rat seine ,straensteine bricht1 diese und viele andere ,erhebungen wurden damals geboren1 in der ersten ,hlfte der ,dyaszeit1 in der ,zeit des ,rotliegenden1 wie die ,gelehrten sagen4 - ,heute ertnt in den erstarrten ,porphyrbergen der ,umrandungszone der ,leipziger ,tieflandsbucht das lustige ,klingklang der ,steinhmmer und das dumpfe ,drhnen der ,schotterschlagmaschinen1 denn das reichbesiedelte ,leipziger ,land braucht ,werksteine fr ,huser1 ,monumentalbauten und ,denkmler und ,steinschlag fr die ,wege im weichen ,boden des ,schwemmlandes4 ,das gewaltigste ,wahrzeichen der ,leipziger ,ebene trmt sich empor aus den grnlichen ,quadern des harten ,beuchaer ,granitporphyrs1 und eben erstehen vor dem alten ,lotterbau auf dem ,leipziger ,marktplatz aus dem warmgetnten rtlichen ,rochlitzer ,porphyrtuff die ,eingnge zu der groen ,untergrundmehalle4 - ,der ,steinbruchsbetrieb hat vielfach die ,schnheit der ,landschaft beeintrchtigt1 er hat aber auch ,bilder von besonderer ,eigenart geschaffen1 wie die ,beuchaer ,kirchwand1 deren starren ,linien sich die oft gemalte trutzige ,wehrkirche da oben auf der ,hhe so wunderbar anpat4 ,geheimnisvoll wie kleine grne ,bergseen muten uns oft die tiefen klaren ,wasseransammlungen an1 die zwischen den moosfarbenen und flechtengrauen ,bruchwnden alter aufgelassener ,steinbrche trumen4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,kirche zu ,beucha ,nach den vulkanischen ,umwlzungen der ,rotliegendenzeit hat in unserer ,heimat1 wie gesagt1 nur noch das ,wasser erdbildend und landschaftsgestaltend gewirkt4 ,die ,einebnung der variskischen ,alpenzge1 ,hand in ,hand mit einer starken ,senkung des mitteldeutschen ,bodens gestattete es1 da ein weites flaches ,meer1 vom ,ural bis in die ,mitte ,englands reichend1 ber den grten ,teil ,deutschlands hinweggriff4 ,es war das ,zechsteinmeer1 das an ,ausdehnung1 ,gliederung1 ,tiefe und ,salzgehalt proteusartig wechselnd1 dem deutschen ,vaterlande seine gewaltigen ,steinsalzlager mit den heute darberliegenden uralten ,hallorten und ,sulzbdern1 ferner die wichtigen ,kalilagersttten und den versteinerungsreichen ,kupferschiefer schenkte1 der schon zu den ,zeiten bergmnnisch gewonnen wurde1 da ,luthers ,vater zu ,eisleben und ,mansfeld ein armer ,huer gewest4 - ,unser ,leipziger ,land ist vom ,zechsteinmeer wahrscheinlich mit der ,randzone berhrt worden1 aber die ,niederschlagsgesteine dieser ,zone - ,plattenkalke und schne bunte ,letten oder ,tone - sind zu unbedeutend1 als da sie ,einflu auf das ,landschaftsbild unserer ,gegend htten gewinnen knnen4 ,steinbrche bei ,ottenhain-,geithain geben uns von ihrem ,dasein ,kunde4 ,der nicht vom ,zechsteinmeer besplte ,teil unseres ,vaterlandes war ,flachkste4 ,dnenhgel und ,dnenkmme mgen ihr das ,geprge gegeben haben4 ,je mehr sich das ,zechsteinmeer zurckzog und in seinen ,resten der ,eindampfung verfiel1 mute sich dieser ,wstencharakter ber ,deutschland verbreiten4 ,sand1 ,sand1 unendlicher ,sand1 das wurde die ,signatur des trocken gelegten ,landes4 ,die ,luftstrmungen1 die ber der sonnendurchglhten ,ebene emporstiegen1 fhrten von allen ,seiten strmische ,winde herbei1 und mit ihnen zogen samumartig rtliche ,sandmassen daher1 deren ungeheures ,material den vom ,wasser zerstrten ,graniten und ,gneisen der sdlichen ,zge der variskischen ,alpen entstammte4 - ,buntsandsteinzeit hat man diese ,wstenperiode der ,erdgeschichte genannt1 denn die vielfarbigen ,sande sind in der ,folgezeit zu festem ,sandstein verkittet worden4 ,vielfach mag das flieende und nagende ,wasser die bunten ,sandsteinbnke wieder beseitigt haben1 auch bei uns in unserer ,heimat4 ,aber da1 wo ,schnauder und ,rippach ihre ,bachbetten in das ,leipziger ,land gruben1 da knnen wir ihre ,reste noch heute beobachten4 ,weiter nach ,sden1 ,westen1 an der ,elster und an der ,saale gewinnen sie dann auch bestimmenden ,charakter fr die ,landschaft4 ,in der ,buntsandsteinzeit gren wir schon das ,morgenrot jener umfassenden1 ,jahrmillionen dauernden ,erdepoche1 die1 als ,mittelalter der ,erdgeschichte bezeichnet1 drei ,schpfungsperioden einschliet3 die ,trias-1 ,jura- und ,kreidezeit4 ,es ist der ,abschnitt der ,erdentwicklung1 wo sich die aufbauende ,ttigkeit der ,ozeane und ,meere ins ,allgewaltige steigert4 ,aus dem ,muschelkalkmeere schlagen sich die zweihundert ,meter mchtigen ,muschelkalkbnke nieder1 von deren ,hhe heute stolze ,burgen ins freundliche ,saaletal herabschauen4 ,im ,jurameer1 in dessen ,wogen sich die fabelhaften durch ,viktor ,scheffels feuchtfrhliche ,laune so berhmt gewordenen ,saurier tummelten1 bauen sich aus tierischen ,kalkresten die gewaltigen ,juragebirge auf4 ,in den ,flachseen der ,kreidezeit bilden sich aus den ,kalkgehusen unzhliger mikroskopischer ,kleintiere die weien ,felsen der ,schreibkreide1 auf ,rgen zum ,beispiel und in der ,champagne1 aus eingeschwemmten und eingewehten ,sandmassen aber auch die ,quadersandsteine unserer ,schsischen ,schweiz4 ,von all diesen ,schpfungsvorgngen aber bleibt unsere ,heimat unberhrt4 ,whrend sich das ,land umher senkt und so den ozeanischen ,fluten ,zutritt gewhrt1 bleibt das bhmische ,massiv mit einem nordwestlichen ,auslufer1 also auch unsere ,scholle1 ,festland1 oft inselartiges ,festland4 ,und so fehlen in der ,schichtung unseres heimatlichen ,bodens wichtige erdgeschichtliche ,nachweise2 die ,chronik unserer ,heimaterde zeigt hier eine schmerzliche ,lcke4 ,als nun die ,neuzeit der ,erdgeschichte anbricht1 als die ,alpen von heute zu strahlender ,schnheit aufsteigen1 als von der ,eifel bis zum schlesischen ,gebirge erneut lava- und aschespeiende ,vulkane lohen und die ,basaltkuppen des ,erzgebirges der ,tiefe entquellen1 als zwischen ,schwarzwald und ,wasgenwald der ,graben einbricht1 der heute die lachenden ,fruchtgefilde des ,oberrheins birgt1 als die sdliche ,flanke des ,erzgebirges zur bhmischen ,tiefe hinabsinkt1 da liegt unsere ,heimat inmitten all dieses gewaltigen ,geschehens da als eine weite flache1 nach ,norden und ,westen sich senkende offene ,wanne4 ,die weiten ,porphyrdecken1 die die vulkanischen ,gewalten der ,rotliegendenzeit einst ausbreiteten1 sind an der ,oberflche lngst in ,verwitterungsschutt zerfallen1 und die feinsten ,teile dieses ,schuttes hat das aufbereitende ,wasser als ausgedehnte ,lehm- und ,sandschichten ber das flache ,wannenland hingelagert4 ,subtropisches ,klima1 wie es heute etwa am ,mississippi herrscht1 brtet ber der ,heimat4 ,zwischen flachwelligen ,hhen breiten sich weite ,sumpfgewsser und ,moore aus4 ,auf ihren ,verlandungszonen und auf dem ,waldmoorboden wachsen ppige ,sumpfzypressen4 ,an den ,ufern grnen ,zimt- und ,feigenbume1 blhen prchtige ,magnolien1 duften blhende ,oleander1 stehen ,myrte und ,lorbeer4 ,von den flachen ,landrcken gren immergrne ,eichen1 ,ahorne1 ,birken und andere ,waldbume meist heutigen ,charakters4 - ,in regenreichen ,perioden rumen breite1 wasserreiche ,flsse die ,tler des sich hebenden erzgebirgischen ,nordflgels1 der mittelschsischen ,hgelketten und des heutigen ,vogtlandes aus1 mit den gewaltigen ,schuttmassen das ,flachland immer mehr einebnend und die berschwemmten1 untergehenden ,moordecken und ,sumpfwlder unter mchtige ,schichten von ,sand und ,schlamm bettend4 ,da sich das ,flachland senkt1 bricht von ,norden her das ,meer ein4 ,bis dahin1 wo heute die ,bltenpracht der ,rthaer ,obsthaine unser frhlingstrunkenes ,auge entzckt1 pltschern die ,wellen der ,flachsee4 ,seicht und breit mndende ,strme tragen von ,sden her ,kies- und ,sandbnke in die ,see hinein4 ,und wenn es dem schrfenden ,wasser gelang1 im sdlichen ,teil der ,tieflandsbucht lngst begrabene1 verkohlende ,moordecken anzuschneiden1 dann fhren sie wohl in braunschmutzigen ,fluten das ,material herbei1 um es zwischen die ,schichten des ,deltas als bodenfremde ,braunkohlenflze und -schmitzen einzulagern4 ,und als dann das ,meer sich wieder nordwrts zurckzieht1 grnen noch einmal ppige ,sumpfwlder empor1 um schlielich wiederum unter den ,sinkstoffen der ,flsse eingeschichtet zu werden4 ,die hohen ,schornsteine1 die heute an der ,wyhra1 im ,altenburger ,land und in der weiten ,ltzener ,ebene wegweisend am ,horizonte emporragen1 kennzeichnen die ,stellen1 wo menschlicher ,flei die ausgedehntesten und mchtigsten ,flze1 die immer bedeutungsvoller werdenden braunen ,schtze der ,tertirzeit abbaut4 ,die tiefen1 sich weithin erstreckenden ,tagebaue1 die grne ,saaten verschlingen und ,dorf und ,wald bedrohen1 die keuchenden ,bagger1 die hochaufgeschtteten ,erdhalden1 die fauchenden und zischenden ,zechenbahnen1 die neuerstandenen ,brikettfabriken und ,kraftwerke mit hochaufragenden ,schloten1 die ,eisenbahnladepltze mit ihren ,schienenstrngen und ,wagenreihen1 die neuzeitlichen ,arbeiterviertel in den ,drfern1 deren alte ,bauernhuser sich verschchtert um das verwitterte ,dorfkirchlein scharen1 die landfremden ,kohlenarbeiter mit ihrer dem ,tagesberuf angepaten ,tracht1 - das und noch vieles andere zeigt1 wie eng menschliches ,sein und ,schicksal von heute mit der unendlichen ,vergangenheit der heimatlichen ,scholle verbunden ist4 ,ist es nur neue ,form1 die wir hier im ,braunkohlengebiet schauen1 oder ist es nicht auch neue ,schnheit8 - ,die ,kunst1 die schon eifrig hier ihre ,motive sucht1 wird uns auch lehren1 in diese von menschlichem ,willen und menschlicher ,kraft so stark beeinflute ,landschaftsgestaltung unsere ,seele hineinzutragen4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,an den ,braunkohlenwerken ,dora und ,helene bei ,lobstdt ,das ,relief1 das die ,heimat am ,ende der ,braunkohlenzeit zeigte1 haben die kommenden ,jahrtausende der erdgeschichtlichen ,entwickelung nicht ganz verwischen knnen4 ,der flache ,hhenzug zwischen ,pleie und ,parthe zum ,beispiel1 der heute das ,vlkerschlachtdenkmal trgt und sich nach ,nordwesten bis zum ,leipziger ,alten ,theater1 bis in den ,mndungswinkel der ,pleie und ,parthe hineinschiebt1 dieser unbedeutende ,rcken1 der den ,kern unserer ,stadt1 die ,altstadt trgt und ihm ,schutz vor den berschwemmungen der ,pleie bot1 ist tertiren oder braunkohlenzeitlichen ,alters4 ,ihm verdanken wir1 da bei uns die ,kinder am ,barfuberge spielen1 da wir in ,connewitz ein ,oberdorf1 in der ,sdvorstadt eine ,hohe ,strae verzeichnen knnen4 ,von seiner ,hhe grt heute an ,stelle der alten ,zwingburg ,dietrichs des ,bedrngten die ,matthikirche4 ,den strksten ,einflu auf die ,formung des heutigen ,landschaftsbildes im ,leipziger ,kreise hat die jngstvergangene erdgeschichtliche ,periode erlangt1 die ,eiszeit oder die groe ,schneezeit 7,diluvium74 ,wasser war es wieder1 das hier die letzte ,arbeit meisterte1 - ,wasser1 diesmal in ,gestalt des blauen ,gletschereises4 ,die subtropische ,hitze1 die einst die ,braunkohlenwlder dem ,sumpfboden unserer ,heimat entlockt hatte1 war lngst einem khleren ,klima gewichen4 ,die mittlere ,jahrestemperatur war langsam stetig gesunken1 so da sie noch um einige ,grade tiefer lag als unser heutiges ,jahresmittel4 ,dazu hatte das ,klima ozeanischen ,charakter angenommen4 ,die ,niederschlge mehrten sich2 im hohen ,norden ,europas1 sowie in den ,bergen der ,alpen und auf den ,hhen der deutschen ,mittelgebirge huften sich die ,schneemassen4 ,bald quollen in den ,bergen die ,firnbecken ber4 ,von den ,alpen1 vom ,schwarzwald1 vom ,odenwald1 vom ,harz und von den ,sudeten stiegen die ,gletscher in die ,vorlande4 ,und von den hchsten ,hhen ,skandinaviens verbreitete sich nach allen ,seiten hin dickes ,inlandeis1 wie wir es heute aus ,grnland kennen4 ,vom ,ural bis ,holland und ,england begrub es ,nordeuropa unter seine gewaltige ,last4 ,auch ber unsere ,heimat schreitet das ,eis bei seinem strksten ,vorsto von ,norden her in einer ,dicke von dreihundert ,metern hinweg4 ,erst der ,fu des ,erzgebirges gebietet ihm ,halt4 - ,wie ein ,riesenbagger schrft das langsam vorrckende ,eis das ,land unter sich auf4 ,es bricht gewaltige ,blcke und ,platten der norwegischen und schwedischen ,felsgesteine los1 es hebt ganze ,schollen der feuersteinreichen ,kreide auf ,rgen ab1 es pret die ungeheuren ,lager von weichen ,tonen und lockeren ,sanden in der norddeutschen ,ebene auf und schleppt alles im ,weiterschreiten und ,weitergleiten als ,grundmorne in seiner ,sohle mit sich fort4 ,wo das ,eis ber anstehende ,felskuppen hinweggleitet1 da scheuert es das harte ,gestein mit dem feinen ,sand-1 ,ton- und ,kalkschlick seiner ,sohle ganz blank und kratzt in die fast spiegelglatten ,flchen feine ,ritzen und ,schrammen hinein4 ,wenn drben bei ,beucha oder ,kleinsteinberg die ,steinbrecher neue ,sprengungen vornehmen wollen und vorher die fruchtbare ,ackerkrume vom ,porphyrgestein abdecken1 dann finden sie solche ,gletscherschliffe als ,erinnerungsmerkmale der eiszeitlichen ,vergangenheit unserer ,heimat4 - ,als die klimatischen ,verhltnisse ,europas ganz allmhlich sich denen von heute nherten1 da trat das ,eis seinen ,rckzug nach ,norden an4 ,oft aber unternahm es bei eintretenden ,klimaschwankungen erneute ,vorste1 so da auch fr unsere ,heimat ,zeiten der ,vereisung mit ,zwischeneiszeiten wechselten1 in denen die ,leipziger ,tieflandsbucht eisfrei blieb4 ,mit ,sicherheit sind wenigstens zwei strkere ,vereisungen unserer ,gegend anzunehmen4 ,das zurckgehende ,eis lie als kostbares ,geschenk den mit ,blcken und ,steinen gespickten zhen ,lehmbrei seiner ,grundmorne zurck1 den sogenannten ,geschiebelehm4 ,er bildet heute die fruchtbare ,ackererde unserer ,felder mit ihrem ,reichtum an ,lesesteinen1 mit ihren zahlreichen einsamen ,irr- und ,wanderblcken in stiller ,feldflur4 ,zwischen ,saale und ,elster im ,westen1 zwischen ,pleie und ,parthe im ,osten und vor allem im ,norden ins ,provinzialschsische hinein hat der ,geschiebelehm unbersehbare tischglatte ,gemarkungen geschaffen4 ,hier werden wir uns des ,flachlandcharakters unserer ,heimat am deutlichsten bewut4 ,hier reiht sich ,feld an ,feld1 ,ackerstreifen an ,ackerstreifen4 ,nichts als die regelnde ,hand des menschlichen ,fleies ist in dem schachbrettartigen ,getfel erkennbar4 ,geradlinig ist alles1 die ,straen und ,schienen oft wie mit dem ,lineal gezogen4 ,selbst das langgestreckte ,straendorf bringt wenig ,abwechselung in das ,bild4 ,und doch ist dieses flache ,bauernland schn und wird dem1 der es kennen lernt1 zum tiefen ,erlebnis4 ,der weite in die ,ferne hinausfhrende ,horizont1 der hohe unendliche ,himmel mit seiner zu ,herzen gehenden ,wolkensprache1 die unerschpflichen ,feinheiten der ,luftperspektive1 die unvergleichlichen ,sonnenuntergnge1 die prachtvollen ,gewitter1 die in der ,ebene viel mehr dem ,auge als dem ,ohre predigen1 das alles wirkt bedeutend - und erhebend4 ,glcklicherweise steigert sich die ,ebenflchigkeit nirgends zur ,monotonie4 ,das bunte ,mosaik der ,felder1 die im ,bltenschnee schimmernden ,reihen der ,straenbume1 die von blumigen ,wiesengrnden begleiteten und von ,erlen und ,weiden gesumten ,bche und ,rinnsale1 die weithin blinkenden ,teiche1 die duftigblau fernschimmernden ,waldsume der ,diluvialwaldungen1 die zahlreichen mit ihren ,dchern und ,trmen aus segenspendenden ,obstbumen hervorlugenden ,drfer1 die weithin leuchtenden ,wassertrme1 das alles gruppiert sich zu immer neuem1 fortwhrend wechselnden ,bildern von schlichter1 lieblicher ,schnheit4 ,vieles ist in dieser ,landschaft charakteristisch und typisch4 ,nicht zuletzt das ,menschenleben4 ,der uralt heilige ,beruf des ,landmannes1 in ,bildern von unerschpflicher ,schnheit tritt er uns hier entgegen4 ,der ernst schreitende ,semann1 der rstige ,schnitter1 die flinke ,garbenbinderin1 der hochbeladene ,erntewagen1 der ,pflger mit den strebenden ,rossen4 ,oft sind sie zu fnf1 sechs oder mehr auf der sonnigen ,erdscheibe zu sehen1 bis zu ,fernen1 in denen sie sich zu winziger ,kleinheit verlieren4 ,und darber im blauen ,frhjahrshimmel windzerrissene ,mrzwolken4 ,wenn es wahr ist1 da ,schnheit mit der ,schlichtheit wchst1 hier im flachen ,bauernland wird es ,ereignis4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,die ,femlinden auf ,ehrenberger ,revier im ,leipziger ,auenwald ,indem das ,inlandeis bei seinen einstigen vor- und rcklufigen ,bewegungen die ,erhebungen des ,bodens einebnete und die ,senken mit dem ,material seiner ,grundmorne ausfllte1 hatte es dem ,leipziger ,land noch einfrmigere ,linien verliehen1 als es wohl schon am ,ausgange der ,braunkohlenzeit aufgewiesen hatte4 ,gleichsam unzufrieden mit dieser seiner ,arbeit1 brachte es vor seinem endgltigen ,rckzuge ganz neue belebende ,zge in das ,bild der ,landschaft4 ,da wo der ,rand des ,inlandeises auf lngere ,zeit1 ,jahrhunderte1 ,jahrtausende1 zur ,ruhe1 zum ,stillstand kam1 huften sich die ,gesteinstrmmermassen des ,gletschers zu langen ,hgelreihen1 zu riesigen eiszeitlichen ,stirn- oder ,endmornen4 ,die von den ,steilwnden des ,gletscherrandes herabstrzenden1 gurgelnden ,schmelzwsser durchsplten unaufhrlich die gewaltigen ,schuttanhufungen der ,endmorne und entfhrten ihr die lehmigen und tonigen ,bindemittel1 so da schlielich nur noch lose ,haufwerke von ,sanden1 ,kiesen1 ,blcken und ,gesteinsgrus blieb4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,blick von der ,beuchaer ,kirche ber den ,steinbruch nach dem ,kohlenberg ,der bewaldete ,bienitz mit dem benachbarten ,wach- und ,sandberg im ,westen ,leipzigs und die zahlreichen ,hhen1 die uns nrdlich und stlich der ,parthe gren1 sind solche ,endmornenzge4 ,wallartig geschlossen und nur am ,bienitz durch die breite ,elster-,luppen-,niederung unterbrochen1 erstrecken sie sich von ,dehlitz drben bei ,weienfels an der ,saale bis nach ,eilenburg an der ,mulde hin4 ,whrend sie aus weiter ,ferne geschaut fast untertauchen in dem gewaltigen ,gleichklang unserer ,ebene1 treten sie1 aus der ,nhe betrachtet1 oft recht auffllig hervor4 ,einzeln fr sich gesehen riesigen ,maulwurfshaufen gleichend1 bieten sie ,freunden schner ,linienfhrung in ihrer ,aneinanderreihung 7,gordemitz7 groen ,genu4 ,da wo die ,gegenstcke unserer ,landschaft1 ,mornenhgel und ,aue unmittelbar nebeneinander auftreten 7,parthenlauf71 wo sich dem sanftanstrebenden ,decksandhgel die ,aue mit blumigen ,wiesen anlehnt1 da ist die ,landschaft von berraschender ,lieblichkeit4 ,die ,windmhle mit den lustig im ,winde sich drehenden ,flgeln auf kahler luftiger ,mornenhhe und die stille ,wassermhle am ,auenflu1 tief eingebettet in das ,grn buschiger ,erlen und ,weiden1 mit dem schwerflligen unterschlchtigen ,mhlrade1 sind ,symbole einer ,gegenstzlichkeit1 die man im ,leipziger ,land nicht sucht4 ,oft sind die sandigen ,hgel von ,bestnden der gengsamen ,kiefer gekrnt4 ,ihr dsteres ,grn gibt einen feinen ,kontrast zur hellgrauen1 sprlichen ,ackerscholle oder zum gelblich-weilichen ,sande der abgebrochenen ,sandgrubenwand4 ,wenn man da oben sitzt und das ,auge die sandig welligen ,abhnge hinabgleiten lt1 wenn man den weichen1 sonnenheien ,sand durch die ,finger rieseln lt und das sandholde ,pflanzen- und ,tierleben belauscht1 dann kommt ,heidestimmung ber einen1 und ,heidesehnsucht quillt im ,herzen auf4 ,hufig tragen die ,hgel kleine trutzige ,wehrkirchen 7,panitzsch1 ,thekla1 ,frankenhain u4 a47 aus den ,zeiten1 da unser ,land heiumstrittener ,kolonialboden war und deutsche ,ansiedler die