,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aibf so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,der bersichtlichkeit halber wurden die ,funoten an das ,ende der jeweiligen ,kapitel verschoben4 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,friedrich von ,lucanus ,im ,zauber des ,tierlebens 99 ,dieses ,buch wurde als vierter ,band der siebenten ,jahresreihe fr die ,mitglieder des ,volksverbandes der ,bcherfreunde hergestellt und wird nur an diese abgegeben4 ,den ,einband entwarf ,august ,becker4 ,das echte ,ziegenleder wurde von der ,lederfabrik ,carl ,simon ,shne ,g4 m4 b4 ,h4 in ,kirn an der ,nahe geliefert ,nachdruck verboten ,copyright #aibf by ,volksverband der ,bcherfreunde ,wegweiser-,verlag ,g4 m4 b4 ,h41 ,berlin ,illustration3 ,f4 v4 ,lucanus ,im ,zauber des ,tierlebens von ,friedrich von ,lucanus 99 ,mit einem ,bildnis des ,verfassers und #cb ,abbildungen 99 ,illustration ,volksverband der ,bcherfreunde ,wegweiser-,verlag ,g4 m4 b4 ,h4 ,berlin #aibf ,inhaltsverzeichnis ,tiere der ,vorwelt #aa ,zeitalter der ,erdgeschichte1 ihre ,tierwelt4 ,morgenrtetier4 ,brckenechse4 ,lanzettfisch4 ,saurier der ,sekundrzeit4 ,das ,mammut und andere ,altelefanten4 ,der ,urvogel ,archopteryx4 ,die ,tierwelt des ,tertir4 ,entstehung des ,pferdes4 ,die ,eiszeit4 ,riesenhirsch4 ,moschusochse4 ,abstammung des ,haushundes4 ,riesenalk und ,dronte4 ,stammesgeschichte des ,menschen1 ,neandertalrasse1 ,pithecanthropus1 ,rhodesiamensch1 ,australopithecus4 ,fortpflanzung und ,liebesleben #dj ,einzeller4 ,fortpflanzung durch ,teilung und ,knospung4 ,vielzeller4 ,haeckels ,biogenetisches ,grundgesetz4 ,blastula und ,gastrulation4 ,schwmme1 ,hohltiere und ,strahlentiere4 ,fortpflanzung der ,wrmer4 ,trichine1 ,bandwurm4 ,naturgesetze der ,fruchtbarkeit4 ,liebesleben der ,schnecken4 ,fortpflanzung und ,liebesleben der ,insekten4 ,parthenogenesis4 ,bienen1 ,ameisen1 ,ibisfliege1 ,gallwespe1 ,schlupfwespen4 ,polyembryonie4 ,eineiige und zweieiige ,zwillinge4 ,fortpflanzung1 ,brutpflege und ,liebesleben der ,fische1 ,amphibien und ,reptilien4 ,der knstliche ,brutofen der ,wallnister oder ,grofuhhner4 ,perverses ,liebesleben der ,laufhhnchen4 ,winterbrut des ,kreuzschnabels4 ,herbstbrunft des ,rothirsches4 ,rauschzeit des ,schwarzwildes im ,winter4 ,fortpflanzung des ,rehes und der ,fledermuse4 ,eierlegende ,sugetiere4 ,beuteltiere4 ,der ,dingo1 ein ,wildhund ,australiens4 ,biotechnik #hd ,die ,schwimmblase des ,fisches und ihre ,bedeutung4 ,darmatmung4 ,hauptsinnesorgane der ,fische4 ,ohr der ,fische1 seine ,bedeutung als ,gleichgewichtssinn und ,geschwindigkeitsmesser4 ,das ,schwimmen der ,fische1 ,sugetiere und ,vgel4 ,schwimmen der ,quallen4 ,nesselorgane der ,quallen als ,dynamitbomben4 ,kletterbewegungen der ,affen4 ,der ,affenschwanz als ,klammerorgan4 ,das ,fliegen der ,lurche1 ,kriechtiere1 ,fische1 ,sugetiere1 ,insekten und ,vgel4 ,die ,technik des ,fliegens4 ,fluggeschwindigkeit und ,flugdauer der ,vgel4 ,stimme und ,gesang der ,vgel4 ,instrumentallaute des ,storches1 der ,spechte1 der ,bekassine und der ,enten4 ,instrumentallaute der ,fische4 ,stimme der ,lurche4 ,instrumentallaute der ,reptilien4 ,klapperschlange1 ,klappschildkrte1 ,wundergecko4 ,das ,zirpen der ,heuschrecken1 ,grillen und ,zikaden4 ,totenuhr4 ,kraftleistungen der ,insekten4 ,holzwespen zerstren ,stahlmantelgeschosse4 ,schnellapparat der ,schnellkfer4 ,pfeilschwanzkrebse4 ,elektrische ,tiere4 ,zitterwels1 ,zitteraal1 ,zitterrochen4 ,besondere ,instrumente3 ,eckzhne des ,walrosses1 ,stozhne des ,elefanten1 ,horn des ,nashorns4 ,schwertfisch1 ,sgefisch1 ,hammerfisch4 ,seihapparat des ,walfischmauls und der ,wasservgel4 ,der ,vogelschnabel als technisches ,werkzeug4 ,die ,saugzunge der ,honigsauger1 die ,pinselzunge der ,loris1 die ,lffelzunge des ,ararakakadus4 ,wanderungen #acj ,wanderungen der ,zugvgel3 ,entfernung der ,winterherberge1 ,schnelligkeit des ,wanderfluges1 ,zugstraen und ,zug in breiter ,front4 ,entstehung und ,ursachen des ,zuges4 ,tag- und ,nachtwanderer4 ,geselliger und einsamer ,zug4 ,fluganordnungen auf dem ,zuge4 ,zugrichtungen1 ,hhe des ,zuges4 ,orientierung4 ,wanderungen des ,tannenhhers und ,steppenhuhnes4 ,wandertaube und ,karolinasittich4 ,wanderungen des ,bisons4 ,bison1 ,wisent und ,auerochse4 ,manahmen zur ,erhaltung des ,wisents in ,europa4 ,rentier und ,moschusochse4 ,wanderungen der ,lemminge1 ,eichhrnchen1 ,ratten und ,muse4 ,wanderungen des ,aals und ,lachses4 ,wanderungen der ,schollen1 anderer ,flachfische und der ,heringe4 ,heringsberge4 ,heringsfischerei4 ,orientierung der ,fische und ,vgel auf den ,wanderungen4 ,heuschreckenplagen4 ,raupen der ,prozessionsspinner4 ,in ,nacht und ,finsternis #agb ,maulwurf und ,goldmull4 ,guacharo4 ,ziegenmelker1 ,eulen und ,kiwi4 ,koboldmaki4 ,olm1 ,blindwhlen1 ,ringelechsen1 ,blindschlangen1 ,geckos4 ,tierleben der ,tiefsee4 ,leuchtorgane der ,tiefseetiere4 ,tiefseeexpeditionen4 ,leuchtkfer4 ,leuchtorgane der ,prachtfinken4 ,bedeutung buntfarbiger ,schnabelrnder junger ,sperlingsvgel4 ,winterschlaf und ,sommerschlaf der ,amphibien1 ,reptilien und ,fische4 ,winterschlaf der ,sugetiere3 ,haselmaus1 ,gartenschlfer1 ,siebenschlfer1 ,murmeltier1 ,fledermuse1 ,hamster1 ,ziesel4 ,abnormer ,sommerschlaf des ,siebenschlfers4 ,dachs und ,br4 ,kunst und ,handwerk im ,leben der ,tiere #bac ,kunstbauten des ,bibers4 ,leben des ,maulwurfs1 sein ,brunnenbau4 ,nest der ,zwergmaus4 ,der ,ringelschwanzphalanger4 ,nest- und ,fallenbau des ,eichhorns4 ,netze der ,spinnen4 ,erdbau der ,minierspinne4 ,fallgrube des ,ameisenlwen4 ,kunst der ,pillendreher4 ,leichenbestattung der ,totengrber4 ,bauten der ,bienen1 ,wespen1 ,ameisen4 ,gartenbau1 ,pilzkulturen und ,ackerbau der ,ameisen4 ,burgen der ,termiten4 ,vogelnester4 ,die ,vgel als ,erdarbeiter1 ,zimmerleute1 ,tpfer1 ,korbflechter1 ,weber1 ,pfahlbauer und ,schneider4 ,webeameisen4 ,sammelkrbchen der ,bienen4 ,stachelkleid des ,igels4 ,nestbau der ,fische4 ,beruhen die ,kunstbauten der ,tiere auf ,intelligenz8 ,bedeutung der angeborenen ,triebe4 ,das ,fliegen und ,schwimmen der ,vgel1 die ,art ihres ,nahrungserwerbs und ,nestbaues4 ,die ,kunstbauten des ,bibers als ,triebhandlungen4 ,affekte1 ,verwertung von ,erfahrungen4 ,assoziation4 ,artliche und individuelle ,unterschiede in der geistigen ,begabung4 ,gehirn der ,vgel4 ,intelligenz der ,menschenaffen4 ,anthropoidenstation auf ,teneriffa4 ,gebrauch von ,werkzeugen durch ,affen4 ,gedchtnis des ,schimpansen und anderer ,tiere4 ,begriff des ,zeitunterschieds und das ,ichbewutsein beim ,tier4 ,soziales ,leben des ,schimpansen4 ,geselligkeitstrieb4 ,verteidigung bedrngter ,artgenossen4 ,kunst- und ,schnheitssinn der ,tiere4 ,schutzfarben und ,nutztrachten #bef ,mimikry4 ,stabheuschrecke4 ,wandelndes ,blatt4 ,mimikry der ,schmetterlinge1 der ,teufelsblume und ,gottesanbeterin4 ,der ,fetzenfisch4 ,schutzfrbung des ,laubfrosches1 der ,wstenspringmaus1 des ,schneehuhnes und anderer ,tiere4 ,bodenfarbiges ,gefieder der ,erdbrter4 ,sommerkleid der ,erpel4 ,schutzfarbe der ,fische4 ,farbenvernderung der ,fische1 des ,laubfrosches und einiger ,reptilien4 ,das ,stachelkleid des ,molochs1 ,riesengrtelschweifs und der ,krtenechse4 ,blutspritzen der ,krtenechse4 ,warnfarbe giftiger ,tiere4 ,somalyse4 ,entstehung der ,schutzfarben4 ,darwinismus4 ,entwicklungslehre und ,religion4 ,unsterblichkeit4 ,neue ,forschungen ber die ,entstehung der ,frbung der ,tiere4 ,wert der ,schutzfarbe4 ,mimikry des ,kuckuckseies4 ,verstellungsknste #bij ,vorgetuschte ,flgellahmheit der ,vgel4 ,schutz- und ,schreckstellungen4 ,giftige ,fische4 ,tarnkappe des ,tintenfisches4 ,sichtotstellen der ,insekten4 ,soziales ,leben und ,staatenbildung #cjj ,vergesellschaftung der ,schmetterlinge1 ,eidechsen und ,salamander4 ,massenauftreten der ,raupen1 ihre ,orientierung durch den ,tastsinn4 ,schwarmbildung der ,fische4 ,rudel der ,hirsche1 ,antilopen1 ,zebras und ,bffel4 ,gemeinsame ,verteidigung der ,moschusochsen4 ,wachposten der ,gemsen und ,steinbcke4 ,soziales ,leben der ,affen4 ,horden- und ,familienleben der ,menschenaffen4 ,angriffe des ,gorillas auf den ,menschen4 ,raubtiere4 ,jagden der ,wlfe und des ,hynenhundes4 ,gemeinsamer ,fischfang des ,schuhschnabels und der ,schlangenhalsvgel4 ,geselligkeitstrieb der ,vgel4 ,symbiose4 ,krokodil und ,krokodilwchter4 ,madenhacker4 ,symbiose eines ,fisches und einer ,aktinie4 ,parkie der ,korallenfische4 ,synkie des ,nadelfisches mit der ,seegurke4 ,schiffshalter4 ,parasitismus der ,fische4 ,tierkolonien der ,blumentiere4 ,korallenriffe4 ,seefedern4 ,staatsquallen4 ,staatenbildung der ,bienen und ,ameisen4 ,arbeitsteilung1 ,sklaverei1 ,kriegfhrung1 ,viehhaltung der ,ameisen4 ,narkotische ,genusucht4 ,treibjagden der ,treiberameisen4 ,staatsleben der ,termiten4 ,verstndigung der ,termiten und ,ameisen4 ,farbensinn der ,insekten4 ,sprache der ,bienen4 ,verzeichnis der ,abbildungen #a4 ,diplodocus #af #b4 ,flugsaurier #ag #c4 ,ameisenigel 7eierlegendes ,sugetier7 #cb #d4 ,schnabeltier 7eierlegendes ,sugetier7 #cb #e4 ,eichhrnchen-,flugbeutler #cc #f4 ,mondfisch #dh #g4 ,knigspinguin #di #h4 ,fliegender ,fisch #fd #i4 ,schwertfisch #fe #aj4 ,tukan #hj #aa4 ,bison #ha #ab4 ,rentier #aab #ac4 ,rentierherde #aac #ad4 ,uhu #abh #ae4 ,kiwi #abi #af4 ,blattschwanzgecko #afj #ag4 ,zwergmuse mit ihren ,nestern #afa #ah4 ,kreuzspinne bei der ,anfertigung des ,netzes #agf #ai4 ,stabheuschrecken #agg #bj4 ,wandelndes ,blatt #bjh #ba4 ,chamleon mit vorgestreckter ,zunge #bji #bb4 ,riesengrtelschweif #bbd #bc4 ,krtenechse #bbe #bd4 ,anoli #bbe #be4 ,kragenechse #bef #bf4 ,kugelfisch #beg #bg4 ,harzhirsch in der ,suhle #bgb #bh4 ,gorilla #bgc #bi4 ,junge ,schimpansen #cjd #cj4 ,schimpanse #cje #ca4 ,junger ,orang-,utan #cbj #cb4 ,orang-,utan ,sandy8 #cba ,tiere der ,vorwelt ,die ,fauna1 die heute die ,erde belebt1 ist nicht das ,werk eines einmaligen ,schpfungsaktes4 ,sie ist aus bescheidenen ,anfngen hervorgegangen und hat sich allmhlich zu jenen ,formen ausgewachsen1 die heute die jeweiligen ,endglieder in der ,stufe der stetig fortschreitenden ,entwicklung und ,umwandlung bilden4 ,ebenso wie die ,erde selbst vielfachen ,umformungen unterworfen war1 und unter dem ,wechsel des ,klimas die ,vegetation eine wiederholte ,umbildung erfuhr1 war auch der ,charakter der ,tierwelt in den verschiedenen ,erdperioden ein ganz anderer4 ,sidenote3 ,zeitalter der ,erdgeschichte1 ihre ,tierwelt ,die ,palontologie unterscheidet fnf ,zeitalter der organischen ,erdgeschichte3 ,das ,archozoische ,zeitalter oder ,primordialzeit1 das ,palozoische ,zeitalter oder ,primrzeit1 das ,mesozoische ,zeitalter oder ,sekundrzeit1 das ,knozoische ,zeitalter oder ,tertirzeit und das ,anthropozoische ,zeitalter oder ,quartrzeit1 jene ,zeit1 in der der ,mensch in die ,welt tritt4 ,innerhalb dieser ,zeitabschnitte lassen sich verschiedene ,unterabschnitte erkennen4 ,whrend die ,primordialzeit nur eine ,formation1 die ,laurentische1 aufweist1 setzen sich die brigen ,zeitalter aus mehreren ,formationen zusammen4 ,es wrde zu weit fhren1 sie alle einzeln zu nennen4 ,hervorgehoben sei nur1 da die ,steinkohlenformation der oberen ,primrzeit angehrt1 da die ,sekundrzeit sich in drei ,formationen1 ,trias1 ,jura und ,kreide1 die ,tertirzeit ebenfalls in drei ,formationen1 ,eozn1 ,miozn und ,pliozn1 und die ,quartrzeit in zwei ,unterabschnitte1 ,diluvium und ,alluvium1 das die heutige ,zeitepoche ist1 gliedert4 ,diese ,zeitperioden sind eine mehr oder weniger willkrliche ,einteilung1 ein ,system der palontologischen ,wissenschaft4 ,in ,wirklichkeit gibt es keine scharfen ,trennungsstriche1 sondern allmhliche1 ber ,jahrtausende sich erstreckende bergnge reihen die ,erdperioden unmerklich aneinander und verschmelzen sie zu einem einheitlichen ,ganzen4 ,langsam und allmhlich entstand das ,tier- und ,pflanzenleben4 ,jahrtausende und ,jahrmillionen waren notwendig1 um eine ,vernderung der ,formen hervorzurufen1 ,altes vergehen und ,neues entstehen zu lassen4 81 wie ,heraklit so treffend sagte1 ,alles dauernd im ,flu84 -- ,das lteste ,gestein der ,laurentinischen ,formation ist der kristallinische ,schiefer4 ,da er ,kohlensubstanz1 ,graphit und ,anthrazit sowie ,kalk enthlt1 so ist die ,annahme eines organischen ,lebens in dieser ,zeit durchaus berechtigt2 denn ,kohle ist der ,rckstand einer ehemaligen ,vegetation und ,kalk der ,rest von ,muschelschalen und anderen tierischen ,gehusen4 ,von anderer ,seite wird freilich gegen die ,annahme eines organischen ,lebens in jener ,zeitperiode ,einspruch erhoben1 weil im kristallinischen ,schiefer ,versteinerungen nicht mit ,sicherheit nachgewiesen werden knnen4 ,dann mte man freilich annehmen1 da ,kalk und ,kohle in diesem ,falle ihren ,ursprung nicht aus der organischen ,welt herleiten1 sondern auf eine andere ,weise entstanden sind4 ,dies widerspricht jedoch unserer ,auffassung von dem ,wesen dieser ,stoffe4 ,sidenote3 ,morgenrtetier ,im ,laurentinischen ,gestein in ,kanada fand man eigentmliche ,gebilde1 die ein ,netzwerk von ,verstelungen darstellten4 ,namhafte ,forscher sehen hierin die ,versteinerungen von einzelligen ,tieren aus der ,ordnung der ,wurzelfer oder ,rhizopoden1 die aus einem ,protoplasmakrper mit einem kalkartigen ,gehuse bestanden haben4 ,trifft diese ,erklrung zu1 dann wrde dies einzellige ,wesen der ,primordialzeit das lteste ,tier der ,erdgeschichte sein1 jenes ,wesen1 auf das sich die sptere ,entwicklung der ganzen ,tierwelt aufbaut und das gewissermaen die ,morgenrte in der ,tierwelt darstellt4 ,man hat es daher das ,morgenrtetier8 genannt4 ,von anderen ,forschern wird freilich der organische ,ursprung dieser ,zeichen in dem ltesten kanadischen ,gestein geleugnet4 ,sie meinen vielmehr1 da es sich nur um eine anorganische ,bildung im ,gestein selbst handelt4 ,die ,frage ist heute noch ungelst1 und infolgedessen sind organische ,versteinerungen in der ,primordialzeit noch nicht mit ,sicherheit nachgewiesen4 ,in der ,primrzeit1 dem ,altertum der ,erdgeschichte1 gab es in den ersten ,perioden bereits ,wrmer1 ,krebse1 ,schnecken und andere ,weichtiere1 wie uns ,abdrcke ihrer ,fuspuren und ,versteinerungen erkennen lassen4 ,sogar die ersten ,wirbeltiere traten auf in ,gestalt eigentmlicher ,fische mit gepanzertem ,krper und einer einheitlichen ,augenffnung auf der ,mitte der ,stirn1 die darauf hindeutet1 da diese ,tiere vielleicht einugig waren2 jedoch knnen in der lnglich geschlitzten ,augenffnung auch zwei ,augen dicht nebeneinander gelegen haben4 ,insekten1 die an die heutigen ,grillen1 ,skorpione und ,eintagsfliegen erinnern1 lebten bereits zu jener ,zeit4 ,auch die typische ,meeresfauna1 ,korallen1 ,stachelhuter und ,quallen1 war schon vorhanden4 ,am ,ende dieser ,zeitperiode traten die ersten ,amphibien und ,reptilien auf4 ,sidenote3 ,brckenechse ,noch heute lebt auf ,neuseeland ein ,vertreter jener ltesten ,reptilien4 ,es ist dies die ,brckenechse 7,sphenodon punctatus71 eine etwa #ge cm groe ,eidechse von plumper ,gestalt mit groem1 eckigem ,kopf4 ,kopf1 ,rcken und ,schwanz tragen einen ,kamm aus ,stacheln4 ,die ,farbe des ,tiers ist olivgrn mit kleinen hellen ,flecken4 ,in ihrem inneren ,bau1 dem ,skelett und den ,organen vereinigt die sonderbare ,echse ,merkmale der ,lurche1 ,schildkrten und ,schlangen4 ,so bildet die ,brckenechse eine ,mittelform1 eine ,brcke81 zwischen diesen ,tieren4 ,der heutigen ,brckenechse sehr nahe verwandte ,formen1 die ,urbrckenechse und der ,protorosaurus1 sind bereits aus den ,versteinerungen der oberen ,primrzeit bekannt4 ,die ,brckenechse ist daher eins der ltesten ,wirbeltiere1 das sich aus den ,anfngen der ,erdgeschichte bis auf den heutigen ,tag in fast unvernderter ,form erhalten hat4 ,sidenote3 ,lanzettfisch ,ein wrdiges ,seitenstck zur ,brckenechse ist der ,lanzettfisch1 ein kleines1 nur wenige ,zentimeter langes fischhnliches ,wesen1 das an den flachen ,meeresksten lebt4 ,ein ,schauer der ,ehrfurcht81 sagt ,otto ,steche in der neuen ,ausgabe von ,brehms ,tierleben1 mte den ,beobachter1 dem unsere ,vorstellungen ber die ,entwicklung der ,tierreihe nicht bloe ,worte sind1 beim ,anblick dieses unscheinbaren ,tieres erfllen4 ,gilt es doch fr den ,urahnen unseres ,stammes1 das lteste ,tier1 von dem wir mit einiger ,sicherheit die ,reihe der ,wirbeltiere ableiten knnen1 als deren hchste ,blte wir ,menschen uns zu betrachten gewohnt sind48 ,der ,lanzettfisch 7,amphioxus7 bildet mit wenigen ,verwandten den besonderen ,unterkreis der schdellosen ,wirbeltiere 7,acrania71 denen1 wie schon der ,name verrt1 ein ,schdel fehlt4 ,in seiner langgestreckten1 flachen ,gestalt hnelt ,amphioxus einem dnnen ,weidenblatt4 ,ein ,kopf ist nicht vorhanden1 sondern das vordere ,leibesende luft ebenso wie das hintere ,ende in eine ,spitze aus1 die eine runde ffnung besitzt4 uere ,gliedmaen fehlen1 nur ein schmaler ,flossensaum steht auf dem ,rcken und verbreitert sich hinten zu einer lanzettfrmigen ,schwanzflosse4 ,eine eigentliche ,wirbelsule ist noch nicht vorhanden1 sie wird nur durch einen dnnen1 knorpeligen ,strang angedeutet1 der ,achsenstab 7,chorda dorsalis7 genannt wird4 ,unmittelbar ber dem ,achsenstab1 und mit diesem durch eine ,scheide verbunden1 luft ein ,markstrang1 der dem ,rckenmark der hheren ,wirbeltiere entspricht4 ,die vordere ,leibesffnung dient als ,mund1 die hintere als ,after4 ,beide ffnungen sind durch einen ,darm verbunden4 ,der ,darm ist durch eine ,einschnrung in zwei ,hlften geteilt4 ,der vordere ,teil dient ausschlielich der ,atmung4 ,das zur ,atmung durch die ,mundffnung eingezogene ,wasser sickert durch die ,darmwand in die ,leibeshhle und luft durch eine besondere ,leibesffnung nach ,verbrauch des ,sauerstoffs wieder nach auen ab4 ,der hintere ,teil des ,darmes besorgt die ,verdauung der aus ,infusorien bestehenden ,nahrung1 die mit dem ,wasser aufgenommen wird4 ,ein am hinteren ,darmteil befindlicher ,sack funktioniert in einfachster ,form als ,leber4 ,ein ,herz fehlt2 der ,kreislauf des farblosen ,blutes wird durch die ,adern selbst verursacht4 ,der ,lanzettfisch ist getrennten ,geschlechts4 ,ei- und ,samenzellen befinden sich in kleinen ,taschen im ,leibe und werden durch die ,mundffnung ausgestoen4 ,amphioxus stellt offenbar den ,urtyp des ,wirbeltieres dar4 ,er zeigt uns in seiner wurmhnlichen ,gestalt die ,umformung des ,wurmes zum ,wirbeltier4 ,mit ,recht drfen wir daher den ,lanzettfisch als das lteste ,wirbeltier betrachten1 das jedenfalls noch bedeutend lter sein mu als die ,brckenechse mit ihrer schon vollendeten ,wirbeltiergestalt und jene ,fische1 die schon in der oberen ,primrzeit die ,gewsser bevlkerten4 ,sein ,ursprung liegt viel weiter zurck1 er ist eine ,schpfung mindestens der ltesten ,primrperiode1 der ,kambrischen ,formation1 vielleicht sogar der allerltesten ,zeitepoche1 des archozoischen ,erdalters4 ,sidenote3 ,saurier der ,sekundrzeit ,die typischen ,tiere der ,sekundrzeit sind jene gewaltigen ,riesenechsen1 die ,saurier1 die zusammen mit riesenhaften froschhnlichen ,amphibien die ,erde belebten4 ,das ,gebi dieser ,reptilien erinnert mit seinen mchtigen1 spitzen ,eckzhnen teils an das ,gebi der heutigen ,raubtiere1 teils mit seinen gleichfrmigen ,zahnreihen an das ,gebi der ,pflanzenfresser und des ,menschen4 ,in der ,jurazeit finden wir die ,fischechsen ,ichthyosaurus und ,plesiosaurus1 beides echte ,wasserbewohner mit zu ,flossen gewordenen vorderen und hinteren ,gliedmaen1 die ihr ,wesen nach ,art der ,walfische im ,weltmeer trieben4 ,der kurzhalsige ,ichthyosaurus hatte eine lange1 schnabelartige1 mit zahlreichen ,zhnen bewaffnete ,schnauze1 whrend der langhalsige ,plesiosaurus mit seinem gestreckten1 geschmeidigen ,krper einen kleinen1 schlangenartigen ,kopf besa und in hervorragender ,weise dem ,leben im ,wasser angepat war4 ,der ,plesiosaurus bertraf den ,ichthyosaurus bedeutend an ,gre4 ,das ,tier erreichte eine ,lnge von etwa #ae m1 wovon fast die ,hlfte auf den ,hals kam1 der je nach der ,art #dj-gb ,wirbel besa4 ,dieser lange1 offenbar sehr bewegliche ,hals machte das ,tier zu einem gewandten ,fischfnger4 ,noch gewaltiger waren die ,krperdimensionen der ,landsaurier jener ,zeit4 ,der aufgefundene ,oberschenkelknochen eines ,atlantosaurus zeigt bei einer ,dicke von #j1fc m eine ,lnge von nicht weniger als #b m4 ,die ,gesamtlnge dieses ,riesen schtzt man auf etwa #cj m4 ,illustration3 ,abbildung #a ,aus dem ,archiv der ,deutschen ,lichtbild-,gesellschaft ,diplodocus ,ein ,riesenreptil der ,jurazeit ,illustration3 ,abbildung #b ,aus dem ,archiv der ,deutschen ,lichtbild-,gesellschaft ,ein ,flugsaurier der ,jurazeit ,ein gewaltiges ,saurierlager entdeckte vor zwei ,jahrzehnten die ,berliner ,tendaguru-,expedition in unserer einst so stolzen ,kolonie ,ostafrika4 ,ihre ,ausgrabungsarbeiten1 die wertvolles und hochinteressantes ,material zutage frderten1 werden heute von den ,englndern mit ,eifer fortgesetzt4 ,ganz gewaltige ,knochen ,jahrmillionen alter ,drachentiere sind im ,tendagurugebiet gefunden worden4 ,oberarmknochen von mehr als #b m ,lnge kamen zum ,vorschein4 ,man hat das ,wesen1 das diesen massigen ,arm getragen hat1 ,brachiosaurus genannt1 das vielleicht das grte ,geschpf war1 das jemals auf der ,erde als ,landtier gelebt hat1 und das den berhmten ,diplodocus ,amerikas1 der bei #be m ,gesamtlnge das grte vllig erhaltene ,saurierskelett ist1 was bisher aufgefunden wurde1 wohl noch bertroffen hat4 ,an dem ,skelett des ,diplodocus 7,abbildung #a71 das eine ,hhe von #d m hat1 fallen besonders der ungeheuer lange ,schwanz und der sehr lange ,schwanenhals auf1 die beide an ,lnge den ,rumpf ganz erheblich bertreffen4 ,der lange ,hals trgt einen sehr kleinen1 flachen1 breitschnauzigen ,kopf1 der zu der ,krpergre des ,tieres in gar keinem ,verhltnis steht4 ,der lange ,hals wurde wahrscheinlich beim ,schreiten in die ,hhe gestreckt1 so da das ,tier im hohen ,farn- und ,schachtelhalmwald einen freien berblick hatte4 ,die vier ,beine sind ungefhr gleich gro und haben den ,krper in wagerechter ,haltung getragen4 ,der ,diplodocus fhrte wahrscheinlich eine amphibienartige ,lebensweise1 d4 h4 er hielt sich sowohl im ,wasser wie auf dem ,lande auf4 ,dem ,gebi nach zu urteilen1 das aus langen1 dnnen ,zhnen im vorderen ,teil der ,kiefer besteht1 ist der ,diplodocus ein ,pflanzenfresser gewesen4 ,er hat wohl ,algen und ,wasserpflanzen vom ,wassergrunde aufgenommen1 wobei ihm der lange ,hals zum ,tauchen und ,grndeln zustatten kam4 ,die gewaltigen ,knochen des ,tieres sind im ,verhltnis zu ihrer ,gre auerordentlich leicht1 da sie nicht massiv sind1 sondern groe ,hohlrume enthalten1 worin man eine gute ,anpassung an ein ,wasserleben erblicken kann4 ,das trotz seiner ,gre sehr leichte ,knochengerst befhigte das ,tier zum ,schwimmen und ,tauchen4 ,das ,gewicht eines lebenden ,diplodocus kann auf #bjjjj kg geschtzt werden4 ,der ,diplodocus war also fnfmal so schwer als ein ausgewachsener ,elefant1 der etwa #djjj kg wiegt4 ,einen noch kleineren ,kopf hatte der in ,gre und ,aussehen dem ,diplodocus hnliche ,brontosaurus4 ,sind schon die ,halswirbel zum ,teil grer als der ,schdel1 so erreicht das ,rckenmark seine grte ,ausdehnung in den ,lendenwirbeln1 wo sein ,umfang das ,hirn um das ,dreifache bertrifft1 so da man geradezu von einem ,beckenhirn8 reden kann4 ,die geistigen ,fhigkeiten dieser ,tiere knnen nicht gro gewesen sein2 sie wirkten lediglich durch die ,masse ihres ,krpers4 ,dasselbe ,miverhltnis zwischen ,kopf und ,rumpf zeigt auch der ,stegosaurus1 eins der wunderlichsten ,geschpfe1 das jemals die ,erde beherbergt hat4 ,bei diesem ,tier ist der ,markraum der ,lendenwirbel sogar zehnmal so gro als der ,hirnraum des winzigen1 spitzen ,kopfes4 ,der ganze ,krper der #aj m langen ,echse war mit einem ,panzer aus ,knochenplatten bedeckt4 ,auf dem ,rcken und dem hinteren ,schwanzende stand ein gewaltiger ,kamm aus hohen1 breiten und flachen knchernen ,platten4 ,das ,schwanzende war mit langen1 spitzen ,stacheln bewehrt1 die zweifellos eine frchterliche ,waffe bildeten4 ,das ,tier erwehrte sich seines ,gegners mit ,schwanzschlgen1 wobei die ,stacheln wie ,speere den ,angreifer durchdolchten4 ,die ,hinterfe waren lnger als die ,vorderfe1 und man darf daher vermuten1 da das ,tier sich hnlich wie ein ,frosch hpfend fortbewegte4 ,man stelle sich ein solches ,ungetm1 mit ,panzerplatten und ,speeren bewaffnet1 vor1 wie es langsam dahinkriecht oder hpfend auf einen zukommt1 und man wird die grotesken ,tiergestalten der ,sekundrzeit bei reicher ,phantasie einigermaen begreifen knnen4 ,im ,gegensatz zu ,diplodocus und ,brontosaurus hatte ,stegosaurus nur einen kurzen ,hals4 ,kurzhalsig war auch der dreigehrnte ,ochsensaurier ,triceratops4 ,im ,gegensatz zu den vorher beschriebenen ,formen hatte er einen sehr groen ,schdel von geradezu abenteuerlicher ,form4 ,der hinten sehr breite ,kopf verjngt sich nach vorn auffallend und luft in eine ,schnauze aus1 die einem ,papageischnabel nicht unhnlich ist4 ,auf der ,stirn stehen zwei lange1 nach oben gerichtete ,hrner1 wie beim ,ochsen1 und auf der ,nase ein drittes krzeres ,horn wie beim ,nashorn1 die ,waffen von ,ochse und ,nashorn auf einem ,tier vereint6 ,den ,abschlu des ,hinterkopfes zum kurzen ,hals bildet ein breiter ,hornkragen4 ,der groe ,kopf hat eine nur winzige ,hirnhhle4 ,die geistige ,begabung des ,triceratops war also auch nicht grer als bei den kleinkpfigen ,verwandten4 ,der ,krper des wunderlichen ,unholds war anscheinend gepanzert4 ,auer dem ,ochsensaurier sind noch andere gehrnte ,reptilien aus dieser ,zeit bekannt1 die jedoch meist eine geringere ,krpergre hatten4 ,wieder andere ,formen hatten sehr kurze ,vorderfe1 aber sehr lange ,hinterfe1 mit denen sie nach ,knguruhart in aufrechter ,haltung hpften4 ,diese ,springsaurier1 ,compsognathus genannt1 waren nicht grer als eine ,springmaus1 also ,zwerge neben den ,riesenformen4 ,eine aufrechte ,krperhaltung hatte auch das etwa #aj m lange ,iguanodon1 das sich mit seinen kurzen ,hinterbeinen nicht springend1 sondern schreitend oder trabend vorwrts bewegte und dabei auf den langen1 krftigen ,schwanz sttzte4 ,eine andere ,form der ,saurier waren die ,flugsaurier1 die wie die ,fledermuse eine ,flughaut besaen1 die an den ,hinterfen begann1 sich an den ,krperseiten entlangstreckte und an den ,hnden der vorderen ,gliedmaen sich zu einer weiten ,flugflche entfaltete4 ,sie hatten eine spitze ,schnauze1 die an den ,vogelschnabel erinnerte4 ,mit den heutigen ,vgeln haben jedoch diese ,flugsaurier nichts zu tun4 ,sie knnen nicht als ihre ,vorfahren betrachtet werden1 da ihre ,flugwerkzeuge nach einem ganz anderen ,prinzip gebaut waren4 ,die ,flugsaurier waren ,fallschirmflieger1 die nach ,art der ,fledermuse im ,flatterflug sich durch die ,luft bewegten 7,abbildung #b74 ,durch die aufgefundenen ,knochenreste und teilweis vllig unversehrten ,skelette sind wir ber das ,aussehen der ,saurier der ,sekundrepoche ganz vorzglich unterrichtet4 ,die ,drachen1 von denen eine ,siegfriedmr und andere ,sagen alter ,zeit berichten1 treten in den gewaltigen ,sauriern als lebende ,geschpfe vor unser ,auge4 ,sie sind keine ,erfindung dichterischer ,phantasie1 die ,sage wird hier zur ,wahrheit6 ,im ,jahre #aibc machte eine amerikanische ,ausgrabungsexpedition in ,asien am ,fue des ,altai eine neue1 hochwichtige ,entdeckung4 ,sie fand die ersten versteinerten ,sauriereier1 die in ihrer ,gestalt und mit der gekrnten ,oberflche den ,eiern der heutigen ,reptilien sehr hnlich sind4 ,sie waren mit erhrtetem ,sand gefllt4 ,in einem ,ei lieen sich sogar ,knochenreste eines ,embryos nachweisen4 ,die ,eier haben eine ,lnge von #bj cm4 ,etwa zehn ,millionen ,jahre sind diese ,eier unberhrt an dem ,platz geblieben1 wo sie einst von einem gewaltigen ,saurier abgelegt worden sind4 ,sie wurden viele ,hundert ,meter tief verschttet1 versteinerten hier und wurden nach langer ,zeit durch die ,erosion1 welche an dem mongolischen ,felsen ,jahrtausende und aber ,jahrtausende nagte1 wieder ans ,tageslicht befrdert4 ,auf welche ,weise konnten sich berhaupt die ,knochen der ,saurier ,jahrmillionen erhalten8 ,die ,tiere versanken durch das ,gewicht ihres gewaltigen ,krpers in den ,schlamm und erlitten den ,erstickungstod4 ,der ,schlamm schlo die ,luft ab und bewahrte den ,riesenleib vor ,verwesung4 ,das ,fleisch vertrocknete1 die ,knochen blieben erhalten4 ,der ,schlamm wurde im ,laufe der ,zeit durch die ,umwandlung der ,erde zu hartem ,gestein1 auch die darin geborgenen ,knochen versteinerten und wurden zum ,fossil4 ,an der ,sttte1 wo der ,forscher heute freudestrahlend den verborgenen ,schatz hebt1 hat sich ehemals ein grausiges ,drama im ,kampf ums ,dasein abgespielt4 ,die ,riesensaurier der ,sekundrzeit drfen wir nicht als ,stammformen der heutigen ,sugetiere betrachten4 ,jene gewaltigen1 ungeschlachten ,geschpfe muten von der ,bhne des ,lebens abtreten1 als die ,erde eine andere ,oberflchengestalt erhielt1 in die sie nicht hineinpaten4 ,als ,ahnen der heutigen ,sugetiere kommen kleinere ,reptilienformen in ,betracht1 deren ,knochenbau und vor allem ,zahnbildung sehr an die heutigen ,sugetiere erinnert4 ,so wurde in der ,triasformation ,afrikas der ,schdel eines ,reptils gefunden1 der ein vollstndiges ,raubtiergebi besitzt4 ,man hat dies ,tier1 das vielleicht der ,urahn der ,raubtiere ist1 ,lycosaurus curvimola benannt4 ,das ,gebi eines anderen ,tieres1 ,pareiosaurus serridens1 hat groe hnlichkeit mit einem ,pferdegebi4 ,wieder ein anderer ,schdel besitzt das ,gebi des ,igels4 ,das ,problem1 ob diese vorweltlichen ,tiere1 die man als ,gruppe der ,theromorphen8 zusammengefat hat1 wirklich als die ,stammvter der heutigen ,sugetierwelt und damit auch des ,menschen anzusehen sind1 ist freilich noch nicht gelst4 ,die ,ansichten der ,palontologen widersprechen sich zum ,teil4 ,soviel ist aber sicher1 da die ,theromorphen in der ,phylogenie der ,suger eine nicht zu unterschtzende ,rolle spielen4 -- ,die ,funde aus der ,sekundrzeit zeigen uns1 da es schon damals ,sugetiere gegeben hat4 ,unter den versteinerten ,knochen befinden sich ,schdelfragmente1 die mit ,sicherheit als ,sugetierreste angesprochen werden knnen4 berbleibsel dieser ,suger1 die etwa die ,gre eines ,hasen gehabt haben1 sind sowohl in ,sdafrika wie in ,europa aufgefunden worden4 ,die ,tiere mssen also bereits eine weite ,verbreitung gehabt haben4 ,man hat dies lteste1 bis jetzt bekannte ,sugetier ,tritylodon longaevus benannt4 ,welche ,rolle dieses ,tier in der ,phylogenie spielt1 lt sich nach den nur sprlichen ,knochenresten vorlufig nicht feststellen4 ,sidenote3 ,mammut und andere ,altelefanten ,auch heute noch trgt die ,erde ,lebewesen von gewaltiger ,gre3 den ,elefanten als grtes ,tier des ,festlandes und den ,walfisch als grtes ,wassertier4 ,im ,diluvium1 also in der ,zeitepoche1 die der ,jetztzeit unmittelbar vorangeht1 lebten noch ,elefanten1 die ihre heutigen ,nachkommen ganz bedeutend an ,gre bertrafen4 ,hierzu gehrt das ,mammut1 der zottig behaarte ,elefant der ,eiszeit1 der noch mit dem ,menschen zusammen gelebt hat4 ,seine langen ,stozhne waren nicht1 wie man frher annahm1 nach auen und oben gewunden1 sondern1 wie ,pfizenmayer neuerdings nachgewiesen hat1 nach innen und unten4 ,mit diesen nach unten gerichteten ,stozhnen hat das ,mammut den ,schnee fortgeschaufelt bei der ,suche nach ,grsern und ,halmen auf der ,erde1 die seine ,nahrung bildeten4 ,im ,unterschied zu den heute lebenden ,elefanten besa das ,mammut nur vier ,zehen an den ,fen4 ,es bildet also eine besondere ,art und kann nicht zu ihren ,ahnen gehren4 ,vom ,mammut sind nicht allein wohlerhaltene ,skelette1 sondern sogar ganze ,kadaver im ,eise des nrdlichen ,sibiriens aufgefunden worden1 deren ,fleisch noch vllig frisch war4 ,die ,tiere sind offenbar in der ,eiszeit im ,morast oder auf groen ,schneefeldern versunken1 dann eingefroren und im ,eise bis auf den heutigen ,tag erhalten geblieben4 ,das ausgewachsene ,mammut bertraf die heute lebenden ,elefanten ganz bedeutend an ,krpergre4 ,seine ,lnge betrug #c m1 die ,hhe #b m4 ,ganz unverhltnismig gro waren die ,stozhne1 die bei einer ,lnge von #d-e m ein ,gewicht von #bej ,pfund hatten4 ,der ,schdel eines in ,sibirien aufgefundenen groen ,mammuts wog mit den ,stozhnen #bjj kg4 ,der deutschen ,oldoway-,expedition gelang es noch kurz vor dem ,weltkriege1 ,knochenreste ausgestorbener ,altelefanten aus ,deutsch-,ostafrika heimzubringen1 die in den ,besitz des ,museums fr ,naturkunde in ,berlin gelangten4 ,ein gewaltiges ,beckenstck1 ein #a1dg m langer ,oberschenkel1 ein ,fu mit einer ,hhe von m und ber #c m lange ,stozhne deuten darauf hin1 da diese ,elefanten1 die wohl als die ,stammvter des heutigen afrikanischen ,elefanten anzusehen sind1 im ,vergleich zu diesem wahre ,riesen gewesen sein mssen4 ,unter den heute lebenden ,landtieren reicht in der ,krpergre kein einziges auch im entferntesten an die ,riesen frherer ,zeitepochen heran1 und sogar der ,elefant mit seinem gewaltigen1 massigen ,krper verschwindet gegen seine ausgestorbenen ,vorfahren und die riesenhaften ,saurier der ,sekundrzeit4 ,dennoch birgt unsere ,erde noch eine ,tiergestalt1 die den ,kolossen vergangener ,zeiten ebenbrtig zur ,seite steht1 ja diese vielleicht in der ,krpergre bertrifft4 ,es ist dies der ,riesenwal1 der grte unter den ,walfischen1 das grte aller heutigen ,tiere1 ja vielleicht berhaupt das grte ,wesen1 das die ,natur seit ,beginn der ,erdgeschichte erschaffen hat4 ,mit einer ,krperlnge von #cj m tritt er in die ,reihe der gewaltigen ,saurier der ,sekundrzeit und bertrifft diese sogar noch1 weil bei ihnen ein bedeutender ,teil der ,krperlnge auf den sehr langen ,schwanz abgeht1 was bei dem verhltnismig kurzschwnzigen ,walfisch nicht der ,fall ist4 ,das ,gewicht des ,riesenwals betrgt #bjjj-cjjj ,zentner1 der ,umfang des ,leibes etwa #ab m4 ,ein so gewaltiges ,tier1 das unbeschrnkten ,raumes fr seine ,bewegung bedarf1 ist eben nur in den ,fluten des ,weltmeeres denkbar4 -- ,wenn der ,besucher eines ,zoologischen ,gartens vor dem ,wasserbecken steht1 das mit groen ,alligatoren und ,schildkrten besetzt ist1 so begngt er sich in der ,regel damit1 die trgen und nach seinen ,begriffen hlichen ,geschpfe eine ,zeitlang lssig zu betrachten1 um sich dann mit grerem ,interesse den ,wasserbehltern zuzuwenden1 in denen zierliche1 buntfarbige ,tropenfische in bizarrer ,gestalt sich hurtig tummeln4 ,er ahnt aber nicht1 da ,krokodil und ,schildkrte schon vor ,millionen ,jahren auf der ,erde gelebt haben1 als die ,weltmeere und ,erdteile noch ganz andere ,gestalt hatten und ,grser1 ,schachtelhalme und ,farnkruter in baumhohem ,wuchs das ,land beschatteten4 ,mit ,ehrfurcht soll man daher diese ,geschpfe1 die zu den ltesten ,bewohnern unserer ,erde gehren und schon in der ,sekundrzeit lebten1 und gegen die die ,tradition des ,menschengeschlechts verblat1 betrachten6 ,sidenote3 ,der ,urvogel ,archopteryx ,der wichtigste palontologische ,fund stammt aus der ,jurazeit1 der ,mittelperiode der ,sekundrzeit4 ,im ,jahre #ahfa wurde auf der ,langenaltheimer ,haardt bei ,solnhofen der versteinerte ,abdruck eines ,geschpfes gefunden1 das halb ,vogel1 halb ,eidechse zu sein schien4 ,im ,jahre #ahgg folgte ein zweiter ,fund1 der ein besser erhaltenes ,exemplar dieses interessanten ,wesens zutage frderte4 ,nicht allein das ,skelett ist fast vllig erhalten1 sondern auch der ,abdruck des ,federkleides lt sich gut erkennen4 ,dieser ,urvogel1 ,archaeopteryx macrura benannt1 vereinigt in nicht zu verkennender ,weise ,merkmale der ,echsen und ,vgel1 und man kann ihn daher mit ,recht als ,echsenvogel8 bezeichnen4 ,echsenartig ist der lange1 aus zahlreichen ,wirbeln bestehende ,schwanz4 ,die vorderen ,gliedmaen sind bereits zu ,flugwerkzeugen nach ,vogelart umgebildet1 aber die ,finger sind noch nicht wie bei den heutigen ,vgeln verkmmert1 sondern zum ,teil frei und beweglich und mit langen1 hervorstehenden ,krallen ausgerstet4 ,diese ,krallen dienten als ,kletterorgane1 mit denen der ,urvogel sich in ,zweigen festhakte und kletternd fortbewegte4 ,die ,hand ist also ein ,mittelding zwischen der ,eidechsenhand und ,vogelhand4 ,echsenartig sind ferner die ,rckenwirbel1 welche jene eigenartige1 doppelgehhlte ,sanduhrform zeigen1 die fr die ,saurier der ,sekundrzeit charakteristisch war1 und die gewisse ,amphibien und die ,fische noch heute besitzen4 ,zum ,unterschied von den jetzigen ,vgeln besa ,archopteryx auer den mit dem ,brustbein verbundenen ,rippen noch ,bauchrippen1 was ebenfalls an die ,reptilien erinnert4 ,ober- und ,unterkiefer sind bereits zu einem ,vogelschnabel umgebildet1 aber dieser ,schnabel trgt wie das ,maul des ,krokodils oben und unten zwei ,reihen ,zhne4 ,kein heutiger ,vogel besitzt ,zhne1 die mit ,wurzeln in den ,kiefern stecken4 ,die zahnartigen ,ausschnitte am ,schnabel der ,entenvgel sind keine ,zhne1 sondern ,fortstze der ,schnabelscheide1 die als hornartiger berzug die ,schnabelhlften einhllt4 ,der ,fu der ,archopteryx war ein ausgesprochener ,vogelfu und besitzt bereits das typische ,kennzeichen des ,vogelfues1 den ,lauf1 jenen zwischen dem ,unterschenkel und den ,zehen eingeschalteten ,knochen1 der eine ,verlngerung des ,mittelfues darstellt1 und den der ,laie hufig irrtmlich fr den ,unterschenkel hlt1 der bei vielen ,vgeln im ,gefieder verborgen und nur wenig sichtbar ist4 ,in hchster ,vollendung zeigt sich die ,vogelnatur der ,archopteryx im ,federkleid1 das das typische ,wahrzeichen der ,vgel ist und in keiner anderen ,tierreihe wiederkehrt4 ,der versteinerte ,flgelabdruck lt #ag ,schwungfedern mit #f oder #g ,handschwingen erkennen4 ,es handelt sich also um einen regelrechten ,vogelflgel4 ,einige ,lcken in der ,reihe der ,handschwingen legen die ,vermutung nahe1 da der ,urvogel bereits #aj solcher ,federn getragen hat1 wie es die ,normalzahl der ,handschwingen der heutigen ,vgel ist4 ,eigenartig ist die ,befiederung des langen ,schwanzes4 ,hier sitzen die ,federn in zwei gegenberstehenden ,reihen an den ,wirbeln4 ,jeder ,wirbel trgt ein ,federpaar4 ,der ,schwanz hatte also das ,aussehen eines ,farnblattes4 ,am ,krper lt die ,versteinerung nur einige ,federn am ,halse erkennen4 ,man darf daher annehmen1 da ,archopteryx wie die heutigen ,vgel am ganzen ,leibe befiedert war4 ,archopteryx ist also ein ,vogel mit teilweiser ,eidechsengestalt1 eine echte bergangsform zwischen ,vogel und ,echse und somit das beste ,beweisstck fr die ,richtigkeit der ,entwicklungslehre4 ,die ,abstammung der ,vgel von ,reptilien1 die man auf ,grund physiologischer ,merkmale und aus der ,embryologie der ,vgel schon lngst vermutet hatte1 wird durch ,archopteryx bewiesen4 ,es ist das ,verdienst des genialen ,ingenieurs ,werner von ,siemens1 des um die ,verwertung der ,elektrizitt so hochverdienten ,mannes1 da die zweite wohlerhaltene ,versteinerung von ,archopteryx nicht wie der erste ,fund1 den die britische ,regierung kaufte1 ins ,ausland ging1 sondern der deutschen ,wissenschaft erhalten blieb4 ,werner von ,siemens erwarb sofort den wertvollen ,fund fr die damals sehr ansehnliche ,summe von #bjjjj ,mark4 ,aus seiner ,hand ging dann das bedeutungsvolle ,fossil in den ,besitz des ,museums fr ,naturkunde in ,berlin ber1 wo es das ,glanzstck der palontologischen ,sammlung bildet4 ,werner von ,siemens hat mit dieser hochherzigen ,tat einen neuen ,zweig in den ,lorbeer gewunden1 der seinen ,namen ziert4 ,archopteryx war mit seinen ,kletterflgeln noch kein so vollendeter ,flieger wie die heutigen ,vgel4 ,er war wohl nur imstande1 im ,flatterflug kleine ,strecken zu durchmessen4 ,er lebte hauptschlich im dichten ,gebsch1 wo er sich flatternd und zugleich kletternd fortbewegte4 ,auch unter den heutigen ,vgeln gibt es noch ,formen1 die an ,archopteryx erinnern4 ,trgt doch das junge ,schopfhuhn oder ,hoatzin noch bewegliche und bekrallte ,finger1 mit denen es nach ,archopteryx-,art in ,zweigen umherklettern kann4 ,mit dem ,wachstum geht dann dies atavistische ,merkmal verloren1 das nach ,hckels ,biogenetischem ,grundgesetz die ,abstammung vom ,archopteryx oder von nahen ,urformen bedeutet4 ,das alte ,schopfhuhn hat normale ,vogelflgel4 -- ,sidenote3 ,die ,tierwelt der ,tertirzeit ,die ,tertirzeit ist die ,bildnerin der heutigen ,tierwelt4 ,unzhlige ,fische belebten die ,gewsser2 ,frsche1 ,salamander und ,krten1 von ,gestalt und ,aussehen hnlich den heutigen1 durchkrochen den ,sumpf4 ,vgel mit vollendetem ,flugvermgen1 an ,familien1 ,gattungen und ,arten nicht minder zahlreich als heute1 segelten im blauen ther2 ,antilopen1 ,giraffen1 ,elefanten1 ,nashrner1 ,hirsche und ,pferde durchzogen das ,land1 das ihnen berall geeignete ,rastpltze und gnstige ,lebensbedingungen gab1 denn der ,mensch1 der ,strenfried der ,natur1 dessen ,kultur der grte ,feind der ,tierwelt ist1 fehlte noch in dieser ,zeit4 ,affen schaukelten sich in den ,bumen1 ,fledermuse gaukelten im ,schatten der ,nacht1 ,wale und ,haie durchzogen den ,ozean1 ,robben sonnten sich auf den ,sandbnken des ,meeres1 und die ,nagetiere trieben ihr ,wesen wie heute4 ,zahlreich vertreten waren die ,raubtiere4 ,lwen1 ,bren1 ,wlfe1 ,tiger und ,schakale durchstreiften blutdrstig das ,land4 berall fanden sie bei dem groen ,tierreichtum damaliger ,zeit willkommene ,beute1 ohne jedoch durch ihren ,eingriff ,schaden zu stiften und den gewaltigen ,tierbestand zu dezimieren4 ,im ,gegenteil1 ihr ,auftreten war nur ntzlich1 denn es veranlate die ,tiere zur ,wachsamkeit1 weckte ihre geistigen ,fhigkeiten1 schrfte ihre ,sinne und verlieh ihnen so die wichtigste ,lebensnotwendigkeit fr den ,sieg im ,kampf ums ,dasein und fr die ,erhaltung der ,art4 ,auch die ,tertirzeit hat ihre besonderen ,tiere gehabt4 ,in ,ozeanien lebten gewaltige ,beuteltiere von der ,gre des ,nashorns4 ,der aufgefundene ,schdel eines solchen ,beutelriesen mit nicht weniger als #a m4 ,reich sind die ,funde tertirer ,tiere in den ,pampas ,sdamerikas4 ,hier hausten einst riesige ,grteltiere und ganz gewaltige ,faultiere1 die dem ,elefanten an ,gre gleichkamen4 ,sidenote3 ,entstehung des ,pferdes ,der ltesten ,tertirschicht ,nordamerikas verdanken wir einen ,fund1 der ein helles ,licht auf die ,entwicklung der ,huftiere wirft4 ,das ,urhuftier 7,phenacodus primaevus7 hatte noch fnf ,zehen1 unter denen die dritte ,zehe als lngste hervortritt4 ,beim heutigen ,pferd ist nur die dritte zum ,huf gewordene ,zehe erhalten geblieben1 whrend die brigen ,zehen verkmmert sind4 ,so darf man vielleicht ,phenacodus mit seiner langen dritten ,zehe als die ,stammform des ,pferdes ansehen1 denn der ,weg zur ,rckbildung der ,zehen mit ,ausnahme der mittleren ,zehe ist hier gewissermaen schon angedeutet4 ,die zunehmende ,verkmmerung der ,zehen lt sich an anderen ,fossilien gut verfolgen4 ,beim ,hyracotherium1 einem anderen tertiren ,huftier1 ist die ,zahl der ,zehen an den ,vorderfen bereits auf vier und an den ,hinterfen sogar schon auf drei zurckgegangen4 ,die dritte ,zehe des ,vorderfues berragt die andern ganz erheblich an ,lnge1 und eine ,randzehe trgt unverkennbare ,anzeichen der ,verkmmerung4 ,im mittleren ,eozn ist dann diese ,randzehe bis auf ein kleines ,rudiment vllig verschwunden1 so da das ,huftier dieser ,zeitperiode1 ,mesohippus genannt1 hinten und vorn nur drei ,zehen besa4 ,whrend die ,huftiere des unteren und mittleren ,tertir nur kleine ,wesen waren1 etwa von der mittleren ,gre eines ,hundes1 tritt im ,pliozn1 am ,ende der ,tertirzeit1 bereits ein ,huftier von der ,gre des ,esels auf1 das ,hipparion1 das eine weite ,verbreitung hatte1 da zahlreiche ,knochenreste in ,amerika1 ,asien und ,europa aufgefunden sind4 ,von den drei ,zehen des ,mesohippus kommt als ,trittflche nur noch die zum ,huf gewordene ,mittelzehe in ,betracht1 whrend die beiden anderen ,zehen zu ,afterklauen geworden sind und den ,boden nicht mehr berhren4 ,in der weiteren ,entwicklung gingen auch die ,afterklauen verloren1 und hiermit trat das ,pferd als ,einhufer auf4 ,im ,gegensatz zu den frheren ,ahnenstufen1 die in ,krperbau und ,gebi noch katzenhnlich waren1 ist das ,hipparion schon ein richtiges ,pferd gewesen4 ,nicht alle ,tiere der ,tertirzeit haben sich bis heute erhalten oder weiter fortentwickelt4 ,viele ,formen haben sich berlebt und keine ,nachkommen hinterlassen4 ,hierzu gehren mit ,ausnahme des ,pferdes alle ,unpaarhufer4 ,ein solches ,tier war der elefantengroe ,brontops1 der im ,krperbau dem ,nashorn glich und zwei nebeneinanderstehende ,hrner auf dem ,kopfe trug4 ,die ,fe besaen vorn vier1 hinten drei wohlentwickelte ,zehen mit ,hufbildung4 ,die ,hirsche im mittleren ,tertir unterschieden sich von den spteren ,hirschen hauptschlich durch eine reichere ,verstelung des ,geweihs1 das mit seinen vielen ,sprossen wie eine entbltterte ,baumkrone aussah4 ,ein riesengroes1 elefantenartiges ,rsseltier war das ,dinotherium1 dessen verhltnismig kurze1 hauerartige ,stozhne wie beim ,walro nach unten gerichtet waren4 ,unter den tertiren ,affen finden sich ,knochen von ,halbaffen oder ,makis1 von groen ,pavianen und ,gibbons4 ,auch der echte ,schimpanse lebte damals schon1 aber seine ,reste sind wunderbarerweise nicht in seiner heutigen ,heimat1 in ,afrika1 sondern in ,asien aufgefunden worden4 ,aus ,frankreich sind tertire ,menschenaffen bekannt1 die teils dem ,schimpansen1 teils dem ,gorilla nahestehen4 ,das ,vorkommen von ,menschenaffen in ,europa zur ,tertirzeit deutet schon darauf hin1 da damals andere klimatische ,verhltnisse geherrscht haben mssen4 ,europa hatte zu jener ,zeit ein warmes1 tropenartiges ,klima1 und es lebte hier eine ,tierwelt1 die der heutigen ,tropenfauna glich4 ,affen und ,papageien schaukelten sich in ,palmen1 wo heute deutsche ,eichen und ,kiefern wachsen4 ,gazelle1 ,giraffe1 ,nashorn und ,elefant zogen ihre ,fhrte im ,lande des spteren ,germanentums4 ,mit leuchtenden ,farben geschmckte ,vgel erstrahlten im ,glanz der ,tropensonne1 die ,europas ,palmenwlder und ,bltenpracht beschien4 ,sidenote3 ,die ,eiszeit4 ,riesenhirsch4 ,moschusochse ,um die ,wende dieser ,zeitepoche brach eine gewaltige ,katastrophe herein1 die alles dies mit einem ,schlage vernichtete4 ,es war die ,eiszeit1 die wie ein weies ,leichentuch die nrdliche ,hlfte der ,erdkugel berzog1 unter dem die ,tropenpracht zerrann4 ,die ,tiere1 deren ,lebensbedingungen an ein gleichmig warmes ,klima gebunden waren1 fluteten zurck vor dieser ,vereisung1 um in den quatoriallndern1 die sich ihr warmes ,klima bewahrten1 ,zuflucht zu suchen1 viele gingen zugrunde1 andere1 deren ,krperbeschaffenheit der ,klte zu trotzen vermochte1 harrten aus und paten sich den neuen ,verhltnissen an4 ,als ,nachfolger der tropischen ,elefanten trat in ,europa das ,mammut auf1 das mit seinem zottig behaarten ,leib eine typische ,schpfung der ,eiszeit ist4 ,ein anderes diluviales ,wesen der ,eiszeit war der ,riesenhirsch1 in seinem ,aussehen unserem ,rothirsch hnlich1 aber mit einem gewaltigen ,schaufelgeweih auf dem ,kopf1 das eine ,spannweite von #c1e m erreichte4 ,es ist nicht unmglich1 da der ,riesenhirsch noch bis in die historische ,zeit hinein gelebt hat4 ,vielleicht darf der grimme ,schelch81 den ,siegfried in der ,sage des ,nibelungenliedes erschlug1 als ,riesenhirsch gedeutet werden4 ,dies ist jedoch nur eine khne ,phantasie1 denn eine ,urkunde aus alter ,zeit ber diesen mchtigen ,geweihtrger ist nicht vorhanden4 ,in keinem ,bilde wird er uns gezeigt1 nirgends wird er beschrieben4 ,in keiner ,reliquienkammer befindet sich ein solches ,geweih4 ,die ,annahme1 da unter dem ,schelch des ,nibelungenliedes der ,riesenhirsch zu verstehen ist1 liegt nahe1 weil mit dem ,schelch ein anderes ,tier gemeint sein mu als der ,elch1 der besonders genannt wird4 ,andere diluviale ,tiere waren ,wisent1 ,bison und ,auerochse1 von denen nur die beiden ersteren erhalten geblieben sind4 ,die ,eiszeit brachte auch den ,moschusochsen aus ,nordamerika zu uns herber1 der dann spter wieder aus ,europa verschwand und nur in ,grnland sich noch erhalten hat4 ,das langhaarige ,fell gibt dem ,moschusochsen einen vortrefflichen ,schutz gegen die ,klte4 ,der ,moschusochse erinnert in seiner massigen1 plumpen ,figur zwar an einen ,ochsen1 hat aber sonst1 besonders in der ,kopfbildung1 eine groe hnlichkeit mit dem ,schaf4 ,der sehr kurze1 nur wenige ,zentimeter lange ,schwanz ist in dem dichten1 langhaarigen ,pelz verborgen4 ,sidenote3 ,abstammung des ,haushundes ,die ,eiszeit vermochte auch die ,raubtiere nicht vllig zu verdrngen4 ,hhlenbr1 ,hhlenlwe und ,hhlenhyne trieben ihr ,unwesen4 ,unter ihnen war der ,hhlenbr am hufigsten vertreten1 wie die beraus zahlreichen ,knochenreste1 die man in unterirdischen ,hhlen des ,diluvium aufgefunden hat1 beweisen4 ,auch ,tiger1 ,panther und ,vielfra lebten noch im ,diluvium in unseren ,breiten4 ,aber zwischen diese reiche ,musterkarte wilder ,bestien81 sagt ,blsche1 schiebt sich ein mildes ,bild3 auch aus ihrer ,reihe sonderte sich der ,mensch damals einen unschtzbaren ,freund1 den ,hund4 ,seine ersten ,reste erscheinen in den uralten ,menschensiedlungen der ,schweizer ,seen1 den sogenannten ,pfahlbauten und in gewissen ,abfallhaufen1 die sich ebenfalls als ,spuren des vorgeschichtlichen ,menschen in ,dnemark noch erhalten haben4 ,aus der ,art1 wie in diesen ,mllgruben aus urgrauer ,zeit die weggeworfenen ,tierknochen der ,mahlzeiten charakteristisch benagt und dezimiert sind1 hat man wohl mit ,recht geschlossen1 da der ,hund hier bereits ein stndiger ,gesellschafter des ,menschen war48 ber die ,abstammung des ,haushundes ist man auch heute noch nicht im klaren4 ,wahrscheinlich ist er aus verschiedenen ,wildhundformen hervorgegangen1 wofr in erster ,linie ,wolf und ,schakal in ,betracht kommen1 whrend der ,fuchs und seine ,verwandten wohl auszuscheiden sind4 ,die ersten ,haushundreste1 die aus der ,steinzeit bekannt sind1 zeigen einen spitzartigen ,typus4 ,dieser ,torfspitz8 scheint ebenso wie die altgyptischen ,hunde vom ,schakal abzustammen4 ,die zahlreichen ,hunderassen1 die sich im ,laufe der ,jahrtausende herausgebildet haben1 sind zum ,teil anscheinend verschiedenen ,ursprungs1 zum ,teil durch ,vermischung der ,rassen entstanden4 -- ,illustration3 ,abbildung #c ,aus dem ,museum fr ,naturkunde in ,berlin ,ameisenigel ,eierlegendes ,sugetier ,illustration3 ,abbildung #d ,aus dem ,museum fr ,naturkunde in ,berlin ,schnabeltier ,eierlegendes ,sugetier ,illustration3 ,abbildung #e ,james' ,pre ,agency1 ,london ,eichhrnchen-,flugbeutler ,vorder- und ,hinterfe sind durch eine ,flughaut verbunden1 die einen ,gleitflug ermglicht ,sidenote3 ,riesenalk ,unter den ,vgeln der ,eiszeit ist an erster ,stelle der ,riesenalk zu nennen1 ein etwa metergroer ,tauchvogel mit verkmmerten1 zum ,fliegen unfhigen ,flgeln4 ,er hat sich bis in die ,neuzeit hinbergerettet1 und erst in der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts sind die letzten ,reste dieses interessanten ,naturdenkmals durch den ,menschen ausgerottet worden4 ,ausgestopfte ,exemplare und ,eier des ,riesenalks stehen noch in den ,museen als ,zeugen verklungener ,zeiten4 ,sidenote3 ,dronte ,eine andere erst in historischer ,zeit ausgestorbene1 uralte ,vogelart ist die ,dronte1 eine flugunfhige ,taube der ,insel ,mauritius4 ,dieser gnsegroe1 eigentmliche ,vogel hatte einen dicken1 plumpen ,krper nach ,art des gemsteten ,federviehs heutiger ,zeit1 sehr kurze1 stummelartige ,flgel und einen aus gekruselten ,federn bestehenden1 hochgerichteten ,schwanz4 ,das ,gefieder war hellgrau1 ,schwanz- und ,flgelfedern gelb1 der ,schnabel gelb mit roter ,spitze4 ,leider ist dieser am ,ende des #ag4 ,jahrhunderts ausgerottete ,vogel der ,nachwelt nicht erhalten geblieben1 denn das letzte ausgestopfte ,stck vernichtete der ,unverstand des ,konservators des ,museums in ,oxford im ,jahre #agee1 weil der ,balg von ,motten angefressen war4 ,sic transit gloria mundi6 ,sidenote3 ,stammesgeschichte d4 ,menschen ,die ,eiszeit hat uns hinbergefhrt zu dem jngsten ,abschnitt der ,erdgeschichte1 zur ,quartrzeit1 die ihre besondere ,bedeutung dadurch erhlt1 da jetzt auch der ,mensch in die ,reihe der ,lebewesen tritt4 ,die ,spuren des ,menschen lassen sich mit ,sicherheit nur bis in das ,diluvium verfolgen4 ,der ,streit ber den tertiren ,menschen ist noch keineswegs geschlichtet4 ,noch immer fehlen sichere ,anhaltspunkte fr das ,vorhandensein des ,menschen in der ,tertirzeit4 ,whrend zahlreiche1 versteinerte ,knochenreste uns ber die ,entwicklung vieler ,tiere ,aufschlu geben1 fehlen solche ,wahrzeichen frherer ,ahnenstufen beim ,menschen4 ,wahrlich1 wenn ein verbriefter ,stammbaum81 sagte ,branco in seinem ,vortrag ber den fossilen ,menschen auf dem ,v4 ,internationalen ,zoologen-,kongre #aija zu ,berlin1 eine lange ,ahnenreihe1 wie viele meinen1 die ,berechtigung gewhrte1 auf andere herabzublicken1 die solchen ,stammbaum nicht besitzen -- die ,schweine und ,rhinozeronten1 das ,rindvieh und manch andere ,wiederkuer1 ,kamele1 ,pferde1 ,elefanten1 die knnten voll ,stolz und voll ,hochmut auf den ,menschen niederblicken1 der als ahnenloser ,parven pltzlich in ihrer ,mitte dasteht48 -- ,sidenote3 ,neandertalrasse1 ,pithecanthropus ,der ,neandertalmensch kann nach heutiger ,anschauung der ,anthropologen nicht als ,vorlufer der heutigen ,menschen betrachtet werden4 ,zwar zeigt der lange ,schdel mit seinen vorspringenden ,augenbrauenbgen und der nach rckwrts fliehenden ,stirn eine grere hnlichkeit mit dem ,schdel der ,menschenaffen1 als es bei den heutigen ,menschenschdeln1 den ,kurzkpfen1 der ,fall ist1 aber er kann trotzdem nicht als frhere ,ahnenstufe gelten1 da er nicht ausschlielich diluvialer ,herkunft ist1 sondern gleiche ,schdel zusammen mit normalen ,kurzschdeln auch im ,alluvium gefunden sind4 ,die ,neandertalmenschen haben also mit den ,kurzschdeln zusammengelebt4 ,es handelt sich daher nicht um eine ,vorstufe in der ,ahnenreihe des ,menschen1 sondern nur um eine ,rasse4 ,man darf wohl annehmen1 da die ,flachkpfe geistig weniger begabt waren als die ,rundkpfe mit ihrem greren ,hirnraum und daher im ,kampf ums ,dasein unterlegen sind4 ,in groer ,zahl sind ,flachkopfschdel1 die vllig den ,typ des ,neandertalmenschen tragen1 in ,krapina in ,kroatien ausgegraben worden4 ,sie stammen alle aus dem ,alluvium1 aus der jngsten ,zeit der ,erdgeschichte4 ,hier scheint sich also die ,flachkopfrasse neben der kurzkpfigen ,form am lngsten erhalten zu haben4 ,nicht viel besser als mit dem ,neandertalmenschen steht es mit dem berhmten1 hei umstrittenen ,pithecanthropus1 jenem ,schdelfragment1 das der ,hollnder ,dubois #ahia auf ,java fand1 und das das grte ,aufsehen erregte4 ,das sehnschtig gesuchte ,mittelding zwischen ,mensch und ,affe sollte endlich entdeckt sein6 ,pithecanthropus ist wie der ,neandertalschdel ein ,flachkopf1 aber die ,affenmerkmale sind noch ausgeprgter4 ,er ist flacher1 und die ,augenbrauenbgen treten noch strker hervor4 ,die ,hhe des ,schdeldachs ber der ,lngsachse betrgt #fa mm gegen #he mm beim ,neandertalschdel und #ajj-aaj mm beim heutigen ,menschen4 ,die ,hhe des ,schimpansenschdels betrgt #de bis #ej mm4 ,pithecanthropus steht also in dieser ,beziehung in der ,mitte zwischen dem modernen ,menschen und den ,menschenaffen4 ,die ,gelehrten stritten sich1 ob man es mit einem ,menschenaffen1 einem ,menschen oder gar mit einem bergang zwischen beiden zu tun habe1 und noch heute ist dieser ,streit nicht endgltig ausgefochten1 und er wird kaum jemals ausgetragen werden knnen1 wenn nicht weitere ,funde folgen1 denn das ,schdelfragment gengt nicht1 um ein endgltiges ,urteil zu fllen4 ,auer dem ,schdelbruchstck wurde in #ae m ,entfernung noch ein ,oberschenkelknochen zutage gefrdert1 der jedoch so menschenhnlich ist1 da er zu dem affenartigen ,schdel wenig pat1 sondern vielleicht von einem richtigen ,menschen stammt4 ,beide ,knochenreste lassen sich daher kaum miteinander in ,beziehung bringen1 denn sie scheinen nicht demselben ,wesen anzugehren1 sondern zwei ganz verschiedenen ,geschpfen4 ,infolgedessen hat auch der ,entdecker dieses rtselhaften ,fundes ,dubois in seiner neuesten ,abhandlung ber ,pithecanthropus in den ,verffentlichungen der ,kgl4 ,akademie der ,wissenschaften in ,amsterdam1 den ,schenkelknochen bei seinen ,ausfhrungen ganz ausgeschaltet4 ,dubois sucht in dieser ,schrift nachzuweisen1 da ,pithecanthropus bereits ein ,mensch gewesen sei1 jedoch mit sehr flacher ,schdelbildung4 ,hiermit wrde ,pithecanthropus seine ihm von vielen ,seiten bisher zuerkannte ,bedeutung als bergangsform zwischen ,mensch und ,affe verlieren4 ,das letzte ,wort ber diesen interessanten ,fund ist jedoch auch hiermit noch nicht gesprochen4 -- ,in jngster ,zeit wurden in ,sdafrika zwei neue ,funde gemacht1 die fr die ,frage nach der ,stammesgeschichte der ,menschheit von grtem ,interesse sind4 ,sidenote3 ,rhodesiamensch ,im ,jahre #aiba wurde in ,broken ,hill in ,nord-,rhodesia ein ,menschenschdel ausgegraben1 der durch stark hervortretende ,augenbrauenbgen1 flache ,stirn und weit vorgeschobene ,kiefer noch affenhnlicher erscheint als der ,neandertalmensch1 und nach dem ,urteil des franzsischen ,anthropologen ,marcellin ,boule sogar eine gewisse bereinstimmung mit dem ,gorillaschdel zeigt4 ,hiernach scheint also der ,rhodesiaschdel eine ltere ,stufe in der ,entwicklung der ,menschheit darzustellen als der ,neandertaler4 ,im ,widerspruch zu dieser ,erscheinung steht jedoch ein anderes sehr merkwrdiges ,merkmal4 ,whrend am ,neandertalschdel das ,hinterhauptloch1 durch das das ,rckenmark in den ,schdel tritt1 so liegt1 da der ,kopf nicht aufrecht1 sondern etwas nach vorn geneigt getragen wurde1 weist die ,stellung des ,hinterhauptlochs am ,rhodesiaschdel bereits auf eine vllig aufrechte ,kopfhaltung hin1 wie sie der rezente ,mensch hat4 ,im ,gegensatz zu dem stark ausgeprgten ,affentyp spricht dies ,merkmal fr eine hhere ,entwicklungsstufe als der ,neandertalmensch4 ,die jngste ,untersuchung des interessanten ,fundes durch den deutschen ,anatom ,maurer ergab nun eine berraschende ,aufklrung ber sein ,alter4 ,maurer erkannte nmlich eine ,verletzung1 die durch den ,schu eines modernen ,geschosses hervorgerufen zu sein scheint4 ,es lt sich deutlich ein ,ein- und ein ,ausschu im ,schdel feststellen4 ,trifft dies ,merkmal zu1 das von englischen ,gelehrten wunderbarerweise bisher nicht beachtet worden ist1 dann kann es sich nicht um einen ,fund aus prhistorischer ,zeit handeln1 sondern der ,mensch1 der den ,schdel getragen hat1 mu in unserer ,zeit gelebt haben4 ,nicht mit ,unrecht hat man daher darauf hingewiesen1 da vielleicht in einer unbekannten ,gegend im ,innersten ,afrikas noch heute ,menschen leben1 die der ,neandertalrasse nahestehen4 ,eine solche ,vermutung ist durchaus nicht unglaubwrdig1 wenn man bedenkt1 da erst vor einem ,vierteljahrhundert ein neues ,sugetier1 das ,okapi1 dessen ,vorfahren bereits aus dem ,miozn ,europas bekannt waren1 entdeckt wurde4 ,das ,okapi ist ein etwa #a1e m hoher1 den ,giraffen nahverwandter ,paarhufer4 ,ebenso wie die ,giraffe trgt das ,okapi zwei ,hornzapfen auf der ,stirn4 ,von dem rotbraun gefrbten ,fell des ,krpers heben sich die zebraartig schwarz und wei gestreiften ,lufe und ,hinterschenkel eigenartig ab4 ,das ,okapi wurde #aija im ,kongostaate entdeckt4 ,sidenote3 ,australopithecus ,dem ,rhodesiaschdel folgte im ,jahre #aibd ein zweiter1 vielleicht noch bedeutungsvollerer ,fund4 ,im ,dezember des genannten ,jahres wurde in ,taungs in ,betschuanaland in ,sdafrika ein ,menschenaffenschdel ausgegraben1 der mit ziemlicher ,gewiheit als tertir angesprochen werden kann4 ,es ist der ,schdel eines dem ,schimpansen nahestehenden groen ,affen1 dessen ,lebensalter nach dem ,gebi auf #c-d ,jahre einzuschtzen ist4 ,es handelt sich also um den ,schdel eines noch im ,kindesalter stehenden ,menschenaffen4 ,fr die ,jugend des ,schdels spricht auch sein sehr menschenhnlicher ,bau1 denn bei allen ,affen ist in der ,kindheit der ,gesichtsteil viel menschenhnlicher als im ,alter1 wo das ,tierische mehr zum ,ausdruck kommt4 ,der ,kopf des jungen ,affen mit der gewlbten ,stirn ist runder und besser proportioniert4 ,die ,augenbrauenbgen treten noch nicht wulstartig hervor1 und die ,prognathie der ,kiefer1 die gerade den tierischen ,ausdruck erhht1 ist noch weniger ausgeprgt4 ,erst mit dem zunehmenden ,alter schieben sich die ,kiefer vor1 erscheinen die ,wlste ber den ,augen und flacht sich die ,stirn ab1 wodurch sich der menschenhnliche ,ausdruck des ,gesichts mehr verliert und das ,tierische strker betont wird4 ,der sehr menschenhnliche ,typ des ,taungsaffen1 den der britische ,anatom ,raymond ,dart in ,johannesburg ,australopithecus africanus8 benannt hat1 darf also nicht stammesgeschichtlich bewertet werden4 ,es ist nur eine natrliche ,folgeerscheinung des sehr jugendlichen ,alters des ,affen1 aber nicht ein ,hinweis auf eine hhere ,entwicklungsstufe in der ,richtung zum ,menschen4 ,australopithecus zeigt aber ein anderes1 sehr aufflliges ,merkmal1 das ihn zweifellos ber die heutigen ,menschenaffen erhebt und ihn dem ,menschen nherstellt4 ,der ,gehirnraum des ,schdels ist nmlich auffallend gro und entspricht etwa dem ,hirnraum eines erwachsenen ,gorillas4 ,dart hat nun fr den erwachsenen ,australopithecus eine ,schdelkapazitt von #fej-gjj ccm berechnet4 ,australopithecus hat also ein greres und besser entwickeltes ,gehirn besessen als die heutigen ,menschenaffen1 deren ,schdelkapazitt im ,hchstma #ejj ccm betrgt4 ,fr den wahrscheinlich diluvialen ,pithecanthropus wird eine ,schdelkapazitt von ca4 #ijj ccm angegeben4 ,australopithecus reiht sich also in bezug auf die ,hirngre zwischen ,pithecanthropus und die rezenten ,menschenaffen ein4 ,wie wir sahen1 ist ,pithecanthropus1 bevor keine weiteren1 besser erhaltenen ,schdel aufgefunden werden1 fr die ,stammesgeschichte des ,menschen kaum zu verwerten1 da noch nicht einmal aufgeklrt ist1 ob es sich um einen ,affen oder einen ,menschen handelt4 ,dagegen ist ,australopithecus zweifellos ein ,affe gewesen1 und zwar ein ,menschenaffe1 mit auffallend hoch entwickeltem ,gehirn4 ,ebenso wie einst ,pithecanthropus als ,bindeglied zwischen ,mensch und ,affe betrachtet wurde1 trgt auch ,dart kein ,bedenken1 seinen ,australopithecus als bergangsform zwischen ,mensch und ,tier anzusehen1 ob mit ,recht oder ,unrecht1 das wird erst die weitere ,forschung zeigen4 ,sprlich sind bis heute die ,funde1 die fr die ,stammesgeschichte der ,menschheit ,bedeutung haben4 ,aber die sprlichen ,funde haben doch einen groen1 nicht zu unterschtzenden ,wert4 ,sie zeigen uns1 da der ,mensch nicht immer so beschaffen war1 wie er heute ist1 sondern da auch er sowohl krperlich wie geistig manche ,umwandlung erfahren hat4 ,der ,neandertalmensch mit seinem flacheren1 mehr tierischen ,schdel stand zweifellos auf einer geringeren ,stufe der ,intelligenz als der heutige ,mensch4 ,dasselbe gilt wohl in noch hherem ,mae vom ,rhodesiamenschen1 von dem vielleicht letzte berreste noch heute ihr ,dasein fristen in unbekannter ,gegend ,afrikas4 ,in ,gegensatz zu diesen primitiven ,urmenschen tritt der berschimpanse ,australopithecus mit seinem fr einen ,affen auffallend hoch entwickelten ,gehirn4 ,die ,kreise berhren sich4 ,hier der ,mensch auf niedriger ,entwicklungsstufe1 dort der ,affe in hoher geistiger ,vollkommenheit6 berall leuchtet das eine ,wort ,entwicklung8 hervor6 ,welche berraschungen haben uns die palontologischen ,funde bereits gebracht1 und wieviel ,neues drfen wir bei der rastlosen ,forschung der ,wissenschaft noch erhoffen4 ,jeder ,tag kann einen neuen ,fund bringen1 der unerwartetes ,licht in den ,schatten der ,stammesgeschichte der ,menschheit wirft1 die zweifellos die interessanteste ,frage der ,wissenschaft bildet4 ,fortpflanzung und ,liebesleben ,geburt1 ,aufstieg1 ,niedergang1 ,tod4 ,dies sind die ,gesetze1 die des ,lebens ,kreislauf mit eiserner ,strenge umschlieen1 und doch gibt es ,lebewesen1 die das ,angesicht des ,todes nicht zu schauen brauchen1 denen die ,natur ein ewiges ,dasein geschenkt hat4 ,es sind jene kleinsten ,organismen1 die wir als ,infusorien im ,wassertropfen unter dem ,mikroskop bewundern4 ,sidenote3 ,einzeller ,die ,infusorien gehren zu den einzelligen ,tieren1 ,protozoen1 die im ,wasser1 auf dem ,lande oder parasitr im ,krper anderer ,tiere wohnen4 ,der ,krper aller ,lebewesen ist aus unzhligen kleinsten ,bausteinen1 ,zellen genannt1 zusammengesetzt1 die die ,grundform1 den ,urstoff alles ,lebens bilden4 ,jede ,zelle besteht aus einer flssigen ,masse1 dem ,protoplasma mit einem inneren ,kern4 ,solche ,zelle1 als ,einzelwesen gedacht1 ist das ,urtier oder der ,einzeller4 ,sidenote3 ,fortpflanzung durch ,teilung und ,knospung ,die einfachste ,art der ,fortpflanzung geht durch eine ,teilung des ,urtiers in zwei neue ,lebewesen vor sich4 ,der ,krper spaltet sich entweder in der ,lnge oder in seiner ,breite in zwei gleiche ,teile1 die jeder ein neues ,tier darstellen4 ,das ,muttertier stirbt nicht1 sondern lebt in vernderter ,form weiter4 ,hufig erfolgt anstatt der ,zweiteilung auch eine ,vielteilung4 ,der ,zellkrper lst sich in zahlreiche ,sporen oder ,gameten auf1 welche sich paarweise verschmelzen und zu einem neuen ,einzeller werden4 ,die einzelnen ,gameten sind entweder gleichwertig oder aber verschieden in der ,gre4 ,im letzteren ,falle vereinigt sich stets eine grere ,gamete mit einer kleineren1 so da man die beiden ,gametenformen mit der ,ei- und ,samenzelle hherer ,tiere vergleichen kann und ihre ,verschmelzung1 wissenschaftlich ,kopulation8 genannt1 als der ,beginn einer geschlechtlichen ,fortpflanzung angesehen werden darf4 ,bei einigen ,infusorien kommt neben der ,teilung und der ,kopulation sogar eine regelrechte ,paarung zweier ,elterntiere vor4 ,zwei ,infusorien schwimmen umeinander herum1 suchen sich zu berhren1 bis eine vorbergehende ,vereinigung erfolgt1 bei der die ,kerne ihres ,innenkrpers sich teilen und ,kernstcke gegenseitig ausgetauscht werden1 die dann wieder in jedem ,tier zu einem einheitlichen ,kern verschmelzen4 ,auf diese ,weise wird der ,zelle neue ,kernsubstanz zugefhrt1 wodurch die ,lebensenergie erhht wird4 ,diese ,paarung1 die man ,konjugation8 nennt1 scheint fr viele ,einzeller eine ,lebensnotwendigkeit zu sein4 ,versuche ergaben1 da eine dauernde ,fortpflanzung durch ,teilung ohne zeitweise ,konjugation zur ,entartung fhrt4 ,die neuen ,generationen werden immer kleiner1 verlieren die ,beweglichkeit und damit auch die ,fhigkeit1 sich zu ernhren1 und gehen schlielich zugrunde4 ,die fehlende ,konjugation wirkt also hnlich wie eine bertriebene ,inzucht bei hheren ,tieren4 ,wieder andere ,urtiere pflanzen sich durch ,knospung fort1 indem sich vom ,muttertier kleine ,einzelzellen abschnren4 ,die ,zhlebigkeit der ,urtiere ist auerordentlich gro4 ,die ,infusorien umgeben sich1 wenn das ,wasser austrocknet1 mit einer ,hlle 7,zyste7 und trotzen in diesem ,zustande allen ,witterungseinflssen4 ,sie irren im ,staube vom ,winde getragen umher1 bis sie schlielich wieder ins ,wasser gelangen1 um zu neuem ,leben zu erwachen4 ,hierauf beruht die ,erscheinung1 da reines1 destilliertes ,wasser1 wenn es unbedeckt hingestellt wird1 in kurzer ,zeit mit ,infusorien erfllt ist4 ,eine ,urzeugung1 wie man frher glaubte1 findet im ,wasser nicht statt1 sondern die kleinen ,lebewesen gelangen durch die ,luft im enzystierten ,zustande hinein4 ,die ,gestalt der ,urtiere ist sehr verschieden1 sackfrmig1 becherfrmig1 rund oder lnglich1 und wechselt bei der flssigen ,krpermasse auerordentlich leicht4 ,ferner finden sich formunbestndige ,fden und ,anhngsel am ,krper1 die der ,fortbewegung und der ,nahrungsaufnahme dienen4 ,andere haben zahllose kleine ,wimpern1 mit denen sie im ,wasser rudern4 ,alle diese ,anhngsel1 die keine eigentlichen ,organe sind1 sondern ,ausstlpungen des ,protoplasmas1 nennt man ,organellen84 ,sogar ,sinnesorganellen treten in ,form feiner ,borsten auf1 die ein ,tastvermgen ermglichen4 ,bei den ,strahlentierchen 7,radiolaria7 finden wir bereits die ersten ,anfnge einer ,skelettbildung in ,form von kleinen1 feinen ,stbchen aus ,kiesel1 ,kieselsure oder ,quarz1 also aus mineralischer ,substanz4 ,sie liegen entweder lose in dem ,protoplasmakrper eingebettet oder bilden ein ,gitterwerk von allen mglichen zierlichen und absonderlichen ,gestalten1 wie ,blten1 ,reusen1 ,flaschen1 ,krbchen1 ,schalen1 ,spangen1 ,kreuze oder mehrarmige ,leuchter4 ,schier unerschpflich ist die ,flle der eigenartigen ,formen1 die bisweilen von bezaubernder ,schnheit sind1 so da die ,begeisterung1 mit der ein ,haeckel von diesen ,kunstformen der ,natur8 spricht1 vollauf zu verstehen ist4 ,die ,urtiere zeigen ,reaktionen auf gewisse ,reize4 ,sie schwimmen dem ,lichtschein nach1 verndern ihre ,gestalt bei starker1 pltzlicher ,belichtung oder bei ,erschtterung und werden durch chemische ,einflsse angezogen oder abgestoen4 ,man hat geglaubt1 hieraus auf ein ,seelenleben der ,urtiere schlieen zu drfen4 ,andere ,forscher widerlegen nicht mit ,unrecht diese ,annahme mit dem ,hinweise1 da z4 ,b4 ein ,quecksilbertropfen durch chemische ,einwirkung zu einer hchst auffallenden ,beweglichkeit und ,vernderung seiner ,gestalt veranlat werden kann4 ,sie sehen daher in den ,bewegungen der ,urtiere weiter nichts als mechanische1 unbewute ,reaktionen auf uere ,reize1 die mit bewuter ,empfindung und ,seelenleben nichts zu tun haben1 ebensowenig wie wir auch bei der ,pflanze von einem wirklichen ,seelenleben sprechen knnen4 ,welche von beiden ,anschauungen die richtige ist1 lt sich freilich schwer entscheiden1 doch kann man immerhin vermuten1 da das ,urtier mit seinem einzelligen ,krper1 der die elementarste ,stufe des ,lebens darstellt1 wohl kaum ein seelisches ,empfinden besitzt1 das ein zielbewutes ,handeln zur ,folge hat4 ,sidenote3 ,vielzeller ,alle vielzelligen ,lebewesen1 die ,tiere sowohl wie der ,mensch1 beginnen ihr ,dasein als ,einzeller4 ,die ,eizelle des weiblichen und die ,samenzelle des mnnlichen ,geschlechts sind solche ,einzeller4 ,sidenote3 ,haeckels ,biogenetisches ,grundgesetz ,der ,anfang der ,keimesgeschichte fhrt also stets auf das einzellige ,urwesen zurck4 ,der ,aufbau des aus der ,verschmelzung von ,ei- und ,samenzelle entstehenden ,krpers lt sich ebenfalls mit der ,entwicklungsgeschichte der ,urtiere vergleichen1 denn der ,proze ist ein gleicher4 ,das ,urtier pflanzt sich fort durch ,teilung in mehrere ,einzelwesen4 ,ebenso spaltet sich auch die befruchtete ,eizelle in verschiedene ,produkte1 aus denen sich im ,laufe der weiteren ,entwicklung die ,teile des ,krpers und seiner ,organe bilden4 ,whrend bei dem ,urtier aus der ,teilung selbstndige ,einzelwesen hervorgehen1 die ein individuelles ,leben fhren1 bleiben bei der ,teilung der ,eizelle die ,abschnitte im ,zusammenhang1 um in engster ,gemeinschaft einen ,einheitsstaat zu grnden1 der in seiner ,zusammengehrigkeit einen einheitlichen ,krper darstellt4 ,die einzelnen ,zellen des ersten ,teilungs- oder ,furchungsprozesses hat der um den ,ausbau der ,entwicklungslehre so verdiente ,forscher ,ernst ,haeckel ,blastula8 genannt4 ,mit der ,blastulabildung beginnt die ,embryonalentwicklung aller hheren ,lebewesen4 ,ernst ,haeckel sieht in diesen ,vorgngen der ,ontogenie der ,vielzeller einen ,beweis fr ihre ,abstammung von einzelligen ,urtieren und begrndete hierauf sein ,biogenetisches ,grundgesetz81 das besagt1 da die ,ontogenie 7,keimesgeschichte7 eine ,wiederholung der ,phylogenie 7,stammesgeschichte7 ist4 ,sidenote3 ,blastula und ,gastrulation ,die ,richtigkeit dieser vielfach befehdeten ,lehre tritt in der weiteren ,keimesentwicklung deutlich zutage4 ,auf das ,stadium der ,blastula folgt die ,gastrulation84 ,gastrulation heit ,magenbildung81 abgeleitet von dem griechischen ,wort gaster8 ,magen4 ,die ,larvenform der ,blastula bildet im weiteren ,zellenaufbau eine uere und eine innere ,schicht4 ,aus ersterer1 dem ,ektoderm1 geht in der weiteren ,entwicklung die ,haut und das ,nervensystem hervor4 ,letztere1 das ,entoderm1 ist die erste ,anlage fr die ,ernhrungswerkzeuge4 ,der ,embryo ist jetzt sozusagen ein ,magentier1 das nur aus einem hohlen ,magen und einer ueren ,wand besteht1 und gleicht hierin den ,schwmmen1 die sich den ,urtieren unmittelbar anreihen1 und zwar der einfachsten ,form1 den ,kalkschwmmen4 ,der ,kalkschwamm ist ein unten festgewachsener ,becher1 der an seinem oberen ,ende eine ffnung hat4 ,der ganze ,innenraum wird von der ,magenhhle gebildet4 ,die uere ,hlle ist mit unzhligen feinen ,poren durchsetzt4 ,durch dieses ,netz dringt fortwhrend ein ,wasserstrom in das ,innere des ,krpers1 der aus der oberen ffnung1 ,osculum genannt1 wieder abfliet4 ,mit dem ,wasser gelangen kleinste ,teile pflanzlichen und tierischen ,ursprungs in die ,magenhhlung und werden so weit als mglich von den ,krperzellen aufgesogen und verwertet4 ,der ,rest wird mit dem ,wasser wieder nach auen befrdert4 ,so ein ,kalkschwamm ist also weiter nichts als ein einzelner1 lebender ,magen1 und ebenso sieht auch der auf der ,gastrulationsstufe stehende ,embryo des vielzelligen ,wesens aus4 ,also auch hier wieder eine ,wiederholung einer niederen ,stufe im ,tierreich1 die nach dem biogenetischen ,grundgesetz als ,ahnenstufe anzusehen ist4 ,auch in der spteren ,entwicklung behlt das ,gesetz seine ,gltigkeit4 ,es bilden sich bei allen ,embryonen an den ,halsseiten vorbergehend ,kiemenbgen1 und die ueren ,gliedmaen erscheinen zuerst als flossenartige ,plttchen1 beides ein ,hinweis auf eine ehemalige ,fischnatur vor ,millionen von ,jahren4 ,der ,vogelembryo trgt anfangs einen wohlentwickelten ,schwanz1 der dann durch ,verwachsung der ,knochen wieder zurckgebildet wird4 ,die ,abstammung der ,vgel vom langschwnzigen ,reptil tritt hier deutlich hervor4 ,auch der ,embryo des ,menschen trgt vorbergehend einen ,schwanzansatz und einen ,haarpelz1 was nach ,haeckel auf seine tierische ,abstammung und seine ,verwandtschaft mit dem ,affen hindeutet4 -- ,sidenote3 ,schwmme ,bei den ,schwmmen kommt neben einer ,fortpflanzung durch ,knospung bereits eine geschlechtliche ,fortpflanzung durch ,eier und ,samen vor4 ,wie bei den ,blten der ,pflanzen sind hufig mnnliche und weibliche ,keimzellen in demselben ,organismus vereint1 bei anderen ,schwmmen sind die ,geschlechter individuell getrennt4 ,die ,eier entwickeln sich im ,muttertier zu ,larven1 die nach ihrer ,geburt mit ,hilfe besonderer ,bewegungsorgane1 der ,geieln1 im ,wasser umherschwimmen1 um sich bald festzusetzen und zum fertigen ,schwamm auszubilden4 ,die ,schwmme besitzen ein ,skelett1 das bei den ,kalkschwmmen aus ,kieselsure besteht und bei den schon frher erwhnten ,glasschwmmen aus einem wunderbaren1 formenreichen ,kieselnetzwerk1 das feinen ,glasfden gleicht4 ,unser allbekannter ,badeschwamm1 der in keinem ,toilettenzimmer fehlt1 ist das ,hornskelett der ,hornschwmme81 das nicht wie beiden ,kieselschwmmen aus ,mineralsubstanz1 sondern aus ,sponginfasern aufgebaut ist4 ,im lebenden ,zustande ist ein ,schwamm ein gelblicher1 brauner oder schwarzer fleischiger ,klumpen4 ,zum ,gebrauch wird von dem ,hornskelett das weiche ,krpergewebe durch ,pressen entfernt4 ,der ,wert eines ,schwammes hngt von der ,art der ,skelettbildung ab4 ,je feinmaschiger es gebaut ist1 je fester und zugleich elastischer die ,fasern sind1 um so grer ist die ,saugfhigkeit und die ,haltbarkeit1 und um so hher der ,wert4 ,sidenote3 ,hohltiere ,ebenso wie die ,schwmme stehen auch die ,hohltiere1 zu denen die ,quallen1 ,blumentiere und ,polypen gehren1 noch auf dem ,standpunkt der ,gastra4 ,sie sind ,magentiere1 die aus einem magenartigen ,hohlraum mit einer ffnung und einer ,auenwand bestehen4 ,ihre ,fortpflanzung geht teils wie bei den ,urtieren durch ,knospung oder ,teilung vor sich1 teils geschlechtlich durch ,bildung von ,ei- und ,samenzelle4 ,neben einer ,trennung der ,geschlechter kommt auch ,zwitterbildung vor4 ,im ersteren ,falle erfolgt die ,befruchtung durch bertragung des ,samens durch das ,wasser4 ,die ,hohltiere sind zum ,teil mit langen ,nesselorganen ausgerstet4 ,viele sind von bezaubernder ,gestalt und herrlicher ,farbenpracht4 ,die zarten ,quallen und die vielfarbigen ,seerosen mssen immer wieder von neuem unsere ,bewunderung erregen4 ,zwischen den festsitzenden ,polypen und den frei schwimmenden ,quallen oder ,medusen besteht ein eigenartiger ,zusammenhang1 der zur ,fortpflanzung in innigster ,beziehung steht4 ,beides sind dieselben ,tiere1 nur in vernderter ,form4 ,die ,quallen entstehen aus ,polypen4 ,durch ,einschnrung wird der ,krper des ,polypen in mehrere scheibenfrmige ,abschnitte zerlegt1 die sich allmhlich loslsen und dann als ,quallen frei umherschwimmen4 ,die ,medusen sind bei diesen ,polypenquallen die eigentlichen ,geschlechtstiere1 welche ,eier ablegen1 aus denen ,larven hervorgehen1 die sich festsetzen1 um zum ,polyp auszuwachsen4 ,quallen und ,polypen stellen also zwei verschiedene ,generationen dar4 ,der ,polyp1 der sich durch ,knospung fortpflanzt1 ist die ungeschlechtliche ,generation1 die ,qualle die geschlechtliche4 ,dieser ,generationswechsel findet aber nicht immer statt4 ,es gibt auch ,quallen1 die nicht aus ,polypen entstehen1 sondern sich unmittelbar aus ,eiern fortpflanzen1 ebenso bilden nicht alle ,polypen ,medusen4 ,auch kann die ,qualle am ,polyp haftenbleiben und hier ,eier ausscheiden1 aus denen sich neue ,polypen entwickeln4 ,die ,art und ,weise der ,fortpflanzung ist auerordentlich mannigfaltig4 ,bei vielen ,medusen kennt man noch nicht die zugehrige ,polypenform1 und ebenso ist auch die ,quallenform vieler ,polypen noch unbekannt4 ,sidenote3 ,strahlentiere ,die ,stachelhuter oder ,strahlentiere 7,echinodermata7 sind radiare ,tiere1 d4 h4 ihr ,krper lt sich durch eine ,anzahl strahlenfrmiger ,schnitte in gleiche ,teile zerlegen4 ,dem ,bau des ,krpers liegt in der ,regel die ,fnfzahl zugrunde4 ,um einen zentralen ,hauptteil gruppieren sich fnf gleiche ,krperteile1 die bei den ,seesternen die ,figur eines ,sternes bilden1 bei den ,seelilien wie die ,bltenbltter einer ,blume aus einem ,stiel hervorsprieen4 ,bei den ,sterntieren ist die geschlechtliche ,fortpflanzung die ,regel4 ,sie legen ,eier1 aus denen ,larven schlpfen1 die eine vielseitige ,umwandlung durchmachen1 ehe sie die ,gestalt des erwachsenen ,tieres annehmen4 ,bei manchen ,arten findet eine ,brutpflege statt1 indem die ,eier und ,jungen in besonderen ,bruttaschen sich entwickeln4 ,die ,sterntiere1 und zwar besonders die ,seesterne1 haben die ,fhigkeit1 verstmmelte oder verlorene ,organe in kurzer ,frist zu ersetzen4 ,abgeschnittene ,arme wachsen sofort wieder neu4 ,ja sogar ein abgetrennter ,arm wchst