,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aiji so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,einige ,personen- und ,ortsnamen entsprechen nicht immer den heutigen ,rechtschreibnormen1 dennoch verbleiben sie gegenber den ,original unverndert1 sofern diese im ,text mehrfach vorkommen4 ,das ,inhaltsverzeichnis wurde vom ,bearbeiter hinzugefgt4 ,insbesondere durch deren thematische ,zusammenstellung zu ,einschubtafeln ist die ,nummerierung der ,abbildungen nicht immer fortlaufend4 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche gesperrt3 ,pluszeichen ,illustration3 ,s4 ,miguel de ,lino4 7,in ursprnglicher ,gestalt47 ,,die ,,lteste ,,kunst ,,insbesondere ,,die ,,baukunst ,,der ,,germanen ,,von ,,der ,v,,lkerwanderung ,,bis ,,zu ,,karl ,,dem ,,grossen ,illustration ,,von ,,albrecht ,,haupt ,,leipzig ,h,a,,ludwig ,,degener #aiji ,alle ,rechte vorbehalten1 besonders das der bersetzung1 auch in den ,lndern1 die der ,berner ,konvention nicht angehren ,copyright by ,h4 ,a4 ,ludwig ,degener ,spamersche ,buchdruckerei in ,leipzig ,,seiner ,,hoheit ,,dem ,,herzoge ,,johann ,,albrecht ,,zu ,,mecklenburg ,,regenten ,,des ,,herzogtums ,,braunschweig ,,deutschlands ,,vorleuchtendem ,f,,hrer ,,zu ,,neuer ,,kolonialt,,tigkeit ,,sei ,,dies ,,bild ,,uralter ,,germanischer ,,kulturarbeit ,,in ,,tiefster ,,ehrfurcht ,,verehrungsvoll ,,dargebracht4 ,zum ,geleit6 ,dieses ,buch ist ein ,versuch1 ein erster noch unsicherer ,schritt auf bisher nicht begangenem ,wege4 ,aber ich glaube nicht nur1 da er einmal1 sondern sogar1 da er gerade jetzt gewagt werden mute1 da die ,zeit dazu gekommen scheint1 da sich in allen germanischen ,vlkern der ,wunsch nach solchem ,rckblick regt4 ,wenigstens deutet darauf die sich hufende ,vorarbeit ber so viele ,einzelheiten4 ,doch hat bisher noch niemand es unternommen1 das ,material1 das sich so gewaltig angesammelt hat1 zu vereinigen1 planmig zu gliedern1 zu einem ,ganzen zusammenzubauen4 ,freundliche ,nachsicht darf daher wohl gewhrt werden in ,anbetracht der ,schwierigkeit des ,gewollten4 ,was ich vor allem erstrebte1 ist ja vielleicht gelungen3 einen ,zusammenhang1 einen ,faden aufzufinden1 an den sich das scheinbar so weit auseinanderliegende ,einzelne jetzt doch aufreihen lie4 ,und ferner1 den ,nachweis zu liefern1 da da1 wo vorher nichts zu sein schien1 doch etwas1 ja mehr1 als je zu erwarten war1 vorhanden ist2 da die ,kindheit unserer germanischen ,volksstmme keineswegs des goldenen ,glanzes der ,schnheitsfreude und des knstlerischen ,lebensschmuckes1 noch auch sogar eigener ,gestaltungskraft und eigenen ,wollens auf diesem ,gebiete entbehrte4 ,sollte mein ,versuch dazu helfen1 da in dem unbersehbaren ,mosaikbilde der ,kunst auch eine bescheidene ,ecke als der ltesten germanischen zugehrig anerkannt wrde1 und da die heute durch so manche schwere ,einwirkung auseinandergetriebenen germanischen ,vlker sich ihrer gemeinsamen knstlerischen ,kindheit mit einiger ,freude erinnerten1 wenigstens solche ,erinnerungen mit ,liebe weiterpflegten1 so wre die wichtigste ,aufgabe gelst4 ,fern lag es mir natrlich1 hier den ,weg anderer wertvoller und fruchtbringender ,studien durchkreuzen oder abschneiden zu wollen4 ,weit ferner noch1 etwa zu behaupten1 da die als germanisch8 geschilderte ,kunst so1 wie sie hier erscheint1 ohne jede fremde ,einwirkung aus ,wotans ,haupte gesprungen sei4 ,vielmehr hatte sie so gut als jede andere ihre ,vorlufer1 ihre ,quellen1 aus denen sie schpfte1 und in vielen ,fllen mag sie1 wie kluge ,mnner es bereits sich dachten1 ,trgerin bestimmter knstlerischer ,erbschaften1 selbst ,vermittlerin zwischen ,ost und ,west1 ,ausfllerin sonst klaffender ,lcken in der ,entwicklung oder nur ,erhaltung der ,kunst gewesen sein4 ,aber wo sie sich ,fremdes zu eigen gewonnen hat1 da darf man dieses als nun ihr gehrig ansehen1 darf in ,anerkennung nach eigenem ,geschmacke erfolgter ,auswahl fr sie in ,anspruch nehmen1 da solche ,aneignung aus innerem ,grunde1 nicht nach ,zuflligkeiten1 vor sich ging4 ,was der ,germane so in sich aufnahm1 wurde ein ,teil seines jungen ,selbst1 verschmolz mit lterem ,besitze zu neuem ,ganzen4 ,wie nun1 davon wollte ich ein ,bild zu geben versuchen4 ,nicht jedoch davon1 woher solche fremde ,bestandteile kamen1 die hier zu frischem ,leben zusammenwuchsen4 ,insbesondere ist mir die ,kunst des ,orients allzu wenig vertraut1 als da ich ,zusammenhnge dorther nachzuweisen versuchen drfte1 auch wenn ich das gewollt htte4 ,das bleibt anderen1 wissenderen1 die hier gegebenes ,material nach dieser ,richtung zergliedern mgen4 ,mir war es um die ,zusammenfassung zu tun4 ,in solchem ,zusammenhange ist es hier unerheblich1 ob zum ,beispiel das ,theoderichgrabmal rmische1 syrische oder gar mesopotamische ,elemente enthalten mag4 ,das ,werk ist gewaltig genug1 um in seiner ,zeit und an seinem ,orte einen bedeutungsvollen ,markstein zu bilden1 als errichtet von dem grten ,germanenknig1 wenn auch in erobertem ,lande1 doch fr ihn selbst1 ein ,spiegel seines ,geistes und des ,geistes seines ,volkes4 ,wie wir das ,kolosseum vor allem als eine architektonische ,grotat des ,rmertums bewundern1 unangesehen1 ob ,knstler aus aller ,welt1 vielleicht auch aus dem ,osten1 es gestalten mochten4 ,es war also das ,zusammenfassen des von und fr ,germanen in jenen kritischen vier ,jahrhunderten ,geschaffenen zu einem ,bilde mein ,ziel1 -- und ich freue mich der ,mglichkeit eines ,ergebnisses4 ,wie bemerkt1 fhrt auch ein ,zug unserer ,zeit darauf hin2 eine nicht mehr kleine ,gruppe von ,helfern hat groes ,material zusammengetragen2 hat auch mich untersttzt1 wo es mglich war2 hat mir gezeigt1 da bereits eine ,gemeinde besteht1 in solchem edlen ,streben geeint4 ,das gab mir die ,sicherheit1 da ich nicht vielleicht voreingenommen als einzelner unhaltbarer ,idee nachjagte4 ,so darf ich wohl den ,vielen danken1 die mir hilfreiche ,hand boten in ,rat und ,tat4 ,vor allem dem ,generaldirektor der kniglich preuischen ,museen1 dem verehrten ,meister ,wilhelm ,bode1 der mich in gtigster ,weise untersttzte1 fr die unentbehrlichen ,studienreisen in ,spanien und ,italien selbst pekunir und durch ,erteilung von ,auftrgen1 deren ,ergebnisse dem knftigen ,deutschen ,museum zugute kommen sollen2 dann deutschen ,museumsverwaltungen1 wie denen zu ,stuttgart1 ,mainz1 ,wiesbaden1 ,metz2 deutschen ,gelehrten1 die alle zu nennen die ,gelegenheit fehlt4 ,aber auch im ,ausland half man mir berall bereitwillig2 die ,generaldirektion der italienischen ,museen und ,kunstdenkmler in ,rom1 die ,direktion des franzsischen ,nationalmuseums zu ,st4 ,germain1 der ,nationalbibliothek zu ,paris1 die ,museumsdirektionen zu ,genf1 ,narbonne1 ,barcelona1 ,madrid1 ,sevilla1 ,lissabon1 ,oviedo und andere1 die auslndischen ,herren ,kollegen1 alle bestrebten sich1 mir die nicht immer leicht zu findenden ,wege zu weisen4 ,auch der ,deutsche ,botschafter zu ,madrid1 ,herr von ,radowitz1 hat sich zu meiner ,untersttzung umfassend bemht4 ,und so manchen ,brief empfing ich1 der mir schtzbare ,winke gab1 manches gute ,wort dazu6 ,es sei dies alles ohne ,einzelheit doch aufrichtigst gerhmt und dafr gedankt4 ,zuletzt auch meinem trefflichen ,herrn ,verleger1 der sich mit grter ,liebe und ,aufopferung in den ,dienst der bedeutenden ,sache gestellt und jeden meiner ,wnsche erfllt hat1 soweit dies mglich war4 ,das ,ergebnis nicht geringer langjhriger ,mhen bergebe ich so vertrauensvoll dem deutschen ,volke1 auch ein wenig allen ,vlkern germanischen ,ursprunges4 ,mchte es wieder verbinden helfen1 wo ,jahrtausende getrennt haben4 ,hannover1 ,august #aijh4 ,a4 ,h4 ,inhaltsverzeichnis ,zum ,geleit6 ,v ,einleitung #a ,allgemeiner ,teil #c ,die ,rasse #ag ,die germanische ,rasse und ihre ,eigentmlichkeit in der ,kunst #ba ,grber und ,kleinwerk #cj ,kleidung und ,schmuck #ca ,waffen zu ,trutz und ,schutz #cd ,weitere ,ausstattung und ,mitgabe #cf ,andere ,werke der ,kleinkunst #dd ,das ,technische #di ,die ,holzbaukunst #fe ,einzelformen in der ,baukunst #ge ,bauwerke #aai ,die ,ostgoten #abf ,die ,langobarden #aed ,die ,westgoten #ahd ,die ,vandalen #bba ,die ,franken #bbb ,die ,angelsachsen #bei berblick der wichtigen ,quellen #bgh ,a4 ,alte ,literatur #bgh ,b4 ,neuere ,literatur #bgh #a4 ,geschichte und ,allgemeines #bgh #b4 ,prhistorie1 ,ausgrabungen und ,kleinkunst #bgi #c4 ,baugeschichte und ,baudenkmler #bgi ,erklrung einiger wichtiger fachlicher ,ausdrcke #bhb ,namenregister #bhd ,ortsregister #bhf ,,die ,,lteste ,,kunst ,,insbesondere ,,die ,,baukunst ,,der ,,germanen ,unendliche ,arbeit ist getan fr den ,aufbau einer ,geschichte der alten ,kunst der ganzen ,welt4 ,fern im ,osten1 ,sden und ,westen durchwhlt emsige ,forschung die bereinander gelagerten ,kulturschichten der ,jahrtausende4 ,langsam fgt sich ,glied an ,glied der ,kette1 die zurckreicht bis in die ,anfnge menschlicher ,kultur4 ,nicht die letzten dabei waren deutsche ,mnner1 die ihre ganze ,kraft solchem ,tun widmeten1 die fr griechische1 gyptische1 assyrische graue ,vergangenheit und ihre ,erhellung ihr ,dasein einsetzten2 und deutscher ,wissenschaft gebhrt wie in anderen ,dingen so auch hier hohe ,ehre4 ,doch erstaunlich -- wenn wir alle das ,geleistete an uns vorberziehen lassen1 wie mag es wohl kommen1 da gerade unser ,eigenstes dabei so stark zurcktritt8 -- ,warum scheint es bis heute immer noch wichtiger und auch wissenschaftlich allein wert und wrdig1 seine ,krfte so ferner ,kultur zu widmen1 warum gilt es fr minderwertig1 ja dilettantenhaft1 wenn einer sich angelegen sein lt1 auch von ltester deutscher oder germanischer ,kunst zu sagen und nach ihr zu forschen8 ,ist es denn wirklich richtig1 da da ganz und gar nichts zu finden ist1 da alles das1 was dieser oder jener so nennen will1 nichts anderes sein soll1 als entarteter und barbarisierter ,abfall allein liebens- und beachtenswerter sdlicher und stlicher ,art8 ,und wo wirklich noch etwas sich zeigt1 was den ,blick der ,bewunderung doch auf sich zieht1 und was dabei den ,namen irgendeines nordischen ,barbarenstammes oder eines seiner ,helden trgt1 -- ist es denn allein des ,schweies wert immer und immer wieder beweisen zu wollen1 da dann solches ,werk unmglich barbarisch-nordischem ,geist entsprungen sein knne1 -- da berhaupt alles1 was auf ,kunstwert ,anspruch erheben kann1 a priori ,fremden zuzuweisen sein msse8 ,das scheint bisher wissenschaftlicher ,grundsatz zu sein4 ,nur verworrene oder phantastische ,kpfe knnen von so bewhrtem ,grunde weichen4 ,und wer gar von der patriotischen ,pflicht sagt1 die gebiete1 was wirklich germanisch sei1 auch als solches zu wrdigen1 dem wird bedeutet1 da es in der ,kunst und ,geschichte der ,kunst keinen ,patriotismus geben drfe1 nur ,wissenschaft allein2 und die ,wissenschaft lehre1 da alles ,heil von drauen komme4 ,trotzdem sei es gewagt1 hier nicht nur die ,pflicht deutscher ,kunstgeschichte zu erfllen1 das was vermutlich doch dem ,norden und seinen ,vlkern geistig angehrt1 fr sie wieder in ,anspruch zu nehmen1 sondern auch den ,beweis auf einem ,gebiete wenigstens nicht ganz unwissenschaftlich zu fhren1 da dem wirklich so sei2 und da ,eigenart und ,leistung nordisch-germanischer ,vlker nicht nur in ,poesie und ,musik1 sondern auch in sicht- und fhlbaren ,werken ihrer ,hand zu finden mglich2 da solche ,art in den allerersten ,zeiten1 da ihre ,kraft sich noch tastend versuchte1 sich vielleicht am deutlichsten offenbare1 somit gerade diese ,jugendzeit fr jeden1 der germanisches ,wesen liebt1 von tiefster ,bedeutung sein msse4 ,illustration ,illustration3 ,,allgemeiner ,,teil ,sidenote3 ,heimat ,fr die ,wrdigung der ,eigenart und des ,werkes des germanischen ,zweiges der ,indogermanen ist es unerheblich1 ob der ,urwohnort 7so weit von solchem zu sprechen7 wirklich das iranische ,hochland1 oder ob nicht gerade das norddeutsche ,tiefland die ,wiege der indogermanischen ,stmme sei1 wie man das neuerdings behaupten will4 ,jedenfalls aber ist ,deutschland -- mit ,skandinavien zusammen -- stlich weit ausgedehnt und den nrdlichen ,teil ,polens in sich fassend1 als die ,heimat wenigstens der eigentlichen ,germanen anzusehen4 ,selbst sind manche ruhiger angelegte ,stmme im engeren oder weiteren ,bereiche dieser ,heimat bis heute geblieben2 regsamere und meist reicher begabte wanderten frh nach ,sdosten und ,sden1 andere nach ,westen von dannen2 bei diesen und durch sie hat germanische ,kultur und ,kunst eine erste ,hhe erreicht4 ,was zurckblieb und die alten ,stammsitze weiter bewohnte1 verharrte auch in der ,entwicklung lnger auf dem alten ,standpunkte1 hat von eigener ,kultur aus jener ersten ,zeit weit weniger hinterlassen1 lernte vielmehr erst spt aus der zurckstrmenden ,kultur der anderen ,stmme hnliches schaffen1 wie jene4 ,sidenote3 ,vlkerverschiebung und ,vlkerwanderung ,der kraftvollste und edelste aller ,stmme war der gotische1 der frh nach ,sdosten bis zum ,schwarzen ,meere zog4 ,von ihm lsten sich wieder die ,westgoten1 nach strmischen ,siegeszuge die ,balkanhalbinsel1 dann ,italien und ,sdfrankreich gewinnend1 um zuletzt ein neues ,reich in ,spanien zu grnden1 das erst im ,kampfe gegen die ,araber unterging4 ,schon vorher hatten die stammlich nahestehenden ,vandalen1 ebenfalls ,ostgermanen1 ,nordafrika erobert4 ,ihr ,knigreich1 das wunderbar rasch erwachsen war1 erlag freilich bald der ,list der ,byzantiner und ihrer ,staats- und ,kriegskunst4 ,auch die ,burgunden waren aus stlichem ,bereich gekommen1 gen ,sonnenuntergang bis an den ,rhein gezogen1 hatten dann aber1 nachdem die ,hunnen sie dort fast vernichtet hatten1 noch weiter im ,westen1 im spteren ,burgund1 das sich bis nach der ,rhonemndung erstreckte1 sich eine andere ,heimat geschaffen4 ,die ,ostgoten1 die unter ,theoderich dem ,groen in ,italien eingedrungen baldigst dieses ,landes ,herren wurden1 gelangten rasch zur hchsten politischen ,macht2 ihre ,grenzen reichten bis nach ,sdfrankreich1 ,sizilien1 ,ungarn und ,dalmatien4 ,nach kaum sechzigjhriger ,herrschaft verloren aber auch sie ,reich1 ,macht und ,dasein und verschwanden spurlos4 ,mit ihnen das glnzendste und bedeutsamste germanische ,staatengebilde jener ,zeit4 ,ihnen erwuchsen in den ,langobarden zuerst ,feinde1 dann ,nachfolger und ,rcher4 ,seit #efh1 bis ,karl der ,groe #ggd ihr ,reich strzte1 beherrschten sie fast ganz ,italien4 ,schon im #e4 ,jahrhundert hatten die salischen ,franken unter ,childerich1 dann ,chlodowech ,schritt fr ,schritt in unwiderstehlichem ,siegeszuge ,frankreich durchdrungen und dort auf den ,trmmern keltischer und rmischer ,kulturen1 spter auch die ,burgunden sich unterwerfend1 einen neuen mchtigen ,germanenstaat geschaffen1 den einzigen1 der sich in gleichmiger ,entwicklung bis heute erhielt4 ,freilich ist lngst sein ,germanentum unter dem wieder an die ,oberflche gelangten gallischen ,elemente verschwunden4 ,selbst ,england hatten die eingebrochenen ,angelsachsen germanisch gemacht2 ihr ,knigreich1 durch schwere ,kmpfe gegangen1 bestand bis zum ,einbruch der ,normannen1 eines ebenfalls vorwiegend germanischen ,volkes4 ,doch ist dort das ,angelsachsentum in der inneren ,entwicklung bis heute bestimmend und herrschend geblieben4 ,sidenote3 ,europa germanisch berblicken wir dies ungeheure ,gemlde1 in dem wir die ber das gesamte westliche und sdliche ,europa herbergefluteten germanischen ,vlkermassen vereinigt finden1 so sehen wir vom #f4 ,jahrhundert an ganz ,europa1 mit ,ausnahme des heutigen ,rulands und der eigentlichen ,balkanhalbinsel1 selbst die ,nordkste ,afrikas ,germanen untertan oder von ihnen bevlkert2 und so kann es nicht wundernehmen1 da damals eine vllig gleichartige und zwar germanische ,kultur und ,kunstauffassung1 freilich in der ,folge ganz verschwunden und gegenber der sdstlichen so unendlich viel reicheren nicht beachtet1 ber alle diese ,gebiete hin herrschte1 von der ,krim an bis nach ,lissabon1 von ,nordskandinavien und ,england bis nach ,karthago4 ,sidenote3 ,einheitliche ,kunst der ,germanen ,mehr als anderes geben die ,grber und ,kirchhfe jener ,vlker hiervon ,zeugnis2 und in so reichem ,mae1 ,jahr fr ,jahr so ungeheure ,mengen der bemerkenswertesten ,kunsterzeugnisse dem ,tage wiederspendend1 da wir heute wahrhaft erstaunen ber solche ungeahnte ,flle altgermanischen ,werkes1 vor allem aber ber die unerwartete ,einheit dieser ,kunst1 die1 durchaus verschieden von aller anderen gleichzeitigen1 nur wenig von ihr beeinflut1 beweist1 da der ungeheuren ,vlkermasse der ,germanen einerlei ,art des ,geschmacks1 einerlei ,art sich zu schmcken1 zu kleiden1 zu waffnen1 zu leben1 gewi auch zu wohnen und zu bauen eigen war4 ,mit dem ,untergange der meisten dieser alten ,reiche1 mit dem langsamen bergange der berlebenden ins frhe ,mittelalter zu einer vllig anderen ,art von ,kultur und ,dasein1 mit der ,vernichtung zuerst des alten ,glaubens1 dann auch selbst der alten ,poesie durch den rmischen ,katholizismus1 den ,trger grundverschiedenen geistigen ,lebens1 versank jene germanische ,eigenart langsam wieder1 nur noch ein letztes und bescheidenes ,dmmerleben fhrend in vergessenen ,winkeln und ,ecken1 wie ,norwegen und ,island1 wo ihre sptesten ,daseinsuerungen fast bis in unsere ,tage reichen4 ,dennoch ist1 wie oben schon betont1 die ,einheit in jener ,kunst so gro und ihre ,art so verschieden von der des ,sdens1 ihre ,masse dabei so berwltigend1 da die schulmeisterliche ,unglubigkeit frherer ,geschlechter1 die in den eigensten nordischen ,kunstwerken immer noch ,hndlerware sehen wollte1 lange verstummte2 wir erkennen heute darin eine solche ,selbstndigkeit an ,werk und ,leistung1 da wir uns der ,gewalt der ,rasseneigentmlichkeit ohne lngeren ,widerstand beugen mssen4 ,wir fhlen1 da wir vor einem ganz selbstndigen ,kunstwesen stehen1 das langsam aus der ,erde wieder hervortaucht1 darin es solange verborgen und vergessen gelegen4 ,es sind vllig neue ,eindrcke und ,einwirkungen1 die wir hier erleben1 vergleichbar denen jener vergangenen ,jahrhunderte1 da der europischen ,kultur die so pltzlich hervortauchende stliche ,wunderwelt der ,asiaten1 die indische1 chinesische1 japanische als ein so ganz ,neues erschien1 damals ein ,zeugnis1 da im fernen ,osten fremde ,vlker zu einer bisher unbekannten ,form der ,schnheit und doch zu einer nicht wenig merkwrdigen und selbstndigen hatten gelangen knnen4 ,nur da das was sich heute unseren ,augen bietet1 unser lange vergessenes und verborgenes doch allereigenstes ,erbe ist4 ,nicht lnger darf jemand also zu behaupten wagen1 da etwa im groen rmischen ,reiche irgendwo ,bronzegieer und ,waffenschmiede1 ,goldarbeiter und andere ,kunsthandwerker niedrigstehende ,kleinarbeiten1 wie sie jenen ,barbaren8 ntig waren1 in ungeheuren ,massen angefertigt und durch ,karawanen und ,kaufleute in die unwirtlichen ,hyperborerlande gesandt htten im ,austausch gegen ,felle1 ,bernstein und hnliche ,erzeugnisse nordischer ,wildnis4 ,vielmehr bergen selbst im sonnigen ,italien noch ungezhlte ,grber von ,west- und ,ostgoten oder ,langobarden herrliche ,kunst- und ,schmuckgegenstnde1 ,kostbarkeiten1 deren ,schnheit neben der der ,leistungen der ,rmer und ,griechen keineswegs verbleicht2 ebenso wie die ,schtze uralter ,kirchen des ,sdens als ihre kstlichsten ,besitztmer noch heute die ,geschenke barbarischer8 ,knige und ,kniginnen aufweisen aus ,gold und ,silber1 mit funkelndem ,gesteine berreich besetzt2 ,kostbarkeiten mannigfaltigster ,art und verschiedensten ,stoffes1 von hchst eigener ,formgebung1 prchtiger ,gestalt und ,wirkung1 doch jedem ,auge schon von weitem als barbarisch8 erkennbar4 ,langsam wird dann der ,unname zum ,ehrennamen fr eine eigene ,kultur4 ,zahlreiche ,bcher und ,bilder sprechen heute bereits von ,kunst und ,kunstgewerbe der ,barbaren82 jetzt beginnt dem ,auge1 das den ,nebel der ,zeiten und jener wilden ,kmpfe durchdringt1 sich innerhalb des seither da gesehenen ,chaos und an seiner ,statt sich eine der ,ordnung keineswegs entbehrende ,welt1 eine neue doch wohl gegliederte ,kunstart zu enthllen3 -- die lteste germanische84 ,und hier triumphiert am ,ende wieder einmal das ,prinzip der ,rasse4 ,was jetzt als ,ergebnis rein germanischer ,art hervortritt1 hat sein eigenes ,leben und seine eigenen ,schnheitsgesetze2 in ihrer ,art nicht minder wertvolle1 als die im ,bereiche uns seither wohl bekannter und vertrauter anderer ,rassen einst geltenden4 ,sucht sich doch eine jegliche ,art ihren ,weg nach ihrem eigenen inneren ,gebote4 ,wunderlich ist es nun1 wie fremd uns inzwischen selber unser einstiges ,selbst geworden ist1 wie schwer wir uns wieder in unseres ,stammes und unserer ,heimat alte ,kunstsprache zu finden wissen2 es ist ein ,weg durch ,jahrtausende zurck1 nicht ohne ,dornen1 da unser ,auge durch uns stammfremdes ,wesen und fremde ,sitten so ganz umgewhnt ist4 ,und doch -- solches ,versenken wirkt langsam neues ,wunder4 ,freunde echter ,germanenkunst brechen in ,scharen wieder hervor1 ,kenntnis und ,verstndnis dafr wird tglich breiter1 und die ,freude an dieser wieder entschleierten ,schnheit wchst fort und fort4 ,jeder fhlt mit und sucht zu ergrnden1 worin der ,unterschied zwischen dem auferstandenen und dem seither in ,geltung gewesenen ,schnheitsbegriffe bestehe1 worauf sich der jener ,alten grndete1 worin er gipfelte1 -- und siehe1 es gelingt uns zuletzt vllig1 denn alles das ist fr uns ja nur der ,einzug ins ,erbe der ,vter4 ,sidenote3 ,fernere ,denkmale ,doch nicht ,grberfunde allein geben uns noch ,zeugnis von dem vor alters in jener ,kunst ,gewesenen und ,geschaffenen1 auch manch anderes ,denkmal spricht davon4 ,so die allerlei ,weihegaben und ,angedenken1 in ehrwrdigen ,gotteshusern bewahrt2 auch ,beutestcke1 ,geschenke und hnliches in uralten ,schatzkammern4 ,nicht zu vergessen sodann der ,nachrichten1 die die ,schriftsteller der germanischen ,vlker von ihrem ,dasein uns berlieferten4 ,hat doch das ,gotenvolk in ,cassiodorius1 ,jordanis1 ,prokop1 das ,langobardenvolk in ,paulus ,diaconus1 das der gallischen ,franken in ,gregor von ,tours1 selbst noch die ,karolingerzeit in ,einhard1 wackere1 wenn auch oft lakonische und trockene1 selbst einfltige ,schilderer gefunden2 aus manchem ,wort und manchem ,gedicht welscher ,poeten1 wie denen des ,venantius ,fortunatus1 aus geschichtlichen ,nachrichten1 wie denen des ,anonymus des ,valesius klingt anerkennendes oder gar begeistertes ,lob und heller ,preis germanischer ,kunstleistung1 die jene ,fremden einst in ,erstaunen gesetzt hat4 ,sidenote3 ,bauwerke ,zuletzt aber ist die ,reihe wirklich in ,resten1 ja selbst vollstndig erhaltener ,baudenkmale aus den fernen ,tagen germanischer ,herrschaft keineswegs ganz gering noch verchtlich4 ,steht doch in ,italien unter vielen anderen noch ein von je viel bewundertes ,werk frhester germanischer ,baukunst3 ,theoderichs des ,groen ,grabmal1 das er sich selber errichtete4 ,auch das sogenannte ,oratorium der ,langobardenherzogin ,peltrudis oder ,gertrudis in ,cividale und vieles ,stck- und ,trmmerwerk gehrt dahin2 -- in ,spanien kennen wir den ,kirchenbau des ,westgotenknigs ,reccesvinth zu ,baos und manches andere2 von seinen ,nachfolgern1 den letzten ,westgoten in ,asturien1 die ,knigshalle von ,sta4 ,maria de ,naranco1 das ,oratorium von ,sta4 ,cristina de ,lena und nicht weniges hnliche oft von hervorragendem ,werte2 in ,frankreich allerlei ,merowinger- und ,frankenbauwerk1 wie ,st4 ,jean zu ,poitiers1 die ,karolingerkirche zu ,germigny-des-,prs2 in ,deutschland die ,halle zu ,lorsch1 ,karls des ,groen ,pfalzkirche zu ,aachen und ,heinrichs ,i4 ,kapelle zu ,quedlinburg2 ihnen folgt noch eine ,reihe karolingischer und schsischer ,frhbauten nach altgermanischer ,art4 ,in ,england sind der angelschsischen ,kirchenbauten so manche noch vorhanden1 vor allem die ,kirchlein zu ,bradford-on-,avon und ,barton-on-,humber1 die ,trme von ,monkwearmouth und ,earls ,barton4 ,als ,sptwerke im hohen ,norden folgen zuletzt die hlzernen ,stabkirchen ,norwegens -- -- alles dies zusammen frwahr ein nicht ganz geringer ,schatz an ,denkmlern noch heute sicht- und greifbarer ,art4 ,wenn auch nicht viel im ,vergleich zu der ,flle der ,werke anderer ,zeiten und anderer ,lnder1 so fr uns um so unschtzbarer4 ,sprechende ,beweise dafr1 da wie den anderen von uns bisher allein geschtzten ,vlkern1 nicht minder auch den ,germanen von ,anfang an eigenes knstlerisches ,leben und ,wollen inne wohnte1 wenn es auch zuerst freilich nur im bescheidenen ,rahmen der ,notdurft und im ,kleinsten wirkte und schuf1 wenn auch so manche ,anregung von auen kam und erst der ,eindruck fremden ,knnens die eigene ,ttigkeit anspornte und befruchtete4 ,sidenote3 ,einwirkung von auen ,denn keineswegs kann und soll dabei geleugnet werden1 da knstlerische ,einwirkungen genug aus anderen ,kulturregionen1 in germanische ,gauen eindringend1 da ,einflu gewannen4 ,und manche sdliche ,form und mancher fremde ,gedanke seit der ,etrusker-1 ,griechen- und ,rmerzeit blieb bei den nordischen ,barbaren haften1 wandelte sich1 nahm neue ,gestalt an1 bildete den ,keim zu neuer ,entwicklung4 ,aber wer macht ,indern und ,chinesen einen ,vorwurf daraus1 da sie von westlicher ,kultur starke ,einflsse empfingen2 wer anerkennt griechische ,baukunst deshalb weniger1 weil die ,grundformen ihrer ,sulenarchitektur aus gypten1 ,assyrien und anderen ,lndern zu ihnen gewandert sind2 wer gar bezweifelt den ungeheuren ,wert rmischer ,kunst1 die doch fast alles dem griechischen1 klein- oder vorderasiatischen ,osten entnahm8 ,in deutschen ,landen gab und gibt es freilich noch immer ,leute1 die1 ppstlicher als der ,papst1 die ,existenz einer deutschen oder weiter gefat germanischen ,kunst leugnen oder solche wenigstens mglichst verkleinern und hinabdrcken zu mssen glauben1 mit der steten ,wiederholung dessen1 da sich in ihr nachweislich so manches fremde ,element eingeschlichen habe1 das dann vielleicht langsam unkenntlich und umgestaltet worden1 dessen knstlerischer ,ursprung aber allein im ,sden und ,osten zu finden sei4 ,was macht das alles8 ,sidenote3 ,originalitt ,denn trotz alledem hat schon seit ihrem ersten ,erwachen die germanische ,kunst eine so charakteristische ,art entfaltet1 immer wieder eigene ,wege eingeschlagen und etwaige fremde ,motive und ,elemente so grndlich verarbeitet und umgeschmolzen1 da auch solche in den meisten ,fllen nicht mehr als eingewandert zu erkennen und vllig in die so ganz verschieden geartete nordische ,kunstweise eingefgt sind als ihr zu eigen geworden4 ,und es bleibt auerdem noch so viel ,selbstndiges und rein ,germanisches lebendig1 da sich aus allem hier vor uns das ,bild eines ganz ebenso stark und wohl abgegrenzten ,kunstwesens abhebt1 als das bisher anerkannter sonstiger ,kunstzeiten4 ,welchen ungeheuren ,wert es aber fr die gesamten germanischen ,vlker haben mu1 ihren ,geist und ihr ,wesen in ihrer eigensten ,kunst im ,bild widergespiegelt zu sehen1 gerade in jener1 die sich als ihre lteste zuerst auf noch unbebautem ,boden damals entwickelte1 als das ,germanentum in vollster ,jugendfrische gleichsam neugeboren aus den ,wldern hervortrat in das helle ,tageslicht der ,geschichte und in den ,gesichtskreis der schon alt gewordenen ,kulturwelt1 -- das ist nicht zu ermessen4 ,denn nur hier ist die ursprngliche ,sonderart des ,stammes und der ,rasse so weit1 als berhaupt mglich1 rein und unverflscht zu erkennen2 was spter erwuchs und was noch heute erwchst1 -- sei es noch so sehr germanischen ,geistes echtes ,kind1 ward immer mehr das ,ergebnis unendlich viel fremder ,kultur- und ,geistesstrme1 die seit fast zwei ,jahrtausenden zu uns geflossen sind und sich mit dem ersten und ,hauptstrom reiner ,urstammheit gemischt haben1 bis es unser ,eigentum geworden4 ,so ist1 obwohl man immer einen ,albrecht ,drer in seinem ,werke als den deutschesten aller deutschen ,knstler empfindet und mit ,recht bezeichnet1 doch1 wie er als einer der ersten die gewaltige ,einwirkung der aus dem ,sden herberflutenden ,renaissancekunst empfand und in sich verarbeitete1 selbst schon seine ,kunst als eine unendlich differenzierte aus vielerlei ,kultur erst zu einer neudeutschen zusammengewachsene zu betrachten1 so sehr gerade in ihm die germanische ,rasse in allem ,wesentlichen in lange nicht gesehener ,art aufs neue triumphierte4 ,ein ganz anderes bleibt es aber1 die ersten ,kunstuerungen eines noch ganz jungen und reinen ,volkes zu beobachten1 sich in sie zu vertiefen1 aus ihnen und ihrer oft noch unbeholfenen ,ausdrucksweise die knftige ,art und den eigentlichen ,inhalt seines ,wesens zu erkennen1 sozusagen von des ,kindes erstem stammelnden ,laute alles sich bilden und gestalten zu sehen1 was in seinem ,herzen seit ,urzeiten trumend sich bewegte4 ,was sich formte zu den ersten ,werken seiner ,hnde und seines ,geistes1 seiner ,kunst und seiner ,poesie1 vom vielgestaltigen ,schmucke aus seinen ,grbern bis zum gewaltigen ,grabmal ,dietrichs von ,bern1 vom erhabenen ,sange von ,walhallas ,glanz bis zur wundersamen ,klage von der ,nibelungen ,not und ,untergang4 ,das allermeiste des ,besten1 das einst war1 ist freilich unwiederbringlich dahin und vernichtet4 ,so versank ja auch die uralte ,gtterlehre der ,deutschen1 und allein ein ,stckwerk von ,trmmern hat sich in die islndische ,edda gerettet1 in dem schwer sich unser unsicheres ,tasten zurecht findet1 und nur noch ein verschleierter ,blick in jenen an ,gestalten und ,gedanken so unendlich reichen ,himmel der ,germanen mglich wird4 ,die ,sammlung ihrer alten kstlichen ,lieder1 die noch ein ,karl der ,groe veranstalten lie1 hat traurige ,pfaffheit seines ,sohnes vernichtet1 ihre ,reste haben dessen ,geistesvettern im ,volke ausgerodet4 ,es ist nur noch das klingende ,echo einstigen ungeheuren dichterischen ,besitzes1 das in unseren ,wldern klagt4 99 99 99 99 99 ,sidenote3 ,humanismus ,unbersehbare ,arbeit ist der ,pflege der ,denkmler antiker ,kunst und antiken ,geistes gewidmet worden1 auch von uns2 treulichste ,sorgfalt seit ,jahrtausenden darauf verwandt1 der ,griechen und ,rmer knstlerische und geistige ,arbeit zu erhalten und zu vererben1 auch von seiten gerade jener ,geistlichkeit1 die mit fanatischer ,leidenschaft jede ,spur germanischen ,wesens auszutilgen strebte4 ,seit fnf und mehr ,jahrhunderten sind humanistische ,kreise am ,werk1 jenes lbliche ,tun in die weitesten ,kreise zu pflanzen1 und ist selbst unsere gesamte ,bildung auf jenem fremden geistigen ,wesen1 auf dem grko-italischen ,humanismus aufgebaut4 ,das griechisch-rmische ,gymnasium ist bis heute die ,quelle und ,vorstufe aller unserer geistigen und knstlerischen ,bildung geblieben4 ,gewi teilweise und seiner ,zeit mit ,recht4 -- ,aber was all diese fremd denkenden ,jahrhunderte von unserem ,allereigensten1 vom ,urerbe unserer ,vter berdauerte1 das war jammervoll wenig geworden4 ,so bleibt unserer ,zeit1 da selbst auch dies ,wenige ihr ein unschtzbarer ,gewinn werden knnte1 die ,aufgabe1 wenigstens den letzten ,rest unseres ltesten ,hortes zu heben2 die ,grber mssen wir ffnen und die vergessenen ,winkel durchforschen1 um das noch brige zusammen zu tragen1 um uns ein wenn auch nur bescheidenes ,gebude aufzuerbauen1 das das nur uns allein ,eigene1 die ,trmmer unseres ltesten ,erbteils umschliet4 ,nicht vergeblich haben wir solches unternommen4 ,reicher als man je gedacht1 strmt der ,inhalt der ltesten ,kirchhfe hervor1 finden sich berall zerstreut die ,urreste unseres ,volkstums1 wuchert hier und da noch der ,efeu uralter ,kunst um die ,ruinen1 -- und so mag es denn doch gelingen1 ein nicht allzu lckenhaftes ,bild dessen wieder zu gewinnen1 was die groen germanischen ,zeiten bis nach den ,vlkerwanderungen1 die heute fr uns nicht mehr ein ,chaos sind1 sondern eine ,zeit der ,bildung neuer gewaltiger ,vlkergruppen1 der ,neugestaltung und ,neubefruchtung der ganzen ,welt1 -- was jene ,zeiten fr schn hielten und wie ihre ,kunstideale aussahen4 ,und wie gerade in ihnen die ,keime lagen fr die gesamten sich seitdem neu aufbauenden ,zeiten bis heute4 ,solche ,wege wollen wir hier zu gehen versuchen4 ,nochmals einen raschen ,blick auf die geschichtliche ,grundlage unserer ,untersuchungen4 ,sidenote3 ,geschichtliches ,sidenote3 ,verteilung ,zu ,csars und ,tacitus' ,zeiten war ,germanien1 das heutige rechtsrheinische ,deutschland1 bis zum ,niemen und bis nach ,ruland hinein1 wie auch ,skandinavien1 von reinen ,germanen bevlkert1 deren ,auslufer in die ,westschweiz1 ins ,elsa und am ,niederrhein auch nach ,gallien hinberragten4 ,in ,ostpreuen und ,polen saen ,goten1 westlich von ihnen bis zur ,elbe ,burgunden und ,vandalen2 die ,langobarden im heutigen niedersten ,sachsen um ,lneburg1 sdlich von ihnen ,cherusker und ,chatten1 nrdlich ,angelsachsen und westlich an der ,kste ,friesen2 ,ost- und ,westfalen bis zum ,rhein hin2 am ,niederrhein und weiter westlich schuf sich in der ,folge das germanische ,vlkergemisch der salischen ,franken1 rheinaufwrts das der ,uferfranken1 die ,heimat2 stlich davon ,hermunduren in ,thringen2 am ,oberrhein entwickelten sich langsam am ,sdende des ,dekumatenlandes die ,alamannen1 an die sich stlich ,sueben1 ,bajuwaren1 in ,bhmen die ,markomannen anschlossen4 ,dies die ,verteilung der ,hauptvlkerschaften vor der ,vlkerwanderung1 bis zu der schon manche ihre ,sitze gewechselt hatten1 worber bereits oben gesprochen ist4 ,sidenote3 ,wandertrieb ,die von der ,nordsee kommenden ,cimbern und ,teutonen hatten schon viel frher1 am ,ende des #b4 ,jahrhunderts vor ,christo1 ihre khne ,wanderschaft nach ,italien angetreten1 waren1 nachdem die gewaltige rmische ,republik unter ihrem ,ansturm fast zusammen gebrochen war1 zuletzt durch ,marius doch vernichtet worden4 ,woher jene unbezwingliche ,sehnsucht kam1 die die germanischen ,vlker von jeher ber die ,alpen nach sdlicheren ,gauen trieb1 wissen wir nicht2 aber sie lebt noch heute im ,blute ihrer ,nachkommen und wird immer neu4 ,erklrungen1 wie die der bervlkerung und des mangelnden ,platzes haben gewi viel ,richtiges -- aber sie geben uns lange nicht alles4 ,vor allem rechnen sie nicht mit der unbezwinglichen ,wanderlust des ,germanentums1 die ihm immer und immer wieder die nhere ,welt zu enge machte2 die seine ,vlker stets von neuem hin und her trieb2 die ewig nach ,ausdehnung drstete1 ja die heute den ganzen ,erdball zu klein werden lie4 ,auer den kontinentalen ,germanen kommen hier nicht minder die ,angelsachsen in betracht1 die aus ihrem engen ,inselheim ihre ,boten immer weiter und weiter sandten durch die ganze erreichbare ,welt4 ,auch ,amerika war einst schon entdeckt durch nordische germanische ,wikinger1 spter aufs neue durch ,italiener1 ,spanier und ,portugiesen und von diesen in ,besitz genommen4 ,bevlkert haben es aber unendliche ,reihen germanischer ,einwanderer2 selbst in ,australien und zuletzt in ,afrika ist es hnlich geworden4 ,das afrikanische ,burentum mit seinem fortwhrenden ,treck8-,trieb oder -,system mag uns ein ,bild sein fr jene dauernde ,bewegung whrend der ,vlkerwanderung1 aber vor allem fr die unaustilgbare stets sich erneuernde ,rastlosigkeit und ,wanderlust der germanischen ,stmme seit uralter ,zeit4 ,und dazu jene ewigen trumerisch-phantastischen ,wnsche1 die in die ,ferne fliegen1 nach schneren und wrmeren ,gefilden1 die noch in jungen ,tagen zu dem berhmten ,verlangen nach dem ,platze an der ,sonne ,anla gegeben haben4 ,so getrieben lste sich ein ,volk nach dem anderen vom alten ,boden los und wanderte fort1 gen ,sden und ,westen1 oft den ,spuren der unglcklichen ,cimbern und ,teutonen folgend4 ,aber mit immer steigender ,wucht und wachsendem ,erfolg4 ,denn das ,rmerreich war seitdem um manches ,jahrhundert lter und mrber geworden1 nherte sich dem ,greisentum2 es fanden die nordischen ,streiter nicht mehr die unbesieglichen rmischen ,legionen1 sondern nur noch ihre ,epigonen sich gegenber1 freilich dazu eine erprobte ,kriegs- und ,staatskunst1 der sie allzuoft unterlagen2 -- doch die unwiderstehliche nachhaltige ,flut der heranstrmenden ,vlkerstmme sprengte zuletzt alle ,pforten der sdlichen und westlichen rmischen ,provinzen und gab sie den nordischen ,barbaren zur ,beute4 ,sidenote3 ,die ,goten ,der ,weg der ,goten fhrte sie durch die russischen ,ebenen bis zu den gesegneten ,gefilden am ,schwarzen ,meer1 wo sie ein groes und mchtiges ,reich aufbauten1 von dem wir freilich gar wenig wissen4 ,der ,wirbelsturm der furchtbaren ,horden der ,hunnen mit ihren ungezhlten ,scharen berraschte und unterwarf die der ,ruhe ,pflegenden2 vor den gefrchteten ,bedrngern wichen da zuerst die westlichen ,goten unter ,alarich und eroberten in raschem ,siegeszuge ganz ,italien4 ,wohl begruben sie im ,busento bald ihren jungen blondgelockten ,frsten1 doch nur um frder gen ,westen zu ziehen1 wo ihnen das reiche ,gallien eine neue ,heimat verhie4 ,sdwestlich von den ,alpen erblhte dann ein schnes westgotisches ,reich1 das von ,toulouse4 ,der schlimmste aller ,nachbarn aber1 die merowingischen ,franken unter ,chlodowech1 lie sie auch da nicht zur ,ruhe gelangen4 ,seine fortwhrenden unberechenbaren berflle1 seine tckischen ,unternehmungen drngten die ,westgoten immer weiter sdwrts4 ,so fanden sie endlich jenseits der ,pyrenen ein anderes ,vaterland und grndeten das ,reich der ,westgoten in ,spanien mit der ,hauptstadt ,toledo4 ,da nun reihte sich eine neue ,folge ruhmreicher ,herrscher an die alten1 an ,alarich ,,ii41 ,ermanarich1 ,eurich dann ,athanagild1 ,leovigild1 ,sisebuth1 ,reccesvinth1 ,kindasvinth bis zu ,wamba4 -- ,wenn auch schlimme ,priesterherrschaft den ,staat im ,inneren langsam zerfra und zermrbte1 es erblhte doch reiches ,leben auf geistigem und knstlerischem ,gebiete hier1 von dem heute noch so manches ,kunstwerk1 von dem spter zu sprechen sein wird1 ,kunde gibt4 -- ,erst die wilde ,sturmflut der ,araber brachte dies ,reich1 aus dessen ,resten doch spter ein neues ,spanien erstand1 zu drhnendem ,falle4 ,hinter den ,westgoten zogen bald vom ,schwarzen ,meere her1 der ,sonne nach1 ihre ,stammesbrder1 die ,ostgoten1 dem gewaltigen ,druck der ,hunnen nachgebend4 ,nach ,odovaker1 dem ,skiren1 dessen ,landsknechtscharen das westrmische ,reich dem letzten ,kaiser entrissen hatten1 trat ,theoderich der ,groe auf den ,plan3 seiner gewaltigen ,persnlichkeit gelang es1 in raschem ,siegeszuge das ganze ,italien bis tief nach ,gallien hinein der gotischen ,herrschaft zu unterwerfen4 ,in ihm erreicht das gesamte ,germanentum jener ,jahrhunderte seine wahre ,hhe4 ,theoderichs ,name1 seine sagenumwobene ,riesengestalt lebt bis heute im deutschen ,volke1 in ,dietrich von ,bern84 ,ich sage3 im deutschen ,volke81 denn diesem allein gehrt dieser ,gewaltigste vor ,karl dem ,groen heute an2 -- diesem ist seine ,erbschaft geworden2 und kein anderes lebendes ,volk kennt ,dietrich mehr als den ,seinen4 -- ,er war einst unser und ist zuletzt unser geblieben4 ,dies sei gesagt gegen die unter uns1 denen die ,goten1 wie die anderen ,ostgermanen1 fremd gewordene ,stammesverwandte sind1 obwohl sie unserem ,vaterlande entstammen und nach ruhmvollster ,wanderung und ,entwicklung im ,sden allzu rasch kampf- und ruhmreichen und doch klagenswerten ,untergang fanden4 ,geistig und knstlerisch sind sie ,deutsche und gehren auf immer ihnen zu4 ,ihre mchtigen ,volksmassen und ,heere scheinen in den furchtbaren ,jahren #eej-eee nach der ,schlacht am ,vesuv1 nachdem mit ,totila und ,teja ihre letzten ,knige gefallen waren1 vllig vernichtet zu sein4 ,die ,sage erzhlt1 die drftigen berbleibsel des ,volkes seien ber die ,alpen gezogen und gnzlich verschollen1 und so blieb von ihnen selber ja auch nicht ein ,nachkomme brig1 der sich heute ihrer als ,vorfahren rhmen will1 ja keine ,spur im ,vlkertum4 ,deutschland hat ihr geistiges ,erbe angetreten4 ,ihr nur halbhundertjhriges ,reich in ,italien hat jedoch in der ,geschichte und auf jedem geistigen ,gebiete1 auch auf knstlerischem1 bedeutende ,spuren genug hinterlassen1 da wir es nur desto schmerzlicher beklagen mssen1 da es nur so ungeheuer kurz bestand4 ,was von der ,ostgoten ,tun noch vorhanden ist1 spricht fr groartige und gleichgeistige ,erfassung des ,werkes der alten ,rmer1 wie fr die ,fhigkeit zu einer ebenbrtigen ,fortbildung dessen in germanischem ,geiste2 ihr ,schaffen auf diesem ,gebiete ist dabei bereits neu und eigenartig genug1 um eine ,flle des ,ungeborenen ahnen zu lassen4 ,einige ,jahrhunderte ungestrter ,entwicklung htten ohne ,zweifel auf diesen ,feldern1 die die ,antike mit ihrem ,besten gedngt hatte1 die erste hohe ,blte germanischer ,kunst gesehen4 ,es sollte nicht sein4 ,sidenote3 ,die ,langobarden ,wilde ,langobarden1 die -- leider -- zu der ,vernichtung der ,ostgoten selber allzuviel mitgeholfen1 lsten sie ab2 aber einer ,frist von zwei ,jahrhunderten bedurften sie1 um dahin zu gelangen1 wo die ,ostgoten aufgehrt hatten1 -- zu der ,gewinnung der ,anfnge einer eigenen ,kunst4 ,die ersten ,frsten1 ,alboin1 ,agilulf1 ,theudelinde und andere bewegten sich offenbar ausschlielich auf dem ,grunde und ,boden1 den sie vorfanden1 benutzten auch1 was die ,ostgoten geschaffen -- und erst langsam bildete sich in der ,folge ein den ,langobarden ,eigenes4 ,als sie unter ,liutprant1 ,hildiprant und anderen endlich so weit gekommen waren1 da man von einer endlich erwachsenen langobardischen ,kunst -- insbesondere einer ,bauweise -- zu reden beginnen darf1 da brach unter des ,franken ,karl bermchtigen ,streichen politisch dies germanische ,reich zusammen4 ,freilich war damit nicht sein knstlerisches ,vermchtnis vernichtet -- und aus den ,ruinen der altlangobardischen erstand eine jngere1 mittelalterlich-lombardische ,baukunst1 die ihre ,wirkungen weithin erstreckte1 selbst ins alte ,vaterland hinein1 in dem nicht geringe ,spuren lombardischer ,werk- und ,baumeister bis zum #ab4 ,jahrhundert sich finden lassen1 in dem wir sogar das ,entstehen einer eigenartigen nordischen ,backsteinarchitektur vielleicht auf ,import und ,anregung aus ,norditalien zurckzufhren haben4 ,sidenote3 ,einwirkung der ,antike ,es ist eine bei diesen ,entwicklungen stark hervortretende ,beobachtung1 da die germanischen ,einwanderer berall1 wo sie in fremde ,kulturen eindrangen1 erst lngere ,zeit gebrauchten1 bis sie diese sich zu eigen gemacht hatten und frei ber sie schalten lernten4 ,zuerst mssen sie berall sich der alten ,kultur und ,kunst unterworfen und versucht haben1 sie1 wie sie war1 weiter zu fhren4 ,erst langsames ,sichaneignen ergab eine stetige ,umbildung1 die natrlich langer ,jahre bedurfte1 um zu selbstndigen ,gestaltungen zu fhren4 ,sidenote3 ,nationale ,kunstzweige ,galt das schon fr die rasch auffassenden glnzenden ,goten1 so gilt es in noch hherem ,mae fr die ,langobarden und ,franken1 am meisten aber fr die in der ,heimat gebliebenen ,deutschen4 ,freilich nur in bezug auf die ,kunst im groen1 die ,steinarchitektur1 ,plastik1 ,malerei4 -- ,unberhrt davon blieben ihre bereits blhenden nationalen ,zweige1 die ,holzbaukunst im groen und kleinen1 das ,kunstgewerbe1 so weit es bisher schon zum ,schmuck der ,menschen und zum ,ausbau des gewhnlichen ,daseins gedient hatte2 also alles was sich auf ,kleidung1 ,bewaffnung und ,zier des ,leibes und der ,haustiere1 insbesondere des ,pferdes1 ,ausstattung der ,gerte und der ,wagen1 der ,htte1 des ,holzhauses und der ,holzgebude bis zur ,knigshalle bezog4 -- ,solches war lngst ausgestaltet und besa nicht nur herkmmliche1 sondern auch durchgebildete1 reiche1 sogar prachtvolle ,formen2 bildete eine vollstndige ,welt fr sich1 die engere ,kunstwelt des zuerst wandernden1 dann sehaften1 zuerst nur jagenden und ,vieh zchtenden1 dann auch den ,acker bebauenden ,germanen in den ,stammsitzen oder in den ersten eroberten sdlicheren ,wohnpltzen4 ,die ,wucht rmischer ,steinbauwerke mu die ,einwanderer berwltigt haben2 nicht minder das ,schauen der bildlichen ,darstellungen in ,plastik und ,farben1 von deren ,mglichkeit der nordische ,barbar ja keine ,ahnung gehabt haben konnte4 ,daher zunchst ein bedingungsloses ,sichhingeben an das groe ,neue -- dann ein langsames ,sichaneignen und ,durchdringen dieses ,fremden mit ,eigenem1 whrend fr ,schmuck1 ,kleidung1 ,waffen1 ,sitte und ,wohnen das ,gewohnte nebenher ging und weiter bestand1 wie seit alters4 ,sidenote3 ,umgestaltung der ,antike ,und zuletzt auch ein ,bestreben1 das ,neugelernte im eigenen ,sinne zu verwerten1 erst schchterne1 dann deutliche und bewute ,versuche des ,nordlnders1 selber auf dem seither fremden ,gebiete ttig zu sein -- bis zu vllig selbstndiger ,neubildung unter kluger ,benutzung der vorgefundenen ,technik und ihrer ,ergebnisse4 ,daraus wuchs denn ganz neue ,kunst1 und an ihren weiteren ,fortschritt reihte sich in der ,folge selbst alles das1 was wir die ,kunst des ,mittelalters nennen2 nur eine logische ,schlufolgerung jener einmal begonnenen ,entwicklung durch ,hinzutreten stets anderer ,mitwirkender4 ,klare ,erwgung wird uns nun ohne weiteres sagen -- wie die alten ,rmer ihre ,kunst bis zum ,ende folgerichtig fortfhrten und ausbauten1 wohl ohne sie vllig zu erschpfen --1 da ohne ,hinzutritt fremder ,vlkerschaften das ,rmertum sich ohne ,zweifel auch fernerhin auf der gleichen ,ebene und in gleicher ,richtung weiter bewegt haben wrde1 wie vorher4 ,wie ja auch die ,renaissance des #ae4_/af4 ,jahrhunderts und die ,protorenaissance des #aa4_/ab4 in ,italien nur ,versuche bedeuteten1 jene alte ,kunst wieder hervorzuholen und fortzufhren1 nachdem sie durch nordisches fremdes ,wesen so nachhaltig unterbrochen worden war4 ,man denke hierbei auch an die ,kunst der gypter1 die seit den uralten ,zeiten der jetzt endlich durch die ,forschung erreichten ersten ,dynastien bis zu den ,ptolemerzeiten sich in ,charakter und ,wesen kaum nennenswert gendert hat4 -- ,die ,verwandtschaft der ,bauwerke in den letzten ,jahrhunderten mit denen des #c4 und #d4 ,jahrtausends vor ,christi ,geburt ist die erstaunlichste1 in der ganzen spteren ,zeit der ,kunst nicht mehr ihresgleichen findend4 ,nur erklrlich durch die ,sehaftigkeit und ,unwandelbarkeit der alten ,nilanwohner4 ,unterjochung1 ,einwanderung und ,durchwanderung1 uere nderung war seit den ,anfngen der ,bildung dieses rassigen ,volkes ohne ,bedeutung geblieben1 und so kam eine ,neuentwicklung und ,umbildung1 wie wir sie in ,europa an den ,nachfahren der ,rmer sehen1 fr das gyptische ,volk gar nicht in ,frage4 ,man denke hier ferner an ,chinesen und andere ihnen verwandte ,vlker1 die ganz ebenso an dem einmal gewonnenen ,kulturideal und an der darauf aufgebauten traditionell gewordenen ,kunst nie mehr rttelten1 sondern an dem durch viele ,jahrtausende unvernderten unwandelbar festhalten4 hnliches beobachten wir selbst in ,indien1 da der eingewanderten ,araber ,kunst vllig auf die ,moslems beschrnkt bleibt1 da die neuere ,richtung geistiger und knstlerischer ,bildung des eigentlichen ,volkes sich langsam wieder der uralten indischen ,art zuwendet1 dagegen das jngere arabisch-mohammedanische ,wesen nur als aufgepfropft erscheint4 -- ,am deutlichsten berall1 wo die ,ureinwohner oder ,vorbewohner in so gewaltiger berzahl vorhanden sind1 da die ,eingewanderten langsam aufgesogen werden4 ,sidenote3 ,die ,franken ,frankreich1 dem wir uns jetzt zuwenden1 lehrt uns gleiches4 ,die ,masse der salischen ,franken1 die von ,norden her einbrachen und das ,land sich zu eigen machten1 zusammen mit den in ,sdfrankreich zurckgebliebenen ,westgoten und den im ,osten sehaft gewordenen ,burgunden1 die dort nach der im ,nibelungenlied besungenen ,niederlage ihres ,stammes am ,rheine endlich eine dauernde ,heimat fanden1 -- war wohl gro genug1 um das ganze ,land der nur uerlich rmisch gewordenen ,gallier zu unterjochen und zu beherrschen4 ,nachschbe ber den ,rhein aus altgermanischen ,gauen erhielten zunchst die germanische bermacht1 und so wuchs in ,gallien das neue germanische ,reich der ,franken in die ,hhe1 das seine ,entwicklung auf immer strker werdender altnationaler ,grundlage bis zur ,gegenwart fortgefhrt hat2 ein ,reich1 dem seinerzeit das ,germanentum die erste ,kraft und ,gesundheit schuf1 das das lteste der heute noch bestehenden europischen ,reiche geworden ist4 ,auch hier ist in den ersten ,zeiten hnliches auf dem ,gebiete der ,kunst bemerklich3 anfngliches sich ,hingeben an das im ,lande ,vorhandene im groen -- unter strenger ,beibehaltung germanischen ,brauches und ,wesens im kleineren und engeren2 sodann langsames ,aufsteigen national germanischer ,art in der greren ,kunst1 so da wir schon bald von einer selbstndigen merowingisch-frnkischen ,weise auch im ,bauen sprechen drfen4 ,wie sich aber seit den ,karolingern hieraus -- sicher unter immer strkerer ,einwirkung des ursprnglichen gallischen ,elementes -- erst das eigentlich ,franzsische entwickelt hat1 das zeigt die sptere ,kunstgeschichte4 -- ,die ,franken waren doch nur die politisch herrschende ,oberschicht des neu entstandenen ,volkes1 die allmhlich von der groen ,masse der ursprnglich ,sehaften aufgesogen wurde4 ,sidenote3 ,die ,angelsachsen ,in ,england war der ,proze seit ,einwanderung der ,angelsachsen ein ganz verwandter1 bis infolge ,eroberung des ,landes durch die ,normannen1 auch eines germanischen ,stammes1 das germanische ,element eine weitere bedeutsame ,strkung erhielt4 ,daher ist es hier bis heutzutage im ,vordergrund der ,entwicklung geblieben und hat das ,wesen des jetzigen englischen ,volkes1 das sich noch immer angelschsisch nennt1 vorwiegend bestimmt4 ,sidenote3 ,die ,deutschen ,das ,stammland aller ,germanen bleibt merkwrdiger-1 vielleicht natrlicherweise von solchen wechselnden ,grungsprozessen frei1 weil von ueren ,einwirkungen fast vllig unberhrt4 ,was von den alten ,stmmen dort sitzen geblieben war1 entbehrte wohl auch des lebhaften und bildungsfhigen ,temperaments der ,goten1 ,franken und ,burgunden4 ,wenig ,anregung kam von auen1 nur ,zwang der ,eroberer und der ,priester1 deren ,missionen das ,land durchzogen und ,kirchen grndeten4 ,aber vor dem #h4 ,jahrhundert waren auch die ,sendboten des ,christentums nur seltene ,gste im alten germanischen ,stammlande1 das sich von jeher wenig einer der sdlichen hnlichen ,kunstbung geneigt gezeigt hatte1 auch ihrer nirgends bedurfte4 ,so sehen wir das deutsche ,volk seine ersten ,schritte auf dem neuen ,gebiete an den ,grenzen des ,landes gegen ,westen und ,sden versuchen2 am ,rhein und in ,sddeutschland1 im ,dekumatenlande und an den ,grenzen gegen ,italien1 mehr jedoch gegen ,frankreich zu1 das von jeher in dieser ,hinsicht fr uns die ,anregung bot4 ,merowingisch-frnkische ,bauten im westlichen ,deutschland besttigen dies2 spter aber bedurfte es erst der kriegerischen ,macht ,karls des ,groen1 um ,steinbauten auf deutschem ,boden erstehen zu lassen4 -- ,sprlich genug war das alles1 und im ,lande der ,friesen1 ,katten1 ,schwaben und ,bayern blieb es lange beim ,alten und ,gewohnten2 bei den bezwungenen ,sachsen und im ,gebiete der ,rheinfranken ging es auch nur sehr langsam mit dem ,bauen in neuer ,art vorwrts4 -- ,so sind wir hier auf die ,werke einer ganz kurzen ,zeitspanne angewiesen1 wenn es sich um die erste deutsche ,baukunst handelt2 jedoch entschdigt uns hier im weiteren ,laufe der ,jahrhunderte die immer wieder auftretende nationale ,note in dem ,wechsel der die ,welt berflutenden ,stilmoden fast durch ein ,jahrtausend4 ,germanische ,kleinkunst gab es freilich in ,deutschland ganz wie in allen anderen stammverwandten ,lndern1 doch beschrnkte sich ihre hhere ,blte vorwiegend auf die ,rheinlande1 ,alamannien1 ,schwaben und ,bayern2 die brigen ,stmme verharrten auch nach der ,vlkerwanderung noch lange1 wie es scheint1 in einer gewissen ,gleichgltigkeit1 ja ,abweisung gegenber solchen ,fortschritten4 -- ,wie ja auch im ,laufe spterer ,entwicklung der ernste und schwerfllige ,norden1 das ,land der ,niederdeutschen1 erst langsam in ,bewegung kam4 -- ,was wir an geistiger ,anregung und ,frderung gewannen1 haben wir meist dem ,sdwesten ,deutschlands1 jedenfalls vorwiegend ,oberdeutschland zu danken4 ,sidenote3 ,die ,skandinavier ,der skandinavische germanische ,norden hat an dieser ,frhkultur1 die zu ihm sicher ber ,england und ,deutschland kam1 in hnlicher ,weise teilgenommen1 an ihr bis vor wenigen ,jahrhunderten gezehrt1 sie unbeeinflut weiter gepflegt und auf gut germanischen ,wegen gefrdert4 ,die berall spter zu bemerkenden ,einbrche mittelalterlicher ,kunst des ,westens und ,sdens hatten nie viel zu bedeuten1 da sie auf das ,volk selber keinen ,einflu gehabt zu haben scheinen4 ,und so haben wir dort das merkwrdige ,schauspiel einer rein germanischen1 wenn auch sozusagen nur provinziell entwickelten bildenden ,kunst1 auch die ,architektur eingeschlossen1 die uns einigermaen zeigt1 wohin die ,eigenart der germanischen ,rasse trieb1 da wo sie durch ,fremdes sich nicht beeinflut sah4 ,so ist ,norwegen mit seiner ltesten ,holzbaukunst sozusagen das ,schulbeispiel dafr geworden4 ,freilich nicht dafr1 was jene ,richtung bei weiterem ,fortleben in dem ,bereich der begabten und glnzenden ,stmme des ,sdens zu leisten vermocht haben wrde1 aber doch wenigstens der ,beweis dafr1 da diese ,richtung zu nicht nur greifbaren1 sondern auch wertvollen ,werken fhren konnte1 und sozusagen selbst auf dem ,dorfe wirklich gefhrt hat4 -- ,es geben uns ferner jene nordischen ,bauwerke das ,muster fr sonst nicht leicht zu konstruierende ,mglichkeiten1 wie fr die ,ausfhrung vllig hlzerner groer ,gebude1 selbst ,kirchen1 und das ,bild des wirklichen ,aussehens solcher ,bauwerke1 ungefhr so1 wie sie in den brigen germanischen ,landen einst bestanden haben mssen4 ,die ,kleinkunst hat daneben ein frohes und langes weiteres ,dasein auf dem ,grunde des in ,allgermanien blichen gefhrt4 ,bis ins ,mittelalter bewegt sich die schwedisch-norwegische ,kleinkunst und ,dekoration vllig in dem ,rahmen und auf dem ,boden dessen1 was wir sonst im ,sden nur noch bis zum #h4 ,jahrhundert aus den ,grbern zu frdern vermgen4 ,so finden wir hier ein klar geschiedenes germanisches ,rassenvolk von vllig eigenem ,charakter in hnlicher ,art ttig1 wie wir einst das so scharf gekennzeichnete gyptische oder noch jetzt das chinesische ,volk1 dessen ,gesichtstypus sogar wir von weitem schon zu erkennen vermgen1 unentwegt an seinem knstlerischen ,ideal festhalten sahen4 ,auch einen ,beleg dafr1 da jede unterschiedene ,rasse1 die in ihrem nationalen ,fortleben gestrt wird1 von selbst sofort wieder zu ihm zurckkehrt1 sobald die ,strung beseitigt ist4 ,wie denn aber andererseits die ,ideale der ,chinesen oder der gypter niemals die unsrigen werden knnen noch drfen4 ,die ,rasse4 ,khn bekennen wir uns an dieser ,stelle zu dem ,grundsatze der ,rassenverschiedenheit4 ,wenn auch einerseits ,kosmopolitismus1 andererseits ,interesse an dem ,verschwinden der ,rassenunterschiede auf das heftigste dagegen aneifern1 so wird doch die ,theorie der ,entstehung des ,menschengeschlechtes aus einem ,stammvater niemals im ,ernste wissenschaftlich in ,frage kommen knnen4 ,solche ,annahme scheint vielmehr jeder klaren logischen ,schlufolgerung widersprechend4 ,nach allem1 was unsere ,naturwissenschaft an ,tatsachen der ,entwicklung festgestellt hat1 aber auch nach der berzeugung der ,menschheit selber1 wie aller ,religionen 7man vergleiche