,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,chemische ,unterhaltungen ,von ,ludwig ,wunder in ,sendelbach bei ,lohr a4 ,m4 ,mit #eb ,abbildungen ,verlag ,peter ,j4 ,oestergaard ,berlin-,schneberg ,alle ,rechte1 insbesondere das ,recht der bersetzung in fremde ,sprachen1 vorbehalten4 ,nachdruck wird gerichtlich verfolgt4 ,copyright by ,peter ,j4 ,oestergaard ,verlag1 ,berlin-,schneberg4 #hiee4 ,berliner ,buch- und ,kunstdruckerei1 ,g4 m4 b4 ,h41 ,berlin ,w4 #ce-,zossen4 ,inhalt4 #a4 ,wie man chemische ,kenntnisse erwirbt 7ein ,brief7 #g #b4 ,was ein ,chemiker sich unter einer ,verbrennung vorstellt #aj #c4 ber die ,unterschiede zwischen chemischen und physikalischen ,vorgngen 7ein ,brief7 #bb #d4 ,atom und ,molekl 7ein ,gesprch7 #bh #e4 ,die ,wrmenderung bei chemischen ,vorgngen #ci #f4 ,suren1 ,basen und ,salze 7ein ,gesprch7 #dh #g4 ,die ,salpetersure und was man daraus macht #eh #h4 ,kohlehydrate und ,alkohol #fh #i4 ,brennstoffe #hd #aj4 ,fette1 le1 ,seifen und ,kitte #aaa #aa4 ,die grte chemische ,fabrik der ,welt 7ein ,gesprch7 #abc #ab4 ,das periodische ,system der ,elemente 7ein ,gesprch7 #add ,vorwort4 ,dieses ,buch bedarf einer kurzen ,erluterung2 nicht sowohl wegen seines ,inhalts 7von dem ich mit der ,eitelkeit des ,verfassers hoffe1 da er fr sich selbst spricht71 als vielmehr wegen seiner ,darstellung4 ,denn ich habe in zwei ,kapiteln die ,briefform und in vier ,kapiteln die noch subjektivere ,form des ,zwiegesprchs angewendet1 und dies gerade bei solchen ,stoffen1 die unzweifelhaft schwieriger zu erklren sind als der brige ,inhalt4 ,ich hoffe nicht1 da mir jemand daraus den ,vorwurf schmiedet1 ich wolle den ,ernst der ,wissenschaft durch eine theatermige ,spielerei profanieren2 aber vielleicht ist es doch gut1 die ,grnde zu nennen1 warum ich diese uralte1 von den griechischen ,philosophen gebte1 von unseren eigenen ,vorfahren bis vor #ajj ,jahren viel gepflegte ,darstellungsform wieder aufgreife4 ,wer immer sich mit der ,kunst der volkstmlichen ,darstellung befat hat1 der wird zugeben mssen1 da das eigentliche ,wesen alles ,erklrens darin beruht1 da man die ,gegenstze betont und heraushebt2 gerade1 wie man eine mathematische ,formel oft dadurch am besten begreift1 da man fr die vernderliche ,gre die gegenstzlichen ,grenzwerte ,null und ,unendlich einsetzt4 ,fr die ,betonung der ,gegenstze eignet sich nun nach meinen ,erfahrungen die ,form des ,zwiegesprchs ganz auerordentlich2 sie schneidet mit ,messerschrfe die ,gegenstze heraus und rundet so berraschend schnell alle ,begriffe1 auch solche1 ber die man sonst wohl lange vergeblich reden knnte4 ,freilich ist es nicht immer leicht1 ,klippen zu vermeiden1 die den ,fragensteller als bloen ,statisten erscheinen lassen knnten1 oder die darin bestehen1 da der ,fragende alle ,schwierigkeiten des ,stoffes geschickt umgeht1 und so zwar leichte1 aber den ,leser wenig befriedigende ,antworten erhlt4 ,der ,leser wird zweifellos selbst am besten beurteilen knnen1 wieweit es mir gelungen ist1 diese ,fehler zu vermeiden4 ,sendelbach bei ,lohr a4 ,m4 ,l4 ,wunder4 #a4 ,wie man chemische ,kenntnisse erwirbt4 7,ein ,brief47 ,lieber ,freund6 ,sie fragen mich1 ob ein ,laie1 der noch niemals in ,chemie unterrichtet worden ist1 imstande sei1 sich durch eigene ,belehrung eine richtige ,vorstellung von chemischen ,vorgngen zu machen4 ,diese ,frage darf ich getrost bejahen4 ,freilich handelt es sich bei der ,belehrung in chemischen ,fragen um wesentlich andere ,methoden als etwa beim ,selbststudium der ,geschichte4 ,denn ,geschichte kann man zur ,not allein aus ,bchern und mit ,bchern lernen4 ,soll ich ,ihnen klarmachen1 warum diese ,methode fr das ,studium der ,chemie unbrauchbar ist1 so mchte ich die ,chemie mit einer modernen ,fremdsprache1 etwa ,franzsisch oder ,englisch1 vergleichen4 ,wenn ,sie versuchen wollten1 diese ,sprachen allein aus ,lehrbchern zu lernen1 ohne jemals sich von einem ,kundigen die ,laute1 ,wrter und ,stze vorsprechen zu lassen und ,ihr ,ohr am lebendigen ,klang der ,sprache zu ben1 so werden ,sie mir zugeben1 da ,ihre erste ,unterhaltung in dieser ,sprache mit einem wirklichen ,beherrscher derselben recht merkwrdig klingen mte4 ,man mu also mit dem ,ohr ,erfahrungen sammeln1 um mit dem ,verstand ,sprachen lernen zu knnen4 ,in einer ganz hnlichen ,lage befinden ,sie sich1 wenn ,sie die ,sprache der ,chemie lernen wollen3 da mssen ,sie die chemischen ,vorgnge aus zahlreichen ,experimenten zu sich reden lassen1 um gleichsam ,ihr ,ohr an den ,ton der chemischen ,sprache zu gewhnen1 um eine ,vorstellung davon zu bekommen1 was im ,bereich der ,chemie mglich ist und was unmglich ist4 ,das ,experiment ist nicht blo in der ,chemie1 sondern in allen ,naturwissenschaften die ,grundlage alles ,lernens und die letzte1 ja die einzige magebende ,instanz fr die ,beantwortung aller ,fragen4 ,in unseren ,schulen wird das noch viel zu wenig beachtet4 ,dort herrscht leider auch bei zahllosen ,lehrern noch der ,irrglaube1 als ob man chemische ,tatsachen aus ,bchern lernen knne1 aus ,bchern1 die uns doch im besten ,fall nur zum ,studium der ,natur anregen knnen4 ,htten diese ,lehrer eine ,ahnung davon1 welch entsetzliche ,vergewaltigung ihre unnatrliche ,lehrmethode fr den ,geist der ,schler bedeutet1 so mte sich ihr ,verantwortungsgefhl dagegen aufbumen4 ,aber selbst wenn ihnen diese ,ahnung aufdmmern mchte1 stehen ihnen noch hundert ,ausflchte offen3 die uralte scholastische berlieferung1 der ,mangel an ,zeit1 an ,geld und ,laboratoriumseinrichtungen1 ,arbeitsberhufung1 ungengende ,entschdigung fr ,vorbereitungsarbeit1 ,disziplinschwierigkeiten im ,laboratoriumsunterricht1 die ,gefahren und die gesetzliche ,haftpflicht des ,lehrers fr ,unflle usw4 -- ,da wird wohl noch eine lange ,zeit vergehen1 bis die ,laboratorien unserer ,schulen aus dem ,stadium des ,renommierlaboratoriums8 in das der wirklichen ,arbeitssttte bergetreten sein werden4 ,und doch mssen wir unerbittlich an der ,erkenntnis festhalten1 da es kein wirkliches ,lernen der chemischen ,sprache gibt1 auer in jenem ,zwiegesprch mit der ,natur1 welches durch die eigene ,experimentierttigkeit des ,lernenden gefhrt wird4 ,es gengt auch nicht1 da der ,lernende blo den ,experimenten des ,lehrers zusieht2 er mu selbst nach eigenem ,ermessen ,fragen an die ,natur stellen knnen4 ,denn die ,experimentalvortrge des ,lehrers sind recht hufig nichts anderes als eine pia fraus1 ein frommer ,betrug gegen den ,schler1 der dem ,lehrer meistens gar nicht voll zum ,bewutsein kommt4 ,denn der ,lehrer wird aus naheliegenden ,grnden stets solche ,versuche auswhlen1 welche fr die von ihm vorgetragenen ,behauptungen sprechen2 er wird ,versuche1 welche dagegen sprechen1 nicht machen1 vielleicht in der redlichen ,absicht1 den ,schler nicht durch ,widersprche zu verwirren4 ,so dient er wohl der ,klarheit1 aber gewi nicht der ,wahrheit4 ,drei ,viertel aller ,experimentalvortrge unserer naturwissenschaftlichen ,hoch- und ,mittelschullehrer sind mit diesem ,fehler behaftet und zwingen unter dem ,scheine der ,objektivitt das ,gehirn des ,schlers in ausgefahrene ,geleise4 ,es gibt nur ein einziges wirksames ,mittel gegen solche ,selbsttuschung3 das ist die eigene ,experimentierttigkeit des ,schlers1 und zwar nicht jene planvoll durch den ,lehrer geleitete8 unserer an unfreiwilliger ,komik so berreichen ,schullehrplne und ,ministerialverordnungen1 sondern die aus eigenem ,denken hervorgegangene1 vielleicht gerade durch die ,lust am ,widerspruch1 durch den ,zweifel an den einseitigen ,ausfhrungen des ,lehrers angeregte4 ,in der ,schule der ,zukunft wird fr diese eigene ,versuchsttigkeit des ,schlers unbeschrnkte ,zeit1 unbeschrnkte ,gelegenheit und -- unbeschrnkte ,lust vorhanden sein4 ,dann wird auch kein ,experimentalvortrag des ,lehrers1 sei er noch so einseitig und unwahr1 ,schaden anstiften knnen4 ,sie aber1 lieber ,freund1 mchte ich mit diesen ,worten angeregt haben1 auch meine folgenden ,belehrungen und ,behauptungen als einen ,anreiz zum ,zweifel auf sich wirken zu lassen1 der in ,wahrheit der ,vater aller ,erkenntnis ist4 ,ich werde es mir zur ,aufgabe machen1 ,ihren ,zweifel frmlich herauszufordern4 ,ich werde ,ihren ,zweifel als den ,stempel ,ihres ,geistes achten und ehren und werde ,ihnen im ,gefhl dieser ,achtung nach meinen ,krften helfen1 die ,natur selbst zu befragen4 ,ihr getreuer ,l4 ,w4 #b4 ,was ein ,chemiker sich unter einer ,verbrennung vorstellt4 ,die ,verbrennung gilt dem ,laien als das sicherste ,mittel1 um einen ,gegenstand unwiderbringlich zu vernichten4 ,aber auch der ,chemiker wird1 wenn er unliebsame ,briefe vernichten will1 zum ,feuer greifen1 und es wird ihm auch nicht gelingen1 die jammernde ,hausfrau zu berzeugen1 da ein in die ,tischdecke gebranntes ,loch nur auf einer ,tuschung beruhe4 ,holz und ,kohle im ,ofen verbrennen auf ,nimmerwiederkehr1 die brennende ,kerze scheint wahrhaft spurlos zu verschwinden4 ,selbst die katholische ,kirche1 die doch den ,glauben an unser ,fortleben nach dem ,tode unerschtterlich festhlt1 wute in der ,inquisitionszeit kein besseres ,mittel zur vollstndigen ,vernichtung der ,ketzer als den ,feuertod4 -- ,angesichts solcher ,tatsachen ist es keine leichte ,aufgabe1 nachzuweisen1 da die ,substanz keines einzigen verbrannten ,gegenstands von der ,erde verschwunden ist1 da kein ,brief1 kein ,holzscheit1 keine ,kohle noch ,kerze1 kein ketzerischer ,leib durch das ,verbrennen auch nur um ein ,milligramm leichter geworden ist1 da alle seit ,urzeiten auf ,erden verbrannten ,dinge noch mit ihrem vollen ,gewicht und ihren ganzen ,bestandteilen auf ,erden vorhanden sind4 ,die ,geschichte des ,begriffs ,verbrennung8 ist nmlich geradezu ein ,schulbeispiel fr die ,richtigkeit des ,satzes1 da der ,schein trgt4 ,wenn man das gerade ,gegenteil von derjenigen ,auffassung glaubt1 die einem zunchst als die richtige erscheint1 so kommt man auf diesem ,gebiet in den meisten ,fllen der ,wahrheit am nchsten4 ,denn wenn z4 ,b4 ein ,stck ,schwefel verbrennt1 so sieht es aus1 als ob seine ,masse beim ,brennen leichter wrde1 und wird doch schwerer2 die schne blaue ,flamme scheint anzudeuten1 da ein ,stoff aus dem ,schwefel entweicht --1 aber in ,wirklichkeit ist sie ein ,zeichen der ,verbindung des ,sauerstoffs mit dem ,schwefel1 also kein ,symbol des ,abgangs1 sondern vielmehr ein ,symbol des ,zugangs eines ,stoffes zum ,schwefel2 beim ,brennen sieht es aus1 als ob der ,schwefel auf ,nimmerwiedersehen verschwnde1 aber die ,wahrheit ist1 da man ihn aus dem gasfrmigen ,verbrennungsprodukt leicht wieder abscheiden kann4 ,also jede unserer ersten ,vermutungen erweist sich bei genauerer ,prfung als trgerischer ,schein4 ,ich will nun eine ,reihe von ,versuchen beschreiben1 welche jedermann in den ,stand setzen1 sich von der ,richtigkeit meiner ,behauptungen zu berzeugen4 ,zunchst ist nachzuweisen1 da jeder brennbare ,krper beim ,verbrennen nicht an ,gewicht verliert1 sondern im ,gegenteil zunimmt4 ,dieser ,nachweis ist am leichtesten1 wenn smtliche ,verbrennungsprodukte des ,krpers fest sind1 wenn er sich also ausschlielich in ,asche verwandelt4 ,diese ,eigenschaft besitzen die verbrennbaren ,metalle1 z4 ,b4 ,eisen1 ,magnesium1 ,blei1 ,zinn4 ,nun brennen solche ,metalle natrlich nicht so leicht1 wie etwa ,holz oder ,kohle1 und man mu sie daher in eine lockere ,form bringen1 am besten in ,pulverform1 um sie gut brennbar zu machen4 ,sehr gut eignet sich fr unseren ersten ,versuch das pulverfrmige ,magnesiummetall1 welches in jeder ,drogerie billig zu kaufen ist4 ,wir legen auf eine ,tafelwage oder ,briefwage1 welche noch ein halbes ,gramm ,belastung deutlich durch einen ,ausschlag erkennen lt1 ein ,stckchen ,ziegel oder ,dachschiefer und schtten darauf etwa #aj ,gramm ,magnesiumpulver1 so da es einen kleinen ,berg bildet4 ,dann stellen wir die ,wage1 falls es eine ,tafelwage ist1 durch ,belastung der anderen ,schale genau ins ,gleichgewicht und znden sodann mit einem ,streichholz den ,gipfel unseres ,magnesiumberges an4 ,der ganze ,berg gert in kurzer ,zeit in schne ,rotglut1 und durch die ,hitze wird ein aufsteigender ,luftstrom erzeugt1 welcher zunchst die ,wagschale mit emporreit1 so da es aussieht1 als ob das ,magnesium beim ,verbrennen leichter wrde4 ,dieser ,eindruck wird noch dadurch verstrkt1 da ein kleiner ,teil der weien ,asche als ,rauch emporgewirbelt wird und da die brige ,asche merklich zusammensinkt und einen geringeren ,raum einzunehmen scheint1 als vorher das ,metallpulver einnahm4 ,aber trotz dieser ,verluste und ,sinnestuschungen erkennt man bereits nach wenigen ,minuten1 da die ,wagschale mit der ,asche tiefer und tiefer herabsinkt und offensichtlich schwerer wird1 als sie zuerst war4 ,die ,gewichtszunahme wchst noch mehr1 wenn man mit ,hilfe einer ,stricknadel den glhenden ,berg vorsichtig auseinanderbreitet1 so da auch sein ,inneres verbrennen kann4 ,auch mit pulverfrmigem ,eisen1 welches in den ,apotheken und ,drogerien unter der lateinischen ,bezeichnung ,ferrum limatum zu kaufen ist1 lt sich der ,versuch unter gewissen ,bedingungen leicht anstellen4 ,diese ,bedingungen bestehen darin1 da man das ,eisenpulver mittels eines ,magneten an einer ,wage aufhngt4 ,man benutzt dazu einen sogenannten ,hufeisenmagneten1 den man1 gewhnlich ziegelrot lackiert1 bei jedem ,optiker bekommt1 und taucht seine ,pole in das ,eisenpulver1 welches in dicken ,bscheln daran hngen bleiben mu4 ,dann befestigt man den ,magneten vorsichtig so an einer ,schale einer ,hornschalenwage oder anderen ,balkenwage1 da der ,bart von ,eisen8 nirgends anstt1 sondern allseitig frei hngt4 ,nun wird die ,wage in genaues ,gleichgewicht gebracht4 ,dann hlt man eine ,flamme1 am besten eine ,spiritusflamme oder einen ,bunsenbrenner1 unter den ,eisenbart4 ,er entzndet sich und verglimmt langsam1 whrend zugleich der ,wagenarm sich senkt1 an dem er befestigt ist4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,gewinnung von ,bleioxyd durch ,veraschen von ,blei4 ,auch ,blei und ,zinn werden bedeutend schwerer1 wenn man sie durch ,erhitzen an der ,luft in ,asche verwandelt4 ,man fllt zu diesem ,zweck einen kleinen ,porzellantiegel1 welchen man in der ,regel beim ,optiker kaufen kann1 zu dreiviertel mit zusammengeknlltem ,stanniol oder kleingehacktem ,blei und wgt ihn auf einer ,hornschalenwage oder guten ,briefwage4 ,hornschalenwagen wgen mit einer ,genauigkeit bis zu ,gramm4 ,dann erhitzt man den ,tiegel auf einem passenden ,gestell in schrger ,lage1 wie ,abb4 #a zeigt4 ,die ,schrgstellung des ,tiegels ist notwendig1 damit die ,luft gut ber das schmelzende ,metall streichen kann4 ,zum ,erhitzen mu man eine rufreie und heie ,flamme haben1 also entweder einen ,bunsenbrenner oder eine ,benzingeblselampe4 ,das geschmolzene ,metall wird mit einer ,stricknadel fleiig umgerhrt4 ,nach #bj-cj ,minuten ist es grtenteils in ,asche verwandelt1 die sich beim ,wgen 7nach dem ,erkalten7 als bedeutend schwerer erweist4 ,niemand wird zweifeln1 da es sich in allen diesen ,fllen um echte ,verbrennungen handelt1 wenn auch eine eigentliche ,flamme nicht sichtbar wird4 ,die ,flamme8 entsteht nmlich nur dann1 wenn der ,brennstoff durch die ,hitze oder durch andere ,umstnde wenigstens teilweise in ,dampf verwandelt wird4 ,da nun ,metalle1 wie ,eisen und ,blei1 nicht leicht verdampfen1 so brennen sie auch nicht leicht mit ,flamme4 ,schwefel dagegen oder ,phosphor1 welche leicht verdampfen1 oder auch ,wachs1 ,petroleum1 ,paraffin usw41 bilden beim ,brennen ,flammen4 ,das ,magnesiummetall nimmt eine ,mittelstellung ein1 da es in heller ,glhhitze ebenfalls verdampft3 zndet man einen ,streifen ,magnesiumband an1 so kann man deutlich eine lodernde1 blendend weie ,flamme beobachten4 ,jede ,flamme8 ist ein brennender ,dampf4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,gewichtszunahme bei der ,verbrennung einer ,kerze4 ,ein ,stoff1 der mit ,flamme brennt1 scheint nun merkwrdigerweise beim ,brennen stets leichter zu werden4 ,in ,wahrheit wird er aber doch nicht leichter1 sondern gleichfalls schwerer4 ,aber sein ,verbrennungsprodukt1 seine ,asche81 ist eben meistens gasfrmig und entweicht unsichtbar in die ,luft4 ,was wir aber nicht sehen1 das glaubt bekanntlich unser ,herz nicht gern1 und so struben wir uns gegen die ,annahme1 da eine ,kerze beim ,brennen schwerer wird1 weil wir die gasfrmige1 unsichtbare ,asche8 der ,kerze nicht beobachten knnen4 ,nun ist es aber gar nicht schwer1 diesen ,zweifel zu entkrften4 ,die gasfrmigen ,verbrennungsprodukte der ,kerze haben nmlich die ,eigenschaft1 von festem tznatron 7auch ,laugenstein8 oder scharfe ,soda81 kaustische ,soda8 genannt7 aufgeschluckt und festgehalten zu werden4 ,wenn man daher ber einer brennenden ,kerze einen ,lampenzylinder befestigt1 dessen ,hhlung mit ,stcken von festem tznatron gefllt ist1 so hlt dieser alle ,verbrennungsprodukte der ,kerze fest4 ,nun kann man mit einer ,wage leicht feststellen1 ob ,kerze und ,lampenzylinder zusammen beim ,verbrennen der ,kerze leichter werden oder schwerer4 ,der ,versuch ergibt das letztere4 ,man mu dabei1 wie ,abb4 #b zeigt1 einen gewissen ,kunstgriff anwenden4 ,das feste tznatron hat nmlich die ,eigenschaft1 an der ,luft ganz von selbst schwerer zu werden1 weil es die in der ,luft stets vorhandene ,feuchtigkeit begierig anzieht4 ,wrden wir also auf die eine ,wagschale die ,kerze und den ,zylinder voll tznatron1 auf die andere aber nur die ,tariergewichte setzen1 so knnte man mit ,recht gegen das ,versuchsergebnis einwenden1 da das tznatron durch heftige ,anziehung der ,luftfeuchtigkeit schwerer geworden sei4 ,dieser ,einwand wird dadurch entkrftet1 da man auch auf die andere ,wagschale einen ebensogroen ,zylinder voll tznatron bringt4 ,nun zeigt sich1 da trotzdem die ,wagschale mit der brennenden ,kerze schwerer wird4 ,gegen diesen ,befund kann auch der scharfsinnigste ,kritiker nichts einwenden3 die ,gewichtsabnahme der brennenden ,kerze ist nur eine ,sinnestuschung4 ,auch die mit ,flamme brennenden ,krper werden beim ,brennen nicht leichter1 sondern schwerer4 ,also sind die ,holzscheite und ,steinkohlen1 welche wir und unsere ,vorfahren in den fen verbrannt haben1 und die ,leiber der armen ,ketzer und ,hexen1 welche die ,inquisition durch den ,flammentod zu vernichten glaubte1 in ,wahrheit nicht verschwunden1 sondern sie schweben noch als unsichtbare ,gase in der ,luft -- wenn diese ,gase nicht im ,haushalt der ,natur eine andere ,verwendung gefunden haben4 ,darber werden wir noch ,nheres hren4 ,stellen wir als vorlufiges ,ergebnis unserer ,untersuchungen fest3 es gibt keinen einzigen brennbaren ,krper1 der nicht bei der ,verbrennung an ,gewicht zunimmt4 ,die ,gewichtszunahme ist nur dadurch erklrbar1 da der brennende ,stoff whrend der ,verbrennung einen anderen ,stoff an sich zieht4 ,dieser andere ,stoff kann nur in der ,luft enthalten sein3 es ist bekanntlich das ,sauerstoffgas1 welches ziemlich genau den fnften ,teil der ,luft ausmacht4 ,aus diesem ,grund vermag kein ,krper1 der in der ,luft brennbar ist1 im luftleeren ,raum oder in einer ,luft zu brennen1 aus welcher man das ,sauerstoffgas entfernt hat4 ,aus diesem ,grund verlschen auch brennende ,krper nach einiger ,zeit1 wenn man sie in einem abgeschlossenen ,luftraum hat brennen lassen3 z4 ,b4 verlischt eine kleine ,kerze sehr bald1 wenn man sie mit ,hilfe eines ,drahtes in eine leere ,flasche versenkt1 weil das in der ,flaschenluft enthaltene ,sauerstoffgas sich bald mit der ,kerze chemisch verbunden hat4 ,taucht man einen brennenden ,streifen ,magnesiummetall in eine leere ,weinflasche und stpselt man sie sofort1 gleichzeitig1 fest zu1 so ist es nicht schwer nachzuweisen1 da das ,magnesium beim ,brennen einen ,teil der ,luft in sich aufgenommen hat3 wenn man nmlich nach #aj ,minuten die ,flasche mit der fest verschlossenen ,mndung unter ,wasser taucht und nun entkorkt1 so strmt ,wasser hinein4 ,also ist beim ,brennen des ,magnesiums soviel ,luft verbraucht worden1 als nun durch ,wasser ersetzt wurde4 ,diese ,luft1 oder vielmehr dieser ,luftbestandteil1 der ,sauerstoff1 ist es1 welcher die ,gewichtszunahme brennender ,stoffe verursacht4 ,eine derartige ,behauptung bleibt unverstndlich fr jeden ,menschen1 der ber die ,natur der ,gase noch keine ,erfahrungen gesammelt hat4 ,denn er kann sich nicht vorstellen1 da ,luft ein ,gewicht haben soll1 oder wenn er es fr mglich hlt1 so glaubt er1 da dieses ,gewicht viel zu gering sei1 um mit der gewhnlichen ,wage mebar zu sein4 ,nimmt doch eine brennende ,kerze weit mehr an ,gewicht zu 7wenn man die ,verbrennungsprodukte wiegt71 als ihr eigenes ,gewicht betrgt4 ,und htte die ,luft wirklich ein ,gewicht1 so mte sie doch zu ,boden sinken4 ,ferner mte sie auf die ,wagschalen1 auf den ,tisch1 ja1 auf unseren eigenen ,krper einen ,druck ausben4 ,es ist nicht schwer1 diese ,einwnde zu entkrften4 ,da die ,luft trotz ihres ,gewichtes nicht zu ,boden sinkt1 ist auf denselben ,zusammenhang zurckzufhren1 durch welchen ein ,fisch im ,wasser nicht zu ,boden sinkt1 obgleich er doch sicherlich ein recht wahrnehmbares ,gewicht besitzt4 ,da sie auf die ,wagschalen1 auf den ,tisch1 auf unseren ,krper drckt1 entgeht der gewhnlichen ,beobachtung aus einem hnlichen ,grund3 denn wenn man eine ,wage in eine ,kufe voll ,wasser stellt1 so zeigt sie auch keinen ,ausschlag an1 obwohl das ,wasser auf die ,wagschalen drckt4 ,es drckt eben in diesem ,fall nicht blo auf beide ,wagschalen gleichstark1 sondern es drckt auch von unten und von den ,seiten gegen die ,schalen4 ,so spren wir auch von dem gewaltigen ,druck der ,luft auf unseren ,krper nichts1 weil die ,luft durch ,mund und ,nase in unsere ,lungen und in unser ,blut gelangt und von hier aus dem ,druck auf die uere ,krperflche das ,gleichgewicht hlt4 ,unsere smtlichen ,krpergewebe sind sozusagen mit ,preluft gesttigt und infiltriert2 bringt man eine ,schale voll frisches ,blut in einen luftleeren ,raum1 so schumt und moussiert es wie eine entkorkte ,brauselimonadenflasche1 weil die eingeprete ,luft durch keinen ,gegendruck in der ,flssigkeit mehr festgehalten wird4 ,denn der ,druck der ,luft ist in der ,nhe des ,erdbodens 7in hohen ,luftschichten ist er viel geringer7 gewaltig stark3 er betrgt etwa #a ,kilogramm auf jeden ,quadratzentimeter4 ,auf die ,oberflche des menschlichen ,krpers ausgerechnet1 macht dies fr einen ,erwachsenen von #a-b ,quadratmeter ,hautoberflche wohl einen ,druck von #aejjj bis #bjjjj ,kilogramm1 also von #cjj bis #djj ,zentnern1 aus4 ,es sieht fast merkwrdig aus1 da wir unter dieser entsetzlichen ,last nicht zusammenbrechen4 ,folgende ,tatsache wird uns das ,verstndnis erleichtern3 ,die ,chemiker benutzen zum ,erhitzen ihrer ,flssigkeiten sehr dnnwandige ,glaskolben mit ebenem ,boden1 sogenannte ,kochflaschen4 ,stellt man eine solche ,kochflasche in ein groes ,druckgef und lt man nun in dieses ,druckgef komprimierte ,luft oder verdichtetes ,kohlensuregas einstrmen1 so platzt die ,kochflasche nicht1 trotz ihrer dnnen ,wandung1 auch wenn man den ,druck der ,preluft auf #bjj ,atmosphren steigert4 ,denn der ,druck wirkt ebensostark auf die ,innenseite1 wie auf die ,auenflche der ,kochflasche4 ,schliet man sie jedoch vorher luftdicht zu1 so wird sie durch den ,auendruck zusammengepret4 ,aus diesen und vielen anderen ,versuchen geht eindeutig hervor1 da die ,luft einen ,druck ausbt1 und dieser ,druck kann nur von ihrem ,gewicht herrhren4 ,tatschlich besitzt die ,luft ein recht wahrnehmbares ,gewicht1 welches fr den ,liter #a ,gramm betrgt4 ,man kann es leicht mit ,hilfe einer alten1 ausgedienten ,glhlampe nachweisen4 ,da diese ,lampen luftleer gepumpt sind1 so mssen sie1 wenn man durch ,abbrechen der ,spitze ,luft hineindringen lt1 schwerer werden um das ,gewicht der eingedrungenen ,luft4 ,man wge also eine mglichst groe1 unversehrte ,glhlampe ab oder tariere sie auf einer ,hornschalenwage1 breche dann die ,spitze1 nachdem man sie mit einer kleinen ,dreikantfeile angefeilt hat1 ab1 und wge nun die ,glhlampe samt der abgebrochenen ,spitze wieder4 ,sie ist sehr merkbar 7um #j1b-j1c ,gramm fr die #afkerzige ,lampe gewhnlicher ,gre7 schwerer geworden4 ,somit kann es nicht mehr zweifelhaft sein1 da die ,gewichtszunahme brennender ,stoffe durch das ,hinzutreten einer bestimmten ,menge ,luft erfolgt4 ,demnach mu also in dem ,verbrennungsprodukt einesteils der ,brennstoff1 andernteils die hinzugetretene ,luft enthalten sein4 ,durch geeignete ,mittel mu es also gelingen1 aus der ,asche8 beide ,bestandteile wieder abzuscheiden4 ,es mu mglich sein1 die matte1 graugelbe ,bleiasche wieder in glnzendes metallisches ,blei zu verwandeln1 indem man den ,sauerstoff herauslockt4 ,aus der weigrauen1 glanzlosen ,zinnasche mu sich ,zinnmetall1 aus dem unsichtbar gasfrmigen ,kohlensuregas schwarze ,kohle wiedergewinnen lassen4 ,freilich hngt der ,luftsauerstoff so fest an den ,metallen und an der ,kohle1 da die ,trennung einige ,schwierigkeiten macht4 ,nur die ,aschen des ,quecksilbers und der edlen ,metalle zerfallen schon beim bloen ,erhitzen in ,metall und ,sauerstoffgas4 ,aber wir knnen uns diese ,aschen nicht selbst herstellen1 haben daher auch an ihrer ,zerlegung kein rechtes ,interesse4 ,wollen wir aber die ,aschen unedler ,metalle zerlegen1 so mssen wir nicht blo ,hitze anwenden1 sondern auch dem ,sauerstoff sozusagen einen ,ersatz anbieten fr das ,metall1 das er freigeben soll4 ,ein solcher ,ersatz ist z4 ,b4 gepulverte ,holzkohle4 ,wir mischen unsere ,bleiasche mit ,holzkohlenpulver1 fllen das ,gemisch in einen ,tiegel1 decken ihn mit einem ,blech oder ,scherben zu und erhitzen ihn ber dem ,bunsenbrenner oder am ,herdfeuer auf ,rotglut3 nach dem ,erkalten finden wir am ,grund des ,tiegels schn glnzendes1 metallisches ,blei4 ,wie der ,vogel ,phnix ist es aus der ,asche neu erstanden4 7,mit ,zinnasche ist dieser ,versuch viel schwieriger1 da das ,zinn den ,sauerstoff fester hlt als ,blei47 ,ebenso knnen wir leicht aus dem unsichtbaren1 gasfrmigen ,verbrennungsprodukt der ,kohle1 dem ,kohlensuregas1 wieder schwarze ,kohle abscheiden1 wenn wir dem ,sauerstoff als ,ersatz fr die freizugebende ,kohle das ,metall ,magnesium anbieten4 ,wir benutzen dazu die ,versuchsanordnung der ,abbildung #c4 ,das ,magnesiumpulver wird in eine sogenannte ,kugelrhre aus schwer schmelzbarem ,glas gefllt 7man bekommt sie in den ,geschften fr chemische ,apparate oder bei ,optikern7 und von auen durch eine ,flamme erhitzt1 nachdem man begonnen hat1 durch die ,rhre einen ,strom von ,kohlensuregas zu leiten4 ,zwischen den rot erglhenden ,metallspnen scheidet sich eine ,menge schwarzer ,kohle ab4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,zurckgewinnung der ,kohle aus dem ,kohlendioxyd durch glhendes ,magnesiummetall4 ,in der ,natur kommt eine groe ,anzahl von ,erzen vor1 welche ihrer ,zusammensetzung nach nichts anderes sind als ,metallaschen1 verbrannte ,metalle4 ,man kann aus allen diesen ,erzen die darin enthaltenen ,metalle gewinnen1 indem man die ,erze mit ,kohle zusammen erhitzt4 ,manche von diesen ,erzen geben das ,metall schon bei migem ,erhitzen mit ,kohle frei1 z4 ,b4 der weie ,arsenik das ,arsen3 man bringt 7,abb4 #d7 in ein spitz zulaufendes ,glasrohr aus schwer schmelzbarem ,glas eine ,spur eines feinzerriebenen ,gemisches von ,arsenik und ,holzkohle1 berdeckt dieses ,gemisch mit einem winzigen ,holzkohlensplitter und erwrmt es in einem kleinen ,flmmchen4 ,das abgeschiedene ,arsen verdampft in der ,hitze und scheidet sich etwas oberhalb an den klteren ,wnden des ,glasrohrs als schwarzer1 glnzender ,spiegel ab4 ,da weier ,arsenik als ,rattengift ,verwendung findet und nicht selten durch ,verwechslung mit ,zucker zu ,vergiftungsfllen ,anla gibt1 so kann man verdchtige ,stoffe auf diese ,weise leicht auf ,arsenik prfen4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,darstellung schwarzen ,arsens4 ,auch aus den ,eisenerzen wird nach demselben ,verfahren das ,eisen abgeschieden1 wozu nur deshalb eine grere ,hitze erforderlich ist1 weil das abgeschiedene ,eisen erst bei ,gelbglut schmilzt und zusammenfliet4 ,der riesenhafte chemische ,apparat1 in welchem dieser wichtige ,vorgang stattfindet1 heit bekanntlich ,hochofen4 ,abb4 #e zeigt einen solchen aus ,steiermark1 dessen ,hhe nicht weniger als #be ,meter betrgt4 ,die innere ,weite nahe der ,mitte ist #f ,meter4 ,der ganze1 gemauerte ,schacht wird mit abwechselnden ,lagen von ,kohle und ,erz gefllt4 ,da das ,erz aber nicht blo aus ,eisenasche1 sondern auch zum groen ,teil aus ,gestein 7,gangart87 besteht1 welches das ,zusammenflieen des geschmolzenen ,eisens erschweren oder verhindern wrde1 so mu es mit einem sogenannten ,zuschlag8 versetzt werden4 ,dies ist 7je nach ,beschaffenheit der ,gangart7 eine quarz- oder kalkreiche ,gesteinsart1 welche sich mit der ,gangart zu einer leicht schmelzbaren ,schlacke verbindet4 ,besteht die ,gangart aus ,quarz1 so mu der ,zuschlag ein ,kalkgestein sein2 ist die ,gangart umgekehrt kalkreich1 so mu der ,zuschlag viel ,quarz enthalten3 denn stets verbinden sich ,quarz und ,kalk1 die fr sich fast unschmelzbar sind1 miteinander zu einer leicht schmelzbaren ,schlacke4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,hochofen4 ,der ,hochofen ist infolge seiner groen ,hhe sozusagen sein eigener ,kamin4 ,der ,zug dieses ,kamins wrde aber bei weitem nicht ausreichen1 um die ,hitze zu liefern1 welche um raschen ,ausschmelzen des ,eisens notwendig ist4 ,deshalb wird durch besondere ffnungen 7,dsen87 von unten in den ,hochofen ,preluft 7,wind87 eingeblasen4 ,eine dieser ,dsen ist in unserer ,abbildung rechts unten zu sehen4 ,diese ,preluft wird1 um recht wirksam zu sein1 vor dem ,eintritt ins ,feuer um den ganzen ,hochofen herumgeleitet und dadurch vorgewrmt4 ,diese ,vorwrmeleitung sieht man etwas unterhalb der ,ofenmitte im ,querschnitt4 ,aus der oberen ffnung 7,gicht87 des ,hochofens sind frher ungeheure ,mengen brennbarer ,gase 7,gichtgase87 ungenutzt in die ,luft entwichen4 ,jetzt fngt man sie mit ,hilfe der in der ,abbildung sichtbaren ,vorrichtung auf und benutzt sie teils zur ,vorwrmung des ,windes1 teils zum ,betrieb von ,gasmotoren4 ,die ,konstruktion dieser ,gasmotoren ist eine der grten technischen ,errungenschaften der letzten ,jahrzehnte4 ,denn die ,gichtgase sind an und fr sich minderwertig und so arm an brennbaren ,bestandteilen1 da ihre ,ausnutzung nur in ,gasmotoren von riesenhafter ,gre mglich war1 die erst erfunden werden muten4 ,so werden jetzt bereits mehr als eine ,million ,pferdekrfte aus ,gichtgasen gewonnen1 die frher ungenutzt in die ,luft entwichen4 ,obwohl erst ein ,teil der deutschen ,hochfen mit ,gichtgasmotoren verbunden ist1 kann die so gewonnene ,kraft in den eigenen ,betrieben bei weitem nicht mehr verbraucht werden4 ,sie wird daher in unseren groen ,eisenhttenanlagen an ,ort und ,stelle in ,elektrizitt verwandelt und durch berlandzentralen an die ,stdte und ,ortschaften der weiteren ,umgebung verteilt4 ,kehren wir nun zum ,ausgangspunkt unserer ,untersuchung zurck1 so sehen wir ein ,hauptkennzeichen aller ,verbrennungsvorgnge darin1 da der brennende ,krper sein ,gewicht vermehrt um dasjenige einer gewissen ,sauerstoffmenge1 mit welcher er sich im ,verbrennungsvorgang verbindet4 ,diese ,sauerstoffmenge kann entweder aus der ,luft entnommen werden1 wie bei allen ,verbrennungen gewhnlicher ,art2 oder sie kann aus einem anderen ,verbrennungsprodukt 7einer ,asche7 stammen3 so bei der ,verbrennung von ,kohle durch ,eisenoxyd1 bei welcher das ,eisenoxyd in ,eisen zurckverwandelt wird4 ,das ,bild1 welches sich ein ,chemiker von einer ,verbrennung macht1 unterscheidet sich also recht wesentlich von der ,auffassung der ,laien3 ,der ,brennstoff wird durch die ,verbrennung nicht vernichtet1 sondern nur verwandelt4 ,er wird dabei nicht leichter1 sondern schwerer4 #c4 ber die ,unterschiede zwischen chemischen und physikalischen ,vorgngen4 ,lieber ,freund6 ,sie haben mir wieder eine ,frage vorgelegt1 deren ,beantwortung 7wenn sie berhaupt mglich ist7 jedenfalls weit schwieriger ist1 als ,sie glauben4 ,ich soll ,ihnen also eine scharfe ,grenzlinie ziehen zwischen den ,begriffen des physikalischen und des chemischen ,vorgangs1 woraus notwendig folgt1 da ich ,ihnen erklren mte1 was ein physikalischer und was ein chemischer ,vorgang ist4 ,dies kann ich aber gar nicht1 wenigstens nicht in einer solchen ,genauigkeit1 da die ,erklrung fr alle ,flle gilt4 ,sie mssen mir also erlauben1 die ,antwort auf ,ihre ,frage in dem ,sinne einzuschrnken1 da ich ,ihnen die scheinbaren ,unterschiede zwischen chemischen und physikalischen ,vorgngen nenne4 ,sie werden mit dem ,wachsen ,ihrer chemischen ,kenntnisse ganz von selbst bemerken1 da diese ,unterschiede eben nur scheinbare sind4 ,betrachten wir als ,beispiele fr physikalische ,vorgnge die ,erhitzung eines ,metallstcks bis zur ,glut1 das ,schmelzen eines ,metalls1 die ,verdampfung und das ,gefrieren des ,wassers4 ,was ist allen diesen verschiedenen ,vorgngen gemeinsam8 -- ,kein ,mensch wird behaupten knnen1 da ein ,krper in einem physikalischen ,vorgang seine ,eigenschaften nicht ndere4 ndert sich doch schon beim ,glhen das ,aussehen aller ,stoffe so auerordentlich1 da alle ,farben und ,oberflcheneigenschaften schwinden1 der ,glanz erlischt1 die ,hrte sich auerordentlich verringert1 die ,leitfhigkeit fr den elektrischen ,strom ganz anders wird4 ,tatschlich kann man dem ,aussehen nach einen glhenden ,stein von einem glhenden ,eisenstck nicht unterscheiden1 so gro die ,unterschiede dieser beiden ,stoffe in der ,klte sind4 ,und nun gar erst beim ,schmelzen6 ,oder beim ,verdampfen6 ,kann sich ein ,krper strker verndern in bezug auf ,aussehen1 spezifisches ,gewicht1 ,hrte1 ,zusammendrckbarkeit1 ,leitfhigkeit fr den elektrischen ,strom usw4 als es ein verdampfender ,stoff tut8 -- ,man wird also nicht sagen drfen1 da das ,wesen eines chemischen ,vorgangs dadurch gekennzeichnet sei1 da sich die ,eigenschaften des ,stoffes ndern1 der dem ,vorgang unterworfen wird4 ,denn wenn sich ,blei oder ,magnesium durch den chemischen ,vorgang der ,verbrennung in ,asche verwandelt1 so ist die nderung der ,eigenschaften kaum grer1 als wenn diese ,metalle sich durch einen physikalischen ,vorgang in ,dampf verwandeln4 ,somit mssen wir die ,kennzeichen chemischer ,vorgnge in etwas ganz anderem suchen4 ,nun ist es eine auffallende ,tatsache1 da bei chemischen ,vorgngen stets und ohne ,ausnahmen entweder ,wrme entwickelt oder ,wrme verbraucht wird4 ,alle ,verbrennungen sind ja ein ,beweis fr den einen dieser ,flle1 denn sie machen die freiwerdende ,wrme deutlich erkennbar4 ,man hat eine ,zeitlang geglaubt1 in diesen nderungen des ,wrmeeinhalts das ,hauptkennzeichen chemischer ,vorgnge erblicken zu mssen4 ,aber wie unrichtig diese ,auffassung war1 werden ,sie mir sofort zugeben1 wenn ich ,sie daran erinnere1 da auch die allerhufigsten physikalischen ,vorgnge ohne ,wrmeinhaltsvernderungen nicht mglich sind3 kein ,krper auf der ganzen ,welt kann schmelzen oder verdampfen1 ohne gleichzeitig ,wrme zu verbrauchen2 kein ,gas kann sich verflssigen1 keine ,flssigkeit kann erstarren1 ohne zugleich ,wrme an die ,umgebung abzugeben4 ,kein ,krper kann von einem elektrischen ,strom durchflossen1 von einem ,lichtstrahl getroffen werden1 ohne sich dadurch zu erwrmen1 und es gibt auch keinen ,stoff auf der ,erde1 den man pressen oder hmmern knnte1 ohne ihn zugleich wrmer oder klter 7,eis wird durch ,druck klter7 zu machen4 ,also sind auch die ,wrmezustandsnderungen kein sicheres ,kennzeichen der chemischen ,vorgnge allein4 ,nun bleibt aber doch noch eine ,gruppe von drei ,mglichkeiten brig1 welchen allein die chemischen ,prozesse gengen knnen4 ,diese ,mglichkeiten sind3 #a4 das ,zusammentreten zweier oder einiger ,stoffe zu einem einzigen1 der in allen ,eigenschaften von seinen ,bestandteilen abweicht1 #b4 der ,zerfall eines ,stoffes in zwei oder einige1 die in allen ,eigenschaften von ihm verschieden sind1 #c4 der ,austausch von ,bestandteilen zwischen zwei ,stoffen1 so da beide dadurch in ganz neue ,stoffe verwandelt werden4 ,fr den ersten ,fall haben wir in den ,verbrennungen viele treffliche ,beispiele kennen gelernt4 ,blei tritt mit ,sauerstoffgas zu gelber ,bleiasche zusammen1 welche in allen ihren ,eigenschaften gnzlich verschieden ist sowohl vom ,blei als vom ,sauerstoff4 ,ein prchtiger ,versuch zum ,beweis des gleichen ,falles ist die ,bildung des ,jodquecksilbers aus ,jod und ,quecksilber4 ,sie kaufen sich eine ,zweikugelrhre aus schwer schmelzbarem ,glas1 wie ,abb4 #f1 und bringen in die eine ,kugel etwas gepulvertes ,jod1 in die andere etwas ,quecksilber4 ,wenn ,sie nun erst das ,quecksilber und dann das ,jod erwrmen1 so bilden sich prachtvoll glnzende ,kristalle von rotem ,jodquecksilber4 ,dieser ,versuch zeigt ,ihnen zugleich1 wie tricht es wre1 ,chemie aus ,bchern lernen zu wollen1 ohne ,versuche zu machen4 ,denn der ,name ,jodquecksilber8 lt die beiden ,bestandteile so leicht erkennen1 da man dadurch auf die falsche ,meinung gebracht werden knnte1 das wirkliche ,jodquecksilber lasse seine ,bestandteile ebenfalls leicht unterscheiden1 so wie ein ,kesselwagen8 den ,kessel und ,wagen1 ein ,motorrad8 den ,motor und das ,rad4 ,man sieht aber im ,versuch mit ,erstaunen1 da ,jodquecksilber weder mit ,jod1 noch mit ,quecksilber die geringste hnlichkeit hat4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,jod und ,quecksilber4 ,die zweite ,reihe von chemischen ,vorgngen ist durch den ,zerfall eines ,stoffes in einige1 von ihm verschiedene1 gekennzeichnet4 ,beispiele dafr kennen ,sie schon lngst2 denn ,sie wissen1 da man ,wolle1 ,haare1 ,kleiderstoffe1 ,holz usw4 nicht erhitzen kann1 ohne da sie sich zersetzen81 d4 h4 eben in solche anderen ,stoffe chemisch zerfallen4 ,auch fr die dritte ,reihe von chemischen ,vorgngen haben wir schon ,beispiele kennen gelernt4 ,sie ist dadurch gekennzeichnet1 da zwei ,stoffe durch den ,austausch gewisser ,bestandteile in zwei ganz neue ,stoffe verwandelt werden4 ,so entstand durch solchen ,austausch aus ,bleiasche und ,kohlenpulver3 ,bleimetall und ,kohlensuregas1 aus ,kohlensuregas und ,magnesiummetall3 schwarze ,kohle und weie ,magnesiumasche4 ,durch ,nachdenken ber ,ihre ,frage bin ich noch auf einen anderen ,unterschied zwischen physikalischen und chemischen ,vorgngen gekommen3 durch physikalische ,prozesse wird das ,gewicht des ,stoffes1 welcher dem ,proze unterworfen wird1 nicht verndert3 ein ,kilo ,wasser behlt sein ,gewicht bei1 auch wenn es gefriert oder in ,dampf verwandelt wird4 ,durch chemische ,vorgnge wird aber das ,gewicht eines ,stoffes stets vermehrt oder vermindert1 je nachdem er einem chemischen ,aufbau oder ,zerfall unterworfen wird4 ,diese ,gewichtsnderungen sind nun sehr interessant1 weil sie nach bestimmten ,gesetzmigkeiten erfolgen1 welche ich mich nun bemhen will1 ,ihnen klar zu machen4 ,wir haben im ,anfang unserer ,unterhaltungen auf einer ,wage einen kleinen ,berg aus ,magnesiumpulver errichtet1 haben ihn dann angezndet und festgestellt1 da er durch ,sauerstoffaufnahme aus der ,luft sein ,gewicht vermehrte und dabei in weie ,magnesiumasche verwandelt wurde4 ,wir knnen uns nun fragen3 wieviel ,sauerstoff enthlt diese ,asche8 ,gibt es davon etwa verschiedene ,qualitten von verschiedenem ,sauerstoffgehalt1 so wie man fettreichen und fettarmen ,kse kennt8 ,wird etwa die weie ,magnesiumasche noch reicher an ,sauerstoff und noch schwerer1 wenn man sie an der ,luft weiterhin glht8 -- ,oder gibt es stets dieselbe1 einzigartige ,verbindung einer ganz bestimmten ,menge ,magnesium mit einer unabnderlichen ,menge ,sauerstoff8 -- ,diese ,frage hat die ,chemiker erst um die ,wende vom #ah4 zum #ai4 ,jahrhundert zu interessieren angefangen1 obgleich sie von so beispielloser ,wichtigkeit ist1 da erst von ihrer ,beantwortung an die ,chemie ihren ungeheuren ,aufschwung nehmen konnte4 ,da haben denn zahllose ,untersuchungen ergeben1 da es allerdings von einem und demselben ,metall verschiedene ,aschen mit verschiedenem ,sauerstoffgehalt gibt4 ,so gibt es z4 ,b4 vom ,blei nicht weniger als drei verschiedene ,aschen1 nmlich die gelbe ,bleigltte1 das braunschwarze ,bleisuperoxyd und die rote ,mennige4 ,aber trotzdem hat es damit eine ganz andere ,bewandtnis als mit den ,ksesorten von verschiedenem ,fettgehalt4 ,denn der ,fettgehalt eines ,kses kann in jeder beliebigen ,abstufung reguliert werden2 ist mir ein ,kse von #bj ,fettgehalt noch ein wenig zu mager1 so kann ich den ,fabrikanten veranlassen1 den ,fettgehalt um #a1 #b oder #c zu erhhen -- ganz nach meinen ,wnschen4 ,finde ich aber die ,bleigltte1 welche stets unabnderlich #g1ag ,sauerstoff enthlt1 fr meine ,zwecke zu arm an ,sauerstoff1 so kann ich ihren ,gehalt daran allerdings auch erhhen1 aber nicht nach ,belieben3 ich kann sie nur in ,mennige verwandeln1 welche auer dem ,metall ,blei noch #i1cd ,sauerstoff enthlt1 oder in ,bleisuperoxyd1 welches #ac1ha ,sauerstoff enthlt4 ,mittelstufen zwischen diesen gibt es nicht4 ,auch besteht noch ein wichtiger ,unterschied gegenber den ,ksesorten3 diese sind doch im ,grund1 trotz ihres verschiedenen ,bleigehalts1 von gleicher ,art und gleichartigen ,eigenschaften4 ,die drei ,sauerstoffverbindungen des ,bleis sind dagegen grundverschieden voneinander3 ,bleigltte ist gelb1 ,mennige zinnoberrot1 ,bleisuperoxyd dunkelbraun4 ,bleigltte lst sich in ,essigsure und in ,salpetersure leicht auf1 ,bleisuperoxyd in keiner von beiden ,suren1 ,mennige wird durch ,salpetersure in ,bleisuperoxyd verwandelt usw4 ,es werden also die ,verhltnisse bei chemischen ,vorgngen von einem ,gesetz beherrscht1 welches der ,englnder ,john ,dalton1 ,lehrer in ,manchester1 um #ahjc herum entdeckte und als ,gesetz der bestimmten ,gewichtsverhltnisse8 bezeichnete4 ,etwas schwieriger war die ,entdeckung eines zweiten ,gesetzes ber denselben ,gegenstand1 welche durch denselben ,forscher wenige ,jahre spter erfolgte4 ,ich kann sie ,ihnen ebenfalls an den drei ,sauerstoffverbindungen des ,bleis klarmachen4 ,wir haben vorhin folgende ,prozentgehalte ,sauerstoff fr diese drei ,verbindungen erwhnt3 ,bleigltte #g1ag ,mennige #i1cd ,bleisuperoxyd #ac1ha ,rechnet man nun diese ,sauerstoffgehalte um auf je einen ,gewichtsteil ,bleimetall1 so findet man3 in ,bleigltte sind mit #a g ,blei verbunden3 #j1jggc g ,sauerstoff ,mennige #j1ajcj ,bleisuperoxyd #j1aedf ,betrachtet man diese ,zahlen genauer1 so erkennt man leicht1 da das ,bleisuperoxyd genau doppelt soviel1 die ,mennige genau um ein ,drittel mehr ,sauerstoff enthlt als die ,bleigltte4 ,dieselbe ,beobachtung macht man1 wenn man die ,aschen anderer ,metalle1 z4 ,b4 des ,eisens1 mit der ,wage und rechnerisch kontrolliert4 ,stets ergeben sich zunchst komplizierte ,zahlen1 die aber stets untereinander in einem einfachen ,verhltnis stehen4 ,diese ,verhltnisse sind so einfach1 da man sie stets durch einstellige ganze ,zahlen bezeichnen kann1 also z4 ,b4 #a 3 #b1 oder #c 3 #d1 oder #d 3 #g usw4 ,dieses ,gesetz heit3 ,gesetz der mehrfachen ,gewichtsverhltnisse84 ,durch die beiden ,gesetze der bestimmten8 und der mehrfachen8 ,gewichtsverhltnisse sind alle chemischen ,vorgnge scharf gekennzeichnet4 ,ich hoffe1 damit ,ihre ,frage in verstndlicher ,form beantwortet zu haben1 und bitte ,sie nur1 mir ,ihre ,zweifel stets mitzuteilen4 ,mit herzlichen ,gren ,ihr ,l4 ,w4 #d4 ,atom und ,molekl4 7,eine ,unterhaltung zwischen einem ,laien und einem ,chemieprofessor im ,laboratorium47 ,der ,laie3 ,lieber ,professor1 gestatten ,sie mir1 da ich ,ihren wissenschaftlichen ,theorien den ,vorwurf mache1 da sie unserem ,laienverstand oft ein wenig naiv vorkommen4 ,was will ,ihre ,wissenschaft z4 ,b4 mit der ,atomtheorie sagen6 ,ist es wirklich ,ihr ,ernst zu behaupten1 da die ,teilbarkeit einmal eine ,grenze haben soll8 ,da man z4 ,b4 den ,feinheitsgrad eines ,pulvers durch ,mahlen nicht ber eine gewisse ,stufe erhhen knne8 ,uns ,laien erscheint1 offen gesagt1 die ,annahme geradezu lcherlich1 da ein so winziges ,teilchen pltzlich gegen jeden weiteren ,teilungsversuch eine unberwindliche ,widerstandskraft entwickeln soll1 whrend wir mit unseren ,sprengstoffen doch sogar ,nickelstahlpanzer bequem in ,teile zerlegen knnen4 ,wer ist eigentlich zuerst auf diesen absurden ,gedanken gekommen8 ,der ,professor3 ,der ,gedanke lag am ,ende des #ah4 ,jahrhunderts sozusagen in der ,luft2 klar ausgesprochen wurde er am ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts zum erstenmal von demselben ,john ,dalton in ,manchester1 der die beiden ,gesetze der einfachen und mehrfachen ,gewichtsverhltnisse zuerst entdeckt hat4 ,was nun ,ihre ,einwnde betrifft1 so knnen ,sie sich mit der ,tatsache trsten1 da auch wir ,fachgelehrten in der ,anfangszeit unseres ,chemiestudiums ebenso gedacht haben1 wie ,sie jetzt denken4 ,um so mehr drfte es ,sie interessieren1 da die ,atomlehre in den hundert ,jahren ihrer ,entwicklung an ,wahrscheinlichkeit nicht verloren1 sondern im ,gegenteil soviel gewonnen hat1 da heute wohl kein ,chemiker im ,ernst daran zu zweifeln wagt4 ,der ,laie3 ,das ist mir ganz unbegreiflich1 und ,sie machen mich ordentlich neugierig1 die ,grnde zu hren4 ,der ,professor3 ,die ltesten und noch immer nicht widerlegbaren ,grnde fr die ,atomtheorie liefern uns die beiden ,daltonschen ,verbindungsgesetze 7das der bestimmten und das der vielfachen ,gewichtsverhltnisse74 ,htte nmlich die ,teilbarkeit der ,stoffe keine ,grenze1 so mten sich z4 ,b4 ,blei und ,sauerstoff in beliebigen ,mengen miteinander verbinden lassen1 so wie man etwa ,spiritus und ,wasser in beliebigen ,verhltnissen miteinander mischen kann4 ,denn wenn schon das ,blei den ,sauerstoff anzieht und sich chemisch mit ihm verbindet1 so ist nicht einzusehen1 warum diese ,verbindung nicht kontinuierlich bis zu einem gewissen ,sttigungsgrad erfolgt4 ,daltons ,gedanke1 die ,eigenschaft der ,teilbarkeit der ,stoffe nur bis zur ,gre der ,atome gelten zu lassen1 erklrt diese ,tatsache augenblicklich in einer verblffend einfachen ,weise3 ein kleinstes ,bleiteilchen 7,bleiatom7 verhlt sich zu einem kleinsten ,sauerstoffteilchen 7,sauerstoffatom7 dem ,gewichte nach wie #a zu #j1jggc4 ,also besteht der chemische ,proze bei der ,verbrennung des ,bleis einfach darin1 da sich je ein ,bleiatom mit einem ,sauerstoffatom verkettet4 ,so erklrt sich sozusagen spielend das bestimmte ,gewichtsverhltnis zwischen ,blei und ,sauerstoff1 denn das sind eben die ,gewichte der ,atome4 ,so erklrt es sich auch1 warum es keine bergangszustnde gibt zwischen reinem ,blei und reiner ,bleigltte1 so etwa1 wie man solche bergangszustnde zwischen reinem und verdnntem ,spiritus kennt4 ,der ,laie3 ,das scheint mir wirklich berzeugend4 -- ,woher kommt denn der sonderbare ,name ,atom8 fr diese kleinsten ,teilchen8 ,der ,professor3 ,das ,wort kommt aus dem ,griechischen und bedeutet unteilbar81 unzerschneidbar4 ,der ,laie3 ,wie erklrt aber ,daltons ,atomtheorie die ,tatsache1 da es auer der ,bleigltte noch zwei andere ,sauerstoffverbindungen des ,bleies gibt8 ,der ,professor3 ,hier gerade zeigt sich die ,strke dieser ,lehre3 sie betrachtet die kleinsten ,teilchen des ,bleisuperoxyds als ,verkettungen von je einem ,bleiatom mit zwei ,sauerstoffatomen1 wie folgende ,zeichnung andeutet3 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,ein ,molekl ,bleisuperoxyd1 wie es nach ,daltons ,vorstellung aussieht4 und die ,mennige als eine ,verkettung von drei ,bleiatomen mit vier ,sauerstoffatomen3 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,ein ,molekl ,mennige enthlt dagegen ein vierarmiges und zwei zweiarmige ,bleiatome4 ,wenn ,sie die ,gewichtsverhltnisse dieser ,atome nachrechnen1 werden ,sie genau dieselben ,zahlen finden1 welche wir frher als kennzeichnend fr die drei ,sauerstoffverbindungen des ,bleis kennengelernt haben4 ,der ,laie3 ,nach ,ihren ,figuren zu schlieen1 wrden diese ,atome miteinander durch eine ,art von ,armen verkettet sein4 ,der ,professor3 ,ja4 ,man nimmt dies an und nennt diese ,striche ,wertigkeits8arme oder ,valenzen8 oder schlechthin ,bindungen84 ber sie wre noch manches zu sagen4 ,der ,laie3 ,an ,ihren ,zeichnungen fllt mir etwas auf1 was ich mir nicht erklren kann4 ,angenommen1 die ,atome htten wirklich solche ,wertigkeitsarme1 womit sie einander fassen und festhalten3 so mssen wir doch annehmen1 da die ,anzahl dieser ,arme fr jedes ,atom ,blei gleich gro bleibt4 ,in ,ihrer ,abbildung #g hat aber das ,bleiatom vier ,arme1 ebenso das mittlere ,bleiatom der ,abbildung #h1 whrend die beiden ueren ,bleiatome dieser ,abbildung nur je zwei ,arme haben4 -- ,wie geht das zu8 ,der ,professor3 ,ihre ,frage rhrt an eine kritische ,stelle der ,atomtheorie4 ,diese ,lehre nimmt nmlich allerdings an1 da die ,anzahl dieser ,arme oder ,valenzen8 beim gleichen ,atom wechseln kann4 ,sie nennt das ,bleiatom in der ,bleigltte zweiwertig1 weil es zwei ,arme hat1 dasjenige im ,bleisuperoxyd vierwertig1 weil es vier ,arme hat2 und sie nimmt mit gutem ,grund an1 da in der ,mennige ein vierwertiges und zwei zweiwertige ,bleiatome enthalten sind4 ,auf den ersten ,blick erscheint diese ,erweiterung der ,atomlehre durch die ,wertigkeitstheorie1 welche wir dem ,chemiker ,kekul verdanken1 sehr willkrlich4 ,allein es sprechen gewichtige ,tatsachen dafr4 ,bleigltte lst sich nmlich in ,salpetersure auf1 ,bleisuperoxyd nicht4 ,behandelt man nun die zinnoberrote ,mennige mit ,salpetersure1 so lsen sich darin zwei ,drittel ihres ,bleigehalts auf1 whrend das letzte ,drittel ungelst brig bleibt4 ,dieses ist aber nun nicht mehr zinnoberrot1 sondern dunkelbraun gefrbt3 es besteht aus reinem ,bleisuperoxyd4 ,der ,laie3 ,dieses ,versuchsergebnis spricht allerdings sehr fr die ,richtigkeit der ,wertigkeitslehre4 ,wenn nun1 wie ich vermute1 jedes ,atom seine eigene und besondere ,wertigkeit hat und damit auch noch wechseln kann1 wie sollen wir ,anfnger uns dies alles merken8 ,jod und ,magnesium und ,quecksilber und ,eisen haben doch gewi auch alle verschiedene ,wertigkeiten8 ,der ,professor3 ,das ,merken8 ist hier1 wie berall1 ,sache der praktischen ,erfahrung und bung4 ,jedoch werden wir vielleicht spter im periodischen ,system der ,elemente8 ein ,hilfsmittel kennen lernen1 welches uns dieses ,merken ganz auerordentlich erleichtert4 ,der ,laie3 ,von ,atomen8 kann man aber jedenfalls nur bei einfachen1 chemisch unteilbaren ,stoffen reden2 denn die kleinsten ,teilchen chemischer ,verbindungen1 wie z4 ,b4 der ,mennige1 bestehen offenbar aus einer ,mehrzahl von ,atomen4 ,der ,professor3 ,ja4 ,die ,atome sind stets die kleinsten ,teilchen der unzerlegbaren ,stoffe1 der ,elemente84 ,die zerlegbaren ,stoffe1 welche aus ,verbindungen der ,elemente bestehen1 mssen natrlich auch in ihren kleinsten ,teilchen von jedem ,element wenigstens ein ,atom enthalten4 ,die kleinsten ,teilchen solcher ,verbindungen nennt man ,molekle 7vom lateinischen ,wort molecula1 die kleine ,masse74 ,der ,laie3 ,wie ist das nun3 haben die ,atome der verschiedenen ,elemente lauter verschiedene ,gewichte1 oder gibt es auch gleich schwere darunter8 ,der ,professor3 ,sie sind alle voneinander verschieden1 wenn auch manchmal nur um geringe ,betrge1 wie z4 ,b4 ,nickel und ,kobalt4 ,der ,laie3 ,ich habe in chemischen ,lehrbchern schon manchmal solche ,zahlen gesehen1 die als ,atomgewichte8 bezeichnet waren4 ,ich konnte und kann mir noch immer nicht vorstellen1 wie man gerade auf diese ,zahlen gekommen ist4 ,ich erinnere mich z4 ,b41 fr ,blei die ,zahl #bjg gesehen zu haben4 ,das soll doch heien1 da das ,bleiatom #bjg mal schwerer ist als etwas anderes4 ,aber was ist dieses andere8 ,womit hat man sich die ,atome gewogen zu denken8 ,der ,professor3 ,dieses andere ist das ,wasserstoffatom4 ,es ist gewissermaen das ,grammgewicht im ,gewichtskasten des theoretischen ,chemikers4 ,blei hat wirklich das ,atomgewicht #bjg2 das heit3 sein ,atom ist #bjg mal schwerer als das ,wasserstoffatom4 -- ,knnen ,sie sich denn denken1 wie man diese ,wgung gemacht hat8 ,der ,laie3 ,ich denke1 man hat sie berhaupt nicht gemacht1 denn die ,atome sind natrlich viel zu klein1 um gewogen werden zu knnen4 ,aber das ist wohl auch gar nicht ntig1 denn das ,gesetz der bestimmten ,gewichtsverhltnisse erspart uns ja diese ,wgung4 ,man braucht wohl nur gemessen zu haben1 wieviel ,gramm ,blei sich mit einem ,gramm ,wasserstoff verbinden1 und so wird man wohl die ,zahl #bjg gefunden haben4 ,der ,professor3 ,sie haben beinahe recht4 ,die ,sache wird nur dadurch ein wenig umstndlicher1 da ,blei und ,wasserstoff sich anscheinend berhaupt nicht miteinander verbinden1 wenigstens ist es bis jetzt nicht gelungen1 eine solche ,verbindung herzustellen4 ,man mute daher das ,atomgewicht des ,bleis auf einem ,umweg bestimmen4 ,man hat den ,wasserstoff einer anderen chemischen ,verbindung1 nmlich der ,schwefelsure1 durch ,blei ersetzt und hat mit der ,wage leicht feststellen knnen1 wieviel ,blei zum ,ersatz von einem ,gramm ,wasserstoff notwendig war4 ,dabei war allerdings noch darauf ,rcksicht zu nehmen1 da das ,wasserstoffatom nach allen chemischen ,erfahrungen stets nur einen ,wertigkeitsarm besitzt1 das ,bleiatom aber in den meisten ,verbindungen zwei solche hat4 ,also tritt in der ,schwefelsure ein ,bleiatom stets an die ,stelle von zwei ,wasserstoffatomen4 ,das wahre ,atomgewicht des ,bleis mu daher doppelt so gro sein als die ,zahl #ajc1 welche man auf diesem ,umweg findet4 ,der ,laie3 ,das ist ja ein frmliches ,schulbeispiel fr die ,wahrheit des ,satzes3 ,nah beieinander wohnen die ,gedanken1 doch hart im ,raume stoen sich die ,sachen48 -- ,gibt es denn nun noch weitere ,beweise fr das ,vorhandensein der ,atome8 ,denn wir haben uns bisher doch nur auf die1 allerdings sehr ernst zu nehmenden1 ,daltonschen ,gesetze gesttzt4 ,der ,professor3 ,die ,grnde sind so zahlreich wie der ,sand am ,meer4 ,ich will ein paar von den auffallendsten herausgreifen4 ,da ist zunchst das sonderbare ,verhalten der ,gase in physikalischer und chemischer ,hinsicht4 ,es weist geradezu auf eine ,zusammensetzung aus kleinsten ,teilchen hin4 ,es ist nmlich hchst merkwrdig1 da alle ,gase in physikalischen ,beziehungen sich ganz gleichartig verhalten1 wenn sie auch chemisch noch so verschieden zusammengesetzt sind4 ,sie werden von gleichen ,drcken gleich stark zusammengepret und dehnen sich durch gleich starke ,erwrmung um den gleichen ,betrag aus4 ,dies gilt ebenso fr das einfache1 leichte ,wasserstoffgas1 wie fr das schwere und zusammengesetzte ,kohlensuregas4 ,also mu dieses gleichartige ,verhalten von der chemischen ,natur der ,gase unabhngig sein4 ,der ,laie3 ,mit der physikalischen ,beschaffenheit der ,atome kann es wohl auch nicht zusammenhngen3 denn ein ,wasserstoffatom ist doch viel kleiner und leichter als ein ,kohlensuremolekl8 ,ich kann mir nicht denken1 welche physikalische ,eigenschaft der ,atome da noch ins ,gewicht fallen knnte8 ,der ,professor3 ,sie vergessen die wichtigste ,eigenschaft dieser kleinen ,teilchen1 nmlich ihre ,zahl4 ,tatschlich erklren sich alle gemeinsamen ,eigenschaften der ,gase geradezu spielend1 wenn man annimmt1 da gleich groe ,rume verschiedener ,gase die gleiche ,anzahl kleinster ,teilchen enthalten1 seien es nun ,atome oder ,molekle4 ,diese ,teilchen befinden sich in fortwhrender1 rascher ,bewegung1 und ihr heftiger ,anprall an die ,gefwnde erscheint uns als der ,druck1 welchen das ,gas auf diese ausbt4 ,gleich viele ,teilchen mssen natrlich den gleichen ,druck ausben4 ,durch ,erwrmen wird die ,geschwindigkeit der ,bewegung1 also auch die ,heftigkeit des ,aufprallens auf die ,wnde gesteigert3 tatschlich wchst der ,druck jedes ,gases mit der ,temperatur4 ,der ,laie3 ,dies klingt freilich sehr bestechend4 ,aber die ,wucht des ,anpralls an die ,gefwnde hngt doch nicht blo von der ,anzahl der ,teilchen ab2 da kommt doch auch ihr ,gewicht und ihre ,geschwindigkeit in ,betracht8 ,der ,professor3 ,gewi4 ,je schwerer ein ,teilchen ist1 um so langsamer mu seine ,bewegung sein1 wenn es mit der gleichen ,wucht aufprallen soll1 wie ein leichtes ,teilchen4 ,tatschlich ist nun der ,gasdruck des leichten ,wasserstoffgases und des schweren ,kohlensuregases gleich gro4 ,da die ,kohlensureteilchen #bb mal schwerer als die ,wasserstoffteilchen sind1 so mssen wir annehmen1 da sie sich viel langsamer bewegen als diese4 ,der ,laie3 ,mir scheint1 ,ihre ,theorien bedrfen doch einer zu groen ,anzahl von ,voraussetzungen1 und sie verlieren dadurch recht erheblich an ,wahrscheinlichkeit4 ,der ,professor3 ,ich will ,ihnen aber zeigen1 da jede dieser ,voraussetzungen zu ,folgerungen fhrt1 welche mit den ,tatsachen bereinstimmen4 ,so haben wir eben festgestellt1 da die schweren ,kohlensureteilchen sich langsamer bewegen als die leichten ,wasserstoffteilchen1 weil sie sonst bei gleicher ,anzahl nicht den gleichen ,druck auf die ,gefwnde erzeugen knnten4 ,vorher hatte ich erwhnt1 da ,erwrmung die ,geschwindigkeit der ,teilchen erhht1 ,abkhlung infolgedessen sie verringert4 ,die ,kohlensureteilchen mssen also durch starke ,abkhlung leichter und frher zur vlligen ,ruhe kommen als die rascher bewegten ,wasserstoffteilchen4 ,tatschlich ballen sich die ,kohlensureteilchen1 wenn man sie auf #hj unter ,null abkhlt1 zu einem weien ,schnee zusammen1 der zu ,boden sinkt4 ,um das gleiche ,ergebnis beim ,wasserstoff zu erzielen1 mu man dieses ,gas viel strker1 nmlich auf #bfj unter ,null1 abkhlen4 ,der ,laie3 ,dies ist freilich sehr merkwrdig4 ,besteht dieses ,verhltnis zwischen ,schwere und ,verdichtbarkeit bei allen ,gasen8 ,der ,professor3 ,bei allen1 wre wohl zuviel gesagt4 ,es gibt erklrbare ,ausnahmen4 ,aber trotzdem werden ,sie fast niemals fehl gehen1 wenn ,sie die schweren ,gase als leicht verdichtbar1 die leichten als schwer verdichtbar betrachten4 ,zum ,beweis stelle ich ,ihnen fr einige ,gase die entsprechenden ,zahlen zusammen3 ---------------------------------------- ------------------------- ,chlor ,kohlen- ,sauerstoff,stickstoff,wasserstoff suregas ---------------------------------------- ------------------------- ,molekulargewicht #gj1d #dd #cb #bh #b ---------------------------------------- ------------------------- wird flssig 7od4 fest7 bei3 -#cd -#gi -#ahc -#aif -#bei ,der ,laie3 ,gibt es noch andere ,grnde fr die ,annahme1 da die verschiedenen ,gase im gleichen ,raum gleichviel ,molekle enthalten8 ,der ,professor3 ,allerdings6 ,sie erinnern sich wohl1 wie wir am ,anfang zu dem ,begriff ,atomgewicht8 gelangt sind3 nicht etwa durch ,wgung der ,atome1 sondern durch das ,gesetz der bestimmten ,gewichtsverhltnisse bei chemischen ,verbindungen4 ,wenn wir z4 ,b4 ,silber mit ,chlorgas zusammenbringen1 so beobachten wir1 da #ajh ,gramm ,silber sich mit #ce1b ,gramm ,chlor verbinden4 ,lassen wir aber ,silber etwa in der ,salpetersure an die ,stelle von ,wasserstoffgas eintreten1 so finden wir1 da #ajh ,gramm ,silber genau #a ,gramm ,wasserstoffgas ersetzen4 ,daraus hat bekanntlich ,dalton den ,schlu gezogen1 da das ,silberatom #ajh mal schwerer ist als das ,wasserstoffatom1 whrend das ,chloratom #ce1b mal so schwer als dieses ist4 ,ist es nun nicht merkwrdig1 da auch ein ,liter ,chlorgas genau #ce1b mal schwerer ist als ein ,liter ,wasserstoffgas8 ,der ,laie3 ,das ist allerdings sonderbar2 denn die ,zahl #ce1b haben wir doch auf chemischem ,weg aus den ,vorgngen zwischen ,silber1 ,salpetersure und ,chlorgas gefunden4 ,der ,professor3 ,ganz richtig6 ,und nun begegnen wir derselben ,zahl durch eine rein physikalische ,vergleichung der ,gewichte von ,chlor und ,wasserstoffgas wieder4 ,dies kann doch nur dadurch erklrt werden1 da gleiche ,raumteile der beiden ,gase gleichviel ,atome enthalten4 ,denn wenn #a ,atom ,chlor #ce1b mal schwerer ist als #a ,atom ,wasserstoff1 so ist natrlich auch eine ,milliarde ,chloratome #ce1b mal schwerer als eine ,milliarde ,wasserstoffatome4 ,ist umgekehrt #a ,liter ,chlor #ce1b mal schwerer als #a ,liter ,wasserstoff1 so mssen beide gleichviel ,atome enthalten4 ,der ,laie3 ,dieser ,beweis befriedigt mich schon besser4 ,gibt es noch weitere ,grnde fr die ,atomtheorie8 ,der ,professor3 ,wenn ,sie die letzterwhnte ,tatsache eingesehen haben1 bin ich eigentlich erst in den ,stand gesetzt1 ,sie mit den wichtigsten ,grnden vertraut zu machen4 ,solche wurden besonders durch das genaue ,studium der ,eigenschaften der ,lsungen erschlossen4 ,es handelt sich dabei nur um echte ,lsungen1 worunter wir solche verstehen wollen1 welche beim ,verdunsten des ,lsungsmittels den gelsten ,stoff wieder in ,kristallen abscheiden4 ,diese ,lsungen haben folgende sonderbare ,eigenschaften gemeinsam3 #a4 ,der gelste ,stoff erniedrigt den ,gefrierpunkt des ,lsungsmittels1 #b4 der gelste ,stoff erhht den ,siedepunkt des ,lsungsmittels1 #c4 der gelste ,stoff macht das ,lsungsmittel zu einem ,leiter der ,elektrizitt1 #d4 der gelste ,stoff bt im ,lsungsmittel einen eigentmlichen ,druck1 den osmotischen ,druck1 aus2 ,sie erkennen ihn am einfachsten an der gewaltigen ,aufblhung1 welche eine mit ,salzwasser gefllte ,schweinsblase erleidet1 wenn man sie in reines ,wasser legt4 -- ,diese vier ,eigenschaften sind nun im allgemeinen derart von der ,menge des gelsten ,stoffes abhngig1 da die doppelte ,menge auch die doppelte ,wirkung ausbt4 ,reines ,wasser z4 ,b4 gefriert bekanntlich bei #j und kocht unter normalen ,verhltnissen bei #ajj ,celsius2 lse ich nun #ajj ,gramm ,zucker in einem ,liter ,wasser1 so wird diese ,lsung erst unterhalb von #j gefrieren und erst oberhalb von #ajj kochen4 ,lse ich aber #bjj ,gramm ,zucker im ,liter1 so bewirkt diese doppelte ,zuckermenge auch eine doppelt so groe ,gefrierpunktserniedrigung und ,siedepunktserhhung1 aber auch eine ,verdoppelung der elektrischen ,leitfhigkeit und des ,quellungsdrucks 7osmotischen ,drucks74 ,der ,laie3 ,aber dies hat doch mit der ,atomlehre eigentlich nichts zu schaffen8 -- ,der ,professor3 ,mehr1 als ,sie denken4 ,es hat nmlich neugierige ,menschen gegeben1 welche sich die ,frage vorlegten3 welche ,mengen mu man von zwei verschiedenen ,stoffen in der gleichen ,menge des ,lsungsmittels auflsen1 damit sie dessen ,eigenschaften um den gleichen ,betrag ndern8 ,also1 z4 ,b41 wieviel ,traubenzucker mu in #a ,liter ,wasser gelst werden1 damit dessen ,gefrierpunkt um ebensoviel erniedrigt wird1 wie durch #ajj ,gramm ,rohrzucker8 -- ,das ,experiment hat nun die sonderbare ,antwort erteilt1 da in diesem ,fall die ,mengen der gelsten ,stoffe im ,verhltnis ihrer ,molekulargewichte stehen mssen4 ,da der ,rohrzucker fast das doppelte ,molekulargewicht des ,traubenzuckers hat1 so braucht man von ihm in der ,tat fast doppelt soviel4 ,der ,laie3 ,dieses ,gesetz erinnert ja geradezu an die ,verhltnisse der ,gase1 deren ,gewicht ebenfalls vom ,molekulargewicht abhngt4 ,der ,professor3 ,dieser nmliche ,gedanke veranlate den ,chemieprofessor van't ,hoff1 einmal die ,frage zu prfen1 ob vielleicht der ,quellungsdruck 7osmotische ,druck7 gelster ,stoffe dieselbe ,ursache habe1 wie der ,druck der ,gase4 ,er wollte also prfen1 ob auch der ,quellungsdruck durch den ,anprall der ,molekle des gelsten ,stoffes verursacht wrde4 ,der ,laie3 ,ich kann mir gar nicht denken1 wie diese ,frage durch ,versuche zu entscheiden wre4 ,der ,professor3 ,darin zeigte sich gerade die ,genialitt van't ,hoffs4 ,er entschied und beantwortete die ,frage klar1 ohne einen einzigen ,versuch auszufhren1 allein durch ,umrechnungen aus alten ,versuchsergebnissen des ,botanikers ,pfeffer ber den osmotischen ,druck1 den ,pfeffer entdeckt hatte4 ,er sagte sich3 wenn der ,druck in ,gasen und ,lsungen nur von der ,anzahl der ,molekle abhngt1 so mssen #dd ,gramm ,kohlensuregas1 wenn man sie auf den ,raum eines ,liters zusammenpret1 denselben ,druck als ,gasdruck zeigen1 welchen #ahj ,gramm ,traubenzucker1 in einem ,liter ,wasser gelst1 als osmotischen ,druck ausben4 ,denn #ahj ist das ,molekulargewicht des ,traubenzuckers4 ,der ,laie3 ,und was haben die ,zahlen ,pfeffers darauf geantwortet8 ,der ,professor3 ,was im ,sinn der ,atomlehre zu erwarten war3 die beiden ,drucke stimmten berein4 ,der ,laie3 ,aber das ist ja wunderbar1 das ist ein ,triumph der ,atomtheorie1 ein ,triumph des menschlichen ,geistes6 #e4 ,die ,wrmenderungen bei chemischen ,vorgngen4 ,es ist fr alle chemischen ,vorgnge sehr kennzeichnend1 da dabei entweder ,wrme entwickelt oder ,wrme verschluckt wird4 ,es gibt keinen einzigen chemischen ,vorgang1 der nicht das eine oder das andere tte4 ,diese ,vernderungen des ,wrmeinhalts der ,stoffe sind zwar kein ,unterscheidungsmerkmal zwischen chemischen und physikalischen ,vorgngen1 wie schon frher erklrt wurde2 aber sie sind fr die ,frage der ,bestndigkeit und fr gewisse andere ,eigenschaften der ,stoffe von so hoher ,bedeutung1 da wir uns etwas eingehender damit befassen wollen4 ,betrachten wir zuerst diejenigen chemischen ,vorgnge1 bei welchen ,wrme entwickelt wird4 ,man nennt sie exothermische8 ,vorgnge4 ,beachten wir ferner1 da jeder chemische ,vorgang entweder in einem ,zerfall oder in einer ,neubildung 7oder einer ,vereinigung beider7 besteht1 und beschftigen wir uns zunchst nur mit den ,neubildungen4 ,wir wollen also solche ,neubildungen betrachten1 welche unter ,wrmeentbindung erfolgen4 ,sie liefern stets sehr bestndige ,produkte1 d4 h4 solche ,stoffe1 welche nur schwierig in ihre ,bestandteile zerlegbar sind4 ,ein gutes ,beispiel ist die ,bildung des ,wassers aus ,wasserstoffgas und ,sauerstoffgas4 ,diese beiden ,gase kann man bei gewhnlicher ,temperatur miteinander vermischen1 ohne da sie sich chemisch verbinden4 ,bringt man aber das ,gemisch mit einer ,flamme in ,berhrung1 so erfolgt die ,vereinigung beider ,gase zu ,wasserdampf4 ,dabei wird pltzlich eine ungeheure ,wrmemenge frei1 welche die ,gase auf hohe ,glut erhitzt --3 die ,vereinigung erfolgt deshalb unter starker ,explosion4 ,daraus schlieen wir zunchst1 da es falsch ist zu sagen3 ,wasserstoffgas ,sauerstoffgas ,wasser4 ,denn das ,wasser ist doch um den ,betrag der freigewordenen ,wrme rmer als das ,gemisch der beiden ,gase4 ,diese freigewordene ,wrme ist sogar das eigentlich ,unterscheidende zwischen dem ,gasgemisch und dem daraus gebildeten ,wasser4 ,wir mssen daher die ,wasserbildung so formulieren3 7,wasserstoffgas ,sauerstoffgas7 ,wrme ,wasser4 ,haben wir uns diese ,tatsache fest eingeprgt1 so begreifen wir leicht1 warum das ,wasser eine so bestndige ,verbindung ist3 es kann in seine beiden ,elemente nicht zerfallen1 ohne da ihm die entwichene ,wrme zuvor wieder zugefhrt wird4 ,da nun diese ,wrmemenge sehr gro ist1 so mu das ,wasser 7als ,dampf7 bis auf #ahjj erhitzt werden1 damit es wieder in ,wasserstoff und ,sauerstoff zerfllt4 ,so riesige ,wrmemengen bieten sich dem ,wasser nicht leicht dar1 deshalb kann es von selbst nicht wieder zerfallen4 ,es ist aber ohne weiteres klar1 da schon bei der ,entstehung des ,wassers infolge der dabei auftretenden hohen ,temperaturen die ,mglichkeit gegeben ist1 da es wenigstens teilweise wieder zerfllt4 ,dadurch mte ein ,teil der freigewordenen ,wrme wieder verbraucht oder1 wie der ,fachausdruck lautet1 latent8 werden4 ,in der ,tat hat man ausgerechnet1 da eine mit ,sauerstoff gespeiste ,flamme eine ,temperatur von nahezu #ajjjj ,c erzeugen mte1 wenn alle im ersten ,augenblick freiwerdende ,wrme frei bliebe4 ,tatschlich aber gibt diese ,flamme kaum #bjjj 1 weil der ,hauptteil der ,wrme sofort wieder zur ,spaltung des ,wasserdampfs verbraucht wird4 ,diese ,tatsache wirft ein eigentmliches ,licht auf den ,vorgang der ,wrmeentwicklung berhaupt3 dieser ,vorgang richtet sich in seiner ganzen ,wirkung offenkundig gegen denjenigen chemischen ,vorgang1 welchen er begleitet1 nmlich gegen die ,wasserbildung aus ,wasserstoff und ,sauerstoff4 ,es ist1 als ob die ,natur nicht damit einverstanden wre1 da diese beiden ,stoffe sich zu einem neuen ,krper verbinden4 ,sie entwickelt daher aus den ,bestandteilen heraus die ,wrme als einen ,widerstand gegen die ,vereinigung1 eine ,kraft1 welche das ,vereinigungsprodukt wieder in seine ,bestandteile zu zerlegen strebt4 ,sie erreicht jedoch diesen ,zweck nur teilweise und unvollkommen1 weil viel ,wrme in die ,umgebung abgeleitet wird4 ,die exothermischen8 ,verbindungen sind also sehr bestndig und knnen nur durch groe ,energiezufuhr wieder in ihre ,elemente gespalten werden4 ,bei vielen von ihnen1 z4 ,b4 bei den meisten ,verbindungen des ,sauerstoffs mit den ,metallen1 reicht die hchste ,glut unserer fen zu dieser ,zerlegung noch nicht aus4 ,doch drfen wir mit ,sicherheit annehmen1 da in der ,glut der ,sonne alle exothermischen ,stoffe in ihre ,elemente gespalten sind4 ,deshalb hat man noch vor #bj ,jahren allgemein geglaubt1 da auf der ,sonne berhaupt nur chemische ,elemente als ,dmpfe existieren knnten4 ,diese ,ansicht hat sich jedoch nach genauerer ,untersuchung der zweiten ,gruppe chemischer ,verbindungen1 der endothermischen81 als ,irrtum erwiesen4 ,darunter versteht man diejenigen chemischen ,verbindungen1 welche bei ihrer ,entstehung aus den ,elementen ,wrme aufnehmen1 welche also energiereicher als ihre ,elemente sind4 ,zu ihnen gehrt das bekannte ,azetylengas1 welches aus ,kohlenstoff und ,wasserstoff besteht1 ferner das ,ozon und vor allem die smtlichen ,sprengstoffe1 also ,schiebaumwolle1 ,nitroglyzerin1 ,ammoniaksalpeter und ,knallquecksilber und viele andere4 ,der ,grund fr die ,explosivitt dieser ,substanzen liegt in dem ,wrmeberschu1 den sie latent81 also innerlich gebunden1 enthalten4 ,beim ,zerfall mssen sie diesen ,wrmeberschu abgeben2 er ist die ,quelle der ,explosionsenergie1 der ,zertrmmerungsarbeit4 ,diese ,verbindungen brauchen sich nur in ihre ,elemente umzulagern1 um in einer viel energiermeren ,form bestehen zu knnen4 ,die endothermischen ,verbindungen verhalten sich also in jeder ,beziehung umgekehrt1 wie die exothermischen4 ,diese entwickeln bei ihrem ,aufbau ,wrme1 jene bei ihrem ,zerfall4 ,die ,wrme1 welche die bestndigen exothermischen ,stoffe bei ihrer ,entstehung abgeben1 haben wir als einen ,widerstand gegen diese ,bildung kennen gelernt4 ,ist vielleicht auch die ,explosionswrme1 welche beim ,zerfall der endothermischen ,stoffe frei wird1 ein ,widerstand der ,natur gegen diesen ,zerfall86 -- ,dies wre nur dann mglich1 wenn die ,explosivstoffe in groer ,hitze bestndig wren4 ,diese ,annahme erscheint auf den ersten ,blick ganz widersinnig1 weil man die meisten ,explosivstoffe doch gerade durch ,erwrmen zur ,explosion bringen kann4 ,aus diesem ,grund hat man solche ,erwgungen lange ins ,reich der ,unmglichkeit verbannt4 ,man hat sogar in der ,wrmeentwicklung beim ,zerfall der ,sprengstoffe einen ,grund fr ihre ,unbestndigkeit gesucht2 man folgerte dabei etwa so3 beim ,zerfall des ersten ,sprengstoffteilchens entwickelt sich ,wrme1 welche die ,nachbarteilchen erhitzt und deren ,zerfall beschleunigt2 dadurch wird noch mehr ,wrme frei1 welche auf weitere ,nachbarteilchen im gleichen ,sinne wirkt1 und so steigert sich spontan die ,energie der ,zerfalls4 ,diese ,steigerung erfolgt so blitzschnell1 da alle ihre ,stufen zusammen den einen ,vorgang der ,explosion bilden4 ,nun ist aber schon seit lngerer ,zeit bekannt1 da einige ,sprengstoffe mit besonderer ,vorliebe in der ungeheuren ,hitze des elektrischen ,funkens entstehen3 so das ,azetylen1 wenn man eine ,kohlenbogenlampe in ,wasserstoffgas brennen lt2 das ,ozon1 wenn elektrische ,funken durch ,sauerstoffgas schlagen2 die verschiedenen ,stickstoffoxyde1 wenn dem ,sauerstoff ,stickstoff beigemischt wird usw4 ,zunchst glaubte man1 da die ,elektrizitt hierbei nur die ,wrmemenge liefere1 welche alle endothermischen ,verbindungen bei ihrer ,entstehung aus den ,elementen aufnehmen4 ,man glaubte1 da diese starke ,aufschluckung der ,wrme die ,sprengstoffe im ,augenblick ihres ,entstehens vor der ,wirkung der ,hitze gewissermaen schtze4 ,man glaubte somit1 da diese ,sprengstoffe der ,einwirkung des elektrischen ,funkens nur einen ,augenblick lang1 nmlich fr den ,augenblick ihrer ,entstehung1 ausgesetzt sein drften1 solange sie nmlich diese ,wrme durch ,aufschluckung unschdlich machten4 ,man hielt es also fr eine unerlliche ,bedingung des ,gelingens1 da die gebildeten ,sprengstoffe der weiteren ,einwirkung der elektrischen ,gluthitze durch sofortige ,abkhlung entzogen wrden4 ,man war so unerschtterlich von dem ,dogma der ,unbestndigkeit8 dieser ,sprengstoffe berzeugt1 da man es ,jahrzehnte hindurch gar nicht fr ntig hielt1 die ,frage berhaupt nur aufzuwerfen1 ob denn die endothermischen ,verbindungen bei ihrer hohen ,entstehungstemperatur nicht auch bestehen knnten4 ,als diese ,frage einmal aufgeworfen wurde1 war sie auch gleich beantwortet3 die ,sprengstoffe denken gar nicht daran1 in der ,blauglut des elektrischen ,lichtbogens zu zerfallen1 sondern sie sind gerade bei den hchsten ,temperaturen unzerstrbar feste ,verbindungen4 ,sie verlieren also in der hchsten ,glut ihren unbestndigen ,charakter und fangen an1 bestndig zu werden1 wenn die bestndigen8 exothermischen ,verbindungen anfangen zu zerfallen4 ,dieses sonderbare ,gesetz gilt nicht blo fr chemisch einheitliche ,verbindungen1 sondern es gilt auch fr explosive ,gemische von ,elementen3 das bekannte ,knallgas1 die hchst explosive ,mischung von zwei ,raumteilen ,wasserstoffgas mit einem ,raumteil ,sauerstoffgas1 ist oberhalb von #ahjj nicht mehr explosionsfhig4 ,deshalb erzhlt der berhmte nordische ,chemiker ,svante ,arrhenius in seinem ,buche ber die ,chemie der ,himmelskrper1 da es in der glhenden ,sonne nur zwei ,arten von ,stoffen gibt3 chemische ,elemente und endothermische ,verbindungen4 ,die gewhnlichen1 bei uns so bestndigen exothermischen ,verbindungen zerfallen bei dieser ,glut smtlich in ihre ,elemente4 ,wrme kann also bei zwei ,arten von chemischen ,vorgngen auftreten3 entweder bei der ,entstehung exothermischer ,verbindungen1 oder beim ,zerfall endothermischer ,verbindungen4 ,die erste ,art haben wir bereits als einen ,widerstand gegen die bevorstehende ,vernderung erkannt4 ,nach diesen ,ausfhrungen wird es uns nicht schwer fallen1 auch die zweite ,art der ,wrmebildung als einen solchen ,widerstand zu erkennen4 ,denn die zerfallenden ,sprengstoffe1 welche ,wrme abgeben1 nhern sich doch gerade dadurch demjenigen ,zustand1 in welchem sie nicht mehr zerfallen knnen3 dem ,zustand hchster ,erhitzung4 ,aber wie in jenem1 so wird auch in diesem ,falle der ,widerstand durch die ,ableitung der ,wrme in die ,umgebung teilweise wirkungslos gemacht4 ,die ,sprengstoffe haben1 soweit ihr ,verhltnis zur ,wrme in ,betracht kommt1 auf physikalischem ,gebiet ein ,gleichnis3 dies sind die unterkhlten ,schmelzen4 ,wenn nmlich ein schmelzender ,krper erstarrt1 so gibt er dabei betrchtliche ,mengen ,wrme ab4 ,er kann berhaupt nur unter der ,bedingung erstarren1 da ihn diese ,wrme verlt4 ,wir sind aber an diesen ,vorgang so gewhnt1 da wir meistens ihm nicht viel ,beachtung schenken1 sondern wir begngen uns mit der ,feststellung3 ,die ,schmelze erstarrt1 weil sie kalt wird84 ,nun gibt es aber ,schmelzen1 welche kalt werden knnen1 ohne zu erstarren4 ,schmilzt man z4 ,b4 das in der ,photographie verwendete ,fixiernatron1 oder auch essigsaures ,natron1 das man mit wenig ,wasser durchfeuchtet hat1 so kann man die ,schmelzflssigkeit in einer ,flasche kalt werden lassen1 ohne da sie erstarrt4 ,es lt sich aber leicht nachweisen1 da sich die erkaltete ,flssigkeit in einem gleichsam erzwungenen1 unnatrlichen ,zustand befindet3 denn wenn man in sie ein einziges ,kristllchen des festen ,salzes hineinwirft1 so fngt sie augenblicklich an1 zu erstarren4 ,aber dabei entwickelt sich nun die ganze ,wrmemenge1 welche den flssigen ,zustand der ,krper vom festen unterscheidet1 und das ,gef wird so warm1 da nur ein ,teil seines ,inhalts erstarren kann4 ,der ,rest bleibt infolge der freigewordenen ,erstarrungswrme flssig4 -- ,aus diesen ,vorgngen mssen wir schlieen1 da die unter ihren ,erstarrungspunkt abgekhlten ,schmelzen1 welche dabei nicht erstarrt sind1 sich in thermischer ,beziehung in einem ganz hnlichen ,zustand befinden wie die ,sprengstoffe2 beide enthalten berflssige ,wrme in verborgenem 7latentem7 ,zustand4 ,beide geben diese ,wrme bei entsprechender ,reizung ab und nhern sich infolge der auftretenden ,erwrmung wieder dem ,zustand ihrer wahren ,bestndigkeit4 ,die endothermischen ,verbindungen sind also auf chemischem ,gebiet das1 was die unterkhlten ,schmelzen auf physikalischem sind4 ,bis jetzt wurde nur von solchen chemischen ,vorgngen gesprochen1 welche zwischen zwei ,elementen stattfinden4 ,sie bestehen entweder in einer ,vereinigung oder in einem ,zerfall4 ,weitaus die ,mehrzahl aller chemischen ,vorgnge sind jedoch anderer ,art3 an ihnen beteiligen sich nicht blo chemische ,elemente1 sondern auch ,verbindungen1 und zwar immer in der ,art1 da ,vereinigung und ,zerfall gleichzeitig nebeneinander einherschreiten4 ,solch einen ,vorgang haben wir schon kennen gelernt1 als wir ,bleiasche mit ,holzkohle im ,tiegel glhten4 ,da zerfiel die ,bleiasche in metallisches ,blei und ,sauerstoff2 gleichzeitig vereinigte sich dieser ,sauerstoff mit der ,kohle zu ,kohlensuregas4 ,es hat also ein ,austausch stattgefunden3 das ,blei hat die ,bleiasche verlassen1 die ,kohle ist an seine ,stelle getreten4 ,solche ,austauschprozesse knnen entweder einseitig sein1 wie der eben genannte1 oder auch wechselseitig1 wenn es sich nmlich um zwei ,verbindungen handelt1 welche je einen ,bestandteil gegeneinander austauschen und dadurch in zwei neue ,verbindungen bergehen4 ,es findet dann also ein doppelter ,zerfall und ein doppelter ,wiederaufbau von chemischen ,verbindungen statt4 ,diese ,vorgnge sind stets von sehr interessanten ,wrmebewegungen begleitet1 welche wir jetzt nher betrachten wollen4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,wie man im ,zimmer dnnflssiges ,eisen darstellen kann1 welches so hei ist1 da es durch eine schmiedeeiserne ,platte hindurchschmilzt4 ,schon die einseitigen ,austauschprozesse verlaufen am liebsten in einer solchen ,richtung1 da dabei ,wrme entwickelt wird4 ,ein berraschend schnes ,beispiel dieser ,art ist seit einiger ,zeit unter dem ,namen des ,goldschmidtschen ,eisenschmelzverfahrens bekannt geworden4 ,wir haben schon frher gesehen1 da man das ,eisen aus seinen in der ,natur vorkommenden ,erzen mit ,kohle im ,hochofen ausschmilzt4 ,die hierfr in ,betracht kommenden ,erze sind ,verbindungen des ,eisens mit ,sauerstoff und geben in der ,glhhitze ihren ,sauerstoff an die ,kohle ab4 ,es ist also ein einseitiger ,austauschproze1 der erst in der ,glhhitze vor sich geht4 ,nimmt man aber ,aluminiummetall statt ,kohle1 so braucht man das ,gemisch nicht in einen ,hochofen zu fllen1 sondern man kann die ,reaktion im offenen ,tontiegel erfolgen lassen4 ,es ist nur ntig1 das innige ,gemisch von ,eisenerzpulver und ,aluminiumgrie an einer kleinen ,stelle heftig zu erhitzen1 indem man z4 ,b4 in den gefllten ,tiegel ein ,stck ,magnesiumdraht steckt und ihn anzndet4 ,sobald das brennende ,magnesium mit dem ,gemisch in ,berhrung kommt1 entzndet sich dieses und brennt mit ungeheurer ,glutentwicklung langsam nieder1 ohne da man von auen zu erhitzen braucht4 ,die freiwerdende ,wrme ist so gro1 da nicht blo das sich bildende ,eisen1 sondern auch das entstehende ,aluminiumoxyd weiglhend und so dnnflssig wie ,wasser werden4 ,das geschmolzene ,eisen ist sogar dermaen berhitzt1 da man damit eine schmiedeeiserne ,platte durchschmelzen kann1 wenn man es durch ein ,loch im ,tiegelboden auf diese ,platte flieen lt4 7,abb4 #i47 ,das geschmolzene ,aluminiumoxyd1 die ,verbindung des ,aluminiums mit dem ,sauerstoff des ,eisenoxyds1 erstarrt dabei zu einer ungeheuer harten ,masse1 welche in allen ,eigenschaften mit dem natrlichen ,mineral ,korund bereinstimmt4 ,seine ,hrte bertrifft die des besten ,stahls und wird selbst nur von der des ,diamanten berragt4 ,man kann mit den zerschlagenen ,stcken dieser ,masse auf ,glas schreiben und man kann ,glasplatten damit fast ebenso gut zerschneiden1 wie mit einem ,diamanten4 ,der ,erfinder ,goldschmidt hat sich dieses ,verfahren patentieren lassen zum ,zusammenschweien von groen ,eisenstcken1 z4 ,b4 von ,schienensten4 ,denn das flssige ,eisen im ,tiegel ist so entsetzlich hei1 da man es nur in den ,zwischenraum zwischen den beiden ,schienenkpfen flieen zu lassen braucht1 um diese dauerhaft miteinander zu verschmelzen4 ,man kann die auerordentliche ,weiglut des ,tiegelinhalts nur durch dunkelgefrbte ,brillenglser ohne ,gefahr fr die ,augen betrachten4 ,was ist nun der ,grund1 da man mit ,kohle das ,eisen aus dem ,erz nur unter groer ,wrmezufuhr ausschmelzen kann1 whrend die ,ausschmelzung durch ,aluminium von selbst unter heftiger ,wrmeabgabe erfolgt8 -- ,diesen ,grund erkennen wir leicht in den ,wrmewanderungen1 welche bei unserem ,versuch erfolgen4 ,wir mssen uns nur darber klar werden1 da unsere ,austauschreaktion eigentlich aus zwei verschiedenen chemischen ,vorgngen besteht1 nmlich3 ,i4 ,eisenerz ,eisen ,sauerstoff1 ,,ii4 ,sauerstoff ,aluminium ,aluminiumoxyd4 ,der erste ,vorgang1 die ,zerspaltung des ,eisenerzes in seine beiden ,bestandteile1 erfordert eine groe ,wrmezufuhr1 da das ,eisenoxyd eine stark exothermische ,verbindung ist4 ,der zweite ,vorgang1 die ,bildung des ,aluminiumoxyds1 liefert eine noch viel grere ,wrmemenge1 als fr den ersten ,vorgang verbraucht wird4 ,infolgedessen schliet die ,bilanz zwischen beiden ,reaktionen mit einem starken berschu an freigewordener ,wrme ab4 ,nimmt man statt des ,aluminiums ,kohle an1 so liegt die ,sache weniger gnstig1 und es ist dann notwendig1 dem ,gemisch noch ,wrme zuzufhren4 ,man knnte sich nun fragen1 warum das ,gemisch aus ,eisenoxyd und ,aluminiumpulver so schwierig zu entznden ist1 da es doch einen so gewaltigen ,wrmeberschu in sich trgt4 ,denn es ist eine ganz auffallende ,tatsache1 da diese ,mischung wenigstens an einer1 wenn auch noch so kleinen1 ,stelle bis auf ,weiglut erhitzt werden mu1 um in ,reaktion zu treten4 ,deshalb haben wir die ,entzndung mit einem brennenden ,magnesiumdraht vorgenommen1 welcher eine auerordentlich hohe ,temperatur erzeugt4 ,denn ein ,zndholz oder eine glhende ,kohle wrde ganz wirkungslos bleiben2 ja1 man knnte sogar den ganzen ,tiegel ohne ,gefahr auf ,rotglut erhitzen4 ,dies erklrt sich daraus1 da die ,aluminiumteilchen mit einer sehr dnnen1 aber sehr schwer schmelzbaren ,haut von ,aluminiumoxyd umhllt sind1 welche sie vor der ,einwirkung des ,eisenerzes schtzt1 wenn nicht diese ,hlle zuvor durch groe ,hitze geschmolzen wird4 ,ist dies aber an einer noch so kleinen ,stelle einmal geschehen1 so schreitet der ,proze infolge der von ihm selbst erzeugten ,hitze selbstttig vorwrts4 ,die ganze ,masse drfte man auf keinen ,fall von auen her bis zur ,weiglut erhitzen3 sonst wrde ohne ,zweifel eine heftige ,explosion erfolgen1 weil der groe ,wrmeberschu an allen ,stellen zugleich frei wrde4 -- ,dieses ,beispiel hat uns die thermischen ,vorgnge bei einem einseitigen ,austauschproze erlutert4 ,wie die ,verhltnisse bei zweiseitigen ,austauschvorgngen liegen1 werden wir in einem spteren ,abschnitt kennenlernen4 #f4 ,suren1 ,basen und ,salze4 7,ein ,gesprch zwischen einem ,laien und einem ,chemieprofessor im ,laboratorium47 ,der ,laie3 ,was ist eine ,sure8 ,ist mit diesem ,wort ein chemischer ,begriff verbunden1 oder versteht man darunter schlechthin alles1 was sauer schmeckt8 ,der ,professor3 ,die ,sure ist ein chemischer ,begriff1 und zwar1 genau betrachtet1 ein recht verwickelter4 ,aber ich hoffe1 da ich ,ihnen doch eine ,vorstellung davon geben kann4 ,sie wissen doch1 was ein ,oxyd ist8 ,der ,laie3 ,ich denke1 die ,verbindung eines ,elements mit ,sauerstoff4 ,der ,professor3 ,ja4 ,und ferner ist ,ihnen wohl bekannt1 da man die ,elemente nach ihren ,eigenschaften oft in ,metalle und in ,nichtmetalle unterscheidet8 ,der ,laie3 ,die ,unterscheidung ist mir wohl bekannt1 aber ich mu gestehen1 da ich sie nicht gerade als scharf empfinde4 ,welche ,eigenschaften sollen fr diese ,unterscheidung magebend sein8 ,ich denke1 fr die ,metalle wird man wohl ihren ,glanz1 ihre ,schwere1 ihr ,leitungsvermgen fr ,wrme und ,elektrizitt als magebend betrachten4 ,aber gibt es nicht auch leichte ,metalle einerseits und glnzende und schwere ,nichtmetalle andrerseits8 ,der ,professor3 ,allerdings1 z4 ,b4 die ,metalle ,natrium und ,kalium und das nichtmetallische ,element ,jod4 ,der ,unterschied zwischen ,metallen und ,nichtmetallen ist in der ,tat nicht scharf1 und man kann bei manchem ,element im ,zweifel sein1 wohin man es rechnen soll4 ,aber im groen und ganzen ist es doch eine berechtigte ,unterscheidung1 wenn man sich nur nicht auf eine einzige ,eigenschaft bei der ,beurteilung sttzt1 sondern vielmehr ihre ,gesamtheit in ,betracht zieht4 ,auch mu man die ,eigenschaften richtig bewerten3 fr die ,metalle ist namentlich ihre ,undurchsichtigkeit und ihr ,leitungsvermgen fr ,elektrizitt kennzeichnend4 ,der ,laie3 ,die ,undurchsichtigkeit soll eine metallische ,eigenschaft sein8 ,aber ,schwefel1 ,kohle1 ,porzellan sind doch gewi keine ,metalle trotz ihrer ,undurchsichtigkeit8 ,der ,professor3 ,jeder nichtmetallische ,stoff lt sich durch gewisse ,kunstgriffe1 wie ,umschmelzen oder ,umkristallisieren aus ,lsungen1 in eine durchsichtige ,form verwandeln2 ganz leicht gelingt dies bei den ,nichtmetallen ,schwefel1 ,phosphor1 ,kohle1 ,bor1 ,silizium6 ,denken ,sie nur an den ,diamanten1 der die durchsichtige ,form der ,kohle ist4 ,auch das ,porzellan besteht aus an und fr sich durchsichtigen1 freilich sehr kleinen ,kristallen1 die nur infolge ihres ungleichwertigen ,lichtbrechungsvermgens ein weies ,gemisch geben4 ,ein durchsichtiges ,metall gibt es dagegen nicht2 zwar sind auch die ,metalle in sehr dnnen ,lagen etwas durchscheinend1 aber niemals1 auch in den dnnsten ,schichten nicht1 klar durchsichtig4 ,der ,laie3 ,also1 den ,unterschied zwischen ,metallen und ,nichtmetallen zugegeben1 wie kommen wir zum ,begriff der ,sure8 ,der ,professor3 ,sehr einfach3 ,sie brauchen nur das ,oxyd eines nichtmetallischen ,elements in ,wasser zu lsen4 ,der ,laie3 ,demnach wre ,schwefelsure eine ,verbindung von ,schwefeloxyd mit ,wasser8 ,der ,professor3 ,ja4 ,der ,laie3 ,und ,phosphorsure eine ,verbindung von ,phosphoroxyd mit ,wasser8 ,der ,professor3 ,ja1 und ebenso erhalten ,sie ,kohlensure aus ,wasser und einem ,oxyd des ,kohlenstoffs1 ,borsure aus ,boroxyd und ,wasser1 ,salpetersure aus ,stickstoffoxyd und ,wasser1 ,chlorsure aus ,chloroxyd und ,wasser usw4 ,der ,laie3 ,und was entsteht1 wenn man ein ,metalloxyd in ,wasser auflst8 ,der ,professor3 ,da kommt es zunchst darauf an1 ob sich das ,oxyd in ,wasser lst1 was in verhltnismig wenigen ,fllen erfolgt4 ,dann kommt es darauf an1 ob das ,metalloxyd viel oder wenig ,sauerstoff enthlt4 ,enthlt es wenig1 so gibt es mit ,wasser eine ,lauge oder ,base4 ,enthlt es viel1 so hat seine ,verbindung mit ,wasser hufig die ,eigenschaften einer ,sure4 ,der ,laie3 ,da ist es wohl mglich1 da die sauerstoffarmen ,oxyde eines ,metalls basische ,eigenschaften haben1 whrend die sauerstoffreichen mit ,wasser ,suren geben8 ,der ,professor3 ,dies knnte man sogar fast als die ,regel bezeichnen4 ,jedenfalls gilt es fr ,chrom1 ,mangan1 ,eisen und viele andere ,metalle4 ,ihre niederen81 d4 h4 sauerstoffarmen ,oxyde sind in ,wasser unlslich1 haben aber trotzdem basische ,eigenschaften2 die hheren1 sauerstoffreichen ,oxyde sind in ,wasser lslich und bilden damit echte ,suren4 ,der ,laie3 ,wie erkennt man eine ,sure8 ,wodurch unterscheidet sie sich praktisch von einer ,base8 ,der ,professor3 ,zunchst ist es auffallend1 da die wsserigen ,lsungen der ,suren fast alle einen sauren ,geschmack haben1 obgleich sie oft ungeheuer verschieden zusammengesetzt sind4 ,auch einige andere ,eigenschaften sind den meisten ,suren gemeinsam3 sie frben blauen ,lakmusfarbstoff rot1 sie lsen ,metalle und ,metalloxyde auf1 sie entwickeln mit ,metallen1 die sie lsen1 ,wasserstoffgas4 ,viele von ihnen wirken auch wasserentziehend auf wasserhaltige ,stoffe4 ,es lt sich nun nicht leugnen1 da manche von diesen ,eigenschaften auch den ,basen zukommen3 auch sie lsen manche ,metalle unter ,wasserstoffentwicklung1 auch sie wirken tzend und wasserentziehend auf viele ,stoffe4 ,aber gegen ,lakmus und andere ,farbstoffe verhalten sich die ,basen stets umgekehrt und entgegengesetzt wie die ,suren3 sie frben ,lakmus1 das von ,sure gertet ist1 wieder blau1 ,methylorange1 das durch ,suren gertet ist1 wieder gelb4 ,der ,geschmack der ,basen ist ebenfalls ganz anders als der der ,suren4 ,der ,laie3 ,wie verhalten sich nun diese beiden gegnerischen ,stoffe zu einander8 ,was tritt ein1 wenn man eine ,sure und eine ,base zusammenbringt8 ,der ,professor3 ,sie vereinigen sich miteinander1 oft unter sehr heftiger ,reaktion1 zu einem ,salz4 ,dabei wird stets das ,wasser1 welches in der ,sure und in der ,base chemisch gebunden ist1 wieder abgestoen4 ,der ,laie3 ,also bestehen die ,salze aus ,verbindungen von ,metalloxyden mit ,nichtmetalloxyden8 ,der ,professor3 ,ja1 und man kann sie dementsprechend ebenso gut aus diesen durch ,zusammenschmelzen darstellen4 ,so knnen ,sie z4 ,b4 das ,kupfersalz der ,phosphorsure1 welches man phosphorsaures ,kupfer oder ,kupferphosphat nennt1 entweder so herstellen1 da ,sie die ,kupferbase in ,phosphorsure auflsen1 oder durch ,zusammenschmelzen von ,kupferoxyd mit ,phosphoroxyd4 ,der ,laie3 ,warum heit man diese ,stoffe ,salze8 ,hat dieser ,name etwas mit dem ,kochsalz zu tun1 womit wir die ,speisen salzen8 ,der ,professor3 ,ja4 ,das ,kochsalz entsteht beim ,zusammenbringen von ,natronlauge und ,salzsure4 ,es ist sozusagen ein ,normaltypus des ,begriffes ,salz81 denn es vereinigt alle kennzeichnenden ,eigenschaften der ,salze in sich4 ,es lst sich in ,wasser und kristallisiert aus dieser ,lsung beim ,verdunsten des ,lsungsmittels aus2 es erhht den ,siedepunkt1 den osmotischen ,druck und die elektrische ,leitfhigkeit des ,lsungsmittels und erniedrigt seinen ,gefrierpunkt4 ,es rtet weder blauen1 noch blut es gerteten ,lakmusfarbstoff4 ,es tauscht gegen strkere ,suren seine ,sure1 gegen strkere ,basen seine ,base aus4 ,der ,laie3 ,sind denn diese ,eigenschaften wirklich kennzeichnend fr die ,salze8 ,gibt es nicht auch unlsliche ,salze8 ,der ,professor3 ,allerdings1 sogar recht viele4 ,aber selbst die unlslichsten8 unter ihnen1 wie das schwefelsaure ,barium1 sind eben doch nicht ganz unlslich2 sie sind in ,wasser nur so wenig lslich1 da wir es nur schwierig bemerken4 ,aber in der ,natur sind selbst diese schwerlslichen ,stoffe aus wsserigen ,lsungen im ,lauf langer ,zeiten in prchtigen1 groen ,kristallen abgeschieden worden4 ,wir knnen daher auch die sogenannten unlslichen ,salze nur als schwerlslich betrachten und mssen fr sie dieselben ,gesetze als gltig annehmen1 welche fr die lslichen ,salze gelten4 ,der ,laie3 ,sie sagten vorhin1 das ,kochsalz rte weder den blauen1 nach blue es den gerteten ,lakmusfarbstoff4 ,ist dies auch fr alle ,salze kennzeichnend8 ,ich dchte1 ein ,salz1 das aus einer sehr starken ,sure und einer sehr schwachen ,base besteht1 mte auch noch saure ,eigenschaften besitzen4 ,der ,professor3 ,dies ist auch tatschlich der ,fall4 ,das ,kupfersulfat und berhaupt viel ,schwermetallsalze der ,schwefelsure1 ,salzsure und ,salpetersure reagieren noch deutlich sauer1 weil diese drei ,suren viel strker sind als die ,schwermetallbasen4 ,dagegen reagieren z4 ,b4 das phosphorsaure und das borsaure ,natrium wie ,basen1 weil die ,natronlauge als ,base in diesen ,salzen viel strker ist als die ,suren1 an die sie gebunden ist4 ,der ,laie3 ,solche ,salze nennt man dann wohl saure ,salze81 bzw4 basische ,salze88 ,der ,professor3 ,o nein6 ,diese ,namen bedeuten etwas ganz anderes1 nmlich chemische ,verbindungen von ,salzen mit einem berschu ihrer eigenen ,suren bzw4 ,basen4 ,so kann sich z4 ,b4 #a ,molekl ,kaliumsulfat mit #a ,molekl ,schwefelsure zu saurem ,kaliumsulfat8 verbinden2 ebenso #a ,molekl ,kohlensure mit #a ,molekl kohlensaurem ,natrium zu saurem kohlensaurem ,natrium8 7,natriumbikarbonat74 ,viele dieser sauren ,salze reagieren gegen ,lakmus durchaus nicht sauer1 sondern alkalisch1 weil ihre ,sure viel schwcher als ihre ,base ist4 ,dies gilt z4 ,b4 vom ,natriumbikarbonat1 vom ,borax1 der sogar einen groen berschu an ,borsure enthlt1 vom sauren ,natriumphosphat und vielen anderen ,salzen4 ,der ,laie3 ,sie erwhnten vorhin1 da man den ,surebestandteil eines ,salzes durch eine strkere ,sure austreiben knne4 ,ich denke mir1 da dies eine vorteilhafte ,darstellungsweise fr alle schwcheren ,suren sein mte4 ,der ,professor3 ,sie haben recht4 ,die ,methode ist fr den ,chemiker geradezu unersetzlich1 weil er durch die ,kristallisation unreine ,suren auf dem ,umweg ber ihre ,salze leicht und vollstndig reinigen kann4 ,die ,suren haben nmlich hufig nur eine geringe ,neigung zu kristallisieren1 oder sie tun es1 wie z4 ,b4 ,essigsure1 nur in ganz reinem ,zustand4 ,ihre ,salze kristallisieren dagegen meistens leicht und hinterlassen dabei alle ,unreinigkeiten in der ,mutterlauge81 d4 i4 in dem nicht kristallisierenden ,rest der ,lsung4 ,will man also z4 ,b4 aus dem stinkenden1 braungefrbten1 rohen ,holzessig reine ,essigsure darstellen1 so verfhrt man etwa folgendermaen3 man schttet in den ,holzessig ,natronlauge oder kohlensaures ,natrium und erhlt so eine ganz unreine ,lsung von essigsaurem ,natrium4 ,diese lt man in der ,wrme solange eindunsten1 bis beim ,abkhlen der grte ,teil des essigsauren ,natriums sich in ,kristallen abscheidet4 ,dieses bestndige ,salz kann man nun betrchtlich erhitzen1 so da die meisten ,verunreinigungen herausdestillieren1 ohne da es selbst ,schaden leidet4 ,dann lst man es nochmals in ,wasser auf und kristallisiert es um81 d4 h41 man scheidet aus dieser ,lsung abermals durch ,eindampfen die ,hauptmasse des ,salzes in ,kristallen ab4 ,diese sind nun fast als ganz rein zu betrachten4 ,erhitzt man sie mit ,schwefelsure1 so verdrngt diese durch ihre groe ,strke die ,essigsure1 und es hinterbleibt schwefelsaures ,natrium1 whrend die ,essigsure herausdestilliert4 ,so kann man viele ,suren chemisch rein darstellen4 ,der ,laie3 ,ist denn die ,essigsure eine ,verbindung eines ,nichtmetall-,oxydes mit ,wasser8 ,der ,professor3 ,nein4 ,sie hat eine viel kompliziertere ,zusammensetzung4 ,sie werden sich erinnern1 da ich ,ihnen ausdrcklich sagte1 ich vermchte ,ihnen nur einen ,begriff von dem zu geben1 was ,suren und ,basen sind4 ,dieser ,begriff ist aber nicht erschpfend2 es gibt noch viele ,suren und auch viele ,basen1 die weder ein ,metalloxyd noch ein ,nichtmetalloxyd enthalten4 ,um auch diese zu verstehen1 mten wir uns zuerst mit der ,ionen-,theorie vertraut machen4 ,dies wollen wir aber1 wegen der erforderlichen bedeutenden ,vorkenntnisse1 lieber auf spter vertagen4 ,der ,laie3 ,knnen zwei verschiedene ,salze ebenfalls aufeinander einwirken8 ,der ,professor3 ,o ja4 ,sie tun es sehr hufig1 um nicht zu sagen3 immer4 ,dabei erfolgt dann ein wechselseitiger ,austausch derart1 da beide ,salze ihre ,suren miteinander vertauschen4 ,ich mchte ,ihnen da doch ein prachtvolles ,beispiel im ,versuch vorfhren4 ,sehen ,sie diese farblose ,lsung3 sie enthlt salpetersaures ,quecksilberoxyd4 ,und hier eine zweite1 ebenfalls farblose ,flssigkeit3 es ist eine ,lsung von ,jodkalium in ,wasser 7,jodkalium jodwasserstoffsaures ,kalium1 das ,salz aus ,jodwasserstoffsure und ,kalilauge74 ,nun schtte ich beide ,lsungen zusammen1 und ,sie sehen eine herrlich scharlachrote ,frbung4 ,sie setzt sich als dickes ,pulver zu ,boden1 whrend die berstehende ,flssigkeit farblos ist4 ,was ist dieses scharlachrote ,pulver8 ,der ,laie3 ,wenn das jodwasserstoffsaure ,kalium und das salpetersaure ,quecksilberoxyd ihre ,suren gegenseitig ausgetauscht haben1 so kann nur salpetersaures ,kalium und jodwasserstoffsaures ,quecksilberoxyd entstanden sein4 ,der ,niederschlag mu aus einem dieser beiden ,stoffe bestehen4 ,der ,professor3 ,so ist es auch4 ,er besteht aus ,jodquecksilber1 wie man der ,krze halber statt jodwasserstoffsaures ,quecksilber8 sagt4 ,das andere ,umsetzungsprodukt1 das salpetersaure ,kalium1 ist in der berstehenden1 farblosen ,flssigkeit gelst4 ,der ,laie3 ,wenn man also diese farblose ,flssigkeit vorsichtig vom roten ,bodensatz abgiet und eindampft1 so erhlt man ,kristalle von salpetersaurem ,kalium8 ,der ,professor3 ,jawohl4 ,und das ,jodquecksilber ist nur deshalb zu ,boden gesunken1 weil es zu den unlslichen8 ,salzen gehrt4 ,es ist in ,wasser nur sehr wenig lslich4 ,setzt man aber mehr ,jodkaliumlsung hinzu1 so sehen ,sie1 wie es sich darin wieder vllig auflst4 ,der ,laie3 ,und die ,lsung ist wieder ganz farblos geworden6 ,die ,farbe dieser ,umsetzungsstoffe tritt offenbar nur dann zutage1 wenn sie unlslich sind und infolgedessen als ,niederschlge aus der ,lsung ausfallen4 ,der ,professor3 ,hier sind ,sie entschieden im ,irrtum4 ,ich zeige ,ihnen hier eine gelbe ,lsung von salzsaurem ,eisen und eine farblose von rhodanwasserstoffsaurem ,ammonium4 ,lassen ,sie sich durch die schrecklichen ,namen nicht irre machen1 es sind zwei echte1 einfache ,salze4 ,wenn ich diese ,lsungen zusammenschtte1 so sehen ,sie eine prchtig blutrote ,lsung von rhodanwasserstoffsaurem ,eisen4 ,hier zeigt nur die ,farbe die ,umsetzung an1 denn ein ,niederschlag ist nicht entstanden4 -- ,ein zweites ,beispiel3 ,hier ist eine farblose ,lsung von ,chlorkalzium 7salzsaurem ,kalzium71 und hier eine blaue von salpetersaurem ,kupfer4 ,ich giee beide zusammen3 es entsteht eine grasgrne ,lsung von salzsaurem ,kupfer4 ,der ,laie3 ,ich bin mir in dieser interessanten ,sache ber eine ,frage noch nicht im klaren3 wenn ich salpetersaures ,kalium mit ,schwefelsure mische1 so erwarte ich1 da schwefelsaures ,kalium und ,salpetersure entstehen4 ,wenn ich1 umgekehrt1 schwefelsaures ,kalium mit ,salpetersure mische1 so erwarte ich aus denselben ,grnden1 da salpetersaures ,kalium und ,schwefelsure entstehen4 ,was gilt nun8 ,beides zugleich kann doch nicht richtig sein8 ,wie kann ich mir merken1 welcher von beiden ,vorgngen der richtige ist8 ,der ,professor3 ,sie berhren hier eine auerordentlich wichtige ,sache1 die ich ,ihnen ausfhrlich erklren mchte4 ,wir wollen bei dem von ,ihnen gewhlten ,beispiel bleiben und wollen es in der ,form einer ,gleichung anschreiben3 ,salpetersaures ,kalium ,schwefelsure schwefelsaures ,kalium ,salpetersure4 ,liest man die ,gleichung von links nach rechts1 so bedeutet sie den einen1 von rechts nach links aber den anderen ,vorgang4 ,tatschlich sind nun beide ,vorgnge mglich1 beide finden auch wirklich statt1 aber unter merklich verschiedenen ,begleitumstnden4 ,ich vermische hier in diesem ,glasgef trockenes salpetersaures ,kalium mit konzentrierter ,schwefelsure3 ,sie sehen ,dmpfe von ,salpetersure aufsteigen und bemerken beim ,anfassen des ,gefes eine betrchtliche ,erwrmung4 ,nun vermische ich in einem zweiten ,gef trockenes schwefelsaures ,kalium mit konzentrierter ,salpetersure4 ,sie sehen keine ,dmpfe aufsteigen1 denn die vorhandene ,salpetersure verschwindet zum ,teil1 und ,sie bemerken1 da das ,gef in diesem ,fall sehr kalt wird4 ,aus dem ersten ,vorgang mssen ,sie schlieen1 da reines salpetersaures ,kalium und reine ,schwefelsure nicht nebeneinander bestehen knnen1 ohne aufeinander einzuwirken4 ,also knnen diese beiden ,stoffe unmglich allein als ,endergebnis des zweiten ,vorgangs auftreten4 ,aus dem zweiten ,vorgang erkennen ,sie dagegen1 da auch schwefelsaures ,kalium und ,salpetersure unmglich nebeneinander bestehen knnen1 ohne aufeinander einzuwirken4 ,also knnen diese beiden ,stoffe nicht das ausschlieliche ,endergebnis des ersten ,vorgangs sein4 ,der ,laie3 ,demnach mte man annehmen1 da in einem solchen ,gemisch alle vier ,stoffe zugleich vorhanden sind3 nmlich salpetersaures ,kalium1 ,schwefelsure1 schwefelsaures ,kalium und ,salpetersure4 ,der ,professor3 ,dies ist auch tatschlich der ,fall4 ,aus dem ersten ,paar bildet sich fortwhrend das zweite1 aus dem zweiten bildet sich gleichzeitig fortwhrend das erste zurck4 ,somit halten die vier ,stoffe einander sozusagen das ,gleichgewicht4 ,dies ist aber nicht immer so mglich1 wie in unserem ,beispiel4 ,wenn nmlich einer der neugebildeten ,stoffe unlslich ist1 so entzieht er sich dadurch dem ,einflu des anderen4 ,das ist z4 ,b4 bei unserem schnen1 scharlachroten ,jodquecksilber der ,fall1 wenn ,sie ,jodkalium mit salpetersaurem ,quecksilber zusammenbringen4 ,der ,laie3 ,sie wollen sagen1 da in diesem ,fall das gebildete ,jodquecksilber sich mit dem ebenfalls neugebildeten salpetersauren ,kalium nicht wieder rcklufig umsetzen kann1 weil das ,jodquecksilber unlslich ist8 ,der ,professor3 ,ja4 ,dasselbe gilt fr alle diejenigen chemischen ,vorgnge1 bei welchen einer der neugebildeten ,stoffe entweder unlslich ist1 oder sich als ,gas aus dem ,wirkungsbereich der anderen ,stoffe entfernt4 ,in allen diesen ,fllen verluft der chemische ,vorgang nur in einer ,richtung und dauert so lange1 bis die letzte ,spur der ,ausgangsstoffe verschwunden ist1 bis sich also kein unlslicher oder gasfrmiger ,stoff mehr neu bilden kann4 ,in allen anderen ,fllen entsteht ein chemischer ,gleichgewichtszustand4 ,der ,laie3 ,nun bleibt immer noch die ,frage offen1 wie weit in diesen anderen ,fllen der ,proze in einer ,richtung fortschreitet4 ,dauert dies so lange1 bis die vier ,stoffe in gleichen ,mengen vorhanden sind1 oder mssen sie im ,verhltnis ihrer ,molekulargewichte stehen1 oder von welchen ,umstnden sonst hngt das ,gleichgewicht ab8 ,der ,professor3 ,dafr sind drei ,umstnde magebend3 die ,konzentration der ,lsungen1 ihre ,temperatur und der ,druck1 unter welchem sie stehen4 ,denken ,sie nur an die ,darstellung der ,salpetersure aus salpetersaurem ,kalium und ,schwefelsure4 ,je mehr man dieses ,gemisch erwrmt1 um so vollstndiger wird die ,salpetersure aus dem ,salpeter ausgetrieben84 ,denn die ,salpetersure ist in der ,hitze bestrebt1 sich als ,dampf der ,reaktion zu entziehen4 ,durch ,druckanwendung kann dies aufgehalten werden1 weil ,druck den ,salpetersuredampf wieder verflssigt4 ,denken ,sie ferner an den ,vorgang des ,kalkbrennens4 ,wenn man kohlensauren ,kalk glht1 so zerfllt er in seine beiden ,oxydkomponenten1 nmlich in das ,metalloxyd ,kalziumoxyd und in das ,nichtmetalloxyd ,kohlendioxyd4 ,dieses entweicht als ,gas4 ,schliet man aber das zu brennende ,kalkstck in ein ,gef ein1 so da das ,kohlendioxydgas nicht entweichen kann1 so bt es auf seinen ,entstehungsherd einen ,druck aus4 ,dieser ,druck verhindert den weiteren ,zerfall des ,kalkstcks4 ,der ,laie3 ,das sieht ja gerade so aus1 als ob sich das zerfallende ,kalkstck einen ,widerstand gegen seinen eigenen ,zerfall in ,gestalt dieses ,druckes erzeugt8 ,der ,professor3 ,so ist es auch4 ,der ganze ,satz vom chemischen ,gleichgewicht81 den ,guldberg und ,waage in ,christiania entdeckt und als ,massenwirkungsgesetz8 bezeichnet haben1 besagt nichts anderes1 als da sich jeder chemische ,vorgang whrend seiner ,abwicklung von selbst einen ,widerstand erzeugt1 der diese ,abwicklung zu hemmen sucht4 ,entsteht bei einem solchen ,vorgang ,wrme1 so sind die neugebildeten ,krper ganz gewi in der ,hitze unbestndig2 wird ,wrme verbraucht1 so ist ebenso sicher anzunehmen1 da sie in der ,klte unbestndig sind4 ,entsteht ein ,gas1 welches einen ,druck ausbt1 so hemmt dieser ,druck den ,proze2 wird aber dabei ein ,gas verschluckt1 so da ein luftleerer ,raum entsteht1 so ist dieses ,vakuum bestrebt1 die weitere ,absorption des ,gases zu hindern4 ,und wenn in einer ,lsung die neugebildeten ,stoffe aufeinander einwirken und die ,ausgangsstoffe rckbilden1 so ist dies eben auch nichts anderes1 als ein ,widerstand gegen die ,neubildung4 ,der ,laie3 ,ich bin ,ihnen zu groem ,dank verpflichtet4 ,sie haben mir verwickelte ,vorgnge1 die ich niemals glaubte verstehen zu knnen1 auf ein groartig einfaches ,grundgesetz zurckgefhrt4 #g4 ,die ,salpetersure und was man daraus macht4 ,wenige ,stoffe haben fr unsere ,zivilisation eine so groe ,bedeutung1 wie die ,salpetersure4 ,wir wollen uns daher mit ihr1 mit ihrer ,darstellung und ,anwendung etwas grndlicher befassen4 ,die ,salpetersure wurde frher ausschlielich durch ,erhitzen von ,salpeter mit ,schwefelsure dargestellt4 ,man benutzt dazu den billigen1 sogenannten ,natronsalpeter8 oder ,chilisalpeter81 welcher in ,chile in ungeheuren ,lagern bergmnnisch gewonnen wird4 ,diesen salzartigen ,stoff knnte man sich aus ,natronlauge und ,salpetersure entstanden denken2 wenn man ihn mit konzentrierter ,schwefelsure erhitzt1 so verbindet sich die ,natronlauge mit der ,schwefelsure zu schwefelsaurem ,natrium1 whrend die ,salpetersure herausdampft und durch ,abkhlung der ,dmpfe gewonnen werden kann4 ,man kann dies z4 ,b4 in glsernen ,gefen machen1 wie ,abb4 #aj zeigt4 ,diese ,darstellungsweise der ,salpetersure hngt von der ,einfuhr des ,chilisalpeters ab1 also von einem auslndischen ,rohstoff4 ,dies war schon in ,friedenszeiten ein ,anla1 nach einer anderen ,darstellungsart zu suchen4 ,der ,krieg hat dieses ,bestreben der ,deutschen mit ,erfolg gekrnt3 sie benutzen jetzt als ,ausgangsstoff fr die ,gewinnung der ,salpetersure das ,billigste1 was man sich denken kann1 nmlich die ,luft4 ,um diese wertvolle ,entdeckung zu verstehen1 erinnern wir uns1 da sich die ,salpetersure bildet1 wenn man ein ,oxyd des ,stickstoffgases1 also eine ,verbindung von ,stickstoffgas mit ,sauerstoffgas1 in ,wasser lst4 ,nun besteht die ,luft zuflligerweise aus einem ,gemeng dieser beiden ,gase4 ,in der ,luft sind sie nur miteinander gemengt1 aber nicht chemisch verbunden4 ,denn wenn man ,luft z4 ,b4 in kaltem ,wasser sich auflsen lt und dann durch ,erwrmen wieder austreibt1 so zeigt sich1 da sich der ,sauerstoff in reichlicherem ,mae in ,wasser gelst hat als der ,stickstoff4 ,dies wre nicht mglich1 wenn in der ,luft ,sauerstoff und ,stickstoff chemisch aneinander gebunden wren4 ,lt man aber durch die ,luft elektrische ,funken schlagen1 wozu sich namentlich ,wechselstrom von etwa #ajjj ,volt ,spannung gut eignet1 so verbinden sich beide miteinander zu einem rotbraunen ,gas1 welches sich in ,wasser zu ,salpetersure auflst4 ,dieses ,gas zeigt so recht1 wie verschieden eine chemische ,verbindung von einem bloen ,gemeng ihrer ,bestandteile ist3 das ,gemeng ist farblos und fr unsere ,lunge zum ,atmen notwendig2 die ,verbindung dagegen ist rotbraun1 fr die ,lunge hchst giftig1 und lst sich in ,wasser zu ,salpetersure4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,darstellung der ,salpetersure aus ,salpeter und ,schwefelsure4 ,als diese ,erfindung1 ,salpetersure aus ,luft und ,wasser darzustellen1 gemacht war1 war sie noch lange nicht lebensfhig4 ,denn die ,geschicke solcher ,erfindungen sind immer auf das engste mit der ,preis- und ,rentabilittsfrage verknpft3 es mute gelingen1 die ,luft8-,salpetersure zum gleichen ,preis oder billiger herzustellen als die ,salpetersure aus ,chilisalpeter1 dann war erst die ,erfindung technisch wertvoll4 ,wovon hngt nun der ,preis beider ,produkte ab8 -- ,die ,gewinnung des ,chilisalpeters ist an der ,fundstelle ungemein einfach und billig2 sein ,preis wird daher1 auer durch die ,nachfrage1 im wesentlichen durch die ,transportkosten bestimmt4 ,der ,preis der ,luftsalpetersure richtet sich hauptschlich nach den ,gestehungskosten der verwendeten ,elektrizitt4 ,stellt man diese1 wie bei uns in ,deutschland1 durch ,umwandlung aus ,dampfmaschinenarbeit her1 so ist sie fr die ,salpetersuregewinnung in der ,regel zu teuer4 ,dies ist aber nicht mehr der ,fall1 wenn die ,elektrizitt1 wie in ,norwegen1 aus natrlichen ,wasserkrften gewonnen wird4 ,deshalb ist ,norwegen 7,norge8 auf norwegisch7 der eigentliche ,sitz der ,luftsalpetersuregewinnung4 ,es hat bereits im ,jahre #aiaj mehr als #bfjjjj ,zentner ,kalksalpeter 7sog4 ,norgesalpeter7 im ,wert von ber #b ,millionen ,mark ausgefhrt4 ,die ,erzeugung von ,chilisalpeter hat allerdings zurzeit noch etwa den vierzigfachen ,wert4 ,man verwendet die ,salpetersure sowohl im freien ,zustand als flssige ,sure1 als auch in ,form ihrer festen ,salze4 ,sprechen wir zuerst von dieser zweiten ,anwendung4 ,es sind nur drei ,salze der ,salpetersure1 welche in sehr groen ,mengen angewendet werden3 das salpetersaure ,natrium 7,natronsalpeter oder ,chilisalpeter71 das salpetersaure ,kalium 7,kalisalpeter7 und das salpetersaure ,kalzium 7,kalksalpeter1 ,norgesalpeter74 ,die wichtigste ,anwendung des ,natron- und des ,kalksalpeters ist die als ,dngemittel4 ,er krftigt durch seinen ,stickstoffgehalt das ,blattwachstum auerordentlich1 ist daher bei ,mais1 ,rben1 ,kartoffeln und ,klee mit ,vorteil zu verwenden4 ,da aber beide ,salpeterarten im ,regenwasser leicht lslich sind1 gibt man nicht die ganze ,jahresdngung auf einmal1 sondern besser in kleineren ,mengen nach und nach4 ,der ,kalksalpeter enthlt um weniger ,stickstoff als der ,chilisalpeter2 diese ,tatsache ist beim ,einkauf der ,berechnung des ,preises und bei der ,dngung der ,berechnung der erforderlichen ,menge zugrunde zu legen4 ,bei der ,gewinnung der ,luftsalpetersure entsteht zugleich eine kleine ,menge salpetrige ,sure2 diese verhlt sich ihrer chemischen ,zusammensetzung nach zur ,salpetersure etwa so1 wie ,mennige zum ,bleisuperoxyd1 d4 h4 sie ist etwas rmer an ,sauerstoff4 ,die salpetrige ,sure und ihre ,salze sind aber fr die ,pflanzen giftig4 ,wenn daher im ,norgesalpeter etwas salpetrigsaurer ,kalk enthalten ist1 so verschlechtert dies seine ,wirkung betrchtlich4 ,dieser ,umstand erschwerte anfangs den ,wettbewerb des ,kalksalpeters mit dem ,chilisalpeter2 inzwischen jedoch hat man gelernt1 den ,gehalt des ,kalksalpeters an dieser schdlichen ,substanz auf ein ,mindestma herabzudrcken4 ,whrend also die ,salze der ,salpetersure fr fast alle ,pflanzen ein hervorragendes ,nahrungsmittel bilden1 sind sie fr den tierischen ,krper1 also auch fr den menschlichen1 starke ,gifte4 ,trinkt man eine1 wenn auch sehr verdnnte1 ,lsung von ,salpetersure1 so wird einem fast augenblicklich schlecht1 und es folgt ,erbrechen mit allen ,erscheinungen einer ,vergiftung4 ,die ,salze der ,salpetersure1 also alle ,arten von ,salpeter1 wirken nicht so giftig wie die freie ,sure4 ,da aber im tierischen ,magensaft etwas freie ,salzsure enthalten ist1 welche aus einer ,salpeterlsung stets etwas ,salpetersure frei macht1 so ist auch der ,genu von ,salpeterlsung gesundheitsgefhrlich4 ,es ist nicht berflssig1 dies zu wissen1 weil der ,salpeter die ,eigenschaft hat1 gerucherte ,fleischwaren mit schn roter ,farbe zu konservieren4 ,obgleich seine ,anwendung verboten ist1 findet man in den ,rauchfleisch- und ,wurstwaren nicht selten ,salpeter1 dessen ,genu besonders fr ,kinder schdlich ist4 ,die hauptschlichste ,anwendung fand der ,salpeter in vergangenen ,zeiten zur ,bereitung des ,schwarzpulvers4 ,dazu kann man aber weder den ,natronsalpeter noch den ,kalksalpeter verwenden1 weil diese beiden ,salze die ,eigentmlichkeit haben1 aus der ,luft ,wasser anzuziehen und zu zerflieen4 ,man benutzt daher zur ,schiepulverbereitung den luftbestndigen ,kalisalpeter4 ,dieser wird aus dem berseeischen ,natronsalpeter durch eine ,wechselumsetzung in der ,weise gewonnen1 da man heigesttigte wsserige ,lsungen von ,natronsalpeter und ,chlorkalium miteinander vermischt4 ,dann findet folgende ,umsetzung statt3 salpetersaures ,natrium ,chlorkalium salpetersaures ,kalium 7,chilisalpeter7 7,kalisalpeter7 ,chlornatrium4 7,kochsalz7 ,es bildet sich also neben dem ,kalisalpeter noch ,kochsalz4 ,nach dem ,satz vom chemischen ,gleichgewicht kann die ,umsetzung keine vollstndige sein1 weil die beiden neugebildeten ,stoffe sich wieder rckwrts miteinander zu den ,ausgangsstoffen umsetzen4 ,indessen1 ein besonderer ,umstand sorgt doch dafr1 da die ,ausbeute an ,kalisalpeter reichlich genug ist3 denn der ,kalisalpeter ist in heiem ,wasser viel leichter lslich als das ,kochsalz 7etwa achtmal mehr71 in kaltem dagegen schwerer4 ,infolgedessen scheidet sich beim ,vermischen der heigesttigten ,lsungen von ,chilisalpeter und ,chlorkalium eine ,menge ,kochsalz in fester ,form aus1 wodurch der rcklufige ,proze sehr eingeschrnkt wird4 ,diesen ,kalisalpeter1 der also durch eine ,umwandlung 7,inversion7 aus dem ,chilisalpeter gewonnen wird1 nennt man ,inversionssalpeter4 ,das ,chlorkalium1 welches zu seiner ,darstellung gebraucht wird1 findet sich in ,deutschland in den ,steinsalzlagern in ungeheuren ,mengen4 ,obgleich nun das aus ,kalisalpeter1 ,schwefel und ,holzkohle zusammengesetzte ,schwarzpulver seit der ,erfindung des rauchschwachen ,pulvers bei weitem nicht mehr in so groen ,mengen verbraucht wird1 wie frher1 gehen doch noch etwa #a ,millionen ,zentner jhrlich durch den ,handel1 die einen ,wert von #cj ,millionen ,mark bedeuten4 ,weit umfangreicher und bedeutungsvoller ist die ,verwendung der freien ,salpetersure4 ,sie hat nmlich die ,eigenschaft1 eine groe ,anzahl von ,stoffen1 wie ,baumwolle1 ,holzstoff1 ,papier1 ,strke- und ,zuckerarten1 ,glyzerin1 ,benzol usw4 in ,sprengstoffe umzuwandeln1 wenn man sie damit kurze ,zeit in ,berhrung lt4 ,diesen ,umwandlungsvorgang nennt der ,chemiker das ,nitrieren der ,stoffe 7vom lateinischen ,wort nitrum1 der ,salpeter74 ,beim ,nitrieren entsteht als ,nebenprodukt immer ,wasser1 welches als ,widerstand gegen den ,nitrierungsvorgang wirkt1 weil es die ,salpetersure verdnnt und schwcht4 ,deshalb setzt man stets eine gewisse ,menge konzentrierte ,schwefelsure hinzu1 welche bekanntlich auf das ,wasser eine stark anziehende ,kraft ausbt und dadurch seine schdliche ,wirkung wieder aufhebt4 ,will man also einen ,stoff nitrieren1 so legt man ihn eine ,viertelstunde lang in ein ,gemisch von konzentrierter ,salpetersure 7#a ,teil7 und konzentrierter ,schwefelsure 7#a-b ,teile74 ,dann giet man die ,sure ab und wscht nun den nitrierten ,stoff in kaltem1 flieendem ,wasser so lange und so grndlich aus1 bis ein aus ihm herausgepreter ,tropfen auf der ,zunge keine ,spur von saurem ,geschmack mehr erzeugt4 ,so kann man z4 ,b4 ,watte1 ,lschpapier1 baumwollene ,stoffe sehr leicht und bequem in ,schiebaumwolle verwandeln1 welche nach dem ,trocknen eine drei- bis viermal grere ,sprengkraft besitzt als das ,schiepulver4 ,man mu1 wenn man diese ,versuche selbst ausfhren will1 nur beachten1 da die konzentrierte8 ,salpetersure des ,handels in der ,regel etwa #dj ,wasser enthlt und dann zur ,nitrierung unbrauchbar ist1 auch wenn man sie mit ,schwefelsure vermischt4 ,ist man nicht sicher1 ob man gengend starke ,salpetersure vor sich hat1 so ist es am besten1 sie aus ,salpeter und ,schwefelsure selbst herzustellen oder man benutzt als ,nitriergemisch ein ,gemeng von zerriebenem ,salpeter mit konzentrierter ,schwefelsure1 welches in jeder ,beziehung dieselben ,dienste tut4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,darstellung von ,schiebaumwolle durch ,eintragen von ,watte in ,salpeterschwefelsure4 ,diese nitrierten ,krper bilden die ,grundlage aller ,sprengstoffe und rauchschwachen ,pulverarten4 ,es ist unntig1 auf ihre ,wichtigkeit besonders hinzuweisen2 wurden doch in diesem ,weltkrieg von ,sprengstoffen dieser ,art so ungeheure ,mengen angefertigt1 da sie alle anderen knstlichen ,erzeugnisse weit hinter sich lassen4 ,aber auch fr die friedliche ,arbeit spielen die ,sprengstoffe eine groe ,rolle3 der ,abbau der ,steinbrche1 die ,anlage von ,weg- und ,tunnelbauten erfordern mitten im ,frieden gewaltige ,mengen von ,sprengstoffen4 ,derjenige von ihnen1 welcher am meisten von sich reden gemacht hat1 ist das ,dynamit 7auf deutsch etwa soviel wie ,kraftstoff8 bedeutend74 ,die ,erfindung des ,dynamits durch den ,schweden ,alfred ,nobel war eigentlich insofern keine ,erfindung1 als der wirksame ,bestandteil dieses ,sprengstoffes1 das ,nitroglyzerin1 schon lange bekannt war4 ,man hat dieses ,nitroglyzerin oder ,sprengl schon jahrelang in amerikanischen ,apotheken als -- ,kopfwehmittel 767 kaufen knnen1 ohne da man von seiner ,gefhrlichkeit viel ,aufhebens gemacht htte4 ,diese ,gefhrlichkeit trat eben erst durch ,nobels ,versuche zutage1 das ,nitroglyzerin in groen ,mengen fr ,sprengzwecke zu verwenden4 ,es erwies