neugewonnene ,heimat gegen die von ,osten heranbrandenden slawischen ,sturmfluten verteidigen muten4 ,obwohl die ,mornenhgel die ,hhe von einhundertundachtzig ,meter nirgends berschreiten1 sieht der anspruchslose ,bewohner der ,ebene doch in ihnen ,berge4 ,als ,wach-1 ,kreuz-1 ,wein-1 ,fuchs-1 ,galgenberge usw4 sind sie in den ,heimatkarten verzeichnet4 ,gelegentlich hat man sie sogar mit ,aussichtstrmen geschmckt4 ,und es lohnt sich reichlich1 einen solchen ,ausguck zu besteigen4 ,bei der ,ebenflchigkeit des ,landes gibt es ,ausblicke von berraschender ,tiefe ins weite1 weite ,land hinein4 ,wo zwischen die ,hgelreihen einsame ,drfer eingebettet liegen1 da atmet die ,heimat fast den ,frieden und die ,abgeschiedenheit stiller ,gebirgsdrfchen4 ,als sich das nordische ,eis unserer ,heimat nherte1 schob es mchtige ,eiszungen in die breiten ,strombetten der heimatlichen ,gewsser vor4 ,haushohe ,stauwehre von ,eis zwangen unsere ,elster und ,pleie1 die ursprnglich in nrdlicher ,richtung flossen1 nach ,westen dem ,eisrande entlang auszubiegen4 ,auch die ,mulde gab damals ihren nrdlichen ,lauf in der ,gegend von ,grimma auf und wlzte ihre durch ,gletscherwsser verstrkten ,fluten in zwei breiten ,armen dem ,lauf der heutigen ,gsel und ,parthe folgend ber ,leipzig der ,saale zu4 ,in der ,eiszeit entsteht so die breite ,entwsserungsrinne zwischen ,leipzig und ,merseburg1 in der jetzt alles flieende ,wasser des ,leipziger ,landes der ,saale zustrmt4 - ,nach der ,eiszeit brach fr ,norddeutschland und auch fr unsere ,ebene eine ,trockenperiode an1 eine ,steppenzeit1 in der gewaltige1 laufhufende ,staubstrme ber die ,gegend dahinbrausten4 ,die ,flsse bten mehr und mehr ihre ,wasserflle ein4 - ,und nach dieser ,steppenperiode nahm dann infolge erneuter klimatischer ,vernderungen unsere heutige ,pflanzenwelt von der ,heimat ,besitz4 ,blumige ,wiesen und schimmernde ,laubwlder breiteten ein farbenfreudiges ,gewand ber die ,landschaft4 ,trotz reichlicherer ,niederschlge aber blieben die ,flsse jetzt klein und unbedeutend bis auf den heutigen ,tag4 - ,nur wenn im ,frhjahr die ,schneeschmelze eintritt1 scheinen sich die schwchlichen ,epigonen der riesigen ,eiszeitstrme ihrer gewaltigen ,vergangenheit zu erinnern4 ,sie steigen aus ihren schmalen ,ufern und verwandeln die breite ,aue in einen blinkenden ,see4 ,dann gibt es sdlich bei ,markkleeberg und im ,nordwesten bei ,modelwitz und ,papitz trotz aller ,dmme und ,flutrinnen eine ,flle reizvollster berschwemmungsbilder4 - ,die gelbe ,flutrbe der berschwemmungsfluten setzt sich zu ,boden1 und eine dnne ,schlammkruste bleibt zurck4 ,der ,mrzwind trocknet sie1 und aus den tausend ,rissen und ,sprngen sprot hoffnungsfreudig neues ,grn hervor4 ,unzhlige ,male ist die ,fluaue so berschwemmt worden4 ,aus den dnnen ,schlammschichten ist eine mchtige ,lehmdecke geworden4 ,es ist der ,aulehm unserer ,flutler1 ein feuchter1 schwerer1 steinfreier ,lehm1 der zahlreichen ,ziegeleien ein ausgezeichnetes ,material liefert4 ,unter ihm liegen zuweilen ,sand- und ,schottermassen1 die die ,flsse hier ablagerten1 wenn sie besonders transportfhig waren4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,auenwaldbild bei ,rbsen ,aus der ,hhe von ,papitz schauen wir heute hinein in die lachende ,aue4 ,wie eine ebene ,tafel ist das ,schwemmland der ,aue eingelagert in die hher gelegene ,geschiebelehm- und ,endmornenlandschaft4 ,bald ist der ,gegensatz von ,aue und ,auenrand scharf1 bald klingen die ,hhen des ,randes sanft in die ,aue hinein aus4 ,es sind zwei verschiedene ,welten1 die sich hier berhren1 ,hochland und ,tiefland1 ,steppe und ,wasserland1 ,geest und ,marsch1 ,ackerland und ,bruchland1 ,kultur und ,wildnis1 uralte ,gegenstze1 die sich auf ,erden so oft wiederholen4 - ,wasser1 ,wiese und ,wald sind die drei ,landschaftselemente1 die sich in der ,aue in immer neuen berraschenden ,gruppierungen zusammenfinden und so den ,reichtum an ,landschaftsbildern ergeben1 der die ,aue auszeichnet4 ,ihrer eigensten ,natur nach ist die ,aue uraltes ,wasserland4 ,wasser quillt im sumpfigen ,boden2 ,wasser rinnt in den ,flssen mit ihren vielen ,armen und ,grben2 ,wasser erfllt die zahlreichen berschwemmungstmpel1 die stillen ,altwsser1 die vertrumten ,lachen1 die waldumgrteten ,smpfe1 die schilfreichen alten ,lehmstiche2 ,wasser braut um ,busch und ,baum1 wenn am ,abend den tiefen ,wiesengrnden graue ,nebelschwaden entsteigen4 ,was die ,aue unter allen ,landschaftsformen der ,heimat obenanstellt1 das ist der prchtige ,auwald mit seinem ,reichtum an ,laubbaumarten1 mit seinen weichen ,blttermassen und seinen weichen runden ,laubformen1 mit seinen vielhundertjhrigen ,rieseneichen1 seinem dichten aus ,strauchwerk und ,stockausschlag bestehendem ,unterholz1 mit seiner eigenartigen ,frhlingsflora und seinen ppigen ,schattenstauden im ,sommer4 ,wo sich dieser ,wald kulissenartig hinausschiebt in die ,wiesenlandschaft der ,aue1 da gibt es ,bilder von hoher landschaftlicher ,wirkung2 im ,mondenlicht gesehen sind diese ,bilder von berraschender ,plastik1 so da sie das ,auge fast krperlich aufnimmt4 ,im ,strahl der ,herbstsonne lohen die reichen ,blttermassen der zahlreichen ,baumarten in einer unvergleichlichen ,farbensymphonie auf4 ,herbstfahrten durch die ,aue6 ,einen hheren ,naturgenu kann es kaum geben6 ,die ,laubgnge leuchten rot und gelb1 als blicke farbendmmerndes ,licht durch bunte ,kirchenfenster4 ,von ,tag zu ,tag werden ,farben flammender1 bis der erste ,frost der ,herrlichkeit ein jhes ,ende bereitet4 - ,die ,auenwiesen1 die besonders in der ,elster-,luppen-,aue 7,oberthau7 in manchmal kaum bersehbarer ,weite hingebreitet sind1 knnen sich an ,blumenreichtum und ,farbenpracht nicht mit ,gebirgswiesen messen4 ,der khle ,aulehm ist der ,farbenflle nicht gnstig4 ,zumeist ist es eine bestimmte ,pflanze1 die mit ihrer ,bltenfarbe die ,wiese eine ,zeit lang beherrscht4 ,das tiefe ,gelb der duftenden ,schlsselblume wird abgelst vom zarten ,blablau des ,wiesenschaumkrautes2 das prchtige ,rosa des ,wiesenknterichs weicht dem ,scharlachrot des ,ampfers usw4 - ,die menschlichen ,siedelungen fliehen die ,aue wegen der berschwemmungsgefahr4 ,es sind zumeist ,einzelsiedelungen1 die uns in der ,aue begegnen1 ,gasthuser an ,querwegen1 ,wassermhlen und ,ziegeleien4 ,gering ist die ,zahl der ,auendrfer4 ,aber oben auf dem ,auenrand1 da reihen sich schon seit vorgeschichtlichen ,zeiten die ,siedelungen aneinander wie die ,perlen an der ,schnur4 ,die ,grostadt hat die ,wassernatur des ,landes berwunden und die ,aue erobert4 ,aber in hundert ,zgen hat ihr das ,wasser den ,charakter der ,auenstadt aufgeprgt4 ,als kstliches ,geschenk der engen ,beziehung seiner ,stadt zur ,auenlandschaft schtzt der ,leipziger1 da er wenige ,minuten von dem alten ,marktplatz1 dem ,mittelpunkt der ,stadt1 und vom ,hauptbahnhof1 dem heiklopfenden ,herzen des ,grostadtverkehrs1 in ,waldungen eintreten kann1 die nach ,romlers ,urteil zu den schnsten in ,deutschland zhlen4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,auenlandschaft bei ,oberthau 99 99 99 99 99 ,so liegt das ,leipziger ,land vor uns als ein ,geschenk des ,wassers3 ,schwemmland von uraltem ,schwemmlandscharakter4 - ,das menschliche ,schicksal von ,jahrtausenden ist heute in diese groe ,schwemmlandstafel eingegraben4 ,alles ,schaffen1 alles ,hoffen und ,leiden1 alles ,gewinnen und ,verlieren lngst vergangener ,menschengeschlechter ist hier verzeichnet4 ,selbst da1 wo die ,landschaft noch am ursprnglichsten zu uns spricht1 im weiten ,wasserland der ,aue1 gibt es wohl keinen ,schrittbreit ,boden1 den menschlicher ,wille nicht beeinflut htte4 ,und doch kann die ,landschaft die ,zge1 die ihr die ,weltenjahre erdgeschichtlicher ,vergangenheit aufgedrckt haben1 nirgends verleugnen4 ,die ,urnatur des ,landes1 gewissermaen die ,wildnis1 schaut berall durch den dnnen ,schleier der ,kultur hindurch4 ,gewaltiger als der ,mensch ist die ,natur1 die ihn selbst mit unlsbaren ,banden umspannt4 ,vom ,auenwald ,von ,professor ,dr4 ,naumann ,als ,muster eines ,auenwaldes bezeichnet ,romler die artenreichen1 feuchtkhlen ,laubwlder der ,leipziger ,umgebung4 ,er sagt darber3 ,die ,nhe eines gepflegten ,auenwaldes schtzt die groe ,stadt der ,tiefebene vor dem ,hereinbrechen der ,langweiligkeit1 welche dem vordringenden ,feldbau auf dem ,fue folgt4 ,und in solch glcklicher ,lage befindet sich ,leipzig1 welches aus seinem westlichen ,tor unmittelbar in einen der schnsten ,auenwlder ,deutschlands tritt4 ,illustration3 ,aufnahme von ,josef ,ostermaier1 ,dresden-,blasewitz ,abb4 #a4 ,am ,hemmschuh bei ,rehefeld1 im ,vordergrund ,mrzbecher ,jeder ,auenwald verdankt seine ,entstehung und seine ,zusammensetzung der berschwemmenden ,ttigkeit eines ,flusystems4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,karte des ,auwaldgebietes westlich von ,leipzig2 das ,flunetz der weien ,elster und ,luppe umfassend ,durch die starke ,verkleinerung der ,karte sind die ,beschriftungen schwer zu erkennen1 und sind deshalb die im ,aufsatz genannten malerischen ,gegenden1 ,wasserlufe und dergleichen zur schnelleren ,auffindung auf der ,karte mit ,pfeilen und ,nummern versehen worden1 die in der nachstehenden ,erluterung erlutert sind4 ,erluterung3 #a ,weie ,elster #b ,luppe #c ,hundewasser #d ,burgauer ,forstrevier #e ,polenz #f ,park vom ,ltzschenaer ,rittergute #g ,malerische ,altwassertmpel zwischen ,gundorf und ,ltzschena #h ,auwaldzauber der ,luppelandschaft bei ,leutzsch #i ,malerische ,baumbestnde an der ,luppe in der ,gegend von ,maslau und ,horburg #aj ,maslauer ,eiche #aa ,kaisereiche #ab ,polenzeiche #ac ,knigseiche ,whrend der ,oberlauf des ,flusses sich eingeengt sieht durch die ansehnlichen ,bodenerhebungen eines ,berglandes1 dringt der ,mittellauf meist durch liebliches ,hgelgelnde4 ,solch begleitende ,hhen lassen eine breite berschwemmungszone kaum aufkommen4 ,der schmale ,ufersaum ist meist blockreich und schotterbedeckt1 so da sich ,baumbestnde auf vereinzelte ,weiden1 ,erlen und ,espen beschrnken1 wie wir an den schmalen ,uferstreifen unserer ,erzgebirgsflsse wahrnehmen knnen4 ,der meist gewundene ,lauf ist einer ruhigen und steten ,ablagerung feinerer ,anschwemmungsprodukte nicht gnstig1 und infolge des noch starken ,geflles im jugendlichen ,strom bleiben nur kiesige ,massen an den ,uferrndern1 whrend die aufschwemmbaren ,produkte bis weit hinab ins ,niederland gefhrt werden4 ,hierzu kommen die reienden ,schmelzwsser des ,frhjahrs1 welche etwa angehuften ,feinboden wieder zerstren4 ,nur selten zeigt sich in breiteren ,gebirgsmulden1 wie am ,hemmschuh bei ,rehefeld im ,flugebiet der ,wilden ,weiseritz1 ein auwaldhnlicher ,holzbestand1 welcher als ,auwaldpflanze noch den ,mrzbecher fhrt4 7,abb4 #a47 ,der ,prallhang der ,bergflsse bietet den ,holzgewchsen gar keinen ,raum1 und der kiesige ,gleithang ist meist mit strauchigen ,weiden#a1 einem ,salicetum1 bestanden4 ,erst in der ,niederung fliet der ,strom in majesttischer ,breite und alterstrger ,ruhe ohne besondere ,richtungsnderung dahin4 ,nach starkem ,herbstregen oder durch die ,schmelzwsser des ,frhlings tritt er weit ber seine ,uferrnder hinaus und setzt feinkrnige fruchtbare ,verwitterungsmassen ab1 die wir als ,aulehm bezeichnen1 und welche aus ,ton und feinem ,sande bestehen4 ,nur dann weicht der ,strom der ,niederung von seiner eingeschlagenen ,hauptrichtung ab1 wenn sich ihm leichtgewellte ,hhenzge1 wie bei der ,elbe der ,flming1 entgegenstellen1 oder wenn seitliche1 wasserreiche ,zustrme ihm eine andere ,richtung aufdrngen1 wie dies bei der ,weser durch die ,aller geschieht4 ,dort1 wo mehrere gleichgerichtete ,flsse sich auf engem ,raum vereinigen1 wo also ein engmaschiges ,flunetz gewebt ist1 wird sich die gnstigste ,gelegenheit zur ,auwaldbildung finden1 und hier drfen wir auch typische ,auenwlder erwarten4 ,in ,sachsens ,nordwesten1 in ,leipzigs ,umgebung1 ist ein solches ,gebiet geschaffen durch den ,zusammenflu von ,elster1 ,parthe1 ,pleie und ,luppe 7,abb4 #b71 und die malerische ,gruppierung verschiedenartigster ,laubbume am ,hundewasser gibt uns einen ,begriff von den ,schnheitswerten solcher ,bestnde4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,das den ,polenz im ,sden umflieende ,hundewasser mit ,weibuchen und ,ulmenaltholz ,schon im ,jahre #aiab fand eine ,anregung unseres ,landesvereins ,heimatschutz auf ,schaffung eines ,auwaldschutzbezirkes durch die einsichtige ,stadtverwaltung ,leipzigs ,erfllung1 indem vom ,rate der ,stadt beschlossen wurde1 einen ,teil des sogenannten ,burgauer ,forstreviers1 den ,polenz1 der in der ,nhe des ,parkes vom ,ltzschenaer ,rittergute liegt und dem ,verkehr nur schwer zugnglich ist1 bis auf weiteres in der bisherigen ,gestaltung zu erhalten1 d4 h4 von forstlicher ,nutzung abzusehen4 ,dieser ,teil wird von einem ,elsterarm1 eben dem ,hundewasser1 umflossen und zeigt den ,typus des ,auenwaldes mit seiner ppigen ,vegetation noch recht unverflscht4 ,weibuchen und ,ulmenaltholz bilden lngs des ,ufers eine ,laubwand von gewaltiger ,wirkung 7,abb4 #c74 ,auch der ,anblick des ,polenz von ,osten her zeigt uns einen geschlossenen ,laubwalddom1 hinweg ber einen vorgelagerten ,hochwasserspiegel1 welcher trotz wechselnder ,wasserflle den stolzen ,fischreihern vorbergehend als ,aufenthalt dient 7,abb4 #d74 ,illustration3 ,abb4 #d4 stliche ,seite des ,polenz mit vorgelagertem ,hochwasserrest 7nur zeitweise ,wasser vorhanden7 ,zum eigentlichen ,heimatschutzgebiet aber wurde dieser kstliche ,landesteil erst im ,jahre #aibb4 ,von diesem ,jahre konnte man durch eine entsprechende ,tafel mit der ,inschrift3 ,naturschutzgebiet ,urwchsiger ,auenwald des ,elstergebietes ,mit zahlreichen ,baumarten 7auer ,rotbuche7 mit reichhaltigem ,unterholz mit ppigem ,kruterwuchs ,helft alle dazu1 dieses ,naturdenkmal unversehrt der ,nachwelt zu erhalten4 ,der ,rat der ,stadt ,landesverein ,leipzig ,schsischer ,heimatschutz gemeinsam unterzeichnet vom ,heimatschutz und der ,stadt ,leipzig den ,auwald am ,hundewasser als geschtzt bezeichnen4 ,abbildung #e zeigt den ,eingang zum ,schutzgebiet1 und der ,blick fllt auf ein ,baumgemisch von ,eschenaltholz und stattlichen ,rstern4 ,wohl gibt es noch andre1 vielleicht auch naturwissenschaftlich reichere ,orte in ,leipzigs ,flunetz1 aber wir drfen mit dieser ,wahl zufrieden und ,leipzigs ,stadtverwaltung recht dankbar sein4 ,zwischen ,gundorf und ,ltzschena finden sich malerische ,altwassertmpel1 die als ,reste frherer berschwemmungen verblieben sind 7,abb4 #f71 und noch immer einer interessanten1 leider immer weniger werdenden ,gro- und ,kleintierwelt gnstige ,lebensbedingungen gewhren4 ,diese ,pltze sind daher als ,sammelgebiet ein ,dorado fr ,aquarienliebhaber geworden1 und man ist damit umgegangen1 dort eine biologische ,arbeitssttte zu schaffen4 ,leider wollte man auch ,ansiedelungsversuche mit verschiedenen1 auch fremdlndischen ,tieren machen4 ,ein solches ,ansalben ist hchst bedenklich6 ,als ,naturschutzgebiet im eigentlichen ,sinne darf man derartige ,orte1 selbst wenn sie fr bestimmte naturwissenschaftliche und ,liebhaberzwecke der ,allgemeinheit entzogen sind1 nicht betrachten4 ,ein solches mu sich selbst berlassen bleiben1 d4 h4 frei von forstlichen ,eingriffen und frei von neugieriger ,begngnis gehalten sein1 um fr unsere ,nachfahren das ,walten einer ursprnglichen ,natur zu retten4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,eingang zum geschtzten ,auwaldgebiet der ,burgau im ,stadtwald zu ,leipzig ,illustration3 ,abb4 #f4 ,zwischen ,gundorf und ,ltzschena ,nahe ,leutzsch liegt ein stiller ,auwald-,zauber ber einer ,luppenlandschaft1 und man kann es der stdtischen ,forstverwaltung 7,forstmeister ,zacharias7 nicht genug danken1 da auch dieser ,winkel in seinem ursprnglichen ,zustand gepflegt und erhalten wird 7,abb4 #g74 ,auch weiter westlich1 in der ,umgebung von ,maslau und ,horburg 7vgl4 ,karte ,abb4 #b7 bietet die ,luppe malerische ,baumbestnde und wird mit dem wechselnden ,grn und dem ,silbergrau der ,weiden1 deren ,spiegelbild in dem ruhenden ,wasser zu uns leuchtet1 zu einem landschaftlichen ,kleinod 7,abb4 #h74 ,aber nicht blo die herrlichen ,baumgestalten entzcken uns2 das trg flieende ,wasser schmckt sich am ,ufer weithin mit flsterndem ,ried und raschelndem ,rhricht1 und eine reizvolle ,spiegeldecke lichtgrner ,schwimmpflanzen belebt anmutig die majesttische ,ruhe 7,abb4 #i74 ,kaum satt kann sich das ,auge trinken an dieser grnen ,dmmerpracht1 durchfunkt von den ,goldblten der ,mummel4 ,darum darf wohl ein zweites ,bild des ,maslauer ,auenwaldes 7,abb4 #aj7 auch dem verwhnteren ,leser nicht berflssig erscheinen4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,luppenlandschaft1 im jetzigen ,zustand gepflegt und erhalten von der ,leipziger ,stdtischen ,forstverwaltung 7,forstmeister ,zacharias7 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,auenlandschaft bei ,horburg ,auch im ,muldenlande1 sdlich von ,leipzig1 zeigen die restlichen ,baumbestnde um ,rochlitz noch den ,charakter des ,auenwaldes1 wie er sich vor ,zeiten1 anstelle der jetzigen fruchtbaren ,auwiesen und ,felder1 zu beiden ,seiten des ,flusses ausgebreitet hat 7,abb4 #aa74 ,illustration3 ,abb #i4 ,auenwald bei ,maslau 7,luppe7 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,auenwald bei ,maslau 7,schwimmpflanzendecke7 ,in der norddeutschen ,niederung erlangen naturgem die periodischen berschwemmungsgebiete ihre weiteste ,ausdehnung und erzeugen1 wie ,drude sagt1 scharfe ,gegenstze zwischen ,heide- und ,auenwald4 ,hier werden auch die ,fluauen1 soweit der ,eisgang das ,aufkommen von ,baumbestnden hindert1 von sumpfigen ,grasfluren und ,grnmooren begleitet1 wie uns die ,abbildung #ab eines ,flutales in ,posen durch den reichen ,bestand an ,wollgras mit seinen weileuchtenden ,fruchtfahnen dartut4 ,am ,horizont erkennt man den dunkelgrnen ,wall des ,auenwaldes1 soweit nicht dauernd nasses ,gelnde einen ,bruchwald schafft1 einen ,sumpfwald aus ,erlen und stattlichen ,weiden1 durchsetzt mit ,birken und ,schwarzpappeln#b4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,muldenlandschaft bei ,lastau 7zwischen ,rochlitz und ,colditz7 ,der ,auenwald ist ein ausgesprochener ,laubmengwald1 der ,nadelbume ursprnglich vllig ausgeschlossen hat2 wenn sie heute darin erscheinen1 verdanken sie ihren ,ursprung dem ,zufall oder knstlicher ,anpflanzung#c4 ,wie schon frher bemerkt1 ist der ,auwaldboden grtenteils zusammengesetzt aus ,feinsand und ,ton4 ,solcher ,feinboden ist wenig luftdurchlssig und wird daher nur in geringem ,mae das ,sauerstoffbedrfnis tiefgreifender ,wurzeln befriedigen knnen4 ,es bleiben daher auf solchem berschwemmungsboden ,bume mit lufthungrigen ,wurzeln ausgeschaltet3 die sandgewohnte ,kiefer1 die bergfrohe ,tanne und die sonst anspruchslose ,fichte4 ,es fehlt daher zumeist auch die ,rotbuche1 welche blockreiches ,gelnde bevorzugt4 ,wenn die ,fichte im ,gebirge trotzdem in versumpften1 torfmoosbedeckten ,bden auftritt1 so ist sicherlich ihre ,wurzel gebettet in ,boden von grberer ,struktur1 also luftumgeben4 ,schlielich wird der ,sphagnum-,bestand und der von ihm gebildete ,moostorf den ,fichtenwald doch ersticken4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,flutal