,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aijd so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert4 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,illustration ,,die ,,kunst ,,sammlung ,,illustrierter ,,monographien ,,herausgegeben ,,von ,,richard ,,muther ,f,,nfunddreissigster ,,band ,,die ,,kunst ,,sammlung ,,illustrierter ,,monographien ,herausgegeben von ,,richard ,,muther ,bisher erschienen3 ,band ,i4 ,,lucas ,,cranach von ,,richard ,,muther ,band ,,ii4 ,,die ,,lutherstadt ,,wittenberg von ,,cornelius ,,gurlitt ,band ,,iii4 ,,burne-,,jones von ,,malcolm ,,bell ,band ,,iv4 ,,max ,,klinger von ,,franz ,,servaes ,band ,v4 ,,aubrey ,,beardsley von ,,rudolf ,,klein ,band ,,vi4 ,,venedig ,,als ,,kunstst,,tte von ,,albert ,,zacher ,band ,,vii4 ,,edouard ,,manet ,,und ,,sein ,,kreis von ,,jul4 ,,meier-,,graefe ,band ,,viii4 ,,die ,,renaissance ,,der ,,antike von ,,richard ,,muther ,band ,,ix4 ,,leonardo ,,da ,,vinci von ,,richard ,,muther ,band ,x4 ,,auguste ,,rodin von ,,rainer ,,maria ,,rilke ,band ,,xi4 ,,der ,,moderne ,,impressionismus von ,,jul4 ,,meier-,,graefe ,band ,,xii4 ,,william ,,hogarth von ,,jarno ,,jessen ,band ,,xiii4 ,,der ,,japanische ,,farbenholzschnitt1 ,seine ,geschichte -- ,sein ,einflu von ,,friedr4 ,,perzy,,ski ,band ,,xiv4 ,,praxiteles von ,,hermann ,,ubell ,band ,,xv4 ,,die ,,maler ,,von ,,montmartre ,willette1 ,steinlen1 ,t4 ,lautrec1 ,landre von ,,erich ,,klossowski ,band ,,xvi4 ,,botticelli von ,,emil ,,schaeffer ,band ,,xvii4 ,,jean ,,fran,,ois ,,millet von ,,richard ,,muther ,band ,,xviii4 ,,rom ,,als ,,kunstst,,tte von ,,albert ,,zacher ,band ,,xix4 ,,james ,mc4 ,n4 ,,whistler von ,,hans ,w4 ,,singer ,band ,,xx4 ,,giorgione von ,,paul ,,landau ,band ,,xxi4 ,,giovanni ,,segantini von ,,max ,,martersteig ,fortsetzung auf nchster ,seite ,,bard1 ,,marquardt ,,co41 ,,berlin ,w4 #fb4 ,,die ,,kunst ,,sammlung ,,illustrierter ,,monographien ,herausgegeben von ,,richard ,,muther ,bisher erschienen ferner3 ,band ,,xxii4 ,,die ,,wand ,,und ,,ihre ,k,,nstlerische ,,behandlung von ,,oscar ,,bie ,band ,,xxiii4 ,,velasquez von ,,richard ,,muther ,band ,,xxiv4 ,n,,rnberg von ,,hermann ,,uhde-,,bernays ,band ,,xxv4 ,,constantin ,,meunier v4 ,,karl ,,scheffler ,band ,,xxvi4 ,,ber ,,baukunst von ,,cornelius ,,gurlitt ,band ,,xxvii4 ,,hans ,,thoma von ,,otto ,,julius ,,bierbaum ,band ,,xxviii4 ,,psychologie ,,der ,,mode von ,w4 ,,fred ,band ,,xxix4 ,,florenz ,,und ,,seine ,,kunst von ,,georg ,,biermann ,band ,,xxx4 ,,francisco ,,goya von ,,richard ,,muther ,band ,,xxxi4 ,,phidias von ,,hermann ,,ubell ,band ,,xxxii4 ,,worpswede 7,hans am ,ende1 ,fritz ,mackensen1 ,otto ,modersohn1 ,fritz ,overbeck1 ,karl ,vinnen1 ,heinrich ,vogeler7 von ,,hans ,,bethge ,band ,,xxxiii4 ,,jean ,,honor ,,fragonard von ,w4 ,,fred ,band ,,xxxiv4 ,,handzeichnungen ,,alter ,,meister von ,,oscar ,,bie ,band ,,xxxv4 ,,andrea ,,del ,,sarto von ,,emil ,,schaeffer ,band ,,xxxvi4 ,,moderne ,,zeichenkunst von ,,oscar ,,bie ,band ,,xxxvii4 ,,paris von ,,wilhelm ,,uhde ,band ,,xxxviii4 ,,pompeji von ,,eduard ,,von ,,mayer ,band ,,xxxix4 ,,moritz ,,von ,,schwind v4 ,,otto ,,grautoff ,band ,,xl4 ,,michelagniolo von ,,hans ,,mackowsky ,band ,,xli4 ,,dante ,,gabriele ,,rossetti v4 ,h4 ,w4 ,,singer ,weitere ,bnde in ,vorbereitung ,jeder ,band1 in knstlerischer ,ausstattung mit ,kunstbeilagen und ,vollbildern in ,tontzung1 kartoniert ,mk4 #a4be ganz in ,leder gebunden ,mk4 #b4ej ,,bard1 ,,marquardt ,,co41 ,,berlin ,w4 #fb4 ,,die ,,kunst ,,sammlung ,,illustrierter ,,monographien ,herausgegeben von ,,richard ,,muther ,unsere ,mitarbeiter3 ,,hermann ,,bahr ,,malcolm ,,bell ,,hans ,,bethge ,,oscar ,,bie ,,otto ,,julius ,,bierbaum ,,georg ,,biermann ,,franz ,,blei ,e4 ,w4 ,,bredt ,w4 ,,fred ,,otto ,,grautoff ,,cornel4 ,,gurlitt ,,jarno ,,jessen ,,rudolf ,,klein4 ,,erich ,,klossowski ,,paul ,,landau ,,max ,,liebermann ,,hans ,,mackowsky ,,max ,,martersteig ,,eduard ,,von ,,mayer ,,julius ,,meier-,,graefe ,,friedr4 ,,perzy,,ski ,,rainer ,,maria ,,rilke ,,hans ,,rosenhagen ,,emil ,,schaeffer ,,karl ,,scheffler ,,franz ,,servaes ,,hans ,w4 ,,singer ,,fritz ,,stahl ,,herm4 ,,ubell ,,herm4 ,,uhde-,,bernays ,,wilh4 ,,uhde ,,alb4 ,,zacher4 ,,bard1 ,,marquardt ,,co4 ,,berlin ,w#fb4 ,illustration ,,selbstbildnis al fresco ,illustration3 ,,die ,,kunst ,florenz3 ,uffizien ,,die ,,kunst ,,herausgegeben ,,von ,,richard ,,muther ,,andrea ,,del ,,sarto ,,von ,,emil ,,schaeffer ,,mit ,,einer ,,heliograv,,re ,,und ,,vierzehn ,,vollbildern ,,in ,,ton,,tzung ,,bard1 ,,marquardt ,c ,,olga ,,mauksch ,,gewidmet ,die ,sehnsucht vieler ,historiker des ,kunstschaffens ist1 ein paar rmliche ,berichte aufzustbern1 um jenes ,dunkel zu erhellen1 das zuweilen die ueren ,formen einer ,knstlerexistenz umlagert4 ,aber kommt dem ,biographischen wirklich jene groe ,bedeutung zu8 ,sind ,jahreszahlen und ,notizen in ,wahrheit ,schlssel1 die uns ,einla verschaffen ins ,allerheiligste des ,kunsttempels1 ziehen ,anekdoten die ,schleier von den ,geheimnissen einer ,knstlerpsyche8 ,giotto hat einmal eine ketzerische uerung ber die unbefleckte ,empfngnis ,marias getan3 beeintrchtigt das unser ,verhltnis zu den frommen ,fresken im ,assisi8 ,von ,tizians ,geldgier wird uns mancherlei erzhlt3 vermag unser ,verstndnis eine ,brcke zu schlagen von der ,knauserei eines alten ,mannes zur schimmernden ,pracht seiner ,bilder8 ,nein2 und was fr uns ,sptgeborene an einem ,knstler1 der vor ,hunderten von ,jahren starb1 noch lebendig ist1 knnen uns einzig und allein seine ,werke sagen und nur jenes innere ,leben1 das in ihnen beschlossen liegt1 sollte uns angehen4 ,zuweilen freilich1 aber selten genug1 bedeuten ,bilder den farbigen ,abglanz eines ,knstlerdaseins2 das mnchisch-kindliche ,dahinleben ,fra ,angelicos spiegelt sich im goldenen ,himmelsfrieden seiner ,fresken1 das wste ,draufgngertum des ,franz ,hals in der ,furia seines ,pinsels1 und es gab einen groen ,maler1 bei dem ,kunst und ,leben so innig miteinander verquickt scheinen1 da man die ,tragdie des ,menschen kennen mu1 um seinen ,werken nicht unrecht zu tun4 ,dieser ,maler war der ,florentiner ,andrea del ,sarto 444 ,seine ,jugend unterschied sich wenig von der anderer ,florentiner ,knstler4 ,den ,siebenjhrigen1 der kaum schreiben und lesen konnte1 brachte sein ,vater1 ein armer ,schneider1 zu einem ,goldschmied2 bald jedoch vertauschte ,andrea1 seinem inneren ,drange gehorchend1 den ,punzierstift mit der ,palette4 ,die ,anfangsgrnde des ,handwerks lehrte ihn ,gian ,barile1 ein schlechter ,maler1 der aber viel ,respekt vor der ,kunst besessen haben mu4 ,denn als er das frhreife ,talent des ,schlers erkannte1 verzichtete ,gian aus freien ,stcken auf den gewandten garzone8 und fhrte selbst den ,knaben zum flandrischsten aller ,florentiner ,maler1 zu ,piero di ,cosimo4 ,von den vlaamischen ,meistern1 besonders von ,hugo van der ,goes1 hatte ,piero jene tiefen1 von innen heraus leuchtenden ,farben bernommen1 mit nordischen ,augen die ,natur betrachten gelernt4 ,wenn ,andrea spter die ,dinge als ,farbenflchen empfand und in der ,natur mehr sah als eine ,hintergrund-,staffage1 so hat er das gewi seinen ,lernjahren bei ,piero di ,cosimo zu danken4 ,auerdem kopierte er damals ,michelangelos ,karton fr jenes ,fresko der badenden ,soldaten81 das1 nie ausgefhrt1 einen ,saal im ,palast der ,signorie schmcken sollte4 ,auch das geriet seinem ,schaffen zum ,heil4 ,dieser ,formensprache von bisher unerhrter ,kraft und ,freiheit entnahm er jenen machtvollen ,schwung1 der den besten seiner ,schpfungen eigen1 hier lernte er1 den ,menschen mit groen ,augen8 anzublicken4 ,auf die ,dauer machten ihm ,pieros tausend ,sonderbarkeiten das ,zusammenleben mit dem ,meister unmglich3 ,in die verstaubte ,unordnung seines ,ateliers durfte keine fremde ,hand subernd eingreifen1 aber auch die ,pieros tat es nicht2 eine ,fliege an der ,wand konnte ihm ,wutanflle bereiten2 hypochondrischen ,wesens1 dichtete er sich alle mglichen ,leiden an1 um den ,schler dann mit ,angstvorstellungen zu schrecken1 -- kurz1 es ging nicht lnger4 ,darum tat sich ,andrea mit seinem etwas lteren ,freunde ,franciabigio zusammen1 die beiden ,jnglinge mieteten ein gemeinsames ,atelier und gedachten mit dem schnen ,enthusiasmus der ,jugend1 einander nicht mehr zu verlassen4 ,im alten ,gebude der ,sapienza hausten sie1 ,wand an ,wand mit ,francesco ,rustici1 dem ,bildhauer1 und jenem ,jacopo ,tatti da ,sansovino1 der in ,venedig dereinstens so herrliche ,palste auffhren sollte4 ,ihm besonders schlo ,andrea sich an1 und oft sprachen die beiden glhenden ,auges bis spt in die ,nacht hinein von der ,kunst und ihren schweren ,problemen84 ,aber ihr toskanisch heiteres ,temperament bewahrte sie davor1 in jungen ,jahren schwerbltigen ,grbeleien nachzuhngen4 ,mit ihren ,freunden1 den ,malern ,spillo und ,roberto ,lippi1 dem kleinen ,sohn des groen ,filippino1 mit dem allzeit lustigen ,domenico ,puligo1 der so gern die schnen ,hetren konterfeite1 grndeten sie eine frhliche ,kneipgesellschaft1 die ,accademia del ,pajolo81 und ernannten ,rustici zum ,prsidenten der sonderbaren ,akademie des ,kessels84 ,diesem ,kreise las ,andrea seinen ,froschmusekrieg8 vor1 ein scherzhaftes1 der ,antike geschickt nachgeahmtes ,epos in ottave rime82 hier verspottete er die ,anhnger des ,vitruv durch eine geistreiche ,kchen-,architektur1 zwngte alle mglichen ,dinge1 ,marzipan1 ,gallert und ,wrste1 ,parmesan und ,krammetsvgel1 in die edlen ,formen eines hellenischen ,tempels 444 ,illustration3 ,,studienkopf ,aufnahme ,brogi ,florenz3 ,uffizien ,der ,tag blieb jedoch dem ,ernst der ,arbeit gewidmet1 und bald war ,andrea keiner der ,geringsten mehr in ,florenz4 ,als die ,disciplinati di ,san ,giovanni ,battista81 eine ,laien-,bruderschaft1 ihren ,versammlungsort1 das ,chiostro dello ,scalzo81 mit ,fresken zu schmcken gedachten1 um das ,leben und ,sterben ihres ,schutzpatrons stets vor ,augen zu haben1 wandten sich ihre ,vorsteher an den jungen ,andrea und hatten dies ,wagnis kaum zu bereuen4 ,den ,servitenmnchen wiederum mute er die ,wundertaten ihres ,ordens-,stifters1 des heiligen ,filippo ,benizzi in der ,vorhalle der ,annunziatakirche schildern und empfing fr jedes ,fresko den ,bettelsold von zehn ,scudi4 ,die ,mnche durften sich des ungleichen ,handels freuen2 denn alle ,kirchgnger bewunderten das ,werk ,andreas1 und auch dieser war zufrieden2 die ,florentiner lernten seinen ,namen aussprechen1 und der karge ,lohn gengte seinen geringen ,bedrfnissen2 konnte er doch sogar den ,vater1 der ihm noch immer ,wohnung gab1 mit seinen ,einnahmen untersttzen4 ,da trat auf seinem ,lebenspfade ihm das ,weib entgegen1 und nun wurde alles mit einem ,male anders4 ,lucrezia del ,fede hie sie und war die ,gattin des ,carlo di ,domenico1 der in der ,via ,san ,gallo ,mtzen und ,barette feilbot4 ,von berckend harmonischer ,krperpracht und jenen kniglichen ,gebrden1 die den ,italienerinnen zuweilen eigen1 mochte sie leicht ein formenfreudiges ,malerauge blenden4 ,das ,schicksal zeigte sich der ,liebe ,andreas kupplerisch geneigt4 ,von dem ,mtzenmacher1 der ihm den ,weg zu seinem ,paradies erschwert hatte1 befreite ihn dessen ,tod1 und nach kurzer ,anstandsfrist schaltete ,lucrezia als ,gattin im ,hause ,andreas4 ,sein ,schler ,giorgio ,vasari hat uns in ergreifenden ,stzen die ,geschichte dieser ,ehe berliefert4 ,als einen ,vampyr hat er ,lucrezia hingestellt1 die den unglcklichen ,andrea bis aufs ,blut peinigte1 aussaugte1 um seinen ehrlichen ,namen brachte und den ,sterbenden endlich einsam verrcheln lie4 ,vasari berichtet aber auch1 da ,lucrezias ,launen ihm selber bse ,stunden bereitet htten1 und vielleicht gaben jene alten ,erinnerungen seinen ,worten ihre seltsam wilde ,bitterkeit4 ,diese ,heirat -- erzhlt er -- zog ,andrea wegen der niedrigen ,herkunft seiner ,gattin den allgemeinen ,ha8 und im besonderen die ,verachtung seiner ,freunde8 zu4 ,das ist zweifellos bertrieben4 ,ein lterer ,zeitgenosse ,andreas1 ,bernardo ,rucellai1 hat einmal gesagt1 man solle nur eine schne und vermgende ,frau von guter ,herkunft heiraten4 ,die schne ,lucrezia brachte ,andrea nachweisbar die fr jene ,tage nicht unbetrchtliche ,summe von hundertundfnfzig ,goldgulden in die ,ehe mit1 und was die gute ,herkunft8 anlangt1 -- man hat in ,florenz noch ganz andere ,dinge lchelnd verziehen 444 ,nur paten die beiden schlecht zusammen4 ,das ist gewi4 ,andrea war das groe ,knstlerkind2 im ,augenblicke lebend1 hilflos kluger ,schlauheit gegenber1 und1 vor allen ,dingen1 fremd den ,dingen dieser ,welt und ihrer trivialen ,alltglichkeit4 ,eine feminine ,natur1 bedurfte er der ,sttze2 eine gtige ,frauenhand htte ihm die ,pfade ebnen1 sein ,leben mit zrtlicher ,sorgfalt umkleiden mssen 444 ,das gerade hat ,lucrezia nie getan1 vielleicht gar nicht tun knnen4 ,sie war eben eine ,bourgeoise1 genauer1 eine italienische ,bourgeoise3 bigott1 eitel und stets auf ihren ,vorteil bedacht4 ,ihrem ,gatten1 meinte sie1 sei es von ,gott als selbstverstndliche ,pflicht auferlegt1 stets soviel ,geld zu erarbeiten1 wie ihre schnen ,kleider kosteten4 ,gewi beneideten sie alle ,frauen der ,nachbarschaft um solchen ,prunk4 ,da um ihrer bunten ,gewnder und goldenen ,spangen willen ein groer ,maler seinen heiligen ,knstlerernst opfern mute1 -- fr diese ,tragik besa ,lucrezia kein ,verstndnis1 und ,andrea1 der schwache ,sinnenmensch1 stand sein ,leben lang im ,bann ihres herrlichen ,krpers1 der zu seinem ,unglck keine ,seele barg4 ,der ,florentiner ,palazzo ,pitti bewahrt1 von einem ,schler ,andreas gemalt1 ein ergreifendes ,doppelbildnis dieses ,ehepaares3 ,schchtern und behutsam1 gleich dem ,arzte1 der einem ,kranken nicht weh tun mchte1 legt ,andrea seine ,rechte um ,lucrezias ,nacken2 ein ,blick voll zrtlicher ,angst fleht zur ,gattin empor1 die1 an ihm vorbei1 ins ,weite starrt 444 ,erinnert man sich vor diesem ,gemlde an jenes ,bild in ,dresden1 an ,saskia1 die1 von ,rembrandts festem ,arm gesttzt1 sich wohlig auf seinem ,schoe wiegt2 an ,rubens1 wie er im ,gemlde des ,genueser ,palazzo ,bianco als ,gott der ,schlachten die stahlumschiente ,rechte auf den ,busen seiner ,venus1 ,helena ,fourments1 legt1 so offenbart sich unseren mitleidigen ,blicken jene ganze ,tragdie1 die ,andrea del ,sarto durchleben mute4 ,illustration3 ,,die ,,verk,,ndigung ,,an ,,maria ,florenz1 ,palazzo ,pitti ,auch seine weltfremde ,schchternheit trug viel zu seinem ,unglck bei4 ,nicht1 da ihm ,knstlerstolz gemangelt htte4 ,demtig vor dem ,genius1 der ihn begnadet1 wute er doch genau1 wie hoch er sich einzuschtzen habe4 ,als ,niccoli ,soggi1 eine ,provinzgre1 sich unterfing1 ihn dummdreist zum ,wettmalen herauszufordern1 erklrte ihm ,andrea sehr von oben herab3 ,ich habe hier einen ,knaben1 der wenig von der ,kunst versteht2 willst du mit diesem da wetten1 so mag ich gern die ,summe fr ihn einsetzen 4448 ,nur fehlte ihm jegliches ,talent zum ,geschftsmann1 seine ,ziele waren niemals ,zahlen1 das ,verdienen8 lag seinem aristokratischen ,wesen nicht2 er konnte auch niemals ,geld lange bei sich halten4 ,das wute man in ,florenz4 ,einheimische ,mcene8 und fremde ,kunsthndler warteten daher die ,tage der leeren ,kasse ab1 wo ,andrea sich mit jedem ,preise begngte84 ,zaghaft und selbstbewut zugleich1 konnte er niemals ,forderungen stellen4 ,darum durfte ihn die ,scalzi-,brderschaft mit dem ,schandlohn von sechsundfnfzig ,lire fr jedes groe1 und einundzwanzig ,lire fr jedes kleine ,fresko abfertigen1 darum unterfingen sich die ,servitenmnche1 dem ,meister auf der ,hhe seines ,ruhmes fr das ,lnetten-,fresko der ,madonna del ,sacco8 nur zehn ,scudi zu bieten1 -- und ,andrea nahm sie an4 ,wohlmeinende zahlten ihm kopfschttelnd1 oft sogar verlegen die geringen ,summen1 die er begehrte2 manche hatten dabei das ,gefhl1 ihn zu betrgen2 die meisten aber lachten ber seine ,ungeschicklichkeit1 und wenn sie ,andreas ,gemlde verkauften1 erzielten sie das dreifache jenes ,betrages1 den sie dem ,knstler gezahlt 4448 ,indessen hatte der ,name ,andreas del ,sarto weit ber die ,gemarkungen der ,vaterstadt hinaus sich einen guten ,klang erobert4 ,schon zeigte man in den ,florentiner ,kirchen allen ,fremden voll ,stolz ,andreas ,bilder1 und als er beim ,einzug ,leos ,x4 den faadelosen ,dom mit einer ,scheinfront in ,chiaroscuro schmckte1 bedauerte nicht blo der ,papst1 da all' diese groe ,kunst nur der migen ,freude weniger ,tage dienen sollte4 ,bis ber die ,alpen war sein ,ruhm gedrungen1 und kein ,geringerer als der stolzeste ,knig des ,erdkreises1 ,franz ,i4 von ,frankreich1 berief ,andrea nach ,paris4 ,er folgte willig4 ,im ,mai des ,jahres #aeah trat er die ,reise an1 nicht ohne vorher dem anscheinend etwas mitrauischen ,schwiegervater den ,empfang von ,lucrezias ,mitgift mit seiner ,unterschrift besttigt zu haben4 ,hundertfnfzig ,goldgulden6 ,das mochte den ,leuten in der ,via ,san ,gallo viel bedeuten1 aber wenig fr einen ,hofmaler der allerchristlichsten ,majestt4 ,empfing ,andrea doch gleich nach seiner ,ankunft fr ein ,bildnis des vier ,monate alten ,dauphin dreihundert blanke ,scudi1 und als der schenkensfrohe ,monarch ,andreas ,gemlde der ,charitas8 gesehen1 lie er dem ,knstler ein stndiges ,jahresgehalt aussetzen4 ,der ,florentiner ,kleinbrger mu1 mit seidenen ,gewndern angetan1 sich an diesem ,hofe wie in einem ,mrchenlande gefhlt haben4 ,hier waren nicht nur -- ein ,gesandter des ,herzogs von ,ferrara hat es festgestellt -- die meisten ,flhe und ,wanzen der ,welt81 sondern auch ihre glnzendsten ,kavaliere1 ihre herrlichsten ,frauen1 und sie alle berschtteten den ,schneidersohn mit ,gunst und ,ehren4 ,louise von ,angoulme1 die ,knigin-,mutter1 der ,conntable ,anne de ,montmorency beehrten sein ,atelier mit hufigen ,besuchen4 ,der ,knig selbst war ihm huldvollst gewogen1 und alle ,herren seines ,gefolges stritten sich um ,gemlde von ,andreas ,hand4 ,und doch war ,andrea1 durch die ,alpen von ,lucrezia getrennt1 nicht glcklich4 ,er wahrte seiner ,gattin die ,treue1 vielleicht der einzige an jenem ,hofe1 von dessen ,damen sogar ein ,zeitgenosse berichtet3 ,vrayment1 de toutes celles que je lui ay jamais veu et cogneu1 je n'en ay jamais veu aucune1 qui n'allast au change plus que les chiens de la meute la chasse au cerf 4448 ,der ,louvre besitzt eine ,heilige ,familie81 die ,andrea damals schuf3 das ,antlitz ,marias trgt die ,zge der fernen ,lucrezia2 denn wollte er auch einmal andere ,frauen als ,modell nehmen8 -- erzhlt ,vasari -- so hnelten sie doch fast immer ,lucrezia1 weil er stets sie allein erblickte1 sie so oft gezeichnet und1 vor allem1 weil er ihre ,mienen seinem ,herzen eingegraben hatte84 ,sie sandte ihm ,briefe voll ,sehnsucht1 schilderte in traurigen ,worten die freudlosen ,tage ihres ,einsamseins1 -- da hielt es ,andrea nicht lnger2 er bat den ,knig um halbjhrigen ,urlaub1 schwor einen heiligen ,eid1 nicht einen ,tag ber ,gebhr fortzubleiben1 empfing groe ,summen1 dem ,knig ,antiken und ,gemlde dafr in ,florenz zu erstehen1 und kehrte1 halbfertige ,bilder unvollendet lassend1 frhlich nach ,hause zurck4 ,in ,florenz erfreute er sich8 -- wie es plastisch bei ,vasari heit -- einige ,monate hindurch der ,schnheit ,lucrezias81 verga bei ihren ,kssen seines ,schwures1 der ,rckkehr und -- das ,schlimmste -- des anvertrauten ,geldes1 machte auf des ,knigs von ,frankreich ,kosten seiner ,gattin reiche ,geschenke und baute sich endlich ein kleines ,haus in der ,via del ,mandorlo4 ,aus dem wonnigen ,sinnenrausch erwachte ,andrea als meineidiger ,dieb4 ,nicht alle mehr erwiderten auf der ,strae seinen ,gru4 ,nun wollte er zurck zu seinem schwergekrnkten ,herrn1 kniefllig seine ,verzeihung anflehen4 ,lucrezia hintertrieb die ,reise4 ,andrea1 der sich zudem wieder mit wenigem bescheiden mute1 litt jedoch an seinem ,betrug4 ,mit dem ganzen ,aufwand seines reichen ,knnens malte er fr seine franzsischen ,gnner herrliche ,bilder1 um ihre ,vermittelung beim ,knig zu gewinnen4 ,aber die ,gemlde mute er1 ,geldes bedrftig1 immer wieder in ,florenz verkaufen2 zudem war der ,knig dermaen erzrnt1 da er lange ,zeit keinen ,florentiner ,maler wohlwollenden ,blickes anschauen konnte1 und er schwur1 kme ,andrea jemals in seine ,gewalt1 so wrde er ihn mehr leiden machen1 als er ihm ,gutes habe erweisen wollen 4448 ,illustration3 ,,die ,,geburt ,,marias ,aufnahme ,alinari ,florenz3 ,chiesa della ,,ss4 ,annunciata ,nicht lange weinte ,andrea unttig seinem verlorenen ,paradiese nach4 ,die ,bruderschaft der ,scalzi hatte1 seine ,rckkehr nicht mehr erhoffend1 zwei ,fresken bereits seinem ,freunde von ehemals1 dem ,franciabigio bertragen1 jetzt erinnerte man sich gern des alten ,vertrages1 und ,andrea war froh1 den ,florentinern einen ,beweis seiner ungeschwchten ,kunst geben zu drfen4 ,noch einmal mute er dies ,werk im ,stiche lassen4 ,im ,jahre #aebc nmlich brach eine ,pest aus1 die1 bald schwcher1 bald grausamer wtend1 die ,arnostadt bis zum ,unglcksjahr #aebg verheerte4 ,florenz mu damals einen entsetzlichen ,anblick geboten haben3 der ist tot81 -- heit es in einem ,bericht jener ,tage -- der andere krank1 der eine entflohen1 der zweite eingeschlossen1 der dritte im ,spital1 der vierte auf ,wache1 von dem fnften wei man nichts 4448 ,andrea machte ,testament und flchtete mit den ,seinen ins ebenso schne wie verborgene ,mugellotal2 dort malte er den ,nonnen von ,san ,piero in ,luco1 die ihn1 ,lucrezia und deren ,schwestern mit ,aufmerksamkeiten berhuften1 jene ,darstellung der ,piet81 die heute der ,palazzo ,pitti bewahrt4 ,des ,heimgekehrten harrte eine sonderbare ,aufgabe3 ,federigo ,gonzaga1 der ,markgraf von ,mantua1 hatte in ,florenz ,raffaels ,portrait ,leos ,x4 erblickt und von ,clemens ,,vii4 als ,geschenk sich erbeten4 ,der ,papst konnte nicht gut ,nein8 sagen1 und befahl seinem ,verwandten ,ottaviano de' ,medici1 einem besonderen ,gnner ,andreas1 das ,bild nach ,mantua senden zu lassen4 ,ottaviano1 ein echter ,medici1 wollte jedoch ,florenz dieses ,juwels nicht berauben4 ,er hielt den ,markgrafen hin1 bis ,andrea in tiefster ,heimlichkeit eine ,kopie des ,gemldes vollendet hatte4 ,heute kann man diese im ,museum von ,neapel betrachten2 und angesichts ihrer echt sartesken blonden ,farben lt sich's schwer begreifen1 da1 laut ,vasari1 zu ,mantua