den sechsten ,schpfungstag der ,bibel7 ist die ,entstehung des ,menschen die ,krnung1 der obere ,abschlu der ,entwicklung jedes organischen ,lebens der ,erde4 ,schon die ja durch die ,tatsachen gegebene ,mglichkeit dieser ,entwicklung erweist ihre ,notwendigkeit2 denn nichts ist in der ,entwicklung mglich1 was nicht auch in ihr folgerichtig1 ja mathematisch notwendig ist1 sobald die ,entwicklungsbedingungen erfllt sind4 ,die ,existenz einer bestimmten organischen ,form bezeugt den logischen ,aufbau ihrer ,vorbedingungen und ihrer ,entwicklungsvorstufen2 auch wenn diese ,form nur in einem einzigen ,beispiel existierte4 ,die ,milliarde lebender ,menschen besttigt die ,logik dieser ,erscheinung in der physiologischen ,entwicklung des ,organischen milliardenmal4 ,wenn aber trotzdem ein einziger ,stammvater als der ,anfang des ,menschengeschlechtes angenommen werden soll1 so kann damit hchstens eine ,stammfamilie gemeint sein1 das ,elternpaar1 in der ,folge seine ,kinder4 -- ,somit haben wir die ,notwendigkeit der ,koexistenz wenigstens zweier parallel stehenden ,individuen vor uns1 befhigt die ,stammeltern des knftigen ,stammhauses zu werden4 ,die ,gewiheit1 da sich mindestens zwei ,individuen gleichzeitig zu dieser ,fhigkeit aus ihren ,vorstufen heranbilden muten1 gengt1 um die ,mglichkeit der ,heranbildung verschiedener ,individuen aus den ,vorzustnden zur ,stammvaterschaft des ersten ,menschen zu beweisen4 ,diese ,mglichkeit bedeutet1 wie oben bemerkt1 die ,notwendigkeit1 da diese ,stammelternschaft sich berall da auf der ,erde1 ja im organischen ,leben berhaupt -- in ganz gleicher ,art herausbilden mute1 und noch mu1 wo die ,vorbedingungen und ,vorstufen fr ihre ,entwicklung gegeben waren und sind4 ,also nicht nur auf unserer ,erde und auch fr alle ,zukunft4 ,jedoch mssen solche ,stammeltern in ihren ,eigentmlichkeiten je nach den ,bedingungen ihrer ,entstehung und nach den klimatischen ,unterschieden1 die auch auf die ,vorfahren verschieden eingewirkt haben1 ,verschiedenheiten zeigen1 die ihren ,nachfahren fr immer bleiben mssen1 so lange sie im ,stamme rein verharren4 ,nur die ,vermischung verschiedener ,stmme kann diese ,unterschiede langsam verwischen4 ,hlt man daran fest1 so wird der ,unterschied der ,rassen in ,krper und ,geist zur ,selbstverstndlichkeit2 bleibt so lange konstant1 als sie sich berhaupt zu erhalten wissen4 ,alle ,erfahrung hat dies besttigt4 ,glck und ,erfolg der einzelnen ,rassen aber beruht offenbar in dieser ,reinheit1 in der ,fhigkeit und ,mglichkeit1 die ihnen gegeben ist1 sich nach ihrer ,art und ihrem eigenen ,wunsche zu bilden1 zur ,hhe zu entwickeln und auszuleben4 ,man vergleiche nochmals die ,chinesen1 die bis heute noch keinen lebhafteren ,wunsch haben und vielleicht bis ans ,ende ihrer ,tage haben werden1 als von der brigen ,welt abgeschlossen nach eigener ,fasson selig zu werden4 ,die dann auch sicher ihre ,kulturform fr die hchste berhaupt erreichbare halten und allein in ihr ,befriedigung finden4 ,es ist jedoch auch ohne ,gobineau nicht wohl zu bestreiten1 da die heute indogermanisch oder arisch genannte ,rasse die hchst organisierte und strkste aller ist und bleiben knnte1 da ihr aber ein eigentmlicher ,zug eigen ist1 der frchten lt1 da in der ,folge eine ,verflachung und ein ,zerflieen ihres ,wesens eintreten mag4 ,die so notwendige und zur ,erhaltung ihrer hchsten ,gter und ,fhigkeiten unentbehrliche ,abgrenzung gegen niedere ,rassen1 erst recht aber die fr uns so wnschenswerte ,reinheit der1 wie wir mit ,gobineau glauben1 strkeren enger germanischen ,rasse1 z4 ,b4 gegenber den romanischen1 scheint in ,zukunft kaum mglich4 ,die ungeheure ,expansionskraft der germanischen ,stmme hat in dem ,prozesse1 den wir seit der ,vlkerwanderung vor sich gehen sahen1 die gesamten ,lnder ,europas stets von neuem mit neuen ,fluten ihrer besten ,menschen berschwemmt und ohne ,zweifel nicht nur so das ,entstehen gemischt-germanisch-romanischer ,staaten und ,vlker ermglicht und verursacht1 sondern glnzende neue ,kulturen auf den alten ,feldern hervorgerufen4 ,inzwischen ist als ,gegengabe die langsame ,durchdringung des altgermanischen ,krpers mit fremdem ,blute vor sich gegangen1 im ,osten durch ,wenden und ,slaven -- im ,ganzen durch ,romanen1 ,semiten und andere ,eingewanderte1 so da die ursprngliche ,kraft zu dauernder ,selbsterneuerung stark geschwcht ist4 ,ein geringes quivalent mag dieser ,proze dadurch finden1 da die ,rasseeigentmlichkeit der ,menschen nicht nur bloes ,ergebnis seiner ,stammesentwicklung1 sondern auch seiner klimatischen und geographischen ,umgebung ist1 somit denn bei den ,mischlingen und den ,eingewanderten eine ,art ,korrektur erfolgt durch die geographisch-klimatische ,einwirkung des ,wohnlandes im ,sinne der ,form der ursprnglich ,sehaften und durch langsames ,aufgesogenwerden der ,fremden4 ,illustration3 ,i ,abb4 #i4 ,fibel aus ,nocera ,umbra4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,angelschsische ,goldfibel von ,abingdon4 ,unter allen ,umstnden jedoch hat jedes ,volk das strkste ,interesse daran1 da es seine ,rasse1 seinen ,stamm1 seine ,eigentmlichkeiten und ,errungenschaften1 kurz alles1 was ihm besonders zugehrt1 in jeder ,gestalt und in jeder ,art rein erhalten sehe4 ,vor allem dann1 wenn in der ,vermischung mit fremdem ,blute keine ,frderung1 kein ,fortschritt1 keine ,verbesserung des ,ererbten liegen kann4 ,fr uns ,deutsche1 wie fr die germanische ,welt1 besteht somit eine gewaltige ,aufgabe in der ,erhaltung alles dessen1 was unsere ,stammes- und ,rasseeigentmlichkeiten hervorbrachte und ausbildete1 und in der fortwhrenden ,erneuerung dieses ,erbteils4 ,wenn in frheren ,jahrhunderten auf manchem ,gebiete das ,gegenteil gewi richtig und auch unvermeidlich war -- wenn wir die hhere ,kultur sdlicher und westlicher ,nachbarn aufnehmen und verarbeiten muten1 weil auch wir teilnehmen wollten an der ,entwicklung der europischen ,welt1 wenn wir sogar unser bestes ,blut hergaben zur ,auffrischung anderer alt gewordener ,vlker1 wenn ,italien ganz gewi seine ungeheure ,blte in mittelalterlicher und spterer ,zeit dieser ,aufokulierung germanischen ,wesens auf seinen ,stamm dankt -- so ist die ,zeit fr solche ,verpflanzung fr immer vorber4 ,und es ist die andere ,zeit sicher gekommen1 wo wir ,germanen gentigt sind1 unsere letzten ,hilfsmittel1 sozusagen den ,landsturm unserer alten nationalen ,kraft aufzurufen1 unser ,eigenstes wieder neu zu beleben1 uns wieder ganz auf uns selber zu besinnen und zu versuchen1 aus diesen ,urgrnden das ,beste nur fr unsere eigene ,zukunft hervorzuholen1 um endlich auch unserseits in der ,geschichte der ,menschheit die uns zugewiesene ,stelle einnehmen zu knnen4 ,die ,wellen der ,geschichte haben den ,ruhm und die ,macht der ,weltherrschaft heute endlich wieder auf die germanischen ,vlker gehuft1 und so ist es an ihnen1 auch in geistigen ,dingen ihre letzte ,kraft aufzuwenden1 ihr ,bestes zu geben1 nicht wie frher in sekundrer ,stellung und als ,hintermnner1 sondern als ,herrscher und frei von aller ,verdeckung4 ,endlich ist der ,germane auch einmal ganz in die vorderste ,reihe getreten -- vielleicht als der letzte der ,europer4 ,denn daran1 da die an sich so viel indolenteren und offenbar nicht zu selbstndigem ,herrschen geborenen ,slaven1 denen vielmehr dienende ,stellung auferlegt scheint1 die seit ,anbeginn nur als ungeheure ,masse unter despotischem ,zepter zu wesen und zu wirken berufen und fhig waren -- sich je zu ,nachfolgern der ,germanen1 zu ,herrschernaturen heraus zu entwickeln berhaupt fhig sein knnen1 daran ist nicht zu denken4 ,das ,wesen der ,rassen brgt hierfr4 ,und alles1 was wir von dem ,germanentum noch erhoffen1 ist in ihm von ,anfang an enthalten und stets vorhanden gewesen2 oft viel grer1 oft so herrlich1 da es uns fr die ,zukunft ganz unerreichbar mehr erscheint4 ,aber das zielbewute ,sammeln des auch jetzt noch ,vorhandenen1 der immer noch nicht erschpften ,krfte des an sich so starken ,volkstums1 das organisierte ,zusammenfassen alles ,gegebenen in eine mchtige ,phalanx hat bis heute gefehlt und verspricht bisher nicht ,gewonnenes noch fr die ,zukunft1 wenn auch die besten ,jugendkrfte unseres ,stammes unwiderbringlich schon lngst -- und zwar in fremdem ,dienste oder fr fremde ,ideen -- verbraucht sein mgen4 ,strkste ,konzentration kann uns dies ,verbrauchte einigermaen ersetzen2 kann uns ermglichen1 unsere ,krfte noch einmal1 aber dann in weisester ,abwgung1 zu nutzen und aus ihnen das letzte1 zu dem wir fhig sind1 zu schpfen1 damit wir dann die auch uns wie jeder ,rasse und jedem ,volke fr dieses ,erdenrund auferlegte und verbrgte ,mission ganz zu erfllen vermgen4 ,und dazu gehren1 wie die gesamte ,kultur1 auch die weiten ,gebiete der ,kunst2 ihr ,neuaufbau auf ,grund der neu gefundenen und wiedergewonnenen ,anfnge und ,keime seit der ersten ,regung des knstlerischen ,wesens in unseren eigenen ,gauen1 in unserem ,hause -- da doch so unendlich viel unseres ,besten von uns an andere ,vlker geschenkt worden ist4 ,ich stehe nicht an zu behaupten1 da ohne jeden ,zweifel1 was ,italien1 ,spanien1 ,frankreich1 ,england seit dem frhen ,mittelalter in der ,kunst schufen und leisteten1 nur dem gewaltigen ,zuflu jungen germanischen ,blutes zu danken war und ist4 ,in dem wunderschnen ,lande ,italien hat sich seit tausend ,jahren nur so weit jene unvergleichliche ,kultur- und ,kunstblte erschlossen1 als der reiche ,strom germanischen ,blutes das ,land befruchtet hatte2 ja selbst ,rom hat1 wie bekannt1 kaum mehr als einen ,knstler hervorgebracht84 ,alles was dort groes wirkte1 entstammte nrdlicheren ,gauen4 ,sdlich von ,rom schlft mit ,pompeji die alte ,schnheit1 die herrlichste ,kultur1 den bleiernen ,schlaf des ,alters unter der ,asche4 ,was sich dort als neue ,kunst gibt1 ist kaum mehr als eine ,jahrmarktskunst1 eine ,sammlung von bunten ,lappen und leichtem ,plunder geworden2 was von ,wert sich in jenen ,lndern noch zeigt1 ist ,import aus dem ,norden oder ,westen4 ,eine ganze besondere ,ecke in der ,geschichte des knstlerischen ,mittelalters gebhrt1 nicht nur hier1 auch den ,normannen4 ,die vorstehenden ,erwgungen mgen gengen zur ,begrndung des ,versuches1 der in nachfolgendem gewagt wird3 die ersten bedeutenderen ,regungen des altgermanischen ,kunstgefhls zu beobachten1 seine ,werke1 so bescheiden sie auch sein mgen1 herauszusuchen und ihre ,art erkennen zu lernen4 ,groes liegt doch in diesen ,anfngen1 und wirklich bedeutende ,leistungen sind darunter1 gemessen an ihren ,vorgngern und den ,bedingungen ihrer ,entstehung4 ,aber das ,grte in ihrer ,eigenart1 und darin1 da in ihnen knstlerische ,keime fr das ganze folgende ,jahrtausend gegeben sind1 das ja ,manche trotz seiner vielen fremden ,ingredienzien als ein in der ,hauptsache germanisches bezeichnen wollen4 ,wie mir scheint kaum mit ,recht2 es mte eher nur das durch die ,germanen befruchtete heien4 ,wenn es nicht zu spt ist1 drfte vielmehr das germanische ,zeitalter ,europas1 vielleicht gar des ,erdballes1 erst angebrochen sein -- wobei dem ,angelsachsentum vielleicht die ,rolle eines ,pfadfinders zuzuteilen sein wrde4 ,aber nur1 wenn die ,zeit dafr nicht bereits verflossen sein sollte1 nachdem das ,germanentum die von ihm selbst geschaffenen ,mittel der ,weltherrschaft auf dem ,gebiete des ,geistes und der ,technik allzu frh und allzu vollstndig aus der ,hand gegeben hat2 -- und wenn es in der ,tat noch die ,kraft zur ,konzentration und zur ,sammlung aller eigenen ,krfte in sich selbst besitzt -- vor allem aber die ,kraft zur ,reinheit1 zur ,reinkultur seines besten ,blutes1 zur ,abwehr der ,blutmischung und ,blutverschlechterung4 ,so nchtern und prosaisch dies erscheint gegenber dem ,ideale des zu erreichenden ,zieles -- von so ungeheurer ,wichtigkeit1 so sehr die gesamte ,zukunft unseres ,volkes bestimmend bleibt dieser ,grundsatz#a4 ,die germanische ,rasse und ihre ,eigentmlichkeit in der ,kunst4 ,ehe wir zur eigentlichen ,behandlung des ,stoffes selber und seiner ,einzelheiten bergehen1 scheint eine ,erinnerung daran notwendig1 da unserer ,kunst1 ,baukunst und ,kunstgewerbe einbegriffen1 von alters her gewisse ,eigentmlichkeiten1 immer wieder auftauchende ,gedanken1 sozusagen unsterbliche1 eigen sind4 ,gerade das ist das eigentlich ,bedeutungsvolle weil dauernde4 ,sidenote3 ,wiederkehr derselben ,formen ,nicht in dem ,sinne1 da diese kleinen ,motive1 die doch immerhin eine ,art ,zuflligkeit besitzen1 auch an sich vielleicht zu unbedeutend sind1 als besonders wertvoll erklrt werden sollen2 nur gerade1 da sie immer wiederkehren1 ewig sich gleich bleibende ,begleiter grerer wichtiger ,erscheinungen1 diese ,tatsache spricht fr eine innere ,gleichmigkeit1 eine ,konstanz im ,wesen der sie bildenden ,menschheit4 ,am merkwrdigsten hierbei mutet die ganz unleugbare ,tatsache an1 da die heutige modernste ,kunst auf den ,gebieten1 die hier in ,frage kommen1 im ,kunstgewerbe und in der ,baukunst1 insbesondere aber im ,ornamente1 scheinbar ganz von selber auf die ltesten ,wege gert4 ,die verschiedensten ,arbeiten der ,gegenwart zeigen heute1 manchmal bewut1 meistens unbewut1 instinktive doch deutliche ,anlehnung1 oft auffallende hnlichkeit mit ltesten germanischen ,arbeiten4 ,das ,nordische81 ,altgermanische8 ist auch langsam ein wenig wieder in die ,mode gekommen1 ohne ,absichtlichkeit1 doch einem ,zug der ,zeit entsprechend4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,cardona4 ,weihwasserbecken4 ,sidenote3 ,trennung von ,struktur und ,ornament ,aber das fr uns ,wichtigste daran ist1 da ohne jede ,beziehung die ursprnglichsten und einfachsten ,ornamentgrundstze1 wie die ,parallelitt der ,linien1 die ,wellenlinie1 das ,aufhren der organischen ,verschmelzung des ,ornaments mit seinem ,trger und seine vollstndige ,trennung vom ,funktionellen des ,gegenstandes oder ,bauwerkes jetzt1 wie vor alters1 wieder alltglich werden4 ,kurz und klar gesagt3 jedes ,objekt wird einfach sachlich gebildet1 rein zweckentsprechend2 sein ,schmuck besteht in einer erst nachtrglich eintretenden ,behandlung seiner ,oberflche2 das einfachste ,objekt bleibt glatt1 das reichere wird nicht in der ,grundform durchgebildet1 wie es die ,antike tat1 oder auch das ,mittelalter1 sondern erst nach sachlicher ,fertigstellung verziert4 ,daher fllt z4 ,b4 der ,begriff der so organisch erscheinenden ,sule heutzutage wieder hufig ganz weg2 ,kapitell1 ,schaft und ,fu ist nicht mehr notwendig1 sondern nur noch die einfach konstruktive eckige oder runde ,sttze1 die1 wenn sie steht1 mit ,ornament1 ,schmuck1 ,farbe herausgeputzt werden kann4 ,es sind die ,grundstze des ,zimmermanns1 die wieder herrschend werden4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,denkmalentwurf von ,h4 ,billing4 ,sidenote3 ,unsterblichkeit der ,motive ,das ist so auffallend1 da z4 ,b4 gewisse ,sttzformen spanisch-germanischer ,herkunft uns vllig modern erscheinen1 sicher unbewut4 ,eines der merkwrdigsten ,beispiele ist uns ein ,monumententwurf ,hermann ,billings 7,abb4 #b71 der fast eine ,kopie eines in ,barcelona befindlichen uralten ,taufsteines 7,abb4 #a7 westgotischer ,zeit sein knnte4 ,die wunderliche bereinstimmung des merowingisch-frnkischen ,bronzebeschlages eines ,riemens aus dem ,museum in ,reims mit der ,fassade eines ,salzfasses wohl des #ag4_/ah4 ,jahrhunderts im vaterlndischen ,museum zu ,celle ist ganz hnlicher ,art 7,abb4 #c74 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,frnkischer ,bronzebeschlag und niederschsisches ,salzfa4 ,als fernere hchst merkwrdige ,belege fr diese ewige ,wiederkehr gleicher ,formen und ,ideen drften gewisse ,schlosserarbeiten unserer ,renaissancezeit zu betrachten sein1 die in dem eigentmlichen ,gewirr ihres ,flechtwerks mit ,drachenkpfen und ,gewrm 7,abb4 #d71 zusammen mit dem charakteristischen ,flechtwerke der gleichzeitigen ,eisengitter 7,abb4 #e71 ein gerade um die ,zeit von #afjj am wenigsten zu erwartendes ,wiederauftauchen uralter ,motive aufweisen1 die uns sonst nur als altnordisch8 bekannt sind4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,deutsche ,schlosserarbeit4 #ag4 ,jahrhundert4 ,in der lteren ,kunst gehrt auch die menschliche ,maske an den ,ecken hervorstechender ,bauteile und hnlicher ,gegenstnde zu den verbreiteteren ,motiven4 ,sie lt sich schon an ,arbeiten des #e4_/f4 ,jahrhunderts1 an ,bauwerken des #ab4 7,abb4 #f71 an ,gebrauchsgegenstnden des ,mittelalters 7,abb4 #g71 zuletzt an ,ecken von ,fachwerkbauten des #ah4 ,jahrhunderts nachweisen 7vgl4 ,abb4 #dd und #dg71 immer sich hnlich1 meist roh1 doch von berraschend phantastischer ,wirkung4 ,so vielerlei ,masken und ,kpfe auch die ,antike an ihren ,werken der ,kleinkunst wie in ihrer architektonischen ,dekoration verwendet1 so geschieht das doch in grundmig verschiedener ,art2 ihr fehlt jenes gewisse ,unheimliche1 fters ,fratzenhafte und ,gtzenbildartige oder gar ,wilde2 sehen solche nordische ,bildungen doch gar oft wie abgeschnittene und an ,ecken aufgehngte ,kpfe von ,kriegsgefangenen oder ,menschenopfern aus4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,deutsches ,gitter4 #af4 ,jahrhundert4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,gelnhausen4 ,peterskirche4 ,von anderem ,verwandten hier nicht weiter zu reden1 wie von der noch heute vorhandenen bung des ,kristall- und ,kerbschnitts in ,holz in den ,gegenden1 wo seit ,jahrtausenden ,germanen wohnten4 ,spter wird davon zu handeln sein4 ,sidenote3 ,symmetrie ,eine ,hinweisung aber darauf1 da diesen nordischen ,eigentmlichkeiten gegenber die ,symmetrie sdlichen ,ursprunges zu sein scheint1 ein nur eingewanderter ,gast1 der bei uns langsam eine in der ,volksanschauung nicht begrndete ,herrschaft errang1 kann ich nicht unterdrcken4 ,in der griechischen und rmischen ,baukunst feierte die ,symmetrie ,feste1 -- bei uns ist sie von alters her nur in ueren ,umrissen wirksam1 in der ,sache1 auch im ,ornament1 aber stets als berflssig betrachtet4 ,nicht einmal ein einziges kirchliches ,bauwerk selbst unseres ,mittelalters hat zwei gleiche ,trme1 -- erst der ganz verfremdeten ,schablone des #ai4 ,jahrhunderts war es vorbehalten1 vor den ,klner ,dom zwei vllig identische zu setzen1 -- von denen einer den anderen eigentlich berflssig macht4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,mnden4 ,senfmhle4 ,das ,nhere wird sich bei der ,behandlung der ,einzelheiten deutlicher ergeben -- daher kann es hier bei den gegebenen ,andeutungen sein ,bewenden behalten4 99 99 99 99 99 ,sidenote3 ,gegenstand unserer ,untersuchung ,wenn nun im nachfolgenden versucht wird die ,baukunst der germanischen ,stmme nebst den verwandten ,knsten1 insbesondere dem ,kunstgewerbe1 in eine ,art ,system zu bringen1 sie zu einem einigermaen geschlossenen ,bilde zu vereinigen1 so kann sich dieser ,versuch naturgem nur auf eine bestimmte ,zeit1 nicht etwa auf die gesamte ,urzeit bis zum ,schlusse des ersten ,jahrtausends beziehen4 ,denn der ,daseinskampf des eben entstandenen ,menschengeschlechtes1 seine ersten ,kulturregungen1 die ltesten ,errungenschaften auf dem ,wege zu einer menschlichen ,gesittung1 das erste ,gewinnen von ,werkzeugen und ,waffen in ,stein1 ,knochen und anderen ,naturstoffen1 dann in ,bronze und schlielich in ,eisen liegen auf einem anderen ,gebiete und sind der gesamten ,menschheit in gewissem ,sinne so gemeinsam1 da ein ,system der feineren ,rassenunterschiede fr jene frhesten ,zeiten sich bis jetzt noch kaum aufbauen liee4 ,erst eine gewisse ,hhe mute erklommen1 bestimmte ,anfangsstadien muten berwunden sein1 aber auch manche ,wege von in der ,kultur lteren ,vlkern des ,sdens erst gewiesen werden1 ehe eine eigene und charakteristische ,kultur der nordisch-germanischen ,vlker sich gestalten konnte4 ,die sonst noch in ,frage kommenden lteren ,bronze- und ,bronzeeisenzeiten1 die ,hallstatt- und die ihr folgende ,la-,tneperiode aber erstrecken sich ber so gewaltige ,flchen ,europas in einer merkwrdigen ,gemeinsamkeit1 da wir hier1 wie es scheint1 von einer bereits scharf abgegrenzten nordisch-germanischen ,kunstart nicht reden knnen1 wenigstens heute noch4 ,und soweit dies doch in mancher ,hinsicht hier und da1 teilweise1 bereits mglich erscheinen knnte1 so sind einerseits diese ,erscheinungen noch immer allzusehr vereinzelt1 andererseits aber nur als ,vorstufen der folgenden zu bewerten4 ,ja von vielen ,seiten wird im ,norden die ,herstellung der besseren ,werke dieser ,frhzeiten1 die fr uns ,wert haben knnten1 noch immer absolut bestritten und auf einer gemeinsamen sdlicheren ,quelle ihrer ,entstehung sowie ihrer nachherigen ,verbreitung durch den ,handel bestanden4 ,daher sollen die folgenden ,studien zeitlich erst mit der ,vlkerwanderung beginnen1 die freilich ihre ,vorboten schon vor ,christi ,geburt nach ,sden sandte1 dann fast unbemerkt in der gewaltigen ,wanderung der ,ostgermanen nach dem ,schwarzen ,meere ihre erste beinahe mchtigste und folgenschwerste ,vorwrtsbewegung begann4 ,damals hatte lngst die sdliche ,kultur und ,kunst der ,etrusker1 ,griechen1 ,rmer ihre ,boten nach dem ,norden1 hatte dieser in regelmiger ,wechselbeziehung des ,handels seine ,produkte nach ,sden gesandt1 hatte also der ,norden und das ,germanentum bereits ,gelegenheit und ,zeit gehabt1 solches fremde ,wesen wenigstens in denjenigen uerungen sich zu eigen zu machen1 die ihm selbst zur ,frderung seines eigenen willkommen waren4 ,neue ,stoffe1 insbesondere ,metalle1 neue ,techniken1 neue ,formen1 ,kostbarkeiten und ,schmuck1 ,kleidung1 ,gefe und was alles sich hier eignete1 frderten das bisher wohl anspruchsloseste ,dasein im ,norden auf immer lebhafter begangenen ,handelswegen2 insbesondere lngs des ,laufes der ,flsse4 ,und da erstand dann jene gewaltige innere ,kunstentwicklung1 deren ,zeugen die germanischen ,grber der in ,frage stehenden ,jahrhunderte darstellen4 ,nicht etwa in einfacher ,nachahmung des aus der ,ferne ,gebrachten1 sondern jetzt in stolzer ,frderung des ,eigensten4 ,es ist erstaunlich1 wie verhltnismig wenig ,fremdes hier auftritt oder gar sich dauernd erhlt4 ,nur mchtigen ,ansto gab der ,import1 den man wohl zuerst nachahmte1 so gut und so schlecht es ging1 den man aber ganz auerordentlich rasch durch ,eigenes ersetzte oder in solches umformte4 ,es unterliegt gar keinem ,zweifel1 da die germanischen ,kleinknste sich niemals charakteristischer und -- trotz so mancher fremden ,grundlage -- selbstndiger entfalteten als etwa vom dritten ,jahrhundert nach ,christi ,geburt ab bis zum achten4 ,von da ab erstarben sie langsam wieder unter fremdem ,einflusse und dem ,drucke allgemein herrschend gewordenen1 insbesondere durch die ,kirche propagierten neuen ,geschmackes4 ,auch auf seiten der ,baukunst1 zunchst natrlich ausschlielich der ,holzarchitektur1 in der ,folge auch in anderen ,baustoffen sich bettigend1 ging in jener ,zeit ein gewaltiges ,ringen und ,streben mit dem in der ,kleinkunst parallel4 ,wenn dann spter bis zur ,karolingerzeit ein neuer und verstrkter ,einflu der ,antike1 der ,kunst ,italiens und des ,hellenismus1 nicht minder selbst des ,syrertums ganz ,europa berflutete1 wenn durch ihn die nordische ,art langsam erstickt schien1 so wirkte diese1 noch allzu stark und allzu verbreitet in germanischen ,gauen1 in der ,stille lange unbesiegt weiter4 ,die folgende ,epoche in der ,kunst1 die wir die romanische zu nennen pflegen1 ruht ganz wesentlich auf jenen lteren germanischen ,unterstrmungen1 die wir immer aufs neue wieder durch- und hervorbrechen sahen1 trgt ihren ,namen daher kaum ganz mit ,recht2 zu jener ,zeit1 selbst noch spter knnen wir eine nicht sterben wollende knstlerische berlieferung von ,formen und ,gedanken immer wieder bemerken4 ,so ist es selbst unbestreitbar1 da unsere ,holzbaukunst des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts ihre ,wurzel nicht im ,mittelalter81 sondern in viel frheren ,zeiten findet1 mit denen sie sich fast ber ein ,jahrtausend hinber1 fters halb unterbrochen1 doch unzerreibar fest verbunden erhielt4 ,unsere ,holzbaustdte des #af4_/ag4 ,jahrhunderts sind geistig die getreuen ,enkel der deutschen ,stdte im ,beginn des zweiten ,jahrtausends und werden sich auch tatschlich von ihnen gar nicht so sehr unterschieden haben4 ,jene aber futen direkt auf uralten ,vorbildern2 und es ist keineswegs richtig1 wenn heute behauptet wird1 die ,deutschen htten vor den ,sachsenkaisern keine wirklichen ,stdte gekannt und gehabt4 ,rhmt doch ,venantius ,fortunatus 7um #efj7 die schnen ,rheinstdte wegen ihrer reichen und feinen ,holzbaukunst1 die ihm1 dem ,rmer1 ganz gewaltig imponierte4 ,ferner habe ich oben der ,entstehung und weiteren ,entwicklung der germanischen ,steinbaukunst auf fremdem erobertem ,boden gedacht und darauf hingewiesen1 da auch diese hohe nationale ,bedeutung gewann und bedeutsame ,leistungen schuf4 ,sidenote3 ,notwendigkeit unserer ,untersuchungen ,daher ist es wohl nicht nur berechtigt1 gerade dieses sich bei nherer ,betrachtung auf etwa ein halbes ,jahrtausend zusammenziehende ,gebiet1 welches im ,zusammenhange berhaupt noch nicht gewrdigt ist1 endlich einmal zu einem ganzen ,bilde zusammenzufassen4 -- ,es wird fr uns sogar zur gebieterischen ,notwendigkeit und ,forderung4 ,vor allem deshalb1 weil wir in dieser ,zeit und ihren uerungen das ,germanentum in seiner strksten ,jugendkraft1 pltzlich alles ,fremde von sich abwerfend1 herrschend hervortreten und sein ,dasein neu gestalten sehen4 ,wenn ,chamberlain bedauert1 da dies auf den ,feldern der zusammengebrochenen fremd-sdlichen ,kultur geschah1 da die ,neugestaltung des nordisch-germanischen ,vlkertums nicht ganz frei und unbeeinflut vor sich gehen konnte1 weil dann die ,welt ganz anderes und ,besseres gewonnen haben wrde1 so mag dies ja richtig sein2 doch mssen wir uns eben bescheiden mit dem1 was uns gegeben ist4 ,und wie bemerkt1 es ist nicht ganz wenig und dabei viel selbstndiger und von viel eigenerer ,art1 als man wohl glaubte4 ,denn es kann nicht oft genug wiederholt werden3 das ,germanentum der ,vlkerwanderung schttelte fast in jeder ,richtung1 sobald es nur konnte1 aufgezwungene fremde ,art und ,fessel ab und versuchte1 sich auf eigene ,fe zu stellen4 ,wenn nicht damals ,greres und ,dauerndes erwuchs1 so lag es sicher nur daran1 da seine ,kraft politisch den greisen ,knsten der ,unterjochten nicht gewachsen war und der ,vergiftung und ,zersplitterung1 der ,bekmpfung durch die ,waffen der eigenen ,stammesgenossen zuletzt unterlag und unterliegen mute4 ,ist doch bis heute noch kein germanisches ,volk1 am wenigsten das deutsche selber1 von innerer ,uneinigkeit1 ,krftezersplitterung oder wenigstens der ,sonderbndelei ganz frei geworden1 und sind doch bis heute noch seine schlimmsten ,gegner seine eigenen ,brder geblieben4 ,vereint -- endlich alle vereint1 wrden sie noch heute die ganze ,welt in ihren ,fusten zerdrcken knnen1 und1 wre ihnen so ,zeit und ,freiheit gegeben1 auch endlich die geistigen und knstlerischen ,taten schaffen knnen1 die nach denen des ,griechentums noch dem ,germanentum vorbehalten scheinen4 ,mssen wir so immer noch auf ,wnsche1 ,hoffnungen1 ,mglichkeiten verweisen1 so ist es uns ein ,trost und eine ,genugtuung1 ein ,bild alt-originaler germanischer ,art und ,kunst vor uns erstehen zu sehen1 das1 obwohl lckenhaft und zerstckt1 doch aufs neue erweist und uns darin bestrkt1 da wundervolle ,kerne damals vorhanden waren1 ,sprossen und ,zweige wuchsen und mit ,blten sich schmckten1 denen es nur deshalb versagt war1 auch reife und herrliche ,frchte zu tragen1 weil rauhe ,strme und schwerste ,unwetter die jungen ,pflanzen niederschmetterten und roher ,krieger ,fu sie zertrat4 ,doch unsterblich scheint ihr ,wachsen unter der ,erde in der ,stille weiter gediehen zu sein2 immer aufs neue strecken junge ,knospen ihre ,hupter hervor1 und so mag auch hier versucht werden1 einen ,teil jener ,pflnzlein weiter zu hegen und zu pflegen zu neuem ,wachstum und neuer ,blte4 ,illustration #a ,es sei hier betont1 da obigen ,bemerkungen nicht etwa irgend eine gewisse ,rassetendenz1 sondern nur nchternste ,beobachtung einfachster ,vorgnge zugrunde liegt4 ,was in der edlen ,tierwelt1 so beim ,pferde1 die sorgfltigste ,reinhaltung der ,stammbume an ,geschpfen von wahrhaft klassischer ,schnheit und herrlichster ,kraft hervorgebracht hat1 steht vor aller ,augen und beweist uns1 da es nicht zu spt zu sein braucht1 noch in zwlfter ,stunde1 gleiche ,grundstze auch auf das ,wichtigste im organischen ,leben des ,volkes1 seine eigene ,fortpflanzung mit gleich herrlichem ,erfolge anzuwenden4 ,sollte das ,ebenbild ,gottes nicht unendlich mehr noch dessen wert sein1 was einem nur ntzlichen und schnen niedrigeren ,geschpfe an ,liebe und ,sorgfalt in dieser ,richtung gewidmet wird8 ,illustration3 ,,gr,,ber ,,und ,,kleinwerk ,sidenote3 ,die ,grber ,mehr denn irgendein ,volk der ,erde hat das germanische in der ,erde und den ,grbern geborgen von seinen kstlichsten ,besitztmern4 ,seine ganze ,welt fast hat es mit seinen ,toten begraben und ihnen mitgegeben2 alles1 was ihr ,leben umgab1 erhielt1 verschnerte und weihte4 ,darum1 da sich die ,grber ffnen1 ersteht das lange ,verschwundene aufs neue in nie geahnter ,flle vor uns4 ,wenn dichtes ,gewlk uns frher das ,leben und seine ,formen bei unsern ,vorfahren verhllte1 so tritt das alles heute mehr und mehr ins helle ,licht4 ,und wunderbar3 frher wohl erschienen uns die groen ,gestalten unserer alten ,sagen und ,mren eher im ,gewande des ritterlichen ,mittelalters1 heute begreifen wir1 da ,nibelungen- und ,amelungenlied1 ja da die gesamte epische ,poesie1 die uns als die des ,mittelalters erschien1 der viel greren ,vlkerwanderungszeit angehrt oder auf ihr ruht4 ,nicht halbgallischer hfischer ,minnesang1 sondern eigene ,heldenlieder aus ganz fernen ,tagen bilden jenen herrlichsten ,schatz deutscher ,dichtung4 ,und mitten darin prangt die gewaltige ,heldengestalt ,dietrichs von ,bern1 ,theoderichs des ,groen1 des ,knigs der ,ostgoten4 ,auch nicht im glnzenden ,plattenharnisch1 als wie zum ,turnier gerstet1 sondern in der ,ring-,brnne1 nicht im finstern federgeschmckten ,visierhelm1 sondern mit freiwallenden ,blondlocken unterm ,spangenhelme1 mit dem scharfen ,speer1 dem funkelnden ,langschwert und dem ,skramasax gewaffnet1 den lindenen ,randschild am ,arm und sonst leicht und frei gekleidet haben wir jene ,helden unserer frhesten ,vergangenheit zu sehen4 ,das und so vieles andere zeigen uns ihre ,grber4 ,wenn in vorhergehenden ,zeiten das germanische ,volk seine ,toten fters durch ,feuer bestattet hatte1 so fgte es ein glckliches ,geschick1 da diese ,sitte zu ,beginn unserer ,zeitrechnung langsam erlosch4 ,seitdem begruben unsere ,vorfahren ihre ,toten mit aller ,pracht und ,feierlichkeit1 deren man damals fhig war4 ,wem ist nicht die herrliche ,schilderung ,platens des ,begrbnisses gegenwrtig1 das das ,westgotenvolk seinem jugendlichen ,knige ,alarich im ,busento gerichtet hat8 ,und wie viele ,grabhgel1 ,hnengrber1 ,knigsgrber im ,norden und ,sden reden von gleichem6 ,riesige ,friedhfe zeugen von der ,piett und ,liebe1 mit der die ,germanen ihren ,toten alles in ihre ,ruhestatt mitgaben1 was ihnen im ,jenseits zur ,labe und zum ,unterhalt1 aber auch zum ,wirken1 zum ,kampf und zum ,schutze1 zur ,pracht und zur ,freude dienen mochte4 ,da war es nicht nur vllige ,kleidung und ,krperschutz und ,mantel1 reichster ,schmuck an ,spangen1 ,ringen1 ,schnallen und anderem1 was man dem ,helden auf seinem dunkeln ,wege lie1 da waren es vor allem alle seine ,waffen1 ,speer1 ,lang- und ,kurzschwert1 ,dolch und ,messer1 ,helm und ,schild1 wohl auch ,ringpanzer1 was man den ,helden auch frder zu begleiten fr unentbehrlich hielt4 ,sodann1 was ihm ntzlich1 lieb1 auch ,zeichen seiner ,wrde war1 wie ,siegelring und hnliches2 nicht minder ,geld und ,gold auf den ,weg2 dazu kleine ,zehrung in allerlei ,gefen von ,ton1 ,glas1 ,bronze1 ,silber und ,gold1 sogar geschlachtete ,tiere fr die weite ,reise2 und da es an ,jagdbeute nicht fehle1 daneben die ,hunde1 gettet4 ,zum ,reiten dann1 zur ,seite lang gelagert1 das ,lieblingsro mit ,zaum und ,sattelzeug2 wollte er gar lieber fahren1 so stand ihm dabei ein kstlicher1 reich mit ,metall beschlagener ,wagen1 darauf sein ,knigsstuhl4 ,zuletzt gar1 so des ,knigs oder ,huptlings ,reise vielleicht ber ,meer gehen konnte1 war alles das im schnellen ,seeschiffe beigesetzt und gebreitet1 mit ,schilden lngs dem ,bord1 mit ,ruderbnken1 ,riemen und ,steuer4 ,den ,frauen schuf man nicht minder prchtiges ,begrbnis1 nur da da die ,kriegswaffen und das dem ,manne allein ,eigene fehlte4 ,im ,binnenlande aber erbaute man wohl den ,toten ein ,steinhaus aus riesigen ,platten mit einem ,felsen darber1 oder ein ,holzhaus1 innen reich geschnitzt und bemalt1 wie er es im ,leben bewohnt hatte1 und setzte ihn mitten hinein in einem ,sarge in ,gestalt eines hlzernen ,bettes mit gedrehten oder geschnitzten ,wnden4 ber all dem schttete man den ,grabhgel1 wie einen ,berg1 fr ,groe1 ,huptlinge und ,knige4 ,sidenote3 ,friedhfe ,sonst aber legte man breite ,friedhfe an1 spter meist um ein ,heiligtum1 eine ,kapelle1 auf denen das ganze ,volk in langen ,reihen1 in hlzernen oder steinernen ,srgen1 gemauerten1 vielleicht auch nur gegrabenen ,grften ruhte4 ,riesige ,gottesgrten mit ihrem ganzen ,inhalt hat man in letzten ,jahrzehnten aufgefunden und geffnet2 besonders reiche1 ja prchtige1 was ihren ,inhalt anlangt1 in ,italien und ,frankreich4 ,bald vergessen hatten sie ihre ,schtze treu bewahrt und geschtzt1 viel mehr denn tausend ,jahre lang4 ,so knnen wir uns denn ein ziemlich vollstndiges ,bild machen wenigstens von der ,kleinkunst jener ,zeiten bei den germanischen ,vlkern1 da wir ihre ,zeugnisse noch heute in die ,hand zu nehmen1 zu studieren und uns an ihnen zu erfreuen vermgen4 ,davon ist ein reicher ,schatz vor uns ausgebreitet4 ,kleidung und ,schmuck4 ,sidenote3 ,stoffe der ,bekleidung ber die ,kleidung der germanischen ,stmme sind wir am besten unterrichtet da1 wo noch originale ,dokumente sich erhielten4 ,in ,dnemark insbesondere haben uns ,funde im ,moor1 das alles1 selbst ,stoffe wunderbar schtzt1 berraschendes geliefert4 ,sonst mssen uns bescheidene ,reste1 die etwa an verrosteten ,waffen klebten1 oder bildliche ,darstellungen1 wie sie sich auf ,rmerwerken 7,triumphsulen7 bieten1 zur ,ergnzung der geschichtlichen ,nachrichten behilflich sein4 ,es ergibt sich1 da vor uralter ,zeit die ,germanen ,lederschuhe1 oft schn geschnitten1 manchmal eine ,art ,strmpfe1 ,hosen1 ,unterkleider und ,mantel trugen2 bisweilen eine ,mtze1 wenngleich die ,mehrzahl ihre ,haare frei wallen lie4 ,von den farbigen ,wollstoffen1 die meist grn1 rot oder braun waren1 sind damastartig gemusterte ,reste vorhanden2 auch an ,leinen fehlte es nicht4 ,selbst aber von ,brokatstoffen1 mit ,gold durchwirkten ,borten und hnlichem sind ,reste gefunden4 ,ganz reiche ,gewnder waren mit kleinen oder greren ,kleinodien besetzt1 so gerne mit nachgebildeten ,kfern und ,insekten2 des ,merowingers ,childerich ,gewand mit goldenen1 edelsteinbesetzten ,bienen1 wie sie spter den franzsischen ,kaisermantel schmckten4 ,die ,franken liebten es1 ihre ,unterschenkel mit ,binden und ,riemen zu umwickeln4 -- ,oft trugen sie darunter leinene ,hosen1 da ,leinen berhaupt in hnlicher ,weise wie heute noch zu ,hemd und ,unterkleid verwandt wurde4 ,auch der ,leibrock war spter oft von ,leinen4 ,im ,winter und im ,norden war immer ,pelzkleidung1 die man gerne reich gestaltete und mit schnem ,besatze schmckte1 gebruchlich1 aber die ,germanen behielten solche liebe ,tracht berall bei2 selbst in ,spanien noch war sie bei den ,westgoten bis zum ,arabereinbruche verbreitet4 ,sidenote3 ,riemen mit ,beschlag ber die ,schultern des mit farbigem ,leibrock bekleideten ,mannes wie der ,kleid und ,mieder tragenden ,frau fielen mantelartige1 oft reich gefrbte ,gewnder1 die rechts und links oben durch schne ,spangen oder ,langfibeln gehalten wurden4 ,die ,rundfibeln auf der ,brust der ,frauen waren hufig mit langen ,haken zum ,raffen der ,kleider verbunden4 ,die ,ledergrtel trugen ,beschlag von ,eisen1 ,bronze1 ,silber und ,gold1 vor allem oft herrliche ,schnallen mannigfachster ,gestalt1 nicht selten selbst mit ,edelsteinen besetzte2 gleiches galt fr die allerlei ,riemen1 die das ,gewand durchkreuzten2 herabhngende ,riemenenden wurden mit hnlichen metallenen ,riemenzungen abgeschlossen 7,abb4 #h74 -- ,am ,grtel hing die reiche ,bgeltasche und der ,skramasax1 auch ,dolch und ,messer2 nicht minder ,ringe mit ,toilettengegenstnden1 ,schere1 ,znglein und ,ohrlffel1 auch etwa ,werkzeug wie ,bohrer u4 dgl4 ,vielfache ,spuren lassen es als sicher erscheinen1 da eine reiche ,behandlung des ,leders1 nicht nur der ,schuhe1 in ,zierschnitt1 ,ausnhung1 ,metallbesatz u4 dgl4 berall blich war4 ,also eine ,technik1 die dem germanischen ,kunstgewerbe bis heute eigen blieb4 ,sidenote3 ,spangen ,den schnen und meist groen1 ja manchmal kolossalen ,langfibeln auf den ,schultern wurde die feinste ,kunst der ,ausstattung zuteil4 ,sie hatte sich aus der einfachsten ,bronzespange1 die der ,sicherheitsnadel glich1 zum glnzenden ,schmuckstck von reichster ,arbeit entwickelt 7,abb4 #i1 ,tafel ,i74 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,schnallen1 ,spangen1 ,riemenbeschlag1 ,hngeschmuck4 hnlichen ,reichtum an ,gestalt zeigen die ,rundfibeln von broschenartiger ,form1 derer vor allem die ,frauen sich bedienten 7,abb4 #aj1 ,tafel ,i74 ,sidenote3 ,ringe ,dnne und dickere ,ringe um die ,handgelenke1 feinere um die ,finger1 ,siegelringe bei den ,groen schmckten den ,mann1 solche um den ,hals und verschiedenartigste zierlicher ,art fr die ,ohrlppchen auch die ,frau4 ,dieser kam wie selbstverstndlich noch mancherlei anderes zu1 so ,kettenschmuck um den ,hals1 aus ,perlen von ,glas1 ,ton1 ,edelsteinen und ,bernstein1 ,silber und ,gold2 auch ,reihen von ,gehngen1 ,mnzen1 ,goldbrakteaten oft mchtiger ,gre u4 dgl4 berhaupt liebten die ,frauen hngenden ,schmuck aller ,art und ,form1 wie reich durchbrochene bronzene ,zierscheiben und dergleichen mit daran schwingenden ,zierkettchen und ,gehngen4 ,dazu ,nadeln reicher ,gestalt1 bisweilen mit ,falkenkpfen1 fr den ,schmuck des ,haares2 ,holzkstchen zur ,aufbewahrung des ,schmuckes gab es dabei1 von denen sich fters der ,bronzebeschlag erhielt4 ,sidenote3 ,toilettegegenstnde ,zugleich mangelte es nicht an ,toilettegegenstnden fr allerlei ,zwecke4 ,so sind in den ,grbern beinerne und elfenbeinerne ,kmme 7der der ,theudelinde zu ,monza besteht sogar ausnahmsweise aus ,gold mit ,filigran und ,edelsteinen7 sehr hufig2 oft verziert mit dunklem ,linienornament1 meistens ,bogenfriesen1 auch mit geschnitzten ,tierkpfen und dergleichen 7vgl4 ,abb4 #aa74 ,die erwhnte am ,grtel hngende ,tasche trifft man hufig2 ihren ,bgel1 den noch heute blichen hnlich1 stellte man gerne aus kostbarem ,metall mit ,steinschmuck her4 ,sie barg ,gold- und ,geldschatz fr den dunkeln ,weg des ,toten4 ,zuletzt gedenken wir der vielerlei sonstigen ,zugaben1 z4 ,b4 der ,amulette aus edlen ,steinen1 aus ,jagdtrophen1 ,zhnen1 ,krallen1 ,horn oder ,bein u4 dgl42 ,kugeln aus leuchtend klarem ,bergkristall wurde eine besonders schtzende ,kraft zugeschrieben4 ,waffen zu ,trutz und ,schutz4 ,sidenote3 ,schwert 7,spatha7 ,von alters her1 schon zu den ,zeiten1 da es nur ,bronze gab1 um solche zu schmieden1 sind die langen ,schwerter die ,hauptwaffe der ,germanen gewesen4 ,ihre ,herstellung aus ,eisen oder ,stahl gestaltete ihre ,form gnzlich um1 da sich nun ,griff und ,klinge im ,material wie in der ,form voneinander trennen muten4 ,die mit groer ,sorgfalt1 ja mit unsglicher ,mhe1 wie uns die ,wielandsage berichtet1 zusammengeschmiedete ,klinge1 die oftmals reich damasziert ist1 bildet den ,stolz des ,besitzers durch ,hrte und ,schrfe2 der kurze ,griff schmckt das ,werk in knstlerischer ,form und ,ausstattung1 das ,ganze trgt dann einen weit klingenden ,namen 7,balmung1 ,notung 44474 ,der ,rost hat jene edlen ,klingen groenteils verzehrt1 so da wir nur noch an dem reichen ,schmucke des ,heftes und ,knaufes den ,wert der einstigen ,waffe erkennen4 ,aber hier gibt es gar viel ,schnes zu sehen1 an kostbarer ,bekleidung des ,griffes1 an ,schmuck und ,besatz der kurzen ,querstange und des ,knaufes in ,gold und ,edelsteinen wie in feiner ,arbeit in ,filigran4 ,das ,schwert hing1 wenn allein1 an der rechten ,seite an einem ,riemen1 der ber die ,schulter ging4 ,nicht minder prangten die ,scheiden1 die meist in ,holz mit ,lederberzug hergestellt waren1 mit schnem ,besatz4 ,war ihre ,flche selber oft schon mit allerlei ,muster berst1 so bildeten die ,fassungen am ,eingange fr die ,klinge1 die ,querringe und das ,ortband die prchtigsten ,zieraten4 ,sidenote3 ,skramasax ,gleiches galt fr das vor allem bei den ,franken gebruchliche einschneidige ,kurzschwert mit langem ,griff1 den breiten ,skramasax1 der dem ,krieger zur ,rechten oder zur ,linken hing4 ,lange und kurze ,messer wie ,dolche wurden in gleicher ,pracht geschmckt1 ebenso ihre ,scheiden4 ,sidenote3 ,speer ,der ,speer mit breitem ,blatte ist gelegentlich ein ,gegenstand liebevoller ,durchbildung2 selbst mit ,silber und ,gold wurde seine ,klinge eingelegt oder tauschiert1 sein ,schaft geschnitzt und mit reichen ,ringen von ,edelmetall umfat4 ,sidenote3 ,axt ,der frnkische ,angon -- die ,lanze mit langer dnner ,eisenspitze und ,widerhaken -- diente zu reinem ,kampfzwecke1 erfuhr keine besondere knstlerische ,durchbildung4 ,die ,franziska 7francisque7 dagegen1 die gefrchtete ,streit- und ,wurfaxt der ,franken1 besa einen knstlerisch hoch interessanten und eleganten ,umri4 ,sidenote3 ,bogen ,bogen und ,pfeile behielten naturgem der ,regel nach die reine ,nutzform1 die ihnen das ,bedrfnis aufntigte2 doch wird berichtet1 da der ,eibenholzbogen manchmal geschmckt1 ja mit ,metall und ,steinen besetzt war2 schngezierte ,bogenenden haben sich vorgefunden4 ,die ,kcher fr die ,pfeile erfreuten sich dagegen meist reicherer ,durchbildung mit ,lederberzug1 ,riemen- und ,fransenschmuck1 ,metallringen und selbst kostbarem ,beschlag4 ,sidenote3 ,schild ,die unentbehrlichste ,schutzwaffe war der ,schild2 von alters her bei den ,germanen stets rund1 aus ,lindenholz1 mit ,leder berzogen4 ,in der ,mitte hatte er ein ,loch1 um der fassenden ,hand ,platz zu gewhren1 die von hinten den darber querliegenden ,schildgriff ergriff4 ,sie zu schtzen erhob sich ber der ,handffnung nach auen der hutartig gestaltete ,schildbuckel oder ,nabel4 ,sein ,rand war mit ,nieten auf den ,schild befestigt1 seine ,spitze kegel- oder halbkugelfrmig2 der meist aus ,eisen bestehende ,buckel war oft mit schnem ,bronze-1 manchmal selbst mit ,silber- oder gar ,goldschmuck besetzt oder mit edlem ,metall berzogen und von ,edelsteinen umgeben4 ,den ,schild umzirkte ein ,rand1 der bei einem besonders kostbaren ostgotischen sogar aus ,gold mit roten ,edelsteinen in ,zellen besteht4 ,die ,lederflche des ,schildrundes war wohl meist bemalt1 benagelt1 besetzt oder sonst geschmckt4 ,sidenote3 ,helm ,helme schtzten zuerst vorwiegend das ,haupt der ,knige und ,fhrer als ,zeichen der ,herrschaft1 erst spt das der ,krieger4 ,was uns erhalten ist1 zeigt uns meist den verzierten ,spangenhelm von kegeliger ,kuppelform1 oft mit ,stirn- und ,nasenschild1 wohl auch mit ,wangenschutz4 ,die ,spangen von ,bronze oder ,eisen geben die ,strke1 die ,felder dazwischen1 mit ,reliefs und hnlichem gefllt1 aus edlerem ,metall1 wie das ,stirnschild1 den ,schmuck4 ,die nordische bildende ,kunst versuchte sich hier sogar in getriebenen figrlichen ,darstellungen4 ,sidenote3 ,panzer ,panzer1 aus ,ringen gebildet1 ,brnnen1 fehlen nicht1 ohne jedoch in den ,bereich der bildenden ,kunst oder der ,schmuckkunst zu treten4 ,solche ,bewaffnung 7,abb4 #aa7 gengte aber sicher1 um den ,trger zu einem nicht nur geschtzten und stark gersteten ,kriegsmanne1 sondern auch zu einer prchtigen ,erscheinung zu machen1 wie solche von den ,sdlndern mit ,staunen geschaut und von ihren ,schriftstellern oft gepriesen wurde4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,germanische ,waffen und ,toilettegegenstnde4 ,weitere ,ausstattung und ,mitgabe4 ,sidenote3 ,gefe ,es kommen noch die verschiedenen ,gefe in ,betracht1 die die ,piett der ,trauernden mit ,nahrung fllte fr den weiten ,weg1 den der ,tote vor sich hatte4 ,dazu auch die ,trinkgefe2 ,trinkhrner mit ,zierbeschlag nach uralt nordischem ,brauche fr den ,met und hnliches ,getrnk1 dessen ,genusse der ,germane wie bekannt von jeher zugetan war4 ,die ,vornehmen tranken spter auch gerne ,wein1 besonders gewrzten4 ,geschadet hat dem ,germanen1 wie es scheint1 diese ,eigentmlichkeit in den zweitausend ,jahren1 die wir ihn so kennen1 zum ,glcke eigentlich wenig1 trotz der verschiedenen ,ansichten1 die sich in den modernen ,bestrebungen und ,moden nach entgegengesetzter ,richtung zur ,geltung zu bringen suchen4 ,vielmehr mag ihn ein froher ,trunk und heiteres ,gelage vor manchem ,schlimmeren bewahrt haben4 ,sidenote3 ,glas ,eine reizvolle ,ergnzung fanden jene ,gegenstnde in den zahlreichen ,glasbechern verschiedenartigster ,formung4 ,gewi haben die ,germanen diese ,technik von den darin so erfahrenen ,rmern gelernt und sich an bei ihnen bliches angeschlossen1 doch bald mit erfreulichstem eigenem ,erfolge4 ,insbesondere haben die westlichen ,franken hierauf groe und vielerlei ,mhe verwandt1 und so finden wir mannigfaltigste ,grundformen und ,schmuckbildungen an ihren ,glasgefen2 ,trinkhrner1 ,becher und andere meist hohe fulose ,gefe 7,abb4 #ab71 mit ,glasfden umflochten1 mit allerlei ,vorragungen1 ,knuppen und rsselartigen ,auswchsen besetzt1 bauchig1 hohl1 schlank1 seltener breit4 ,auch mit reichem ,schmuck versehen durch eingeschliffenen oder aufgetragenen ,zierat1 mit andersfarbigen ,glasbndern1 selbst ganz durchbrochenen ,netzen1 meist blau und milchwei1 besetzt1 verraten diese zuweilen ganz zarten ,arbeiten eine hohe ,geschicklichkeit in ,fortbildung rmischer ,vorbilder1 selbst der ,diatretongefe1 oft aber auch in fast selbstndigen ,erfindungen4 ,zu den ,trinkgefen in naher ethischer ,beziehung stehen die beinernen ,wrfel1 den heutigen hnlich1 annhernd von ,wrfelgestalt1 andere stark verlngert1 wie vierseitige ,stbchen gestaltet4 ,wir wissen1 da die ,germanen dem ,spiele huldigten und der ,wrfelleidenschaft mehr als gut unterworfen waren4 -- ,nicht minder liebte man spter das ,brettspiel2 auch von ,spielbrettern erhielten sich zahlreiche ,reste1 selbst von ,musikinstrumenten4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,frnkische ,glasgefe4 ,sidenote3 ,holzgefe ,von anderen ,gefen finden wir einfache ,nutzgerte1 von der mit ,pech oder ,harz gedichteten ,holz- oder ,spanschachtel und dem feineren ,trinkbecher aus ,holz mit ,bronzeschmuck und dem ,holzeimer mit ,metallbeschlag1 ,reifen und ,henkel bis zur bronzenen ,prachtschale und selbst silbernen und goldenen1 reichen und groen ,gefen1 insbesondere flachen ,schalen oder schsselartigen1 darunter sich sogar mit ,edelsteinen besetzte oder mit ,schmelz geschmckte finden4 ,sidenote3 ,ton ,auch an ,tongefen 7,abb4 #ac7 hat es nicht gefehlt1 weder an ,kannen1 ,krgen1 noch an ,schsseln und ,vasen2 ursprnglich nur mit der ,hand ohne ,drehscheibe geformt zeigen diese ,tpfereien an ,zier meist ,reihen von eingedrckten ,mustern1 manchmal auch in einer ,farbe aufgemalte2 beides mit ,geschmack ausgefhrt4 ,solche mit erhhten ,rippen und ,knuppen sind im ,norden zahlreicher 7,hannover74 ,ihre ,farbe ist oft schwarzglnzend4 ,selbst ,kannen u4 dgl41 deren ,gestalt die ,tierform nachahmt1 kommen vor4 ,kurz1 wenn auch die ,gefe in ,ton weniger ansehnlich sind1 vor allem weil sie meist der ,farbe1 stets der ,glasur entbehren1 so bilden sie bei nherem ,studium doch ein reiches ,feld1 in bescheidenerem ,rahmen ,beweis genug von dauerndem ,bemhen der ,germanen auch auf diesem ,gebiete4 ,wer die ,reihen solcher ,arbeiten1 wie sie z4 ,b4 im hannoverschen ,provinzialmuseum in gewaltiger ,menge sich dem ,auge bieten1 berblickt1 kann sich nicht verhehlen1 da auch in diesen vorwiegend mattglnzend schwarzen ,potterien von mannigfachster ,gestaltung und ,bildung eine nicht ganz verchtliche knstlerische ,arbeit niedergelegt ist4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,germanische ,tongefe4 ,sidenote3 ,pferdegeschirr ,war dies in der ,regel1 was man den ,groen der ,germanen ins ,grab mitzugeben pflegte1 so finden sich auch sonst noch merkwrdige ,dinge genug4 ,da liegt1 wie erzhlt1 neben dem ,toten gar oft das gettete ,streitro2 und naturgem bei ihm dessen gesamte ,ausstattung an ,geschirr und ,sattelzeug4 ,geradezu herrliche ,zume1 mit den in ,gold und ,silber tauschierten eisernen oder bronzenen1 silbernen1 goldenen ,schnallen und ,besatzstcken2 selbst mit ,email oder ,edelsteinen geschmckte schne ,gebi- und ,geschirrteile1 ,stirn- und ,brustschmuck gibt es1 dazu ,reste von reichen ,stteln1 die besonders die ,langobarden mit getriebenen und mannigfach geschweiften ,goldzieraten zu besetzen liebten4 ,natrlich mangeln dem ,reiter dann die mannigfaltig gebildeten1 meist eisernen1 oft reich tauschierten ,sporen nicht4 ,auch verzierte ,hundehalsbnder glaubt man gefunden zu haben4 ,sidenote3 ,mbel ,ja selbst ,reste von metallenen ,sthlen1 mit ,silber und ,gold eingelegt1 traf man bei dem ,toten1 fr seinen ,gebrauch aufgestellt4 ,illustration3 ,,ii ,abb4 #ad4 ,tournai4 ,aus ,childerichs ,grab4 ,in sddeutschen ,grbern fand man hlzerne gedrehte ,leuchter1 die den ,gebrauch von einer ,art ,kerzen bezeugen4 ,sidenote3 ,schiffe ,hatte man einen ,seehelden zu bestatten1 so liegt denn dieser mit all seinem ,schmuck1 seinen ,waffen und ,beigaben gar mitten im ,schiffe4 ,die bekannte ,sitte der spten ,wikinger1 ihre toten ,seeknige mit dem1 was ihnen lieb und wert war1 auf sein ,seeschiff zu setzen und dieses1 wenn es ins ,meer trieb1 den ,flammen zu bergeben1 scheint keineswegs so verbreitet gewesen zu sein1 als man annimmt4 ,vielmehr hat sich eine verhltnismig groe ,zahl von ,toten1 die in der geschilderten ,art im ,erdboden in ihren ,schiffen begraben sind1 vorgefunden4 ,darunter finden sich reichgeschnitzte ,fahrzeuge1 deren schlanker und scharfer ,bau und erstaunlich gediegene ,schiffbautechnik die ,bewunderung der ,gegenwart erregen4 ,die bekanntesten sind die von ,gokstad und ,oseberg4 ,die ltesten waren ohne ,mast und ,segel1 nur mit ,ruderern bemannt1 deren ,schilde als vielfarbiger ,schmuck in langer ,reihe ihren ,bord zierten4 ,sidenote3 ,begrbnis ,knig ,harald ,hilvelands ,zuletzt noch gedenken wir der ,erzhlung eines altnordischen ,sngers vom ,begrbnis des ,knigs ,harald ,hilveland3 ,am ,tag nach der ,schlacht von ,brvalle befahl der ,knig ,ring1 den ,leichnam ,knig ,haralds aufzuheben und ihm das ,blut seiner ,wunden sorgsam abzuwaschen2 dann sollte er auf den ,wagen gelegt werden1 auf dem der ,held im ,kampfe gestanden hatte4 ,nachher wurde ihm ein ,hgel getrmt und ,harald auf dem edlen ,renner dorthin gefhrt1 der ihn im dichten ,schlachtgetmmel getragen hatte4 ,das ,ro wurde da gettet1 und ,knig ,sigurd gab dem ,toten seinen eigenen ,sattel1 indem er sagte1 er berlasse es ihm1 ob er in ,walhalla einreiten oder einfahren wolle4 ,und ehe der ,grabhgel sich schlo1 lud ,knig ,sigurd seine ,groen und ,krieger ein1 ,ringe und schne ,waffenstcke in das ,grab zu werfen48 ,wenn auch dieser ,bericht nicht unbedeutend jnger ist als die ,zeit1 die uns hier beschftigt1 so spiegelt er doch allzu getreu die uralte nordische ,art der ,heldenbestattung wider1 als da wir ihn als ,ergnzung zu dem oben ,geschilderten missen drften4 ,jedenfalls1 wie uns hier diese ,sitte in spter heidnischer ,zeit entgegentritt1 blieben anderseits auch die christlichen ,goten1 ,franken1 ,langobarden noch lange bei den alten ,gepflogenheiten2 es ist bekannt1 da bei germanischen ,vlkern das ,beigeben von ,schmuck und selbst ,waffen sogar bis ins spteste ,renaissancezeitalter noch gebt worden ist4 ,sidenote3 ,wichtige ,grberfunde ,die ,geschichte der hauptschlichsten ,grber- und ,schatzfunde ist von groem ,interesse2 sie bestimmt zugleich den ,beginn und die ,entwicklung der ,wrdigung und des ,studiums dieser ,kunsterzeugnisse4 ,erst auf sie gesttzt war man in die ,lage gesetzt1 in ihnen nicht nur ,dokumente hohen ,alters1 uralter ,vormenschen1 sondern solche einer eigenartigen und bedeutenden ,kultur und ,kunst zu sehen4 ,sidenote3 ,tournai ,die erste groe auf unserem ,felde epochemachende ,entdeckung machte man am #af4 ,mai #afec1 als man in ,tournai bei ,bauarbeiten neben der ,kirche ,st4 ,brice auf das ,grab des ,knigs ,childerich ,i41 des ,vaters ,chlodowechs1 stie4 ,die ,zahl und ,kostbarkeit der gefundenen ,schtze war auerordentlich gro3 ,waffen des ,knigs1 ,axt und ,speer und viele verrostete ,eisenreste1 sodann ein ,schwert mit ,griff und ,scheide1 besetzt mit ,gold und rotem ,gestein1 ein hnlicher ,skramasax1 der ,beschlag eines ,kstchens1 ein ,pferdeschmuck in ,gestalt eines goldenen ,ochsenkopfes1 dreihundert goldene ,bienen1 eine goldene ,nadel1 ,spangen1 ,agraffen1 ,schnallen1 ,ringe1 alles von ,gold und meist mit roten ,steinen oder ,glas besetzt2 ,goldfden als ,reste von ,gewndern2 eine ,tasche mit ,goldbgel1 reich mit ,gold- und ,silbermnzen gefllt4 ,dieser ,schatz 7,abb4 #ad1 ,tafel ,,ii7 wanderte nach ,brssel1 dann nach ,wien1 spter kam der grte ,teil als ,geschenk fr ,ludwig ,,xiv4 nach ,paris und blieb seitdem im ,besitz der ,nationalbibliothek1 #ahca wurde er freilich durch ,diebe entwendet und auf der ,flucht in die ,seine geworfen1 doch meist wieder aufgefischt4 ,trotz vieler spterer blieb dieser ,fund stets einer der bedeutsamsten4 ,die ,reste der beiden ,schwerter sind in ihrem ,schmuck von ,gold und ,zellenglas in dieser ,art noch immer das ,schnste1 was wir von solchen kennen#b4 ,die hier in grter ,vollkommenheit auftretende eigentmliche ,schmucktechnik des ,zellenglases8 besteht darin1 da auf eine goldene ,platte aufrechtstehende goldene ,rippen oder schmale ,goldstreifen in ,mustern aufgeltet werden1 welche ,zellen oder ,kstchen zwischen sich freilassen1 die dann durch ,almandine1 ,granaten oder andere ,edelsteine1 spter durch prchtig gefrbtes ,glas 7verroterie7 ausgefllt wurden4 ,unter den sehr dnnen durchsichtigen ,plttchen der ,steine oder des ,glases wurden gemusterte1 meist gestreifte ,goldblttchen 7,folien7 eingelegt1 deren ,muster und ,glanz durch den ,stein durchschimmert4 ,das ,ganze hat nachher oft eine wunderbar glnzende ,politur erhalten#c4 -- ,die farbige prachtvolle ,wirkung dieser ,art von ,juwelier- und ,goldschmiedearbeit ist von jeher hchlich bewundert worden2 sie darf als eine nur den ,germanen eigentmliche bezeichnet werden und scheint im ,osten der germanischen ,welt1 bei den ,goten am ,schwarzen ,meer ihren ,ursprung gefunden zu haben2 dort tritt sie schon an ,arbeiten des #c4 oder #d4 ,jahrhunderts auf2 ihr ,gebrauch blieb lebendig bis ins #aj4 ,jahrhundert und gewann inzwischen vielleicht nur an einer gewissen ,kraft und ,gediegenheit4 ,es ist erstaunlich1 da1 whrend andersfarbiges ,glas1 weies1 grnes und blaues1 wie solches insbesondere von den ,franken viel zur ,abwechslung