,aus der ,geschichte der menschlichen ,dummheit ,von ,dr4 ,max ,kemmerich erschien im ,verlage von ,albert ,langen3 ,kultur-,kuriosa ,erster ,band ,zehntes ,tausend ,kultur-,kuriosa ,zweiter ,band ,sechstes ,tausend ,dinge1 die man nicht sagt ,siebentes ,tausend ,prophezeiungen ,alter ,aberglaube oder neue ,wahrheit8 ,viertes ,tausend ,aus der ,geschichte der menschlichen ,dummheit ,von ,dr4 ,max ,kemmerich ,illustration3 ,dekoration ,albert ,langen ,verlag fr ,literatur und ,kunst ,mnchen ,copyright #aiab by ,albert ,langen1 ,munich ,inhaltsverzeichnis ,seite ,vorwort ,,vii #a4 ,kapitel3 ,die ,bibel als ,mastab der ,wahrheit #a #b4 ,kapitel3 ,die ,askese #dc #c4 ,kapitel3 ,der ,hexen- und ,teufelswahn in der mittelalterlichen ,kirche #gb #d4 ,kapitel3 ,der ,kampf um die religise ,dummheit #aaa #e4 ,kapitel3 ,religise ,zwangserziehung #aed #f4 ,kapitel3 ,der ,teufel in der jngsten ,vergangenheit und ,gegenwart #aib #g4 ,kapitel3 ,die heilige ,garderobe und hnliches #baa #h4 ,kapitel3 ,die ,dummheit der ,massen #bcd ,literaturnachweis #bhf ,vorwort ,eine ,geschichte der menschlichen ,dummheit zu schreiben berstiege meine ,krfte3 sie mte umfangreicher werden1 als die chinesische ,enzyklopdie4 ,darum begnge ich mich mit diesem ,streifzuge1 der einem ganz bestimmten ,gebiete gilt4 ,der ,zufall war es nicht1 der mich leitete4 ,nicht nur dem ,vorwurfe der ,unvollstndigkeit sehe ich mit ,gemtsruhe entgegen4 ,auch auf den andern bin ich gefat3 was mir dumm erschiene1 sei so fabelhaft gescheit1 da ich es nur nicht verstnde4 ,nun -- jedem ,narren gefllt seine ,kappe4 ,mnchen1 im ,mai #aiab ,der ,verfasser ,i4 ,kapitel ,die ,bibel als ,mastab der ,wahrheit ,jede ,offenbarungsreligion lehrt1 da ,gott in eigener ,person bernatrliche ,wahrheiten oder zum mindesten ,wahrheiten von absolutem ,werte den ,menschen zukommen lt4 ,fr die ,christen sind diese gttlichen ,willensuerungen im ,alten und ,neuen ,testament niedergelegt4 ,da nun in frheren ,zeiten und teilweise auch heute noch die ,theologen des frommen ,glaubens sind1 da ,gott1 wenn auch nicht persnlich die ,schriften abgefat1 so doch jedenfalls die ,autoren inspiriert habe1 ihnen gleichsam in die ,feder diktierte1 so ist es klar1 da jedem ,worte der ,bibel die denkbar grte ,bedeutung von dieser ,seite beigelegt wird4 ,der ,glaube an ,gott1 sowie der an ,offenbarung -- denn wenn ,gott existiert1 ist nichts nherliegend1 als die ,annahme1 da er auch mit der ,menschheit in ,kontakt bleibt1 ihr ,winke oder ,befehle zukommen lt1 sie belohnt und straft1 kurz sich ihr oder ihren auserlesensten ,vertretern gegenber irgendwie uert -- mag irrig sein4 ,da er nicht tricht ist1 bedarf keines ,beweises4 ,und die ,annahme1 da die hchsten iten nicht etwa in der ,zendavesta1 den vier ,veden1 dem ,alten ,testament oder dem ,koran niedergelegt sind1 sondern in den ,schriften des ,neuen ,testamentes1 versteht sich beim glubigen ,christen von selbst4 ,denn wrde er der ,offenbarung einer anderen ,religion greren ,wahrheitsgehalt beimessen1 dann htte er aufgehrt ein glubiger ,christ zu sein4 ,liegt es uns also auch vllig fern den ,offenbarungsglauben -- ohne ihn zu teilen -- fr dumm zu halten1 so ist der ,umfang1 in dem der ,bibel absolute ,autoritt in ,fragen der ,weltanschauung und ,lebensfhrung eingerumt wird1 allerdings ein ,gradmesser der ,intelligenz4 ,wenn frhere ,jahrhunderte1 unkundig der ,natur und ihrer ,gesetze1 die biblische ,kosmologie als lautere ,wahrheit hinnahmen1 so ist das verstndlich4 ,wenn sie aber auch festgehalten wurde1 nachdem unwiderleglich ihre ,irrtmlichkeit nachgewiesen war1 so lt uns das hinsichtlich der ,bibel nur die ,wahl zwischen zwei ,mglichkeiten4 ,entweder beweist die ,unstimmigkeit zwischen der ,heiligen ,schrift und der ,wahrheit1 da die ganze ,bibel keine ,offenbarung ist1 wenn wir nmlich annehmen1 da der allwissende1 unfehlbare ,gott sie quasi diktiert hat1 da es sich also um eine ,flschung handelt1 -- oder da ,gott zwar die frommen ,verfasser der einzelnen ,schriften mit seinem ,geist erfllt hat1 da er ihnen aber die ,form berlie1 beziehungsweise sie als ,menschen ihrer ,zeit sich auch nur gem dem damaligen ,wissen ausdrcken konnten4 ,letztere ,annahme hat aber die ,konsequenz eines ,verzichtes auf die ,verbalinspiration der ,bibel4 ,da ,gottes ,diktat keine ,fehler enthalten kann1 ist ebenso klar1 wie da die ,schriften selbst der hervorragendsten ,mnner der ,vorzeit nicht dem heutigen ,wissen in allen ,punkten entsprechen knnen4 ,da ,jesus von ,nazareth1 nach dem ,evangelium1 das schne ,wort sprach3 der ,buchstabe ttet1 der ,geist macht lebendig1 gibt jenen einen autoritativen ,helfer1 die ihrer eigenen ,vernunft nicht vertrauen4 ,wer also in ,fragen der ,kosmologie1 ,geologie1 ,biologie1 ,geschichte und vieler anderer ,gebiete eine ,inkongruenz zwischen ,bibel einerseits1 ,vernunft und ,erfahrung anderseits erkennt und daraus weder folgert1 da die ,bibel als ,ganzes keine geoffenbarte ,wahrheit sei oder aber1 da er den ,umfang der ,offenbarung zu weit ausdehnt1 der begeht einen ,denkfehler4 ,wer nun weiterhin aus solchen der ,vernunft und ,erfahrung widersprechenden ,bibelstellen oder gar aus einzelnen ,worten weitgehende ,schlsse irgendwelcher ,art zieht1 sein ,leben danach modelt1 auf den ,gebrauch seines ,verstandes verzichtet1 sich um sein gutes ,recht bringen lt oder gar sein ,leben opfert1 der handelt dumm4 ,diese ,dummheit werden wir nun nicht etwa nur in alter ,zeit finden1 in der wir sie ja kaum so bezeichnen knnen1 sondern auch noch in der jngsten ,vergangenheit1 ja in der ,gegenwart4 ,gibt es doch eine mchtige ,richtung1 die den durch ,fragen der ,weltanschauung nicht minder als solche des ,wirtschaftslebens hervorgerufenen ,kmpfen unserer ,zeit dadurch begegnen zu knnen vermeint1 da sie den biblischen ,buchstabenglauben als ,panazee anrufen6 ,wenn diese ,mnner so handeln gegen besseres ,wissen1 dann ie nicht anstndig4 ,handeln sie so aus berzeugung1 so sind sie dumm4 ,zudem erzielen sie naturgem bei der ,intelligenz1 auf die es doch allein ankommt1 das ,gegenteil dessen1 was sie bezwecken4 ,bekanntlich folgert das ,papsttum seine auf ,allmacht hinauslaufenden ,ansprche aus der ,bibelstelle ,du bist ,petrus und auf diesen ,felsen will ich meine ,gemeinde bauen1 und die ,pforten der ,hlle sollen sie nicht berwltigen4 ,und will dir des ,himmelreichs ,schlssel geben3 alles1 was du auf ,erden binden wirst1 soll auch im ,himmel gebunden sein1 und alles1 was du auf ,erden lsen wirst1 soll auch im ,himmel los sein4 7,matth4 #af1 #ah-ai47 ,ergnzt wird diese ,stelle durch das ,wort ,christi an den gleichen ,apostel ,weide meine ,schafe 7,ev4 ,joh4 #ba1 #af74 ,zu diesem ,mandat des ,stifters unserer ,religion tritt noch nach kirchlicher ,lehre eine historische ,begrndung des ,rechtsanspruches hinzu3 ,petrus sei der erste ,bischof von ,rom1 der erste ,papst1 gewesen2 sein ,geist aber habe sich durch ,tradition ungeschwcht erhalten4 ,nachdem die ,bischfe von ,rom es verstanden haben durch anderthalb ,jahrtausende in immer steigendem ,mae ihre ,ansprche durchzusetzen1 mu man ihrer ,intelligenz und ihrer politischen ,genialitt die grte ,bewunderung zollen4 ,anders aber steht es um die ,klugheit der beherrschten ,vlker4 ,lassen wir es ganz dahingestellt sein1 ob es nicht fr eine ,kirche wnschenswert ist eine ,spitze zu besitzen1 so da praktische ,motive die ,errichtung des ,papsttums hinlnglich rechtfertigen wrden1 so scheint es desto wichtiger die rmische ,begrndung des ,machtanspruches zu prfen1 bzw4 die ,bereitwilligkeit1 mit der diese ,begrndung hingenommen wurde1 zu beleuchten4 ,wir lassen dabei auch die ,frage offen1 ob nicht die angefhrten ,evangelienstellen ,interpolationen sind1 die das ,papsttum vornahm1 um die tatschliche ,machtstellung durch die hchste ,autoritt zu legitimieren4 ,man stelle sich vor3 ,ein armer ,zimmermannssohn verleiht einem armen und nahezu gnzlich ungebildeten ,fischer ein ,recht1 das er selbst nicht besitzt4 ,denn wenn der ,stifter einer ,religion denen1 die an ihn glauben1 auch gewi fr die ,ewigkeit1 fr das ,himmelreich1 bindende ,vorschriften machen kann1 es ihnen ffnen oder verschlieen darf1 da er sich ja hier mit einem gewissen ,recht als ,herr fhlen kann1 so gilt das doch ganz gewi nicht fr die reale1 materielle ,welt4 ,da das ,papsttum aber die ,herrschaft ber diese beansprucht1 sich ausdrcklich hher einschtzt1 als alle ,knige der ,erde1 ist jedem ,geschichtskundigen bekannt4 ,also2 ,jemand verleiht angeblich einem andern ein ,recht1 das er nicht besitzt4 ,der andere 7,petrus7 bt es auch gar nicht aus1 ist es doch sehr zweifelhaft1 ob er je ,bischof von ,rom war und wenn1 dann war er ,oberhaupt einer kleinen und damals noch ganz bedeutungslosen ,gemeinde4 ,und dieser ,mann vererbt sein ,recht auf ewige ,zeiten6 ,man glaubt seinen ,nachfolgern -- angenommen1 die ,bischfe von ,rom wren das wirklich -- und ,knige und ,kaiser beugen sich ihnen6 ,welche ,flle von ,klugheit auf ppstlicher ,seite6 ,welche ,dummheit auf weltlicher6 ,dieser ,fiktion fgen sich die mchtigsten ,herrscher1 desgleichen ihre ,vlker4 ,so wird ,england ppstliches ,lehen1 ,heinrich ,,iv4 erscheint als ,ber vor dem ,papst1 ein ,friedrich ,barbarossa hlt ihm den ,steigbgel1 er greift in die ,wahl der deutschen ,knige ein und vernichtet ganze ,geschlechter1 er verteilt gar die neue ,welt als anerkannte hchste irdische ,instanz6 ,diese wenigen1 ins ,unendliche zu vermehrenden ,beispiele sind eines der grandiosesten ,beweise fr den ,sieg der berlegenen ,intelligenz ber die stultitia hominum4 ,die notwendige ,voraussetzung dieser ber ein ,jahrtausend die ,weltgeschichte bestimmenden ,fiktion1 deren praktische ,verwirklichung ,knige und ,vlker nur zu sehr am eigenen ,leibe erfahren muten1 war aber ein blinder ,bibelglaube4 ,und wenn es heute noch ,leute gibt1 die die ppstlichen ,ansprche mit ppstlicher ,begrndung verteidigen1 wenn es den ,anschein hat1 da diese ,leute sogar ,boden gewinnen1 dann mchte man an der ,zukunft der ,menschheit verzweifeln4 ,dieser blinde ,bibelglaube oder ,glaube an die geistliche ,autoritt kommt auch den ,lehrmeinungen und ,dogmen zugute4 ,man interessierte sich infolgedessen in frheren ,zeiten fr die entlegensten ,dinge1 soweit sie mit dem ,glauben im ,zusammenhang standen4 ,htte man den gleichen ,scharfsinn fr ,ntzliches verwandt1 man wrde um ,jahrhunderte frher die jetzige ,kulturhhe erklommen haben4 ,die ,wurzel des bels war und ist zum ,teil heute noch die ,todesfurcht bzw4 die ,sorge um das jenseitige ,leben der ,seele4 ,da es eine ,unsterblichkeit gibt1 kann mit ebenso triftigen ,grnden behauptet1 wie bestritten werden2 aber angenommen sie existiert1 so ist doch soviel gewi1 da wir von ihrer ,beschaffenheit nichts ,nheres wissen1 noch wissen knnen4 ,gerade diese ,frage aber beschftigte und beschftigt glubige ,gemter zum berma4 ,und da man es verstanden hatte dieser ,form der ,feigheit -- denn schlielich luft die ganze ,sorge um das ,fortleben der ,seele auf die ,furcht vor dem ,nichts hinaus oder auf die noch jmmerlichere in einem vorausgesetzten ,jenseits die ,verantwortung fr seine diesseitigen ,handlungen tragen zu mssen -- durch ,erhebung zur ,religiositt oder ,frmmigkeit das ,mntelchen der ,tugend umzuhngen1 so galt es auch noch fr verdienstvoll sich ber die grten das ,jenseits betreffenden ,nichtigkeiten den ,kopf zu zerbrechen4 ,hier stets im ,rahmen des ,dogmas und der ,bibel zu bleiben1 ,erfahrung und ,vernunft nicht allzusehr zu verletzen1 war gewi nicht immer leicht4 ,ist es schon eine ,dummheit auf unlsliche ,fragen ,zeit und ,energie zu verwenden1 so wird sie dadurch gewi nicht geringer1 da ,jahrhunderte ihr huldigten4 ,die ,zeit der ,scholastik aber hatte es sich zur ,aufgabe gestellt ,glauben und ,vernunft in ,einklang zu bringen4 ,was nicht erreichbar war -- und das war sehr vieles1 etwa die ,dreiheit des ,monotheismus1 die unbefleckte ,empfngnis1 die leibliche ,auferstehung und ,himmelfahrt ,christi1 die ,verwandlung von ,wein in ,blut1 von ,brot in den ,leib des ,heilandes u4 a4 m4 -- das wurde als ,wunder angestaunt4 ,und das geschieht auch heute noch von ungezhlten ,millionen4 ,gewi hat die ,scholastik auch das ,denkvermgen verfeinert1 aber sie schliff eine ,waffe1 nicht um sie im ,kampfe gegen die ,rtsel der ,natur zu verwenden1 sondern um damit ,haare zu spalten4 ,als einst vor ,knig ,philipp von ,makedonien ein ,jongleur seine ,kunst produzierte1 darin bestehend1 da er in die ,luft geworfene ,erbsen mit einer ,nadel auffing1 da verweigerte ihm der kluge ,knig eine ,belohnung4 ,er lie ihm lediglich einen ,scheffel ,erbsen bergeben4 ,wre ein kluger ,papst beim ,aufwerfen der ersten ,spitzfindigkeiten mit der ganzen scholastischen ,richtung ebenso verfahren1 dann htte die gelehrte und fromme ,dummheit niemals solche ,dimensionen annehmen knnen4 ,solche scholastische ,fragen sind etwa folgende3 ,steht oder liegt ,gott ,vater8 ,kann er ein ,kind schaffen ohne ,vater8 ,einen ,berg ohne ,tal1 eine ,hure wieder zur ,jungfrau machen8 ,tanzen die ,engel ,menuett oder ,langaus8 ,war es ,lucifer1 der den ersten ,purzelbaum schlug8 ,ist eine ,entweihung der ,sakristei auf einem ,ziegelstein ,entheiligung der ganzen ,kirche1 oder nur der ,sakristei8 ,geht das ,vater unser ,gott allein an1 oder auch die ,heiligen8 ,prinzipaliter 7in der ,hauptsache7 ,gott1 minus prinzipaliter 7in der minderen ,hauptsache7 auch die ,heiligen8 ,am ,hof zu ,konstantinopel stritt sich im #ad4 ,jahrhundert nicht nur die ,geistlichkeit1 sondern auch der ,hof und die ganze ,nation ber die ,frage1 ob das ,licht auf ,tabor ein erschaffenes oder unerschaffenes ,licht gewesen sei4 ,besonders fein sind die ,fragen ber die ,sakramente2 namentlich die ,taufe3 ,ist ihr ,wesen das ,wort oder das ,wasser8 ,ersteres1 denn sonst knnten ja ,fische in der ,taufe leben1 und ein ,esel1 der ,taufwasser saufe1 ein getaufter ,christ sein wollen4 ,ob man auch mit ,erde1 ,luft1 ,feuer1 ,wein1 ,bier usw4 taufen drfe8 ,einige waren fr das ,bier1 wenn es so hell wie ,wasser von der ,wand fliee4 ,ob man in jeder ,sprache taufen drfe8 ,ob eine bedingte ,taufe1 z4 ,b4 wenn du kein ,bastard bist oder eine unterbrochene ,taufe1 wenn ein ,balken herabfiele und der ,priester im ,schrecken ausrufe3 ,sakrament6 was ist das6 gltig sei8 ,ob ,engel oder ,teufel gltig taufen knnen und was zu tun sei1 wenn sich das ,kind gar ungebhrlich aufgefhrt habe8 ,man war sich darin doch ziemlich einig1 da der ,prophet ,ezechiel reines ,wasser verlangt4 ,die berhmten ,scholastiker ,scotus1 ,lombardus1 ,thomas von ,aquino1 ,occam1 ,bonaventura1 ,albertus ,magnus usw4 prften die ,fragen3 ob ,gottes ,sohn sich auch in einen ,ochsen1 ,esel1 ,krbis oder ,teufel verwandeln knne4 ,wieviele ,chre der ,engel es gbe1 wie sie sitzen und was fr ,instrumente sie spielen4 ,was man in der ,hlle treibe und wie hoch die ,hitze steige8 ,wohin sich der transsubstanziierte ,leib begbe1 wenn etwa eine ,maus oder ein ,wurm ins ,ciborium gerate8 ,ob der ,mund dieser ,tiere so unrein sei1 wie der des ,snders8 ,ob auch das mit dem ,wein im ,kelch etwa vermischte ,wasser sich in ,wein oder ,blut verwandle und ob man mit ,bier1 ,apfelmost1 ,branntwein und ,essig nicht ebensogut kommunizieren knne1 als mit ,wein8 ,die ,lcherlichkeit der ,scholastik wird glnzend illustriert durch folgendes ,gesprch dreier ,oxforder ,mnche1 die den ,knig baten ein ,trchen durch die ,stadtmauer brechen zu drfen und die uns ,ant4 ,wood in seiner ,historia et ,antiquitates ,universitas ,oxoniensis 7,oxford #afgd7 berliefert hat3 ,erleuchtetster ,herr ,knig6 -- ,wer seid ihr denn8 -- ,wir sind ,magister in ,euren ,diensten4 -- ,was fr ,magister8 -- ,magister vom ehrwrdigen ,haus der ,kongregation4 -- ,was fr ein ,haus ist denn das8 -- ,habt ihr die ,materie im ,auge woraus3 aus ,kalk und ,steinen2 habt ihr die ,materie im ,aug' wofr3 fr die ,erteilung der gttlichen ,gnade2 -- habt ihr die ,materie im ,aug' worauf3 auf dem ,gottesacker der heiligen ,jungfrau4 -- ,was ist euer ,begehren8 -- ,wir wollen eine ,tre gemacht haben1 sprach der erste ,mnch4 ,der zweite sagte3 wir wollen nicht eine gemachte ,tr1 sondern da eine gemacht werde4 ,und der dritte sagte3 ,wir wollen nicht1 da eine ,tre gemacht werde1 sondern da eine gemachte ,tr vorhanden sei4 ,hierauf erwiderte der ,knig3 ,vortreffliche ,herrn ,magister1 tretet ab und werdet einig untereinander und dann sollt ihr die ,tre haben#a4 ,die scholastischen ,spitzfindigkeiten haben ihre ,vorlufer im ,judentum1 das ja nicht geringeren ,wert auf die geschriebene ,autoritt legte1 als unser ,mittelalter4 ,die ,kasuisten der ,israeliten konnten besonders an der ,sabbatfeier ihren ,scharfsinn nicht genug ben4 ,so war es am ,sabbat verboten1 einen ,knoten zu machen oder aufzulsen4 ,da diese ,bestimmung aber viel zu allgemein schien1 entschied man3 ,folgendes sind die ,knoten1 ber deren ,anfertigung man schuldig wird3 der ,knoten der ,kameltreiber und der der ,schiffer2 und so wie man schuldig ist wegen deren ,schrzung1 so ist man auch schuldig wegen deren ,lsung4 ,r4 ,meir sagt3 ,wegen eines ,knotens1 den man mit der einen ,hand lsen kann1 ist man nicht schuldig4 ,es gibt ,knoten1 wegen welcher man nicht wie bei dem ,kameltreiber- und ,schifferknoten schuldig wird4 ,ein ,frauenzimmer darf den ,schlitz ihres ,hemdes zuknpfen1 so auch die ,bnder der ,haube1 die einer ,leibbinde1 die ,riemen der ,schuhe und ,sandalen1 ,schluche mit ,wein und l1 einen ,topf mit ,fleisch4 ,da der ,knoten an der ,leibbinde gestattet war1 so wurde festgesetzt1 da man auch einen ,eimer ber den ,brunnen mit der ,leibbinde festknpfen drfe1 nur nicht mit einem ,stricke4 ,das ,schreiben am ,sabbat war verboten1 und wenn es auch nur zwei ,buchstaben gewesen wren4 ,aber nicht ohne ,einschrnkung3 ,schreibt einer in dunkle ,flssigkeiten1 in ,fruchtsaft1 oder in ,wegestaub1 in ,streusand oder berhaupt in etwas1 worin die ,schrift nicht bleibt1 so ist er frei4 ,schreibt einer mit verkehrter ,hand1 mit dem ,fue1 mit dem ,munde1 mit dem ,ellenbogen 444 oder wenn jemand einen ,buchstaben auf die ,erde und einen an die ,wand schreibt1 oder auf zwei ,wnde des ,hauses1 oder auf zwei ,bltter des ,buches1 so da sie nicht miteinander gelesen werden knnen1 so ist er frei4 ,wenn er in zweienmalen vergessend zwei ,buchstaben schrieb1 etwa einen des ,morgens und den andern gegen ,abend1 so erklrt ihn ,r4 ,gamaliel fr schuldig2 die ,gelehrten sprechen ihn frei4 ,am ,sabbat war es nicht nur verboten ,feuer anzuznden1 sondern auch es zu lschen1 selbstverstndlich unter ,ausdehnung auf ,lichter und ,lampen3 ,wer ein ,licht auslscht1 weil er sich frchtet vor ,heiden1 vor ,rubern1 vor bsem ,geist1 oder um eines ,kranken willen1 damit er einschlafe1 ist frei4 ,geschieht es aber1 um die ,lampe1 das l oder den ,docht zu schonen1 so ist er schuldig4 ,r4 ,jose spricht ihn in jedem ,falle frei1 auer in betreff des ,dochtes1 weil er dadurch gleichsam eine ,kohle bereitet4 ,man darf ein ,gef zum ,auffangen der ,funken unter die ,lampe setzen1 aber nicht ,wasser hineintun1 weil man dadurch lscht4 ,da man eine ,feuersbrunst am ,sabbat nicht lschen durfte1 versteht sich von selbst4 ,die ,gesetzeshter dehnten ihre ,verbote auch auf ,handlungen aus1 die nur mglicherweise eine ,sabbatverletzung herbeifhren konnten4 ,demnach eine ,analogie zum berhmten dolus eventualis unserer ,richter3 ,der ,schneider gehe bei einbrechender ,dunkelheit nicht mit einer ,nadel aus2 denn er knnte vergessen und 7nach ,eintritt des ,sabbat7 damit ausgehen4 ,auch nicht der ,schreiber mit einem ,rohre4 ,ferner ist es am ,sabbat verboten1 bei ,lampenlicht zu lesen1 oder ,kleider von ,ungeziefer zu reinigen4 ,beides sind nmlich ,handlungen1 bei denen helles ,licht besonders ntig ist1 daher liegt die ,versuchung besonders nahe1 die ,lampe zu neigen1 um ihr mehr l zuzufhren4 ,das wre aber ein ,versto gegen das ,verbot des ,feueranzndens4 ,dem ,schullehrer ist zwar gestattet zuzusehen1 wie ,kinder bei ,licht lesen1 er selbst darf es aber nicht4 ,ein ,arzt darf am ,sabbat einem ,kranken nur ,beistand leisten1 wenn ,lebensgefahr vorhanden ist4 ,r4 ,matthija ben ,charasch erlaubt sogar einem an ,halsschmerzen ,leidenden am ,sabbat ,heilmittel in den ,mund zu tun1 weil es vielleicht lebensgefhrlich sein knnte4 ,dies wird jedoch nur als ,ansicht dieses einen ,gelehrten und keineswegs als allgemein gltig angefhrt4 ,jedenfalls darf der ,arzt nur bei ,lebensgefahr helfen3 ,man darf nicht einen ,bruch 7eines ,gliedes7 wieder einrichten4 ,wer sich die ,hand oder den ,fu verrenkt hat1 darf sich nicht mit kaltem ,wasser begieen4 ,daher auch die ,anfeindungen ,jesu durch die ,phariser wegen seiner ,krankenheilungen am ,sabbat6 ,auch die jdischen ,soldaten beobachteten die ,sabbatruhe gewissenhaft4 ,so lie sich am ,anfang der makkabischen ,erhebung eine ,schar von ,gesetzestreuen lieber bis auf den letzten ,mann niedermachen1 als da sie zum ,schwert gegriffen htte4 ,von da an beschlo man auch am ,sabbat das ,schwert zu gebrauchen1 jedoch nicht zum ,angriff1 sondern nur zur ,verteidigung4 ,da die ,gesetze ber ,reinheit und ,unreinheit mindestens ebenso sophistisch waren1 wie die ber die ,sabbatruhe1 ist hinlnglich bekannt4 ,uns gengen die mitgeteilten ,beispiele#b4 ,doch zurck zur ,scholastik6 ,man wird zur ,entschuldigung dieses ,unsinns ins ,treffen fhren1 da nur wenige ,jahrhunderte1 besonders die zweite ,hlfte des #aa41 das #ab4 und #ac41 ihn kultivierten4 ,nun wre es ja an sich schon hinlnglich betrbend1 wenn zweieinhalb ,jahrhunderte lang -- tatschlich herrschte die ,scholastik ja die doppelte ,zeitdauer1 wenn auch nicht so absolut1 wie von etwa #ajej bis #acjj -- die fhigsten ,kpfe der ,christenheit nichts besseres zu tun gehabt htten1 als leeres ,stroh zu dreschen4 ,aber selbst diese lahme ,entschuldigung ist nicht stichhaltig4 ,denn wie man bereits im #e4 ,jahrhundert in ,konstantinopel an allen ,straenecken ber ,dogmatik1 ber ,gotthnlichkeit und ,gottgleichheit disputiert hatte 7vgl4 ,kultur-,kuriosa ,i1 ,s4 #ahj71 so hatte man auch schon ,jahrhunderte frher im ,abendlande diesem migen ,sport gehuldigt4 ,so zerbrechen sich im #i4 ,jahrhundert -- um nur ein ,beispiel zu nennen -- ,nonnen den ,kopf darber1 ob ,maria geboren habe1 wie andere ,frauen4 ,die ,frage wurde in allen ,details behandelt1 was der ,ausmalung geschlechtlicher ,dinge den weitesten ,spielraum lie4 ,als nun nach ,alt-,corvey die ,kunde kam1 gewisse ,leute wagten zu lehren1 ,maria habe trotz der bernatrlichen ,empfngnis ,jesus ebenso geboren1 wie andere ,frauen ihre ,kinder1 erhob sich das lauteste und heftigste ,geschrei ber diese ,hresie4 ,paschasius ,radbertus und ,ratramnus1 beides ,autoritten1 widersprachen mit leidenschaftlichem ,eifer4 ,man schuf eine ,physiologie des ,irrsinns1 um die ,jungfrauschaft der ,gottesgebrerin aufrecht erhalten zu knnen#c4 ,das war im finstersten ,mittelalter6 wird man einwenden4 ,nun1 gar so finster war in mancher ,hinsicht das #i4 ,jahrhundert gar nicht1 wie die ,entscheidung ,karls des ,groen gegen den ,bilderdienst oder die ,schriften des ,erzbischofs ,agobard von ,lyon#d beweisen1 der sich gegen das ,wettermachen der ,hexen u4 a4 wendet4 ,aber immerhin sei zugegeben1 da die ,menschen von damals noch sehr barbarisch dachten1 ihre ,kenntnisse gering waren1 ihre ,frmmigkeit kindlich4 ,die ,scholastik verbunden mit widerlicher ,frmmelei1 sa unsern ,altvordern noch ,jahrhunderte lang so tief in den ,knochen1 da sich auch die ,poesie von ihr nicht freimachen konnte4 ,der neue ,meistergesang des ausgehenden #ae4 ,jahrhunderts1 der in ,nrnberg seine ,wiege hatte1 schuf nicht nur eigene ,tne mit eigenen ,namen1 sondern war auch anscheinend bestrebt1 den ,gesngen einen neuen ,inhalt zu geben4 ,aber das war nicht so einfach1 denn die lteren ,meister zum mindesten konnten auf die scholastischen ,grbeleien und auf die ,metaphysik nicht verzichten4 ,besonders wurden kirchliche ,dogmen und kirchliche ,traditionen als ,gegenstand der ,poeterei erkoren4 ,was dabei herauskam1 lt sich denken4 ,sang man doch in scholastischer ,weise mit allen ,knsten der ,dialektik1 aber natrlich mit steter ,unterordnung unter die kirchliche ,lehre1 ber so hochpoetische ,themen wie3 ,wo ,gott gewesen1 ehe die ,welt geschaffen war4 ,wie das ,verhltnis der drei ,personen in der ,trinitt beschaffen sei4 ,wie sich die ,gottheit von ihrem eigenen ,geschpf habe gebren lassen knnen4 ,wie es mglich gewesen1 da die ,geburt ,gottes des ,sohnes mit der ,unbeflecktheit der ,jungfrau sich habe vereinigen lassen4 ,wie die ,ubiquitt ,gottes des ,sohnes im ,sakrament des ,altars zu fassen sei4 ,selbst ,hans ,folz1 der ja als ,neuerer des ,meistergesanges auftrat1 beschftigte sich in vielen ,gedichten ganz in althergebrachter ,weise mit diesen ,dingen4 ,von den brigen ,meistern der ,schule aber1 soweit ihre ,gedichte mit ,wahrscheinlichkeit ermittelt werden knnen1 hat sich kaum einer mit einem andern ,gegenstande befat#e4 ,so weit kann also eine gelehrte ,dummheit von ihrer ,zeit ,besitz ergreifen1 da selbst die ,poesie keinen andern ,stoff findet1 als diesen schon fr prosaische ,behandlung zu langweiligen1 und da die ,rechtglubigkeit und dogmatische ,korrektheit hher gewertet wird1 als freischaffende ,phantasie6 ,doch das ist ja alles noch ,mittelalter1 wird man einwenden4 ,was aber sagt der unverbesserliche ,lobredner menschlicher ,intelligenz zu ,schriften1 die vor wenigen ,jahrhunderten1 ja noch an der ,schwelle der ,gegenwart im gleichen ,geiste abgefat wurden8 ,was dazu1 wenn er erfhrt1 da es sich um protestantische ,theologen handelt1 denen man ja geneigt ist gegenber ihren katholischen ,amtsbrdern eine gewisse geistige ,freiheit1 ein greres ,anpassungsvermgen an die realen ,bedrfnisse des ,lebens1 an den ,zeitgeist1 nachzurhmen8 ,sehen wir uns diese ,literatur einmal an6 ,schriftmige ,abhandlung von dem ,dienste der ,engel bey den ,eheverbindungen der ,frommen1 ber ,gen4 ,,xxiv1 #g und #dj 444 heit eine ,broschre1 die im ,jahre #agec in ,altenburg aus der ,feder des ,gymnasialprofessors ,salomon ,ranisch erschien4 ,er beweist nicht nur aus der ,bibel sein ,thema fr die ,vergangenheit1 sondern spricht auch die ,meinung aus1 da noch heute ,engel als ,heiratsvermittler fungieren4 ,allerdings nur bei ,frommen4 ,dieses ,thema schien den ,theologen so bedeutend1 da der grflich ,schnbornsche ,konsistorialprofessor ,christoph ,haymann im gleichen ,jahre in ,waldenburg eine ,abhandlung erscheinen lie1 von deren schier endlosem ,titel wir den ,anfang zitieren ,zufllige ,gedanken ber des ,hochedlen und hochgel4 ,m4 ,salomon ,ranischens1 des ,hochfrstl4 ,schsis4 ,gymnasii illustris in ,altenburg hochverordneten ,professors 444 ,hier wird der ,abhandlung zwar ,beifall gezollt1 jedoch bezweifelt1 ob der ,beweis zwingend dafr erbracht sei1 da der ,engel1 der ,elieser auf seiner ,reise untersttzte auch den gemessenen ,befehl gehabt htte ihm beim ,vermhlungsgeschft behilflich zu sein4 ,er glaubt vielmehr1 da ,gott selbst die ,umstnde und ,herzen der in ,frage kommenden ,personen nach dem ,wunsche ,eliesers gelenkt habe4 ,auch fehle der zwingende ,beweis dafr1 da ,isaak durch eine ,erscheinung1 ,botschaft oder ,anzeige des ,engels bestimmt worden sei der ,rebekka entgegenzugehen4 ,der ,fall wird mit grtem ,scharfsinn und natrlich auch unter ,zurckgreifen auf den hebrischen ,urtext geprft4 ,das war aber auch ntig1 denn ,salomon ,ranisch antwortete in einem ,sendschreiben an den ,hochehrwrdigen1 hochachtbaren und hochgelahrten ,herrn ,m4 ,christoph ,heymann 7sic67 usw4 ,altenburg #aged4 ,er meint es trage die ,schwche des menschlichen ,verstandes ,schuld an der ,gleichgltigkeit der ,ausleger1 die der ,ttigkeit des ,engels bei der ,vermhlung ,isaaks nicht die ntige ,beachtung geschenkt htten4 ,vielleicht htten sie unter dem ,engel den unerschaffenen ,engel des ,bundes verstanden1 vielleicht auch sich den ,schein der ,gelehrsamkeit beigelegt1 als ob die ,interpretation der ,ttigkeit des ,engels so leicht sei1 da man stillschweigend darber hinweggehen knne4 ,ihm aber sei ein ,licht aufgegangen durch die ,vorlesungen des ,professor ,crusius1 der dozierte1 da ,gott die ,welt regiere teils durch den ,lauf der ,natur1 teils durch die ,hilfe der ,wunder1 teils aber auch durch den ,dienst der ,engel4 ,wenn es ihm auch ferne lge zu bestreiten1 da der ,engel die ,aufgabe hatte ,elieser auf seiner ,reise zu beschtzen1 so seien wir doch auch gezwungen1 ihn als einen ,beystand der gestifteten ,ehe anzusehen4 ,das beweist er denn auch philologisch4 ,ja1 der ,engel sei sogar mit dem ,messias identisch4 ,weit entfernt sich widerlegen zu lassen1 ist ,ranisch der ,ansicht1 da gerade diese ,ehegeschichte ein wunderschnes ,beispiel dafr sei1 da ,gott durch den ,dienst der ,engel die ,ehen der ,frommen stifte#f4 99 99 99 99 99 ,in der ,abhandlung ,adam der erste ,vasall erbringt ,joh4 ,dan4 von ,hoven 7,lingen #agec7 den ,beweis1 da das ,paradies ein ,lehen war1 mit dem ,gott als ,lehnsherr ,adam als ersten ,vasall belehnt hatte4 ,der ,lehnsherr ,gott1 zugleich unumschrnkter ,landesherr1 fhrt einen doppelten ,namen im ,hebrischen in diesen seinen beiden ,eigenschaften4 ,der ,lehnsherr wird eigentlich ,herr genannt1 nicht sowohl weil er die ,oberherrschaft sich vorbehalten wollte1 als wegen der ,treue und ,pflichten1 die der ,vasall ihm zu leisten schuldig ist4 ,der an einen ,lehnsherrn zu stellenden ,forderung1 da er freie ,verfgung ber die zu vergebenden ,gter habe1 entspricht ,gott durchaus4 ,er handelte jedoch weniger als kontrahierende ,partei1 denn aus freiem und unumschrnkten ,wohlgefallen4 ,was nun ,adam betrifft1 so ist er namentlich benannt4 ,er ist als ,vasallus capitaneus zu betrachten1 das ,weib aber nur als ,valvasor4 ,das ,lehensgut ist ein unbewegliches ,grundstck1 das aus besonderer ,gnade verliehen wird und eigentlich weder ge- noch verkauft werden darf4 ,ein solches beneficium war der ,garten ,eden3 a7 er war ein unbewegliches ,grundstck1 b7 der ,mensch hatte aus sich selbst kein ,recht darauf1 sondern c7 es lediglich aus ,gnade erhalten und zwar d7 fr sich und seine ,leibeserben e7 mit allen ,regalien1 f7 sowohl geistlichen als weltlichen4 ,zwar hatte ,gott dem ,menschen erlaubt sich die ,erde untertan zu machen1 dabei aber den ,garten ,eden ausdrcklich abgesondert und fr sich selbst vorbehalten4 ,es handelt sich hier also um ein ,lehn in curte oder territorio des ,landesherren und damit zugleich ein feudum ligium4 ,die ,belohnung geschieht durch ,einrumung1 ttliche ,einfhrung und bergebung des ,grundstckes vom ,herrn an seinen ,vasallen im ,beisein wenigstens zweier ,zeugen1 wogegen sich der ,vasall durch den ,lehnseid seinem ,herrn verpflichtet1 was jedoch auch erlassen werden kann4 ,die ,einsetzung erfolgt nach ,gen4 ,,ii1 #h und #ae ordnungsgem vermutlich in ,gegenwart einiger ,engel1 da diese auch bei der ,austreibung anwesend waren4 ,fehlte auch der ,lehnseid1 wie ja zulssig1 so empfing ,adam doch ,instruktionen bezglich seiner ,dienstpflichten1 nmlich den ,garten zu bebauen und zu bewahren4 ,auch war das ,servitut auferlegt vom ,baum der ,erkenntnis nichts zu essen bei ,verlust des ,lehens4 ,dieser erfolgte ganz rechtmig wegen eines crimen feloniae -- das unerlaubte ,essen und ,verhandlungen mit der ,schlange als ,feindin des ,lehnsherren -- und crimen lesae majestatis1 da er bei der ,untersuchung den ,lehnsherren selbst beschuldigte#g4 99 99 99 99 99 ,im ,jahre #agef erschien in ,jena ,johann ,georg ,walchs ,d4 ,abhandlung vom ,glauben der ,kinder im ,mutterleibe1 aus dem lat4 ins deutsche bersetzet und mit ,anmerckungen erlutert von ,m4 ,adam ,lebrecht ,mller in zweiter ,auflage6 ,diese wenn auch nicht lesenswerte1 so doch sicherlich gelesene ,untersuchung stellt fest1 da gar kein ,zweifel darber bestehe1 da getaufte1 in zarter ,kindheit sterbende ,kinder des ewigen ,lebens teilhaftig werden4 ,wie aber1 wenn ,kinder sterben1 deren ,eltern keine ,christen sind8 ,die ,ansichten ber das ,schicksal ihrer ,seelen weichen voneinander ab4 ,der ,verfasser hlt dafr1 da sie infolge der ,erbsnde der ewigen ,seligkeit verlustig gehen4 ,kinder aber von christlichen ,eltern erlangen die ewige ,seligkeit auch wenn sie ungetauft sterben1 wofern die ,taufe unmglich war4 ,aber wie lt sich das begrnden8 ,hchst einfach6 ,da es unmglich wre ihnen das ewige ,leben zu verleihen ohne ,glauben1 aber unbillig sie unverschuldet der ,verdammnis zu berliefern1 so folgt daraus1 da ,gott den ,glauben in den ,kindern1 da sie noch im ,mutterleibe sind bewirkt6 ,er kann das nach ,matth4 ,,xix1 #bf und ,luk4 ,i1 #cg tun4 ,von ,johannes wird ,luk4 ,i1 #ae sogar ausdrcklich erzhlt1 da er noch im ,mutterleibe vom heiligen ,geist erfllt wurde4 ,wir finden ,exempel solcher ,kinder1 welche ,gott bereits im ,mutterleibe zu heiligen mtern ausersehen hat4 ,jer4 ,i1 #e4 ,gal4 ,i1 #ae sqq4 ,also kann ,gott im ,mutterleibe heiligen#h4 99 99 99 99 99 ,ein ,thema1 dessen ,aufwerfung nicht geringere ,intelligenz erfordert1 als seine ,beantwortung1 behandelt der ,prediger ,johann ,friedrich ,wachsmann in seiner #agea zu ,helmstedt erschienenen ,schrift betitelt ,untersuchung der ,frage1 warum ,gott den gefallenen ,engeln keinen ,erlser gegeben habe8 ,er geht mit bewundernswertem ,scharfsinn zu ,werke1 wenn er nach der ,feststellung1 da viele ,engel durch eigene ,schuld in ,snde fielen1 im ,gegensatz zu den verfhrten ,menschen1 schliet1 da es also keineswegs unmglich wre1 sie durch einen ,erlser daraus zu befreien4 ,und zwar weder unmglich bei ,gott1 da dieser ja allmchtig1 noch beim ,erlser4 ,denn diese ,unmglichkeit mte entweder darin bestehen1 #a4 da der ,sohn ,gottes1 ob er sich gleich mit der menschlichen ,natur habe vereinigen knnen1 doch unvermgend gewesen1 die ,natur der ,engel anzunehmen und sie zu erlsen4 ,oder #b4 da1 weil die englische ,natur trefflicher sei1 als die menschliche der ,sohn ,gottes eine ,unmglichkeit gefunden habe1 die englische ,natur anzunehmen2 oder #c4 da1 weil die ,snde der gefallenen ,engel grer1 als die ,snden der ,menschen gewesen1 es dem ,sohne ,gottes unmglich gefallen1 fr ihre ,snde eine vollkommene ,genugtuung zu leisten1 wenn er auch ihre ,natur angenommen htte2 oder #d4 da auer der ,annahme der englischen ,natur1 wenn sie unmglich gewesen wre1 sonst kein anderer ,weg auf seiten des ,erlsers habe sein knnen1 die gefallenen ,engel aus ihrem klglichen ,elende zu erlsen4 ,nun ist es klar1 da sowohl ,gott1 als auch dem ,erlser das alles sehr wohl mglich gewesen wre4 ,gab also ,gott den gefallenen ,engeln keinen ,erlser1 so kann nur sein ,wille1 nicht sein fehlendes ,knnen1 daran schuld gewesen sein4 ,aber warum wollte ,gott nicht8 ,die ,antwort wrde uns sehr schwer fallen1 uns schlaflose ,nchte verursachen1 vielleicht uns ein ,gemtsleiden zuziehen1 htte nicht ,herr ,pastor ,wachsmann auch sie richtig gefunden4 ,ja1 warum wollte ,gott nicht8 ,er wollte nicht entweder aus ,gte1 oder aus ,gerechtigkeit1 oder aus ,heiligkeit6 ,der ,verfasser entscheidet sich fr die letztere4 ,und er hat mit seiner ,motivierung recht3 ,eigentlich wollte er ja den gefallenen ,engeln einen ,erlser geben1 unter der ,bedingung1 da sie glaubten4 ,aber er sah bei seiner ,allwissenheit vorher1 da sie das ganz und gar nicht tun wrden1 und deshalb unterlie er es4 ,zu dieser hochaktuellen ,untersuchung von unabsehbarer praktischer ,bedeutung hat der hochwrdige ,herr ,abt ,schubert eine ,vorrede geschrieben1 die zugleich eine kritische ,wrdigung ist4 ,zwar ist er der ,ansicht1 da es zur ,seligkeit nicht ntig sei zu wissen1 warum ,gott den bsen ,engeln keinen ,erlser sandte1 nachdem aber der ,rostocker ,gottesgelahrte ,d4 ,johann ,fecht in seinen ,noctibus ,christianis p4 #cei-hhg76667 weitlufig untersucht habe1 ob ,christus unter allen ,menschen die schnste ,gestalt habe81 billigt er die ,frage4 ,hat doch schon der hl4 ,augustinus 7,enchirid c4 #bi4 ,opp4 ,tom4 ,,vi4 p4 #bjg7 die ,ansicht ausgesprochen1 ,gott habe deshalb den gefallenen ,engeln keinen ,erlser gesandt1 weil das ganze ,menschengeschlecht1 aber nur ein ,teil der ,engel gefallen sei1 ein ,verlust1 der durch die ,anzahl der erlsten und auserwhlten ,menschen wieder habe ersetzt werden mssen6 ,auch der hl4 ,gregorius 7,lib4 ,,ix ,moral c4 #bh7 hat sich zu dieser wichtigen ,frage geuert1 desgleichen ,bernhard 7in ,tr4 de grad4 hum4 p4 #ige74 ,wenn auch ,wachsmanns ,ausfhrungen im allgemeinen zuzustimmen sei1 so msse doch bedacht werden1 da die gefallenen ,engel nur deshalb so verstockt seien und an den ,erlser nicht glauben wrden1 weil sie wten1 da sie auf ewig verdammt sind4 ,trotzdem wre ,gott auch die ,erlsung dieser hartgesottenen ,snder mglich gewesen1 jedoch nur durch unendliche ,leiden seines ,sohnes4 ,und da ,christus sich dazu nicht freiwillig erbot1 wollte ,gott ihn nicht zwingen4 ,zudem wre ihre ,erlsung ein unntzes und berflssiges ,werk gewesen4 ,und so etwas macht ,gott nicht4 ,der ,herr ,abt schliet sein ,gutachten mit der ,hoffnung1 es mgen sich noch viele geschickte und gelehrte ,mnner dadurch veranlat sehen1 solche ,fragen in der ,theologie zu untersuchen1 die bisher noch nicht hinlnglich entschieden worden1 damit das ,licht unserer ,erkenntnis zum ,preis der gttlichen ,majestt immer klarer und heller gemacht werde#i4 99 99 99 99 99 ,die ,grnde1 aus denen ,kain von ,abel erschlagen wurde1 lieen die ,theologen nicht schlafen4 ,doch die ,erleuchtung blieb nicht aus4 ,man fand1 da religise ,differenzen den ,brudermord verursacht htten4 ,kain htte behauptet1 da es weder ein ewiges ,leben1 noch ,belohnung fr die guten und ,bestrafung fr die bsen ,taten gbe1 da die ,welt nicht durch ,gottes ,barmherzigkeit erschaffen worden sei usw4 ,abel widersprach und da ihm bessere ,argumente fehlten1 tat er1 was man in solchen ,fllen noch heute den ,freidenkern gegenber gern tun wrde1 er erschlug den glubigen ,bruder#aj6 99 99 99 99 99 ,m4 ,joh4 ,jacob ,plitts ,vernunft und ,schriftmige ,gedanken ber diejenigen ,menschen1 welche bald nach ihrem ,tode wieder auferwecket und grtentheils zweymahl gestorben sind1 ,marburg #ageb1 reprsentieren vielleicht einen noch hheren ,grad gelehrter ,dummheit4 ,diese schon durch ihren ,titel -- man beachte das grtenteils zweimal gestorben6 -- beachtenswerte ,untersuchung befat sich auch mit der hochwichtigen ,frage1 wo die ,seelen der ,auferweckten gewesen sind4 ,die ,gottesgelahrten haben es vor die schwerste ,frage dieser ,sache gehalten1 wo denn die ,seelen dieser ,verstorbenen bis zu der ,zeit1 da sie wieder auferwecket sind1 geblieben wren8 ,die hl4 ,schrift redet von zwei ,orten nach dem ,tode1 und versichert1 da aus der ,hlle keine ,erlsung sey1 und wer einmahl in dem ,himmel ist1 auch ewig darinne bleibe 444 ,die ,schwierigkeiten werden am glcklichsten gehoben1 wenn man annimmt1 da diese ,seelen bis zur ,auferweckung in ihren ,leibern geblieben1 ob sie gleich keine weitere ,gemeinschaft mit denselben gehabt haben4 #a4 ,diese ,meynung hat nichts widersprechendes1 und ist also mglich3 denn die rumliche ,trennung der ,seele von dem ,leibe gehret nicht zu dem ,wesen des ,todes nothwendig2 #b4 es stimmt weit besser mit den gttlichen ,vollkommenheiten1 wenn die ,seelen1 die bald wieder mit ihrem ,crper haben sollen vereiniget werden1 nicht an einem besonderen ,ort versetzet worden4 ,die ,ursachen1 warum die ,seelen gleich nach der ,trennung von ihren ,leibern an einen gewissen ,ort versetzet werden1 fielen weg1 und den ,menschen wrde es schwer werden1 eine ,ursache zu entdecken1 warum ,gott die ,seelen der zweymahl ,verstorbenen auf eine so kurtze ,zeit aus ihrem bisherigen ,orte in einen andern sollte versetzet haben1 in welchem sie natrlicher ,weise nach dem ,tode des ,leibes geblieben wren4 ,ueberdies huffet ,gott die ,wunder nicht ohne ,noth1 sondern whlet immer den krtzten ,weg1 einen gewissen ,endzweck zu erreichen4 ,es war also ein krtzer ,weg1 wenn die ,seelen in ihren ,crpern blieben1 als wenn sie in den ,himmel versetzet1 und kurtz hernach wieder mit dem vorigen ,leibe vereiniget wrden#aa4 99 99 99 99 99 ,welcher fromme ,christ frchtet nicht das jngste ,gericht1 das ,ende aller ,dinge8 ,vor allem1 da es ihn nicht wachend und betend ereilt8 ,da ist es natrlich von ungeheurem praktischen ,werte1 annhernd zu wissen1 wann dieses schreckliche ,ereignis eintrifft4 ,bekanntlich glaubte man im ,jahre ,tausend unserer ,zeitrechnung nunmehr sei alles aus1 und in diesem ,glauben wanderte der fromme ,kaiser ,otto ,,iii41 das ,weltwunder1 nach ,gnesen4 ,die ,adventisten leben in unseren ,tagen noch der ,meinung1 da die ,katastrophe pltzlich hereinbrechen knne4 ,wie tricht6 ,hat doch schon lngst ,m4 ,gottfried ,bchner die ,frage in durchaus befriedigender ,weise gelst und dadurch jeden wahrhaft ,frommen von einem schweren ,alb befreit4 ,zu ,jena erschien im ,jahre #agea die ,abhandlung ,da der jngste ,tag und das ,ende der ,welt gewi aber noch lange nicht komme1 suchet aus der ,schrift und ,vernunft zu beweisen ,m4 ,gottfried ,bchner4 ,die ,beweisfhrung ist durchaus zwingend4 ,wenn auch der gelehrte ,verfasser sich nicht getraut1 das ,jahr oder gar ,tag und ,stunde des jngsten ,tages genau anzugeben1 so weist er doch mit ,recht auf ,habakuk ,,iii1 #b hin1 wo es heit ,herr ich habe dein ,gercht gehret1 da ich mich entsetze2 ,herr du machest dein ,wort lebendig mitten in den ,jahren und lssest es kund werden mitten in den ,jahren4 ,nun ist es ja evident1 da das lebendig gewordene ,wort ,gottes ,christus ist4 ,da es mitten in den ,jahren kommt1 d4 h4 in der ,mitte zwischen ,schaffung und ,untergang der ,welt1 so ist es nicht allzuschwer1 den letzteren ,termin zu bestimmen4 ,wissen wir doch1 da ,christus etwa im ,jahre #djjj nach der ,schpfung auftrat4 ,wir knnen daraus folgern1 da der jngste ,tag #djjj ,jahre nach ihm eintritt1 haben also noch ber #bjjj ,jahre ,zeit1 uns unseres ,lebens und unserer ,snden zu freuen4 ,und das wollen wir hiermit auch tun#ab6 99 99 99 99 99 ,die fr das ,seelenheil nicht minder wertvolle1 als fr jene wahre ,wissenschaft1 die wir alle erstreben1 notwendige ,frage1 ob die ,erde im ,herbst oder im ,frhjahr geschaffen wurde1 lie begreiflicherweise die ,theologen nicht zur ,ruhe kommen4 ,schon die alte ,kirche hatte sich mit ihr befat4 ,nach der groen ,glaubensspaltung lieferten orthodoxe ,katholiken1 ,lutheraner und ,calvinisten etwa in gleicher ,strke ,verteidiger der einen1 wie der anderen ,meinung4 ,die meisten ,katholiken treten zwar fr die ,erschaffung im ,frhjahr ein1 so auch ,cajetan1 ,molina1 ,valentia1 a ,lapide1 ,tornielli usw41 aber auch groe ,autoritten1 wie ,arias1 ,montanus1 ,pererius1 ,mesenne und ,petavius entscheiden sich fr den ,herbst4 ,von lutherischen ,theologen sind sich ,luther1 ,melanchthon1 ,agid4 ,hunnius1 ,joh4 ,gerhard1 ,somson1 ,gottfried ,wegner u4 a4 darin einig1 da die ,erschaffung der ,welt nur im ,frhjahr stattfinden konnte1 whrend der berhmte ,leipziger ,chronologe ,calvisius 7 #afag71 ,abrah4 ,calov1 ,strauch1 ,runge1 ,walther usw4 gute ,grnde fr die andere ,jahreszeit hatten4 ,auch unter den ,reformierten gab es bedauerlicherweise zwei ,lager3 ,alsted1 ,polanus1 ,l4 ,capellus1 ,g4 ,j4 ,vossius1 ,jul4 ,caesar ,scaliger und ,pareus brachen fr den ,frhling ,lanzen1 whrend ,danus1 ,zanchius1 ,piscator1 ,voetius1 ,maresius1 ,burmann1 ,heidegger1 ,turretin usw4 die ,ehre des ,herbstes als ,weltschpfungstermin verteidigten4 ,es war ein harter ,kampf1 um so mehr1 als der berhmte ,kartograph ,mercator 7 #aeid7 berechnet hatte1 da die ,welt nur im ,hochsommer entstanden sein konnte4 ,natrlich fand auch diese wissenschaftliche ,erkenntnis ihre ,anhnger1 wenn auch nicht viele4 ,noch zu ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts hatten sich die ,gemter nicht beruhigt1 wie die damals erschienene ,schrift des ,geraer ,rektors ,hogel beweist1 der herausgerechnet hatte1 da ,gott am #bf4 ,oktober abends zu schaffen angefangen hatte#ac4 ,hauptschlich in reformierten ,kreisen herrschte ,meinungsverschiedenheit darber1 ob der ,schpfungsakt ,gottes jedesmal den ganzen ,zeitraum von #bd ,stunden einnahm oder ob er in krzerer ,zeit fertig wurde oder ob er -- wozu besonders die strenge ,orthodoxie neigte -- mit einem ,schlage und ohne jeden ,zeitaufwand erfolgte4 ,zwischen den ,lutheranern aber gab es ,differenzen ber den ,zeitpunkt1 in denen die ,engel erschaffen wurden3 ob er auf den ersten oder zweiten ,schpfungstag zu legen sei oder ob man ihn ganz unbestimmt lassen msse#ad4 99 99 99 99 99 ,der ,lbecker ,generalsuperintendent ,august ,pfeiffer 7 #afih71 ein durch seine wissenschaftlichen ,arbeiten bekannter ,theologe1 lie unter dem ,titel ,pansophia ,mosaica e ,genesi delineata1 d4 i4 ,grundri aller ,weisheit darinnen aus dem #a4 ,b4 ,mosis alle ,glaubensartikul2 die ,widerlegung der ,atheisten1 ,heiden1 ,juden1 ,trcken1 und aller ,ketzer2 alle ,disciplinen in allen ,facultten2 der ,ursprung aller ,sprachen2 der ,extract von allen ,historien1 ,antiquitten und ,curiositten2 alle ,professiones1 ,handwerke und ,handthierungen2 alle ,tugenden und alle ,laster2 aller ,trost kurz und deutlich gewiesen werden 7,leipzig #afhe71 ein ,werkchen in ,duodez erscheinen1 das selbst unter den an ,albernheit gewi den hchsten ,ansprchen gengenden theologischen ,untersuchungen noch einen ,ehrenplatz einnimmt4 ,er fhrt den ,nachweis1 da das #a4 ,buch ,mosis der ,inbegriff aller gttlichen und menschlichen ,weisheit ist und findet darin u4 a4 sogar die smtlichen #bh ,artikel der ,augsburger ,konfession4 ,auch alle ,rechtswissenschaft1 ,medizin1 ,philosophie1 ,redekunst haben hier ihre ,wiege4 ,pfeiffer ist ganz und gar nicht verwaist unter den gelehrten ,dummkpfen4 ,so schrieb ,dorsch eine ,theologia ,zachariana 7#afcg71 ,majus eine ,theologia ,jeremiana 7#afif71 ,bebel eine ,daniel-,theologie und ,hinckelmann vier ,jahre spter 7#afhg7 eine ,hiob-,theologie4 ,den ,vogel aber schiet ,j4 ,deutschmann ab mit der ,schrift ,theologie ,adams1 des ersten wahren ,lutheraners 7,theologia primi theologi ,adami vere ,lutherani1 ,wittenberg #afhi7ae4 99 99 99 99 99 ,wenn ,naturvlker1 ,zeiten1 die vom ,naturgeschehen noch keine richtige ,vorstellung haben im ,erdbeben mit seinen ,schrecken einen ,eingriff ,gottes in den ,lauf der ,natur erblicken1 daraus sein ,grollen entnehmen wollen1 so werden wir das fr ,unwissenheit1 nicht aber fr ,dummheit halten knnen4 ,wie aber1 wenn im aufgeklrten #ah4 ,jahrhundert in einer ,abhandlung1 die die natrlichen ,ursachen der ,erdbeben durchaus nicht bestreitet1 ein ,diakon ,johann ,christian ,leo in seiner ,predigt ,die ,offenbahrungen ,gottes im ,erdbeben1 ,weienfels #ageg1 darlegt1 da ,gott im ,erdbeben seine ,gerechtigkeit und ,gte offenbart6 ,wie vllig alles ,verstandes beraubt mu eine ,konfession oder ,zeit sein1 die nach der schrecklichen ,katastrophe von ,lissabon und unter deren unmittelbarem ,eindruck solche ,folgerungen ziehen kann#af6 ,wenn irgend etwas den ,beweis zu liefern vermag1 da der blinde ,bibelglaube die ,vernunft lhmt und dadurch verdummt1 so ist es zweifellos ein ,symptom wie dieses3 unter allen ,umstnden ist ein ,eingriff ,gottes in das ,naturgeschehen eine gute ,handlung4 ,wir sehen zwar das genaue ,gegenteil1 aber da ,gott alle guten ,eigenschaften hat und ,vater der ,menschen ist1 so trgen uns eben ,augen und ,verstand6 ,betrachten wir nun des ,nheren die lhmende ,rolle1 die dieser ,bibelglaube spielt1 zumal1 wenn er noch durch den an die unfehlbaren ,interprtationen der ,autoritten gesttzt wird6 99 99 99 99 99 ,die ,frage von der ,existenz der ,antipoden gehrt zu den wenigen wissenschaftlicher ,art1 die die alte ,kirche beschftigten4 ,da die ,manicher zufllig das ,richtige trafen1 widersetzen sich die ,kirchenvter ihrer ,ansicht1 waren doch die ,manicher als ,ketzer verdammt4 ,der ,mnch ,cosmas1 der zu ,beginn des #f4 ,jahrhunderts in ,alexandrien lebte1 hatte in seiner ,topographia ,christiana,a die ,resultate seiner weiten ,reisen niedergelegt1 sowie eingehend ,stellung genommen zum ,verhltnis der ,wissenschaft zur ,bibel4 ,er bestreitet die ,existenz der ,antipoden1 und zwar aus folgenden zwingenden ,grnden3 ,da der ,schpfungsbericht der sechs ,tage mit den ,worten schliet ,dies ist das ,buch des ,ursprungs von ,himmel und ,erde 7,genesis #b1 #d7 meint ,cosmas1 wenn die ,lehre von den ,antipoden richtig wre1 dann wrde der ,himmel die ,erde umschlieen und es htte daher nur zu heien brauchen3 ,dies ist das ,buch des ,ursprungs des ,himmels4 ,da es nun kaum einen biblischen ,schriftsteller gibt1 der sich nicht des ,ausdruckes ,himmel und ,erde zur ,bezeichnung des ,universums bedient1 so war das von ,cosmas angefhrte ,argument von grter ,beweiskraft4 ,setzte es ihn doch in die ,lage1 als ,gewhrsmnner gegen die ,existenz der ,antipoden ,abraham1 ,david1 ,hosea1 ,jesaja1 ,sacharia1 ,melchisedek usw4 anzufhren4 ,autoritten beweisen aber ja bekanntlich noch heute und besonders war das damals der ,fall4 ,aber ,cosmas hat damit seine ,beweismittel noch keineswegs erschpft4 ,da es in der ,bibel heit1 die ,erde stehe auf ihren ,pfeilern fest1 was zum mindesten schlieen lasse1 da sie nicht in der ,luft schwebe1 da ferner ,paulus sagt 7wenigstens wie ,cosmas aus den phantastischen ,erklrungen von ,hebr4 ,,viii1 #a1 #b1 ,,ix1 #a1 #b1 #aa1 #ab1 #bd folgert71 alle ,menschen seien geschaffen1 um auf dem ,antlitz der ,erde zu leben1 woraus deutlich hervorgeht1 da sie nicht auf mehr als einem ,antlitz oder gar auf ihrem ,rcken leben1 so msse ein ,christ nicht einmal von ,antipoden sprechen4 ,da die ,beweise des ,cosmas1 gesttzt auf ,bibel und ,autoritten1 nicht minder auch durch den ,antagonismus gegen die ,manicher1 allgemeine ,anerkennung finden muten1 ist selbstverstndlich4 ,selbst ein ,bonifacius1 ermutigt vom ,papst ,zacharias1 fand es nicht unter seiner ,wrde1 in dieser ,sache die ,sturmfahne gegen den ,irlnder ,st4 ,virgilius zu fhren1 als dieser es gewagt hatte1 um die ,mitte des #h4 ,jahrhunderts in ,bayern die ,existenz der ,antipoden zu behaupten4 ,man bannte #gdh diesen spter heilig gesprochenen ,abt von ,st4 ,peter in ,salzburg1 spteren ,bischof1 der trotz seiner ,irrlehre dazu berufen war1 ,krnten und ,steiermark zu christianisieren4 brigens wurden auch noch in spteren ,jahrhunderten ,verteidiger der ,antipodenthese von ppstlicher ,seite verdammt1 whrend ,albertus ,magnus1 ,dante und andere ungestraft die gleiche ,ansicht vertreten durften4 ,im #ad4 ,jahrhundert wurden wegen der ,antipodenlehre noch ,pietro d',abano bestraft1 ,cecco d',ascoli als ,greis verbrannt4 ,aber selbst noch zur ,zeit ,heinrichs des ,seefahrers1 als die groen atlantischen ,entdeckungen doch schon begonnen hatten1 konnten sich noch ,mnner wie der ,kardinal d',ailly auf ,grund der ,bibel gegen ,antipoden erklren1 ja ein ,columbus mute sich von den ,theologen ,salamancas darber belehren lassen1 da die ,annahme bewohnter ,lnder auf der anderen ,erdhlfte gegen ,schrift und ,kirchenvter verstoe#ag4 99 99 99 99 99 ,unter dem ,titel ,systema ,theologicum ex ,prae-,adamitarum ,hypothesi erschien im ,jahre #afee von dem franzsischen ,protestanten ,la ,peyrre ein ,werk1 das verdienstvoll genannt werden mu durch die ,kritik1 die es an der biblischen ,geschichte bt und mit der es versucht ,widersprche zwischen ,wissenschaft und ,bibel dadurch aufzuklren1 da es die ganze vorsintflutliche ,geschichte lediglich auf das jdische ,volk beschrnkt wissen will4 ,sehr merkwrdig sind nun einzelne ,fragen1 die er in diesem ,bestreben aufwirft3 ,warum htete ,abel die ,schafe1 da es doch keine ,diebe gab8 ,wo nahm ,kain die ,waffe her1 mit der er seinen ,bruder ttete8 ,da in der ,bibel zwei ,schpfungsgeschichten miteinander verquickt sind1 was zu ,widersprchen fhrt1 war ihm nicht entgangen und kommt ja auch z4 ,b4 klar in ,kains ,furcht weiter zu wandern zum ,ausdruck1 da er nicht von jemand gettet zu werden ,gefahr laufen wollte4 ,nun ist es gewi kein ,wunderwerk der ,intelligenz1 da noch am ,ende des #ah4 ,jahrhunderts gesttzt auf diese aus der ,bibel zu folgernde ,schpfung anderer ,menschen unabhngig von der ,adams das irlndische ,parlamentsmitglied ,dobbs die ,existenz einer nicht von ,adam stammenden ,menschenrasse nachdrcklich verteidigt und die ,neger auf eine ,ehe ,evas mit dem ,teufel zurckfhrt6 ,in ,amerika geschah dasselbe zur ,verteidigung der ,negersklaverei#ah4 99 99 99 99 99 ,im ,jahre #ageb erschien in ,nordhausen eine #i ,bogen starke ,schrift des ,konrektors des dortigen ,gymnasiums ,joh4 ,friedrich ,albert mit dem ,titel ,versuch eines neuen ,beweises1 da die ,sndfluth allgemein gewesen1 und ber die gantze ,erde ergangen sey2 wobey zugleich noch andere dahin gehrige ,sachen und seltene ,nachrichten ausgefhret worden4 ,das ,buch1 das natrlich jedes ,bibelwort fr bare ,mnze nimmt und in naivster ,weise u4 a4 beweist1 da die ,schrift bereits vor der ,sintflut erfunden war1 wirft auch die ,frage auf1 ob genug ,wasser zur berschwemmung der ganzen ,erde vorhanden gewesen sei4 ,einige ,meknstler sagen1 da zur gntzlichen ,bedeckung der ,oberflche unmglich1 so viel ,wasser vorhanden seyn knne3 zumahl ,moses anfhre1 da das ,gewsser #ae ,ellen hoch ber die hchsten ,berge gestiegen sey4 ,aber es hat noch ,niemand unter allen ,meverstndigen eine so genaue ,ausrechnung des ,meeres ,breite und ,tiefe geliefert1 da man sagen knnte1 wie viel ,lasten ,wasser in dieser oder jener ,see sey4 ,wer misset die ,erde mit einem ,dreyangel8 ist ein ,ausdruck der ,heiligen ,schrift4 ,wer wei1 wie viel ,wasser in den unterirdischen ,gngen der ,erde1 und in ihren ,hlen eingeschlossen sey4 ,moses sagt ausdrcklich3 alle ,brunnen der groen ,tieffen brechen auf1 d4 i4 alles ,wasser1 das in den tiefsten ,grnden der ,erde befindlich war1 stieg auf ,gottes ,befehl herauf4 ,wie gieng das zu8 ,gott brachte durch ,hlfe der ,winde die ,wasser weg1 also ist es ihm auch mglich gewesen durch dieselben die ,wsser ber der ,erde zusammen zu treiben4 ,man stelle sich nur einen ,seesturm vor4 ,wre dieses ,wasser auch nicht genug gewesen1 so kam doch das ,wasser aus den ,wolcken darzu4 ,in dieser ,tonart geht es weiter#ai4 ,es ist wirklich hchste ,zeit1 da ,gelehrte mit ,rcksicht auf die ,mglichkeit einer totalen ,sintflut den ,wasservorrat auf den ,liter berechnen4 ,das wre auch eine dankbare ,aufgabe fr eine ,akademie der ,wissenschaften6 ,welche ,unsumme von pfffischer ,borniertheit und ,dummpfiffigkeit ist zur ,prfung einer solchen ,frage erforderlich6 ,und das in der ,zeit der ,aufklrung6 ,der ,leipziger ,anti-,wolfianer ,crusius 7 #agge71 fate die oberhimmlischen ,wasser als eine wirkliche ,wassersphre auf1 die die ganze ,welt umgebe und durch ,widerspiegelung der ,gestirne den ,schein der ,milchstrae erzeuge#bj6 99 99 99 99 99 ,der ,kampf der freien ,forschung1 der ,astronomie1 ,geologie1 ,anthropologie1 ja der ganzen ,naturwissenschaft gegen die ,bibel bzw4 gegen die erdrckende ,mehrheit der ,theologen1 die auf sie gegen gesunden ,menschenverstand und ,erfahrung schworen1 ist voller ,tragik4 ,da sich frhere ,jahrhunderte an den ,wortlaut der ,bibel hielten und auch die ,schpfungsgeschichte buchstblich auffaten1 ist allgemein bekannt4 ,weniger schon1 da noch in einer #aghi erschienenen ,dogmatik des ,freiburger katholischen ,exegeten und ,apologeten ,engelbert ,klpfel 7 #ahaa7 die sechs ,tage der ,schpfung als #bdstndige ,zeitrume aufgefat werden4 ,er wies alle ,versuche zur ,ausgleichung der geologischen ,lehren mit der ,bibel zurck und behauptete1 da die ,raschheit des ,schpfungsverlaufes im ,interesse der ,wahrung von ,gottes unbeschrnkter ,allmacht betont werden msse4 ,sogar ,augustins ,simultanschpfungslehre lie er als plausibel1 weil durch die bedingte ,zustimmung so groer ,kirchenlehrer wie den hl4 ,thomas von ,aquino gedeckt1 zu4 ,er verteidigte ferner die ,geschichte des ,sndenfalls und des ,paradieses als streng historisch aufzufassende ,urkunden4 hnlich fat auch das #agif erschienene ,bibelwerk von ,brentano-,dereser im #a4 von ,brentano bearbeiteten ,teil den ,schpfungsbericht1 die ,tagewerke und alles andere buchstblich und streng historisch auf4 ,noch in der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts gab es eine ,reihe bedeutender protestantischer ,theologen1 so ,buddeus1 ,joh4 ,jak4 ,rambach usw41 die noch zwischen ,helio- und ,geozentrismus schwanken1 natrlich aus biblischen ,grnden4 ,so schrieb noch #agag ,s4 ,h4 ,klausing in ,wittenberg ,de ,scriptura ,sacra non ,copernizante4 ,um dieselbe ,zeit verfate ,sam4 ,chr4 ,hollmann ebenda die ,dissertation ,vom ,gebundensein des christlichen ,astronomen durch die hl4 ,schrift 7,de obligatione astronomi christiani erga ,scr4 ,s471 und ,nikol4 ,mller in ,kiel eine ,abhandlung ,von der unzweifelhaften ,bewegung der ,sonne und ,ruhe der ,erde 7,de indubio solis motu immotaque telluris quiete7 #agbd4 ,er verwarf darin ,kopernikus1 ,tycho ,brahe1 ,cartesius1 ,huyghens1 ,newton samt und sonders und beschwor ihre ,anhnger3 sie mchten doch jene hchst gottlose1 von gewissen heidnischen ,philosophen des ,altertums auf des ,erzfeindes ,satan ,antrieb ausgesonnene1 dann von ,kopernikus wieder aufgewrmte und von ,cartesius und dessen ,anhngern vergeblich in ,schutz genommene ,meinung fahren lassen1 weil sie damit doch nur dem ,atheismus1 ,deismus1 ,naturalismus und ,indifferentismus ,vorschub leisteten6 ,fromme ,protestanten haben ja noch im #ai4 ,jahrhundert gegen den ,heliozentrismus geeifert1 nachdem schon 767 #ahbb ,papst ,pius ,,vii4 offiziell erklrt hatte1 da die ,drucklegung und ,publikation von ,werken1 welche ber die ,bewegung der ,erde und das ,stillestehen der ,sonne nach der gemeinsamen ,meinung der modernen ,astronomen handeln1 in ,rom gestattet sei4 ,allerdings lie erst der ,neudruck des ,index von #ahce die ,verbote gegen ,kopernikus1 ,stunica1 ,foscarini1 ,galilei und ,kepler fallen4 ,schon achtzig ,jahre vorher hatte ,benedikt ,,xiv4 fr einen einzigen ,fall die ,weglassung gestattet#ba4 99 99 99 99 99 ,doch was will das alles gegen folgende ,zeugnisse protestantischer ,beschrnktheit bedeuten8 ,ihnen kann man weder den ,stand des ,wissens ihrer ,zeit als mildernden ,umstand anrechnen1 noch die ,intoleranz einer hchsten