,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt1 fremdsprachige ,passagen in ,antiqua4 ,es gibt auerdem einige griechische ,ausdrcke4 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 gesperrt3 ,raute ,latein3 ,doppelwelle ,einige wenige offensichtliche ,druckfehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,uneinheitliche ,schreibweisen von ,eigennamen wurden wie im ,original belassen4 ,die ,funoten des ,vorworts wurden als ,endnoten an das ,ende des ,vorworts gesetzt4 ,seite #de3 der ,begriff hinzunehmen0 wurde wie im ,original belassen4 ,vom ,zusammenhang her wre jedoch vermutlich hinzuzunehmen0 zu schreiben 7das ,urteil des ,calvus an manchen ,stellen hinzunehmen87 ,unterricht in der ,beredsamkeit ,von ,marcus ,fabius ,quintilianus bersetzt von ,w4 ,nicolai ,neue1 verbesserte ,ausgabe von ,prof4 ,dr4 ,otto ,gthling ,verlag von ,philipp ,reclam jun4 ,leipzig ,holzfreies ,papier ,druck von ,philipp ,reclam jun4 ,leipzig ,einleitung ,marcus ,fabius ,quintilianus,a1 ber dessen ,lebensverhltnisse uns nur wenige ,zeugnisse erhalten sind1 lebte im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ,da ,calagurris,b in ,spanien und nicht ,rom sein ,geburtsort gewesen ist1 ist wohl nicht zu bezweifeln4 ,weniger sicher ist die ,angabe seines ,geburtsjahres4 ,frher hat man das ,jahr #db angenommen1 es ist indessen besonders aus seinen eigenen ,erwhnungen des im ,jahre #ei verstorbenen ,domitius ,afer wahrscheinlich1 da diese ,zeit um einige ,jahre zu spt ist1 und das ,jahr #ce wahrscheinlich das ,jahr seiner ,geburt ist4 ,seinen ,vater1 der ,rhetor war1 erwhnt er ,,ix1 #c1 #gc4 ,wenn er auch bisweilen seinen ,jugendunterricht erwhnt 7,i1 #b1 #bc2 ,,ii1 #d1 #bf71 so nennt er doch nirgends seine ,lehrer2 nur die ausgezeichneten ,redner fhrt er an1 die zu hren er ,gelegenheit gehabt hat1 wie ,julius ,africanus 7,x1 #a1 #aah2 ,,xii1 #aa1 #c71 ,servilius ,novianus 7,x1 #a1 #ajb71 ,galerius ,trachalus1 ,vibius ,crispus1 ,julius ,secundus 7,,xii1 #i1 #aa74 ,nachdem er um das ,jahr #ei in seine ,heimat zurckgekehrt war1 hielt er sich daselbst als ,lehrer der ,beredsamkeit acht ,jahre 7bis #fh7 auf1 in welchem ,jahre ihn ,galba1 der ,statthalter im tarrakonensischen ,spanien war1 mit sich nach ,rom zurcknahm4 ,seit dieser ,zeit begann er in ,rom teils als ,sachwalter aufzutreten1 teils rhetorischen ,unterricht zu erteilen4 ,da er auf dem ,forum in ,prozesachen geredet1 sagt er ,,iv1 #b1 #hf1 und an einer andern ,stelle 7,,vii1 #b1 #bd7 beklagt er sich ber die ,nachlssigkeit der ,stenographen1 welche seine ,reden in ganz verflschter ,form unter das ,publikum gebracht hatten4 ,dagegen gelangte er als ,lehrer der ,beredsamkeit zu groem ,ansehen1 so da sein ,name sprichwrtlich gebraucht wurde4 ,und als ,vespasian ,gehlter fr die ,lehrer aus dem ,fiskus anwies1 neben welchen natrlich das ,honorar der ,schler bestehen blieb1 war ,quintilian der erste1 der ein solches erhielt2 angeblich bezog er ein ,gehalt von #ahjjj ,mark4 ,unter seinen ,schlern sind die berhmtesten der jngere ,plinius 7,briefe ,,ii1 #ad1 #aj2 ,,vi1 #f1 #c7 und die ,enkel der ,schwester ,domitians1 ,domitilla1 die ,shne des spter 7#ie oder #if7 hingerichteten ,flavius ,clemens1 vielleicht auch ,cornelius ,tacitus4 ,aus seinem ,unterrichte sind die libri duo artis rhetoricae 7zwei ,bcher ber ,rhetorik71 vielleicht auch die gegen seinen ,willen in die ffentlichkeit gelangten sermones 7,gesprche7 hervorgegangen2 eine ,frucht seiner ,studien war auch die ,schrift de causis corruptae eloquentiae 7ber die ,ursachen des ,verfalls der ,beredsamkeit71 die man frher irrigerweise in dem ,dialoge des ,tacitus ber die ,redner wiederzuerkennen vermeint hat4 ,nach zwanzigjhrigem ffentlichen ,lehramte trat er etwa um #ia von demselben zurck und erhielt bald darauf durch ,domitian consularia ornamenta 7,rang und ,vorteile eines ,konsuls74 ,in dieser ,zeit begann er1 von vielen ,seiten aufgefordert1 die ,abfassung des umfassenden ,werkes de institutione oratoria 7,unterricht in der ,beredsamkeit71 das innerhalb zweier ,jahre vollendet1 dann aber einer wiederholten ,feile und ,durchsicht unterworfen wurde4 ,jedenfalls ist es vor dem #if erfolgten ,tode ,domitians vollendet worden1 denn nur so lassen sich die auffallenden ,schmeicheleien gegen diesen abscheulichen ,kaiser 7,,iv1 #a1 #b2 ,x1 #a1 #ia7 und das bereitwillige ,eingehen auf die ,verdchtigung der ,philosophie1 die gerade unter dieser ,regierung den heftigsten ,verfolgungen ausgesetzt war1 erklren1 aber nie und nimmer entschuldigen4 ,dem ,werke geht eine kurze ,zuschrift an den berhmten und unserm ,schriftsteller befreundeten ,buchhndler ,trypho voraus1 auf welche die ,widmung an den ,rhetor ,marcellus ,victorius folgt1 dessen ,sohn ,quintilian unterrichtet hatte4 ,von seiner ,gattin1 die ihm im noch nicht vollendeten #ai4 ,lebensjahre durch den ,tod entrissen wurde1 hatte er zwei ,shne1 von denen der eine im #e41 der andere im #aj4 ,lebensjahre starb4 ,in ergreifender ,weise gibt er seinem ,schmerze ber diese ,schicksalsschlge im ,vorwort zum ,,vi4 ,buche ,ausdruck4 ,sein ,todesjahr lt sich nicht nachweisen2 wahrscheinlich hat er ein ,alter von ungefhr #gj ,jahren erreicht4 ,die ,annahme1 er sei #aah gestorben1 ist sicherlich nicht richtig4 ,den ,inhalt der zwlf ,bcher ,unterricht in der ,beredsamkeit0 gibt ,quintilian in dem ,vorwort zum ,i4 ,buche also an3 ,das erste ,buch wird nmlich das enthalten1 was dem ,berufe des ,rhetors vorangeht4 ,im zweiten werden wir die ersten ,anfnge bei dem ,rhetor und die ,fragen ber das ,wesen der ,rhetorik behandeln4 ,fnf weitere ,bcher sollen der ,erfindung 7denn daran wird sich auch die ,anordnung anschlieen7 und vier dem rednerischen ,ausdruck 7wobei das ,auswendiglernen und der ,vortrag seine ,stelle erhlt7 gewidmet werden4 ,dazu kommt noch ein ,buch1 in welchem der ,redner selbst von uns herangebildet werden soll1 und worin wir1 soweit es unsere schwache ,kraft vermag1 ber die ,sitten desselben handeln wollen1 ber die ,grundstze1 nach welchen er ,prozesse bernehmen1 sich davon unterrichten und sie fhren soll1 welche ,gattung der ,beredsamkeit er whlen1 wann er aufhren soll1 ,prozesse zu fhren1 und von seinen nachherigen ,studien40 ,also ein vollstndiges ,lehrbuch der ,rhetorik1 das von dem ersten ,jugendunterrichte an bis zu dem ,auftreten des ausgebildeten ,redners enzyklopdisch alles umfassen sollte1 was auch in einer der ffentlichen ,beredsamkeit nicht sehr geneigten ,zeit erforderlich war4 ,quintilian stellt an den ,redner hhere sittliche ,ansprche und baut auf sittliche ,grundstze sein ,system des gesamten rhetorischen ,wissens4 ,er hat weniger die zahlreichen ,werke griechischer ,autoren benutzt1 als vielmehr sich seinem groen ,meister und ,vorbilde ,cicero angeschlossen 7,,vii1 #c1 #h3 ,ich wage kaum1 in meiner ,ansicht von ,cicero abzuweichen74 ,daher sind die ,beziehungen auf griechische ,quellen 7,dionysios von ,halikarna und ,ccilius7 im ganzen selten1 und selbst da ist nicht immer sicher1 ob er auch wirklich aus ,originalen geschpft hat2 wenigstens lassen sich so die ,ungenauigkeiten erklrten4 ,dagegen sind berall zahlreiche ,belege fr ein eindringendes ,studium ciceronianischer ,schriften vorhanden1 das auch auf die ,reinheit und ,sauberkeit der ,darstellung den besten ,erfolg gebt hat4 ,so ist es denn nicht zu verwundern1 da dies reichhaltige ,lehrbuch zu allen ,zeiten groes ,ansehen genossen hat und selbst im ,mittelalter vielfach benutzt worden ist4 ,auch ,friedrich der ,groe hat den ,quintilian sehr hoch geschtzt2 das beweist das ,kabinettsschreiben des ,knigs an den ,staatsminister von ,zedlitz vom #f4 ,september #aggi3 ,da ich gewahr geworden1 da bei den ,schul-,anstalten noch viele ,fehler sind1 und da besonders in kleinen ,schulen1 die ,rhetoric und ,logic1 nur sehr schlecht oder nicht gelehrt wird1 dieses aber eine vorzgliche und hchst nothwendige ,sache ist1 die ein jeder ,mensch1 in jedem ,stande1 wissen mu1 und das erste ,fundament1 bei ,erziehung der jungen ,leute sein soll1 denn wer zum besten raisoniret1 wird immer weiter kommen1 als einer1 der falsche consequences zieht1 so habe euch hierdurch ,meine eigentliche ,willens-,meinung dahin bekannt machen wollen3 wegen der ,rhetoric1 ist der ,quintilien1 der mu verdeutschet1 und darnach in allen ,schulen informirt werden1 sie mssen die jungen ,leute traductions und discourse selbst machen lassen1 da sie die ,sache recht begreifen1 nach der ,methode des ,quintilien1 man kann auch ,abrg daraus machen1 da die jungen ,leute1 in den ,schulen1 alles desto leichter lernen1 denn wenn sie nachher auf ,universitten sind1 so lernen sie davon nichts1 wenn sie es nicht aus den ,schulen schon mit dahin bringen40 ,friedrich ,august ,wolf nennt ,quintilian einen trefflichen ,autor1 teils der ,sache1 teils der herrlichen ,sentiments wegen1 besonders das zehnte ,buch1 welches eine ,repetition der griechischen und rmischen ,literatur sei04 ,das zehnte ,buch bildet ein in sich abgeschlossenes ,ganzes1 das auch ohne speziellere ,kenntnis der brigen ,bcher verstndlich und von allgemeinerem ,interesse ist4 ,vgl4 ,karl ,eduard ,gthling in der ,zeitschrift fr das ,gymnasialwesen #ahfi1 ,s4 #hha ff41 und ,eckstein1 ,lateinischer und griechischer ,unterricht #ahhg1 ,s4 #bfh f4 ,der ,neubearbeitung der ,nicolaischen bersetzung von ,quintilians ,unterricht in der ,beredsamkeit1 ,buch ,x1 habe ich eine ,einleitung und erluternde ,anmerkungen hinzugefgt2 beides hielt ich zur ,frderung des ,verstndnisses der ,schrift fr ntig4 ,zugrunde gelegt habe ich1 von einigen nderungen abgesehen1 die ,ausgabe von ,e4 ,bonnell1 #f4 ,auflage von ,h4 ,rhl1 die1 wie auch die ,ausgabe von ,g4 ,t4 ,a4 ,krger1 #c4 ,auflage von ,g4 ,krger1 mir bei der bersetzung und ,erklrung gute ,dienste geleistet hat4 ,goldschmieden bei ,breslau1 den #a4 ,juni #aibf4 ,o4 ,gthling4 ,a ,dies ist die richtige ,schreibung des ,namens1 nicht ,quinctilianus1 eine durchaus nicht gengend beglaubigte ,form4 ,b ,heute ,calahorra1 ,stadt der ,vaskones im tarrakonensischen ,spanien4 ,,erstes ,,kapitel ,vom ,wrtervorrat ,die bisher angegebenen stilistischen ,regeln#a sind zwar fr die ,theorie unentbehrlich1 tragen aber zur wirklichen ,beredsamkeit wenig bei1 wenn nicht jene sichere ,gewandtheit hinzukommt1 welche bei den ,griechen heit2 ob wir diese nun in hherem ,grade durch ,schreiben1 durch ,lektre oder durch bung im ,reden erreichen1 ist1 wie ich wei1 noch eine offene ,frage1 mit welcher wir uns eingehender zu beschftigen htten1 wenn wir uns mit einem von diesen drei ,dingen begngen knnten4 ,allein sie sind alle so unzertrennlich miteinander verwachsen1 da man sich vergeblich in einem bemht1 wenn man die anderen unbercksichtigt lt4 ,denn die ,beredsamkeit wird weder ,festigkeit noch ,kraft besitzen1 wenn sie nicht durch bung im ,schreiben erstarkt ist1 und ohne das ,vorbild der ,lektre wird wiederum jene ,arbeit der rechten ,ausbildung entbehren#b4 ,wer aber ,stoff und ,form der ,beredsamkeit beherrscht1 die ,worte jedoch nicht fr alle ,flle in ,bereitschaft hat1 macht sich zum ,wchter toter ,schtze#c4 ,nun wird jedoch manches - trotz seiner ,notwendigkeit - fr den ,redner nicht gleich von vornherein groe ,bedeutung haben4 ,denn da des ,redners#d ,beschftigung im ,sprechen besteht1 so ist ,gewandtheit hierin offenbar durchaus erforderlich und hiermit zu beginnen1 darauf folgt dann die ,nachahmung und endlich fleiige ,beschftigung mit ,schreiben4 ,wie man aber einerseits die hchste ,vollendung nur durch ,anfangen von unten erreichen kann1 so erscheint andererseits dem schon weiter ,fortgeschrittenen der ,anfang bereits recht unbedeutend4 ,wir aber fhren hier nicht aus1 wie der knftige ,redner zu bilden ist - worber wir schon hinlnglich oder doch so gut1 wie es uns mglich war1 geschrieben haben#e -1 wir haben es vielmehr mit der ,frage zu tun1 wie der ,athlet1 welcher von dem ,lehrer schon durch alle ,stufen hindurchgefhrt ist1 zum ,kampfe vorbereitet werden mu4 ,wir wollen also einen ,schler unterrichten1 welcher mit der ,auffindung und ,disposition des ,stoffes bereits vertraut ist und sich mit der ,wahl des ,ausdrucks1 sowie mit der ,wortstellung hinreichend beschftigt hat2 dieser soll jetzt erfahren1 wie das von ihm ,gelernte auf die leichteste ,art anzuwenden ist4 ,es kann wohl kaum einem ,zweifel unterliegen1 da sich der ,schler gleichsam ,schtze sammeln mu1 die er nach ,belieben verwenden kann2 diese bestehen aber in dem gehrigen ,vorrat von ,worten und ,gedanken4 ,die ,gedanken sind aber in jedem einzelnen ,falle verschieden oder doch nur in wenigen ,fllen gleich1 die ,worte mu er fr alle in ,bereitschaft haben4 ,wenn nun nur ganz bestimmte ,worte zur ,bezeichnung der einzelnen ,gegenstnde verwendet wrden1 so wrde hierdurch die ,arbeit sehr vereinfacht1 denn die ,worte wrden sich dann zugleich mit den ,gegenstnden aufdrngen4 ,da aber bei verschiedener ,gruppierung des ,inhalts bald diese1 bald jene ,ausdrcke treffender oder glnzender oder wirkungsvoller oder wohlklingender erscheinen1 so mssen dieselben nicht allein in vollem ,umfang bekannt1 sondern auch stets in ,bereitschaft sein und dem ,redner gleichsam vor ,augen stehen1 so da er sie urteilend mustern und ihrem ,werte entsprechend auswhlen kann4 ,ich kenne ,leute1 welche alle gleichbedeutenden ,redewendungen auswendig zu lernen pflegten1 damit ihnen sofort von der ganzen ,flle eine zur ,hand sei1 und welche dann1 sobald sie eine davon angewendet hatten1 um die ,wiederholung zu vermeiden1 eine andere gleichbedeutende ,wendung whlten1 wenn kurz darauf ein hnlicher ,ausdruck notwendig war4 ,das ist knabenhaft und erfordert unfruchtbaren ,kraftaufwand1 ja es ist nicht einmal von ,nutzen3 man huft so eine ,menge auf1 von der man dann ohne ,urteil das erste beste whlt4 ,wir aber mssen uns einen ,vorrat mit ,urteil anschaffen1 indem wir knftige rednerische ,tchtigkeit1 nicht marktschreierische ,gewandtheit im ,auge haben4 ,dies werden wir dadurch erreichen1 da wir die besten ,schriftsteller lesen und hren4 ,durch ein derartiges ,studium lernen wir nicht nur1 die ,gegenstnde zu bezeichnen1 wir erfahren auch1 welche ,bezeichnung in jedem einzelnen ,falle die beste ist4 ,denn fast alle ,worte - einige wenige1 welche das ,schamgefhl verletzen1 ausgenommen - lassen sich in der ,rede anwenden4 ,denn wenn die ,jambendichter#f und die ,dichter der alten ,komdie#g auch bei ,anwendung solcher ,ausdrcke sich ,ruhm erworben haben1 so gengt es uns1 uns auf unser ,fach zu beschrnken4 ,alle ,worte1 mit ,ausnahme der genannten1 sind irgendwo ganz besonders gut verwendbar4 ,denn oft mu man auch gewhnliche und volkstmliche gebrauchen2 was nmlich an glnzenden ,stellen durch seinen unreinen ,klang verletzen wrde1 erscheint1 wo es am ,platze ist1 als treffend4 ,um darber ein ,urteil zu gewinnen und nicht allein die ,bedeutung der ,worte kennenzulernen1 sondern auch ihre ,flexionen und ,quantitt der ,silben1 so da wir sie berall nur an passenden ,stellen anwenden1 dazu mssen wir viel lesen und viel hren1 wie wir ja durch das ,hren von ,anfang an die ,sprache gelernt haben4 ,daher haben auch ,kinder1 welche auf ,befehl irgendeines ,knigs von stummen ,ammen in der ,einsamkeit erzogen wurden#h1 zwar einzelne ,laute ausgestoen1 zusammenhngend aber nicht gesprochen4 ,es gibt aber auch andersgeartete ,ausdrcke1 welche trotz der ,verschiedenheit der ,laute ein und dasselbe bezeichnen1 ohne da im ,gebrauch ein ,unterschied der ,bedeutung fhlbar wre1 wie die beiden ,ausdrcke fr ,schwert 7ensis und gladius71 andere wieder bezeichnen im eigentlichen ,sinne allerdings etwas ,verschiedenes1 bertragen haben sie jedoch die gleiche ,bedeutung1 so die beiden ,ausdrcke ferrum und mucro 7,eisen und ,spitze74 ,nennen wir doch mibruchlicherweise ,erdolcher0 7sicarii7 auch alle diejenigen1 welche mit einer beliebigen andern ,waffe einen ,mord vollbracht haben4 ,andere ,bezeichnungen gewinnen wir durch ,umschreibung mit mehreren ,worten4 ,hierher gehrt pressi copia lactis1 eine ,menge gepreter ,milch0 7fr ,butter07#i4 ,eine groe ,mannigfaltigkeit des ,ausdrucks erhalten wir jedoch hauptschlich durch ,umgestaltungen wie scio ich wei01 non ignoro ich wei wohl01 non me fugit oder non me practerit es entgeht mir nicht01 quis nescit8 wer wei nicht801 nemini dubium est es ist keinem zweifelhaft04 ,aber auch von dem ,nchstliegenden kann man entlehnen4 ,denn intellego1 sentio1 video 7ich verstehe1 erkenne1 sehe ein07 sagen oft dasselbe wie scio 7ich wei074 ,reiche ,flle an solchen ,ausdrcken wird uns die ,lektre geben1 so da wir dieselben nicht1 wie sie uns einfallen1 sondern wie es der ,sinn erfordert1 anwenden4 ,denn nicht immer haben diese ,wendungen dieselbe ,bedeutung1 und wie ich von einer ,wahrnehmung des ,geistes nicht richtig sage3 video ich sehe01 so von einer sinnlichen ,wahrnehmung nicht richtig3 intellego ich sehe ein01 und wie einerseits mucro die ,spitze0 zu dem ,begriffe gladius das ,schwert0 gehrt1 so nicht auch andererseits ,schwert0 zu dem ,begriffe ,spitze04 -- ,aber macht man sich auch auf diese ,weise eine ,menge von ,ausdrcken zu eigen1 so mu man doch nicht nur1 um seine ,wortkenntnis zu erweitern1 lesen oder ,zuhrer sein4 ,denn in allen ,fchern1 welche wir lehren1 sind ,beispiele weit wirksamer als die aufgestellten ,kunstregeln1 sobald der ,schler so weit gekommen ist1 da er die ,beispiele ohne ein ,fingerzeichen auffassen und aus eigenen ,krften befolgen kann3 denn worauf der ,lehrer der ,beredsamkeit nur hinweisen kann1 das offenbart der ,redner4 ,bald fhlen wir uns beim ,lesen1 bald beim ,hren mehr angeregt4 ,der ,redner wirkt auf unser ,gemt schon durch den lebendigen ,hauch#aj1 durch seinen ,geist1 er reit uns hin1 nicht durch das ,bild von einem ,gegenstand1 sondern durch den ,gegenstand selbst4 ,alles hat ,leben und ,bewegung2 das gleichsam erst ,entstehende hren wir mit wachsender ,teilnahme4 ,nicht nur der ,ausgang eines ,prozesses1 auch die ,person des ,redners flt uns ,interesse ein4 ,dazu kommt die ,aussprache1 die angemessenen ,bewegungen1 ein den ,anforderungen jeder ,stelle entsprechender ,vortrag - wohl das ,wichtigste1 alles dies ist zum ,lehren in gleicher ,weise geeignet4 ,hingegen ist beim ,lesen das ,urteil weit sicherer1 da es beim ,hren fter von der persnlichen ,zuneigung und dem ,geschrei der ,menge beeinflut wird4 ,eine geheime ,scheu warnt uns vor zu groem ,selbstvertrauen1 wenn gleichzeitig selbst ,fehlerhaftes der groen ,menge gefllt1 und die ,zuhrer auch das1 was ihnen mifllt1 loben4 ,freilich kann auch das ,gegenteil eintreten1 da nmlich ein verkehrtes ,urteil auch den besten ,reden nicht ,gerechtigkeit widerfahren lt4 ,von solchen ,einflssen ist das ,lesen frei und nicht1 wie die ,gerichtsrede1 rasch vorberrauschend1 im ,gegenteil lt dasselbe eine hufigere ,wiederholung zu1 sei es1 da man ber den ,inhalt eines ,werkes noch zweifelhaft ist1 oder es dem ,gedchtnis fester einprgen will4 ,ich gebe aber den ,rat1 das ,gelesene immer und immer wieder grndlich zu behandeln2 denn wie wir ,speisen erst kauen und mit ,speichel anfeuchten1 bevor wir sie hinunterschlucken1 damit sie besser verdaut werden1 so soll das ,gelesene nicht im rohen ,zustande1 sondern erst1 nachdem es durch hufiges ,wiederholen seine ,sprdigkeit vollstndig verloren hat1 dem ,gedchtnis zur ,nachahmung eingeprgt werden4 ,lange ,zeit nun drfen nur die besten ,schriftsteller1 welche das ihnen geschenkte ,vertrauen am wenigsten tuschen1 gelesen werden1 und zwar mu dies mit ,genauigkeit und einer sich bis auf den ,buchstaben erstreckenden ,sorgfalt geschehen3 mit einem ,durchstbern einzelner ,teile ist nichts getan1 sondern das von uns gelesene ,buch ist wieder ganz von vorn anzufangen1 besonders wenn es sich um eine ,rede handelt1 deren ,vorzge hufig mit ,absicht verborgen gelassen werden4 ,denn oft bereitet der ,redner vor1 verbirgt seine ,ansicht1 lauert auf und1 was erst in der ,mitte seine ,wirkung tun soll1 bringt er im ersten ,teile vor4 ,so gefllt es uns an seinem ,platze nicht sonderlich1 solange wir noch nicht wissen1 warum es gesagt ist4 ,wir mssen es daher wiederholen1 nachdem wir von allem ,kenntnis genommen haben4 ,es ist aber von grtem ,nutzen1 die ,prozesse zu kennen1 wenn wir die zugehrigen ,reden in der ,hand haben1 und womglich die ,gerichtsreden von beiden ,parteien zu lesen3 so die gegnerischen ,reden von ,demosthenes und schines#aa1 so die ,reden des ,servius ,sulpicius und des ,messalla#ab1 von denen der eine fr die ,aufidia1 der andere gegen sie gesprochen hat1 so die des ,pollio und des ,cassius bei ,gelegenheit der ,anklage des ,asprenas#ac und sonst viele4 ,ja1 wenn beide auch keineswegs von gleichem ,werte sind1 so wird man doch von ihnen ,kenntnis nehmen mssen1 um den ,proze kennenzulernen3 so ist gegen ,ciceros ,reden#ad die des ,tubero gegen ,ligarius und die des ,hortensius fr ,verres zu halten4 ,auch wird man mit ,nutzen untersuchen1 wie verschiedene ,leute den gleichen ,proze gefhrt haben4 ,so hat ber das ,haus ,ciceros ,calidius#ae gesprochen1 und ,brutus fr ,milo eine ,rede zur bung verfat1 wenn auch ,cornelius ,celsus#af irrigerweise annimmt1 er habe sie auch gehalten4 ,pollio und ,messalla haben dieselben ,personen verteidigt1 und in meiner ,jugend waren glnzende ,reden von ,domitius ,afer#ag1 ,crispus ,passienus#ah und ,decimus ,llius#ai fr ,volusenus ,catulus#bj im ,umlauf4 ,auch soll man beim ,lesen nicht von vornherein der berzeugung sein1 da alles1 was die hervorragendsten ,schriftsteller gesagt haben1 unter allen ,umstnden vollkommen sei4 ,auch sie straucheln ab und zu1 sie erliegen der ,last1 sie zeigen sich nachgiebig gegen die ,willkr ihres ,genies1 auch sie sind nicht immer in voller ,anspannung und werden mde2 scheint doch dem ,cicero#ba ein ,demosthenes und dem ,horaz selbst sogar ,homer manchmal zu schlafen4 ,denn1 wie hoch sie auch stehen1 sie sind doch ,menschen1 und denjenigen1 welche in jedem ihrer ,worte das ,gesetz der ,beredsamkeit ausgedrckt finden1 passiert es gar oft1 da sie die schwcheren ,partien nachahmen 7das ist nmlich leichter7 und die hchste ,stufe der hnlichkeit erreicht zu haben glauben1 wenn sie den ,groen ihre ,fehler abgesehen haben4 ,gleichwohl mu man ein ,urteil ber so groe ,mnner in bescheidener und besonnener ,weise aussprechen1 um nicht - was so hufig geschieht - das zu tadeln1 was man nicht versteht4 ,und wenn man einmal nach einer ,seite hin irren mu1 dann mchte ich noch lieber1 da ihren ,lesern alles gefalle1 als da ihnen vieles mifalle4 ,von hchstem ,nutzen fr den ,redner1 behauptet ,theophrast#bb1 sei das ,lesen der ,dichter1 ein ,urteil1 dem sich viele anschlieen4 ,und das mit ,recht4 ,denn bei ihnen kann man den hohen ,gedankenflug1 ,erhabenheit im ,ausdruck1 mannigfache ,bewegung im ,affekte und angemessene ,behandlung der ,charaktere erwerben4 ,besonders sind es die durch tgliche ,anwaltsttigkeit auf dem ,forum abgenutzten ,talente1 welche durch die ,sigkeit der ,poesie ihre ,frische wiederfinden1 und das ist der ,grund1 weshalb ,cicero meint#bc1 man msse in dem ,lesen der ,dichter ,erholung suchen4 ,wir drfen jedoch nicht vergessen1 da der ,redner nicht in allen ,stcken dem ,dichter folgen darf1 nicht in der freien ,wahl der ,worte und der ,ungebundenheit der ,konstruktionen4 ,die ,poesie ist der ,darstellung des schnen ,scheins gewidmet1 und sie hat - abgesehen davon1 da sie nur dem ,genusse dient und diesem ,ziele zustrebt1 indem sie ,nichtwirkliches1 ja sogar ,nichtglaubliches darstellt - auch darin einen besonderen ,schutz1 da sie1 gebunden an die ,gesetze der ,metrik1 nicht immer den treffendsten ,ausdruck benutzen kann1 sondern gezwungen ist1 von dem geraden ,wege abweichend auf gewisse ,auswege im ,ausdruck zu verfallen1 wobei nicht allein einzelne ,worte mit anderen vertauscht werden mssen1 sondern auch ,verlngerungen1 ,verkrzungen1 ,umstellungen und ,teilungen einzutreten haben4 ,doch wir 7,redner7 mssen kampfgerstet im ,felde stehen1 ber die wichtigsten ,dinge entscheiden und nach dem ,siege streben4 ,dann drfen freilich die ,waffen durch langes ,liegen und ,rosten nicht leiden1 sondern sie mssen einen schreckenverbreitenden ,glanz haben1 wie es der des blinkenden ,stahles ist1 welcher ,sinn und ,auge blendet1 nicht wie es der des ,goldes und ,silbers ist1 welcher - unkriegerisch1 wie er ist - dem ,besitzer eher ,schaden als ,nutzen bringt4 ,auch die ,geschichtswerke1 wie sie in breitem1 erfreulichem ,strom dahinflieen1 knnen dem ,redner ,nahrung zufhren2 allein auch sie mu man mit dem ,bewutsein lesen1 da die meisten ihrer ,vorzge fr den ,redner ,fehler bedeuten4 ,denn die ,geschichte steht der ,poesie#bd sehr nahe1 und was sie bietet1 ist gewissermaen ein ,gedicht in ungebundener ,sprache1 ihr ,zweck ist ,erzhlung1 nicht aber ,beweise zu geben1 und ihr ganzes ,ziel richtet sich nicht auf gerichtliche ,ttigkeit oder auf eine ,kampfbereitschaft fr den ,augenblick1 sondern ihre ,werke werden verfat der ,nachwelt zum ,gedchtnis1 dem ,verfasser zum ,ruhm4 ,deshalb mu sie durch seltenere ,ausdrcke und freiere ,konstruktionen ,abwechslung in die ,darstellung zu bringen suchen4 ,daher mssen wir 7die ,redner7 dem ,richter gegenber1 der von vielerlei ,gedanken eingenommen und hufig auch ungebildet ist1 nicht1 wie gesagt#be1 nach der ,krze des ,sallust greifen1 die dem ,ohre des unbeschftigten und gebildeten ,zuhrers in so hohem ,grade vollkommen erscheint1 ebensowenig wird der ,richter1 dem es nicht sowohl auf den ,glanz der ,darstellung als auf die ,zuverlssigkeit des ,gesagten ankommt1 bei einem ,redner von der reinen1 gesunden ,flle des ,livius hinreichend ,aufklrung finden4 ,deshalb hlt ,m4 ,tullius#bf nicht einmal ,thukydides oder ,xenophon zur ,ausbildung des ,redners fr ntzlich1 obwohl er von dem einen sagt1 da er die ,kriegstrompete blase01 von dem andern1 da die ,musen durch seinen ,mund gesprochen htten04 ,gleichwohl drfen wir bei ,abschweifungen auch diesen der ,geschichtschreibung eigenen ,glanz anwenden1 nur mssen wir wohl im ,gedchtnis haben1 da wir fr unsere ,gerichtsreden nicht ,athletenmuskeln1 sondern ,soldatenarme brauchen1 und wir drfen nicht meinen1 da das bunte ,gewand1 dessen ,demetrius aus ,phaleron sich1 wie man sagt1 bediente1 in dem ,staub des ,forums wohl angebracht sei4 ,noch in anderer ,beziehung kann man ,nutzen1 der gar nicht unbedeutend ist1 aus der ,lektre der ,historiker ziehen - das gehrt allerdings nicht hierher -1 nmlich indem man ,kenntnis der ,tatsachen und ,beispiele erhlt1 mit denen der ,redner hauptschlich ausgestattet sein mu1 damit er in seinen ,zeugnissen nicht auf den ,prozefhrenden angewiesen ist1 sondern die ,hauptmenge derselben mit sorgfltiger ,auswahl dem ,altertum entnehmen kann2 diese eignen sich um so besser dazu1 als sie von dem ,vorwurf der ,parteilichkeit frei sind4 ,wenn aber die ,redner von der ,lektre der ,philosophen vielfach abhngig waren1 so geschah das zu ihrem ,schaden1 da sie jenen doch selbst in den besten ,teilen ihrer ,reden nachstanden4 ,denn ber das ,rechte1 ,gute und ,ntzliche und die entgegengesetzten ,begriffe reden sie hauptschlich1 auch sind ihre ,beweisfhrungen scharf1 und in ,rede und ,gegenrede knnen die ,sokratiker#bg den knftigen ,redner vorzglich bilden2 aber auch fr sie gilt das gleiche ,urteil4 ,wir mssen uns nmlich darber klar sein1 da selbst1 wenn wir ber die gleichen ,gegenstnde sprechen1 ein groer ,unterschied zwischen ,gerichtsrede und wissenschaftlicher ,untersuchung1 zwischen ,forum und ,hrsaal1 ,proze und gelehrter ,vorschrift besteht4 ,da wir nun der ,meinung sind1 da ein so groer ,nutzen in der ,lektre liege1 so werden1 glaube ich1 die meisten fordern1 da wir auch das in unser ,werk aufnehmen1 welche ,schriftsteller gelesen werden sollen1 und worin der besondere ,vorzug der einzelnen ,autoren besteht4 ,aber jeden fr sich zu behandeln1 wrde eine ,arbeit von endloser ,ausdehnung sein4 ,wenn nmlich ,m4 ,tullius im ,brutus in so viel tausend ,zeilen nur ber die rmischen ,redner spricht und dennoch ber alle seiner ,zeit angehrige1 mit denen zusammen er lebte1 mit ,ausnahme des ,csar und ,marcellus#bh ,stillschweigen beobachtet1 wo wird da ein ,ende zu finden sein1 wenn ich jene und die1 welche spter gelebt haben1 und smtliche ,griechen durchgehe8 ,daher war jene kurze ,anweisung1 welche sich in dem ,briefe des ,livius an seinen ,sohn findet#bi1 die krzeste und sicherste3 nmlich man solle ,demosthenes und ,cicero lesen und die anderen1 je nachdem sie ,demosthenes oder ,cicero hnlich wren4 ,das ist zweifellos die ,quintessenz auch unseres ,urteils4 ,denn nur wenige oder vielmehr kaum einer von denen1 welche aus dem ,altertum zu uns herbergerettet sind1 wird sich finden1 der mit richtigem ,urteil gelesen nicht einigen ,nutzen bringen wird2 wie denn auch ,cicero bekennt1 von jenen ,schriftstellern des ,altertums1 die bei all ihrem ,geist der ,kunst entbehren1 sehr viel gelernt zu haben4 ,und nicht viel anders urteile ich ber die neueren4 ,denn wer hofft nicht1 wenn auch nur fr den kleinsten ,teil seines ,werkes1 ein ,gedenken der ,nachwelt8 ,sollte es wirklich einen solchen geben1 so werden wir ihn gleich bei der ,lektre der ersten ,zeilen erkennen und ihn dann so rasch aus der ,hand legen1 da uns das ,experiment keinen groen ,zeitverlust kostet4 ,aber nicht das1 was fr einen beliebigen ,teil unserer ,wissenschaft ,bedeutung hat1 ist in gleicher ,weise auch zur ,bildung des rednerischen ,ausdrucks1 wovon wir hier sprechen1 geeignet4 ,bevor wir uns jedoch auf das einzelne einlassen1 mssen wir erst einiges ,allgemeine ber die verschiedenen ,ansichten vorausschicken4 ,einige nmlich meinen1 da man nur die ,alten lesen msse1 und urteilen1 da in allen anderen nicht die natrliche ,beredsamkeit und mnnliche ,kraft sei2 andere entzckt das ,pikante und ppige des ,modernen und die ,kunst1 mit der sie die ,lust der unerfahrenen ,menge zu erregen wissen4 ,auch von denen1 welche den rechten ,weg zur ,beredsamkeit verfolgen wollen1 halten die einen nur das ,knappe und ,drftige und der ,verkehrssprache ,nahestehende fr das ,gesunde und in ,wahrheit ,attische1 whrend andere fr einen hheren ,geistesflug und fr eine erregtere1 geistvollere ,schreibweise eingenommen sind2 auch gibt es nicht wenige ,liebhaber des milden1 glnzenden und blhenden ,stils4 ber diesen ,unterschied will ich ausfhrlicher reden1 wenn ich die ,schreibweise untersuchen werde2 unterdessen will ich in groen ,zgen andeuten1 welche ,lektre diejenigen whlen mssen1 welche sich eine sichere ,fhigkeit in der ,redekunst erwerben wollen2 einige nmlich - und gerade die hervorragendsten - will ich herausgreifen4 ,es ist dann fr die aufmerksamen ,leser leicht zu beurteilen1 welche den von mir genannten am nchsten stehen2 es mge sich daher keiner beklagen1 da ich vielleicht einige bergangen habe1 die seinen besonderen ,beifall finden2 denn das gebe ich zu1 da eine grere ,anzahl gelesen werden mu1 wie ich nennen werde4 ,jetzt will ich aber die verschiedenen ,arten der ,lektre durchgehen1 die ich fr die1 welche sich dem ,rednerberuf widmen wollen1 fr ntzlich halte4 ,wie also ,aratus#cj mit ,jupiter anfangen zu mssen glaubt1 so werden wir geziemend mit ,homer beginnen4 ,denn wie dieser selbst sagt1 da dem ,ozean aller ,flsse und ,quellen ,lauf entspringe#ca1 so ist er ,muster und ,ursprung fr alle ,arten der ,beredsamkeit4 ,ihn drfte niemand in ,behandlung eines bedeutenden ,stoffes durch ,erhabenheit1 der ,schilderung alltglicher ,vorgnge durch ,schlichtheit des ,ausdrucks bertreffen4 ,er ist zugleich blhend und kurz1 lieblich und ernst1 bald durch seine ,flle1 bald durch seine ,krze bewundernswert und nicht nur als ,dichter1 sondern auch als ,redner hervorragend4 ,denn um hier ber diejenigen seiner ,reden1 welche ,worte des ,lobes1 der ,ermahnung1 des ,trostes enthalten1 zu schweigen3 entwickelt nicht das neunte ,buch1 welches die ,gesandtschaft an ,achilles enthlt1 oder der in dem ersten ,buche erzhlte ,streit der ,fhrer oder die im ,rate gehaltenen ,reden des zweiten ,buches alle ,kunstregeln1 die in ,prozessen und ,ratsversammlungen angewendet werden8 ,da dieser ,dichter milde und erregte ,leidenschaften in seiner ,hand gehabt habe1 wird auch der ,ungebildetste nicht leugnen4 ,weiter1 hat er nicht in dem ,eingang seiner beiden ,werke in wenigen ,versen das fr ,anfnge gltige ,gesetz1 ich sage nicht beobachtet1 sondern auch aufgestellt8 ,denn er macht sich den ,hrer geneigt durch die ,anrufung der ,gttinnen1 welche1 wie man glaubt1 die ,beschtzerinnen der ,snger sind1 er erweckt die ,aufmerksamkeit desselben1 indem er die ,gre des ,gegenstandes vor ,augen stellt1 und er fhrt ihn in das ,verstndnis ein1 indem er die ,hauptsachen kurz zusammenfat4 ,wer aber knnte krzer erzhlen1 als der ,bote1 welcher den ,tod des ,patroklus meldet#cb1 wer anschaulicher als der1 welcher die ,schlacht zwischen den ,kureten und tolern berichtet#cc8 ,auch die ,gleichnisse1 ,steigerungen1 ,beispiele1 ,abschweifungen1 ,bezeichnungen der ,gegenstnde und ,beweise1 sowie die brigen ,arten von ,beweisfhrung und ,widerlegung sind so mannigfaltig1 da auch die1 welche ber die ,knste0 geschrieben haben1 die meisten ,beispiele diesem ,dichter entnehmen4 ,endlich welcher ,epilog liee sich wohl vergleichen mit den ,bitten des den ,achill anflehenden ,priamus#cd8 ,geht ,homer nicht berhaupt in ,worten1 ,sentenzen1 ,figuren und in der ,anlage des ganzen ,werkes ber das dem menschlichen ,geiste gesteckte ,ma hinaus8 ,so ist es schon etwas ,groes1 nicht3 seine ,vorzge nachzuahmen - denn das ist unmglich1 aber sie mit ,verstndnis zu erfassen4 ,er aber lt zweifellos alle in jeder ,art der ,beredsamkeit weit hinter sich1 besonders die ,epiker1 eben weil eine ,vergleichung in einem hnlichen ,gegenstand am deutlichsten wird4 ,ganz selten reicht an ihn heran ,hesiod#ce1 dessen ,gedicht zum groen ,teil mit ,namen angefllt ist4 ,gleichwohl sind seine ,sentenzen wegen der in ihnen enthaltenen ,vorschriften von ,wert4 ,ebenso verdient die ,leichtigkeit der ,wortfgung und ,komposition ,billigung1 und ihm mu der ,preis in der mittleren ,stilgattung#cf zuerkannt werden4 ,bei ,antimachus#cg dagegen wirbt die ,kraft und ,wrde und das ber das ,gewhnliche ,erhabene des ,ausdrucks um ,beifall4 ,aber obwohl ihm die ,gelehrten fast bereinstimmend den zweiten ,rang zuerkennen1 so fehlt es ihm doch so sehr an ,schwung1 ,lieblichkeit1 guter ,anordnung und berhaupt an ,kunst1 da es ein deutliches ,beispiel dafr ist1 da an zweiter ,stelle stehen0 und ebenbrtig0 sein etwas sehr ,verschiedenes ist4 ,panyasis#ch1 der von beiden etwas hat1 erreicht1 wie man meint1 in der ,rede die ,vorzge beider nicht1 den einen bertrifft er jedoch in der ,wahl des ,stoffes1 den andern in der ,anordnung4 ,apollonius#ci ist in den von den ,grammatikern aufgestellten ,kanon nicht gekommen1 weil ,aristophanes und ,aristarch#dj keinen ihrer ,zeitgenossen darin aufgenommen haben1 er hat jedoch ein nicht zu verachtendes ,werk verfat von einem gewissen gleichmigen ,flu4 ,dem ,stoff des ,aratus#da fehlt das bewegende ,moment1 da keine ,abwechslung1 keine ,leidenschaft1 keine ,person1 keine ,rede von irgend jemand darin vorkommt4 ,seine ,krfte reichen jedoch fr das ,werk aus1 dem er sich gewachsen gefhlt hat4 ,bewundernswert ist in seiner ,art ,theokrit#db2 aber jene lndliche ,hirtenmuse meidet nicht nur scheu das ,forum1 sondern selbst auch die ,stadt4 ,doch ich glaube von allen ,seiten mir ,namen verschiedener ,dichter zurufen zu hren4 ,wie8 ,hat ,pisander#dc nicht die ,taten des ,herakles schn besungen8 ,und sind dem ,nikander#dd1 ,macer#de und ,vergil#df umsonst gefolgt8 ,wie8 ,sollen wir den ,euphorion#dg bergehen8 ,htte derselbe nicht den ,beifall des ,vergil gefunden1 so wrde dieser es gewi nicht in den ,eklogen des mit chalkidischem ,verse geschmckten ,gedichtes gedacht haben#dh4 ,wie8 ,stellt ,horaz#di ohne ,grund den ,tyrtus#ej dem ,homer an die ,seite8 ,und doch steht gewi keiner der ,kenntnis dieser ,dichter so fern1 da er nicht leicht ein ,verzeichnis derselben aus einer ,bibliothek entlehnen und seiner ,bibliothek einverleiben knnte4 ,ich wei daher recht wohl1 welche ich bergehe1 und verwerfe sie keineswegs1 da ich gesagt habe1 sie wren alle von ,nutzen4 ,aber zu jenen werden wir erst zurckkehren1 wenn die ,kraft schon ausgebildet und gefestigt ist1 sowie wir uns bei groen ,gastmhlern oft der ,abwechslung wegen zu den geringen ,speisen wenden1 nachdem wir uns an den besten gesttigt haben4 ,dann werden wir auch ,zeit finden1 die ,elegie zur ,hand zu nehmen1 fr deren bedeutendsten ,vertreter ,kallimachus#ea gilt4 ,den zweiten ,platz nimmt auf diesem ,gebiete nach der ,meinung der meisten ,philetas#eb ein4 ,aber bis wir diese mit ,leichtigkeit verbundene ,festigkeit1 von der ich gesprochen habe1 erreicht haben1 mssen wir uns an die besten ,schriftsteller gewhnen und den ,geist mehr durch vieles ,lesen als durch das ,lesen vieler bilden und ,kolorit gewinnen lassen4 ,so wird von den drei#ec durch das ,urteil des ,aristarch aufgenommenen ,jambendichtern zur ,erlangung der 7,fertigkeit des ,stils7 hauptschlich ,archilochus nur beitragen4 ,dieser besitzt die grte ,kraft des ,ausdrucks1 kurze1 krftige und blitzende ,gedanken1 viel ,blut und ,nerven1 so da einige meinen1 wenn er manchmal weniger bedeutend erscheine1 so sei das eine ,folge des ,stoffes1 nicht seines ,talentes4 ,von den neun lyrischen ,dichtern#ed ist bei weitem der hervorragendste ,pindar durch den prachtvollen ,schwung seines ,geistes1 seine ,sentenzen und ,figuren und durch einen uerst glcklichen ,reichtum an ,gedanken und ,figuren1 den man mit der ,flle eines ,stromes vergleichen knnte2 daher glaubt ,horaz#ee mit ,recht1 es knne ihn keiner nachahmen4 ,wie geistesgewaltig ,stesichorus#ef ist1 zeigen schon seine ,stoffe1 wenn er groe ,kriege und berhmte ,fhrer besingt und die ,last epischer ,stoffe mit der ,lyra bewegt4 ,er verleiht nmlich den ,personen im ,handeln und ,reden die ntige ,wrde1 und wrde1 wenn er nur ,ma gehalten htte1 am nchsten an ,homer heranreichen1 aber er leidet an bertriebener ,breite und fliet ber1 was zwar zu tadeln ist1 jedoch als ein ,fehler1 der aus innerem ,reichtum entsprungen ist4 ,alcus#eg wird fr einen ,teil seines ,werkes#eh nicht mit ,recht mit dem goldenen ,plektron beschenkt1 da nmlich1 wo er bei ,verfolgung der ,tyrannen#ei auch zur ,strkung des sittlichen ,gefhls beitrgt1 und wo er in der ,rede kurz1 groartig und an ,gewalt der ,worte hauptschlich einem ,redner hnlich ist2 aber er versteht auch zu scherzen und sich zu ,liebesgetndel herbeizulassen2 fr erhabenere ,stoffe ist er jedoch geeigneter4 ,der sonst schlichte und einfache ,simonides#fj kann doch wegen des ,treffenden seines ,ausdrucks und einer gewissen ,anmut empfohlen werden2 besonders besteht sein ,vorzug in ,erregung des ,mitleids1 so da einige in dieser ,beziehung ihn allen ,schriftstellern1 welche derartige ,gegenstnde behandelt haben1 vorziehen4 ,die alte ,komdie bewahrt die echte ,grazie der attischen ,sprache fast allein1 besonders aber besitzt sie auch eine redselige ,freimtigkeit und ist in ,verfolgung des ,lasters von vorzglicher ,schrfe2 jedoch auch in den anderen ,beziehungen besitzt sie sehr viel ,kraft4 ,denn sie ist erhaben1 gewhlt und anmutig1 und es steht vielleicht kein poetisches ,erzeugnis - abgesehen von ,homer1 den man wie ,achill immer ausnehmen mu - der ,redekunst nher oder ist mehr geeignet1 ,redner heranzubilden4 ,es gibt eine grere ,anzahl von ,dichtern dieser ,gattung2 ,aristophanes jedoch1 ,eupolis und ,kratinus sind die bedeutendsten#fa4 ,tragdien hat zuerst geschaffen schylus#fb1 der erhaben und ernst und gewichtig1 hufig bis zur ,fehlerhaftigkeit1 aber meist auch ungeschliffen und ungeordnet ist4 ,daher haben die ,athener den spteren ,dichtern erlaubt1 seine ,dramen in verbesserter ,gestalt#fc in den ,wettkampf zu bringen1 und auf diese ,weise sind viele mit dem ,preis gekrnt worden4 ,aber viel glnzender sind die ,leistungen des ,sophokles und ,euripides#fd auf diesem ,gebiete3 wer von diesen beiden - bei dem eigentmlichen ,wege1 den ein jeder von ihnen eingeschlagen hat - der bessere ,dichter sei1 ist eine vielbesprochene ,streitfrage4 ,ich nun beantworte diese ,frage1 welche mit dem gegenwrtig behandelten ,stoffe nichts zu tun hat1 nicht4 ,das jedoch mu jeder zugeben1 da fr die1 welche sich auf eine rednerische ,ttigkeit vorbereiten1 ,euripides von viel grerem ,nutzen sein wird4 ,denn er nhert sich in seiner ,ausdrucksweise 7welche natrlich von den ,leuten getadelt wird1 denen der ,ernst1 die ,erfahrenheit und der ,klang der ,sophokleischen ,verse erhabener erscheint7 mehr der ,manier des ,redners1 reich an ,sentenzen1 wie er ist1 und den ,weisen verwandt in den ,aussprchen1 welche von jenen berliefert sind1 und in ,rede und ,gegenrede jedem von denen vergleichbar1 welche auf dem ,forum fr beredt gegolten haben1 bewundernswert aber besonders in der ,darstellung aller ,affekte1 und wohl unbertroffen in der ,zeichnung der ,mitleid erregenden4 ,ihn hat nach seinem eigenen ,zeugnis in hohem ,grade bewundert und - allerdings auf einem andern ,gebiete - nachgeahmt ,menander#fe1 welcher schon allein1 meiner ,ansicht nach wenigstens1 fleiig gelesen1 zur ,ausbildung alles dessen1 was wir vorschreiben1 hinreichen wrde2 eine so glckliche ,erfindungsgabe und ,redegewalt besitzt er1 so beherrscht er alle ,verhltnisse1 ,personen1 ,affekte4 ,etwas ,richtiges haben daher gewi die gesehen1 welche glauben1 da die dem ,charisius#ff zugeschriebenen ,reden von ,menander verfat seien4 ,aber mir scheint ,menander als ,redner weit mehr ,billigung als in seinen dichterischen ,werken zu verdienen1 was mir jeder zugeben wird1 wenn er nicht etwa die ,gerichtsreden1 welche ,epitrepontes01 ,epikleros0 oder ,locroe0 enthalten1 fr schlecht erklren1 oder behaupten will1 die auergerichtlichen ,reden in ,psophodee01 ,nomothetes01 ,hypobolimus0 seien nicht in jeder ,beziehung vollendete rednerische ,meisterwerke4 ,ich glaube jedoch1 da er von um so grerem ,vorteil fr die ,kunstredner sein wird1 weil diese jeder ,lage der ,streitfrage entsprechend mehrere ,rollen bernehmen mssen1 von ,vtern und ,shnen1 von ,soldaten und ,bauern1 von ,reichen und ,armen1 von ,zornigen und ,abbittenden1 von ,sanftmtigen und ,rauhherzigen4 ,in allen diesen ,rollen wird von unserem ,dichter ein bewundernswerter ,takt beobachtet4 ,er hat allen ,dichtern dieser ,gattung den ,ruhm vorweggenommen und sie alle durch den ,glanz seiner ,berhmtheit verdunkelt4 ,gleichwohl bieten auch andere ,komiker1 wenn sie mit ,nachsicht gelesen werden1 manches ,nachahmenswerte1 besonders ,philemon#fg1 welcher zwar verkehrterweise in dem ,urteil seiner ,zeitgenossen oft dem ,menander vorgezogen wurde1 immerhin aber dem allgemeinen ,urteil zufolge fr den zweiten zu gelten verdient4 ,geschichte haben viele vortrefflich geschrieben2 zwei jedoch scheinen zweifellos vor allen brigen durchaus den ,vorrang zu verdienen1 deren ,vorzge trotz ihrer ,verschiedenheit fast in gleicher ,weise ,lob geerntet haben4 ,gedrngt1 kurz und sich selber in ,zucht haltend ist ,thukydides#fh2 angenehm1 durchsichtig und von einer gewissen ,breite ,herodot#fi1 jener ist in ,darstellung von heftigen ,affekten1 dieser in der ,schilderung milder ,regungen vorzglicher1 jener ist fr die ffentliche ,rede1 dieser fr das ,privatgesprch vorbildlich1 ,thukydides wegen seiner ,gewalt1 ,herodot wegen seiner ,liebenswrdigkeit bewundernswert4 ,theopomp#gj steht diesen am nchsten1 in der ,geschichtschreibung zwar weniger bedeutend1 wie die genannten1 einem ,redner aber nher verwandt1 da er lange ,redner war1 bevor er zu diesem ,werk sich entschlo4 ,auch ,philistus#ga verdient nach diesen der ,schar der guten ,schriftsteller beigezhlt zu werden als ,nachahmer des ,thukydides1 der zwar bedeutend weniger kraftvoll1 aber auch viel klarer als sein ,vorbild ist4 ,ephorus#gb bedarf nach ,ansicht des ,isokrates der ,sporen4 ,bei ,clitarch#gc lobt man das ,talent1 zieht aber seine ,glaubwrdigkeit in ,frage4 ,der lange ,zeit nachher lebende ,timagenes#gd verdient schon deshalb ,beachtung1 weil er die unterbrochene ,ttigkeit auf dem ,gebiete der ,geschichtschreibung mit neuem ,ruhme wieder aufgenommen hat4 ,xenophon habe ich nicht zu erwhnen vergessen2 er mu aber unter den ,philosophen aufgefhrt werden#ge4 ,es folgt nun die groe ,schar der ,redner1 da ja bekanntlich zu ,athen in einem ,zeitalter zehn gelebt haben#gf4 ,unter diesen war bei weitem der hervorragendste und beinahe der ,mastab fr jede rednerische ,ttigkeit ,demosthenes#gg3 eine solche ,gewalt besitzt er1 so gedrngt ist bei ihm alles1 so gleichsam mit ,muskeln umkleidet und frei von berflssigen ,zutaten und so mavoll1 da man kein fehlendes und kein berflssiges ,wort bei ihm entdecken kann4 ,von grerer ,flle und ,breite und erhabenerer ,ausdrucksweise ist schines#gh in demselben ,mae1 wie er ,demosthenes nachsteht an ,kraft und ,knappheit2 er hat mehr ,fleisch und weniger ,muskeln4 ,besonders anmutig und geistreich ist ,hyperides#gi1 aber er ist einem weniger bedeutenden ,vorwurf mehr gewachsen1 um nicht zu sagen1 fr einen solchen mehr begabt4 ,der ,zeit nach geht ihm ,lysias#hj voraus1 welcher scharfsinnig und geschmackvoll ist und beraus vortrefflich1 wenn es fr einen ,redner genug ist1 zu belehren2 denn bei ihm ist nichts ,phrase1 nichts ,gesuchtes - doch ist er einer reinen ,quelle hnlicher wie einem mchtigen ,strome4 ,isokrates#ha1 der in den verschiedenen ,gattungen der ,rede glnzend und geschmckt und der fr die ,ringschule besser als fr den ,kampf geeignet ist1 erstrebt jeden nur mglichen ,reiz des ,ausdrucks1 und das mit ,recht4 ,fr ,hrsle ist er gerstet1 nicht aber fr ,gerichtsverhandlungen4 ,in der ,erfindung voll ,leichtigkeit1 voll ,eifer fr das ,wohlanstndige1 in dem ,ausbau so sorgfltig1 da seine ,sorgfalt ,tadler gefunden hat4 ,ich glaube nun nicht1 da die von mir besprochenen ,redner nur gerade diese ,vorzge besessen haben1 wohl aber1 da diese ihre hervorragendsten gewesen sind2 ferner bestreite ich nicht1 da auch andere bedeutend gewesen sind4 ,ja1 ich gebe zu1 da ,demetrius von ,phaleron#hb1 obwohl er zuerst die ,beredsamkeit heruntergebracht hat1 viel ,talent und ,redegewandtheit besessen hat1 wie er auch deswegen der ,erwhnung wert ist1 weil er von den ,attikern ungefhr der letzte ist1 welcher den ,namen eines ,redners verdient1 und da ihn ,cicero in der mittleren ,art der ,beredsamkeit allen anderen vorzieht4 ,ich komme zu den ,philosophen1 aus welchen ,m4 ,tullius fr die ,beredsamkeit sehr viel gewonnen zu haben behauptet2 wer zweifelt1 da unter ihnen besonders ,plato#hc durch die ,schrfe seiner ,schlufolgerungen sowie durch eine ,art gttlicher und homerischer ,beredsamkeit den ,vorrang verdient8 ,denn vieles geht hinaus ber die ,prosa1 welche die ,griechen als eine ,rede zu ,fue0 bezeichnen1 so da er mir nicht von einem menschlichen ,geiste beseelt1 sondern gleichsam durch das ,delphische ,orakel beseelt erscheint4 ,was soll ich die ,anmut des ,xenophon#hd erwhnen1 die frei ist von jeder ,affektation und durch keine solche zu erreichen8 ,scheinen doch die ,grazien selbst seine ,sprache gebildet zu haben1 und man knnte auf ihn mit ,recht das bertragen1 was die alte ,komdie ber ,perikles bezeugt3 ,auf seinen ,lippen habe die ,gttin der berredung gethront40 ,wozu soll ich an die ,eleganz der brigen ,sokratiker erinnern1 wozu an ,aristoteles#he8 ,mu man doch bei ihm zweifeln1 ob er sich durch seine wissenschaftlichen ,kenntnisse oder durch die ,menge seiner ,schriften oder durch die ,kraft und ,milde seiner ,beredsamkeit oder durch den ,scharfsinn seiner ,neuerungen oder durch die ,mannigfaltigkeit seiner ,werke einen greren ,ruhm erworben hat4 ,theophrast#hf aber besitzt in so hohem ,grade jenen gttlichen ,glanz der ,rede1 da er davon auch seinen ,namen erhalten haben soll4 ,weniger ,wert auf die ,beredsamkeit legten die alten ,stoiker2 aber auf der einen ,seite sind ihre ,vorschriften von sittlichem ,gehalt1 und auf der andern ,seite sind sie in ,sammlung von ,beispielen und ,beweismitteln fr ihre ,vorschriften besonders stark1 jedoch mehr scharfsinnig in ,verwendung der ,tatsachen1 wie glnzend in der ,darstellung - ein ,vorzug brigens1 nach welchem sie nicht strebten4 ,die gleiche ,anordnung1 wie bei der ,durchmusterung der griechischen ,schriftsteller1 werden wir auch bei der ,behandlung der rmischen innehalten4 ,wie also bei jenen ,homer1 so wird bei uns ,vergil#hg die beste ,brgschaft fr einen glckverheienden ,anfang bieten1 er1 der von allen ,dichtern dieser ,gattung1 von griechischen sowohl wie von unseren1 ihm unstreitig am nchsten steht4 ,ich mchte in bezug auf ihn dieselben ,worte gebrauchen1 die ich als junger ,mann von ,domitius ,afer#hh gehrt habe1 der mir auf meine ,frage1 wer seiner ,meinung nach dem ,homer am nchsten kme1 antwortete3 ,an zweiter ,stelle steht ,vergil1 so jedoch1 da er dem ersten ,platze nher als dem dritten steht40 ,und in der ,tat1 mag er auch - und mit ihm unsere ,nation - dem himmlischen und unsterblichen ,genie jenes nachstehen1 so besitzt er doch um so mehr ,sorgfalt und ,flei schon deshalb1 weil er sich mehr abmhen mute2 wieweit wir daher auch an hervorragender ,kraft den ,griechen nachstehen mgen1 so gleichen wir doch diesen ,mangel vielleicht durch ,gleichmigkeit wieder aus4 ,alle brigen folgen erst weit spter4 ,denn ,macer#hi und ,lucretius#ij soll man zwar lesen1 aber nicht um seinen ,stil zu bilden1 d4 h4 einen festen ,grund fr die ,beredsamkeit zu legen1 da sie zwar beide auf ihrem ,gebiete elegant sind1 der eine aber gewhnlich1 der andere schwierig im ,ausdruck4 ,der ,ataciner ,varro#ia ist in dem ,werke1 durch welches er einen berhmten ,namen erlangt hat1 bersetzer1 zwar schtzenswert als solcher1 aber zur ,bildung der ,beredsamkeit nicht reich genug4 ,den ,ennius#ib wollen wir verehren wie einen durch sein ,alter ehrwrdigen ,hain1 in dem gewaltige und uralte ,eichen weniger sthetisches ,wohlgefallen wachrufen als heilige ,scheu4 ,andere stehen uns nher und sind fr den in ,rede stehenden ,zweck wichtiger4 ,voll ,schelmerei ist zwar auch in seinen epischen ,gedichten ,ovid#ic und voll ,bewunderung fr das eigene ,genie1 aber in einzelnen ,partien verdient er doch ,lob4 ,wenn aber fr ,cornelius ,severus#id auch gilt1 da er mehr ein geschickter ,versknstler#ie als ein guter ,dichter ist1 so wrde er doch mit ,recht den zweiten ,platz in ,anspruch nehmen1 wenn er nach dem ,muster des ersten ,buches den ,sizilischen ,krieg zu ,ende geschrieben htte4 ,den ,serranus#if lie ein frhzeitiger ,tod nicht zur vollen ,entwicklung kommen2 die ,werke aus seiner frhesten ,jugendzeit verraten jedoch sowohl eine auerordentliche ,begabung als auch ein fr dieses ,alter bewundernswertes ,streben nach richtiger ,schreibart4 ,einen groen ,verlust hatten wir krzlich durch den ,tod des ,valerius ,flaccus#ig4 ,voll jugendlicher ,heftigkeit war auch die poetische ,anlage des ,saleius ,bassus#ih1 welche auch in seinem ,greisenalter nicht zur ,reife gelangt ist4 ,auch ,rabirius und ,pedo#ii verdienen gelesen zu werden1 wenn ,zeit dazu vorhanden ist4 ,lucanus#ajj ist feurig1 schwungvoll und reich an wertvollen ,gedanken1 aber er verdient1 um mich frei auszusprechen1 mehr von den ,rednern als von den ,dichtern nachgeahmt zu werden4 ,soviel epische ,dichter haben wir aufgezhlt2 den ,germanicus ,augustus#aja haben wir bergangen1 weil ihn von den begonnenen dichterischen ,bemhungen die ,sorge fr ,lnder und ,vlker abrief1 und es den ,gttern nicht gefallen hat1 ihn zu dem grten ,dichter zu machen4 ,was jedoch bertrifft die ,werke1 in denen der ,jngling ,erholung von ,regierungssorgen suchte1 an ,erhabenheit1 feiner ,bildung und ,vorzgen jeder ,art8 ,wer htte auch ,kriege besser besingen knnen1 als ein ,feldherr1 der sie so gefhrt hat8 ,wem htten die ,kunst beschtzenden ,gttinnen ein willigeres ,ohr leihen sollen8 ,wem htte die befreundete ,gottheit der ,minerva lieber ihre ,kunst offenbaren sollen8 ,es werden dies knftige ,jahrhunderte mit grerer ,flle preisen1 jetzt wird sein ,ruhm auf diesem ,gebiete durch den ,glanz seiner brigen ,tugenden verdunkelt4 ,uns jedoch1 die wir das ,heiligtum der ,poesie verehren1 wirst du1 ,csar1 verzeihen1 wenn wir darber kein ,stillschweigen beobachten1 sondern mit den ,worten ,vergils bekennen3 ,da unter siegendem ,lorbeer hindurch sich dir schlinge der ,efeu#ajb40 ,auch in der ,elegie nehmen wir es mit den ,griechen auf1 fr deren reinsten und elegantesten ,vertreter ich den ,tibull#ajc halte2 manche ziehen den ,properz#ajd vor4 ,ausgelassener als beide ist ,ovid1 strenger ,gallus#aje4 ,die ,satire freilich gehrt uns vollstndig an4 -- ,in ihr hat sich zuerst ,lucilius#ajf hohen ,ruhm erworben1 er1 der bis auf den heutigen ,tag so ergebene ,bewunderer hat1 da sie kein ,bedenken tragen1 ihn nicht allein den auf dem gleichen ,gebiete ttigen ,schriftstellern vorzuziehen1 sondern allen ,dichtern berhaupt4 ,ich bin von der ,meinung dieser ebenso weit entfernt1 wie von der des ,horaz1 welcher die ,rede des ,lucilius einem schlammigen ,bache vergleicht und behauptet1 sie enthalte berflssige ,zutaten4 ,denn er besitzt eine wunderbare ,bildung und hohen ,freimut und ,schrfe und reichen ,witz4 ,viel gegltteter und reiner ist ,horaz#ajg und1 wenn ich nicht durch zu groe ,vorliebe fr ihn bestochen werde1 von hoher ,vollendung4 ,vielen berechtigten ,ruhm hat sich auch allerdings durch ein einziges ,buch ,persius#ajh verdient4 ,auch in der ,gegenwart gibt es bedeutende ,schriftsteller auf diesem ,gebiete1 die sicher einen ,namen haben werden4 ,eine andere ,art von ,satire1 die ihr buntes ,aussehen nicht durch die ,anzahl verschiedener ,rhythmen erhlt1 hat ,terentius ,varro#aji geschaffen1 der gelehrteste von allen ,rmern4 ,er hat eine groe ,anzahl sehr gelehrter ,werke verfat und sich als ein ,meister der lateinischen ,sprache und ein ,kenner der ,altertmer jeder ,gattung und der griechischen ,geschichte sowohl als der unsrigen gezeigt1 jedoch ist er von hherem ,werte fr die ,wissenschaft als fr die ,beredsamkeit4 ,der ,jambus als besondere ,gattung ist von den ,rmern nicht sehr kultiviert worden1 sondern von wenigen in ,sammlungen anderer ,gedichte eingereiht worden2 seine ,schrfe wird man finden bei ,catull#aaj1 ,bibaculus#aaa1 ,horaz1 obwohl bei jenem der epodische 7ein krzerer7 ,vers eingelegt ist4 ,von den lyrischen ,dichtern ist aber ,horaz fast der einzige1 welcher gelesen zu werden verdient#aab2 denn zuweilen steigt er an bis zum ,erhabenen und ist voll ,anmut und ,grazie und voll ,abwechslung in den ,wendungen und im ,ausdruck mit dem glcklichsten ,erfolge khn4 ,will man noch einen hinzunehmen1 so wird es der krzlich gestorbene ,csius ,bassus#aac sein1 aber ihn bertreffen bei weitem an ,genie die ,lebenden4 ,von tragischen ,dichtern aus der alten ,zeit wirken ,attius und ,pacuvius#aad durch das ,gewicht ihrer ,gedanken und durch die ,wucht ihres ,ausdrucks1 sowie durch das wrdige ,auftreten ihrer ,personen erhaben4 ,wenn ihnen aber der ,glanz und in dem ,ausbau ihrer ,werke die letzte feilende ,hand fehlt1 so scheint das mehr ein ,fehler ihrer ,zeit als ihres ,talentes gewesen zu sein4 ,eine grere dichterische ,kraft schreibt man dem ,attius zu1 whrend die1 welche ,anspruch auf ,gelehrsamkeit machen1 den ,pacuvius fr den gelehrteren erklren4 ,der ,thyestes des ,varius#aae aber kann jedem griechischen ,trauerspiel an die ,seite gestellt werden4 ,ovids ,medea scheint mir zu zeigen1 wieviel dieser ,mann htte leisten knnen1 wenn er sein ,genie gezgelt und nicht statt dessen verwhnt htte4 ,von meinen ,zeitgenossen ist bei weitem der hervorragendste ,pomponius ,secundus#aaf1 welchen die lteren ,leute allerdings fr zu wenig tragisch hielten1 dem sie jedoch ,bildung und ,schnheit des ,ausdrucks in hohem ,grade zugestehen muten4 ,in der ,komdie bleiben wir am weitesten zurck4 ,wenn auch ,varro der ,meinung des lius ,stilo#aag folgend sagt1 die ,musen wrden in der ,sprache des ,plautus#aah geredet haben1 wenn sie lateinisch htten reden wollen1 wenn auch die ,alten den ,ccilius#aai mit hohem ,lobe feiern1 wenn auch die ,komdien des ,terenz#abj auf ,scipio ,africanus zurckgefhrt werden 7welche auf diesem ,gebiete die geschmackvollsten sind und bis heute noch mehr in ,gunst stehen wrden1 wenn sie sich in den ,schranken des ,trimeters gehalten htten71 so erreichen wir doch kaum einen leichten ,schatten der griechischen ,vorbilder1 so da ich zu der berzeugung gekommen bin1 da die rmische ,sprache nicht fhig sei1 jene ,anmut in sich aufzunehmen1 welche allein den ,attikern vorbehalten war1 wie auch die ,griechen sie in anderen ,dialekten ihrer ,sprache nicht erreicht haben4 ,in der ,togata 7der nationalen rmischen ,komdie7 zeichnet sich ,afranius#aba aus3 htte er nur nicht - die eigenen ,sitten verratend - durch ,darstellung widriger ,knabenliebe hliche ,stoffe verwertet4 ,unsere ,geschichtschreibung dagegen steht der griechischen nicht nach4 ,so wrde ich mich nicht scheuen1 dem ,thukydides ,sallust#abb gegenberzustellen1 auch wird es ,herodot nicht belnehmen1 wenn ich ihm ,t4 ,livius#abc gleichstelle1 welcher in der ,erzhlung wunderbar anmutig und uerst klar ist1 besonders aber in den ,reden mehr1 als sich ausdrcken lt1 beredt1 so sehr ist alles1 was ausgesprochen wird1 den ,ereignissen und besonders auch den ,personen angepat2 und die ,regungen des menschlichen ,herzens1 zumal die sanfteren1 hat1 um hier nur wenig hervorzuheben1 gewi kein ,historiker passender ausgedrckt4 ,so hat er jene gttliche ,lebhaftigkeit ,sallusts durch eine ,reihe verschiedener ,vorzge erreicht4 ,sie seien einander mehr ebenbrtig als hnlich0 - scheint mir daher auch uerst treffend ,servilius ,nonianus#abd gesagt zu haben1 unter dessen ,zuhrern auch ich mich befunden habe4 ,er war ein ,mann von gutem ,kopfe und reich an geistreichen ,gedanken1 aber weniger knapp1 wie es die ,wrde der ,geschichtschreibung fordert4 ,diese wute vorzglich zu wahren der ihm der ,zeit nach etwas vorausgehende ,bassus ,aufidius#abe1 wenigstens in den ,bchern ber den ,germanischen ,krieg1 er1 der durch seine ,darstellungsweise vollen ,beifall verdient1 in einigen ,werken jedoch hinter seinen ,krften zurckbleibt4 ,es lebt noch und krnt den ,ruhm unseres ,zeitalters ein ,mann#abf1 welcher der ,erinnerung spterer ,jahrhunderte wrdig ist2 einst wird sein ,name genannt werden1 jetzt drfen wir ihn nur andeuten4 ,liebhaber findet auch nicht mit ,unrecht der ,freimut des ,cremutius#abg1 obwohl jetzt das beseitigt ist1 was jenem einst geschadet hatte2 aber einem hohen ,gedankenflug und khnen ,wendungen wird man auch in dem begegnen1 was briggeblieben ist4 ,auch sonst wrden noch treffliche ,schriftsteller zu nennen sein2 aber wir geben eine bersicht ber die ,gattungen und durchmustern nicht ganze ,bibliotheken4 ,was nun unsere ,redner anbetrifft1 so haben sie es dahin gebracht1 da sich die lateinische ,beredsamkeit auf einer ,hhe befindet1 auf welcher sie sich mit der griechischen messen kann2 denn den ,cicero#abh wrde ich jedem ihrer ,redner khnlich an die ,seite stellen4 ,ich wei auch recht wohl1 wie viele ,widersacher ich mir dadurch wachrufe1 zumal da ich es mir nicht vorgenommen habe1 jetzt eine ,vergleichung zwischen ihm und ,demosthenes anzustellen1 denn diese gehrt nicht hierher1 da ich glaube1 da ,demosthenes vor allen gelesen oder besser auswendig gelernt werden mu4 ,die ,vorzge dieser beiden ,redner scheinen mir meist die gleichen zu sein1 so ,anlage1 ,anordnung1 ,einteilungsmethode und die ,art der ,vorbereitung und ,beweisfhrung1 alles endlich1 was zur ,erfindung gehrt4 ,in der ,wahl des ,ausdrucks besteht jedoch eine nicht unbedeutende ,verschiedenheit4 ,jener ist gedrngter1 dieser wortreicher1 jener in seinen ,schlufolgerungen knapper1 dieser breiter1 jener kmpft immer mit scharfsinnigen ,worten1 dieser hufig auch mit gewichtigen2 auf der ,seite jenes lt sich nichts hinwegnehmen1 auf der ,seite dieses nichts hinzusetzen1 jener besitzt mehr ,sorgfalt1 dieser mehr natrliche ,begabung4 ,an ,witz und ,rhrung1 jenen beiden so beraus wirksamen ,affekten1 bertreffen wir auf jeden ,fall die ,griechen4 ,und zugegeben1 da jenem die ,sitte des ,staates1 ,epiloge zu halten#abi unmglich machte1 so hat doch auch uns die ,verschiedenheit der lateinischen ,sprache 7von der griechischen7 vielerlei1 was die ,attiker bewundern1 nicht erlaubt4 ,in betreff der ,briefe#acj freilich1 welche von beiden existieren1 und der ,dialoge#aca1 in welchen der ,grieche nichts geleistet hat1 gibt es keinen ,wettstreit4 ,in dem ,punkte mssen wir jedoch nachstehen1 da jener frher lebte und grtenteils ,cicero zu seiner ,gre herangebildet hat1 denn mir scheint ,m4 ,tullius1 indem er sich ganz der ,nachahmung der ,griechen hingab1 die ,kraft des ,demosthenes1 die ,flle des ,plato und die ,anmut des ,isokrates nachgebildet zu haben4 ,jedoch eignet er sich nicht allein das1 was an jedem das ,beste ist1 durch ,studium an1 sondern die meisten oder vielmehr alle glnzenden ,vorzge gewann er aus dem glcklichen ,reichtum seines unsterblichen ,genies4 ,denn er sammelt nicht1 wie ,pindar#acb sagt1 ,regenwasser1 sondern in lebendigem ,strahle strmt er ,fluten aus2 er1 der uns durch ein ,geschenk der ,vorsehung geboren wurde1 damit die ,beredsamkeit in ihm alle ihre ,krfte erprobe4 ,denn wer kann sorgfltiger belehren1 wer strker bewegen8 ,wer hat je eine so groe ,anmut besessen8 ,so erscheint es1 als ob er das1 was er erzwingt1 durch ,vorstellungen