in ,posen ,an dieser ,stelle mchte ich ganz besonders auf das ,sauerstoffbedrfnis aller lebenden ,pflanzenorgane1 also auch der ,wurzel1 aufmerksam machen4 ,auch ,wurzeln mssen atmen1 um sich die zum ,wachstum ntige ,betriebswrme zu schaffen4 ,wie es unter den ,bakterien arobe1 d4 h4 sauerstoffbedrftige und anarobe ,arten gibt1 die mit geringen ,sauerstoffmengen auskommen knnen1 so besteht sicher fr die ,wurzeln der verschiedenen ,waldbume ebenfalls ein abgestuftes ,sauerstoffbedrfnis4 ,dasselbe ist noch wenig studiert1 wird aber so manches ,standortsrtsel bei ,formationen und ,assoziationen der ,lsung entgegenfhren4 ,bume1 deren ,wurzeln vorbergehenden ,sauerstoffmangel vertragen knnen1 werden auf periodisch berschwemmten ,standorten1 also ,auwaldbden1 gedeihen4 ,hierzu scheinen graduell geordnet3 ,eiche1 ,hainbuche1 ,ulme und ,esche zu gehren4 ,andere ,bume mssen dauernd mit der uerst geringen ,sauerstoffmenge in stagnierenden ,gewssern frlieb nehmen4 ,dies sind die ,moor und ,bruch gewohnten ,erlen1 ,espen1 ,birken und ,weiden4 ,in den berhmten ,sumpfwldern 7cypress-swamps7 von ,florida und ,sdgeorgien gedeiht auch eine nadelwerfende ,konifere ,taxodium distichum1 da sie ihr ,luftbedrfnis durch ber die ,erde ragende ,atemwurzeln decken kann4 ,natrlich knnen auch ,erle1 ,espe und ,birke im ,auenwald eingesprengt erscheinen1 sind aber die ,hauptbestandteile der ,bruchwlder4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,wurzelknllchen der ,erle 7,mycorrhiza7 ,fr die ,rotbuche ist zur ,besiedelung des ,auenwaldes neben dem ungestillten ,sauerstoffbedrfnis wohl auch die ,kalkarmut des ausgelaugten ,schwemmlandbodens ein ,hindernis4 ,illustration3 ,aufnahme von ,josef ,ostermaier1 ,dresden-,blasewitz ,abb4 #ad4 ,in den ,donau-,auen bei ,melk1 ,bodenbedeckung durch ,cardamine amara ,in der ,auenwaldfrage verdient auch eine eigenartige symbiotische ,erscheinung unsere ,aufmerksamkeit3 ,das ,zusammenwirtschaften von ,baumwurzeln und ,pilzmycel1 die ,mycorrhiza4 ,noch ist der ,nutzen der ,mycorrhiza fr den ,baum nicht vllig geklrt1 doch lt sich annehmen1 da diese verpilzte ,wurzel eine ,ntzlichkeitserscheinung darstellt1 die auch in die ,frage der ,besiedelung von berschwemmungsbden hineinspielt4 ,auch die pilzdurchsetzten ,wurzelknllchen aller ,erlenarten mgen hier ,erwhnung finden4 ,abbildung #ac zeigt uns solche spter verholzende1 traubige ,wurzelknllchen1 welche bis zur ,gre einer ,kinderfaust heranwachsen knnen4 ,diese ,gebilde werden hervorgerufen durch in das ,wurzelgewebe eindringende ,pilzfden1 welche in bakterienhnliche ,kleinstbchen bzw4 kugelige ,zellketten zerfallen4 ,nach ,kulturversuchen von ,nobbe und ,hiltner1 ,tharandt1 wissen diese ,pilze den freien ,stickstoff der ,luft zu binden1 so da der von ,stickstoffsalzen ausgelaugte ,schwemmland- bzw4 ,uferboden den ,erlen ein freudiges ,gedeihen ermglicht4 ,illustration3 ,aufnahme von ,josef ,ostermaier1 ,dresden-,blasewitz ,abb4 #ae4 ,wilder ,hopfen auf der ,pillnitzer ,elbinsel ,whrend bei uns die ,schwarzerle sich meist auf ,bruchland findet1 spielt in den prchtigen ,auenwldern der ,donau 7vgl4 ,schluverzierung1 aufgenommen von ,l4 ,kniese1 ,pillnitz7 die ,wei- oder ,grauerle eine hervorragende ,rolle1 wie ich auf meinen ,wanderungen in der ,wachau beobachten konnte4 ,in den ,donauauen ,ungarns vergesellschaftet sie sich mit der sdosteuropischen ,schwarzpappel1 mit stolzen ,baumweiden und der prchtigen ,silberlinde zu ,baumbestnden1 in welchen als hufige ,liane der ,hopfen rankt1 ,jelngerjelieber die ,zweige umspinnt und die ,waldrebe ihre weien ,bltenzweige von ,ast zu ,ast in reizvollen ,girlanden zieht1 whrend der ,boden von ppigem ,kruterwuchs1 in ,abbildung #ad von bitterem ,schaumkraut1 weithin bedeckt ist4 ,wir knnten meinen1 das ,bild eines tropischen ,regenwaldes vor uns zu sehen1 wie auch bei diesem hopfendurchrankten ,teil der ,pillnitzer ,elbinsel 7,abb4 #ae74 ,auch die ,pillnitzer ,insel besitzt brigens noch schne ,schwarzpappeln1 und es ist meines ,erachtens eine mige ,frage1 ob dieselben einheimisch sind4 ,bei ,gelegenheit solcher ,uferbegleiter sei noch auf eine spezifische1 d4 h4 artverschiedene ,eigenschaft der ,bume hingewiesen3 auf das leichte oder schwere ,vernarben von ,wunden4 ,es sind besonders die ,eisschollen1 welche beim ,eisgang des ,frhjahres die ,stmme schrfen und den ,bumen oft hliche und gefhrliche ,rindenwunden schlagen4 ,manche ,baumarten wrden dadurch zu dauernder ,kmmerung verurteilt1 aber ,weichhlzer1 zumal ,pappel und ,weide1 heilen sich rasch wieder aus4 ,auch der ,wurzeltracht der ,bume mu bei der ,besiedelungsfrage ,aufmerksamkeit geschenkt werden1 gibt es doch ,tief- und ,flachwurzler4 ,flachwurzelnde ,bume sind selbstverstndlich in dem tiefgrndigen ,auwaldboden bei dem ,flutendrang jhrlicher berschwemmungen vllig ausgeschlossen4 ,bei der diesjhrigen anhaltenden ,frhsommerberschwemmung sind auf der ,pillnitzer ,elbinsel so manche ,baumriesen durch ,flutendrang und durch ,untersplung und ,wirbelbildung gefallen 7,abb4 #af7 andere ,holzleichen zeigen ein vom ,sturm gewaltsam abgerissenes ,wurzelsystem 7,abb4 #ag71 so da geradezu wertvolle ,zerstrungsbilder eines ,urwaldes geschaffen sind4 ,nachdem ich die allgemeinen ,ursachen der ,auwaldbildung und die natrliche ,auswahl der dazu geeigneten ,bume besprochen habe1 soll ein typischer ,auenwald eine plastische ,schilderung erfahren und dazu drften die ,auenwlder der ,leipziger ,umgebung besonders geeignet sein4 ,als ,charakterbume derselben zeigen sich3 ,stieleiche1 ,hainbuche1 ,esche und ,ulme oder ,rster4 ,selten finden sich ,spitzahorn und ,linde ein4 ,die machtvollste ,erscheinung ist unbestreitbar die ,eiche4 ,es ist die besondere ,art der ,stieleiche1 welche im ,auenwald zur ,herrschaft gelangt4 ,in ,mitteleuropa besitzen wir zwei1 durch allerlei bergnge miteinander verbundene ,unterarten der ,eiche3 ,die ,stieleiche mit langgestielten ,einzelfrchten und herzfrmigem ,blattgrund und die ,steineiche mit kurzstieligen ,fruchtbscheln und keilfrmigem ,blattgrund4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,durch ,hochwasser geworfene ,bume der ,pillnitzer ,elbinsel ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,abgerissene ,wurzeln eines durch ,sturm und ,hochflut #aibf geworfenen ,baumriesen der ,pillnitzer ,elbinsel ,ich erinnere mich von meiner ,studienzeit her noch einer ,rieseneiche im ,auenwald bei ,leutzsch4 ,sie sollte ein tausendjhriges ,alter haben und besa einen ,stammdurchmesser von zwei ,meter4 ,auf der ,fahrstrae ,leipzig-,leutzsch-,bhlitz-,ehrenberg sehen wir noch jetzt berhmte ,eichenbestnde von hnlichem ,ausma 7,abb4 #ah71 und eine ,eiche der ,maslauer ,auwaldbestnde darf sich in ihrer ,wuchskraft und stolzen ,baumschnheit diesen ,veteranen getrost zur ,seite stellen 7,abb4 #ai74 ,in ,abbildung #bj erblicken wir einen solchen ,auwaldriesen im ,rhedenholz bei ,rowein lngs der ,freiberger ,mulde4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,leipzigs berhmte ,eichenbestnde an der sogenannten ,weide ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,maslauer ,eiche ,alte ,eichen beanspruchen mit ihren weitausgreifenden sten einen weiten ,standraum und gestatten bei der ,lockerheit ihrer ,krone dem hereinflutenden ,licht einen ,durchgang1 der dem ,auwaldinneren einen grngoldenen ,schimmer von zauberhaftem ,reiz gewhrt4 ,von ,ulmenarten findet sich besonders die ,feldulme mit glatter ,blattoberseite und kurzer ,blattspitze4 ,doch kommt auch die rauhblttrige ,bergulme im berschwemmungsgebiet der ,elster und ,saale vor4 ,eine wohltuende ,abwechslung bieten im ,auenwald auch ,farbe und ,musterung der ,stmme3 ,glattrindige1 grngelbe ,espen neben weistmmigen ,birken1 der dunkle ,borkenstamm der ,eiche neben den graugemusterten ,sulen der ,hainbuche1 die braune ,schuppenborke der ,feldulme neben dem ,silbergrau der ,eschen4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,eichenbestand im ,rhedenholz bei ,rowein ,illustration3 ,aufnahme von ,josef ,ostermaier1 ,dresden-,blasewitz ,abb4 #ba4 ,bestand von ,aronstab 7,arum maculatum7 ,bei der reichen ,artenzahl der ,waldbume von verschiedener ,wuchskraft und ,wuchshhe1 bei wechselnder ,verstelung und vielgestaltigem ,blattbau1 ist die einfallende ,lichtmenge immerhin gro genug1 um auch einen artenreichen ,unterholzbestand aufkommen zu lassen4 ,gerade das ,unterholz1 welches eine reiche ,vogelwelt beherbergt und dem lieblichsten ,snger1 der ,nachtigall1 ihre leichtsinnig ausgewhlten niederen ,brutpltze bietet1 ist ein besonderer ,wesenszug des ,leipziger ,auenwaldes4 ,auch hierbei herrscht eine reichhaltige ,mannigfaltigkeit der ,arten4 ,dr4 ,reiche sagt in einer netten1 in den ,dresdner ,isis-,berichten #ahhf verffentlichten ,skizze1 da das ,unterholz in gleicher ,zusammensetzung sich innerhalb ,sachsens nur zweimal1 um ,leipzig und ,meien1 entwickelt findet4 ,es besteht aus ,ulmen1 ,feldahorn1 ,hasel1 ,weidorn1 ,faulbaum1 ,traubenkirsche1 schwarzem ,holunder1 ,pfaffenhtchen und - als besondere ,erscheinungen - aus ,liguster und ,hartriegel4 ,die meisten derselben schmcken sich im ,sptsommer und ,herbst mit saftig-fleischigen ,frchten1 die eben der ,vogelwelt diese grnen ,laubhallen zum beliebten ,aufenthalt machen4 ,die gefiederte ,welt besorgt gewi auch die weitere ,ansaat dieser ,pflanzen1 und wir sollten bei unseren ,formationsbetrachtungen dem zoogenen ,einflu weit mehr ,aufmerksamkeit schenken4 ,wasserlufe1 welche als ,kanle oder ,fluverzweigungen den ,auenwald reichlich durchziehen1 schmcken ihre ,ufer weithin mit ,strauchweiden 7vgl4 ,abb4 #h74 ,infolge der spteren ,belaubung von ,eiche und ,esche wirkt die ,frhlingssonne lebenweckend auf den sonst feuchtkhlen ,auwaldboden und zaubert eine ,flle frhblhender ,kruter hervor1 deren meist breite und tiefgrne ,bltter als erster ,lenzesschmuck dem winterfahlen ,waldboden entsprieen4 ,erst heben sich nach ,reiches ,schilderung die grnen ,spitzen der ,laubbltter des massenhaft vorhandenen ,mrzbechers empor1 ihnen folgt das krftige ,blattwerk des ,aronstabs 7,abb4 #ba7 und das zarte ,grn des ,brenlauches 7,abb4 #bb71 der alsbald seine weien ,sterndolden entfaltet1 aber leider auch seinen ,knoblauchduft1 welcher unser ,entzcken ber die ,waldespracht etwas herabstimmt4 ,zur ,osterzeit luten die ,groglocken des ,mrzbechers1 es leuchten die trbpurpurnen oder weien ,trauben des ,lerchensporns1 die rotknospigen ,blaublten des ,lungenkrautes1 die goldgelben ,bltenbschel des ,goldsterns1 die ,blumensonnen der ,feigwurz4 ,dazu erfreuen weie und gelbe ,anemonen und ,bltendolden der ,himmelschlssel unser ,auge1 und ein zarter ,duft wird von dem niedlichen ,moschusblmchen in die ,lenzluft gehaucht4 ,in den pflanzenreichen ,auwldern der ,eger sdlich ,theresienstadt mit ihren ,millionen von ,mrzbechern 7,abb4 #bc7 gesellt sich zu den genannten ,pflanzen noch der ,blaustern der ,scilla und das zarte ,gedenkemein 7,omphalodes71 die beide auch in ,sachsens ,elbegebiet als ,reste frheren ,auwaldes1 wenn auch als ,seltenheiten1 erhalten geblieben sind 7,abb4 #bd74 ,eine hnliche entzckende ,auenwaldflora aus ,frhlingsblhern gewebt1 schmckt in ,sachsen auch den ,jahnalauf bis ,riesa und streckenweise auch die ,ufergehlze der ,dllnitz1 so da wohl als sicher gelten darf1 da auch die jetzigen ,wermsdorfer ,forsten frher ein ,auenwaldgebiet darstellten1 welches sich ber ,wurzen bis nach ,leipzig hinzog4 ,auch an der ,rder war sicherlich ein ,auenwald entwickelt1 und der ,schlogarten zu ,wachau bei ,radeberg 7,abb4 #be7 bietet uns noch einen ,restbestand4 berhaupt hat sich ,auwaldgelnde zu ,parkanlagen englischen ,stiles besonders geeignet und ist vielfach entsprechend benutzt worden4 ,illustration3 ,aufnahme von ,josef ,ostermaier1 ,dresden-,blasewitz ,abb4 #bb4 ,brenlauch 7,allium ursinum7 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,mrzbecher im ,auenwald der ,eger bei ,budin ,illustration3 ,aufnahme des ,verfassers ,abb4 #bd4 ,scillabestnde in einem ,grasgarten an der ,elbe 7,auenwaldrest7 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,schlopark ,wachau bei ,radeberg1 auf altem ,auwaldgelnde ,all die vorher genannten ,lenzesboten mssen sich beeilen1 an die ,sonne zu dringen1 ehe der zartgrne ,schleier des ,unterholzes sich dichter webt1 und ehe noch das grne ,laubdach in geschlossener ,schwere dem ,sonnenlicht den ,zugang wehrt4 ,das doppelte ,laubdach von ,ober- und ,unterholz hemmt aber nicht blo das ,licht1 sondern sttigt auch die ,waldluft reichlich mit ,wasserdampf1 so da die ,bltter der bodendeckenden ,pflanzen den ,bau von ,hygrophyten 7,feuchtpflanzen7 zeigen3 breite und zarte1 chlorophyllreiche und daher dunkelgrne ,blattspreite ohne jede ,trockenschutzeinrichtung4 ,da sind selbst die ,bltter der ,waldgrser breit1 biegsam1 bogenfrmig herabgeneigt und besitzen ,spaltffnungen auf ,ober- und ,unterseite4 ,von solchen nenne ich die ,waldhirse mit ihrem schwankenden ,gehlm1 das ,waldrispengras mit dem oberseits abgespreizten ,blatt1 den stattlichen ,riesenschwingel und den grnen ,hundsweizen1 vier ,grser1 die sich auch im ,auwald der ,pillnitzer ,elbinsel finden4 ,im ,frhsommer sprieen die ,waldveilchen - im ,leipziger ,auwald auch das seltene pfirsichblttrige -1 ,maiblumen duften und die ,weiwurz schttelt ihre ,hngeglckchen1 whrend die familienverwandte giftige ,einbeere mit der ,vierzahl ihrer ,blatt- und ,bltenorgane kokettiert4 ,die meisten ,gewchse schlieen ihre ,bltezeit im ,juni ab1 denn alsdann wird fr den ntigen ,lichtgenu das ,laubdach zu dicht4 ,darunter sind viele ,allerweltspflanzen wie ,brennessel1 ,zaungiersch1 ,benediktenkraut1 ,knoblauchshedrich1 ,gamanderehrenpreis4 ,an ,wasserlufen und ,wasserlachen1 die der ,sonne ,zugang gewhren1 so da das ,waldesdunkel zu ,halbschatten herabgemindert ist1 entwickeln sich meterhohe ,hochstauden1 ich nenne davon ,kerbelrbe1 ,waldklette1 ,engelwurz und ,krausdistel4 ,eine groe ,anzahl der genannten ,pflanzen finden sich noch heute als ,begleiter unserer ,zune und ,hecken1 vielfach auch in buerlichen ,grasgrten4 ,es sind eben die ,reste vergangener ,auwaldherrlichkeit1 die durch ,rodungen seit vielen ,jahrhunderten unwiederbringlich dahin ist4 ,es ist sicher1 da in allen ,fluniederungen ,auenwlder vorherrschten1 da aber auch jene tiefgrndigen ,gelnde1 die durch jhrliche1 schichtenweise ,bodenanschwemmung sich allmhlich selbst ber die ,schwemmlandzone erhhten1 die auch durch hohe ,dmme leicht vorm ,hochwasser geschtzt werden konnten1 von den ,ansiedlern zuerst zu ,wohnsttten1 zu ,wiese und ,weide benutzt wurden4 ,der stolze ,auenwald wurde der ,axt berantwortet1 bot er doch zur ,zimmerung von ,buhnen und ,wohnsttten vortreffliches ,material4 ,die ursprnglichen ,wlder der ,niederung verschwanden und an ihrer ,stelle wogen segenschwere ,getreidefelder oder breitet sich das grne ,meer der ,graswiese4 ,wo aber1 wie in ,leipzigs ,umgebung und auf unserer ,pillnitzer ,elbinsel1 sich jene ,naturgebiete von hchster ,eigenart1 jene ,lebensgemeinschaften von charakteristischer ,prgung noch erhalten haben1 sollten sie nach ,mglichkeit geschont werden4 ,so hat sich auch unser ,landesverein dieser schwindenden ,ursprnglichkeit angenommen1 und es ist ihm gelungen1 durch ,mitarbeit und ,geneigtheit von staatlichen und stdtischen ,behrden die ,elbinsel zu ,pillnitz1 vor allem aber die weit reichere ,auwaldherrlichkeit um ,leipzig im ,burgauer ,forstrevier in ihrer ,eigenart als ,schutzgebiete erhalten zu sehen4 ,illustration ,funoten3 #a ,salix ,caprea1 cinerea1 fragilis aurita u4 ,bastarde4 #b ,spreewald und ,oderbruch4 #c ,so dankbar wir dem ,finanzministerium fr den ,schutz der ,pillnitzer ,insel sein mssen1 so bedauerlich ist es1 da es noch immer ,widerstnden nachgibt1 welche die strenden ,fremdbilder1 vor allen ,dingen die undeutschen ,robinien 7als ,bienenfutter667 erhalten mchten4 ,leipziger ,land ,von ,dr4 ,dr4 ,karl ,berger1 ,leipzig ,mit ,aufnahmen des ,landesvereins ,schsischer ,heimatschutz ,leipziger ,land6 ,ihm ist dies ,heft gewidmet4 ,vermgen aber nicht erst recht wenige selbst von den ,leipzigern damit eine bestimmte ,vorstellung zu verbinden8 ,und doch kam das glckliche ,wort schon vor dem ,krieg auf4 ,damals1 als - trotz des ,offenstehens aller ,grenzen - jh zunehmend die lastende innere ,leere der unaufhaltsam ,wlder1 ,felder und ,menschen fressenden ,grostdte gerade die ,besten aus ,hrslen und ,werksttten sehnschtig am ,wochenende ausziehen lehrte1 um ,wiesen1 ,wolken und ,wind wiederzufinden und mit ,auge und ,lunge ein wenig davon fr den ,werktag sich einzufangen4 ,damals1 also zugleich mit dem alten ,wandervogel und mit den ,pfadfindern1 ward ,leipziger ,land zuerst ,heimatfreunden rings um das ,vlkerschlachtdenkmal zur ,bezeichnung voll leisen ,wohllauts und voll sprder ,innigkeit fr die ,leipziger ,landschaft als eigenes und heimatliches ,wandergebiet4 ,das ,leipziger ,land umfat annhernd gerade die ,leipziger ,tieflandsbucht4 ,denn die ,auen der ,saale und ,mulde rahmen es nicht nur mit breitem silbergrnen ,samt im ,westen und ,osten ein3 ,sie scheiden es auch durchaus fhlbar von den ,vorbergen ,thringens jenseits ,weienfels und ,robach und auch von den sandigen1 ins ,mrkische hinbergeleitenden ,heiden und den fetten ,llehm-,fruchtebenen1 wie sie wenige ,stunden nordstlich und sdstlich von ,wurzen beginnen und bis ,wittenberg und ,meien reichen4 ,und hebt nicht auch im ,norden der ,linie ,wettin-,petersberg-,eilenburg die ,landschaft der ,cthener ,zuckerrben-,kultursteppe und des ,bitterfelder ,braunkohlenreviers sich ebenso ab wie im ,sden1 etwa die jenseits von ,teuchern-,borna1 besonders seitdem auch sie der ,bergbau immer mehr verwandelt8 ,freilich droht auch dem ,leipziger ,land mannigfache ,gefahr1 da durch fortschreitende ,industrialisierung seine ,ursprnglichkeit und1 was schlimmer1 seine ,eigenart1 die ,weite seiner einsamen ,ebenen und die ,unberhrtheit seiner ,auenlandschaften beeintrchtigt1 ja mehr als vielleicht bei eingehenderer ,wrdigung ihrer herben und verhaltenen ,schnheit ntig wre1 zerstrt wird4 ,freilich1 die ,umgebung einer ,grostadt ist nun einmal der ,nhrboden1 aus dem diese ihre beste ,kraft zieht4 ,und je mehr diese in tausendjhrigem ,wuchs aufblht und ihre ,mauerkrone rundet1 desto grer ist die ,wahrscheinlichkeit da1 von ihr berschattet1 gerade zarteste ,gebilde in ihrem ,umkreis verkmmern4 ,dazu tritt die zunehmende ,dezentralisation der ,industrie und das gleichfalls an sich aus ethischen wie gesundheitlichen ,grnden begrenswerte ,trabantensystem der modernen ,grostadterweiterung1 d4 h4 die bewute ,anlegung von greren1 die ,hauptstadt entlastenden ,verkehrs- und ,siedlungsmittelpunkten in deren weiterem ,umkreise1 also im ,gegensatze zur bisherigen mechanischen ,vorstadtbildung4 ,fr das ,leipziger ,land kommt noch in ,sonderheit der1 zumal im ,sden um ,borna und ,bhlen1 seit dem ,kriege unaufhaltsam zunehmende ,braunkohlentagebau hinzu1 der der ,landschaft so ganz besonders tiefe ,wunden schlgt4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,theklakirche ,das alles erfllt die ,leipziger ,heimatfreunde mit schwerer1 ja mit immer mehr zunehmender ,sorge um die ,zukunft der gewi oft bescheidenen