kirchlichen ,instanz1 die mit ,exkommunikation und ,scheiterhaufen drohte1 und sie dadurch zum ,verschweigen der eigenen ,meinung zwang1 noch gibt es sonstwo irgendwelche ,entschuldigungsgrnde4 ,vielmehr handeln alle diese ,autoren aus reiner1 lauterer ,dummheit4 ,der alttestamentliche ,exeget ,c4 ,fr4 ,keil in ,dorpat trat seit #ahfj als ,gegner der ,geologen und ,verteidiger einer buchstblichen ,geltung der sechs ,schpfungstage auf4 ,seine triftigsten ,grnde zur ,widerlegung der ,geologen nimmt er aus der ,bibel4 ,sie berichtet von zwei ,ereignissen der ,urzeit1 deren ,einflu auf die ,gestaltung des ,erdbodens und die ,entwicklung der ,pflanzen- und ,tierwelt keine ,naturwissenschaft ermessen kann4 ,wir meinen #a4 den ,fluch1 der infolge des ,falles der ,stammeltern unseres ,geschlechtes von ,gott ber die ,erde ausgesprochen und durch den auch die ,tierwelt dem ,verderben unterworfen wurde 7,gen4 #c1 #ag2 ,rm4 #h1 #bj71 und #b4 die ,sintflut1 durch welche der ,erdboden bis zu den hchsten ,bergen unter ,wasser gesetzt wurde und alle lebendigen ,wesen auf dem trocknen ,lande bis auf die von ,noah in der ,arche geborgenen ,tiergeschlechter untergingen4 ,die ,sintflut verursachte die ,gebirgsbildung1 ,wirkung des gttlichen ,fluches aber sind die in der gegenwrtigen ,tierwelt verbreiteten ,phnomene des ,raubens1 ,zerreiens1 ,verzehrens usw4#bb6 ,einen ,vorgnger von hnlicher ,glaubensstrke und ,verstandesschwche -- es hat da oft den ,anschein1 als knnten sich ,glaube und ,verstand nicht vertragen1 so da derselbe ,mensch entweder nur glubig oder nur verstndig sein kann1 oder doch1 als ob zu gewissen ,zeiten beim gleichen ,individuum bald der ,glaube herrscht1 bald der ,intellekt -- hatte ,keil allerdings im orthodoxen ,protestanten ,joh4 ,richers4 ,dieser gab unter dem ,titel ,natur und ,geist im ,jahre #ahej ein dreibndiges gelehrtes ,werk heraus1 in dem er1 gleich wie in seiner ,zeitschrift fr heilige ,naturforschung 7#ahfj7 der gesamten physikalischen ,wissenschaft vom ,standpunkt einer theosophischen ,spekulation den ,krieg erklrte4 ,er griff die ,lehren von der ,schwerkraft1 der ,anziehungskraft1 ,elektrizitt1 ,wrme1 ,licht1 ,galvanismus und ,magnetismus an4 brigens blieb dieser bibelfeste ,mann keineswegs vereinzelt4 ,karl ,schppfer schrieb ,die ,erde steht fest1 ,berlin #ahed 7#e ,auflagen671 ferner ,die ,bibel lgt nicht 7,nordhausen #ahed71 und ,die ,widersprche in der ,astronomie 7#ahfi74 ,der ,superintendent ,a4 ,frantz in ,sangershausen wurde sich gefhrlich durch sein ,buch ,andeutungen ber die ,pseudodoxie der ,naturwissenschaft 7,magdeburg #ahfg74 ,der ,englnder ,morrison lie im gleichen ,jahre ,new ,principia or ,true ,system of the ,astronomy1 in which the ,earth is proved to be the ,stationary ,centre of the ,solar ,system erscheinen4 ,noch im ,jahre #ahgf konnte von protestantischer ,seite in ,frankfurt ein ,werk verbrochen werden1 das im wesentlichen auf gleichem ,standpunkte steht4 ,anton ,ziegler vertritt in seinem ,buche ,die ,nachtseite der evangelischen ,glaubenswissenschaft den stumpfsinnigsten ,bibelglauben4 ,in sechs gewhnlichen ,tagen1 d4 h4 in #f mal #bd ,stunden1 hat ,gott die rohe ,weltsubstanz zum ,kosmos verklrt4 ,gott hat1 nachdem er gleichsam das ,grbste auf einmal vollbracht und die ,weltmaterie1 wie ein ,bildhauer seinen ,marmorblock1 auer sich hingestellt hatte1 sich bei der 444 ,formierung des ,marmorblocks geradeso wie ein ,mensch an die ,abwechslung von ,tag und ,nacht gehalten1 so da also die materielle ,substanz der ,schpfung1 wenn auch nur um ein ,weniges1 lter ist als ihre ,ordnung und ,schnheit4 ,der geniale ,verfasser erblickt ein eklatantes historisches ,zeugnis fr diese ,wahrheit1 in den zwar nicht die ,erdensubstanz selbst1 aber doch deren ,gestalt und ,ordnung teilweise ndernden ,wirkungen der ,sintflut1 die man jetzt gewhnlich viel zu gering anschlage1 nachdem man sie in frheren ,jahrhunderten ungebhrlich berschtzt habe4 ,die ,englnder hatten brigens den ,naturwissenschaften gegenber sich nicht minder rabiat benommen4 ,so konnten zwei glaubensstarke ,mnner1 ,fairholm und ,george ,young1 der profanen die ,schriftgeologie 7,geol4 of ,scripture1 ,scriptural ,geology #ahcc7 entgegenstellen4 ,im ,jahre #ahdd eiferte ,dean ,cockburn in einem ,vortrage vor der britischen ,naturforscherversammlung1 einmal sogar speziell gegen die ,physische ,geographie der ,lady ,somerville in einer ,predigt1 die er in der ,kathedrale von ,york hielt1 gegen die ,irrlehren der ,geologie4 ,der anonyme ,verfasser der #ahec erschienenen ,schrift ,a brief and complete refutation of the anti-scriptural theory of ,geologists behauptete1 die ,versteinerungen seien bloe ,naturspiele4 ,selbst die ,mammute ,sibiriens seien niemals lebende ,tiere gewesen1 sondern als leblose ,fleisch- und ,knochenklumpen unter dem ,eise erschaffen4 ,ein umgeknickter ,baumstamm1 den man versteinert in einem ,steinkohlenlager gefunden hatte1 sei nur geschaffen worden1 um die schrecklichen ,gotteslsterungen der ,geologen zum ,schweigen zu bringen#bc4 ,doch genug des ,bldsinns6 ,wer es nicht gelernt hat seiner ,vernunft und ,erfahrung zu vertrauen1 wer ,autoritten bedarf1 um sich von der ,wahrheit irgendeiner ,sache berzeugen lassen zu mssen1 der ist auf der schiefen ,ebene4 ,wie weit ihn seine ,dummheit forttreibt1 das ist mehr oder weniger ,frage des ,zufalls4 ,der schlimmste ,frderer der ,dummheit war zweifellos der ,bibelglaube bzw4 der an die ,unfehlbarkeit der ,bibel in allen ,fragen4 ,ferner der an die ,unfehlbarkeit irgendeiner kirchlichen ,instanz1 der ,dogmen1 ,konzilien1 des ,papstes oder irgend eines ,bekenntnisses1 weil diesen ,autoritten die ,macht zur ,verfgung stand eventuell mit ,gewalt ihre ,ansicht aufzuzwingen4 ,zudem hatten sie die ,heiligung durch die ,lnge der ,zeit fr sich und die ,resonnanz der ,massen4 ,aber auch andere ,mchte sind nicht ungefhrlich1 auch wenn sie nicht mit dem ,bannstrahl der ,amtsentsetzung1 von ,folter und ,gefngnis ganz zu schweigen1 auftreten knnen4 ,doch wir wollen das ,kapitel nicht schlieen1 ohne ein reizendes ,prbchen von ,verquickung der ,naturwissenschaft mit dem ,bibelglauben mitzuteilen3 ,der franzsische ,botaniker ,naudin entwickelt in seiner ,abhandlung ,die verwandten ,spezies und die ,entwicklungslehre 7im ,bulletin der franzsischen botanischen ,gesellschaft #ahgd7 folgende ,gedanken3 ,adam1 der erste ,mensch1 der sich aus dem ,urblastem oder aus dem ,erdkloe loslste1 besa vorerst nur einen temporren ,organismus1 einen androgynen ,larvenleib ohne geschlechtliche ,differenzierung4 ,aus diesem ,larvenzustande trat dann durch jene entwickelnde ,kraft der volle ,mensch heraus4 ,um dieses groe ,werk zu ermglichen1 mute ,adam in einen erzeugungslosen und bewutlosen ,schlaf versetzt werden1 welcher mit dem ,larvenzustande der ,tiere1 die einer ,metamorphose unterliegen1 hnlichkeit hat4 ,whrend dieses ,schlafes erfolgte nach der ,bibel die ,hervorbildung des ,weibes aus dem ,manne4 ,man hat sich nach ,naudin diesen ,vorgang als ein hnliches ,knospentreiben zu denken1 wie es bei den ,medusen und ,ascidien stattfindet4 ,der auf diese ,weise physiologisch fertig ausgebildete ,mensch konnte fortan1 hnlich wie die ,pflanzen- und ,tierarten1 zwar noch zahlreiche ,rassen oder ,spielarten als ,produkte des ihm noch innewohnenden ,rests von ,entwicklungskraft hervorbringen1 jedoch keine neue organische ,spezies#bd4 ,funote3 ,a ,in der ,vorrede der ,benediktiner-,ausgabe der griechischen ,kirchenvter -- ,paris #agjf -- ,tom4 ,,ii4 hat ,montfaucon viele ,stimmen von ,kirchenvtern gesammelt1 die die ,antipoden leugnen4 ,,ii4 ,kapitel ,die ,askese ,sahen wir im vorigen ,kapitel1 wie der ,geist durch die ,autoritt der ,bibel und ,kirche geknechtet wurde1 so wenden wir uns nun der ,mihandlung des ,krpers unter dem ,einflu der gleichen ,faktoren zu4 ,da die sinnlichen ,begierden viel ,unheil in der ,welt anrichten und ihre ,zgelung eine der wichtigsten ,aufgaben der sittlichen ,persnlichkeit sei1 ist ganz zweifellos richtig4 ,jeder strebende ,mensch wird danach trachten1 sich von den ,ketten der ,sinnenlust zu befreien1 seinen ,verstand und ,willen ber das ,triebhafte in ihm ,herr werden zu lassen4 ,dieser durchaus gesunde ,gedanke1 den alle hochstehenden ,religionen mehr oder minder klar aussprechen1 bedarf aber1 wie jeder1 zur ,durchfhrung der ,intelligenz4 ,wo diese fehlt1 wird ein teils widerliches1 teils komisches ,zerrbild daraus4 ,aus dem berechtigten ,bestreben1 seine ,sinne zu zgeln1 wird das trichte sie berhaupt zum ,schweigen bringen4 ,hat eine verstndige ,selbstzucht das ,ziel durch ,beherrschung der ,sinne1 ,krfte fr hhere ,zwecke frei zu machen1 wird in den ,hnden der ,dummen die ,erttung des ,fleisches ,selbstzweck1 sie fhren einen ,kampf1 in dem sie ihre gesamte ,kraft absorbieren4 ,sollen wir durch ,abhrtung1 ,bedrfnislosigkeit1 ,erlangung einer gleichmigen ,heiterkeit der ,seele uns widerstandsfhiger machen gegen die nur allzugroen und allzuvielen ,leiden1 die uns das ,leben bringt1 es erreichen1 da nicht jede bagatellmige ,unbequemlichkeit uns derart strt1 da wir zu ernster ,arbeit oder verstndiger ,lebensfreude unfhig werden1 so bereitet der ,asket sich absichtlich grere ,leiden1 als sie normalerweise je das ,leben ihm bringen wird4 ,gewi gibt es eine ,weltanschauung des traurigsten ,pessimismus1 die das ganze ,leben als eine ununterbrochene ,leidenskette betrachtet4 ,niemand hat sie in eine tiefere ,lehre gebracht1 als ,buddha4 ,aber selbst dieser erhabene indische ,weise ist weit davon entfernt1 ,askese zu fordern4 ,mgen wir aus den vielen ,unzulnglichkeiten des ,daseins folgern1 da es hhere ,werte gibt1 als ,sinnengenu1 da es nicht ratsam ist1 sein ,herz allzusehr an ,vergngliches zu hngen1 darum auf die ohnehin bescheiden zugemessenen ,freuden zu verzichten1 ist etwa geradeso tricht1 als wollte der ,frierende noch seine letzten ,kleidungsstcke abwerfen1 statt die wenigen1 die er hat1 desto fester um sich zu nehmen4 ,zweck der ,askese1 der ,gengsamkeit und ,bedrfnislosigkeit kann doch nur sein dadurch glcklicher oder besser zu werden1 hhere oder dauerhaftere oder leichter zu beschaffende oder auch unschdlichere ,gensse an die ,stelle der gegenteiligen zu setzen4 ,der ,soldat1 der ,hochtourist1 der ,nordpolfahrer1 werden gut tun1 sich an ,entbehrungen zu gewhnen1 um auch ohne schwer zu beschaffende materielle ,gensse zufrieden sein zu knnen4 ,der ,seemann wird versuchen mssen1 das ,heimweh zu bekmpfen1 der krperlich ,leidende wird seine ,freuden vornehmlich auf dem ,gebiete des ,gemtes und ,geistes suchen1 statt seinen ,schmerzen nachzugeben4 ,nicht der ist weise1 der aus ,furcht ein ,glied verlieren zu knnen1 sich selbst verstmmelt1 aus ,angst vor dem ,tode ,hand an sich legt1 sondern die starke ,seele1 die beim ,verlust der ,augen froh ist1 noch das ,gehr zu besitzen1 die sich mit der linken ,hand begngt1 wenn die rechte verloren ging1 die berhaupt nicht das ,fehlende1 sondern das ,vorhandene betrachtet und mit diesen ,mitteln das ,mglichste zu erreichen versucht4 ,besonders einfltig aber sind ,menschen1 die auf den ,gebrauch irgendeines ,gutes verzichten1 weil sie sich nicht die ,willensstrke zutrauen1 es mig und eines ,gebildeten wrdig zu verwenden4 ,dazu gehrt etwa die ,abstinenzbewegung unserer ,tage4 ,es ist die gleiche ,barbarei auf den ,alkohol zu verzichten1 weil man sonst unmig sein wrde1 als sich zu betrinken1 whrend es klug wre eine ,dosis zu ermitteln1 die angenehme ,wirkungen hervorruft1 ohne dem ,krper zu schaden und willensstark -- wenn wir dieses hochtrabende ,wort auf eine so selbstverstndliche ,sache anwenden drfen -- dieses zulssige ,quantum nicht zu berschreiten1 wenn das ,verlangen danach auch noch so gro sein mag4 ,ein ,blick auf die ,geschichte des ,christentums -- allerdings auch auf die anderer ,religionen -- lehrt uns1 wie weit ,theorie und ,praxis vom ,vernnftigen abwichen4 ,um die ,skylla zu vermeiden fiel man allgemein in die ,charybdis4 ,betrachten wir zunchst die ,askese des ,fastens und des ,speiseverbotes4 ,im #d4 und #e4 ,jahrhundert der christlichen ,zeitrechnung gab es ,asketen1 die gekochte ,speisen verabscheuten und lange ,zeit oder gar ihr ,leben lang sich ausschlielich von ,gras1 ,krutern1 ,baumfrchten1 rohen ,getreidekrnern usw4 ernhrten4 ,jakob von ,nisibis war einer dieser ,omophagen4 ,eine andere ,spezies dieser ,narretei wurde von den ,krithophagen reprsentiert1 sonderbaren ,heiligen1 die nur von in ,wasser aufgeweichter ,gerste oder1 wie ,eusebius1 von entsprechend prparierten ,bohnen oder ,kichererbsen lebten4 ,in diese ,kategorie gehrt auch die ,linsenesserin ,domnina4 ,noch weiter in der ,frmmigkeit des ,magens bzw4 im ,vergngen1 an ,dingen1 welche wir nicht kriegen1 um mit ,busch zu sprechen1 gingen die ,hungerknstler ,markianos1 der das ganze ,jahr hindurch nur einmal tglich a1 oder ,symeon ,stylites der ltere 7bevor er seine ,sule bestieg7 und die ,berenserinnen ,marana und ,kyra1 die bald das #djtgige ,fasten ,christi nachahmten1 bald das dreiwchige ,daniels4 ,den ,rekord aber stellt ,elpidius auf1 der #be ,jahre hindurch nur an ,samstagen und ,sonntagen a oder gar der fromme ,johannes der -- wer's nicht glaubt1 bezahlt 'nen ,taler -- eine ,reihe von ,jahren nur von der ,eucharistie lebte4 ,allerdings verwandte man damals zu diesem ,zweck ,brot statt ,oblaten4 99 99 99 99 99 ,da ein solches ,leben nicht gerade die ,disposition zu den ,freuden der ,liebe steigert1 liee sich eigentlich annehmen4 ,das ,verhalten der ,einsiedler widerspricht dem aber4 ,wie liee es sich sonst verstehen1 da ,evagrius nicht nur auf geistige ,getrnke verzichtet1 sondern sogar seine ,schler vor dem ,wassertrinken warnt1 da es majores phantasias generat et largiora daemonibus receptacula praebet4 ,als diesen ,asketen einst der ,dmon der ,unkeuschheit peinigte1 sprang er zur ,winterszeit in einen ,brunnen und mute zur ,khlung seiner ,glut dort die ganze ,nacht zubringen4 ,was diesen ,frommen an ,intelligenz gebrach1 scheint demnach durch ihre ,mnnlichkeit reichlich wettgemacht worden zu sein#a6 99 99 99 99 99 ,die ,askese der esoterischen ,manichergemeinde1 des ,ordens der ,wahrhaftigen oder ,erwhlten1 bestand nach den bereinstimmenden ,angaben der ,kirchenvter1 wie der orientalischen ,quellen vor allem in der bernahme der drei ,siegel 7signacula74 ,das sind3 #a4 die ,enthaltung des ,mundes von jeder ,art unreiner ,speise und unreiner ,worte 7signaculum oris74 #b4 ,die ,enthaltung der ,hnde von jedweder die ,lichtwelt schdigenden ,beschftigung1 namentlich vom ,abbrechen von ,baumfrchten usw4 7signaculum manum71 #c4 ,die ,enthaltung des ,busens von aller sinnlichen ,unlauterkeit1 besonders allem ,geschlechtsverkehr1 auch der ,ehe 7signaculum sinus74 ,die ,mundversiegelung verpflichtete den vollkommenen ,manicher zur ,vermeidung nicht nur jeglichen ,fleischgenusses1 sondern auch aller nicht reiner ,vegetabilien4 ,nur reine ,pflanzenkost bestehend aus ,melonen1 l und anderen 7angeblich an ,lichtbestandteilen besonders reichen7 ,baumfrchten war gestattet4 ,getreideprodukte1 namentlich ,brot1 durfte von ihnen nur ausnahmsweise genossen werden und auch dann war es keinesfalls zulssig1 da sie es selbst zubereiteten oder brachen4 ,die manichischen ,laien hatten keine so strengen ,kostgesetze1 immerhin muten sie durch die ,frsprache eines ,elektus gttliche ,verzeihung erwirken4 ,der ,elektus redete das ihm berreichte ,brot1 um seine ,unschuld an dessen ,zubereitung zu beteuern1 folgendermaen an3 ,ich habe dich nicht geschnitten1 nicht gemahlen1 nicht geknetet1 nicht in den ,backofen gelegt1 sondern ein anderer hat das getan2 ich esse dich ohne ,schuld usw4 brigens galt ihnen die ,ttung von ,tieren als noch schlimmeres ,vergehen1 als diese ,pflanzenverletzungen1 weil die ,tiere dmonischer ,abkunft seien1 ihre ,schlachtung also einen ,eingriff ins ,reich der ,dmonen bedeute4 ,auch die ,bereitung und der ,genu von ,wein war ein ,kapitalverbrechen1 denn der ,wein sei die ,galle des ,frsten der ,finsternis4 ,die ,beschrnkungen des ,hndesiegels fallen weniger unter den asketischen ,gesichtspunkt1 als unter den einer aberglubigen ,reinlichkeitsobservanz4 ,die ,busenversiegelung aber war eine ,manahme1 die die ,erwhlten zwar in den ,augen derer1 die nicht alle werden1 zu hheren ,wesen stempelten1 im brigen aber keine grere ,torheit forderte1 als die ,mnchs- und ,nonnenorden bis zum heutigen ,tage1 ja als die ,kirche von ihrem gesamten ,klerus#b4 ,das ,fastenverbot1 das ja bekanntlich im ganzen ,mittelalter und zum ,teil heute noch bestand1 wurde besonders in ,frankreich mit auerordentlicher ,strenge gehandhabt4 ,wie ,bodin erzhlt 7,dmon des sorciers1 p4 #baf71 lieen die ,zivilgerichte von ,angers im ,jahre #aeci diejenigen1 die des ,fleischgenusses am ,freitag berfhrt waren1 lebendig verbrennen1 wenn sie ohne ,reue blieben1 aber aufhngen1 wenn sie bereuten#c4 ,diese ,zwangsmaregeln beweisen zur ,genge1 wie wenig bereitwillig man es handhabte4 ,auf die einfltigen ,spitzfindigkeiten es zu umgehen -- da man etwa den ,biber zu den ,fischen rechnete -- sei nur andeutungsweise hingewiesen4 ,die ,fastenaskese wird noch heute in alter ,strke in der griechisch-orthodoxen ,kirche gehandhabt4 ,einige an der ,sonne gedrrte ,baumfrchte mit etwas ,brot und ,wasser bilden die einzige ,kost fr die strenger lebenden ,athos-,asketen4 ,dabei wohnen sie in finsteren ,schluchten unter elenden ,obdchern von ,lehm1 ,baumzweigen usw4 ,ein gewissenhafter anatolischer ,christ hat sich im ,jahre mindestens an #ahj ,tagen des ,fleischgenusses zu enthalten1 ja an ungefhr #adj ,tagen darf er auch keine ,fische genieen4 ,im orthodoxen ,ruland aber hat fr die strengeren ,fastenzeiten das ,priestertum eine ,art berwachungsrecht sogar ber die rzte4 ,nur auf ,grund besonderer vom ,popen ausgestellter ,erlaubnisscheine drfen den ,kranken dann krftigere ,speisen1 wie ,fleisch1 ,fleischbrhe1 ,eier1 ,butter usw4 rztlich verordnet werden#d4 99 99 99 99 99 ,geradezu wahnwitzig ist der ,kampf1 den der ,glubige gegen die ,sinnenlust fhren mu4 ,zugegeben1 da sie da und dort die ,gedanken von ,wichtigerem und ,hherem ablenken mag1 so lehrt doch gerade die ,geschichte der ,asketen die ,unmglichkeit oder doch ,unzweckmigkeit dieses ,ringens mit einer ,naturgewalt4 ,mit etwas mehr ,intelligenz begabt1 htte der ,asket hie und da der ,natur nachgegeben1 statt vor unbefriedigter ,sinnlichkeit keinen anderen ,gedanken fassen zu knnen4 ,makarius1 der ,lehrer des ,evagrius1 wurde einst derart vom ,dmon der ,wollust geplagt1 da er sich nur durch eine ganz erleuchtete ,kriegslist helfen konnte3 er hielt sich sechs volle ,monate hindurch splitternackt in einer ,sumpfgegend seiner ,wste auf1 bis die ,stechmcken seinen ,krper bis zur ,unkenntlichkeit zugerichtet hatten und man ihn1 ber und ber verschwollen und wie ein ,ausstziger aussehend1 nur mehr an seiner ,stimme erkannte4 ,ammonios mute auch zu einer ,gewaltkur greifen1 um seiner ,sinne ,herr zu werden4 ,sobald er ein menschliches ,rhren versprte1 verbrannte er sich bald an diesem1 bald an jenem ,gliede4 ,da sein ,krper mit ,brandmalen ber und ber bedeckt war1 lt ,schlsse auf sein ,innenleben zu4 ,kein ,wunder1 da diese ,mnner im wahrsten ,sinne des ,wortes -- hatten sie doch schon in der ,einsamkeit ihrer ,einsiedelei genug auszustehen -- den ,anblick eines weiblichen ,wesens nicht ertragen konnten4 ,so ri einer der ,altvter ,cassians1 ,paulus mit ,namen1 beim ,anblick einer ,frau pltzlich aus1 als wrde er von einem ,lwen verfolgt4 ,die ,beschaffenheit der ,frau spielte gar keine ,rolle4 ,diese armen1 an ,satyriasis leidenden ,trottel -- denn wie liee sich ihr ,verhalten anders als durch diese ,krankheit erklren8 -- wurden sogar durch den ,anblick der eigenen ,schwester in ,wallung versetzt4 ,ein gewisser ,pior mute erst von seinem ,bischof den strikten ,befehl erhalten1 seine ,schwester aufzusuchen4 ,er krzte aber den ,besuch mglichst ab1 betrat nicht einmal ihr ,haus1 sondern stellte sich ihr nur auf der ,trschwelle zu kurzer ,betrachtung vor4 ,dann kehrte er spornstreichs in seine ,zelle zurck4 ,wie doch nichts erfunden wird1 bevor sich das ,bedrfnis dazu einstellt6 ,was htte man damals mit ,yohimbin angefangen6 ,die weiblichen ,reize wirkten ja sogar noch im ,grabe6 ,wenigstens existiert eine ,legende vom keuschen ,abte ,thomas -- wie der gute ,mann zu dem ,epitheton ornans keusch kommt1 wird ihm wohl selbst ein ,rtsel sein6 -- dessen ,gebeine noch im ,grabe keine weibliche ,leiche neben sich dulden konnten#e6 ,der ,geist dieser ,heiligen mu auch in den frommen ,leuten in ,schweden gewirkt haben1 als sie die ,unterdrckung von ,linns ,system forderten1 weil es sich auf die ,entdeckung der ,geschlechter der ,pflanzen grnde und demnach darauf berechnet sei1 die ,einbildung der ,jugend zu erhitzen#f6 ,gegenber den oben genannten1 recht unbequemen ,gewaltkuren1 ist entschieden die folgende ,form der ,askese geschmackvoller oder doch amsanter4 ,evagrius schildert sie mit ,bewunderung3 gewisse ,mnche in ,palstina seien durch ein ganz vortreffliches und gttliches ,leben so sehr ,herr ihrer ,leidenschaften geworden1 da sie gewhnt waren1 mit den ,frauen zusammen zu baden4 ,denn weder der ,blick1 noch die ,berhrung1 noch die ,umarmung einer ,frau konnte sie in ihren natrlichen ,zustand wieder zurckfallen lassen4 ,unter ,mnnern wollten sie ,mnner1 unter ,frauen ,frauen sein 7,hist4 ,eccl4 ,i1 #ba74 ,damals wohnten auch ,jungfrauen und ,mnche oft in demselben ,hause beisammen und erklrten mit einer ,heuchelei von seltener ,khnheit1 sie htten ihre natrlichen ,leidenschaften so beherrscht1 da sie in ,keuschheit dasselbe ,bett teilten#g4 99 99 99 99 99 ,die1 eingangs erwhnte1 an sich sicherlich ganz berechtigte ,lehre1 da man sich nicht durch persnliche kleinliche ,rcksichten1 vermeidbare ,schwchen1 dazu verleiten lassen darf1 groe ,ziele aufzugeben1 da man nicht frh genug die jugendliche ,sentimentalitt abstreifen soll und1 ohne sich ber das ,notwendige hinaus zu verhrten1 gegen ,heimweh und ,trennungsschmerz schon deshalb ankmpfen mu1 weil es unvermeidliche bel sind1 ,tatsachen1 mit denen der ,weise fertig werden mu1 fhrten zu recht widerlichen ,konsequenzen bei unseren ,asketen4 ,hartherzigkeit1 ,unempfindlichkeit gegen menschliche ,leiden1 ,undankbarkeit gegen erwiesene ,wohltaten gehren wohl sicherlich zu den abstoendsten menschlichen ,fehlern4 ,gewi mu der ,feldherr1 ohne sich durch das ,jammern der ,verwundeten1 das ,rcheln der ,sterbenden erweichen zu lassen1 unter ,umstnden ,tausende opfern4 ,er hat das grere ,ziel1 die ,erhaltung des ,vaterlandes1 im ,auge4 ,weichen ,regungen hier nachzugeben1 die ,schonung von ,tausenden auf dem ,schlachtfelde mit der ,auslieferung von ,hunderttausenden daheim an einen siegreichen ,gegner zu erkaufen1 wre eine ,pflichtwidrigkeit4 ,sicherlich mu der ,operateur ohne ,rcksicht auf die ,schmerzen des ,patienten seine blutige ,kunst ausben1 wenn es ,hheres gilt1 die ,erhaltung des ,lebens4 ,der ,missionar darf nicht an die ,lieben daheim denken1 so wenig wie der ,forschungsreisende1 wenn er in die ,ferne zieht zur ,ausbung seines schweren und entsagungsvollen ,berufes4 ,hhere ,rcksichten mssen eben immer und berall den minder hohen vorangestellt werden4 ,zu den schwierigsten im ,leben zu erlernenden ,knsten gehrt sicherlich1 sich jederzeit ber das1 worauf es ankommt1 ber das ,essentielle1 klar zu sein4 ,sonach kann man es auch gewiss verstehen und gutheien1 wenn ,christus seinen ,jngern anbefiehlt1 ihre ,familien zu verlassen1 um ihm in die ,fremde zu folgen4 ,zu ,hause sitzend1 htten sie eben die ,lehre unmglich verbreiten knnen4 ,was aber wurde aus diesem in der ,natur der ,sache liegenden ,gebot8 ,was macht die ,dummheit aus ihm8 ,wer zweifeln sollte1 da die ,hartherzigkeit kirchliches ,gebot war1 wird eines ,besseren belehrt durch die ,geschichte1 die ,gregor der ,groe 7,dial4 ,,ii1 #bd7 erzhlt3 ,ein ,knabe war in ein ,kloster eingetreten4 ,die ,liebe zu seinen ,eltern bermannte ihn aber derart1 da er eines ,nachts sie heimlich besuchte4 ,er starb jedoch am ,tage seiner ,rckkehr1 und als er begraben wurde1 weigerte sich die ,erde1 einen so schndlichen ,verbrecher aufzunehmen4 ,seine ,leiche wurde wiederholt aus dem ,grabe geschleudert und konnte erst in ,frieden ruhen1 als der heilige ,benedikt ihr das ,sakrament auf die ,brust gelegt hatte#h4 ,das ist ja natrlich nur eine ,legende1 aber eine mit recht trauriger ,moral6 ,welche ,unsumme von ,herzensroheit steckt in ihr6 ,aber diese ,roheit ist lediglich eine ,ausgeburt der ,dummheit4 ,als ob die kindliche ,piett des ,knaben ein dauerndes ,hindernis seines neuen ,berufes gewesen wre6 ,und wie mute diese brutale ,dummheit auf das ,volk wirken6 ,doch wir brauchen uns keineswegs an ,legenden zu halten4 ,die ,geschichte der ,heiligen bietet genug ,material4 ,und das ,traurige ist1 da es sich nicht etwa um menschliche ,schwchen handelt1 die einfach registriert werden1 sondern um vorbildliche ,taten6 ,das mge aus folgendem hervorgehen3 ,der uns schon bekannte ,wsteneinsiedler ,evagrius erhielt nach geraumer ,zeit ,briefe von seinen ,eltern4 ,da er es aber nicht ertragen konnte1 da seine ,gedanken durch ,erinnerung an diejenigen1 die ihn liebten1 gestrt wurden1 warf er die ,briefe ungelesen ins ,feuer4 ,der heilige ,pmen und seine sechs ,brder hatten ihre ,mutter verlassen1 um ein asketisches ,leben zu fhren4 ,die alte1 durch ,krankheit gebeugte ,mutter ging nun1 uneingedenk des ,undankes ihrer ,shne1 allein in die ,wste1 um die zrtlichgeliebten ,kinder noch einmal zu sehen4 ,sie erblickte sie gerade1 als sie aus ihrer ,zelle in die ,kirche gehen wollten4 ,sie liefen aber sofort in die ,zelle zurck und einer der ,shne warf die ,tre vor ihr zu1 so da sie drauen bleiben mute und bitterlich weinte4 ,pmen kam nun an die ,tre1 ffnete sie aber nicht und sprach3 ,warum weinst und schreist du so sehr1 bist du nicht schon genug vom ,alter geplagt8 ,als sie die ,stimme ihres ,sohnes erkannte1 antwortete sie3 ,es geschieht1 weil ich euch1 meine ,shne1 zu sehen verlange4 ,was knnte es euch schaden1 wenn ich euch sehen wrde8 ,bin ich nicht eure ,mutter8 ,sugte ich euch nicht8 ,ich bin jetzt eine alte und verwelkte ,frau1 aber der ,ton deiner ,stimme hat mein ,herz so erregt1 da ich mein ,verlangen1 euch zu sehen1 nicht bewltigen kann4 ,die heiligen ,brder weigerten sich trotzdem1 die ,tre zu ffnen4 ,sie sagten der ,mutter1 sie wrde sie nach dem ,tode sehen1 und der ,lebensbeschreiber erzhlt1 sie sei dann fortgegangen1 zufrieden mit dieser ,aussicht#i4 ,so ehrt man seine ,eltern4 99 99 99 99 99 ,ein gewisser ,mutius verlie einst in ,begleitung seines einzigen ,kindes1 eines achtjhrigen ,knaben1 sein ,besitztum und bat um ,aufnahme in ein ,kloster4 ,die ,mnche willfahrten seiner ,bitte und begannen damit sein ,herz zu disziplinieren4 ,er hatte bereits vergessen1 da er reich war2 er mute nunmehr vergessen lernen1 da er ,vater war1 sagt ,cassian1 der uns die erbauliche ,geschichte berliefert4 ,man trennte also das ,kind von ihm1 hllte es in schmutzige ,lumpen1 schlug es1 trat es mit ,fen und mihandelte es auf jede ,art4 ,tag um ,tag mute der ,vater sehen1 wie das ,kind sich vor ,kummer verzehrte4 ,aber1 sagt der bewundernde ,biograph1 obgleich er dies ,tag fr ,tag sah1 war doch die ,liebe zu ,christus und zur ,tugend des ,gehorsams so gro1 da das ,vaterherz starr und unbewegt blieb4 ,er dachte wenig an die ,trnen seines ,kindes1 er war einzig um seine eigene ,demut und ,vollkommenheit in der ,tugend bekmmert4 ,endlich befahl ihm der ,abt1 das ,kind zu nehmen und in den ,flu zu werfen4 ,er ging ohne ,murren und ohne sichtbaren ,schmerz1 das ,gebot zu vollziehen4 ,erst im letzten ,augenblicke traten die ,mnche dazwischen und retteten das ,kind am ,rand des ,flusses4 ,mutius erlangte spter eine hohe ,stellung unter den ,asketen und wurde mit ,recht als einer betrachtet1 der das ,gemt eines ,heiligen zu groer ,vollkommenheit entfaltet hatte4 ,ob die ,geschichte wahr ist oder nicht1 ist wie bei fast allen ,heiligengeschichten recht gleichgltig und von minimaler ,bedeutung gegenber der ,tatsache1 da die damalige ,kirche diese ,herzlosigkeit und alles menschliche ,gefhl mit ,fen tretende ,verhalten lobte4 ,was hat doch die ,dummheit der ,askese und die um jeden ,preis ,gehorsam fordernde klerikale ,herrschsucht aus dem einfachen ,liebe deinen ,nchsten wie dich selbst gemacht6 ,da jemand aus ,gehorsam um ein ,haar zum ,mrder wird1 was nicht zum mindesten die sptere ,heiligsprechung veranlat1 ist durchaus kein vereinzelter ,fall4 ,einst kam ein ,thebaner zum ,abte ,siss und bat ihn ,mnch zu werden4 ,der ,abt fragte ihn1 ob er ,angehrige htte4 ,auf die ,antwort einen ,sohn entgegnete der ,abt1 ,nimm deinen ,sohn und wirf ihn in den ,flu und dann kannst du ein ,mnch werden4 ,der ,vater htte den ,befehl vollzogen1 wenn nicht im letzten ,augenblicke ein von ,siss abgesandter ,bote ihn widerrufen htte#aj4 ,die ,beispiele lieen sich ins ,unendliche vermehren4 ,verlassen wir aber lieber diese hlichen ,bilder1 jedoch nicht ohne noch eines hinzuzufgen1 das ,zeugnis ablegt von der ,skrupellosigkeit der ,mittel1 deren sich ,christen zur ,erreichung ihrer ,zwecke bedienten und von der ,herzensroheit1 die sich dabei offenbart4 ,der fromme ,kirchenvater ,tertullian verbot den ,glubigen den ,besuch der ,theater1 dafr stellte er ihnen aber ein desto herrlicheres ,schauspiel in ,aussicht1 nmlich -- die ,todesqualen der ,snder in der ,hlle4 ,von welcher ,gre wird dieses ,schauspiel sein8 ,wie werde ich es bewundern8 ,wie werde ich lachen8 ,wie werde ich mich freuen8 ,wie werde ich frohlocken1 wenn ich so viele und so groe ,knige1 von denen es heit1 sie seien in den ,himmel aufgenommen worden1 mit ,jupiter in eigener ,person und denen1 die fr ihn zeugten1 in der tiefsten ,finsternis werde jammern sehen6 ,dann werden die ,verfolger des ,namens unseres ,herrn in einem grausameren ,feuer schmelzen1 als das war1 das sie angezndet hatten fr die ,christen 444 ,dann werden die ,tragdienspieler in ihrem eigenen ,schmerz grere ,weherufe ausstoen1 als einst auf der ,bhne4 ,dann werden die ,schauspieler erst richtig geschtzt werden knnen dank der greren ,geschmeidigkeit1 die ihnen das ,feuer verleiht4 ,dann wird man den ,wagenlenker erblicken ganz feuerrot in feurigem ,wagen2 dann werden die ,athleten ein ,schauspiel bieten1 aber nicht wie sie gymnastischen bungen1 sondern dem ,feuer erliegen usw4 ,der ,mann1 der ein solch glnzendes ,zeugnis seiner ,menschenliebe ablegt1 schliet das #cj4 ,kapitel seiner ,schrift de ,spectaculis mit den ,worten3 ,wenn du solche ,schauspiele betrachtest1 darber in ausgelassene ,freude gertst1 was kann dir dagegen ein ,prtor oder ,konsul1 ein ,qustor oder hoher ,priester bei all seiner ,freigebigkeit bieten#aa8 99 99 99 99 99 ,welch ein ,geist1 der daraus atmet6 ,und auf diese ,weise wollte ,tertullian zur ,religion der ,nchstenliebe erziehen6 ,gegen diese hlichen ,bilder von mit ,dummheit gepaarter ,roheit wirken krperliche ,peinigungen noch harmlos4 ,in ihnen war man recht erfinderisch4 ,die bungen hatten keineswegs nur den ,zweck1 den ,leib abzutten1 als vielmehr dazu nach den hheren durch ,nachahmung der ,leiden ,christi zur ,entshnung der ,menschheit beizutragen4 ,die ganze ,lehre vom ,shnetode ,christi ist ja merkwrdig genug4 ,da ,christus sterben mute1 wenn seine ,religion nachhaltig auf die ,gemter wirken sollte1 ist klar4 ,die tiefe ,tragik seines ,martyriums war eine ,voraussetzung der weltgeschichtlichen ,bedeutung seines ganzen ,auftretens4 ,das hat aber nur sehr wenig mit der kirchlichen ,shnelehre zu tun1 in der ,gott-,vater eine merkwrdige ,rolle zugewiesen ist4 ,machen wir uns die alte ,opferlehre zu eigen1 da man das ,beste seiner ,herde1 seines ,besitzes dem ,gotte opfert1 um ihn gnstig zu stimmen1 so knnen wir ja schlielich auch verstehen1 da der ,asket das ,beste was er hat diesem ,zwecke widmet1 bzw4 das tut1 was ihm am meisten ,mhe macht oder am schmerzlichsten ist4 ,nur was an dieser ,ansicht christlich ist -- von der ,naivitt des ,glaubens ganz abgesehen -- will nicht recht einleuchten4 ,gottes ,hinopferung seines ,sohnes ist entschieden schwieriger zu begreifen4 ,ein ,vater ist beleidigt worden1 was ,gottes ,krnkung durch die sndige ,menschheit entspricht4 ,um nun an den ,beleidigern eine edle ,rache zu nehmen1 bringt der ,vater seinen ,sohn um1 bzw4 -- was bei ,gottes ,allmacht auf das ,gleiche hinaus luft -- er duldet1 wie sein ,sohn1 noch dazu der einzige1 umgebracht wird4 ,dadurch ist das ,verbrechen der ,beleidiger geshnt4 ,gewi1 eine merkwrdige ,logik1 die wohl niemand ins ,praktische umsetzen mchte4 ,doch sei dem wie ihm wolle3 die ,asketen glaubten -- und in den ,mnchsorden glaubt man es heute noch -- da die ,selbstpeinigung nicht nur ,wert habe als ,disziplinierungsmittel1 sondern auch dazu beitrage1 den kirchlichen ,gnadenschatz zu vermehren4 ,je mehr bles sich also ein solcher ,heiliger zufgt1 desto grere ,verdienste erwirbt er sich um die ,christenheit4 ,wir knnen diese ,anschauung nicht gerade als ein ,wunder der ,intelligenz betrachten4 ,wenn wir aber in einem spteren ,kapitel sehen werden1 welches ,unheil sie im ,volke anrichtete1 dann werden wir sie sicherlich nicht glimpflicher beurteilen4 ,da man sich nun auf normale ,weise die ntige ,pein nicht beibringen kann1 verfielen ingenieuse ,kpfe auf die ,ausbildung einer besonderen ,technik1 und man mu ihnen lassen1 da sie dabei ,erfolg hatten4 ,wer wird das bestreiten wollen1 wenn er folgende erbauliche ,geschichte hrt86 ,ein gewisser ,dominicus ,loricatus hatte die ,spezialitt1 als ,stellvertreter von anderen gewisse ,buzeiten durch von ,geielschlgen begleitetes ,psalmensingen zu absolvieren4 ,so absolvierte er beispielsweise hundert ,bujahre1 indem er zwanzig von der entsprechenden ,zahl ,geielhieben begleitete ,psalter rezitierte4 ,auf diese #bj ,psalter kamen #cjjjjj ,geielhiebe1 die er sich whrend der sechs ,tage1 die diese ,prozedur dauerte1 beizubringen hatte4 ,damiani1 der uns von diesem sonderbaren ,heiligen berichtet1 erlutert den ,vorgang folgendermaen3 ,da #cjjj ,geielschlge nach unserer ,regel ein ,bujahr ausmachen1 und1 wie es oft erprobt ist1 beim ,hersingen von #aj ,psalmen #ajjj ,hiebe stattfinden1 so ergeben sich fr die ,disziplin eines ,psalters 7also fr #aej ,psalmen begleitet von #aejjj ,hieben7 fnf ,jahre ,bue2 und wer #bj ,psalter mit der ,disziplin hersingt1 kann berzeugt sein1 #ajj ,bujahre vollgemacht zu haben 7#bjmal #aejjjcjjjjj74 ,welche ,mathematik der ,bue6 ,loricatus konnte es aber auch schneller1 als in sechs ,tagen4 ,er soll einmal binnen #bd ,stunden ber #ab ,psalter mit den obligaten ,hieben erledigt und damit den ,beweis geliefert haben1 da er die #bj ,psalter ntigenfalls schon binnen zwei ,tagen zu absolvieren imstande war4 ,einst erledigte er whrend einer einzigen ,quadragesima1 ohne die #dj ,tage ganz zu gebrauchen1 das ,zehnfache des obigen ,betrages1 also #ajjj ,bujahre1 mittels ,absingen von #bjj ,psaltern1 und indem er sich drei ,millionen ,geielhiebe eigenhndig versetzte4 ,hierbei pflegte er den ganzen ,krper zu geieln mittels einer ,vereinigung der disciplina sursum 7betreffend ,kopf und ,rcken7 und der disciplina deorsum 7betreffend ,hften und ,beine74 ,weil die anfnglich von ihm viele ,jahre lang benutzten ,ruten nicht genug ,blut flieen lieen1 lie er gegen sein ,lebensende an deren ,stelle die strker schmerzenden und verwundenden ,geielriemen oder ,peitschen treten#ab4 ,wie sein leuchtendes ,vorbild auf die1 welche nicht alle werden1 wirkte1 werden wir in anderem ,zusammenhange kennen lernen4 99 99 99 99 99 ,doch die ,selbstgeielung wollte anderen ,frommen nicht gengen4 ,sie zerbrachen sich den ,kopf1 wie sie sich auf noch wirksamere ,weise ,unannehmlichkeiten zur hheren ,ehre ,gottes zufgen und damit der ,menschheit noch dienlicher sein knnten4 ,und siehe da3 ihr ,eifer wurde von ,erfolg gekrnt6 ,da war besonders einer1 der es auf diese ,weise zu einer gewissen ,unsterblichkeit in der ,geschichte der menschlichen ,narrheit bringen durfte4 ,denn seiner ,askese1 deren ,neuheit1 wenigstens fr das ,abendland1 noch ein gewisser ,einschlag von ,sensation eine pikante ,note verlieh1 blieb die ,nachahmung hnlich hochstrebender ,seelen nicht versagt4 ,der ,eremit ,symeon war selbst fr seine ,zeit ein wunderlicher ,heiliger4 ,als frommer ,hirtenknabe war er frs ,mnchleben erzogen worden und hatte bereits whrend eines dreijhrigen ,einsiedlerlebens zu ,telanissos beispiellose ,proben von ,selbstkasteiungen abgelegt1 mit ,stricken um den ,leib1 mit ,ketten1 ,fasten bis zu #dj ,tagen und anderem4 ,aber das alles gengte ihm nicht4 ,er wollte dem verhaten ,getriebe dieser sndigen ,welt mglichst fern bleiben und erreichte diesen seinen ,zweck auf die einfachste und genialste ,weise3 ,zuerst stellte er sich auf eine ,sule von #f ,ellen ,hhe1 dann whlte er eine doppelt so hohe1 spter eine von #ah ,ellen um endlich eine von fast #dj ,ellen zu dauerndem ,wohnsitz zu erkren4 ,hier fhrte er #cf ,jahre lang ein luftiges ,andachtsleben1 um es um das ,jahr #dfj zu beschlieen4 ,sein ,leben machte ,schule und es soll noch gar nicht so lange her sein1 da der letzte dieser ,sulenheiligen seine ,seele -- ,geist hatte er vermutlich nie besessen -- aushauchte#ac4 ,ein ,nachahmer dieses ,sulenasketen1 ,symeon der ,jngere 7 #eif7 soll gar #fh ,jahre in der ,hhe zugebracht haben4 ,tatschlich konnten solche ,drohnen mit sich auch gar nichts ,besseres anfangen1 als sich mglichst aus jeder menschlichen ,gemeinschaft auszuschlieen4 99 99 99 99 99 ,betrachten wir noch einige ,formen dieser erfindungsreichen ,mnner ,gottes6 ,da war das ewige ,schweigen1 heute noch von den ,trapisten gebt1 jeglicher ,verzicht auf ,krperpflege und ,waschwasser1 ,schlafentziehung usw4 ,merkwrdiger als dauerndes ,schweigen -- schlielich das klgste1 was diese ,geisteshelden tun konnten -- und als die anderen ,formen der ,selbstpeinigung ist die ,askese des ewigen ,weinens1 die seit den ,zeiten ,justinians modern wird4 ,reichlichstes ,trnenvergieen schien diesen ,mnnern -- einem ,isidor von ,melitene1 ,paul von ,anarzarbus1 ,georg von ,skythopolis u4 a4 -- zum hchsten geistlichen ,lebensbedrfnis unerllich4 ,kstliches wird da vom ,abte ,joseph von ,bth ,abh berichtet3 so oft er ,gras und ,blumen sah1 konnte er seinen ,trnenstrom kaum zurckhalten1 weil ihm ,jesaj4 #dj1 #f und #a4 ,pet4 #a1 #bd in den ,sinn kamen#ad6 brigens war die ,kunst1 immer weinen zu knnen1 wann man wollte1 die gratia lacrimarum1 das ganze ,mittelalter hindurch hoch geschtzt4 ,wohl die armseligste ,art der ,askese ist die1 welche die ,freude an der ,natur in ,acht und ,bann tut4 ,so wird von einem ,mnch in den ersten christlichen ,jahrhunderten erzhlt1 da er sich1 sooft er in den ,garten ging1 das ,gesicht verhllte1 damit der ,anblick der ,bume nicht seinen ,geist stre#ae6 ,welch trauriger ,tropf6 ,aber gerne geben wir zu1 da jeder ,grashalm1 jedes ,sandkrnchen mehr ,reiz bietet1 als die damalige ,art ber religise ,gegenstnde nachzudenken4 ,wem das vorige ,kapitel diese ,erkenntnis nicht beigebracht hat1 dem ist nicht zu helfen4 brigens ist man noch im #af4 ,jahrhundert auf den ,pfaden des obigen idiotenhaften ,mnches gewandelt1 wie ja die ,dummheit mit der ,wahrheit das gemeinsam zu haben scheint1 da beide unsterblich sind4 ,der ,jesuit ,petrus ,canisius warnte davor1 die ,schnheit einer ,gegend zu bewundern1 da aus zu groer ,freiheit der ,seele ,gefahren entstehen4 ,das ,leben ist ein ,kampf2 bestehen kann ihn nur1 wer mit scheuem und gesenktem ,blick1 unter ,abttung und ,kasteiung1 auf dieser ,erde wandelt4 ,der gefhrlichste ,gegner der ,seele ist der ,leib1 an den sie gekettet4 ,das vornehmste ,werkzeug des ,teufels das ,weib1 die personifizierte ,verfhrung1 gegen die nur die uerste ,vorsicht schtzen kann4 ,o wie groe ,narren sind diejenigen1 die aus diesem ,jammertal ein ,paradies machen wollen6 ,der ,mensch darf sich an nichts freuen und ergtzen1 da alles ein ,werk des ,teufels sein knnte#af4 ,hier sehen wir noch einmal in der einfachsten ,formel dieselben ,gedankengnge1 die zu ,resultaten fhrten1 wie wir sie oben kennen lernten6 ,so wenig vermag die ,dummheit ,mittel und ,absicht zu unterscheiden6 ,aus dem berechtigten ,bestreben durch ,bekmpfung der ,sinnenlust ,krfte fr hhere ,aufgaben freizumachen1 wird ein unausgesetztes ,ringen mit der ,sinnlichkeit1 ein ,kampf1 der fr nichts anderes mehr ,krfte frei lt4 ,aus dem ,wunsche1 sich abzuhrten1 an ,entbehrungen und ,schmerzen zu gewhnen1 um dadurch nicht durch kleine ,unbequemlichkeiten sich stndig den ,lebensgenu zu trben1 also aus der ,absicht einer ,steigerung des ,lebensgenusses1 wird dessen vllige ,unterdrckung4 ,und endlich fhrte ,christi ,lehre1 die durch den ,auferstehungsglauben die ,todesfurcht bekmpfen sollte1 also im eminentesten ,sinne dazu bestimmt war1 das ,leben freudig zu machen1 da es den ,gedanken an dessen ,ende1 das ja manchem ,hasenfu jedes ,mahl gleich dem ,schwerte des ,damokles vergllen mag1 fortnahm1 dazu1 da die ,menschen ein solches ,dasein fhrten1 da sie den ,tod nur als willkommene ,erlsung betrachten konnten4 ,so gewaltig ist die ,macht der ,dummheit6 ,nun wollen wir noch zum ,schlusse dieses ,abschnittes an einer ,klosterregel zeigen1 wie alle die oben angefhrten ,torheiten zu einem ,system vereint mit ,hinzunahme der bldesten ,gebetsaskese dazu bestimmt waren1 das ganze ,leben auszufllen und dadurch zu zerstren4 ,wie diese ,denkweise aus ,leuten1 die vielleicht ,brauchbares htten leisten knnen und jedenfalls hinter dem ,pflug oder in der ,spinnstube auch geleistet htten1 ,drohnen erzog1 denen als besonderes gttliches ,gnadengeschenk eine so groteske ,dummheit verliehen war1 da sie nicht nur meinten ein ,gott wohlgeflliges ,werk zu tun1 ihre ,seele auf unermeliche himmlische ,freuden vorzubereiten1 sondern auch noch die ,snden der ,menschheit abzuben sich berufen fhlten4 ,bei ,aufhebung der ,klster1 und vielleicht da und dort noch heute1 war der ,tageslauf einer ,nonne1 wenigstens bei den ,klarissinnen in ,mnchen1 folgender3 ,nachts um #a_/b-ab ,uhr wird die ,nonne geweckt1 punkt #ab ,uhr beginnt die ,matutin1 die fnfviertel ,stunden1 an ,festtagen aber volle zwei ,stunden dauert1 weil dann die ,laudes und das ,te ,deum gesungen werden4 ,nach #b ,uhr mssen alle ,nonnen wieder in ihren ,betten liegen und zwar bis #e-a_/d ,uhr4 ,dann werden alle geweckt und mssen das hochwrdigste ,gut besuchen4 ,um #c_/d-f ,uhr gibt die ,priorin das ,zeichen zur ,meditation 7,betrachtung74 ,sie geht sogleich von ,zelle zu ,zelle um nachzusehen1 ob jede ,nonne vor ihrem ,altrchen kniet und ihren ,betrachtungen obliegt4 ,diese dauern eine halbe ,stunde1 an ,feiertagen aber eine viertel ,stunde1 weil die ,prim um #f ,uhr beginnt4 ,die ,prim fngt tglich um ein ,viertel nach #f ,uhr an1 an ,sonn- und ,feiertagen aber pnktlich um #f ,uhr4 ,nach derselben wird in das ,kapitel gegangen1 wo die ,abgestorbenen vorgelesen und fr sie das ,seelen-,offizium 7,officium de profundis7 gebetet wird4 ,die ,kapiteltage sind ,montag1 ,mittwoch und ,freitag1 ferner ,samstag1 falls an diesem ,tage nicht gebeichtet wird4 ,das ,zeichen zur ersten heiligen ,messe wird mit der ,glocke um ,viertel nach #g ,uhr gegeben1 an ,sonn- und ,feiertagen aber pnktlich um #g ,uhr4 ,um #h ,uhr ist die ,terz1 die whrend des ganzen ,jahres gesungen wird1 darauf folgt die zweite heilige ,messe und darauf werden die ,sext und die ,non psalliert4 ,hierauf kann jede ,nonne bis um #aj-a_/d ,uhr ihrem ,amt oder ,arbeit nachgehen oder in ihrer ,zelle arbeiten4 ,an ,sonn- und ,feiertagen tritt insofern eine nderung ein1 als nach der ,terz eine ,predigt mit ,hochamt gehalten wird4 ,an den ,ordensfesten wird nach dem ,gottesdienst eine ,exhortation im ,speisesaal vom ,beichtvater gehalten4 ,an den ,festtagen werden die ,laudes1 ,prim1 ,vesper und ,komplet gesungen1 whrend an den ,werktagen die btissin oder ,priorin das ,recht hat von einer gesungenen ,vesper zu dispensieren und sie nur beten zu lassen4 ,um ein ,viertel nach #aj ,uhr wird das erste ,glockenzeichen zu ,tisch gegeben1 worauf jede ,nonne in ihrer ,zelle das ,partikular-,examen macht1 das die ,priorin1 wie bei der ,meditation1 von ,zelle zu ,zelle wandernd kontrolliert4 ,nach ,beendigung dieses ,examen besuchen alle das hochwrdigste ,gut und begeben sich dann in den ,speisesaal4 ,um #a_/b-aa ,uhr setzen sich alle an die ,tische und bleiben dort eine oder hchstens fnfviertel ,stunden lang4 ,whrend des ,mittagsmahles werden die ,ordensregeln1 die ,lebensgeschichten der ,heiligen und auch ,predigten gelesen4 ,wird nicht vom ,lesen dispensiert1 was einmal die ,woche geschieht1 dann mu eine ,frau bei ,tisch bedienen4 ,in letzterem ,falle darf nur eine ,viertelstunde lang gelesen werden und die bei ,tisch bedienende ,frau wird von einer ,schwester abgelst4 ,nach beendetem ,mittagsmahl wird wieder das hochwrdigste ,gut besucht und dann geht jede ,nonne an ihr ,amt oder ihre ,arbeit4 ,an ,fasttagen wird unter dem ,beten des ,psalmes ,miserere nach dem ,chor gegangen und dort das ,tischgebet vollendet4 ,nach demselben nehmen die ,nonnen ihr ,tischzeug weg und verwahren es1 whrend die jngeren ,frauen abnehmen und alles in ,ordnung bringen4 ,wenn eine lange ,vigil gehalten wird1 so fngt sie um #b ,uhr an1 worauf die ,laudes gesungen werden1 die ,vesper aber nur psalliert wird4 ,alle ,tage ist die ,vesper gewhnlich um #c ,uhr nachmittags4 ,an ,sprechtagen drfen die ,klosterfrauen ohne besondere ,anfrage bei der ,priorin im ,garten spazieren gehen1 sooft sie ,zeit haben1 auch drfen sie im ,winter im ,winterrefektorium 7,speisesaal7 und im ,sommer im ,sommerrefektorium sich zur ,arbeit versammeln und erhalten dann ihren ,abendtrunk4 ,an ,fasttagen aber darf keine ,frau im ,garten spazieren gehen ohne besondere ,erlaubnis der ,priorin4 ,das gleiche gilt auch von der ,versammlung im ,refektorium4 ,eine solche ,versammlung findet nachmittags von halb drei bis #c ,uhr statt1 wenn die btissin einen ,abendtrunk bewilligt4 ,an den ,muttergottestagen findet um #a_/b-c ,uhr ,prozession statt1 danach musikalische ,vesper nebst ,litanei4 ,nach deren ,beendigung ist bis halb #e ,uhr ,gebetstunde4 ,wird nur eine kurze ,vigil gehalten1 dann wird sie nach der ,vesper psalliert4 ,an allen ,schweigetagen wird die ,gebetstunde von #c_/d-d ,uhr bis #a_/b-e ,uhr gehalten und zwar von jeder ,klosterfrau in ihrer ,zelle4 ,die ,priorin gibt hierzu das ,zeichen und sieht in den ,zellen nach4 ,im ,winter1 sowie an ,beicht- und ,kommuniontagen wird diese ,gebetstunde im ,chor gehalten4 ,um #a_/b-e ,uhr wird das erste ,zeichen zum ,nachtmahl gegeben1 worauf das hochwrdigste ,gut wieder besucht wird4 ,an ,schweigetagen wird um #c_/d-e ,uhr1 an den ,sprechtagen um #e ,uhr zu ,tisch gegangen4 ,an den ,schweigetagen wird zweimal zu den besonderen ,schweigestunden gelutet4 ,diese ,stunden sind von #a-b ,uhr nachmittags und vom ,abend #f ,uhr bis zum anderen ,morgen nach der ,prim4 ,binnen dieser ,zeit darf niemand etwas sprechen4 ,an allen ,beichttagen1 dann an ,sonn- und ,feierabenden1 ist die ,gebetstunde zum zweiten ,mal bis #a_/b-g ,uhr auf dem ,chor und dann die ,lektion im ,konvent4 ,diese dauert eine halbe ,stunde und auf sie folgt die ,komplet4 ,alle ,nonnen mssen wchentlich einmal beichten und kommunizieren1 falls aber in eine ,woche ein ,feiertag fllt1 so auch an diesem4 ,abwechslungsweise mssen aber alle ,tage drei ,nonnen beichten und die ,kommunion empfangen4 ,nach beendetem ,komplet wird das nchtliche ,examen eine ,viertelstunde lang gehalten und zwar in der ,zelle einer jeden ,klosterfrau und unter der ,kontrolle der ,priorin4 ,hierauf wird das hchste ,gut zum letzten ,male besucht4 ,um #h ,uhr abends mssen alle ,nonnen in ihren ,betten ruhen1 was ebenfalls die ,priorin kontrolliert4 ,sie sieht auch manchmal whrend des ,schlafens nach und weckt diejenigen liebreich aus dem ,schlafe1 die allenfalls unanstndig in ihren ,betten liegen4 ,geschieht das bei einer oder der anderen ,nonne fters1 so wird sie gebt4 ,es war verboten im ,bett auf dem ,rcken zu liegen1 vielmehr sollte die ,nonne auf der rechten oder auf der linken ,seite schlafen4 ,der ,gebrauch des ,papiers auf dem ,abort ist nicht erlaubt#ag4 ,an ,strafen gab es zur ,erttung der ,fleischeslust -- die schon dadurch bekmpft wurde1 da die ,klarissinnen niemals ,fleisch aen -- die groe ,disziplin1 bestehend in #cjj ,geielhieben und die kleine ,disziplin mit #cf ,geielhieben4 ,auerdem wurde der stachliche ,bugrtel auf den bloen ,leib gelegt4 ,auer den anbefohlenen ,buen war jede ,nonne gehalten bei ,jahresanfang der btissin schriftlich anzuzeigen1 welche ,buen und guten ,werke sie noch freiwillig auf sich nehmen wolle4 ,zur ,einhaltung der freiwillig bernommenen ,verpflichtungen war sie bei schwerer ,snde in ihrem ,gewissen verpflichtet4 ,das ,formular einer solchen ,anzeige lautete3 ,ich nehme mir mit der ,gnade ,gottes vor1 nebst der ,verrichtung der sonst alle ,jahre gewhnlichen ,gebete1 ,klosterandachten1 ,abstinenzen und ,buwerke in den ,fasten #a4 wchentlich einmal die ,bupsalmen und die ,litanei von allen ,heiligen1 auch einmal den ,kreuzweg zu beten1 #b4 alle ,mittwoch1 ,freitag und ,samstag des ,salates mich zu enthalten1 wie auch mir einen kleinen ,abbruch im ,essen zu machen1 #c4 in jeder ,woche an einem ,tage den ,bugrtel zu tragen1 alle #ad ,tage die kleine1 am heiligen ,karfreitag aber die groe ,disziplin zu machen usw4 ,auer den ,fasten #a4 inner- und uerliche kleine ,abttungen1 #b4 alle #ad ,tage einmal den ,bugrtel ein oder zwei ,stunden lang zu tragen1 #c4 an gewhnlichen ,festtagen und jenen meiner besonderen ,patrone die kleine ,disziplin vorzunehmen usw4#ah 99 99 99 99 99 brigens leistete auch der ,protestantismus bisweilen ,erkleckliches auf dem ,gebiete der knstlichen ,lebensverschandelung4 ,so gab es ,pietisten1 die nicht nur ,theaterbesuch1 weltliche ,spiele und regelmigen ,besuch von ,wirtshusern verboten1 sondern auch das ,tabakrauchen1 den frhlichen ,trunk im ,freundeskreise1 ja man focht das ,lachen und das ,spazierengehen als mit dem christlichen ,lebensernst unvertrglich an4 ,a4 ,h4 ,francke aber verbot den ,kindern sogar das ,spielen1 wenigstens in den ,rumen des ,schulgebudes#ai4 ,,iii4 ,kapitel ,der ,hexen- und ,teufelswahn in der ,mittelalterlichen ,kirche ,die moderne ,weltanschauung betrachtet alles ,geschehen als ,naturgesetzen unterworfen4 berall herrscht die lckenlose ,kausalitt4 ,keine ,ursache ohne ,wirkung1 keine ,wirkung ohne ,ursache und zwar eine ,ursache1 die natrlich ist und unter sonst gleichen ,umstnden genau dieselbe ,wirkung hervorruft4 ,das ,experiment des ,naturforschers hat diese ,weltanschauung zur notwendigen ,voraussetzung4 ,denn welchen ,wert htte alles ,experimentieren1 wenn die ,mglichkeit bestnde1 da trotz genau gleicher ,bedingungen die ,wiederholung einer ,untersuchung ein anderes ,resultat lieferte8 ,kommt bei verschiedenen ,versuchen nicht jedesmal genau dasselbe ,ergebnis heraus1 dann ist nach unserer ,weltanschauung der einzig zulssige ,schlu der1 da die ,versuchsbedingungen eben doch nicht genau gleich waren1 da das ,material geringe ,differenzen aufwies1 die ,wrme verschieden war1 die ,versuchsdauer variierte und was noch dergleichen ,mglichkeiten mehr sein mgen4 ,was fr den ,physiker1 ,chemiker1 ,elektriker gilt1 hat auch seine ,gltigkeit in allen anderen ,naturwissenschaften1 nur da in einigen von ihnen -- etwa in der ,medizin -- die ,vorbedingungen des ,experimentes nie mit der absolut erforderlichen ,genauigkeit herstellbar sind1 weil es sich eben um lebende ,wesen handelt1 die immer mehr oder minder voneinander abweichen4 ,sieht der ,arzt einen ,fall von ,geisteskrankheit1 so wird er keinen ,augenblick zgern1 die ,ursache dafr im ,inneren des ,patienten1 in seinem ,gehirn zu suchen4 ,die krankhafte ,strung des ,gehirnes aber1 deren ,folge eben die ,wahnerscheinungen sind1 wird er je nachdem auf ,alkoholmibrauch1 ,lues1 ,verkalkung der ,arterien oder sonst eine natrliche ,ursache zurckfhren4 ,was dem wissenschaftlichen ,menschen als ,ursache vllig fern liegt1 was er als unmglich abweist1 ist das ,wunder1 d4 h4 die ,durchbrechung der naturgesetzlichen ,kausalitt durch eine auer- oder bernatrliche ,kraft1 mgen wir sie nun ,gott1 ,teufel oder ,dmonen nennen4 ,primitive ,zeiten dachten anders und muten auch anders denken4 ,gewi hatte man in so und so vielen ,fllen die regelmige ,aufeinanderfolge bestimmter ,vorgnge beobachtet und dies in einen ,kausalzusammenhang gebracht2 etwa die zunehmende ,wrme im ,frhling und die darauf zurckzufhrende ,entfaltung der ,vegetation1 oder die ,einwirkung der ,wrme auf den ,aggregatzustand der meisten ,stoffe u4 a4 m4 ,aber diese ,beobachtungen waren nicht sehr zahlreich und die ,interpretation sehr hufig irrig4 ,sah man z4 ,b4 den ,mond in einer klaren kalten ,winternacht1 so folgerte man die ,klte aus seiner ,einwirkung1 whrend umgekehrt eine ,folge der ,klte und der dadurch verhinderten ,nebelbildung seine grere ,sichtbarkeit ist4 ,oder sah ein ,naturvolk die ,schmetterlinge in der grten ,tageshitze am zahlreichsten fliegen1 so folgerte es daraus1 da der ,flug dieser ,insekten die ,hitze hervorrufe1 um so mehr1 als sie gegen ,abend zugleich mit der ,sonne verschwinden4 ,so wurde der ,schmetterling ,herr des ,tages und ihm eine wunderbare ,macht beigelegt4 ,die ,folge der geringen ,kenntnisse der ,naturgesetze mute sein1 da man berall1 wo etwas nicht sofort erklrlich war1 nicht nach ihnen suchte1 da sie ja doch nur in den seltensten ,fllen gengende ,auskunft htten geben knnen1 sondern nach bersinnlichen ,ursachen4 ,bald war es das unmittelbare ,eingreifen ,gottes1 bald das des ,teufels1 seines ,gegners1 der in einer ,welt1 die lediglich nach gut und bse gewertet wurde1 ,urheber des letzteren sein mute4 ,dazu kamen ,zauberer und ,hexen4 ,das alles ist durchaus nicht dumm1 sondern nur unwissend4 ,und es wird desto entschuldbarer1 als die hchste ,instanz1 die ,bibel1 sowohl im ,alten1 als im ,neuen ,testament soundsooft von einem leibhaftigen ,teufel spricht1 wie von ,dmonen1 ,engeln und ,hexen4 ,anders mssen wir diese naive ,denkweise beurteilen zu einer ,zeit1 wo die ,naturwissenschaften bereits so fortgeschritten sind1 da sie in den meisten ,fllen eine zureichende ,erklrung der ,erscheinungen bieten knnen4 ,das war aber bereits im #af4 ,jahrhundert bei uns der ,fall4 ,hatte sich doch gegenber der uerst drftigen ,kenntnis der ,natur im frhen ,mittelalter1 im #af4 und besonders noch im #ag4 ,jahrhundert das ,wissen von ihr ganz auerordentlich vermehrt4 ,wir knnen es verstehen1 wenn das ,volk1 das doch von den ,forschungsergebnissen der ,gelehrten nur eine sehr verschwommene ,kenntnis besitzt1 am ,aberglauben festhlt1 dazu neigt ,natrliches1 dessen ,kausalitt es nicht kennt1 bernatrlich zu erklren4 ,dafr mssen wir jedoch erwarten1 da die intellektuellen ,instanzen1 die ,kirche1 die ,obrigkeit1 die ,theologen1 die ganze ,gelehrtenwelt alles aufbietet1 um nach der ,richtung der natrlichen ,erklrung des ,weltgeschehens zu wirken4 ,gerade diese sind dazu berufen in ,fllen1 die an sich vielleicht die ,wahl zwischen den ,mglichkeiten der natrlichen und bernatrlichen ,erklrung zulieen1 alles daranzusetzen1 der ersteren ,vorschub zu leisten1 im ,sinne der ,aufklrung und ,befreiung vom ,alb des ,aberglaubens4 ,selbst wenn sie von der ,existenz der ,hexen und ,zauberer theoretisch berzeugt wren1 so mten sie bestrebt sein1 in der ,praxis deren ,wirkungsbereich nach ,tunlichkeit einzuschrnken und damit den ,weg verfolgen1 den vor ihren ,augen die ,wissenschaft seit ,jahrhunderten eingeschlagen hat4 ,wir sehen aber das ,gegenteil6 ,gerade in dieser ,zeit wurde die ,hexentheorie am wahnwitzigsten ausgebildet und mit ,gewalt verbreitet4 ,die ,dummheit besteht also in erster ,linie darin1 da wir die ,autoritten in kulturhemmender ,weise und dem ,fortschritt der ,naturwissenschaften entgegen arbeitend1 am ,werke sehen4 ,statt die natrliche ,deutung zu frdern1 selbst auf die ,gefahr hin1 eine ,hypothese aufzustellen1 die ihrem ,bereich weitere ,grenzen steckt1 als der damalige ,zustand der exakten ,wissenschaft gestattete1 wird sie bekmpft4 ,aber selbst wenn es wirklich ,zauberei je gegeben htte1 wre es weit klger gewesen1 diese ,tatsache zu ignorieren1 als durch ,aufwerfung der ,frage neuerdings ,unruhe in ein sich beruhigendes ,volk zu tragen und zahlreiche ,menschen ,qualen und dem ,tode auszuliefern4 ,um es nochmals mit allem ,nachdruck zu betonen3 der ,glaube an ,teufel und ,zauberei ist allen primitiven ,vlkern gemeinsam4 ,er schwindet erst mit dem ,fortschritt der ,naturwissenschaften4 ,auch die ,antike war von diesem ,wahn nicht frei und ,christus teilte ihn gleichfalls4 ,whrend er aber im ,neuen ,testament einen winzigen ,raum einnimmt1 whrend wir gentigt sind1 die bescheidenen naturwissenschaftlichen ,kenntnisse der ,antike und der ersten ,hlfte des ,mittelalters als hinreichende ,entschuldigung anzufhren1 fllt dies fr die neuere ,zeit fort4 ,da ist es die ,autoritt des ,papsttums und die der ,bibel1 die ihn festhalten1 whrend die ,erleuchtetsten der ,zeit ihn lngst innerlich berwunden hatten1 ja1 whrend das niedere ,volk ihn1 wie die ,prozeakten lehren1 bereits anfngt aufzugeben4 ,da ist es das ,kirchenregiment1 das ihn mit ,gewalt einem sich von mittelalterlichem ,aberwitz befreienden ,volke aufzwingt1 ungezhlte ,tausende ihm zuliebe auf die grausamste ,weise hinschlachtet4 ,gerade in dem ,augenblick1 in dem die ,naturwissenschaften diese ,irrlehre berwunden haben1 wird sie ppstlicherseits neuerdings in ein ,system gebracht und mit einem ,eifer verfochten1 wie ihn die ,kirche fr eine gute ,sache kaum je aufzubringen vermocht hatte4 ,ein ,analogon finden wir in der ,anti-,modernistenbewegung der ,gegenwart4 ,es ist ganz sonnenklar1 da die ,kirche in ihrer gegenwrtigen ,verfassung und mit starrem ,festhalten an lngst veralteten ,glaubenslehren dem ,untergange in dem ,sinne verfallen ist1 da sie aufhren wird1 die geistig ,reifen zu befriedigen4 ,um das gnzliche ,hinabsinken in den ,paganismus zu verhten1 der alten ,form neues ,leben einzuflen1 nicht auf ,schritt und ,tritt die ,inferioritt der christlichen gegenber den profanen ,wissenschaften merken zu lassen1 haben glubige und kluge ,mnner versucht1 dem modernen ,geist bei aller ,wahrung des prinzipiellen katholischen ,standpunktes die ntigen ,konzessionen zu machen4 ,sie revidierten den ,glauben an die ,verbalinspiration der ,bibel1 legten die kritische ,sonde an ihre historischen ,berichte an1 leuchteten in die ,geschichte der kirchlichen ,dogmen und ,institutionen hinein1 kurz begannen jene ,modernisierungsarbeiten1 die bei einer so uralten ,organisation1 wie die ,kirche ist1 sicherlich ebenso notwendig ist1 wie die ,restauration eines alten ,domes4 ,das wre in frheren ,jahrhunderten kaum erforderlich gewesen1 da damals die historische ,textkritik noch nicht einmal in ihren ,anfngen existierte1 die profanen ,wissenschaften noch wenig entwickelt waren und das ,volk glubig hinnahm1 was ihm die kirchliche und weltliche ,obrigkeit hinzunehmen befahl4 ,das lehrt etwa die ,geschichte der sogenannten ,konstantinischen ,schenkung1 die erst ,laurentius ,valla als ,flschung nachwies1 ohne damit eine tiefe ,wirkung zu erzielen4 ,jetzt aber ist bei dem vllig vernderten ,zeitgeist die ,notwendigkeit zwingend und alle ,verstndigen sehen sie auch ein4 ,dies ist nun1 wie im ,falle des ,hexen- und ,teufelsglaubens1 der ,augenblick1 in dem das ,papsttum mit seinem unheilvollen1 im eminentesten ,sinne kulturfeindlichen ,einflu einsetzt4 ,und zwar durch die verschiedenen ,motu proprios gegen die ,modernismus genannte1 oben gekennzeichnete ,bewegung1 die zwar nirgends so existiert1 wie der ,papst sie sich vorstellt1 immerhin aber hnliche ,tendenzen verfolgt4 ,da wir auch in diesem ,falle dem ,statthalter ,christi keine gemeine1 auf den ,untergang der ,kirche und die ,schdigung der ,kultur hinauslaufende ,gesinnung zuschreiben knnen und drfen1 sind wir gezwungen1 die ,dummheit in hchster ,potenz als ,milderungsgrund anzufhren4 ,eigentlich brauchte niemand die ,kirche anzugreifen1 solange ein ,pius ,x4 an ihrer ,spitze steht4 ,schdigt dieser ,papst sie doch viel nachdrcklicher1 als es der fanatischste ,kirchengegner je vermchte4 ,sehen wir uns nun einmal den ,teufels- und ,hexenglauben an1 wie ihn die ,kirche ausbildete und lehrte und zum ,teil heute noch1 wie das ,nachstehende beweisen wird1 vertritt6 ,wenn ,gregor ,,ix41 der leidenschaftliche ,feind des ,hohenstaufengeschlechtes1 in seiner ,bulle ,vox in ,rama vom #ac4 ,juni #abcc den ,tod derer fordert1 die sich mit dem ,frosch- und ,kater-,teufel so gro wie ein ,backofen eingelassen haben1 dann werden wir diese ,dummheit zwar belcheln1 aber mit der ,zeit entschuldigen4 ,das kann man vielleicht noch fr den ,aberglauben ,papst ,johann ,,xxii4 7#acaf-accd7 anfhren1 der in seiner ,bulle ,super specula in hochtnenden ,worten den grten ,bldsinn offenbart4 ,dieser ,statthalter ,christi berbot sich selbst an tollem ,aberglauben4 ,man hatte ihm weisgemacht1 es gbe ein ,schlagenhorn 7cornu serpentinum71 mittels dessen ,gift entdeckt werden knne4 ,er lt es sofort kommen und verpfndet fr diesen unschtzbaren ,wertgegenstand seiner ,besitzerin alle seine bewegliche und unbewegliche ,habe4 ,zugleich bedroht er jeden mit dem ,banne1 der sich dieses ,schlagenhorn widerrechtlich aneignen will4 ,im ,jahre #acag schreibt er3 ,gottes ,barmherzigkeit habe in seine ,hnde drei ,zauberbilder gelangen lassen1 durch deren ,durchstechung diejenigen ,personen1 auf deren ,namen diese ,bilder getauft seien1 gettet wurden4 ,er hatte folgerichtig fr sich selbst auch immer die grte ,angst vor jemand1 der die ,wachsbilder mit seinem ,bildnis durchstechen wrde1 so da er strbe4 brigens hielt sich dieser ,glaube in ,italien noch im #ah4 ,jahrhundert1 wie aus ,casanovas ,mailnder ,erlebnis hervorgeht4 ,da dieser ,wahn praktisch die belsten ,folgen haben konnte1 lehrt das ,beispiel des ,magister ,gerardi1 ,bischofs von ,cahors4 ,weil er auf diese ,weise dem ,papst nach dem ,leben getrachtet haben soll1 wird er nach ,avignon zitiert1 fr schuldig befunden1 degradiert und verbrannt4 ,es ist kein ,wunder1 da mancher es versuchte1 seinen ,gegner auf so einfache ,weise zu beseitigen und verschiedene derartige ,flle sind aus der politischen ,geschichte bekannt4 ,sicherlich mu die bse ,absicht scharf bestraft werden4 ,sie wre so schwer zu beurteilen1 wie etwa ein ,mordanschlag mit einem ,revolver1 dessen ,patrone ohne ,wissen des ,attentters entfernt wurde4 ,wir knnen es daher dem ,papst gewi nicht verbeln1 da er ein strenges ,gericht hielt1 denn wenn der ,bischof ,gerardi wirklich solche ,absicht gehegt hatte1 war er ein ,verbrecher4 ,wohl aber nehmen wir mit ,befremden ,kenntnis vom ,irrwahn des ,hauptes der ,christenheit4 ,in einer ,bulle vom #d4 ,november #accj spricht ,innozenz ,,xxii4 von schriftlichen ,vertrgen mit dem ,teufel1 von ,teufelsanbetung1 sowie von ,zauberbildern1 durch die der ,teufel herbeigerufen werden knne4 ,auf dem gleichen ,standpunkt steht auch ,eugen ,,iv4 in einem ,rundschreiben an die ,inquisitoren vom ,jahre #adcg4 ,mittelalter6 wird man sagen4 ,gut4 ,statt nun aber eine ,abnahme des ,wahnes zu beobachten1 mssen wir dessen ,steigerung konstatieren1 ja einem ,innozenz ,,viii4 -- welcher ,hohn liegt in diesem ,namen6 -- blieb es vorbehalten1 in den religisen ,teufelsspuk auch noch das geschlechtliche ,moment einzuflechten und damit an ,bldsinn und ,ekelhaftigkeit etwas zu erzeugen1 was lnger fortleben sollte1 als seine #af unehelichen ,kinder#a4 ,im ,jahre #adhd erschien die ,hexenbulle1 also zu einer ,zeit1 als ,leonardo da ,vinci und ,regiomontanus wirkten1 ,kopernikus schon geboren war4 ,die ,hexenbulle 7,summis desiderantes71 eines der fluchwrdigsten ,erzeugnisse der ,menschheitsgeschichte1 lautet3 ,mit glhendem ,verlangen1 wie es die oberhirtliche ,sorge erfordert1 wnschen wir1 da der katholische ,glaube wachse und die ketzerische ,bosheit ausgerottet werde4 ,deshalb verordnen wir gerne und aufs neue1 was diese unsere ,wnsche zum ersehnten ,ziele bringt4 ,nicht ohne ungeheuren ,schmerz ist jngst zu unserer ,kenntnis gekommen1 da in einigen ,teilen ,deutschlands1 besonders in der ,mainzer1 ,klner1 ,trierer1 ,salzburger und ,bremer ,gegend sehr viele ,personen beiderlei ,geschlechts1 uneingedenk ihres eigenen ,heils und abirrend vom katholischen ,glauben1 sich mit ,teufeln in ,manns- oder ,weibsgestalt 7cum daemonibus incubis et succubis71 geschlechtlich versndigen und mit ihren ,bezauberungen1 ,liedern1 ,beschwrungen und anderm abscheulichen ,aberglauben und zauberischen ,ausschreitungen1 ,lastern und ,verbrechen die ,niederknfte der ,weiber1 die ,leibesfrucht der ,tiere1 die ,frchte der ,erde1 die ,weintrauben und die ,baumfrchte1 wie auch die ,mnner1 die ,frauen1 die ,haustiere und andere ,arten von ,tieren1 auch die ,weinberge1 die ,obstgrten1 die ,wiesen1 die ,weiden1 das ,getreide und andere ,erdfrchte verderben und umkommen machen1 auch peinigen sie die ,mnner1 die ,weiber1 die ,zug-1 ,last- und ,haustiere mit frchterlichen inneren und ueren ,schmerzen und verhindern die ,mnner1 da sie zeugen1 die ,weiber1 da sie gebren1 und die ,mnner1 da sie den ,weibern1 und die ,weiber1 da sie den ,mnnern die eheliche ,pflicht leisten knnen4 ,auch verleugnen sie den ,glauben1 den sie in der ,taufe empfangen haben1 mit meineidigem ,munde4 ,ferner begehen sie beraus viele schndliche ,verbrechen1 ,snden und ,laster auf ,anstiften des ,feindes des ,menschengeschlechtes1 zum ,schaden ihrer ,seelen1 zur ,beleidigung der gttlichen ,majestt1 zum rgernis vieler4 ,und das geschieht1 obwohl unsere geliebten ,shne1 ,heinrich ,institoris fr die obengenannten ,teile ,deutschlands und ,jakob ,sprenger fr gewisse ,striche am ,rhein1 beide ,mitglieder des ,predigerordens und ,professoren der ,theologie1 durch apostolische ,briefe zu ,inquisitoren bestellt worden sind und noch sind4 ,dennoch scheuen sich einige ,geistliche und ,laien jener ,lnder nicht1 da sie mehr verstehen wollen1 als ntig ist1 halsstarrig zu behaupten1 weil in den ,bestallungsbriefen 7dieser ,inquisitoren7 einige ,dizesen1 ,stdte und ,orte1 auch einige ,personen und ihre ,ausschweifungen und ,laster nicht namentlich genannt sind1 diese auch nicht inbegriffen seien1 so da diese ,stdte und ,orte den genannten ,inquisitoren auch nicht unterstnden1 so da sie dort ihr ,amt nicht ausben und dort ihre ,strafen nicht verhngen knnten4 ,so bleiben denn zum augenflligen ,schaden der ,seelen und zur ,gefahr des ewigen ,seelenheils in diesen ,gegenden solche ,verbrechen straflos4 ,wir aber1 indem wir alle und jede ,hindernisse1 durch welche die ,ausbung des ,inquisitorenamtes auf irgendeine ,weise verzgert werden knnte1 aus dem ,wege rumen1 damit die ,seuche der ,ketzerei und anderer solcher ,verbrechen ihr ,gift zum ,verderben der ,unschuldigen nicht ausbreiten knne1 wollen1 wie es unser ,amt erfordert1 taugliche ,hilfsmittel anwenden1 da der ,glaubenseifer uns dazu antreibt4 ,damit sich nun nicht ereigne1 da die obengenannten ,lnder ohne das notwendige ,inquisitionsamt seien1 so setzen wir aus apostolischer ,vollmacht fest1 da den genannten ,inquisitoren gestattet sei1 ihr ,amt dort auszuben1 und da sie die ,bestrafung dieser ,verbrechen vornehmen knnen1 als ob diese ,lnder1 ,stdte1 ,orte namentlich aufgefhrt wren4 ,und indem wir aus grerer ,sorgfalt diese ,bestallung auf die genannten ,lnder ausdehnen1 gestatten wir den genannten ,inquisitoren1 da sie und jeder von ihnen1 unter ,zuziehung unseres geliebten ,sohnes ,johann ,gremper1 ,magister aus der ,konstanzer ,dizese1 in den genannten ,lnderstrichen ,alle1 die sie der genannten ,verbrechen schuldig befunden haben1 nach ihren ,verbrechen zchtigen1 einkerkern und am ,leib und ,vermgen strafen knnen2 auch gewhren wir diesen ,inquisitoren freie ,vollmacht in allen ,kirchen1 sooft es ihnen gut scheint1 das ,wort ,gottes zu predigen und ,alles und ,jedes1 was dazu ntzlich erscheint1 zu tun4 ,wir befahlen durch apostolische ,schreiben dem ,bischof von ,straburg1 da er1 sooft er von diesen ,inquisitoren ersucht wird1 es ffentlich kund tun soll1 da sie in nichts und von niemand beeintrchtigt und gehindert werden4 ,alle aber1 die sie hindern1 we ,amtes sie auch seien1 sollen von ihm durch ,exkommunikation1 ,suspension und ,interdikt und andere noch schrecklichere ,strafen1 ohne jede ,berufung1 gebndigt werden1 und1 wenn ntig1 soll gegen sie der weltliche ,arm angerufen werden3 ,keinem ,menschen soll es erlaubt sein1 dies unser ,schriftstck zu verletzen oder in frevelhaftem ,wagnis diesem entgegen zu handeln4 ,wenn aber jemand dies versuchen sollte1 so wisse er1 da er den ,zorn des allmchtigen ,gottes und der ,apostel ,petrus und ,paulus auf sich geladen hat4 ,gegeben zu ,rom bei ,st4 ,peter1 im ,jahre der ,menschwerdung des ,herrn #adhd1 im ersten unseres ,pontifikats am #e4 ,dezember#b4 ,dieses ,schriftstck hat in seinen ,konsequenzen wohl mehr ,kummer und ,not ber die ,christenheit gebracht1 als irgend ein ,krieg oder die schlimmste ,seuche4 ,deutlich geht aus ihm hervor1 da man mit der ,inquisition mancherorts keineswegs einverstanden war1 da sich also bereits im ,volke ,krfte regten1 die diesen ,unsinn abschtteln wollten und da der ,papst es war1 der mit seiner ungeheuren ,autoritt fr diese ,dummheit eintreten mute um zu verhten1 da die ,vernunft damals schon siegte4 brigens war die ,erfindung des ,mann-,teufels und ,weib-,teufels schon dem grblerischen ,geiste des gefeierten und fr seine ,zeit auch gewi feiernswerten ,thomas von ,aquino gelungen4 ,da das ,papsttum fr diese ,ausgeburt einer verderbten mnchischen ,phantasie die volle ,verantwortung bernahm1 geht klar aus obiger ,bulle hervor4 ,doch fortzeugend sollte sie ,bses stiften1 praktisch und theoretisch4 ,wir knnen auf eine ,schilderung der ,greuel des ,hexenprozesses1 der unermelichen ,leiden1 die dieser ,wahn ber die ,menschheit brachte1 umso eher hier verzichten1 als wir an anderer ,stelle#c die ,materie eingehend behandelten4 ,zudem war die ,art der ,verfolgung nichts weniger als dumm1 sondern im ,gegenteil sehr raffiniert4 ,dumm waren die ,voraussetzungen1 die zur ,hexenverfolgung fhrten1 brutal und jeder ,menschlichkeit ,hohn sprechend aber die ,art der ,durchfhrung4 ,wenden wir uns nunmehr der theoretischen ,ausbildung zu1 die diese ,lehre unter dem mchtigen ,schutz des ,papsttums finden sollte4 ,institoris und ,sprenger1 unsere geliebten ,shne1 wie sie der ,papst nennt1 die fluchwrdigsten ,scheusale und wahnwitzigsten ,narren1 wie wir sie heien mchten1 haben ihre ,namen fr ewige ,zeiten mit der ,teufels- und ,hexenlehre unlslich verbunden4 ,gegen sie mssen ein ,dschingis ,chan1 ein ,timur1 ein ,alba und ,caligula geradezu harmlos genannt werden1 hrte doch mit deren ,tode auch ihr ,treiben auf1 whrend dem ,hexenhammer der ,hydra gleich stets neue ,kpfe wuchsen4 ,die beiden ,dominikanermnche knnten selbst uns zum ,teufelsglauben bekehren4 ,denn die ,hochachtung vor der ,menschheit strubt sich gegen die ,annahme1 da ohne hllische ,einflsse ein ,werk wie ihr ,hexenhammer 7,malleus maleficarum7 das ,licht des ,tages erblicken konnte4 ,fast alles1 was seit ,erscheinen dieses wahrhaft teuflischen ,buches ber die ,materie geuert wurde1 geht direkt oder indirekt auf diese ,quelle zurck4 ,seiner verpestenden ,wirkung knnen sich selbst ,geister wie ,pico della ,mirandola1 der in seiner ,rede von der ,wrde des ,menschen so wundervolle ,gedanken entwickelt#d1 nicht entziehen4 ,der ,dichter ,fischart1 ein ,protestant1 gibt das ,buch neu heraus1 ,albrecht ,drer und ,hans ,baldung ,grien widmen ihre unsterbliche ,kunst diesem ,vorstellungskreise4 ,noch auf den bayerischen ,kodex ,maximilianeus von #agea erstreckt sich die unheilvolle ,wirkung dieses grausigen ,werkes4 ,betrachten wir den ,inhalt1 wie ihn ,hoensbroech in bisher nicht erreichter ,vollstndigkeit bermittelt#e4 ,das ,buch bejaht die ,frage1 da es eine ,schwarzkunst gibt1 und der ,teufel mit dem ,schwarzknstler zusammen wirke4 ,da es sich nicht um ,einbildung handelt1 beweist nach der ,ansicht der ,verfasser die ,bulle ,summis desiderantes4 ,hier ist also mit wnschenswerter ,deutlichkeit der ,papst1 der ja auch das ,werk selbst approbierte1 als ,quelle und ,eideshelfer angefhrt4 ,die dritte ,frage lautet3 ,knnen durch ,inkubi und ,sukkubi ,menschen erzeugt werden8 ,hierbei ist erklrend zu bemerken1 da die ,daemones incubi in der bis heute gltigen katholischen ,terminologie jene ,teufel sind1 die sich in menschlicher ,gestalt mit anderen ,menschen fleischlich vergehen1 indem sie als ,mnner mit ,frauen 7,drauflieger7 ,unzucht treiben1 whrend die succubi beim ,geschlechtsakt die weibliche ,rolle spielen4 ,natrlich wird die ,frage bejaht4 ,die ,behauptung1 durch ,inkubi und ,sukkubi knnen ,menschen erzeugt werden1 ist so katholisch1 da ihre ,leugnung den ,aussprchen der ,heiligen1 der berlieferung und der hl4 ,schrift widerstreitet4 ,und zwar bt der ,teufel nicht um der fleischlichen ,ergtzung willen die ,unzucht aus1 sondern um dadurch die menschliche ,natur in ihren beiden ,bestandteilen1 ,mann und ,weib1 am schwersten zu schdigen4 ,der hl4 ,thomas lehrt1 da der mnnliche ,teufel 7incubus7 unter ,gottes ,zulassung den ntigen ,samen von einem ,manne entnehmen kann1 um ihn im ,beischlaf zu bertragen6 ,gewisse ,teufel schrecken wegen der ,vornehmheit ihrer ,natur vor gewissen unzchtigen ,handlungen zurck6 ,vielmehr werden diese von den untersten ,teufeln ausgefhrt4 ,genealogisch gehen diese ,teufel auf die untersten ,engel zurck4 ,der oberste ,teufel heit ,asmodeus4 ,in der sechsten ,frage1 warum die ,schwarzkunst bei den ,frauen verbreiteter sei als bei den ,mnnern1 wozu bemerkt wird1 da sich dieser ,gegenstand gut fr ,predigten an die ,frauen eignet1 wird ber die ,frauen folgendes ,urteil gefllt3 ,was ist denn auch das ,weib anders1 als eine ,vernichtung der ,freundschaft1 eine unentfliehbare ,strafe1 ein notwendiges bel1 eine natrliche ,versuchung1 ein begehrenswertes ,unheil1 eine husliche ,gefahr1 ein reizvoller ,schdling1 ein ,naturbel mit schner ,farbe bestrichen8 ,wurde je niedriger ber das ,weib geurteilt1 als hier von einer durch die hchste kirchliche ,autoritt sowie die ,approbation der theologischen ,fakultt in ,kln gesttzten ,stelle8 ,auf den ,bldsinn1 der hier ber die ,minderwertigkeit der ,frauen vorgebracht wird1 nher einzugehen1 verlohnt sich nicht4 ,um aber das ,niveau der ,beweisfhrung zu kennzeichnen1 sei nur folgender ethymologischer ,scherz angefhrt3 ,das ,wort ,femina 7,frau7 ist aus fe 7fides1 ,glaube1 ,treue7 und minus 7weniger7 zusammengesetzt1 denn das ,weib hat stets weniger ,glauben und wahrt weniger die ,treue1 als der ,mann6 ,solche ,ethymologien finden sich im ,hexenhammer noch mehrere4 ,so versichern die ,verfasser an anderer ,stelle 7p4 #fe71 da maleficiendo aus male de fide sentiendo herzuleiten sei4 ,das beweist natrlich die ,synonymik bzw4 ,idenditt des ,mannes1 der ber den ,glauben schlecht urteilt1 des ,ketzers1 mit dem beltter schlechthin6 ,es wird dann weiter gefragt und bejaht1 da die ,schwarzknstler ,menschen zu ,liebe oder ,ha bewegen knnen1 da sie den ehelichen ,akt verhindern1 die ,kriterien werden untersucht1 aus denen zu entnehmen ist1 ob das geschlechtliche ,unvermgen auf ,schwarzkunst oder natrlichen ,mangel zurckzufhren ist4 ,die neunte ,frage3 ,knnen ,hexen das mnnliche ,glied durch ,zauberei so behandeln1 als sei es vom ,leibe getrennt8 sei auch als ,schulbeispiel der ,dummheit in ihrer ,beantwortung mitgeteilt3 ,die ,hexen knnen in ,wirklichkeit und ,wahrheit das mnnliche ,glied vom ,krper trennen4 ,dafr lautet ein ,beweis3 ,die ,verwandlung der ,frau des ,loth in eine ,salzsule ist mehr1 als die ,trennung des mnnlichen ,gliedes vom ,krper4 ,nun ist aber jene wirklich geschehen1 also kann auch diese geschehen4 ,aber diese wirkliche ,trennung ist doch nur subjektiv wirklich1 nicht objektiv1 d4 h4 das ,glied bleibt am ,krper1 aber fr die ,sinne 7,auge1 ,hnde7 ist es nicht mehr vorhanden4 ,durch ,zauberei kann ein flacher1 fleischfarbener ,krper vorgeschoben werden1 der fr ,hand und ,auge nur mehr eine ,flche darstellt1 ohne ,unterbrechung durch das mnnliche ,glied4 ,ferner wird konstatiert1 da die ,hexen ,menschen in ,tierleiber verwandeln knnen1 da schwarzknstlerische ,hebammen hufig die ,kinder im ,mutterleibe tten1 ,fehlgeburten verursachen und neugeborene ,kinder dem ,teufel opfern4 ,ein ppstlicher ,inquisitor von ,como hat aus diesem ,grunde -- in einer nchtlichen ,hexenversammlung soll ein ,kind aufgegessen worden sein -- im ,jahre #adhg einundvierzig ,hexen verbrennen lassen4 ,diese ,proben des theoretischen ,teiles drften wohl gengen4 ,nunmehr wollen wir noch einige ,beispiele aus dem zweiten ,teil des ,werkes1 in dem die uerungen der ,hexerei niedergelegt sind1 anfhren4 ,zunchst wird die ,frage beantwortet1 wem der ,zauberer nicht schaden kann1 und dabei auf ,weihwasser1 geweihte ,kerzen und geweihte ,kruter1 die man verbrennt1 als ,abwehrmittel verwiesen4 ,als jemand in ,ravensburg von einem ,teufel in ,weibsgestalt zur ,unzucht angereizt wurde1 fiel ihm ein1 in der ,predigt gehrt zu haben1 da geweihtes ,salz ein gutes ,mittel dagegen sei4 ,so nahm er denn beim ,eintritt in die ,kammer von dem ,salz2 das vermeintliche ,weib verzerrte das ,gesicht und verschwand pltzlich4 ,ferner werden die ,worte der ,kreuzesaufschrift ,christi an den vier ,wnden in ,form eines ,kreuzes angebracht1 empfohlen4 uerst wirksam ist der ,schutz himmlischer ,geister1 die den ,gestirnen die ,bewegung verleihen4 ,das bewhrt sich besonders bei ,behexung der ,zeugungsfhigkeit4 ,so kam einst ein ,engel zum hl4 ,serenus1 ffnete ihm den ,leib und entfernte aus seinen ,eingeweiden ein feuriges ,stck ,fleisch4 ,dadurch erlangte der ,heilige eine solche ,keuschheit1 da er niemals mehr irgendwelche sinnliche ,regungen1 wie sie selbst bei ,kindern und ,suglingen vorkommen1 versprte4 ,im ,i4 ,hauptstck wird von den ,arten erzhlt1 durch welche die ,teufel ,unvorsichtige mittels ,behexungen zur ,gottlosigkeit verleiten1 im ,,ii4 von der ,hexerei als ,beruf4 ,es gibt drei ,arten von ,hexen3 einige erregen ,hagel1 ,gewitter1 ,strme2 bewirken ,unfruchtbarkeit bei ,menschen und ,tieren2 verzehren ,kinder und opfern sie dem ,teufel2 machen ,pferde scheu2 fliegen krperlich durch die ,luft2 tten durch bloen ,blick4 ,allen drei ,arten von ,hexen ist gemeinsam1 da sie mit dem ,teufel ,unzucht treiben4 ,die ,hexen weihen sich entweder auf feierliche ,art dem ,teufel1 indem sie ihm1 der in ,menschengestalt erscheint1 ,treue in die ,hand geloben1 oder auf unfeierliche ,art4 ,sie sehen es besonders auf ungetaufte ,kinder ab1 aus deren ,fleisch und ,knochen sie eine ,salbe bereiten1 aus den flssigeren ,bestandteilen aber ein ,getrnk4 ,wer es trinkt1 ist sofort ein ,meister in der teuflischen ,kunst4 ,bei dieser ,gelegenheit verraten die ,herren ,inquisitoren so ganz nebenbei1 da alle1 die sie einschern lieen1 in bezug auf die ,schwarzkunst unfreiwillig waren6 ,da die ,hexen unter der ,folter natrlich aussagten1 was man ihnen in den ,mund legte1 so gibt es keine ,zeile dieses ,buches1 die nicht durch eidliche ,aussagen der armen ,opfer erhrtet wre4 ,z4 ,b4 gestand eine ,hexe1 die dann natrlich1 wie alle ohne ,ausnahme1 eingeschert wurde1 sie habe sechs ,jahre mit dem ,teufel ,unzucht getrieben und zwar im ,bett und an der ,seite ihres ,mannes4 ,das ,,iii4 ,hauptstck fhrt aus1 wie die ,hexen von ,ort zu ,ort gefhrt werden4 ,bald tut das der ,teufel in eigener ,person1 jedoch in ,pferdegestalt4 ,auch das wurde natrlich gesehen4 ,bald geschieht es auf einem ,stck ,holz1 das mit der aus ,kindern gewonnenen ,salbe bestrichen wird4 ,das ,,iv4 ,hauptstck handelt von der ,art1 in der sich die ,hexen den ,teufeln in ,mannsgestalt hingeben4 ,die ,teufel bedienen sich dabei eines ,leibes aus ,luft1 den sie durch ,dmpfe verdichten4 ,mit diesem ,krper knnen sie sprechen1 sehen1 hren1 essen und zeugen4 ,die durch den ,beischlaf mit dem ,teufel ,gezeugten sind sehr stark und krftig4 ,die ,sache geht so vor sich3 ,ein ,teufel in ,weibsgestalt 7succubus71 der sich mit einem ,manne abgegeben hat1 nimmt den ,samen von diesem ,manne auf1 er macht sich dann mit diesem ,samen einem ,weibe gegenber zu einem ,teufel in ,mannsgestalt 7incubus74 ,die ,hexe ist entweder alt und unfruchtbar oder nicht4 ,im ersteren ,falle gibt sich der ,teufel mit ihr ohne mnnlichen ,samen ab2 denn auch der ,teufel vermeidet berflssigkeiten4 ,ist sie aber der ,schwangerschaft fhig1 dann vermischt er sich mit ihr1 wenn er irgendwoher mnnlichen ,samen erhalten kann1 zum ,zwecke der ,kindererzeugung4 ,gewi ist1 da eine ,ehefrau1 wenn sie ,hexe ist1 und durch ihren ,mann schwanger wird1 ihre ,schwangerschaft verstrken kann durch anderen ,samen1 den sie im ,beischlaf mit dem ,teufel erhlt4 ,bei solchen ,vermischungsakten sind die ,hexen zwar immer sichtbar1 die ,erfahrung der ,verfasser hat aber ergeben1 da die ,teufel es nicht immer sind4 ,das ,v4 ,hauptstck handelt von der ,art1 wie die ,hexen ihre ,knste durch die ,sakramente der ,kirche ausben1 das ,,vi4 von der ,art1 wie sie die ,zeugungsfhigkeit hindern1 das ,,vii4 wie die ,hexen das mnnliche ,glied entfernen4 ,wo gibt es eine gleich hllische ,ausgeburt von haarstrubendstem ,bldsinn und abstoendster ekelhaftester ,schweinerei8 ,ein ,jngling hatte sein ,glied durch ,zauberei verloren1 da ich es nicht glauben wollte1 entblte er sich1 so da ich die ,wahrheit seiner ,aussage sah4 ,er hatte eine ,hexe in ,worms in ,verdacht4 ,ich trug ihm auf1 zu ihr zu gehen4 ,nach einigen ,tagen kam er wieder zurck1 und ich berzeugte mich durch den ,augenschein1 da er sein ,glied wieder hatte4 ,die ,glieder werden brigens nicht ausgerissen1 sondern nur verborgen4 ,was ist aber darber zu sagen1 da einige ,hexen solche mnnliche ,glieder in groer ,zahl1 bis zu zwanzig und dreiig1 in einem ,schranke aufbewahren1 und da die ,glieder dort lebendig zu sein scheinen1 wie dies viele gesehen haben8 ,es ist zu sagen1 da dies durch teuflische ,vorspiegelungen geschieht4 ,es hat uns jemand erzhlt1 da er1 um sein verlorenes ,glied wieder zu gewinnen1 sich an eine ,hexe gewandt habe4 ,sie hie ihn einen ,baum besteigen1 auf dem er ein ,nest fand1 in dem mehrere mnnliche ,glieder waren4 ,als er ein groes nehmen wollte1 rief die ,hexe3 nein1 das nicht1 denn das gehrt einem ,geistlichen4 ,an der ,tatschlichkeit dieses von den ,hexen begangenen ,verbrechens bzw4 daran zu zweifeln1 da sie mit ,impotenz schlagen knnen1 ist vllig ausgeschlossen4 ,haben doch die ,provinzialsynoden oder gar ,konzilien von ,troyes1 ,lyon1 ,mailand1 ,tours1 ,bourgos1 ,narbonne1 ,ferrara1 ,st4 ,malo1 ,monte ,cassino1 ,orleans und ,grenoble1 sowie die ,rituale von ,autun1 ,chartres1 ,perigueux1 ,evreux1 ,paris1 ,angers1 ,arras1 ,chalons1 ,bologna1 ,troyes1 ,bourges1 ,alet1 ,beauvais1 ,meaux1 ,reims usw41 sowie die ,dekrete unzhliger ,bischfe1 die ,hexen eben wegen dieses ,deliktes in ,bann taten4 ,wer wrde es wagen der ,autoritt aller dieser ,instanzen zu widersprechen#f86 ,das ,,viii4 ,hauptstck setzt auseinander1 wie ,menschen in ,tiere verwandelt werden1 das ,,ix4 wie sich die ,teufel in menschlichen ,leibern aufhalten knnen4 ,dazu wird folgende erbauliche ,geschichte u4 a4 berichtet3 ,ein heiliger ,mann erkannte einst durch den ,geist ,gottes1 da ein in einer ,kirche sehr gut und fromm predigender ,priester der ,teufel sei4 ,nach der ,predigt frug er ihn1 warum er predige und erhielt zur ,antwort3 weil ich wei1 da die ,leute die ,predigt nur hren1 aber nicht befolgen1 so wird ,gott nur noch mehr beleidigt4 ,das ,x4 ,hauptstck fhrt aus1 wie die ,teufel mit ,hilfe der ,hexen in den ,menschen wohnen1 das ,,xi4 wie die ,teufel ,krankheiten1 besonders schwere1 verursachen knnen4 ,das geschieht z4 ,b4 durch verzauberte ,wachs- oder ,bleibilder4 ,durch ,verwnschung oder ,anhauchen kann die ,hexe ausstzig machen4 ,die fallende ,krankheit rufen ,hexen hervor durch ,eier1 die sie in ,grbern vergruben4 ,auch das ,,xii4 ,hauptstck behandelt diese ,materie4 ,das ,,xiii4 ,hauptstck beantwortet die ,frage1 wie ,hebammen als ,hexen schweren ,schaden zufgen1 indem sie ,kinder tten oder dem ,teufel opfern4 ,so hexte eine ,person einer frommen ,frau alle mglichen ,dinge in den ,leib1 die furchtbare ,schmerzen verursachten4 ,als sie ein natrliches ,bedrfnis befriedigen mute1 kamen alle zum ,vorschein3 ,holz1 ,knochen und handgroe ,dornen4 ,einige ,hebammen1 die eingeschert wurden1 haben noch schlimmere ,sachen gestanden4 ,der theologische ,grund1 weshalb die ,hexen auf ,anstiften des ,teufels so viele ungetaufte ,kinder tten1 ist3 ,der ,teufel wei1 da die ungetauften ,kinder nicht in den ,himmel eingelassen werden4 ,das ,reich ,gottes aber1 nach dessen ,beginn er mit noch grerer ,pein gestraft wird1 bricht erst an1 wenn eine ganz bestimmte ,zahl von ,menschen in den ,himmel eingelassen ist4 ,die ,erreichung dieser ,zahl wird nun durch die ,ttung von ungetauften ,kindern hinausgeschoben4 ,deshalb werden sie vom ,teufel besonders aufs ,korn genommen4 ,kinder von acht ,jahren1 die dem ,teufel geweiht worden sind1 knnen schon ,gewitter und ,hagelschlag erzeugen4 ,das ,,xiv4 ,hauptstck behandelt die ,frage1 wie ,hexen den ,tieren schaden knnen4 ,am hufigsten werden die ,khe durch die ,hexen der ,milch beraubt und zwar folgendermaen3 ,die ,hexe stt ein ,messer in die ,wand1 ruft ihren ,teufel und trgt ihm auf1 diese oder jene ,kuh trocken zu machen4 ,dann fngt sie an dem ,messer zu melken an1 worauf die ,milch der betreffenden ,kuh aus ihm herausfliet4 ,solches soll gepredigt werden1 um ,abscheu zu erregen4 ,man kann durch zauberische ,knste auch vorzgliche ,maibutter und ,wein machen4 ,doch begngen sich die ,hexen oft nicht mit solchem ,schabernack1 sondern tten auch ,tiere1 wie zwei ,hexen1 die in ,ravensburg eingeschert wurden1 von sich bekannten4 ,das ,,xv4 ,hauptstck beschreibt die ,erzeugung von ,gewitter und ,hagel1 das ,,xvi41 wie auf drei ,arten ,mnner ,schwarzkunst treiben4 ,besonders die schwarzknstlerischen ,pfeilschtzen sind schlimm4 ,sie durchbohren am ,karfreitag das ,bild des ,gekreuzigten mit ihren ,pfeilen4 ,sie sind so sichere ,schtzen1 da sie einen ,pfennig vom ,kopf eines ,menschen herabschieen knnen1 ohne ihn zu verletzen4 ,der ,herzog ,eberhard mit dem ,barte von ,wrttemberg hatte einen solchen ,schtzen in seinem ,gefolge4 ,er konnte tglich mit drei ,pfeilschssen jemand mit unfehlbarer ,sicherheit tten1 weil er tglich drei ,pfeile in ein ,kruzifix scho4 ,auch der ,tellschu auf den ,apfel geschah aus ,zauberei4 ,nunmehr geht das ,buch auf die verschiedenen ,arten1 den ,zauber zu beseitigen ein1 um im dritten ,teil ausfhrlich die richterliche ,ttigkeit gegen ,ketzer und ,hexen zu behandeln4 ,uns gengt das ,mitgeteilte vollauf4 ,resmieren wir3 ,die ,kirche -- denn da die hchsten kirchlichen ,autoritten das ,buch approbierten und jahrhundertelang als ,leitfaden ,kat' exochen fr die ,inquisition benutzten1 so identifizierte sie sich mit den hier wiedergegebenen ,ansichten -- also3 die ,kirche bringt den haarstrubendsten ,bldsinn1 den je die ,menschheit ersonnen hat1 in ein ,system4 ,keiner der ,flle existiert in diesem teuflischen ,buche1 der nicht von ,hexen unter der ,folter bezeugt worden wre1 keiner1 fr den nicht so und so viele ,unschuldige verbrannt wurden4 ,man stelle sich vor -- nachdem doch berall der ,unsinn gepredigt werden mute1 nachdem die ,hinrichtungen in aller ffentlichkeit stattfanden und jedermann ihren ,grund kannte1 nachdem ferner an allen ,orten der ,christenheit nach solchen ,zauberern und ,hexen gesucht wurde -- welche furchtbare1 mit nichts zu vergleichende ,wirkung auf das ,volk durch das alles hervorgerufen werden mute4 ,verdummung und ,verrohung mute die ,folge sein1 zumal bei der ungeheuren ,verbreitung dieses ,schandbuches1 das noch #affi in neuer ,auflage erscheinen konnte4 ,wir werden in spteren ,kapiteln sehen1 wie dieser knstlich von der ,kirche erzeugte ,irrsinn ,jahrhunderte im ,volke fortwirkte und heute noch nicht erstorben ist4 ,wen wird das verwundern1 da ja die ,kirche bekanntlich unfehlbar ist1 da sie sich gerade in dieser ,frage1 wenigstens im ,kernpunkt1 auf die unwiderlegliche ,autoritt des ,neuen ,testaments -- vom ,alten ganz zu schweigen -- sttzen kann8 ,wann hat die ,dummheit je grere ,orgien gefeiert8 ,welchem ,moloch sind mehr ,hekatomben geschlachtet worden8 ,war der ,hexenhammer auch das schlimmste ,buch seiner ,art1 insofern es bei weitem die grte ,autoritt besa1 so war es keineswegs das einzige4 ,im ,gegenteil ist die ,literatur ber diese blde ,materie erschreckend reich4 ,indem wir ,interessenten auf die eingehende ,untersuchung ,hoensbroechs verweisen#g1 begngen wir uns1 einige der wichtigsten ,werke anzufhren4 ,im ,jahre #aebb verffentlichte der ,dominikaner ,bartholomus ,spina eine ,abhandlung ber die ,hexen 7,quaestio de strigibus71 in der er als ,beweis fr die ,realitt des ,hexenglaubens die zahlreichen ,bestrafungen und ,todesurteile anfhrt4 ,gbe es keine ,zauberei1 dann wren ja die ,inquisitoren und die diese ernennende ,kirche ungerecht1 was ja unmglich wre4 ,um nur einige ,perlen aus diesem ,buche herauszufischen3 ,die ,aussage der ,hexen1 da sie vom ,teufel durch die ,luft entfhrt werden1 ist durchaus glaubwrdig4 ,wenn trotzdem die gleiche ,hexe von andern schlafend gesehen werde1 so erklrt sich das daraus1 da ein ,teufel ihre ,gestalt angenommen hat4 ,ein weiterer ,beweis fr die ,wahrheit des ,hexenglaubens ist seine allgemeine ,verbreitung4 ,diese aber geht aus der groen ,menge von ,hexen hervor1 die alljhrlich von den ,inquisitoren abgeurteilt werden6 ,ein junges ,mdchen1 das in ,bergamo wohnt1 wurde -- wenigstens berichtet ,spina so -- pltzlich eines ,nachts nackt im ,bett einer ,verwandten in ,venedig aufgefunden4 ,sie erzhlte weinend folgendes3 ,als ich diese ,nacht wach wurde1 sah ich meine ,mutter1 die mich schlafend glaubte1 aufstehen1 ihr ,hemd ausziehen und sich mit einer ,salbe salben2 dann ergriff sie einen ,stock1 setzte sich rittlings darauf und fuhr durch das ,fenster4 ,ich stand auf1 bestrich mich auch mit der ,salbe und fuhr dann auch hinaus und kam hier in dies ,zimmer1 wo ich sah1 da meine ,mutter ein ,kind tten wollte4 ,als meine ,mutter mich sah und ich den ,namen ,jesu und ,maria aussprach1 verschwand sie und ich blieb nackt zurck4 ,die ,mutter hat dann auf der ,folter dem ,inquisitor von ,bergamo alles gestanden4 ,die ,hexen tten unzhlige ,kinder und bereiten aus ihren ,leichen eine ,zaubersalbe4 ,gott lt dies zur ,strafe der ,eltern zu1 weil diese es vielleicht einige ,male unterlieen1 die ,kinder morgens und abends mit dem ,zeichen des ,kreuzes zu zeichnen6 ,einer der berhmtesten ,kanonisten des #af4 ,jahrhunderts1 ,paulus ,grilandi1 ,auditor des ppstlichen ,generalvikars fr die ,stadt ,rom1 lie eine oft aufgelegte ,schrift ,tractatus de sortilegiis erscheinen4 ,natrlich trug sie die ,druckerlaubnis und zwar hier des ,magisters sacri apostolici ,palatii1 d4 h4 des unmittelbar unter dem ,papste stehenden ,bcherzensors4 ,er behandelt den gleichen ,bldsinn wie die vorgenannten ,bcher1 fhrt aber als ,novum an14 da die ,kirche die ,lsung einer behexten ,ehe1 d4 h4 einer1 in der ,mann oder ,weib verhindert sind1 den ,beischlaf auszufhren1 gestatte und da die ,betreffenden eine andere ,ehe eingehen knnen4 ,folgende erbauliche ,geschichte findet sich in diesem geistreichen ,werke unter anderen ebenbrtigen4 ,mir hat ein geachteter und gebildeter ,mann erzhlt3 kurz vor seiner ,heirat wurde er von einer bekannten ,hexe so behext1 da er in der ,brautnacht und noch lange nachher die ,ehe nicht vollziehen konnte1 obwohl er den fleischlichen ,akt frher sehr gut und mit grter ,lust vollzogen hatte4 ,endlich lie er einen berhmten ,schwarzknstler aus dem ,sabinergebirge kommen1 der gab ihm und seiner ,frau einen ,trank zu trinken4 ,auch befahl er ihnen1 sich in der nchsten ,nacht mit dem ,zeichen des ,kreuzes zu schtzen1 dann brauchten sie nicht zu frchten1 was auch geschehe4 ,gegen #aj ,uhr nachts entstand um das ,haus herum ein gewaltiges ,unwetter mit ,donner1 ,blitz und ,erdbeben2 dann drang eine ganze ,schar von ,hexen1 darunter das ,weib eines ,nachbarn1 in das ,schlafzimmer und vollfhrte einen ,hllenlrm4 ,der ,brutigam sah alles1 seine ,braut deckte er aber mit den ,bettdecken zu4 ,eine halbe ,stunde ungefhr dauerte der ,lrm1 dann trat pltzlich der ,schwarzknstler ein und die ,hexen verschwanden4 ,der ,schwarzknstler rieb den ,brutigam an der ,schulter und ging dann auch4 ,da fhlte der ,brutigam allmhlich eine ,wrme seinen ,krper durchstrmen und er konnte den ehelichen ,akt vollziehen4 ,im ,jahre #affi erschienen zu ,lyon in der berhmten ,druckerei von ,bourgeat mit kniglichem ,privileg drei starke ,quartbnde1 die sich ausschlielich mit ,hexerei und ,teufelei befassen4 ,der ,gesamttitel dieses ,sammelwerkes1 das ausschlielich von bedeutenden ,theologen und ,kanonisten verfat ist1 lautet3 ,daemonastrix seu adversus ,daemones et ,maleficos universi operis ad usum praesertim ,exorcistarum4 ,es handelt sich also um ein ,handbuch fr ,exorzisten4 ,eine dieser ,abhandlungen von ,pater ,hieronymus ,mengo ,strick fr den ,teufel 7,fustis ,daemonorum7 betitelt1 behandelt die ,besessenheit3 ,die ,teufel verlassen den ,menschen teils durch den ,mund als ,flamme1 oder als kalter ,wind1 teils durch die ,ohren als ,ameisen1 teils durch den ,after als ,kot oder als ,frsche oder ,schlangen1 teils als ,blutstropfen aus der ,nase4 ,als ich im ,jahre #aege in ,reims war1 geschah folgendes3 eine ,witwe war mit einer schweren ,krankheit behext worden4 ,ich ging mit ihrem ,arzt zu ihr und wir fanden in ihrem ,bett ein aus ,federn gefertigtes ,bild in ,menschengestalt2 als das ,bild verbrannt war1 war die ,frau geheilt4 ,die teuflischen ,zaubermittel werden meistens in den ,betten versteckt4 ,ein gutes ,mittel dagegen ist1 in den vier ,ecken des ,bettes ,weihrauch1 ,myrrhe1 geweihtes ,salz1 geweihte ,oliven und geweihtes ,wachs niederzulegen4 ,den ,hhepunkt des ,teufelwahns bilden neben dem ,hexenhammer die ,disquisitiones magicae des ,jesuiten ,delrio#h1 eines ,theologieprofessors an den ,universitten von ,graz und ,salamanca4 ,es umfat sechs ,bcher auf ber #abjj ,druckseiten und trgt das ,imprimatur des ,jesuitenordens1 sowie je eines ppstlichen und eines bischflichen ,zensors4 ,die ,gutachten sind interessant genug1 um wiedergegeben zu werden4 ,das des ,oliverius ,manarus1 eines der bedeutendsten ,jesuiten des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts vom #f4 ,juli #aeih betont ausdrcklich1 da die sechs ,bcher zauberischer ,untersuchungen durch das ,urteil gewichtiger und gelehrter ,theologen 7des ,jesuitenordens7 gutgeheien werden4 ,die beiden anderen1 nicht jesuitischen ,zensoren schreiben3 ,die zwei ersten ,bcher der zauberischen ,untersuchungen1 verfat von ,pater ,martin ,delrio1 ,theologen der ,gesellschaft ,jesu1 halte ich1 da sie vielseitige ,gelehrsamkeit und nichts dem katholischen ,glauben ,widersprechendes enthalten1 fr wert1 da sie verffentlicht werden4 ,gegeben zu ,lwen1 am #h4 ,februar #aeii4 ,wilhelm ,fabricius1 ,apostolischer und ,kniglicher ,bcherzensor4 ,das andere lautet3 ,die drei letzten ,bcher der zauberischen ,untersuchungen1 verfat vom gelehrten ,pater ,martin ,delrio1 ,priester der ,gesellschaft ,jesu halte ich wegen ihrer vielseitigen ,gelehrsamkeit und wegen der ,gediegenheit ihrer ,lehre fr sehr ntzlich1 besonders in unseren ,zeiten4 ,ich halte dafr1 da sie zum groen ,vorteil der ,kirche verffentlicht werden sollen4 ,gegeben zu ,antwerpen1 am #a4 ,april #aeii4 ,silvester ,pardo1 ,licentiat der hl4 ,theologie1 ,domherr der ,kathedralkirche und ,bcherzensor4 ,das ,buch tritt wissenschaftlich und theologisch im ,namen ,christi und seines ,statthalters fr das fernere ,abschlachten der ,hexen in einer ,zeit ein1 in der ,denker und ,forscher wie ,kopernikus 7 #aedc71 ,kepler 7#afca71 ,giordano ,bruno 7 #afjj71 ,montaigne 7 #aeib7 und andere teils schon gewirkt hatten1 teils noch wirkten4 ,die profane ,wissenschaft1 das ist zu betonen sehr wichtig1 war also keineswegs mehr im finsteren ,aberglauben des ,mittelalters befangen1 vielmehr waren es die ,theologen1 die diese ,dummheit knstlich aufrecht erhielten durch ihre ,wissenschaft und das ,beweismittel des ,scheiterhaufens4 ,delrio ist der ,ansicht1 da die ,schwarzkunst stndige ,begleiterin und notwendige ,folge der ,ketzerei sei4 ,in ,deutschland sei ihr ,bollwerk das ,luthertum1 in ,frankreich1 ,england1 ,schottland und ,belgien aber sei die ,hexerei durch den ,kalvinismus rasch ausgebreitet worden4 ,die ,grnde dafr liegen nach ,delrio klar zutage3 ,die ,teufel haben in den ,ketzern1 wie einst in den ,gtzenbildern1 ihre ,wohnsttten2 aus den ,gtzenbildern sind sie vertrieben worden1 so haben sie sich in den ,ketzern neue ,wohnungen gesucht2 auch die ,teufel1 die ,christus austrieb1 fuhren in die ,schweine4 ,wie die ,pest der ,hungersnot folgt1 so folgt die ,hexerei der ,ketzerei4 ,die ,teufel bedienen sich der ,ketzer hnlich wie schner ,huren1 um die ,menschen zu betrgen4 ,whrend das ,i4 ,buch von der ,zauberei im allgemeinen handelt1 beleuchtet das zweite die teuflische ,zauberei und ihre ,wirksamkeit4 ,ihre ,grundlage ist der ,vertrag mit dem ,teufel4 ,da dieser in ,wirklichkeit existiert1 beweist ,delrio aus der bereinstimmung aller ,theologen alter und neuer ,zeit4 ,wir machen hier wiederum die gleiche ,erfahrung3 weil eine ,dummheit viele ,verteidiger hat und sich ,jahrhunderte in ,kraft erhlt1 darum ist sie keine ,dummheit4 ,sie wird aber zur hchsten ,weisheit1 wenn sich unter den fr sie eintretenden ,eideshelfern ,autoritten befinden1 oder wenn sie gar durch ,bibel und ,dogma gesttzt wird4 ,die feierliche ,zeremonie des ,vertrages mit dem ,teufel besteht1 nach ,verleugnung des ,glaubens und der ,jungfrau ,maria1 darin1 da der ,teufel die ,stirn der ,vertragschlieer mit seiner ,kralle berhrt und sie auf seine ,art tauft4 ,sie erhalten andere ,namen2 innerhalb eines auf die ,erde gezeichneten ,kreises wird ein furchtbarer ,eid geschworen2 man verspricht dem ,teufel monatlich durch ,blutaussagen ein ,kind zu tten2 irgendeiner ,stelle des ,krpers1 gewhnlich einer geheimen1 drckt der ,teufel ein ,zeichen auf1 wodurch dieser ,krperteil unempfindlich wird4 ,dann wird erzhlt von ,erregung von ,unwettern1 ,vernichtung von ,viehherden1 ,hervorrufung von ,heuschreckenschwrmen durch ein teuflisches ,pulver1 das in die ,luft gestreut wird usw4 ,solche ,geschehnisse sind alltglich1 ihre ,wahrheit wird bezeugt durch das ,ansehen der ,ppste und ihre ,bullen darber2 so die ,bullen ,innozenz ,,viii41 ,julius ,,iii41 ,hadrian ,,vi4 ,auch ,ungeheuer bringen die ,teufel hervor4 ,es ist mglich1 durch ,vermischung zwischen ,mensch und ,tier solche ,unholde zu erzeugen4 ,zehn ,seiten widmet ,delrio der ,frage1 ob sich die ,teufel mit ,menschen fleischlich vermischen4 ,die ,tatsache bezweifelt er natrlich nicht3 ,es ist dies die gemeinsame ,ansicht der h4 ,vter1 der ,theologen und ,philosophen1 durch die ,erfahrung vieler ,jahrhunderte besttigt4 ,von dieser ,ansicht abzuweichen1 ist ein ,zeichen von ,starrkpfigkeit und ,verwegenheit4 ,aus dem geschlechtlichen ,umgang zwischen ,mensch und ,teufel kann ,nachkommenschaft entstehen4 ,die ,schwierigkeit der ,erklrung dieser ,tatsache wird behoben1 wenn man sich klar macht1 da der ,teufel zwar keinen eigenen ,samen hat1 wohl aber ihn sich von einem ,manne verschaffen kann4 ,weil er nun sehr rasch und geschickt ist1 so kann er dem ,samen die ntige ,wrme erhalten und ihn im geeigneten ,augenblick dem ,weibe eingieen4 ,vater des entstehenden ,kindes ist dann aber nicht der ,teufel1 sondern der ,mann1 der den ,samen lieferte4 ,die ,hexen gestehen1 da der ,samen1 den ihnen der ,teufel eingiet1 kalt sei und kein ,lustgefhl hervorrufe4 ,ketzer1 wie ,luther und ,melanchthon behaupten1 da die ,hexenfahrten nicht wirklich1 sondern nur eingebildet seien4 ,die wahre ,ansicht ist aber1 da die ,hexen auf ,ziegenbcken oder ,besenstielen zu ihren ,zusammenknften reiten4 ,bei den ,hexenzusammenknften tanzt jeder ,teufel mit dem ihm anvertrauten ,weibe1 und zwar lehnen die ,tanzenden ihre ,rcken gegeneinander4 ,nach dem ,tanze wird ,unzucht getrieben4 ,wer behauptet1 diese ,dinge seien ,trume und ,phantasien1 verfehlt sich zweifellos gegen die ,ehrfurcht1 die wir unserer ,mutter1 der ,kirche1 schulden4 ,denn die katholische ,kirche bestraft keine ,verbrechen1 auer sie seien gewi und offenbar1 noch auch erklrt sie jemand fr einen ,ketzer1 der nicht wirklich in ,ketzerei verstrickt ist4 ,seit vielen ,jahren hlt aber die ,kirche die ,hexen fr ,ketzer und befiehlt1 sie durch die ,inquisitoren zu bestrafen und dem weltlichen ,arm zu bergeben4 ,also entweder irrt die ,kirche1 oder ihre ,gegner4 ,wer aber behaupten wollte1 die ,kirche irre in einer zum ,glauben gehrigen ,sache1 der sei verflucht4 ,das zweite ,buch behandelt dann weiterhin die ,verwandlung der ,hexen mit teuflischer ,hilfe in ,katzen1 ob die ,teufel bewirken knnen1 da die ,seelen ,abgestorbener den ,lebenden erscheinen1 ber die ,gespenster1 von denen achtzehn verschiedene ,arten unterschieden werden und fhrt endlich eine ,flle ,beweismaterial an1 eine ,bltenlese von ,bldsinn4 ,das ,,iii4 ,buch1 das u4 a4 ausfhrlich vom ,liebeszauber handelt1 enthlt folgende schne ,geschichte1 die sich krzlich in ,flandern1 an einem ,ort und in einem ,orden1 die ,delrio bekannt sind1 die er aber beide -- wohl aus ,schonung -- verschweigt1 zutrug3 ,drei ,mnche eines ,klosters lebten sehr ausschweifend4 ,eines ,abends zechten sie lange1 als sie nun endlich genug hatten1 sagte der eine3 ,gott sei gedankt6 ,der andere aber sagte3 ,dem ,teufel sei gedankt6 ,dann legten sie sich jeder mit einem ,mdchen zu ,bett4 ,pltzlich geht die ,tr auf und ein ,teufel in ,gestalt eines ,jgers von schrecklichem ueren kommt herein1 begleitet von zwei anderen ,teufeln in ,gestalt von ,kchen4 ,mit furchtbarer ,stimme fragte er3 wo ist der1 der mir gedankt hat8 ,er zieht den zu ,tode ,erschrockenen aus dem ,bett und befiehlt seinen ,begleitern ihn am ,feuer zu rsten4 ,das geschieht und das ,zimmer wird mit dem ,gestank des verbrannten ,menschenfleisches erfllt4 ,whrend das ,,iv4 ,buch ber ,wahrsagerei handelt1 errtert ,delrio im ,v4 die ,obliegenheiten des ,richters und das ,prozeverfahren den ,hexen gegenber4 ,die brutale ,grausamkeit des ,verfahrens1 das fast ausnahmslos mit dem ,tode auf dem ,scheiterhaufen endete -- die ,bufertigen wurden vorher erdrosselt -- gehrt nicht hierher1 wohl aber die theoretische ,begrndung3 ,wer die ,schandtaten der ,hexen1 besonders ihre nchtlichen ,zusammenknfte1 leugnet1 huldigt dem ,atheismus und widersetzt sich der ,kirche4 ,denn das ,haupt der ,kirche1 ihre ,zunge und ihr ,mund ist der ,papst4 ,viele rmische ,ppste haben aber die ,inquisitoren ermahnt1 eifrig und streng gegen die ,hexen vorzugehen und diese ,pest auszurotten4 ,offen bekennen die ,ppste1 da sie die ,verbrechen der ,hexen nicht fr ,wahnvorstellungen1 sondern fr tatschliche ,schandtaten halten4 ,das geht nach ,delrio nicht nur aus den ppstlichen ,bullen hervor1 sondern auch aus dem bereinstimmenden ,urteil aller kirchlichen ,gerichtshfe in ,spanien1 ,italien1 ,frankreich und ,deutschland4 ,da die ,kirche definiert hat1 ,hexen seien als wirkliche ,verbrecherinnen zu bestrafen1 so kann kein weltlicher ,richter dieses ,urteil aufheben und sagen1 eine ,hexe1 die sich als solche bekannt habe1 habe sich getuscht1 sondern er hat sie einfach zu verurteilen4 ,die ,kirche1 welche die ,sule der ,wahrheit ist1 und der rmische ,papst1 der die ,zunge und der ,mund der ,kirche ist1 und auf dem das ,versprechen ruht3 dein ,glaube wird nicht wanken1 erklren sich fr die ,tatschlichkeit der von den ,hexen begangenen ,verbrechen4 ,das ,,vi4 und letzte ,buch handelt vom ,amte und ,pflichten des ,beichtvaters bei den ,hexenprozessen4 ,seine ,aufgabe ist es1 sich genau ber den ,teufelsvertrag zu erkundigen4 ,da kann er dann allerdings mancherlei erfahren3 ,ein junges ,mdchen hat im ,jahre #aeid in ,sdfrankreich ausgesagt3 sie sei frh von einem ,italiener verfhrt worden4 ,ihr ,verfhrer habe sie am ,vorabend des ,festes ,johannis des ,tufers zur ,mitternachtszeit auf das ,feld gefhrt1 dort habe er mit einem ,stabe einen ,kreis gezogen und gewisse ,worte aus einem schwarzen ,buche gelesen4 ,da sei pltzlich ein groer schwarzer ,ziegenbock erschienen1 der gefragt habe1 was sie hier wolle4 ,ihr ,verfhrer habe geantwortet1 sie wolle sich seinen ,getreuen anschlieen4 ,darauf mute sie den ,ziegenbock unter den ,schwanz kssen4 ,spter fhrte sie der ,bock in ein benachbartes ,gebsch und vermischte sich mit ihr geschlechtlich4 ,bei diesem ,akt habe sie keine ,lust1 sondern nur ,schrecken gefhlt2 die ,samenergieung des ,bocks habe in ihr eine eisige ,empfindung erregt4 ,auch eine ,messe sei in ,gegenwart des ,bocks gelesen worden4 ber solche ,einzelheiten des ,verkehrs mit dem ,teufel sind die ,hexen vom ,beichtvater zu befragen6 ,es erfordert schon eine alles ,menschliche bersteigende ,portion von ,verblendung nicht einzusehen1 da die ,antworten durch ,suggestion und ,folter aus den ,hexen herausgeholt wurden1 nachdem die frommen ,glaubensrichter den in ihrem eigenen ,gehirn brodelnden ,bldsinn in die armen ,opfer hineingelegt hatten4 ,aber jahrhundertelang wollten die ,inquisitoren und mit ihnen ihre ,auftraggeberin1 die ,kirche1 das nicht einsehen1 sondern nahmen alles1 was den armen ,opfern erpret wurde1 fr bare ,mnze4 ,widerriefen aber die ,hexen in den kurzen ,zwischenpausen der ,folter1 dann war ihnen das nur ein erneuter ,beweis fr ihre ,halsstarrigkeit und ihre ,verbindung mit dem ,satan6 ,als ,mittel gegen gewisse ,zaubereien werden empfohlen3 das vierbltterige ,kleeblatt1 das ,blut eines schwarzen ,hundes1 das rechte ,auge eines ,wolfes1 das ,herz eines ,hasen4 ,der ,magnetstein vershnt ,mann und ,weib usw4 ,ein natrliches ,mittel gegen das durch ,zauberei bewirkte geschlechtliche ,unvermgen der ,ehegatten ist nach ,delrio3 sie sollen vor dem ,schlafengehen im ,schlafzimmer die ,galle eines ,fisches auf glhenden ,kohlen verbrennen4 ,in der ,abhandlung von den kirchlichen ,heilmitteln gegen ,behexung entwickelt ,delrio1 da sie von ,christus1 den ,aposteln und ihren ,nachfolgern eingesetzt seien1 den ,teufel peinigten und hufig zum ,bekenntnis der ,wahrheit zwngen4 ,in der ,jesuitenmission von ,peru wollte sich ein ,indianer taufen lassen4 ,teufel in ,gestalt von ,vgeln und niederfallenden ,steinen hinderten ihn daran1 ja noch in der ,kirche zeigten sich ,teufel auf dem ,kopfe stehend1 die ,beine in der ,luft und schreckliche ,huhurufe ausstoend4 ,als aber die ,messe anfing1 hrte das alles auf und nach der ,taufe war der ,indianer von den teuflischen ,anfechtungen ganz befreit4 ,solche wahre ,geschichten werden in ,flle mitgeteilt4 ,der ,bischof von ,brescia1 ,guido von ,lacha1 war im ,rufe der ,heiligkeit gestorben4 ,die ppstlichen ,inquisitoren erkannten aber aus gewissen ,anzeichen1 da er ein ,ketzer gewesen sei4 ,daher lieen sie1 berflieend vom ,geiste wahren ,christentums und treu den ,gepflogenheiten ihrer ,kirche1 den ,leichnam ausgraben1 um ihn zu verbrennen4 ,aber vom ,scheiterhaufen weg hoben die ,teufel -- die jedoch niemand sehen konnte -- den ,krper in die ,luft1 so da das ,volk dies als ein ,zeichen der ,heiligkeit des ,verstorbenen auffate4 ,doch die ,inquisitoren lieen sich nicht beirren4 ,man liet die ,messe zu ,ehren der hl4 ,jungfrau4 ,bis zur ,wandlung schwebt der ,leichnam noch immer in der ,luft1 da rufen pltzlich die ,teufel3 ,o ,guido von ,lacha1 solange haben wir dich verteidigen knnen1 jetzt ist ein ,strkerer da als wir4 ,und sogleich fiel der ,krper auf den ,scheiterhaufen zurck und verbrannte ohne weitere ,schwierigkeiten4 ,zum ,schlusse wollen wir noch eine dieser erbaulichen ,geschichten anfhren3 ,im ,jesuitenkollegium zu ,graz trug sich folgendes zu3 ,am #bb4 ,mrz #afjj kam dorthin ein #bb;jhriger ,jngling1 um einem der ,patres zu gestehen1 er habe sich vertraglich dem ,teufel ergeben4 ,da er aber den ,vertrag nicht gehalten habe1 sei es ihm schlecht ergangen4 ,der ,teufel erschien ihm darauf in ,breslau wieder und versprach ihm #ab ,jahre des grten ,genusses1 wenn er sich nach ,ablauf dieser ,zeit ihm mit ,leib und ,seele ergeben wolle4 ,der ,jngling schrieb darauf den ,vertrag mit seinem eigenen ,blut1 das der ,teufel ihm aus den ,fingerspitzen prete4 ,spter erneuerte er den ,vertrag wieder4 ,der ,teufel schrfte dem ,jngling ein1 besonders nie zu den ,jesuiten zu gehen und schalt ihn1 als er es doch getan hatte4 ,er versprach ihm sogar ein ,buch1 in dem die ,namen aller ,teufel eingetragen seien und die ,art1 jeden einzelnen herbeizurufen4 ,vom ,april bis ,mitte ,juni dauert nun der schreckliche ,kampf der ,jesuiten gegen den ,teufel um den ,jngling1 ein ,kampf1 in dem ,erscheinungen und greuliche ,unwetter miteinander abwechselten4 ,schlielich siegen aber die ,jesuiten doch4 ,auf ,befehl des ,erzherzogs ,ferdinand1 nachmaligen ,kaiser ,ferdinand ,,ii4 und des ,bischofs von ,sekau1 wird am #ah4 ,juni ber die ganze ,geschichte eine ,predigt gehalten und der mit ,blut geschriebene ,teufelsvertrag ffentlich in der ,jesuitenkirche verbrannt4 ,ein andermal zwingt ,maria auf eindringliche ,gebete des ,bekehrten hin1 dem ,teufel einen solchen ,vertrag wieder auszuliefern4 ,er erscheint in schrecklicher ,gestalt und tut es unter ,fluchen und ,heulen4 ,recht instruktiv ist das lange ,kapitel1 in dem ,delrio gegen die ,gegner des ,hexen- und ,teufelsglaubens vom ,leder zieht4 ,wir erfahren daraus1 da es zumeist anmaende rzte1 ,philologen und streitschtige ,rechtsverdreher sind1 die von ,theologie keine ,ahnung haben und lgen1 wenn sie den ,eifer der katholischen ,kirche nach dieser ,richtung hin bekritteln4 ,sttzt sich doch dieser ,eifer auf ,gottes ,gebot und auf das ,wort des ,apostels4 ,sie lgen1 wenn sie die kirchlichen ,exorzismen aberglubisch nennen4 ,der ,wert dieser ,konstatierung liegt in der einwandfreien ,feststellung1 da auch hier nicht etwa ,fachkreise aus sich heraus eine verhngnisvolle ,dummheit ablegten1 sondern da ,outsider1 ,naturforscher und ,denker1 ntig waren1 einen ,irrwahn zu beseitigen1 der sich ohne diese ,hilfe von auen in alter ,kraft bis heute erhalten htte4 ,ist es doch eine ,tatsache1 da ,delrios ,werk nicht minder als das von ,institoris und ,sprenger1 das eine drei1 das andere vier ,jahrhunderte in ,geltung sein konnten1 in ungezhlten ,auf lagen neu gedruckt wurden -- ,delrio erlebte deren zwanzig -- ohne da die heilige apostolische1 katholische und rmische ,kirche auch nur ein ,wort des ,tadels gefunden htte4 ,,iv4 ,kapitel ,der ,kampf um die religise ,dummheit ,es leuchtet ein1 da nur ein ,volk1 solange es auf recht primitiver kultureller ,hhe steht1 all den ,bldsinn glubig hinnimmt1 den wir bisher kennen lernten4 ,gewi wird das ,beispiel der ,theologen1 in denen es die ,intelligenz1 die ,mnner verehrt1 die die es in ihrer ,hand haben1 ewige ,strafen oder ewigen ,lohn zu verleihen1 geraume ,zeit alle ,auflehnungsversuche des gesunden ,menschenverstandes niederzuhalten wissen4 ,frher oder spter wird aber zuerst bei einzelnen1 dann bei breiteren ,volksschichten der ,augenblick eintreten1 wo man die ,ketten versuchen wird abzuschtteln4 ,das war natrlich auch in unserer ,geschichte der ,fall4 ,wir meinen hier weniger die ,reformation1 die gewi viel ,gutes brachte1 aber aus anderen ,grnden entsprang und die schlimmsten ,verste gegen den gesunden ,menschenverstand zum guten ,teile belie4 ,wenn sie auch ,dogmen und ,priesterherrschaft verwarf1 so richtete sie dafr doch desto hher das ,regiment der ,bibel auf4 ,da mag wohl die ,frage erlaubt sein1 ob es an sich als ein so groer ,sieg der ,vernunft zu begren ist1 wenn der ,papst1 der doch als hchste ,glaubensinstanz die ,mglichkeit hat -- ob er im guten ,sinne von ihr ,gebrauch machte1 ist eine andere ,frage -- die ,glaubenslehren an die ,zeitforderungen anzupassen1 beseitigt wird1 damit der kalte ,buchstabe einer zwei ,jahrtausende zurckliegenden ,zeit unbeugsam herrscht4 ,wir haben zunchst den ,kampf der ,vertreter des ,fortschrittes gegen die berzeugten ,verfechter der mittelalterlichen ,anschauung im ,auge und werden mit ,staunen sehen1 da selbst ,mnner1 die sonst verdienstlich wirkten und an deren ,intelligenz kein ,makel ist1 fr den kindischsten ,aberglauben eintraten4 ,die suggestive ,macht der altehrwrdigen ,tradition1 groer ,namen1 einer gewaltigen ,organisation ist so ungeheuer1 da nur sie es begreiflich erscheinen lt1 wie der scharfe ,verstand gelehrter ,mnner vllig stumpf wird in dieser ,frage4 ,als die frchterliche ,epidemie des ,hexenwahnes1 von ,kirche und ,papst gefrdert und noch zu einer ,zeit knstlich und mit den scheulichsten ,gewaltmitteln aufrecht erhalten1 wo der ,aberglaube1 wie die im vorigen ,kapitel angefhrten ,klagen darber hinlnglich beweisen1 im ,volke lngst im ,schwinden begriffen war1 ihren ,hhepunkt erreicht hatte1 lie ,johann ,weier im ,jahre #aefc sein ,buch ,de ,praestigiis ,daemonorum erscheinen4 ,dieser gelehrte ,arzt aus ,kleve hatte den ,mut des gesunden ,menschenverstandes1 den seltensten und verdienstlichsten1 den es gibt4 ,wenn er auch noch den ,glauben an ,hexerei mit der ,mehrzahl seiner ,zeitgenossen teilte1 so betonte er doch1 da viele der ,opfer kirchlicher ,verfolgung lediglich ,wahnsinnige seien1 also unschuldig hingerichtet wrden4 ,ferner erklrte er1 da alle ,hexen vom ,teufel getuscht wrden1 wenn sie behaupteten1 durch die ,luft zu fahren1 mit ihm geschlechtlich zu verkehren usw4 ,der ,teufel rede ihnen nur ein1 da sie das alles getan htten4 ,damit trat ganz von selbst der ,begriff der ,besessenheit an ,stelle der ,hexerei4 ,wenn ,weier nun weiterhin behauptete1 da der ,teufel die ,besessenen direkt und nicht durch ,vermittlung einer ,hexe plage1 vielmehr aus ,bosheit nur ein armes altes ,weib in diesen scheulichen ,verdacht bringe1 sowie1 da besonders ,kranke und durch ,gemtsleiden ,geschwchte den ,verfhrungen des ,teufels zugnglich seien1 und mit einem ,appell an die ,frsten ,europas schlo1 dem ,vergieen unschuldigen ,blutes ,einhalt zu tun1 so ist ohne weiteres klar1 da sein ,werk hchsten ,lobes wrdig ist4 ,mag er auch theoretisch noch auf irrigem ,standpunkte stehen1 so macht er doch praktisch der ,menschlichkeit und ,vernunft solche ,konzessionen1 da die notwendige ,folge des ,buches eine bedeutende ,abnahme1 wo nicht ein ,aufhren der ,hexenprozesse sein mute4 ,wenn wir an dem ,werke irgend etwas auszusetzen haben1 so ist es die naive ,anschauung vom ,wirken des ,teufels4 ,schlielich ist das nur eine dem ,kausalittsbedrfnis gemachte ,konzession4 ,wir registrieren eben die ,phnomene der ,hysterie und ,besessenheit1 deren ,ursachen wir oft nicht kennen1 ohne sie auf den ,teufel oder ,dmonen zurckzufhren1 verzichten dafr aber auf eine kausale ,begrndung4 ,auf alle ,flle tut ,weier einen energischen ,schritt auf der ,bahn der natrlichen ,erklrung und der ,humanitt nach vorwrts und es wre sehr zweifelhaft1 ob er klger gehandelt und der ,sache mehr gentzt htte1 wenn er ,dmonen und ,teufel negiert htte4 ,wahrscheinlich htte dann das ,buch1 weil von den ,zeitgenossen noch nicht verstanden1 gar keine weitere ,wirkung ausgebt1 als die1 den ,autor auf den ,scheiterhaufen zu bringen4 ,nun lebte damals in ,frankreich ,jean ,bodin 7c4 #aecj-aeif71 den seine ,zeitgenossen fr den bedeutendsten ,mann seines ,volkes hielten und der zweifellos ein ausgezeichneter ,philosoph war4 ,sein ,werk ,de la rpublique 7,paris #aegg7 legt dafr ,zeugnis ab4 ,dieser kluge und tolerante ,mann1 der in seinem ,colloquium ,heptaplomeres de rerum sublimium arcanis abditis einen ,standpunkt ber den ,religionen einnimmt und -- damals etwas ,unerhrtes -- die ,meinung uert1 da jede ein ,recht auf ,anerkennung habe1 wofern sie nicht gegen ,staat1 ,sittlichkeit oder ,gottesfurcht gerichtet sei1 griff ,weiers ,buch heftig an6 ,in seiner ,dmonomanie des sorcires beruft er sich auf die ,autoritten1 die so