sich in greren ,mengen1 bei ballonweiser ,verpackung1 als zu empfindlich gegen ,ste und gegen schroffen ,temperaturwechsel4 ,es zeigte sich die ,unmglichkeit1 durch bloe ,vorschriften ber die ,behandlung dieses ,stoffes seine ,explosion zu verhindern1 und ,alfred ,nobel mute es wiederholt erleben1 da seine ,fabriken in die ,luft flogen und sozusagen spurlos verschwanden4 ,dies hatte seinerseits zur ,folge1 da ihm die ,errichtung solcher ,fabriken wegen der damit verbundenen ,gefahren nach und nach in den meisten ,lndern verboten wurde4 ,die ungeheure ,bedeutung der ,erfindung des ,dynamits liegt nun darin1 da diese ,erfindung dem ,sprengl alle ,gefhrlichkeit benahm1 ohne seine ,explosivkraft wesentlich zu schwchen4 ,man macht sich davon1 ohne ,versuche gesehen zu haben1 nicht leicht eine richtige ,vorstellung4 ,bringt man einen ,tropfen ,nitroglyzerin auf eine glatte1 etwas angefeuchtete ,steinflche und schlgt man mit einem ,hmmerchen darauf1 so erfolgt eine starke ,detonation1 und der ,stein wird zertrmmert4 ,dagegen ist ,dynamit gegen ,schlag und ,sto so unempfindlich1 da ,nobel in ,gegenwart des ,knigs von ,schweden ein ,fa voll ,dynamit von einem ,kirchturm herab auf das ,straenpflaster fallen und zerschellen lassen konnte1 ohne da es explodierte4 ,es ist nicht leicht mglich1 ,dynamit durch bloen ,schlag zur ,explosion zu bringen4 ,aber auch ,feuer ist dem ,dynamit nicht ohne weiteres gefhrlich3 hlt man ein brennendes ,streichholz an einen nugroen ,klumpen ,dynamit1 so brennt er langsam1 vllig geruschlos1 mit groer1 gelbgrner ,flamme ab1 welche einen feinen ,sprhregen von ,kieselgurteilchen ausstt4 ,dynamit ist also in bezug auf ,ungefhrlichkeit der ,handhabung geradezu ein idealer ,sprengstoff3 ,kinder und ,narren knnen ihn mit dem besten ,willen nicht zu ,unfug verwenden4 ,man mu sich geradezu fragen3 was mu man tun1 um diesen ,stoff berhaupt zur ,explosion zu bringen8 -- ,die ,antwort heit3 man mu ,initialzndung anwenden4 ,man mu die ,explosion an einem ,punkte einleiten 7initium ,anfang1 ,einleitung74 ,dies geschieht durch ,entzndung einer kleinen ,menge ,knallquecksilber1 welches sich durch ,sto1 ,schlag oder ,erhitzen ziemlich leicht zur ,explosion bringen lt4 ,dabei reit es die ,dynamitmasse gleichsam mit sich und bewirkt1 da diese vollstndig explodiert4 ,durch solche ,initialzndung kann man sogar manche ,stoffe1 die auf andere ,weise gar nicht explodierbar sind1 zur ,explosion bringen1 so z4 ,b4 das ,azetylengas4 ,nobels ,erfindung1 die so gewaltige ,folgen haben sollte1 war im ,grunde verblffend einfach3 sie besteht nmlich darin1 das flssige ,sprengl mit einer mglichst geringen ,menge 7#be 7 eines feinen1 sehr porsen ,sandes 7der sog4 ,infusorienerde7 zu einem ,brei zu vermengen4 ,dieser einfache ,gedanke hat auf der ,erde geradezu ,umwlzungen hervorgebracht4 ,nun erst war es mglich1 die ,sprengkraft des ,nitroglyzerins unbegrenzt auszuntzen1 da man nun den ,sprengstoff ohne ,gefahr in beliebigen ,mengen herstellen1 transportieren und aufbewahren konnte4 ,nobel verdiente mit dieser ,erfindung nach der langen ,reihe von ,mierfolgen und ,enttuschungen ein mehr als frstliches ,vermgen4 ,da er ohne ,leibeserben starb1 errichtete er in seinem ,testament die berhmte ,nobelstiftung1 welche alle zwei ,jahre die bedeutendsten ,leistungen auf den wichtigsten ,kulturgebieten mit einem recht ansehnlichen ,preis belohnt4 -- ,es wre ganz falsch1 aus dem bisher ,gesagten zu folgern1 da die ,salpetersure nur dem ,krieg und der ,zerstrungswut der ,menschen dient4 ,selbst wenn die ,salpetersure nur zur ,fabrikation von ,sprengstoffen diente1 drfte man dies nicht behaupten1 weil eben auch die ,sprengstoffe eine geradezu unersetzliche1 friedliche ,arbeit leisten4 ,aber das ,nitriergemisch dient gar nicht blo zur ,herstellung von ,sprengstoffen1 sondern mindestens in gleichem ,betrag zur ,gewinnung unzhliger ,farben1 ,medikamente und anderer unentbehrlicher ,chemikalien4 ,aber auch die ,sprengstoffe werden nicht allein zu explosiven ,zwecken verwendet1 sondern ein ,teil von ihnen wird wieder in harmlose ,gebrauchsstoffe des tglichen ,lebens verwandelt3 so macht man aus ,schiebaumwolle1 indem man sie in einem ,gemisch von ,alkohol und ther auflst1 das ,kollodium1 und durch gewisse ,beimengungen 7von ,kampfer7 das wichtige ,hornersatzmittel ,zelluloid1 ohne das man heute lngst nicht mehr auskommen knnte4 ,auf ganz hnliche ,weise werden die rauchschwachen ,pulverarten hergestellt1 die demnach dem ,kollodium und ,zelluloid sehr nahe verwandt sind4 ,sie entwickeln ihre ,sprengkraft erst bei der ,entzndung im geschlossenen ,raum 7der ,patrone71 zndet man dagegen rauchschwaches ,pulver in offener ,aufschttung an1 so brennt es langsam mit groer1 lohender ,flamme ab -- ganz hnlich wie ein angezndetes ,stck ,zelluloid4 ,diese rauchschwachen ,pulver haben die drei- bis vierfache ,brisanz 7,sprengkraft7 des alten ,schwarzpulvers4 ,aber da sie beim ,abbrennen braune1 salpeterhaltige ,dmpfe liefern1 greifen sie den ,flintenlauf strker an als das ,schwarzpulver4 ,aus diesem ,grund knnen sie fr die ,jagd das ,schwarzpulver durchaus nicht ganz ersetzen4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,spinndse zur ,kunstseideherstellung4 ,schttet man ,kollodium -- also sozusagen flssige ,schiebaumwolle -- in ,wasser1 so gerinnt es2 das ,wasser entzieht ihm die ,alkohol-thermischung1 infolgedessen scheidet sich die ,schiebaumwolle als weiliche ,gallerte ab4 ,ein findiger ,franzose namens ,chardonnet kam nun auf den ,gedanken1 auf diese ,weise feine ,fden herzustellen1 indem er das ,kollodium durch ein sehr enges ,metallrohr in ,wasser prete4 7,abbildung #ab47 ,aus der ,rohrmndung trat ein weier1 wie ,seide glnzender ,faden von ,schiebaumwolle4 ,die ,fden lieen sich spinnen wie ,seide und hatten auch ihren ,glanz4 ,so wurde die erste ,kunstseide erfunden und nach ihrem ,entdecker ,chardonnet-,seide genannt4 ,sie hatte aber den fatalen ,fehler1 explosionsartig zu verpuffen1 wenn man ihr ein ,zndholz zu nahe brachte4 ,diese ,eigenschaft war fr ,raucher1 wenn sie etwa eine ,halsbinde aus ,chardonnetseide trugen1 nicht angenehm4 ,man konnte indessen der ,kunstseide ihre ,explosivitt1 freilich nicht ohne ,schaden fr die ,haltbarkeit und zum ,teil auch den ,glanz1 wieder nehmen1 wenn man sie in ,schwefelammonium badete4 ,heute bestehen nur noch wenige ,fabriken1 welche ,chardonnetseide herstellen4 ,ein anderes ,verfahren hat dieses erste verdrngt1 aber fr die ,geschichte der chemischen ,technologie wird es nie seine ,bedeutung verlieren4 ,zeigt uns diese ,erfindung doch die unglaublichsten ,verwandlungsknste der ,chemie1 welche aus ,baumwolle nicht blo ,pulver1 sondern auch ,kollodiumballons1 ,zelluloidkmme und echt8 seidene ,krawatten hervorzaubert4 #h4 ,kohlehydrate und ,alkohol4 ,da man heute das ,holz der ,waldbume in ,zeitungspapier umwandelt1 wei jedes ,kind4 ,da man es aber auch in ,kunsthonig und in ,spiritus verwandeln kann1 ist weniger bekannt4 ,ebensowenig wissen die meisten ,leute1 da ,schiebaumwolle1 rauchloses ,pulver1 ,kollodium und ,zelluloid heutzutage viel weniger aus ,baumwolle als aus ,fichtenholz hergestellt werden4 ,dies alles wollen wir uns nun klarzumachen versuchen4 ,es gibt drei groe ,gruppen von ,stoffen in der ,natur1 welche chemisch ganz gleich zusammengesetzt sind und nur aus ,kohlenstoff und den ,bestandteilen des ,wassers bestehen4 ,verbindungen mit ,wasser nennt man in der ,chemie ,hydrate81 deshalb heit man diese drei ,stoffgruppen mit einer gemeinsamen ,bezeichnung ,kohlehydrate4 ,sie sind so zusammengesetzt1 als ob sie nur aus ,kohle und ,wasser bestnden4 ,diese drei ,gruppen sind3 #a4 ,die ,zellulose oder der ,zellstoff4 ,er bildet den ,hauptbestandteil der ,baumwolle und des ,papiers4 ,entfettete ,verbandwatte ist fast chemisch reiner ,zellstoff1 ebenso das ,filtrierpapier der ,chemiker4 ,aus ,zellstoff bestehen die ,wnde der ,pflanzenzellen4 #b4 ,die ,strke- und ,gummiarten4 ,whrend die ,gummiarten1 wie arabisches ,gummi und ,kirschgummi1 in heiem ,wasser lslich sind1 quillt die ,strke in heiem ,wasser nur zu ,kleister auf4 #c4 ,die ,zuckerarten4 ,in bezug auf die chemische ,zusammensetzung wurde schon erwhnt1 da alle drei ,stoffgruppen aus ,kohlenstoff und den ,elementen des ,wassers bestehen4 ,verrhrt man in einem ,weinglas einen ,elffel voll gestoenen ,zucker mit konzentrierter ,schwefelsure zu einem ,brei1 so entzieht die ,schwefelsure dem ,zucker das ,wasser1 und es hinterbleibt eine lcherige1 gequollene ,masse von schwarzer ,kohle4 ,genauere ,untersuchungen haben ergeben1 da im ,zellstoff1 in den ,strke- und ,gummiarten auf #f ,atome ,kohlenstoff ziemlich genau #e ,molekle ,wasser enthalten sind1 whrend die wichtigsten ,zuckerarten auf dieselbe ,kohlenstoffmenge #f ,molekle ,wasser enthalten4 ,dies mu man wissen1 wenn man die mrchenhaften ,umwandlungsvorgnge verstehen will1 welche am ,beginn dieses ,abschnittes erwhnt worden sind4 ,denn man versteht nun1 da der ,zellstoff und die ,strke1 welche doch beide die gleiche ,zusammensetzung haben1 nur ein ,molekl ,wasser in sich aufnehmen mssen1 um in eine ,zuckerart berzugehen4 ,beim bloen ,kochen erfolgt diese ,wasseraufnahme nicht leicht1 man mte zu diesem ,zweck schon in einem ,druckkessel den ,strkekleister oder die ,zellulose mit berhitztem ,wasser behandeln4 ,viel schneller geht die ,verzuckerung vor sich1 wenn man sich gewisser chemischer ,stoffe als ,wasserbertrger bedient4 ,solch ein ,stoff ist z4 ,b4 die ,schwefelsure4 ,sie wirkt nicht nur wasserentziehend1 sondern ebensooft auch wasseraddierend4 ,wenn man daher ,baumwolle oder ,filtrierpapier oder ,leinen mit konzentrierter ,schwefelsure betrufelt1 so lsen sie sich darin auf2 aber die ,lsung enthlt nun nicht mehr ,zellstoff1 sondern -- ,traubenzucker4 ,dieselbe ,wirkung erzielt man durch andauerndes ,kochen mit verdnnter ,schwefelsure4 ,da die ,schwefelsure bei diesem ,vorgang nur als ,wasserbertrger wirkt und selbst nicht angegriffen wird1 so gengen wenige ,tropfen von ihr zur ,verzuckerung groer ,mengen von ,zellstoff oder von ,strkekleister4 ,um auf diese ,weise ,kunsthonig zu bereiten1 kann man z4 ,b4 einen ,liter dicken ,strkekleister mit einigen ,tropfen ,schwefelsure verrhren und nun zwei ,stunden lang kochen4 ,schon unmittelbar nach dem ,zusatz der ,schwefelsure wird der dicke ,kleister ganz dnnflssig1 weil die ,strke in ein gummiartiges ,zwischenprodukt zwischen ,strke und ,zucker1 nmlich in ,dextrin1 bergeht4 ,dieses wird bei lngerem ,kochen ganz in ,traubenzucker1 den ,hauptbestandteil des ,kunsthonigs1 umgewandelt4 ,zuletzt entfernt man die ,schwefelsure wieder aus dem ,gemisch1 indem man gepulverte ,kreide hineinschttet und dann das ,feste vom ,flssigen durch ,filtrieren trennt4 ,die ,schwefelsure treibt aus der ,kreide unter ,schumen ,kohlensuregas aus und verwandelt sie in schwefelsauren ,kalk 7,gips71 wodurch sie selbst in eine unlsliche ,form gebracht wird4 ,die verbleibende ,lsung mu nun in der ,wrme so lange eingedunstet werden1 bis ein dicker1 honigartiger ,brei von ,traubenzucker brigbleibt4 ,will man aus ,filtrierpapier oder ,verbandwatte ,kunsthonig bereiten1 so lst man am besten mglichst groe ,menge dieser ,stoffe nach und nach1 unter ,umrhren1 in einer kleinen ,menge konzentrierter ,schwefelsure auf1 verdnnt die ,lsung mit ,wasser1 kocht sie einige ,zeit und verfhrt dann mit ,kreide wie vorhin4 ,schwieriger ist es1 ,sgespne in ,kunsthonig zu verwandeln4 ,im ,holz sind nmlich neben dem ,zellstoff noch #cj-dj andere ,stoffe enthalten1 welche aus korkartigen und schleimigen ,substanzen bestehen4 ,sie verhalten sich gegen konzentrierte ,schwefelsure ganz anders als die reine ,zellulose3 sie werden von ihr verkohlt1 wie die ,zuckerarten4 ,man kann daher am ,grad der ,schwarzfrbung eines ,papiers nach dem ,betropfen mit konzentrierter ,schwefelsure leicht erkennen1 wieviel von diesen ,stoffen noch in dem ,papier steckt4 ,um das ,holz von ihnen zu reinigen und in reinen ,zellstoff umzuwandeln1 gibt es zwei ,wege3 entweder durch ,erhitzen mit ,natronlauge 7,natronzellulose7 oder durch ,kochen mit schwefligsaurem ,kalk 7,sulfitzellulose74 ,beide ,reinigungsmittel wirken lsend auf die zucker- und korkartigen ,stoffe im ,holz und lassen den ,zellstoff als eine graue1 sehr mrbe ,masse zurck1 die sich vom knftigen ,zeitungspapier nicht sehr viel unterscheidet4 ,da aber das ,verfahren mit ,natronlauge viel teurer ist1 so ist es durch das ,sulfitverfahren fast ganz verdrngt worden4 ,deutschland allein erzeugt so jhrlich etwa #f ,millionen ,zentner ,zellstoff1 der grtenteils zur ,papiererzeugung verwendet wird4 ,den meisten ,kunsthonig stellt man durch ,verzuckerung von ,strkekleister her1 namentlich in ,amerika aus ,maisstrke4 ,dabei wird das ,schwefelsureverfahren angewendet4 ,es gibt noch eine zweite ,methode1 um strkeartige ,stoffe in ,zucker umzuwandeln4 ,sie spielt in der ,natur und in der ,technik eine groe ,rolle4 ,dies ist die ,verzuckerung mittels der sogenannten ,enzyme4 ,dies sind ,eiweistoffe von einer meist unbekannten ,zusammensetzung1 welche auf die ,strkearten genau so wasseranlagernd wirken wie die ,schwefelsure und dabei selbst ebensowenig verndert werden wie diese4 ,ein solches ,enzym ist z4 ,b4 im ,speichel enthalten4 ,spuckt man auf dicken1 warmen ,strkekleister und rhrt um1 so wird er schnell dnnflssig1 weil er sich in lslichen ,zucker unwandelt4 ,wenn wir also ,brot1 ,kartoffeln oder andere strkehaltige ,speisen essen1 so werden sie bereits whrend des ,kauens im ,mund verflssigt und in ,zucker umgewandelt4 ,groe ,mengen solcher ,enzyme mit strkeverflssigender ,wirkung finden sich im ,pflanzenreich mit allen ,keimen vergesellschaftet4 ,sie liegen im ,getreidekorn im ,gewebe des ,keims 7,abb4 #ac7 und begleiten die ,keimanlagen der ,kartoffeln1 die sogenannten ,augen4 ,ihre ,aufgabe beginnt im ,frhjahr1 wenn der ,keim wchst und treibt4 ,dann braucht er ,nahrung und hat doch selbst noch keine ,wurzeln und ,bltter1 mit welchen er sich aus dem ,boden und aus der ,luft ,nahrung besorgen knnte4 ,gerade aus diesem ,grund ist ihm ein frmlicher ,speicher von ,nahrungsvorrten angelagert3 das ,strkemehl im ,getreidekorn1 in der ,kartoffel und in der ,rbe hat diese ,aufgabe4 ,als ,strke knnen aber diese ,nahrungsvorrte nicht in den ,stoffwechsel der jungen ,pflanze eintreten1 weil ,strke als solche nicht lslich ist1 weil aber ,pflanze und ,tier so eingerichtet sind1 da ihre ,nahrungsstoffe zunchst stets in den flssigen ,zustand gebracht werden mssen1 um durch die ,adern und ,saftgefe flieen zu knnen4 ,deshalb vermehren sich die ,enzymeinlagerungen der ,keime im ,frhjahr und wirken im gleichen ,mae verzuckernd1 verflssigend auf die ,vorratsstrke4 ,je mehr der ,keim wchst1 um so mehr schwindet der ,strkevorrat1 der gerade so lange ausreicht1 bis die junge ,pflanze krftig genug ist1 sich selbst zu ernhren4 ,bei den ,kartoffeln macht sich die ,verzuckerung im ,frhjahr unangenehm bemerkbar1 denn sie schmecken in dieser ,zeit bekanntlich etwas slich4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,roggenkorn 7,lngsschnitt74 ,diese ,enzymvorrte in den ,keimpflanzen macht man sich nun in der chemischen ,technik dienstbar1 um damit ,strke in ,zucker umzuwandeln4 ,man benutzt dazu meistens die sogenannte ,diastase1 d4 i4 das ,enzym der keimenden ,gerste4 ,angefeuchtete ,gerstenkrner lt man in ,haufen keimen1 bis der ,keim eine gewisse ,lnge erreicht hat1 von der man erfahrungsgem wei1 da sie dem erreichbaren ,hchstgehalt des ,keims an ,diastase entspricht4 ,denn die ,menge dieses ,enzyms wchst mit der ,keimung4 ,dann wird die weitere ,keimung unterbrochen1 indem man die gekeimte ,gerste durch ,erhitzen ttet4 ,sie heit nun ,malz4 ,um daraus ,diastase herzustellen1 behandelt man es mit verdnntem ,alkohol1 welcher die ,diastase lst1 und setzt dann zu der klaren ,lsung absoluten ,alkohol1 wodurch das ,enzym als weies ,pulver ausgefllt wird4 ,dieses etwas teure ,gewinnungsverfahren ist brigens in den meisten ,fllen entbehrlich1 weil zerschrotetes ,malz bereits alle ,wirkungen der ,diastase zeigt4 ,setzt man daher solches ,malzschrot zu einem ,brei von gekochten ,kartoffeln1 so zergeht dieser ,brei in kurzer ,zeit zu einem flssigen ,gemisch von ,dextrinlsung und ,zuckerlsung1 welches durch weitere ,einwirkung des ,malzes bei etwa #fj grtenteils in ,zucker 7,malzzucker7 bergefhrt wird4 ,dieser chemische ,proze bildet die ,grundlage fr zwei ungeheure ,gewerbe3 fr die ,bierbereitung und fr die ,spiritusherstellung4 ,diese beiden ,prozesse beruhen nmlich darauf1 da ,malz- und ,traubenzucker durch ,grung in ,alkohol 7,spiritus7 bergefhrt werden4 ,dagegen vermgen die ,strkearten als solche nicht zu gren1 auch nicht alle ,zuckerarten sind grbar3 gerade z4 ,b4 der ,rben- oder ,rohrzucker1 unser beliebter ,speisezucker1 ist nicht grungsfhig4 ,um also ,strke1 ,zellulose oder ,rohrzucker in ,alkohol zu verwandeln1 mu man diese ,verbindungen zuerst in ,trauben- oder ,malzzucker berfhren4 ,diesen ,vorgang nennt der ,chemiker ,inversion1 den so gewonnenen ,trauben- und ,malzzucker auch wohl ,invertzucker4 ,bei der ,bierbereitung scheint die ,sache besonders einfach zu liegen1 weil das ,korn der ,gerste sowohl die ,strke als auch das zu ihrer ,invertierung ntige ,enzym1 die ,diastase1 enthlt4 ,aber es ist klar1 da gerade aus demselben ,grund alles darauf ankommt1 die ,keimung der ,gerste1 bei welcher die ,diastase gebildet und ein groer ,teil der ,strke in ,zucker verwandelt wird1 im richtigen ,augenblick zu unterbrechen4 ,auch die ,art dieser ,unterbrechung ist nicht gleichgltig3 ttet man die ,gerste durch heie ,luft oder ,rauch1 so wird ein erheblicher ,teil der ,diastase zerstrt1 aber die ,verzuckerung der ,strke begnstigt4 ,will man mglichst viel ,diastase haben1 um die ,verzuckerung der ,strke erst spter erfolgen zu lassen1 so ttet man das ,malz nur durch ,trocknen an der ,luft bei gewhnlicher ,temperatur4 ,man nennt solches enzymreiches ,malz3 ,grnmalz4 ,die vollstndige ,umwandlung der ,gerstenstrke in ,zucker erfolgt erst beim ,einmaischen 7,maischen altes ,wort fr ,mischen74 ,dieser ,vorgang ist ziemlich einfach und besteht nur darin1 das geschrotete ,malz etwa eine ,stunde lang mit heiem ,wasser von #ej-fj zu verrhren4 ,dazu dienen besondere ,bottiche mit mechanischen ,rhrwerken1 die ,maischbottiche4 ,die so hergestellte ,zuckerlsung heit ,wrze4 ,ihr wird auf das ,hektoliter etwa #a ,kilogramm ,hopfen zugesetzt1 um sie vor zu schnellem ,verderben zu bewahren4 ,die ,hopfenblte enthlt nmlich ,bitterstoffe von stark konservierenden ,eigenschaften4 ,diese ,wrze mu nun blo noch der ,grung unterworfen werden1 um in ,bier berzugehen4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,ein ,stckchen roher ,kartoffel in #djj;fach4 ,vergr4 7zeigt die geschichteten ,strkekrner innerhalb geschlossener ,zellwnde47 ,die ,verzuckerung der ,kartoffelstrke fr die ,spiritus- und ,schnapsbereitung ist wesentlich weniger schwierig als die ,bierwrzebereitung4 ,in den rohen ,kartoffeln ist die ,strke von ,zellhuten umschlossen1 welche sie vor dem ,angriff der ,enzyme vollkommen schtzt4 7,abb4 #ad47 ,kocht man die ,kartoffeln1 so wird dadurch ein ,teil dieser ,zellhute zersprengt und geffnet1 weil die ,strke im heien ,wasser mit groer ,kraft zu ,kleister aufquillt4 ,ganz findet diese ,sprengung jedoch nur dann statt1 wenn man die ,kartoffeln mit berhitztem ,dampf von etwa #b-c ,atmosphren ,druck behandelt4 ,der ,dampf erfllt allmhlich auch die strkehaltigen ,zellen1 deren ,wnde er langsam durchdringt4 ffnet man nun pltzlich ein ,bodenventil des ,kartoffeldmpfers1 so werden die ,kartoffeln nicht blo durch diese ffnung herausgepret1 sondern zugleich ganz fein zerstubt4 ,denn durch das ffnen des ,ventils wird der ,druck des ,dampfes auf die ,auenflche der ,kartoffeln pltzlich aufgehoben1 whrend der in den ,zellen befindliche gespannte ,dampf nicht so rasch durch die ,zellwnde dringen kann und sie daher explosionsartig zersprengt4 ,diesen aufgeschlossenen8 ,kartoffelstaub versetzt man nun mit geschrotetem ,grnmalz 7d4 i4 mit diastasereichem1 an der ,luft getrocknetem ,malz74 ,er wird dadurch sofort zu einer grungsfhigen1 zuckerreichen ,masse verflssigt4 ,die ,grung4 -- ,rein chemisch betrachtet1 besteht die ,grung in einem ,zerfall des ,zuckermolekls in ,alkohol und ,kohlensure4 ,die ,kohlensure entweicht unter ,schumen1 der ,alkohol sammelt sich in der grenden ,flssigkeit an4 ,dieser ,zerfall wird durch die ,hefe bewirkt4 ,die ,hefe1 eine breiige1 suerlich riechende ,masse1 besteht aus mikroskopisch kleinen ,lebewesen1 welche zu den ,pilzen gerechnet werden mssen1 und zwar zu den ,spaltpilzen oder ,bakterien4 ,der ,name ,spalt8pilze bezieht sich auf ihre wichtige ,fortpflanzungsweise1 welche darin besteht1 da sich jede ,hefezelle durch ,abschnrung in zwei ,stcke spaltet1 welche durch rasches ,wachstum bald wieder die ,gre der ,mutterzelle erreichen4 ,durch diese ,spaltung wchst die ,menge der ,hefezellen ganz auerordentlich schon in wenigen ,stunden an4 ,was nun den ,grungsvorgang betrifft1 so hat man frher geglaubt1 er sei an das ,leben der ,hefepilze gebunden4 ,man glaubte1 die lebenden ,hefezellen ernhrten sich mit dem grbaren ,zucker1 und den ,alkohol und die ,kohlensure hielt man sozusagen fr die ,fkalstoffe dieser ,zellen4 ,in gewissem ,sinne ist diese ,auffassung auch richtig2 falsch ist nur die ,anschauung1 als ob zur ,zuckerspaltung das ,leben1 die ,seele8 der ,hefezellen notwendig wre4 ,denn ,professor ,buchner hat ,hefezellen ausgepret und mit dem sorgsam filtrierten ,presaft1 in welchem durchaus keine lebenden oder toten ,hefeorganismen mehr enthalten waren1 hat er in ,zuckerlsungen genau die gleichen ,grungsvorgnge hervorgerufen1 welche darin durch lebende ,hefe erzeugt werden4 ,damit hat er bewiesen1 da die ,grung -- hnlich der ,inversion von ,strke in ,zucker -- durch chemische ,stoffe im ,hefeleib1 durch ,enzyme1 hervorgerufen wird4 ,diese ,enzyme haben sich bei nherer ,untersuchung als sehr verwickelt gebaute ,eiweistoffe erwiesen4 ,sie werden beim ,grungsvorgang nicht verndert4 ,die ,enzyme des ,hefeleibes wirken am besten bei ,blutwrme1 also bei etwa #cg 1 und werden durch ,erhitzen ber #fj zerstrt1 also genau wie die zuckerbildenden ,enzyme des ,speichels und des ,malzkeims und die verdauenden ,enzyme des ,darmsaftes4 ,praktisch betrachtet ist das ,leben der ,hefezellen aber doch fr den ,grungsvorgang nicht bedeutungslos1 weil die ,hefezellen1 indem sie sich selbst vermehren1 auch die wirksamen ,mengen der grungserregenden ,enzyme vermehren und somit die ,grung beschleunigen4 ,das ,ende der ,grung tritt nicht etwa dann ein1 wenn der ganze vorhandene ,zucker in ,alkohol und ,kohlensure gespalten ist1 sondern es hngt von einem anderen ,umstand ab4 ,der erzeugte ,alkohol wirkt nmlich lhmend auf seinen ,erzeuger und hemmt sowohl die ,vermehrung der ,hefe1 als auch die alkoholbildende ,wirkung ihres ,enzyms4 ,die ,grung erzeugt also in ihren ,produkten sich selbst einen ,widerstand4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,bierhefe 7,saccharomyces cerevisiae74 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,carlsberger ,unterhefe ,nr4 #a 7nach ,fischer1 ,technologie74 ,theoretisch gibt es also gar nichts ,einfacheres als die ,herstellung von ,bier und von ,spiritus durch ,grung3 man braucht nur die oben beschriebene ,bierwrze und die se ,kartoffelmaische mit ,hefe zu versetzen und gren zu lassen1 bis die ,grung von selbst aufhrt4 ,in ,wirklichkeit mssen aber doch noch einige ,umstnde bercksichtigt werden1 die freilich zum ,interessantesten gehren1 was die naturwissenschaftliche ,forschung der letzten drei ,jahrzehnte entdeckt hat4 ,man hat nmlich gefunden1 da es eine ungeheure ,anzahl von verschiedenen ,hefearten gibt1 die sich zwar ihrem ,aussehen nach nicht viel voneinander unterscheiden 7,abb4 #ae u4 #af71 um so mehr aber nach ihrem ,verhalten bei der ,grung4 ,zwar spalten sie alle die ,hauptmengen des ,zuckers in ,alkohol und ,kohlensure2 aber neben diesem ,hauptvorgang erzeugt jede ,hefeart noch einen gewissen ,prozentsatz von ,nebenprodukten4 ,diese ,nebenprodukte sind z4 ,b4 ,fuselle1 ,buttersure1 ,weinsure1 ,essigsure1 ,glyzerin und viele andere ,substanzen von mehr oder weniger auffallendem ,geschmack und ,geruch4 ,die ,menge und die ,zusammenstellung dieser ,nebenprodukte ist fr jede der vielen ,hefearten anders1 aber auch kennzeichnend1 so da man unter ,umstnden sofort am ,geschmack des ,bieres erkennen kann1 welche ,hefeart die ,grung erregt hat4 ,aber nicht blo der ,geschmack des ,bieres hngt von der ,hefeart ab1 sondern auch seine ,klarheit1 die ,beschaffenheit und ,haltbarkeit seiner ,schaumdecke1 sein ,geruch1 seine ,haltbarkeit4 ,nach diesen ,feststellungen ist es begreiflich1 da gerade den groen ,brauereien daran gelegen war1 sich diese wissenschaftlichen ,erkenntnisse fr die ,bierbereitung nutzbar zu machen4 ,denn vorher kam es gar oft vor1 da die ,eigenschaften des ,bieres durch eingedrungene fremde ,hefesorten verdorben wurden1 welche bei der ,grungstemperatur ppig wucherten4 ,so findet sich z4 ,b4 in den ,pferdestllen eine ,bakterienart1 welche dadurch gekennzeichnet ist1 da sie unter dem ,mikroskop stets in paketartigen ,bndeln von #d-h ,einzelpilzen erscheint 7,abb4 #ag74 ,daher hat sie den wissenschaftlichen ,namen ,sarcinae 7 das ,gepckstck7 erhalten4 ,diese ,sarcinen verursachen eine ,grung mit widerlich schmeckenden ,nebenprodukten4 ,da nun die ,brauereien fr den ,vertrieb des ,bieres stets mit ,pferden arbeiten mssen1 so war es frher fast unvermeidbar1 da mit dem aufwirbelnden ,straenstaub ,sarcinenkeime in die ,grbottiche gerieten und dem ,bier einen ,stallgeschmack gaben4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,das ,aussehen der ,sarcinen4 ,bei der ,grung tritt1 wie schon erwhnt wurde1 zugleich eine ungeheure ,vermehrung der ,hefe ein1 welche sich als grauer ,schlamm in den ,grgefen zu ,boden setzt4 ,dieser ,hefeschlamm wurde frher ohne weitere ,umstnde wieder zur ,grung neuer ,wrze verwendet4 ,waren nun unerwnschte ,hefearten hineingeraten1 so beeinfluten sie natrlich auch die neue ,grung ungnstig4 ,jetzt verfhrt man daher ganz anders4 ,jetzt besitzt jede bessere ,brauerei ,einrichtungen zur ,reinzucht ihrer spezifischen ,hefeart und zur fortlaufenden ,kontrolle der ,reinheit ihrer ,zucht4 ,der ,spatengeschmack8 des ,mnchener ,spatenbrus1 der ,lwenbru-1 ,hofbru-1 ,kindlbru-,geschmack wird also gewissermaen im ,laboratorium reingezchtet4 ,das ,verfahren ist aus der ,bakteriologie bernommen4 ,es wurde von den groen ,bakteriologen ,robert ,koch und ,pasteur ausgearbeitet und ist merkwrdig genug1 um hier ausfhrlich beschrieben zu werden4 ,es beruht auf der ,entdeckung der sogenannten festen ,nhrbden4 ,unter dem ,nhrboden bzw4 der ,nhrflssigkeit versteht man den ,stoff1 auf welchem sich die ,bakterien entwickeln und vermehren sollen4 ,dieser ,stoff kann entweder flssig sein1 wie die ,bierwrze1 oder fest1 wie z4 ,b4 ,kartoffeln oder ,gelatine4 ,voraussetzung ist nur1 da er alle diejenigen ,stoffe in gengender ,menge enthlt1 welche das ,bakterium zu seiner ,entwicklung braucht4 ,einer der brauchbarsten ,nhrbden fr die meisten ,bakterienarten besteht aus einer krftigen ,fleischbrhe1 in welcher man so viel ,gelatine aufgelst hat1 da sie beim ,erkalten fest wird4 ,diese ,nhrgelatine8 ist gewissermaen zugleich ein flssiger und ein fester ,nhrboden1 je nach der ,temperatur1 bei welcher man sie anwendet4 ,ihre ,anwendung hat umwlzend in der ,bakteriologie gewirkt und hat die planmige ,erforschung der ,bakterienttigkeit erst mglich gemacht4 ,wenn man nmlich ein ,gemisch verschiedener ,bakterienarten in einen flssigen ,nhrboden bringt1 so vermehren sie sich darin nicht blo1 sondern die ,vermehrungsprodukte vermischen sich auch fortwhrend miteinander4 ,hat aber der ,nhrboden die ,eigenschaft1 nach kurzer ,zeit zu erstarren1 so mu jeder ,keim sich an derjenigen ,stelle vermehren1 an welcher er durch den erstarrten ,nhrboden festgehalten wird4 ,die einzelnen ,bakterien sind nun wegen ihrer winzigen ,gre 7 ,millimeter und weniger7 nicht mit bloem ,auge sichtbar4 ,sobald sie aber1 nach #b-c ,tagen1 durch die ,vermehrung zu einer ,kolonie angewachsen sind1 kann man diese in der ,nhrgelatine schon mit unbewaffnetem ,auge als einen kleinen1 grauen ,fleck erkennen4 ,es ist klar1 da jeder solche ,fleck aus einer ,reinzucht8 derjenigen ,bakterienart bestehen mu1 die sich im ,augenblick des ,erstarrens der ,gelatine an der betreffenden ,stelle befunden hat4 ,entnimmt man also diesem ,fleck mittels einer ,nadel so viel ,bakterien1 als an der ,nadel hngen bleiben1 und bertrgt man diese auf eine neue ,portion bakterienfreien ,nhrbodens1 so knnen sich auf diesem nur ,bakterien dieser einen ,art entwickeln1 die man in ,reinzucht zu haben wnscht4 ,diese ,kochsche ,methode der fest-flssigen ,nhrbden gestattet uns also auf allereinfachste ,weise1 uns aus einem ,gemisch der verschiedensten ,bakteriensorten jede ,art in ,reinzucht oder ,reinkultur8 herzustellen4 ,freilich mu man dabei manche ,vorsichtsmaregeln beachten1 wenn nicht unliebe berraschungen eintreten sollen4 ,denn wir mssen bedenken1 da nicht blo in der ,luft ,millionen von ,bakterienkeimen schweben1 sondern da auch jeder feste ,gegenstand damit best ist1 und da auch das reinste ,trinkwasser von solchen ,keimen geradezu wimmelt4 ,wrden wir also unsere ,versuche ohne ,rcksicht auf diese ,umstnde ausfhren1 so wrden zahllose ,keime aus der ,luft und aus dem ,wasser und aus den ,oberflchen unserer ,gefe alle ,reinkulturversuche vereiteln4 ,aber glcklicherweise lassen sich alle ,bakterien und ihre ,keime durch bloes ,erhitzen auf #hj-ajj leicht tten4 ,man braucht also die ,glasgefe und ,instrumente1 welche keimfrei sein sollen1 blo in kochendes ,wasser zu tauchen oder besser in trockener ,luft auf #ajj zu erhitzen1 dann sind sie solange keimfrei1 bis aus der ,luft oder durch ,berhrung mit anderen ,gegenstnden neue ,keime daran kommen4 ,die ,flssigkeiten werden durch ,kochen keimfrei gemacht4 ,deshalb ist frisch abgekochtes ,wasser stets keimfrei1 und in dieser ,beziehung dem reinsten ,quellwasser vorzuziehen4 ,schwieriger ist es1 die ,ansteckung eines ,nhrbodens durch diejenigen ,bakterien zu verhindern1 welche aus der ,luft hineinfallen oder mit den ,luftstrmungen hineingerissen werden4 ,das bloe ,zustopfen der ,flaschen ntzt deshalb nicht viel1 weil die ,luft bei verschiedenen ,temperaturen und ,barometerstnden einen verschiedenen ,raum einnimmt1 und weil daher hufig beim ffnen des ,stopfens die ,luft strmisch in die ,flasche eindringt und dabei ,bakterien mitreit4 ,deshalb kam ,pasteur auf den ausgezeichneten ,gedanken1 solche ,flaschen mit einem trockenen ,wattebausch zu verschlieen4 ,die ,watte lt die ,luft ungehindert durch sich hindurchtreten1 nicht aber die ,bakterien1 obwohl es unter diesen solche gibt1 welche kleiner als ,millimeter sind4 ,sie bleiben alle in den obersten ,schichten des ,wattebauschs zurck4 ,der ,wattebausch ist also ein richtiges ,filter fr die ,bakterien4 ,unsere ,abbildungen #ah und #ai zeigen1 in welcher ,weise man ,glaskolben und ,reagensglser mit solchen ,wattepfropfen bakteriendicht verschliet4 ,man stellt dabei1 namentlich beim ffnen1 die ,gefe gern schief1 damit nicht aus der ,luft ,keime hineinsinken2 auch verkohlt man die ,unterseite der ,wattepfrpfe gern ein wenig ber einer ,flamme1 damit alle daran hngenden ,keime verbrannt werden4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,glaskolben mit bakteriendichtem ,watteverschlu4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,schiefgestelltes ,reagensrohr mit ,nhrgelatine4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,petrischale zum ,herstellen von ,reinkulturen4 ,wenn man nun aus einer unreinen ,hefe eine bestimmte ,sorte reinzchten will1 verfhrt man folgendermaen3 man bringt ein wenig von der ,hefe in einen ,glaskolben1 der keimfreie 7sterile8 oder sterilisierte87 ,nhrgelatine enthlt1 welche man bei mglichst niederer ,temperatur1 durch ,eintauchen in warmes ,wasser1 verflssigt hat4 ,die ,hefe wird vor dem ,einbringen mit etwas ,wasser fein zerrieben und dann durch ,umschwenken des ,kolbens gut mit der ,gelatine vermengt4 ,nun giet man den ,inhalt des ,glaskolbens auf eine sauber gereinigte1 keimfreie ,glasplatte und lt ihn dort in dnner ,schicht unter dem ,schutze einer ,glasglocke erstarren4 ,an ,stelle der ,glasplatte und der ,glasglocke kann man auch eine sogenannte ,petri-,schale 7vergl4 ,abb4 #bj7 nehmen1 das sind zwei flache ,glasschalen mit zylindrischem ,rand1 von welchen die grere als ,deckel ber die kleinere gestlpt wird1 whrend in diese die ,nhrgelatine gefllt wird4 ,nach einigen ,tagen zeigt sich die ,gelatine ganz mit grauen ,pnktchen best1 deren jedes aus einer ,kolonie von ,bakterien bzw4 ,hefezellen einer ,art besteht4 ,meistens lassen sich verschiedene ,arten schon am verschiedenen ,aussehen ihrer ,kolonien erkennen1 zumal wenn man das ,vergrerungsglas zu ,hilfe nimmt4 ,man sucht sich die gewnschte ,art aus und bertrgt sie mit einer sogenannten ,impfnadel in ein ,klbchen mit steriler ,nhrflssigkeit 7z4 ,b4 ,bierwrze74 ,die ,impfnadel besteht aus einem #e cm langen ,stck ,platindraht von mm ,dicke1 der mit einem ,ende in einen langen ,glasstab eingeschmolzen1 am anderen ,ende zu einer se gebogen ist 7vgl4 ,abb4 #ba74 ,der ,draht mu aus ,platin sein1 damit er durch ,ausglhen in einer ,flamme keimfrei gemacht werden kann1 ohne dabei zu oxydieren4 ,man glht die se aus und bertrgt mit ihr ein wenig von der zu zchtenden ,kolonie in die neue ,nhrlsung1 wo sie sich nun ganz rein und frei von fremden ,keimen entwickeln mu4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,impfnadel zum ,uebertragen von ,reinkulturen4 ,nebenbei sei bemerkt1 da man die ,kochschen festen ,nhrbden auch benutzt1 um die ,bakterien in der ,luft1 im ,trinkwasser1 im ,erdboden zu zhlen3 denn so viel ,bakterien in einer gewissen ,menge dieser ,stoffe sind1 so viel sichtbare ,kolonien mssen auf der ,glasplatte nach dem ,vermischen mit ,nhrgelatine oder ,pflanzengelatine 7,agar-,agar7 entstehen4 ,erst seit der ,einfhrung dieser ,hefereinzucht ist es mglich1 ,biere und destillierte ,schnpse von stets gleichen ,eigenschaften mit aller ,sicherheit herzustellen4 ,auch fr die ,weingewinnung aus den ,trauben wendet man seit langem schon reingezchtete ,hefen an4 ,auf den reifen ,beeren der ,weintrauben und auf den ,zwetschen liegt ein ,reif1 welcher aus ,hefezellen besteht1 die den ,presaft dieser ,frchte von selbst in ,grung versetzen4 ,daher kommen zerquetschte ,frchte stets von selbst in ,grung1 wobei1 je nach ihrem ,zuckergehalt1 mehr oder weniger ,alkohol entsteht4 ,durch ,abdestillieren gewinnt man dann die destillierten ,schnpse daraus4 ,da aber die natrlichen ,hefen auf der ,fruchthaut in verschiedenen ,jahren von verschiedener ,beschaffenheit sind1 so ist es zuverlssiger1 auch diese ,grungen mit ,reinzuchthefe von erprobten ,eigenschaften vorzunehmen4 -- ,es wurde schon oben gesagt1 da durch ,grung zuckerhaltiger ,flssigkeiten der ,alkoholgehalt nicht hher als auf etwa #aj-ab steigen kann4 ,wenn also ein natrlich8 vergorenes ,getrnk1 etwa ein ,wein1 #ae oder mehr ,alkohol enthlt1 so knnen wir mit ,bestimmtheit sagen1 da er knstliche ,zustze von ,sprit erhalten hat4 ,es gibt aber noch ein anderes ,verfahren1 um den ,alkoholgehalt einer vergorenen ,maische zu erhhen3 das ,destillieren4 ,whrend nmlich ,wasser bekanntlich erst bei #ajj siedet1 kocht der ,alkohol schon bei #gh 4 ,erhitzt man nun ,gemische von ,alkohol und ,wasser zum ,sieden und khlt man die ,dmpfe vorsichtig ab1 so wird zuerst der ,wasserdampf wieder zu ,wasser1 whrend der ,alkoholdampf erst unterhalb von #gh verflssigt wird4 ,dieses ,verdampfen und ,wiederflssigmachen des ,dampfes nennt man bekanntlich ,destillieren4 ,die ,erfahrung hat gezeigt1 da1 wenn man aus einer solchen ,maische die ,hlfte abdestilliert1 darin aller ,alkohol enthalten ist4 ,das ,destillat nimmt aber nur die ,hlfte ,raum ein1 ist also in bezug auf seinen ,alkoholgehalt doppelt so stark als die ursprngliche ,maische4 ,so kann man ,branntwein und ,schnpse von hohem ,alkoholgehalt destillieren4 ,man kann aber auch aus ordinrer ,kartoffelmaische reinen ,spiritus1 der nur noch #d-e ,wasser enthlt1 abdestillieren1 wenn man die ,dmpfe in sogenannten ,kolonnenapparaten sehr vorsichtig abkhlt4 ,in ,deutschland werden auf diese ,weise jhrlich etwa #e ,millionen ,hektoliter reiner ,alkohol erzeugt4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,senkwage1 um den ,alkoholgehalt einer ,flssigkeit zu messen 7nach ,erdmann74 ,nebenbei erwhnt sei1 wie man den ,alkoholgehalt einer ,flssigkeit bestimmt4 ,alkohol ist leichter als ,wasser4 ,daher wird eine ,schwimmvorrichtung aus ,glas1 eine sogenannte ,senkwage 7,arometer71 in ,alkohol und in alkoholhaltigen ,mischungen tiefer einsinken als in reinem ,wasser4 7,abb4 #bb47 ,diese ,arometer werden in der hier abgebildeten ,form aus ,glas geblasen2 damit sie aufrecht schwimmen1 ist die untere ,kugel mit ,bleischrot oder ,quecksilber gefllt1 whrend die bauchige ,erweiterung das ,schwimmen erleichtert4 ,in der oberen1 rhrenartigen ,verlngerung des ,schwimmers ist eine ,papierskala mit ,ziffern angebracht1 welche gleich den ,alkoholgehalt der betreffenden ,flssigkeit angeben4 ,sinkt das ,arometer also z4 ,b4 bis zur ,marke #bj ein1 so hat die ,flssigkeit #bj ,alkohol4 ,dabei ist aber folgendes zu beachten3 die ,zahlen stimmen nur1 wenn die ,mischung nur ,wasser und ,alkohol enthlt4 ,dies ist immer bei denjenigen ,flssigkeiten der ,fall1 welche man durch ,destillation gegorener ,maischen erhlt4 ,die ,maischen selbst1 also ,bier und ,wein z4 ,b41 enthalten noch eine ,menge anderer ,stoffe1 wie ,dextrin1 ,gerbsuren1 ,fruchtsuren1 ,zucker usw4 ,diese anderen ,stoffe machen die ,mischung schwerer1 so da die ,senkwage zu wenig ,alkohol angeben wrde4 ,will man also den ,alkoholgehalt eines ,weines bestimmen1 so destilliert man ein ,drittel davon ab1 setzt die ,senkwage in das ,destillat und teilt das ,ergebnis durch die ,zahl #c4 -- ,bevor wir unsere ,unterhaltung ber den ,alkohol schlieen1 wollen wir uns noch ein wenig mit der ,hefe beschftigen4 ,die ,hefe vermehrt sich bekanntlich bei der ,grung und setzt sich in den ,grbottichen als grauer ,schlamm zu ,boden1 mit dem man lange ,zeit nichts ,ordentliches anzufangen wute4 ,man bekam davon viel mehr1 als man beim besten ,willen verbrauchen konnte4 ,dies wird verstndlich1 wenn man bedenkt1 da in ,deutschland jhrlich an ,bier allein etwa ein ,hektoliter auf den ,kopf der ,bevlkerung1 im ganzen