und vielfach recht sprden ,reize der ,leipziger ,umgegend4 ,dem ,fremden aus reicheren ,landstrichen mgen sie simpel und jene ,sorgen unverstndlich erscheinen4 ,aber auch karge ,erde ist als ,muttererde heilig4 ,und es sind vielleicht nicht immer die ,klgsten1 aber oft die ,weisesten und ,besten1 denen sie es am meisten ist4 ,es handelt sich hier auch nicht um die ,sorgen einiger ,dutzend oder etlicher ,hundert stheten oder ,altertmler4 ,was bedeutet denn das wachsende ,drngen der vielen ,ruder- und ,schwimmvereine1 ,baugenossenschaften und einzelnen ,siedler nach ,naturnhe1 nach ,ruhe und ,fernblick1 oft trotz vieler ,unbequemlichkeiten und ,kosten8 ,was vor allem die groe ,zunahme der ,schrebergrten1 - jener fr die anderen deutschen ,grostdte vorbildlich gewordenen ,schpfung des verdienten ,leipziger ,arztes ,dr4 ,schreber vor zwei ,menschenaltern1 - auch nach ,beendigung der ,lebensmittelblockade8 ,all das beweist doch schlagend1 wie jede neue ,generation unseres mechanisierten ,maschinenzeitalters unbewut oder bewut1 still oder leidenschaftlich1 zunehmende ,sehnsucht nach der ,verbindung mit der ,allmutter ,natur empfindet1 ja empfinden mu4 ,und der wre kein ,staatsmann und kein ,volkswirt1 der den rechnungsmigen ,hektarertrag fr ,kleingartenland um den ,goldwert all der unzhligen ,sonnenstunden aufzuwerten unterliee1 die der ,garten vor der ,stadt - ebenso wie rechtes1 echtes ,wandern ber ,land - gerade dem ,bewohner einer so dichtgebauten ,stadt wie ,leipzig bedeutet1 die keine lachenden ,uferhhen oder lockenden ,bergwlder hier und da als ,straenabschlu oder als ,platzkulisse1 so wie etwa ,dresden oder ,plauen1 besitzt4 99 99 99 99 99 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,theklakirche ,innerhalb des ,leipziger ,landes fehlt es fast vllig an umfnglichen ,ortschaften1 wie sie das ,erzgebirge oder die sdstliche ,lausitz so zahlreich aufweist1 wenn man absieht von den mit ,leipzig verwachsenen ,industrie- und ,arbeiterwohnsitzgemeinden1 die indes zum grten ,teil in den letzten fnfzehn ,jahren und schon vorher um #ahij einverleibt worden sind4 ,so liegt keine ,gemeinde von mehr als #ajjjj ,einwohnern im eigentlichen ,leipziger ,lande4 ,merseburg1 ,eilenburg1 ,wurzen1 auch ,borna liegen schon an seinen ,grenzen4 ,stdte wie ,naunhof1 ,zwenkau1 ,delitzsch1 denen grtenteils die ,industrie ihr ,geprge als ,landstadt noch nicht oder nur teilweise genommen hat1 und ,bauerndrfer berwiegen noch immer1 im ganzen betrachtet1 die ,industrie- und rumlich und ihrer ,zahl nach fast auch die ,arbeiterwohnsitzgemeinden4 ,auch ,einzelsiedlungen1 so hufig im ,dresdner ,lande und um ,hamburg oder ,berlin1 sind jenseits des ,leipziger ,stadtgebietes1 etwa von der ,pleienaue abgesehen1 noch recht selten1 z4 ,t4 auch wohl infolge der nahen ,landesgrenze1 die die ,stadt im ,halbkreis umzieht und manche ,verkehrserschwerungen nach wie vor im ,gefolge hat1 die ungerechtfertigtsten1 und in der groen ,handelsstadt besonders schmerzlich empfundenen1 bekanntlich im ,eisenbahnverkehr4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,theklakirche3 ,neuer ,eingang ,aber der ,wandersmann braucht darum freilich sich nicht zu grmen4 ,und so besteigt er denn auch gromtig den preuischen ,zug1 um zwei ,stationen weit nordwrts nach ,rackwitz zu fahren4 ,hei1 wie jagt schon beim ,verlassen des ,wagens der ,west ganz anders schneidig vom fernen ,landsberger ,kapellenberge mit der kunstreichen ,doppelkapelle aus ,barbarossas ,zeiten herber1 als eben noch im gemtlichen ,sachsen4 ,rein lndliche ,gefhrte und ,gefhrten am kleinen ,bahnhof1 der auch in seinem ,ziegelrohbau und mit der ,birkenallee als ,zufahrt uns leise schon die berschreitung der ,grenze veranschaulicht4 ,bald verluft sich der kleine ,schwarm4 ,die unwahrscheinliche ,stille und ,weite der grolinigen ,ebene schluckte sie unversehens auf4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,theklakirche3 ,friedhof ,illustration3 ,abb4 #e4 ,buschnaukirche ,denn meilenweite ,felder umfrieden wie im ,westen um ,ltzen1 ,grogrschen und ,kitzen1 und im ,sdosten um ,wachau und ,liebertwolkwitz1 so besonders hier im ,norden1 fast unmittelbar jenseits des ,weichbildes die ,stadt4 ,schon ,breitenfeld1 einst gleichfalls blutige ,walstatt1 drben wenig ,kilometer von der ,stadtgrenze1 knnte ebensowohl ein ,gutsbezirk in ,pommern sein mit seinen weiten1 ausnahmslos dem ,rittergut gehrenden ,flchen1 der ,brennerei und den ,landarbeiterkasernen und mit dem dunklen ,forst1 der auch in den letzten ,jahren und ,jahrzehnten noch so manche blutigen ,kmpfe zwischen ,wilderern und ,frstern erlebte4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,landschaft bei ,hayna ,illustration3 ,abb4 #g4 ,blick von ,hayna nach ,radefeld ,illustration3 ,abb4 #h4 ,bei ,gumlitz ,wundersam wandernde und wechselnde ,wolkengebirge treiben uns entgegen4 ,oh1 ja1 auch der ,wanderer im ,leipziger ,lande kann es verstehen lernen1 hat er nur ,sinn und ,andacht dafr1 was der ,wilde ,jger unseren ,urvtern1 was die ,windsbraut den ,romantikern mit ihrem ,fernweh bedeutete1 und was auch uns neunmal ,weisen und ,geschftstchtigen ein ,luftschlo fr ein narrendes und doch beglckendes ,ding sein kann4 ,stieg da nicht eben eines blau auf1 dort links hinter dem ,kapellenberge8 ,ja1 nein1 doch ja4 ,und es ist diesmal wahrlich kein ,luftschlo nur3 ,der ,petersberg ist es mit ,kirche und ,ruine des ,klosters1 das vor achthundert ,jahren sich ,otto der ,reiche1 derselbe1 der #aafj ,leipzig mit ,stadtrecht begabte1 als ,alterssitz erkor1 um hier auf dem mons serenus1 dem ,lauterberge des ,mittelalters1 der ,wiege seines ,geschlechts und dem ,himmel zugleich nher zu sein4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,hayna ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,alt-,schkeuditz ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,kirche zu ,horburg ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,kirchenportal ,hayna ,unterdessen haben wir ein paar hundert ,meter jenseits der ,delitzscher ,staatsstrae ein anderes und kaum jngeres1 ganz einsam in den ,feldern wachendes ,gotteshaus erreicht4 ,eine ,fichtenhecke sumt es und hegt den verwunschenen ,gottesacker1 darauf nur noch wenig ,dutzend ,grber eines abgelegenen ,drfchens1 berdacht von hohen ,lebensbumen1 trumen4 ,der ,rest der ,kirchfahrt ward1 sptestens im ,dreiigjhrigen ,kriege1 ,wstung1 wie so viele ,orte des schlachtenreichen ,leipziger ,blachfeldes4 ,aber wenn die ,nebel aus den ,erlen des nahen ,lberbachs aufsteigen1 dann steigen auch die ,tillyschen ,reiter und die schwedischen ,musketiere aus ihren eingesunkenen ,grbern4 ,dann geht es hoch her3 ,der ,wrfelbecher kreist1 und die ,knchel klappern so laut auf das ,kalbfell1 da der abendliche ,wanderer drben nicht daran denkt1 da es vielleicht nur das ,rtteln des morschen ,fensterladens der ,glockenstube war1 was ihn schreckte1 der ,glockenstube des alten1 einsamen ,gotteshauses mit dem ,mrchennamen ,buschnaukirche4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,freiroda ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,sonnenaufgang im ,leipziger ,tiefland 7,freiroda7 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,blick ber ,rglitz in die ,aue ,doch wir steuern im flutenden ,lichte der gtigen ,nachmittagssonne unbeirrt weiter westwrts4 ,ja1 bei windigem ,wetter1 - und der ,wind ist hufig lngs der ,nordgrenzen ,sachsens1 - bei ,fhn- und quinoktialstrmen zumal ist ,wandern durch1 nein ,wandern ber das ,leipziger ,land1 auerhalb der ,auen1 oft wie eine ,seefahrt4 ,ungehemmt brausen die ,strme hier dahin1 jagen und hetzen hundertfltige ,wolkengebilde1 ,schleiern1 ,rauchfahnen1 ,reitern gleich1 von der ,saale zur ,mulde4 ,schneestrme1 ,wolkenschatten1 ,sonnengarben wandern auf ,sturmesflgeln mrchenschnell und mrchensam1 stundenweit auf der endlosen ,ebene verfolgbar1 ber die meilenweite ,flche in einem jh wechselnden ,reichtum der ,farben1 der an ,hochgebirge und wiederum an ,meereslandschaften erinnert4 ,kein ,hindernis hemmt ,fu oder ,auge3 ,nur ab und zu schttere ,pappel- und ,pflaumenalleen1 aussterbende sperrige ,windmhlen und ab und zu ein einsamer ,baumriese1 ein vergessener ,mornenhgel und bei klarem ,wetter immer wieder einmal eine verblauende ,wald- oder eine leise1 ferne ,hgellinie4 ,von ,menschenwerk sind da und dort eine romanische ,wehrkirche1 ein hochgiebeliges ,herrenhaus aus der ,reformations- oder aus der ,barockzeit und neuerdings einzelne ,wassertrme und das gromaschige1 zu mancher ,stunde seidig knisternde ,netz der elektrischen berlandleitungen noch immer dem ,wanderer im ,leipziger ,land vielfach bald nach dem berschreiten der ,stadtgrenze die einzigen ,landmarken4 ,und sie sind zugleich ,symbole der ,herren des ,landes im ,mittelalter1 in der neueren ,zeit und in der ,gegenwart1 der ,kirche also1 dann des ,feudalherrn und nun der ,volksgemeinschaft4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,auwald bei ,schkeuditz ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,auenlandschaft zwischen ,elster und ,luppe bei ,schkeuditz ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,elsteraue bei ,quasnitz ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,auwald 7,maslau7 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,an der ,luppe bei ,quasnitz ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,auwald 7,maslau7 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,parthenaue ,die seltenen ,drfer ,hayna1 ,radefeld1 ,freiroda sind zeitlos und typisch3 ,lehmmauern und vielfach schon norddeutsche ,ziegelbauweise lngs der ,dorfstrae1 rhrende ernste ,gotteshuser aus ,findlingsblcken1 noch nicht wie in den ,stdten berschattet von den ,menschenmassenbehausungen1 sowie diese hier noch nicht berwuchert werden von den ,werksttten4 ,und doch waren diese verwitterten ,kirchen leicht lngere ,jahrhunderte schon katholisch1 als sie nun protestantisch sind4 ,in ,hayna fesselt ein unverhofftes kunstvolles ,portal mit romanischem ,tympanon aus der ,kreuzzugszeit und davor ein ,gedchtnismal fr die ,helden des ,weltkriegs in so einfachen edlen ,formen1 wie einst die alten ,mler aus den ,jahrzehnten nach #ahac rings im ,leipziger ,lande4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,an der ,luppe bei ,wehlitz 7,schkeuditz7 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,elsterlandschaft mit ,anlandungen ,illustration3 ,abb4 #be4 ,auenlandschaft bei ,schkeuditz 7,auenrand7 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,auen7,luppen7landschaft bei ,maslau ,und immer wieder weite leise ,wellen blauenden ,landes4 ,die ,elsteraue taucht auf4 ,schkeuditz lugt ber ihren steilen ,nordhang4 ,grodlzig1 ,bienitz und ,wachberg und wieder weites ,leipziger ,land dahinter1 winkt von ,sden westwrts ,rglitz1 die ,sommerresidenz des ,merseburger ,geigenherzogs und seines ,hofes1 und ,grbers1 ,vorposten des ,hallischen ,kohlenreviers1 wo in den ,tagen des unseligen ,kapputsches so viele ,tapfere ihre ,pflichterfllung mit dem ,tode besiegelten4 ,den ,horizont aber begrenzen vor den hauchzarten ,linien der ersten ,thringer ,berge lngs der ,saale das vieltrmige ,merseburg1 das architektonische ,kleinod des ,leipziger ,landes1 ,drrenberg1 die jahrtausende alte ,salzsttte und eine preuisch tadellos ausgerichtete kilometerlange ,linie von dreizehn1 weit ber hundert ,meter hohen ,schornsteinen - gottlob vier1 fnf ,stunden von uns entfernt3 ,das ,leunawerk1 das neueste groe ,denkmal deutscher ,hand- und ,geistesarbeit und das neue westliche ,grenzmal des weiten1 einsamen1 unbekannten ,leipziger ,flachlandes4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,lehmiges ,hochufer der ,elster ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,teich bei ,wehlitz ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,trockenrisse bei ,hartmannsdorf 7,elsteraue7 7,aus dem ,naturkundlichen ,heimatmuseum ,leipzig7 99 99 99 99 99 ber die verraste mittelalterliche ,salzstrae von ,halle nach ,schlesien und ber die ,eisenbahn von ,leipzig nach ,halle steigen wir durch ,hnichen oder ,schkeuditz nun bald den ,hang der ,elster- und ,luppenaue hinab1 die sich vier ,kilometer breit als ,elsteraue von ,pegau-,groitzsch nach ,leipzig und von ,leipzig bis zur ,saale zieht4 ,erst nach der letzten der - nach ,jeckels neuesten ,forschungen - wohl vier ,eiszeiten1 ist die ,elsteraue in geologisch sehr junger1 schtzungsweise hundert bis hundertundfnfzigtausend ,jahre zurckliegender ,zeit durch ,erosion des nach dem ,schmelzen des ,inlandeises viel wasserreicheren ,flusses entstanden4 ,andere1 hnliche ,auen des ,leipziger ,landes1 sind vor allem die der ,pleie und der ,parthe1 dann die der ,saale und ,mulde zwischen ,weienfels und ,halle und zwischen ,grimma1 mehr noch zwischen ,wurzen und ,eilenburg4 ,diese fr das ,leipziger ,land ganz besonders kennzeichnenden ,fluauen sind bald urwald- und sumpfartig4 ,bald aber sind sie1 wie besonders an der ,mulde1 insbesondere bei ,nischwitz1 ,pchau und ,thalheim1 aber auch an der ,pleie und an der ,parthe1 mehr wald-1 park- oder wiesenartig4 ,so sind auch zahlreiche groe ,parks in den ,auen angelegt worden2 von den ffentlich zugnglichen sind wohl die schnsten die der ,schlsser ,knauthain1 ,machern1 ,ltzschena und ,dlkau4 ,zu jeder ,jahreszeit aber bescheren die ,auen die sinnflligsten und mannigfachsten ,natureindrcke im ,leipziger ,land4 ,hufige berschwemmungen verndern auch heute noch1 oft binnen weniger reiender ,stunden1 durch ,dammbrche auf weite ,strecken1 zumal an der ,elster bei ,bsdorf und ,eythra und bei ,gundorf1 das ,land und machen mhsam angelandeten ,wiesen- oder gar ,haferboden fr lange ,jahre wieder zu ,schilfland1 wenn nicht gar zu ,lehmlachen4 ,dem ,naturfreunde freilich gewhren sie1 und zwar schon vielfach innerhalb des ,gebiets seiner ,seestadt ,leipzig1 unerwartet eindrucksvolle und mannigfache ,bilder4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,lwenzahn bei ,abtnaundorf 7,aus dem ,naturkundlichen ,heimatmuseum ,leipzig7 ,und die ,rckstnde dieser berschwemmungen1 feine ,ton- und ,sandteilchen1 oft durch ,trockenrisse weithin netzartig gedert wie manche ,porzellane1 bringen eine in ,sachsen unbertroffen ppige ,wald-1 ,sumpf- und ,wiesenvegetation hervor4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,fahrende ,siebmacher unter der ,linde bei ,wehlitz ,freilich bis zur ,kaisereiche bei ,maslau1 wohl dem grten ,baume ,sachsens und seiner ,grenzgebiete mit weit ber acht ,meter ,umfang etwa einen ,meter ber dem ,boden1 mit achtunddreiig ,meter ,hhe und hundert ,festmetern ,kubikinhalt1 ist der ,weg zu weit und verschlungen1 nun langsam der ,abend niedersinkt4 ,fast ein wenig unheimlich wird es im weiten ,rhricht und unter den ,espen und ,erlen1 die im aufkommenden ,abendwinde gespenstisch schauern4 ,weben und werben dort auf den ,wiesen gen ,papitz nicht ,erlknigs ,tchter in den ,weiden ber den ,wassern8 ,locken nicht ,irrlichter ganz nahe vom schmalen abschssigen ,damm in ihr feuchtes ,reich8 ,und jetzt hebt auch ein ,kuzchen hier an zu klagen und ein zweites antwortet drben ber der ,luppe her als ,stimme und ,symbol der fast pltzlich verwandelten dunkelblauschwarzen ,einsamkeit4 ,und als wir nun auf oft verwachsenem ,jgerpfad nach der ,gundorfer ,ziegelei zur ,straenbahn hinberschreiten1 denken wir an manche ,mr1 die auch unsere ,aue1 so wie den lngst viel nchterner gewordenen alten ,sumpfwald der ,schratte1 den ,schraden bei ,ortrand1 mit ,gestalten der ,sage beleben1 an den ,schatz im ,attnitzberge bei ,oberthau und an den ,mann ohne ,kopf an der ,kahlen ,hufe bei ,kleinliebenau1 an den ,drachen zu ,zschcherchen und an den ,kckeritz bei ,mritzsch mit seinen mancherlei altgermanischen ,funden und mit seinen ,sagen vom ,wilden ,jger4 ,vielleicht ist es nicht restlos ,zufall1 da gerade am ,rande der ,aue die althochdeutschen ,zaubersprche zur ,bannung bser ,geister noch in der ,zeit lebendig waren1 aus der auch unserem ,leipziger ,lande in den ,merseburger ,chroniken und ,zaubersprchen erste literarische ,urkunden berliefert sind4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,sumpfdotterblume1 ,pchau bei ,wurzen 7,aus dem ,naturkundlichen ,heimatmuseum ,leipzig7 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,gasthaus zur grnen ,eiche in ,eythra ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,eiche bei ,oberthau ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,an der ,luppe bei ,schkeuditz1 unweit ,gaststtte ,waldkater ,literaturhinweise 7nur eine kleine ,auswahl guter ,werke74 #a4 ,leipziger ,land1 herausgegeben vom ,leipziger ,drerbund und ,wandervogel4 #b4 ,auflage4 #aiab4 ,fritz ,eckardts ,verlag4 #acb ,seiten4 ,ein noch jetzt brauchbarer ,fhrer unter ,betonung des ,landschaftlichen und ,geschichtlichen4 #b4 ,leipziger ,lehrausflge4 ,herausgegeben von ,kurt ,krause4 #aibj4 ,ferdinand ,hirt und ,sohn in ,leipzig4 #afd ,seiten4 berwiegend erdkundlich-geologisch4 ,auch fr ,anspruchsvollere4 #c4 ,schsische ,wanderbcher1 ,rund um ,leipzig4 ,herausgegeben von ,dr4 ,kurt ,krause4 #aibd4 ,verlag von ,kommerstdt und ,schobloch1 ,dresden-,wachwitz4 #ccj ,seiten4 ,sehr inhaltsreich und grndlich2 hauptschlich geologisch und siedelungsgeschichtlich4 ,bis ,gera und zur ,dbener ,heide reichend4 #d4 ,leipziger ,land im ,bild1 ,heft #a4 ,herausgegeben von der ,sektion ,jung-,leipzig des ,deutschen und sterreichischen ,alpenverein #aiab4 ,fritz ,eckardts ,verlag4 ,die leider nicht fortgesetzte ,verffentlichung von neunundsiebzig ausgezeichneten kennzeichnenden ,landschaftsaufnahmen aus dem ,leipziger ,land4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,alt-,schkeuditz ,altertmliche ,lehmwandmuster aus ,nordwestsachsens ,grenzdrfern ,von ,rudolf ,moschkau1 ,leipzig ,mit sieben ,zeichnungen vom ,verfasser ,zu den unscheinbarsten ,blten alter heimatlicher ,volkskunst gehrt eine ,gruppe von ,hausornamenten1 die mir an ,sachsens ,landesgrenze bei ,leipzig hufiger vorzukommen scheinen1 als sonst in ,leipzigs nherer ,umgebung4 ,da hierbei die erst hundertjhrige politische ,grenze keinerlei ,rolle als ,kulturscheide spielt1 bedarf kaum der ,erwhnung4 ,tatschlich finden sich die in ,rede stehenden ,verzierungsmuster an buerlichen ,lehmhusern hben wie drben4 ,die reizvolleren ,beispiele freilich traf ich jenseits der grn-weien ,grenzpfhle auf provinzialschsischem ,boden an4 ,in unmittelbarer ,umgebung der ,grostadt dagegen hat grostdtische ,bauweise mit den alten ,lehmhusern auch die alte ,verzierungsweise verschwinden lassen4 ,ob heute die ,technik der ,lehmwandmusterung in dem unberhrteren landwirtschaftlichen ,nachbargebiete1 in dem sie besser erhalten blieb1 auch noch ausgebt wird1 entzieht sich meiner sicheren ,kenntnis4 ,ich bezweifle es2 auf jeden ,fall knnte es sich nur um ein rtlich begrenztes1 letztes ,aufflackern einer verlschenden ,gepflogenheit handeln4 ,die ,hausornamente bestehen aus geometrischen ,furchen- und ,stichmustern1 die in den noch bildsamen feuchten ,lehm der eben fertiggestellten ,hauswnde eingetieft wurden4 ,das drei- bis sechszinkige ,gert1 dessen sich der buerliche ,handwerker hierzu bediente1 ist kammartig zu denken4 ,zu ,gesicht ist mir ein solches ,instrument