einmtig und entscheidend ber diesen ,gegenstand seien1 da es keinem vernnftigen ,menschen mglich wre zu widerstehen4 ,er beruft sich ferner auf den ,volksglauben aller ,lnder1 aller ,zeiten und aller ,religionen1 auf ,aussprche einer ungeheuren ,anzahl von heidnischen ,schriftstellern und ,kirchenvtern1 auf ,gesetze gegen die ,hexerei und auf ,hunderte von ,fllen1 die franzsische und andere ,gerichte untersucht htten4 ,war er doch selbst soundsooft als ,richter ,vorsitzender bei solchen ,prozessen gewesen6 ,er berichtet dann mit den kleinsten und umstndlichsten ,details und mit unerschtterlicher ,zuversicht alle ,vorgnge beim ,hexensabbat1 die von den ,hexen zur ,luftfahrt angewandten ,methoden1 ihre ,verwandlungen1 ihren fleischlichen ,verkehr mit dem ,teufel1 ihre verschiedenen ,mittel1 den ,feinden zu schaden1 die ,zeichen1 die zu ihrer ,entdeckung fhren1 ihre ,gestndnisse nach der ,verurteilung und ihr ,benehmen auf dem ,scheiterhaufen4 ,was nun ,weiers ,buch betrifft1 so kann ,bodin kaum ,worte finden1 um sein ,erstaunen und ,mifallen darber auszudrcken1 da ein unbedeutender ,doktor es gewagt haben sollte1 sich der ,autoritt aller ,zeitalter zu widersetzen4 ,da dieser ,mann ein solch unbegrenztes ,vertrauen auf seine eigenen ,ansichten und eine so bermige ,miachtung fr die weisesten ,menschen gehabt haben sollte1 um mit skeptischem ,geist die ,wirklichkeit einer der bekanntesten vorhandenen ,tatsachen zu tadeln und zu bekritteln1 das wre in der ,tat das berma menschlicher ,anmaung1 der ,hhepunkt menschlicher ,beschrnktheit4 ,aber die ,gottlosigkeit sei noch grer1 wie diese ,vermessenheit1 ,weier htte sich gegen ,gott gerstet1 sein ,buch sei ein ,gewebe schrecklicher ,gotteslsterungen4 ,keiner1 der noch so wenig von der ,ehre ,gottes berhrt ist1 knnte ohne gerechten ,zorn derartige ,lsterungen lesen4 ,weier htte es nicht nur gewagt die ,urteile so vieler gewissenhafter ,richter anzufechten1 er htte es versucht1 jene1 die die ,heilige ,schrift und die ,stimme der ,kirche als die schlimmsten ,verbrecher brandmarkte1 zu retten4 ,er htte sich's sogar herausgenommen1 die ,zaubersprche und ,beschwrungsformeln1 die er von einem berchtigten ,zauberer erlernt hatte1 der ,welt kundzumachen4 ,mit diesem berchtigten ,zauberer meint ,bodin den ,cornelius ,agrippa1 ,lehrer ,weiers1 der sich durch seine ,bemhungen die ,verfolgungen wegen ,hexerei zu verhindern1 sowie dadurch1 da er das ,leben einer ,buerin1 die der ,inquisitor ,savon verbrennen wollte1 rettete1 ausgezeichnet hatte4 ,daher glaubte man allgemein1 er sei mit dem ,teufel im ,bunde4 ,wegen ,magie1 die er mit dem ,resultate studiert hatte1 da sie entweder auf ,betrug oder einer hheren ,kenntnis der ,naturgesetze beruhe1 war er ein ,jahr eingesperrt gewesen4 ,agrippa hatte also dafr gebt1 da er in diesen ,fragen seiner ,zeit um ,jahrhunderte voraus war4 ,doch kehren wir zu ,bodins ,entrstung ber ,weier zurck6 ,wer knnte -- meinte er -- nach solchen furchtbaren ,enthllungen1 wie sie ,weiers ,buch enthalte1 ohne ,bestrzung an die ,zukunft der ,christenheit glauben8 ,wer knnte in ,frage stellen1 da die derartig verbreitete ,wissenschaft die ,zahl der ,hexen ungeheuer vermehre1 die ,gewalt des ,satans unendlich steigere und den ,unschuldigen zahllose ,leiden bringen werde8 ,niemand knnte nun mit mehr ,recht ob seiner ,gesinnung beargwhnt werden1 wie ,weier1 der ein so gottloses ,buch geschrieben habe und eine solche ,vertrautheit mit den ,geheimnissen eines so gottlosen ,gewerbes gezeigt habe4 ,denen zu verzeihen1 die ,gottes ,gesetz zum ,tode verdamme1 lge auerhalb der ,kompetenzen der ,frsten4 ,wer sich solcher ,handlungen schuldig mache1 htte die ,majestt des ,himmels beleidigt4 ,so sei der frhe ,tod ,karls ,,ix4 von ,frankreich darauf zurckzufhren1 da er das ,leben des berchtigten ,zauberers ,trois-,echelles geschont habe unter der ,bedingung1 da er seine ,mitschuldigen nenne4 ,denn das ,wort ,gottes lautet sehr bestimmt1 da derjenige1 der einen des ,todes ,schuldigen entrinnen lt1 die ,strafe auf sich selbst zieht1 wie der ,prophet zum ,knig ,ahab sagte1 er msse sterben1 weil er einem ,manne verziehen1 der des ,todes schuldig war4 ,denn niemand htte jemals gehrt1 da ,zauberern ,gnade widerfahren wre#a4 ,wie kam nun einer der gebildetsten ,geister ,europas gegen ,ende des #af4 ,jahrhunderts -- die ,dmonomanie des ,sorciers erschien #aeha -- dazu einen ,irrwahn1 den smtliche ,zeitgenossen1 wenigstens so weit sie sich literarisch zu uern wagten1 teilten1 noch durch das ,gewicht seines ,namens zu sttzen8 ,da ist zunchst zu bercksichtigen1 da die ,kirche1 wie wir sehen1 eine bis in alle ,einzelheiten ausgebaute ,lehre von ,hexerei und ,zauberei besa4 ,doch das allein gengt nicht4 ,bodin hatte als ,richter ja selbst die ,gestndnisse der ,angeschuldigten gehrt4 ,der ,irrtum1 da die ,tortur die ,wahrheit enthlle1 statt der richtigen ,ansicht1 da ihre ,qualen fast jeden zu jeder gewollten ,aussage bewogen1 spielt weiter eine groe ,rolle4 ,dazu kommt1 da viele der sogenannten ,hexen selbst fest davon berzeugt waren1 da sie der inkriminierten ,handlungen sich schuldig gemacht hatten1 weil der von der ,kirche1 wo nicht erzeugte1 so doch sicherlich gepflegte ,wahn allen ins ,blut bergegangen war4 ,und endlich -- und das ist die letzte ,wurzel -- weil die ,autoritt der ,kirche immer noch unumstlich feststand1 selbst bei einem ,manne1 wie ,bodin1 der wegen seiner ,toleranz gegen die ,protestanten fast ein ,opfer der ,bartholomusnacht geworden wre4 ,die ,dummheit ,bodins bestand im wesentlichen eben in seinem ,autorittsglauben4 ,autorittsglauben in ,fragen der ,wissenschaft ist eine der verhngnisvollsten1 den ,fortschritt am meisten hemmenden ,dummheiten4 ,die ,hexenverfolgungen nahmen in ,frankreich unter dem ,einflusse ,voltaires und seines ,spottes immer mehr ab1 um schlielich ganz aufzuhren1 nachdem noch im ,jahre #agah das ,parlament von ,bordeaux einen ,mann als ,zauberer verbrennen lie4 ,da trotzdem die ,geister- und ,teufelsbannformeln in der rmisch-katholischen ,kirche bis auf den heutigen ,tag im ,rituale blieben und das ganze #ah4 ,jahrhundert hindurch angewandt wurden1 ist allerdings richtig1 ebenso1 da mancherlei ,versuche von geistlicher ,seite1 die alte ,praxis wieder einzufhren1 gemacht wurden4 ,als diese erfolglos blieben1 da gab zu ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts der ,abb ,fiard ein diese beklagenswerte ,tatsache erklrendes ,werk heraus4 ,er wies darin nach1 da die ,philosophen und die ,revolutionre des #ah4 ,jahrhunderts die ,reprsentanten der alten ,zauberer wren1 da sie unter der unmittelbaren ,eingebung des ,satans handelten und da ihr ,erfolg ganz und gar der ,satansgewalt zuzuschreiben sei4 ,in glubigen ,kreisen hatte man sich nmlich gar nicht daran gewhnen knnen1 da der ,satan1 der bisher eine solche ,rolle gespielt hatte1 da man seine hllischen ,komplizen1 die ,hexen und ,zauberer1 mit ,feuer und ,schwert1 durch ,kirchen- und ,staatsgewalt kaum hatte unterdrcken knnen1 so pltzlich seine ,gewalt htte verloren haben sollen4 ,fiard bewies seine immerhin nicht alltgliche ,these durch den ,hinweis1 da viele groe und erschreckende ,wunder die philosophische ,bewegung begleitet und da diese ,wunder noch jetzt nicht aufgehrt htten4 ,die ,kuren ,mesmers so gut wie die ,prophezeiungen ,cagliostros mten der bernatrlichen ,wirksamkeit zugeschrieben werden4 ,das schrecklichste aber von allen ,zeichen der teuflischen ,gegenwart sei das immer mehr zunehmende ,vorkommen der ,bauchrednerei6 ,gottlob sind wir ber diesen ,gegenstand nicht auf unsere eigenen ,vermutungen angewiesen1 da ja einige der gelehrtesten ,geistlichen des #ad4 ,jahrhunderts feierlich erklrt htten1 da der ,mensch angewiesen sei mit dem ,munde zu sprechen und da1 so oft er in irgendeiner anderen ,weise sprche1 er es mit ,hilfe des ,teufels tte#b4 ,im protestantischen ,england stand es um diesen ,wahnwitz nicht viel besser1 als bei uns oder in ,frankreich4 ,whrend unter ,heinrich ,,viii4 von ,england nur sehr wenige ,hinrichtungen von ,hexen und ,zauberern stattgefunden hatten und das ,hexengesetz unter seinem ,nachfolger berhaupt aufgehoben wurde1 fhrte die jungfruliche ,knigin ,elisabeth es wieder ein und zwar schon bei ihrer ,thronbesteigung4 ,als der ,bischof ,jewel vor der ,knigin predigte und auf die ,vermehrung der ,hexen zu sprechen kam1 drckte er die ,hoffnung aus1 da die ,strafen noch mehr verschrft wrden1 wiewohl ,elisabeth neue ,gesetze1 die mit ,strenge vollzogen wurden1 gemacht hatte4 ,der ,streiter ,gottes sagte zur ,knigin3 ,mgen ,eure ,gnaden geruhen1 sich von der wunderbaren ,vermehrung zu berzeugen1 die ,zauberer und ,hexen in den letzten ,jahren in ,ihrem ,knigreiche genommen haben4 ,euer ,gnaden ,untertanen schwinden dahin bis zum ,tode1 ihre ,farbe verbleicht1 ihr ,fleisch modert1 ihre ,sprache wird dumpf1 ihr ,sinn betubt4 ,ich bitte ,gott1 da die ,zauberer ihre ,kraft niemals weiter anwenden mgen1 als an den ,untertanen4 ,trotz dieser ,scharfmacherei blieben die ,gesetze weit milder1 als auf dem ,festlande1 da die ,hexen1 denen man nicht nachweisen konnte jemandem durch ihre ,zauberformeln geschadet zu haben1 beim erstenmal nur mit ,pranger oder ,gefngnis bestraft wurden1 whrend die zum ,tode verurteilten am ,galgen und nicht auf dem ,scheiterhaufen sterben muten4 ,ferner wurde gegen sie keine ,tortur angewandt1 sondern nur die ,nadelprobe1 bei der die ,opfer ber den ganzen ,krper gestochen wurden1 um das unempfindliche ,mal 7stigma diabolicum7 zu finden -- da es sich hier um hysterische ,ansthesie handelt1 liegt auf der ,hand6 -- oder man unterzog sie dem ,hexenbad4 ,hier galt das ,schwimmen auf dem ,wasser als ,zeichen von ,schuld1 da das reine ,element eine ,hexe nicht aufnahm1 ,untersinken aber war ein ,beweis fr die ,unschuld4 ,endlich strte man mehrere ,nchte hindurch den ,schlaf der ,angeklagten1 um so ein ,gestndnis zu erpressen1 ein heute noch in ,amerika bei ,strafverhren als dritter ,grad bliches ,verfahren1 das allerdings wenig humaner ist1 als die ,folter4 ,gegen diese grausamen oder einfltigen ,methoden schrieb im ,jahre #aehd ein ,laie 7natrlich67 namens ,reginald ,scott seine ,enthllungen der ,hexerei 7,discovery of ,witchcraft7 und bewies mit grter ,geschicklichkeit die ,grausamkeit und ,torheit der ,verfolgung und die ,einfltigkeit des ganzen ,hexenwahns4 ,wiewohl dieser ,angriff der denkbar geschickteste war1 im volkstmlichen ,stile geschrieben1 jeden ,denkenden berzeugen mute1 verfehlte er seine ,wirkung4 ,das wird den ,kenner der menschlichen ,dummheit in keiner ,weise verwundern1 denn was will ,logik1 gesunder ,menschenverstand1 ,gelehrsamkeit oder gar ,humanitt ausrichten1 wenn es sich um ,dummheiten handelt1 die die ,religion als ,mutter verehren6 ,jakob ,i41 weit entfernt sich berzeugen zu lassen1 verfolgte nur desto heftiger1 war er doch berzeugt1 da die strmische ,seefahrt bei seiner ,rckkehr von ,dnemark1 ein ,werk der ,hexen gewesen sei1 und da der ,teufel ihn fr seinen frchterlichsten ,gegner ansehe4 ,er lie hinfort die ,hexen schon bei der ersten bertretung tten1 selbst wenn sie ihren ,nchsten keinen ,schaden zugefgt htten4 ,dieses ,gesetz trat in ,kraft1 als ,coke ,kronanwalt und ,bacon ,parlamentsmitglied war und zwlf ,bischfe in der ,kommission saen1 der es berwiesen war4 ,die ,verfolgungen wurden heftiger1 zugleich drang der ,aberglaube tiefer in die ,literatur und in das ,volk ein4 ,denn die ,dummheiten1 die oben gemacht werden1 verbinden mit dem ,zauber1 der jeder ,dummheit schon von ,natur eigen ist1 noch den ,nymbus der ,majestt4 ,damals konnte ,sir ,thomas ,browne erklren1 da diejenigen1 die das ,vorhandensein der ,hexerei leugneten1 nicht blo ,unglubige1 sondern mittelbar auch ,gottesleugner wren4 brigens glaubte er selbst weder an ,incubi1 noch an ,lykanthropie4 ,bacon konnte in einem seiner wichtigsten ,werke als die drei ,abweichungen von der ,religion ,ketzerei1 ,abgtterei und ,hexerei bezeichnen4 ,da ,shakespeare an die ,wirklichkeit der ,hexerei glaubte1 beweisen seine ,hexen im ,macbeth nicht minder1 wie das entstellte ,bild1 das er von der ,jungfrau von ,orleans zeichnet4 ,so wirkte in einem protestantischen ,lande -- das ist zu beachten6 -- die obrigkeitliche ,dummheit ,tod und ,verderben bringend fort6 ,aber es wurde noch schlimmer#c4 ,die ,puritaner1 die mit ,cromwell die ,gewalt erlangten1 waren geneigt in allem1 was ihnen nicht pate1 satanischen ,einflu zu erblicken4 ,als ,unruhen in der ,grafschaft ,suffolk entstanden1 erklrte der berchtigte ,hexenfinder ,matthew ,hopkins sie von ,hexen verpestet4 ,eine ,kommission1 begleitet von zwei vom ,parlament ausgewhlten ausgezeichneten presbyterianischen ,geistlichen1 leitete dort die ,untersuchung1 und in einem ,jahre muten in der einen ,grafschaft #fj ,personen als ,zauberer fr die ,dummheit ihrer ,zeitgenossen am ,galgen ben4 ,whrend der wenigen ,jahre der ,republik wurden mehr ,personen wegen ,hexerei und ,zauberei zu ,tode befrdert1 als in der ganzen ,periode vor und nachher4 ,doch von langer ,dauer war der ,wahn in dem so nchternen und klugen ,england nicht und sein letztes ,stndlein htte noch eher geschlagen1 wrde er nicht in der ,person des ,joseph ,glanvil einen eifrigen ,verteidiger gefunden haben4 ,dieser zu seiner ,zeit berhmte ,geistliche1 in dessen ,hnden siebzehn ,jahre lang die ,verteidigung des sterbenden ,glaubens gelegen hatte1 ein relativ aufgeklrter und sogar skeptischer ,kopf1 ,freund der induktiven ,methode1 die in erster ,linie dazu berufen war1 der mittelalterlichen ,spekulation den ,todessto zu versetzen1 sollte zum ,hexenanwalt werden4 ,in seinem ,sadducismus ,triumphatus schrieb ,glanvil eines der geschicktesten ,bcher1 die je zur ,verteidigung des ,aberglaubens verfat worden sind4 ,zunchst klagt er ber den raschen ,fortschritt des ,skeptizismus in ,england1 in dessen ,folge es in den oberen ,klassen ,mode geworden sei1 nicht mehr an ,hexerei zu glauben4 ,wir machen hier wieder die interessante ,beobachtung1 da1 wie einst die katholische ,kirche im #af4 ,jahrhundert ber das rasche ,schwinden des ,hexenglaubens im ,volke klagte und deshalb mit ,gewalt die entweichende ,dummheit festhalten wollte1 so im protestantischen ,england ebenfalls die ,geistlichkeit in sich den ,beruf fhlte1 sich gegen die ,aufklrung des ,volkes zu stemmen4 brigens ist sie sich in diesem ,punkte1 dem ,festhalten an alter ,torheit1 bis zur ,stunde treu geblieben1 wenn auch ,verteidiger des ,inkubus sich in der ,regel nicht mehr ins dichteste ,gewhl wagen4 ,glanvil sucht vor allem zu beweisen1 da die ,annahme1 ,hexerei sei abgeschmackt1 lcherlich oder unwahrscheinlich sei4 ,mit ,recht konstatiert er1 da es eine ,leichtglubigkeit des ,unglaubens gbe1 er irrt eben nur in der ,annahme1 da ein solcher ,fall der ,hexerei gegenber vorliegt4 ,sein ,buch1 mit ,logik und groem ,wissen1 mit einem ,schein von ,skeptizismus und viel ,material aus der ,bibel so gut wie aus der ,praxis der ,gerichtshfe ausgestattet1 hatte einen auerordentlichen ,erfolg4 ,der berhmte ,philosoph ,henry ,more schrieb eine ,lobrede auf ,glanvil und untersttzte seine ,beweisfhrung durch neues ,material4 ,die ,gegner des ,hexenglaubens nannte er ,gaukler1 die lediglich von ,unwissenheit1 ,eitelkeit und dummen ,unglauben aufgeblasen seien4 ,casaubonus1 der gelehrte ,dekan von ,canterbury1 schrieb im gleichen ,sinne4 ,cudworth1 wohl der tiefste ,denker der englischen ,kirche1 meinte1 der ,skeptizismus gegen den ,hexenglauben sei hauptschlich eine ,folge des ,einflusses von ,hobbes und fgte hinzu1 da diejenigen1 die dem ,skeptizismus huldigten1 mit ,recht des ,atheismus verdchtigt werden knnten4 ,die ,gegner des ,aberglaubens konnten dem allen keinen ,autor von ,namen1 kein ,buch von ,erfolg entgegensetzen1 was aber keineswegs hinderte1 da der ,skeptizismus und damit die ,vernunft stndig zunahmen4 ,nun wird man mit vollem ,rechte sagen knnen1 da ,hexen und ,teufel ebenso mglich sind1 wie ,gott und ,engel4 ,denn wie knnen wir mit unserer geringen ,kenntnis vom ,weltganzen die ,unmglichkeit irgendeiner ,erscheinung gengend beweisen8 ,um wie viel weniger konnten es frhere ,jahrhunderte1 die noch viel weniger ,naturgesetze erkannt hatten und deshalb viel hufiger zu ,hilfshypothesen1 wie sie ihnen ,engel und ,teufel boten1 greifen muten8 ,war aber die ,mglichkeit eines solchen ,glaubens gegeben1 dann handelte es sich nur darum1 die ,wirklichkeit zu beweisen1 und dafr standen ,bibel und ,autoritten1 ,kirche und ,gerichtsprotokolle1 ja die ,aussagen der ,beschuldigten selbst zu ,gebote4 ,die ,dummheit eines ,bodin1 eines ,glanvil und wie sie alle heien1 bestand also viel weniger in der ,art der ,beantwortung der ,frage1 sondern vielmehr in deren ,stellung4 ,denn da die ,hexenverfolgungen nirgends ,gutes gestiftet hatten1 also praktisch wertlos waren1 selbst wenn sie theoretisch berechtigt gewesen wren1 mte doch jedermann klar sein4 ,auch die ,neue ,welt1 die so mancher ,auswanderer aus keinem anderen ,grunde aufgesucht hatte1 als um dort unter selbstgegebenen ,gesetzen ledig jedes ,glaubenszwanges zu leben1 wurde von der ,seuche ergriffen4 ,da das gerade in eine ,zeit der grten naturwissenschaftlichen ,entdeckungen fllt1 ist gewi beachtenswert4 ,einer von ,cotton ,mather geschriebenen ,geschichte der ltesten ,hexenprozesse und einem ,werke des ,richard ,baxter ber ,die ,gewiheit der ,geisterwelt1 das im ,jahre #afia erschien1 war es zuzuschreiben1 da auch in ,nordamerika die ,hexenverfolgung durch die ,geistlichkeit mit ,eifer betrieben wurde4 ,die ,grausamkeit1 mit der sie auch hier vorging1 erhellt daraus1 da ein achtzigjhriger ,mann zu ,tode gequetscht wurde1 #bg ,personen wurden in ,massachusetts hingerichtet4 ,auch hier wurde von der ,geistlichkeit1 von gebildeten ,mnnern1 ein trichter und grausamer ,aberglaube neuerdings erzeugt1 nachdem der gesunde ,menschenverstand der ,laien ihn bereits abgelegt hatte4 brigens wurde in ,england1 wo im ,gegensatz zu ,amerika der ,skeptizismus sehr schnell die ,oberhand bekam und wo die anglikanische ,kirche im ,gegensatz zum ,katholizismus und zum ,puritanismus nie viel ,unheil angerichtet hatte1 der letzte ,proze dieser ,art gegen ,johanna ,wenham in ,herfordshire im ,jahre #agab gefhrt4 ,gegen den ,willen des ,richters verurteilte eine stumpfsinnige ,geschworenenbank die ,angeklagte zum ,tode1 doch war es dem ,richter nicht schwer1 das durch geistlichen ,einflu zustande gekommene ,urteil zu mildern4 ,im ,jahre #agcf wurden in ,england die ,hexengesetze ohne ,schwierigkeiten oder ,agitation aufgehoben#d4 ,wo der ,puritanismus herrschte1 da sah es allerdings schlimm um die ,beseitigung des ,aberglaubens aus4 ,das arme ,schottland kann ein ,lied singen von den ,zustnden unter der ,herrschaft einer ,geistlichkeit1 der kein gebildetes ,laienpublikum ein ,gegengewicht bietet4 ,die dort herrschenden ,puritaner hielten das ,volk in willenloser ,sklaverei1 verstanden es durch unerbittliche barbarische ,tyrannei jeden ,widerstand zu brechen1 alles in ,furcht zu erhalten1 das ganze ,volk durch ihre dstern und trichten ,lehren zu verseuchen und jedermann zur unbedingten ,vollstreckung ihrer kirchlichen ,anordnungen zu zwingen4 ,von dem ,system religisen ,terrorismus1 das die puritanische ,geistlichkeit ausarbeitete1 um sich den ,volksgeist vllig untertan zu machen1 knnen wir uns kaum mehr eine ,vorstellung bilden4 ,die schauderhaftesten ,gestalten menschlichen ,leidens wurden als schwache ,abbilder der ewigen ,verdammnis zusammengehuft1 nicht ohne liebevoll zu betonen1 da die ,mehrzahl der ,menschheit diesem ,lose verfallen sei4 ,man erzhlte zahllose schreckliche ,wunder1 die im ,lande passiert sein sollten4 ,krankheit1 ,sturm1 ,hungersnot1 jeder ,unfall1 der ,menschen1 ,vieh oder ,feldfrchte traf1 wurde der unmittelbaren ,einwirkung der ,geister zugeschrieben4 ,da der ,satan bestndig in sichtbarer ,gestalt auf ,erden wandle1 war eine ausgemachte ,sache4 ,nun mag es ja ganz klug von der ,geistlichkeit gewesen sein1 durch die spukhaftesten ,schreckgestalten sich die ,herrschaft ber ein unwissendes ,volk zu sichern und so im ,trben zu fischen4 ,aber wie unsagbar dumm von den ,regierten1 sich diesen blauen ,dunst vormachen zu lassen6 ,ihm zuliebe auf ,lebensfreude1 auf ,wissen1 auf ,freiheit zu verzichten6 ,natrlich breitete sich unter diesen ,seelenhirten der ,hexenglaube in erschreckender ,weise aus und nahm den dstersten ,charakter an4 ,whrend er in andern ,lndern wenigstens mit viel ,betrug gemischt war1 scheint er in ,schottland ganz unverflscht gewesen zu sein4 ,buckle weist wenigstens darauf hin1 da im ,gegensatz zu andern ,lndern in schottischen ,hexenprozessen keine ,flle von ,betrug entdeckt werden knnten4 ,die frommen ,schotten nahmen also alles fr bare ,mnze4 ,und doch gab es in ,schottland vor #aefc berhaupt kein ,gesetz gegen ,hexerei4 ,die ,hexenverfolgung und die ,hexenprozesse sind also ausschlieliches ,verdienst des ,puritanismus4 ,die ,grausamkeit der ,verfolgung stand auf gleicher ,hhe wie die ,dummheit des ,wahnes1 der1 dank der rastlosen ,geistlichkeit1 dem ,volke mehr und mehr in ,fleisch und ,blut berging4 ,es war es ganz zufrieden1 da es von der ,geistlichkeit zur ,schlachtbank gefhrt wurde noch zu einer ,zeit1 wo anderwrts -- auer natrlich in fanatisch katholischen ,lndern -- unter dem ,einflusse der ,wissenschaft und der ,aufklrung der gesunde ,menschenverstand zu ,worte kam und die ,ausgeburten einer berhitzten pfffischen ,phantasie in die dunkelsten ,hhlen verscheuchte4 ,man stellte in den ,kirchen ,kasten mit ,spalten im ,deckel auf1 um durch ,anonymitt die ,anschuldigungen auf ,hexerei zu erleichtern4 ,sobald eine ,frau verdchtigt wurde1 klagte sie der ,geistliche von der ,kanzel mit ,nennung ihres ,namens an1 ermahnte seine ,pfarrkinder gegen sie ,zeugnis abzulegen und verbot jedem1 ihr ,schutz angedeihen zu lassen4 ,die ,geistlichkeit hatte sich eine ,parochialverfassung gegeben1 die ihr die ,hexenflle ganz in die ,hnde legte4 ,sie wer es1 die die ,kommissionen leitete1 vor ihr wurden die ,gestndnisse abgelegt1 sie stellte die entscheidenden ,zeugen oder die ,leiter der ,tortur zur ,erpressung von ,gestndnissen4 ,und welche ,martern wandte man an zur ,erreichung dieses fluchwrdigen ,zwecks6 ,an ,grausamkeit ist die ,geistlichkeit ja stets eine ,meisterin gewesen und es fragt sich nur1 ob man mit mehr ,recht dieser1 der ,herrschsucht1 ,borniertheit oder heimtckischer ,falschheit den ,gegnern gegenber die ,palme zuerkennen mu4 ,die katholischen ,hexenverfolgungen nach den ,anweisungen eines ,sprengers wurden von denen der ,puritaner kaum berboten4 ,so wurden in ,schottland im ,jahre #affb mehr als #aej ,personen der ,hexerei angeklagt4 ,ein ,reisender sah #affd in ,leith neun ,frauen zusammen verbrennen1 im ,jahre #afgh wurden neun andere an einem einzigen ,tage verurteilt4 ,war es in katholischen ,lndern wohl so und so oft vorgekommen1 da die ,kirche sich ber die weltliche ,obrigkeit beklagen mute1 weil sie sich weigerte1 ein ,urteil zu vollstrecken1 so scheinen solche lichte ,augenblicke bei ,schottlands ,regierung nicht eingetreten zu sein4 ,die ,allmacht der geistlichen ,dummheit und das ,raffinement des pfffischen ,verdummungssystems hatten sie vllig bezwungen4 ,richtete man doch -- im ,gegensatz zu katholischen ,lndern -- sogar solche ,hexen hin1 die ihre ,kunst nur zum ,heilen der ,kranken anwendeten6 ,wurde noch im ,jahre #agbg dort eine ,frau verbrannt1 so erlieen noch im ,jahre #aggc die ,geistlichen des vereinigten ,presbyteriums eine ,resolution1 in der sie ihren ,glauben an die ,hexerei erklrten und den allgemein gewordenen ,skeptizismus beklagten4 ,intoleranz und ,aberglaube bis in die ,gegenwart waren die ,folge dieser seelenhirtlichen ,verdummung4 ,in ,irland wurde das letzte ,hexengesetz gar erst #ahba aufgehoben#e4 ,dafr zeichnet sich das kalvinistische ,genf vor den anderen katholischen und protestantischen ,staaten durch frhzeitige ,abschaffung der ,hexenprozesse aus1 dergestalt1 da in ,genve seit dem ,jahre #afeb niemand mehr wegen solches beschuldigten ,verbrechens verbrannt worden1 und man auch nichts von vielen solchen ,fabeln1 womit noch manche andere ,lnder angefllet sind1 allhier hret oder wei4 ,fr ,keyler aber1 dem wir diese ,notiz entnehmen1 zeugt1 da er in einer ,anmerkung die ,vermutung ausspricht1 die ,nachwelt werde den ,greuel1 des zu seiner ,zeit gefhrten ,wrzburger ,hexenprozesses nicht ,glauben schenken#f4 ,und zwar besuchte ,keyler ,genf schon #agbi4 ,es gab also auch in ,deutschland selbstndige1 aufgeklrte ,kpfe1 die den ,hexenunfug verabscheuten4 ,allerdings fast nur in ,laienkreisen4 ,da man auf ,seiten unserer ,theologen nicht minder fest am alten ,bldsinn festhielt1 wie in andern ,lndern1 wird niemand wundernehmen4 ,als ,thomasius1 der erfolgreiche ,bekmpfer der ,hexenprozesse1 daran ging1 die sinnliche ,vorstellung vom ,teufel zu zerstren1 wobei er aber ausdrcklich betont1 da zwar ein ,teufel auer dem ,menschen sei1 und da derselbe gleichsam von auen1 jedoch auf innerliche und unsichtbare ,weise in den ,gottlosen sein ,wesen treibe1 erregte er einen ,sturm der ,entrstung4 ,nicht nur die ,theologen1 auch die ,juristen nahmen gegen ihn ,partei2 allerdings hatte er beide scharf angegriffen4 ,eine dieser ,gegenschriften fhrte folgenden ,titel3 ,petri ,goldschmidts ,huso-,cimbri p4 t4 ,pastor ,sterup4 ,verworffener ,hexen und ,zauberer ,advokat4 ,das ist3 ,wolgegrndete ,vernichtung des thrichten ,vorhabens ,hn4 ,christiani ,thomasii ,j4 ,u4 ,d4 et ,professoris ,hallensis und aller derer1 welche durch ihre superkluge ,phantasie-,grillen dem teufflischen ,hexengeschmei das ,wort reden wollen4 ,indem gegen dieselben aus dem unwiedersprechlichen gttlichen ,worte und der tglich lehrenden ,erfahrung das ,gegentheil zur ,genge angewiesen und bestttiget wird1 da in der ,that eine teufflische ,hexerey und ,zauberey sey etc4 -- ,hamburg #agje4 ,der ,verfasser fhrt die ,beweiskraft der ,bibel an1 in der der ,teufel vorkomme1 ferner die tgliche ,erfahrung4 ,in der ,zuschrift1 die an ,friedrich ,,iv4 von ,dnemark gerichtet ist1 behauptet der ,verfasser1 durch sein ,buch werde die ,wahrheit der gttlichen ,schrift betreffend das ,zauber- und ,hexenwesen gegen einen frechredenden ,philosophaster und ,gottes-,wort-,schnder vertheidiget4 ,er behauptet ber ,thomasius1 da alle seine ,reden nichtig1 betrieglich und die gttliche ,schrifft und gesunde ,vernunfft ffende seyn und spricht von nrrischen ,vernunft-,grillen4 ,und doch war das ,wesen und -- in unseren ,augen -- das ,verdienst von ,thomasius ,auftreten nur die ,leugnung der ,krperlichkeit des ,teufels1 was dann mit ,notwendigkeit einen fleischlichen ,umgang mit den ,hexen ausschlo4 ,der ,verfasser -- notabene nur einer von einer ,anzahl gleichdenkender fanatischer ,verteidiger altehrwrdiger ,dummheit und darum ,geistesverwandter gar manches ,zeitgenossen -- versichert1 da nichts auf der ,welt zu ersinnen 7sei71 welches der ,gttlichen ,schrifft mehr ,verachtung1 ,spott1 ,hohn und ,gelchter verursachen und den subtilen ,atheismum in die ,gemther der ,menschen hinein flen kann1 wodurch bey ihnen das ,fundament des ,glaubens in ,zweiffel gezogen und die gttliche ,schrifft ihrer ,autoritt gntzlich mag beraubet werden1 als da man fr gewi hlt1 da die ,engel und ,teuffel anders nicht seyn1 als ,schwrmereyen unsrer ,phantasie und nrrische ,gebuhrten des ,temperaments4 ,da ,thomasius ein ,atheist war1 ist in des ,angreifers ,augen ausgemachte ,sache#g4 99 99 99 99 99 ,dieser kurze ,streifzug durch die ,geschichte des ,kampfes zwischen dem erwachenden gesunden ,menschenverstand und der hinter festen ,bollwerken gut verschanzt liegenden ,dummheit mge gengen4 ,wir gehen nun zu der ,frage ber1 wie es mglich war1 das ,volk in seiner berwiegenden ,mehrheit in der ,geistesverfassung von ,anno dazumal festzuhalten4 ,dazu gab es auer der suggestiven ,wirkung der ,hexen- und ,teufelslehre1 sowie der ,prozesse1 noch ein vortreffliches ,mittel1 die ,bcherzensur1 die nicht nur verhtete1 da ketzerische ,gedanken von ,landeskindern durch den ,druck ,verbreitung fanden1 sondern auch die ,einfuhr solcher ,erzeugnisse unterband4 ,gelang es so1 das ,land gegen alle fremden ,gedanken hermetrisch abzuschlieen1 autochthone aber nicht aufkommen zu lassen1 dann1 sollte man meinen1 mte das ,regiment der ,dummheit fr ewige ,zeiten garantiert sein4 ,die ,zensur war gleich dem ,buchhandel im alten ,reiche durch eine ,reihe von ,reichsabschieden eingefhrt und geregelt4 ,schon der vom ,jahre #aebd machte es jeder ,obrigkeit zur ,pflicht1 bei ihren ,druckereien und sonst berall zu kontrollieren1 da ,schmhschriften und ,gemlde gnzlich beseitigt wrden4 ,zugleich sei aber darauf zu halten1 da nicht ,gutes zugleich mit dem ,bsen unterdrckt wrde4 ,diese zweifellos sehr verstndige ,verfgung -- wofern wir berhaupt irgendwelche ,zensur fr verstndig halten knnen -- wurde in der ,folgezeit ergnzt1 aber gewi nicht zu ihrem ,besten4 ,so lautet der ,speirer ,reichsabschied von #aebi schon wesentlich strenger3 ,es soll in allen ,druckereien und bei allen ,buchfhrern ,vorsehung getan werden1 da weiter nichts ,neues und sonderlich keine ,schmhschriften gedruckt und zu ,kauf getragen werden1 sondern was gedichtet1 gedruckt und feilgehalten wird1 soll zuvor von jeder ,obrigkeit dazu verordneten1 verstndigen ,personen besichtigt1 und so ,mangel daran befunden zu drucken und feil zu haben bei groer ,strafe der ,dichter1 ,drucker und ,verkufer verboten werden4 ,die ,angst vor den ,schmhschriften entsprang selbstverstndlich nicht der ,sorge um das ,wohl bzw4 die ,ehre der ,untertanen1 sondern vielmehr der ,angst vor ,kritik der ,kirche1 ,obrigkeit und ihrer geheiligten ,institutionen4 ,das geht schon ganz klar aus dem ,augsburger ,reichsabschied von #aedh hervor1 der den ,druck von ,bchern verbietet1 die schmhlich und aufrhrerisch befunden wrden und den ,lehren der christlichen ,kirchen und den ,reichstagabschieden nicht gem seien1 oder zu ,unruh und ,weiterung ,ursache gben4 ,da diese albernen ,verfgungen nicht viel ntzten geht daraus hervor1 da schon der ,reichstag von #aegg sich nicht damit begngt1 die frheren ,verbote mit ,ausdehnung auf ,verleger und ,buchhndler zu wiederholen1 sondern noch hinzufgt1 da knftighin im ganzen rmischen ,reiche die ,buchdruckereien nur in ,residenz1 ,universitts- und ,reichsstdten geduldet werden1 alle ,winkeldruckereien aber stracks abgeschafft werden sollen4 ,auch soll kein ,buchdrucker zugelassen werden1 der nicht seine ,ansssigkeit1 ,ehrbarkeit und ,tauglichkeit nachgewiesen und die ,beobachtung dieser ,satzungen beschworen hat4 ,es wurden auch die ,vertrge verboten1 die -- hchst bezeichnend fr den mittelalterlichen ,geist -- die ,klausel enthielten1 da der ,schuldner dem ,glubiger fr den ,fall des ,nichtbezahlens die ,erlaubnis einrumte1 ihn mit ,schmhschriften zu verfolgen4 ,wie die ,schlinge1 die dazu angetan war1 allmhlich jegliche ,gedankenfreiheit zu erdrosseln1 immer enger gezogen werden sollte und auch wurde1 geht aus dem ,reichstagsschlu von #agae deutlich hervor4 ,dieser besttigt die frheren ,verordnungen und fgt erluternd hinzu3 da alle ,prediger1 ,gelehrte1 ,buchdrucker1 ,verleger1 ,buchfhrer1 ,bcherkommissionen sich in ,beziehung auf alle ,glaubens- und ,staatssachen betreffende ,schriften genau an diese ,satzungen zu halten haben1 auch bei allen ,buchdruckereien verstndige ,censores anzustellen seien1 welche auf genaue ,durchsehung dieser ,schriften1 sowie auf strenge ,wachsamkeit gegen das ,einfhren schdlicher ,bcher aus fremden ,lndern zu verflichten sind4 ,gegen alle diejenigen aber1 die sich gegen diese ,reichssatzungen verfehlen1 soll mit ,verhaftung1 ,untersuchung und ,strafe am ,vermgen1 und nach ,umstnden an ,ehre1 ,leib1 ,gut und ,blut eingeschritten werden4 ,das kaiserliche ,bcherpatent von #agdf verordnet gar1 da jeder ,drucker oder ,buchhndler fortan eine vollstndige und aufrichtige ,designation aller seiner zum ,verkaufe habender ,druckschriften dem ,bcherkommissariate in den ersten ,mewochen vorzulegen und dem gewhnlichen ,catalogo nundinarum einzuverleiben habe#h4 ,diese reichsgesetzlichen ,bestimmungen1 die doch gewi knebelnd genug waren1 wurden von der ,landesgesetzgebung noch teilweise berboten4 ,wenn es mit ,bercksichtigung der damaligen ,borniertheit in konfessionellen ,fragen auch nicht verwundern wird1 da man in protestantischen ,lndern katholische1 in katholischen ,lndern aber protestantische ,glaubensbcher zurckwies1 so begngte man sich doch keineswegs hiermit4 ,das ,beispiel der bayerischen ,gesetzgebung in dieser ,frage mge darber informieren1 wie weit man sich in systematischer ,volksverdummung vorwagen kann4 ,den ,jesuiten1 den ,vorkmpfern gegen jegliche ,geistesfreiheit1 gebhrt hier die ,palme4 ,da man es in erster ,linie auf die ,jugend abgesehen hatte1 um so die kommende ,generation fr sich zu haben1 ist einleuchtend4 ,die ,schulordnung fr ,ober- und ,niederbayern1 die im ,jahre #aefi in ,mnchen erschien1 enthlt neben manchem verstndigen ,wort1 folgenden kstlichen ,passus3 ,bei allen lateinischen ,schulen sind verboten3 die ,schriften aller derjenigen1 die sich von der alten ,religion abgesondert haben1 und zwar nicht allein ihre theologischen ,werke1 sondern auch die ber ,grammatik1 ,dialektik1 ,rhetorik1 ,physik1 die bisher in den ,schulen umhergezogen wurden4 ,denn obgleich die ,lehrmethode dieser ,leute anmutig und leichter als die ist1 welche in den ,schulen gebruchlich gewesen1 fehlt es doch jetzt auch bei den ,katholiken nicht mehr an solchen ,werken4 ,dieselbe ,schulordnung verbot1 da in den ,klstern irgendwelche alte ,autoren1 besonders in der ,poesie gelesen wrden4 ,denn da es sich doch nur um das gute ,latein handle1 dieses aber bei den christlichen ,autoren ebenso gut sei1 so seien letztere vorzuziehen#i4 ,ein bayerisches ,gesetz vom #f4 ,juli #afaf1 das strenge ,verfgungen ber den ,buchdruck und ,handel enthlt1 verbietet alle ,bcher1 von den in den namentlich aufgefhrten ,stdten ,ingolstadt1 ,mnchen1 ,dillingen1 ,mainz1 ,kln1 ,freiburg i4 ,br41 ,innsbruck1 ,lwen1 ,lion1 ,rom1 ,venedig1 ,florenz1 ,bologna oder in ,spanien gedruckten ,werken abgesehen3 ,alle brigen sowohl in ,teutschland als ,italien1 in ,frankreich und ,engelland gedruckten ,bcher sind abgeschafft und das ,hausiren derselben den ,buchhndlern bey schwerer ,strafe und ,confiscation untersagt4 ,schon bei seinem ,regierungsantritt hatte der ,kurfrst ,maximilian ,i4 folgendes verordnet3 ,da sich noch immer bey den ,untertanen ketzerische ,bcher vorfinden1 und solche von den ,hausierern eingeschwrzt werden1 und in ,bedenkung1 da der ,abfall von der katholischen ,religion fast allein durch die verbotenen1 falschen ketzerischen ,bcher1 ,tracttchen und ,schriften entsprungen1 wird befohlen1 da die ,untertanen alle der katholischen ,religion zuwiderlaufenden ,bcher1 soviel sie derer bei ,handen haben1 den ,obrigkeiten unverzglich zustellen4 ,wrde jemand eines von solchen verbotener ,bchern strflicher ,weise verhalten 7woraus eines jeden verstocktes und halsstarriges ,gemt unfehlbar abzunehmen71 soll an selben ein solches ,beispiel aufgestellt werden1 da andere sich vor hnlichen ,vergehen hten werden4 ,zugleich wurden eigene ,kommissre mit der ,haussuchung nach derlei ,bchern beauftragt4 ,diese hatten den ,befehl1 die ,bcher zu konfiszieren und die ,besitzer zur ,bestrafung anzuzeigen4 ,selbst bei ,verstorbenen sollte man nach solchen ,bchern fahnden und wenn man sie fand eine ,geldstrafe aus der ,verlassenschaft erheben4 ,im ,jahre #afji wurde festgesetzt1 da zur ,zensur jedesmal einige aus den geistlichen ,rten zu deputieren seien4 ,wenn aber solche ,trakttl und ,sachen1 zum ,druck bestimmt1 vorgelegt werden1 die etwas wichtig und disputierlich sind1 sollen auch andere ,geistliche und gelehrte ,personen beigezogen werden4 ,der ,dechant der ,frauenkirche mute berdies jedes ,attest ber ein begutachtetes ,buch mit ,vor- und ,familiennamen unterschreiben und diese ,attestierung mute bei ,strafe in jedem ,buche gedruckt werden#aj4 ,in ,ingolstadt wurde besonderes ,augenmerk auf die ,buchdrucker gerichtet1 die ,universittsangehrige waren4 ,schon #aeee1 also im gleichen ,jahre1 in das der ,einzug der ,jesuiten fllt1 wurde angeordnet1 da nichts gedruckt werden drfe1 was nicht vom einschlgigen ,fakulttsdekan und auerdem noch vom ,dekan der theologischen ,fakultt approbiert sei4 ,auerdem mute das ,verzeichnis aller aus ,frankfurt bezogenen ,bcher diesen ,zensoren vorgelegt werden4 ,um die ,kontrolle noch mehr zu erleichtern1 wurde im ,jahre #aegi angeordnet1 da die ,einfuhr auswrtiger ,bcher berhaupt nur zweimal im ,jahre whrend zweier ,wochen stattfinden drfe4 ,da die ,geschfte der ,buchdrucker bzw4 ,hndler einer stndigen ,kontrolle unterstanden1 versteht sich von selbst4 ,und zwar wurden die ,buchhndler vom ,dekan mit einem der zwei ,stadtpfarrer visitiert#aa4 ,da es ein seit langem von der theologischen ,fakultt der ,universitt ,ingolstadt gebtes ,recht war1 die ,zensur ber alle ,fakultten auszuben1 so gab es weder in der philosophischen noch in der juristischen ,fakultt akatholische ,bcher von akatholischen ,verfassern4 ,der ,geist1 mit dem die ,zensur ausgebt wurde1 erhellt unter anderem daraus1 da die ,schriften des ,rektors der ,universitt1 ,freiherrn von ,ickstatt1 nur nach hartem ,kampfe von der ,zensurbehrde genehmigt wurden1 darunter wurden sogar solche zurckgewiesen1 die das ,imprimatur katholischer ,bischfe trugen6 ,als nun ,ickstatt einem oder zwei ,schlern der juristischen ,fakultt verdchtige ,bcher1 nmlich ,khlers ,kompendium der ,reichshistorie -- noch dazu mit ausdrcklicher ,warnung vor dem akatholischen ,standpunkte des ,verfassers6 -- empfahl und ,lori sich ,reinhards ,reichshistorie verschafft hatte1 da wurde von den ,kanzeln aus gegen ihn im ,jahre #ageb eine furchtbare ,hetze inszeniert4 ,doch ,ickstatt erwirkte im gleichen ,jahre vom ,kurfrsten ,max ,joseph die ,erlaubnis1 da akatholische juristische und staatswissenschaftliche ,werke gebraucht wrden1 solange die ,ingolstdter ,professoren nicht selbst ,kompendien verfat htten4 ,das kam allerdings einer ,vertagung ad ,calendas graecas so ziemlich gleich4 ,das war spanischer ,geist6 ,wer noch am ,ende des #ah4 ,jahrhunderts in ,spanien oder ,portugal im ,besitze einer hebrischen ,bibel war1 machte sich des ,judentums verdchtig4 ,viele und nicht die schlechtesten ,ausgaben der ,kirchenvter waren verboten1 wenn ihre ,herausgeber ,ketzer waren4 ,wenigstens muten ,einleitung1 ,kommentar und ,anmerkungen fortgelassen werden4 ,ein ,kind durfte nicht einmal seinem ,vater seine religisen ,zweifel vortragen1 weil der ,vater durch die ,inquisitionsgesetze verpflichtet war1 das den ,inquisitoren anzuzeigen4 ,nach der ,meinung einiger spanischer ,theologen waren sogar die ,beichtvter vom ,beichtsiegel entbunden1 wenn ihnen das ,beichtkind seine ,zweifel entdeckte und nicht sofort ihren ,vorstellungen ,gehr gab4 ,man sagte3 ,haeresis est crimen1 quod nec confession celat4 ,wenn in ,gedichten1 ,komdien1 ,opern1 ,ausdrcke wie ,numen1 ,dei usw4 vorkamen1 so mute der ,autor eine ,protestation beidrucken1 da sie nur aus poetischen ,grnden gebraucht wrden und nicht etwa aus ,opposition gegen die wahre1 allein seligmachende rmische ,kirche4 ,kamoens lie seiner ,lusiade folgendes ,glaubensbekenntnis in ,versen folgen3 ,a catholica ,may romana ,igreja ,quanto digo1 e disser1 sujeito seja#ab4 ,an der ,universitt ,ingolstadt wurde erst im ,jahre #agbg nach anfnglichem ,widerstreben ,geschichte in den ,lehrplan aufgenommen4 ,der gelehrte ,professor kam aber in seinem ,diktat im ,laufe eines ganzen ,jahres nie ber einen oder zwei ,kaiser hinaus4 ,da war es dann gewi kein ,wunder1 wenn eifrige ,studenten das ,bedrfnis hatten1 sich durch ,bcher weiter zu bilden4 ,wohlgemerkt handelt es sich hier um ,juristen1 nicht etwa um ,theologen1 denen die ,scheuklappen ja nie fest genug gebunden werden knnen1 da tatschlich jedes verstndige ,buch sie in die ,gefahr bringt1 ihren ,glauben zu verlieren4 ,in der ,philosophie war es ebenso bestellt wie in ,geschichte und ,jurisprudenz4 ,da sich die ,philosophen aber zu schwach fhlten1 um aus eigener ,kraft ihrer klglich darnieder liegenden ,wissenschaft aufzuhelfen1 berdies trotz des obligatorischen philosophischen ,bienniums vor leeren ,bnken dozierten1 erbaten sie zu ihren ,gunsten kurfrstliche ,mandate4 ,aber der ,nutzen blieb aus4 ,vom wissenschaftlichen ,geiste1 der auf der ultrakatholischen ,universitt ,ingolstadt noch in der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts herrschte1 legt allein die ,tatsache ,zeugnis ab1 da der ,oberstadtpfarrer und ,professor der ,theologie ,eckler sich #aggb rhmen konnte1 er sei seit ,dr4 ,eck 7#aebg67 der erste ,oberstadtpfarrer und ,professor in ,ingolstadt1 der etwas zum ,druck geschrieben4 ,ist das auch nur so aufzufassen1 da keiner seiner ,vorgnger im ,stadtpfarramt1 die allerdings auch hufig zugleich ,professoren waren1 literarisch ttig war1 so beweisen die zweiundeinhalb ,jahrhunderte beharrlichen ,schweigens immerhin keinen allzu groen wissenschaftlichen ,tatendurst4 brigens hatte die ,universittsdruckerei trotz ihres dreihundertjhrigen ,bestandes keine hebrischen ,lettern1 so da man beim ,drucken der ,festschrift in die grte ,verlegenheit kam#ac4 99 99 99 99 99 ,dafr sprach man an dieser ,musteruniversitt von einer katholischen ,medizin4 ,man verstand darunter die ltere1 auf der arabischen und griechischen ,tradition beruhende1 solidere ,wissenschaft im ,gegensatz sowohl zu den verkehrten ,meinungen des ,pbels1 als zu den ,grundstzen der parazelsianischen ,neuerer#ad4 99 99 99 99 99 ,die ,mnchner ,akademie der ,wissenschaften1 deren ,schriften der ,zensur unterstanden1 und die keineswegs antikatholisch oder freigeistig war1 wenn sie auch einigermaen dem aufgeklrten ,zeitgeist gegenber der kirchlichen ,versumpfung ,bayerns ,rechnung trug1 wurde aufs heftigste von den ,jesuiten bekmpft4 ,so dichtete ein ,p4 ,joseph ,pemble ein eigenes ,schauspiel gegen die ,akademie1 das unter dem ,titel ,der ,bcherbrand zu ,ephesus im groen ,kongregationssaale aufgefhrt wurde4 ,in den ,zwischenakten erschien der ,teufel als ,verleger der neuen ,schriften4 ,die ,jesuiten wuten eben sehr wohl1 da sie durch die geringste ,aufklrung ihrer verdummten ,herde von anderer ,seite ihr ,ansehen verlieren wrden und kmpften deshalb wie die ,verzweifelten um ,aufrechterhaltung des ,vorrechtes1 ihre ,schafe auch weiterhin zu verblden4 ,dabei verstanden sie es1 die ,kanzelredner ,bayerns auf ihre ,seite zu bringen4 ,diese verkndeten denn auch1 da die ,akademie die ,religion unterdrcke1 ein ,akademiker ein ,neuling1 ein ,freigeist sei1 den man mehr frchten msse1 als den ,teufel4 ,das niedrige ,volk wurde dadurch derart voreingenommen1 da es sich beim ,anblick eines ,akademikers bekreuzigte4 ,da man nicht nur jede miliebige ,regierungshandlung1 sondern auch elementare ,unglcke den gott- und religionslosen ,freigeistern aufs ,konto setze1 wird hiernach niemanden verwundern4 ,ein ,franziskanermnch ,p4 ,leo berhufte die ,akademie in seinen ,predigten mit den gemeinsten ,beschimpfungen und forderte seine ,zuhrer auf1 die ,freigeister mit dem ,schwerte auszurotten4 ,das aufgestachelte ,volk revoltierte1 kndigte den ,gesellen der akademischen ,buchdruckerei das ,quartier und der ,magistrat forderte ,aufhebung der ,presse4 ,bedenkt man1 da sich das in ,mnchen1 vor den ,augen des ,kurfrsten1 der die ,akademie liebte und beschtzte1 zutragen konnte1 so hat man eine ,vorstellung von der selbst zum ,mrtyrertum begeisternden ,allmacht der ,dummheit#ae4 ,nur dank den ,bemhungen ,loris1 eines ,schlers und ,gesinnungsgenossen von ,ickstatt1 entging die ,akademie dem ,lose1 ihre ,werke der ,zensur der ,ingolstdter ,theologen unterwerfen zu mssen4 ,der von dieser ,seite gegen sie entfesselte ,sturm der ,entrstung wurde besonders schlimm1 als der ,theatiner ,ferdinand ,sterzinger am #ac4 ,oktober #agff eine akademische ,rede gegen den ,hexenglauben hielt4 ,es brach eine ,flut von ,streitschriften ber ihn herein1 die unter ,berufung auf die heilige ,schrift1 die ,erblehre der ,kirche1 die ,aussprche der ,ppste die ,bestreitung des ,hexenglaubens geradezu fr eine ,ketzerei erklrten4 ,allerdings war noch im ,jahre #agja in ,mnchen ein siebzehnjhriges ,mdchen als ,hexe hingerichtet worden#af4 ,im benachbarten1 von jesuitischem ,geiste durchtrnkten sterreich1 war es natrlich nicht anders4 ,in einem ,schreiben vom #bd4 ,oktober #agia1 das gegen ,josephs ,,ii4 ,reformen protestiert1 wird vor allem der schdliche ,einflu des bei der ,jugend genhrten ,hanges zur ,belletristik geschildert3 ,sie erweicht zu sehr die ,gemter1 vertilgt die ,vernunft und lt nichts als ,empfindung brig4 ,sie verdirbt sogar die ,beredsamkeit und erstickt alle mnnlichen ,gedanken4 ,seit langem ist der ,mangel an ,kandidaten der ,theologie immer fhlbarer geworden2 die neue ,erziehungsweise erzeugt nmlich einen ,ha gegen das ,zlibat1 der von oben herab genhrt wird1 schon deshalb hchst unklugerweise1 weil1 je mehr jener steigt1 desto mehr notwendig auch die ,anzahl der ,staatsdienst und ,heiratsaspiranten und hiermit auch die ,staatslasten zunehmen mssen#ag4 ,doch zurck nach ,bayern4 ,als ,maximilian ,,iv4 ,joseph von ,bayern die kirchliche ,bcherzensur in seinen ,staaten aufgehoben hatte1 erhielt er vom ,papst unterm #ai4 ,november #ahjc eine ,antwort1 die aus der ,freiheit von ,buchhandel und ,presse den ,untergang der ,kirche befrchtet4 ,du siehst demnach1 wie notwendig es ist1 da von den ,bischfen und ebenso von den brigen ,geistlichen das heilige ,amt1 welches ihnen zur ,erbauung der ,kirche bergeben ist1 frei ausgebt werde1 da den ,aposteln und ,jngern und ihren rechtmigen ,nachfolgern1 nicht aber andern von ,christus dem ,herren gesagt wurde3 ,gehet hin und predigt das ,evangelium aller ,creatur1 lehrt alle ,vlker1 und da die ,bischfe1 nicht aber andere nach dem ,zeugnis des ,apostels ,paulus der heilige ,geist gesetzt hat1 die ,kirche ,gottes zu regieren#ah4 ,der ,papst versuchte hier also nicht mehr und nicht weniger1 als die bischfliche ,bcherzensur auf die heilige ,schrift zu grnden6 ,der ,kurfrst wrdigte erfreulicherweise dieses ,kulturdokument keiner ,antwort4 99 99 99 99 99 ,es liegt auf der ,hand1 da die ,bcherzensur allein nicht gengt1 wenn nicht auch fr die entsprechende ,lehre in ,schule und ,universitt gesorgt wird4 ,da das geschah1 ergibt sich zwar schon aus einigen oben angefhrten ,daten4 ,um aber die ,organisation der ,dummheit1 wenigstens an einem ,beispiel in ihrer ganzen ,glorie zu zeigen1 wollen wir auf das ,unterrichtswesen noch einen ,blick werfen4 ,da auch hier die ,jesuiten1 die ,hopliten ,roms1 in vorderster ,reihe den ,kampf fhrten1 versteht sich von selbst4 ,ihrem ,wirken auf dem ,gebiete der ,zensur entspricht vllig das im ,lehrfach1 was gewi nicht ausschlo1 da sie da und dort auch ,tchtiges leisteten und in der ,methode1 ihrer ,methode natrlich1 deren ,geist zu kennzeichnen berflssig sein drfte1 glnzten4 ,seit dem ,jahre #aehe brach1 wie sich ,prantl1 der ,geschichtschreiber der ,ludwig-,maximilianuniversitt uert1 das jesuitische ,verderben mit ,entschiedenheit ber die philosophische ,fakultt der ,universitt ,ingolstadt1 damals bekanntlich der einzigen bayerischen ,universitt1 herein4 ,die ,jesuiten versuchten durch eine ,schrift ,bedenken die ,schulsachen zu ,ingolstadt betreffend1 die sie dem ,herzog unterbreiteten1 den weltlichen ,professoren den ,todessto zu versetzen4 ,sie schlugen vor1 die ,vorlesungen ber ,dialektik1 ,poesie1 ,humaniora und ,griechisch1 die -- man hre und staune -- ohnedies viele ,jahre nicht vertreten waren1 ganz abzuschaffen1 da sie ja mit ,ausnahme der ,dialektik nur in das ,pdagogium gehrten4 ,dialektik aber werde von den ,jesuiten in zehn ,wochen besser gelesen1 wie an der ,universitt in einem ganzen ,jahre4 ,auch ,rhetorik sollte ihnen bertragen werden1 desgleichen ,mathematik und ,ethik4 ,das alles geschhe1 um den ,ruhm der ,universitt zu steigern6 ,das beste sei ja berhaupt1 dem ,orden die ganze philosophische ,fakultt einzurumen4 ,wiewohl nun ,ingolstadt niemals eine reine ,jesuiten-,universitt war1 wie etwa ,dillingen oder ,graz1 benahmen sie sich doch derart herrisch1 da sie z4 ,b4 ihren ,zuhrern verboten1 in den ,muestunden anderweitige ,vorlesungen zu hren1 ebenso ,institutionen zu belegen und absichtlich ihre ,vorlesungen ausdehnten um die ,hrer zu verhindern1 eine andere ,lehrstunde zu besuchen4 ,sie verboten in ,ingolstadt bei den ,franziskanern zu beichten und exkludierten #afaj einige ,adelige1 weil sie es gewagt hatten1 der ,vesper und der ,prozession bei den ,franziskanern beizuwohnen6 ,schon damals war man sich in ,universitts- und ,studentenkreisen darber klar1 da der ,verfall der ,universitt bei diesem ,verhalten unvermeidlich sei#ai4 ,damals wurde unter jesuitischem ,einflu auch verordnet1 da die ,jugend hinfort in ,deutschland nur noch die ,universitten ,ingolstadt1 ,freiburg i4 ,br41 ,kln1 ,dillingen1 in den ,niederlanden ,lwen und ,douay besuchen drfe1 auerdem noch die ,jesuitenkollegien und katholischen ,partikularschulen4 ,wer schon an einem anderen ,orte studierte1 sollte schleunigst abgerufen werden4 ,noch strenger ist das ,mandat von #aeih3 ,junge ,leute1 welchen ,standes sie immer seien1 drfen des ,studierens wegen auerhalb des deutschen ,reiches nirgends hin1 auch nicht auf katholische ,universitten und ,partikularschulen geschickt werden4 ,wer im ,auslande ,sprachen oder ,gewerbe erlernen will1 mu die ,erlaubnis der ,obrigkeit vorher einholen1 die gute ,ermahnungen gibt1 beim katholischen ,glauben zu bleiben und die ,sakramente nur bei ,katholiken zu empfangen4 ,wer den ,glauben wechselt1 dem wird der ,aufenthalt in ,bayern verboten#bj4 ,so hoffte man die ,seelen keimfrei erhalten zu knnen6 ,als der greise ,freiherr von ,ickstatt1 der ,reformator des ,unterrichtswesens ,bayerns1 das bisher1 wie sich zur ,evidenz aus dem ,mitgeteilten ergibt1 unter klerikalem ,regiment geistig vllig versumpft war1 in der ,mnchener ,akademie der ,wissenschaften seine ,gedanken ber ,reform des ,schulwesens vortrug1 wurde die ,rede von der ,akademie bergangen4 ,sie hielt es nicht fr ihre ,aufgabe1 sich um das ,schulwesen zu kmmern6 ,die ,rede erschien noch nicht einmal im ,verlag der akademischen ,schriften4 ,ickstatt hatte beantragt1 den naturwissenschaftlichen und mathematischen ,studien weit greren ,platz einzurumen4 ,deshalb war aber der ,klerus gegen die ,reform1 da er mit einigem ,recht fr den ,glauben frchtete1 da doch jeder ,blick in die ,natur ihn ins ,wanken bringen mute4 ,tatschlich erhoben die ,ordinariate von ,freising1 ,regensburg und ,eichstdt ,klage4 ,vor der ,zeit von ,ickstatt und ,lori1 sagt der ,verfasser einer #aghh erschienenen ,schrift1 htte niemand in ,ingolstadt das ,wort ,disziplin nennen drfen1 ohne verprgelt zu werden4 ,ingolstadt war wegen der ,verkommenheit der wissenschaftlichen ,zustnde nicht minder aber wegen des zgellosen ,treibens der ,studenten derart verschrien1 da katholische ,eltern aus ,bayern ihre ,shne lieber auer ,landes nach ,salzburg oder ,innsbruck schickten#ba4 ,also selbst die vielgerhmte jesuitische ,zucht versagte vllig6 ,als noch im ,jahre #agia ein ,student der ,jurisprudenz in ,ingolstadt eine ,rede hielt1 in der er auf ,grund des wissenschaftlichen ,materiales1 das er von ,prof4 ,aschenbrenner erhalten hatte1 den ,satz verfocht1 da man alle ,religionen dulden solle1 wurde gegen ihn eine ,untersuchung eingeleitet4 ,der ,kurfrst erteilte schlielich ,aschenbrenner einen scharfen ,verweis1 desgleichen dem ,dekan der juristischen ,fakultt1 da nach den angenommenen ,grundstzen keine andere1 als die katholische ,religion zu gedulden ist4 ,der ,regierung war augenscheinlich die ,erinnerung an den westflischen ,frieden abhanden gekommen4 ,immerhin war ein begrenswerter ,fortschritt in freiheitlicher ,richtung1 da im ,jahre #aghb den ,professoren erlaubt wurde1 ihre ,schriften auch bei auslndischen -- d4 h4 auerbayerischen -- ,verlegern erscheinen zu lassen4 ,von groem praktischen ,werte drfte diese ,erlaubnis allerdings kaum gewesen sein1 denn bis zur ,mitte des ,jahrhunderts hatte1 von einigen ,fachgelehrten abgesehen1 ganz ,deutschland keinen einzigen katholischen ,schriftsteller hervorgebracht#bb4 ,die neue ,universitt von ,innsbruck war von ganz gleichen ,grundstzen infiziert2 man klagte1 da daselbst die schlechtesten ,studenten seien und doch zogen rechtschaffene ,mnner diesen ,ort noch anderen1 z4 ,b4 ,dillingen1 vor1 wo unter den ,theologen gar keine ,wissenschaft herrschte1 das ,brevierbeten und der ,glaube an die ,mutter ,gottes ab1 das hchste ,verderben der ,sitten aufkam#bc4 ,das ,bild1 das ,kchelbecker zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts von der unter jesuitischem ,einflu stehenden ,wiener ,universitt entwirft1 wird von ihm durch folgendes ,resmee1 das fr alle jesuitischen ,universitten pat1 ergnzt3 ,gleichwie es nun allhier mndlich keinesweges erlaubet ist1 von denen alten und einfltigen ,praejudiciis abzugehen1 und auf eine vernnftige ,art und ,weie zu raisonniren1 und die ,wahrheit zu untersuchen2 also ist solches noch viel weniger in ,schrifften zu thun vergnnet4 ,denn weil die ,jesuiten die ,aufsicht ber die ,buchdruckereyen haben1 und alles dasjenige1 so gedruckt werden soll1 ihre ,censur passiren mu1 so kann man leicht erachten1 da sie dasjenige1 was ihnen zuwider1 oder nicht in ihren ,kram dienet1 ausstreichen1 und den ,auctorem wohl gar in die ,inquisition bringen4 ,dahero ist kein ,wunder1 wenn in diesen ,landen wenig an das ,licht kommet1 so die ,approbation der gelehrten ,welt findet2 da man hingegen in ,franckreich die gelehrtesten ,sachen von ,catholischen ,auctoribus hat#bd4 ,als nun der ,jesuitenorden durch ,papst ,clemens ,,xiv4 in der ,bulle ,dominus ac redemptor noster unterm #ba4 ,juli #aggc aufgehoben wurde1 geriet das bayerische ,volk in den mittleren und niederen ,klassen1 wo die ,jesuiten viele ,verehrer und ,anhnger hatten1 in die grte ,aufregung4 ,die ,magistrate von ,ingolstadt und ,straubing bersandten dem ,kurfrsten ,max ,,iii4 ,joseph ,klageschriften und bedauerten die ,vernichtung des ,ordens1 der sich um die ,jugendbildung so groe ,verdienste erworben habe#be4 ,das war ja fr das #af4 und teilweise fr das #ag4 ,jahrhundert richtig gewesen4 ,wie es in der ,folgezeit um die ,verdienste der ,jesuiten1 um ,wissenschaft und ,volksbildung bestellt war1 sahen wir bereits4 ,das ,volk war eben an das ,verdummungssystem schon so gewhnt1 da es voraussah1 es wrde sich in einer anderen ,atmosphre nicht wohl fhlen4 ,begreiflicher als das ,jammern des ,volkes nach den ,jesuiten1 ist die ,klage der ,kurie ber den modernen ,geist4 ,sie wehrt sich schlielich nur ihrer ,haut4 ,in einer groen ,beschwerdeschrift1 datiert vom #cj4 ,september #ahje1 erhob die ,kurie gegen die bayerische ,regierung den ,vorwurf1 die ,religion anzugreifen1 weil sie der sorglosen und unkundigen ,jugend die ,freiheit eingerumt habe1 die ,vorlesungen ber protestantische ,theologie zu besuchen und in philosophischen ,disziplinen sogar die ,notwendigkeit auferlegte1 die ,vortrge protestantischer ,lehrer zu hren6 ,ein protestantischer ,professor der ,mathematik6 ,man denke6 ,gegen diese ,ausgeburt pfffischer ,anmaung und ,spekulation auf die ,dummheit der ,herde scheint es harmlos1 wenn die ,kurie im gleichen ,schriftstck einen weiteren ,angriff gegen die ,religion darin erblickt1 da der ,staat den katholischen ,untertanen gemischte ,ehen erlaubt1 den ,eltern gestattet die religise ,erziehung der ,kinder vertraglich zu bestimmen oder apostasierte und verheiratete ,priester unter offenbarer ,miachtung der ,strafbestimmungen des kanonischen ,rechts zu ffentlichen mtern an den ,universitten oder im ,staatsdienst befrderte#bf4 brigens hat das ,wettern der katholischen ,kirche gegen gemischte ,ehen ein ,analogon in der ,gesetzgebung des kalvinistischen ,genf1 das wir weiter oben als aufgeklrten ,staat kennen lernten4 ,keyler schreibt3 ,keine ,trauung wird verstattet1 wo nicht beyde ,theile der protestantischen ,religion zugethan sind4 ,alle vorhergegangenen ,verbindungen und ,verlbnisse einer reformirten ,person mit einer rmisch-katholischen werden null und nichtig erklret1 auch die ,mittelspersonen und diejenigen1 welche ihre ,einwilligung dazu geben1 nach ,beschaffenheit der ,umstnde1 zur ,strafe gezogen#bg4 ,die ,gerechtigkeit erfordert auch einen ,blick auf den ,protestantismus zu werfen4 ,wurden protestantische ,universitten auch natrlich nicht in jesuitischem ,geiste geleitet1 so herrschte doch insofern dasselbe ,system1 als alles abgelehnt wurde1 was irgendwie durch seine ,neuheit verdchtig sein konnte4 ,das war aber auerordentlich viel4 ,denn die ,dummheit ist stets durch ein schlechtes ,gewissen ausgezeichnet4 ,sie wittert berall ,gefahr und ist nie skrupelhaft in den ,mitteln1 diese zu beseitigen4 ,so hatte die reformierte ,geistlichkeit gegen ,descartes1 als er sich in ,holland aufhielt1 in begreiflicher ,furcht vor der ,macht seiner ,gedanken1 eine ,anklage wegen ,atheismus gerichtet4 ,um diese ganze ,geistestat wrdigen zu knnen1 mu man sich erinnern1 da von ,descartes derjenige ,gottesbeweis stammt1 der am meisten die ,vernunft befriedigt und -- soweit das ,dasein ,gottes berhaupt beweisbar ist -- es noch am ehesten beweist4 ,descartes schliet nmlich3 ,gewi ist alles1 was ich klar und deutlich erkenne4 ,unter unseren ,ideen finden wir die ,gottes vor1 die nicht durch ,abstraktion von anderen ,dingen gewonnen sein kann1 da sie an ,groartigkeit weit ber sie hinausgeht4 ,daher kann sie uns nur von einem vollkommenen ,wesen1 d4 h4 einem wirklich existierenden ,gott eingepflanzt sein4 ,wrde ,gott nicht in ,wahrheit existieren1 dann wre er ein ,betrger1 da er uns die ,idee von sich einpflanzte4 ,die ,dummheit der hollndischen ,geistlichkeit wird vielleicht verstndlicher1 wenn man bedenkt1 da noch im ,jahre #afij die ,synode von ,amsterdam1 die sich aus hollndischen1 englischen und franzsischen