niemand1 nicht einmal ,giulio ,romano1 der doch an ,raffaels ,portrait mitgemalt1 den ,betrug gemerkt haben sollte4 ,das nchste ,jahr1 #aebf brachte endlich die ,vollendung der ,fresken im ,scalzo und vielleicht schon den ,beginn seines letzten groen ,werkes1 des ,abendmahles8 im ,kloster von ,san ,salvi4 ,nur infolge eines ,wunders drfen wir uns heute seiner ,schnheit noch erfreuen4 ,um bei der ,belagerung von ,florenz den ,feinden keinen ,sttzpunkt zu bieten1 sollten nmlich anno #aebi ,kirche und ,kloster niedergerissen werden4 ,schon hatte man damit begonnen1 erzhlt der ,historiker ,benedetto ,varchi1 schon drangen ,brger und ,kriegsknechte zerstrungswtig ins ,refektorium ein1 da erschauten sie pltzlich dies ,cenacolo1 und alle blieben stehen und schwiegen still1 als wre ihnen die ,zunge erlahmt1 und sie wollten nicht weiter fortschreiten im ,werke der ,vernichtung 4448 ,noch whrend die spanischen und deutschen ,sldner ,florenz umzingelt hielten1 wurde ,andrea ein ,auftrag von ,staats wegen zuteil1 den er freilich am liebsten rundweg abgelehnt htte3 ,einige ,florentiner ,kapitne waren zum ,feinde desertiert und nach alttoskanischem ,brauche sollten ihre ,bildnisse -- mit dem ,kopf nach unten -- auf die ,mauer des ,palazzo del ,podest gemalt werden4 ,castagno und ,botticelli hatten im ,quattrocento sich fr solche ,scharfrichterkunst hergeben mssen2 ,andrea1 dem sie reichlich verhat war1 bestieg nur in dunkler ,nacht sein ,gerste und erklrte ffentlich1 nicht er1 sondern sein ,gehilfe ,bernardo del ,buda habe dies ,fresko geschaffen4 ,aber noch bewahren die ,uffizien jene prachtvolle ,studie ,andreas zu einem der ,verrter1 -- die einzige ,erinnerung an dies ,fresko1 das nach dem ,ende der ,republik natrlich von der ,mauer heruntergeschlagen wurde4 ,denn vergebens hatten die ,florentiner ihre ,villen und ,klster geopfert1 vergebens ein ,jahr im tglichen ,kampfe ausgeharrt4 ,die ,schwerter der kaiserlichen ,soldateska bereiteten ihrer ,freiheit ein blutiges ,ende4 ,ob ,andrea dies sehr schmerzlich empfinden mochte8 ,er war kein starrer ,republikaner wie der von ihm vergtterte ,michelangelo2 dem giuoco del mondo81 den ,hndeln ,italiens stand er gleichgltig gegenber4 ,die ,kunst1 die ,freunde und sein ,weib1 seine ,lucrezia1 -- damit war ,andreas ,horizont begrenzt2 was darber hinauslag1 kmmerte ihn nicht4 ,er htte sich auch im neuen1 im groherzoglichen ,florenz zurecht gefunden4 ,es ist nur ein tragischer ,zufall1 da ,andrea1 der letzte groe ,knstler1 in dem die alten ,florentiner ,traditionen mchtig waren1 fast zugleich mit dem alten ,florenz gestorben ist4 ,dem ,leidenden stand dabei kein ,freund trstend zur ,seite1 und auch ,lucrezia1 die sein brechendes ,auge vergebens suchte1 war vom ,bett des ,gatten1 den sie pestkrank whnte1 geflohen4 ,so schied am #bb4 ,januar des ,jahres #aeca ,andrea1 fast ohne da es jemand gewahrte81 aus einem glck- und leidvollen ,dasein1 das neun ,lustren nur gewhrt und doch der ,nachwelt ,unvergngliches geschenkt hatte4 ,jene ,servitenmnche1 die dem ,lebenden stets so kargen ,lohn gegnnt1 haben den ,toten mit wenig ,ceremonien8 in der ,annunziata1 der ,sttte seines ,wirkens1 beigesetzt4 ,illustration3 ,,detail ,,aus ,,der ,,geburt ,,marias ,fresko ,florenz3 ,kirche der ,santissima ,annunziata ,lucrezia1 die ,andreas knstlerischen ,nachla sich teurer bezahlen lie1 als es die ,art des ,gatten gewesen1 hat ihn um volle neununddreiig ,jahre berlebt4 ,sie begrub noch ihre einzige ,tochter aus erster ,ehe -- von ,andrea hatte sie keine ,kinder -- und rief gegen ihren ,schwiegersohn1 der ihr einige ,stcke ,wsche aus dem ,nachla vorenthielt1 den ,beistand des ,herzogs an4 ,als ,greisin ging sie1 um ihres ,seelenheiles willen1 jeden ,morgen in die ,annunziatakirche4 ,dort copierte der junge ,jacopo da ,empoli1 der die ,staffelei ,andreas erworben hatte und wie eine heilige ,reliquie bewahrte1 die ,fresken ihres ,gatten4 ,und oft setzte ,lucrezia sich zu dem ,jngling4 ,dann zeigte ihm die verrunzelte alte ,frau mit welkem ,finger ihr ,portrait in dem ,fresko der ,geburt ,marias81 wo ,andrea sie gemalt1 als noch das ,leuchten der ,jugend sie umflossen2 und mancherlei erzhlte sie dem ,horchenden aus lngst versunkenen ,tagen1 in denen sie ,andrea ,modell gestanden1 was er gesagt und getan1 und wie sie einander stets geliebt hatten4 444 99 99 99 ,andrea del ,sarto gehrte zu jenen begnadeten ,knstlern1 die1 einer ererbten ,formensprache sich erfreuend1 gleich flieend sprechen1 ohne je vorher gestammelt zu haben4 ,seine ,fresken bringen eine fast spielerisch gegebene ,lsung all' jener ,probleme1 um die1 mehr als hundert ,jahre lang1 drei ,knstlergenerationen sich gemht haben4 ,die ,stilgesetze des ,freskos1 wie sie ,giotto und ,masaccio in ewig gltiger ,weise formuliert hatten1 beherrschte ,andrea besser als etwa ,ghirlandajo oder ,filippino ,lippi4 ,er wute1 eine raumschmckende ,kunst knne auf die strenge groe ,linie unmglich ,verzicht leisten1 und in ,kirchen drfe man nicht lrmen1 sondern nur mit feierlich gedmpfter ,stimme reden4 ,darum begngte er sich mit dem zur ,handlung unumgnglich ,notwendigen1 und vermied sorgsam ,episoden1 deren billige ,anmut das ,interesse vom ,hauptvorgang htte ablenken knnen4 ,darum suchte er seine ,menschen und die ,hintergrnde1 vor denen sie sich bewegen1 stets zur ,einheit formaler und geistiger ,art zu gestalten1 darum hate er die grelle ,buntheit der ,farben ebenso wie die ,anhufung von ,menschenmassen1 kurz1 jene aufdringliche ,orchestrierung1 die whrend des ,quattrocento alles ,interesse von der ,melodie auf die ,begleitung bertragen wollte4 ,schon frh mu ,andrea ber seine ,ziele ebenso wie ber die ,grenzen seiner ,begabung mit sich im ,reinen gewesen sein4 ,das knden vornehmlich genug seine ersten ,fresken im ,vorhof der ,annunziatakirche4 ,ihr ,vorwurf1 die ,taten des heiligen ,filippo ,benizzi1 mochte ihn wenig fesseln4 ,es sind die normalen ,wunder1 die jeder italienische ,normalheilige vollbrachte3 ,san ,filippo teilte1 wie uns das erste ,fresko lehrt1 sein ,gewand mit einem ,ausstzigen2 das zweite zeigt1 wie er ,spielern ins ,gewissen redet1 und als sie den ,gottgesandten verhhnen1 schlgt sofort der ,blitz in eine ,ulme1 um deren ,stamm die ,frevler sich gelagert hatten2 zwei der ,schuldbeladenen ben ihre ,verruchtheit mit dem ,tod1 die andern stieben entsetzt auseinander4 ,im dritten ,fresko heilt er ein armes1 vom hllischen ,dmonen gepeinigtes ,weib2 ein totes ,kind1 das man im vierten zur ,bahre des sterbenden ,heiligen bringt1 erwacht zu neuem ,leben1 indes die ,mnche weinend von ihrem ,prior ,abschied nehmen2 im fnften endlich gesunden ,bresthafte durch das ,anrhren der ,reliquien des ,heiligen 444 ,im ersten ,fresko lste ,andrea nach hergebrachter ,sitte die ,handlung in mehrere ,einzelvorgnge auf2 trotzdem reichte das drftige ,thema nicht aus fr die groe ,wandflche1 und berdies vermochte der ,anfnger das ,verhltnis der ,figuren zur braunen ,felsenlandschaft -- sie entstammt noch dem ,inventar ,pieros di ,cosimo -- nicht recht abzuschtzen4 ,und doch1 -- woran seit ,masaccios ,tagen kein ,freskomaler in ,florenz mehr gedacht1 der junge ,andrea strebte es hier an1 wollte aus ,menschen und ,landschaft nicht nur ein ,raumganzes1 sondern ber alle ,quattrocentokunst herausgehend1 auch eine ,stimmungseinheit schaffen4 ,angesichts dieser rtlichen ,wolken am mattblauen ,himmel1 des seltsam ,abendlich-,stillen jener ,gestalten1 die ruhig den ,feldweg dahinschreiten1 lernen wir unwillkrlich jenes schwer zu definierende ,wort ,stimmung8 aussprechen1 das uns nie vor einem ,fresko ,ghirlandajos1 ,cosimo ,rossellis oder ,filippinos einfiele4 ,um einen literarischen ,vergleich anzuwenden1 das ,quattrocento erzhlt1 ,andrea dichtet4 ,illustration3 ,,die ,,disputa ,aufnahme ,alinari ,florenz1 ,palazzo ,pitti ,im zweiten ,fresko geben die ,linien der ,figuren und der ,landschaft1 die wiederum an ,pieros di ,cosimo ,hgel erinnert1 schon einen besseren ,zusammenklang4 ,andrea schob das braune ,gestein links und rechts ziemlich nach vorn2 dadurch bekam er den ,mittelgrund frei1 und ungehindert vermag das ,auge1 ber ,brcken und hellbelaubtes ,buschwerk hinweg1 in blaue ,fernen zu gleiten4 ,dafr offenbart dies ,fresko eine ,schwche des ,knstlers1 die zu tief im ,wesen des ,menschen begrndet lag1 als da sie ,andrea jemals vllig htte berwinden knnen3 seine geringe ,befhigung1 dramatische ,begebenheiten packend zu schildern4 ,seine ,strke lag in jenem fehlerlosen ,zeichnen1 das ihm den ,beinamen senza errori8 verschafft hatte1 in einem nie versagenden ,instinkt fr das ,malerisch-,wirksame und in der grozgigen ,komposition2 er vermochte1 wie selten einer1 ,menschen zu malen1 die sich in glckvoller ,heiterkeit dem ,dasein geben1 er war ein ,knstler leisen ,schluchzens und verhaltener ,thrnen1 aber fr den ,schrei der ,leidenschaft fand er keine ,tne1 den ,momenten eines aufs hchste gesteigerten1 eines konzentrierten ,lebensgefhles stand er ratlos gegenber4 ,die ,gesten der fliehenden ,frevler hier scheinen so leer und konventionell1 da man sie heute als akademisch8 belcheln wrde2 die erhobene ,rechte des ,heiligen mit ihrem ausgestreckten ,zeigefinger entbehrt alles ,zwingenden1 aller wuchtigen ,gre2 wollte er den ,weg weisen1 so knnte die ,gebrde kaum drftiger ausfallen1 und das erschreckte ,ro endlich1 das1 vor dem ,blitze scheuend1 jh sich aufbumt1 mute er einer ,studie ,lionardos da ,vinci fr das ,trivulzio-,denkmal entlehnen4 ,solche ,reminiscenzen sind keine ,seltenheit im ,werke ,andreas4 ,reichtum der ,erfindung war seine ,sache nicht1 und handelte es sich um die ,darstellung komplizierter ,bewegungsmotive1 so nahm er beinahe regelmig seine ,zuflucht zum unerschpflichen ,formenschatz ,michelangelos4 ,den ,karton der badenden ,soldaten1 die ,kranztrger der sixtinischen ,decke1 ihre ,propheten und ,sybillen1 die seltsamen ,krperdrehungen der ,michelangelesken ,christuskinder1 -- an alledem hat ,andrea sich gern inspiriert1 aber stets das ,titanenhafte1 den finsteren ,ernst des ,riesen ins ,liebenswrdig-,heitere gemildert1 aus dem ,mnnlichen gleichsam ins ,weibliche bersetzt4 ,raschen ,schrittes verfolgte ,andrea nunmehr den ,pfad zur ,meisterschaft4 ,im dritten ,fresko bildet1 was die ,komposition anlangt1 die ,architektur des ,hintergrundes durch ihren ruhigen ,ernst den angenehmsten ,kontrast zu den leicht bewegten ,gruppen1 die den ,heiligen und die ,beute der ,dmonen im ,halbkreis umringen4 ,ein ,maler des ,quattrocento htte dieser ,scene jedenfalls mehr ,zuschauer gegeben1 aber sie wren als teilnahmslose ,statisten1 in gelassener ,gleichgltigkeit herumgestanden4 ,so schaut z4 ,b4 auf ,ghirlandajos ,fresko der ,verkndigung an ,zacharias in der ,kirche von ,st4 ,maria ,novella kein einziger von den einundzwanzig ,mnnern1 die den ,vordergrund fllen1 nach dem berirdischen ,boten hin1 kein einziger lauscht den ,worten des ,engels4 ,andrea macht die ,heilung der ,kranken nicht blo zum rumlichen1 sondern auch zum geistigen ,mittelpunkt des ,ganzen4 ,beinahe alle wenden ihr ,antlitz dem aufregenden ,vorgang zu1 ein mitleidiges ,flstern