eingefgt wurde1 heute meist vllig verwittert1 wenigstens unscheinbar geworden ist1 das granat- oder rubinrote sich berall bis heute unverndert leuchtend und prchtig erhalten hat4 ,illustration3 ,,iii ,abb4 #ae4 ,ravenna4 ,goldharnischreste4 7,phot4 ,emilia47 ,mit dem beschriebenen ,funde waren zum ersten ,male die ,blicke der kunstgeschichtlich interessierten ,welt auf jene bisher als barbarisch geltende ,zeit gelenkt1 und mute ihr zunchst wenigstens eine besondere ,art und knstlerische interessante ,technik zugestanden werden4 ,sidenote3 ,pouan ,in ,pouan bei ,troyes fand man ferner #ahdb ein ,grab mit reichem ,inhalt1 hnlich wie in ,tournai1 das man dem ,theoderich ,,ii41 ,knig der ,westgoten1 zuschreibt1 vor allem darin ein schnes ,schwert mit reichem ,griff1 hnlich dem des ,childerich1 ,dolch1 ,halsring1 ,armring1 ,fibeln1 alles in ,gold mit ,zellenglas1 sowie einen ,ring mit dem ,worte heva8#d4 ,reiche ,funde machte man in ,italien4 ,sidenote3 ,ravenna ,als ,arbeiter #ahed bei ,ravenna in der ,nhe des ,theoderich-,mausoleums einen ,bestatteten in ungeheuer reichem ,goldharnisch1 von anderen ,schtzen umgeben1 ausgegraben hatten1 von welchen ,kostbarkeiten man den unredlichen ,findern leider nur noch einige karge ,reste 7,abb4 #ae1 ,tafel ,,iii7 abjagen konnte1 glaubte man diese ,reliquien ,theoderich dem ,groen selber 7oder vielleicht ,odovaker7 zuschreiben zu drfen4 ,auch sie sind in der bekannten ,goldzellenart auf das reichste mit ,granaten geschmckt1 soweit sie nicht mit ,filigran bedeckt sind4 ,an ihnen ist die ,zellenmusterung von besonderem ,interesse und ganz eigenartig nordisch2 so kommt in ihr das ,zangenornament und hnliches vor1 ,formen1 die man an dem wohl gleichzeitigen ,theoderich-,mausoleum in ,plastik wiederzufinden glaubt4 ,die ,zellenverzierung tritt hier sogar stark gewlbt als ,rundstab auf4 -- ,man hlt diese ,reste fr ,teile des ,harnischs und vielleicht des ,helms4 ,illustration ,sidenote3 ,cividale ,seit jenen ,funden mehrten sich die ,ergebnisse betrchtlich4 ,in ,cividale stie man #ahgd tief unterm ,pflaster eines ,platzes auf den ,steinsarkophag eines langobardischen ,groen1 wie man glaubt1 des ,herzogs ,gisulf 7 #faa71 des ,neffen ,alboins4 ,er enthielt weniger als jene ,grber1 doch auer den ,waffen einigen ,schmuck 7,abb4 #af1 ,tafel ,,iv71 ,fibeln1 ein goldenes ,kreuz auf der ,brust des ,toten1 eine ,kristallkugel1 eine ,glasflasche mit ,wasser und dergleichen ,kleinsachen mehr4 ,sidenote3 ,castel ,trosino ,sidenote3 ,nocera ,umbra ,vorher schon hatte man bei ,cividale mehrere ,langobardenfriedhfe gefunden1 die besonders an ,schmuck reich waren 7,abb4 #ag1 ,tafel ,v74 ,spter aber folgten die ,grabungen von ,castel ,trosino bei ,ascoli 7#ahic7 und ,nocera ,umbra 7#ahih71 wo man ganz groe ,totenfelder aufdeckte#e4 ,man ist nicht sicher1 ob die letztere ,sttte nicht noch ,ostgoten angehren kann1 doch schreibt man gewhnlich beide ,nekropolen den ,langobarden zu4 ,besonders reich in der ,ausstattung war die ,totensttte von ,nocera ,umbra2 an ,waffen1 ,schilden und ,fibeln 7vgl4 ,abb4 #i1 ,tafel ,i7 fand man da wirkliche ,prachtstcke2 ihre ,verwandtschaft mit den spter in ,castel ,trosino in einer mchtigen ,zahl von ,grbern vorgefundenen ,gegenstnden ist brigens so gro1 da doch angenommen werden darf1 da die ,bestatteten beider ,kirchhfe ,angehrige desselben ,stammes waren1 und nur1 da der ,kirchhof zu ,castel ,trosino zeitlich etwas jnger sein drfte4 ,hier stehen wir vor einer ganzen ,welt reichster ,kleinkunst2 vor ,schutz- und ,trutzwaffen aller ,art1 von ,gefen in ,ton1 ,glas und ,metall1 von ,resten der ,kleidung1 von ,schmuck fr ,frauen und ,mnner1 auch von ,pferdegeschirr1 ,zumen und ,stteln4 ,charakteristisch ist das ,material1 vorwiegend entweder ,bronze oder ,gold mit ,edelsteinen1 natrlich mit ,ausnahme der ,klingen und ,speerspitzen4 ,die goldenen ,schmuckstcke sind oft mit ,filigran oder auch ganz mit ,zellenglas besetzt4 ,man findet bei den ,mnnern hufig ,lanzen mit breitem ,blatt und ,messer 7,sax71 der ,schild befindet sich meist auerhalb des ,grabes2 die zwei schnsten ,schwerter haben nordischen ,typus1 wie die in ,wallstena in ,gotland gefundenen1 goldenes ,gef mit ,granaten besetzt2 in einigen ,frauengrbern traf man kurze ,schwerter1 bei ,knaben ,bogen und ,pfeile4 ,andere ,nekropolen hat man in ,civezzano1 ,testona1 ,piedi ,castello1 ,dercolo und sonst noch in ,italien aufgedeckt4 ,im erstgenannten ,dorfe stie man auf die ,reste eines langobardischen ,groen in einem hlzernen eisenbeschlagenen ,sarge1 dessen ,schmuck erstaunlich ganz an sptere schon mittelalterliche ,eisenarbeiten erinnert4 ,den langobardischen ,grbern sind als besondere ,beigabe fr die ,mnnergrber kleine ,kreuze aus ,goldblech eigen 7vgl4 ,abb4 #af1 ,tafel ,,iv71 die den ,toten auf die ,brust gelegt wurden2 scheinbar mit der ,schere aus einer dnnen reich gemusterten geprgten ,goldplatte ausgeschnitten1 oft ohne ,rcksicht auf das ,muster4 ,es sind dies hchst charakteristische und eigenartige ,gegenstnde1 die man sonst wenig fand4 ,sidenote3 ,england ,wie in der ,natur der ,sache gelegen1 sind die ,grabfunde weiter im ,norden in den germanischen ,stammlanden noch viel ergiebiger gewesen4 ,sowohl ,deutschland wie ,skandinavien1 nicht minder ,england besitzen zahlreiche ,grberfelder aus der fr uns in ,frage kommenden ,zeit4 ,das letztere ,land bietet uns aus solchen ,funden schne angelschsische ,arbeiten von besonders geschmackvoller ,form und reichster ,bildung mit ungewhnlich verwickelten ,linienverschlingungen in ,tier- und ,bandverzierungen 7,abb4 #ah1 ,tafel ,,vi74 ,ein ganz eigenartiges jngeres ,schmuckstck ist uns dort in ,knig ,aelfreds ,juwel 7,knopf eines ,zepters87#f erhalten1 aus ,gold mit ,filigran gefertigt1 von etwa herzfrmiger ,gestalt1 unten in einen ,delphinkopf auslaufend1 auf der ,vorderseite das ,bild des ,knigs in ,schmelz eingelegt1 zwei ,blumen in den ,hnden tragend 7,abb4 #aha74 ,ringsum am ,rand die ,schrift3 ,aelfred mec heht gewyrcan 7,a4 lie mich machen47 ,sidenote3 ,deutschland ,von den reichen deutschen ,grberfeldern jener ,jahrhunderte sind die im ,westen meist frnkisch1 da lngs des ,rheines die ,uferfranken wohnten1 deren ,kultur sich noch weiter nach ,osten erstreckte1 besonders mainaufwrts4 ,von ,worms bis ,bonn ist eine ungeheuer groe ,zahl solcher ,friedhfe gebreitet1 deren ,schtze besonders die mittelrheinischen ,museen fllen1 so die in ,worms1 ,mainz1 ,wiesbaden1 ,bonn4 ,illustration3 ,,iv ,abb4 #af4 ,cividale4 ,aus ,herzog ,gisulfs ,grab4 ,illustration3 ,v ,abb4 #ag4 ,cividale4 ,langobardische ,schmuckgegenstnde4 ,hier berall1 aber auch im ,bereich der ,alamannen und ,bajuvaren1 tritt nun noch eine andere ,technik der ,verzierung auf1 die nach ,westen bis tief ins frnkisch-merowingische ,reich gefunden wird3 die ,herstellung des ,schmuckes1 besonders der ,schnallen 7vgl4 ,abb4 #h71 der ,riemenzungen und ,besatzstcke aus ,eisen mit ,silber- und ,goldauflagen1 mit edlen ,metallen tauschiert84 ,woher diese ,kunst kam1 ist noch nicht festgestellt2 arabisch-maurische1 persische und indische ,metallarbeiter pflegten sie spter besonders4 ,band- und ,tierverschlingungen1 aus ,streifen und ,stckchen des edlen ,metalls gebildet1 wurden auf den rauh gemachten ,eisengrund aufgehmmert und ergaben prchtige ,wirkung2 herrliche ,arbeiten dieser ,art fand man bei ,reichenhall wie im ,burgundischen und an der ,loire bei ,orleans4 ,es scheint indessen1 da die sddeutschen ,stmme die ,haupttrger dieser reichen und schnen ,technik blieben1 deren ,ergebnis sich dann ins ,reich der ,franken verbreitete4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,nordische ,spange4 ,nach ,salin4 ,auch das ,niello1 das ,einlegen schwarzen ,schwefelsilbers in reines ,silber 7heute in ,ruland als ,tula bekannt71 wurde gerade in jenen ,gegenden gebt1 bertrug sich brigens weit nach ,norden4 ,sidenote3 ,skandinavien ,in ganz besonders groem ,mastabe jedoch haben die hochnordischen ,grber ihren ,inhalt wieder hergegeben1 und eine ungeheure ,flle der schnsten ,arbeiten sind in ,dnemark und ,schweden1 auch in ,norwegen gefunden worden 7,abb4 #ai74 ,hat doch in jenen ,gegenden das ,germanentum sich viel lnger ungestrter ,ruhe und ,entwicklung erfreuen knnen2 selbst das ,christentum drang dort erst im spteren ,mittelalter ein4 ,so folgte der ,vlkerwanderungszeit noch die ,wikingerzeit als eine weitere ,phase rein nordisch-germanischen ,vlkerlebens2 und erst das #aa4 und #ab4 ,jahrhundert brachten die inzwischen eingetretene weitere knstlerische ,entwicklung1 die wir den romanischen ,stil zu nennen pflegen1 fertig nach dem ,norden4 ,dann erlosch auch da die alte ,selbstndigkeit und das original-germanische ,wesen langsam2 freilich hatte es dort bis dahin sozusagen nur eine ,art von ,provinzialkunst gegeben1 wenigstens in bezug auf die ,baukunst4 ,sidenote3 ,einheit dieser ,kleinkunst ,jedenfalls aber hatte sich germanische ,kleinkunst dort am ungestrtesten entwickelt und verbreitet und bis heute noch in groem ,umfange erhalten4 ,denn schon die ,knigsschtze und ,horte waren nicht wie im ,sden fortwhrendem ,besitzwechsel1 ihr ,edelmetall dem ,umschmelzen und ,umformen ausgesetzt2 vieles von ihren ,bestandteilen hat sich gerettet1 und so bieten die nordischen ,museen uns vergleichsweise eine berflle wirklich prachtvoller ,arbeiten1 obwohl es im ,sden deren einst unendlich viel mehr gegeben haben wird4 ,aus ihnen und ihrer ,vergleichung ist aber stets aufs neue zu entnehmen1 da die germanische ,kleinkunst in einer wahrhaft erstaunlichen ,gleichmigkeit ber alle germanischen ,stmme gebreitet war1 und da es selbst heute bei so gewaltig gewachsenem ,material noch nicht leicht ist1 diese ,arbeiten sicher auf ihren engeren ,ursprungsort zu bestimmen4 ,der ,gotenstrom brachte seine reiche ,goldtechnik mit ,steinbesatz vom ,schwarzen ,meer bis nach ,portugal und ,nordafrika2 andere eigentmliche ,zierformen1 so die ,langfibel1 finden sich in gleichartiger ,bildung in vertikaler ,richtung dazu gleichmig vorhanden in ,skandinavien wie in ,sditalien4 ,nur wenige besondere ,eigentmlichkeiten lassen sich etwa als hochnordisch1 andere als burgundisch1 andere als sddeutsch bezeichnen4 ,es mu eine andauernde ausgleichende ,wechselwirkung unter den germanischen ,stmmen1 ein fortwhrender ,austausch1 sei es durch ,handel1 ,wanderung1 ,heirat oder auch ,erbeutung oder ,schenkung1 stattgefunden haben1 so da wir in ,ostungarn ,typen finden1 die uns pltzlich in der ,normandie wieder begegnen1 in ,england solche1 die langobardischen ,knstlern anzugehren scheinen1 in ,portugal andere1 die von der ,kste des ,schwarzen ,meeres stammen4 ,auch der ,schatz ,childerichs enthielt solche der letzten ,art4 ,daher bleibt der altgermanische ,kleinkunstschatz1 wie ihn die ,grber bieten1 eine merkwrdig kompakte und gleichmige ,masse und lehrt uns das ,germanentum whrend und nach der ,vlkerwanderung doch wenigstens auf diesem ,gebiete als eine abgerundete und in sich hchst gleichartige ,einheit kennen4 ,andere ,werke der ,kleinkunst4 ,sidenote3 ,stiftungen fr ,kirchen ,eine andere ,fundgrube herrlichster ,arbeiten auf dem ,gebiete der altgermanischen ,gold- und ,silberarbeiten bieten uns die alten ,schtze der ,kirchen4 ,fromme ,frsten haben von jeher dem ,hchsten und den heiligen ,sttten reichste ,geschenke gemacht1 bei ihrem ,tode auch oft ihre kstlichste ,fahrhabe vererbt1 und davon birgt noch mancher uralte ,kirchenschatz trotz der fast anderthalb ,jahrtausende einen ,rest4 ,von den ,geschenken der ,knigin ,theudelinde1 der groen ,langobardenknigin1 die dem ,schatze ihres ,domes in ,monza eine ,flle von solchen hinterlie1 an gerechnet1 bis zu denen der ,ottonen an die ,quedlinburger ,domkirche ist ,prchtiges genug vorhanden1 wenn auch sicher ,raub1 ,not und ,habsucht wie ,unfall uns nur einen winzigen ,bruchteil des einst ,geschenkten briglieen4 ,einen ungefhren ,blick in die ,welt der verlorenen ,kirchenschtze gestattete uns der glcklichste ,fund1 der vor einigen ,jahrzehnten in ,spanien einen kleinen ,schatz von goldenen ,weihekronen und ,kreuzen1 wohl vor dem ,arabereinbruch von #gaa gerettet1 zutage frderte1 uns einen ,begriff gebend von dem ,reichtum1 mit dem die westgotischen ,knige und ,groen ihre ,kirchen schmckten4 ,erzhlt doch ein arabischer ,schriftsteller ,wunderdinge von den von den ,arabern erbeuteten ,mengen solcher goldener ,kronen1 die die ,frmmigkeit der ,westgoten in der ,hauptkirche1 der spteren ,moschee1 zu ,cordoba zum ,schmucke des ,gotteshauses aufgehngt hatte4 ,illustration3 ,,vi ,abb4 #ah4 ,angelschsische ,spange von ,bonsell4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,kreuz ,knig ,reccesvinths4 ,madrid4 berhaupt ermglichen uns erst die ,nachrichten der alten ,schriftsteller eine schwache ,vorstellung von dem einst an ,schnheit da wirklich vorhanden ,gewesenen1 dem leider die ,kostbarkeit des ,stoffes stets ein rasches ,ende schuf1 sobald es als ,kriegsbeute oder ,tribut in andere gierige ,hnde fiel4 ,sidenote3 ,horte ,so wissen wir auch aus unserer ltesten ,poesie viel von dem ,schatze1 den jeder alte ,germanenknig besa2 wir wissen aus dem ,nibelungenliede1 in dem ja der ,nibelungenhort jene so furchtbare bluttriefende ,rolle spielt1 da jeder ,frst seinen ,recken wie seinen ,gsten mit reicher ,goldgift lohnte und sie begabte1 da er dafr als mild8 weit und breit gepriesen wurde4 ,freigebige ,mildigkeit1 die mit goldenen ,ketten und ,kleinodien1 ,bechern1 ,schwert1 ,helm und anderen kostbaren ,gewaffen die ,getreuen berstrmte1 war der erste ,ruhmestitel des grten ,knigs4 ,alles dies gewinnt doppelt an ,bedeutung1 wenn wir uns vergegenwrtigen1 da der ,hort des ,knigs auch gleichzeitig den ,staatsschatz bildete1 aus dem die ffentlichen ,ausgaben fr ,volk und ,heer bestritten wurden4 ,wir wissen1 da die sdfranzsischen ,westgoten in ihren erbitterten ,kmpfen mit den ,franken mehrfach ihres ,hortes verlustig gingen1 den sie zuletzt in der gewaltigen ,feste ,carcassonne bargen1 die noch heute mit ihrem imponierenden ,mauer- und ,turmkranz als ein unvergleichliches ,wunderbild aus lngstvergangener ,zeit ber die ,lande ragt4 berall suchten sich die ,germanen fr solchen ,schutz burgartig hochgelegene starkumringte ,stdte1 deren uns die sptere ,hauptstadt des westgotischen ,reiches in ,spanien1 ,toledo1 ein ,gegenstck zum festen ,carcassonne zeigt4 ,von dieser ,kunstliebe der germanischen ,frsten gewhrt uns das ,testament eines ihrer letzten1 ,karls des ,groen1 ein ,bild1 in dem der sterbende ,kaiser ber seine ,schtze zugunsten von ,kirche und ,armen1 von ,stiftungen und auch seiner ,shne verfgt2 einen ,schimmer davon1 welche ,schtze der mchtige ,mann in seinem ,palast zu ,aachen aufgehuft hatte4 ,sidenote3 ,schatzfunde ,sidenote3 ,szilagy-,somly ,als die bedeutsamste ,ergnzung traten kleinere und grere wirkliche ,schatzfunde hierzu4 ,dergleichen kam wohl berall gelegentlich vor1 in groem ,mastabe aber besonders in ,ungarn und weiter im ,osten4 ,so kam schon #agig in ,szilagy-,somly pltzlich ein kleiner ,hort1 #ahhi ein zweiter zutage1 die man offenbar1 um sie zu sichern1 vergraben hatte2 ,ketten1 ,gehnge1 ,armbnder1 ,grtel1 ,medaillons1 prachtvolle ,spangen mit reichem ,steinbesatz1 ,schalen1 ,ringe1 eine gewaltig groe ,goldfibel mit reichen ,steinen von strkster ,plastik1 vielleicht ein kaiserliches ,kleinod u4 dgl4 m4#g ,sidenote3 ,petrossa ,groes ,aufsehen erregte aber vor #bj ,jahren der umfangreiche ,goldfund von ,petrossa 7,petreosa7 in ,rumnien1 den man fr den ,schatz des ,gotenknigs ,athanarich 7 #cha7 erklrt4 ,erhebliche ,stcke davon sind in den ,besitz des ,knigs von ,rumnien gerettet1 von denen groe ,amphoren1 eine diskusfrmige ,platte mit getriebenen ,figuren1 zwei kleinere schlanke ,krge1 eine ,fibel in ,gestalt eines ,sperbers1 zwei in ,vogelform1 reicher ,halsschmuck1 zwei durchbrochene ,schalen die ,hauptstcke bilden4 ,auch hier1 wie bei allen ,arbeiten aus dem ,besitze der ,goten1 spielt ein berreicher ,besatz von roten ,steinen1 als ,plttchen in ,zellen und ,kstchen ein-1 wie in runden1 erhabenen ,formen aufgesetzt1 die wichtigste ,rolle4 ,so weit aber die ,goten ihren ,bereich und ihre ,wohnsitze erstreckten1 so weit findet man dergleichen hufig1 und ,hampels ,buch1 welches doch nur von dem in ,ungarn1 einem ,hauptsitze der ,ostgoten1 ehe sie in ,italien einbrachen1 ,gefundenen handelt1 enthlt eine ,menge solcher ,kleinodien aller ,art4 ,die ,ergebnisse der ,nachforschungen in jenen ,gegenden1 ,sdruland einbegriffen1 zeigen uns unter den germanischen die gotischen ,vlker als die ersten ,trger dieses neuen ,kunstgeschmackes1 der so rasch sich ber alle verbreiten sollte4 ,sie mgen1 wie man glaubt1 dazu starke ,anregungen nicht nur aus dem ostrmischen ,reiche und von der griechischen ,kultur1 sondern selbst von ,persien aus und von den ,sassaniden her empfangen haben4 ,aber sie haben zuerst auf solchen ihnen gewordenen ,grundlagen neu aufgebaut und eine neue germanische ,kleinkunst zu begrnden verstanden4 ,illustration3 ,,vii ,abb4 #bj4 ,krone ,knig ,svinthilas4 ,madrid4 ,illustration3 ,,viii ,abb4 #ba4 ,krone ,knig ,reccesvinths4 ,paris4 ,der ,bereich dieser ostgermanischen ,kunst war ein gewaltiger2 selbst bis nach ,sibirien hinein hat man ihr verwandte ,arbeiten gefunden2 in ,petersburg erfreut man sich des ,besitzes zweier besonders kostbarer ,schmuckwerke2 der ,krone aus ,neo-,tscherkask1 eines reich mit ,tieren besetzten ,diadems1 und einer mchtigen ,goldfibel in ,form eines ,sperbers1 der einen ,steinbock in den ,fngen hlt2 auch hier wieder der reiche rote ,steinschmuck4 ,sidenote3 ,guarrazar ,jener oben erwhnte1 so ungemein eigenartige westgotisch-spanische ,fund wurde #aheh gemacht1 als man neben der ,kapelle des ,drfleins ,fuente de ,guarrazar bei ,toledo auch ein uraltes ,grab1 und zwar das eines ,priesters1 ffnete und darin einen wahrhaft erstaunlichen ,schatz von goldnen ,weihekronen und ,kreuzen vorfand1 davon der grte ,teil sich heute im ,cluny-,museum zu ,paris1 ein kleinerer ,teil in der ,armeria real zu ,madrid und dem ,museo nacional daselbst 7,abb4 #bj-bb1 ,tafel ,,vi-,,viii7 befindet4 ,gewi aus dem ,besitz einer ,toledaner ,kirche vor dem erobernden ,strom der ,araber #gaa hastig gerettet1 ein winziger ,bruchteil des dort vorher ,vorhandenen dieser ,art4 ,es ist eine groe ,reihe goldner ,reifen oder ,kronen1 mit ,edelsteinen aufs reichste besetzt1 besonders mit orientalischen 7hellen7 ,saphiren1 ,perlen und ,granaten4 -- ,dabei verschiedene ,kreuze2 teilweise ebenfalls reich an ,juwelen4 ,diese ,steine1 soweit nicht in ,zellen reihenweise eingefgt1 sind in stark und hoch gewlbter ,form aufgesetzt 7cabochons74 ,die ,diademe wurden an goldnen ,ketten mit verschiedenartigen ,gliedern aufgehngt1 in ihrer ,mitte oft ein ,kreuz4 ,an den unteren ,rndern mehrerer aber1 was fr uns von hchster ,wichtigkeit ist1 hngen an kleinen goldnen ,ketten die ,namen der ,spender3 ,reccesvinthus rex offeret 7,abb4 #ba1 ,tafel ,,viii7 -- -- ,svinthila rex offeret -- --2 und diese ,buchstaben sind wieder in ,gold ausgeschnitten und mit ,granaten in ,zellen bedeckt4 -- ,auch an den ,kreuzen und sonst finden sich ,weiheinschriften3 ,sonnica offeret1 und hnliche4 ,hier haben wir also vor uns die bezeugten ,weihegeschenke westgotischer ,knige des #g4 ,jahrhunderts1 ,svinthilas 7#fba-ca7 ,reccesvinths 7#fdi-gb71 genau datierte und beglaubigte ,werke altgermanischer ,kunst1 die seit jener ,zeit unberhrt der ,auferstehung harrten4 ,der ,reif des ,reccesvinth ist in einer eigentmlichen ,weise durch schrg hochgetriebene ,streifen eingeteilt1 und diese ,streifen sind dann durch reihenweise angeordnete schiefe ,schlitze blattartig gegliedert4 ,genau dieselbe ,technik kommt auch an den zwei ,flgeln eines ,kreuzes im ,museo nacional vor 7,abb4 #bb1 ,tafel ,,vi71 welches sich damit als wohl auch vom ,knig ,reccesvinth herrhrend kennzeichnet4 ,andere ,kronen oder ,ringe bestehen aus leichten goldnen ,gliedern1 die durch ,saphire unterbrochen sind2 manche sind getrieben und durchbrochen1 so in ,arkaden1 einer uralten ,zierform der ,germanen4 ,es ist wohl anzunehmen1 da viele dieser ,weihekronen tatschlich frher als wirkliche ,kronen gedient haben mgen1 da richtige ,diademe1 ganze und halbe1 schon bei den ,ostgoten am ,schwarzen ,meer sich vorfinden4 ,so weit solche ,ringe mit ,scharnieren versehen und fr einen ,kopfschmuck zu eng sind1 mgen sie dagegen ,halsringe gewesen sein1 von deren ,beliebtheit alte ,schriftsteller viel und oft sprechen4 ,sidenote3 ,kelch von ,pethza ,es ist berflssig1 den noch vorhandenen ,besitz aus frhgermanischer ,zeit weiter anzugeben2 nur einiger ,kelche sei noch gedacht2 so des von ,chelles und des kleinen aus ,gourdon 7,cte d',or7 des ,burgunderknigs ,sigismund 7 #ebd71 heute in ,paris 7,bibl4 nationale71 nebst seiner ,platte1 die mit einem ,kreuze geschmckt ist1 stark mit ,zellenglas besetzt2 dann des einfachen kupfernen1 mit ,silber plattierten ,kelches von ,pethza1 dessen ,schmuck um den oberen und unteren ,rand laufende ,geflechtsstreifen bilden2 dazwischen hnliche ,vertikalbnder4 ,auf dem mittleren ,knauf die ,inschrift3 ,gundbald fecit4 ,sidenote3 ,tassilokelch ,vor allem aber des wundervollen ,kelches des ,tassilo1 den dieser ,bayernherzog1 von ,karl dem ,groen bekanntlich tief gedemtigt1 der ,kirche schenkte1 heute in ,kremsmnster4 ,wenn auch erst im ,anfang des letzten ,viertels des #h4 ,jahrhunderts entstanden1 zeigt uns doch dieses ,kunstwerk noch den vollen ,reiz jener altgermanischen ,zellenglastechnik und reichen ,emails1 alles in urwchsiger ,einfachheit1 im ,figrlichen von fast finsterem ,ernst1 aber kraftvoll und wirksam aufgebaut 7,abb4 #bc1 ,tafel ,,ix74 ,sidenote3 ,andere ,kirchenschtze hnliche ,schtze bergen noch so manche ,kirchen4 ,so in ,sdfrankreich besonders die an solchen ,dingen reiche zu ,conques1 darunter die sitzende ,statue von ,sainte ,foy aus ,gold1 eine ,reihe von ,reliquiarien1 wie das ,pipins von ,aquitanien2 in ,nancy die ,kathedrale ,kelch1 ,patene und ,kamm des hl4 ,gozelin2 in ,berlin ist jetzt der ,schatz ,widukinds aus der ,kirche zu ,engers 7spter in der ,johanniskirche zu ,herford71 ,reliquiar und ,taufschale1 angeblich dem ,sachsenherzog von ,karl dem ,groen zur ,taufe geschenkt4 ,in ,spanien prangt die ,camara ,santa in der ,kathedrale zu ,oviedo mit einem herrlichen mit ,silber berzogenen und mit ,niello geschmckten ,schrein voller uralter ,reliquien1 worin die letzten ,westgoten die wertvollsten ,schtze aus der ,kathedrale zu ,toledo vor den ,mauren geflchtet haben sollen -- und manches schne uralte ,stck bewahren auch unsere alten ,dome und ,kirchen von ,trier1 ,cammin 7,abb4 #bd1 ,tafel ,,ix71 ,gandersheim1 ,quedlinburg1 ,bamberg1 ,regensburg1 ,st4 ,gallen1 ,chur 7s4 ,abb4 #agi1 ,tafel ,,xlvi7 usw4#h4 ,das meiste ist freilich jetzt in die ,museen gewandert 7,abb4 #be1 ,tafel ,x74 ,illustration3 ,,ix ,abb4 #bc4 ,tassilos ,kelch4 ,nach ,falke4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,cordulaschrein4 ,cammin4 7,nach ,f4 ,prie1 ,denkmalpflege #aijb47 ,darunter befinden sich auch ,dinge anderer ,art2 besonders sind die ,einbnde heiliger ,bcher oft mit dem wundervollsten ,schmucke ausgestattet#i2 anderseits sind fr wertvolle ,reliquien kstliche ,gefe zur ,aufbewahrung gebildet2 aber auch sonst haben die ,schenker1 besonders ,frsten1 ihren kostbarsten groen und kleinen ,hausrat in die ,heiligtmer ihrer ,zeit gestiftet4 ,der ,dagobertstuhl in ,paris1 ,kamm und ,fcher ,theudelindens in ,monza1 ,kstchen1 ,trinkbecher und ,kmme1 wie der des ,kaisers ,heinrich ,i4 zu ,quedlinburg 7letztere waren berhaupt besonders beliebt71 und so vieles andere geben ,zeugnis davon4 ,nur die nicht minder oft geschenkten ,waffen scheinen aus den ,kirchenschtzen fortgeschwunden1 wie die vom ,langobardenknig ,liutprant dem ,petersdom zu ,rom einst dargebrachten4 ,von solchen ist im kirchlichen ,besitze heute leider nichts mehr erhalten4 -- ,dagegen zeugen noch zahlreiche ,reste prachtvoller ,stoffe und ,gewnder von der ,pracht1 die auch darin entfaltet wurde2 freilich drften diese vorwiegend sdlicher oder stlicher ,herkunft sein4 ,sidenote3 ,ambrosius-,altar zu ,mailand ,das grte ,stck kirchlicher ,goldschmiedekunst und ,ausstattung1 ausnahmsweise gleich wirklich fr diesen ,zweck geschaffen1 darf nicht bergangen werden3 der ,ambrosiusaltar in ,s4 ,ambrogio zu ,mailand1 den inschriftlich ,bischof ,angilbert vor #hce durch ,meister ,wolvinius#aj dem ,heiligen bilden lie1 ein in der ,hauptsache aus getriebenem ,gold und ,silber mit reichsten figrlichen ,reliefs in mannigfacher ,einteilung auf allen vier ,seiten geschmckter ,sarkophag oder ,schrein1 dessen ,flchen durch nach ,art des ,steinbesatzes in ,zellen emaillierte ,rahmen eingeteilt sind4 ,ob1 wie geglaubt wird1 die figrlichen ,darstellungen nicht fast alle jnger sind1 kann hier dahingestellt bleiben2 auch ich glaube mich dieser ,ansicht anschlieen zu mssen2 jedenfalls aber ist der ,krper und die architektonische ,einteilung des ,ganzen der ,hauptsache nach noch ursprnglich1 vermutlich nur nach dem ,kuppeleinsturz #aaif wiederhergestellt und zum ,teil mit neuen figrlichen ,fllungen versehen4 ,der ,schrein prangt auerdem mit prachtvollem ,edelsteinschmuck 7,abb4 #aij1 ,tafel ,,xlix74 ,das ,technische4 ,sidenote3 ,metalltechnik ,an allen jenen ,werken zeigt sich das ,germanentum jener ,zeitspanne eigentlich jeder ,kunsttechnik1 wenigstens in ,metall1 mchtig4 ,des ,schmiedens der ,schwertklingen haben wir oben schon gedacht4 ,der ,gu und das ,schmieden der ,bronze stand schon seit ,jahrtausenden in germanischen ,lndern auf hoher ,stufe1 wie uns die ltesten ,bronzewaffen selbst ,skandinaviens beweisen2 spter auch jede ,art von ,bearbeitung dieses schnen ,metalls1 das dann whrend der ,vlkerwanderungszeit gegossen1 getrieben1 ziseliert1 verzinnt1 versilbert und vergoldet wurde4 ,gleich kundig waren die germanischen ,vlker der ,silber- und ,goldschmiedekunst2 die schne ,kunst des ,einlegens von ,niello in ,silber ist besonders bei den nrdlicheren vielfltig gebt worden4 ,in ,gold verstand man neben dem ,schmieden1 ,treiben1 ,ziselieren und ,schneiden auch das ,lten1 das fr die ,herstellung von ,zellenglas1 wie des besonders bei ,franken und ,langobarden hchst beliebten ,filigrans unentbehrlich war4 ,auch das ,email1 die ,schmelzkunst1 tritt sehr frh auf2 es schliet sich bereits an die spten rmischen ,arbeiten an1 in deren ,nachahmung es zuerst gebt zu sein scheint4 ,natrlich als reines in ,vertiefungen gelegtes ,grubenemail1 meist auf ,bronze1 so da bei verschiedenen ,farben diese gewhnlich durch ,bronzestege getrennt sind4 ,aber auch in ,verbindung mit ,gold erscheint diese schne ,verzierungsweise1 so z4 ,b4 bei der reizenden viereckigen ,goldfibel1 die man in ,cividale #ahgd bei der ,erffnung des ,sarkophags des ,langobardenherzogs ,gisulf auf der ,brust des ,toten auffand4 ,es ist ein farbiger ,vogel1 blau1 grn1 rtlich und wei1 der da in die ,vertiefungen der goldnen ,vorderflche eingeschmolzen ist 7,abb4 #af74 ,ganz hnliche ,technik finden wir in der ,camara santa zu ,oviedo in dem prachtvollen goldnen ,mittelstck des ,reliquiars ,knig ,fruelas ,,ii4 7#iaj71 das mit kunstvoll verschlungenen ,linien von rotem ,zellenglas oder von ,zellengranaten umgeben und gefat ist4 -- ,auch jener herrliche ,altar des ,bischofs ,angilbert in ,mailand 7s4 o47 ist mit reichen ,streifen transluziden ,emails geschmckt und gilt als ein ,werk des beginnenden #i4 ,jahrhunderts2 nach ,venturi soll er in ,frankreich auf ,befehl ,ludwigs des ,frommen gefertigt sein4 ,das ,email in direkt nebeneinander geschmolzenen ,farben ohne ,metalltrennung1 wie es die spten ,rmer liebten1 ist an frhen germanischen ,schmuckteilen1 besonders bronzenen1 auch nicht selten1 scheint aber nachher zu verschwinden4 ,die ,technik des ,tauschierens 7,aufhmmerns7 von ,silber und ,gold auf ,eisen mu hier nochmals genannt werden als eine ganz besonders eigenartige und interessante von groer ,pracht4 ,vor allem bediente man sich ihrer zum ,schmucke eiserner ,schnallen und ,grtelbesatzstcke1 deren ,verbreitungsgebiet sich etwa von ,orleans bis nach ,wien zu in breitem ,streifen hinzieht4 ,aber auch zu allem anderen1 wozu ,eisen berhaupt gebraucht ist1 bediente man sich dieser ,schmuckart2 so findet sich in ,orleans im ,museum ein prchtiges ,zaumzeug mit solcher ,verzierung2 ,schwerter1 besonders ihre ,griffe1 selbst das ,blatt der ,speere wurden so verschnert4 ,es kann kaum einem ,zweifel unterliegen1 da ganze kriegerische ,ausrstungen1 vom ,helm und der ,brnne bis zum ,schildbuckel1 in dieser reizvollen ,kunstweise einheitlich ausgestattet wurden4 -- ,auch in ,bronze legte man wohl gerne getriebene silberne und goldne ,plttchen in vertiefte ,felder zum ,schmucke ein2 es gibt prchtige ,spangen in dreierlei ,metall hergestellt4 ,das ,land der ,bayern war frh wegen seiner trefflichen ,metallarbeiten berhmt1 die hohen ,ruf schon bei den alten ,norikern besessen hatten4 ,noch im ,annoliede wird ,regensburg als ,sttte gepriesen1 da ,helme und ,brnnen in besonderer ,gte zu finden seien1 auch das norische8 ,schwert 7noricus ensis7 als die ,waffe1 die besser als alle beiend dikke durch den ,helm slug84 ,wie man denn offenbar die ,hrte und ,schrfe der ,klingen bereits durch ,ansthlen aufs hchste zu steigern verstand1 und edle ,schwertklingen allgemein1 wie schon von ,theoderich in einem ,schreiben an den ,vandalenknig ,thrasamund1 der solche als ,geschenk gesandt hatte1 hher als ihre reiche ,goldfassung gewertet wurden4 ,vandalen1 aber auch ,langobarden und ,burgunden galten weit und breit als treffliche ,waffenschmiede4 ,sidenote3 ,holz als ,grundmaterial ,hatte man sich also rasch in das ,technische der ,metallbehandlung gefunden und sich seiner im weitesten ,umfange bemchtigt1 so war doch fr die knstlerische ,gestaltung bei den ,germanen von alters her etwas anderes magebend3 die ,holzschnitzerei4 ,der ,germane ist1 wie es scheint1 seit der frhesten ,jugend seines ,volkes an den ,wald gefesselt1 mit ihm von jeher innigst vertraut2 dieser hat ihm von ,beginn seiner ,welt an ,unterkunft1 ,nahrung und ,stoff fr alles ,ntige geboten4 ,des ,waldes ,wild war ihm als ,speise die lteste ,quelle seiner krperlichen ,kraft1 bot ihm dazu ganz frh die ,grundlage fr ,anfertigung von ,waffen aus ,horn und ,knochen4 ,fr alles ,weitere seines wirtschaftlichen ,daseins aber mute das ,holz unzweifelhaft den ,grundstoff hergeben1 nachdem auch ,stein und ,metall noch ,waffen geliefert hatten4 ,der ,stamm1 der ,ast1 der ,zweig und die ,rinde war fr alles zu gebrauchen1 was mit dem wohnenden ,dasein zusammenhing1 von der ,htte und dem ,hause selber bis zum ,flechtwerk fr ,hrde1 ,wand und ,tr2 bis zum hlzernen oder geflochtenen ,gef1 das mit ,harz gedichtet wurde1 zum ,stuhl und ,tisch1 wie zu jedem andern ,mbel1 zum ,stiel jeglichen ,werkzeuges1 zum ,schafte der ,waffen1 fr ,pflug und ,wagen1 zum ,einbaum1 in dem man den ,flu und den ,see befuhr1 zum ,sarge oder ,totenbaum4 ,noch bis heute ist der ,deutsche derjenige ,mensch1 der am wenigsten ohne das ,holz leben kann2 seine ganze ,kunst und ,gestaltungskraft in der ,vergangenheit war auf ihm begrndet4 ,viel mehr noch war dies in den ,anfngen seines ,volkstums der ,fall1 und so ist es nicht merkwrdig1 da aus der ,bearbeitung des ,holzes und der ,eigenart seiner ,behandlung die knstlerischen ,formen des ,germanen von ,anfang an hervorquellen4 ,daher sind wir gentigt1 auch die formale ,durchbildung der ,metalle1 fast der einzigen ,dokumente1 die von jener uralten ,zeit heute noch zeugen1 von diesem ,gesichtspunkte aus zu beurteilen oder wenigstens zu prfen2 wir werden nur so die ,eigentmlichkeiten der von uns als rein germanisch angesehenen ,kunstprodukte der ltesten ,zeiten ,arbeiten zu verstehen vermgen4 ,in der ,tat1 wenn wir die mannigfachen ,werke der germanischen ,metallkunst1 die durch ,gu hergestellt sind1 nher betrachten1 so finden wir besttigt1 da alle ,originalmodelle1 nach denen solche gegossen sind1 in ,holzschnitzerei hergestellt gewesen sein mssen#aa4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,nordisches ,tierornament4 ,nach ,salin4 ,sidenote3 ,kerbschnitt ,am besten werden wir uns dies vergegenwrtigen1 wenn wir an die im ,winter zur ,ruhe gezwungenen ,seeleute des ,nordens denken1 die an kurzen ,tagen und langen ,abenden beim flackernden ,kienspan die notwendigen ,gerte mit ,messer und ,eisen in ,holz schnitten und nach ihrem ,geschmack verzierten4 ,da bildete sich ganz von selbst die hier allein mgliche ,technik des ,schmckens1 das ,hineinschnitzeln in die glatte ,brettflche1 das ,kerben1 der ,kristallschnitt4 ,dieser ist heute noch beim einsamen ,landsiedler im hohen ,norden oder im ,gebirge derselbe1 genau wie vor tausend oder auch zweitausend ,jahren4 ,und berall1 wo ,germanenblut hingeflossen ist1 da gedeiht auch bis heute der ,kerbschnitt2 in ,norwegen und ,schweden1 am ,schwarzen ,meer und in ,spanien und ,nordportugal4 ,wo aus ,grnden1 die sich berall ergeben1 anderes1 mehr und besseres als gewhnlich erstrebt wird1 da bleibt trotzdem der ,grundsatz der ,holzbearbeitung bestehen1 da der ,schmuck in die vorher bestehende ,flche hineingearbeitet wird1 eine rein dekorative ,flchenbehandlung bleibt4 ,charakteristisch fr den ,holzknstler ist dabei die besondere ,eigentmlichkeit1 da seine ,verzierung sich im allgemeinen stets ber die ganze gegebene ,flche ergiet1 in allerlei ,wechsel1 auch in verschiedener ,auffassung1 aber meist so1 da von dem einmal fr ,schmuck bestimmten ,gebiet nichts unverziert brigbleibt4 ,kurz1 unser ,knstler kennt den ,wechsel zwischen glatt1 in ,muster eingeteilt1 teilweise und ganz verziert1 nicht4 ,dieser ,wechsel und diese ,abstufungen sind eben ein ,ergebnis der ,antike1 dem ,nordlnder fremd4 ,illustration3 ,x ,abb4 #be4 ,frnkisches ,reliquienkstchen aus ,ton4 ,hannover4 ,illustration3 ,,xi ,abb4 #bf4 ,buchdeckel der ,theudelinde4 ,monza4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,bronzebeschlag4 ,brssel4 ,sidenote3 ,tierornament ,wo ,kerbschnitt und hnliches nicht ausreichen1 oder da1 wo etwas anderes geboten erscheint1 greift der ,nordlnder doch immer wieder zu ,verwandtem aus seiner einfachen ,umgebung4 ,da sind ,flechtwerke verschiedensten ,musters ganz gegeben1 aber auch die ,tierwelt 7,abb4 #bg71 die des ,menschen ,dasein umgibt und bestimmt1 wird hier einbezogen4 ,doch nicht etwa im ,sinne einer ,nachbildung der ,natur1 sondern wieder nur zur bloen ,flchenverzierung1 wie sie sich eben gibt4 ,das ,tier zeigt einen ,kopf1 einen oder ein ,paar ,fe1 und sein ,leib wird hin und her gewunden wie der einer ,schlange2 oftmals aus mehreren gleichen ,tieren zusammen zu einem verschlungenen ,flechtknuel geballt bedeckt dann das ,muster wie ein ,teppich das vorhandene ,feld1 und nicht selten kann nur ein ganz gebter ,blick herausfinden1 da hier berhaupt ,tierleiber vorhanden oder gemeint sein sollen2 das unbefangene ,auge sieht das ,ganze zunchst als ein reines ,flechtwerk1 hchstens als ein ,gewinde von ,schlangen an1 das die gegebene ,flche fllt 7,abb4 #bh1 ,tafel ,x74 ,wo dann aber an ,spitzen und ,enden wirkliche ,krperteile einmal auftreten1 da sind sie wieder durch ,linien1 ,kerbschnitte u4 dgl4 so stark zerschnitten und geschmckt oder bedeckt1 da man sie kaum mehr als das1 was sie ursprnglich waren1 erkennt4 ,bei dem durch die ,tierleiber gebildeten ,flechtwerk kommt als weiteres ornamental wirkendes ,mittel die ,einfassung mit doppeltem ,umri1 die ,konturierung1 hinzu1 die auch der einfachsten ,zeichnung eine bestimmte ,stilisierung und eine sichere dekorative ,wirkung verleiht4 ,diese ,konturierung wird bei dem nordischen ,tierornament zum unentbehrlichen ,hilfsmittel4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,germanische ,mnze1 ,hngebrakteate4 ,nach ,salin4 ,aus solcher ,gepflogenheit bilden sich dann lauter herkmmliche ,typen1 ein ,stil1 eine ,manier1 die so weit von aller ,natur entfernt ist1 da1 wie es scheint1 dem ,germanen mit der ,zeit die ,fhigkeit oder wenigstens der ,wille1 die ,natur selber noch irgendwie richtig zu sehen und nachzuahmen1 verloren geht4 ,es gibt im ,kunstgewerbe oder der ,kunst bei ihnen geradezu keine ,darstellung des ,natrlichen mehr -- weder des ,menschen1 noch des ,tiers1 noch des ,baumes --1 alles ist ,flchenverzierung geworden fr das ,messer des ,holzschnitzers oder das ,eisen des ,zimmermannes4 ,und deshalb knnen wir von einer eigentlichen bildenden ,kunst im heutigen ,sinne in bezug auf jene ,stmme in jenen ,zeiten berhaupt nicht sprechen2 sie existierte eben einfach nicht als ,versuch der ,nachbildung von irgend etwas vor ,augen stehendem4 ,auch ein tieferer ,sinn oder eine ,bedeutung ist in jenen knstlerischen ,bildungen nirgends zu finden2 sie waren sich eben ,selbstzweck als beliebiges ,gewebe von ,formen1 das sich in herkmmlicher ,weise ber ein gegebenes ,feld breitete4 ,sidenote3 ,reliefstil ,in merkwrdigster ,art besttigt sich dies in den seltenen und rein zuflligen ,fllen1 wo der ,germane zu einer ,darstellung von irgend etwas ,lebendem sich veranlat sah4 ,so z4 ,b4 an seinen ltesten ,mnzen4 ,in den nrdlichen ,lndern war von alters her sdliches ,geld im ,verkehr1 insbesondere byzantinisches des fnften ,jahrhunderts bis zu den ,zeiten ,justinians4 -- ,der ,fall aber trat zuletzt fters ein1 da der ,nordlnder sein aufgehuftes ,gold mnzen mute1 weil die kursierende ,mnze zu sparsam war4 ,da wurde denn die gerade erwnschte und verbreitetste ,mnzsorte einfach nachgebildet1 doch nur so andeutungsweise1 da eben eine allgemeine hnlichkeit des ,produkts erzielt wurde2 die ,umschrift wurde in ein paar ,strichen gestmmelt angedeutet1 und es ist ganz spahaft1 etwa in einem ,grabe spterer ,zeit eine ,justinian-,goldmnze und ihre in wirklichem ,sinne barbarische ,nachbildung1 ebenfalls in ,gold1 nebeneinander vorzufinden4 ,hierbei macht sich frhzeitig die besondere ,eigentmlichkeit bemerkbar1 da der ,germane1 wie ja selbstverstndlich1 den ,reliefstil1 besonders den der ,mnze1 absolut nicht begriff und die ,nachbildung nun so herstellte1 da er die ,modellierung nicht wie blich1 sondern einfach in erhabenen ,linien1 wie durch aufgelegte ,schnre oder ,drhte1 bezeichnete 7,abb4 #bi74 ,so ergab sich eine ganz merkwrdige ,manier der ,darstellung des ,menschen1 die sich allmhlich vllig zum ,stil ausbildete und den germanischen ,vlkern lange eigentmlich blieb2 -- auch als ihre ,knige endlich anfingen1 eigene ,mnzen zu prgen1 verharrten sie getreu bei der ,nachbildung der rmischen und byzantischen ,vorbilder1 und erst ganz zuletzt finden wir schwache ,versuche zur ,portrtdarstellung des ,knigskopfes1 doch vorwiegend in rmischer ,art der ,aufmachung4 ,alle aber in jenem eigentmlichen ,bindfadenrelief4 ,spielt hierzu die nordische ,gepflogenheit der ,konturierung selbstverstndlich eine erhebliche ,rolle1 so ist sie doch nicht allein magebend1 wie ,salin dies meint4 ,jedenfalls erstreckt sich die durch bindfadenartige ,linien bewirkte ,zeichnung bis ins ,innerste der ,darstellungen1 beschrnkt sich keineswegs auf den ,umri4 ,als ein ganz besonders charakteristisches ,beispiel hierfr mag hier die so merkwrdige ,art einer ,verzierung in ,relief erwhnt sein1 deren sich der westgotische ,baumeister an den beiden das ,portal flankierenden ,zierplatten an der ,kirche ,s4 ,miguel de ,lino bei ,oviedo bediente4 ,er -- oder der ,knig -- wnschte offenbar diese beiden etwa #b m hohen und m breiten ,platten mit irgendwelchen figrlichen ,reliefs geschmckt zu sehen4 ,aber es war keinerlei bung1 ja keinerlei ,motiv oder ,gedanke fr den ,gegenstand vorhanden4 ,da griff man zu der merkwrdigen ,auskunft1 ein elfenbeinernes sptrmisches ,konsular-,diptychon1 das sich noch feststellen lt1 so gut als es ging nachzubilden1 und zwar je anderthalbfach1 da die ,flche zu hoch war4 ,und so wurde auf jeder ,seite des ,portals in den flachen ,stein diese ,darstellung1 die oben den thronenden ,konsul zwischen zwei ,beamten1 darunter eine ,zirkusszene1 ,christen zwischen ,lwen1 -- und ganz unten wieder der ,konsul auf einem ,stuhle1 auf jeder ,seite ganz gleich -- roh kopiert2 wieder in jenem ganz flachen ,bindfadenrelief1 welches den ,gegenstand kaum erkennen lt4 ,bei alledem ist die ,wirkung eine gute und monumentale2 man wird leicht an zwei geschnitzte ,schiffplanken denken1 zwischen denen man hindurchgeht 7,abb4 #cj1 ,tafel ,,xii74 ,eine ,reliefplatte vllig hnlichen ,stiles ist im ,museum zu ,capua vorhanden 7,abb4 #ca72 wie es scheint1 einen ,heiligen mit ,nimbus darstellend1 der einen ,stab in der ,hand hlt1 das reiche ,faltenwerk seines ,kleides in parallelistischer ,anordnung von nahe verwandter ,behandlung4 7,nach ,cattaneo aus dem #h4 ,jahrhundert47 ,illustration3 ,,xii ,abb4 #cj4 ,s4 ,miguel de ,lino4 ,portalpfeiler4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,erst spt tritt der ,versuch ganz plastischer ,menschendarstellung in die ,wirklichkeit2 die sechs ,frauengestalten an der inneren ,westwand das ,oratoriums zu ,cividale 7vgl4 ,abb4 #ajd1 ,tafel ,,xxix7 sind davon die letzten heute noch gebliebenen ,zeugen4 ,es ist dabei aber zweifelhaft1 ob wir die ,ausfhrung dieser ,figuren nicht byzantinischen ,stukkateuren zuschreiben mssen1 wenn auch sicher der knstlerische ,gedanke ein damals in germanischen ,landen verbreiteter war4 ,in den ,ruinen der ,kirche zu ,disentis 7,schweiz7 fanden sich zahlreiche ,bruchstcke einer hnlichen ,dekoration4 ,sidenote3 ,malerei ,so knnen wir von einer national-germanischen plastischen ,kunst von ,bedeutung fr jene ,zeiten nicht wohl reden2 mit der ,malerei steht es nicht viel anders4 ,soweit ber ihre ,werke uns etwas berliefert ist1 mag es sich wohl immer um fremde ,knstler gehandelt haben2 so bei der ,ausmalung der ,palste der ,langobardenknige 7der ,theudelinde zu ,monza71 ,karls des ,groen und ,ludwigs des ,frommen 7,ingelheim74 -- ,nur aus noch spterer ,zeit ist auch nur geringe ,spur vorhanden3 ein paar kmmerliche ,reste religiser und dekorativer kirchlicher ,malereien2 -- das ,bedeutendste bleibt die ,ausmalung der ,klosterkirche zu ,mnster in ,graubndten und der ,kapelle von ,goldbach am ,bodensee1 die wir als noch karolingisch annehmen1 wie vielleicht die der ,kirche zu ,oberzell auf der ,reichenau4 -- ,aber diese ,werke1 so wichtig sie sind1 mssen ebenso wie die gesamte figrliche ,miniaturmalerei der ,zwischenzeit doch nur als ein bescheidenes ,fortleben der italienischen und byzantinischen betrachtet werden und zeigen uns hchstens vereinzelt im ,dekorativen und ,ornamentalen germanische ,zge4 ,erst mit ,abschlu der karolingischen ,zeit und der langsamen ,entstehung jener neuen ,kunst1 die wir die romanische8 zu nennen pflegen1 gewinnt die ,malerei neue und auch nationale ,kraft und ,gestaltung4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,relief aus ,capua4 7,nach ,cattaneo47 ,das einzige ganz erhaltene und vllig beglaubigte ,werk auf dem ,gebiete solcher ,ausstattung eines frnkischen ,baues ist das schne ,mosaikbild in der ,kuppel der ,apsis der ,kirche zu ,germigny-des-,prs4 ,es stammt aus dem ,jahre #hjf und stellt zwei groe ,engel dar1 die mit ihren ,fittigen die ,bundeslade decken1 auf der zwei ganz kleine ,seraphim stehen4 ,der ,gegenstand scheint in der sdlichen und stlichen ,kunst nicht bekannt1 die ,wirkung -- auch die farbige -- ist groartig und ernst4 ,ob hier das ,werk eines ,franken in italienischer ,technik vorliegt1 oder ein sdlicher ,knstler es im ,norden geschaffen1 lt sich nicht entscheiden4 ,jedenfalls aber ist es uns kstlich als das lteste sichere figrliche ,gemlde im germanischen ,norden4 ,die ,aachener ,mnsterkuppel besa einst auch ein solches aus gleicher ,zeit2 es ist im #ah4 ,jahrhundert vernichtet worden4 ,die noch vorhandene sehr schwache ,abbildung ergibt1 da es von rein sdstlicher ,herkunft gewesen sein wird4 99 99 99 99 99 ,so sind wir in bezug auf die ,wrdigung der knstlerischen ,durchbildung an den ,werken der ,kleinkunst der ,germanen in der ,vlkerwanderungszeit1 wie an denen ihrer ,baukunst1 hauptschlich auf die einer ,flchenbehandlung im ,sinne reiner ,holzkunst angewiesen und gentigt1 diesen ,standpunkt dauernd beizubehalten4 ,sidenote3 ,wesen des germanischen ,ornaments ,es ist notwendig1 nochmals darauf hinzuweisen1 was das sagen will4 ,das ,griechen- und ,rmertum bildete jeden ,gegenstand -- ,gebude wie kunstgewerbliches ,objekt -- als ein knstlerisches ,gesamtbild aus1 sah es bereits vor seiner ,entstehung als fertiges1 geschlossenes und organisches ,gebilde im ,geiste vor sich4 ,der griechische ,tempel ist ein rein knstlerischer ,gedanke an sich1 der sich ber seinen praktischen ,zweck unendlich weit erhebt4 ,ein durchaus anderes ist es aber1 jeden ,gegenstand zuvor technisch ganz fertigzustellen und ihm dann erst sein knstlerisches ,gewand zu verleihen4 ,oder auch zahllose ,gegenstnde -- wie die nordischen ,spangen -- in einer fast identischen ,form zu bilden und ihnen innerhalb dieser feststehenden ,form ihre ,verzierung zukommen zu lassen4 ,wenn man gegenber dem unbersehbaren ,heere solcher bronzenen ,langspangen der ,germanen1 die1 abgesehen von geringen ,abstufungen1 sich so sehr hnlich sind1 nur etwa eine kleine ,zahl aus ,pompeji stammender ,bronzelampen aufstellt und in ,vergleichung zieht1 so wird man staunen ber die groe ,welt knstlerischer ,ideen1 die sich bei letzteren offenbart1 gegenber der nicht wegzuleugnenden ,einfrmigkeit des germanischen ,schmuckgegenstandes4 ,nur im kleinen1 auf dem bescheidenen ,raum des gegebenen ,umrisses erst findet sich eine nicht geringe ,flle verschiedenartigster ,behandlung des alten ,themas4 ,es liegt uns ja auch ferne1 unsere ,kleinkunst in dieser ,richtung etwa als gleichwertig neben die antike stellen zu wollen1 wo die ,ergebnisse der ,arbeit reichstbegabter glcklicher ,vlker von ,jahrtausenden vor uns treten1 whrend sich bei uns nur zeigt1 was ein eben erwachendes junges ,volk1 das sich selbstndig zu machen strebt1 in wenigen ,jahrhunderten errang4 ,aber dafr ist es nicht wenig4 ,und es ist ja unser ,eigenstes1 unser knstlerisches ,erbteil1 dem wir heute endlich gerecht werden wollen1 nachdem uns ein ,jahrtausend lang oder lnger nur allein das ,fremde als bedeutend und wert erschienen ist4 ,von diesem ,standpunkte aus wchst sein ,wert fr uns ins ,groe4 ,sidenote3 ,entstehung des ,zellenglases ,um wieder auf die ,technik der ,holzbearbeitung zurckzukommen1 von der wir ausgingen1 mchte ich eine ,vermutung aussprechen1 die1 wie ich denke1 nicht unbegrndet sein mag4 ,wenn die schmckende ,behandlung der gegossenen ,schmucksachen deutlich erweist1 da sie ihren ,ausgang von ,kerbschnitt 7vgl4 ,abb4 #be1 ,tafel ,x7 oder hnlicher ,zierweise1 jedenfalls vom geschnitzten ,holzmodell genommen hat1 so mchte es mit dem bei den ,germanen berall so beliebten ,zellenglasschmucke oder ,steinschmucke in ,zellen auf ,edelmetall sich ebenso verhalten4 ,dieser tritt1 wie vor allem an den ,waffen zu sehen ist1 mit ,vorliebe an ,friesen und ,bndern auf4 ,und dann erinnert er auf das lebhafteste an ein in der ,holzschnitzerei1 besonders an ,mbeln1 in zahlreichen ,fllen von alters her vorkommendes ,fries- 7,abb4 #cb7 oder ,bandmotiv1 welches hier nach einem alten ,muster abgebildet ist4 ,denkt man sich die ,holzfarbe noch hell1 etwa gelbbraun1 und die ,tiefen mit roter ,farbe ausgefllt1 wie man das ,bemalen des ,holzes von jeher bei den ,germanen liebte 7,tacitus erwhnt es bereits71 so ist die ,wirkung ganz berraschend hnlich1 ja fast bereinstimmend4 ,diese ,art von ,kerbtechnik ist uralt2 die der in ,zellen gesetzten ,steine kennen wir vor dem #e41 hchstens dem #d4 ,jahrhundert kaum4 ,sie kann daher recht wohl aus jenem andern oft gesehenen ,vorbilde zu so allgemeiner ,beliebtheit sich entwickelt haben4 ,jedenfalls pat sie vorzglich in diesen ,kreis und wrde sich1 so aufgefat1 direkt den aus der ,holzbearbeitung entstandenen ,zierformen anschlieen4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,kerbschnitt einer deutschen ,truhe4 ,sidenote3 ,sonderart der ,tierornamentik ,was die oben berhrte ,ornamentik aus ,tierleibern1 die sich zu einer ,art ,flechtwerk vereinigen1 im einzelnen anlangt1 so hat ,p4 ,salin in einem wundervollen ,werke deren ,rtsel zu lsen gesucht und verstanden4 ,es ist prachtvoll zu sehen1 wie eine groe ,vlkergruppe unentwegt viele ,jahrhunderte an der ,erfindung und ,ausbildung dieser ,zierweise arbeitet und sich mht1 bis eine in ihrer ,art einzigartige und als fertig1 ja vollkommen zu bezeichnende daraus geworden ist4 -- ,bis schlielich aber die einfachen ,grundtiere zu ,gewrm und ,fabelwesen werden1 halb ,schlange1 ,drache und wieder nur ,ornament4 ,und in ihren mannigfachen ,verschlingungen und in ihrer knstlerischen ,durchfhrung gelangen diese ,bildungen schlielich zu einem ,raffinement1 zu einer ,vollendung1 zu einer ornamentalen ,hhe1 die sie in gewisser ,hinsicht als den vorzglichsten ,flchenornamenten aller ,zeiten ebenbrtig erscheinen lassen 7,abb4 #bg74 ,die ,grundstze der ,behandlung werden allmhlich ganz besondere1 und neue wie uralte blichkeiten1 z4 ,b4 die antike ,symmetrie1 sind dabei lngst berwunden2 dafr tritt eine eigenartige ,eurhythmie1 eine gebundene ,bewegung1 an ihre ,stelle4 ,und darum drfen wir mit ,recht auf dies ,werk unserer ,vorfahren stolz sein1 und von diesem ,gesichtspunkte aus haben auch sie damals wenigstens auf einem ,gebiete der ,kunst ,klassisches geschaffen4 ,es ist hier unumgnglich1 nochmals auf die ,massenverteilung1 auf die eigentmliche rhythmische ,art dieser ,zierkunst einzugehen4 ,sidenote3 ,eurhythmie und ,bewegung statt der ,symmetrie ,wie mehrfach bemerkt1 kennt der ,germane jene absolute ,symmetrie1 die die sdliche ,kunst teilweise beherrscht1 insbesondere die ,baukunst1 durchaus nicht4 ,wenigstens nicht als magebend4 ,sie herrscht nur in den allgemeinen ,massen und der ,gruppe4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,svastika und ,triskele4 ,sidenote3 ,hakenkreuz ,an ihre ,stelle aber tritt die ,wiederholung derselben ,zeichnung1 nicht ihr ,spiegelbild4 -- ,das drfte am deutlichsten hervortreten in jenem im hohen ,norden so ungeheuer weit verbreiteten ,ziermotiv1 das sich zugleich einer tief symbolischen ,bedeutung erfreut1 dem ,hakenkreuz oder der ,svastika4 ,sie mit der ,triskele oder dem ,dreibein zusammen 7,abb4 #cc7 bildet sozusagen die ,lsung1 den ,schlssel zu den allermeisten runden ,ornamenten des ,nordens4 ,denn an die ,stelle des gleichmigen und allseitig symmetrischen ,sterns1 der im ,norden so selten ist1 der ,rosette und hnlicher ruhender ,gestalten tritt jetzt auerdem das sich drehende ,rad1 die ,turbine1 das ,sonnenrad und wie man diese gleichgedachten ,formen alle benennen mag4 ,man sieht in der ,svastika ein uraltes ,symbol der ,sonne1 des ,lebens und hnlicher ,begriffe4 ,ihre ,verbreitung ist eine groe2 nicht nur bei der arischen ,rasse2 doch hier besonders hufig war das ,zeichen bei den alten ,germanen berall zu finden4 -- ,von ihm aus oder wenigstens in ganz gleichem ,sinne1 nach seinem ,muster1 pflegt das germanische ,rundornament gebildet zu werden1 wie in einer stillen oder heftigen ,bewegung befindlich4 ,es ergeben die ,abbildungen besser1 als es mit ,worten gesagt werden kann1 wie solche ,ornamente entstehen1 indem nach einer ,seite gerichtete ,ornamentstcke rings um das ,zentrum wie in eine ,reihe aneinandergesetzt werden zu festem ,zusammenschlu1 doch nicht von radial1 sondern kreisfrmig strebender ,bewegung4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,nordisches ,tierornament4 ,dieses eigentmliche ,wesen geht durch die gesamte ,verzierungskunst der ,nordlnder hindurch2 es ist wie eine ,drehung im bestimmten ,sinne1 die nicht aufgehalten noch gehemmt werden kann4 ,whrend das antik symmetrische ,ornament sich in seiner nach der ,mitte zusammen oder von der ,mitte nach den ,seiten laufenden entgegengesetzten -- negativen und positiven -- ,bewegung in sich selbst aufhebt1 zur absoluten ,ruhe bringt1 geht jenes andere von einem ,punkte der ,verzierung anfangend immer weiter1 immer in gleicher ,richtung vorwrts4 ,und nur da kehrt sein ,lauf naturgem in sich selbst zurck1 wo er sich um einen ,mittelpunkt bewegt oder in entgegengesetzter ,richtung durch sich selber kriecht 7,abb4 #cd74 ,es mag hier erwhnt werden1 da dazu hufig eine ganz ursprngliche und unbekmmerte naive ,behandlung und ,durchbildung tritt1 die von der ,strenge1 um nicht zu sagen ,pedanterie der ,antike ungemein weit entfernt ist4 ,da das ,ornament eben nur ,zierat ist und sein soll1 so kommt es tatschlich auf ein haarscharfes ,durchstudieren und minutises ,einpassen gar nicht so sehr an4 ,das ,zierende hat keinerlei struktive ,aufgabe1 ist mit ,halten und ,tragen nirgends beauftragt oder belastet1 hat eben nur zu fllen und zu schmcken4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,aix4 ,flechtornament4 ,darum behlt alles einen naturwchsig frischen ,charakter1 eine ,ungezwungenheit und ,sorglosigkeit1 die keinen ,augenblick sich darber grmt1 ob das einmal gewhlte und begonnene ,system auch genau auskommt4 ,vielleicht drfen wir gerade darin eine nicht zu verachtende ,erkenntnis des ,wesens der ,sache erblicken1 die um so mehr der malerischen ,seite zustatten kommend dem knstlerischen ,organismus jedenfalls nirgends zum ,schaden gereicht4 ,sidenote3 ,flechtwerk ,ein naheverwandtes ,gebiet betreten wir1 wenn wir uns dem in den spteren ,jahrhunderten der zu besprechenden ,zeitspanne so ungemein verbreiteten ,flechtwerke zuwenden4 ,es ist nicht zu erkennen1 wie diese ,art des ,flchenschmuckes entstanden sein mag1 jedenfalls drfen wir sie als ein ,mittelding zwischen der rein geometrischen ,kerbschnittverzierung und dem lebendigen ,bedecken der ,flche mit einem ,durcheinander kriechenden ,tier- und ,schlangengewimmels betrachten 7,abb4 #ce1 #cf74 ,es vereinigt die gewissermaen mechanisch-kristallinische ,natur der ersteren mit der lebendigen ,plastik des zweiten4 ,da es an beliebig vielen ,vorbildern dafr nicht mangelte1 dafr sorgte schon die ,baumwelt1 das ,gebsch und das ,niederholz im ,verein mit dem ,bedrfnisse zur technisch praktischen ,anwendung des ,flechtens fr alle mglichen ,zwecke4 ,sidenote3 ,ursprung ,man hat sich vielleicht unntz den ,kopf darber zerbrochen1 welches ,ursprunges das ,flechtwerk wohl sein mge2 besonders1 da man mit ,verwunderung bemerkte1 da es zu einer gewissen ,zeit sich herrschend ber ganz ,europa verbreitete1 und zwar gerade seit der ,vlkerwanderungszeit4 ,diejenigen1 die dieser mchtigen ,bewegung1 vor allem ihren ,veranlassern1 den germanischen ,barbaren81 jeden ,einflu und ,wert fr die ,kunst streitig machen1 weisen bei dieser ,gelegenheit natrlich darauf hin1 da schon bei den ,rmern1 ja ,griechen und ,assyriern1 geflochtene ,bnder als ,friese oder hnlich auftreten1 und finden in seiner ,ausbildung nichts neues noch bedeutsames4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,narbonne4 ,westgotisches ,ornament4 ,das ist jedoch keineswegs zuzugeben4 ,ein ,jahrtausende bereits in bung befindlicher ,ornamentstreif1 der ohne jede nderung als ,fries gelegentlich immer wieder angewandt zu