calvanistischen ,priestern zusammensetzte1 die ,lehre1 da der ,obrigkeit kein ,recht zustehe1 ,ketzerei und ,abgtterei durch weltliche ,gewalt zu unterdrcken1 einstimmig als irrig1 anstig und verderblich erklrte#bh4 ,eine hierher gehrige ,tatsache1 die jeden1 der ber den ,geist der offiziellen ,wissenschaft zu allen ,zeiten mangelhaft informiert ist1 in ,erstaunen setzen mu1 dem ,kenner aber nur eine neue ,besttigung fr seine ,ansicht bedeuten kann1 ist das ,verhalten der ,universitt ,oxford allen groen ,neuerungen1 die sich in ,england vollzogen1 gegenber4 ,das gilt vor allem dann1 wenn theologische ,gesichtspunkte in ,frage kommen4 ,als um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts ,middleton die ,glaubwrdigkeit der ,kirchenvter anzweifelte und ihre ,leichtglubigkeit bewies1 kurz mit triftigen ,argumenten ihre ,autoritt erschtterte und ber diese ,frage in ,england jahrelang die grten ,kontroversen hervorrief1 da war es natrlich die ,universitt ,oxford1 die sich an die ,spitze der ,opposition stellte4 ,allerdings waren die ,streiter1 die sie gegen den khnen ,skeptiker ,middleton ins ,feld fhrten1 so schlecht gewappnet1 da damit der neuen ,sache sicherlich kein ,abbruch getan werden konnte4 ,ebenso war die ,theorie der brgerlichen ,freiheit im ,gegensatz zur ,theorie vom leidenden ,gehorsam1 desgleichen die ,verteidigung der ,duldung gegenber der ,verfolgung von ,oxford aus am heftigsten und gewandtesten bekmpft worden4 ,noch im #ai4 ,jahrhundert sehen wir diese ,universitt ganz auf der ,seite der ,tradition4 ,es handelte sich um die ,testakte und die ,emanzipation der ,katholiken1 kurz um die politische ,gleichberechtigung der ,konfessionen und damit um ,beseitigung mittelalterlicher ,reste durch die ,fluten der neuen ,zivilisation4 ,noch im ,jahre #ahcc wurde ,oxford die ,wiege einer groen reaktionren ,bewegung gegen die neue ,art des religisen ,denkens1 die als durchaus falsch gebrandmarkt wurde4 ,nach ,ansicht der ,hochgelahrten war die ,geschichte der englischen ,theologie seit anderthalb ,jahrhunderten eine ,geschichte des ununterbrochenen ,verfalls#bi4 ,es ist eben immer dieselbe ,sache3 ,jedes ,fnkchen gesunden ,menschenverstandes und ,kritik wird in der ,theologie als ,fremdkrper betrachtet und pat ja wohl auch nicht recht in dieses ,kabinett von ,geistespetrefakten4 ,da nun naturgem der ,mensch das ,ma aller ,dinge ist1 also auch der ,theologe1 sein ,wohlergehen1 seine ,gewalt ber die ,seelen der ,mastab1 so ist es nicht verwunderlich1 wenn er deren ,abnahme bei gleichzeitiger ,zunahme der brgerlichen ,intelligenz als ,verfall bezeichnet4 ,v4 ,kapitel ,religise ,zwangserziehung ,wir lernten in den vorigen ,kapiteln eine ,reihe von ,dummheiten schlimmster ,art kennen4 ,wir sahen1 wie man emsig bemht war durch ,zensur und hermetische ,absperrung gegen neue ,gedanken diesen ,dummheiten1 die man mit der ,religion identifizierte oder doch wenigstens zu ihrem wichtigsten ,bestandteile erklrte1 ,dauer und ,alleinherrschaft zu sichern4 ,irgend jemand sagte einmal etwa folgendes3 ,die ,religion fordert ,glauben2 wer viel glaubt1 wei wenig2 wer wenig wei1 ist dumm2 je dmmer einer ist1 desto leichter ist er zu regieren4 ,so anfechtbar dieser ,satz ist1 so enthlt er doch zweifellos die ,quintessenz der ,regierungsweisheit frherer ,zeiten4 ,ja1 man munkelt1 da es heute noch ,lnder und ,vlker gibt1 deren ,regierungen noch nicht jede ,erinnerung daran geschwunden sein soll4 ,doch wie dem auch sein mag3 ,die ,vergangenheit konnte sich ,friede und ,ordnung in einem ,lande ohne ,religiositt1 die jedoch mit ,kirchlichkeit gleichgesetzt wurde1 nicht denken4 ,diese zu untersttzen1 mit allen zu ,gebote stehenden ,mitteln alles fernzuhalten1 was in den ,busen der frommen ,herde irgendwelchen ,zweifel zu tragen vermocht htte1 vor allem jede ,glaubensspaltung zu hintertreiben1 hielt jede ,landesregierung1 die es mit sich und den ,untertanen gut meinte1 fr ihre dringendste ,aufgabe4 ,sie zu erfllen1 war ihre ,pflicht2 ,mittel zur ,durchfhrung zu ersinnen und anzuwenden ihr gutes ,recht4 ,betrachten wir zunchst einmal am ,beispiel ,bayerns1 welche ,blten dieses ,system trieb4 ,da wir gerade ,bayern whlen hat gute ,grnde1 geht doch dieses ,land neuerdings den gleichen ,weg1 den es erst seit einem ,jahrhundert verlassen hat4 ,da er zum ,ziele fhren wird1 lt sich kaum bezweifeln bei den guten ,relationen1 die das ,ministerium ,hertling zum lieben ,gott hat4 ,wenige ,wochen nach dessen ,amtsantritt verfinsterte sich die ,sonne am hellen ,tage 7#ag4 ,april #aiab74 ,heit das nicht3 sub hoc signo vinces8 ,unterm #cj4 ,april #aeii verordnet ,kurfrst ,maximilian ,i4 von ,bayern3 ,an hohen ,festtagen1 dann beim ,allerseelen-,gottesdienste fr ,gestorbene haben ,vizedome1 ,prsidenten1 ,rte1 ,sekretre und ,kanzellisten1 dann die landesherrlichen und stndischen ,beamten nebst ihren ,frauen und ,kindern1 nach dem ihnen gebhrenden ,range die ,opfergnge mitzumachen1 auch jene ,sthle in den ,kirchen einzunehmen1 welche denselben angewiesen oder anzuweisen sind4 ,mit dieser ,zwangsmaregel1 die augenscheinlich1 wie der heutige ,kirchenbesuch unserer ,schuljugend1 die ,liebe zu ,religion und ,kirche strken sollte1 war der ,einmischung des ,staates in das ,privatleben noch keineswegs genge getan4 ,so erhielt die ,regierung in ,landshut #aeig den speziellen ,auftrag3 sorgfltig zu wachen1 da die ,untertanen nicht in ,gefahr kommen1 vom katholischen ,glauben abzufallen und bei allen ,gelegenheiten besondere ,aufmerksamkeit darauf zu verwenden1 um sich die genauesten ,notizen ber alle religisen ,verhltnisse der ,einzelnen zu verschaffen4 ,schon am #ae4 ,mrz #aeih waren die ,geistlichen angewiesen worden1 das ,volk zu sittsamem und religisem ,leben zu ermahnen1 die weltliche ,obrigkeit aber mit gutem ,beispiel voranzugehen4 ,gewi sehr verstndig6 ,doch die ,kralle fehlt natrlich nicht1 wenn es weiter heit3 ,wer sich aber whrend des ,gottesdienstes auf den ,kirchhfen1 ,mrkten1 ,pltzen und anderen ,schwtzorten1 oder gar in ,wirts- und ,winkelhusern finden lt1 ist entweder um ,geld oder mit dem ,brechen1 die solcher ,leute halber bereits bei allen ,kirchen aufgerichtet sind1 zu bestrafen4 ,whrend des ,lutens um #ab ,uhr1 als ,zeichen zu dem tglichen ,gebete wider die ,trken1 soll jedermann1 er sei zu ,hause oder auf der ,gasse1 solange mit entbltem ,haupte niederknien1 bis er wenigstens ein ,vaterunser und ein ,ave andchtig gebetet hat4 ,wer berwiesen wird1 da er aus ,zorn1 ,trunkenheit und verdammlicher ,gewohnheit des ,lasters des ,fluchens sich schuldig gemacht hat1 soll nicht nur mit hartem ,gefngnis und namhaften ,geldstrafen1 mit ,landesverweisung1 ,ausstellung auf dem ,pranger1 ,ausreiung und ,durchbrennung der ,zunge1 sondern wohl auch mit dem ,leben bestraft werden4 ,im ,jahre #afja verfllt ,maximilian auf das glaubensfrdernde ,mittel1 ,rten1 die bei den ,prozessionen nicht erscheinen1 ein #h- oder #ad-tgiges ,ratum an ihrer ,besoldung abzuziehen4 ,dabei ist zu bercksichtigen1 da die ,prozessionen wchentlich abgehalten wurden6 ,vier ,jahre spter ergeht eine ,anweisung an die ,pfarrer1 diejenigen ihrer ,herde1 die nicht zur ,kommunion gingen1 der weltlichen ,obrigkeit behufs ,bestrafung anzuzeigen4 ,wer verreiste1 mute vorher oder nachher die ,kommunion empfangen1 und zwar -- von spezieller ,erlaubnis abgesehen -- nur bei ihrem ,pfarrer4 ,das ,reisen der ,landeskinder machte dem frommen ,frsten berhaupt ,sorge4 ,so verfgte er #afjf und #afjg1 da niemand ohne ,vorwissen der ,obrigkeit an auerbayerische ,orte reisen darf4 ,wer aber seine ,kinder an solchen ,orten1 wo die katholische ,religion nicht in freier bung ist1 hat1 mu sie binnen #b ,monaten zurckrufen oder bei ,bestrafung an andere ,orte schicken4 ,das galt natrlich auch fr ,erwachsene3 ,landskinder1 die sich auswrts an ,orten in ,kondition befinden1 wo neben der katholischen ,religion die protestantische ,lehre exerziert wird1 sollen binnen ,monatsfrist ,zeugnis beibringen1 da sie in katholische ,dienste treten1 oder ihnen doch in bung ihrer ,religion kein ,hindernis gemacht werde4 ,die auer ,land reisenden sollen ermahnt werden1 sich an katholische ,orte zu wenden4 ,es hatte also ,schwierigkeiten von ,mnchen nach ,augsburg oder ,regensburg zu reisen1 da an diesen ,orten beide ,religionen nebeneinander bestanden6 ,wer dorthin wollte1 mute sich unter die ,aufsicht der dortigen herzoglichen ,agenten begeben6 ,im ,jahre #afjh wird der geistliche ,rat ausdrcklich angewiesen1 keinem ,fremden oder ,auslnder zu gestatten1 sich im ,lande zu verheiraten und huslich niederzulassen oder auch nur eine ,zeitlang in ,bayern seinen ,beruf auszuben1 es sei denn1 er wre katholisch#a4 ,von erstaunlichem ,verstndnis fr das ,wesen der ,religion als ,gemtsbedrfnis zeugt auch die ,instruktion ,maximilians ,i4 vom ,jahre #afbi an seinen geistlichen ,rat4 ,hier wird u4 a4 bestimmt1 da ,landeskinder1 die sich aus ,grnden des ,dienstes oder in ,ausbung eines ,handwerks an unkatholischen ,orten aufhalten1 jhrlich die sterlichen ,beicht- und ,kommunionsscheine entweder an die bayerischen ,agenten in ,augsburg1 ,memmingen usw4 oder an ihre ,geburtsorte senden1 widrigenfalls sie gewrtigen mten1 da sie bei ,verlust ihres dermaligen und knftigen ,vermgens nach ,hause berufen1 und eher nicht von der ,stelle gelassen werden1 bis sie nicht ihre ,beichte und ,kommunion verrichtet1 und versprochen haben1 da sie entweder dergleichen unkatholische ,orte gar nicht mehr besuchen1 oder obiger ,verordnung ,genge leisten wollen4 ,der geistliche ,rat hatte auch dafr zu sorgen1 da an ,feiertagen kein ,fleisch gegessen wrde4 ,der ,gterkauf durch ,akatholiken wurde in ,bayern #afjh ausdrcklich und unbedingt verboten1 was #afai wiederholt wurde mit der neuen ,bestimmung1 alle in ,bayern wohnenden begterten ,akatholiken zu beschreiben4 ,schon im ,jahre #afaf war verordnet worden1 da jedermann1 der beim ,luten des ,abendgebetes und der ,schiedung das ,haupt nicht entblte1 ebenso bestraft werden solle1 wie das beim ,trkengebet schon frher angeordnet worden war4 ,von besonderer ,humanitt zeugt auch folgendes ,dekret von #afah3 ,akatholische ,landsassen1 welche im ,lande ,gter haben1 sollen nicht fr bestndig darauf wohnen1 und im ,falle sie nachsehen wollen1 sich ber einige ,tage nicht aufhalten1 auch keine ketzerischen ,bcher nicht mit sich hereinehmen1 noch weniger gegen den katholischen ,glauben sprechen2 sie sollen an verbotenen ,tagen sich des ,fleischessens enthalten1 niemand zu sich auer ,landes ziehen usw4 ,noch radikaler war das ,dekret vom #cj4 ,november #afbi1 das dem kurfrstlichen ,hofrat den ,befehl erteilt1 sich zu erkundigen1 was fr akatholische ,landsassen sich im ,lande befinden und -- falls noch solche vorhanden sein sollten1 was man also doch nach der ihnen zugemuteten ,behandlung nicht fr sehr wahrscheinlich hielt1 -- ihnen zum ,verkauf ihrer ,gter einen gewissen ,termin zu bestimmen und ihnen vor allem keinen weiteren ,gterkauf zu gestatten4 ,den ,handwerksburschen war1 bevor sie auf die ,wanderschaft gingen1 auferlegt -- wiederholt im ,jahre #afeh -- nicht nur sich vorher in ,glaubenssachen wohl unterrichten zu lassen1 sondern auch ein ,attest von der weltlichen und geistlichen ,obrigkeit darber mit sich zu fhren4 ,sie und andere1 die lngere ,zeit auer ,landes zubrachten1 drfen sich bei ihrer ,rckkehr nicht eher huslich niederlassen1 bis sie nicht bei ihrem ,seelsorger wegen ihrer ,religion ,rechenschaft abgelegt haben4 ,noch im ,jahre #agci wurde diese ,bestimmung neuerdings eingeschrft#b4 ,die bayerischen ,gesetze verboten whrend des ,gottesdienstes1 und zwar vormittags so gut wie nachmittags1 ,spazierfahrten zu unternehmen4 ,die ,wirtshuser1 ,wein- und ,bierschnken1 ,kaffee- und ,branntweinhuser usw4 muten geschlossen sein1 und in ihnen war weder ,zechen1 ,spielen1 ,tanzmusik1 noch andere ,lustbarkeit gestattet4 ,nur ankommenden ,fremden1 die ihre ,reise gleich wieder fortsetzen muten1 durfte etwas verabreicht werden4 ,whrend es auch verboten war1 das ,vieh vor ,beendigung des ,gottesdienstes auf die ,weide zu treiben1 war hier ausnahmsweise gestattet1 die ,pferde zu fttern und umzuspannen#c4 ,das ,kstlichste ist nun1 da trotz aller dieser schikansen ,bestimmungen1 wie eine ,reihe von ,dekreten beklagen1 durchaus kein religiser oder sittlicher ,geist in ,bayern herrschte4 ,nicht nur1 da auch ltere ,leute infolge der ,pflichtvergessenheit der ,geistlichkeit weder das ,vaterunser1 noch das ,ave ,maria1 die zehn ,gebote oder gar die geringsten ,grundlehren des katholischen ,glaubens auswendig wuten1 man machte die ,beobachtung1 die bis heute noch in hnlichen ,fllen stets gemacht wurde1 da1 je mehr ,religionsbefehle erlassen wurden1 sie desto mangelhafter befolgt wurden4 ,man arbeitete trotz aller ,verbote an ,sonn- und ,feiertagen genau so wie an ,werktagen1 ging whrend der ,messe spazieren oder in ,wirtshuser und trieb allerlei ,unfug4 ,es wird ausdrcklich konstatiert1 da an akatholischen ,orten weit mehr ,zucht und ,sitte herrsche1 als an katholischen4 ,statt nun daraus den ,schlu zu ziehen1 da sich ,andacht schlechthin nicht befehlen lasse1 da zu viel befehlen1 auf welchem ,gebiete es auch sei1 abstumpfe1 da die ,kirche oder gar die ,religion dadurch nur verhat gemacht werde1 schrfte man der ,obrigkeit vielmehr strenge ,befolgung der alten ,verordnungen ein und erlie neue#d4 ,an der katholischen ,universitt ,ingolstadt1 an der die ,professoren mit den ,studenten im hufigen ,kirchenbesuch1 ,einhaltung der ,fastengebote1 ,bittgnger usw4 usw4 wetteiferten1 herrschte ein ,ton1 der den erzieherischen ,einflu dieser ,sorte von ,religion nicht eben hoch einschtzen lt4 ,schon um #aeed konnte ein ,student in einem an das ,georgianum gehefteten ,blatte es aussprechen1 da die ,ingolstdter ,studierenden von den ,wittenbergern1 ,leipzigern und ,tbingern wegen ihrer ,unwissenheit verspottet wrden4 ,und dabei war das noch nicht einmal in der jesuitischen ra6 ,das ,hauptbel war ,trunksucht und1 meist als deren ,folge1 wste ,rauferei4 ,es wimmelte trotz scharfer ,ermahnungen von seiten der akademischen ,behrden und des ,herzogs von nchtlichen ,tumulten und tdlichen ,raufereien1 auch ,wilddieberei war an der ,tagesordnung#e4 ,wie man noch zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts ber die religise ,erziehung dachte1 erhellt aus nachstehendem3 ,ist eine ,religion einmal in einem ,staate eingefhrt1 vom ,volke genehmigt1 und hat sie noch dazu -- wie ,portalis spricht -- die ,achtung und den ,nutzen mehrerer ,jahrhunderte fr sich1 so ist ihre ,vortrefflichkeit1 ihre ,erhabenheit ber alle menschliche ,philosophie unwidersprechlich und ihre ,gttlichkeit unverkennbar1 und das ist der ,fall bei der katholischen ,religion4 ,solch eine ,religion verchtlich zu machen1 wohl gar strzen zu wollen1 ist daher ein ,verbrechen1 das der ,staat1 auf dessen ,schutz sie alle gegrndeten ,ansprche hat1 bestrafen mu1 zumal mit dem ,sturze der ,religion auch sein ,verfall1 oder doch eine groe ,zerrttung verbunden ist4 ,von diesem ,standpunkt aus1 den ,bayern jahrhundertelang einnahm1 wurden die ,gesetze erlassen und ihn teilt vllig der ,verfasser von ,baierns ,kirchen- und ,sitten-,polizey unter seinen ,herzogen und ,churfrsten1 der ,reichsarchivar ,felix ,lipowsky1 dem wir obigen ,passus entnehmen4 ,zu welchen ,konsequenzen diese ,denkweise fhrt1 wie sie als ehernes ,joch auf den ,untertanen lasten mu und die gewaltsamsten ,eingriffe in das ,privatleben hervorruft und billigt1 mge aus folgenden ,gesetzen hervorgehen3 ,smtliche ,untertanen1 wessen ,standes und ,wrde dieselben immer wren1 sind daher verpflichtet1 der allein seligmachenden katholischen ,religion nach dem erhabenen ,beispiele ihrer ,beherrscher und ihrer ,voreltern hold und treu zu verbleiben1 dem heiligen apostolischen ,stuhl zu ,rom gebhrende ,ehrfurcht und schuldigen ,gehorsam zu bezeigen und ihre ,religion nicht nur im ,innern zu bekennen1 sondern auch durch uere ,zeichen und ,merkmale ffentlich zu beweisen4 ,sie haben daher an den ,sonntagen und sonst von der ,kirche gebotenen ,feiertagen ,vormittags den ordentlichen in den ,pfarrkirchen gehaltenen ,gottesdiensten1 sie mgen in einem ,hochamte nebst ,predigt1 oder in einer heiligen ,messe nebst einer geistlichen ,ermahnungsrede bestehen1 mit ,erbauung und ,andacht beizuwohnen4 ,nur in seltenen ,ausnahmefllen war es gestattet1 statt der ,pfarrkirche eine andere1 nher gelegene zu besuchen4 ,so die ,dienerschaft auf einer ,einde1 die sich aus ,sicherheitsgrnden nicht weit entfernen darf1 oder ,rekonvaleszenten4 ,zur ,osterzeit mute aber unbedingt zwecks ,beichte und ,kommunion die ,pfarrkirche aufgesucht werden4 ,eltern1 ,vormnder und ,hausvter haben ihre ,kinder und ,dienstboten an ,sonn- und ,feiertagen nicht nur vormittags1 sondern auch nachmittags in ,amt und ,predigt zu schicken2 dasselbe haben die ,handwerksmeister bei ihren ,lehrjungen zu beobachten4 ,die gleichen ,eltern1 ,dienstherren usw4 haben auch darauf zu achten1 da der ,unterricht im katholischen ,glauben von ihren ,kindern usw4 in entsprechender ,weise besucht wird2 selbstverstndlich werden sie bei ,saumseligkeit bestraft4 ,es ist ,pflicht der landesherrlichen ,beamten1 der stndischen ,verwalter1 ,hofmarks- und ,klosterrichter1 dann der ,magistratspersonen1 da sie nicht nur dem ,gottesdienste in den ,pfarrkirchen an ,sonn- und ,feiertagen mit ,erbauung beiwohnen 7die ,erbauung wird im ,mandat vom #e4 ,mrz #agja1 #f ausdrcklich befohlen671 sondern auch die ,fronleichnams-,prozessionen und1 soviel mglich1 ihnen ihre ,amtsgeschfte gestatten1 diejenigen ,prozessionen1 welche alle ,donnerstage in den ,pfarrkirchen gehalten werden1 begleiten und hierbei darauf sehen1 da die ,znfte mit ihren ,lichtstben nach althergebrachter ,sitte mitgehen4 ,werden ffentliche ,gebete in der ,pfarrkirche1 oder sonst besondere groe ,feste gehalten1 so haben die landesfrstlichen und stndischen ,beamten und ,magistrate auch hierbei unfehlbar zu erscheinen und ihre ,gebetstunden zu halten4 ,gleiche ,pflichten haben die ,vicedomen1 ,prsidenten1 ,kanzler1 ,direktoren und ,rte der ,kollegien in jenen ,stdten1 wo sie bestehen1 zu beobachten und da ein gleiches vom ,kanzleipersonale geschehe1 zu veranstalten4 ,an hohen ,festtagen und beim ,allerseelengottesdienste fr ,verstorbene1 haben die genannten ,beamten mit ,frauen und ,kindern die ,opfergnge mitzumachen und ihre ,kirchensthle einzunehmen#f4 ,selbstverstndlich war die katholische ,religion noch bis zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts die notwendige ,bedingung fr die ,erlangung ffentlicher mter4 ,alle ,offiziere1 ,beamte1 brgerliche ,obrigkeiten und deren ,untergebene waren ebenso wie die ,schulmeister zur ,ablegung des katholischen ,glaubensbekenntnisses verpflichtet4 ,selbst die ,zulassung zur ,erlernung eines ,gewerbes1 die ,erlaubnis zur ,wanderschaft1 sowie zur ,ansssigmachung nach der ,rckkehr waren an die gleichen ,bedingungen geknpft#g4 ,nun mag sich ja ein gutmtiges ,volk das alles gefallen lassen1 wenigstens geraume ,zeit1 wenn die ,geistlichkeit1 der es diese ,segnungen verdankt1 nach jeder ,richtung einwandfrei ist4 ,wie stand es nun damit in ,bayern8 99 99 99 99 99 ,noch unter der ,regierung ,max ,,iii4 ,josephs herrschten im bayerischen ,klerus unerhrte ,zustnde4 ,und wiewohl der ,kurfrst eingriff1 nderte sich in den folgenden ,jahrzehnten nur sehr wenig4 ,erst seit der ,skularisation1 seitdem die ,kirche um ihre ,existenz kmpfen mute1 besserten sich ihre inneren ,verhltnisse4 ,nicht die ,kirche reformierte sich1 sie sank vielmehr immer tiefer1 sondern sie wurde widerstrebend reformiert durch ,staat und ,gesellschaft1 durch unmittelbare staatliche ,verfgungen und ,gesetze und durch den ,zwang der ,tatsachen4 ,damals fiel es den bischflichen ,ordinariaten gar nicht ein1 sich um die ,seelsorge zu kmmern4 ,sie richteten vielmehr ihr ,augenmerk so gut wie ausschlielich auf die ,vergrerung ihrer ,einknfte4 ,den ,mitgliedern fehlten grndliche theologische ,kenntnisse2 man berief am liebsten solche ,geistliche in die ,ordinariate1 die ber eine gewandte ,suada verfgten und mit hohlen ,worten gegen die bayerische ,staatsregierung kmpften4 ,sie besteuerten gegen die ,konkordatsbestimmungen von #aehc die ,hinterlassenschaft der ,geistlichen1 zerstckelten eigenmchtig die ,patronatspfarreien1 schufen mehrere ,pfarreien in sogenannte ,tafelpfarreien um1 d4 h4 sie vergaben sie simonistisch an solche ,priester1 die sich zur ,leistung von ,pensionen verpflichteten4 ,allen ,pfarramtskandidaten fertigten die ,ordinariate fr alle ,flle immer dieselben lobreichen ,atteste aus1 um die ,taxen zu vermehren4 ,in gleicher ,absicht wurden die ,prozesse und ,untersuchungen gegen ,geistliche endlos hinausgezogen4 ,bei ,disziplinaruntersuchungen gegen ,pfarrer und ,kooperatoren wurde die ,wahrheit nie festgestellt1 da der beauftragte ,dekan seinen ,kollegen mglichst gegen die reichbepfrndeten adeligen ,domherren in ,schutz nahm4 ,deshalb ernannten die geistlichen ,oberbehrden in den ,stdten und ,mrkten ,denunziatoren1 die das ehrenvolle ,amt hatten1 ,verfehlungen von ,priestern geheim anzuzeigen4 ,dafr wurden die ,denunziatoren wieder bei der ,staatsregierung angeschwrzt4 ,da diese aber ihre ,untersuchungen wenigstens unparteiisch fhrte1 war sie im niederen ,klerus ebenso beliebt1 wie die ,ordinariate verhat waren4 ,eine ,wiederauferstehung feierten ja die ,denunziatoren durch den ,modernistenerla ,pius ,x46 ,die ,bischfe hatten nur unter den adeligen1 in eintrglichen ,pfrnden sitzenden ,pfarrern ,anhnger1 natrlich auch nur deshalb1 weil diese ,herren sich ,hoffnung auf den violetten ,talar machten4 ,im brigen taten sie nichts1 d4 h4 sie jagden1 berlieen aber ihre kirchlichen und pfarrlichen ,verpflichtungen zum ,vollzuge herumwandernden ,supernumeraren4 ,die ,folge dieser ,zustnde war tiefe ,versunkenheit des ,volkes in ,aberglauben und ,dummheit4 ,zauberer1 ,wahrsager und ,wundermnner hatten gute ,zeiten4 ,man durchwhlte ,grber1 verbrannte die geraubten ,gebeine der ,toten und machte aus ihnen ,zauberpulver4 ,lie das ,ungeziefer die ,menschen nicht schlafen1 nagten ,ratten und ,muse die ,vorrte an oder lie sich gar eine harmlose ,natter blicken1 so rief man nach den zahlreichen ,hexenmeistern oder ,teufelsbannern4 ,desgleichen wenn eine schwarze ,wetterwolke am ,himmel stand4 ,denn da ,hexen und ,unholde das ,gewitter angezettelt hatten1 stand fest4 ,so nachhaltig war die ,wirkung der kirchlichen ,lehren der vorangehenden ,jahrhunderte6 ,ehe das ,unwetter vorbei war1 hatte der ,magier seinen ,hexenlohn eingesackt4 ,wollte sich jemand vor ,schwindsucht sichern1 so lie er sich von einem ,barbier oder ,wundarzt1 der im ,geruch der ,zauberei stand1 einige ,tropfen ,blut abzapfen1 in einen angebohrten ,baum gieen und mit einem hlzernen ,zapfen verwahren4 ,das kostete natrlich schweres ,geld4 ,man kaufte und verkaufte ,krankheiten1 besonders ,fieber4 ,leidenschaftlich wurden ,ketten1 ,stricke oder ,kleidungsstcke von auf dem ,schafott gestorbenen ,verbrechern begehrt2 die unbrauchbar gewordenen ,schwerter der ,scharfrichter erstand man um hohe ,summen4 ,um die ,felder gegen ,hagel zu schtzen1 raufte sich das ,volk am ,pfingsttage whrend der ,vesperandacht um die ,stckchen1 die von der brennenden ,figur des hl4 ,geistes vom ,plafond der ,kirche herabfielen1 um sie auf die cker zu stecken4 ,am ,karfreitag eilten die ,bauernweiber in die ,kirche1 beschmierten das zur ,verehrung ausgestellte ,kruzifix mit ,eiern1 ,brot und ,schmalz in ,kreuzesform und waren nun sicher1 da das ganze ,jahr hindurch diese ,nahrungsmittel gedeihen wrden4 ,dies sind einige ,beispiele des damaligen ,aberglaubens1 der sich keineswegs auf die ,bauern beschrnkte1 sondern auch gebildete ,brgersfrauen und die ,angehrigen hherer ,stnde ergriffen hatte4 ,selbstverstndlich fiel es den ,predigern und ,beichtvtern gar nicht ein1 hier ,wandel zu schaffen4 ,die ,regierung mute vielmehr mit strengen ,strafen gegen ,zauberer und solche1 die sich ihrer bedienten1 einschreiten#h4 ,da es im benachbarten ,tirol noch zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts um nichts besser war1 ist nicht verwunderlich1 da die blutigen ,kriege ja sicherlich den ,aberglauben befrderten4 ,ein ,zeitgenosse berichtet darber3 ,im ,jahre #ahaa erhitzten tausend ,erzhlungen von ,zeichen und ,wundertaten in ,tirol die ohnehin aufgeregte ,einbildungskraft der unerschtterlichen ,bewohner4 ,heiligenbilder sollen geweint1 ,kruzifixe an ,kreuzwegen mit den ,augen gewinkt haben4 ,abgeblhte ,lilien und ,strue erhoben frisch ihre ,kelche1 wenn ,waisen und ,witwen auf dem ,schlachtfelde entschlummerter ,landesverteidiger sich inbrnstig vor den ,madonnen niederwarfen1 denen die ,blumen zum ,schmuck gedient hatten4 ,auf unzugnglichen ,felsen versicherte man ,gewieher gehrt zu haben4 ,aus ,moosen und ,heiden streckten zerfleischte ,arme und krallenartige ,finger sich dem schaudernden ,wanderer entgegen4 ,mehr als einmal sahen die bayerischen ,wachen den alten ,kaiserturm zu ,kufstein nachts in hellen ,flammen stehen1 die der tiefsten ,dunkelheit ,platz machten1 wenn man hinzueilte4 ,die ,ruinen der ,burgen der ,vorzeit sprhten rote ,funken in ,krnzen1 da es am ,firmamente gleich ,nordlichten widerglnzte4 ,in ,meran wie im ,pustertal erblickten ,bauern1 die um die ,geisterstunde nach den ,wiesen gegangen waren1 sie zu bewssern1 auf den ,bergjochen lange ,zge sterreichischer ,soldaten1 mit ,kanonen und ,geschtz1 und sie vernahmen1 wenn sie das ,ohr dem ,boden nherten1 das ,getse eines ,heeres1 den ,hufschlag der ,pferde1 das ,lachen unbndiger ,krieger2 jedoch alles zerflo in ,dunst1 sobald sie auf ,nebenpfaden hinzu schlichen1 sich an dem ,anblicke zu weiden4 ,auf dem blutgetrnkten ,friedhofe bei ,wilten aber schwrmten1 gleich ,irrwischen1 jeden ,abend nach der ,dmmerung blaue ,flmmchen auf den ,grbern der erschlagenen ,tiroler und luden die ,trauernden ein1 fr die ,seelen ihrer ,abgeschiedenen zu beten und ihrer in ,liebe zu gedenken#i4 ,in ,innsbruck sah damals das ,volk an mehreren ,fenstern das blutende ,haupt ,christi#aj4 ,wie htte auch die ,geistlichkeit dem entgegen treten knnen1 wenn sie nur einigermaen einem ,bericht aus dem ,beginn des vorigen ,jahrhunderts entsprach4 ,da heit es3 ,es lt sich leicht denken1 was die meistens unwissenden ,mnche fr erbrmlichen ,unsinn auf den ,kanzeln auskramen4 ,nur immer die schlechtesten von unseren ,studenten treten -- aus ,verzweiflung irgendwo ,brot zu finden -- in den ,kapuzinerorden4 ,das ,noviziat und die zwei nchst darauf folgenden ,jahre drfen sie kein ,buch1 auer ein ,gebetbuch ansehen4 ,ihre ,philosophie ist ebenso elend1 als ihre ,kasuistik4 ,und solche ,ignoranten stehen auf ffentlichen ,kanzeln als ,volkslehrer auf6 -- ,ein uerst unangenehmer1 brllender1 stets einfrmiger ,ton -- eine hchst fehlerhafte ,mundart -- eine wste ,aussprache -- bootsknechtmige ,gebrden1 unbndiges ,schlagen mit ,hnden und ,fen1 bierschenkenartiges ,schimpfen und ,toben auf ihre ,zeitgenossen -- grobe ,ausflle auf gewisse ,personen und ihnen nicht behagende obrigkeitliche ,anstalten usw4 sind die uerlichen ,zieraten der ,bettelmnchspredigten4 ,die ,komposition selbst gleicht einer ,hanswurst-,jacke1 aus buntscheckigen ,lappen zusammengesetzt1 und meistens aus einem alten lateinischen ,prediger ins ,undeutsche versetzt4 ,diese generelle ,zeichnung wird nett beleuchtet durch folgendes ,geschichtchen1 das wir an gleicher ,stelle finden3 ,der ,karmeliter-,prediger in ,mnchen sagte einst auf der ,kanzel3 ,liebe ,christen6 ,morgen gehen wir ffentlich mit der ,prozession4 ,ihr werdet -- wenn ihr ,acht habet -- ,freymaurer und ,freydenker an vielen ,fenstern der ,stadt sehen4 ,unchristen1 die ber unsere ,andacht1 wo nicht laut1 doch wenigstens im ,stillen spotten4 ,waffnet ,euch denn mit dem ,eifer des ,herrn1 greifet nach ,steinen1 und werfet sie nach ihnen6 ,zur ,belohnung fr diese liebevolle ,ermahnung sandte der ,exjesuit ,pater ,frank dem ,redner sechs ,krge ,wein und einen ,eierkuchen4 ,aber nicht genug damit1 lie der ,kurfrst ,karl ,theodor den ,prediger seiner hchsten ,gnade und seines ,wohlgefallens versichern mit dem ,zusatz3 er mchte unermdet in seinen christlichen ,bemhungen fortfahren6 ,der tolerante ,geist des ,vorganges wirkte im ,volke noch heftig beim ,regierungsantritte ,max ,,iv4 ,josephs1 der bekanntlich eine protestantische ,prinzessin zur ,gemahlin hatte1 nach4 ,als sie guter ,hoffnung war und nach altem ,herkommen in landesherrlichen ,bekanntmachungen das ,volk aufgefordert wurde fr eine glckliche ,entbindung zu beten1 stie das christkatholische ,volk ,mnchens laute ,verwnschungen gegen die vortreffliche ,frau aus1 lediglich weil sie ,protestantin war und die ,geistlichkeit gegen sie hetzte4 ,es htte damals auch fast eine ,pbelrevolte gegeben1 als der ,kurfrst fr seine ,gemahlin ein protestantisches ,bethaus in ,nymphenburg errichten lie und hier ein protestantischer ,geistlicher angestellt wurde4 ,man war desto emprter1 als dieser ketzerische ,prediger so ausgezeichnet sprach1 da selbst viele ,katholiken seinen ,predigten beiwohnten und sie gegenber denen der ,bettelmnche als ,muster hinstellten4 ,was die ,geistlichkeit an ,qualitt vermissen lie1 ersetzte sie durch ,quantitt1 und was an der ,gte des in der ,kirche ,gebotenen fehlte1 wurde reichlich wettgemacht durch die ,zahl der ,gotteshuser4 ,damals gab es nmlich in ,mnchen acht ,mnnerklster und neun ,nonnenklster4 ,wunderttige ,bilder wurden siebzehn gezhlt1 dank einer neuen ,augenwendung eines dieser ,gemlde in der ,st4-,peters-,pfarrkirche erhhte sich diese ,zahl im ,jahre #ahja auf achtzehn4 ,aber in nchster ,umgebung der ,stadt gab es noch mehr4 ,die ,reliquien und heiligen ,leiber waren unzhlbar4 ,kongregationen oder ,brderschaften zu gewissen ,andachtsbungen gab es #bgaa4 ,unter ,max ,,iii4 ,joseph erreichte der weltliche ,klerus in ,bayern eine ,kopfzahl von #ajhjj ,mann1 ,kirchen gab es #bhgji4 ,auerdem wohnten noch #edjj ,ordensmnche in #ahj ,klstern4 ,von der ,staatsregierung1 den ,stnden und ,stdten wurden jhrlich ber hundert ,freitische an die ,theologen der ,universitten und ,lyzeen1 besonders an die ,shne der ,bediensteten verteilt4 ,jeder ,kandidat der ,theologie1 der ber einen solchen ,tischtitel verfgte1 wurde vom ,weihbischof zum ,priester ordiniert ohne jede ,rcksicht auf geistige und moralische ,befhigung4 ,da ,hunderte von ,geistlichen berzhlig waren und keine ,anstellung fanden1 so zogen sie von einem ,pflegegericht bettelnd und schmutzig1 mit zerrissenen ,kleidern ins andere1 von ,dorf zu ,dorf4 ,zur ,osterzeit und an den ,feiertagen von den ,pfarrern gedungen1 ergaben sie sich nachher wieder der ,bettelei und dem ,vagieren4 ,es war vorwiegend ein ,klerus ohne ,bildung1 ,gesittung und ,unterhalt4 ,da die ,pfarrer auf dem ,lande grtenteils in ihren ,einknften von der ,landwirtschaft abhingen1 so forderten sie ,kooperatoren1 die in der ,landwirtschaft bewandert waren4 ,darauf muten sie begreiflicherweise greres ,gewicht als auf wissenschaftliche ,bildung legen4 ,viele ,pfarrwohnungen wurden in schmutzige ,bauernstuben umgewandelt1 wo verschiedenerlei ,haustieren ein warmes ,winterquartier eingerumt wurde4 ,die ,einknfte waren auch deshalb so drftig1 weil sich die ,landbevlkerung ihre ,messen um wenige ,kreuzer in den ,klstern lesen lie4 ,in den ,stdten ahmten die ,geistlichen ihre ,domherren nach und vertrieben sich die ,zeit durch die ,jagd4 ,im malerischen ,gewande1 mit aufgestlptem ,hute1 mit goldenen und silbernen ,schnren daran1 mit gepudertem ,haar1 weithin flatternder ,halsbinde1 gefrbten ,strmpfen und tressiertem ,leibrock gingen sie zum ,weidwerk4 ,da sie aber nicht jagdberechtigt waren1 so machten sie mit den ,wilddieben gemeinsame ,sache4 ,diejenigen ,geistlichen1 die die ,jagd nicht liebten1 zogen in die ,gasthuser1 wo sie sich mit ,gesang1 ,spiel1 ,tanz und leichtfertigen ,weibern ergtzten4 ,der hohe ,klerus1 die bayerischen ,bischfe von ,salzburg1 ,freising1 ,passau1 ,regensburg1 ,bamberg1 ,eichstdt und ,augsburg1 smtlich ,frstenhusern oder ersten ,adelsfamilien entstammend1 waren durch ,staatsgeschfte ihrem geistlichen ,amt entzogen1 verwalteten ihre ,domnen und zogen von einer ,villa zur anderen4 ,von der ,anmaung der ,domherren zeugt etwa das ,verhalten der ,freisinger gegen ihren ,bischof1 den bayerischen ,herzog ,johann ,theodor1 ,onkel des ,kurfrsten ,max ,joseph4 ,bei der ,wahlkapitulation forderten sie auer anderem auch ,jagd in den bischflichen ,waldungen1 und an hohen ,festtagen fr jeden ,domkapitular einen ,hirsch4 ,nicht genug damit1 da diese ,herren ihrem ,bischof das schnste ,wild abschossen1 sie vergeudeten auch noch die ,einknfte und machten berdies jhrlich fr ber #dgjjj ,gulden ,schulden4 ,allerdings konnte sich der ,bischof wenig um ,freising kmmern1 denn er bekleidete noch nebenher die ,wrden eines ,bischofs von ,regensburg und ,lttich4 ,lt sich denken1 wie gewissenhaft er seiner seelenhirtlichen ,ttigkeit obliegen konnte und wie viel die fromme ,herde ihren ,bischof zu sehen bekam6 brigens hinderte das keineswegs1 da ,papst ,benedikt ,,xiv4 ,johann ,theodor zum ,kardinal ernannte1 in ,rcksicht auf die groen ,verdienste1 welche sich das bayerische ,haus um die katholische ,religion erworben4 ,die ,armut des niederen ,klerus stand berhaupt im schrfsten ,gegensatz zu ppigkeit und ,reichtum des hohen4 ,so war der ,erzbischof von ,salzburg und ,frstprimas von ,deutschland1 ,reichsgraf ,sigismund von ,schrattenbach1 ein gar prunkliebender ,herr4 ,bei ,konferenzen war er von seinen #h ,suffraganbischfen umgeben1 in seinem ,domkapitel saen #g ,reichsfrsten und #ag ,reichsgrafen1 ihn bedienten #gc ,kammerdiener1 #ah ,hoflakaien und #g ,heiducken2 #ee ,hofmusiker verscheuchten ihm die ,regierungssorgen und #ba ,kche sorgten fr des ,leibes ,wohlfahrt4 #ab ,edelknaben servierten ihm in prunkendem ,gold4 ,wie der ,erzbischof1 so besaen seine ,suffragane ,erblandmarschalle1 ,erbkmmerer1 ,erbschenken1 ,erbtruchsessen1 ,universitten mit theologischen1 juristischen und philosophischen ,fakultten1 einen ,hofrat1 ,sanittskommission1 ,oberhofmarschallamt1 ,oberjgermeisteramt4 ,die meisten mter waren unter die ,domherren verteilt1 unter denen ein jeder den vierten ,grad adeliger ,abkunft in vterlicher und mtterlicher ,linie aus deutschem ,geblt nachzuweisen hatte4 ,schon in der ,wiege wurde der adelige ,knabe als ,domherrnaspirant vorgemerkt1 um mit #ad ,jahren tonsuriert und mit dem geistlichen ,violett bekleidet zu werden4 ,als niedersten ,gehalt bezog der junge ,domherr #aejj ,gulden1 wofr er von #ab ,uhr nachts an im ersten ,jahre innerhalb der ,mauern der ,bischofsstadt weilen mute4 ,um spter eventuell eine gute ,partie machen zu knnen1 lieen sich viele dieser ,domherren nur die niedere ,weihe erteilen4 ,das ,volk aber lie sich in unergrndlicher ,dummheit solche ,seelenhirten gefallen6 ,was den ,jesuitenorden betrifft1 so hatte er es immer verstanden1 ber seine religisen1 ewigen ,zwecke das zeitliche ,wohl nicht zu vergessen4 ,die ersten ,jesuiten waren im ,jahre #aeee zu ,fu nach ,ingolstadt gekommen4 ,sie waren so arm gewesen1 da ,herzog ,albrecht ,v4 ihnen das ,reisegeld nach ,rom hatte schicken mssen4 ,in ihrer ,grndungsbulle von #aedj waren sie an das ,gelbde der evangelischen ,armut gebunden worden1 doch hatten sie das ,privileg zur ,frderung der ,wissenschaft und ,studien ,eigentum zu erwerben4 ,wie gut ihnen das gelungen war1 lehrt ihr ,besitzstand im ,jahre der ,aufhebung4 ,damals gab es in ,bayern #edf ,ordensangehrige4 ,deren ,gesamtvermgen1 das sich aus alten ,klstern1 ,kammergtern1 ,stiftungen1 ,erbschaften der ,novizen1 unbeweglichen ,gtern1 angelegten ,kapitalien1 ,mobilien und vorhandener ,barschaft zusammensetzte1 belief sich auf die ,hhe von #gchbejj ,gulden4 ,das war fr die damalige ,zeit eine ungeheure ,summe1 die an ,kaufkraft etwas #dj-ej ,millionen ,mark heute entsprechen drfte#ab4 99 99 99 99 99 ,eine ,folge des klerikalen ,verdummungssystems in ,bayern war ein fanatischer ,ha alles ,fremden1 besonders alles ,norddeutschen4 ,die von ,max ,i4 ,joseph nach ,mnchen berufenen ,gelehrten wurden als halbe ,landstreicher betrachtet1 denn die ,bayern1 die wenig reisten1 konnten sich gar nicht vorstellen1 da einer seine ,heimat freiwillig verlie1 um zu ihnen zu kommen4 ,norddeutsch und protestantisch waren identisch4 ,die ,wrttemberger wurden deshalb mit den ,norddeutschen in einen ,topf geworfen4 ,man schilderte diese fremden ,vlkerschaften in den ffentlichen ,blttern etwa so1 wie man heute von den ,patagoniern dem ,volke erzhlen wrde4 ,der ,morgenbote1 ,jahrgang #ahji1 ,s4 #bgg1 schreibt z4 ,b43 ,der ,grundzug des sddeutschen ,charakters ist ,kraft1 der des norddeutschen ,schwche4 ,daher bei jenen ,ausschweifung im ,genu der ,liebe und anderer sinnlicher ,vergngungen1 kriegerischer ,geist1 ,herzensgte1 ,offenheit4 ,bei diesen ,hypochondrie1 ,falschheit1 ,feigheit1 ,rnkesucht4 ,schon im ,wuchs und in der ,sprache hat die ,natur diese ,charakterverschiedenheit klar ausgedrckt#ac4 ,noch zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts weigerte sich der ,mnchener ,stadtmagistrat den ersten protestantischen ,brger aufzunehmen4 ,man unterbreitete die ,frage dem landstndischen ,ausschu4 ,dieser geriet aber in durchdringende ,bestrzung1 als der ,kurfrst ,maximilian ,,iv4 ,joseph die ,toleranz erzwang und wandte ein1 da die bayerischen ,frsten durch ,hausvertrag von #agga gehalten seien1 keine andere ,religion als die katholische selbst zu bekennen und in ,bayern einzufhren4 ,die landesherrlichen ,verordnungen vom #aj4 ,november #ahjj und vom #bf4 ,august #ahja1 die erklrten1 da die katholische ,religion weder nach der ,reichsverfassung1 noch nach der ,landesverfassung als ein ,erfordernis fr die ,ansssigmachung in ,bayern zu betrachten und demnach andern ,religionsangehrigen wegen dieser 7akatholischen7 ,eigenschaft die ,ansssigmachung nicht fernerhin in ,bayern zu versagen sei1 wurden vom landstndischen ,ausschu in ihrer ,rechtskraft bestritten4 ,dazu kommen folgende ,vernunftgrnde666 ,die ,religionseinheit ist das beste ,mittel zur ,erhaltung der ffentlichen ,ruhe und ,ordnung4 ,bayern geno diese ,einheit in ,ruhe2 mit der ,vervielfltigung jetzt ,trennung einzufhren1 kann keine berwiegenden ,vorteile gewhren4 ,diese uneingeschrnkte ,aufnahme fremder ,religionsverwandten ist eine ,quelle gefhrlicher ,spaltungen1 die ,grundursache einer fortwhrenden ,entstehung entgegengesetzter ,parteien2 ,einheit der ,religion hingegen ist ein geheiligtes ,band1 welches alle ,staatsbrger am ,fue des nmlichen ,altars vereinigt1 welches in brderlicher ,eintracht alle an die nmlichen ,pflichten hinweist1 welches also durch die ,identitt der ,gesinnungen und die bereinstimmung der religisen ,handlungen mehr denn irgendein anderes ,mittel die ,ordnung und ,ruhe im ,staate befestigen kann4 ,der aufgeklrte ,kurfrst und sein vortrefflicher ,minister ,graf ,montgelas trat dieser ,anschauung natrlich mit ,nachdruck und ,erfolg entgegen#ad4 ,die ,meinung1 da der ,staat sich nicht um die ,kirche zu kmmern habe oder1 richtiger ausgedrckt1 nur insofern1 als er fr sie ,schergendienste verrichte1 ihr ,ausfhrungsorgan sei1 war und ist auch heute noch die der ,kirche4 ,das kommt deutlich in der ,stellungnahme gegen die ,toleranzbewegung vom ,ende des #ah4 und ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts zum ,ausdruck4 ,an den letzten ,reichstag1 der im ,jahre #ahjf in ,regensburg tagte1 sandte der ,bischof von ,trient1 ,graf ,thun1 im ,einverstndnis mit den ,bischfen von ,augsburg1 ,chur und ,brixen1 zu ,hnden des ppstlichen ,nuntius ,della ,genza ,gravamina1 eine ,beschwerdeschrift4 ,sie klagten ber weltliche ,willkr der ,kirche gegenber und jenen unertrglichen ,gewissenszwang1 der unter dem ,vorwande allgemeiner ,toleranz und des jus circa sacra gegen diejenige ,anstalt gebt wurde1 die von dem ,heilande selbst nicht zu passiver ,duldung1 sondern zur ,leitung aller ,vlker1 ,frsten und ,staaten auf dem ,wege des ,heiles eingesetzt worden ist4 ,in dieser ,beschwerdeschrift findet sich auch folgender ,passus3 ,durch das ,toleranzedikt ,kaiser ,josephs ,,ii4 sei in denjenigen ,lndern1 wo die ,hresie sich festsetzte1 durch ffentliche ,vertrge bewilligt worden1 da die ,akatholiken geduldet wrden und sich friedlich des ,brgerrechts erfreuen knnten4 ,durch das ,toleranzedikt sei aber diese ,duldung auch ber diejenigen ,lnder ausgedehnt worden1 welche sich bis dahin von aller ,hresie rein erhalten htten1 so da1 wenn die ,irrglubigen in diesen ,gegenden eine bestimmte ,anzahl von ,personen oder ,familien bildeten1 sie akatholische ,pastoren1 einen solchen ,gottesdienst1 solche ,kirchen und ,schulen haben knnten1 woraus den ,katholiken wegen des ,umganges mit solchen groe ,gefahr der ,verfhrung erwachse4 ,es wre daher sehr zu wnschen1 da das ,toleranzedikt in allen reinkatholischen ,lndern zurckgenommen werde4 ,anstatt aber selbst die natrliche ,toleranz zu ben und den ,katholiken ihre ,rechte zu lassen1 mische sich der ,staat in alle ,verhltnisse ein4 ,vor allem msse die ,kantische ,philosophie von ihrem ,throne gestoen werden1 da deren ,grundstze folgerichtig eine allgemeine ,anarchie hervorbringen mten#ae4 ,zu welch vlliger ,verdrehung der ,meinung und ,verkennung der ,tatsachen es infolge der ,sklavendienste1 die der ,staat jahrhundertelang der ,kirche erwiesen hatte1 gekommen war1 lehrt die ,stellungnahme1 die etwa ,besnard der ,denk- und ,gewissensfreiheit gegenber einnimmt4 ,er meint3 ,sie gewhre jeder ,gesinnung genug ,freiheit1 nur nicht der christlichen6 ,mit dieser ,freiheit hielt man es aber nicht fr unvereinbar1 ,gesetze in ,vorschlag zu bringen1 die die ,rechte und ,freiheiten der ,katholiken1 lter als die ,rechte aller ,throne der ,welt1 im hchsten ,grade gefhrdeten1 wie eine gemessene ,regulierung des ,aufwandes der ,kirche und der ,geistlichkeit nach dem ,verhltnisse der ,staatsrevenuen1 ,belebung toter ,kirchenschtze durch willkrliche ,verwendung von ,stiftungen usw4 ,der ,verfasser entrstet sich auch ber die ,verminderung der ,prozessionen1 ,feiertage und der ,ehehindernisse4 ,er meint1 man htte lediglich deshalb auf eine ,aufhebung des ,zlibats verzichtet1 weil dadurch die staatliche ,witwenkasse mehr in ,anspruch genommen worden wre4 ,man emprte sich darber1 da ,protestanten sich in der ,hauptstadt ,mnchen selbst ansssig machten1 ja1 da es einer gewagt hatte1 das aufgehobene ,kloster der ,karmeliterinnen zum allgemeinen rgernisse der ,katholiken anzukaufen4 ,wahrhaften ,schrecken aber bereitete es1 als etwas spter 7als #ahjc7 die ,nachricht kam1 da ,akatholiken zum ,unterrichte der ,katholiken in das ,land gerufen1 ihnen die ,erziehung der ,jugend anvertraut1 selbst auf der katholischen ,hochschule1 einst das ,bollwerk des wahren ,glaubens in ,sddeutschland1 ihnen ,katheder eingerumt worden4 ,man konnte sich das alles nicht im ,einklang denken mit den ,pflichten1 die ein katholischer ,frst seinen katholischen ,untertanen gegenber bernommen hatte#af4 ,so weit hatte es kommen knnen nur deshalb1 weil ursprnglich die ,frsten aus ,angst fr ihr ,seelenheil sich verpflichtet gefhlt hatten1 so gut wie alle kirchlichen ,forderungen zu erfllen4 ,das ,beispiel ,heinrichs ,,iv4 mag gar manchen davor gewarnt haben1 sich gegen kirchliche ,machtansprche1 so unbegrndet sie waren1 mit ,energie aufzulehnen4 ,ein ,brauch aber1 der ,jahrhunderte besteht1 wird in den ,augen der ,urteilslosen geheiligt1 und sei es der grte ,mibrauch4 ,so war die ,folge1 da man nicht etwa jeden ,versuch des angeblichen ,nachfolgers ,petri sich um weltliche ,angelegenheiten zu kmmern1 als ,anmaung zurckwies1 sondern da man im ,gegenteil die ,bemhungen der weltlichen ,gewalten um ,rckerlangung der durch ,dummheit ihrerseits und raffinierte ,schlauheit auf der andern ,seite verlorenen ,rechte als ,sakrileg betrachten konnte4 ,man hatte es dank der menschlichen ,dummheit dahin gebracht1 da das ,monopol der kirchlichen ,lehre1 deren ,beschaffenheit wir ja weiter oben zur ,genge kennen lernten1 allseitig anerkannt wurde4 ,man hatte das ,volk daran gewhnt1 den ,staat nur als ,ausfhrungsorgan der ,kirche zu betrachten und hatte den gesunden ,menschenverstand1 jedes ,billigkeitsgefhl so weit eingebt1 da man sich in diesem ,pfuhle wohl fhlte und den angriff1 der es wagte1 das verblendete ,volk daraus zu befreien1 ja1 der ihm die ,mglichkeit gewhrte1 auch nur andere ,meinungen kennen zu lernen4 ,das war der ,segen einer ,zeit1 die mit ,staatsgewalt ,frmmigkeit zu erzwingen versucht hatte4 99 99 99 99 99 ,aus ,billigkeitsgrnden wollen wir nun auch auf protestantische ,lnder einen ,blick werfen4 ,da man hier im wesentlichen die gleichen ,prinzipien hatte1 leuchtet ein4 ,die ,zwickauer ,ratsschulbibliothek verwahrt ein ,exemplar der ,originalausgabe des am #be4 ,juni #aehj in ,dresden erschienenen ,konkordienbuches4 ,in diesem dicken ,folioband sind ,bekenntnisschriften1 die drei kumenischen ,symbole1 die ,sondersymbole der evangelisch lutherischen ,kirche und endlich die ,konkordienformel von #aegg vereinigt4 ,vorbesitzer dieses ,buches war der ,pastor ,wenzeslaus ,altwasser aus ,oels1 der in ,bergreichenstein wirkte1 dann aber nach der ,schlacht am ,weien ,berge und den nunmehr einsetzenden ,bekehrungsversuchen der ,jesuiten und ,mihandlungen katholischerseits zum ,wanderstabe griff4 ,von seiner ,hand befinden sich auf dem ,vorsatzpapier folgende ,eintragungen3 ,anno ,domini #afbi4 #bj4 ,julij4 ,nach vollendeter fnffacher ordentlicher ,aulegung mit den ,summarien ,herrn ,viti ,dieterichs der ,h4 ,bibel von ,meinen zwayen ,kindern al ,matthia ,altwasser1 von ,prag au ,bhmen1 eilf jrgen vndt numehr in zwlffte gehenden ,knaben1 vndt ,anna ,maria ,altwasserin der ,jungern1 in das zehende ,jahr gehenden ,mgdlein1 auch au ,bhmen1 in der ,kniglich ,freyen ,berg ,stadt ,bergreichenstein gebohren1 geschehen1 ist ihnen beyden gegenwertiges ,buch ,formula concordiae auch vnder die ,hende ordentlich vndt verstendlich auzulesen von ,mir gegeben worden1 ,gott verleihe vnd gebe ihnen seinen heiligen ,geist1 da die nach ihrem ,kindlichen ,alter so viel drau fassen vndt ,behalten mgen1 das ihnen die zeit ihres ,leben zu ihrem ,besten gedeyen mge etc4 ,den #f4 ,septemb4 gleich auf den ,abendt ist es mit lesen ordentlich zuendt gebracht worden4 ,den #aj4 ,septemb4 ist es ,widterumb von ,neuem ,angefangen worden vndt die woche furm ,advent noch desselben ,jares absolviret worden4 ,anno ,domini #afcj4 den #bb4 ,may ,stylo ,veteri4 ,nachdem gedachte meine zwey ,kinder1 ,matthia vndt ,anna ,maria1 die ,h4 ,bibel 7,gott sey lob vndt danck dafur gesagt7 nu zum sechsten mahl mit ordentlichem ,lesen zu ende bracht vndt numehr da ,jngste ,kind ,wenzelau ,johanne ,altwasser auch darzu angewiesen worden4 ,al habe ich ihnen eben desselben tags1 ,welche ,vigilia ,,ss4 ,trinitatis gewesen1 das ,buch ,formula ,concordiae zum dritten mahl vnter die ,hnde gegeben1 da e also diese #c ,meine ,kinder ,matthia1 ,anna ,maria vndt ,johannes ,wenzelau ordentlich ,morgen1 ,mittag vndt ,abend durchlesen sollen4 ,gott wolle seinen heiligen ,geist ihnen verleihen1 darmit e auch in ihren vnmundigen ,jahren nicht ohne frucht wolle abgehn vndt auf dieser ,lehr vndt ,bekentnu bi an ihr ende 444 bestendig verharren vnd seliglich ihr ,leben beschlieen4 ,amen1 ,amen1 in deinem ,namen1 ,herr ,j4 ,c4 ,amen4 ,den #bc4 ,junij ist dieses ,buch ,formulae concordiae mit ordentlichem durch lesen ,morgen fre zu ende bracht worden4 ,gott dem ,herrn sey dafr lob vndt danck gesagt1 der wolle geben vndt verleihen1 da es nicht ohne ,nutz mge abgegangen sein#ag4 ,ein ,kommentar erbrigt sich6 99 99 99 99 99 ,eine ,analogie zur katholischen ,intoleranz und ,beschrnktheit bietet der ,kampf zwischen den einzelnen protestantischen ,konfessionen4 ,bekanntlich bekmpften sich in frheren ,jahrhunderten die ,lutheraner und ,reformierten mit der grten ,leidenschaft1 ja man paktierte lieber mit dem ,katholizismus1 als da man sich zu ,konzessionen innerhalb der protestantischen ,glaubensgemeinschaften herbeilie4 ,da dieser ,zustand sehr viele ,unzutrglichkeiten im ,gefolge hatte und naturgem lediglich dem ,katholizismus dienlich war1 da berdies die ,unterschiede der ,glaubenslehre zwischen den protestantischen ,konfessionen kaum in die ,wagschale fielen gegenber den ,gemeinsamkeiten1 war nichts nher liegend1 als der ,versuch einer ,verschmelzung1 einer ,union4 ,sparte sie doch nicht nur ,krfte1 um sie fr wichtigere ,aufgaben freizumachen4 ,vor allem ermglichte erst sie der ,disziplin und ,geschlossenheit des ,katholizismus in einer ,erfolg versprechenden ,weise entgegenzutreten4 ,so ist es nicht verwunderlich1 da von ,zeit zu ,zeit immer wieder ,versuche nach dieser ,richtung unternommen wurden1 nachdem ,luthers ,starrsinn in ,fragen der ,abendmahlslehre auf dem ,religionsgesprch zu ,marburg 7#aebi7 eine ,verstndigung mit ,zwingli verhindert hatte4 ,endlich sollte das #ai4 ,jahrhundert die lngst gehegten ,wnsche verwirklichen1 als ,friedrich ,wilhelm ,,iii4 von ,preuen #ahag in seinen ,staaten die ,union vollzog4 ,nassau1 ,rheinbayern1 ,baden1 ,darmstadt schlossen sich im gleichen und den folgenden ,jahren an4 ,so wre alles in schnster ,ordnung gewesen1 htte nicht die ,geistlichkeit beider protestantischer ,konfessionen da und dort zu stren versucht1 was die ,regierungen mit groer ,mhe geeint hatten4 ,der sogenannte ,positivismus1 die ,richtung1 die einen ,ruhm darin findet1 den ,zeitbedrfnissen und ,fortschritten der ,wissenschaft mglichst gar keine ,konzessionen zu machen und im ,buchstabenglauben und ,konservierung des grten ,unsinns1 wofern er nur alt genug ist1 sich nicht genug tun kann1 gewann nun in den fnfziger ,jahren die ,oberhand4 ,damit wurde die ,rckbildung des gesamten kirchlichen ,lebens im ,sinne des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts eingeleitet1 alle freie ,forschung und ,wissenschaft wurde gechtet4 ,laut ,ausschreibung vom #bf4 ,januar #ahed sollten in ,kurhessen zu ,kirchenltesten nur die ,erleuchtetsten gewhlt werden und diese muten wchentlich einmal in den ,hauptstcken des ,katechismus und den ,bupsalmen berhrt werden6 ,in ,mecklenburg wurde die ,bilderbibel von ,schnorr verboten wegen erheblicher in der christlichen ,lehre begrndeter ,bedenken die bildlichen ,darstellungen ,gottvaters betreffend6 ,in diesem heute noch gottgesegneten ,lande hatte -- wie sich aus obigem schon schlieen lt -- die ,volks- und ,schulbildung einen wunderbaren ,grad der ,vollkommenheit erreicht3 von #hbb ,rekruten des ,jahrganges #ahee konnten nur #cfa ,gedrucktes lesen1 #dje schwankten zwischen ,lesen und ,buchstabieren und blo #aah konnten fertig schreiben4 ,in #gi ,ortschaften waren in einem der letzten ,jahre smtliche ,geburten unehelich und in #ajj ,ortschaften die ,hlfte4 ,ist es doch eine bekannte ,erfahrungstatsache1 da jede ,priesterschaft1 sobald sie die ,gewalt erlangt1 weit greren ,wert auf unbedingte ,unterordnung und blinde ,anerkennung ihrer ,lehren legt1 als auf sittliche ,lebensfhrung2 freie ,forschung aber und unabhngiges ,streben nach ,wahrheit in ,acht und ,bann tut4 ,im ,musterlande ,mecklenburg wurde unterm #f4 ,juni #aheh dem positiv gesinnten ,professor ,dr4 ,baumgarten von ,rostock das ,recht1 ,vorlesungen zu halten1 entzogen1 weil seine ,hresien den ganzen ,bestand der kirchlichen ,lehre zu zersetzen und auch die faktischen ,bestnde der kirchlichen ,ordnung aufzulsen drohen4 ,in einer am #ah4 und #ai4 ,august auf dem ,gute des ,freiherrn von ,maltzan abgehaltenen ,konferenz wurde ber die ,frage ,wer ist ein ,ketzer8 verhandelt4 ,man bewies aus der ,konkordienformel1 da es mit einem ,reformierten1 der die reformierte ,lehre aufrecht erhalte1 keine ,gebetsgemeinschaft gbe6 ,als der ,abgeordnete ,manecke-,duggenkoppel diese ,unduldsamkeit im ,landtag zur ,sprache brachte1 forderte ihn der ,vizelandmarschall von ,maltzan1 ein ,sohn des ,vorgenannten4 ,in ,reu-,greiz wurde auf ,betreiben des lutherischen ,agitators ,lhe unterm #aa4 ,dezember #ahef die ,teilnahme der ,reformierten am ,abendmahl1 wiewohl die ,frstin dazu gehrte1 verboten1 weil die gemischte ,abendmahlsgemeinschaft ,snde sei4 ,der bayerische ,pfarrer ,wucherer erklrte es in seinem kirchlichen ,wochenblatt sogar fr bedenklich1 da lutherische ,pfarrer mit reformierten ,frauen in gemischter ,ehe lebten6 ,am tollsten und unionsfeindlichsten gebrdeten sich die lutherischen ,pfarrer in ,preuen4 ,die ,intoleranz und ,verfolgungssucht dieser ,richtung fand ihren klassischen ,ausdruck in der ,rede des ,justizrates und ,oberkirchenrates ,dr4 ,stahl vom #bi4 ,mrz #ahee4 ,er sprach in ,berlin ber die christliche ,toleranz und erklrte die ,toleranz als ,kind des ,unglaubens4 ,die ,forderung der ,gewissensfreiheit als ,recht gesetzlicher ,staaten und verfassungsmig regierter ,vlker ist ein ,teil jenes ,werkes der ,zerstrung und ,umwlzung1 welche die moderne ,wissenschaft bezeichnet und die ,ruhe ,europas bedroht4 ,er erklrte -- allerdings mit einigem ,recht6 -- das ,christentum fr seinem ,wesen nach intolerant4 ,sein ,keim ist die ,exklusivitt1 seine ,wirkungsart ist die ,aggression gegen alle anderen ,religionen1 die ,propaganda unter allen ,vlkern4 ,der einzelne ,mensch knne fr seine ,person denken und1 soweit es die polizeiliche ,frsorge fr ,presse und ,buchhandel zult1 auch sogar schreiben1 nur darf er hiernach nicht ,gott mit ,gleichgesinnten verehren wollen4 ,stahl wendet sich ausdrcklich an die christliche ,obrigkeit1 die zur ,vermeidung von rgernis und ffentlicher ,verfhrung ber die ,freiheit der religisen ,vereinigung wachen msse1 auch hinsichtlich positiv glubiger ,konfessionen und ,sekten der ,christenheit gehe ihre rechtliche ,verbrgung der ,religionsbung ber die ,grenze der christlichen ,toleranz hinaus#ah4 ,noch heute ist ein preuischer ,erla vom #cj4 ,januar #ahea in ,gltigkeit1 nach dem auslndische ,juden zur ,bewilligung eines lngeren ,aufenthaltes der ,genehmigung des ,ministers des ,innern bedrften4 ,gegenwrtig sind fr die ,genehmigung nachgeordnete ,behrden zustndig#ai4 99 99 99 99 99 ,die ,verfolgungen ,andersdenkender in den ,grenzen des deutschen ,reiches mu als hchst mavoll bezeichnet werden gegenber der im kalvinistisch-puritanischen ,schottland4 ,zweifellos waren die protestantischen ,verfolgungen in allen ,lndern weit weniger blutig1 als die katholischen4 ,das hngt aber viel weniger mit der toleranteren ,gesinnung1 als mit der geringeren ,macht zusammen1 die in der ,regel der ,protestantismus ber die ,seelen und die ,regierungen ihrer ,lnder ausbte4 ,immerhin wurde an ,intoleranz auch anderwrts erkleckliches geleistet4 ,in ,england wurde #aefb ein ,gesetz erlassen1 wonach alle1 die jemals einen ,ehrengrad an den ,universitten erlangt hatten oder ordiniert worden waren1 alle ,rechtsanwlte1 alle ,magistratsmitglieder bei ,gefngnisstrafe den ,supremateneid leisten muten4 ,weigerten sie sich nach drei ,monaten1 den ihnen wieder zugemuteten ,eid zu leisten1 so wurden sie als ,hochverrter mit dem ,tode bestraft4 ,das war insofern berechtigt1 als die ,katholiken sehr unsichere ,untertanen waren4 ,die ,regierung htte unter diesen ,umstnden ganz recht gehabt1 sie durch diesen ,eid in ,zukunft von solchen mtern auszuschlieen4 ,aber ein rckwirkendes ,gesetz zu erlassen1 das beinahe jeden gebildeten rmischen ,katholiken1 der sich weigerte1 den mit den ,lehren seiner ,kirche zugestandenermaen unvereinbaren ,eid zu leisten1 der ,todesstrafe schuldig machte1 war sowohl eine unerhrte ,grausamkeit1 als eine haarstrubende ,dummheit4 ,denn selbstverstndlich schworen ihn nur die schlechten ,charaktere1 die darum doch innerlich ihrer ,kirche treu blieben und kaum einer ,regierung geneigter wurden1 die sie zu solcher ,heuchelei zwang4 brigens wurde dieses ,gesetz lange vor der ,bulle erlassen1 die ,elisabeth des ,trones verlustig erklrte4 ,fast noch dmmer als das ,gesetz1 sind die zu seiner ,rechtfertigung angefhrten ,grnde4 ,bischof ,bilson sprach in seinem ,werke ,christian ,subjection 7#aehe7 von der absoluten ,sndhaftigkeit der ,toleranz4 ,nicht blo das ffentliche ,bekenntnis des ,katholizismus sei darum verwerflich1 sondern auch die geheime ,gesinnung4 ,er ruft den ,katholiken zu1 kein ,winkel ist so geheim1 kein ,gefngnis so fest1 um zu gestatten1 da eure ,ruchlosigkeit dort ,gott schnde1 andere anstecke und euren ,trotz befestige 444 ,ein christlicher ,frst darf keine ,verzeihung und ,nachsicht gegen eure ,falschheit haben 7p4 #bf74 ,bei der ,thronbesteigung ,elisabeths wurde ein ,gesetz erlassen1 das jeden ,gottesdienst der ,katholiken -- die sich bis dahin noch vollkommen ruhig verhalten hatten -- auer nach dem ,prayer ,book verbot4 ,die ,strafe fr die dritte bertretung war ,einkerkerung auf ,lebenszeit4 ,ein anderes ,gesetz legte jedem1 der sich vom anglikanischen ,gottesdienst fern hielt1 eine ,geldbue auf4 ,die ,presbyterianer wurden whrend einer langen ,reihe von ,herrschern eingekerkert1 gebrandmarkt1 verstmmelt1 gegeielt und an den ,pranger gestellt4 ,viele ,katholiken wurden unter falschen ,vorwnden gefoltert und gehngt1 die ,wiedertufer und ,arianer aber lebendig verbrannt4 99 99 99 99 99 ,in ,schottland war es am schlimmsten4 ,dort wurde fast whrend der ganzen ,zeit1 die die ,stuarts auf dem ,trone ,englands saen1 von der englischen ,regierung auf ,anstiften der schottischen ,bischfe und mit ,billigung der englischen ,kirche eine ,verfolgung gegen alle1 die die bischfliche ,verfassung verwarfen1 mit einer ,grausamkeit gefhrt1 die mit fast allen1 die uns berliefert sind1 wetteifern kann4 ,wenn ein ,konventikel in einem ,hause gehalten wurde1 war der ,priester der ,todesstrafe verfallen4 ,wurde es unter freiem ,himmel abgehalten1 verfielen ,prediger und ,glubige demselben ,schicksal4 ,die ,presbyterianer wurden wie ,verbrecher ber die ,berge gejagt1 man ri ihnen die ,ohren vom ,kopf1 brandmarkte sie mit glhenden ,eisen1 ri ihnen die ,finger mit ,daumenschrauben auseinander1 zerquetschte die ,knochen ihrer ,beine in spanischen ,stiefeln1 peitschte ,frauen ffentlich durch die ,straen1 exportierte unzhlige nach ,barbados1 hetzte wtend gemachte ,soldaten auf sie und feuerte sie an1 ihre ,geschicklichkeit im ,foltern zu zeigen4 ,als die ,reformation in ,schottland siegte1 war eine ihrer ersten ,handlungen ein ,gesetz1 das jedem ,priester die ,zelebrierung und jedem ,laien das ,hren der ,messe verbot bei ,strafe der ,vermgensentziehung bei der ersten1 der ,verbannung bei der zweiten und des ,todes bei der dritten bertretung4 ,man bezeichnete es ffentlich als unertrgliches bel1 da der ,knigin von ,schottland gestattet sein sollte1 in ihrer eigenen ,privatkapelle die ,messe zu hren4 ,da noch heute in ,england die ,katholiken einige ,rechte nicht besitzen1 ist ja allgemein bekannt4 ,als in ,frankreich die ,verwaltung gewisser ,stdte den ,protestanten eingerumt wurde1 unterdrckten sie sofort gewaltsam den katholischen ,gottesdienst unbedingt1 verboten jedem ,protestanten einer ,hochzeit oder einem ,leichenbegngnis beizuwohnen1 wobei ein katholischer ,priester fungierte1 hoben alle gemischten ,ehen auf und verfolgten mit ,aufbietung all ihrer ,macht diejenigen1 die von ihrem ,glauben abgefallen waren4 ,in ,schweden wurden alle1 die in irgendeinem ,artikel von der ,augsburger ,konfession abwichen1 sofort verbannt#bj4 ,es war eben in allen ,lndern1 bei allen ,konfessionen der gleiche ,geist der ,intoleranz lebendig4 ,mit den gleichen ,mitteln der ,absperrung gegen ,gedanken1 die von den eigenen abwichen1 der ,zwangserziehung zu einer uerlichen ,kirchlichkeit1 der ,verfolgung ,andersdenkender wurde gewirkt4 berall machte sich der ,staat zum ,bttel der ,kirchen4 ,und doch htte jedem ,verstndigen klar sein sollen1 da man mit ,gewaltmitteln ,gedanken nicht besiegen kann und da es doch wohl an der ,beschaffenheit der kirchlichen ,lehren liegen msse1 wenn sie sich nicht anders1 als durch solche ,zwangsmanahmen aufrecht erhalten lieen4 ,wir haben gar keine ,veranlassung1 hoheitsvoll auf jene ,zeiten herabzublicken4 ,es wre heute noch ebenso1 wenn der ,laienverstand nicht ber die ,weisheit der ,theologen und ihrer ,werkzeuge gesiegt htte4 ,die ,gefahr eines ,rckfalles besteht aber so lange1 bis nicht die ,trennung von ,kirche und ,staat durchgefhrt ist4 ,denn auch heute noch mu der freie ,denker1 jeder1 dessen ,gewissen sich nicht in die ,schablone irgendeiner polizeilich konzessionierten ,lehrmeinung einzwngen lt1 um sein ,dasein kmpfen4 ,die ,mittel sind ja minder barbarisch1 aber der ,geist1 in dem sie angewandt werden1 unterscheidet sich nur unwesentlich von dem der ,vorzeit4 ,und fragen wir uns1 welche hohen ,glaubensgter denn heute noch mit ,gewaltmitteln1 als da sind ,kirchenzwang1 ,boykott gegen ,andersdenkende1 ,schwierigkeiten bei ,staatsanstellungen usw4 usw4 verteidigt und propagiert werden1 so finden wir1 da darunter gar manche sind1 die alles andere eher als ,schutz verdienen4 ,sehr hufig wird die ,dummheit gegen ,aufklrung und ,intelligenz in ,schutz genommen1 und wenn das nicht schon immer so gewesen wre1 dann htten wir es in der ,kultur unendlich viel weiter gebracht4 ,dem ,laienverstand gehrt und gehrte stets die ,zukunft4 ,er brachte immer und berall den ,fortschritt1 fhrte der ,wahrheit nher und darum wurde er auch immer bekriegt4 ,die folgenden ,kapitel werden keinen ,zweifel darber lassen knnen1 da noch in der ,gegenwart von ,faktoren1 die sich fr ,hter der ,wahrheit und ,volkserzieher halten1 und die durch die staatliche ,autoritt in diesem ,wahn bestrkt werden1 ja denen geradezu ein ,monopol verliehen wurde1 ,lehren verbreitet und ,anschauungen vertreten werden1 die wir nur als hohes ,lied der ,dummheit bezeichnen knnen4 ,,vi4 ,kapitel ,der ,teufel in der jngsten ,vergangenheit und ,gegenwart ,die ,leidenschaft mit der die sptmittelalterliche ,kirche fr den ,teufels- und ,hexenglauben eintrat1 die ,gewaltmittel1 mit der sie das ,volk1 das sich zum guten ,teil gegen diesen ,bldsinn strubte1 zu seiner ,anerkennung zwang1 haben wir kennen gelernt4 ,desgleichen die literarischen ,don ,quichote1 die auf die ,bibel und sonstige ,autoritten gesttzt1 dem ,fortschritt der ,vernunft ,knppel in den ,weg warfen4 ,endlich siegte diese doch mit der ,aufklrung im #ah4 ,jahrhundert4 ,aber dieser ,sieg war keineswegs vollstndig4 ,die ,kirche hielt und hlt auch heute noch an der ,teufelslehre fest1 nur da sie sie aus guten ,grnden nicht mehr in allzugroen ,buchstaben auf ihre ,fahne schreibt4 ,heute noch wagt sich da und dort ein khner ,streiter ,gottes mit einer ,dissertation zu ,ehren des hllischen ,frsten vor1 ohne da die kirchlichen ,oberen es wagen wrden1 ihn zu verleugnen4 ,ob sie gerade ihre besondere ,freude an solchen ,arbeiten haben1 ist ja eine andere ,frage4 ,am bekanntesten sind auf katholischer ,seite die ,untersuchungen des ,hllentopographen und ,professors in ,mnster1 ,dr4 ,joseph ,bautz 7vgl4 ,kultur-,kuriosa ,i1 ,s4 #bcb ff471 sowie des ,professors in ,dillingen1 ,david ,leistle 7vgl4 ,kultur-,kuriosa ,,ii1 ,s4 #ce ff471 ber diese ,materie4 ,sie beweisen1 da man heute noch in diesen ,kreisen der ,frommen um kein ,haar anders denkt1 als vor einem halben ,jahrtausend4 ,denn es handelt sich keineswegs um einzelne ,entgleisungen wie die ,leo ,taxil-,affre zum ,gelchter der ganzen gebildeten ,welt hinreichend bewiesen hat4 7,vgl4 ,kultur-,kuriosa ,i1 ,s4 #bcf ff47 ,noch im ,jahre des ,heils #aiab1 konnte der wrttembergische ,pfarrer ,zisterer in ,eriskirchen am ,bodensee in der ,zeitschrift ,der ,katholik die ,verfassung der ,hlle zu seinem ,spezialstudium erwhlen4 ,er fhrt in dem ,aufsatz aus1 da es falsch sei von ,teufeln in der ,mehrzahl zu reden1 denn der ,teufel1 ,satan oder ,luzifer sei der einzige souverne ,frst und unbeschrnkte ,monarch im hllischen ,reiche4 ,die bsen ,geister seien seinem ,willen als untertnige ,diener und persnliche ,hilfskrfte unbedingt unterworfen4 ,daher ist es klar1 da man wohl von bsen ,geistern1 nicht aber von ,teufeln reden darf4 ,das unterirdische ,reich ist einheitlich1 seine ,bewohner sind durch den ,geist der ,solidaritt miteinander verbunden4 ,sie drfen ohne persnliche ,teilnahme ihres ,herrn und ,meisters auf der ,erde ,streifzge ausfhren und ,mensch und ,vieh ,schaden bringen4 ,also selbst an einem theoretischen ,ausbau der ,lehre fehlt es nicht6 ,so war das rcksichtslose ,eintreten der alten ,kirche fr den alten ,teufelsglauben doch nicht umsonst4 ,die ,dummheit hat eben nicht weniger ,ewigkeitsdauer1 als die ,wahrheit1 nur da sich beider ,machtsphren1 was das ,menschenmaterial betrifft1 nicht decken4 99 99 99 99 99 ,doch nicht allein die rmisch-katholische ,kirche1 die ja als ,lehrerin ewiger ,wahrheiten ihrem prinzipiellen ,standpunkte nach eine einst gltige ,lehre1 mge sie auch noch so tricht sein1 nicht aufgeben darf1 hlt am ,teufel fest4 ,auch der ,protestantismus1 der sich so gern als ,trger des religisen ,fortschrittes feiern lt und keinesfalls dogmatisch festgelegt ist1 zhlt in seinen ,reihen mannhafte ,verfechter des ,teufelsglaubens4 ,da er sich auf die ,bibel sttzt1 die soundso oft vom persnlichen ,teufel spricht1 will ihn nicht entlasten4 ,denn im ,kampfe zwischen ,bibel und ,vernunft siegte letztere doch im ,laufe der ,zeit und trotz aller dem ,fortschritt bereiteten ,schwierigkeiten stets4 ,das mte lngst bei denkenden ,menschen zur ,erkenntnis gefhrt haben1 da nicht die ,bibel oder irgendeine ,glaubenslehre als ,mastab der ,vernunft in ,frage kommen kann1 sondern lediglich die ,vernunft als ,mastab der ersteren4 ,doch sehen wir uns nunmehr einmal im hllischen ,reiche1 das noch bis auf den heutigen ,tag in den ,kpfen protestantischer ,gottesgelahrter sein petrifiziertes ,dasein fristet1 nher um6 ,in den fnfziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts1 jener berchtigten ,reaktionszeit auf allen ,gebieten1 sollte auch der ,teufelsglauben1 den man wenigstens im ,protestantismus seit den ,jahren der ,aufklrung fr endgltig berwunden halten durfte1 selige ,urstnde feiern4 ,jedenfalls waren ,krfte am ,werke1 ihm zu neuem ,leben zu verhelfen4 ,august ,friedrich ,chr4 ,vilmar1 in weitesten ,kreisen als ,verfasser der ,literaturgeschichte bekannt1 lie unter dem ,titel ,die ,theologie der ,tatsachen wider die ,theologie der ,rhetorik 7,marburg #ahef1 #d4 ,aufl4 ,gtersloh #ahgf7 eine ,schrift erscheinen1 die nicht mehr und nicht weniger1 als die ,wiedereinfhrung des ,teufelsglaubens bezweckt4 ,er fhrte 7,s4 #ch;f47 u4 a4 folgendes aus3 ,unsere ,rhetoriker lachen zwar nicht mehr ber den ,teufel1 wie die ,vokabulisten und ,grammatisten vor vierzig ,jahren taten und so weit sie noch vorhanden sind1 auch jetzt1 gleich den ,naturweisen1 noch immer tun4 ,die ,rhetoriker und ,dogmatiker unter ihnen zum voraus1 besitzen allerdings nicht die aller ,belehrung unzugngliche ,dummdreistigkeit der ,vokabulisten1 denen ihre ,vokabeln die ,welt sind 444 ,also die ,existenz des ,teufels kommt wieder zum ,vorschein1 aber nur als eine ,existenz der ,floskel1 der ,phrase2 kme die ,existenz des ,teufels wirklich wieder in der christlichen ,lehrunterweisung der ,hirten und ,lehrer zum ,vorschein1 so mte sie als eine ,existenz des ,schreckens und ,entsetzens zum ,vorschein kommen2 denn1 beilufig gesagt1 die ,lehre vom ,teufel ist wie die von der ewigen ,verdammnis nicht ein ,artikel des ,glaubens und des ,trostes1 sondern des ,wissens und der ,furcht4 444 ,es kommt hier darauf an1 wenn man recht lehren und die ,seelen recht behten will1 des ,teufels ,zhnefletschen aus der ,tiefe gesehen 7mit leiblichen ,augen gesehen2 ich meine das ganz unfigrlich71 und seine ,kraft an einer armen ,seele empfunden1 sein ,lstern1 insbesondere sein ,hohnlachen aus dem ,abgrund gehrt zu haben4 ,wer kann nun hiervon zeugen8 ,wer kann mit einer solchen ,erfahrung1 zugleich den ,sieg des ,gekreuzigten auf den ,lippen und in den ,augen1 als rechter ,lehrer an ,christi ,statt1 auftreten8 ,wer lehrt mit dem ,teufel kmpfen8 ,wer lehrt1 sich gegen ihn zu verwahren8 ,ihn zu berwinden8 ,davon schweigt die heutige ,dogmatik1 dieser ,tatsachen gnzlich entleert1 durchaus 444 ,ich habe einmal1 schon vor ,jahren1 von der ,kanzel mit mitnender aber aus tiefstem ,herzen kommenden ,stimme die laute ,apostrophe gehrt3 ,knnt ihr denn beten1 beten von selbst und wann ihr wollt8 ,ihr knnt's nicht1 nein6 ,warum knnt ihr's denn nicht8 ,der ,satan leidet's nicht1 ja der ,satan2 der ,teufel verwehrt's euch6 444 ,mir jedoch klang jene mitnende ,stimme damals und klingt mir nachhallend noch jetzt gleich der ,stimme der ,harfen1 die da ist wie die ,stimme starker ,donner und wie die ,stimme groer ,wasser4 ,vilmar will in diesem ,,iv4 ,abschnitt nicht mehr und nicht weniger1 als den ,teufelsglauben wieder in die ,theologie einfhren4 ,zur ,lehre vom geistlichen ,amt bekennt ,vilmar1 der als vortragender ,rat im ,ministerium gewirkt hatte1 bevor er in ,marburg ,professor der ,theologie wurde1 da es nicht aus der ,gemeinde1 sondern direkt von ,christus stamme1 welcher unmittelbar hinter der ,ausbung desselben steht4 ,er fhrt u4 a4 als ,begrndung an3 ,zumal vermag sie 7die ,gemeinde7 nicht in des ,teufels zornige ,augen zu sehen1 denn was von den letzten ,zeiten geweissagt ist1 da wo es mglich wre1 die ,auserwhlten verfhrt wrden1 das gilt mit weit schrferem ,nachdrucke von der einzelnen ,erscheinung des ,teufels in dieser ,welt3 vor ihr stiebt die ,gemeinde auseinander wie ,schneeflocken1 nicht verfhrt1 aber erschreckt bis in den ,tod4 ,nur wir erschrecken nicht und frchten uns nicht1 denn der1 welcher den ,frsten dieser ,welt ausgestoen hat1 hat uns vor des ,teufels des ,schlangenauge1 vor seinen lsternden und hohnlachenden ,mund und vor sein im ,hllenzorn zuckendes ,angesicht gestellt4 7,s4 #he f47 ,der gleiche ,gelehrte1 der nur das ,unglck hatte1 um einige ,jahrhunderte zu spt das ,licht der ,welt zu erblicken1 uert sich auch ber den ,hexenglauben und ,teufelslug1 als dessen ,verteidiger er sich aufwirft4 ,er schreibt3 ,so beruht das ,hexenwesen seinem ,ursprunge nach keineswegs auf leeren ,einbildungen1 trichten ,trumen und kindischen ,mrchen1 sondern auf wirklichen ,verhltnissen und handgreiflichen ,zustnden1 welche wie die ,versammlungstage und ,versammlungspltze noch in der ,gegenwart vollkommen deutlich erkennbar sind4 ,der ,kampf gegen das ,hexenwesen und die ,hexen ist kein anderer1 als derselbe1 welcher heute noch die ,welt bewegt1 der ,streit zwischen dem ,glauben und dem ,unglauben1 zwischen dem ,bekenntnis ,christi und dessen ,verleugnung4 ,die ,pice de rsistance ist entschieden folgender ,satz1 in dem ,vilmar sich mit nicht mizuverstehender ,klarheit auf den ,standpunkt des ,hexenglaubens stellt3 ,vielleicht zur grern ,hlfte waren die ,bndnisse mit dem ,teufel1 diese ,zauberknste1 ,einbildung1 aus der zum ,abfall geneigten ,zeitrichtung gezogene ,einbildung1 niemals jedoch ,einbildung eines einzelnen2 zur kleineren1 indes bedeutenderen ,hlfte1 waren sie1 wie die ,giftmischerknste1 ,wahrheit#a4 ,da hier ,vilmar zweifellos nicht sagen will1 da die ,hexen gewisse hypnotische oder hnliche ,krfte besaen1 sondern auf dem ,standpunkte des von der ,kirche gelehrten ,teufelsbndnisses steht1 so redet er natrlich hellen ,unsinn4 ,und doch handelt es sich keineswegs um die ,entgleisung eines einzelnen1 vielmehr stand die ,regierung hinter ihm4 ,das geht mit grter ,deutlichkeit aus der ,tatsache hervor1 der ,pfarrer ,ewald1 der in einer ,predigt im ,jahre #aheh ,vilmar1 der ber die ,versuchungen des ,teufels einen ,vortrag gehalten hatte1 bekmpfte1 vom hessischen ,konsistorium einen ,verweis erhielt4 ,ewald vertrat den ,standpunkt1 da ,jesus nichts weniger als verlieren knne1 wenn man seine ,versuchung als innerlichen ,vorgang auslege#b4 ,wie weit die kirchliche ,reaktion sich vorwagte1 lehrt vor allem der protestantische ,hannoversche ,katechismus4 ,dieser fhrte im ersten ,teile die fnf ,hauptstcke auf1 dann folgt die ,erklrung nach ,luther4 ,hier werden die ,glubigen ermahnt3 des ,morgens1 so du aus dem ,bette fhrst oder des ,abends1 wenn du zu ,bette gehst1 sollst du dich segnen mit dem heiligen ,kreuz4 ,im dritten ,buche folgt eine ausfhrliche ,erklrung des lutherischen ,katechismus4 ,hier wird in ,frage #de1 #df und #dg der frmliche ,bund mit dem ,teufel gelehrt4 ,frage #de lautet3 ,zaubern heit bernatrliche ,krfte und wunderbare ,aushilfe wider ,gottes ,ordnung und ohne ,gottes ,verheiung suchen4 ,frage #df3 ,wie geschieht solches8 ,durch allerlei ,aberglauben mit ,besprechen und ,wahrsagen1 ,zeichendeuten1 ,geisterbannen und dergleichen1 da man das ,heilige mibraucht und die hochgelobte ,dreieinigkeit1 ,gottes ,wort1 ,sakrament und ,kreuz lstert und sonst vorwitzige ,kunst treibt4 ,frage #dg3 ,warum ist dies eine schwere ,snde8 ,die solches selber tun1 oder durch andere tun lassen1 verleugnen den ,glauben und treten wissentlich oder unwissentlich mit dem ,teufel in ,verbindung4 ,frage #ef lautet3 ,wie versucht uns der ,teufel8 ,wenn er uns durch innerliche ,anreizung oder uerliches ,blendwerk zur ,snde locket und drnget oder nach geschehener ,snde in ,miglauben und ,verzweiflung treibt4 ,dieser ,katechismus vertrat nicht nur antediluvianische ,anschauungen1 sondern kam auch dem ,katholizismus entgegen1 wie etwa die ,frage #aci beweist3 ,was ist die ewige ,verdammnis8 ,es ist die unaufhrliche ,verwerfung von dem frhlichen ,angesicht ,gottes zu unaussprechlicher ,pein und ,qual an ,leib und ,seele unter der schrecklichen ,gesellschaft der bsen ,geister in der ,hlle4 ,gottlob bewies das ,publikum auch hier wieder mehr ,verstndnis fr den ,zeitgeist und den gesunden ,menschenverstand als die ,gottesgelahrten4 ,am #ad4 ,april #ahfb sollte dieser wundervolle ,katechismus dem ,lande zum ,geschenk gemacht und in die evangelisch-lutherischen ,kirchen und ,schulen des ,knigreichs ,hannover eingefhrt werden1 um -- wie die knigliche ,verfgung sich ausdrckt -- bei den ,untertanen die rechte ,erkenntnis und den wahren ,dienst ,gottes frdern zu helfen4 ,doch es erhob sich dagegen im ,volke ein solcher ,entrstungssturm1 da unterm #ai4 ,august das ,gebot der allgemeinen ,einfhrung zurckgenommen wurde#c4 ,in den ,zeiten des ,rationalismus war die ,abrenuntiationsformel3 ,entsagst du dem ,teufel und allen seinen ,werken8 aus den ,agenden ausgeschieden worden4 ,die lutherische ,reaktion hatte in ihren ,verdummungsplan auch ihre ,wiederaufnahme als wesentlichen ,bestandteil der ,taufe aufgenommen und auf der vom #af4-bd4 ,mai #ahed tagenden ,kirchenkonferenz dies empfohlen4 ,von den ,vertretern ,sachsens1 ,bayerns1 ,hannovers1 ,mecklenburgs und ,wrttembergs hatten auer denen des letztgenannten ,landes alle dem dahingehenden ,antrage ,kliefoths zugestimmt6 ,dieser ,kliefoth hatte in ,mecklenburg schon im ,jahre vorher den ,prediger ,bartholdi seines ,amtes entsetzt1 weil er sich an der ,teufelsentsagung nderungen erlaubt hatte6 ,weil sich in ,sachsen der ,pastor ,siedel aus ,tharand nicht damit begngte1 bei der ,taufe die ,teufelsentsagung im allgemeinen auszusprechen1 sondern die ,frage jedem einzelnen ,paten vorlegte1 war es zu rgerlichen ,szenen gekommen4 ,er hatte von dem ,kaufmann ,decker keine ,antwort erhalten4 ,als er die ,frage wiederholte1 entgegnete dieser3 ich glaube an ,gott1 aber an keinen ,teufel4 ,wegen dieser ,erklrung wurde er nicht nur von der ,patenstelle ausgeschlossen1 sondern auch in eine ,kriminaluntersuchung wegen ,strung des ,gottesdienstes verwickelt6 ,die ,sache fhrte sogar im ,landtage zu einer aufregenden ,szene4 ,als in ,bayern im ,jahre #ahed ein sogenannter ,agendenkern als ,anhang zum neuen ,gesangbuch empfohlen wurde1 worin die ,teufelsentsagung enthalten war1 kam es zu heftigen ,auseinandersetzungen1 die damit endeten1 da ,knig ,max unterm #bg4 ,november #ahed erklrte1 es sollten ohne ,zustimmung der ,gemeinden keine ,vernderungen in der ,gottesdienstordnung getroffen werden4 ,endgltig wurde diese ,teufelsangelegenheit erst im ,jahre #ahgi entschieden und zwar dadurch1 da nach den ,beschlssen der ,generalsynode ,parallel-,formulare zu freiem ,gebrauch mit und ohne ,entsagungsformel aufgenommen wurden4 ,wen also ,herz und ,geist dazu treiben1 der kann noch heute in feierlicher ,weise seinen ,teufelsglauben bekennen6 brigens war auch in der badischen ,generalsynode im ,jahre #ahee ber die ,wiedereinfhrung des ,teufels lebhaft debattiert worden4 ,es ist ja bewundernswert1 mit welcher ,harmonie und ,gleichzeitigkeit in allen deutschen ,staaten der ,verdummungsproze eingeleitet wurde4 ,wiewohl in ,baden das ans ,ruder gekommene orthodoxe ,kirchenregiment mit einem ,schlage den bisherigen ,katechismus1 ,gottesdienstordnung1 biblische ,geschichte usw4 abgeschafft hatte1 so wagte man es doch nicht recht1 den ,teufel bzw4 die ,teufelsentsagung in die ,agenden so glatt wieder einzufhren4 ,wohl aber figurierte er wieder in den neuverfaten ,katechismen1 den biblischen ,geschichten und in den neuen ,gebeten#d4 ,bekanntlich spielt fr die ,geschichte der ,hexenprozesse die ,stelle #a4 ,mosis #f1 #a-d eine traurige ,rolle4 ,hier wird erzhlt1 da die ,gttershne mit den ,menschentchtern ,verbindungen eingingen1 aus denen ,gewaltige in der ,welt und berhmte ,leute entsproten4 ,der ,professor ,heinrich gab nun #aheg in ,berlin unter dem hochaktuellen ,titel ,die ,ehen der ,shne ,gottes mit den ,tchtern der ,menschen ein ,buch heraus1 in dem er vor allem betont1 da die ,bibel gttlich und inspiriert ist4 ,daher kann sich in ihr keine ,mythe finden1 sondern alles in ihr sei reell und wirklich nirgends menschliche ,fabeln und ,phantastereien1 sondern berall ,geschichte und gttliche ,lehre 7,s4 #a74 ,es handelt sich also um einen wirklichen ,vorgang4 ,durch den ,fall der ,engel mit den ,menschenweibern sei ein wildes ,geschlecht entstanden1 das ,gottes ganzen ,weltplan zerstrt htte1 wenn er es nicht vertilgt haben wrde4 ,er entwickelt1 wie es den ,engeln mglich war1 physisch diese ,ehen zu vollziehen1 warum die ,engel allein in die mnnliche und nicht auch in die weibliche ,geschlechtsform sich metamorphosierten 7,s4 #id71 und da das tierische ,gesetz1 wonach ,tiere verschiedener ,gattung keine ,jungen hervorbringen1 hier nicht gelte usw4 usw4 ,da diese geistreiche ,untersuchung ganz auf den ,standpunkt des ,hexenhammers hinausluft1 ist klar4 ,merkwrdig ist keineswegs1 da ein ,theologe so etwas produzieren konnte1 wohl aber1 da es ein protestantischer war und im ,jahre #ahege4 ,noch im ,jahre #ahei konnten in der evangelischen ,kirchenzeitung 7,nr4 #h und #i7 hnliche ,gedanken geuert werden4 ,der ,verfasser1 der bescheidenerweise nur ,e4 ,m4 zeichnet1 verffentlichte hier ,zeitbetrachtungen ber die christliche ,lehre vom ,teufel4 ,nach seiner berzeugung kann die ,zugehrigkeit der ,lehre vom ,satan zu dem ,ganzen der kirchlichen1 speziell der evangelisch-kirchlichen ,glaubenslehre nicht in ,frage gestellt werden4 ,er findet die ,gegenwart merkwrdig durch den ,widerspruch1 welchen sie der ,annahme eines persnlichen ,teufels entgegensetzt und charakterisiert unsere ,zeit der christlichen ,lehre vom ,teufel gegenber sehr richtig mit den ,worten es ist die allererklrteste ,antipathie4 ,er beklagt1 da das ,verhalten der groen ,masse des ,volkes und zumeist der ,gebildeten unter demselben1 auch das eines nicht geringen ,teils der ,vertreter heutiger1 selbst wohl der sich glubig nennenden ,theologie noch immer richtig durch den ,ausspruch von ,klaus ,harms aus dem ,jahre #ahag gekennzeichnet werde4 ,den ,teufel hat man totgeschlagen und die ,hlle zugedmmt#f4 ,wenn es allerdings nach solchen frommen ,glaubensstreitern auf protestantischer oder katholischer ,seite ginge1 dann wrde der ,teufelsglaube heute noch so lebendig sein1 als je zuvor und man wrde auch weiterhin das bequeme ,verfahren befolgen fr ,vergehen und ,verschuldungen nicht selbst die ,verantwortung zu bernehmen1 sondern sie einem ,auenstehenden1 eben dem ,frsten der ,finsternis1 aufs ,konto zu setzen4 ,doch noch ein ,menschenalter spter begegnen wir derselben ,sorte ,literatur4 ,ernst ,mhe1 ,pfarrer in ,derben in ,pommern1 lie #ahhd in ,leipzig seine ,predigten erscheinen unter dem ,titel ,die ,leidensgeschichte ,jesu ,christi1 sowie seine ,hllenfahrt und glorreiche ,auferstehung4 ,wundervoll schildert er hier die ,hllenfahrt1 die er natrlich fr eine historische ,tatsache hlt und so eingehend beschreibt1 als wre er dabei gewesen4 ,er kennt auch genauestens die ,wirkung der ,predigt ,jesu bei den ,geistern der ,vorwelt4 ,seht1 wie sie aufhorchen1 wie sie die ,epiphanie des ,herren anstaunen4 ,die ,millionen scharen sich um den einst ,verachteten 444 ,millionen fallen nieder1 bekennen und bereuen ihren ,unglauben und beten ihn an 444 und der ,held fhrt das ganze ,gefngnis im ,triumphe gefangen und fhrt alle die1 welche sich retten lassen wollen1 als den ersten ,lohn seiner ,todesschmerzen1 hinber in das selige ,paradies 7,s4 #aba74 ,mhe wei es ganz genau1 wie lange ,christus in der ,unterwelt war3 drei ,stunden4 ,da er um #c ,uhr nachmittags starb1 und zum ,schcher gesagt hatte1 heute noch sollst du mit mir im ,paradiese sein1 so kann er nach irdischer ,zeitrechnung nicht ganz drei ,stunden in der ,unterwelt verweilt haben1 denn der ,tag ging um sechs ,uhr zu ,ende und er mute ,wort halten 7,s4 #abc74 ,da nun aber bald die ,zeit herannahte1 da ,jesus auferstehen mute1 so kam er wieder aus dem ,paradies hinauf1 begab sich in seine ,grabeshhle und nahm seinen ,leib wieder an1 und seine ,gottheit durchleuchtete und verklrte ihn4 ,nur seine ,wundenmale behielt er freiwillig1 als ,beglaubigungs- und ,erkennungszeichen und als ehrenvollen ,siegesschmuck4 ,bald darauf kam ein ,engel vom ,himmel herab und wlzte den ,stein von des ,grabes ,tr4 ,die ,erde aber erbebte vor ,freuden ber ihren auferstandenen ,schpfer4 ,so ist die ,auferstehung in ,wahrheit geschehen2 nur blinder ,unglaube kann daran zweifeln4 ,so geht es weiter4 ,herrlich ist auch die ,predigt ,mhes ber die unbefleckte ,empfngnis4 ,dieser ,protestant sagt3 ,o selige ,stunde der unbefleckten ,empfngnis6 ,maria wird ,mutter ohne ,zutun eines ,mannes4 ,ein geistgesalbter ,prediger der ,neuzeit sagt3 ,gott hat ,adam geschaffen nicht blo ohne ,zutun des ,mannes1 sondern auch ohne ,zutun einer ,frau4 ,er hat ,eva geschaffen mit ,zutun eines ,mannes und ohne ,zutun einer ,frau2 nun schafft er ,jesum ohne ,zutun eines ,mannes mit ,zutun einer ,frau4#g ,dieser wrdige und vllig ebenbrtige ,geistesgenosse seines katholischen ,kollegen ,bautz1 erzhlt in seinen ,biblischen ,merkwrdigkeiten und der ,neuen ,folge biblischer ,merkwrdigkeiten 7,leipzig #ahhf7 folgende erbauliche und seinem ,scharfsinn ,ehre machenden ,geschichten3 ,in der ,arche ,noah waren alle ,tiere in ,winterschlaf verfallen4 ,infolgedessen brauchten sie nicht ernhrt zu werden 7,vorwort74 ,die ,mauern ,jerichos sind mit ,hilfe der ,engel eingefallen 7,i1 #hj74 ,die ,sonne ,josuas stand still1 indem ,gott den ,umschwung der ,erde um ihre ,achse und infolgedessen auch den ,lauf des ,mondes pltzlich aufgehalten hat 7,i1 #ie74 ,der ,teufel vollbrachte sein erstes teuflisches ,wunder1 indem er der ,schlange ,sprache verlieh1 ,gott sein erstes gttliches1 indem er die ,schlange umbildete1 da sie auf dem ,bauche kriechen mute 7,,ii1 #ag-ai74 ,dieser unerschrockene ,streiter ,gottes ist auch in der beneidenswerten ,lage1 ber die ,werke des ,teufels und sein ,treiben genau ,auskunft geben zu knnen4 ,in seiner ,predigt ,alttestamentliches ,exempel aus ,moses ,leben 7,leipzig #ahhc7 hat er die glorreiche ,entdeckung gemacht1 da die ,wunder der gyptischen ,zauberer keineswegs ,blendwerk waren1 sondern nach der einzig richtigen ,auslegung vollbrachten sie ihre ,wunder mit ,hilfe des ,satans und der bsen ,geister1 mit denen sie im ,bunde standen 7,s4 #gg74 ,wie der fromme ,verfasser in seinen ,biblischen ,merkwrdigkeiten feststellt1 unterliegt es keinem ,zweifel1 da der ,teufel in ,menschengestalt oder sonstwie erscheinen und sichtbar werden kann1 denn in der ,versuchungsgeschichte 7,matth4 #d7 fate er ,christus an und fhrte ihn im ,fluge mit sich durch die ,luft4 -- ,es ist ganz verkehrt1 wenn die ,weltmenschen den ,teufel immer als eine ,spukgestalt mit ,hrnern und ,pferdefu lcherlich machen4 ,er kann in tausenderlei ,gestalt die ,menschen betrgen4 ,am meisten ,macht bt er dadurch1 da er den ,menschen einredet1 es gbe gar keinen ,teufel4 ,aus ,hiob geht hervor1 da ,unglcksflle1 ,sturm1 ,hagel1 ,krieg1 leibliche ,krankheit und geistliche ,anfechtungen nur vom ,satan ber uns gebracht werden1 freilich drfen wir damit nicht sagen1 da jede ,krankheit geradezu vom ,teufel komme1 aber mittelbar kommt doch alles von ihm4 ,der gleiche ,gottesmann setzt in seinem ,buche ,der ,aberglaube4 ,eine biblische ,beleuchtung der finstern ,gebiete der ,sympathie1 ,zauberei1 ,geisterbeschwrung usw4 7#b4 ,aufl41 ,leipzig #ahhf7 auseinander1 wie sich der ,teufel bei ,bndnissen mit ihm benimmt4 ,diese ,greuel haben auch in unserer aufgeklrten ,zeit nicht aufgehrt1 nur da der ,teufel jetzt manierlicher auftrete und sich der ,mode und ,zeitrichtung schlau zu akkomodieren wisse4 ,alles ,unheimliche fasse der ,glaube an ,zauberer und ,hexen in sich4 ,die ,zauberei ist der ,hhepunkt menschlicher ,teufelei4 ,nach dem abschlieenden ,gesamturteil ,mhes ist der ,aberglaube ein ,eintreten in die ,gemeinschaft mit dem ,reich der ,finsternis und in hchster ,linie eine ,auflehnung gegen ,gott4 ,darum gebhre ihm die ,strafe der ,gotteslsterung1 die ,gott im ,alten und ,neuen ,testament hundertfach angedroht habe 7#c4 ,mos4 #bj1 #bg1 ,offenb4 #bb1 #ae73 ,hinrichtung und ,steinigung4 ,doch will ,herr ,mhe ihn zunchst mit ,predigt und ,belehrung bekmpfen1 da leider die neue ,gesetzgebung den ,obrigkeiten keine gengende ,handhabe bietet1 um diesem ,frevel wirksam zu steuern#h4 ,in dieselbe ,kategorie von ,wahrheitssuchern scheint sich auch der evangelische ,pfarrer ,ewald ,dresbach stellen zu wollen1 wenn er in seinem ,buche ,die protestantischen ,sekten der ,gegenwart im ,lichte der heiligen ,schrift 7,barmen #ahhh7 schreibt2 wir sprechen es als unsere wohlerwogene berzeugung aus1 da im ,sektentum sich der ,antichrist offenbart4 ,auf den ,einwurf1 da sich doch auch in ihnen fromme ,leute finden1 antwortet er3 ,was die ,frmmigkeit betrifft1 so wissen wir es auf ,grund der apostolischen ,aussage1 da auch der ,satan hin und wieder das ,lichtgewand des ,engels tragen kann1 das gehrt zuweilen zu seinen ,manieren2 im brigen reden wir ja nicht von einem einzelnen1 auch nicht von einer schnell vorbergehenden ,erscheinung3 sondern tiefer schauend haben wir das ,allgemeine im ,auge1 die ,dinge betrachten wir im ,lichte der ,ewigkeit -- und eben da besteht die ,behauptung zu ,recht3 im ,sektenwesen uert sich der ,widerchrist 7,s4 #ai74 ,da sich in den ,sekten auerordentlich viel ,fanatismus und ,dummheit jeder ,art findet1 ist ja zweifellos richtig4 ,aber etwa in den groen ,kirchen nicht8 ,mit welchem ,recht bestreiten wir der ,minderheit eine ,meinung1 die die ,mehrheit haben darf8 ,am deprimierendsten aber wirkt es1 wenn ein ,mann1 der sich zur ,aufgabe stellte1 die ,sekten und ihre ,torheiten und ,schattenseiten zu beleuchten1 keine schrfere ,angriffswaffe findet1 als die aus dem ,arsenal des finstersten ,mittelalters entnommene des ,antichrists und ,satans6 ,wen wird es1 wenn ,mnner mit solch finsterem1 stupidestem mittelalterlichen ,aberglauben auf das ,volk losgelassen werden1 wundern1 wenn sich nachstehende ,geschichte ereignen kann8 ,im ,dezember #aiaj erschien bei der ,polizeiverwaltung ,cpenick eine ,arbeiterfrau namens ,k4 und wnschte den ,polizeiinspektor in einer dringenden ,angelegenheit zu sprechen4 ,sie stellte allen ,ernstes das ,verlangen1 ihrer ,nachbarin1 einer #gj;jhrigen ,frau1 den ,proze zu machen1 denn sie sei -- eine ,hexe6 ,die alte ,frau habe schon viele ,leute behext1 lasse alte ,hexenbcher im ,zimmer herumtanzen usw4 ,das schlimmste aber sei1 da sie das neugeborene ,kind der ,beschwerdefhrerin1 das bis zum dritten ,tage ganz gesund gewesen sei1 behext habe1 so da es seitdem immer schreie4 ,auch ihr ,mann war berzeugt1 da das ,kind behext sei4 ,da die ,frau durchaus nicht den ,eindruck einer ,geisteskranken machte1 versuchte der ,polizeiinspektor ihr durch ,vernunftgrnde den ,aberglauben auszureden4 ,natrlich ntzte es nichts4 ,sie entfernte sich mit den ,worten3 ,sie mgen noch so schlau sein1 ,herr ,inspektor1 aber die ,hexe ist doch noch schlauer4 ,sie hat ihre alten ,bcher1 die ,sie nicht haben#i4 ,das ,verfahren der oben gekennzeichneten ,theologen wirkt umso grotesker1 je mehr wir die ,forderungen des ,tages auf den verschiedensten ,gebieten betrachten4 ,wenn wir einen ,blick werfen auf die ,fortschritte der ,naturwissenschaften1 die uns zur ,stellung immer grerer ,fragen zwingen1 auf die sich auf ihrer ,grundlage bildende neue ,weltanschauung1 auf den ,siegeslauf der ,technik1 der ,medizin und so und so vieler anderer ,wissenszweige4 ,wenn wir die gewaltigen ,aufgaben ins ,auge fassen1 die das ,wirtschaftsleben an uns stellt1 der bergang des ,agrarstaates in den reinen ,industriestaat mit seinen unabsehbaren ,folgen4 ,wenn wir in die ,rechtspflege1 ,wohnungsfrage und tausend andere ,probleme hineinleuchten1 ,probleme1 die die ,zukunft zu lsen haben wird1 aber nicht lsen kann1 ohne die regste ,mitarbeit jedes einzelnen von uns4 ,und in solchen ,zeiten1 wo letzten ,endes die ,fortexistenz des ,vaterlandes als ,weltmacht auf dem ,spiele steht1 wo das ,europertum gegen das erstarkte ,amerika und das neu erwachte ,asien kmpfend seine ,krfte sammeln mu1 da treten ,mnner auf1 angeblich ,verknder der ,religion der ,liebe1 ,bringer der ,wahrheit1 und schren konfessionelle ,zwietracht1 wenn sie nicht einer lngst endgltig abgetanen ,weltanschauung neues ,leben einzuhauchen versuchen4 ,gbe es einen ,teufel1 selbst dann wre es eine ,dummheit kostbare ,zeit durch ,nachdenken ber ihn zu verlieren4 ,unser harren wichtigere ,aufgaben6 ,,vii4 ,kapitel ,die heilige ,garderobe und hnliches ,so ungefhr alles das1 was wir bisher an ,dummheiten kennen lernten1 was naive ,zeiten1 eine irregeleitete ,phantasie auf diesem ,gebiete ersannen1 finden wir zu einem blhenden ,strau gebunden in einer gewissen ,literatur vereint1 in die sich hineinzuwagen1 nicht geringe berwindung kostet4 ,es handelt sich nicht etwa um ,hintertreppenromane oder ,detektivgeschichten1 mit denen die hungernde ,phantasie unserer ,jugend verdorben wird4 ,fr ,erwachsene ist sie geschrieben1 fr das unwissende ,volk1 das in ,bchern ,belehrung sucht1 seine krglichen ,muestunden dazu benutzen will1 den ,geist zu bilden1 der ,wahrheit nherzukommen4 ,und wo knnte es das mit grerer ,zuversicht tun1 als in ,schriften seiner geistlichen ,hirten8 ,in ,bchlein1 fr deren ,inhalt die hchste ,autoritt eintritt4 ,soll es hier nicht ,belehrung und ,erbauung finden1 wo wre sie dann zu suchen8 ,folgen wir also dem glubigen ,leser in seine ,erbauungslektre6 ,wenn wir dabei kirchlichen ,lehren begegnen1 deren ,ersetzung durch bessere wir fr kein unerreichbares ,ideal menschlicher ,geistesarbeit halten knnen1 so mag auch das nicht ohne ,nutzen sein4 ,mit bischflicher ,approbation erscheinen eine groe ,reihe von ,schriften1 die sich mit den kirchlichen ,gnadenmitteln befassen und deren billiger ,preis keinen ,zweifel darber aufkommen lassen kann1 da sie fr ,verbreitung in die ,volksmassen bestimmt sind4 ,sie sollen der frommen ,herde ,fingerzeige geben fr die zur ,erlangung der ewigen ,seligkeit erforderlichen ,schritte4 ,besonders handelt es sich hier darum1 den ,glubigen das ,tragen von gewissen ,kleidungsstcken1 deren hohe ,bedeutung fr das ,seelenheil wir gleich kennen lernen werden1 ans ,herz zu legen4 ,wir meinen die ,skapuliere4 ,unter ,skapulare versteht die ,ordensregel des h4 ,benediktus ein ,kleidungsstck1 das die ,mnche bei der ,handarbeit ber der ,ordenskleidung trugen4 ,es bedeckte die ,schultern und hatte das eine ,ende vorn1 das andere hinten herabhngen4 ,manche ,ordensleute tragen dieses ,skapulier als ,teil ihrer ,ordenskleidung in der ,form eines etwa einen ,fu breiten1 vorn und hinten bis auf die ,fe herabhngenden ,stckes ,zeug4 ,dieses ,skapulier nun1 in verschiedenen ,farben getragen1 hat eine gar wunderbare ,kraft6 ,da ist zunchst das braune der ,karmeliter4 ,dem h4 ,simon ,stock1 ,generalobern dieses ,ordens1 erschien die heilige ,jungfrau und gab ihm ein braunes ,skapulier mit dem ,auftrage1 die ,mitglieder seines ,ordens und der mit diesem verbundenen ,bruderschaften sollten ein solches tragen als ,zeichen ihrer besonderen ,verehrung gegen die heilige ,jungfrau und als ,unterpfand ihres besonderen ,schutzes4 ,um an den gewhrten ,gnaden und ,ablssen ,anteil zu haben1 mu das ,skapulier bestndig1 auch zur ,nachtzeit1 getragen werden1 desgleichen in ,krankheiten4 ,legt man es ohne ,not ab1 dann hat man whrend dieser ,zeit keinen ,anspruch auf ,ablsse4 ,allerdings darf man es auch unter der ,kleidung tragen4 ,die kleine ,mhe des ,tragens lohnt dieses ,skapulier allerdings reichlich4 ,hat doch die ,madonna dem h4 ,simon ,stock verheien1 da wer in dem braunen ,skapulier sterbe1 das ewige ,feuer nicht erleiden werde4 ,wenn es sich nun auch allerdings nach katholischer ,lehre von selbst versteht1 da der ,trger des ,skapuliers nicht darauf sndigend ein ruchloser ,mensch sein darf1 so ist es doch offenkundig1 da gar manche durch ,bekleidung mit dem ,skapulier noch auf dem ,todbette die ,gnade der ,bekehrung und ,rettung ihrer ,seele erlangt haben1 ebenso liegen auch ,beispiele vor1 wo ,vermessentlichen und ,unbufertigen auf auffallende ,weise noch vor ihrem ,tode das ,skapulier entrissen wurde und abhanden kam4 ,so schreibt wenigstens der ,jesuit ,maurel in seinem mit ,genehmigung der ,oberen in sechster ,auflage #ahgh in ,paderborn erschienenen ,buche ,die ,ablsse1 ihr ,wesen und ihr ,gebrauch 7,s4 #cgi74 ,besonders gnstig gestellt sind die ,trger des ,skapuliers1 der an einem ,samstag das ,zeitliche segnen3 die ,jungfrau ,maria wird in hchsteigener ,person zu diesen hinabsteigen und jene1 welche ich im ,fegefeuer finde1 befreien und zum ,berge des ewigen ,lebens fhren4 ,allerdings mu der ,skapuliertrger auch einige gute ,werke verrichten1 aber von ihnen allen1 vom ,fastengebot1 tglichen ,gebeten usw4 usw4 kann er befreit werden -- so entschied noch ,papst ,paul ,v4 unterm #ae4 ,februar #afac -- nur das ,tragen des ,skapuliers ist eine unerlliche ,bedingung4 ,die ,lnge des ,aufenthaltes im ,fegefeuer hngt also nicht etwa von der persnlichen ,wrdigkeit des armen ,snders ab1 sondern vom ,skapuliertragen und vom ,wochentage1 an dem er stirbt6 ,doch diese ,vergnstigungen scheinen dem ,papst ,clemens ,x4 noch nicht ausreichend gewesen zu sein1 sonst htte er nicht unterm #h4 ,mai #afgc verordnet1 da die mit dem ,skapulier der ,karmeliter ,bekleideten von der ,mutter ,gottes auf ganz besondere ,weise an ,kindesstatt angenommen sind und einen greren ,anteil von all dem ,guten1 was in der gesamten katholischen ,kirche geschieht1 erhalten4 ,dazu bemerkt der ,karmeliter-,pater ,grassi3 ,ordensleute1 ,mitglieder der ,bruderschaft und andere1 die zu diesem ,skapulier ,andacht hegen1 entgehen vermge eines ungewhnlichen ,beistandes der ,mutter ,gott zahllosen ,gefahren4 ,die ,gewehre1 welche nicht losgegangen oder deren ,kugeln matt und ohne zu verwunden zu ,boden gefallen1 die ,ketten1 welche zerbrochen1 die ,dolche1 die sich gekrmmt1 die ,bedrngnisse1 von welchen man befreit1 die ,abgrnde1 in die man gefallen und aus denen man unbeschdigt hervorgekommen1 die ,feuersbrnste1 welche gelscht1 die ,krankheiten1 welche gehoben1 die verzweifelten ,lagen1 denen man glcklich entronnen1 wie auf so vielen ,gemlden dargestellt wird1 die unzhligen ,gedenktafeln1 welche an den ,altren der h4 ,jungfrau ,maria vom ,berge ,karmel aufgehngt sind1 -- verkndigen alle der ,welt1 mit wie groem ,rechte dem ,karmeliter-,skapuliere der ,titel ,rettung in ,gefahren zukommt1 welchen ihm die h4 ,jungfrau gegeben hat4 ,man sah sogar viele von diesen ,wundern sich ereignen1 wenn man dieses ,skapulier anderen ,glubigen1 die in ,gefahren des ,leibes oder der ,seele waren1 auflegte1 ,bengstigten1 ,verwundeten1 ,besessenen usw4 oder wenn man es in anderen ,notfllen anwandte1 z4 ,b4 es mit lebhaftem ,vertrauen in die ,flammen warf1 um eine ,feuersbrunst zu lschen1 oder in die ,luft1 in das ,meer1 um einen ,sturm zu stillen#a6 ,ein anderes ,skapulier ist das weie1 das der allerheiligsten ,dreifaltigkeit1 bestehend aus zwei ,zeugstcken aus weier ,farbe mit eingenhten ,kreuzchen von roter und blauer ,wolle4 ,die weie ,farbe weist auf die ,herrlichkeit des ,vaters1 die blaue auf das ,leiden des ,sohnes1 die rote auf die ,liebe des heiligen ,geistes hin4 ,das ,skapulier verleiht die ,gemeinschaft der guten ,werke und ,verdienste sowohl mit dem ,orden der heiligen ,dreifaltigkeit als auch mit der ,bruderschaft gleichen ,namens1 in welche man durch ,annahme dieses ,skapuliers eintritt4 ,ein drittes ,skapulier ist das blaue1 das der unbefleckten ,empfngnis der heiligen ,jungfrau ,maria4 ,es hatte einst die ehrwrdige ,ursula ,benincasa1 die in ,neapel im ,rufe der ,heiligkeit starb1 vom ,jesuskind erbeten1 das ihr mit der unbefleckten ,jungfrau selbst erschienen war4 ,durch ,tragen dieses ,skapuliers erhlt man nicht nur die besondere ,gunst der ,madonna1 sondern auch noch ,anteil an den ,gebeten und guten ,werken der ,theatiner4 ,wer es trgt1 gewinnt so oft er1 es sei an welchem ,orte es wolle1 zu ,ehren der heiligen ,dreifaltigkeit und der allerseligsten1 ohne ,erbsnde empfangenen ,jungfrau sechs ,vaterunser mit ebenso vielen ,ave ,maria und ,ehre sei dem ,vater usw4 nach der ,meinung des ,papstes spricht1 alle ,ablsse1 welche fr den ,besuch der sieben ,hauptkirchen ,roms1 der ,portiuncula-,kirche zu ,assisi1 sowie fr den ,besuch ,jerusalems und des ,gnadenortes des heiligen ,apostels ,jacobus zu ,compostella in ,spanien bewilligt sind1 und ist hierzu ausnahmsweise keine ,beichte und ,kommunion und auch kein weiteres ,ablagebet erforderlich4 ,wer sich ber dieses geheimnisvolle ,skapulier nher informieren will -- und wer wollte das nicht1 nachdem man auf bequemere ,weise kaum seiner ,snden ledig werden kann -- lese ,andachten und ,satzungen der ,bruderschaft zu ,ehren der unbefleckten ,empfngnis ,mari mit dem himmelblauen ,skapulier 7,regensburg1 ,verlag ,pustet7 oder ,kurze ,erklrung ber das kleine himmelblaue ,skapulier zu ,ehren der allerseligsten unbefleckten ,jungfrau ,maria1 das von den ,skapulierklerikern der ,theatiner-,kongregation geweiht wird1 samt einem ,verzeichnis der ,ablsse4 ,getreue bersetzung des rmischen approbierten ,textes 7,mainz1 bei ,kirchheim74 ,ferner gibt es das rote ,skapulier des ,leidens des heiligsten ,herzens ,jesu1 sowie des liebreichsten und mitleidigen ,herzens der seligsten unbefleckten ,jungfrau ,maria ber das ein bei ,pustet in ,regensburg mit ,genehmigung des dortigen bischflichen ,ordinariats erschienenes ,schriftchen ,herz-,jesu oder rotes ,passions-,skapulier nheren ,aufschlu gibt4 ,wir verdanken es einer barmherzigen ,schwester in ,paris1 der im ,jahre #ahdf der ,heiland wiederholt mit einem solchen ,skapulier in der ,hand erschien4 ,das ,skapulier der sieben ,schmerzen ,marias oder das schwarze ist von den sieben ,stiftern des ,servitenordens eingefhrt4 ,man wird durch ,anlegung dieses ,skapuliers der ,bruderschaft der schmerzhaften ,mutter ,gottes einverleibt und erhlt sowohl an den ,verdiensten aller ,bruderschaftsmitglieder wie des ,ordens der ,serviten ,anteil4 ,auerdem hat der ,herr1 wie nach dem heiligen ,alphons der heiligen ,elisabeth geoffenbart worden ist1 auf die ,bitte seiner ,mutter den ,verehrern ihrer ,schmerzen u4 a4 die ,gnade verheien1 da1 wer die gttliche ,mutter durch ihre ,schmerzen anruft1 vor seinem ,tode wahre ,bue ber alle seine ,snden tun wird4 ,nun ist es klar1 da dem wahrhaft ,frommen die ,qual der ,wahl zwischen so viel ,glcksspendern uerst wehe tun mu4 ,doch es ist in anerkennenswerter ,milde dafr gesorgt1 sie zu lindern4 ,man kann nmlich ein fnffaches ,skapulier tragen1 indem man alle aufeinander heftet4 ,dadurch wird man aller ,gnaden und ,ablsse teilhaftig4 ,und das ist doch was wert6 ,allerdings kann jedes ,skapulier nur von einem dazu bevollmchtigten ,priester angelegt werden1 doch haben die ,redemptoristen-,patres die ,vollmacht mit einem vierfachen ,skapulier1 bestehend aus allen1 mit ,ausnahme des roten1 zu bekleiden#b4 ,sie knnen1 wie ,pater ,m4 ,ulrich in seiner ,schrift ,die geistliche ,schatzkammer1 oder kurzgefater ,unterricht ber das vierfache ,skapulier1 die geweihten ,kreuze usw4 7,passau1 ,bucher1 #e4 ,aufl41 #ahgd7 ,s4 #bd sagt3 ,durch eine einzige ,weihe und ,auflegung in alle vier ,bruderschaften zugleich aufnehmen4 ,was der fromme ,skapuliertrger fr einen ,profit macht1 ist allerdings fabelhaft4 ,wer das fnffache ,skapulier trgt1 gewinnt am ,tage der ,aufnahme fnf vollkommene ,ablsse2 tglich1 sooft er sechs ,vaterunser1 ,ave ,maria und ,ehre sei usw4 betet1 jedesmal die mit dem ,besuche verschiedener heiligen ,orte verbundenen ,ablsse 7vgl4 oben72 in jeder ,woche ,mittwochs und ,freitags je einen vollkommenen ,abla usw42 ferner3 in der ,todesstunde vier ,general-,absolutionen und fnf vollkommene ,ablsse2 nach dem ,tode bei jeder fr ihn gelesenen ,messe wenigstens einen vollkommenen ,abla2 das samstgliche ,privilegium4 ,nach dem von ,ulrich gegebenen ,verzeichnis 7,s4 #da ff47 der ,ablsse1 kann man an einigen ,tagen etliche ,jahrhunderte ,abla gewinnen2 erhlt man doch schon #fj ,jahre1 sooft man durch eine halbe ,stunde das innerliche ,gebet bt oder eine fromme ,betrachtung anstellt4 99 99 99 99 99 ,das ,skapulier1 von dem brigens auch die ,franziskaner eines besitzen1 ist nicht das einzige ,kleidungsstck der frommen ,garderobe4 ,verfgt doch der gleiche ,orden in seinem seraphischen ,grtel ber ein nicht minder seelenrettendes ,instrument4 ,darber belehrt das ,schriftchen ,der ,seraphische ,grtel und dessen wunderbare ,reichtmer4 ,nach dem ,franzsischen des hochw4 ,herrn von ,segur1 das mit bischflicher ,erlaubnis #ahgg in erster1 im folgenden ,jahre in zweiter ,auflage erschien4 ,sixtus ,v4 errichtete im ,jahre #aehe eine ,erzbruderschaft des ,grtels des heiligen ,franziskus1 deren ,mitglied man werden kann1 wenn man aus der ,hand eines ,franziskaner-,oberen oder eines anderen dazu bestellten ,priesters den ,grtel empfngt und denselben ,tag und ,nacht trgt4 ,es ist ,gebrauch1 aber nicht ,pflicht1 jeden ,tag zum ,andenken an die fnf ,wunden des ,erlsers und des heiligen ,franziskus sowie auch fr die ,bedrfnisse der ,kirche nach der ,meinung des heiligen ,vaters sechs ,vaterunser usw4 zu beten4 ,man kann den ,grtel auf dem ,hemde tragen4 ,er mag von ,wolle oder ,baumwolle sein1 von ,garn oder ,hanf1 von weier oder ,naturfarbe4 ,man soll ihn nur ablegen im ,falle der ,not1 um ihn so bald als mglich wieder anzulegen4 ,ist er zerrissen oder sonst nicht mehr tauglich1 so kann man ihn verbrennen und ganz einfach durch einen anderen ersetzen4 ,eine kleine ,schnur wre nicht hinreichend1 doch mu es auch kein dicker ,strang sein4 ,es lohnt sich wirklich1 diesen ,grtel zu tragen1 denn er spendet geradezu fabelhaften ,segen4 ,segur schreibt darber3 ,die mit dem seraphischen ,grtel verbundenen geistlichen ,vorteile enthalten den unvergleichlichen ,schatz der ,ablsse1 welche aus der ,franziskaner-,familie ein ,wunderding machen1 einzig in seiner ,art4 ,die ,trger des seraphischen ,grtels haben ,anspruch auf alle diese ,gnaden 7,s4 #f74 ,so oft sie die sechs ,vaterunser usw4 beten1 gewinnen sie alle ,ablsse des h4 ,landes1 der smtlichen ,basiliken und ,heiligtmer von ,rom1 der ,heiligtmer von ,assisi usw41 das heit ,tausende vollkommener ,ablsse und sicher mehr als #ajjjjj ,jahre teilweiser ,ablsse4 ,ist das nicht gleichsam ein unvergelicher ,ozean von ,erbarmungen8 ,kann man da nicht tglich ,tausende armer ,seelen aus dem ,fegfeuer erlsen8 ,und diese ,ablsse kann man gewinnen1 so vielmal des ,tages1 als man will2 es ist nicht notwendig1 morgens kommuniziert zu haben1 man darf sich nur im ,stande der ,gnade befinden1 seine ,snden bereuen und fest entschlossen sein1 ,gott dem ,herren treu zu bleiben4 ,wo ist ein ,christ1 der dies nicht tun knnte und gern tun sollte8 7,s4 #g74 ,aber das ist noch nicht alles3 ,wenn die ,grteltrger nach der ,kommunion den ,psalm ,exaudiat usw4 beten1 knnen sie alle ,ablsse gewinnen1 die je allen ,heiligtmern der ganzen ,welt verliehen worden sind 7,s4 #h7 und #cfmal im ,jahre die groe ,franziskaner-,absolution empfangen4 ,die ,monatsrosen vom ,februar #ahgd berichten noch von einem anderen ,grtel1 dem ,sankt-,josephs-,grtel1 durch den schon #afeg eine ,nonne in ,antwerpen von grausamen ,schmerzen wunderbar geheilt wurde4 ,als ,pius ,,ix4 ihn auf ,ersuchen des ,bischofs von ,verona #ahei nebst der ,weiheformel besttigt und mit ,ablssen begnadigt hatte1 kam sein ,gebrauch erst recht in ,aufnahme4 ,der ,grtel besteht aus einer ,schnur von ,baumwolle1 ,wolle oder ,leinen mit sieben ,knoten als sieben ,schmerzen und sieben ,freuden des h4 ,josephs4 ,man trgt ihn unter der ,kleidung1 um durch die ,frbitte des h4 ,joseph wirksame ,hilfsmittel zur ,bewahrung der ,reinigkeit und zur ,enthaltsamkeit1 die in jedem ,stande notwendig ist1 zu erlangen oder sie wieder zu erringen1 wenn sie verloren ist4 ,doch das ist keineswegs die einzige ,wirkung dieses ,wundergrtels4 ,im ,mrzheft #ahgh der ,monatsrosen ermahnt der ,herausgeber die ,glubigen1 sich mit dem ,grtel des h4 ,joseph zu umgrten und macht darauf aufmerksam1 da in der ,servitenkirche zu ,innsbruck ein ,filialbndnis der ,umgrteten des h4 ,josephs bestehe4 ,man knne sich um ,grtel und ,bchlein an die ,redaktion der ,monatrosen wenden4 ,das kann auch tatschlich nur jedem angeraten werden1 ist doch auch die ,wirkung dieses ,kleidungsstckes nach der gleichen ,quelle geradezu verblffend4 ,ein siebenjhriges ,kind1 welches an ,lungen- und ,brustentzndung erkrankt und von drei rzten aufgegeben war1 wurde in den ,gebetsverein eingeschrieben1 eine heilige ,messe fr dasselbe gelesen1 ihm einige ,tropfen ,lourdes-,wasser eingegeben und ein ,josephsgrtel umgelegt1 und die ,krankheit wendete sich zum ,bessern 7,s4 #bdg74 ,ein anderer ,fall betrifft ein groes bel1 das nach ,auflegung des h4 ,joseph-,grtels pltzlich behoben wurde 7,s4 #cdc74 ,da solche ,mittel bei ,krankheiten auf nervser ,basis wirksam sein knnen1 wird niemand bestreiten wollen1 der den gewaltigen ,einflu der ,suggestion auf den ,krper kennt4 ,die ,grtel aber bei ,lungenentzndungen und hnlichen ,infektionskrankheiten empfehlen1 heit in gewissenloser ,weise mit dem ,leben derer1 die nicht alle werden1 spielen4 ,der heiligen ,garderobe gehrt endlich noch ein dritter ,grtel an1 ber den der ,spitalbenefiziat ,joseph ,lcherer unter dem ,titel ,vollstndiger ,inbegriff der ,gnaden und ,ablsse der ehrwrdigen ,erzbruderschaft ,maria vom ,troste1 oder der schwarzlederne ,grtel der h4 ,mutter ,monica1 des heiligen ,vaters ,augustin und des h4 ,nicolaus von ,tolentin1 zum ,gebrauche der ,vorstnde und aller einverleibten der ,bruderschaft1 getreulichst nach dem von ,p4 ,clemens ,x4 herausgegebenen und fr ewige ,zeiten besttigten ,breve und ,abla-,summarium ,ex injuncto nobis vom #bg4 ,mrz #afge und dem neuesten1 von der h4 ,kongregation der ,ablsse durch ,urkunde vom #g4 ,mrz #ahfc ausdrcklich gutgeheienen ,bruderschaftsbchlein bearbeitet ein ,bchlein schrieb1 das bei ,manz in ,regensburg im ,jahre #ahgh in achter ,auflage erschien4 ,der ,grtel hat natrlich auch seine historische ,berechtigung3 ,der h4 ,monica1 die auch in der ,kleidung der ,jungfrau ,maria hnlich sein wollte1 ist diese mit dem schwarzledernen ,grtel erschienen und sagte ihr1 da sie ihn seit dem ,tode ,christi getragen habe4 ,natrlich legte ihn nun die h4 ,monica1 die ,mutter ,augustins1 auch an4 ,auch diese ,grtel-,bruderschaft ist1 wie das ja nur recht und billig ist1 an ,ablssen auerordentlich reich#c4 ,es leuchtet jedem denkenden ,menschen ohne weiteres ein1 da die himmlischen ,heerscharen1 ,gottvater1 ,sohn1 heiliger ,geist1 kurz das ganze ,weltregiment eine nrrische ,freude darber haben mu1 wenn christkatholische ,menschen mit ,skapulieren und ,grteln herumwandeln4 ,wenn es eine genaue ,bekleidungsvorschrift fr das ,militr oder den hoffhigen ,adel gibt1 warum braucht nur gerade der ,himmel keine zu haben8 ,sollte hier etwa auf passenden ,anzug weniger ,gewicht gelegt werden8 ,das wre eine geradezu beleidigende ,annahme4 ,wie oberflchlich1 wie weltlich klingt doch der ,satz ,kleider machen ,leute4 ,der wahrhaft ,fromme sagt1 ,kleidungsstcke machen himmelsfhig1 oder ,bekleidungsstcke machen ,seelen4 99 99 99 99 99 ,doch nicht nur auf ,skapuliere und ,grtel beschrnkt sich die wunderbare ,kraft fr ,lebzeiten und im ,tode1 sondern sie erstreckt sich auch auf ,medaillen4 ,die ,benediktiner sind im ,besitze der sogenannten ,benediktus-,medaille4 ber sie schrieb ,dom ,prosper ,gueranger1 ,abt des ,benediktiner-,klosters ,solesmes in ,frankreich1 ,bedeutung1 ,ursprung und ,privilegien der ,medaille oder des ,kreuzes des hl4 ,benedikt1 bearbeitet von ,p4 ,laurenz ,hecht1 ,benediktiner des ,stiftes ,einsiedeln4 #b4 ,auflage1 mit ,approbation des ,bischofs von ,chur-,einsiedeln #ahga4 ,ferner existiert ber diese wichtige ,materie das ,st4 ,benediktus-,bchlein oder die ,medaille des hl4 ,benedikt von einem ,priester der ,dizese ,mnster1 mit ,erlaubnis der geistlichen ,obrigkeit1 ,mnster #ahgf4 ,es ist aber auch wirklich der ,mhe wert1 um dieser ,medaille willen zur ,feder zu greifen1 denn1 wie ,pater ,hecht aus einer zu ,rom #aheg mit kirchlicher ,approbation erschienenen ,schrift mitzuteilen in der glcklichen ,lage ist1 wurde sie wirksam angewendet3 #a7 um ,zaubereien und alle anderen teuflischen ,einwirkungen zu zerstren2 #b7 um die ,zauberei vom ,orte abzuhalten2 #c7 um die ,tiere1 welche von der ,pest oder ,seuche angesteckt oder von ,zauberei befallen sind1 zu heilen und gesund zu machen2 #d7 um jeden ,menschen1 der vom bsen ,feinde versucht1 getuscht oder geplagt wird1 den notwendigen ,schutz zu gewhren2 #e7 um die ,bekehrung irgendeines ,snders1 insbesondere wenn er in ,todesgefahr ist1 zu erlangen4 ,der vertrauensvolle ,gebrauch dieser ,medaille ist berdies wirksam3 #a7 zur ,zerstrung des ,giftes2 #b7 zur ,vertreibung der ,pest2 #c7 zur ,wiederherstellung der ,gesundheit fr diejenigen1 welche von ,steinkrankheiten1 ,seitenstechen1 fallender ,sucht1 ,blutberfllung oder ,blutspeien befallen sind2 #d7 fr die ,mtter1 damit durch den geistlichen ,beistand die ,kinder zur rechten ,zeit und gesund geboren werden2 #e7 zum ,schutze der ,menschen vor dem ,blitze2 #f7 zum ,schutze derjenigen1 welche von ,ungewittern hart bedrngt sind2 #g7 was aber mehr als alles andere geschtzt werden mu1 dient diese geweihte ,medaille1 fromm gebraucht1 dazu alle ,versuchungen gegen die leibliche ,tugend der ,reinigkeit zu berwinden und durch ,gottes ,gnade die ,menschen heilig an ,seele und ,leib zu bewahren4 ,da diese theoretischen ,wirkungen auf voller ,wahrheit beruhen1 bezeugt uns ,abt ,gueranger4 ,in einem ,kapitel ,wunderbare ,wirkungen der ,medaille des h4 ,benedikt im #ai4 ,jahrhundert berschrieben 7bersetzung von ,hecht1 ,s4 #fd ff471 werden u4 a4 einige krperliche ,heilungen mitgeteilt3 ,eine ,dame wurde pltzlich von starkem ,nasenbluten befallen2 die ,mittel1 welche der ,arzt verordnete1 schienen den ,blutflu eher zu frdern1 als zu hemmen2 so war der ,abend des dritten ,tages herangekommen2 da empfngt die ,kranke1 eine ,person voll lebendigen ,glaubens1 die ,medaille des h4 ,benedikt1 und sogleich hrt das ,bluten auf4 ,ein anderer ,fall3 ,eine ,ordensschwester wurde von einem ,augenleiden befallen2 nachdem sie sich die ,augen mit ,wasser gewaschen1 in das sie die ,medaille des h4 ,benedikt getaucht hatte1 erlangte ihr ,gesicht bald seine frhere ,kraft wieder4 ,ferner3 ,eine ,frau1 deren ,tochter von einer heftigen ,entzndung des ,kehlkopfes befallen wurde1 kam auf den ,einfall1 die ,medaille in ein ,glas voll ,wasser zu tauchen und es dem ,kinde zu trinken zu geben4 ,sogleich fhrt sie ihren frommen ,einfall aus4 ,das ,kind trinkt das ,wasser2 am anderen ,tage ist es auer aller ,gefahr4 -- ,eine ,frau1 die an heftigem ,ohrenweh litt und der von ,zeit zu ,zeit ,klumpen geronnenen ,blutes und ,eiterstoff aus den ,ohren kamen1 legte eine ,medaille in das ,ohr und betete mit ,vertrauen ein ,vaterunser und ein ,gegrt zu ,ehren des h4 ,benedikt4 ,eine ,minute nachher war sie gnzlich geheilt4 ,die geistige ,wirkung steht ganz auf der ,hhe der krperlichen4 ,davon mgen folgende ,beispiele aus dem #b4 ,abschnitt1 berschrieben ,geistige ,gnaden4 ,pltzliche ,bekehrungen 7,s4 #gf ff47 berzeugen4 ,eine ,frau berhrte mit einer ,medaille die ,weinflasche ihres dem ,trunke ergebenen ,mannes2 dieser fand den ,wein abscheulich und ging in eine benachbarte ,schenke1 kam aber nach einer ,viertelstunde zurck und sagte1 der ,wein sei dort noch schlechter4 ,in den nchsten ,tagen trank er nur ,wasser1 und die ,frau benutzte dies1 um die ,zusage von ihm zu erlangen1 da er hinfort seine religisen ,pflichten erfllen wolle4 ,ein anglikanischer ,geistlicher disputierte neun ,tage lang mit drei ,konvertiten2 einer von diesen begleitete ihn1 als er am zehnten ,tage zurckkehrte1 und disputierte noch mit ihm bis zum ,abend4 ,der ,anglikaner brach endlich die ,unterredung mit ,worten ab1 welche gar keiner ,hoffnung zu seiner ,rckkehr in die katholische ,kirche ,raum gaben4 ,da bat ihn der ,katholik1 die ,medaille des h4 ,benedikt1 die er bei sich trug1 anzunehmen4 ,er tat es1 und nach einigen ,minuten1 whrend deren der ,katholik betete1 erklrte er3 ,das ,licht strahlt vor meinen ,augen1 und ich habe an nichts mehr zu denken1 als an die ,abschwrung meiner ,irrtmer4 ,fnf ,tage nachher erfolgte diese ,abschwrung4 ,da die ,benediktus-,medaille auch gegen bse ,geister hilft1 wissen wir schon4 ,nachstehend sei eine dieser erbaulichen ,geschichten wiedergegeben3 ,in einem ,hause in ,rennes trieben bse ,ceister ihr ,wesen3 man hrte ,lrmen und ,stimmen1 das ,hausgerte vernderte seinen ,platz1 ohne da jemand es berhrte usw4 ,die ,hausbewohner lieen viele ,messen fr die ,verstorbenen lesen1 fr den ,fall1 da eine verstorbene ,person durch solche ,zeichen ihren ,wunsch um ,befreiung von den ,schmerzen des ,fegfeuers htte kund geben knnen und wollen2 nebst dem riefen sie auch den ,priester herbei1 damit er die ,gebete verrichte1 welche von der h4 ,kirche gegen vom bsen ,feinde belstigte ,huser angeordnet sind4 ,allein die unheimliche ,plage wollte nicht weichen4 ,da begann man damit1 an den ,tren eine ,medaille des h4 ,benedikt aufzuhngen1 und alsbald erfolgte die gnzliche ,befreiung4 ,aber man hatte vergessen1 eine ,medaille an der ,tre des ,kellers zu befestigen2 die ganze ,bosheit der hllischen ,geister schien sich dort vereinigt zu haben2 so gro war dort der ,lrm und die ,unordnung4 ,nun befestigte man auch dort eine ,medaille1 und siehe1 die teuflische ,bosheit verlie endlich das ,haus1 jedoch nicht ohne ,rache zu nehmen2 denn die ,person1 welche 7den ,rat erteilt hatte und7 uns diese ,tatsachen berichtete1 wurde alsbald vom bsen ,geiste sehr grausam an ,leib und ,seele geplagt4 ,in diesem ,leiden erhielt sie endlich ,erleichterung durch genaue ,befolgung der ,ratschlge ihres ,beichtvaters1 der ihr empfohlen hatte1 khn und mutig gegen den bsen ,feind aufzutreten und fters die h4 ,namen ,jesus1 ,mari und ,joseph gegen ihn auszusprechen4 ,mehr htte es uns ja imponiert1 wenn es ohne den ,beichtvater allein durch die ,medaille gegangen wre4 ,immerhin war auch so die ,wirkung recht zufriedenstellend4 ,hausfrauen6 ,schafft euch die ,benediktus-,medaille an6 ,oder wer fhlt sich nicht durch folgende schne ,geschichte dazu geradezu verpflichtet8 ,das ,st4-,benediktus-,bchlein erzhlt 7,s4 #fc73 ,im ,jahre #ahfc zerbrachen tglich in einem ,kloster mehrere ,lampen und ,trinkglser auf eine ganz unerklrliche ,weise4 ,mehrere ,wochen hatte dies gedauert1 da verfielen die ,schwestern auf den ,gedanken1 die ,benediktus-,medaille anzuwenden1 und fortan blieb alles in bester ,ordnung4 ,in einer ,stadt