also etwa #fe ,millionen ,hektoliter1 erzeugt wird4 ,was soll mit der vielen ,hefe gemacht werden8 ,zwar zum ,brot- und ,kuchenbacken wird viel gebraucht1 aber doch bei weitem nicht so viel1 als in den ,grungsgewerben erzeugt wird4 ,dazu kommt1 da die ,hefe nicht lange haltbar ist1 selbst nicht in gepreter ,form 7als ,prehefe1 jhrlich in ,deutschland allein #dejjjj ,zentner ,erzeugung674 ,aber die chemische ,untersuchung hat gezeigt1 da die ,hefe die ,eigenschaften eines ganz vorzglichen ,nahrungsmittels besitzt1 nmlich wegen ihres ,stickstoffreichtums1 wodurch sie dem ,rindfleisch nahezu gleichwertig ist4 ,sie direkt zu essen1 geht wegen der ,grungen1 die sie im ,darmkanal erregen wrde1 nicht wohl an2 aber man kann sie durch berhitzten ,dampf tten und kann dann vorzgliche ,fleischbrhen und ,fleischextrakte aus solcher ,hefe machen1 die an ,wohlgeschmack und ,nhrwert nicht hinter ,liebigs ,prparaten zurckstehen4 ,und unter den landwirtschaftlichen ,futtermitteln spielt die stickstoffreiche ,futterhefe8 schon lange eine bedeutende ,rolle4 ,aber damit ist die ,zukunft der ,hefe noch nicht erschpft4 ,neuerdings1 whrend des ,krieges1 ist nmlich durch den ,chemiker der ,universitt ,knigsberg1 ,professor ,lassar-,cohn1 ein bedeutender ,fortschritt erzielt worden1 den uns folgende berlegung verstndlich machen wird4 ,bei der ,ftterung des ,viehs spielen die stickstoffhaltigen ,futtermittel1 die ,klee-1 ,lupinen- und ,wickenarten eine bedeutende ,rolle als ,mastmittel4 ,andrerseits geben die ,tiere im ,harn und in den ,fkalien groe ,stickstoffmengen von sich1 die dadurch wieder fr die ,ftterung nutzbar gemacht werden1 da man die ,klee- und ,lupinenfelder damit dngt4 ,auf diesem ,umwege dauert es freilich ein halbes ,jahr1 bis der ,fkalstickstoff von den ,tieren wieder als ,nahrung aufgenommen wird4 ,lassar-,cohn kam auf den ,gedanken1 diese ,zeit dadurch abzukrzen1 da er den ,harn der ,khe als ,nhrflssigkeit fr ,hefekulturen benutzte4 ,der ,harn wird aus dem ,stall in ein ,bassin geleitet und darin mit einer geeigneten ,hefeart best4 ,nach einigen ,stunden wird die vermehrte ,hefe abgesiebt1 gewaschen und sogleich wieder verfttert4 ,die ,tiere nehmen das nahrhafte ,futter gern1 und der ,landwirt nutzt so den ,stickstoff der ,jauche nicht blo schneller1 sondern auch viel besser aus als bei ihrer ,anwendung als ,dngemittel4 ,die ,hefe hat auch noch in anderer ,beziehung eine ,zukunft4 ,man hat nmlich 7,prof4 ,lintner in ,charlottenburg7 die ,beobachtung gemacht1 da es ,hefearten gibt1 welche ,fett erzeugen1 obwohl sie auf ganz billigem fettfreiem ,nhrboden wachsen1 und man hat daran berechtigte ,hoffnungen geknpft1 auf diese ,weise dereinst aus ,kartoffelmehl ,fett darstellen zu knnen4 #i4 ,brennstoffe4 ,unsere wichtigsten ,brennstoffe sind das ,holz1 die ,kohle und das ,erdl4 ,solange diese ,stoffe1 namentlich die beiden erstgenannten1 unmittelbar und ausschlielich zum ,brennen verwendet wurden1 gab es keine ,chemie der ,brennstoffe4 ,aber teils durch ,zufall1 teils gezwungen durch die ,not der besten ,ausnutzung1 hat man gelernt1 diese ,stoffe vor dem ,verbrennen gar vielseitig zu behandeln und eine ,menge der wichtigsten ,nebenprodukte aus ihnen zu gewinnen1 nmlich 7um nur einige zu nennen73 ,leuchtgas1 ,benzol1 ,naphthalin1 ,teerfarbstoffe1 ,ammoniak1 ,essigsure1 ,blutlaugensalz1 ,benzin1 ,petroleum1 ,vaseline1 ,paraffin1 ,schmierle1 ,ceresin usw4 ,so entstand eine ,chemie der ,brennstoffe1 deren ,ergebnissen wir dieses ,kapitel widmen wollen4 #a4 ,die ,kohle4 ,holz und ,kohle verhalten sich zueinander wie ,gegenwart und ,vergangenheit4 ,denn jedes ,holz geht unter gewissen ,umstnden im ,laufe der ,zeit in ,kohle ber4 ,das ,wesentliche fr diese ,verwandlung ist1 da das ,holz feucht erhalten und vor der ,berhrung mit der ,luft geschtzt werden mu4 ,dann wird es schon nach einigen ,jahrhunderten dunkelbraun1 nach ,jahrtausenden schwarz1 und noch spter verliert es seine faserige ,beschaffenheit und geht in ,braunkohle ber4 ,der bergang dieser ,braunkohle in ,steinkohle scheint allerdings eine fast unermelich lange ,zeit beansprucht zu haben1 die sich jedenfalls ber viele ,jahrhunderttausende erstreckt4 ,man kann also das ,werden der ,kohle in drei ,stufen teilen3 es beginnt mit der ,vertorfung des ,holzes1 wodurch es zwar schwarz wird1 aber seine ,struktur noch behlt2 darauf folgt die ,bildung der ,braunkohle und dann die der ,steinkohle4 ,der ,vorgang der ,vertorfung ist oft genug in geschichtlicher ,zeit erfolgt3 in den groen ,mooren ,jtlands und ,schleswigs finden wir vertorfte ,eichbaumstmme und ,sumpffhren neben den ,geweih- und ,knochenresten der ausgestorbenen ,riesenhirsche1 ,elche und ,rentiere2 auch ,reste von normannischen 7,wikinger-7 ,schiffen aus vertorftem ,eichenholz haben sich gefunden4 ,aus dem ,bett des ,rheins wurden die unteren1 ganz schwarzbraun vertorften ,teile der ,eichenpfhle gehoben1 auf welche ,csar vor fast #bjjj ,jahren seine ,rheinbrcke hatte bauen lassen4 ,die ,bildung der ,braunkohle1 welche die ,holzstruktur verloren hat1 geht fast immer auf die ,tertirzeit zurck1 also auf jene ,zeit vor etwa #bjjjjj-cjjjjj ,jahren mit italienischem ,klima1 in welcher wir die ersten ,menschenspuren bei uns nachweisen knnen1 und in welcher die vielen vulkanischen ,basaltergsse in der ,eifel1 im ,vogelsgebirge1 in der ,rhn und im bhmischen ,mittelgebirge erfolgten und die ,alpen entstanden sind4 ,die ,entstehung der ,steinkohle aber reicht zurck bis in die ltesten ,zeiten organischen ,lebens auf der ,erde1 als sich ,bhmerwald1 ,fichtelgebirge und ,erzgebirge als hchste ,gebirge ,europas erhoben und von ,jura und ,alpen noch keine ,spuren vorhanden waren4 ,welche chemischen ,vernderungen mit dem ,holz whrend dieser ,verwandlungen vor sich gegangen sind1 das lehrt am besten ein ,vergleich der ,analysen von ,holz1 ,braunkohle und ,steinkohle4 ,wir erinnern uns dabei1 da der ,hauptbestandteil des ,holzes1 der ,zellstoff1 aus ,kohlenstoff und ,wasser im ,verhltnis von #f ,atomen ,kohlenstoff zu #e ,moleklen ,wasser zusammengesetzt ist4 ,wir werden also beim ,vergleich unser ,augenmerk hauptschlich auf das ,verhltnis dieser drei ,elemente ,kohlenstoff1 ,wasserstoff und ,sauerstoff zu richten haben4 ,zusammensetzung3 ---------------------------------------- ------------------------ ,kohlen- ,wasser- ,sauer- ,stick- ,schwefel ,asche stoff stoff stoff stoff ---------------------------------------- ------------------------ ,eichenholz #ej1bb #f1j #dc1d #j1a -- #j1c ---------------------------------------- ------------------------ ,braunkohle vom #fj1dd #e1c #bb1j ,spur #j1hf #j1fe ,bauersberg ---------------------------------------- ------------------------ ,steinkohle von #hc1fc #e1b #i1a #j1f -- #a1ec ,duttweiler ---------------------------------------- ------------------------ ,englischer #ic1jj #c1a #a1g #j1e #j1g #a1j ,anthrazit ---------------------------------------- ------------------------ ,wir sehen1 da mit fortschreitender ,verkohlung der ,kohlenstoffgehalt scheinbar zunimmt1 weil der ,gehalt an ,wasserstoff und ,sauerstoff abnimmt4 ,daraus knnte man zunchst schlieen1 da die natrliche ,verkohlung des ,holzes bei der ,braun- und ,steinkohlenbildung der gleiche ,vorgang sei1 wie die knstliche ,verkohlung beim ,erhitzen des ,holzes1 z4 ,b4 die ,meilerverkohlung4 ,aber dieser ,schlu wre ganz falsch4 ,denn bei der knstlichen ,verkohlung bleiben wirklich nur ,kohle und ,aschenbestandteile zurck1 aber in der natrlichen ,steinkohle sind noch eine ,menge anderer ,stoffe1 die gerade beim ,erhitzen erst verdampfen4 ,diese ,stoffe sind es1 welche die ,chemie der ,steinkohle so interessant machen4 ,holz1 ,torf und ,braunkohle haben die gemeinsame ,eigenschaft1 ,kali- oder ,natronlauge in der ,hitze braun zu frben4 ,die echten ,steinkohlen tun dies in der ,regel nicht mehr1 und man kann auf diese ,weise im groen und ganzen ,steinkohlen und ,braunkohlen gut unterscheiden2 ,farbe und ,aussehen sind nicht kennzeichnend1 denn die ,braunkohlen sind oft ganz schwarz wie echte ,steinkohle4 ,erhitzt man ,holz in einem ,gefe bis zum ,glhen des ,gefes1 so entweichen brenzliche ,dmpfe1 und es hinterbleibt lockere1 porse1 federleichte ,holzkohle4 ,erhitzt man aber eine der natrlich vorkommenden ,kohlearten1 so entweichen zwar ganz hnliche ,dmpfe1 aber es hinterbleibt eine viel dichtere1 schwerere und hrtere ,kohle1 welche man bekanntlich ,koks nennt4 ,auch die ,dmpfe lassen in ihrer ,beschaffenheit wichtige ,unterschiede erkennen3 die ,verflchtigungsprodukte des ,holzes sind sauer und rten angefeuchtetes ,lakmuspapier deutlich2 die der ,steinkohle sind dagegen infolge ihres ,ammoniakberschusses alkalisch und bewirken1 da gertetes ,lakmuspapier wieder blau wird4 ,khlt man die brenzlichen ,dmpfe ab1 so erhlt man in beiden ,fllen eine braunschwarze ,flssigkeit1 welche deutlich aus zwei bereinandergelagerten ,schichten besteht1 die sich offenbar nicht miteinander mischen knnen1 weil sie sich zueinander verhalten wie l und ,wasser4 ,die obere1 leichtere ,schicht ist ganz schwarz und besteht aus dickem ,teer2 die untere1 mehr braun gefrbte ,flssigkeit1 ist dagegen wsserig und lt sich mit ,wasser in jedem ,verhltnis mischen4 ,auer dem kohligen ,rckstand und diesen beiden ,flssigkeiten entsteht beim ,erhitzen des ,holzes und der ,kohlearten noch ein vierter1 sehr wichtiger ,stoff1 nmlich das ,leuchtgas4 ,die ,gewinnung und weitere ,verarbeitung dieser vier ,produkte hat eine gewaltige und sehr interessante ,industrie hervorgerufen1 mit der wir uns nun etwas nher beschftigen wollen4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,leuchtgasgewinnung im kleinen4 ,betrachten wir zunchst das ,leuchtgas4 ,seine ,gewinnung aus ,steinkohle wurde um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts in ,england entdeckt4 ,unsere ,abbildung #bc zeigt1 wie man sich das ,gas selbst bereiten kann4 ,man fllt eine kleine glserne ,retorte1 am besten eine aus schwer schmelzbarem1 sog4 bhmischem ,glas1 halb mit ,steinkohlengrus und erhitzt sie krftig mit einer groen ,spiritus- oder ,gasflamme4 ,an den ,retortenhals ist eine sogenannte ,vorlage81 ein ,glasballon mit zwei ,halsffnungen1 mittels ,korks luftdicht angeschlossen4 ,in dieser ,vorlage sammelt sich der ,teer und das ,teerwasser1 whrend das ,gas durch ein ,glasrhrchen entweicht1 das man in den zweiten ,hals eingesetzt hat4 ,die ,zusammensetzung des ,leuchtgases wechselt in sehr weiten ,grenzen1 je nach der ,kohlensorte1 welche man zu seiner ,darstellung verwendet4 ,durchschnittlich besteht es zur ,hlfte aus ,wasserstoffgas1 welches bekanntlich #admal leichter als ,luft ist4 ,infolgedessen ist auch das ,leuchtgas bis mal leichter als ,luft4 ,die andere ,hlfte des ,leuchtgases besteht zum greren ,teil aus ,methan8 oder ,sumpfgas1 einer ,verbindung von ,kohlenstoff und ,wasserstoff1 aus welcher auch die ,gasblasen bestehen1 welche aus den schlammigen ,bden der ,seen oft emporsteigen4 ,der ,rest besteht vorwiegend aus dem giftigen ,kohlenoxydgas sowie aus ein wenig ,kohlensuregas und aus komplizierteren ,verbindungen von ,kohlenstoff mit ,wasserstoff1 wie thylen1 ,azetylen usw4 ,das ,kohlenoxydgas1 dessen ,menge im ,leuchtgas zwischen #f und #ab schwankt1 ist sein gefhrlichster und schdlichster ,bestandteil1 denn er verursacht die zahllosen ,leuchtgasvergiftungen1 welche in unseren ,grostdten meistens von den ,beteiligten absichtlich herbeigefhrt werden1 und in ihrem ,gefolge viele1 zwar in der ,regel nicht beabsichtigte1 aber darum nicht minder gefhrliche ,explosionen4 ,es ist vielleicht sehr wenig schmerzhaft1 aber gewi nicht sehr anstndig1 sich durch ffnen der ,gashhne mit ,leuchtgas zu vergiften2 denn in vielen ,fllen fordert diese ,methode des ,selbstmords noch weitere ,opfer an ,menschenleben1 wenn ahnungslose ,hausgenossen das betreffende ,zimmer mit brennendem ,licht betreten und dadurch eine ,explosion des gefhrlichen ,leuchtgas-,luft-,gemisches hervorrufen4 ,leider hat man diesen blen ,bestandteil des ,leuchtgases bis jetzt nicht in befriedigender ,weise beseitigen knnen4 ,eine ,leuchtgasanalyse zeigt folgende ,prozentgehalte der genannten ,gase3 ,wasserstoffgas #eb1gi ,sumpfgas #cd1dc ,kohlenoxydgas #g1ai thylen1 ,azetylen usw4 #d1ja ,kohlensuregas #a1eh -------- #ajj1jj ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,schematische ,darstellung der ,leuchtgas-,fabrikation4 a ,ofen1 b ,khler1 c ,gaswscher1 d ,reiniger1 f ,gasometer1 g ,ableitung mit ,brenner4 ,im rohen1 ungereinigten ,leuchtgas sind noch einige ,stoffe enthalten1 welche seine ,anwendung zum ,brennen ganz unmglich machen wrden1 nmlich ,schwefelwasserstoff und ,zyan4 ,denn diese ,stoffe sind nicht blo sehr belriechend und ungewhnlich giftig1 sondern das ,schwefelwasserstoffgas wird auch beim ,verbrennen nicht angenehmer1 weil es sich in ein stechend riechendes1 saures1 die ,metalle angreifendes ,gas 7schweflige ,sure7 verwandelt1 welches noch obendrein die ,farben der ,kleider1 ,teppiche und ,vorhnge ausbleicht4 ,deshalb mu das rohe ,gas vor der ,verwendung zum ,brennen gereinigt werden4 ,dies geschieht1 indem man das ,rohgas ber natrlichen ,raseneisenstein leitet1 der im wesentlichen aus der ,eisenbase besteht4 ,dieser geht zum ,teil 7durch die ,einwirkung des ,schwefelwasserstoffes7 in ,schwefeleisen1 zum ,teil 7durch die ,einwirkung der ,zyanverbindungen7 in ,berlinerblau ber4 ,wenn die ,gasreinigungsmasse nach einiger ,zeit unwirksam geworden ist1 so breitet man sie an der ,luft aus und schaufelt sie fters um4 ,dadurch nimmt das ,schwefeleisen1 in welches sich die ,hauptmenge der ,reinigungsmasse verwandelt hatte1 ,sauerstoff auf und geht in schwefelsaures ,eisen ber1 welches wieder von neuem als ,reinigungsmasse verwendbar ist4 ,dies nennt man die ,regenerierung 7,wiederherstellung7 der ,reinigungsmasse4 ,schlielich1 wenn die ,masse nach mehrfacher ,regenerierung ziemlich erschpft ist1 ist sie erst recht wertvoll geworden durch ihren ,gehalt an ,berlinerblau1 der nicht selten bis #aj der ,masse betrgt4 ,dieser wertvolle1 aber noch unreine ,bestandteil wird nun durch ,kochen mit ,kalkmilch usw4 in gelbes ,blutlaugensalz 7,ferrozyankalium7 umgewandelt1 woraus man wieder einerseits 7durch ,vermischen mit ,eisenchloridlsung7 das reine ,berlinerblau1 andrerseits 7durch ,schmelzen7 das wichtige ,zyankalium gewinnt4 ,zyankalium und ,zyannatrium werden in ungeheuren ,mengen als goldlsende ,auslaugungsmittel fr goldfhrende ,gesteine in ,sdafrika verbraucht1 ferner in der ,herstellung galvanischer ,metallberzge 7,vernickeln1 ,versilbern1 ,vergolden7 zum ,zusammensetzen der ,bder4 ,so liefert in der chemischen ,technologie ein ,gebiet ,hilfsstoffe fr ein anderes4 ,auf diese ,weise erhlt man schlielich das technisch reine8 ,leuchtgas4 ,es wird bekanntlich in groen1 schmiedeeisernen ,gasometern aufgefangen und durch deren ,gewicht in das ,rohrleitungsnetz gepret4 ,dabei ergeben sich aus dem ,gesetz der ,druckverteilung hchst eigentmliche ,folgen4 ,man sollte nmlich erwarten1 da die ungeheuer schwere ,gasometerglocke1 deren ,gewicht bei grostdtischen ,anlagen in die ,hunderttausende von ,zentnern geht1 das ,gas mit viel zu hohem ,druck in die ,verbraucherleitungen prete4 ,das gerade ,gegenteil ist der ,fall4 ,gerade die grten ,leitungsnetze haben den geringsten ,gasdruck aufzuweisen4 ,dies erklrt sich daraus1 da der ,leitungsdruck und der ,druck der ,gasometerglocke zueinander im ,verhltnis der ,flchen stehen1 auf welche sie wirken4 ,hat die ,leitung einen ,querschnitt von #a ,quadratzentimeter1 die ,gasometerglocke aber eine ,innenflche von #a ,quadratmeter #ajjjj ,quadratzentimeter1 so entstrmt das ,gas aus der ,leitung mit einem ,druck1 welcher den zehntausendsten ,teil vom ,gewicht der ,gasometerglocke betrgt4 ,nun haben aber die ,gasometerglocken eine ganz andere ,innenflche als #a ,quadratmeter1 nmlich den tausendfachen ,betrag oder noch mehr4 ,infolgedessen mssen diese ,glocken ein gewaltiges ,gewicht haben1 um das ,gas in die ,verbraucherleitung mit einem solchen ,druck pressen zu knnen1 wie er fr ,brennzwecke erforderlich ist 7#f-ab cm ,wasserhhe74 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,gasometer im ,durchschnitt4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,eine ,kerzenflamme4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,alter ,schwalbenschwanzbrenner fr ,leuchtgas4 ,die ,anwendung des ,leuchtgases hat eine auerordentlich interessante ,geschichte4 ,zunchst brannte man es unmittelbar und offen als ,lichtquelle und trieb so eine ungeheure ,verschwendung1 denn die ,leuchtkraft einer einfachen ,gasflamme ist recht gering1 weil der ,hauptbestandteil des ,leuchtgases1 der ,wasserstoff1 fast nichtleuchtend verbrennt4 ,denn das ,leuchten der ,flamme kommt fast stets dadurch zustande1 da darin irgendwelche feine ,staubteilchen -- meistens sind es ,kohlenteilchen -- zur ,glut erhitzt werden4 ,daher knnen nur solche ,gase mit helleuchtender ,flamme verbrennen1 welche sich in der ,hitze unter ,rubildung1 also unter ,abscheidung von ,kohlenstubchen1 zersetzen4 ,solche ,gase sind die sogenannten ,kohlenwasserstoffe1 also ,verbindungen von ,kohlenstoff und ,wasserstoff4 ,sie zerfallen in der ,glhhitze ihrer eigenen ,flamme in ihre beiden ,elemente1 von welchen der ,wasserstoff mit sehr heier1 aber nichtleuchtender ,flamme verbrennt1 whrend die abgeschiedenen ,ruteilchen zunchst durch das ,wasserstoffgas vor dem ,verbrennen geschtzt werden2 dies hindert aber nicht1 da sie durch die ,hitze der ,wasserstofflamme in hohe ,glut versetzt werden und dadurch diese ,flamme leuchtend machen4 ,dann aber kommen auch diese ,teilchen am ,rand der ,flamme mit der ,auenluft in ,berhrung und verbrennen dadurch zu ,kohlensuregas1 werden also nichtleuchtend4 ,diese ,vorgnge kann man in jeder leuchtenden ,flamme1 z4 ,b4 in der ,kerzenflamme 7,abb4 #bf7 und der ,leuchtgasflamme alten ,stils 7,abb4 #bg7 gut erkennen4 ,man sieht zunchst dem ,docht bzw4 der ,gasausstrmungsffnung einen nichtleuchtenden ,kern unverbrannten kalten8 7d4 h4 noch nicht glhenden7 ,gases4 ,dieser ,kern ist umgeben von der leuchtenden ,zone der abgeschiedenen1 glhenden ,kohleteilchen1 und diese wieder ist von einer nichtleuchtenden1 sehr heien ,zone der verbrennenden ,ruteilchen umgeben4 ,es ist demnach klar1 da die ,leuchtkraft einer ,flamme davon abhngt1 wieviel ,kohlenstoffteilchen in ihr abgeschieden und zum ,glhen gebracht werden4 ,diese ,frage ist aber innig verknpft mit dem ,gehalt des ,gases an schweren81 d4 i4 kohlenstoffreichen ,kohlenwasserstoffverbindungen4 ,sobald man sich darber im klaren war1 nmlich um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts1 begann man die ,leuchtkraft des ,gases planmig zu erhhen1 indem man ihm schwere8 ,kohlenwasserstoffe beimengte4 ,solche sind z4 ,b4 das ,azetylengas und der ,benzoldampf4 ,diesen ,vorgang nannte man das ,karburieren des ,leuchtgases 7carbo die ,kohle74 ,die ,abbildungen #bh und #bi zeigen1 wie man ,wasserstoff darstellen und durch berleiten ber benzolgetrnkte ,watte karburieren kann4 -- ,als nun seit dem letzten ,viertel des #ai4 ,jahrhunderts die elektrische ,bogenlampe und die ,kohlenfadenglhlampe dem ,gaslicht energische ,konkurrenz machten1 bekamen es die ,gastechniker mit der ,angst zu tun und erfanden in der ,not die ,regenerativlampen4 ,bei diesen wird die ,leuchtkraft dadurch erheblich gesteigert1 da sowohl das ,gas als die ,verbrennungsluft vor ihrem ,zusammentreffen durch die eigene ,flammenhitze krftig vorgewrmt werden4 ,aber gegenber der bequemen1 billigen und die ,luft nicht verderbenden ,glhlampe konnten auch die ,siemensschen ,regenerativbrenner nicht standhalten1 und es schien fast1 als ob der ,gasbeleuchtung das ,todesurteil gesprochen wre4 ,der ,gasverbrauch ging in allen ,stdten gewaltig zurck4 ,da machte ein genialer ,chemiker1 ,auer von ,welsbach in ,wien1 gerade rechtzeitig eine gewaltige ,erfindung3 das ,gasglhlicht4 ,er holte sozusagen aus den leuchtenden ,flammen das leuchtende ,prinzip heraus1 das glhende ,kohlenstoffteilchen1 fand es fr seinen ,zweck 7,wrme in ,licht umzuwandeln7 ganz unzulnglich und ersetzte es daher durch eine viel wirksamere ,substanz in einer viel wirksameren ,anordnung3 durch die seltenen ,erdmetalloxyde in der ,form des ,glhstrumpfes4 ,seitdem1 besonders auch seit der ,erfindung des ,hngeglhlichts1 ist die ,gasbeleuchtung unbestritten die billigste ,beleuchtungsart der ,gegenwart1 mit welcher das elektrische ,licht trotz ,metallfadenlampen1 trotz ,halbwattlampen und ,intensivflammenbogenlampen nicht mehr voll konkurrieren kann4 ,dies ergibt sich aus der folgenden ,tabelle1 welche wir dem ,werkchen von ,h4 ,lux ,das moderne ,beleuchtungswesen8 7,leipzig #aiad7 entnehmen3 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,aus ,zinkblechschnitzeln und verdnnter ,salzsure entwickelt sich ,wasserstoff1 der mit nichtleuchtender ,flamme brennt4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,das ,wasserstoffgas wird mit ,benzol karburiert und leuchtet nun sehr hell beim ,brennen4 ,kosten einer ,zimmerbeleuchtung von #bjj-,kerzenstrken-,helligkeit4 ---------------------------------------- ------------- ,zahl der ,betriebskosten ,lampenart erforderlichen fr ,lampen #aj ,stunden ---------------------------------------- ------------- ,petroleum #aj #a1ge ,m4 ,spiritusglhlicht #f #c1jj ,gasglhlicht3 #a4 stehend #c #j1ec #b4 hngend #c #j1df ,kohlenfadenglhlampe #aj #c1bj ,osramlampe #e #a1ag ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,normaler ,auerbrenner 7nach ,lux74 ,dieser ,sieg des ,gases auf dem ,gebiet des ,beleuchtungswesens wurde noch verstrkt durch seine ,verwendbarkeit fr ,kochzwecke4 ,fllt es doch in der ,grostadt heutzutage keiner ,frau mehr ein1 ,feuer auf dem ,herd zu machen6 ,denn berall hat sich der auerordentlich bequeme1 reinliche und billige ,gasherd eingebrgert4 -- ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,prinzip des ,gasherds ,bei der ,herstellung des ,gases entstehen auch flssige ,nebenprodukte1 nmlich ,teer und ,gaswasser und ,koks4 ber die ,mengenverhltnisse gibt folgende ,tabelle ,aufschlu3 #ajj kg englische 7,derbyshire-,silkstone-7,kohle liefern nach ,fischer 7,chem4 ,technologie1 ,leipzig #aijj7 bei #hjj ,destillationstemperatur3 ,koks #fe kg ,teer #g ,gaswasser #aj ,leuchtgas #ba cbm ,das wichtigste dieser ,nebenprodukte ist der ,teer1 von dem auf diese ,weise in ,europa jhrlich etwa #dj ,millionen ,zentner gewonnen werden 7davon in ,deutschland #aj1 in ,england #bj ,millionen74 ,er bildet eine tiefschwarze1 glnzende ,flssigkeit von einer etwas dickflssigen ,beschaffenheit1 der man wirklich nicht ansieht1 welche ungeheuren ,werte in ihr enthalten und aus ihr gewonnen werden4 ,um nur einige seiner wichtigsten ,bestandteile anzufhren1 seien genannt3 ,benzol1 ,toluol1 ,naphthalin1 ,karbolsure 7,phenol71 ,anthrazen1 ,kreosole 7,karbolineum71 ,pyridin2 aber was bedeuten diese fremdklingenden ,namen dem1 der nicht ,chemiker ist6 ,aber auch er wird aufhorchen1 wenn ich ihm erzhle1 da fast alle die prachtvollen ,farbstoffe1 womit unsere ,kleider und ,stoffe und ,papiere gefrbt sind1 aus dem ,teer gewonnen werden4 ,aber auch ,schwerbenzin1 ,pech1 ,asphalt und schwarzer ,eisenlack werden aus ,bestandteilen des ,teers gewonnen4 ,die ,scheidekunst1 mittels deren der ,teer in seine wichtigsten ,bestandteile zerlegt wird1 ist im ,grund ein sehr einfaches ,verfahren1 das uns schon aus der ,spiritusindustrie bekannt ist3 die ,destillation4 ,der ,teer wird in riesigen eisernen ,kesseln zum ,kochen erhitzt1 die ,dmpfe werden in gekhlten ,rohrschlangen verdichtet4 ,so erhlt man 7nach ,lunge7 hauptschlich drei ,destillate3 den ,vorlauf8 7das1 was aus der ,khlschlange zuerst abluft1 also am leichtesten verdampfbar ist71 dann das ,leichtl81 und schlielich das ,schwerl84 ,was im ,teerkessel zurckbleibt1 ist ,pech und wird zu ,asphalt und ,eisenlack verarbeitet4 ,aus dem ,vorlauf und ,leichtl gewinnt man durch wiederholte ,destillation die ,flssigkeiten ,benzol und ,toluol1 woraus viele der obengenannten ,teerfarbstoffe hergestellt werden4 ,das ,schwerl enthlt dagegen mehr ,naphthalin und ,kreosole4 ,diese vier ,stoffe sind die ,muttersubstanzen nicht blo fr die ,farbstoffindustrie1 sondern auch fr die ,gewinnung zahlloser ,arzneimittel1 mit welchen ,deutschland die ganze ,welt versorgt hat4 ,auer den bekannten ,desinfektionsmitteln ,karbolsure1 ,lysol und ,salizylsure seien hier nur noch die technisch wichtigen ,teerabkmmlinge ,kumaronharz und ,solventnaphtha erwhnt4 ,das ,kumaronharz1 ein ,bestandteil des ,teerpechs1 ist zwar kein echtes ,harz1 hat aber so harzartige ,eigenschaften1 da es jetzt whrend des ,weltkrieges die in ,deutschland knapp gewordenen ,harzvorrte fr die ,seifensiederei und ,papierleimung strecken hilft4 ,das ,solventnaphtha ist eine benzolartige ,flssigkeit von bedeutender ,lsungsfhigkeit fr ,harze1 ,fette und andere ,stoffe 7solvere auflsen74 ,nicht so reich an verschiedenen ,stoffen1 wie der ,teer1 aber dennoch sehr wichtig und wertvoll ist das ,gaswasser der ,steinkohlengasdestillation4 ,denn dieses ,gaswasser enthlt und liefert fast alles ,ammoniak1 welches fr die ,industrie und ,landwirtschaft von grter ,wichtigkeit ist4 ,man destilliert zu diesem ,zweck das ,gaswasser mit ,kalkbrei und erhlt so das ,ammoniak als ,gas von dem bekannten stechend scharfen ,geruch1 wie er in ,pferde- und ,kuhstllen herrscht1 in welchen sich ,ammoniak durch ,zersetzung des ,harns bildet4 ,das ,ammoniakgas wird entweder durch ,druck zu einer ,flssigkeit verdichtet oder in ,wasser1 welches es sehr begierig aufnimmt1 gelst4 ,es wird zur ,herstellung zahlloser chemischer ,prparate und wichtiger ,sprengstoffe 7,roburit usw47 benutzt4 ,in der ,landwirtschaft bildet das schwefelsaure ,ammoniak eines der wirkungsvollsten ,kunstdngemittel1 dessen ,bedeutung von ,jahr zu ,jahr wchst4 -- ,alle bisher genannten ,nebenprodukte der ,leuchtgasgewinnung bezogen sich auf beste ,steinkohle als ,ausgangsstoff4 ,wendet man aber an ihrer ,statt ,braunkohle1 ,torf oder ,holz an1 so erhlt man wohl ebenfalls die ,nebenprodukte ,teer und ,gaswasser1 aber doch von wesentlich anderer ,zusammensetzung4 ,namentlich in ,sachsen wird eine besondere ,braunkohle1 die sogenannte ,schwelkohle1 auf ,teer und ,koks verarbeitet 7geschwelt874 ,das entwickelte ,gas dient teils zum ,heizen der ,schwelretorten1 teils zum ,betrieb groer ,gaskraftmaschinen4 ,das ,gaswasser ist in der ,regel wertlos4 ,aber um so wertvoller ist der geschwelte ,teer1 denn er ist die ,muttersubstanz des ,paraffins und wertvoller ,mineral8le1 die als ,schmierle fr ,maschinen1 zum ,teil auch als ,leuchtle fr ,lampen 7,solarl87 und als ,benzin ,verwendung finden4 ,man gewinnt sie aus dem ,schwelteer durch ,destillation unter vermindertem ,luftdruck und durch ,reinigen mittels konzentrierter ,schwefelsure4 ,diese zerstrt nmlich alle ,unreinigkeiten und verwandelt sie durch ,wasserentziehung in ,kohle1 whrend sie das ,paraffin1 ,schmierl1 ,petroleum und ,benzin ganz unverndert lt4 ,nebenbei gesagt1 kommt von diesem ,verhalten der ,name ,paraffin3 parum affinis8 heit im ,lateinischen soviel wie wenig geneigt zu 7chemischen7 ,verbindungen84 ,aus dem ,paraffin werden dann die bekannten durchscheinenden ,kerzen gegossen4 ,wer sieht ihnen an1 da sie einst einen ,bestandteil der ordinren ,braunkohle bildeten8 -- ,die le1 ,solarl und ,benzin1 sind etwas anders zusammengesetzt als die eigentlichen ,petroleum- und ,benzinarten1 welche aus dem ,rohpetroleum gewonnen werden2 wegen ihrer ,neigung zur ,rubildung eignen sie sich nicht so gut wie diese zum ,brennen1 wohl aber zu chemischen ,zwecken als ,auflsungsmittel fr ,harze und ,fette4 ,was bei der ,schwelerei der ,braunkohle in den ,retorten zurckbleibt1 wird mit ,wasser abgelscht und bildet nun eine eigentmliche ,art von ,koks1 den sogenannten ,grudekoks84 ,er ist zwar im ,vergleich mit ,steinkohlenkoks minderwertig1 hat aber doch gegenber der ,braunkohle alle ,vorteile des ,koks1 von welchen wir bald noch sprechen werden4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,kohlenmeiler4 ,wieder anders und eigenartig verluft die ,schwelerei1 die trockene ,destillation1 beim ,holz4 ,sie wird hauptschlich des ,rckstandes1 der wertvollen ,holzkohle wegen1 vorgenommen1 und jahrhundertelang hat man den ,proze in der ,meilerverkohlung so roh betrieben1 da die flssigen und gasfrmigen ,nebenprodukte berhaupt nicht aufgefangen wurden1 sondern in die ,luft verdampften4 ,mit dem ,teer1 der in der ,braunkohlendestillation so wertvoll ist1 wei man in der ,holzschwelerei auch heute noch nicht viel anzufangen2 man verbrennt ihn1 um ihn los zu werden4 ,anders ist es aber mit dem ,gaswasser4 ,es ist eine der wichtigsten ,quellen fr die ,essiggewinnung1 denn es enthlt1 neben #a ,methylalkohol 7,holzgeist871 etwa #aj ,essigsure4 ,der ,speiseessig besteht aus einer dreiprozentigen ,lsung der ,essigsure4 ,man darf aber nun beileibe nicht glauben1 da man das ,gaswasser der ,holzschwelerei nur dreifach zu verdnnen brauchte1 um es als ,essig dem ,salat zusetzen zu knnen4 ,das gbe einen blen ,salat1 denn dieses ,gaswasser ist durch dunkelbraune1 abscheulich stinkende ,holzteerbestandteile verunreinigt und mit einem ,geruch behaftet1 den man so leicht nicht wieder vergessen wird1 wenn man einmal nhere ,bekanntschaft mit ihm gemacht hat4 ,aber der ,chemiker wei sich zu helfen4 ,umdestillieren wrde nichts ntzen1 denn da wrden neben ,essigsure und ,wasser auch diese stinkenden ,stoffe mit berdestillieren4 ,also mu man versuchen1 sie auf eine andere ,weise zu trennen4 ,man setzt ,kalkbrei 7die billigste ,base7 hinzu und verwandelt dadurch die ,essigsure in ihr festes ,kalksalz1 welches miges ,erhitzen vertrgt und in ziemlich reinem ,zustand zurckbleibt1 wenn man die anderen ,bestandteile abdestilliert4 ,diese ,salzform der ,essigsure bietet auch den ,vorteil1 da man sie durch ,umkristallisieren 7vgl4 das #f4 ,kapitel67 reinigen kann4 ,um daraus wieder ,essigsure1 und zwar in ganz reiner ,beschaffenheit1 zu erhalten1 braucht man den essigsauren ,kalk nur mit verdnnter ,schwefelsure zu destillieren4 ,die ,essigessenz8 des ,handels wird hufig so dargestellt1 ist also ein ,produkt der ,holzschwelerei4 ,ihr fehlen natrlich die aromatischen ,stoffe1 welche der natrliche8 ,essig enthlt1 den man durch saure ,grung alkoholischer ,flssigkeiten gewinnt4 ,solcher ,essig ist aber teurer1 und zwar nicht blo wegen der teureren ,ausgangsstoffe1 sondern auch deshalb1 weil ,grungsessig in der ,regel nicht mehr als #d-e ,essigsure enthlt 7ein hherer ,gehalt wirkt lhmend auf den ,erreger der ,essiggrung74 ,wenn man also im ,handel ,essigessenz mit #cj ,essigsure gekauft hat1 so kann man sicher sein1 da sie aus ,holz gemacht ist4 99 99 99 99 99 ,wir mssen nun unsere ,aufmerksamkeit auch den ,rckstnden der ,leuchtgasgewinnung schenken1 dem ,koks4 ,koks und ,steinkohle zeigen gegeneinander sehr wichtige ,unterschiede4 ,beide sind ungemein wichtige ,brennstoffe1 beide in ihrer ,art unersetzlich1 von beiden kann keiner den anderen vertreten4 ,die ,steinkohle brennt mit ,flamme1 der ,koks glht nur4 ,aus diesem ,grunde kann der ,koks seine wirksamste ,hitze nur unmittelbar da entwickeln1 wo er liegt4 ,die ,flammen der brennenden ,steinkohle dagegen tragen ihre ,hitze so weit1 als sie reichen4 ,sie umsplen die ,bratrhre und das ,wasserschiff des ,herdes1 und sie tragen ihre ,wrme auch zu denjenigen ,kochstellen der ,herdplatte1 welche vom ,rost weit entfernt sind4 ,ganz unentbehrlich sind die ,steinkohlen wegen ihrer ,flammenbildung fr die groen ,muffel- und ,tiegelfen der keramischen und der chemischen ,industrie2 denn diese fen heizen sehr groe ,rume mit ,feuerungen1 welche verhltnismig sehr klein sind4 ,dies ist also ein groer ,vorteil der ,steinkohlen vor dem ,koks4 ,aber diesem ,vorteil stehen bedeutende ,nachteile gegenber3 ,die ,steinkohle erweicht in der ,wrme teigartig und bildet infolgedessen auf dem ,rost dicke und groe ,klumpen4 ,diese breiigen ,klumpen knnen natrlich nur an ihrer ,auenseite brennen1 weil das ,innere fr die ,verbrennungsluft unzugnglich ist4 ,deshalb ist das ,schren groer ,feuerungen mit ,steinkohle nicht so ganz einfach und erfordert bung und ,sachkenntnis vom ,heizer4 ,im ,gegensatz zum ,koks erzeugt die ,steinkohle da1 wo sie brennt1 also auf dem ,rost1 zunchst am wenigsten ,hitze1 weil die verdampfenden ,teerbestandteile einen groen ,teil der ,wrme zur ,vergasung beanspruchen4 ,erst wenn die ,kohle ihre flchtigen ,bestandteile verloren hat und ganz verkokt ist1 gibt sie auch auf dem ,rost eine groe ,hitze4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,durchschnitt durch einen ,koksvergaser4 ,die ,steinkohle neigt dazu1 in der ,hitze zu zerspringen2 sie zerfllt in ,bltter und ,staub1 welche der ,verbrennungsluft den ,durchgang erschweren und welche das ,erweichen und ,zusammenbacken zu groen ,kuchen begnstigen4 ,man erzielt daher mit groben und staubfreien ,steinkohlenbrocken viel bessere ,ergebnisse als mit kleinstckiger ,ware2 ,staub und ,grus von ,steinkohle ist berhaupt wertlos1 weil er in der ,hitze sofort zu unverbrennlichen ,kuchen zusammenbackt4 ,aber auch grobe ,stcke knnen nur auf flachen ,herden mit weit getrennten ,roststben verbrannt werden1 nicht aber in ,fllfen4 ,beschickt man einen ,fllofen mit ,steinkohle1 so geht das ,feuer nach einiger ,zeit ganz aus1 weil sich der enge ,schacht des ,fllofens durch einen teerigen ,kuchen verstopft1 der keine ,verbrennungsluft hindurchlt4 ,fr solche ,ofenarten ist das beste ,brennmaterial ,koks4 ,infolge seiner lockeren ,beschaffenheit1 und weil er alle teerigen ,bestandteile bereits verloren hat1 gestattet er der ,luft ungehinderten ,durchgang und brennt daher am besten in dicker1 hoher ,aufschttung1 wie z4 ,b4 in den bekannten ,fllfen fr ,zimmerheizung4 ,auf flachen ,herden ,koks zu schren1 ist nicht ratsam1 weil dieses ,brennmaterial bei guten ,zugverhltnissen unmittelbar auf dem ,rost eine so gewaltige ,hitze liefert1 da der ,schlackenrckstand mit den ,roststben verschmilzt4 ,der ,rost wird dadurch sehr schnell unbrauchbar4 ,aus diesem ,grund ist es unmglich1 groe technische ,ofenanlagen1 welche fr ,steinkohlen eingerichtet sind1 mit ,koks zu heizen4 ,nun sprechen aber viele ,umstnde dagegen1 die ,steinkohle als solche zum ,heizen zu verwenden4 ,denn wir haben oben gesehen1 welch ungeheure ,mengen wertvoller ,stoffe da mitverbrannt werden1 die wir als ,farben1 ,arzneimittel und ,rohstoffe der chemischen ,industrie wirklich ntzlicher anwenden knnen4 ,dazu kommt der ,umstand1 da wir mit unseren ,kohlen keine ,verschwendung treiben drfen1 weil die ,kohlenlager der ,erde recht deutlich ihrer ,erschpfung entgegengehen4 ,denn selbst wenn unsere ,industrie nicht von ,jahr zu ,jahr mehr ,kohlen verbrauchte1 so wrden doch die deutschen ,kohlen in #gjj-hjj ,jahren 7die schsischen schon in #ajj71 die englischen in #fjj-gjj ,jahren zu ,ende gehen4 ,also handelt es sich fr uns darum1 die vorhandenen ,kohlenmengen so wirtschaftlich als mglich auszuntzen4 ,dies geschieht erfahrungsgem am besten dadurch1 da man sie in ,gas1 ,teer und ,koks zerlegt und auch den ,koks zum ,teil wieder in ,gasform umwandelt4 ,denn ,gas ist und bleibt der idealste aller ,brennstoffe1 weil er rauch-1 ru- und aschenfrei verbrannt werden kann4 ,die ,zerlegung der ,kohle in ,gas1 ,teerprodukte und ,koks ist also schon eine ,art ,veredlungsproze1 der durch die ,vergasung des ,koks vollends beendet wird4 ,diese ,vergasung des ,koks erfolgt in den sogenannten ,generatoren dadurch1 da man einen ,turm voll ,koks am unteren ,ende entzndet und nun von unten nach oben ,luft durchblst1 whrend gleichzeitig von oben ,wasser auf den ,koks tropft4 ,am oberen ,ende entweicht dann aus dem ,turm ein ,strom brennbaren ,gases4 ,dieses ,gas1 ,generatorgas genannt1 besteht allerdings zum ,teil aus dem unverbrennlichen und daher wertlosen ,stickstoff der eingeblasenen ,luft2 auerdem enthlt es aber die brennbaren ,gase ,wasserstoff und ,kohlenoxyd4 ,die chemischen ,vorgnge1 welche dabei stattfinden1 sind folgende3 ,zunchst bildet sich ber dem ,rost 7,abb4 #cc71 da1 wo die ,geblseluft auf den glhenden ,koks einwirkt1 das wertlose ,kohlensuregas als ,verbrennungsprodukt der ,kohle4 ,dieses ,kohlensuregas besteht aus einer ,verbindung von einem ,atom ,kohlenstoff mit zwei ,atomen ,sauerstoff4 ,sobald aber etwa die untere ,hlfte des ,generatorinhalts in ,glut geraten ist1 mu das gebildete ,kohlensuregas ber glhenden ,koks streichen4 ,dabei nimmt es noch ein ,atom ,kohlenstoff auf und verwandelt sich in brennbares ,kohlenoxydgas4 ,in der untersten ,zone1 dicht ber dem ,rost1 wo helle ,weiglut herrscht1 findet auer der ,bildung des ,kohlensuregases noch ein zweiter ,vorgang statt1 nmlich die ,zerlegung des von oben zugefhrten ,wassers durch die glhende ,kohle in ,wasserstoffgas und ,kohlenoxyd4 ,denn der ,sauerstoff des ,wassers verbindet sich mit der glhenden ,kohle zu ,kohlenoxyd4 ,die ,zerlegung des ,wassers ist ein endothermischer ,vorgang1 also ein ,proze1 bei welchem ,wrme verbraucht wird4 ,blst man z4 ,b4 ,wasserdampf ber glhenden ,koks1 so verschwindet die ,glut sehr schnell1 und die ,kohlen werden schwarz4 ,das dabei entstehende ,gasgemisch von ,wasserstoff und ,kohlenoxyd wre von hchstem ,brennwert1 weil es gar keine unverbrennlichen ,bestandteile 7,luftstickstoff7 enthlt2 aber da sich bei seiner ,bildung die ,glut schnell abkhlt1 kann man dieses reine ,wassergas8 technisch leider nur portionenweise und in geringen ,mengen gewinnen4 ,dann mu man den ,wasserdampfstrom abstellen und ,luft einblasen1 um die erkaltenden ,kohlen wieder in ,weiglut zu bringen1 bevor man von neuem ,wasserdampf darauf wirken lt4 ,bei unserem oben beschriebenen ,generator fr ,mischgas8 ist dies aber nicht notwendig1 weil die weiglhenden ,kohlen nicht mit ,wasser allein1 sondern zugleich mit ,luft in ,berhrung kommen4 ,da mu nur die ,wasserzufhrung so geregelt und eingestellt werden1 da durch die ,zerlegung des ,wassers nicht ganz so viel ,wrme verbraucht wird1 als durch die ,einwirkung der ,luft auf den ,koks gebildet wird4 ,so erhlt man aus einem ,kilogramm gewhnlichem ,koks #a1ac ,kubikmeter ,wassergas und #c1ac ,kubikmeter ,generatorgas1 welche zusammen 7als ,mischgas7 #hd der ,verbrennungswrme des ,koks in sich tragen4 #af der ,heizkraft des ,koks gehen also bei seiner ,vergasung verloren4 ,dieser ,verlust ist aber praktisch deshalb bedeutungslos1 weil beim direkten ,verfeuern von ,koks in den fen meistens viel mehr als #af von seinem ,brennwert verloren gehen1 whrend ,gasfeuerungen mit auerordentlicher ,sparsamkeit und fast ohne alle ,verluste