durchluft die ,reihen dieser ,mnner1 deren lssig-weiche ,haltung und vertrumte ,art des ,blickens sie den ,epheben eines ,praxiteles verwandter erscheinen lt als ihren ,vtern1 den robusten ,brgern ,ghirlandajos4 ,das vierte ,fresko1 in dem die ,figur des wiedererweckten ,kindes ,fra ,filippo ,lippis ,grablegung des heiligen ,bernhardin in der ,kathedrale von ,prato entnommen scheint1 offenbart am mchtigsten den neuen1 oder1 wenn man will1 den alten ,geist1 der ,andreas ,kunst beseelte4 ,in der ,cappella ,sassetti von ,st4 ,trinit hatte auch ,ghirlandajo solch eine ,erweckungs-,scene gemalt3 ,die ,bahre mit dem ,knaben aus dem ,hause ,spini und der heilige ,franziskus in seiner ,wolkenglorie nehmen freilich die ,mitte des ,freskos ein1 aber man gewahrt das ,wunder kaum2 denn unwillkrlich verweilt das ,auge bei der ,familie des ,stifters1 den ,sassetti1 die sich1 begleitet von ihren ,frauen und ,kindern1 smtlich eingefunden haben4 ,andrea lt nur wenige ,mnche voll tiefer1 aber gefater ,trauer dem ,heiligen zur ,seite stehen1 und in schweigender ,ergriffenheit beugen sie demtig ihr ,haupt vor jener ,macht1 die ,toten das ,leben wieder zu schenken vermag4 ,eine ,schwche dieses ,freskos1 die es brigens mit dem letzten in der ,reihe teilt1 mu noch erwhnt sein4 ,hier wie dort scheinen die ,baulichkeiten allzu weitrumig und die schlanken ,menschen zu zart1 zu feingegliedert im ,vergleich zur schweren ,massigkeit dieser ,architrave und ,pilaster4 ,illustration3 ,,la ,,madonna ,,dell' ,,arpie ,aufnahme ,alinari ,florenz1 ,uffizien ,die energische ,betonung des ,hauptvorganges schlo natrlich jene ,aufdringlichkeit des ,portraits aus1 die whrend der zweiten ,hlfte des ,quattrocento heilige ,legenden zu ,bildern aus dem ,florentiner ,straenleben herabgewrdigt hatte4 ,ganz mochte ,andrea freilich nicht auf das ,portrait verzichten4 ,eine lyrische1 fr ,freundschaft dankbare ,natur1 wollte er ,menschen1 die seinem ,leben frohe ,stunden geschenkt1 auch in seinem ,werke nicht missen4 ,aber nur wenige ,bildnisse zhlen wir1 und keines fhrt eine derartig eigene ,existenz wie etwa ein ,portrait bei ,ghirlandajo4 ,das macht sich besonders auffllig im ersten ,fresko der rechten ,vorhalle1 in der ,anbetung der ,knige81 bemerkbar4 ,die ,quattrocentokunst durfte1 bei diesem ,thema ihrer ,freude am ,bildnis nachgebend1 hervorragende ,brger und die ,consorteria81 d4 h4 die ,familie des ,bestellers1 ins ,gefolge der ,knige reihen4 ,bei ,andrea zhlen wir nur zwei ,portraits4 ,in unmittelbarer ,nhe des jngsten ,knigs1 der leise an die ,menschen ,lionardos gemahnt1 erblicken wir ,jacopo ,sansovino und1 an seiner ,schulter lehnend1 ,andrea selber1 der -- eine liebenswrdige ,koketterie -- seine ,rechte1 die aus dem ,fresko herausdeutet1 in einer ungemein schwierigen ,verkrzung gezeichnet hatte4 ,einzig im ,fresko der ,geburt ,marias tritt die ,handlung vor dem ,bildnis zurck3 ,beinahe achtlos gleitet unser ,blick an der heiligen ,anna vorber1 die1 gleich den ,prlaten auf ,andrea ,sansovinos ,grbern in ,st4 ,maria del ,popolo zu ,rom1 halb aufgerichtet1 sich an die ,rckwand des pompsen ,renaissancebettes lehnt2 wir sehen auch ,jonathan nicht1 der1 ein ,abkmmling von ,michelangelos ,propheten1 nachdenklich im ,hintergrunde des ,gemaches sitzt2 jene ,frauen selbst1 die bei dem prachtvollen ,kamin den ,neugeborenen baden1 gewahren wir nicht1 oder besser1 nur allmhlich1 nach und nach erst1 bewundern wir die vollendete ,kunst in der ,faltengebung ihrer ,gewnder2 denn unwillig nur reit sich unser ,blick von der ,gestalt ,lucrezias los1 die1 neben einer anderen ,frau1 vielleicht ihrer ,schwester stehend1 hochaufgerichtet1 leuchtend in kraftvoller ,schne die ,mitte des ,freskos einnimmt4 ,gro und ruhig schaut sie1 einer ,knigin vergleichbar1 aus dem ,bilde heraus4 ,goldig glnzt auf der weien ,pracht des ,busens eine schwere ,bernsteinkette4 ,wie steif und ungelenk dnken die ,gentildonne der ,quattrocentokunst neben dem freien ,adel1 der dieser ,gestalt eigen2 unweiblich scheinen sie1 whrend diese ,frau trotz ihrer ,hoheit unseren ,puls rascher fliegen macht4 ,andrea hat vielleicht in den ,tagen der reifsten ,knstlerschaft ,groartiges geschaffen1 aber aus keinem einzigen seiner spteren ,fresken atmet jener ,duft von ,glck und ,frhling1 der uns noch heute1 nach vierhundert ,jahren1 in jene wehmtige und doch freudige ,stimmung versetzt1 die einen an weichen ,lenztagen bisweilen berkommt4 444 ,im ,jahre #aeaa malte ,andrea in jenem ,hofe des ,scalzo-,klosters1 den stets eine freundliche ,helle durchflutet1 sein erstes1 anno #aebf sein letztes ,fresko4 ,dieser ganze ,cyklus vom ,leben und ,sterben des heiligen ,johannes ist grau in grau gehalten2 und hier1 wo die souvern beherrschte ,technik stets die gleiche blieb1 lt sich am besten verfolgen1 wie ,andrea1 ein suchender ,anfnger1 zum ,meister erwuchs und wiederum von kniglicher ,hhe zum ,routinier herabsank4 ,das erste ,fresko1 mit dem ,andrea sein ,werk begann1 die ,taufe ,christi81 wird natrlicherweise noch von ,quattrocento-,erinnerungen umspielt4 ,wiederum fllen die ,gestalten den ,raum nicht vollstndig aus1 und den knochigen ,asketenleib des ,tufers deckt ein ,mantel1 dessen ,falten in ihrer drftigen ,eckigkeit kaum von jenem ,andrea zu stammen scheinen1 der uns wenige ,jahre spter als grter aller ,florentiner ,gewandknstler entgegentritt4 ,einzig jene geschwungene ,linie1 die das ,haupt ,christi mit der ,spitze seines rechten ,fues verbindet1 deutet auf den knftigen ,meister linearer ,melodik hin4 ,in die ,predigt ,johannis bernahm ,andrea -- schon ,vasari hat es bemerkt -- zwei ,figuren ,albrecht ,drers2 was er1 seltsam genug1 aber nicht erwhnt1 ist die enge ,verwandtschaft des sartesken ,tufers mit jenem ,ghirlandajos in der ,cappella ,tornabuoni4 ,beide predigen sie1 fast in der nmlichen ,stellung1 von einem ,baumstumpf herab1 dem lauschenden ,volke die ,lehre des ,heils4 ,dem lauschenden8 ,volke8 ,hier offenbart sich der ,unterschied zwischen der gedankenloseren ,kunst des ,quattrocento und dem tieferen ,ernst von ,andreas ,generation4 ,die ,menschen ,ghirlandajos hren mit jener ,aufmerksamkeit zu1 die man einem leidlich interessanten ,vortrage widmet1 die ,heilbedrftigen ,andreas hngen1 den ,mund halb geffnet1 an den ,lippen des ,tufers1 scheinen ,verschmachtende1 die gierig die ,lehre der ,wahrheit in ihre ,seele trinken4 ,wie ,andrea die ,figuren hier der ,landschaft einordnete1 wirkte vorbildlich zuerst auf die ,meininger bei ihrer ,inscenierung der ,hermannschlacht81 und heute verfahren bereits alle ,regisseure so1 die eine ,volksmenge8 zu gruppieren haben3 ,er lie die ,felsen der ,wildnis ,hohlwege bilden und zwngte die ,menschen derart hinein1 da man hinter jedem ,haupt ein anderes und neben dem ,krper des einen den des ,nachbarn erblickt4 ,so wird durch nicht mehr als fnfzehn ,kpfe im ,beschauer die ,illusion einer dichtgedrngten ,menschenmasse1 die alle ,zugnge fllt1 hervorgerufen4 ,illustration3 ,,die ,,caritas8 ,paris3 ,louvre ,nicht vergebens hat ,andrea manche ,stunde mit dem ,copieren nach ,michelangelos ,werken verbracht4 ,die ,freude an nackten1 athletenhaft starken ,gliedmaen1 wie sie aus der ,taufe des ,volkes8 spricht1 seine ,lust an schwierigen und ungestmen ,bewegungen1 bei denen man die straff gespannten ,muskeln wahrnimmt1 all dies weist hier deutlich genug auf ,michelangelo hin1 der seinerseits ,andreas ,bewunderung durch freundliches ,anerkennen von dessen ,talent vergalt4 ,eine alte1 freilich unverbrgte ,anekdote wei zu berichten1 er habe ,andreas ,begabung ber die ,raffaels gestellt2 sicher aber ist1 da ,michelangelo hchstselbst den jungen ,vasari ins ,atelier zu ,andrea gebracht4 ,das nchste ,fresko1 die ,gefangennahme ,johannis81 bekundete aufs neue1 wie wenig ,andrea dramatischen ,konflikten gerecht wurde4 ber die bloe ,gebrde1 das ,theatralische im bsen ,sinn kam er nie hinaus4 ,der ,tetrarch auf seinem ,thron ist nur ein kostmierter ,schauspieler1 und der ,tufer selbst hat nichts von jener unirdischen ,hoheit1 von jener allem ,menschlichen berlegenen ,wrde eines ,gottgesandten1 die man gerade von dieser ,scene fordern mte4 ,auch mit den ,schergen konnte ,andrea1 der bei seiner weihndigen ,art wohl niemals ,vergngen an ,raufereien empfand1 wenig anfangen4 ,die ,komposition des ,ganzen zeigt hingegen1 da der ,strebende zum ,meister herangereift ist4 ,zum ersten ,male begegnen wir hier jenen ,kontrastwirkungen1 auf deren ,effekt ,andrea in seinen mittleren und spteren ,jahren sich allzu sehr verlie2 hier suchte er1 um eine ,wendung ,goethes ber ,myrons ,kuh zu gebrauchen1 zum ersten ,male nach jenem ,gleichgewicht im ,ungleichen1 dem ,gegensatz des hnlichen1 der ,harmonie des ,unhnlichen und allem1 was mit ,worten kaum ausgesprochen werden kann84 ,nichts1 keine ,gestalt1 keine ,linie1 ist um ihrer selbst willen da1 alles gewinnt erst durch ,beziehung auf irgend ein anderes seine ,berechtigung zum ,dasein4 ,freude am ,naturausschnitt darf man von ,andreas ,kunst nicht mehr verlangen2 alles ist bildmig abgeschlossen1 komponiert im hchsten ,sinne4 ,der bewegteren ,gruppe um den ,tufer schafft ein ruhig dastehender breitschultriger ,mann den notwendigen ,gegensatz2 nimmt die ,handlung den rechten ,vordergrund ein1 so ffnet sich der ,raum dafr auf der linken ,seite nach der ,tiefe1 und in dem wuchtigen ,henker1 der hier die ,stufen herabschreitet1 gelang ,andrea die vielleicht einzige ,gestalt1 der man ihre ,furchtbarkeit glaubt4 ,viel ,neigung mochte ,andrea dem ,tanz der ,salome8 entgegenbringen1 dem ersten ,fresko1 das er nach seiner ,rckkehr aus ,frankreich schuf4 ,bis ins kleinste ist hier alles auf ,kontraste1 aber nicht nur formaler1 sondern -- eine ,seltenheit im ganzen ,werke ,andreas -- auch psychischer ,natur gestimmt4 ,nichts wirkt dabei schematisch1 sondern alles scheint so ungezwungen1 da man allmhlich nur die vollendete ,kunst empfindet4 ,die ,salome ,andreas hat natrlich nichts mehr von der hieratischen ,reglosigkeit der ,knigstochter ,giottos1 auch nichts von jener fahrigen ,ausgelassenheit1 die ,filippo ,lippi seiner ,prinzessin1 einem halbwchsigen ,mdchen1 gab4 ,seine ,salome1 deren ,typus ein bichen an die ,frauen ,andrea ,sansovinos erinnert1 ist ein sdlich-reifes ,weib1 dessen schmiegsam-weiche ,flle die statuarisch fallenden ,gewnder mehr entschleiern als verhllen4 ,andrea schilderte jenen spannenden ,moment vor dem ,beginn des ,tanzes3 ,noch scheint der ,krper reglos und doch zittern alle ,glieder schon im ,banne des musikalischen ,rhythmus1 dehnen sich wohlig und spannen sich straffer4 ,die ,hinrichtung ,johannis8 gab ihm ,anla1 in der ,figur des ,henkers den besten ,rckenakt zu schaffen1 der ihm je gelungen4 ,er whlte1 alles ,rohe und ,bluttriefende meidend1 den ,augenblick nach der ,vollstreckung des ,urteils4 ,salome reicht die ,schale hin1 und der ,henker legt1 abgewandten ,hauptes1 den ,kopf des ,tufers hinein4 ,auch in der ,darbringung des ,hauptes8 entzieht ,andrea durch eine ebenso einfache wie noble ,wendung ,salomes das ,grausige unseren ,blicken4 ,sie trgt nicht1 gleich der ,salome ,botticellis1 