sich zu einem ganzen ,tier aus1 indem eine ,mittelscheibe mit vier neuen ,armen hervorspriet4 ,so kann also auch eine ,vermehrung durch gewaltsame ,teilung erfolgen4 ,bei einigen ,seesternen findet diese ,fortpflanzung durch ,teilung regelmig neben der geschlechtlichen ,fortpflanzung statt4 ,ihr ,krper schnrt sich in zwei ,hlften durch1 deren jede durch ,regeneration die fehlenden ,teile ersetzt und so ein neues ,individuum bildet4 -- ,sidenote3 ,fortpflanzung der ,wrmer ,der groe ,kreis der ,wrmer1 die sich im allgemeinen durch einen schlauchfrmigen oder bandartigen ,krper kennzeichnen1 zeigt entsprechend der mannigfachen ,organisation des ,krpers auch eine groe ,verschiedenheit in bezug auf die ,fortpflanzung4 ,ungeschlechtliche ,fortpflanzung durch ,teilung oder ,knospung wechselt mit geschlechtlicher4 ,viele ,wrmer machen eine verwickelte ,metamorphose durch1 mit der oft ein ,parasitismus verbunden ist4 ,andere ,wrmer fhren im ,larvenstadium eine freie1 im ,alter dagegen eine parasitre ,lebensweise1 wieder andere bleiben whrend ihres ganzen ,daseins ,parasiten4 ,die fortpflanzungsreife ,trichine wohnt niemals im ,muskelfleisch1 sondern stets nur im ,darm4 ,die legereifen ,weibchen bohren sich in den ,darm ein und setzen hier ihre ,brut ab4 ,die jungen ,trichinen werden durch den ,blutkreislauf fortgefhrt und gelangen so in andere ,krperteile4 ,sie durchbrechen die ,wnde der ,blutgefe1 um sich schlielich im ,muskelfleisch zu verkapseln4 ,in diesem ,zustande bleibt die ,trichine ,jahrzehnte lebensfhig4 ,es bildet sich mit der ,zeit eine ,kalkschale um den eingekapselten ,krper4 ,gelangen die eingekapselten ,trichinen durch ,genu des ,fleisches in den ,darm anderer ,tiere oder des ,menschen1 so lst sich die ,kalkschale auf1 die ,trichine wird frei und bildet sich zum fortpflanzungsfhigen ,tier aus4 ,illustration3 ,abbildung #f ,james' ,pre ,agency1 ,london ,mondfisch ,ein schwanzloser ,fisch von mondhnlicher ,gestalt ,illustration3 ,abbildung #g ,james' ,pre ,agency1 ,london ,knigspinguin ,noch komplizierter ist die ,entwicklung der ,bandwrmer1 die ein ,zwischenstadium als ,finne haben und als solche in der ,regel nur in ganz bestimmten ,wirtstieren leben4 ,der gewhnliche ,bandwurm besteht aus einem ,kopfteil1 der durch einen kurzen ,halsansatz mit dem aus einzelnen ,gliedern sich zusammensetzenden ,krper verbunden ist4 ,weder besitzt der ,kopf eine ,mundffnung1 noch der ,leib einen ,magen und ,darm4 ,die ,ernhrung erfolgt durch zahlreiche1 kleine ,poren1 die auf der ganzen ,oberflche des ,leibes verteilt sind1 und die aus dem im ,darm liegenden ,speisebrei die geeigneten ,stoffe aufsaugen4 ,der ,kopf ist ein knopfartiges ,gebilde und mit ,saugnpfchen oder ,widerhaken versehen1 die sich im ,darm anheften4 ,jedes ,glied besitzt seine eigenen ,fortpflanzungsorgane in ,gestalt von mnnlichen und weiblichen ,geschlechtsteilen4 ,jedes ,glied des ,bandwurms ist also ein ,geschlechtstier fr sich1 in dem sich durch ,zwitterbildung das ,geschlechtsleben abspielt4 ,man kann daher den ,bandwurm als eine ,tierkolonie auffassen4 ,die ,glieder mit legereifen ,eiern stoen sich ab und gelangen mit dem ,kot des ,wirtstieres ins ,freie4 ,die ,eier enthalten einen kugelfrmigen ,embryo1 der mit sechs ,haken versehen ist1 und haben eine feste1 zhe ,umhllung1 die allen ,witterungseinflssen trotzt4 ,sie befinden sich vorzugsweise in ,dunghaufen1 werden aber auch vom ,winde berallhin verschleppt4 ,gelangen sie spter in den ,magen eines ,tieres1 z4 ,b4 einer ,maus1 einer ,ratte oder eines ,kaninchens1 so schlpft der ,embryo aus1 bohrt sich vermittels seiner ,haken durch die ,magenwand und wandert in ein ,organ oder auch in das ,muskelfleisch4 ,hier legt sich der ,embryo fest und wird zur ,finne1 die eine mit wriger ,flssigkeit angefllte ,blase darstellt1 in derem ,innern die ,anlage des spteren ,bandwurmkopfes eingebettet ist4 ,die ,finne1 auch ,blasenwurm genannt1 bleibt in diesem verkapselten ,zustande lange ,zeit1 unter ,umstnden bis zu #bj ,jahren lebensfhig4 ,wird mit ,finnen behaftetes ,fleisch von einem ,tier oder vom ,menschen in rohem ,zustande genossen1 so verwandelt sich die ,finne im ,darm zum ,bandwurmkopf1 an den dann allmhlich die ,glieder heranwachsen4 ,die abgestoenen1 legereifen ,glieder werden vom ,kopf aus durch neue ,glieder ersetzt4 ,der grte ,bandwurm ist der ,grubenkopf 7,dibothriocephalus latus71 der mit #cjjj-djjj ,gliedern eine ,lnge von #i m erreichen kann4 ,die ,finne lebt in ,fischen1 besonders im ,hecht und in der ,quappe4 ,sidenote3 ,naturgesetze der ,fruchtbarkeit ,die ,eierproduktion der einzelnen ,glieder ist ungeheuer gro4 ,ein ,glied des gewhnlichen ,menschenbandwurms 7,taenia solium7 enthlt etwa #ejjjj ,eier4 ,wenn tglich nur drei ,glieder legereif werden1 so wrden im ,jahre #ij ,millionen ,eier erzeugt werden1 von denen freilich nur ein geringer ,teil zur weiteren ,entwicklung gelangt1 etwa von fnf bis zehn ,millionen nur eins4 ,die gewaltige ,eiproduktion ist also notwendig1 um ein ,aussterben des ,bandwurms zu verhindern4 ,die ,natur verfolgt berhaupt das ,prinzip1 ,tiere1 die groen ,gefahren ausgesetzt sind1 durch eine reiche ,fortpflanzung vor dem ,untergang zu schtzen4 ,die ,vermehrung der ,maus1 die berall1 wo sie sich sehen lt1 bedroht wird1 ist sehr gro4 ,die jungen ,tiere werden frh geschlechtsreif1 die ,wrfe sind sehr zahlreich und folgen sich sehr schnell4 ,die ,hausmaus wird bereits im ,alter von sechs ,wochen fortpflanzungsfhig und bringt im ,laufe eines ,jahres fnf- bis sechsmal ,junge zur ,welt4 ,bekannt ist die groe ,fruchtbarkeit des ,kaninchens4 ,ebenso wie die ,muse ist das ,kaninchen unmittelbar nach dem ,werfen wieder begattungsfhig und bringt im ,laufe des ,sommers #e-f ,wrfe mit #d-ab ,jungen zur ,welt4 ,die groen ,raubvgel1 ,adler und ,geier1 die keinen ,gefahren ausgesetzt sind1 legen nur #a-b ,eier und machen jhrlich nur eine ,brut1 die kleinen ,singvgel1 die viel ,feinde haben1 und deren ,bestand auerdem durch die im ,frhjahr und ,herbst stattfindenden ,wanderungen erheblich gelichtet wird1 machen meist zwei1 bisweilen sogar drei ,bruten mit ,gelegen von #d-f ,eiern4 berall also das ,prinzip der schnellen und reichlichen ,vermehrung1 wenn die ,art sehr gefhrdet ist1 und im ,gegenteil dazu das ,prinzip der ,sparsamkeit1 wenn eine natrliche ,bedrohung fehlt4 ,auf diese ,weise bleibt das ,gleichgewicht in dem ,tierbestande der ,natur erhalten4 ,die ,tiere1 die keiner ,gefahr preisgegeben sind und meist ein ,ruberleben fhren1 nehmen infolge sprlicher ,vermehrung nicht berhand1 whrend arg verfolgte ,tiere1 die anderen ,geschpfen zur ,nahrung dienen1 ihren gelichteten ,bestand durch eine reiche ,vermehrung gengend ergnzen4 ,die ,bandwrmer leben als ,finnen und im fertig entwickelten ,zustande nur in ganz bestimmten ,tieren1 und zwar die ,finne stets in einem anderen ,tier als der ,bandwurm4 ,die ,finne des ,schweines und des ,rindes wird im ,darm des ,menschen zum ,bandwurm1 die ,finne der ,maus im ,darm der ,katze oder des ,hundes4 ,die ,finne des ,quesenbandwurmes 7,taenia coenurus71 der im ,darm des ,hundes lebt1 haust im ,gehirn der ,wiederkuer1 besonders der ,schafe1 und erzeugt hier die gefhrliche ,drehkrankheit4 ,die befallenen ,tiere verlieren die ,orientierung1 drehen sich im ,kreise herum1 verweigern die ,nahrung und gehen zugrunde4 ,auf ,schfereien soll man daher streng vermeiden1 das ,gehirn solcher ,schafe an ,htehunde zu verfttern1 um eine weitere ,verbreitung der ,seuche zu verhindern4 ,die den ,bandwrmern nahestehenden ,rundwrmer machen eine hnliche ,metamorphose durch4 ,im ,unterschied von den ,bandwrmern sind bei den ,rundwrmern die ,geschlechter getrennt4 ,die ,befruchtung der stets erheblich greren ,weibchen erfolgt durch ,begattung4 ,die ,rundwrmer oder ,kratzer haben vorn einen mit ,widerhaken besetzten ,rssel1 der sich tief in den ,darm des ,wirtstieres einbohrt und hier schwere ,entzndungen1 die hufig zum ,tode fhren1 erzeugen kann4 ,besonders gefrchtet ist der ,riesenkratzer 7,echinorhynchus hirudinaceus74 ,seine ,eier werden von ,engerlingen der ,mai- und ,rosenkfer gefressen1 in deren ,leiber die ,larven ausschlpfen und heranwachsen4 ,da die ,schweine mit ,vorliebe ,engerlinge verzehren1 so werden sie sehr leicht von dem gefhrlichen ,schmarotzer befallen1 indem sich die ,larve in dem ,darm des ,schweines zum ,wurm umbildet4 ,eine grndliche ,vertilgung der ,maikfer ist auch in dieser ,beziehung fr den ,landwirt auerordentlich wichtig4 ,sidenote3 ,liebesleben der ,schnecken ,unter den niederen ,tieren bieten die ,schnecken viel ,interessantes in ihrem ,liebesleben4 ,die groe ,schlammschnecke 7,limnaea stagnalis71 die in unseren stehenden ,gewssern berall vorkommt1 ist ein ,zwitter4 ,jedes ,tier hat sowohl mnnliche wie weibliche ,geschlechtsteile4 ,trotzdem ist eine gegenseitige ,begattung die ,regel1 bei der das eine ,tier als ,weibchen1 das andere als ,mnnchen sich bettigt4 ,dasselbe ,tier ist also imstande1 einmal die ,liebe als ,frau1 ein anderes ,mal als ,mann zu genieen4 ,dagegen kommt eine gleichzeitige ,bettigung der mnnlichen und weiblichen ,geschlechtsorgane zweier ,partner nicht vor4 ,wohl aber kann sich ein drittes ,tier zu dem ,liebesakt zweier ,schnecken zugesellen4 ,es besteigt das obere ,tier1 welches sich als ,mnnchen bettigt1 und fhrt in dessen freiliegende weibliche ,geschlechtsffnung sein ,zeugungsorgan ein4 ,diese dritte ,schnecke wird hufig von einer vierten und diese wieder von einer fnften vergewaltigt4 ,so entsteht eine ,kette von ,schnecken im ,liebesrausch4 ,das unterste ,tier tritt nur als ,weibchen1 das oberste ,tier nur als ,mnnchen in ,ttigkeit1 alle anderen ,tiere genieen die ,freuden der ,liebe doppelt4 ,verurteilt man die ,schnecke zur ,einzelhaft1 so begattet das liebesdrstige ,tier sich selbst1 indem es das lang vorstreckbare ,zeugungsglied in seine eigne ,scheide einfhrt4 ,bei den ,landschnecken finden wir ebenfalls ein sehr ausgeprgtes ,liebesleben1 in dem die ,tiere durch allerlei grausame ,mittel1 die geradezu sadistisch genannt werden knnen1 sich gegenseitig reizen4 ,die ,landschnecken sind gleichfalls ,zwitter4 ,die liebesbedrftigen ,tiere leiten die ,begattung durch ein seltsames und lange dauerndes ,vorspiel ein4 ,die ,schnecken richten sich in heftiger ,erregung aneinander hoch1 sinken darauf wieder zurck1 um eine ,ruhepause von #ae-cj ,minuten zu machen4 ,dann beginnt das ,spiel von neuem1 das aber jetzt sehr lange1 bisweilen bis zu zwei ,stunden anhlt1 wobei die ,tiere ihre ,krper mit den ,unterseiten aneinander reiben4 ,der ,vorgang endet damit1 da das strker erregte ,tier seinen ,liebespfeil81 ein dolchartiges ,kalkstck seines ,geschlechtsteils1 mit aller ,gewalt tief in den ,leib des ,partners stt4 ,das verwundete ,tier zuckt vor ,schmerz zusammen4 ,das ,schmerzgefhl erhht die ,geilheit1 und nun erfolgt die gegenseitige ,begattung1 bei der jedes ,tier gibt und empfngt4 ,die gegenseitige ,befruchtung dauert bei einigen ,schneckenarten fast eine ,stunde4 ,die afrikanischen ,nachtschnecken besitzen ein ganzes ,bndel solcher ,liebespfeile1 mit denen sie den ,partner durchbohren4 ,andere ,arten haben anstatt eines ,pfeiles einen mit scharfen ,dornen besetzten ,lappen1 mit denen die ,tiere sich reiben4 ,whrend der ,paarung erfolgt eine starke ,schleimabsonderung des ,krpers1 der noch lange die ,spuren eines solchen ,liebesdramas verrt1 besonders wenn der ,schleim mit rotem ,farbstoff gemischt ist1 wie bei einigen italienischen ,schneckenformen4 ,das komplizierte ,liebesleben der ,schnecken ist jedenfalls das ,eigenartigste und ,wundersamste1 was die ,natur1 die unerschpflich ist in ihrem ,schaffen1 auf diesem ,gebiet ersonnen hat4 -- ,sidenote3 ,fortpflanzung und ,liebesleben der ,insekten ,auch bei den ,insekten zeigen ,fortpflanzung und ,liebesleben manch fesselnde und eigenartige ,erscheinung4 ,die ,insekten oder ,sechsfler bilden die artenreichste ,klasse im ganzen ,tierreich4 ,die ,dreizahl beherrscht die ,gliederung des ,krpers1 der in drei ,abschnitte1 ,kopf1 ,brust und ,leib zerfllt1 die deutlich voneinander abgesetzt sind4 ,die scharfe ,abschnrung des ,leibes der ,wespe von ihrer ,brust ist ja als ,wespentaille8 sprichwrtlich geworden4 ,auch die ,brust gliedert sich wieder in drei ,teile3 ,vorderbrust1 ,mittelbrust und ,hinterbrust4 ,der ,krper ist mit einer ,chitinhaut bekleidet1 die aus einer hchst eigentmlichen stickstoffhaltigen ,holzmasse besteht4 ,das ,chitin ist auerordentlich widerstandsfhig gegen uere ,einflsse1 was am besten daraus hervorgeht1 da sich ausgetrocknete ,insektenleiber ohne besondere ,konservierung ,jahrhunderte in ,sammlungen aufbewahren lassen1 ohne da sie ihre ,gestalt verlieren oder irgendeine ,einbue erleiden4 ,bei den ,kfern bildet die sehr harte ,chitinhlle einen festen ,panzer1 bei den ,heuschrecken ist sie eine lederartige ,haut und bei den ,fliegen und ,schmetterlingen dnn und weich4 ,sehr wichtige ,organe fr das ,leben der ,insekten sind die am ,kopf sitzenden ,fhler1 die in erster ,linie dem ,tastsinn dienen1 aber auch das ,gehr und den ,geruch zu vermitteln scheinen4 ,die ,fhler sind von auerordentlich verschiedener ,gestalt1 so da sich eine allgemeine ,angabe berhaupt nicht machen lt4 ,sie sind bald kolbenfrmig1 bald borstenfrmig1 becherartig oder fadenartig dnn und lang und bestehen aus zahlreichen ,gliedern1 deren ,anordnung ebenso mannigfaltig ist1 so da man von gezhnten1 gebltterten oder geschuppten ,fhlern sprechen kann4 ,bei den ,bockkfern erreichen die ,fhler eine auerordentliche ,lnge1 die bei manchen ,arten die ,leibeslnge um ein ,vielfaches bertrifft4 ,die ,bockkfer gebrauchen ihre langen ,fhler als ,balancierstangen beim ,klettern1 indem sie dieselben seitwrts ausstrecken4 ,die ,insekten atmen nicht durch den ,mund1 sondern durch ffnungen 7,stigmen7 am ,leibe und der ,brust1 die mit einem den ,krper durchziehenden ,rhrensystem1 ,tracheen genannt1 in ,verbindung stehen4 ,fast alle ,insekten machen in ihrer ,entwicklung eine ,metamorphose durch4 ,aus den ,eiern schlpfen ,larven1 die sich verpuppen4 ,aus der ,puppe entsteht dann erst das fertige ,insekt1 ,imago genannt4 ,larve und ,imago sehen ganz verschieden aus1 wie es ja unverkennbar in der ,raupe und dem ,schmetterling sich ausprgt4 ,die ,puppen sind freie ,puppen81 wenn die ,gliedmaen des ,insekts bereits frei liegen1 man nennt sie ,mumienpuppen81 wenn sie ein geschlossenes ,ganzes bilden1 an dem die ,leibesteile des fertigen ,insekts nur durch ,furchen oder geringe ,erhhungen angedeutet sind1 und ,tnnchenpuppen81 wenn die ,puppe mit einer besonderen ,hlle1 dem ,kokon1 umgeben ist4 ,bisweilen fehlt das ,puppenstadium4 ,so bildet sich in der im ,wasser lebenden ,larve der ,libelle allmhlich das fertige ,insekt aus4 ,die verwandlungsfhige ,larve kriecht an einem ,pflanzenstengel aus dem ,wasser heraus1 ihre ,haut platzt auf dem ,rcken auf und die fertige1 geflgelte ,libelle steigt heraus wie ein ,phnix aus der ,asche4 ,die ,dauer des ,larvenzustandes und der ,puppenruhe wie die ,lebenszeit des fertigen ,insekts sind sehr verschieden4 ,meist spielt sich der ganze ,vorgang im ,laufe des ,sommers ab1 und das ,insekt stirbt gleich nach der ,fortpflanzung noch vor dem ,winter4 ,die ,lebenszeit der ,insekten ist also eine recht kurze4 ,hufig folgen sich sogar zwei oder mehrere ,generationen im ,laufe des ,sommers4 ,nach ihrer kurzen1 bisweilen nur nach ,stunden zhlenden ,lebensdauer fhrt die ,eintagsfliege ihren ,namen4 ,die ,eintagsfliegen entwickeln sich wie die ,libellen ohne ,puppenstadium unmittelbar aus der ans ,land steigenden ,wasserlarve1 um sofort ihren luftigen ,hochzeitsreigen zu beginnen4 ,ihr kurzes ,dasein1 das jedoch nicht immer nur auf einen ,tag beschrnkt ist1 sondern bisweilen auch #b-c ,tage whren kann1 ist einzig und allein dem ,liebesleben gewidmet4 ,die zarten ,tiere haben nur verkmmerte1 unbrauchbare ,mundteile und nehmen keine ,nahrung zu sich4 ,alles ist auf das ,geschlechtsleben eingestellt4 ,die ,mnnchen vereinigen sich zu ,tausenden und ,millionen1 um ber dem ,wasserspiegel ihre gemeinsamen ,tnze aufzufhren1 an denen die ,weibchen nicht teilnehmen4 ,erscheint ein ,weibchen in der ,nhe des ,tanzplatzes1 so strzen sich mehrere ,mnnchen auf den begehrten ,schatz4 ,eins von ihnen vereinigt sich mit dem ,weibchen1 whrend die brigen sich wieder der tanzenden ,schar zugesellen1 um vielleicht das nchste ,mal mehr ,glck zu haben4 ,das ,mnnchen besiegelt die ,freuden der ,liebe mit dem ,tode1 und auch das ,weibchen geht den ,weg allen ,fleisches1 sobald es die ,eier im ,wasser abgelegt hat4 ,die ,weibchen einiger ,arten verbringen #aj-ad ,tage nach der ,begattung regungslos an einem ruhigen ,ort1 ohne ,nahrung zu sich zu nehmen4 ,in dieser ,zeit entwickeln sich die im ,leibe befindlichen ,eier zu ,embryonen1 die von dem ,weibchen lebendig am ,wasser zur ,welt gebracht werden4 ,die grte europische ,eintagsfliege1 in ,ungarn ,theiblte8 genannt1 erscheint stets an gewissen ,tagen in gewaltiger ,menge1 so da ,land und ,wasser unter den ,tanzpltzen der ,mnnchen mit den ,leibern der ermatteten ,insekten dicht best sind4 ,das ,platzen der ,larvenhllen und das ,ausschlpfen der ,fliegen1 was stundenlang unaufhrlich vonstatten geht1 erzeugt ein rieselndes ,gerusch1 wie ein leiser ,regen4 ,an der ,lippe1 besonders bei ,hamm in ,westfalen1 an der ,maas in ,belgien1 an der ,donau und ,thei in ,ungarn wiederholen sich jedes ,jahr die gewaltigen ,schwrme dieser ,eintagsfliege4 ,beim ,maikfer dauert das ,larvenstadium #c-d ,jahre4 ,der erwachsene ,engerling verpuppt sich im ,august4 ,im ,november kriecht der ,kfer aus und verharrt unter der ,erde1 bis die ,frhjahrssonne im ,mai ihn aus seinem dunkeln ,versteck herauslockt4 ,das ,mnnchen stirbt whrend der lange whrenden ,begattung ab1 wird dann vom ,weibchen abgestreift1 welches sich in die ,erde verkriecht1 um seine ,eier abzulegen und dann ebenfalls zu sterben4 ,bei den ,insekten sind ,fortpflanzung und ,tod auf das innigste miteinander verknpft4 ,es gibt aber auch ,ausnahmen4 ,bei den ,lusen findet eine wiederholte ,fortpflanzung statt4 ,eine ,kopflaus bringt es in #b ,monaten auf etwa #ejjj ,nachkommen4 ,die jungen ,luse1 die keine ,metamorphose durchlaufen1 sondern gleich fertig dem ,ei entschlpfen1 sind bereits in #b-c ,wochen fortpflanzungsfhig4 hnlich liegen die ,verhltnisse bei der ,bettwanze1 die den ganzen ,sommer hindurch eine reiche ,nachkommenschaft erzeugt und dann berwintert1 um im nchsten ,jahre ihre fruchtreiche ,ttigkeit fortzusetzen4 ,die ,wanzen sind beraus lebenskrftig1 vertragen ,klte und langes ,fasten4 ,ein ,forscher hielt eine lebende ,wanze ein halbes ,jahr in ,einzelhaft ohne ,nahrung4 ,ebenso wie das ,puppenstadium oder ,larvenstadium kann unter ,umstnden auch das ,eistadium in der ,entwicklung der ,insekten fortfallen4 ,wir sahen schon1 da es lebendiggebrende ,eintagsfliegen gibt4 ,auch die ,schmeifliegen legen keine ,eier1 sondern die ,maden schlpfen bereits im ,mutterleibe aus4 ,whrend bei vielen ,insekten entweder die ,eier oder ,larven berwintern und dadurch die ,art erhalten bleibt1 berwintern bei den ,wespen die ,weibchen der letzten ,sommergeneration1 um im folgenden ,frhjahr ein neues ,staatenwesen zu grnden4 ,bei den ,bienen hat die ,knigin1 welche bekanntlich die einzige fortpflanzungsfhige weibliche ,biene im ,bienenstaat ist1 ein ,leben von #d-e ,jahren und legt jhrlich #ejjjj-fjjjj ,eier4 ,eine so lange ,lebenszeit eines ,insekts im ,imago-,zustande ist aber eine ,ausnahme4 ,die meisten ,insekten verbringen den grten ,teil ihres ,daseins als ,larve1 und die ,umwandlung zum fertigen ,insekt dient lediglich der ,fortpflanzung und bildet den ,abschlu des ,lebens4 ,bei den ,bienen haben wir drei ,geschlechter zu unterscheiden3 die ,knigin1 welche allein ,eier legt1 die mnnlichen ,drohnen und die ,arbeiter als unfortpflanzungsfhige weibliche ,bienen4 ,die ,knigin wird zu ,beginn ihres ,lebens nur einmal von einer ,drohne befruchtet4 ,sie unternimmt zu diesem ,zweck einen ,ausflug im ,gefolge zahlreicher ,drohnen1 unter denen nur einer das ,glck des ,liebhabers zuteil wird4 ,dann kehrt sie als ,frau8 in den ,stock zurck1 in dem sie als ,gefangene8 unter sorgsamer ,pflege der ,arbeiterinnen lebt1 bis sie von einer neuen1 jungen ,knigin vertrieben wird4 ,ihre ganze ,ttigkeit besteht einzig und allein darin1 ,eier zu legen4 ,der mnnliche ,same wird in besonderen ,samentaschen aufbewahrt und bleibt hier whrend der ganzen ,lebenszeit der ,knigin gebrauchsfhig84 ,die ,knigin hat es nmlich ganz in der ,gewalt1 ob das ,ei1 welches sie legt1 befruchtet werden soll oder nicht4 ,im ersteren ,fall wird das ,ei einen ,augenblick an die ffnung der ,samentaschen angepret1 wodurch einige ,samenfden austreten und mit dem ,ei verschmelzen4 ,soll die ,befruchtung verhindert werden1 so gleitet das ,ei schnell an den ,samentaschen vorbei4 ,aus den befruchteten ,eiern gehen die ,arbeiter hervor1 aus den unbefruchteten ,eiern die mnnlichen ,drohnen4 ,ist der ,inhalt der ,samentaschen erschpft1 was bei zu langer ,lebensdauer der ,knigin eintreten kann1 dann werden nur noch ,drohnen erzeugt1 und da die ,arbeiter fehlen1 so geht ein solcher drohnenbrtiger8 ,stock zugrunde4 ,sidenote3 ,parthenogenesis ,bei den ,bienen haben wir also eine doppelte ,art der ,fortpflanzung1 einmal eine geschlechtliche durch ,zeugung1 und zweitens eine parthenogenetische81 d4 h4 jungfruliche 7,prthenos1 griechische ,bezeichnung fr ,jungfrau74 ,die ,parthenogenesis kommt bei vielen ,insekten vor1 jedoch immer in ,verbindung oder ,abwechslung mit geschlechtlicher ,fortpflanzung4 ,den ,wechsel beider ,arten der ,fortpflanzung nennt man ,heterogonie84 ,so spielt bei den durch ihre vorzgliche ,mimikry ausgezeichneten ,stabheuschrecken die ,jungfernzeugung eine besondere ,rolle4 ,die meisten ,tiere sind weiblichen ,geschlechts2 die viel kleineren ,mnnchen sind sehr selten4 ,die ,fortpflanzung erfolgt fast immer ungeschlechtlich1 und zwar gehen hier aus den parthenogenetischen ,eiern stets ,weibchen hervor4 ,die ,jungfernzeugung setzt sich durch viele ,generationen hindurch fort1 hat man doch von gefangenen ,stabheuschrecken schon mehr als #bj ,generationen auf diesem ,wege entstehen sehen4 ,eine ausschlieliche ,jungfernzeugung scheint jedoch nicht mglich zu sein1 denn sonst brauchte es berhaupt keine ,mnnchen zu geben4 ,zur ,erhaltung der ,art ist1 wenn auch selten1 so doch hin und wieder eine geschlechtliche ,fortpflanzung notwendig4 ,aus den befruchteten ,eiern werden anscheinend nur ,mnnchen erzeugt4 ,kehren wir nach dieser ,abschweifung wieder zur ,honigbiene zurck4 ,wenn die ,knigin nur einmal in ihrem ,leben begattet wird1 wozu1 kann man fragen1 sind dann im ,bienenvolk die vielen ,drohnen notwendig8 ,im ,bienenvolk entstehen im ,laufe des ,sommers junge ,kniginnen aus befruchteten ,eiern1 indem die ,larven von den ,arbeitsbienen mit einem besonders eiweihaltigen ,futterstoff1 dem ,kniginnenfutter81 versorgt werden4 ,durch bessere ,ernhrung wird also aus der weiblichen ,larve anstatt einer unfruchtbaren ,arbeitsbiene eine fortpflanzungsfhige ,knigin auf knstlichem ,wege ausgebildet4 ,ist diese herangewachsen1 dann verlt die alte ,knigin ihr ,heim1 gefolgt von einer groen ,anzahl ,bienen4 ,die ,bienen schwrmen81 wie der ,imker sagt1 um an anderer ,stelle mit der alten ,knigin einen neuen ,staat zu grnden4 ,die junge ,knigin des alten ,stockes bernimmt dort die ,regentschaft und macht im ,verlaufe der ersten #ad ,tage ihren ,hochzeitsflug in ,begleitung zahlreicher ,drohnen4 ,wenn auch nur eine mnnliche ,biene zur ,befruchtung notwendig ist1 so hat die ,masse der ,drohnen doch ihre ,bedeutung4 ,die ,knigin wird bei ihrem ,fluge durch die ,drohnen1 die sie von allen ,seiten umschwrmen1 gegen die ,nachstellungen insektenfressender ,vgel geschtzt1 und hierin ist wohl der ,grund fr die zahlreiche ,drohnenansammlung im ,bienenstock zu erblicken4 ,die meisten ,drohnen kommen niemals in ihrem ,leben zu einer geschlechtlichen ,bettigung4 ,ihre ,lebensaufgabe besteht einzig und allein darin1 die junge ,knigin auf ihrem ,hochzeitsfluge zu beschtzen4 ,die ,drohne1 die von der ,knigin zum ,liebhaber auserkoren wurde1 besiegelt ihr ,glck mit dem ,tode4 ,aber nicht besser ergeht es den brigen ,drohnen1 die die ,knigin begleiteten4 ,ihre ,lebensaufgabe1 den ,hochzeitsreigen der jungen ,herrscherin zu schtzen1 ist erfllt1 und ihr ,dasein hat keine ,berechtigung mehr4 ,bei ihrer ,rckkehr in den ,stock harrt ihrer ein trauriges ,los4 ,die ,arbeiterinnen1 die sie frher sorglich ftterten und pflegten1 fallen ber sie her und tten die elenden ,ritter1 die sich wehrlos in ihr ,schicksal ergeben4 ,einige ngstliche ,gemter suchen sich dem ,blutgericht zu entziehen und verbergen sich in ,schlupfwinkeln1 wo sie elend verhungern4 ,sind im ,sommer keine weiteren ,kniginnen mehr zu erwarten1 dann beginnt ein neues ,blutgericht4 ,die ,drohnen werden von den ,arbeiterinnen abgeschlachtet1 da sie als unntze ,fresser und ,faulenzer berflssig sind4 ,das ,prinzip der ,untersttzung fr ,nichtstun1 das ein ,volk zur ,bequemlichkeit und ,faulheit erzieht1 kennt die strenge ,zucht und ,ordnung des ,bienenstaates nicht6 ,die erste ,arbeit1 welche die junge ,knigin in ihrem neuen ,heim verrichtet1 geht darauf aus1 sich die ,alleinherrschaft zu sichern4 ,sie ttet smtliche noch vorhandenen ,kniginnenlarven in ihren ,zellen4 ,nicht immer gelingt ihr das grausame ,werk4 ,bisweilen wird wieder eine junge ,knigin flgge1 der dann die ,vorgngerin das ,feld rumt1 indem sie mit einem neuen ,schwarm auswandert4 ,das ,auswandern der ,knigin erfolgt1 bevor die neue ,knigin ihre ,wiege verlassen hat4 ,die ,arbeitsbienen bewachen die ,kniginnenzelle mit grter ,sorgfalt und lassen die junge ,herrscherin nicht eher frei1 bis die alte ,knigin das ,feld gerumt hat4 ,befindet diese sich ausnahmsweise noch im ,stock1 wenn ihre ,nachfolgerin ausschlpft1 dann entspinnt sich sofort ein heftiger ,kampf auf ,leben und ,tod zwischen den beiden ,rivalinnen4 ,niemals dulden sich zwei ,kniginnen nebeneinander im ,bienenstaat4 ,verliert ein ,stock durch ,zufall seine ,knigin1 dann ist er nicht dem ,untergang preisgegeben1 da die ,arbeitsbienen jederzeit in der ,lage sind1 ,larven ihresgleichen durch geeignete ,ftterung zur ,knigin heranzubilden4 ,ebenso wie ,knigin- und ,arbeiterlarven wachsen auch die ,drohnen in besonderen ,zellen heran und werden mit einem eigenen ,futter versorgt4 ,die ,lebensdauer der ,arbeiterbienen whrt im ,sommer nicht lnger als #f ,wochen4 ,nur die letzte ,generation berwintert1 um im ,frhjahr1 wenn das ,bienenleben wieder beginnt1 die erforderlichen ,arbeiten verrichten zu knnen4 ,sidenote3 ,ameisen ,bei den staatenbildenden ,ameisen ist ebenso wie bei den ,bienen die ,knigin nur ,eiermaschine1 die die ,fortpflanzung besorgt4 ,die ,arbeiter sind verkmmerte ,weibchen1 zu denen sich noch eine andere ,kaste1 die ,soldaten81 gesellt1 welche ebenfalls unfruchtbare ,weibchen sind4 ber ihre ,lebensaufgabe wie ber die ,arbeitsteilung im ,bienen- und ,ameisenvolk wird uns das sptere ,kapitel ,soziales ,leben und ,staatenbildung8 eingehende ,aufklrung geben4 ,arbeiter und ,soldaten sind ungeflgelt1 die ,knigin und die ,mnnchen der ,ameisen tragen ,flgel4 ,die ,knigin legt jedoch1 sobald sie ihre ,geburtssttte verlassen und ein eigenes ,heim gegrndet hat1 die ,flgel ab4 ,sie wird zum unflugfhigen ,insekt und fhrt bis an ihr ,lebensende die ,herrschaft im ,ameisenstaat1 whrend die jungen1 anfangs geflgelten ,kniginnen auswandern4 ,der ,vorgang ist also gerade umgekehrt wie bei den ,bienen4 ,der erste und einzige ,flug1 den die junge ,knigin unternimmt1 ist der ,hochzeitsreigen1 bei dem die einmalige ,begattung erfolgt4 ,die ,kniginnen der ,ameisen kennen nicht die ,eifersucht1 die die ,bienenkniginnen erfllt4 ,dank ihrer vertrglichen ,natur dulden sich mehrere ,weibchen nebeneinander4 ,bei den ,ameisen gibt es zwischen der ,knigin und den ,arbeiterinnen noch bergangsformen1 d4 h4 ,arbeiterinnen1 die der ,knigin hnlich sind und parthogenetische ,eier legen1 aus denen ,arbeiter hervorgehen4 ,auch die ,arbeiterinnen unterscheiden sich durch ein verschiedenartiges ,aussehen1 es gibt ,formen mit sehr groem ,kopf 7,makroergaten76 und ganz kleine ,tiere 7,mikroergaten74 ,die letzteren sind gewhnlich die ersten ,nachkommen einer jungen ,knigin4 ,fr die ,geschlechtsbestimmung der ,ameisen ist jedenfalls wie bei den ,bienen die ,nahrung1 welche die ,larve erhlt1 von ,einflu4 -- ,sidenote3 ,ibisfliege ,in sehr eigenartiger ,weise verluft das ,fortpflanzungsgeschft der zu den ,zweiflglern gehrenden ,ibisfliege 7,atherix ibis71 die am ,wasser lebt4 ,zur ,ablage der ,eier bilden die ,weibchen groe ,gesellschaften4 ,ein ,weibchen klammert sich an einem ber dem ,wasser hngenden ,zweig an1 heftet den ,eiklumpen fest und stirbt sofort4 ,auf den toten ,krper lt sich ein zweites ,weibchen nieder1 benutzt diesen als ,brutsttte und bleibt als ,leiche daran hngen4 ,so geht es unaufhrlich fort1 bis sich schlielich ein groer ,klumpen toter ,fliegen gebildet hat1 der wie eine ,traube herunterhngt4 ,die aus den ,eiern schlpfenden ,larven ernhren sich zunchst von den toten ,leibern ihrer ,mtter und lassen sich dann ins ,wasser herabfallen1 um ihre weitere ,entwicklung fortzusetzen4 ,die schwarze ,ibisfliege mit glashellen ,flgeln lebt in ,mitteleuropa1 ist aber nirgends hufig4 ,sidenote3 ,gallwespen ,an den ,blttern der ,bume sehen wir hufig eigentmliche1 kugelfrmige ,gebilde4 ,sie rhren von einem ,insekt her1 der ,gallwespe4 ,die ,gallwespen bringen ihre ,eier durch einen ,stich in das ,fleisch eines ,blattes4 ,hier schlpfen die ,larven aus4 ,es bildet sich dann die ,galle1 die die ,larve vllig umschliet4 ,ihre ,entstehung wird also nicht allein durch den ,stich der ,wespe hervorgerufen1 sondern auch durch ,einwirkung der ,larve auf die ,zellen des ,blattes4 ,der ,vorgang selbst ist jedoch unbekannt4 ,in der ,galle macht dann die ,larve ihre ganze ,entwicklung bis zum fertigen ,insekt durch4 ,hufig enthlt eine ,galle mehrere ,larven in besonderen ,zellen4 ,bei den ,gallwespen wechselt geschlechtliche und ungeschlechtliche ,fortpflanzung ab4 ,sidenote3 ,schlupfwespen ,die ,schlupfwespen oder ,ichneumoniden legen ihre ,eier in die ,leiber anderer ,insekten1 deren ,raupen und ,puppen1 oder in die ,eier4 ,die ,larven wachsen im ,innern des ,wirtstieres heran1 verpuppen sich hier1 um schlielich als fertige ,schlupfwespe zum ,vorschein zu kommen4 ,bei einigen ,arten verlassen die ,larven vor der ,verpuppung ihre lebende ,behausung4 ,das ,schmarotzertum hat in den meisten ,fllen den ,tod des ,wirtstieres zur ,folge4 ,da die ,ichneumoniden mit ,vorliebe die forstschdlichen ,insekten zu ihrem ,brutschmarotzertum auswhlen1 so sind sie auerordentlich ntzlich und tragen in erster ,linie zur ,bekmpfung von ,insektenkalamitten bei1 vielleicht ebenso gut oder noch besser als die insektenfressenden ,vgel1 die durch ,vertilgung von ,schlupfwespen ihren sonst so groen ,nutzen1 den sie als ,insektenfresser stiften1 teilweise wieder aufheben4 ,man hat infolgedessen versucht1 die wirtschaftliche ,bedeutung der ,vgel herabzusetzen und den ,vogelschutz aus diesem ,grunde fr unntig zu erklren1 eine ,auffassung1 die aber mit den wertvollen ,versuchen unseres ersten ,vogelschtzers1 des ,freiherrn von ,berlepsch1 nicht im ,einklang steht4 ,dieser verdienstvolle ,ornithologe hat durch jahrelange ,versuche in seiner ,vogelschutzstation ,seebach nachgewiesen1 da der ,nutzen der ,vgel zur ,bekmpfung einer ,insektenkalamitt gewaltig gro ist4 ,whrend in seiner ,forst1 die durch ,nistksten und ,vogelschutzgehlze ein wahres ,vogelparadies ist1 seit langen ,jahren keine ,raupenplage auftrat1 wurde die angrenzende ,staatsforst1 in der kein organisierter ,vogelschutz betrieben wird1 zu gleicher ,zeit wiederholt von schwerem ,raupenfra heimgesucht1 der stets an der ,grenze des vogelreichen ,berlepschschen ,reviers haltmachte -- ein deutlicher ,beweis1 da die ,ttigkeit der ,vgel bei weitem hher eingeschtzt werden mu als der ,nutzen der ,schlupfwespen4 -- ,illustration3 ,abbildung #h ,james' ,pre ,agency1 ,london ,fliegender ,fisch ,illustration3 ,abbildung #i ,james' ,pre ,agency1 ,london ,schwertfisch ,sein ,schwert ist eine gefhrliche ,angriffswaffe ,sidenote3 ,polyembryonie4 ,eineiige und zweieiige ,zwillinge ,die ,fortpflanzung der ,schlupfwespen zeigt noch eine andere ,eigentmlichkeit4 ,bei einigen ,arten kommt aus einem ,ei nicht eine einzelne ,larve heraus1 sondern es schlpfen aus demselben ,ei eine ganze ,anzahl von ,larven1 die nach ,hunderten zhlen knnen4 ,diesen eigenartigen ,vorgang1 die ,entwicklung vieler ,individuen aus einem einzigen ,ei1 hat man ,polyembryonie8 genannt4 ,alle aus demselben ,ei hervorgegangenen ,wespen haben stets das gleiche ,geschlecht4 ,ein hnlicher ,vorgang wurde sogar bei den ,sugetieren festgestellt4 ,bei einem sdamerikanischen ,grteltier spaltet sich das ,ei in vier ,teile1 aus denen sich je ein ,individuum entwickelt4 ,auch die ,zwillingsgeburten des ,menschen entstammen nicht immer zwei ,eiern1 sondern bisweilen nur einem ,ei1 das zwei ,zellkerne enthlt4 ,die ,wissenschaft unterscheidet daher eineiige8 und zweieiige8 ,zwillinge4 -- ,sidenote3 ,fortpflanzung1 ,liebesleben und ,brutpflege der ,fische ,unter den ,fischen gibt es einige ,arten1 die man als lebendiggebrend bezeichnen kann1 da der ,laich bereits im ,mutterleibe auskommt und die jungen ,fischchen also lebend geboren werden4 ,hierzu gehren ,haifische1 ,rochen1 einige ,zahnkarpfen und mehrere andere ,arten4 ,bei den lebendiggebrenden ,fischen findet eine regelrechte ,kopulation der ,geschlechter statt1 wobei hufig eigenartige ,stellungen eingenommen werden4 ,so schlingt bei den ,haien sich das ,mnnchen kreisartig um den ,krper des ,weibchens herum1 um die zu einem ,begattungsorgan umgebildete ,bauchflosse in die weibliche ,geschlechtsffnung einzufhren4 ,die ,vereinigung whrt etwa #bj ,minuten4 ,bei den meisten ,fischen ist eine uere ,befruchtung die ,regel1 indem beide dicht nebeneinander stehenden ,geschlechter ihre ,zeugungsprodukte ins ,wasser entleeren1 wo das ,sperma sich mit den ,eiern vermischt4 ,dem ,laichakt gehen hufig erregte ,liebesspiele voraus4 ,die ,fische reiben sich81 d4 h4 ,mnnchen und ,weibchen schwimmen dicht aneinander vorbei und berhren sich mit dem ,bauch oder den ,seiten4 ,schmerlen und ,schleie reiben mit den verdickten ,strahlen ihrer ,bauchflossen die ,weibchen1 um sie geschlechtlich zu reizen4 ,einen sehr erregten ,liebestanz fhrt eine kleine ,barbe 7,danio rerio ,h47 auf1 die ein beliebter ,zierfisch in der ,aquarienliebhaberei ist4 ,mnnchen und ,weibchen wirbeln umeinander herum1 wobei das ,mnnchen das ,weibchen fortwhrend mit dem ,maule stt und pufft4 ,schlielich hebt das ,mnnchen von unten mit dem ,kopf das ,weibchen bis zur ,oberflche des ,wassers empor1 wo sich beide im ,sinnenrausch mit zappelnden ,bewegungen umeinander herumschleudern4 ,die meisten ,fische leben polygam1 und zwar verkehrt entweder ein ,weibchen mit mehreren ,mnnchen 7,polyandrie71 oder es besitzt ein ,mnnchen mehrere ,weibchen 7,polygynie74 ,die ,haie und wenige andere ,fische leben monogam4 ,die ,haifische sollen sogar eine lebenslngliche ,ehe schlieen4 ,die ,fruchtbarkeit der ,fische ist ungeheuer gro4 ,die ,scholle legt je nach ihrer ,gre #ijjj-ejjjjj ,eier4 ,der ,dorsch produziert sogar mehrere ,millionen ,eier in einer ,laichperiode4 ,im ,gegensatz dazu legt der ,stichling jhrlich nur #hj-ajj ,eier1 was wohl die geringste bei den ,fischen vorkommende ,eizahl ist4 ,die ,eier werden entweder einzeln abgelegt1 oder sie bilden ,schnre und ,klumpen4 ,der ,laich wird teils an ,pflanzen oder ,steinen angeheftet1 oder er sinkt vermittels seiner natrlichen ,schwere zu ,boden1 oder schwimmt frei im ,wasser in einer bestimmten ,tiefe4 ,die letztere ,art der ,eier besitzen dann besondere ltropfen1 welche das spezifische ,gewicht verringern1 oder auch ,schwebevorrichtungen in ,gestalt von ,fden und ,borsten4 ,manche ,seefische laichen in groen ,tiefen1 der ,aal z4 ,b4 in #ajjj m ,tiefe4 ,die ,entwicklung des ,laiches ist hauptschlich von der ,temperatur des ,wassers abhngig4 ,forellenlaich entwickelt sich bei #b;,c in #bje ,tagen1 bei #aj;,c dagegen in #da ,tagen4 ,die ,entwicklungsdauer der ,eier unter normaler ,temperatur schwankt je nach der ,fischart zwischen einigen ,tagen und mehreren ,monaten4 ,beim ,karpfen betrgt sie etwa eine ,woche1 bei den ,lachsen #b-c ,monate4 ,nicht alle jungen ,fische haben bei der ,geburt gleich ihre richtige ,fischgestalt1 sondern besitzen bisweilen anfangs eine ,larvenform1 aus der sich erst allmhlich der vollendete ,fisch herausbildet4 ,dies ist bei den ,neunaugen1 dem ,aal und den ,plattfischen der ,fall1 worber in dem ,kapitel ,wanderungen der ,tiere8 noch nher berichtet werden soll4 ,die meisten ,fische kmmern sich nicht um den ,laich und ihre ,nachkommenschaft1 einige machen jedoch eine ,ausnahme und bettigen sich in einer mehr oder weniger ausgeprgten ,brutpflege1 die in hchster ,weise bei den nestbauenden ,fischarten hervortritt4 ,andere ,fische bauen zwar keine ,nester1 aber sie wissen in anderer ,weise sehr geschickt1 man knnte fast sagen sinnig1 fr eine geeignete ,kinderstube zu sorgen4 ,das ,weibchen des ,bitterlings 7,rhodeus amarus7 bringt den ,laich vermittels seiner langen1 wurmartigen ,legerhre in die ,kiemen der ,malermuschel4 ,da die ,schalen dieser ,muschel in der ,kiemengegend etwas klaffen1 so kann die ,legerhre des ,fisches nicht beschdigt werden1 wenn die ,muschel ihre ,schalen schliet4 ,whrend des ,laichaktes hlt sich das ,mnnchen in der ,nhe auf1 um seinen ,samen in den ,atemschlitz der ,muschel zu ergieen1 sobald das ,weibchen abgelaicht hat4 ,die ,befruchtung des ,laiches erfolgt also innerhalb der ,muschel4 ,die in den ,kiemen der ,muschel ausgeschlpfte ,fischbrut gelangt durch die ,kloakenffnung ins ,freie4 ,die ,muschel erleidet durch den eigentmlichen ,ammendienst keinen ,schaden4 ,das ,vorhandensein von ,fischlaich in der ,malermuschel wurde zuerst im ,jahre #aghg bekannt1 und #ahfi entdeckte ,noll1 da der ,bitterling der ,urheber dieser eigentmlichen ,erscheinung ist4 ,der ,bitterling ist ein zu der ,familie der ,karpfen gehrender1 kleiner europischer ,flufisch1 mit grnem ,rcken und silberglnzenden ,seiten4 ,in der ,fortpflanzungszeit legt das ,mnnchen ein farbenprchtiges ,kleid an4 ,der ganze ,krper enthlt einen schnen ,schillerglanz1 in dem ,stahlblau und ,violett besonders hervortreten4 ,die ,krperseiten sind durch einen smaragdgrnen ,lngsstreifen geziert4 ,brust und ,bauch sind orangegelb1 ,rcken- und ,afterflosse hochrot4 ,das ,weibchen des ,butterfisches 7,pholix gunellus7 whlt als ,brutofen das ,bohrloch einer ,muschel1 rollt sich in ,schlangenwindungen um die ,eier und verharrt in dieser ,stellung1 bis die ,jungen ausschlpfen4 ,hier findet also eine regelrechte ,brutpflege statt4 ,der ,butterfisch hat aalhnliche ,gestalt und glatte ,haut4 ,er lebt in den ,kstengewssern ,nordeuropas und im ,nrdlichen ,eismeer4 ,die ,cichliden1 welche ,flsse und ,seen der ,tropen bewohnen1 brten den ,laich in ihrem ,maule aus und fhren daher auch den ,namen ,maulbrter84 ,im ,maule der ,mutter verbleiben auch die embryonenhaften ,jungen so lange1 bis sie ,fischgestalt erhalten haben1 was etwa #ad ,tage whrt4 ,whrend dieser ,zeit erweitert sich beim alten ,fisch die ,haut des ,unterkiefers zu einem ,sack1 in dem die junge ,brut heranwchst4 ,die ,jungen werden nach ,verlassen der sonderbaren ,kinderstube noch lngere ,zeit von dem alten ,fisch gefhrt4 ,bei ,gefahr sammeln sie sich vor dem ,kopf der ,mutter4 ,diese ffnet das ,maul und die ,jungen schlpfen hurtig hinein4 ,ist die ,gefahr vorber1 so gibt die ,alte ihre ,kinder wieder frei4 ,im ,gegensatz zu den meisten anderen ,fischen ben bei den ,maulbrtern nicht die ,mnnchen1 sondern meist die ,weibchen die ,brutpflege aus4 ,das ,fortpflanzungsgeschft der ,fische hat so viel ,interessantes und ,eigenartiges1 da wir auch noch einen ,blick auf die absonderliche ,brutpflege der ,seepferdchen und ,seenadeln werfen wollen4 ,das ,mnnchen dieser sonderbaren ,fische besitzt eine ,bruttasche1 in die das ,weibchen den ,laich legt4 ,nach ,empfang der ,eier wird die ,bruttasche wasserdicht geschlossen4 ,die ,eier werden in der ,bruttasche befruchtet1 betten sich in die ,haut ein und werden hier durch eine eiweihaltige ,flssigkeit1 die aus der ,haut kommt1 ernhrt4 ,wir sehen also bei diesen ,fischen eine ,einrichtung1 die an die ,placenta1 den ,mutterkuchen der ,sugetiere1 erinnert1 der ja bekanntlich den ,embryo ernhrt4 -- ,so finden wir bereits bei den ,fischen die erste ,anlage zur ,entwicklung des ,sugetiers -- ein vortrefflicher ,hinweis fr die gemeinsame ,abstammung aller ,lebewesen4 ,umgekehrt zeigt die ,ontogenie der ,sugetiere den einstigen ,fischahnen4 ,der ,embryo aller ,sugetiere erhlt auf einer gewissen ,stufe seines ,wachstums am ,halse ,kiemenbgen1 wie sie nur die ,fische haben1 die sich spter wieder zurckbilden1 und die ,gliedmaen sprieen zuerst als flossenartige ,plttchen aus dem ,krper hervor1 um sich dann zu ,fen und ,hnden umzubilden4 ,die ehemalige ,fischnatur flackerte also noch einmal in der ,keimesentwicklung auf4 ,sidenote3 ,amphibien ,bei den ,amphibien findet hnlich wie bei den ,insekten eine ,metamorphose statt4 ,aus den ,eiern schlpfen ,larven1 die im ,wasser leben und sich erst allmhlich zum fertigen ,tier umwandeln1 indem die ,kiemen einschrumpfen1 ,lungenatmung eintritt und gleichzeitig die ueren ,gliedmaen am ,krper herauswachsen4 ,auf diese ,weise entsteht aus der ,kaulquappe der ,frosch4 ,einige ,frsche zeichnen sich durch eine absonderliche ,brutpflege aus4 ,bei dem in ,chile lebenden ,nasenfrosch 7,rhinoderma darwini7 bildet die ,brust- und ,bauchhaut einen weiten ,sack1 der mit der ,mundhhle in ,verbindung steht4 ,in diese ,bruttasche steckt das ,mnnchen die vom ,weibchen in seiner ,gegenwart abgelegten und von ihm befruchteten ,eier4 ,der ,frosch lebt monogam1 und das ,weibchen legt die ,eier einzeln oder paarweise innerhalb mehrerer ,tage4 ,auch die ,kaulquappen machen die ganze ,metamorphose in dem ,kehlsack des ,vaters durch und werden erst als wohlentwickelte ,frsche gewissermaen aus dem ,maule des ,vaters geboren4 ,der ,nasenfrosch fhrt seinen ,namen nach dem langen1 spitzen ,fortsatz seines ,maules1 der wie eine spitze ,nase aussieht4 ,der sehr kleine1 nur #c cm lange ,frosch ist grn1 gelb oder auch rotbraun gefrbt mit dunkler ,linienzeichnung auf der ,oberseite4 ,das ,mnnchen der ,geburtshelferkrte 7,alytes obstetricans7 wickelt sich den ,laich des ,weibchens1 der in langen ,schnren abgelegt wird1 um die ,schenkel der ,hinterfe und schleppt die ,last mit sich umher1 bis die ,eier gereift sind4 ,dann begibt es sich ins ,wasser1 wo die ,krtenlarven auskriechen1 um hier ihre #b-c ,jahre whrende ,umwandlung durchzumachen4 ,die amerikanische ,wabenkrte oder ,pipa 7,pipa americana7 besitzt im weiblichen ,geschlecht auf dem ,rcken eine groe ,anzahl wabenhnlicher ,bruttaschen4 ,bei der ,paarung umfat das ,mnnchen1 wie es bei den ,frschen blich ist1 den ,bauch des ,weibchens mit den ,vorderfen4 ,das ,weibchen stlpt seine ,kloake weit nach oben heraus2 die ,eier werden durch den ,druck des ,mnnchens herausgepret und von dem ausflieenden ,sperma befruchtet4 ,durch den ,druck des ,mnnchens werden die ,eier ber den ,rcken des ,weibchens gleichmig verteilt1 so da in jede ,bruttasche ein ,ei eingebettet wird4 ,die aus den ,eiern schlpfenden ,larven bleiben in den ,bruttaschen der ,mutter1 bis sich die ,umwandlung zur fertigen ,krte vollzogen hat4 ,ein brasilianischer ,laubfrosch 7,phyllomedusa hypochondrialis7 legt seine ,eier auf ,blttern1 die ber dem ,wasser hngen1 ab und klebt dabei mit der ,gallerte des ,laiches das ,blatt zu einer ,tte zusammen1 in der die ,eier auskommen4 ,der ,schaum1 der die ,eier umgibt1 wird flssig1 und in dieser in der ,blattfalte stehenden ,flssigkeit fristen die ,larven die erste ,zeit ihres ,lebens4 ,allmhlich lst sich die ,tte auf1 und die ,jungen fallen ins ,wasser1 wo sie ihre ,entwicklung vollenden4 ,ein anderer ,frosch1 ,arthroleptis seychellensis1 der1 wie der ,name sagt1 auf den ,seychellen vorkommt1 brtet seine ,eier in feuchtem ,laub aus4 ,die ,larven heften sich mit dem ,bauch auf dem ,rcken des alten ,frosches fest1 werden durch dessen ,haut ernhrt und machen hier ihre ,umwandlung durch4 -- ,sidenote3 ,reptilien ,im ,gegensatz zu den ,lurchen entschlpfen die ,reptilien im fertig ausgebildeten ,zustande dem ,ei4 ,eine ,brutpflege tritt nur bei einigen ,krokodilen auf1 die die ,eier bewachen und die ,jungen ins ,wasser fhren1 sowie bei einigen ,riesenschlangen1 welche ihre ,eier ausbrten4 ,sonst kmmern sich gerade die ,reptilien am wenigsten um ihre ,nachkommenschaft4 ,die ,nilkrokodile vergraben ihre ,eier in den ,sand in der ,nhe des ,wassers4 ,die amerikanischen ,arten dagegen errichten regelrechte ,brutfen aus feuchtem ,laub und ,pflanzenteilen1 die sie zu einem ,haufen zusammenschichten1 in dem die ,eier geborgen werden4 ,das vermodernde ,laub erzeugt hohe ,wrme1 die die ,eier zeitigt4 ,sidenote3 ,brutfen der ,wallnister ,dieser knstliche ,brutofen der ,krokodile fhrt uns zu den ,vgeln1 unter denen die zu den ,hhnervgeln gehrenden australischen ,wallnister ebenso verfahren4 ,auch diese stellen aus ,laub und ,erde einen groen ,haufen her1 in dem sie die ,eier unterbringen4 ,sie brten nicht selbst1 sondern die ,eier kommen in diesem ,brutofen durch die hier sich bildende hohe ,temperatur zur ,entwicklung4 ,die jungen ,wallnister verlassen in einem sehr entwickelten ,zustande das ,ei4 ,sie sind die einzigen ,vgel1 die mit einem fertigen ,federkleid zur ,welt kommen und schon im ,alter von wenigen ,tagen flugfhig sind4 ,sie mssen sich vom ersten ,tage ihres ,lebens an allein durch die ,welt schlagen1 da ihre ,eltern sich nicht um sie kmmern4 ,eine ,ausnahme machen nur die ,taubenwallnister1 bei denen eine kurze ,brutpflege stattfindet4 ,das ,mnnchen bewacht die ,brutsttte und deckt sogar bei anhaltend trockner ,witterung eine neue ,laubschicht darauf1 um die zur ,grung notwendige ,feuchtigkeit darin zu erhalten4 ,in der ersten ,zeit bringt es auch die ,jungen abends wieder in dem ,brutofen unter zum ,schutz gegen die ,klte der ,nacht4 ,doch schon nach wenigen ,tagen berlt der ,vater seine ,kinder ihrem eigenen ,schicksal4 ,die ,nistweise der ,wallnister ist offenbar die ursprngliche ,art der ,fortpflanzung der ,vgel1 aus der sich erst im ,laufe der ,zeit ,nestbau und ,brutgeschft entwickelt haben4 ,so treten hier innige ,beziehungen zwischen den ,vgeln und den ,reptilien hervor1 die beide auch in bezug auf den ,bau ihres ,krpers manche ,gleichheiten und hnlichkeiten zeigen1 die darauf hinweisen1 da die ,vgel sich aus den ,reptilien entwickelt haben4 ,die ,richtigkeit dieser ,annahme besttigt der ,urvogel ,archopteryx aus der ,kreidezeit1 der1 wie wir gesehen haben1 den bergang vom ,reptil zum ,vogel bildet4 ,bei den ,vgeln bieten ,liebesleben und ,fortpflanzung so viel ,interessantes1 da es unmglich ist1 all die vielseitigen ,erscheinungen erschpfend zu schildern4 ,das ,liebeswerben der ,mnnchen erfolgt in verschiedenster ,art4 ,die ,singvgel lassen in der ,brunst ihre ,stimme zur vollsten ,entfaltung gelangen4 ,der ,schlag der ,nachtigall in lauer ,maiennacht mit den tiefen1 so zu ,herzen dringenden ,fltentnen ist ihr ,liebeslied4 ,andere ,vgel1 wie die ,raubvgel1 machen ihrem ,weibchen durch prachtvolle ,flugspiele den ,hof1 wieder andere fhren liebestrunkene ,tnze aus1 wie es der ,birkhahn tut1 der sich mit gefchertem ,spiel im ,kreis herumdreht und hohe ,luftsprnge macht1 um sich den liebesbedrftigen ,hennen bemerkbar zu machen4 ,die ,paradiesvgel entfalten in der ,balz ihre prachtvollen1 buntfarbigen ,schmuckfedern zu einem wallenden ,schleier4 ,der verliebte ,pfau schlgt mit seinen verlngerten1 farbenprchtigen ,rckenfedern ein ,rad4 ,bei den ,vgeln sind die ,mnnchen vor den ,weibchen besonders von der ,natur ausgezeichnet worden4 ,sie allein besitzen ein buntfarbiges ,hochzeitskleid1 whrend das weibliche ,geschlecht mit wenigen ,ausnahmen ein unscheinbares ,gewand trgt1 das das ,tier beim ,brutgeschft und bei der ,fhrung der ,kinderschar vor den ,nachstellungen der ,feinde schtzt4 ,sidenote3 ,perverses ,liebesleben der ,laufhhnchen ,eine ,ausnahme machen die in ,sdeuropa und ,asien heimischen ,laufhhnchen1 kleine etwa stargroe ,hhner4 ,bei ihnen ist das ,mnnchen schlicht erdfarben gezeichnet1 whrend das ,weibchen mit einem buntfarbigen ,brustschild geschmckt ist4 ,mit diesem eigentmlichen ,geschlechtsdimorphismus steht auch das ,liebesleben1 das geradezu pervers verluft1 im ,einklang4 ,nicht die ,mnnchen1 sondern die buntfarbigen ,weibchen balzen und fordern ihre unscheinbar gekleideten ,liebhaber zur ,paarung auf4 ,nicht das ,weibchen1 sondern das ,mnnchen baut das ,nest und brtet die vom ,weibchen hineingelegten ,eier aus1 das sich um seine ,nachkommenschaft berhaupt nicht kmmert4 ,unter ,fhrung des ,vaters wachsen die ,jungen heran4 ,bei den ,laufhhnchen sind also die ,rollen im ,fortpflanzungsgeschft vertauscht4 ,die ,mnnchen bernehmen alle ,pflichten der ,weibchen1 die sich vllig emanzipiert haben und die ,rolle des mnnlichen ,geschlechts spielen4 -- ,sidenote3 ,winterbrut des ,kreuzschnabels ,ein sonderbarer ,gesell in ,sachen der ,liebe ist auch unser ,kreuzschnabel1 eine der charakteristischsten ,erscheinungen unserer ,nadelwlder4 ,dieser ,zigeunervogel1 der keine feste ,wohnsttte kennt1 sondern im ,lande umherschweift1 tritt bald hier1 bald da in kleineren oder greren ,trupps auf4 ,so unstet wie sein ,leben1 sind auch seine ,liebesgelste4 ,whrend alle anderen ,vgel bei uns im ,frhjahr und ,sommer zur ,fortpflanzung schreiten1 hlt er sich an keine bestimmte ,jahreszeit4 ,er brtet ebensogut wie im ,sommer auch im ,herbst und ,winter4 ,tragen die ,nadelhlzer reiche ,zapfen1 dann erwacht in dem bunten ,schelm die ,sehnsucht der ,liebe4 ,vom schneebedeckten ,tannenzweig singt er frhlich sein bescheidenes ,lied der ,liebsten ins ,herz1 baut sein ,nest in rauhreifumsponnenen ,zweigen und brtet in der ,winterklte sein ,gelege aus4 ,whrend alle anderen ,vgel in ,schnee und ,eis darben1 zieht er sorglos seine ,kinderschar auf1 denn der reiche ,samen der ,nadelhlzer deckt ihm den ,tisch4 ,eine besondere ,eigentmlichkeit des ,kreuzschnabels ist der ,farbenwechsel seines ,gefieders4 ,nach dem ,ablegen des grauen1 dunkel gefleckten ,jugendkleides erhlt das ,mnnchen zunchst ein gelbes oder auch grnes ,gefieder1 das im zweiten ,jahre mit einem roten ,federkleid vertauscht wird und im ,alter an ,schnheit und ,reinheit der ,farbe immer mehr zunimmt4 ,sidenote3 ,herbstbrunft des ,rothirsches ,die ,zeit der ,liebe ist in der ,tierwelt keineswegs immer an den ,wonnemonat ,mai oder den ,sommer gebunden4 ,im ,herbst1 wenn die ,natur abstirbt1 der ,laubwald sich gelb und rot frbt1 dann erwacht im ,knig unserer ,wlder1 dem edlen ,hirsch1 die ,macht der ,liebe4 ,mit orgelndem ,schrei durchzieht der ,brunfthirsch den ,wald und treibt sich sein ,rudel ,wild zusammen1 um ein ,haremsleben zu fhren4 ,aber nicht in ,ruhe kann er die ,freuden der ,liebe genieen4 ,geringe ,hirsche begleiten stndig den alten ,pascha und seinen ,harem in der ,hoffnung1 da ein gnstiger ,augenblick auch ihnen einen kurzen ,liebesrausch gewhrt4 ,stndig umkreist der ,platzhirsch sein ,rudel und vertreibt mit drhnendem ,schrei die ,beihirsche1 die seine ,schnen zu verfhren drohen und sich gewandt den ernsten ,angriffen des ,starken zu entziehen wissen4 ,eines ,morgens schallt aus der ,ferne der ,brunftschrei eines ,rivalen herber4 ,der ,platzhirsch antwortet mit krftiger ,stimme -- eine ,warnung fr den ,nebenbuhler4 ,doch dieser fhlt sich ebenbrtig4 ,nher und nher dringt sein ,kampfruf herber4 ,der ,platzhirsch zieht ihm laut schreiend entgegen4 ,gesenkten ,hauptes stehen sich die ,recken gegenber1 dann ein lautes ,krachen der ,geweihe1 und es beginnt ein heier ,kampf auf ,leben und ,tod4 ,mit fest ineinandergelegten ,geweihen sucht jeder den anderen zu ,fall zu bringen4 ,der ,kampf wogt hin und her4 ,da gelingt es dem einen ,kmpen1 seine starke ,augsprosse in die ,weichen des ,gegners zu bohren4 ,der ,platzhirsch1 der rechtmige ,inhaber des ,rudels1 bricht zusammen4 ,er ist von seinem ,gegner abgekmpft und zu ,tode geforkelt4 ,noch ein lauter1 weithin schallender ,siegesschrei1 und der ,gegner trollt zu dem ,mutterwild1 um sogleich die ,herrschaft zu bernehmen4 ,die ,tiere1 wie der ,weidmann das weibliche ,wild nennt1 haben dem ,kampf teilnahmlos zugesehen und erkennen ohne weiteres das ,recht des ,strkeren an4 ,sie folgen unbewut einem ,naturgesetz1 das durch die ,auslese im ,kampf ums ,dasein dem ,strkeren das ,vorrecht gibt1 ein hartes und rcksichtsloses ,geschick1 aber doch ein sehr zweckmiges ,mittel1 um die ,art in ihrer ,kraft und ,ursprnglichkeit zu erhalten und sie vor ,degeneration zu bewahren4 ,darum gilt es als weidmnnisches ,gesetz1 die strksten ,hirsche und strksten ,rehbcke niemals frhzeitig im ,jahre abzuschieen1 sondern bis zur ,brunft leben zu lassen4 ,nur hierdurch ist eine gute ,geweih- und ,gehrnbildung gewhrleistet4 ,leider wird gegen diese ,regel noch immer sehr gesndigt1 wozu der ,jagdneid und die ,furcht1 da die gute ,trophe von einem anderen ,schtzen erbeutet werden knnte1 meist die ,veranlassung geben4 ,nicht immer wird von den ,hirschen ein ,kampf auf ,leben und ,tod ausgefochten4 ,dies gehrt sogar zu den ,ausnahmen1 da meist der ,schwchere beizeiten freiwillig das ,feld rumt4 ,in der ,brunft des ,rothirsches liegt eine tiefe ,poesie des deutschen ,waldes4 ,die ,jagd auf den ,brunfthirsch ist die ,krone edlen ,weidwerks1 und nicht mit ,unrecht bilden der schreiende ,hirsch und sein ,kampf mit dem ,rivalen das bevorzugte ,motiv fr den ,jagdmaler4 ,wer den ,zauber der hohen ,jagd kennt1 der wei die herrlichen ,gemlde1 die die ,knstlerhand eines ,krner1 ,deiker1 ,friese1 ,drathmann oder ,wagner schuf1 in ihrer ,gre und ,gewalt zu wrdigen4 ,sidenote3 ,schwarzwild ,noch spter als beim ,rotwild erwacht die ,liebe in dem ritterlichen ,schwarzwild1 das erst im ,winter in die ,rauschzeit eintritt4 ,auch unter den strkeren ,keilern wird bisweilen ein ,liebesduell ausgefochten4 ,doch vermgen sich die ,tiere mit ihren ,gewehren8 oder ,gewaff81 wie der ,jger die ,hauer des ,wildschweins nennt1 keinen besonderen ,schaden zuzufgen1 da die dicke1 mit ,borsten bekleidete ,schwarte einen vorzglichen ,schutz bildet4 ,sidenote3 ,reh ,im ,gegensatz zum ,rot- und ,schwarzwild brunftet das ,reh schon im ,sommer4 ,das ,kitz wird im ,mai gesetzt4 ,die ,tragzeit betrgt #i-aj ,monate4 ,das ist fr ein so kleines ,tier im ,vergleich zu anderen ,sugetieren eine auffallend lange ,zeit4 ,infolgedessen glaubte man frher1 da die ,brunft im ,juli und ,august nur eine ,scheinbrunft sei1 ein ,vorspiel der ,liebe ohne ernstliche ,folgen1 und da die ,befruchtung erst spter im ,november erfolge1 da dann die ,bcke bisweilen die ,ricken wieder treiben4 ,diese ,auffassung beruht jedoch auf einem ,irrtum4 ,durch anatomische ,untersuchung wurde nachgewiesen1 da die ,befruchtung bereits im ,sommer stattfindet1 und da die ,nachbrunft im ,winter nur ein aufflackerndes ,liebesspiel einiger ,bcke ist1 bei dem kein ,beschlag erfolgt4 ,das im ,sommer befruchtete ,ei macht zunchst nur den ersten ,furchungsproze durch1 wandert dann in den ,uterus und ruht hier lange ,zeit ohne weitere ,entwicklung1 die erst im ,dezember einsetzt und dann in der normalen ,weise verluft4 ,dieser eigenartige ,vorgang in der ,fortpflanzungsgeschichte des ,rehes ist eine vorzgliche ,anpassung an die klimatischen ,verhltnisse4 ,im ,sommer1 wo bei reicher sung ,bock und ,ricke auf dem ,hhepunkt ihrer krperlichen ,kraft stehen1 erfolgt die ,paarung1 und das ,kitz wird erst zu ,beginn des nchsten ,sommers gesetzt1 wo das frische ,grn der sugenden ,ricke wieder krftige ,nahrung spendet4 ,sidenote3 ,fledermuse hnlich verhlt es sich mit der ,fortpflanzung der ,fledermuse4 ,die ,paarung findet im ,herbst vor ,beginn des ,winterschlafes statt4 ,der ,same des ,mnnchens ruht in der ,gebrmutter des ,weibchens whrend des ,winters und befruchtet erst im ,frhjahr die am ,eierstock sich bildenden ,eier4 ,im ,mai und ,juni werden die ,jungen geboren1 also in einer fr ihre ,entwicklung sehr gnstigen ,jahreszeit4 ,whrend des ,gebraktes hngt sich die ,mutter nicht wie bei der blichen ,ruhestellung mit den ,hinterfen auf1 sondern mit den ,hnden1 so da also nicht der ,kopf1 sondern der ,leib nach unten gerichtet ist4 ,dann krmmt sie den ,schwanz nach oben1 so da das ,ende der ,flughaut einen ,sack bildet1 in den das ,junge hineinfllt4 ,einige ,arten legen whrend der ,geburt den ,schwanz auf den ,rcken1 so da sich keine ,geburtstasche bilden kann4 ,sie haben am ,ausgang der ,schamteile zwei ,drsen1 an die sich das ,junge noch whrend der ,geburt ansaugt1 um nicht herabzufallen4 ,spter kriechen die ,jungen von den ,drsen oder aus der ,geburtstasche zur ,brust der ,alten herauf und saugen sich an den ,zitzen fest4 ,sie verharren aber nicht dauernd in dieser ,stellung1 sondern haken sich auch mit den ,krallen im ,pelz der ,mutter ein1 die sie stndig mit sich umhertrgt4 ,das zoologisch interessanteste ,gebiet der ganzen ,erde ist ,australien4 ,mit ,ausnahme eines ,wildhundes1 des ,dingos1 einiger ,fledermuse und ,ratten stehen alle ,sugetiere ,australiens noch auf einer primitiven ,stufe der ,entwicklung1 die in der ,art der ,fortpflanzung zum ,ausdruck kommt und sie von allen anderen ,sugetieren scharf trennt4 ,sidenote3 ,eierlegende ,sugetiere ,im ,jahre #ahhd machte der ,jenenser ,zoologe ,wilhelm ,haacke whrend seines ,aufenthalts in ,australien eine aufsehenerregende ,entdeckung4 ,er zog aus der ,hautfalte am ,leibe eines ,ameisenigels 7,abbildung #c7 ein ,ei hervor4 ,ein eierlegendes ,sugetier6 ,wohl hatte man schon in frherer ,zeit die ,behauptung aufgestellt1 da die ,schnabeltiere1 zu denen der ,ameisenigel gehrt1 ,eier legen4 ,aber die ,nachricht klang doch zu mrchenhaft1 um ernst genommen zu werden1 bis es schlielich ,haacke gelang1 ihre ,wahrheit nachzuweisen4 ,die ,schnabeltiere tragen einen ,hornberzug ber die ,kiefer1 die hierdurch wie beim ,vogel zu einem ,schnabel werden4 ,bei den aus mehreren ,arten bestehenden ,ameisenigeln ist der zahnlose ,schnabel lang und dnn1 beim eigentlichen ,schnabeltier dagegen flach und breit wie ein ,entenschnabel 7,abbildung #d74 ,letzteres ist ein ausgesprochenes ,wassertier1 das nach ,art der ,enten mit dem breiten ,schnabel auf dem ,grunde des ,wassers seine aus ,insekten und ,wrmern bestehende ,nahrung aufschnabelt4 ,das ,schnabeltier ist ein vortrefflicher ,schwimmer1 da seine ,zehen mit ,schwimmhuten ausgerstet sind4 ,es baut sich unterirdische ,wohnungen am ,ufer1 in denen es den ,tag schlafend verbringt4 ,im ,gegensatz zum ,schnabeltier sind die ,ameisenigel ,landtiere4 ,ihre ,hauptnahrung bilden ,ameisen1 die sie mit ihrer langen ,zunge aus ,ameisenhaufen herausholen4 ,der ,rcken des ,ameisenigels ist mit ,stacheln bedeckt1 whrend das ,schnabeltier einen dunkelbraunen ,pelz trgt4 ,das eigenartige ,fortpflanzungsgeschft dieser absonderlichen ,tierformen verluft in folgender ,weise4 ,das ,weibchen legt ein oder auch zwei ,eier und schiebt sie mit dem ,schnabel in die am ,leibe befindliche ,bruttasche4 ,die ,schale des ,eies ist lederartig wie die ,schale der ,reptilieneier4 ,im ,brutbeutel nimmt das ,ei mit der ,entwicklung des ,keimlings ganz betrchtlich an ,gre zu1 indem es sich ausdehnt4 ,whrend die ,lnge eines dem ,uterus entnommenen ,eies im ,durchmesser nur #d1e mm betrgt1 hat das reife ,beutelei eine ,lnge von #ae mm4 ,dieses ,wachstum des ,eies steht also ganz im ,gegensatz zum ,vogelei1 das seine ,gre nicht verndert1 und entspricht dem ,vorgang des ,sugetiereies und ,embryos im ,mutterleibe1 nur da die ,entwicklung sich nicht im ,uterus1 sondern auerhalb des ,krpers vollzieht4 ,es ist daher mglich1 da eine ,ernhrung des ,eies im ,beutel durch ,drsenausscheidung aus dem ,krper der ,mutter stattfindet1 indem das ,sekret durch die weiche ,schale aufgesogen wird4 ,das gnzlich hilflose1 embryonenhafte ,junge1 das beim ,ameisenigel nur eine ,krperlnge von #e1e mm hat1 macht seine weitere ,entwicklung im ,beutel durch1 den es erst verlt1 wenn es behaart ist und die ,stacheln durchbrechen4 ,es wird dann von der ,mutter in einer ,erdhhle untergebracht und nur zum ,nhren wieder in den ,beutel genommen4 ,der alte ,ameisenigel hat kein ,gesuge1 sondern es wird ein ,sekret aus ,drsen abgesondert1 das von dem ,jungen im ,beutel aufgeleckt wird4 ,so sehen wir beim ,ameisenigel und ,schnabeltier die ersten ,anfnge des ,sugetiers1 aus denen sich erst spter das vollkommene ,sugetier1 das lebendige ,junge zur ,welt bringt und diese sugt1 entwickelt hat4 ,auch sonst zeigt der ,krperbau der ,schnabeltiere noch manche ,eigenarten1 die im ,vergleich zu anderen ,sugetieren eine viel primitivere ,entwicklung erkennen lassen4 ,ebenso1 wie bei den ,reptilien und ,vgeln1 mnden ,darm1 ,harnleiter und ,fortpflanzungsorgane in einem einheitlichen ,ausgang1 der ,kloake4 ,man bezeichnet daher ,ameisenigel und ,schnabeltier als ,kloakentiere84 ,von den ,eierstcken des ,weibchens bringt nur der linke reife ,eier hervor1 whrend der rechte zwar ,eier bildet1 die aber niemals zur ,entwicklung gelangen4 ,die ,ttigkeit des weiblichen ,geschlechtsapparats ist also ganz auf die linke ,hlfte beschrnkt4 ,hierin tritt eine nahe ,beziehung zu den ,vgeln hervor1 deren ,weibchen nur einen ,eierstock auf der linken ,seite haben4 ,bei den mnnlichen ,kloakentieren liegen die ,hoden nicht auen1 sondern im ,innern der ,leibeshhle1 was durchaus dem ,geschlechtsapparat der mnnlichen ,vgel und ,reptilien entspricht4 ,das an der hinteren ,kloakenwand liegende ,zeugungsglied dient lediglich der ,samenentleerung1 aber nicht wie bei anderen ,sugetieren der gleichzeitigen ,urinentleerung4 ,dasselbe ist auch bei jenen ,vgeln der ,fall1 welche1 wie ,straue und ,enten1 einen ,penis besitzen4 ,illustration3 ,abbildung #aj ,james' ,pre ,agency1 ,london ,tukan ,der gewaltige1 aber sehr dnne und leichte ,schnabel dient als ,fruchtpresse ,illustration3 ,abbildung #aa ,james' ,pre ,agency1 ,london ,amerikanischer ,bison ,das ,gehirn der ,kloakentiere unterscheidet sich wesentlich von dem ,gehirn aller anderen ,suger und zeigt nahe ,beziehungen zum ,reptiliengehirn4 ,sidenote3 ,beuteltiere ,die brigen ,sugetiere ,australiens haben im ,vergleich zu den ,schnabeltieren schon eine hhere ,entwicklungsstufe erreicht1 die aber noch immer gering ist gegenber allen anderen ,sugetieren4 ,wohl gibt es in ,australien die verschiedenartigsten ,formen von ,sugetieren1 die unverkennbar den ,charakter des ,raubtiers1 ,nagetiers1 ,insekten- und ,pflanzenfressers tragen1 aber dennoch durch eine weite ,kluft von diesen getrennt sind4 ,ihre ,jungen kommen in einem ganz unentwickelten1 vllig embryonenhaften ,zustande zur ,welt und werden wie bei den ,kloakentieren noch lngere ,zeit in einem ,brutbeutel getragen1 in dem sie erst heranreifen4 ,in dem ,brutbeutel saugt sich das winzig kleine ,junge1 das beim ,riesenknguruh nur wenige ,zentimeter lang ist1 an die ,zitze der ,mutter fest4 ,die ,mundrnder des ,jungen verwachsen um die ,zitze1 welche anschwillt und das ganze ,maul des ,jungen ausfllt4 ,das ,junge hngt dann dauernd fest an der ,zitze4 ,um eine ausreichende ,atmung zu ermglichen1 schiebt sich der ,kehlkopf des ,jungen in die innere ,nasenffnung hinein4 ,diese besonderen ,vorrichtungen am ,maul und an den ,atmungsorganen verlieren sich spter1 wenn sie infolge des vorgeschrittenen ,wachstums des ,jungen nicht mehr erforderlich sind4 ,man kann also geradezu von einem ,larvenstadium8 bei den ,beuteltieren sprechen1 das der ,larvenform der ,amphibien und niederen ,tiere hnlich ist4 ,die ,jungen verlassen den ,beutel erst1 wenn sie vllig entwickelt sind1 was beim ,riesenknguruh etwa #h ,monate dauert1 kehren aber zum ,saugen noch einige ,zeit lang regelmig wieder in den ,beutel zurck4 ,das junge ,beuteltier wird gewissermaen zweimal geboren1 das erstemal1 wenn es dem ,mutterleibe entsteigt1 und das zweitemal1 wenn es den ,brutbeutel verlt4 ,das bekannteste ,beuteltier ist das ,knguruh1 und jeder aufmerksame ,besucher eines ,zoologischen ,gartens hat wohl schon einmal die ,freude gehabt1 ein junges ,knguruh aus dem ,beutel der umherspringenden ,mutter herausschauen zu sehen4 ,auerdem gibt es ,beutelwlfe1 ,beutelmarder1 ,beuteldachse1 ,beutelratten1 ,beutelspitzmuse1 ,beuteleichhrnchen und ,flugbeutler 7,abbildung #e74 ,wir sehen also1 da ein groer ,teil der ,sugetiere in ,australien in ,form des ,beuteltiers vorkommt1 d4 h4 in einer ursprnglicheren ,gestalt1 in einer primitiveren ,stufe der ,entwicklung4 ,da tatschlich eine gewisse ,beziehung zwischen den ,beuteltieren ,australiens und den entsprechenden ,tierformen anderer ,erdteile besteht1 beweist die ,feststellung des ,gelehrten ,hans ,friedenthal1 da der ,bau der ,haare beider ,tierformen der gleiche ist4 ,eine ,beutelspitzmaus hat ,spitzmaushaar1 und der ,beutelmaulwurf trgt ,maulwurfsfell4 ,wohl nicht mit ,unrecht hat man daher angenommen1 da die ,sugetierwelt ,australiens mit ihren eierlegenden ,arten und mit den ,beuteltieren in dem abgeschlossenen ,erdteil auf einer frheren ,entwicklungsstufe stehengeblieben ist4 ,australien ist das ,land der lebenden ,fossilien84 ,sidenote3 ,der ,dingo1 ein ,wildhund ,australiens ,die einzigen ,tiere1 die als vollwertige ,suger aus der ,reihe der ,beuteltiere heraustreten1 sind der ,dingo1 einige ,fledermuse und ,ratten4 ,der ,dingo ist zugleich die einzige in der ,wildnis vorkommende ,hunderasse4 ,er ist nicht wie ,wolf1 ,schakal oder ,fuchs ein naher ,verwandter des ,hundes1 sondern ein echter ,hund4 ,seine ,farbe ist rot oder rot mit ,schwarz und ,wei gemischt4 ,der ,schwanz ist buschig und hat eine helle ,spitze4 ,ob der ,dingo wirklich ein ursprnglicher ,wildhund ist1 oder ob er1 was wahrscheinlicher ist1 vom ,haushund abstammt1 der erst vom ,menschen nach ,australien verpflanzt wurde und verwilderte1 ist heute eine noch ungeklrte ,frage4 ,den ,aufschlu hierber kann uns allein die ,palontologie geben4 ,freilich glaubt ,frederick ,mc,coy in der mittleren ,tertirschicht ,australiens ,reste des ,dingo nachweisen zu knnen -- eine ,annahme1 die freilich noch der ,besttigung bedarf4 ,erweist sie sich als richtig1 dann ist der ,dingo als ,wildhund zu betrachten1 denn da er in der ,tertirzeit schon vom ,menschen eingefhrt sein sollte1 ist kaum glaubhaft1 zumal der tertire ,mensch noch nicht nachgewiesen ist und1 falls er gelebt hat1 wohl noch keine ,haustiere besessen hat4 ,neben dem ,dingo leben in ,australien noch einige ,fledermuse und ,ratten1 die nicht ,beuteltiere sind4 ,letztere sind jedenfalls erst spter durch ,schiffe eingeschleppt worden1 und die ,fledermuse knnen infolge ihres ,flugvermgens sich unschwer verbreiten4 ,ratten und ,fledermuse sind offenbar keine ,schpfungen der australischen ,tierwelt1 sondern erst spter hierher gelangt4 ,biotechnik ,die ,organe der ,tiere1 auch die ueren ,gliedmaen1 sind zum ,teil sehr sinnreich konstruierte ,apparate1 die sich mit wissenschaftlichen ,instrumenten1 wie sie in der ,physik und ,technik gebraucht werden1 vergleichen lassen1 so da man geradezu von einer ,biotechnik1 einer ,technik des ,lebens1 im ,tierreich reden kann4 -- ,der ,fisch fhrt im ,wasser die verschiedensten ,bewegungen aus4 ,er vermag mit und gegen die ,strmung zu schwimmen1 steigt in vertikaler ,richtung ohne ,flossenschlag auf und nieder1 senkt sich auf den ,boden herab1 bleibt in jeder beliebigen ,tiefe unbeweglich stehen1 oder stellt sich sogar mit dem ,kopf gegen den ,strom1 ohne von ihm fortgerissen zu werden4 ,eine derartige ,anpassung an das ,leben im ,wasser verlangt eine ganz besondere ,ausrstung des ,krpers4 ,sidenote3 ,die ,schwimmblase des ,fisches ,ein wichtiges ,organ fr die ,schwimmkunst der ,fische ist die ,schwimmblase1 die eine vielseitige ,bedeutung hat4 ,die ,schwimmblase liegt unterhalb der ,wirbelsule unter den ,nieren4 ,sie stellt entweder einen lnglichen ,sack dar oder ist durch ,abschnrungen in zwei oder drei ,kammern geteilt4 ,durch einen besonderen ,gang steht sie meist mit dem ,schlunde in ,verbindung1 kann aber auch ganz in sich abgeschlossen sein4 ,sie ist mit einem ,gas gefllt1 das aus ,sauerstoff 7#ae71 ,stickstoff 7#hc7 und ,kohlensure 7#b7 besteht4 ,bei ,tiefseefischen ist der ,sauerstoffgehalt hher und betrgt bis #gj4 ,die ,zusammensetzung des ,gases ist also von der ,beschaffenheit der ,luft verschieden1 und infolgedessen kann die ,fllung der ,schwimmblase1 auch wenn diese mit dem ,rachen verbunden ist1 nicht durch die ,auenluft erfolgen4 ,der in den ,rachen fhrende ,luftgang dient nur der ,ausscheidung berflssigen ,gases4 ,fehlt diese ,rachenverbindung1 so werden die ,gase durch ein besonderes ,organ resorbiert1 durch das ,oval84 ,das ,oval ist ein ,knuel von ,blutgefen1 die das ,gas aufsaugen und in das ,blut berfhren4 ,die ,blutgefe knnen durch eine ,muskelvorrichtung willkrlich geffnet und geschlossen werden1 je nachdem ihre ,ttigkeit aufgenommen oder unterbrochen werden soll4 ,die ,gasfllung der ,schwimmblase geschieht durch zahlreiche ,blutgefe1 rote ,krper8 genannt1 welche vermittels besonderer ,drsen das aus dem ,blut ausgeschiedene ,gas hineinstrmen lassen4 ,die ,schwimmblase dient zunchst zur vertikalen ,bewegung4 ,durch ihre wechselnde ,fllung wird das spezifische ,gewicht des ,krpers verndert1 so da der ,fisch ohne ,schwimmbewegungen im ,wasser aufsteigen und sich senken kann4 ,die ,abschnrung der ,schwimmblase in mehrere ,abteilungen befhigt den ,fisch1 die ,stellung des ,krpers im ,wasser beliebig zu ndern4 ,durch eine verschiedene ,gasfllung der ,kammern wird der ,schwerpunkt des ,krpers verlegt1 wodurch der vordere ,teil1 das ,kopfende1 gehoben oder gesenkt wird4 ,der ,krper steht dann nicht horizontal1 sondern schrg aufwrts oder abwrts4 ,bei einigen ,fischen ist die ,schwimmblase mit dem innern ,ohr durch eine ,knorpelmasse verbunden1 die in einer am ,labyrinth des ,ohrs anliegenden ,membran endigt4 ,hierdurch wird der wechselnde ,wasserdruck1 welchen die ,spannung der ,schwimmblase anzeigt1 auf das ,ohr bertragen4 ,der ,apparat wirkt gewissermaen wie ein ,barometer4 ,auch bei ,fischen1 denen diese ,vorrichtung fehlt1 findet eine bermittlung des ,wasserdrucks auf das ,ohr statt1 indem sich der ,druck des ,schwimmblasenumfangs unmittelbar auf das ,labyrinth fortpflanzt4 ,sidenote3 ,darmatmung ,die ,schwimmblase dient ferner zur ,untersttzung der ,atmung1 die beim ,fisch durch die ,kiemen erfolgt4 ,sie setzt den ,fisch instand1 eine gewisse ,zeit auerhalb des ,wassers durch eine ,zufuhr von ,sauerstoff fortzuleben und schtzt ihn vor einem raschen ,erstickungstode1 der erst eintritt1 wenn der ,sauerstoffgehalt der ,schwimmblase aufgebraucht ist1 was bei manchen ,arten ziemlich lange dauert4 ,auf diese ,weise vertrgt der ,karpfen oder ,hecht1 der von der ,kchin vom ,markt in einem ,netz nach ,hause getragen wird1 den trockenen ,transport ohne ,schaden4 ,die respiratorische ,bedeutung der ,schwimmblase erreicht ihren hchsten ,grad bei den ,lurchfischen4 ,hier ist die ,schwimmblase zur ,lunge umgewandelt1 die mit den im hinteren ,rachen mndenden ,nasenffnungen verbunden ist und das ,tier zur ,luftatmung auf dem ,lande befhigt4 ,die australischen ,lurchfische haben also eine ,doppelatmung1 eine ,atmung durch ,kiemen im ,wasser und eine zweite durch ,lungen auf dem ,lande4 ,sie sind hierdurch imstande1 die ,zeit der ,drre1 in der die ,gewsser austrocknen1 lebensfhig zu berstehen4 ,vielen ,tiefseefischen1 ferner den ,haifischen1 ,plattfischen1 ,makrelen und einigen anderen ,arten fehlt die ,schwimmblase4 ,andere ,arten1 wie ,kofferfische und ,igelfische1 die ebenfalls keine ,schwimmblase haben1 benutzen ihren ,magen als hydrostatischen ,apparat1 indem sie ihn mit ,luft anfllen4 ,die im ,magen aufgespeicherte ,luft schtzt diese ,fische auf dem ,trockenen vor dem ,erstickungstode1 da der notwendige ,sauerstoff durch den ,darm zugefhrt wird1 so da man geradezu von einer ,darmatmung sprechen kann4 ,sidenote3 ,hautsinnesorgane der ,fische ,die ,natur hat die ,fische mit einem besonderen ,hautsinnesorgan ausgestattet1 das man als sechsten8 ,sinn bezeichnen kann4 ,am ,kopf und an den ,seiten des ,krpers befinden sich rhrenartige ,linien1 die durch die ,schuppen ,verstelungen nach auen senden4 ,diese ,seitenorgane8 sind ,sinnesorgane1 mit denen der ,fisch die ,richtung und die ,strke der ,wasserstrmung in feinster ,weise wahrnimmt4 ,nhert sich der ,fisch einem ,stein1 einem ,wehr oder irgendeinem ,gegenstand im ,wasser1 so prallt das vom schwimmenden ,fisch bewegte ,wasser an dem in der ,nhe befindlichen ,hindernis ab und flutet zurck4 ,diese ,rckwrtsbewegung des ,wassers1 auch wenn sie noch so gering und fein ist1 bt auf die ,seitenorgane einen ,druck aus1 der vom ,fisch sofort wahrgenommen wird4 ,die ,seitenorgane dienen also der ,orientierung beim ,schwimmen und sind biologisch von allergrter ,bedeutung4 ,mit ihrer ,hilfe kann der ,fisch1 wenn im trben ,wasser und im ,dunkel der ,nacht das ,augenlicht versagt1 sich sicher und gefahrlos bewegen4 ,sidenote3 ,ohr der ,fische ,die ,fische besitzen mit ,ausnahme der ,haie keine ueren ,ohrffnungen4 ,man nimmt daher an1 da sie taub sind4 ,nur sehr starke ,schallwellen1 wie sie die ,detonation von ,sprengstoffen erzeugt1 werden wahrgenommen1 aber nicht durch ,hren1 sondern durch ,empfinden des in das ,wasser gelangten ,drucks der ,schallwellen1 der an die ,seitenorgane und das ,ohrlabyrinth dringt4 ,eine ,ausnahme scheinen die ,welse und ein ,swasserfisch ,amerikas1 der ,killifisch1 zu machen4 ,durch ,versuche wurde nachgewiesen1 da sie auf durchdringende ,gerusche1 wie schrille ,pfiffe1 reagierten4 ,es bleibt aber fraglich1 ob es sich tatschlich um ein ,hren handelt1 oder ob auch hier vielleicht die ,seitenorgane im ,spiele sind1 die den im ,wasser sich fortpflanzenden ,druck der ,schallwellen bermitteln4 ,einige ,fischarten sind imstande1 mit der ,schwimmblase1 durch ,reibung von ,knochenteilen1 oder durch ,einpressen von ,luft in der ,mundhhle und den ,kiemen ,gerusche hervorzubringen1 wie z4 ,b4 der ,igelfisch1 der ,killifisch und der knurrende ,gurami4 ,da besonders die ,mnnchen in der ,fortpflanzungszeit sich hren lassen1 so darf man vermuten1 da ihre ,liebestne den ,zweck haben1 die ,weibchen anzulocken4 ,diese mssen also die ,laute vernehmen1 ob mit dem ,gehr oder wieder durch ,empfindung des ,drucks der ,schallwellen1 bleibt freilich dahingestellt4 ,genaue ,untersuchungen darber fehlen einstweilen noch4 ,die wahre ,bedeutung des ,fischohres liegt nicht im ,hren1 sondern in andern ,funktionen4 ,wie schon gesagt wurde1 steht bei vielen ,fischen die innere ,ohrffnung mit der ,schwimmblase in ,verbindung und nimmt ihre von der ,wassertiefe abhngige ,spannung wahr4 ,das ,ohr ist ferner der ,sitz eines besonderen ,gleichgewichtssinnes4 ,im ,ohr liegen halbkreisfrmige ,kanle1 die eine ,flssigkeit1 die ,endolymphe1 enthalten4 ,der ,sinn fr das ,gleichgewicht wird durch die ,bewegung dieser ,flssigkeit1 die je nach der ,krperlage wechselt1 ausgelst4 ,zerstrt man die ,kanle1 so ist der ,fisch nicht mehr fhig1 sich im ,gleichgewicht zu halten1 er fhrt schraubenfrmige ,bewegungen aus und schwimmt auf dem ,rcken4 ,das ,ohr unterrichtet schlielich den ,fisch ber die ,geschwindigkeit des ,schwimmens4 ,drei ,gehrsteine1 ,otolithen genannt1 werden bei den ,bewegungen des ,fisches aus ihrer ,lage gebracht und drcken auf das ,labyrinth4 ,die ,strke und ,art des ,drucks zeigt dem ,fisch die ,geschwindigkeit des ,schwimmens an4 ,sidenote3 ,das ,schwimmen der ,fische ,die meisten ,fische haben einen spindelfrmigen ,krper1 der sich mit einem ,torpedo vergleichen lt1 dessen ,bauart der bestmglichen ,wasserverdrngung gerecht wird4 ,kopf und ,schwanz sind mit dem ,rumpf fest verbunden4 ,die ,vorwrtsbewegung beim ,schwimmen wird allein durch die ,schwanzflosse verursacht1 die seitwrts ausschlgt und wie ein ,propeller wirkt4 ,rcken- und ,afterflosse dienen als ,kiel4 ,sie halten den ,krper in gleichmiger ,lage und ,richtung4 ,wird letztere gendert1 so werden ,rcken- und ,afterflosse angezogen1 um die ,wendung zu erleichtern1 und erst wieder entfaltet1 wenn der ,kurs geradeaus geht4 ,die paarweise angeordneten ,brust- und ,bauchflossen dienen nicht als ,ruder1 sondern als ,hhen- und ,seitensteuer sowie zum ,balancieren des ,krpers4 ,fische1 deren ,leib vom ,torpedotyp abweicht1 fhren andere ,schwimmbewegungen aus4 ,der wurmartige ,aal schlngelt beim ,schwimmen den ,leib1 die ,schollen und andere ,plattfische bewegen den flachen ,krper wellenfrmig4 ,die ,rochen gebrauchen ihre lappenartig verbreiterten ,brustflossen als ,flgel4 ,wie der ,vogel mit den ,flgeln1 so fhren sie mit den ,brustflossen wellenfrmige ,schlge von unten nach oben aus4 ,sie fliegen gewissermaen im ,wasser4 ,im ,gegensatz zu den ,schollen und ,rochen1 die mit ihrem platten ,krper wagerecht schwimmen1 gibt es auch ,fische1 die mit einem flachen1 scheibenfrmigen ,krper senkrecht im ,wasser stehen4 ,so hat der im ,amazonenstrom heimische ,blattfisch 7,pterophyllum scalare7 einen platt zusammengedrckten1 blattartigen ,krper4 ,die ,schwanzflosse ist gro und breit1 und die ,rcken- und ,afterflosse sind zu gewaltigen ,segeln geworden4 ,der ,fisch1 der mit seiner grotesken ,krperform kein guter ,schwimmer sein kann1 hlt sich im ,pflanzendickicht in mglichst ruhigem ,wasser auf4 ,der wundersamste ,gesell unter den ,fischen ist der ,mondfisch 7,orthagoriscus mola71 der im ,mittelmeer und im ,atlantischen ,ozean lebt4 ,sein platter1 vertikal stehender ,krper sieht aus wie die ,mondscheibe4 ,after- und ,rckenflosse sind gleich gro und stehen sich oben und unten gegenber4 ,der ,fisch hat sonderbarerweise keinen ,schwanz und ruft daher den ,eindruck eines schwimmenden ,fischkopfes hervor4 ,er wird infolgedessen auch ,schwimmender ,kopf8 genannt 7,abbildung #f74 ,die ,seepferdchen1 die infolge ihrer hchst sonderbaren ,gestalt alles ,fischartige verloren haben1 aber dennoch zu den ,fischen zhlen1 schwimmen vermittels der sehr krftig entwickelten ,rckenflosse1 die sehr schnelle1 zitternde ,bewegungen ausfhrt1 welche sich von vorn nach hinten fortpflanzen4 ,hierdurch werden die benachbarten ,wasserteile nach rckwrts verdrngt1 und durch ihren ,widerstand wird der ,fischkrper vorwrts geschoben4 ,beim ,schwimmen nach rckwrts geht die ,bewegung der ,flossenstrahlen in umgekehrter ,weise vor sich4 ,der ,schwanz dient beim ,schwimmen als ,steuer4 ,er ist auerdem ein ,greiforgan1 mit dem der ,knochenfisch sich an ,gegenstnden1 wie ,tang und ,pflanzenstengeln1 anzuklammern vermag1 wie man es in den ,aquarien der ,zoologischen ,grten jederzeit beobachten kann4 ,die ,seepferdchen1 die keiner ,schausammlung eines ,aquariums fehlen1 ben wegen ihres eigenartigen ,wesens und ihres sonderbaren ,aussehens stets eine besonders groe ,anziehungskraft auf die ,besucher aus4 -- ,sidenote3 ,das ,schwimmen der ,sugetiere ,unter den ,sugetieren finden wir die ,anpassung an das ,wasserleben in der hchsten ,vollkommenheit bei den ,walfischen1 die einen fischartigen ,krper besitzen1 der mit ,flossen ausgerstet ist4 ,die ,vorwrtsbewegung erfolgt wie bei den ,fischen durch die ,schwanzflosse4 ,auf dieselbe ,weise schwimmen auch die ,robben mit ihren zum ,gehen untauglichen hinteren ,gliedmaen1 die zu ,flossen geworden sind4 ,sie liegen in der ,verlngerung der ,lngsachse des ,krpers nach hinten gestreckt4 ,die ,triebkraft erfolgt durch seitliches ,zusammenschlagen ihrer senkrecht stehenden ,flchen4 ,bei den ,fischen1 ,walfischen und ,robben1 die mit der ,schwanzflosse oder den hinteren ,gliedmaen schwimmen1 lt sich die ,art der ,vorwrtsbewegung mit einem ,schraubendampfer vergleichen1 der durch die am hinteren ,ende des ,schiffsrumpfes liegende ,schraube getrieben wird4 ,andere ,wassertiere1 wie ,biber und ,fischotter1 schwimmen mit den ,fen1 deren ,zehen durch ,schwimmhute verbunden sind und als ,ruder benutzt werden4 ,hier kommt das ,prinzip des ,auslegerbootes zur ,geltung4 ,sidenote3 ,das ,schwimmen der ,vgel ,unter den ,vgeln sind die im sdlichen ,eismeer heimischen ,pinguine die besten ,schwimmer4 ,ihre ,flgel sind flossenartig umgebildet1 tragen anstatt ,federn hornartige ,plttchen und werden sowohl beim ,schwimmen an der ,oberflche des ,wassers wie beim ,tauchen als ,ruder benutzt4 ,die nach hinten gestreckten ,fe dienen zum ,steuern 7,abbildung #g74 ,alle brigen ,schwimmvgel1 wie ,gnse1 ,schwne1 ,enten1 ,kormorane und ,taucher1 rudern stets mit den ,fen1 die durch ihre ,schwimmhute breite ,flchen haben4 ,einige ,arten1 wie ,sger und ,lummen1 benutzen beim ,tauchen und ,schwimmen unter ,wasser die ,flgel als ,ruder4 ,die ,wale1 die wie die ,fische ganz an ein ,wasserleben gebunden sind1 haben die ,fhigkeit1 sehr lange unter ,wasser bleiben zu knnen1 ohne ,luft schpfen zu brauchen4 ,die ,finnwale 7,balaenoptera7 sollen sich mehrere ,stunden an der ,oberflche des ,wassers aufhalten und etwa alle zehn ,minuten ,luft holen4 ,hierdurch wird das ,gewebe des ,krpers so reichlich mit ,sauerstoff durchtrnkt1 da das ,tier dann stundenlang in der ,tiefe des ,wassers weilen kann1 ohne zu ersticken4 ,auerdem vermgen die sehr dehnbaren ,lungen viel ,luft aufzunehmen4 -- ,sidenote3 ,das ,schwimmen der ,quallen ,als ein ,fallschirm im ,wasser wirkt der glockenfrmige ,gallertkrper der ,quallen4 ,die gallertartige ,substanz ihres ,krpers ist nur wenig schwerer als das ,meerwasser1 so da nur eine geringe ,kraft erforderlich ist1 um ein ,untersinken zu verhindern1 wobei die schirmartige ,gestalt von groem ,vorteil ist4 ,die ,fortbewegung erfolgt durch ein ,zusammenziehen des weichen ,krpers vermittels einer auf der ,unterseite liegenden ringfrmigen ,muskulatur4 ,beim ,zusammenziehen wird das im ,krper befindliche ,wasser rckwrts herausgepret1 und der hierbei erfolgende ,rcksto treibt das ,tier nach vorn4 ,die ,qualle pumpt sich also gewissermaen vorwrts4 ,die ,rhrenquallen oder ,siphonophoren1 welche nicht ein ,einzelwesen1 sondern1 wie wir spter noch sehen werden1 eine ganze ,kolonie von ,tieren darstellen1 haben oben eine ,gasblase1 die durch eine besondere ,gasdrse gefllt wird4 ,diese ,gasflasche verursacht einen ,auftrieb1 der die ,rhre1 um die die einzelnen ,tiere gruppiert sind1 senkrecht stellt4 ,die zu den ,rhrenquallen gehrende ,segelqualle schwimmt nur an der ,oberflche des ,wassers1 ohne sich herabzusenken4 ,oben auf dem scheibenfrmigen ,krper steht ein groes dreieckiges ,segel1 das den ,wasserspiegel berragt4 ,so wird die ,segelqualle wie ein ,segelschiff durch den ,wind auf dem ,meere getrieben4 ,die ,segelqualle besitzt noch eine andere ,eigentmlichkeit1 sie ist nmlich ,luftatmer4 ,sie hat ein ,system von ,luftkammern1 das oben mit feinen ,poren durchsetzt ist4 ,die in den ,kammern befindliche ,luft wird durch die ,poren ausgepret und durch ,frischluft ersetzt4 ,durch zahlreiche ,verstlungen dringt die ,luft aus den ,kammern in alle ,teile der ,tierkolonie4 ,sidenote3 ,nesselorgane der ,quallen ,die ,quallen sind ferner mit ,nesselorganen ausgerstet1 die als ,fangarme auftreten oder als lange ,fden vom ,krper herabhngen4 ,die ,nesselorgane besitzen kleine ,nesselkapseln1 die einen spiralig aufgerollten ,faden enthalten1 der am vorderen ,ende einen ,dorn trgt4 ,bei ,berhrung wird der ,deckel der ,kapsel gesprengt1 der ,faden schnellt heraus1 bohrt sich mit dem ,dorn in das ,opfer ein1 und der ,nesselsaft ergiet sich in den ,krper4 ,das ,gift lhmt oder ttet kleine ,tiere sehr schnell4 ,diese ,nesselorgane1 die nach dem ,prinzip der ,dynamitbombe1 die durch ,aufschlag explodiert1 konstruiert sind1 sind bei den ,rhrenquallen besonders stark entwickelt4 ,wie ein ,maschinengewehr beschieen die zahlreichen ,nesselkapseln ein ,tier1 das mit den ,fangfden in ,berhrung kommt4 -- ,sidenote3 ,kletterbewegungen der ,affen ,viele ,sugetiere sind ausgezeichnete ,kletterer4 ,obenan stehen die ,affen als echte ,baumtiere4 ,die krftige ,muskulatur ihrer langen ,arme und ,beine und die zu ,greiforganen gewordnen ,fe befhigen sie hierzu in hohem ,mae4 ,bei einigen ,affen ist auch der lange ,schwanz zum ,greiforgan geworden1 das die khnen ,turnknste vortrefflich untersttzt4 ,die ,kapuziner- oder ,rollschwanzaffen benutzen beim ,klettern ihren ,schwanz zum ,festhalten1 indem sie das ,ende um einen ,ast ringeln1 und knnen sich sogar am ,schwanz aufhngen4 ,in bewundernswerter ,weise verstehen die ,klammeraffen 7,ateles7 ihren ,schwanz zu gebrauchen4 ,er ist geradezu eine fnfte ,hand4 ,der ,affe springt in weitem ,bogen durch die ,luft4 ,im ,sprunge erfat pltzlich der ,wickelschwanz einen ,ast1 und der ,affe schaukelt sich mit nach unten hngendem ,krper1 um im nchsten ,augenblick den ,schwung seines ,krpers zu einem neuen ,weitsprung auszunutzen4 ,unglaublich ist die ,schnelligkeit1 mit der der ,schwanz als ,hand benutzt wird1 und mit der er den ,bewegungen des ,krpers1 der ,fe und ,arme folgt und sich ihnen anpat4 ,die ,verwendung des ,schwanzes als ,hand zeigt sich am besten darin1 da der ,affe sogar imstande ist1 ,gegenstnde mit dem ,schwanz aufzuheben4 ,er benutzt ihn auch zum ,ergreifen von ,nahrung4 ,die untere ,seite des ,schwanzes ist nackt und besitzt ein feines ,tastgefhl4 -- ,die ,kunst des ,fliegens spielt im ,tierreich eine groe ,rolle4 ,sie erreicht ihre hchste ,vollkommenheit bei den ,vgeln1 die zu ,beherrschern der ,luft geworden sind4 ,sidenote3 ,das ,fliegen der ,lurche1 ,kriechtiere und ,fische ,die niedrigste ,form in der ,biotechnik des ,fluges ist das ,fallschirmfliegen1 wie wir es bei ,lurchen1 ,kriechtieren1 ,fischen und einigen ,sugetieren finden4 ,der ,flug ist von ,klettertieren erworben worden1 indem sich die ,kletterorgane allmhlich zu ,flugwerkzeugen umbildeten1 die zunchst den ,zweck hatten1 in ,gestalt eines ,fallschirmes den ,weitsprung sicherer zu gestalten und seine ,leistung zu vergrern4 ,auf ,borneo und ,java leben eigentmliche ,baumfrsche1 die sich durch langzehige ,fe auszeichnen1 deren ,zehen durch groe ,schwimmhute verbunden sind4 ,beim ,sprung in die ,tiefe zieht der ,frosch die ,beine an den ,krper und breitet die ,zehen mit den ,schwimmhuten weit aus4 ,die ,fe bilden vier ,fallschirme1 die den ,frosch langsam und sicher in schrger ,linie herabgleiten lassen4 ,der ,javaflugfrosch ist oben tiefgrn1 auf der ,bauchseite gelb gefrbt4 ,die ,schwimmhute haben blaue ,flecken4 ,er besitzt ebenso wie der etwas kleinere ,laubfrosch ,saugscheiben an den ,zehen4 ,eine bessere ,flugeinrichtung sehen wir beim ,flugdrachen 7,draco volans71 einer kleinen nur #ba cm langen ,echse auf den ,sundainseln4 ,die hinteren falschen ,rippen sind ber den ,krper hinaus verlngert und durch eine ,flughaut verbunden4 ,in der ,ruhe sind die ,flughute zusammengefaltet1 beim ,sprung durch die ,luft werden sie wie ein ,schirm aufgespannt4 ,der ,flugdrache benutzt seine ,flugkunst besonders zum ,fang fliegender ,insekten4 ,er springt von seinem ,sitz herab1 gleitet mit ,hilfe der beiden ,fallschirme im sanften ,bogen durch die ,luft und landet auf einem tiefer gelegenen ,ast4 ,nach neueren ,beobachtungen soll der ,flugdrache bis zu #bj m weit fliegen knnen und sogar imstande sein1 im ,fliegen ,hindernissen auszuweichen4 ,die ,farbe des ,krpers und der inneren ,hlfte der ,fallschirme ist ein metallisch glnzendes ,rotbraun mit dunkeln ,zeichnungen und ,flecken4 ,die vordere ,hlfte der ,flughute ist orangerot4 ,der ,oberkopf und die ,bauchseite sind grn4 ,auch unter den ,geckos finden sich einige ,formen mit ,flughuten am ,leibe und ,spannhuten zwischen den ,zehen1 die den ,tieren einen kurzen ,gleitflug gestatten4 -- ,wir befinden uns an ,bord eines groen ,dampfers und durchqueren den ,indischen ,ozean auf der ,fahrt nach ,ceylon4 ,unser ,blick streift ber die endlose ,wasserflche4 ,pltzlich taucht vor uns eine ,schar kleiner ,lebewesen aus dem ,wasser auf1 ihre ,leiber glitzern wie ,silber in dem ,schein der ,tropensonne4 ,sie schweben eine kurze ,strecke ber dem ,meeresspiegel dahin1 um schnell wieder im ,wasser1 aus dem sie raketenartig auftauchten1 zu verschwinden4 ,es waren fliegende ,fische4 ,diese eigentmlichen ,gesellen sind ,bewohner der warmen ,meere2 eine ,art1 der ,schwalbenfisch 7,exocoetus volitans71 kommt auch im ,mittelmeer vor4 ,die ,flugfische besitzen sehr groe1 lange und breite ,brustflossen1 welche beim ,fliegen als ,tragflchen wirken4 ,der ,fisch schnellt sich durch einen krftigen ,schlag mit der ,schwanzflosse aus dem ,wasser1 spreizt die flgelartigen ,brustflossen aus und gleitet in einer ,kurve mit nur geringer ,erhebung und kurzem aufsteigendem1 aber langem abfallendem ,ast ber dem ,wasserspiegel dahin4 ,im ,fluge werden die ausgebreiteten ,brustflossen nicht aktiv bewegt4 ,sie werden nicht als ,flgel1 sondern nur als ,fallschirm gebraucht4 ,dagegen stellen sich die ,flossen automatisch nach dem ,winde ein1 und die krftigen ,brustmuskeln1 welche die ,flossen halten1 wirken dabei wie die ,schnur eines ,drachens4 ,der ,flug der ,fische erfolgt nach dem ,prinzip des ,drachens4 ,bei gnstigem ,aufstieg gegen den ,wind knnen die ,fische eine ,entfernung bis zu #bjj m im ,gleitflug zurcklegen4 ,meist ist die ,flugbahn nur #bj-cj m lang4 ,kommt beim ,aufsteigen aus dem ,wasser der ,wind von der ,seite1 so drehen sich die ,flugflossen allmhlich gegen den ,wind ein1 wodurch eine strkere ,krmmung der ,flugbahn hervorgerufen wird4 ,am ,tage erheben sich die ,fische meist nur #a-b m ber das ,wasser1 in der ,nacht dagegen fhren sie hhere ,flge bis zu #f m aus4 ,in der ,nacht werden die ,fische hufig durch den ,lichtschein der ,schiffe angelockt und fallen dann bei ihrem ,fluge auf ,deck nieder4 ,die ,flugfische benutzen ihre ,flugfertigkeit1 um der ,verfolgung der ,raubfische zu entgehen1 wie im bermut und aus ,spielerei1 was dem ,springen8 anderer ,fische entspricht 7,abbildung #h74 ,sidenote3 ,das ,fliegen der ,sugetiere ,auch unter den ,sugetieren finden wir ,fallschirmflieger4 ,die einfachste ,form des ,fallschirms stellt der zweizeilig behaarte1 buschige ,schwanz des ,eichhrnchens dar4 ,im ,sprung streckt das ,eichhrnchen den ,schwanz nach hinten und strubt die langen dichten ,haare seitwrts1 wodurch eine ,tragflche gebildet wird1 die den ,sprung des ,tiers untersttzt4 ,schneidet man einem ,eichhrnchen den ,schwanz ab1 so ist es nicht mehr imstande1 weite ,sprnge auszufhren4 ,besser ausgerstet als die gewhnlichen ,eichhrnchen sind die ,flughrnchen1 die eine ,spannhaut zwischen den ,vorder- und ,hinterfen haben1 welche in der ,ruhe zusammengefaltet1 beim ,sprunge schirmartig aufgespannt wird4 ,die ,flughrnchen beleben in verschiedenen ,gattungen mit etwa #ej ,arten die nrdliche ,hlfte der ,erdkugel von der warmen bis zur kalten ,zone4 ,sie fhren smtlich ein ,nachtleben und halten sich am ,tage in hohlen ,bumen oder anderen ,verstecken verborgen4 ,die grte ,art ist der in ,ostindien und auf ,ceylon beheimatete ,taguan 7,petaurista oral71 der eine ,lnge von #abj cm erreicht1 wovon etwa die ,hlfte auf den sehr langen ,schwanz kommt4 ,das ,tier ist auf der ,oberseite schwarzgrau1 unten weigrau gefrbt4 ,die mit sehr kurzen ,haaren bedeckte ,flughaut ist rtlich schwarzbraun4 ,der ,taguan ist imstande1 vermittels seiner ,flughaut #fj m weite ,sprnge auszufhren und kann mit ,hilfe des als ,steuer wirkenden ,schwanzes noch in der ,luft die ,richtung verndern4 ,der ,zwerg unter den ,flughrnchen lebt in ,arrakan und ,kotschinchina und hat eine ,leibeslnge von nur #ab cm4 ,der kaum grere ,assapan 7,glaucomys volans7 ,nordamerikas zeichnet sich durch groe ,beweglichkeit und ,gewandtheit aus4 ,mit unglaublicher ,schnelligkeit tollt er in den ,zweigen umher1 fhrt weite ,sprnge aus1 hngt sich schwebend an einen ,ast1 um im nchsten ,augenblick fortzuhuschen4 ,man vermag den zierlichen1 behenden ,bewegungen des ,tieres und dem schnellen ,wechsel seiner ,stellungen kaum mit dem ,auge zu folgen4 ,aus groer ,hhe springt der ,assapan im ,schwebeflug herab1 um noch im letzten ,augenblick vor dem ,aufprall auf der ,erde durch eine jhe ,wendung einen ,baumstamm oder ,ast zu ergreifen und hurtig an ihm emporzurutschen4 ,das zierliche1 gelbbraun gefrbte ,tier ist ein wtender ,ruber1 der neben ,pflanzenkost sehr die ,fleischnahrung liebt1 kleine ,vgel1 sogar ,sugetiere berfllt und erwrgt4 ,flughrnchen gelangen fters in den ,tierhandel4 ,sie sind sehr anmutige und fesselnde ,zimmergenossen1 die meist schnell zahm werden4 ,nicht nur bei den ,eichhrnchen1 sondern auch in anderen ,klassen der ,sugetiere finden wir ,fallschirmflieger4 ,hierzu gehrt der etwa katzengroe ,kaguang 7,galeopithecus volans71 der die ,sundainseln1 einige benachbarte kleinere ,inseln und die ,malaiische ,halbinsel bewohnt4 ,das sonderbare ,tier1 das in ,gebirgswldern haust1 besitzt ebenso wie die ,flughrnchen eine ,flughaut zwischen den vorderen und hinteren ,gliedmaen4 ,seine systematische ,einreihung hat den ,forschern viel ,kopfzerbrechen verursacht1 da es sowohl ,merkmale der ,halbaffen wie der ,fledermuse1 der ,raubtiere1 der ,beuteltiere und der ,insektenfresser zeigt4 ,die neuere ,systematik gliedert die ,pelzflatterer1 denen der ,kaguang angehrt1 den ,insektenfressern ein4 ,unter den ,beuteltieren hat der ,eichhrnchen-,flugbeutler 7,petaurus sciureus7 die ,kunst des ,fallschirmfliegens erworben 7,abbildung #e74 ,eine hhere ,stufe in der ,technik des ,fliegens als die ,fallschirmflieger haben die ,fledermuse erreicht4 ,hier erhebt sich der ,flug aus dem passiven ,gleitflug der ,fallschirmflieger zum aktiven ,gebrauch der ,flugwerkzeuge4 ,die ,fledermuse und ihre ,verwandten bilden die besondere ,ordnung der ,flattertiere 7,chiroptera71 deren ,hnde zu ,flugwerkzeugen geworden sind4 ,armknochen und ,finger sind sehr lang4 ,die drei innersten ,finger bertreffen an ,lnge sogar den sehr langen ,unterarm4 ,durch diese ,verlngerung der vorderen ,gliedmaen kann die faltenreiche ,flughaut1 die von den ,hinterfen lngs des ,leibes bis zu den ,hnden reicht und auch die ,finger ganz berzieht1 weit ausgespannt werden4 ,die ,flugeinrichtung ist also in der ,hauptsache auf die vorderen ,gliedmaen verlegt1 was bereits an die ,vgel erinnert1 bei denen die ,arme zu ,flgeln geworden sind4 ,auch der brige ,bau des ,krpers ist bei den ,flattertieren in hnlicher ,weise wie bei den ,vgeln dem ,flugwesen angepat4 ,um die ,atmung beim ,fliegen zu erleichtern1 ist der ,brustkorb sehr gerumig1 da die ,wirbelsule nach hinten gekrmmt ist1 und das ,brustbein sich unten von der ,wirbelsule nach auen entfernt4 ,ebenso wie bei den ,kielbrustvgeln befindet sich auf der ,mitte des ,brustbeins ein ,kiel1 der die ,ansatzflche fr die ,brustmuskulatur1 die die ,arme beim ,fliegen bewegt1 vergrert4 ,die ,rippen sind zum groen ,teil mit dem ,brustbein und den ,wirbeln1 teilweise auch untereinander fest verschmolzen1 so da der ,krper die zum ,fluge notwendige ,starrheit besitzt4 ,auch eine groe ,anzahl der ,lendenwirbel ist mit dem ,becken verwachsen4 ,die ,flughaut ist sehr kompliziert gebaut und besitzt ein filzartiges1 sehr elastisches ,gewebe1 das reichlich mit ,blutgefen durchsetzt ist und einen lebhaften ,stoffwechsel unterhlt4 ,ferner ist sie mit ,sinneshaaren ausgestattet1 die ein feines ,tastempfinden ermglichen4 ,die ,flugbewegung ist ein ,flattern1 d4 h4 die ,flgel mssen ununterbrochen bewegt werden1 um den ,krper in der ,luft zu halten4 ,ein ,schweben1 wie es die ,vgel tun1 kann die ,fledermaus nicht ausfhren4 ,trotzdem ist der ,flug sehr gewandt1 schnell und rascher ,wendungen fhig4 ,ebenso wie bei den ,vgeln hngt die ,gewandtheit des ,fliegens von der ,bildung der ,flgel ab4 ,fledermuse mit langen1 schmalen ,flugflchen fliegen viel gewandter und schneller als solche mit kurzen und breiten ,flughuten4 ,vom ,boden knnen die ,fledermuse nur unbeholfen und schwer auffliegen4 ,sie rutschen mit ausgebreiteten ,flughuten vorwrts1 heben den ,krper hoch und versuchen in die ,hhe zu springen1 bis es ihnen glckt1 im ,sprung die ,flugwerkzeuge zu entfalten und sich in die ,luft zu erheben4 ,infolge der ,unbeholfenheit auf dem ,erdboden ruhen alle ,flattertiere stets in hngender ,stellung4 ,im ,absturz ist es ihnen ein leichtes1 die ,flughute zu entspannen und den ,flug aufzunehmen4 ,die ,nahrung der ,flattertiere besteht in ,frchten und ,insekten4 ,einige ,arten1 die amerikanischen ,blattnasen1 saugen auch greren ,tieren das ,blut aus4 ,fr die ,viehherden bilden diese blutsaugenden ,fledermuse eine groe ,plage4 ,der im ,volksmunde als ,blutsauger verschriene ,vampir ,brasiliens ist aber vllig zu ,unrecht in diesen ,verdacht gekommen4 ,er macht in dieser ,beziehung gerade eine rhmliche ,ausnahme unter seinen ,verwandten1 lebt nur von ,insekten und ,frchten und saugt niemals ,blut4 ,sidenote3 ,das ,fliegen der ,insekten ,vllig verschieden vom ,fallschirmflug und ,flatterflug ist das ,fliegen der ,insekten1 das eine ganz besondere ,technik darstellt4 ,die ,insekten1 auch ,sechsfler genannt1 bilden einen besonderen ,kreis unter den ,gliedertieren1 die sich durch einen in mehrfache ,abschnitte 7,segmente7 gegliederten ,krper und durch ebenfalls gegliederte ,fe auszeichnen4 ,die ,festigkeit des ,krpers wird durch die ,chitinhlle gegeben1 die das fehlende innere ,skelett ersetzt4 ,die ,insekten sind die einzigen wirbellosen ,tiere1 die fliegen knnen4 ,freilich besitzen nicht alle ,vertreter dieser ,klasse die ,flugfhigkeit2 viele ,arten sind unflugfhig1 bei anderen sind entweder nur die ,mnnchen oder nur die ,weibchen im ,besitz der ,flugkunst4 ,mit ,ausnahme der ,mcken und ,fliegen1 die nur zwei ,flgel besitzen1 haben alle flugfhigen ,insekten vier ,flgel4 ,je ein ,flgelpaar befindet sich an der ,mittel- und ,hinterbrust4 ,bei den ,kfern ist das vordere ,flgelpaar zu harten ,flgeldecken geworden4 ,die ,technik des ,insektenflugs beruht auf dem ,prinzip des ,hubflugs1 d4 h4 die ,arbeit der ,flgel mu zunchst den ,krper in der ,luft halten1 und nur die berschssige ,kraft1 die hierfr nicht verbraucht wird1 dient zur ,fortbewegung4 ,das ,heben des ,krpers ist also die primre und die ,fortbewegung die sekundre ,erscheinung4 ,da der ,hubflug aus einem bestndigen ,steigen und ,fallen besteht1 so ist der ,fall um so grer1 je langsamer die ,flgelschlge aufeinander folgen4 ,je schneller also die ,flgel arbeiten1 um so gnstiger gestaltet sich der ,hubflug4 ,infolgedessen ist bei vielen ,insekten die ,anzahl der ,flgelschlge ungeheuer gro4 ,der ,hubflug wird dadurch zum ,schwirrflug4 ,die ,stubenfliege macht im ,fluge in der ,sekunde #aij ,flgelschlge1 die ,honigbiene #bjj und die ,hummel sogar #bdj4 ,da im ,fluge die meiste ,kraft zur ,erhaltung des ,krpers in der ,luft verbraucht wird1 so ist die ,fluggeschwindigkeit der ,insekten nicht allzu gro4 ,sie betrgt bei der ,stubenfliege #b1bj m in der ,sekunde und bei der ,biene #c1ge m4 ,die ,geschwindigkeit des ,insektenflugs ist also im ,vergleich zum ,vogelflug sehr gering1 denn die ,brieftaube durchfliegt in der ,sekunde ca4 #ai m4 ,im ,gegensatz zum ,insektenflug beruht der ,vogelflug auf dem ,prinzip des ,drachenflugs1 bei dem die ,triebkraft in erster ,linie der ,vorwrtsbewegung zugute kommt4 ,bei den mit vier ,flgeln ausgersteten ,insekten leisten ,vorder- und ,hinterflgel ungefhr dieselbe ,arbeit mit derselben ,anzahl der ,flgelschlge4 ,eine ,ausnahme machen jedoch die ,kfer mit ihren zu harten ,schutzdecken umgebildeten ,vorderflgeln4 ,die frhere ,ansicht1 da ihre ,vorderflgel am ,fliegen nicht aktiv beteiligt sind1 ist durch neuere ,beobachtung widerlegt worden4 ,sie bewegen sich von oben nach unten1 ohne jedoch die ,horizontallinie zu erreichen1 und ihre ,schlge sind langsamer als die der ,hinterflgel1 die die ,hauptarbeit des ,fliegens verrichten4 ,der ,maikfer ist nicht imstande1 ohne weiteres aufzufliegen1 sondern er mu erst eine mhsame ,vorbereitung treffen4 ,er zhlt81 wie der ,volksmund sagt1 d4 h4 er bewegt in gleichmigem ,takt ,leib und ,fhler auf- und abwrts4 ,hierdurch wird durch die an den ,seiten des ,leibes liegenden ,atemffnungen ein ,luftvorrat in besondere ,luftscke eingepumpt4 ,dieser ,luftvorrat befhigt erst den ,maikfer1 sich in die ,luft zu erheben4 ,die ,schmetterlinge mit ihren groen und breiten ,flgeln sind imstande1 auer dem ,hubflug auch einen ,segel- und ,gleitflug auszufhren4 ,ihre ,flugtechnik nhert sich daher der ,flugkunst der ,vgel4 ,libellen und ,fliegen knnen im ,fluge sehr schnelle und scharfe ,wendungen und ,drehungen ausfhren1 weil der ,schwerpunkt ihres ,krpers in der ,drehachse zwischen den ,flgeln liegt4 ,wenn ein greres ,insekt1 wie eine ,libelle oder ein ,schmetterling1 im ,zimmer unterhalb der ,decke dahinfliegt1 so stt es fortgesetzt an der ,decke an4 ,die ,ursache liegt nicht an einer ,ungeschicklichkeit des ,fliegens1 sondern hat ihre physikalischen ,grnde4 ber dem fliegenden ,insekt entsteht ein luftleerer ,raum1 der sich um so weniger schnell mit ,luft fllen kann1 je nher das ,tier der ,decke ist4 ,hierdurch wird der luftleere ,raum verstrkt und das ,tier nach oben gezogen1 wodurch der ,anprall an der ,zimmerdecke erfolgt4 ,sidenote3 ,das ,fliegen der ,vgel ,die hchste ,vollkommenheit hat das ,flugwesen bei den ,vgeln erreicht1 die die ,beherrscher der ,luft geworden sind4 ,das ,fliegen der ,vgel ist bald ein ,dahinstrmen durch die ,luft1 wobei die ,flgel ruderartig bewegt werden1 bald ein ,gleiten oder ein ,schweben und ,kreisen1 wobei der ,vogel ohne ,flgelschlag die ,luft durchschneidet1 in prachtvollen ,schwenkungen sich hebend und senkend4 ,der ,flug der ,kolibris ist ein ,schwirren4 ,mit unglaublich schnellen ,flgelschlgen1 die man mit dem ,auge nicht mehr wahrnehmen kann1 rttelt der ,kolibri vor der ,blte und taucht dabei seinen langen ,schnabel in den ,blumenkelch1 um ,nektar zu schlrfen und kleinste1 im ,innern der ,blte verborgene ,insekten hervorzuholen4 ,der ,turmfalke steht mit hastigen ,flgelschlgen in der ,luft1 nach ,insekten oder ,musen aussphend4 ,eine solche ,flugkunst erfordert eine besondere ,organisation sowohl des ,krpers wie der ,flugwerkzeuge4 ,ein gewandter ,flug verlangt vor allem eine gewisse ,starrheit des ,rumpfes4 ,dieser mu wie ein sthlernes ,luftschiff die ,luft durchschneiden4 ,jede ,biegsamkeit und ,weichheit wrde fr die ,erhaltung des ,gleichgewichts hinderlich sein4 ,infolgedessen bildet das ,skelett des ,vogels eine geschlossene ,einheit4 ,die ,wirbelsule ist unbeweglich1 mit dem ,becken fest verschmolzen und bildet mit den ,rippen und dem sehr groen ,brustbein ein geschlossenes ,ganzes4 ,die ,festigkeit des ,brustkorbes wird bei vielen ,vgeln noch durch besondere ,hakenfortstze der ,rippen1 welche diese gegenseitig sttzen1 erhht4 ,von dem kurzen ,schwanzskelett sind die ersten ,wirbel mit dem ,becken verwachsen und die letzten ,wirbel zu einem einheitlichen ,knochen1 dem ,steiknochen1 verschmolzen1 so da nur die mittleren #e-g ,wirbel frei und beweglich sind1 um dem ,schwanz ,bewegungsfreiheit zu geben4 ,der ,schultergrtel stellt die ,verbindung der ,flgel mit dem ,rumpf her4 ,die sbelfrmigen ,schulterbltter laufen dem ,rckgrat parallel und erstrecken sich bisweilen fast bis zum ,becken4 ,am vorderen ,ende der ,schulterbltter befinden sich die ,rabenschnabelbeine4 ,sie fhren senkrecht nach unten zum ,brustbein und sind fest mit diesem verankert4 ,sie verleihen den ,schultern und den auf ihnen ruhenden ,flgeln eine feste ,sttze4 ,die ,schlsselbeine sind zum einheitlichen ,gabelbein verwachsen4 ,also berall im ,krperbau das ,prinzip der ,festigkeit und geschlossenen ,einheit1 wie es fr den ,flug erforderlich ist4 ,das groe und breite ,brustbein trgt in der ,mitte eine kammartige ,erhhung1 den ,kiel1 der die ,ansatzflche fr die ,brustmuskeln1 welche die ,flgel bewegen1 vergrert4 ,dieser ,kiel ist das typische ,wahrzeichen fr die ,flugfhigkeit des ,vogels4 ,er fehlt nur den ,strauen1 ,nandus1 ,emus1 ,kasuaren und ,kiwis1 welche nicht fliegen knnen4 ,man nennt daher diese ,vgel ,flachbrustvgel8 7,ratitae7 im ,gegensatz zu den ,kielbrustvgeln8 7,carinatae74 ,arme und ,hnde haben ihre ursprngliche ,bedeutung vllig verloren und sind ganz dem ,flugwesen angepat4 ,unterarm und ,hand sind die ,trger der ,schwungfedern1 die dementsprechend als ,handschwingen8 und ,armschwingen8 unterschieden werden4 ,da die ,hand ihre ,bedeutung als ,greiforgan eingebt hat1 so ist die ,zahl der ,finger und ,handknochen erheblich reduziert4 ,es sind nur #b ,mittelhandknochen und nur #c ,finger vorhanden1 von denen #b verwachsen sind und der uere dritte1 der als ,daumen anzusehen ist1 ein besonderes kleines ,flgelchen1 wissenschaftlich ,alula8 genannt1 trgt1 dessen ,bedeutung wir spter noch kennenlernen werden4 ,kasuare und ,kiwis haben sogar nur einen ,finger an ihrer ganz verkmmerten ,hand4 ,die ,bewegung der ,armknochen ist beschrnkt und nur so weit gestattet1 als es fr den ,flug notwendig ist4 ,hierdurch wird jede unntze ,bewegung1 die den ,flug beeintrchtigen wrde1 ausgeschaltet4 ,hand und ,unterarm knnen nmlich nur horizontal in der ,ebene des ausgespannten ,flgels bewegt werden1 aber in keiner anderen ,richtung4 ,sie gestatten also nur die ,bewegung1 die zum ffnen und ,schlieen der ,flgel notwendig ist4 ,sie werden wie ein ,taschenmesser auf- und zugeklappt4 ,der geffnete ,flgel bildet also eine einheitliche feste ,tragflche1 die beim ,fliegen schraubenartig im ,schultergelenk bewegt wird4 ,sidenote3 ,die ,technik des ,fliegens ,der ,flug der ,vgel erfolgt in verschiedener ,weise4 ,werden die ,flgel gleichmig auf und nieder bewegt1 so spricht man vom ,ruderflug84 ,die ,flgel wirken in der ,luft wie die ,ruder eines ,bootes im ,wasser4 ,der ,ruderflug1 den alle ,vgel ausfhren1 ist die typische ,flugbewegung4 ,erfolgt sie sehr schnell mit schnurrenden ,flgelschlgen1 so wird der ,ruderflug zum ,schwirrflug81 wie ihn in hchster ,vollkommenheit die ,kolibris ausben4 ,im ,gegensatz zum ,schwirrflug steht der ,flatterflug1 der mit hastigen1 unbeholfenen ,flgelschlgen vor sich geht1 wie wir ihn bei den ,hhnervgeln finden4 ,beim ,gleitflug8 senkt sich der ,vogel in schrger ,linie aus der ,hhe herab mit vllig unbeweglichen ,flgeln4 ,der ,motor wird also abgestellt1 und die noch im ,krper aufgespeicherte ,kraft der ,vorwrtsbewegung wird dabei ausgenutzt4 ,die ausgespannten ,flgel wirken dann als ,fallschirm4 ,eine besondere ,eigentmlichkeit des ,vogelflugs ist der,segelflug81 der den ,forschern viel ,kopfzerbrechen verursacht hat4 ,der segelnde ,vogel schwebt ohne sichtbaren ,flgelschlag durch das ,luftmeer1 senkt sich1 steigt hher1 fhrt gewandte ,schwenkungen aus1 zieht ,kreise oder bewegt sich in ,schraubenlinien auf- und abwrts -- eine vollendete ,technik des ,fliegens6 ,besonders die ,mwen sind wahre ,knstler im ,segelflug4 ,ihnen fast gleich tun es die greren ,raubvgel4 ,wohl jeder hat schon das ,kreisen des ,bussards hoch in der ,luft bewundert4 ,wie ist dieser ,flug ohne ,flgelschlag mglich8 ,zu seiner ,erklrung hat man die verschiedensten ,theorien aufgestellt4 ,so glaubte man1 da aufsteigende ,luftstrmungen den ,vogel in der ,luft tragen und heben1 so da die ,triebkraft der ,flgelbewegung unntig wird und die ,flgel nur als ,segel und ,fallschirm wirken4 ,diese ,annahme ist jedoch nicht zutreffend1 denn die ,vgel schweben auch an solchen ,orten1 wo keine aufsteigenden ,luftstrme vorhanden sind1 z4 ,b4 die ,mwen ber dem ,meeresspiegel1 die ,raubvgel und ,strche ber dem flachen ,lande4 ,andere ,forscher meinten daher1 da der ,segelflug mit ,hilfe feiner1 zitternder ,bewegungen der ,flgel ausgefhrt werde1 die in grerer ,entfernung nicht mehr wahrnehmbar sind4 ,solche geringen ,flgelbewegungen knnen aber unmglich ausreichen1 um den ,vogelkrper in der ,luft zu tragen und ihn sogar zu so ungewhnlichen ,flugknsten zu befhigen4 ,nach einer anderen ,auffassung soll die aus der ,kreisbewegung sich ergebende ,zentrifugalkraft die ,energie zur berwindung der ,schwerkraft liefern4 ,hiergegen lt sich einwenden1 da der ,segelflug keineswegs von einer ,kreisbewegung abhngt1 da er auch geradlinig erfolgt4 ,alle diese ,erklrungen sind nur reine ,theorien1 die einer gewissenhaften ,kritik nicht standhalten knnen4 ,der durch seine ersten ,flugversuche berhmte ,techniker ,otto ,lilienthal schreibt in seinem ,werke ,der ,vogelflug als ,grundlage der ,fliegekunst83 ,fragen wir uns1 worauf wir die ,mglichkeit des ,segelns zurckzufhren haben1 so mssen wir in erster ,linie die geeignete ,flgelform dafr ansehen2 denn nur solche ,flgel1 deren ,querschnitte senkrecht zu ihrer ,lngsachse die geeignete ,wlbung zeigen1 erhalten eine gnstige ,luftwiderstandsrichtung1 da keine grere ,geschwindigkeit verzehrende ,kraftkomponente sich einstellt4 ,aber es mu noch ein anderer ,faktor hinzutreten2 denn ganz reichen die ,eigenschaften der ,flche allein nicht aus1 um dauerndes ,segeln zu gestatten4 ,es mu ein ,wind von einer wenigstens mittleren ,geschwindigkeit wehen1 welcher dann durch seine aufsteigende ,richtung die ,luftwiderstandsrichtung so umgestaltet1 da der ,vogel zum ,drachen wird1 der nicht nur keine ,schnur gebraucht1 sondern sich sogar frei gegen den ,wind bewegt48 ,gustav ,lilienthal1 der ,bruder des verstorbenen ,aviatikers1 hat die ,untersuchungen ber die ,biotechnik des ,fliegens fortgesetzt und nachgewiesen1 da auer einer geeigneten ,wlbung des ,flgels vor allem die ,dicke der ,flgelknochen fr den ,segelflug in ,betracht kommt4 ,nach ,lilienthal ist der ,auftrieb einer gewlbten ,flche um so grer1 wenn die vordere ,kante verdickt ist1 wie es beim ,vogelflgel der ,fall ist4 ,alle ,vgel1 die segeln1 haben besonders starke ,armknochen4 ,whrend z4 ,b4 der ,unterarm des ,fasans1 der nicht segeln kann1 nur so dick ist als die ,flgelbreite1 betrgt die ,armstrke beim ,albatros1 der ein vortrefflicher ,segler ist1 den achten ,teil der ,flgelbreite4 ,auerdem spielt auch die ,lnge der ,flgel fr das ,segeln eine groe ,rolle4 ,nach ,lilienthal knnen nur ,vgel mit stark gewlbten und verdickten ,flgeln den ,segelflug ausben1 und zwar nur im mglichst gleichmigen ,winde1 also ber dem ,lande nur in greren ,hhen1 ber dem ,wasser auch in geringerer ,tiefe4 ,der segelnde ,vogel wird also vom ,winde getragen und getrieben4 ,im ,gegensatz zu ,lilienthals ,erklrung steht die ,anschauung ,ahlborns1 der meint1 da nicht ein gleichmiger ,wind1 sondern gerade die ,windschwankungen die ,kraftquelle fr den ,segelflug geben1 indem sie dieselbe ,wirkung ausben wie die aktiven ,flgelschlge4 ,die positiven ,windste wirken wie die ,tiefschlge der ,flgel1 die ,flauten wie die ,hochschlge4 ,die eigentlichen ,triebfedern beim ,segelflug sind die gespreizten ueren ,handschwingen1 die sich automatisch in die ,vortriebstellung einrichten4 ,der ,segelflug1 den nur gewisse ,vgel ausben knnen1 bedarf jedenfalls noch einer weiteren grndlichen ,erforschung1 denn die ,widersprche ber seine ,entstehung und die ,art seines ,wesens sind noch zu gro1 um ein klares ,urteil zu gestatten4 ,eine andere ,flugart ist das ,rtteln81 wobei der ,vogel mit schnellen ,flgelschlgen an derselben ,stelle in der ,luft stehenbleibt4 ,man sieht es hauptschlich vom ,turmfalken1 der infolgedessen auch ,rttelfalk genannt wird4 ,ebenso wie der ,segelflug bedarf auch der ,rttelflug1 der nur wenigen ,vgeln eigen ist1 noch der ,aufklrung4 ,die ,alula oder der ,afterflgel des ,daumens scheint zum ,bremsen der ,fluggeschwindigkeit und zum ,steuern zu dienen4 ,vor dem ,landen wird der entfaltete ,afterflgel abgespreizt und aus der ,flgelflche heraus schrg nach oben gestellt4 ,hierdurch wird der ,krper um seine ,querachse nach oben gedreht1 und der ,vogel kommt in eine aufrechte ,haltung1 wie sie zum ,sitzen erforderlich ist4 ,ein ungleichmiges ,aufrichten beider ,afterflgel dient wahrscheinlich zur ,quersteuerung4 ,die seitliche ,steuerung whrend des ,fluges wird mit den ,flgeln ausgefhrt4 ,durch ,verminderung des ,flgelschlages und ,anziehen eines ,flgels wird der ,krper seitwrts beigedreht4 ,der ,schwanz kommt anscheinend als ,steuer nur wenig in ,betracht4 ,der ausgebreitete ,schwanz wirkt als ,tragflche1 die einen ,auftrieb verursacht und die ,herstellung des ,gleichgewichts erleichtert4 ,infolgedessen wird beim abwrts gerichteten ,fluge der ,schwanz nach oben gestellt1 um seine hebende ,wirkung auszuschalten4 ,die ,beine werden beim ,fliegen auf lngere ,strecken nach hinten unter den ,schwanz gelegt4 ,den ,hals strecken wohl die meisten ,vgel beim ,fliegen nach vorn1 einige1 wie z4 ,b4 die ,reiher1 ziehen ihren langen ,hals ein4 ,das ,auffliegen erfolgt stets gegen den ,wind1 und zwar meist in schrger ,linie4 ,kleine ,vgel1 wie z4 ,b4 die ,lerchen1 steigen auch senkrecht in die ,hhe1 was man als ,kletterflug8 bezeichnet4 ,sidenote3 ,fluggeschwindigkeit und ,flugdauer der ,vgel ,die ,fluggeschwindigkeit der ,vgel ist frher sehr berschtzt worden4 ,die grte ,fluggeschwindigkeit entfalten die tropischen ,stachelschwanzsegler 7,chaetura7 und der ,fregattvogel mit einer ,eigengeschwindigkeit von etwa #dj-dd m_/sec4 ,die ,geschwindigkeit der ,brieftaube betrgt etwa #ai-bj m_/sec41 also ungefhr #gj km in der ,stunde1 was nahezu der ,schnelligkeit eines ,eilzuges gleichkommt4 ,manche ,vgel haben eine fabelhafte ,flugdauer4 ,der ,mauersegler verbringt den grten ,teil seines ,lebens in der ,luft1 in der sich sogar die ,begattung abspielt4 ,mwen und andere ,seevgel fliegen stundenlang ber dem ,meere1 ohne zu ermden4 ,die ausdauerndsten ,flieger sind die ,sturmvgel1 deren ,heimat der offene ,ozean ist1 wo sie tagelang in ,unwetter und ,sturm ber den ,wellen dahinschweben1 nur hin und wieder eine kurze ,rast auf dem ,wasserspiegel haltend4 ,ein ,albatros1 der grte ,sturmvogel1 folgte einem ,schiff1 das mit #d1e ,knoten ,geschwindigkeit fuhr1 sechs volle ,tage im ,fluge4 ,die ,sturmvgel gehren zu den wunderbarsten ,vogelgestalten4 ,sie suchen ihre ,nahrung1 ,fische und ,meerestiere1 an der ,oberflche des ,wassers und treiben sich tagelang mitten auf dem ,weltmeere umher1 bald niedrig ber den ,wellen fliegend1 geschickt jeder ,bewegung des ,wassers folgend1 ohne sich zu benetzen1 bald in herrlichen ,schwenkungen hher steigend1 um dann in reiend schnellem ,fluge durch die ,luft zu schieen4 ,mit grter ,gewandtheit und ,schnelligkeit drehen und wenden sie sich im ,fluge nicht nur nach der ,seite1 sondern auch auf- und abwrts4 ,die kleineren ,sturmtaucher verschwinden aus reiend schnellem ,fluge pltzlich in den ,wellen1 schwimmen1 auf der ,jagd nach ,beute1 ein ,stck unter ,wasser1 wobei sie mit den ,fen und ,flgeln rudern1 um dann wie eine ,rakete aus dem ,wasser wieder aufzutauchen und durch die ,luft zu jagen4 ,die ,sturmvgel sind die besten1 gewandtesten und ausdauerndsten ,flieger aller ,vgel4 ,sie nisten an den ,meeresksten und auf ,inseln1 teils auf dem ,erdboden1 teils in selbst gegrabenen ,erdlchern4 ,die ,farbe des ,gefieders ist im allgemeinen rauchbraun mit mehr oder weniger weien ,abzeichen auf dem ,rcken und der ,unterseite4 ,die ,sturmvgel bewohnen alle ,weltmeere zwischen dem ,nrdlichen und ,sdlichen ,eismeer4 ,ihr ,verbreitungszentrum liegt jedoch in den warmen ,zonen4 ,eine besondere ,eigentmlichkeit der ,sturmvgel ist der ,bau der ,nasenlcher4 ,diese liegen entweder zusammen in einer einheitlichen ,rhre auf der ,firste des ,schnabels1 oder in zwei verwachsenen ,rhren1 oder aber in zwei getrennten ,rhren auf jeder ,seite des ,schnabels4 ,die ,sturmvgel bilden eine eigene ,ordnung in der ,reihe der ,vgel4 ,sidenote3 ,stimme und ,gesang der ,vgel ,auer dem ,flugvermgen ist noch eine zweite ,eigenschaft bei den ,vgeln zur hchsten ,entwicklung gelangt1 nmlich die ,stimme4 ,sie hat bei keinem anderen ,tier eine solche ,vollkommenheit erreicht als beim ,vogel und besonders beim ,singvogel4 ,der ,gesang der ,nachtigall in milder ,lenzesnacht mit seinen fltenden1 sehnsuchtsvoll schluchzenden ,tnen1 der markige ,schlag der ,drossel1 das melancholische ,lied des ,rotkehlchens und die frischen ,wirbel der ,feldlerche sind herrliche ,musik1 die das ,herz des nchternsten ,menschen erwrmen mssen4 ,die hohe ,ausbildung der ,stimme bei den ,vgeln ist vielleicht eine ,folge ihrer ,flugkraft4 ,die groe ,beweglichkeit1 die der ,flug dem ,vogel verleiht1 erhhte die ,bedeutung der ,stimme als gegenseitiges ,verstndigungsmittel1 als ,anlockungsmittel bei ihrem geselligen ,leben1 und um in der ,paarungszeit den ,zusammenschlu der ,geschlechter herzustellen4 ,der ,gesang der ,singvgel spielt ja gerade in der ,brunstzeit eine so bedeutende ,rolle beim ,erwerb der ,gattin1 die durch die verfhrerischen ,tne angelockt und geschlechtlich erregt wird1 und als ,waffe im ,kampf mit dem ,nebenbuhler4 ,ein ,sngerkrieg im wahrsten ,sinne des ,wortes ist der ,vogelgesang im ,frhjahr4 ,eine so hohe ,fhigkeit der ,stimmbildung verlangt freilich eine besondere ,organisation4 ,so besitzt denn der ,vogel ein eigenes ,organ fr die ,erzeugung der ,stimme1 einen zweiten ,kehlkopf1 der zwischen ,luftrhre und ,bronchien eingeschaltet ist4 ,es ist der untere ,kehlkopf8 oder ,syrinx81 der mit besonderen ,membranen1 die durch ein kompliziertes ,muskelsystem gespannt werden1 ausgerstet ist4 ,der untere ,kehlkopf lt sich in seinem ,bau mit einem ,blasinstrument vergleichen4 ,ebenso sind die ,luftscke1 die einen groen ,teil des ,vogelkrpers durchziehen und von den ,lungen mit ,luft versorgt werden1 sowie die teilweis eigenartig geformte ,luftrhre1 die sich bisweilen in groen ,windungen durch das ,brustbein hindurch bis in die ,leibeshhle erstreckt1 von groer ,bedeutung fr die ,stimme4 ,es wrde zu weit fhren1 hier auf den ,bau dieser ,organe nher einzugehen1 zumal ich sie in meinem ,werk ,das ,leben der ,vgel8#a eingehend geschildert habe1 das auch die ,stimme und den ,gesang der ,vgel81 ihre ,entstehung und ,bedeutung ausfhrlich behandelt4 ,sidenote3 ,instrumentallaute der ,strche1 ,spechte1 ,bekassinen1 ,enten ,freilich besitzen nicht alle ,vgel des ,gesanges se ,gabe4 ,viele ,vgel1 z4 ,b4 ,gnse1 ,enten1 schnepfenartige ,vgel und andere vermgen nur wenige ,laute hervorzubringen1 die zum ,teil sogar recht unschn sind4 ,andere ,vgel sind ganz oder doch fast stumm4 ,der ,strau bringt nur in der ,paarungszeit ein dumpfes ,brummen hervor und sagt sonst gar nichts4 ,der mnnliche ,wiedehopf ruft ein eintniges hup1 hup81 sein ,weibchen ist stumm4 ,unser allbekannter ,freund ,adebar ist bis auf ein heiseres ,zischen1 das im ,rachen erzeugt wird und kein eigentlicher ,stimmlaut ist1 vllig schweigsam4 ,nur die jungen ,nestvgel lassen ein katzenartiges ,miauen hren4 ,den ,mangel seiner ,stimme wei der alte ,storch aber in anderer ,weise zu ersetzen4 ,er klappert mit dem ,schnabel1 indem er die ,schnabelhlften heftig aneinanderschlgt und dabei den ,kopf auf den ,rcken legt und allmhlich aufrichtet4 ,das ,klappern spielt im ,leben des ,storchs1 den der ,volksmund nicht mit ,unrecht ,klapperstorch8 nennt1 eine groe ,rolle4 ,es ist nicht nur ein ,zeichen geschlechtlicher ,erregung1 sondern wird auch sonst fleiig gebt4 ,es dient zur gegenseitigen ,begrung und zum ,ausdruck freudiger1 wie bsartiger ,stimmung4 ,sogar die ganz jungen ,strche klappern bereits im ,horst mit ihren noch weichen ,schnbeln1 oder richtiger gesagt1 sie fhren nur die ,klapperbewegung aus1 denn die anfangs noch weichen ,schnabelrnder erzeugen noch keinen ,ton4 ,das ,klappern des ,storchs ist eine ,instrumentalmusik1 wie sie auch von anderen ,vgeln ausgebt wird4 ,hierzu gehrt das ,trommeln der ,spechte4 ,der ,specht fhrt hierbei mit seinem sehr harten ,schnabel schnelle1 wirbelartige ,schlge auf einem drren ,ast aus1 dessen ,holz hierdurch in seinen ,bestandteilen in ,schwingungen versetzt wird und einen surrenden ,ton erzeugt4 ,die mnnlichen ,spechte trommeln im ,frhjahr1 um sich den ,weibchen bemerkbar zu machen1 und zwar sind es hauptschlich die ,buntspechte1 welche diese ,kunst ausben1 da sie auer ihrem eintnigen ,lockruf1 der wie ein kurzes1 scharfes kick8 klingt1 weiter keine ,tne hervorbringen knnen4 ,die ,grnspechte1 die einen weithinschallenden1 melodischen ,ruf haben1 trommeln weniger1 sondern suchen sich mehr durch ihre ,stimme bemerkbar zu machen4 ,illustration3 ,abbildung #ab ,james' ,pre ,agency1 ,london ,rentier ,illustration3 ,abbildung #ac ,friedrich v4 ,lucanus phot4 ,rentier-,herde in einem ,lappenlager in ,tromsoe ,wenn wir im ,frhjahr des ,abends an einem ,luch entlang wandern1 dann hren wir aus der ,hhe eigenartige ,tne herabschallen1 die an das ,meckern einer ,ziege erinnern4 ,es ist die ,bekassine oder ,himmelsziege1 die ihren ,balzflug in der ,luft ausbt und diese sonderbaren ,tne hervorbringt1 die den fehlenden ,gesang ersetzen sollen4 ,durch einwandfreie ,untersuchung namhafter ,ornithologen ist festgestellt worden1 da es sich auch hier nicht um ,stimmlaute1 sondern um ,instrumentalmusik handelt4 ,die ,bekassine bringt die ,tne mit den ,schwanzfedern hervor4 ,sie lt sich im schrgen ,bogen mit halb angezogenen ,schwingen in der ,luft ein ,stck herunterfallen und spreizt die ,schwanzfedern aus4 ,der ,luftstrom1 der unterhalb der ,flgel nach rckwrts entweicht1 trifft auf die ueren ,schwanzfedern und setzt sie in ,schwingungen1 welche einen surrenden ,ton hervorrufen4 ,durch feine ,zuckungen mit den ,flgeln wird die ,tonfolge fortlaufend unterbrochen1 wodurch ein dem ,meckern hnliches ,tremulieren entsteht4 ,aus dem ,absturz schwingt sich der ,vogel wieder in die ,hhe1 um das ,spiel von neuem zu beginnen4 ,in einer ,jagdzeitschrift behauptete jngst ein ,weidmann1 da er eine ,bekassine beobachtet habe1 die auf dem ,erdboden sitzend meckerte1 und zweifelte infolgedessen die ,theorie des ,schwanzmeckerns an4 ,dies ist jedoch ein ,irrtum1 der wohl dadurch veranlat wurde1 da gleichzeitig eine zweite ,bekassine in der ,nhe ihren ,balzflug ausfhrte1 was von dem ,beobachter bersehen wurde4 ,da die ,bekassine die ,tne tatschlich mit den ,schwanzfedern hervorbringt1 ist durch eingehende ,beobachtung und experimentelle ,untersuchung festgestellt worden und unzweifelhaft richtig4 ,man kann das ,meckern knstlich hervorrufen1 wenn man eine uere ,schwanzfeder der ,bekassine mit dem ,kiel senkrecht auf einer biegsamen ,rute befestigt und dann diese krftig durch die ,luft schwingt4 ,die ,tauben lassen beim ,auffliegen ein laut klatschendes ,gerusch erschallen1 indem sie die ,flgelspitzen ber dem ,rcken krftig aneinanderschlagen4 ,man darf diese ,instrumentallaute wohl als ein ,warnsignal ansehen1 das die ,genossen zur ,flucht veranlassen soll4 ,eine sexuelle ,bedeutung hat das ,flgelklatschen1 das der ,ringeltuber im ,balzflug ausbt4 ,bei der ,indischen ,baumente 7,dendrocygna javanica7 zeigt die erste ,schwungfeder eine starke ,ausbuchtung auf der ,innenfahne1 durch die im ,fluge ein lautes1 pfeifendes ,gerusch hervorgebracht wird4 ,diese ,feder ist also ein regelrechtes ,musikinstrument1 eine ,schallschwinge81 die zur gegenseitigen ,verstndigung dieser stimmlosen ,enten dient1 um im ,fluge die ,verbindung aufrechtzuerhalten4 ,das ,kaninchen1 welches nur in hchster ,lebensnot ,klagetne ausstt1 im brigen aber fast stumm ist1 warnt seine ,genossen bei ,gefahr durch lautes ,aufschlagen mit den ,hinterlufen auf den ,erdboden4 ,sobald dies ,signal ertnt1 fahren alle in der ,nhe befindlichen ,wildkaninchen zu ,bau4 ,sidenote3 ,instrumentallaute der ,fische ,unter den im allgemeinen stummen ,fischen gibt es einige ,arten1 die ,tne hervorbringen knnen1 die ebenfalls keine ,stimm-1 sondern ,instrumentallaute sind4 ,einige ,welsarten ,amerikas und der ,knurrhahn bringen durch krampfartige ,zusammenziehung der ,muskeln im ,innern ihres ,krpers ,gerusche hervor1 die sich auf die uere ,wand der ,schwimmblase bertragen1 welche als ,resonanzboden wirkt und den ,ton verstrkt4 ,andere ,fische erzeugen ,tne durch ,reibung der ,kiemendeckelteile1 der ,zhne1 der ,schultergrtelknochen und der ,flossenstacheln4 ,diese ,gerusche lassen bei einigen ,arten besonders die ,mnnchen zur ,fortpflanzungszeit hren1 um die ,weibchen anzulocken1 woraus man meinte schlieen zu knnen1 da nicht alle ,fische taub sind1 eine ,annahme1 die freilich noch der ,besttigung bedarf1 da1 wie schon an anderer ,stelle gesagt wurde1 die ,wahrnehmung der ,schallwellen auch durch den ,wasserdruck auf die ,seitenorgane erfolgen kann4 ,sidenote3 ,stimme der ,lurche ,unter den ,lurchen finden wir bei den ,frschen bereits einen wohlentwickelten ,kehlkopf mit ,stimmbndern4 ,bei vielen ,arten wird die ,stimme noch durch ein besonderes ,instrument1 die ,schallblasen1 welche mit ,luft angefllt werden1 verstrkt4 ,die ,schallblasen liegen entweder innerlich1 wie bei den ,unken und ,grasfrschen1 oder sie treten uerlich hervor1 wie beim ,laubfrosch und ,wasserfrosch4 ,die ,schallblasen des ,laubfrosches liegen unter der ,kehle und sind von einer gemeinsamen ,haut berzogen1 so da die aufgeblhten ,blasen wie eine groe ,kugel erscheinen4 ,beim ,wasserfrosch treten die beiden ,schallblasen durch besondere ,schlitze an den hinteren ,seiten des ,kopfes hervor4 ,sidenote3 ,instrumentallaute der ,reptilien ,unter den ,reptilien ist die ,klapperschlange wegen ihres an der ,schwanzspitze sitzenden ,rasselinstruments allgemein bekannt4 ,diese ,klapper entsteht erst allmhlich durch die wiederholten ,hutungen der ,schlange4 ,der ,vorgang ist folgender3 ,die beiden letzten1 verschmolzenen ,schwanzwirbel sind mit einer hornartigen ,kappe berzogen4 ,bei der ,hutung streift sich diese ,kappe nicht ab1 sondern bleibt als ,ring an der sich neu bildenden ,hornhaut des ,schwanzendes haften4 ,durch weitere ,hutungen nimmt die ,zahl der ,ringe zu1 die jedoch auch bei alten1 erwachsenen ,tieren meist nicht mehr als #ab betrgt und selten bis auf #ba anwchst1 was die hchste bisher festgestellte ,ringzahl ist4 ,der ,proze scheint sich also nicht bei jeder ,hutung1 die mehrmals im ,jahre stattfindet1 zu wiederholen4 ,die einzelnen ,hornringe sind gegeneinander beweglich und erzeugen durch schnelles ,hin- und ,herschwingen des ,schwanzendes das ,rasseln4 ,das ,klappern geschieht nicht nur in der ,erregung1 wodurch es unter ,umstnden zum ,warnsignal werden kann1 sondern bezweckt in erster ,linie die gegenseitige ,anlockung der ,geschlechter4 ,durch das ,klappern verraten sich die ,giftschlangen ihrem rgsten ,feind1 dem ,menschen1 und tragen so unbewut zu ihrer eigenen ,vernichtung bei4 ,die amerikanischen ,klappschildkrten 7,cinosternum7 haben auf der ,innenseite des ,oberschenkels eine mit ,hornhckern besetzte ,stelle4 ,durch ,reibung dieser ,gebilde knnen die ,schildkrten einen zirpenden ,ton hervorbringen4 ,die ,klappschildkrten fhren ihren ,namen nach der eigenartigen ,verschluvorrichtung ihres ,panzers4 ,das ,brustschild besteht aus drei ,teilen1 von denen der vordere und hintere ,teil beweglich sind und an den ,rckenpanzer angeklappt werden knnen1 was den ,tieren einen vorzglichen ,schutz gegen ihre ,feinde gibt4 ,ein eigenartiger ,musikant ist der mittelasiatische ,wundergecko4 ,der kleine ,kerl bringt mit dem ,schwanz zirpende ,tne hervor1 indem er die dachziegelartig bereinanderliegenden ,hautschuppen aneinanderreibt4 ,durch sein ,zirpen lockt der ,gecko ,heuschrecken an1 die seine bevorzugte ,nahrung bilden4 ,er ergeigt sich81 wie ,brehm treffend sagt1 seinen ,lebensunterhalt48 -- ,sidenote3 ,das ,zirpen der ,heuschrecken ,das ,zirpen der ,heuschrecken im saftigen ,wiesengras hat ja jeder schon gehrt4 ,das ,instrument1 mit dem der kleine grne ,musikant die lieblichen ,tne hervorbringt1 befindet sich an den ,hinterfen und den ,flgeln4 ,an der ,innenseite der keulenartig verdickten ,schenkel der ,hinterbeine steht eine ,reihe kleiner ,zapfen1 und die ,flgel haben eine leistenartig vorstehende ,ader4 ,durch ,reiben der ,zapfen an dieser ,ader entsteht der zirpende ,ton1 der durch die als ,resonanzboden wirkenden ,flgel noch verstrkt wird4 ,die ,tiefe und ,hhe des ,tons wechselt je nach der ,schnelligkeit1 mit der der ,musikant die ,geige spielt4 ,die ,tne werden natrlich von den ,heuschrecken selbst vernommen4 ,ihr ,ohr sitzt aber nicht am ,kopf1 sondern am ersten ,ring des ,hinterleibes4 ,hier befindet sich auf jeder ,seite ein ,hutchen1 das ,trommelfell1 das ber einen ,hohlraum gespannt ist1 in dem der ,hrnerv liegt4 ,bei den ,grillen erfolgt das ,zirpen durch ein ,aneinanderreiben beider ,flgeldecken1 die vorstehende ,schrilladern besitzen4 ,meister in der ,tonkunst sind die ,zikaden1 die in ber #ajjj ,arten die warmen ,lnder1 besonders ,asien bewohnen4 ,eine ,art1 die ,bergzikade1 kommt auch in ,deutschland vor4 ,die ,zikaden tragen einen komplizierten ,singapparat am ,hinterleibe1 der aus zwei ,trommelhuten besteht1 die durch starke ,muskeln in ,schwingungen versetzt werden4 ,hierdurch entstehen sehr laute1 schrille ,tne4 ,die ,zikaden leben sehr gesellig im ,gipfel der ,bume4 ,beginnt ein ,mnnchen seinen ,gesang1 so stimmen alle brigen ein1 und der ganze ,wald hallt pltzlich von einem tausendstimmigen ,konzert wider1 das1 ebenso jh wie es begann1 nach kurzer ,zeit verstummt1 um bald wieder von neuem zu beginnen4 ,so wechseln in der strahlenden ,glut der ,tropensonne brausender ,gesang und unheimliches ,schweigen stundenlang ab4 ,jede ,art bringt besondere ,tne hervor1 die bald melodisch1 bald gellend und unschn erklingen1 so da der ,eindruck des ,zikadenkonzerts auerordentlich verschieden sein kann4 ,hieraus erklrt sich auch die abweichende ,beurteilung dieser ,musik4 ,whrend ,anakreon in seiner ,ode die ,zikaden preist mit den ,worten3 ,glcklich nenn' ich dich1 ,zikade6 ,da du auf den hchsten ,bumen1 ,von ein wenig ,tau begeistert1 hnlich einem ,knig singst81 beklagt sich ,virgil ber die gellenden ,tne84 ,ebenso wie unser ,maikfer erscheint die ,zikade in gewissen ,zeitabstnden in besonders groer ,menge4 ,in ,nordamerika wiederholt sich der ,zikadensegen alle #ag ,jahre1 eine andere im ,sden der ,vereinigten ,staaten lebende ,art hlt eine ,zeitfolge von #ac ,jahren inne4 -- ,sidenote3 ,totenuhr ,klopfende ,tne1 die in gleichmigen ,abstnden wiederholt werden und an das ,ticken einer ,uhr erinnern1 bringen die ,klopfkfer hervor1 indem sie mit dem ,kopf gegen ,holz schlagen1 um sich gegenseitig von ihrer ,anwesenheit zu verstndigen und sich zusammenzufinden4 ,der ,volksglaube betrachtet das unheimliche ,klopfen der versteckt lebenden ,kfer als ,vorboten eines ,trauerfalles und nennt daher den kleinen ,strenfried ,totenuhr84 ,die ,larven bohren sich ,gnge im trockenen ,holz und verursachen die allbekannte ,wurmstichigkeit der ,mbel und ,hausbalken4 ,sidenote3 ,kraftleistungen der ,insekten ,die ,insekten vermgen zum ,teil ganz gewaltige ,kraftleistungen zu vollbringen1 wie sie kein anderes ,geschpf auch nur annhernd ausfhren kann4 ,der ,floh ist imstande1 mit seinen zu ,springwerkzeugen gewordenen ,hinterfen #a m weite ,sprnge auszufhren1 das ist etwa das ,tausendfache seiner ,krperlnge6 ,auch besitzt der kleine ,schelm eine geradezu bernatrliche ,krperkraft1 denn er vermag das ,achtzigfache seines ,gewichts zu ziehen4 ,die ,larven vieler ,insekten1 die im ,holz leben1 entwickeln geradezu fabelhafte ,krfte bei der ,herstellung ihrer ,gnge4 ,der nur wenige ,millimeter groe ,borkenkfer bohrt sich durch die ,rinde tief in den ,stamm der ,bume hinein1 um hier seine ,eier abzulegen1 eine ,arbeit1 die eine gewaltige ,kraft verlangt4 ,die hchste ,kraftentfaltung finden wir bei den ,holzwespen4 ,die ,weibchen treiben ihren langen ,legestachel tief in einen ,baumstamm hinein1 um hier die ,eier unterzubringen4 ,die ,larven fressen sich dann spter immer weiter in das ,holz1 um sich zu verpuppen4 ,auch die ausgeschlpften ,holzwespen verbringen geradezu unerhrte ,kraftanstrengungen1 um aus dem ,innern des ,holzes ans ,tageslicht zu gelangen4 ,kiefernholzwespen1 welche im ,holz von ,kisten1 in dem ,artilleriemunition aufbewahrt wurde1 zur ,entwicklung gelangt waren1 versuchten sich einen ,weg ins ,freie zu bahnen und fraen dabei den harten ,stahlmantel der ,geschosse an4 ,die ,schnellkfer 7,elateridae7 vermgen sich1 wenn sie auf dem ,rcken liegen1 vermittels eines ,dornes an der ,unterseite der ,vorderbrust1 der in eine ,grube der ,mittelbrust hineinpat und wie eine ,feder wirkt1 in die ,hhe zu schnellen4 ,in der ,luft dreht sich der ,kfer um1 so da er mit dem ,bauch zur ,erde niederfllt und aus seiner hilflosen ,rckenlage befreit wird4 ,dieser ,schnellapparat ist fr ihn ein wichtiges ,werkzeug1 da er wegen seiner kurzen ,fe nicht imstande ist1 sich aufzurichten1 wenn er durch ,zufall auf den ,rcken gefallen ist4 ,eine abenteuerliche ,gestalt unter den ,kerbtieren ist der ,pfeilschwanzkrebs1 der in mehreren ,arten die ,ksten des ,atlantischen und ,stillen ,ozeans bewohnt4 ,mit ihrem eigentmlichen ,krperbau haben die ,pfeilschwanzkrebse ein wahrhaft vorsintflutliches ,aussehen und sind auch im wahrsten ,sinne des ,wortes vorweltliche ,tiere1 denn nahe ,verwandte1 die fast dasselbe ,aussehen hatten wie die heutigen ,pfeilschwanzkrebse1 lebten schon in der palozoischen ,erdperiode4 ,die heutigen ,vertreter dieser ,spinnenkerfe erreichen zwar nicht mehr die ,riesengre ihrer ,vorfahren1 die bis #b m lang waren1 haben aber immer noch die stattliche ,krperlnge von m4 ,der grte ,teil des gepanzerten ,tieres besteht aus dem ovalen ,kopfbrustschild1 an den sich der gleichfalls gepanzerte und mit ,stacheln bewehrte ,hinterleib anschliet4 ,der ,krper trgt sechs ,paare von ,gliedmaen4 ,das erste ,paar sind kurze1 scherenfrmige ,fhler1 die anderen ,paare dienen sowohl als ,beine zur ,fortbewegung wie als ,kauorgane und sind zu diesem ,zwecke mit besonderen ,kauwerkzeugen ausgerstet4 ,das merkwrdige ,tier hat vier ,augen1 von denen zwei als kleine ,punktaugen in der ,mitte und zwei an den ,seiten des ,kopfschildes sitzen4 ,der ,hinterleib trgt einen langen1 sehr beweglichen ,schwanzstachel4 ,dieser ,schwanz ist ein sehr wichtiges ,werkzeug fr das ,tier4 ,fllt der ,pfeilschwanzkrebs beim berklettern von ,steinen auf den ,rcken1 so stemmt er den ,schwanzstachel gegen den ,boden und richtet sich durch die ,hebelwirkung wieder auf1 denn die kleinen1 kurzen ,fe sind nicht imstande1 den schwerflligen ,krper umzuwenden4 ,sidenote3 ,elektrische ,tiere ,selbst die ,kraft der ,elektrizitt haben die ,tiere in ihren ,dienst gestellt4 ,zitterwels1 ,zitteraal und ,zitterrochen haben elektrische ,batterien in ihrem ,krper1 mit denen sie starke ,schlge austeilen knnen4 ,die elektrischen ,organe bestehen aus einer ,anzahl nebeneinanderliegender ,platten1 die aus umgewandelter ,muskelsubstanz gebildet sind1 und einem ,gewebe1 das zwischen den einzelnen ,platten eingeschaltet ist4 ,es entspricht der ,apparat dem ,kupfer und ,zink der ,voltaschen ,sule4 ,die elektrische ,batterie steht mit dem ,nervensystem in ,verbindung1 durch das die ,entladung ins ,werk gesetzt wird4 ,die elektrischen ,schlge folgen sich sehr schnell4 ,beim ,apparat des ,zitteraals erfolgen #bjj-cjj ,entladungen in der ,sekunde1 die eine ,strke von #cjj ,volt haben4 ,der ,fisch kann die ,strke und ,zahl der ,entladungen willkrlich bemessen4 ,die ,kraft nimmt jedoch beim ,gebrauch erheblich ab und erreicht erst nach lngerer ,ruhe wieder die volle ,hhe4 ,der ,zitteraal vermag durch seine sehr krftigen ,schlge groe ,tiere1 sogar den ,menschen zu betuben4 ,die elektrischen ,organe dienen dazu1 ,beutetiere zu betuben oder zu tten1 und sind zugleich ein vorzgliches ,abwehrmittel in ,gefahr4 ,ihre ,lage am ,krper ist verschieden4 ,beim ,zitteraal befinden sie sich unter dem ,schwanz1 beim ,zitterwels umhllen sie wie ein ,mantel fast den ganzen ,leib und beim ,zitterrochen liegen sie hinter den ,kiemen4 ,die einzelne ,batterie des ,zitteraals besteht aus #fjjj ,platten4 -- ,vielen ,tieren gab die ,natur ,vorrichtungen1 die ganz besonderen ,zwecken dienen1 ,apparate und ,instrumente1 die fr die ,lebensweise von entscheidender ,bedeutung wurden4 ,sidenote3 ,eckzhne des ,walrosses ,das ,walro trgt im ,oberkiefer zwei gewaltige ,eckzhne1 die senkrecht nach unten stehen und ber den ,unterkiefer weit herausragen4 ,sie erreichen beim erwachsenen ,tier ein ,gewicht von #c kg und eine ,lnge von m4 ,diese ,stozhne dienen den ,bewohnern der ,eisregion des hohen ,nordens als ,eisbrecher1 um sich einen ,weg durch das ,treibeis zu bahnen4 ,ferner benutzen die ,walrosse ihre ,zhne als ,sttze beim ,erklettern der ,eisblcke1 und schlielich sind die ,zhne beim ,nahrungserwerb von groem ,nutzen4 ,die ,nahrung des ,walrosses besteht aus ,krebstieren1 ,mollusken und anderen niederen ,lebewesen des ,meeres4 ,mit den ,zhnen whlt das ,walro den ,schlamm an der ,kste und im ,meeresgrund auf1 um die hier befindlichen ,tiere hervorzuholen1 die dann mit ,hilfe der starken ,schnauzborsten zusammengefegt und eingeschlrft werden4 ,das ,walro gehrt zu den grten der heute lebenden ,sugetiere4 ,es erreicht eine ,lnge von #d1e m mit einem ,leibesumfang von #c m und ein ,gewicht bis zu #ajjj kg4 ,in frherer ,zeit dehnte sich das heute ausschlielich auf den hchsten ,norden beschrnkte ,verbreitungsgebiet nach ,sden bis zu den ,ksten ,schottlands und ,norwegens aus4 ,auf der ,breninsel war das ,walro vor #ajj ,jahren noch so zahlreich1 da die ,fnger auf einem ,jagdzuge manchmal viele ,hundert dieser ,tiere erbeuteten4 ,heute kommt das ,walro hier nicht mehr vor1 und auch auf ,spitzbergen ist es fast ganz verschwunden4 ,menschlicher ,unverstand und ,habgier haben auch hier einmal wieder in unverantwortlicher ,weise gewtet6 ,sidenote3 ,stozhne des ,elefanten ,die beiden mchtigen ,stozhne des ,elefanten1 die das so begehrte ,elfenbein liefern1 sind die verlngerten1 einzigen ,schneidezhne4 ,sie besitzen keine ,wurzeln1 sondern sind unten offen und haben wie die ,schneidezhne der ,nagetiere ein unbegrenztes ,wachstum4 ,wenn die ,stozhne in erster ,linie auch nur ein sekundres ,geschlechtszeichen sind1 da sie den ,weibchen hufig fehlen und1 wenn sie vorhanden sind1 stets bedeutend kleiner und schwcher bleiben1 so haben sie doch anderseits eine nicht zu unterschtzende ,bedeutung als ,instrument4 ,der mnnliche ,elefant schlitzt mit ihnen die ,stmme hoher ,bume auf1 um sie zu ,fall zu bringen1 wenn er sie nicht niedertreten kann1 und um auf diese ,weise zu dem begehrten ,laub des ,wipfels zu gelangen4 ,auerdem lst er mit den ,stozhnen die ,rinde ab1 um den ausflieenden ,saft des ,kernholzes zu genieen1 und grbt ,knollen und ,wurzeln aus der ,erde4 ,bei diesen ,arbeiten bedient sich der ,elefant vorzugsweise des linken ,stozahnes1 der infolgedessen hufig bedeutend mehr abgenutzt ist als der rechte4 ,als ,waffe scheinen die ,stozhne weniger gebraucht zu werden4 ,brunftige ,mnnchen1 die um den ,besitz eines ,weibchens kmpfen1 umfassen sich mit dem ,rssel und suchen sich mit dem ,gewicht ihres ,krpers zu ,fall zu bringen oder zu verdrngen4 ,ein anderes wichtiges ,organ des ,elefanten ist die zum ,rssel umgebildete ,nase4 ,der ,rssel ist zunchst ein ,schlauch1 mit dem der ,elefant sein ,getrnk einsaugt1 um es dann ins ,maul zu spritzen4 ,der ,rssel eines groen ,elefanten vermag #aj ,liter ,flssigkeit aufzunehmen4 ,ferner ist der ,rssel mit seinen beiden fingerartigen ,endgliedern ein vorzgliches ,greiforgan1 das mit einem feinen ,tastgefhl ausgestattet ist4 ,mit den ,fingern vermag der ,elefant kleinste ,gegenstnde vom ,erdboden aufzunehmen4 ,reit er ste von ,bumen herunter1 so umschlingt er sie mit dem ,rssel in mehreren ,windungen4 ,sidenote3 ,horn des ,nashornes ,das ,nashorn benutzt sein gewaltiges ,horn auf der ,nase als ,standhauer und ,axt4 ,im dichtesten ,dorngestrpp1 gegen dessen ,verletzung es durch seinen borkigen ,hautpanzer geschtzt ist1 bahnt es sich schnell und sicher einen ,weg1 indem es die ,zweige mit dem ,horn zur ,seite schlgt4 ,auch zum ,ausroden von ,struchern wird das ,horn gebraucht1 um zu den ,wurzeln1 die eine ,lieblingsnahrung dieses ,dickhuters bilden1 zu gelangen4 ,grere ,bume werden mit dem ,horn aus dem ,erdreich herausgehoben4 ,so dient das ,horn als ,stemmeisen1 ,grabscheit1 ,axt und ,beil4 ,sidenote3 ,schwertfisch ,nach dem fast #a m langen1 doppelschneidigen1 sehr scharfen ,schwert1 das der ,schwertfisch an der oberen ,kinnlade trgt1 hat dies kampfesmutige ,ungeheuer des ,meeres seinen ,namen erhalten4 ,der ,schwertfisch 7,xiphias gladius71 der eine ,krpergre von #b-c m erreicht1 bewohnt alle ,meere1 jedoch vorzugsweise in den wrmeren ,breiten4 ,mit seiner gefhrlichen ,waffe schlachtet er wie ein ,scharfrichter seine ,opfer ab4 ,er schwimmt in einen dicht gedrngten ,fischschwarm hinein1 schlgt mit ,gewalt nach allen ,seiten mit dem ,schwert umher und ttet so eine groe ,anzahl der ,fische4 ,die ,kraft des ,schlages und die ,schrfe der ,waffe ist so gro1 da die ,fische hufig ganz durchschnitten werden4 ,ist die ,zahl der ,opfer gro genug1 dann hlt der grausame ,wterich seine ,mahlzeit4 ,die frchterliche ,waffe hat den ,charakter des ,tieres verdorben1 das von ,mordlust und geradezu sinnloser ,bosheit erfllt ist4 ,es lt seine ,wut auch an anderen greren ,lebewesen aus1 die ihm nicht zur ,nahrung dienen4 ,so greift der ,schwertfisch ohne weiteres ,walfische an1 die ihm zu nah kommen1 und verletzt sie mit dem scharfen ,schwert in bedenklicher ,weise4 ,badende ,menschen sind schon vom ,schwertfisch durchstochen worden1 ja kleinere ,schiffe wurden durch den ,dolchsto seines ,schwertes zum ,sinken gebracht4 ,es ist nichts ,ungewhnliches1 da bei der ,ausbesserung grerer berseeschiffe das abgebrochene ,schwert eines solchen ,fisches im ,schiffsrumpf gefunden wird -- ein ,zeichen1 mit welcher ,wucht der ,fisch seine ,waffe gebraucht1 und wie gro deren ,schrfe ist 7,abbildung #i74 ,sidenote3 ,sgefisch ,ein wrdiges ,seitenstck zum ,schwertfisch ist der etwa #e m lange ,sgefisch1 der in mehreren ,arten in allen ,weltmeeren warmer ,zonen lebt4 ,der ,oberkiefer trgt einen etwa #a1e m langen schmalen ,fortsatz1 der an beiden ,seiten mit scharfen ,hautzhnen besetzt ist und wie eine ,doppelsge aussieht4 ,mit dieser frchterlichen ,waffe soll der ,fisch anderen groen ,fischen1 sogar ,walen den ,leib aufschlitzen4 ,sonst ist ber seine ,lebensweise noch wenig bekannt4 ,sidenote3 ,hammerfisch ,da wir einmal bei eigentmlichen ,fischformen angelangt sind1 so soll auch der sonderbare ,hammerfisch nicht unerwhnt bleiben4 ,der ,kopf dieses ,haifisches hat die ,gestalt eines wagerecht gehaltenen ,hammers1 dessen ,stiel der ,halsansatz bildet4 ,auf jedem ,ende des ,hammers sitzt ein ,auge4 ,einen besonderen ,zweck scheint diese hchst eigentmliche ,kopfform nicht zu haben4 ,sie ist vielmehr eine ,laune der ,natur1 die diese ,fische bereits in der ,kreidezeit erschaffen hat4 -- ,sidenote3 ,seihapparat des ,walfischmauls ,der ,walfisch kann infolge seines engen ,schlundes nur kleine ,fische von der ,gre des ,herings verschlucken4 ,das gewaltige ,tier braucht aber sehr viel ,nahrung4 ,da hat die schpferische ,kraft dem ,tier in sehr sinnreicher ,weise geholfen4 ,sie gab ihm ein gewaltiges ,maul1 mit dem der ,wal imstande ist1 eine groe ,anzahl ,fische auf einmal aufzuschnappen1 wofr besonders die ,zge der ,heringe1 die zu ,millionen in dichtgedrngter ,masse dahinschwimmen1 eine willkommene ,gelegenheit bilden4 ,beim ,schlieen des ,mauls wird eine bedeutende ,wassermenge mit aufgenommen4 ,um das ,wasser abflieen zu lassen1 ohne die ,fische dabei zu verlieren1 besitzt das ,walfischmaul besondere ,einrichtungen1 die als ,seihapparat wirken4 ,die ,kiefer sind bei den ,zahnwalen mit einer ,reihe dichtstehender ,zhne besetzt1 durch deren ,zwischenrume das ,wasser abfliet1 ohne da die ,fische hindurchgleiten knnen4 ,andere ,wale haben anstatt der ,zhne sogenannte ,barten in den ,kiefern1 sichelfrmige ,hornplatten1 mit fein gefasertem ,rand1 die wie ein feinmaschiges ,netz wirken1 durch das das ,wasser abluft4 ,diese ,wale heien zum ,unterschiede von den ,zahnwalen ,bartwale84 ,sidenote3 ,der ,vogelschnabel als technisches ,werkzeug ,auch der ,schnabel mancher ,wasservgel ist zum ,seihapparat geworden4 ,bei den ,schwnen1 ,gnsen und ,enten stehen an den ,auenkanten des ,schnabelberzugs feine zahnartige ,gebilde1 durch welche ebenso wie bei den ,walen das ,wasser bei der ,nahrungsaufnahme abfliet4 ,sogar die ,zunge dieser ,vgel ist mit ,fransen ausgestattet1 die die ,nahrung vor dem ,verschlucken noch einmal durchsieben4 ,bei den ,vgeln vertritt der ,schnabel oft die ,stelle eines besonderen ,werkzeuges1 das fr den ,lebensunterhalt von ,wichtigkeit ist4 ,der dnne1 feingebogene ,schnabel des ,baumlufers stellt eine ,sonde dar1 mit der der ,vogel in die feinsten ,ritzen der ,baumrinde eindringen kann1 um verborgene ,kerfe hervorzuholen4 ,der harte1 scharfkantige ,schnabel der krnerfressenden ,singvgel1 besonders der ,kernbeier1 wirkt als ,kneifzange1 mit der der ,vogel die ,hlsen hartschaliger ,smereien aufknackt4 ,der ,kirschkernbeier ist sogar imstande1 mit seinem massigen ,schnabel ,kirschkerne zu zertrmmern4 ,die ,schnepfe gebraucht ihren langen1 nervenreichen ,stecher als ,pinzette und holt damit ,wrmer aus der ,erde1 indem sie den ,schnabel hineinbohrt4 ,um die ,nahrung leicht erfassen zu knnen1 ohne den ganzen ,schnabel ffnen zu mssen1 was infolge des ,widerstandes der ,erde grere ,kraft verlangen wrde1 besitzt die ,schnepfe die ,fhigkeit1 nur das vordere ,ende des ,schnabels unabhngig von dem brigen ,schnabelteil ffnen und schlieen zu knnen4 ,bei der frisch erlegten ,schnepfe lt sich diese eigenartige ,beweglichkeit des ,schnabels durch einen seitlichen ,druck mit den ,fingern gegen den ,kopf leicht hervorrufen4 ,der ,kreuzschnabel besitzt in seinen kreuzweise bereinanderliegenden ,schnabelhlften ein praktisches ,instrument zum ffnen der ,tannenzapfen4 ,an diesen eigentmlichen ,vogel mit seiner wechselnden ,gefiederfarbe1 der sogar im ,winter bei ,frost und ,schnee zur ,brut schreitet1 knpfen sich allerhand ,sagen und ,mrchen4 ,man glaubte frher1 da das ,wasser1 das durch den ,kot des ,vogels verunreinigt ist1 ein unfehlbares ,heilmittel gegen ,fallsucht und ,krmpfe sei1 und zwar sollten die ,vgel1 bei denen die ,hakenspitze des ,oberschnabels rechts neben dem ,unterschnabel liegt1 die ,krankheiten der ,mnner1 die ,linksschnbler dagegen die ,krankheiten der ,frauen heilen4 ,in einsamen ,gebirgsdrfern1 wo der ,kreuzschnabel ein beliebter ,kfigvogel ist1 mag noch heute dieser ,aberglaube ,geltung haben4 ,beim amerikanischen ,hakenweih 7,rostrhamus sociabilis7 bildet die ,spitze des ,oberschnabels einen langen1 nach unten gebogenen ,haken1 der weit ber den ,unterschnabel reicht4 ,die ,nahrung dieses unserem ,bussard nahestehenden ,raubvogels besteht aus ,schneckenleibern4 ,der ,vogel lauert der kriechenden ,schnecke auf und stt den ,haken des ,schnabels durch ihren ,krper dicht vor dem ,gehuse1 wodurch die ,schnecke verhindert wird1 sich einzuziehen4 ,dann reit er die ,schnecke aus dem ,gehuse heraus und verzehrt sie4 ,der sehr groe1 unfrmige1 aber dnnwandige und leichte ,schnabel der ,tukane ist eine ,fruchtpresse1 die den ,vgeln beim ,verzehren von ,frchten gute ,dienste leistet 7,abbildung #aj74 ,ein vielseitiges ,instrument ist der ,papageischnabel4 ,der gekrmmte ,oberschnabel luft in eine den ,unterschnabel berragende1 gebogene ,spitze aus und trgt hufig auf jeder ,seite einen zahnartigen ,ansatz1 der in eine entsprechende ,vertiefung des ,unterschnabels hineinpat4 ,der dicke1 breite1 nach unten gewlbte ,unterschnabel hat vorn eine breite1 ausgeschweifte ,kante1 deren ,enden in hochstehende ,spitzen auslaufen4 ,mit diesem ,werkzeug kann der ,papagei ,unglaubliches leisten4 ,er benutzt es als ,zange1 ,bohrer und ,schraubenzieher4 ,immer wieder mu man staunen1 was fr ,zerstrungen ein groer ,papagei1 besonders ein ,kakadu1 vollbringen kann4 ,dicker ,draht wird durchkniffen1 ,eisenblech durchlchert und zernagt1 das hrteste ,holz in kurzer ,frist zersplittert4 ,die ,gebrauchsfertigkeit des ,schnabels wird noch dadurch erhht1 da der ,oberschnabel durch ein zwischen ihn und den ,schdel eingeschaltetes ,scharnier sehr beweglich ist1 im ,gegensatz zu anderen ,vgeln1 bei denen der ,oberschnabel mit dem ,schdel fest verwachsen ist4 ,die ,papageien vermgen mit ihrem krftigen ,schnabel sehr schmerzhafte und nicht ungefhrliche ,biwunden beizubringen4 ,eine ,arara kann mit ihrem mchtigen ,schnabel mit einem ,bi die ,handknochen zertrmmern4 ,die gewaltige ,wirkung des ,schnabels zeigt sich am besten darin1 da die groen ,araras imstande sind1 die eisenharte ,schale der ,paransse aufzuknacken4 ,sidenote3 ,saugzunge der ,honigsauger ,bei den zierlichen1 bunt gefrbten ,honigsaugern ,afrikas1 die nicht zu den ,kolibris1 sondern zu den ,singvgeln gehren1 ist die ,zunge mit ihren einwrts gebogenen ,rndern zum ,saugschlauch geworden1 mit dem die ,vgel den ,nektar aus den ,blten schlrfen4 ,sidenote3 ,pinselzunge der ,loris ,die ,loris1 kleine bis mittelgroe1 sehr bunt gefrbte ,papageien1 die ,australien und die umliegenden ,inseln bewohnen1 haben eine ,pinselzunge1 d4 h4 ihre ,zunge trgt am vorderen ,ende einen ,bschel haarartiger ,borsten1 mit denen die ,vgel den ,saft der ,blten und ,frchte auftutschen4 ,sidenote3 ,lffelzunge ,auf ,neuguinea lebt ein riesengroer1 tiefschwarzer ,kakadu mit nacktem1 rotem ,gesicht und breitem ,federbusch auf dem ,kopfe4 ,seine rote1 walzenfrmige1 fleischige ,zunge ist ausgehhlt1 und die ,rnder knnen nach innen umgebogen werden4 ,mit diesem ,lffel8 befrdert der absonderliche ,vogel die mit dem gewaltigen ,schnabel zerkleinerte ,nahrung1 die hauptschlich aus ,nssen besteht1 in die ,speiserhre4 ,der ,ararakakadu hat eine schnarrende ,stimme1 die an das ,knarren einer ,tr erinnert und von dem blichen ,kreischen der anderen ,papageien vllig abweicht4 ,der ,vogel hat in seinem gewaltigen ,schnabel eine ,riesenkraft4 ,gefangene zerbeien ,futtergefe aus gebranntem ,ton1 dickem ,porzellan1 ja sogar aus ,gueisen mit ,leichtigkeit4 ,nur ganz schwere schmiedeeiserne ,geschirre leisten seiner ,zerstrungswut ,widerstand4 ,der ,schnabel der ,spechte mit der vorn abgeschnittenen1 aber scharfen ,kante ist ein regelrechter ,meiel1 mit dem die ,vgel festes ,kernholz durch krftige ,schlge zersplittern knnen4 ,als ,hhlenbrter nisten sie nicht in natrlichen ,baumhhlen1 sondern meieln sich ihre birnenfrmigen ,bruthhlen in die ,baumstmme und schaffen hierdurch anderen ,hhlenbrtern1 wie ,hohltaube1 ,wiedehopf und ,blaurake1 passende ,niststtten4 ,illustration3 ,abbildung #ad ,friedrich v4 ,lucanus phot4 ,uhu ,illustration3 ,abbildung #ae ,aus ,benzingers ,lichtbildern f4 d4 ,unterricht ,kiwi oder ,schnepfenstrau ,ein flgelloser ,vogel mit haarartigem ,gefieder ,so finden wir berall im ,tierleben eine mannigfache ,technik4 ,die ,gliedmaen und ,organe sind zum ,teil zu ,instrumenten geworden1 wie sie menschlicher ,erfindungsgeist zur ,ausbung der ,kunst1 fr die ,forschung in der ,wissenschaft und zum ,handwerk ersann4 ,die ,natur gab den ,tieren diese technischen ,hilfsmittel zur ,erfllung ihrer ,lebensaufgaben und ihrer ,daseinsnotwendigkeiten1 damit sie den ,kampf des ,lebens siegreich bestehen1 bis die ,krfte erlahmen und des ,lebens ,kreislauf sich schliet1 um neuen ,generationen ,platz zu machen1 die vielleicht dereinst in ,anpassung an vernderte ,lebensbedingungen1 die ,erdumwlzungen hervorrufen1 in fortschreitender ,entwicklung eine andere ,technik des ,lebens erwerben4 #a ,friedrich von ,lucanus1 ,das ,leben der ,vgel4 ,verlag ,august ,scherl1 ,berlin #aibe4 ,wanderungen ,die ,lust zum ,wandern ist nicht allein eine uralte1 tiefeingewurzelte ,eigenschaft des ,menschengeschlechts1 sondern sie tritt in noch hherem ,mae in der ,tierwelt auf4 ,sidenote3 ,wanderungen der ,zugvgel ,alljhrlich im ,herbst und ,frhjahr begeben sich unsere ,zugvgel auf die weite ,wanderschaft1 die sie von ,erdteil zu ,erdteil fhrt4 ,gewaltige ,strecken werden auf dieser ,luftreise durchflogen4 ,kuckuck1 ,schwalben1 ,segler1 ,nachtigall1 ,pirol und viele andere ,vgel suchen das tropische ,afrika als ,winterherberge auf4 ,freund ,adebar dehnt sogar seine ,reise bis ber den quator hinaus aus und berwintert im sdlichen ,afrika1 in der englischen ,kapkolonie und den frheren ,burenstaaten1 wo die dort zahlreich auftretenden ,heuschrecken1 die eine gewaltige ,plage des ,landes sind1 ihm zur ,nahrung dienen4 ,vielleicht bilden die ,heuschrecken die ,ursache zu dieser weiten ,wanderung der ,strche4 ,ganz gewaltige ,reisen vollbringen die ,regenpfeifer und ,strandlufer1 die das arktische ,gebiet der ,alten und ,neuen ,welt bewohnen4 ,sie ziehen aus ihrer zirkumpolaren ,heimat bis ,sdafrika1 ,sdamerika und ,indien und berfliegen zum ,teil nicht weniger als #acc ,breitengrade1 was eine ,entfernung von etwa #aejjj km bedeutet6 ,diese weite ,strecke legen die ,vgel zweimal im ,jahre1 auf dem ,herbstzug und auf dem ,frhjahrszug1 zurck6 ,das sind gewaltige ,flugleistungen1 die aber noch von einer ,vogelart1 der ,kstenseeschwalbe 7,sterna paradisea71 bertroffen werden4 ,die ,kstenseeschwalbe ist von allen ,vgeln am weitesten nach ,norden vorgedrungen4 ,ihr ,brutgebiet reicht bis zum #hb4 ,grad nrdl4 ,br4 ,von hier zieht sie nach den ,berichten amerikanischer ,ornithologen bis zum sdlichen ,eismeer1 um dort zu berwintern4 ,sie berfliegt also zweimal jhrlich den ganzen ,erdkreis4 ,auf diesen weiten ,wanderungen nehmen sich die ,vgel freilich ,zeit4 ,sie fliegen in kleineren ,etappen1 die tglich etwa #bjj bis #cjj km betragen1 und brauchen mehrere ,wochen1 bis sie am ,ziel sind4 ,die alte ,annahme1 da die ,zugvgel mit gewaltiger ,geschwindigkeit reisen1 die sie in wenigen ,stunden ber ganze ,erdteile trgt1 ist durch die neueren ,forschungen widerlegt worden und gehrt in das ,reich der ,fabel4 ,andere ,vgel1 wie z4 ,b4 die kleineren ,singvgel1 reisen noch langsamer4 ,durch die ,vogelberingung1 die heute unser bestes ,mittel zur ,erforschung des ,vogelzuges ist1 wurde nachgewiesen1 da ,stare1 ,drosseln und ,rotkehlchen nur #cj-fj km tglich zurcklegen4 ,durch ,messungen der ,fluggeschwindigkeit ziehender ,vgel wurde festgestellt1 da sie auf dem ,wanderfluge etwa die ,schnelligkeit eines ,eilzuges entwickeln1 also ca4 #fj-gj km in der ,stunde4 ,sidenote3 ,zugstrae u4 ,zug i4 breiter ,front ,die viel umstrittene ,frage1 ob die ,vgel auf ihren ,wanderungen bestimmten1 gesetzmig festliegenden ,zugstraen folgen1 ist durch die ,vogelberingung dahin geklrt worden1 da manche ,vogelarten zweifellos solche ,zugstraen haben1 andere dagegen nicht1 sondern auf dem ,zuge sich fcherfrmig ber den ,erdteil verteilen1 nur einer allgemeinen ,richtung folgend4 ,man spricht in letzterem ,falle vom ,zuge in breiter ,front84 ,ein ,vogel1 der ganz bestimmte ,zugstraen innehlt1 ist der weie ,storch4 ,die ,beringung von ,strchen hat ergeben1 da die ,brutvgel aus ,mittel- und ,osteuropa im ,herbst ber den ,balkan1 die ,dardanellen1 ,kleinasien1 ,syrien1 ,palstina und den ,suezkanal nach ,afrika ziehen1 whrend die westlichen ,vgel ihren ,weg ber ,frankreich1 ,spanien und ,gibraltar nehmen4 ,die ,grenze zwischen diesen beiden ,zuggebieten bildet die ,weser4 ,beim ,zug des ,storches ist es also vollauf berechtigt1 von ,zugstraen8 zu sprechen1 die freilich nicht auf engen1 schmalen ,linien verlaufen1 sondern eine breite ,ausdehnung haben1 die z4 ,b4 auf dem ,balkan und in ,kleinasien ca4 #bjj-djj km betrgt4 ,viele ,vgel scheinen auf ihrem ,zuge durch die ,sahara den ,tarso- und ,tassili-,gebirgen zu folgen4 ,diese ,zugstrae ist noch breiter1 sie hat eine ,ausdehnung von etwa #ajjj km4 ,gleichwohl kann man auch hier noch von einer ,zugstrae sprechen1 denn sie hebt sich als fest begrenzter ,abschnitt aus dem groen ,wstengebiet der ,sahara heraus1 das in seiner ,gesamtausdehnung eine ,breite von ca4 #ejjj km besitzt4 ,mit dem ,begriff ,zugstrae8 drfen wir also keine schmale ,linie verbinden1 sondern die ,zugstrae8 charakterisiert nur die ,zugbewegung auf einer enger begrenzten ,flche innerhalb eines greren zu ,gebote stehenden ,raumes4 ,wird dieser ,raum in seiner ganzen ,breite berflogen1 dann sprechen wir vom ,zuge in breiter ,front84 ber die ,bezeichnungen ,zugstrae8 und breite ,front8 im ,problem des ,vogelzuges ist in unserer ornithologischen ,literatur schon so viel ,verwirrung angerichtet worden1 da es mir notwendig erschien1 diese ,begriffe hier nher zu erlutern4 -- ,sidenote3 ,entstehung u4 ,ursachen d4 ,zuges ,die ,entstehung des ,vogelzuges mssen wir auf die ,eiszeit und den durch sie hervorgerufenen ,wechsel der ,jahreszeiten zurckfhren4 ,solange noch gleichmig warmes1 tropenartiges ,klima in unseren ,breiten herrschte1 fanden die ,vgel whrend des ganzen ,jahres geeignete ,lebensbedingungen in ihrer nrdlichen ,heimat4 ,dies nderte aber die ,eiszeit mit ihren klimatischen ,umwlzungen4 ,viele ,vgel wurden durch das kalte ,klima allmhlich aus ihrer ,heimat verdrngt und siedelten sich im ,sden unter dem quator an1 wo die ,unwirtlichkeit der ,eiszeit sie nicht berhrte4 ,spter1 nach dem ,rckgang der ,eiszeit1 erfolgte dann von neuem eine ,ausbreitung