keinerlei ,fortbildung ,anla gab1 einfach vllig erstarrt1 der antike ,zopf und ,knoten1 wie er z4 ,b4 in rmischen ,mosaiken so oft erscheint1 hat fr unsere ,frage offenbar keinerlei ,bedeutung4 ,es ist eben doch ein ganz ,neues1 was hier pltzlich machtvoll auftritt und in wenigen ,generationen sich die gesamte ,kulturwelt erobert1 dieses ,flechtwerk1 die ,bandornamentik1 welche in den mannigfachsten ,anwendungen und ,umbildungen sich ber schmale und breite ,flchen1 ,friese und ,felder1 in jeder nur mglichen ,technik und ,anwendung ergiet1 ganz offenbar eben zu diesem ,zwecke und bewut an der ,stelle jedes anderen blichen ,schmuckes gebraucht4 ,wo man in der ,antike und spter ,pflanzen und andere ,ornamente aller ,art1 ,feldereinteilungen1 aber nicht minder auch ,figuren und ,reliefs bis zu der vielgestaltigsten und wertvollsten ,durchbildung anwandte1 berall da verbreitet sich jetzt die neue1 so viel anspruchslosere und ursprnglichere ,schmuckweise4 ,schmal und breit1 als ,fries oder ,feld1 als ,fllung1 eckig und rund4 ,und1 wo sich doch noch ein anderes ,motiv einmal hineinzumischen wagt1 pflanzlicher oder gar figrlicher ,art1 da ist dieses der ,art und ,erscheinung des ,flechtwerkes so angenhert1 da es kaum anders wirkt oder aussieht4 ,illustration3 ,,xiii ,abb4 #cg4 ,aquileja4 ,schranke4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,como4 ,s4 ,abbondio4 ,denn eine besondere ,stilisierung dieser ,schmuckweise geht mit ihrer ,anwendung wieder ,hand in ,hand3 die holzmige ,behandlung1 das absolut ,flchenhafte4 ,auch das ,flechtwerk wird1 wie das ,kerbgeschnitze1 aus der ,flche heraus oder in sie hineingeschnitten1 ganz glatt oder flach auf ,grund gesetzt4 ,wie das der ,zimmermann eben gewhnt ist1 der in sein gehobeltes ,brett oder seinen ,pfosten nachher mit grobem ,werkzeug in einfachster ,technik den ,schmuck hineingrbt4 ,und diese ,art bertrgt sich in jedes ,material1 vom ,holz in den ,stein1 in das ,metall1 in den ,stuck und in die ,malerei4 ,sidenote3 ,verbreitung ,wie eine neue ,mode berzieht solcher ,neugeschmack nun die ganze okzidentalische ,kulturwelt1 von ,england an bis sogar ber ,griechenland und nach ,armenien1 vom hchsten ,norden bis nach ,sditalien und ,spanien1 ja auch wohl nach ,afrika hinein4 ,da darf wohl die ,vermutung deutlicher ausgesprochen werden1 die schon fters angedeutet ist1 z4 ,b4 von ,salin1 der sie1 wenn auch schchtern1 von ferne zeigt1 da die ,neubelebung und ganz auerordentlich fruchtbare und vielgestaltige ,ausbildung dieses ja gewi uralten ,ziergedankens vielleicht von den ,germanen ausgegangen sein drfte4 ,trifft doch die ,zeit seiner ,herrschaft mit dem politischen ,hhepunkte des ,germanentums zusammen oder folgt ihm unmittelbar6 -- ,da wenigstens die ,kelten in ,irland in ihrer berhmten ,miniaturornamentik das ,flechtwerk wie die geometrische und die ,tierornamentik von den ,germanen bernommen haben werden1 zeigt ,salins kurze ,zusammenstellung hchst berzeugend4 ,nach ,osten zu ins byzantinische und armenische ,land hinein lt sich aber das allmhliche ,eindringen der nordischen ,schmuckmotive zeitlich und in klarer ,entwicklung und ,umbildung ganz wohl verfolgen1 und es bedarf weniger des ,gedankens1 da im #g4 und #h4 ,jahrhundert der allgemeine ,gebrauch geradezu nach dieser ,zierform verlangt habe81 als da in der ,tat hier die gewaltige bermacht des ,germanentums dieser vorher in ganz bescheidenem ,mae gebrauchten ,schmuckweise zu einer so allgemeinen ,anwendung verholfen hat4 ,die ,byzantiner haben sich ihrer in der ,folge in nicht geringem ,umfange bedient1 doch unterscheidet sich ihre ,auffassung von der germanischen nicht unbetrchtlich und ist fr das gebte ,auge bald zu unterscheiden1 da sich das ,neue dort sehr rasch in den ihnen gewohnten ,charakter einfgt und einpat1 d4 h4 sanft umgestaltet zu herkmmlicher ,regelmigkeit und einem gewissen der ,antike nherstehenden ,schema4 ,was der germanischen ,art darin eigentmlich blieb1 war die urwchsig knorrige ,art und ,kraft1 die frische ,unbekmmertheit in der ,anwendung und ,durchbildung1 der ,mangel an streng systematischer ,behandlung und ein sozusagen weit weniger architektonisches ,wesen4 ,ganz besonders vielfltigen ,gebrauch von dieser ,art der ,verzierung aber haben die ,langobarden gemacht1 in ,anschlu an sie dann die ,franken1 zuerst die sdlichen4 ,von ,capua und ,neapel zieht sich ber ganz ,italien1 in ,sdfrankreich bis etwa nach ,poitiers und ,orleans1 nach der ,schweiz und ,sddeutschland hin das ,verbreitungsgebiet dieses eigentmlichen ,zierstiles1 des ,geriemsels1 wie es ,stckelberg nennt4 ,charakteristisch ist dabei die ,riefung oder ,falzung des ,riemens durch ein1 zwei oder auch drei parallele ,lngseinschnitte1 die ihn der ,lnge nach in meist drei schmale ,riemen teilen2 scharfkantig oder auch so1 da drei runde ,stbe wie ,schnre nebeneinanderliegen4 ,alles ganz flach in einerlei ,ebene4 ,dazu treten taufrmig gewundene ,rundstbe1 die der ,zimmermannskunst ja bis heute eigentmlich geblieben sind4 -- ,spter wurde die ,riefung zur ,abwechslung im mittelsten ,strange gern geperlt 7,abb4 #cf74 ,was nun mit diesen ,grundmotiven angefangen wurde1 bildet einen ,schatz von verschiedenen ,gestaltungen4 ,taue1 ,riemen1 ,zpfe1 ,schlingen1 ,geflechte1 ,netze aller ,art entwickeln sich daraus2 ein1 zwei1 drei und noch mehr ,riemen schlingen sich durcheinander1 achterfrmige ,figuren reihen sich1 ,kreis-1 ,rauten- und andere ,geflechte bis zum richtigen ,netz mit groen oder kleineren1 runden oder viereckigen ,maschen oder ,feldern werden immer neu kombiniert1 zuletzt treten runde ,figuren in ,form eines ,korbbodens8 hinzu 7,abb4 #cg1 ,tafel ,,xiii72 mit allerlei ,rosetten zusammen wird die neue ,zierweise zu frhlichstem ,spiel der ,linien und ,motive verbunden4 ,selbst das laufende ,ornament der ,ranke wird in die neue ,art gezwungen1 indem z4 ,b4 seine ,schlingen als sich drehende ,rosetten aneinandergefgt werden 7,abb4 #ch1 ,tafel ,,xiii71 eine ,behandlung1 die auch ins ,byzantinische bergeht4 ,sidenote3 ,pflanzliche ,grundformen ,von pflanzlichen ,motiven aus der ,natur kommen dabei nicht gar viele in ,betrachtung2 am meisten die christlich-symbolische ,weinranke1 deren ,teile getrennt oder gemeinsam in zahllosen ,fllen auftreten2 sodann ,palmen und ,palmwedel 7,abb4 #ci1 ,tafel ,,xiv72 von ,tieren zunchst die hnlich bedeutungsvollen ,gestalten des ,pfaus und der ,taube1 dann auch ,pferd1 ,hirsch und ,lwe2 eine ,gestaltenwelt1 die ja auch in der vorhergehenden und gleichzeitigen anderen altchristlichen ,welt berall als bedeutungsvoll blich und verbreitet war4 ,in ,spezialwerken ist das einzelne hinreichend ausfhrlich behandelt#ab4 ,illustration3 ,,xiv ,abb4 #ci4 ,langobardisches ,ornament aus ,sirmione4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,s4 ,miguel de ,lino4 ,sulenfu4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,sidenote3 ,parallellinien als ,ornament ,zu allediesem aber noch eine besondere ,bemerkung von grter ,wichtigkeit4 ,die neue ,ornamentik bringt zu den bisher genannten ,grundformen und ,gedanken noch einen bis dahin ganz unbekannten3 den der ,linienparallelitt4 ,hat schon in dem dreistrhnigen ,flechtwerke der ,langobarden und ,franken dieser neue ,grundsatz einen starken ,ausdruck gefunden1 insofern als jede ,ornamentlinie in drei nebeneinander laufenden ,linien sich ausspricht1 so herrscht die ,parallelitt auch sonst oft sehr stark4 ,jede beliebige ,linie kann durch mehrere mit ihr gleichlaufende betont und verstrkt werden1 wo es pat2 ,deckplatten der ,kapitelle1 ,bltter1 ,flchen jeder ,form1 kurz alles1 was es irgend zult1 wird einfach durch parallele ,rinnen gerippt und so gegliedert 7vgl4 ,abb4 #df1 #dg1 #abj74 ,die doppelte und dreifache ,wellenlinie wird jetzt zum reinen ,ornament4 ,die ,konturierung1 einfach oder doppelt1 ja dreifach1 wirkt in gleicher ,weise1 wie ja die ,verdoppelung des ,umrisses schon im ltesten nordischen1 besonders dem ,flecht- und ,tierornament1 eine gewichtige ,rolle spielte4 ,diese ,eigentmlichkeit macht sich brigens auch auf ,gebieten geltend1 wo man es weniger erwarten wrde4 ,so in ganz merkwrdiger ,weise bei der ,einzelbehandlung des ,blattwerkes1 wofr ja1 wie bemerkt1 fast nur die ,bltter des ,weinstockes1 sodann die ,bltter an den ,kapitellen in ,frage kommen4 ,diese werden in eigentmlicher ,art gerippt1 geschlitzt und modelliert1 die sich bald der ,erinnerung einprgt und bei ,langobarden1 ,franken und ,westgoten gleichmig sich wiederfindet 7,abb4 #ge74 ,aber auch schon bei den ,ostgoten tritt sie auf1 selbst schon im ,goldschmuck dieses ,volkes aus der ,vlkerwanderungszeit4 ,nach dem #h4 ,jahrhundert scheint diese ,behandlungsweise zu verschwinden4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,frnkische ,quaderbehandlung4 ,diese ,freude an paralleler ,musterung und ,rippung der ,flchen geht so weit1 da selbst ,quader- und anderes ,steinwerk damit berzogen wird4 ,am meisten bei den ,franken1 bei denen besonders ,steinsrge innen und auen in dieser ,manier die bemerkenswertesten ,musterungen zeigen 7,abb4 #dj74 ,sidenote3 ,andere ,formen ,fgen wir dazu noch die allerlei geometrischen ,figuren1 so die ,drei- und ,vierecke1 die die ,masse des neuen ,formenschatzes mehren1 so erweitert sich das ,gebiet um ein ganz betrchtliches4 ,manderartige ,flchenverzierungen entwickeln sich daraus1 manche gewi aus antiken ,anregungen1 andere ebenso sicher ohne diese ,hlfe nur aus der einfachen ,kombination geknickter geometrischer ,linien4 ,gewisse unendlich verbreitete ,randzieraten 7,abb4 #h7 sind vielleicht aus dem auch in der ,antike bekannten ,zopf- oder ,flechtband entstanden1 aber in ihrer ,umgestaltung ganz neuartig und echt nordisch geworden und nicht wieder zu erkennen4 ,zuletzt sei auch der ,bogen- und ,arkadenfries angefhrt1 der erstere in einfacher und in doppelt sich berschneidender ,form 7,abb4 #ec71 wie ihn die ,germanen von alters her liebten4 ,dessen ,einfhrung in die grere ,ornamentik1 zuletzt in die ,architektur1 ist denn wohl ihnen zuzuschreiben4 ,kreuze aller ,art1 ,sterne1 blumenartige ,gestalten1 ,rosetten1 auch ,palmbltter1 anderseits krabbenartige ,gebilde lngs der ,kanten 7,abb4 #da2 vgl4 ,abb4 #fh71 entschieden die ,vorlufer der gotisch-mittelalterlichen so gebruchlichen ,randzierden an ,wimpergen1 vervollstndigen das ,arsenal dieser ,richtung4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,ravenna4 ,ciboriumgiebel4 ,sidenote3 ,figrliches ,das ,figrliche aber1 besonders das ,menschliche1 ist1 wie bemerkt1 ungemein selten4 ,es macht fast den ,eindruck1 als ob hier ein knstlerisches ,unvermgen bestimmend gewesen sei1 oder wenigstens eine groe ,unbehilflichkeit1 die den ,germanen gebot1 von der ,darstellung des ,lebendigen ,abstand zu nehmen4 ,wo diese denn doch versucht ist1 fllt der ,versuch im allgemeinen unbefriedigend aus1 ist das ,ergebnis wirklich oft ein recht barbarisches81 besonders verglichen mit der herrlichen ,skulptur der ,antike1 auch der sptesten 7vgl4 ,abb4 #aja1 ,tafel ,,xxvii74 ,die ,jahrtausende solcher ,tradition1 auf der grten ,kunstblte aller ,zeiten beruhend1 waren eben den ,nordlndern nicht gegeben1 und so beschrnkten sich in dieser ,beziehung die eingewanderten ,knstler auf das uerste4 ,erst eine aus der ,vlkervermischung entstehende neue ,bevlkerung hat sich langsam wieder solche ,wege bahnen knnen1 und fast ein halbes ,jahrtausend dauerte es1 bis sie neue bildhauerische ,werke von knstlerischer ,bedeutung zu schaffen vermochte4 ,immerhin aber ist auch jenen wenig geglckten ,leistungen der ,germanen auf diesem ,gebiete1 der ,langobarden1 der ,franken und anderer germanischer ,vlker1 geschickte ,flcheneinteilung und ,musterung1 ganz geschlossene teppichartige ,wirkung und ernster ,charakter im ,rahmen des ,gegebenen nachzurhmen1 wenn auch1 wie in ,cividale am ,pemmoaltar1 die ,verhltnisse z4 ,b4 der ,arme und ,hnde zum ,krper1 die ,gesichtsbildung und anderes wahrhaft erschreckende ,monstrositt zeigen4 ,es sind eben die allerersten tastenden ,versuche1 die berall einen wirklich ganz kindheitlichen ,charakter tragen1 der sich beispielsweise darin uert1 da auf dem ,evangelistenrelief des ,baptisteriums in ,cividale der ,lukasochse im ,profil doch auf der ,stirn mit zwei ,augen nebeneinander dargestellt ist4 ,auch diese ,keime sind von ,wert und ,bedeutung fr uns2 dabei ist1 wie bemerkt1 die ,eigenart der ,wirkung solcher ,arbeiten eine fesselnde und merkwrdig sichere1 was immer wieder darauf hinweist1 da die technische ,seite ihrer ,behandlung auf einer lange gebten und erprobten handwerklichen bung beruht4 ,die ,holzbaukunst4 ,wenn nun hier auf dem ,gebiete der ,kleinkunst und der ,dekoration berall die ,grundlage hindurchschimmert1 welche durch eine bereits zu bedeutender ,entwicklung und ,blte gelangte ,holzkunst gegeben war1 wenn ,handwerksbung und ,gewohnheit die ,sonderart auf alle anderen ,gebiete zu bertragen strebten1 so ist ganz naturgem die altgermanische ,baukunst selber1 von der in der ,hauptsache dies ,buch handeln soll1 zuerst eine reine ,holzbaukunst gewesen und auch in gewissem ,sinne lange geblieben4 ,wenigstens ist es sicher1 da1 soweit selbst das ausgeprgteste germanische ,steinbauwerk der fortgeschritteneren ,zeit irgendeine besondere ,eigentmlichkeit seiner ,kunstformen aufweist 7wie das nie fehlt71 solche stets und immer nur zu erklren ist durch ,zurckgreifen auf die vorhergegangene ,holzbauweise und die ,beziehung zu ihr1 wenn auch manchmal1 wie bei den ,gewlben1 nur im negativen ,sinne4 ,leider ist uns von den ,originalwerken in ,holz aus jener ,zeit so gut als alles1 selbst jedes ,bruchstck1 verloren gegangen1 wie das in der vergnglichen ,natur des ,materials liegt1 dessen ,dauer in baulicher ,verwendung im ,norden hchstens achthundert ,jahre zu erreichen scheint4 ,und doch haben wir ,zeugnisse genug dafr1 da jene verschwundene ,kunstweise eine grndlich durchgebildete und bedeutsame war1 vielleicht noch mehr1 als wir es heute ahnen1 wohl am meisten1 wie es scheint1 gleich nach dem ,emporsteigen der germanischen ,vlker auf dem ,gebiete der ,kleinkunst4 ,sidenote3 lteste ,zeit ,die ,holzbaukunst der ltesten ,zeiten bis nach ,tacitus ist ja sicher in der ,hauptsache eine reine ,nutzbaukunst gewesen und geblieben1 wie das mit ,gewiheit auch aus der sehr primitiven und bescheidenen ,lebensweise unserer ,vorfahren hervorgeht4 ,die ,spuren der lteren ,wohnungen1 die sich hie und da vorfinden1 besttigen dies2 nicht minder die ,darstellungen germanischer ,siedelungen auf den ,siegesdenkmlern der ,rmer1 wie der ,trajan- oder ,mark-,aurel-,sule4 ,sidenote3 ,blockhaus ,von ,wohnhusern in ,skandinavien bis zur ,wikingerzeit haben sich erhebliche ,spuren erhalten2 sie waren oft von merkwrdig bedeutenden ,abmessungen1 bis #dj m lang1 unten mit dicken ,steinwllen eingefat2 darber das ,dach ohne innere ,decke2 der ,fuboden war die platte ,erde1 inmitten befand sich die ,feuerstelle1 der ,herd1 dessen ,rauch durch eine ffnung im ,dach abzog4 ,spter bestanden auch die ,wnde aus ,holz1 entweder aus dicht liegenden oder aufrechtgestellten ,stmmen oder weiter gestellten und verbundenen mit ,zwischenfeldern 7,fachwerk71 die mit ,flechtwerk und ,lehm gedichtet wurden4 ,meist trugen innere ,pfosten1 manchmal gar in zwei ,reihen angeordnet1 das ,dach1 bisweilen befand sich vor der ,tre ein schtzender ,vorbau2 das ,dach war mit ,schilf1 ,stroh1 ,torf oder hnlichem gedeckt2 ,fenster kommen erst spt auf4 ,viele dieser ,bauwerke scheinen nicht eckig1 sondern an den ,winkeln abgerundet1 oft fast von eifrmigem ,grundrisse gewesen zu sein2 auch die ,huser der ,germanen1 die die ,mark-,aurel-,sule zeigt1 sind meist rund1 aus dicht nebeneinanderstehenden ,stmmen errichtet1 die durch ,flechtwerk verbunden sind4 ,diese ,technik1 die eine ,art des ,blockhausbaus darstellt1 hat sich lange erhalten1 und die lteste ,holzkirche in ,england1 die noch steht1 zeigt solche ,wandbildung4 ,das heute noch1 besonders im ,norden1 gebruchliche ,bauen aus liegenden ,balken mag eine etwas jngere ,entwicklung darstellen4 ,jedenfalls haben wir aber in diesen drei ,gestalten3 dem ,fachwerkbau1 dem stehenden und dem liegenden ,blockbau die drei ltesten ,arten des germanischen ,holzbaues vor uns4 ,sidenote3 ,fachwerk ,was das eigentliche ,fachwerk anlangt1 so mu dieses im engeren ,deutschland am meisten verbreitet gewesen sein1 vor allem in der noch jetzt gebrauchten ,weise1 da das ,gerste des ,baus richtig verzimmert mit offenen ,fchern zuerst fertig aufgestellt wurde1 dann die ,fcher geschlossen wurden1 und zwar meist mit starkem ,flechtwerk1 das dann von beiden ,seiten mit ,stroh- oder ,haar-,lehm dicht verputzt werden mute4 ,oder die ,fcher wurden -- bei besseren ,bauwerken -- mit gespundeten ,bohlen ausgefllt1 liegend oder stehend1 sogar mit richtigem ,tfelwerk4 ,erst diese ,art gab die ,grundlage zu einer knstlerisch wertvolleren ,ausbildung2 ,balken1 ,stnder1 ,schwellen1 wie das das ,gefach ausfllende ,bohlen- und ,tfelwerk konnten geschnitzt und gekerbt1 besonders sich eignende ,teile auch1 wie groe und kleine ,sttzen1 auf der ,drehbank zu ,sulen gedreht werden2 zuletzt wurde vieles oder alles bemalt4 ,in dieser letztbeschriebenen ,art sind noch heute die wenigen ,stabkirchen ,norwegens1 die sich aus dem frheren ,mittelalter gerettet haben1 hergestellt und geschmckt und geben uns daher wenigstens in etwas eine ,vorstellung von jener lteren ,baukunst1 wenn auch der ,formalismus und das einzelne der ,stabkirchen gegenber der uns bekannten originalen ,formenwelt der ,germanen bereits starke ,umbildung in mittelalterlichem ,geiste aufweisen4 ,immerhin sind sie hinter ihrer ,zeit um einige ,jahrhunderte zurckgeblieben und erscheinen uns sozusagen fast als die letzten fossilen berreste aus jener lngst vergangenen ,epoche unserer ,vergangenheit4 ,sidenote3 ,geschichtliche ,nachrichten ,doch schon allein die ,verse des ,venantius ,fortunatus1 ,bischofs von ,poitiers1 die er um #efj schrieb1 als er unsere damals neu aufblhenden ,stdte am ,rheine1 ,mainz1 ,kln und andere1 bewundernd besuchte1 geben uns in dieser ,richtung vollgltiges ,zeugnis3 ,weg mit euch1 mit den ,wnden von ,quadersteinen6 ,viel hher ,scheint mir1 ein meisterlich ,werk1 hier der gezimmerte ,bau4 ,schtzend verwahren vor ,wetter und ,wind uns getfelte ,stuben1 ,nirgends klaffenden ,spalt duldet des ,zimmermanns ,hand4 ,sonst nur gewhren uns ,schutz das ,gestein und der ,mrtel zusammen1 ,hier aber bietet ihn uns freundlich der heimische ,wald4 ,luftig umziehen den ,bau ins ,gevierte die stattlichen ,lauben1 ,reich von des ,meisters ,hand1 spielend und knstlich geschnitzt4 ,ganz offenbar hat der dichtende ,bischof ,gebude genug gesehen1 die in der oben beschriebenen ,art erbaut waren2 die ,umgebung dieser ,holzgebude mit ,lauben -- wie er sagt1 auf allen vier ,seiten -- spricht dafr1 da es freistehende ,huser waren1 die ihm besonders auffielen2 ,beispiele von spteren doch auch schon alten ,lauben sowohl an der ,giebel- wie an der ,langseite der ,holzhuser sind auch heute noch genug vorhanden4 ,auer dieser ,art gelegentlicher ,nachrichten haben wir aber noch ganz bedeutsame und wichtige gleichzeitige ,beschreibungen von ,hauptwerken1 anderseits auch wirkliche ,dokumente1 die uns ber den ,umfang des ,holzbaus bei den ,germanen whrend und nach der ,vlkerwanderung wertvollen ,aufschlu geben4 ,da sind vor allem die uralten ,gesetzbcher der ,germanen1 wie die lex ,visigotorum1 die lex ,salica1 die leges ,alamanorum1 ,baiuwariorum1 die auf die ,sitte des ,holzbaus eingehende ,rcksicht nehmen4 ,von den ,burgunden erzhlt ,socrates ,scholasticus1 da sie zur ,zeit1 da sie noch am ,rheine saen1 alle ,zimmerleute gewesen seien1 was natrlich nicht ganz wrtlich zu nehmen ist1 aber doch besagt1 da jeder verstand1 sich seinen ,holzbau zu errichten4 ,aus allem geht auerdem hervor1 da die ,germanen berall noch in ,gehften wohnten1 in denen sich die ,wirtschaftsgebude1 ,stlle1 ,speicher1 ,scheunen1 auch wohl ,kche und ,keller1 selbst ,bienenhuser1 um das ,hauptwohnhaus gruppierten1 zu dem fters noch eine getrennte ,frauenwohnung trat4 ,grten schlossen sich an2 alles war von einer ,umhegung1 selbst von ,mauern und ,grben eingefriedigt4 -- ,aber auch stdtische ,wohnhuser gab es1 wo eben geschlossene ,stdte waren1 darunter mehrstckige1 mit ,treppe1 hlzernem ,sller und verschiedenen ,rumen 7,metz72 bei den ,franken nicht selten selbst solche mit ,kapelle und ,baderaum2 doch hier wohl das ,erdgescho schon aus ,stein1 nur die ,obergeschosse aus ,fachwerk errichtet4 ,nicht nur einfache ,wohn- und ,wirtschaftsgebude1 sondern auch die ,palste jener ,zeit1 die ,knigshallen und selbst die ,kirchen wurden in ,holz errichtet4 ,als ,einhard in ,steinbach seine noch stehende steinerne ,basilika bauen will1 spricht ,ludwig der ,fromme 7#hae7 in der ,schenkungsurkunde von ,grund und ,boden von der seither dort vorhanden gewesenen basilica lignea modica constructa in ,michlinstad84 -- ,es war eine kleine ,holzkirche dort gewesen1 und es ist annehmbar1 da jede der ltesten ,steinkirchen im ,norden an die ,stelle einer vorhergegangenen hlzernen getreten ist4 ,auf der dem #i4 ,jahrhundert angehrigen ,frankenburg1 tief im ,wald ob ,rinteln gelegen1 deren ,mauern ein bis zwei ,meter hoch noch stehen1 fand man im ,schutte der dem ,palas gegenberstehenden ziemlich kleinen ,burgkapelle zahlreiche ,stcke gebrannten einstigen ,lehmbewurfes ihrer oberen ,wnde1 in dem sich das ,flechtwerk der ,fcher deutlich abgeprgt hatte4 ,demnach mu der eigentliche ,aufbau der ,kapelle aus ,holzfachwerk bestanden haben1 dessen ,gefache mit verputztem ,geflecht ausgefllt waren4 -- ,das ganze kleine ,schlo wurde offenbar nachher durch ,brand vernichtet4 ,auch lignea moenia werden bei ,jordanies erwhnt1 nach neueren ,ausgrabungsergebnissen nicht etwa blo bretterne ,zune1 sondern starke ,befestigungen aus doppelten hlzernen ,spundwnden mit ,pfosten1 deren ,zwischenraum mit ,erde ausgestampft war4 ,widukind barg seine ,schtze in hlzernem ,schatzhause vor den ,franken2 zahllose historische ,nachrichten besttigen die ,alleinherrschaft des ,holzbaus in der ,zeit bis zur ,einfhrung des ,christentums wie ihre nachher wenig geschmlerte ,fortdauer bis tief ins ,mittelalter4 -- ,in ,frankreich zur ,merowingerzeit werden die bedeutenden ,holzkirchen zu ,thiers 7bei ,gregor von ,tours71 zu ,tongres1 die hlzerne ,kathedrale zu ,reims gerhmt4 ,von der zu ,tongres lautet der ,ausdruck3 de tabulis ligneis levigatisque4 ,auch an ,stelle des ,straburger ,mnsters stand zuerst eine hlzerne ,bischofskirche4 ,sidenote3 ,holzpalast des ,attila ,eine der fr uns wichtigsten ,beschreibungen finden wir in der durch ,priscus gegebenen seiner ,gesandtschaftsreise zu ,attila und seines ,besuches bei diesem gewaltigen ,knig in seiner ,burg in ,nieder-,ungarn4 ,es ist zweifellos1 da diese nicht von ,hunnen gebaut1 sondern durch ,germanen1 wohl ,msogoten1 errichtet war und ein getreues ,bild bot der damals bestehenden germanischen ,knigsburgen4 ,aus des ,priscus ,beschreibung geht hervor1 da die gesamten ,baulichkeiten aus ,balken und bearbeiteten ,brettern bestanden und durch hlzerne1 nicht nur zum ,schutze1 sondern auch zur ,zierde errichtete ,zune umfat waren2 der die innere ,knigsburg einschlieende besa ,trme4 ,inmitten befand sich die eigentliche ,knigshalle1 umgeben von den ,frauenwohnungen4 ,diese ,bauwerke waren teilweise aus schn bearbeiteten ,balken1 die an den ,enden ineinandergefgt waren 7also in liegendem ,blockbau71 teils aus geschnitzten und zierlich zusammenverbundenen 7also im ,charakter des hochnordischen sogenannten ,reiswerks7 hergestellt4 ,die ,knigshalle1 inmitten gelegen1 offenbar auf dem hchsten ,punkte1 vor der sich der ,thingplatz ausbreitete1 war nach jener ,beschreibung eine mchtige1 quergestellte ,holzhalle1 zum ,speise- und ,festraum bestimmt1 an deren ,rckseite dem ,eingang gegenber sich der erhhte ,sitz ,attilas befand4 ,ringsum ,sitzbnke oder ,lager an den ,wnden2 hinter dem ,thron des ,knigs auf weiterer ,erhhung sein mit ,teppichen verhlltes ,lager4 -- ,das ,ganze entspricht genau der berall bei den ,germanen blichen ,anordnung der ,knigshallen1 sowohl der in alten ,berichten erwhnten1 wie der noch ganz oder teilweise erhaltenen zu ,naranco1 ,aachen1 ,goslar4 -- ,nur die hier gerhmte ppige ,ausstattung mit ,teppichen mu der ,hunnensitte angehren4 ,die ,germanen schmckten ihre ,wnde gerne mit aufgehngten ,waffen und ,trophen aus ,jagd und ,krieg4 ,sidenote3 ,nordische ,knigsburgen ,sidenote3 ,knigshallen ,ganz genau jener ,anordnung entsprach nach erhaltenen ,nachrichten auch die der ltesten nordischen ,knigsburgen1 ja zeitlich wohl einige ,jahrhunderte jnger1 doch offenbar ganz die gegen ,ende des ersten ,jahrtausends berall bliche widerspiegelnd4 -- ,so lie ,knig ,olaf der ,heilige #ajaf einen neuen ,knigshof bei ,drontheim erstehen an ,stelle des von ,olaf ,trygvasen vor #ajjj errichteten ersten4 ,inmitten vieler ,gebude die lange ,knigshalle 7,hirdstofa71 diesmal mit ,eingngen an den beiden ,enden2 mitten an der langen ,wand war des ,knigs ,thronsessel4 ,dieser ,platz war1 da die lange ,front der ,halle wie immer nach ,sden zu schaute1 an der ,nordseite4 ,ringsum an den ,wnden die ,pltze der ,ehrengste und ,mannen des ,knigs4 ,der folgende ,knigshof zu ,saurlid 7,drontheim7 des ,knigs ,magnus des ,guten 7#ajgj7 bestand ebenfalls aus einer ,gruppe von ,holzbauten2 ganz allein die ,halle errichtete der ,knig aus ,stein1 was so unerhrt war1 da bei ,fertigstellung dieser ,halle ,magnus' ,nachfolger sie dem heiligen ,gregor zur ,kirche weihen lie4 ,da des ,knigs ,sitz zwischen ,sulen stand1 so ist anzunehmen1 da ,reihen solcher lngs beider ,langseiten liefen1 innen das ,dach zu tragen2 um so gewisser1 als solche ,hallen oft groe ,abmessungen besaen4 ,davon erzhlen altislndische ,berichte2 so von einer ,gasthalle1 die #aje ,ellen lang1 #ad ,ellen breit und hoch war2 ,gebude von solcher ,gre bedurften natrlich innerer ,sttzen4 ,die angelschsische ,halle ,heorot1 im uralten ,heldensang von ,beowulf gefeiert1 die ,hirsch- oder ,hornhalle 7,hornsele71 errichtete1 wie das ,gedicht erzhlt1 ,knig ,hrodgar am ,abhange seines ,burgberges1 weit ber ,land und ,meer schauend4 ,dem ,eingang gegenber des ,knigs ,hochsitz1 ringsum ,bnke1 inmitten die ,hochsule 7,kaiserstiel871 eine in angelschsischen ,bauwerken verbreitete mittelste ,holzsttze1 die wohl beweist1 da die hierbei notwendige ,form des steilen ,daches nach allen ,seiten abgewalmt gewesen sein mu und eine mittlere ,spitze oder gar turmartigen ,aufbau 7nach ,art der nordischen ,holzkirchen7 besa4 ,da der hier geschilderte oder zum ,vorbild genommene ,bau der reinste ,holzbau war1 geht auch aus der ,bezeichnung hervor1 da er von innen und auen mit ,eisenbndern kunstvoll umschmiedet war1 also offenbar eiserne ,verbindungsteile seiner horizontalen ,hauptschwellen besa2 sollte man sich ihn nach ,art der ltesten englischen ,holzkirche 7,greenstead7 aus aufrechtstehenden ,balken in ,blockbau gefgt zu denken haben1 so war diese ,horizontalverbindung nicht minder unentbehrlich1 wie die ltesten ,bilder 7,mark-,aurel-,sule7 solche durch ,geflecht hergestellt andeuten4 ,sidenote3 ,baulicher ,wortschatz des ,vulfilas ,zuletzt finden wir den vollgltigen ,beweis dafr1 da auch die sdlichsten germanischen ,stmme reine ,holzbaukunst pflegten1 in dem ,wortschatze des ,vulfilas 7#cah-hg71 bei dem das ,volk in gezimmerten ,holzhusern lebt1 aus ,balken und ,brettern mit ,giebeln hergestellt2 da es sich um ausgebildete ,bauweise von hheren ,ansprchen handelt1 geht aus dem ,vorhandensein von ,dorf und ,stadt1 von ,garten und ,hof1 ,haus1 ,scheune1 ,vorratshaus und ,schatzkammer1 sogar ,halle und ,turm hervor4 -- ,zimmer und ,kammer1 ,sulen1 ,tr1 ,fenster1 ,vorhnge1 auch ,bett1 ,lager mit ,kissen1 ,stuhl und ,tisch1 selbst fen sind wohlbekannt1 -- nur nicht das ,mauern4 ,alles ,werk wird vom ,zimmermann mit der ,axt aus ,bauholz gezimmert1 selbst der biblische ,eckstein4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,von einem ,eimer aus ,hemmoor4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,salzburg4 ,kamin4 ,fr seine ,langobarden spricht ,knig ,rothari in seinem ,edictus ebenfalls von den ,husern als von ,holzbauten in ,fachwerk und mit ,schindeln gedeckt4 ,sidenote3 ltestes ,bild eines ,hauses ,sidenote3 lteste ,reste von ,zimmermannsarbeiten ,vielleicht das lteste originale und wirkliche ,bild einer deutschen ,behausung solcher ,art finden wir auf dem silbergetriebenen ,reifen eines ,eimers1 den man zu ,hemmoor im ,hannoverschen fand4 ,ich habe versucht1 die ,zeichnung dieses wie es scheint auf einer ,warft von ,feldsteinen stehenden ,blockhauses mit seiner ,laube und seinem ,schilfdache hier etwas verstndlicher zu machen 7,abb4 #db74 ,auf hnliche ,vorfahren mag das westpreuische ,haus zu ,koslinka bei ,tuchel hindeuten4 ,einige ,reste von ,zimmermannsarbeiten sehr hohen ,alters lassen sich in ,spanien noch nachweisen4 ,so ist der ,dachstuhl mehrerer asturischer ,kirchen um #hbj noch ursprnglich1 der von ,santullano in ,oviedo1 ,s4 ,adriano de ,tuon4 ,da sind starke ,dachbalken mit ,rundbogenfriesen und ,rosetten in ,linien geschmckt1 ,dachgesimse als gewundene ,schwellen auf ,balkenkpfen liegend u4 dgl4 noch vorhanden2 alles von absolut trefflicher ,technik und klarer ,formbehandlung4 ,von uralten ,zimmermannsgepflogenheiten sprechen die eichenen ,kaminberdeckungen der karolingischen ,salzburg bei ,kissingen1 die sptestens dem #aa4 ,jahrhundert entstammen1 wohl das lteste noch vorhandene deutsche ,zimmerwerk4 ,die kluge und geschickte ,holzkonstruktion mit ihren berblattungen 7,abb4 #dc7 beweist1 da man auch damals immer noch in etwas schwierigen ,fllen zum ,balkenholz und der vertrauten und bewhrten ,axt griff1 um die ,aufgabe sicher zu lsen4 ,der gewaltige sandsteinerne ,mantel der ,feuersttte ruht noch heute nach vielleicht #ijj ,jahren sicher auf den eichenen ,schwellen4 ,heute wunderts einen wohl1 ,holz ber dem ,feuer zu finden1 und man bedenkt nicht1 da noch bis gestern in der niederschsischen ,heide jede ,feuerstatt mit einem ,mantel aus gekreuzten ,hlzern abgedeckt war1 da auch von jeher das heilige ,herdfeuer der ,germanen mitten im ,holzhause frei unterm ,dache brannte4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,altertmliche ,motive im deutschen ,holzbau4 ,sidenote3 ,alte berlieferungen im mittelalterlichen ,holzbau ,und sehen wir unsern heimischen ,holzbau nher an1 wie er erst seit dem dreiigjhrigen ,kriege langsam erstarb1 so finden wir in ihm eine ,flle uralter aber unsterblicher ,motive1 die bis dahin immer und unaufhrlich das formale ,rstzeug des deutschen ,zimmermanns gebildet hatten 7,abb4 #dd74 ,der gewundene ,taustab1 den wir als ,randverzierung oder ,leiste seit den ltesten ,zeiten des ,germanentums in seinem ,ornamentenschatz angewandt finden1 verschwindet erst im #ag4 ,jahrhundert2 nicht minder die halben und ganzen ,rder oder ,fcherformen des ,holzbaus der deutschen ,renaissance1 denen wir bereits in der ,zeit der ,vlkerwanderung in ,mengen begegnen4 ,balkenkpfe1 wie sie uns mit ebensolchen ,rosetten geziert auf ,schritt und ,tritt in unseren ,harzstdten auffallen1 treffen wir in ,stein schon bei den ,westgoten1 offenbar doch nur eine reine ,nachbildung von hlzernen4 ,flechtwerke aller ,art1 besonders zopfartige ,friese1 wie sie den ,langobarden so gelufig waren1 haben sich -- immer nur im ,holzbau -- bis ins #ag4 ,jahrhundert an der ,weser und am ,harz gehalten1 verbunden mit jener eigentmlich charakteristischen ,schmucktechnik1 die wir von alters her kennen1 in vertieften ,linien1 ,hohlkehlen1 ,stbchen oder einfach gekerbt4 ,ein ,balken1 wie der aus ,rinteln1 knnte uns in ,stein ganz gut tausend ,jahre frher bei den ,franken begegnet sein2 frnkische ,steinkonsolen in ,kerbschnitt1 wie sie uns das ,clunymuseum bietet1 kann man sich ebensoviel spter vom deutschen ,zimmermann zu jenem ,balken passend angefertigt denken4 ,dazu zeigt sich uns eine ,flle der gewundenen ,stabmotive in der deutschen ,zimmermannskunst als ein nie verschwindendes stets lebendiges ,erbteil der alten germanischen ,holzkunst4 ,auf diesem so bescheidenen ,gebiet offenbart der ,zimmermann immer aufs neue eine erstaunliche ,vielfltigkeit seiner ,erfindungskraft und ,gedanken4 ,merkwrdig ist es dabei1 da gerade die ehrwrdigsten deutschen ,stdte1 in denen noch ,holzbauten in nennenswerter ,zahl erhalten sind1 sich auf diesem ,gebiete als die reichsten erweisen2 ,gandersheim1 ,quedlinburg1 ,halberstadt und andere uralte ,sitze der ,holzbaukunst sind dafr bezeichnende ,beispiele4 -- ,offenbar ist hier die berlieferung der ltesten ,formen am mchtigsten geblieben4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,steingesimse im ,holzstil4 ,sidenote3 ,profilierung und ,einzelbildung im ,holzstile ,nicht minder entscheidend aber fr unsere ,erkenntnis der frhesten deutschen ,baukunst ist die ,behandlung von ,gesimsen und ,profilen4 ,ihre ,gestaltung in der ,antike ist bekannt genug4 ,man erinnere sich nur daran1 da diese vorwiegend aus dnnen ,platten bestehenden ,gliederungen weit vorspringen und meist gleichzeitig zum ,wasserabtropfen bestimmt1 also unterhhlt1 in scharfen ,linien die ,flche durchschneiden1 tiefe ,schatten werfend1 trennend und begrenzend4 ,die lteste germanische ,baukunst verzichtet dagegen im allgemeinen durchaus auf solche ,gesimse1 kennt vielmehr fast nur eingegrabene ,linien1 ,kehlen1 ,stbe u4 dgl4 zur ,gliederung der ,vorderflchen liegender ,steinbalken 7,abb4 #de74 ,ganz genau dasselbe finden wir in unserem alten ,holzbau 7,abb4 #dd74 ,insbesondere die ,horizontalbalken werden durch lngslaufende ,kehlung geschmckt und gegliedert2 wo sie in der ,flche liegen1 nur auf der ,vorderseite2 vorspringende manchmal auch um die ,kante4 ,die hier angewandten ,profile sind denn ausschlielich ,hohlkehlen und ,stbe nebeneinander mit scharfen oder schrgen ,kanten dazwischen2 der ,schlssel zu der ,sonderart der ,profilierung1 deren sich die alten germanischen ,bauleute1 auch im ,stein1 berall bedienten4 ,fr die aufrechten ,balken verzichtet der ,zimmermann von jeher meist auf ,gliederung1 sofern es sich nicht gerade um ,ecken handelt4 ,in diese aber setzt er rechtwinkelig eingreifend gerne besondere ,stbe1 gewundene oder gekerbte1 oder auch kleine ,sulchen ein4 ,die sogenannte ,falzsule 7vgl4 ,abb4 #dd74 ,ist es dann erstaunlich1 wenn wir im ,sden schon bei ganz frhen germanischen ,zierwerken in ,stein an den ,ecken die ,falzsule anstatt des rmischen ,pilasters wiederfinden8 -- ,so an westgotischen ,sarkophagen in ,toulouse 7,abb4 #df74 -- ,und ist es dann merkwrdig1 wenn uns von dem ,auftreten der ,germanen an im ,sden ,europas auch sonst so hufig als ,brechung der ,ecke die ,falzsule begegnet1 die dann im romanischen ,stile geradezu herrschend auftritt8 berall findet man in der ,folge dann kleine ,sulen in ,winkel und ,ecken gestellt1 diese ausfllend1 als neues ,motiv in der ,baukunst1 wo bis dahin die groe und kleine ,sule nur freistehend oder angelehnt angewandt wurde4 ,welche ,ausbreitung auch dies in der romanischen ,zeit gewonnen hat1 ist bekannt4 -- ,gliederung und ,schmuck1 die dem aufrechtstehenden ,balken ausnahmsweise zuteil werden1 hat unsere ,holzbaukunst ebenfalls in seine ,vorderflche hineingraben mssen und so ganz eigentmliche ,gestaltungen hervorgebracht1 die in berraschendster ,weise mit mancherlei ,steinarbeiten der ,westgoten die allernchste ,verwandtschaft zeigen 7,abb4 #df74 ,in ,merida besonders finden sich hierzu die merkwrdigsten ,analogien4 ,die ,kopfbnder1 das unentbehrliche ,rstzeug der alten und spteren ,zimmermannskunst1 sind in vielfltigen ,anklngen in der alten ,steinkunst vorhanden4 ,auch mancherlei verwandte ,formen sind nicht anders zu deuten2 vor allem aber die beim ,holzbau so ntigen ,sattelhlzer1 querliegende kurze ,balken ber den ,sttzen 7vgl4 ,abb4 #abf74 ,gerade von diesen geht die ,neubildung bisher unbekannter wichtiger ,strukturteile aus4 ,bleiben wir auf diesem ,wege der ,betrachtung1 so werden uns die besonderen ,eigentmlichkeiten der alten ,bauwerke der ,langobarden1 ,westgoten1 ,franken und anderer ,stmme1 durch die sie sich von den ihnen vorhergehenden der ,rmer und der ,byzantiner unterscheiden1 rasch klar und verstndlich4 -- ,da die ,germanen berall1 wo sie den ,steinbau aufnehmen muten1 sich zunchst nach dem ,vorbilde der vorhandenen ,bauwerke richteten1 war ja selbstverstndlich genug4 ,ganz offenbar gingen sie auch gewissermaen zaghaft oder uerst vorsichtig an solche ,aufgaben heran1 vor allem1 wenn es sich um ,bgen und ,wlbungen handelte1 deren technische ,grundstze ihnen neu sein muten4 ,so konnten die selbstndigen ,einfgungen und ,umwandlungen1 die sie vorzunehmen hatten1 zunchst nur bescheidene und wenig bemerkbare sein1 ehe sie zu einer eingreifenden ,umgestaltung des ,gegebenen gelangten4 berall aber darf getrost dieser ,proze1 der in der ,baukunst doch zuletzt so betrchtliche ,folgerungen ergab1 als der der ,herstellung von ,steinbauwerken durch gewesene ,zimmerleute aufgefat und mssen seine meisten ,eigentmlichkeiten so erklrt werden4 ,einzelformen in der ,baukunst4 ,von besonderem ,interesse ist hier naturgem die ,gestaltung der ,sttzen3 der ,pfeiler und ,sulen1 wie sie in der germanischen ,steinbaukunst auftreten4 ,sidenote3 ,nachahmung der ,antike ,es ist nur selbstverstndlich1 da das erste auf diesem ,gebiete die einfache ,nachahmung der in der ,antike blichen ,sttzformen sein mute1 da es sich berall1 in ,italien wie in ,spanien oder sonst1 um ,bauwerke in eroberten rmischen ,provinzen handelt4 ,den ,fortschritt gegenber dieser bloen ,nachahmung brachte erst die allmhliche ,barbarisierung8 der alten ,formenwelt1 in dem ,laufe der ,entwicklung zuletzt zu einer selbstndigen und wertvollen ,umbildung und ,differenzierung fhrend1 die uns hier ja hauptschlich beschftigt4 ,sidenote3 ,umbildung im ,sinne des ,zimmermanns ,fr die ,bildung der ,sulen und ,sttzen im allgemeinen tritt aber sofort ein neuer ,grundsatz in ,kraft1 der im ,holzstil begrndet diese ,umbildung beschleunigen mute4 ,die ,technik des ,zimmermanns besteht darin1 da das ,holz in bestimmten durch gerade ,flchen rechtwinklig begrenzten ,formen 7,balken7 fr seine ,verwendung hergerichtet wird4 ,soll eine knstlerische ,durchbildung nachfolgen1 so mu diese ,ausgestaltung natrlich innerhalb der ,grenzen des vorhandenen ,krpers vor sich gehen2 das ,ergebnis darf und kann also nirgends die ,begrenzungsflchen des ,balkens berragen1 da sonst ein ,aufleimen oder ,zufgen von mehr ,holz an solchen ,stellen erforderlich wre4 -- ,diese ,forderung bringt sofort einen starken ,zwang1 zugleich eine ,art ,stilisierung mit sich 7,abb4 #df74 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,germanische ,sttzenformen4 ,whrend frher ,schaft1 ,kapitell und ,fu der ,sule aus verschiedenen ,stcken1 oft verschiedenem ,material1 hergestellt wurden1 und ein jeder ,teil in den dafr passenden ,abmessungen gestaltet werden konnte1 muten sich jetzt alle drei ,teile sozusagen in einen ,kasten schmiegen1 wurden sie aus einem einzigen rechteckigen ,klotz gefertigt4 ,dabei bten ,kapitell und ,basis ihre starken ,ausladungen und ,vorsprnge ein4 ,ja selbst verkmmerten in vielen spteren ,fllen diese ,teile bis zu vollstndigem ,verschwinden4 ,bei viereckigen ,sttzen geschah ganz dasselbe3 die vorhandene rechteckige ,masse mute alles hergeben1 was an ,vorsprngen erforderlich war4 ,so wird auch fr die ,basis ohne weiteres die oben bei den ,zimmermannsarbeiten erwhnte einfache ,profilfolge von ,hohlkehlen und ,stben herrschend1 die schlielich sich in eine einfache ,ringelung ohne ,ausladung1 aus flachen ,wlsten und ,hohlkehlen bestehend1 zusammenzieht4 ,dem ,kapitell geschieht teilweise ganz gleiches4 ,es wird ebenso aus der ,masse des vorhandenen ,krpers herausgeholt1 also ungemein flach in jeder ,ausladung1 nur ein oberer geschmckter ,teil des ,schaftes4 ,ja es wird sogar so weit hinter den ,schaft zurckgesetzt1 da die gewnschte und beabsichtigte ,ausbildung aus der ,masse wieder herauskam4 ,in ,spanien haben die ,westgoten besonders in dieser ,richtung merkwrdige ,muster und ,formen geschaffen2 sei es aus dem runden1 sei es auch aus dem viereckigen ,krper1 wohl auch mit abgerundeten ,ecken4 ,wo die ,verhltnisse es mit sich bringen und die antike ,tradition ganz erloschen ist1 also im ,laufe spterer ,entwicklung1 ist es1 wie bemerkt1 nicht einmal selten1 da ,fu und ,kapitell berhaupt ganz verschwinden1 so da nach ,art reiner ,zimmermannskonstruktion nur eine einfache ,fu- und ,deckplatte auftreten2 besonders bezeichnend sieht man das wohl bei ,doppelsulen1 so in ,spanien an den ,bauwerken der letzten ,westgotenzeit 7,sta4 ,cristina de ,lena71 auch in ,italien bei den ,langobarden ist hnliches zu finden 7,ascoli74 ,sidenote3 ,kapitell ,da aber das ,kapitell in der ,antike bis dahin eine der knstlerisch bedeutungsvollsten ,rollen gespielt hatte1 jedenfalls in der ,reihe der architektonischen ,einzelheiten kaum entbehrlich schien1 so wurde es zunchst natrlich meistens in alter ,weise beibehalten1 nur langsam umgebildet4 ,der ,proze ist hier wie stets der gleiche3 anfnglich scheinbar getreues oder mglichst angenhertes ,nachbilden der antiken ,form -- ein ,bestreben1 das immer von neuem wieder auftaucht noch bis im #aj4 und #aa4 ,jahrhundert1 ja gelegentlich noch spter -- in der ,folge erst vorsichtige dann grndliche ,umformung im herrschenden ,sinne1 das heit im ,holzstil 7,abb4 #dg74 ,das macht sich freilich infolge des ,mangels der notwendigen ,technik schon gleich von ,anfang an insoweit geltend1 als die ,mittel zu genauem ,nachbilden berhaupt nicht ausreichten4 ,zuerst in einer sehr merkwrdigen ,weise an den ,nachahmungen der ,bltterkapitelle4 ,die ,bltter werden nur umrandet1 die ,rippen eingraviert1 die ,stiele gerippt2 der ,linien-,parallelismus tritt als ,dekoration an die ,stelle natrlicher ,bildung2 kurz1 der ,holzschnitzer findet sich bei ,nachahmung der klassisch vollendeten ,bltter und ,ranken mit seiner ihm gelufigen oft ungefgen ,manier ab1 die dabei ihrerseits des ,reizes nicht entbehrt4 ,es gibt an der ,moschee zu ,cordoba westgotische ,kapitelle1 die solchen aus der deutschen ,renaissancezeit zum ,verwechseln hnlich sehen4 ,man sieht3 die gleiche ,aufgabe fhrt bei ,stammesgenossen noch nach einem ,jahrtausend zu gleichen ,lsungen4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,kapitelle auf ,grund der korinthischen ,grundform4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,kapitelle von freier ,grundform4 ,bei ,kapitellen aus rmischer ,zeit war fters der ,umri des ,blattes blo im ,rohen vorgearbeitet geblieben1 die feine ,durchfhrung und ,ausarbeitung verschoben und unterlassen worden4 ,dies machte sich der ,holzknstler zunutze1 indem er das nur angedeutete ,blatt mit seinem berfall der ,blattspitze einfach zum ,vorbild nahm4 ,der ,blattberfall erschien dann als ein scharfer eckiger ,haken4 ,solche nur einfach vorgearbeitete ,flchen zeigende ,kapitelle mit ,hakenblttern wurden dann geradezu herrschender ,geschmack und scheinen sich bis ins #aj4 ,jahrhundert in unvernderter ,anwendung gehalten zu haben1 sind aber sicher schon im sechsten nachweisbar4 ,sie sind derb mit dem ,schnitzmesser angelegte ,zimmermannskapitelle geworden1 die freilich noch ungefhr die ,massenverteilung der korinthischen zeigen1 trotzdem den bewutesten ,holzstil aussprechen4 ,das ,gebiet solcher ,kapitelle ist sehr gro1 von ,sachsen ber ,spanien und ,italien1 selbst bis nach ,afrika hinber ins ,vandalenland1 wo sich schon frhzeitig ganz bestimmte ,reprsentanten reinsten ,holzstiles vorfinden1 bei denen sogar auch die ,drehbank auf die ,formen eingewirkt zu haben scheint4 ,in ,toledo zeigen uns die in ,sta4 ,cruz vermauerten ,kapitelle der westgotischen ,basilika von ,sta4 ,leocadia merkwrdig ausgearbeitete ,hakenformen4 ,der weitere ,fortschritt der ,kapitellentwicklung zeitigt nun eine vielgestaltige ,menge von ,grundformen 7,abb4 #dh74 ,langsames ,abweichen von der zuerst erstrebten antiken ,gestalt1 wobei sich auch wunderlichste ,umbildungen des so charakteristischen jonischen ,kapitells hervortun1 bis zur ,erfindung des rein tektonischen ,wrfelkapitells1 das in seiner eigentlichsten ,ausbildung freilich erst dem deutschen frhromanischen ,stil vorbehalten geblieben sein wird4 ,aber die ,vorstufen dazu1 die nicht minder der ,drehbank ihren ,anfang zu verdanken scheinen1 sind schon uralt4 ,jedenfalls ist das eigentlich neue und fruchtbringende in diesen ,arbeiten in der ,richtung zu finden1 die schon das byzantinische ,trapezkapitell eingeschlagen hatte3 in der ,vermittelung des viereckigen ,kapitellklotzes oder seines ,oberrandes zu dem runden ,schafte durch irgendwelche bergnge4 ,als einfachste ,form erscheinen hierbei zunchst die durch zuerst langsames dann strkeres ,abrunden der oberen scharfen ,ecken hervorgebrachten berfhrungen1 die oft in primitivster ,roheit1 oft in fein motivierter ,durchbildung auftreten4 ,manchmal wird der bergang durch ,ornament verdeckt4 ,auch das langobardische in die nordisch-germanische ,backsteinkunst bergegangene ,trapezkapitell von ,s4 ,lorenzo in ,verona gehrt hierher4 ,nicht minder aber die zahllosen echt germanischen ,versuche1 den bergang durch einfaches ,auskehlen der ,ecke1 zuerst ins ,achteck1 dann ins ,rund zu erzielen2 eine ,form1 die als dem ,wrfelkapitell ebenbrtig zu bezeichnen und erstaunlich fruchtbar gewesen ist4 ,ferner ist hchst anziehend die jngste dieser ,gestaltungen1 die ,becherform als ,kapitell auf dem ,halse der ,sule1 bei der die berstehenden ,ecken der ,vierecksdeckplatte durch irgendwelche ,eckauswchse1 ,knpfe1 ,schnecken1 auch gar ,menschenkpfe getragen werden4 ,eine im ,charakter urnordische ,erfindung von oft wildphantastischer ,wirkung4 ,man knnte ungeheure ,musterkarten solcher ,erfindungen jener kurzen ,jahrhunderte zusammenstellen von einem gegenber den immerhin begrenzten antiken ,kapitellformen erstaunlichen ,ideenreichtum1 der dadurch sich vervielfltigt1 da die verschiedensten jener ,grundgedanken miteinander kombiniert werden4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,ingelheim4 ,kapitelle4 ,ferner fgen sich zu diesen ,grundformen die merkwrdigsten ,ausgestaltungen4 ,so anstatt des ,akanthusblattes1 wenn es sich einmal darum handelte1 die fr solche ,bltter vorgesehene ,flche 7,hakenbltter7 wirklich auszuarbeiten1 eine ,durchbildung zu oft hchst malerisch angeordneten ,einzelblttern4 ,dafr bezeichnend sind die beiden prchtigen aus der ,pfalz zu ,ingelheim stammenden ,kapitelle in ,mainz 7,abb4 #di71 von ganz auerordentlich interessanter ,wirkung und ,behandlung1 die auch einem vllig modernen ,knstler wohl ,freude machen knnen4 ,diese ,eigenart hlt sich bis ins #aj4 ,jahrhundert 7,quedlinburg74 ,hier 7,ingelheim7 tritt aber auch noch der obere ,rand der ,bltter stark wulstig als eine ,art ,arkade1 ,bogenfries auf1 und bezeichnet wieder einen neuen ,gedanken1 der fters zur ,durchbildung gelangt 7,aquileja7 7,abb4 #ej74 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,aquileja4 ,dom-,krypta4 ,kapitell4 ,es fhrte zu weit1 allen diesen ,bildungen nachzugehen4 ,aber es ist wenigstens noch darauf hinzuweisen1 da die ,einzeldurcharbeitung dieses wichtigen ,schmuck- und ,baugliedes denn auch im echt germanischen ,sinne erfolgt1 d4 h4 in der oft einfachsten natrlichen ,kerbtechnik1 im bescheidensten ,aufundab der ,oberflchenbewegung1 unter ,anwendung einfacher oder vielfltiger ,konturierung1 ,rippung des ,flechtwerks1 der ,schleifen und ,knoten1 des ,netzwerks1 der ,tierornamentik1 der strksten ,phantastik1 schlielich wirklicher figrlicher ,reliefs1 die ,jagd1 ,kampf und ,zeremonie darstellen4 ,gewisse ,gestaltungen der letzten ,art werden da typisch1 so das bei den ,langobarden frh und spt bliche ,adlerkapitell1 das seine letzten ,sendlinge selbst nach ,deutschland schickte1 wo ,barbarossa es wie so manche andere langobardische ,form 7,flechtwerke7 z4 ,b4 in ,gelnhausen nochmals aufleben lt4 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,quedlinburg4 ,kapitell der ,wipertikrypta4 ,einer ganz besonders eigenartigen ,gestalt der germanischen ,sule darf hier nicht vergessen werden1 die so absolut deutlich den ,stempel ihrer ,entstehung aus dem ,holzbau an sich trgt3 der ,sule mit dem ,pilzkapitell84 ,diese ,form ist ganz unverkennbar direkt von der ,drehbank und aus dem ,holzbau einfach bernommen und findet sich wohl zuerst bei dem ltesten vllig original-deutschen gewlbten ,steinbau der alten ,kapelle der ,knigspfalz der ,ludolfinger in ,quedlinburg 7wie man glaubt7 jetzt ,wipertikrypta genannt 7,abb4 #ea74 ,von da mag sie nach ,werden und ,essen in ,westfalen1 wie an den ,rhein gewandert sein2 auch in ,england bei den ,angelsachsen tritt sie auf4 ,sidenote3 ,sulenschaft ,die ,schfte der ,sulen verlieren im allgemeinen wenig vom antiken ,schmucke4 ,sie werden anfnglich gerne noch kanelliert1 hufiger aber gewunden1 nicht nach der rmischen feineren ,manier1 sondern in der gewohnten ,tauform grob und derb1 manchmal gar doppelt in entgegengesetzter ,richtung1 also zopfartig4 ,der ,schaft ist meist zylindrisch1 die ,verjngung fehlt zuerst1 tritt aber in der ,sptzeit seit den ,karolingern um so krftiger auf4 ,seit dem #i4 ,jahrhundert pflegen die meist kurzen glatten ,sulen sich fast kegelfrmig nach oben zu verdnnen2 diese ,erbschaft bernimmt dann der romanische ,stil4 ,sidenote3 ,pfeiler und ,pilaster ,bei ,pilastern und ,pfeilern lt sich fters1 obwohl sie nicht hufig vorkommen1 ein ganz hnliches ,prinzip der ,durchbildung verfolgen1 getreu dem ,grundsatze der holzmigen ,bearbeitung4 ,die ,gliederung erfolgt auch hier streng in der vierkantigen ,masse der ,urform1 aus der das sttzende ,gebilde herausgehauen werden soll4 ,das ,kapitell wird bei den ,ostgoten eingekerbt1 bei den ,westgoten einfach zurck- und eingesetzt4 ,wird die ,vorderflche des ,pilasters oder ,pfeilers geschmckt1 so wird die gewnschte ,figur einfach in sie hinein gegraben4 ,merida gibt uns in seinen charakteristischen westgotischen ,bautrmmern hierfr die klarsten ,beispiele4 ,manchmal sind in die ,mitte der ,pilasterflchen noch kleinere ,halbsulen vertieft eingesenkt4 ,diese ,formen bieten uns merkwrdigste ,analogien mit den ,bildungen der deutschen ,renaissance im ,holzbau 7,hildesheim7 7,abb4 #df74 ,fr uns ,deutsche1 die damit von ,jugend auf vertraut sind1 ist die fr ,spanier und andere so merkwrdige ja unverstndliche ,gestalt jener ,pfeiler in ,merida denn gar nichts fremdes4 ,nur ebenso merkwrdig als erfreulich bleibt fr uns1 da germanische bildende ,kunst hier tausend ,jahre frher in so weit entferntem ,lande in anderem ,baustoffe zu fast genau den gleichen ,neubildungen gelangt war4 ,einen ,schimmer der ,ewigkeit1 einen winzigen ,beweis fr die ,unvergnglichkeit und ,unsterblichkeit des einmal der ,rasse innewohnenden knstlerischen ,charakters mag ein so auffallendes ,beispiel uns wieder einmal empfinden lassen4 ,mit der ,sttze aufs engste verwachsen1 direkt von ihr abhngig1 erscheint nun ein neues ,prinzip1 ein anderes bauliches ,glied1 ganz unbedingt aus dem ,zimmermannsarsenal herber genommen und zu neuer bedeutsamer ,rolle berufen4 ,es ist dies das auf der ,sttze -- der ,sule -- liegende lngere ,steinstck1 welches bestimmt ist1 die ,dnne der ,sule1 die eine oft vielfach dickere ,mauer zu tragen hat1 auszugleichen1 die dickere ,mauer auf die dnne ,sule zu bertragen4 ,dies vor allem in dem ,falle1 da ein ,doppelbogen mitten von einer ,sule getragen werden soll4 ,sidenote3 ,kmpferstein ,diese architektonische ,form ist eine frher unbekannte2 eine wirkliche ,neufindung1 die wir dem ,eintritt der ,germanen in die ,baukunst danken4 ,und das ,vorbild des bezeichneten ,steinstckes ist das im ,zimmermannswesen von uralter ,zeit her gebruchliche ,sattelholz1 das seinerseits im ,holzbau eine vllig gleichartige ,aufgabe zu erfllen hat4 ,der abgeschrgte ,kmpferwrfel ber der ,sule1 den die byzantinische ,baukunst bereits kennt1 hat gleiche ,bestimmung1 ist aber durchaus von quadratischem ,grundrisse und wohl dem ,steinbau entsprossen1 eine ,umbildung des ,geblkekropfs ber der ,sule2 jedenfalls fgt er sich seinem ,wesen nach vllig in die ,steinarchitektur ein4 ,nicht so der ber dem schmalen ,kapitell quer zur ,mauerrichtung liegende lange ,steinbalken1 der eine auf dieser oblongen ,grundflche lagernde ,last aufzunehmen hat2 er trgt durchaus den ,stempel seiner ,herkunft aus dem ,holzbau an sich1 was nachdrcklich dadurch besttigt wird1 da er vor dem ,eintritt der holzbauenden ,germanen in die ,kunst nirgends nachzuweisen ist 7,abb4 #eb74 ,dieser lange ,kmpferstein vermittelt also den bergang vom ,kapitell zu dem darauf lastenden viel breiteren ,bogen und erscheint bei den ,langobarden am frhesten1 verbreitet sich aber rasch4 ,die ,nachbildung der ursprnglichen ,holzform1 ganz nach dem ,muster des einfach rechteckigen ,sattelholzes 7,abb4 #ei71 finden wir in ,s4 ,miguel de ,lino bei ,oviedo in ,spanien als ,bogentrger ber einer ,halbsule 7,abb4 #abf74 ,selbst in verhltnismig spter ,zeit 7etwa #haj7 ist das ,vorbild noch immer so deutlich1 da wir unbedingt annehmen mssen1 der ,holzbau habe dort neben dem ,steinbau damals noch in hoher ,blte gestanden und sei in diesem ,falle wie berhaupt in dem ,formentum dieser ganzen ,kirche nur einfach im ,stein nachgeahmt worden4 ,aber schon viel frhere ,beispiele seiner ,anwendung zeigen uns den bergang zur richtigen tektonisch gestalteten ,steinarchitektur1 indem der rechteckige hohe ,klotz durch ,abschrgung der berflssigen unteren ,ecken in die ,trapezform bergefhrt und damit ein neues architektonisches ,element geschaffen ist1 welches spter in der romanischen ,zeit die grte ,verbreitung gewann1 z4 ,b4 in den ,kreuzgngen geradezu ein charakteristisches ,moment fr diese ,baukunst geworden ist4 ,jenes aus dem ,holzbau in den ,steinbau bertragene ,sattelholz1 der ,kmpferstein1 gewinnt im ,laufe der fortschreitenden ,formenbildung mannigfache und reiche ,gestaltung2 aber alle die hier wirksamen ,grundformen sind bereits zu langobardischer ,zeit gegeben4 ,so die ,trapezform1 die ,segmentform und andere1 bis zur ,auskehlung der zwei ,winkel1 die auch im romanischen8 ,stil eine verbreitete immer deutsche gut nationale ,form bleibt4 ,die tragende kurze ,sule bedarf hier eigentlich keines ,kapitells1 wie ihre frhesten dem ,holzstil noch ganz nahestehenden ,beispiele zeigen4 ,erst der ,schematismus des entwickelten romanischen ,stiles reit die so eng zusammen gehrigen ,teile3 ,sttze und ,kmpfer wieder auseinander4 ,vorher bildet der ,kmpferstein das eigentliche ,kapitell der ,sule4 ,von den ,urbildungen des obengenannten ,baugliedes sind die langobardischen und die angelschsischen von besonderem ,interesse4 ,der zertrmmerte ,kreuzgang von ,st4 ,giorgio in ,valpolicella bei ,verona 7#h4_/i4 ,jahrhundert7 bietet uns davon eine ganze ,musterkarte2 einiges auch ,s4 ,apollinare in ,classe bei ,ravenna in den nicht byzantinischen ,bauteilen1 wie ,ravenna selbst an seinen zahlreichen echt germanischen