erreichte1 und als ob der ,richter1 wenn er durch die ,gewalt seiner ,rede mit fortgerissen wird1 nicht von ihm gewaltsam ergriffen wrde1 sondern ihm folgte4 ,dann ist in allem1 was er sagt1 eine so gewichtige ,bestimmtheit1 da man sich schmt1 anderer ,meinung zu sein1 und da er die ,glaubwrdigkeit nicht eines ,anwalts1 sondern eines ,zeugen oder ,richters besitzt1 indem ihm zugleich alles dies1 wovon kaum jemand das eine oder das andere bei angestrengtester ,arbeit erreichen knnte1 ohne ,mhe von der ,hand geht1 wobei sein ,stil1 an dessen ,schnheit nichts heranreicht1 gleichwohl die glcklichste ,leichtigkeit an den ,tag legt4 ,deshalb sagten seine ,zeitgenossen nicht mit ,unrecht1 er sei ein ,knig in den ,gerichten1 und deshalb wird der ,name ,cicero bei der ,nachwelt schon nicht mehr fr den ,namen eines ,menschen1 sondern fr den ,namen der ,beredsamkeit selbst gehalten4 ,auf ihn wollen wir daher blicken1 er sei unser ,vorbild2 und wem ,cicero ausnehmend gefllt1 der kann sich sagen1 da er in der ,beredsamkeit ,fortschritte gemacht habe4 ,einen groen ,reichtum an ,erfindung besitzt ,asinius ,pollio#acc1 auch eine groe ,sorgfalt1 so da er darin manchen sogar zu weit zu gehen scheint1 endlich ,klugheit und ,lebendigkeit genug3 von der ,schnheit und der ,anmut des ,cicero ist er jedoch so weit entfernt1 da er um ein ,jahrhundert frher gelebt zu haben scheinen knnte4 ,messalla#acd hingegen ist glnzend und durchsichtig und in seiner ,rede gewissermaen ein ,bild seiner ,vornehmheit 7vornehmen ,gesinnung71 an ,krften jedoch schwcher4 ,wenn ,c4 ,csar#ace aber sich ausschlielich dem ,forum gewidmet htte1 so wrde kein anderer von den unsrigen gegen ,cicero in ,betracht kommen4 ,eine so bedeutende ,kraft besitzt er1 so viel ,scharfsinn1 so viel ,feuer1 da man deutlich sieht1 er habe mit dem ,geiste ,reden gehalten1 der ihm seine ,siege gewinnen lie2 er schmckt dies jedoch alles mit einer wunderbaren ,eleganz der ,diktion1 in welcher er ganz besonders ,meister war4 ,viel ,geist und besonders in der ,anklage ein feiner1 weltmnnischer ,sinn war dem ,clius#acf eigen1 einem ,manne1 der verdient htte1 eine bessere ,gesinnung und ein lngeres ,leben zu haben4 ,ich habe ,leute gefunden1 welche den ,calvus#acg allen vorzogen1 ich habe aber auch solche gefunden1 die dem ,cicero glaubten1 wenn er sagt1 jener habe durch fortgesetztes ,schmhen auf ihn das ,blut der ,wahrheitsliebe verloren1 aber seine ,redeweise ist feierlich und wrdevoll1 streng und hufig auch leidenschaftlich4 ,er war ein ,nachahmer der ,attiker1 und sein frhzeitiger ,tod hat ,unrecht an ihm verbt1 da er im ,begriff war1 noch etwas ,hheres zu leisten4 ,auch ,servius ,sulpicius#ach hat nicht mit ,unrecht sich einen hohen ,ruhm durch drei ,reden erworben4 ,viel ,nachahmenswertes bietet1 wenn man ihn mit ,urteil liest1 ,cassius ,severus#aci4 ,wenn dieser seinen brigen ,vorzgen ,abwechslung und ,wrde des ,ausdrucks hinzugefgt htte1 wrde er unter die ,vorzglichsten zu zhlen sein4 ,denn er besitzt sehr viel ,talent1 auerordentliche ,schrfe1 weltmnnische ,bildung und groe ,glut1 aber er folgt mehr seiner ,laune als einem wohlberlegten ,plane4 ,wie brigens bittere ,witze1 so ist hufig die ,bitterkeit schon allein imstande1 ,lachen zu erregen4 ,die groe ,menge der anderen bedeutenden ,redner aufzuzhlen wrde zu weit fhren3 von meinen ,zeitgenossen sind ,domitius ,afer und ,julius ,africanus#adj bei weitem die bedeutendsten4 ,was die ,kunst der ,diktion und die ganze ,ausdrucksweise betrifft1 so ist jener vorzuziehen und unbedenklich in die ,reihen der ,alten zu stellen4 ,dieser dagegen ist affektvoller1 er geht aber in der ,anwendung von ,wortspielen zu weit1 ist in der ,komposition hufig zu breit und mit bertragenen ,ausdrcken nicht sparsam genug4 ,auch noch in jngster ,zeit gab es 7auf diesem ,gebiete7 bedeutende ,geister4 ,so war ,trachalus#ada meist erhaben und ziemlich leicht verstndlich und erfllt von dem besten ,streben2 wenn man ihn hrte1 erschien er jedoch noch bedeutender4 ,denn er besa ein so glckliches ,organ1 wie ich es bei keinem andern ,redner gefunden habe1 und eine ,aussprache und ,haltung1 wie sie auch fr die ,bhne ausgereicht haben wrde1 kurz alles uerliche war in reichem ,mae bei ihm vorhanden4 ,auch ,vibius ,crispus#adb ist ein klarer1 angenehmer und dem geistigen ,genu dienender ,redner1 geeigneter jedoch fr ,privat- als fr ,kriminalprozesse4 ,julius ,secundus#adc wrde sich1 wenn er lnger gelebt htte1 einen wahrhaft berhmten ,namen bei der ,nachwelt erworben haben2 zu seinen brigen ,vorzgen htte er nmlich1 wie er schon im ,begriff stand1 das1 was er vermissen lt1 hinzugefgt3 die grere ,kampfbereitschaft und eine ,sorgfalt1 die sich nicht allein auf den ,ausdruck1 sondern auch auf den ,inhalt erstreckt4 ,obgleich er aber durch den ,tod daran verhindert wurde1 behauptet er doch einen bedeutenden ,platz3 so gro ist seine ,redegabe1 so bestechend seine ,anmut bei der ,behandlung jedes beliebigen ,stoffes1 so durchsichtig1 mavoll und glnzend seine ,art sich auszudrcken1 so treffend die ,wahl seiner ,worte1 auch wenn sie entlehnt sind1 so anschaulich sind einzelne seiner gewagten ,redewendungen4 ,die1 welche nach uns ber die ,redner schreiben werden1 haben eine reiche ,gelegenheit1 die jetzt ,lebenden mit vollem ,rechte zu loben2 gibt es doch auch heute noch ausgezeichnete ,talente1 welche des ,forums ,glanz verherrlichen#add4 ,denn die schon lteren ,redner vor ,gericht streben den altbewhrten nach1 und in deren ,futapfen tritt wiederum der betriebsame ,flei der jngeren1 welche das ,beste erstreben4 ,noch sind die brig1 welche ber ,philosophie geschrieben haben1 ein ,fach1 in welchem die rmische ,literatur bis auf den heutigen ,tag nur sehr wenig formgewandte ,schriftsteller aufzuweisen hat4 ,in gleicher ,weise1 wie sonst berall1 ist in diesem ,fache ,m4 ,tullius als ein ,nebenbuhler ,platos aufgetreten4 ,ganz vorzglich und weit mehr1 wie in seinen ,reden1 hat ,brutus dem gewichtigen ,inhalt die rechte ,form verliehen2 man merkt1 da er glaubt1 was er sagt4 ,eine ,reihe ,schriften hat auch ,cornelius ,celsus verfat als ,nachfolger der ,sextier#ade1 nicht ohne ,geschick und ,anmut4 ,plautus#adf ist in der stoischen ,philosophie fr die ,kenntnis des ,systems brauchbar1 fr die epikureische ,philosophie ist ein zwar nicht bedeutender1 aber uerst lesbarer ,gewhrsmann ,catius#adg4 ,absichtlich habe ich ,seneca#adh bei ,besprechung der einzelnen ,arten der ,beredsamkeit bisher bergangen wegen der flschlich ber mich verbreiteten ,meinung1 da ich ihn verurteile und ihm feindlich entgegentrete4 ,dieser ,vorwurf traf mich1 whrend ich bemht war1 die verfallene ,beredsamkeit1 welche durch ,unarten aller ,art entstellt war1 zu strengeren ,regeln zurckzufhren2 damals befand sich aber fast nur dieser ,schriftsteller in den ,hnden der jungen ,leute4 ,ihn wollte ich nun nicht vollstndig verbannt wissen1 aber ich wollte auch nicht dulden1 da er besseren ,schriftstellern vorgezogen wrde1 welche jener unaufhrlich angriff1 da er sich bewut war1 da er ,beifall ernten knne1 wenn er von jenen in der ,redeweise abwich1 da er aber auf denselben verzichten msse1 wenn er in den gleichen ,stcken wie jene gefallen wolle4 ,sie liebten ihn aber mehr1 als da sie ihn nachahmten1 und blieben in demselben ,grade hinter ihm zurck1 wie jener sich von den ,alten entfernte4 ,denn es wre nur zu wnschen1 da sie jenem ,manne ebenbrtig oder wenigstens hnlich geworden wren1 aber er gefiel ihnen nur durch seine ,fehler1 von welchen ein jeder diejenigen1 welche er gerade kannte1 nachzubilden bemht war2 und wenn sich dann einer rhmte1 er schreibe denselben ,stil1 so brachte er den ,seneca in schlechten ,ruf4 ,seneca hat auch im ganzen betrachtet viele bedeutende ,vorzge3 ,reichtum des ,geistes und ,leichtigkeit der ,produktion1 einen unermdlichen ,flei und viele ,kenntnisse1 wobei es ihm jedoch hufiger widerfuhr1 da er von denen1 welchen er ,einzeluntersuchungen bertragen hatte1 getuscht wurde4 ,er hat brigens fast jedes ,gebiet des ,wissens in seine ,behandlung gezogen2 denn man hat von ihm ,reden1 ,gedichte1 ,briefe und ,dialoge4 ,in der ,philosophie ist er zwar nicht sorgfltig genug1 durch seinen ,kampf gegen die ,unsittlichkeit jedoch von hervorragender ,bedeutung4 ,in seinen ,werken finden sich viele herrliche ,aussprche und vieles1 was seines sittlichen ,gehaltes wegen lesenswert ist2 aber in seinem ,stile ist viel ,verschrobenes1 was deshalb so uerst verderblich wirkt1 weil es voll von anziehenden ,fehlern ist4 ,man mchte wnschen1 da er mit seinem ,geiste1 aber mit dem ,urteile eines andern geschrieben habe2 denn wenn er manches als geringwertig erkannt htte1 wenn er das ,auffallende nicht bevorzugt htte1 wenn er nicht alles ihm ,entsprungene gut befunden htte1 und wenn er den gewichtigen ,inhalt nicht durch die ,flle kleinlicher ,details verdeckt htte1 dann wrde er mit der allgemeinen ,beistimmung der ,gebildeten und nicht mit der ,vergtterung von ,knaben belohnt werden4 ,gleichwohl ist er auch so den schon ,sicheren und durch strengere ,lektre ,gefestigten zum ,lesen zu empfehlen1 schon deshalb1 weil er immerhin das ,urteil zu ben vermag4 ,denn vieles ist an ihm billigens-1 vieles auch bewundernswert4 ,nur treffe man die richtige ,auswahl1 was er selbst htte tun sollen2 denn seine natrliche ,anlage berechtigt uns zu dem ,wunsch1 da ihm ein edleres ,ideal vorgeschwebt htte2 was ihm als knstlerisches ,ideal erschien1 hat er auf jeden ,fall zum ,ausdruck gebracht4 ,,zweites ,,kapitel ,von der ,nachahmung ,aus diesen und anderen lesenswerten ,schriftstellern entlehne man den ,wortschatz1 die ,redewendungen und die ,kompositionsmethode1 sodann mu der ,geist nach dem ,vorbilde aller ihrer ,schnheiten seine ,richtung erhalten4 ,denn daran darf man nicht zweifeln1 da die ,kunst zum groen ,teil auf ,nachahmung beruht4 ,denn wie das schpferische ,hervorbringen das ursprngliche gewesen ist und die ,hauptsache bleibt1 so ist es doch auch ntzlich1 das so ,hervorgebrachte nachzuahmen4 ,und das ist ein sich durch das ganze ,leben hindurchziehendes ,prinzip1 da wir das selbst hervorbringen wollen1 was uns an anderen gefllt4 ,so bilden die ,knaben die ,zge der ,buchstaben nach1 um bung im ,schreiben zu erlangen1 so die ,musiker die ,stimme ihrer ,lehrer1 so die ,maler die ,werke ihrer ,vorgnger1 so betrachten die ,landleute eine bereits bewhrte ,methode der ,bodenkultur als ,muster3 kurz1 wir sehen1 da die ,anfnge jedes ,knnens nur nach den fr die einzelnen ,disziplinen aufgestellten ,vorschriften gelernt werden knnen4 ,und in der ,tat mssen wir den vorzglichen ,meistern entweder hnlich oder unhnlich sein3 ihnen hnlich macht uns selten die ,natur1 hufig die ,nachahmung4 ,der ,umstand aber gerade1 da uns die ,nachahmung die ,beherrschung von allem so bedeutend leichter macht1 wie sie denen war1 die kein ,vorbild hatten1 schadet1 wenn sie nicht mit ,vorsicht und ,urteil ausgebt wird4 ,vor allem reicht die bloe ,nachahmung nicht aus1 schon deshalb1 weil nur ein trger ,geist mit dem1 was von anderen erfunden ist1 zufrieden sein kann4 ,denn wie wre es in jenen ,zeiten gegangen1 die ohne ,vorbild waren1 wenn die ,menschen geglaubt htten1 sie drften nur das tun oder denken1 was sie schon kennengelernt hatten8 ,natrlich wre nichts erfunden worden4 ,wie sollte es also unrecht sein1 wenn wir etwas erfinden wollten1 was vorher noch nicht existiert hat8 ,oder sind etwa jene noch ,ungebildeten durch die bloe ,schpferkraft ihres ,geistes dahin gefhrt worden1 da sie so vieles hervorbrachten1 wir aber sollen zum ,suchen und ,forschen nicht einmal durch die sichere ,gewiheit bewegt werden1 da diejenigen1 welche gesucht haben1 auch gefunden haben8 ,und whrend diejenigen1 welche in keinem ,gegenstande einen ,lehrer gehabt haben1 reiche ,schtze auf die ,nachwelt vererbt haben1 so soll uns der ,besitz dieser ,schtze nicht dazu dienen1 neue zutage zu frdern1 sondern wir sollen nur von fremder ,wohltat leben1 wie gewisse ,maler sich nur das ,ziel stecken1 da sie mit ,ma und ,richtschnur ,kopien anfertigen lernen8 ,auch das ist eine ,schande1 dann zufrieden zu sein1 wenn man den ,gegenstand1 den man nachbildet1 erreicht hat4 ,denn wie wrde es wiederum ergangen sein1 wenn niemand mehr zustande gebracht htte als der1 den er sich zum ,vorbild nahm8 ,in der ,dichtkunst wren wir dann nicht ber ,livius ,andronikus#a1 in der ,geschichtschreibung nicht ber die ,jahrbcher der ,priester#b hinausgekommen1 ja wir wrden noch mit ,flen ,schiffahrt treiben2 es wrde keine ,malerei geben auer der1 welche die uersten ,linien des ,schattens1 den ein in der ,sonne befindlicher ,krper hervorgebracht hat1 umschreibt4 ,und wenn man alles genau prft1 wird man sich berzeugen1 da keine ,kunst so geblieben ist1 wie sie bei ihrer ,erfindung war1 und da keine bei ihren ,anfngen stehengeblieben ist1 wenn wir nicht vielleicht gerade unsere ,zeit zu einer vollsten ,unfruchtbarkeit verurteilen wollen1 da erst jetzt nichts wchst4 ,nichts wchst aber durch bloe ,nachahmung4 ,wenn wir aber zu dem ,frheren nichts hinzufgen drfen1 wie knnen wir da erwarten1 da es je einen vollendeten ,redner geben wird1 da doch unter denen1 welche wir bis auf den heutigen ,tag als die bedeutendsten bezeichnen1 sich keiner befindet1 an dem man nicht etwas vermissen oder tadeln knnte4 ,aber auch die1 welche das hchste ,ziel nicht erstreben1 mssen mehr wetteifern als nachfolgen4 ,denn wer danach strebt1 andere zu berholen1 wird zwar vielleicht keinen ,vorsprung gewinnen1 aber doch auf gleicher ,hhe bleiben4 ,keiner kann aber die gleiche ,hhe mit dem erreichen1 dessen ,futapfen er unter allen ,umstnden folgen zu mssen glaubt2 denn notwendig mu der ,nachfolgende auch der ,zurckbleibende sein4 ,ferner bedenke man1 da es meist leichter ist1 mehr zu leisten1 als das ,gleiche4 ,denn die hnlichkeit ist so schwer herzustellen1 da nicht einmal die ,natur in diesem ,punkte so viel geleistet hat1 da die anscheinend ganz hnlichen oder gleichen ,dinge sich nicht durch irgendwelches ,merkmal unterscheiden4 ,dazu kommt1 da jedes ,objekt1 welches einem andern hnlich ist1 notwendig geringwertiger als dieses ist1 und sich zu ihm verhlt wie der ,schatten zum ,krper1 das ,bild zu einem ,antlitz1 die ,darstellung des ,schauspiels zu den wirklichen ,leidenschaften4 ,dies ist nun auch der ,fall bei den ,reden4 ,denn in denen1 welche uns zum ,vorbild dienen1 ist ,natur und wirkliche ,kraft1 hingegen hatte alle ,nachahmung etwas ,gemachtes und fremder ,vorschrift ,angepates4 ,daher kommt es auch1 da ,deklamationen weniger ,saft und ,kraft haben als wirkliche ,reden1 weil der behandelte ,gegenstand dort ein wirklicher1 hier ein erfundener ist4 ,dazu kommt1 da dasjenige1 was bei einem ,redner das bedeutendste ist1 sich nicht nachahmen lt3 ,geist1 ,erfindungsgabe1 ,kraft und ,leichtigkeit1 kurz alles1 was kunstmig nicht gelernt werden kann4 ,daher glauben die meisten das1 was sie gelesen haben1 ganz wunderbar schn nachzubilden1 wenn sie einzelne ,ausdrcke oder ein bestimmtes ,satzgefge aus einer ,rede herausnehmen1 whrend die ,worte doch im ,laufe der ,zeit aus ,gebrauch und neu in ,gebrauch kommen1 da der ,sprachgebrauch ihnen zur sichersten ,regel dient und sie nicht von ,natur gut oder schlecht sind 7denn an und fr sich sind sie nur ,klnge71 sondern je nachdem sie glcklich und treffend verbunden oder nicht sind1 und ihre ,fgung sowohl dem ,inhalt angemessen1 wie durch ihre ,abwechslung dem ,ohr angenehm ist4 ,deshalb ist in diesem ,zweige des ,studiums alles mit der peinlichsten ,genauigkeit zu prfen4 ,zuerst1 welche ,schriftsteller wir nachahmen sollen2 denn es gibt sehr viele1 welche ihren ,ehrgeiz darein setzen1 gerade die schlechtesten und fehlerhaftesten nachzubilden2 ferner1 was wir bei den von uns erwhlten nachzuahmen lernen sollen4 ,denn auch bei bedeutenden ,schriftstellern finden sich viele ,fehler1 wegen deren sich auch die ,gelehrten gegenseitig zur ,rechenschaft gezogen haben2 freilich wre zu wnschen1 da die1 welche das ,gute nachbilden1 in demselben ,grade ihr ,vorbild bertrfen1 wie die das ,schlechte ,nachbildenden es tun4 ,auch mge es denen1 welche ,urteil genug hatten1 die ,fehler zu vermeiden1 wenigstens nicht genug sein1 ein bloes ,bild der ,vorzge wiederzugeben1 gleichsam nur die oben befindliche ,kruste oder vielmehr jene ,figuren des ,epikur#c1 welche der ,oberflche des ,krpers entstrmen sollen4 ,das pflegt aber denen zu begegnen1 welche ohne tiefere ,kenntnis der ,vorzge eines ,schriftstellers sich an das rein uerliche der ,rede anlehnen2 wenn diesen dann die ,nachahmung gut vonstatten gegangen ist1 dann unterscheiden sie sich in ,wortlaut und ,rhythmus nicht sehr von ihrem ,vorbilde1 reichen aber an dasselbe in ,kraft und ,erfindungsgabe nicht hinan4 ,meist geraten diese aber auf ,abwege und entlehnen die den ,vorzgen am nchsten liegenden ,fehler2 dann werden sie schwlstig1 wo sie erhaben sein sollen1 drftig1 wo sie knapp zu sein gedachten1 tollkhn1 wo tapfer1 liederlich1 wo vergngt1 malos1 wo blumenreich1 nachlssig1 wo einfach4 ,so kommt es1 da die1 welche irgend etwas ,geist- und ,inhaltsloses rauh und schmucklos zum ,ausdruck gebracht haben1 sich den ,alten gleichdnken2 die1 welche ,schmuck und ,sentenzen entbehren1 sind natrlich ,attiker1 die1 welche durch verkrzte ,perioden dunkel sind1 bertreffen den ,sallust und ,thukydides1 die ,traurigen und ,nchternen treten in die ,futapfen des ,pollio1 die ,faulen und ,nachlssigen schwren - falls sie nur irgendwelche ,umschreibungen gebraucht haben -1 so wrde sich ,cicero ausgedrckt haben4 ,ich habe ,schler gekannt1 die dann die ,art jenes gttlichen ,meisters der ,rede nachgebildet zu haben glaubten1 wenn sie an den ,schlu ein esse videatur 7zu sein schien07 gesetzt hatten4 ,daher ist es die ,hauptsache1 da jeder das1 was er sich zum ,vorbild nehmen will1 versteht und wei1 warum es gut ist4 ,dann ziehe er bei der bernahme einer solchen ,arbeit seine ,krfte in ,betracht4 ,denn es gibt ,nachahmenswertes1 dem entweder die ,schwche seiner ,natur nicht gewachsen ist1 oder dem die ,verschiedenheit derselben widerstrebt4 ,so soll der1 dessen ,gemtsart fr das ,zarte empfnglich ist1 nicht das ,krftige und ,bestimmte allein bevorzugen1 und so soll umgekehrt der1 dessen ,talent zwar krftig aber ungebndigt ist1 nicht durch ,neigung fr das ,zarte seine ,kraft vergeuden1 ohne die beabsichtigte ,eleganz erreichen zu knnen2 denn nichts widerstreitet dem ,geschmack in so hohem ,grade1 wie wenn ein weicher ,stoff hart bearbeitet wird4 ,allerdings habe ich auch geglaubt1 da der ,lehrer der ,beredsamkeit1 den ich im zweiten ,buche#d ausgerstet hatte1 den ,schlern nicht allein offenbaren solle1 wozu seiner ,meinung nach ein jeder von ,natur geeignet sei2 vielmehr mu er auch das ,gute1 was er in ihnen findet1 frdern und1 soweit es mglich ist1 das ,fehlende hinzufgen und ,verbesserungen und nderungen mit ihnen vornehmen3 dann ist er ein ,lenker und ,bildner fremder ,gemter4 ,schwerer ist es1 die eigene ,natur zu bilden4 ,aber auch jener ,lehrer wird in den ,punkten1 wo ihm die ,natur hindernd im ,wege steht1 sich nicht berflssig bemhen1 wie sehr ihm auch am ,herzen liegt1 da das ,richtige im vollsten ,mae bei seinen ,zuhrern vorhanden ist4 ,auch das ist ein ,fehler1 welcher hufig gemacht wird1 da wir in unseren ,reden die ,dichter und die ,geschichtschreiber1 in den ,werken jener ,knste ,redner und ,deklamatoren nachahmen zu mssen glauben2 jedes ,gebiet hat da seine eigenen ,gesetze1 seine eigenen ,kunstcharakter4 ,die ,komdie liebt nicht den ,schritt auf dem erhabenen ,kothurn1 und umgekehrt schreitet die ,tragdie nicht auf der ,sandale einher4 ,gleichwohl hat die ganze ,kunst der ,rede etwas ,gemeinsames2 und dieses ,gemeinsame mssen wir nachahmen4 ,hufig begegnet es auch denen1 welche sich einer einzelnen ,gattung zugeneigt haben1 da sie auch bei ,behandlung von ruhigen und die ,leidenschaft nicht erregenden ,fllen die ,schneidigkeit nicht ablegen1 wenn ihnen diese bei irgend jemandem gefallen hat1 oder da sie in strengen und ernsten ,rechtsfllen der ,wichtigkeit des ,gegenstandes nicht entsprechen1 wenn ihnen das ,zarte und ,anmutige gefallen hatte4 ,in der ,tat ist aber nicht allein zwischen den einzelnen ,rechtsfllen ein groer ,unterschied1 sondern auch zwischen den einzelnen ,teilen einer ,rede1 und man mu bald milde1 bald schneidig1 bald erregt1 bald ruhig1 bald um zu belehren1 bald um zu bewegen1 sprechen1 was alles durchaus ungleiche und verschiedene ,anforderungen an den ,redner stellt4 ,deshalb wrde ich auch nicht dazu raten1 sich einem einzigen1 dem man in allen ,stcken folgt1 zu eigen zu geben4 ,der weitaus vollendetste ,redner der ,griechen ist ,demosthenes1 in mancher ,beziehung verdienen jedoch an einzelnen ,stellen andere den ,vorzug1 an den meisten er4 ,aber der1 welcher hauptschlich nachgeahmt zu werden verdient1 verdient deshalb nicht allein nachgeahmt zu werden4 ,wie denn8 ,kann man nicht zufrieden sein1 wenn man alles so sagt1 wie es ,m4 ,tullius gesagt hat8 ,ich fr meine ,person wrde es sein1 wenn ich es in jedem ,punkte erreichen knnte4 ,was wrde es jedoch schaden1 die ,gewalt ,csars1 die ,schneidigkeit des ,clius1 die ,sorgfalt des ,pollio1 das ,urteil des ,calvus an manchen ,stellen hinzunehmen8 ,denn abgesehen davon1 da es ein ,gebot der ,klugheit ist1 das1 was bei einem jeden ,redner das beste ist1 zu seinem ,eigentum zu machen1 so mu man andererseits auch bedenken1 da bei der ungeheuren ,schwierigkeit der ,sache das ,vorbild nur zum geringsten ,teile diejenigen1 welche ihr ,augenmerk nur auf einen ,schriftsteller lenken1 dauernd begleitet4 ,da es also dem ,menschen so gut wie versagt ist1 das gewhlte ,vorbild vollstndig wiederzugeben1 mssen wir die ,vorzge einer greren ,anzahl vor ,augen haben1 damit von diesem das eine1 von jenem das andere haften bleibt1 und wir dann ein jedes am passenden ,orte anbringen knnen4 ,die ,nachahmung aber1 um das hier nochmals zu wiederholen1 bestehe nicht nur in einer ,wiedergabe von ,worten4 ,darauf ist vielmehr das ,auge zu richten1 wieviel edles ,ma jene ,mnner in ,darstellung von ,ereignissen und ,personen beobachtet haben1 wie sie ihren ,plan1 ihre ,disposition gestaltet haben1 wie endlich alles1 was nur auf unser ,vergngen abzuzielen scheint1 berwindung des ,gegners bezweckt2 es ist darauf zu achten1 welcher ,inhalt fr den ,eingang der ,rede gewhlt ist1 auf welche ,weise und mit wieviel ,abwechslung die ,erzhlung geboten wird1 mit welcher ,kraft ,beweis und ,widerlegung durchgefhrt ist1 mit welchem ,geschick ,affekte jeder ,art erregt werden1 und zum ,vorteil der ,sache der ,beifall des ,volkes gewonnen wird1 welcher dann am vollkommensten ist1 wenn er willig folgt und nicht mit ,mhe herbeigezogen wird4 ,erst1 wenn wir dies vllig erkannt haben1 ist unsere ,nachahmung die richtige4 ,wer hierzu nun eigene ,vorzge hinzufgt1 so da er das ,fehlende ergnzt1 das berflssige abschneidet1 der wird der vollendete ,redner sein1 welchen wir suchen2 und ein solcher mte gerade jetzt in vollkommener ,gestalt auftreten1 wo uns weit mehr ,beispiele einer trefflichen ,beredsamkeit vorliegen1 wie denen zu ,gebote standen1 die bisher die grten ,redner waren4 ,denn diese werden sich auch den ,ruhm erwerben1 da sie ihre ,vorgnger bertroffen1 ihre ,nachfolger aber belehrt haben4 ,,drittes ,,kapitel ,art und ,weise der schriftlichen bungen ,das sind nun die ,hilfsmittel1 welche uns von auen geboten werden2 unter denen aber1 welche wir uns selbst verschaffen mssen1 ist das mhevollste1 aber auch das wirksamste der ,griffel#a4 ,ihn nennt nicht mit ,unrecht ,m4 ,tullius#b den besten ,bildner und ,lehrmeister der ,rede1 ein ,ausspruch1 welchem er dadurch besonderen ,nachdruck verleiht1 da er ihn dem ,lucius ,crassus#c in seinem ,buche ber den ,redner0 in den ,mund legt1 und so sein eigenes ,urteil mit dem ,ansehen dieses ,redners verbindet4 ,man mu demnach so eifrig und soviel wie mglich schreiben4 ,denn wie der tief aufgegrabene ,boden fr ,erzeugung und ,ernhrung der ,saat geeigneter wird1 so wird ein ,wachstum1 welches nicht nur auf oberflchlicher ,bemhung beruht1 die ,frchte der ,studien zu reicherer ,entfaltung und zu festerem ,bestehen bringen4 ,ohne da wir hiervon fest berzeugt sind1 wird jene fr den ,augenblick erworbene ,beredsamkeit nur eine nutzlose ,geschwtzigkeit verleihen und ,worte1 welche die ,lippen sprechen4 ,hier sind die ,wurzeln1 hier die ,grundlagen1 hier die ,schtze1 welche gleichsam in geheimer ,schatzkammer#d verborgen sind1 um daraus hervorgeholt zu werden1 wenn es bei pltzlich eintretendem ,bedrfnis die ,verhltnisse fordern4 ,krfte sollen wir uns hauptschlich erwerben1 welche fr einen mhevollen ,kampf ausreichen und durch den ,gebrauch nicht erschpft werden4 ,denn die ,natur selbst wollte nicht1 da irgend etwas ,groes schnell zustande komme1 und stellte gerade dem schnsten ,gelingen schweres ,mhen voran#e1 wie sie auch fr die natrliche ,geburt das ,gesetz gab1 da die greren ,tiere lnger in dem ,mutterleib verbleiben sollen4 ,da die vorliegende ,frage aber eine zweifache ist1 wie man nmlich und was man schreiben mu1 so will ich auch bei der ,behandlung diese ,reihenfolge innehalten4 ,anfangs geschehe das ,schreiben langsam1 aber natrlich nicht trge2 man suche den besten ,ausdruck und begnge sich nicht mit dem ersten ,einfall2 glaubt man etwas gefunden zu haben1 so prfe man es2 hat man es geprft1 so disponiere man2 denn ,inhalt und ,worte bedrfen der ,auswahl1 und alles ist einzeln auf seinen ,wert hin zu untersuchen4 ,dann erst richte man sein ,auge auf die ,wortstellung und suche auf alle ,weise ,wohlklang zu erzielen2 nicht aber erhalte jedes ,wort die ,stellung1 welche der ,zufall anbietet4 ,um dies mit aller ,sorgfalt auszufhren1 mssen wir hufiger das zuletzt ,geschriebene wieder durchlesen4 ,denn abgesehen davon1 da wir so das ,folgende besser mit dem ,vorhergehenden verbinden1 gewinnt auch die ,wrme des ,gedankens1 welche durch langes ,schreiben abgekhlt ist1 von neuem an ,krften und nimmt gleichsam einen ,anlauf1 als ob die ,strecke frisch zurckgelegt wrde2 wie wir es bei einem ,wettspringen wohl sehen1 da die ,beteiligten weiter ausholen und bis zu dem ,hindernis1 um welches es sich im ,wettstreit handelt1 eine ,strecke ,anlauf nehmen1 und wie wir beim ,werfen den ,arm nach rckwrts fhren und im ,begriff1 ,wurfgeschosse zu schleudern1 die ,bogensehne rckwrts spannen4 ,immerhin soll man die ,segel dem ,winde berlassen1 solange er weht1 vorausgesetzt1 da nur dieses ,sichgehenlassen nicht zur ,tuschung verfhrt3 denn alles gefllt uns1 whrend es geschrieben wird1 sonst wrden wir es nicht schreiben4 ,wir wollen aber dann uns zu einer ,prfung zurckwenden und das mit bedenkenerregender ,leichtigkeit ,geschriebene von neuem behandeln4 ,so soll ,sallust geschrieben haben2 und in der ,tat verrt auch sein ,werk selbst die ,arbeit4 ,da auch ,vergil nur sehr wenige ,verse an einem ,tage verfat habe1 bezeugt uns ,varius4 ,nun ist die ,lage eines ,redners allerdings eine andere4 ,daher empfehle ich diese ,langsamkeit und ,sorgfalt fr den ,anfang4 ,denn zunchst mu man das erreichen und festhalten1 da man so gut wie mglich schreibt2 ,schnelligkeit wird schon die bung verleihen4 ,allmhlich werden die ,gedanken sich leichter einstellen1 die entsprechenden ,ausdrcke werden sich finden1 die ,verteilung des ,stoffes wird sich anschlieen1 kurz1 alles wird wie bei einer wohlorganisierten ,dienerschaft am angewiesenen ,platze ttig sein4 ,alles in allem gilt dies3 ,durch ,schnellschreiben erreichen wir nicht1 da wir gut schreiben1 wohl aber durch ,gutschreiben1 da wir schnell schreiben lernen4 ,aber gerade dann1 wenn wir jene ,fhigkeit erlangt haben1 mssen wir dagegen arbeiten und gleichsam die durchgehenden ,pferde mit ,zgeln festhalten1 was uns nicht sowohl aufhalten1 als uns neuen ,antrieb verleihen wird4 ,ich glaube nmlich nicht1 da man die1 welche im ,schreiben eine gewisse bung erlangt haben1 zu der unglckseligen ,strafe1 sich mit bestndiger ,selbstkritik zu qulen1 zwingen soll4 ,denn wie sollten die ihren ,berufsgeschften als ,sachwalter nachkommen1 die ber dem ,studium einzelner ,teile eines ,prozesses alt werden8 ,es gibt aber ,leute1 denen nichts gengt1 die alles ndern und alles anders ausdrcken wollen1 wie es ihnen der ,augenblick eingibt1 solche ,zweifler und ,selbstquler1 welche es fr ,flei halten1 wenn sie sich das ,schreiben mglichst schwer machen4 ,ich kann nicht einmal sagen1 welche wohl den grten ,fehler begehen1 ob die1 denen alles von ihrer ,hand ,herrhrende gefllt1 oder diejenigen1 welchen nichts davon gefllt4 ,denn es passiert auch talentvollen ,jnglingen hufig1 da sie in ,bemhung vllig aufgehen und in bestndigem ,stillschweigen verharren nur aus dem allzu heftigen ,wunsch1 gut zu reden4 ,ich erinnere mich recht wohl1 da mir in bezug hierauf ,julius ,secundus1 mein ,altersgenosse und1 wie bekannt1 mein lieber ,freund1 ein ,mann von auerordentlicher ,beredsamkeit1 aber von sehr groer ,bedenklichkeit1 eine ,bemerkung seines ,oheims erzhlt hat4 ,dieser war nmlich ,julius ,florus#f1 der hervorragendste ,redner in ,gallien#g - denn dort befate er sich erst mit ,beredsamkeit - und auch sonst wie wenige beredt und eines solchen ,verwandten wrdig4 ,als dieser den ,secundus1 welcher zu jener ,zeit noch die ,rednerschule besuchte1 traurig sah1 fragte er nach der ,ursache seines kummervollen ,gesichtes4 ,da gestand ihm der ,jngling1 es sei schon der dritte ,tag1 da er trotz aller ,anstrengung keinen ,anfang fr ein ihm zur schriftlichen ,ausarbeitung gestelltes ,thema finden knne1 was ihm nicht nur fr den ,augenblick ,kummer bereite1 sondern auch fr alle ,zukunft verzweifeln lasse4 ,da antwortete ihm ,florus lchelnd3 ,hast du denn vor1 besser zu reden1 wie du kannst80 ,so ist es in der ,tat3 wir mssen uns ,mhe geben1 so gut wie mglich zu reden1 jedoch entsprechend unseren ,fhigkeiten2 denn zum ,vorwrtskommen hilft uns der ,eifer1 nicht der ,unmut4 ,die ,fhigkeit aber1 auch eine grere ,arbeit mit einer gewissen ,schnelligkeit schreiben zu knnen1 wird uns nicht allein die bung verleihen1 welche zweifelsohne viel dazu beitrgt1 sondern auch das vernnftige ,nachdenken4 ,wenn wir nicht auf dem ,rcken liegend die ,decke ansehen1 einen ,gedanken hinmurmeln und abwarten1 was uns einfalle1 sondern wenn wir uns klarmachen1 was der ,gegenstand erfordert1 was der ,person entspricht1 welcher ,art die ,zeitumstnde und die ,gemtsart des ,richters ist1 und so auf menschenwrdige ,weise ans ,schreiben gehen1 dann gibt uns die ,natur selbst ,anfang und ,fortfhrung des ,themas an die ,hand4 ,denn das meiste ist greifbar und springt in die ,augen1 wenn wir sie nicht schlieen2 deshalb suchen auch die ,ungebildeten und ,bauern nicht lange nach einem ,anfang1 und wir mssen uns um so mehr schmen1 wenn die ,bildung uns ,schwierigkeit bereitet4 ,wir drfen daher nicht immer das ,entlegenste fr das ,vortrefflichste halten und dann verstummen1 wenn sich uns nicht etwas bietet1 nachdem wir erst haben suchen mssen4 ,in den entgegengesetzten ,fehler verfallen diejenigen1 welche das ,thema zunchst mit eilendem ,griffel durchlaufen und der ,begeisterung und dem ,schwung des ,augenblickes folgend aus dem ,stegreif niederschreiben2 dafr haben sie den ,namen silva 7,wald1 hier ungeordnete ,masse1 unverarbeiteter ,stoff07 erfunden2 sie gehen dann wieder durch und verbessern1 was sie nur so hingeworfen haben1 aber ,worte und ,rhythmus lassen sich verbessern1 in dem hastig zusammengeschriebenen ,inhalt bleibt die alte ,oberflchlichkeit4 ,es wird also richtiger sein1 von vornherein ,sorgfalt anzuwenden und den ,gegenstand gleich so zu behandeln1 da unser rednerisches ,kunstwerk nur noch ziseliert1 nicht aber vllig neu gearbeitet werden mu4 ,bisweilen jedoch sollen wir uns den ,affekten berlassen1 in welchen der ,schwung mehr wie die ,sorgfalt wirksam wird4 ,daraus1 da ich diese ,nachlssigkeit beim ,schreiben verurteile1 wird zur ,genge klar1 wie ich ber die bekannte ,liebhaberei des ,diktierens denke4 ,denn bei dem noch so schnellen ,schreiben bewirkt die ,hand1 welche der ,schnelligkeit des ,gedankens nicht folgen kann1 eine gewisse ,verzgerung2 der hingegen1 dem wir diktieren1 drngt uns1 und wir schmen uns wohl auch zu zgern oder stehenzubleiben oder zu ndern1 indem wir gleichsam den ,mitwisser unserer ,schwche frchten4 ,so kommt es1 da uns nicht nur ,undurchgearbeitetes und ,zuflliges1 sondern indem wir nur den ,zusammenhang mehren wollen1 zuweilen auch ,unpassendes entschlpft1 was weder beim ,schreiben noch beim ,freisprechen passiert4 ,wenn aber der ,schreiber langsam im ,schreiben oder unsicher im ,lesen1 kurz1 ein ,stmper ist1 wird der ,lauf gehemmt1 und das bereits im ,innern bestehende ,bild geht durch die ,verzgerung bisweilen auch bei einem heftigen ,auftritt verloren4 ,dann wird auch1 da wir nicht allein sind1 das lcherlich1 was eine strkere ,gemtsbewegung zu begleiten pflegt und was wiederum zur ,erregung unseres ,inneren beitrgt1 wie die ,hnde stark bewegen1 die ,mienen lebhaft spielen lassen1 ,schenkel und ,seite schlagen1 was ,persius#h meint1 wenn er von gewissen ,rednern behauptet3 ,und er schlgt nicht auf die ,brstung und beit sich die ,ngel nicht ab40 ,kurz1 um mit einem ,wort zu sagen1 was fr den ,redner das frderlichste ist3 es ist die ,einsamkeit1 welche im ,diktieren aufgegeben wird1 obwohl doch niemand bezweifelt1 da ein menschenleerer ,ort und die tiefste ,stille fr den ,schriftsteller am geeignetsten sei4 ,man darf jedoch nicht gleich auf die hren1 welche glauben1 da am geeignetsten hierzu ,haine und ,wlder seien1 weil da ein freier ,himmel und eine schne ,gegend den ,geist fr das ,erhabene empfnglich und schpferisch mache4 ,mir scheint ein derartiger ,aufenthalt auf jeden ,fall mehr genureich1 als zum ,studium anregend zu sein4 ,denn das1 was an sich selbst der ,ergtzung dient1 mu uns notwendig von der eifrigen ,beschftigung mit der ,arbeit ablenken1 welche wir uns vorgenommen haben4 ,denn man kann nicht mit gutem ,gewissen seine ,aufmerksamkeit auf viele ,dinge zugleich richten1 jeder ,blick aber auf einen andern ,gegenstand lt uns die vorgenommene ,arbeit aus dem ,auge verlieren4 ,die ,schnheit des ,waldes1 ein vorberflieender ,flu1 das ,rauschen der ,baumwipfel1 der ,gesang der ,vgel1 der freie ,blick in die ,weite beansprucht unsere ,aufmerksamkeit in dem ,grade1 da ein solcher ,genu mehr zu einem ,sichgehenlassen als zu angestrengter ,gedankenarbeit einladet4 ,besser machte es ,demosthenes#i1 der sich an einem ,orte verbarg1 wo man keinen ,laut hren konnte und keine ,aussicht geno1 damit die ,augen den arbeitenden ,geist nicht ablenkten4 ,wenn wir bei ,nacht arbeiten1 so richten wir es am besten so ein1 da die ,stille der ,nacht1 das verschlossene ,zimmer und nur ein einziges ,licht uns gleichsam birgt und so vor ,strung sichert4 ,aber wie zu jeder gelehrten ,beschftigung1 so braucht man hauptschlich zu einer solchen eine gute ,gesundheit und eine mige ,lebensweise1 welche eine solche hauptschlich verleiht1 da wir die von der ,natur selbst zur ,ruhe und ,erholung bestimmte ,zeit zur eifrigsten ,arbeit benutzen4 ,wer jedoch nur so viel ,zeit der ,nacht verwendet1 wie er sich vom ,schlafe absparen kann1 wird nicht fehlgehen4 ,denn ein fleiiges ,arbeiten wird die ,ermdung schon von selbst verhindern1 und die ,tageszeit gengt vollauf1 falls wir sie hierfr frei behalten1 zu einer ,beschftigung bei ,nacht zwingt die ,not4 ,immerhin ist aber das ,arbeiten bei ,licht1 falls wir es mit frischen ,krften und nach vorhergegangener ,erholung beginnen1 am freisten von ,strung4 ,aber ,stille und ,abgeschiedenheit und ein ganz sorgenfreies ,herz sind zwar sehr wnschenswert1 knnen aber nicht immer uns zuteil werden2 deshalb soll man nicht gleich1 wenn etwas strend dazwischenkommt1 das ,buch wegwerfen und den verlorenen ,tag beklagen1 sondern der ,strung entgegentreten und durch ,gewhnung so weit kommen1 da die ,strke des ,willens alle ,hindernisse berwindet2 wenn dieser mit aller ,anstrengung auf die ,arbeit gerichtet ist1 wird von dem1 was ,auge und ,ohr berhrt1 nichts bis zum ,geist dringen4 ,oder fgt es der ,zufall nicht hufig so1 da wir in ,gedanken versunken uns ,begegnende nicht sehen und vom ,wege abirren8 ,man mu gegen die ,ursachen zur ,trgheit nicht nachgiebig sein4 ,denn wenn wir glauben1 nur nach genossener ,erholung1 nur heiteren ,gemtes1 nur frei von jeder andern ,sorge geistig ttig sein zu knnen1 werden wir stets einen ,grund haben1 nachsichtig mit uns zu sein4 ,deshalb soll in der wogenden ,menge1 auf der ,reise1 beim ,gastmahl der denkende ,geist sich selbst eine ,einsamkeit schaffen4 ,was soll auch sonst werden1 wenn wir einmal mitten auf dem ,markt1 umgeben von so vielen ,richtern unter ,wortwechsel und ,geschrei1 sofort eine zusammenhngende ,rede halten sollen1 wenn wir die paar ,worte1 welche wir auf dem ,wachs aufzeichnen wollen1 nur in der ,einsamkeit wiederfinden knnen8 ,daher ersann ,demosthenes1 obwohl ein groer ,verehrer der ,einsamkeit1 seine ,reden am ,ufer1 wo die ,wogen mit heftigem ,gebrause brandeten1 und gewhnte sich so1 dem ,stimmengewirr einer ,volksversammlung furchtlos gegenberzutreten4 ,auch etwas weniger ,wichtiges - obwohl bei den ,studien nichts geringfgig ist - will ich nicht bergehen1 nmlich da man am besten auf ,wachs schreibt1 wo man das ,geschriebene leicht wieder ausstreichen kann1 falls nicht schwache ,augen die ,benutzung von ,pergament fordern1 das zwar grere ,deutlichkeit bietet1 jedoch durch das hufige ,hinundherbewegen der ,hand zum ,eintauchen des ,schreibrohres ermdet und den ,zug der ,gedanken hemmt4 ,in beiden ,fllen jedoch lasse man auf der entgegengesetzten ,seite einen ,raum frei1 auf welchem fr ,zustze freier ,platz ist4 ,denn manchmal verleitet der zu enge ,raum zur ,faulheit im ,verbessern und lt das neu dazwischen ,geschriebene mit dem alten zusammenflieen4 ,dann mchte ich1 da die ,wachstafeln nicht bermig breit wren1 da ich es selbst erlebt habe1 wie ein junger ,mann1 welcher sonst eifrig war1 bermig lange ,reden hielt1 weil er sie nach der ,anzahl der ,linien ma2 und wie dieser ,fehler1 dem sich durch fortgesetzte ,ermahnung nicht abhelfen lie1 durch eine nderung der ,schreibtafeln beseitigt wurde4 ,es mu auch ein ,platz frei bleiben1 auf welchem von den ,schreibenden das kurz aufgezeichnet wird1 was ihnen auerhalb des engeren ,zusammenhanges1 d4 h4 aus ,teilen der ,rede1 mit deren ,ausarbeitung sie augenblicklich nicht beschftigt sind1 einfllt4 ,denn hufig kommen uns sehr gute ,gedanken in den ,sinn1 die wir weder einreihen noch aufsparen drfen1 weil sei dann entweder vergessen werden oder die mit ihnen ,beschftigten in dem weiteren ,gedankengang stren1 und die deshalb am besten niedergeschrieben werden4 ,,viertes ,,kapitel ,von der ,nachbesserung ,ich gehe zu der ,nachbesserung ber1 dem bei weitem ntzlichsten ,teil des ,studiums2 hat man doch nicht ohne ,grund behauptet1 der ,griffel sei in nicht geringerem ,grade ttig1 wenn er ,geschriebenes wieder vernichtet4 ,zu dieser ,ttigkeit gehrt aber ,hinzufgen1 ,hinwegnehmen und ndern4 ,nun ist ein ,urteilen leichter und einfacher1 wenn es sich darum handelt1 zu ergnzen oder wegzulassen2 das ,schwlstige aber zu vereinfachen1 das ,matte zu beleben1 das ppige zu beschrnken1 das ,ungeordnete zu ordnen1 das ,unzusammenhngende dem ,zusammenhang einzureihen1 das zu stark ,hervorgehobene zurckzudrngen3 dies alles erfordert doppelte ,mhe2 denn auf der einen ,seite mu man das1 dem man bereits seinen ,beifall geschenkt hatte1 verurteilen1 und auf der andern ,seite das1 was einem fern gelegen hatte1 neu hinzu erfinden4 ,es unterliegt nun keinem ,zweifel1 da es sich empfiehlt1 erst dann zu dem ,geschriebenen wie zu einer neuen oder fremden ,arbeit zurckzukehren1 wenn man es eine ,zeitlang beiseitegelegt hat1 damit uns das von uns ,verfate nicht wie kleine ,kinder sich einschmeicheln und gefallen4 ,aber auch dies kann zumal dem ,redner nicht immer zuteil werden1 da er hufig fr das ,bedrfnis des ,augenblicks schreiben mu1 man mu auch im ,verbessern ein ,ende finden knnen4 ,es gibt nmlich ,leute1 welche zu dem ,geschriebenen jedesmal in der ,voraussetzung1 es sei fehlerhaft1 zurckkehren1 und die jede beliebige nderung vorziehen1 als ob das zuerst ,geschriebene nicht das ,recht habe1 das ,bessere zu sein2 diese sind den rzten vergleichbar1 welche auch am gesunden ,fleisch schneiden4 ,die ,folge davon ist1 da berall ,narben sind1 da es an eigentlichem ,gehalt fehlt1 und da ,verbesserungen zu ,verschlechterungen werden4 ,man gelange also endlich zu einer ,freude an dem ,geschaffenen oder doch zur ,zufriedenheit mit demselben1 damit die ,feile gltte1 aber nicht zerreibe4 ,auch in dem ,zeitaufwand mu man ,ma halten2 denn wenn es heit1 ,cinna#a habe die ,smyrna in einem ,zeitraum von neun ,jahren geschrieben1 ,isokrates aber an dem ,panegyricus mindestens zehn ,jahre gearbeitet1 so geht das den ,redner nichts an1 da sein ,beistand wertlos ist1 wenn