arbeiten4 ,rechnet man dazu noch die anderen1 wiederholt genannten ,vorteile der ,gasfeuerungen1 so versteht man leicht die immer ausgebreitetere ,verwendung von ,vergasungsapparaten in der ,technik4 ,auch mu man bedenken1 da #a ,kilogramm guter ,kohle gegen #j1c ,kubikmeter ,leuchtgas liefert und sich durch den ,wert dieses ,gases und der ,teerprodukte allein schon besser bezahlt macht1 als wenn man es direkt verfeuert4 ,die ,verkokung der ,kohle und die ,vergasung des ,koks bilden also zusammen einen ,veredelungsproze1 der fr unsere ,zukunft von der grten ,bedeutung sein wird4 ,hat man doch schon allen ,ernstes daran gedacht1 die ,kohlen in ,zukunft gleich an den ,gruben so zu vergasen und1 statt die ,kohlen auf ,eisenbahnzgen durch das ,land zu schicken1 gewaltige ,gasleitungen fr ,kraft- und ,leuchtgas zu erbauen und die ,stdte von den ,kohlengruben aus mit ,gas zu versorgen4 ,denn die ,transportkosten verteuern die ,kohlen durchschnittlich so1 da sie im ,lande mehr als doppelt so viel kosten als an der ,frderstelle4 ,deutschland verbraucht tglich fr etwa #b ,millionen ,mark ,kohlen1 welche an den ,gruben1 unmittelbar nach ihrer ,frderung1 erst etwa #a ,million ,mark kosten4 ,aber zurzeit wogt noch ein unentschiedener ,streit zwischen den ,fachleuten1 ob derartige riesengroe ,vergasungsanlagen nebst den dazu gehrigen ,leitungen nicht durch ihre ,amortisation die ,kosten des ,gases um soviel verteuern1 da der ,unternehmer gegenber der direkten ,verfeuerung keinen wesentlichen ,gewinn htte4 ,aber selbst in diesem ,falle wrde die ,zentralisation der ,vergasung doch den ,vorteil bieten1 da mit unseren ,kohlenvorrten sparsamer umgegangen wrde4 ,denn gegenwrtig gehen noch unverantwortlich groe ,brennstoffmengen als ,rauch und ,ru in die ,luft4 ,die gasfrmige ,gestalt eines ,brennstoffes hat noch einen anderen ,vorzug3 man kann damit ,explosionsmotoren treiben4 ,wir haben schon frher auf die ,bedeutung der ,hochofengichtgase hingewiesen1 welche so lange unbenutzt in die ,luft entwichen sind und jetzt zum ,betrieb von ,riesengasmotoren dienen4 ,die ,erfindung dieser ,motoren fr ,gasmischungen von sehr geringem ,brennwert grndet sich auf den ,gedanken1 da sich der ,brennwert solcher ,mischungen unter ,druck1 also in verdichtetem ,zustand1 erhht4 ,man kann z4 ,b4 zeigen1 da eine sehr luftreiche ,mischung von ,leuchtgas und ,luft1 welche im gewhnlichen 7nicht zusammengepreten7 ,zustande nicht mehr explosiv ist1 beim ,zusammenpressen auf oder ihres ,raumes die ,fhigkeit erlangt1 beim ,anznden heftig zu explodieren4 ,die weitere ,entwicklung dieser ,riesengasmotoren wird vielleicht auf die ,lsung eines anderen ,problems ,einflu gewinnen1 welche zur ,streckung unserer ,kohlenvorrte beitragen knnte3 die ,ausntzung des ,torfs unserer ,moore4 #b4 ,das ,erdl4 ,im ,mittelalter wurden als ,brennstoffe allein ,holz und ,holzkohlen benutzt2 um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts fing man an1 die ,steinkohlen zu benutzen2 aber erst tief im #ai4 ,jahrhundert wurde man auf das ,erdl aufmerksam4 ,noch #ahdc kostete in ,pittsburg der ,liter ,erdl #a ,mark1 und erst in den ,jahren #ahei-fa wurden dort so viele lbrunnen erbohrt1 da die ,produktion in ,pennsylvanien allein auf #b ,millionen ,fsser anschwoll1 so da das ,fa zu #afj ,liter ,inhalt an ,ort und ,stelle nur noch #aj ,cents kostete6 ,freilich hatte man schon vorher1 um #ahej herum1 in ,deutschland und sterreich viel ,lampenl durch ,braunkohlen- und ,teerschwelerei gewonnen und hatte bereits geeignete ,lampen erfunden1 um diese le darin zu brennen3 es waren die ,schnittbrennerlampen1 die man noch heute in lndlichen ,haushaltungen antrifft1 die ,vorlufer unserer modernen 7und doch schon wieder unmodernen7 ,petroleumlampen4 ,jetzt betrgt die gesamte ,erdlgewinnung in den ,vereinigten ,staaten etwa #agj ,millionen ,zentner1 im ,kaukasus #adj ,millionen1 in ,galizien #d ,millionen1 in ,rumnien #b ,millionen ,zentner jhrlich4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,alte ,schnittbrennerlampe im ,durchschnitt4 ,die ,erdlquellen haben die ,eigentmlichkeit1 nach einiger ,zeit 7z4 ,b4 #c ,jahren7 zu versiegen4 ,jedoch haben einige von ihnen trotzdem einen ungeheuren ,ertrag gegeben4 ,so lieferte die ,mammutquelle von ,baku anfangs pro ,stunde nicht weniger als #ajjjjj ,zentner ,rhl1 welches in einem ber #fj ,meter hohen ,strahl aus dem ,bohrloch sprang4 ,die ,frage1 wie so ungeheure ,mengen ,erdl entstanden sein knnen1 wird verschieden beantwortet4 ,die grte ,wahrscheinlichkeit hat die ,theorie von ,mller und ,engler1 welche im ,rohpetroleum das umgewandelte ,fett von ,fischen1 ,schnecken und ,muscheln erblickt4 ,denn nicht blo ist es ,engler gelungen1 durch ,erhitzen von ,fischtran unter hohem ,druck ,rohpetroleum knstlich darzustellen1 sondern es wurde auch beobachtet1 da die ,petroleumquellen stets versteinerte ,reste von solchen ,meerestieren und salzhaltiges ,wasser auswerfen4 ,das rohe ,erdl bildet eine dunkelbraune oder schwarze1 etwas dickliche ,flssigkeit1 fr die man lange ,zeit keine andere ,verwendung hatte1 als da man damit durch ,einreiben des ,haarbodens die ,luse vertrieb4 ,als ,lampenl war es nicht blo durch seine schmierige ,beschaffenheit1 sondern auch wegen seiner ,feuergefhrlichkeit unbrauchbar2 ,rohl brennt in den ,lampen flackernd und ruend1 verschlackt den ,docht sehr schnell und gibt zu hufigen und sehr gefhrlichen ,explosionen ,anla4 ,ein schlechteres ,fllungsmittel fr ,petroleumlampen knnte kaum knstlich zusammengestellt werden4 ,trotzdem ist gerade dieses rohe ,erdl seit einiger ,zeit einer der allerwichtigsten ,brennstoffe geworden3 man betreibt damit die riesigen ,explosionsmotoren der ,kriegsschiffe4 ,das l wird in ,gestalt eines feinen ,nebels1 mit ,luft vermischt1 im ,zylinder zur ,explosion gebracht1 wodurch der ,kolben herausgetrieben und das ,schwungrad in ,umdrehung versetzt wird4 ,allein1 diese ,anwendung des ,rohls ist doch eine rechte ,vergeudung1 vergleichbar dem ,verheizen der ,steinkohle4 ,denn wie aus dieser1 so lassen sich auch aus dem ,rohl durch ,destillation eine ,menge der wichtigsten ,stoffe gewinnen3 ,petroleumther1 ,gasolin1 ,benzin1 ,lampenpetroleum1 ,ligroin1 ,schmierl1 ,vaseline1 ,paraffin4 ,alle diese ,stoffe bestehen nur aus ,kohlenstoff und ,wasserstoff1 unterscheiden sich aber durch ihre ,siedepunkte in der ,weise1 da ,petroleumther am leichtesten siedet 7zwischen #dj und #gj 71 und da der ,siedepunkt in der angegebenen ,reihenfolge immer hher steigt4 ,schon vom ,lampenpetroleum ab mu die ,destillation unter vermindertem ,druck1 also unter der ,luftpumpe1 vorgenommen werden1 weil bei gewhnlichem ,druck ,zersetzung eintritt4 ,wenn man ,lampenpetroleum in einer gewhnlichen ,retorte mit ,vorlage destillieren wrde1 wie wir es frher mit der ,salpetersure machten 7,abb4 #aj71 so wrden wir aus einem ,liter ,lampenpetroleum vielleicht ,liter ,destillat erhalten2 der ,rest wrde sich zu einem ,gemisch brennbarer ,gase zersetzen4 ,pumpt man aber whrend der ,destillation die ,luft aus der ,retorte und ,vorlage1 so wird die ,ausbeute bedeutend grer4 ,in noch hherem ,grade gilt dies fr die ,destillation der feinen ,maschinenle1 welche daher seit einiger ,zeit unter der amerikanischen ,bezeichnung ,vacuum-,oil8 in den ,handel kommen4 ,die ,reinigung oder ,raffinierung8 des ,rohpetroleums geschieht jedoch nicht blo durch ,destillation1 sondern auerdem noch durch eine chemische ,behandlung mit konzentrierter ,schwefelsure1 mit ,wasser1 ,soda und ,natronlauge4 ,schttelt man nmlich ,rohl andauernd mit konzentrierter1 noch besser mit rauchender ,schwefelsure1 so wird es allmhlich wasserhell1 whrend sich die ,sure schwarz frbt4 ,dabei werden alle braunen ,farbstoffe des ,rohls durch die ,sure in harzige ,massen verwandelt1 welche dann ausgewaschen werden4 ,man macht diese ,reinigung jedoch erst mit den ,destillaten1 um nicht zuviel ,sure zu verbrauchen4 ,schlielich entfernt man den ,sureberschu aus dem l durch ,schtteln mit ,natronlauge und diese durch ,nachbehandlung mit ,wasser4 ,immerhin knnen von dieser ,reinigung ,spuren der ,sure im ,petroleum und sogar im ,maschinenl verbleiben und bewirken1 da die damit gelten ,maschinenteile spter rosten4 ,mit ,petroleum geputztes ,eisen rostet aus diesem ,grund ganz bestimmt nach kurzer ,zeit4 ,man mu daher das ,petroleum von blanken ,eisenteilen stets wieder durch ,benzin abwaschen1 bevor man als endgltigen ,rostschutz feines1 surefreies ,vakuuml anwendet4 ,im allgemeinen kann man rechnen1 da man aus dem ,rohl etwa #e-g ,gasolin und ,benzin und etwa #dj ,lampenpetroleum gewinnt4 ,der ,rest besteht aus den schweren1 paraffinhaltigen ,schmierlen und aus ,asphalt4 ,das ,benzin bentzt man bekanntlich als ,betriebsstoff fr ,automobile1 in zweiter ,linie zum ,auflsen von ,fetten und len in der chemischen ,industrie und in der chemischen ,wscherei4 ,man knnte1 wenn es nicht zu teuer wre1 auch die ,hnde mit ,benzin sehr sauber waschen2 der ,schmutz wird nmlich in der ,wsche und an den ,hnden hauptschlich durch ,fett festgehalten und fllt wie ,staub ab1 sobald man das ,fett durch ,benzin auflst4 ,das ,gasolin dient1 wie sein ,name andeutet1 zur ,erzeugung von ,gas4 ,wenn man nmlich in eine leere ,flasche ein wenig ,gasolin bringt und dann die ,flasche schttelt1 so entsteht nicht1 wie man erwarten sollte1 eine explosive ,mischung von ,luft und ,gasolindampf1 sondern man kann das ,gemisch ohne ,sorge anznden3 es brennt ruhig1 ohne zu explodieren1 mit leuchtender ,flamme1 wie ,gas4 ,dies hat seinen ,grund darin1 da die ,luft viel mehr ,gasolindampf in sich aufnimmt1 als sie durch ihren geringen ,sauerstoffgehalt verbrennen kann4 ,das ,gemisch verhlt sich also beim ,anznden so1 als ob es blo ,gasolindampf wre4 ,die ,luft spielt dabei nur die ,rolle eines ,trgers1 eines ,mittels1 das das ,gasolin zum ,verdampfen zwingt4 ,die ,abb4 #ce verdeutlicht uns das ,prinzip1 auf welchem die ,gasolingas- oder ,leuchtgas-,apparate beruhen3 ein ,gef ,a ist zur ,hlfte mit ,gasolin gefllt4 ,durch das ,rohr a1 welches bis auf den ,boden des ,gefes reicht1 wird ein ,luftstrom eingeblasen1 der sich beim ,durchgang durch das ,gasolin ganz mit dem ,dampf dieser ,flssigkeit sttigt4 ,er verlt das ,gef durch das ,rohr b und kann am oberen ,ende dieses ,rohrs angezndet werden4 ,gasolingas ist nicht wesentlich teurer als ,leuchtgas1 hat aber den ,vorzug1 nicht giftig zu sein4 ,es eignet sich sehr gut zur ,beleuchtung und als ,kochgas fr einzelne ,villen usw41 welche keinen ,anschlu an ,leuchtgas bekommen knnen4 -- ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,ein einfacher ,gaserzeugungsapparat 7mit ,gasolinfllung74 ,wichtige ,dinge sind ber das ,petroleum als ,beleuchtungsmittel zu sagen4 ,petroleum1 ,benzin1 ,spiritus sind bekannt als brennbare und daher feuergefhrliche ,flssigkeiten2 aber brennbar und brennbar ist doch zweierlei1 und es ist kein kleiner ,triumph der ,technik und der ,gesetzgebung1 da sie dem ,petroleum die ,eigenschaft der ,brennbarkeit belassen und ihm die der ,feuergefhrlichkeit in hohem ,grade benommen haben4 ,dies ist eine ,sache1 die sich ganz gut mit ,alfred ,nobels ,tat vergleichen lt1 der dem ,nitroglyzerin durch die ,erfindung des ,dynamits seine ,gefhrlichkeit nahm1 ohne seine ,sprengkraft wesentlich einzuschrnken4 ,mit dem ,petroleum verhlt es sich aber so3 wenn man eine ,kaffeetasse mit ,petroleum fllt und ein brennendes ,zndholz hineintaucht1 so geht das ,zndholz aus4 ,nimmt man aber ,rohpetroleum oder ,benzin oder guten ,spiritus statt des ,petroleums1 so geht das ,zndholz nicht aus1 und der ganze ,tasseninhalt brennt lichterloh4 ,die ,ursache ist1 da diese verschiedenen ,flssigkeiten durch die ,hitze recht verschieden schnell verdampft werden4 ,wenn nmlich eine ,flssigkeit brennen soll1 mu immer zuerst die ,dampfschicht entzndet werden1 welche ber der ,flssigkeit lagert4 ,flssigkeiten1 auf welchen bei gewhnlicher ,temperatur keine merkliche ,dampfschicht lagert1 knnen sich daher auch nicht entznden1 wenn man ein brennendes ,zndholz in sie taucht4 ,so ist es mit dem ,lampenpetroleum4 ,dagegen verdampft ,benzin schon bei gewhnlicher ,temperatur so stark1 da es stets mit einer ,schicht brennbarer ,dmpfe berlagert ist4 ,ein angenhertes ,zndholz bringt diese ,dmpfe1 und mit ihnen die ,flssigkeit1 sofort zum ,brennen4 ,dasselbe tritt mit ,mischungen von ,petroleum und ,benzin ein4 ,rohpetroleum ist eine solche ,mischung4 ,aus dem ,lampenpetroleum dagegen sind durch ,destillation alle diejenigen ,kohlenwasserstoffe entfernt1 welche bei gewhnlicher ,temperatur brennbare ,dmpfe bilden4 ,erhitzt man aber ,lampenpetroleum auf1 ich glaube #bh 1 so entwickeln sich solche ,dmpfe1 und das ,petroleum entzndet sich nun sofort auf der ganzen ,flche1 wenn man ihm ein brennendes ,zndholz nhert4 ,diese ,dinge sind von groer ,wichtigkeit fr die ,entscheidung der ,frage1 ob ,petroleumlampen feuergefhrlich sind4 ,solange das ,petroleum nicht die ,temperatur des ,entflammungspunktes8 7#bh 7 erreicht1 kann das ,feuer auch nicht vom ,docht aus auf die ,fllung des ,behlters berspringen2 die ,lampe kann nicht explodieren1 weil ber dem ,petroleum keine entzndliche ,dampfschicht lagert4 ,der ,entflammungspunkt ist nun in ,deutschland gesetzlich so hoch gelegt1 da sich das ,petroleum in richtig gebauten ,lampen niemals bis zu ihm erwrmen kann4 ,wenn trotzdem noch manchmal ,petroleumlampenexplosionen vorkommen1 so sind daran ungnstige ,nebenumstnde schuld4 ,z4 ,b4 pflegen die ,mechaniker1 wenn sie ,fahrradteile mit ,petroleum geputzt haben1 das ,petroleum mit ,benzin abzusplen4 ,solches benzinhaltiges ,petroleum wird dann manchmal aus ,sparsamkeitsgrnden noch in die ,lampe gefllt4 ,dies ist auerordentlich gefhrlich und sollte unter keinen ,umstnden geduldet werden4 ,auch sollte man niemals ,petroleumlampen auf den ,ofen stellen4 ,unsere besondere ,aufmerksamkeit verdient im ,zusammenhang mit dem soeben ,gesagten die ,wirkung des ,lampendochts4 ,diese ,wirkung1 das ,aufsaugen des ,petroleums1 ist eine physikalische ,erscheinung1 welche zu den ,haarrhrchenwirkungen gehrt und auf den ,gesetzen der ,oberflchenspannung beruht4 ,wir haben diese an anderer ,stelle ausfhrlich besprochen4 ,aber am ,docht gibt es auch auerdem noch manches ,merkwrdige4 ,ein neu eingezogener ,docht kann lnger als eine ,stunde gebrannt werden1 ohne da er oben schwarz wird4 ,warum verkohlt er nicht8 -- ,warum verkohlt er spter8 -- ,diese beiden ,tatsachen scheinen einander zu widersprechen4 ,auerdem mssen wir uns auch darber wundern1 da das ,petroleum am ,docht sofort durch ein ,zndholz entflammt wird1 whrend dasselbe ,zndholz in einer ,tasse voll ,petroleum sich auslscht4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,zur ,erklrung der ,saugwirkung des ,dochtes4 ,in den drei ,glasrhren #a1 #b1 #c steigt das ,wasser um so hher1 je enger sie sind4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,ein ,sandhufchen inmitten eines ,tellers voll ,petroleum brennt mit hoher ,flamme4 ,zunchst wollen wir uns durch einen einfachen ,versuch berzeugen1 da es gar nicht der ,docht ist1 welcher in der ,lampe brennt1 sondern allein das ,petroleum in den ,poren des ,dochtes4 ,wir schtten zu diesem ,zweck auf einen ,teller ein ,hufchen ,sand1 gieen rings um dasselbe in den ,teller eine ,schicht ,petroleum1 und znden nun das ,sandhufchen an4 ,so unglaublich das klingt1 es geht3 der ,sand brennt ruhig1 mit groer1 schwelender ,flamme4 ,natrlich brennt hier in ,wirklichkeit der ,sand so wenig1 wie dort der ,docht in der ,petroleumlampe1 sondern es ist allein das ,petroleum1 welches in beiden ,fllen brennt4 ,der ,docht braucht also gar nicht aus einem brennbaren ,stoff zu sein1 es ist sozusagen reiner ,zufall1 da die ,baumwolle neben der ,saugkraft1 die sie zum ,docht geeignet macht1 auch noch die ,eigenschaft der ,brennbarkeit hat4 ,es ist also nicht so1 als ob das ,petroleum nur deshalb am ,docht leichter brennte1 weil der ,docht gleichsam ein bichen mitbrennt4 ,der ,docht brennt nicht mit1 sondern das ,petroleum brennt ganz allein1 dasselbe ,petroleum1 in welchem ein eingetauchtes ,zndholz verlischt1 ohne es zum ,brennen zu bringen4 ,dieser scheinbare ,widerspruch klrt sich durch folgende ,betrachtung auf3 jeder ,stoff1 der ganz dicht an eine ,flamme gehalten wird1 wird durch die strahlende ,wrme dieser ,flamme erhitzt4 ,dieses ,erhitzen erfolgt besonders leicht1 wenn man den betreffenden ,stoff auf eine ,unterlage aufstreicht1 von welcher die ,wrme zurckgestrahlt wird4 ,der ,stoff befindet sich dann zwischen der ,unterlage und der ,flamme im ,kreuzfeuer der ,wrmestrahlen4 ,dies ist die ,lage des ,petroleums am oberen ,dochtende einer brennenden ,lampe3 der ,docht ist die ,unterlage1 welche von der ,flamme durch eine ganz dnne ,schicht ,petroleum getrennt ist4 ,deshalb erhitzt die strahlende ,wrme diese dnne lschicht fast augenblicklich auf den ,entflammungspunkt1 so da fortwhrend brennbare ,dmpfe da sind4 ,das verdampfende ,petroleum hlt dabei den ,docht so khl1 da er gar nicht selbst zum ,brennen kommen kann4 ,wie wenig der ,docht erwrmt wird1 kann man durch zwei sehr verblffende ,versuche beweisen3 wenn man nmlich statt des ,sandhufchens ein gleiches aus ,magnesiumpulver errichtet1 welches bekanntlich sehr leicht und heftig brennt1 so kann man diesen ,magnesiumdocht ebenso anznden1 und das ,petroleum brennt darauf ebenso wie auf ,sand1 ohne da auch nur eine ,spur des ,magnesiums verbrennt4 ,noch aufflliger ist es aber1 da man auch trockene ,schiebaumwolle1 diesen gefhrlichen ,explosivstoff1 ohne alle ,gefahr als ,docht fr ,petroleum verwenden kann4 ,man fragt sich angesichts dieser ,tatsachen1 wie es nur mglich ist1 da die ,dochte schlielich1 bei lngerem ,gebrauch1 am oberen ,ende doch verkohlen4 ,dies erklrt sich aber leicht aus folgender berlegung3 ,das obere ,dochtende ist die ,verdampfungsstelle fr eine groe ,menge ,erdl2 obgleich dieses ,erdl im ,handel in sehr reiner ,beschaffenheit vorkommt1 hinterlt es beim ,verdampfen doch geringe ,rckstnde1 zumal da es sich ja beim ,erhitzen unter gewhnlichem ,druck etwas zersetzt4 ,diese harzigen oder teerigen ,rckstnde verstopfen die ,poren des ,dochts und bewirken dadurch eine ,verminderung der ,khlung1 weil aus den verstopften ,teilen weniger l verdampft4 ,so kommt es1 da diese ,teile durch die ,flamme strker erhitzt und verkohlt werden4 -- ,mit dieser etwas altvterisch scheinenden ,untersuchung des ,dochtes wollen wir unsere ,betrachtung ber das ,erdl schlieen4 ,wir wollen auch im ,scheine der elektrischen und ,gasglhlichtlampen nicht vergessen1 da die gewaltigen ,produktions- und ,exportziffern der ,erdlindustrie deutlich genug beweisen1 da die ,stunde der ,petroleumlampe noch nicht geschlagen hat4 #aj4 ,fette1 le1 ,seifen und ,kitte4 ,nun1 haben wir nicht soeben von ,fetten und len gesprochen8 ,ist etwa ,schmierl kein l1 ist ,vaseline kein ,fett8 -- ,so knnte man beim ,lesen der berschrift dieses ,abschnittes erstaunt fragen4 ,nach dem ,sprachgebrauch besteht allerdings kein ,gattungsunterschied zwischen den soeben behandelten mineralischen8 len und den ,fetten und len des ,pflanzen- und ,tierreichs1 von welchen wir jetzt reden wollen4 ,aber die chemische ,zusammensetzung und die ,eigenschaften beider ,gruppen sind doch recht verschieden4 ,die aus der ,erde stammenden ,mineral8le zeichnen sich1 wie wir gesehen haben1 durch eine auerordentliche ,widerstandskraft gegen chemische ,mittel1 namentlich gegen ,schwefelsure 7sogar rauchende671 ,natronlauge und ,soda aus4 ,deshalb nennt der ,chemiker die smtlichen ,bestandteile des ,rohpetroleums ,paraffine81 was auf deutsch soviel heit wie ,stoffe mit geringer ,neigung zu chemischer ,umsetzung84 ,die pflanzlichen und tierischen -- sagen wir kurz3 die organischen -- ,fette und le werden dagegen durch ,suren1 durch ,laugen1 durch berhitzten ,wasserdampf1 durch grungsartige ,vorgnge usw4 recht leicht in zwei ,hauptbestandteile gespalten3 in ,glyzerin einerseits und in eine sogenannte ,fettsure andrerseits4 ,das ,glyzerin ist der nie fehlende und durch nichts anderes vertretbare eine ,bestandteil aller organischen ,fette und le1 so verschieden sie auch sonst voneinander sein mgen 7denken wir nur an ,olivenl und ,rindertalg74 ,dieses ,glyzerin1 eine dicke1 sschmeckende1 lige ,flssigkeit1 ist seiner chemischen ,natur nach eine ganz schwache ,lauge4 ,die ,fette sind also als salzartige ,stoffe1 als ,verbindungen einer ,lauge mit einer ,sure1 aufzufassen4 ,ihr zweiter ,bestandteil1 die ,fettsure1 kommt in der ,natur in verschiedenen ,arten vor3 in der ,butter findet sich die ,buttersure2 die meisten brigen ,fette und le enthalten drei verschiedene1 aber einander ziemlich hnliche ,fettsuren in wechselnden ,mengenverhltnissen3 die ,palmitinsure1 die ,stearinsure und die lsure4 ,die lsure ist bei ,zimmertemperatur flssig1 ,palmitin- und ,stearinsure sind fest4 ,die ,stearinsure ist wohl jedem bekannt1 denn aus ihr sind die bekannten weien ,stearinkerzen gemacht4 ,je mehr ein ,fett von der flssigen lsure enthlt1 um so weicher1 ja flssiger ist es3 ,schweinefett z4 ,b4 enthlt mehr als die ,hlfte1 ,rindertalg etwa ein ,viertel lsure4 ,die ,fette und le werden beim ,kochen mit verdnnten ,suren1 oder wenn man sie mit berhitztem ,wasserdampf unter ,druck behandelt1 in ihre beiden ,bestandteile gespalten4 ,diesen ,vorgang nennt man die ,verseifung der ,fette1 obwohl sich dabei keine ,seife bildet4 ,die ,verseifbarkeit ist der wichtigste ,unterschied zwischen den echten1 organischen ,fetten und den ,minerallen4 ,mineralle sind nicht verseifbar4 ,auf der ,verseifbarkeit beruhen fast alle ,anwendungen der organischen ,fette und le4 ,die ,verseifung tritt unter ,mitwirkung von ,bakterien von selbst ein1 wenn die ,fette1 namentlich in der ,wrme1 mit ,luft und ,licht in ,berhrung kommen3 dann sagt man1 sie werden ranzig4 ,sie strmen dann einen blen ,geruch aus und sind auch wegen ihres schlechten ,geschmacks ungeniebar4 ,geruch und ,geschmack verraten1 da das ,ranzigwerden nicht blo in einer ,spaltung der ,fette besteht1 sondern da die beiden ,spaltungsprodukte durch den ,sauerstoff der ,luft noch weiter verndert werden4 ,ranzige ,butter riecht allerdings vorwiegend nach ,buttersure4 ,durch ,einsalzen kann man das ,ranzigwerden der ,fette bekanntlich ebenso verzgern1 wie das ,faulen des ,fleisches4 ,diese ,wirkung des ,salzes beruht darauf1 da es die ,bakterien1 welche die ,zersetzung erregen1 lhmt und hemmt4 ,die ,verseifung tierischen ,talgs durch hochgespannten und berhitzten ,wasserdampf bildet eine der groartigsten ,industrien der ,erde4 ,sie blht in den ,prriedistrikten ,sdamerikas und der ,union1 wo das ,fleisch der ,herdentiere auf ,bchsenkonserven1 ,fleischextrakt und ,kraftfuttermittel1 ihr ,fett auf ,glyzerin und ,fettsuren verarbeitet wird4 ,das ,glyzerin geht in den ,handel ber zur weiteren ,verwendung in der ,sprengstoffindustrie2 die ,gemische von ,palmitin- und ,stearinsure wandern teils in die ,kerzenfabriken1 teils in die ,seifenfabriken4 ,die weicheren oder flssigen1 lsurereichen ,mischungen von ,fettsuren werden neuerdings in einem groartigen chemischen ,proze in harte ,fettsuren umgewandelt1 weil man die flssigen ,fettsuren nicht brauchen kann1 whrend die festen sowohl fr die ,kerzen- als fr die ,seifenfabrikation von grtem ,wert sind4 ,seitdem man die ,fette durch berhitzten ,dampf in ,glyzerin und ,fettsuren spaltet1 ist die ,seifensiederei ein einfacher ,proze geworden4 ,man braucht nmlich die ,fettsure nur mit ,natronlauge zu erhitzen1 um sofort die schnste1 hrteste ,kernseife ohne jeden ,abfall zu erhalten4 ,die ,seifen sind nmlich nichts anderes als die ,metallsalze der ,fettsuren4 ,frher1 als die ,seifensiederei noch ein ,kleingewerbe war1 stellte man die ,seife durch ,kochen von ,fett mit ,lauge dar4 ,dabei verband sich die ,fettsure des ,fettes mit der ,lauge zu ,seife1 und das ,glyzerin schied sich als ,flssigkeit ab4 ,die ,seife schwamm1 da sie sich in ,wasser nur in geringer ,menge lst1 oben auf1 whrend sich das ,glyzerin in der darunterliegenden1 braunen ,brhe 7der sogenannten ,unterlauge7 vorfand4 ,als ,lauge benutzten die ,seifensieder in der ltesten ,zeit ein selbstbereitetes ,prparat1 das aus ,holzasche durch ,kochen mit gelschtem ,kalk gewonnen wurde4 ,die ,holzasche enthlt kohlensaures ,kalium1 welches sich mit der ,kalkbase zu kohlensaurem ,kalk und ,kalilauge umsetzt4 ,der wirksame ,bestandteil in der alten ,seifensiederlauge war also die ,kalilauge4 ,da sie zugleich die strkste aller ,laugen ist1 so verseift sie die ,fette verhltnismig schnell und vollstndig4 ,aber die ,kaliseifen haben samt und sonders die ,eigenart1 nicht hart zu werden1 sondern schmierig zu bleiben4 ,man nennt sie daher auch ,schmierseifen4 ,dagegen sind die ,natronseifen fest4 ,alle festen ,seifen des ,handels sind ,natronseifen4 ,zu ihrer ,herstellung hat man zwei ,wege3 entweder1 man verseift das entsprechende ,fett unmittelbar mit starker ,natronlauge1 oder man stellt zuerst eine ,kaliseife her und kocht diese dann mit starkem ,salzwasser4 ,diesen ,vorgang nennt man das ,aussalzen der ,seife4 ,dabei tauschen das ,kochsalz 7,chlornatrium7 und die ,kaliseife ihre ,metalle gegeneinander aus4 ,auerdem erhht das ,aussalzen auch die ,ausbeute1 weil die ,seife in ,salzwasser fast ganz unlslich ist1 whrend in einer salzfreien ,unterlauge noch immer ziemlich viel ,seife gelst bleibt4 ,durch das ,aussalzen erhlt man aber niemals reine ,natronseife1 weil ein erheblicher ,teil des fettsauren ,kalis nach dem ,satz vom chemischen ,gleichgewicht 7vgl4 das #f4 ,kapitel7 sich immer wieder aus ,chlorkalium und fettsaurem ,natrium rckbildet4 ,aber dies ist kein ,nachteil1 sondern ein ,vorteil fr die praktische ,verwendung1 weil reine ,natronseife sehr hart und brckelig ist4 ,durch einen ,gehalt an weicher ,kaliseife wird das ,fabrikat geschmeidiger1 es verliert seine ,brchigkeit4 ,fr den ,weichheitsgrad ist auch das verwendete ,fett von ,bedeutung3 harte ,fette geben harte ,seifen1 whrend die le sehr weiche1 schmierige ,seifen 7,marseiller ,seifen7 bilden4 ,die ,seifen haben die ,eigenschaft1 gewisse ,stoffe in sich aufzunehmen1 so da man sie mit diesen ,stoffen fllen8 kann4 ,solche ,verdnnungs- oder ,fllmittel sind3 ,wasserglas1 ,kaliumsulfat und namentlich ,ton4 ,wasserglas und ,ton lassen sich einer guten ,seife fast in beliebigen ,mengen zusetzen1 ohne da sich die ,seife bei der ,abkhlung wieder vom ,fllmittel trennt4 ,so darf den deutschen ,seifen whrend der ,kriegszeit nicht mehr als #bj 1 das ist ein ,fnftel ihres ,gewichts1 an ,fett zugrunde gelegt werden4 ,nahezu vier ,fnftel werden also von den ,fllmitteln1 namentlich von ,ton1 gebildet4 ,das ,fett1 welches fr ,seifensiedereizwecke zugelassen ist1 ist ,abschpf- und ,abfallfett der belsten ,sorte1 ranzig und angefault und von pestilenzartigem ,geruch4 ,aber durch ,umschmelzen mit oxydierenden ,mitteln lt es sich soweit reinigen1 da man den fertigen ,seifen nicht mehr viel anmerkt von den belduftenden ,bestandteilen4 ,ich habe gesehen1 wie in ,seifensiedereien ,abfallfette von einer ,metzgerei abgeliefert wurden1 welche von ,springmaden geradezu wimmelten und einen entsetzlichen ,geruch verbreiteten4 ,diese ,fette lieferten nach ihrer ,reinigung eine ausgezeichnete ,kernseife4 ,der ,geruch einer ,seife ist1 auch wenn reines ,fett dazu verwendet wurde1 nicht angenehm2 ranzige ,fette verstrken seine unangenehme ,eigenart4 ,deshalb ist es blich1 die ,seifen zu parfmieren1 wenigstens diejenigen fr den persnlichen ,gebrauch4 ,das ,parfmieren billiger1 gewhnlicher ,seifen geschieht in der ,wrme1 indem man der geschmolzenen ,seife die ,duftlsung zusetzt4 ,dieses ,verfahren ist fr feinere ,ware nicht anwendbar1 weil gerade die feinen ,duftstoffe durch die ,wrme verflchtigt oder so verndert werden1 da ihr ,wert dadurch herabgemindert wird4 ,deshalb werden solche ,seifen durch ein sehr merkwrdiges ,verfahren kalt parfmiert4 ,man zerreibt die kalte ,seife zunchst zu einem feinen ,pulver1 vermengt es mit dem ,parfm und pret es dann mit groen ,pressen unter gewaltigem ,druck wieder zu festen ,handstcken zusammen4 ,dieses ,verfahren nennt man ,pilieren84 ,es ist nur auf reine1 ungefllte ,seifen anwendbar1 weil sich gefllte nicht pulverisieren lassen1 sondern dabei schmieren4 ,die ,seifensiederei ist ein ,gewerbe1 das in seinen meisten ,gepflogenheiten auf uralte ,erfahrungen1 die wenigstens bis ins gotische ,mittelalter zurckreichen1 aufgebaut ist4 ,zu diesen ltesten ,erfahrungen gehrt namentlich das ,grundprinzip der alten ,seifensiederei1 die ,verseifung der ,fette durch ,kochen mit ,laugen4 ,dagegen bedeutete die ,einfhrung der ,fettspaltung einen geradezu ungeheuren ,fortschritt1 der im ,seifensiedergewerbe einen vlligen ,umschwung hervorrief3 er bewirkte1 da die kleinen1 znftig geleiteten ,betriebe samt und sonders vor etwa #be ,jahren durch die groen ,seifenfabriken aufgeschluckt wurden1 weil die ,fettspaltung wegen der teuren ,anlagen nur im ,grobetrieb mglich ist4 ,da aber die ,fettspaltung das ,glyzerin besser und vollstndiger zu gewinnen gestattet1 so erzeugen die ,grobetriebe schon aus diesem ,grunde die ,seifen billiger als die znftigen ,seifensiedereien aus ,grovaters ,zeiten4 ,das ,wesen der ,fettspaltung haben wir schon kennengelernt3 es besteht darin1 da die ,fette durch berhitzten und hochgespannten ,wasserdampf in ,glyzerin und ,fettsure zerlegt werden4 ,diese ,vorbehandlung der ,fette ermglicht nicht nur die vollstndige ,gewinnung des ,glyzerins1 sondern sie erleichtert auch die eigentliche ,herstellung der ,seife bedeutend4 ,denn die freie ,fettsure verbindet sich mit der ,lauge viel leichter als die an ,glyzerin gebundene4 ,ja1 zur ,verseifung der freien ,fettsure braucht man nicht einmal die teure1 konzentrierte ,natronlauge zu nehmen1 sondern man kann billigere1 verdnnte ,laugen und sogar ,soda 7kohlensaures ,natrium7 dazu benutzen1 welches noch viel billiger ist4 ,denn beim ,kochen von ,soda mit freien ,fettsuren wird die ,kohlensure der ,soda durch die ,fettsure verdrngt1 indem sich gleichzeitig ,seife bildet4 ,versucht man1 eine ,seife mit einer anderen ,base als ,kali- oder ,natronlauge zu machen1 so gelingt dies zwar1 aber alle anderen ,seifen sind in ,wasser unlslich oder so schwer lslich1 da sie nicht schumen knnen4 ,dies gilt also von der ,kalkseife1 ,magnesiaseife1 ,kupferseife1 ,eisenseife usw4 ,sie sind alle in ,wasser unlslich4 ,dies ist wichtig zu wissen1 wenn man gewisse ,vorgnge verstehen will1 die man beim ,waschen beobachten kann4 ,da ist es nmlich eine alte ,erfahrung1 da man nur mit weichem ,wasser gut waschen kann1 whrend mit hartem ,wasser die ,seife durchaus nicht schumen will4 ,weiches ,wasser ist reines ,wasser4 ,hartes enthlt kleine ,mengen von ,salzen des ,kalziums1 ,magnesiums oder ,eisens aufgelst4 ,diese ,salze gehen mit der ,seife eine ,wechselumsetzung ein1 derart1 da z4 ,b4 aus schwefelsaurem ,kalzium und ,natronseife sich schwefelsaures ,natrium und ,kalziumseife bildet4 ,die ,kalkseife ist aber in ,wasser unlslich4 ,infolgedessen berzieht sich jedes ,seifenstck und jeder eingeseifte ,gegenstand in hartem ,wasser mit einer unlslichen ,kruste von ,kalkseife4 ,erst wenn auf diese ,weise die letzte ,spur von ,kalk-1 ,magnesia- und ,eisensalzen in ,form von unlslicher ,seife aus dem harten ,wasser ausgeschieden ist1 erst dann lst sich die ,alkaliseife und schumt4 ,die ,quellen und ,flsse der ,kalkgebirge fhren stets hartes ,wasser4 ,mit solchem dauert es zuweilen sehr lange1 bis ,schumen eintritt1 und sehr viel ,seife wird zur ,erreichung dieses ,zieles vergeudet4 ,weich1 d4 h4 nahezu chemisch rein1 sind die ,quellen im ,sandstein- und im ,granitgebirge4 ,ist man auf hartes ,wasser angewiesen1 so empfiehlt sich folgendes ,verfahren beim ,waschen1 das auch bei weichem ,wasser ,seife sparen hilft3 man macht den schmutzigen ,gegenstand 7z4 ,b4 die ,hand7 tchtig na und reibt ihn dann an der ,seife1 ohne weiter ,wasser hinzuflieen zu lassen4 ,denn bei so sparsamer ,wasseranwendung tritt auch mit hartem ,wasser rasch das ,schumen ein1 weil die ,schwermetallsalze in einer kleinen ,wassermenge nicht viel ,seife zu ihrer ,bindung brauchen4 ,taucht man aber whrend des ,waschens die ,hand immer wieder in die ,wasserschssel1 so hilft alles ,reiben an der ,seife nichts1 und es kann nicht schumen1 weil mit dem neuen ,wasser auch neue ,mengen von ,kalk- oder ,magnesiasalzen gebunden werden mssen4 ,die merkwrdige ,reinigungskraft der ,seife beruht weniger auf chemischen als auf physikalischen ,vorgngen4 ,als chemische ,wirkung mu es gelten1 da ,seifenlsung1 besonders warme1 ein gewisses ,lsungsvermgen fr ,fette besitzt4 ,doch ist dieses chemische ,lsungsvermgen 7von dem man beim ,kochen der ,wsche ,gebrauch macht7 verhltnismig gering gegenber der physikalischen ,auflsungskraft des ,seifenschaums4 ,diese beruht auf der ,oberflchenspannung zwischen ,seifenlsung und ,luft4 ,diese merkwrdige ,kraft1 welche auch die ,ursache davon ist1 da man eine ,nhnadel oder ein ,stck ,weiblech auf ,wasser schwimmen lassen kann1 obwohl diese ,stoffe acht- bis neunmal schwerer als ,wasser sind -- diese ,kraft zieht den ,schmutz an und hlt ihn in den millionenfachen1 zarten ,hutchen fest1 aus welchen sich der ,seifenschaum zusammensetzt4 ,gleichzeitig lst die ,seife das ,fett1 welches den ,schmutz am ,krper und in der ,wsche festhlt4 ,wendet man zum ,waschen warmes ,wasser an1 so schmilzt dadurch dieses ,fett und wird infolgedessen noch leichter von der ,seife entfernt4 ,auch aus einem anderen ,grunde ist es besser1 mit warmem ,wasser zu waschen3 in kaltem ,wasser lst sich nur lsaures ,natrium2 palmitin- und stearinsaures ,natrium lsen sich nur in warmem ,wasser auf4 ,die ,seifen bestehen nun1 da sie meistens aus ,talg hergestellt werden1 aus solchen ,gemischen dieser drei ,stoffe1 welche nur etwa ein ,viertel an lsaurem ,natrium enthalten4 ,verwscht man also gute ,kernseife mit kaltem ,wasser1 so lst sich und wirkt nur ein ,viertel der ,seife1 die brigen drei ,viertel scheiden sich ungelst in ,flocken ab und helfen nichts zur ,schaumbildung und ,fettauflsung4 ,wendet man aber heies ,wasser an1 so beteiligt sich die ganze ,seife am ,reinigungsproze1 weil sich alles auflst4 ,den ,seifen sehr nahe verwandt sind die ,pflaster4 ,das meistgebrauchte und bekannteste von ihnen1 das ,bleipflaster1 wird hergestellt1 indem man ,bleioxyd 7oder auch ,bleiwei7 mit ,schweineschmalz kocht4 ,das anfangs dnnflssige ,schmalz wird rasch dick1 zh und dunkelbraun4 ,das ,fett wird dabei zerlegt in ,glyzerin und seine ,fettsuren2 diese verbinden sich mit dem ,bleioxyd zu fettsaurem ,blei1 also zu ,bleiseife1 und das gleichzeitig freiwerdende ,glyzerin macht diese ,seife bis zu einem gewissen ,grade geschmeidig4 ,in diesem ,sinne wirkt auch der stets vorhandene ,fettberschu4 ,demnach sind also die ,pflaster nichts anderes als unreine ,schwermetallseifen4 ,die ,pflaster dienen als ,wundheilmittel1 ihr wesentlicher ,bestandteil ist das ,schwermetall4 ,damit dieses seine heilende ,wirkung ausben kann1 mu es in einer ,verbindung enthalten sein1 welche in die ,gewebe des ,krpers einzudringen vermag4 ,eine solche ,verbindung ist die ,seife1 aus der das ,pflaster besteht4 ,sie ist1 als organische ,verbindung1 den organischen ,stoffen des ,krpers nher verwandt als die einfacher zusammengesetzten anorganischen ,salze der ,schwermetalle4 ,in diesem ,zusammenhange wollen wir auch der ,kitte gedenken4 ,sie werden aus ,leinl und einem ,metalloxyd oder ,metallkarbonat bereitet4 ,der gewhnliche ,glaserkitt besteht z4 ,b4 aus ,leinl und ,kreide1 die zu einem dicken ,brei verknetet sind4 ,diese ,kitte haben die wertvolle ,eigenschaft1 nach einiger ,zeit allmhlich ganz fest und steinhart zu werden1 ohne dabei zu schwinden4 ,diese ,eigenschaft erklrt sich genau so1 wie die ,entstehung der ,pflaster3 das ,leinl wird in ,glyzerin und seine ,fettsure zerlegt2 diese ,fettsure verbindet sich mit der ,schwermetallbase -- in diesem ,falle dem ,kalziumoxyd -- zu fettsaurem ,kalk1 whrend die ,kohlensure aus der ,kreide in die ,luft entweicht4 ,der fettsaure ,kalk ist der erhrtete ,kitt4 ,wer diesen ,vorgang einmal verstanden hat1 begreift ohne weiteres1 wie sinnlos es wre1 einen ,kitt aus ,kreide und ,minerall herstellen zu wollen4 ,denn das ,minerall kann nicht ranzig werden1 es enthlt berhaupt keine ,fettsure1 kann also auch niemals mit der ,kreide zu fettsaurem ,kalk erhrten4 ,trotzdem werden solche ,kitte8 als grobe ,flschungen von betrgerischen ,hndlern verkauft4 ,sie erhrten8 auch bis zu einem gewissen -- natrlich sehr geringen -- ,grad1 weil die ,mineralle durch ,eintrocknen und geringe ,sauerstoffaufnahme verharzen4 ,aber diese ,verhrtung ist viel zu gering1 als da sie praktisch berhaupt in ,betracht gezogen werden knnte4 -- ,selbstverstndlich ist aus dem gleichen ,grunde auch jede ,beimengung von ,minerallen zum ,leinl unstatthaft4 ,leinl und andere ,pflanzensamenle haben noch eine zweite1 viel wichtigere ,anwendung3 zur ,herstellung der lfarben und ,lacke4 ,eine lfarbe erhlt man durch ,zusammenreiben eines ,farbpulvers mit ,leinl4 ,diese ,farben1 mit rohem ,leinl hergestellt1 sind zwar auerordentlich schn 7weil das rohe ,leinl heller und klarer ist als das gekochte71 aber sie haben die fatale ,eigenschaft1 nur sehr langsam zu trocknen4 ,das ,trocknen der lfarben hat nmlich eine ganz andere ,ursache als das ,erhrten der ,kitte4 ,bei der lfarbe wnscht man durchaus nicht1 da das l ranzig wird1 und da sich die lsure mit dem ,farbpulver chemisch verbindet3 denn dies wrde den ,farbton des ,farbpulvers zweifellos unerwnscht verndern4 ,das ,trocknen der lfarbe kann also nicht denselben ,grund haben wie das ,hartwerden der ,kitte4 ,das ,trocknen der lfarbe kann aber auch nicht darauf beruhen1 da das l verdunstet1 wie das ,wasser beim ,trocknen der ,aquarellfarbe4 ,denn dagegen spricht der ,umstand1 da die getrocknete lfarbe ganz dick und schn glnzend und fest aufliegt und keineswegs blo aus dem rckstndigen ,farbpulver besteht4 ,vielmehr sieht man an der getrockneten lfarbe deutlich1 da das ,leinl selbst sich in eine harte1 glnzende1 durchsichtige ,masse verwandelt hat4 ,diese ,umwandlung erfolgt unter ,aufnahme von ,sauerstoff aus der ,luft4 ,es ist ein ,oxydationsvorgang1 den man 7obgleich er ganz anders verluft7 mit demselben ,ausdruck bezeichnet1 der fr das ,dickwerden der ,mineralle gilt3 als ,verharzung4 ,man hat nun die ,beobachtung gemacht1 da das ,leinl viel schneller verharzt1 wenn man es vorher lngere ,zeit gekocht hat4 ,leider wird es dabei aber bedeutend dunkler braun1 so da es den ,farbton der meisten ,farben unerwnscht verndert4 ,ganz