von ,sden nach ,norden1 wo die ,vgel im ,sommer wieder geeignete ,lebensbedingungen fanden4 ,der ,winter zwang aber die ,vgel1 in das warme ,tropenklima zu flchten1 um dann im ,frhjahr zum ,brten wieder nach dem ,norden zurckzukehren4 ,mit ,berechtigung kann man fragen3 ,warum blieben die ,vgel nicht in ihrer sdlichen ,heimat1 die ihnen zu allen ,jahreszeiten die besten ,lebensbedingungen spendete1 und weshalb nahmen sie die ,schwierigkeit und ,unbequemlichkeit der ,wanderung auf sich8 ,wenn wir auch bei der ,beantwortung dieser ,frage lediglich auf ,spekulation angewiesen sind1 so geht man vielleicht nicht fehl1 die ,ausbreitung des ,brutgebiets nach ,norden auf eine bervlkerung der ,vgel in der tropischen ,zone zurckzufhren1 wo sich die ,vgel zur ,eiszeit in groen ,massen zusammendrngten4 ,auerdem wohnt vielen ,vogelarten eine ausgesprochene ,neigung inne1 ihr ,brutgebiet dauernd zu vergrern4 ,auch heute knnen wir solche ,verschiebungen in der ,vogelwelt beobachten4 ,so dehnt z4 ,b4 der ,girlitz bestndig sein ,wohngebiet nordwrts aus4 ,der ,girlitz1 der ja nur eine geographische ,rasse des wilden ,kanarienvogels ist und infolgedessen nach der ternren ,nomenklatur den ,namen ,serinus canaria serinus ,l4 fhrt1 war ursprnglich ein ,bewohner des subtropischen ,klimas der ,mittelmeerlnder4 ,von hier breitet er sich stndig nach ,norden aus4 ,vor etwa #cjj ,jahren war er bis ,sddeutschland vorgedrungen und bereits bei ,frankfurt a4 ,m4 ein hufiger ,brutvogel1 wonach er damals ,frankfurter ,vgelchen8 genannt wurde4 ,heute ist er bereits in der ,mark ,brandenburg1 in ,pommern1 ,schlesien und dem westlichen ,polen eingewandert und in neuerer ,zeit sogar in ,schweden festgestellt worden4 ,die ,singdrossel1 die zu ,linns ,zeiten in ,skandinavien noch unbekannt war1 singt ihr ,lied bereits unter dem #fj4 ,grad nrdl4 ,br4 hnliche ,beispiele lieen sich noch fr viele andere ,vogelarten anfhren4 ,die ,eiszeit mag nicht alle ,vgel aus dem ,norden verdrngt haben4 ,sie war wohl kaum so unwirtlich1 da nicht einige ,arten mit krftiger und widerstandsfhiger ,natur in den kurzen ,sommermonaten hier ausharren konnten4 ,nur der ,winter zwang sie1 vorbergehend im ,sden ihren ,aufenthalt zu nehmen4 ,so entwickelte sich auch bei ihnen die ,eigenschaft des ,ziehens unter der klimatischen ,umwlzung der ,eiszeit4 ,alle ,vgel1 die auf der ,suche nach einer geeigneten ,winterherberge eine unzweckmige ,richtung einschlugen1 gingen zugrunde1 whrend diejenigen ,individuen1 die in ,gegenden gelangten1 die von der ,vereisung unberhrt geblieben waren1 den ,winter berstanden und im ,sommer zum ,brten in die ,heimat zurckkehren konnten4 ,so wurde im ,laufe der ,zeit durch natrliche ,zuchtwahl ein ,vogelstamm herangezchtet1 bei dem der ,zug1 und zwar der ,zug in eine bestimmte ,richtung1 eine regelmige ,lebenserscheinung wurde1 die sich allmhlich zu einer erblichen ,anlage verankerte4 ,somit wre der ,vogelzug ein ,beweis fr die ,erblichkeit erworbener ,eigenschaften1 die bekanntlich von manchen ,forschern in ,abrede gestellt wird4 ,da die ,zugbewegung heute bei vielen ,vgeln eine erbliche ,veranlagung ist1 lt sich mit ,sicherheit nachweisen4 ,storch1 ,kuckuck1 ,wiedehopf1 ,pirol1 ,segler und andere ,vgel verlassen uns bereits im ,hochsommer1 im ,august1 also zu einer ,zeit1 wo von einer ,temperaturabnahme oder ,nahrungsmangel noch keine ,rede ist4 ,es kann also nur ein innerer1 periodisch erwachender ,trieb sein1 der den ,fortzug veranlat4 ,ferner zeigen ,nachtigall1 ,grasmcke1 ,wrger und viele andere ,zugvgel in der ,gefangenschaft sowohl im ,frhjahr wie im ,herbst eine starke ,unruhe1 die den ,vogel rastlos im ,kfig umherflattern lt4 ,es ist der angeborene ,zugtrieb1 der in ihnen erwacht1 und den sie durch ihre ,unruhe befriedigen mssen4 ,bei anderen ,vgeln1 wie z4 ,b4 den nordischen ,enten und ,tauchern1 kommt der ,zugtrieb weniger zur ,geltung4 ,sie verlassen ihre ,heimat erst dann1 wenn die ,vereisung im ,winter ihre ,lebensbedingungen unterbindet4 ,ihre ,wanderungen sind also nur ein ,ausweichen nach eisfreien ,gebieten und werden nicht durch einen inneren1 angeborenen ,trieb1 sondern durch uere klimatische ,einflsse hervorgerufen4 ,sidenote3 ,tag- und ,nachtwanderer ,die ,zugvgel wandern teils des ,nachts1 teils am ,tage1 viele ,arten sowohl in der ,nacht wie am ,tage4 ,ausgesprochene ,tagwanderer sind die meisten ,raubvgel1 die ,raben und ,strche1 whrend ,singvgel1 schnepfenartige ,vgel und ,regenpfeifer fast ausschlielich oder vorwiegend die ,nacht zu ihren ,reisen whlen4 ,in finsteren ,nchten werden die ,vgel bei ihrem ,fluge ber die ,see durch den ,lichtschein der ,leuchttrme angelockt4 ,mit rasender ,gewalt fliegen sie gegen die hellen ,fenster des ,leuchtfeuers und stoen sich den ,kopf ein4 ,hunderte von ,vogelleichen bedecken dann am folgenden ,morgen den ,erdboden in der ,umgebung der ,leuchttrme4 ,leider ist es bisher noch nicht gelungen1 wirksame ,abwehrmanahmen gegen diesen traurigen ,vogelmord zu treffen4 ,alle ,versuche1 die man gemacht hat1 blieben erfolglos4 ,sidenote3 ,geselliger und einsamer ,zug ,viele ,raubvgel1 der ,kuckuck1 der ,wiedehopf und andere ,arten ziehen einsam nach dem fernen ,sden1 andere ,vgel vereinigen sich zu greren oder kleineren ,scharen4 ,kraniche und ,strche versammeln sich vor dem ,fortzug zu ,hunderten und ,tausenden an bestimmten ,pltzen4 ,sidenote3 ,fluganordnungen auf dem ,zuge ,kraniche1 ,gnse1 ,enten1 ,schwne1 ,regenpfeifer und andere ,vgel bilden auf dem ,zuge einen ,winkel oder ,keil4 ,sie gruppieren sich in zwei ,linien1 die sich vorn in einem spitzen oder stumpfen ,winkel schneiden4 ,die ,vgel fliegen hierbei nicht hintereinander1 sondern jeder ,vogel berragt seinen ,vordermann nach auen4 ,es findet also eine seitliche ,staffelung statt4 ,man meint1 da die ,keilform des ,wanderfluges den ,vgeln die berwindung des ,luftwiderstandes erleichtert1 indem der von den ,vgeln gebildete ,keil1 als aeromechanisch untrennbares ,ganzes aufgefat1 wie ein ,luftschiff die ,luft durchschneidet4 ,austernfischer1 ,brachvgel und ,ibisse bilden auf dem ,zuge keinen ,keil1 sondern eine breite ,front1 indem die ,vgel in einer breiten ,linie nebeneinander fliegen4 ,im ,gegensatz zur ,winkelform ist diese breite ,linie1 als einheitliches ,ganzes aufgefat1 fr die berwindung des ,luftwiderstandes gerade ungnstig1 denn ein breiter ,krper berwindet den ,luftwiderstand schwerer als ein spitzer4 ,hier versagt also die fr den ,winkelflug gegebene ,erklrung4 ,infolgedessen sind andere ,forscher der ,ansicht1 da man diese ,fluganordnungen der ,zugvgel nicht als ein einheitliches ,ganzes ansehen darf1 sondern da die ,flugleistungen der einzelnen ,vgel in ,betracht gezogen werden mssen4 ,jeder ,vogel erzeugt beim ,fliegen einen aufwrtssteigenden ,luftstrom1 der dem ,nebenmann zugute kommen soll1 da er sich der ,fluggeschwindigkeit berlagert1 eine ,abnahme des ,fortbewegungswiderstandes hervorruft und somit eine ,verminderung der ,flugarbeit zur ,folge hat4 ,dieser ,vorteil des durch den ,nebenvogel erzeugten aufwrtssteigenden ,luftstroms1 der sich auf ,grund der ,prandtlschen ,aeroplantheorie nachweisen lt1 kommt in erster ,linie bei der einreihigen ,flugordnung der ,austernfischer1 die dicht nebeneinander fliegen1 zur ,geltung4 ,dagegen erscheint es recht zweifelhaft1 ob dies auch fr den ,winkelflug ,gltigkeit hat4 ,hier sind die ,vgel1 die in den beiden benachbarten ,linien nebeneinander fliegen1 so weit getrennt1 da die ,wirkung der ,luftstrme kaum noch zur ,geltung kommen kann4 ,es ist daher recht zweifelhaft1 ob diese ,erklrungen fr die ,flugordnungen der ,zugvgel das ,richtige treffen4 ,bei dem ,winkelflug folgen sich die ,vgel1 die auf derselben ,seite fliegen1 nicht auf ,vordermann1 sondern sie sind seitlich gestaffelt4 ,hierdurch hat jeder ,vogel die ,front frei und ist infolgedessen davor geschtzt1 auf seinen ,vordermann aufzuprellen1 wenn dieser die ,fluggeschwindigkeit verkrzt4 ,dasselbe ist in noch grerem ,mae der ,fall beim ,zuge in einer geraden ,linie1 wo jeder ,vogel ein vllig freies ,gesichtsfeld hat4 ,wenn man also fr die ,erklrung der ,flugformationen von der aerodynamischen ,wirkung absieht1 so kann vielleicht diese rein uerliche ,ursache fr die ,bildung der ,flugformen von ,bedeutung sein1 die die ,vgel vor dem ,zusammensto schtzt4 ,junge ,enten folgen im ,schwimmen auf dem ,wasser ihrer ,mutter meist ebenfalls in ,winkelform1 oder sie bilden eine schrge ,linie1 wobei ebenfalls eine ,stafflung nach auen stattfindet4 ,die ,stafflung hat hier zweifellos den ,zweck1 das ,gesichtsfeld der ,vgel frei zu machen4 ,diese suchen ihre ,nahrung1 die in ,mckenlarven und ,wasserinsekten besteht1 whrend des ,schwimmens auf der ,oberflche des ,wassers4 ,wrden nun die jungen ,enten hintereinander schwimmen1 so wrde der vorderste ,vogel alle ,nahrung fortschnappen1 whrend die nachfolgenden ,enten das ,nachsehen htten4 ,hier ist also der ,zweck der ,winkelform oder der schrgen ,linie mit einer ,stafflung nach auen vllig ersichtlich4 ,die ,formationen dienen hier lediglich dem freien ,gesichtsfeld4 ,nur wenige ,vgel bilden auf dem ,zuge derartige ,flugordnungen4 ,die meisten ziehen in groen1 wolkenartigen ,schwrmen1 und trotzdem herrscht hier eine bewundernswerte ,disziplin4 ,da fliegt eine groe ,schar nordischer ,leinzeisige in dichtgedrngter ,masse dahin4 ,wie auf ,kommando schwenken die ,vgel pltzlich ab und fhren die schrfsten ,wendungen aus1 ohne da ein ,zusammenprallen erfolgt4 ,trotz der rasenden ,geschwindigkeit1 die einem ,eilzuge gleichkommt1 macht jeder ,vogel genau in demselben ,augenblick die gleiche ,wendung1 ohne da unter den nach ,hunderten und ,tausenden zhlenden ,vgeln eine ,verwirrung entsteht1 ohne da der ,schwarm sich lockert oder auflst4 ,da steht man vor einem ,rtsel1 dessen ,lsung noch vllig in ,dunkel gehllt ist4 -- ,sidenote3 ,zugrichtungen ,die ,vogelberingung hat die ,richtigkeit der schon von lteren ,ornithologen ausgesprochenen ,vermutung1 da in ,europa der ,herbstzug weniger nach ,sden als nach ,westen und ,sdwesten gerichtet ist1 vollauf besttigt4 ,diese westliche ,zugrichtung knnen wir als eine nach dem milden ,klima des ,atlantischen ,ozeans verlaufende ,zugbewegung ansehen4 ,an der ,festlandskste verhindert dann das ,weltmeer die ,fortsetzung des westlichen ,fluges4 ,die ,vgel biegen nach ,sden ab1 um ber ,gibraltar ,afrika zu erreichen4 ,die ,vgel des nrdlichen ,europa folgen auf ihrem westlichen ,zuge mit ,vorliebe den ,ksten der ,ost- und ,nordsee4 ,auer dieser ,westlichen ,kstenstrae81 wie ich dies ,zuggebiet in meinen ,rtseln des ,vogelzuges8 genannt habe#b1 lassen sich nach den ,ergebnissen der ,vogelberingung noch zwei andere ,zuggebiete in ,europa erkennen1 die von zahlreichen ,vogelarten1 ,land- wie ,wasservgeln1 auf ihrem ,zuge durchflogen werden4 ,das eine ,gebiet1 die ,italienisch-,spanische ,zugstrae81 fhrt aus ,osteuropa ber ,oberitalien1 den ,lwengolf nach ,spanien und ,afrika1 das zweite ,gebiet1 die ,adriatisch-,tunesische ,zugstrae81 bringt die beschwingten ,wanderer ber die ,adria1 ,sizilien nach ,tunis4 -- ,sidenote3 ,hhe des ,zuges ,um fr die ,beurteilung der sehr umstrittenen ,frage nach der ,hhe des ,vogelzuges zuverlssige ,angaben zu erhalten1 stellte ich im ,jahre #aija die ,luftfahrt in den ,dienst der ,vogelzugforschung4 ,in der mehr als zwanzigjhrigen ,beobachtungszeit besttigten die ,angaben der ,luftfahrer immer wieder1 da die ,zugvgel sich im allgemeinen nicht sehr hoch ber die ,erdoberflche erheben4 ,die ,flughhe bersteigt selten #djj m relativer ,hhe4 ,in nur wenigen ,fllen1 die als groe ,ausnahme gelten1 wurden ,vgel in ,hhen ber #ajjj m von den ,luftfahrern beobachtet4 ,die grte bisher festgestellte relative ,flughhe betrgt #bcjj m4 ,hier traf ein ,flieger eine ,schar ,schwalben an1 die sich auf dem ,zuge befanden4 ,nach dem heutigen ,stande der ,wissenschaft mssen wir also annehmen1 da die ,vgel auf ihren ,wanderungen keine sehr groen ,hhen aufsuchen4 ,die frhere ,annahme1 da die ,zugvgel in gewaltigen ,hhen1 von #ajjjj-abjjj m1 wo sie der ,wahrnehmung von der ,erde aus vllig entzogen sind1 ihre ,luftreisen ausfhren1 lt sich nicht aufrechterhalten4 ,sie ist um so weniger glaubwrdig1 als wir heute wissen1 da in diesen ,hhen der ,luftdruck so niedrig und die ,klte so gro ist1 da ein lngerer ,aufenthalt der ,vgel hier ganz unmglich ist4 ,sidenote3 ,orientierung ,hiermit sind jedoch die ,fragen1 die sich an das fesselnde und rtselhafte ,problem des ,vogelzuges knpfen1 noch lange nicht erschpft4 ,hierzu gehren vor allem der ,zusammenhang des ,zuges mit der ,witterung und die ,orientierung der ,zugvgel4 ber beide ,fragen sind zahlreiche ,theorien aufgestellt worden1 die jedoch einer strengen ,kritik nicht standzuhalten vermgen4 ,nach den neueren ,beobachtungen scheint die ,zugbewegung1 die in der ,hauptsache auf einem angeborenen1 periodisch im ,vogel selbst erwachenden ,trieb beruht1 wenig mit den meteorologischen ,verhltnissen zusammenzuhngen1 und die ,orientierung der ,zugvgel mssen wir wohl auf einen angeborenen ,richtungssinn zurckfhren1 der den ,vogel ganz automatisch leitet4 ,wir werden uns mit der ,frage nach dem ,orientierungsvermgen der ,tiere spter noch nher befassen4 ,auer den regelmig wiederkehrenden ,wanderungen der ,zugvgel1 die durchaus gesetzmig verlaufen1 unternehmen bisweilen ausgesprochene ,standvgel pltzlich groe ,wanderungen4 ,solche unregelmigen ,wanderungen wurden besonders vom sibirischen ,tannenhher und dem asiatischen ,steppenhuhn beobachtet4 ,der sibirische ,tannenhher unterscheidet sich von dem gewhnlichen auch bei uns als ,brutvogel auftretenden ,tannenhher durch einen schlankeren1 sehr viel dnneren ,schnabel4 ,er hat daher in der modernen ternren ,nomenklatur den lateinischen ,namen ,nucifraga caryocatactes macrorhynchos ,brehm erhalten4 ,dank der systematischen ,subtilforschung sind wir jetzt imstande1 bei vielen ,tieren geographische ,rassen zu unterscheiden1 die sich durch eine ,abweichung in der ,gre und ,frbung oder bei den ,vgeln auch durch ,unterschiede in der ,schnabel- und ,fubildung kennzeichnen4 ,so hat z4 ,b4 der ,kleiber in ,skandinavien und ,nordruland eine hellere1 fast weie ,unterseite1 whrend der mitteleuropische ,kleiber unterwrts ockergelb gefrbt ist4 ,in der ,mitte zwischen beiden ,formen steht der ,kleiber aus ,ostpreuen und ,polen1 dessen ,unterseite rahmfarben gefrbt ist4 ,um diese ,unterschiede wissenschaftlich zum ,ausdruck zu bringen1 hat man die ternre ,nomenklatur eingefhrt4 ,die mitteleuropische ,form heit ,sitta europaea caesia ,wolf41 die nrdliche1 helle ,rasse ,sitta europaea europaea ,l4 und die ostpreuische ,mittelform ,sitta europaea homeyeri ,hart4 ,der ursprnglich von ,linn gegebene ,artname europaea8 wird beibehalten1 zu dem ein neuer1 dritter ,name1 der die geographische ,rasse bezeichnet1 hinzugesetzt wird4 ,man spricht dann in der ,wissenschaft von einem ,formenkreis81 der in diesem ,falle ,sitta europaea8 heit1 und der die verschiedenen ,unterarten oder ,rassen1 die mit einem weiteren ,namen gekennzeichnet werden1 umschliet4 ,durch die beiden ,artnamen mit dem ,gattungsnamen entstehen also im ganzen drei ,namen 7ternre ,nomenklatur74 ,linn hat in seiner von ihm eingefhrten binren ,nomenklatur den ,kleiber ,sitta europaea8 genannt und hat hiermit zunchst den schwedischen ,kleiber gemeint1 ohne gewut zu haben1 da die ,kleiber in anderen ,gegenden sich von dem schwedischen ,kleiber unterscheiden4 ,um nun zum ,ausdruck zu bringen1 da der ,linnsche ,name ,sitta europaea8 sich nur auf den schwedischen ,kleiber bezieht1 und um das ,autorenrecht zu wahren1 wird dieser ,artname zweimal wiederholt4 ,da nun in der neueren ,systematik die ,gattungsnamen teilweise gendert werden muten und manchmal ein frherer ,artname zum ,gattungsnamen erhoben wurde1 so entsteht in der ternren ,nomenklatur bisweilen die zwar unschne1 aber schwer zu vermeidende ,wiederholung von drei gleichen ,namen4 ,so heit z4 ,b4 der europische ,uhu1 den ,linn ,strix bubo8 nannte1 nach der ternren ,nomenklatur ,bubo bubo bubo81 weil der ursprngliche ,artnamen bubo8 ein ,gattungsbegriff geworden ist4 ,nach dem ,priorittsgesetz1 das den ,artnamen des ersten ,autors sichert1 mu der ,artname ,linns bubo8 bestehen bleiben1 und er mu verdoppelt werden1 um den von ,linn beschriebenen europischen ,uhu von andern geographischen ,rassen1 die in denselben ,formenkreis gehren1 abzutrennen4 -- ,sidenote3 ,wanderungen des ,tannenhhers ,der dnnschnblige ,tannenhher lebt in ,sibirien und dem nrdlichen ,asien bis ,korea und trgt ein braunes1 mit groen weien ,tupfen geziertes ,federkleid4 ,seine ,nahrung besteht hauptschlich aus den ,smereien der ,nadelhlzer1 besonders aus ,zirbelnssen1 den ,frchten der ,arven4 ,in ,jahren1 wo die ,arven nur wenig ,nsse tragen1 leiden die ,tannenhher in ,sibirien unter ,nahrungsmangel1 sie verlassen dann in groen ,scharen ihre ,heimat und wandern westwrts nach ,europa1 wo sie in greren oder kleineren ,trupps umherschweifen4 ,auer in ,deutschland wurden auch schon in ,frankreich1 ,england und ,skandinavien derartige ,einwanderungen des sibirischen ,tannenhhers beobachtet4 ,die letzte grere ,tannenhherinvasion erfolgte im ,jahre #aiag4 ,auf der ,kurischen ,nehrung durch die ,vogelwarte ,rossitten beringte ,tannenhher setzten ihre ,reise nach ,sdwesten in das ,innere ,deutschlands und nach sterreich fort4 ,sidenote3 ,wanderungen des ,steppenhuhnes ,ebensolche westlichen ,wanderungen unternimmt zeitweise auch das ,steppenhuhn1 welches die drren ,steppen ,asiens bewohnt4 ,die grten ,einwanderungen fanden in den ,jahren #ahfc und #ahhh statt1 wo die ,steppenhhner zu ,tausenden in ,europa erschienen4 ,meist bildeten die ,vgel kleine ,vlker von etwa #bj-dj ,stck1 doch wurden auch groe ,scharen von #cjj-djj ,vgeln angetroffen4 ,trotz einiger ,brutversuche1 die die ,steppenhhner in ,deutschland1 ,holland und ,grobritannien machten1 erfllte sich die ,hoffnung auf eine dauernde ,einbrgerung der ,vgel nicht4 ,alle die groen ,scharen1 die in ,europa einwanderten1 gingen hier im ,laufe von #a-b ,jahren zugrunde4 ,den ,vgeln fehlen offenbar als ,steppenbewohnern die geeigneten ,lebensbedingungen4 ,um so mehr mu man sich wundern1 da diese ,wanderungen1 die ebenso wie beim ,tannenhher offenbar auf ,nahrungsschwierigkeiten beruhen1 immer wieder nach ,westen gerichtet sind1 wo die ,vgel in den kultivierten ,lndern ,europas keine ,existenzmglichkeiten finden und dann elend zugrunde gehen4 ,sie wissen den ,rckweg in ihre ,heimat anscheinend nicht wieder zu finden1 denn es sind niemals ,rckwanderungen der ,steppenhhner und ,tannenhher beobachtet worden4 ,die ,wanderungen der europischen und auch der asiatischen ,zugvgel sind vorwiegend nach ,westen und ,sdwesten gerichtet1 und auch die unregelmigen ,auswanderungen der ,steppenhhner und ,tannenhher erfolgen auffallenderweise nach ,westen1 obwohl in diesem ,falle1 wie wir sahen1 die westliche ,richtung recht unzweckmig ist1 da sie den ,vgeln1 die der ,nahrungssorge entgehen wollen1 die ,lage nicht verbessert1 sondern sie in den sicheren ,tod fhrt4 ,auch die groen ,vlkerwanderungen im ,mittelalter waren stets nach ,westen gerichtet1 und die ,ausbreitung der ,stdte erfolgt bei uns meist auch nach ,westen4 ,der ,drang nach dem ,westen scheint bei ,mensch und ,tier stark ausgeprgt zu sein4 ,sollte hier vielleicht ein innerer ,zusammenhang bestehen1 dessen ,ursachen uns noch unbekannt sind6 ,auffallend ist es1 da die westliche ,richtung aller dieser ,wanderungen der ,drehung der ,erde1 die von ,west nach ,ost erfolgt1 entgegengerichtet ist4 ,vielleicht ist ein unwillkrliches ,empfinden1 die ,rotationsbewegung der ,erde zu kompensieren1 die ,veranlassung zu einer bevorzugten ,bewegung in entgegengesetzter ,richtung nach ,westen8 -- ,der ,leser1 der weniger mit der ornithologischen ,systematik vertraut ist1 knnte durch den ,namen ,steppenhuhn8 leicht in den ,glauben versetzt werden1 da es sich um einen hhnerartigen ,vogel handelt4 ,dies ist aber nicht der ,fall4 ,das ,steppenhuhn 7,syrrhaptes paradoxus7 gehrt zu den sogenannten ,flughhnern1 die mit den ,scharrvgeln1 also den ,hhnern1 nichts zu tun haben4 ,die ,flughhner bilden eine ,ordnung fr sich1 die sich den ,tauben eng anschliet4 ,sie sind wie die ,tauben vorzgliche ,flieger und haben im ,gegensatz zu den ,hhnern1 die kurze und runde ,flgel besitzen1 sehr spitze und lange ,flgel4 ,die sehr kleinen1 meist nur dreizehigen ,fe sind bis zu den ,zehen dicht befiedert4 ,die ,zehen sind bis zur ,spitze mit einer ,haut verbunden1 so da eine einheitliche ,fusohle entsteht1 die das ,einsinken im losen ,steppensand verhindert4 ,die ,flughhner sind ausgezeichnete ,flieger1 die auf der ,nahrungssuche weite ,strecken in der ,steppe sehr schnell durchmessen4 ,ihr ,federkleid ist dem ,erdboden des drren ,steppengebietes vortrefflich angepat und auf sandfarbenem ,grunde mehr oder weniger dunkel gewellt und gefleckt4 -- ,der ,einfall der ,steppenhhner zu vielen ,tausenden in ,europa1 die ,vereinigung von ,kranichen1 ,strchen1 ,staren und vieler anderer ,vgel zu ,hunderten und ,tausenden auf dem ,zuge1 dies alles wurde weit bertroffen durch die ,massenwanderungen der ,wandertaube1 die noch bis zum ,ende des vorigen ,jahrhunderts in ,nordamerika lebte und eine der interessantesten aller ,vogelarten war4 ,sie ist wie so viele ,tiere durch den ,unverstand des ,menschen und durch seine blinde ,vernichtungswut ausgerottet worden4 ,die ,wandertaube1 eine groe1 blaugraue1 langgeschwnzte ,taube1 durchzog in gewaltigen ,massen1 deren ,kopfzahl nicht nach ,tausenden1 sondern nach ,millionen und ,milliarden zhlte1 das ,land auf der ,suche nach ,nahrung4 ,nach ,angabe des amerikanischen ,forschers ,audubon erschienen die ,wandertauben bisweilen in solchen ,mengen1 da die ganze ,luft von ihnen erfllt war1 die ,sonne verdunkelt wurde und der ,kot der ,vgel wie ,schneeflocken herabrieselte4 ,in den ,wldern1 die die ,tauben zur ,nachtruhe aufsuchten1 brachen die ste der ,bume unter der ,last der auf ihnen ruhenden ,tiere1 und der ,waldboden wurde meilenweit mit dem ,kot der ,vgel bedeckt4 ,die ,fluggeschwindigkeit der ,wandertauben wurde von den ,amerikanern auf eine englische ,meile in einer ,minute geschtzt1 also auf fast #ajj km in der ,stunde1 was freilich fr einen lnger anhaltenden ,dauerflug eine gewaltige ,leistung ist1 falls diese ,angabe als zuverlssig betrachtet werden kann4 ,auf krzere ,strecken entwickeln freilich manche ,vgel erstaunliche ,flugleistungen4 ,die besten ,flieger1 ,albatros und ,stachelschwanzsegler1 sollen imstande sein1 eine ,fluggeschwindigkeit von #dj-dd m_/sek4 zu entfalten1 also zwei englische ,meilen in #cf-db ,sekunden zurckzulegen4 ,diese ,fluggeschwindigkeit1 die die ,vgel freilich nur auf kurze ,strecken und nicht auf der ,wanderung ausfhren1 wrde also die ,fluggeschwindigkeit der ,brieftaube um mehr als das ,doppelte bertreffen4 ,sidenote3 ,wandertaube berall1 wo die ,wandertauben erschienen1 wurden sie rcksichtslos von den ,menschen verfolgt4 ,man scho und fing sie zur eigenen ,nahrung1 man metzelte sie schonungslos nieder1 um die ,schweine damit zu msten1 die von allen ,seiten zu ,hunderten herbeigetrieben wurden4 ,gegen ,ende der sechziger ,jahre des vorigen ,jahrhunderts nahmen die ,wandertauben ab1 und seit den neunziger ,jahren fehlt jede ,kunde von diesen eigenartigen ,vgeln1 die der ,vernichtungswut des ,menschen zum ,opfer gefallen sind4 ,falls sich nicht im ,innern ,nordamerikas noch einzelne berreste erhalten haben1 die den ,bestand allmhlich wieder vergrern1 mu diese ,vogelart leider als ausgestorben betrachtet werden4 ,sidenote3 ,karolinasittich ,eine andere ,vogelart ,nordamerikas1 der ,karolinasittich1 der einzige in den ,vereinigten ,staaten vorkommende ,papagei1 ist ebenfalls in der zweiten ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts durch den ,menschen ausgerottet worden4 ,die gelb und rot gefrbten ,kpfe dieses schnen ,sittichs wurden ein begehrter ,hutschmuck der ,damenwelt4 ,die ,mode schlachtete die ,sittiche zu ,tausenden und aber ,tausenden hin1 bis sie schlielich ausgerottet wurden1 womit ,nordamerika eine weitere ,vogelart verlor1 die dem ,lande ein so besonderes1 charakteristisches ,geprge gab4 ,sidenote3 ,wanderungen des ,bisons ,zu ,wandertaube und ,karolinasittich gesellt sich noch ein drittes ,tier ,amerikas1 das1 wenn auch nicht vllig1 so doch zum grten ,teil der ,gewinnsucht und ,habgier des ,menschen zum ,opfer gefallen ist4 ,es ist der amerikanische ,bison 7,abbildung #aa71 der einst in unzhlbaren ,herden1 zu vielen ,millionen den nrdlichen ,teil der ,neuen ,welt bewohnte4 ,mit der fortschreitenden ,kultivierung ,amerikas wurde der ,bison allmhlich in die im ,innern liegenden ,steppengebiete zurckgedrngt4 ,die ,union-,pazifik-,bahn teilte das ,verbreitungsgebiet der ,bisons in zwei ,teile1 einen nrdlichen und einen sdlichen4 ,da dank der ,eisenbahn die ,bisongebiete so leicht und bequem zu erreichen waren1 bildeten sich zahlreiche ,jagdgesellschaften1 um den ,abschu im groen ,mastabe ins ,werk zu setzen und aus der ,verwertung des ,fleisches und der ,felle ,gewinn zu ziehen4 ,der ,abschu oder1 richtiger gesagt1 die ,schlchterei der harmlosen und schwerflligen ,tiere war keine ,kunst und erforderte keine hohe weidmnnische ,begabung4 ,einzelne ,schieer1 den ,ausdruck ,jger8 fr diese emprenden ,massenschlchter zu gebrauchen1 widerstrebt unserem weidmnnischen ,empfinden1 brachten auf einem ,jagdausfluge nicht weniger als #ajjj1 ja bis #cjjj ,bisons zur ,strecke4 ,ein gewisser ,a4 ,andrews soll nach amerikanischer ,mitteilung innerhalb einer ,stunde #fc ,bisons niedergeschossen haben4 ,seine unrhmliche ,handlungsweise wird aber nach einer ,mitteilung des ,amerikaners ,dodge noch von einem anderen ,schtzen bertroffen1 der es fertigbrachte1 in ,stunden in einem ,umkreis von nur #djj m #aab ,bisons abzuschlachten4 ,nur mit ,ekel und ,verachtung kann man sich von einem solchen ,treiben abwenden6 ,infolge dieser trichten und sinnlosen ,schieerei wurde der ,bestand der ,bisons1 so gewaltig er auch war1 in kurzer ,zeit aufgerieben4 ,mit ,erffnung der ,union-,pazifik-,bahn im ,jahre #ahfi begann die ,massenschlchterei der ,bisons4 #ahga wurde die ,anzahl der sdlich der ,bahn lebenden ,tiere noch auf #c ,millionen veranschlagt1 nach #d ,jahren waren von dieser stattlichen ,herde nur noch wenige1 kmmerliche berreste vorhanden4 ,nicht anders erging es der nrdlichen ,herde1 die in #c ,jahren so gut wie ausgerottet war4 ,es ist vllig unbegreiflich und unverstndlich1 da die amerikanische ,regierung diesem ruchlosen1 wahnsinnigen ,treiben habgieriger ,schieer zusah1 ohne rechtzeitig einzugreifen und den ,leuten ihr schmachvolles ,handwerk zu legen4 ,erst nachdem das ,werk vollbracht war und der ,bison so gut wie ausgerottet ward1 versuchte man in zwlfter ,stunde noch das ,rettungswerk4 ,so waren die einst nach ,millionen zhlenden ,bisons innerhalb weniger ,jahre bis auf etwa #hjj ,stck zusammengeschmolzen4 ,auer im ,yellowstone-,park und im ,schutzpark von ,alberta hat man noch verschiedene ,reservate eingerichtet1 wo der ,bison vlligen ,schutz geniet4 ,so hat der ,bestand sich in letzter ,zeit wieder etwas gehoben1 ohne jedoch auch nur im entferntesten an jenen der frheren ,zeiten zu erinnern4 ,solange die ,bisons noch ungestrt lebten1 unternahmen sie zweimal jhrlich groe ,wanderungen4 ,sie wanderten zum ,winter sdwrts und kehrten zum ,frhjahr wieder nach dem ,norden zurck4 ,es waren also regelmige ,zge1 hnlich wie die ,wanderungen der ,zugvgel4 ,die ,bisons aus ,kanada sollen ihre ,reisen bis zum mexikanischen ,golf ausgedehnt haben4 ,auf diesen ,wanderungen vereinigten sich die ,bisons zu gewaltigen ,scharen4 ,reisende berichteten1 da sie eine volle ,woche hindurch unaufhrlich mit ihrer ,karawane neben wandernden ,bisonherden hergezogen sind4 ,sidenote3 ,bison1 ,wisent und ,auerochse ,zwei dem ,bison nahverwandte ,wildrinder sind der europische ,ur- oder ,auerochse und der ,wisent4 ,auerochse und ,wisent1 die der ,laie hufig fr dieselben ,tiere hlt1 waren zwei ganz verschiedene ,arten1 die in frherer ,zeit nebeneinander in ,europa gelebt haben4 ,der ,auerochse war ein geradrckiges ,rind mit sehr langen nach vorn und aufwrts gebogenen ,hrnern1 das unserem heutigen ,rindvieh sehr hnlich sah4 ,der bedeutend massigere ,wisent1 der den ,ur bis auf den heutigen ,tag berlebt hat1 ist durch einen kurzen ,hals und hochgewlbten ,rcken gekennzeichnet4 ,sein ,fell besteht aus langen1 etwas gekruselten ,grannenhaaren und einem darunter stehenden dichten ,wollpelz4 ,die ,hrner sind nicht wie beim ,ur nach vorn1 sondern seitwrts herausgebogen und bedeutend krzer4 ,der ,unterschied zwischen ,auerochse und ,wisent ist so gro und so auffallend1 da man beide ,tiere als vllig verschiedene ,arten ansehen mu1 die nichts miteinander zu tun haben4 ,dagegen haben ,wisent und ,bison viel hnlichkeit miteinander4 ,ebenso wie der ,wisent trgt auch der ,bison einen dichten ,pelz und kurze1 seitwrts gebogene ,hrner4 ,aber das ,wuchtige und ,massige der ,erscheinung kommt beim ,bison noch mehr zur ,geltung4 ,der ,kopf ist unverhltnismig gro und sehr breit1 der ,widerrist noch hher als beim ,wisent4 berhaupt fllt beim ,bison der mchtige ,brustteil im ,gegensatz zu dem schmchtigeren ,hinterteil des ,krpers sehr auf1 whrend der ,wisent mehr eine gewisse ,ausgeglichenheit in den ,formen zeigt4 ,auch in der ,krpergre bertrifft der ,bison den ,wisent ganz erheblich4 ,der ,wisent erreicht ein ,krpergewicht bis hchstens #gjj kg1 der ,bison dagegen bis zu #ajjj kg4 -- ,nach den ,untersuchungen ,nehrings hat der ,auerochse noch bis zum #ae4 ,jahrhundert an einigen ,stellen in ,europa in freier ,wildbahn gelebt4 ,im #af4 und #ag4 ,jahrhundert wurden noch wenige ,stcke in eingehegten ,revieren gehalten1 von denen #afbg das letzte ,tier starb1 womit der ,auerochse1 an den sich soviel ,sagen des alten ,germanentums knpfen1 verschwunden war4 ,der ,auerochse ist als der ,stammvater unseres ,hausrindes anzusehen4 ,der ,ausgangspunkt der ,zhmung des ,urs liegt in ,mesopotamien und gypten1 wo er als heiliges ,wesen galt4 ,aus dem religisen ,rinderkultus entwickelte sich allmhlich die berfhrung des ,rindes in den ,hausstand des ,menschen und seine ,verwendung als ,nutztier4 ,wir drfen also unsere heutigen ,hausrinder als die ,nachkommen des ,auerochsen ansehen4 ,besser als dem ,ur erging es dem ,wisent1 der sich bis auf den heutigen ,tag1 freilich nur in wenigen berresten1 erhalten hat4 ,im ,altertum sehr zahlreich ber ganz ,europa verbreitet1 lebte der ,wisent hier noch in einzelnen ,gegenden bis in das #ah4 ,jahrhundert4 ,in der ,mitte des #ad4 ,jahrhunderts kam der ,wisent noch in ,pommern vor1 und selbst im #ah4 ,jahrhundert gab es noch einige ,wisente in ,ostpreuen4 ,der letzte deutsche ,wisent in freier ,wildbahn wurde bei ,tilsit im ,jahre #agee von einem ,wilderer erlegt4 ,hundert ,jahr lnger erhielt sich der ,wisent in ,ungarn1 wo er bis zum ,ende des #ah4 ,jahrhunderts noch in ,siebenbrgen1 im ,rodnaer und im ,keleman-,gebirge vorkam4 ,fr den ,weidmann bildete die ,erlegung eines ,wisents1 dieses tapferen und wehrhaften ,wildes1 seit den ltesten ,zeiten die ,krone der ,jagd4 ,die alten ,germanen und die ,ritter des ,mittelalters gingen im mutigen ,kampfe mit dem ,speer dem ,wisent zu ,leibe4 ,die ,erlegung eines ,wisents im tapferen ,zweikampf erfllte den ,jger mit ,ruhm und ,stolz4 ,als spter nach der ,erfindung der ,feuerwaffe der ,bestand der ,wisente erheblich verringert war1 wurde die ,jagd auf den ,wisent ein ,vorrecht gekrnter ,hupter1 die das begehrte ,wild in besonderen ,revieren hegten und groe ,treibjagden veranstalteten4 ,besonders die ,knige von ,polen und die ,zaren des ,russischen ,reiches widmeten sich mit grtem ,eifer der ,wisentjagd4 ,so blieb diesem edlen ,wilde in ,polen und in ,ruland eine ,zufluchtssttte erhalten1 wo es dank der weidmnnischen ,bestrebungen der ,herrscher mit ,verstndnis gehegt wurde4 ,der ,wald von ,bialowies und der ,kaukasus waren diese ehrwrdigen ,sttten1 wo die letzten ,reste des ,wisents als ,zeugen herrlicher1 verklungener ,zeiten ihr ,leben fristeten4 ,leider mu man sagen waren81 denn heute sind sie nicht mehr4 ,der sinnlosen ,wut und dem blden ,unverstndnis des russischen ,bolschewismus muten diese herrlichen ,naturdenkmler zum ,opfer fallen4 ,die ,rtetruppen haben die ,wisente schonungs- und erbarmungslos niedergeknallt4 ,hat man doch in ,ruland ,treibjagden auf ,wisente mit ,maschinengewehren unter ,aufbietung ganzer ,regimenter der roten ,garde als ,schtzen und ,treiber abgehalten4 ,so haust der ,bolschewismus1 der im ,kleide des ,kommunisten und ,spartakisten auch an unsere ,tr klopft4 ,darum1 deutsche ,jugend1 sei auf der ,hut vor diesem alle ,kulturwerte zerstrenden ,wahnwitz menschlichen ,geistes6 ,sidenote3 ,manahmen zur ,erhaltung des ,wisents in ,europa ,auer in den russischen ,jagdgehegen wurden noch in den europischen ,zoologischen ,grten und in einem ,wildpark des ,frsten ,ple ,wisente gehalten1 die sich regelmig fortpflanzten und so einen dauernden ,bestand bildeten4 ,die ,not des ,krieges hat auch hier aufgerumt1 so da die ,anzahl sehr zusammengeschmolzen ist4 ,der ,wisentpark im ,pleschen ,revier ist leider auch ein ,opfer der ,revolution geworden4 ,die letzte ,stunde des gewaltigsten europischen ,naturdenkmals begann zu schlagen4 ,da ertnte der ,ruf edel denkender ,mnner3 ,wisent in ,not1 in allerhchster ,not48 ,unter ,fhrung des ,direktors des ,zoologischen ,gartens der ,stadt ,frankfurt a4 ,m41 ,dr4 ,priemel1 taten sich zahlreiche ,mnner zusammen1 um den ,wisent vor dem ,untergange zu retten und begrndeten im ,jahre #aibc die ,gesellschaft zur ,erhaltung des ,wisents84 ,die letzten ,reste des edlen ,wildrindes sollen gesammelt und zur weiteren ,zucht zunchst in einem geeigneten1 greren ,gehege untergebracht werden1 das ,graf ,arnim in ,boitzenburg in der ,uckermark in hochherziger ,weise zur ,verfgung gestellt hat4 ,ist der ,bestand gengend herangewachsen1 dann wird eine ,aussetzung des ,wildes in einem der greren ,staatsforsten in ,ostpreuen geplant4 ,mge das edle ,werk durch vollen ,erfolg gekrnt sein6 -- ,ebenso wie in ,europa war der ,wisent auch in ,asien in frheren ,zeiten weit verbreitet1 wo er jedoch bis auf ein kleines ,rckzugszentrum im ,innern von ,persien ebenfalls vllig verschwunden ist4 ,aber auch hier sind die ,tage des ,wisents gezhlt1 der in ,persien nicht den geringsten ,jagdschutz geniet4 ,die ,gesellschaft zur ,erhaltung des ,wisents8 plant daher1 einige ,wisente aus ,persien zu berfhren zur ,blutauffrischung des hiesigen ,bestandes1 den die ,gefahren der ,inzucht allzusehr bedrohen4 ,so wird es hoffentlich gelingen1 eins der wertvollsten ,naturdenkmler aus der ,tierwelt vor dem ,untergang zu bewahren4 -- ,sidenote3 ,rentier ,ebenso wie der ,bison unternimmt auch das ,rentier in ,sibirien und ,nordamerika regelmige1 groe ,wanderungen 7,abbildung #ab74 ,im ,herbst verlassen die ,rentiere die baumlosen ,niederungen und suchen in den ,wldern ,schutz vor den ,unbilden des ,winters1 um dann im ,mai wieder in die ,steppe zurckzuwandern4 ,bei diesen ,wanderungen werden gewaltige ,strecken von mehr als #ajj geographischen ,meilen zurckgelegt1 wobei sich die ,rentiere zu groen ,herden vereinigen4 ,da bei den ,rentieren nicht wie bei den anderen ,hirscharten nur die mnnlichen ,tiere1 sondern auch die ,khe ,geweihe tragen1 so gleicht eine in dichtgedrngter ,masse wandernde ,rentierherde mit den ,geweihen einem wandelnden ,wald4 ,das erste dicht ber der ,stirn hervorsprieende ,ende am ,geweih wird in der ,weidmannssprache ,augsprosse8 genannt4 ,sie ist beim ,rothirsch die ,hauptwaffe fr den ,kampf1 und jene ,hirsche1 bei denen die ,augsprossen besonders lang sind und sich nicht nach oben biegen1 sondern wagerecht nach vorn stehen1 sind die gefhrlichsten ,gegner4 ,sind zugleich die brigen ,enden des ,geweihs nur schwach oder gar nicht entwickelt1 dann ist die ,gefhrlichkeit der starken ,augsprosse noch grer4 ,solche ,hirsche forkeln im ,zweikampf jeden anderen ,hirsch1 auch wenn er strker ist1 mit den wie ,dolche wirkenden ,augsprossen zu ,tode4 ,der ,jger nennt sie daher ,schadhirsche81 weil sie unter dem ,wildstand argen ,schaden anrichten4 ,bei dem ,rentier ist die ,augsprosse auch stark entwickelt1 aber sie trgt vorn eine breite ,schaufel1 die zwar keine gefhrliche ,waffe ist1 aber ein sehr praktisches ,gert1 um im ,winter auf der ,nahrungssuche den tiefen ,schnee fortzuschaufeln4 ,fr das ,rentier ist also das ,geweih notwendiger als fr andere ,hirscharten1 da es eine praktische ,bedeutung hat4 ,dies mag wohl der ,grund sein1 weshalb nicht nur die ,hirsche1 sondern auch die ,khe ein ,geweih tragen4 -- ,in ,lappland ist das ,rentier seit langen ,zeiten zum ,haustier geworden 7,abbildung #ac74 ,es vertritt dort unser ,rindvieh4 ,sein ,wildbret dient den ,lappen zur ,nahrung1 die ,decke wird zu ,kleidungsstcken und ,leder verarbeitet1 aus den ,knochen werden ,gerte hergestellt4 ,das gezhmte ,rentier unterscheidet sich von dem wilden durch seine etwas schwchere ,gestalt und das ,auftreten von weien und weigescheckten ,tieren4 ,die weie ,farbe beruht jedoch nicht auf ,albinismus1 sondern ist das sogenannte domestizierende ,wei1 was bei allen ,haustieren vorkommt4 ,infolgedessen haben weie ,haustiere auch keine roten ,augen1 die nur fr den ,albinismus charakteristisch sind4 ,den ,albinos fehlt jegliches ,pigment1 infolgedessen auch das ,pigment in der ,iris1 die durchsichtig ist und das rote ,blut durchscheinen lt4 ,wohlhabende ,lapplnder besitzen ,rentierherden von mehreren tausend ,stcken4 ,die ,einbrgerung des ,rentiers als ,haustier lt sich bis in das #i4 ,jahrhundert verfolgen1 wahrscheinlich ist sie aber noch viel lter4 ,sidenote3 ,moschusochse ,ebenso wie das ,rentier unternimmt auch der ,moschusochse1 der das ,polargebiet von ,nordamerika bewohnt1 im ,winter groe ,wanderungen1 die das ,tier jedoch aus dem arktischen ,gebiet nicht hinausfhren1 sondern nur der ,nahrungssuche dienen4 ,haben sie an einer ,stelle die unter der hohen ,schneedecke verborgene kmmerliche sung aufgezehrt1 dann wandern die ,moschusochsen weiter und legen hierbei hufig groe ,strecken in dem weiten ,gebiet der ,arktis zurck4 ,der ,weg fhrt ber das ,eis des zugefrorenen ,meeres von ,insel zu ,insel4 ,entsprechend des ,aufenthalts in einem kalten ,klima ist der ,moschusochse mit einem langhaarigen ,pelz bekleidet1 der eine dichte ,unterwolle trgt4 ,trotz der scheinbaren plumpen ,gestalt sind die ,tiere sehr beweglich4 ,sie laufen schnell und gewandt und erklettern ebenso geschickt wie ,ziegen und ,gemsen hohe und steile ,felsen und fhren sogar an schroffen ,felswnden im losen ,steingerll die sichersten ,sprnge aus4 ,sidenote3 ,wanderungen der ,lemminge ,whrend ,bison1 ,rentier und ,moschusochse regelmige ,wanderungen ausfhren1 die mit den ,lebensbedingungen dieser ,tiere in engster ,verbindung stehen1 werden andere ,sugetiere nur zeitweise von einem ,wandertrieb erfat1 der an keine bestimmte ,jahreszeit gebunden ist und ebenso wie die ,wanderungen des sibirischen ,tannenhhers und des ,steppenhuhns sich in ganz unregelmigen ,abstnden wiederholt4 ,so unternimmt z4 ,b4 der im arktischen ,europa und ,asien beheimatete ,lemming1 ein kleines nur #ae cm langes1 gelb und schwarz geflecktes ,nagetier1 zeitweise groe ,wanderungen1 bei denen sich die ,tiere meist nur zu kleineren ,scharen von hchstens #ajj ,stck vereinigen und nur ausnahmsweise groe ,gesellschaften1 die nach ,hunderten zhlen1 bilden4 ,die ,tiere drngen sich auf ihren ,wanderungen nicht dicht zusammen1 sondern halten grere ,abstnde voneinander4 ,jedes ,tier sucht sich seinen eigenen ,weg4 ,die ,wanderungen bewegen sich in der ,regel aus dem ,gebirge nach der ,ebene1 und da die ,tiere sich hierbei die gangbarsten ,stellen aussuchen1 so gibt es in manchen ,gegenden ganz bestimmte ,pfade1 die die ,lemminge immer wieder benutzen4 ,ebenso wie beim ,vogelzuge kann man auch bei den ,wanderungen der ,lemminge von ,zugstraen8 sprechen4 ,bestimmte ,himmelsrichtungen werden jedoch von den wandernden ,lemmingen nicht innegehalten1 sondern die ,richtung der ,zugbewegung hngt lediglich von der ,richtung der von den ,gebirgskmmen in die ,ebene fhrenden ,pfade ab4 ,in der ,regel verlassen nicht alle ,lemminge ihre ,heimat1 sondern immer nur ein ,teil ihres ,bestandes1 und zwar meist die ,mnnchen4 ,es scheint also das ,wandern der ,lemminge mit dem ,sexualleben in ,verbindung zu stehen4 ,die berzhligen ,mnnchen wandern aus1 um in anderen ,gegenden auf die ,suche nach einer ,frau auszugehen4 ,den ,massenwanderungen der ,lemminge geht stets eine bergroe ,vermehrung der sehr fruchtbaren ,tiere voraus1 die eine bervlkerung hervorruft4 ,die bervlkerung fhrt naturgem zu einer ,ausbreitung1 die die ,tiere allmhlich in ,regionen bringt1 die ihnen weniger zusagen4 ,das ,gefhl der ,unbehaglichkeit ergreift sie und weckt das ,bestreben1 geeignetere ,gegenden aufzusuchen1 die bessere ,lebensbedingungen bieten1 woraus dann der ,wandertrieb entsteht4 ,so mag neben dem unbefriedigten ,fortpflanzungstrieb der ,mnnchen1 deren ,zahl bei starker ,vermehrung vielleicht unverhltnismig gro ist1 auch die bervlkerung und der ,trieb zur ,ausbreitung die ,ursache der ,wanderungen sein4 -- ,alle ,tiere1 welche wie die ,zugvgel1 der ,wisent und das ,rentier regelmig wandern1 kehren stets in ihre ,heimat zurck4 ,die ,tiere aber1 die sich nur ausnahmsweise und in ganz unregelmigen ,abstnden auf die ,wanderschaft begeben1 kehren fast niemals zur alten ,wohnsttte zurck1 sondern gehen auf der ,reise1 die eine regelrechte ,auswanderung ist1 meist zugrunde4 ,dies ist beim ,tannenhher1 dem ,steppenhuhn und auch beim ,lemming der ,fall4 ,nur sehr selten sind ,rckwanderungen von ,lemmingen beobachtet worden4 ,die wandernden ,tiere werden in der ,regel von ,seuchen befallen1 die sie vllig aufreiben1 oder gelangen in ,gegenden1 die ihren ,lebensbedingungen nicht entsprechen1 und sterben des ,hungertodes4 ,den wandernden ,lemmingscharen folgen mit ,vorliebe die ,raubvgel1 besonders ,schnee-,eule und ,rauhfubussard1 um sich den durch die ,natur reichgedeckten ,tisch nicht entgehen zu lassen4 ,so werden durch die ,wanderzge eines ,tieres auch andere ,tiere zum ,wandern veranlat4 -- ,sidenote3 ,wanderungen der ,eichhrnchen bervlkerung und ,nahrungsmangel treiben mitunter auch das ,eichhrnchen auf die ,wanderschaft4 ,besonders in ,sibirien sind ,massenwanderungen von ,eichhrnchen keine seltene ,erscheinung4 ,wenn auch die ,eichhrnchen meist nur in kleineren ,trupps wandern1 so kommen hin und wieder auch grere ,massenvereinigungen vor1 die ,hunderte1 ja ,tausende von ,tieren zusammenscharen4 ,diese lassen sich bei ihren ,wanderungen durch keine ,hindernisse aufhalten1 dringen in ,ortschaften ein1 bersteigen hohe ,gebirgszge und durchschwimmen sogar reiende ,flsse1 wie den breiten ,jenissei4 ,ebenso wie die ,lemminge sind auch die wandernden ,eichhrnchen dem ,tode preisgegeben4 ,auch bei uns in ,deutschland wurden schon ,wanderzge von ,eichhrnchen beobachtet4 ,im ,jahre #aijg durchzog eine groe ,schar ,eichhrnchen den ,harz und tat in den ,kulturen der ,nadelbume bedeutenden ,schaden4 ,der ,durchzug whrte jedoch nur wenige ,tage4 ,sidenote3 ,wanderungen der ,ratten ,ein berchtigtes und mit ,recht gefrchtetes ,wandertier ist die ,wanderratte4 ,ursprnglich in ,china beheimatet1 hat sie sich von hier aus ber ganz ,asien verbreitet und gelangte auch nach ,europa4 ,auerdem wurde sie durch ,schiffe nach ,europa verschleppt und kam auf diese ,weise auch nach ,amerika4 berall1 wo die ,wanderratte unfreiwillig durch den ,schiffsverkehr eingefhrt wurde1 hat sie sich eingebrgert und schnell weiter ausgebreitet4 ,dank ihrer groen ,fruchtbarkeit ist die ,vermehrung eine beraus schnelle1 so da an ,orten1 wo sie ungestrt ist1 sehr bald eine gewaltige ,rattenplage eintritt4 ,die dem ,tiere innewohnende rege ,wanderlust1 die wohl hauptschlich eine ,folge der durch die starke ,vermehrung verursachten bervlkerung ist1 treibt die ,wanderratten auf die ,reise1 um neue ,ansiedlungsmglichkeiten zu suchen4 ,auf ihren ,wanderzgen rotten sich die ,tiere zu ,hunderten und ,tausenden zusammen und scheuen sich nicht1 breite ,strme1 ja sogar ,meeresteile zu berschwimmen4 ,so erschien im ,jahre #ahdf auf einer ,insel im ,kleinen ,belt eine groe ,rattenschar1 die nur ber das ,meer dorthin gelangt sein konnte4 ,da die ,ratte als ,allesfresser berall geeignete ,lebensbedingungen findet1 gehen die wandernden ,scharen nicht zugrunde1 wie es beim ,lemming1 dem ,tannenhher und dem ,steppenhuhn der ,fall ist1 sondern sie grnden sich ein neues ,heim1 indem sich die ,schar allmhlich auflst und verteilt4 ,bald wimmelt es an der neuen ,wohnsttte wieder von ,ratten1 und eine bervlkerung setzt abermals einen ,wanderzug in ,bewegung4 ,so erfolgt die ,ausbreitung ungeheuer schnell4 ,die ,wanderratte hat die ,hausratte1 von der sie sich durch bedeutendere ,gre und die rein weie ,unterseite unterscheidet1 fast ganz verdrngt1 so da die ,hausratte jetzt geradezu ein seltenes ,tier geworden ist1 das nur noch an wenigen ,stellen neben der ,wanderratte auftritt4 ,neben der ,frbung1 die bei nicht selten vorkommenden melanistischen ,wanderratten der gleichmig grauschwarzen ,farbe der ,hausratte hnlich ist1 ist der ,schwanz ein sicheres ,unterscheidungsmerkmal beider ,arten4 ,die ,hausratte hat einen sehr langen ,schwanz1 der aus #bfj-bgj ,ringen besteht1 die ,wanderratte dagegen einen verhltnismig krzeren ,schwanz von nur #baj ,ringen4 ,sidenote3 ,wanderungen der ,muse hnlich wie bei der ,wanderratte kommen auch bei der ,feldmaus bisweilen ,auswanderungen vor1 wenn durch bergroe ,vermehrung der ,bestand ein zu zahlreicher geworden ist4 ,die wandernden ,feldmuse bewegen sich in langer1 dnner ,linie1 die einzelnen ,tiere dicht zusammengedrngt1 vorwrts und gleichen von weitem einer kriechenden1 groen ,schlange4 ,die wandernden ,muse fallen bisweilen auch in ,waldungen ein1 wo sie in den jungen ,kulturen groen ,schaden anrichten knnen4 ,die ,wanderungen der ,feldmaus finden im allgemeinen selten statt und bilden daher im ,gegensatz zu den ,wanderzgen der ,lemminge und ,wanderratten nur eine ,ausnahmeerscheinung4 ,sidenote3 ,wanderungen des ,aals und ,lachses ,gesetzmige und regelmig wiederkehrende ,wanderungen vollfhren die ,fische4 ,der ,lachs zieht zum ,laichen aus dem ,meere nach den ,flssen1 whrend umgekehrt der ,aal zur ,fortpflanzung aus den ,flssen in das ,meer wandert4 ,ebenso wie die ,zugvgel immer wieder ihre ursprngliche ,heimat1 in der sie selbst das ,licht der ,welt erblickt haben1 zum ,brten aufsuchen1 begeben sich auch die ,lachse zum ,laichen stets dorthin1 wo sie geboren sind4 ,die ,lachse1 welche aus der ,weser stammen1 kehren zur ,fortpflanzungszeit stets in die ,weser zurck1 die ,lachse aus dem ,rhein immer wieder nach dem ,rhein4 ,ja sogar die ,nebenflsse1 wie ,aar1 ,mosel und ,lahn1 sollen von den ,fischen ihrer ,herkunft entsprechend zum ,laichgeschft aufgesucht werden1 wie man durch ,markierung junger ,lachse mit kupfernen ,ringen1 die in den ,flossen befestigt wurden1 festgestellt hat4 ,auf der ,wanderung1 die je nach dem ,alter der ,fische und der rtlichkeit ihrer ,herkunft zu verschiedenen ,jahreszeiten stattfindet1 lassen sich die ,lachse durch keine ,hindernisse aufhalten4 ,sie berwinden ,stromschnellen1 nicht zu hohe ,wasserflle und ,wehren mit groer ,gewandtheit und ,leichtigkeit1 da sie1 wie alle ,salmoniden1 vorzgliche ,springer sind und sich mehrere ,meter in die ,hhe schnellen knnen4 ,auf ihren ,fluwanderungen legen die ,lachse tglich etwa #dj km zurck4 ,die ,mnnchen1 welche harte ,fehden in ,sachen der ,liebe ausfhren1 werden im #b41 die ,weibchen erst im #c4 ,lebensjahre fortpflanzungsfhig4 ,im ,gegensatz zum ,lachs1 der ein ,meeresbewohner ist1 wandert der ,aal als ,swasserfisch umgekehrt aus den ,flssen ins ,meer4 ,der ,laichplatz des ,aals liegt mitten im ,atlantischen ,ozean zwischen dem #be4 und #de4 ,grad nrdl4 ,br41 in einer ,tiefe von ca4 #ajjj m4 ,dem noch unbekannten ,laich des ,aals1 den man bisher noch nicht gefunden hat1 entschlpfen die ,aallarven4 ,sie haben die ,gestalt eines ,weidenblattes und halten sich anfangs in greren ,meerestiefen auf4 ,innerhalb von #a-b ,jahren wachsen sie unter dauernder ,umwandlung zu kleinen1 #f-h cm langen ,fischchen heran und erhalten allmhlich die ,aalgestalt4 ,jetzt beginnt die ,wanderung der jungen ,aale1 die einen farblosen1 durchsichtigen ,krper haben und ,glasaale genannt werden4 ,sie sammeln sich in groen ,scharen an den ,flumndungen und steigen die ,flsse hinauf1 um fortan ihr ,leben in den ,flugebieten und den mit ihnen zusammenhngenden ,binnengewssern zu fhren4 ,in dichtgedrngter ,masse wlzt sich der ,strom der jungen ,aale dahin4 ,groe ,hindernisse1 wie steile ,wasserflle und hohe ,wehren1 werden von den ,fischchen berwunden4 ,selbst der ,rheinfall bei ,schaffhausen und der ,rhonefall vermgen nicht die wandernden ,jungaale aufzuhalten4 ,tausende1 ja ,millionen ,fische finden hierbei ihren ,tod1 und ihre ,leiber dienen den berlebenden als ,sttzpunkte beim berwinden des ,hindernisses4 ,der ,schwarm lst sich allmhlich auf1 und die jungen ,aale zerstreuen sich in den ,flugebieten4 ,nach #e-h ,jahren werden die ,mnnchen1 nach #g-i ,jahren die ,weibchen geschlechtsreif1 und nun beginnt die ,rckwanderung ins ,meer1 um den ,laichplatz im ,atlantischen ,ozean aufzusuchen4 ,wie bei vielen ,insekten1 so scheint auch beim ,aal die ,fortpflanzung den ,tod herbeizufhren4 ,man hat noch niemals die ,rckwanderung der ,laichaale vom ,meer in die ,flsse beobachtet4 ,sie scheinen also die ,liebe mit dem ,tode zu besiegeln4 ,hierfr spricht auch die eigenartige ,erscheinung1 da zugleich mit der ,entwicklung der ,keimdrsen die ,verdauungsorgane einschrumpfen und die ,ernhrung aufhrt4 ,die fortpflanzungsfhigen ,fische sind dem ,hungertode preisgegeben1 den sie selbst wohl nicht fhlen mgen1 da ,magen und ,drme auer ,ttigkeit treten4 ,die ,umwandlung des ,aals zum fortpflanzungsfhigen ,tier dauert ungefhr #c-d ,monate und macht sich auch uerlich bemerkbar4 ,der ,kopf wird spitzer1 die ,augen treten mehr heraus1 der ,krper wird trotz der unterbrochenen ,ernhrung straffer1 und die ,haut erhlt einen schnen metallischen ,glanz4 ,der ,aal heit jetzt ,blankaal8 im ,gegensatz zum noch nicht geschlechtsreifen1 helleren ,gelbaal84 ,in der ,entwicklung des ,aals lassen sich also #d verschiedene ,stadien unterscheiden3 ,aallarve1 ,glasaal1 ,gelbaal und ,blankaal4 ber die ,fortpflanzungsgeschichte des ,aals sind wir erst seit #ahie unterrichtet4 ,wohl kannte man schon lange die merkwrdigen1 blattartigen ,fischchen des ,atlantischen ,ozeans1 aber man ahnte nicht1 da dies die ,larven des ,aals waren4 ,diese ,entdeckung machten #ahie die italienischen ,gelehrten ,grassi und ,calandruccio4 ,sptere ,forschungen dnischer und norwegischer ,gelehrten klrten uns dann darber auf1 da der ,laichplatz des ,aals in den ,tiefen des ,atlantischen ,ozeans liegt4 ,man hat noch unter dem #ec4 ,grad westlicher ,lnge ,aallarven im ,ozean gefunden4 ,der ,laichplatz des europischen ,fluaals liegt also nher nach ,amerika als nach ,europa hin4 ,bei der weiten ,wanderung ins ,meer legt der ,aal tglich nicht mehr als etwa #ae km zurck und braucht somit etwa ,jahr1 bis er seinen ,laichplatz erreicht4 ,sidenote3 ,wanderungen der ,schollen und anderer ,flachfische ,in hnlicher ,weise wie beim ,aal vollzieht sich auch das ,fortpflanzungsgeschft der ,scholle4 ,auch hier finden ,wanderungen der alten ,fische nach bestimmten ,laichpltzen statt1 und die jungen ,larven der ,scholle fhren wieder ihrerseits groe ,wanderungen aus1 um die notwendigen ,lebensbedingungen zu finden4 ,illustration3 ,abbildung #af ,james' ,pre ,agency1 ,london ,blattschwanzgecko ,die ,saugscheiben an den ,zehen befhigen das ,tier1 an glatten1 senkrechten ,wnden umherzulaufen ,illustration3 ,abbildung #ag ,james' ,pre ,agency1 ,london ,zwergmuse mit ihren ,nestern ,der ,laichplatz der ,schollen liegt in mglichst salzhaltigen und warmen ,meeresteilen4 ,solche ,laichpltze sind der sdwestliche ,teil der ,nordsee zwischen ,holland und ,england und der nrdliche ,teil zwischen ,jtland und ,schottland4 ,beide ,stellen zeichnen sich durch hohen ,salzgehalt und warme ,temperatur aus infolge des ,einflusses des ,golfstromes1 der hier in die ,nordsee eindringt4 ,ein bevorzugter ,laichplatz in der ,ostsee ist das ,becken stlich von ,bornholm1 das die ,schollen von der pommerschen ,kste und der ,sdkste ,schwedens zum ,laichen whlen4 ,die ,meerestiefe betrgt an den ,laichpltzen nicht mehr als hchstens #hj m1 da die ,schollen grere ,tiefen vermeiden4 ,aus dem ,laich entschlpft nach zehn ,tagen zunchst eine ,larve1 die mit der erwachsenen ,scholle noch keine hnlichkeit hat4 ,sie hat noch nicht die platte ,schollengestalt1 sondern hat normale ,fischfigur4 ,sofort nach dem ,ausschlpfen beginnt die ,larve nach der ,seekste zu wandern und nimmt auf ihrer ,reise allmhlich die ,gestalt des ,flachfisches an4 ,das linke ,auge bewegt sich ber die ,stirn hin fort nach der rechten ,seite des ,kopfes1 und der ,krper wird breiter1 bis schlielich der schwimmende ,fisch von der vertikalen zur horizontalen ,krperhaltung bergeht4 ,als fertige ,schollen erreichen die ,jungfische nach einer ,wanderung von etwa #d ,monaten die ,meereskste1 nicht um hier zu verbleiben1 wie man vermuten sollte1 sondern um sich sofort von neuem auf die ,wanderschaft zu begeben1 um wieder grere ,meerestiefen zu erreichen4 ,diese ,rckwanderung geht sehr langsam vonstatten1 da die ,meerestiefe1 in der die ,fische leben1 in einem bestimmten ,verhltnis zum ,wachstum steht4 ,zwei- bis dreijhrige ,schollen1 die eine ,krperlnge von etwa #ae-bj cm haben1 leben in einer ,meerestiefe von #aj-bj m1 ,fische von etwa #be cm ,gre verlangen eine ,meerestiefe von etwa #cj-dj m1 und grere ,schollen leben in ,tiefen von #ej bis #gj m4 ,die ,wanderungen der ,schollen stehen also in einem gesetzmigen ,zusammenhang mit der ,fortpflanzung und dem ,wachstum4 ,nicht nur zur ,fortpflanzung1 sondern auch zu anderen ,jahreszeiten unternehmen alle ,flachfische grere oder kleinere ,wanderungen1 um ihren ,aufenthaltsort zu wechseln4 ,der ,heilbutt hlt sich im ,sommer in der ,nhe der ,kste auf und wandert zum ,winter in grere ,meerestiefen4 ,der ,steinbutt steigt im ,frhjahr aus der ,tiefe des ,meeres nach den flachen ,ufern der ,sandbnke herauf1 und die ,flunder erscheint nur zu bestimmten ,zeiten im ,kstengebiet1 die je nach der rtlichkeit verschieden sind4 ,bei diesen ,wanderungen1 die sich hauptschlich in vertikaler ,richtung bewegen1 spielen wohl die ,nahrungsverhltnisse die ausschlaggebende ,rolle4 ,sidenote3 ,wanderungen der ,heringe ,mit der ,nahrung hngen auch die ,wanderzge des ,herings zusammen1 die volkswirtschaftlich von grter ,bedeutung sind1 da sie die so wertvolle ,heringsfischerei ins ,leben gerufen haben4 ,auf diesen ,wanderzgen1 bei denen die ,heringe dem ,plankton des ,meeres folgen1 das ihre bevorzugte ,nahrung bildet1 schwimmen sie zu ,millionen und ,milliarden in dicht gedrngter ,masse nahe des ,wasserspiegels dahin4 ,im ,wasser folgen ihnen die ,walfische1 ,delphine und ,seehunde1 in der ,luft zahlreiche ,mwen und andere ,seevgel1 um die in so reichem ,mae gespendete ,nahrung nach ,krften zu vertilgen4 ,die unablssige ,verfolgung ihrer ,feinde schart die ,heringe immer dichter zusammen1 so da sich die ganze ,masse wie ein ,strom dahinwlzt1 der sich durch die glitzernden ,leiber der ,fische auf dem ,wasserspiegel kennzeichnet4 ,solche ,heringsberge81 wie man die wandernde ,fischmasse genannt hat1 haben bisweilen eine riesige ,ausdehnung von vielen ,meilen in der ,lnge und ,breite4 ,fischerboote1 die in die ,heringszge geraten1 laufen ,gefahr1 zu kentern4 ,kein ,wunder1 da nicht nur die ,tiere1 sondern vor allem der ,mensch aus den gewaltigen ,heringsansammlungen ,nutzen zog und die ,heringsfischerei ins ,leben rief1 deren ,anfnge bis in das #ac4 ,jahrhundert zurckreichen4 ,sie entwickelte sich zuerst in ,schweden1 besonders in der ,landschaft ,schonen4 ,spter wurde der ,heringsfang auch in ,norwegen1 ,holland1 ,england1 ,schottland und ,deutschland ein wichtiger ,erwerbszweig1 dessen ,bedeutung nicht allein in der reichen ,einnahme liegt1 sondern vor allem in der ,schaffung eines beraus wichtigen ,volksnahrungsmittels4 ,in ,deutschland wurden in den letzten ,jahren vor dem ,kriege jhrlich etwa #cjjjjj ,tonnen ,salzheringe aus dem ,ertrag der deutschen ,fischerei hergestellt4 ,dies reichte aber nicht annhernd aus1 um den ,bedarf des deutschen ,volkes zu decken1 denn es wurde auerdem noch die drei- bis vierfache ,menge an ,salzheringen von auerhalb eingefhrt4 ,diese ,zahlen geben einen ungefhren ,begriff von der wirtschaftlichen ,bedeutung der ,heringsfischerei4 ,bei den ,wanderungen der ,fische erregt die ,frage1 wie sich die ,fische hierbei orientieren1 in besonderem ,mae unser ,interesse4 ,wenn die ,heringe auf ihren ,zgen den ,tieren des ,planktons folgen1 so ist die ,orientierung hier in sehr einfacher ,weise gegeben4 ,die ,fische folgen eben der ,nahrung4 ,bei den ,schollen1 welche zum ,laichen stark salzhaltige und warme ,meeresteile aufsuchen1 spielen offenbar die ,meeresstrmungen1 der ,salzgehalt und die ,temperatureinflsse die entscheidende ,rolle4 ,die ,orientierung erfolgt hier mit dem ,geschmack und dem ,gefhl4 ,der ,geschmack ist bei den ,fischen der am hchsten entwickelte ,sinn4 ,er wird durch besondere ,organe1 die sogenannten ,geschmacksknospen81 vermittelt4 ,diese bestehen aus ,sinneszellen mit feinen ,schmeckstiftchen und aus dazwischengelagerten ,sttzzellen4 ,in diese ,zellen mnden zahlreiche ,verstlungen der ,gehirngeschmacksnerven4 ,geschmacksknospen befinden sich nicht nur im ,maul und auf den ,lippen1 sondern auch an den ,kiemen1 auf den ,flossen1 ja bisweilen sogar auf dem ganzen ,krper1 wie ,herrick und ,parker experimentell am ,zwergwels nachgewiesen haben4 ,auer dem ,geschmackssinn ist auch der mit diesem in enger ,verbindung stehende ,geruchssinn bei den ,fischen vorzglich ausgebildet4 ,sidenote3 ,orientierung der ,fische ,wenn der ,lachs zum ,laichen stets dasjenige ,flugebiet aufsucht1 in dem er geboren wurde1 und hierbei sogar die ,nebenflsse eines greren ,stromes bercksichtigt1 so drfen wir wohl annehmen1 da die ,orientierung mit ,hilfe des hochentwickelten ,geschmacks und des feinen ,geruchs erfolgt4 ,freilich mu auerdem noch ein gutes ,gedchtnis hinzukommen1 denn der ,lachs mu sich aus seiner ,jugendzeit eine ,erinnerung an den spezifischen ,geschmack und ,geruch des ,fluwassers1 dem er entstammt1 und das er zum ,laichgeschft wieder aufsucht1 bewahrt haben4 ,eine derartige ,seelenfunktion liegt aber durchaus im ,bereich der ,mglichkeit1 denn durch neuere ,versuche ist nachgewiesen worden1 da die ,fische in ihrem ,kleinhirn ein ,zentrum besitzen1 das sie zu gutem ,gedchtnis und ,assoziationsmglichkeit befhigt4 ,auch scheint bei den ,fischen gerade das ,ortsgedchtnis sehr gut ausgebildet zu sein4 ,sie gewhnen sich z4 ,b4 sehr schnell daran1 bestimmte ,stellen1 wo sie gefttert werden1 regelmig und sogar zu bestimmten ,zeiten aufzusuchen4 ,geschmack1 ,geruch und ein hochentwickelter ,ortssinn scheinen jedenfalls die wichtigsten ,faktoren zu sein1 die den ,fischen auf ihren ,wanderzgen die ,richtung angeben4 ,dagegen mu es sehr zweifelhaft erscheinen1 ob diese ,orientierung in zielbewuter1 verstandesmiger ,weise ausgefhrt wird4 ,die meisten ,handlungen des ,tiers lassen sich letzten ,endes auf angeborene ,triebe1 die automatisch in ,ttigkeit treten1 zurckfhren1 worauf wir in einem spteren ,kapitel nher zurckkommen werden4 ,so drfen wir also annehmen1 da die ,orientierung der ,fische im ,unterbewutsein erfolgt1 indem ,gedchtnis und ,assoziation reflektorisch das ,streben nach einem ,gewsser mit einem bestimmten ,geruch und ,geschmack auslsen1 und die ,ausfhrung dieses angeborenen ,wunschgefhls durch einen ,reiz der ,geschmacks- und ,geruchsnerven ermglicht wird4 ,die innere ,unruhe1 die den laichreifen ,fisch auf die ,wanderschaft treibt1 mssen wir ebenfalls auf einen angeborenen ,trieb zurckfhren1 der sich zugleich mit dem ,erwachen des ,geschlechtstriebes einstellt4 ,sidenote3 ,orientierung der ,vgel hnlich liegen die ,verhltnisse bei den ,zugvgeln4 ,der im ,organismus des ,vogels einsetzende ,zugtrieb veranlat die ,zugbewegung im ,herbst1 wobei freilich der ,geschlechtstrieb nicht in ,frage kommt4 ,anders liegen aber die ,verhltnisse im ,frhjahr4 ,hier erfhrt der ,zugtrieb des ,vogels durch den gleichfalls erwachenden ,fortpflanzungstrieb eine wesentliche ,verstrkung1 die sich darin zeigt1 da der ,frhjahrszug bedeutend schneller verluft als der ,fortzug im ,herbst4 ,die ,allmacht der ,liebe erzeugt in der ,vogelseele das ,bestreben1 mglichst schnell nach dem ,brutplatz der ,heimat zu gelangen1 und beschleunigt daher die ,geschwindigkeit auf dem ,zuge4 ,der weie ,storch durchmit auf dem ,herbstzuge tglich ca4 #abj-bjj km1 auf dem ,frhjahrszuge dagegen #djj km4 ,ebenso wie die ,fische zeigen auch die ,zugvgel im allgemeinen das ,bestreben1 zur ,fortpflanzung dorthin zurckzukehren1 wo sie selbst das ,licht der ,welt erblickt haben4 ,die ,rckkehr in die ,heimat zur ,zeit der geschlechtlichen ,reife scheint also ein ,naturgesetz zu sein1 das im ,tierleben weittragende ,bedeutung hat4 ,andererseits tritt auch ein grundlegender ,unterschied zwischen den ,wanderungen der ,fische und dem ,zuge der ,vgel hervor4 ,der ,laichplatz1 den der wandernde ,fisch aufsucht1 ist seine ,geburtssttte1 also ein ,ort1 an dem er schon einmal gewesen ist1 und an den er sich eine ,erinnerung bewahrt haben kann4 ,dies ist aber beim ,zugvogel nicht der ,fall4 ,der junge ,vogel1 der sich zum ersten ,male im ,herbst auf die ,reise begibt1 kennt weder das ,land1 dem er zustrebt1 noch den ,weg1 der hinfhrt1 denn er war ja noch niemals dort4 ,trotzdem findet er auf unbekanntem ,wege in das unbekannte ,land der ,winterherberge1 und zwar ohne ,fhrung lterer ,artgenossen oder seiner ,eltern1 denn viele ,vgel1 wie z4 ,b4 ,raubvgel1 der ,kuckuck und andere1 ziehen nicht gesellig1 sondern einsam4 ,hier kann also von einer zielbewuten ,orientierung berhaupt keine ,rede sein1 denn es fehlen jegliche ,anhaltspunkte dafr1 da sowohl der zurckzulegende ,weg wie das ,ziel der ,reise vllig unbekannt sind4 ,es kann sich also nur um eine automatische ,seelenfunktion handeln1 die ohne ,verstand1 lediglich im ,unterbewutsein vollbracht wird1 und darum nehmen wir ,ornithologen an1 da dem ,zugvogel zugleich mit dem ,zugtrieb auch die ,fhigkeit angeboren ist1 eine bestimmte1 zweckmige ,richtung1 die in ein geeignetes ,winterquartier fhrt1 auf der ,wanderung einzuschlagen4 ,hierbei kann es sich natrlich nur um eine allgemeine ,richtung handeln1 z4 ,b4 im ,herbst nach ,westen oder ,sden zu fliegen4 ,dagegen knnen wir nicht annehmen1 da das ,innehalten eines komplizierten ,wanderwegs1 der seine ,richtung vielfach ndert1 auf reiner ,vererbung beruhen soll4 ,hier mssen noch andere1 von der ,auenwelt stammende ,reize hinzukommen1 und diese ,reize geben vermutlich die ,wasserlufe1 die ,flsse und ,meeresksten1 denen die ,zugvgel mit ,vorliebe folgen4 ,dies gab mir ,veranlassung1 eine doppelte ,art der ,orientierung der ,zugvgel anzunehmen1 die ich in meiner ,schrift ,die ,rtsel des ,vogelzuges8 grobe und feine ,orientierung genannt habe4 ,die grobe ,orientierung1 d4 h4 die ,fhigkeit1 einer bestimmten ,himmelsrichtung zu folgen1 ist eine angeborene ,eigenschaft1 die feine ,orientierung erfolgt durch uere ,reize4 ,in dieser ,richtung fliegt der ,zugvogel so lange1 als der ,zugtrieb in ihm rege ist4 ,hrt der ,zugtrieb auf1 so bleibt der ,vogel dort1 wo er sich gerade befindet1 und diese ,stelle ist eben sein ,winterquartier4 ,die ,dauer des ,zugtriebes ist von der ,natur so abgestimmt1 da sie zu der ,lnge des ,zugweges bei normaler ,flugleistung im gleichen ,verhltnis steht4 ,auf diese ,weise wird auch die ,frage1 wie der junge ,vogel1 der zum ersten ,male allein ohne ,fhrung seiner ,eltern die weite ,reise ausfhrt1 das entfernte1 ihm unbekannte ,winterquartier findet1 ohne ,schwierigkeit gelst4 ,er strebt berhaupt nicht einem bestimmten ,ziele zu1 sondern das ,ziel der ,reise ergibt sich von selbst aus dem ,erlschen des ,zugtriebes4 ,wir sehen hieraus1 wie automatisch1 rein triebmig eine ,zugbewegung verlaufen kann1 und dies drfen wir bei anderen ,tieren1 die wie die ,fische geistig erheblich hinter den ,vgeln zurckstehen1 erst recht vermuten4 -- ,wenn wir von den ,fischen uns weiter zurck in das ,reich der ,tiere wenden1 so finden wir wieder bei den ,insekten groe ,wanderungen1 die hauptschlich der ,suche nach geeigneten ,nahrungspltzen gelten4 ,sidenote3 ,heuschreckenplagen ,berchtigt seit alten ,zeiten sind die ,wanderzge der ,wanderheuschrecke1 die in mehreren ,arten ,sdeuropa1 ,afrika1 ,asien und ,amerika bewohnt4 ,eine der sieben ,plagen1 die zu ,moses ,zeiten gypten heimsuchten1 war das ,massenauftreten der ,heuschrecken1 die das ,land verwsteten4 ,berhmt ist die anschauliche ,schilderung1 die der ,prophet ,joel 7,kap4 ,,ii1 #b-aj7 von einer ber ,palstina hereinbrechenden ,heuschreckenverheerung gibt4 ,er vergleicht die ,heuschrecken mit einem feindlichen ,heer1 das plndernd und sengend das ,land durchzieht3 ,vor ihm geht ein verzehrend ,feuer und nach ihm eine brennende ,flamme4 ,das ,land ist vor ihm wie ein ,lustgarten1 aber nach ihm wie eine wste ,einde4 ,sie sprengen daher oben auf den ,bergen1 wie die ,wagen rasseln1 und wie eine ,flamme lodert im ,stroh1 wie ein mchtiges ,volk1 das zum ,streit gerstet ist4 ,sie werden laufen wie die ,riesen und die ,mauern ersteigen wie die ,krieger4 ,sie werden in der ,stadt umherreiten1 auf der ,mauer laufen und in die ,huser steigen1 und wie ein ,dieb durch die ,fenster hineinkommen4 ,vor ihm erzittert das ,land und bebet der ,himmel2 ,sonne und ,mond werden finster1 und die ,sterne verhalten ihren ,schein48 ,diese klassische ,schilderung des ,propheten entspricht durchaus der ,wirklichkeit4 ,zu ,myriaden1 in dichtgedrngter ,masse fallen die ,heuschrecken gleich einem ,wolkenbruch in das ,land ein und vernichten in kurzer ,frist ,felder1 ,weinberge1 ,anpflanzungen und ,grten4 ,alles ,grn ist kahl gefressen1 das ,land ist auf weite ,strecken vllig verdet und gleicht den traurigen ,verheerungen einer gewaltigen ,feuersbrunst4 ,brehm berichtet in seinem ,tierleben81 da eine aus vierzigtausend ,pflanzen bestehende ,tabaksplantage innerhalb einer halben ,minute von einem pltzlich einfallenden ,heuschreckenschwarm vllig vernichtet wurde4 ,die ,tiere bedeckten wie ein dichter ,mantel die ganze ,anpflanzung1 die vllig verschwunden war1 als der ,schwarm nach einer halben ,minute sich erhob und weiterzog1 um das grausige ,werk an anderer ,stelle fortzusetzen4 ,schon die ungeflgelten ,heuschreckenlarven begeben sich in groen ,scharen zu ,fu auf die ,wanderschaft und ziehen plndernd durch das ,land4 ,durch ,hineinreiten und ,schwenken mit ,tchern wissen die ,farmer die gefrigen ,tiere von ihren ,anpflanzungen abzuhalten1 whrend man gegen den berfall der erwachsenen ,flugheuschrecken vllig machtlos ist4 ,im ,altertum und im ,mittelalter scheinen die ,heuschreckenplagen gewaltiger und zahlreicher gewesen zu sein1 als es in unserer ,zeit der ,fall ist1 obwohl die ,nachrichten ber ,verheerungen durch ,heuschrecken bis heutigen ,tages nicht verstummen4 ,besonders ,afrika hat unter der ,plage zu leiden4 ,im ,jahre #agii wurde fast ganz ,marokko von den ,heuschrecken verwstet1 und ein ,jahr spter wiederholte sich dasselbe ,schauspiel in ,kleinasien4 #agdg fand ein groer ,einbruch in ,europa vom sdlichen ,ruland aus statt4 ,gewaltige ,schwrme traten zuerst in ,ungarn auf1 verbreiteten sich von hier ber ,sddeutschland bis nach ,frankreich und zogen sogar ber den ,kanal nach ,england4 ,selbst ber das offene ,meer nehmen die ,heuschrecken ihren ,weg4 ,berger beobachtete einen ,flug ,wanderheuschrecken mitten auf dem ,ozean auf der ,fahrt von ,hongkong nach ,manila4 -- ,sidenote3 ,heerwurm1 ,raupen und ,prozessionsspinner ,zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts erregte eine wundersame1 gespensterhafte ,erscheinung die ,aufmerksamkeit der ,menschen4 ,eine graue1 #c-d m lange ,schlange bewegte sich in langsam schlngelnden ,windungen durch das ,dunkel des ,waldes4 ,das seltsame ,gespenst trat hin und wieder in ,deutschland sowie in ,schweden und ,norwegen auf4 ,eine nhere ,untersuchung ergab1 da die ,schlange aus zahllosen kleinen ,wrmern bestand1 die in dichtgedrngter ,masse ber den ,waldboden wanderten4 ,in der ersten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts gelang es durch wissenschaftliche ,forschungen festzustellen1 da diese ,wrmer die ,larven einer ,mcke sind1 die nach dieser eigenartigen ,erscheinung ,heerwurm-,trauermcke 7,sciara militaris7 benannt wurde4 ,die ,larven nhren sich von den auf dem ,boden des ,laubwaldes liegenden faulenden ,blttern und leben meist versteckt unter dem ,fallaub4 ,zu ihrem ,gedeihen bedrfen sie eines bestimmten ,feuchtigkeitsgrades4 ,allzu groe ,trockenheit wird ihnen ebenso verderblich wie bermige ,nsse4 ,sagt ihnen die ,feuchtigkeit ihres ,aufenthaltsorts nicht zu1 dann scharen die ,larven sich zusammen und wandern1 ein langes1 finger- bis handbreites ,band bildend1 aus1 um eine andere ,gegend aufzusuchen4 ,die einzelne ,larve in dem langen ,zuge bewegt sich nach ,art der ,raupen fort1 indem sie den ,krper nach oben krmmt1 den hinteren ,teil des ,leibes vorschiebt und den vorderen ,teil ausstreckt4 ,hierdurch erhlt der wandernde ,heerwurmzug eine wogende1 wellenfrmige ,bewegung4 ,mit dem ,heerwurm verband sich allerhand ,aberglauben4 ,zog ein ,heerwurm talabwrts1 so deutete man hieraus auf ,frieden und reiche ,ernte1 bewegte er sich bergan1 so wurde ,krieg und ,unglck prophezeit4 ,wer einem ,heerwurm im ,walde begegnete1 legte seine ,kleider vor ihn auf den ,weg4 ,kroch der ,heerwurm darber fort1 so galt dies als ein glckbringendes ,orakel1 wich er dem ,kleidungsstck aus1 dann lautete die ,wahrsagung auf ,unheil und ,tod4 ,die weit verbreitete ,gattung der ,trauermcken ,sciara8 hat ihren ,namen nach den dunkeln ,flgeln dieser ,insekten erhalten1 die in ,laubwldern leben4 hnliche ,wanderungen wie beim ,heerwurm finden wir auch bei den ,raupen des ,prozessionsspinners1 die an ,eichen1 ,kiefern und anderen ,nadelhlzern leben4 ,sind die ,bume ihres ,aufenthaltsorts kahl gefressen1 so verlassen die ,prozessionsraupen ihren ,aufenthaltsort und kriechen1 wie der ,heerwurm ein dichtes ,band bildend1 nach anderen ,bumen1 deren ,laub ihnen ,nahrung spendet4 ,die ,raupen des ,eichenprozessionsspinners 7,cnethocampa processionea7 spinnen sich am unteren ,teil des ,stammes1 am liebsten in einer ,astgabel1 ein ,nest aus lockerem ,gewebe1 in dem sie den ,tag verbringen4 ,bei der ,abenddmmerung verlassen sie ihre ,behausung und kriechen im ,gnsemarsch1 eine hinter der anderen1 am ,baumstamm zur ,krone herauf1 um hier die ,bltter zu verzehren4 ,sind die ,tiere sehr zahlreich1 dann bilden sie auf ihrem ,nahrungszuge einen ,keil4 ,eine ,raupe bernimmt an der ,spitze die ,fhrung1 ihr folgen paarweise geordnet zwei ,raupen1 und die nchsten ,glieder sind zu dreien1 vieren usw4 gebildet4 ,haben sich die gefrigen ,tiere gesttigt1 so begeben sie sich in ihre ,behausung zurck4 ,dieser eigentmliche1 an eine ,prozession erinnernde ,marsch hat dem ,schmetterling den ,namen ,prozessionsspinner8 gegeben4 -- #b ,friedrich von ,lucanus1 ,die ,rtsel des ,vogelzuges4 ,ihre ,lsung auf experimentellem ,wege durch ,luftfahrt und ,vogelberingung4 ,verlag ,beyer ,shne1 ,langensalza4 #b4 ,auflage #aibc4 ,in ,nacht und ,finsternis ,alles ,leben und alle ,bewegung auf unserer ,erde wird mit wenigen ,ausnahmen unterhalten durch eine einzige ,triebkraft1 die der ,sonnenstrahlen1 welche uns ,licht und ,wrme bringen48 ,diese ,worte des groen ,physikers ,helmholtz zeigen die gewaltige ,bedeutung der ,sonne fr das organische ,leben auf der ,erde4 ,ohne ,sonne wre eine ,entwicklung des ,lebens gar nicht denkbar gewesen4 ,sie ist die ,quelle und die ,ursache alles ,lebens4 ,entziehen wir der ,pflanze nur fr kurze ,zeit das ,sonnenlicht1 so verkmmert sie4 ,der menschliche und tierische ,krper verfllt1 des ,sonnenlichts beraubt1 elendem ,siechtum4 ,das ,sonnenlicht ist der rgste ,feind jener kleinsten ,organismen1 die als ,bakterien unser ,dasein bedrohen4 ,die heilende ,wirkung der ,sonnenstrahlen kann durch nichts ersetzt werden4 ,sidenote3 ,maulwurf ,so wichtig ,sonnenlicht und ,sonnenwrme fr die organische ,welt auch sind1 so gibt es dennoch sogar unter den hherstehenden ,tieren solche ,formen1 die das ,sonnenlicht scheuen1 ja fr die ,nacht und ,finsternis notwendige ,lebensbedingungen sind4 ,wie sagt doch ,rckert vom ,maulwurf8 ,der ,maulwurf ist nicht blind1 gegeben hat ihm nur ,ein kleines ,auge1 wie er's brauchet1 die ,natur2 ,mit welchem er wird sehen1 soweit er es bedarf ,im unterirdischen ,palast1 den er entwarf4 ,und ,staub ins ,auge wird ihm desto minder fallen1 ,wenn whlend er emporwirft die gewlbten ,hallen4 ,den ,regenwurm1 den er mit anderen ,sinnen sucht1 ,braucht er nicht zu ersph'n1 nicht schnell ist dessen ,flucht4 ,und wird in warmer ,nacht er aus dem ,boden steigen1 ,auch seinem ,augenstern wird sich der ,himmel zeigen1 ,und ohne da er's wei1 nimmt er mit sich hernieder ,auch einen ,strahl1 und whlt im ,dunkeln wieder48 ,der ,maulwurf ist nicht blind1 wie der ,dichter sehr richtig sagt1 aber er hat nur sehr kleine ,augen1 die nicht grer sind als ein ,mohnkorn4 ,da sie auerdem von den ,gesichtshaaren ganz berwachsen sind1 knnen sie fr ein ,sehen kaum oder nur sehr gering in ,betracht kommen4 ,da der ,maulwurf ganz auf eine unterirdische ,lebensweise eingestellt ist und er seine ,nahrung1 die hauptschlich aus ,regenwrmern und ,engerlingen besteht1 im ,dunkeln unter der ,erde sucht1 so bedarf er des ,augenlichts nicht in der ,weise wie andere ,tiere4 ,seine ,orientierung erfolgt ausschlielich mit dem hochentwickelten ,geruchssinn und dem ebenfalls vorzglich ausgebildeten ,gehr4 ,mit dem ,geruch sprt der ,maulwurf seine ,nahrung auf1 whrend er mit dem ,gehr sich vor ,gefahren schtzt4 ,das leiseste ,gerusch1 das von auen in seine unterirdischen ,gnge dringt1 nimmt er sofort wahr und veranlat ihn1 sich tiefer einzugraben4 ,die ,vorderfe des ,maulwurfs stellen ein ganz hervorragendes ,werkzeug zum ,graben dar4 ,die mit starken1 flachen ,ngeln bewaffneten ,hnde sind sehr breit und bilden eine ,grabscheitflche4 ,durch einen besonderen ,knochen1 das ,sichelbein1 das sich dem ,daumen anreiht1 wird die ,handflche verstrkt und verbreitert4 ,damit das ,tier bei seinen unterirdischen ,arbeiten sich leicht durch das ,erdreich hindurchzwngen kann1 sind die ,arme sehr kurz und ganz am ,krper verborgen1 so da nur die nach rckwrts gedrehten ,hnde aus dem ,fell hervorragen1 die schraubenartig bewegt werden knnen1 was fr die ,grabarbeit von grtem ,nutzen ist4 ,der ,oberarm ist nicht wie bei anderen ,sugetieren an das ,schulterblatt1 sondern an das ,schlsselbein angesetzt und ebenfalls sehr beweglich4 ,ober- und ,unterarm stellen kurze1 sehr krftige ,schrauben dar1 die dem ,maulwurf die ,arbeit des ,grabens schnell und mhelos ermglichen4 ,bei seinen ,minierarbeiten zieht der ,maulwurf den ,kopf mglichst weit ein und schaufelt dann die ,erde mit den ,hnden vor sich fort4 ,er verrichtet die ,arbeit so schnell1 da er auch in horizontaler ,richtung unter der ,erde rasch vorwrts kommt1 ja geradezu im ,erdreich luft oder1 richtiger gesagt1 schwimmt81 denn ein ,schwimmen ist gewissermaen die ,bewegung der grabenden ,hnde und das ,vorwrtsgleiten des ,krpers4 ,wenn sich die ,erde hierbei zu sehr vor ihm anhuft1 dann wirft er sie mit dem ,kopf nach oben heraus1 wodurch die bekannten ,maulwurfshgel entstehen4 ,auch die brige ,ausrstung des ,krpers ist dem unterirdischen ,leben vortrefflich angepat4 ,das ,fell besteht aus ganz kurzen1 dichten1 samtartigen ,haaren1 die beim ,whlen in der ,erde ihre ,lage nicht verndern und sich infolgedessen nicht abscheuern4 ,anstatt eines ueren ,ohres ist nur ein ,gehrspalt vorhanden1 der durch eine ,hautfalte verschlossen werden kann1 um ein ,eindringen von ,erde zu verhten4 ,die ,nasenlcher liegen auf der ,unterseite der rsselartig verlngerten ,oberlippe und sind hierdurch gegen eine ,verunreinigung durch ,sand geschtzt4 ,die ,oberlippe trgt eine besondere ,hautfalte1 welche die ,unterlippe verschliet und so ein ,eindringen von ,erde in den ,mund verhtet4 ,schlielich ist die walzenfrmige ,gestalt des ganzen ,krpers zum ,fortgleiten in der ,erde auerordentlich geeignet4 ,so sehr der ,maulwurf auch auf eine unterirdische ,lebensweise angewiesen ist1 so scheut er doch das ,tageslicht nicht vllig4 ,wenn auch nicht oft1 so begibt er sich doch hin und wieder ins ,freie1 sucht dann mit ,vorliebe in ,wagengleisen nach ,nahrung oder geniet sogar fr kurze ,zeit die wohltuende ,wrme der ,sonne4 ,besonders junge ,tiere kommen fters ins ,freie als alte4 ,man hat schon wiederholt junge ,maulwrfe beobachtet1 die an sonnigen ,hngen zusammen spielten4 ,noch einige ,worte ber den ,nutzen und ,schaden des ,maulwurfs1 worber die ,ansichten geteilt sind4 ,durch das ,verzehren von ,engerlingen und anderen schdlichen ,insektenlarven ist der ,maulwurf zweifellos sehr ntzlich4 ,da er aber auch ,regenwrmer sehr liebt und diese als ,erdarbeiter8 ntzlich sind1 weil sie die ,bildung der wichtigen ,humuserde befrdern1 so wird er hierdurch zum schdlichen ,tier4 ,ferner macht er im ,walde in jungen ,kulturen und in ,grten durch seine ,whlarbeit manchen ,schaden1 indem er die ,wurzeln der ,pflanzen lockert4 ,auch tragen die ,maulwurfshgel nicht gerade zur ,verschnerung gepflegter ,parkanlagen bei4 ,es geht mit dem ,maulwurf wie mit so vielen ,tieren1 er ist eben beides1 sowohl ntzlich wie schdlich4 ,von ,natur ist kein ,tier nur schdlich oder nur ntzlich4 ,jedes ,tier hat vielmehr im ,haushalte der ,natur seine bestimmte ,aufgabe zu erfllen4 ,das ,zusammenwirken aller ,lebewesen erhlt das ,gleichgewicht in der ,natur4 ,die ,begriffe schdlich8 und ntzlich8 sind erst durch die ,kultur des ,menschen geprgt worden1 die leider ber so viele ,tiere das ,todesurteil gefllt hat4 ,mit ,recht hat es sich daher die moderne ,naturschutzbewegung zur ,aufgabe gemacht1 die ,tiere ohne ,rcksicht