wollte der ,gemeinderat die ,strae breiter machen lassen und zu diesem ,zwecke einen bedeutenden ,teil einer von ,wallfahrern stark besuchten ,kirche der h4 ,jungfrau abbrechen lassen4 ,man befestigte die ,medaille des h4 ,benedikt am ,fue des ,standbildes der h4 ,jungfrau und wenige ,tage nachher wurde der ,baumeister1 welcher den unglcklichen ,gedanken gehabt hatte1 das ,haus ,gottes zu verstmmeln1 pltzlich krank und starb4 ,seinem ,nachfolger leuchtete es gleich ein1 wie unntz die ,verstmmelung der ,kirche sei1 und auf seinen ,antrag hin wurde der ,verbreiterungsplan gendert 7,hecht1 ,s4 #ic74 ,zu ,t4 in ,frankreich wurde durch ,aufhngung einer ,medaille des h4 ,benediktus im ,hhnerstalle den ,hhnern die ,fruchtbarkeit zurckgegeben4 ,hecht folgert daraus die ,wahrheit1 da es dem ,herren in seiner ,weisheit gefallen1 einen kleinen1 materiellen1 zu seiner ,ehre geweihten ,gegenstand als ,werkzeug fr ,zernichtung aller teuflischen ,gewalt und fr das ,wohl der ,menschen und ,tiere zu bestimmen 7,s4 #abj74 ,diese und viele andere hnliche1 erbauliche und wunderschne ,geschichten werden in jedem intelligenten ,leser -- und wer wre das in den ,augen eines ,autors1 dessen ,bcher er auszeichnet1 nicht8 -- den brennenden ,wunsch wecken die ,medaille zu besitzen4 ,damit er sie auch richtig anwendet1 geben wir die wrtlich bereinstimmenden ,anweisungen ,guerangers 7,s4 #afa7 und des ,priesters von ,mnster 7,s4 #ie7 wieder3 ,diese ,medaille wird bei ansteckenden ,krankheiten an den ,wnden und ,pforten der ,huser1 bei ,viehseuchen an den ,wnden der ,stlle befestigt1 damit bei dem ,anblicke des darauf befindlichen ,zeichen des h4 ,kreuzes die bsen ,geister fliehen4 ,sie wird bei ,auffhrung von ,gebuden in das ,fundament eingesenkt 444 ,ferner pflegt sie gegen ,ungeziefer auf den ,wiesen in die ,erde gegraben zu werden4 ,auch ist es blich1 da die ,glubigen sie in ein ,wassergef legen1 damit ,menschen und ,tiere1 wenn sie von diesem ,wasser trinken1 die ,gesundheit erlangen4 ,die ,art und ,weise1 die ,benediktus-,medaille zu gebrauchen1 wird durch das ,ansehen der h4 ,kirche und durch die glcklichsten ,erfolge empfohlen4 ,allerdings sind die ,wirkungen nur insofern unfehlbar1 als sie von ,gott fr das ,heil der ,glubigen zutrglich erkannt werden4 brigens macht bisweilen nicht nur die ,benediktus-,medaille den ,arzt berflssig4 ,so wird im ,sendboten 7#ahga1 ,s4 #cjb7 berichtet3 ,ein ,mann1 der infolge eines ,beinbruchs an sehr heftigen ,schmerzen litt1 band eine ,herz-,jesu-,medaille an den ,fu1 versprach eine neuntgige ,andacht zum ,herzen ,jesu1 und nach kurzer ,zeit verlie ihn der ,schmerz4 ,einer protestantischen ,frau wurde geraten1 ihrem krnklichen ,kinde1 das katholisch getauft war1 etwas ,geweihtes beizulegen1 und ihr eine ,herz-,jesu-,medaille gegeben4 ,in wenigen ,tagen besserte sich das ,kind4 ,die ,frau wurde katholisch#d4 99 99 99 99 99 ,die ,jesuiten haben zwar weder ein besonderes ,skapulier1 noch einen ,grtel1 noch eine ,medaille1 dafr aber ein ,wasser1 das ,ignatiuswasser4 ,und wenn man ihnen glauben darf -- und wer wird einem ,jesuiten nicht glauben8 -- dann macht die wunderbare ,flssigkeit die anderen ,mittel auch entbehrlich4 ,der belgische ,jnger ,loyolas ,eduard ,terwekoren hat darber eine ,schrift verfat1 die #ahfg bei ,mayer ,comp4 in ,wien unter dem ,titel ,das ,weihwasser des h4 ,ignatius von ,loyola fr alle ,leiden der ,seele und des ,leibes in bersetzung erschien4 ,aus unbekannten ,grnden ist diese ,ausgabe nicht mehr im ,buchhandel1 was wir noch lebhafter beklagen wrden1 wenn mit ihr auch das ,wasser verschwunden wre4 ,das ist aber zum ,heile aller frommen ,seelen und deren beglckwnschenswerten ,krper nicht der ,fall4 ,vielmehr wird nach wie vor das ,wasser geweiht und wir haben keinen ,grund zur beleidigenden ,annahme1 da es heute weniger wirksam sein sollte1 als vor #de ,jahren4 bergehen wir die wunderbaren ,heilungen frherer ,jahrhunderte1 um uns auf die jngere ,vergangenheit zu beschrnken3 ,der im ,jahre #ahfj zu ,alost im ,geruche der ,heiligkeit verstorbene ,pater ,bernhard erwarb sich gerade durch die ,verteilung des ,ignatius-,wassers und durch seine ,unermdlichkeit im ,beichtstuhle ungeheure ,popularitt4 ,die ,vorsehung hatte ihn auserwhlt1 um in der ,gegend von ,alost diese alte und mchtige ,andacht zum ,weihwasser des h4 ,ignatius zu erwecken 7,s4 #bb1 #bd74 ,bei einer ,viehseuche gebrauchte man das ,wasser auf einem ,bauernhofe1 und von #ae ,pferden ging kein einziges zugrunde 7,s4 #be74 ,als den ,pater ,bernhard seine ,krankheiten verhinderten1 die ,kranken zu besuchen und eine ,schwerhrigkeit ihn ntigte1 das ,beichthren aufzugeben1 fuhr er doch fort1 das ,ignatius-,wasser auszuteilen4 ,er zeichnete ,tag fr ,tag die ,zahl der ,personen auf1 welche solches von ihm erhielten4 ,als nach seinem ,tode sein ,leichnam ausgesetzt war1 brachten viele ,leute die ,flschchen1 welche das ,weihwasser des ,paters enthalten hatten1 in der ,meinung1 dadurch da sie dieselben an seinen ,hnden und an seinem ,munde anrhrten1 ihnen die ,weihe zu erhalten4 7,s4 #bg47 ,wie wenig doch oft dazu gehrt1 um im ,geruch der ,heiligkeit zu sterben6 ,im ,jahre #ahei wurde zu ,antwerpen eine ,frau1 welche beinahe blind geworden war1 geheilt4 ,ihr ,vertrauen wurde glcklicherweise ansteckend3 noch an demselben ,vormittage holten #e oder #f ,personen dieses ,wasser1 um sich gegen die ,cholera zu schtzen4 ,am ,nachmittage zhlte man bereits etliche #cj ,begehrer1 und wenige ,tage spter war ein solcher ,andrang um das ,ignatius-,wasser1 da #d-e ,personen kaum hinreichten1 es auszuteilen4 7,s4 #bi47 ,im ,jahre #ahci hrte die ,choleraepidemie in der ,strae auf1 in der ein ,mann das ,wasser brauchte6 ,da ,snder nach dem ,trinken des ,wunderwassers sich bekehrten1 ist klar4 ,kann es bei dieser ,wirkung wundernehmen1 da das ,wasser wie frische ,semmel abgeht8 ,verlangte man doch in ,gent binnen zweier ,monate #ajjjjj ,flaschen und mehr als #ejjjj ,personen aus ,stadt und ,umgebung bedienten sich seiner4 ,am verdienstlichsten ist aber folgende ,wirkung3 ,auerdem gibt es noch zwei ,umstnde1 in welchen man frher seine ,zuflucht zum h4 ,ignatius nahm1 und das scheint heute aufs neue in ,schwung zu kommen4 ,nmlich bei ,frauen1 welche das ,herannahen des ,augenblicks frchten1 wo sie ein ,kind zur ,welt bringen sollen1 und bei solchen1 welche sich darber betrben1 da sie keine ,hoffnung haben1 eines ,tages mit dem sen ,namen ,mutter benannt zu werden4 ,in diesen beiden ,umstnden hat die ,frbitte des h4 ,ignatius viele ,trnen getrocknet1 viele ngsten beseitigt 7,s4 #fh74 ,man gebraucht das ,ignatius-,wasser gar oft bei ,frauen1 welche in ,gefahr einer ,schwergeburt sind1 und man erzielt damit die glcklichsten ,erfolge 7,s4 #gc7e4 ,der ,sendbote des gttlichen ,herzens ,jesu1 der mit ,genehmigung der geistlichen ,oberen von ,malfatti als ,monatsschrift herausgegeben wird1 besonders zur ,frderung der ,andacht zum ,herzen ,jesu1 die in den letzten ,jahrzehnten eifrig kultiviert wird1 erzhlt auer unzhlbaren hnlichen ,geschichten1 folgende zwei1 die wir als besonders leuchtende ,perlen herausgreifen mchten4 ,im ,jahrgang #ahga 7,s4 #ahd7 finden wir folgenden ,bericht3 ,im ,dekanat ,bozen wurde ein totes ,mdchen geboren1 in dessen migestaltetem ,gesichte weder ,augen noch ,nase zu sehen waren4 ,zwei ,personen trugen das tote ,kind zur wunderttigen ,mutter ,gottes nach ,riffian mit der festesten ,hoffnung1 in der dortigen ,wallfahrtskirche ,lebenszeichen zu erbitten1 um dasselbe mindestens bedingungsweise taufen zu knnen4 ,sie kamen am #ac4 ,januar spt abends in ,riffian an und trugen am folgenden ,tage das ,kind in die ,kirche4 ,es zeigten sich ,lebenszeichen4 ,sie trugen darauf das ,kind zum ,pfarrer1 um es taufen zu lassen1 konnten aber kein ,lebenszeichen mehr wahrnehmen4 ,es wurde am gleichen ,tage wiederholt und auch beim dritten ,gebete zeigte sich kein ,lebenszeichen4 ,nunmehr begrub man das ,kind4 ,sie lieen es aber am #ah4 wieder ausgraben1 bemerkten whrend ihres ,gebetes ,lebenszeichen und lieen das ,kind durch den gerade anwesenden ,mener taufen4 ,die ,lebenszeichen wurden nach der ,taufe immer noch schner und verschwanden erst allmhlich wieder4 ,eine hnliche ,geschichte steht im gleichen ,jahrgang 7,s4 #bfh73 ,in ,stilfs ertrank am #c4 ,juli eine schwangere ,frau2 die ,leiche wurde erst am #e4 untersucht und geffnet1 und das ,kind als tot gefunden4 ,abends kamen viele ,personen bei der ,leiche zusammen1 um durch die ,frbitte ,marias die ,taufgnade zu erbitten2 sie nahmen ihre ,zuflucht besonders zur schmerzhaften ,mutter von ,stilfs4 ,wie sie beteten1 sahen sie1 da das ,gesicht des ,kindes ,lebensfarbe erhielt1 da ,lippen und ,wangen sich rteten und der ,mund sich ffnete2 einige ,weiber wollten auch den ,pulsschlag des ,herzens gesehen haben4 ,das ,kind wurde bedingungsweise getauft2 bald nach dem ,taufakte schlo es den ,mund und wurde bleich wie ,wachs4 ,in frheren ,jahrhunderten waren solche schnen ,geschichten ja nichts ,seltenes4 ,friedrich berichtet in seinen ,beitrgen zur ,kirchengeschichte des #ah4 ,jahrhunderts 7,mnchen #ahgf1 ,s4 #h7 hnliche ,flle4 ,damals aber schritt die rmische ,inquisition gegen diese ,volksverdummung ein4 ,heute wird dieser ,bldsinn von ,kreisen1 die ,rom sehr nahe stehen1 zu neuem ,leben erweckt#f4 ,,viii4 ,kapitel ,die ,dummheit der ,massen ,jahrtausende alte ,erfahrung erbringt den unwiderleglichen ,beweis dafr1 da ein groer und weiser ,gedanke sehr lange braucht1 um vom ,volke angenommen zu werden4 ,ja1 die grten ,gedanken dringen berhaupt nicht in die ,menge oder doch nur in einer ,form1 die wenig mehr vom ,geiste ihres ,schpfers verrt4 ,so wurde etwa aus den erhabenen ,lehren ,christi der ,paganismus der rmisch- und griechisch-katholischen ,kirche4 ,die edle ,weisheit eines ,buddha konnte zum ,lamaismus ,tibets entarten2 whrend die weltumstrzende ,entdeckung eines ,kopernikus ,jahrhunderte brauchte1 bis sie sich allseitig durchzusetzen vermochte4 ,man wird das ganz natrlich finden und mit der mangelnden ,bildung1 dem ,mangel an ,intellekt1 dem ,trgheitsbedrfnis breiter ,volksschichten motivieren4 ,wie aber1 wenn ein ,gedanke absurd ist8 ,wenn der ,wahnwitz ihm aus den ,augen grinst8 ,wenn er jeder ,vernunft1 jeder ,erfahrung widerspricht1 seinen ,anhngern die grten ,mhen1 ,opfer und ,gefahren an ,gut und ,blut auferlegt8 -- ,dann wird er in zahllosen ,fllen fanatisch aufgegriffen werden und mit elementarer ,gewalt sich durchzusetzen versuchen4 ,der ,trge wird zum ,tatenmenschen1 der ,zauderer khn1 der ,geizhalz verschwenderisch1 der ,feigling ein ,held werden4 ,es ist nur ntig1 da der ,gedanke einen ,herold findet1 der1 selbst von ihm erfllt1 die ,gewalt des ,beispiels oder der ,rede besitzt1 mit mglichst berspannten ,bildern und ,zukunftshoffnungen nicht spart1 der den mystischen ,schleier des ,geheimnisvollen zu weben versteht und alles wird ihm folgen1 wie einst die ,kinder dem ,rattenfnger von ,hameln4 ,das war zu allen ,zeiten so1 es ist so und wird so bleiben4 ,heute nennen wir die ,kraft1 die jene wunderbare ,wirkung hervorruft3 ,suggestion2 frher hatte sie keinen ,namen4 ,man reihte sie in das groe ,gebiet der ,magie oder ,zauberei ein4 ,uns gengt die ,feststellung1 da sie wirken kann1 einen ,fieberwahn hervorzurufen vermag1 wenn sie -- auf ,dumme stt4 ,diese ,dummen aber findet sie immer und berall4 ,hier bewhrt sich die ,allmacht der ,dummheit in unheimlichster ,weise3 sie steckt an4 ,dieselben ,leute1 die unter normalen ,umstnden die ,torheiten verlachen wrden1 machen sie mit1 wenn sie andere sehen1 die sie vormachen4 ,das ,geheimnis der ,massenpsyche1 der die ,hemmungen fehlt1 ist nahezu unergrndlich4 ,unergrndlicher aber noch ist die ,tiefe der ,dummheit1 die in solchen ,momenten einem ,vulkan gleich zur ,oberflche drngt1 sich nun erst zeigt1 whrend sie immer gegenwrtig ist4 ,und wie die glhenden ,lavamassen eines tna1 die sonst in den ,eingeweiden der ,erde schlummern1 hier und da durch ein schwaches ,rauchwlkchen ihr ,dasein verratend1 pltzlich zu neuem ,leben erwachen1 wie sie mit ihrer feurigen ,flut blhende ,landschaften1 betriebsame ,stdte in ,wsten und ,trmmerhaufen verwandeln1 so sehen wir es auch hier4 ,wehe1 wenn die ,dummheit1 sonst mit mglichster ,diskretion unsern ,augen verborgen -- etwa wie die ,senkgruben der ,huser -- die so heilsame ,hlle der ,scham abwirft1 wenn sie die ,lcherlichkeit nicht mehr frchtet1 auf die ,stimmen der ,warner nicht mehr hrt4 ,dann richtet sie furchtbareres ,unheil an1 als alle ,vulkane der ,erde4 ,gewi nicht immer4 ,bisweilen bleibt es bei harmlosen ,versuchen1 ber die man bald wehmtig lcheln1 bald laut lachen mchte1 aber oft1 nur allzuoft bahnt sie sich ber ,leichen ihren ,weg4 ,was etwa denken wir von den ,kreuzzgen1 die mindestens zwei ,millionen wehrhafte ,mnner1 die ,blte der ,christenheit1 mit unwiderstehlicher ,gewalt in den ,hades fhrten8 ,gewi1 die ,folgen waren vielfach segensreich4 ,die ,berhrung mit fremden ,vlkern und ,zonen erweiterte den ,horizont1 gab dem glcklich ,heimkehrenden manch fruchtbares ,samenkorn in die ,hand1 das im ,heimatlande ppig erblhen sollte4 ,aber die ,idee selbst8 ,die ,art der ,verwirklichung8 ,wie mssen wir den ,kinderkreuzzug des ,jahres #abab beurteilen1 als ,tausende und ,abertausende1 den ,ruf des ,heilands ,lasset die ,kindlein zu mir kommen miverstehend1 auszogen1 um im fremden ,lande elend unterzugehen8 ,reiners ,annalen vom ,jahre #abab berichten dazu1 da ex arte magica dieses ,phnomen bewirkt worden sei4 ,wir aber sagen3 es war die gewissenlose ,dummheit der ,eltern und ,seelsorger1 die namenloses ,leid ber unzhlige ,familien brachte4 ,stehen hier gleich am ,anfange klassische ,beispiele fr den ,heroismus1 die ,todesverachtung1 zu der die ,dummheit die ,massen fortzureien vermag1 so werden wir im bunten ,wechsel einer ,flle von ,gesichten begegnen1 die kaleidoskopisch an unserm ,auge vorbeiziehend1 neben den edelsten ,regungen des ,menschenherzens auch dessen gemeinste enthllen4 ,wie die gewaltige ,autoritt der ,kirche die treibende ,kraft der ,kreuzzge war1 so werden wir finden1 da sie fast ausnahmslos auch die anderen ,dummheiten bewut oder unbewut veranlate4 ,fast immer aber sind es religise ,motive1 die den grandiosesten ,erscheinungen der ,massendummheit als ,triebfedern zugrunde liegen4 ,wir sahen1 da die ,kirche seit je der ,askese das ,wort geredet hat4 ,whrend im allgemeinen der ,mensch es sich lieber gut sein lt1 die ,feste feiert1 wie sie fallen1 gibt es auch ,zeiten groer ,erregung1 in denen die unvermeidlichen bel nicht zu gengen scheinen1 in denen man danach trachtet1 sich zur ,bue fr etwas1 was man meistens weder direkt noch indirekt verschuldete1 noch andere ,leiden freiwillig zuzufgen4 ,hierher gehren die ,geielfahrten des ,mittelalters4 ,die ,kirche hat es von je gern gesehen1 wenn ,ber sich mit eigener ,hand geielten4 ,gab es ,virtuosen dieser ,art der ,askese1 so fehlte es auch nicht an gekrnten ,huptern1 die ihnen nur wenig nachstanden4 ,da selbst ,kaiser und ,knige1 ein ,otto ,,iii41 ,heinrich ,,ii4 von ,england1 ,otto ,,iv41 ,ludwig ,,ix4 von ,frankreich1 ja noch ein ,maximilian ,i4 von ,bayern sich mit eigener ,hand zchtigten1 ist hinlnglich bekannt4 ,besonders abschreckend -- nach unsern ,begriffen -- ist das ,verfahren ,otto ,,iv41 der an den ,folgen eines in zu groer ,dosis genommenen ,abfhrmittels starb4 ,am #ah4 ,mai #abah hatte der erst #cf;jhrige ,frst aus dem alten ,welfenhause gebeichtet4 ,doch das gengte ihm nicht4 ,an seinem siechen ,krper wollte er abben1 was seine ,seele gesndigt hatte4 ,so lie er denn ,ruten herbeischaffen und unter den ,klngen des ,miserere sich von den ,geistlichen damit schlagen4 ,die ,streiche schienen ihm zu milde4 ,bis aufs ,blut sollte man ihn peitschen4 ,endlich wurde er erschpft in sein ,bett getragen1 in dem er andern ,tags seine ,seele aushauchte#a4 ,wo das ,volk solches bei seinen ,fhrern sah1 ist es nicht so wunderlich1 da es in schweren ,zeiten an ,nachahmung dachte4 ,so entwickelte sich denn die ,geielwut zu einer ,massenepidemie1 die riesige ,dimensionen annahm4 ,das kam so3 ,aus dem ,i4 ,kapitel des ,neuen ,testamentes lie sich berechnen1 da das groe ,jahr des ,gerichtes #abfj eintreten wrde4 ,denn die #db ,geschlechter von ,abraham bis ,jesus ,christus1 jedes zu #cj ,jahren berechnet1 ergaben in ,anwendung auf die ,zukunft der ,menschheit die ,zahl #abfj4 ,ein ,irrtum war vllig ausgeschlossen1 da ja das groe ,sterben des ,jahres #abei1 das ,italien heimsuchte1 deutlich auf das ,ende aller ,dinge hinwies4 ,ein gewaltiger ,bueifer1 geschrt durch das ,tertiariertum des ,ordens vom hl4 ,franz1 ergriff die weitesten ,kreise4 ,ein alter ,einsiedler1 ,rainerio ,fasani genannt1 trat in der ,nhe von ,assisi als einer der ersten ,fhrer von greren ,bubrderschaften1 die sich ffentlich geielten1 auf4 ,von ,perugia aus1 wo er die ,genossenschaft von ,geilern ,jesu ,christi grndete1 verbreitete sich die ,seuche weiter nordwrts4 ,halbnackt zogen die ,ber1 von fanatischen ,mnchen gefhrt1 von ,stadt zu ,stadt1 im ,takt der gesungenen ,bupsalmen die ,geieln auf ihre ,krper fallen lassend und ihre ,wege mit ,blutspuren bezeichnend4 ,in die ,gegend von ,modena und ,parma fllt der ,hauptschauplatz dieses ,treibens4 ,man wre ber den ,po vordringend bis in die ,lombardei gezogen1 htte nicht der ,tyrann ,pallavicini von ,cremona ,verstand genug besessen1 dieses ,korps der ,rache von seinem ,gebiete fernzuhalten4 ,so bewirkte sein ,eingreifen das baldige ,abflauen der ,bewegung4 ,schon mit dem ,ende des ,jahres #abfj hrten die ,geielfahrten auf1 um sich fr viele ,jahrzehnte nicht zu wiederholen4 brigens betrugen sich die frommen ,ber nichts weniger als gesittet4 ,ihr wstes ,geheul1 ihr ,benehmen fremdem ,eigentum gegenber -- wo ihren ,betteleien kein geneigtes ,ohr geschenkt wurde1 scheuten sie auch vor ,gewalttaten nicht zurck -- heilte manchen der ,bewegung sonst freundlich gegenberstehenden ,christen4 ,so auch ,salimbene1 den ,augenzeugen und ,berichterstatter der merkwrdigen ,epidemie4 ,erst das furchtbare ,pest- und ,hungerjahr #acdh_/di lie wieder ,geielfahrten im groen ,stile aufkommen4 ,nicht mehr ,prozessionen1 sondern ,wallfahrten groer ,massen zogen im ,lande herum1 nicht mehr auf ,italien beschrnkte sich die ,epidemie1 wenn sie auch wieder von dessen ,norden ausging1 sondern ,ungarn und ,polen1 sterreich1 ,bhmen1 ,sachsen1 ,thringen1 die ,gegenden des ,ober- und ,niederrheins1 die ,niederlande1 ja ,england und ,jtland samt den dnischen ,inseln wurden zum ,schauplatz dieses ,vlkerwahns4 ,frankreich wurde nur mit ,mhe freigehalten4 ,die ,wallfahrer gaben sich durch ,bezeichnung ihrer ,mntel und ,hte mit roten ,kreuzen1 sowie durch ,vorantragen von ,fahnen und ,kreuzen als eine ,art von ,kreuzfahrern aus und behaupteten durch einen von ,christus selbst geschriebenen und von einem ,engel dem ,patriarchen von ,jerusalem berbrachten ,brief zu ihren ,bubungen aufgefordert zu sein4 ,als ,geielwerkzeug bedienten sich die sonderbaren ,heiligen kurzer ,stcke1 mit je drei ,strngen daran1 durch deren dicke ,endknoten je zwei scharfe ,stacheln kreuzweise hindurchgetrieben waren4 ,auch mit ihrer ,krperhaltung und ihren ,manipulationen ahmten sie das ,kreuz nach1 indem sie sich bei ,absingung des ,buliedes an den drei ,stellen1 wo der ,refrain wiederkehrte3 ,jesus der wart gelabt mit gallen des sllen wir an ein criuze vallen mit kreuzweise ausgestreckten ,armen zu ,boden warfen und fr die ,dauer von fnf ,paternostern liegen blieben4 ,am ,schlu des ,gesanges schlugen sie sich mit kreuzweise ausgebreiteten ,armen an die ,brust4 99 99 99 99 99 ,war ,frankreich von der groen ,geielbewegung von #acdh_/di verschont geblieben1 so holte es das damals ,versumte doch spter nach4 ,wo htte je das zndende ,beispiel der ,dummheit nicht epochemachend gewirkt86 ,in ,sdfrankreich und ,spanien trat unter ,fhrung des gewaltigen ,bupredigers ,vincentius ,ferrer 7 #adai7 im ,jahre #acii die ,bewegung mit grter ,kraft auf4 ,es sollen sich um ihn #hjjjj ,ber gesammelt haben1 die unter den ,rufen 7dies geschieht7 zu ,ehren des ,leidens ,jesu ,christi6 oder ,zur ,erlangung der ,vergebung meiner ,snden oder ,herr ,gott habe ,erbarmen barfig einherzogen und sich ffentlich geielten4 brigens wurde die ,kirche1 die hier im groen und ganzen den khlen ,kopf behielt1 den sie der privaten ,geielung gegenber verloren hatte1 dieser ,bewegung gleichfalls ,herr1 wenn auch nach nicht geringem ,kraftaufwande#b4 ,dieser ,wahn hat sich in scheulichster ,form sogar bis in unsere ,zeit erhalten6 ,unweit ,messina geielten sich im ,jahre #ahia bei einer ,prozession am ,feste ,u4 ,l4 ,frau in ,ketten die ,ber mit ,eisenketten so grausam an ,brust1 ,schultern1 ,schenkeln und ,waden1 da im ,volke eine lebhafte ,erregung entstand4 ,von ,buschmerz und ,bewunderung ergriffen1 leckten ,weiber den blutbesprengten ,boden der ,kirche1 in der die ,prozession zum ,hochaltar zog1 ab6 ,zwei ,mnner sollen damals an ihren ,wunden gestorben sein4 ,eine ,fraternidad piedosa in ,neu-,mexiko vereint in der ,karwoche ,geielungen mit ,schaustellungen der ,kreuzigung4 ,einzelne ihrer ,ber schleppen schwere ,holzkreuze auf den ,knien ber steinigen ,boden hinrutschend einen steilen ,hgel hinauf4 ,einer derselben lie sich -- um das ,jahr #ahgj -- in ,puerto de ,luna ans ,kreuz nageln1 was seinen ,tod verursachte4 ,in ,santa ,rita in ,sdkalifornien sind hnliche ,auffhrungen auch heute noch im ,schwange1 doch lassen sich die ,ber vorsichtshalber nur anbinden#c4 ,auf die grausigste ,form dieser ,raserei1 die ,kreuzigung1 werden wir weiter unten noch zurckkommen4 99 99 99 99 99 ,ein anderes ,gebiet der ,dummheit betreten wir mit folgenden ,berichten3 ,im ,findelhaus zu ,amsterdam trat im ,jahre #aeff eine psychische ,massenerkrankung unter den ,pfleglingen auf1 die auch heute noch unter dem ,namen ,chorea magna bei hysterischen ,kindern beobachtet wird4 ,bei der ,mehrzahl der ,insassen des ,findelhauses1 etwa #cj-fj ,kindern beiderlei ,geschlechts1 sah man damals eigenartige ,konvulsionen mit ,grimassenschneiden1 wtendem ,herumklettern auf ,mbeln1 ,dchern und ,bumen1 ,blken wie die ,schafe und ,verschlucken einer ,menge von unverdaulichen ,dingen1 wie ,nadeln1 ,wolle1 ,glasscherben und ,lederstcken1 die nachher wieder erbrochen wurden4 ,ferner zeigte sich in dem ,kloster ,uvertet 7,grafschaft ,hoorn7 nach ,ablauf eines sinnlosen ,fastens von #ej ,tagen in den ,jahren #aeej-aefe eine merkwrdige ,epidemie unter den ,nonnen4 ,nachdem sie sich whrend des ,fastens nur von ,rbensaft ernhrt hatten und beinahe alle an einer schweren ,stomatitis mit fauliger ,zersetzung im ,munde erkrankt waren1 stellte sich zunchst bei einer der ,klosterfrauen die ,halluzination von nchtlichem ,sthnen ein4 ,bald folgten bei ihr und dann bei einer ,anzahl anderer ,lachkrmpfe4 ,dann verdrehten sie auf alle mglichen ,weisen den ,krper1 fielen in kataleptische ,starre1 die mit grotesken ,sprngen abwechselte1 und mihandelten sich selbst1 schrieben aber die ,peinigungen einem zornigen ,teufel zu4 ,die ,nonnen rutschten ferner auf den ,knien durch weite ,rume und selbst die ,treppen herab1 ja sie kletterten auf ,bume und lieen sich1 den ,kopf nach unten1 herabhngen4 ,in den ,intervallen waren sie hufig sprachlos geworden4 ,hervortretend war auch die ,sucht1 andere zu beien1 wie berhaupt die ,angriffe auf ,zuschauer4 ,beten in ,gegenwart der ,nonnen und ,widerstand steigerte ihr ,gebaren zu ,wutparoxysmen4 ,zu den sonderbarsten ,bewegungen gehrte auch das ,hinunterrollen eine ganze ,treppe hinab um die eigene ,lngsachse4 ,als ,sndenbock muten die unglckliche1 selbst mitergriffene ,kchin des ,klosters und ihre alte ,mutter herhalten4 ,die ,nonnen verklagten sie strmisch als ,satansanbeterinnen und ,urheberinnen der ,seuche1 was zur ,folge hatte1 da beide ,frauen verbrannt wurden4 ,darnach steigerte sich jedoch noch die ,seuche und erlosch erst nach drei ,jahren#d4 ,im ,jahre #afji trat in der ,landschaft ,labourd in den franzsischen ,pyrenen gleichfalls eine schreckliche ,epidemie auf3 ,die ,frauen der armen1 ungebildeten1 ein rauhes ,leben fhrenden baskischen ,fischer wurden nachts massenhaft von ,trumen und ,teufelsvisionen heimgesucht4 ,meistens glaubten sie mit einem ,incubus-,teufel geschlechtlich zu verkehren4 ,man schickte besondere ,kommissre1 die den hervortretenden ,zug der ,nymphomanie in erster ,linie erkundeten und hunderte von ,frauen alsbald hinrichten lieen4 ,auf der ,folter sollen verschiedene unsagbare ,gensse erlebt haben4 ,nun ergriff dieser ,zustand aber auch die ,kinder zu ,tausenden3 beinahe alle gaben an von schwarzen ,katzen1 den ,seelen der hingerichteten ,mtter1 nachts zu den ,hexensabbaten entfhrt zu werden4 ,man versammelte sie1 um sie zu behten1 scharenweise nachts in den ,kirchen4 ,trotzdem dauerte es noch ,monate1 bis die ,epidemie erlosch#e4 ,es ist klar1 da in beiden ,fllen die kirchliche ,lehre von ,hexen und ,teufel das ,unheil angestiftet hatte4 ,das gemeine ,volk ist ja meistens zu unproduktiv1 um auch nur eine ,dummheit aus sich selbst zu erzeugen4 ,selbst dazu braucht es eine hhere ,instanz1 die sich ihm im vorliegenden ,falle in der ,kirche in wnschenswerter ,vollendung bot4 ,quidquid delirant reges1 plectuntur ,achivi6 ,die strkste und tragischste aller so zahlreicher hnlicher ,klosterepidemien war die der ,ursulinerinnen des ,klosters bei ,loudun1 einer ,stadt im ,departement ,vienne1 in den ,jahren #afcb-afcg resp4 #afdb4 ,in diesem erst vor sechs ,jahren begrndeten ,kloster waren viele ,tchter vornehmer ,familien1 auch eine ,verwandte ,richelieus4 ,durch ein gegenseitiges maloses berbieten in asketischen bungen wohl verursacht1 brach der merkwrdige ,wahn pltzlich bei #af ,nonnen1 darunter der ,oberin1 aus4 ,zuerst traten zahlreiche ,visionen und ,halluzinationen erst schreckhaft von ,gespenstern 7darunter bezeichnenderweise des verstorbenen ,beichtvaters7 auf1 dann wurden die ,visionen lasziv4 ,man sah ,dmonen1 die durch die verschlossene ,tr1 fter in der ,gestalt des derzeitigen ,beichtvaters1 eindrangen und unter tausend berredungsknsten obszne ,antrge stellten4 ,die ,nonnen liefen aus ihren ,zellen1 kletterten sogar auf den ,dchern herum und wurden bei ihrem ,widerstande gegen die ,verlockung der ,dmonen von diesen furchtbar mihandelt1 so da die ,spuren noch tagelang sichtbar waren4 ,leichname im ,fegefeuer erschienen1 die bei ,bespritzen mit ,weihwasser laut aufzischten4 ,bald fhlten die ,nonnen die ,macht der ,dmonen1 die durch ,mund und ,genitalien einzudringen pflegten1 oft mehrere1 #c-e gleichzeitig4 ,sie werden in die tollsten ,verdrehungen geworfen4 ,besonders oft kommt es zu dem sogenannten arc de cercle1 so da der ,kopf weit hinten bergebogen die ,zehen berhrt4 ,in dieser ,position laufen sie mit verblffender ,schnelligkeit durch die ,zimmer4 ,dann schreien und brllen sie laut in tierischen ,tnen oder lassen die ,zunge schwarz und borkig weit zum ,munde heraushngen4 ,dann kommen wieder laszive ,stellungen1 ,beckenbewegungen und schamlose ,entblungen sehr oft vor4 ,sie schlieen dabei die ,augen und scheinen die ,halluzination sexuellen ,verkehrs zu erleben4 ,dazwischen schtteln sie blitzschnell den ,kopf1 werden von hystero-epileptischen ,krmpfen befallen mit ,schaum vor dem ,mund und folgender kataleptischer regungsloser ,starre oder flexibilis cerea mit automatischem ,einhalten der eigenartigsten ,stellungen4 ,am meisten bestrzte das ,verhalten der ,besessenen bei den ,exorzismen1 in der ,kirche oder berhaupt in ,gegenwart heiliger1 gottesdienstlicher bungen4 ,whrend die ,frauen in den ,zwischenzeiten normal schienen1 ihren ,verrichtungen nachgingen und tiefe ,verzweiflung ber ihren ,zustand an den ,tag legten1 brach1 sobald der ,exorzismus begann1 der ,paroxysmus mit voller ,macht aus4 ,die vorher gesitteten ,mdchen benahmen sich nun wie die ,furien4 ,mit wsten ,schimpfworten1 wie sie dem ,pbel eigen sind und von denen man nicht wissen konnte1 wie sie die ,nonnen kennen gelernt hatten1 zogen sie gegen alles ,heilige los4 ,sie schalten ber die wtenden ,schmerzen1 die ihnen der ,anblick der heiligen ,kultobjekte verursache und verlachten die ,ohnmacht des beschwrenden ,priesters4 ,dann wanden sie sich wieder -- meist unter lasziven ,reden -- unter ,krmpfen und ,verdrehungen am ,boden4 ,da die ,nonnen den ,priester ,urbain ,grandier als ,veranlasser ihrer ,besessenheit nannten und dieser beim ,versuch sie zu beschwren fast in ,stcke gerissen worden wre1 wurde er grausam gefoltert und dann hingerichtet4 ,nachdem sich dieser ,wahnsinn auch auf die stdtische und lndliche ,umgebung des ,klosters ausgebreitet hatte1 erlosch er erst nach #i ,jahren#f4 99 99 99 99 99 ,ein ,wahnsinn1 der der ,groartigkeit nicht ermangelt1 befiel die ,hugenotten nach der ,aufhebung des ,ediktes von ,nantes durch ,ludwig ,,xiv4 im ,jahre #afhe4 ,diese ,handlung des alternden ,sonnenknigs1 bei der man zweifeln kann1 ob sie mehr ein ,akt der ,dummheit oder der ,niedertracht war1 hatte der allliebenden ,kirche1 die ihren ,grundstzen damals so getreu blieb1 wie in den ,zeiten der ,albigenser oder ,stedinger1 das ,schwert in die ,hand gedrckt4 ,in den ,landschaften ,dauphin1 ,vivarais und in den ,cevennen wurde jede kalvinistisch-protestantische ,religionsbung mit den grausamsten ,maregeln unterdrckt1 ,geistliche hingerichtet1 ,gter konfisziert und dennoch die ,auswanderung aufs hrteste bestraft4 ,in dieser ,not ergriff die einfachen ,bauern1 zunchst der ,dauphin1 das ,feuer gttlicher ,inspiration4 ,sie sahen die ,wiederkunft ,christi nahe und erklrten sich selbst fr den auferstandenen ,heiland4 ,sie versprachen die ,truppen der ,regierung durch den heiligen ,geist selbst in die ,flucht zu schlagen1 ja buchstblich wegzublasen4 ,um das zu beweisen1 gingen die frommen ,bauern scharenweise und ohne ,furcht den ,regierungstruppen entgegen4 ,zunchst teilte man sich gegenseitig durch ,anblasen den heiligen ,geist mit1 dann begann man mit voller ,lungenkraft gegen den ,feind zu hauchen1 und zwar taten sich hier vornehmlich die ,frauen hervor1 die mit hellster ,stimme ,taratara schrien1 um dadurch die ,trompetenste ,jerichos nachzuahmen4 ,natrlich wurden die armen1 unwissenden1 frommen ,landleute wie die ,schafe von den ,regierungstruppen niedergemetzelt4 ,erst nachdem sich diese ,vorgnge so und so oft wiederholt hatten1 flohen sie und in der ,dauphin und ,vivarais wurde der ,widerstand endlich im ,blut erstickt4 brigens entspricht dem ,blasen eine hnliche ,tollheit in grauer ,vorzeit4 ,die ,messalianer1 eine hretische ,sekte des #d4 ,jahrhunderts1 machten das ,ausspucken zur religisen ,handlung1 in der ,hoffnung1 sich auf diese ,weise der ,teufel zu entledigen#g4 ,in den ,cevennen jedoch ward der ,widerstand weit hartnckiger4 ,nachdem die ,erwachsenen schlielich der schonungslosen ,gewalt gewichen waren1 begann der ,geist die zarten ,kinder zu erfassen1 wiewohl man ,sorge getragen hatte1 sie gut katholisch zu erziehen4 ,die ,drfer vereinigten sich zu gemeinsamen ,betversammlungen1 in denen gewhnlich ein als ,prophet anerkannter ,mann den ,vorsitz fhrte4 ,zunchst kamen feurige ,ermahnungen zum ,ausharren1 dann ,absingen von ,psalmen und daraufhin einstimmig der ,ruf ,erbarmen4 ,hierauf strzt pltzlich der ,vorsitzende mit einigen aus der ,versammlung nieder1 entweder in vollen ,konvulsionen mit schumendem ,mund oder nur unter starkem ,zittern am ganzen ,krper oder klonischem ,zucken von ,kopf und ,schultern 7daher rhrt der ,name ,trembleurs des ,cvennes74 ,die ,leute schilderten dabei das ,gefhl1 als ob im ,hinstrzen ein ,hammerschlag sie getroffen htte4 ,nach dem ,erwachen beginnt sofort einer in erhobenem ,ton und pathetisch zu prophezeien1 vom ,untergang des groen ,babylons1 d4 h4 der katholischen ,kirche1 dem ,siege ihrer ,sache1 der ,erscheinung ,gottes mit allen ,engeln voll ,glorie1 feurigen ,ermahnungen zum ,ausharren usw4 ,ferner reden sie oft stundenlang in einer fremden ,sprache mit sonderbaren ,wortbildungen1 das frhere in ,zungen reden4 ,verstummte der eine1 so wurde durch ,anblasen der ,geist auf einen anderen bertragen1 dieser fiel sofort nieder1 wand sich in ,krmpfen1 prophezeite darnach und so ging es fort4 ,viele hatten allerdings nur die ,krmpfe1 ohne dann zu prophezeien4 ,an diesen merkwrdigen ,andachten beteiligten sich viele ,tausende mit dem grten ,eifer1 mit ,extasen und ,krmpfen4 ,fr einen1 der hingerichtet wurde1 standen zehn neue auf1 wie die ,schergen des ,knigs klagten4 ,schlielich kamen die ,kinder an die ,reihe4 ,man schtzt sie auf #hjjj6 ,darunter waren ganz junge im ,alter von #c-e ,jahren4 ,wenn den ,kindern auch die ,krmpfe fehlten1 so hatten sie dafr doch um so glnzendere ,visionen und besonders die gttliche ,inspiration1 die sich in einem ganz hnlichen pathetischen ,redestrom uerte1 wie bei den ,erwachsenen4 ,der ,eindruck dieser ,versammlungen war so stark1 da frhere ,gegner und ,katholiken mit vom ,geist ergriffen wurden1 ebenfalls zu prophezeien begannen und sich den ,hugenotten anschlossen4 ,die ,gesamtdauer dieser ,bewegung ist auf #bj ,jahre anzusetzen4 ,am heftigsten war sie um #afhi4 ,sie erlosch selbst bei den vielen1 die nach ,england ausgewandert waren1 nicht vor ,ablauf von ,jahren4 brigens waren die gleichen ,personen auerhalb ihrer ,paroxysmen todesmutige und uerst unerschrockene ,verteidiger ihrer ,sache auf dem ,schlachtfelde#h4 99 99 99 99 99 ,da die katholische ,kirche durch ihre wahnwitzige ,teufels- und ,hexentheorie1 sowie durch ihre ,verfolgung der ,hexen und ,hexenmeister diesen frchterlichen ,bldsinn noch gewaltsam zu einer ,zeit aufrecht erhielt1 wo das ,volk schon lngst angefangen hatte ihn abzulegen -- nicht die einzige ,dummheit1 die durch die kirchliche ,autoritt aufrecht erhalten wurde und wird -- ist eine schon hufig betonte ,tatsache4 ,aber auch eine andere merkwrdige ,erscheinung1 die ,lykanthropie1 ist auf die ,einwirkung der alleinseligmachenden ,kirche zurckzufhren4 ,diese ,lykanthropie besteht in dem ,wahn oder namentlich in der ,furcht1 da ,menschen zu reienden ,tieren werden1 oder da ,kinder durch ,hexen in ,werwlfe verwandelt werden knnen4 ,eine solche merkwrdige ,epidemie kam in den ,jahren #aeih-afjj im schweizerischen ,jura zu ,st4 ,claude bei ,freiburg vor4 ,einige ,frauen bildeten sich ein1 sie seien ,werwlfe1 und eine fiel auch wirklich ,kinder an und ttete sie4 ,die ,untersuchung wurde mit christlicher oder doch kirchlicher ,milde gefhrt4 ,da es ganz klar auf der ,hand lag1 da es sich hier um einen ,satansbund handelte1 so lie der ,richter ,bouquet #fjj ,personen aus der ,jura ,landschaft hinrichten4 ,harmloser war die sogenannte ,laira-,krankheit1 die im ,jahre #afac die ,gemeinde ,amon bei ,dax in ,sdfrankreich ergriff4 ,mehr als hundertundzwanzig ,frauen1 sicher ein sehr hoher ,prozentsatz der weiblichen ,bevlkerung der ,ortschaft1 wurde von dem merkwrdigen ,drange ergriffen1 laut und andauernd ein heulendes ,bellen1 so wie die den ,vollmond anbellenden ,hunde1 auszustoen4 ,ferner wlzten sie sich wtend am ,boden herum1 schlugen um sich1 bissen und benahmen sich wie wilde ,tiere4 ,am heftigsten wurde das ,bellen1 wenn die ,frauen zum ,gottesdienst versammelt waren4 ,natrlich waren auch hier wieder ,hexen schuldig1 die sich deutlich dadurch verrieten1 da die ,besessenen die ,nhe einer solchen durchs ,gefhl merkten und sofort einen heftigen ,anfall bekamen4 ,allein die ,hexen waren so zahlreich1 da auer den ,richtern und den ,besessenen die ,mehrzahl der ,ortsbewohner verdchtigt worden waren1 da man sich damit begngte1 nur eine beschrnkte ,anzahl hinzurichten1 darunter allerdings einige1 die selbst von dem ,wahne befallen waren4 ,das strte die ,richter aber in keiner ,weise1 da ja der ,teufel1 wie sie meinten1 den ,hexen die ,list eingeflt habe1 die ,krankheit nur vorzutuschen#i4 99 99 99 99 99 ,bei den franzsischen ,jansenisten grassierte von #agbh-agci ein uerst absonderlicher ,massenwahn4 ,ein sehr gutmtiger und asketischer ,almosenpfleger namens ,franois de ,paris war #agbg gestorben und hatte sich im ,testament als geheimen ,jansenisten bekannt4 ,er wurde auf dem kleinen ,pariser ,st4 ,medardus-,friedhof begraben1 aber spter vom ,papste wegen seines ,bekenntnisses verleugnet4 ,sofort nach seinem ,tode begannen suggestive ,wunderheilungen von oft zwanzigjhrigen hysterischen ,lhmungen und sonstigen hysterischen ,symptomen4 ,das erregte das grte ,aufsehen1 eine ,vlkerwanderung auf den ,friedhof begann und bald waren dort hysterische ,krmpfe und ,extasen an der ,tagesordnung4 ,bald kam eine ganze ,tanzseuche auf nach ,art des groen ,veitstanzes4 ,mnner und ,frauen hpften unter allen mglichen ,verdrehungen umher1 die ,frauen besonders liebten es ohne ,rcksicht auf das ,schamgefhl1 auf dem ,kopf zu tanzen4 ,alles wirbelte durcheinander1 man verschlang ,kieselsteine und glhende ,kohlen1 ,frauen lieen sich von ,mnnern den aufgetriebenen ,leib eindrcken 7vgl4 ,kultur-,kuriosa ,i1 ,s4 #agh;f47 usw4 ,besonders auffllig war ein hinkender ,abb1 der auf dem ,grabmal selbst stehend1 als ,virtuosenstck den ,karpfensprung unermdlich ausfhrte und behauptete1 da dadurch sein kurzes ,bein sich verlngere4 ,in dem allgemeinen ,tanze hrte man ein ,seufzen1 ,heulen1 ,deklamieren1 ,prophezeien und ,miauen4 ,als der ,unfug zu stark wurde1 lie ,knig ,ludwig ,,xv4 den ,kirchhof schlieen und den ,eingang bewachen1 woher das witzige ,epigramm stammt3 ,de par le roi dfense ,dieu ,de faire miracles en ce lieu4 ,statt nun dadurch ein ,aufhren der ,seuche zu erzielen1 brach sie im ,gegenteil jetzt allenthalben in mitten von ,paris aus4 ,man sah die ,konvulsionre in den ,hfen und auf den ,straen1 bis man sie einsperrte1 was in wenig ,tagen #fj ,geistliche ereilte4 ,hierauf trat eine neue ,form der merkwrdigen ,seuche auf1 indem die ,askese berhand nahm4 ,einige ltere ,mnner fasteten bis zu #dj ,tagen1 davon #ah ,tage absolut4 ,einer hatte sich einen ,drehkrampf angewhnt4 ,auf dem einen ,absatz drehte er sich whrend #a-a_/b-b ,stunden tglich blitzschnell herum -- bis zu #fj ,touren in der ,minute -- und las dabei noch laut aus einem ,erbauungsbuche4 ,eine ,frau lie sich ber offenem ,feuer einige ,minuten rsten1 andere saugten die belriechenden gangrnsen ,geschwre aus4 ,dann gab es wieder alle erdenklichen ,konvulsionen3 ,emporschnellen aus liegender ,position1 ,krhen wie ,hhne1 ,bellen wie ,hunde1 unanstndige ,purzelbume1 auch ,visionen1 ,prophezeiungen und ,wunderheilungen durch ,hndeauflegen kamen vor4 ,die extravagantesten ,formen nahm die ,seuche gegen ihren ,schlu an4 ,da gab es sogenannte ,secours1 die die ,frauen angeblich zur ,erleichterung mit sich vornehmen lieen und die darin bestanden1 da der ,leib mit ,latten1 bis zu #cjjj mal1 geschlagen wurde1 da der ,kopf in einer starken ,schlinge eingeschnrt wurde1 die mehrere ,mnner zogen4 ,man warf ferner ,personen in ,tchern in die ,hhe1 lie ,kopf und ,beine auseinander ziehen usw4 usw4 ,und zwar nahmen jeweils mehrere ,mnner zugleich diese ,prozeduren an den ,mdchen1 ihren bizarren ,wnschen folgend1 vor#aj4 ,nunmehr entstand eine ,manie1 sich kreuzigen zu lassen4 ,unter der geistlichen ,fhrung eines ,herren ,de la ,barre wurden vier ,nrrinnen derart suggeriert1 da sie sich jeweils am ,karfreitag vor einem gewhlten ,publikum ans ,kreuz schlagen lieen1 wo sie eine ,stunde und darber blieben4 ,dann zog man die ,ngel heraus und die ,wunden hatten ,zeit bis zur nchsten ,prozedur zu verheilen4 ,das wichtigste ,suggestivmittel waren auch die oben schon kurz erwhnten ,secours4 ,sie bestanden in gewaltsamen ,zerrungen des ,krpers1 ,fausthieben auf die ,brust1 taktmigem ,dreschen des ,kopfes mit den ,fusten 7faire le moulinet71 das von vier bis fnf ,personen an der ,konvulsionrin vorgenommen wurde1 ,pressen von ,kopf und ,bauch usw4 ,herr de la ,barre lie seine ,opfer auch mit ,holzkltzen auf die ,brust schlagen und behauptete1 da sie dadurch nicht verletzt wurden1 um anzudeuten1 da auch die ,kirche aus allen ,verfolgungen unberhrt hervorgehe4 ,barre erzhlte einem ,augenzeugen von den ,kreuzigungen3 ,gott befiehlt zuweilen zwei oder drei derselben 7nmlich der ,ekstatikerinnen71 eine zu ,fen der anderen zu kreuzigen4 ,man kann nicht umhin1 davon gerhrt zu werden1 denn es gewhrt einen wirklich recht hbschen ,anblick4 ,aus dieser uerung geht sehr klar hervor1 da es dem geistlichen ,herren weniger um eine fromme ,handlung1 als um ,befriedigung einer perversen ,wollust zu tun war4 ,seine ,opfer aber handelten aus reiner ,dummheit4 ,eine andere ,gruppe von ,nrrinnen stand unter ,geistlichen1 deren ,anfhrer ein ,p4 ,cottu war4 ,sie wurden fr die ,kreuzigung am ,karfreitag ebenfalls durch secours prpariert1 auerdem versuchte man die von den ,ngeln zu durchbohrenden ,stellen durch ,waschen mit dem ,wasser vom ,grabe des heiligen ,paris unempfindlich zu machen4 ,merkwrdig ist1 da die ,gekreuzigten angaben1 keinen ,schmerz zu empfinden4 ,die soeur ,franoise starb #agfj1 wie es scheint wesentlich infolge der erlittenen secours4 ,auf dem ,sterbebett wollte der ,pater ,cottu ihr noch mit einigen secours-,hieben zu ,hilfe kommen4 ,der anwesende ,arzt hinderte ihn daran4 ,eine ,viertelstunde spter war sie eine ,leiche#aa4 ,noch im ,jahre #ahbc trug sich etwas hnliches in ,wildensbuch1 einem kleinen ,weiler im ,norden des ,kantons ,zrich zu4 ,die ,hauptheldin war ,margarete ,peter von ,wildensbuch1 ein junges ,bauernmdchen4 ,sie verstand es1 ihrer ,umgebung ihre religisen ,phantasien einzuflen und fhrte mit ihnen1 bewaffnet mit allen mglichen ,instrumenten1 ,kmpfe gegen den ,teufel und ,dmonen auf4 ,als heilige ,gret verehrten sie die ,landleute1 wiewohl ihrem ,seelenbunde mit einem hnlich veranlagten ,schuster ein ,kindlein entsprossen war4 ,nach mancherlei tumultuarischen ,szenen erffnete ,margarete am #ae4 ,mrz #ahbc den ,ihrigen3 ,wenn ,christus siegen und der ,satan vllig berwunden werden msse1 dann sei es notwendig1 da ,blut fliee4 ,zudem habe ,gott ihr in der letzten ,nacht groe ,dinge offenbart1 die heute zustande kommen mten4 ,sie habe sich fr viele ,seelen verbrgt1 besonders fr die ihres ,vaters und ihres ,bruders ,kaspar4 ,niemand drfe sich jetzt weigern1 sein ,leben fr ,christus zu lassen4 ,sie lie nun in ihre ,kammer ihre ,anhnger und ,anhngerinnen kommen1 zwlf an der ,zahl1 und das widerliche ,schauspiel begann4 ,zunchst machte sie der ,umgebung klar1 da nunmehr ,blut flieen msse1 damit viele tausend ,seelen gerettet wrden4 ,sie befahl allen1 sich auf ,brust und ,stirn zu schlagen1 damit dem ,teufel die ,gewalt ber sie genommen wrde4 ,dann versetzte sie ihrem ,bruder ,kaspar mit einem eisernen ,keile so heftige ,hiebe auf ,kopf und ,brust1 da er ohnmchtig zu werden begann4 ,es fiel dem ,dummkopf aber keineswegs ein1 sich zu wehren4 ,whrend sie losschlug1 rief sie3 ,sehet1 wie der ,teufel die ,hrner aus dem ,kopfe des ,kaspar hervordrngen will1 -- sehet1 wie sie aus der ,brust herauskommen6 ,und die fromme ,gemeinde sah es auch wirklich6 ,sie lie dann von ihrem bel zugerichteten ,bruder ab1 und behandelte andere mit einem hlzernen ,hammer4 ,das war aber nicht ausreichend4 ,auf ihre ,frage1 ob die ,anwesenden fr die armen ,seelen sterben wollten1 erhielt sie ein einstimmiges ,ja zur ,antwort4 ,sie begngte sich aber vorerst mit ihrer ,schwester ,elisabetha4 ,diese schlug sich zunchst selbst mit einem hlzernen ,schlgel auf den ,kopf1 dann legte sie sich quer ber das ,bett und forderte ,margarete auf1 sie sofort totzuschlagen4 ,sie wurde dann auch erschlagen1 nachdem die heilige ,gret versprochen hatte1 sie am dritten ,tage wieder auferstehen zu lassen4 ,sie lie sich ohne einen ,laut des ,schmerzes mit einem eisernen ,keil den ,kopf zerschmettern und sagte noch unter den ,todesstreichen3 ,ich lasse mein ,leben fr ,christus4 ,grausiger war das ,ende der ,heiligen selbst4 ,neben der ,leiche ihrer ,schwester auf dem ,bette sitzend1 schlug sie sich den ,kopf blutig und befahl ihrer ,anhngerin ,kndig1 die auch beim ,tode der ,schwester mitgewirkt hatte1 ihr noch weitere ,wunden beizubringen1 denn ,christus in ihr habe gegen seinen ,vater fr so viele tausend ,seelen ,brgschaft versprochen2 erst jetzt msse noch mehr ,blut flieen2 sie msse sterben und sich selbst opfern4 ,schlag zu1 ,gott strke deinen ,arm6 rief sie der zgernden ,freundin zu4 ,sie lie sich dann1 ohne die geringste uerung von ,schmerz1 von der ,kndig mit einem ,schermesser einen ,kreisschnitt um den ,hals und einen ,kreuzschnitt auf die ,stirne machen4 ,hierauf mute die ,kndig auf ihren ,befehl1 damit die ,seelen erlst und der ,satan berwunden werde1 die ,kreuzigung an ihr vornehmen4 ,sie legte sich auf ,holzstcke und lie sich von der ,freundin1 die sie mit ,gott strke deinen ,arm und der ,verheiung nicht nur die tote ,schwester aufzuerwecken1 sondern auch selbst nach drei ,tagen wieder aufzuerstehen1 anfeuerte1 ,ngel durch ,fe und ,hnde1 durch jedes ,ellbogengelenk und durch die beiden ,brste schlagen4 ,eine andere ,nrrin half dabei4 ,whrend der ,kreuzigung rief sie unaufhrlich3 ,gott strke deinen ,arm6 ,ich fhle keinen ,schmerz6 ,es ist mir unaussprechlich wohl6 ,sei du nur stark1 damit ,christus berwinde4 ,als sie nun1 ohne jegliche ,schmerzuerung1 gekreuzigt war1 forderte sie1 man solle ihr einen ,nagel ins ,herz schlagen1 oder ihr den ,kopf spalten4 ,die ,kndig versuchte ihr demgem ein ,messer in den ,kopf zu treiben4 ,da es sich krmmte und sie gleich darauf begehrte1 man solle ihr den ,kopf einschlagen1 taten es die ,kndig und ein weiterer ,anhnger mit einem ,stemmeisen#ab4 ,wenige ,jahre vorher1 #ahag1 war in dem sterreichischen ,dorfe ,ampfelwang etwas hnliches passiert4 ,veranlat war die fanatische ,bewegung durch den dortigen katholischen ,pfarrer ,pschl1 der die ,kpfe seiner ,gemeinde mit nrrischen ,ideen von einer nahen ,judenbekehrung1 dem bevorstehenden ,ende der ,welt und hnlichem fllte4 ,da er durch die ,regierung versetzt wurde1 sah sich die ,gemeinde1 in der dieser ,bldsinn ,wurzel gefat hatte1 gezwungen1 sich ein neues ,haupt zu geben4 ,sie whlte sich also den ,bauern ,joseph ,haas1 einen leidenschaftlichen ,anhnger ,pschls1 zum geistlichen ,fhrer4 ,dieser gewann in ,krze die ganze ,gemeinde mit ,ausnahme einer einzigen ,familie fr seine ,ideen4 ,die ,pschelianer waren sich bald darber klar1 da in dieser ,familie der ,antichrist stecken mte1 weigerte sie sich doch den gemeinschaftlichen ,andachtsbungen beizuwohnen4 ,da man sie deshalb umbringen mute1 war selbstverstndlich und es geschah auch unter dem ,zauberworte der ,herr will es4 ,doch man sann auf neue fromme ,taten1 wozu gerade die ,karwoche die beste ,gelegenheit bot4 ,die ,frage wurde aufgeworfen1 ob ,gott1 da ihm doch der fr die ,brder erfolgte ,tod ,christi angenehm war1 wohl auch ,gefallen daran finden wrde1 wenn ein ,mitglied der ,gemeinde fr die andern ,brder und ,schwestern den ,opfertod erlitte4 ,natrlich bejahte man sie und beschlo durch das ,los eines der ,gemeindemitglieder als ,opfer zu bestimmen4 ,da zuerst der ,fhrer ,haas gezogen wurde1 man ihn aber fr unentbehrlich hielt1 warf man das ,los zum zweiten ,male mit dem ,erfolg1 da es auf ein #ag- bis #ah;jhriges ,mdchen fiel4 ,es jubelte laut ber die ,gnade1 fr die ,brder und ,schwestern wie ,christus sterben zu drfen1 nur bat sie1 ihr auch die ,martern ,christi zuzufgen4 ,man schneidet ihr den ,kopf bis aufs ,gehirn auf1 als sie aber1 bisher jubelnd1 nun zu wimmern begann1 wurde sie vllig erschlagen4 ,nun erwartete ihre ,gemeinde betend ihre ,auferstehung gleich der ,christi1 da sie doch wie dieser gestorben war4 ,vorher schnitt man ihr noch das ,herz auf1 um darin mystische ,figuren zu finden4 ,whrend die ,glubigen die ,auferstehung erwarteten1 wurden sie verhaftet#ac4 99 99 99 99 99 ,zu den grausigsten uerungen der ,dummheit gehrt wohl unzweifelhaft in neuerer ,zeit die russische ,sekte der ,skopzen1 d4 h4 der ,selbstverstmmler4 ,sie zhlt mehrere tausend ,anhnger1 meistens aus dem niederen ,volke1 besonders ,soldaten1 aber auch sehr reiche ,kaufleute1 die groe ,geldsummen dafr1 frher namentlich zur ,bestechung der ,obrigkeit1 hingeben4 ,sie berufen sich fr ihren ,wahnwitz auf zwei ,bibelstellen 7,matth4 #ai1 #ab und ,luk4 #bc1 #bi71 wiewohl in der ersteren nur von ,verschnittenen die ,rede ist1 ohne jede ,nutzanwendung1 es in der zweiten aber heit3 ,die ,zeit wird kommen1 wo man sagen wird3 selig sind die ,unfruchtbaren1 die ,leiber1 die nicht geboren1 die ,brste1 die nicht gesugt haben4 ,das ist aber vllig gengend1 und vielleicht noch weniger wre es1 denn die ,dummheit stellt sehr bescheidene ,ansprche an das ,material1 aus dem sie ihre ,schlsse zieht4 ,die eigentliche ,lehre der ,sekte nimmt an1 da der ,sndenfall ,adams die geschlechtliche ,vermischung gewesen sei1 denn die ,menschen sollten sich nur durch heilige ,ksse fortpflanzen4 ,aus dieser ersten ,snde seien alle brigen gekommen und die ,welt sei jetzt sehr verderbt4 ,die ,hauptlehre ,christi1 die ,erlsung1 bestehe aber in nichts anderem1 als der ,feuertaufe1 d4 h4 der ,entmannung durch glhendes ,eisen4 ,diese1 jetzt durchs ,messer ausgefhrt1 besteht entweder in vollstndiger ,entfernung oder in ,kastration1 das groe und kleine ,siegel4 ,damit verbinden sich chiliastische ,ideen4 ,im ,anfange des #ai4 ,jahrhunderts war ein gewhnlicher ,bauer ,seliwanoff der inkarnierte ,christus und auch zugleich der ,zar ,peter ,,iii41 der nicht wirklich gettet worden sein soll4 ,dagegen ist der herrschende ,zar der ,antichrist4 ,ferner fordern die ,skopzen geheime ,versammlungen1 in denen wildes ,tanzen und ,singen1 inspiriertes1 sinnloses ,predigen und wohl auch wirklich ekstatische ,zustnde die ,hauptsache sind4 ,die ,neubekehrten werden dabei in narkotischen ,schlaf versetzt und dann entmannt1 die ,weiber verschneiden ihre ,brste4 ,geschlechtlicher ,verkehr ist die grte ,snde4 ,deshalb fluchen die ,skopzen ihren eigenen ,eltern4 ,trotz aller ,verfolgungen besteht die ,sekte noch heute4 ,eine sicherlich nicht minder furchtbare ,sekte1 wie die ,skopzen1 ist in ,ruland die der ,teufelsanbeter1 die dem ,satan ,opfer darbieten4 ,ferner gibt es in ,sibirien die ,morelschiki1 die es fr ihre ,pflicht halten1 sich ,gott ganz darzubieten und sich in ganzen ,scharen gegenseitig niederstechen und verbrennen4 ,das taten im ,jahre #ahfh auf dem ,gute eines ,herrn von ,gurieff an der ,wolga #dg ,mnner und ,frauen gleichzeitig4 ,um #ahgj sollen hundert1 ja ,hunderte auf diese ,weise zugleich gestorben sein4 ,die ,geilersekte der ,chlysten1 die stndlich den ,weltuntergang erwartet1 sowie das ,reich des ,antichrist1 gert unter wilden ,tnzen und ,sngen in eine ekstatische ,wut1 wobei sie sich nicht nur selbst furchtbar mihandeln und durchpeitschen1 sondern im ,jahre #ahfi sich einmal auf die harmlosen ,zuschauer strzten und einige totprgelten4 ,im ,gouvernement ,kiew bei ,tiraspol weihten sich #be ,sektierer1 beinahe alle ,bewohner eines ,gehftes1 freiwillig dem ,opfertod1 indem sie sich auf ,anstiften einer ,frau den ,tod durch ,einmauernlassen und ,verhungern gaben#ad4 ,noch am ,ende des #ai4 ,jahrhunderts bestand in unserem so gesitteten und aufgeklrten ,europa1 nmlich in ,appelteren bei ,amsterdam eine ,sekte1 die mehrfach zu religisen ,zwecken geheime ,morde begangen haben soll4 ,gerichtlich konnten etwa #dj ,mitglieder ermittelt werden4 ,sicher ist1 da der ,knecht ,brinkman1 in ,diensten bei einem ,bauern ,scherf1 bei einer ,teufelsaustreibung ums ,leben kam4 ,man sprach bei einer ,versammlung dieser ultraorthodoxen ,protestanten im ,hause ,scherfs die berzeugung aus1 der ,teufel sei im ,hause und habe speziell von ,brinkman ,besitz ergriffen4 ,zunchst soll ,scherf nach dem ,beispiel ,abrahams seine eigenen #e ,kinder als ,opfer angeboten haben4 ,da man sie aber nicht im ,hause fand1 so ging man um #a ,uhr nachts1 sofort nach ,schlu der ,sitzung1 zu ,brinkman1 den man aus dem ,schlafe weckte4 ,scherf begann die ,teufelsbeschwrung1 worauf der ,knecht mit ,stangen und ,stcken von allen totgeschlagen wurde4 ,am nchsten ,tage richtete man fr die ,brder und ,schwestern ein festliches ,mahl her und sang dabei zahlreiche religise ,lieder4 ,bei der bald folgenden ,verhaftung gab der ,gemeindevorsteher ,spiering an1 er habe die feste ,absicht gehabt1 auch noch eines seiner ,kinder zu opfern#ae4 ,wer an den heute noch in der protestantischen theologischen ,literatur spukenden ,teufelsglauben sich erinnert1 wird sich nicht im mindesten darber wundern1 da ,bauern das praktisch ben1 was ihre ,seelenhirten theoretisch begrnden4 ,es lt sich ja berhaupt nicht in ,abrede stellen1 da alle diese ,massendummheiten auf kirchliche oder biblische ,einflsse zurckgehen4 ,entweder wird eine kirchliche theoretische ,forderung praktisch und im groen ,stile gebt1 wie wir es bei den verschiedenen ,formen der ,askese sahen4 ,oder es wird ein ,beispiel aus der ,geschichte unserer ,religion nachgeahmt1 wie etwa die ,kreuzigung ,christi1 oder aber eine in den ,evangelien enthaltene1 oder auch nur angedeutete ,lehre wird weiter entwickelt4 ,dahin gehrt der kirchlich -- vom ,katholizismus so gut wie vom ,protestantismus -- sanktionierte und in ein ,system gebrachte ,hexen- und ,teufelsglaube4 ,oder man beruft sich1 wie etwa die ,skopzen1 auf teils miverstandene1 teils isoliert betrachtete und ganz einseitig1 monomanisch1 zur ,lebensrichtschnur gemachte ,bibelstellen4 ,schlielich knnen die ,skopzen sich mit dem gleichen dogmatischen ,recht auf ein ,bibelwort hin verstmmeln1 wie das ,papsttum auf ein anderes1 seine ,macht des ,bindens und ,lsens aufbaut4 ,es ist eben immer eine ungeheure ,dummheit sich irgendeinem ,ausspruch1 irgendeiner ,autoritt mit ,kadavergehorsam zu unterwerfen1 auf ,buchstaben und ,worte zu schwren4 ,damit soll natrlich nicht gesagt sein1 da es nicht auch sehr klug sein kann1 sich die ,weisheit und ,lebenserfahrung anderer zunutze zu machen4 ,aber magebend soll eben doch stets die ,art der ,interpretation1 die ,kritik1 die ,beurteilung des ,falles1 kurz der eigene gesunde ,menschenverstand bleiben4 99 99 99 99 99 ,ein anderer religiser ,gedanke1 der auch auf die ,bibel zurckgeht1 ist der des tausendjhrigen ,reiches4 ,ja1 fr die ,wiederkehr ,christi knnen sich ,glubige sogar auf seine eigenen ,worte berufen4 ,da ist es nur natrlich1 wenn sie fr ihr ,leben die ,konsequenzen daraus ziehen4 ,die ,dummheit besteht eben auch hier wieder in der willenlosen ,unterordnung unter eine fremde ,autoritt4 ,aber auch diese ,willenlosigkeit1 dieser freiwillige ,verzicht auf ,kritik1 ist von den ,kirchen mit ,feuer und ,schwert gezchtet worden1 wie die ,geschichte der ,glaubensverfolgungen lehrt4 ,ist aber einmal das eigene ,urteil zum ,schweigen gebracht1 ist der ,fromme gezwungen mancherlei1 was ,vernunft und ,erfahrung widerspricht1 unter dem ,drucke kirchlicher ,autoritt bedingungslos zu glauben1 dann ist der ,geist fr die glubige ,hinnahme jeder ,ungeheuerlichkeit entsprechend prpariert4 brigens hat die gewissenhafte ,befolgung des ,wachet und betet auch manches ,gute im ,gefolge und die ,verirrungen der ,chiliasten sind im ,vergleich mit jenen1 die wir oben kennen lernten1 recht harmloser ,natur4 ,einer solchen ,form der ,narretei huldigt eine ,sekte in ,amerika1 die sich ,shaker nennt und ,mitte vorigen ,jahrhunderts etwa #djjj ,mitglieder zhlte4 ,auch sie sind ,chiliasten1 unterscheiden sich aber nicht unwesentlich von zahlreichen ,glaubensgenossenschaften1 die gleichfalls an die ,wiederkehr des ,messias glauben1 dadurch1 da sie vom bereits erfolgten ,eintritt dieses ,zustandes fest berzeugt sind4 ,und zwar war es ein weiblicher ,messias1 namens ,ann ,lee1 in der die ,wiederverkrperung ,christi zu erblicken ist4 ,diese ,ann ,lee1 die zu ,bolton in ,lancashire #ageh einer kleinen ,gemeinde von ,mystikern beitrat und durch mancherlei ,verfolgungen sich gentigt sah1 im ,jahre #aggb nach ,amerika auszuwandern1 ist als ,schwester und ,braut ,christi die einzige ,heilige1 die die ,shaker verehren4 ,die ,lehre ist sehr einfach3 ,im ,jahre #deb begann mit der ,begrndung der ppstlichen ,macht das ,reich des ,antichrists1 das nach der ,offenbarung ,johannis dem zweiten irdischen ,auftreten des ,heilandes vorangehen soll4 ,seit der ,reformation1 die den groen ,drachen nicht ttete1 sondern nur in zwei ,teile zerri1 nahm dieses ,reich allmhlich wieder ab4 ,whrend dieser ,herrschaft des ,antichrists war der gttliche ,geist ,christi in den ,himmel zurckgekehrt1 um dort seine ,wiederkunft in und mit der heiligen ,braut1 welche die ,tochter der ewigen ,weisheit ist1 vorzubereiten4 ,anno #agdg lie er sich auf ,ann ,lee herab1 um durch eine zweite ,erlsung der ,menschheit sein tausendjhriges ,reich zu grnden1 in dem die ,snde keine ,sttte hat4 ,die friedliche1 arbeitsame und berhaupt brave ,gemeinde scheut vor allem jeden geschlechtlichen ,verkehr4 ,gott feiert sie durch tgliche ,tnze1 nach flotten ,melodien4 ,warum sollten allein die ,beine den ,schpfer nicht loben drfen#af8 ,schlimmer war die ,millermanie in ,amerika1 die verursacht wurde durch die ,prophezeiungen eines gewissen ,william ,miller 7geb4 #aggb1 #ahdi7 aus dem ,staate ,neu-,york4 ,seit dem ,jahre #ahca kndigte er das ,erscheinen des ,herrn am ,himmel an1 sowie das ,ende aller ,dinge fr den ,mrz #ahdc4 ,in ,neu-,york1 ,maine1 ,massachusetts und anderwrts scharten sich ,leute1 denen er seine ,wahnideen zu suggerieren verstand1 um ihn4 ,als ,adventisten1 wie sie sich im ,glauben an die ,wiederkehr ,christi in sichtbarer ,gestalt nannten1 verloren sie alles ,interesse an irdischen ,dingen4 ,sie gaben ihre ,geschfte auf1 berlieen zum ,teil ihre ,familien dem ,elend1 um in ,versammlungen zu beten und zu predigen und sich auf diese ,weise fr den groen ,tag vorzubereiten4 ,als dieser aber nicht eintraf1 trstete man sich mit der ,annahme1 da die ,berechnung des ,datums falsch sei und die ,prophezeiung sich am #bb4 ,november #ahdd nach jdischem ,kalender erfllen msse4 ,manche ,anhnger der ,millersekte verfielen infolge der andauernden religisen ,exaltation in unheilbare ,geisteskrankheit1 whnten sich im ,himmel oder verzichteten auf ,nahrung1 weil sie nurnoch die ,kost der ,engel bentigten4 ,als nun