er so langsam erfolgt4 ,f,,nftes ,,kapitel ber den ,gegenstand der schriftlichen bungen ,zunchst mssen wir uns darber verbreiten1 was hauptschlich diejenigen1 welche sich ,fertigkeit erwerben wollen1 schreiben mssen4 ,nun gehrt eine ,auseinandersetzung ber die ,stoffe1 welche an erster1 zweiter oder darauffolgender ,stelle zu behandeln sind1 nicht hierher 7denn das ist schon im ersten ,buch1 wo wir einen ,studienplan fr die ,knaben1 und im zweiten ,buch1 wo wir einen solchen fr die lteren ,schler entworfen haben1 geschehen71 sondern es ist die auf unser gegenwrtiges ,thema bezgliche ,frage zu beantworten1 wodurch ,flle und ,leichtigkeit hauptschlich erreicht werden4 ,griechisch in das ,lateinische zu bersetzen1 hielten unsere ,redner der alten ,schule fr das beste4 ,dies behauptet ,crassus in ,ciceros ,schrift ber den ,redner0 hufig getan zu haben#a2 dies schreibt ,cicero seinerseits oft vor#b1 ja er gab sogar die ,bcher ,platos und ,xenophons#c1 welche er dementsprechend bersetzt hatte1 heraus2 dies fand auch den ,beifall des ,messalla1 und viele seiner ,reden sind auf diese ,weise entstanden1 so da er mit der uerst schmucklosen und fr ,rmer sehr schwierigen ,rede des ,hyperides fr ,phryne#d in die ,schranken treten konnte4 ,die ,berechtigung einer solchen bung liegt auch auf der ,hand4 ,denn an ,flle des ,inhalts sind die griechischen ,schriftsteller sehr reich und sie zeigen in der ,beredsamkeit die grte ,kunst2 bei der bertragung dieser kann nun der bersetzer so verfahren1 da er stets den treffendsten ,ausdruck whlt2 denn wir gebrauchen ausschlielich die ,worte der eigenen ,sprache4 ,viele von den ,redewendungen1 welche zum ,schmuck dienen1 in abweichender ,weise zu bilden1 ist schon deshalb notwendig1 weil die rmische und die griechische ,ausdrucksweise meist voneinander verschieden sind4 ,aber auch die bertragung aus dem ,lateinischen drfte wohl gleichfalls sehr frderlich sein4 ,was die ,gedichte anbetrifft1 wird dagegen niemand ,widerspruch erheben1 ist es doch eine ,art der bung1 welche ,sulpicius ausschlielich betrieben haben soll4 ,denn der erhabene ,geist der ,dichtung kann der ,rede einen hheren ,schwung geben1 und die ,ausdrcke1 welche der poetischen ,freiheit entsprechend khner sind1 haben nicht in gleicher ,weise das ,treffende des ,ausdrucks zur ,voraussetzung4 ,dagegen ist es uns erlaubt1 den ,gedanken selbst rednerische ,kraft zu verleihen1 ,fehlendes zu ergnzen1 ,breites zu krzen4 ,auch mchte ich die ,forderung aussprechen1 da eine ,umschreibung nicht erklrende ,erweiterung sei1 sondern ein ,wettkampf und ,streit bei ,darlegung des gleichen ,gedankens4 ,deshalb weiche ich auch von denen ab1 welche die bertragung lateinischer ,reden mibilligen1 weil jede ,vernderung notwendig eine ,verschlechterung im ,gefolge haben msse1 falls wir die besten ,reden hierzu verwendeten4 ,denn wir haben gar nicht immer ,grund1 daran zu verzweifeln1 dies oder jenes besser auszudrcken1 als es bereits geschehen ist2 auch ist die rmische ,beredsamkeit nicht so nchtern und arm1 da man ber einen ,gegenstand nur auf eine ,weise gut reden kann4 ,oder kann etwa der ,schauspieler durch seine ,bewegungen bei den gleichen ,worten ,abwechslung schaffen1 whrend die ,rede zurckstehen mu1 indem ein ,gegenstand rednerisch so behandelt werden kann1 da ber den gleichen ,stoff jedes weitere ,wort berflssig wre8 ,aber gesetzt auch1 da das von uns ,gefundene weder besser noch gleichwertig sei1 so kann es doch dem ,vorbild sehr nahe kommen4 ,oder kommt es etwa nicht vor1 da wir selbst ber denselben ,gegenstand zweimal und hufiger reden und manchmal in zusammenhngender ,auseinandersetzung8 ,sollten wir etwa nur mit uns selbst in ,wettstreit treten knnen1 mit anderen hingegen nicht8 ,denn vorausgesetzt1 da nur auf eine ,art ein ,gegenstand rednerisch gut behandelt werden knnte1 mten wir zu der ,meinung kommen1 da uns von unseren ,vorgngern ein weiteres ,vorgehen abgeschnitten sei3 in der ,tat aber sind die ,mglichkeiten ungezhlte1 und gar viele ,wege fhren zu demselben ,ziele4 ,ihren eigenen ,reiz hat die ,krze1 ihren eigenen wiederum die ,flle1 nach anderen ,gesetzen mu das bersetzte1 nach anderen das ,ursprngliche beurteilt werden1 das eine lt sich in schlichter1 einfacher ,redeweise1 das andere in knstlich figrlicher ,rede besser ausdrcken4 ,kurz1 das eigentlich ,bildende bei dieser bung ist die ihr innewohnende ,schwierigkeit4 ,dazu kommt noch das gewichtige ,moment1 da die besten ,schriftsteller auf diese ,weise mit groer ,sorgfalt studiert werden4 ,denn wir durcheilen ihre ,schriften nicht in sorgloser ,lektre1 sondern wir behandeln alles einzelne und dringen notwendigerweise in die ,tiefe ein und lernen ihre ,vorzge dadurch schtzen1 da wir sie nicht nachahmen knnen4 ,aber nicht allein ,fremdes zu bertragen1 sondern auch unser ,eigenes auf verschiedene ,arten zu behandeln1 wird von ,nutzen sein1 in der ,weise1 meine ich1 da wir einzelne ,gedanken auswhlen und diesen so hufig wie mglich eine andere ,wendung geben1 sowie dasselbe ,wachs immer wieder in andere ,formen gegossen zu werden pflegt4 ,am meisten ,fertigkeit1 glaube ich1 aber werden wir uns gerade bei ,behandlung der einfachsten ,gegenstnde erwerben4 ,denn der ,mangel an ,knnen bleibt gar leicht verborgen1 wenn man es mit einer vielgestaltigen ,menge von ,personen1 ,streitfllen1 ,ort- und ,zeitverhltnissen1 ,warten und ,taten zu tun hat1 da sich dann von allen ,seiten eine ,flle von ,stoff darbietet1 aus welcher man etwas auswhlen kann4 ,erst das ist ein ,prfstein eines tchtigen ,knnens1 wenn man das1 was von ,natur knapp ist1 ausfhrlich zu behandeln versteht1 wenn man das ,unbedeutende steigert1 dem hnlichen ,abwechslung1 dem ,gewhnlichen ,reiz verleiht und ber eine kleine ,anzahl von ,gegenstnden ausfhrlich geistreich redet4 ,hierzu werden am besten beitragen die ,untersuchungen ber zweifelhafte ,fragen1 welche1 wie wir bemerkten#e1 ,thesen0 genannt werden2 pflegte sich doch ,cicero mit diesen zu ben1 als er schon einen hohen ,rang im ,staate einnahm#f4 ,dieser bung ist die ,widerlegung und das ,beweisen einzelner ,stze verwandt4 ,denn da ein solcher ,satz entweder ein ,urteil oder eine ,vorschrift enthlt1 so kann auf der einen ,seite die ,sache selbst1 auf der andern ,seite das ,urteil ber dieselbe untersucht werden4 ,dazu kommen die sogenannten ,gemeinpltze1 welche bekanntlich auch von ,rednern#g bearbeitet worden sind4 ,denn wer diese nur1 indem er bei der ,stange bleibt1 ohne auf ,abwege zu geraten1 erschpfend behandelt hat1 der wird gewi in dem1 was mehrfache ,abschweifungen zult1 um so reicher und fr alle ,flle gerstet sein4 ,laufen doch alle auf allgemeine ,fragen hinaus4 ,denn es ist wohl kein ,unterschied1 ob wir sagen3 der ,volkstribun ,cornelius#h soll in ,anklagezustand versetzt werden1 weil er einen ,antrag verlesen hat1 oder ob wir fragen3 wird die ,amtsgewalt verletzt1 wenn ein ,beamter seinen ,antrag dem ,volke selbst vorliest1 ob wir vor ,gericht die ,streitfrage aufstellen1 ob ,milo#i den ,clodius mit ,recht gettet habe1 oder ob wir sie formulieren3 darf man einen ,feind und staatsgefhrlichen ,brger tten fr den ,fall1 da er sich in ebendem ,augenblick nicht feindlich zeigt8 ,ferner3 ,hat ,cato die ,marcia dem ,hortensius#aj unbeschadet seiner ,ehre bergeben8 oder3 ,ziemt so etwas einem rechtschaffenen ,manne8 ber eine ,person wird das ,urteil gesprochen1 um den ,wert einer ,handlung wird der ,streit gefhrt4 ,was aber die ,deklamationen1 wie sie in den ,rhetorenschulen gebt werden1 betrifft1 so sind diese1 falls sie nur der ,wirklichkeit entsprechend und richtigen ,reden verwandt sind1 nicht allein1 solange das ,fortschreiten noch ein langsames ist1 von groem ,nutzen1 da sie das ,erfinden und ,disponieren in gleicher ,weise ben1 sondern auch1 wenn es schon zu einem gewissen ,abschlu gelangt ist1 und der junge ,redner schon ,lorbeeren auf dem ,forum geerntet hat4 ,denn die ,beredsamkeit erhlt ,befruchtung und ,glanz gleichsam durch eine angenehmere ,speise und erholt sich1 nachdem sie in dem bestndigen harten ,kampf der ,prozesse mde geworden war4 ,deshalb mu man in manchen zur bung geschriebenen ,aufstzen die ,breite der ,geschichtschreibung anwenden und sich an der ,ungezwungenheit der ,dialoge mit ,vergngen ben2 selbst mit ,dichtern sich spielend zu beschftigen wird nicht ohne ,wert sein1 sowie die ,athleten sich an ,mue und ausgesuchterer ,kost erfreuen1 nachdem sie auf einige ,zeit dem ,zwang in ,speise und regelmiger bung entsagt haben4 ,deshalb scheint mir auch ,cicero der ,beredsamkeit so groe ,frderung gebracht zu haben1 weil er sich auch zu diesen nicht abseits gelegenen ,studien gewendet hat4 ,denn wenn uns die ,prozesse allein ,stoff liefern1 dann wird notwendig der ,glanz schwinden1 die feineren ,organe werden an ,geschmeidigkeit verlieren1 und die ,schrfe des ,geistes wird im tglichen ,kampfe stumpf werden4 ,wie aber den im ,gerichtskampf gebten und gleichsam im militrischen ,dienstverhltnis befindlichen ,rednern diese se ,speise ,erfrischung und ,strkung bietet1 so drfen die ,jnglinge nicht zu lange bei diesem bloen ,abbilde wahrer ,verhltnisse verweilen und sich nicht an inhaltslose ,fiktion gewhnen1 damit sie nicht aus jenem ,wirken in der ,dmmerung des geschlossenen ,raumes1 mit welchem sie durch langjhrige ,gewhnung vertraut geworden sind1 wie von dem ,glanze der ,sonne aufgeschreckt werden1 sobald sie es mit einem wirklichen ,prozesse zu tun haben4 ,so ging es1 wie man sagt1 selbst einem ,porcius ,latro#aa1 welcher ein berhmter ,lehrer der ,beredsamkeit war4 ,als er1 der sich einen groen ,ruf durch seine ,lehrttigkeit erworben hatte1 eine ,rede auf dem ,forum zu halten hatte1 sah er sich zu der dringenden ,bitte gezwungen1 man mge die ,sitzung in das ,gerichtslokal verlegen4 ,so ungewohnt war ihm der freie ,himmel1 da man htte glauben knnen1 alle seine ,beredsamkeit sei von ,wand und ,decke abhngig4 ,deshalb mge ein ,jngling1 welcher ,stoff und ,form in der rechten ,weise zu gestalten von seinen ,lehrern mit ,flei gelernt hat 7was keine grenzenlose ,aufgabe ist1 wenn die ,lehrer ihre ,sache verstehen und guten ,willen haben71 und der auch einige bung erlangt hat1 sich1 wie es auch bei unseren ,vorfahren geschah1 einen ,redner zur ,nachfolge und ,nacheiferung erwhlen2 bei ,gerichtsverhandlungen sei er so hufig wie mglich anwesend und ein fleiiger ,zuschauer bei dem ,gerichtsverfahren1 bei welchem er spter selbst eine ,rolle spielen wird4 ,dann soll er entweder die gleichen ,verteidigungsreden1 welchen er beigewohnt hat1 schriftlich ausarbeiten1 oder auch andere1 aber solche1 welche der ,wirklichkeit entnommen sind1 und er soll sich jetzt mit scharfen ,waffen ben1 wie wir es bei ,gladiatorenspielen sehen1 nach dem ,beispiel des ,brutus1 welcher fr ,milo schrieb4 ,das ist besser1 als ,entgegnung auf die ,reden der ,alten schreiben1 wie es ,cestius#ab mit der ,rede ,ciceros fr ,cestius tat1 obwohl er aus der ,verteidigungsrede die ,sache der andern ,partei nicht hinreichend kennen konnte4 ,noch schneller aber wird der ,jngling zum ,ziele gelangen1 wenn ihn sein ,lehrer ntigt1 bei seinen ,deklamationen so sehr wie mglich der ,wahrheit treu zu bleiben und die ,stoffe vollstndig zu bearbeiten1 whrend er sich bisher die leichtesten und dankbarsten aussuchte4 ,freilich steht dem in zweiter ,linie namhaft gemachten ,punkt die allzu groe ,menge der ,schler und der ,brauch1 die ,klassen an bestimmten ,tagen deklamieren zu lassen1 hindernd im ,wege1 einigermaen auch die ,urteilslosigkeit der ,vter1 welche die ,deklamationen zhlen und nicht nach ihrem ,werte beurteilen4 ,aber ein vernnftiger ,lehrer 7wie ich im ersten ,buche ausgefhrt habe7#ac wird sich nicht mit einer greren ,anzahl von ,schlern1 als er vertragen kann1 belasten2 er wird zu groe ,weitschweifigkeit beschneiden1 so da er nur alles das1 was die ,streitfrage betrifft1 vorbringen lt1 nicht wie es in der ,methode einiger liegt1 auch das1 was in irgendwelchem ,zusammenhang mit dem ,stoff steht2 auch wird er die ,zeit1 in welcher die aufgegebenen ,vortrge gehalten werden mssen1 lieber um mehrere ,tage ausdehnen oder die ,stoffe zu teilen erlauben4 ,das fleiig ,ausgearbeitete wird von hherem ,nutzen sein als eine grere ,anzahl von nur begonnenen ,versuchen1 welche der ,schler gleichsam nur gekostet hat4 ,in diesem ,fall nmlich pflegt es so zu gehen1 da das einzelne nicht den rechten ,platz erhlt1 und da die ,eingnge der ,reden nicht innerhalb der gehrigen ,grenzen bleiben1 indem die ,jnglinge blhende ,redewendungen berall zusammensuchen und auf diesen ,teil zusammenhufen4 ,daher kommt es1 da sie in der ,besorgnis1 fr den ,vortrag der spteren ,partien keine ,zeit zu haben1 die vorhergehenden durch ,redeschmuck aller ,art unklar gestalten4 ,,sechstes ,,kapitel ,sammlung des ,gedankenstoffes ,der ,ausarbeitung grerer schriftlicher ,arbeiten am nchsten verwandt ist die ,anfertigung von ,entwrfen im ,kopf1 welche ebenfalls von jener bung ihre ,krfte empfngt und zwischen dem mhevollen ,verfassen von ,aufstzen und dem ,glckswurf der ,improvisation in der ,mitte steht und vielleicht am hufigsten zur ,anwendung kommt4 ,denn lngere ,aufstze anzufertigen1 dazu sind wir nicht berall und nicht immer imstande1 fr ,anfertigung von nicht aufgeschriebenen ,entwrfen ist ,zeit und ,ort meist reichlich vorhanden4 ,ein solcher ,entwurf umfat in wenigen ,stunden selbst groe ,prozesse2 er wird1 sogar in der ,dunkelheit der ,nacht1 wenn der ,schlaf unterbrochen ist1 gefrdert2 fr ihn findet sich mitten in der ,ttigkeit etwas freie ,zeit1 und fr ihn lt man keinen ,augenblick unbenutzt4 ,auch gibt er nicht nur1 wie es wohl genug wre1 eine ,anordnung des ,stoffes1 sondern er verbindet auch die ,worte und webt die ganze ,rede so zusammen1 da ihm zur vollen ,fertigstellung nur die schreibende ,hand fehlt2 brigens haftet im ,gedchtnis das meist weit treuer1 was nicht durch die ,mhe des ,schreibens weniger fest aufgefat ist4 ,aber auch zu dieser ,fhigkeit des ,entwerfens in ,gedanken kann man nicht pltzlich oder schnell gelangen4 ,denn erstlich mssen wir durch vieles ,schreiben eine ,sicherheit in der ,form erlangt haben1 welche uns bei dem ,entwerfen in ,gedanken begleitet2 dann ist allmhlich die ,erfahrung zu gewinnen in der ,weise1 da wir uns nur an kleinen ,aufgaben versuchen1 deren treue ,wiedergabe nicht schwierig ist2 dann mssen wir unsere ,fertigkeit vermehren1 indem wir so wenig ,neues hinzunehmen1 da wir eine ,mehrbelastung nicht spren1 und endlich durch bestndige bung1 welche hauptschlich in einer ,schulung des ,gedchtnisses beruht1 grere ,stoffmassen umfassen2 deshalb mu ich auch verschiedenes an jenem ,orte1 wo vom ,gedchtnis die ,rede sein wird1 behandeln4 ,es kommt mit der ,zeit dahin1 da der1 bei welchem der ,geist sich willig zeigt1 durch eifriges ,studium erreicht1 da bei ihm das1 was er nur in ,gedanken entworfen hat1 ihm bei der ,rede ebenso gegenwrtig ist1 wie das1 was er geschrieben und auswendig gelernt hat4 ,cicero wenigstens ist ,gewhrsmann dafr1 da ,metrodor#a aus ,skepsis und ,empylus#b aus ,rhodos und von unseren ,rednern ,hortensius das in ,gedanken ,entworfene in ihren ,gerichtsreden wrtlich wiedergaben4 ,wenn aber vielleicht einmal whrend des ,sprechens die ,rede die ,frbung der ,improvisation erhlt1 so soll man nicht ngstlich bei dem vorher ,ausgedachten haften bleiben4 ,hat doch auch dieses nicht eine so sorgfltige ,ausarbeitung erfahren1 als da man nicht auch einem glcklichen ,zufall ,raum gnnen knnte1 da doch hufig auch in das ,geschriebene pltzliche ,einflle einflieen4 ,deshalb ist bei dieser ganzen ,art der bung so zu verfahren1 da wir leicht den ,entwurf verlassen und ihn wiederfinden knnen4 ,denn wie es das erste ist1 von ,hause eine stets in ,bereitschaft gehaltene und sichere ,flle des ,wortschatzes mitzubringen1 so wre es andererseits die grte ,torheit1 die ,gaben des ,augenblicks zurckzuweisen4 ,daher soll der in ,gedanken ausgearbeitete ,entwurf in der ,weise beschaffen sein1 da uns der ,zufall nicht auer ,fassung bringen1 wohl aber zustatten kommen kann4 ,durch ein starkes ,gedchtnis aber wird erreicht1 da das von uns im ,geiste ,zusammengefate mhelos unseren ,lippen entstrmt1 und da uns die ,sorge1 das ,zurckschauen und ,anklammern an das ,gelernte den ,blick auf das ,folgende nicht trbt1 sonst wrde ich selbst eine bermtige ,improvisation einer bel zusammenhngenden ,vorbereitung vorziehen4 ,denn es ist schlimm1 wenn man nach rckwrts suchen mu1 weil wir1 whrend wir so suchen1 von anderem uns abwenden mssen und die ,gedanken aus dem ,gedchtnis schpfen1 anstatt aus dem ,stoff4 ,wenn man aber beides suchen mu1 so ist dessen mehr1 was noch gefunden werden kann1 als dessen1 was schon gefunden worden ist4 ,,siebentes ,,kapitel ,wie die ,fertigkeit1 aus dem ,stegreif zu reden1 erworben und erhalten wird ,der grte ,gewinn aber des ,studiums und gleichsam der reichste ,lohn fr ein langes ,arbeiten ist die ,fhigkeit1 aus dem ,stegreif zu reden4 ,wer diese nicht erlangt hat1 sollte meiner ,ansicht nach wenigstens auf den ,beruf des gerichtlichen ,anwalts verzichten und seine einseitige ,fertigkeit der schriftlichen ,darstellung lieber an anderen ,stoffen ausben4 ,denn einem ,manne von wirklicher ,gewissenhaftigkeit steht es nicht wohl an1 eine ,hilfeleistung zum allgemeinen ,nutzen zu versprechen1 welche in den ,momenten augenblicklicher ,gefahr versagt1 einem ,hafen vergleichbar1 in welchen ein ,schiff nur bei leichtem ,winde einlaufen kann4 ,wird doch in unzhligen ,fllen ein pltzliches ,eingreifen ntig1 sei es der ,staatsgewalt gegenber oder bei pltzlich angestelltem ,gerichtsverfahren4 ,wenn ein solcher ,fall nun - ich will nicht sagen irgendeinem unschuldigen ,brger - aber einem seiner ,freunde und ,verwandten passiert1 soll er dann stumm dastehen und in ,gegenwart derer1 die seine ,verteidigung verlangen und dem ,untergang preisgegeben sind1 wenn ihnen nicht ,hilfe zuteil wird1 ,aufschub1 ,abgeschiedenheit und ,stille suchen1 bis die rettende ,rede geschmiedet und dem ,gedchtnis eingeprgt und ,stimme und ,lunge wohlvorbereitet sind8 ,und wie knnte man wohl vernnftigerweise auf die ,forderung verzichten1 da der ,redner jeden ,zwischenfall benutzt8 ,wie soll es denn werden1 wenn er seinem ,gegner antworten mu8 ,denn hufig bleibt das1 was wir vermutet hatten und wogegen wir geschrieben hatten1 aus1 und der ganze ,proze nimmt pltzlich eine andere ,wendung1 und wie der ,steuermann dem ,andringen der ,strme gegenber1 so mu der ,redner bei einer pltzlich vernderten ,wendung des ,prozesses sein ,verfahren ndern4 ,was erreicht man denn schlielich mit den vielen schriftlichen bungen1 mit anhaltender ,lektre und mit langandauerndem ,studium1 wenn man dieselbe ,schwerflligkeit wie ein ,anfnger behlt8 ,die ,vergeblichkeit der vorangegangenen ,arbeit mu der wahrhaftig zugeben1 der auf dem gleichen ,gebiete immer derselben ,anstrengung bedarf4 ,mit diesen ,worten will ich nicht gesagt haben1 da der ,redner der ,improvisation den ,vorzug geben soll1 sondern da er sie zu leisten vermag4 ,dies werden wir aber am besten auf folgende ,weise erreichen4 ,zunchst soll der ,weg1 den die ,rede einzuschlagen hat1 bekannt sein2 denn der ,wettlauf kann nicht glcken1 bevor wir wissen1 welche ,richtung und welchen ,weg wir einschlagen mssen4 ,dabei gengt es nicht1 die einzelnen ,teile einer ,gerichtsrede genau zu kennen oder den einzelnen ,streitpunkt richtig zu disponieren1 obwohl das die ,hauptsache ist1 sondern man mu auch wissen1 was in jedem dieser ,teile zuerst vorzubringen ist1 was an zweiter ,stelle und was nachher2 ferner was seiner ,beschaffenheit nach so eng zusammenhngt1 da es weder seinen ,platz vertauschen kann noch eine ,trennung vertrgt1 ohne da ,verwirrung entsteht4 ,wer aber planmig redet1 der lt sich vor allem durch die ,reihenfolge der ,ereignisse selbst fhren1 daher kommt es hauptschlich1 da auch weniger gebte ,leute am leichtesten in der ,erzhlung den ,faden behalten4 ,dann mu man jeden ,augenblick gegenwrtig haben1 worauf sich die ,untersuchung bezieht1 und nicht umhergaffen oder durch das1 was sich von anderer ,seite den ,blicken darbietet1 in ,verwirrung geraten und nicht aus ,unzusammengehrigem die ,rede zusammenschweien wie ,seiltnzer1 welche bald hier1 bald dort sind und an keinem ,orte verharren4 ,auerdem soll man ,ma und ,ziel einhalten1 was ohne ,disposition nicht mglich ist4 ,nachdem das ,thema nach ,krften erschpft ist1 sei man sich bewut1 da man fertig ist4 ,das bisher ,ausgefhrte ist ,sache der ,theorie1 das ,weitere ist eine ,frucht praktischer bung4 ,damit wir uns eine ,flle der besten ,ausdrcke der bereits gegebenen ,vorschrift entsprechend aneignen1 mu die ,redefertigkeit durch viele und gewissenhafte ,stilbung eine so sichere geworden sein1 da auch das vom ,augenblick erzeugte ,wort dieselbe ,frbung wie etwas ,geschriebenes erhlt4 ,wir werden daher1 nachdem wir viele schriftliche ,aufstze gefertigt haben1 auch viele bungen im mndlichen ,vortrag anstellen4 ,denn ,gewhnung und bung bringt hauptschlich ,fertigkeit hervor1 und wenn man hierin ,pausen eintreten lt1 wird nicht allein jene ,lebhaftigkeit matter1 sondern die ,zunge selbst wird stumpf und mde4 ,denn obwohl es einer gewissen natrlichen ,beweglichkeit dazu bedarf1 da wir im ,sprechen weiterbauen knnen1 und da der im voraus gebildete ,gedanke an das eben ,gesprochene anknpft1 so kann doch kaum natrliche ,anlage oder knstliche ,berechnung uns zu einer so vielseitigen ,ttigkeit fhren1 da wir gleichzeitig ,erfindung1 ,disposition1 ,ausdruck und die ,reihenfolge des ,inhalts in gengender ,weise beachten1 und da wir dabei noch den eben gesprochenen ,worten1 den darauffolgenden und denen1 welche im weiteren ,verlaufe folgen sollen1 ,beachtung schenken1 indem wir zugleich unsere ,stimme und ,sprache und die ueren ,bewegungen kontrollieren4 ,denn die ,aufmerksamkeit mu weit vorauseilen und sich mit dem ,folgenden beschftigen3 so viel man im ,reden aufbraucht1 so viel mu aus dem noch ,ausstehenden zur ,ergnzung herangezogen werden1 so da uerer und innerer ,fortgang gleichen ,schritt halten mssen1 wenn wir nicht stehenbleiben und stutzen und schlielich kurze und abgerissene ,stze nach ,art der ,schluchzenden ausstoen wollen4 ,es gibt nun eine gewisse prinziplose ,fertigkeit1 welche die ,griechen 7eine der ,vernunft nicht bedrftige ,beschftigung07 nennen2 sie lt uns die ,hand beim ,schreiben bewegen1 die ,augen beim ,lesen ber die ,zeile1 ihr ,ende und den ,anfang der neuen gleiten und das ,folgende bereits aufnehmen1 ehe man das ,vorhergehende ausgesprochen hat4 ,diese mechanische ,fertigkeit bringt auf der ,bhne jene ,wunder der ,gaukler und ,taschenspieler zustande1 welche darin bestehen1 da sie das in die ,hnde anderer scheinbar von selbst kommen lassen1 was sie dahinein getan haben1 und da es auf ihren ,befehl wieder zurckkehrt4 ,aber diese mechanische ,fertigkeit wird nur dann von ,nutzen sein1 wenn zuvor die ,kunst1 von welcher wir schon sprachen1 vorhanden ist1 durch welche das an sich ,unvernnftige zu einem vernnftigen ,zwecke verwendet wird4 ,denn wer ohne ,ordnung1 ,schmuck und ,flle redet1 der scheint mir nicht zu reden1 sondern zu toben4 ,und das zusammenhngende ,reden ohne ,vorbereitung werde ich an sich nie bewundern1 da ich es auch bei schimpfenden ,weibern reichlich gesehen habe2 wenn es aber von ,feuer und ,geist getragen wird1 dann trifft es sich hufig1 da die sorgfltigste ,vorbereitung an die ,wirkung einer ,improvisation nicht heranreicht4 ,in einem solchen ,falle pflegten dann die alten ,redner1 wie ,cicero sagt#a1 zu sagen1 ein ,gott habe mitgewirkt4 ,die ,ursache hiervon liegt auf der ,hand4 ,tiefgreifende ,erregungen und lebhafte ,vorstellungen lassen in vollem ,zuge die ,rede ausstrmen1 whrend die ,lebhaftigkeit derselben durch den ,aufenthalt des ,schreibens verringert wird1 die1 wenn einmal etwas verlorengegangen ist1 nicht wieder gewonnen werden kann4 ,auf jeden ,fall kann jene schwungvolle ,kraft der ,rede sich nicht uern1 wenn der ,redner jene unglckselige ,wortklauberei anwendet1 und bei jedem ,ausdruck einen ,ansto findet1 sondern die ,rede wird1 wenn auch jeder ,ausdruck peinlich korrekt ist1 nicht sowohl aus einem ,gu1 als ,stckwerk sein4 ,daher mu man die zuvor bezeichneten lebhaften ,vorstellungen1 welche1 wie ich gesagt habe#b1 von den ,griechen als ,bilder der ,phantasie bezeichnet werden1 in sich aufnehmen1 und es mu alles1 was der ,gegenstand unserer ,rede werden soll1 ,personen1 ,tatsachen und die damit verbundenen ,gefhle von ,furcht und ,hoffnung ins ,auge gefat und in die ,glut des ,affekts getaucht werden3 denn das ,herz ist es1 was beredt macht1 und die ,kraft der ,vorstellung4 ,daher fehlen auch den ,ungebildeten die ,worte nicht1 wenn sie nur von einem lebhaften ,gefhle erregt sind4 -- ,ferner ist der ,geist nicht auf einen einzigen ,gegenstand1 sondern auf mehrere zugleich zu richten1 so wie wir bei einer geraden ,strae1 wenn wir sie mit den ,augen durchmessen1 nicht allein das ,ende sehen1 sondern alles in ihr und an ihren ,seiten ,befindliche bis zum ,ende4 ,einen ,anreiz zum ,reden trgt auch ein berechtigter ,ehrgeiz in sich2 whrend man sich daher beim ,schreiben an der ,einsamkeit erfreut und jede ,gesellschaft ngstlich meidet1 wird der improvisierende ,redner durch die ,zahl der ,zuhrer wie der ,soldat durch das ,blasen der ,trompeten angefeuert4 ,denn auch einen schwierigen ,gedanken lt die ,ntigung des ,redens zum ,ausdruck gelangen1 und einen glcklichen ,schwung erhht der ,wunsch zu gefallen4 ,so sehr geht alles auf ,belohnung aus1 da auch die ,beredsamkeit1 wieviel ,vergngen sie auch in sich selbst trgt1 sich hauptschlich durch den augenblicklichen ,gewinn von ,ruhm und ,anerkennung leiten lt4 ,nur mge keiner zu seinem ,talente eine so groe ,zuversicht haben1 da er hoffe1 es knne ihm dies sofort beim ersten ,anlauf glcken1 vielmehr mu man1 wie bei dem ,entwurf im ,kopfe1 die ,gewandtheit im ,extemporieren von kleinen ,anfngen allmhlich zur ,vollendung fhren1 welche nur durch bung erreicht und behauptet werden kann4 ,man mu es aber hierin so weit bringen1 da der im ,kopf zuvor berlegte ,entwurf nicht unter allen ,umstnden besser wie die ,improvisation ist1 wohl aber sicherer1 eine ,fertigkeit1 welche sich viele nicht nur in ,prosa1 sondern auch in ,versen angeeignet haben1 wie ,antipater#c aus ,sidon und ,licinius ,archias#d1 wenn man ,cicero ,glauben schenken darf2 damit will ich aber nicht gesagt haben1 da nicht auch manche in unserer ,zeit es so weit gebracht haben und es noch bringen4 ,obwohl ich es nun nicht fr etwas so auerordentlich ,billigenswertes halte 7denn es ist weder besonders ntzlich noch notwendig71 so meine ich doch1 da es denen1 welche sich zur ,ttigkeit auf dem ,forum vorbereiten1 ein vortreffliches ,vorbild gibt1 wenn man in ihnen so groe ,hoffnungen erweckt4 ,gleichwohl soll das ,zutrauen zu dieser ,gewandtheit nie ein so groes sein1 da wir nicht wenigstens einen kurzen ,augenblick - der fast nie fehlen wird - erbrigen1 um das1 was wir sagen wollen1 mit unserm geistigen ,auge zu berblicken1 wozu wenigstens bei ,gerichtsverhandlungen und auf dem ,forum immer ,gelegenheit sein wird2 denn niemand tritt als ,gerichtsredner auf1 ohne sich ber den schwebenden ,rechtsfall zu unterrichten4 ,manche ,kunstredner verleitet ein verkehrter ,ehrgeiz1 da sie sich sofort zu reden erbieten1 sobald eine ,streitfrage aufgeworfen ist1 ja da sie um ein ,wort bitten1 mit dem sie anfangen wollen1 was besonders abgeschmackt und schauspielermig ist4 ,freilich verlacht ihrerseits wieder die ,beredsamkeit ihre ,anhnger1 die sie so herabwrdigen1 und sie1 welche ,trichten gebildet erscheinen wollen1 erscheinen ,gebildeten tricht4 ,wenn jedoch irgendein ,zufall eine so pltzliche ,ausbung der ,beredsamkeit verlangt1 so wird man einer besonderen ,regsamkeit des ,geistes bedrfen2 man mu dann alle geistige ,kraft auf den ,gegenstand lenken und vorderhand auf stilistische ,sorgfalt verzichten1 wenn ,inhalt und ,form gleich sorgfltig zu behandeln nicht mglich ist4 ,dann gewinnen wir auch ,zeit durch ein langsameres ,sprechen und eine zurckhaltende und gleichsam zgernde ,redeweise1 die jedoch so anzuwenden ist1 da wir zu berlegen1 nicht aber steckenzubleiben scheinen4 ,so werden wir verfahren1 whrend wir noch im ,begriff sind1 den ,hafen zu verlassen1 und solange uns noch der ,wind treibt1 ohne da die ,segel vollstndig klar sind4 ,bald aber werden wir auf der ,fahrt die ,segel in ,ordnung bringen1 die ,taue zurechtmachen und uns in volle ,fahrt begeben4 ,dies wrde ich mehr befrworten1 als da man sich einem nichtigen ,strudel von ,worten berlt1 eine ,beute fr die ,strme1 welche einen1 wohin sie wollen1 tragen werden4 ,es bedarf aber eines ebenso groen ,fleies1 um diese ,fertigkeit zu erhalten1 wie um sie zu erwerben4 ,das theoretische ,wissen verliert sich nicht1 wenn es einmal recht erfat worden ist2 auch die schriftliche bung bt durch ,unterbrechung nur wenig von der ,raschheit ein2 diese ,fertigkeit dagegen1 immer zum ,reden gefat und in ,bereitschaft zu sein1 wird lediglich durch bung erhalten4 ,dies erwerben wir uns dann am besten1 wenn wir tglich vor einer ,anzahl von ,zuhrern zu reden haben1 deren ,urteil und ,gutachten wir mit ernstlicher ,sorge entgegensehen2 denn da man die eigene ,kritik frchtet1 kommt selten vor4 ,immerhin ist es besser1 wenn wir uns allein im ,reden ben1 als wenn wir uns berhaupt nicht ben4 ,eine andere bung1 welche an jedem ,orte und zu jeder ,zeit1 wenn wir nicht etwas anderes tun1 stattfinden kann1 besteht im bloen ,denken und der ,behandlung umfangreicherer ,stoffe ganz still 7indem wir jedoch gleichsam im ,innern mit uns reden71 und sie ist zum ,teil ntzlicher als die zuletzt genannte2 denn man wird bei dieser eine sorgfltigere ,anordnung treffen als bei jener1 wo wir den ,zusammenhang der ,rede zu unterbrechen frchten4 ,in anderer ,beziehung ist wieder die vorhergenannte bung von grerem ,nutzen1 so zur ,erlangung einer krftigen ,stimme1 einer gelufigen ,aussprache und guter krperlicher ,bewegungen1 welche1 wie gesagt1 auch ihrerseits den ,redner in ,erregung bringen1 wie denn auch das ,bewegen der ,hnde und das ,stampfen mit dem ,fue ihn belebt1 gleichwie es die ,lwen mit dem ,schweif machen4 ,man mu sich aber mit ,eifer dem ,studium hingeben immer und berall4 ,ist doch auch fast nie ein ,tag so mit ,geschften belastet1 da nicht ein kurzer ,augenblick fr eine gewinnbringende ,ttigkeit1 wie ,cicero den ,brutus sagen lt#e1 sei es fr ,schreiben1 ,lesen oder ,redebungen erbrigt werden knnte1 wie denn auch ,c4 ,carbo#f selbst im ,felde solche ,redebungen anzustellen pflegte4 ,auch das darf ich nicht bergehen1 was ,cicero gleichfalls empfiehlt#g1 da unser ,sprechen niemals nachlssig sein mge2 gleichviel1 was wir zu reden haben und wo wir es tun1 immer besitze es eine relative ,vollkommenheit4 ,und schreiben soll man zu keiner ,zeit mehr als dann1 wenn wir viel aus dem ,stegreif reden4 ,denn so bewahren wir uns die ,gediegenheit1 denn ,leichtigkeit gehrt zu den folgenden ,gedanken1 und die ,leichtigkeit des ,ausdrucks1 welche sonst in ,oberflchlichkeit ausarten wrde1 erhlt frische ,nahrung aus der ,tiefe1 sowie die ,landleute die zu oberst liegenden starken ,wurzeln eines ,weinstockes1 welche ihn nur auf der ,erdoberflche befestigen1 abschneiden1 damit die schwcheren weiter in die ,tiefe wachsen und so erstarken4 ,und vielleicht frdert beides1 mit ,sorgfalt und ,flei ausgefhrt1 einander in der ,weise1 da wir durch das ,schreiben sorgfltiger reden und durch das ,reden mit grerer ,leichtigkeit schreiben lernen4 ,man mu deshalb1 so oft es irgend geht1 schreiben1 und falls keine ,gelegenheit vorhanden ist1 sich durch berdenken des ,stoffes bemchtigen2 ist beides versagt1 so soll man doch darauf hinwirken1 da weder der ,redner in ,verlegenheit gesetzt1 noch sein ,klient verlassen scheint4 ,vielbeschftigte ,anwlte pflegen es aber meist so zu halten1 da sie das ,notwendigste und auf jeden ,fall den ,anfang aufschreiben und das brige1 was sie im ,gedchtnis haben1 in ,gedanken disponieren1 pltzlichen ,einwrfen aber aus dem ,stegreif entgegentreten4 ,da ,m4 ,tullius so verfahren ist1 geht aus seinen ,aufzeichnungen hervor4 ,es sind aber solche auch von anderen in ,umlauf1 welche aufgefunden in der ,gestalt1 in der sie ein ,redner niedergeschrieben hatte1 spter in ,bcher eingeteilt worden sind1 wie die ,notizen ber die ,prozesse1 welche ,servius ,sulpicius gefhrt hat1 von welchem noch drei ,reden vorhanden sind2 aber gerade diese ebengenannten ,aufzeichnungen sind von einer peinlichen ,genauigkeit1 da ich glauben mchte1 sie seien von ihm selbst fr die ,nachwelt bestimmt gewesen4 ,ciceros ,notizen dagegen1 welche nur fr den ,augenblick berechnet waren1 hat sein ,freigelassener ,tiro gesammelt2 eine ,tatsache1 welche ich nicht anfhre1 damit sie denselben zur ,entschuldigung diene1 und als ob ich ihnen meinen ,beifall versagte1 sondern um die ,bewunderung fr dieselben zu erhhen4 ,bei dem freien ,sprechen billige ich es vollstndig1 wenn man sich kurze ,notizen in eine ,rolle macht1 welche man auch in der ,hand behalten und ab und zu einsehen darf4 ,hingegen mifllt mir die ,vorschrift des ,lnas#h1 sogar bei dem1 was wir geschrieben haben1 den ,hauptinhalt in ein ,gedenkbuch und einzelne ,hauptabschnitte einzutragen#i4 ,denn das ,vertrauen auf dieses ,gedenkbuch lt uns im ,memorieren nachlssig sein und macht unser ,reden stockend und formlos4 ,mchte ich doch nicht einmal1 da man das aufschreibt1 was man vollstndig auswendig lernen will2 denn hier kommt es auch vor1 da unsere ,gedanken an ebendiesem ,aufgeschriebenen haften bleiben1 und da wir auf das1 was ein glcklicher ,augenblick uns eingibt1 verzichten4 ,unsicher und schwankend werden wir dann1 da wir das ,aufgeschriebene verloren und ,neues zu suchen nicht den ,mut haben4 ber das ,gedchtnis werde ich in dem nchsten ,buche sprechen und darf dies hier nicht schon anfgen1 weil ich anderes vorausschicken mu4 ,anmerkungen ,erstes ,kapitel #a ,dieselben sind in den beiden vorhergehenden ,bchern enthalten4 #b ,genauer3 ,die ,arbeit wird wie ein ,schiff ohne ,steuermann hin und her schwanken40 ,der ,sinn ist demnach1 da1 wie das ,schiff den ,steuermann ntig hat1 so bedarf der ,lernende des durch die ,lektre dargebotenen ,vorbildes guter ,schriftsteller4 #c ,eigentlich wird wie ber verschlossenen ,schtzen brten04 hnlich heit es bei ,vergil1 neide ,,vi1 #faj3 ,oder welche fr sich auf erworbenen ,schtzen gebrtet2 ,horaz1 ,satiren ,i1 #a1 #gj3 ,du liegst voll ,gier auf den ,scken1 ,die du zusammengerafft4 #d ,nicht eigentlich der ,redner1 sondern derjenige1 welcher ein ,redner werden will4 #e ,s4 ,,viii1 ,vorwort #bd2 #e1 #i2 ,,vii1 ,vorwort #a4 #f ,das sind ,verfasser von ,spottgedichten2 der berhmteste1 ,archilochus1 wird weiter unten charakterisiert4 #g ,aristophanes1 ,eupolis1 ,kratinus4 #h ,dies bezieht sich wohl mit einigen ,abweichungen auf die zuerst von ,herodot 7,,ii1 #b7 mitgeteilte berlieferung1 auf welche ,weise der gyptische ,knig ,psammetich zu erfahren versucht habe1 welches ,volk das lteste sei4 #i ,oder ,kse01 wie ,vergil1 ,eklogen #a1 #ha4 #aj ,im ,gegensatz zu dem toten ,buchstaben4 #aa ,die ,reden um den ,kranz4 #ab ,servius ,sulpicius ,rufus war der berhmteste ,rechtsgelehrte zur ,zeit ,ciceros4 ,er wird als ,verfasser von drei ,reden genannt4 ,in dem nicht weiter bekannten ,prozesse der ,aufidia wird er ,,iv1 #b1 #ajf als ,verteidiger derselben bezeichnet2 ,messalla ist dann also der ,anklger4 ,doch ist nichts ,nheres ber den ,fall bekannt4 ber ,messalla1 ,pollio und ,cassius s4 weiter unten4 #ac ,cajus ,nonius ,asprenas1 ein ,freund des ,augustus1 wurde von ,cassius angeklagt1 weil bei einem von ihm gegebenen ,gastmahl #acj ,personen vergiftet worden waren4 ,der ,proze endigte mit seiner ,freisprechung4 #ad ,die entsprechenden ,reden ,ciceros sind die fr ,ligarius und gegen ,verres4 ,ligarius1 der nach der ,schlacht bei ,thapsus in die ,gewalt ,csars gekommen und in die ,verbannung geschickt war1 wurde1 als seine ,brder seine ,begnadigung und ,zurckberufung betrieben1 von ,tubero wegen seines ,verhaltens in ,afrika angeklagt4 #ae ,freund und ,zeitgenosse ,ciceros4 #af ,cornelius ,celsus1 zur ,zeit des ,tiberius1 ein ,mann von umfassender ,gelehrsamkeit1 hatte ber ,rhetorik1 ,jurisprudenz1 ,landwirtschaft1 ,medizin1 ,kriegskunst und ,philosophie geschrieben2 erhalten ist nur seine ,schrift de medicina4 #ag ,er war aus ,nemausus in ,gallien4 #ah ,crispus ,passienus der ,jngere1 ,stiefvater des ,kaisers ,nero1 gestorben #di n4 ,chr4 #ai ,vielleicht ,llius ,balbus unter ,tiberius4 #bj ,der ,fall ist nicht nher bekannt4 #ba ,wo ,cicero dies gesagt hat1 ist unbekannt2 die ,stelle des ,horaz steht ars poetica #cei4 #bb ,in seinem ,buche ber die ,rhetorik4 #bc ,rede fr den ,dichter ,archias #ab4 #bd ,das ist die antike ,auffassung der ,geschichtschreibung1 welche sich von der modernen wesentlich unterscheidet4 #be ,,iv1 #b1 #de4 #bf ,der ,redner #ci2 #fb4 #bg ,hiermit sind offenbar die auch uns zum ,teil erhaltenen ,schriften des ,plato1 ,xenophon und schines ,socraticus gemeint4 #bh ,brutus #bdh4 #bi ,in einer nicht auf uns gekommenen rhetorischen ,anweisung4 #cj ,aratus lebte um #bgj v4 ,chr4 am ,hofe des ,knigs ,antigonus ,gonatas von ,mazedonien4 ,seine ,phnomena beginnen mit den ,worten3 7mit ,zeus wollen wir anfangen74 ,dieses ,werk bespricht ,quintilian weiter unten4 #ca ,ilias ,,xxi1 #aif4 #cb ,antilochus1 ,ilias ,,xviii1 #ah ff4 #cc ,phnix1 ,ilias ,,ix1 #ebi ff4 #cd ,ilias ,,xxiv1 #dhf ff4 #ce ,um #hjj v4 ,chr41 ,verfasser des didaktischen ,gedichtes ,werke und ,tage01 einer ,theogonie0 und eines ,gedichtes ,der ,schild des ,herakles04 #cf ,der ,stil1 welcher in der ,mitte steht zwischen dem schlichten attischen und dem berladenen asiatischen4 #cg ,epischer ,dichter aus ,kolophon1 lebte gegen das ,ende des ,peloponnesischen ,krieges4 ,sein ,hauptwerk war das ,epos ,thebas4 #ch ,aus ,halikarna1 um #dhj v4 ,chr41 ,oheim ,herodots1 ,verfasser eines epischen ,gedichtes ,herakleia in #ad ,bchern4 #ci ,geboren zu ,alexandria1 aber als rhodischer ,brger gewhnlich der ,rhodier0 genannt1 ,vorsteher der ,bibliothek in ,alexandria um #aij v4 ,chr41 ,verfasser des noch erhaltenen ,gedichtes ,argonautika04 #dj ,die alexandrinischen ,kritiker1 besonders ,aristophanes aus ,byzanz und sein ,schler ,aristarch1 veranstalteten im #b4 ,jahrhundert v4 ,chr4 ein ,verzeichnis der mustergltigen ,dichter und ,schriftsteller1 das auch in spterer ,zeit gewhnlich als magebend anerkannt wurde4 #da ,s4 ,anm4 #cj4 #db ,der berhmte ,idyllendichter aus ,syrakus1 um #bge v4 ,chr4 #dc ,aus ,kamirus auf ,rhodos1 um #fdj v4 ,chr41 ,verfasser einer ,herakleia04 #dd ,nikander1 wahrscheinlich aus ,kolophon1 lebte um #dej v4 ,chr4 zum ,teil am ,hofe des ,knigs ,attalus ,,iii4 von ,pergamus und schrieb auer vielen didaktischen ,werken ,alexipharmaka0 und ,theriaka0 ber ,bisse giftiger ,tiere4 #de milius ,macer aus ,verona1 gestorben #af v4 ,chr41 schrieb ,ornithogonia0 und ,theriaka04 #df ,quintilian scheint1 durch die ,gleichheit des ,titels veranlat1 an die ,georgika ,vergils gedacht zu haben4 ,doch lt sich nicht nachweisen1 da bei ,abfassung dieses ,gedichtes die ,georgika des ,nikander als ,vorbild gedient haben4 ,des letzteren ,lehrgedicht ber die ,bienen 7,melissurgika7 kann vielleicht ,vergil benutzt haben4 #dg ,euphorion aus ,chalkis auf ,euba1 geb4 um #bgf v4 ,chr41 lebte in ,athen1 dann seit #bbj in ,antiochia als ,vorsteher der ,bibliothek4 ,seine epischen ,gedichte und ,elegien wurden wegen ihres mythologischen und antiquarischen ,stoffes fleiig gelesen und von ,cornelius ,gallus nachgebildet4 #dh ,eklogen #aj1 #ej4 #di ,in der ars poetica #dja4 #ej ,tyrtus1 um #fhe-ffh v4 ,chr41 aus ,aphide in ,attika1 berhmt durch seine ,marsch- und ,schlachtlieder1 durch die er im ,zweiten ,messenischen ,kriege die ,spartaner zum ,kampfe begeistert haben sollte4 #ea ,kallimachus aus ,kyrene1 um #bfj v4 ,chr41 lebte in ,alexandria4 ,er erlangte hohen ,ruhm durch seine ,elegien1 die von den rmischen ,dichtern ,catull1 ,properz und ,ovid nachgeahmt wurden4 #eb ,philetas aus ,kos1 ,freund des ,theokrit1 ,lehrer des ,ptolemus ,,ii4 ,philadelphus1 um #bhj v4 ,chr41 von ,properz und ,ovid nachgeahmt4 #ec ,die beiden hier nicht ,genannten sind ,simonides aus ,samos1 um #ffj v4 ,chr41 und ,hipponax aus ,ephesus1 um #edj v4 ,chr41 ein scharfer ,satiriker4 #ed ,nicht angefhrt sind ,alkman aus ,sardes1 um #fbj v4 ,chr41 ,sappho aus ,lesbos1 um #fjj v4 ,chr41 ,ibykus aus ,regium1 um #edj v4 ,chr41 ,anakreon aus ,teos1 spter am ,hofe des ,polykrates von ,samos1 ,bakchylides aus ,kos1 um #dfe v4 ,chr4 - ,pindar1 geb4 #ebb v4 ,chr4 in ,kynoskephal bei ,theben1 hochgeachtet von ,frsten und freien ,brgern im ,leben und nach seinem ,tode #dda v4 ,chr4 #ee ,oden ,,iv1 #b3 ,wer sich erkhnt1 dem ,pindar nachzusingen1 ,der hebt1 ,jullus1 sich mit tollem ,mut ,auf ,ddalus' mit ,wachs gefgten ,schwingen ,und gibt den ,namen der kristallnen ,flut4 ,wie von den ,regengssen angeschwollen1 ,aus den gewohnten ,ufern tritt der ,flu1 ,so strzt hervor mit allgewalt'gem ,rollen ,aus ungeme'ner ,tiefe ,pindarus4 #ef ,stesichorus aus ,himera auf ,sizilien1 geb4 um #fcj v4 ,chr41 der berhmteste ,dichter ,siziliens1 starb hochbetagt in ,catana4 ,vgl4 ber ihn ,horaz 7,oden ,,iv1 #i1 #d ff473 ,zwar glnzt ,homer als erster in ,sngerreih'n1 ,doch schweigt darum die ,muse des ,pindar nicht1 ,noch ,ceas ,lied1 ,alcus' ,schlachtruf1 ,oder ,stesichorus' ernste ,dichtung4 #eg ,aus ,mytilene auf ,lesbos1 #faa-ehj v4 ,chr4 #eh ,gemeint sind die ,gedichte des ,alcus1 welche den zehnjhrigen ,brgerkampf seines ,vaterlandes behandeln4 #ei ,myrsilus und ,pittakus4 #fj ,simonides aus ,julis auf ,kos 7#eef-dhf v4 ,chr471 lebte teils in ,athen am ,hofe des ,hipparch1 teils an dem des ,hiero in ,syrakus4 ,mit ersterem war er befreundet1 ebenso mit ,themistokles1 ,pausanias1 ,anakreon u4 a4 ,er besa weltmnnische und wissenschaftliche ,bildung und war mit einem vorzglichen ,gedchtnis ausgestattet4 #fa ,aristophanes aus ,athen1 zur ,zeit des ,peloponnesischen ,krieges1 trat schon frh mit ,komdien auf4 ,er lebte noch #chf v4 ,chr4 - ,eupolis dichtete angeblich schon im #ag4 ,jahre ,komdien1 mit ,aristophanes befreundet1 dann entzweit4 - ,kratinus aus ,athen1 ebenfalls ,zeitgenosse des ,aristophanes1 durch persnliche ,satire gefrchtet1 schuf den komischen ,stil4 #fb schylus1 geboren in dem attischen ,demos ,eleusis #ebe v4 ,chr41 fhrte in groer ,zeit ein bewegtes ,leben und bte auf die ,gestaltung der ,tragdie nicht geringen ,einflu1 gestorben #def v4 ,chr4 ,von #gj ,tragdien sind uns noch #g erhalten4 #fc ,uns ist nichts von einer ,verbesserung seiner ,stcke oder von der ,erlaubnis zur ,auffhrung seitens der ,athener bekannt4 #fd ,sophokles1 geb4 #dif v4 ,chr4 in dem attischen ,demos ,kolonos1 der grte ,tragdiendichter des ,altertums1 gest4 #djf4 ,von #hf ,tragdien sind #g erhalten1 von denen einige auch heute noch aufgefhrt werden4 - ,euripides1 geb4 in ,salamis #dhj v4 ,chr41 trat frh als ,dichter auf1 gest4 #djf in ,pella1 hochgeehrt von dem ,knig ,archelaus4 #fe ,menander aus ,athen1 #cdb-bij v4 ,chr4 ,von seinen mehr als #ajj ,komdien haben wir nur noch ,bruchstcke1 zum ,teil allerdings ziemlich umfangreiche 7so gerade in den hier genannten ,epitrepontes71 dagegen ,nachbildungen in mehreren ,stcken des ,terenz4 #ff ,ein athenischer ,redner1 ,zeitgenosse des ,demosthenes4 #fg ,aus ,soli oder ,syrakus1 gest4 #bfb zu ,athen1 fast #ajj ,jahre alt4 ,von seinen mehr als #ij ,komdien ist nur wenig brig4 ,zwei ,stcke von ihm hat ,plautus frei nachgebildet4 #fh ,thukydides aus ,athen1 #dga-cif v4 ,chr4 #fi ,herodot aus ,halikarna1 #dhd bis gegen #daj v4 ,chr4 #gj ,theopomp aus ,chios1 geb4 um #cgh v4 ,chr41 schrieb auf ,veranlassung seines ,lehrers ,isokrates ,hellenika1 als ,fortsetzung des ,thukydides1 und #eh ,bcher ,philippika1 eine allgemeine ,geschichte seiner ,zeit4 ,beide ,werke sind verlorengegangen4 #ga ,philistus aus ,syrakus1 ,zeitgenosse der beiden ,dionysios'1 #cef v4 ,chr4 in hohem ,alter gettet4 ,er verfate sizilische ,geschichten4 #gb ,ephorus1 aus dem olischen ,kyme1 ,verfasser einer ,geschichte ,griechenlands von ,anfang an bis zum ,jahre #cdj v4 ,chr4 #gc ,clitarch aus ,megara1 ,geschichtschreiber ,alexanders d4 ,gr4 #gd ,timagenes aus ,alexandria1 ,freund des ,asinius ,pollio1 schrieb ebenfalls eine ,geschichte ,alexanders d4 ,gr4 #ge ,s4 weiter unten4 #gf ,auer den fnf genannten3 ,antiphon1 ,andocides1 ,isus1 ,lycurgus und ,dinarchus4 #gg ,aus dem ,demos ,pania1 #chd-cbb v4 ,chr4 #gh schines aus ,athen1 #chi-cad v4 ,chr41 ,gegner des ,demosthenes4 #gi ,hyperides aus ,athen1 geb4 #cij v4 ,chr41 wie ,demosthenes ttig im ,kampfe gegen ,philipp von ,mazedonien1 in gina auf ,befehl des ,antipater #cbb hingerichtet4 #hj ,lysias1 geb4 in ,athen um #dce v4 ,chr41 berhmter ,lehrer der ,beredsamkeit1 starb in hohem ,alter #cec v4 ,chr4 #ha ,isokrates1 geb4 in ,athen #dcf v4 ,chr41 ein ,schler des ,sokrates1 ebenfalls berhmt als ,lehrer der ,beredsamkeit4 ,er starb #id ,jahre alt wenige ,tage nach der ,schlacht bei ,chronea #cch v4 ,chr4 eines freiwilligen ,todes4 #hb ,demetrius von ,phaleron1 #cag-cjg v4 ,chr4 fast unumschrnkter ,statthalter in ,athen2 darauf gestrzt1 fand er in gypten freundliche ,aufnahme4 ,er starb in ,obergypten #bhc in der ,verbannung an dem ,bisse einer ,schlange4 #hc ,plato1 geb4 #dbg v4 ,chr41 gest4 #cdg1 der grte ,schler des ,sokrates4 #hd ,xenophon1 aus dem attischen ,demos ,erchia1 geb4 um #dcd v4 ,chr41 ,schler des ,sokrates1 bekannt durch seine ,teilnahme an dem ,zuge des jngeren ,kyros1 wegen seiner ,vorliebe fr ,sparta #cii verbannt1 lebte dann in ,skillus bei ,elis1 darauf in ,korinth1 gest4 #cee4 #he ,aristoteles1 geb4 #chd v4 ,chr4 zu ,stagira in ,mazedonien1 ,lehrer ,alexanders d4 ,gr41 berhmtester und gelehrtester ,philosoph des ,altertums1 starb in ,chalkis #cbb4 #hf ,theophrast war zu ,eresos auf ,lesbos #cga v4 ,chr4 geboren1 wurde #cbb ,nachfolger des ,aristoteles als ,lehrer der peripatetischen ,schule zu ,athen und starb #bhg4 ,er soll ursprnglich ,tyrtamos geheien und erst von ,aristoteles den ,namen ,theophrast erhalten haben4 #hg ,publius ,vergilius ,maro 7geb4 #ae4 ,oktober #gj v4 ,chr41 gest4 #ai4 ,september #ai v4 ,chr47 ist im ,altertum und im ,mittelalter berschtzt1 spter unterschtzt worden4 ,erst in neuerer ,zeit ist ihm die ihm gebhrende ,wertschtzung wieder zuteil geworden4 #hh ,ein berhmter1 von ,quintilian oft genannter ,redner4 #hi ,s4 ,anm4 #de4 #ij ,titus ,lucretius ,carus lebte von #ih-ee v4 ,chr41 schrieb das noch erhaltene ,lehrgedicht ,von der ,natur der ,dinge04 #ia ,publius ,terentius ,varro ,atacinus1 #hb-cf v4 ,chr41 aus ,atax in ,gallia ,narbonensis1 verfate eine freie ,nachbildung der ,argonautika des ,apollonius1 schrieb ein episches ,gedicht ,der ,sequanerkrieg0 und versuchte sich auch in der ,satire4 #ib ,quintus ,ennius1 geboren zu ,rudi in ,kalabrien #bci v4 ,chr41 berhmt durch die uns noch in ,bruchstcken erhaltenen ,annalen1 ein historisches ,epos in ,hexametern2 auch dichtete er ,tragdien und ,komdien4 ,er starb #afi4 #ic ,publius ,ovidius ,naso1 #dc v4 ,chr4 bis #ag n4 ,chr4 -- ,unter seinen epischen ,gedichten0 sind die ,metamorphosen zu verstehen4 #id ,freund des ,ovid4 #ie ,kann wegen des folgenden ,lobes nicht im geringschtzigen ,sinne genommen werden4 #if ,der ,name ,serranus beruht nur auf ,konjektur4 #ig ,von ,valerius ,flaccus1 gest4 um #hh n4 ,chr41 haben wir noch sein ,gedicht ,argonautika4 #ih ,saleius ,bassus1 ,zeitgenosse ,vespasians2 ber seine ,schriften ist nichts ,nheres bekannt4 #ii ,beide ,zeitgenossen ,ovids4 #ajj ,marcus ,annus ,lucanus aus ,corduba1 lebte #ci-fe n4 ,chr41 verfate ein ,epos ,pharsalia1 das sich durch rhetorisches ,pathos auszeichnet4 #aja ,gemeint ist ,domitian1 der nach der ,besiegung der ,chatten den ,titel ,germanicus annahm4 #ajb ,eklogen #h1 #ac4 #ajc ,albius ,tibullus1 rmischer ,ritter1 etwa #ei-ah v4 ,chr4 #ajd ,sextus ,aurelius ,propertius1 um #ed-ae v4 ,chr41 ,altersgenosse ,tibulls4 #aje ,cajus ,cornelius ,gallus1 aus ,forum ,julii1 ein vertrauter ,freund ,vergils 7#a4 ,ekloge #aj71 endete durch ,selbstmord #bf v4 ,chr4 #ajf ,caius ,lucilius aus ,suessa ,auruncorum1 rmischer ,ritter1 #ahj bis #ajb v4 ,chr41 ,freund des jngeren ,scipio ,africanus und ,llius4 #ajg ,quintus ,horatius ,flaccus1 #fe-h v4 ,chr4 #ajh ,aulus ,persius ,flaccus aus ,volaterr1 rmischer ,ritter1 lebte #cd-fb n4 ,chr41 ,verfasser von sechs noch erhaltenen ,satiren4 #aji ,marcus ,terentius ,varro aus ,reate1 #aaf-bg v4 ,chr4 ,von seinen zahlreichen ,schriften sind nur erhalten drei ,bcher von der ,landwirtschaft1 sowie ,bruchstcke eines greren ,werkes ber die lateinische ,sprache und der etwa #if ,satiren4 #aaj ,quintus ,valerius ,catullus1 geb4 zu ,verona #hf v4 ,chr41 gest4 #ed v4 ,chr4 ,der grte ,dichter1 den ,rom gehabt hat1 ist ,catullus0 7,b4 ,g4 ,niebuhr74 #aaa ,furius ,bibaculus1 geb4 #ajb v4 ,chr4 zu ,cremona1 von ,horaz 7,satiren ,,ii1 #e1 #da7 verspottet4 #aab ber dieses ,urteil ,quintilians vgl4 ,k4 ,e4 ,gthling in der ,zeitschrift fr das ,gymnasialwesen #ahfi1 ,s4 #hhf1 wo derselbe mit ,recht sagt3 ,aber es ist zum ,erschrecken1 wenn es bald nachher heit3 ,lyricorum ,horatius fere solus legi dignus4 ,ich bekenne offen1 da mir ,lachmanns ,urteil1 das er im philologischen ,seminar mehr als einmal ausgesprochen hat1 des ,horatius ,oden seien glatt wie ,marmor1 aber auch kalt wie ,marmor1 und zwei bis drei beliebige ,episteln des ,horatius seien ihm mehr wert1 als alle ,oden zusammengenommen1 eine ganz gerechte ,schtzung des ,lyrikers ,horatius zu enthalten scheint1 sosehr mich dies ,urteil anfangs frappierte4 ,sprache und ,versbau sind unbertrefflich vollendet2 das ist aber auch das beste1 was man von diesen ,oden sagen kann4 ,diejenigen von ihnen1 die aus der ,stellung des ,dichters zum ,hofe hervorgingen1 haben alle ein gemachtes1 hohles ,pathos1 sind arm an fruchtbaren ,gedanken1 und ich will es gern unentschieden lassen1 ob sie der ,vorwurf unwrdiger ,schmeichelei treffe oder nicht4 ,die brigen bewegen sich in einem sehr engen ,gedankenkreise1 den sie allerdings mit ,geschick variieren1 so da der nicht sehr aufmerksame ,leser ber der schnen ,form und einem zahllose ,male in anderm ,gewande wiederkehrenden ,gemeinplatz die ,armut des ,inhalts bersieht4 ,den meisten1 ja fast allen den fehlt die jugendliche ,frische1 die ,leidenschaft und ,glut der ,empfindung1 welche den ,leser hinreit4 ,das ist auch natrlich2 war doch der ,dichter ein ,vierziger1 als er zur ,leier griff1 und da die ,beschftigung mit der ,satire keine besondere ,vorbereitung fr die ,lyrik abgegeben hat1 versteht sich wohl von selbst4 ,um ,quintilians ,urteil ber ,horatius zu verstehen und zu wrdigen1 mag das ,gesagte gengen2 dem ,lyriker ,horatius stellen wir getrost den ,catullus entgegen1 nein1 wir stellen ihn aus voller berzeugung ber ,horatius4 ,wenn ,quintilian den ,catullus nur als ,jambographen anfhrt1 so ist das nicht zu bewundern2 er gehrt ja zu den ,alten01 nicht zu den ,kunstpoeten1 als deren ,reprsentant und ,verfechter in der ,augusteischen ,zeit ,horatius1 wie das seine ,polemik gegen ltere ,dichter zeigt1 vorzugsweise zu betrachten ist4 ,niebuhrs ,urteil ber ,catullus 7vgl4 ,catullus1 bersetzt von ,stromberg1 ,vorrede7 ist bekannt2 vor fnfundzwanzig ,jahren habe ich es auf ,niebuhrs ,namen angenommen1 jetzt unterschreibe ich es aus eigener berzeugung4 ,es sei zum ,schutze des von unserm ,rhetor totgeschwiegenen ,lyrikers hiermit an dasselbe erinnert40 #aac ,csius ,bassus1 ,freund des ,persius1 kam angeblich #gi bei dem ,ausbruche des ,vesuvs um4 #aad ,lucius ,attius1 von #agj bis etwa #ij v4 ,chr4 -- ,marcus ,pacuvius aus ,brundusium1 geb4 um #bbj v4 ,chr41 starb in einem ,alter von #ij ,jahren4 #aae ,lucius ,varius ,rufus1 #gd-ad v4 ,chr41 ,epiker und ,tragiker1 ,freund des ,vergil und ,horaz4 ,vgl4 ,horaz1 ,oden ,i1 #f1 #a2 ,satiren ,i1 #aj1 #dd2 ,episteln ,,ii1 #a1 #bdg2 #c1 #ee4 #aaf ,publius ,pomponius ,secundus lebte unter den vier ersten ,kaisern nach ,augustus2 gest4 um #fj n4 ,chr4 #aag ,lucius lius ,stilo1 ,rhetor und ,altertumsforscher1 ,lehrer des ,cicero und ,varro4 #aah ,titus ,maccius ,plautus1 um #bed-ahd v4 ,chr4 #aai ,ccilius ,statius aus ,insubrien1 ,zeitgenosse des ,ennius1 um #bai-aff v4 ,chr4 #abj ,publius ,terentius ,afer1 um #aid-aei v4 ,chr41 kam aus ,afrika in frher ,jugend als ,sklave nach ,rom1 wo er erzogen und freigelassen wurde4 #aba ,lucius ,afranius1 ,zeitgenosse des ,terenz1 um #aej v4 ,chr4 #abb ,cajus ,sallustus ,crispus1 #hg-cd v4 ,chr4 #abc ,titus ,livius1 #ei v4 ,chr4 bis #ag n4 ,chr4 #abd ,servilius ,nonianus1 ,konsul #ce n4 ,chr41 gest4 #fj oder #fa n4 ,chr4 ,er war ein tchtiger gerichtlicher ,redner und wandte sich sodann dem ,studium der ,geschichte zu4 ,er beschrieb die ,zeit des ,untergangs der ,republik und die ,grndung der ,monarchie4 #abe ,aufidius ,bassus lebte unter ,tiberius4 ,er schrieb ,geschichtswerke ber die erste ,kaiserzeit sowie ber den ,germanischen ,krieg und starb unter ,nero4 #abf ,quintilian meint vielleicht ,cornelius ,tacitus4 #abg ,cajus ,cremutius ,cordus1 freimtiger ,geschichtschreiber zur ,zeit des ,tiberius4 #abh ,marcus ,tullius ,cicero war geboren #ajf v4 ,chr41 ermordet #dc bei ,cajeta4 #abi ,bezieht sich in dieser ,allgemeinheit nur auf die gerichtlichen ,reden vor dem ,areopag4 #acj ,die sechs unter dem ,namen des ,demosthenes berlieferten ,briefe sind unecht4 #aca ,bezieht sich auf die meisten philosophischen ,schriften ,ciceros1 ebenso auf ,brutus0 und vom ,redner04 #acb ,in den vorhandenen ,gedichten ,pindars ist diese uerung nicht zu finden4 #acc ,cajus ,asinius ,pollio1 #gf v4 ,chr4 bis #e n4 ,chr41 der bedeutendste ,redner nach ,cicero und zur ,zeit des ,augustus4 ,quintilian erwhnt ihn oft1 ,horaz hat ihn ,oden ,,ii1 #a verherrlicht4 #acd ,marcus ,valerius ,corvinus ,messalla1 #fd v4 ,chr4 bis #h n4 ,chr41 ,staatsmann und ,feldherr1 besonders aber auch ,redner4 ,vgl4 ,horaz1 ,oden ,,iii1 #ba4 #ace ,cajus ,julius ,csar1 #ajj-dd v4 ,chr4 #acf ,marcus ,clius ,rufus1 #hh-dh v4 ,chr41 ,freund ,ciceros4 #acg ,cajus ,licinius ,calvus1 #hb bis etwa #dg v4 ,chr41 ,freund des ,catull und selbst ,dichter4 #ach ,servius ,rufus1 der berhmteste ,rechtsgelehrte zur ,zeit ,ciceros4 #aci ,cassius ,severus1 geb4 #dd v4 ,chr41 wegen seiner scharfen ,zunge nach der ,felseninsel ,seriphos verbannt1 wo er um #cj n4 ,chr4 starb4 #adj ,domitius ,afer aus ,nemausus 7,nismes71 gest4 #ei n4 ,chr4 -- ,julius ,africanus aus ,gallien1 blhte unter ,nero4 #ada ,marcus ,galerius ,trachalus1 ,konsul #fh n4 ,chr41 der dem ,kaiser ,otho seine ,reden verfat haben sollte4 #adb ,quintus ,vibius ,crispus1 unter ,nero als ,denunziant 7delator7 von trauriger ,berhmtheit1 lebte noch als ,greis unter ,domitian4 #adc ,er lebte unter ,vespasian2 er gehrt auch zu den in ,tacitus' ,gesprch ber die ,redner teilnehmenden ,personen4 #add ,nach ,tacitus 7,gesprch ber die ,redner7 und ,plinius 7,briefe73 ,aper1 ,marcellus1 ,maternus1 ,messalla u4 a4 #ade ,vater und ,sohn1 ,zeitgenossen des ,csar und ,augustus1 ,anhnger der pythagoreischen ,lehre4 - ber ,cornelius ,celsus siehe ,anmerkung #af4 #adf ,nicht nher bekannt2 vielleicht ist der ,name falsch berliefert4 #adg ,von ,geburt ein ,insubrer1 ,zeitgenosse ,ciceros4 #adh ,lucius ,annus ,seneca1 ,sohn des ,rhetors gleichen ,namens1 geboren zu ,corduba in ,spanien um #b n4 ,chr41 gestorben #fe4 ,zweites ,kapitel #a ,livius ,andronikus aus ,tarent um #bdj v4 ,chr41 der erste dramatische ,dichter ,roms4 #b ,damit sind die vom pontifex maximus angefertigten annales maximi gemeint1 eine nchterne ,aufzhlung der denkwrdigsten politischen und religisen ,begebenheiten1 fortgesetzt bis zum ,pontifikat des ,mucius ,scvola #acj v4 ,chr4 #c ,zur ,erluterung der hier erwhnten atomistischen ,vorstellung ,epikurs vgl4 ,lukrez ,,iv1 #dh ff4 ,dennoch sag' ich1 es senden die ,oberflchen der ,krper ,dnne ,figuren von sich1 die ,ebenbilder der ,dinge2 ,hutchen mcht' ich sie nennen1 und gleichsam die ,hlsen von diesen1 ,denn sie gleichen an ,form und ,gestalt dem nmlichen ,krper1 ,dem entflossen umher sie die freien ,lfte durchschwrmen4 #d ,buch #b1 ,kap4 #h4 ,drittes ,kapitel #a ,d4 h4 das ,schreiben4 #b ber den ,redner ,i1 #aej2 #beg4 #c ,lucius ,licinius ,crassus1 berhmter ,redner1 #adj-ia v4 ,chr4 ,die zweite ,hauptperson in der erwhnten ,schrift ,ciceros ist ,marcus ,antonius 7#adb-hg v4 ,chr471 der ,grovater des ,triumvirs ,antonius4 #d ,vergleichung mit dem ,teile des rmischen ,staatsschatzes1 der fr die uersten ,notflle reserviert war4 #e ,der ,gedanke erinnert an das bekannte ,wort ,hesiods 7,werke und ,tage0 #bhi73 ,doch vor die ,tugend setzten den ,schwei die unsterblichen ,gtter4 ,vgl4 auch ,epicharmus bei ,xenophon ,erinnerungen an ,sokrates0 ,,ii1 #a1 #bj3 ,nur fr ,arbeit wird das ,gute von den ,gttern uns verkauft4 #f ,vielleicht derselbe1 an welchen ,horaz ,epistel ,i1 #c und ,,ii1 #b gerichtet hat4 #g ,wie sehr in ,gallien die ,beredsamkeit in der ,kaiserzeit blhte1 zeigt der von ,caligula zu ,lugdunum veranstaltete ,wettkampf der griechischen und lateinischen ,beredsamkeit4 #h ,satiren #a1 #ajf4 #i ,s4 die bekannte ,erzhlung bei ,plutarch1 ,leben des ,demosthenes ,kap4 #g4 ,viertes ,kapitel #a ,cajus ,helvius ,cinna1 ,freund ,catulls1 ,verfasser eines epischen ,gedichtes ,smyrna01 das noch erhalten ist4 -- ,der ,panegyrikus des ,isokrates ist eine ,festrede1 die vor der ,festversammlung bei den ,olympischen ,spielen gesprochen worden und uns noch erhalten ist4 ,vgl4 ,plutarch1 ,leben der zehn ,redner0 ,,iv1 #ae3 ,den ,panegyrikus schrieb er in zehn1 nach anderen in fnfzehn ,jahren4 ,fnftes ,kapitel #a ,s4 #a1 #aee4 #b ,z4 ,b4 im ,anfange der ,bcher ,von den ,pflichten0 und ,vom hchsten ,gut und bel04 #c ,von ,plato hat ,cicero den ,timus und ,protagoras1 von ,xenophon den konomikus bersetzt4 #d ,eine ,hetre1 welche der ,gottlosigkeit angeklagt war und von ihrem ,liebhaber ,hyperides verteidigt wurde4 #e ,,iii1 #e1 #ae4 #f ,s4 ,briefe an ,atticus ,,ix1 #d1 #i4 ,hierher gehren die ,paradoxa1 die ,cicero in seinen letzten ,lebensjahren verfat hat4 #g ,z4 ,b4 ,cicero und ,hortensius4 #h ,er hatte als ,tribun einen ,antrag gestellt1 gegen dessen ,vorlesung durch den ,herold ein anderer ,tribun ,einsprache erhob4 ,cornelius las nun den ,antrag selbst vor und wurde dafr wegen ,majesttsvergehens angeklagt1 jedoch von ,cicero glnzend verteidigt4 #i ,das ,gefolge des ,milo und das des ,clodius gerieten aneinander1 ein ,sklave ,milos verwundete ,clodius1 ,milo eilte herbei und ttete ihn4 ,da er infolgedessen angeklagt wurde1 verteidigte ihn ,cicero in der uns erhaltenen ,rede4 #aj ,der jngere ,cato 7,uticensis7 trat dem ,redner ,hortensius seine ,frau ,maria frmlich ab und nahm sie dann wieder zurck1 nachdem sie sechs ,jahre mit ,hortensius bis zu dessen ,tode zusammengelebt hatte4 #aa ,marcus ,porcius ,latro1 ,redner und ,freund des ,augustus4 #ab ,lucius ,cestius ,pius1 ein sehr angesehener griechischer ,rhetor zur ,zeit des ,augustus1 der nur lateinisch vortrug4 #ac ,i1 #b1 #ae4 ,sechstes ,kapitel #a ,metrodorus aus ,skepsis1 einer ,stadt in ,mysien1 akademischer ,philosoph und ,rhetor1 ,schler des ,karneades4 #b ,der ,rhetor ,empylus wird sonst nirgends erwhnt4 ,siebentes ,kapitel #a ,wo1 lt sich nicht nachweisen4 #b ,,vi1 #b1 #bi f4 #c ,dichter der alexandrinischen ,schule im #b4 ,jahrhundert v4 ,chr4 #d ,s4 ,cicero1 ,rede fr ,archias #ah4 #e ,vielleicht zu beziehen auf ,cicero ,der ,redner0 #cd4 #f ,cajus ,papirius ,carbo1 ,konsul #abj v4 ,chr4 #g ,wo1 ist nicht nachzuweisen4 #h ,popilius ,lnas1 ,rhetor zur ,zeit des ,tiberius2 ,quintilian erwhnt ihn noch ,,iii1 #a1 #ba2 ,,xi1 #c1 #ahc4 ,sonst ist er nicht nher bekannt4 #i ,vielleicht stammen diese ,worte aus einer ,schrift des ,popilius ,lnas4 ,inhalt ,einleitung #c #a4 ,kapitel3 ,vom ,wrtervorrat #h #b4 ,kapitel3 ,von der ,nachahmung #ci #c4 ,kapitel3 ,art und ,weise der schriftlichen bungen #dg #d4 ,kapitel3 ,von der ,nachbesserung #ef #e4 ,kapitel3 ber den ,gegenstand der schriftlichen bungen #eh #f4 ,kapitel3 ,sammlung des ,gedankenstoffes #fe #g4 ,kapitel3 ,wie die ,fertigkeit1 aus dem ,stegreif zu reden1 erworben und erhalten wird #fh ,fr die ,lektre der rmischen ,klassiker im ,originaltext unentbehrlich3 ,m,,hlmann3 ,lateinisch-deutsches ,wrterbuch fr ,studierende und ,schler hherer ,lehranstalten #dc41 berichtigte und vermehrte ,auflage1 besorgt von ,prof4 ,dr4 ,otto ,gthling ,preis3 geheftet ,,rm4 #d4ij1 in ,halbleinen gebunden ,,rm4 #f4aj1 in ,halbleder gebunden ,,rm4 #g4fj ,die von ,prof4 ,dr4 ,otto ,gthling vielfach berichtigte und stark vermehrte ,neubearbeitung des berhmten ,wrterbuches von ,mhlmann ist fr die ,lektre der lateinischen ,klassiker ein ,hilfsmittel1 das den von ,studierenden und ,schlern hherer ,schulen gestellten ,anforderungen in vollem ,umfange gengt4 ,sind doch auer den blichen ,schulautoren auch diejenigen ,schriftsteller bercksichtigt1 die auf ,grund der neuen ,lehrplne jetzt teils mehr als frher behandelt werden1 teils neu hinzugekommen sind4 ,nicht unerwhnt bleibe schlielich der niedrige ,preis1 der die ,anschaffung wesentlich erleichtert1 sowie die gediegene1 vornehme ,ausstattung4 ,durch jede ,buchhandlung ,,philipp ,,reclam ,,jun41 ,,verlag1 ,,leipzig