runden ,backsteintrmen1 die dem #g4 bis #h4 ,jahrhundert angehren4 -- berhaupt sind die dicken ,mauern der ,trme1 deren ,ausbildung gewi dem ,norden zuzuschreiben ist1 das eigentliche ,feld fr die ,sulchen mit langen ,kmpfersteinen1 in den ,kirchen die niedrigen ,triforiengallerien und ,emporenffnungen der starken ,mittelschiffwnde4 ,so finden wir ganz frhe ,muster in ,trier an den ,frankentrmen 7#h4_/i4 ,jahrhundert71 im ,inneren von ,kirchen wohl am ersten bei uns in der ,gernroder ,stiftskirche1 wenn nicht schon frher in ,st4 ,michael in ,fulda4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,kmpfersteine4 ,selbst in ,spanien mangelt es an ,beispielen nicht1 die sich brigens immer noch vllig an den reinen ,holzstil1 wie er in ,s4 ,miguel de ,lino sich zeigt1 anlehnen4 ,so in ,s4 ,pedro bei ,zamora1 wo ,kmpfer und ,sule vllig in ,eins zusammenwachsen1 jener also an die ,stelle des ,kapitells tritt 7,abb4 #ada74 ,besonders charakteristisch ist dies dort mit der berleitung zum ,hufeisenbogen verbunden4 -- ,eine ,eigentmlichkeit1 die besonders dem beginnenden #i4 ,jahrhundert angehrt2 ganz hnlich auch in ,germigny-des-,prs bei ,orleans 7#hjf71 wo allerdings die tragenden ,sulchen frei unter dem ,querbalken stehen4 ,sidenote3 ,gedrehte ,baluster ,bedeutsam ist die in angelschsischen ,bauten hufige unverkennbare ,bildung der ,sule als einer gedrehten balusterhnlichen ,holzsule1 die uns zeigt1 da wir in diesen ,galerien eine uralte ,einzelausbildung des ,holzbaus vor uns haben4 ,belege hierfr gibt es die zahlreichsten1 nicht nur in ,england4 ,sidenote3 ,galerien ,die ,galerieform tritt hierbei sofort hervor1 sobald das ,doppelfenster zum dreifachen mit zwei ,mittelsulen wird2 mit der ,vermehrung der ,bgen wird dies immer deutlicher4 ,so bei ,kreuzgngen und dergleichen4 ,das in der ,renaissance so hufige ,nebeneinanderreihen zahlreicher gedrehter ,baluster zu ,brstungen ist uns aus dem klassischen ,altertum nicht bekannt2 wir drfen vielleicht annehmen1 da die ,holzknstler der ,germanen dies ,motiv zuerst anwandten und vielseitigsten ,gebrauch davon machten1 mit und ohne ,bgen4 ,in den ,holzgalerien mit ,bgen haben wir denn wohl auch den ,ursprung der ,zwerggalerien zu suchen4 ,jeder europische ,holzstil zeigt uns solche im kleinen von jeher im ,gebrauche1 schon im romanischen ,stil1 im ,altnordischen1 selbst bei den ,russen1 bei uns und in den ,niederlanden bis in die spte ,renaissancezeit hinein4 ,die ,mbel1 die ,herrad von ,landsberg zeichnet1 bestehen vorwiegend aus gedrehten ,holzsulen1 die oft zu solchen ,galerien verbunden sind2 aber nicht minder die ,bauernmbel1 besonders ,sthle bis zum heutigen ,tage4 ,hier ist von jeher das ,feld der ,ttigkeit des ,drechslers4 ,es kann natrlich nicht fehlen1 da man uns da wieder an die spten ,rmer1 so an die vorgesetzten ,sulchenreihen mit ,bgen am ,palast in ,spalato erinnert4 ,doch vermgen wir auf noch frhere ,verbreitung des ,bogengaleriemotivs bei den ,germanen zu verweisen1 bei denen wir es als ,ziermotiv schon an uraltem ,bronzebeschlag der ,grtel und des ,lederzeugs antreffen 7,abb4 #h72 selbst an den ,rcken der ltesten ,beinkmme findet es sich von jeher und bleibt hier bis ins frhe ,mittelalter hinein blich4 ,sidenote3 ,bogenfries ,ganz besonders hufig tritt an dieser ,stelle von jeher das ebenso altertmliche ,gebilde des ,bogenfrieses auf1 der ,bogengalerie ohne ,sulchen2 einfach1 dann verdoppelt sich durchdringend1 eines der unsterblichen altgermanischen verzierenden ,friesmotive#ac1 das in ,italien ,ostgoten und ,langobarden in die ,baukunst herbernahmen4 ,als steinerner ,bogenfries hat es dann den ganzen romanischen ,baustil beherrscht und lebt heute noch 7,abb4 #ec74 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,rundbogenfriese1 langobardisch4 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,germigny-des-,prs4 ,kmpfer4 ,aus der ,langobardenzeit wie der frhen ,angelsachsenzeit sind zahlreiche ,beispiele von ,galerien mit ,sulchen oder ,pfeilern erhalten1 die als einfache ,wandgliederungen oder ,wandschmuck innen und auen angewandt sind4 ,die ,nachahmung des ,holzstils ist hier ungemein deutlich4 ,sptere gleichartige ,nachahmungen in ,dnemark4 ,karolingische ,kmpfer in ,germigny-des-,prs zeigen uns das ,motiv in kleinstem ,mastab 7,abb4 #ed74 ,nicht minder durchbrochene ,fensterplatten in ,s4 ,miguel de ,lino bei ,oviedo in ,spanien1 die aussehen1 als ob sie nur miverstndlich in ,stein ausgefhrt seien1 statt durch den ,drechsler und ,tischler in ,holz4 ,in geradezu berraschender ,deutlichkeit sehen wir die gedrehten ,sulchen an dem so urgermanischen ,portal des ,turmes der ,kirche zu ,monkwearmouth 7s4 ,abb4 #ahc74 ,kurze und fast faartige vielgeringelte ,schfte tragen ohne jedes ,kapitell den holzmig gestalteten ,kmpfer unterm ,bogen4 ,sidenote3 ,bogenkmpfer ,bei dem genannten ,portal fllt uns ferner auch das seitlich glatt abgeschnittene ,profil des ,kmpfers auf4 ,auch das gehrt zum germanischen ,rstzeug in der ,architektur4 ,der ,kmpfer ist eben nichts als das vorgeschobene einseitige ,sattelholz1 aus einem glatten ,balken hergestellt1 folglich an den ,seiten glatt4 ,am ,portal der ,kirche ,s4 ,pablo zu ,barcelona ist diese ,qualitt des ,kmpfers bei den ,germanen noch in ganz unverhllter ,weise ausgesprochen 7vgl4 ,abb4 #eb74 ,was ist er da anderes1 als ein ganz klar ausgebildeter ,balkenkopf8 -- ,solche ,balkenkpfe in ,stein haben sich in ,spanien in mancherlei ,mustern erhalten4 ,besonders charakteristisch drfte ein ,beispiel im ,museum zu ,sevilla sein1 bei dem auch das ,dbelloch fr die untersttzende ,sule noch vorhanden ist4 ,auch die ,bildung des ,kmpferprofils entsprach dieser ,entstehung3 die einfache ,abfasung1 die ,schmiege1 ist noch karolingisch1 erhlt sich dauernd in der gerade folgenden ,zeit 7so ,tracy-le-,val1 #aa4 ,jahrhundert74 ,zahlreiche andere ,profilierungen1 besonders reiche in ,england geben die mannigfaltigsten ,variationen der ,grundmelodie1 andererseits die klarste bertragung der ,holzprofile in den ,stein 7,abb4 #de74 ,sidenote3 ,sulenfe ,einen ,blick noch werfen wir auf die ,fe der ,sttzen4 ,natrlich kommen hier die der sulenartig gebildeten am meisten in ,betracht1 da diese einer ,basis im ,gegensatz zum ,kapitell bedrfen4 ,auch hier mangelt es nicht an ,belegen dafr1 da ihre ,fubildungen aus dem reinen ,holzstil erwuchsen1 wenn auch wohl von der antiken ,sulenbasis als ,vorbild beeinflut1 doch sofort zur einfachen ,ringelung um das untere ,schaftende umgestaltet4 ,jedenfalls immer sehr hoch und ohne viel ,ausladung1 wie das das ,drehen der ,sulen in ,holz und auch in ,stein aus vierkantigen ,balken mit sich brachte4 ,wie aber die dnne ,holzsule frei auf dem weichen ,boden stehend durch den ,druck in diesen hineingepret wrde1 folglich einer bedeutenden ,verbreiterung ihrer ,grundflche bedarf1 um den ,druck zu verteilen1 diesen daher von alters her durch ,unterlagshlzer in oft mehreren ,lagen bertrgt1 so finden wir bei freistehenden ,steinsulen in der noch eigentlich germanischen ,baukunst fters eine starke ,verbreiterung nach einer oder mehreren ,richtungen4 ,so in ,s4 ,pedro 7,prov4 ,zamora71 ,s4 ,miguel de ,lino 7,abb4 #ee1 ,tafel ,,xiv71 jnger1 doch in gleichem ,sinne1 in ,fjenneslevlille ,kirke in ,dnemark4 7,wie man ja den hohen ,norden hier in allen solchen ,dingen oft fast um zwei ,jahrhunderte hinter den sonstigen ,zeitluften herhinken sieht4 ,es sind daher manche ,formen der skandinavischen ,baukunst des #aa4_/ab4 ,jahrhunderts als noch denen der karolingischen ,zeit des ,sdens nahestehend zu bewerten47 ,was sich nun aber ber die ,vertikalsttzen lagerte zum weiteren ,aufbau1 das waren natrlich nach dem einfachsten ,zimmermannssystem wagerechte ,balken4 ,die hlzernen haben sich freilich lngst in ,moder gelst1 von den steinernen ist manches geblieben4 ,im ,steinbau trat ja rasch genug das ,gewlbe1 also zunchst der ,bogen1 an die ,stelle des ,balkens4 ,aber ganz offenbar ist hier folgendes im ,anfange magebend gewesen und lange ,zeit geblieben3 ,sidenote3 ,bogen ,der nordischen ,zimmermannskunst war das im sdlichen eroberten ,lande auffallendste und bedenklichste in der ,baukunst offenbar der ,bogen mit dem zentralen ,steinschnitt1 wie das in der ,natur der ,sache lag4 ,hatte man bisher alle konstruktiven ,schwierigkeiten1 gewi auch nicht ohne ,khnheit1 aus der ,natur des ,holzbaus heraus zu bewltigen gehabt und gewut1 hatten ,holzstnder1 ,riegel1 ,langbalken1 ,schwellen und schrg gestellte ,sparren das ,rstzeug des ,zimmermanns ausgemacht1 verbunden mit den dazu gehrigen ,einzelheiten3 ,zapfen1 ,versatzungen1 berblattungen u4 dgl41 mit ,hilfsmitteln wie den frher genannten ,sattelhlzern1 so war man pltzlich vor eine ,aufgabe des reinen ,steinbaus gestellt1 der in ganz fremdartiger ,weise aus keilfrmig geschnittenen ,steinstcken weite ,bgen herstellte1 mchtige ,spannweiten berbrckte4 ,man sah sich vor ganz entgegengesetzten ,konstruktionsprinzipien4 ,hatte man frher weite ,rume zu bedecken1 so legte man starke ,balkenhlzer darber2 gengten diese nicht1 so verzahnte und verband der ,zimmermann zwei oder mehrere bereinander1 gewohnt1 mit der schlanken und starken ,langfaser des ,holzes zu rechnen und durch sie alles zu besiegen4 ,und jetzt3 ganz neue ,anforderung1 die durch das herrschende ,steinmaterial und den im ,sden offenbar schon vorhandenen ,holzmangel1 die ,landessitte und die gewaltigen bereits bestehenden ,denkmler in solcher ,bauweise gestellt wurde6 -- ,die grte ,umwlzung1 die denkbar war4 ,und eine ,anforderung1 das seit uralter ,zeit ,gewohnte1 ja die eigene ,natur aufzugeben zugunsten zunchst hchst schwierig erscheinender1 jedenfalls mit ,mitrauen betrachteter neuer baulicher ,grundstze4 ,sidenote3 ,tren und ,portale ,was sich da ergab1 war folgerichtig4 ,bildete man hufig die berdeckung noch ganz zimmermannsmig1 so blieb man auch in ,fllen reicherer ,ausbildung gerne bei der horizontalen ,steinbalkenberdeckung1 wo das mglich war1 so im kleinen bei ,tren und ,portalen4 ,hohe wagerechte ,strze wurden ber die senkrechten ,sttzen quer gelegt1 wie wir solche von den ,westgoten noch zahlreich brig finden4 ,aber auch sonst1 z4 ,b4 in ,engelstadt 7,rheinhessen71 in vllig bereinstimmender ,weise4 ,gerade hier belehren uns die ,bildungen der ,trstrze auf das eingehendste2 einige sptere dnische sind besonders instruktiv1 auch in ihrer ,dekoration1 die z4 ,b4 durch flach eingegrabene ,bgen erfolgt 7,bogenfries71 ganz wie es an ,holzschwellen bis ins spte ,mittelalter blich war 7,abb4 #ef74 ,von ,interesse ist hierbei die echt holzmige berblattung oder ,ausklinkung des ,sturzes der horizontal geschlossenen ,tren1 so in ,cividale1 an ,s4 ,clemente in ,rom1 auch in ,escomb in ,england4 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,tren mit geradem ,sturz4 ,frhzeitig mute man jedoch hier die ,unentbehrlichkeit des ,entlastungsbogens ber dem flachen ,sturz erkennen1 den bereits die ,rmer gerne angewandt hatten1 wenn man nicht1 wie es fters vorkommt1 den ,sturz inmitten hher machte1 ihm dachfrmige ,gestalt gab4 ,trstrze dieser ,form finden wir in ,trmmern zahlreich aus der ,langobardenzeit1 so in ,brescia1 ,cividale1 auch im ,museum zu ,kln ist ein solcher ,rest vorhanden1 und von der uralten ,kapelle zu ,ronnenberg bei ,hannover 7schon #ebd erwhnt7 dort noch die ganze ,tr eingemauert 7,abb4 #eg74 ,bei den ,langobarden ist diese ,form besonders verbreitet2 manchmal doch mit ,bogen darber4 ,in der ,folge wird bei ihnen der entlastete ,sturz zur ,regel3 ,s4 ,anastasia zu ,lucca2 und zwar mittels ,halbkreisbogen#ad4 ,damit ist das halbrunde ,tympanon des ,mittelalters geschaffen1 einer der allerfruchtbarsten knstlerischen ,gedanken in der ,architektur4 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,portale mit dachfrmigem ,sturz4 ,war aber wirklich ein ,bogen ber ,fenster oder ,tr beabsichtigt1 so schnitt man diesen ,bogen bis in die romanische ,zeit hinein mit ,vorliebe aus einem hohen ,steinbalken heraus1 also wieder rein dekorativ1 eine formale ,konzession1 ohne in der ,sache die ,zimmermannsmigkeit aufzugeben4 ,auch diese ,beobachtungen beweisen uns die ungemein groe ,vorsicht1 mit der die ,germanen an den ,bogenbau in ,stein herangingen2 dem ,gewlbe gegenber verfahren sie in der ,folge nicht weniger mitrauisch und tastend4 ,sidenote3 ,hakensteine der ,bgen ,ungemein deutlich spricht dies die viel angewandte ,technik der ,hakensteine in den ,bgen aus4 ,das ganze ,theoderichmausoleum zu ,ravenna ist dafr ein ,musterbeispiel 7vgl4 ,abb4 #hb1 ,tafel ,,xxi74 ,nicht nur die smtlichen ,keilsteine der groen ,tragebgen des ,unterbaus haben solche ,haken1 sondern selbst der flache ,entlastungsbogen ber dem ,trsturz der oberen ,eingangstr besteht nur aus ,hakensteinen4 ,bei den ,rmern ist die ,anwendung dieser ,konstruktion selten1 in solcher ,konsequenz nirgends nachweisbar1 whrend sie an ,westgotenbauten in ,spanien ebenfalls oft genug auftritt1 besonders bei ,schlusteinen von ,bgen4 7,sta4 ,maria de ,naranco74 ,die ,araber haben diese ,gepflogenheit nachher bernommen1 insbesondere fr scheitrechte ,bgen4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,werden4 ,bogenkonstruktionen4 ,an dem letztgenannten westgotischen ,bau1 der noch der ,mitte des #h4 ,jahrhunderts angehren mu1 zeigt sich die bedchtige ,vorsicht1 wenn man will1 ,unsicherheit der germanischen ,baumeister auch darin1 da manche selbst durch ,archivolten betonte ,bgen immer noch als reine berkragungen konstruiert sind4 ,von richtiger radialer ,druckverteilung gar keine ,rede#ae4 ,ganz verwandt ist die ,bogeneinwlbung1 wie sie in ,werden am ueren der ,peterskirche auftritt 7,abb4 #eh74 ,der ,bogen ist den ,germanen zuerst eine blo knstlerische ,form1 keine folgerichtig durchgefhrte ,konstruktion4 ,daher auch die merkwrdige ,gepflogenheit1 den ,bogen1 wenn es geht1 aus einem einzigen ,stein zu hauen2 eine ,sitte1 die sich bis ins ,romanische verlngert1 freilich auch im ,syrischen 7und ,hellenistischen7 hier und da vorkommt4 ,ein ,beispiel aber1 wie bei ,s4 ,miguel de ,lino1 wo der ,bogen auch an der ,auenkante der ,peripherie folgt1 also einen halben ,ring bildet1 drfte einzig dastehen2 er ist sogar nachtrglich in radialer ,richtung gerissen1 wie das seine sichelfrmige ,gestalt erklrlich macht 7,abb4 #abf74 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,holzkonstruktionen und ,hufeisenbgen in ,holz4 ,sidenote3 ,hufeisenbogen ,sidenote3 ,ableitung des ,hufeisenbogens aus dem ,holzbau ,kaum minder bezeichnend ist die ,hufeisenform des ,fenstersturzes an einem ,befestigungsturm in ,caceres 7,abb4 #fj74 ,unkonstruktiv in herkmmlichem ,sinne freilich2 doch fr unsere ,untersuchung um so deutlicher4 ,es bleibt eben der ,bogen eine rein dekorative ,bildung1 keine konstruktive2 und der hier auftretende ,hufeisenbogen stammt ja erst recht aus dem ,holzstil1 wo er von frher ,zeit an konstruktiv 7,abb4 #ei7 und dekorativ -- letzteres an den ,portalen -- auftritt4 ,da ist er auch notwendig1 denn er ist ursprnglich nur eine ,verspannung zwischen vertikalen ,stndern und bedarf des unteren ,hakens anstatt der ,spitze zur ,konsistenz2 eine ,form wie ,a ist technisch unmglich wegen der scharfen ,spitze4 ,der aus dem ,holzbau bernommene ,hufeisenbogen ist in der germanischen ,frhzeit auch im ,steinbau berall verbreitet1 vor allem als dekorativ wirksame ,form4 ,am meisten im ,spanien der ,westgoten1 in dem ihn die ,araber vorfanden und wie er war bernahmen4 ,es waren in diesem ,lande in einer gewissen ,zeit wohl alle die kleinen ,basiliken mit hufeisenfrmigen ,lngsbgen versehen4 ,davon zeugen noch3 ,venta de ,baos1 ,s4 ,miguel de ,escalada1 ,souso1 ,lebea1 ,s4 ,pedro1 in ,frankreich bei ,orleans ,germigny-des-,prs1 ,nachzgler gibt es in ,italien bei den spten ,langobarden1 und selbst bis ins #ab4 ,jahrhundert hinein im hohen ,norden1 wo z4 ,b4 ,ripen 7,dnemark7 am ,domportal das ,hufeisen in ausgeprgtester ,art aufweist4 ,der auerdem im #h4 und #i4 ,jahrhundert hufige ,halbkreisbogen mit vorspringenden ,sttzen gehrt hierher2 er wird an ,germanenbauten in gleicher ,weise ohne eigentliche konstruktive ,begrndung1 wohl als ,ersatz fr den ,hufeisenbogen gebraucht4 ,vielleicht ist auf ihn die oft vorkommende ,anordnung zurckzufhren1 eine dekorierende ,sule in den ,bogen unten bis zum ,kmpfer frei vorzustellen1 was wir sogar an vandalischen ,bauwerken in ,afrika 7,tipasa7 wie fters an westgotisch-spanischen 7,tuon71 auch an angelschsischen finden#af4 ,ist es nun nicht zu leugnen1 da auch an einigen byzantinischen ,bauwerken und in ,anatolien der ,hufeisenbogen auftritt1 freilich noch seltener1 als manche der oben aufgezhlten ebenfalls vereinzelt im ,spthellenistischen vorkommenden ,besonderheiten1 so hat es doch keinerlei berzeugende ,kraft1 wenn man aus der ,gegenberstellung der ,tatsache1 da der ,hufeisenbogen bei den ,germanen hundertfltig1 bei den ,byzantinern ein halbes dutzendmal vorkommt1 unbedingt schlieen will1 da gerade die letzteren die wirklichen ,erfinder oder ,verbreiter der ,form sein mten4 ,es mag freilich heute ein wenig ,gepflogenheit sein1 ihnen vor allem fr jene ,zeit die erste ,erfindung jeglichen neuen knstlerischen ,gedankens1 dessen sie sich gelegentlich bedienen1 zuzuschreiben1 dagegen die ,germanen von jeglicher ,autorschaft auf dem ,gebiete der bildenden ,kunst auszuschlieen#ag4 ,warum ist nicht recht einzusehen4 ,vielmehr scheint es berechtigt1 da1 wo eine bestimmte ,form massenhaft vertreten ist1 eher ihren ,ursprung zu vermuten1 als da1 wo sie vereinzelt nachgewiesen wird4 ,an dieser ,stelle mag die ,einfgung angebracht sein1 da der spter von den ,arabern in ,spanien so viel gebrauchte ,hufeisenbogen1 der frher als ihnen eigen betrachtet wurde1 dies durchaus nicht1 sondern ein ,erbstck war1 das sie von den ,westgoten bernahmen4 ,die ,behauptung1 da diese ,bogenform westgotisch sei1 mag heute noch bei manchem ein ,lcheln hervorrufen2 sie ist darum nicht weniger wahr und in ,spanien lngst anerkannt1 weil berall dort unverkennbar hervortretend4 ,sidenote3 ,die ,araber ,erben der ,westgoten ,die ,araber brachten aus ihrem ,vaterlande -- vielmehr aus dem nher gelegenen ,nillande -- nur den hochgestelzten stumpfen ,spitzbogen auf dnnen ,sulen mit4 ,in ,spanien fanden sie den ,hufeisenbogen so allgemein verbreitet1 da sie ihn sofort annahmen1 wie ja ihre dortige frheste ,baukunst eine ,sammlung verschiedenartigster fremder1 besonders westgotischer ,motive zeigt1 die erst langsam zu einem ,ganzen zusammenschmilzt4 ,auch dem ,hufeisenbogen haben sie spter ganz neue ,reize abgewonnen2 insbesondere durch schrgere ,richtung des ,fugenschnitts2 ihr ,bogen zeigt in der ,folge die ,radialfugen der ,steine nicht nach dem ,kreismittelpunkt gehend1 wie bei den ,westgoten1 sondern nach einem viel tiefer1 mindestens bis auf die ,kmpferhhe hinabgelegten ,mittelpunkt gerichtet4 ,das gibt dann einen erheblichen ,unterschied in der ,wirkung#ah4 ,fr die ,nordlnder mag also jene neue ,entdeckung81 da der ,hufeisenbogen nordisch-germanisch sei -- wie er ja auch an den noch erhaltenen ltesten nordischen ,stabkirchen hufig erscheint --1 nicht minder berraschend sein1 als es fr mich z4 ,b4 die ,antwort auf eine ,frage an ,meister ,velasquez in ,madrid1 den besten ,kenner dieser ,zeit1 gewesen ist1 da er sagte3 ,das charakteristischste und reichhaltigste ,werk der ,baukunst der ,westgoten in ,spanien ist unzweifelhaft -- die ,moschee in ,cordoba84 -- ,das klang wunderlich1 ist aber doch richtig4 ,denn der lteste und ,hauptteil der ,moschee besteht aus den ,resten mehrerer westgotischer ,kirchen ,cordobas1 die die ,araber zu ihrem ,neubau zusammenfgten2 freilich waren die meisten ,sulenschfte dieser ,kirchen schon lteren rmischen ,bauten entnommen gewesen4 ,sidenote3 ,dachsparrenstellung ber ffnungen ,zuletzt ist hier zu erwhnen1 da an die ,stelle der ,bgen fters noch eine andere ,form tritt1 die in der spten ,merowinger- wie in der ,karolingerzeit sehr beliebt ist3 die ,sparrenstellung4 ,ganz offenbar die dem ,zimmermann gelufigste ,form nicht horizontaler berdeckung3 die ,form des ,daches4 ,bei den verschiedensten ,gelegenheiten macht man im #h4_/i4 selbst bis ins #aj4 ,jahrhundert hinein davon ,gebrauch4 ,klassizistische ,archologen erklren zwar rundweg1 dies sei weiter nichts als eine ,degenerierung der antiken ,giebelform4 ,und wenn1 wie z4 ,b4 bei ,s4 ,jean in ,poitiers die spitze ,form mit ,rundbogen wechselt 7vgl4 ,abb4 #adg71 so sei das nur eine ,wiederholung der ,reihen von abwechselnden ,rund- und ,spitzgiebeln der sptrmischen ,baukunst insbesondere in ,syrien4 ,so richtig das natrlich in einzelnen ,fllen sein kann -- es besteht doch ein grundstzlicher ,unterschied zwischen plastischen ,giebelreihen1 die oberhalb von ,nischen zu deren ,schutze oder ,schmuck aufgebaut wurden1 und der ,zusammenstellung von ,brettern und ,balken1 die einen ,hohlraum dachfrmig nach oben abschlieen4 ,ferner mag man nicht vergessen1 da die antiken ,giebel8 doch auch weiter nichts sind1 als schrg zusammengestellte ,sparren1 also genau auf dem gleichen ,wege erzeugt4 ,wenn die ,antike selber einst dies ,motiv aus dem ,holzbau bernahm und ausbildete1 warum sollten sptere ,germanen es sich nicht genau in derselben ,weise erworben haben knnen1 um so mehr1 als sie direkt aus dem ,holzbau kamen4 ,wir nehmen einstweilen dies fr sie in ,anspruch und vermeinen1 z4 ,b4 die angelschsische ,fenstergestaltung wie in ,brigstock oder ,deerhurst als ein bloes ,plagiat nach antiker ,giebelarchitektur nachzuweisen mchte nur einer ganz gezwungenen ,beweisfhrung ohne berzeugungskraft gelingen knnen4 ,jedenfalls finden wir bei den ,germanen die ,dachsparrenstellung weit verbreitet und angewandt4 ,zur berdeckung von ,fenstern1 ,tren und anderen ffnungen1 zur ,entlastung von ,strzen1 aber auch als ,ersatz fr weiter gespannte ,bgen1 besonders bei blinden ,arkaden4 ,am prchtigsten an der merowinger ,vorhalle zu ,lorsch 7s4 ,abb4 #adi71 hnlich noch spt um den ,nordwestturm der ,kirche zu ,gernrode4 ,vielleicht noch ottonisch an der ,fischbecker ,stiftskirche1 massenhaft an angelschsischen ,kirchen4 ,sidenote3 ,gewlbe ,an den ,gebrauch der ,bgen schliet sich unmittelbar der der ,gewlbe4 ,ihnen gegenber verhlt sich der ,germane hnlich skeptisch und vorsichtig2 nur selten macht er ,gebrauch von ihnen1 und dann beschrnkt er sich fast ausschlielich auf den der ,tonnengewlbe1 und zwar von mglichst geringer ,spannweite4 ,das ,kreuzgewlbe kommt so gut wie nicht vor2 nur in der ,karolinger-,zeit findet man es ganz vereinzelt 7,aachen72 kaum minder selten das ,kuppelgewlbe2 doch sind dies so sehr ,ausnahmen1 da man der ,regel nach weder ,kreuzgewlbe noch ,kuppeln vor dem ,beginn des #aa4 ,jahrhunderts zu setzen braucht4 ,das ,theoderich-,grabmal ist dafr ein merkwrdiger ,beleg4 ,sein ,erdgescho ist mit zwei sich kreuzenden ,tonnen berspannt1 was freilich an der ,kreuzungsstelle unvermeidlich eine ,kreuzgewlbeform ergeben mute4 ,aber die ,kuppel oben hat man weder in ,wlbsteinen noch auch nur in ,stampfmauerwerk auszufhren unternommen1 sondern1 freilich gewi in ,erinnerung an germanische ,ursitte1 ber das ,denkmal einen einzigen riesigen ,stein gelegt1 den man kuppelfrmig aushhlte4 ,spter hat allerdings das ,germanentum aus seiner so vorsichtigen ausschlielichen ,verwendung enger ,tonnengewlbe immer noch sehr kluge und wertvolle ,gewlbekomplikationen zu entwickeln verstanden1 von denen aber erst unten zu handeln sein wird4 ,sidenote3 ,strebepfeiler ,noch in einer anderen ,richtung sind die ,germanen fr den ,gewlbebau fruchtbringend gewesen3 man findet an ihren ,bauwerken wohl zuerst ,strebepfeiler zur ,aufnahme des ,gewlbeschubs systematisch angeordnet und ausgebildet1 sowohl in ,spanien als in ,frankreich2 eine ,idee1 die als eine hchst wertvolle bis in spteste ,zeiten fortlebend ,groes gewirkt hat4 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,fensterformen4 ,sidenote3 ,fenster ,die ,ausbildung der ,fenster und ,tren1 die schon oben gestreift ist1 frderte nicht minder eine ,flle eigenartiger ,bildungen zutage4 ,wie im ,norden bei den hlzernen ,stabkirchen die ,fenster doch hufig im ,rundbogen geschlossen sind1 so werden die kleinen ,fensterchen an den frhesten ,germanenbauten in ,holz1 dann in ,stein1 wie ja auch italische und byzantinische ,kirchen es zeigten1 bereits ,rundbogen als oberen ,abschlu besessen haben4 ,der ,sturz war anfnglich meist ein rundbogig gehhlter ,stein1 wie oben bereits ausgefhrt ist 7,abb4 #fj74 ,bei ,fenstern und ,tren ist nun besonders in ,england die hchst merkwrdige ,beobachtung zu machen1 da eine ,verbreiterung1 wenn notwendig1 gerne nach unten1 nach der ,sohlbank oder ,schwelle zu erfolgt1 so da der ,sturz nicht verlngert zu werden braucht4 ,ja selbst eine ,art ,parabelform fr die ,fenster lt sich da nachweisen4 7,goldbach1 ,escomb1 ,boarhunt47 ,auch der hufeisenfrmige ,abschlu der ,fensternische1 besonders nach innen1 ist nicht selten1 weder in ,spanien1 noch in ,england oder ,frankreich4 ,an den frhen ,angelsachsenbauten besonders sind uns mancherlei ,muster dafr erhalten geblieben4 ,nicht weniger eigenartig ist die oben erwhnte ,abdeckung der ,fensterffnungen durch zwei schrg gestellte ,steinbalken3 die holzmige ,form der ,sparrenstellung4 ,sehr schn in dieser ,anlage sind die ,doppelfenster zu ,deerhurst2 wie ich glaube die ,originalform der unrichtig restaurierten westlichen ,emporenfenster des ,aachener ,mnsters gebend4 ,an die oben erwhnte ,form der ,entlastung ber dem ,fenster des ,turmes zu ,gernrode sei hier erinnert1 die ebenfalls die ,sparrenstellung zeigt 7,abb4 #fj74 ,sidenote3 ,innere dekorative ,fensterumrahmung ,die schmalen ,fenster jener ,zeit sind fters innen und auen stark verschieden1 innen meist reicher gestaltet1 wie denn jene ,zeit etwaige ,prachtentfaltung selten dem ueren zuwandte4 ,so sind in ,germigny-des-,prs die ,fenster oben -- vielleicht einst auch unten -- mit ,halbsulchen und reichen ,archivolten in ,stuck eingefat 7vgl4 ,abb4 #fe7 -- in ,st4 ,jean zu ,poitiers sind sie bereits durch in ,ecken eingesetzte ,falzsulchen flankiert1 wie in der ,folge so vielfach4 ,es mag hier uns das allermeiste verloren gegangen sein4 ,denn wo steht berhaupt ein kirchlicher ,innenraum ,altgermaniens noch unverletzt aufrecht8 -- -- ,germigny-des-,prs ist seiner originalen ,ausgestaltung fast ganz beraubt1 die meist durch schwchliche ,nachbildung ersetzt ist4 ,am meisten drfte in ,s4 ,m4 in ,valle in ,cividale vorhanden sein1 wo wir die prchtigste ,fensterumrahmung aus ,stuck mit krftigen ,halbsulen und ppiger ,bekrnung durch eine sehr schne halbdurchbrochene ,archivolte noch in situ vorfinden 7s4 ,abb4 #ajd1 ,tafel ,,xxix74 ,in ,disentis am ,gotthard hat man aus den ,trmmern der ,kirchenruine ebenfalls die ,reste einst auf ,halbsulen sitzender ,fensterarchivolten herausgegraben1 deren ,formen hier mehr als sonst dem ,holzstil angehren#ai 7s4 ,abb4 #fe74 ,sidenote3 ,fensterverschluplatten ,daneben knnten die ,fensterverschluplatten ein besonderes ,kapitel beanspruchen2 die durchbrochenen ,platten1 mit denen die ,fensterlcher nach auen gefllt wurden1 die die ,glasfenster zu ersetzen hatten1 deren es damals fr solche ,zwecke gar zu wenige gab4 ,daher man die ,fensterffnungen an sich so klein als mglich machte1 um wenigstens ,sturm1 ,regen und ,schnee nach ,mglichkeit auszuschlieen4 ,haut1 ,stoff und anderes als ,glasersatz verbot sich wohl bei ,kirchen4 ,fr den ,sden ist das ,hilfsmittel1 die ,lichtffnungen der ,kirchen mit durchbrochenen ,marmorplatten zu schlieen1 bei der dortigen ,lichtflle und dem milden ,klima leicht verstndlich und gengend4 ,dieses ,material1 dnn genug geschnitten1 ist berhaupt schon lichtdurchlssig1 und so mochten einige kleine ffnungen1 planlos oder ohne besonderen ,anspruch auf ,zeichnung eingeschnitten1 wohl schon gengen1 um das ,bedrfnis nach ,licht1 das in den ,kirchen ja viel geringer ist als sonst1 zu befriedigen4 ,mit dem ,vordringen der ,germanen nach dem ,sden werden diese ,platten der ,gegenstand reicherer ,ausgestaltung und ,zierung4 ,die ,barbaren bernehmen zunchst den ,gedanken ohne weiteres1 verpflanzen ihn auch nach ,norden2 in ,frankreich1 selbst in ,england sind solche ,fensterplatten mit reichem dichtem ,gitterwerk nicht allzu selten4 ,aber der ganz weie durchscheinende ,marmor fehlte im ,norden1 und so entstand das ,bedrfnis nach strkeren ffnungen von selbst1 die dann1 wo das mglich war1 mit ,glas ausgefllt wurden4 ,die ,araber haben solche ,fenstereinstze aus ,gipsplatten1 mit buntem ,glas geschlossen1 in ,nordafrika noch heute viel im ,gebrauche#bj4 ,die ,verbreitung solcher ganz reich verzierter ,fensterplatten1 die in echt germanischen ,schlingmustern1 in ,bogenfriesen und ,arkadengalerien mit ,sulchen in reinem ,holzstil -- kurz im ganzen uns bekannten ,zierwerk des ,nordens durchgebildet sind1 geht aber so weit1 als die ,germanen zogen 7,abb4 #fa74 ,sie sind bei den ,vandalen in ,afrika1 den ,westgoten in ,spanien1 den ,franken in ,gallien1 den ,angelsachsen in ,england1 den ,langobarden in ,italien zu ,hause#ba4 ,in ,deutschland und weiter im ,norden fehlen grere durchbrochene ,fensterplatten dagegen scheinbar ganz1 wohl weil das ,licht sonst nicht mehr ausreichte2 freilich knnte es seinen ,grund auch darin haben1 da sie nach dem #h4 und #i4 ,jahrhundert berhaupt nicht mehr vorzukommen scheinen1 die kirchliche ,bauttigkeit in ,deutschland aber erst damals begann4 brigens sind steinerne durchbrochene ,verschlsse fr sehr kleine ffnungen 7nicht ,kirchenfenster7 in ,deutschland1 spter im #aa4 und #ab4 ,jahrhundert1 nicht ganz selten1 insbesondere in ,trmen1 was die ,mglichkeit offen lt1 da gleicher ,gebrauch1 dessen ,dokumente verschwunden sind1 fr ,kirchenfenster vielleicht doch gebt gewesen sein knnte4 ,in ,dnemark finden wir bei ,kirchenfenstern in romanischer ,zeit brigens auch hlzerne durchbrochene ,fensterplatten1 fr ,glaseinstze mit ,falz versehen1 die auf hnliche ,fensterbildung schlieen lassen4 ,auch im angelschsischen ,england werden durchbrochene ,holzbretter als ,fensterverschlsse erwhnt4 ,dies drfte den ,gedanken nahelegen1 da in nordgermanischen ,lndern frher vielleicht auch durchbrochene ,holzlden die ,stelle von ,fenstern versehen haben knnten4 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,ost- und westgotische1 langobardische und angelschsische ,fensterplatten4 ,was aus allen diesen ,beobachtungen aber sicher brigbleibt1 zeigt uns1 da die ,germanen1 die nach sdlicheren ,gegenden gewandert waren1 in der ,herstellung solcher reich gestalteter1 ja manchmal geradezu ppiger ,fensterplatten ein schnes ,feld ihnen zusagender ,zierkunst gefunden und bestellt haben4 ,eine vielgestaltige ,musterkarte davon wre leicht zusammenzustellen4 ,wenn dazu bemerkt wird1 da solche durchbrochenen ,platten ja auch im ganzen byzantinischen ,reiche1 in ,kleinasien1 in gypten selbst um jene ,zeit gebruchlich gewesen sind1 so mu nachdrcklich wiederholt werden1 da dies an sich richtig1 da aber die ganze reichere ,durchbildung dieses interessanten ,zierstckes zu knstlerischer ,wirkung1 wie es scheint1 den ,germanen vorbehalten geblieben ist4 ,langobardische1 frnkische und angelschsische1 vor allem aber westgotische ,muster sind weitaus die schnsten und bedeutsamsten ihrer ,art4 ,die bung dieser ,vlker in den phantasievollen ,arbeiten des ,flechtornaments und hnlichem bildete ja auch hierfr trefflichste ,schulung2 nicht minder ihre ,neigung von alters her1 jede ,flche mit flachem ,schmuckwerk zu brechen4 ,von besonderem ,reize sind die 7erneuerten7 in den schlanken hufeisenfrmigen ,fensterffnungen zu ,venta de ,baos 7,spanien74 ,die wunderschnen ,fensterplatten aber an ,s4 ,miguel de ,lino in ,spanien zeigen uns sogar bereits vllig ausgebildete ,mawerke2 diese im ,mittelalter so prchtig und glnzend durchgebildeten ,zierstcke der gotischen ,fenster derart vorgefhlt1 da hier gar nicht viel mehr hinzuzufgen bleibt4 ,auch die ,fensterrose ist in vollstndiger ,ausbildung da bereits vorhanden 7,abb4 #fa74 ,solche steinerne1 durchbrochene ,fensterplatten als ,fensterausfllungen beschrnkten sich dabei keineswegs auf kirchliche ,gebude4 ,auch an reichen ,profangebuden sind solche nachgewiesen4 ,so fand sich eine sehr hbsche nahe bei ,s4 ,m4 de ,naranco 7bei ,oviedo71 sicher ein ,rest des von ,knig ,ramiro ,i4 dort erbauten ,wohnpalastes1 den dieser nach #hdb in ,verbindung mit einem ,bade dort neben der ,knigshalle errichtete4 ,diese ,platte ist im ,muster recht dicht1 doch lassen sich als charakteristische ,form kleine ,hufeisenfenster und ,kreuze darin nicht verkennen4 ,andere ,platten zeigen geradezu offene ,fensterarkaden1 sicherlich zum ,ausblick geeignet oder bestimmt4 ,so solche in ,merida in ,spanien -- auch in ,brescia eine ganz hnliche4 ,die ,breitenform dieser ,platten schliet scheinbar ihre ,anbringung in ,kirchenfenstern aus2 wir haben also auch in ihnen wohl profane ,fensterplatten zu sehen1 wie eine solche sich -- noch jnger und interessant durch ihren ,kerbschnittschmuck -- am grauen ,hause zu ,winkel 7,rheingau7 vorfindet1 sicher dem ltesten steinernen ,privathause der ,germanen1 das uns erhalten ist4 ,auerdem aber1 auch wohl fr diejenigen ,fenster1 die nicht in der dargestellten ,art ausgefllt1 sowie gewi fr solche1 die mit ,glas geschlossen waren1 sind frhzeitig uere ,fensterlden aus ,holz oder ,stein gebruchlich gewesen2 jedenfalls zum ,schutze gegen ,regen1 starke ,sonne und uere ,beschdigung4 ,wenigstens sind vorspringende ,steine mit vertikalen ,lchern fr die ,zapfen der ,lden nachzuweisen1 so an ,s4 ,giorgio in ,valpolicella 7,italien71 bei ,s4 ,tirso in ,oviedo 7,spanien71 in beiden ,fllen an der ,ostapsis1 aber auch sonst fters2 in ,torcello sind steinerne ,lden noch vorhanden4 ,es darf hier brigens nicht vergessen werden1 da bereits sehr frh nicht nur ,glasfenster vorkamen1 sondern selbst farbige erwhnt werden2 so von ,venantius ,fortunatus 7#efj7 bei der ,anfhrung einer ,kirche zu ,lyon1 wo der ,ausdruck versicoloribus figuris8 von ihren ,glasfenstern gebraucht wird4 hnliches wird damals von der ,kathedrale in ,paris gerhmt4 ,es ist natrlich hier wohl nur an ornamentale ,figuren zu denken4 ,wenn wir nun nochmals zu den ,portalen zurckkehren1 so geschieht dies1 um die ,anwendung gleicher ,grundstze und bung1 wie wir sie soeben bei den ,fenstern in ,kraft treten sahen1 auch bei ihnen zu finden4 ,ich bemerkte schon1 da1 besonders in rein germanisch gebliebenen ,gegenden1 so bei den ,angelsachsen1 die ,verbreiterung der ffnungen nach unten nichts ungewhnliches ist4 ,sidenote3 ,portale mit ,bgen ,des ,tympanons und seiner ,entstehung aus der ,erhhung des ,entlastungsbogens ist frher bereits gedacht1 nicht aber des ,schmuckes dieses ,bogens selber1 der im #h4_/i4 ,jahrhundert von ,bedeutung wird4 ,die ,archivolte beginnt berhaupt als ,zierteil interessant und wichtig zu werden2 besonders in der ,auenarchitektur4 ,da sind geometrische ,verzierungen1 ,kerbschnittmuster1 ,bogenfriese1 ,ringelungen1 ,blattfriese1 ,flechtfriese u4 dgl4 in ,plastik nichts seltenes4 -- ,auch eine neue ,eroberung1 die freilich in der sptrmischen ,baukunst hier und da bereits schwach angedeutet erscheint4 ,in ,cividale in ,s4 ,m4 della ,valle treffen wir im ,inneren der ,kirche ein ,portal bereits aus der ,mitte des #h4 ,jahrhunderts1 das uns ein ,muster ppigster ,verzierung der ,archivolte in ,stuck bietet1 den oberen ,fenstereinfassungen vllig entsprechend4 ,die ganze ,art der ,auffassung gibt uns freilich einen ,anklang an syrische oder byzantinische#bb ,bogenverzierungen 7,jerusalem1 goldne ,pforte71 doch ist das eigentliche ,wesen des ganzen ,portals in ,cividale vllig verschieden von dem jener stlichen ,bogenwerke1 nicht minder die ,verzierung durch das wunderschne ,gewinde der ,weinranke und das rein langobardische ,flechtwerk4 ,es kann diese ,gestaltung vielleicht als das lteste bekannte ,beispiel einer richtigen ,portalausbildung durch ,einfassung mit ,sulen und ,archivolte um ein vertieft liegendes1 halbkreisfrmiges 7hier ausgemaltes7 ,tympanon ber einer ,trffnung mit wagerechtem ,sturze bezeichnet werden 7,abb4 #ajd74 ,was das romanische und gotische ,mittelalter aus diesen ,grundzgen gemacht hat1 ist bekannt4 ,an frnkisch-merowingischen ,bauwerken finden sich auerdem in ,backsteinmosaik hergestellte bunte ,bgen hufig2 so am ,portale der ,kirche zu ,distr1 dessen ,bogendekoration sich oberhalb des groen ,westfensters der ,kirche ,basseoeuvre in ,beauvais fast genau wiederholt4 ,einzelne wollen alle solche farbig verzierten ,bgen in sptere ,zeit1 bis ins #aj4 ,jahrhundert herabschieben4 ,drfte dies schon im allgemeinen nicht zutreffen1 vielmehr das #h4 hier richtig sein1 so sind1 selbst wenn wir einige der uns erhaltenen ,archivolten dieser ,art wirklich als etwas jnger zu betrachten haben sollten1 dies ganz ohne ,zweifel dann ,sptlinge und letzte ,reprsentanten einer im #g4-i4 ,jahrhundert bei frnkischen ,bauten allgemein verbreiteten ,zierweise2 ganz ebenso wie die mit ,backstein durchschossenen ,fenster- und ,trbgen1 die in ,frankreich berall schon viel frher1 bei uns bis in die karolingische ,zeit vorkommen 7vgl4 ,abb4 #fj74 ,sidenote3 ,flchenbehandlung ,diese auf farbige ,wirkungen berechnete ,einfgung von ,ziegellagen und in ,muster geschnittenen ,plttchen um ,fenster und ,tren korrespondiert genau mit der besonders in ,frankreich so weit verbreiteten1 berall als merowingisch bekannten bunten ,musterung der ueren ,flchen der ,bauwerke in verschiedenem ,material und mannigfacher ,lagerung4 ,ein ,nachleben der rein technischen1 nie dekorativ gedachten ,gepflogenheit der ,rmer1 ihre ,mauern mit ,flachschichten von ,ziegeln zu durchziehen1 ihr ,bruchstein- oder ,stampfmauerwerk mit verschiedenartigem ,verbande des ,mauerwerkes zu bekleiden1 die von den germanischen ,erben zu ,zwecken architektonischer und farbiger ,gliederung ausgebaut wurde4 ,auch die ,langobarden haben davon hnlichen ,gebrauch gemacht4 ,sidenote3 ,mauertechnik der ,rmer ,es kann als feststehend angesehen werden1 da niemals eine mannigfaltigere ,struktur der ,mauermassen blich gewesen ist1 als zu ,zeiten der ,rmer1 aber auch keine gediegenere1 gegenber dieser ,mannigfaltigkeit4 ,wenn auch bereits die gypter und spter dann in noch hherem ,mae die ,griechen die ,gediegenheit des ,quaderbaus auf eine nie bertroffene ,hhe gebracht haben1 was die ,sorgfalt der ,behandlung1 die ,genauigkeit der ,durchfhrung und des ,steinschnittes anbelangt1 so beschrnkten sich die ,rmer nicht hierauf1 indem sie in besonderen ,fllen einen fast ebenso haarscharfen ,fugenschnitt1 eine annhernd gleiche ,przision der ,steinmetzarbeiten zu erreichen wuten und ihre ,steinbauwerke trotz der ungeheuren ,gre des ,reiches berall auf einer erstaunlichen ,hhe technisch vorzglicher ,durchfhrung zu halten verstanden1 sondern sie verbanden damit auch bei andersartiger ,herstellung von ,mauern eine ,vielartigkeit der ,technik1 die in ,erstaunen setzt4 ,insbesondere kommen hierbei ,backstein-1 ,bruchsteinbau1 ,stampf- und ,gumauerwerk in ,verbindung mit ,verblendung der ,mauern in ,betracht4 ,fern von dem modernen ,streben1 die ,mauermasse so dnn als mglich zu machen1 bildeten sie diese meist von gewaltiger ,strke1 besonders seitdem das ,konkretmauerwerk allgemein blich geworden4 ,seit dieser ,zeit wurden die ,ecken1 ,einfassungen und tragenden ,teile meist verzahnt aus ,ziegeln aufgefhrt1 manchmal aus ,quadern1 sodann der innere ,mauerkrper dazwischen in mrtelreichem ,bruchsteinmauerwerk oder ganz in ,gu oder ,stampfmrtel ausgefllt1 seine brigbleibenden ,auenflchen aber mit meist kleinen1 oft quadratischen1 sehr regelmig behauenen ,hausteinen verkleidet1 die in ,format und ,erscheinung etwa an unsere ,pflastersteine erinnernd nach hinten spitzer zulaufen4 ,diese ,verkleidung wurde entweder im ,verband horizontal oder auch schrg schachbrettfrmig geschichtet4 ,in letzterem ,falle mute die ,vorderflche der einzelnen ,steine natrlich genau quadratisch sein4 -- ,das opus reticulatum81 wie man dies ,mauerwerk nannte1 war sehr blich1 besonders als ,untergrund fr verputzte ,wnde4 ,an die ,stelle dieser ,behandlungsweise tritt auch wohl das opus spicatum81 fischgrtenartig gemauerte ,steine4 ,bei diesen verschiedenen ,mauerverbnden liebte man es1 in gleichen ,abstnden zur horizontalen ,abgleichung dnne ,schichten groer hartgebrannter ,ziegel durchzufhren1 die gewissermaen zugleich als ,lngsanker dienten4 ,solche verschiedenartige ,behandlungsweise der ,mauern wirkt natrlich auf ihrer ,flche hchst farbig und malerisch und verleiht noch heute den rmischen ,ruinen ihre ganz eigenartige ,physiognomie4 ,natrlich kam dies mit dem ,verfallen der rmischen ,bauwerke viel strker zur ,wirkung1 whrend es zu den ,zeiten ihres ,glanzes kaum in die ,erscheinung getreten sein mag4 ,denn jene ,bauwerke waren der ,regel nach1 je kostbarer sie waren1 um so gewisser mit anderem ,material verkleidet1 insbesondere mit ,marmorplatten und dergleichen1 oder auch mit dem ausgezeichneten ,putz der ,rmer1 der in mehreren ,lagen aufgetragen und bemalt wurde4 ,mit dem ,verschwinden der kostbaren ,verkleidung und dem ,abfallen des ,putzes aber trat die merkwrdige ,struktur dieser ,mauern hchst malerisch wieder zutage1 und so benutzten insbesondere die merowingischen ,franken wie die ,langobarden diese ,vorbilder1 um in hnlicher ,weise ihre ,steinbauwerke in der ,flche gleich bunt zu gestalten4 ,sidenote3 bertragung auf germanische ,bauten ,die roten ,ziegelschichten in der ,horizontale wie in den ,bgen aller ,art1 die verschiedensten ,behandlungsweisen der ,quadermauern sind insbesondere in ,frankreich im #g4 bis #aj4 ,jahrhundert ungemein verbreitet4 ,die ,bekleidung der ,mauern mit ganz kleinen ,quadern mit starken ,fugen1 petit appareil8 genannt1 charakterisiert die ,bauwerke jener ,zeit geradezu1 besonders wenn ihre ,flche nun mit ,ziegelschichten in verschiedener ,entfernung1 mit ,bahnen von ,fischgrtenmauerwerk1 mit allerlei ,figuren1 von ,netzmauerwerk und dergleichen mehr durchzogen sind4 ,die ,hinzufgung von bunten ,ziegelplttchen1 die in verschiedenen ,mustern eingelegt wurden1 von mehrfarbigen ,steinen1 selbst von ,marmor1 steigerte diese ,wirkung oft zu einer gewissen ,pracht4 ,auch der einzige bekannte ,merowingerbau auf deutscher ,erde1 die ,halle zu ,lorsch1 zeigt an der ,vorderfront seine ,flchen mit einem bereck gestellten ,drei- und ,sechseckmuster in roten und weien ,sandsteinen berzogen1 und in den ,ruinen des dazu gehrigen einstigen ,klosters fanden sich noch viele ,reste von farbigen vielgestaltigen ,mosaikmustern in ,stein4 ,der ,rmerturm8 in ,kln1 ein runder ,eckbau der alten ,stadtmauer1 ist in seiner ganzen gebogenen ,flche berzogen mit den mannigfachsten ,friesen1 ,mustern und ,figuren in verschiedenfarbigen ,steinen1 offenbar das ,werk von ,franken erst des #f4_/g4 ,jahrhunderts1 nicht etwa wirklich der ,rmer4 ,es ist der gleiche ,flchenschmuck1 wie an den noch spteren ,kirchen in ,frankreich1 von ,cravant1 ,st4 ,genroux und vielen anderen1 und zeigt die ,freude an farbiger ,erscheinung der ,oberflche der ,mauern1 die ja hier im ,lande wie in ,italien bis ins #aa4 ,jahrhundert wirksam blieb4 ,man denke nur an die prchtige1 noch ganz merowingisch anklingende farbige ,behandlung der ,ostseite von ,notre ,dame in ,clermont-,ferrand oder an die freilich noch ltere1 doch auch schon ins ,romanische bergehende ,portalpartie von ,s4 ,michel de l',aiguille zu ,le ,puy4 ,an die frher beschriebene ,rippung oder ,riefung der ,quaderflchen bei den ,franken sei hier nochmals erinnert4 ,illustration ,sidenote3 ,geringe ,zahl der erhaltenen ,bauwerke ,was nun die ,gebude selber anlangt1 die von jener ,zeit noch berichten1 so sind sie1 wie schon bemerkt und selbstverstndlich ist1 sehr selten geworden2 natrlich fast ausschlielich ,kirchen und ,kapellen4 ,von ,palsten und ,knigshallen ist hie und da1 ganz vereinzelt1 noch ein ,rest vorhanden1 auch wohl ein ,grabmal1 von ,wohnhusern aber fast nichts mehr4 ,den ,kirchen ist hie und da die ,piett zustatten gekommen1 die ja alle solche ,gebude verhltnismig am wenigsten anzutasten gestattete4 ,doch auch wieder hat jene ,piett oft am allermeisten vernichtet1 da sie mit ,vorliebe an die ,stelle gerade der ltesten und wertvollsten ,heiligtmer nachher1 sei es in frherer oder spterer ,zeit1 grere und reichere ,bauwerke zu setzen strebte4 ,so hat man noch im ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts zur ,feier des #ajjj;jhrigen ,jubilums die ,kirche ,winfrits zu ,fulda abgebrochen und durch einen neuen prachtvollen ,dombau im ,barockstil ersetzt1 wie auch der ,klner ,dom1 die ,notre-,dame-,kirche zu ,paris1 ja wohl alle groen ,kathedralen der alten ,germanenstdte an die ,sttte ltester ,heiligtmer getreten sind4 ,man mu es tief beklagen1 da die ,frmmigkeit1 anstatt den neuen ,dom neben dem alten zu errichten1 berall darnach strebte1 ihn gerade genau auf die alte geheiligte ,stelle zu setzen1 die seither das durch seine ,vergangenheit so unendlich wertvolle und ehrwrdige ,bauwerk einnahm4 ,daher ist uns kein einziges wirklich bedeutendes kirchliches ,bauwerk der ,germanen aus der ,zeit vor ,karl dem ,groen geblieben#bc2 ja beinahe keines1 welches lter ist als das #aa4 ,jahrhundert4 ,nur der ,zufall hat hie und da geholfen1 wie in ,beauvais1 wo die neue ,kathedrale so ungeheuer und riesenhaft begonnen wurde1 da man am ,chorbau anfangend bis zum #af4 ,jahrhundert nur bis zum ,querschiff gelangt ist1 und das ,langschiff des alten ,doms wenigstens1 das nach ,westen zu so lange noch bleiben sollte1 bis sein ,platz beansprucht wurde1 heute noch steht4 ,es ist freilich ein kleines ,gebude1 arm und unansehnlich1 besonders neben jenem riesigsten ,bauwerk1 das die ,gotik je sich zu bauen unterfing1 und deshalb basse oeuvre genannt1 doch fr uns immer noch von hervorragendem ,werte4 ,die ,arabersturmflut hat leider in ,spanien das meiste zerstrt1 was sie vorfand1 wo gerade in jenem seither still gewordenen ,lande die ,bedingungen fr eine ,erhaltung solcher ,werke eher gegeben gewesen wren4 ,immerhin ist dort einiges in ganz vergessenen ,ecken des ,landes noch in verhltnismig recht gutem ,zustande brig4 ,sidenote3 ,bescheidenheit der erhaltenen ,bauten ,was die wenigen erhaltenen ,bauwerke nun selber anlangt1 so ist es beinahe selbstverstndlich1 da wir in ihnen nicht groe ,leistungen1 ,typen und ,marksteine der ,baukunst zu finden hoffen drfen4 ,vielmehr ist es gerade durch ihre ,stellung als die erster ,lebens- und ,kunstuerungen bisher hier unttig gebliebener junger ,stmme auf dem ,gebiete des ,steinbaus gegeben1 da wir in solchen ,werken nur tastende ,versuche auf unbekanntem ,boden fr seither nicht gekannte ,bedrfnisse1 fr ein neues ,dasein in neugegrndetem ,reiche zu sehen haben4 ,dazu sind die bedeutsamsten wichtigsten und reich ausgestatteten ,werke alle lngst verschwunden2 es blieben uns eben keine ,kathedralen1 sondern fast nur ,dorfkirchen4 ,daher mssen wir uns dahin bescheiden1 da wir an dieser ,stelle nicht ganze ,systeme von ,grundrissen und ,aufbauten wie wichtigeren ,anordnungen nher entwickeln1 wo es sich ja doch kaum um mehr handeln kann1 als um ,keime einer knftigen ,kunst1 die aus diesen ,versuchen und aus der bertragung der mitgebrachten ,kenntnisse in ,holzbau und ,kleinknsten auf die neuen ,materialien1 ,aufgaben und ,gestaltungen erst im ,laufe weiterer ,jahrhunderte zu groen ,leistungen gelangte4 ,auch an ,gre sind sie meist sehr bescheiden4 ,es liegt nahe genug1 da die neuen ,herren in ihren ,bedrfnissen noch sehr anspruchslos waren und auch technisch nicht ,grenverhltnisse erstreben durften1 wie sie den ,rmern alltglich waren4 ,so sind die ltesten germanischen ,kirchen fast stets eher ,kapellen1 ja oft winzig2 es scheint1 als ob die ,hauptmasse der ,andchtigen sich vor den ,tren versammelt htte2 es gibt selbst ,kirchlein1 die ringsum offen waren 7,s4 ,peterskapelle in ,helmstedt74 ,immerhin werden wir bei der ,besprechung der noch vorhandenen ,bauwerke und ihrer ,ausstattung wie der einzelnen ,kleinwerke1 die wir in noch verhltnismig grerer ,zahl und in vielen ,resten vor uns sehen1 doch ,gelegenheit genug haben zu bemerken1 da berall ein origineller ,geist und eine eigene ,art des ,geschmackes ttig war1 da wieder andere und anders begrndete ,ansprche und ,bedingungen auf ihre ,gestaltung einwirkten und diese beeinfluten1 und zwar in einem neuen ,sinne und im ,geiste einer weiteren ,entwicklung oder einer ,auffrischung des bereits vergangenen und versunkenen ,lebens des sdlichen ,europas4 ,ist ja doch die ,vlkerwanderung zu dem ,ausgangspunkte einer vlligen ,erneuerung der sdeuropischen ,vlker geworden1 und hat sich erst aus dieser neuen ,vlkermischung jener wunderbare ,aufschwung1 jene geistige ,hhe ergeben1 die von ,italien1 ,frankreich1 ,spanien aus ein weiteres ,jahrtausend lang ,europa mit den herrlichsten neuen ,taten und ,geschenken beglckte1 an denen ja auch ,deutschland in seiner ,weise teilnahm4 ,nur die ,balkanhalbinsel und ,byzanz haben an dieser ,erneuerung nicht teilgehabt und sind seitdem aus dem ,kreise der geistig ttigen ,lnder ,europas ganz ausgeschieden1 nachdem ,byzanz nur mhsam noch eine ,reihe von ,jahrhunderten ein greisenhaftes ,dasein aufrechterhalten hatte4 ,sidenote3 ,bauliche ,einzelheiten ,sidenote3 ,dach ,in bezug auf die architektonische ,durchbildung des ,baukrpers der kirchlichen und profanen ,bauwerke jener ,zeit bleibt uns noch einiges nachzuholen4 ,zunchst der ,hinweis darauf1 da den hauptschlichsten ,schutz des nordisch-germanischen wie des antiken ,gebudes gegen die ,unbill der ,witterung das ,dach verleihen mute2 da aber das nordische ,dach naturgem hier viel mehr zu leisten hatte als das im ,sden1 daher von jeher steiler getrmt wurde4 ,seit der ,zeit des ,eintritts der ,germanen in die ,baukunst ist dann das steilere ,dach bewute und beabsichtigte neue ,eigentmlichkeit1 insbesondere dann auch des spteren nordischen ,kirchenbaus geworden4 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,keltische und deutsche ,hausurne4 ,ein ,blick auf die ltesten ,hausurnen bereits belehrt uns1 da das hohe ,dach von ,urzeiten her bei den ,germanen heimisch war2 die berhmte ,urne von ,aschersleben mit ihrer steil emporsteigenden ,schilfdeckung1 gegenbergestellt einer keltischen 7,abb4 #fb71 zeigt uns sozusagen schon in der ,dachneigung die ,rasse4 ,das blieb so2 ein wichtiges ,bettigungsfeld fr den ,zimmermann4 ,offener ,dachstuhl ber dem ltesten ,hause wie ber der ,halle und den kirchlichen ,rumen forderte sein ganzes ,knnen heraus2 davon ist ja nichts erhalten1 aber die sprlichen ,reste der frheren ,holzdeckung in der ,moschee in ,cordoba1 die offenen ,dachsthle altchristlicher ,kirchen bis zu dem farbigen1 gewi auf frhere zurckweisenden von ,s4 ,miniato zu ,florenz lt uns allerlei mit ,sicherheit voraussetzen1 was da einst blich und vorhanden gewesen sein mu4 ,von ,s4 ,eutrope zu ,tours wird der reichgeschnitzte ,dachstuhl gerhmt2 andere ,kirchen1 wie die ,kathedrale von ,s4 ,martin zu ,tours1 besaen noch ,holzdecken1 gemalte oder gar vergoldete1 darunter4 ,nicht weniger im ,profanbau2 die groen ,knigshallen wie die ,wohnhuser hatten von jeher offene ,dcher1 durch deren ,mittelffnung der ,rauch des ,herdfeuers abzog4 -- ,manches alte nordische ,haus gibt uns noch heute solchen ,eindruck2 nicht minder wohl der innere hlzerne ,ausbau der nordischen ,hgelgrber1 wie etwa der von ,knig ,gorms ,grab bei ,jellinge1 von dem sich noch geschnitzte und gemalte ,holzplanken erhielten4 ,die uere ,deckung des ,daches geschah mit ,stroh1 ,schilf1 ,rasen1 ,schindeln oder ,ziegeln1 letzteres in den sdlicheren und vorher rmisch kultivierten ,gegenden1 natrlich in ,anlehnung an das dort bliche4 ,st4 ,vincent zu ,paris#bd besa sogar vergoldetes ,kupferdach4 ,sidenote3 ,trverschlsse ,war oben die ,rede von ,fenstern und ,tren1 so fand sich dort nicht ,gelegenheit1 auch von dem ,verschlusse der letzteren zu reden4 ,vorgeschichtliche ,hausurnen 7,abb4 #fb7 schon zeigen uns das ,holztor1 mit mchtigem ,riegel oder ,holzschlo versehen2 solcher ,schutz der ,tre war im ,norden von jeher unentbehrlich4 ,miniaturen und alte ,manuskripte lehren uns denn1 da die an unseren romanischen ,kirchen blichen ,holzplankentore mit schweren ,eisenbndern schon frher in ,merowingerzeiten1 wenigstens im #i4 und #aj4 ,jahrhundert vorkamen1 was dafr spricht1 da1 wenn wir an jenen fters uraltertmliche ,formen finden1 wir spte ,nachwirkung viel lterer ,tradition vor uns haben4 ,geschnitzte ,tren aus islndischen und norwegischen ,kirchen1 die ins #aa4 ,jahrhundert zurckreichen1 deuten ebenfalls auf uralte ,vorbilder im ,norden4 ,drei sehr ehrwrdige geschnitzte ,holztren von groem ,reichtume sind uns sogar noch erhalten2 zuerst die feine gewi langobardische des ,san ,bertoldo in ,parma4 ,davon sind erhebliche ,reste im dortigen ,museum vorhanden1 die uns die so charakteristisch germanische ,flachschnitzerei und ,kerbung auf ,rahmen und ,fllungen1 alles berziehend1 in einem wahren ,prachtwerke vorfhren 7,abb4 #fc74 ,illustration3 ,,xv ,abb4 #fd4 ,cln4 ,trflgel in ,s4 ,maria im ,capitol4 ,ein spter ,nachkomme1 aber viel reicher noch als die erstgenannte1 stark im ,relief seiner figrlichen ,fllungen1 teilweise schon von mittelalterlicher ,art ist die prachtvolle ,doppeltr von ,s4 ,maria auf dem ,kapitol zu ,kln2 wenigstens in den ,rahmen1 die mit feinem ,flechtwerk berzogen sind1 ebenso wie den ,knpfen auf ihren ,kreuzungen1 gewi eine ,nachbildung lngst verschwundener lterer ,vorgnger 7,abb4 #fd1 ,tafel ,,xv74 ,bewiesen wird dies schon durch die dritte ,holztr1 die ,haupttr der ,kathedrale in ,le ,puy in ,frankreich1 die1 mindestens noch #ajj ,jahre lter1 sich mit gleichem ganz flachem ,flechtwerk auf den ,rahmen1 aber auch in den ,fllungen schmckt4 ,letztere sind hie und da mit arabischem ,ornament und kufischen ,schriftzgen durchzogen4 ,die ,araber sandten bekanntlich ihre ,sendboten bereits zu ,karl dem ,groen bis nach ,aachen und ,paderborn1 nachdem sie ein ,jahrhundert vorher durch ,karl ,martell in den nahen ,gefilden von ,poitiers und ,tours in ihrem ,siegeslaufe gen ,norden gehemmt worden waren4 ,jedenfalls gingen ihre ,beziehungen damals bis weit ins ,frankenreich hinein2 und sicher ragt diese ,tre noch in die ,karolingerzeit zurck4 ,die drei ,tren sind in ihrer ,ausbildung gute ,reprsentanten der an germanischen ,kirchen blichen ,trformen4 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,parma4 ,tr von ,s4 ,bertoldo4 ,als hchste und edelste ,art der ,trflgel haben wir die in ,bronze gegossenen zu betrachten2 eine rein italisch-rmische ,erbschaft1 auch in den ,formen1 aber von den grten germanischen ,frsten gern bernommen und gepflegt4 ,theoderichs ,grabmal war sicher mit solchen ,toren geschlossen2 ,beweis dafr die noch vorhandenen ,trpfannen2 auch an seinem ,palast gab es deren gewi1 wie er nach einer ,nachricht des ,chronisten ,bronzegieereien fr solche ,zwecke einrichtete4 ,da die jetzt in ,aachen befindlichen ,bronzetren des ,mnsters etwa aus ,ravenna stammen wie die ,gitter des ,hochmnsters1 kann vermutet