die ,schssel mit dem furchtbaren ,inhalt triumphierend in ihren ausgestreckten ,hnden vor sich her1 sondern drckt sie1 langsam dahinschreitend1 gegen ihren ,krper4 ,so gewahren wir kein blutbesudeltes ,haupt1 sondern nur einen herrlich geformten ,frauenarm 444 ,die nchsten ,bilder des ,cyklus1 die ,verkndigung an ,zacharias8 und die ,heimsuchung8 bringen die ,entartung ,andreas zum ,manieristen3 er sucht keine neuen ,ziele1 stellt sich keine neuen ,aufgaben4 ,das wirksame ,kontrast-,schema1 das er sich zurecht gelegt1 mu fr alles herhalten4 ,die ,bewegungen seiner ,figuren bilden symmetrische ,gegenstze und ihre ,blicke schneiden einander in der ,diagonale4 ,die ,scene lt er gern von massigen ,gestalten einrahmen1 die das ,auge in den ,hintergrund leiten2 aber je kunstvoller er die ,falten ihrer ,gewnder legt1 desto sicherer werden sie aus ,menschen zu ,gliederpuppen4 ,sein letztes ,fresko1 die ,geburt des ,tufers8 ist vollends nur mehr eine ,zusammenstellung reich drapierter ,mannequins4 ,die ,florentiner waren davon begeistert1 aber wenn ,andrea vor diesem ,fresko an jenes andere in der ,annunziata dachte1 wo er vor zwlf ,jahren auch eine ,geburt dargestellt1 so mochte ihm vielleicht weh ums ,herz geworden sein4 444 ,illustration3 ,,die ,,heilige ,,familie ,paris3 ,louvre ,durch vier allegorische ,frauengestalten1 die zu beiden ,seiten der ,eingangstren statuengleich in gemalten ,nischen stehen1 wollte ,andrea die christlichen ,tugenden verkrpern81 und hier darf man dieses ,wort1 das bei ,allegorien oft so bel angebracht ist1 ruhig aussprechen2 denn ,andrea malte nicht blutleere ,abstraktionen1 wesenlose ,schemen1 sondern herrliche ,frauen voll sinnlicher ,formenpracht4 ,die ,charitas81 die einen ,knaben mit der ,rechten an ihren ,krper drckt und kosend die ,linke auf die ,schultern eines anderen bambino legt1 indes ein drittes ,kind unter ihrem bauschigen ,gewande ,zuflucht findet1 mag wohl die schnste der vier ,schwestern sein4 ,dies nmliche ,motiv1 das ihm gewi sympathisch war1 hat ,andrea schon frher in jenem berhmten ,gemlde des ,louvre behandelt1 das man in scheinbarer ,paradoxie michelangelesk-grazis heien knnte4 ,das ,anmutig-,frauenhafte verbindet sich hier aufs glcklichste mit maest der ,formen4 ,ein ,kindlein saugt an der mchtigen linken ,brust1 ein anderes drngt sich1 ,blumen bringend1 lchelnd an die ,gtige1 der ein drittes schlummernd zu ,fen liegt4 ,durch die gesuchtesten ,drehungen von ,krpern und ,kpfen werden diese vier ,personen in ganz michelangelesker ,weise zu einer ,gruppe1 man darf wohl sagen zusammengeballt1 und doch sitzt jene ,frau so anmutig1 so lssig leicht auf einem ,felsen1 wie das kein ,florentiner bisher darstellen konnte4 ,das zierliche ,schreiten der ,toskanerin hat schon ,botticelli in seiner ,judith8 verherrlicht1 ihre grazise1 aller ,schwerflligkeit ledige ,art zu sitzen hat erst ,andrea in dieser ,charitas8 geschildert und noch vollendeter vielleicht in jenem ,lnettenfresko der ,annunziata1 in der ,madonna del ,sacco84 ,heute knnen wir an diesem ,wunderwerk perspektivischer ,raumkunst1 das ein ,tizian ber alles stellte1 was er zu ,florenz gesehen1 nur ,andreas nie versagende ,sicherheit im ,zeichnen bewundern4 ,seine ,farben1 von deren leuchtender ,schnheit noch die ,schriftsteller des ,seicento schwrmten1 sind unwiederbringlich dahin4 ,ein anonymes1 aus dem achtzehnten ,jahrhundert stammendes ,manuskript der ,florentiner ,riccardiana erzhlt von einer barbarischen ,reinigung8 des ,freskos4 ,als man dem schuldtragenden ,frate sein rohes ,ungeschick vorwarf1 meinte er gelassen3 ,wenn ich ein ,pfund ,staub herunterwasche1 so kann man sich dreinfinden1 gehen auch ein paar ,unzen ,farbe mit 4448 ,schon im ,jahre #aeae hatte ,andrea1 wie es scheint ohne sonderlichen ,enthusiasmus1 die ,wlbung des ,refectoriums im ,kloster von ,san ,salvi durch ,portraitmedaillons von vier ,heiligen geschmckt2 die ,fortsetzung der ,arbeit unterblieb jedoch1 und mehr als zehn ,jahre muten verstreichen1 bevor ,andrea die ,rckwand dieses ,raumes mit dem farbenfreudigsten seiner ,fresken1 dem ,abendmahl81 zierte4 ,die ,florentiner ,maler des ,quattrocento und selbst noch ,lionardo hatten bei ihren ,darstellungen des ,cenacolo8 allzuviel ,gewicht auf die ersten zwei ,silben des ,wortes1 auf die cena8 gelegt4 ,messer und ,gabeln1 ,teller1 ,brote und ,glser1 dieses ganze mit umstndlichster ,liebe gemalte ,tischgert nahm dem ergreifendsten aller ,mysterien viel von seiner ,weihe4 ,andrea begngte sich mit ein paar ganz niedrigen ,tellern1 die sich kaum vom hellen ,wei des ,tischtuches abheben1 und malte lngst nicht so viele ,brote wie ,apostel vorhanden sind4 ,seine ,zeitgenossen vermochten diesen feinsten knstlerischen ,takt nicht zu wrdigen2 zum mindesten blieb sein ,vorgehen ohne ,nachahmung4 ,andrea hielt sich besonders an zwei seiner ,vorgnger4 ,fr die uere ,umrahmung der ,scene bentzte er ,motive aus dem ,abendmahl ,castagnos im alten ,kloster von ,st4 ,apollonia1 die ,anordnung der ,figuren entlehnte er ,lionardo4 ,die allerdings augenflligen ,schwchen des castagnesken ,abendmahls hat er klug vermieden4 ,bei ,castagno erscheint der ,abstand zwischen den ,kpfen der ,apostel und der flachen ,decke viel zu bedeutend1 und die buntgederten ,marmorplatten1 die ihn ausfllen1 erdrcken frmlich die ,gestalten4 ,andrea wich der ,unruhe des geflammten ,marmors aus1 indem er seine ,flche in unaufdringlichem ,grn und ,schwarz hielt4 ,auch belastete er die ,halle nicht mit einer ,sparrendecke1 gibt ihr berhaupt nach oben keinen ,abschlu1 sondern durch drei mchtige ffnungen leuchtet der blaue ,himmel herein4 ,castagno hatte die ,apostel noch teilnahmslos einen neben dem anderen sitzen lassen2 ,andrea schlo nach dem ,vorgang ,lionardos je drei zu einer ,gruppe zusammen1 die1 sich merkbar von der nchstfolgenden scheidet4 ,jesus nimmt1 wie stets und berall1 auch bei ,andrea die ,mitte der ,scene ein4 ,aber jenes in die ,vertikale eingestellte ,christushaupt ,lionardos1 jene ausgebreiteten ,arme1 die bei ,lionardo so grandios wirken1 dies alles lie ,andrea sich entgehen4 ,fr dramatische ,accente fehlte ihm eben der ,sinn4 ,eine leichte ,wendung1 die ,andrea dem ,haupte seines ,jesus gibt1 raubt dem ,heiland viel von seiner ,erhabenheit1 und so wunderbar das ,spiel der ,apostelhnde ist1 die ,gebrde ,christi deucht rmlich und weit entfernt von lionardesker ,majestt4 ,die vergeistigte ,hoheit der ,apostel ,lionardos1 jener ,cortigiano des ,himmels1 darf man von denen ,andreas natrlich nicht fordern1 aber sie ermangeln selbst jenes ,wuchtig-,primitiven1 des ,animalisch-,dumpfen1 das an ,castagnos ,aposteln fesselt4 ,kein einziger ist eine ,persnlichkeit1 dessen ,zge wir im ,gedchtnis bewahren1 alle scheinen sie liebenswrdige ,durchschnittsmenschen und den ,herrn hat keines dieser ,augenpaare je gesucht noch erschaut4 ,illustration3 ,,die ,,enthauptung ,,johannes ,,des ,t,,ufers ,aufnahme ,alinari ,florenz3 ,chiostro dello ,scalzo ,wenn diese ,apostel dem ,knstler mirieten1 so wird man die letzte ,ursache hiervon im ,wesen des ,menschen ,andrea zu suchen haben4 ,ihm fehlte1 was ernste ,mnner8 ,charakter und ,energie der ,lebensfhrung heien4 ,darum vermochte er1 wie die ,apostel seiner ,piet und der beiden ,assuntabilder beweisen1 jene hchste ,vereinigung zielsicherer seelischer ,kraft und physischer ,energie1 die eben den ,apostel ausmacht1 niemals zu schildern1 darum lag die ,darstellung von ,mnnlichkeit8 berhaupt nicht im ,bereich seines ,knnens4 ,die beste mnnliche ,gestalt1 die ihm je gelungen1 der ,johannes ,evangelista der ,madonna delle ,arpie81 geht auf ein nicht ausgefhrtes ,modell ,jacopo ,sansovinos zurck4 ,blieb er sich selber berlassen wie in jenem spten1 aus ,vallombrosa stammenden ,altarbild der ,accademia1 das vier nebeneinanderstehende ,heilige zeigt1 so gibt er nur elegante ,gesten und tadellos fallende ,draperien4 ,den ,kmpfern der streitbaren ,kirche wurde ,andrea nicht gerecht2 er konnte nur ,heilige malen1 die1 gleich seinem spten1 allzu wenig gewrdigten ,jacobus8 der ,uffizien1 trsten und aufrichten4 ,kein anderer ,florentiner htte diesen ,apostel ersonnen1 der1 umspielt vom silbergrauen ,abenddmmern1 sich frauenhaft zrtlich1 mit einem ,blick unendlicher ,gte zu zwei weigekleideten ,knaben niederbeugt und dem einen streichelnd ber die ,kinderwangen fhrt4 ,vielleicht offenbart sich ,andreas feminine ,art am meisten in seinem ,opfer ,abrahams8 zu ,dresden1 wo er ,kraft unmittelbar neben ,schwche1 ,hilflosigkeit neben ,gewalt darstellen mute4 ,furchtbar rollen die ,augen des ,patriarchen1 die pathetisch ausgestreckte ,rechte umklammert in eiserner ,entschlossenheit das ,messer1 und doch1 wir wissen genau1 -- kein ,blut wird es frben4 ,aber dem zitternden ,ephebenkrper1 den halbgeffneten ,lippen1 die nicht einmal den ,schrei der ,angst mehr hervorstoen knnen1 dem gestrubten ,haar1 den erstarrten ,blicken glauben wir gern die ,ehrlichkeit ihres ,schreckens 444 ,solchen ,gestalten wie diesem ,abraham gegenber versagte ,andreas lyrische ,kunst4 ,dafr schenkte sie uns die sonnigsten bambini1 die je ein ,florentiner gemalt4 ,freilich1 goldene ,strahlenhhen hat jener lustige ,engelsknabe1 der dem ,erzvater in den mordbereiten ,arm fallen soll1 nie erschaut4 ,andrea pickte einem ,florentiner ,buben einfach zwei ,flgel an den ,rcken4 ,so hat er's immer gehalten4 ,seine ,putti1 die auf den ,assuntabildern ,maria zum ewigen ,vater geleiten1 sind nicht trotzig derb wie jene ,donatellos1 haben nichts von der robusten ,grazie1 die ,luca della ,robbia1 nichts von der altklugen ,kindlichkeit1 die ,desiderio da ,settignano ihnen gab1 haben auch nichts von der schwindschtig-traurigen ,schnheit botticellesker ,engel2 aber aus ihren ,augen leuchtet die ganze sonnenfrohe ,heiterkeit toskanischer ,himmel1 voll liebenswrdiger ,eleganz scheinen sie1 keck und doch so bestrickend s1 wie das verzogene ,kinder zuweilen sind4 ,in dem berhmten jugendlichen ,johannes des ,palazzo ,pitti gab ,andrea jenen ,putti den ,schutzpatron4 ,es ist ein weiter ,weg von ,donatellos abgemagertem ,eremiten und seinem strengen ,asketentum zu diesem ,heiligen mit dem lachenden ,jungenblick und dem prinzenhaften ,krper4 ,man braucht dies ,gemlde1 das jeder kennt1 nicht zu beschreiben1 wohl aber sei die ,frage gestattet1 ob es seine ,beliebtheit lediglich malerischen ,qualitten dankt1 oder ist es populr1 obschon es ein ,kunstwerk ist8 ,denn die nmlichen ,leute1 die diesen ,johannes umdrngen1 geraten im selben ,palazzo ,pitti vor den ,madonnen ,carlo ,dolcis und der ,judith ,alessandro ,alloris genau ins gleiche ,entzcken4 ,hier wie dort begeistert sie lediglich das se8 ,modell4 ,nur keine ,illusionen6 ,ein vornehmes ,kunstempfinden ist heute eben seltener anzutreffen als in den ,tagen der ,renaissance1 wo ,andrea del ,sarto ein ,madonnenbild seinem lieben ,freunde ,becuccio1 einem ,glaser aus ,gambassi81 malte4 ,seinem lieben ,freunde68 das heit einen groen ,knstler und den kleinen ,handwerker verknpften die ,bande gemeinsamer ,anschauungen1 gemeinsamer ,neigungen1 sie hatten die gleiche ,kultur 444 ,die ,meister