auf ihre sogenannte ,ntzlichkeit und ,schdlichkeit zu schtzen und sie um ihrer selbst willen zu erhalten1 um unsere ,natur vor ,verdung zu bewahren4 -- ,sidenote3 ,goldmull ,ein unterirdisches ,leben wie der ,maulwurf fhren auch die afrikanischen ,goldmulle und die zu den ,nagetieren gehrende ,blindmaus 7,spalax typhlus74 ,die ,augen dieser ,tiere liegen nicht frei1 sondern unterhalb der behaarten ,kopfhaut und knnen daher zum ,sehen berhaupt nicht mehr benutzt werden4 ,sie sind also blind4 ,trotzdem kommen auch diese ,tiere ab und zu an das ,tageslicht1 um die ,sonnenwrme zu genieen4 ,die ,heimat der ,blindmaus ist das sdstliche ,europa1 ,westasien und ,untergypten4 ,ihre unterirdischen ,gnge1 die in geringer ,tiefe laufen1 fhren sogar unter ,flulufen hindurch und an ,berghngen entlang4 ,bei ihren ,grabarbeiten benutzt die ,blindmaus im ,gegensatz zum ,maulwurf mehr den ,kopf als die ,fe und besitzt hierfr eine ganz eigenartige ,einrichtung4 ,von den ,nasenlchern bis zu den ,augen zieht sich jederseits eine ,reihe starrer1 borstiger ,haare4 ,mit dieser ,brste schiebt die ,blindmaus durch ,auf- und ,abwrtsbewegen des ,kopfes die ,erde fort4 ,die ,goldmulle graben wie die ,maulwrfe mit den ,hnden1 benutzen sie aber in ganz anderer ,weise4 ,bei den ,goldmullen sind die ,mittelfinger sehr gro und tragen einen starken ,nagel4 ,die ganze ,arbeit des ,grabens wird mit diesem riesigen ,mittelfinger geleistet1 der hierbei als ,spitzhacke verwendet wird4 ,er besitzt ferner eine tiefe ,rille1 in die die anderen1 bedeutend kleineren ,klauen1 die keine ,dienste beim ,graben leisten1 hineingelegt werden knnen4 ,die ,goldmullen fhren ihren ,namen nach dem schnen1 grnlichen ,metallglanz ihres ,pelzes4 ,illustration3 ,abbildung #ah ,james' ,pre ,agency1 ,london ,kreuzspinne bei der ,anfertigung des ,netzes ,illustration3 ,abbildung #ai ,a4 ,spaney phot4 ,stabheuschrecken ,beispiel fr ,mimikry ,ein ,vogel1 der ein vllig nchtliches ,leben fhrt1 ist der ,guacharo oder ,fettschwalk 7,steatornis caripensis71 den ,alexander von ,humboldt #agii in der ,felsenhhle von ,caripe in ,venezuela entdeckte4 ,als der ,forscher #aej m weit in die dunkle ,hhle eingedrungen war1 umschwirrten pltzlich geisterhafte ,schatten den ,schein der ,fackeln4 ,es waren ,vgel1 die hier ihr ,wesen trieben und mit ihrem lauten1 krchzenden ,geschrei einen gespensterhaften ,spuk trieben4 ,sidenote3 ,guacharo ,der ,guacharo bewohnt die unterirdischen ,hhlen der ,anden1 nistet hier in groen ,kolonien und erzieht in vlliger ,finsternis seine ,jungen4 ,nur zur ,nachtzeit verlassen die ,vgel ihr ,felsenverlies1 um im ,waldesdunkel ihrer ,nahrung1 die aus ,frchten besteht1 nachzugehen4 ,noch vor ,anbruch der ,morgendmmerung sucht der ,guacharo wieder sein unterirdisches ,versteck auf4 ,der ,guacharo ist unserem ,ziegenmelker nah verwandt1 unterscheidet sich aber von ihm durch ein hrteres ,gefieder und seinen lngeren1 gekrmmten ,schnabel1 der an der ,spitze einen ,zahn trgt4 ,sein kastanienbraunes ,federkleid ist gelblichwei gefleckt4 ,er ist ein sehr gewandter ,flieger1 aber sehr unbeholfen zu ,fu4 ,er kann berhaupt nicht aufrecht gehen1 sondern nur mhsam mit ,untersttzung der ,flgel kriechen4 ,der ,krper des ,fettschwalks hat eine ungeheure ,fettschicht1 die durch den ,mangel an ,bewegung und den stndigen ,aufenthalt im ,dunkeln hervorgerufen wird4 ,das ,fett1 ein dickflssiges1 helles l1 wird von den ,indianern als ,speisemittel sehr begehrt4 ,sie fangen die ,vgel1 besonders die noch unflugfhigen ,jungen1 in den ,nestern1 in groen ,mengen1 lassen das ,fett ber dem ,feuer aus und bewahren es in ,tongefen auf1 in denen es sich wegen seiner ,reinheit jahrelang frisch und geniebar erhlt4 ,der ,guacharo ist der einzige ,vogel1 der das ,tageslicht vllig scheut und niemals die wohltuende ,einwirkung der ,sonne geniet4 ,sidenote3 ,ziegenmelker1 ,eulen1 ,kiwi ,ein nchtliches ,leben fhren auch die ,ziegenmelker und die ,eulen1 ohne jedoch das ,tageslicht so zu verabscheuen wie der ,guacharo4 ,die ,eulen pflegen am ,tage behaglich der ,ruhe im ,sonnenschein 7,abbildung #ad74 ,ihr eigentliches ,leben und ,treiben beschrnken jedoch die meisten ,arten auf die ,dmmerungsstunden und die ,nachtzeit4 ,infolgedessen sind die ,augen der ,eulen sehr gro1 um mglichst viel ,lichtstrahlen aufnehmen zu knnen und hierdurch auch bei schwachem ,lichtschein ein ,sehen zu ermglichen4 ,bei weitem besser als das ,gesicht ist das ,gehr der ,eule ausgebildet4 ,sie ist imstande1 die leisesten ,gerusche1 die fr uns vllig unhrbar sind1 wahrzunehmen4 ,mein zahmer ,waldkauz erwachte sofort aus tiefem ,schlaf1 wenn ich eine weie ,maus auf dem ,teppich laufen lie1 was nach unseren ,begriffen gar kein ,gerusch verursacht4 ,bei ihren ,raubzgen im ,dunkel der ,nacht verlt sich die ,eule ganz und gar auf das ,gehr1 denn sie kann die ,maus1 die im dsteren ,waldesgrunde auf dem dunkeln ,erdboden luft1 unmglich sehen4 ,lediglich das ,gerusch verrt ihr die ,beute4 ,ihr ,gehrsinn ist so fein ausgebildet1 da sie die ,richtung und die ,stelle1 aus der das ,gerusch kommt1 sofort richtig erfat1 wie ich mich an meinen gefangenen ,eulen oft genug berzeugen konnte4 ,die ,ohrffnung der ,eulen ist sehr gro4 ,vermge einer besonderen ,hautfalte knnen die strahlenfrmig angeordneten ,gesichtsfedern1 welche den sogenannten ,schleier bilden1 senkrecht vom ,kopf abgestellt werden1 wodurch die ,ohrffnung freigelegt wird1 so da die ,schallwellen ungehindert eindringen knnen4 ,ein ,kranz kleiner steifer ,federn umgibt den hinteren ,rand der ,ohrffnungen4 ,sie sind konkav gebogen und dienen ebenfalls dem ,auffangen der ,schallwellen4 ,durch diese ,federn wird dieselbe ,wirkung erzielt1 die wir durch ,anlegen der hohlen ,hand ans ,ohr hervorrufen1 um besser hren zu knnen4 ,bei den ,eulen ist die feine und sinnreiche ,konstruktion des ,gehrapparats eine ganz vortreffliche ,anpassung an das nchtliche ,leben und ein hervorragender ,ersatz fr die ,beeintrchtigung des ,gesichts in der ,dunkelheit4 ,eine nchtliche ,lebensweise fhrt der australische ,kiwi oder ,schnepfenstrau 7,apteryx australis74 ,er gehrt zu den merkwrdigsten ,vogelgestalten4 ,ebenso wie den ,strauen fehlt seinem ,brustbein der ,kiel4 ,die ,flgel sind vllig verkmmert und nur noch durch kurze ,stummel angedeutet4 ,das ,gefieder besteht aus zerschlissenen1 lose herabhngenden1 haarartigen ,federn4 ,eine besondere ,merkwrdigkeit ist die ,lage der ,nasenlcher4 ,whrend sich diese bei allen anderen ,vgeln an der ,wurzel des ,schnabels befinden1 sitzen sie beim ,kiwi vorn an der ,spitze des sehr langen1 sanft gebogenen ,schnabels4 ,im ,gegensatz zu anderen ,vgeln scheint beim ,kiwi der ,geruchssinn gut ausgebildet zu sein4 ,wenn er in der ,nacht das trockene ,laub und den ,erdboden nach ,insekten und ,wrmern durchsucht1 so hrt man ein schnffelndes ,gerusch1 was auf eine intensive ,nasenarbeit hindeutet4 ,ferner ist der ,schnabel bis zur ,spitze mit zahlreichen ,nervenzgen durchsetzt1 die dem ,tastvermgen dienen1 das beim ,kiwi auerordentlich fein entwickelt ist4 ,die ,augen sind nur klein und knnen daher in der ,dunkelheit keine groen ,dienste leisten4 ,der ,mangel des ,gesichts wird durch den ,geruch und den ,tastsinn ersetzt4 ,der ,kiwi hlt sich am ,tage unter ,baumwurzeln und in selbstgescharrten ,erdhhlen versteckt und ist nur in der ,dmmerung und in der ,nacht rege4 ,leider gehrt der ,kiwi zu den im ,aussterben begriffenen ,tieren4 ,die ,verfolgung durch die ,eingeborenen und nicht zum mindesten durch die in seiner ,heimat sehr zahlreichen1 verwilderten ,hauskatzen hat seinen ,bestand so sehr gelichtet1 da nur noch wenige berreste von diesem interessanten ,vogel ihr ,leben fristen 7,abbildung #ae74 ,sidenote3 ,koboldmaki ,auf den ,malaiischen ,inseln lebt ein absonderliches ,sugetier1 der ,koboldmaki oder das ,gespensttier 7,tarsius tarsius74 ,dies kleine1 etwa eichhorngroe ,wesen1 das zu den ,halbaffen gehrt1 bewohnt die dichten ,waldungen1 verbirgt sich am ,tage in dunkeln ,schlupfwinkeln und turnt des ,nachts mit sehr gewandten1 geruschlosen ,sprngen in den ,baumzweigen umher1 um ,kerbtiere zu jagen4 ,beim ,koboldmaki sind die ,augen dem nchtlichen ,leben sehr angepat4 ,sie sind ungeheuer gro und nehmen den grten ,teil des ,kopfes ein4 ,die groen lffelartigen ,ohren lassen auf ein gut ausgebildetes ,gehr schlieen4 ,im ,gegensatz zu den kurzen ,vorderfen stehen die auffallend langen ,hinterbeine1 die dem ,tier eine groe ,sprungkraft verleihen4 ,die ,fuwurzel der ,hinterbeine ist sehr verlngert und bildet wie bei den ,vgeln einen zwischen ,fu und ,unterschenkel eingeschalteten ,tarsus84 ,er ist mit haarloser ,haut bekleidet4 ,die ,finger und ,zehen sind gleichfalls nackt und sehr lang4 ,die vordersten ,glieder sind breite1 platte ,teller1 die vermutlich wie ,gummischeiben eine saugende ,wirkung haben und hnlich wie beim ,laubfrosch zum ,festhalten dienen4 ,auch andere ,halbaffen besitzen diese erweiterten1 platten vorderen ,zehenglieder4 ,mein zahmer ,mongoz 7,lemur mongoz7 kletterte an der ,kante vllig glatter ,schrnke in die ,hhe1 indem er sich mit den ,fingerscheiben festsaugte1 wobei ein quietschendes ,gerusch entstand4 ,auch die ebenfalls zu den ,halbaffen zhlenden ,zwergmakis1 ,loris und ,galagos sind ausgesprochene ,nachttiere1 die im allgemeinen das ,tageslicht scheuen4 ,sidenote3 ,olm ,in den ,gewssern der unterirdischen ,hhlen in ,krain1 ,dalmatien und der ,herzegowina lebt ein merkwrdiger ,lurch1 der erst vor #bjj ,jahren bekannt gewordene ,olm4 ,er hat einen langen wurmartigen ,krper mit vier sehr kleinen1 dnnen ,fchen und einen hechtartigen ,kopf4 ,seine ,farbe ist gelblichwei oder hell fleischfarben1 die ,bschelkiemen sind blutrot4 ,als ausgesprochenes ,wassertier atmet der ,olm whrend seines ganzen ,lebens durch ,kiemen1 ohne wie die anderen ,lurche eine ,verwandlung durchzumachen4 ,die nur punktgroen1 zurckgebildeten ,augen sind von der ,kopfhaut berwachsen und vermgen nur ,helligkeitsunterschiede wahrzunehmen1 aber keine ,gegenstnde zu erkennen4 ,die ,lichtempfindlichkeit erstreckt sich sogar ber die ,haut des ganzen ,krpers4 ,gefangene ,olme meiden jeden ,lichtstrahl und halten sich stets in der dunkelsten ,ecke ihres ,behlters auf4 ,die ,finsternis ist ihr wahres ,lebensbedrfnis4 ,in seiner ,heimat wird der ,olm regelmig in grerer ,menge fr den ,tierhandel gefangen4 ,er ist ein langweiliger ,gesell1 der seinem ,pfleger wenig ,freude1 aber um so mehr ,mhe macht4 ,zu seinem ,gedeihen bedarf er eine bestndige ,wassertemperatur von #i-aa;,c1 mu stets im ,dunklen gehalten werden und an einem vllig ruhigen ,ort stehen1 da er ,erschtterungen nicht vertrgt4 ,das ,futter besteht in ,regenwrmern1 kleinen ,fischen und ,fleischstckchen4 ,in vielen ,fllen verschmhen gefangene ,olme jegliche ,nahrung und gehen bald zugrunde4 ,sidenote3 ,blindwhlen ,unter den ,amphibien fhren auch die ,blindwhlen ein vllig unterirdisches ,leben4 ,die ,blindwhlen besitzen keine ,fe und gleichen mit ihrem walzenfrmigen1 langen ,krper den ,schlangen1 mssen jedoch wegen ihres inneren ,krperbaues und ihrer ,entwicklung aus metamorphosierenden ,larven zu den ,amphibien gezhlt werden4 ,die ,larven verbringen eine kurze ,zeit im ,wasser1 wie die ,kaulquappen der ,frsche4 ,das fertig ausgebildete ,tier lebt jedoch nach ,art der ,regenwrmer in der ,erde4 ,die ,augen fehlen entweder ganz1 oder sie sind mit einer ,haut berwachsen und zum ,sehen untauglich4 ,die ,ohren sind verkmmert4 ,die ,wahrnehmung ist ganz auf das ,tastgefhl beschrnkt1 das durch einen nervenreichen ,fhler vermittelt wird1 der vor den rudimentren ,augen liegt und vorgestreckt und zurckgezogen werden kann4 ,die ,heimat der ,blindwhlen ist das quatoriale ,afrika1 ,asien und ,amerika4 ,einzelne ,arten wohnen in den ,erdhaufen der ,ameisen1 die ihnen neben ,insektenlarven und ,regenwrmern als ,nahrung dienen4 ,sidenote3 ,ringelechsen ,eine hnliche ,lebensweise wie die ,blindwhlen fhren unter den ,reptilien die ,ringelechsen1 die in ihrer ,gestalt einem ,wurm gleichen4 ,ihre glatte1 lederartige ,haut1 der walzenfrmige ,leib und die vllig zurckgebildeten ,gliedmaen1 die bei einigen ,arten nur noch als stummelhafte ,vorderfe auftreten1 bei anderen uerlich ganz fehlen1 machen den ,krper der ,ringelechsen in hohem ,mae zum ,whlen in der ,erde geeignet4 ,die kleinen ,augen sind von der ,krperhaut berwachsen1 die ,ohren fehlen vllig4 ,die meisten ,arten hausen in den ,haufen der ,termiten und ,ameisen und leben von deren ,larven4 ,sehr auffallend ist es1 da die ,ameisen1 die sonst wtend ber fremde ,tiere1 die in ihren ,bau eindringen1 herfallen1 die ,ringelechsen ruhig dulden4 ,die ,ringelechse folgt sogar den ,ameisen1 wenn diese ihren ,bau verlassen und eine neue ,wohnsttte errichten4 -- ,sidenote3 ,blindschlangen ,auch unter den ,schlangen gibt es einige ,arten1 die wie die ,regenwrmer in der ,erde leben und auch ein wurmhnliches ,aussehen haben4 ,die ,blindschlangen 7,typhlopidae7 hneln den ,regenwrmern so sehr1 da nur bei genauer ,betrachtung die schlngelnden ,bewegungen und das charakteristische ,zngeln ihre ,schlangennatur verraten4 ,das sehr kleine1 bei manchen ,arten vllig verkmmerte ,auge ist von den ,kopfschilden berdeckt4 ,die ,blindschlangen bewohnen die ,tropenlnder der ,alten und ,neuen ,welt4 ,eine ,art kommt auch in ,griechenland und ,kleinasien vor4 ,sidenote3 ,geckos ,ausgesprochene ,nachttiere sind die ,geckos1 welche in mehr als #bjj ,arten ber die warmen ,lnder der ganzen ,erde verbreitet sind und sowohl die ,wlder wie die ,wstenregionen bewohnen 7,abbildung #af74 ,viele ,arten bevorzugen zu ihrem ,aufenthalt sogar die menschlichen ,wohnhuser4 ,die ,geckos gehren zur ,familie der ,haftzeher1 die an den ,zehen blattartige ,scheiben tragen1 mit denen sie sich ansaugen und auch an vllig glatten ,flchen festhalten knnen4 ,nach ,art der ,fliegen laufen die ,geckos an ,fensterscheiben1 den ,zimmerwnden1 ja sogar an der ,decke umher4 ,am ,tage verbergen sie sich in den ,ritzen und ,spalten des ,mauerwerks und werden erst am ,abend rege1 um in der ,nacht bis zur ,morgendmmerung ihr gespensterhaftes ,wesen zu treiben4 ,ihre ,nahrung besteht in ,fliegen und anderen ,insekten4 ,die ,farbe der meisten ,geckos ist ein unscheinbares ,grau oder ,braun1 nur wenige ,arten1 die in ,wldern wohnen1 sind grn oder bunt gefrbt4 ,die frhere ,annahme1 da das ,ansaugen der ,zehen durch einen klebrigen ,stoff erfolge1 ist durch neuere ,untersuchungen widerlegt worden4 ,die ,saugscheiben haften nur durch ,luftdruck4 ,der ,vorgang ist folgender4 ,das ,tier pret die ,saugscheiben fest an einen ,gegenstand an und verringert dann den ,druck4 ,durch besondere ,muskeln werden die ,haftscheiben in der ,mitte etwas hochgezogen1 wodurch ein luftleerer ,raum entsteht1 dessen saugende ,wirkung die ,zehen an der ,unterlage festhlt4 ,das ,auge der ,geckos ist ganz fr das nchtliche ,leben eingestellt4 ,es ist sehr gro und stark gewlbt1 kann also sehr viel ,lichtstrahlen aufnehmen4 ,die ,pupille kann so sehr erweitert werden1 da die lebhaft1 meist rtlichgelb gefrbte ,iris dann nur noch als kleiner ,kreis sichtbar ist4 ,wie alle ,eidechsen sind die ,geckos ungeheuer lebhaft4 ,wenn sie am ,abend ihre ,schlupfwinkel verlassen haben1 dann beginnt ihr neckisches ,spiel4 ,in hastigem ,vorschieen ergreifen sie eine ,fliege oder ,spinne1 in schlngelnden ,bewegungen gleiten sie an den ,wnden entlang1 spielen und raufen miteinander4 ,der unkundige ,eingeborene verfolgt und ttet die harmlosen ,geschpfe1 unbekmmert um den groen ,nutzen1 den sie durch ,vertilgen der gerade in den ,tropen so lstigen ,insekten stiften4 ,man glaubt1 da in ihren ,haftzehen ein gefhrliches ,gift enthalten sei1 dessen ,berhrung dem ,menschen den ,tod bringt4 ,in ,dalmatien herrscht noch heute der ,aberglaube1 da die ,speisen oder ,gefe1 ber die ein ,gecko gelaufen ist1 vergiftet seien4 ,einen besseren ,ruf geniet der ,gecko in ,siam4 ,hier lebt der ,tokee 7,geco verticillatus71 der zu den grten ,arten gehrt und eine ,krperlnge von #cf cm erreicht4 ,er wird als ,glcksbringer geschtzt und daher sorgsam in den ,husern und ,wohnungen behtet4 ,er macht sich durch ein eigenartiges ,gegacker bemerkbar und lt auerdem einen zweisilbigen ,ruf hren1 der wie die ,silben to--ke8 klingt1 wonach der kleine ,schelm seinen ,namen erhalten hat4 ,an seinen ,ruf knpfen sich allerhand ,mrchen und ,sagen4 ,bringt der ,gecko ihn mehrmals hintereinander hervor1 so verheit dies ,glck und ,segen1 whrend seine ,schweigsamkeit bei festlichen ,anlssen als unheilvolles ,orakel gedeutet wird4 ,sogar ein ,spiel hat man fr den ,ruf des kleinen ,hausfreundes ersonnen4 ,es gewinnt diejenige ,losnummer1 welche der ,gecko bei der mehrmaligen ,wiederholung seiner ,stimme ausruft4 -- ,sidenote3 ,tierleben der ,tiefsee ,ein gewaltiges und wundersames ,tierleben herrscht in den dunkelen ,tiefen des ,meeres4 ,hier begegnen wir ,tieren von den absonderlichsten ,gestalten1 die sich ihren ,weg in der ewigen ,finsternis mit ,lampen erleuchten4 ,die lichtarme ,tiefsee beginnt in einer ,tiefe von #djj m unter dem ,meeresspiegel4 ,die ,einflsse der ,jahreszeiten und der ,witterung fehlen hier vllig4 ,das ,wasser ist dauernd still und unbeweglich4 ,seine ,temperatur ist sehr niedrig1 hufig dem ,gefrierpunkt nahe und stets gleichbleibend4 ,eine weitere ,eigenschaft der ,tiefsee ist die ,lichtarmut4 ,in greren ,tiefen unterhalb #ajjj m herrscht sogar vllige ,finsternis4 ,in der ,tiefsee sind also die ,lebensbedingungen vllig anders als im ,flachwasser1 und zwar handelt es sich nicht nur um geringfgige biologische ,vernderungen1 sondern um gewaltige1 durchgreifende ,faktoren4 ,so ist es von vornherein klar1 da die ,bewohner der ,tiefsee gnzlich anders organisiert sein mssen als alle anderen ,lebewesen4 ,mit ,recht nennt ,dofflein die ,tiefsee ein ungeheures ,experiment der ,natur1 in dem die normalen ,lebensbedingungen knstlich abgendert1 ja geradezu ausgeschaltet sind4 ,mit ,rcksicht auf die gleichmige ,temperatur in der ,tiefsee sind ihre ,bewohner stenotherm1 d4 h4 sie sind lediglich auf eine bestimmte ,auentemperatur eingestellt und knnen keine ,temperaturschwankungen ertragen4 ,ferner ist der ,krper aller ,tiefseebewohner sehr zart4 ,er zerreit und zerbricht sehr leicht4 ,das ,skelett der ,tiefseefische und die ,schalen der ,tiefseekrebse sind auffallend dnn im ,vergleich zu den in hheren ,wasserschichten lebenden ,tieren4 ,es ist ein sehr verblffender ,anblick18 sagt ,dofflein1 wenn man das freiprparierte und getrocknete ,skelett eines ,tiefseefisches vor sich liegen hat2 denn es gleicht einem ,hufchen dnner ,papierblttchen und wiegt nur wenige ,gramm48 ,der zarte ,krperbau und die schwachen ,knochenteile sind offenbar eine ,folge der ,unbeweglichkeit des ,wassers in der ,tiefe des ,meeres4 ,in dem ruhigen ,element fehlen der ,zug und ,druck1 die eine ,bewegung des ,wassers hervorrufen1 und die einen starken1 widerstandsfhigen ,krperbau verlangen4 ,infolgedessen haben ,tiere1 die in bewegtem ,wasser leben1 und noch mehr solche ,arten1 welche der ,brandungszone ausgesetzt sind1 starke ,muskulatur und feste ,knochen1 unter ,umstnden sogar besondere ,einrichtungen1 sich am ,boden festzuklammern1 oder an ,gegenstnden anzusaugen1 wie die ,aktinien4 ,alles dies fehlt dem ,krper der ,tiefseetiere4 ,die ,tiefseetiere leben bestndig unter einem starken ,wasserdruck1 der aber infolge der absoluten ,ruhe des ,wassers stets gleichbleibt4 ,auch hierfr mag der weiche1 zarte ,krperbau sehr gnstig sein4 ,die meisten ,tiefseetiere erleiden1 wenn sie an die ,oberflche gebracht werden1 starke ,beschdigungen4 ,die ,ursache liegt jedoch weniger in der ,druckvernderung1 wie der ,laie meist annimmt1 sondern in dem pltzlichen ,temperaturwechsel und der ,erschtterung des ,krpers1 der ja auf vllige ,ruhe eingestellt ist4 ,im ,mittelmeer ist die ,temperatur in der ,tiefe wrmer als im ,ozean1 wo sie um den ,nullpunkt liegt4 ,sie betrgt im ,mittelmeer #ab-ac;,c4 ,werden in einer ,zeit1 wo die ,lufttemperatur ber dem ,mittelmeer ungefhr dieselbe ,wrme hat1 ,tiefseetiere herausgefischt1 so bleiben sie in gutem ,zustande4 ,unter diesen ,umstnden gelang es ,dofflein1 ,tiefseetiere aus dem ,mittelmeer mehrere ,tage am ,leben zu erhalten4 ,von groem ,einflu auf die ,sinnesorgane der ,tiefseetiere ist die ,lichtarmut in den ,tiefen des ,meeres4 ,die ,augen sind entweder ganz verkmmert1 oder sie zeichnen sich durch gewaltige ,gre und absonderliche ,gestalt aus4 ,da gibt es ,fische mit ,teleskopaugen1 die weit aus dem ,kopf herausragen4 ,sie sind rhrenfrmig und unterscheiden sich von den ,augen anderer ,fische hauptschlich durch ihre ,stellung4 ,whrend die normalen ,fischaugen an den ,seiten des ,kopfes liegen1 so da jedes ,auge sein eigenes ,gesichtsfeld hat und daher ein monokulres ,sehen erfolgt1 liegen die ,teleskopaugen dicht nebeneinander in einer ,ebene1 entweder nach oben oder nach vorn gerichtet4 ,beide ,augen berblicken also ein und dasselbe ,gesichtsfeld4 ,das ,sehen ist binokulr4 ,die sehr groe ,linse hat einen weiten ,abstand von der ,netzhaut4 ,die ,hornhaut ist stark gewlbt4 ,durch einen besonderen ,muskelapparat kann die ,linse der ,netzhaut willkrlich genhert werden1 wodurch eine ,akkommodation des ,auges ermglicht wird als ,ersatz fr die ,starrheit der ,pupille1 die die ,fische nicht vergrern und verkleinern knnen4 ,die ,funktion des ,teleskopauges gewhrleistet eine bestmgliche ,ausnutzung des geringen ,lichtes in der ,tiefsee und eine leichte ,wahrnehmung von ,bewegungen4 ,das ,vorhandensein von ,augen bei den ,tiefseefischen1 die sogar eine uerst sinnreiche ,organisation erlangt haben1 deutet von vornherein darauf hin1 da in der ,tiefsee keine vllige ,dunkelheit herrschen kann1 wie man es frher angenommen hat1 wenigstens nicht in jenen ,tiefen1 in denen diese ,fische leben4 ,ein gewisser ,lichtschein mu auch noch in die greren ,tiefen des ,meeres eindringen4 ,da dies tatschlich der ,fall ist1 haben die ,versuche erwiesen1 die man in neuerer ,zeit mit photographischen ,platten gemacht hat4 ,hiernach ist die ,lichtintensitt der ,farbenstrahlen sehr verschieden4 ,nach ,helland-,hansen ist die ,einwirkung der roten ,lichtstrahlen auf eine im ,meer versenkte photographische ,platte schon in einer ,tiefe von #ajj m sehr schwach1 whrend die blauvioletten ,strahlen bis zu #ejj m ,tiefe und die violetten und ultravioletten ,strahlen sogar bis zu #ajjj m eine ,einwirkung erkennen lieen4 ,die meisten ,tiefseefische steigen nicht tiefer als bis zu #ejj m in das ,meer hinab1 und nur wenige ,arten leben in greren ,tiefen1 deren ,grenze nach den heutigen ,forschungen in etwa #ajjj m liegt4 ,so steht also den ,tiefseefischen immer noch eine gewisse ,lichtquelle zur ,verfgung4 ,auch halten sich die ,tiefseefische keineswegs ausschlielich in der ,tiefsee auf1 sondern dringen zeitweise auch in das ,pelagial ein1 d4 h4 in die oberhalb der ,tiefsee gelegene ,wasserschicht4 ,die meisten ,tiefseefische sind dunkel gefrbt1 einige ,arten rot und silberwei4 ,die dunkeln ,fische leben in den grten ,tiefen von #ajjj m1 die roten in geringeren ,tiefen1 deren obere ,grenze #ejj m betrgt1 und die silberglnzenden ,fische oberhalb #ejj m4 ,in dieser ,vertikalverteilung der ,farben liegt ein vorzglicher ,schutz4 ,da die roten ,lichtstrahlen in einer ,tiefe von #ejj m nicht mehr zur ,geltung kommen1 so sind die roten ,fische hier unsichtbar4 ,die silberweien ,fische1 welche in hheren ,schichten leben und in das ,pelagial bis zu einer ,tiefe von #aej m heraufsteigen1 sind wieder in ihrer hellen1 glitzernden ,farbe1 die dem ,wasser angepat ist1 gut geschtzt4 -- ,sidenote3 ,leuchtorgane der ,tiefseetiere ,unter den in der ,tiefsee vorkommenden ,krebsen finden wir ,formen mit riesenhaft groen ,augen1 die ein ,zehntel1 ja sogar fast ein ,sechstel der ,krpergre erreichen4 ,ein kleiner1 zu den ,schizopoden gehrender ,tiefseekrebs 7,stylocheiron mastigophorum7 hat ,stielaugen von #a mm ,lnge und mm ,breite bei einer ,krpergre von nur #f-h mm ,lnge4 ,das sind ,verhltnisse1 wie sie unter den brigen stielugigen ,krebsen nicht im entferntesten vorkommen4 ,das ,auge der ,tiefseekrebse ist ein beraus lichtstarkes optisches ,instrument4 ,der ,hintergrund des ,auges ist stark glnzend1 um das ,licht der ,leuchtorgane anderer ,tiefseetiere1 die den ,krebsen zur ,nahrung dienen1 besser aufnehmen zu knnen4 ,andere ,tiefseekrebse haben vllig verkmmerte ,augen1 wie die japanische ,tiefseekrabbe 7,cyclodorippe uncifera74 ,dasselbe ,tier kommt1 wie sein ,entdecker ,chun feststellte1 auch im ,flachwasser vor und hat hier wohlentwickelte ,augen4 ,die ,larven der blinden ,tiefseeform sind zunchst nicht blind1 sondern haben ,augen1 die erst in der ,metamorphose verkmmern4 ,die ,krebslarven sind sehr beweglich und durchschwimmen weite ,rume im ,meer4 ,chun konnte nun feststellen1 da die ,larven der ,tiefseekrabbe sich viel schneller verwandeln als die ,larven der im ,flachwasser wohnenden ,rasse4 ,diese abgekrzte ,metamorphose verhindert1 da die ,larve in hhere1 hellere ,regionen aufsteigt1 in denen das ,auge durch den ,lichtreiz nicht verkmmern wrde4 ,die ,dunkelheit ist offenbar die ,voraussetzung fr die ,bildung der rudimentren ,augen der ,tiefseeform4 ,bei den blinden ,tiefseekrabben sind als ,ersatz fr die verkmmerten ,augen der ,geruch und der ,tastsinn sehr fein ausgebildet4 ,viele ,tiere der ,tiefsee haben besondere ,leuchtorgane am ,krper4 ,sie strahlen in verschiedenen ,farben1 in ,gelbgrn1 ,blauviolett und ,rot4 ,der gelbgrne ,glanz ist der hufigste4 ,vielfach sind ,leuchtkrper mit verschiedenen ,farben an demselben ,tier vereint4 ,die ,leuchtorgane treten am meisten bei den ,tiefseefischen auf4 ,sie befinden sich hier an den verschiedensten ,stellen des ,krpers4 ,sie sitzen teils am ,ende der ,strahlen der ,rckenflossen auf besonderen ,tentakeln und werden hiernach ,tentakelorgane genannt4 ,teils befinden sie sich auf den ,barteln1 an der ,basis der ,flossen1 auf dem ,kiemendeckel oder in der ,umgebung der ,augen4 ,schlielich knnen sie auch in symmetrischen ,reihen an den ,krperseiten1 am ,schwanz und auf dem ,bauch liegen oder auch unregelmig ber den ganzen ,krper verteilt sein4 ,der ,bau der ,leuchtorgane ist uerst kompliziert und mannigfaltig4 ,das ,leuchten ist nicht1 wie man frher annahm1 ein physiologischer ,vorgang1 der im ,protoplasma selbst erzeugt wird1 sondern nach ,brauer1 der sich eingehend mit der ,erforschung der ,tiefseefauna beschftigt hat1 ein chemischer ,proze4 ,die ,drsen der ,leuchtorgane sondern eine ,ausscheidung ab1 die in ,verbindung mit ,sauerstoff zum ,leuchten gebracht wird4 ,in vielen ,fllen wird das ,sekret nach auen abgesondert1 es fliet ins ,wasser und verbindet sich mit dem im ,wasser enthaltenen ,sauerstoff4 ,der ,leuchtproze geht dann also auen vor sich4 ,bei anderen ,leuchtorganen wird das ,sekret nicht nach auen abgesondert1 sondern der chemische ,vorgang spielt sich im ,innern des ,krpers ab1 indem der zum ,leuchten notwendige ,sauerstoff vom ,blut des ,fisches zugefhrt wird4 ,die ,lichtproduktion ist hier also eine intrazellulre4 ,die ,lichtstrke der ,leuchtorgane betrgt etwa #j1jjbd ,mk#c4 ,bei vielen ,leuchtorganen sind die ,drsen1 welche das ,sekret absondern1 mit einem ,bindegewebe umschlossen1 das nadelfrmige ,guaninkristalle enthlt und wie ein ,scheinwerfer wirkt1 der das ,licht zurckwirft4 ,ein ,pigmentmantel hinter dem ,reflektor blendet das ,licht nach hinten ab4 ,das einzelne ,leuchtorgan stellt also eine regelrechte ,laterne dar4 ,die ,leuchtorgane leuchten zum ,teil nur auf einen besonderen ,reiz1 zum ,teil dauernd4 ,im letzteren ,falle knnen sie abgeblendet werden1 indem sie mit ,hilfe einer besonderen ,muskulatur nach dem ,krper zu umgedreht werden4 ,die ,tiefseefische leben teils auf dem ,meeresgrunde1 teils in der darberliegenden ,wasserschicht4 ,erstere nennt man wissenschaftlich benthonische1 letztere bathypelagische ,fischarten4 ,die benthonischen ,formen leben meist gesellig und nhren sich von wenig beweglichen ,tieren4 ,sie sind daher im allgemeinen ruhig und trge4 ,die bathypelagischen ,fische sind ,einzelgnger und leben von beweglicher ,beute4 ,sie sind daher sehr lebhaft und durchschwimmen auf der ,suche nach ,nahrung groe ,strecken sowohl in horizontaler wie in vertikaler ,richtung im ,meere4 ,viele bathypelagische ,tiefseefische besitzen keine ,schwimmblase1 wodurch die ,bewegung in vertikaler ,richtung erleichtert wird4 ,die mit ,gasen gefllte ,schwimmblase ist ein hydrostatischer ,apparat1 mit dessen ,hilfe der ,fisch jederzeit sein spezifisches ,gewicht verndern und der ,wassertiefe1 in der er sich aufhlt1 anpassen kann4 ,die ,schwimmblase verndert ihren ,umfang je nach dem ,wasserdruck1 der auf dem ,fischkrper lastet4 ,bei geringem ,wasserdruck vergrert sie sich1 bei zunehmendem ,wasserdruck wird sie verkleinert4 ,eine pltzliche ,verringerung des ueren ,druckes kann sehr leicht eine ,zerreiung der ,schwimmblase durch die schnelle ,ausdehnung der ,gase hervorrufen4 ,dies tritt meist ein1 wenn ,tiefseefische im ,netz an die ,oberflche gebracht werden4 ,die ,verkmmerung oder das ,fehlen der ,schwimmblase bei vielen bathypelagischen ,tiefseefischen ist also eine ,anpassung an ihre ,lebensweise4 ,sie sind dadurch imstande1 bei ihren ,beutezgen schnell tiefer und hher zu steigen1 ohne ,gefahr zu laufen1 sich zu schdigen4 ,muskulatur und ,skelett der ,tiefseefische sind weich und zart1 die ,haut ist hufig glatt und gallertartig4 ,leuchtorgane finden sich auer bei ,fischen auch bei ,krebsen und ,tintenfischen4 ,die ,leuchtorgane der ,krebse haben ihren ,sitz teils an den ,augen1 teils auf der ,unterseite des ,krpers und sondern ein phosphoreszierendes ,sekret ab4 ,bei den ,tintenfischen kommen zwei ,formen von ,leuchtorganen vor4 ,die einen scheiden aus ,drsen ein leuchtendes ,sekret aus1 die anderen besitzen einen ,leuchtkrper und wirken als ,laternen4 ,die ,ausscheidung des leuchtenden ,sekrets aus den ,drsen ist bei einigen ,arten sehr stark4 ,die ,flssigkeit ergiet sich als grnlich leuchtende ,kugeln und ,fden ins ,wasser und schtzt das ,tier in hnlicher ,weise wie der ,tintenergu der gewhnlichen ,tintenfische vor den ,angriffen seiner ,feinde4 ,diese werden durch die ,leuchtmasse irregefhrt und schnappen danach1 in der ,meinung1 es sei ihre ,beute1 whrend der verfolgte ,tintenfisch unterdessen entflieht4 ,in hchster ,pracht treten die ,leuchtorgane bei der ,wunderlampe 7,lycoteuthis diadema7 auf4 ,dieser ,tintenfisch besitzt #bb ,leuchtorgane1 die am ,kopf unterhalb der ,augen1 an den langen ,fangarmen und an den ,bauchseiten sitzen und in den herrlichsten ,farben erstrahlen4 ,ihr ,licht ist schneewei1 perlmutterfarben1 himmelblau1 dunkelblau und rot4 ,das ganze ,tier sieht wie mit funkelnden ,edelsteinen besetzt aus4 ,der ,bau dieser napffrmigen1 nach auen gewlbten ,organe ist auerordentlich mannigfaltig4 ,es lassen sich nicht weniger als #aj verschiedene ,systeme unterscheiden1 nach denen diese #bb ,laternen hergestellt sind4 ,die ,leuchtorgane der ,tiefseetiere erfllen offenbar verschiedene ,aufgaben4 ,am nchsten liegt die ,annahme1 da sie als ,laterne dienen1 um die nhere ,umgebung des ,tiers zu erleuchten4 ltere ,autoren1 besonders franzsische ,forscher meinten1 da die finstere ,tiefsee durch die ,leuchtorgane ihrer ,bewohner dauernd von einem milden ,lichtschein erfllt sei4 ,die ,leuchtorgane sollten also hnlich wirken wie die ,laternen auf der ,strae4 ,eine solche ,wirkung scheint aber selbst bei einer starken ,ansammlung der ,tiere nicht mglich1 da die ,lichtintensitt viel zu gering ist4 ,das ,leuchten kann nur fr das einzelne ,tier auf krzeste ,entfernung in ,betracht kommen4 ,auch ist die ,anzahl der leuchtenden ,tiere im ,vergleich zu nicht leuchtenden ,tieren viel zu gering1 als da eine allgemeine ,beleuchtung dadurch erzeugt werden knnte4 ,so sind nur #aa ,prozent aller bis jetzt bekannten ,tiefseefische mit ,leuchtorganen ausgestattet4 ,man darf vielleicht vermuten1 da ein stark bevlkerter ,raumteil der ,tiefsee etwa den ,eindruck eines ,sternhimmels macht1 aber auch nur eines schwachen ,sternhimmels1 an dem einzelne ,pnktchen aufblitzen4 ,der ,wert der ,leuchtorgane fr die ,beleuchtung der ,umgebung darf jedenfalls nicht zu hoch eingeschtzt werden4 ,dagegen dienen diese ,organe offenbar noch anderen1 bei weitem wichtigeren ,zwecken4 ,ihre verschiedene ,anordnung auf dem ,krper der einzelnen ,tierarten1 ihre wechselnde ,anzahl und die verschiedene ,farbe des ,lichts geben dem ,trger ein bestimmtes ,muster1 das sich mit der ,fleckung und ,streifung buntfarbiger ,tiere vergleichen lt4 ,dies ,muster dient wohl zur gegenseitigen ,verstndigung4 ,die einzelnen ,arten erkennen sich daran untereinander4 ,ferner sind bei manchen ,formen die ,leuchtorgane geschlechtlich verschieden1 haben also eine sexuelle ,bedeutung4 ,schlielich spielen die ,leuchtorgane eine wichtige ,rolle fr die ,ernhrung4 ,sie locken die ,beutetiere herbei1 die durch das ,licht angezogen werden1 ebenso wie der ,schein einer ,lampe die ,insekten in der ,nacht anlockt4 ,in dem ,gebrauch als ,fangmittel liegt vielleicht der grte ,wert der ,leuchtorgane4 ,man darf vermuten1 da die ,bedeutung der ,leuchtorgane als gegenseitiges ,erkennungsmittel fr die ,art und das ,geschlecht durch die verschiedene ,lichtfarbe wesentlich untersttzt wird4 ,wir drfen aber hieraus nicht unmittelbar den ,schlu ziehen1 da die ,tiere ,farben wahrnehmen knnen4 ,auch wenn die ,tiere farbenblind sind1 kann die verschiedene ,frbung des ,lichtes doch von ,nutzen sein1 denn die ,lichtintensitt der ,farben ist verschieden4 ,der ,vorteil kann ebensogut auf einer ,empfindung der wechselnden ,lichtstrke der ,farben beruhen1 ohne da diese selbst erkannt werden4 ,die ,tiefseetiere haben zum ,teil ganz absonderliche ,krperformen4 ,manche haben aalartige ,gestalt mit einem abenteuerlichen ,kopf4 ,der ,schnepfenaal 7,nemichthys scolopaceus7 hat lange dnne ,kiefer1 die wie ein ,schnepfenschnabel aussehen4 ,er erreicht eine ,krperlnge von fast einem ,meter4 ,der ,pelikanaal 7,macropharynx longicaudatus7 hat einen gewaltigen ,rachen mit langen1 dnnen ,kiefern1 mit dem er ,fische verschlingen kann1 die grer sind als er selbst4 ,auch er erreicht die stattliche ,krperlnge von #a1e m4 berhaupt zeichnen sich viele ,tiefseefische durch ein mchtiges ,maul aus1 das hufig mit gewaltigen ,zhnen bewaffnet ist4 ,ein solches ,riesenmaul mit zahlreichen1 gefahrdrohenden ,zhnen besitzt der zu den ,fhlerfischen gehrende ,melanocetus krechi4 ,der erste ,strahl der ,rckenflosse steht bei diesem ,fisch ganz vorn auf dem ,kopf und ist zu einem langen ,arm ausgewachsen1 der auf seinem vorderen ,ende ein ,leuchtorgan trgt4 ,der ,fisch kann den ,arm nach vorn ausstrecken und trgt dann seine ,laterne vor sich her4 ,unter den ,leuchtsardinen der ,tiefsee befindet sich eine ,art1 ,bathypterois atricolor1 die keine ,leuchtorgane besitzt1 dafr aber mit besonderen ,tastorganen ausgerstet ist4 ,auf jeder ,kopfseite stehen zwei lange ,fden1 die dem ,tastgefhl dienen4 ,unter den niederen ,tieren fallen als ,bewohner der ,tiefsee besonders die prchtigen ,glasschwmme auf1 die in den verschiedensten ,formen1 als ,becher1 ,rhren1 ,kelche1 ,krbe oder ,fllhrner auftreten4 ,in ihren zarten ,weichteilen liegt ein durchsichtiges ,kieselskelett1 das einem wundersamen ,flechtwerk aus zarten ,glasfden gleicht4 ,die ,grundgestalt ist zwei- bis sechsstrahlig4 ,die einzelnen ,strahlen verzweigen sich in zahlreiche ste1 die die wunderbarsten ,formen annehmen1 die in ihrer ,mannigfaltigkeit nur noch von der ,skelettbildung der ,radiolaren bertroffen werden4 ,sie gleichen zierlichen ,struchern1 kleinen ,tannenbumchen oder ,bltenkelchen4 ,sidenote3 ,tiefseeexpeditionen ,tiefseetiere wurden noch in ,tiefen zwischen #djjj und #ejjj m aufgefunden4 ,aus diesen ungeheuern ,tiefen holte die ,valdivia-,tiefseeexpedition1 die #ahih unter der ,fhrung des ,professors ,chun stattfand1 im antarktischen ,meer ,strahlentierchen und kleine ,ruderfukrebse herauf4 ,das ,fischen der ,tiefseetiere erfolgt mit einem besonderen ,netz1 ,dredsche genannt4 ,es schleift auf zwei eisernen ,schlittenkufen und ist #aj m lang4 ,es wird mit zwei eisernen ,oliven im ,gewicht von zusammen #ej kg beschwert4 ,das ,stahlkabel1 an dem das ,netz hngt1 ist ca4 #bj mm stark und hat eine ,druckfestigkeit von #ejjj bis #hjjj kg4 ,die ,kabeltrommel der ,valdivia-,expedition fate #ajjjj m ,kabel4 ,die ,netze bestehen aus ,seidengaze1 die mit einem derben berzug versehen ist4 ,es knnen also die kleinsten ,lebewesen1 die dem ,plankton angehren1 darin gefangen werden4 ,zum ,fischen in bestimmten ,tiefen werden besondere ,schlienetze verwendet4 ,sie werden verschlossen versenkt1 in einer bestimmten ,tiefe1 die untersucht werden soll1 geffnet und vor dem ,hochziehen wieder verschlossen4 ,vor dem ,fischen erfolgt stets eine ,tiefenlotung4 ,sowohl das ,loten wie das ,fischen in groen ,tiefen ist eine beraus mhevolle1 sehr schwierige ,arbeit1 die viel ,geschick fr den ,fischer und die ,schiffsmannschaft erfordert1 da das ,schiff den ,bewegungen der ,apparate genau folgen mu4 -- ,sidenote3 ,leuchtkfer ,leuchtorgane besitzen auch einige ,kfer1 die hiernach ,leuchtkfer8 benannt sind4 ,nur die ,mnnchen unserer ,leuchtkfer sind geflgelt1 whrend die ,weibchen nur kleine verkmmerte ,flgel besitzen und ein wurmartiges ,aussehen haben4 ,die ,leuchtorgane befinden sich an den ,bauchringen in verschiedener ,gestalt4 ,sie treten als ,platten1 ,punkte und ,flecken auf4 ,das ,leuchten beruht auf einer ,zersetzung von ,fettstoffen1 wobei jedoch keine ,wrme erzeugt wird4 ,sogar die ,larven und die ,puppen besitzen bei einigen ,arten schon ,leuchtorgane1 und bei dem in unseren ,breiten vorkommenden groen ,leuchtkfer 7,lampyris noctiluca7 leuchten sogar die ,eier4 ,die ,farbe des ,lichtes wechselt je nach der ,art zwischen einem reinen ,wei und einem grnlichen oder blulichen ,schein4 ,das ,leuchten erfolgt entweder blitzartig mit schnellen ,unterbrechungen oder1 wie bei unseren ,leuchtkfern1 als ein gleichmiges ,glimmern4 ,das ,leuchten dient zur gegenseitigen ,anlockung der ,geschlechter4 ,sobald ein leuchtendes ,mnnchen durch die ,luft fliegt1 dann werfen sich die in der ,nhe befindlichen ,weibchen auf den ,rcken und strecken den ,leib empor1 um ihr ,licht leuchten zu lassen und sich nach ,mglichkeit dem begehrten ,liebhaber bemerkbar zu machen4 ,wo die ,leuchtkfer in groer ,zahl auftreten1 verwandeln die lebenden ,lmpchen die ,landschaft in ein ,mrchenland4 berall in ,hecken1 ,bschen und auf dem ,erdboden glhen die ,lichter mit ihrem zierlichen ,schein1 whrend die geflgelten mnnlichen ,kfer wie feine ,leuchtkugeln durch die ,luft schwirren -- ein ,zauber aus ,tausendundeiner ,nacht4 ,wunderbar ist das ,schauspiel der ,leuchtkfer in den ,tropen1 wo sie zu ,tausenden und aber ,tausenden die ,berghnge und ,fluufer bewohnen4 ,hier leben jene ,arten1 deren ,leuchtorgane blitzartig aufleuchten4 ,die in tiefes ,dunkel gehllte ,landschaft erstrahlt pltzlich in ,tausenden und ,millionen von ,lichtern1 die nach wenigen ,augenblicken wieder erlschen1 ein wunderbares ,spiel1 das sich in kleineren und greren ,zwischenrumen die ganze ,nacht hindurch wiederholt4 ,sidenote3 ,leuchtorgane der ,prachtfinken ,in ,australien lebt ein herrlich gefrbter kleiner ,prachtfink1 den der englische ,ornithologe ,gould seiner ,frau zu ,ehren ,goulds ,amadine 7,munia gouldiae7 benannte4 ,dieser reizende ,vogel hat einen tiefschwarzen ,kopf1 der mit einem kobaltblauen ,bande umgeben ist4 ,die ,brust ist lilafarben1 der ,leib goldgelb1 die ganze ,oberseite grasgrn4 ,schnabel und ,fe sind hellrosa4 ,die ,farben des sehr glatten ,gefieders gehen nicht allmhlich ineinander ber1 sondern sind scharf abgesetzt1 so da der ,vogel wie bemaltes ,porzellan aussieht4 ,neben den schwarzkpfigen ,vgeln kommen auch ,vgel mit scharlachrotem ,gesicht vor1 die noch schner und farbenprchtiger aussehen und die man daher ,wunderschne ,amadine8 genannt hat4 ,es hat sich jedoch herausgestellt1 da beide ,formen nicht verschiedene ,arten sind1 sondern nur ,mutationen1 d4 h4 willkrliche ,abnderungen ein und derselben ,art4 ,die ,mutationstheorie wurde zuerst von dem ,botaniker de ,vries im ,jahre #aija aufgestellt4 ,die ,mutation1 d4 h4 die pltzlich bei einer ,tierart auftretende ,vernderung ist eine erbliche ,eigenschaft1 die zu einer ,umwandlung der ,art fhren kann4 ,die verschiedenen ,formen werden wissenschaftlich ,mutanten8 genannt4 ,die schwarzkpfige und rotkpfige ,form der ,gouldsamadine sind also keine verschiedenen ,arten1 sondern ,mutanten derselben ,art4 ,was hat nun die ,gouldsamadine1 die in ihrer ,farbenpracht eine ,schpfung des ,sonnenlichtes in wahrer ,bedeutung ist1 mit einem ,leben in ,nacht und ,finsternis zu tun8 ,im ,schnabelwinkel der jungen ,nestvgel befinden sich eigentmliche1 etwa hirsekorngroe halbkuglige ,gebilde1 ber deren ,bedeutung man sich lange ,zeit im unklaren war1 bis der ,leipziger ,zoologe ,chun entdeckte1 da diese ,gebilde ,leuchtorgane sind4 ,die ,leuchtkraft beruht aber nicht auf eigner ,lichtproduktion1 sondern sie wird durch auffallende ,lichtstrahlen1 die zurckgeworfen werden1 erzeugt4 ,die ,leuchtkrperchen wirken also als ,reflektor4 ,der ,vorgang ist derselbe wie bei den ,augen der ,katze1 die keine eigene ,lichtquelle haben1 sondern im ,halbdunkel durch ,lichtreflex glhen4 ,die ,leuchtorgane der ,gouldsamadine bestehen aus verdicktem ,bindegewebe von blulichem ,seidenglanz mit einer dahinterliegenden dunkeln ,pigmentschicht4 ,eine ,drsenbildung1 welche nach ,art der ,tiefseefische ein leuchtendes ,sekret absondert1 ist nicht vorhanden1 woraus mit ,sicherheit hervorgeht1 da das ,leuchten kein chemischer ,proze sein kann4 ,die ,gouldsamadinen bauen ein berwlbtes ,nest4 ,die ,jungen wachsen also im ,halbdunkel heran4 ,ihre ,leuchtorgane dienen daher den ,vogeleltern bei der ,atzung als ,wegweiser1 wohin sie das ,futter zu richten haben4 ,auch andere junge ,prachtfinken besitzen diese ,laternen im ,rachen4 ,die ,prachtfinken gehren zu den ,sperlingsvgeln1 d4 h4 zu den ,vgeln1 deren ,junge bei der ,atzung sperren84 ,sie recken1 um das ,futter von den ,eltern zu empfangen1 ,hals und ,kopf in die ,hhe und sperren den ,schnabel weit auf3 ,schnabel und ,rachen bilden einen weiten ,trichter1 in den die alten ,vgel die ,atzung hineinstecken4 ,der ,schnabelwinkel dieser sperrenden8 ,jungvgel ist mit einer weichen1 dicken ,haut berzogen1 die eine leuchtend gelbe oder rtliche ,frbung hat4 ,hufig ist auch der ,rachen gelb oder rot gefrbt1 und auf der gelben oder roten ,zunge befinden sich bisweilen noch lackschwarze ,punkte4 ,diese auffallende ,schnabel- und ,rachenfrbung hat offenbar auch den ,zweck1 den ,vogeleltern die ,ftterung zu erleichtern1 denn die halbkugligen1 oben offenen ,vogelnester stehen meist im dichten ,gebsch1 in ,hecken oder im schtzenden ,bltterdach1 also im ,schatten4 ,wenn der alte ,vogel zur ,ftterung seiner ,kinder auf den ,nestrand fliegt1 dann leuchten ihm die buntgefrbten ,rachen der hungrigen ,jungen entgegen1 auf denen gewissermaen geschrieben steht3 ,hierher das ,futter48 ,auer den eigentlichen ,sperlingsvgeln1 die ihren ,namen nach dem ,sperren8 der ,jungen tragen1 haben noch einige andere ,formen in der ,jugend hellgefrbte ,wlste am ,schnabelrande1 wie z4 ,b4 der ,wiedehopf und der ,kuckuck1 die sich ebenfalls mit weit aufgesperrtem ,schnabel atzen lassen4 ,andere ,jungvgel nehmen das ,futter den ,alten ab1 was z4 ,b4 bei allen ,raubvgeln der ,fall ist1 oder sie stecken ihren ,schnabel in den ,rachen des alten ,vogels1 um sich dessen ,kropf- oder ,mageninhalt einwrgen zu lassen1 wie es bei den ,tauben und ,pelikanen ,sitte ist4 ,solche ,jungvgel besitzen keine buntfarbigen ,schnabelwinkel4 -- ,sidenote3 ,winterschlaf der ,amphibien ,viele ,tiere verbringen einen groen ,teil ihres ,daseins in einem totenhnlichen ,schlaf in dunkeln ,verstecken1 um dem verderblichen ,einflu des ,winters zu entgehen4 ,hierzu gehrt der allbekannte ,winterschlaf der ,amphibien und ,reptilien4 ,die ,frsche graben sich mit ,eintritt der kalten ,jahreszeit in den ,schlamm der ,teiche ein1 um die ,wintermonate in einem erstarrten1 bewutlosen ,zustande zu verbringen1 bis sie das milde ,frhjahrswetter aus ihrem ,totenschlafe zu einem neuen ,leben erweckt4 ,wie mit einem ,schlage erscheinen dann pltzlich die ,frsche in groer ,menge1 woraus die alte ,volkssage vom ,froschregen8 entstand4 ,die ,krten berwintern im ,gegensatz zu den meisten anderen ,froschlurchen nicht in der ,nhe des ,wassers1 sondern an trockenen ,orten4 ,sie verkriechen sich in ,erdhhlen oder ,felsspalten1 deren ffnung sie mit einem ,erdwall verschlieen4 ,hufig beziehen viele ,tiere denselben ,schlupfwinkel zum berwintern4 ,die grte ,massenvereinigung whrend des ,winterschlafes bildet der so schn gelb und schwarz gefleckte ,feuersalamander 7,salamandra maculosa71 der nach dem ,regen die ,wlder des ,harzes und ,thringens so anmutig belebt4 ,zu ,hunderten suchen die ,tiere ein trockenes1 frostfreies1 unterirdisches ,versteck in moosigen ,felswnden oder in ,bergwnden auf und verschlafen hier eng verschlungen die kalte ,jahreszeit4 ,auch die ,reptilien verbringen den ,winterschlaf meist gesellig in ,erdhhlen4 ,bei der ,kreuzotter vereinigen sich hufig #aj bis #bj ,tiere4 ,sidenote3 ,sommerschlaf der ,amphibien ,ebenso wie ,lurche und ,kriechtiere im kalten ,klima einen ,winterschlaf halten1 verbringen sie in der heien ,zone die ,trockenheit in einem ,sommerschlaf in unterirdischen ,verstecken4 ,die ,frsche graben sich in den ,schlamm der ,gewsser1 solange er noch weich und feucht ist1 und warten hier die ,zeit der ,drre ab4 ,echsen und ,schlangen verkriechen sich in die ,erde oder in ,felshhlen4 ,in den ,tropenwaldungen1 wo die ,feuchtigkeit der ,luft das ganze ,jahr hindurch gleichmig bleibt und keine ,trockenperiode eintritt1 halten ,lurche und ,kriechtiere keinen ,sommer- und ,winterschlaf1 sondern bleiben ohne ,unterbrechung rege4 ,sidenote3 ,winterschlaf und ,sommerschlaf der ,reptilien und ,fische ,whrend des ,winter- und ,trockenschlafes wird die ,lebensttigkeit wesentlich eingeschrnkt1 aber nicht vllig unterbrochen1 wie der ,laie vielfach glaubt4 ,herzschlag und ,blutzirkulation werden bedeutend langsamer1 die ,atmung hrt fast ganz auf1 ein ,stoffwechsel findet nicht statt4 ,die ,ernhrung des ,krpers wird durch das vor dem ,schlaf reichlich angesetzte ,fett besorgt4 ,whrend des ,schlafes verliert der ,krper erheblich an ,gewicht4 ,auffallend ist1 da die ,tiere nach dem ,erwachen nicht etwa schwach und matt sind1 sondern gleich sehr regsam und frisch4 ,sie nehmen sofort ,nahrung zu sich und bewegen sich in gewohnter ,weise4 ,die ,landschildkrten1 welche sich ziemlich tief in die ,erde eingraben1 haben sogar eine nicht unerhebliche ,kraftprobe zu leisten1 um sich aus der ,erde wieder zur ,oberflche emporzuarbeiten4 ,die ,dauer des ,winterschlafes ist je nach dem ,klima verschieden4 ,in nrdlichen ,gegenden1 wo der ,winter sehr streng ist und lange anhlt1 whrt auch der ,winterschlaf sehr lange und dehnt sich unter ,umstnden ber ein halbes ,jahr hinaus aus4 ,nach ,simroth verbringt die lebendiggebrende ,bergeidechse 7,lacerta vivipara71 deren ,verbreitungsgebiet sich in ,europa und ,asien bis zum #gj4 ,grad nrdl4 ,br4 erstreckt1 in der nrdlichen ,zone ihrer ,heimat #i ,monate im ,winterschlaf zu4 ,sie befindet sich also whrend des grten ,teils ihres ,lebens in einem erstarrten ,zustande der ,lethargie4 ,ein ,winter- bzw4 ,sommerschlaf kommt auch bei den ,fischen vor1 was im allgemeinen weniger bekannt ist4 ,wir lernten die ,tiefseefische als stenotherm kennen1 d4 h4 sie sind einer bestimmten ,temperatur angepat1 da die ,temperatur der ,tiefsee konstant ist4 ,stenotherm sind ferner die ,fische der ,polarmeere und der ,tropengewsser1 in denen ebenfalls keine groen ,temperaturunterschiede sich geltend machen4 ,die anderen ,fische sind eurytherm1 d4 h4 sie knnen bis zu einem gewissen ,grade erhebliche ,wrmeschwankungen vertragen4 ,fr jede ,fischart gibt es eine bestimmte ,normaltemperatur1 unter der ihr ,krper die grte ,leistungsfhigkeit bekundet1 was sich in gesteigerter ,frelust und im ,laichgeschft zeigt4 ,die ,normaltemperatur der einzelnen ,fischarten ist sehr verschieden4 ,die ,temperaturzone wird nach oben durch eine ,maximaltemperatur1 nach unten durch eine ,minimaltemperatur begrenzt4 ,innerhalb dieser ,grenzen bleibt die ,lebensttigkeit ungestrt4 ,werden die ,grenzen berschritten1 so erleiden ,krper und ,organe eine ,einbue an ,aktivitt1 und bei weiterer ,steigerung wird der ,tod herbeigefhrt4 ,ein ,sinken der ,wassertemperatur unter die niedrigste ,grenze der ,temperaturzone ruft bei den ,fischen einen ,zustand hervor1 der sich mit dem ,winterschlaf der ,amphibien und ,reptilien vergleichen lt4 ,die ,fische vergraben sich dann im ,grunde1 nehmen keine ,nahrung mehr zu sich1 und die ,lebensttigkeit wird eingeschrnkt4 ,sie verfallen in einen erstarrten ,zustand1 in dem die ,herzttigkeit von #bj-cj ,schlgen in der ,minute auf #a-b ,schlge zurckgeht4 ,ebenso wie bei den ,reptilien erfolgt der ,bedarf des ,stoffwechsels aus dem aufgespeicherten ,fett4 ,die im ,frhjahr steigende ,wassertemperatur ruft die schlafenden ,fische zu neuem ,leben wach4 ,sehr niedrige ,kltegrade vertragen die wenigsten ,fische4 ,eine ,ausnahme macht der ,karpfen1 der sich nicht in den ,schlamm eingrbt1 sondern im ,eis einfrieren lt und ,klte bis zu #bj;,c ertrgt4 ,eingefrorene ,fische bleiben jedoch nur so lange lebensfhig1 als das ,blut in den ,adern flssig bleibt und nicht gefriert4 ,ebenso mu das ,auftauen sehr allmhlich vor sich gehen4 ,andernfalls bildet der schmelzende ,zellsaft destilliertes ,wasser1 das den ,organismus vergiftet4 ,in der heien ,zone halten die ,fische einen ,sommerschlaf1 wenn in der ,zeit der ,drre das ,wasser austrocknet4 ,sie vergraben sich vorher in den ,schlamm und verfallen1 sobald sich eine harte ,kruste darber gebildet hat1 in ,erstarrung1 welche die ,atmung vllig unterbricht4 ,die in den ,gewssern des tropischen ,afrikas lebenden ,molchfische hllen sich im ,sommerschlaf in eine ,kapsel aus ,schlamm ein1 von der eine rhrenfrmige ffnung nach der ,oberflche fhrt4 ,das untere ,ende dieses ,luftschachtes mndet vor dem ,maul des ,fisches1 dem hierdurch dauernd ,luft von auen zugefhrt wird4 ,eine ,sauerstoffzufuhr durch die ,luft kann nur einem ,lungenatmer dienlich sein1 aber nicht einem ,fisch1 der durch ,kiemen im ,wasser atmet1 und da sehen wir nun bei den ,molchfischen die eigenartige ,erscheinung1 da seine ,kiemen sehr zurckgebildet sind und die ,schwimmblase zur ,lunge geworden ist4 ,sie sind also befhigt1 auch in der ,luft zu atmen1 und erinnern daher an die ,molche1 die trotz ihres ,lebens im ,wasser ,lungenatmer sind4 ,bei den ,molchfischen wird also whrend des ,sommerschlafes die ,atmung nicht eingestellt1 sondern sie erfolgt durch die als ,lunge funktionierende ,schwimmblase4 ,auch im ,wasser kommen die ,molchfische fters an die ,oberflche1 um ,luft zu schpfen1 da die unvollkommene ,kiemenatmung ihnen nicht gengt4 ,eine nah verwandte ,art des afrikanischen ,molchfisches ist der ,schuppenmolch1 der den ,amazonenstrom bewohnt und dieselbe ,lebensweise fhrt4 ,auch andere ,fische besitzen die ,fhigkeit1 den zum ,leben notwendigen ,sauerstoff nicht allein aus dem ,wasser1 sondern auch aus der atmosphrischen ,luft zu schpfen4 ,hierzu gehren die ,labyrinthfische der tropischen ,gewsser ,afrikas und ,asiens4 ,die ,labyrinthfische besitzen auer den ,kiemen noch ein besonderes ,organ1 das ,labyrinth1 welches zur ,luftatmung dient4 ,das ,labyrinth ist ein sackartiges ,gebilde im ,kopf1 das mit den ,kiemen und der ,rachenhhle in ,verbindung steht und von einer blutgefreichen ,haut umgeben ist4 ,der ,fisch fllt das ,labyrinth durch ,schnappen mit dem ,maul mit ,luft4 ,es findet ein lebhafter ,gaswechsel zwischen dem ,blut und der ,luft statt4 ,das ,labyrinth erfllt also die ,ttigkeit einer ,lunge4 ,die ,luftatmung durch das ,labyrinth ist fr die ,labyrinthfische nicht nur ein zeitweiser ,ersatz fr die ,kiemenatmung1 sondern geradezu eine ,notwendigkeit4 ,sie sterben in kurzer ,frist1 wenn man sie gewaltsam verhindert1 an die ,oberflche zu kommen und ,luft zu holen4 ,ihre ,fhigkeit1 ,luft zu atmen1 nutzen die ,labyrinthfische im weitgehendsten ,mae aus4 ,der indische ,schlangenkopf 7,ophiocephalus striatus7 unternimmt weite ,wanderungen auf dem ,lande1 wobei er sich schlngelnd fortbewegt und sich mit ,hilfe der ,brustflossen und ,schwanzflosse vorschiebt4 ,der ebenfalls in ,indien heimische ,kletterfisch 7,anabas scandens7 geht nicht nur zeitweise ans ,ufer1 sondern steigt sogar auf schrg aus dem ,wasser herausragende ,baumstmme4 ,zu den ,labyrinthfischen gehren ferner die ,guramis1 ,kampffische und ,makropoden1 welche in der ,aquarienliebhaberei heute eine groe ,rolle spielen und auch teilweise in ,gefangenschaft zur ,fortpflanzung schreiten4 ,die ,labyrinthfische halten in der ,trockenzeit einen ,sommerschlaf im ,schlamm1 wobei ihnen die ,labyrinthatmung zugute kommt4 ,auch unter unseren einheimischen ,fischen gibt es einige ,arten1 die einen ,sommerschlaf halten4 ,schleie und ,schmerlen verfallen bei allzu groer ,wasserwrme in einen lethargischen ,zustand1 den man ,wrmestarre8 nennt4 ,die ,schmerlen vergraben sich hierbei in den ,schlamm1 die ,schleie legen sich auf dem ,grund auf die ,seite4 -- ,sidenote3 ,winterschlaf der ,sugetiere ,ein ,winterschlaf1 in dem der ,krper erstarrt und die ,lebensttigkeit vermindert wird1 kommt nicht nur bei den kaltbltigen ,tieren vor1 die eine sehr zhe und widerstandsfhige ,natur haben1 sondern sogar bei den ,warmbltern4 ,die kleine ,haselmaus baut sich im ,moos und ,laub auf der ,erde aus ,grsern und feinen ,reisern1 die mit ,speichel fest ineinander verkittet werden1 ein kugelrundes ,nest1 in dem sie sich zusammenrollt und die kalten ,wintermonate verschlft4 ,die ,haselmaus ist ein ausgesprochenes ,baumtier1 lebt von ,nssen1 ,eicheln und anderen harten ,frchten1 sowie von ,beeren und ,blattknospen und klettert auerordentlich gewandt in den ,zweigen umher4 ,der nah verwandte ,gartenschlfer und ebenso der ,siebenschlfer halten in einem aus ,moos und ,laub errichteten ,nest in einer ,baumhhle1 ,felsspalte oder in altem ,gemuer einen tiefen und langen ,winterschlaf4 ,das ,alpenmurmeltier berwintert familienweise in einem etwa #a-a m unter der ,erde liegenden1 selbstgegrabenen und mit ,heu ausgepolsterten ,kessel4 ,die ,heuernte des ,murmeltiers beginnt bereits im ,august4 ,die ,tiere beien dann das ,gras ab1 lassen es trocknen und tragen es in die fr den ,winterschlaf angelegte ,behausung4 ,die ,fledermuse berwintern in ,kellern1 ,dachgiebeln1 ,hhlen und hohlen ,bumen4 ,sie hngen sich zu ihrem langen ,schlaf an den ,hinterfen auf und wickeln sich ganz in die ,flughute ein4 ,sie hngen entweder frei an der ,decke oder krallen sich an den ,wnden an4 ,viele ,arten vereinigen sich zum ,winterschlaf in groen ,gesellschaften1 hufig zu vielen ,hunderten und hngen dann in ,klumpen dicht neben- und bereinander4 ,eigentmlich ist die verschiedene ,haltung der ,ohren whrend des ,schlafes4 ,manche ,fledermuse strecken die ,ohren weit heraus1 andere rollen sie zusammen oder verbergen sie mit dem ,kopf ganz unter der ,flughaut4 ,die meisten winterschlafenden ,sugetiere1 wie ,haselmaus1 ,hamster1 ,siebenschlfer1 ,gartenschlfer und ,ziesel1 fllen ihre ,schlafkammern mit ,futtervorrten an1 von denen sie besonders in der ersten ,zeit1 wenn sie ihr zurckgezogenes ,dasein beginnen1 leben1 und die ihnen nach ihrem ,erwachen die erste ,nahrung spenden4 ,der ,schlaf dieser ,tiere ist nicht anhaltend wie bei den ,reptilien und ,amphibien1 sondern er wird hin und wieder unterbrochen4 ,genaue ,untersuchungen sind in neuerer ,zeit ber den ,verlauf des ,winterschlafes beim ,murmeltier angestellt worden4 ,sobald das ,murmeltier sich in seine winterliche ,behausung zurckgezogen hat1 fllt es nicht sogleich in festen ,schlaf1 sondern es schlft nur zeitweise4 ,die ,dauer des ,schlafes wird allmhlich lnger1 die ,zeit des ,wachseins krzer1 bis nach etwa #b ,wochen der eigentliche1 tiefe ,winterschlaf beginnt1 der jedoch alle #c-d ,wochen von einem kurzen1 etwa zwlfstndigen ,erwachen unterbrochen wird4 ,am ,schlu der berwinterung1 die etwa #e-f ,monate dauert1 folgt wieder eine zweiwchentliche ,periode des ,halbschlafs1 in der die ,pausen zwischen ,schlafen und ,wachen immer krzer werden und die ,schlafdauer abnimmt1 bis schlielich das ,tier sein ,winterlager verlt4 ,auch ,haselmaus1 ,siebenschlfer1 ,hamster und ,ziesel unterbrechen zeitweise ihren ,schlaf4 ,hamster und ,ziesel verlassen sogar an milden ,wintertagen auf kurze ,zeit ihren ,bau1 um ihn freilich sehr bald wieder aufzusuchen und den ,schlaf von neuem zu beginnen4 ,bei den ,fledermusen1 die keine ,vorrte eintragen1 scheint der ,schlaf schneller einzusetzen und auch fester und anhaltender zu sein4 ,freilich erwachen auch sie hin und wieder und fliegen dann in dem ,keller oder ,gewlbe1 in dem sie ,unterschlupf suchten1 umher1 scheinen aber auch hufig die ganze ,zeit des ,winterschlafes in ,erstarrung zu verbringen4 ,ebenso wie bei den ,kaltbltern wird auch bei den ,sugetieren im ,winterschlaf die ,lebensttigkeit herabgesetzt4 ,die ,atmung wird auf ein ,minimum beschrnkt1 die ,bluttemperatur nimmt erheblich ab1 der ,stoffwechsel wird bedeutend verringert1 ohne jedoch vllig aufzuhren4 ,schlafende ,murmeltiere atmen nur zwei- bis sechsmal in der ,minute1 im wachenden ,zustande aber fnfzig- bis sechzigmal4 ,beim ,ziesel folgen die ,atemzge im ,winterschlaf in ,abstnden von #ej-ef ,sekunden1 whrend im ,wachen die ,atmung #bemal so schnell vonstatten geht4 ,noch viel langsamer ist die ,atmung der erstarrten ,fledermuse1 die nur alle ,viertelstunde einen ,atemzug tun4 ,die verlangsamte ,atmung bedingt einen geringen ,stoffwechsel und eine ,abnahme der ,bluttemperatur4 ,beim ,murmeltier betrgt der ,sauerstoffverbrauch whrend des tiefsten ,schlafes nur - des ,normalverbrauchs im wachen ,zustande4 ,das ,blut wird konzentrierter und reicher an ,kohlensure4 ,ferner nimmt das ,azeton im ,blute des schlafenden ,tieres zu1 wodurch nach ,dubois die ,wirkung eines ,schlafmittels erzeugt wird4 ,dubois betrachtet daher den ,winterschlaf als eine ,autonarkose durch ,kohlensure und ,azeton4 ,der ,krper der schlafenden ,tiere ist kalt und starr4 ,die ,temperatur sinkt beim tief schlafenden ,ziesel bis auf #b;,c herab4 ,sie betrgt bei ,fledermusen etwa #g;,c1 bei ,haselmusen #i-ad gegen #ce bei wachenden ,tieren4 ,beim ,erwachen tritt eine auffallend schnelle ,steigerung der ,temperatur ein4 ,nach den von ,pembrey ausgefhrten ,messungen steigt die ,temperatur bei der ,haselmaus innerhalb einer ,minute von #ac1e auf #ce1ge;,c1 bei der ,fledermaus in #ad ,sekunden um #bb1be und beim ,murmeltier um #ab4 ,der ,vorderkrper erwrmt sich schneller als der ,leibesteil4 ,eine so schnelle ,erwrmung bedingt einen starken ,verbrennungsproze organischer ,substanz1 der sich in einer ungeheuer groen ,kohlensureproduktion auswirkt4 ,die ,kohlensureausscheidung betrgt pro ,stunde und ,kilogramm #bbjj mg und ist mehr als doppelt so gro wie im ,normalzustand4 ,ferner ist beim ,erwachen die ,verbrennung von ,kohlehydraten sehr gro1 die sich im ,krper whrend des ,schlafens in ,form von ,glykogen aufgespeichert haben1 da in dieser ,zeit nur ,fette verbrannt werden4 ,die ,auentemperatur ist nur von geringem ,einflu auf die ,temperatur des winterschlafenden ,tieres4 ,die ,verminderung der ,bluttemperatur wird vielmehr durch die ,vernderung des ,organismus selbst erzeugt1 die durch das ,aufhren der ,ernhrung1 die ,unbeweglichkeit1 die herabgesetzte ,atmung und den ,mangel an ,sauerstoff hervorgerufen wird4 ,da die ,abnahme der ,temperatur die charakteristischste ,eigenschaft der ,winterschlfer ist1 so meint man1 da diese allmhlich einsetzende ,krperbeschaffenheit den ,zustand des starren ,schlafes erzeugt1 den andere ,forscher1 wie oben gesagt wurde1 fr eine ,autonarkose durch ,kohlensure und ,azeton halten4 ,soviel scheint jedenfalls festzustehen1 da der ,schlaf der ,sugetiere ebenso wie der ,schlaf der ,kaltblter nicht allein durch uere ,temperatureinflsse hervorgerufen wird1 sondern seine ,ursache auch im ,innern des ,organismus hat4 ,hierfr spricht ferner die ,erfahrung1 da ,haselmuse und ,fledermuse auch im warmen ,zimmer in ,schlaf fallen1 der freilich nicht so tief und anhaltend ist wie im ,freien4 ,andererseits leiden die ,tiere sehr darunter oder sterben1 wenn sie knstlich wachgehalten werden4 ,der ,winterschlaf ist also ein notwendiges ,lebensbedrfnis4 ,illustration3 ,abbildung #bj ,a4 ,spaney phot4 ,wandelndes ,blatt ,beispiel fr ,mimikry ,illustration3 ,abbildung #ba ,james' ,pre ,agency1 ,london ,chamleon mit vorgestreckter ,zunge ,da ,klte allein nicht den ,schlaf hervorruft1 geht ferner daraus hervor1 da mitunter auch ein ,sommerschlaf stattfinden kann4 ,bei ,forel schlief ein ,siebenschlfer im ,sommer vom ,mai bis zum ,august1 und umgekehrt lieen sich ,ziesel im ,sommer durch knstlich erzeugte hohe ,klte nicht zum ,schlafen bringen4 ,eine ,vorbedingung zum ,schlaf scheint eine starke ,anhufung von ,fett zu sein4 ,alle ,sugetiere setzen vor dem ,winterschlaf ein ,fettpolster an1 das hufig umfangreicher ist als die ,muskulatur1 und von dem sie in dem ,zustande der ,lethargie zehren4 ,allzu reichliche ,fettbildung scheint daher den abnormen ,sommerschlaf hervorzurufen1 da solche ,tiere stets einen ungewhnlichen ,fettansatz besaen4 ,andererseits fielen magere ,tiere in ,gefangenschaft im ,winter nicht in ,schlaf1 sondern blieben trotz niedriger ,auentemperatur wach und rege4 ,wenn auch die ,erzeugung des ,schlafes von der ,auentemperatur wenig abhngig ist1 so lt sich doch eine gewisse ,grenze erkennen1 die nicht berschritten werden darf1 um den ,schlaf zu erhalten4 ,so stellte ,pflger durch ,versuche fest1 da ,murmeltiere bei einem ,sinken der ,auentemperatur unter #d erwachten4 ,eine eigentmliche ,erscheinung ist das periodisch sich einstellende ,erwachen whrend des tiefen ,schlafes4 ,es dient hauptschlich der ,harn- und ,kotentleerung1 die im ,winterschlaf nicht unterbrochen werden1 wenigstens nicht bei allen ,tieren4 ,man hat diesen ,vorgang beim ,murmeltier nher beobachtet und dabei festgestellt1 da der ,druck der angefllten ,blase ,zuckungen hervorruft1 welche die ,atmungsbewegungen reflektorisch beschleunigen und hierdurch das ,erwachen des ,tieres veranlassen4 ,werden diese ,zuckungen der ,blase pathologisch unterbrochen1 so schlft das ,tier weiter1 bis es stirbt4 ,whrend des schlafenden ,zustandes sammelt sich das ,blut im ,herzen und in den groen ,gefen in der ,brust und im ,leibe1 whrend das ,gehirn fast blutleer wird4 -- ,das ,krpergewicht nimmt im ,winterschlaf bedeutend ab4 ,die ,tiere verlassen ziemlich abgemagert ihr ,lager4 ,die ,zeit des ,winterschlafes ist verschieden und richtet sich nach der geographischen ,lage der ,heimat4 ,im hohen ,norden whrt der ,schlaf bedeutend lnger als im gemigten ,klima4 ,die ,schlafzeit schwankt zwischen #b und #g ,monaten4 ,am lngsten dauert sie bei den ,fledermusen und dem ,murmeltier1 die etwa ein halbes ,jahr im ,winterschlaf verbringen4 ,die starke ,abkhlung der ,krpertemperatur macht die schlafenden ,sugetiere den kaltbltigen ,tieren hnlich1 was auch in einer groen ,lebenszhigkeit hervortritt4 ,das herausgenommene ,herz schlgt bei ,aufbewahrung in khler ,temperatur noch mehrere ,stunden4 ,schneidet man schlafenden ,fledermusen den ,kopf ab1 so treten noch nach einer ,stunde ,reflexbewegungen auf4 ,weniger fest als bei den bisher genannten ,tierarten ist der ,winterschlaf des ,dachses und des ,bren4 ,der ,dachs bezieht seinen fr den ,winterschlaf gut ausgepolsterten ,bau mit ,eintritt der klteren ,jahreszeit1 lebt hier zunchst noch einige ,zeit von den aufgestapelten ,vorrten und rollt sich erst mit ,eintritt des ,frostes zum ,schlaf zusammen1 den er jedoch fters unterbricht4 ,in milden ,wintern verlt er auch zeitweise in der ,nacht seinen ,bau1 um zu trinken und ,nahrung zu sich zu nehmen4 ,die ,ernhrung erfolgt jedoch hauptschlich durch die reiche ,fettschicht1 die er sich im ,laufe des ,sommers und ,herbstes angemstet hat4 ,gnzlich abgemagert kommt er dann im ,frhjahr zum ,vorschein4 ,noch weniger fest als der ,dachs schlft der ,br4 ,erst mit ,eintritt der ,klte und nach starkem ,schneefall bezieht er sein ,winterlager1 das sich in ,erdhhlen1 hohlen ,bumen1 im ,gestrpp oder unter ,wurzelhhlen befindet und stets vor den rauhen ,nord- und ,ostwinden geschtzt ist4 ,die ,brin bezieht im allgemeinen ihr ,winterlager frher als der ,br und polstert es auch mit ,moos und ,laub aus1 in dem sie whrend des ,winterschlafes #a-c1 bisweilen auch #d ,junge wirft4 ,whrend des ,werfens ist die ,brin wach1 schlft aber nachher wieder ein4 ,der ,br legt zu seinem ,winterlager hufig weite ,wanderungen zurck1 die sich ber #bjj-cjj km erstrecken knnen4 ,nur sehr alte ,bren nehmen hiervon ,abstand und schlagen sich in der ,nhe ihres ,aufenthaltsorts ein4 ,selten begibt sich der ,br auf geradem ,wege zur ,lagersttte1 in der ,regel macht er zahlreiche ,widergnge und ,sprnge nach verschiedenen ,richtungen1 die manchmal #d-f m weit sind1 um seine ,spur zu verwischen4 ,ja1 die ,vorsicht geht sogar bisweilen so weit1 da der ,br manche ,strecken rckwrts schreitend zurcklegt1 um seine ,fhrte zu verwischen und sein ,winterlager zu verheimlichen4 ,der ,br versinkt nicht wie andere ,winterschlfer in einen vllig starren1 lethargischen ,zustand1 sondern befindet sich nur in einem ,halbschlaf1 aus dem er schon durch geringe ,gerusche und ,strungen leicht erweckt wird4 ,er ist dann sofort rege und flchtet aus dem ,lager4 ,infolgedessen mu das ,einkreisen schlafender ,bren sehr vorsichtig und ruhig geschehen1 damit der ,br nicht vorzeitig das ,lager verlt und den ,schtzen entgeht4 ,manche ,bren verlassen auch freiwillig ihren ,schlafplatz1 wandern umher und beziehen ein anderes ,lager4 ,je feister der ,br ist1 um so fester liegt er im ,lager4 ,der ,fettansatz scheint also wie bei den anderen ,winterschlfern die ,schlafsucht zu befrdern4 ,whrend des ,winterschlafes nimmt der ,br keine ,nahrung zu sich1 nicht einmal die ,brin1 obwohl sie ihre ,jungen sugen mu4 ,auch scheint keine ,harn- und ,kotentleerung stattzufinden1 denn der ,br fastet schon #b ,wochen vor dem ,beziehen des ,winterlagers4 ,beim ,bren wird im ,gegensatz zu den meisten anderen ,sugetieren1 die im ,winter schlafen1 der ,schlaf allein durch die ,klte veranlat1 aber nicht durch innere physiologische ,vorgnge2 denn im milden1 frostfreien ,winter schlgt er sich berhaupt nicht ein1 sondern bleibt dauernd rege4 ,auch gefangene ,bren halten meist keinen ,winterschlaf und bleiben trotzdem gesund bis ins hohe ,alter4 ,der ,winterschlaf ist also fr den ,bren keine ,lebensnotwendigkeit4 ,wenn der ,br im ,frhjahr das ,winterlager verlt1 dann gebraucht er zunchst eine grndliche ,abfhrkur1 um ,magen und ,gedrme wieder in ,ordnung zu bringen4 ,zu diesem ,zwecke verzehrt er ,moos und ,moosbeeren1 die die ,verdauung gnstig beeinflussen4 ,einen ,winterschlaf halten nur die ,landbren1 aber nicht der ,eisbr1 obwohl er die kalte ,zone bewohnt4 ,er fhlt sich in der ,region des ewigen ,eises im ,sommer wie im ,winter wohl4 #c ,mk bedeutet ,meterkerze1 d4 h4 die ,lichtintensitt in ,meterentfernung von einer ,normalkerze4 ,kunst und ,handwerk im ,leben der ,tiere ,die ,urahnen des ,menschengeschlechts wohnten nach ,art wilder ,tiere in natrlichen ,felshhlen4 ,erst die fortschreitende ,entwicklung des menschlichen ,geistes weckte im ,menschen den ,gedanken1 sich eigene ,wohnsttten zu erbauen und sich in bestimmten ,gegenden1 die gnstige ,lebensbedingungen gewhrten1 anzusiedeln4 ,so bildeten sich die ersten menschlichen ,niederlassungen4 ,die allmhlich erwachende ,kultur1 die eine ,folge des ,ackerbaues und der ,ansiedlung der ,menschen war1 verwandelte die ersten1 primitiven ,laubhtten in feste ,gebude1 die einen hinreichenden und dauernden ,schutz gewhren sollten gegen die ,unbilden der ,witterung1 die ,gefahr durch wilde ,tiere und nicht zum mindesten gegen die ,angriffe1 die die ,menschen selbst gegeneinander fhrten4 ,es entstanden ,steinbauten1 massive ,wohnhuser1 ,burgen und ,festungen4 ,diese ,errungenschaften der ,kultur sind jedoch nicht das alleinige ,vorrecht des ,menschen geblieben4 ,wir finden sie1 wenn auch nicht in gleicher ,vollendung1 so doch in hnlicher ,weise sogar in der ,tierwelt4 ,obwohl ,kultur1 ,kunst und ,wissenschaft der ,tierseele fremd sind1 so wissen die ,tiere dennoch1 kunstvolle ,bauten fr ihre ,unterkunft und ihr ,heim herzustellen1 deren ,ausfhrung unsere ,bewunderung erregen mu4 ,sidenote3 ,kunstbauten des ,bibers ,ein vollendeter ,bauknstler unter den ,sugetieren ist der ,biber4 ,er errichtet sich feste ,burgen und baut sogar ,staudmme im ,wasser nach allen ,regeln der ,wasserbautechnik4 ,die ,behausungen der ,biber liegen teils im ,wasser1 teils werden sie am ,ufer auf dem ,lande oberirdisch oder unterirdisch angelegt4 ,die unterirdischen ,uferbauten bestehen in einem greren ,kessel1 der hher als der ,wasserspiegel liegt4 ,von ihm fhren mehrere ,gnge zum ,wasser1 die unter dem ,wasserspiegel mnden1 so da der ,biber seine ,wohnung ungesehen1 unter ,wasser schwimmend1 erreichen und verlassen kann4 ,der ,wohnraum ist mit ,holzspnen ausgelegt4 ,hufig besteht die ganze ,anlage nicht aus einem1 sondern aus mehreren ,kesseln1 die durch ,rhren miteinander verbunden sind4 ,steigt bei anhaltendem ,regen das ,wasser sehr hoch1 so da der ,uferbau berschwemmt wird und die ,wohnrume unter ,wasser stehen1 dann legen die ,biber weiter entfernte ,notbaue an4 ,sie errichten auf dem ,lande ,htten aus ,reisern und trockenem ,laub1 die sie so lange beziehen1 bis der ,wasserstand gefallen ist und die ,uferbaue wieder bewohnbar werden4 ,die verlassenen ,htten liegen dann ziemlich weit vom ,wasser entfernt und ihre ,zugangsrhren mnden auf dem ,lande4 ,wenn dagegen umgekehrt in trockenen ,jahren der ,wasserstand so weit fllt1 da die unter ,wasser mndenden ,zugangsrhren der ,uferbauten trocken gelegt werden1 dann verkleiden die ,biber die ffnungen der ,rhren durch ,vorbauten aus ,reisig1 die laubenartig zum ,wasser fhren1 so da sie wieder1 ohne ans ,land steigen zu mssen1 ihre ,wohnungen erreichen knnen4 ,auer den ,uferbauten und den ,htten errichten die ,biber noch eine dritte ,art von ,bauten1 die sogenannten ,burgen4 ,sie bestehen aus ,knppeln1 zernagten ,baumstmmen und sten1 die mit ,erde1 ,schlamm1 ,lehm und ,sand verschmiert und verkleidet werden4 ,die ,burgen haben die ,form einer ,kuppel4 ,sie stehen entweder auf dem ,lande in der ,nhe des ,ufers oder mitten im ,wasser4 ,die ,zugnge fhren stets unterhalb des ,wasserspiegels ins ,wasser4 ,im ,innern der ,burg befindet sich ein ,kessel als ,wohnraum und meist noch einige ,vorratskammern4 ,die ,luftzufuhr nach dem ,kessel erfolgt von oben her durch die dnne ,decke4 ,bisweilen ist auch ein ,luftschlot vorhanden4 ,ob dieser ,luftschacht absichtlich vom ,biber angelegt wird1 oder ob er von selbst durch eine ,senkung der dnnen ,oberlage entsteht1 ist noch nicht aufgeklrt4 ,wird die ffnung zu gro1 dann wird sie durch bergelegte ,reiser verschlossen4 ,die ,wasserburgen sind die ursprnglichen ,bauten des ,bibers1 die er jedoch heute nur noch dort anlegt1 wo er vllig ungestrt lebt1 wie im ,urwalde ,kanadas1 whrend die ,biber an der ,elbe und ,mulde hauptschlich in unterirdischen ,rhrenbauen wohnen und nebenbei noch ,reisightten und ,landburgen errichten4 ,die norwegischen ,biber bauen hauptschlich ,landhtten1 in denen sich auch das ,fortpflanzungsgeschft abspielt1 und nur junge ,tiere graben sich ,erdrhren als ,schlupfwinkel4 ,in ,frankreich dagegen1 wo der ,biber noch vereinzelt im ,rhonedelta vorkommt1 legt er sich meist ,erdbaue im ,steilufer an4 ,jeder ,uferbau enthlt zwei ,rume1 von denen der grere als ,vorratskammer dient1 der kleinere den ,wohnraum und die ,wochenstube bildet4 ,die ,baue der ,biber sind also je nach der rtlichkeit verschieden4 ,die merkwrdigsten ,bauten des ,bibers1 gegen die die ,burgen und ,htten ganz zurcktreten1 sind die ,dmme1 mit denen die ,tiere das ,wasser anstauen1 um zu verhindern1 da der ,wasserstand in trockenen ,zeiten zu niedrig wird und die ,zugnge zu ihren ,bauten freigelegt werden4 ,zu diesem ,zweck stecken die ,biber starke ,ast- und ,baumstcke1 die etwa #a-b m lang sind und einen ,durchmesser von #aj-ae cm haben1 senkrecht in den ,grund des ,flusses4 ,die dicht nebeneinander stehenden ,pfhle werden mit ,reisern und ,zweigen fest verbunden1 und das ,ganze wird mit ,schilf1 ,schlamm1 ,lehm und ,erde verdichtet4 ,die ,seite des ,dammes1 die der ,strmung entgegengerichtet ist1 bildet eine senkrechte ,wand1 whrend die andere ,seite eine schrge ,bschung darstellt4 ,hierdurch leistet der ,damm dem ,wasserdruck den krftigsten ,widerstand4 ,die strksten und grten ,dmme des amerikanischen ,bibers sind #aej-bjj m lang1 #b-c m hoch1 am ,grunde bis zu #f m und oben bis zu #b m dick4 ,es sind also ganz gewaltige1 leistungsfhige ,wasserbauten1 die imstande sind1 selbst reiende groe ,strme in ihrem ,lauf aufzuhalten und anzustauen4 ,die ,dmme werden entweder in gerader ,linie von ,ufer zu ,ufer durch das ,wasser gefhrt oder auch stromaufwrts etwas gebogen4 ,schadhafte ,stellen werden sofort sorgfltig ausgebessert4 ,bei ,hochwasser berwachen die ,biber die ,dmme sehr eifrig und geben darauf acht1 da kein ,durchbruch entsteht4 ,reit die ,flut den ,damm ein1 so wird der ,schaden sogleich wiederhergestellt4 ,in der amerikanischen ,wildnis1 wo der ,biber noch in groen ,kolonien lebt1 geben die ,dmme der ,landschaft mit der ,zeit ein ganz anderes ,geprge4 ,durch die ,anstauung des ,wassers entstehen ,teiche1 die allmhlich immer grer werden und sich ber die angrenzende ,landflche ausbreiten4 ,mehrere ,dmme einer greren ,biberkolonie in einem ,flugebiet verursachen eine ,kette von ,teichen1 die terrassenfrmig bereinanderliegen4 ,werden solche ,stellen spter von den ,bibern verlassen1 so verfallen die ,dmme1 die ,teiche trocknen aus1 und es entstehen sumpfige und morastige ,flchen1 die mit einer ppigen ,vegetation bewachsen4 ,einzelne ,dmme in ,amerika werden von den ,bibern seit ,jahrhunderten erhalten1 wie man aus den ,torfschichten1 die den unteren ,teil der ,dmme berlagern1 schlieen kann4 ,das ,material fr seine ,bauten holt sich der ,biber aus dem ,walde1 wo er sich unablssig damit beschftigt1 ,bume zu fllen4 ,das ,fllen geschieht in der ,weise1 da der ,biber in sitzender ,stellung den ,stamm kranzfrmig von zwei ,seiten1 nmlich von oben und von unten benagt4 ,die ,schnittflchen beider ,kreise laufen schrg nach dem ,innern des ,stammes und treffen sich hier4 ,an dieser ,stelle wird der ,stamm immer dnner1 bis er schlielich seinen ,halt verliert und umfllt4 ,da der ,biber meist die nach dem ,wasser zugewendete ,seite des ,baumes strker benagt1 so fllt dieser gewhnlich nach der ,wasserseite um1 was den ,transport des ,holzes ins ,wasser erleichtert4 ,der gefllte ,baum wird dann von den greren sten befreit und ins ,wasser geschleift1 indem der ,biber das ,ende des ,stammes mit den ,zhnen erfat und so den ,baum vorwrts zieht1 was bei schwerer ,last langsam und ruckweise mit groer ,anstrengung erfolgt4 ,im ,wasser wird dann die ,rinde vom ,stamm geschlt und das ,holz zerkleinert und gebrauchsfhig gemacht4 ,fr die ,bauten werden nur ,holzstcke verwendet1 die der ,rinde vllig entkleidet sind4 ,die zerkleinerten ,stmme werden als ,pfhle fr den ,bau der ,dmme und ,burgen verwendet1 die ,zweige dagegen zur ,verkleidung und ,befestigung des ,bauwerks4 ,fr seine ,arbeiten whlt der ,biber am liebsten ,weiden1 sowie ,pappeln1 ,birken und ,eschen1 wagt sich aber auch an ,eichen und andere ,bume mit hartem ,holz heran4 ,etwa armdicke ,stmme1 die er in kurzer ,frist durchnagt1 sind ihm besonders willkommen1 er scheut aber auch nicht davor zurck1 dicke ,bume von #cj1 ja #fj oder #gj cm ,durchmesser zu fllen4 ,am ,grokhnauer ,see bei ,dessau haben die ,biber sogar eine ,silberpappel gefllt1 deren ,umfang fast #b m betrug4 ,fr diese ,riesenarbeit1 die fters unterbrochen1 aber immer wieder mit neuem ,eifer begonnen wurde1 gebrauchten die ,tiere fast #c ,jahre4 ,da die ,nahrung des ,bibers in ,baumrinde1 ,zweigen und ,blttern besteht1 so wird die ,arbeit des ,holzfllens das ganze ,jahr eifrig ausgebt4 ,auch wird bestndig an den vorhandenen ,bauten ausgebessert1 und neue ,bauten werden angelegt4 ,es fehlt also niemals an ,arbeit1 und diese ist auch notwendig1 damit die in dauerndem ,wachstum begriffenen ,nagezhne sich stndig abschleifen4 ,das ,fllen der ,bume erfolgt nicht immer unmittelbar am ,ufer1 sondern auch in einiger ,entfernung davon4 ,da die ,biber fr ihre ,arbeiten mit ,vorliebe dieselben ,stellen aufsuchen1 so entstehen mit der ,zeit abgeholzte ,blen1 die sogenannten ,biberwiesen81 die durch die stehengebliebenen ,stmpfe mit den schrgen ,schnittflchen sofort als ,biberarbeit kenntlich sind4 ,die ,biber halten auf ihren ,wegen zum ,arbeitsplatz bestimmte ,wechsel inne4 ,durch die ,schwere ihres ,krpers1 der ein ,gewicht bis zu #cj kg erreicht1 und durch die ,last der ins ,wasser geschleiften ,baumstmme bilden sich in dem weichen1 morastigen ,boden ,rillen1 die sich mit der ,zeit immer mehr vertiefen und erweitern4 ,das ,grundwasser sickert durch und fllt die ,rillen allmhlich an1 so da regelrechte ,kanle entstehen1 welche zu dem ,platz fhren1 wo das ,holz gefllt wird1 und ebenso auch zu den ,htten und ,landburgen1 wenn sie etwas weiter vom ,ufer entfernt liegen4 ,die ,biber haben hierdurch den ,vorteil1 anstatt des unbequemen ,fumarsches1 den sie sehr ungern ausfhren1 ihre ,wege schwimmend zurcklegen zu knnen4 ,die gefllten ,baumstmme und ste brauchen nicht mhsam zum ,wasser geschleppt zu werden1 sondern knnen auf den ,kanlen geflt werden1 was die ,arbeit wesentlich erleichtert4 ,frher glaubte man1 da die ,kanle von den ,tieren absichtlich zu diesem ,zwecke angelegt werden1 dies ist jedoch1 wie man neuerdings festgestellt hat1 nicht der ,fall1 sondern sie entstehen auf die obenbeschriebene ,art von selbst4 ,einen ,winterschlaf hlt der ,biber nicht4 ,er verbringt aber die klteste ,jahreszeit1 solange das ,wasser zugefroren ist1 in seiner ,wasserburg oder in dem ,uferbau4 ,mit ,eintritt der ,klte schichtet er groe ,mengen von ,holz und sten vor den unter ,wasser liegenden ,zugangsrhren auf1 die ein schwimmendes ,flo bilden und ihm im ,winter zur ,nahrung dienen4 ,von diesem ,vorrat zieht er unter dem ,eise den ,bedarf an ,holz in seine ,behausung hinein4 ,solange die ,eisdecke nur schwach ist1 durchbricht er sie in der ,nhe der ,zugangsrhren seines ,baues an einigen ,stellen1 um ins ,freie gelangen zu knnen4 ,frher war der ,biber ber ,europa weit verbreitet4 ,in der ,mark ,brandenburg kam der ,biber noch bis zur ,mitte des vorigen ,jahrhunderts vor4 ,an der ,havel und ,nuthe hat er noch in den sechziger ,jahren des verflossenen ,jahrhunderts gelebt4 ,die ,kolonie ,neu-,babelsberg bei ,potsdam fhrt ihren ,namen nach dem ,biber1 der dort hufig vorkam4 ,der ,name ,babelsberg leitet seinen ,ursprung von ,biberberg8 her4 ,heute lebt der ,biber in ,europa nur noch an der mittleren ,elbe und ,mulde in der ,umgebung von ,magdeburg und ,dessau1 ferner im ,rhonedelta und im sdlichen ,norwegen4 ,jedoch ist er nirgends mehr hufig4 ,im ,elbgebiet hat ihn nur der ihm zuteil gewordene gesetzliche ,schutz vor dem ,untergang bewahrt1 und wir drfen hoffen1 da der ,biber als ,naturdenkmal uns auch weiter erhalten bleibt4 ,in ,ruland und ,asien1 wo der ,biber frher sehr hufig war1 scheint er gnzlich ausgerottet zu sein4 ,zahlreich ist der ,biber noch in den ,waldungen des nrdlichen ,amerikas1 besonders in ,kanada1 vertreten4 ,der amerikanische ,biber unterscheidet sich vom europischen durch ein dunkleres ,fell und einen schmleren ,kopf mit strker gewlbter ,stirn4 ,er ist infolgedessen als besondere ,art ,castor canadensis8 von dem europischen ,biber ,castor fiber8 abgetrennt worden4 ,im ,krperbau des ,bibers fllt besonders der breite1 flache1 abgerundete ,schwanz auf1 der ein vorzgliches ,steuerorgan beim ,schwimmen ist und auf dem ,lande beim ,aufrichten des ,krpers auch als ,sttze benutzt wird4 ,die ,hinterfe sind mit ,schwimmhuten versehen1 die jedoch den ,vorderfen fehlen4 ,diese versteht der ,biber sehr geschickt als ,hnde zu gebrauchen1 und sie leisten ihm daher bei seinen ,bauknsten vortreffliche ,dienste4 ,die frhere ,auffassung1 da der ,biber seinen breiten ,schwanz als ,kelle gebraucht1 wenn er die ,dmme und ,burgen mit ,schlamm und ,lehm verkittet1 ist irrig4 ,er verrichtet diese ,arbeit ausschlielich mit den ,vorderfen4 ,in der ,bauchhhle des ,bibers liegen zwei eigenartige ,drsen1 die in der ffnung der ,geschlechtsteile mnden und eine braune1 stark riechende ,salbe absondern4 ,diese ,drsen1 ,geilscke genannt1 dienen offenbar zur ,anlockung der ,geschlechter und wohl auch zur gegenseitigen ,verstndigung4 ,der ,biber entleert den ,inhalt der ,drsen mit ,vorliebe an seinen ,ausstiegen1 also an den ,stellen1 wo er aus dem ,wasser ans ,land steigt1 um hierdurch andere ,biber anzulocken1 da er als geselliges ,tier die ,gesellschaft seinesgleichen liebt4 ,ebenso wie der ,biber grbt sich auch der ,fischotter unterirdische ,wohnungen ins ,ufer4 ,die ,zugangsrhren mnden wie bei den ,biberbauten unter dem ,wasserspiegel4 ,gerumige ,erdwohnungen errichten sich ferner ,fuchs und ,dachs4 ,zu dem ,kessel1 der das ,lager bildet1 fhren stets mehrere ,rhren1 so da der ,fuchs oder ,dachs1 wenn er von einer ,seite bedrngt wird1 nach anderen ,seiten ungehindert entweichen kann4 ,in hnlicher ,weise sind auch die ,erdbaue des ,murmeltieres1 ,hamsters1 ,ziesels1 der ,ratten und ,muse angelegt4 ,sidenote3 ,brunnenbau des ,maulwurfs ,auch der ,maulwurf baut sich in der ,erde regelrechte ,burgen1 die ihm als ,wohnung dienen4 ,da die ,geschlechter fr gewhnlich getrennt leben1 so besitzt jeder ,maulwurf seine eigene ,wohnsttte1 in deren ,umgebung sein ,jagdgebiet liegt1 das er tglich mehrmals durchstreift4 ,die ,anlage der ,wohnungen ist recht verschieden4 ,sie liegen meist #cj-fj cm unter der ,erdoberflche4 ,von der eigentlichen ,behausung1 dem mit ,gras und ,blttern ausgepolsterten ,kessel1 fhren mehrere horizontale ,laufgnge nach verschiedenen ,richtungen in das ,jagdrevier1 sowie ,rhren nach oben zur ,verbindung mit der ,auenwelt4 ,besondere ,luftschachte enthlt der ,bau nicht1 sondern die durch die ,ritzen der aufgeworfenen ,erdschollen sprlich eindringende ,luft gibt dem ,maulwurf die notwendige ,sauerstoffversorgung4 ,die ,baue der ,weibchen sind einfacher und haben weniger ,rhren4 berhaupt machen sich in der ,anlage der ,baue groe ,verschiedenheiten bemerkbar4 ,bisweilen liegen die ,laufrhren in #b ,stockwerken bereinander4 ,der ,maulwurf trinkt gern und viel und ist daher sehr darauf bedacht1 da er immer ,wasser zur ,verfgung hat4 ,befinden sich ,wassertmpel oder ,teiche in der ,nhe seines ,reviers1 so verbindet er diese durch unterirdische ,laufgnge mit seiner ,wohnung1 damit er stets schnell seinen ,durst lschen kann4 ,ist dies nicht mglich1 dann baut er sich regelrechte ,brunnen4 ,er grbt ,schchte unter der ,erde1 in denen sich das in die ,erde dringende ,regenwasser ansammelt4 ,falls die ,trockenheit nicht zu lange anhlt1 so bleiben die ,brunnen stets mit ,wasser gefllt4 -- ,andere ,sugetiere errichten sich ,wohnungen ber der ,erde1 die zum ,teil an ,vogelnester erinnern4 ,ein ganz reizendes ,nest baut die zierliche ,zwergmaus1 das sie aus zerschlissenen ,rohrhalmen und ,riedgras herstellt4 ,das runde ,nest ist oben berwlbt und hat einen seitlichen ,eingang4 ,das ,nest hngt entweder nach ,art der ,webervgelnester frei an einem ,zweig oder ,halm1 so da es in der ,luft hin und her schaukelt1 oder es wird in eine von den ,musen sehr kunstvoll aus ,riedgrasblttern hergerichtete ,tte gestellt1 welche durch ,zusammenflechten einer groen ,anzahl von ,grsern angefertigt wird4 ,das ,innere des ,nestes1 das lediglich als ,wochenstube dient1 wird mit ,pflanzenwolle ausgepolstert 7,abbildung #ag74 ,die ,zwergmaus ist1 wie ihr ,name sagt1 die kleinste aller ,musearten und erreicht nur eine ,krperlnge von kaum #f cm4 ,sie lebt in ,europa von den ,mittelmeerlndern bis zum hohen ,norden und in ,sibirien1 soweit der ,ackerbau reicht1 denn ,getreide bildet ihre ,hauptnahrung4 ,sie ist oben hellbraunrot und unten wei gefrbt1 klettert sehr gewandt in ,halmen und ,zweigen umher und schwimmt auch vorzglich4 ,ihr ,aufenthalt sind die ,felder sowie das ,rhricht in ,brchen und ,smpfen4 ,obwohl sie durchaus nicht selten ist1 wird sie doch wegen ihrer ,kleinheit und ihrer versteckten ,lebensweise leicht bersehen4 ,von allen ,nagetieren ist die ,zwergmaus fr die ,gefangenschaft besonders geeignet4 ,sie ist sehr sauber1 verbreitet nicht den unangenehmen ,geruch1 der anderen ,musen anhaftet1 und ist sehr lebhaft4 ,wenn man ihren ,kfig mit ,halmen und ,zweigen ausstattet1 so richtet sie sich bald huslich ein und erfreut ihren ,pfleger durch den fleiigen ,bau der reizenden ,nester4 ,sie ist ein auerordentlich interessantes ,tier1 dessen ,beobachtung ebenso lehrreich wie anmutig ist4 -- ,sidenote3 ,ringelschwanz-,phalanger ,ein sehr hbsches1 rundliches1 berdachtes ,nest1 mit seitlichem ,eingangsloch1 das dem ,nest des ,zaunknigs hnlich ist1 baut der zu den ,beuteltieren gehrende ,ringelschwanz-,phalanger 7,pseudochirus peregrinus7 aus ,australien4 ,sidenote3 ,fallenbau des ,eichhorns ,freistehende ,nester baut auch das allbekannte ,eichhrnchen4 ,das ,nest1 in dem das ,eichhorn seine ,jungen grozieht1 wird aus sten und ,laub hergestellt4 ,es ist sehr dicht und fest1 oben berdacht und besitzt ein halbmondfrmiges ,schlupfloch4 ,das ,nest steht entweder in einer starken ,astgabel1 angelehnt an den ,hauptstamm des ,baumes1 oder auch in einer ,baumhhlung4 ,sehr gern benutzen die ,eichhrnchen auch alte ,raubvogel- oder ,krhenhorste als ,unterlage fr ihren ,nestbau4 ,auer diesen ,hauptnestern8 baut das ,eichhrnchen noch ,notnester8 aus ,laub in den ,baumkronen1 in die es seine ,jungen trgt1 wenn das ,hauptnest gefhrdet ist4 ,auerdem errichtet das ,eichhorn in den uersten ,zweigen der ,bume sogenannte ,lustnester81 die weniger fest und liederlicher gebaut sind und anscheinend nur aus ,spielerei und zur ,befriedigung der ,baulust hergestellt werden4 ,eine vierte ,art von ,nestern sind die ,fangnester84 ,sie haben ein sehr groes ,eingangsloch und bestehen im ,innern aus zwei durch eine ,scheidewand getrennte ,rume4 ,in der ,scheidewand befindet sich ein ,durchschlupf1 der durch eine bewegliche ,klappe verschlossen ist4 ,diese ,fangnester stellen eine regelrechte ,vogelfalle dar4 ,meisen1 ,zaunknige und andere ,kleinvgel1 die gern ,schlupfwinkel aufsuchen1 kriechen hinein und werden dann von dem auen auf einem ,ast auf der ,lauer liegenden ,eichhrnchen in dieser ,falle gefangen4 ,sidenote3 ,netze der ,spinnen ,die ,kunst des ,fallenstellens wird auch von anderen ,tieren gebt4 ,die ,spinnen weben ,netze1 in denen sie ,fliegen und ,mcken1 die ihre ,nahrung bilden1 fangen4 ,die ,form dieser ,fangnetze ist je nach der ,art der ,spinne verschieden4 ,die ,kreuzspinne webt ein radfrmiges1 vertikal stehendes ,netz1 indem sie zuerst den ueren ,rahmen herstellt1 der zwischen zwei bereinander befindlichen ,zweigen oder im ,winkel eines ,gebudes befestigt wird4 ,dann zieht sie im ,durchmesser des ,kreises einen ,faden1 begibt sich in den ,mittelpunkt und zieht von hier aus zahlreiche ,strahlen nach der ,peripherie1 wobei sie stets den zuletzt gesponnenen ,faden zur ,rckkehr nach dem ,zentrum benutzt4 ,zum ,schlu werden die ,strahlen durch eine ,anzahl parallel laufender ,kreise verbunden 7,abbildung #ah74 ,der mittlere ,raum des ,netzes bildet spter den ,aufenthaltsort der ,spinne1 wo sie beim ,insektenfang auf der ,lauer liegt4 ,er besteht aus trockenen ,fden1 whrend die brigen ,fden des ,netzes zahllose1 kleine ,knoten enthalten1 die einen klebrigen ,stoff absondern1 der dazu dient1 die sich fangenden ,insekten festzuleimen und zu verhindern1 da sie sich aus dem ,netz befreien4 ,sobald sich eine ,fliege gefangen hat1 strzt sich die ,spinne auf ihr ,opfer1 beit es tot und verzehrt es1 oder spinnt um die ,fliege eine feine ,hlle von ,fden1 um sie als ,mundvorrat fr sptere ,zeit aufzubewahren4 ,fngt sich eine ,wespe oder ein anderes der ,spinne nicht zusagendes ,insekt1 so befreit sie das ,tier1 indem sie das ,spinngewebe in dessen ,umgebung zerbeit4 ,nicht immer sitzt die ,spinne in der ,mitte des ,netzes1 sondern bisweilen1 besonders bei ungnstiger ,witterung1 verkriecht sie sich in einem ,schlupfwinkel in der ,nhe des ,fangnetzes1 mit dem sie aber durch den ,spinnfaden ihres ,leibes verbunden bleibt4 ,die ,erschtterung des ,netzes beim ,fang einer ,beute wird der ,spinne durch den ,faden fhlbar gemacht1 der gewissermaen als ,telegraph wirkt4 ,die ,spinne begibt sich dann zunchst in den ,mittelpunkt des ,netzes1 um von hier aus die ,beute zu ergreifen4 ,die ,baldachinspinne spinnt als ,fangnetz eine wagerechte ,decke und zieht darber schrge ,fden nach allen ,richtungen4 ,die ,beute fngt sich zunchst in diesen ,fden1 gert dann auf die darunter befindliche ,decke1 in deren ,mitte die ,spinne1 mit dem ,rcken nach unten hngend1 lauert4 ,illustration3 ,abbildung #bb ,james' ,pre ,agency1 ,london ,riesengrtelschweif ,eine mit ,stacheln bewehrte ,echse ,illustration3 ,abbildung #bc ,james' ,pre ,agency1 ,london ,krtenechse ,eine mit ,dornen bewehrte ,echse von krtenartigem ,aussehen ,illustration3 ,abbildung #bd ,james' ,pre ,agency1 ,london ,anoli mit aufgeblasenem ,kehlsack in ,abwehrstellung ,die ,labyrinthspinne stellt ein wagerechtes ,fangnetz her1 das wie eine ,hngematte in niedrigem ,buschwerk oder zwischen ,krutern ausgespannt ist4 ,die eine ,seite des ,netzes endigt in einer mehrfach gewundenen ,rhre1 in die oben1 zum ,schutz gegen ,regen und ,sonnenstrahlen1 ein ,bltterdach hineingewebt ist4 ,diese ,rhre bildet die ,warte der ,spinne1 in der sie auf ,raub lauert4 ,sidenote3 ,minierspinne ,die in den ,mittelmeerlndern beheimatete ,minierspinne grbt in die ,erde einen etwa m langen ,gang und tapeziert dessen ,wandung mit ,spinngewebe aus1 um ihm ,halt und ,festigkeit zu geben4 ,die ffnung der ,rhre wird durch eine ebenfalls aus ,gewebe hergestellte bewegliche ,klappe1 die oben in einem ,scharnier hngt1 verschlossen4 ,diese ,tr fllt durch ihre ,schwere von selbst zu1 wenn sie geffnet worden ist4 ,dies ,verlie mit der selbstttigen ,tr dient der ,spinne nicht als ,fangvorrichtung1 sondern lediglich als ,schlupfwinkel am ,tage1 den sie nur in der ,nacht verlt1 wenn sie auf ,raub ausgeht4 ,jedem ,versuch1 die ,tr von auen zu ffnen1 leistet die ,minierspinne nach ,krften ,widerstand1 indem sie die ,klappe von innen mit den ,fen festhlt und sich dabei gegen die ,wand ihrer ,behausung stemmt4 ,sidenote3 ,wasserspinne ,die ,wasserspinne errichtet an ,wasserpflanzen eine ,fangglocke aus ,luftblasen1 die vermittels eines klebrigen ,sekretes ihrer ,spinndrsen aneinander geheftet werden4 ,der etwa walnugroe ,bau1 der mit seinem unten liegenden ,eingange einer umgestlpten ,glocke hnlich ist1 wird noch durch ,spinnfden verstrkt und gefestigt4 ,von der ffnung aus werden einzelne lange ,fden nach allen ,richtungen ins ,wasser gezogen1 die als ,fallstricke fr die in der ,nhe vorberschwimmenden ,wasserinsekten dienen4 ,die auf diese ,weise gefangene ,beute wird dann in die ,glocke gezogen und verspeist1 oder wenn der ,hunger gestillt ist1 hier mit einem ,faden aufgehangen1 um fr sptere ,zeit aufgehoben zu werden4 ,der ,faden1 mit dem die ,spinnen ihr ,gewebe herstellen1 entsteht aus einer zhen ,flssigkeit1 die in ,drsen in der ,leibeshhle gebildet wird und aus den siebartig durchlcherten ,spinnwarzen abgesondert wird4 ,an der ,luft erhrtet diese ,masse zu einem trockenen oder auch klebrigen ,faden4 ,die ,spinne benutzt den ,spinnfaden nicht nur zur ,herstellung ihres ,fangnetzes1 sondern auch um schnell und bequem eine ,ortsvernderung vorzunehmen4 ,so lt sie sich an dem wie von einer ,spule ablaufenden ,faden aus der ,hhe zur ,erde herabgleiten1 ist auch imstande1 an dem ,faden wieder in die ,hhe zu klettern1 wobei sich dieser nicht1 wie man frher glaubte1 wieder in den ,leib zurckzieht1 sondern um die ,fe gewickelt wird4 ,wenn es gilt1 einen weit entfernten ,gegenstand zu erreichen1 dann schwingt sich die an einem langen ,faden hngende ,spinne so lange hin und her1 bis sie ,fu fassen kann4 ,der ,faden dient also auch als ,schwebeseil4 ,schlielich spielt die ,spinnkunst eine groe ,rolle bei der ,fortpflanzung4 ,die weibliche ,spinne baut fr die ,eier1 die sie sorgsam behtet1 und die ,jungen ein ,nest aus ,spinnfden1 das sie entweder mit sich herumtrgt oder in einem ,versteck unterbringt4 -- ,sidenote3 ,ameisenlwe ,eine regelrechte ,falle zum ,fang von ,beute fertigt sich auch der ,ameisenlwe an1 ein zu den ,netzflglern gehrendes ,insekt4 ,seine ,larve grbt in den ,sand einen ,trichter1 der #e cm tief ist und am oberen ,rande #g-h cm weit ist4 ,dieser ,trichter ist eine ,fanggrube1 auf dessen ,grunde der ,ameisenlwe auf ,beute lauert1 um ,ameisen oder andere ,insekten1 die hineinfallen1 mit den zangenfrmigen ,kiefern zu erfassen und zu verzehren4 ,zum ,bau des ,trichters grbt das ,insekt zuerst mit den ,fen eine kreisfrmige ,rille und schaufelt dann den in der ,mitte stehenbleibenden ,sandhgel mit seinem breiten1 flachen ,kopf heraus1 wobei durch ,drehen des ,krpers eine trichterfrmige ,mulde entsteht4 ,da sich hauptschlich ,ameisen in der ,grube fangen1 so fhrt der kleine geschickte ,fallensteller den ,namen ,ameisenlwe84 ,sidenote3 ,pillendreher ,eine eigenartige ,kunst betreiben die in den ,mittelmeerlndern1 besonders in gypten heimischen ,pillendreher4 ,sie gehren zur ,familie der ,mistkfer und zeichnen sich durch einen groen halbkreisfrmigen ,kopf aus1 dessen vorderer breiter ,rand gezackt ist4 ,die ,pillendreher entfalten bei der ,fortpflanzung eine hchst sonderbare ,kunst4 ,sie drehen1 wie ihr ,name sagt1 ,pillen als ,hlle fr die ,aufbewahrung der ,eier4 ,mit ,hilfe des zackigen ,kopfschildes wird aus einem ,haufen ,kuhdnger ein ,stck abgesondert und mit den ,fen zusammengeballt4 ,das ,weibchen legt dann ein ,ei hinein4 ,jetzt rollen beide ,ehegatten den ,dungteil hin und her1 indem der eine ,kfer mit den ,beinen nach vorn zieht1 whrend der andere mit dem ,kopf von hinten schiebt4 ,durch dieses ,rollen erhlt der ,dung allmhlich die ,gestalt einer ,kugel1 die bei den greren ,pillendreherarten einen ,durchmesser von fast #e cm hat4 ,ist die mhevolle ,arbeit des ,pillendrehens vollendet1 dann graben die ,kfer eine ,rhre in den ,erdboden1 versenken darin die ,dungkugel mit dem ,ei und schtten die ffnung zu4 ,haben die ,kfer eine grere ,anzahl ,eier auf diese ,weise eingebettet1 gehen sie an ,erschpfung zugrunde4 ,wie so viele ,insekten1 besiegeln auch sie die ,liebe mit dem ,tode4 ,die ,dunghlle dient spter der ausgeschlpften ,larve zur ,nahrung1 die sich innerhalb mehrerer ,monate zum ,kfer entwickelt1 der dann das unterirdische ,verlie verlt1 um die kurze ,zeit seines ,daseins mit der mhevollen ,arbeit des ,pillendrehens zu verbringen1 bis auch er wieder der ,erschpfung von all der ,arbeit erliegt4 ,wenn die ,kfer ihr oberirdisches ,leben beginnen1 dann ist von ihren ,eltern und ,vorfahren niemand mehr am ,leben1 der sie in der eigenartigen ,technik des ,pillendrehens unterweisen kann1 und doch fertigen sie die ,dungkugeln genau nach allen ,regeln der ,kunst an und versenken sie in die ,erde1 wie es einst ihre ,erzeuger getan haben -- ein ,beweis1 da diese ,verrichtungen mit ,intelligenz und ,verstand nichts zu tun haben1 sondern angeborene ,triebhandlungen sind1 die reflektorisch zur ,geltung kommen4 ,die ,pillendreher haben noch eine andere ,berhmtheit erlangt4 ,sie spielten in dem ,tierkultus der alten gypter eine groe ,rolle4 ,diese sahen in der eigenartigen ,gestalt des ,kfers und seinem wundersamen ,treiben das ,symbol der ,erde und ,sonne4 ,das ,bildnis des ,kfers wurde in gewaltiger ,gre in ,stein gemeielt und als ,schmuck in den ,tempeln und den ,grbern der ,pharaonen aufgestellt4 ,diese ,skaraben8 geben noch heute beredtes ,zeugnis von jenem ,volk1 das vor ,jahrtausenden an den ,ufern des heiligen ,nil eine so hohe ,kultur entwickelt hatte4 ,sidenote3 ,totengrber ,viele ,insekten legen ihre ,eier an ,aas ab1 das den spter ausschlpfenden ,larven zur ,nahrung dient4 ,ein kleiner schwarzer ,kfer mit zwei orangefarbigen ,binden auf den ,flgeldecken1 der ,totengrber 7,necrophorus vespillo71 vergrbt kleine ,tierleichen1 wie ,maulwrfe1 ,muse1 ,vgel oder ,frsche in die ,erde4 ,die ,kfer sammeln sich in grerer ,anzahl an einer ,leiche1 kriechen darunter und scharren die ,erde fort1 so da der tote ,krper allmhlich versinkt4 ,die aufgeworfene ,erde fllt wieder ber das ,grab1 und bald ist von dem bestatteten ,tier nichts mehr zu sehen4 ,die ,kfer legen dann an der vergrabenen ,leiche ihre ,eier ab4 ,die ,larven leben von den ,verwesungsstoffen und verpuppen sich spter in der ,erde4 ,so findet sogar der traurige ,beruf des ,totengrbers eine ,nachahmung in der ,tierwelt4 -- ,sidenote3 ,bauten der ,bienen1 ,wespen und ,ameisen ,bewundernswerte ,bauknstler sind die ,bienen1 ,wespen und ,hornissen4 ,die sechseckige ,form der ,zellen1 die die ,honigbiene fr den ,bau ihrer ,waben whlt1 stellt die bestmgliche ,ausnutzung des ,raumes dar4 ,die ,mauerwespe grbt ein etwa #aj cm tiefes ,loch in eine ,lehmwand4 ,der ausgehobene ,lehm wird mit ,speichel angefeuchtet und erweicht und fr den ,bau einer ,rhre1 die sich von der ffnung der ,hhlung aus schrg nach unten neigt1 verwandt4 ,den ,innenraum des ,nestes fllt die ,mauerwespe mit ,larven und kleinen ,raupen aus1 die vorher durch einen ,stich betubt und gelhmt werden und spter der ,wespenmade zur ,nahrung dienen4 ,dann legt die ,wespe ein ,ei in den ,brutraum und verschliet ihn mit ,lehm4 ,in dem ,brutraum verbringt die nach wenigen ,tagen ausschlpfende ,made ihr ,larvenstadium1 lebt von dem aufgespeicherten ,vorrat1 um im nchsten ,frhjahr nach vollzogener ,metamorphose als ,wespe ihre unterirdische ,wohnung zu verlassen4 ,sehr kunstvolle1 papierdnne ,nester aus ,tonerde1 ,bast1 verfilzten ,tierhaaren und anderen ,stoffen bauen die ,papierwespen4 ,die ,nester haben die ,gestalt einer ,kugel1 ,halbkugel1 eines ,kegels oder ,zylinders und hngen an ,zweigen oder ,blttern4 ,sehr geschickte ,baumeister sind die ,ameisen4 ,sie errichten ihre ,wohnungen in der ,erde1 in hohlen ,baumstmpfen und unter ,steinen oder schichten auch aus ,reisern1 ,tannennadeln1 ,steinchen und ,sand einen hohen ,haufen zusammen4 ,das ,gebude besteht aus zahlreichen ,gngen und mehreren ,stockwerken mit vielen ,rumen1 die ihre besondere ,bestimmung haben4 ,da gibt es ,vorratskammern1 ,versammlungssle1 ,zufluchtsrume fr den ,aufenthalt bei schlechter ,witterung1 ,brutrume fr die ,eier und ,puppen und ,schlafkammern1 in denen die kalte ,winterzeit verbracht wird4 ,auch die ber der ,erde in ,form groer ,haufen angelegten ,behausungen sind stets unterkellert und reichen mitunter bis zu m tief in das ,erdreich hinab4 ,von der ,wohnsttte aus werden zahlreiche ,straen angelegt1 die in die weitere ,umgebung fhren1 und auf denen die ,ameisen das ,baumaterial1 das fr eine bestndige ,ausbesserung und ,erweiterung des ,baues notwendig ist1 herbeischaffen4 ,eine auslndische ,ameise 7,atta fervens7 baut von ihrer ,behausung aus unterirdische ,tunnel von #aej m ,lnge1 an deren ,ausgang sich noch eine etwa #ej m lange oberirdische ,strae anschliet4 ,einige amerikanische ,ameisenarten berdachen die ber der ,erde angelegten ,wege4 berhaupt finden wir gerade in den ,tropen1 der eigentlichen ,heimat der ,ameisen1 auerordentlich viel ,abwechslung in der ,art und ,weise der ,herstellung ihrer ,bauten4 ,eine sdamerikanische ,ameise errichtet in den ,zweigen der ,bume groe ,nester1 die wie ,krbe herunterhngen4 ,eine australische ,ameise legt ihre ,ansiedlung in die hohlen ste und ,zweige der ,cecropienbume an4 ,sidenote3 ,gartenbau der ,ameisen ,eine ,ameise1 die im brasilianischen ,tropenwald lebt1 bt sogar die ,grtnerkunst aus4 ,sie schichtet im ,gipfel der ,bume ,erdteilchen auf1 die schlielich einen groen ,klumpen bilden1 der ihre ,behausung ist4 ,auf der ,erde wuchert in kurzer ,zeit ein ppiger ,pflanzen- und ,blumenwuchs1 und es entsteht in luftiger ,hhe ein prchtiger hngender ,garten4 ,die in den ,tropenwaldungen ,amerikas lebenden blattschneidenden ,ameisen der ,gattung ,atta legen sich regelrechte ,pilzkulturen an4 ,zu diesem ,zweck suchen die ,tiere in groen ,scharen ,bume und ,strucher auf und schneiden mit ihren scharfen ,kiefern kleine ,stckchen aus den ,blttern heraus4 ,dann begibt sich die ganze ,kolonne im geschlossenen ,zuge heimwrts4 ,jede ,ameise trgt ein ,blattstckchen1 das grer ist als sie selbst und sie wie ein ,schirm bedeckt1 was einen hchst sonderbaren ,eindruck macht4 ,zu ,haus werden die ,bltter zerkleinert und in ,haufen aufgeschichtet1 auf denen dann sehr bald ein ,pilz wuchert1 der den ,ameisen zur ,nahrung dient4 ,die ,pilzkulturen werden sorgsam gepflegt1 mit dem eigenen ,mist gedngt und von ,unkraut und anderen ,pilzarten gesubert4 ,man kann also bei den ,blattschneiderameisen von einer wirklichen ,gartenbaukunst sprechen4 ,sidenote3 ,ackerbau der ,ameisen ,den ,ackerbau betreibt die in ,texas heimische ,ernteameise 7,pogonomyrmex barbatus74 ,sie bewohnt drre ,gegenden mit nur sprlichem ,graswuchs und lebt von dem ,samen des sogenannten ,ameisengrases 7,aristida fortida74 ,die ,tiere sammeln reiche ,vorrte von dem ,samen ein4 ,die ,krner beginnen zu keimen1 und es entsteht auf dem ,ameisenhaufen mit der ,zeit ein ppiger ,graswuchs1 dessen ,samen den ,tieren willkommene ,nahrung spendet4 ,es ist freilich zweifelhaft1 ob es sich hier wie bei den ,pilzkulturen der ,blattschneiderameisen um einen zielbewuten ,ackerbau handelt4 ,das ,einsammeln von ,grassamen hat anscheinend nur den ,zweck1 ,vorrte fr krgliche ,zeiten anzulegen1 erfolgt jedoch nicht zur ,bebauung des ,landes4 ,der ,graswuchs ist vielmehr eine unbeabsichtigte ,nebenerscheinung1 die freilich den ,tieren sehr zustatten kommt4 -- ,sidenote3 ,burg der ,termiten ,vollendete ,baumeister sind die ,termiten1 die nicht zu den ,ameisen gehren1 sondern eine besondere ,ordnung in der ,klasse der ,insekten bilden und sich den ,schaben anreihen4 ,sie bewohnen die heien ,lnder4 ,die ,termitenhgel bestehen im ,innern aus einer aus ,holz gefertigten ,masse1 die uerlich mit einer ,erdkruste umkleidet ist4 ,die einzelnen ,teile des ,baues werden mit einem aus dem ,vordarm kommenden ,sekret aneinandergefgt4 ,das ,sekret erhrtet sehr schnell und wirkt wie ,zement1 wodurch der ganze ,bau eine ungeheure ,festigkeit erhlt4 ,er ist so stark1 da er selbst den strmenden ,regengssen der ,tropen1 ,sturm1 ja umstrzenden ,bumen ,widerstand leistet und sogar mit ,hacke und ,beil nur schwer zu zertrmmern ist4 ,bisweilen ist die ,widerstandsfhigkeit so gro1 da eine gewaltsame ,zerstrung nur mit ,anwendung von ,sprengstoffen mglich wird4 ,die ,bauten der afrikanischen ,termiten sehen wie groe ,heuschober aus und erreichen eine ,hhe bis zu #c m4 ,die australischen ,termiten fhren schlanke1 turmartige ,bauten auf1 die oben spitz zulaufen1 bis #f m hoch und etwa #a1e m breit sind4 ,bei den ,insekten1 und besonders bei den ,ameisen1 ,bienen und ihren nchsten ,verwandten1 ist unter allen ,tieren der ,sinn fr die ,baukunst zur hchsten ,entwicklung gelangt4 ,sie errichten fr ihr geregeltes ,staatenleben wahre ,prachtbauten1 die stolzen ,burgen und trutzigen ,festungswerken gleichen1 wie sie die ,kultur des ,menschengeschlechts in aufblhender ,kunst und ,wissenschaft geschaffen hat4 ,sidenote3 ,vogelnester ,vollendete ,meister in der ,bautechnik sind auch die ,vgel1 die durch das eigenartige ,federkleid1 das in keiner anderen ,tiergruppe wiederkehrt1 und durch die ,umbildung der ,kiefer zum ,schnabel eine fest in sich abgeschlossene ,reihe im ,reich der ,tiere bilden4 ,alle ,handwerke1 die menschlicher ,erfindungsgeist ersann1 werden auch von den ,vgeln ausgebt4 ,die ,vgel errichten ihre ,bauten lediglich zum ,zweck der ,fortpflanzung4 ,das ,nest ist der ,brutraum fr die ,eier und die ,wiege fr die ,nachkommenschaft4 ,wie beraus mannigfaltig ist die ,bauart der ,niststtte6 ,bienenfresser1 ,eisvogel und ,erdschwalbe fhren ,minierarbeiten aus und graben sich tiefe ,erdhhlen4 ,die ,spechte sind die ,zimmerleute im wahren ,sinne des ,wortes4 ,sie meieln mit ihrem harten1 scharfkantigen ,schnabel birnenfrmige ,hhlungen in die ,baumstmme und schaffen dadurch zugleich anderen ,hhlenbrtern1 wie ,wiedehopf1 ,hohltaube und ,blaurake1 die nicht imstande sind1 solch grobe ,arbeit zu verrichten1 passende ,niststtten4 ,wie abhngig diese ,vgel von der ,zimmerarbeit der ,spechte sind1 geht am besten daraus hervor1 da ,wiedehopf1 ,blaurake und ,hohltaube1 die bei uns in ,deutschland recht selten geworden waren1 wieder erheblich zugenommen haben1 seitdem der ,schwarzspecht1 dessen verlassene ,wohnungen sie mit ,vorliebe beziehen1 in den letzten ,jahrzehnten zahlreicher geworden ist4 ,das ,tpferhandwerk ben unsere ,schwalben aus1 die aus ,lehmklmpchen1 welche sie mit ihrem ,speichel zusammenleimen1 ihre ,nester bauen4 ,der ,kleiber mauert den ,zugang zu seiner ,nisthhle mit ,lehm zu1 wenn er zu weit ist1 um sich vor den ,angriffen von ,eichktzchen und anderem ,raubzeug zu schtzen4 ,eine kunstvolle ,burg mauert der sdamerikanische ,tpfervogel1 ein etwa stargroer1 rotbrauner ,sperlingsvogel4 ,er errichtet auf einem dicken1 wagerechten ,ast eine ,lehmburg von ca4 #af cm ,hhe1 #bj cm ,lnge und #aa cm ,tiefe4 ,die ,wnde sind #b-d cm dick4 ,der fertige ,bau wiegt #h-i ,pfund4 ,innen ist der ,raum durch eine ,scheidewand1 die halb so hoch wie der ganze ,bau ist1 in zwei ,abteilungen getrennt1 von denen die hinterste der ,nistraum ist4 ,den ,zugang bildet eine runde ffnung an einer ,lngsseite4 ,buchfink und ,zeisig filzen ihre halbkugligen ,nester aus ,spinnengeweben und ,flechten zusammen4 ,die ,webekunst in hchster ,vollendung betreiben die ,webervgel1 die ihren ,namen hiernach erhalten haben4 ,sie flechten und weben ihre ,nester aus ,bastfden und ,grashalmen zusammen4 ,diese haben die ,form einer ,kugel1 eines ,beutels oder einer ,retorte und hngen frei an einem ,zweige4 ,der ,eingang ist stets nach unten gerichtet4 ,pfahlbauer sind die ,rohrsnger1 welche napffrmige1 tiefe ,nester aus ,rohr und ,schilf zwischen senkrecht stehenden ,rohrstengeln ber dem ,wasserspiegel errichten4 ,schwimmende ,nester1 die gewissermaen ein ,flo darstellen1 bauen die ,taucher und das ,wasserhuhn im ,wasser4 ,die ,nester sind an festgewachsenen ,rohrhalmen verankert1 so da sie von der ,strmung nicht fortgetrieben werden knnen4 ,sogar das ,schneiderhandwerk ist in der ,vogelwelt vertreten4 ,die in ,indien und auf den ,sundainseln heimischen ,schneidervgel nhen mit einem aus ,pflanzenwolle selbst gedrehten oder aufgefundenen ,bindfaden ein oder auch mehrere ,bltter zu einer ,tte zusammen1 in die sie das ,nest stellen4 ,der ,vogel sticht hierbei mit dem ,schnabel ,lcher in den ,rand der ,bltter und zieht den ,faden sehr geschickt hindurch4 ,auch der in ,sdeuropa lebende ,cistensnger nht sich aus ,blttern eine ,nesthlle4 ,er bereitet sich den ,faden aus ,spinngewebe und ,pflanzenwolle4 ,sidenote3 ,webeameisen hnlich wie der ,schneidervogel treiben es auch manche ,ameisen4 ,die in den ,tropen der ,alten ,welt wohnenden ,webeameisen 7,oecophylla7 spinnen in ,bschen und ,bumen ,bltter zusammen1 um ihre ,nester darin zu errichten4 ,ist der ,zwischenraum zwischen zwei ,blttern zu gro1 um diese zusammenzuziehen1 so bilden die ,ameisen eine lebende ,brcke4 ,eine ,ameise fat eine zweite mit ihren ,greifzangen um den ,leib1 diese hlt in derselben ,weise eine dritte1 diese wieder eine vierte usw41 bis schlielich die ganz vorn schwebende ,ameise imstande ist1 das ,nachbarblatt zu erfassen und heranzuziehen4 ,zum ,zusammenspinnen der ,bltter benutzen manche ,arten ihre ,larven1 welche den ,spinnfaden absondern4 ,die ,larven spinnen aber nicht selbstttig1 sondern werden von den ,ameisen mit den ,zangen erfat und als ,webeschiffchen8 verwendet1 indem sie schnell zwischen den ,rndern der ,bltter hin und her bewegt werden4 ,diese ,webekunst der ,ameisen1 bei denen die ,larven das ,handwerkzeug bilden1 ist eine der wunderbarsten ,erscheinungen im ,zauber des ,tierlebens4 ,manche ,raubvgel1 wie der ,fischadler und der ,wespenbussard1 haben die ,gewohnheit1 ihre aus sten und ,reisig hergestellten ,horste mit frischen1 grnen ,zweigen zu belegen1 um den ,nistplatz unkenntlich zu machen und zu verblenden4 -- ,die kunstvollen ,bauten1 welche ,sugetiere1 ,vgel und ,insekten ausfhren1 mssen um so mehr unsere ,bewunderung erregen1 als die kleinen ,bauknstler ohne ,werkzeuge und ohne ,gert ihre ,arbeiten ausfhren4 ,die ,natur gab ihnen die notwendigen ,werkzeuge mit auf den ,lebensweg1 indem sie ihren ,krper entsprechend ausrstete und dem ,gebrauch der ,organe zugleich die notwendige ,geschicklichkeit verlieh4 ,der ,vogel trgt das ,material fr den ,nestbau mit seinem ,schnabel herbei und benutzt diesen als ,pfriemen1 ,nadel1 ,zange oder ,meiel1 wobei auch die mit ,krallen bewehrten ,fe zum ,festhalten des ,baustoffes gute ,dienste leisten4 ,nagetiere1 wie ,biber und ,eichhrnchen1 besitzen in den scharfen1 langen ,nagezhnen vorzgliche ,werkzeuge zum ,zerkleinern von ,holz und wissen auerdem ihre ,vorderfe sehr geschickt als ,hnde zu gebrauchen4 ,die ,ameisen tragen mit ihren zu ,zangen umgebildeten ,kiefern den ,baustoff herbei und schichten ihn sachgem auf4 ,die ,schienen an den ,hinterbeinen der ,arbeitsbiene sind flach1 etwas ausgehhlt und mit ,borsten besetzt4 ,in diesen natrlichen ,krbchen8 sammelt die ,biene den ,bltenstaub1 aus dem das fr die ,ernhrung so wichtige ,bienenbrot8 bereitet wird4 ,sidenote3 ,stachelkleid des ,igels ,ein uerst praktisches ,werkzeug ist das ,stachelkleid des ,igels4 ,wird er von einem ,feind bedroht1 so rollt er sich zur ,kugel zusammen4 ,kopf1 ,fe und ,leib sind dann vllig in dem ,stachelpanzer verborgen1 der wie ein ,verhau aus ,stacheldraht den ganzen ,krper schtzt4 ,aber der ,igel wei die ,stacheln noch in anderer ,weise sehr praktisch zu benutzen4 ,sie dienen ihm als ,gert zum ,fortschaffen von ,gegenstnden4 ,wenn er sich sein ,winterlager bereitet1 dann wlzt er sich im trockenen ,laub4 ,die ,bltter bleiben an den ,stacheln haften1 und er trgt sie dann auf dem ,rcken nach seiner ,behausung4 ,im ,sommer und ,herbst verzehrt der ,igel mit ,vorliebe ,obst4 ,findet er unter einem ,baum reichliches ,fallobst1 dann wlzt er sich auf dem ,boden1 spiet die ,frchte hierdurch auf und trgt sie huckepack nach einem ,versteck4 ,aber auch ,tiere1 denen derartige natrliche ,werkzeuge fehlen1 wissen sehr kunstvolle ,bauwerke zu errichten4 ,es gibt ,fische1 die fr die ,brutpflege ,nester bauen1 die kaum weniger kunstvoll sind als die ,nester der ,vgel1 obwohl sie keine ,gliedmaen haben1 die als ,hand oder ,werkzeug verwendet werden knnen4 ,sidenote3 ,nestbau der ,fische ,die meisten ,fische legen ihren ,laich einfach im ,wasser ab und kmmern sich nicht um die ,entwicklung der ,jungen1 die nach dem ,ausschlpfen auf sich selbst angewiesen sind und sich vom ersten ,tage ihres ,lebens an allein durch die ,welt schlagen mssen4 ,einige ,fischarten bauen jedoch regelrechte ,nester zur ,eiablage und unterziehen sich spter mit groer ,frsorge der ,erziehung der jungen ,brut1 und zwar ist es meist das ,mnnchen1 dem die ,aufgabe des ,nestbaus und die ,fhrung der ,jungen zufllt4 ,in keiner ,klasse der ,wirbeltiere beteiligen sich die ,mnnchen so eifrig und hingebend an der ,erziehung der ,nachkommenschaft als gerade bei jenen ,fischarten1 die sich durch ,nestbau und ,brutpflege auszeichnen4 ,die ,europas ,ksten bewohnende ,meergrundel 7,gobius minutus7 errichtet unter einer leeren ,muschelschale eine ,vertiefung im ,sande1 indem sie diesen mit dem ,maul fortschafft und durch wirbelnde ,schlge mit den ,flossen fortweht4 ,liegt die ,muschelschale nicht mit der hohlen ,seite nach unten1 so packt sie der ,fisch mit dem ,maul und wirft sie durch einen krftigen ,ruck herum4 ,die ,oberseite der ,muschel wird dann ebenfalls durch ,befcheln mit den ,flossen mit ,sand berschttet1 so da der ,nistplatz vllig verdeckt und unkenntlich gemacht wird4 ,in dies von ihm erbaute ,nest treibt das ,mnnchen mehrere ,weibchen zur ,eiablage hinein1 die dann spter von dem ,mnnchen befruchtet werden4 ,solange ,eier im ,nest sind1 hlt das ,mnnchen treulich ,wache am ,nest und vertreibt jeden ,feind aus seiner ,nhe4 ,mit dem ,ausschlpfen der ,jungen hrt die ,brutpflege des ,mnnchens auf1 das sich um seine ,kinder nicht weiter kmmert4 ,einen sehr eigenartigen ,nestbau vollbringt der chinesische ,groflosser 7,macropodus viridiauratus71 ein kleines1 nur etwa #h cm langes ,fischchen1 dessen blaugrner ,krper schn kupferfarben quergestreift ist4 ,der ,fisch zeichnet sich durch unverhltnismig groe1 breite ,flossen aus1 die schn rotbraun gefrbt sind und bei dem greren ,mnnchen bedeutend strker entwickelt sind1 als bei dem kleineren1 auch unscheinbarer gefrbten ,weibchen4 ,zur ,laichzeit baut das ,mnnchen an der ,oberflche des ,wassers ein ,nest aus ,luftblasen1 die es ausspeit und die mit einer feinen schleimigen ,schicht berzogen sind1 wodurch die luftige ,wiege eine gewisse ,dauerhaftigkeit erhlt4 ,unter innigem ,liebesspiel1 wobei sich die ,gatten mit den ,lippen erfassen und wirbelnd herumdrehen1 erfolgt die ,ablage der ,eier unter dem ,nest4 ,sie steigen in die ,hhe und bleiben an dem ,schaumnest kleben4 ,das ,mnnchen bernimmt allein die ,brutpflege und bewacht sorgsam das ,nest mit dem ,laich1 sowie spter die jungen ,fischchen1 die in den ersten ,lebenstagen noch im ,nest bleiben4 ,verlt ein ,jungfisch die ,wiege1 so wird er vom ,vater mit dem ,maul erfat und wieder in die schtzende ,wohnung hineingespien4 ,schwchliche ,junge hllt der frsorgende ,vater in eine ,luftblase ein1 um ihnen auf diese ,weise reichlicheren ,sauerstoff zuzufhren4 ,so gro die ,liebe des ,makropodenmnnchens zu seiner ,nachkommenschaft auch ist1 so hlt sie doch nur solange an1 als die ,jungen der ,fhrung und ,aufsicht bedrfen4 ,ist diese ,zeit vorber1 dann erlscht der ,bemutterungstrieb und das ,mnnchen1 das noch kurz zuvor ngstlich auf das ,wohl seiner ,kinder bedacht war1 trgt kein ,bedenken1 diese zu verspeisen1 falls sie sich nicht rechtzeitig aus seiner ,nhe entfernen4 ,wir sehen hieraus1 wie rein triebmig und automatisch das ,tier handelt4 ,in dem ,augenblick1 wo der angeborene ,trieb zur ,brutpflege erloschen ist1 wei der ,fisch offenbar gar nicht mehr1 da die bei ihm weilenden kleinen ,fischchen seine eigenen ,jungen sind4 ,er betrachtet sie einfach als willkommene ,beute4 ,ohne ,verstand und ohne berlegung befriedigt er ganz maschinenmig den angeborenen ,trieb6 ,ein uerst geschickter ,baumeister unter den ,fischen ist der europische ,stichling 7,gasterosteus aculatus71 ein etwa #h cm langes1 buntfarbiges ,fischchen1 dessen ,rcken mit drei krftigen ,stacheln bewehrt ist1 mit denen die sehr erregbaren und eiferschtigen ,mnnchen erbitterte ,zweikmpfe ausfechten1 indem sie sich gegenseitig die ,stacheln in den ,leib zu bohren suchen4 ,in der ,fortpflanzungszeit baut das ,mnnchen zwischen ,wasserpflanzen ein etwa faustgroes1 lnglichrundes1 berdachtes ,nest aus ,pflanzenteilen1 die es mit dem ,maul abbeit und herbeischleppt4 ,das ,nest hat zwei ffnungen4 ,bei der ,auswahl des ,baumaterials geht der ,fisch ganz planmig zu ,werke4 ,er prft das ,gewicht des ,materials1 indem er es fallen lt1 und whlt nur die schweren ,stcke1 die untersinken1 whrend die leichten ,teile1 die zur ,wasseroberflche emporsteigen1 keine ,beachtung finden4 ,die ,stoffe werden sorgfltig zusammengeschichtet1 ungeeignetes ,material wird entfernt und durch neues ergnzt4 ,die einzelnen ,teile werden mit einem aus der ,harnblase abgesonderten ,nierensekret zusammengeklebt1 wodurch der ,bau ,festigkeit und ,widerstandsfhigkeit gegen den ,einflu des ,wassers erhlt4 ,das ,zusammenleimen erfolgt in der ,weise1 da der ,fisch mit dem ,leib ber den ,bau hinweggleitet und dabei einzelne ,tropfen des ,klebstoffs ausscheidet und auf das ,baumaterial fallen lt4 ,die ueren ,umrisse des ,nestes werden in wenigen ,stunden hergestellt4 ,die ,vollendung des ,baues dauert einige ,tage4 ,dann begibt sich der ,stichling auf die ,brautschau4 ,er treibt mehrere ,weibchen nacheinander in das ,nest1 wo sie ihren ,laich ablegen4 ,nun hlt das ,mnnchen treulich ,wacht und verteidigt den ,brutplatz mit grtem ,mut gegen sich nhernde ,feinde4 ,jede schadhafte ,stelle des ,nestes wird sofort ausgebessert4 ,ferner begibt es sich hufig in das ,nestinnere1 um durch zitternde ,bewegungen mit den ,brustflossen das ,wasser in ,flu zu bringen und zu erneuern1 wodurch den ,eiern der fr ihre ,entwicklung so notwendige ,sauerstoff zugefhrt wird4 ,die ausgeschlpften ,jungen werden vom ,vater gefhrt und beschtzt1 bis sie so weit herangewachsen sind1 da sie sich allein ernhren knnen4 ,sidenote3 ,intelligenz und angeborene ,triebe ,wenn wir die kunstvollen ,bauten der ,biber und anderer ,nager1 der ,vgel1 ,fische und ,insekten betrachten1 so stehen wir bewundernd und staunend vor den ,leistungen der ,tiere1 die den khnsten ,erfindungen des ,menschengeistes kaum nachstehen4 ,drfen wir diese ,handlungen1 die uns wie ein ,zeichen von ,kultur anmuten1 auf ,intelligenz1 auf ,verstand und berlegung zurckfhren8 ,je mehr man sich mit der ,beobachtung der ,tierseele beschftigt1 um so mehr gewinnt man den ,eindruck1 da das ,tier in der ,hauptsache von angeborenen ,trieben beherrscht wird1 die seine ,handlungsweise bestimmen4 ,als ,ornithologe habe ich mich viel damit befat1 junge ,nestvgel aufzuziehen1 um ihre krperliche und vor allem ihre seelische ,entwicklung kennenzulernen4 ,da wundert man sich immer wieder1 wie der junge ,vogel ohne ,pflege seiner ,eltern1 ohne von diesen ,unterricht und ,anweisung zu erhalten1 in kurzer ,frist seine ,selbstndigkeit erlangt und alle ,lebensverrichtungen1 wie sie fr seine ,art typisch und notwendig sind1 sich aneignet4 ,der junge ,vogel braucht das ,fliegen1 ,laufen oder ,schwimmen nicht erst zu erlernen4 ,sobald seine ,schwungfedern ausgewachsen sind1 wei er seine ,flgel zu gebrauchen4 ,er erhebt sich vom ,nestrand in die ,luft und schwingt sich in den freien ther1 ohne da ihm von seinen ,eltern gezeigt wird1 wie man die ,flgel zu bewegen hat1 wie man den ,schwanz zum ,steuern gebrauchen mu1 wie man den ,krper um seine ,lngsachse drehen und wenden mu1 um ,schwenkungen auszufhren4 ,alles dies sind fr den jungen ,vogel1 der seine ersten ,flugversuche macht1 sozusagen selbstverstndliche ,dinge1 die er nicht erst mhsam zu erlernen braucht1 sondern die die ,natur als ,erbstck ihm mit auf den ,lebensweg gab4 ,die kleine ,ente und jeder andere ,schwimmvogel begeben sich gleich nach dem ,ausschlpfen aus dem ,ei ins ,wasser und schwimmen und tauchen lustig in dem nassen ,element1 als ob sie es nie anders gekannt htten4 ,das junge ,hhnchen1 welches in einer ,brutmaschine die ,eischale verlie und niemals mit seiner ,mutter oder anderen ,hhnern in ,berhrung kam1 luft sehr bald hurtig umher und pickt die ,krner1 die es findet1 auf4 ,ein angeborener ,trieb sagt ihm1 wie es sich zu ernhren hat4 ,der ,neuntter oder ,rotrckige ,wrger hat die ,gewohnheit1 seine ,nahrung1 die in ,insekten1 kleinen ,frschen und jungen ,nestvgeln besteht1 auf einem ,dornzweig aufzuspieen1 um sich einen ,vorrat zu sichern4 ,wenn wir einen jungen1 erst wenige ,tage alten ,wrger dem ,nest entnehmen und im ,zimmer aufziehen1 so beginnt er1 sobald er selbstndig geworden ist1 ,mehlwrmer oder kleine ,fleischstcke auf einen ,nagel oder ,dornzweig1 den wir in seinem ,kfig angebracht haben1 aufzuspieen und legt sich genau ebenso einen ,galgen an1 wie es seine ,artgenossen in der ,freiheit tun1 obwohl er es niemals gesehen hat4 ,in meiner ,schrift ,das ,leben der ,vgel8#d1 die auch das ,seelenleben der ,vgel eingehend behandelt1 habe ich darauf hingewiesen1 da dem ,baumfalken1 der ebenso wie der ,wanderfalk nur von ,vgeln lebt1 die er fliegend fngt1 sogar das ,beutemachen im ,fluge angeboren ist4 ,ein von mir erzogener junger ,baumfalk beobachtete meine im ,kfig befindlichen ,zimmervgel gar nicht1 sobald ich aber einen ,vogel im ,zimmer frei fliegen lie1 fing er ihn sofort sehr geschickt im ,fluge mit den ,fngen1 fute dann mit seiner ,beute auf einem ,schrank oder anderem hohen ,sitzplatz auf1 ttete das ,opfer durch einen ,bi in den ,schdel1 rupfte die ,federn und begann dann zu krpfen4 ,genau ebenso verfhrt der ,baumfalk in der ,freiheit1 und der junge ,vogel1 der in zarter ,jugend aus dem ,horst genommen und von ,menschenhand aufgezogen war1 tut dies genau in derselben ,weise1 ohne einen ,unterricht von seinen ,eltern erhalten zu haben4 ,die ,vorstellung1 da die alten ,vgel ihre ,jungen in den fr sie notwendigen ,lebensverrichtungen unterweisen und anlernen1 ist durchaus irrig4 ,die ,lebensverrichtungen beruhen auf angeborenen ,trieben1 die ganz selbstndig und von allein in der ,vogelseele erwachen4 ,sogar die ,technik des ,nestbaues ist dem ,vogel angeboren4 ,der junge ,vogel1 der zum ersten ,male zur ,fortpflanzung schreitet1 errichtet das ,nest1 wie es fr seine ,art typisch ist1 ohne jeden ,unterricht1 ohne ,kenntnis von den ,gesetzen der ,schwere1 von geometrischen und mathematischen ,regeln4 ,der ,tpfervogel baut seine ,lehmburg1 der ,schneidervogel nht ,bltter zusammen1 der ,webervogel flechtet ein ,hngenest1 ohne in diesen ,knsten unterrichtet zu werden4 ,wir sehen hieraus1 da der ,nestbau weiter nichts ist als eine ,triebhandlung1 die der ,vogel vollbringt1 ohne sich selbst ber seine ,handlungsweise im klaren zu sein4 ,die ,ausfhrung erfolgt vielmehr ganz mechanisch und automatisch1 im ,unterbewutsein1 wie es fr die ,triebhandlungen charakteristisch ist4 ,ebenso wie mit dem ,nestbau der ,vgel verhlt es sich auch mit den ,bauten der ,biber1 ,eichhrnchen und aller anderen ,tiere4 ,wir drfen sie nicht als das ,ergebnis hoher ,intelligenz1 nicht als ,auswirkungen verstandesmigen1 logischen ,denkens auffassen1 sondern knnen hierin nur angeerbte1 automatische ,triebhandlungen erblicken4 ,dies zeigt sich am besten darin1 da die ,tiere ihre ,kunst lediglich nur so weit ausben1 als sie fr ihre ,lebensbedrfnisse in der ,natur notwendig sind1 jedoch nicht imstande sind1 sie bei anderen ,gelegenheiten zweckentsprechend anzuwenden4 ,der gefangene ,biber denkt nicht daran1 einen ,haufen aus ,reisern oder sten aufzuschichten1 um die ,einfriedigung seines ,kfigs bersteigen zu knnen und sich einen ,weg zur ,freiheit zu verschaffen4 ,der gekfigte ,buntspecht zermeielt die in seinem ,gewahrsam aufgestellten ,aststcke lediglich1 um seinen angeborenen ,trieb1 nach im ,holz verborgenen ,larven zu suchen1 zu befriedigen1 wird aber niemals planmig und zielbewut einen starken ,holzpfeiler zertrmmern1 um sich in den ,besitz der ,freiheit zu setzen4 ,solange ihm kein anderes ,holz als der ,pfeiler seines ,kfigs zur ,verfgung steht1 hmmert er freilich an diesem umher4 ,er untersucht aber immer wieder andere ,stellen und arbeitet ganz planlos daran herum1 kommt aber nicht darauf1 an einer bestimmten ,stelle ein groes ,loch zu meieln1 durch das er seinen ,krper hindurchzwngen kann1 und doch wre dies fr ihn ein leichtes1 denn in der ,freiheit stellt er ja solche ,lcher her1 wenn er einen ,brutraum zimmert4 ,die groen ,papageien1 wie ,araras und ,kakadus1 sind imstande1 mit ihrem harten1 scharfkantigen ,schnabel gewaltige ,zerstrungen anzurichten4 ,sie zernagen nicht nur dicke ,holzstmme in kurzer ,zeit1 sondern durchschneiden sogar ,eisendraht und durchbohren starkes ,blech4 ,ich habe sehr viel ,papageien fr tierpsychologische ,untersuchungen in ,gefangenschaft gehalten1 aber niemals beobachten knnen1 da die ,tiere ihre ,zerstrungskunst mit berlegung anwendeten1 um sich zu befreien4 ,der auf einem ,stnder mit einer ,kette angefesselte ,papagei wrde sich unschwer befreien knnen1 wenn er seine ,sitzstange1 an die die ,kette mit einem ,ring befestigt ist1 an einer ,stelle durchnagen wrde4 ,dies tut er aber nicht1 sondern er nagt an dem ,holz der ,stange nur aus ,zeitvertreib und reiner ,zerstrungslust bald an dieser1 bald an jener ,stelle1 so da es hufig sehr lange dauert1 bis er die ,sitzstange zerstrt hat4 ,ist dies wirklich geschehen1 dann kommt er nicht auf den ,einfall1 den ,ring der ,kette abzustreifen und sich zu befreien1 sondern bleibt ruhig auf seinem gewohnten ,sitz1 um die ,stange an einer anderen ,stelle von neuem zu zerstren4 ,alle diese ,beispiele1 die man noch beliebig vermehren knnte1 zeigen immer wieder1 da das ,tier nicht berlegt und nicht verstandesmig handelt1 sondern lediglich automatisch seinen angeborenen ,trieben folgt4 ,so drfen wir auch in den so sinnreich erscheinenden ,kunstbauten1 welche die ,tiere errichten1 keine ,leistungen hohen ,verstandes und groer ,intelligenz erblicken1 sondern knnen sie nur als mechanische ,handlungen1 die reflektorisch von angeborenen ,trieben ausgelst werden1 bewerten4 ,der ,ausspruch der alten ,rmer animal non agit1 sed agitur8 hat hier seine volle ,berechtigung4 ,sidenote3 ,affekte1 ,verwertung von ,erfahrung1 ,assoziation ,so sehr die angeborenen ,triebe auch im ,vordergrunde der ,tierseele stehen1 so beherrschen sie andererseits das ,tier doch nicht vllig4 ,das ,tier hat bis zu einem gewissen ,grade auch die ,fhigkeit1 sich geistig ber diese ,triebe zu erheben4 ,die ,affekte1 ,zorn1 ,freude1 ,trauer1 ,mut und ,furcht1 sind der ,tierseele ebenso eigen wie dem ,menschen4 ,wir wissen ferner1 da das ,tier durch ,erfahrung lernt1 und da es imstande ist1 die ,erfahrungen1 die es gemacht hat1 zweckentsprechend zu verwerten4 ,dort1 wo die ,tiere durch den ,menschen verfolgt werden1 werden sie scheu und furchtsam1 wo sie ,gutes von ihm empfangen1 begegnen sie dem ,menschen mit ,vertrauen und ,sorglosigkeit4 ,falsch wre es aber1 hieraus schlieen zu wollen1 da das ,tier verstandesmig handelt1 da es berlegt1 logisch denkt und ,schlufolgerungen ableitet4 ,die moderne ,tierpsychologie hat nachgewiesen1 da die geistigen ,fhigkeiten der ,tiere1 die der ,laie so gern berschtzt1 kaum ber die ,funktion der ,assoziation hinausgehen1 die die ,elementarstufe der hheren ,geistesttigkeit darstellt4 ,die ,assoziation beruht nicht auf ,urteilskraft und logischem ,denken1 sondern sie ist nur die rein mechanische ,verknpfung zweier ,ereignisse in der ,weise1 da bei ,wiederholung des einen das andere1 auch wenn es nicht in ,erscheinung tritt1 unwillkrlich mitempfunden wird4 ,empfngt ein ,tier an einer bestimmten rtlichkeit ,gutes und ,wohltaten vom ,menschen1 so wird es hier zahm und zutraulich1 weil es die ,wohltaten mit dem ,menschen an der betreffenden ,stelle in ,verbindung bringt -- ein ,vorgang1 der sich im ,rahmen der ,assoziation abspielt4 ,das ,zustandebringen von ,assoziationen setzt ein gutes ,gedchtnis voraus1 und gerade das ,gedchtnis ist bei vielen ,tieren hervorragend ausgebildet1 was auch wieder ein ,beweis ist1 da das ,tier nicht nur ,reflexmaschine ist1 sondern auch zu einer hheren geistigen ,funktion befhigt ist4 ,die geistigen ,eigenschaften der ,tiere sind sowohl artlich wie individuell sehr verschieden4 ,von einer ,lurche1 einem ,fisch oder einem ,wurm knnen wir nicht dieselben geistigen ,eigenschaften verlangen wie von einem ,hund oder einem ,affen4 ,wir mssen also die verschiedenen ,klassen1 ,ordnungen und ,arten der ,tiere nicht nur physiologisch1 sondern auch psychologisch ganz verschieden bewerten4 ,hufig macht sich bei ganz nah verwandten ,formen ein groer ,unterschied in geistiger ,beziehung bemerkbar4 ,dies ist z4 ,b4 bei der ,nachtigall und dem ,rotkehlchen der ,fall1 worauf ich schon in meinem ,leben der ,vgel8 hingewiesen habe4 ,eingehende ,versuche1 die ich mit ,nachtigall und ,rotkehlchen ausgefhrt habe1 bewiesen1 da das ,rotkehlchen ein bedeutend hher entwickeltes ,seelenleben besitzt als die ,nachtigall4 ,das ,rotkehlchen assoziiert sehr schnell und vielseitig und zeigt sich ,herr in jeder ,lage4 ,die ,nachtigall ist viel einseitiger veranlagt1 ihre ,assoziationsbegabung ist nur gering entwickelt4 ,bei einer ,ordnung der ,vgel nach dem ,mastabe der ,intelligenz wrden also ,nachtigall und ,rotkehlchen1 die nach ihrem ,krperbau eine nahe ,verwandtschaft zeigen und daher systematisch zu derselben ,gattung gehren1 in voneinander weit entfernten ,gruppen einzureihen sein4 ,auch individuell tritt ein groer ,unterschied in der geistigen ,begabung hervor4 ,whrend der eine ,hund sehr schnell lernt und sich mhelos abrichten lt1 begreift ein anderer ,hund derselben ,rasse nur schwer1 was sein ,herr verlangt4 ,ein ,papagei lernt sehr leicht und fast ohne besonderen ,unterricht sprechen1 indem er ,redensarten1 die er fters hrt1 von allein auffat1 ein anderer begreift trotz sorgsamen ,unterrichts und aller ,mhe1 die man sich mit dem ,vogel gibt1 nur wenig oder gar nichts4 ,sidenote3 ,gehirn der ,vgel ,unter den ,vgeln bertreffen nach meinen ,erfahrungen die ,papageien alle anderen ,vgel in geistiger ,veranlagung4 ,sie gleichen hierin mehr den hherstehenden ,sugetieren als den ,vgeln1 deren seelische ,funktionen im allgemeinen nicht bedeutend sind4 ,im ,gegensatz zu den ,sugetieren ist bei den ,vgeln die graue ,rinde des ,gehirns nur sehr wenig ausgebildet1 so da sie fr die psychische ,ttigkeit fast gar nicht in ,betracht kommt4 ,selbst bei den ,papageien1 die das vollkommenste ,gehirn unter den ,vgeln besitzen1 ist die graue ,rinde nur schwach entwickelt4 ,wenn trotzdem ihre geistigen ,fhigkeiten nicht unbedeutend sind1 so ist dies ein ,beweis1 da die graue ,rinde allein fr die ,seelenttigkeit nicht magebend ist4 ,sidenote3 ,intelligenz der ,menschenaffen ,unter den ,sugetieren stehen in geistiger ,veranlagung die ,affen1 und von diesen wieder die ,menschenaffen1 obenan4 ,sehr wertvolle ,aufklrung ber das ,seelenleben der ,menschenaffen verdanken wir ,khler1 dem ,leiter der von der deutschen ,akademie der ,wissenschaften vor dem ,weltkriege auf ,teneriffa begrndeten ,anthropoidenstation1 die leider1 wie so viele andere ,kulturwerke1 ein ,opfer des ,krieges geworden ist4 ,aus den wertvollen ,versuchen1 die ,khler mit ,menschenaffen ausfhrte1 geht hervor1 da besonders der ,schimpanse geistig sehr hoch steht 7,abbildung #bi u4 #cj74 ,khlers ,schimpansen errichteten sich aus ,kisten1 die sie bereinander auftrmten1 eine ,leiter1 um eine in der ,kuppel ihres ,kfigs unerreichbar aufgehngte ,banane herunterzuholen4 ,freilich ging ihr ,verstand nicht so weit1 da sie die ,kisten zielbewut in richtiger ,lage1 wie sie fr ein ,gleichgewicht notwendig ist1 aufeinander stellten1 sondern sie verfuhren hierbei planlos1 so da die ,kisten hufig wieder herabstrzten1 und es mitunter lngere ,zeit dauerte1 bis der ,bau gelang4 ,ebenso verstanden sie es sehr geschickt1 mit einer langen ,stange eine an der ,zimmerdecke hngende ,frucht herunterzuschlagen1 oder sie benutzten die ,stange als ,kletterbaum1 indem sie diesen senkrecht hinstellten1 schnell hinaufkletterten und die ,frucht ergriffen1 bevor die ,stange das ,gleichgewicht verlor und umfiel4 ,eine auerhalb des ,kfigs hingelegte ,banane holten die ,schimpansen mit einem ,stab heran1 ja sie schoben sogar mehrere ,stbe1 die eine ,vorrichtung zum ,ineinanderstecken hatten1 zusammen1 wenn der einzelne ,teil zu kurz war1 um die auerhalb des ,kfigs liegende ,frucht zu erreichen4 ,zu diesen ,leistungen waren die ,affen nicht etwa besonders abgerichtet1 sondern sie vollfhrten sie von selbst4 ,es waren ihre eigenen ,erfindungen4 ,sidenote3 ,gebrauch von ,werkzeugen durch ,affen ,aus diesen sehr interessanten ,versuchen geht hervor1 da der ,schimpanse zur ,erreichung eines bestimmten ,zieles1 z4 ,b4 um sich in den ,besitz von ,nahrung zu setzen1 zielbewut zweckmige ,werkzeuge benutzt1 ja sogar mehrere ,werkzeuge miteinander verbindet4 ,khler schliet hieraus1 da der ,schimpanse innerhalb gewisser ,grenzen einsichtiger ,handlungen fhig ist1 d4 h4 ein gewnschtes ,ziel durch eine mehrere ,teilhandlungen umfassende1 aber einheitlich zusammenhngende ,handlung erreichen kann4 hnliche ,vorgnge kann man auch an anderen ,affen beobachten4 ,die ,kapuzineraffen schlagen mit ,steinen die harte ,schale von ,nssen auf4 ,im ,berliner ,zoologischen ,garten lernen es die ,kapuzineraffen sehr bald1 in ,ermanglung von ,steinen die ,falltr1 welche den ,auen- und ,innenkfig verbindet1 zu diesem ,zweck zu benutzen4 ,sie legen die ,nu an den unteren ,rand der ,trffnung und schlagen dann mit der ,hand die ,falltr so lange auf und zu1 bis die ,nuschale zertrmmert wird4 ,einen ,gebrauch von ,werkzeugen finden wir auch bei den ,pavianen1 die ,steine von den ,bergwnden herabschleudern1 wenn sie angegriffen und verfolgt werden4 ,im ,berliner ,zoologischen ,garten lebte vor ,jahren ein ,makak1 der ,leute1 welche ihn neckten oder rgerten1 mit ,sand bewarf4 ,der ,affe nahm eine ,handvoll ,sand und schleuderte ihn durch das ,gitter des ,kfigs gegen seinen ,widersacher4 ,nach den ,berichten von ,zenker1 der den ,gorilla 7,abbildung #bh7 im afrikanischen ,urwald eingehend beobachtet hat1 bricht sich dieser ,affe ,zweige von den ,bumen ab1 um sich mit ihnen die lstigen ,fliegen abzuwehren4 ,das wre ganz unzweifelhaft ,gebrauch von ,werkzeugen auch im ,freileben eines ,tieres1 wo von ,nachahmung des ,menschen und ,anregung durch diesen keine ,rede sein kann81 sagt mit ,recht ,heck in der vierten1 neubearbeiteten ,auflage von ,brehms ,tierleben84 ,eine uerst interessante ,beobachtung des ,gebrauchs eines ,werkzeuges durch einen ,menschenaffen konnte ich vor kurzem im ,berliner ,zoologischen ,garten machen4 ,ich stand im ,affenhause vor dem ,kfig des etwa achtjhrigen ,orang-,utan4 ,der rotbehaarte ,menschenaffe sa mit verschrnkten ,armen im ,halbschlaf in seinem ,kfig4 ,pltzlich erhob er sich langsam mit der seiner ,sippe eigenen ,behbigkeit1 kletterte zur ,kuppel des ,kfigs herauf1 deren ,stabgitter mit einem engmaschigen ,drahtgeflecht berdeckt war1 um ein ,durchgreifen des ,affen zu verhindern4 ,hier erfate der ,orang das berstehende ,drahtende einer schadhaften ,masche und drehte es ab4 ,war es schon auffallend1 da der ,affe den ,draht offenbar zielbewut abdrehte1 indem er stets nach derselben ,seite die drehenden ,handbewegungen ausfhrte1 so war doch das1 was nun folgte1 geradezu verblffend4 ,der ,affe begab sich mit dem abgerissenen ,drahtstck zum ,boden und steckte den ,draht in ein kleines1 nur stecknadelkopfgroes ,loch1 das sich in dem ,zinkbelag seines ,kfigs befand4 ,jetzt erweiterte er das ,loch systematisch durch fortgesetztes ,drehen des ,drahtes und hatte es in kurzer ,zeit so weit vergrert1 da er mit der ,fingerspitze hineinfassen konnte1 um den ,belag aufzureien4 ,auch hierbei zeigte er wieder verblffenden ,verstand4 ,war ein ,stck abgerissen1 dann schob er zunchst den ,draht unter den noch fest aufliegenden ,belag1 um die ,kante etwas hochzuheben und einen ,angriffspunkt zu erhalten4 ,schlielich versuchte er mit den ,zhnen den ,belag aufzureien4 ,aber die scharfen ,kanten des ,metalls verursachten seinem ,mund ,schmerzen4 ,nun holte er seine ,schlafdecke1 wickelte sie um den mit der ,hand hochgehobenen ,rand des ,zinkbelags und fate diesen dann mit den ,zhnen4 ,das war eine ,glanzleistung von zielbewuter ,handlungsweise4 ,man hatte das erhabene ,gefhl1 da sich hier in der ,tierseele der ,beginn alles hheren ,denkens regte4 ,der zielbewute ,gebrauch von ,werkzeugen trat hier in seinen ersten ,anfngen zutage1 man glaubte sich um ,jahrmillionen zurckversetzt in jene alte ,zeitepoche1 wo ein ,pithecanthropus oder ,australopithecus die ersten ,werkzeuge in die ,hand nahm und den ,grundstein zur spteren ,kultur des ,menschen legte4 ,ein ,zeichen derartig hoher ,intelligenz finden wir unter den ,tieren nur bei den ,affen1 und besonders bei den ,menschenaffen4 ,freilich ist das ,gehirngewicht im ,verhltnis zum ,krpergewicht auch bei den ,menschenaffen noch bedeutend geringer als beim ,menschen1 der unter allen ,lebewesen das hchstentwickelte ,gehirn besitzt1 dessen ,leistungsfhigkeit ihn weit ber die ,tiere1 auch ber die ,menschenaffen erhebt4 ,ein groer ,unterschied zwischen dem ,menschen- und ,tierhirn besteht darin1 da der wichtigste ,teil des menschlichen ,hirns1 das ,sprachzentrum1 den ,tieren1 auch den ,menschenaffen vllig fehlt4 ,ein ,vergleich zwischen zwei entsprechenden ,hirnwindenfeldern beim ,menschen und beim ,menschenaffen zeigt1 da beim ,menschenaffen nur etwa ein ,sechstel der ,zentren vorhanden sind1 die die verschiedenen ,gehirnleistungen verursachen4 ,der ,abstand zwischen ,menschenhirn und ,affenhirn ist also sehr gro4 ,dank seines hochentwickelten ,gehirns ist der ,mensch allein imstande1 in logischer ,gedankenfolge ,schlsse zu ziehen und abstrakt zu denken4 ,diese ,fhigkeit gab ihm allein die ,mglichkeit1 sich zu ,kultur emporzuschwingen1 sich die ,erde mit all ihren ,lebewesen untertan zu machen und selbst die geheimnisvollsten ,krfte der ,natur1 ,elektrizitt und ,magnetismus1 in seinen ,dienst zu bannen4 ,als glnzendes ,zeugnis menschlichen ,geistes und menschlicher ,erfindungsgabe zieht heute das lenkbare ,luftschiff1 das ein ,zeppelin ersann1 durch den blauen ther und mssen die ,schallwellen im unermelichen ,weltenraum ber ,land und ,meer den ,weg nehmen1 den der ,menschenwille ihnen vorschreibt4 ,gegen solche ,taten bleiben die ,handlungen der ,menschenaffen1 so sehr wir sie auch als tierische ,leistung bewundern1 weit zurck4 ,gerade da wir darber staunen1 da ein ,tier1 wie der ,schimpanse oder ,orang1 berhaupt befhigt ist1 ein ,werkzeug in primitiver ,weise zu gebrauchen1 zeigt am besten1 wie gering die geistigen ,fhigkeiten der ,tiere zu bewerten sind4 -- ,sidenote3 ,gedchtnis des ,schimpansen ,aus den ,versuchen ,khlers geht ferner hervor1 da der ,schimpanse ein ganz vortreffliches ,gedchtnis besitzt4 ,eine ,birne1 die vor den ,augen der ,tiere in die ,erde gegraben war1 wurde von ihnen am folgenden ,tage sofort herausgeholt4 ,die ,schimpansen untersuchten stets sogleich die richtige ,stelle1 die sie sich genau gemerkt hatten4 ,ein ebenso vorzgliches ,gedchtnis besa ein ,maki1 den ich lngere ,zeit in ,gefangenschaft hielt4 ,fand er bei seinen ,spaziergngen im ,zimmer ein ,stckchen ,apfel1 das ich irgendwo versteckt hatte1 so suchte er spter die betreffende ,stelle sofort zielbewut wieder auf1 wenn er in dasselbe ,zimmer kam1 auch dann1 wenn ,tage oder ,wochen dazwischen lagen4 ,nicht nur die ,affen1 sondern fast alle ,tiere1 auch solche1 die geistig nicht hochstehen1 haben bekanntlich ein gutes ,ortsgedchtnis und behalten solche ,stellen1 wo sie ,nahrung gefunden haben1 lange in der ,erinnerung4 ,so gut das ,erinnerungsvermgen des ,schimpansen an die ,vergangenheit auch ist1 so scheint ihnen anderseits eine zielbewute ,bercksichtigung der ,zukunft nicht eigen zu sein4 ,wohl schleppten ,khlers ,schimpansen ,futtervorrte mit sich1 wenn sie whrend des ,fressens in einen anderen ,raum getrieben wurden1 aber dies ,verhalten lt sich auch auf eine augenblickliche ,futtergier1 also auf eine ,gegenwartsempfindung zurckfhren1 und es mu daher sehr zweifelhaft erscheinen1 ob es sich hier um eine zielbewute ,sorge fr die ,zukunft handelt4 ,der ,begriff der ,zukunft scheint der ,tierseele berhaupt zu fehlen4 ,an meinen gefangenen ,vgeln1 selbst an den geistig so regsamen ,papageien konnte ich immer wieder beobachten1 da sie beim ,entleeren ihres ,kotes niemals darauf ,rcksicht nahmen1 ihr ,futter- und ,wassergef sauber zu halten4 ,sie begriffen es selbst in jahrelanger ,gefangenschaft nicht1 da das ,trinkwasser durch den ,kot verdirbt und ungeniebar wird4 ,ebenso zernagt ein ,papagei immer wieder seine hlzerne ,sitzstange1 ohne ,rcksicht darauf zu nehmen1 da er hierdurch seine bequeme ,sitzgelegenheit verliert4 ,andere ,tiere1 wie ,hamster1 ,biber1 ,kleiber und ,meisen1 sammeln ,nahrungsvorrte fr den ,winter ein4 ,aber auch hierbei fehlt den ,tieren offenbar das ,verstndnis dafr1 da es sich um eine ,sorge fr die ,zukunft handelt4 ,hamster1 ,kleiber und ,meisen1 die man in ganz jugendlichem ,alter in ,gefangenschaft aufzieht1 legen sich im ,herbst auch im ,kfig ,vorratskammern an1 obwohl sie niemals eine ,wintersnot kennengelernt haben und auch keine ,anleitung lterer1 erfahrener ,artgenossen erhalten haben4 ,hieraus geht hervor1 da das ,einsammeln von ,nahrung nur auf ,grund eines angeborenen ,triebes erfolgt1 der automatisch in der ,tierseele erwacht4 ,wir knnen daher in dem ,anlegen von ,wintervorrten keine zielbewute ,vorstellung von der ,zukunft erblicken4 ,sidenote3 ,begriff des ,zeitunterschieds und das ,ichbewutsein beim ,tier ,die ,erinnerung der ,tierseele an vergangene ,geschehnisse braucht nicht auf ,verstandesleistung zu beruhen1 sondern lt sich auch durch die einfache seelische ,funktion der ,assoziation erklren4 ,die ,wiederkehr eines ,ereignisses1 das mit einem anderen in ,verbindung steht1 lst die ,erinnerung an dieses aus4 ,das ,tier empfindet dann das1 woran es sich erinnert1 nicht als etwas ,vergangenes1 sondern als etwas ,gegenwrtiges4 ,die ,vergangenheit wird dadurch in der ,tierseele wieder zur ,gegenwart4 ,ebenso wie dem ,tier die ,vorstellung von der ,zukunft unbekannt ist1 scheint es auch zweifelhaft1 ob das ,tier imstande ist1 die ,vergangenheit im ,geiste bewut zu durchleben4 ,wir drfen daher vermuten1 da das ,tier keine ,vorstellung von der ,zeit besitzt4 ,es kennt nur die ,gegenwart1 aber nicht die ,begriffe der ,vergangenheit und ,zukunft4 ,hieraus wrde sich als weitere ,folge ergeben1 da das ,tier kein ,ichbewutsein hat1 denn das ,bewutsein des eigenen ,ich beruht darauf1 da man sich selbst in ,gegensatz zur ,zeitfolge stellt4 ,die klare ,vorstellung von der ,vergangenheit1 die ,erkenntnis der ,gegenwart und die zielbewute ,bercksichtigung der ,zukunft heben die eigene ,person aus der ,auenwelt heraus und verleihen ihr im ,ichbewutsein eine ,sonderstellung4 -- ,sidenote3 ,soziales ,leben d4 ,schimpansen ,den ,forschungen auf der ,anthropoidenstation in ,teneriffa verdanken wir ferner interessante ,aufklrung ber das soziale ,leben des ,schimpansen4 ,da der ,schimpanse im ,freien stets in ,familien oder ,gruppen lebt1 ist sein ,geselligkeitstrieb sehr ausgeprgt4 ,dies uert sich besonders darin1 da ein einzelnes ,tier1 das gewaltsam von der ,gruppe abgesondert wird1 unter der ,trennung sehr leidet4 ,es schreit und jammert und macht alle ,anstrengungen1 wieder zu der ,gruppe zu gelangen4 ,wesentlich anders benehmen sich aber die ,tiere in der ,gruppe4 ,sie empfinden die ,trennung von ihrem ,genossen nur sehr wenig und zeigen nur dann eine vorbergehende und auch nur geringe ,teilnahme1 wenn dieser sehr schreit4 ,sie unternehmen aber niemals ,versuche1 das getrennte ,tier zu befreien und es der ,gruppe wieder zuzufhren4 ,wir sehen hier wieder1 da es sich nur um die automatische ,befriedigung eines angeborenen ,triebes handelt1 nmlich des ,geselligkeitstriebes4 ,das abgesonderte ,tier leidet unter der ,isolierung1 weil es den ,geselligkeitstrieb nicht befriedigen kann1 whrend die anderen ,tiere dies ,empfinden nicht haben1 solange sie in der ,gruppe leben4 ,die ,befriedigung des eigenen ,wohlbefindens steht also allein im ,vordergrunde4 ,wesentlich anders verhalten sich die ,schimpansen1 wenn ein ,tier in der ,gruppe vom ,menschen angegriffen und bedroht wird4 ,dann strzen sie sofort herbei1 um ihrem bedrngten ,kameraden zu helfen und ihn zu verteidigen4 ,ob es sich hier wirklich um eine zielbewute ,absicht zur ,hilfe handelt1 d4 h4 um eine edle1 selbstlose ,tat1 mu immerhin zweifelhaft erscheinen4 ,der ,anblick des ,kampfes eines ,artgenossen lst wohl bei den brigen ,tieren ebenfalls eine ,wut- und ,kampfesstimmung aus1 die sie zum ,angriff veranlat4 ,es kann sich also ebensogut um eine rein automatische bertragung einer ,gemtsstimmung handeln1 und wir sind kaum berechtigt1 hier etwa von ethischen oder moralischen ,empfindungen zu sprechen4 ,gerade bei den ,tieren wird noch mehr wie bei den ,menschen die ,gemtsstimmung ungeheuer leicht bertragen4 ,wenn sich z4 ,b4 zwei ,hunde beien1 so strzen alle in der ,nhe befindlichen ,hunde herbei und beteiligen sich an der ,rauferei nur aus ,lust am ,beien und ,streiten1 aber nicht in der ,absicht1 einem ,kameraden zu helfen4 ,sie beien dann sinnlos sowohl auf den ,angreifer wie auf den ,bedrngten los4 -- ,sidenote3 ,kunst- u4 ,schnheitssinn d4 ,tiere ,die ,schimpansen haben einen gewissen ,sinn fr ,kunst und ,schnheit4 ,sie belustigen sich damit1 einen ,reigen aufzufhren4 ,sie gruppieren sich kreisfrmig um einen ,baum oder irgendeinen ,gegenstand und trotten unter eigentmlichen1 rhythmischen ,bewegungen einer hinter dem anderen her4 ,bei diesem sonderbaren ,tanz behngen sie sich gern mit ,gegenstnden1 wie ,lappen1 bunten ,fden oder ,strohhalmen1 die sie sich um die ,schultern1 ber den ,hals und die ,ohren legen4 ,auch einzelne ,tiere schmcken sich in dieser ,weise und stolzieren in ihrer ,zierde gefallschtig umher4 ,man kann also geradezu von einem ,kunst- und ,schnheitssinn sprechen4 ,etwas hnliches finden wir auch in der ,vogelwelt4 ,in ,australien lebt ein den ,staren nahverwandter ,vogel1 der ,laubenvogel 7,ptilonorhynchus violaceus71 der sich fr sein ,liebesleben berdachte ,lauben baut4 ,diese werden aus ,reisern und ,laub auf dem ,erdboden hergestellt4 ,sie haben eine lngliche ,gestalt und zwei ,eingnge4 ,den ,innenraum schmcken die ,vgel mit bunten ,vogelfedern und farbigen ,gegenstnden aus und legen auch auen vor die ,eingnge ,muscheln und bunte ,steinchen4 ,diesen ,vgeln ist also ein gewisser ,schnheitssinn eigen1 der sich in der ,freude an bunten ,gegenstnden ausdrckt4 ,die ,liebeslauben sind der ,ort1 an dem die ,geschlechter vor der eigentlichen ,brutzeit miteinander tndeln und sozusagen die ,flitterwochen verleben4 ,sie dienen aber nicht als ,nistplatz1 sondern die ,vgel errichten spter ein ,nest in ,bumen1 in dem sie die ,eier erbrten und die ,jungen erziehen4 ,die ,freude des ,schimpansen und der ,laubenvgel an ,schmuck und bunten ,gegenstnden drfen wir wohl als den ,anfang eines ,kunstsinnes ansehen1 der sich spter beim ,menschen zur hchsten ,vollkommenheit entwickelt hat4 ,so finden wir auch hier wieder unverkennbare nahe ,beziehungen zwischen ,mensch und ,tier4 -- #d ,friedrich von ,lucanus1 ,das ,leben der ,vgel1 ,verlag ,scherl #aibe4 ,schutzfarben und ,nutztrachten ,ein schner ,sommertag ladet uns zu einem ,besuch des ,zoologischen ,gartens in ,berlin ein4 ,wir durchwandern die herrlichen1 parkartigen ,anlagen und erfreuen uns an dem reichen ,tierbestand1 der dank der eifrigen ,frsorge des langjhrigen1 verdienstvollen ,direktors1 ,geheimrats ,heck1 die schweren ,gefahren der ,inflationszeit glcklich berwunden hat und wieder auf einer ,hhe steht1 die dem alten ,ruhm dieses ,instituts volle ,ehre macht4 ,zum ,schlu betreten wir das ,aquarium1 um die reichhaltige ,sammlung an ,reptilien1 ,amphibien und ,fischen1 die alle ,weltteile und ,weltmeere umfat1 kennenzulernen4 ,im obersten ,stockwerk befindet sich das ,insektarium4 ,wir stehen vor einem groen ,glasbehlter1 der mit frischen ,zweigen ausgeschmckt ist und einem kleinen ,wald gleicht4 ,die ,aufschrift des ,namensschildes lautet3 ,indische ,stabheuschrecken84 ,wir sehen zunchst kein ,tier4 ,erst bei nherer ,betrachtung fllt uns pltzlich die ,bewegung eines ,gegenstandes auf1 den wir bisher fr einen ,zweig hielten4 ,langsam lsen sich lange1 spinnenartige ,fe aus dem ,bltterwerk1 die einen langgestreckten1 dnnen ,krper tragen1 der einem ,pflanzenstengel gleicht4 ,jetzt erblicken wir in dem dichten ,blttergewirr berall solche eigenartigen ,tiergestalten1 deren ,krper so sehr einem ,zweig gleicht1 da er in der ,umgebung vllig verschwindet4 ,die ,wirkung wird noch durch die braungrne ,farbe der ,tiere erhht4 ,illustration3 ,abbildung #be ,james' ,pre ,agency1 ,london ,kragenechse oben mit zusammengefaltetem ,kragen unten mit aufgespanntem ,kragen in ,abwehrstellung ,illustration3 ,abbildung #bf ,james' ,pre ,agency1 ,london ,kugelfisch ,sidenote3 ,mimikry ,diese eigenartige ,anpassung von ,tieren an ,gegenstnde ihrer ,umgebung1 die sie unsichtbar macht1 heit wissenschaftlich ,mimikry8 7,nachahmung74 ,der groe ,nutzen der ,mimikry besteht darin1 da das ,tier hierdurch vor den ,nachstellungen seiner ,feinde geschtzt ist4 ,es wird in der ,ruhe nicht erkannt und infolgedessen bersehen4 ,sidenote3 ,stabheuschrecke1 ,wandelndes ,blatt ,die ,mimikry ist besonders verbreitet unter den ,insekten4 ,ein ,seitenstck zur ,stabheuschrecke ist das ,wandelnde ,blatt 7,phyllium siccifolium71 das in seinem ,aussehen vllig einem grnen ,blatt gleicht4 ,die ,flgeldecken zeigen sogar die ,rippen und ,verstelung der ,struktur eines ,blattes4 ,infolgedessen herrscht bei den ,eingeborenen ,indiens1 der ,heimat dieses merkwrdigen ,tiers1 der ,glaube1 dies entstehe aus einem ,blatt1 das durch ,wunder und ,zauber ,fe erhalte4 ,auf ,madagaskar gibt es einen kleinen ,kfer1 der einer ,baumflechte tuschend hnlich ist und auf mit ,flechten bedeckten ,zweigen lebt1 wo er dann vllig unsichtbar ist4 ,sidenote3 ,schmetterlinge ,viele ,schmetterlinge gleichen in der ,ruhe mit aufgerichteten1 zusammengelegten ,flgeln einem welken ,blatt4 ,in vollendetster ,weise tritt dies bei den in ,afrika und ,asien verbreiteten ,arten der ,gattung ,callima hervor4 ,bei einer indischen ,art 7,callima inachis7 ist die ,unterseite der ,flgel rtlichgelb gefrbt4 ,die hnlichkeit mit einem welken ,blatt wird noch durch schwarze ,tupfen1 wie sie absterbende ,bltter haben1 und durch dunkle ,linien1 die den ,blattadern gleichen1 erhht4 ,der hintere ,rand der ,hinterflgel luft in einen langgezogenen ,fortsatz aus1 der sich auf den ,ast1 auf dem der ,schmetterling ruht1 anlegt und den ,stiel des durch die zusammengelegten ,flgel gebildeten1 welken ,blattes vortuscht4 -- ,die ,mimikry besteht nicht nur in einer ,nachahmung der ,umgebung1 sondern bisweilen auch in der hnlichkeit mit einem anderen ,tier1 das gefrchtet ist und von den ,feinden des harmlosen ,verstellungsknstlers gemieden wird4 ,unter der abschreckenden ,maske ist dann das ,tier vor den ,nachstellungen seiner ,feinde geschtzt4 ,der in ,europa und ,asien verbreitete ,hornissenschwrmer 7,aegeria apiformis7 hat1 wie der ,name sagt1 das ,aussehen einer ,hornisse4 ,der gelb und braun gestreifte ,krper trgt glasartige durchsichtige ,flgel4 ,beim ,fliegen lt dieser kleine1 harmlose ,schmetterling1 der im ,kleide der gefrchteten ,hornisse die ,mitwelt irrefhrt1 ebenso wie sein ,vorbild einen surrenden ,ton hren1 wodurch der ,betrug noch vervollstndigt wird4 ,die ,flgel des jungen1 aus der ,puppe schlpfenden ,schmetterlings sind noch nicht durchsichtig1 sondern mit braunen ,schuppen bekleidet1 die aber sehr lose sitzen und gleich beim ersten ,flug durch den ,luftzug abgestreift werden4 ,der ,hornissenschwrmer ist ein sehr schdliches ,insekt1 da die ,raupe sich in den ,stamm der ,bume einfrit und hier einen fast m langen ,gang aushhlt1 um sich zu verpuppen4 ,die ,arbeit beansprucht sehr viel ,zeit4 ,es dauert ber ein ,jahr1 bis die mhsame ,bohrarbeit vollbracht ist4 ,erst im ,herbst des zweiten ,lebensjahres spinnt sich die ,raupe aus zernagtem ,holz ihr ,puppengehuse1 aus dem im darauffolgenden ,frhjahr der fertige ,schmetterling ausschlpft4 ,der ,larven- und ,entwicklungszustand whrt also fast #b ,jahre4 ,in neuerer ,zeit macht sich der ,hornissenschwrmer auch in ,sdamerika bemerkbar1 wohin er wahrscheinlich durch den ,holzhandel verschleppt ist4 ,sidenote3 ,teufelsblume ,als ,wolf im ,schafpelz tritt die ,teufelsblume 7,idolum diabolicum7 auf1 die unsere ehemalige ,kolonie ,deutsch-,ostafrika bewohnt4 ,sie gehrt zu den ,fangschrecken oder ,gottesanbeterinnen4 ,das grn gefrbte ,insekt besitzt vorn zwei lange ,fangarme1 die am ,grunde blattartig erweitert und wei und lila gefrbt sind4 ,mit hoch emporgestreckten ,armen1 die einer prchtigen ,blte gleichen1 sitzt das raubgierige ,tier an einer ,pflanze und lauert auf ,fliegen und ,schmetterlinge1 die der verfhrerischen ,blume einen ,besuch abstatten wollen4 ,in dem ,augenblick1 wo das ,tier sich auf den ,bltenkelch8 niederlt1 wird es von dem trgerischen ,insekt ergriffen und erbarmungslos verspeist4 ,eine andere ,fangschrecke 7,empusa egena71 die im ,gebiete des ,orangeflusses lebt1 besitzt weie1 rosa gernderte ,flgel1 die von dem beutelauernden ,tier nach oben entfaltet werden und wie eine zarte ,windenblte aussehen4 ,nhert sich ein ,insekt1 so wiegt die ,fangschrecke ihren ,leib leise hin und her und schaukelt die ,bltenflgel wie eine vom ,winde bewegte ,blume1 um das ,opfer vollends zu tuschen und anzulocken4 ,sidenote3 ,gottesanbeterin ,eine nahe ,verwandte dieser eigenartigen ,fangschrecken1 die im harmlosen ,kleide der lieblich duftenden ,blten auftreten1 aber innerlich wie reiende ,wlfe8 sind1 ist die europische ,gottesanbeterin 7,mantis religiosa74 ,sie entbehrt zwar der trgerischen ,anlockungsmittel ihrer ,verwandten1 wird aber durch ihre grne ,farbe im ,busch so unkenntlich gemacht1 da sie von den ,beutetieren1 denen sie auflauert1 nicht bemerkt wird4 ,sie ist besonders raubgierig und mordlustig und stellt nicht nur anderen ,insekten1 sondern sogar kleinen ,wirbeltieren nach1 die sie sehr vorsichtig beschleicht4 ,die ,wildheit der ,gottesanbeterin zeigt sich in abstoender und sadistischer ,weise in der ,liebe4 ,nach vollzogener ,paarung ergreift das ,weibchen das kleinere und schwchere ,mnnchen mit den ,fangarmen1 aber nicht im ,gefhl der ,liebe und ,wollust1 sondern -- um es zu erwrgen und zu verspeisen4 ,so ist es ,sitte bei den ,gottesanbeterinnen1 diesen raubgierigen und blutdrstigen ,insekten1 bei denen nicht einmal die ,liebe zarte ,empfindungen und ,gefhle auslst4 ,der ,name ,gottesanbeterin8 erklrt sich aus der ,gewohnheit dieser ,tiere1 bei der ,lauer auf ,raub die ,fangarme wie ein betender ,priester8 zum ,himmel emporzustrecken4 -- ,in den ,meeren ,australiens lebt ein wundersamer ,gesell1 dessen bizarre ,krperformen ohnegleichen sind4 ,es ist der den ,seepferdchen nah verwandte ,fetzenfisch 7,phyllopteryx eques74 ,der ,krper dieses ,knochenfisches ist mit langen1 stachel- und bandartigen ,fortstzen bedeckt1 die nach allen ,richtungen wirr abstehen4 ,der ,fisch hlt sich im ,tang und ,seegras auf und verschwindet hier durch seinen zerfetzten ,krper vllig4 ,die ,fetzenfische sind zum ,teil sehr lebhaft gefrbt4 ,sie tragen auf rotem ,grunde blaue1 gelbe und weie ,abzeichen1 die als ,streifen und ,flecke auftreten4 ,die bunte ,farbe ist aber durchaus nicht unvorteilhaft1 sondern erhht noch die tuschende ,wirkung der zerfetzten ,gestalt in dem bunten ,pflanzengewirr4 ,sidenote3 ,schutzfrbungen ,viele ,tiere sind ohne ,rcksicht auf die ,krperform nur durch ihre ,farbe der ,umgebung vortrefflich angepat1 so da sie in der ,ruhe vllig verschwinden4 ,zweifellos liegt hierin ein guter ,schutz gegen die ,nachstellungen ihrer ,feinde4 ,das bekannteste ,beispiel ist der grne ,laubfrosch auf dem grnen ,blatt4 ,die ,wstenbewohner1 wie ,wstenfuchs1 ,springmaus1 ,wstenlerche1 ,steinschmtzer und ,echsen tragen ein rtlichgelbes ,haar-1 ,feder- oder ,schuppenkleid1 das der ,farbe des ,wstensandes gleicht4 ,im hohen ,norden tritt weie ,farbe auf4 ,schneehuhn und ,wiesel legen im ,winter ein weies ,kleid an1 das zu der ,schneedecke vorzglich pat4 ,der ,eisbr1 der die ,region des ewigen ,winters bewohnt1 ist dauernd in ,wei gekleidet4 ,unter den ,vgeln sind vor allem die ,bodenbrter durch eine ,schutzfarbe ausgezeichnet1 und zwar sind es vornehmlich die ,weibchen1 die diesen ,vorteil genieen1 um whrend des ,brtens mglichst wenig aufzufallen4 ,die ,fasanenhenne1 die ,stockente und alle anderen weiblichen ,enten haben ein dsteres1 bodenfarbiges ,gefieder4 ,die ,mnnchen dagegen prangen in einem buntfarbigen ,federkleid1 das aber fr die ,erhaltung der ,art keinen erheblichen ,nachteil hat1 da sie sich am ,brutgeschft und der ,erziehung der ,jungen nicht beteiligen4 ,im ,gegensatz dazu sind beim ,rebhuhn1 dem ,brachvogel und den ,lerchen beide ,geschlechter mit einer ,schutzfarbe versehen1 und dies erscheint auch notwendig1 da bei diesen monogam lebenden ,vgeln das ,mnnchen ebenso wie das ,weibchen fr die ,nachkommenschaft sorgt4 ,bei den ,enten weicht der ,verlauf der ,sommermauser insofern von anderen ,vgeln ab1 als die ,schwungfedern nicht allmhlich1 sondern fast zu gleicher ,zeit ausfallen1 wodurch der ,vogel unflugfhig wird4 ,nun haben wir hier die hchst sonderbare ,erscheinung1 da die ,erpel in dieser ,zeit ein erdfarbenes ,kleingefieder anlegen1 das dem ,federkleid der ,ente gleicht1 