werden4 ,jedenfalls haben die ,aachener ,tren durchaus noch rmisch-antike ,art und ,felderteilung4 ,aber in den beiden eigentmlich gestrhnten ,lwenkpfen mit ,ringen scheint ein neues ,schmuckelement hinzuzutreten1 das bis ins #af4 ,jahrhundert den nordischen ,kirchentren treu bleibt4 ,sidenote3 ,stuck der ,innenwnde ,in den ,kirchenraum eingetreten1 bemerken wir in manchen germanischen ,kirchen jener ,zeit noch eine ,besonderheit1 die ihnen zu eigenartigem ,schmucke gereicht3 reiche ,dekoration der ,wnde mit bemaltem ,stuck#be4 ,die ,rmer hatten ja die ,stukkaturtechnik zur hchsten ,vollkommenheit gefrdert2 auch die ,byzantiner hatten sich ihrer noch lange bedient4 ,so ist in der spteren ,zeit ,s4 ,vitale zu ,ravenna in seinen ,nebenrumen reich an solchem ,ornament in ,feldereinteilung1 besonders an den ,gewlben2 doch1 wenn auch ziemlich roh1 ist alles hier in vllig antik-rmischem ,sinne behandelt und gebildet2 dazu farblos4 ,einige ,jahrhunderte spter bedienten sich die ,germanen gleicher ,technik zum ,wandschmuck 7,abb4 #fe71 aber in neuer und besonderer ,behandlung4 ,der ,umrahmung von ,fenstern und ,tren mit ,halbsulchen und ,archivolten ist bereits gedacht4 ,aber die ,ausgrabungen von ,disentis 7,schweiz7 z4 ,b4 haben ergeben1 da die ,wnde der dortigen ,kirche unten in reichem ,stabwerk von ,stuck verschiedenste ,muster zeigten1 darber dann die ,hauptflche mit einer ,menge von ,figuren in ,lebensgre und darunter bedeckt war2 alles in krftigem ,relief ausgefhrt und bemalt4 ,auch der ,deutsche ,rhabanus ,maurus#bf gedenkt dieser ,schmuckweise4 ,das klassische ,beispiel dafr ist die1 wenn auch sonst verstmmelte1 doch auf der ,westseite ziemlich vollstndig erhaltene ,prachtdekoration des ,tempietto ,longobardo zu ,cividale1 des sogenannten ,oratoriums der ,herzogin ,peltrudis -- noch heute vorhanden1 wohl aus der ,mitte des #h4 ,jahrhunderts stammend --1 wo auf einem starken ,gesimse groartige ,gestalten heiliger ,frauen 7oder ,prinzessinnen7 zu beiden ,seiten des reichgeschmckten ,fensters1 oberhalb des wundervollen ,stuckportals1 zu wandeln scheinen1 ,kronen und ,krnze in den ,hnden tragend4 ,die ,bemalung ist freilich verschwunden1 doch der strkste knstlerische ,eindruck des einzigartigen ,kunstwerkes immer noch vorhanden 7s4 ,abb4 #ajd1 ,tafel ,,xxix74 ,viele mchten auch dieses ,werk1 dessen handwerkliche ,verfertiger vielleicht byzantinische ,stukkateure gewesen sein knnen1 zu einem ,werke rein byzantinischer ,kunst stempeln4 ,aber vergeblich1 denken wir2 wenigstens dem ,geiste nach4 ,denn nirgends in der byzantinischen ,kunstwelt findet sich hnliches1 auch nicht in ,nachrichten1 whrend die ,verwandtschaft dieser ,stuckdekoration in ,cividale einerseits in der ,architektur mit ,germigny-des-,prs und ,quedlinburg1 anderseits in der durchaus hnlichen ,anordnung des ,figrlichen mit ,disentis -- dazu jene literarische ,erwhnung aus gleicher ,zeit -- uns beweist1 da wir hier ein gerade bei den ,langobarden1 den ,franken1 in der ,schweiz und in ,deutschland1 sonst aber nirgends bekannte ,dekorations- und ,kunstweise vor uns haben4 ,hier darf man fglich auf das ,weiterleben dieser ,kunstart in unseren schsischen ,kirchen im #aa4 und #ab4 ,jahrhundert verweisen4 ,die berlebensgroen ,stuckgestalten in ,goslar1 ,hildesheim1 ,halberstadt sind jenen zu ,cividale durchaus wesensverwandt2 vielleicht fehlen uns nur hier die ,bindeglieder zwischen dem #h4 und #aa4 ,jahrhundert4 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,innere ,stuckverzierungen4 ,sidenote3 ,bauliche ,ausstattungsgegenstnde ,ehe wir der noch brigen einzelnen ,bauwerke gedenken1 bleibt uns noch das ,gebiet der kleineren dekorativen ,arbeiten fr die ,ausstattung der kirchlichen und profanen ,gebude zu besprechen4 ,und zwar ist dieses ,gebiet verhltnismig etwas reicher und vielgestaltiger1 weil so mancher derartige ,gegenstand den ,abbruch oder gnzlichen ,umbau des ,gebudes1 zu dessen ,zier er zu dienen bestimmt war1 berleben durfte2 weil die ,piett1 die sich im ,neubau der ,gebude selber nicht genug zu tun wute1 doch seinen alten ,inhalt manchmal schonte und weiter verwandte oder als ,erinnerung an die alte ,zeit zu erhalten suchte2 weil sich an diese ,dinge gar oft der ,begriff einer gewissen ,heiligkeit knpfte1 da vielleicht der ,name irgendeines groen ,menschen der ,vergangenheit sich damit verband4 ,zuletzt1 weil ,ausgrabungen und ,abbrche an alten ,bauwerken oft genug die ,reste ltester ,ausstattungen in der ,erde oder in den ,mauern verborgen fanden und zutage frderten4 ,von diesen erst noch ein ,wort4 ,sidenote3 ,schranken ,das meiste richtet sich auf diesem ,gebiete nach dem im gleichzeitigen ,italien und ,byzanz blichen4 ,im einzelnen aber sehen wir doch nordische ,art eindringen4 ,so an den berall blichen steinernen ,schranken1 die das ,heilige1 den ,raum vor dem ,altar1 von dem fr die ,gemeinde zu trennen pflegten4 ,in manchen ,kirchen -- ,torcello1 ,s4 ,miguel d',escalada1 ,sta4 ,cristina de ,lena1 ,canterbury -- ist der ,kirchenraum durch eine ,sulenstellung quer abgeschlossen1 so da vor dem ,altar ein freier ,raum bleibt4 ,diese ,sulenstellung scheint durch ,vorhnge abschliebar gewesen zu sein2 wenigstens finden sich in manchen kleinen ,kirchen 7,s4 ,wiperti ,quedlinburg7 ,spuren hlzerner ,querbalken1 die den ,raum vor dem ,altar in entsprechender ,hhe abgrenzten und ,vorhnge getragen haben mssen4 ,auf zahllosen ,werken altchristlicher ,bildnerei und ,malerei erscheinen ,vorhnge zwischen ,sulen und unter ,arkaden4 ,wenn ein ,balken an die ,stelle steinerner ,abtrennung tritt 7trabes doxalis71 so trgt er oft das ,triumphkreuz1 7das bis ins spte ,mittelalter im ,norden blich bleibt71 von ,leuchtern flankiert2 von ihm hngen hufig ,lampen herab4 ,in ,s4 ,m4 in ,valle zu ,cividale wie in ,torcello 7jnger7 finden sich an dieser ,stelle noch ,steinbrstungen oder ,schranken1 die im ,dom zu ,aquileja sind ins sdliche ,querschiff versetzt4 ,in ,s4 ,clemente zu ,rom ist im ,mittelschiff in hnlicher ,weise1 sehr weit sich erstreckend1 ein lnglicher ,raum durch prchtige ,marmorschranken abgeschnitten1 dessen seitliche ,mauern die beiden ,ambonen tragen4 ,solche ,einbauten scheinen im ,sden durch die ,langobarden eingefhrt zu sein4 ,dieser ,raum war fr den chorus psallentium bestimmt und hat sich bis heute als ,einbau in vielen spteren spanischen ,kirchen erhalten4 ,die ,franken nahmen von den ,langobarden das meiste an1 und so sind auch bei ihnen solche ,schranken weit verbreitet4 ,die schnsten ,reste der ,art fanden sich in ,st4 ,peter zu ,metz4 ,auch in ,spanien waren solche nicht selten2 die groe ,masse aber ist bei den ,langobarden zu ,hause4 ,und bei ihnen sind dann die ,flchen der ,schranken oder ,brstungen das wahre ,tummelfeld fr die eigenartige ,ornamentik dieses urspnglich deutschen ,stammes1 insbesondere das ,flechtwerk in allen ,auffassungen4 ,so in ,aquileja 7s4 ,abb4 #cg1 ,tafel ,,xiii71 ,grado1 ,ferrara1 ,mailand1 ,venedig1 ,torcello1 -- bis nach ,assisi und ,rom4 ,solche ,brstungen wurden entweder zwischen groe ,sulen eingeschoben oder trugen selbst eine ,stellung von kleineren ,sulchen oder ,pilastern1 wie sie in ,italien vielleicht nur noch in ,cividale1 ,s4 ,m4 in ,valle1 wohl erhalten stehen1 aber in ,torcello im ,dom in einer etwas jngeren ,nachbildung noch in prchtigster ,art auftreten4 ,prachtvoll eigenartig ist diese ,trennwand1 noch vollstndig1 in ,st4 ,cristina de ,lena bei ,oviedo4 -- ,dort tragen die schlanken ,sulchen weitgespannte ,bgen und diese wieder eine noch hher gehende reich durchbrochene ,steinwand1 die mit ,rundbgen nach oben frei abschliet 7,abb4 #acd74 ,die ,brstung ist aus weiem ,marmor und mit feinem ,kerbornament geschmckt4 ,sidenote3 ,altre ,im ,raume hinter der ,brstung steht der ,altar4 ,in ltesten ,zeiten wie es scheint ein niedriger ,tisch1 hinter dem der ,priester mit dem ,gesicht gegen die ,gemeinde amtierte4 ,erst mit den steigenden ,aufbauten des ,altars vernderte sich dies4 -- ,solche niedrige ,altre sind noch vorhanden1 so einer aus der ,ostgotenzeit in ,s4 ,giovanni ,evangelista zu ,ravenna1 eine ,platte auf einem geschlossenen ,unterteil mit ,pilastern an den ,ecken und einem ,schrank in der ,mitte 7fr ,reliquien oder heilige ,gefe71 ein hnlicher in ,s4 ,apollinare in ,classe1 nur auf freistehenden ,ecksulen1 dann in ,s4 ,martino in ,cividale der ,altar1 den ,knig ,ratchis zu ,ehren des ,herzogs ,pemmo errichtete1 mit hchst charakteristischen ,skulpturen auf allen vier ,seiten reich geschmckt4 ,auf der ,vorderseite ,christus in der ,glorie1 rechts die ,anbetung der ,knige1 links die ,heimsuchung1 auf ,rckseite von ,ornament umgebene ,kreuze2 alles von hchst dekorativer ,wirkung und in echtest langobardischem ,stile 7s4 ,abb4 #ajj1 #aja1 ,tafel ,,xxvii74 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,regensburg4 ,st4 ,stephan4 ,altar4 ,tischfrmige ,altre1 auf ,sulen ruhend1 bestehen noch in ,vaison in ,frankreich und ,mettlach bei ,trier1 beide mit vertiefter oberer ,flche1 um ,wegflieen des ,abendmahlweins zu hindern4 -- ,ein uralter1 auf fnf ,sulchen in ,tarascon4 ,manche nordische zeigten1 wie die genannten ostgotischen1 nach vorn eine ffnung1 um das in ihnen ruhende ,reliquien-,heiligtum den ,glubigen zu zeigen 7,s4 ,wiperti ,quedlinburg71 andere fensterartige ffnungen1 um einen ,blick wie durch ,fenster in die ,krypta darunter zu gestatten3 ,hildesheimer ,dom1 ,st4 ,stephan in ,regensburg 7,abb4 #ff74 hnlich ist der ,altar in ,orlansville in ,algier angeordnet4 ,auf der ,rckseite des ,ratchisaltars zu ,cividale ein ,schrnkchen4 ,ein groes mit ,goldblech berzogenes reichgetriebenes ,kreuz aus ,s4 ,m4 in ,valle zu ,cividale 7,abb4 #fg1 ,tafel ,,xvi7 drfte einen solchen niedrigen ,altar geziert haben1 den man in der allerersten ,zeit nur mit einem ,tuche bedeckte1 auf dem der ,kelch stand4 ,dann kamen solche ,kreuze und ,leuchter dazu4 ,der dekorative ,aufbau hinter dem ,altar1 der die ,stellung des ,priesters mit dem ,rcken nach dem ,volke mit sich brachte1 stellte sich sofort ein2 er enthielt dann wohl gleich die ,reliquien1 wie eine solche ,rckwand zu ,aquileja es zeigt 7,abb4 #fh74 ,illustration3 ,abb4 #fh4 ,aquileja4 ,altarrckwand4 ,illustration3 ,abb4 #fi4 ,germigny-des-,prs4 ,weihwasserbecken4 ,sidenote3 ,ziborienaltre ,illustration3 ,,xvi ,abb4 #fg4 ,silbernes ,kreuz4 ,cividale4 ,den reichsten ,schmuck der ,altre aber bildeten die ,ziborien1 tempelartige berbauten auf vier ,sulen oder ,pfeilern4 ,auch ihrer gibt es eine ,reihe1 dazu eine ,menge ,reste von solchen4 ,vortrefflich erhalten vor allen das echt langobardische des ,leocadius in ,s4 ,apollinare in ,classe1 ein ,prachtwerk mit reichen ,skulpturen auf kanellierten ,sulen4 ,das ,flechtwerk der ,bgen1 das ,ornament der ,bogenzwickel mit ihren mannigfaltigen ,tiergestalten gehren mit zum ,besten der flachen ,langobardenskulptur4 ,reiche ,reste von solchen ,ziborienbgen und andere ,teile von ihnen sind in ,oberitalien noch zahlreich vorhanden4 ,inmitten des mit einem ,gewlbe 7,kuppel7 oder einer ,flachdecke bedeckten ,ziboriums hing in einem ,gefe von oben die ,eucharistie an ,ketten herab2 die ,bgen ringsum waren mit ,vorhngen versehen4 ,sidenote3 ,ambonen ,ambonen oder ,kanzeln sind ebenfalls noch in ,resten oder ganz1 manchmal mit gut germanischem ,ornament geschmckt1 vorhanden2 so die in ,s4 ,elia zu ,nepi1 in ,ravenna in ,s4 ,apollinare dentro und ,s4 ,spirito1 beide wohl noch aus ostgotischer ,zeit1 im ,dom und ,museum ,reste von solchen2 auch in ,s4 ,giovanni und ,paulo daselbst2 in ,grado hnliches4 ,diese ,ambonen waren auf ,sulen freistehende ,balkone mit meist mitten nach vorn flachgebogener ,vorderbrstung4 ,der letzte ,nachkomme dieser ,art wird die ,kanzel ,kaiser ,heinrichs ,,ii4 in ,aachen sein4 ,andere ,kanzelformen1 die germanisch sein knnen1 finden wir in ,s4 ,m4 in ,castello1 einen ,rest in ,s4 ,ambrogio zu ,mailand1 einen anderen zu ,besanon4 ,in ,spanien dagegen hat sich keine ,spur eines ,ambo gefunden2 in manchen ,fllen mag da die starke ,erhhung des ,santuario1 das durch ,treppen zugnglich war1 fr die ,predigt und ,verlesung gengt haben4 ,illustration3 ,abb4 #gj4 ,moschee zu ,cordoba4 ,weihwasserbecken4 ,sidenote3 ,weihwasserbecken ,weihwasserbecken scheinen meist frei gestanden zu haben2 die franzsischen sind eine ,art kurzer ,sule mit ausgehhltem ,kapitell 7,abb4 #fi72 das spanische aus ,cardona bei ,barcelona zeigt ein ,vierpabecken in einen ,wrfel gehhlt1 der auf vier kurzen ,sulen ruht 7vgl4 ,abb4 #a74 ,ein anderes steht noch in der ,moschee in ,cordoba2 ein lngliches viereckiges1 unten abgeschrgtes ,becken auf einem rechteckigen hohen ,fue1 dessen vier ,seiten mit gekerbtem ,ornament bedeckt sind 7,abb4 #gj74 ,sidenote3 ,taufbecken ,taufbecken ltester ,zeit1 reine ,eintauchbecken1 sind nachweisbar4 ,in ,st4 ,jean zu ,poitiers befindet sich mitten in der ,kirche die achteckige ,vertiefung1 in die man ber hohe ,stufen hinabstieg2 darin ,wasserzuflu und ,abflu unterirdisch4 ,spter waren groe runde oder polygone auf dem ,boden stehende ,steinbecken mit hoher1 oft reicher ,brstung blich2 glatt in ,s4 ,miguel de ,lino2 in ,verona 7,s4 ,giovanni in ,fonte7 steht der ,priester in einem besonderen kleeblattfrmigen ,becken trocken inmitten des gefllten ,achtecks2 hier jedenfalls aus jngerer ,zeit1 doch eine alte ,idee1 die schon in dem ,baptisterium der ,orthodoxen in ,ravenna hnlich ausgebildet ist4 ,das interessanteste ,beispiel der ltesten ,art ist das ,becken zu ,cividale im ,dom1 achteckig1 unter einem offenen ,tempel 7,ziborium auf acht ,sulen7 befindlich 7s4 ,abb4 #ig1 ,tafel ,,xxv74 ,die acht ,bgen sind genau entsprechend solchen von ,altartempeln geschmckt1 noch aus dem #h4 ,jahrhundert4 ,allzu viel bergen die ,gotteshuser jener ,zeit sonst nicht mehr fr unsere ,betrachtung4 ,prachtvollen ,mosaikbilderschmuck freilich hat schon ,theoderich der ,groe seinen ,kirchen1 insbesondere ,s4 ,apollinare dentro in ,ravenna1 gestiftet2 doch natrlich ,werke nicht germanischer ,knstler4 -- ,die ,mosaikfubden seines ,palastes 7s4 ,abb4 #hf1 ,tafel ,,xix71 seiner ,kirchen1 die spteren aus der ,langobardenzeit1 so in ,grado und ,torcello1 die aus ,ravenna geholte ,marmorplttung des ,aachener ,mnsters1 die von ,alt-,s4-,quirin zu ,neu und vieles hnliche -- alles ist nicht von ,germanen gemacht4 ,doch ist zu rhmen1 da diese sich solcher ,mittel gerne bedienten und so das ,fortleben dieser ,knste frderten4 ,sidenote3 ,bischofssthle ,vielleicht aber stoen wir in anderen ,gegenstnden1 die sich in den ,kirchen fters finden1 noch hie und da auf germanische ,einwirkung4 ,so scheint mancher steinerne oder marmorne bischfliche ,stuhl -- wenn auch die meisten nur ,nachbildungen antiker sein mgen -- eigene nordische ,art zu atmen2 darunter der einfache im ,dom zu ,cividale1 einst zu ,aquileja1 dessen obere ,zapfen und ,hufeisenbgen an der ,seite wohl nicht antike ,reminiszenz sind 7,abb4 #ga74 ,karls des ,groen ,stuhl zu ,aachen aber ist in keiner ,hinsicht nordisch2 der ,sptling im ,goslarer ,kaiserhause nur eine reichere ,nachbildung davon4 ,sidenote3 ,sarkophage ,dagegen haben wir an zahlreichen ,sarkophagen1 vor allem frnkischen1 viel germanische ,originalitt4 ,der der ,teodata in ,pavia ist noch mit rein langobardischem ,ornament berall bedeckt2 von frnkischen gibt es eine unzhlbare ,menge in ,frankreich1 deren ,schmuck sich freilich oft auf einfache holzmige ,flchenverzierung oder gar nur ,parallelrippung des ,steins beschrnkt4 -- ,oft ist ein ,kreuz ber die ,flche des ,deckels gestreckt4 ,reichere finden wir in ,menge in ,s4 ,jean zu ,poitiers1 auch in ,bordeaux1 andere in ,kln1 ,mainz4 ,die ,herrscher freilich1 schon ,gisulf in ,cividale1 aber auch ,karl der ,groe und ,ludwig1 sein ,sohn1 lieen sich lieber in rmischen ,prachtsrgen mit oft heidnischen ,reliefs bestatten4 7,proserpina-,sarkophag ,karls des ,groen47 ,an kleineren ,grabsteinen aber ist manches brig1 was uns anmutet2 einfache ,steinplatten1 die mit ,zierat1 meist in ,geflecht1 bedeckt sind2 davon bemerkenswerte in ,gallia cis- und transalpina4 ,so in ,narbonne der1 den ein treuer ,liebhaber oder ,gatte sue ,siniofredae gesetzt hat4 ,wenn wir von ein paar ,brunneneinfassungen in langobardischer ,dekoration1 wie sich solche in ,venedig1 aber selbst in ,rom finden1 absehen1 so mag hiermit1 was von ,kleinarchitektur der ,germanen noch brig sein wird1 wohl ziemlich erschpft sein4 ,illustration3 ,abb4 #ga4 ,cividale4 ,dom4 ,patriarchenstuhl4 ,sidenote3 ,mbel ,an ,mbeln und hlzerner ,ausstattung scheint natrlich so gut als alles dahin4 ,nur in ,s4 ,paulin zu ,trier haben wir noch ein zartes ,holzkstchen1 recht nordisch1 dessen ,flchen in ganz flachem ,flechtwerk gradlinig bedeckt sind2 und in ,terracina knnte sich in einer betrchtlichen ,truhe vielleicht ein ,mbel aus langobardischer ,zeit -- also von vor #ajjj -- erhalten haben1 eine ,truhe von #a1je m ,lnge1 #j1fg m ,breite und #j1eh m ,hhe1 aus ,zedernholz2 ihre ,seiten sind mit ganz flacher ,schnitzerei in zwei ,arkadenreihen bereinander geschmckt1 die ,architektur sehr zimmermannsmig1 in den ,feldern phantastische ,tiere1 ,greifen1 ,lwen und allerlei1 miteinander kmpfend1 nordisch mrchenhaft1 doch offenbar auch durch stliche ,vorbilder stark beeinflut4 ,jedenfalls aber fr die ganze germanische ,welt hchst verehrungswrdig1 sollte es sich wirklich als fast ltestes germanisches ,mbel in ,holz erweisen#bg4 ,es ist ja sicher1 da es der ,holzmbel1 vor allem in den ,wohnungen1 einst viele und schne gab4 ,der bronzene ,dagobertstuhl aus ,st4 ,denis hat in seiner feinen ,gestalt ja sicher viel ,antikes1 ist aber doch ein ,beweis des einstigen ,vorhandenseins solcher ,sthle1 die wir uns sonst mehr in nordischer ,erscheinung1 nach ,art der sogenannten ,wikingersthle1 an denen es in ,skandinavien noch nicht fehlt1 denken mssen4 ,bnke und ,tische gab es von jeher1 auch ,betten1 alles im ,sinne des heutigen ,gebrauchs1 aus ,holz1 oft reich geschmckt4 ,der hortus deliciarum der ,herrad von ,landsberg gibt ein reiches ,material romanischer ,mbelformen in ,drechslerarbeit2 die ltesten germanischen ,miniaturen enthalten eine ,menge verschiedenster ,darstellungen1 die beweisen1 da die germanische ,tischlerarbeit hoch entwickelt war4 ,an anderen ,mbeln1 kleinen und groen ,sthlen jeder ,form1 ,schrnken1 ,truhen und sonst allem nur ,erwnschten ist da kein ,mangel4 ,soweit das ,holz also in ,frage kommt1 haben wir das ,kunstgewerbe der ,germanen im #e4-i4 ,jahrhundert als durchaus auf respektabler ,hhe stehend anzusehen4 ,illustration #b ,der ,schatz wurde damals von dem gelehrten ,arzt ,dr4 ,chiflet untersucht1 beschrieben und auf ,kupferstichen dargestellt2 sein berhmtes ,buch heit3 ,anastasis ,childerici ,i ,francorum regis sive thesaurus sepulcralis ,tornaci ,nerviorum effosus et commentario illustratus1 ,antwerpiae #afee4 #c ,die ,musterung1 die durch die ,goldstreifen erzeugt wird1 ist dabei oft sehr mannigfaltig4 ,es kommen darunter nicht selten sogar ,vierpsse vor1 ganz denen des ,mittelalters hnlich 7,abb4 #ad74 ,daraus schlieen einzelne1 der ,name des gotischen ,stiles knne vielleicht gar durch spteres ,nachbilden solcher uralter ,motive entstanden sein4 #d ,bedeutet im ,gotischen wahrscheinlich3 ,haus1 ,familie1 ,gatte4 #e ,die ,ergebnisse beider ,grabungen heute im ,thermenmuseum zu ,rom4 #f ,zufllig im ,walde gefunden1 also nicht aus einem ,grabe stammend4 #g ,was man schon #agii in ,nagy-,szent-,miklos gefunden hatte an berreichen ,goldwerken1 die man als den ,schatz des ,attila zu bezeichnen liebt3 ,kannen mit ,figuren1 andere mit ,kettenornamenten und ,buckeln1 ,schalen1 ,trinkgefe in ,muschelform und reichem ,kleinwerk1 das kennzeichnet sich allerdings als ungermanisch1 weshalb man es den ,hunnen zuschrieb4 ,neuerdings neigt man der ,vermutung zu1 da dieser ,schatz spteren bulgarischen ,ursprunges sei4 #h ,von ,bedeutung ist ein schnes goldnes ,reliquiar in ,st4 ,maurice 7,wallis7 von ,kstchenform1 ganz mit ,juwelen in ,goldzellen bedeckt und berreich2 es trgt die ,inschrift3 ,teudericus presbiter in honore sci ,maurici fieri jussit amen -- ,nordoalaus et ,philindis ordenarunt fabricare -- ,undiko et ,ello ficerunt4 ,also hier die ,namen zweier deutscher ,goldschmiede1 wenigstens germanischer4 ,mit dem des obengenannten ,gundbald eine erfreuliche ,erhaltung uralter deutscher ,knstlernamen4 7,abgebildet bei ,venturi1 storia dell'arte in ,italia74 #i ,die groen ,deckel des ,evangeliars der ,knigin ,theudelinde im ,dome zu ,monza sind mit ,friesen von ,juwelen in ,zellen1 mit ,kreuzen in hnlicher ,art1 mit ,saphiren1 ,smaragden1 ,perlen und antiken ,kameen auf das reichste geschmckt 7,abb4 #bf1 ,tafel ,,xi72 sie tragen die ,inschrift3 ,de donis ,dei offerit ,theodolinda regina gloriosissima ,sancto ,johanni ,baptiste in baselica quam ipsa fundavit in ,modica prope palatium suum4 -- ,die ,knigin betont also1 da dies ,werk fr ihre ,kirche gemacht sei4 #aj ,,vvolvinivs ,,magister ,,phaber48 #aa ,woher ,lindenschmitt den ,gedanken nimmt3 oder in ,zinn8 -- scheint unklar4 ,fr unsere ,betrachtung wre dies brigens unerheblich1 da dies weiche ,metall sicher ganz in der gleichen ,schnitzmanier bearbeitet worden sein mte4 #ab ,die ,literatur ist an besonderer ,stelle eingehend angegeben4 ,ich vermeide absichtlich die wissenschaftliche8 ,verbrmung mit ,noten und ,quellen4 #ac ,ich unterlasse es1 das verschiedenartige frhe ,vorkommen dieses ,motivs hier nher zu untersuchen4 ,es ist im #h4 ,jahrhundert schon berall dekorativ angewandt2 so als ,balkenschmuck ca4 #ggj 7,cattaneo1 ,fig4 #hb71 als ,bogeneinfassung aber schon um #ejj in ,syrien1 ,kalb-,luseh 7,holtzinger1 ,fig4 #afg71 um dieselbe ,zeit am ,theoderichdenkmal zu ,ravenna als ,fries um die ,mitte des ,gebudes4 ,bei den ,germanen am ,gerte und der ,waffe ist aber der ,bogenfries schon #ajjj ,jahre frher im ,gebrauch 7,montelius1 ,fig4 #aie72 fr sptere ,zeit s4 ,lindenschmitt1 ,s4 #bdg1 #beb4 #ad ,man vergleiche das schne ,portal von ,n4 ,dame du ,port zu ,clermont-,ferrand2 ,,xi4 ,jahrhundert 7,abb4 #eg74 #ae ,da in ,syrien1 dem ,lande des ,bauens in ganz groen ,steinen1 das ,ausschneiden der ,bgen1 nicht minder ihre ,herstellung durch berkragen ebenfalls ein paarmal vorkommt1 ist bei der ,natur des dortigen ,steinmaterials um so weniger ein ,wunder1 als man dort vom ,wlben auch nicht allzu gerne ,gebrauch machte4 -- ,gleiche ,auffassung fhrt von alters her berall zu gleichen ,ergebnissen1 denn sonst kmen schlielich hier auch die hnlichen ,gepflogenheiten in ,mykene und ,tiryns in ,betracht1 die doch gewi nicht hierher gehren4 #af ,dort lt sich diese ,anordnung auch damit erklren1 da solcher ,vorsprung zum ,auflagern von ,querbalken 7fr ,vorhnge u4 dgl47 bestimmt gewesen sein knnte4 #ag ,ganz gleiches gilt ja auch fr das ,flechtwerkornament1 dessen wir oben gedacht haben4 #ah ,der an frhen ,bauwerken der ,araber im ,nillande1 z4 ,b4 an der ,amru-,moschee in ,kairo1 bereits auftretende ,hufeisenbogen ist doch dort berall jnger als die spanische ,eroberung1 und dabei zuerst noch ganz zaghaft angedeutet4 ,wir haben in ihm nur das ,ergebnis eines ,zurckstrmens neuer ,formen aus den neueroberten ,lndern nach den frher gewonnenen in ,afrika zu erkennen2 er ist denn auch berall meistens ein ,jahrhundert jnger1 als die ,moschee zu ,cordoba4 #ai ,von verwandter ,art sind die ,stuckumrahmungen der ,nischen im ,grabe ,kaiser ,heinrichs in ,quedlinburg4 #bj ,die 7frnkische7 ,abtwohnung in ,tours war mit ,metallfenstern1 deren ffnungen verglast waren1 versehen4 ,hlzerne ,lden schtzten sie von auen4 #ba ,von den ,langobarden wissen wir auerdem1 da bei ihnen die ,fensterverschlsse fr ihre ,wohnhuser vom ,tischler in ,gitterwerk gefertigt wurden2 die steinernen ,vergitterungen der ,kirchenfenster waren davon gewi die monumentale bertragung4 #bb ,nach ,strzygowski sogar an mesopotamische4 #bc ,die ravennatischen ,kirchen ,theoderichs des ,groen sind eben nur ,sptlinge des altchristlichen ,kirchenbaues des ,sdostens4 #bd ,spter ,st4 ,germain des ,prs1 die alte ,grabkirche merowingischer ,frsten4 #be ,im ,sden1 wie auch bei besseren ,bauwerken des ,nordens1 liebte man die ,tfelung der unteren ,wnde mit ,marmorplatten nach altchristlichem ,vorbild4 #bf ,rh4 ,maurus1 de universo #a1 ,,xxi4 ,c4 #h4 #bg ,doch macht ,strzygowski darauf aufmerksam1 da dies ,mbel koptischer ,herkunft sein knne1 was heute wohl noch nicht sicher zu entscheiden ist4 ,illustration3 ,,bauwerke ,von den ,gebuden1 welche die germanischen ,vlker in den von ihnen eroberten ,lndern errichteten1 ist fast alles durch die folgenden ,zeitfluten wieder hinweggeschwemmt und verschwunden4 ,von den ,holzgebuden versteht sich dies bei der ,vergnglichkeit des ,materials schon von selber2 aber auch den steinernen ,bauwerken war bei ihrer ,kleinheit und ,primitivitt als ersten ,versuchen auf einem den ,nordlndern fremden ,gebiete leichtes ,vergehen gewi4 ,um so mehr1 als sich an ihre ,stelle im ,fortschreiten des ,knnens und der ,ansprche1 wie ihrer gesteigerten ,bedeutung stets neue schnere ,nachfolger setzten4 ,fr die anfangs ganz kleinen ,kirchen erstanden grere1 oft mehrere hintereinander1 in wachsenden ,abmessungen2 die germanischen ,schlsser und ,hallen drauen fielen in ,ruinen1 wenn sie nicht mehr dienten2 standen sie in volkreichen ,stdten1 so verschwanden sie1 um anderen ,gebuden ,platz zu machen4 ,an die ,statt von ,theoderichs ,palast in ,ravenna trat auer anderen ,gebuden ein kleines ,kloster und ein weiter ,gartenbezirk1 da der ,bau im ewig wachsenden ,erdboden versank und unbewohnbar wurde2 in ,verona war spter eine mittelalterliche ,burg1 dann eine ,kaserne an der ,stelle1 da ,theoderichs ,schlo geprangt hatte4 ,wo die ,westgotenknige in ,toledo einst ,hof hielten1 dehnt sich jetzt ein groer ,platz neben wildem ,gewirr regelloser ,wohnhuser2 wo in ,aachen ,merowingerknige1 spter ,karl der ,groe thronten1 wo der kaiserliche ,saal sich oberhalb des ,mnsters erhob1 lastet heute die schwere ,masse des ,rathauses2 den einstigen ,platz der frnkischen ,dome zu ,tours1 ,paris1 ,st4 ,denis1 ,kln1 ,fulda fllen seitdem mittelalterliche oder jngere ,riesenbauten2 die groe ,schar der ,kirchen in der merowingischen ,hauptstadt ,austrasiens1 ,metz1 ist bis auf eine den ,festungsbauten und dem ,wandel der ,zeiten zum ,opfer gefallen2 die langobardischen ,hauptkirchen zu ,pavia1 ,mailand sind durch wiederholte ,umbauten vllig erneuert1 die westgotischen in den wichtigeren ,stdten haben ,moscheen1 diese nachher wieder neueren ,kathedralen weichen mssen4 ,und doch erzhlen alte ,schriftsteller von reicher ,bauttigkeit der jungen germanischen ,vlker1 und nicht nur auf kirchlichem ,gebiete2 so bauten nach ,theoderich d4 ,gr4 der ,westgotenknig ,theoderich ,,ii41 die ,vandalenknige ,thrasamund und ,gelimer1 spanische ,westgotenherrscher wie ,leovigild1 ,recared1 ,reccesvinth und ,wamba ,palste und ,stdte1 deren ,gre und ,pracht gerhmt wurde2 von den ,merowingern wissen wir hnliches2 noch die ,karolinger bis auf ,ludwig den ,frommen folgten in gleichem ,sinne4 ,aber auch die groen kirchlichen ,bauten der germanischen ,eroberer wurden hoch gerhmt1 und die einzigen1 die noch stehen1 die ,theoderichs zu ,ravenna und ,karls des ,groen zu ,aachen1 sind bis heute ragende ,zeugen reicher und bedeutungsvoller ,bau- und ,kunstttigkeit1 wenn auch leider die knstlerischen ,formen gerade dieser briggebliebenen ,bauwerke am wenigsten von eigener germanischer ,kunst zeugen4 ,an den anderen haben wir unersetzlichsten ,verlust erlitten2 vielleicht auch hat die kirchliche ,sonderart der germanischen ,vlker1 die anfnglich smtlich1 mit ,ausnahme der ,franken1 nicht orthodoxe ,katholiken1 sondern ,arianer1 also ,ketzer1 waren1 wo sich dies erkennbar aussprach1 zur ,vernichtung ihrer ,hauptdenkmler in den rasch folgenden ,zeiten der reinen rmischen ,kirchenherrschaft besonders beigetragen4 ,so sind uns von ,kirchen fast nur die in ,winkeln vergessenen und unscheinbaren geblieben4 ,doch einiges wenige lt sich auch von diesen sagen1 was sie auer ihrer ,kleinheit charakterisiert und fr uns von ,wert und ,bedeutung sein mu4 ,sidenote3 ,grundrieigentmlichkeit der ,kirchen ,so insbesondere ber die ,grundrianordnung4 ,es fllt auf1 da diese da1 wo sie sich nicht direkt an ein italisches oder hellenistisches ,vorbild anschliet1 besonders im hheren ,norden und fernen ,westen1 wohin jener ,kulturstrom nicht mehr in gleicher ,strke wirkte1 hufig eine zwar hchst einfache1 doch ganz eigenartige ist4 ,schon ,seesselberg macht darauf aufmerksam1 da die ltesten skandinavischen ,kirchen der ,regel nach aus einem langen ,rechteck bestehen1 von dem ein kleinerer stlicher ,teil durch eine ,quermauer als ,chorraum oder ,altarhaus abgetrennt ist1 durch eine verhltnismig enge ffnung mit dem greren ,gemeinderaum verbunden2 dieser ,chorraum wird im ,laufe der ,entwicklung schmaler1 also zur rechteckigen ,apsis2 die ffnung aber1 freilich langsam1 immer breiter1 bis sie zu weitem ,chorbogen geworden ist4 ,erst dann tritt an die ,stelle der rechteckigen die hufeisenfrmige oder halbrunde ,apsis1 die den nordischen ,holzkirchen wie unseren ltesten ,kirchlein noch fehlte4 ,seesselberg macht ferner darauf aufmerksam1 da diese einfache ,grundgestalt der nordischen ,kirchen mit der der letzten germanischen ,tempel bereinstimme4 ,nur da dort der ,chorraum1 das ,allerheiligste1 ohne ,verbindung mit dem ,schiffraum blieb4 ,sidenote3 ,heidnische ,tempel ,solche ,tempelreste haben sich in dem uersten ,winkel1 wohin die germanische ,gtterwelt floh1 ehe sie ganz verschwand1 in ,island1 gemeinsam mit den ,trmmern der germanischen ,mythologie und ,sage1 die in die ,edda gerettet sind1 noch erhalten und beweisen1 da in der ,tat diese ,tempel nicht ohne ,bedeutung waren4 ,sie bestanden aus zwei rechteckigen ,rumen nebeneinander4 ,der kleinere chorartige ,raum war fr die ,aufstellung der ,altre der ,gtter bestimmt und die ,sttte der eigentlichen ,opferung2 der grere umfate die ,gemeinde1 welche nachher in langen ,reihen lngs der ,wnde um den mittleren ,feuerherd versammelt das ,opfermahl unter ,leitung des ,opferspenders beging1 der an der ,wand nach dem ,altarraum zu seinen ,hochsitz hatte4 ,grundmauern solcher ,tempel sind noch erhalten1 oft mit denen einer an einer ,seite an das ,schiff angebauten ,vorhalle oder ,nebenkapelle4 ,es bedurfte nur der ,errichtung eines stattlichen hlzernen ,aufbaus1 um ein ,gebude zu erhalten1 welches ohne weiteres auch als christliche ,kirche zu benutzen war1 sobald man nur eine ffnung in die ,mitte der ,trennungswand brach1 um die ,verbindung beider ,rume herzustellen4 ,und die nordischen ltesten ,kirchlein haben in der ,tat diese ,anordnung4 ,die ffnung des ,chors -- des ,altarraums -- nach dem ,schiff zu ist anfnglich ganz klein1 nur eine ,tr1 bisweilen noch wirklich mit einem ,trflgel zu verschlieen 7auch bei den ltesten angelschsischen ,kirchen oft weniger als #a m breit71 manchmal sind selbst zwei ,tren vorhanden1 mit ,pfeiler dazwischen1 so da der ,altar hier offenbar an das ,ostende des ,schiffes gerckt worden sein mu4 -- ,und so sieht man deutlich1 da diese ,verbindung zwischen ,chor und ,schiff anfnglich fast ohne ,bedeutung war und der ,chorraum eher als eine ,art ,sakristei dienen mochte4 ,daher ist es tatschlich wahrscheinlich1 da in ganz nordisch-germanischen ,landen man sich entweder vielleicht kurzerhand der alten ,tempel fr die ,einrichtung des ersten christlichen ,kirchendienstes bediente oder an ,stelle der verbrannten neue ,gebude desselben ,aufbaus errichtete1 wie ja die neue ,religion sich berall gern der altheiligen ,sttten bemchtigte4 ,nur die ,tr zwischen ,schiff und ,chor war neue ,zutat4 ,erst langsam drang vom ,sden herauf die breite ffnung des ,chors bis zur vlligen ,beseitigung der trennenden ,wand oder ,pfeiler4 ,aber das scheint in der ,tat richtig3 die christliche ,religion bediente sich im ,lande der zu bekehrenden ,nordgermanen fters fr ihre ersten kirchlichen ,gebude einer ganz hnlichen ,grundform1 wie sie die heidnischen ,tempelgebude auch gehabt hatten4 ,und wohin auch die ,sendboten des ,christentums ihren ,fu zuerst niedersetzten1 gerade da finden wir noch solche uralte ,form der ,missionskirchlein1 so selbst am ,bodensee -- wohl lange ehe die ,insel ,reichenau der ,mittelpunkt des dortigen ,christenwesens wurde -- zu ,goldbach1 gleich bei den ,heidenhhlen82 ein winziges ,kirchlein1 das sich wohl hier als ,vorbote des kommenden ,evangeliums an wichtigster weithin schauender ,stelle eingenistet hatte und in karolingischer ,zeit dann mit der prchtigsten ,ausmalung geschmckt wurde4 ,das ,eindringen der italienischen ,basilika und der zentralen aus dem ,osten stammenden ,gestalt des ,martyrions oder des heiligen ,grabes gehrt dagegen erst der folgenden ,zeit an1 der der vlligen ,ausbreitung des ,christentums ber die germanischen ,lnder1 der gesicherten ,besitznahme von ,grund und ,boden und der dauernden ,einrichtung von ,kirchen und ,wohnsttten durch die ,geistlichkeit nach sdlichem ,muster4 ,so drfen wir jene erste ,form als die der germanischen ,heidenkirchlein betrachten4 ,sidenote3 ,nebenrume ,zu dieser einfachen ,grundform tritt dann an der ,westseite die spter fast unentbehrliche ,vorhalle -- der ,narthex -- die in karolingischer ,zeit sich fters zu einer selbst mehrstckigen ,vorkirche entwickelte3 ,werden1 ,essen1 ,korvey1 ,kln 7,s4 ,pantaleon71 ,bdingen1 ,st4 ,menoux in ,frankreich4 -- ,weitere ,vorhallen werden nicht selten auch links und rechts an das ,schiff angebaut1 so da eine kreuzfrmige ,gestalt entsteht1 wie in ,bradford-on-,avon 7s4 ,abb4 #ahb1 hier ohne ,westhalle74 ,diese ,vorrume wandeln sich fters zu ,kapellen oder ,nebenrumen1 ,sakristeien und dergleichen1 wie sie ja unentbehrlich waren4 ,so in ,s4 ,pankras 7,canterbury71 ,sta4 ,cristina de ,lena 7,spanien1 s4 ,abb4 #acc74 ,tritt wie spter auf der iberischen ,halbinsel die aus ,italien und dem ,osten stammende ,anordnung der ,seitenschiffe1 die ,basilikenform an ,stelle des einen ,schiffes1 so entsteht ein ,typus1 der ganz logisch die zwei ,nebenrume als ,apsiden neben den ,chor 7links und rechts7 schiebt1 unter ,beibehaltung der westlichen ,vorhalle4 ,findet man eine hnliche ,grundform auch bereits in ,syrien1 so ist doch dort die mittelste der ,apsiden so gut wie immer polygon oder rund4 ,es ist daher sehr wohl mglich1 da diese zwei nachher scheinbar so hnlichen ,grundritypen nichts miteinander zu tun haben2 es kann vielmehr der spanische sich selbstndig zu hnlicher ,gestalt entwickelt haben1 whrend der im ,osten nur eine ,weiterbildung der querschifflosen ,basilika darstellt4 ber der ,vorhalle oder gleich dahinter im ,schiff erhebt sich in ,spanien der ,regel nach eine ,sngerempore4 ,die hchste ,ausbildung dieses ,systems haben wir dort1 wo zahlreiche ,vorstufen dazu vorhanden sind1 wohl in ,s4 ,miguel de ,lino bei ,oviedo zu sehen4 ,hier war ein ziemlich quadratisches ,schiff1 das fast den ,eindruck eines ,zentralbaus macht1 nach ,osten mit drei rechteckigen ,apsiden geschlossen 7die mittlere war zweistckig72 westlich erhob sich eine ,empore ber der ,eingangshalle1 oben neben den beiden ,treppenausgngen noch zwei gewlbte ,kammern 7,bibliotheken87 enthaltend4 ,dazwischen dann das vllig quadratische ,schiff von drei ,jochen1 auf vier mittleren ,sulen ruhend 7s4 ,abb4 #abd74 ,bei ,erwhnung dieser ,kirche mu auf eine technisch bedeutsame ,leistung und ,errungenschaft hingewiesen werden1 welche den germanischen ,architekten jener ,zeit1 die der karolingischen direkt voranging1 hoch anzurechnen ist3 die ,ausbildung eines eigenartigen ,gewlbebaus4 ,sidenote3 ,gewlbebauten ,wie frher bemerkt1 vermieden die ,germanen das ,gewlbe anfnglich grundstzlich1 da es ihnen in ihre ,holzbauweise durchaus nicht passen konnte1 selbst dann noch1 als die ,wnde der ,gebude bereits massiv geworden waren4 ,man begngte sich nach alter ,sitte meist mit offenen ,dachsthlen oder flachen ,holzdecken4 ,erst ganz langsam entschlo man sich zur ,anwendung von ,gewlben1 beschrnkte sich aber so gut als ausschlielich auf ,tonnengewlbe1 und zwar auf solche von ganz geringer ,spannweite4 ,kreuzgewlbe scheinen -- wenn sie wirklich vor dem #aa4 ,jahrhundert auftreten -- durchweg fremder ,import zu sein4 -- ,selbst ,kuppelgewlbe mied man im allgemeinen4 ,doch1 nachdem einmal das ,tonnengewlbe in den ,bereich der anwendbaren ,mglichkeiten gezogen war1 machte man von dieser ,form der berdeckung mehr und mehr ,gebrauch und suchte durch allerlei ,kombinationen ihr manches abzugewinnen1 was sonst nur durch kompliziertere ,wlbformen zu erzielen schien4 ,vor allem gilt das wieder fr ,spanien1 wo die letzten ,westgoten sich der ,tonne in mannigfaltigster ,weise bedienten4 ,es gibt eine ganze ,reihe von ,kirchen1 deren ,mittelschiff hochgefhrt und mit solchen ,gewlben bedeckt ist1 teilweise durch ,quergurten verstrkt4 ,dem ,seitenschub dieser ,gewlbe begegnete man frhzeitig durch ,anfgung einer ,reihe von ,strebepfeilern4 ,selbst dreischiffige ,kirchen mit drei lngslaufenden recht hohen ,tonnengewlben kommen vor 7,val de ,dios1 s4 ,abb4 #acg71 das ,merkwrdigste und ,geschickteste aber auf diesem ,gebiete leistete man1 indem man die hoch in die ,luft gefhrte ,mitteltonne durch niedrigere ,quertonnen ber den ,seitenschiffen sttzte 7,s4 ,miguel de ,lino74 hnliche ,systeme1 auf dem ,tonnengewlbe fuend1 hielten sich in ,sdfrankreich noch lange in den romanischen ,stil hinein1 besonders im ,auvergnatischen1 auch solche mit sttzenden lngslaufenden ,halbtonnen ber den ,seitenschiffen4 ,ein khner ,versuch1 auf hnlichem ,wege wie in ,s4 ,miguel de ,lino zu groen ,ergebnissen zu kommen1 tritt noch im #aa4 ,jahrhundert an ,st4 ,philibert zu ,tournus auf1 da man das ,mittelschiff durch ,quertonnen auf ,bgen1 die ,seitenschiffe durch ,lngstonnen mit ,stichkappen berwlbte4 ,die letzte und groartigste ,konsequenz dieser germanischen ,richtung im ,gewlbebau finden wir in ,aachen am ,hochmnster angewandt1 wo man1 um die ,mittelkuppel zu sttzen1 die acht quadratischen ,felder des oberen ,umgangs mit ansteigenden ,tonnen bedeckte 7s4 ,abb4 #afe74 hnlich beim ,chorumgang zu ,vertheuil aus etwas jngerer ,zeit mit ,quertonnen um das mittlere ,chorgewlbe1 die sich sogar nach der ,mitte zu verengern4 ,hier ist als verwandt der interessante ,zentralbau der ,kirche von ,germigny-des-,prs bei ,orleans noch zu nennen2 dort stoen gegen eine mittlere ,kuppel oder einen flachgedeckten ,mittelturm ebenfalls vier ,tonnengewlbe 7s4 ,abb4 #afj72 die brig bleibenden ,ecken sind mit kleinen ,kuppeln berdeckt2 die ,ostseite ist mit drei ,apsiden von hufeisenfrmigem ,grundri abgeschlossen#bh4 ,kurz -- es ist erstaunlich1 wie die germanische eben erwachte ,wlbkunst unter gnzlicher ,abkehr von sdlichen ,mitteln und ,formen rasch eigene ,wege einschlug1 die sie erst verlie1 als der herrschend gewordene romanische ,stil die ausschlieliche ,anwendung der ,kreuzgewlbe sozusagen erzwang und damit jener eigentmlichen ,richtung ein allzufrhes ,ziel setzte4 ,erst die ,renaissance hat den abgerissenen ,faden wieder angeknpft und die groartigsten ,wirkungen durch ,kombination von ,haupttonne und niedrigeren ,quertonnen und ,nebenkuppeln geschaffen1 manchmal durch die ,vierungskuppel zum ,hchsten gesteigert4 ,eine ,anordnung1 die selbst in ,st4 ,peter in ,rom noch durchblickt4 ,es mu aber als kaum zufllig bezeichnet werden1 da auch diese ,wiederkehr des ,gedankens ihre klarste und groartigste ,durchbildung auf deutschem ,boden gewann3 in der ,michaelskirche zu ,mnchen1 einem der khnsten ,wlbwerke kirchlicher ,baukunst aus der ,renaissancezeit4 ,sidenote3 ,emporen ,eine auffallende ,beobachtung ist die1 da auch seitliche ,emporen bei den spteren ,kirchenbauten1 die wir noch als germanisch bezeichnen drfen1 hufig sind1 nicht nur westliche4 ,so finden wir bereits im ,aachener ,mnster und in ,nymwegen wie bei ,s4 ,michael in ,fulda solche1 dort freilich an das ,muster von ,s4 ,vitale erinnernd4 ,in der ,peterskirche zu ,werden desgleichen rings um den quadratischen ,mittelraum 7s4 ,abb4 #agb74 ,in der ,stiftskirche zu ,gernrode1 ,s4 ,lorenzo zu ,verona wie in ,s4 ,ambrogio zu ,mailand nach sdlichem ,muster nur ber den ,seitenschiffen4 ,an diese nordische ,art1 wie sie z4 ,b4 in ,werden gebt ist1 erinnert lebhaft manche sptere ,doppelkapelle1 z4 ,b4 die in ,nrnberg2 um einen quadratischen ,mittelraum auf ,sulen zieht dort die ,oberkapelle emporenartig herum4 ,diese hnlichkeit ist von hohem ,interesse4 ,was die ,wlbung bei ,profanbauten anlangt1 so zeigt die letzte uns erhaltene steinerne ,knigshalle in ,spanien noch heute ein langes ,tonnengewlbe mit ,querrippen und ,strebepfeilern4 ,sidenote3 ,balkendecke ,sonst scheint1 sowohl nach dem1 was die ,reste sagen1 als was durch ,schriftsteller sich an ,nachrichten erhielt1 in den ,knigspalsten wie sonst in germanischen ,profangebuden die ,holzbalkendecke herrschend gewesen zu sein4 ,ermold ,nigellus erwhnt solche in der ,pfalz ,ludwigs des ,frommen in der ,charente2 die ,reste des ,merowinger-,saalbaus in ,aachen zeigen noch die ,konsolen fr die ,deckenbalken4 ,selbst eichene ,holztfelung wird als ,schmuck der ,rume desselben ,palastes gerhmt1 was ja wohl als selbstverstndlich scheint4 ,denn ,holzbekleidung der ,wnde ist von alters her bis heute den germanischen ,vlkern das ,eigentmlichste4 ,um zuletzt das nicht unerwhnt zu lassen3 auch bei den ,germanen bildete das wrmende ,herdfeuer von jeher den ,mittelpunkt des ,hauses1 wie es sich bei den niederschsischen ,bauernhusern noch bis zur ,gegenwart zeigt4 ,hie und da finden sich hnliche ,anordnungen selbst noch im ,stadthause4 ,sidenote3 ,herd und ,heizung ,im langobardischen ,friaul ist eine solche uralte ,herdform noch hufig im ,gebrauch3 eine runde ,aufmauerung1 die die ,mitte eines eigenen ,raumabschnittes einnimmt1 der sich mit groer ffnung gegen den ,hauptraum auftut2 ,treppenstufen fhren hinzu und nach zwei ,seiten herum1 in der ,decke darber fngt ein mchtiger ,schlot den ,rauch4 ,fr das frhzeitige ,vorhandensein von ausgebildeten ,kaminen zur ,erwrmung sprechen noch heute ,reste aus ,karolingerzeit 7,salzburg72 aber selbst der nordische ,ofen ist uralt4 ,frh fand er im hohen ,norden in der ,hirdstofa an ,stelle des mittleren ,herdes in der ,ecke eine ,sttte2 bei den ,langobarden wird er ebenfalls erwhnt1 indem gesetzlich das zu einem ,ofen ntige ,material auf #bej ,kacheln beschrnkt wird4 ,illustration #bh ,es ist ja nicht zu leugnen1 da gerade diese karolingische ,kirche in mancher ,hinsicht wieder mit syrischen und byzantinischen ,bauwerken in der ,anordnung hnlichkeit besitzt4 ,man kann aber auf allerlei ,wegen zu gleichen ,ergebnissen gelangen1 und so kann es hier unentschieden bleiben1 ob wir in ihr eine ,konsequenz der germanischen ,wlbungsweise oder einen ,ableger des ,ostens vor uns sehen4 ,illustration3 ,,die ,,ostgoten ,gegen das ,ende des #e4 ,jahrhunderts tritt dieser ,volksstamm auf die ,weltbhne als ,erbe des westrmischen ,reiches in ,italien4 ,seine ,herrlichkeit gipfelt in der gewaltigen ,gestalt ,theoderichs des ,groen1 ,dietrichs von ,bern4 ,nach seinem ,tode 7#ebf7 war in weniger als einem ,menschenalter das riesige ,ostgotenreich gestrzt und zertrmmert2 seine letzten ,reste verschwanden spurlos4 ,ein furchtbares ,schicksal1 das die besten und begabtesten unter allen ,germanen zerschmetterte2 wie stets1 nur durch die ,hilfe1 ja die ,hand ihrer germanischen ,brder1 die byzantinische ,arglist und ,staatskunst gegen sie gewaffnet und gefhrt hatte4 ,germanenhilfstruppen vernichteten schon vorher die ,vandalen2 das auf den ,ruinen des ,gotenreiches entstandene letzte ,germanenreich in ,italien1 das der ,langobarden1 fiel durch der germanischen ,franken strksten ,herrscher1 ,karl den ,groen4 ,doch die ,spuren des verschwundenen ,ostgotentums in ,italien auf dem ,gebiete der ,kunst sind unverwischbar4 ,wenn auch merkwrdig genug seine ,grber noch nicht gefunden zu sein scheinen1 von ihren ,bauwerken wenigstens steht noch genug aufrecht1 um von ihnen zu zeugen und ihr ,andenken wrdig zu erhalten4 ,sidenote3 ,theoderich ,es ist freilich nicht zu verkennen1 da ,theoderichs ,streben vorwiegend darauf gerichtet war1 seinem ,volke alle ,segnungen der rmisch-byzantinischen ,kultur zu erschlieen und zu erhalten1 da sein merkwrdig klares ,auge ohne ,zgern den unermelichen ,schatz1 den ,jahrtausende in ,italien gehuft hatten1 umfate und seinen ,wert vllig erkannte4 ,und so trat er ohne ,zgern dies ganze ,erbe an1 nicht nur der ,kultur1 sondern insbesondere auch der ,kunst4 ,es ist bekannt1 da ,theoderich ein ,jahrzehnt seiner ,knabenzeit als ,geisel in ,byzanz hatte zubringen mssen und schon dort vllige ,kenntnis dessen gewann1 was ,ostrom bot4 ,spter machte er sich auch das ,westrmische geistig zu eigen1 wie seine ,taten beweisen4 ,trotzdem drfen wir uns keineswegs von ihm vorstellen1 da er in vllige ,abhngigkeit von diesen ,einflssen geraten sei4 ,vielmehr blieb er ,ostgote1 ,germane1 durch und durch2 auch das bezeugen seine ,taten4 ,selbst einen gewissen inneren ,widerstand mu er dem fremden ,wesen entgegengesetzt haben1 wie er sein ,leben lang in ,unkunde des ,schreibens verharrte4 ,der ,chronist sagt von ihm1 da er seine ,unterschrift durch eine metallene ,schablone mhsam malte4 ,das hinderte ihn doch nicht1 mit ,auge1 ,sinn und ,geist alles umher als ,eigentum zu ergreifen4 ,seine umfassenden ,vorschriften zur ,erhaltung der rmischen ,kunstdenkmale sind bekannt2 er setzte groe ,jahresbetrge1 allein fr ,rom #bjj ,pfund ,gold und #bejjj ,ziegel jhrlich1 zu diesem ,zweck aus und lie verfallende ,bauwerke erneuern4 ,hier ging sein ,kampf gerade gegen der groen ,rmer klgliche ,nachkommen1 deren ,eigensucht und ,gleichgltigkeit der schlimmste ,feind der herrlichen ,hinterlassenschaft der ,antike in ,italien war1 die wir uns als damals noch annhernd vollstndig vorhanden denken drfen4 ,es ist ergreifend1 den ,germanenknig unablssig und in jeder ,weise fr die ,rettung der von den ,rmern bedrohten und vernachlssigten ,monumente wachen und wirken zu sehen81 sagt ,dahn2 ein besonderer ,beamter1 der custos palatii1 ,palastwart zu ,ravenna1 hat diese gesamte ,ttigkeit der ,regierung in ,erhaltung1 ,pflege1 ,restauration der antiken ,werke und die ,herstellung von ,neubauten zu leiten 444 ,zunchst soll er den ,palast zu ,ravenna instand halten1 schmcken und verschnern2 aber er soll auch unter treuer ,verwendung der vom ,knige dafr ausgeworfenen ,summe das ganze groe ,heer von ,baumeistern1 ,bildhauern1 ,erzgieern1 ,mosaikarbeitern berwachen und beschftigen1 dem ,knig die ,plne fr alle ,bauten zu ,kriegs- und ,friedenszwecken vorlegen48 ,wenn man bedenkt1 da der ,knig fr das italienische ,volk1 das eingesessene1 ganz wie die alten ,kaiser noch neue ,theater1 ,amphitheater1 ,bder1 ,wasserleitungen1 ,kanle und ,kloaken erbaute1 dazu ,kirchen und ,palste1 ,befestigungen und militrische ,bauwerke1 selbst ganze ,stdte1 so mu man staunen1 besonders wenn man sich erinnert1 da auch noch groartige reine ,kulturwerke nebenhergingen1 so die ,austrocknung der ,smpfe bei ,terracina und ,spoleto4 ,geschah das fr die eigentlichen ,italiener1 so tat er nicht ,geringeres fr sein ,gotenvolk und sich selber4 ,schtzte und besserte er einerseits die gottesdienstlichen ,gebude der ,katholiken und der ,juden1 so errichtete er nicht minder zahlreiche ,kirchen fr die ,arianer2 denn die ,goten hingen ja anfnglich ausnahmslos dem ,arianismus an2 auch ,vulfilas1 der ,gotenbischof1 der ,schpfer der gotischen ,schriftsprache1 war ,arianer gewesen4 ,eine besonders groe der von ,theoderich in ,ravenna erbauten ,kirchen hie ,s4 ,andreas ,gotorum4 ,viele bedeutende ,stdte schmckte er mit einem ,palatium2 grere ,palste erstanden an den ihm wichtigsten ,orten1 so in ,ravenna1 ,verona1 ,spoleto u4 a41 deren ,reste berall noch einer grndlichen ,untersuchung harren4 ,das allermeiste ist leider lngst verschwunden2 zuerst seine ,sommerpalste1 die er1 wie in ,monza1 an geeigneten khleren ,orten errichtete4 ,wie natrlich sind die ,bauwerke ,theoderichs1 soweit ,reste davon von uns mit ,augen noch geschaut werden knnen1 im ,geiste und in der ,art denen nahestehend1 die er im italischen ,lande gerade damals vorfand1 und die zu seiner ,zeit dort magebend waren4 ,seine eigentlichen ,bauhandwerker muten daher in der ,hauptsache italienische oder stliche sein1 da fr so groe und neue ,anforderungen die gotischen ,zimmerleute nicht ausreichen konnten2 also reihen sich der ,regel nach die unter seiner ,regierung entstandenen ,gebude den gleichzeitigen italienischen oder byzantinischen an4 ,ihre ,ausstattung erst recht2 ,mosaiken1 ,marmorbekleidungen1 ,bronzewerke konnten nur durch ,west- oder ,ostrmer hergestellt werden2 selbst fr ,sarkophage lie ,theoderich besondere ,arbeiter aus ,rom nach ,ravenna kommen4 ,immerhin zeigen einige -- die letzten -- der von den ,ostgoten herrhrenden ,bauwerke bereits starke selbstndige ,zge1 eigenartige ,gedanken und besondere ,formen1 in denen sich germanische ,art und germanischer ,wille auszusprechen und durchzuringen1 in denen unter alle dem fremden italienischen1 byzantinischen1 syrischen ,wesen auch das germanische zur ,geltung zu gelangen wei4 ,gerade diese ,bauwerke haben uns natrlich eingehender zu beschftigen4 ,andere aus ,theoderichs ,zeit1 insbesondere die kirchlichen1 sind seit langem grndlich studiert und im ,anschlu an die altchristliche ,baukunst gewrdigt2 doch mssen wir auch bei ihnen verweilen4 ,sidenote3 ,arianische ,kirchen ,die ,arianer bedurften zu ihrer ,religionsausbung im ganzen nicht andersgestalteter ,rume1 als die athanasianischen ,orthodoxen4 ,die eigentlichen baulichen ,unterschiede zwischen den ,kirchen der beiden ,richtungen konnten bisher nicht genau festgestellt werden1 so wnschenswert das wre4 ,es scheint berhaupt1 als ob man wenig uere bauliche ,merkmale des ,arianertums gekannt htte4 ,vielleicht ist das bekannteste die ,vermeidung der ,symbole der ,dreieinigkeit1 z4 ,b4 der ,dreieckform1 folglich auch der ,dreiecksgiebel4 ,so sollen die arianischen ,kirchen stets unter ,ausschlu dieser ,form horizontale ,frontabschlsse -- also ,walmdcher -- gezeigt haben4 ,auch scheint es1 als ob die ,chorapsiden der arianischen ,kirchen ausnahmslos durch groe ,fenster beleuchtet gewesen wren1 whrend die ,apsiden der orthodoxen ,kirchen meist ohne ,fenster blieben4 ,wie das arianische8 ,kreuz eigentlich gebildet war1 ist nicht klar1 obwohl davon fters gesprochen wird4 ,einige steinere ,kreuze zu ,ravenna neben dem arianischen ,baptisterium eingemauert 7s4 ,kopfleiste71 haben einen nur wenig verlngerten ,kreuzesstamm und ,runde an den ,kreuzesenden4 ,ob diese ,runde von wesentlicher ,bedeutung waren1 ist unsicher4 ,vielleicht ist berhaupt gar kein ganz bestimmter ,unterschied vorhanden gewesen1 sicher erscheint1 da das bei den ,arianern gebruchliche ,kreuz dem gleicharmigen sich nherte1 also zwischen lateinischem und griechischem ,kreuze stand4 ,illustration3 ,,xvii ,abb4 #gb4 ,ravenna4 ,s4 ,spirito4 ,ambo4 ,illustration3 ,abb4 #gc4 ,ravenna4 ,s4 ,apollinare nuovo4 ,mosaik4 7,phot4 ,alinari47 ,auerdem wird behauptet1 da ,ambonen in arianischen ,kirchen nicht blich gewesen seien4 ,das wrde vielleicht heien3 die nachher unter diesem ,namen auftretenden ,doppelkanzeln 7meist von mitten leicht ausgebogener ,grundform7 zu beiden ,seiten der ,schranken des ,chors der ,psallierenden im ,mittelschiff fehlten1 wie dieser selbst1 doch wird wohl irgend eine ,art von freistehenden ,kanzeln vorhanden gewesen sein2 sonst mte der ,prediger von dem erhhten ,raum vor der ,altarnische aus geredet oder von dort aus die ,vorlesungen von ,evangelium und ,epistel stattgefunden haben4 -- ,es mu fraglich erscheinen1 ob berhaupt solche besonders ausgezeichnete erhhte ,standpunkte erst spter eingefhrt und bei dem ,gottesdienst der ,arianer noch nicht ntig gewesen wren4 ,jedenfalls finden wir in ,theoderichs ,palastkirche 7,s4 ,apollinare nuovo7 und in ,s4 ,teodoro 7,s4 ,spirito2 ,abb4 #gb1 ,tafel ,,xvii7 ,ambonen1 die vielleicht noch aus der ,zeit der ,erbauung dieser ,kirchen herrhren1 sicher nicht viel jnger sind4 ,mu hierin der ,forschung und ,feststellung noch fast alles vorbehalten bleiben1 fr die ,baukunst in engerem ,sinne kommt der ,unterschied des arianischen und orthodoxen ,christentums offenbar so gut als nicht in ,frage2 ,kirchen ohne ,giebel scheinen kaum noch vorhanden1 ebensowenig solche ohne ,ambonen oder sptere ,kanzeln4 ,die arianischen ,gotteshuser sind in der ,folge ausnahmslos katholisiert1 die ,bildwerke1 soweit sie an die ,ketzer erinnerten1 umgeformt oder zerstrt worden -- und so wird aus der ,zeit1 wo die arianischen ,germanen in ,italien und ,spanien ihrem ,christentum in kirchlichen ,bauwerken monumentalen ,ausdruck gaben1 wohl nichts ,charakteristisches mehr brig geblieben sein4 ,aber wie gesagt1 es ist vermutlich alles das auch nur uerlich und wenig bedeutsam gewesen und hat auf das ,bauwerk als solches kaum ,einflu gehabt4 ,sonst knnten nicht so manche ,kirchen zuerst katholisch gewesen1 -- dann arianisiert -- nachher dem katholischen ,kultus zurckgegeben sein1 ohne da man dies an ihnen wahrnimmt#bi4 ,sidenote3 ,ravenna1 ,s4 ,apollinare nuovo ,jedenfalls ist es sicher1 da ,theoderich1 der milde ,frst1 eine ,reihe neuer ansehnlicher ,kirchen fr seine arianischen ,goten neu erbaute1 whrend er die bestehenden ,kirchen und ,kathedralen der ,regel nach den bisherigen ,besitzern belie4 ,solcher ,bauwerke haben wir vor allem in der ,hauptstadt ,ravenna mehrere4 ,zuerst seine ,hauptkirche neben seinem ,palast1 die er ,jesus ,christus1 dem ,erlser1 weihte1 von ,erzbischof ,agnellus als ,s4 ,martino in ,coelo aureo umbenannt1 heute ,s4 ,apollinare nuovo oder dentro4 ,dieses herrliche ,bauwerk ist so oft beschrieben und zhlt so sehr in die ,reihe der altchristlichen ,basiliken ,italiens1 da wir es hier kaum besonders zu wrdigen haben sollten4 ,trotzdem1 und obwohl an ihm sich kaum spezifisch germanische ,eigentmlichkeiten von ,belang zeigen1 mssen wir es doch1 wenn auch in ,krze1 beschreiben1 schon deshalb1 weil es das beglaubigtste ,werk der ,kunstliebe ,theoderichs ist und laut einer 7verschwundenen7 ,inschrift in seiner spter ganz erneuerten ,chornische von ,theoderich von ,grund aus erbaut und bereits #ejd geweiht wurde4 ,wir drfen glauben1 da der groe ,knig sie in vollster ,pracht ihrer ,ausstattung gesehen und in ihr gebetet hat4 ,der schriftstellernde ,presbyter ,agnellus schreibt3 ,wenn du fleiig in der ,chornische 7tribunal7 nachschaust1 so wirst du ber den ,fenstern die aus ,stein hergestellte ,inschrift finden3 ,knig ,theoderich machte diese ,kirche von den ,fundamenten an im ,namen unseres ,herrn ,jesu ,christi884 ,darum also hie diese ,hofkirche ,salvatorkirche1 bis ,erzbischof ,agnellus 7#eec-ff7 sie katholisierte und dem ,heiligen ,martin weihte4 ,agnellus hat damals eine ,reihe von nderungen an ihr vorgenommen1 da er sie planmig aller ihrer ,erinnerungen an ,theoderich zu berauben gedachte2 trotzdem blieb der ,krper der ,kirche mit ,ausnahme der #hef eingestrzten und im #ah4 ,jahrhundert nochmals erneuerten ,apsis und der ,westwand im ganzen so1 wie sie schon in ostgotischen ,tagen erschien4 ,so ist sie fr uns ein ganz unschtzbares ,dokument der ,zeit und der ,kunstliebe ,theoderichs des ,groen1 wenn sie auch selbst in keinem ,teile als das ,werk germanischer ,knstler bezeichnet werden darf1 und eben nur in einigen ,nebendingen das ,germanische sich andeutungsweise ankndigt4 ,um so wichtiger ist uns die ,kirche als erhaltenes umfangreichstes kirchliches ,bauwerk1 das fr die ,ostgoten errichtet wurde1 zugleich wegen seiner prachtvollen ,ausstattung von ,mosaiken1 die in hnlicher ,weise aus jener ,zeit sonst nirgends mehr vorhanden sind4 ,es ist eine dreischiffige ,basilika1 deren ,mittelschiff durch zwei ,bogenreihen auf je zwlf ,sulen von den ,seitenschiffen getrennt ist2 die ,apsis ist innen rund1 auen im ,grundri ein halbes ,zehneck1 und verlngert sich nach dem ,mittelschiff zu noch zu einem besonderen wohl einst durch eine ,schranke abgetrennten fast quadratischen ,chorraume1 wie er in romanischer ,zeit so oft vorkommt4 ,die ,apsis hatte ,fenster nach der bei den arianischen ,kirchen blichen ,weise4 ,vor dem ,eintritt in die ,kirche durchschritt man ein ,atrium -- einen kleinen ,sulenhof -- und dann die ,vorhalle 7,narthex74 ,ersteres ist verschwunden1 letztere umgebaut und kaum mehr erkenntlich4 ,die ,sulen1 die die ,schiffwnde tragen1 haben weie ,marmorkapitelle und ,fe und verjngte1 aber nicht geschwellte ,schfte aus ,cipollinmarmor4 ,hierbei ist bemerkenswert1 da diese ,sulen1 wie bei allen ,bauwerken ,theoderichs1 nicht von antiken rmischen ,bauwerken geraubt1 sondern eigens fr die ,kirche angefertigt sind4 ,man meint3 im ,osten1 und findet ihre ,form byzantinisch4 ,die ,akanthusbltter sind freilich nach griechischer ,art ziemlich stachlig4 ,doch zeigt sich an den ,deckplatten eigentmliche recht holzmige ,verzierung mit eingekerbten parallelen ,linien2 die einfach mit ,kerbschnitt markierten vier ,bltenknospen sind nach der ,seite gekehrt1 bewegen sich also sozusagen nach der gleichen ,seite sich drehend um den ,kern der ,sule herum4 ,das sind bescheidene doch neue dekorative ,elemente1 die vielleicht durch die nordischen ,barbaren in die ,kunst eingefhrt sind2 derb und anspruchslos1 weit entfernt von der frheren plastisch vollendeten ,durchbildung des ornamentalen ,blatt- und ,bltenwerks der ,antike -- doch wirksam und kernig4 ,es kann dahingestellt bleiben1 woher dieser ,umschwung kam1 sicher ist es1 da er mit dem ,eintritt der ,barbaren in die ,kunst erschien#cj4 ,die ,bgen oberhalb der ,sulen1 die auf einem quadratischen derben ,kmpferstein mit ,kreuz an der ,vorderseite ruhen1 sind in der frhen ,renaissancezeit erneuert und dekoriert2 man hat damals die ,sulen mit den ,bgen soweit als mglich hher gebracht4 ,seitdem mute der ,fuboden nochmals erhht werden1 und so stehen die richtigen ,sulenfe heute doch wieder etwa #fj cm unter dem ,pflaster1 bis ins ,grundwasser hinein4 ,der ursprngliche ,kirchenboden drfte daher ungefhr #a m tiefer gelegen haben1 als heute4 ,das stetige ,wachsen der ,betten der beiden ,flsse ,lamone und ,ronco1 die die ,stadt einfassen1 machte ein wiederholtes ,aufhhen des ,bodens innerhalb der ,mauern notwendig1 das seit den ,tagen ,theoderichs einen ,niveauunterschied von mehr als #b m ergeben haben mu4 ,so ist der ,eindruck der ,kirche heute ein weit niedrigerer1 als ursprnglich4 ,dazu mu noch bemerkt werden1 da zu ,zeiten ,theoderichs das ,schiff mit einem prachtvollen vergoldeten ,holzplafond bedeckt war1 dessen sprliche ,reste noch oberhalb der aus dem #ag4 ,jahrhundert stammenden ,decke vorhanden sein sollen4 ,und trotzdem ist der ,eindruck immer noch durch ,verhltnisse und ,ausstattung ein herrlicher und in seiner ,art einziger1 denn wenigstens die ,langwnde der ,kirche oberhalb der ,bogenreihen bis zur ,decke sind noch heute mit ihren groenteils ursprnglichen prachtvollen ,mosaiken auf ,goldgrund bekleidet4 ,zunchst erblicken wir ber den ,bgen einen ,fries1 -- rechts von ,mnnern1 links von ,frauen1 die in feierlichem ,zuge nach dem ,osten wallen2 links am ,ende thront1 von ,engeln bewacht1 die ,mutter ,gottes1 der die drei ,weisen ihre ,gaben bringen4 ,gegenber der ,erlser auf hohem ,sitze4 ,darber zwischen den ,fenstern dann ,heilige unter schirmartigen ,baldachinen1 und ganz oben in rechteckigen ,feldern ,einzelszenen aus dem ,leben ,jesu4 ,ein groartigster ,zyklus heiliger ,bilder1 wie er sonst aus jener ,zeit an den ,schiffwnden einer ,kirche nicht mehr vorkommt1 und eine gewaltige ,leistung kirchlicher ,malerei von grter ,schnheit und ,feierlichkeit4 ,es ist schmerzlich1 da von der einstigen ,pracht nur diese zwei ,lngsseiten erhalten sind4 ,denkt man sich die ,ausstattung der frher so viel hheren ,kirche vervollstndigt1 oberhalb der ,sulen schon die ,bgen mit ,mosaik geziert 7wie bei anderen ,beispielen71 dann am ,chorbogen1 im ,chor und in der ,apsis diese ,malerei zu der hchsten ,wirkung gesteigert1 darinnen einen ,prachtaltar1 ber allem die goldene ,decke 7coelum aureum71 unten an den ,wnden farbigen ,marmor1 dazu den reichsten ,marmorfuboden1 die ,kirche auch sonst noch ausgestattet mit ,altren1 ,lampen und anderem ,schmucke1 so mu das ,ganze von einer ,pracht und ,schnheit gewesen sein1 der wohl nur zu vergleichen ist die heute noch allein brig gebliebene ,herrlichkeit von ,s4 ,marco zu ,venedig4 ,das war ,theoderichs ,palastkirche1 ein wahrhaft knigliches ,denkmal seiner ,frmmigkeit wie seiner ,liebe zur ,kunst4 ,freilich mit den knstlerischen ,mitteln des eroberten ,landes gestaltet 7,abb4 #gd1 ,tafel ,,xviii74 -- ,es wird behauptet1 da die heutigen ,mosaiken von ,erzbischof ,agnellus herstammten1 auf ,grund der ,nachricht des ,presbyters ,agnellus1 der viel spter die ,geschichte der ,bischfe ,ravennas schrieb4 ,doch ist dessen ,ausdruck3 er zierte die ,chorpartie und die beiden ,wnde mit ,reihen von wallenden ,mrtyrern und ,jungfrauen in ,mosaikwrfelchen8 sicher nur auf die beiden ,friese der ,langwnde und des ,vorchors zu beziehen2 alles andere mu noch von ,theoderich herrhren4 ,denn welcher ,grund sollte den ,erzbischof und griechischen ,exarchen dazu getrieben haben1 da ihm neuere noch grere und prchtigere ,kirchen1 so ,s4 ,vitale1 ,s4 ,apollinare in ,classe viel nher am ,herzen liegen muten1 nachtrglich der ,hofkirche des ,barbarenknigs den herrlichsten ,mosaikenschmuck zu schenken8 -- ,und auerdem gibt es klaren ,beweis genug dafr1 da die ,bilder der ,hofkirche bereits ursprnglich dem ,bau angehrten1 und da der ,bischof ,agnellus nur nderungen an ihnen vorgenommen haben kann1 indem er ihm rgerliche ,darstellungen beseitigte und durch ihm genehme ersetzte4 ,davon spter4 ,der ,ausgangspunkt der groen ,schar der heiligen ,jungfrauen und der ,mrtyrer ist nmlich links ein ,bild der ,stadt ,classe1 rechts der ,stadt ,ravenna4 ,zwei ungemein wichtige ,darstellungen1 die uns einerseits die mauerumwallte ,hafenstadt ,ravennas mit ,toren und allerlei ber die ,zinnen ragenden ,gebuden1 ,wasserleitung1 ,rundbauten und anderem zeigen1 gegenber rechts aber ein ,stadttor mit der berschrift3 civitas ,ravenna und daneben ein ,prachtgebude1 in dessen ,giebel geschrieben ist3 ,palatium 7,abb4 #he74 ,illustration3 ,,xviii ,abb4 #gd4 ,ravenna4 ,s4 ,apollinare nuovo4 ,illustration3 ,abb4 #gf4 ,ravenna4 ,kapitell der ,herkules-,basilika mit ,theoderichs ,monogramm4 7,photo ,alinari47 ,also hier steht offenbar vor uns ein ,abbild des berhmten ,palastes ,theoderichs zu ,ravenna1 seines grten und herrlichsten ,bauwerkes4 ,inmitten ein ,giebelbau auf drei ,bgen ber hohen ,prachtsulen1 links und rechts ,sulenhallen mit ,obergescho2 ein oft bewundertes prchtiges ,bild1 auf das wir zurck zu kommen haben4 ,in den ,bgen hngen ,vorhnge1 meist kurios geknotet1 kaum recht verstndlich1 bis wir bei schrferem ,zusehen bemerken1 da berall der erste ,inhalt dieser ,bgen weggenommen und durch in neuem ,mosaik hergestellte ,vorhnge oder einfachen ,grund ersetzt ist4 ,in dem mittelsten ,bogen lt sich deutlich die ,spur des ,bildes eines ,thronenden erkennen1 im ,giebel allerlei ,andeutungen verschwundener ,figuren1 wie nebenan in dem ,tore der ,stadt sich die ,umrisse einer daraus hervortretenden ebenfalls entfernten groen weiblichen ,figur erkennen lassen4 ,auf den ,schften der ,sulen aber sind von verschwundenen ,mnnern1 die einst in den ,bgen standen1 noch zwei ,hnde vollstndig vorhanden1 und oberhalb der ,vorhnge schauen ihre ,scheitel hervor2 da1 wo einst die dazu gehrigen ,gestalten waren1 sind jetzt die sonderbar gefalteten ,vorhnge in ,mosaikmalerei4 ,kurz1 wir bemerken hier1 da ,sptere die ,darstellung menschlicher ,gestalten1 die einst diese ,bogenreihe1 von der ,mitte ausgehend1 fllten1 haben verschwinden lassen4 ,die unvermeidliche ,erklrung ist die1 da hier der germanische ,knig ,theoderich mit seinen ,paladinen bildlich gepriesen wurde1 und da der ,erzbischof ,agnellus diese verhaten ,gestalten entfernen und durch einfachen ,mosaikgrund oder ,vorhnge ersetzen lie4 ,von ihm mssen denn auch die zwei langen ,reihen der ,mrtyrer und der heiligen ,frauen in ihrer heutigen ,erscheinung herrhren1 die von dem ,westende gen ,osten wallen1 als ,ersatz einer einst da vorhandenen ihm anstigen ,darstellung aus der ,zeit der ,arianer1 whrend die beiden ,schlugruppen1 links die heilige ,jungfrau mit dem ,kinde thronend zwischen vier ,engeln und rechts ,christus auf seinem von ,engeln umgebenen ,throne1 noch ursprnglich sind4 ,wohl auch die zu dem ,jungfrauenzug wenig passenden drei ,knige1 die deren ,prozession vor dem ,throne ,mariae abschlieen1 kstliche ,gefe der ,himmelsknigin darbringend 7,abb4 #gc1 ,tafel ,,xvii74 ,es mag hier der ,vermutung ,raum gegeben sein1 da der erste dieser heiligen drei ,knige1 ,caspar1 ein wrdiger hoher ,greis mit langwallenden ,locken1 vielleicht doch den ,knig ,theoderich selber darstellen kann4 ,leider ist gerade diese ,gruppe um #ahcj bereits einmal restauriert worden -- immerhin ist ihre vllig germanische ,gewandung mit ,schuhen1 ,beinkleidern1 ,untergewand und ,mantel1 einer ,art phrygischer ,mtze 7wie sie auch die ,franken trugen7 und dem mit ,spangen und ,schnallen reich besetzten starken ,riemenschmucke berall1 gegenber allen sonstigen ,gestalten in langwallenden byzantinischen und antiken ,gewndern mit ,sandalen1 hchst auffallend4 ,oberhalb aber bis zur ,decke sehen wir in einer auerordentlich groen ,reihe von einzelnen ,bildern das ,leben ,jesu dargestellt1 ganz verschieden von jenen unteren ,friesen1 die mehr schematisch dekorativ wirken1 #bf ernste groartige ,bilder von tiefen ,farben1 teilweise ,christus noch unbrtig1 teilweise schon brtig zeigend1 von riesiger ,gestalt -- predigend1 ,wunder tuend und leidend4 -- ,aber die groen ,ereignisse1 ,kreuzigung1 ,auferstehung und ,himmelfahrt1 fehlen4 ,sicher waren diese auf anderen ,wnden1 etwa an der westlichen ,querwand und in der ,apsis dargestellt4 ,alles dies gehrt noch zur ,kirche des ,theoderich1 die ,jesus ,christus geweiht war2 nicht minder die ,reihe der #cb heiligen mnnlichen ,gestalten zwischen den ,fenstern unter schirmartigen ,baldachinen4 ,der ,stil dieser ,bilder ist ungleich ernster1 groartiger1 vor allem sind sie tiefer gefrbt als die hellen ,friese des byzantinischen ,bischofs darunter1 die einer oberflchlicheren schematisch dekorativen ,kunst angehren4 ,kurz1 der ,zeit des ,agnellus darf nur die ,einfgung der zwei groen ,zge von ,mnnern und ,frauen in ihrer heutigen ,gestalt#ca -- andererseits die ,ausmerzung der ,figuren unter den ,bgen des ,theoderichpalastes zugeschrieben werden1 alles brige wird noch von des groen ,knigs ,kirche stammen4 ,nur was ,ansto erregte1 als man die ,kirche katholisierte1 mute fallen2 vor allem die ,erinnerung an die gehate groe ,zeit der ,ostgoten4 ,doch haben wir in dem auch heute noch herrlichen ,bau1 wie bemerkt1 berall die ,arbeit von ,italienern und ,griechen vor uns1 ganz unzweifelhaft4 ,denn die ,absicht spricht sich unverkennbar in allem aus1 eine ,kirche zu errichten1 die1 wenn auch nicht an ,gre1 so doch an ,pracht und ,schnheit mit jeder italienischen1 die damals berhmt war1 von ,st4 ,peter in ,rom an1 zu wetteifern vermochte4 ,und das ist gewilich erreicht gewesen4 ,von ,ausstattungsgegenstnden scheint der jetzt unter den ,schiffarkaden rechts stehende ,ambo vielleicht doch ursprnglich2 er zeigt spezifische germanische ,eigentmlichkeiten1 zunchst ruht er auf ,dreiviertelsulen mit ,pilastern 7,abb4 #df71 die ganz in bekannter ,weise aus einem viereckigen ,balken gearbeitet1 also in aller ,ausladung auf das uerste eingeschrnkt sind4 ,das untere reiche ,zahnschnitt- und ,eierstabgesims ist ebenso aus der vorhandenen ,steinmasse herausgearbeitet oder in sie hinein1 so da ein ganz merkwrdiger ,eindruck von schrgstehenden ,teilen entsteht4 ,der obere ,teil1 die flach ausgebogene ,brstung1 entspricht herkmmlicher italienischer ,tradition4 ,in einer ,kapelle der ,nordseite befindet sich noch ein ,altar mit ,ziborium und ,schranke1 doch von einfacher ,gestalt1 mit teilweise hchst eigentmlichen ,kapitellen4 ,die ,schranke aus durchbrochnen ,marmorplatten ist vielleicht ein ,rest der ursprnglichen ,chorschranke4 ,sidenote3 ,s4 ,andrea dei ,goti ,die oben genannte groe ,kirche ,s4 ,andrea dei ,goti1 die ,theoderich erbaute1 offenbar also auch eine arianische1 ist ganz verschwunden4 ,aber eine hchst interessante ,notiz des ,agnellus scheint sich auf sie zu beziehen4 ,in dem ,leben des ,erzbischofs ,maximian sagt er3 ,die ,kirche aber des ,apostels ,andrea1 nicht weit von der ,herkulesgegend 7wohl der ,gegend der ,herkulesbasilika7 versah er mit allem ,flei mit prokonnesischen ,marmorsulen1 nachdem er die alten hlzernen von ,nubaum entfernt hatte48 ,daraus mu doch wohl geschlossen werden1 da die von ,theoderich eigens fr seine ,goten erbaute ,andreaskirche nach alter germanischer ,weise aus ,holz bestand und erst bei der ,katholisierung 7um #edf7 steinerne ,sttzen erhielt4 ,jedenfalls ein hchst bezeichnender ,beweis dafr1 wie ,theoderich in nationalen ,dingen auch auf altnationale ,tradition zurckgriff und selbst im ,bauen nicht blo blind abhngig war von der fremden ,kultur und ,sitte1 wie man wohl behauptet hat4 ,sidenote3 ,s4 ,spirito ,die andere einst arianische noch vorhandene ,kirche ,theoderichs ist ,s4 ,teodoro1 jetzt ,s4 ,spirito1 doch ohne weiteren besonderen ,schmuck1 als den ihrer ,sulen und ,arkaden4 ,aber sie birgt den oberen ,teil eines ,ambos1 vielleicht doch noch aus den ostgotischen ,tagen des ,baus1 dem auch der in ,s4 ,apollinare nuovo in der ,form nicht ferne steht4 ,bezeichnend ist fr ihn1 da er an seinen ,enden mit den charakteristischen ,pilastern abgeschlossen ist1 die hier den ,altren und ,sarkophagen des #e4 und #f4 ,jahrhunderts eignen2 ein ganz ausgebildetes ,motiv3 korinthische kanellierte ,pilaster mit sehr flachem ,fu und ,rundstben in der unteren ,hlfte der ,kanellierungen 7s4 ,abb4 #gb1 ,tafel ,,xvii74 ,auerdem aber verdienen besondere ,aufmerksamkeit die ,weinranken mit den merkwrdig geschlitzten ,blttern1 wie sie seit jener ,zeit der germanischen ,ornamentierung1 auch der langobardischen und frnkischen1 selbst der westgotisch-spanischen 7,abb4 #ge71 so eigentmlich sind#cb4 ,der ,ambo gehrt sicher noch dem #f4 ,jahrhundert an4 ,auch die berhmte ,kirche ,s4 ,vitale ist noch zu ,theoderichs ,lebzeiten begonnen2 vollendet1 ehe das ,gotentum in ,italien vernichtet war4 ,trotzdem empfinden wir in ihr einen durchaus fremden1 ganz stlichen ,import1 sehen in diesem ,bau den ersten1 den wir vllig byzantinisch nennen knnen1 wenn dieser ,ausdruck berhaupt etwas bedeutet1 vor allem aber den ,triumph der orthodoxen ,kirche und ihrer ,kunst ber das ,germanentum4 ,und darum knnen wir den viel besprochenen ,bau1 obwohl er unter ostgotischer ,herrschaft sogar in deren ,hauptstadt entstand1 nicht in den ,kreis unserer ,besprechung ziehen4 -- ,gleiches gilt auch von der so sehr schnen ,basilika von ,s4 ,apollinare in der ,vorstadt ,classe2 obwohl diese unverkennbar eine ,nachbildung der ,hofkirche in der ,stadt ist1 bleibt sie doch ein ,werk der griechischen ,erzbischfe1 wenn auch noch in den letzten ,jahren der gotischen ,herrschaft gebaut4 ,sidenote3 ,baptisterium der ,arianer ,ein weiterer kirchlicher ,bau fr die ,arianer ist zu erwhnen1 der noch ,theoderich zuzuschreiben ist3 das ,baptisterium der ,arianer1 heute ,s4 ,maria in ,cosmedin4 ,ein einfacher ,zentralbau1 achteckig mit 7meist verschwundenen7 ,nischen1 auf vier der acht ,seiten2 nur noch geschmckt durch sein schnes ,mosaikbild in der ,kuppel4 ,wenn auch offenbar nur eine wenig vernderte ,nachahmung der ,kuppelauszierung in der vorgotischen ,taufkirche der ,orthodoxen1 ,s4 ,giovanni in ,fonte1 die in herrlicher ,pracht noch heute beinahe unversehrt neben dem ,dome steht1 doch uns hchst verehrungswrdig als der fr den ,taufakt der ,ostgoten bestimmte feierlichste ,wlbungsschmuck4 ,inmitten ,christus1 fast noch ein ,knabe und unbrtig1 im ,jordan1 dessen ,flugott ehrfrchtig links daneben sitzt1 der taufende ,johannes rechts hher stehend1 ohne ,heiligenschein1 whrend der ,heiland einen roten ,nimbus besitzt4 ber ihm die ,taube1 die einen ,wasserstrahl aus dem ,schnabel auf sein ,haupt sendet4 ,ringsum im ,kreise die zwlf ,apostel1 erst in katholischer ,zeit mit ,nimbus versehen1 das ,antlitz nach einem leeren ,throne im ,osten gerichtet4 ,illustration3 ,abb4 #ge4 ,weinbltter1 ostgotisch1 langobardisch und frnkisch4 ,illustration3 ,,xix ,abb4 #gg4 ,ravenna4 ,theoderichs ,grabmal4 ,illustration3 ,abb4 #hf4 ,ravenna4 ,mosaikboden aus ,theoderichs ,palast4 ,es scheint hier im einzelnen doch manches nicht ganz nach katholischem ,gebrauch und orthodoxer ,vorschrift behandelt und gestaltet4 ,sidenote3 ,herkulesbasilika ,von einem anderen ,denkmal sind nur noch neun ,sulen brig1 die heute an der ,piazza maggiore einige weitgespannte ,gewlbe unter dem ,rathause tragen1 und1 wie die berlieferung sagt1 von der ,basilika des ,herkules stammen2 einem ,gebude1 das deswegen so hie1 weil davor eine antike ,herkulesstatue1 als ,sonnenzeiger verwandt1 einen ,brunnen bekrnte4 ,die ,basilika wurde wohl wie die ,kirche ,s4 ,andrea dei ,goti im #ae4 ,jahrhundert von den ,venetianern abgerissen4 ,damals empfing ja jener ,platz seine jetzige ,gestalt und neuen ,schmuck1 so zwei ,sulen von dem ,bildhauer ,pietro ,lombardo1 wie sie die venezianische ,republik als ihr ,hoheitszeichen in allen eroberten ,stdten aufstellte4 ,von den genannten alten ,kapitellen sind einige die merkwrdigsten in ,ravenna1 von einer hchst pittoresken ,wildheit und ,energie1 ,umdeutungen des antiken ,kompositakapitells1 doch nur noch an dem roh angedeuteten ,eierstab zwischen ,eckschnecken als solche kenntlich 7,abb4 #gf1 ,tafel ,,xviii74 ,anstatt der ,akanthusbltter aber zeigen sie stark bewegte rauhe ,blattformen1 eher ,pilzen hnlich1 die an ,baumstmmen im ,walde wuchern1 etwa ,hahnenkmmen1 in keiner ,linie aber mehr antik1 kurz in ihrer ,art vollstndige ,neubildungen1 wenn auch auf ,grund antiker ,anordnung4 ,zwei dieser ,kapitelle tragen aber das ,monogramm ,theoderichs im ,kranze1 sozusagen des ,knigs ffentlichen ,siegelstempel als ,beweis dafr1 da sie so recht nach seinem ,herzen seien4 ,mir will es scheinen1 da das ,einzelne in der ,behandlung geradezu wild und schwer zimmermannsmig ist1 whrend wir an einigen anderen dazugehrigen ,kapitellen um so deutlicher die ,hand griechischer ,marmorbildhauer fhlen und erkennen1 als ob wir an diesen zwei so eigenartigen mit ,theoderichs ,namenszug bezeichneten ,kapitellen erste ,versuche germanischer ,schnitzer vor uns shen1 ,sulenknufe im ,wettkampf mit jenen zu bilden4 ,sie sind in ihrer malerischen ,kraft und ,trotzigkeit1 in ihrer urwchsigen ,frische auf der ,welt ganz einzige ,werke ltest germanischer ,kunstzeiten1 nur an den ,sulen in ,s4 ,apollinare in ,classe mhselig schwchlich nachgeahmt1 doch nicht entfernt wieder erreicht4 ,sidenote3 ,grabmal des ,theoderich ,das letzte uns erhaltene ,denkmal aus der ,zeit ,theoderichs und fr uns das wichtigste zugleich ist sein ,grabmal1 das er sich selber noch zu ,lebzeiten schuf 7,abb4 #gg1 ,tafel ,,xix74 ,und das einzige1 das wir als in ,wesen und ,gedanken1 wie teilweise in der ,ausfhrung als ein wirklich germanisches zu bezeichnen berechtigt sind4 ,ein ,werk von solcher knstlerischer ,gewalt1 da es von jeher die grte ,bewunderung aller fand2 da man es als das letzte und in seiner ,zeit hchste ,werk antiker ,baugesinnung betrachten und erklren1 da man es als ,nachbildung der altrmischen ,kaisergrber sogar den ,goten berhaupt vllig streitig machen wollte4 ,dies wenigstens kommt neuerdings nicht mehr in ,frage4 ,mancherlei ,einflsse der sinkenden antiken ,kunst1 wie der sich immer strker geltend machenden ,levante finden sich ja offenbar noch in diesem herrlichen ,werke1 am grten jedoch bleibt fr uns seine ,bedeutung als des ersten beglaubigten groen und in gewisser ,hinsicht selbstndigen und geschlossenen ,kunst- und ,bauwerkes des ,germanentums4 ,denn es steht sein ,erbauer1 wie seine ,bestimmung heute unerschtterlich fest1 das allein bedeutet schon genug fr uns4 ,aber auch germanische ,kunstgedanken und ,formen finden sich hier in ausgeprgtester ,art4 ,se autem vivo fecit sibi monumentum ex lapide quadrato mirae magnitudinis opus et saxum ingentem quaesivit quem superponeret1 sagt der namenlose ,chronist1 dessen ,bericht ber einige sptrmische ,kaiser bis zu ,theoderich ,h4 de ,valois im #ag4 ,jahrhundert zuerst herausgab1 und der danach der ,anonymus ,valesianus heit4 ,alles das ,gesagte trifft noch heute haarscharf zu4 ,drauen vor der ,porta serrata in die ,campagna hinein1 nahe dem ,meeresufer1 nicht in die ,stadt1 nicht in eine ,kirche1 erbaute sich der grte ,gotenherrscher seine letzte ,ruhestatt4 ,heute ist das ,meer freilich meilenweit zurckgewichen2 doch die ernste ,stille der flachen ,campagna lt dies kaum schwer empfinden4 ,aus ,istrien brachte man den grauweien ,kalkstein in groen ,quadern1 aus denen man den ,rundbau schichtete1 und den ungeheuren ,felsen1 der noch heute darber liegt2 aus der ,richtung her1 wo ,theoderichs ,geburtsland ,pannonien lag4 ,das ,bauwerk ist ein zweistckiger ,kuppelbau1 im unteren ,geschosse und einem ,teil des oberen noch zehneckig2 dann ganz ins ,rund bergehend 7,abb4 #gh74 ,der ,unterbau ist von zehn tiefen ,rundbgen umgeben1 eine ,terrasse tragend1 die den zurckspringenden ,oberbau als ,umgang umzieht4 ,im ,inneren enthlt das ,untergescho einen im ,grundri kreuzfrmigen mit ,tonnen berwlbten ,raum1 der offenbar in ,erinnerung an die kreuzfrmige ,grabkapelle der ,galla ,placidia im selben ,ravenna als ,aufstellungsraum fr mehrere ,sarkophage in den ,kreuzflgeln gebildet und bestimmt war4 ,vielleicht fr ,theoderichs ,tochter ,amalaswintha und ihre ,kinder1 ganz hnlich1 wie dort fr die ,kaiserin1 die ja selber in erster ,ehe dem ,gotenfrsten ,athaulf vermhlt gewesen4 ,auf zwei steinernen khn durch die ,luft geschwungenen1 freilich erst etwa #aghj errichteten ,treppen steigt man heute zu jener den oberen ,kuppelraum umgebenden ,terrasse hinauf1 von der eine rechteckige ,tre uns den ,eintritt in jenen gewhrt1 einst sicher 7die ,pfannen im ,stein sind noch vorhanden7 mit einer ,bronzetr verschlossen4 ,dieser ,kuppelraum hat nur kleine oben gerundete ,fensterschlitze1 im ,osten einen solchen in ,kreuzform2 das ,licht fllt hauptschlich durch die ,tr und durch ein stliches etwas greres ,fenster in der dort ausgebauten rechteckigen engen und niedrigen ,altarnische4 ,die ,wnde bestehen aus ,quadersteinen1 ber denen ein rauh profiliertes ,gesims mit vertieften ,profilen im ,zimmermannstile herluft2 ber allem aber liegt der berhmte ungeheure in ,form einer ,kuppel gehhlte ,stein1 in dessen ,mitte ein gemaltes rotes mit ,steinen besetztes ,kreuz eben noch erkennbar ist4 ,ganz ersichtlich mu des toten ,knigs ,sarkophag hier mitten unter der ,kuppel gestanden haben#cc1 wie in ,ravenna jeder von ,bedeutung damals in solchen von oft betrchtlicher ,gre bestattet wurde2 wie ,theoderich sogar den von ihm getteten ,odovaker in einem ,steinsarg beisetzen lie2 zog er doch nach ,ravenna unter den vielen ,knstlern und ,kunsthandwerkern1 die er hier beschftigte1 besonders auch solche aus ,rom fr die ,herstellung von ,sarkophagen4 ,illustration3 ,abb4 #gh4 ,ravenna4 ,grabmal ,theoderichs4 ,der obere ,kuppelraum mu ohne ,schmuck in einfachstem ,quaderwerk der ,wnde geblieben sein1 da die ,steine innen genau dieselbe ,behandlung wie auen mit einem feinen ,randschlage zeigen#cd1 da auch das ,gesims unter der ,kuppel gewollt einfach1 ja roh behandelt ist4 ,wenn die ,wnde in der ,kaiserin ,galla ,placidia ,grabmal mit schnen ,marmorplatten bekleidet sind1 so tragen dort auch die ,gewlbe den herrlichsten ,schmuck reicher ,mosaiken1 von ,fenstern hell beleuchtet1 whrend hier das gesimsartige ,band und der einfache ,stein der ,kuppel diese ,dekoration ausschlieen1 nur das einfache aufgemalte ,kreuz unter der ,wlbung einen bescheidensten ,schimmer von ,farbe in den so ungeheuer ernsten ,raum wirft1 der in herber und strenger ,kraft auf den ,beschauer wirkt4 ,die knstlerische ,erscheinung ist hierin1 ebenso wie in dem kreuzfrmigen tonnengewlbten ,unterraum1 ganz offenbar von bewuter ,einfachheit1 abweichend von allem hier ,gewhnten und ,gebruchlichen4 ,auch ist unten dieselbe ,quaderbehandlung wie oben doch noch fast unverletzt und durch aus den ,quadern gehauene ,muscheln in den ,ecken ihre ,ursprnglichkeit erweisend4 ,die beiden ,rume sind dazu1 sobald die ,tren geschlossen sind1 nur durch schmale ,schlitze sprlich beleuchtet1 ausgenommen die ,apsis oben1 wo fr einen etwaigen ,altardienst nach arianischer ,sitte direktes ,licht einfiel4 -- ,also tiefschattige ,grabrume1 in denen das ,auge eben nur die ,masse der steinernen ,srge zu unterscheiden vermochte1 irgend welche ,schmuckbekleidung der ,wnde aber im ,dmmer verschwinden mute4 ,vielmehr empfngt man hier noch heute1 da man die ,hhe des ,raumes nicht zu ermessen vermag1 wenn das ,tageslicht nicht durch die ,tre bricht1 den ,eindruck einer ungeheuren ,hhle im ,felsen1 in der alle ,grenzen verschwinden4 ,am ueren ist zunchst bemerkenswert1 da die auf antik-rmischen ,karniekmpfern sitzenden ,bgen des ,unterbaus aus lauter ineinander verzahnten hakenfrmigen ,keilsteinen bestehen1 eine ,form1 die bei den ,rmern nur selten auftritt4 ,das ,gleiche gilt von ,syrien4 ,am ,mausoleum aber ist sie konsequent durchgefhrt und kehrt auch an den scheitrechten ,bgen der ,tren wieder4 ,die unteren ,bgen tragen jenen ringsum laufenden ,umgang von #a1dj m ,vorsprung1 hinter dem sich der obere ,bau zunchst zehnseitig erhebt4 ,die westliche dieser zehn ,seiten nimmt die ,eingangstr1 die gegenber liegende stliche die ,altarapsis ein4 ,die brigen ,seiten sind durch je zwei rechteckige flach vertiefte ,nischen gegliedert1 ber denen noch ebenso viele eigentmlich eingehauene ,halbkreisbogen in den ,stein gearbeitet sind 7,abb4 #gi74 ,wo diese ,vertiefungen endigen1 da schliet auch das ,zehneck ab1 und der ,krper des ,bauwerkes wird rund1 mit einem runden flachen ,band beginnend2 darber etwas zurckspringend noch zwei runde ,quaderschichten1 dann das weit vorspringende ,gesims1 aus drei ,plttchen darber mchtigem tiefem ,karnie und einer ,art von ,zahnschnitt bestehend4 ,auf diesem ,hauptgesimse ruht ein breiter verzierter ,fries von vielen einzelnen ,feldern1 oben wieder mit einem als ,wassernase gebildeten ,gesimse abgeschlossen4 ,illustration3 ,,xx ,abb4 #hj4 ,ravenna4 ,fries am ,theoderich-,grabmal4 ,hierauf nun wuchtet jener riesige ,kuppelstein in flacher ,wlbung von zwlf eigentmlichen ,henkeln oder durchbrochenen ,haken umgeben1 deren ,vorderflchen die ,namen der ,apostel tragen4 ,man hat gemeint1 da sie zum ,heben des ,steines gedient htten1 was technisch kaum mglich scheint2 andere glauben1 da sie an byzantinische ,kuppelanstze1 wie sie 7spter7 bei der ,sophienkirche in ,konstantinopel auftreten1 anklingen sollten4 ,vielleicht -- da sie in ihrer ,art doch ganz einzig sind1 verdanken sie einem ,einfall des ,architekten ihre ,entstehung1 etwa angeregt durch die um jene ,zeit in ,ravenna bliche ,dachdeckung monumentaler ,gebude4 ,ein ,blick auf die ,mosaikdarstellung der ,stadt ,ravenna und des ,palatiums in ,s4 ,apollinare nuovo 7,abb4 #he7 scheint uns zu sagen1 da diese ,deckung nicht gleichmig eben1 sondern in ,streifen eingeteilt war1 da in gleichen ,entfernungen voneinander erheblich erhhte ,kanten fast dachlukenartig die ebene ,flche der ,dcher durchbrachen1 auch an ,kuppelbauten1 die1 wenn sie dort im ,mastabe richtig dargestellt sind1 ganz die gleiche ,form unserer ,haken mit ,giebel- und ,satteldach aufweisen4 ,illustration3 ,abb4 #gi4 ,ravenna4 ,theoderichdenkmal4 ,oberes ,zehneck4 ,von ,kunstformen ist nicht viel vorhanden2 alles strebt nach monumentalem ,einklang4 ,das einzige wirkliche ,ornament ziert jenen ,fries im ,hauptgesimse3 das berhmte ,zangen- oder ,scherenornament2 aufrecht stehende1 mehrfach gerippte ,dreiecke1 deren ,spitzen durch ,ringe mit mittlerem ,punkte gefat sind2 die ,fe sind durch schrge in enge ,spiralen auslaufende ,bnder verbunden1 darunter ein holzmig eingegrabenes ,profil 7,abb4 #hj1 ,tafel ,,xx74 ,gar viel ist ber diesen ,fries schon gestritten worden2 meist hat man es als ein degeneriertes lesbisches ,kyma oder etwas hnliches erklrt1 die ,spiralen fr einen ausgearteten ,manderlauf4 ,vor allem ist aber die hchst eigentmliche einfache ,technik der ,herstellung auffallend und bezeichnend1 die vllig dem altnordischen ,kerbschnitt1 der in die ebene ,flche gegraben wird1 angehrt1 gleichzeitig sich in lauter ,parallellinien gefallend1 wie sie spter die ,langobarden z4 ,b4 wieder in ihrem vielfachen ,geriemsel und ,flechtwerk anwandten1 wie sie schon an zahllosen ,bronzespangen der ,vlkerwanderungszeit erscheinen4 ,und jene ,dreieckform mit dem ,kreis an der ,spitze ist eine in der altgermanischen ,zierwelt weit verbreitete und nicht seltene4 ,wir finden sie an nordischen und sdlichen ,spangen 7,abb4 #ha71 an ,bronzeschmuck 7,armbndern u4 dgl471 aber auch an dem herrlichen ,stcke des ,goldharnisches 7vgl4 ,abb4 #ae1 ,tafel ,,iii71 den man #ahei einige hundert ,schritte vom ,mausoleum bei der ,darsena vergraben fand4 ,illustration3 ,abb4 #ha4 ,zangenornament von nordischen ,spangen4 ,es kann dem1 der mit der ,welt der germanischen ,schmuckformen vertraut ist1 keinen ,augenblick zweifelhaft sein1 da wir hier vor einer einfachen bersetzung kleiner germanischer ,schmuckformen ins ,grere stehen1 wie wir das anderweitig sich vollziehen sahen4 ,es ist dabei nicht zu vergessen1 da ja die groen ,holzarbeiten der ,germanen fr ihre ,gebude alle ganz und gar verloren sind1 und da wir eben nur aus solchen ,beispielen wie dem vorliegenden entnehmen knnen1 da jener bergangsproze in der ,holzarchitektur jedenfalls lngst vor sich gegangen sein mute4 ,wissen wir doch nicht einmal1 ob die uns heute allein erhaltenen kleinen ,schmuckformen nicht ihrerseits zum ,teil aus dem ,groen der -- wie bezeugt -- oft reich geschnitzten ,holzbauwerke ins ,kleine bertragen waren4 ,wie sollen denn sonst jene ,bauten1 die ,venantius ,fortunatus reich von des ,knstlers ,hand1 spielend und knstlich geschnitzt8 nennt1 sonst geziert gewesen sein8 ,weshalb nicht gerade so1 wie dieser ,fries in seiner ausgesprochenen ,holztechnik es zeigt8 ,illustration3 ,,xxi ,abb4 #hb4 ,ravenna4 ,konsole der oberen ,tr am ,theoderich-,grabmal4 ,allzu groe ngstlichkeit hat bisher so manchen unserer ,gelehrten immer wieder von dem entscheidenden endlichen ,schritte zurckgeschreckt1 ihn gehindert1 hier sich dem anzuschlieen1 was so viele ,unbefangene fhlen und seit langem deutlich aussprechen4 ,es ist fast1 als ob es als eine ,snde wider den ,geist der ,wissenschaft erschiene1 hier ,farbe zu bekennen4 ,aber wer unseren ,entwicklungen von ,anfang an mit ,ruhe und ,verstndnis folgte1 wird keinen ,augenblick mehr zgern zuzugeben1 da wir an dieser ,stelle ohne jeden ,zweifel das erste nationalgermanische ,ornament vor uns sehen1 das seinen ,weg in die groe ,monumentalkunst fand4 ,der weiter unten befindliche ,zierstab1 der die #af ,flachnischen nach oben abschliet1 ist im ,gegenteil sicher eine ,nachbildung des antiken ,herzlaubs2 unverstanden8 freilich oder degeneriert81 doch fr jeden ,architekten ohne weiteres noch kenntlich4 ,aber die eigentmlichen ,ringe hat man doch aus dem oberen ,friese hierher bertragen und so das untere ,ornament dem des ,frieses in der ,erscheinung glcklich und geschickt angenhert4 ,ein kaum minder interessanter ,proze4 ,dafr aber tritt -- unter ,beibehaltung der antiken ,anordnung der von ,konsolen getragenen ,deckplatte -- das nordisch-holzmige der ,behandlung wieder an der ,verdachung der oberen ,tre deutlich zutage4 ,die im ueren ,umri der herkmmlichen antiken ,konsole noch hnlichen ,kragsteinchen sind in einer so unverkennbar holzmigen ,art gerieft und beschnitzelt 7,abb4 #hb1 ,tafel ,,xxi71 da man die ,hand des nordischen ,zimmermanns geradezu arbeiten zu sehen glaubt2 gleiches gilt fr die absolut holzmige ,art des ,aussetzens des ,rundstabprofils zwischen den ,konsolen1 ganz verschieden von dem in der ,antike blichen ununterbrochenen ,laufe der ,profile4 ,so bescheiden die ,sache an sich ist1 es drfte doch schwer fallen1 aus dem spten ,rmer- wie aus dem gleichzeitigen ,griechen- oder ,syrertum etwas hnliches nachzuweisen4 ,es erbrigt noch der fehlenden ,architekturteile zu gedenken1 die in jenen einzelnen ,bgen ber den ,nischen gesessen haben mssen4 ,alle ,versuche1 auf dem ,umgang eine ,sulenhalle mit ,gewlben -- mehr oder minder vorstehend -- zu ergnzen1 sind als gescheitert anzusehen1 wenn nicht schon der ,chronist ausdrcklich sagte1 ,theoderich habe sein ,grabmal ex lapide quadrato1 aus ,quadersteinen1 erbaut1 und kein ,wort von ,sulen sprche1 da doch jene ,zeit solche berall und nachdrcklich erwhnt1 wo sie ,anwendung fanden4 ,aber auch mehrere alte ,zeichnungen aus der ,zeit um etwa #aejj1 vielleicht des ,antonio da ,sangallo1 besttigen1 da da oben auf flachen ,konsolen1 deren noch einige vorhanden sind1 eine ebenso flache ,bogenarchitektur wie ein ,fries den ,baukrper umgab4 ,ich habe versucht1 an dieser ,stelle ein in den ,maen bereinstimmendes ,bogenbruchstck aus ,ravenna einzufgen 7,abb4 #hc2 ,abb4 #hd1 ,tafel ,,xxii71 welches1 wenn es selbst nicht wirklich hier einst sich befunden haben sollte1 doch mindestens als eine ,nachbildung einer hnlichen ,architektur aus wenig jngerer ,zeit angesehen werden mu#ce4 ,und damit schliet sich die ,lcke in vllig harmonischer ,weise4 ,was die ,brstung aber anlangt1 so haben ,vergleiche ergeben1 da die berhmten ,bronzegitter im ,dom zu ,aachen1 die ein vllig ravennatisches ,formentum1 auch die oben berhrten flachen ,pilaster an den ,enden aufweisen1 in den ,maen und ,einzelheiten so genau an das ravennatische ,bauwerk passen 7ihre ,lnge ist zusammen mit der ,dicke eines unentbehrlichen ,eckpfostens durchschnittlich #d1dj m1 die der unteren ,zehneckseiten unseres ,monumentes ebenfalls #d1dj71 da geschlossen werden mu1 da ,karl der ,groe die ,brstung des ,grabmals nach ,aachen verschleppt und in seiner ,pfalzkapelle zum ,schmucke wieder verwandt hat4 ,auch die hier unentbehrliche kleine ,tr findet sich dort1 vor den ,sitz des ,kaisers gestellt4 ,zur weiteren ,besttigung diene die verbrgte ,nachricht1 da ,theoderich in ,ravenna zahlreiche ,bronzegieer beschftigte1 whrend von einer solchen ,industrie im ganzen ,frankenreiche der ,zeit ,karls nichts berliefert ist4 ,anderseits ist die ,aachener ,kapelle in ihren dekorativen ,einzelheiten vllig aus dem ,sden zusammengetragen1 und zwar1 wie es scheint1 nur aus ,ravenna#cf4 ,kein einziges solches ,stck ist nachweislich dafr angefertigt4 ,illustration3 ,abb4 #hc4 ,ravenna4 ,ergnzung am ,theoderichgrabmal4 ,illustration3 ,,xxii ,abb4 #hd4 ,ravenna4 ,rekonstruktion des ,theoderich-,grabmals4 ,zu bemerken bleibt1 da die ,gitter alle vierteilig sind1 also der ,einteilung der ,zehneckseiten am ,mausoleum genau entsprechen1 mit ,ausnahme der ,eingangsseite und der ,ostseite1 die eine mittlere ,axe haben1 der dort befindlichen ,tr- und ,fensterffnung entsprechend2 in ,aachen sind aber alle #h ,bgen dreiteilig4 ,eine ,anfertigung der ,gitter fr ,aachen wrde lauter dreiteilige ,gitter gefordert haben4 ,das ,denkmal stand um einige ,stufen erhht1 wie ,nachgrabungen ergaben1 von denen eine1 wohl die oberste ,schicht1 mit einem weiteren ,gelnder umgeben war1 das aus marmornen ,eckpfosten und1 wie ,spuren erweisen1 ebenfalls metallenem ,gitter dazwischen bestand4 ,eine ,skizze dieser inzwischen lngst wieder verschwundenen ,pfosten ist noch vorhanden2 sie waren mit steigendem ,rankenwerk geziert4 ,zuletzt aber sei noch einmal des riesigen ,kuppelsteins gedacht1 der das ,ganze berdeckt1 jenes ungeheuren ,felsens von fast vierunddreiig ,metern unteren ,umfanges2 ganz ohne jeden ,zweifel einer ,erinnerung an die altgermanische ,sitte1 die ,grber der ,groen mit riesigen ,steinen zu bedecken2 und so hat alle ,welt es von jeher auch gefhlt und gedacht4 ,nur archologische ,gelehrsamkeit um jeden ,preis kann hier auf syrische ,grosteinigkeit1 auf gyptische ,riesenwerke und hnliches hinweisen1 den nchstliegenden und natrlichen ,gedanken unterdrckend4 ,warum nur8 ,soll denn den ,germanen selbst bei den ,deutschen immer noch das ,recht bestritten werden1 auch nur hier und da in der ,kunst etwas ,eigenes gewollt zu haben8 ,von ,theoderich1 den wir doch schon oben in der fr seine ,goten allein bestimmten ,kirche ,s4 ,andrea auf den uralten germanischen ,holzbau zurckgreifen sahen1 sagt der ,anonymus in lapidarer ,groartigkeit3 et saxum ingentem quaesivit1 quem superponeret3 er suchte sich einen riesigen ,felsen1 um ihn oben auf sein ,grab zu legen4 ,mit diesem urgermanischen echt kniglichen ,gedanken1 der uns pltzlich wieder tiefen ,wald1 ungeheure ,wildnis1 unendliche ,heide und darber hinjagenden ,sturm schauen lt1 schlgt das in den hellsonnigen ,kulturtag des ,sdens getretene ,germanentum noch einmal rckwrts eine ,brcke in seine ,urheimat1 wirft es einen ,abschiedsblick in ihre verdmmernden ,gefilde4 ,sidenote3 ,palast ,theoderichs ,noch ein bedeutsames ,werk ,theoderichs in seiner ,hauptstadt ,ravenna haben wir zu besprechen1 wenn es auch nicht mehr aufrecht steht oder hchstens nur bescheidene ,reste von ihm vorhanden sind3 seinen ,palast2 seine grte bauliche ,unternehmung1 deren ,untergang auf das schwerste zu bedauern ist4 ,seines custos palatii ist oben gedacht4 ,der ,bau mu von ganz bedeutender ,gre gewesen sein und mag das ganze ,viertel von des ,knigs ,palastkirche ,s4 ,apollinare dentro nach ,sden zu bis zur ,via ,alberoni oder weiter eingenommen haben4 ,in den ,grten hinter der ,kirche bis an die ,stadtmauer1 die der ,familie ,monghini gehren1 liegen noch heute #b m tief unter ,rasen und ,erde die schnsten ,mosaikfubden versteckt1 meistens im immer mehr steigenden ,grundwasser4 -- ,gegen rckwrts war den ,berichten nach ein dem ,meere zugewandter herrlicher ,speisesaal2 ,sulenhallen und ,trme und viele andere mit ,mosaiken und ,marmor reich ausgestattete ,teile des ,palastes werden gerhmt2 eine ,wachhalle lag nach vorn zu4 ,an ,groes war ,theoderich gewhnt1 hatten doch seine ,goten schon seit #dij den riesigen ,palast ,diokletians zu ,spalato in ,besitz1 und gedachte er wohl es solchem ,werke in einigem gleich zu tun4 ,heute freilich gibt uns nur noch das ,mosaikbild in ,s4 ,apollinare nuovo1 das ich frher erwhnte1 die schwache ,vorstellung eines kleinen ,teils jenes riesenhaften ,prachtbaus 7,abb4 #he74 ,behauptet wurde allerdings seit langem1 da die gegenwrtig an der ,ecke des ,palastareals stehende merkwrdige ,halle mit der oberen ,nische ein ,stck des verschwundenen ,prachtbaus gebildet habe2 etwa jene ,kalche oder ,leibwachenhalle1 die hie und da genannt wird4 ,dem widerspricht die ,architektur des ,bauwerkes1 die in vielen ,teilen auf sehr viel sptere ,zeit hindeutet2 sie knnte frhestens langobardisch des #h4 ,jahrhunderts sein1 ist wohl aber1 wenigstens teilweise1 noch erheblich jnger4 ,auch ist sie so zusammengestoppelt oder ausstaffiert mit den verschiedensten wenig zueinander passenden alten baulichen ,bruchstcken1 da es sich unbedingt verbietet1 sie als einen originalen ,teil des herrlichen und gewi in hchster ,vollendung durchgefhrten ,palastes zu betrachten4 ,die ,halle ist aus ,backsteinen errichtet unter ,einfgung einer ,reihe marmorner ,bruchstcke lterer ,bauten2 die ,backsteintechnik ist nach oben immer rauher und von einer ,behandlung1 die der spteren langobardischen bis ins #aa4 ,jahrhundert gleicht1 nicht aber der zu ostgotischer ,zeit blichen1 wie sie an den ,apollinariskirchen nebenan und in ,classe sich zeigt4 ,unter allen ,umstnden haben wir also einen ,bau vor uns1 der in seiner gegenwrtigen ,verfassung allerwenigstens zwei bis drei ,jahrhunderte jnger ist1 als ,theoderichs ,zeit4 ,das besttigt auch seine ,hhenlage um wohl ein ,meter ber der ursprnglichen der ,hofkirche ,theoderichs und der hinten in den ,grten liegenden ,mosaikbden 7,abb4 #hf1 ,tafel ,,xix71 die nachgewiesenermaen noch dem alten ,palaste angehren2 das besttigen vor allem gewisse ,architekturformen1 so die ,konsolen1 die die sechs vorgekragten ,sulen im ,oberstocke tragen1 die ebenso z4 ,b4 an der kleinen ,langobardenkirche degli ,apostoli zu ,verona auftreten1 dort frhestens aus dem #aj4 ,jahrhundert stammend2 hnliche ,konsolen vom ,portal von ,s4 ,antonio zu ,piperno sind noch jnger 7#ajcf74 ,das ,doppelfenster rechts oben an der ,seite1 trgt in seiner rechtwinkligen umlaufenden ,profilierung und einmaligen ,absetzung der ,backsteinpfeiler und des ,bogens sogar fast schon den ,stempel mittelalterlicher ,zeit4 ,kurz1 wir mssen ,c4 ,ricci und anderen darin vllig zustimmen1 da dieser ,bau in heutiger ,verfassung ein ,bau eines spteren ,exarchen sein msse1 trotz der berlieferung1 die die ,ruine noch heute ,theoderichs ,palast nennt1 trotzdem auch1 da die mehrerlei marmornen ,architekturstcke1 die der ,bau zeigt1 offenbar noch aus ostgotischer ,zeit herrhren4 ,illustration3 ,,xxiii ,abb4 #hg4 ,ravenna4 ,sogenannter ,theoderich-,palast4 ,trotzdem mu die ,ruine uns stark interessieren1 denn germanischer ,art ist sie ja doch1 wenn auch aus jngerer ,zeit4 ,die etwa #bb m lange zweistckige ,front 7,abb4 #hg1 ,tafel ,,xxiii7 hat in der ,mitte einen migen ,vorsprung und an jedem ,ende einen ,strebepfeiler von gleicher ,vorragung2 in dem ,mittelrisalit unten einen ,portalbogen1 der von marmornern ,pfeilern mit verzierten ,kapitellen getragen wird und auf einem schweren profilierten ,kmpfer ruht2 links und rechts davon ein ,doppelbogen auf 7neuer7 ,mittelsule4 ,im ,obergescho zeigt das ,mittelrisalit eine groe halbrunde ,nische1 von eingesetzten ,ecksulen flankiert2 zu den ,eckstrebepfeilern leitet auf jeder ,seite eine auf je drei ,sulen ruhende ,bogenarchitektur hinber2 diese ,sulen stehen auf einer durch jene drei schrgen eigentmlich geformten ,konsolen getragenen ,steinbank4 ,aber die sechs ,sulen sind ganz ungleich lang1 eine selbst ganz ohne ,knauf1 die andern fnf mit sehr verschiedenen ,kapitellen1 alle ohne ,fe1 ber jeder ein ziemlich roher dnner ,kmpferstein2 auch die ,falzsulen sind hnlich und basenlos2 alles sichtlich zusammengesucht und notdrftig verwendet1 so gut es ging2 nur wenige ,teile sind von besserer ,verfassung und ,ordnung1 so der untere ,eingangsbogen1 wie oben der in die ,nische ,zutritt gewhrende ,doppelbogen auf einer ,mittelsule1 die noch einen regelrechten krftigen ,kmpfer mit ,kreuz und das berhmte ganz eigenartige ,kapitell trgt1 auf das wir noch zurckkommen mssen4 ,illustration3 ,abb4 #he4 ,ravenna4 ,mosaik in ,s4 ,apollinare nuovo4 ,auch gegenber dem ,umstande1 da die nahe ,hofkirche zwei ,sulenreihen zeigt1 die eigens fr den ,bau angefertigt ganz ohne ,fehl und in ihrer ,art vollkommen organisiert sind1 da ,theoderich berhaupt es zum ,grundsatz erhoben hatte1 nie alte ,bauten zu berauben1 sondern sie zu erhalten und neue mglichst gleichen ,wertes zu errichten1 erscheint es als eine einfache ,unmglichkeit1 da jenes ,bruchstck wirklich1 wie es ist1 von seinem ,palastbau stammen knnte1 wenn nicht schon seine ,formen und seine ,hhenlage dem widersprchen4 ,dazu noch wissen wir1 da ,karl der ,groe sich vom ,papst ,hadrian alle knstlerischen ,bestandteile des ,palastes schenken lie1 und da er -- da er anderswo ,marmor und hnliches nicht haben konnte1 wie ,einhard sagt -- ,sulen1 ,mosaiken und was er bedurfte vom ,palast in ,ravenna nach ,aachen bringen lie1 um es dort hauptschlich zu seinem ,mnsterbau1 doch auch fr weitere bauliche ,zwecke zu benutzen4 ,so gelangten ,sulen unseres ,palastes selbst nach ,ingelheim4 ,da nun die ,pfalzkapelle in ,aachen allein etwa #dj 7oder mehr7 ,sulen und ,kapitelle verschlang1 auch ,ingelheim mindestens die ,hlfte1 wer wei wie viele noch sonst gebraucht wurden1 da der ,marmorschmuck der ,pfalzkapelle und ihre ,mosaiken ebenfalls aus dem ,palaste stammten1 so erhellt1 da die ,zerstrung1 die ,karl1 der sogenannte leidenschaftliche ,bewunderer ,theoderichs1 in seiner knstlerischen ,habsucht an dessen ,herrschersitz vornehmen lie1 eine furchtbare war2 da er wohl kaum viel mehr brig lie als rohe ,mauern1 denn mit den ,sulen muten auch ,bgen1 ,decken und ,dcher fallen4 ,dies war nach #ghd4 ,noch #gea hatte der wackere ,langobardenknig ,aistulf hier residiert1 vorher die byzantinischen ,exarchen4 ,von all der ,pracht sind denn heute nur noch einige der ,fubodenmosaiken brig1 zum ,teile tief im ,grunde steckend4 ,der ,erzbischof ,valerius aber lie kurz vor #hji zwei 7frher arianische7 ,kirchen vor ,ravenna1 ,s4 ,georg und ,s4 ,eusebius1 abreien1 um sich daraus ein prchtiges ,haus 7egregias aedes7 zu erbauen1 das ,valerianische ,gebude genannt4 ,das war gerade in der ,zeit nach ,karls ,einbruch in den ,palast und knnte sich wohl auf ,neuerrichtung einiger seiner ,teile beziehen4 ,vielleicht auf unseren ,palastteil4 ,und doch gibt der ,rest1 zusammen mit der alten ,tradition1 mit der ,erscheinung der ,nische im ,oberstock1 die auf ganz besondere ,zwecke des ,gebudes hindeutet1 geben einzelne knstlerisch hchst eigenartige ,teile immer aufs neue zu denken4 ,da ist vor allem der ,grundri des ,ganzen 7,abb4 #hh71 den bisher noch niemand beachtet zu haben scheint4 ,wir haben an der ,front zunchst eine schmale ,halle1 die sich ganz nach der ,strae ffnet2 dahinter sehen wir einen breiten ,gang nach einem stattlichen ,hofe zu1 in den ,ecken links und rechts die ,spuren runder ,wendeltreppen1 dann zu beiden ,seiten des sich nach hinten erstreckenden ,hofes offene ,hallen4 ,wie weit diese gingen lt sich nicht mehr erkennen1 da neuere ,gebude dann das ,ganze quer abschneiden4 ,aber das sehen wir klar1 da hier ein in ,maen und ,anlage groartiger ,hof hinter einem ansehnlichen von ,hallen flankierten ,eingange vorhanden war1 in dessen ,hintergrunde sich die ,haupteingangsfront eines ,palastes erhoben haben mu4 ,wer mag hier residiert haben8 ,doch wohl ,erzbischfe von ,ravenna1 die ja jahrhundertelang noch den ,kampf um ihre ,selbstndigkeit gegen ,rom fhrten1 treue ,anhnger des kaiserlichen ,deutschlands4 ,illustration3 ,abb4 #hh4 ,ravenna4 ,grundri des sogenannten ,theoderichpalastes4 ,der ,baurest1 auf dem ,grunde des ,theoderichpalastes gelegen1 beweist1 da er in jenen ,jahrhunderten1 die ,karls des ,groen ,eingriffen folgten1 reprsentativ bewohnt und benutzt war2 seine wenigen ,marmorteile aber sind offenbar meist aus ostgotischer ,zeit1 also wohl ,reste des alten ,palastes4 ,ist der ,schlu da nicht berechtigt1 da wir es hier vielleicht doch in der ,anlage1 wenigstens im ,grundrisse mit einem ,teile des alten halb zerstrten ,palastes zu tun haben1 der nach jener ,verwstung in der baulichen ,art jener spteren ,jahrhunderte wieder aufgerichtet wurde1 so gut es ging8 ,an die ,stelle der geraubten ,sulen traten ,backsteinpfeiler1 das ,niveau wurde wegen des steigenden ,grundwassers erhht1 aber die ,anlage des ,eingangshofes kann noch die alte1 ein ,teil des ,mauerkrpers1 der ,eingangsbogen1 vielleicht selbst die obere ,nische konnte brig geblieben sein1 und so wre der ,palasteingang und prchtige ,ehrenhof ,theoderichs in vereinfachter ,gestalt doch gleichen ,umrissen aufs neue erstanden als ,eingang zu den noch bewohnbaren oder bewohnbar gemachten ,resten des alten ,knigspalastes1 und die ,tradition1 in der immer etwas ,wahres steckt1 gelangte zu ihrem ,rechte4 ,wenn wir uns denn an die ,stelle der ,hallenpfeiler wieder ,sulen gestellt denken1 darber ein ,obergescho -- was die ,treppen ergeben -- und gegenber einen hheren von vier ,sulen getragenen ,giebel1 wie er gerade ,platz hat1 so haben wir tatschlich ein ,bild vor uns1 das dem der freilich greren ,haupthalle im ,palast zu ,spalato 7,abb4 #hi71 die als ,eingang zu des ,kaisers ,rumen fhrt1 ganz hnlich ist4 ,theoderich kannte diesen ,palast1 da er ihn jedenfalls einst bewohnt hatte4 ,so mag er das ,motiv hierher bernommen haben4 ,aber hier tritt ein ,merkwrdiges ein3 die ,erinnerung an das ,bild ,palatium8 in der ,hofkirche4 ,wenn wir uns auf diesem ,mosaik die zwei ,flgelbauten nicht als in gleicher ,flucht mit diesem fortlaufend1 sondern als nach vorn geknickt und rechtwinklig zu ihm stehend denken1 was auf dem ,mosaik in ,perspektive doch nicht darstellbar war1 dann haben wir ein ,bild1 welches genau dem des ,palasthofes in ,spalato entspricht1 nur da es ber den seitlichen ,hallen ,obergeschosse besitzt2 also wie die von uns soeben rekonstruierte ,hofanlage und der bestehende ,rest nach vorn zu noch heute4 ,illustration3 ,abb4 #hi4 ,spalato4 ,palasthof4 ,daher glaube ich1 da wir in jenem ,mosaik1 welches doch so viel ,besonderheiten zeigt1 da es nicht gut als schematisches ,bild1 sondern als der ,versuch eines ,portrts betrachtet werden mu1 tatschlich ein nicht ungenaues ,bild aus ,theoderichs ,palast besitzen1 und zwar des ,eingangshofes nach dem ,muster desjenigen von ,spalato4 ,und ferner1 da dieser ,eingangshof da stand1 wo heute der im ,volksmunde noch immer ,theoderichs ,palast genannte ,bau sich erhebt1 dessen ,verhltnisse und ,anordnung genau den alten ,palasteingangshof wiedergeben2 leider aber seiner ,marmorpracht beraubt und in jngerer ,art1 soweit er nicht mehr stand1 neu errichtet und etwas erhht1 falls er nicht gleich ursprnglich oberhalb einer ansehnlichen ,treppenanlage gestanden haben sollte4 ,wre das richtig1 so drften wir in dem ,eingangstor1 vielleicht auch noch in der darber befindlichen ,nische doch ,originalreste des alten ,palastes erkennen1 was noch wahrscheinlicher dadurch wird1 da wir an dem ,doppelbogen im ,oberstock1 der den ,zugang zu der ,nische gewhrt1 der besseren ,mauertechnik nach scheinbar ein unverletztes und ursprngliches ,stck ,architektur vor uns sehen4 ,das eigenartige ,kapitell der tragenden ,mittelsule1 das auch noch seinen richtigen ,kmpfer mit ,kreuz nach ostgotischer ,art besitzt1 wird ja schon lange als ein hchst merkwrdiges ,werk1 meist als ein erstes bauliches ,gebilde der germanischen ,baukunst gepriesen4 ,und so fassen auch wir es auf4 ,der kissenartige ,knauf1 unverkennbar dem ,holzbau entlehnt1 der seine ,sulen auf der ,drehbank herstellte1 das nach unten durch jenen wunderbaren ,kranz von ,blten einer ,art von ,schachtelhalm seinen so einzigartigen ,schmuck erhlt1 ist sicher ein ,werk der ,ostgotenzeit1 aber auch ihrer ,kunst 7,abb4 #ij74 ,noch niemand hat dies ,werk fr rmisch1 byzantinisch oder syrisch zu erklren versucht1 von spterer langobardischer ,art hat es keinen ,schimmer2 vielleicht sitzt es auch noch an seiner ersten ,stelle im ,grunde der ,nische4 ,darber glnzte also dann das ,mosaikbild des ,knigs ,theoderich1 dessen ,agnellus erwhnt1 das an der ,vorderseite der ,regia1 ad ,calchi8 genannt1 bei der ,salvatorkirche 7der ,hofkirche nebenan7 gelegen im ,baldachin 7pinaculum7 geprangt hat1 zwischen den ,gestalten von ,rom und ,ravenna4 ,illustration3 ,abb4 #ij4 ,ravenna4 ,vom ,theoderichpalast4 ,ist solche1 wie mir scheint1 ganz wohl vertretbare ,vermutung wirklich zutreffend1 dann sehen wir hier doch wenigstens einige ,reste und eine freilich vereinfachte ,nachbildung des wichtigsten ueren ,palastteiles gerettet vor uns1 und auch das ,palastbild in der ,hofkirche ist nicht mehr ein ,schatten oder nur die typische ,hieroglyphe eines ,palastbaus1 sondern ein wirkliches und wertvolles1 auch im ,einzelnen zu deutendes ,konterfei des ,palastes4 ,hierfr sprechen einige ganz charakteristische ,teile des ,bildes4 ,vor allem stehen die ,sulen nicht auf gewhnlichen ,sulenfen1 sondern auf hohen eingerahmten und verzierten ,platten sehr eigentmlicher ,erscheinung4 ,diese ,platten kommen sonst nirgends vor1 als ein einziges ,mal noch1 gerade in oder vielmehr vor ,ravenna1 nmlich in ,classe unter den ,sulen der ,kirche ,s4 ,apollinare4 ,sie wirken da hchst merkwrdig und sehr charakteristisch4 ,wre das ,bild1 das dieselben sonst nirgends auftretenden ,sulenpostamente zeigt1 ein bloes ,schema1 so wrde eine solche ,besonderheit im ,detail sich kaum da finden4 ,da nun ,s4 ,apollinare #h ,jahre nach ,theoderichs ,tode begonnen ist1 so hat das ,mosaikbild diese ,platten unter den ,sulen bereits lange gezeigt1 ehe man fr ,s4 ,apollinare daran dachte4 ,deshalb ist anzunehmen1 da diese fremdartige ,form am ,palaste zum ersten ,male auftrat und in ,classe nachgeahmt wurde4 ,illustration3 ,abb4 #ia4 ,ravenna4 ,ostgotische ,sule4 ,die nicht minder eigenartige ,erscheinung des ,obergeschosses mit seinen rundbogigen ,fenster-,oberlichtern1 die uns so modern anmuten1 indessen wohl ebenso konstruiert zu denken sind1 wie die steinernen ,sprossenfenster der ,sophienkirche in ,konstantinopel1 besttigt die obige ,annahme1 da wir es wirklich mit einer nach ,mglichkeit getreuen ,portrtierung des ,originalzustandes des ersten ,palasthofes zu tun haben1 und da wir demnach das darauf ,dargestellte als ziemlich zuverlssig annehmen drfen4 ,danach htte denn auch inmitten der ,haupteingang zu den ,reprsentationsrumen gefhrt 7darum der ,knig im mittelsten ,bogen auf dem ,throne71 und die ,hallen um den ,hof htten ,kriegern oder ,offizieren zum ,aufenthalt gedient4 ,sidenote3 ,verona ,von den vielen anderen ,gebuden ,theoderichs in ,ravenna ist bereits berichtet1 sind auch noch manche ,trmmer brig 7,abb4 #ia72 von ,sommerpalsten an mehreren ,orten1 von groen ,bauten in ,verona wird gemeldet1 doch ist gar zu wenig von alle dem einst so vielen mehr vorhanden4 ,der ,dom zu ,verona hat aus seiner ,zeit nur noch die ,sulen einer kleinen ,halle an der ,nordseite1 sowie eine ,einzelsule und ein ,stck ,mosaikfuboden im ,kreuzgange2 auch die ,taufkirche ,s4 ,giovanni in fonte beim ,dom erscheint so vllig umgebaut1 hauptschlich im #aa4 oder #ab4 ,jahrhundert1 da uns da nur noch einige ,einzelheiten an des ,knigs ersten ,bau erinnern4 ,so zwei viereckige ,pfeiler1 recht im ,holzstile1 mit ,kapitellen1 die von primitiver ,nachahmung antiker ,vorbilder sprechen1 hnliche in ,nebenrumen von ,s4 ,zeno 7,abb4 #df74 ,doch nichts mehr von besonderem ,werte fr unsere ,betrachtung4 ,die brigen ,ostgotenbauten in ,italien