der ,florentiner ,malerei von ,giotto bis zu ,ghirlandajo hatten kein ,empfinden fr das ,spezifisch-,weibliche4 ,botticelli war ein herrlicher ,madonnenmaler2 aber seine ,maria ist nicht von dieser ,welt1 gleicht einer himmlischen ,vision1 einem ,traum von ,schmerz und ,gte4 ,illustration3 ,,madonna ,,in ,,gloria ,,mit ,,heiligen ,florenz3 ,palazzo ,pitti ,in te misericordia1 in te pietate1 ,in te magnificenza1 in te s'aduna ,quantunque in creatura di bontate 444 ,andreas ,augen hatten nicht mehr ,kraft genug1 den ,glanz jener ,himmel zu ertragen1 in denen die ,madonnen ,fra ,angelicos und ,botticellis thronten1 aber das ,bildnis der ,mona ,lisa1 das ,wunderwerk des ,magiers ,lionardo1 hatte ihn gelehrt1 den ,adel staubgeborener ,frauen zu preisen1 und die ,liebe schenkte ihm zauberse ,tne zum ,hymnus auf ,grazie und erdenhafte ,schnheit4 ,seine ,maria und seine ,heiligen haben nichts mehr vom umile8 der ,primitiven1 ihre ,augen leuchten nicht im ahnungsschweren ,glanz botticellesker ,blicke1 kennen auch die ,mysterien lionardesker ,pupillen nicht2 die seltsam verschleierten ,augen seiner ,frauen bergen kein ,weh1 keine ,sehnsucht1 keine ,rtsel2 ihr ,ausdruck ist weder tief8 noch erhaben81 nur von bestrickender ,liebenswrdigkeit1 und oft voll ,freude an der schnen ,wirklichkeit dieser ,erde4 444 ,in der ,verkndigung ,marias8 des ,palazzo ,pitti sind die ,engelsgruppe und die ,haltung der ,madonna einem ,bilde ,mariotto ,albertinellis in der ,accademia entlehnt4 ,und doch enthlt dies ,jugendwerk im ,keime eigentlich schon alles1 was ,andrea zu geben vermochte4 ,orgeln und ,harfen klingen1 weie ,lilien duften ihm nicht mehr4 ,wohl hat sich der ,engel auf einer ,wolke niedergelassen1 aber trotzdem scheint die ,scene nicht auf ,weihrauch und ,mystik1 sondern auf einen weltlicheren ,ton gestimmt4 ,maria ist nicht mehr die ancilla domini81 die ,gottes ,befehl demtig-zitternd empfngt4 ,der ,engel1 der bittenden ,auges zur ,madonna emporschaut1 ist diesmal der im ,range ,niedere1 und ,maria1 deren weie ,stirn so prachtvoll gegen das kastaniendunkle ,haar steht1 gleicht einer ,knigin1 die vor ihrem ,palaste dem ,gesandten des ,himmels ,audienz erteilt4 ,wie bei den frhen ,fresken wollen die ,figuren in den ,maen nicht recht zu der mchtigen ,architektur und der grolinigen ,landschaft passen2 auch fliet noch zuviel ,luft zwischen ,maria und dem knienden ,engel4 ,im nchsten groen ,bilde ,andreas1 der ,madonna delle ,arpie81 ist diese ,schwche der ,komposition bereits berwunden4 ,die beiden im ,profil gegebenen ,heiligen und ,maria1 die1 auf ihrem ,postamente stehend1 genau die ,mitte des ,gemldes einnimmt1 schlieen als ,gruppe wunderbar zusammen4 ,die unsglich vornehme ,haltung der ganz in ,vorderansicht gemalten ,maria und jene tiefliegenden dunklen ,augensterne1 die so berckend aus der perlmutterartigen ,iris hervorleuchten1 -- dem ,zauber dieser ,vereinigung von ,majestt und holdester ,frauenhaftigkeit hat sich niemand bisher entzogen4 ,menschen1 die von einem ,gemlde nicht blo ,farben und ,formen1 sondern tieferen ,sinn8 verlangen1 werden1 im allgemeinen bei ,andrea leer ausgehend1 vor den seltsam geformten ,harpyen des ,sockels nachdenklich verweilen4 ,verglich nicht schon die heidnische ,antike jene ,tchter des ,phorkyas mit ,hetren1 die den ,mann verderben1 galten sie nicht dem christlichen ,mittelalter als ,symbole sndhafter ,lust8 ,so htte ,andrea hier den ,sieg der ,tugend ber das ,laster feiern wollen 4448 ,mag sein4 ,aber vielleicht wute er gar nicht ,bescheid in antiker und mittelalterlicher ,symbolik und wollte dem ,sockel nur einen mglichst dekorativen ,schmuck geben4 ,kaum war -- anno #aeag -- dies ,meisterwerk vollendet1 so schuf ,andrea jene ,disputa8 des ,palazzo ,pitti1 worin er zum ersten ,male stehende und kniende ,figuren miteinander zur ,gruppe verband4 ,in drei jugendlichen und einem greisen ,heiligen schilderte er zurckhaltende ,schchternheit1 gefhlstrunkene ,inbrunst1 die ,heftigkeit des ,glaubenseifers und die resignierte ,milde des ,alters4 ber das ,wesen der ,trinitt streiten die vier und durch die aristokratischen ,gebrden des ,sdlnders untersttzen sie ihre ,worte so diskret und eindringlich zugleich1 da diese ,gesten hier1 wie selten nur bei ,andrea1 als ,ausdrucksformen einer inneren berzeugung wirken4 ,die beiden ,knienden lauschen1 das ,antlitz emporgerichtet1 den ,reden der anderen3 ,johannes1 voll weicher1 aber durchaus nicht weichlicher ,jnglings-,schnheit1 und ,magdalena1 die natrlich ein ,bildnis ,lucrezias ist4 ,ein dunkles ,sammetband hlt ihre rotbraunen ,haare zusammen1 und will man den ,frauenmaler ,andrea selbst im kleinen bewundern1 so betrachte man jene eine ,locke3 die schmiegt zuerst dem ,wei des ,nackens sich an und bietet so eine ,folie fr die helle ,pracht des ,fleisches2 dann bildet sie eine ,scheidelinie zwischen ,hals und ,schultern und macht dadurch auf die schlanke ,schnheit des ,halses und den ,ansatz der leise herabfallenden ,schultern aufmerksam4 ,illustration3 ,,bildnis ,,eines ,j,,nglings ,florenz1 ,uffizien ,in einer ,madonna mit ,heiligen8 vom ,jahre #aebd hat ,andrea die beiden ,figuren des ,johannes und der ,magdalena noch einmal verwandt2 auch dies ,gemlde besitzt der ,palazzo ,pitti1 und fr die ,kenntnis von ,andreas ,entwicklung lohnt es sich1 die ,gestalten miteinander zu vergleichen4 ,arm und ,rcken des ,johannes sind hier mit souverner ,meisterschaft1 weit besser als im ,bilder der ,disputa8 durchmodelliert4 ,aber whrend ,johannes dort1 dem ,sinn des ,vorganges entsprechend1 sein ,antlitz nach oben wendet1 lugt er hier1 mit einer energischen ,drehung des ,hauptes1 neugierig aus dem ,gemlde heraus2 ,magdalena blickt zur ,madonna empor1 und so gewinnt ,andrea einen jener ,kontraste1 mit denen er damals1 wie im ,fresko so auch im ,tafelbilde1 zu operieren begann4 ,in jenen kleineren ,gemlden namentlich1 wo sich die hellen ,gestalten der heiligen ,familie vom dunklen ,hintergrunde lsen1 ballt er die ,figuren zum ,michelangelesken ,knuel zusammen1 verknpft sie durch allerhand ,drehungen der ,krper und ,kpfe zur kubischen ,einheit1 und obschon keine ,figur eine ,bewegung vollfhrt1 scheint das ,ganze doch voll unruhigen ,lebens4 ,hell kontrastiert zu dunkel1 eine kniende ,gestalt zu einer stehenden1 und einem aufwrts blickenden ,haupte entspricht unfehlbar eines1 das nach unten schaut4 ,gewisse ,wendungen1 auch ganze ,gestalten bernimmt ,andrea aus einem ,gemlde ins andere und kmmert sich auch nicht mehr um ,abwechslung in den ,typen2 den nmlichen ,modellen begegnet man immer aufs neue1 so da ,andreas letzte ,werke durch ihre ,gleichfrmigkeit ermden4 ,die hohe ,kunst in den einzelnen ,bildern wird man stets verehren mssen2 aber denkt man jener ersten ,verkndigung im ,palazzo ,pitti und vergleicht damit jene spte1 aus ,sarzana stammende ,lnette des nmlichen ,saales1 so empfindet man3 es ist nicht immer ,phrase1 wenn von der ,seele8 eines ,bildes gesprochen wird4 hnliches gilt von seinen ,darstellungen der ,piet84 ,das ,wiener ,hofmuseum besitzt die frhere1 wahrscheinlich noch in ,frankreich entstandene4 ,wie angemessen scheinen der stillen ,tragik des ,vorganges die morosen1 fr ,andrea auffallend blassen ,tne im ,leichnam ,christi1 im ,antlitz ,marias und der ,engel1 und vollends jene ergreifende ,mischung von physischem ,weh und seelischem ,adel1 wie sie den ,zgen des ,heilands aufgeprgt ist1 hat ,andrea in der ,piet des ,palazzo ,pitti nicht erreicht1 vielleicht auch gar nicht mehr angestrebt4 ,beim ,komponieren der ,hauptgruppe schon machte er sich's leicht4 ,den toten ,christus und ,johannes1 der ihn hlt1 entnahm er ebenso wie ,maria einer ,piet8 ,fra ,bartolommeos im ,palazzo ,pitti und auch fr den ,apostel ,paulus1 der die ,rechte so schauspielerhaft ausstreckt1 bentzte er eine ,gestalt des ,frate4 ,einzig ,magdalena bringt von ,andreas ,eigenstem4 ,starren ,kummers schwer hngen die ,blicke der groen ,snderin an den ,fen1 die sie einst gesalbt und die schlaff in ihrem ,scho nun ruhen4 ,die ,augen weinen nicht1 aber die ,finger krampfen sich in ohnmchtiger ,verzweiflung hart ineinander4 ,neben ,magdalena kniet die heilige ,caterina4 ,ihre ,anwesenheit ist durch die ,tradition nicht bedingt und wahrscheinlich danken wir diese schne ,figur einem ,wunsche der btissin von ,san ,piero in ,luco1 die ,caterina della ,casa hie4 ,so knnen wir selbst in ,andreas schwcheren ,werken noch immer ,offenbarungen eines reichen ,talentes bewundern4 ,da sind zum ,beispiel die beiden ,darstellungen der ,assunta4 ,die eine1 in der ,andrea sich selber gemalt1 hatte ,bartolommeo ,panciatichi bestellt1 desideroso di lasciare memoria di se81 wie's bezeichnend fr die ,mcene der ,renaissance im ,vasari heit4 ,aber die ,tafel bekam ,sprnge1 darum vollendete ,andrea das ,gemlde nicht2 es blieb in seinem ,atelier und gelangte endlich mit jener anderen ,assunta8 des ,domes von ,cortona in den ,palazzo ,pitti4 ,in beiden ,bildern kann man die ,theatertrauer der ,apostel preisgeben2 an den braungelockten ,putti und der ,madonna selbst bleiben unsere ,blicke jedoch willig haften4 ,freilich1 die himmelanstrmende ,seligkeit der ,madonna auf ,tizians groer ,assunta darf man bei ,andrea nicht suchen4 ,geschaffen fr leichtes und frohes ,genieen1 vermochte er den ,mienen derer keinen ,ausdruck glcklicher ,wonne zu geben1 die von der freundlichen ,gewohnheit des ,daseins und ,wirkens8 scheiden4 ,seine ,madonna fliegt und schwebt nicht1 sondern sitzt gelassen auf einer ,art von ,wolkenbank1 schaut ruhig1 in sonntagstiller ,heiterkeit vor sich hin1 faltet die ,hnde wie ein ,kind1 das beten will1 oder richtet1 das ,haupt zurckgeneigt1 ihren hellen ,mdchenblick harmlos nach oben4 ,mehr an ekstatischem ,weltentrcktsein konnte dieser groe ,knstler nicht aufbringen4 ,oder doch6 ,freilich1 ein einziges ,mal nur1 in jener heiligen ,agnes des ,domes von ,pisa4 ,das emporgewandte ,auge dieses blassen ,geschpfes scheint nichts ,erdenhaftes mehr1 sondern nur noch den himmlischen ,brutigam zu gewahren1 die halbgeffneten ,lippen beben seinen ,kssen entgegen1 den ganzen jungen ,mdchenleib durchzittern erotisch-fromme ,schauer vom ,haupte1 das sich leise nach rckwrts beugt1 bis zu den ,zehen herab1 die sich unwillkrlich einwrts krampfen4 ,nur der ,nimbus macht in diesem ,gemlde das ,mdchen zur ,heiligen4 ,es ist ein ,halbportrait1 wie deren so viele im ,cinquecento gemalt wurden1 und man findet leicht von ihnen einen ,weg zu den eigentlichen ,frauenbildnissen ,andreas del ,sarto4 ,illustration3 ,,die ,,heilige ,,agnes ,aufnahme ,alinari ,pisa1 ,dom ,kein anderer ,florentiner kam dem unerreichbaren ,lionardo und seiner ,mona ,lisa des ,louvre so nahe als ,andrea in jenem ,bildnis ,lucrezias del ,fede1 das heute der ,prado zu ,madrid bewahrt4 ,lionardos grandioses ,objektivieren lag ihm freilich fern4 ,erhob dieser ,francesco del ,giocondos ,gattin zum ,typus ,weib81 lste er ihn von allen zeitlichen und lokalen ,einschrnkungen los1 so hielt ,andrea1 in schroffestem ,gegensatz zu ,lionardo1 seinen ,blick beinahe angstvoll auf ein bestimmtes ,wesen gerichtet4 ,die knigliche ,wrde in ,lucrezias ,haltung ist durch die ,mona ,lisa bedingt1 auch jenes sfumato81 das geheimnisvoll ,verschwimmende lionardesker ,farben1 machte ,andrea sich zu eigen4 ,damit sind die ,analogien zwischen den beiden ,gemlden aber erschpft4 ,fr ,lionardo handelte es sich um ,probleme2 ,mona ,lisa war ihm ,modell1 bedeutete ihm nicht mehr und nicht weniger wie ein ,grashalm oder ein ,pferdekopf2 ,andrea wollte mit dem ,einsatz seines ganzen ,knnens ein ,portrait der ,geliebten schaffen3 ,unnennbar keusch mutet die ,linie des ,nackens an1 einer ,imperatrix knnte diese weie ,stirne gehren1 aber ,andreas ,lucrezia gebietet dem ,leben nicht2 unbefriedigte ,sehnsucht1 unerflltes ,begehren zittern in den weitgeffneten ,pupillen4 ,so birgt dies ,portrait einen seltsamen1 diesmal von ,andrea kaum gewollten ,kontrast3 voll mnnlichsten ,knstlertums in der ,ausfhrung charakterisieren ,demut und ,unterwrfigkeit gegenber dem ,modell seine geistige ,art4 ,sinnlich1 leicht erregbar1 und stets neben einer schnen ,frau schaffend1 lernte ,andrea1 was am ,weibe auf ,mnner wirkt1 beugte sich gern dem ,zauber dieses ,rtselhaften1 suchte in seiner ,kunst den feinsten und letzten ,nuancen weiblichen ,empfindens und frauenhaften ,raffinements beizukommen4 ,das turbanartig gefltelte ,kopftuch steigert in dem ,madrider ,bilde wesentlich den malerischen ,eindruck von ,lucrezias ,haar1 seiner schnen ruhigen ,masse dient das unruhige ,muster des ,stoffes zum wirksamen ,gegensatz1 und wie im ,gemlde der ,disputa8 jene ,locke ,magdalenas1 so bringt hier das dunkle ,seidenband mit der ,troddel den hohen ,hals und das ,leuchten des ,nackens zur ,geltung4 ,in einem ,mdchenbildnis der ,uffizien wiederum1 das wie die ,inspiration eines frohen ,augenblickes anmutet1 wei das ,modell -- man begegnet ihm fters im ,werke ,andreas -- ganz genau um den ,reiz eines hellen ,bandes im braunen ,haar und junger ,blten an jungen ,busen4 bermtig lachend deutet dies ,schelmenkind mit dem ,zeigefinger der ,rechten auf eine schmachtende ,canzone im ,petrarca1 -- eine geistige ,koketterie1 wie sie nur der geborene peintre des femmes8 ersinnen konnte4 ,andrea war kein berufsmiger ,portrtist2 er malte anscheinend nur ,menschen1 die seinem ,herzen nahe standen1 und weil man den hingebenden ,ernst seiner ,mnnerbildnisse wohl erkannte1 dem oberflchlichen8 ,andrea ,seelenstudien an fremden ,modellen jedoch nicht zutraute1 so galten und gelten seine ,portrts als ,selbstbildnisse4 ,aber nicht das ,modell1 sondern nur die frstliche ,auffassung des ,menschen ist allen gemeinsam3 der ,krper macht eine bisweilen leise ,wendung1 das ,antlitz1 in dem nur die ,hauptpartien volles ,licht erhalten1 bleibt gro und ruhig dem ,beschauer zugekehrt1 und dies ernste ,vorsichhinblicken leiht den ,portrts eine ,hoheit1 wie sie keinem ,quattrocentobildnis eigen war4 ,da ist im ,palazzo ,pitti ein ,jngling mit mdchenhaften ,hnden und den ,zgen eines ,lyrikers4 ,germanisch-versonnen blicken seine ,augen nach innen1 leise ,schwermut umlagert die ,lippen1 -- so mchte man sich gern den jungen ,andrea denken1 aber in den ,tagen1 da er ein schwarzes ,gewand so wirksam von einem grnen ,hintergrunde sich abheben lie1 so geschickt mit ,licht und ,schatten umging1 mu er schon lter als dies ,modell gewesen sein4 ,das ,londoner ,selbstbildnis8 stellt wiederum nicht ,andrea1 wohl aber einen ,knstler dar1 den sein ,temperament rastlos vorwrts peitschte1 den die ,wehen und ,seligkeiten des ,schaffens bald niederwarfen1 bald zu weltenfernen ,gipfeln emporhoben4 ,ein ruhsam ,arbeitender ist er nie gewesen4 ,mit jhem ,ruck hat er in prachtvoller ,lebendigkeit sein ,haupt zurck-1 dem ,betrachter gerade entgegengeworfen und die ,augen glhen in der ,wonne der schpferischen ,stunde4 ,ein ,knstler gnzlich anderen ,wesens tritt uns in jenem ,selbstportrt8 des ,palazzo ,pitti entgegen1 von dem auch die ,uffizien ein minder gutes ,exemplar verwahren4 ,vor einem ,aristokraten des ,empfindens steht man1 vor einem mden ,menschen mit wunder ,seele1 der1 wie die irre ,glut seiner ,augen verrt1 noch immer den ,frieden nicht gefunden4 ,illustration3 ,,mari ,,himmelfahrt ,aufnahme ,alinari ,florenz3 ,palazzo ,pitti ,im einzigen authentischen ,selbstbildnis ,andreas1 im ,freskoportrait der ,uffizien sprht dagegen alles von ,lust1 ,laune und ,heiterkeit4 ,mit kecker ,bravour ist das braune ,gewand hingestrichen1 verwegen sitzt die schwarze ,kappe auf dem dunklen ,haar1 und die groen ,kinderaugen leuchten voll ,zufriedenheit4 ,einen sonnigen ,augenblick im dsteren ,leben ,andreas hlt dies ,portrt fest1 und weil die ,geschichte seines ,entstehens den ,maler und den ,menschen zugleich charakterisiert1 mge ,vasaris ,bericht hier ,platz finden3 ,von einer frheren ,arbeit war ihm noch ,material geblieben2 darum nahm er einen ,stein1 rief seine ,gattin ,lucrezia und sagte ihr3 ,komm' her2 da jene ,farben noch brig sind1 mchte ich dich malen1 damit man erkenne1 wie gut du bei deinen ,jahren dich gehalten1 und wie dein ,aussehen seit den ersten ,bildnissen sich doch vernderte4 ,aber seine ,frau wollte nicht ruhig sitzen1 und ,andrea1 der vielleicht sein nahes ,ende ahnen mochte1 malte darum mit ,hilfe eines ,spiegels sein ,bildnis auf diesen ,stein so vortrefflich1 che par vivo e naturalissimo#884 444 ,die ,quattrocentokunst hatte das ,hauptgewicht auf die ,zeichnung gelegt4 ,die ,linie war das ,bestimmende1 die ,farbe trat nur ergnzend hinzu4 ,ein ,ton stand leuchtend aber unvermittelt neben dem anderen2 man malte nicht1 sondern kolorierte4 ,vom hellen ,grunde hoben sich1 im nmlichen ,lichte1 helle ,gestalten ab und ihre ,konturen waren meist so dnn und scharf gezogen1 da man sie mit einem ,messer von ihrer ,umgebung loslsen knnte4 ,auch ,andrea hatte so angefangen4 ,erst im dritten ,fresko der ,annunziata1 in der ,heilung der ,kranken81 beginnt die ,farbe ihr eigenes ,dasein zu fhren4 ,aus einem ,fenster des ,palastes im ,hintergrunde blicken drei ,mdchen auf die ,scene herab2 als drei helle ,farbentne kontrastieren sie mit dem ,schwarz der ,fensterffnung und dienen1 vom rein malerischen ,standpunkt aus1 dem nmlichen ,zweck wie jenes wei-rote ,tuch beim dritten ,fenster1 das so pikant das ,dunkel unterbricht3 so vermied ,andrea die ,eintnigkeit im gleichmigen ,grau-,braun der ,architektur4 ,darum tritt auch beim ,ku der ,reliquien des ,heiligen8 aus einer schwarzen ,trffnung eine ganz in ,wei gekleidete1 in der ,epiphanie eine rotgewandete ,figur1 und die ,geburt ,marias endlich ist bereits ganz auf malerische ,wirkungen hin angelegt1 die hellbeleuchteten ,gestalten des ,vordergrundes bilden einen starken ,gegensatz zum brunlich gehaltenen ,innenraum4 ,rein malerische ,ziele werden nun magebend fr seine ,kunst4 ,man betrachte einmal in den ,uffizien oder anderswo seine ,zeichnungen4 ,die ,meister des ,quattrocento1 die blo den ,kontur herausbringen wollten1 hatten nur die ,feder oder einen dnnen ,silberstift bentzt4 ,andrea will in seinen ,skizzen sich vor allem ber farbige ,wirkungen ,rechenschaft geben1 darum bevorzugt er weiche ,rtelstifte1 aus denen die ,farbe herausquillt und die so wunderbar das anmutige und vielfltige ,spiel der ,lichter und ,schatten auf einem ,antlitz festhalten4 ,von seinen ,tafelbildern ist das ganz frhe ,noli me tangere8 der ,uffizien noch quattrocentistisch-linear empfunden2 aber schon in der ,verkndigung des ,palazzo ,pitti kommt der ,maler zu ,wort4 ,jenes zarte ,gelb1 das ,andrea ber die dunkelblauen ,bogen des ,hintergrundes setzte1 berhrt giorgionesk1 und venetianisch muten uns auch die ,gestalten auf dem ,balkon des ,palastes an4 ,das ,karminrot im ,mantel des einen ,mannes schafft mit dem bichen ,grn in der braunen ,vase neben ihm dem ,blau des ,himmels den ntigen ,gegensatz1 und die ,gefahr eines eintnigen ,blaus wird aufs glcklichste wiederum durchs ,wei der ,taube vermieden1 die sich aus einem braun-goldigen ,strahlenglanze loslst4 ,in der ,madonna delle ,arpie8 bietet der dunkle ,hintergrund bereits eine wirksame ,folie fr die helleren ,farben der ,figuren und den reizvollen ,kampf der ,lichter und ,schatten1 den man selbst in der kleinsten ,flche1 z4 ,b4 im ,antlitz der drei ,gestalten oder in den ,falten der ,gewnder bewundern kann4 ,auf den ,kontrast zwischen dem schwarzen ,buchrcken und dem leuchtenden ,arm des ,johannes sei besonders hingewiesen4 ,das ,gemlde der ,disputa endlich bedeutet auch nach der rein malerischen ,seite hin das hchste1 was dem ,talent ,andreas zu erreichen bestimmt war4 ,vom ,hinter- nach dem ,vordergrunde zu durchzieht ein ,crescendo an ,farben das ,bild3 ,von einem dunklen ,braun1 das nur oben in den ,wolken der rote ,mantel ,gottvaters durchbricht1 lsen sich in vier etwas helleren ,farben1 in grau1 schwarz1 wei und karminrot1 die vier ,stehfiguren und diesen geben wiederum die unglaublich krftigen ,fleischtne im ,johannes1 sein blaugrner ,mantel und vor allem die frhlinghaft jubelnden ,farben im ,gewande ,magdalenas1 ein helles ,orange1 ,wei1 ein leichtes ,rot und ,zitronengelb den unvergebaren ,gegensatz4 ,illustration3 ,,der ,,heilige ,,jacobus ,aufnahme ,alinari ,florenz1 ,uffizien ,das zitternde ,ineinander-,rinnen der ,farben1 die vermittelnde ,macht der ,halb- und der ,reiz schillernder ,changeant-,tne waren der ,florentiner ,kunst bisher fremd geblieben1 und ,andreas neue ,art zu modellieren1 durch das ,auf- und ,abwogen der ,lichter und ,schatten den ,krpern und ,mienen rilievo8 zu geben1 wirkte gleich einer ,offenbarung auf seine ,stadtgenossen4 ,da die jungen ,maler1 die copierend im kleinen ,hofe des ,scalzoklosters standen1 auch ,andreas ,linienfhrung1 sein ,spiel kontrastierender ,gesten und ,gebrden1 das ,herausblicken kniender ,figuren aus dem ,bilde sich zu eigen machten1 scheint danach selbstverstndlich4 ,aber auch von den wenigen ,typen1 die ,andrea geschaffen1 -- oder darf man nur sagen verwandt8 -- kamen die ,florentiner der ,folgezeit nicht mehr los4 ,von der heiligen ,elisabeth mancher seiner ,tafelgemlde stammen ,pontormos ,parzen1 immer wieder begegnen wir ,lucrezias blassen ,mienen1 ihren dunkelumrnderten ,augen1 und die erotische ,frmmigkeit seiner heiligen ,agnes in ,pisa hat es dem ,seicento besonders angetan4 ,auf einem der zwei sorgsam ausgefhrten ,gemlde des ,palazzo ,pitti1 in denen ,andrea die ,geschichte ,josephs erzhlte1 gewahren wir mit zerrauftem ,bart und rckwrts flatterndem ,haar den ,erzvater ,jakob4 ,schmerzerfllt zerreit er sein ,gewand und schaut so1 da man das ,wei der ,iris erblickt1 himmelwrts4 ,diese ,gestalt gehrt zu den ,ahnen der vielen ,asketen und ,anachoreten des ,florentiner ,barock und spricht man einmal vom ,zusammenhang der ,kunst ,andreas mit jener des ,seicento1 -- schon in seiner ,geburt ,marias8 gaukeln ,engel durch die ,wohnrume der ,menschen1 schon in seinem ,berliner ,altargemlde thront ,maria auf ,wolken vor der ,nische eines ,palastes1 kurz1 lange vor den ,meistern der ,gegenreformation rckte ,andrea ,himmlisches neben ,erdenhaftes1 verquickte ,sinnliches zur ,einheit mit dem bersinnlichen4 ,cinelli1 ein ,schriftsteller des siebzehnten ,jahrhunderts1 hat