unbrauchbar ist solches dunkle l zum ,anmachen weier lfarbe1 weil es sie schmutzig gelb frbt4 ,man hat also von jeher darauf gesonnen1 nicht blo das ,leinl so hell als mglich zu machen1 sondern auch seine ,verharzung durch andere ,mittel als das ,kochen zu beschleunigen4 ,was nun das ,hellmachen anbelangt1 so gelingt dieses gar nicht schwer durch ,ausbleichen4 ,man bleicht das gelbe ,leinl1 wie man ,wsche bleicht3 an der ,sonne1 indem man es in flachen ,ksten mit hellem ,boden dem direkten ,sonnenlicht aussetzt4 ,schwieriger ist es1 das ,leinl ohne wesentliche ,beeintrchtigung seiner hellen ,farbe schnell trocknend zu machen1 oder1 wie man sagt1 in ,firnis zu verwandeln4 ,dies geschieht durch ,erwrmen mit kleinen ,mengen von ,braunstein oder ,zinkoxyd oder ,bleigltte4 ,dadurch wird das ,leinlmolekl gleichsam angenagt und ist nun der ,oxydation durch die ,luft viel zugnglicher als vorher4 ,je strker das l dabei erwrmt wird1 um so besser trocknet es nachher1 aber um so dunkler wird es auch4 ,der bleihaltige ,firnis trocknet am schnellsten1 weil er bei der ,darstellung am strksten erhitzt werden mu1 ist aber aus der gleichen ,ursache auch am dunkelsten4 ,man lt deshalb gewhnlich nicht das ,leinl1 sondern erst den fertigen ,firnis bleichen4 ,indessen hat sich gezeigt1 da das schnelle ,trocknen eines ,firnisses seiner ,dauerhaftigkeit ,nachteil bringt3 am dauerhaftesten ist der ,firnis1 der nur aus gekochtem ,leinl besteht4 ,hat man aber ,schwermetalloxyde hineingekocht1 so soll es von ,blei nicht mehr als 1 von ,mangan nicht mehr als sein4 ,in der ,regel setzt man eine strkere ,auflsung dieser ,metalloxyde in gekochtem ,leinl1 den sogenannten ,sikkativ1 zum reinen ,leinlfirnis hinzu4 ,die zuweilen angepriesene ,verwendung trockener ,sikkative in ,pulverform ist zwecklos1 weil ein ,sikkativ die ,trocknung des ,leinls nur dann beschleunigt1 wenn er darin klar 7ohne ,bodensatz7 gelst ist4 ,solche ,lsung erfolgt aber beim einfachen ,vermischen trockener ,sikkativpulver mit dem kalten ,leinl niemals4 ,laien pflegen keinen groen ,unterschied zu machen zwischen lfarbe und ,lack4 ,aber in ,wirklichkeit ist dieser ,unterschied recht bedeutend1 nicht blo in ,zusammensetzung und ,herstellung1 sondern besonders in den ,eigenschaften4 ,die wichtigsten ,eigenschaften beider sind ,glanz und ,haltbarkeit4 ,die lfarbe besitzt auch nach dreimaligem ,aufstrich nur einen sehr migen1 matten ,glanz1 der ,lack dagegen einen sehr hohen1 der 7bei den ,kutschenlacken7 bis zum vollendeten ,spiegelglanz gesteigert sein kann4 ,wrde die ,haltbarkeit der ,lacke auch nur im entferntesten ihrem ,glanz entsprechen1 so wrde kein ,mensch mehr lfarbe zum ,anstreichen verwenden4 ,aber darin liegt der zweite ,unterschied3 die ,lacke sind nur im geschlossenen ,raum1 und selbst da nur fr beschrnkte ,zeit1 haltbar2 dem ,wetter ausgesetzt1 verlieren sie in kurzer ,zeit ihren ,glanz und bekommen zahlreiche ,sprnge4 ,die lfarbe dagegen hlt sich1 wenn sie mit reinem ,leinlfirnis hergestellt war1 auch im ,wetter betrchtlich lang und bildet einen vorzglichen ,schutz gegen ,rost und ,fulnis4 ,lack und lfarbe ergnzen also einander in bezug auf ,haltbarkeit und ,glanz4 ,fr die ,herstellung der ,lacke ist magebend1 da sie stets ein ,harz oder eine harzartige ,substanz enthalten3 ,bernstein1 ,kopal1 ,fichtenharz1 ,dammar1 ,schellack1 ,asphalt usw4 ,in den billigsten 7und schlechtesten7 ,lacken ist dieser ,stoff einfach in ,terpentinl1 ,benzin oder ,spiritus aufgelst1 wozu oft nicht einmal erwrmt werden mu4 ,beim ,trocknen verdunstet das ,lsungsmittel ganz1 der ,lackberzug besteht also nur aus der harzigen ,substanz4 ,er ist oft wunderschn glnzend1 aber meistens von sehr geringer ,haltbarkeit2 er ist brchig und springt ab1 oder er erblindet beim ,zusammentreffen mit ,wasser4 ,diesen mageren8 ,lacken sind gegenberzustellen die sogenannten fetten ,lacke1 welche stets mit ,leinlfirnis gekocht sind4 ,einen fetten ,lack erhlt man also z4 ,b4 durch ,auflsen von ,fichtenharz in heiem ,leinlfirnis4 ,diese fetten ,lacke sind viel haltbarer als die vorher beschriebenen4 ,die wertvollsten ,sorten werden mit ,kopal 7selten mit ,bernstein7 hergestellt1 welches ein in ,indien gewonnenes ,harz ist4 ,es lst sich nicht1 wie das gewhnliche ,fichtenharz1 einfach beim ,erwrmen im ,leinl auf1 sondern erst1 wenn man aus dem ,kopal durch andauerndes ,erhitzen eine gewisse ,menge flchtiger ,stoffe abdestilliert hat4 ,der ,rckstand 7#gj bis #hh vom ursprnglichen ,kopal7 ist dann in heiem ,leinl lslich4 ,die ,kunst der ,lacksieder besteht nun darin1 beim ,erhitzen des ,kopals und ,bernsteins das richtige ,ma zu finden4 ,jetzt wird dies hufig so gemacht1 da man die herausdampfenden ,stoffe in einer gekhlten ,vorlage auffngt und wgt4 ,wenn diejenige ,menge herausdestilliert ist1 welche man durch die ,erfahrung fr die betreffende ,kopalsorte als richtig kennt1 so ist der ,rckstand zum ,auflsen im fetten l geeignet4 -- ,man sieht also1 der ,lackhandel ist bis zu einem gewissen ,grade eine ,vertrauenssache1 weil man ohne genaueste ,fachkenntnis nicht feststellen kann1 ob bei der ,herstellung des ,lacks mit der gengenden ,sorgfalt verfahren worden ist4 ,vorhin wurde erwhnt1 da der ,lackberzug im ,laufe der ,zeit ,sprnge und ,risse bekommt4 ,dies gilt1 wenn auch in viel geringerem ,grade1 auch fr die lfarben und hat bei lfarbenanstrichen und lfarbenbildern eine ganz besondere ,nebenwirkung3 sie dunkeln im ,laufe der ,zeit4 ber den wahren ,grund des ,dunkelwerdens alter lbilder war man sich lange ,zeit nicht im klaren4 ,man vermutete eine chemische ,vernderung des ,firnisses1 eine ,art von ,verharzung unter ,aufnahme von ,sauerstoff aus der ,luft1 und man behandelte deshalb gedruckte lbilder mit chemischen ,mitteln1 z4 ,b4 mit ,wasserstoffsuperoxyd4 ,viele wertvolle ,gemlde alter ,meister sind dadurch fr alle ,zeiten verdorben worden4 ,eine ,wendung vollzog sich1 als der berhmte ,mnchener ,hygieniker und ,chemiker ,pettenkofer beauftragt wurde zu untersuchen1 warum so viele ,gemlde der ,schleiheimer ,galerie dem ,verfall entgegengingen4 ,er fand als den wahren ,grund des ,dunkelwerdens einen physikalischen3 die getrocknete lfarbe bekommt ,risse1 und die ,firnisteilchen lsen sich dabei von den ,farbpartikelchen los1 so da zwischen beiden ein haarfeiner ,spalt entsteht1 der mit ,luft gefllt ist4 ,an diesem dnnen ,lufthutchen1 welches jedes ,farbteilchen eines gealterten lgemldes umgibt1 erfhrt das ,tageslicht eine totale ,reflexion3 ein ,teil des ,lichtes wird zurckgeworfen1 bevor es berhaupt die ,farbteilchen erreicht4 ,dieser ,umstand bewirkt den ,eindruck1 da die ,farbpartikelchen dunkler aussehen1 als sie in ,wahrheit sind4 ,nachdem ,pettenkofer einmal diese ,ursache des ,dunkelwerdens entdeckt hatte1 fand er auch im unmittelbaren ,anschlu daran die ,abhilfe4 ,sie besteht in einem hchst einfachen ,verfahren3 das gedunkelte lbild wird1 mit der ,bildseite nach unten1 als ,deckel auf eine ,schssel gelegt1 in welcher sich eine kleine ,menge ,brennspiritus befindet4 ,die ,spiritusdmpfe dringen bei gewhnlicher ,temperatur in die ,haarrisse des lbildes ein1 bringen die ,firnisteilchen zum ,quellen und bewirken1 da sich die ,auenflchen der ,firnisteilchen untereinander und mit den ,farbteilchen wieder fest verbinden4 ,diese ,verbindung bleibt auch nach dem ,abdunsten des ,alkohols dauerhaft4 ,der ,erfolg ist ganz berraschend3 das lbild sieht nun wieder fast ebenso frisch aus1 wie unmittelbar nach seiner ,entstehung4 ,auerdem ist diese ,art der ,auffrischung unabhngig vom knstlerischen ,knnen des ,restaurators1 sie ist objektiv im wahrsten ,sinne des ,wortes2 ,flschungen1 ,entstellungen des ,kunstwerks sind dabei ganz ausgeschlossen4 ,pettenkofers ,methode hat daher gewaltiges ,aufsehen in der ,sammlerwelt erregt und einen beispiellosen ,siegeslauf durch die ,welt gehalten4 ,die allergrbsten ,risse und ,sprnge im lbild schlieen sich freilich auch durch die ,behandlung mit ,spiritusdmpfen nicht4 ,um sie zu beseitigen1 trnkt man nach ,pettenkofer die betreffenden ,stellen wiederholt mit ,kopaivabalsam4 #aa4 ,die grte chemische ,fabrik der ,welt4 7,ein ,gesprch zwischen einem ,kommerzienrat und einem ,botanikprofessor ber den ,chemismus der ,pflanzen1 ber ,wachstum und ,dngung und den ,kreislauf des ,kohlenstoffs und ,stickstoffs in der ,natur47 ,der ,professor3 ,lieber ,kommerzienrat1 wenn es ,ihnen recht ist1 so gehen wir ein ,stndchen spazieren1 und ich will dabei versuchen1 ,ihre ,fragen ber den ,chemismus der ,pflanzen so gut als mglich zu beantworten4 ,besser wre es freilich1 wenn ,ihnen ,ihr ,beruf gestatten wrde1 in meinem ,laboratorium fortlaufende ,versuche ber dieses ,gebiet anzustellen4 ,der ,kommerzienrat3 ,dies wird mir leider vorlufig nicht mglich sein4 ,aber ich bin ,ihnen1 lieber ,professor1 schon sehr dankbar1 wenn ,sie mir mit einigen mndlichen ,aufklrungen helfen wollen4 ,wenn man soviel mit ,holz und ,kohlen zu schaffen hat1 wie ich1 dann mu man ja fr die ,entstehungsgeschichte dieser ,stoffe ,interesse bekommen4 ,sehen ,sie1 wir fhren aus den russischen1 rumnischen und bosnischen ,wldern jhrlich viele ,hunderttausende von ,kubikmetern ,holz in unsere ,papiermhlen4 ,sooft ich nun die riesigen ,ziffern in unserem ,frachtkonto betrachte1 kommt mir eine ,frage in den ,sinn1 auf die ich mir eine ,antwort schlechterdings nicht vorstellen kann4 ,woher stammen diese riesigen ,holzmassen8 ,woraus sind sie entstanden8 -- ,wenn ich morgens in meinem ,garten die ,bohnen giee 7wissen ,sie1 das bekommt mir jetzt besser als frher die ,marienbader ,kur671 dann denke ich mir1 das bichen ,gewicht dieser ,bohnen und ,kohlkpfe knnte wohl aus dem ,dung sich entwickelt haben1 den ich im ,frhjahr und ,herbst in meinen ,garten fahren lasse4 ,aber wer dngt den ,wald1 worin das ,holz wchst8 ,die ,bltter1 die da im ,herbst fallen1 knnten doch hchstenfalls im nchsten ,frhjahr den ,stoff zur ,bildung der neuen ,bltter liefern4 ,aber woher stammen die ungeheuren ,holzmassen der ,bume8 -- ,ich bin kein ,chemiker und kann mir nicht wohl vorstellen1 da das verbrennliche ,holz aus den unverbrennlichen ,gesteinen des ,erdbodens entstanden sein soll4 ,welche ,mglichkeiten sollte es aber sonst geben8 -- ,wenn ,sie mir in dieses ,fragendunkel ,licht bringen knnten1 wre ich ,ihnen wirklich herzlich dankbar4 ,der ,professor3 ,ihre ,fragestellung nebst ,begrndung macht ,ihnen alle ,ehre und ist ganz klar und logisch durchdacht4 ,nur erschrecken ,sie blo nicht ber meine ,antwort3 ,die wichtigste ,substanz im ,holz1 die ,kohle1 stammt aus der ,luft4 ,das brige besteht grtenteils aus umgewandeltem ,wasser4 ,nur ein ganz kleiner ,bruchteil vom ,gewicht des trockenen ,holzes 7etwa #h bis #aj 7 entstammen als ,mineralstoffe dem ,erdboden4 ,der ,kommerzienrat3 ,verzeihen ,sie1 wenn ,ihre ,behauptungen1 die wissenschaftlich wohl sehr richtig sein mgen1 meinem mehr auf das ,praktische gehenden ,verstand nicht sofort einleuchten4 ,ich bin ein ,mann der ,zahlen und ,gewichte und wei1 da die ,luft nichts oder nicht viel wiegt1 das ,holz aber sehr viel4 ,wie reimt sich das zusammen8 ,der ,professor3 ,ich glaube doch1 da ,sie das ,gewicht der ,luft unterschtzen4 ,ein ,liter ,luft wiegt #a ,gramm1 ein ,kubikmeter also #a ,kilogramm4 ,ein ,zimmer von miger ,gre fat leicht #hj ,kubikmeter ,luft1 welche zusammen #b ,zentner wiegen4 ,wenn also die ganze ,luft durch den ,baum in ,kohle verwandelt wrde1 so knnte ein groer ,waldbaum seinen gesamten ,kohlebedarf ganz leicht aus der ,luftmenge decken1 welche in ein paar ,husern enthalten ist4 ,tatschlich braucht er jedoch viel mehr ,luft1 weil die fr den ,baum notwendige ,kohle nur in einem ganz winzigen ,bruchteil der ,luft enthalten ist1 nmlich in dem ,kohlensuregas1 welches nur der ,luft ausmacht4 ,zur ,bildung von einem ,kilogramm der ,holzkohle1 welche man durch ,erhitzen von ,holz erhlt1 mte also der betreffende ,baum nicht weniger als #bejj ,kilogramm ,luft verarbeiten4 ,fr seine ganze ,holzmenge braucht er wohl einige ,millionen ,kubikmeter -- aber was bedeutet dies angesichts des unermelichen ,luftmeers8 ,es enthlt weit mehr ,kohlensuregas1 als der ganze ,pflanzenwuchs der ,erde jemals aufzuzehren vermchte4 ,der ,kommerzienrat3 ,ich bin nun wirklich neugierig1 wie es die ,pflanze macht1 um dieses ,kohlensuregas aus der ,luft in sich aufzunehmen4 ,der ,professor3 ,ganz einfach3 sie atmet1 wie wir auch4 ,nur mit dem ,unterschied1 da wir den ,sauerstoff der ,luft einatmen und dafr ,kohlensure ausatmen1 whrend die ,pflanze -- wenigstens scheinbar -- das ,umgekehrte macht3 sie atmet ,kohlensure ein und ,sauerstoff aus4 ,die ,kohlensure besteht nmlich aus ,kohle und ,sauerstoff2 die ,kohle wird von der ,pflanze zurckbehalten1 der ,sauerstoff wird wieder abgegeben4 ,der ,kommerzienrat3 ,warum sagten ,sie soeben1 die ,pflanze atme nur scheinbar in umgekehrtem ,sinne wie wir8 ,der ,professor3 ,weil der ,gasaustausch der ,pflanze in ,wahrheit aus zwei ,prozessen besteht1 welche nebeneinander und gleichzeitig stattfinden3 der eine ,vorgang entspricht unserer ,ernhrung1 ich habe ihn soeben geschildert1 er besteht in der ,aufnahme von ,kohlensuregas und ,abscheidung von ,sauerstoffgas4 ,daneben findet ein zweiter1 viel schwcher entwickelter ,vorgang statt1 welcher eine wirkliche ,atmung bedeutet4 ,er besteht1 wie unsere ,atmung auch1 in der ,aufnahme von ,sauerstoffgas aus der ,luft und in der ,abgabe von ,kohlensuregas an sie4 ,dieser ,atmungsproze ist viel schwcher als der ,ernhrungsvorgang und wird daher gewhnlich durch diesen in den ,schatten gestellt4 ,aber nachts1 wenn die ,ernhrung der ,pflanzen stillsteht1 kann man sehr deutlich die ,atmung an der ,umkehrung der ,gasausscheidung beobachten4 ,der ,kommerzienrat3 ,warum steht die ,ernhrung der ,pflanzen nachts still1 da doch die ,luft auch nachts zu ihrer ,verfgung steht8 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,nachweis der ,atmung bei ,pflanzen4 ,ein ,glaskolben voll ,wucherblumen taucht in ,kalilauge4 ,diese steigt im ,kolbenhals auf1 indem sie die ausgeatmete ,kohlensure verschluckt4 ,der ,professor3 ,weil zur ,verdauung8 des ,kohlensuregases die ,mitwirkung des ,sonnenlichts notwendig ist4 ,die ,zerspaltung des ,kohlensuregases in ,kohle und ,sauerstoff ist ein sogenannter endothermischer ,vorgang 7vgl4 das #e4 ,kapitel71 d4 h4 ein ,vorgang1 der nur dann erfolgen kann1 wenn dem ,kohlensuregas ,energie zugefhrt wird4 ,diese ,energie strmt der ,pflanze im ,sonnenlicht bei ,tage reichlich zu4 ,sie verschwindet in der ,pflanze1 hilft bei der ,zerspaltung des ,kohlensuregases und ist dann in den ,spaltungsprodukten -- in der ,kohle und im ,sauerstoff -- enthalten4 ,der ,kommerzienrat3 ,diese ,vorgnge finden wohl in den ,blttern statt8 ,der ,professor3 ,ja4 ,sie sind zugleich der ,verdauungsapparat und die ,lunge der ,pflanze4 ,an der ,unterseite der ,bltter befinden sich sehr kleine1 spaltfrmige ffnungen in ungeheurer ,anzahl2 durch sie vollzieht sich der ,austausch der ,gase4 ,der ,kommerzienrat3 ,verzeihen ,sie1 wenn ich jetzt eine recht dumme ,frage stelle3 ,warum sind eigentlich die ,bltter grn8 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,spaltffnungen an der ,unterseite eines ,blattes4 ,der ,professor3 ,diese ,frage ist sehr berechtigt und ist auch von der ,wissenschaft schon gestellt und durch ,versuche beantwortet worden4 ,man hat gefunden1 da der grne ,farbstoff 7,blattgrn oder ,chlorophyll genannt7 fr den ,ernhrungsvorgang der ,pflanzen wesentlich ist4 ,wo er fehlt1 ist auch das ,sonnenlicht nicht imstande1 das ,kohlensuregas in ,kohle und ,sauerstoff zu spalten4 ,das ,blattgrn ist fr die ,pflanzen gewissermaen das1 was fr die ,tiere das ,blut ist4 ,nach den ,untersuchungen ,willsttters besteht sogar eine gewisse hnlichkeit in der chemischen ,zusammensetzung beider4 ,der ,kommerzienrat3 ,also knnte eine ,pflanze ohne ,blattgrn berhaupt nicht wachsen8 ,demnach gibt es solche ,pflanzen gar nicht8 ,der ,professor3 ,dies wre zuviel behauptet4 ,es gibt eine ganze ,menge ,pflanzen ohne ,blattgrn1 und sie knnen auch ganz gut wachsen3 aber ihre ,ernhrung beruht nicht auf der ,verdauung des ,kohlensuregases mit ,hilfe des ,lichts1 sondern auf der ,ausnutzung anderer ,stoffe4 ,diese ,pflanzen leben entweder als ,schmarotzer auf anderen ,pflanzen oder ,tieren1 oder sie ernhren sich von denjenigen ,stoffen1 welche bei der ,fulnis und ,verwesung entstehen4 ,zu diesen blattgrnfreien ,pflanzen gehren smtliche ,pilze und ,bakterien und viele hher organisierte ,pflanzen1 wie der ,fichtenspargel1 viele ,orchideen usw4 ,aber auch die meisten brigen ,pflanzen1 welche sich im erwachsenen ,zustande der ,kohlensure1 des ,lichts und des ,chlorophylls zur ,ernhrung bedienen1 ernhren sich in der frhesten ,jugend ohne ,chlorophyll2 sie leben in der ersten ,jugend von den ,vorrten1 welche die ,natur zu diesem ,zweck um den ,keim herumgelagert hat4 ,so lebt die junge ,getreidepflanze1 bevor sie durch die ,erde ans ,tageslicht dringt1 vom ,mehl des ,getreidekorns2 die ,kartoffelpflanze ntzt die groen ,nahrungsvorrte der ,kartoffelknolle aus1 und berhaupt alle ,zwiebel- und ,knollengewchse sind in ihrer ersten ,jugend mit einem frmlichen ,speicher von ,nahrungsvorrten umgeben4 ,bis diese verbraucht sind1 haben die jungen ,pflanzen gengend ,blattgrn gebildet1 um dann grtenteils von der ,luftkohlensure weiter leben zu knnen4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 7,nach ,c4 ,w4 ,schmidt47 ,die ,blattgrnkrner einer ,wasserlinse stellen sich auf wechselnde ,beleuchtung ein 7oben schwach1 unten stark beleuchtet74 ,der ,kommerzienrat3 ,eine gewisse ,vorliebe fr die schmarotzende ,lebensweise ihrer ,jugendzeit scheinen sich die meisten ,pflanzen doch auch mit ins sptere ,leben zu nehmen1 denn sonst knnte eine ,jauche- oder ,mistdngung doch ihr ,wachstum nicht so sehr frdern8 ,ist denn das1 was ,sie ber die ,luftnahrung sagen1 wirklich so wrtlich zu nehmen8 ,mir scheint1 meine ,gartengewchse sind doch mehr auf den ,dung angewiesen und wrden elend zugrunde gehen1 wenn ich ihnen blo die ,luft als ,nahrung berlassen wollte4 ,der ,professor3 ,hier haben ,sie ein ,schulbeispiel eines ,trugschlusses4 ,der ,beweis ist durch folgende ,versuche leicht zu fhren3 ,hngen ,sie einen ,bohnenkern mit ,hilfe von etwas ,watte in ein ,glas voll ,wasser4 ,er wird auskeimen1 aber die ,bohnenpflanze wird bald zugrunde gehen4 ,sie werden sagen3 ,das ist ganz klar1 ,wasser allein ist keine ,nahrung1 und von der ,luft kann nicht einmal eine ,pflanze leben4 ,aber ,sie irren sich wirklich4 ,wiederholen ,sie den ,versuch1 und setzen ,sie dem ,wasser winzige ,spuren von ,salpeter1 ,ammoniumphosphat und ,eisenvitriol hinzu1 im ganzen nicht mehr als ein halbes ,gramm von allen drei ,stoffen3 nun wird die ,bohne ppig und schnell wachsen1 wie mit der besten ,jauchedngung im ,garten1 und wird an ,gewicht gar bald die zugesetzten ,nhrsalze um ein ,hundertfaches berragen4 ,sie knnen nun unmglich behaupten1 die ,bohne nehme an ,substanz zu auf ,kosten der zugesetzten ,nhrsalze3 denn diese machen an ,gewicht nur einen winzigen ,bruchteil der ,gewichtszunahme unserer zweiten ,bohne aus4 ,diese ,bohne wchst offenbar auf ,kosten der ,kohlensure der ,luft1 wie brigens auch zweifelfrei durch direkte ,luftwgungen nachgewiesen wurde4 ,der ,kommerzienrat3 ,das ist in der ,tat eine wunderbare ,sache4 ,also darf man wohl annehmen1 da auch im ,mist solche ,nhrsalze enthalten sind1 und da sie ein beschleunigtes ,verdauen der ,luftkohlensure durch die ,pflanzen erleichtern8 ,der ,professor3 ,ja4 ,es ist sehr wohl mglich und sogar wahrscheinlich1 da auerdem auch noch ein ,teil der ,dungstoffe von der ,pflanze schmarotzerisch aufgenommen wird4 ,aber wesentlich ist dieser ,teil nicht1 sonst wrden die ,kunst- oder ,mineraldnger 7,superphosphat1 ,kainit1 ,salpeter1 ,ammoniumphosphat7 auf unseren ,wiesen und ,feldern nicht so groen ,erfolg haben1 auch wenn gar keine ,mistdngung gleichzeitig gegeben wird4 ,der ,kommerzienrat3 ,also knnte man die ,mistdngung wohl ganz entbehren und durch ,kunstdngung ersetzen8 ,der ,professor3 ,das wre wohl zu viel behauptet4 ,der ,mist und der aus ihm entstehende ,humusboden haben die ,eigenschaft1 solche ,nhrsalze festzuhalten1 die sonst vom ,regen aufgelst und fortgeschwemmt wrden4 ,auerdem ist es vielleicht mglich1 da der natrliche ,dnger fr die ,pflanzen eine hnliche ,bedeutung hat wie fr uns der ,genu des ,obstes1 das beinahe gar keinen ,nhrwert hat1 aber auf die ,zusammensetzung unserer ,krpersfte regulierend wirkt4 ,der ,kommerzienrat3 ,nun sagten ,sie wiederholt1 die ,kohlensure wrde in den ,blttern der ,pflanzen gespalten in ,kohle und ,sauerstoff1 und ,sie erwhnten auch1 da der ,sauerstoff wieder ausgeatmet wrde4 ,aber was geschieht mit der ,kohle8 ,als ,kohle ist sie doch gewi nicht in den ,pflanzen1 sonst mte sie sich durch ihre schwarze ,farbe verraten4 ,der ,professor3 ,der ,kohlenstoff 7so nennt der ,chemiker die reine ,kohle7 ist natrlich in den ,pflanzen nicht als solcher1 sondern er ist mit anderen ,elementen zu chemischen ,verbindungen vereinigt4 ,die wichtigsten dieser ,verbindungen sind3 der ,formaldehyd1 welcher so zusammengesetzt ist1 als ob #a ,atom ,kohlenstoff mit einem ,molekl ,wasser verbunden wre2 der ,trauben- und ,fruchtzucker und der ,malzzucker1 welche auf #f ,kohlenstoffatome #f ,wassermolekle1 und der ,zellstoff1 welcher auf #f ,kohlenstoffatome #e ,wassermolekle enthlt4 ,alle diese ,verbindungen enthalten also nur ,kohle und ,wasser in wechselnden ,mengen2 wahrscheinlich entsteht aus ,wasser und ,kohlensuregas unter dem ,einflu des ,lichtes und des ,blattgrns zuerst ,formaldehyd1 aus welchem sich dann durch ,verdichtung und mehrfache chemische ,umlagerungen die ,zuckerarten bilden4 ,diese werden teils durch ,umwandlung in ,zellstoff zum ,aufbau des ,holzes verwendet1 teils in ,form von ,strke 7welche dem ,zellstoff an chemischer ,zusammensetzung gleich ist7 als ,nahrungsvorrte aufgespeichert4 ,der ,kommerzienrat3 ,ich verstehe nun1 warum die ,kartoffelknollen1 die ,rben1 ,getreidekrner1 ,zwiebeln usw4 so reich an ,strke sind4 ,aber wie wird dieser ,nahrungsvorrat von der ,pflanze wieder nutzbar gemacht8 ,oder ist dies nicht der ,zweck des ,vorrats8 ,der ,professor3 ,doch6 ,es geschieht in der ,weise1 da die ,strke wieder in ,zuckerlsung zurckverwandelt wird4 ,deshalb schmecken keimende ,zwiebeln und ,kartoffeln s1 weil darin ein ,teil der ,strke in ,verzuckerung begriffen ist1 um dem wachsenden ,keim als ,nahrung zu dienen4 7,vgl4 das #h4 ,kapitel47 ,diese ,verzuckerung der ,strke wird durch gewisse chemische ,verbindungen bewirkt1 welche man ,enzyme nennt4 ,sie werden dabei merkwrdigerweise selbst nicht verndert4 ,der ,kommerzienrat3 ,ist man schon dahintergekommen1 warum diese abermalige ,umwandlung der ,strke in ,zucker notwendig ist8 ,ich meine dies3 warum wandelt sich nicht die ,strke direkt in ,pflanzenfasermasse1 in ,zellstoff1 um8 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,ein ,zwiebelkeim1 von strkereichen1 chlorophyllfreien ,blttern umhllt4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,eine aus drei ,augen keimende ,kartoffel4 ,die blinden 7chlorophyllfreien7 ,keime leben vom ,strkevorrat der ,kartoffel4 ,die ,schuppen 7,augen87 am ,grund der ,keime sind ,blattanlagen4 ,der ,professor3 ,dies hat einen sehr einfachen ,grund3 ,strke ist in ,wasser als solche nicht lslich1 whrend ,zucker lslich ist4 ,wenn nun z4 ,b4 ein ,kartoffelkeim an seiner ,spitze neue ,substanz ansetzt1 so mu diese in irgendeiner lslichen ,form aus der ,knolle in die ,spitze befrdert werden4 ,diese ,aufgabe fllt der ,zuckerlsung zu4 ,sie ist gleichsam das ,blut der ,pflanze4 ,die ,strkeablagerungen in der ,knolle sind dagegen mit dem ,fett der ,tiere vergleichbar4 ,der ,kommerzienrat3 ,braucht nun die ,pflanze zu ihrer ,ernhrung wirklich gar nichts weiter als ,kohlensuregas und ,wasser8 ,der ,professor3 ,es wre ein sehr verhngnisvoller ,irrtum1 dies zu glauben4 ,wir erwhnten schon vorhin die ,bedeutung der ,nhrsalze im natrlichen und knstlichen ,dnger4 ,von mindestens gleicher ,wichtigkeit ist fr das ,wachstum der ,pflanze die ,aufnahme eines weiteren ,elements1 des ,stickstoffs4 ,der ,stickstoff ist nmlich1 neben ,kohlenstoff1 ,wasserstoff und ,sauerstoff1 der wichtigste ,bestandteil der sogenannten ,eiweiverbindungen4 ,diese bilden den wertvollsten ,inhalt der tierischen und pflanzlichen ,zellen und sind die eigentlichen ,trger des ,lebens4 ,in den ,pflanzen bilden sie einen schleimigen ,belag auf der ,innenwand der ,zelle1 den man ,protoplasma nennt4 ,von diesem ,belag aus geht alles ,wachstum und berhaupt alles ,leben4 ,dieser ,belag enthlt und verbraucht andauernd eine gewisse ,menge ,stickstoffgas4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,eine junge ,pflanzenzelle4 ,das ,plasma fllt noch fast die ganze ,zelle1 mit ,ausnahme weniger ,saftrume4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ltere ,pflanzenzelle4 ,das ,plasma ist dem ,wachstum der ,zelle nicht gefolgt und liegt der ,zellwand als dnner1 schleimiger ,belag an4 ,die ,vakuolen nehmen fast den ganzen ,zellraum ein4 ,der ,kommerzienrat3 ,dies ist doch1 wenn ich mich recht erinnere1 der ,hauptbestandteil der ,luft8 ,der ,professor3 ,jawohl1 der ,luft bestehen aus ,stickstoff4 ,der ,kommerzienrat3 ,nun1 da hat es die ,pflanze leicht genug mit der ,befriedigung ihres ,stickstoffhungers1 denn sie wird das ,gas wohl einfach aus der ,luft aufnehmen4 ,der ,professor3 ,doch nicht so einfach1 wie ,sie sich jetzt denken4 ,das ,stickstoffgas als solches ist nmlich fr die ,pflanzen vllig unverdaulich4 ,die ,chemiker haben diesem ,gas schon lang angemerkt1 da es eine unglaublich geringe ,neigung hat1 chemische ,verbindungen einzugehen4 ,die ,pflanzen nehmen den ,stickstoff deshalb niemals aus der ,luft1 sondern stets durch die ,wurzel aus dem ,boden auf4 ,der ,boden mu ihn entweder in ,form von ,nitraten 7,salzen der ,salpetersure7 oder in ,form von ,ammoniakverbindungen enthalten4 ,der ,kommerzienrat3 ,jetzt verstehe ich auch von neuem1 warum der ,mist so gut dngend wirkt4 ,der enthlt ja so viel ,ammoniak1 da es einem in ,augen und ,nase beit4 ,der ,professor3 ,diesmal hat ,sie ,ihre sinnliche ,wahrnehmung auf den richtigen ,weg gefhrt4 ,der ,kommerzienrat3 ,wie machen es aber die ,bume des ,waldes und berhaupt die wildwachsenden ,gewchse mit der ,befriedigung ihres ,stickstoffbedarfs8 ,der ,professor3 ,sie ziehen1 wohl durch den ,geruch ihrer ,wurzeln1 gewisse ,pilze und ,bakterien an4 ,eine ausgerissene ,fichtenwurzel ist z4 ,b4 meist von einem dichten1 weien ,pilzgeflecht 7,mykorrhiza7 bedeckt1 welches mit der ,wurzel in innigster ,lebensgemeinschaft steht4 ,diese stickstoffreichen ,pilze bilden dann1 absterbend1 einen stickstoffhaltigen ,dnger fr die ,baumwurzel4 ,ganz hnlich ist es bei den ,hlsenfruchtgewchsen2 sie haben fast smtlich an ihren ,wurzeln kleine ,knllchen1 in welchen eine ,unmenge von ,bakterien eingeschlossen sind1 die durch ihr ,absterben die ,pflanze mit ,stickstoff versorgen4 ,der ,kommerzienrat3 ,ich denke1 durch diesen ,befund ist das ,problem nicht gelst1 sondern nur verschoben3 denn nun mssen wir fragen1 wie es diese ,pilze und ,bakterien anfangen1 stickstoffhaltig zu werden8 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,bohnenwurzel1 dicht mit ,bakterienknllchen besetzt4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,normale ,stickstoffbakterien 7nach ,jost74 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,degenerierte ,stickstoffbakterien aus einer ,bohnenwurzel 7nach ,jost74 ,der ,professor3 ,sie haben ganz recht4 ,ich verga1 ,ihnen zu sagen1 da man von einigen dieser ,bakterien mit aller ,sicherheit nachgewiesen hat1 da sie den ,stickstoff der ,luft in salpetrige und in ,salpetersure umwandeln4 ,die so entstehenden ,salze der ,salpetersure sind aber eines der verdaulichsten stickstoffhaltigen ,nahrungsmittel fr alle ,arten von ,pflanzen4 ,der ,kommerzienrat3 ,sagten ,sie nicht soeben1 da das ,stickstoffgas eine sehr geringe ,neigung habe1 chemische ,verbindungen einzugehen8 ,wie machen es wohl diese ,bakterien1 um den trgen ,stickstoff zur ,verbindung mit ,sauerstoff zu ntigen8 ,der ,professor3 ,dies ist vorlufig ein vlliges ,rtsel4 ,es ist um so merkwrdiger1 als diese ,vereinigung knstlich nur unter ,anwendung hoher elektrischer ,spannungen bei der ,temperatur des elektrischen ,funkens 7ca4 #djjj 7 mglich ist4 ,man knnte vielleicht1 wie bei der ,kohlensurespaltung1 an die ,mitwirkung des ,lichts denken4 ,aber es ist durch ,versuche fast einwandfrei festgestellt1 da die ,verdauung des ,stickstoffs ohne ,mitwirkung des ,lichts erfolgt 7vgl4 ,jost1 ,pflanzenphysiologie1 in ,strasburgers ,lehrbuch der ,botanik1 #aa4 ,aufl41 ,s4 #aic74 ,wir stehen also vor der fr jeden ,chemiker unglaublich klingenden ,tatsache1 da die ,pflanze es fertig bringt1 kaltes ,stickstoffgas ohne jede ,anwendung von ,licht1 ,wrme oder ,elektrizitt in beliebigem ,grade zu oxydieren4 ,dies ist eine ,leistung1 welche schlechthin alles in ,schatten stellt1 was die ,chemiker bisher erreicht haben4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,eine unfrmig aufgetriebene ,bakterienzelle aus einem ,wurzelknllchen der ,bohne1 gefllt mit ,millionen ,stickstoffbakterien4 ,der ,kommerzienrat3 ,ist es nicht berhaupt wunderbar1 da die ,pflanze ihre ,vorrte an ,zellulose1 ,strke und ,zucker auf kaltem ,wege erzeugt8 ,wenn ich nicht irre1 knnen die ,chemiker auch diese ,prozesse nicht ohne ,anwendung von ,hitze durchfhren4 ,der ,professor3 ,sie haben ganz recht4 ,die chemische ,kche der ,pflanze ist kalt4 ,dabei leistet sie so ,unglaubliches1 da sie damit den blassen ,neid aller ,chemiker weckt4 ,sie verwandelt auf dem ,weg von der ,knolle bis zum ,blatt wenigstens ein dutzendmal ,strke in ,zucker und ,zucker in ,strke um1 whrend den ,chemikern zwar das erste1 niemals aber bis jetzt das zweite gelungen ist4 ,kein ,chemiker vermag ,strke oder ,zellulose knstlich darzustellen4 ,dabei sind diese ,dinge verhltnismig als ,kleinigkeiten zu bewerten im ,vergleich mit der beispiellosen ,mannigfaltigkeit von ,farb-1 ,duft- und ,konservierungsstoffen1 welche in den ,wurzeln1 ,blttern und ,blten erzeugt werden4 ,das ,pflanzenkleid der ,erde ist in der ,tat das gewaltigste chemische ,laboratorium1 vor welchem sich selbst unsere leistungsfhigsten chemischen ,fabriken wie rmliche ,alchimistenkchen verkriechen mssen4 ,der ,kommerzienrat3 ,hat man denn gar keine ,vorstellung1 welcher ,hilfsmittel sich die ,pflanze bei ihren chemischen ,darstellungen bedient8 ,sie haben mir doch frher 7vgl4 das #h4 ,kapitel7 erzhlt1 da man die ,grungsvorgnge und die ,verzuckerung der ,strke mit ,hilfe der sogenannten ,enzyme knstlich bewirken knne1 ohne ,mithilfe des lebenden ,pflanzenkrpers4 ,wre es nicht denkbar1 da alle chemischen ,vorgnge in der ,pflanze auf die ,mitwirkung von ,enzymen zurckfhrbar sind8 ,der ,professor3 ,dies ist deshalb ganz ausgeschlossen1 weil die bis jetzt bekannten ,enzyme smtlich den ,abbau1 d4 h4 die ,zerlegung einer komplizierten in verschiedene einfache ,verbindungen1 bewirken4 ,aufbauende ,enzyme sind meines ,wissens bis jetzt berhaupt unbekannt4 ,gerade die wichtigsten chemischen ,vorgnge in der ,pflanze sind jedoch solche ,synthesen1 d4 h4 aufbauende ,prozesse4 ,das ist der ,unterschied zwischen der ,verdauung bei ,pflanzen und bei ,tieren3 die ,pflanze verdaut einfache ,stoffe1 wie ,kohlensure1 ,wasser und ,stickstoff1 zu sehr komplizierten2 das ,tier aber verdaut komplizierte ,nhrstoffe 7,fleisch1 ,pflanzeneiwei7 zu einfachen ,endprodukten 7,aminosuren74 ,freilich baut dann auch der tierische ,krper aus diesen ,zerlegungsstoffen wieder komplizierte ,eiweimolekle des ,blutes und ,fleisches auf4 ,der ,kommerzienrat3 ,ich bin ,ihnen1 lieber ,professor1 fr ,ihre interessanten ,belehrungen sehr dankbar4 ,nun kann ich mir nur eine ,sache noch nicht recht vorstellen3 wenn jede ,pflanze whrend ihres ,wachstums ,kohlensure aus der ,luft zieht1 und wenn sich dieser ,vorgang ,jahr um ,jahr mit der ganzen1 gewaltigen ,pflanzendecke der ,erde wiederholt3 da mu doch schlielich die ,luft die geringe ,menge ,kohlensure1 welche sie noch enthlt1 nach und nach ganz verlieren4 ,dann wre wohl kein ,pflanzenwuchs und infolgedessen auch kein ,tierleben mehr mglich4 ,der ,professor3 ,sie bersehen in ,ihrer ,schlufolgerung nur die wichtige ,tatsache1 da alle von den ,pflanzen aufgenommene ,kohlensure schlielich doch wieder als solche in die ,luft zurckstrmt4 ,denn fast alle ,pflanzensubstanz fllt schlielich der ,verwesung anheim1 und dabei wird nahezu aller ,kohlenstoff schlielich in ,kohlensuregas verwandelt1 welches in die ,luft zurckstrmt4 ,auch das faulende ,holz der ,wlder unterliegt dieser ,vernderung4 ,diejenige ,pflanzensubstanz1 welche nicht unmittelbar verwest1 wird entweder von ,tieren gefressen oder verbrannt oder allmhlich in ,kohle verwandelt und dann auch verbrannt4 ,da bei der ,verwesung des ,tierkrpers auch ,kohlensure entsteht1 so ist in allen diesen ,fllen das ,endprodukt wieder die ,kohlensure4 ,deshalb kann der ,kohlensuregehalt der ,luft nicht abnehmen4 ,der ,kohlenstoff vollendet also in der ,natur einen ewigen1 sich immer wiederholenden ,kreislauf4 ,der ,kommerzienrat3 ,ich dchte aber1 ich htte einmal gelesen oder gehrt1 da die ,luft in einer lteren ,periode der ,erdgeschichte reicher an ,kohlensure gewesen sei4 ,damals1 ich glaube1 es war in der ,zeit der ,entstehung der ,steinkohlen1 sollen ja aus diesem ,grunde die ,pilze und ,farnkruter und ,brlappgewchse eine ungeheure ,gre erreicht haben4 ,ist dies richtig1 so widerspricht es doch der ,lehre vom ,kreislauf des ,kohlenstoffs4 ,der ,professor3 ,ihr ,einwand ist in der ,tat richtig2 whrend aber diese1 ich mchte sagen3 skulare ,abnahme des ,kohlensuregehaltes der ,luft ,millionen von ,jahren beansprucht hat1 so knnen wir fr unsere geschichtlichen ,zeitrume keine erkennbare ,abnahme nachweisen4 ,wir knnen also mit dieser ,einschrnkung die ,lehre vom ,kreislauf des ,kohlenstoffs wohl aufrechterhalten4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,der ,siegelbaum 7,sigillaria71 ein baumgroes ,brlappgewchs der ,steinkohlenzeit4 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,alethopteris lonchitidis1 ein steinkohlenbildender ,farn4 ,der ,kommerzienrat3 ,woher stammten denn jene groen ,kohlensuremengen8 ,der ,professor3 ,man vermutet1 da die ursprngliche ,atmosphre hauptschlich aus ,kohlensure und ,stickstoff bestand1 welche beiden ,gase von der erkaltenden ,erdmasse ausgehaucht wurden4 ,ob ,sauerstoff schon dabei war1 oder ob er erst durch ,zersetzung der ,kohlensure gebildet wurde1 ist nicht sicher entschieden4 ,der ,kommerzienrat3 ,aber wohin sind diese groen ,kohlensuremengen geraten8 ,der ,professor3 ,man vermutet1 da sie in den ,kalkgebirgen stecken1 deren ,gestein aus kohlensaurem ,kalk besteht4 ,diese ,gebirge und ihr ,material sind nmlich zweifellos erst nach jener ,zeit entstanden1 in welcher die ,luft so reich an ,kohlensure war4 ,der ,kommerzienrat3 ,da mte man also annehmen1 da auf der ,erde ehemals gebrannter oder gelschter ,kalk vorhanden war1 und da dieser sich mit der ,kohlensure allmhlich zu kohlensaurem ,kalk verbunden hat8 ,der ,professor3 ,o nein1 das ist ganz anders vor sich gegangen4 ,die ,kalkgebirge sind voll versteinerter ,meerestiere2 diese htten niemals auf gebranntem oder gelschtem ,kalk leben knnen1 weil diese ,verbindung eine sehr scharfe1 tzende ,base ist4 ,vielmehr weisen alle ,umstnde darauf hin1 da bei der ,entstehung des ,kalksteins dem ,meer eine wichtige ,rolle zukommt4 ,untersucht man irgendeine ,art von ,kalkstein oder ,kreide unter dem ,mikroskop1 so erkennt man leicht1 da diese ,stoffe ganz und gar aus den ,kalkschalen winziger ,pflanzen 7,kalkalgen7 und ,tiere 7,urtierchen7 zusammengesetzt sind1 die ohne ,zweifel im ,wasser gelebt haben4 ,der ,kommerzienrat3 ,zugegeben2 aber diese ,erklrung kann doch unmglich fr solche ,kalkgesteine gelten1 welche von hohen ,berggipfeln1 wie z4 ,b4 von der ,zugspitze1 stammen4 ,der ,professor3 ,wenn ,sie vom ,gipfel der ,zugspitze ein ,stck ,wettersteinkalk abschlagen und mikroskopisch prfen1 so werden ,sie erkennen1 da es nahezu gnzlich aus den ,schalen zweier ,kalkalgen1 nmlich der ,gattungen ,gyroporella und ,diplopora1 zusammengesetzt ist4 ,der ,kommerzienrat3 ,also mte auch der ,gipfel der ,zugspitze ehemals ,meeresboden gewesen sein8 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,diplopora annulata1 eine ,kalkalge des ,wettersteingebirges4 ,der ,professor3 ,dies ist ganz unbezweifelbar4 ,die ,erhebung der ,alpen ist als ein ,faltungs- und ,schrumpfungsvorgang der ,erdrinde erst in sehr spter ,zeit 7in der ,tertirzeit7 erfolgt2 es ist sogar mglich1 da in dieser ,zeit bereits das jngste aller irdischen ,geschpfe1 der ,mensch1 vorhanden oder in der ,entwicklung begriffen war4 ,vorher waren die ,alpenlande ebener ,boden1 eingetrockneter ,meeresboden4 ,und in dem ,meer1 das ehemals diesen ,boden berdeckte1 lebten und starben jene ,kalkalgen in ungeheuren ,mengen4 ,die toten sanken darin langsam zu ,boden und verwesten2 aber ihre ,kalkschalen konnten nicht verwesen und bildeten einen tiefen und dicken ,schlamm1 aus welchem allmhlich durch ,austrocknung und ,erhrtung der ,kalkstein wurde4 ,der ,kommerzienrat3 ,dies klingt sehr wunderbar1 ist aber immerhin verstndlich4 ,aber wie soll ich mir vorstellen1 da die ,kalkschalen der ,algen sich mittels der ,kohlensure der ,luft gebildet haben8 ,denn so war es doch1 so soll doch der ehemals so groe ,kohlensuregehalt der ,luft sich vermindert haben8 ,der ,professor3 ,auch dieser ,vorgang ist an lebenden ,kalkalgen recht klar erforscht worden4 ,diese ,kalkalgen knnen nur in einem ,wasser leben1 welches sogenannten doppeltkohlensauren ,kalk gelst enthlt4 ,dies ist eine chemische ,verbindung von kohlensaurem ,kalk mit ,kohlensure2 sie unterscheidet sich von kohlensaurem ,kalk 7der in ,wasser unlslich ist7 durch ihre betrchtliche ,lslichkeit4 ,die ,kalkalgen nun1 als ,pflanzen1 brauchen zu ihrer ,ernhrung ,kohlensure4 ,da sie nicht in der ,luft leben1 sondern im ,wasser1 so entziehen sie ihren ,kohlensurebedarf aus dem doppeltkohlensauren ,kalk1 welcher in ihrer wsserigen ,umgebung gelst ist4 ,dadurch verwandelt sich aber der lsliche doppeltkohlensaure ,kalk in unlslichen kohlensauren ,kalk1 der nun auf irgendeine ,weise zum ,vorschein kommen mu4 ,die allzeit erfinderische ,natur verwendet ihn zum ,bau steinerner ,gehuse und ,sttzgerste3 der ,kalkschalen dieser ,algen4 ,der ,kommerzienrat3 ,das ist freilich ein merkwrdiger ,vorgang1 auf den man durch