bisher nicht gekommen4 ,vielleicht gengte fr einfache ,muster das fnfzinkige ,urbild aller ,kmme1 die menschliche ,hand4 ,wo die gemusterte ,lehmwand vor ,schlagregen geschtzt blieb1 erhielten sich ,furchen und ,einstiche sehr wohl4 ,so kann man noch ganze ,auenwnde1 mit unbegrenzten ,mustern gefllt1 antreffen4 ,fr ,innenwnde schuf man sich auf gleiche ,art einen billigen ,tapetenersatz4 ,als ,beispiel mag ein ,bauernhaus des siebzehnten ,jahrhunderts aus ,leipzig-,wahren dienen1 das von seinem ,besitzer piettvoll geschont ward4 7,abb4 #a47 ,ohne ,kalk- oder ,farbtnche geben seine ,zimmerwnde ein ,bild armseliger und doch nicht schmuckloser ,einfachheit3 ,der ,balkenrichtung angepat1 verlaufen vierfurchige ,wellenbnder in ,begleitung von ,stichgruppen ziemlich sorglos zwischen senkrechten ,furchenbndern oder folgen schrgen ,streben des ,balkenwerkes4 ,an anderen ,stellen tritt durch regelmige ,kreuzung geradliniger ,bnder ein strengeres ,rautenmuster mit gewellten kurzen ,mittelstrichen auf4 ,der ,bauer hat die letztgenannte ,art1 eine ,wandflche im ,ganzen aufzuteilen1 entschieden vor anderen ,mglichkeiten bevorzugt1 so da sie ber weite ,landstriche ,sachsens und der ,nachbarlnder ,verbreitung gefunden hat4 ,durch besseren ,wetterschutz vor der ,wandflche begnstigt1 zeigt das ,dachgesims die empfindlichen ,kammuster in besserer ,erhaltung4 ,die ausgewhlten ,beispiele sprechen fr sich selbst4 ,was die ,konstruktion des ,simses angeht1 so war ich um ,ansichten in bereckstellung bemht4 ,an den ,ecken liegen die wunden ,stellen des ,lehmhauses1 die nicht selten erkennen lassen1 wie der ,sims gebaut und mit ,lehm verkleidet worden ist4 ,die ,muster selbst werden an dem berschatteten ,sims von ungebten ,augen leicht bersehen4 ,nur bei guter ,erhaltung und ,seitenbeleuchtung sind sie so deutlich wie auf unseren ,zeichnungen sichtbar4 7,abb4 #b-g47 ,was an der ,bemusterung der ,simse sogleich auffllt1 ist der grere ,reichtum an ,formen4 ,zickzack- oder ,wellenbnder mit berschneidungen folgen der ,hauptrichtung des ,simses und werden meist begleitet von ,stichgruppen1 die sinngem die freien ,mittelfelder und ,zwickel fllen4 ,aus der ,zahl der ,furchen1 die ein ,band bilden1 oder der ,punktzahl einzelner ,stichgruppen ist die ,zinkenzahl des verwendeten ,kammes ohne weiteres erkennbar4 ,eine ,reihung einzelner ,elemente wie in ,abbildung #e mag durch die ,reihe der vorstehenden ,dachbalkenkpfe eingegeben worden sein4 ,diese ,balkenkpfe werden gern durch ,lehmauftrag verdeckt1 um eine glatte ,durchfhrung des ,musters ber den ganzen ,sims hin zu ermglichen4 ,da aber der dnnere ,lehmauftrag an dem ,balkenende weniger fest haftet1 treten sie meist wieder zutage1 wie in ,abbildung #d4 ,hier hlt berdies ein kahler1 spterer ,mrtelputz das freundliche alte ,girlandenmuster bis auf eine ,bruchstelle verdeckt4 ,in geschmacklicher ,hinsicht verdient dieser bescheidene ,hausschmuck fast ausnahmslos ein ,lob4 ,es scheint1 als ob die ,hersteller ,kenntnis gehabt htten von den ,ornamentgesetzen der ,reihung4 ,nicht nur1 da die rhythmisch geordneten ,zierteile und die rhythmisch bewegten ,linien ,gefallen erregen - selbst der ,rhythmus des unbegrenzten1 denkbar bescheidenen ,musters in ,abbildung #g hat noch seinen ,reiz - nein1 auch die ,logik dieses ,schmuckes ist zwingend3 ,der ,schmuck ist werk- und materialgerecht2 denn der ,kamm1 der nur stechen und ritzen kann1 wird allein in diesem ,sinne verwendet1 und zwar an einem ,material1 das eben diese ,ttigkeiten mhelos erlaubt4 ,es sind nichts weiter als ,werkzeugspuren in geflliger ,anordnung1 die so entstehen1 keine andere ,herstellungsweise1 kein fremder ,werkstoff wird vorgetuscht4 ,und auch die ,stelle1 wo der ,schmuck sitzt1 ist sinnvoll gewhlt4 ,es ist der obere ,wandabschlu des ,hauses1 wo das ,muster wirkt wie der sumende1 abschlieende ,besatz eines ,kleides4 ,illustration3 ,buerliche ,ritzkamm-,muster an der ,innenseite der ,lehmfachwnde des ,hauses ,no4 in ,wahren bei ,leipzig4 #ag4 ,jahrhundert4 ,abb4 #a ,illustration3 ,ritzkamm-,muster am ,dachgesims einer ,lehmscheune in ,dllnitz westl4 ,schkeuditz ,abb4 #b ,illustration3 ,buerliches ,ritzkamm-,muster am ,dachgesims einer ,lehmscheune in ,ranitz westl4 ,schkeuditz4 ,abb4 #c ,man sehe noch einmal ein ,beispiel wie ,abbildung #c an1 und man wird gestehen1 da der so erzielte ,eindruck von ,harmonie zwischen baulichen und schmckenden ,gliedern ungetrbt ist4 ,ein ehrlicher1 derber ,menschenschlag mit ,sinn fr ,zweckmigkeit und ,freude an bescheidener ,schmckung steht hinter solchem ,werk4 ,aber noch ein anderer ,eindruck drngt sich uns auf3 ,der ,eindruck1 da es so lange her sei1 da hier eine uraltertmliche ,kunstbung vorliegen msse2 und dem ist auch so4 ,wer in ,europas vorgeschichtlicher ,kunst ,bescheid wei1 der kennt bereits diese ,kreuzchen und ,stichgruppen1 ,zickzack- und ,wellenmuster4 ,sie sind zu allen ,zeiten in mehr oder weniger primitiven ,kulturen in ,gebrauch gewesen4 ,vom ,volk erfunden und angewandt1 stellen sie im eigentlichen ,sinne primitives ,gemeinschaftsgut dar4 ,illustration3 ,buerliches ,wohnhausgesims mit altem ,ritzkamm-,muster unter jngerem schmucklosem ,mrtelputz4 ,klein-,kugel1 stlich ,halle1 ,kreis ,halle4 ,abb4 #d ,illustration3 ,ritzkamm-,muster am ,dachgesims einer ,lehmscheune in ,wllmen sdw4 ,eilenburg4 ,abb4 #e ,illustration3 ,buerliches ,wohnhausgesims mit ,ritzkamm-,muster1 ,kl4-,kugel1 stl4 ,halle1 ,kr4 ,halle4 ,abb4 #f ,illustration3 ,gro-,kugel1 stlich ,halle1 ,kreis ,halle1 ,scheunengesims mit ,ritzkamm-,muster4 ,abb4 #g ,schon die eiszeitlichen ,fundstellen der ,aurignackultur liefern auf ,knochengerten schn entwickelte ,beispiele4 ,auf nacheiszeitlichen ,rentierstben der ,yoldiaperiode tauchen sie wieder auf4 ,die reichste ,entwicklung aber findet das primitive1 geometrische ,ritzornament in der ,keramik der jngeren ,steinzeit ,deutschlands4 ,hier lt es sich auch zum erstenmal an ,husern - ,grabhusern freilich1 wie das berhmte ,merseburger ,steinkistengrab1 sowie an tnernen ,hausmodellen aus ,mhren - neben bildhaft symbolischen ,zeichen beobachten4 ,fr die viel sptere ,zeit der ,rmerherrschaft bekundet ,tacitus1 ,germania ,,xvi1 in einer vielgenannten ,stelle1 da die ,germanen manche ,teile des ,hauses mit feiner glnzender ,lehmmasse berzgen1 wodurch ,malerei und ,zeichnung gleichsam vertreten wrden4 ,die merkwrdigste technische bereinstimmung mit unseren ,lehmwandmustern liefert jedoch der slawische ,kulturabschnitt unserer ,heimatgeschichte4 ,die slawischen ,gefe vom ,ausgang des ersten nachchristlichen ,jahrtausends kennen als ausschlieliche ,verzierung nur die ,ritzkammusterung4 ,sehen wir von der viel kleineren ,ausfhrung derselben ab1 so ist die hnlichkeit dieser tausendjhrigen ,gefmuster mit unserem ,lehmhausschmuck verblffend4 ,davon kann sich jeder ,besucher einer heimatlichen ,vorgeschichtssammlung1 die slawische ,scherben enthlt1 berzeugen4 ,wenn heute noch in slawischen ,ortschaften an der ,march#d1 wie auch anderwrts in slawischem ,siedlungsgebiet1 ,lehmwnde in gleicher ,weise mit ,kammustern geschmckt werden1 so darf auch eine ununterbrochene ,tradition wenigstens fr slawische ,stmme vermutet werden4 ,ebenso wird fr unsere ,heimat eine ,fortdauer vor- und frhgeschichtlicher ,tradition bis zur ,gegenwart nicht zu bestreiten sein4 ,auer der primitiven ,technik unseres ,lehmhausornamentes weist aber noch ein zweiter ,umstand in die graue ,vorzeit als den ,nhrboden solcher ,kunstbung1 ein ,umstand1 der uns die ,muster nicht mehr allein aus reiner1 primitiver ,schmuckfreude herleiten lt4 ,das ist das ,auftreten symbolartiger ,bildzeichen4 ,so erscheint1 von mir freilich nur erst einmal in ,leipzigs ,umgebung beobachtet 7,wlpern1 sdstlich ,eilenburg71 in ,verbindung mit ,zickzackmusterung ein ,bumchen auf gestellartigem ,untersatz1 beides in ,stichmanier ausgefhrt4 ,ganz gleiche primitive ,bumchen mit aufwrtsweisenden ,zweigen1 wiederum verbunden mit ,dreieckzacken und ,punktmusterung sind im ,hannverschen als gelegentliche ,malerei an ,hausbalken bekannt4 ,auf ,befragen eines volkskundlich eingestellten ,forschers gaben ,einheimische eine bildliche ,ausdeutung der abstrakten ,muster bis auf die ,punktdreiecke1 deren ,erklrung mit einem zweideutigen ,schmunzeln abgelehnt wurde#e4 ,sie drften wohl geschlechtliche ,beziehung haben4 ,und da solche ,zeichnungen einer ,braut im ,hause gelten1 so ist die ,beziehung auf knftige eheliche ,fruchtbarkeit offensichtlich4 ,was hier im symbolischen ,sinne geschieht1 ist in alten ,zeiten als zeichnerischer ,fruchtbarkeits- und ,abwehrzauber gebt worden4 ,darauf weist auch das ,auftreten der ,symbolzeichen in jenen steinernen ,grabkammern des ,neolithikums hin1 in denen gerade das primitive ,bumchen1 mit einem ,sonnenrad beziehungsvoll verbunden1 wiederholt beobachtet worden ist4 ,so kann vergleichende ,volkskunde und ,vorgeschichte die bescheidensten ,zeugnisse heimatlicher ,volkskunst in ein neues ,licht rcken4 ,mochten die heutigen ,lehmwandmuster auch von ihren ,herstellern nur als ,schmuck angebracht und empfunden worden sein1 so gehen sie doch letzten ,endes auf alte ,vorbilder zurck1 in denen sich ,schmuckwirkung mit zauberischer ,absicht verband4 ,an anderem ,bauzierat des ,hauses lt sich diese ,verwurzelung in primitiver magischer ,denkweise vorgeschichtlicher ,kulturen deutlicher erkennen4 ,doch liegt hier durch die ,sammlung von ,wetterfahnen1 ,giebelzeichen1 ,dachluken1 ,hausinschriften usw4 ein ungleich reicheres ,material vor4 ,mchten sich auch fr unsere aussterbenden ,lehmwandmuster einige ,heimatforscher finden1 die durch zeichnerische ,sammelarbeit das ,material vermehren helfen1 das auf diesen ,seiten nur erst teilweise verffentlicht worden ist1 und das zusammenzutragen mir manche ,freude bereitet hat4 ,funoten3 #d ,mitteilungen der ,anthropolog4 ,gesellschaft in ,wien4 ,bd4 ,,vii1 ,s4 #cah1 mit ,abbildung4 #e ,zeitschrift fr ,ethnologie4 ,verhandlungen #ahif1 ,s4 #ehi1 mit ,abbildung4 ,die ,harth und ihr ,wert fr die ,grostadt ,leipzig ,von ,dr4 ,gustav ,schulze1 ,leipzig ,es ist jetzt vielfach die ,rede von grozgigen ,bebauungs- und ,wirtschaftsplnen1 durch die nicht nur die eigentlichen ,siedlungsflchen1 ,bau- und ,industrieland1 sondern auch die ,adern des ,personen- und ,gterverkehrs zu ,wasser und ,lande1 ,eisenbahnlinien1 ,autostraen1 vor allen ,dingen aber die ,grnflchen1 die ,lungen der ,grostadt1 weitblickend festgelegt werden sollen4 ,illustration3 ,abb4 #a ,knstlich angelegte ,grnflchen1 ,promenaden1 ,volksparks werden immer etwas ,gewolltes1 ,unnatrliches an sich haben1 die wahre ,erholungssttte fr alt und jung bleibt doch der ,wald4 ,nur schade1 da er sich in seiner natrlichen ,unberhrtheit1 sei es auch nur ,kulturwald1 nur selten noch nahe dem ,weichbild einer ,grostadt finden wird4 ,bei ,leipzig1 dessen ,lage ja1 mit ,unrecht allerdings6 fr besonders reizlos gilt1 wird man das am wenigsten vermuten und doch ist es der ,fall4 ,zehn ,kilometer ,luftlinie vom ,marktplatz1 vier ,kilometer von der ,stadtgrenze entfernt1 befindet sich ein echter ,nadelwald von acht ,quadratkilometern ,flche1 das ,staatsforstrevier ,harth4 ,der ,name bedeutet soviel wie ,weidewald4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,aus der ,harth ,die ,harth1 ,leipzigs ,stolz und meistgewhltes ,ausflugsziel - jede ,leipziger ,schulklasse tobt sich hier einmal wenigstens im ,jahr aus1 - liegt auf einer diluvialen ,halbinsel zwischen den kilometerbreiten ,talauen der ,elster und ,pleie1 die sich noch sdlich der ,stadt ,leipzig vereinen und als breiter ,auwaldstreifen die westlichen ,vororte von dem eigentlichen ,stadtkern scheiden4 ,die diluviale ,tafel erhebt sich etwa fnfzehn ,meter ber die ,auen und erreicht innerhalb der ,harth im ,sdwesten ihren hchsten ,punkt mit #acc ,meter1 an der ,strae sdlich ,prdel liegt die tiefste ,stelle mit #abb ,meter4 ,die geringe ,erhebung ber den ,grundwasserspiegel hat gengt1 hier einen typischen ,trockenwald1 eine kleine ,heide entstehen zu lassen1 der allerdings alle dnenartigen ,bodenwellen vllig fehlen4 ,die ,eigenart der diluvialen ,bodendecke hat diese ,heidebildung noch begnstigt4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,maientag im ,harthwalde ,illustration3 ,abb4 #d4 ,alter ,kiefernbestand in der ,harth ,den ,boden der ,harth bildet eine sechzig bis hundert ,zentimeter dicke ,lschicht1 ein durchaus gleichfrmiges ,gebilde1 dem ,geschiebe fast gnzlich fehlen4 ,dieser ,l liegt ber lockeren und daher leichtdurchlssigen altdiluvialen ,fluschottern4 ,so war es mglich1 da durch ,auslaugung der feinen ,bestandteile und ihre ,wegfhrung nach unten eine ,decke von sandartigem ,habitus brig blieb1 die1 physikalisch betrachtet1 wohl einen guten ,boden darstellt1 aber bei rund fnfundachtzig ,prozent ,kieselsure doch recht arm an ,nhrstoffen ist4 ,sandliebende ,pflanzen werden sich hier wohlbefinden und so entstand ein echter ,heidewald mit ,kiefern1 ,fichten1 ,lrchen und ,birken2 den ,boden besiedeln ,heidekraut und ,heidelbeeren1 ,farne und ,maiblumen1 die der ,leipziger natrlich weit mehr schtzt als den ,knoblauch1 der ihm zuzeiten die schnen ,auenwlder fast vergllt4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,am ,wege nach ,zwenkau ,illustration3 ,abb4 #f4 ,kiefernbestand in der ,harth ,im ,gegensatz zur feuchten1 nebel- und mckenerfllten ,aue stellt die ,umgebung der ,harth ideales ,siedlungsgelnde dar4 ,das mag schon immer so gewesen sein1 denn rings im ,umkreis weisen ,erdfunde1 in der ,harth selbst der ,rennstieg1 ,wallanlagen und ,brandgrber mit ,aschen- und ,knochenresten 7,bronzezeit87 auf eine vorgeschichtliche ,besiedlung hin4 ,auch die ,siedlungen der geschichtlichen ,zeit haben sich aus der ,gefahrenzone des berschwemmungsgebietes und vor seinen kalten ,nebeln hinaufgeflchtet auf das diluviale ,hochplateau4 ,in engem ,kreise schlieen ,gaschwitz1 ,debitz-1 ,gro- und ,probstdeuben1 ,sthna1 ,zeschwitz1 ,zwenkau1 ,prdel1 ,zbigker und ,grostdteln die ,harth ein4 ,es ist gar kein ,zweifel1 da ihre ackerbautreibende ,bevlkerung in frheren ,zeiten der ,harth manchen ,quadratmeter ,boden abgerungen hat1 denn der ,heideboden reicht viel weiter1 als sich heute die ,harth erstreckt4 ,sie war darauf angewiesen1 dort ihren ,pflug anzusetzen1 denn die ,aue eignete sich nur fr ,wiesenkultur4 ,alle diese ,orte haben sich bis heute frei von ,industrieunternehmungen gehalten1 und kein giftiger ,qualm1 kein ohrenbetubender ,lrm belstigt hier den ,erholung suchenden ,menschen4 ,die meisten der ,orte wuten die ,vorzge ihrer ,lage wohl zu schtzen und hoben sie durch vorzglich ausgebaute ,straen und mustergltige ,beschleusung4 ,wohlgepflegte ,wege fhren von all diesen ,orten hinber zur ,harth1 und ,gaschwitz1 ,deuben und ,zwenkau schieben sich heute schon mit ,villenkolonien dicht an sie heran4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,lrchen in der ,harth ,alles in allem1 die ,harth ist das ,ideal eines natrlichen ,grostadtgrnfleckes4 ,die ,eisenbahn hat die ,bedeutung dieser ,tatsache voll erfat und bringt die ,ausflgler der ,altstadt1 wie auch der stlichen1 sdlichen und westlichen ,vororte vom ,hauptbahnhof1 vom ,schnefelder1 ,sttteritzer1 ,gautzscher und vom ,plagwitzer ,bahnhof her ,sonn- und ,wochentags mit vierundfnfzig ,zgen heran1 und von ,gaschwitz1 ,deuben1 ,grostdteln1 ,bhlen oder ,zwenkau mit siebenundfnfzig ,zgen bei einer ,fahrzeit von rund zwanzig ,minuten wieder in die ,grostadt zurck4 ,bis zum ,gaschwitzer ,bahnhof1 dessen ,verkehr dem einer ,grostadt wenig nachsteht1 ist die ,strecke viergleisig ausgebaut1 und die neuzeitlich ausgestattete ,bahnhofsanlage ermglicht auch die glatte ,abwicklung des ,feiertagsverkehrs1 der durch ,sonderzge gewhnlich noch eine ,steigerung erfhrt4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,eichen in der ,harth ,eine der besten ,autostraen ,leipzigs fhrt ber ,connewitz1 ,gautzsch1 ,zbigker1 ,prdel geradlinig zur ,harth1 und ber ,knauthain1 ,eythra1 ,zwenkau sowie tzsch1 ,stdteln1 ,gaschwitz ist die ,zufahrt im ,auto nach der ,harth ebenfalls gnstig4 ,der ,hauptvorteil der ,harth gegenber anderen ,nadelwldern in ,leipzigs weiterer ,umgebung liegt darin1 da sie durch ,fugnger auf schattigen1 staubfreien ,wegen fast von allen ,teilen der ,stadt aus zu erreichen ist1 ohne da man dabei vom ,gro- und ,schnellverkehr belstigt wird4 ,vom ,westen und ,sden der ,stadt aus kann man ohne groen ,umweg in der ,elsteraue ber ,lauer1 ,cospuden1 ,eythra1 ,zwenkau oder vom ,osten aus in der ,pleienaue ber ,lsnig1 ,dlitz1 ,markkleeberg1 ,crostewitz1 ,gaschwitz zur ,harth gelangen4 ,die ,karte vermchte dieses weitverzweigte ,wegenetz doch nicht vollstndig wiederzugeben1 darum wurde gar nicht erst der ,versuch gemacht1 um den ,eindruck der ,geschlossenheit der ,auen zwischen ,stadt und ,harth nicht zu verwischen4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,am ,rande der ,harth bei ,zwenkau ,schon auf der ,wanderung zur ,harth findet der ,naturfreund vieles1 was sein ,herz erfreut1 breite schattige ,wege durch den hochstmmigen ,auenwald oder enge verschlungene ,pfade durch ,weiden- und ,erlengebsch1 stndig wechselnde ,bilder lngs der zahlreichen ,wasserlufe1 lauschige ,pltzchen an stillen1 von ,wasserlinsen berzogenen ,altwssern1 breit hingelagerte ,ziegeleien inmitten blumiger ,wiesen1 in entlegenen ,talwinkeln und ,fluschleifen vertrumte alte ,wassermhlen und efeuumsponnene ,herrenhuser hinter halb ausgetrockneten ,schutzgrben4 ,so gelangt man auf immer neuen1 immer schnen ,wegen in zwei1 drei1 hchstens vier ,stunden hinaus zur ,harth4 ,und nun hat man den doppelten ,genu4 ,der ,laubwald ist reizvoll1 es ist doch aber immer wieder etwas ,eigenes um den ,nadelwald in seiner herben1 straffen ,schnheit4 ,kerzengerade streben ,fichten und ,kiefern zum ,himmel empor1 in geraden ,reihen1 ,soldaten gleich1 wies ihnen die sorgende ,hand des ,frsters den ,platz4 ,gradlinig ziehen ,schneisen und ,wege dahin1 weite ,durchblicke gewhrend1 die dunklen ernsten ,massen gesumt von lichten1 freundlichen ,birken und ,lrchen4 ,mag an den ,pfingstsonntagen die ,harth noch so stark von ,tausenden und ,abertausenden besucht sein - hier ist des ,volkes wahrer ,himmel - der ,kundige findet immer noch ein ruhiges1 friedliches ,pltzchen in verschwiegenem ,gebsch und vergit fr einige glckliche ,stunden das ,grostadtgetmmel und ruht und trumt1 da kluge ,menschen und ein weitblickender ,staat aus diesem unersetzlichen ,kleinod einen ,naturschutzpark gemacht htten1 den keine frevle ,hand berhren darf und wenn das mchtigste ,braunkohlenflz der ,erde darunter lge4 - ,ein schner ,traum1 aber vielleicht wird er doch noch ,wirklichkeit1 wenn auch die ,gefahr gro ist1 die der ,harth vom ,staatlichen ,braunkohlenwerk ,bhlen her droht4 ,werden und ,verndern der ,vogelwelt im ,leipziger ,gebiet innerhalb der letzten ,jahrzehnte ,von ,richard ,schlegel ,vergehen und ,werden1 ,unbestndigkeit und ,wechsel sind die ehernen ,gesetze1 denen sich alles ,naturgeschehen vom ersten ,schpfungstage an beugt4 ,und dieser ,wechsel im ,aufbau unseres ,planeten prgte in langen erdgeschichtlichen ,epochen die reich differenzierte ,pflanzen- und die mit ihr in innigster ,wechselbeziehung stehende ,tierwelt1 deren ,zahl sich in ,legionen verliert4 ,der ,wechsel in der ,vergangenheit rief der ,vielgestaltigkeit der ,lebewesen sein ,werde61 und der ,wechsel in der ,zukunft beugt sie wieder unter seine zwingende1 umformende ,gewalt4 ,der ,wechsel in ,bodenbeschaffenheit und ,klima nagte an der ,starrheit der ,art und schuf in den ,rassen ,abwechselung und ,vielgestalt4 ,wie wirkt aber der ,wechsel auch in geschichtlich absehbaren ,zeitabschnitten noch heute verndernd und umgestaltend auf die uns umgebende ,lebewelt8 ,das zu verfolgen1 soll hinsichtlich einer scharf umrissenen ,tierklasse1 der ,klasse der ,vgel1 der ,zweck meiner kurzen ,ausfhrungen sein1 soweit dies auf engbemessenem ,raume mglich ist4 ,zu ,untersuchungen nach dieser ,richtung bietet gerade ein ,lebensraum mit einer ,millionenstadt1 wie sie annhernd ,leipzig ist1 im rastlosen ,wechsel des ,werdens und ,vernderns die denkbar beste ,gelegenheit4 ,ja1 fordert sie den ,natur- und ,heimatfreund1 der jahrzehntelang nicht achtlos am lauten ,herzschlag des ,naturgeschehens auch inmitten des hastenden ,rderwerkes einer ,grostadt vorberging1 nicht geradezu zu solchen ,vergleichen heraus8 ,zwar drfen wir nicht erwarten1 da in so kurzen1 bersehbaren1 am ,leben des ,menschen gemessenen ,zeitabschnitten sich die ,vernderung der ,umwelt auch morphologisch und physiologisch im ,vogel widerspiegelt1 solche ,umformung mit man mit ,meilenmetern und ,millionenjahren2 sie finden nur in biologisch-kologischen ,faktoren sichtbaren ,ausdruck4 - ,die lawinenartig wachsende ,zunahme der ,bevlkerungszahl in der ,vorkriegszeit forderte gebieterisch ,neuland fr ,siedlungszwecke4 ,wo einmal goldene hren im ,winde nickten1 und frischgrne1 bunt durchwirkte ,wiesenflchen die ,husermauern malerisch sumten1 da machen sich neue ,straen breit und greifen weit hinein in die einst lndlich stille ,landschaft1 wo der ,pflug friedlich seine ,furchen zog4 ,damit im ,zusammenhange steht1 da die ,wellen des ,grostadtverkehrs weit hinaus in lndliche ,gefilde schumen1 auf die ehemals ,ruhe und ,frieden ihre ,fittiche breiteten4 ,verdet und entheiligt vom ,tritt und ,lied naturfremder ,wanderscharen liegen die ,gefilde1 wo einstmals unser stolzester und ansehnlichster ,vertreter der deutschen ,vogelwelt1 der ,grotrappe1 in reicher ,besiedlung heimatete und bis in ,stadtnhe heran dem ,brutgeschfte obliegen konnte4 ,nur noch ganz sparsame ,reste drften es sein1 die uns in sdwestlichen und nrdlich-nordstlichen ,gebieten1 nahe der preuischen ,landesgrenze1 erhalten geblieben sind4 ,wir wnschen den ,bestrebungen des schsischen ,heimatschutzes von ,herzen ,erfolg bei seinen ,bemhungen um ,erhaltung dieses vaterlndischen ,naturdenkmals ganz hervorragender ,art4 - ,noch in den neunziger ,jahren des vergangenen ,jahrhunderts erstreckten sich1 vom hinteren ,rosentale an1 ber ,gohlis1 ,mckern und ,wahren hinaus ausgedehnte ,ausstichsmpfe und ,lachengebiete mit interessanten feuchtigkeits- und wasserliebenden ,pflanzengemeinschaften1 die einer ebenso interessanten und vielseitigen ,lebewelt von der ,ambe bis zur ,wasserspitzmaus in lckenloser ,aufstiegreihe die ,daseinsbedingungen schufen4 ,auf diesen wahrhaft klassischen ,stellen1 nun ausgefllt mit allem ,unrat der ,retorte ,grostadt1 baut gegenwrtig der ,schrebergrtner ,salat und ,sellerie4 ,hier erfreuten sich einst ,hckerschwan1 ,zwergrohrdommel1 ,knkente1 ,blaukehlchen und allerlei heimliches1 lichtscheues ,rallenvolk ungestrten ,daseins4 ,wiesen- und ,gartengelnde wurden gewonnen1 aber die ,mcken leben dort scheinbar alle noch1 und ,hckerschwan und ,blaukehlchen sind aus der ,liste ,leipziger ,brutvgel zu streichen4 ,andere ,stellen gleicher ,beschaffenheit1 beispielsweise die ,luppensmpfe bei ,gundorf1 verlanden mehr und mehr4 ,wo man noch im ersten ,jahrzehnt dieses ,jahrhunderts dort auf den ,schlammbnken und ,seichtwasserstellen zur ,zugzeit allerlei artenreiches ,stelzvogelvolk anzutreffen die sichere ,aussicht hatte1 wetzt zwar noch ,blhuhn und knrren die ,entenerpel1 aber ,reichtum und ,vielseitigkeit gehren der ,vergangenheit an4 ,die fortschreitende ,entwsserung des ,gelndes berhaupt war einer der einschneidendsten ,faktoren in der vernderten ,physiognomie der ,vogelwelt des ,leipziger ,gebiets4 ,vom ,nisten des weien ,storches berichten uns ,vogels ,annalen aus frheren ,jahrhunderten1 und selbst aus den dreiiger ,jahren des vergangenen ,jahrhunderts sind uns noch drei ,stadtbrutstellen bekannt4 ,heute sind smtliche ,niststellen der nheren und weiteren ,umgebung verlassen1 und selbst bis zur ,elbe hin war #aibd ,malkwitz1 stlich der ,mulde1 der einzige ,ort berhaupt1 der noch eines ,nistpaares sich rhmen durfte4 ,in einer im ,druck erschienenen ,broschre1 ,verlag von ,max ,weg1 ,leipzig1 ber die ,vogelwelt ,nordwestsachsens1 habe ich aller uns bekannt gewordenen ,niststtten eingehender gedacht4 ,wer sich nher fr das ,werden und ,verndern der ,vogelwelt dieses ,gebiets interessiert1 den verweise ich auf die dortigen ,ausfhrungen4 - ,ein ,zeitgenosse ,chr4 ,l4 ,brehms1 der alte ,leipziger ,ornithologe ,heinrich ,kunz1 berichtet uns1 da in den dreiiger ,jahren des vergangenen ,jahrhunderts auf der sogenannten ,kuhweide1 einem sumpfigen1 mit ,hecken durchsetzten ,wiesengelnde an der ,frankfurter ,strae1 der graurckige ,wrger so hufig genistet habe1 da die ,sammler die ,eier berhaupt nicht mehr beachteten1 und da auf ,schimmels ,teich - in der ,gegend des ,reichsgerichts - u4 a4 auch die niedliche kleine ,rohrdommel und die groe ,rohrdommel gebrtet haben4 ,heute ist der graue ,wrger wohl schon allenthalben in deutschen ,gebieten als ,seltenheit zu werten4 ,den ,schnefelder ,rohrteich kannte ,kunz als ,brutort der ,rohrweihe und ,sumpfohreule1 ,arten1 von denen es heute wie im ,mrchen heit3 ,es war einmal4 ,teils ohne ersichtlichen ,grund1 teils des ,eierraubs wegen1 wie behauptet wird1 sind die ,lachmwenkolonien der ,rohrbacher1 ,haselbacher und ,eschefelder ,teiche sowie die ,brutgebiete der ,flu- und ,zwergseeschwalbe im ,muldengebiete bei ,wurzen bzw4 an den ,rohrbacher ,teichen gegenwrtig vllig erloschen4 ,hinsichtlich des ,wachtelknigs sei erwhnt1 da gegen ,jahrzehnte zurckliegende ,zeiten eine stetige und sichere ,abnahme zu verzeichnen ist4 ,ein jahreweises ,aufleben des ,bestandes kann die ,tatsache zwar verschleiern1 aber nicht entkrften4 ,das einstige ,vorkommen erstreckte sich ausnahmslos auf die ausgedehnten ppigen ,wiesenflchen der heimatlichen ,flu- und ,bachlufe1 sowie der grn umrahmten ,teich und ,lachengebiete1 ohne in den mehr trockenen ,gebietsstrichen des ,nordens und ,ostens ganz zu fehlen4 ,selbst ganz stadtnahe ,wiesen beherbergten den ,wiesenknarrer jahrelang und nicht selten4 ,ich mu ferner als uerst bemerkenswerte ,tatsache darauf hinweisen1 da nach dem ,berichte des zuverlssigen ,oberfrsters ,fritzsche in den fnfziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts auch ,wodans ,vogel1 der reckenhafte ,kolkrabe1 im nahen ,harthwalde ,heimatsrecht geno4 ,leider fehlen eingehendere ,aufzeichnungen hierber1 aber zwei ,belegstcke im ,zoologischen ,universittsmuseum aus ,connewitzer- und ,kleinzschocherschem ,gebiet zeugen noch von dem ,mrchen aus vergangenen ,zeiten4 ,bei der ,sippe der ,schwarzkittel angekommen1 darf nicht unerwhnt bleiben1 da die letzten stdtischen ,saatkrhenkolonien am ,eingange zum ,rosentale und an der nrdlichen ,promenade #ahie bzw4 #aijh erloschen4 ,von den weiteren einstigen zahlreichen ,kolonien der ,leipziger ,flugebiete besteht gegenwrtig nur die bei ,kahnsdorf-,zpen noch1 vielleicht die einzige des engeren ,vaterlandes4 ,auch unsere schmucke1 einst in ,stadtnhe brtende ,elster ist selten geworden und scheinbar noch vlliger ,vernichtung preisgegeben2 schade um den reizenden ,burschen4 ,mir ist sie unter solchen ,umstnden auch als ,waidmann heilig4 - ,was das ritterliche ,geschlecht der gefiederten ,ruber betrifft1 so bleibt die tief bedauerliche ,tatsache bestehen1 da es mit ihrem ,bestande tief nach abwrts gegangen ist4 ,heute mu schon ein brtendes ,bussardprchen als seltenes ,beobachtungsobjekt gewertet werden4 ,wie arm ist doch die ,natur geworden1 wenn wir der ,zeiten gedenken1 da der ,fischadler nach ,ludwig ,thienemann noch ,brutvogel in der ,nhe ,leipzigs war und der ,knig der ,lfte1 der braune und rote ,milan1 im ,landschaftsbilde stolz seine ,kreise zog1 dahin1 unwiederbringlich2 ein ,loch in der ,natur schliet sich nur in den seltensten ,fllen wieder4 ,ich kann an dieser ,stelle leider nur andeutungsweise berichten und mu wiederum auf die bereits erwhnte ,broschre verweisen4 - ,noch drfen wir ,leipziger in unserem landschaftlich reizvollen ,niederungsgebiete uns gewi einer reichen1 sangesfrohen ,kleinvogelwelt erfreuen1 aber auch an ihr sind mancherlei schdigende ,einflsse nicht spurlos vorbergegangen4 ,die ,uferschwalbenkolonien peripher gelegener ,stadtteile gehren seit langen ,jahren schon der ,vergangenheit an2 sie wurden1 auch weniger an ,individuenzahl1 in weiter abseits gelegene lndliche ,bezirke gedrngt4 ,der rotrckige ,wrger1 der einstige ,hauptbrutpfleger des ,kleinvogelmrders ,kuckuck1 ist dort infolge seines ,pflegeramtes schon mehr ein ,seltling geworden1 und ,cuculus sucht nach neuen ,ammenvgeln4 ,von den einstigen wenigen ,brutstellen des prchtigen ,rotkopfwrgers ist uns nur die ,aufzeichnung im ,schrifttum geblieben4 ,jammer und ,emprung greifen mir gleichzeitig ans ,herz1 wenn ich nun auch der ,sngerknigin ,nachtigall gedenken mu4 ,wohin sind die ,zeiten1 da wir ihrem ,schlage noch in ,stadtnhe und selbst in stdtischen ,grnlandstellen andchtig und ergriffen lauschen und uns rhmen durften1 das reichstbesiedelte ,nachtigallengebiet des ,vaterlandes unser ,eigen nennen zu knnen6 ,und alle dicht bebuschten ,auen der ,flulufe klangen im ,wonnemonat wieder vom ,jubel der zahlreichen ,snger4 ,vielfach fielen das ,buschholz und die ,heckensume des ,waldes1 und ,raubtier homo insipiens vollendete1 was dem tierischen ,grostadtraubwild noch entgangen war4 ,selbst die stdtischen ,anlagen wurden einer rcksichtslosen1 gemeinen ,fngerzunft tributpflichtig4 ,der ,moor hat seine ,schuldigkeit getan in ,stadt und ,stadtnhe1 aber das tckische ,schlaggarn lauert weiter drauen1 wo die ,welt noch vollkommener ist im kniglichen ,snger4 ,wie lange1 bis auch dort nur noch das rauhe ,lied des ,raben durch die de hallt4 ,es ist erschreckend rckwrts gegangen mit dem ,bestand unserer ,nachtigall4 ,selbst von den nordwestlichen ,gegenden der ,elsteraue1 wo man vor etwa fnf ,jahren noch den ,snger in erfreulicher ,zahl verhren konnte1 lauteten die letztjhrigen ,berichte niederschmetternd und hoffnungslos4 - ,aber manche der verndernden ,faktoren in der ,zusammensetzung unserer ,ornis zeigen neben dem hemmenden ,einflu auch einen frdernden ,wert4 ,wo die ,hand des ,menschen ndernd im ,landschaftsbilde eingreift1 da entzieht sie gleichzeitig gewissen ,arten die ,daseinsbedingungen4 ,der ,flucht der ursprnglichen folgt das ,nachrcken anderer ,arten1 denen mit der ,vernderung ein gnstiger ,lebensraum geschaffen wurde4 ,in meiner kleinen ,schrift3 ,die im ,stadtgebiet ,leipzig brtenden ,vgel habe ich1 weiter ausgreifend1 versucht1 die einem gewissen zentripedalen ,trieb folgenden ,arten namentlich aufzufhren und die ,grnde ihrer ,umformung von scheuen ,wald- in zutraulichere ,stadtbrutvgel darzulegen4 ,breite1 mit ,baumreihen besumte ,straenfluchten1 parkartige ,kinderspiel- und ,schmuckpltze1 ,promenaden mit altehrwrdigen ,baumriesen1 ,schreber- und ,familiengrten1 ,berufsgrtnereien1 ,lagerpltze1 ,villen- und ,institutsgrundstcke mit ansehnlichen ,garten- und ,parkanlagen und stillgelegte oder noch benutzte ,friedhfe in mannigfacher ,abwechselung1 bringen buntfarbige ,gliederung und ,vielgestalt in die kalte ,starre der ,husermassen4 ,leipzig ist so nicht nur eine grn umgrtete1 sondern auch eine von ,grn durchwirkte ,grostadt1 ber derem lauten ,pulsschlag des hastenden ,lebens der ,wald stellenweise seinen grnen ,mantel breitet4 ,als natrliche ,folge davon hat nun1 von den gnstige ,nahrungs- und ,fortpflanzungsmglichkeiten bietenden ,grnflchen angezogen1 sich eine artenreiche ,kleinvogelwelt hier sehaft gemacht4 ,in einer ,arbeit ber die ,brutvgel der ,friedhfe 7,mitteil4 ,schs4 ,heimatsch4 ,x7 konnte ich etwa vierzig1 in der ,abhandlung ber die ,brutvgel der ,stadt ber sechzig ,arten auffhren4 ,ich kann mich im ,rahmen dieser ,arbeit wiederum nur auf das ,aufflligste und ,bemerkenswerteste beschrnken4 - ,das ,vordringen der ,ringeltaube war in jahrzehntelang zurckliegender ,zeit vereinzelt und selten2 erst whrend der letzten ,jahre wird die ,verbreitung allgemeiner und hufiger4 ,es gibt an gewissen ,stellen kaum eine mit hheren ,baumreihen bestandene ,strae1 kaum einen mit altem ,baumbestand bestockten ,garten1 insbesondere in ,wald- und ,parknhe1 wo die ,ringeltaube nicht auch ihr leichtgefgtes1 durchsichtiges ,nest ins ,astwerk der ,kronen setzt4 ,der ,turmfalk - nomen est omen - betreut auf verschiedenen ,stadtkirchtrmen schon seit ,jahrzehnten die zahlreichere ,nachkommenschaft1 und im vergangenen ,jahre wurde mir auch die ,gewiheit1 da auch die ,schleiereule1 das zwar unsichtbare1 aber zu gewissen ,zeiten um so lauter hrbare ,wahrzeichen lndlicher ,kirchtrme auf dem ,turme einer ,vorortskirche zwei ,gelege zeitigte4 ,dort1 wo die ,grnanlagen auch ,baumbestnde vorgerckten ,alters zeigen und zu ,hhlenbildung neigen1 siedelt sich auch gern das kleine ,kuzchen an4 ,die gleichen ,stellen beziehen auch zwei ,zimmerleute unserer ,wlder gern1 der kleine und groe ,buntspecht1 insbesondere dann1 wenn die ,ernhrungsfrage durch naheliegende ,waldteile gnstig beeinflut wird4 ,mit dem fortschreitenden ,alter stdtischer ,baumbestnde treten dieselben in erfreulichen ,wettbewerb zum ,walde4 ,ein charakteristischer ,snger unserer ,auwlder1 der ,trauerfliegenfnger1 rckt in vereinzelten ,fllen aus waldnahegelegenen ,grten oder aus dem ,walde selbst zentralwrts vor1 und der tropisch-schne1 im ,walde recht scheue ,pirol1 ist als ,parkbrutvogel durchaus keine ungewhnliche ,erscheinung mehr4 ,mit #aibj etwa breitet sich der berall nordwrts vordringende ,girlitz von den ,friedhfen ber das gesamte stdtische ,grnland strahlenfrmig aus4 ,die ,anzeichen mehren sich1 da der ,gimpel vielleicht in absehbarer ,zeit schon in die ,liste der ,leipziger ,brutvgel eingereiht werden darf4 ,die vereinzelten ,flle seines sommerlichen ,vorkommens oder ein schchterner ,brutversuch in einer ,gartenkolonie des ,sdens lassen jedoch noch nicht erkennen1 ob die ,vgel etwa entflogen waren4 ,es besteht ebenso die ,mglichkeit1 da sie als die vordersten ,etappen aus westlich gelegenen ,brutrevieren gewertet werden mssen4 ,die ,gebirgsstelze ist frs ,gesamtgebiet gegenwrtig ein ziemlich hufiger ,flachlandsvogel geworden1 und selbst innerhalb des ,husermeeres an ,stellen1 die seines ,lebenselementes1 des ,wassers1 nicht entbehren1 ,brutvogel4 ,mit der ,umbildung scheuer ,wald- in zutrauliche ,stadtvgel wird die ,amsel wohl am zeitigsten mit den ,reigen erffnet haben4 ,sie drfte schon die ,hufigkeit des ,spatzen erreicht haben1 wenn der ,schrebergrtner nicht ,grund htte1 ihre vorbildliche ,fruchtbarkeit durch ,gegenmanahmen zu neutralisieren und ihren ,bestand auf ein ertrgliches ,ma zu beschrnken4 ,von der ,singdrossel wissen wir ziemlich genau1 wann sich die ,umbildung zum ,stadtvogel vollzog2 der ,zuzug zur ,stadt wird etwa von #aiaj_/ab an allgemeiner und hufiger4 ,der ,sumpfrohrsnger ist im ,auengebiet von ,leipzig als ,getreidefeldsnger berall verbreitet1 und schon knnen wir die ersten bescheidenen ,versuche buchen1 da der ,teichrohrsnger an peripheren1 stark bebuschten ,stellen1 auch wenn sie des ,wassers entbehren1 als ,brutvogel auftritt4 ,dasselbe gilt von der ,sperbergrasmcke1 die1 im allgemeinen nur in wasser- und dornbuschreichem ,fluauengelnde nistend1 seit einigen ,jahren sich auch in trockenem1 stlichem ,buschgebiet verbreitete4 ,das kleine ,volk der ,laubsnger ist in allen drei ,arten1 besonders im ,fitis- und ,weidenlaubsnger auf stdtischen ,friedhfen und in greren ,grten durchaus keine ,seltenheit mehr4 ,der ,gartenrotschwanz1 im ,walde ein ausgesprochener ,hhlenbrter1 nimmt lange schon in stdtischen ,grten auch mit ,mauernischen1 ,laubenwinkeln und ,epheugerank als ,nistplatz vorlieb4 ,schlielich entbehrt es sicher nicht eines gewissen ,interesses1 wenn ich am ,schlusse erwhne1 da im ,gesamtgebiet der ,leipziger ,flachlandsbucht auer einigen1 jedenfalls entflogenen1 beziehentlich nicht sicher nachgewiesenen ,vgeln1 bisher zweihundertneunundsechzig ,arten nachgewiesen werden konnten1 von denen etwa einhundertdreiig im ,gebiet brten4 ,sieben ,arten sind gegenwrtig jedenfalls aus der ,liste der ,brutvgel zu streichen4 ,im ,vergleiche zur ,gesamtbesiedlung des ,vaterlandes bleibt unser ,gebiet um etwa einunddreiig ,arten gegen die vaterlndische zurck1 ein erfreulicher ,reichtum1 der uns und kommenden ,geschlechtern erhalten bleiben mge4 ,leipziger ,volksbruche in alter und neuer ,zeit ,dr4 ,paul ,zinck ,in einer ,stadt des ,welthandels1 der ,wissenschaft und ,musik1 wie ,leipzig1 in der nicht nur ,angehrige aller deutschen ,stmme sich niedergelassen haben1 sondern auch ,glieder aller europischen und auch auereuropischer ,nationen sich ein ,stelldichein geben1 ,volksbruche und andere volkstmliche ,werte zu suchen1 scheint auf den ersten ,blick ein trichtes ,unterfangen zu sein1 und doch haben sich in das internationale ,getriebe der modernen ,mestadt hinein zwei ,volksfeste gerettet1 die von einem groen ,teile der ,bevlkerung noch gefeiert werden und einen lokalen ,charakter an sich tragen3 das eine1 das ,johannisfest1 heute nur noch ein ernster ,tag1 ein ,blumenfest der ,toten2 das andere1 der ,tauchaer ,jahrmarkt1 kurz1 der ,tauchsche1 ein ,fest berschumender ,lust der ,jugend4 ,vielleicht drfte es sich um der ,fernerstehenden willen doch lohnen1 der ,entwickelung beider ,feste in groen ,umrissen nachzugehen4 ,das ,johannisfest heute6 ,ein ,blumenhimmel tut sich vor unseren ,augen auf4 ,wart ihr schon am ,johannismorgen auf ,leipzigs ,friedhfen8 ,da ist kein ,tod1 da flutet wechselvolles ,leben6 ,selbst die ,sonne hat nicht lange ,ruhe4 ,schon vor vier ,uhr morgens ist sie erwacht4 ,mit blankgeputzter1 glnzender ,scheibe steht sie am dunkelblauen ,morgenhimmel1 und bald bestrahlt sie die festlich geschmckten ,scharen1 die durch die blhenden1 duftenden ,rosengrten gedankenvoll wallen1 mit ,krnzen und ,struen und ,girlanden beladen4 ,frische ,thomanerstimmen bringen mit ernsten1 von ,meister ,bach gesetzten ,chorlen groen ,mnnern ,leipzigs1 die man zur letzten ,ruhe bettete1 den ,zoll der ,dankbarkeit1 und in ihren ,gesang mischt sich froher ,finkenschlag und ,amselsang4 ,und alle halten sie ,zwiesprache mit den lieben ,dahingeschiedenen1 die ,mutter mit dem ,liebling1 den eine tckische ,krankheit dahinraffte1 der ,sohn mit dem ,vater1 der ihm noch lange htte ein treuer ,berater sein knnen1 der ,freund mit dem ,freund1 und wehmutsvoll umstehen ,gatte und ,kinder das ,grab der ,guten1 die des ,hauses ,mutter war4 ,da ist kein ,tod6 ,der ,zauberstab des jungen ,sommers hat alles zu