in seinen ,bellezze di ,firenze8 ,andrea del ,sarto einen ,prometheus geheien1 der mit seinem ,hauch das ,fleisch belebte84 ,wir mchten heute ,andrea kaum mit den ,ganz-,groen der ,florentiner ,renaissance1 den ,giotto und ,masaccio1 den ,lionardo und ,michelangelo in einem ,atem nennen4 ,er hat nicht1 wie jene ,gewaltigen1 dem ,reich des ,darstellbaren neue ,gebiete erobert1 sondern nur die ,ausdrucksfhigkeit der ,linien und ,farben gesteigert1 die ,mittel des ,handwerklichen in der ,kunst verfeinert4 ,und doch1 -- kme bei der ,beurteilung eines ,knstlers allein die ,nachhaltigkeit seines ,wirkens in ,betracht1 so mten wir ,andrea als den bedeutendsten der ,florentiner ,maler feiern4 ,wie ,lehensleute zu ihrem ,knig1 schauten die ,knstler des ,cinquecento1 die ,franciabigio und ,sogliani1 die ,pontormo und ,rosso1 die ,vasari und ,salviati zu ,andrea empor1 und noch in einem ,werke ber die spten ,meister des ,florentiner ,barock1 die ,santi di ,tito und ,passignano1 ,cigoli und ,furini1 -- die berschrift des ersten und umfangreichsten ,kapitels mte auch hier lauten3 ,,andrea ,,del ,,sarto4 ,,verzeichnis ,,der ,,hauptwerke ,,andreas ,,del ,,sarto4#a ,,berlin #bdj4 ,brustbild ,lucrezias del ,fede4 #bdf4 ,madonna in trono mit ,heiligen4 #aebh4 ,,dresden #gg4 ,das ,opfer ,abrahams4 #aebi4 #gf4 ,verlobung der heiligen ,katharina4 7,vielleicht unter ,mitarbeit ,domenico ,puligos entstanden47 ,,florenz ,accademia #ge4 ,toter ,christus 7,fresko47 7,ohne ,nummer47 ,hospital-,scene4 ,fresko4 ,frhwerk4 #gf4 ,vier ,heilige4 #aebh4 #fa4 ,zwei ,engel4 ,ursprnglich ein ,teil des ,bildes ,no4 #gf4 #gg4 ,predella zu ,no4 #gf4 ,nicht ganz eigenhndig4 ,palazzo ,pitti #eh4 ,piet48 #aebd4 #ff4 ,bildnis eines jungen ,mannes4 #ha4 ,heilige ,familie4 #aebi4 #hg und #hh4 ,darstellungen aus der ,geschichte ,josephs4 #abd4 ,verkndigung an ,maria4 ,um #aeab-aeac4 #afc4 #aebh4 ,bildete ursprnglich den ,abschluss des ,berliner ,gemldes ,no4 #bdf4 #agd4 ,die ,disputation ber die ,dreieinigkeit4 #ahd4 ,bildnis eines jungen ,mannes4 #aia4 ,himmelfahrt ,mariae 7unvollendet74 #bbe4 #aebf4 #bgb4 ,der jugendliche ,johannes4 #cjg4 ,madonna in der ,glorie mit ,heiligen4 #aebd4 ,uffizien #ic4 ,noli me tangere84 ,frhwerk4 #ahh4 ,bildnis eines jungen ,mdchens4 #bhj4 ,selbstportrait4 ,fresko4 #aafi4 ,bildnis eines ,mannes4 #aaab4 ,madonna dell' ,arpie4 #aeag4 #aagf4 ,wiederholung des ,portraits ,no4 #ff im ,palazzo ,pitti4 #abed4 ,der heilige ,jacobus mit zwei ,chorknaben4 #aebh4 ,chiostro dello ,scalzo ,fresken aus dem ,leben ,johannes des ,tufers und vier allegorische ,frauengestalten3 ,die ,taufe ,christi4 #aeaa4 ,die ,predigt ,johannis4 ca4 #aeae4 ,die ,taufe des ,volkes4 #aeag4 ,die ,gefangennahme4 #aeag4 ,der ,tanz der ,salome4 #aebb4 ,die ,enthauptung des ,tufers4 #aebc4 ,die ,darreichung des ,hauptes4 #aebc4 ,die ,verkndigung an ,zacharias4 #aebc4 ,die ,heimsuchung4 #aebd4 ,die ,namengebung4 #aebf4 ,chiesa della ,santissima ,annunziata ,fnf ,fresken mit ,scenen aus dem ,leben des heiligen ,filippo ,benizzi4 #aeji-aa4 ,die ,anbetung der ,knige4 #aeaa4 ,die ,geburt ,marias4 #aead4 ,kapelle links vom ,eingang3 ,brustbild des ,heilands4 ,kreuzgang3 ,madonna del ,sacco48 ,fresko4 #aebe4 ,ehemaliges ,kloster von ,san ,salvi4 ,das heilige ,abendmahl4 ,fresko4 ,in ,auftrag gegeben #aeai1 war jedoch #aebe noch nicht begonnen4 ,,london #ag4 ,heilige ,familie4 #fij4 ,bildnis eines ,knstlers4 ,hertford ,house ,madonna mit ,kind und drei ,engeln4 ,sammlung ,leopold von ,rothschild4 ,die ,madonna del ,fries84 ,,lyon #afa4 ,verkleinerte eigenhndige ,wiederholung des ,opfers ,abrahams zu ,dresden4 ,erwhnt #aeca4 ,,madrid #che4 ,madonna mit ,kind1 dem heiligen ,joseph und einem ,engel4 #chg4 ,das ,opfer ,abrahams4 ,verkleinerte eigenhndige ,wiederholung des ,originales in ,dresden4 #aebi4 ,m,,nchen #ajff4 ,heilige ,familie4 ,eigenhndige freie ,replik der ,heiligen ,familie im ,louvre ,no4 #chj4 ,,neapel #ai4 ,kopie von ,raffaels ,bildnis ,leos ,x4 mit zwei ,kardinlen im ,palazzo ,pitti ,no4 #dj4 ,,panshanger ,sammlung des ,earl of ,cowper4 ,bildnis des ,domenico ,conti8 #aebc4 ,bildnis einer ,frau1 sog4 ,laura48 ,bildnis eines ,mannes in lndlicher ,tracht4 ,predelle mit ,scenen aus dem ,leben ,josephs4 ,,paris #cgi4 ,die ,charitas84 #aeah4 #chj4 ,heilige ,familie4 #aeah-ai4 #cha4 ,heilige ,familie4 #aeah4 ,,petersburg #bd4 ,heilige ,familie4 ,replik des ,londoner ,bildes ,no4 #ag mit ,hinzufgung der ,gestalt der heiligen ,katharina4 ,,pisa ,dom4 ,die heilige ,agnes1 die heilige ,katharina und die heilige ,margarethe4 #aebe4 ,die beiden ,bilder des ,tufers und des ,apostels ,petrus1 die1 ebenfalls im ,dom befindlich1 mit den ,darstellungen der drei weiblichen ,heiligen zu einem ,gemlde vereint waren1 sind wohl kaum eigenhndig4 ,,poggio ,a ,,cajano 7,,bei ,,florenz7 ,csar empfngt den ,tribut der ,tierwelt4 ,fresko4 #aeba4 ,von ,andrea nur begonnen1 im ,jahre #aehj von ,alessandro ,allori beendet4 ,,wien #ci4 ,piet84 #db4 ,tobias und der ,engel4 7,vielleicht unter ,mitarbeit ,domenico ,puligos entstanden47 #a ,wo eine nhere ,bezeichnung fehlt1 ist als ,aufenthaltsraum eines ,bildes immer die ,hauptgalerie des ,ortes anzusehen4 ,die ,zahlen vor dem ,bildnamen beziehen sich auf den ,katalog der betreffenden ,galerie1 die ,zahlen hinter dem ,gemlde bezeichnen das ,entstehungsjahr1 sofern dies gesichert erscheint4 ,atelier- und ,schulbilder sind in dies ,verzeichnis1 das nur die ganz oder zum grten ,teil eigenhndigen ,werke umfassen soll1 nicht aufgenommen4 ,illustration ,l,,bke-,,semrau ,,grundriss ,,der ,,kunstgeschichte ,fnf ,bnde1 jeder ,band fr sich abgeschlossen und vornehm in blau ,ganzleinen gebunden einzeln kuflich ,i4 ,,altertum #ac4 ,auflage ,mit #daa ,textabbildungen und #e farbigen ,tafeln #g ,mark ,,ii4 ,,mittelalter #ac4 ,auflage ,mit #dcf ,textabbildungen und #e farbigen ,tafeln #h ,mark ,,iii4 ,,renaissance ,,in ,,italien ,,und ,,im ,,norden #ab4 ,auflage ,mit #dhi ,textabbildungen und #h ,tafeln #ab ,mark ,,iv4 ,,barock ,,und ,,rokoko #ab4 ,auflage ,mit ca4 #djj ,textabbildungen und #g ,tafeln #h ,mark ,v4 ,,haack1 ,,xix4 ,,jahrhundert ,mit #bgj ,textabbildungen und #e ,tafeln #aj ,mark ,luxusausgabe in grn ,leder mit mattgoldener ,plakette pro ,band ,mk4 #b1ej mehr ,eine ,sonderausgabe von ,band ,v in rot ,leinen nach ,entwurf von ,professor ,,pankok gebunden erschien gleichzeitig zu demselben ,preise ,,paul ,,neff ,,verlag 7,,carl ,b,,chle7 ,,stuttgart ,,die ,,literatur ,sammlung illustrierter ,einzeldarstellungen ,herausgegeben von ,,georg ,,brandes ,bisher erschienen3 ,band ,i ,unterhaltungen ber literarische ,gegenstnde von ,hugo von ,hofmannsthal ,band ,,ii ,aristoteles von ,fritz ,mauthner ,band ,,iii ,die galante ,zeit und ihr ,ende 7,piron1 ,abb ,galiani1 ,rtif de la ,bretonne1 ,grimod de la ,reynire1 ,choderlos de ,laclos7 von ,franz ,blei ,band ,,iv ,maxim ,gorki von ,hans ,ostwald ,band ,v ,die japanische ,dichtung von ,otto ,hauser ,band ,,vi ,novalis von ,franz ,blei ,band ,,vii ,selma ,lagerlf von ,oscar ,levertin ,band ,,viii ,die ,kunst der ,erzhlung von ,jakob ,wassermann ,band ,,ix ,schauspielkunst von ,alfred ,kerr ,band ,x ,gottfried ,keller von ,otto ,stssl ,band ,,xi ,nordische ,portrts aus vier ,reichen 7,bang1 ,hamsun1 ,obstfelder1 ,geijerstam1 ,aho7 von ,felix ,poppenberg ,band ,,xii ,charles ,baudelaire von ,arthur ,holitscher ,band ,,xiii ,fnf ,silhouetten in einem ,rahmen 7,bodmer1 ,wieland1 ,heinse1 ,sturz1 ,moritz7 von ,franz ,blei ,band ,,xiv ,richard ,wagner als ,dichter von ,wolfgang ,golther ,band ,,xv ,das ,ballett von ,oscar ,bie ,band ,,xvi ,heinrich von ,kleist von ,arthur ,eloesser ,band ,,xvii ,die griechische ,tragdie von ,hermann ,ubell ,band ,,xviii ,theodor ,fontane von ,josef ,ettlinger ,band ,,xix ,annette von ,droste-,hlshoff von ,gabriele ,reuter ,band ,,xx ,anatole ,france von ,georg ,brandes ,weitere ,bnde in ,vorbereitung ,jeder ,band in knstlerischer ,ausstattung mit ,kunstbeilagen1 ,faksimiles und ,portrts1 kartoniert ,mk4 #a4be in ,leinwand gebunden ,mk4 #a4ej ganz in echt ,pergament gebunden ,mk4 #b4ej ,,bard1 ,,marquardt ,,co41 ,,berlin ,w4 #fb ,dr4 ,wilhelm von ,scholz in ,der ,tag8 vom #c4 ,august #aijd3 ,georg ,brandes beginnt unter dem ,titel ,die ,literatur8 eine ,reihe literarischer ,essays von verschiedenen ,verfassern 7im ,verlage ,bard1 ,marquardt ,co41 ,berlin7 herauszugeben1 die der ,kunst8 und der ,musik8 des gleichen ,verlages entspricht4 ,der erste1 mit ganz entzckenden ,wiedergaben antiker ,plastiken und heroischer ,landschaften geschmckte ,band bringt ,unterhaltungen ber literarische ,gegenstnde8 von ,hugo von ,hofmannsthal4 ,hamburger ,fremdenblatt8 vom #f4 ,august #aijd3 ,in gleichem ,stil und in gleicher ,ausstattung wie die bekannten ,bndchen1 welche unter dem ,namen ,die ,kunst8 erscheinen1 gibt die ,verlagshandlung ,bard1 ,marquardt ,co41 ,berlin ,w4 #eg1 nun auch eine ,bibliothek ,die ,literatur8 heraus4 ,in ,georg ,brandes1 dem berhmten dnischen ,schriftsteller1 der mit gleicher ,kenntnis die heimische wie die deutsche ,literatur beherrscht1 hat die ,verlagshandlung einen ,herausgeber gewonnen1 dessen ,name dafr brgt1 dass wir es durchweg mit ernsten und beachtenswerten ,arbeiten zu tun haben4 ,es handelt sich auch hier um ,einzeldarstellungen1 welche die grossen schpferischen ,persnlichkeiten8 behandelt1 aus deren ,leistungen sich der organische ,bau unserer ,kultur zusammensetzt und weiter ausbildet4 ,ohne ,zweifel wird ,die ,literatur8 dieselbe freundliche ,aufnahme finden wie ,die ,kunst81 welche sich so schnell in die ,gunst des wirklich gebildeten und nachdenklichen ,publikums eingebrgert hat4 ,neue ,hamburger ,zeitung8 vom #ac4 ,august #aijd3 ,die neue ,sammlung von ,essays will im ,zusammenhang und in innerer ,anlehnung an die in demselben ,verlage erscheinenden ,sammlungen ,die ,kunst8 7,richard ,muther7 und ,die ,musik8 7,richard ,strauss7 ein ,gesamtbild der ,kulturbestrebungen und ,anschauungen unserer ,zeit in ,einzeldarstellungen entwickeln81 und neben der ,charakteristik der ,persnlichkeiten auch die fr unsere ,kultur wesentlichen sthetischen ,zeitfragen auf dem ,gebiet der ,literatur8 und des ,theaters81 bercksichtigen4 ,dafr1 dass wir nicht bloss ein ,programm8 zu sehen bekommen1 brgt der ,name ,georg ,brandes2 und die beiden ersten ,bnde sind ganz dazu angetan1 dem neuen ,unternehmen starke ,sympathien zu sichern4 ,berliner ,morgen-,post8 vom #af4 ,juli #aijd3 ,der ,verlag hat mit seiner hbschen ,sammlung ,die ,kunst8 so viel ,glck gehabt1 dass er ihr jetzt eine neue unter dem ,sammeltitel3 ,die ,literatur8 folgen lsst4 ,das ,wesen dieser ,sammlung ist nicht etwa die ,einzelbiographie1 sondern der ,essay berhaupt4 ,unsere ,zeit hat ,geschmack bekommen an kurzen1 knappen1 interessant geschriebenen ,aufstzen4 ,bard hat den guten ,gedanken gehabt1 zu der geschmackvollen ,ausstattung auch noch interessanten ,bildschmuck1 ,vignetten1 ,reproduktionen alter ,kupfer und ,zeichnungen hinzuzufgen4 ,das erhht noch mehr den abgeschlossenen ,charakter der ,bndchen4 ,deutsche ,buch- und ,kunstdruckerei1 ,g4 m4 b4 ,h41 ,zossen4