und erst spter wird durch eine zweite ,mauser das ,prachtkleid angezogen4 -- ,in besonders hohem ,mae ist die ,schutzfarbe bei den ,fischen entwickelt4 ,alle ,fische1 welche im klaren ,wasser leben und unweit der ,oberflche umherschwimmen1 haben silberglnzend gefrbten ,bauch und ,seiten1 dagegen einen dunklen ,rcken4 ,die dstere ,rckenfarbe schtzt gegen ,feinde1 die sie von oben aus der ,luft angreifen1 da sich der ,fisch von dem dunklen ,untergrunde des ,gewssers nicht abhebt4 ,die hellglnzende ,unterseite dagegen ist ein gutes ,schutzmittel gegen ,raubfische1 die auf dem ,boden liegend ihrer ,beute auflauern und den schwimmenden ,fisch von unten sehen1 denn in der von unten gesehenen1 glitzernden ,wasserflche verschwindet der glitzernde ,fischleib4 ,ferner spiegelt die silberfarbene ,unterseite der ,fische im ,wasser1 so da sie durch den ,reflex des ,lichtes die jeweilige ,farbe des ,wassers erhlt4 ,der ,krper des ,hechtes ist dunkel quergestreift1 was eine ausgezeichnete ,anpassung an seinen ,lebensaufenthalt ist4 ,der ,hecht steht gern im ,rhricht und lauert hier unbeweglich auf ,beute4 ,die ,querstreifung ahmt die ,rohrhalme nach und entzieht dadurch den ,ruber den ,blicken seiner ,opfer4 ,wir sehen hieraus1 da der ,zweck einer ,schutzfrbung nicht nur darin besteht1 ein ,tier vor den ,nachstellungen seiner ,feinde zu schtzen1 sondern da hierin auch eine ,erleichterung des ,beutemachens liegt1 indem die ,mimikry den lauernden ,ruber unsichtbar macht4 ,denselben ,vorteil geniet auch die ,gottesanbeterin von ihrer grnen ,farbe1 die sie im ,bltterwerk unkenntlich macht4 ,hier ist die ,frbung ebenso wie beim ,hecht weniger eine ,schutztracht gegen feindliche ,angriffe1 als eine ,tarnkappe beim ,beutemachen4 ,sidenote3 ,farbenvernderung der ,fische ,bei den ,grundfischen ist die ganze ,oberflche des ,krpers1 also ,rcken und ,seiten1 dunkel gefrbt und hufig durch ,flecken und ,streifen verziert4 ,hierdurch sind die ,fische dem ,untergrunde angepat1 wie z4 ,b4 der ,wels1 der ,schlammbeier1 die ,schmerle1 die ,forelle und unter den ,seefischen vor allem die ,plattfische1 ,seezunge1 ,flunder und ,steinbutt4 ,letztere haben sogar die ,fhigkeit1 ihre ,krperfarbe dem jeweiligen ,untergrunde1 auf dem sie ruhen1 anzupassen4 ,auf sandigem ,boden nimmt der ,flachfisch eine ,sandfarbe an1 auf dunklem ,grunde eine dunkle ,farbe4 ,ja die ,anpassung geht so weit1 da sogar ein ,muster nachgeahmt wird4 ,schollen1 welche auf einem mit zerbrochenen ,muschelschalen besten ,grunde liegen1 erhalten groe weie ,flecke4 ,die ,farbenvernderung geht in der ,weise vor sich1 da das helle und dunkle ,pigment in den ,farbzellen jeweilig verschieden angehuft wird1 so da also bald diese1 bald jene ,farbe hervortritt oder auch aus beiden ,farben ein ,muster zusammengestellt wird4 ,der ,reiz fr diese ,farbenvernderung geht von den ,augen aus1 denn durch ,versuche wurde nachgewiesen1 da geblendete ,fische ihre ,farbe nicht mehr der ,umgebung anpaten4 ,es handelt sich also um einen optisch-physiologischen ,vorgang4 ,auerdem spielt auch das ,gefhl hierbei eine gewisse ,rolle1 denn wenn der ,wassergrund mit einer ,glasflche abgedeckt wird1 so wird die ,farbenanpassung beeintrchtigt4 ,der ,fisch unterscheidet also den hellen1 sandigen ,grund von dem dunklen1 steinigen ,grund nicht nur mit den ,augen1 sondern auch mit dem ,gefhl4 ,lebt der ,fisch dauernd1 oder lange ,zeit auf dem gleichen ,untergrund1 so erfolgt eine ,vermehrung der hierzu passenden ,pigmente1 und die anderen ,pigmente nehmen im gleichen ,verhltnis ab1 wodurch die ,fhigkeit der ,farbenvernderung sich verliert4 ,sidenote3 ,chamleon ,ein ,tier1 das seit langen ,zeiten durch seinen ,farbenwechsel allgemein bekannt ist und daher sprichwrtlich geworden ist1 ist das ,chamleon 7,abbildung #ba74 ,der ,farbenwechsel des ,chamleons ist aber durchaus nicht1 wie man vielfach glaubt1 eine ,anpassung an die ,umgebung1 sondern wird von ganz anderen ,faktoren hervorgerufen4 ,licht und ,temperatur1 sowie die ,gemtsstimmung und jeweilige ,krperbeschaffenheit rufen die ,farbenvernderung hervor4 ,die ,lederhaut des ,chamleons besitzt gelbe1 rote und braune ,farbzellen1 die durch ,kontraktion der farblosen ,oberhaut genhert oder von ihr entfernt werden knnen4 ,im letzteren ,falle sieht das ,tier sehr hell1 bisweilen fast wei aus1 im ersteren ,falle treten die ,farben mehr hervor4 ,die ,farbzellen knnen ferner ihre ,lage zueinander verndern4 ,sie knnen ber- oder nebeneinander liegen1 wodurch die verschiedenen ,farben und ,farbenschattierungen erzeugt werden4 ,auf diese ,weise wechselt die ,frbung zwischen wei1 gelb1 braun1 grau1 blau1 rostrot und grn und den dazwischenliegenden ,abstufungen4 ,auf der ,grundfarbe treten meist noch ,zeichnungen hervor1 wie ,flecke1 ,tupfen und ,streifen von mehr oder weniger unregelmiger ,form4 ,die gewhnliche ,farbe ist ein schnes ,grn oder ,braungrn und pat sehr gut zu der ,umgebung der auf ,bumen lebenden ,tiere4 ,lebhafte und dunkle ,farbe ist ein ,zeichen des ,wohlbefindens1 whrend helle ,farbe meist mit einem krankhaften ,zustand verbunden ist4 ,vor dem ,tode wird das ,chamleon gelbwei oder grauwei4 ,wenn man das ,chamleon nur auf einer ,seite belichtet oder erwrmt1 so verndert nur diese ,seite die ,farbe1 whrend die andere ,seite nicht darauf reagiert1 woraus der groe ,einflu des ,lichtes und der ,wrme auf den ,farbenwechsel hervorgeht4 ,eine weitere ,eigentmlichkeit des ,chamleons ist die unabhngige ,bewegung der beiden ,augen4 ,whrend das eine ,auge nach oben gedreht wird1 kann zu gleicher ,zeit das andere nach unten oder nach der ,seite gestellt werden4 ,zu der ,beweglichkeit der ,augen gesellt sich noch als dritte ,eigentmlichkeit die ,art der ,ernhrung4 ,das ,chamleon lebt von ,insekten1 hauptschlich von ,fliegen4 ,seine sehr langsamen und unbeholfenen ,bewegungen wrden ihm den ,fang der beweglichen ,kerbtiere sehr erschweren1 ja fast unmglich machen1 wenn es nicht eine besondere ,vorrichtung hierfr htte in ,gestalt der ,zunge1 die etwa #ae cm weit vorgeschnellt werden kann1 die ersphte ,beute anleimt und in den ,rachen fhrt4 ,die ,zunge wird also als ,pfeil gebraucht1 mit dem das ,opfer aus der ,ferne gewissermaen geschossen wird4 ,die ,mechanik der beweglichen ,zunge ist folgende3 die kurze1 dicke und kolbenfrmige ,zunge ist vermittels einer ,scheide mit dem ,zungenbein verbunden4 ,die ,scheide steckt wie eine ,rhre auf dem ,zungenbein und ist in der ,ruhe harmonikaartig gefaltet4 ,durch ,vorstrecken des ,zungenbeines wird die kolbenartige ,zunge wie eine ,kugel im ,blasrohr nach vorn geschleudert4 ,sie zieht dabei die bewegliche ,scheide mit sich1 deren zusammengelegte ,falten sich zu einem langen ,rohr ausdehnen4 ,infolge groer ,muskelkraft wird die ganze ,bewegung blitzartig schnell ausgefhrt4 ,das ,insekt wird durch den ,klebstoff1 der vorn an der ,zunge sitzt1 angeleimt 7,abbildung #ba74 ,sidenote3 ,laubfrosch ,ein gewisser ,farbenwechsel lt sich auch beim ,laubfrosch wahrnehmen4 ,die ,farbe kann zwischen dem bekannten ,blattgrn und einem schmutzigen ,braungrn wechseln4 ,die ,vernderung der ,farbe wird durch den ,tastreiz hervorgerufen4 ,befinden sich ,bauch und ,saugscheiben der ,zehen auf glattem ,grunde1 so tritt die rein grne ,farbe hervor1 whrend eine ,berhrung mit rauher ,flche die dunkle ,frbung hervorruft4 ,der ,lichtreiz spielt dabei keine ,rolle1 da der ,farbenwechsel bei geblendeten ,frschen in derselben ,weise erfolgt4 ,so erklrt es sich1 da ,laubfrsche1 die auf rauher ,rinde sitzen1 dunkel sind1 whrend der ,frosch auf einem glatten ,blatt grn ist4 ,durch diese seltsame ,einrichtung wird also automatisch eine ,anpassung hervorgerufen1 die dem ,tier einen vorteilhaften ,schutz verleiht4 ,sidenote3 ,reptilien ,einen lebhaften ,farbenwechsel zeigen auch die ,anolis1 welche die ,wlder und ,grten ,sdamerikas beleben und sehr gewandt und hurtig in den ,zweigen umherklettern4 ,die sehr bunt gefrbten ,tiere verndern ihre ,farbe noch auffallender und schneller als das ,chamleon1 wobei es sich jedoch weniger um eine ,anpassung an die ,umgebung zu handeln scheint1 sondern mehr die jeweilige ,gemtsstimmung die ,ursache ist4 ,die ,tiere sind auerordentlich erregbar und fhren erbitterte ,kmpfe untereinander aus 7,abbildung #bd74 ,eine andere ,echse1 der australische ,moloch 7,moloch horridus71 besitzt dagegen hnlich wie das ,chamleon die ,fhigkeit1 sich in der ,farbe bis zu einem gewissen ,grade der ,umgebung anzupassen4 ,der auf rotbraunem ,grunde gelbgestreifte ,krper nimmt auf grauem ,gestein eine dstere rauchgraue ,frbung an4 ,der ,moloch besitzt aber noch eine andere vortreffliche ,nutztracht1 die ihn vor ,nachstellungen schtzt4 ,sein ganzer ,krper ist bis auf die ,unterseite mit dornartigen ,stacheln bedeckt1 die dem ,tier ein wahrhaft frchterliches ,aussehen geben und durch ihre ,gefhrlichkeit den lsternen ,feinden den ,appetit vertreiben4 ,ein stacheliges ,schuppenkleid trgt auch der sdafrikanische ,riesengrtelschweif1 eine ,echse von fast m ,krperlnge4 ,der mit wehrhaften ,stacheln besetzte ,schwanz1 mit dem das ,tier empfindliche ,schlge austeilt1 ist eine vorzgliche ,verteidigungswaffe des sonst harmlosen ,kriechtieres 7,abbildung #bb74 ,eine hnliche ,nutztracht besitzt auch die amerikanische ,krtenechse 7,phrynosoma cornutum74 ,mit seiner breiten1 gedrungenen und plumpen ,figur gleicht das ,tier mehr einer ,krte als einer ,echse4 ,wie beim ,moloch ist der ganze ,oberkrper mit ,stacheln besetzt1 die am lngsten auf dem ,hinterkopf sind4 ,die ,stacheln sind nicht allein ein gutes ,schreck- und ,abwehrmittel gegen ,feinde1 sondern haben auch einen praktischen ,nutzen4 ,mit ,hilfe der ,kopfstacheln bohrt sich das sonderbare ,tier abends in den ,sand ein1 um hier die ,nacht zu verbringen4 ,die ,krtenechse hat noch eine ganz besondere ,eigenschaft4 ,bei gelindem ,druck spritzt aus der ,nase und den ,augen ,blut heraus4 ,eine besondere ,schutzvorrichtung scheint das ,blutspritzen nicht zu sein1 sondern ist wohl nur eine ,folge der zarten ,struktur der ,blutgefe 7,abbildung #bc74 ,sidenote3 ,warnfarbe giftiger ,tiere ,giftige ,tiere sind bisweilen sehr auffallend gefrbt1 so da man dann geradezu von einer ,warnfarbe8 sprechen kann4 ,die auf dunklem ,grunde orangegelb gemusterte ,krustenechse 7,xeloderma suspectum7 ist die einzige ,echse1 welche wie die ,schlangen ,giftzhne hat4 ,das ,gift befindet sich in besonderen ,giftdrsen und dringt beim ,bi durch die gefurchten ,zhne in die ,wunde4 ,das ,gift ttet ,hunde und ,katzen infolge ,herzlhmung in kurzer ,zeit1 ruft jedoch beim ,menschen nur vorbergehende ,krankheitserscheinungen hervor4 ,die eigenartige ,echse lebt auf der ,westseite der ,kordilleren4 ,als ,warnfarbe kann man auch die schwarzgelbe ,zeichnung unseres ,feuersalamanders 7,salamandra maculosa7 ansehen1 der an den ,bauchseiten und auf dem ,kopf ,drsen besitzt1 die ein scharfes1 tzendes ,sekret absondern1 das den ,salamander fr ,tiere1 welche von ,lurchen leben1 ungeniebar macht1 ja sogar kleinere ,tiere ttet4 ,nur die ,ringelnatter ist gegen das ,gift unempfindlich und scheut sich nicht1 gelegentlich auch den ,feuersalamander anzugreifen und zu verzehren4 ,auch fr den ,feuersalamander selbst ist das ,drsensekret unschdlich1 denn grere ,tiere fressen nicht selten in ,gefangenschaft kleinere ,genossen auf1 ohne ,schaden zu erleiden4 ,die ,fortpflanzung des ,feuersalamanders zeigt besondere ,eigentmlichkeiten4 ,gewhnlich werden die ,larven lebendig geboren1 d4 h4 sie schlpfen bereits im ,mutterleibe aus dem ,ei4 ,bisweilen werden auch ,eier abgelegt1 und die ,jungen schlpfen dann sofort aus4 ,es handelt sich in diesem ,falle gewissermaen um eine ,frhgeburt4 ,der vom ,weibchen empfangene mnnliche ,samen kann viele ,monate in einem besonderen ,behlter aufbewahrt werden1 von dem aus dann eine sptere ,befruchtung der ,eier erfolgt4 ,so bringt bisweilen ein einzeln gehaltenes ,salamanderweibchen zur berraschung seines ,besitzers nach einem halben ,jahr pltzlich ,junge zur ,welt1 ja es kann abermals nach mehreren ,monaten eine zweite ,geburt folgen1 ohne da das ,weibchen mit einem ,mnnchen in ,berhrung kam4 ,beim ,feuersalamander und der ,krustenechse handelt es sich nicht um eine ,schutzfarbe1 die als ,mimikry wirkt und das ,tier durch ,anpassung an die ,umgebung unsichtbar macht1 sondern im ,gegenteil um eine sehr auffallende ,frbung1 die gewissermaen ein ,aushngeschild ist und dem lsternen ,feind schon von weitem entgegenruft3 ,rhre mich nicht an1 ich bin giftig48 ,diese ,nutztracht ist also gerade das ,gegenteil der ,mimikry4 ,aber auch eine bunte ,frbung kann unter ,umstnden als ,schutzfarbe wirken1 indem das ,tier gerade durch bunt zusammengewrfelte ,farben unkenntlich gemacht wird4 ,ich konnte diesen ,vorgang zuerst an einem ,kleinen ,buntspecht 7,dryobates minor7 beobachten1 dem kleinsten ,vertreter der bei uns heimischen ,spechte1 der nicht grer als ein ,sperling ist4 ,er trgt wie seine greren ,vettern1 ,grospecht und ,mittelspecht1 ein schwarzwei geschecktes ,federkleid und eine rote ,kopfplatte1 ist also ein sehr auffllig gefrbter ,vogel4 ,ich hielt einen jung aufgezogenen ,kleinspecht lngere ,zeit in einer ,zimmervoliere und war immer wieder erstaunt1 wie oft ich den ,vogel bersah1 auch wenn er nicht weit vor mir an einem ,stamm sa1 freilich ohne sich zu bewegen4 ,ich forschte der ,ursache dieser eigentmlichen ,erscheinung nher nach1 bis ich schlielich die ,erklrung fand4 ,durch die bunte1 wirre ,frbung werden die ,umrisse des ,krpers verwischt4 ,dieser wirkt nicht mehr als einheitliches ,ganzes1 sondern er wird durch die unregelmige ,fleckung und ,zeichnung aufgelst4 ,ich habe auf diese ,art der ,schutzfrbung zuerst in einem ,vortrag der ,deutschen ,ornithologischen ,gesellschaft im ,jahre #aijb hingewiesen und sie ,krperauflsung8 oder ,somalyse8 genannt#e4 ,sidenote3 ,somalyse ,die ,somalyse spielt im ,leben der buntgefrbten ,tiere eine nicht zu unterschtzende ,rolle4 ,die ,jugendkleider vieler ,hirscharten sind wei gefleckt4 ,das ,kalb drckt sich1 wenn die ,mutter nicht in der ,nhe ist1 bei nahender ,gefahr regungslos auf den ,erdboden nieder und wird infolge der ,fleckung1 die die ,konturen des ,krpers auflst1 nicht so leicht erkannt4 ,junge ,mwen1 ,regenpfeifer1 ,strandlufer1 ,kiebitze und viele andere ,vogelarten tragen ein unregelmig dunkel geflecktes und getupftes ,dunenkleid1 das1 wenn sich die ,tiere ruhig verhalten1 schon auf nahe ,entfernung ihre ,krperform vllig unkenntlich macht4 ,die grn1 rot und blau gefrbten ,papageien verschwinden im ,tropenwald weniger durch ihre ,anpassung an die prchtige ,blumenflora1 sondern durch die ,krperauflsung1 welche durch die ,zusammenstellung der bunten ,farben hervorgerufen wird4 ,dies kommt am besten bei den buntgescheckten ,loris zur ,geltung1 die1 wie ich mich oft genug beim ,anblick eines groen1 mit diesen herrlichsten ,papageien besetzten ,flugkfigs berzeugen konnte1 schon aus nicht zu weiter ,entfernung leicht bersehen werden1 da durch die buntgescheckte ,frbung der einheitliche ,eindruck verlorengeht4 ,dasselbe ist auch bei vielen ,reptilien der ,fall1 deren ,schuppenkleid gefleckt oder gestreift ist4 ,die ,kreuzotter mit ihrem schwarzen ,zickzackstreifen auf der ,oberseite ist1 wenn sie zusammengerollt ruht1 nur sehr schwer zu erkennen4 ,bekanntlich sind ,eier der meisten offen brtenden ,vogelarten gefleckt4 ,ein auf blulichem ,grunde rtlich oder braun geflecktes ,ei ist der ,farbe des ,nestinnern durchaus nicht angepat1 aber es verschwindet schon in geringer ,entfernung unseren ,blicken1 weil durch die ,fleckung das ,ei als solches nicht mehr zu erkennen ist4 ,die ,eigestalt wird eben durch die ,zeichnung aufgehoben4 ,der ,begrnder der ,tierphotographie ,schillings1 der als erster mit der photographischen ,kamera ins dunkle ,afrika hinauszog1 um ,natururkunden8 von den ,tieren der ,wildnis heimzubringen1 sagt in seinem vortrefflichen ,werke ,mit ,blitzlicht und ,bchse83 da die so auffallend schwarzwei gestreifte ,frbung der ,zebras ihre ,trger in keiner ,weise von der sie umgebenden ,landschaft abhebt4 ,je nach der ,beleuchtung sehen ,zebras ganz verschieden gefrbt aus2 aber selbst da1 wo ihre schwarzweie ,frbung auf nchste ,entfernung zur ,geltung kommen knnte1 verschwinden die ,tiere in ganz auerordentlichem ,mae mit der ,frbung der ,steppe48 ,die ,ursache dieser eigenartigen ,erscheinung1 ber die der berhmte ,forscher seine ,bewunderung ausspricht1 liegt eben darin1 da die dunkle ,querstreifung des hellen ,felles die ,umrisse des ,krpers schon in groer ,nhe vllig auflst4 ,dieselbe ,wirkung erzielt auch das gestreifte ,tigerfell und die gefleckte ,leopardenhaut4 ,das ,prinzip der ,somalyse hat im ,weltkriege eine groe ,bedeutung gewonnen4 ,man bemalte ,geschtze1 ,flugzeughallen1 ,wagen und andere ,teile der ,heeresausrstung mit bunten ,farben1 um ihre im ,gelnde sich abhebende ,gestalt zu verwischen und sie fr die ,flieger unkenntlich zu machen4 ,die ,mimikry ist an eine ganz bestimmte ,umgebung gebunden4 ,sie kommt nur dann zur ,geltung1 wenn das ,tier sich auf dem ,untergrunde befindet1 dessen ,farbe es angepat ist4 ,die ,somalyse hat dagegen eine viel weitere1 eine allgemeine ,bedeutung4 ,sie ist vllig unabhngig von der ,umgebung1 denn sie beruht nicht auf einer ,anpassung und auf einer ,nachahmung1 sondern sie wirkt ganz selbstndig1 einzig und allein durch eine mglichst unregelmige ,verteilung der ,farben1 die die ,umrisse der ,gestalt verwischen und den ,tierkrper in seinem ,gesamteindruck auflsen4 ,die ,somalyse beruht auf ,fleckung und ,streifung1 besonders ,querstreifung1 und zeigt uns1 da die buntfarbigen ,tiere ebenso eine ,schutzfarbe besitzen wie die einfarbigen ,tiere1 die einer bestimmten ,umgebung angepat sind4 ,sidenote3 ,entstehung der ,schutzfarben ,eine andere1 sehr wichtige ,frage ist die1 auf welche ,weise diese ,schutzfarben entstanden sind4 ,der groe englische ,naturforscher ,charles ,darwin1 der den von ,lamarck zuerst ausgesprochenen ,gedanken einer allmhlichen ,entwicklung der ,lebewesen aus einfachen1 niedrigen ,formen zu einer gewaltigen ,lehre erhob1 fhrt die ,entstehung der ,arten auf eine natrliche ,zuchtwahl und ,auslese zurck4 ,vererbung und ,abnderung 7,variation71 beeinflut durch den ,kampf ums ,dasein1 der eine natrliche ,auslese verursacht1 sind nach ,darwin die ,faktoren1 welche die ,arten bilden und umformen4 ,sidenote3 ,darwinismus ,mit ,hilfe des ,darwinismus lt sich die ,entstehung jener ,schutzfrbung1 die wir in ihrer ,anpassung als ,mimikry bezeichnen1 unschwer erklren4 ,alle ,lebewesen1 sagt ,darwin1 variieren bis zu einem gewissen ,grade4 ,je weiter wir in der ,stammesgeschichte zurckgehen1 um so grer mag die ,variationsbreite gewesen sein und die ,mglichkeit1 sich umzubilden4 ,der ,laubfrosch war ursprnglich nicht ausschlielich grn1 sondern es kamen auch ,individuen vor mit weniger ausgesprochener grner ,farbe1 die vielleicht mehr eine gelbe oder braune ,frbung zeigten4 ,alle diese vom ,grn abweichenden ,variationen hoben sich von dem grnen ,bltterwerk mehr ab als ihre grngefrbten ,artgenossen4 ,sie wurden infolgedessen von den ,feinden leichter erkannt und fielen diesen eher zum ,opfer als die grnfarbigen ,frsche mit ihrem dem grnen ,laub besser angepaten ,kleid4 ,so erfolgte im ,kampf ums ,dasein eine ,auslese der ,natur1 die alles ,unzweckmige vernichtete und eine rein blattgrne ,farbenvariett des ,laubfrosches heranzchtete1 wobei die ,vererbung eine ausschlaggebende ,rolle spielte4 ,dies ist in kurzen ,zgen1 an einem einfachen ,beispiel erlutert1 der ,gedankengang des ,darwinismus4 ,es war nicht eine khne1 genial erfundene1 spekulative ,hypothese1 die ,darwin aufstellte1 sondern die in seiner ,heimat1 in ,england so blhende ,rassenzucht der ,haustiere gab dem ernsten ,forscher und ,denker den ,hinweis fr seine neue ,lehre4 ,durch eine knstliche ,zuchtwahl vermehrten die ,zchter die ,tierrassen4 ,sie whlten zur ,zucht stets nur solche ,individuen aus1 die die zu formenden und zu festigenden ,rassemerkmale zunchst andeutungsweise und spter in immer hherem ,grade zeigten1 bis schlielich durch eine sorgfltige ,auslese1 die alles ,minderwertige ausmerzte1 die ,rasse in hchster ,potenz herausgeformt und durch ,vererbung konstant gefestigt war4 ,diese wichtigen ,prinzipien der ,rassenzucht bertrug ,darwin auf die ,natur1 in der der ,kampf ums ,dasein auf natrlichem ,wege jene ,auslese erwirken soll1 die der ,zchter zielbewut ausbt4 ,der von ,darwin neu geprgte ,begriff der natrlichen ,zuchtwahl8 hat eine fundamentale ,bedeutung erlangt1 weil hier zum ersten ,male die ,bildung der ,lebewesen auf einen rein natrlichen ,vorgang zurckgefhrt wird1 ohne ,zuhilfenahme bernatrlicher ,krfte1 ohne ,wunderglauben4 ,sidenote3 ,entwicklungslehre und ,religion ,noch mehr als die ,lehre eines ,kopernikus hat der ,gedankengang ,darwins die ,weltanschauung umgestaltet1 ja sie vllig aus den ,angeln gehoben4 ,von gegnerischer ,seite1 besonders von der ,kirche1 wurde scharfer ,einspruch gegen die ketzerische ,lehre des britischen ,forschers erhoben4 ,das ,fundament der ,religion1 an dem schon ein ,kopernikus1 ein ,lamarck gerttelt hatten1 schien vllig zusammenzustrzen4 ,mit aller ,gewalt lehnte sich die ,theologie gegen die neue ,weltanschauung auf1 die ,moral und ,ethik zu untergraben drohte4 ,unbeirrt der scharfen ,fehde und ,anfeindung ging die ,wissenschaft ihren ,weg weiter4 ,selbst der groe ,forscher ,cuvier1 der mit aller ,kraft das teuflische ,werk ,darwins zu bekmpfen suchte und sich ganz auf den alten ,boden der biblischen ,schpfungsgeschichte stellte1 vermochte den ,stein1 der ins ,rollen gekommen war1 nicht aufzuhalten4 ,die ,entwicklungslehre oder ,deszendenztheorie blieb in der ,wissenschaft anerkannt4 ,sie wurde von ,darwins ,schler1 dem ,jenaer ,zoologen ,ernst ,hckel1 dem genialen ,schpfer des ,biogenetischen ,grundgesetzes1 vollends ausgebaut und gefestigt4 ,illustration3 ,abbildung #bg ,friedrich v4 ,lucanus phot4 ,harzhirsch in der ,suhle ,illustration3 ,abbildung #bh ,james' ,pre ,agency1 ,london ,junger ,gorilla ,bedeutet die ,entwicklungslehre1 welche die allmhliche ,entwicklung der ,lebewesen aus gemeinsamen1 niedrigen ,urformen herleitet1 in der ,tat eine ,vernichtung der christlichen ,religion6 ,untergrbt sie wirklich ,moral und ethisches ,empfinden8 ,dies kann nur der ernstlich glauben1 welcher die ,dinge engherzig und laienhaft ansieht4 ,was sagt doch die ,schpfungsgeschichte im #a4 ,buch ,mose der ,bibel8 ,das erste1 was geschaffen wird1 ist das ,licht1 das1 wie die ,wissenschaft uns lehrt1 die ,quelle alles ,lebens ist4 ,der zweite ,schpfungstag bringt die ,entstehung des ,weltensystems1 der am dritten ,tage die ,bildung der ,erde mit erhrteter ,oberflche1 mit ,trennung von ,land und ,wasser folgt4 ,es entstehen auf der ,erde als erste organische ,gebilde die ,pflanzen4 ,am vierten ,schpfungstage wird das ,weltensystem durch ,schaffung neuer ,gestirne1 deren ,licht die ,erde erleuchtet1 vervollkommnet4 ,die beiden folgenden ,schpfungstage sind der ,bildung der ,tierwelt gewidmet4 ,am letzten ,tage tritt dann der ,mensch als ,krone der ,schpfung in die ,welt4 ,nicht in kindlichem ,aberglauben sollen wir die ,schpfungstage1 wie sie uns ,moses vor ,augen fhrt1 als #bd-,stunden-,tage auffassen4 ,als groe ,perioden mssen wir sie ansehen1 als jene gewaltigen ,zeitrume von ,jahrmillionen1 die die ,wissenschaft in der ,entwicklungsgeschichte der ,erde als ,primrzeit1 ,sekundrzeit usw4 unterscheidet4 ,die ,reihenfolge der mosaischen ,schpfungsgeschichte entspricht durchaus der wissenschaftlichen ,forschung1 die nachgewiesen hat1 da erst die ,pflanzenwelt und dann die ,tierwelt entstanden ist1 und da der ,mensch1 dessen ,dasein kaum bis in die ,tertirzeit hineinreicht1 den letzten ,akt der fortschreitenden ,entwicklung verkrpert4 ,er ist1 dank seines hoch ausgebildeten ,gehirns1 dem eine wahrhaft gttliche seelische ,kraft innewohnt1 der ,herr der ,schpfung1 der1 um mit ,moses zu reden1 ber alles ,tier1 das auf ,erden kriechet1 herrschet4 ,die biblische ,schpfungsgeschichte nimmt freilich die ,erschaffung jedes einzelnen ,lebewesens unabhngig von der ,gesamtheit an2 aber in der ,zeitfolge1 wie das ,weltsystem mit dem ,planeten ,erde8 und den ihn belebenden ,organismen in ,erscheinung tritt1 offenbart sich bereits eine allmhliche ,entwicklung nach denselben ,grundstzen1 wie sie die ,deszendenzlehre aufstellt4 ,hierin liegt eine gewaltige ,tiefe und ,gre der biblischen ,weltanschauung1 die zur heutigen ,wissenschaft keineswegs1 wie der ,laie glaubt1 im ,widerspruch steht1 sondern mit ihr in vershnender ,harmonie ausklingt4 ,der geniale ,israelit1 der den ,schpfungsakt ,gottes niederschrieb1 hat freilich von der ,gre seines ,gedankenganges1 von dessen wissenschaftlicher ,bedeutung keine ,vorstellung gehabt4 ,er hat seine ,vorstellungen mit kindlichem ,gemt niedergelegt1 aber mit einem ,gemt1 das eine gewaltige ,geistesgre in sich birgt4 -- ,wir wissen heute1 da alle ,erscheinungen in der ,welt unabnderlichen ,gesetzen unterliegen1 jenen ,gesetzen1 die das ,weltsystem schufen1 die ,werden und ,vergehen in eiserner ,gewalt halten4 ,die ,gesetzmigkeit in der ,welt1 in unserem ,dasein kann und braucht das religise ,empfinden nicht zu ertten4 ,die berhmte ,ignorabimus-,rede von ,du ,bois-,reymond hat auch heute noch trotz allen wissenschaftlichen ,fortschrittes ihre ,gltigkeit4 ,selbst wenn es dem ,forscher gelnge1 die ,urzelle knstlich herzustellen1 das ,leben auf physikalisch-chemischem ,wege in der ,retorte entstehen zu lassen1 so bleibt das ,fundament der ,religion dennoch bestehen4 ,es bleibt immer wieder ein ,letztes in ,dunkel gehllt1 der ,ursprung jener ,krfte1 die imstande sind1 ein ,leben zu erzeugen4 ,mag der ,freidenker diesen ,ursprung ,stoff und ,kraft8 nennen1 mag der ,glubige hierin ,gott8 erblicken1 im ,grunde genommen ist es dasselbe -- ein gewaltiges ,etwas1 das die ,welt beherrscht1 dessen ,wesen unsere ,sinne niemals erfassen knnen4 ,spinozas wahrer ,lehrsatz3 ,nach groen1 ehernen ,gesetzen mssen wir alle unseres ,daseins ,kreislauf vollenden81 so unerbittlich hart er auch erscheinen mag1 steht nicht im ,gegensatz zum ethischen ,empfinden1 nicht im ,widerspruch zum religisen ,gefhl4 ,der ,mensch mit seinen hohen ,geistesgaben ist das einzige ,wesen1 das die ,begriffe der ,moral und der ,ethik kennt1 die der ,tierseele fremd sind4 ,das ,tier folgt automatisch im ,unterbewutsein seinen jeweiligen ,trieben1 die sein ,wesen gesetzmig beherrschen4 ,es kann daher niemals fr seine ,handlungsweise verantwortlich gemacht werden4 ,gut und ,bse1 ,recht und ,unrecht vermag kein ,tier zu unterscheiden1 geschweige denn zu ahnen4 ,die ,erkenntnis dieser ,begriffe fllt nur die ,menschenseele aus und macht den ,menschen erst zu dem1 was er ist1 -- zum ,menschen6 ,darum drstet die ,menschenseele nach ,hherem als nach jenem1 was die nchterne ,wissenschaft uns geben kann1 darum behalten die herrlichen1 tiefempfundenen ,worte der ,bergpredigt des schlichten ,galilers1 der im ,stall zu ,bethlehem geboren wurde und einen harten ,lebensweg wandelte1 ebenso ihre ,gltigkeit wie der ,korintherbrief eines ,paulus1 der die ,liebe als hchstes menschliches ,gut preist4 -- ,charles ,darwin trug kein ,bedenken1 die ,entwicklungslehre letzten ,endes auch auf den ,menschen anzuwenden und dies in seinem epochemachenden ,werke ,die ,abstammung der ,menschen8 frei und offen der ,welt zu verknden4 ,hiermit trat der ,mensch in die ,reihe der ,tiere als deren naher ,verwandter4 ,wohl kaum ist ein ,gedanke so falsch verstanden und bewertet worden wie die tierische ,abstammung des ,menschen4 ,der ,mensch stammt vom ,affen ab81 heit es im ,volksmund4 ,ein wie trichter ,gedanke6 ,wer kann mit seinem ,ahnen zusammen leben1 das schliet der ,begriff der ,abstammung von vornherein aus4 ,die gemeinsame ,wurzel liegt weit1 sehr weit zurck4 ,die ,spaltung zwischen ,mensch und ,affe mu sehr frh vor sich gegangen sein1 es kann nur ein ,wesen in ,betracht kommen1 das in der ,entwicklung tief unter den heutigen ,affen gestanden hat1 und das die ,fhigkeit besa1 nach der einen ,seite hin sich zum ,baumtier1 dem ,affen1 auszubilden und anderseits durch stete ,entwicklung des ,gehirns zum ,menschen zu werden4 ,der ,gedanke der tierischen ,abstammung des ,menschen ist durchaus nicht entwrdigend4 ,er zeigt uns die gewaltige ,bedeutung der ,entwicklung1 die es fertiggebracht hat1 den ,menschengeist zu einer so hohen ,stufe emporzutragen1 die zwischen ,tierseele und ,menschenseele eine gewaltige ,kluft aufgetan hat4 ,das ,verstndnis fr ,moral1 ,kunst und ,wissenschaft ist das alleinige und hchste ,gut der ,menschenseele1 das den ,menschen wieder aus der ,reihe der ,tiere heraushebt und ihn zum gotthnlichen ,wesen macht4 ,die ,entwicklung kennt keinen ,stillstand1 sie geht unaufhaltsam weiter4 ,so erffnet die ,lehre von der ,entwicklung des ,menschen aus niedriger ,form den ,ausblick auf einen weiteren ,fortschritt jenes ,organs1 das den ,menschen zum ,menschen gemacht hat1 auf eine immer hher werdende ,stufe des ,geistes4 ,der bermensch als vollendetes ,wesen1 dem kein ,mangel des ,geistes mehr anhaftet1 dem ,ha1 ,grausamkeit und ,neid fremd sind1 dessen ,herz allein die reine ,liebe fr seine ,mitmenschen und alle ,geschpfe beseelt1 steht vor unserem geistigen ,auge als vollkommenste ,entwicklungsstufe1 die vielleicht in ,jahrmillionen einst erreicht wird4 ,wahrlich ein erhebender ,gedanke1 dem nichts ,niedriges1 sondern nur ,hohes und ,heiliges innewohnt4 ,die ,auffassung von der tierischen ,herkunft des ,menschen gibt uns durchaus nicht das ,recht1 unseren unlauteren ,begierden1 die tierischen ,ursprungs sind1 freien ,lauf zu lassen1 wie das ungebildete ,volk wohl glaubt4 ,im ,gegenteil1 sie ist nur ein ,grund mehr zur ,selbstzucht und ,selbstbeherrschung4 ,wir mssen uns unserer ,geisteskraft1 die wir der ,entwicklung verdanken1 wrdig zeigen4 ,moral und ,ethik mu unser ,sinnen und ,trachten ausfllen4 ,wer anders denkt und dies nicht tut1 entwrdigt sich selbst1 verleugnet seine menschliche ,natur und sinkt wieder zum ,tier herab1 was er einst gewesen ist4 -- ,sidenote3 ,unsterblichkeit ,dissidenten und ,atheisten glauben die auf den ,menschen angewandte ,entwicklungslehre als ,beweis anfhren zu knnen1 um die ,unsterblichkeit der ,menschenseele zu widerlegen4 ,der ,begriff der ,unsterblichkeit lt sich weder wissenschaftlich beweisen1 noch wissenschaftlich leugnen4 ,keine ,kraft im ,weltall geht verloren4 ,sie setzt sich nur um und tritt in anderer ,erscheinung wieder auf4 ,so mag auch die ,geisteskraft des ,menschen unsterblich sein1 in welcher ,form dies geschieht1 entzieht sich unserer ,erkenntnis1 und kein kirchliches ,dogma kann uns hierauf ,antwort geben4 ,es bleibt ,sache des ,glaubens und des religisen ,empfindens1 das dem ,einzelnen berlassen ist4 -- ,nach ,darwins ,lehre soll die ,schutzfarbe der ,tiere1 wie die ,sandfarbe der ,wstenbewohner1 die leuchtende1 bunte ,frbung der ,tropenfauna und das weie ,haar- und ,federkleid der ,bewohner der ,eisregion1 im ,kampf ums ,dasein durch natrliche ,auslese entstanden sein4 ,so einleuchtend diese ,theorie auch klingt1 so lt sie sich nach den neuen ,forschungen in ihrem vollen ,umfange nicht mehr aufrecht halten4 ,sidenote3 ,neue ,forschungen ber die ,entstehung der ,frbung der ,tiere ,wir wissen heute1 da die ,frbung der ,tiere auch noch von anderen1 rein uerlichen ,faktoren bedingt wird4 ,das ,klima spielt hierbei eine nicht zu unterschtzende ,rolle4 ,auerordentlich lehrreich fr die ,beurteilung der ,farbenbildung sind die ,versuche1 welche ,kammerer mit ,reptilien gemacht hat4 ,es gelang ihm durch ,erhhung bzw4 ,erniedrigung der ,auentemperatur die ,frbung von ,eidechsen zu verndern4 ,die auf der ,oberseite herrlich grn1 unterwrts gelb gefrbte ,smaragdeidechse 7,lacerta viridis7 bildet je nach ,gre und mehr oder weniger lebhafter ,frbung mehrere geographische ,rassen4 ,so fehlt der grten in ,kleinasien und ,syrien lebenden ,form 7,lacerta viridis major7 die schne blaue ,kehlfrbung der sdeuropischen ,smaragdeidechsen1 die besonders die ,mnnchen in der ,brunstzeit ziert4 ,durch starke ,temperaturerhhung brachte ,kammerer die blaue ,farbe der sdeuropischen ,rassetiere zum ,verschwinden und erzielte hierdurch auf knstlichem ,wege die ,farbe der major-,rasse4 ,ebenso gelang es ,kammerer durch ,einwirkung hoher ,temperatur bei weiblichen ,mauereidechsen 7,lacerta muralis7 eine prchtigere ,frbung1 wie sie nur die ,mnnchen haben1 hervorzurufen4 ,es entstanden an den ,seiten blaue ,flecke und der ,bauch frbte sich rot4 ,eine ,erhhung der ,auentemperatur in ,verbindung mit ,feuchtigkeit erzeugt nach ,kammerer vermehrte ,pigmentbildung und infolgedessen ein ,dunklerwerden der ,frbung1 whrend niedrige ,temperatur und ,trockenheit ,pigmentschwund und infolgedessen ,aufhellung hervorbringen4 ,bei einigen ,eidechsen entstand sogar im ersteren ,falle vlliger ,melanismus4 hnliche ,beispiele wie bei den ,eidechsen lassen sich auch aus der ,insektenwelt anfhren4 ,geographische ,rassen von ,schmetterlingen lassen sich knstlich erzeugen1 je nachdem man die ,puppen in kalter oder warmer ,temperatur zur ,entwicklung bringt4 ,im ersteren ,falle erfolgt eine ,aufhellung1 im letzteren ein ,dunklerwerden der ,frbung4 ,grnitz hat den ,farbstoff der ,vogelfedern physikalisch-experimentell untersucht und ist hier ebenfalls zu dem ,ergebnis gekommen1 da ,klte den dunklen ,farbstoff1 die ,melanine1 zerstrt1 ,wrme dagegen sie frdert4 ,der ,kleiber ,sitta europaea hat in ,mitteleuropa einen schmutziggelben ,bauch1 in ,ostpreuen1 ,polen und den ,baltischen ,lndern ist der ,leib rahmfarben und in ,skandinavien wei gefrbt1 so da sich verschiedene geographische ,unterarten abtrennen lassen4 ,der ,jagdfalk ,falco islandicus ist in den sdlichen ,lndern seines ,verbreitungsgebiets dunkel1 im hohen ,norden dagegen fast rein wei4 ,unabhngig von der ,temperatur ben nach ,grnitz auch ,trockenheit und ,feuchtigkeit einen ,einflu auf die ,gefiederfarbe aus4 ,trockenheit schrnkt die ,pigmentbildung ein4 ,die dunkelsten ,farbstoffe1 das schwarze und braune ,eumelanin wird zerstrt1 whrend das hellere1 gelbliche ,phomelanin zunimmt4 ,die ,haubenlerche1 welche das trockene ,wstengebiet der ,sahara bewohnt1 zeigt auf dem ,rcken eine hellrtlichgelbe ,farbe1 weil durch die ,trockenheit das ,eumelanin zerstrt ist1 und das ,phomelanin sich ausgebreitet hat4 ,dagegen ist die ,haubenlerche1 die im feuchten ,nildelta lebt1 die dunkelste ,form1 weil das ,eumelanin durch die bestndige ,feuchtigkeit des ,klimas1 unabhngig von der ,wrme1 eine starke ,vermehrung erfahren hat4 ,die ,vgel1 welche das afrikanische ,kstengebiet bewohnen1 sind infolge des feuchten ozeanischen ,klimas im allgemeinen dunkler gefrbt als ihre ,artgenossen im ,innern des ,festlandes4 ,der afrikanische ,raubwrger hat im ,kstengebiet einen dunkelgrauen ,rcken1 in der ,sahara dagegen einen hellgrauen4 ,sehr interessant ist ferner die ,erscheinung1 da bei den ,zugvgeln1 die im hohen ,norden brten1 keine ,aufhellung ihres ,gefieders erfolgt ist1 wie man vielleicht zunchst annehmen sollte4 ,bei eingehender ,prfung erklrt sich aber dieser scheinbare ,widerspruch von selbst4 ,die ,zugvgel brten im ,sommer1 also in einer warmen ,jahreszeit im ,norden1 verlassen diesen noch vor ,beginn der ,klte1 um im warmen ,sden zu berwintern4 ,sie leben also niemals unter dem ,einflu einer sehr niedrigen ,temperatur4 ,so sehen wir denn1 da z4 ,b4 die ,graugans im hchsten ,norden ihres ,verbreitungsgebiets nicht heller gefrbt ist als in sdlichen ,gegenden4 ,der ,alpenstrandlufer der ,arktis ist auf der ,oberseite ebenso dunkel gefrbt wie die ,brutvgel in ,holland und an den deutschen ,nord- und ,ostseeksten4 ,auer den ueren ,einflssen des ,klimas scheint auch die ,farbe der ,umgebung1 in der ein ,tier lebt1 eine gewisse ,einwirkung auf die ,pigmentbildung zu haben4 ,versuche1 die nach dieser ,richtung hin mit dem ,feuersalamander ausgefhrt wurden1 ergaben1 da die gelbe ,fleckenzeichnung auf dem ,krper zunahm und sich allmhlich mehr verbreitete1 wenn die ,tiere auf hellem ,untergrunde gehalten wurden1 da anderseits die gelben ,flecken sich verkleinerten und die schwarze ,grundfarbe mehr hervortrat1 wenn man die ,versuchstiere auf dunkler ,erde hielt4 ,diese ,farbenvernderung trat jedoch nicht auf1 wenn die ,tiere des ,augenlichts beraubt waren4 ,hieraus geht hervor1 da es sich um einen optischen ,reiz handelt1 der sich auf die ,pigmentbildung bertrgt4 ,alle diese ,forschungen1 die aus neuerer ,zeit vorliegen1 erffnen fr die ,beurteilung der ,entstehung der ,frbung der ,tiere eine ganz neue ,perspektive1 die uns zwingt1 die ,dinge nach ganz anderen ,gesichtspunkten zu beurteilen1 als man es bisher getan hat1 und ,darwins genial ersonnene ,lehre von der ,entstehung der ,arten durch natrliche ,auslese im ,kampf ums ,dasein erhlt hierdurch einen empfindlichen ,sto4 ,die ,wstenfarbe der ,springmuse1 der ,wstenlerchen und vieler anderer ,wstentiere1 die ein so vortreffliches ,beispiel fr die ,mimikry und ihre ,entstehung in ,darwins ,sinne zu sein schien1 mu mit einem ,male auf eine ganz andere ,ursache zurckgefhrt werden4 ,das physikalisch-chemische ,experiment lehrt uns1 da ein ,kampf ums ,dasein und eine ,auslese gar nicht notwendig sind1 um diese verblffende ,anpassung hervorzurufen4 ,der grne ,laubfrosch braucht nicht durch ,vertilgung der unzweckmigen ,frbung herausgezchtet zu sein1 sondern er verdankt seine dem ,aufenthaltsorte angepate ,farbe vielleicht dem ,einflu klimatischer ,faktoren oder dem ,reiz des grnen ,lichtes1 das das ,bltterwerk1 in dem er zu ,hause ist1 auf seine ,sehnerven ausbt4 ,so schreitet die ,wissenschaft unaufhaltsam vorwrts4 ,das ,bessere ist des ,guten ,feind2 das ,alte wird beiseite getan1 neue ,theorien werden aufgebaut1 um vielleicht in spterer ,zeit wieder durch neue ,ergebnisse rastlosen ,forschergeistes berholt zu werden4 ,trotzdem wre es ein schweres ,unrecht gegen die ,wissenschaft1 die ,hypothese1 die in ernster1 gewissenhafter ,arbeit geschaffen wurde1 etwa verchtlich abzutun1 wie es leider heute bisweilen geschieht4 ,mag eine frhere ,anschauung ihre ,gltigkeit verlieren1 so bleibt ihr ,wert1 den sie der ,wissenschaft geleistet hat1 dennoch fr alle ,zeiten bestehen4 ,auch sie bedeutete einen ,fortschritt in der ,erkenntnis1 denn sie hat zur ,klrung des ,ganzen im ,suchen nach der ,wahrheit beigetragen und bildet daher einen wichtigen ,baustein im ,gebude der ,wissenschaft4 ,das ,alte strzt1 es ndert sich die ,zeit1 und neues ,leben blht aus den ,ruinen48 -- ,mag ,darwins ,lehre von der ,entstehung der ,arten durch natrliche ,zuchtwahl auch der heutigen ,wissenschaft nicht mehr in allem standhalten1 so bleibt doch der ,grundgedanke seiner ,lehre1 die ,entstehung der ,arten durch allmhliche ,entwicklung und ,umbildung bestehen4 ,mag auch die ,schutzfrbung nicht durch eine ,auslese im ,lebenskampf hervorgerufen sein1 so behalten dennoch ihr ,wesen und ihre ,wirksamkeit ,geltung4 ,die ,tatsache1 da der ,hase im ,kleide der ,erdscholle1 die ,fasanenhenne1 die ,waldschnepfe im drrlaubfarbigen ,gewande und die ,wstentiere im sandfarbigen ,haar- und ,federkleid der ,umgebung vortrefflich angepat sind1 bleibt bestehen4 ,die ,mimikry verliert nicht ihre ,bedeutung1 auch wenn sie anderen ,ursprungs ist1 der mit einem beabsichtigten ,schutz nichts zu tun hat4 ,das ,kleid1 das sich ganz unabhngig vom ,kampf ums ,dasein einzig unter dem ,einflu des ,klimas und anderer uerer ,einwirkungen herausgebildet hat1 ist dennoch eine ,tracht geworden1 die seinen ,trger vor den ,nachstellungen seiner ,feinde schtzt1 da sie zur ,umgebung pat4 ,wir sehen1 wie auerordentlich fein und sinnreich die ,natur arbeitet1 wie ihre groen1 unabnderlichen ,gesetze sich nicht in ,einseitigkeit verlieren1 sondern wie ein gewaltiger1 zielbewuter ,wille zweckmig arbeitet4 ,sidenote3 ,wert der ,schutzfarbe ,erfllt die ,schutzfarbe wirklich ihren ,zweck8 ,auch hiergegen hat man versucht1 ,einwnde zu erheben4 ,man hlt eine ,schutzfrbung fr unntig1 da viele ,tiere1 die dieses ,vorteils entbehren1 trotz aller ,nachstellungen noch nicht ausgerottet sind4 ,dieser ,einwand entbehrt aber einer zutreffenden ,begrndung4 ,von ,natur sind alle ,tiere mehr oder weniger durch ihre ,frbung geschtzt4 ,selbst die buntfarbigen ,tiere1 bei denen man nicht von ,mimikry sprechen kann1 entbehren des ,schutzes nicht1 da auch eine bunte ,zeichnung1 wie wir gesehen haben1 durch die krperauflsende ,wirkung der ,somalyse das ,tier unkenntlich macht4 ,man hat ferner gegen den ,wert der ,schutzfarbe eingewendet1 da sie nur gegen ,sicht1 aber nicht gegen eine ,wahrnehmung mit dem ,geruchssinn schtzt1 der gerade bei den ,raubtieren so gut entwickelt sein soll4 ,der ,fuchs sprt mit ,hilfe seines ,geruchs die brtende ,fasanenhenne1 den in der ,sasse sitzenden ,hasen auf1 und die ,schutzfrbung verfehlt ihren ,zweck4 ,so einfach lt sich die ,sache aber nicht abtun4 ,zunchst findet der ,fuchs mit ,hilfe des ,geruchssinnes nur dasjenige ,wild1 welches sich1 wie der ,jger sagt1 unter ,wind befindet1 dessen ,witterung ihm die ,luftstrmung zutrgt4 ,in allen anderen ,fllen wird ,reineke sein ,opfer meist nicht wahrnehmen1 weil es durch die ,schutzfarbe seinen ,blicken entzogen wird4 ,hieraus geht schon hervor1 da die ,mimikry durchaus nicht so bedeutungslos ist1 wie die ,gegner vermeinen1 sondern sehr wohl ihren ,zweck hat4 ,der durch seine populren ,tierschriften bekannte ,schriftsteller ,zell teilt die ,tiere nach der ,ausbildung ihrer ,sinne ein und unterscheidet ,nasen- und ,augentiere1 d4 h4 ,tiere1 die einseitig entweder den ,geruchssinn oder das ,gesicht zur ,erfllung ihrer ,lebensaufgaben benutzen4 ,diese ,anschauung kann einer ernsten ,kritik nicht standhalten4 ,die meisten ,tiere sind keineswegs einseitig im ,gebrauch der ,sinne veranlagt1 und am allerwenigsten jene ,tiere1 auf die ,zell seine ,hypothese in der ,hauptsache anwendet1 wie unser ,wild und das ,raubzeug4 ,niemand wird bestreiten1 da bei ,hirsch1 ,reh und ,wildschwein der ,geruch vorzglich ausgebildet ist4 ,sie nehmen auf weite ,entfernung von mehreren hundert ,metern die ,witterung des ,menschen1 die ihnen der ,wind zutrgt1 wahr1 und hierin liegt zweifellos ein vortrefflicher ,schutz gegen ,gefahren4 ,wer aber das ,verhalten dieser ,tiere aufmerksam beobachtet1 gewinnt bald die ,ansicht1 da infolge des hochentwickelten ,geruchs die anderen ,sinne keineswegs verkmmert sind1 wie ,zell meint4 ,auerordentlich scharf1 vielleicht ebenso scharf als der ,geruch ist das ,gehr dieser ,tiere4 ,wittert ein ,reh oder ein ,stck ,rotwild ,gefahr1 dann richtet es nicht nur den ,windfang nach dem ,winde1 um sich von der ,nhe eines ,feindes zu berzeugen1 sondern gebraucht ebenso das ,gehr1 wie man an der fortgesetzten ,drehung der hochaufgerichteten ,lauscher sehen kann4 ,das ,wild unterscheidet mit tdlicher ,sicherheit die feinsten ,gerusche nach ihrem ,ursprung4 ,rutscht ein ,eichhrnchen am ,stamm empor1 raschelt eine ,maus im drren ,laub1 oder schleicht ein ,fuchs ber den ,boden1 so wirft das ,wild vielleicht einen ,augenblick den ,kopf auf1 nimmt aber sofort wahr1 da es sich um ein unverdchtiges ,gerusch handelt und wird wieder vertraut4 ,ganz anders1 wenn der prschende ,jger ein nur leises1 hnliches ,gerusch verursacht4 ,er vergrmt das ,wild sofort -- ein ,beweis1 da es den ,unterschied des ,schalls1 so gering er auch ist1 sofort erkannt hat4 ,auch das ,gesicht ist beim ,wilde keineswegs so schlecht ausgebildet1 wie man meist vermutet4 ,es steht freilich dem ,geruch und ,gehr nach1 ohne jedoch seine ,bedeutung zu verlieren4 ,wenn der ,jger in unaufflliger1 der ,umgebung angepater ,kleidung ganz still sich verhlt1 wird er bei gutem ,winde nicht leicht vom ,wilde bemerkt1 auch wenn er ganz frei und ungedeckt steht4 ,die geringste ,bewegung wird aber von dem ,wilde sofort wahrgenommen4 ,man kann bekanntlich einen ,rehbock auf freier ,wiese oder im ,felde bis auf nahe ,entfernung anprschen1 wenn man sich langsam vorwrts bewegt1 sobald dieser den ,kopf unten hat und st1 aber sofort zur ,bildsule erstarrt1 wenn er den ,kopf hebt4 ,der ,grund liegt darin1 da das ,tier den stillstehenden ,jger nicht erkennt und auch nicht imstande ist1 die ,vernderung der ,entfernung zu beurteilen4 ,diese ,unachtsamkeit beruht weniger auf einer schlechten ,sehkraft1 als auf der geringfgigen geistigen ,begabung4 ,das ,tier macht sich die ,bedeutung des auf die ,netzhaut geworfenen ,bildes nicht bewut klar4 ,es fehlt die verstandesmige berlegung1 die bei uns das1 was wir mit den ,augen wahrnehmen1 zum richtigen ,bewutsein und ,verstndnis kommen lt4 ,die optische ,schrfe des ,auges ist aber beim ,reh- und ,rotwild durchaus nicht gering4 ,selbst ein unaufflliges ,augenzwinkern nimmt das ,tier ohne weiteres wahr und quittiert die verdchtige ,erscheinung durch eine sofortige ,flucht1 wie ich mich auf meinen ,prschgngen oft genug berzeugen konnte4 ,beim ,wildschwein ist die ,sehkraft freilich recht gering4 ,trotzdem wre es falsch1 nach dem ,muster von ,zell von einem ,nasentier zu reden1 da neben dem ,geruchssinn das ,gehr in hchster ,vollkommenheit ausgebildet ist4 ,die ,bedeutung des ,geruchssinnes beim ,raubwild1 wie ,fuchs und ,marder1 wird sehr berschtzt4 ,ich habe mich auf der ,jagd oft genug darber gewundert1 wie die ,nase des roten ,freibeuters versagte4 ,mehrmals erlebte ich es gelegentlich des ,rehbockanstandes1 da ein ,fuchs in einer ,entfernung von nur wenigen ,schritten ganz vertraut an mir vorberschnrte1 ohne meine ,nhe zu bemerken4 ,mit dem ,geruchssinn des ,fuchses scheint es also nicht weit her zu sein4 ,dieselbe ,erfahrung machte auch in jngster ,zeit mein ,freund ,graf ,otto ,zedlitz an einem zahmen ,fuchs1 den er in ,gefangenschaft hielt4 ,graf ,zedlitz1 der um die ,erforschung der afrikanischen ,vogelwelt so verdiente ,gelehrte und ausgezeichnete ,tierbeobachter1 teilte mir mit1 da er immer wieder zu seinem ,erstaunen erfahren knne1 wie wenig sein ,fuchs vom ,geruchssinn ,gebrauch macht1 und da er sich ganz und gar vom ,gehr und ,gesicht leiten lt4 ,dieselbe ,erfahrung machte ich an einem ,steinmarder und an einem ,edelmarder1 die ich als junge ,tiere erhielt und die lange ,zeit meine ,zimmergenossen waren4 ,sie waren nicht imstande1 ein ,stck rohen ,fleisches1 das ich unter einem leinenen ,tuche versteckt hatte1 mit dem ,geruchssinn aufzufinden4 ,sie liefen ber das ,tuch hinweg1 ohne den verborgenen ,leckerbissen zu bemerken4 ,dagegen war bei ihnen das ,gehr auerordentlich fein ausgebildet4 ,ich konnte sie in kurzer ,zeit daran gewhnen1 auf ein ganz leises ,knacken mit dem ,fingernagel herbeizukommen1 um ,leckerbissen in ,empfang zu nehmen4 ,die ,ansicht1 da die ,mimikry des ,hasen1 des ,rebhuhnes1 der brtenden ,lerche und vieler anderer ,tiere kein ,schutzmittel gegen die ,angriffe des ,raubzeugs sei1 weil es hauptschlich mit der ,nase arbeitet1 ist also durchaus hinfllig4 ,jede ,schutzfrbung1 sowohl die ,mimikry wie die ,somalyse1 kommen natrlich nur dann zur ,geltung1 solange das betreffende ,tier sich vllig ruhig verhlt1 da die ,bewegung die ,wirkung der ,anpassung aufhebt und das ,tier verrt4 ,infolgedessen verhalten auch alle ,tiere1 die eine ausgesprochene ,schutzfarbe besitzen1 sich vllig ruhig1 sobald sie glauben1 sich nicht mehr rechtzeitig durch ,flucht in ,sicherheit bringen zu knnen4 ,aus diesem ,grunde liegen die ,rebhhner fest vor dem vorstehenden ,hunde4 ,sie halten81 wie der ,jger sagt4 ,der ,hase bleibt bei pltzlicher ,annherung des ,menschen hufig so fest in der ,sasse liegen1 da man geradezu auf ihn treten kann4 ,das ,tier hat dabei offenbar das ,gefhl1 da es bersehen wird und dadurch der ,gefahr am besten entgeht1 jedenfalls viel besser1 als wenn es zur ,flucht sich erheben wrde und dann leicht von seinem ,verfolger ergriffen werden knnte4 ,dieser ,instinkt1 sich unsichtbar zu machen1 wird sich erst im ,laufe der ,zeit herausgebildet haben4 ,fr seine ,entstehung gibt es aber wohl kaum eine bessere ,erklrung als die ,theorie ,darwins von der ,einwirkung der ,auslese im ,kampf ums ,dasein4 ,so sehen wir1 da ,darwins ,lehre trotz der neuen ,erklrung von der ,entstehung der ,farben durch ,klima und optische ,reize ihre ,gltigkeit nicht ganz verloren hat4 ,die ,mittel1 mit denen die ,natur ihre ,geschpfe bildet und formt1 sind beraus mannigfaltig und vielseitiger1 als wir heute wissen und ahnen4 -- ,sidenote3 ,mimikry des ,kuckuckseies ,eine vielumstrittene ,frage auf dem ,gebiet der ,mimikry ist die ,frbung des ,kuckuckseies4 ,das ,kuckucksei variiert bekanntlich auerordentlich und zeigt den ,typus der ,eier zahlreicher ,singvgel4 ,es gibt rein blaugrne ,kuckuckseier1 die den ,eiern des ,gartenrotschwanzes vllig gleichen4 ,liegt ein solches ,kuckucksei in einem ,rotschwanznest1 dann ist es von den ,rotschwanzeiern uerlich gar nicht zu unterscheiden4 ,andere ,kuckuckseier gleichen den ,eiern der ,wrger1 ,grasmcken1 ,fliegenfnger1 ,pieper und ,stelzen in auffallendster ,weise4 ,freilich liegen die ,kuckuckseier nicht immer in ,nestern mit entsprechend gefrbten ,eiern1 sondern hufig auch in solchen ,gelegen1 zu denen sie in der ,farbe nicht passen4 ,trotzdem lt sich die ,mimikry des ,kuckuckseies nicht verleugnen4 ,in manchen ,gegenden herrscht ein bestimmter ,eityp vor1 und der ,kuckuck benutzt dann fast ausschlielich solche ,vogelnester fr seinen ,brutparasitismus1 zu deren ,gelege sein ,ei pat4 ,so sind die ,kuckuckseier in ,finnland vorzugsweise einfarbig blau und liegen fast immer in den ,nestern des dortigen ,gartenrotschwanzes4 ,die auffallendste bereinstimmung zwischen ,kuckucksei und ,nesteiern finden wir in ,japan1 wo sich der ,kuckuck die ,schwarzkehlammer 7,emberiza ciopsis7 zur ,bebrtung seines ,eies ausgewhlt hat4 ,geradezu verblffend ist die hnlichkeit des ,kuckuckseies mit den ,eiern dieser ,ammer4 ,sie sind beide auf weilichem ,grunde dunkelgefleckt1 und die ,fleckung bildet am stumpfen ,eiende einen aus ,schnrkeln gewundenen ,kranz4 ,diese ,anpassung steht einzig da und kann unmglich eine reine ,laune des ,zufalls sein1 sondern mu gesetzmig hervorgerufen sein4 ,hier wrde die ,auslese im ,sinne ,darwins zweifellos die beste und einzig mgliche ,erklrung sein1 wenn eine solche ,auslese tatschlich durch die ,wirtsvgel bewirkt wrde4 ,nimmt man an1 da die ,ammern alle unhnlichen ,kuckuckseier stets entfernt haben1 so wrde durch die ,auslese im ,laufe der ,zeit ein ,kuckucksstamm herangezchtet sein1 dessen ,eier den ,ammereiern gleichen4 ,hiermit wre das ,geheimnis der ,anpassung aufgedeckt4 ,so einfach liegt die ,sache aber nicht4 ,in meiner ,schrift ,das ,leben der ,vgel8 habe ich darauf hingewiesen1 da die ,singvgel keineswegs immer fremde ,eier aus ihren ,nestern entfernen1 sondern sie sehr oft1 auch wenn sie auffallend verschieden sind1 annehmen und erbrten4 ,es ist also sehr zweifelhaft1 ob eine ,auslese wirklich in der ,natur stattfindet1 und ob sie so gro ist1 da eine ,mimikry zustande kommen kann4 ,wenn trotzdem eine ,anpassung1 und sogar eine geradezu verblffend groe ,anpassung vorhanden ist1 so legt dies den ,gedanken nahe1 da es sich hier um ein uns noch unbekanntes ,naturgesetz handeln mu1 das zu erforschen der ,wissenschaft noch vorbehalten ist4 ,noch vieles im ,leben der ,tiere ist in ,dunkel gehllt4 ,der geheimnisvolle ,zauber1 der ber den ,erscheinungen des ,tierlebens liegt1 bt immer wieder auf den ,forscher wie auf den ,laien eine gewaltige ,anziehungskraft aus1 die den1 der von diesem ,bann ergriffen ist1 in unlsbare ,fesseln schmiedet und ihm als hchstes ,ideal vor ,augen fhrt1 die ,wunder der ,natur zu ergrnden4 #e ,friedrich von ,lucanus1 ,schutzfrbungen und ,nutztrachten1 ,journal fr ,ornithologie #aijb4 ,verstellungsknste ,sidenote3 ,vorgetuschte ,flgellahmheit der ,vgel ,ein herrlicher ,sommertag lockt uns in die freie ,natur4 ,wir wandern am ,waldesrand entlang4 ,drossel- und ,amselschlag erquickt unser ,herz und ,gemt4 ,vom nahen ,felde her dringen die jauchzenden1 wirbelnden ,triller der ,lerche an unser ,ohr4 ,wir lassen uns am ,grabenrand unter einer ,dornenhecke nieder1 um ein ,weilchen auszuruhen und die ,stimmung der ,natur in vollen ,zgen zu genieen4 ,doch was ist das8 ,vor uns flattert auf dem ,erdboden ein kleines1 graues ,vgelchen1 anscheinend krank und flgellahm4 ,wir wollen das ,tier ergreifen1 um es mit nach ,haus zu nehmen und es zu pflegen1 bis wir es gesundet der ,freiheit zurckgeben knnen4 ,der arme ,wicht lt sich aber nicht so leicht fangen1 wie wir glaubten4 ,er flattert mhsam vor uns her1 und jedesmal1 wenn wir mit der ,hand zufassen1 entgleitet er unseren ,nachstellungen4 ,in der ,verfolgung entfernen wir uns immer weiter von unserem ,platz1 da erhebt sich der ,vogel1 der eben noch so matt und krank erschien1 hoch in die ,luft und verschwindet unseren ,blicken4 ,es war eine ,grasmcke1 die in dem ,dornbusch1 unter dessen ,schatten wir ruhten1 ihr ,nest mit ,jungen hat4 ,der ,vogel war nicht krank1 er stellte sich nur flgellahm1 um in der ,sorge fr das ,leben seiner ,kinderschar unsere ,aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken und durch die geschickten ,verstellungsknste uns von dem ,nistplatz fortzufhren4 ,diese ,verstellungsknste zum ,schutze der ,jungen vollfhren auer den ,grasmcken auch viele andere ,vgel1 nachdem sie vorher ihre ,jungen durch einen ,warnruf zur ,ruhe gemahnt haben4 ,ich habe es einst im ,harz bei einer ,auerhenne beobachtet1 und neuerdings ist dasselbe auch bei ,wildtauben festgestellt worden4 ,die ,kunst1 den ,feind durch ,list zu tuschen1 wird hauptschlich von solchen ,vgeln angewendet1 die zu schwach sind1 ihre ,brut zu verteidigen1 whrend wehrhafte ,vgel1 wie ,raubvgel1 ,strche und ,reiher in solchen ,fllen dem ,feinde mutig zu ,leibe gehen4 ,sidenote3 ,schutz- und ,schreckstellungen ,andere ,tiere ben solche ,verstellungsknste zu ihrer eigenen ,sicherheit aus4 ,die ,eulen machen sich bei ,gefahr ganz dnn1 indem sie den ,krper hochrecken und das ,gefieder eng anlegen1 so da sie dann nicht mehr in ihrer ,gestalt als ,vogel zu erkennen sind1 sondern einem drren ,ast gleichen und bersehen werden4 ,die ,rohrdommel sucht einer ,gefahr dadurch zu entgehen1 da sie ihren ,krper und ,hals senkrecht in die ,hhe streckt1 so da sie einem ,pfahl oder einem ,rohrhalm gleicht und auf diese ,weise in dem dichten ,rhricht verschwindet4 ,der ,ziegenmelker1 der seinen abenteuerlichen ,namen nach dem ,volksglauben fhrt1 da er nachts in die ,stallungen fliegt1 um den ,ziegen ,milch zu rauben1 was natrlich ein ,mrchen ist1 setzt sich zur ,ruhe nicht quer auf einen ,ast1 wie es alle anderen ,vgel tun1 sondern der ,lnge nach4 ,er gleicht dann dem ,auswuchs eines knorrigen ,baumastes und wird von seinen ,feinden nicht so leicht erkannt4 ,bei diesen ,verstellungsknsten kommt der ,eule1 der ,rohrdommel und dem ,ziegenmelker noch die dstere1 unscheinbare ,frbung des ,gefieders zugute1 welche die ,wirkung der ,tuschung noch erhht4 ,der gengstigte ,steinkauz macht fortgesetzt ,verbeugungen1 indem er seinen ,krper auf und nieder schnellt4 ,im ,halbdunkel einer ,baumhhle bewegen sich dann die leuchtendgelben1 groen ,augen rasch hin und her1 wodurch vielleicht der ,marder oder das ,wiesel1 wenn sie den harmlosen ,kauz in seinem ,versteck berfallen wollen1 sich abschrecken lassen4 ,unter den ,sugetieren nehmen die ,flughunde eine ,schutzstellung ein1 die sie als ,tiere unkenntlich macht4 ,sie hngen sich mit den ,hinterfen an einem wagerechten ,ast auf und lassen den ,krper mit engangelegten vorderen ,gliedmaen herabhngen4 ,hierdurch gewinnen sie das ,aussehen einer am ,baume herunterhngenden ,frucht4 ,dieser ,eindruck wird noch dadurch vervollkommnet1 da die gesellig lebenden ,tiere in groer ,anzahl nebeneinander hngen1 so da ein ,schlafbaum der ,flughunde wie ein mit ,frchten reichbesetzter ,strauch aussieht4 ,der auf den ,sundainseln lebende ,pelzflatterer oder ,kaguang 7,galeopithecus volans7 hngt sich beim ,schlafen mit allen vier ,fen an einem ,zweig auf und sieht mit seinem braunen1 wei gesprenkelten ,fell wie ein ,auswuchs am ,ast aus4 ,der ,kaguang gehrt mit ,spitzmaus1 ,igel und ,maulwurf zur ,ordnung der ,insektenfresser84 ,eine zwischen den ,vorder- und ,hinterfen ausgespannte ,flughaut dient dem ,tier als ,fallschirm bei seinen ,sprngen durch die ,luft4 ,auch einige ,amphibien und ,reptilien wenden ,schreckmittel an1 um sich zu verteidigen4 ,die ,natur hat ihnen besondere ,vorrichtungen verliehen1 ihren ,krper pltzlich zu verunstalten und dadurch den ,feind abzuschrecken4 ,der in ,sdamerika lebende braunfleckige ,sumpffrosch aus der ,gattung ,paludicola und der afrikanische ,kurzkopffrosch 7,breviceps mossambicus7 knnen ihren ,krper mit ,luft so stark aufblasen1 da er zu einer groen ,kugel wird1 wodurch froschfressende ,tiere abgeschreckt werden4 ,auch die ,chamleons blasen bei ,gefahr ihren ,krper auf1 der hierdurch eine dicke und pralle ,gestalt erhlt1 die keine ,angriffsflchen bietet1 so da die ,bisse des ,gegners leicht abgleiten4 ,auerdem nimmt das ,tier durch ,aufblasen des ,kehlsacks und der ,hautlappen1 die manche ,arten an den ,kopfseiten tragen1 ein absonderliches1 abschreckendes ,aussehen an4 ,das ,aufblasen des ,krpers geschieht vermittels der ,lungen1 die zahlreiche1 schlauchartige ,fortstze haben1 die sogar bis zu den ,eingeweiden reichen und mit ,luft gefllt werden knnen4 ,diese ,blindscke8 der ,chamleons sind eine hnliche ,vorrichtung wie die ,luftscke8 der ,vgel1 welche im ganzen ,krper verteilt unter der ,haut liegen und ebenfalls mit den ,lungen in ,verbindung stehen4 ,es tritt hier unverkennbar die nahe ,verwandtschaft der ,vgel mit den ,kriechtieren hervor1 die die ,abstammungslehre als die ,ahnen der ,vgel ansieht4 ,der ,kehlsack des ,chamleons steht mit der ,luftrhre1 die ,hautlappen des ,kopfes mit den ,eustachischen ,rhren in ,verbindung und werden von hier aus mit ,luft gefllt4 ,genau dasselbe zeigt auch das pneumatische ,system der ,vgel4 ,die unter der ,schdelhaut befindlichen ,luftscke sind in der ,regel gleichfalls an die ,eustachische ,rhre angeschlossen und hngen nur bei wenigen ,arten mit den ,lungen und ,bronchien zusammen4 ,auch bei den ,anolis dient das ,aufblasen des ,kehlsacks als ,schreckmittel 7,abbildung #bd74 ,die wegen ihres gefhrlichen ,bisses so gefrchtete indische ,brillenschlange1 die ,kobra der ,schlangenbeschwrer und ,zaubrer1 kann die vorderen acht ,rippen ihres ,leibes seitlich abspreizen1 wodurch der hinter dem ,kopf befindliche ,krperteil die ,form eines groen1 breiten ,schildes erhlt4 ,die ,schlange nimmt diese ,stellung nur ein1 wenn sie gereizt oder bedroht wird1 und richtet sich hierbei senkrecht in die ,hhe4 ,der zum ,schild erweiterte ,hals schtzt den kleinen ,kopf des ,tieres und wirkt auch abschreckend auf den ,feind ein4 ,die ,brillenschlange fhrt ihren ,namen nach der sonderbaren ,brillenzeichnung auf der ,oberseite des ,halses1 die bei entfaltetem ,schild besonders zur ,geltung kommt4 ,andere ,schlangen1 wie die afrikanischen ,baumschlangen der ,gattungen ,dispholidus und ,thelotornis1 blhen den ,hals ballonartig auf1 um ihre ,feinde abzuschrecken und einzuschchtern4 ,bei der grauen ,baumschlange ,afrikas wird der gespensterhafte ,eindruck des aufgeblasenen ,halses noch dadurch erhht1 da die teils schwarz1 teils wei gefrbte ,haut zwischen den ,schuppen1 die in der ,ruhe nicht sichtbar ist1 beim ,aufblasen des ,halses stark hervortritt4 ,das ,tier1 welches die ,schlange ergreifen will1 sieht dann pltzlich anstatt des unscheinbar grau gefrbten ,reptils einen schwarzwei leuchtenden ,ballon vor sich1 erschrickt und ergreift die ,flucht4 ,die australische ,kragenechse 7,chlamydosaurus kingi7 trgt einen #ae cm breiten ,halskragen1 der in der unteren ,hlfte mosaikartig orange1 rot1 blau und braun gefrbt ist4 ,der ,kragen kann wie ein ,regenschirm zusammengelegt und aufgespannt werden 7,abbildung #be74 ,die mit dem langen ,schwanz #hj cm messende1 braun und schwarz gezeichnete ,echse ist sehr erregbar und spannt1 wenn sie erschreckt wird1 sofort den ,schirm auf1 wobei sie stets den ,vorderkrper aufrichtet4 ,der ,kragen dient sowohl als ,schild beim ,abwehrkampf1 den die mutige ,echse tapfer aufnimmt1 wie als ,schreckmittel1 wobei wieder die bunte ,frbung groe ,bedeutung hat4 ,die ,entfaltung des ,kragens erfolgt durch die in ihn hineinreichenden1 sehr langen ,zungenbeinhrner4 ,die ,eidechse hat die sonderbare ,gewohnheit1 bisweilen in aufrechter ,haltung auf den ,hinterfen zu laufen1 wobei der ,schwanz als ,sttze dient4 ,die ,unken nehmen auf dem ,lande1 wenn sie sich bedroht fhlen1 eine ganz eigenartige ,abwehrstellung ein4 ,sie biegen ,hals und ,kopf rckwrts und verschrnken die ,vorderfe auf dem gekrmmten ,rcken4 ,hierdurch treten die gelbgefrbte ,unterseite und die hellen ,fuflchen hervor1 und das ,tier erhlt ein ganz anderes ,aussehen1 das eher einem verschrumpften1 drren ,blatt als einem ,tier hnelt4 ,in dieser ,stellung verharrt die ,unke regungslos1 bis die ,gefahr vorber ist4 ,manche ,fische haben auf den ,flossen1 an den ,kiemen oder in der ,augengegend lange ,stacheln1 die willkrlich angelegt und aufgerichtet werden knnen4 ,bei ,gefahr spreizt der ,fisch die ,stacheln und schreckt durch das so pltzlich vernderte und drohende ,aussehen seinen ,gegner ab4 ,diese ,stacheln finden sich besonders bei den ,barschen1 beim ,zander und anderen ,stachelflossern8 sowie beim ,stichling4 ,mag dies ,abwehrmittel auch in vielen ,fllen erfolgreich sein1 so ntzt es doch nicht immer1 denn gerade der ,stichling wird trotz seiner wehrhaften ,stacheln auf dem ,rcken von greren ,raubfischen verschlungen4 ,sidenote3 ,giftige ,fische ,bei einigen ,fischen sind die ,stacheln nicht nur ein harmloses ,abschreckmittel1 sondern in der ,tat sehr gefhrlich4 ,sie sind giftig4 ,an ihrem ,grunde liegt eine ,giftdrse4 ,das ,gift fliet1 hnlich wie bei den ,giftzhnen der ,schlangen1 in einer ,rille durch den ,stachel in die ,wunde des ,gegners und ttet diesen sehr schnell4 ,in der ,nordsee gibt es zwei giftige ,fischarten1 das ,petermnnchen 7,trachinus draco7 und die ,viperqueise 7,trachinus vipera74 ,beide ,fische vergraben sich gern in den ,grund1 um auf ,nahrung zu lauern4 ,die ,rckenflosse1 deren ,stacheln die ,giftdrsen tragen1 ragen etwas heraus4 ,fhlt sich der ,fisch bedroht1 so richtet er die ,giftstacheln dem ,angreifer entgegen4 ,hierbei wird die schwarze ,flosse fcherartig ausgebreitet4 ,sie bildet gewissermaen ein ,warnsignal vor der drohenden ,gefahr der ,giftstacheln4 ,durch ,versuche wurde festgestellt1 da das ,gift kleinere ,tiere1 wie ,ratten und ,meerschweinchen1 je nach der ,strke der ,dosis in einer oder mehreren ,stunden ttet4 ,fr den ,menschen ist das ,gift zwar nicht lebensgefhrlich1 ruft aber starke ,entzndungen1 heftige ,schmerzen1 unter ,umstnden sogar ,erstickungsanflle und ,bewutlosigkeit hervor4 ,der ,knurrhahn 7,trigla gurnandus7 breitet1 wenn er erschreckt wird1 seine groen buntfarbigen ,brustflossen fcherfrmig aus1 was den ,angreifer in ,erstaunen setzt und seine ,raublust unterdrckt4 ,der ,knurrhahn lebt in der ,nordsee und hat noch eine besondere ,eigentmlichkeit4 ,er besitzt auf jeder ,seite vor der ,brustflosse drei lange1 freie und bewegliche ,strahlen1 die er regelrecht als ,fe benutzt4 ,mit ,hilfe der ,strahlen luft der ,fisch auf dem ,grunde umher1 indem er sich dabei auf den ,schwanz sttzt4 ,der ,knurrhahn hat einen sehr groen1 vierkantigen ,kopf mit weit vorspringender ,schnauze4 ,die allgemeine ,annahme1 da die ,fische stumm sind1 wird durch den ,knurrhahn widerlegt4 ,er kann freilich keinen ,stimmlaut hervorbringen und ist insofern stumm wie alle ,fische1 aber er besitzt in den ,kiemendeckelknochen ein ,instrument zur ,erzeugung von ,tnen4 ,durch ein ,aneinanderreiben der ,knochen wird ein knurrender ,laut hervorgerufen1 den der ,fisch stets hren lt1 wenn er aus dem ,wasser genommen wird4 ,sidenote3 ,kugelfisch1 ,igelfisch ,eine hchst merkwrdige ,verstellungskunst treiben die ,kugelfische1 welche die ,meeresksten und ,flsse warmer ,gebiete bewohnen4 ,bei ,gefahr fllen sie ihren weitwandigen ,magen mit ,luft an und blasen hierdurch ihren ,krper zu einer dicken ,kugel auf 7,abbildung #bf74 ,durch die ,luftansammlung wird das spezifische ,gewicht geringer4 ,der ,fisch steigt daher zur ,oberflche des ,wassers herauf und lt sich hier auf dem ,rcken liegend treiben4 ,der ,gegner schnappt vergeblich nach der groen ,kugel1 die keinen ,angriffspunkt bietet1 und gibt schlielich die ,verfolgung auf4 ,beim ,igelfisch 7,diodon hystrix71 der in allen tropischen ,meeren verbreitet ist1 ist die schuppenlose ,haut mit einem ,stachelkleid umgeben1 das den ,schutz noch erhht4 ,der aufgeblasene ,fisch wird ebenso wie der zusammengerollte ,igel zur ,stachelkugel4 ,sidenote3 ,tintenfisch ,sogar die ,tarnkappe wird unter den ,verstellungsknsten der ,tiere angewandt4 ,die ,tintenfische machen sich unsichtbar1 wenn sie verfolgt werden4 ,sie haben in ihrem ,leibe am ,ausgange des ,enddarms einen ,beutel1 der mit schwarzbrauner ,flssigkeit gefllt ist1 den sogenannten ,tintensack4 ,das ,tier kann den ,inhalt willkrlich aus dem ,after entleeren und hllt sich dadurch in eine schwarze ,wolke ein1 die es den ,blicken seiner ,feinde entzieht4 ,der ,name ,tintenfisch8 ist recht unglcklich gewhlt1 denn das ,tier gehrt nicht zu den ,fischen1 sondern zu den ,weichtieren1 unter denen es die hchste ,entwicklungsstufe erreicht hat4 ,die ,tintenfische bilden die ,klasse der ,kopffler 7,cephalopoda71 die durch lange ,fangarme am ,kopf ausgezeichnet sind4 ,diese sind an der ,innenseite mit ,saugnpfchen besetzt1 welche den ,zweck haben1 ,beutetiere zu ergreifen und festzuhalten1 ferner die ,fortbewegung durch ,kriechen zu vermitteln und sich an ,gegenstnden festzuklammern4 ,das ,sekret der ,tintenfische spielt bekanntlich in der ,malerei als chinesische ,tusche8 oder ,sepia8 eine groe ,rolle4 ,die ,tintenfische der ,tiefsee sondern anstatt der schwarzen ,flssigkeit1 die in der ,finsternis der ,meerestiefe nicht zur ,geltung kommen wrde1 ein grnlich leuchtendes ,sekret aus ihren ,leuchtorganen ab1 das als ,leuchtkugeln und leuchtende ,fden sich im ,wasser verbreitet und den ,feind irrefhrt4 ,da viele ,tiere der lichtarmen ,tiefsee mit ,leuchtorganen ausgestattet sind1 so verfolgt der ,angreifer den ,lichtschein1 in der ,meinung1 da er von dem ,tierkrper selbst ausgestrahlt wrde1 und der ,tintenfisch kann sich unterdessen in ,sicherheit bringen4 ,sidenote3 ,sichtotstellen der ,insekten ,viele ,insekten1 besonders ,kfer1 haben die ,gewohnheit1 bei drohender ,gefahr sich von der ,blte oder dem ,blatt1 auf dem sie sitzen1 herabfallen zu lassen und dann mit angezogenen ,beinen und ,fhlern sich vllig regungslos zu verhalten4 ,sie stellen sich tot und entgehen dadurch der ,gefahr4 ,dies ,schutzmittel ist besonders wirksam1 wenn die ,tiere ins ,gras oder zwischen drre ,bltter fallen und hier gnzlich verschwinden4 ,beruhen die mannigfachen ,verstellungsknste1 die die ,tiere ausfhren1 auf ,verstand und berlegung8 ,diese ,frage mssen wir nach dem ,stande der modernen ,tierpsychologie verneinen4 ,wie schon an anderer ,stelle erlutert wurde1 beruhen die ,handlungen der ,tiere1 die zu ihrem ,lebensunterhalt notwendig sind1 auf angeborenen ,trieben1 die ganz reflektorisch und maschinenmig ausgefhrt werden4 ,der ,biber errichtet seine kunstvollen ,wasserbauten und der ,vogel sein zierliches ,nest1 ohne einer ,anleitung oder ,unterweisung in der ,technik der ,baukunst zu bedrfen4 ,die ,ausfhrung dieser ,arbeiten ist eine angeborene ,eigenschaft1 die ganz automatisch sich auswirkt4 ,so drfen wir auch mit ,recht annehmen1 da die ,verstellungsknste der ,tiere nicht auf individueller ,erfindungsgabe und ,intelligenz beruhen1 sondern ebenfalls angeborene1 automatische ,triebhandlungen sind4 ,es sind nur ,reaktionen auf uere ,reize1 hervorgerufen durch pltzlichen ,schreck und ,furcht4 ,das ,sichtotstellen des ,kfers ist weiter nichts als eine pltzliche ,nervenlhmung1 die eine ,zeitlang anhlt4 ,auch das ,vortuschen der ,flgellahmheit einer gengstigten ,vogelmutter1 die ,pfahlstellung der ,rohrdommel1 das ,aufblasen des ,kehlsacks beim ,chamleon und ,anoli sind rein reflektorische ,auswirkungen des ,nervensystems4 ,da nicht individuelle ,einsichtshandlungen vorliegen1 sondern da es sich nur um angeborene ,triebhandlungen handelt1 geht am besten daraus hervor1 da alle diese ,tiere gleicher ,art ihre ,schreckstellungen und ,gebrden stets in ganz gleicher ,weise und immer unter denselben ,bedingungen und ,voraussetzungen ausfhren1 und da wir ein hnliches ,verhalten bei anderen ,tieren vermissen1 deren ,verkehrsformen die ,schauspielerkunst fehlt4 ,der ,ausspruch in ,goethes ,faust3 ,ich finde nicht die ,spur ,von einem ,geist1 und alles ist ,dressur8 hat in diesem ,falle volle ,gltigkeit4 ,der ,dresseur ist die ,natur1 die den ,tieren diese hchst zweckmige ,handlungsweise mit auf den ,lebensweg gab4 ,soziales ,leben und ,staatenbildung ,sidenote3 ,vergesellschaftung d4 ,schmetterlinge ,wir wandern im ,sommer bei herrlichem ,sonnenschein durch ein grnes ,wiesental4 ,zahlreiche ,schmetterlinge umgaukeln mit leichtem ,flug die ,blumen1 die in dem saftigen ,grn ihre wei1 blau oder rosa gefrbten ,kelche emporstrecken4 ,bienen und andere ,insekten schwirren durch die ,luft1 ,heupferdchen und ,grillen zirpen ihr eintniges1 aber doch liebliches ,lied4 ,in inniger ,harmonie leben all diese leichtbeschwingten1 zierlichen ,wesen zusammen1 deckt doch die ,allmutter ,natur ihnen den ,tisch so reichlich1 da ,neid und ,streit hier keinen ,raum haben4 ,das blhende ,gras1 die endlose ,flle der ,blumen spenden ihnen allen ,nahrung im berflu1 und hierin allein liegt der ,grund zu dem zahlreichen ,auftreten der ,insektenwelt4 ,nicht ,nchstenliebe und ,freude an der ,geselligkeit haben die bunten ,schmetterlinge zusammengeschart1 sondern die beraus gnstigen ,lebensbedingungen lockten sie herbei4 ,jedoch kmmern sich die einzelnen ,tiere wenig oder gar nicht umeinander4 hnliches finden wir auch bei anderen ,tieren4 ,an sonnigen ,berghngen tritt die kleine1 behende ,bergeidechse hufig sehr zahlreich auf1 die ,smpfe und ,teiche wimmeln von ,frschen1 und in dsteren ,waldungen belebt nach dem ,regen der gelbgefleckte ,feuersalamander in ,mengen die ,wege4 ,auch hier sind es die ,lebensbedingungen im ,verein mit einer ergiebigen ,fortpflanzung1 die die ,tiere auf einen verhltnismig kleinen ,raum zusammendrngen1 ohne da es berechtigt erscheint1 von einem ,geselligkeitstrieb zu sprechen4 ,die ,tiere haben von ihrem innigen ,zusammenleben keinerlei ,vorteil4 -- ,sidenote3 ,massenauftreten d4 ,raupen ,unser ,weg fhrt uns weiter in einen ,eichenwald1 aber welch trauriger ,anblick4 ,von dem ,grn der ,bltter ist fast nichts mehr zu sehen4 ,entlaubt recken die ,eichen1 dies ,urbild stolzen ,germanentums1 ihre ,wipfel zum ,himmel empor4 ,die ,raupen des ,eichenprozessionsspinners1 die in ,millionen und ,myriaden hier hausten1 haben das traurige ,werk vollbracht4 ,hier hat ein soziales ,leben der ,insektenwelt in geradezu schrecklicher ,weise gewtet4 ,das ,massenauftreten der ,raupen beruht zunchst auf einer berreichen ,vermehrung dieses schdlichen ,insekts4 ,aber die enge ,gemeinschaft der ,raupen wird nicht allein hierdurch bedingt1 sondern hier handelt es sich um ein wirklich soziales ,leben4 ,die ,raupen vereinigen sich zu groen ,gesellschaften4 ,die enge ,gemeinschaft mit ihresgleichen scheint den ,tieren geradezu ,lebensnotwendigkeit zu sein4 ,versuche mit gefangenen ,raupen ergaben1 da die isolierten ,tiere1 selbst dann1 wenn sie reichlich mit ,nahrung versehen waren1 immer das ,bestreben hatten1 sich zu vereinigen1 und da sie dies sofort taten1 sobald sie nicht mehr daran gehindert wurden4 ,ein objektiver ,nutzen aus diesem sozialen ,leben scheint jedoch nicht vorhanden zu sein1 wenigstens lt er sich nicht erkennen1 im ,gegenteil1 fr die ,ernhrung ist eine ,vereinigung in groen ,massen ja nur unvorteilhaft4 ,es kann also nur ein stark ausgeprgter ,geselligkeitstrieb sein1 der die ,tiere zusammenschart4 ,der ,geselligkeitstrieb uert sich bei den ,raupen in verschiedener ,weise4 ,bei manchen ,arten tritt er nur zeitweise auf4 ,so leben z4 ,b4 die ,raupen des ,ringelspinners 7,malacosoma neustria71 die in ,obstkulturen groen ,schaden anrichten1 nur bis zu ihrer letzten ,hutung gesellig1 dann aber zerstreuen sie sich als ,einzelgnger4 ,die ,raupen des ,mondvogels 7,phalera bucephala7 geben ihr ,gesellschaftsleben vor der ,verpuppung auf1 whrend bei anderen ,raupen der ,geselligkeitstrieb berhaupt nicht erlischt4 ,letzteres ist beim ,eichenprozessionsspinner 7,thaumetopoea processionea7 der ,fall4 ,die ,raupen1 die durch ihren ,kahlfra in ,eichenbestnden wahre ,verwstungen anrichten1 verpuppen sich in gemeinsamen ,nestern4 ,auer ihrer groen ,schdlichkeit hat die ,raupe des ,eichenprozessionsspinners noch eine andere1 sehr unangenehme ,eigenschaft4 ,sie ist giftig4 ,zwischen den langen ,haaren stehen noch winzig kleine ,hrchen1 die sehr lose sitzen und schon bei der geringsten ,berhrung abfallen1 ja sogar vom ,winde abgestoen und fortgetragen werden4 ,diese ,haare sind giftig und erzeugen auf der ,haut eine ,entzndung mit starkem ,juckreiz4 ,der ,besuch eines von diesen ,raupen heimgesuchten ,eichenwaldes kann daher sehr bse und unangenehme ,folgen haben1 da die ,gifthaare durch den ,wind leicht in die ,augen und ,atmungsorgane geweht werden4 ,sidenote3 ,tastsinn der ,raupen ,eine andere1 nicht leicht zu beantwortende ,frage ist die1 auf welche ,weise die ,raupen bei ihrem ,gesellschaftsleben sich zusammenfinden4 ,die ,raupen haben ,geruch1 ,sehvermgen1 ,geschmack1 ,gefhl fr ,temperatur und ,tastsinn1 jedoch kein ,gehr4 ,fr die ,bildung von ,gesellschaften knnen von diesen ,sinnen nur der ,geruch1 das ,gesicht und der ,tastsinn in ,frage kommen4 ,der ,geruch ist nur sehr gering ausgebildet1 ja man kann sagen fast verkmmert1 so da also ein gegenseitiges ,spren nicht mglich ist4 ,mit den ,augen vermgen die ,raupen nur sehr nahe ,gegenstnde1 die kaum weiter als #a cm entfernt sind1 zu erkennen4 ,der ,sinn des ,gesichts kann also die ,tiere ebensowenig leiten4 ,so bleibt nur der ,tastsinn brig1 der bei den ,raupen auerordentlich fein ausgebildet ist und seinen ,sitz nicht nur in den ,tastern hat1 sondern ber den ganzen ,krper verteilt ist4 ,besonders die ,haare der behaarten ,raupen sind fein organisierte ,taster4 ,ihre ,berhrung lst je nach der ,krperstelle eine verschiedene ,wirkung aus4 ,whrend eine leichte ,berhrung der ,tasthaare am hinteren ,leibesende die ,vorwrtsbewegung beschleunigt1 wird die ,bewegung durch ein ,berhren der ,haare am vorderen ,krper gehemmt4 ,ein starker ,reiz veranlat die ,raupe1 sich zusammenzurollen4 ,sehr empfindlich sind die ,raupen des ,kiefernprozessionsspinners 7,thaumetopoea pinivora74 ,blst man sie mit dem ,munde an1 so lst dies einen starken1 unangenehmen ,reiz auf sie aus4 ,sie speien ihren ,kropfinhalt aus1 der als grner ,tropfen aus dem ,munde tritt1 und biegen den ,vorderleib rckwrts4 ,werden die ,raupen aber durch einen heftigen ,windsto erschttert1 so reagieren sie nicht darauf1 sondern verhalten sich vllig teilnahmslos4 ,die ,raupen vermgen also mit ihrem ,tastgefhl sehr feine ,unterschiede wahrzunehmen4 ,das ,tastgefhl81 sagt ,deegener1 der sich um die ,biologie der ,raupen sehr verdient gemacht hat1 scheint der ,raupe alle ,daten zu verschaffen1 deren sie bedarf1 um den sozialen ,zusammenhang aufrechtzuerhalten und wiederherzustellen48 ,die ,raupen hinterlassen auf dem ,wege1 den sie zurcklegen1 einen ,seidenfaden4 ,dieser ,faden dient offenbar zur ,orientierung fr andere ,raupen1 denn sie folgen ihm mit ,vorliebe1 wobei wiederum das ,tastgefhl als ,vermittlerin dient4 ,mit dem ,tastgefhl nimmt die ,raupe den ,seidenfaden einer ,genossin wahr4 ,so bilden zweifellos diese ,seidenfden1 die die ,spuren bermitteln1 eine groe ,rolle bei dem sozialen ,leben der ,raupen4 ,dennoch sind sie nicht von ausschlaggebender ,bedeutung1 denn experimentell wurde nachgewiesen1 da die ,raupen sich auch zusammenfinden1 wenn keine ,seidenfden als ,wegweiser vorhanden sind4 ,das ,tastgefhl der ,raupen mu so fein und so eigenartig entwickelt sein1 da es auch ohne unmittelbare ,berhrung zu wirken vermag4 ,vielleicht gengen schon geringe ,schwingungen in der ,luft1 die durch die ,bewegung der ,raupen verursacht werden1 um einen ,empfindungsreiz auf die ,tastorgane anderer ,raupen auszulsen4 ,der ,tastsinn der ,raupen als ,mittel fr ihre ,orientierung ist ein auerordentlich interessantes ,problem1 das noch eines grndlichen ,studiums bedarf4 -- ,sidenote3 ,schwarmbildung der ,fische ,unser ,weg im ,walde fhrt uns weiter an einen ,see1 dessen blauer ,wasserspiegel im wundersamen ,kontrast steht zu den dsteren ,tannen1 die ihn umrahmen1 und zu dem hellen ,grn des ,schilfes am ,ufer2 und doch vereint sich das ,ganze zu einer bezaubernden ,harmonie1 die unserer ,seele ein so wohltuendes ,gleichgewicht verleiht4 ,wir stehen am ,ufer1 blicken in das klare ,wasser und sehen eine ,schar kleiner ,fische1 die sich hurtig und munter in dem nassen ,element umhertummelt4 ,auch hier wieder eine ,ansammlung von ,tieren auf engem ,raum in inniger ,gemeinschaft4 ,die ,schwarmbildung der ,fische beruht auf verschiedenen ,ursachen1 und man kann nach ,schiemenz ,geschlechts-1 ,ernhrungs-1 ,familien-1 ,winter- und ,wanderschwrme unterscheiden4 ,geschlechtsschwrme werden gebildet durch ein ,zusammenscharen zahlreicher ,fische an bestimmten ,stellen in ,flssen1 ,seen oder im ,meere1 um das ,fortpflanzungsgeschft auszuben4 ,die ,ernhrungsschwrme kommen zustande durch die ,anhufung bevorzugter ,nahrung in gewissen ,gegenden4 ,besonders die ,planktonfresser folgen in groen ,schwrmen der jeweiligen ,verbreitung des ,planktons4 ,so bildet der ,hering auf seinen ,beutezgen gewaltige ,scharen1 die aus ,millionen einzelner ,fische bestehen4 ,illustration3 ,abbildung #bi ,james ,pre' ,agency1 ,london ,junge ,schimpansen ,illustration3 ,abbildung #cj ,james' ,pre ,agency1 ,london ,schimpanse ,wie wir frher schon sahen1 ben manche ,fische eine ,brutpflege aus1 indem sie ihre ,jungen eine ,zeitlang fhren und schtzen4 ,die zahlreiche ,nachkommenschaft bildet dann mit den ,elterntieren einen ,familienschwarm4 ,bei den ,winterschwrmen vereinigen sich die ,fische1 wie ,weifische1 ,aale und andere1 um sich scharenweise im ,schlamm zu vergraben und im