auch das zweite ,datum sich als falsch herausstellte1 gengte selbst diese ,enttuschung nicht1 die ,adventisten von ihrer ,torheit zu heilen4 ,vielmehr war die einzig bedeutsame ,folge lediglich die1 da die ,anhngerschaft sich in mehrere ,sekten spaltete4 ,noch heute gibt es in ,amerika gegen #fejjj solcher sonderbarer ,heiliger1 whrend die europische ,generalkonferenz im ,jahre #aija mit ,stolz auf eine ,gemeinde von #ggjj ,seelen blicken konnte#ag4 ,eine ebenbrtige ,sekte grndete der gnzlich ungebildete ,rademacher ,kondrat ,maljwanni in ,sdruland4 ,die ,eltern dieses ,analphabeten waren ,potatoren und er selbst bis zum #dj4 ,lebensjahre dem ,trunk ergeben4 ,trotz oder wegen aller dieser ,umstnde gelang es ihm in den achtziger ,jahren des letzten ,jahrhunderts eine groe und begeisterte ,gemeinde um sich zu versammeln4 ,auch er predigte den nahen ,weltuntergang und verstand es denen1 die nicht alle werden1 klarzumachen1 da dieses ,ereignis auf ihr ,schicksal von gnstigem ,einflu sei4 ,sie gaben ihre ,arbeit auf und verkauften oder verschenkten ihr ,eigentum4 ,bei den gemeinsamen ,andachtsbungen der ,maljwannisten kommt es unter den ,versammelten hufig zu hysterischen ,anfllen4 ,unter allgemeinem ,lrm1 ,geschrei und ,durcheinander sieht man die einen hinstrzen wie vom ,blitze getroffen1 andere entzckt oder klglich schreien1 weinen1 springen1 in die ,hnde klatschen1 sich selbst gegen die ,stirn oder vor die ,brust schlagen1 an den ,haaren reien1 mit den ,fen stampfen1 tanzen1 alle mglichen ,tne und ,rufe von sich geben1 entsprechend den verschiedenen ,emotionszustnden wie ,freude1 ,glck1 ,verzweiflung1 ,furcht1 ,entsetzen1 ,erstaunen1 ,andacht1 dem ,ausdrucke psychischen ,schmerzes1 der ,geruchs- oder ,geschmackswahrnehmung usw4 ,noch andere ahmen ,hundegebell1 ,pferdewiehern und sonstige ,tiere nach#ah4 ,besonders merkwrdig war bei dieser ,erscheinung1 da ,maljwanni es verstand1 bei seinen ,anhngern fast genau dieselben ,wahnideen hervorzurufen1 die ihn selbst erfllten4 ,er suggerierte zunchst ,personen aus seiner ,umgebung1 die eine gewisse ,neigung zu religiser ,exaltation besaen1 seine ,wahnideen1 und diese sorgten dann ihrerseits fr deren ,weiterverbreitung4 ,diese psychopathische ,epidemie nahm schlielich einen so bedrohlichen ,umfang an1 da nur durch die ,einmischung der russischen ,regierung ,einhalt getan werden konnte4 ,eine ganz analoge ,bewegung haben wir im ,lazarettismus zu sehen4 ,er ist als ,erscheinung deshalb so interessant1 weil er beweist1 da noch heute1 genau wie vor ,jahrtausenden1 ein religiser ,fanatiker sein ,publikum findet4 ,die ,bewegung gewinnt an ,bedeutung1 wenn man bercksichtigt1 mit welcher ,energie die katholische ,kirche ,sonderbestrebungen zu bekmpfen wei und nicht minder durch ihr ,auftreten auf dem uralten ,kulturboden ,italiens4 ,der ,vater der zu betrachtenden ,sekte war ,david ,lazaretti1 #ahcd in ,arcidosso geboren1 seines ,zeichens ,karrenfhrer 7barocciaio74 ,er stammte aus einer ,familie1 in der religiser ,wahnsinn vorgekommen war1 besa ,intelligenz und war ein schner1 stattlicher ,mann4 ,auf eine ,erscheinung der ,madonna im ,jahre #ahff hin1 brachte er einige ,monate bei einem ,einsiedler in ,montorio ,romano zu4 ,das ,resultat dieser frommen ,zurckgezogenheit war ein ,stigma an der ,stirn1 bestehend in dem von ,strahlen und ,dornen umgebenen ,herzen ,jesu4 ,war er auch nicht gerade auf sehr wunderbare ,weise zu diesem ,zeichen gekommen -- er hatte es durch ,glheisen und ,ttowierung hervorgerufen -- so lt sich denken1 da es im gegebenen ,moment seine ,wirkung nicht verfehlte4 ,aus dem frheren ,trinker und ,flucher wurde durch religise ,halluzinationen ein ,asket und ,schwrmer1 der zum ,volke predigte und durch ,prophezeiungen1 ,versprechungen und ,drohungen auf die lndliche ,bevlkerung groen ,einflu zu gewinnen verstand4 ,so konnte er1 gefrdert durch groes ,selbstgefhl1 zunchst die ,gesellschaft der christlichen ,familien1 die #hj ,familien umfate1 aus der ,bevlkerung von ,monte ,amiata grnden4 ,die ,kolonie lebte unter ,fhrung ihres ,propheten1 fr den sie sogar ,frondienste tat1 um ihn der profanen ,feldarbeit zu entheben1 mehrere ,jahre lang in genossenschaftlichem ,kommunismus4 ,lazaretti begngte sich nicht damit1 immer geheimnisvoller zu prophezeien und heftig auf alle ,andersglubigen1 besonders die ,protestanten1 zu fluchen1 sondern ordnete auf dem ,monte ,labbro1 den er sich zum ,sitze seines geistlichen ,frstentums erkor1 den ,bau eines ,turmes an4 ,seine ,gemeinde widmete sich dieser ,arbeit mit ,feuereifer1 vom frhen ,morgen bis zum spten ,abend in ,wind und glhender ,sonne ,steine tragend4 brigens wurde der ,turm nicht vollendet4 ,der religise ,wahnsinn zeigte bei ,lazaretti immer groteskere ,formen4 ,er schrieb an den ,knig von ,italien1 an die ,frsten der ,christenheit1 umgab sich mit ,aposteln und suchte in uerlichkeiten1 so weit es eben ging1 ,christus nachzuahmen4 ,so hatte er seinem ,apostel ,petrus als ,symbol seines ,amtes zwei ,schlssel aus ,pappdeckel kreuzweise auf die ,brust geheftet4 ,fr den #ah4 ,august #ahgh hatte ,lazaretti ein ,erdbeben vorherverkndet1 das alle1 die nicht an ihn glaubten1 verschlingen wrde4 ,natrlich sah seine ,gemeinde mit ,furcht und ,hoffnung diesem ,tage entgegen1 hatte er doch versprochen1 sich um ,mitternacht ihr in anderer ,gestalt zu zeigen4 ,immerhin war auch seine jetzige ,erscheinung1 wenigstens in seinen und der ,glubigen ,augen1 ganz respektabel1 denn er beanspruchte ,symbol der neuen ,reform des heiligen ,geistes zu sein4 ,die ,tragdie -- oder sollte es keine sein1 wenn wir viele ,hunderte von ,menschen einem ,wahnsinnigen folgen sehen8 -- ging ihrer ,katastrophe entgegen4 ,sprach er von sich als ,anfhrer und ,richter ,christus in der wahren und lebendigen ,gestalt der ,wiederkunft unseres ,herrn ,jesu ,christi in diese ,welt1 so war das natrlich ,irrwahn4 ,recht aber sollte er mit seiner dsteren ,prophezeiung erhalten1 er sei das ,opfer1 das fr die ,erlsung der ,welt hingeschlachtet werden mute4 ,fr die ,mitte des ,august #ahgh bereitete ,lazaretti einen groartigen ,auszug vom ,monte ,labbro vor4 ,die ,tage vom #ad4-ah4 ,august wurden mit ,gebet1 ,predigt und ,gottesdienst zugebracht und in ungezhlten ,tausenden war die ,umgebung herbeigestrmt1 harrend der ,dinge1 die da kommen sollten4 ,am ,morgen des #ah4 ,august kam ,lazaretti in die ,kirche1 das rote ,futter seines ,mantels nach auen4 ,mit leiser und feierlicher ,stimme sagte er3 ,dies ist ein ,blutzeichen4 ,mein ,blut1 das ,blut des neuen ,abel wird1 ihr werdet es sehen1 binnen kurzem vergossen werden und wird sich mit dem heiligen ,blut1 das dort in jenem ,kelch ist1 vermischen4 ,als er an der ,spitze des grotesken ,zuges aufbrach1 trat ihm die ,behrde mit der ,aufforderung1 sich zurckzuziehen1 entgegen4 ,er leistete keine ,folge4 ,ein ,steinhagel berschttete die ,beamten und ,karabinieri4 ,sie gaben ,feuer4 ,als eines der ersten ,opfer fiel der ,prophet4 ,noch #ahhc gab es ,leute1 die an die ,wiederkunft des heiligen ,david glaubten#ai4 ,einwohner des ,ortes ,korano bei ,neapel sahen noch im ,cholerajahr #ahhe auf einem benachbarten ,hgel1 auf dem eine ,kapelle stand1 die ,madonna in schwarze ,gewnder gehllt1 fr die ,errettung der ,menschheit betend4 ,die ,kunde von diesem ,ereignis zog alsbald solche ,menschenmassen nach ,korano1 da sich die italienische ,regierung veranlat sah1 zur ,verhtung weiterer ,ausbreitung der ,halluzinationsepidemie den ,hgel polizeilich abzusperren1 und die ,kapelle zu beseitigen4 ,natrlich knnte sich jeden ,tag wieder etwas hnliches ereignen#bj4 99 99 99 99 99 ,da die ,dummheit auch in den gebildeten ,kreisen ,masseninfektionen ermglicht1 lehrt die ,geschichte der ,knigsberger ,mucker4 ,in den ersten ,dezennien des #ai4 ,jahrhunderts erregte in ,knigsberg1 ausgerechnet in ,knigsberg1 der ,stadt ,kants1 eine ,sekte berechtigtes ,aufsehen4 ,zwei ,geistliche1 der ,archidiakon ,ebel von der ,altstdter ,kirche1 und der ,prediger ,diestel von der ,haberger ,kirche hatten sie ins ,leben gerufen1 und zwar ausschlielich aus den hchsten ,gesellschaftsschichten4 ,grafen und ,barone1 ,grfinnen und ,geheimrtinnen1 ,offiziere und ein jdischer ,professor hatten sich zu ,ebels ,gemeinde die ,bruderhand gereicht1 und tatschlich hatte dieser dafr ,sorge getragen1 da man auf seine ,kosten kam4 ,das ,zeremoniell interessiert uns am meisten1 denn die ,lehre war schlielich auch nicht viel dmmer1 als manche offiziell vertretene1 und wenn sich ,ebel als des ,menschen ,sohn feiern lie1 so will das alles noch gar nichts besagen gegen die ,art1 in der dies geschah4 ,es handelte sich natrlich um eine ,geheimlehre4 ,da war vor allem die ,rangordnung wichtig1 die ,ebel in seinem ,reiche einfhrte4 ,hinter ihm1 als ,spitze1 folgten drei ,frauen1 die ,grfin v4 d4 ,g4 als ,ebels erste ,frau im ,geiste als ,lichtnatur1 ,emilie v4 ,s4 als seine zweite ,frau im ,geiste in der ,eigenschaft als ,finsternisnatur und endlich seine angetraute ,gattin als dritte ,frau im ,geist4 ,sie reprsentierte die ,umfassung4 ,in psychischer und physischer ,hinsicht stand sie dem heiligen ,ebel weit weniger nah1 als seine vornehmen und schnen ,seelenbrute4 ,auf diese drei ,frauen folgte dann in genauer ,rangordnung die brige fromme ,gemeinde4 ,wo so viel vom ,geist die ,rede ist1 darf natrlich der ,krper nicht darben4 ,und da er das nicht tat1 dafr hatte ,ebel in bewundernswerter ,weise gesorgt4 ,da war zunchst die ,beichte4 ,die ,angehrigen der engeren ,gemeinde hatten von ,zeit zu ,zeit zu beichten1 und zwar nicht etwa ,ebel selbst1 sondern den drei ,frauen im ,geiste4 ,worauf es hier besonders ankam1 waren natrlich geschlechtliche ,snden mit inbegriffen die einfache ,gedankenunzucht4 ,je berstrmender man in dieser ,hinsicht war1 je emprenderer ,ausdrcke man sich bediente1 so erzhlt ,professor ,sachs als ,eingeweihter1 desto hher wurde man gestellt1 desto mehr als im wahren ,ernst der ,heilung stehend1 wurde man betrachtet4 ,schien das ,bekannte nicht wichtig1 d4 h4 nicht arg genug1 so erregte das ,unzufriedenheit und wurde ein ,festhalten am ,argen1 ein ,unterhandeln mit dem ,teufel1 ,lauheit1 rger als kalt und warm genannt1 und nun begann das heftigste und andringlichste ,pressen auf andere und geschrftere ,bekenntnisse4 ,kamen solche hervor1 so wurde ,gott gepriesen1 der das ,herz eines ,verstockten erweicht hatte4 ,im ,zeremoniell der ,ebelschen ,mysterien spielte der ,seraphinenku eine groe ,rolle4 ,er bestand darin1 da sich die ,glubigen verschiedenen ,geschlechts mit den ,zungenspitzen berhrten4 ,doch gab es noch eine weit vollkommenere ,methode zur stufenweisen ,luterung und fortschreitenden ,heiligung der ,mitglieder dieser frommen ,gemeinde4 ,im wesentlichen bestand diese heilige ,prozedur darin1 da in den ,versammlungen ,frauen irgendwelche1 fr gewhnlich dem mnnlichen ,anblick entzogene ,teile ihres ,krpers entblten4 ,die ,mnner hatten dabei die ihnen sicherlich nicht wenig sauer fallende ,aufgabe1 die ganze ,herrlichkeit ohne ,empfindung von ,sinnenlust zu betrachten4 ,da das natrlich nicht so einfach war1 wurde eifrig gebt4 brigens hat auch diese ,art der ,abttung1 wie wir an anderer ,stelle ausfhrten1 in der von der ,kirche gebilligten ,askese ihr ,vorbild4 ,die ,erfolge der ,methode waren1 wie ja vorauszusetzen1 glnzend4 ,sachs schreibt darber3 ,schon das unaufhrliche starke ,kssen und ,umarmen1 das gang und gbe war1 die ungenierte ,art der krperlichen ,annherung auch da1 wo von geschlechtlichen bungen zur ,heilung keine ,rede war1 sondern die zur gewhnlichen ,art des ,zusammenseins gehrte 7denn in ,gegenwart irgendeines ,fremden1 drauen ,stehenden1 trat das frmlichste und zierlichste ,zeremoniell ein71 schon dies konnte nicht verfehlen1 jene ,wirkung sinnlicher ,erregung auszuben1 zumal viele der ,frauen mit vielen ,reizen des ueren1 wie des ,geistes ausgestattet waren4 ,wer etwa sagen wollte1 es sei ihm hierin anders ergangen1 von dem scheint es mir1 da er sich belge oder wenigstens tusche4 ,wir brauchen nicht die ,versicherung des ,mediziners ,sachs1 der in der ganzen frommen ,geschichte keine rhmliche ,rolle spielte1 um an der ,wirkung der bungen nicht zu zweifeln4 ,ebel hatte sich selbst eine besonders schwere ,form des ,gottesdienstes vorbehalten3 ,zur ,herstellung von einer ,hautkrankheit besuchte er das ,seebad ,tenkitten bei ,fischhausen1 wo ihn ein ,teil seiner weiblichen ,gemeinde pflegte4 ,als ihn einst der behandelnde ,arzt besuchen wollte1 wie er gerade im ,bade sa1 bemerkte er schon von weitem1 da in dem nahe gelegenen ,damenbad gebadet wurde4 ,kaum hatte man von dort seine ,annherung wahrgenommen1 als eine halb entkleidete ,dame ihm entgegenrannte und ihn beschwor1 fern zu bleiben1 weil ,ebel gerade von den ,damen gewaschen und gebadet wrde6 ,zehn bis zwlf jngere und ltere ,damen standen entkleidet halb im ,wasser um ihren ,oberpriester herum1 um ihm voll ,eifer ,hilfsleistungen zu tun1 von denen das ,schamgefhl mit ,unwillen sich abwendet4 ,da ,ebel sich auf so angenehme und billige ,weise mit einem ,harem zu versorgen wute1 mag fr seine ,sittlichkeit nicht eben rhmlich sein1 jedenfalls macht es aber seiner ,intelligenz alle ,ehre4 ,was aber soll man von den ,damen seiner ,gemeinde denken1 die ohne ,rcksicht auf ,schamgefhl und ,standesbewutsein sich bereitwillig seinen ,wnschen fgten68 ,was von der ,grfin ,ida v4 d4 ,g41 einer jungen ,witwe1 die durch ,geburt1 ,charakter und ,schnheit gleich ausgezeichnet war8 ,und doch glaubte sie1 ungeachtet ihrer hohen ,bildung1 in ,ebel ,gottes ,sohn verehren zu mssen4 ,sie glaubte es auch noch1 als das ,gericht ber die ,mucker von ,knigsberg sein ,urteil gefllt1 ,ebel seines ,amtes entsetzt und als sittlich verworfenen ,menschen gebrandmarkt hatte4 ,sie verlie ihn auch dann nicht und opferte ihm ,stellung1 ,familie1 ,vermgen1 ja pflegte ihn bis an sein ,ende 7#ahfa74 ,und zwar darf man nicht annehmen1 da sie mit ihm im ,konkubinat lebte1 wenn auch eine unbewute ,erotik sie sicherlich zu dem schnen ,manne hinzog4 ,es war pure ,dummheit#ba4 ,ganz gewi nicht intelligenter war die ,gemeinde1 die sich um den ,henry ,james ,prince in ,england scharte4 ,er hatte seinen weiblichen ,anhang so betrt1 da er sich eines ,tages folgendes leisten konnte3 in offener ,versammlung kndete er an1 in der ,kraft ,gottes werde er eine ,jungfrau sozusagen zum ,weibe nehmen1 nicht mit ,frchten und ,schmen an geheimer ,stelle und bei verschlossenen ,tren1 sondern offen im ,lichte des ,tages und in ,gegenwart aller ,heiligen beiderlei ,geschlechtes4 ,gottes ,wille sei es1 da er sie nehme und er werde niemanden fragen1 am wenigsten die ,erwhlte selbst4 ,welche er nehmen wrde1 sagte er nicht4 ,die ,jungfrauen sollten sich also bereit halten1 da niemand wissen knne1 wann der ,brutigam kme4 ,zuerst wollte er sie besiegeln mit einem ,ku1 dann sie herzen und an sich halten1 so da der himmlische ,geist und das ,ding von ,erde miteinander verwchsen und fortan eins seien an ,leib und ,seele4 ,tatschlich passierte das ,unerhrte4 ,an der von ihm gegrndeten ,sttte der ,liebe 7,agapemone7 deflorierte er in offener ,versammlung der ,glubigen ein schnes ,mdchen namens ,mi ,paterson6 ,die ,folge davon war1 da allerdings einige ,mitglieder der ,gemeinde sich von ,prince lossagten1 die ,mehrzahl scharte sich aber um so dichter um den ,heiligen6 99 99 99 99 99 brigens hatte er in ,norddeutschland einen ,vorlufer gehabt in der ,person des ,johann ,paul ,philipp ,rosenfeld 7geb4 #agca74 ,wiewohl aus guter ,familie stammend1 trieb er sich in bettelhafter ,kleidung als ,vagant herum1 da seine ,faulheit ihn an der ,ausbung eines ,berufes hinderte4 ,da kam er auf den ,gedanken1 die ,dummheit als unerschpfliche ,goldader auszubeuten1 und er sollte glnzenden ,erfolg haben4 ,durch geheimnisvolle ,andeutungen ber seine ,person1 ,prophezeiungen1 ,angriffe auf ,geistlichkeit1 ,taufe1 ,kirchenbesuch1 weltliche ,obrigkeit usw4 usw4 verstand er es1 sich in bengalische ,beleuchtung zu setzen und den ,landleuten den ,glauben beizubringen1 er sei der wahre ,messias und ,gottessohn4 ,er stellte ihnen das ewige ,leben schon auf ,erden in ,aussicht1 doch war daran eine ,bedingung geknpft4 ,er erklrte1 die ,schlssel zum verschlossenen ,paradies zu besitzen1 sowie das ,buch des ,lebens1 das nach der ,beschreibung in der ,offenbarung ,johannis mit sieben ,siegeln versiegelt sei4 ,um das ,erlsungswerk zu vollenden1 msse er die ,siegel ffnen und dazu msse er sieben ,jungfrauen haben4 ,seine ,anhnger1 hchst ehrbare1 wenn auch1 im ,gegensatz zum ,knigsberger ,fall1 ungebildete ,leute1 waren gern bereit1 ihm diesen bescheidenen ,wunsch zu erfllen1 doch waren unter der damaligen ,gemeinde in ,prenzlow 7,brandenburg7 keine sieben ,jungfrauen aufzutreiben und so mute die ,zeremonie verschoben werden4 ,da ,rosenfeld im ,jahre #agfi ins ,irrenhaus1 ein ,teil seiner ,gemeinde nach ,spandau gebracht wurde1 schrte den ,glaubenseifer nur an und trug zur ,vermehrung der ,anhngerschaft bei4 ,er hatte nunmehr den ,hauptsitz seiner ,ttigkeit nach ,biesental verlegt und bewirkt1 da die ,rosenfeldianer aus friedlichen ,brgern zu ,fanatikern und ,radaubrdern geworden waren4 ,sie bedrohten ihren ,pfarrer und veranstalteten #aggj einen frmlichen ,tumult4 ,rosenfeld hatte im ,irrenhaus seinen ,plan der ,siegelerffnung keineswegs aufgegeben4 ,unter seinen getreuesten ,anhngern befand sich auch der ,schfer ,gumto aus ,mecklenburg-,schwerin4 ,ihm gegenber hatte er sein ,inkognito gelftet und sich ,gumto und dessen ,frau als wahrer ,heiland vorgestellt1 dem zur ffnung des ,buches mit sieben ,siegeln nur eine ,kleinigkeit1 nmlich die besagten sieben ,jungfrauen1 fehlten4 ,da ,gumto drei ,tchter hatte1 so machte ihm ,rosenfeld klar1 da unter den von ,anbeginn der ,welt zur ,entsiegelung bestimmten ,jungfrauen auch sie sich befnden4 ,wrde der ,schfer sie ihm nicht ausliefern1 dann wrden alle ,seelen ber ihn ,ach schreien4 ,die ,vorstellung der ber ihn ,ach schreienden ,seelen machte begreiflicherweise auf den ,schfer den tiefsten ,eindruck4 ,er wollte durch seine ,weigerung nicht eine schreckliche ,schuld auf sich laden und war bereit die drei ,tchter auszuliefern4 ,aber sie waren leider noch zu jung6 ,doch die ,zeit verging schnell und ,rosenfeld befahl aus dem ,irrenhaus -- das man sich darnach als ein recht fideles ,gefngnis vorstellen mu -- dem ,ehepaar ,gumto1 die lteste #ae;jhrige ,tochter ihm zuzufhren4 ,die ,frau bernahm die berbringung und schrfte der ,tochter unterwegs ein1 den ,befehlen des ,propheten ja genau zu folgen1 sonst wre sie ewig verflucht1 da sie ja schon von ,geburt an zu einer der sieben ,jungfrauen erkoren sei4 ,unterwegs nahm man noch einen ,mann und eine ,frau1 ebenfalls ,rosenfeldianer1 mit1 um der bevorstehenden ,zeremonie mehr ,weihe zu verleihen4 ,in der ,dmmerung kamen die vier ,personen im ,irrenhaus an und wurden vom ,trhter in eine besondere ,stube gewiesen4 ,rosenfeld1 von ihrer ,ankunft benachrichtigt1 erschien4 ,er fragte das ,mdchen1 ob sie eine ,braut ,christi werden wolle8 ,sie antwortete3 ,ja6 ,er fuhr fort3 ,so msse sie auch alles tun1 was er von ihr verlange4 ,ob sie das aufrichtig wolle8 ,als das ,kind auch hierauf ja antwortete1 legte er sie auf ein dastehendes ,bett und vollzog den ,beischlaf mit ihm im ,angesicht der gegenwrtigen ,personen1 nmlich der eigenen ,mutter1 ihres nachmaligen ,schwagers ,ldemann und einer ,frau ,naumann4 ,auf ,grund gnstiger ,berichte ber seine ,auffhrung767 im ,irrenhaus wurde ,rosenfeld im ,mrz #agga aus der ,irrenanstalt entlassen und lie sich #agge dauernd in ,berlin nieder4 ,hier verlangte er nun zum ,erlsungswerke von seinen ,anhngern die sieben ,jungfrauen4 ,man fand das ganz selbstverstndlich und auer den drei ,tchtern ,gumtos lieferte ihm noch der ,weber ,glanz aus ,biesental zwei und ein anderer ,anhnger1 namens ,meyer die beiden letzten4 ,die armen ,kinder behandelte er nun wie ,sklavinnen1 die er nach ,laune rief und fortschickte und im brigen vom ,morgen bis zum ,abend fr ihn arbeiten lie4 ,whrend er eine der sieben liebte und mit ihr drei ,kinder erzeugte1 verhtete er ,nachkommenschaft bei den sechs anderen1 die diesen faulen ,wollstling durch ihrer ,hnde ,arbeit ernhren muten4 ,als eine der armen geplagten und halb verhungerten ,geschpfe aus ,hunger und ,kummer zu ihrer ,mutter floh1 gengte die ,drohung ,rosenfelds1 wenn sie nicht zurckkehre1 gehre sie nicht zu den sieben glcklichen ,jungfrauen1 sondern sei ewig verdammt und verloren1 um die ,mutter zu veranlassen1 die ,tochter zur ,rckkehr zu zwingen4 ,zwei der ,jungfrauen starben1 zwei ,tchter ,gumtos heirateten ,rosenfeldianer4 ,niemand beschwerte sich4 ,endlich im ,jahre #aghj leitete ,gumto eine ,klage gegen ,rosenfeld ein1 da er seine messianischen ,verheiungen nicht erfllt habe1 wiewohl der ,klger #ae ,jahre sein treuer ,anhnger war1 ihm drei ,tchter auslieferte und in ,armut1 ,spott und ,verachtung gefallen sei4 ,er bat ,friedrich den ,groen1 ,rosenfeld zu prfen1 ob er wirklich der rechte ,messias sei4 ,gumto erklrte aber in der ,eingabe1 da1 was an ihm sei1 er sich nach der ,schrift und nach der ,vernunft vllig berzeugt habe1 da ,rosenfeld wirklich der sei1 fr den er sich ausgebe1 nmlich der gerechte und lebendige ,gott6 ,natrlich hatte der ,schwindler jetzt ausgespielt und mute mit ,staupenschlag und lebenslnglicher ,festungshaft seine ,verfehlungen ben#bb4 99 99 99 99 99 ,eine einfache1 aber raffinierte ,schuhmachersfrau namens ,ulbricht grndete in einem ,dorfe in der ,nhe ,dresdens eine religise ,sekte1 die #ahhg #gj ,mitglieder zhlte4 ,sie verbreitete den ,grundsatz des ,kommunismus und das ,gebot der geschlechtlichen ,abstinenz1 auch bei ,verheirateten4 ,sie gab vor ,sendbotin ,christi zu sein1 hatte fter gttliche ,inspirationen1 in welchen sie mit geschlossenen ,augen 7die aber dann mit blauer ,brille verdeckt waren71 sich in einer ,art lnger dauernder ekstatischer ,hypnose zu befinden schien und erteilte in diesem ,zustande der ,gemeinde detaillierte ,weisungen ber die ,art1 in der sie ihr1 der ,prophetin1 ihr ,vermgen anzuvertrauen htten4 ,das geschah auch wirklich und einzelne lieferten ihr den ganzen ,besitz1 bis zu #cjjjj ,mark aus4 ,von den ,mitgliedern der ,sekte reisten mehrere im ,lande herum und heilten ,kranke durch ,hndeauflegen4 ,endlich wurde ein ,bauer mitrauisch1 zeigte die ,frau an und fhrte ihre ,verhaftung herbei4 ,die ,ulbricht legte ein volles ,gestndnis ab und bekannte1 da sie als ehemaliges spiritistisches ,medium die ,praktiken zur ,tuschung der ,bauern erlernt habe4 ,wegen ,betruges wurde sie zu zwei ,jahren ,gefngnis verurteilt4 ,merkwrdig und fr die unberwindliche ,macht der ,dummheit ,zeugnis ablegend ist nun die ,tatsache1 da sie nach ihrer ,rckkehr aus der ,strafhaft von der ,mehrzahl ihrer ,glubigen wieder als ,prophetin anerkannt wurde und da die ,sekte noch #ahih1 vielleicht auch heute noch1 fortbestehen konnte#bc4 99 99 99 99 99 ,wohl die harmloseste ,form1 in der die religise ,dummheit sich der ,massen bemchtigen kann1 ist die der ,wut zu predigen4 ,in ,schweden trat in den ,jahren #ahdj und #ahda diese merkwrdige religise ,volkskrankheit auf und verbreitete sich ber mehrere tausend ,personen4 ,bei jeder kleinen ,aufregung begannen lokalisierte ,zuckungen im ,krper oder ,gesicht und es folgte der unwiderstehliche ,drang zu predigen1 d4 h4 von den ,visionen1 die die guten ,leute erfllten1 zu berichten1 vor ,laster1 ,trunk und ,lge usw4 zu warnen4 ,das ,volk nannte daher diese hystero-epileptische ,seuche ,predigerkrankheit#bd4 ,nach dem ,vorangehenden wird niemand mehr bezweifeln1 da auch heute noch1 trotz aller ,aufklrung1 ,bildung und ,kultur hnliche ,vorkommnisse mglich sind4 ,ja1 vor wenigen ,jahren erst1 #aijg1 hat sich eine derartige ,schwrmerbewegung gezeigt und zwar in ,hessen4 ,in ,kassel und dessen weiterer ,umgebung versammelten sich religis erregte ,volksmassen1 um zwei ,norwegerinnen1 die behaupteten1 die ,gabe des ,zungenredens von ,gott zu besitzen und vom ,evangelisten ,heinrich ,dallmayer nach ,kassel gebracht worden waren1 zu lauschen4 ,die beiden ,damen schrien zwar nur in unverstndlichen ,tnen und gaben vor1 da es der ,geist ,gottes sei1 der aus ihnen rede4 ,das gengte aber der frommen ,gemeinde1 die sich zuerst im ,blauen ,kreuz zusammenfand1 vollstndig als ,befhigungsnachweis4 ,man feierte sie also als ,prophetinnen4 ,aber das ,zungenreden wirkt ansteckend4 ,kaum hrt die ,versammlung die mit wildem ,enthusiasmus hervorgestoenen ,worte1 als sich auch schon neue ,zungenredner melden4 ,die ,norwegerinnen verschwinden von der ,bhne und der ,hexensabbat beginnt4 ,als ,groalmerode1 das von dieser heiligen ,sekte hrte1 eine ,deputation in die ,kasseler ,versammlung geschickt hatte1 kann sie sich1 in die ,heimat zurckgekehrt1 eines ,zungenredners rhmen4 ,auch dieser wirkte ,wunder1 denn nach wenigen ,tagen gab es in ,groalmerode ein halbes ,dutzend1 ja ,dutzende1 die diese ,gabe zu besitzen behaupteten1 und in ,blde galt es sogar als hchst auffallend1 wenn ein junges ,mdchen1 ein halbwchsiger ,bursche1 nicht ebenfalls zungenredeten4 ,die ,symptome nun1 die sich berall1 denn ,groalmerode war keineswegs der einzige ,schauplatz dieses ,bldsinns1 gleichmig zeigten1 waren folgende3 ,wenn die ,stunde gekommen ist1 verfllt der ,zungenredner in einen regelrechten ,krampf4 ,mit leichten ,zuckungen beginnend1 endet er mit den wildesten ,gliederverrenkungen4 ,die ,gesichter sind verzerrt1 die ,augen starr1 die ,arme werden wild und sinnlos durch die ,luft gewirbelt und der ganze ,krper schttelt sich rhythmisch1 wie in furchtbaren ,wehen4 ,das ,knacken der ,glieder und ein wstes1 schauerliches ,zhneklappern bildet die ,begleitmusik4 ,dann hrt man wieder jammervolles ,sthnen1 ,seufzen und ,schluchzen1 das nur von einzelnen mehr geheulten1 als gesprochenen ,gebetsrufen unterbrochen wird4 ,das ist der ,auftakt4 ,nunmehr beginnt pltzlich und gewaltsam das eigentliche ,zungenreden4 ,eine ,anzahl unverstndlicher ,laute wird ungestm in die ,versammlung geschleudert4 ,meistens sind es komplizierte und verworrene ,orakelsprche4 ,ein ,ohrenzeuge hat einen der einfachsten ,stze festgehalten4 ,er lautet3 ,schallo mo1 dall badbad wotschikrei4 ,die meisten lassen sich aber in unserer ,buchstabenschrift gar nicht wiedergeben4 ,ein ,mdchen hatte es sich bequemer gemacht1 indem es in seiner ,besessenheit immer toje1 toje1 toje 444 to schrie4 ,das gengte aber auch vollstndig den ,offenbarungssuchern und lie sich als hhere ,weisheit unschwer interpretieren4 ,denn das ,zungenreden allein tut es nicht4 ,die goldenen ,sprche mssen erst durch einen ,ausleger der misera plebs verdeutlicht und verdeutscht werden4 ,da dieser ,interpret sich nicht viel anders benimmt1 als die ,zungenredner1 ist sicher eher dazu angetan seine ,autoritt zu erhhen1 als zu vermindern4 brigens setzte sich die ,versammlung ganz systematisch durch stundenlanges ,knien verbunden mit der ,monotonie des ewigen ,betens1 ,seufzens und ,jammerns1 die dann pltzlich durch die tollen ,ausbrche der ,zungenredner unterbrochen wurde1 in eine seltsame1 fr alles ,mystische empfngliche ,stimmung4 ,dazu kam die von ,augenblick zu ,augenblick geschickt gesteigerte ,erwartung1 da nunmehr etwas besonders ,groartiges sich ereignen msse4 ,da keineswegs nur ,ungebildete sich an diesem ,wahn1 dem nach geraumer ,zeit die ,regierung ein ,ende bereitete1 beteiligten1 geht schon daraus hervor1 da der ,pfarrer des ,ortes sich an die ,spitze der ,bewegung stellte#be4 99 99 99 99 99 ,wenn wir im ,kometenjahre #aiaj soundsooft in den ,zeitungen von ,leuten lesen muten1 die aus ,furcht vor dem ,weltuntergang selbst ,hand an sich legten1 so waren das ja alles gewi keine ,beweise von hoher ,intelligenz4 ,immerhin ist der ,gedanke1 durch ,zusammensto mit einem ,himmelskrper vernichtet zu werden1 vielleicht falsch1 aber an sich keineswegs dumm4 ,der ,halleysche ,komet stand ja am ,himmel1 er nherte sich mit unheimlicher ,geschwindigkeit2 da die ,erde in seine ,nhe kommen wrde1 war gewi2 also war doch zweifellos eine ,ursache der ,furcht vorhanden1 wenn auch nicht fr ,naturkundige4 ,zudem handelte es sich wohl ausnahmslos um ,landleute1 die ein sicheres ,ende einem mglichen vorzogen1 und ferner betreffen die ,flle meist ,ungarn und weniger zivilisierte ,lnder4 ,was aber sagen wir dazu1 wenn im aufgeklrten ,deutschland im ,jahre #aiab sich in ,bad ,godesberg1 in nchster ,nachbarschaft der ,universittsstadt ,bonn eine ,sekte bildet1 die den ,weltuntergang prophezeit und zwar ausgerechnet auf den #ba4 ,mrz #aiab und wenn diese ,sekte ,glubige in gebildeten ,kreisen findet8 ,ein wahnwitziger ,schwrmer hatte aus der ,bibel den untrglichen ,beweis fr seine ,prophezeiung erbracht4 ,seine ,weisheit hatte er in einem ,schauertrakttchen unter die ,leute verteilt4 ,natrlich fand er ,glubige1 die sich auf diesen groen ,tag entsprechend vorbereiten wollten4 ,unter ihnen befand sich auch eine ,dame besten ,standes1 die um ganz rein vor dem ,heiland zu erscheinen1 sich einer radikalen ,leibesreinigung unterzog4 ,ein einfaches ,bad gengte ihr nicht in ihrem frommen ,sinne und so schttete sie denn in das ,badewasser ein groes ,quantum ,salzsure4 ,die ,folge blieb nicht aus3 beim ,verlassen des ,wassers lste sich die ,haut vom ganzen ,krper ab1 so da die ,unglckliche in die ,klinik verbracht werden mute1 wo sie wohl inzwischen ihren ,leiden erlegen ist#bf4 99 99 99 99 99 ,wir sind am ,ende6 ,wer bezweifelt noch1 da es ausnahmslos die ,autoritten und zwar fast ausschlielich die religisen ,autoritten waren und sind1 die durch trichte ,lehren der ,dummheit oft in ihren furchtbarsten ,formen ,anregung boten und ,vorschub leisteten1 ja noch leisten8 ,die ,dummheit aber gehrt zum kostbar gehteten1 unverlierbaren ,besitz der ,menschheit4 ,literaturnachweis ,i4 ,kapitel #a ,vorstehende ,beispiele nach ,carl ,julius ,weber1 ,demokritos1 ,ausg4 bei ,c4 ,h4 ,otto1 ,berlin1 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #baf f4 #b ,vgl4 ,emil ,schrer1 ,gesch4 d4 jdischen ,volkes im ,zeitalter ,jesu ,christi1 #b4 ,bd41 #d4 ,aufl41 ,leipzig #aijg1 ,s4 #eec ff4 ,die ,reinlichkeitsgesetze ebenda1 ,s4 #efj ff4 #c ,hermann ,reuter1 ,gesch4 d4 religisen ,aufklrung im ,mittelalter1 ,i1 ,s4 #da ff4 #d ber ,agobards ,schriften vgl4 ,w4 ,wattenbach1 ,deutschlands ,geschichtsquellen1 ,i4 ,bd41 #f4 ,aufl41 ,s4 #baa1 ,anm4 #c4 #e ,karl ,goedeke1 ,dichtungen von ,hans ,sachs1 ,i4 ,teil 7,deutsche ,dichter des ,,xvi4 ,jahrhunderts1 ,,iv1 #a71 ,leipzig #ahgj1 ,s4 ,,xxii der ,vorrede4 #f ,vgl4 ,das ,merckwrdige aus den kleinen deutschen theologischen1 philosophischen und philologischen ,schriften1 welche vor kurtzen an das ,licht getreten1 ,,ii4 ,bd41 ,leipzig #agef1 ,s4 #dfi ff41 #eai ff4 und #ebi ff4 #g ,ebenda1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #agj ff4 #h ,ebenda1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #ajdi ff4 #i ,ebenda1 ,i1 ,leipzig #agec1 ,s4 #fe ff4 #aj ,bayle1 ,dictionnaire historique et critique1 ,rotterdam #afih1 ,i4 ,bd41 p4 #ba1 ,artikel ,abel4 #aa ,das ,merckwrdige etc41 ,i1 ,s4 #dde f4 #ab ,ebenda1 ,i1 ,s4 #adc ff4 #ac ,o4 ,zckler1 ,geschichte der ,beziehungen zwischen ,theologie und ,naturwissenschaft1 ,i4 ,bd41 ,s4 #fbh4 #ad ,ebenda1 ,i1 ,s4 #fbi4 #ae ,ebenda1 ,i1 ,s4 #fhi4 #af ,vgl4 ,w4 ,e4 ,hartpole ,lecky1 ,geschichte des ,ursprung und ,einflusses der ,aufklrung in ,europa4 bers4 von ,h4 ,jolowicz1 ,leipzig und ,heidelberg #ahfh4 ,i4 ,bd41 ,s4 #bji ff4 und ,zckler1 ,theologie und ,naturwissenschaft1 ,i1 ,s4 #cch ff4 #ag ,vgl4 ,w4 ,e4 ,hartpole ,lecky1 ,geschichte des ,ursprung und ,einflusses der ,aufklrung in ,europa4 bers4 von ,h4 ,jolowicz1 ,leipzig und ,heidelberg #ahfh4 ,i4 ,bd41 ,s4 #bji ff4 und ,zckler1 ,theologie und ,naturwissenschaft1 ,i1 ,s4 #cch ff4 #ah ,lecky1 ,gesch4 d4 ,aufklrung1 ,i1 ,s4 #bcj1 ,anm4 #b4 #ai ,das ,merckwrdige etc41 ,i1 ,s4 #fad f4 #bj ,zckler1 ,theologie und ,naturwissenschaft1 ,,ii1 ,s4 #dg4 #ba ,ebenda1 ,,ii1 ,s4 #dd f41 #cea und #dga ff4 #bb ,vgl4 ,c4 ,fr4 ,keil1 ,die biblische ,schpfungsgeschichte und die geologischen ,erdbildungstheorien in ,kliefoths ,kirchlicher ,zeitschrift1 #ahfj1 ,s4 #dgi ff4 7nach ,zckler74 #bc ,zckler1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #dga-dge1 ,s4 #eeh1 ,anm4 #da und ,s4 #cec4 #bd ,ebenda1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #gjc4 ,,ii4 ,kapitel #a ,o4 ,zckler1 ,askese und ,mnchtum1 ,i4 ,bd41 #b4 ,aufl41 #ahig1 ,s4 #bcg f4 #b ,ebenda1 ,i4 ,bd41 ,s4 #aga ff4 und #agg ff4 #c ,lecky1 ,gesch4 d4 ,aufklrung1 ,i1 ,s4 #bda1 ,anm4 #d ,zckler1 ,askese und ,mnchtum1 ,i1 ,s4 #cjj1 ,anm4 #b und ,s4 #cjb f4 #e ,ebenda1 ,i1 ,s4 #bch f4 #f ,gioja1 ,philosophia della ,statistica tom1 ,,ii1 p4 #chi zitiert nach ,lecky1 ,gesch4 d4 ,aufklrung1 ,,ii1 ,s4 #cd4 #g ,lecky1 ,sittengeschichte ,europas1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #aba4 #h ,ebenda1 ,,ii1 ,s4 #ajg4 #i ,ebenda1 ,,ii1 ,s4 #ii und #ajc4 #aj ,ebenda1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #ajj4 #aa ,zitiert nach ,lecky4 #ab ,o4 ,zckler1 ,askese und ,mnchtum1 ,s4 #ebi1 ,anm4 #ac ,ebenda1 ,i1 ,s4 #bfe und #bfg4 #ad ,ebenda1 ,i1 ,s4 #bgi f4 #ae ,lecky1 ,sittengeschichte ,europas1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #ii4 #af ,rie1 ,p4 ,canisius1 ,s4 #ead1 zitiert nach ,s4 ,riezler1 ,gesch4 ,baierns1 ,,vi1 ,s4 #beb4 ,die ,puritaner ,schottlands forderten dasselbe4 ,vgl4 ,h4 ,th4 ,buckle1 ,gesch4 der ,civilisation in ,england1 bers4 von ,a4 ,ruge1 #g4 ,aufl41 ,leipzig #aija1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #cgf ff4 #ag 7,lipowsky7 ,gemlde aus dem ,nonnenleben1 ,mnchen #ahjh1 ,s4 #fe-gg4 #ah ,ebenda1 ,s4 #hi f4 #ai ,o4 ,zckler1 ,askese und ,mnchtum1 ,i4 ,bd41 ,s4 #egi f4 ,,iii4 ,kapitel #a ,graf von ,hoensbroech1 ,das ,papsttum in seiner sozialkulturellen ,wirksamkeit1 ,i4 ,bd41 #e4 ,aufl41 #aije1 ,s4 #bae-bbj4 #b ,ebenda1 ,i4 ,bd41 ,s4 #chd ff4 #c ,kemmerich1 ,kultur-,kuriosa ,i1 #aj4 ,tausend1 ,s4 #bdb ff4 ,teilweise einschlgig auch ,s4 #ec ff4 #d ,jakob ,burckhardt1 ,die ,cultur der ,renaissance in ,italien1 #g4 ,aufl41 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #gc und ,exkurs ,,lxxvii4 #e ,hoensbroech1 ,das ,papsttum1 ,i4 ,bd41 ,s4 #chg ff4 #f ,lecky1 ,gesch4 der ,aufklrung in ,europa1 ,i4 ,bd41 ,s4 #fa1 ,anm4 #c4 #g ,hoensbroech1 #a4 ,bd41 ,s4 #dbh ff4 #h ,ebenda1 ,i1 ,s4 #ddb ff4 ,,iv4 ,kapitel #a ,lecky1 ,gesch4 der ,aufklrung in ,europa1 ,i1 ,s4 #ff ff4 #b ,garinet1 ,histoire de la magie en ,france1 p4 #bhj1 zitiert nach ,lecky4 #c ,lecky1 ,gesch4 d4 ,aufklrung1 ,i1 ,s4 #gi-hb4 #d ,lecky1 ,i1 ,s4 #hc-ie4 #e ,ebenda1 ,i1 ,s4 #ih f41 #aja ff41 #aje und #cf4 ber die ,zustnde in ,schottland vgl4 ferner ,buckle1 ,gesch4 der ,civilisation in ,england1 ,,ii4 ,bd41 #e4 ,kapitel4 #f ,keylers ,reisen1 ,hannover #aggf1 ,s4 #aej4 #g ,gustav ,roskoff1 ,geschichte des ,teufels1 #b4 ,bd41 ,s4 #dhj ff4 #h ,max ,frh4 v4 ,freyberg1 ,pragmatische ,geschichte der bayerischen ,gesetzgebung1 ,,ii4 ,bd41 ,augsburg #ahcf1 ,s4 #aid-aif4 #i ,ebenda1 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #bij f4 #aj ,ebenda1 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #abf f4 #aa ,karl ,prantl1 ,geschichte der ,ludwig-,maximilians-,universitt1 ,mnchen #ahgb1 ,s4 #bii f4 und #cjc4 #ab ,andreas ,zaupser1 ber den falschen ,religionseifer eines ,ungenannten1 ,mnchen #aghj1 ,s4 #ac f4 #ac ,august ,kluckhohn1 ,der ,freiherr von ,ickstatt und das ,unterrichtswesen in ,bayern unter dem ,churfrsten ,maximilian ,joseph4 ,festreden der bayr4 ,akad4 d4 ,wiss41 ,mnchen #ahfi1 ,s4 #ac-bj4 #ad ,s4 ,riezler1 ,geschichte ,baierns1 ,,vi4 ,bd41 ,s4 #cjb4 #ae ,fr4 ,a4 ,w4 ,schreiber1 ,max ,joseph ,,iii41 der ,gute1 ,mnchen #ahfc1 ,s4 #bcj f4 #af ,hermann von ,sicherer1 ,staat und ,kirche in ,bayern1 ,mnchen #ahgd1 ,s4 #g4 ,die von #agff-agge zur ,verteidigung oder ,bekmpfung des ,hexenglaubens erschienenen ,schriften sind zusammengestellt in den ,annalen der ,baierischen ,literatur vom ,jahre #agha1 ,nrnberg #aghb1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #acj-acd4 #ag ,f4 ,a4 von ,besnard1 ,repertorium fr katholisches ,leben1 ,wirken und ,wissen1 ,,iii4 ,bd41 ,landshut #ahdc1 ,s4 #eb4 #ah ,sicherer1 ,staat und ,kirche1 ,s4 #fe4 #ai ,prantl1 ,gesch4 der ,ludwig-,maximilians-,universitt1 ,s4 #bfd1 #ced und #ceh ff4 #bj ,freyberg1 ,pragmatische ,gesch41 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #cbf4 #ba ,kluckhohn1 ,frh4 v4 ,ickstatt1 ,s4 #bg f4 und ,s4 #ae4 #bb ,prantl1 ,s4 #fde und ,schreiber1 ,max ,,iii4 ,joseph1 ,s4 #bci4 #bc ,besnard1 ,repertorium1 ,,iii4 ,bd41 ,denkwrdigkeiten aus der ,gesch4 ,sddeutschlands im #ai4 ,jahrh41 ,s4 #eg4 #bd ,allerneueste ,nachrichten1 ,s4 #feg f4 #be ,schreiber1 ,max ,,iii4 ,joseph1 ,s4 #baa4 #bf ,sicherer1 ,staat und ,kirche1 ,s4 #aja f4 #bg ,reisen1 #ba4 ,brief1 ,s4 #adg4 #bh ,lecky1 ,gesch4 d4 ,aufklrung1 ,,ii1 ,s4 #cd4 #bi ,ebenda1 ,i1 ,s4 #abb-abd4 ,v4 ,kapitel #a ,freyberg1 ,pragmatische ,geschichte der bayerischen ,gesetzgebung1 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #aef-afe4 #b ,ebenda1 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #afe-agc4 #c ,felix ,lipowski1 ,baierns ,kirchen und ,sittenpolizei1 ,mnchen #ahai1 ,s4 #ab-ad4 #d ,freyberg1 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #afb1 #afd1 #aff und #bcj4 #e ,karl ,prantl1 ,gesch4 d4 ,ludwig-,maximilians-,universitt1 ,s4 #cdg f4 #f ,lipowski1 ,s4 #a-d4 #g ,sicherer1 ,staat und ,kirche in ,bayern1 ,s4 #a-c4 #h ,schreiber1 ,max ,,iii4 ,joseph1 ,s4 #bje-bji4 #i ,j4 ,l4 ,s4 ,bartholdy1 ,der ,krieg der ,tyroler ,landleute im ,jahre #ahji1 ,berlin #ahad4 #aj ,f4 ,a4 v4 ,besnard1 ,repertorium fr katholisches ,leben etc41 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #ij4 #aa ,beytrge zur ,vaterlandskunde ,bayerns1 ,i4 ,heft1 #ahja1 ,s4 #h f4 #ab ,schreiber1 ,s4 #bjb-bjg und #baa-bae4 #ac ,christian ,meyer1 ,wie ,bayern ein moderner ,staat wurde1 ,mnchen #aijc1 ,s4 #da f4 #ad ,sicherer1 ,staat und ,kirche1 ,s4 #bd4 #ae ,besnard1 ,repertorium1 ,,iii4 ,bd41 ,s4 #fh4 #af ,ebenda1 ,,iii1 ,s4 #fi4 #ag ,beilage der ,mnchener ,allgem4 ,zeitung1 #aije1 ,nr4 #cd1 ,s4 #bga4 #ah ,georg ,lngin1 ,der ,wunder- und ,dmonenglaube der ,gegenwart1 ,leipzig #ahhg1 ,s4 #dc-df4 #ai ,nach ,schcking1 ,trmer ,,xi4 #b 7#aiji71 ,s4 #ggj4 #bj ,lecky1 ,gesch4 d4 ,aufklrung1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #ca ff4 ,,vi4 ,kapitel #a ,s4 #adf-ahg1 zitiert nach ,georg ,lngin1 ,der ,wunder- und ,dmonenglaube der ,gegenwart1 ,s4 #ec4 ,das ,buch heit ,zur neuesten ,kulturgeschichte ,deutschlands4 #b ,lngin1 ,s4 #eg f4 #c ,der ,titel lautet ,dr4 ,martin ,luthers ,kleiner ,katechismus mit ,erklrung1 ,hannover1 ,verlag der ,calenberg-,grubenhagenschen ,landschaft2 ohne ,jahreszahl4 #d ,lngin1 ,s4 #dh-ea4 #e ,ebenda1 ,s4 #fa-fc4 #f ,roskoff1 ,gesch4 d4 ,teufels1 ,,ii4 ,bd41 ,s4 #fjf f4 #g ,vgl4 ,lngin1 ,s4 #hi-ia4 #h ,ebenda1 ,s4 #ib4 ,anm4 und ,s4 #ia-ic4 #i ,berliner ,tageblatt1 #ba4 ,dez4 #aiaj1 ,nr4 #fdg4 ,,vii4 ,kapitel #a ,heinrich ,reusch1 ,die deutschen ,bischfe und der ,aberglaube1 ,bonn #ahgi1 ,s4 #cc-ci4 #b ,ebenda1 ,s4 #ci-db4 #c ,ebenda1 ,s4 #dh f4 #d ,ebenda1 ,s4 #fa4 #e ,ebenda1 ,s4 #fb-ff4 #f ,ebenda1 ,s4 #ie f4 ,,viii4 ,kapitel #a ,m4 ,kemmerich1 ,lebensdauer und ,todesursachen innerhalb der deutschen ,kaiser- und ,knigsfamilien1 ,wien #aiji1 ,s4 #bj4 #b ,o4 ,zckler1 ,askese und ,mnchtum1 #b4 ,aufl41 ,s4 #ecj ff4 u4 #ece4 #c ,ebenda1 ,s4 #faa f4 #d ,m4 ,friedmann1 ber ,wahnideen im ,vlkerleben1 ,grenzfragen des ,nerven- und ,seelenlebens1 ,wiesbaden #aijj1 ,s4 #bhi4 #e ,ebenda1 ,s4 #bdi f4 #f ,ebenda1 ,s4 #bij f4 #g ,lecky1 ,gesch4 der ,aufklrung in ,europa1 ,i4 ,bd41 ,s4 #ah1 ,anm4 #c4 #h ,friedmann1 ,s4 #bic-bie4 #i ,ebenda1 ,s4 #bib f4 #aj ,ebenda1 ,s4 #bie-big4 #aa ,o4 ,stoll1 ,suggestion und ,hypnotismus1 #b4 ,aufl41 ,leipzig #aijd1 ,s4 #ddh f4 und #ddf4 #ab ,nach ,j4 ,l4 ,meyer1 ,schwrmerische ,gruelszenen oder ,kreuzigungsgeschichte einer religisen ,schwrmerin1 #b4 ,aufl41 ,zrich #ahbd4 #ac ,meyer1 ,s4 #cbg ff4 und ,j4 ,salat1 ,versuche ber ,supernaturalismus und ,mystizismus1 ,sulzbach #ahbc1 vgl4 ,stoll1 ,s4 #dfb f4 #ad ,friedmann1 ,s4 #bgf4 #ae ,ebenda1 ,s4 #bff4 #af ,moritz ,busch1 ,wunderliche ,heilige1 ,leipzig #ahgi1 ,s4 #ha ff4 #ag ,l4 ,lwenfeld1 ,der ,hypnotismus1 ,wiesbaden #aija1 ,s4 #dhj f4 und ,dresbach1 ,die protestantischen ,sekten der ,gegenwart1 ,barmen #ahhh4 #ah v4 ,bechterew1 der ,maljwanni selbst untersuchte1 in ,die ,suggestion und ihre soziale ,bedeutung1 ,deutsch von ,weinberg1 ,leipzig #ahii1 nach ,lwenfeld1 ,hypnotismus1 ,s4 #dha f4 #ai ,stoll1 ,suggestion und ,hypnotismus1 #b4 ,aufl41 ,s4 #dgh-dhc1 nach ,barzellotti1 ,david ,lazaretti4 #bj ,lwenfeld1 ,hypnotismus1 ,s4 #dhj4 #ba ,stoll1 ,suggestion und ,hypnotismus1 ,s4 #ejd ff4 #bb ,ebenda1 ,s4 #eji-ead4 #bc ,friedmann1 ,wahnideen1 ,s4 #bfg f4 #bd ,ebenda1 ,s4 #bii4 #be ,e4 ,buchner1 ,beilage der ,mnchener ,allgem4 ,ztg41 #aijg1 ,nr4 #bjc1 ,s4 #bbh ff4 #bf ,mnchener ,neueste ,nachrichten1 #aiab1 ,nr4 #aeg4 ,dr4 ,max ,kemmerich ,kultur-,kuriosa ,erster ,band3 ,zehntes ,tausend ,zweiter ,band3 ,sechstes ,tausend ,jeder ,band geheftet #c ,mark #ej ,pf41 gebunden #e ,mark ,mnchner ,neueste ,nachrichten3 ,wenn ich den ,verfasser recht verstanden habe1 so hat er mit dieser ,verffentlichung von ,kulturdokumenten aller ,zeiten und ,vlker das ethische ,ziel verfolgt1 im ,spiegel der ,vergangenheit das ,bild der ,gegenwart zu zeigen und dadurch auch seinerseits dazu beizutragen1 da ,leben1 ,ehre1 ,freiheit und fremde berzeugung jene ,achtung geniee1 die er mit vollem ,recht als das wichtigste ,kulturkriterium betrachtet1 wichtiger als alle technischen und wissenschaftlichen ,fortschritte und alle knstlerischen ,grotaten4 ,der ,tag1 ,berlin3 ,ein ganz verflixtes ,buch4 ,vom ,standpunkt der ,orthodoxie aus -- hben wie drben -- hchst verwerflich nach ,tendenz und ,inhalt4 ,und nun gar3 wenn man sich ,tchterschlerinnen als seine ungebetenen ,leserinnen vorstellen wollte -- einfach ,pfui ,deibel6 ,und dennoch3 recht zum ,nachdenken bewegend1 zur ,einkehr stimmend1 zur ,umschau anregend4 ,notabene3 ,fr solche1 die ihr bichen ,spiritus gewhnt sind nicht nach einem irgendwie vorgeschriebenen ,schema ,f einzustellen4 ,bei allem ,pessimismus1 der daraus spricht1 eine sinnige ,gabe fr geborene ,optimisten 4444 ,der wahre ,satiriker will nicht nur blostellen1 sondern auch bessern2 so will auch dies ,buch bei aller ,boshaftigkeit oder doch ,ungeschminktheit den unserer ,bildung durchaus nicht berall adquaten ,stand unserer sogenannten ,kultur heben4 ,mchte es vor allen ,dingen unter die ,augen der ,mnner geraten1 die es namentlich angeht4 7,dr4 ,hans ,f4 ,helmolt7 ,generalanzeiger ,mannheim3 ,solche ,bcher sind selten4 ,denn zu gern verschliet sich der ,mensch solch krassem ,bekenntnis der ,wahrheit4 ,aber sie haben eben dadurch doppelten ,wert4 ,kemmerichs ,kultur-,kuriosa sollte jeder besitzen1 der ,anteil nimmt an menschlicher ,kultur1 und es ist jedem von uns heilsam1 mitunter in dem ,buche zu blttern4 ,neue ,zricher ,zeitung3 ,eine ,sammlung drastischer ,anekdoten aus dem weiten ,reiche der ,kulturgeschichte mit viel ,geschick ausgewhlt zum ,behufe des ,nachweises1 da unsere ,kultur1 soweit sie auf ,befreiung von ,grausamkeit1 ,intoleranz und ,borniertheit beruht1 noch sehr jungen ,datums ist4 ,in der ,tat ist es unglaublich1 von welcher ,barbarei wir herkommen1 und in welcher ,barbarei wir vielfach heute noch stecken1 auf dem ,gebiete des ,rechts1 der ,ehe1 der ,sittlichkeit1 des ,glaubenslebens usw4 ,manchmal traut man seinen ,augen nicht2 aber der ,verfasser beruft sich in einem beraus reichen ,literaturnachweis durchgngig auf die besten ,quellen4 ,liberales ,wochenblatt ,straburg i4 ,e43 ,so wirkt das ,bchlein kulturkrftig1 als eine ,mahnung zur ,offenheit und ,freimtigkeit in dem ,eintreten fr ein wahrhaft humanes1 sittliches ,kulturideal4 ,albert ,langen1 ,verlag1 ,mnchen ,dr4 ,max ,kemmerich ,dinge1 die man nicht sagt ,siebentes ,tausend ,geheftet #c ,mark #ej ,pf41 gebunden #e ,mark ,straburger ,post3 ,mit diesem ,bande ist uns ein ganz kstliches ,buch geschenkt worden4 ,es handelt von allem1 was das ,leben an ,erscheinungen und ,fragen bringt1 von ,schule und ,universitt und von ,nationalgefhl und ,moral1 von ,kunst und ,humanitt und von ,kritik und ,polemik4 ,es wird keinen einzigen ,leser finden -- auer den ,kritiklosen1 die dies ,buch nicht wert sind --1 der mit einem einzigen seiner ,aufstze ganz einverstanden wre4 ,aber auch keinen1 der nicht gerade dort1 wo er nicht zustimmt1 ber die rcksichtslose ,offenherzigkeit und das frhliche ,draufgngertum sich freute1 mit dem der ,verfasser seine ,meinung sagt4 ,dieser ,mut zur ,wahrhaftigkeit macht das ,buch anziehend4 ,allerdings ist aber die besondere ,gabe des ,verfassers auf ein enges ,gebiet begrenzt4 ,er ist ein beraus glcklicher ,beobachter des bunten ,treibens unserer ,gesellschaft1 das man in den beteiligten ,kreisen als unsere ,kultur bezeichnet4 ,aber zum tieferen ,eindringen in die ,probleme zeigt er hier entweder keine ,lust oder kein ,geschick4 ,darum sind die ,abschnitte1 deren ,gegenstnde am meisten ein ,einsetzen der ,kritik nicht an den ,zweigen1 sondern an der ,wurzel erheischten1 die unbefriedigendsten4 ,aber man soll sich durch die ,gegenstnde1 deren ,wahl ein ,fehlgreifen ist1 nicht den ,genu an dem andern1 glcklich gewhlten1 verderben lassen4 ,die ,propylen3 ,die ,kultur-,kuriosa sind mehr als eine bloe ,rarittensammlung1 sie wollen den ,nachweis fhren1 da auch unser herrliches #bj4 ,jahrhundert das dunkle ,mittelalter noch immer nicht berwunden hat1 whrend die ,dinge1 die man nicht sagt in systematischem ,kriegsplan gegen die ,gebrechen unserer ,zeit vorgehen4 ,beide ,bcher1 insbesondere das zweite1 das ich vorziehen mchte1 mssen und wollen auf ,schritt und ,tritt anstoen1 aber sie enthalten eben doch einen wahren ,kern1 wie jeder zugeben mu1 der sich von den ,fesseln der ,voreingenommenheit und der ,phrase freimacht4 ,niederschlesische ,zeitung1 ,grlitz3 ,vielleicht ist man mit der ,behandlung des einen oder anderen ,themas nicht vllig einverstanden1 aber in sehr vielen ,punkten1 ja man kann sagen in den meisten1 mu man den ,verfasser als einen grundgescheiten ,menschen1 der sich unter allen ,umstnden bestrebt1 die ,dinge ohne alle ,schnfrberei zu betrachten1 oder einfacher gesagt1 der den ,mut hat1 vernnftig zu sein1 recht geben4 ,wenn man ihm beispielsweise zuhrt1 wie er ber ,wissensdurst und ,universitt urteilt1 wie er das zopfige ,gelehrtentum herunterputzt1 das an ,stelle einer universellen lebendigen ,darstellung stundenlanges trockenes ,aufzhlen der ,quellen1 der ,werke1 die der ,darstellung zugrunde liegen1 fr die richtige geistige ,kost hlt1 dann spricht einem der ,verfasser aus dem ,herzen6 ,nach dieser ,richtung hin bietet das ,buch eine ,summe von ,beobachtung aus dem tglichen ,leben1 und wenn nur die ,hlfte von dem1 was er sagt1 ,nachachtung fnde1 so wrde es um vieles besser stehen um unsere ,kultur4 ,albert ,langen1 ,verlag1 ,mnchen ,dr4 ,max ,kemmerich ,prophezeiungen ,alter ,aberglaube oder neue ,wahrheit8 ,viertes ,tausend ,geheftet #e ,mark1 gebunden #f ,mark #ej ,pf4 ,psychische ,studien3 ,und doch wurde er unter dem ,gewicht der ,tatsachen von einem ,saulus zu einem ,paulus1 dessen ,buch zu den besten der ganzen metapsychischen ,forschung gehrt4444 ,das ,buch gehrt in die ,bibliothek aller1 denen das ,rtsel der ,menschenseele und ihrer ,fhigkeiten am ,herzen liegt4 ,es wird bahnbrechend wirken fr die ,seelenforschung4 ,frnkische ,volkszeitung3 ,das ,buch wird manches ,kopfschtteln erregen1 manche ,polemik hervorrufen4 ,aber an der ,tatsache lt sich nicht rtteln1 da uns sein ,verfasser eines der interessantesten und zum ,nachdenken anregendsten ,werke der ,gegenwart geschenkt hat4 ,zentralblatt fr ,okkultismus3 ,bcher1 wie das vorliegende1 sind die wertvollsten ,mithelfer und wir knnen es nur wrmstens allen ,zweiflern empfehlen1 allen exakten ,forschern1 die hier den geradezu mathematischen ,beweis fr das ,vorhandensein der ,kraft zeitlichen ,fernsehens aus der ,feder eines ,nichtokkultisten erhalten 444 sie knnen daraus vor allem lernen1 wie man ,fragen dieser ,art mit wissenschaftlichem ,rstzeug ,schritt fr ,schritt an den ,leib rckt4 ,albert ,langen1 ,verlag1 ,mnchen ,im ,verlag von ,klinkhardt ,biermann1 ,leipzig1 erschienen folgende ,bcher von ,dr4 ,max ,kemmerich3 ,die frhmittelalterliche ,portrtplastik in ,deutschland bis zum ,ende des ,,xiii4 ,jahrhunderts4 ,,iv1 #bec ,seiten mit #aab ,abbildungen4 ,geh4 ,m4 #aa4--1 geb4 ,m4 #ab4ej4 ,kunst fr ,alle3 ,sehr tchtig hat ,kemmerich alles1 was vorher an ,einzelarbeit auf diesem ,gebiete geleistet worden ist1 bentzt1 mit kritischem ,auge hat er gesondert1 zusammengeschlossen und aufgebaut4 ,kunstforscher und ,historiker auf ,k4s ,portrtwerk hinzuweisen1 hiee wohl deren literarische ,umsicht stark unterschtzen -- aber wie vielen ,knstlern und ,sammlern1 die schon immer nach einem derartigen ,werke verlangten1 das ihnen ,portrts mittelalterlicher ,persnlichkeiten zeigt1 wird man das ,werk immer als sicherste ,quelle fr neue knstlerische ,werke oder als ,quelle der ,erinnerung und ,vorstellung mit der ,gewiheit des ,dankes empfehlen knnen4 ,die deutschen ,kaiser und ,knige im ,bilde ,ein ,ergnzungsbuch zum deutschen ,geschichtsunterricht #d4 ,,viii u4 #fj ,seiten4 ,m4 #b4ej kart4 ,mitteilungen zur ,geschichte usw43 ,das ,studium dieses trefflichen ,werkes wird nicht nur den ,historikern von ,fach1 sondern auch allen fr die ,geschichte ,interessierten viel ,nutzen und ,belehrung bringen4 ,besonders auch fr die ,schler wird das ,werk anregend wirken4 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original gesperrt gesetzter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original hervorstehende_/grere ,schrift innerhalb des ,anzeigenblockes wird mit markiert4 berschriften wurden im ,schriftbild vereinheitlicht4 ,brche werden folgendermaen dargestellt3 #a ,viertel #a_/d1 #a ,achtel #a_/h u4 s4 w41 die volle ,zahl wird durch - vom ,bruch separiert1 d4 h4 eineinhalb #a-a_/b4 ,kreuze fr den ,todeszeitpunkt werden mit markiert4 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,bis auf offensichtliche ,druckfehler wurde vom ,haupttext abweichende ,schreibweise innerhalb der ,zitate beibehalten4 ,die ,punktuation in ,referenzen wurde weitestgehend egalisiert4 ,funote #ag zu ,kapitel ,i fehlt 7,seite #bhf71 ich habe die vorherige ,funote #af kopiert1 da die ,richtung hnlich ist und es sich sicher auch hier um ,zitate aus ,zckler und evt4 ,hartpole ,lecky handelt4 ,auf ,seite #bje 7,kapitel ,,vi7 wurde ein fehlender ,funotenanker #g gesetzt1 der im ,originaltext nicht erscheint4 ,die ,stellung des ,ankers wurde durch ,korrelation des ,originaltextes und des ,zitates ungefhr ermittelt4 bernommen wurden3 ,ampfelwang statt ,ampflwang im ,hausruckwald 7,seite #beg7 ,biesental statt ,biesenthal 7,seiten #bgf und #bgh7 ,die ,offenbahrungen ,gottes im ,erdbeben 7,seite #cj7 ,don ,quichote statt ,don ,quichotte_/,quixote 7,seite #aib7 ,eichstdt statt ,eichsttt 7,seiten #adf und #agb7 ,franois de ,paris statt ,franois de ,pris 7,seite #bea7 ,gueranger 7,seiten #bbc und #bbd7 und ,guerangers 7,seite #bbh7 statt ,guranger ,joseph ,glanvil statt ,joseph ,glanvill 7,seiten #abc1 #abd und #abe7 ,kamoens statt ,camen 7,seite #aci7 ,leo ,taxil statt ,lo ,taxil 7,seite #aic7 ,lion wahrscheinlich ist ,lyon gemeint 7,seite #acf7 parazelsianischen statt paracelsianischen 7,seite #ada7 ,reginald ,scott statt ,reginald ,scot 7,seite #aba7 ,resonnanz statt ,resonanz 7,seite #da7 ,schlagenhorn 7cornu serpentium7 statt mglicherweise ,schlangenhorn 7#bx ,seite #gi7 stachliche statt stachlige 7,seite #fi7 ,tharand statt ,tharandt 7,seite #bjj7 ,trois-,echelles statt ,trois-chelles 7,seite #aag7 ,einige ,ausdrcke wurden in beiden ,schreibweisen bernommen3 anderm 7,seite #ha7 und anderem 7,seiten #fa1 #fb1 #ach1 #agc und #bei71 wie auch andern_/anderen 7verschiedene ,textstellen7 ,auf seiten 7,seite #bb7 und auf ,seiten 7,seite #acj7 ,dstern 7,seite #abf7 und dsteren 7,seite #bfi7 ,ebensogut 7,seite #aj7 und ebenso gut 7,seite #acf7 ,ekstatikerinner 7,seite #bed71 ekstatische_/r 7,seiten #bfj1 #bfa und #bhj7 und ,extasen 7,seiten #bdi und #bea7 ,incubi 7,seite #hf7 und ,inkubi 7,seite #hf7 ,interprtationen 7,seite #cj7 und ,interpretation 7,seiten #ah1 #gc und #bfc7 ,lucifer 7,seite #h7 und ,luzifer 7,seite #aic7 ,nurnoch 7,seite #bfe7 und nur noch 7,seiten #ic und #ade7 ,offenbahrungen 7,seite #cj7 und ,offenbarung 7,seiten #a1 #b1 #c1 #bfd und #bgf7 soundsooft 7,seiten #gd1 #aae und #bhc7 und soundso oft 7,seite #aid7 succubi 7,seite #hf7 und ,sukkubi 7,seite #hf7 ,tron 7,seite #ahi71 ,trones 7,seite #ahh71 ,trone 7,seite #ahi7 und ,thronbesteigung 7,seiten #abj und #ahh71 ,throne 7,seite #agh7 ,folgende offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert3 gendert wurde jedem ,narrn gefllt seine ,kappe in jedem ,narren gefllt seine ,kappe 7,seite ,,vii7 gendert wurde die ,schriften des ,erzbischofs ,agobard von ,lyon#c beweisen1 in die ,schriften des ,erzbischofs ,agobard von ,lyon#d beweisen1 7,seite #ad7 gendert wurde ausersehen hat4 ,jer4 ,i1 #e4 ,gal4 #a1 #ae sqq4 ,also kann in ausersehen hat4 ,jer4 ,i1 #e4 ,gal4 ,i1 #ae sqq4 ,also kann 7,seite #ba7 gendert wurde ,diese schon durch ihren ,titel -- man beachte das grtenteils zweimal gestorben6 - beachtenswerte ,untersuchung in ,diese schon durch ihren ,titel -- man beachte das grtenteils zweimal gestorben6 -- beachtenswerte ,untersuchung 7,seite #bd7 gendert wurde ,existenz der ,antipoden ,abraham1 ,david1 ,hosea1 ,jesaja1 ,sacharia1 in ,existenz der ,antipoden ,abraham1 ,david1 ,hosea1 ,jesaja1 ,sacharia1 7,seite #ca7 gendert wurde da er nich von jemand gettet zu werden ,gefahr laufen wollte4 in da er nicht von jemand gettet zu werden ,gefahr laufen wollte4 7,seite #cc7 gendert wurde ,pansophia ,mosaica e ,genesi delineate in ,pansophia ,mosaica e ,genesi delineata 7,seite #bi7 gendert wurde lassen1 unter ,umstnden ,tausende zu opfern4 in lassen1 unter ,umstnden ,tausende zu opfern4 7,seite #eb7 gendert wurde seinen ,trnenstrom kaum zurckhalten4 weil ihm in seinen ,trnenstrom kaum zurckhalten1 weil ihm 7,seite #fc7 gendert wurde bestehend in #cjj ,geiselhieben und die kleine ,disziplin mit #cf ,geiselhieben4 in bestehend in #cjj ,geielhieben und die kleine ,disziplin mit #cf ,geielhieben4 7,seite #fi7 gendert wurde ,der ,hexen- und ,teufelwahn in der mittelalterlichen ,kirche in ,der ,hexen- und ,teufelswahn in der mittelalterlichen ,kirche 7,seite #gb7 gendert wurde ,im ,jahre #adhd erschien die ,hexenbulle1 also zu einer ,zeit1 als ,lionardo da ,vinci und ,regiomontanus wirkten1 ,kopernikus schon geboren waren4 in ,im ,jahre #adhd erschien die ,hexenbulle1 also zu einer ,zeit1 als ,leonardo da ,vinci und ,regiomontanus wirkten1 ,kopernikus schon geboren war4 7,seite #hj7 gendert wurde die hchste kirchliche ,autoritt sowei die ,approbation der in die hchste kirchliche ,autoritt sowie die ,approbation der 7,seite #hg7 gendert wurde ist1 lautet3 ,daemonastrix seu adversus ,daemones et ,maleficos universi operis ad usum praesertim ,exorcistarum4 ,es handelt in ist1 lautet3 ,daemonastrix seu adversus ,daemones et ,maleficos universi operis ad usum praesertim ,exorcistarum4 ,es handelt 7,seite #ii7 gendert wurde einige der gelehrtesten ,geistlichen des #ad4 ,jahrhunders feierlich in einige der gelehrtesten ,geistlichen des #ad4 ,jahrhunderts feierlich 7,seite #aai7 gendert wurde #bg ,personen wurden in ,massachusets hingerichtet4 in #bg ,personen wurden in ,massachusetts hingerichtet4 7,seite #abf7 gendert wurde ,fakultt approbiert sei4 ,auerdem mute das in ,fakultt approbiert sei4 ,auerdem mute das 7,seite #acg7 gendert wurde ,man sagte3 ,haeresis ist crimen1 quod nec confession celat4 in ,man sagte3 ,haeresis est crimen1 quod nec confession celat4 7,seite #aci7 gendert wurde wird der ,aufenthalt in ,bayern verboten#bj4 in wird der ,aufenthalt in ,bayern verboten#bj4 7,seite #adf7 gendert wurde anzukaufen4 ,wahrhaften ,schrecken aber bereitete in anzukaufen4 ,wahrhaften ,schrecken aber bereitete 7,seite #agi7 gendert wurde ,untertanen gegenber bernommen hatte#af4 in ,untertanen gegenber bernommen hatte#af4 7,seite #agi7 gendert wurde ,fortschritten der ,wissenschaft mglicht gar keine ,konzessionen in ,fortschritten der ,wissenschaft mglichst gar keine ,konzessionen 7,seite #ahd7 gendert wurde die ,ruhe ,europas bedroht4 ,er erklrte in die ,ruhe ,europas bedroht4 ,er erklrte 7,seite #ahf7 gendert wurde seinem ,wesen nach intolerant4 ,sein ,keim in seinem ,wesen nach intolerant4 ,sein ,keim 7,seite #ahf7 gendert wurde mit ,gleichgesinnten verehren wollen4 ,stahl wendet sich in mit ,gleichgesinnten verehren wollen4 ,stahl wendet sich 7,seite #ahf7 gendert wurde ,als die ,reformation in ,schottland siegte1 war einer ihrer ersten ,handlungen in ,als die ,reformation in ,schottland siegte1 war eine ihrer ersten ,handlungen 7,seite #ahi7 gendert wurde bei ,staatsanstellungen usw usw4 ,verteidigt und in bei ,staatsanstellungen usw4 usw4 ,verteidigt und 7,seite #aia7 gendert wurde ,durch den ,fall der ,engel mit dem ,menschenweibern sei in ,durch den ,fall der ,engel mit den ,menschenweibern sei 7,seite #bjb7 gendert wurde solchen frommen ,glaubensstreitern auf protestanischer oder katholischer ,seite ginge1 dann in solchen frommen ,glaubensstreitern auf protestantischer oder katholischer ,seite ginge1 dann 7,seite #bjc7 gendert wurde menschlicher ,teufelei4 ,nach dem in menschlicher ,teufelei4 ,nach dem 7,seite #bjg7 gendert wurde im ,sektenwesen uerst sich der in im ,sektenwesen uert sich der 7,seite #bjh7 gendert wurde #b7 zur ,vertreibung der ,pest2 in #b7 zur ,vertreibung der ,pest2 7,seite #bbd7 gendert wurde ,kinder als ,opfer angeboten haben ,da man sie in ,kinder als ,opfer angeboten haben4 ,da man sie 7,seite #bfa7 gendert wurde die es namentlich angeht in die es namentlich angeht4 7,seite #bib ,anzeigenteil7