bloes ,nachdenken nicht kommen kann4 ,nun fragt sich blo1 wie die ,kohlensure der ,luft dazu kommt1 als doppeltkohlensaurer ,kalk in das ,wasser einzutreten8 ,der ,professor3 ,diese ,frage ist durch die ,geologie recht zuverlssig beantwortet worden4 ,das ,regenwasser lst beim ,niederfallen um so mehr ,kohlensure auf1 je klter es ist und je reicher die ,luft an ,kohlensure ist4 ,diese ,lsung wirkt auf die meisten ,gesteine zersetzend ein und entzieht ihnen langsam1 aber sicher alle ,basen1 indem es diese in doppeltkohlensaure ,salze verwandelt und in gelster ,form fortfhrt4 ,der ,kalkgehalt unserer ,kalkgebirge stammt also vermutlich aus den ,urgneisen und vielleicht auch aus den lteren ,graniten4 ,die ,kohlensure stammt aus der ,luft4 ,der ,kommerzienrat3 ,wie kam aber die ,kohlensure in die ,luft8 ,der ,professor3 ,sie ist ein ,entgasungsprodukt der erkaltenden ,erde4 ,noch heute strmt die ,erde an allen ,orten frherer vulkanischer ,ttigkeit groe ,mengen von ,kohlensure aus 7z4 ,b4 in der ,eifel am ,rhein74 ,da die vulkanischen ,vorgnge in frheren ,erdperioden viel strker und weiter verbreitet waren1 so mu dadurch auch viel mehr ,kohlensure in die ,luft gekommen sein4 ,noch heute hlt dieses aus der ,erde kommende 7juvenile87 ,kohlensuregas dem durch den ,pflanzenwuchs verbrauchten das ,gleichgewicht1 so da der ,kohlensuregehalt der ,luft nicht merklich abnimmt4 ,der ,kommerzienrat3 ,da sollte man eigentlich erwarten1 da die ,luft im ,winter mehr ,kohlensure enthlt als im ,sommer1 weil im ,winter der ,verbrauch durch die ,pflanzen grtenteils wegfllt1 whrend der ,zustrom aus dem ,erdinnern doch in gleicher ,strke weiter besteht4 ,der ,professor3 ,ihre ,vermutung ist tatschlich richtig 7vgl4 ,jost1 ,pflanzenphysiologie1 in ,strasburgers ,lehrbuch der ,botanik1 #aa4 ,aufl41 ,s4 #ahf74 ,in #ajjjj ,liter ,luft sind im ,winter #c1j bis #c1f1 im ,sommer nur #b1g bis #b1i ,liter ,kohlensure enthalten4 ,der ,kommerzienrat3 ,ich wundere mich jetzt geradezu1 da der ,kohlensuregehalt der ,luft nicht fortwhrend grer wird4 ,denn die von den ,pflanzen verzehrte ,luftkohlensure gelangt doch1 wenn die ,pflanzen verwesen1 wieder unvermindert in die ,luft zurck2 und die gewaltigen ,kohlensuremengen1 welche der ,erde entstrmen1 kommen doch hinzu4 ,der ,professor3 ,sie vergessen1 da der ,kreislauf der ,kohlensure sich in einer ,bahn vollzieht1 welche1 sozusagen1 nicht ganz dicht hlt4 ,sie hat zwei undichte ,stellen1 an welchen viel ,kohlensure aus dem ,kreislauf nach auen sickert3 die eine ,stelle ist ,ihnen schon bekannt1 es ist die ,bildung der ,kalkgesteine aus dem ,meeresbodenschlamm4 ,das andere ,leck in der ,bahn des ,kreislaufs der ,kohlensure ist die ,bildung der ,kohlenlagersttten der ,erde4 ,hier verwandeln sich ungeheure ,mengen von ,pflanzensubstanz durch mangelhafte ,verwesung in ,torf1 ,braunkohle1 ,steinkohle1 ,anthrazit und ,graphit und binden so eine ,menge ,kohlenstoff in der ,erdrinde1 der ehedem als ,kohlensuregas in der ,luft war4 ,der ,kommerzienrat3 ,sie erwhnten vor einiger ,zeit1 da der ,sauerstoffgehalt der ,luft mglicherweise auf jene groen ,kohlensuremengen zurckzufhren ist1 welche frher in der ,luft enthalten waren4 ,wie wre dies zu erklren8 ,der ,professor3 ,wenn die ,kohlensure durch ,kalkalgen gebunden und als ,nahrung aufgenommen wurde1 so mu eine entsprechende ,menge von ,sauerstoff von ihnen abgeschieden worden sein4 ,dieser ,sauerstoff1 das ,verdauungsprodukt der kohlensureverzehrenden ,pflanzen1 kann nur in die ,luft entwichen sein4 ,der ,kommerzienrat3 ,freilich haben dieselben ,pflanzen zum ,zweck der ,atmung ,sauerstoff verbraucht und ,kohlensure abgeschieden4 ,aber anscheinend ist die ,atmung der ,pflanzen weniger rege als ihre ,ernhrung4 ,der ,professor3 ,so ist es tatschlich4 ,wohl werden durch die ,atmung1 namentlich durch die der ,bodenbakterien1 ungeheure ,mengen ,kohlensuregas in die ,luft geschickt2 aber diese ,mengen sind dennoch verschwindend klein im ,verhltnis zu denjenigen1 welche bei der ,ernhrung derselben ,pflanzen verbraucht werden4 ,fr die ,bewegung des ,sauerstoffs gilt natrlich dasselbe im umgekehrten ,sinn3 bei der ,ernhrung wird viel mehr ,sauerstoff frei1 als bei der ,atmung verzehrt wird4 ,der ,kommerzienrat3 ,das ,nebeneinanderbestehen dieser beiden ,vorgnge1 der ,atmung und der ,ernhrung1 mit ihren entgegengesetzt verlaufenden ,stoffwechselprozessen erscheint einem doch recht unverstndlich4 ,was hat es fr einen ,sinn1 da bei der ,atmung einer ,pflanze ,kohlensure entbunden wird1 welche von derselben ,pflanze zum ,zweck der ,ernhrung wieder verbraucht wird8 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,aus den abgeschnittenen ,stielenden der ,wasserpflanze ,helodea canadensis entweicht im ,sonnenlicht ,sauerstoffgas4 ,der ,professor3 ,der ,sinn dieser einander widersprechenden ,vorgnge ist in den thermochemischen ,beziehungen1 also in den ,bewegungen der ,wrme bei diesen chemischen ,prozessen1 zu suchen4 ,der ,ernhrungsvorgang ist ein endothermischer ,proze2 bei der ,spaltung der ,kohlensure wird ,energie 7in ,form von ,sonnenlicht7 verbraucht4 ,der ,atmungsvorgang ist dagegen ein exothermischer ,proze1 bei welchem ,energie frei wird4 ,diese freiwerdende ,energie wird von der ,pflanze verbraucht1 um ihre smtlichen ,bewegungen zu bestreiten1 nmlich die ,wachstumsbewegungen1 das ,aufrichten und ,strecken1 das ,entrollen der ,bltter aus den ,knospen usw4 ,bewegungen erzeugen wir ja auch in den ,maschinen durch freiwerdende ,energie1 z4 ,b4 in der ,dampfmaschine durch die freiwerdende ,wrme der brennenden ,kohlen4 ,diese ,wrme ist1 nebenbei bemerkt1 nichts anderes als die ,energie des ,sonnenlichts1 welche in der ,karbonzeit in den ,blttern der ,steinkohlenbume die ,kohlensure in ,kohlenstoff und ,sauerstoff gespalten hat4 ,indem wir die ,kohle verbrennen1 gewinnen wir diese aufgestapelte ,sonnenenergie als ,wrme wieder4 ,der ,kommerzienrat3 ,wenn ich ,sie also recht verstehe1 so atmet die ,pflanze nur1 um dadurch ,verbrennungsenergie fr ihre ,wachstumsbewegungen zu gewinnen8 ,der ,professor3 ,da sie nur deshalb atmet1 wre wohl zu viel gesagt4 ,denn die ,atmung wird1 wie bei den ,tieren1 wohl auch die ,reinigung des ,krpers durch ,oxydation unbrauchbarer ,stoffe bewirken4 ,der ,kommerzienrat3 ,nach allem1 was ,sie soeben gesagt haben1 knnte man wohl auch von einem ,kreislauf der ,wrme sprechen8 ,denn die ,wrme1 welche bei der ,verbrennung der ,kohlen an die ,natur zurckgegeben wird1 ist doch nichts anderes als die ,sonnenenergie1 welche ehemals die ,kohlensure in ,kohlenstoff und ,sauerstoff spaltete8 ,der ,professor3 ,so ist es allerdings2 aber die ,bezeichnung ,kreislauf8 knnen wir fr diesen ,weg der ,wrme doch nicht gut anwenden1 weil diese ,wrme nicht wieder an ihren ursprnglichen ,platz 7die ,sonne7 zurckgelangt4 ,nach dem bisherigen ,stand unseres ,wissens ist es ganz unmglich1 da die ,wrme von einem klteren auf einen wrmeren ,krper bertragen wird4 ,diese ,tatsache ist deshalb wichtig1 weil die ,umwandlung der ,wrme in die ,energie der ,bewegung nach unseren ,erfahrungen nur bei ihrem bertritt von einem ,krper auf einen anderen mglich ist4 ,also haben alle ,bewegungen1 welche wir berhaupt kennen1 ihren letzten ,ursprung darin1 da ,wrme 7und zwar verwandelte oder aufgespeicherte ,sonnenwrme7 von einem wrmeren auf einen klteren ,krper bergetreten ist4 ,der ,kommerzienrat3 ,meinen ,sie damit auch z4 ,b4 die ,bewegung eines ,wasserrades im ,flu8 ,der ,professor3 ,ja4 ,das ,wasserrad kann nur so lange getrieben werden1 als das ,wasser bergab luft4 ,das ,wasser luft aber nur so lange bergab1 als es durch ,regengsse aus den ,wolken auf die ,gipfel der ,berge befrdert wird4 ,es ist die ,sonnenwrme1 welche das zu ,tal geflossene ,wasser immer wieder in ,dampf- und ,dunstform auf ,wolkenhhen erhebt4 ,sie ist es also letzten ,endes1 welche das ,wasserrad treibt4 ,der ,kommerzienrat3 ,wie ist es aber mit der ,bewegung eines ,elektromotors1 in den ich elektrischen ,strom sende8 ,das hat doch gewi nichts mit der ,sonnenwrme zu tun8 ,der ,professor3 ,doch insofern1 als ,sie ,elektrizitt auf keine andere ,weise erzeugen knnen als durch ,umwandlung aus ,sonnenwrme3 denn ,sie mssen die ,dynamo entweder mit ,wasserkraft betreiben1 deren ,zusammenhang mit der ,sonnenwrme wir soeben dargelegt haben2 oder ,sie verwenden ,dampfmaschinen oder ,gasmotoren1 deren ,energie aus der ,kohle stammt1 also wieder indirekt aus der ,sonne4 -- ,alle ,energie stammt von der ,sonne und ist in ihrer ,entstehung an die ,bedingung gebunden1 da die ,sonne ihre ,wrme an einen klteren ,krper abgibt2 denn nur bei diesem bergang knnen ,umwandlungen in andere ,energieformen erfolgen4 ,der ,kommerzienrat3 ,dann mte also die ,welt einmal zum ,stillstand kommen1 wenn alle ,krper ihre ,temperatur gegenseitig ausgeglichen haben1 weil dann keine ,wrme mehr von einem wrmeren auf einen klteren ,krper bertreten knnte4 ,widerspricht dies nicht dem ,gesetz der ,erhaltung der ,energie8 ,denn die ,wrme ist dann doch in der ,welt noch vorhanden1 nur ist sie nicht mehr in ,arbeit umwandelbar4 ,der ,professor3 ,der ,streit ber diese ,frage 7des ,physikers ,boltzmann71 ob die ,welt am ,wrmetod8 zugrunde gehen wird oder nicht1 ist auch unter den ,gelehrten noch nicht entschieden4 ,fr uns ist sie deshalb nicht gerade aktuell1 weil der ,sonnenball ein so ungeheures ,reservoir von ,energie darstellt1 da das ,menschengeschlecht keine ,energieteuerung8 erleben wird4 #ab4 ,das periodische ,system der ,elemente4 7,ein ,gesprch zwischen einem ,chemiker und einem ,studenten47 ,der ,chemiker3 ,sie mchten also gern von mir wissen1 ob und wie die chemischen ,eigenschaften der ,elemente mit ihren ,atomgewichten 7vgl4 das #d4 ,kapitel7 zusammenhngen4 ,der ,student3 ,ja1 denn ich bilde mir ein1 diesem ,zusammenhang bereits auf die ,spur gekommen zu sein4 ,ich glaube entdeckt zu haben1 da die chemischen ,elemente um so metallischere ,eigenschaften haben1 je grer ihr ,atomgewicht ist4 ,der ,chemiker3 ,diese ,entdeckung lt sich freilich bestreiten4 ,ich fhre ,ihnen zum ,beleg meines ,widerspruchs drei nichtmetallische und drei ausgesprochen metallische ,elemente an1 deren ,atomgewichte das ,gegenteil beweisen knnten3 die ,metalle ,lithium1 ,natrium und ,magnesium haben die 7abgerundeten7 ,atomgewichte #g1 #bc und #bd2 die nichtmetallischen ,elemente ,phosphor1 ,schwefel und ,brom haben die viel hheren ,atomgewichte #ca1 #cb und #hj68 ,der ,student3 ,meine ,vermutung grndete sich darauf1 da die ,mehrzahl der hohen ,atomgewichte doch unzweifelhaft zu metallischen ,elementen gehrt1 whrend die ,mehrzahl der niederen ,atomgewichte den nichtmetallischen ,elementen eigen ist4 ,der ,chemiker3 ,in dieser unbestimmten ,form ausgesprochen1 ist ,ihre ,ansicht zweifellos richtig und enthlt ein ,naturgesetz4 ,nur1 sobald ,sie dieses ,gesetz genau beschreiben wollen1 so da es ohne ,ausnahme gelten soll --3 da entschlpft es ,ihnen unter den ,hnden und lt sich nicht fassen4 ,dies ist in einer sehr merkwrdigen ,tatsache begrndet1 welche zuerst im ,jahr #ahfe von ,john ,a4 ,b4 ,newlands erkannt wurde4 ,er ordnete die chemischen ,elemente nach der ,gre der ,atomgewichte in eine fortlaufende ,reihe derart1 da die ,reihe mit dem kleinsten ,atomgewicht begann und mit dem grten endigte4 ,er fand nun1 da zwar die benachbarten ,elemente keine besonders deutliche hnlichkeit in ihren ,eigenschaften zeigten1 da aber diese hnlichkeit ganz auffallend bemerkbar wurde1 wenn man sieben ,elemente bersprang4 ,also das achte war dem ersten1 das neunte dem zweiten1 das zehnte dem dritten ,element hnlich usw41 und diese hnlichkeit wiederholte sich beim fnfzehnten ,element mit dem ersten und achten1 beim sechzehnten mit dem zweiten und neunten1 usf4 -- ,newlands nannte seine ,entdeckung deshalb das ,gesetz der ,oktaven4 ,damit ,sie sich von der ,richtigkeit berzeugen knnen1 schreibe ich ,ihnen den ,anfang der ,oktavenreihe hier und setze ber den ,namen jedes ,elements sein ,atomgewicht3 #g #i #aa #ab #ad #af #ai ,lithium ,beryllium ,bor ,kohlenstoff ,stickstoff ,sauerstoff ,fluor #bc #bd #bg #bh #ca #cb #ce1d ,natrium ,magnesium ,aluminium ,silizium ,phosphor ,schwefel ,chlor #ci #dj #dd #dh #ea #eb #ee ,kalium ,kalzium ,skandium ,titan ,vanadin ,chrom ,mangan ,auerdem habe ich in jede ,zeile nur sieben ,elemente geschrieben und die drei ,zeilen so untereinander gesetzt1 da die hnlichen ,elemente untereinander zu stehen kommen4 ,ich wei nicht1 ob ,ihnen die hnlichkeit dieser untereinanderstehenden ,elemente berall berzeugend klar ist4 ,der ,student3 ,ich knnte dies eigentlich nur von den drei ,elementen sagen1 welche ganz links stehen4 ,sie sind mir als ,alkalimetalle wohlbekannt4 ,der ,chemiker3 ,um die hnlichkeit zu erkennen1 bedarf es nur eines kleinen ,fingerzeigs3 ,sie mssen auf die ,wertigkeit achten 7vgl4 das #d4 ,kapitel74 ,die ,elemente der ersten ,gruppe 7von links7 sind ,ihnen zweifellos als einwertig bekannt3 jedes ,atom von ihnen vermag in einer ,sure nur ein ,atom ,wasserstoff zu ersetzen4 ,wenn ,sie nun auch nur wenig mit den ,eigenschaften der brigen ,elemente vertraut sind1 so werden ,sie leicht erkennen1 da die ,elemente der zweiten ,gruppe 7von links7 smtlich zweiwertig1 die der dritten ,gruppe dreiwertig1 der vierten vierwertig sind4 ,die ,elemente der drei letzten ,gruppen treten1 wie ,ihnen bekannt sein wird1 in verschiedenen ,wertigkeiten auf4 ,untersucht man aber ihre bestndigsten ,verbindungen1 so findet man eine sehr auffallende ,tatsache3 in ihnen sind die ,elemente der fnften ,gruppe entweder fnfwertig oder dreiwertig1 die der sechsten ,gruppe entweder sechswertig oder zweiwertig1 die der siebenten entweder sieben- oder einwertig4 ,der ,student3 ,dies ist ganz unbegreiflich wunderbar1 da wir doch bei der ,zusammenstellung der ,oktaven nur von den ,atomgewichten ausgegangen sind und auf die ,wertigkeit gar keine ,rcksicht genommen haben4 ,der ,chemiker3 ,beachten ,sie auch1 da die ,wertigkeit nicht nur von links ber die ,mitte nach rechts stetig und gleichmig ansteigt1 sondern auch von rechts nach links1 allerdings nur bis zur ,mitte4 ,der ,student3 ,es ist gerade so1 als ob die ,natur zwischen links und rechts keinen ,unterschied gelten lassen wollte4 ,der ,chemiker3 ,dieser ,eindruck wird noch durch die ,tatsache verstrkt1 da die ,elemente der vierten ,gruppe ganz berwiegend1 in ihren meisten ,verbindungen1 vierwertig sind4 ,die vierte ,gruppe ist als ,mittelgruppe sowohl von links als auch von rechts aus die vierte1 wodurch sich dieses berwiegen der ,vierwertigkeit sehr interessant erklrt4 ,der ,student3 ,bezieht sich die hnlichkeit der ,elemente jeder solchen ,gruppe auch noch auf andere ,eigenschaften als die ,wertigkeit8 ,der ,chemiker3 ,selbstverstndlich6 ,sie umfat alle ,eigenschaften1 und zwar nicht blo der ,elemente selbst1 sondern auch ihrer ,verbindungen4 ,also3 die ,elemente der ersten ,gruppe sind einander nicht blo darin hnlich1 da sie leichte ,metalle sind1 welche das ,wasser bei gewhnlicher ,temperatur zersetzen1 sondern auch ihre ,verbindungen 7z4 ,b4 mit ,chlor7 haben eine unverkennbare hnlichkeit in ,aussehen und ,kristallform1 ,wasserlslichkeit1 ,schmelzpunkt usw4 ,der ,student3 ,gilt nun dieses ,newlandssche ,gesetz der ,oktaven auch fr alle brigen ,elemente1 die ,sie oben nicht angeschrieben haben8 ,der ,chemiker3 ,es gilt fr alle ,elemente2 aber es hat vieler ,untersuchungen bedurft1 um dies klar zu erkennen4 ,es war das ,verdienst des russischen ,chemieprofessors ,mendelejeff 7von der ,universitt ,st4 ,petersburg7 und des ,deutschen ,lothar ,meyer1 hier einige ,klarheit geschaffen zu haben4 ,die ,schwierigkeiten beginnen nmlich gerade da1 wo unsere dritte ,periode endigt1 also hinter dem ,element ,mangan4 ,dieses und das vorhergehende ,chrom gleichen den beiden bergeordneten ,elementen ihrer ,gruppen bei weitem nicht in dem ,grade1 wie man erwarten sollte1 wenn auch in der ,wertigkeit und in den sauerstoffreichsten ,oxyden eine unverkennbare hnlichkeit besteht4 ,verlngert man aber die dritte ,periode von #g auf #ag ,elemente1 so zeigt sich sowohl in den ,eigenschaften der ersten als auch der letzten ,glieder dieser #agteiligen ,periode eine geradezu verblffende hnlichkeit mit den ,gliedern der beiden kurzen ,perioden4 ,diese groe8 ,periode heit also 7unter ,verwendung der ,abkrzungszeichen fr die ,namen der ,elemente73 ,k ,ca ,sc ,ti ,v ,cr ,mn ,fe ,co ,ni ,cu ,zn ,ga ,ge ,as ,se ,br4 ,der ,student3 ,aber #ag ,elemente knnen doch nicht mit #g zur ,deckung gebracht werden8 ,wie kann man in dieser ,anordnung von korrespondierenden ,eigenschaften sprechen8 ,der ,chemiker3 ,die kurzen1 siebengliedrigen ,perioden stimmen in ihren ,eigenschaften sowohl mit den sieben ersten als auch mit den sieben letzten ,elementen dieser langen ,periode berein4 ,die lange ,periode zerfllt also sozusagen in zwei kurze und ein ,mittelstck1 das aus den drei ,elementen ,eisen1 ,nickel und ,kobalt besteht4 ,der ,student3 ,wenn ich mir diese kurzen ,perioden betrachte1 die ,sie aus der langen herausschneiden1 so finde ich1 da ihre ,elemente mit den beiden ersten kurzen ,perioden nur teilweise bereinstimmen wollen4 ,die vordere ,hlfte1 ,k-,mn1 stimmt nur in ihren drei ersten1 die hintere mit den ,elementen ,cu-,br nur in ihren drei letzten ,elementen gut mit den beiden kurzen ,perioden zusammen4 ,dagegen scheint mir das ,ende der ,k-,mn-,periode und der ,anfang der ,cu-,br-,periode nicht so gut zu passen3 denn ,mn mte doch ein ,halogen sein1 wie ,cl und ,br1 und ,cu mte ein ,alkalimetall sein1 wie ,li1 ,na und ,k4 ,der ,chemiker3 ,sie haben ganz recht1 die bereinstimmung dieser ,elemente mit den ,halogenen bzw4 ,alkalimetallen lt zu wnschen brig4 ,immerhin wollen ,sie bedenken1 da das ,kupfer im einwertigen ,zustand ,salze bildet1 welche im ,aussehen und ,verhalten den ,alkalimetallsalzen nicht unhnlich sind3 so ist das ,kupferchlorr1 ,cu,cl1 wei und nhert sich damit einigermaen dem ,chlornatrium1 ,na,cl1 und ,chlorkalium1 ,k,cl4 ,denn die zweiwertigen ,kupfersalze sind doch alle blau oder grn4 ,andrerseits bildet das ,mangan mit viel ,sauerstoff ein flssiges1 leicht verdampfendes ,oxyd ,mn#b,o#g1 welches den entsprechenden ,oxyden des ,chlors und ,broms nicht unhnlich ist4 ,wenn ,sie nun berhaupt die ,wertigkeit der ,elemente durch die ganze #ag;gliedrige ,periode verfolgen1 so knnen ,sie an der ,berechtigung dieser ,unterteilung nicht wohl mehr zweifeln4 ,der ,student3 ,gibt es denn noch mehr groe ,perioden8 ,der ,chemiker3 ,ja2 mindestens noch eine mit den folgenden ,elementen3 ,rb ,sr ,y ,zr ,nb ,mo -- ,ru ,rh ,pd ,ag ,cd ,in ,sn ,sb ,te ,j4 ,sie sehen3 in dieser ,periode ist ein ,element1 zwischen ,molybdn und ,ruthenium1 noch nicht entdeckt4 ,es mte dem ,mangan der ersten groen ,periode entsprechen4 ,der ,student3 ,offenbar gilt fr diese zweite groe ,periode dasselbe wie fr die erste3 das dreigliederige ,mittelstck ,ru1 ,rh1 ,pd mu ausgeschaltet werden2 die beiden ,reste sind kleine ,perioden1 welche wiederum nur in den drei ersten bzw4 den drei letzten ,gliedern gut mit den eigentlichen kleinen ,perioden zusammenstimmen4 ,der ,chemiker3 ,ja2 aber beachten ,sie die gute bereinstimmung in allen ,gliedern der beiden groen ,perioden4 ,auch die ,mittelstcke ,eisen1 ,nickel1 ,kobalt und ,ruthenium1 ,rhodium1 ,palladium stimmen doch auffallend gut berein4 -- ,ich will ,ihnen nun das ganze periodische ,system8 mit allen ,atomgewichten anschreiben 7nach ,b4 ,brauner73 ---------------------------------------- ------------------------------- ,gruppe,gruppe,gruppe,gruppe,gruppe ,gruppe,gruppe,gruppe ,gruppe #j ,i ,,ii ,,iii ,,iv ,v ,,vi ,,vii ,,viii ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #a #a ,h ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #b #g #i #aa #ab #ad #af #ai ,li ,be ,b ,c ,n ,o ,f ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #c #bc #bd #bg #bh #ca #cb #ce1e ,na ,mg ,al ,si ,p ,s ,cl ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #d #ci #dj #dd #dh #ea #eb #ee #ef #eh1ig #eh1fc ,k ,ca ,sc ,ti ,v ,cr ,mn ,fe ,co ,ni ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #e #fc #fe #gj #gb #ge #gi #hj ,cu ,zn ,ga ,ge ,as ,se ,br ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #f #he #hg #hi #ij #id #if #ajj #ajb #ajc #ajf ,rb ,sr ,y ,zr ,nb ,mo 8 ,ru ,rh ,pd ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #g #ajh #aab #aad #aai #abj #abg1eabf1ib ,ag ,cd ,in ,sn ,sb ,te ,j ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #h #acc #acg #ach #adj-agh #ahb #ahd #aij #aia #aic #aie ,cs ,ba ,la ,ce usw4 ,ta ,w 8 ,os ,ir ,pt ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #i #aig #bjj #bjd #bjg #bji #bab #bad ,au ,hg ,tl ,pb ,bi 8 8 ---------------------------------------- ------------------------------- ,reihe #aj #bbj #bbe8 #bcj #bcc #bce #bci 8 ,ra 8 ,th 8 ,u ---------------------------------------- ------------------------------- ,der ,student3 ,das soll also nun bedeuten1 da die untereinander stehenden ,elemente in jeder ,gruppe einander chemisch verwandt sind und diejenige ,wertigkeit besitzen1 welche der ,gruppenzahl entspricht8 ,der ,chemiker3 ,so ist es4 ,bei genauerem ,zusehen werden ,sie erkennen1 da ich die ,elemente der ,gruppen ,i-,,vii nicht genau untereinander geschrieben habe1 sondern abwechselnd etwas nach links und nach rechts gerckt habe4 ,die links untereinanderstehenden bilden die sogenannte ,hauptgruppe1 die nach rechts ausgerckten fat man als ,nebengruppe8 zusammen4 ,der ,student3 ,aber ist das nicht eine rein willkrliche ,maregel8 ,der ,chemiker3 ,nicht so ganz4 ,denn obwohl dieses ,ausrcken nach links und rechts mit mathematischer ,strenge genau abwechselnd erfolgte1 ist es offenbar kein ,zufall1 da jede dieser beiden ,teilgruppen eine unverkennbare ,verwandtschaftsgruppe bildet4 ,in der ,i4 ,hauptgruppe stehen z4 ,b4 nur ,alkalimetalle1 in der ,,ii4 ,hauptgruppe nur alkalische ,erdmetalle1 in der ,,vii4 ,nebengruppe nur ,halogene4 ,dagegen umfat die erste ,nebengruppe die unter sich hnlichen ,schwermetalle ,cu1 ,ag1 ,au1 welche zu den ,elementen der ,hauptgruppe eine viel geringere hnlichkeit haben als zueinander4 ,dieselbe ,erscheinung wiederholt sich in jeder der sieben ersten ,gruppen4 ,der ,student3 ,ich verstehe6 ,diese ,anordnung trgt also auch den ,unstimmigkeiten ,rechnung1 welchen wir oben bei der ,zerschneidung der groen ,perioden begegneten3 das ,mangan1 als ,element der siebenten ,hauptgruppe1 braucht den ,elementen der siebenten ,nebengruppe nicht vllig zu gleichen4 ,auerdem sehe ich1 da die mittleren drei ,elemente der groen ,perioden dadurch ganz von selbst in eine achte ,gruppe nach rechts hinaus gedrngt werden4 ,stimmen diese ,elemente denn in ihren ,eigenschaften so zusammen1 da sie mit ,recht in eine ,gruppe vereinigt werden drfen8 ,der ,chemiker3 ,ohne ,zweifel4 ,die ,elemente ,eisen1 ,nickel1 ,kobalt und die sechs ,platinmetalle haben sowohl in ihren metallischen als auch in ihren chemischen ,eigenschaften eine unverkennbare ,verwandtschaft4 ,die ,platinmetalle finden sich z4 ,b4 in der ,natur fast stets mit ,eisen legiert1 in den ,meteoriten sind ,eisen1 ,nickel und ,kobalt miteinander vergesellschaftet4 ,ganz besonders zeigt sich die ,verwandtschaft dieser ,metalle der achten ,gruppe miteinander in ihrer groen ,neigung zur ,bildung sogenannter komplexer ,salze1 in welchen um ein zentrales ,metallatom #f ,atomgruppen gelagert sind4 ,auch die ,farben ihrer einfachen ,salze1 die meist grn1 braun oder weinrot sind1 zeigen eine groe hnlichkeit4 ,endlich ist die ,zuteilung dieser ,metalle zur achten ,gruppe dadurch gerechtfertigt1 da sie wohl die einzigen ,elemente sind1 bei welchen zweifellos die ,achtwertigkeit beobachtet wurde3 so im ,osmiumtetroxyd ,os,o4 ,der ,student3 ,die ,existenz einer solchen achten ,gruppe strt aber das ,wertigkeits-,gleichgewicht unseres ,systems1 denn nun ist die vierte ,gruppe nicht mehr die ,mitte4 ,der ,chemiker3 ,dieser schwerwiegende ,einwand wurde durch die ,entdeckung der sogenannten ,edelgase entkrftet4 ,dies sind die ,elemente mit den ,atomgewichten3 ,helium #d1 ,neon #bj1 ,argon #dj1 ,krypton #hb1 ,xenon #abh4 ,da sie sich absolut gar nicht mit anderen ,elementen verbinden lassen1 so besitzen sie offenbar gar keine ,wertigkeit3 sie sind nullwertig und mssen1 wenn sie berhaupt dem periodischen ,system zugeteilt werden sollen1 eine nullte ,gruppe bilden4 ,diese stellt dann das durch die achte ,gruppe gestrte ,gleichgewicht wieder her4 ,der ,student3 ,sollte man denn nicht erwarten drfen1 da auch die ,elemente der achten ,gruppe als nullwertig im ,sinne der ,symmetrie auftreten8 ,der ,chemiker3 ,sie entsprechen auch dieser ,anforderung insofern1 als sie -- wenigstens die ,platinmetalle -- edle ,eigenschaften haben1 also eine gewisse ,neigung1 blank und unverbunden zu bleiben4 ,der ,student3 ,das ist in der ,tat sehr merkwrdig4 -- ,gibt es noch weitere gesetzmige ,beziehungen zwischen den chemischen ,elementen1 welche ihren ,ausdruck im periodischen ,system finden8 ,der ,chemiker3 ,o1 eine ganze ,menge4 ,zunchst haben ,sie wohl selbst schon beobachtet1 da innerhalb jeder ,gruppe sich die ,eigenschaften der ,elemente mit den steigenden ,atomgewichten betrchtlich ndern4 ,das spezifische ,gewicht1 der ,glanz und berhaupt der metallische ,charakter nimmt zu1 die ,farben werden dunkler4 ,betrachten ,sie z4 ,b4 die ,elemente der siebenten ,gruppe ,fluor1 ,chlor1 ,brom und ,jod4 ,ich stelle hier in einer ,tabelle ihre wichtigsten ,eigenschaften zusammen3 ,fluor ,chlor ,brom ,jod ---------------------------------------- -------------------------- ,farbe schwach gelbgrngelbgrn braunrotschwarzviolett ---------------------------------------- -------------------------- ,spez4 ,gewicht #a1ajh #a1cc #c1ah #d1ig 7fest oder flssig7 ---------------------------------------- -------------------------- ,schmelzpunkt -#bcc -#ajb -#g #aac ---------------------------------------- -------------------------- ,siedepunkt -#ahg -#cc #fc #bjj ---------------------------------------- -------------------------- ,atomgewicht #ah1ia #ce1ah #gi1cf #abf1ja ,sie sehen1 wie alle ,eigenschaften sich im gleichen ,sinne verndern wie das ,atomgewicht4 ,der ,student3 ,das ist so merkwrdig1 da man fast versucht wre zu prfen1 ob die ,abstufung dieser ,zahlen nach einem mathematischen ,gesetz erfolgt4 ,der ,chemiker3 ,sie haben einen guten ,sprsinn1 denn ein solches ,gesetz besteht in der ,tat4 ,wenn ,sie die ,atomgewichte der drei ,elemente ,chlor1 ,brom und ,jod betrachten1 so erkennen ,sie leicht1 da das ,atomgewicht des ,broms das arithmetische ,mittel zwischen den beiden andern ist3 ,chlor #ce1ah ,jod #abf1ja -------- ,summe #afa1ai 3 #b #hj1ei 7statt #gi1cf74 ,die ,rechnung stimmt nicht ganz genau1 aber doch sehr angenhert4 ,dieselbe ,gesetzmigkeit gilt mit etwa gleicher ,genauigkeit fr die spezifischen ,gewichte und die ,schmelzpunkte und sogar fr die ,wasserlslichkeit der ,metallverbindungen4 ,der ,student3 ,wer hat dieses merkwrdige ,gesetz entdeckt8 ,der ,chemiker3 ,es rhrt von dem deutschen ,chemiker ,dbereiner1 der es als ,gesetz der ,triaden8 bezeichnet hat4 ,denn selbstverstndlich knnen daran stets nur drei ,elemente beteiligt sein4 ,sie knnen sich daher leicht berzeugen1 da das vierte ,halogen1 das ,fluor1 im ,atomgewicht und in den brigen ,eigenschaften einen geradezu sprunghaften ,abstand von unserer ,triade hlt4 ,der ,student3 ,gibt es noch andere solche ,triaden8 ,der ,chemiker3 ,fast in jeder ,gruppe ist eine enthalten4 ,die wichtigsten sind wohl3 ,argon1 ,krypton1 ,xenon2 ,kalium1 ,rubidium1 ,zsium2 ,kalzium1 ,strontium1 ,baryum2 ,aluminium1 ,gallium1 ,indium2 ,silizium1 ,germanium1 ,zinn2 ,phosphor1 ,arsen1 ,antimon2 ,schwefel1 ,selen1 ,tellur4 ,der ,student3 ,was sagt nun das periodische ,system der ,elemente ber den ,unterschied zwischen ,metallen und ,nichtmetallen8 ,der ,chemiker3 ,ziehen ,sie von der linken oberen ,ecke bis zur rechten unteren einen ,diagonalstrich durch das ,system1 dann befinden sich oberhalb des ,striches die ,metalloide1 unterhalb die ,metalle4 ,der ,student3 ,das ist allerdings eine verblffend klare ,antwort auf unsere ,frage4 ,aber welche ,stellung nehmen diejenigen ,elemente dazu1 welche von diesem ,strich geschnitten werden oder ganz nahe bei ihm stehen8 ,vermutlich bilden sie bergnge in ihren ,eigenschaften zwischen ,metallen und ,metalloiden8 ,der ,chemiker3 ,sie meinen also ,elemente1 wie das ,arsen1 ,antimon1 ,molybdn1 ,wolfram1 ,tellur4 ,diese zeigen zugleich metallische und nichtmetallische ,eigenschaften in sich vereinigt4 ,als ,metalle lsen sie sich in ,suren meistens unter ,wasserstoffentwicklung auf und gehen in kristallisierende ,salze ber4 ,als ,nichtmetalle bilden sie durch die ,vereinigung ihrer ,oxyde mit ,wasser ,suren1 welche ihrerseits mit ,basen ,salze bilden knnen4 ,so gibt es z4 ,b4 einerseits schwefelsaures ,antimon1 andrerseits antimonsaures ,kalium4 ,je hher ein ,element ber dem ,diagonalstrich steht1 um so mehr berwiegen seine surebildenden ,eigenschaften ber die metallischen 7basenbildenden74 ,wenn ,sie das ,system allerdings sehr aufmerksam betrachten1 kann ,ihnen eine gewisse ,ungleichfrmigkeit in dieser ,beziehung nicht entgehen4 ,der ,student3 ,sie meinen wahrscheinlich das ungleiche ,verhalten von ,haupt- und ,nebengruppen in bezug auf diesen ,unterschied zwischen ,metall- und ,nichtmetallcharakter8 ,der ,chemiker3 ,allerdings4 ,links von der ,mitte des ,systems enthalten die ,nebengruppen viel schwerere1 glnzendere1 metallischere8 ,metalle als die ,hauptgruppen2 rechts von der ,mitte ist es umgekehrt4 ,betrachten ,sie nur die ,v41 ,,vi4 und ,,vii4 ,gruppe3 da stehen die drei ausgesprochen metallischen ,elemente ,vanadin1 ,chrom und ,mangan zwischen ebenso ausgesprochen nichtmetallische eingekeilt3 zwischen ,phosphor und ,arsen1 ,schwefel und ,selen1 ,chlor und ,brom4 ,der metallische ,charakter eilt also in der ,nebengruppe dem in der ,hauptgruppe voraus4 ,der ,student3 ,in dem1 was ,sie da sagen1 scheint mir ein gewisser ,widerspruch zu liegen1 wenn ich es auf die erste ,gruppe anwende4 ,was soll da das eigentliche ,kennzeichen des ,metallischen sein8 -- ,ist es ,glanz und ,dichte1 so ist die ,nebengruppe 7,kupfer1 ,silber1 ,gold7 die metallischere4 ,ist es aber die ,neigung zur ,basenbildung1 so mu die ,hauptgruppe 7,kalium1 ,rubidium1 ,zsium7 als die metallischere gelten1 weil ihre ,oxyde nicht blo die strksten ,basen1 sondern schlechthin nur ,basen sind4 ,dagegen bildet das ,gold doch bereits ein saures ,oxyd4 ,also1 was soll nun gelten8 ,der ,chemiker3 ,sie haben ganz recht4 ,hier liegt ein offenkundiger ,widerspruch verborgen4 ,die chemische und die physikalische ,definition des ,begriffs metallisch8 decken sich zwar hufig1 aber nicht immer1 und hier handelt es sich um einen ,fall1 in dem sie merklich auseinandergehen4 ,der ,student3 ,gibt es auch innerhalb der wagrechten ,reihen solche oder hnliche ,gesetzmigkeiten1 wie wir sie in den senkrechten ,gruppen festgestellt haben8 ,der ,chemiker3 ,allerdings4 ,beobachten ,sie nur z4 ,b4 die ,unterschiede der ,atomgewichte zweier benachbarter ,elemente in den ,reihen #b und #c3 ,reihe #b3 #b--b--a--b--b--c1 ,reihe #c3 #a--c--a--c--a--c1e4 ,der ,student3 ,das sind allerdings sehr regelmige ,sprnge1 aber mir scheint1 sie sind doch nicht ganz symmetrisch verteilt3 sonst mte am ,anfang der beiden ,reihen noch eine ,differenz von derselben ,gre stehen1 wie am ,schlu8 ,der ,chemiker3 ,sie haben sehr richtig beobachtet2 aber diese ,forderung ist inzwischen durch die ,entdeckung der ,edelgase bereits erfllt worden4 ,in der nullten ,gruppe steht nmlich am ,anfang der ,reihe #b das ,helium mit dem ,atomgewicht #d2 die ,differenz zum benachbarten ,lithium betrgt also #c1 wie es die ,theorie fordert4 ,am ,anfang der ,reihe #c steht aber das ,neon mit dem ,atomgewicht #bj1 seine ,differenz zum benachbarten ,natrium betrgt #c4 ,der ,student3 ,entspricht dieser auffallenden ,gesetzmigkeit auch eine solche in den physikalischen oder chemischen ,eigenschaften8 ,der ,chemiker3 ,sie wollen also wissen1 ob bestimmte physikalische oder chemische ,eigenschaften der ,elemente einer wagrechten ,reihe gegen die ,mitte ab- oder zunehmen8 -- ,in bezug auf die ,wertigkeit der ,elemente konnten wir diese ,frage schon insofern bejahen1 als wir gesehen haben1 da die ,wertigkeit gegenber dem ,wasserstoff fr alle ,elemente der zweiten ,reihe von beiden ,seiten her gegen die ,mitte anwchst bis zum ,hchstwert der ,vierwertigkeit4 ,dasselbe gilt aber auch fr physikalische ,eigenschaften1 z4 ,b4 fr die spezifischen ,gewichte1 wie folgende ,vergleichung zeigt3 ,reihe #c3 ,na ,mg ,al ,si ,p ,s ,cl spez4 ,gewicht3 #j1ig #a1g #b1e #b1e #b1j #a1i #a1c ,diese dritte ,reihe ist1 wie wir wissen1 eine vollstndige ,periode4 ,fr die vierte und fnfte ,reihe gilt das ,gesetz scheinbar nicht1 da in der vierten ,reihe die spezifischen ,gewichte von links nach rechts fortwhrend zunehmen1 in der fnften aber ebenso gleichmig abnehmen4 ,der ,grund ist1 da die vierte und fnfte ,reihe zusammen eine groe ,periode bilden1 fr welche das ,gesetz des ,anwachsens der spezifischen ,gewichte bis zur ,mitte genau so gilt1 wie fr die kleinen ,perioden3 ,k ,ca ,sc ,ti ,v ,cr ,mn ,fe ,co #j1hf #a1f #c1h 8 #e1e #f1h #g1b #g1i #h1e ,ni ,cu ,zn ,ga ,ge ,as ,se ,br #h1h #h1h #g1a #e1i #e1e #e1f #d1f #b1i ,der ,student3 ,sie haben in unserer ,tabelle des periodischen ,systems an einigen ,stellen ,fragezeichen statt der ,symbole von ,elementen angebracht1 weil die betreffenden ,elemente offenbar noch nicht bekannt sind4 ,aber wenn ich die ,flle von ,gesetzmigkeiten bedenke1 welche wir bis jetzt am periodischen ,system erkannt haben1 so sollte ich doch meinen1 da man damit die ,eigenschaften dieser ,elemente ziemlich gut voraussagen knnte4 ,der ,chemiker3 ,dies ist auch mglich1 und zwar mit um so grerer ,sicherheit1 je vollstndiger die ,umgebung des unbekannten ,elements bekannt ist4 ,mendelejeff hat auf diese ,weise die wichtigsten ,eigenschaften der drei ,elemente ,skandium1 ,germanium und ,gallium vor ihrer ,entdeckung vorausgesagt1 und es war geradezu verblffend1 wie genau die meisten seiner ,angaben mit den spteren ,beobachtungen bereinstimmten4 ,er hatte fr das noch unentdeckte ,skandium den ,namen ,ekabor1 fr das ,gallium ,ekaaluminium1 fr das ,germanium ,ekasilizium gewhlt4 ,seine so berraschend eingetroffenen ,prophezeiungen beschrnkten sich durchaus nicht blo auf die ,eigenschaften der ,elemente selbst1 sondern sie beschrieben auch diejenigen einiger ,verbindungen4 ,der ,student3 ,wie konnte er diese ,angaben so genau machen8 ,der ,chemiker3 ,er leitete sie als arithmetisches ,mittel aus denjenigen vier ,elementen ab1 welche das zu bestimmende umgeben4 ,diese vier nannte er die ,atomanaloge4 ,fr das ,germanium 7,mendelejeffs ,ekasilizium7 waren es die vier ,elemente ,silizium1 ,zinn1 ,gallium und ,arsen4 ,die ,atomgewichtsbestimmung erfolgte in diesem ,fall also dadurch1 da er die ,atomgewichte dieser vier ,elemente addierte und durch vier teilte3 ,si #bh ,sn #aai ,ga #gj ,as #ge #bib #bib 3 #d #gc4 ,das wirkliche ,atomgewicht des ,germaniums wurde als #gb bestimmt4 ,der ,student3 ,sind nun solche kleinen ,abweichungen der berechneten und gefundenen ,werte1 wie wir sie auch an den ,dbereinerschen ,triaden beobachtet haben1 als ,fehler in den ,atomgewichtsbestimmungen zu betrachten1 oder kann man sagen1 da die ,gesetze selbst nicht mathematisch genau verlaufen8 ,der ,chemiker3 ,noch vor #bj ,jahren glaubte man allgemein1 da diese ,unstimmigkeiten auf ,beobachtungsfehler1 also auf ungenau bestimmte ,atomgewichte1 zurckgefhrt werden mten4 ,jetzt ist diese ,ansicht endgltig als ,irrtum erkannt4 ,die ,atomgewichte der meisten ,elemente sind mit so auerordentlicher ,zuverlssigkeit bestimmt1 da die ,ungenauigkeiten der ,triaden unbedingt nicht auf ,bestimmungsfehler zurckgefhrt werden knnen4 ,noch merkwrdiger sind aber einige andere ,ausnahmen4 ,das ,tellur mte1 da es in der sechsten ,gruppe steht1 ein kleineres ,atomgewicht haben als das in derselben ,reihe folgende ,element ,jod der siebenten ,gruppe4 ,das ,atomgewicht des ,tellurs ist aber #abg1e1 das des ,jods #abf1ib4 ,vertauscht knnen diese ,elemente natrlich nicht werden1 denn ihre ,zugehrigkeit zur sechsten bzw4 siebenten ,gruppe ist ber alle ,zweifel erhaben4 ,also bleibt nur die ,annahme mglich1 da die ,eigenschaften der ,elemente zwar im groen und ganzen1 aber doch nicht im einzelnen als periodische ,funktionen der ,atomgewichte zu betrachten sind4 ,der ,student3 ,das ist ja ungemein merkwrdig6 ,sie sprachen davon1 da es noch andere solche ,flle gbe8 ,der ,chemiker3 ,ja4 ,dasselbe gilt1 wie ,sie aus unserer ,tabelle ersehen1 fr das ,paar ,kobalt 7#eh1ig7 -- ,nickel 7#eh1fh7 und fr das ,paar ,argon 7#ci1f7 -- ,kalium 7#ch1he71 endlich fr das in unserer ,tabelle nicht enthaltene ,paar ,neodym 7#adc1f7 -- ,praseodym 7#adj1e74 ,ja1 selbst in diesen ,unstimmigkeiten offenbart sich eine ,gesetzlichkeit3 nicht blo darin1 da es stets ,element-,paare sind1 sondern auch in ihrer symmetrischen ,verteilung im periodischen ,system2 das ,paar ,argon -- ,kalium liegt am ,ende der zweiten kleinen ,periode1 das ,paar ,tellur -- ,jod am ,ende der zweiten groen ,periode4 ,um fnf bis sechs ,elemente hinter jedem dieser beiden ,paare folgen1 gleichsam als ,trabanten1 die beiden anderen ,atompaare ,kobalt -- ,nickel und ,neodym -- ,praseodym4 ,diese beiden sind noch berdies durch eine andere ,eigenschaft in korrespondierende ,beziehungen zueinander gebracht2 das erste ,element beider ,paare bildet rote1 das zweite grne ,salze4 -- ,doch alle diese ,unregelmigkeiten sind noch weit davon entfernt1 erklrt oder auch nur genauer erforscht zu sein4 ,dies bleibt eine ,aufgabe der zuknftigen ,chemie4 ,illustration ,welt und ,wissen-,bibliothek ,bis jetzt sind folgende ,bnde erschienen3 #a4 ,illustrierte ,himmelskunde von ,felix ,erber4 #b4 ,entdeckungsreisen am ,nord- und ,sdpol von ,dr4 ,j4 ,wiese4 #c4 ,das illustrierte ,buch der ,technik von ,oskar ,hoffmann4 #d4 ,luftschiffahrt und ,flugtechnik von ,a4 ,v4 von ,frankenberg und ,ludwigsdorff4 #e4 ,asien1 ,land und ,leute von ,dr4 ,alfred ,berg4 #f4 ,der ,bau des menschlichen ,krpers von ,dr4 ,g4 ,zehden4 #g4 ,illustrierte ,tierkunde von ,dr4 ,heinz ,welten4 #h4 ,illustriertes ,buch der ,chemie von ,dr4 ,heinrich ,wiesenthal4 #i4 ,krper- und ,schnheitspflege von ,reinhold ,gerling4 #aj4 ,afrika1 ,land und ,leute von ,dr4 ,alfred ,berg4 #aa4 ,streifzge im ,reiche der ,physik von ,l4 ,wunder4 #ab4 ,bilder aus dem ,leben der ,pflanze von ,dr4 ,c4 ,w4 ,schmidt4 ,jeder ,band ist abgeschlossen und reich illustriert4