erstarrten ,zustande einen ,winterschlaf zu halten4 ,die grten ,vergesellschaftungen bilden die ,fische auf ihren ,wanderungen1 die z4 ,b4 die ,lachse aus dem ,meer in die ,flsse und die ,aale umgekehrt aus den ,binnengewssern in das ,meer unternehmen1 um den weitentfernten ,laichpltzen zuzustreben4 ,die ,massenvereinigung der ,fische auf ihren ,wanderzgen verschafft ihnen den ,vorteil1 ,hindernisse1 die sich ihnen in den ,weg stellen1 wie ,wehren1 ,stromschnellen oder ,wasserflle1 leichter berwinden zu knnen1 indem die dicht zusammengedrngte ,masse der ,fischleiber als ein ,ganzes wirkt und so eine gewaltige ,kraft entfaltet4 ,auer diesen ueren ,grnden1 die die ,fische zur ,schwarmbildung veranlat1 spielt zweifellos auch ein ausgeprgter ,geselligkeitstrieb hierbei eine groe ,rolle4 -- ,sidenote3 ,rudel der ,hirsche ,die letzten ,sonnenstrahlen bedecken die ,flur2 die ,bume am ,waldesrand1 an dem wir unsere ,schritte heimwrtslenken1 werfen lange ,schatten in abenteuerlicher ,gestalt auf ein wogendes ,roggenfeld4 ,pltzlich bleiben wir wie gebannt stehen1 aus dem ,walde schiebt sich langsam ein groer1 dunkler ,krper hervor -- ein ,stck ,rotwild1 das zur sung auszieht4 ,vorsichtig tritt es auf den ,weg und verhofft mit hochgehobenem ,kopf4 ,der ,windfang1 wie der ,jger die ,nase des ,wildes nennt1 saugt begierig die leise ,luftstrmung ein1 die ihm die ,witterung des verhaten ,menschen aus weitester ,entfernung zutrgt2 die ,lauscher drehen sich hin und her1 um die feinsten ,schallwellen aufnehmen zu knnen4 ,nach kurzer ,zeit senkt das ,tier vertraut den ,kopf und zieht weiter4 ,die ,luft ist rein und nichts scheint den ,frieden der ,natur zu stren4 ,in wenigen ,augenblicken folgt ein zweites ,tier mit einem ,kalb1 immer mehr ,wild tritt heraus4 ,wir zhlen #g1 #h1 #i ,stck ,rotwild1 alles ,kahlwild1 d4 h4 weibliches ,wild in der ,weidmannssprache4 ,schlielich folgt ein schwacher ,hirsch1 ein ,achtender mit noch ungefegtem ,geweih4 ,die starken ,kronenhirsche stehen in der ,feistzeit im ,sommer abseits vom ,mutterwild 7,abbildung #bg74 ,sie hassen die ,kinderstube und lieben die ,einsamkeit1 indem sie entweder als ,einzelgnger ein heimliches ,leben fhren1 oder zu zweien1 bisweilen auch zu mehreren sich zusammentun1 bis im ,herbst1 wenn die ,bltter fallen1 die ,macht der ,liebe sie erfat und sie wieder zum ,kahlwild streben1 um mit orgelndem ,brunftschrei das ,recht des ,strkeren geltend zu machen4 ,das ,rudel1 das wir beobachteten1 ist inzwischen weiter hinaus ins ,feld gezogen4 ,das ,alttier immer voran1 die anderen im kurzen ,abstande folgend4 ,nicht der ,zufall1 nicht uere ,grnde haben die ,tiere vereint1 sondern sie haben sich zusammengefunden1 um gemeinsam den ,gefahren1 die sie bedrohen1 zu begegnen4 ,ein altes1 nicht mehr fortpflanzungsfhiges1 weibliches ,stck1 ein ,gelttier1 wie der ,weidmann sagt1 bernimmt die ,fhrung des ,rudels4 ,es zieht auf dem ,wechsel aus der ,dickung zum sungsplatz an der ,spitze und geleitet das ,rudel1 wenn die ,morgendmmerung anbricht1 wieder sicher in das schtzende ,waldesdunkel4 ,da das ,gelttier keine ,mutterpflichten mehr zu verrichten hat und ganz auf sich selbst eingestellt ist1 so mgen ,geruch und ,gehr1 die ,sinne1 mit denen das ,wild die ,gefahren wahrnimmt1 bei ihm besser ausgebildet sein4 ,jedenfalls wird die ,ttigkeit dieser ,sinne durch keine anderen seelischen ,gefhle und ,triebe beeinflut und gehemmt4 ,sie knnen also ihre ,aufgabe ohne ,ablenkung voll und ganz erfllen4 ,das ,rudel vertraut sich der ,fhrung des ,leittiers unbedingt an und fhlt sich unter seiner ,obhut vllig sicher4 ,der groe ,wert des ,leittiers zeigt sich so recht1 wenn dieses auf einer ,treibjagd zuerst abgeschossen wird4 ,das ,rudel prellt zurck und lst sich1 der ,fhrung entbehrend1 auf1 so da dann die einzelnen ,stcke den ,schtzen vors ,rohr kommen und leicht abgeschossen werden knnen4 ,dies gilt aber heute1 wo unser ,wildstand durch die ,kriegs- und ,revolutionszeit sehr gelitten hat1 nicht mehr als weidmnnisch4 ,man schiet vielmehr auch auf ,treibjagden nur einzelne ,stcke und knallt nicht wahllos alles nieder4 ,im ,unterschied zu den ,gesellschaften der ,schmetterlinge1 ,frsche und anderer ,tiere1 die nur durch uere ,lebensbedingungen gebildet werden1 haben wir es hier mit einem wirklich sozialen ,leben zu tun4 ,die ,vereinigung erfolgt zum ,zweck der persnlichen ,sicherheit4 ,sie grndet sich auf einen gegenseitigen ,nutzen4 ,sidenote3 ,rudel der ,antilopen1 ,zebras und ,bffel ,ebenso wie das ,rotwild verfahren alle ,wiederkuer und viele andere ,sugetiere4 ,die ,antilopen und ,zebras bilden groe ,rudel4 ,hufig bestehen die ,antilopenrudel sogar aus verschiedenen ,arten4 ,der wegen seiner ,wildheit gefrchtete afrikanische ,kaffernbffel bildet groe ,herden1 die in frheren ,zeiten1 als der ,bestand der ,tiere durch die ,verfolgung des ,menschen noch weniger gelitten hatte1 nach ,hunderten und ,tausenden zhlten4 ,noch in der zweiten ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts wurden im ,innern des schwarzen ,erdteils ,bffelherden1 die aus #djjj-ejjj ,tieren bestanden1 beobachtet4 ,eine solche ,massenvereinigung ist freilich nur denkbar und mglich in ,gegenden1 wo ein berflu an ,nahrung vorhanden ist1 wie in den weiten1 endlosen ,gebieten der afrikanischen ,steppe4 ,da der einzelne ,bffel durch die ,strke seines ,krpers und die gewaltigen ,hrner ein sehr wehrhaftes ,tier ist1 das sich allein gegen jede ,gefahr verteidigen kann1 so verfolgt die ,herdenbildung weniger den ,zweck1 die ,sicherheit zu erhhen1 sondern geschieht wohl hauptschlich aus ,geselligkeitstrieb4 ,das ,tier bedarf anscheinend zur ,herstellung seines seelischen ,gleichgewichts und ,wohlbehagens der ,gesellschaft seinesgleichen4 ,wie gro die ,liebe zur ,geselligkeit ist1 geht am besten daraus hervor1 da ganz alte ,stiere1 die von berlegenen ,rivalen abgekmpft sind und aus der ,herde verstoen werden1 nicht gern ein einsiedlerisches ,leben fhren1 sondern sich ihrerseits zusammenfinden1 um eine ,gemeinschaft alter ,junggesellen zu bilden4 ,gewhnlich sind #aj bis #ae solcher alten1 griesgrmigen ,bullen vereint4 ,sidenote3 ,moschusochsen ,der im polaren ,nordamerika lebende ,moschusochse1 der entsprechend dem kalten ,klima seiner ,heimat mit einem dichten1 zottigen ,pelz ausgerstet ist1 lebt in ,rudeln von #aj-cj ,stck4 ,der ,hauptfeind dieser ,tiere ist der ,wolf1 dessen ,angriff sie sehr erfolgreich zu begegnen wissen4 ,sie drngen sich in einem dichten ,kreis zusammen und richten ihre ,kpfe nach auen1 wobei die spitzen ,hrner eine undurchdringliche ,phalanx bilden1 gegen die die blutdrstigen ,raubtiere machtlos anrennen4 ,auf diese ,weise gelingt es den ,moschusochsen1 selbst den ,angriff einer starken ,rotte von ,wlfen abzuschlagen4 ,hier hat sich das soziale ,leben bereits zu einer gemeinsamen1 gegenseitigen ,verteidigung ausgebildet4 ,sidenote3 ,wachposten der ,gemsen und ,steinbcke ,bei den ,gemsen und ,steinbcken halten stets einzelne ,posten ,wache1 sobald das ,rudel sich zur ,ruhe niedertut4 ,diese ,wachen legen sich nicht nieder1 sondern bleiben aufrecht stehen mit hochgehobenem ,kopf1 um vermittels ihres feinen ,gehrs und ,geruchs jede ,gefahr rechtzeitig zu erkennen und das ,rudel zu warnen4 ,der ,warnruf der ,gemsen ist ein lauter1 durchdringender ,pfiff1 der ,steinbcke ein pfeifendes ,schnauben4 ,auf das ,signal hin erhebt sich sofort das ganze ,rudel1 um unter ,fhrung des ,leittieres sein ,heil in der ,flucht zu suchen4 ,im ,gegensatz zu den ,wiederkuern hat bei den ,wildpferden1 ,zebras1 ,wildeseln und den asiatischen ,urwildpferden stets ein mnnliches ,tier die ,fhrung des ,trupps4 ,der strkste ,hengst1 der alleiniger ,besitzer der ,stuten ist und zugleich der ,beherrscher des ganzen ,rudels1 sorgt fr die ,sicherheit4 ,ebenso ist es bei den gesellig lebenden ,affen1 bei denen das soziale ,leben nach strengen ,regeln und ,gesetzen geordnet ist4 ,sidenote3 ,soziales ,leben der ,affen ,bei den ,meerkatzen fhrt der lteste und strkste ,affenvater das ,regiment in der ,bande1 die sich ganz und gar seiner erfahrenen ,fhrung anvertraut und allen seinen ,befehlen ohne ,widerspruch ,folge leistet4 ,er bt sein verantwortungsvolles ,amt mit grter ,umsicht und nie ermdendem ,eifer aus4 ,auf der ,wanderung geht er eine ,strecke voraus4 ,alle brigen ,affen folgen genau seinen ,futritten1 ersteigen denselben ,baum und klettern ber dieselben ste hinweg1 auf denen der ,weg des ,leitaffen entlangfhrt4 ,ab und zu hlt dieser vom ,gipfel eines ,baumes ,umschau4 ,sofort bleibt die ganze ,horde halten1 bis die gurgelnden ,tne des sorgsamen ,alten verknden1 da keine ,gefahr droht und die ,reise fortgesetzt werden kann4 ,kommt man an ein ,maisfeld1 dann wartet man hbsch ab1 bis der gestrenge ,herr sich berzeugt hat1 da man hier gefahrlos den ,mittagsschmaus halten kann4 ,die ,bande lst sich allmhlich auf1 jeder sucht sich ein ,pltzchen1 wo er sorglos seinen ,hunger stillen kann4 ,die noch unmndigen ,kinder1 welche auf dem ,marsche an dem ,leibe ihrer ,mtter hingen1 verlassen diese und spielen umher1 werden aber stets von der ,mutter sorgfltig beaufsichtigt4 ,der alte ,affenvater vergit beim ,verzehren des wohlschmeckenden ,maiskolben nicht1 stndig fr die ,sicherheit zu sorgen4 ,von ,zeit zu ,zeit erhebt er sich1 ersteigt einen ,baum oder ,hgel1 um sich zu berzeugen1 da keine ,gefahr droht4 ,sobald er irgend etwas ,verdchtiges bemerkt1 lt er seinen ,warnruf erschallen4 ,sofort springen alle ,affen auf und sammeln sich um ihren ,gebieter1 um1 wenn notwendig1 den ,rckzug unter seiner ,fhrung anzutreten4 ,jeder sucht noch so schnell wie mglich recht viel ,maiskrner zusammenzuraffen und in den ,backentaschen zu bergen4 ,bei den ,pavianen1 die bisweilen in groen ,horden von mehreren ,hunderten zusammenleben1 haben hufig mehrere ,mnnchen die ,fhrung1 und zwar sind es stets die ltesten und strksten ,stcke4 ,auch das ,liebesleben ist geregelt1 wie man bei dem ,mantelpavian oder ,hamadryas beobachtet hat4 ,jedes mannbare ,mnnchen hat sein ,weibchen1 das seinem ,gemahl auf ,schritt und ,tritt folgt und stets in seiner unmittelbaren ,nhe bleibt4 ,nhert sich ein jngeres ,mnnchen in verfhrerischer ,absicht einem verehelichten ,weibchen1 so wird es von dem rechtmigen ,gemahl sofort ernstlich angegriffen und verjagt4 ,unter ,umstnden entspinnt sich auch ein ernstlicher ,kampf1 der dem ,sieger den ,besitz des ,weibchens sichert4 ,bei dem im abessinischen ,hochlande lebenden ,nacktbrustaffen oder ,dschelada1 der sich durch eine nackte rote ,stelle am ,unterhals und der ,brust auszeichnet1 besteht die ,horde aus einzelnen1 kleineren ,trupps1 die von je einem alten ,mnnchen gefhrt werden4 ,einige alte ,mnnchen scheinen die ,oberaufsicht ber die ganze ,bande zu haben4 ,sie sind es wohl auch1 welche als ,wachposten fr die ,sicherheit sorgen1 wenn die ,horde sich zur ,ruhe oder ,mahlzeit niederlt4 ,sidenote3 ,horden- und ,familienleben der ,menschenaffen ,wertvolle ,angaben ber das soziale ,leben der ,menschenaffen verdanken wir ,eduard ,reichenow#f4 ,nach seinen ,beobachtungen leben ,schimpanse 7,abbildung #bi u4 #cj7 und ,gorilla 7,abbildung #bh7 in ,familien1 die sich zu greren oder kleineren ,horden zusammenschlieen4 ,jede ,horde bewohnt einen bestimmten ,bezirk im ,urwalde1 dessen ,durchmesser sich gewhnlich auf etwa #ae km erstreckt4 ,innerhalb dieses ,gebiets streifen die ,affen am ,tage ,nahrung suchend umher4 ,whrend die einzelnen ,gorillafamilien sich hierbei trennen und jede fr sich ihren ,weg geht1 um sich erst am ,abend wieder zusammenzufinden1 hlt die ,schimpansenhorde mehr zusammen4 ,auch sind die ,schimpansenherden in der ,regel zahlreicher als die ,gorillagesellschaften4 ,erstere bestehen bisweilen aus #bj-cj ,kpfen1 whrend in einer ,gorillahorde meist nur #g-af ,tiere vereint sind4 ,am ,abend errichten sich ,schimpanse und ,gorilla ,schlafnester1 der ,schimpanse stets auf ,bumen in einer ,hhe von #h-ac m1 der ,gorilla meist auf dem ,erdboden oder in einem niedrigen ,strauch #a-a m ber der ,erde4 ,im ,sden seines ,verbreitungsgebiets1 das sich im ,innern ,afrikas von ,kamerun bis zum ,tanganjikasee erstreckt1 bernachtet nur das ,mnnchen der ,gorillafamilie auf der ,erde1 whrend das ,weibchen und die halbwchsigen ,jungen sich ihre ,schlafnester auf ,bumen in einer ,hhe von #e-f m bauen4 ,eine ,erklrung fr das verschiedene ,verhalten des ,gorillas im ,sden und ,norden zu geben1 ist recht schwierig81 sagt ,reichenow und fhrt fort3 ,wenn es die ,furcht vor dem ,angriffe des ,leoparden wre1 wie ,koppenfels meint1 die im ,sden die jungen und die weiblichen ,tiere auf die ,bume treibt1 so wre nicht zu verstehen1 warum diese ,furcht im ,norden nicht besteht2 denn der ,leopard fehlt hier gleichfalls nicht4 ,gerade der ,umstand1 da der ,gorilla im nrdlichen ,urwaldgebiet sein ,nachtlager am ,boden errichtet1 beweist1 da er1 im ,gegensatz zum ,schimpansen1 den ,leopard nicht frchtet48 ,da die verschiedenartige ,anlage der ,nester nur auf ,gewohnheit und ,sitte beruhen soll1 kann man meiner ,ansicht nach kaum annehmen4 ,irgendeinen ,grund mu die ,sache schon haben4 ,wir sehen hier wieder1 wie schwer es bisweilen ist1 die biologischen ,eigenschaften der ,tiere zu verstehen und zu erklren4 ,die ,angabe lterer ,autoren1 da beim ,schimpansen nur die ,weibchen mit den ,jungen in ,bumen auf ,nestern schlafen1 und da das ,mnnchen stets unten am ,stamm bernachtet1 um den berfall des ,leoparden rechtzeitig bemerken und abwehren zu knnen1 hlt ,reichenow fr unrichtig4 ,nach seinen ,beobachtungen baut sich auch das alte ,mnnchen stets ein ,schlafnest im ,baumgipfel4 ,die ,nester des ,schimpansen und ,gorillas hneln in ihrem uern den ,storchnestern4 ,sie bestehen aus sten und ,zweigen1 die die ,affen nach innen umbiegen und zusammenflechten4 ,das ,schlafnest des erwachsenen ,gorillas hat einen ,durchmesser von etwa #a m2 die ,nester halbwchsiger ,tiere sind entsprechend kleiner4 ,fast immer stehen zwei groe ,gorillanester dicht nebeneinander und einige kleine ,nester in unmittelbarer ,nhe1 was auf die ,lagersttte eines ,ehepaares mit seinen ,kindern hindeutet4 ,reichenow schliet daraus1 da der ,gorilla monogam lebt und meint1 da die ,ehe auf ,lebenszeit1 jedenfalls fr lngere ,dauer geschlossen wird4 ,diese ,beobachtung ist von besonderem ,wert1 da es der erste ,fall von ,monogamie unter den ,affen wre1 die sonst durchaus polygam leben4 ,ob auch der ,schimpanse eine monogame ,lebensweise fhrt1 konnte ,reichenow leider nicht feststellen4 ,schimpanse und ,gorilla benutzen ihre ,schlafnester stets nur einmal und errichten sich am ,abend an der ,stelle1 wo ihr ,tageswerk beendet wird1 jedesmal eine neue ,lagerstatt4 ,whrend die ,nester der einzelnen ,familienmitglieder stets nahe beisammen stehen1 befinden sich zwischen den ,lagersttten der ,familien grere ,zwischenrume4 ,man kann daher nach der ,anzahl der ,nestgruppen die ,zahl der ,familien einer ,herde1 und nach der ,anzahl der ,familiennester die ungefhre ,kopfstrke der ,familie feststellen4 ,im letzteren ,falle ergibt sich jedoch keine genaue ,zahl1 sondern nur eine annhernde ,schtzung1 da die ganz jungen ,affen noch keine eigenen ,nester bauen1 sondern zusammen mit der ,mutter schlafen1 und die lteren ,tiere bisweilen das zuerst gebaute ,nest durch ein zweites ersetzen1 wenn ihnen jenes nicht sicher genug erscheint4 ,bei starkem ,regen sollen die ,affen nicht im ,nest1 sondern unterhalb desselben bernachten1 indem sie sich auf dem ,erdboden oder in den ,zweigen hinkauern und das ,nest als ,dach zum ,schutz gegen die ,nsse benutzen4 ,auffallend ist es1 da ,tiere von so gewaltiger ,krperstrke1 wie die ,menschenaffen1 ausschlielich vegetarisch leben4 ,ihre ,nahrung besteht in ,frchten1 ,knospen und ,blttern1 und nur hin und wieder werden ,vogeleier ausgetrunken1 eigentliche ,fleischkost wird dagegen verschmht4 ,reichenow gibt hierfr eine sehr interessante und beachtenswerte ,erklrung4 ,er fand im ,darm der ,menschenaffen ,protozoen1 die den ,infusorien der ,wiederkuer sehr hnlich sind und offenbar fr die ,verdauung eine groe ,rolle spielen4 ,diese ,infusorien81 sagt unser ,gewhrsmann1 erleichtern ihren ,wirten durch die von ihnen geleistete ,zelluloseverdauung die ,ausnutzung der pflanzlichen ,nahrungsstoffe1 und sie bieten dadurch1 da sie selbst stndig in groer ,zahl im ,darme zugrunde gehen und verdaut werden1 einen gewissen ,ersatz fr ,fleischnahrung48 ,in der ,gefangenschaft verschwinden diese ,infusorien sehr bald aus dem ,darm der ,menschenaffen1 wodurch die ,ernhrung des ,krpers beeintrchtigt wird4 ,die ,sucht nach ,fleischnahrung1 die die gefangenen ,tiere im ,gegensatz zu den freilebenden hufig zeigen1 lt sich vielleicht hiermit in ,zusammenhang bringen4 ,die ,tiere haben unwillkrlich das ,verlangen1 sich fr die fehlende ,infusoriennahrung einen ,ersatz zu verschaffen4 ,auch die ,hinflligkeit der ,menschenaffen in der ,gefangenschaft und ihre ,neigung zur ,tuberkulose und anderen ,krankheiten steht wahrscheinlich hiermit im ,zusammenhang4 ,jedenfalls tut der ,tiergrtner gut1 den ,menschenaffen ,fleischkost nicht vorzuenthalten1 um hierdurch einen ,ausgleich fr den in der ,gefangenschaft vernderten ,stoffwechsel zu schaffen4 ,in ,gegenden1 wo die ,gorillas vom ,menschen unbehelligt leben1 sind sie beraus dreist und furchtlos4 ,wenn sie mit der ,mahlzeit beschftigt sind1 lassen sie den ,menschen bis auf wenige ,schritte herankommen4 ,wittert das ,mnnchen ,gefahr1 so trommelt es mit den ,fingern auf die ,wangen des geffneten ,maules1 um seine ,familie zu warnen und zum ,rckzug aufzufordern1 whrend er selbst meist standhlt1 um sich von der vermeintlichen ,gefahr zu berzeugen4 ,erblickt er den ,menschen1 so stt er ein mehrmaliges kurzes ,brllen aus1 klatscht mit den ,hnden und schlgt mit ihnen gegen die ,brust4 ,einen ,angriff wagt der ,gorilla jedoch meist nicht1 sondern er zieht sich langsam zurck1 wenn man ihm nher auf den ,leib rckt4 ,in einiger ,entfernung bleibt er dann wieder stehen1 und das ,spiel beginnt von neuem4 ,nur ganz alte ,mnnchen1 die sich von der ,herde abgesondert haben und ,einzelgnger geworden sind1 greifen bisweilen den ,menschen1 der in seiner ,nhe auftaucht1 an und sind dann furchtbare ,gegner4 ,die ,behauptung der ,eingeborenen1 da ,gorillamnnchen ,negermdchen berfallen und sie vergewaltigen1 ist ein ,mrchen1 das nach einstimmiger ,aussage aller ,forscher durchaus unglaubwrdig ist4 ,schon die ,witterung des ,menschen flt dem ,affen ,schrecken ein4 ,er erkennt in ihm seinen ,feind1 betrachtet ihn aber niemals als seinesgleichen oder als einen willkommenen ,ersatz1 um ,liebesgefhle zu befriedigen4 ,der dritte ,menschenaffe ist der auf ,sumatra und ,borneo heimische1 mit rotem zottigen ,haar bekleidete ,orang-,utan 7,abbildung #ca u4 #cb74 ,auch er baut sich ,schlafnester1 die er mit grnen ,zweigen auspolstert4 ,sonst sind wir ber die ,lebensweise dieses ,affen weniger unterrichtet1 als es vom ,schimpansen und ,gorilla der ,fall ist4 ,im ,gegensatz zu diesen ist er ein ausgesprochenes ,baumtier1 das nur ungern zum ,boden hinabsteigt4 ,der ,gorilla dagegen bewegt sich vorzugsweise zu ,fu auf dem ,erdboden fort1 und in der ,mitte zwischen ,gorilla und ,orang steht der ,schimpanse1 der sich sowohl auf dem ,erdboden wie in den ,baumkronen aufhlt4 ,dem ,orang kommen bei seinem ,baumleben die sehr langen ,arme zugute1 mit denen er weitentfernte ste ergreifen kann4 ,er hat unter den drei ,menschenaffen die lngsten ,arme und krzesten ,beine und entfernt sich in dieser ,beziehung sehr weit vom ,menschen4 ,dagegen steht er in bezug auf die ,schdelform dem ,menschen wieder am nchsten1 was sich besonders in der ,jugend ausprgt4 ,der ,schdel eines ,orang-,kindes hat nach ,hans ,virchow einen verblffend menschlichen1 ja man mchte beinahe sagen3 einen unangenehm menschlichen ,zug81 der besonders in der steil ansteigenden ,stirnpartie zum ,ausdruck kommt4 ,im ,vergleich zum ,gorilla1 und besonders zu dem sehr lebhaften1 temperamentvollen ,schimpansen ist der ,orang viel phlegmatischer und ruhiger4 -- ,sidenote3 ,raubtiere ,ein soziales ,leben1 das gemeinsamen ,interessen dient1 hat sich auch unter den ,raubtieren herausgebildet4 ,die ,wlfe rudeln sich im ,winter zu groen ,scharen zusammen1 um zur ,zeit der ,hungersnot auch strkeren ,tieren zu ,leibe zu gehen4 ,sie greifen dann gemeinsam ,rentiere1 ,hirsche und ,wildschweine an1 ohne ,rcksicht darauf1 da der ,kampf zahlreiche ,opfer unter ihnen fordert4 ,hier heit es3 ,einer fr alle und alle fr einen81 um den harten ,kampf des ,daseins zu bestehen4 ,bei ihren ,raubzgen gehen die ,wlfe bisweilen planmig vor und verteilen die ,rollen4 ,ein ,teil hetzt und verfolgt die ,beute1 whrend der andere ,teil ihr den ,weg abzuschneiden sucht4 ,der afrikanische ,hynenhund hetzt wie eine ,parforcejagdmeute das ,wild zu ,tode4 ,die ,hunde leben in ,rudeln von etwa #cj bis #fj ,stck und ziehen gemeinsam auf ,beute aus4 ,bei der ,hetze1 die mit stndigem ,lautgeben1 das ein ,gemisch von ,bellen und ,heulen ist1 begleitet wird1 entwickeln die ,hunde eine gewaltige ,ausdauer und ,schnelligkeit4 ,selbst die schnellste ,antilope wird verfolgt1 bis sie vor ,erschpfung zusammenbricht oder sich stellt4 ,mag es der wehrhaften ,sbelantilope auch gelingen1 die ersten ,angreifer mit ihren langen1 speerartigen ,hrnern zu erdolchen1 ihr ,schicksal ist besiegelt4 ,sie unterliegt trotz mutiger ,verteidigung der berzahl ihrer ,feinde1 die sie sofort in ,stcke zerreien und verzehren4 ,bei der ,hetze eines schnellen ,wildes1 das die ,kraft der ,hunde auf eine harte ,probe stellt1 schneiden die hinteren ,tiere des ,rudels den ,weg ab1 sobald das verfolgte ,tier einen ,bogen macht oder ,haken schlgt4 ,hierdurch verkrzen sie die ,laufbahn und schonen ihre ,krfte4 ,haben sie das gehetzte ,wild wieder erreicht1 so bernehmen sie die unmittelbare ,verfolgung1 und die anderen bleiben zurck1 um bei spterer ,gelegenheit ebenso zu verfahren4 ,durch diesen ,wechsel wird einer frhzeitigen ,ermdung der ganzen ,meute vorgebeugt1 und es bleiben immer frische ,krfte dem ,opfer auf den ,fersen4 ,der ,hynenhund ist ein hochlufiger ,wildhund von etwa #ge cm ,schulterhhe4 ,er ist wei1 schwarz und gelb gescheckt1 indem bald die eine1 bald die andere ,farbe mehr hervortritt4 ,abweichend von allen anderen ,hunden trgt der ,hynenhund an allen ,fen nur vier ,zehen4 ,die mittellange ,rute ist buschig4 ,der breite1 kurzschnauzige ,kopf mit den groen1 hochstehenden ,ohren hnelt dem ,kopf der ,hyne4 ,die ,heimat des ,hynenhundes ist die ,steppe ,afrikas sdlich der groen ,wste4 ,etwas hnliches wie bei den ,raubtieren finden wir auch unter den ,vgeln1 bei denen der ,geselligkeitstrieb auerordentlich stark ausgeprgt ist4 ,schuhschnabel und ,schlangenhalsvogel unternehmen gemeinsame ,raubzge und untersttzen sich planmig beim ,fischfang4 ,beide ,vogelarten sind sehr interessante ,erscheinungen in der artenreichen ,vogelwelt4 ,sidenote3 ,fischfang des ,schuhschnabels und der ,schlangenhalsvgel ,der ,schuhschnabel 7,balaeniceps rex7 ist ein den ,reihern nahestehender ,vogel mit dunkelbraunem ,gefieder und einem hchst absonderlichen1 plumpen ,schnabel1 der einem groen ,holzschuh gleicht4 ,er lebt in dem ,sumpfgebiet des ,weien ,nils4 ,beim ,fischfang vereinigen sich die ,vgel zu mehreren und treiben1 langsam im ,wasser vorwrtsschreitend1 die ,fische allmhlich nach seichten ,stellen1 wo sie dann leicht erbeutet werden knnen4 ,auf groen ,wasserflchen kreisen sie die ,fische regelrecht ein1 indem sie sich in einem weiten ,kreisbogen gruppieren und sich langsam nach der ,mitte zu bewegen4 ,beim ,abfischen von schmalen ,flulufen teilen sich die ,schuhschnbel in zwei ,gruppen1 die eine bewegt sich stromabwrts und treibt die ,fische vor sich her1 whrend die andere ,gruppe ihren ,kameraden stromaufwrts entgegenkommt1 um die ,fische zu fangen4 ,der ,schuhschnabel bt also beim ,fischfang regelrechte ,treibjagden aus4 ,der in ,afrika und ,asien heimische ,schlangenhalsvogel 7,anhinga7 gehrt zu den ,kormoranen und bewohnt in mehreren ,arten ,amerika1 ,australien und ,asien4 ,der ,vogel zeichnet sich durch einen sehr langen1 dnnen1 beweglichen ,hals aus1 auf dem ein sehr kleiner1 spitzer ,kopf mit spitzem ,schnabel sitzt4 ,da der ,hals mit dem kleinen ,kopf einer ,schlange hnlich ist1 fhrt der ,vogel den ,namen ,schlangenhalsvogel4 ,die ,schlangenhalsvgel sind vortreffliche ,schwimmer und ,taucher4 ,sie bilden beim ,fischen groe ,gesellschaften von vielen ,hunderten4 ,der vordere ,teil der ,vogelschar fischt unter ,wasser1 der hintere ,teil folgt im ,fluge ber dem ,wasserspiegel4 ,dann berholen die fliegenden ,vgel ihre unter ,wasser fischenden ,kameraden1 tauchen vor ihnen in die ,flut1 und die anderen erheben sich aus dem ,wasser1 um nun den ,kameraden1 die sie ablsten1 im ,fluge zu folgen4 ,so wlzt sich der ,strom der ,schlangenhalsvgel abwechselnd tauchend und fliegend als eine lange ,masse ber und unter dem ,wasser dahin1 und es unterliegt keinem ,zweifel1 da diese eigenartige ,sitte den ,zweck hat1 den ,fischfang zu begnstigen4 ,in dem gemeinsamen ,fischfang des ,schuhschnabels und ,schlangenhalsvogels prgt sich ein wirklich soziales ,leben aus1 in dem sich die ,vgel gegenseitig helfen und untersttzen4 ,ein derartig soziales ,leben ist aber eine ,ausnahme in der ,vogelwelt4 ,zwar leben die meisten ,vgel sehr gesellig1 ohne da jedoch hierbei das ,prinzip der ,arbeitsteilung und gegenseitigen ,hilfe1 was den ,sozialismus kennzeichnet1 zum ,ausdruck kommt4 ,die ,vergesellschaftungen der meisten ,vgel sind lediglich eine ,folge ihres stark entwickelten ,geselligkeitstriebes4 ,der ,storch nistet gern in ,gesellschaft seinesgleichen4 ,der ,star und der ,sperling bilden in der ,brutzeit mit ,vorliebe kleinere oder grere ,kolonien1 und die artenreiche ,gruppe der ,prachtfinken1 der ,astrilden und ,amadinen1 leben stets sehr gesellig4 ,wie gro ihre ,liebe zur ,geselligkeit ist1 kann man am besten beobachten1 wenn man die reizenden1 buntfarbigen ,vgel in ,gefangenschaft hlt4 ,dichtgedrngt1 einer neben dem anderen1 sitzen sie in langer ,reihe da1 wenn sie der ,ruhe pflegen1 und schmiegen sich eng zusammen1 um sich gegenseitig zu wrmen und durch ,krauen mit dem ,schnabel im ,gefieder zu liebkosen4 ,die ,webervgel bilden groe ,scharen1 die nach ,hunderten und ,tausenden zhlen4 ,ihre kunstvollen ,nester hngen in ,massen beisammen4 ,die ,flamingos bevlkern in gewaltiger ,menge die ,lagunen1 wo ihre tellerfrmigen ,schlammnester weite ,strecken bedecken4 ,der ,hang der ,vgel zur ,geselligkeit tritt am meisten auf den groen ,wanderungen der ,zugvgel hervor4 ,finkenartige ,vgel vereinigen sich zu ,hunderten in groen ,schwrmen4 ,die ,strche erhalten auf ihrem ,reiseweg von allen ,seiten neuen ,zuwachs1 so da schlielich die ,schar gewaltig zunimmt4 ,goldhhnchen und andere ,kleinvgel gesellen sich zu ,tausenden zusammen1 auch unser ,star1 der die ,gesellschaft ber alles liebt1 bildet auf dem ,zuge groe ,massenflge4 ,der ,kranich1 der bei uns in ,deutschland und auch in anderen ,gegenden ein recht seltener ,vogel geworden ist1 bevlkert in der ,winterherberge1 dem ,gebiet des ,weien ,nils1 in zahlloser ,menge die schimmernden ,inseln des heiligen ,stromes4 ,die ,vgel stehen hufig ,kopf an ,kopf1 so dicht gedrngt1 da kaum noch ein ,zwischenraum bleibt4 ,unter sie mischen sich mit ,vorliebe die kleineren ,jungfernkraniche1 die hier ebenfalls berwintern4 ,eine ,vereinigung mehrerer ,vogelarten auf dem ,zuge ist jedoch im allgemeinen eine ,ausnahme4 ,in der ,regel wandern die einzelnen ,arten gesondert4 ,andere ,vgel begngen sich damit1 auf dem ,zuge nur kleinere ,gesellschaften zu bilden1 wie es z4 ,b4 die ,wildtauben tun1 die ich auf der ,kurischen ,nehrung immer nur in ,flgen von etwa #g bis hchstens #ae ,stck wandern sah4 ,auch die ,raubvgel1 die mehr ein einsames ,dasein fhren oder paarweise leben1 ziehen bisweilen gesellig4 ,so wurden groe ,flge von wandernden ,bussarden1 ,abendfalken1 ,sperbern und ,eulen beobachtet4 ,besonders die ,waldohreule liebt es1 im ,winter kleinere oder grere ,trupps zu bilden4 ,ebenso wie die eigentlichen ,zugvgel schweifen auch die ,strichvgel im ,winter gemeinsam umher4 ,jedem sind ja die ,scharen von ,meisen bekannt1 die hufig unter ,fhrung eines groen ,buntspechts unsere ,wlder in der kalten ,jahreszeit durchstreifen4 ,die ,meisentrupps bestehen meist aus mehreren ,arten3 ,kohlmeisen1 ,blaumeisen und ,sumpfmeisen1 zu denen sich hin und wieder noch ,goldhhnchen und ,baumlufer gesellen4 ,so zieht eine bunte und lustige ,gesellschaft durch den schneebedeckten ,winterwald4 ,wie wir schon gesehen haben1 vollfhren nicht nur die ,vgel1 sondern auch andere ,tiere1 ,sugetiere1 ,fische und ,insekten1 groe ,wanderungen4 ,auch hier findet stets eine ,vergesellschaftung statt4 ,es scheint dem ,tier ebenso zu gehen wie dem ,menschen1 auf der ,wanderung liebt es die ,geselligkeit4 ,es wandert sich zu mehreren leichter als einsam1 und dies ,gefhl mag auch das ,tier haben4 ,ein wirklich praktischer ,nutzen ist in der gemeinsamen ,wanderung der ,tiere kaum zu erkennen1 im ,gegenteil1 ihre ,anhufung auf engem ,raum mu ihre ,ernhrung beeintrchtigen4 ,so knnen wir die ,ursache zur ,schwarmbildung nur in psychischen ,momenten erblicken4 ,das einzelne ,individuum fhlt sich offenbar unbehaglich1 wenn es seine ,heimat verlt und neue1 weit entfernte1 unbekannte ,gegenden aufsucht4 ,es whnt sich sicherer in ,begleitung zahlreicher ,artgenossen1 die die ,gefahren der ,reise mit ihm teilen4 ,illustration3 ,abbildung #ca ,james' ,pre ,agency1 ,london ,junger ,orang-,utan ,illustration3 ,abbildung #cb ,james' ,pre ,agency1 ,london ,der berhmte ,orang-,utan ,sandy8 des ,zoologischen ,gartens in ,london ,er wurde als dreijhriges ,tier gefangen und lebte #bd ,jahre in ,gefangenschaft4 ,die ,backenwlste sind das ,zeichen des alten ,mnnchens ,die gemeinsame ,reise bietet ferner den ,vorteil1 da die lteren ,tiere1 die den ,weg schon wiederholt zurckgelegt haben und ihn daher kennen1 die jungen ,individuen leiten4 ,doch darf diesem ,umstand nicht allzuviel ,wert beigelegt werden1 denn aus der ,vogelzugforschung wissen wir1 da bei den einsam wandernden ,arten1 wie z4 ,b4 vielen ,raubvgeln und dem ,kuckuck1 der junge ,vogel ohne jede ,fhrung die ,winterherberge zu finden wei1 was offenbar auf einem angeborenen ,richtungssinn beruht1 worber in dem ,abschnitt1 der die ,tierwanderungen behandelt1 schon ausfhrlich gesprochen wurde4 ,so kommt man immer wieder darauf zurck1 da es hauptschlich ein seelisches ,verlangen ist1 das die ,tiere auf ihren ,wanderungen zusammenschart2 es ist der ,geselligkeitstrieb1 der zur ,reisezeit in der ,tierseele erwacht4 ,sidenote3 ,symbiose4 ,krokodilwchter1 ,madenhacker ,in ,afrika lebt ein kleiner1 etwa wachtelgroer ,regenpfeifer1 der nach seiner absonderlichen ,freundschaft mit dem ,krokodil den ,namen ,krokodilwchter 7,pluvialis aegyptius7 trgt4 ,dieser harmlose ,vogel hat sich mit dem ungeschlachten ,krokodil vergesellschaftet4 ,er luft unbesorgt auf dem ,panzer des gefhrlichen ,reptils umher1 um die daran haftenden ,wasserinsekten und ,wrmer abzulesen und zu verspeisen4 ,ja er scheut sich sogar nicht1 in den gewaltigen1 aufgesperrten ,rachen seines riesigen ,freundes zu schlpfen und die ,blutegel1 die sich an dessen ,zahnfleisch angesaugt haben1 als willkommenen ,leckerbissen zu verzehren4 ,da kommt es bisweilen vor1 da das ,krokodil seinen ,rachen schliet4 ,der kleine ,wicht duckt sich dann ganz ruhig in dem gefhrlichen ,gefngnis nieder und wartet1 bis das ,krokodil wieder den ,rachen aufsperrt und seinen ,wohltter befreit4 ,der ,vogel versteht es1 mit groer ,gewandtheit und ,vorsicht sich vor den ,bissen des ,krokodils zu schtzen4 ,vielleicht hat aber auch das ,krokodil ein gewisses ,gefhl fr die ,wohltaten des ,vogels und vermeidet es1 diesem ein ,leid zuzufgen4 ,die innersten ,regungen und ,vorgnge in der ,tierseele sind uns ja noch so wenig bekannt1 da es unendlich schwer ist1 eine zutreffende ,erklrung fr derartige eigenartige ,erscheinungen des ,tierlebens zu geben4 ,die ,wissenschaft hilft sich in solchen ,fllen damit1 von angeborenen1 automatischen ,triebhandlungen zu sprechen1 die ohne ,zweifel die ,handlungen der ,tiere in hohem ,mae beeinflussen4 ,aber schlielich kann man nicht alles damit erklren4 ,wir knnen eben letzten ,endes das ,tier nicht fragen1 und so werden viele ,vorgnge vielleicht in ein ewiges ,dunkel gehllt bleiben4 ,das ,ignorabimus8 eines ,du ,bois hat vielleicht auch hier ,gltigkeit4 ,das ,krokodil geniet aber noch einen zweiten ,vorteil von dem ,zusammenleben mit dem ,vogel4 ,dieser ist sehr schreckhaft und lt bei jeder verdchtigen ,gelegenheit seinen ,warnruf erschallen1 der fr das ,krokodil ein ,signal zur ,flucht geworden ist4 ,es taucht sofort unter1 wenn es die ,stimme des ,vogels vernimmt1 um sich in ,sicherheit zu bringen4 ,nach dieser ,wirkung seiner ,stimme1 der sich der ,vogel freilich nicht bewut ist1 hat er den ,namen ,krokodilwchter8 erhalten4 ,beide ,tiere1 sowohl der ,vogel wie das ,krokodil1 haben von dem ,zusammenleben einen unverkennbaren ,vorteil4 ,der ,vogel findet seine ,nahrung an der ,echse1 und diese wird dadurch von den lstigen ,schmarotzern befreit und zugleich durch die ,stimme des ,vogels vor ,gefahren gewarnt4 ,wissenschaftlich nennt man eine derartige ,gemeinschaft zweier verschiedener ,tierarten1 die auf einem gegenseitigen ,nutzen beruht1 ,symbiose4 ,eine ,symbiose besteht ferner zwischen den ,madenhackern1 afrikanischen ,starvgeln1 und dem ,elefanten1 dem ,nashorn sowie den ,wiederkuern4 ,die ,vgel lesen diesen ,tieren das ,ungeziefer von der ,haut ab4 ,sidenote3 ,symbiose eines ,fisches und einer ,aktinie4 ,parkie4 ,synkie ,ein besonders eigenartiger ,fall von ,symbiose ist die ,freundschaft eines kleinen indischen ,fisches 7,amphiprion percula7 mit einer groen ,aktinie 7,discosoma74 ,der ,fisch hlt sich zwischen den langen ,fangarmen der ,aktinie auf und flchtet sogar1 wenn er sich bedroht fhlt1 in den ,innenraum des ,hohltiers4 ,so fhlt sich der kleine buntgefrbte ,fisch ganz sicher unter dem ,schutz der ,aktinie und dankt ihr die ,gastfreundschaft dadurch1 da er sie mit ,nahrung versieht4 ,er schiebt ihr diese in den ,schlund4 ,die ,korallenfische leben in den ,korallenriffen und suchen bei ,gefahr ,schutz in den ,korallensten4 ,die ,korallen haben jedoch keinen ,vorteil von der ,gemeinschaft mit den ,fischen1 sondern lediglich die letzteren4 ,man nennt diese ,lebensgemeinschaft mit einseitigem ,nutzen ,parkie84 ,eine andere ,art der ,vergesellschaftung ist die ,synkie4 ,hier wohnt ein ,tier auf oder in einem anderen1 ohne da hieraus dem ,wirtstier ein ,nutzen oder ,schaden erwchst4 ,dieses gibt nur dem ,partner die ,wohnung4 ,der ,nadelfisch 7,fierasfer acus71 der im ,mittelmeer lebt1 bewohnt die zu den ,aktinien gehrenden ,seegurken4 ,der ,fisch schlpft in dem ,augenblick1 wo die ,seegurke ihre ,kloake zur ,wasseratmung ffnet1 mit dem ,kopf in diese hinein und dreht sich dann schnell um1 so da er mit dem ,kopf vor der ,kloakenmndung liegt4 ,hier verbringt er den ,tag1 um nachts seine ,behausung zu verlassen und ,nahrung zu sich zu nehmen1 die aus kleinen ,meerestieren besteht1 welche durch die ,exkremente der ,seegurke angelockt werden4 ,der ,seegurke erwchst von ihrem ,aftermieter8 kein ,schaden4 ,der ,nadelfisch ist ein kleiner1 etwa #ad mm langer ,fisch mit glatter1 schuppenloser ,haut4 ,eine andere ,familie der ,fische1 die ,schiffshalter 7,echeneis71 haben auf dem ,oberkopf eine groe lngliche ,saugscheibe1 mit der sie sich an andere grere ,fische festsaugen und von diesen umhertragen lassen4 ,so unternimmt der ,fisch weite ,reisen1 die ihn sogar in fremde ,weltmeere fhren4 ,die ,schiffshalter bewohnen in etwa #aj ,arten die warmen ,meere der ganzen ,welt1 eine ,art der ,schildfische 7,echeneis remora7 kommt auch im ,mittelmeer vor4 ,die ,fische saugen sich auch an ,seeschildkrten1 ja sogar an leblose ,gegenstnde1 wie ,schiffskrper1 an4 ,die ,eingeborenen ,afrikas benutzen die ,schiffshalter zum ,fang von ,seeschildkrten4 ,sie binden den ,fisch an eine lange ,leine und lassen ihn an ,stellen1 wo ,seeschildkrten hufig sind1 im ,wasser schwimmen1 wo der ,fisch sich bald an eine ,schildkrte festsaugt1 die dann zusammen mit dem ,fisch an der ,leine herausgezogen wird4 ,sidenote3 ,parasitismus ,von der ,synkie und ,parkie zum ausgesprochenen ,schmarotzertum1 dem ,parasitismus1 ist nur ein ,schritt4 ,der ,parasitismus kennzeichnet sich im ,gegensatz zu allen anderen ,vergesellschaftungen dadurch1 da das ,wirtstier stets einen ,schaden erleidet1 der unter ,umstnden sogar zum ,tode fhren kann4 ,man spricht von einem ,ekto- und einem ,entoparasitismus4 ,im ersteren ,falle lebt der ,parasit auen an dem ,krper des ,wirtes1 wie es z4 ,b4 ,luse1 ,flhe1 ,wanzen und anderes ,ungeziefer tun4 ,beim ,entoparasitismus haust der ,qulgeist in den inneren ,organen des ,wirtstieres1 wie es vom ,bandwurm und anderen ,eingeweidewrmern1 sowie von der ,trichine bekannt ist4 ,parasitre ,fische sind die ,neunaugen1 die sich an andere ,fische1 ,frsche und ,wrmer ansaugen und mit ihren ,hornzhnen ,lcher in den ,leib fressen4 ,sidenote3 ,tierkolonien der ,blumentiere ,eine neue ,art der ,lebensgemeinschaft finden wir bei den ,blumentieren1 jenen zarten1 zum ,teil herrlich buntgefrbten ,meerestieren1 die in ihrer ,gestalt ,pflanzen gleichen und die ,besucher eines ,aquariums immer wieder von neuem in ,entzcken versetzen4 ,die rote ,koralle1 die in frherer ,zeit als ,schmuck bei der ,damenwelt so beliebt war1 ist das uere ,skelett einer groen ,tierkolonie1 in dem die einzelnen ,tiere1 ,polypen8 genannt1 eingebettet sind4 ,das ,skelett1 das aus hornartiger oder kalkartiger ,masse besteht1 wchst durch ,knospung dauernd weiter und zeichnet sich durch eine groe ,mannigfaltigkeit in seiner ,form aus4 ,der ,korallenstock der roten ,edelkoralle gleicht mit seinen ,verstlungen einem ,baum4 ,der ganze ,bau ist mit zahllosen ,polypen besetzt1 die einzeln in ,rhren eingebettet sind4 ,sie knnen sich ganz in das ,gehuse zurckziehen4 ,zur ,aufnahme von ,nahrung strecken sie sich heraus und entfalten ihre zierlichen ,fangarme4 ,der ,polyp der ,edelkoralle sieht wie ein kleiner weier ,stern aus1 und der rote ,korallenbaum1 best mit zahllosen ,sternchen1 ist ein herrlicher ,anblick4 ,wie ein geheimnisvoller ,zauber erscheint das ,leben dieser ,blumentiere4 ,prchtige ,gebilde zeigen auch die ,hornkorallen1 deren ,skelett nicht wie bei der roten ,edelkoralle aus ,kalk1 sondern aus ,hornsubstanz besteht4 ,der gelb oder violett gefrbte ,venusfcher aus dem tropischen ,teil des westlichen ,atlantik gleicht einem groen ,fcher1 der aufrecht im ,wasser steht und von den ,wellen leise hin und her geschaukelt wird4 ,bei den ,orgelkorallen hat jedes ,tier sein eigenes1 rhrenfrmiges ,gehuse4 ,die ,rhren stehen wie ,orgelpfeifen dicht nebeneinander senkrecht auf einer ,platte und sind noch durch ,zwischenplatten fest verbunden4 ,sidenote3 ,korallen1 ,korallenbnke1 ,korallengrten ,in der ,tierkolonie eines ,korallenstockes herrscht die grte ,gemeinschaft1 da smtliche ,polypen durch ,nahrungskanle1 die den ganzen ,aufbau durchziehen1 miteinander verbunden sind4 ,die ,nahrung des ,einzeltieres kommt also allen ,bewohnern der ,kolonie zugute4 ,das ,skelett ist kein totes ,gehuse1 sondern ist ebenso wie das ,skelett der ,wirbeltiere am ,stoffwechsel beteiligt4 ,stirbt der untere ,teil eines ,korallenstockes ab1 so bildet sich eine ,scheidewand zwischen dem noch lebenden und dem toten ,teil der ,kolonie4 ,der abgestorbene ,teil dient dann nur noch als ,wurzel oder ,sockel fr die lebende ,kolonie4 ,die ,fortpflanzung erfolgt dauernd durch ,knospung4 ,daneben werden zeitweise ,eier ausgestoen1 die frei im ,meere umhergetrieben werden1 bis sie sich festsetzen und so die ,grundlage zur ,bildung einer neuen ,kolonie geben4 ,die ,korallen sind getrennten ,geschlechts4 ,die mnnlichen und weiblichen ,tiere leben entweder in besonderen ,stcken1 oder sie sind an einem ,stock vereint4 ,von unvergleichlicher ,pracht und ,schnheit ist die ,korallenbildung in den ,tropen4 ,zwischen dem #be4 ,grad nrdl4 und dem #be4 ,grad sdl4 ,br4 in einer ,wassertemperatur von mindestens #bd;,c leben die ,riffkorallen im flachen ,kstenwasser bis zu einer ,tiefe von etwa #cj m4 ,hier bedecken die ,korallen in allen mglichen ,farben1 blau1 grn1 violett1 gelb1 purpurrot und zartrosa1 auf weite ,strecken den ,meeresgrund und bilden die bekannten ,korallenbnke1 die sich gleich mchtigen ,gebirgen unter dem ,wasser auftrmen4 ,der ,anblick eines solchen ,blumengartens1 in dem uns ein wundersames ,tierleben die prchtigste ,flora vortuscht1 ist das ,unvergleichlichste und ,schnste1 was die ,natur geschaffen hat4 ,selbst der nchterne ,gelehrte1 der sonst gewohnt ist1 die ,erscheinungen der ,natur im staubigen ,zimmer unter dem ,mikroskop zu erforschen1 wird beim ,anblick dieses ,naturwunders zur ,begeisterung entflammt4 ,die ,hand des ,knstlers vermag nicht jene ,farbenpracht auch annhernd so stimmungsvoll wiederzugeben1 wie sie in ,wirklichkeit ist4 ,werden doch all die leuchtenden ,farben der ,korallenbank durch das ,grn des ,wassers wie von einem geheimnisvollen1 duftigen ,schleier berdeckt1 der die ,farbenkontraste zu herrlicher ,harmonie abstimmt4 ,ernst ,hckel schildert den ersten ,eindruck1 den er von den ,korallenbnken empfing1 mit folgenden1 begeisterten ,worten3 ,die vielgerhmte ,pracht der indischen ,korallenbnke in ihrem vollen ,farbenglanz zu schildern1 vermag keine ,feder und kein ,pinsel4 ,die begeisterten ,schilderungen von ,darwin und anderen ,naturforschern1 die ich frher gelesen1 hatten meine ,erwartungen hoch gespannt1 sie wurden aber durch die ,wirklichkeit bertroffen4 ,ein ,vergleich dieser formenreichen und farbenglnzenden ,meerschaften mit den blumenreichsten ,landschaften gibt keine richtige ,vorstellung4 ,denn hier unten in der blauen ,tiefe ist eigentlich alles mit ,blumen berhuft1 und alle diese zierlichen ,blumen sind lebendige ,korallentiere4 ,an den verzweigten ,bumen und ,struchen sitzt ,blte an ,blte4 ,die groen bunten ,blumenkelche zu deren ,fen sind ebenfalls ,korallen4 ,ja sogar das bunte ,moos1 das die ,zwischenrume zwischen den greren ,stcken ausfllt1 zeigt sich bei genauer ,betrachtung aus ,millionen winziger ,korallentierchen gebildet4 ,und alle diese ,bltenpracht bergiet die leuchtende arabische ,sonne in dem kristallhellen ,wasser mit einem unsagbaren ,glanze4 ,in diesen wunderbaren ,korallengrten1 welche die sagenhafte ,pracht der zauberischen ,hesperidengrten bertreffen1 wimmelt ein vielgestaltiges ,tierleben4 ,metallglnzende ,fische von den sonderbarsten ,formen und ,farben spielen in ,scharen um die ,korallenkelche1 gleich den ,kolibris1 die um die ,blumenkelche der ,tropenpflanzen schweben4 ,noch viel mannigfaltiger und interessanter als die ,fische sind die wirbellosen ,tiere der verschiedensten ,klassen1 welche auf den ,korallenbnken ihr ,wesen treiben4 ,zierliche durchsichtige ,krebse aus der ,garnelengruppe klettern zwischen den ,korallenzweigen4 ,auch rote ,seesterne1 violette ,schlangensterne und schwarze ,seeigel klettern in ,menge auf den sten der ,korallenstrucher1 der ,schar bunter ,muscheln und ,schnecken nicht zu gedenken4 ,reizende ,wrmer mit bunten ,kiemenfederbschen schauen aus ihren ,rhren hervor4 ,da kommt auch ein dichter ,schwarm von ,medusen geschwommen1 und zu unserer berraschung erkennen wir in der zierlichen ,glocke eine alte ,bekannte aus der ,ostsee und ,nordsee48 ,man knnte glauben18 fhrt der groe ,forscher fort1 da in diesen bezaubernden ,korallenhainen1 wo jedes ,tier zur ,blume wird1 der glckselige ,friede der elysischen ,gefilde herrscht4 ,aber ein nherer ,blick in ihr buntes ,getriebe lehrt uns bald1 da auch hier1 wie im ,menschenleben1 bestndig der wilde ,kampf ums ,dasein tobt1 oft zwar still und lautlos1 aber darum nicht minder furchtbar und unerbittlich4 berall lauert ,schrecken und ,gefahr48 -- ,sidenote3 ,korallenriffe1 ,koralleninseln ,auer den ,kstenriffen1 wo die ,korallenbildung sich unmittelbar an die ,kste anschliet und diese gewissermaen fortsetzt1 gibt es noch ,damm- oder ,barriereriffe1 die in grerer ,entfernung der ,kste vorgelagert sind4 ,sie haben bisweilen eine gewaltige ,lngenausdehnung4 ,das grte ,barriereriff liegt vor der nrdlichen ,festlandkste ,australiens in einer ,entfernung von #hj bis #aej km vom ,lande und hat eine ,lnge von #bjjj km4 ,sogar mitten im offenen ,ozean finden sich ,korallenriffe1 die ,inseln bilden4 ,wie kommt die ,korallenbildung in so weiter ,entfernung von der ,kste zustande1 wenn der ,polyp1 der die ,koralle bewohnt1 nur in flachem ,wasser gedeihen kann8 ,die ,antwort auf diesen scheinbaren ,widerspruch verdanken wir ,darwin1 der es verstand1 auch dies ,rtsel der ,natur in genialer ,weise zu lsen4 ,hiernach sind die ,barriereriffe frher ,kstenriffe gewesen4 ,die ,kste ist allmhlich tiefer gesunken1 und zugleich haben die ,korallen sich nach oben ausgedehnt1 um unweit der ,wasseroberflche zu bleiben1 wie es ihre ,lebensbedingung verlangt4 ,ebenso erfolgte die ,bildung der ,koralleninseln1 auch ,atolls genannt4 ,ursprnglich war hier eine richtige ,insel1 an deren ,kste ,korallenbnke standen4 ,die ,insel versank allmhlich in den ,fluten des ,meeres1 und die ,korallen trmten ihre ,bauten immer hher1 um lebensfhig zu bleiben1 so da schlielich anstatt der einstigen ,insel nur das ,korallenriff brigblieb1 das die ,stelle1 wo die ,insel versank1 als breiter ,ringstreifen umschliet und in seiner ,mitte einen ,see bildet4 ,auf den ber den ,meeresspiegel hervorragenden ,teilen des ,atolls bildet sich hufig ein ppiger ,pflanzenwuchs4 ,sogar ,kokospalmen wachsen hier1 da nicht allzu selten ,kokosnsse angeschwemmt werden4 ,diese ,palmenhaine im ,meere zeigen schon aus weiter ,entfernung dem ,schiffer die gefahrbringenden ,korallenriffe an1 an denen schon so manches stolze ,ozeanschiff gescheitert ist4 ,die ,richtigkeit der ,darwinschen ,erklrung fr die ,bildung von ,atolls und ,dammriffen zeigt sich am besten darin1 da stets nur die obere ,schicht der ,korallenstcke mit ,polypen besetzt ist1 whrend die darunter befindliche tiefere ,schicht1 die bisweilen hunderte und tausende ,meter hoch ist1 nur aus abgestorbenen ,skeletteilen besteht4 ,nicht immer sind ,koralleninseln die ,wahrzeichen versunkenen ,landes1 sondern sie knnen auch auf andere ,weise entstehen1 nmlich durch ,hebung des ,meeresbodens1 die so gro ist1 da der flache ,wasserstand eine ,korallenbildung begnstigt4 ,die ,darwinsche ,erklrung lt sich also nicht in allen ,fllen anwenden1 wie die neueren ,forschungen ergaben4 ,sidenote3 ,seefedern ,ebenso wie die ,korallen bilden auch die gleichfalls zu den ,blumentieren gehrenden ,seefedern eine groe ,tierkolonie4 ,nicht ein ueres ,skelett vereint die ,tiere1 sondern die einzelnen ,polypen gruppieren sich um einen groen ,hauptpolypen1 der mit einem ,stiel lose im ,schlamm des ,meeresbodens steckt4 ,der ,hauptpolyp besitzt in seinem ,innern eine hornige oder kalkartige ,achse4 ,im ,gegensatz zu den ,korallen haben wir hier eine innere ,skelettbildung4 ,ernhrungskanle verbinden die ,tiere untereinander4 ,eine koloniale8 ,muskulatur befhigt die ,kolonie1 sich als ein ,ganzes zusammenzuziehen und auszudehnen4 ,die ,seefedern sind hierdurch imstande1 ihre ,gestalt auffllig zu verndern4 ,sie vermgen durch ,ausdehnung ihren ,krperumfang um das ,sechzigfache zu vergrern4 ,die ,schnheit der ,seefedern wird noch durch ihr ,leuchtvermgen erhht4 ,das ,leuchten wird durch eine chemische ,umsetzung von ,fetteilchen in den ,krperzellen hervorgerufen4 ,sidenote3 ,staatsquallen ,eine ,tierkolonie bilden auch die farbenprchtigen ,staatsquallen1 die wir schon in dem ,abschnitt ber ,biotechnik8 kennengelernt haben4 ,hier begegnen wir zum ersten ,male einer ,staatenbildung im ,tierreich1 d4 h4 es findet eine ,arbeitsteilung unter den einzelnen ,wesen der ,kolonie statt4 ,die ,schwimmglocken1 medusenartige ,wesen1 sorgen fr die ,fortbewegung1 schlauchartige ,frepolypen fhren die ,ernhrung aus4 ,letztere stehen mit einem weitverzweigten ,rhrennetz in ,verbindung1 das die ,nahrung an alle ,bewohner der ,kolonie weitergibt4 ,ferner gibt es besondere ,tastpolypen1 die ,taster und ,fangarme tragen1 und ,gonophoren1 die als mnnliche und weibliche ,geschlechtstiere die ,fortpflanzung besorgen4 ,das ,ganze gruppiert sich abteilungsweise um einen vertikalen ,stamm1 der oben eine ,luftblase enthlt1 die den ,auftrieb beim ,schwimmen gibt4 ,die ,kolonie hat in ihrer ,gesamtheit das ,aussehen einer ,qualle1 ist aber in ,wirklichkeit die ,vereinigung zahlreicher ,einzeltiere zu einem ,staatswesen mit sehr sinnreicher ,arbeitsteilung4 -- ,eine ,staatenbildung in hchster ,vollkommenheit sehen wir bei den ,ameisen1 ,bienen und ,termiten4 ,sidenote3 ,staatenbildung der ,bienen ,im ,bienenstaat lebt nur ein fortpflanzungsfhiges weibliches ,wesen1 die ,knigin1 welche keine ,rivalinnen duldet4 ,ihr ,geschlechtsleben haben wir schon in dem ,kapitel ,liebesleben und ,fortpflanzung8 kennengelernt4 ,die ,hauptaufgabe im ,bienenstaat fllt den ,arbeiterinnen1 ,weibchen mit verkmmerten ,geschlechtsorganen1 zu4 ,sie sind kleiner als die ,knigin1 aber mit besonderen ,organen fr ihre ,arbeit ausgerstet4 ,sie haben einen langen ,rssel1 mit dem sie den ,honig aus den ,blten saugen4 ,der ,nektar wird verschluckt und zu ,hause wieder ausgespien4 ,kleine ,vertiefungen an der ,auenseite der ,schienen der ,hinterfe dienen als ,krbchen8 beim ,einsammeln des ,bltenstaubes4 ,mit ,hilfe der an der ,ferse befindlichen ,brste81 die aus reihenweise angeordneten ,haaren besteht1 wird der ,bltenstaub in die ,krbchen gekehrt4 ,auerdem sind die ,arbeiterinnen ebenso wie die ,knigin am ,hinterleib mit einem ,giftstachel bewaffnet1 der den mnnlichen ,drohnen fehlt4 ,im ,bienenstaat gilt allein das ,recht der ,frau4 ,die ,knigin1 die nur einmal in ihrem ,leben befruchtet wird1 sorgt unaufhrlich durch ,eierlegen fr eine zahlreiche ,nachkommenschaft und die ,erhaltung des ,volkes4 ,dafr wird sie von den ,arbeiterinnen sorgsam gehtschelt1 gefttert und gepflegt4 ,sie1 die ,herrscherin des ,staates1 lebt wie eine ,gefangene unter ihren ,untertanen1 denn nur wenige ,male darf sie das ,heim verlassen4 ,als ,jungfrau schwingt sie sich zum ,hochzeitsflug in den blauen ther1 um nach ihrer ,rckkehr nur dann wieder einen ,ausflug zu unternehmen1 wenn es gilt1 einer jungen1 neugeborenen ,knigin das ,feld zu rumen4 ,alles ist im ,bienenstaat auf die ,frau eingestellt4 ,die ganze ,arbeit1 den ,bau der ,waben1 das ,einsammeln von ,honig und ,bltenstaub1 die ,zubereitung des ,bienenbrots1 die ,pflege der ,larven1 kurz alle fr die ,erhaltung des ,stocks notwendigen ,verrichtungen ben einzig und allein die ,arbeiterinnen aus4 ,die ,drohnen lassen sich nur fttern1 faulenzen aber im brigen und unternehmen bei gutem ,wetter ,spazierflge1 wobei sie auch fremde ,stcke besuchen1 in denen sie ohne weiteres geduldet werden4 ,wilhelm ,busch geielt mit kstlichem ,humor in seinem ,schnurrdiburr1 oder die ,bienen8 das bequeme ,nichtstun der ,drohnen mit den ,versen3 ,und nur die alten ,brummeldrohnen1 ,gefrig1 dick und faul und dumm1 ,die ganz umsonst im ,hause wohnen1 ,faulenzen noch im ,bett herum48 ,unter den ,arbeitsbienen ist die ,art der ,arbeit genau geregelt und verteilt4 ,jede ,biene verrichtet nur eine ganz bestimmte ,arbeit4 ,in den ersten drei ,wochen ihres ,lebens versehen die ,arbeiterinnen nur ,arbeit im ,innern des ,stockes4 ,sie nehmen den vom ,ausfluge zurckkehrenden ,bienen den ,bltenstaub und den aus dem ,kropf gespienen ,honig ab und fllen ihn in die ,zellen4 ,andere ,bienen bereiten ,wachs aus dem ,sekret ihrer ,hinterleibsringe1 wieder andere bauen ,waben und verdeckeln die mit ,honig gefllten ,zellen1 nachdem die ,apotheker8 vorher ein ,trpfchen ,ameisensure hinzugesetzt haben1 damit der ,honig nicht verdirbt4 ,besondere ,straenkehrer8 halten die ,wohnung sauber und befrdern den ,unrat und die ,leichen gestorbener ,bienen hinaus4 ,die ,gesundheitspolizisten8 sorgen fr eine grndliche ,lufterneuerung1 indem sie fortgesetzt mit den ,flgeln fcheln1 wobei etwa #djj ,flgelschlge in der ,sekunde erfolgen4 ,am ,flugloch ben ,posten8 die ,kontrolle aus und lassen nur ,arbeitsbienen passieren1 die zum ,stock gehren1 weisen aber fremde ,eindringlinge ab4 ,die ,arbeitsbiene kennt whrend ihrer kurzen ,lebensdauer1 die nur wenige ,wochen whrt1 nichts als ,arbeit1 die sie rastlos vom ,morgen bis zum ,abend verrichtet1 nichts als selbstlose ,arbeit fr das ,allgemeinwohl1 fr die ,erhaltung des ,staats4 ,gewaltige ,moral und ,ethik liegen in dem ,geist1 der das surrende ,vlkchen der ,bienen beseelt4 ,sidenote3 ,staatenbildung der ,ameisen ,ebenso wie bei den ,bienen herrscht im ,ameisenstaat eine strenge ,ordnung und ,disziplin4 ,die ,arbeiter sind nicht immer verkmmerte ,weibchen1 sondern bei manchen ,arten auch begattungsunfhige ,mnnchen4 ,ferner gibt es bei den ,ameisen auer den ,arbeitern noch eine besondere ,kaste1 die ,soldaten4 ,sie haben einen sehr groen ,kopf und sehr starke ,kiefer4 ,sie bilden gewissermaen das stehende ,heer8 des ,ameisenstaates1 dem die ,verteidigung im ,falle eines ,angriffes obliegt4 ,in ,friedenszeiten verrichten sie auch gewisse ,arbeiten1 die fr die schwcheren ,arbeiter zu schwer sind4 ,sie zerkleinern harte ,smereien und groe ,insekten1 die den ,ameisen zur ,nahrung dienen4 ,whrend den ,arbeiterinnen der ,bienen nur ein kurzes ,dasein beschieden ist1 knnen die ,arbeiter und ,soldaten der ,ameisen mehrere ,jahre leben4 ,die ,arbeiter bauen das ,heim mit seiner ,einrichtung1 fttern die ,knigin und sorgen fr die junge ,brut4 ,puppen und ,larven werden nach dem ,alter gesondert und in verschiedenen ,rumen untergebracht1 auch je nach der ,witterung bald in hhere1 bald in tiefere ,stockwerke des ,baues gelegt1 damit stets der richtige ,grad von ,wrme und ,feuchtigkeit vorhanden ist4 ,den jungen ,ameisen sind die ,geschwister beim ,ausschlpfen behilflich1 indem sie das ,gewebe des ,kokons durchbeien4 ,auerordentlich gro ist der ,reinlichkeitssinn der ,ameisen4 ,die ,larven werden beleckt1 geputzt und gesubert4 ,auch an ihrem eigenen ,krper duldet die ,ameise nicht den geringsten ,schmutz4 ,mit den ,haaren ihrer ,vorderfe brstet sie ihren ,krper1 und auerdem dient noch ein dornartiger ,fortsatz an der ,fuschiene zum ,abschaben von ,schmutz4 ,auch das ,innere der ,behausung wird stets sauber gehalten4 ,jeglicher ,unrat wird sofort hinausgeschafft1 tote ,kameraden werden fortgetragen1 bisweilen sogar regelrecht bestattet1 indem man die kleine ,leiche mit ,erde berschttet4 ,an den zahlreichen ,ausgngen der ,burg stehen ,wachen4 ,sie alarmieren1 sobald sie etwas ,verdchtiges bemerken1 und sofort eilen die ,soldaten in groen ,mengen herbei1 um die ,feste zu verteidigen4 ,die gegenseitige ,verstndigung erfolgt hierbei mit den ,fhlern1 mit denen sich die ,ameisen berhren1 wobei die ,art der ,berhrung1 die entweder durch schnelle ,schlge oder sanftes ,streicheln ausgefhrt wird1 ber die ,sachlage ,aufklrung gibt4 ,manche ,ameisen knnen auch durch ,reiben von ,krperteilen ,gerusche erzeugen1 die ebenfalls zur ,verstndigung gebraucht werden4 ,sidenote3 ,sklaverei1 ,kriegfhrung1 ,viehhaltung der ,ameisen ,die eigenartigste ,erscheinung im sozialen ,leben der ,ameisen ist die ,sklaverei4 ,manche ,arten halten sich ,hilfskrfte1 die ihre eigenen ,arbeiter untersttzen mssen -- eine ,einrichtung1 die sonst nirgends im ,leben der ,tiere verbreitet ist1 und die auer den ,ameisen nur der ,mensch kennt4 ,um sich ,hilfskrfte zu verschaffen1 rauben die ,ameisen ,puppen aus einer anderen ,kolonie1 und zwar stets von einer friedlichen1 kleineren ,art4 ,zu ihrem ,raube ziehen die ,ameisen in groen ,kolonnen nach einem vorher ausgekundschafteten ,nest aus4 ,ist die ,hauptmasse der ,krieger angelangt1 so erfolgt der berfall auf das feindliche ,lager4 ,falls die ,bewohner nicht schon vorher durch ihre ,kundschafter den geplanten berfall erfahren haben und noch rechtzeitig ihre ,behausung verlassen konnten1 entspinnt sich ein erbitterter ,kampf zwischen den ,parteien1 der stets mit dem ,siege der strkeren ,angreifer endet4 ,die angegriffenen1 schwcheren ,ameisen werden rcksichtslos niedergemetzelt1 die ,puppen werden geraubt1 und dann erfolgt der ,rckmarsch in die eigene ,burg4 ,hier werden die fremden ,puppen sorgsam gehtet und gepflegt und die ausschlpfenden ,ameisen spter als ,arbeiter eingestellt4 ,diese scheinen sich ihrer ,verschleppung nicht bewut zu sein1 sondern fhlen sich unter den fremden ,ameisen vllig heimisch und betrachten sich als ,angehrige des ,staates1 in dem sie nicht als minderwertige ,sklaven gelten1 sondern gleiche ,rechte genieen4 ,bei den ,amazonenameisen ist die ,sklaverei geradezu eine ,lebensnotwendigkeit geworden4 ,sie zeichnen sich durch ganz gewaltige sbelfrmige ,vorderkiefer aus1 die eine hervorragende ,waffe im ,kampf mit anderen ,ameisen sind4 ,aber mit diesen unfrmigen ,kiefern sind sie nicht imstande1 selbstndig ,nahrung aufzunehmen1 sondern sie mssen sich von anderen ,ameisen fttern lassen1 und diesen ,dienst verrichten die geraubten ,sklaven1 ohne die die ,amazonenameisen einfach verhungern mssen4 ,bei der europischen arbeiterlosen ,ameise 7,anergates atratulatus7 hat sich das ,sklaventum zum ,parasitentum verwandelt4 ,wie schon der ,name sagt1 gibt es bei diesen ,ameisen keine ,arbeiter1 sondern nur ,kniginnen und ,mnnchen4 ,infolgedessen errichten diese ,ameisen auch keine ,kolonien4 ,eine befruchtete ,knigin sucht das ,nest einer anderen ,ameisenart auf4 ,die ,liebe der ,ameisen zu dieser fremden ,knigin ist so gro1 da sie ihre rechtmige ,knigin ermorden und ganz im ,banne der fremden stehen4 ,diese nimmt sehr bald durch ,anschwellung ihres ,leibes eine unfrmige ,gestalt an1 die sie unfhig macht1 sich selbst zu ernhren4 ,sie wird dann von den fremden ,ameisen gefttert und sorgsam gehegt4 ,ihre ,anwesenheit bedeutet stets den ,untergang der ,kolonie1 denn da sie nach der ,ermordung der rechtmigen ,knigin das einzige weibliche ,wesen ist1 so werden nur arbeiterlose ,ameisen erzeugt1 die wieder auswandern1 um sich in einer anderen ,kolonie anzusiedeln1 und die rechtmigen ,inhaber der ,kolonie sterben aus4 ,die kriegerischen ,unternehmungen der ,ameisen gelten nicht nur dem ,sklavenraub1 sondern haben hufig auch andere ,ursachen4 ,begegnen sich die ,arbeiter zwei nah benachbarter ,kolonien auf ihren ,beutezgen1 so entspinnt sich in der ,regel ein heftiger ,kampf4 ,beide ,parteien erhalten ,zuzug aus ihren ,behausungen1 und es entwickelt sich eine regelrechte ,schlacht1 die mit grter ,erbitterung ausgefochten wird1 bis schlielich ein ,teil unterliegt und mit groen ,verlusten das ,feld rumen mu4 ,die ber ,europa1 ,asien und ,nordamerika verbreiteten ,diebesameisen der ,gattung ,solenopsis hausen in den ,nestern anderer ,ameisen1 in deren ,erdwnden sie ihre ,baue anlegen4 ,die ,wirtsameisen dulden sie ruhig in ihrer ,behausung1 zumal sie den winzig kleinen ,untermietern1 die vom ,abfall ihres ,tisches leben1 nichts anhaben knnen4 ,auer den ,sklaven halten sich die ,ameisen auch regelrechtes ,nutzvieh81 das sie sogar in eigens hergerichteten ,stllen pflegen4 ,am meisten begehrt sind die ,blattluse1 die einen sen ,stoff absondern1 der als klebrige ,masse die ,bltter der ,rosen und anderer ,strucher bedeckt4 ,dieser ,honigtau der ,blattluse ist ein ,leckerbissen fr die ,ameisen4 ,durch ,streichen mit den ,fhlern veranlassen sie die ,blattluse zur ,hergabe des begehrten ,stoffes4 ,die ,blattluse werden gewissermaen wie ,khe gemolken4 ,um die ,kolonien ihrer ,nutztiere errichten manche ,ameisenarten schtzende ,erdbauten und zchten auf diese ,weise ihr ,nutzvieh in regelrechten ,stallungen4 ,ebenso wie die ,blattluse werden auch ,schildluse1 ,zikaden und die ,raupen des blauen ,himmelsfalters wegen ihrer wohlschmeckenden ,ausscheidungen von den ,ameisen sehr geliebt4 ,sidenote3 ,narkotische ,genusucht der ,ameisen ,in den ,bauten der ,ameisen nisten sich mit ,vorliebe ,kurzflgelkfer aus der ,familie der ,staphylinidae ein1 die von den ,ameisen nicht nur geduldet sondern sogar mit grter ,hingabe gehtschelt und gepflegt werden4 ,die ,kfer scheiden aus besonderen ,hinterleibsdrsen einen aromatischen ,saft aus1 dessen ,genu die ,ameisen geradezu in ,verzckung versetzt1 und der auf sie wohl eine hnliche ,wirkung ausbt wie ,tabak1 ,opium oder ,alkohol auf den ,menschen4 ,der ,vergleich ist um so mehr gerechtfertigt1 als der ,saft der ,kurzflgelkfer keineswegs eine notwendige ,nahrung fr die ,ameisen ist1 sondern lediglich ein berauschendes ,genumittel1 dem sich die ,ameisen mit solcher ,lsternheit hingeben1 da dadurch das ganze ,volk mit der ,zeit zugrunde geht4 ,die ,ameisen sind nmlich auf die ,kfer so erpicht1 da sie sich schlielich nur noch deren ,pflege widmen1 sie fttern1 htscheln und ihre ,brut groziehen1 aber ihre eigene ,brut vernachlssigen4 ,infolgedessen entstehen keine ,kniginnen mehr1 und auch die neugeborenen ,arbeiterlarven verkmmern4 ,der ganze ,staat degeneriert und stirbt aus4 ,besonders gefhrlich fr den ,ameisenstaat ist der ,groe ,bschelkfer 7,lomechusa strumosa74 ,er haust als ,parasit in der ,ameisenkolonie und pflanzt sich hier fort4 ,unfhig1 selbst zu fressen1 ist er ganz darauf angewiesen1 von seinen ,wirten ernhrt zu werden1 die berauscht von den aromatischen ,ausdnstungen dies ,amt mit grter ,hingabe ausben4 ,aber nicht nur durch die ,vernachlssigung der eigenen ,brut wird dem ,ameisenstaat geschadet1 sondern in noch schlimmerem ,mae durch diesen ,parasiten selbst4 ,die ,larven des ,kfers vertilgen nmlich die ,larven und ,puppen der ,ameisen1 wodurch sich der ,untergang der ,kolonie sehr schnell vollzieht4 ,wir haben also hier die eigenartige ,erscheinung1 da ein hchst schdlicher ,parasit von dem ,wirtstier besonders gepflegt wird4 ,so gibt uns die kleine1 fleiige ,ameise mit ihrem hochentwickelten sozialen ,leben zugleich ein abschreckendes ,beispiel fr die verheerende ,wirkung der unberwindlichen ,gier nach narkotischen ,genssen4 ,der ,ameisenstaat mit seiner ,berufseinteilung1 der ,einstellung fremder ,arbeitskrfte und der ,haltung von ,nutztieren verkrpert gewissermaen eine hohe ,kulturstufe in der ,tierwelt4 ,ebenso wie beim ,menschen fhrt diese ,kultur zur ,genusucht1 und die ,genusucht zur ,gefhrdung des ,volkswohls -- ein warnendes ,beispiel fr die ,menschheit6 ,sidenote3 ,treibjagden der ,treiberameisen ,aus den vielseitigen ,lebensgewohnheiten der ,ameisen1 die1 wohin man auch sieht1 immer wieder neue und staunenswerte berraschungen bieten1 mgen zum ,schlu noch die ,treibjagden der in den ,tropen lebenden ,treiberameisen erwhnt werden4 ,es sind ,raubtiere8 im wahrsten ,sinne des ,wortes4 ,sie berfallen nicht nur andere ,insekten1 wie ,grillen1 ,spinnen und ,raupen1 sondern sogar ,sugetiere und ,vgel1 um ihren ,hunger zu stillen4 ,bei ihren ,raubzgen gehen sie planmig zu ,werke und veranstalten regelrechte ,treibjagden4 ,ein gewaltiger ,tro dieser groen und wehrhaften ,ameisen zieht auf die ,jagd aus4 ,sein ,erscheinen veranlat alles in der ,nhe befindliche ,getier so schnell wie mglich zur ,flucht4 ,die ,ameisen verfolgen ihr ,wild1 hetzen es zu ,tode oder umzingeln es4 ,die erlegte ,beute wird zerstckelt und dann heimgebracht4 ,sogar groe ,tiere1 wie ,esel1 ,pferde und ,rinder1 sind schon den raubgierigen ,insekten zum ,opfer gefallen4 ,selbst auf ihren ,beutezgen knnen die ,ameisen des beliebten narkotischen ,getrnks1 das ihnen die ,kurzflgelkfer liefern1 nicht entbehren4 ,nach echter ,weidmannsart mu ab und zu ein ,schluck8 genommen werden1 um die von der ,jagd ermdeten ,glieder aufzufrischen4 ,infolgedessen werden die beliebten ,kfer auf den ,beutezgen mitgeschleppt und als ,rucksack auf dem ,rcken getragen4 ,eine afrikanische ,kferart hat sogar an den ,fen besondere ,haftorgane1 mit denen sie sich auf dem ,ameisenrcken festhlt4 ,der ,kfer heit infolgedessen ,ameisenreiter84 ,wir haben hier ein vortreffliches ,beispiel1 wie meisterhaft die ,natur es versteht1 das ,leben der ,tiere aufeinander einzustellen und in wechselseitiger ,beziehung einzustimmen4 ,die ,treiberameisen berfallen bisweilen ein ,termitennest4 ,in dem sich entspinnenden ,kampfe unterliegt auch manche ,ameise und lt ihre ,schnapsflasche81 den kleinen ,kfer mit dem sen ,lebenselixier1 zurck1 den sich dann die ,termiten aneignen1 um ebenso wie die ,ameisen den aromatischen ,saft zu genieen4 ,sidenote3 ,staatsleben der ,termiten ,auch die ,termiten haben ein hochentwickeltes ,staatenleben4 ,an der ,spitze der ,kolonie stehen ein ,knig und eine ,knigin1 die ein inniges ,eheleben fhren und fr die ,nachkommenschaft sorgen4 ,sie kommen als geflgelte ,insekten zur ,welt1 finden sich auf dem ,brautflug zusammen und fhren nach ,verlust ihrer ,flgel zunchst ein unterirdisches ,leben in einer ,erdhhle oder im ,holz eines morschen ,baumes4 ,im ,laufe von vier bis fnf ,monaten werden sie geschlechtsreif4 ,das ,weibchen beginnt nun mit dem ,eierlegen1 das von jetzt an ihren ganzen ,lebenszweck ausfllt4 ,sie entwickelt eine ungeheure ,fruchtbarkeit4 ,die ,knigin der kriegerischen ,termite legt alle #b ,sekunden ein ,ei1 d4 h4 tglich etwa #cjjjj ,eier1 ohne diese fruchtbare ,ttigkeit whrend ihres etwa #aj;jhrigen ,lebens auch nur einen ,augenblick zu unterbrechen6 ,aus der ersten ,nachkommenschaft entstehen ,arbeiter8 und ,soldaten1 d4 h4 unfortpflanzungsfhige ,weibchen und ,mnnchen mit verkmmerten ,geschlechtsorganen4 ,damit ist der ,anfang zur ,bildung eines ,termitenstaates gelegt4 ,spter werden neben den stets zahlreicheren ,arbeitern auch ,mnnchen und ,weibchen erzeugt1 die ausschwrmen1 um wieder einen neuen ,staat zu grnden4 ,die ,arbeitsteilung ist im ,termitenstaat bis ins kleinste durchgefhrt und geregelt4 ,die ,hebammen8 entbinden die ,knigin1 indem sie ihr die ,eier aus dem ,leibe herausholen4 ,andere ,dienstboten putzen und reinigen den ,knig und die ,knigin1 die beide whrend ihres ganzen ,lebens unzertrennlich beieinander weilen4 ,wieder andere ,termiten schaffen ,nahrung herbei und fttern das ,herrscherpaar4 ,das knigliche ,gemach wird dauernd von einer ,anzahl ,soldaten bewacht4 ,auer dieser ,leibwache gibt es noch ,schutzleute1 die die ,arbeiter1 welche das ,knigspaar betreuen1 beaufsichtigen und ,nachlssige zur ,arbeit anfeuern4 ,den ,aufbau des ,wohnhauses besorgen die eigentlichen ,arbeiter1 und zwar auch wieder unter der ,aufsicht von ,wachen und unter dem ,schutz von ,soldaten1 die ,posten stehen4 ,erfolgt ein feindlicher ,angriff1 so schlagen die ,posten ,alarm1 indem sie durch ,aneinanderschlagen der ,kiefer oder durch ,reiben des ,kopfes an der ,brust ,tne erzeugen1 die als ,signal dienen und sogleich das unter ,fhrung von ,offizieren bereitstehende ,heer herbeilocken4 ,eine merkwrdige ,einrichtung finden wir bei einer auf ,ceylon lebenden ,termitenart1 die in hohlen ,bumen haust4 ,die ,tiere legen sich auen am ,baumstamm ,aborte an1 die aus einzelnen ,zellen bestehen1 in denen die ,bewohner der ,kolonie ihre ,bedrfnisse verrichten4 ,soldaten versehen den ,dienst von ,abortfrauen84 ,sie reinigen die ,kloaken und geleiten die einzelnen ,termiten1 die erscheinen1 zu den unbesetzten8 ,stellen4 ,stirbt die ,knigin1 so wird sofort eine neue ,knigin herangezogen1 denn die ,arbeiter haben es ganz in der ,hand1 aus einer jungen ,termite1 die nicht als ,larve1 sondern gleich im fertigen ,zustande aus dem ,ei schlpft1 je nach der ,ftterungsweise einen ,arbeiter1 einen ,soldaten1 eine ,knigin oder auch einen ,knig heranzuziehen4 ,nach dem ,tode der ,knigin lebt der ,knig hufig in ,vielweiberei4 ,es werden mehrere junge ,termiten zu ,weibchen ausgebildet und als ,kebsweiber dem verwitweten ,knig zugefhrt1 der nun als ,sultan ein ,haremsleben fhrt4 ,erweist sich die ,anzahl der ,individuen in einer ,kaste zu gro1 so werden die berflssigen ,tiere einfach gettet1 denn ,faulenzer und unntze ,esser dulden die strengen ,gesetze des ,termitenstaates nicht1 in dem eine mustergltige ,ordnung und hervorragende ,disziplin herrschen4 -- ,die ,durchfhrung eines so hoch organisierten sozialen ,lebens1 das bis ins kleinste in straffer ,disziplin geregelt ist1 scheint ohne gegenseitige ,verstndigung der einzelnen ,individuen kaum mglich1 und so drfen wir mit ,recht annehmen1 da auch die ,bienen1 ,ameisen und ,termiten eine ,sprache haben1 mit der sie sich untereinander ihre ,gefhle und ,empfindungen mitteilen4 ,da unter den ,sinnen der ,geruchssinn bei diesen ,tieren am hchsten ausgebildet ist1 so darf man vermuten1 da er bei der gegenseitigen ,verstndigung eine groe ,rolle spielt4 ,der ,sitz des ,geruchssinnes befindet sich bei den ,bienen auf den ,fhlern4 ,eine ,arbeiterin hat auf jedem ,fhler nicht weniger als #ejjj ,geruchsorgane1 woraus die groe ,bedeutung des ,geruchs fr das ,seelenleben der ,biene am besten hervorgeht4 ,sidenote3 ,verstndigung der ,termiten u4 ,ameisen ,unter den ,termiten gibt es einige vllig blinde ,arten1 und trotzdem verrichten diese ihre ,arbeiten genau so gut wie ihre sehenden ,verwandten4 ,der bis zur hchsten ,vollkommenheit entwickelte ,geruch ersetzt den ,mangel des ,augenlichts4 ,die ,tiere vermgen sich mit ,hilfe des ,geruchs so gut zu orientieren1 da sie durch das fehlende ,sehvermgen nicht im geringsten beeintrchtigt werden4 ,auf ihren ,raub- und ,wanderzgen scheiden die blinden ,termiten tropfenweise eine ,flssigkeit aus1 die auf dem ,erdboden antrocknet1 und deren ,geruch den nachfolgenden ,termiten als ,wegweiser dient und spter auf dem ,heimweg die ,richtung zur ,kolonie angibt4 ,die ,ameisen gebrauchen mit ,vorliebe ihre ,fhler zur ,verstndigung1 indem sie sich gegenseitig betasten4 ,je nach dem ,inhalt der ,nachricht ist die ,art der ,berhrung verschieden1 so da wir es hier mit einer wohlorganisierten ,fhlersprache8 zu tun haben4 ,auerdem verstndigen sich die ,tiere durch ,gerusche1 die sie durch ,reiben von ,krperteilen hervorbringen4 ,die ,termiten klopfen zu diesem ,zweck mit dem ,kopf auf den ,erdboden4 ,mit der ,erforschung der ,bienensprache hat sich neuerdings v4 ,frisch#g eingehend beschftigt und ist dabei zu uerst berraschenden und interessanten ,ergebnissen gelangt4 ,sidenote3 ,farbensinn der ,insekten ,frisch hat zunchst durch ,experimente nachgewiesen1 da die frhere1 besonders von ,he vertretene ,ansicht1 da die ,bienen farbenblind seien1 durchaus nicht zutrifft4 ,mit ,ausnahme von ,rot knnen die ,bienen alle ,farben erkennen1 und die ,farbenempfindlichkeit ihres ,auges reicht sogar noch weit in das ,ultraviolette hinein1 wodurch der ,mangel des ,farbensinnes fr ,rot in gewisser ,weise ausgeglichen wird4 ,dies gilt nicht nur fr die ,bienen1 sondern fr alle ,insekten4 ,die ,rotblindheit der ,insekten und andererseits die ,wahrnehmung des ultravioletten ,lichtes steht wohl mit den ,farben der ,blten im engen ,zusammenhang1 denn in der ,bltenflora ist gerade die rote ,farbe im ,gegensatz zu ,wei1 ,blau und ,gelb sehr schwach vertreten1 whrend eine stark ultraviolette ,reflexion an ,blumenblttern sehr verbreitet ist4 ,auer der ,rotblindheit ist der ,farbensinn der ,bienen noch in anderer ,beziehung beeintrchtigt4 ,das ,bienenauge vermag keine ,farbennuancen wahrzunehmen4 ,gelb und ,orange1 sowie ,blau und ,violett sind fr das ,bienenauge dieselben ,farben4 ,um die biologische ,bedeutung dieser ,erscheinung ins rechte ,licht zu setzen18 sagt ,frisch1 mssen wir uns das ,verhalten der ,bienen bei ihren ,sammelflgen vergegenwrtigen4 ,sie sind blumenstete ,insekten1 d4 h4 ein bestimmtes ,individuum befliegt ,stunden und ,tage hindurch nur ,blten ein und derselben ,pflanzenart4 ,fr die ,biene ist dies vorteilhaft1 weil sie berall auf dieselbe ,blteneinrichtung trifft1 mit der sie vertraut ist2 fr die ,blten ist die ,stetigkeit der ,besucherin zur ,herbeifhrung einer regelrechten ,kreuzbefruchtung von grter ,wichtigkeit4 ,eine ,blumenstetigkeit ist aber nur mglich1 wenn die ,biene die gesuchten ,blumen von den anderen ,blten mit ,sicherheit zu unterscheiden vermag4 ,nun ist jener ,reichtum an ,farbenabstufungen1 der unser ,auge in einer blumenreichen ,wiese erfreut1 fr das ,bienenauge nicht vorhanden4 ,so knnen den ,bienen die ,farben der ,blten nur in beschrnktem ,mae zu ihrer ,unterscheidung dienen4 ,es mssen ihnen daneben andere ,merkzeichen zu ,gebote stehen4 ,die ,form der ,blumenbltter1 die ,farbenkombinationen in mehrfarbigen ,blten1 die ,saftmale spielen hier nachweislich eine ,rolle -- aber auch sie reichen nicht aus1 die ,zielsicherheit der sammelnden ,bienen zu erklren48 ,das wichtigste ,merkmal zur sicheren ,unterscheidung der ,blten ist nach ,frisch der ,duft4 ,dennoch ist das ,riechvermgen der ,bienen bei weitem nicht so gro1 als man bisher angenommen hat4 ,wohl vermag die ,biene feine ,geruchsunterschiede wahrzunehmen1 aber sie kann es nur auf eine geringe ,entfernung von einigen ,zentimetern4 ,erst wenn sie die ,blte umschwrmt1 erkennt sie an dem ,duft1 ob es die von ihr gesuchte ,blumenart ist4 ,der ,bltenduft hat aber fr die ,ttigkeit des ,bienenvolkes noch eine andere1 hchst wichtige ,bedeutung4 ,die heimkehrenden ,bienen bermitteln durch den ihnen anhaftenden ,duft ihren ,genossen1 von welchen ,blten sie die ,tracht geholt haben4 ,so bildet der ,bltenduft ein ,verstndigungsmittel in der ,sprache der ,bienen4 ,der ,vorgang1 der sich hierbei abspielt1 ist folgender3 ,sidenote3 ,sprache der ,bienen ,hat eine ,biene auf ihrem ,sammelflug eine neue1 reiche ,trachtquelle entdeckt1 so gibt sie nach ihrer ,heimkehr die ,tracht zunchst an eine ,schwester1 die ,innendienst versieht ab1 und beginnt dann auf den ,waben einen ,rundtanz aufzufhren4 ,sie rennt hastig in kreisenden ,bewegungen umher4 ,ihr ,rundtanz erregt im hchsten ,mae die ,aufmerksamkeit aller anderen ,bienen im ,stock4 ,in dichten ,scharen drngen sie sich um die ,tnzerin und schlieen sich ihr zum ,teil an1 so da schlielich eine ganze ,gesellschaft den ,reigen auffhrt4 ,durch den ,tanz zeigt die heimgekehrte ,biene ihren ,schwestern an1 da sie eine neue ,quelle reicher ,tracht gefunden hat4 ,pltzlich bricht die ,biene das ,tanzen ab und verlt den ,stock1 um neue ,tracht zu holen4 ,man sollte vermuten1 da die anderen ,bienen ihr in groen ,scharen folgen1 um sich die begehrte ,honigstelle zeigen zu lassen4 ,dies ist aber nicht der ,fall4 ,sie beachten die ,flugrichtung der ,tnzerin gar nicht1 sondern schwrmen allein aus2 viele haben sogar schon whrend des ,tanzes den ,stock verlassen1 um die neue ,tracht aufzusuchen4 ,sie fliegen in allen ,richtungen umher und suchen selbstndig die ,tracht vermittels ihres ,geruchssinnes1 nachdem sie von der ,tnzerin ,witterung empfangen haben4 ,jede heimkehrende ,biene fhrt nun so lange einen ,tanz auf1 als noch reichliche ,tracht vorhanden ist1 um hierdurch ihre ,genossinnen immer wieder zu neuem ,eifer anzuspornen4 ,lt die ,tracht nach1 dann hrt auch das ,tanzen auf4 ,der ,tanz bringt also nicht nur ,kunde von der ,entdeckung einer ,trachtquelle1 sondern auch von ihrer ,reichhaltigkeit4 ,ja1 die ,verstndigung geht sogar noch weiter4 ,auch die ,anzahl der ,arbeitskrfte1 welche zum ,einholen der aufgefundenen ,tracht notwendig ist1 wird von den ,bienen bekanntgegeben1 denn nach den ,erfahrungen von ,frisch sammeln sich an der ,tracht stets nur so viel ,bienen an1 als zur ,verrichtung der ,arbeit notwendig sind1 niemals aber eine unntig groe ,anzahl4 ,auch hierbei erfolgt die ,verstndigung wieder vermittels des ,geruchs4 ,die ,arbeitsbienen besitzen ein besonderes ,duftorgan im ,hinterleib4 ,saugt nun eine ,biene an reicher ,tracht1 so stlpt sie ihr ,duftorgan aus und lockt durch den sehr starken ,duft1 den die ,bienen auch auf weite ,entfernungen wahrnehmen knnen1 immer neue ,hilfskrfte herbei4 ,so wird die ,tracht sehr stark beflogen4 ,sind genug ,arbeitskrfte vorhanden1 dann unterbleibt der ,gebrauch des ,duftorgans1 dagegen wird das ,tanzen bei der ,rckkehr noch fortgesetzt1 damit der ,flug zur ,tracht nicht vllig aufhrt4 ,die ,bedeutung des ,duftorgans als ,verstndigungsmittel geht aus folgendem1 von ,frisch ausgefhrten ,versuch hervor4 ,er stellte zwei reich beschickte ,futterpltze in der ,umgebung eines ,bienenstockes auf1 die sehr bald von zwei ,gruppen ,bienen beflogen wurden4 ,nun verklebte er den ,bienen einer ,gruppe die ,duftorgane1 was zur ,folge hatte1 da hier der ,anflug bald erheblich nachlie4 ,der ,zuzug neuer ,bienen war nur so gro als bei der ,gruppe mit unversehrten ,duftorganen1 obwohl die heimgekehrten ,bienen beider ,gruppen im ,stock tanzten4 ,auer ,nektar sammeln die ,bienen auch ,bltenstaub ein1 und zwar sind es verschiedene ,bienen1 die ,honig und ,pollen eintragen4 ,auch die pollentragenden ,bienen verknden einen reichen ,fund durch ,tanzen1 aber in anderer ,weise4 ,sie fhren keine kreiselnden1 sondern schlngelnde ,bewegungen aus4 ,die ,art des ,tanzes zeigt also an1 ob es sich um ,honig oder ,pollentracht handelt1 und jede ,biene ersieht hieraus1 ob die zu verrichtende ,arbeit fr sie in ,betracht kommt4 ,das ,mittel1 welches ,frisch anwandte1 um in diese intimsten ,vorgnge des ,bienenlebens ,einsicht zu gewinnen1 ist ebenso sinnreich wie einfach4 ,er zeichnete die einzelnen ,bienen mit ,farbflecken auf den ,flgeln1 die sich1 whrend die ,biene saugt1 mit einem kleinen ,pinsel unschwer auftragen lassen4 ,auf diese ,weise vermochte er1 die einzelnen ,bienen zu unterscheiden und ihr ,verhalten genau zu beobachten4 ,so verdanken wir den mhsamen und grndlichen ,forschungen von ,frisch eine beraus wertvolle ,aufklrung ber das ,seelenleben der ,bienen1 das1 so kompliziert es auch auf den ersten ,blick erscheint1 schlielich nur auf einfachen ,sinneswahrnehmungen beruht4 ,eine ,zeichensprache hat sich uns erschlossen18 sagt unser ,gewhrsmann am ,schlu seiner lehrreichen ,ausfhrungen1 die in ihrer ,einfachheit auf jeden ,beschauer ,eindruck macht4 ,ein paar ,bewegungen1 ein bichen ,duft1 den die ,biene von den ,blten in den ,stock hineintrgt1 ein bichen ,duft1 den sie drauen am ,schauplatz ihrer ,entdeckung selbst in die ,luft entstrmen lt1 vermitteln eine ,verstndigung1 die kaum besser funktionieren und nicht einfacher gedacht werden knnte48 #f ,eduard ,reichenow1 ,biologische ,beobachtungen an ,gorilla und ,schimpanse4 ,sitzungsberichte der ,gesellschaft ,naturforschender ,freunde1 ,berlin4 ,jahrgang #aibj4 #g ,k4 v4 ,frisch1 ,sinnesphysiologie und ,sprache8 der ,bienen4 ,die ,naturwissenschaften1 ,jahrgang #ab4