einem neuen ,leben erweckt1 zu einem stillverklrten ,leben der ,erinnerung1 umstrahlt von farbiger ,blumenpracht1 umweht von sem ,bltenduft4 ,schon lange1 mehr als hundert ,jahre1 feiert ,leipzig am ,tage ,johannis des ,tufers1 dem sein erster groer ,friedhof geweiht ist1 dieses sinnige ,blumenfest der ,toten1 whrend drauen das rasch pulsierende ,leben der regen ,handels- und ,mestadt tost4 ,aber auch in dieses ,fest mischten sich ein halbes ,jahrhundert lang weltliche ,tne1 die nichts zu tun hatten mit dem ,gedenken an die ,dahingeschiedenen4 ,am #bd4 ,juni #ahcc wurde das ,johannistal eingeweiht1 eine ,gartenkolonie1 die zur ,zeit der ,baumblut in ein weies ,bltenmeer verzaubert ist1 vormals eine de ,sandgrube der ,ostvorstadt1 die durch die ,tatkraft des ,stadtrats ,dr4 ,seeburg in eine ,erholungssttte fr ,hunderte von ,mitbrgern verwandelt wurde4 ,die ,einweihung wurde mit der stillen ,gedchtnisfeier auf dem ,friedhofe verbunden2 die ,grtchen im ,johannistale waren alle bunt geschmckt1 das ,sandtor1 durch das man das ,tal betrat1 die beiden ,brunnen und das ,doppelkreuz am ,pulverhuschen mit ,girlanden und ,krnzen geziert4 ,kindergesnge1 ,musik und ,ansprachen wechselten miteinander ab4 ,in den kommenden ,jahren gengte aber diese schlichte ,feier den ,zuschauern nicht mehr1 die ins ,johannistal wallfahrteten2 sie wollten derbere ,gensse haben4 ,unter die ,krnze und ,blumengewinde und die in den ,sachsenfarben lustig flatternden ,fhnchen der ,grten drngten sich bald ,schankzelte und ,verkaufsstnde2 ,gesang und ,choralmusik wurden von ,gassenhauern vertrieben1 vom frhen ,morgen bis zum spten ,abend huldigte man dem ,biertrinken und ,bratwurstessen1 und bald blieb es nicht mehr bei kleinen ,ausschreitungen1 es kam zu ,roheiten und ,gemeinheiten4 ,fnfzig ,jahre war das ,volksfest gefeiert worden1 da machte ihm der ,rat ein ,ende1 indem er am #ah4 ,juni #ahhc beschlo1 die ,erlaubnis zur ,errichtung von ,schankzelten und ,verkaufsstnden am ,johannistage nicht mehr zu erteilen4 ,zwei eigenartigen1 alten ,bruchen huldigte man aber bis ins zwanzigste ,jahrhundert hinein3 ,am ,eingange des ,johannistales verkauften ,handelsfrauen ,glckshndchen1 die ,wurzeln einer nachts vorher ausgegrabenen ,orchidee mit fingerfrmigen ,nebenwrzelchen1 die ihren ,trgern ,glck bringen1 vor allem die ,taschen wieder fllen sollten1 und im alten ,johannishospital schmckte man das ,johannismnnchen1 eine ,holzfigur mit dem ,lmmchen im ,arm1 die wahrscheinlich ,johannis den ,tufer darstellen sollte1 mit einem weien ,hemd mit ,krause und einem ,blumenkranze1 stellte wohl auch einen ,johannistopf mit heilkrftigen ,krutern und ,blumen daneben4 ,dieser zweite ,brauch reichte vielleicht ,jahrhunderte zurck1 in eine ,zeit1 in der man den ,johannistag in ,leipzig ganz anders beging als heute4 ,im ,jahre #aghf verbot der ,rat der ,stadt1 das ,johannismnnchen auszustellen und am ,gesundbrunnen ,kaffee zu kochen1 und machte so ,bruchen ein ,ende1 die wohl gar in vorchristlicher1 altgermanischer ,volksanschauung von geheimnisvollen ,krften in der ,natur wurzelten1 die aber damals schon nicht mehr verstanden wurden und deshalb ,unsitten und ,roheiten anderer ,art ,platz gemacht hatten4 ,am ,morgen des ,johannistages strmte damals1 wie der ,verfasser des ,schriftchens ,tableau von ,leipzig 7,benjamin ,heidecke7 aus dem ,jahre #aghc erzhlt1 jung und alt zum ,grimmschen ,tore hinaus zum ,johannishospital4 ,hier begaffte man das ,mnnchen1 hrte einer ,predigt zu und wanderte dann weiter hinaus zum ,gesundbrunnen oder ,marienborn beim heutigen ,napoleonstein4 ,viele tranken von seinem frischen ,wasser1 ja sie fllten wohl - hnlich wie in der ,osternacht - schweigend eine ,flasche und nahmen sie mit sich nach ,hause2 die jungen ,mdchen wuschen sich mit dem ,wasser1 weil es schn machen sollte4 ,die meisten ,leute aber zogen zu ,fu1 ,pferd und ,wagen hinaus zum ,gesundbrunnen1 lieen sich dort den mitgebrachten ,kaffee kochen1 schmausten ,kuchen und ,kirschen1 schmckten sich mit ,blumen1 sangen1 sprangen und tanzten und trieben in den nahen ,feldern allerlei ,unfug1 der schlielich in grobe sexuelle ,unsittlichkeiten ausartete4 ,der ,gesundbrunnen oder ,marienborn soll am ,johannistage des ,jahres #adda den ,ausstzigen des ,johannishospitals von der ,jungfrau ,maria zur ,genesung erschlossen worden sein#f4 ,so reichen die letzten ,wurzeln der ,johannisbruche bis in das spte ,mittelalter zurck4 ,wird es mit dem ,tauchschen auch so sein8 ,heutzutage knnte man fast der ,meinung sein1 da enge ,beziehungen zwischen den ,jagdgefilden der ,rothute und diesem ,volksfeste der ,jugend bestehen4 ,schon tagelang vor dem ersten oder zweiten ,septembermontag1 an dem in ,taucha ,jahrmarkt abgehalten wird1 merkt man in den ,knabenklassen der ,volksschule1 da groe ,dinge in der ,luft liegen1 und kaum ist der ,unterricht geschlossen1 so ziehen auch schon die ersten ,indianerhorden1 zum ,teil halb nackt1 mit roter ,paste bemalt1 mit ,federn geschmckt1 mit allerhand ,waffen ausgerstet1 durch die ,straen2 ,kampfgeheul erschallt1 und nicht lange dauert es1 so liegen die feindlichen ,stmme einander in den ,haaren4 ,hier und dort tauchen sie blitzschnell auf und verschwinden wieder4 ,einmal hat eine solche ,horde ein ,karussell auf dem ,meplatz im ,sturm besetzt und den ,besitzer gezwungen1 ihr kostenlos einen ,ritt auf seinen feurigen ,rossen zu gestatten4 ,in ganz ergtzlicher ,weise hat ,h4 ,tetzner in einer ,leipziger ,straenjungengeschichte im ,leipziger ,straenjungenjargon3 ,die ,sieger vom ,tauchschen 7,leipziger ,kalender #aiaa7 dieses ,treiben geschildert4 ,mit ,einbruch der ,dmmerung wird das ,leben auf den ,straen immer bunter4 ,hier und da tauchen bunte ,laternen auf1 von ,kindern in farbigen ,papierkleidern getragen2 allerlei vermummte ,gestalten1 ,knaben in ,mdchen- oder ,frauenkleidung1 ,mdchen in ,mnnerkleidern1 ,rotkppchen und andere ,mrchengestalten beleben das wechselvolle ,straenbild2 ,feuerwerkskrper werden abgebrannt2 ,buntfeuer beleuchtet magisch hier und dort die ,gassen4 ,so wunderschn ist es1 da am nchsten ,tage noch einmal ,lumpen-,tauchscher gefeiert wird4 ,und kein ,kind denkt dabei an das ,nachbarstdtchen ,taucha1 das den ,anla zu all dieser ,freude gibt4 ,vor achtzig ,jahren und auch die folgenden ,jahrzehnte noch war es anders4 ,da spielte sich das ,volksfest nur in den stlichen ,vorstadtdrfern ,reudnitz1 ,anger-,crottendorf und ,volkmarsdorf und in ,taucha selbst ab4 ,adolf ,lippold entwirft in seinen ,erinnerungen eines alten ,leipzigers ein anschauliches ,bild von dem ,tun und ,treiben1 wie es vielleicht um das ,jahr #ahde vor sich ging4 ,war es schon frh lebhaft1 so zog es doch nachmittags und abends besonders die ganze ,leipziger ,bevlkerung1 alt und jung1 in seine ,kreise und zeitigte oft so tolle ,blten1 da der ,leipziger ,rat wieder dann und wann - wie auch heute noch - mit ,verboten einschreiten mute4 ,die ,elite des ,publikums vergngte sich in den ,gastwirtschaften zum ,bienenkorb und zur ,goldnen ,sge1 das mittlere und untere ,volk im ,colosseum1 dem jetzigen ,pantheon2 in den ,drfern drauen waren die uralte ,kneipe von ,staudtens ,ruhe1 das ,lmmchen1 der ,kleine ,kuchengarten und noch andere jetzt noch bestehende ,gastwirtschaften von ,zechenden und ,schmausenden besucht4 ,an der ,strae zwischen ,leipzig und ,reudnitz war eine ,reihe von ,stnden mit ,masken1 ,brten1 ,schnurren oder ,waldteufeln von oft gewaltiger ,gre1 ,pfeifen1 ,trommeln1 ,klappern und ,dppertrompeten1 mit buntfarbigen ,papiermtzen1 -hten1 -schrzen1 ,fchern1 ,windmhlen1 ,pritschen und dergleichen aufgebaut2 denn alt und jung verkleidete sich1 oft in zierlichen ,rokokokostmen1 als ,bauern1 ,tiroler1 ,soldaten oder auch als irgendwelche ,schreckgestalten1 und alle bemhten sich1 den ,hllenlrm noch zu vergrern4 ,der ,tumult war oft bengstigend1 und noch in den achtziger ,jahren war er oft so gro1 da die ,straenbahn nur im ,schritt durch die ,menschenmenge fahren konnte4 ,daneben kredenzten ltliche ,heben in braunen ,knnchen ,bliemchenkaffee oder ,schokolade1 und ,wiener ,wrstchen von ,stpel dufteten weithin ber die ,straen4 ,nachmittags begannen dann auch die feindlichen ,parteien1 damals ,studenten und ,handwerksgesellen1 aufzutreten2 mit ,hnseleien fing es an1 mit ,schlgereien1 blutigen ,nasen1 zerbrochenen ,stcken und ,schirmen und eingetriebenen ,zylinderhten endete es4 ,oft boten die ,dienstmdchen1 die im besten ,sonntagsstaate1 der enganschlieenden ,contouche oder dem weitbauschigen1 mit unzhligen ,falbeln besetzten ,oberrock und der mglichst malerisch drapierten ,saloppe1 auf den ,reitschulen fuhren1 den ,anla dazu4 ,sie kokettierten gern mit den ,studenten1 die in ,pikeschen und ,kanonenstiefeln und mit langen mit ,quasten und ,schnuren geschmckten ,pfeifen antraten1 und reizten dadurch die ,gesellen1 die im blauen ,staubhemd1 dem mit ,wachsleinewand berzogenen ,zylinderhut1 mit dem fr die ,walze ausgersteten ,affen und dem gewaltigen ,knotenstock1 einer gefhrlichen ,waffe1 erschienen4 ,einer der beliebtesten ,aufzge der ,studenten war der des ,brenfhrers4 ,angetan mit mglichst verschossenen ,pikeschen1 einen roten ,fez auf dem ,haupte und ,peitschen in den ,hnden1 einen ,leierkasten1 ,tambourin und ,pickelflte dabei maltrtierend1 fhrten sie ein unglckliches ,menschenkind1 das sich einige ,groschen verdienen wollte1 als ,bren verkleidet1 von ,kneipe zu ,kneipe und durch die sich quetschende ,menge1 der bei den ,schlgereien gewhnlich die meisten ,pffe bekam4 ,die ,studenten dehnten ihr tolles ,treiben auch bis ,taucha aus1 das auch von anderen ,leipzigern an diesem ,tage besucht wurde4 ,in zwei- und vierspnnigen ,karossen1 mit ,vorreitern1 die kostmierten ,wichsiers auf dem ,bock1 zogen ,korpsbrder und ,burschenschafter hinaus1 um alles auf den ,kopf zu stellen4 ,man sah sie trotzdem nicht ungern kommen1 besonders die ,gastwirte und die jungen ,mdchen4 - ,wie ist nun dieses eigenartige ,volksfest entstanden1 das von einem ,mummenschanz und dann wieder einem ,maskenscherz der ,erwachsenen sich umgestaltete zu einem ,licht- und ,maskenfest der ,kinder8 ,ist es die ,feier eines ,sieges der ,leipziger ,brger ber die von ,taucha8 ,soll es eine ,verhhnung der ,tauchaer sein1 weil sie einmal die ,messen an sich hatten ziehen wollen1 als ihre ,stadt grer war als ,leipzig8 ,wustmann erwhnt in seiner ,geschichte von ,leipzig ,taucha nicht unter den ,stdten1 die die ,privilegien der ,mestadt ernstlich schdigen wollten1 und ein ,sohn ,tauchas selbst nennt es in einer krzlich erschienenen ,schrift#g eine heute noch lebendige ,fabel1 da ,taucha einst viel bedeutender als das benachbarte ,leipzig gewesen sei4 ,die ,stadt ist allerdings als ,rivalin des markgrflich-meinischen ,leipzig von ,magdeburg aus gegrndet worden1 und ,erzbischof ,wichmann suchte sie zu einem wichtigen ,handelsplatz zu machen2 aber schon #acee kommt sie an die ,markgrafschaft ,meien und #aefi gert sie sogar in unmittelbare ,abhngigkeit von ,leipzig4 ,soweit mte dann mindestens der ,tauchsche in seinen ,anfngen zurckreichen1 aber kein alter ,leipziger ,lokalhistoriker erwhnt den ,brauch1 auch ,joh4 ,jak4 ,vogel nicht1 der doch gewissenhaft alle alten ,bruche in seinen ,annalen verzeichnet hat1 wenn sie zu irgendwelchen ,ausschreitungen ,anla gaben4 ,ich kann den ,brauch nicht fr allzu alt halten1 und glaube1 da seine ,entstehung sich auf einfache1 natrliche ,weise erklren lt4 ,allerorts pflegt man gern die ,jahrmrkte1 ,schtzenfeste und andere ,volksfeste benachbarter ,orte zu besuchen1 weil man meint1 sich dort etwas mehr austun zu knnen als zu ,hause1 und vor allem die ,herren ,studenten waren jederzeit dazu geneigt4 ,warum sollten dann die ,leipziger nicht auch nach ,taucha gehen8 ,unterwegs blieb mancher ,trinkfeste schon in einer der vielen ,gastwirtschaften hngen1 und schlielich wurde in diesen und ihrer ,umgebung mehr geboten1 als in der kleinen ,stadt1 die man gar nicht mehr besuchte4 ,und ,mummenschanz hat man wie bei allen ,vlkern auch in ,leipzig jederzeit gern getrieben1 nicht nur um unerkannt der rauhen ,wirklichkeit und den ,behrden ein ,schnippchen zu schlagen1 sondern auch aus tieferen1 kultischen ,grnden3 ,die heiligen ,christspiele - ,j4 ,j4 ,vogel nennt sie deshalb larvae natalitiae - arteten ebenso in solchen aus1 wie die ,spiele der ,fastenzeit und die ,passionsspiele4 ,ganz besonders wurde der ,mummenschanz in der ,fastenzeit aufs ausgiebigste betrieben und zwar mit soviel die ffentliche ,ordnung und ,sicherheit gefhrdenden ,begleiterscheinungen1 da der ,rat besonders im #ag4 ,jahrhundert aller zwei bis drei ,jahre das ganze ,treiben verbot4 ,knnte da nicht1 da sich das ,volk doch einmal im ,jahr austoben wollte1 als ,ersatz fr diese ,fastnachtsmummereien der ,tauchsche aufgekommen sein1 in dessen ,verkleidungen sich - allerdings1 wie das bei ,volksbruchen blich ist1 post festum - ,zeitmoden und -liebhabereien wie ,rokoko1 ,alpensport1 ,indianerschwrmerei1 in bunter ,reihe widerspiegeln4 ,nebenher sei bemerkt1 da von allen sonstigen ,fastenbruchen sich nur ein weit verbreiteter1 und zwar ganz verblat1 in die ,gegenwart gerettet hat2 es ist das ,ascheabkehren am ,aschermittwoch4 ,bettelkinder laufen heute noch an diesem ,tage mit ,tannenreisern in die ,huser1 um unter ,herleiern des ,verschens ,asche abkehren1 langes ,leben1 mt mer och en ,dreier geben ,gaben zu heischen4 ,nur ein anderer in ,leipzig noch blicher ,vers ,asch' abkehrn is ,mode mit der grnen ,knote4 ,bin e kleener ,keenig1 gebt mer nich zu wenig1 gebt mer nich zu viel1 sonst kriegt ihr 'n ,besenstiel lt in seiner zweiten ,zeile ahnen1 da man es hierbei mit einem uralten ,fruchtbarkeitsbrauche1 dem ,schlagen mit der ,lebensrute1 zu tun hat4 ,wenn ich mich des ,raumes wegen in meinen ,ausfhrungen auch nur auf heute noch bliche ,volksfeste und -bruche beschrnken mchte1 so mchte ich doch noch in ,krze das ,leipzig eigentmliche ,fischerstechen erwhnen1 das gewhnlich am #c4 ,august aufgefhrt wurde1 wenn dasselbe auch whrend des ,krieges eingeschlafen ist und an allgemeinem ,interesse auch schon vor dem ,kriege eingebt hatte4 ,wir haben es dabei mit einem der in vielen deutschen ,stdten beliebten ,handwerker- und ,zunftfeste zu tun4 ,es ist sicher eine ,nachahmung des im ,mittelalter berhmten ,ulmer ,fischerstechens4 ,mit einem festlichen ,umzuge1 der vor dem ,hause des ,oberfischermeisters zu einer kurzen ,ovation ,halt macht1 wird das ,fest erffnet4 ,dann geht es zum ,teiche - anfangs in ,apels1 spter in ,reichels ,garten1 zeitweilig wohl auch zu dem in der ,groen ,funkenburg -1 wo die ,kmpfer die bereitgehaltenen ,khne besteigen1 whrend die alten ,herren1 die in ,frack und ,schnallenschuhen und mchtigem ,dreimaster dem ,zuge voranschritten1 mit der ,musik und den ,gsten auf einem festlich geschmckten ,boote ,platz nehmen4 ,mit hoch erhobener ,stange1 auf der uersten ,spitze des ,kahnes stehend1 versuchen nun die jungen ,leute1 sich gegenseitig ins ,wasser zu stoen4 ,die ,khne werden je zwei und zwei handgemein1 und unter jauchzenden ,zurufen der ,zuschauer und unter dem ,tusch der ,musik nimmt bald hier1 bald dort ein berwundener ,streiter ein unfreiwilliges kaltes ,bad4 ,selbst die unechten ,mohren1 die im ,zuge einen ,bren fhrten1 bleiben nicht verschont und steigen - wei gewaschen wieder aus den ,wellen4 ,einen anderen ,teil des ,festes macht das ,aalfangen aus4 ber den ganzen ,teich ist eine ,leine ausgespannt1 an welcher ein lebendiger ,aal befestigt ist1 um den sich nun die jungen ,fischer bemhen4 ,boot auf ,boot gleitet rasch unter der ,leine hinweg1 und der ,reihe nach suchen die ,fischer den schlpfrigen ,fisch zu erlangen2 nach vielen ,mierfolgen gewhnlich erst gelingt es diesem oder jenem1 das ,tier zu erhaschen und sich so zum ,helden des ,tages zu machen4 ,das erste ,fischerstechen wurde jedenfalls am #ab4 ,mai #agad zu ,ehren ,augusts des ,starken1 der seinen ,geburtstag in ,leipzig feierte1 gehalten und aufs glanzvollste ausgestattet4 ,kaufmann ,apel hatte sogar ,gondelfhrer aus ,venedig kommen lassen4 ,der ,knig war so entzckt1 da er den ,fischern das ,recht verlieh1 jedes ,jahr ein solches ,wasserturnier abzuhalten und dabei eine ,fahne mit dem kurschsischen ,wappen zu fhren4 ,die lteste ,beschreibung des ,fischerstechens lieferte ein komischer ,kauz namens ,johann ,christian ,trmer 7pseudonym3 ,deutsch ,francos ,jean ,chrtien ,toucement7 #agag in poetischer ,form und einem wunderlichen deutsch-franzsischen ,kauder- und ,schauderwelsch la ,riccaut de la ,marliniere2 sie beginnt3 ,die ,knigk aus der ,pohl ,sie ahn die kroen ,knad1 ,und seh die ,fischer-,steck mit ,ihre ,ohffen-,statt4 ,ick ahb ock all keseh1 und ahb nock nit verke1 ,drum ick will reckt beschreib1 wie diese ,lust kewe4 ,illustration3 ,fischerstechen4 ,nach ,aquarell von ,georg ,emanuel ,opiz ,wird dieser einzige uns gebliebene ,zunftbrauch vergangener ,tage wieder aufleben8 ,auf dem groen ,elsterbecken drauen vor dem ,frankfurter ,tore wrde ,tausenden ,gelegenheit gegeben werden knnen1 ihn sich anzuschauen zum ,ruhme der alten ,seestadt ,leipzig4 ,funoten3 #f ,vergleiche zum ,johannisfeste des ,verfassers ,buch ,leipzigs ,sagen im ,spiegel seiner ,geschichte und ,ernst ,kroker1 ,das ,johannisfest und ,johannistal 7,leipz4 ,kalender #aiaa74 #g ,dr4 ,uhlemann1 ,taucha4 ,das ,werden einer ,kleinstadt auf flurgeschichtlicher ,grundlage aufgebaut4 ,oberschsische ,heimatstudien1 herausgegeben von ,prof4 ,ktzschke und ,dr4 ,uhlemann1 ,heft #b4 ,de ,heimat#h ,von ,franz ,ehregott ,hauptvogel ,es is e drft'ches ,fleckchen ,erde1 uff den mar hier geboren sinn4 ,gee ,wasser hamm mar1 geene ,berche1 blo plattes ,land uff ,meilen hin4 ,fast nischt wie ,felder un wie ,wiesen1 gelwer1 dann griener ,strich4 ,bedenkt mar andre da - nee wrklich1 verwehnt hat de ,natur uns nich4 ,de ,bleie is trches ,flichen1 's werd niemand sich was dran ersehn4 ,als ,brschchen von e sechs siem ,jahren dorft' ich zun ,fischerbade gehn4 ,mei ,vader dauchte mit mar unter - ar hadde mich erscht abgegihlt - ,dann schwomm ar naus1 mich uff der ,schulter3 von ,angst haw' ich da nischt gefihlt4 - ,dar ,naschmarkt is nich zu verwerfen1 ,kunstwerk is er trotzdem nich4 ,hier word'ch beinahe iewerfahren - blo meine ,mudder schitzte mich4 ,se zooch in letzten ,oochenblicke ihrn gleenen ,jung'n von ,flaster wegk1 ich sh se noch an ,ooche bluten - ,un ich truuch blo darvon in ,schreck4 ,gleich vor der ,stadt de ,wlder raachen1 voll ,eichen glowig1 breit un stark4 ,still bleibst de stehn1 wenn schluchzend schlaachen de ,nachtigall'n in dunklen ,park4 ,als junges ,baar in ,friehlingsdaachen hamm mar gelauscht den ,amselsang1 sinn - laut umdschwidschert1 laut umdrllert - in ,sonnenlicht dahin gegang4 ,in ,osten liecht dar ,goddesacker3 e ,beet der ,liewe - herrlich scheen6 ,die langen ,reihen von ,gastanien1 die gann mar immer widder gehn4 ,wenns ,friehjahr gommt1 flanze ich ,veilchen uffs ,grab von meiner ,mudder naus - - ,dann setz' ich for e ,wehmuts-,weilchen mich dichte bei ihr stilles ,haus3 ,ich denke viel1 denk weit zuricke an die1 die war'n un nich mehr sinn4 ,se gomm'n die unsichtbare ,bricke1 se treten alle bei mich hin4 ,was ich dorchlebt1 erlew' ich wieder1 es steht um mich in ,kreise rum4 ,se singen scheene ,juuchendlieder4 ,ich sinne nach3 warum8 warum88 ''' ,so bin ich selwer alt geworden1 bin in dar ,welt weit rumgereist4 ,jaa - scheener warsch an vielen ,orten - doch iewerall war ich verwaist6 ,da du mich heimwrts fihrtest wieder in meine ,heimat - ,gott hab' ,dank4 ,mei ,grab1 mei ,wald1 de ,amsellieder - wenn die mir fehlen1 bin ich krank4 ,anmerkung3 ,viele meinen1 die oberschsische ,mundart1 vor allem der ,dialekt der ,leipziger und ,dresdner ,gegend1 sei wohl imstande1 ,humoristisches zum ,ausdruck zu bringen1 zur ,wiedergabe ernster ,seelenzustnde sei diese ,mundart aber nicht geeignet4 ,dazu ist zu sagen3 ,wohl erscheint der ,dialekt ,leipzigs und ,dresdens1 an reinem ,hochdeutsch gemessen1 manchem klanglich unbefriedigend2 das liegt aber daran1 da eben aus ihm1 aus der ,sprache der meinischen ,kanzleien1 das heutige ,hochdeutsch herausgewachsen ist und die ,mundart ihm so nahe verwandt1 da sie hier und da den ,eindruck eines scheinbar verdorbenen ,hochdeutsch hervorzurufen vermag4 ,da es sich in ,wirklichkeit um den umgekehrten ,proze handelt1 wissen die meisten nicht4 ,jedenfalls hat aber dieser ,dialekt genau denselben ,eigenwert wie jede andere deutsche ,mundart und braucht der ,muttersprache ,fritz ,reuters1 ,klaus ,groths1 ,karl ,stielers1 ,ludwig ,thomas und anderer in keinem nachzustehen4 ,so ist es auch immer wieder erfreulich1 wenn sich bei uns ,dialektschriftsteller finden1 die von der ,berufenheit ihrer ,muttersprache in ,lust und ,leid1 in ,scherz und ,ernst durchdrungen sind4 ,in einem ,gebiet1 wo die ,brder ,schumann durch ihre billigen ,bliemchen-,schriften heillose ,verwirrung angerichtet haben1 ist jeder1 der sich der ,mundart mit ,ernst und ,stammesstolz bedient1 ganz besonders zu begren4 ,als der betrchtlichste ,schriftsteller des ,leipziger ,dialekts erscheint zur ,zeit ,franz ,ehregott ,hauptvogel1 und so mu sein ,gedicht ,de ,heimat im ,sinne des eben ,ausgefhrten verstanden werden4 ,f4 ,funote3 #h ,aus dem ,buche ,de droggne ,bemme1 ,gedichte und ,erzhlungen in schsischer ,mundart4 ,h4 ,haessel1 ,verlag1 ,leipzig1 ,rostrae #e_/g1 gebunden #c ,,rm4 ,bcherbesprechungen ,oswin ,lindner1 ,niederhalau4 ,die ,zwickau-,schneeberger ,landstrae und ihre wirtschaftliche ,bedeutung fr das obere ,erzgebirge1 nebst einer kurzen ,beschreibung der eigenen und benachbarten ,brcken1 #aiba4 7,selbstverlag des ,verfassers47 ,seit der grundlegenden ,arbeit von ,wiechel hat die ,heimatforschung der ,wegekunde mit ,recht steigende ,aufmerksamkeit geschenkt4 ,es gilt1 die oft nur schwachen ,spuren lterer ,straenfhrung festzuhalten1 ehe sie die moderne ,zeit vllig verwischt4 ,neben der geographischen ,bedingtheit der ,weganlage darf das geschichtliche ,moment nicht bersehen werden4 ,wege sind lter als die ,siedlungen4 ,dazu ist die ,kunststrae samt ,brckenanlagen usw4 eine noch viel zu wenig gewrdigte ,kulturtat unserer ,vorfahren4 ,beides ist in ,lindners ,arbeit sorgfltig betrachtet1 und die ,studie bringt1 da sie reiches ,quellenmaterial heranzieht1 manchen ,nebengewinn1 z4 ,b4 ber das verzwickte ,krftespiel der am ,straenbau beteiligten ,bevlkerungskreise4 ,karten und ,lichtbilder erhhen die ,anschaulichkeit des ,gebotenen4 ,selbst die anscheinend drren ,tabellen erzhlen ,lebendiges4 ,so geben die anspruchslosen ,darlegungen ,lindners reiche ,anregung fr jeden ,heimatforscher2 denn zumal in wissenschaftlichem ,neuland wird man methodisch am besten immer mit dem ,wege einsetzen1 zu ,flur1 ,flurgliederung 7und ,flursage7 bergehen und erst dann die eigentliche ,siedelungskunde samt dem chronikalischen ins ,auge fassen4 ,als ,muster sei das ,werkchen warm empfohlen4 ,professor ,dr4 ,wagner1 ,rochlitz4 ,winkelnest1 ein frhliches ,heimatbuch von ,karl ,hennig4 ,verlag ,gebrder ,mller1 ,bautzen4 ,der ,inhalt dieses ,buches gibt mehr1 als das uere verspricht1 gibt anmutige ,bilder aus vergangenen ,zeiten1 mit der ,sonne des ,herzens durchwrmt1 mit dem ,auge der ,liebe durchleuchtet1 mit dem ,lcheln des ,humors verklrt1 ,bilder aus einer alten ,stadt1 manchmal etwas alltglicher ,art1 aber doch so1 da es ein schnes ,erinnerungsbuch ist und bleibt1 ber dem das ,dichterwort stehen knnte3 ,ihr schnen ,jugendtage mit eurem stillen ,glck4 ,in der ,art seiner ,darstellung erinnert er an ,franziskus ,naglers gemtvolle ,bcher4 ,das ,titelblatt - wie schn htte es in diesem ,falle sein knnen6 - verrt mit der ,ortenburg den ,schauplatz der ,geschichten1 nmlich das alte ,bautzen4 ,so wird das ,buch zuerst rtliche ,bedeutung haben2 dem ,verfasser darf man aber wnschen1 da es auch darber hinaus ,verbreitung findet2 denn es gleicht einer stillen1 vertrumten ,insel1 fern dem wilden ,weltleben1 aber nahe dem1 was ,gemtswerte schafft4 ,das schsische ,bauernhaus und seine ,dorfgenossen von ,bruno ,schmidt4 ,aus den ,bchern des ,dresdner ,zeichenlehrervereins ,mit offenen ,augen4 ,verlag ,emil ,pahl1 ,dresden4 #b4 ,auflage4 #fd ,seiten ,groquart4 #hi ,abbildungen4 ,der ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz hat durch seinen verewigten ,vorsitzenden ,herrn ,geh4 ,baurat ,schmidt dem ,werke ,pate gestanden1 und er kann sich seiner ,patenschaft wahrhaft freuen4 ,das ,buch wird seiner ,aufgabe1 die der ,arbeitsausschu des ,dresdner ,zeichenlehrervereins im ,vorwort seinem ,erscheinen voranstellt1 vollkommen gerecht4 ,es ist ein wertvoller ,erzieher zum ,schauen1 zum bewuten ,schauen der ,heimat1 zum nachdenklichen ,werten von hundert ,dingen1 die dem ,oberflchlichen vorbergehen1 zum ,verstehen und damit zur sorgenden ,liebe um bodenstndiges ,heimatgut4 ,wenn sich das ,buch besonders an die wendet1 die lehren und fhren und wahrhaft erziehen wollen1 geht es den rechten ,weg4 ,es kann bei seiner sachlichen ,grndlichkeit und der damit notwendigen ,schlichtheit als ,mittler zur groen ,menge des herzlichwarmen ,wortes eines begeisterten ,lehrers nicht entbehren4 ,es ist ein wertvolles ,buch in seinem liebevollen ,eingehen auf ,grund und ,sinn1 ,zweck und ,schnheit all dessen1 was dem ungelehrten und unempfindlichen ,auge verborgen bleibt4 ,vielleicht knnte das ,buch in seiner endlichen ,aufgabe1 dem ,heimatfilm und damit dem ,heimatschutz zu dienen1 noch grndlicher ausgewertet werden1 wenn sein ,inhalt an der ,hand des zeitgemen ,lichtbildes der groen ,menge in ,bildungsvereinen1 ,volkshochschulen und hnlichen nahegebracht wrde4 ,w4 ,otto ,ullmann4 ,naturschutz-,bcherei1 herausgegeben von ,walter ,schoenichen4 ,band #a4 ,neues ,schmetterlingsbuch4 ,verlag von ,hugo ,bermhler1 ,berlin-,lichterfelde4 ,als ,band #a der von dem bekannten ,direktor der preuischen staatlichen ,stelle fr ,naturdenkmalpflege ,prof4 ,dr4 ,schoenichen herausgegebenen ,naturschutz-,bcherei stellt sich im ansprechenden ,gewande das ,neue ,schmetterlingsbuch vor1 dessen ,eigenart sofort schon bei flchtigem ,durchblttern angenehm auffllt4 ,in ansprechender ,form wendet es sich hauptschlich an die ,jugend1 die geneigt ist1 die ,schmetterlinge als ,sammelobjekte in mglichst zahlreichen ,arten fein suberlich in ,ksten reihenweise aufzuspieen und auf diese ,weise unsre ,fluren des schnsten ,schmuckes bunter und seltener ,schmetterlingsarten zu berauben4 ,hat doch schon in ,preuen und ,bayern der ,apollofalter durch ,polizeiverordnung geschtzt werden mssen4 ,das ,schmetterlingsbuch soll nun die ,jugend lehren1 den ,schmetterling1 seinen ,bau und sein ,leben kennenzulernen1 und hat nicht die ,absicht1 die ,kenntnis der verschiedenen ,arten zu vermitteln4 ,das pdagogisch ,wertvolle an dem ,buch ist1 da es die ,jugend lehrt1 ,modelle der verschiedenen ,teile des ,schmetterlingskrpers herzustellen1 z4 ,b4 ,schnittmuster von ,schmetterlingsflgeln1 ,flgelschuppen1 ,schmetterlingsaugen4 ,interessant und leicht anzufertigen ist das aus ,glasrhre1 ,gummiball und ,gummirhren bestehende ,modell eines ,schmetterlingsverdauungskanals4 ,es ist also auch der ,werkunterricht in den ,dienst der ,wissenschaft gestellt1 so da als ,schlagwort ,arbeitsunterricht die ,befolgung der ,lehren dieses vorzglichen ,buches einen realen ,inhalt erhlt4 ,unsrer ,jugend und unsern ,biologielehrern kann das ,buch nicht dringend genug empfohlen werden4 ,dr4 ,koepert4 ,gerhard ,platz1 ,in ,busch und ,korn4 ,verlag ,craz u4 ,gerlach1 ,freiberg4 ,preis gebd4 ,m4 #e4--4 7,s4 ,beilage in diesem ,heft47 ,dieses ,buch1 das uns der ,heimatlandwanderer ,gerhard ,platz schenkt1 ein ,buch voll sonnigen ,humors und stiller ,lust an ,gottes herrlicher ,natur1 das hinweghilft ber das ,leid trber ,sorgentage4 ,das ,buch ist neu und darum bedarf es eines kurzen ,hinweises4 ,sobald die ersten ,kufer es gelesen haben werden1 sind lobende ,worte berflssig4 ,dann wird das ,buch fr sich selbst sprechen4 ,es werden gar viele ,dinge angepriesen1 die hinterher enttuschen4 ,hier ist's ganz anders4 ,wer ,sinn und ,herz hat fr die ,lebenserscheinungen seiner ,heimat1 wird seine ,erwartungen bertroffen sehen1 dem ffnet sich ein frohes weites ,land4 ,frhlingswind braust in diesem ,buch und der ,wald raunt uns geheimnisvolle ,weisen zu4 ,auf jeder ,seite begegnen wir der unendlichen ,liebe zur ,scholle1 in der die ,wurzeln unserer ,volkskraft und des deutschen ,gemts ruhen4 ,wir vernehmen die sen ,klnge der ,heimat von sturmumrauschten ,bergeshhen bis hinab zum schsischen ,niederland1 wo die ,wasser sanfter flieen4 ,gerhard ,platz sieht sein ,land mit den sinnenden ,augen des ,dichters1 er weckt in unserem ,herzen einen ,vollakkord1 der lange geschlummert hatte4 ,so mge das liebe gute ,buch seinen ,weg nehmen hinaus ins ,land1 wie sein ,urheber ihn fand1 berallhin durch die deutsche1 besonders schsische ,heimat4 ,fr die ,schriftleitung des ,textes verantwortlich3 ,dr4 ,friedrich ,schulze1 ,leipzig - ,druck3 ,lehmannsche ,buchdruckerei1 ,dresden - ,photographische ,platten ,perutz - ,photographische ,aufnahmen3 ,max ,nowak - ,auflage #ejjjj ,diesem ,hefte liegt ein ,werbeschreiben des ,verlags ,craz ,gerlach1 ,freiberg1 bei ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,satzung ,i4 ,zweck und ,organisation #a4 ,name1 ,zweck und ,sitz des ,vereins4 ,der ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz bezweckt1 die schsische ,heimat in ihrer natrlichen und geschichtlich gewordenen ,eigenart zu schtzen1 ,neuentstehendes im ,sinne dieser ,eigenart zu beeinflussen1 sowie das ,bau- und ,wohnungswesen zu frdern4 ,sein ,arbeitsgebiet umfat namentlich3 a7 ,pflege der berlieferten lndlichen und brgerlichen ,bauweise1 ,beratung fr ,bauten und ,anlagen aller ,art1 ,manahmen gegen die ,verunstaltung von ,stadt und ,land1 sowie die ,erstattung von ,gutachten ber alle diese ,fragen2 b7 ,pflege der ,volkskunde und ,volkskunst2 c7 ,schutz der landschaftlichen ,natur1 der einheimischen ,tier- und ,pflanzenwelt1 sowie der geologischen ,eigentmlichkeiten des ,landes4 ,entsprechend diesen ,aufgaben des ,vereins bestehen drei ,hauptgruppen unter je einem besonderen ,leiter1 nmlich3 ,gruppe ,a3 ,bauberatungsstelle1 ,gruppe ,b3 ,volkskunde und ,volkskunst1 ,gruppe ,c3 ,naturschutz4 ,auerdem besteht als besondere ,abteilung3 eine ,beratungsstelle fr ,bebauungsplne4 ,die ,verfassung und ,ttigkeit dieser ,abteilung1 sowie ihre ,stellung im ,gesamtverein wird durch eine vom geschftsfhrenden ,vorstand aufzustellende ,geschftsordnung geregelt4 ,der ,sitz des ,vereins ist ,dresden4 ,der ,verein ist in das ,vereinsregister eingetragen4 #b4 ,die ,organe des ,vereins sind3 a7 der geschftsfhrende ,vorstand1 b7 der ,gesamt-,vorstand1 c7 die ,hauptversammlung4 #c4 ,das ,geschftsjahr luft vom #a4 ,januar bis mit #ca4 ,dezember4 ,,ii4 ,mitgliedschaft4 #d4 ,der ,landesverein setzt sich zusammen aus3 a7 krperschaftlichen ,mitgliedern1 b7 ,einzelmitgliedern1 c7 ,ehrenmitgliedern4 ,die ,hhe der ,jahresbeitrge und der sonstigen ,aufwendungen1 die zur ,erhaltung des ,vereins erforderlich sind1 bestimmt der geschftsfhrende ,vorstand1 der auch befugt ist1 im ,einzelfalle ,nachlsse zu gewhren4 ,um ,irrtmer zu vermeiden1 geben wir hierzu folgende ,erklrung3 ,der ,jahresbeitrag ist auf ,,rm4 #ab4-- festgesetzt#i4 ,der ,eintritt erfolgt durch ,anmeldung4 #e4 ,zu ,ehrenmitgliedern oder ,frderern knnen auf ,vorschlag des geschftsfhrenden ,vorstandes durch den ,gesamtvorstand ,personen ernannt werden1 die sich um die ,bestrebungen des ,landesvereins in hervorragender ,weise verdient gemacht haben4 ,,iii4 ,vorstand #f4 ,der ,gesamt-,vorstand des ,landesvereins besteht aus3 a7 dem ,vorsitzenden1 b7 dem #a41 #b4 und #c4 ,stellvertreter des ,vorsitzenden1 c7 dem ,schatzmeister1 d7 den ,leitern der drei ,hauptgruppen und deren ,stellvertretern 7zu vergleichen #ad71 e7 dem ,geschftsfhrer1 sowie f7 #hj ,beisitzern4 ,fr die ,angelegenheiten der ,abteilung fr ,bebauungsplne tritt deren ,vorsitzender und dessen ,stellvertreter hinzu4 ,die ,zuziehung noch weiterer ,personen mit beratender ,stimme bleibt dem ,gesamt-,vorstand berlassen4 ,die ,leiter der ,hauptgruppen sowie der ,abteilungen knnen gleichzeitig ein anderes ,amt im ,gesamt-,vorstande bekleiden4 ,die unter a-e ,genannten bilden samt #h ,beisitzern des ,gesamtvorstandes1 die der ,gesamt-,vorstand whlt1 den geschftsfhrenden ,vorstand4 #g4 ,der ,gesamt-,vorstand wird auf die ,dauer von #e ,jahren von der ,hauptversammlung gewhlt4 ,die ,wahlen des ,vorsitzenden1 des #a41 #b4 und #c4 ,stellvertreters des ,vorsitzenden1 des ,schatzmeisters und der ,leiter der drei ,hauptgruppen erfolgen in je einem besonderen ,wahlgange1 die der brigen ,vorstandsmitglieder mit ,ausnahme des ,geschftsfhrers1 der als ,beamter gilt1 in einem gemeinsamen ,wahlgange4 ,die ,abstimmung ist schriftlich und geheim1 wenn nicht die ,mehrheit der ,versammlung die ,wahl durch ,zuruf genehmigt4 ,wiederwahl der ausscheidenden ,gesamt-,vorstands-,mitglieder ist zulssig4 ,scheidet ein ,gesamt-,vorstands-,mitglied vorzeitig aus1 so kann sich der ,gesamt-,vorstand bis zur nchsten ,hauptversammlung durch ,zuwahl ergnzen4 ,der ,gesamt-,vorstand tritt auf ,berufung des ,vorsitzenden nach ,bedarf zusammen4 #h4 ,der ,vorsitzende hat den ,verein gerichtlich und auergerichtlich zu vertreten und bildet den ,vorstand im ,sinne von #bf des ,,bgb4 ,im ,behinderungsfalle tritt einer der drei ,stellvertreter fr ihn ein4 #i4 ,hauptgruppen und ,abteilungen 7 #a7 erledigen die in ihr ,ttigkeitsgebiet fallenden ,angelegenheiten selbstndig unter eigener ,verantwortung ihrer ,leiter und ,vorsitzenden4 ,diese knnen jedoch solche ,angelegenheiten1 insbesondere ,fragen von grundstzlicher oder allgemeiner ,bedeutung1 jederzeit nach eigenem ,ermessen vor den ,vorstand bringen1 wie ebenso der geschftsfhrende ,vorstand aus gleichen ,grnden seine ,mitentschlieung fordern kann4 ,,iv4 ,hauptversammlung #aj4 ,in der ,regel findet aller fnf ,jahre die ,hauptversammlung statt4 ,die ,berufung auerordentlicher ,hauptversammlungen beschliet der ,gesamt-,vorstand selbstndig oder auf schriftlichen ,antrag von mindestens einem ,fnftel der ,vereinsmitglieder4 ,zeit1 ,ort und ,tagesordnung einer ,hauptversammlung sind sptestens zwei ,wochen vorher durch ,verffentlichung in der ,schsischen ,staatszeitung und tunlichst in den ,mitteilungen bekanntzugeben4 #aa4 #a4 ,dem geschftsfhrenden ,vorstand liegt ob3 die ,leitung und ,geschftsfhrung des ,landesvereins2 die ,kassen- und ,vermgensverwaltung4 #b4 ,dem ,gesamt-,vorstand liegt ob3 ,die ,entscheidung ber wichtige und grundstzliche ,fragen aus dem ,arbeitsgebiet des ,landesvereins1 soweit sie nicht den ,hauptgruppen oder ,abteilungen zuwiesen sind1 die ,prfung und ,richtigsprechung des vom geschftsfhrenden ,vorstand erstatteten ,jahres- und ,kassenberichts4 #c4 ,die ,hauptversammlung der ,mitglieder des ,landesvereins 7 #d7 whlt den ,gesamt-,vorstand1 beschliet ber ,satzungsnderungen und ,auflsung des ,vereins 7 #ai74 #ab4 ber die ,verhandlungen der ,vereinsorgane und die von ihnen gefaten ,beschlsse sind ,niederschriften aufzunehmen1 die von dem ,vorsitzenden und dem ,schriftfhrer nach ,vorlesen zu unterzeichnen sind4 #ac4 ,sitzungen knnen gegebenenfalls auch nach ,orten auerhalb ,dresdens einberufen werden4 ,v4 ,hauptgruppen und besondere ,ausschsse #ad4 ,an der ,spitze jeder ,hauptgruppe 7 #a7 stehen ein ,leiter 7,vorsitzender7 sowie dessen ,stellvertreter4 ,dem ,leiter 7,vorsitzenden7 steht es zu1 ,mitglieder des ,landesvereins als ,gruppenmitarbeiter hinzuzuziehen4 #ae4 ,fr grere und einheitliche ,arbeiten knnen vom ,gesamt-,vorstande besondere ,ausschsse 7,arbeitsausschsse7 bestellt und nach ,bedarf als dauernde ,einrichtung beibehalten werden4 ,,vi4 ,abstimmungen #af4 ,jede vorschriftsmig einberufene ,hauptversammlung ist beschlufhig4 ,der ,gesamt-,vorstand ist beschlufhig1 wenn wenigstens ein ,zehntel der stimmberechtigten ,mitglieder anwesend ist1 der geschftsfhrende ,vorstand bei ,anwesenheit von mindestens ein ,drittel der ,mitglieder4 ,bei allen ,abstimmungen entscheidet1 soweit nicht die ,satzung anders bestimmt 7vgl4 #ah7 einfache ,stimmenmehrheit4 ,jedes ,mitglied hat - auch im ,falle des #f ,absatz #d - eine ,stimme4 ,im ,falle der ,stimmengleichheit entscheidet die ,stimme des ,vorsitzenden1 bei ,wahlen das ,los4 ,abstimmungen des ,gesamt-,vorstandes und des geschftsfhrenden ,vorstandes knnen auch auf schriftlichem ,wege erfolgen4 #ag4 nderungen dieser allgemeinen ,satzung1 sowie des ,vereinszweckes kann die ,hauptversammlung mit einer ,mehrheit von drei ,viertel der ,anwesenden beschlieen4 ,,vii4 ,auflsung des ,vereins #ah4 ,zur ,auflsung des ,vereins bedarf es des bereinstimmenden und jedesmal von wenigstens vier ,fnftel der erschienenen ,mitglieder gefaten ,beschlusses zweier mindestens vier ,wochen auseinanderliegender ,hauptversammlungen4 ,der ,antrag auf ,auflsung mu wenigstens drei ,monate vor der ,versammlung beim ,gesamt-,vorstande schriftlich angebracht und ffentlich durch die ,schsische ,staatszeitung bekannt gemacht werden4 #ai4 ,im ,falle der ,auflsung wird das ,vereinsvermgen dem ,gesamtministerium zur freien ,verfgung berwiesen4 #bj4 ,die am #a4 ,juli #aijh errichtete ,satzung ist am #ae4 ,mai #aiji1 #ae4 ,mai #aiaa1 #h4 ,mai #aiab und am #a4 ,september #aiai abgendert und am #a4 ,september #aibc in vorliegender ,fassung neu errichtet worden4 ,dresden1 am #a4 ,september #aibe4 ,funote3 #i ,der ,beitrag ist beliebig zahlbar 7monatlich1 vierteljhrlich1 halbjhrlich oder frs ganze ,jahr74 ,das ,vereinsjahr ist das ,kalenderjahr4 ,jeder1 der im ,laufe des ,jahres eintritt1 erhlt smtliche ,verffentlichungen dieses ,jahres kostenlos1 hat aber auch den ,beitrag fr das ,eintrittsjahr voll zu entrichten4 ,der ,austritt aus dem ,verein ist nur zum ,schlu des ,kalenderjahres schriftlich zulssig1 der ,beitrag fr das ,austrittsjahr ist gleichfalls voll zu entrichten1 smtliche ,verffentlichungen des ,austrittsjahres erhlt das ,mitglied kostenlos4 ,fr ,minderbemittelte 7,erwerbslose1 ,kleinrentner1 ,lehrlinge1 ,schler7 kann der ,jahresbeitrag auf jhrlich zu wiederholenden schriftlichen ,antrag auf #ej ,pf4 monatlich herabgesetzt werden4 ,die ,abmeldung hat an den ,verein und nicht an eine ,mittelsperson zu erfolgen und ist nur dann gltig1 wenn sie vom ,verein schriftlich besttigt wurde4 ,lehmannsche ,buchdruckerei1 ,dresden-,n4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4