sind1 obwohl oft genug genannt1 heute1 falls nicht einst ,ausgrabungen da und dort ,wichtiges zutage frdern sollten1 fr uns wohl nicht mehr von ,bedeutung4 ,theoderich baute noch groe ,palste in ,spoleto1 ,terracina1 ,verona4 ,von einigen sind starke ,subkonstruktionen brig1 die vllig sich an ltere ,rmerbauten anschlieen4 ,das ,kastell oder die ,burg zu ,verona1 nach dem doch der ,held seinen ,namen in der germanischen ,heldensage empfing1 scheint spter so stark1 insbesondere durch die ,scaliger umgebaut1 auch wohl eher ,festung als ,palast1 da von ihm heute nichts anderes mehr zu melden ist1 als da seine mchtigen alten ,umfassungsmauern noch teilweise erhalten zu sein1 auch die achteckigen ,trme an den ,ecken noch aus seiner ,zeit zu stammen scheinen4 ,die ,struktur ist die bekannte aus der ,ostgotenzeit3 groe ,quadersteine in ,schichten mit je einer doppelten ,ziegellage darber abwechselnd4 ,diese ,technik ist allerdings noch manches ,jahrhundert lnger gebt4 ,die polygonen ,trme haben interessante ,verstrkungszwickel aus ,backstein an den ,ecken4 ,das ,kastell ragt hoch und mchtig auch in seinen ,trmmern ob ,verona4 ,es scheinen darin noch mchtige ,gewlbe von groer ,ausdehnung vorhanden1 ,weingrten aber berziehen vllig den inneren ,raum4 ,eine ganze ,stadt selbst hat ,theoderich bei ,trient angelegt1 die freilich lngst wieder ganz versank2 er befestigte sie1 versah sie mit ,wasserleitung1 ,thermen1 ffentlichen ,hallen2 wo sie lag1 wei man heute nicht mehr genau2 vielleicht ist es ,dostrento1 ein gewaltiger ,schutthaufen im ,etschtal4 ,auch die ,bildhauerei hat ,theoderich sich dienstbar gemacht4 ,man rhmte von ihm mehrere ,reiterbildnisse1 besonders ein gewaltiges bronzenes1 das bei ,ravenna auf einer ,brcke stand4 ,dieses hat sein sogenannter ,bewunderer ,karl der ,groe ebenfalls nach ,aachen geschleppt4 ,zeitgenossen preisen die leidenschaftliche ,darstellung des vorwrts sprengenden ,reiters1 vielleicht von ,kmpfern umgeben1 alles aus brunlichem ,erz4 ,gewaltiges auf allen ,gebieten schufen so ,theoderich und die ,seinen4 ,fast alles aber ist dahingegangen2 weniges blieb1 dieses doch ein unverwstliches ,zeugnis auch fr die knstlerische ,gre jener so rasch vorbergeflossenen ,heldenzeit4 ,illustration #bi ,dagegen ist es sicherlich nicht ohne innere ,bedeutung1 da die ,germanen -- mit ,ausnahme der ,franken -- bis ins #g4 ,jahrhundert1 ja noch lnger1 dem ,arianismus anhingen und der ,einfhrung der katholischen ,einheitskirche lange erbitterten ,widerstand entgegensetzten4 ,und zwar in ihren hchststehenden idealst angelegten ,stmmen1 den ,ostgermanen1 spter auch den kraftvollen ,langobarden1 whrend die weltklugen und praktischen ,franken sich bereits von ,anfang an in diplomatischer ,erkenntnis ihres ,vorteils an die orthodox-katholische ,richtung anschlossen und bis heute ,frankreich immer die geliebteste ,tochter der ,kirche1 anderseits ihre ,schtzerin geblieben ist4 ,ebenso kann die ,tatsache1 da die ,reformation wieder auf ltestgermanischem ,boden erwachsen mute1 und da bis heute ihre ,anhnger behielt1 kaum zufllig sein4 ,der rmische ,katholizismus ist eine ,schpfung des reinen ,romanentums und hat sich von jeher mit dem eigentlichen ,germanentum in offnem oder stillschleichendem ,kampfe befunden4 #cj ,sind solche ,bauteile als im ,osten von ,ravenna aus bestellt anzusehen1 so ist es auffallend1 da sie alle1 insbesondere die ,kapitelle1 dem westlichen ,zeitgeschmack bestimmte ,zugestndnisse machen und offenbar auf den ,geschmack der ,besteller zugeschnitten sind4 ,in ,frankreich ist dies ,verhltnis bei den feineren merowingischen ,bauwerken ganz auffallend4 #ca ,trotzdem kann auch ursprnglich an dieser ,stelle nichts anderes1 als zwei solche ,zge gewesen sein2 das ergeben die noch vorhandenen alten ,anfnge und ,enden4 ,darnach mssen wir glauben1 da diese beiden ,reihen zuerst ,persnlichkeiten darstellten1 die den ,ostgoten verehrungswrdig und heilig waren1 die deshalb durch ziemlich gleichgltige ,mrtyrer- und ,jungfrauengestalten nach blichem ,schema ersetzt werden4 ,damit bleibt die originelle ,grundidee der beiden groen ,gestaltenreihen als ursprnglich bestehen4 #cb ,ein ,erbteil aus ltester gotischer ,zeit1 vielleicht noch vom ,schwarzen ,meere her1 wie ein schner ostgotischer ,goldschmuck aus ,ungarn es beweist1 der mit ganz gleichen ,blttern geschmckt ist4 #cc ,die stlich gelegene ,nische war fr die ,unterbringung nicht nur eines ,sarkophags1 sondern auch nur der ,leiche mit #a1gh m zu kurz1 da selbst einfache ,krieger damals mit vollem ,waffenschmuck beigesetzt wurden1 und auch in der folgenden ,zeit die ,steinsrge fr ,erwachsene kaum je unter #b m lichter ,lnge messen4 -- ,die berlieferung erzhlt auch von ,theoderichs ,sarkophag1 und lange hat man spter eine in der ,nhe gefundene riesige rmische ,porphyrwanne fr diesen gehalten4 #cd ,die allerlei metallenen ,krampen und ,pflcke1 deren ,spuren heute da zu finden sind1 mssen aus den folgenden #adjj ,jahren der kirchlichen ,benutzung herstammen4 #ce ,es ist1 falls man diese ,ergnzung nicht gelten lassen will1 recht gut mglich1 sich eine noch einfachere ,bogenarchitektur an dieser ,stelle zu denken2 die ,sache und die ,wirkung wird sich aber dabei kaum ndern4 ,das ,herabfallen und ,verschwinden dieser ,bogenteile setzt aber immer etwas ,besonderes voraus4 #cf ,papst ,hadrian schenkte ,karl zu diesem ,zwecke die ,bauwerke des ,theoderich zu ,ravenna1 eine ,erlaubnis1 die er in ausgiebigstem ,mae ausnutzte4 ,illustration3 ,,die ,,langobarden ,das westrmische ,reich war zusammengebrochen2 ,ostgoten hatten auf seinen ,trmmern eine neue ,welt aufzubauen versucht4 ,aber das ewige ,verhngnis aller ,germanen1 das nie aufgehrt hat sie zu verfolgen1 war auch damals furchtbar wirksam3 einer ,riesengestalt und einer ,generation von gewaltigen ,mnnern folgte unerbittlich immer und immer wieder das ,epigonengeschlecht armer und kleiner ,geister1 deren niedriger ,sinn1 nur auf eigene ,eintagsfliegenherrlichkeit und ,befriedigung der ,eigensucht bedacht1 von ,tag zu ,tag lebend1 nicht einmal den einfachsten ,forderungen der ,pflicht an ,wollen und ,handeln mehr gerecht wurde4 ,das herrlichste ,weltreich der ,germanen ging unter1 nicht ohne seine letzten ,helden ,totila und ,teja mit unvergnglichem ,ruhme noch im ,tode bekleidet zu sehen4 ,das ,ostrmerreich1 das nach ,byzanz den ,mittelpunkt der sdeuropischen ,welt verlegt hatte1 in dem die ,strme des ,orients und des ,okzidents gleichmig zusammenfluteten1 hatte gesiegt4 ,nur auf kurze ,zeit4 ,dreizehn ,jahre nach der gnzlichen ,vernichtung des ,ostgotentums brachen die wilden ,langobarden ber ,italien als neue ,eroberer herein2 kein ,belisar oder ,narses hemmte mehr ihren furchtbaren ,ansturm4 ,aus ,pannonien1 wo sie seither die einst von den ,ostgoten verlassenen ,wohnsitze einnahmen1 folgten sie deren ,spuren1 nachdem sie bereits fters ,italien beunruhigt1 als neue ,herren4 ,gewaltige ,recken wie ,alboin1 ,authari und ,agilulf sahen sich bald als die ,beherrscher der ,halbinsel bis an ihre letzten ,gestade4 ,ostrom war fr immer aus dem alten rmischen ,reiche verdrngt4 ,italien hatte von da ab seine eigenen ,geschicke zu erleben und zu leiten1 und die alte ,stadt ,rom1 die allein sich von der ,langobardenherrschaft frei zu halten vermochte1 wurde im ,laufe des folgenden ,jahrtausends und lnger1 vielleicht auf immer1 sein geistiger und dann auch wieder sein politischer ,mittelpunkt1 ,byzanz aber jetzt erst recht die ,pforte des ,orients1 der zuletzt nach dem ,sturze des griechischen ,kaiserreiches von hier aus seine ,heerscharen bis ins deutsche ,reich hinein sandte1 wie er sie siebenhundert ,jahre frher ber ,spanien bis ins ,herz des ,frankenreiches vorgestoen hatte4 99 99 99 99 99 ,so bedeutet das ,eindringen der ,langobarden eine ,wendung der ,geschichte nicht nur fr ,italien1 sondern fr den ganzen ,okzident4 ,geistig nicht so hochstehend als ihre ostgotischen ,vorgnger vermochten sie doch ihre ,herrschaft mehr als zweihundert ,jahre selbstndig aufrecht zu erhalten und auch nachher1 wenigstens im oberitalienischen ,osten1 eine fhrende ,stellung zu behaupten4 ,die ,lombardei trgt heute noch ihren ,namen und ist von ihren ,nachkommen bevlkert2 ihre wilde ungebndigt tatkrftige ,anlage und ,gesinnungsweise brauchte ,jahrhunderte1 um sich in die ,kulturverhltnisse des eroberten ,landes zu schicken und zuletzt selber fruchtbar zu werden2 das nrdliche ,italien aber hat durch sie in seiner ,bevlkerung die nachhaltigste ,strkung und ,auffrischung des ,blutes gewonnen4 ,von ,oberitalien und ,toskana allein ging jener ,strom neuen ,lebens aus1 der ganz ,italien berflutete und aus seinem ,boden fr mehr als ein halbes ,jahrtausend jene ,wunderblume der ,wiedergeburt des ,geistes und aller ,knste aufblhen lie4 99 99 99 99 99 ,nur sehr schwer wurden die ,langobarden aus ,zwingherren und blut- und beutedurstigen ,eindringlingen zu ,pflegern des ,geistes und der ,knste4 ,es lebte in ihnen jene rauhe ,zhigkeit und ,kraftnatur1 die alles in ihrer germanischen ,heimat charakterisiert1 die die ,lneburger ,gegend uns so lange als eine de und herbe ,wildnis im engeren ,vaterland erscheinen lie2 heute finden wir auch in ihr starke ,eigenart und bedeutsames selbstndiges ,leben1 ja ,schnheit4 ,was die ,langobarden aus dem ,norden an knstlerischer ,kultur mitbrachten1 mag viel weniger gewesen sein1 als wir sonst bei den ,germanen finden2 vielleicht nur die ,freude an ,schmuck des ,krpers und die ,pflege des ,holzbaus in wohl bescheideneren ,grenzen als sonst4 ,und doch finden wir spter gerade bei ihnen die ,anfnge der mittelalterlichen ,baukunst1 die ,fortbildung und ,umgestaltung aber auch ,ergnzung der ,antike in bedeutsamster ,weise vorbereitet und begrndet4 ,sidenote3 ,backsteinbau ,in der technischen ,gestaltung der ,bauwerke gaben sie der folgenden ,menschheit ganz unzweifelhaft die ,grundlagen des eigentlichen und zu selbstndigem ,leben fr sich befhigten ,backsteinbaus1 der vorher nur ein ,hilfsmittel gebildet hatte1 dazu manche damit zusammenhngende groe und kleine knstlerische ,gestaltung2 nicht minder die ersten ,versuche in derjenigen ,wlbebaukunst1 die der ,norden nachher so kraftvoll aufnahm4 ,im einzelnen aber zuerst eine vllig neue zweckentsprechende ,ornamentik und ,zierweise1 die freilich entfernt genug von einer an die ,antike reichenden knstlerischen und technischen ,hhe und ,vollkommenheit dennoch1 sich ihren ,bauwerken in trefflichster ,weise anschmiegend1 ihren dekorativen ,zweck und ihre ,aufgabe in neuer und sachlichster ,weise erfllt4 ,was den ,backsteinbau anlangt1 so machten schon die ,rmer davon den bekannten umfassenden ,gebrauch1 doch nur technisch fr die eigentlichen inneren ,massen ihrer ,mauern1 soweit nicht da ,gu oder ,stampfwerk bevorzugt wurde4 ,von einem ,backsteinbau im ,sinne des spteren mittelalterlichen und modernen war aber noch nicht die ,rede4 ,dagegen hat man in der altchristlichen ,baukunst zeitig die ,herstellung auch der ueren ,flchen in reinem ,ziegelbau vorgenommen2 in ,rom und auch in ,ravenna sind schon die ,bauwerke der ersten christlichen ,jahrhunderte meist so hergestellt2 die kirchlichen aus ,theoderichs und der folgenden ,zeit1 so die beiden ,apollinariskirchen und ,s4 ,vitale1 zeigen im ueren ebenso den unbekleideten ,backstein1 wie die eben vorhergehenden aus ,galla ,placidias ,zeit4 ,auch in ,byzanz folgte man gleichen ,wegen4 ,indessen ermangelten diese ,versuche zunchst der architektonischen formalen ,ausbildung4 ,das einzige neue ,motiv1 das hie und da erscheint1 sind rundbogige ,blenden um die ,fenster2 richtige ,arkaden auf ,wandstreifen mit ,kmpfern nur an ,s4 ,apollinare in ,classe4 ,immerhin ist die ostgotische ,zeit als diejenige zu bezeichnen1 die hier die ersten ,versuche zu architektonischer ,behandlung machte1 wo bis dahin die ueren ,flchen der ,mauern ihre ,struktur wohl nur deshalb sehen lieen1 weil ,armut1 ,bequemlich- oder ,gleichgltigkeit es verhinderten1 da sie hinter besserer oder kostbarer ,bekleidung verschwand1 wie zu ,rmerzeiten4 ,in der ,langobardenzeit aber fhlte man offenbar solches ,bedrfnis nicht nur nicht mehr1 sondern baute frisch darauf los in einem krftigen und viel derberen ,ziegelmaterial1 als es bis dahin gebruchlich gewesen war4 ,die dnnen und hellen ,ziegel von oft bedeutender ,gre wichen solchen von dickerem und kleinerem ,format von meist dunklerer ,farbe und grober ,oberflche1 die aber gerade wie sie waren sich zu allerlei seither ungewohnter ,behandlung besser eigneten4 ,sidenote3 ,bogenfries ,was jetzt blich wurde ging aus der ganz klaren ,erfassung der ,eigentmlichkeiten des ,materials hervor3 ,teilung der ,flchen durch senkrechte und wagerechte ,streifen1 ,friese1 ,lisenen und hnliche ,gliederungen2 ,einfassung der ,fenster durch rechtwinklige falzartige ,zurcksetzung der ,kanten1 ,verbindung der ,lisenen durch ,bgen1 zuletzt ,bildung von ,bogenreihen1 die auf ,konsolen statt auf ,lisenen ruhen1 also von richtigen ,rundbogenfriesen4 -- ,eine ,art von solchen war ja bereits in ,syrien aufgetaucht1 doch handelte es sich dort nicht um eigentliche flache rechtwinklige ,bgen1 sondern um hohle ,viertelkugeln2 die dortigen ,bgen haben stets halbkreisfrmigen ,grundri4 ,dehio hat mit ,recht darauf aufmerksam gemacht1 da das ,motiv des ,rundbogenfrieses schon bei den ,rmern vorkommt1 richtige fortlaufende ,rundbogenreihen auf ,konsolen als ,hauptgesimse angeordnet4 ,aber auch dort kam es nicht zu weiterer ,ausbildung noch umfangreicherer ,anwendung4 ,so scheint es1 als ob erst die langobardische ,backsteinbaukunst diese spter so unendlich viel gebrauchte bauliche ,form in die ,architektur eingefhrt htte2 vielleicht auch nur1 weil die fortlaufende ,rundbogenreihe als dekorative ,form den ,germanen an ihren kunstgewerblichen ,gegenstnden von alters her wohl vertraut war4 ,ich erinnere vor allem an die uralte ,verzierung der ,kmme2 aber sehr bald tritt die gleiche ,form dekorativ auch an den ersten ,steinarbeiten der ,langobarden1 selbst schon der ,westgoten in ,sdfrankreich1 vllig deutlich auf 7,abb4 #ec74 ,es ist zu vermuten1 da der ,bogenfries schon vorher an den verzierten ,holzschwellen der ,germanen im ,gebrauche war1 wie er spter im ,holzbau stets wieder auftritt1 zuletzt im #af4 ,jahrhundert 7,abb4 #dd74 ,und deshalb ist es recht gut mglich1 da wir in der ,einfhrung der ,bogenreihen oder des ,bogenfrieses in die ,steinarchitektur nur die bertragung eines bereits bekannten1 ja viel gebruchlichen germanischen holzbaulichen ,motivs zu sehen haben4 -- ,welche ,verbreitung es nachher im romanischen ,stile gewonnen hat1 wei jeder4 ,sidenote3 uere ,buntheit ,ferner aber haben die ,langobarden der ,anwendung des ,backsteins in der ,architektur auch in bezug auf die ,farbe erst knstlerischen ,reiz zu geben gewut1 indem sie in gleicher ,art1 wie die merowingischen ,franken die ,flchen der ,bauwerke mit allerlei bunten ,musterungen versahen4 ,zunchst durch ,wechsel im ,verbande1 ,einfgung von ,reihen fischgrtenartig gestellter ,steine und ,verzierung geeigneter ,flchen mit runden1 vieleckigen und sternfrmigen ,platten anderer ,farbe1 sodann durch weitere ,einfgung aller mglichen bunten ,stcke1 durch ,einlagen von reichen ,mustern in ,ton1 ,stein1 ,marmor1 dazu ,wechsel von ,schichten verschiedenen ,materials1 wie das schon vorher bei den ,ostgoten nach rmischem ,vorbild blich1 auch im byzantinischen ,reiche nicht selten war2 kurz durch ein immer lebhafteres ,streben nach einer farbigen ,wirkung durch mosaikartige ,behandlung der ,flchen 7s4 ,abb4 #ajb1 ,taf4 ,,xxviii74 -- ,auch ,wechsel durch ,einfgung von andersfarbigen ,reliefzierraten1 selbst in ,marmor1 war nicht selten4 ,der ,backstein selber wurde fters in allerlei ,art gerippt und gemustert1 meist mit eingegrabenen ,linien schrg oder fischgrtenartig1 wie wenn er gesgt wre4 ,es sind die originalen ,werke dieser ,oberflchenbehandlung allerdings seltener geworden1 doch sehen wir ihr ,beispiel in der spteren ueren ,behandlung nicht nur der oberitalienischen ,bauwerke noch lange nachwirken4 ,sidenote3 ,gewlbe ,auch fr die ,gewlbeentwicklung 7,abb4 #ib7 war der ,backsteinbau von grter ,wichtigkeit4 ,insbesondere in bezug auf die wachsenden ,spannweiten der ,tonnengewlbe und die ,anwendung anderer ,gewlbeformen1 so der ,kuppelgewlbe1 die um jene ,zeit anfing sich weiter zu verbreiten4 ,die unentbehrliche berwlbung der halbkreisfrmigen ,altarnischen mit ,halbkuppeln hatte schon die ,kenntnis der genannten ,gewlbe vorausgesetzt1 ohne da man an eine bertragung byzantinischer ,vorbilder zu denken braucht2 ihre vermehrte ,anwendung brachte bald mannigfache ,erfahrungen4 ,die ,bedeckung runder ,rume durch halbkuppelfrmige ,gewlbe war gegeben1 die ,anfgung berwlbter ,erweiterungen von halbkreisfrmigem ,grundri sehr einfach1 und so ergaben sich ,gestaltungen von ,kleeblatt- oder ,vierpagrundri1 wie am ,baptisterium zu ,biella1 ganz von selber1 bei denen man sich mit den schwierigeren ,aufgaben der berkragung oder der ,pendentifs fr die berfhrung von quadratischen ,rumen in die runde ,kuppel noch nicht sehr qulte4 ,selbst vor greren ,kuppelbauten schreckten spter die ,langobarden nicht zurck3 die ,rotonda1 der alte ,dom zu ,brescia zeigt eine ,weite der inneren ,wlbung von etwa #bj m4 ,dagegen erfand man zur ,erleichterung der ,hintermauerung am ,beginn der ganzen und halben ,kuppelgewlbe ein ,system von ,durchbrechungen der ,obermauer der ,apsiden und ,kuppeln durch ,arkaden oder ,nischen2 ein hchst eigenartiges ,grundmotiv1 vielleicht die erste ,form der spter so gebruchlichen ,zwerggalerien um die ,chre und ,vierungstrme4 ,auch das ,kreuzgewlbe fand in der ,folge mehr und mehr steigende ,anwendung4 ,kurz1 in konstruktiver wie formaler ,hinsicht erwiesen sich die langobardischen ,zeiten als vorbereitend und grundlegend fr sptere bauliche ,fortbildung4 ,illustration3 ,abb4 #ib4 ,biella4 ,sidenote3 ,ornament ,nicht minder jedoch auch in bezug auf das reine ,ornament4 ,hier liegt eine besondere ,kraft jener ,zeit und jenes germanischen ,stammes4 ,schon bei der allgemeinen ,betrachtung der ,formenwelt ist auf die eigenartige ,verzierungskunst der ,langobarden und der von ihnen offenbar beeinfluten und angeregten ,franken hingewiesen1 die sich gelegentlich auch auf die ,westgoten bertrug1 wenigstens im ,nordosten des westgotischen ,reiches4 ,es sei hier nur nochmals nachdrcklich betont1 da trotz allerlei verwandter ,bildungen im ,orient die folgerichtige ,ausbildung des gerippten ,flecht- und ,riemenwerkes als vorherrschenden ,zierwerkes den ,langobarden zuzuschreiben 7,abb4 #ic71 wie seine erste ,herkunft entschieden im germanischen ,norden zu suchen ist2 der ,lauf der ,vlkerwanderung hat wie es scheint seine ,verbreitung bis nach dem fernen ,westen 7,irland7 und nach dem ,osten bis nach ,kleinasien mit sich gebracht4 ,sind doch gotische ,streifzge bis nach ,smyrna gelangt4 ,es liegt unbedingt keinerlei ,grund dafr vor1 die eigentliche ,quelle dieser ,verzierung immer wieder im ,orient zu suchen1 weil auch dort seit dem #f4 oder #g4 ,jahrhundert einigermaen hnliches ,zierwerk auftaucht4 ,weder knnen sich die dort vorhandenen verwandten ,arbeiten an charakteristischer ,erscheinung mit den langobardischen messen1 noch reichen sie an ,masse und ,konsequenz ihrer ,anwendung auch nur entfernt an diese heran1 da doch in jenen so lange vergessenen ,gegenden ungleich mehr von solchen ,dingen heute noch brig sein mte1 als auf den italischen ,feldern1 ber die fortwhrende ,vlkerbewegung wie die ,arbeit eines ,pflugs verwstend hin- und hergegangen ist4 ,illustration3 ,abb4 #ic4 ,langobardische ,flechtornamente aus ,aquileja und ,grado4 ,trotzdem bleibt das wahre ,verbreitungsgebiet dieser ,formenwelt ,italien und ,frankreich2 ,auslufer ziehen nach sterreich1 ,sddeutschland und ,nordspanien4 ,das ,zentrum aber bildet die ,lombardei4 ,sidenote3 ,entwicklung ,bezglich der zeitlichen ,entwicklung ist zu wiederholen1 da die ,langobarden erst sehr langsam zu einer eigenartigen knstlerischen ,bettigung gelangten1 da sie im ,anfange ihrer ,herrschaft sich durchaus an das ,gegebene anschlossen4 ,sie bedurften fast zweier ,jahrhunderte1 bis ihr knstlerisches ,selbst sich soweit entwickelt hatte1 da man es als solches erkennt2 erst kurz vor dem ,sturze ihrer ,selbstndigkeit1 etwa zu der ,zeit der ,knige ,liutprant und ,hildiprant scheint das endlich vllig durchgebildet gewesen zu sein1 was wir als die originale langobardische ,kunstweise anzusehen berechtigt sind4 ,der ,vorgang war ja berall derselbe1 auch in ,spanien1 da der ,eintritt der ,germanen in die ,kulturwelt zunchst einen ,stillstand1 ja einen scheinbaren ,niedergang in der noch immer vorhandenen letzten antiken ,kulturbewegung mit sich brachte1 bis sich die neue ,bevlkerung das ,gegebene so weit zu eigen gemacht haben konnte1 um sich darin selbst bettigen zu knnen4 ,erst nachdem dieser ,schritt getan und diese ,lcke bersprungen war1 konnte an neue ,leistung gedacht werden2 und so sehen wir hier wie besonders in ,spanien die merkwrdige ,erscheinung1 da die ,germanen im letzten ,augenblicke erst1 ehe sie politisch untergingen1 zu einem knstlerischen ,eigenwirken durchgedrungen waren1 in dem ihre germanische ,art ohne antike ,verhllung endlich rein und unverkennbar zutage tritt4 ,darum haben wir das #g4 und #h4 ,jahrhundert als die ,jahrhunderte zu bezeichnen1 in denen sich der gemeinsame ,sondercharakter jener ,stmme knstlerisch am deutlichsten ausspricht4 #gaa aber sank das ,westgotenreich durch die ,araber dahin1 #ggd folgte der ,fall des ,langobardenreichs durch ,karl den ,groen1 dessen ,auftreten den ,beginn einer neuen ,kultur und ,kunst ankndigt2 alle jene ,anfnge werden jetzt mit der italisch-hellenistischen zusammen zu jenem ,neuen verschmolzen1 das wir auf seiner ,hhe die romanische8 ,kunst zu nennen pflegen4 ,auch wieder mit ,recht1 denn diese ist das ,gesamtergebnis aus ,antike1 altchristlicher1 byzantinisch-orientalischer ,kunst mit ,verarbeitung jener germanischen ,anfnge1 die in ihrer ,masse langsam wieder verschwinden2 und ihr ,verbreitungsgebiet umfat die europischen ,lnder1 in denen einst ,rmerkunst geblht hatte1 zu denen freilich noch die nordisch-germanischen hinzukamen4 ,die bis zum ,untergang des langobardischen ,knigreiches in dessen ,bereich erstandenen ,bauwerke sind fast ohne ,ausnahme wieder vergangen1 mindestens so umgebaut1 da von ihnen sich nur meist undeutliche ,trmmer erhielten4 ,und doch hren wir viel ,rhmens von ihnen2 sogar schon gleich nach dem ,einzuge der neuen ,herren4 ,bereits ,theudelinde1 ,autharis und spter ,agilulfs ,gemahlin1 baute zu ,monza bis #eie die ,st4 ,joh4 ,baptista-,kathedrale1 deren ,stelle der heutige ,dom einnimmt4 ,aus ihrer ,zeit freilich stammen auer einer bescheidenen ,skulptur an der ,fassade nur die ,reste ihres ,schatzes1 der dort aufbewahrt ist1 kstliche ,werke1 deren wir frher gedachten4 ,noch viele ,kirchen dankten dem frommen ,eifer der ,knigin ihre ,entstehung1 auch der groe ,sommerpalast zu ,monza1 von dem der ,chronist 7,paul ,diaconus7 viel zu sagen wei4 ,so von seiner ,ausschmckung mit historischen ,gemlden1 auf denen besonders die ,langobarden jener ,zeit in ihrer eigentmlichen ,kleidung und ,tracht des ,haares -- im ,nacken kurz geschnitten1 vorn ber ,gesicht und ,wangen fallend -- dargestellt waren4 ,muten sich die ,langobarden bei ihren ,bauwerken anfnglich der im ,lande vorhandenen ,krfte bedienen1 so knnen solche ,bauten kaum neuen ,charakter insbesondere ,eigentmlichkeiten der nordischen ,bauherren aufgewiesen haben1 whrend im ,gegensatz dazu z4 ,b4 die ,reste des ,goldschatzes der ,theudelinde ,werke germanischster ,art sind1 sich an die ,goldschmiedekunst der ,ostgoten vllig gleichartig anreihen4 ,sidenote3 ,magistri ,commacini ,berhmtestes ,muster fr jenes ,verhltnis sind die ,magistri ,commacini1 nach dem heutigen ,stande unserer ,kenntnis ,maurer und ,steinmetzen aus der ,gegend von ,como 7von der ,insel ,comacina im ,comer ,see871 fr deren bauliches ,tun in dem von ,liutprant erlassenen ,gesetzbuche der ,langobarden besondere ,vorschriften gegeben wurden4 ,mit dem frher erluterten sehen wir hier vllig deutlich3 die ,germanen entbehrten unter ihren ,landsleuten1 die sich nur auf ,zimmer- und anderes ,holzwerk verstanden1 der ,arbeiter in ,stein und ,backstein1 der ,steinmetzen und ,maurer1 machten sich daher die ,dienste der eingesessenen ,techniker zunutze4 ,solche ,gesetze1 die fr das ,bauen galten1 gaben auer ,liutprant ,rothari1 ,grimoald1 ,ratchis und ,aistulf1 also die langobardischen ,knige bis zuletzt4 ,diese ,gesetze seit dem ,edikt ,rotharis 7#fci7 gehen natrlich von den bei den germanischen ,langobarden blichen ,anforderungen aus1 weshalb es keinen ,rckschlu auf die vorherigen ,gepflogenheiten der ,commacini zult1 wenn im ,gesetz das ,haus mit ,sller1 ,halle1 ,schindeldach1 ,fachwerk1 ,kamin oder ,ofen vllig germanisch erscheint4 ,ihrer gesellschaftlichen ,gliederung nach aber stuften sie sich schon nach ,meistern1 ,gesellen1 ,lehrlingen und ,arbeitsleuten ab4 ,der ,hauptsache nach waren also diese italienischen ,bauleute bei der ,ausfhrung der ,arbeiten des ,maurers und des ,steinmetzen ttig2 besonders lehrreich erscheint es1 wenn ihnen ,vorschriften nicht nur fr die ,behandlung der ,hausteine1 sondern auch des ,ziegelverbandes nach verschiedenen ,systemen gegeben werden2 es wird bereits ,blockverband1 gotischer ,verband1 ,luferverband1 ,mauern mit lauter ,kpfen u4 dgl4 beschrieben4 ,sicher der beste ,beweis dafr1 da der ,backsteinbau technisch vllig ausgebildet war4 ,den ,commaciner ,meistern wird nachher aber auch andere ,arbeit bertragen2 schlielich ist das gesamte ,bauwesen mit ,einschlu der ,zimmer-1 ,tischler-1 selbst ,stuck- und ,ofenarbeit ihnen berwiesen4 ,es ist hieraus zu schlieen1 da sich inzwischen die langobardischen ,zimmerleute ihnen zugesellten oder gemeinsam mit ihnen wirkten1 wie denn #gci ein ,langobarde1 ,rodpertu1 als ,magister ,commacinus erwhnt wird4 ,ihr ,ruf geht dann ins ,weite2 selbst bis nach ,england werden sie gesandt4 ,sidenote3 ueres der ,kirchen ,sidenote3 ,pavia1 ,s4 ,michele ,von allen gepriesenen bedeutsamen baulichen ,schpfungen der ,langobardenknige bis auf die des letzten1 ,desiderius1 im ,einzelnen zu sprechen lohnt sich hier nicht1 da sie lngst verschwunden sind4 ,vielleicht war der wichtigste kirchliche ,bau der ,dom ,s4 ,michele in ihrer ,hauptstadt ,pavia1 -- leider #ibd durch die ,ungarn eingeschert4 ,dieses sicherlich von ,anfang an groartige ,werk wurde seit #ajbd neu aufgebaut1 aber erst #aaee vollendet1 obwohl es inzwischen schon zu vielerlei ,feierlichkeit diente4 ,es ist eine der im ueren phantastischsten und wildesten ,kirchen aus jener ,zeit2 die ,portale berdeckt wie mit ,schnitzerei von oben bis unten1 neben ihnen die ,flchen der ,mauern mit ,friesen von eigentmlichen und mrchenhaften ,gestalten1 von ,tieren und ,ungeheuern durchzogen1 hchst merkwrdigen ,eindrucks2 -- echt nordische ,erfindungen1 wie sie uns seit dem #aa4 ,jahrhundert viel in ,deutschland begegnen2 in ,italien auch in ,spoleto an einem hnlichen spten ,langobardenbau4 ,es ist daher wohl anzunehmen1 da hier in der im #aa4 ,jahrhundert wieder aufgebauten ,hauptkirche des ,langobardenreiches doch eine ,erinnerung an die hundert ,jahre frher zerstrte erste ,kirche lebendig geblieben ist1 an der die altlangobardische ,kunst sich in hnlicher phantastischer ,verzierung des ueren ergangen haben mag4 ,besttigt wird dies durch verwandte ,bauwerke frherer ,zeit1 so spanische1 die in eben solcher ,weise an den ,flchen neben den ,portalen beliebige bildhauerische ,teile regellos1 ja wild1 nur einem malerischen ,schmuckbedrfnisse folgend1 eingestreut zeigen4 ,noch lange hielt sich dort zu ,lande diese urnordische ,zierweise an kirchlichen ,bauwerken1 die an der ,klosterkirche zu ,poblet 7#ab4 ,jahrhundert87 vielleicht zum letzten ,male auftritt1 aber schon an der ,westfront von ,s4 ,juan ,bautista in ,baos 7#ffa7 wie an ,s4 ,pablo zu ,barcelona angedeutet erscheint4 ,in ,hirsau am letzten brig gebliebenen ,turme der ,aureliuskirche finden wir wildes ,gewrm1 ,lwen und ,bren und andere ,ausgeburten finster-nordischer ,phantasie ebenfalls im ,friese um den ,krper des ,bauwerks oberhalb des ersten ,gesimses herumkriechen2 am ,dome zu ,worms -- selbst an dem zu ,schleswig und dem zu ,wien -- stehen mehrere lteste tragende ,pfeilerteile auf allerlei ,ungeheuern urweltlichster ,gestaltung1 kurz -- es mu hochnordische ,art sein1 die im ,neubau der ,michelskirche zu ,pavia neu hervordringt1 noch jahrhundertelang im germanischen ,volke auch nach verlorener staatlicher ,selbstndigkeit lebendig geblieben4 ,in mancher anderen ,hinsicht mssen wir uns leider ebenfalls an die ,werke der folgenden ,zeiten halten1 so1 wenn wir uns vorstellen wollen1 in welcher ,weise die ,kirchen der alten ,langobarden im ,innern ausgestaltet waren4 ,sidenote3 ,innere ,anordnung ,was die allgemeine ,anordnung betrifft1 so wird diese nichts ,eigentmliches geboten1 sich vielmehr an das bliche norditalienische ,basilikenschema ohne ,querschiff angelehnt haben4 ,denn das ergeben zahlreiche langobardische ,kirchen1 wenn auch nicht im ,original1 doch sichtlich spter ganz auf demselben ,grundrisse oder unter ,beibehaltung der unteren ,teile des ,gebudes neu aufgebaut4 ,die groen ,basiliken zu ,torcello1 ,grado1 ,aquileja und ,parenzo haben die alte ,grundgestalt auch zum ,teil in den ,mauern treu bewahrt2 die ,ausstattung dagegen ist allerdings entweder gendert oder doch wenigstens erneuert4 ,illustration3 ,,xxiv ,abb4 #id4 ,cividale4 ,museum4 ,brstungsplatte4 ,illustration3 ,abb4 #if4 ,ravenna4 ,s4 ,apollinare in ,classe4 ,ziborium des ,h4 ,eleucadius4 ,sidenote3 ,schranken ,es gibt aber ,anhaltspunkte fr das in der inneren ,anordnung den ,langobarden ,eigentmliche4 ,vor allem sind heute noch zahllose rechteckige ,ornamentplatten aus dem #g4 bis #i4 ,jahrhundert vorhanden1 die die vollste ,pracht langobardischer ,zierkunst1 ,flechtornament und hnlich stilisierte1 selbst bildliche ,darstellungen aufweisen1 sich aber nicht mehr an der ,stelle befinden1 fr die sie gearbeitet waren4 ,gar oft werden sie erst aus dem ,untergrunde wieder heraus gefrdert1 wo sie als ,plattenboden mit ,fen getreten wurden2 oft aus ,mauerwerk1 wo sie als ,quadern benutzt waren4 ,offenbar bildeten diese ,platten meistens die ,brstungen von ,schranken1 auf oder zwischen denen ,sulen gestanden hatten1 eine schon frher fters berhrte ,anordnung1 die1 wie es scheint1 in der ,zeit germanischer ,herrschaft nicht nur in ,italien blich war1 und wovon hie und da sich wenigstens eine jngere ,kopie gerettet hat4 ,es waren dies hauptschlich solche ,schranken1 die in den ,basiliken jener ,zeit das ,heilige fr die ,priester1 auch den ,chor der ,psalmodierenden von dem ,laienraume schieden1 einen geweihten ,raum vor dem ,altar1 oft von erheblicher ,gre1 aus dem ,kirchenraum herausschneidend4 ,der ,regel nach bestanden die ,abgrenzungen aus einer ,sulenstellung quer durch die ganze ,kirche1 unter oder zwischen der sich meist eine ,steinbrstung erhob1 inmitten den ,eingang freilassend2 ausnahmsweise findet man nur eine hohe ,brstung ohne ,sulen ins ,mittelschiff der ,kirche eingebaut1 an ihren ,seiten die ,ambonen fr ,epistel- und ,evangeliumverlesung tragend4 ,so heute noch in ,s4 ,clemente in ,rom4 ,im germanischen ,norden ,italiens trug diese ,schranke ausnahmslos ,sulen oder ,pfeiler1 auf denen ein stattlicher ,balken#cg quer durch das ,mittelschiff lagerte2 auf ihm stand mitten ein groes ,triumphkreuz1 daneben ,leuchter und ,reliquien1 an ihm hingen gestiftete ,lampen4 ,im ,dome zu ,torcello haben wir hiervon ein schnes ,beispiel1 freilich wohl im #aa4 ,jahrhundert ganz erneuert1 doch die ursprngliche ,anordnung sicher ziemlich unverndert zeigend4 ,in ,aquileja im ,dom hat man die alten ,schranken1 die einem ,neubau des ,altarvorraumes oberhalb der ,krypta im #af4 ,jahrhundert ,platz machen muten1 ins sdliche ,querschiff verbannt und ihrer ,sulenstellung beraubt1 von der nur noch die ,fe vorhanden sind2 auch in den ,resten ein prachtvolles ,werk dieser ,art 7s4 ,abb4 #cg1 ,tafel ,,xiii71 das so oberhalb der ,krypta aufgebaut gewesen sein mag1 wie es die ,schranken im ,markusdom zu ,venedig heute noch sind4 ,erhalten und1 wie sie ist und steht1 aus dem #h4 ,jahrhundert stammend1 ist allein die ganz einfache aber schne ,marmorschranke im ,oratorium der ,peltrudis zu ,cividale1 die1 ohne jeden anderen ,schmuck als den einfacher ,profile1 auf zwei mittleren ,pfeilern mit ,kapitellen den ,querbalken noch heute trgt 7,abb4 #aje74 ,andere ,reste1 insbesondere ,platten mit reichem ,flechtwerk1 ,verschlingungen1 ,korbbodenornamentik und hnlichem schnen ,zierat geschmckt1 gibt es sonst in ,italien zahllose2 genannt seien nur solche in ,cividale 7,s4 ,m4 in ,valle1 ,dom und ,museum ,abb4 #id1 ,tafel ,,xxiv71 ,como 7,s4 ,abbondio71 ,monza 7,dom71 ,venedig 7,s4 ,marco71 in den ,museen zu ,torcello1 ,verona1 ,vicenza1 ,brescia1 ,mailand1 ,ferrara1 dem ,baptisterium in ,albenga1 den ,domen zu ,modena und ,spoleto1 ,orvieto1 ,assisi 7,s4 ,m4 degli ,angeli71 ,nepi 7,st4 ,elia71 im ,baptisterium in ,ferentillo und sogar in ,rom in vielen ,kirchen1 so vor allem in ,s4 ,maria in ,trastevere1 ,s4 ,giovanni in ,laterano1 ,s4 ,agnese und ,s4 ,lorenzo f4 l4 mura1 ,s4 ,sabina und sonst an zahlreichen ,orten4 ,offenbar ist im ,sden dies alles langobardischer ,import1 schon in ,etrurien aber1 besonders im altlangobardischen ,herzogtum ,spoleto1 das ,ergebnis ihrer ,herrschaft4 ,auch ,fensterplatten dieser ,art treten auf 7,abb4 #ie74 ,illustration3 ,abb4 #ie4 ,aquileja4 ,fensterplatte4 ,sidenote3 ,ziborien ,fernere besondere ,eigentmlichkeiten der langobardischen ,kirchenausstattung bilden die zahlreichen ,ziborien1 ,tempelchen1 mit denen man besonders ihre ,altre zu berdecken liebte4 ,wenige davon sind noch ganz oder einigermaen vollstndig1 von den meisten sind nur ,bruchstcke brig4 ,sidenote3 ,ravenna ,das beste dieser ,art ist unzweifelhaft das in ,s4 ,apollinare in ,classe bei ,ravenna1 das ein ,presbyter ,petrus zwischen #hjf und #haf ber dem ,altar von ,s4 ,eleucadius im linken ,seitenschiffe errichtete4 ,vielleicht ist es auch spter hierher versetzt4 ,wahrscheinlich fehlt daran das eigentliche ,dach1 das pyramidenfrmig das kleine ,bauwerk bekrnt haben drfte4 ,sonst aber bietet es uns den schnen ,anblick einer wohlerhaltenen gleichmig durchgefhrten langobardischen dekorativen ,architektur 7,abb4 #if1 ,tafel ,,xxiv71 die ,bgen mit ,flechtwerk bedeckt1 die ,zwickel mit ,weinranken in jener eigenartigen langobardischen ,stilisierung gefllt1 der wir oft begegnen1 in der die ,traubenbeeren in eine umrahmte ,herzform eingeschlossen1 die ,bltter eigentmlich geschlitzt sind1 wie das frher schon beschrieben ist 7vgl4 ,abb4 #ge74 ,die anderen ,seiten sind anmutig variiert1 die ,zwickel mit ,pfauen1 ,tauben oder ,vasen gefllt4 ,die vier ,kapitelle der ,sulen sind ins ,holzmige bersetzte korinthische fast von ,wrfelform1 die ,schfte oben spiralfrmig gedreht1 was die ,germanen aus der sptesten ,antike als ihnen aus der ,holzkunst vertraut gerne bernahmen2 das untere ,drittel ist gerade gerippt1 die ,sulen entbehren der ,basen4 ,illustration3 ,,xxv ,abb4 #ig4 ,cividale4 ,baptisterium im ,dom4 ,die ,bgen sind schwach stichbogig4 ,das ganze ist von groer ,anmut und reich und fein in der ,wirkung2 es stammt aus der ersten ,zeit nach dem ,untergange der langobardischen ,selbstndigkeit1 die von ihrer ,kunst berlebt wurde4 ,der ,rest eines lteren hnlichen1 an dem nur die ,seiten spitzgieblig geschlossen waren1 steht nahe dabei 7s4 ,abb4 #da74 ,sidenote3 ,valpolicella ,ein berhmtes hnliches ,altarziborium war einst in ,s4 ,giorgio in ,valpolicella bei ,verona1 auf dessen einer ,sule steht3 ,ursus magester cum discepolis suis 44444 edificavet hanc civorium4 ,es stammt von #gab und ist unter ,knig ,liutprant gemacht4 ,ein anderes in ,ferentillo bei ,spoleto ist merkwrdigerweise ebenfalls bezeichnet3 ,ursus magester fecit -- auf der anderen ,seite liest man1 da ,hilderich ,dragileopa 7,herzog von ,spoleto1 #gci7 den ,altar dem hl4 ,petrus gestiftet habe4 ,hier haben wir also zweimal einen ,knstlernamen aus langobardischer ,zeit1 freilich scheinbar lateinisch1 doch vermutlich einen ,langobarden bezeichnend#ch1 keinesfalls einen ,griechen wie andere meinen1 die alle diese ,werke griechischen ,knstlern zuschreiben wollen4 ,wie bemerkt ist es aber erstaunlich genug1 wie in mancher dieser ,aufbauten bereits die ,form der frhgotischen ,wimperge des ,endes des #ab4 ,jahrhunderts deutlich gegeben ist mit ,krabben und spitzen ,giebeln 7,abb4 #da71 wie sich auch sonst fr manche ,form der ,kunst des ,mittelalters hier die ,quelle finden lt4 ,gleichartige ,werke1 stets von derselben ,verzierungsweise1 deren ,datierung ins #h4 ,jahrhundert vllig feststeht1 die uns also widerspruchslos beweisen1 da diese ,kunstart eine wirklich bei den alten ,langobarden blhende und von ihnen gepflegte war1 gibt es in ,bruchstcken noch genug1 so zu ,grado1 ,cattaro1 ,bagnacavallo1 ,bologna1 selbst bei ,rom 7,porto7 -- und wenigstens im ,sulenunterbau noch am ,orte erhalten1 im ,oberbau am ,schlusse des #ab4 ,jahrhunderts aber in ,stuck erneuert und umgestaltet1 das in ,s4 ,ambrogio zu ,mailand1 von stattlichsten ,verhltnissen4 ,sidenote3 ,cividale1 ,baptisterium im ,dom ,ein besonders bemerkenswertes ,werk hnlichen ,aufbaus1 doch anderen ,zweckes1 finden wir im ,dom von ,cividale im ,friaul4 ,es ist der letzte ,rest der alten achteckigen ,taufkapelle1 wie man solche in jenen ,zeiten gerne direkt vor dem ,westeingange der ,hauptkirchen erbaute4 ,man hat jetzt die ,fundamente des achteckigen ,baues vor der ,haupttre des ,doms gefunden2 hnlich war es in ,torcello und ,aquileja gewesen4 ,aus jener ,taufkapelle nun hat man im #ae4 ,jahrhundert die ,hauptsache in den damals erneuerten ,dom bertragen3 das ganze achteckige vertiefte ,taufbecken mit einem rundbogigen ,sulenberbau1 einem kleinen ,tempel ber dem ,immersionsbecken4 ,auf acht glatten ,sulen mit reichen ,kapitellen1 die den korinthischen nachgebildet doch stark grzisieren1 ruhen die acht ,rundbgen mit schn skulpierten ,flchen und ,zwickeln 7,abb4 #ig1 ,tafel ,,xxv74 ,recht eigentlich langobardische ,werke1 die ,bgen mit eigentmlich gekerbtem ,rankenwerke bedeckt1 die ,dreiecke mit ,hirschen1 ,drachen1 ,pfauen1 ,tauben und hnlichem gefllt1 alles ,lebendige freilich noch kindlich ungeschickt dargestellt1 doch trefflich in die ,flche gepat und ausgezeichnet wirkend4 ,oben ringsum luft die ,inschrift1 besagend1 da ,patriarch ,calixtus unter ,knig ,liutprant 7also um #gdj7 dies ,baptisterium errichtet habe4 ,gesimse und ,pyramide fehlen4 ,die ,sulen ruhen auf ,schranken1 die1 meist erneuert1 doch noch zwei schne alte ,brstungsfelder zeigen4 ,zwei andere ,seiten sind offen fr den ,eintritt4 ,inmitten befindet sich das in ,stufen sich vertiefende ,taufbecken4 ,von den geschmckten ,brstungen besteht die eine 7,abb4 #ih1 ,tafel ,,xxvi7 aus zwei ,stcken1 die anderswoher1 jedenfalls von einer ,chor- oder ,altarschranke entnommen sind2 darauf ein ,stck einer reichen ,rose und vier quadratischen ,feldern oder ,kassetten mit einem breiten ,flechtfries darber1 von denen die unteren zwei verstmmelt sind1 die oberen aber noch die ,symbole der ,evangelisten ,lukas und ,johannes enthalten1 den geflgelten ,stier und den ,adler1 beide sehr kindlich dargestellt1 der ,stier im ,profil1 doch mit je zwei ,augen1 ,hrnern und ,ohren4 ,um die ,kassetten ein schmales ,flechtband4 ,das andere ,schrankenfeld 7,abb4 #ii1 ,tafel ,,xxvi7 ist aber hierher gehrig1 obwohl dem ,tauftempel etwas spter hinzugefgt1 denn in der ,mitte luft ein ,band mit der ,inschrift3 ,hoc tibi restituit ,sicuald ,baptesta ,johannes3 also vom ,patriarchen ,sigwald 7#gfb-gf7 restituiert81 vielleicht bei einem baulichen ,schaden nachgefgt4 ,der ,ausdruck3 fr ,johannes den ,tufer sagt zweifellos1 da dies ,stck fr das ,baptisterium bestimmt war1 nicht wo andersher entnommen wurde4 ,das ,brstungsfeld1 sicher genau von derselben ,hand stammend1 wie das zerhauene andere1 von dem die ,rede war1 enthlt in vier von ,efeuranken umgebenen ,kreisen die vier ,evangelistensymbole nicht minder ungewandt dargestellt1 inmitten quer jenes ,inschriftband oder besser den ,querbalken1 genau wie er in den ,kirchen ber der ,schranke vor dem ,heiligen herzog1 darauf stehend ein ,kreuz zwischen zwei ,leuchtern und ,palmen1 ganz unten zwei ,greifen unter ,trauben fressenden ,tauben zu beiden ,seiten eines ,baumes1 dessen ,bltter oben in ,tierkpfe auslaufen1 eine ,gestaltung1 die auch an der verstmmelten ,kassettenplatte auftritt4 ,illustration3 ,,xxvi ,abb4 #ih u4 #ii4 ,cividale4 ,brstungen am ,baptisterium im ,dom4 ,diese bildhauerischen ,werke zeigen uns den originalsten langobardischen ,ornamentstil auf der ,hhe klarer ,entwicklung1 zugleich die deutlichste bertragung einer ausgebildeten ,holzschnitztechnik4 ,abgesehen von der mangelhaften ,behandlung des ,figrlichen1 die sichtlich in gnzlicher ,ungebtheit ihren ,grund findet1 aber auch beweist1 da diese ,arbeiten nicht von ,italienern noch ,griechen angefertigt sein knnen1 ist die ,durchfhrung von meisterhafter ,sicherheit1 -- meisterhaft allerdings nur im ,sinne eines trefflich gehandhabten ,kunsthandwerks4 ,das knstlerische ,gewicht der ,arbeit ist denn auf die geschickte ,verteilung des ,schmuckes gelegt1 etwa nach den ,gesetzen der ,teppichkomposition in der einfachen ,technik des ,aufgrundsetzens und der ,herstellung und ,ausfhrung des ,details durch bloe vertiefte ,linienzeichnung4 ,ein vllig ,gegenstzliches gegen das antike ,relief mit seiner vollstndigen ,durchbildung des ,krperlichen4 ,freilich hat das auf diese feinste klassische ,reliefkunst der ,antike und der ,renaissance gestimmte ,auge des ,italieners kein ,verstndnis1 ja kein ,gefhl fr solch eigenartige ihrerseits besonderen ,reizes nicht entbehrende1 wenn auch noch in den ,kinderschuhen der ,figurenbildung steckende ,kunstweise des ,nordlnders4 ,dies ,cividale1 die alte ,hauptstadt des langobardischen ,herzogtums ,friaul1 ist berhaupt reich an ,resten von knstlerischen ,werken der alten ,langobardenzeit4 ,hier hausten seit ,herzog ,gisulf1 dem ,neffen ,alboins1 dem dieser ,knig die ,rckendeckung und ,grenzwacht mit einer ,schar auserlesener ,krieger anvertraute1 langobardische ,frsten bis zuletzt1 aus deren ,stamm selbst ,knige hervorgingen1 wie ,ratchis1 der ,sohn des wackeren ,herzogs ,pemmo4 ,die alte rmische ,stadt1 prchtig gelegen auf dem steilen ,felsufer des ,natisone1 hat die ,erinnerung an die norddeutschen ,eroberer ,italiens wohl am strksten bewahrt in vielen ,grbern und ,kirchhfen1 ,kirchenschtzen und ,ausstattungen1 zahllosen ,bruchstcken1 ja selbst einem wohlerhaltenen ,gebude1 dem einzigen seiner ,art1 zugleich mancher alten nordischen ,sitte1 die im ,volke noch lebt4 ,nicht allzulange ist es her1 da der jhrliche ,wanderzug der deutschen ,kaufleute1 die von alters ber die ,alpen kamen und hier ,messe hielten1 aufgehrt hat4 ,sidenote3 ,pemmo-,altar ,dem ,herzog ,pemmo hat denn auch sein frommer ,sohn1 ,knig ,ratchis 7#gdd-di7 ein monumentales ,andenken geweiht in der ,martinskirche gleich jenseits der gewaltig khnen ,brcke ber den brandenden ,flu4 ,einen aus vier ,steinplatten zusammengestellten sarkophaghnlichen ,altar1 dessen ,seiten auf das reichste mit bildhauerischem ,schmuck1 und zwar auf der ,vorder- und den beiden ,nebenseiten mit figrlichem bedeckt sind4 ,er ist ja nicht eben von klassischer ,schnheit1 dieser ,altar2 vielmehr wie stets bei den alten ,langobarden noch von kindlicher ,naivett4 ,die ,vorderseite des ,altars 7,abb4 #ajj1 ,tafel ,,xxvii7 stellt ,christus zwischen zwei ,engeln dar1 unbrtig1 in einer mandelfrmigen ,glorie1 gehalten von vier ,engeln2 die rechte ,seite die ,anbetung der ,knige1 die linke die ,heimsuchung ,mari4 ,auf der ,rckseite ein ,kreuz und ein kleines eingelassenes ,schrnkchen fr heilige ,gefe 7,abb4 #aja1 ,tafel ,,xxvii74 ,der ,stil der ganzen ,darstellungen ist der bekannte3 alles ist flach auf ,grund gesetzt1 die ,ausgestaltung in vertieften ,linien eingegraben1 ohne jedes eigentliche ,relief1 wie in ein glattes ,brett eingekerbt4 ,und doch von ,reiz und knstlerischer ,schnheit1 wenn auch die ,zeichnung der ,figuren noch kindlich1 anfngerhaft roh ist und von grter ,unvollkommenheit in den ,verhltnissen4 ,die ,arme der ,engel sind teilweise so gro wie ihr ganzer ,leib2 die ,kpfe von hlicher ,birnenform1 alles ,detail nur in ,linien angegeben1 so wie es ein in solchen ,dingen gnzlich ,ungebter eben fertig bringt1 dem noch nicht die ,augen aufgegangen sind fr die doch auch in jenen ,gegenden nicht ganz fehlende ,schnheit der antiken ,kunst4 ,aber bei alledem ist auch hier wieder die ausgeprgte uralte bung des ,flachschnittes berall hervortretend und anzuerkennen1 hervorragend in trefflicher ,flcheneinteilung und teppichartiger ,wirkung1 die gegenber der ,roheit der ,figurenzeichnung als schlechthin vollkommen zu bezeichnen ist4 ,der kunstsinnige ,italiener entrstet sich wohl ber die ,khnheit dieser armen ,teufel1 die ja fters das ,ornament mit ziemlicher ,anmut zu behandeln wuten1 die1 wenn sie ,tiere darstellten1 schon den ,gipfel der ,barbarei erstiegen -- aber jede ,gelegenheit sich an der ,darstellung menschlicher ,gestalten zu versndigen1 htten wie die ,pest fliehen sollen 444 ,man kann sich vorstellen1 was aus solchen ,hnden hervorgehen mute4 ,wenn die ,roheit der ,zeit solche ,elendigkeiten nicht erklrte1 mte man sie fr plumpe ,karikaturen halten1 ,schreckbilder wie sie die ,gassenjungen auf frisch geweite ,wnde zu schmieren pflegen48 ,so urteilt ,cattaneo1 der freilich jede ,schnheit anderer ,art1 die sich da doch zeigt und die er nicht zu leugnen vermag1 ebenso rasch den ,barbaren abspricht und sie seinen ,landsleuten oder lieber noch griechischen ,knstlern zuschreibt1 ohne dafr ,verstndnis zu haben1 da jener ,zeit und jener germanischen ,kunst auch die ,vorzge ihrer ,fehler eigen sind4 ,nirgends kann man dabei klarer sehen1 als hier1 da es sich um eine uralt gewohnte und gepflegte ,kunstbung handelt1 der ,ornament und ,flchenschmuck auf das beste vertraut war4 ,so werden auch die dargestellten menschlichen ,gestalten nur als reine ,ornamente1 ,flchenausfllungen zu wrdigen sein2 jeder ,begriff dafr1 da solche ,bildungen ihre besonderen ,gesetze der ,anatomie und eigene ,ansprche an die ,zeichnung aufzuerlegen berechtigt sind1 mangelt noch gnzlich4 ,unbekmmert darum verteilt man sie auf die zur ,verfgung stehenden ,flchen und meint alles getan zu haben1 wenn der ,sinn der ,darstellung erkennbar ist4 ,aber das ist noch zu beachten3 berall zeigen ,vertiefungen an1 da einst farbige ,steine und dergleichen in den ,stein eingelegt waren1 besonders in die ,augen -- auch berall auf den ,flgeln der ,engel1 die von ,augen berst sind -- und es ist anzunehmen1 da der ganze ,altar einst farbig bemalt war2 dann prsentierten sich seine ,flchen ungefhr wie reichfarbige schn eingeteilte ,teppiche und waren sicher von eigenartiger und vornehmer ,wirkung4 ,illustration3 ,,xxvii ,abb4 #ajj u4 #aja4 ,cividale4 ,pemmoaltar4 ,sidenote3 ,patriarchensthle ,auch einen alten marmornen ,patriarchenstuhl aus jener ,zeit birgt die ,kathedrale1 bemerkenswert wegen der charakteristischen eichelartigen ,spitzen und der ,hufeisenbgen der ,seiten 7s4 ,abb4 #ga72 die zwei ,flanken eines viel reicher geschmckten liegen in der kleinen ,kirche ,s4 ,maria in ,valle1 heute zu einem ,sarkophage zusammengestellt2 ihre ,auenflchen sind mit reichstem ,flachornament der bekannten ,art bedeckt1 oben wieder die bezeichnenden ,eicheln4 ,ein anderer reicher ,bischofstuhl schmckt die ,tiefe der ,apsis im ,dom zu ,grado1 mit schnen ,sulen an den ,ecken und einer ,art ,dach darber1 doch offenbar aus ,resten einstiger ,schranken zusammengesetzt4 ,wann1 ob schon in langobardischer ,zeit1 lt sich nicht wohl entscheiden4 ,alte steinerne ,sitze findet man noch an anderen ,stellen1 so hoch aufgebaut zwischen den ,bnken der ,kirchenltesten im ,dom zu ,torcello1 mit ,lwen als ,lehnen in ,s4 ,ambrogio zu ,mailand4 ,sidenote3 ,ambonen ,von ,kanzeln oder ,ambonen der ,langobarden ist nicht viel anderes als ,bruchstcke erhalten1 meist ,reste der flachgebogenen ,brstung2 so in ,grado1 in ,ravenna1 ,ancona und an vielen anderen ,orten4 ,meist sind ihre ,flchen einfach in regelmige kassettenartige ,felder geteilt1 diese wohl von ,flechtwerk umfat oder durchzogen2 manchmal auch noch von ,halbsulen mit ,bgen und ,giebeln darber durchschnitten nach der ,art des in ,s4 ,teodoro in ,ravenna vorhandenen1 so in ,ancona4 ,ein sehr alter ,ambo befindet sich in ,s4 ,giovanni e ,paolo in ,ravenna1 inschriftlich errichtet durch einen ,hauptmann der kaiserlichen ,garde1 ,adeodat#ci1 im ,jahre #eig4 ,seine gebogene ,brstung ist in lauter kleine ,vierecke geteilt1 die ,tiere und ,vgel enthalten2 alles in bekannter ,flachtechnik4 ,die ,ambonen scheinen um jene ,zeit oft auf einem niedrigen geschlossenen ,unterbau geruht zu haben4 ,ein sehr schnes ,relief in ,dreieckform mit einem ,pfau in ,umrahmung im ,museum zu ,brescia drfte als ,wange der ,treppe eines solchen ,ambos zu deuten sein4 ,sidenote3 ,sarkophage ,von sonstigen ,resten der ,ausstattung der langobardischen ,kirchen ist nicht viel mehr zu berichten2 vielleicht ist noch mancher ,sarkophage zu gedenken1 die im ganz gleichen ,stile wie die ,schranken ihre ,seiten geschmckt zeigen2 darauf oft ,sterne und ,rder1 meist ,kreuze und sonstige ,symbole1 ringsum ,flechtfriese oder ,rahmen von ,ornamenten2 alles wieder in flachster ,behandlung4 ,so der schne ,sarkophag in der ,kathedrale zu ,murano und der der ,theodata im ,museum ,malaspina zu ,pavia1 letzterer offenbar zeitlich zu den oben besprochenen gleichartigen ,skulpturen zu ,cividale gehrig4 ,sidenote3 ,brunnenmndungen ,vielleicht auch kommen hier noch die fters vorkommenden ,brunnenmndungen in ,betracht1 wohl meist aus ,kreuzgngen1 wie eine prchtige ,arbeit im ,garten von ,s4 ,giovanni im ,lateran zu ,rom2 unten sieht man unter einem ,flechtbande ,kreuze und ,palmen1 oben eine kleine ,arkade mit ,giebelkrabben1 ,tauben und ,kreuze enthaltend1 das ,ganze vom echtesten langobardischen ,typus2 offenbar ,import aus dem ,norden4 ,in ,venedig sieht man hnliche ,formen hufiger4 ,die ,fenster hatten wohl meistens eine ,ausfllung mit durchbrochenen ,steinplatten4 ,die langobardischen sind besonders reich und schn1 im ,gegensatz zu den sonstigen altchristlichen der ,italiener und ,griechen1 die der ,regel nach nur runde ffnungen nebeneinander enthalten4 ,die ,sophienkirche in ,konstantinopel hat an dieser ,stelle auch richtige gekreuzte steinerne ,fenstersprossen4 ,aber reiche und kunstvolle ,ausschmckung und ,einteilung war den ,germanen vorbehalten4 ,in ,grado1 ,aquileja1 ,venedig und an anderen ,orten finden wir schne ,muster1 darunter auch solche in rein nordischem ,flechtwerk 7,abb4 #ie71 andere schon in bestimmten ,mawerkformen1 die bereits den spteren mittelalterlichen ,mawerkfenstern im ,gedanken nicht fernstehen1 insbesondere wenn sie kleine ,fensterarkaden enthalten4 ,sidenote3 ,trflgel ,von ,holzarbeiten drfte einzig der ,rest einer sptlangobardischen ,flgeltre in ,parma 7,museum71 bezeichnet als ,porte di ,san ,bertoldo1 die von ,s4 ,alessandro stammen1 noch brig sein 7s4 ,abb4 #fc72 die ,rahmen und je drei quadratische ,fllungen sind reich flachgeschnitzt1 ,weinranken1 in denen allerlei ,getier1 ,hirsche1 ,pferde1 ,bren1 ,pfauen sich tummelt4 ,da diese ,kirche #hce erst erbaut ist1 so werden die ,trflgel nicht wohl lter sein4 ,ein wenig ,orient mag in ihre ,formen hinein spielen2 aber die ,technik1 wie die einfach gekerbten ,rnder und ,schmiegen sind gut langobardisch4 ,gegenber den berhmten uralten ,holztren von ,sta4 ,sabina in ,rom1 nur einer ,nachahmung hnlicher sptrmischer ,erzwerke1 zeigt sich hier der ausgeprgteste ,holzstil1 rein zimmermanns- oder tischlermige ,behandlung4 ,von vollstndigen ,bauwerken aus der ,langobardenzeit ist leider sehr wenig brig1 weil die alten ,kirchen durch ,verwstung und ,neubau gar zuviel gelitten haben1 von ,palsten sich selbst nicht einmal eine ,spur mehr erhielt4 ,sidenote3 ,bologna1 ,s4 ,steffano ,in ,bologna haben wir in dem bekannten ,kirchenkomplex von ,s4 ,sepolcro oder ,s4 ,steffano1 auch ,kloster ,gerusalemme genannt1 eine uralte ,baugruppe1 die von ,knig ,liutprant und seinem ,neffen1 spteren ,mitregenten1 ,hildiprant1 nach allerlei ,unbilden grndlich hergestellt wurde4 ,von ihnen zeugt noch das heute im ,hofe stehende ,marmorbecken mit langer ,inschrift1 in der die beiden ,knige zur ,ehre des heiligen ,ortes ihre ,geschenke darbringen und dem fluchen1 der sie mindere4 ,die bauliche ,anlage besteht heute aus vier eng zusammengebauten ,kirchen und zwei ,hfen1 die nach einer gewaltigen ,verwstung durch die ,ungarn #ijc und einem groen ,umbau von #aada in der ,hauptsache aus letzterer ,zeit herrhren werden1 obwohl die ganze ,gruppe in der ersten ,anlage noch in die altchristliche ,zeit zurckragt4 ,illustration3 ,,xxviii ,abb4 #ajb4 ,bologna4 ,s4 ,steffano4 ,hofansicht des ,baptisteriums4 7,phot4 ,emilia4 ,bologna47 ,reste aller frheren ,bauzeiten jedoch sind in dem ,baukomplexe vorhanden1 auch langobardische4 ,es ist wahrscheinlich1 da um ,liutprants ,zeit die ,mitte des ,ganzen eine ,basilika einnahm1 deren stliche ,apsis von hufeisenfrmigem ,grundrisse noch vorhanden ist1 von der aber ein ,teil nach ,westen zu spter 7#aada7 abgebrochen wurde1 um dem ,hofe ,platz zu machen1 der heute ,hof des ,pilatus heit4 ,vor seinem ,westportal stand1 wie so oft1 das ,baptisterium1 das heute noch teilweise vorhanden ist4 ,nach ,norden lehnte sich die ,kirche ,s4 ,pietro e ,paolo an1 in ihrer jetzigen ,form aus romanischer ,zeit4 ,der zwlfeckige ,bau des ursprnglichen ,baptisteriums1 heute ,s4 ,sepolcro1 enthlt noch allerlei antik-rmische ,teile1 ,sulen1 ,kapitelle sowie langobardische4 ,obwohl spter als lombardisch-romanischer ,bau groenteils neu errichtet trgt er entschieden noch altlangobardische ,tradition auch in seinen jngeren ,teilen zur ,schau4 ,seine ,ostseite ist in reichster ,weise farbig musivisch geziert mit ,mustern in ,backstein1 farbigem ,steinwerk1 ,marmor u4 dgl41 doch nur in der unteren ,hlfte1 was leicht erkennen lt1 da der obere1 viel nchternere ,teil im #ab4 ,jahrhundert ganz neu aufgesetzt ist1 da auch die ,pilaster und ,halbsulen an den ,ecken erst um jene ,zeit angefgt sein knnen4 ,so halte ich diese untere so ungemein originelle bunte ,wand 7,abb4 #ajb1 ,tafel ,,xxviii7 fr einen charakteristischen wirklichen ,rest der ,langobardenzeit1 wohl des #h4 ,jahrhunderts2 sie ist berhaupt1 wie auch die ,westseite1 neuerdings erst von den verdeckenden ,bauten des #ab4 ,jahrhunderts freigelegt1 zu denen sie im ,grundrisse recht wenig pate2 freilich mu sie zur ,zeit des ersten groen ,umbaues1 doch vor der ,erbauung des ,pilatushofes1 schon einmal grndlich hergestellt sein4 ,auch hat man damals mit ganz hnlicher musivischer ,dekoration verschiedene jngere ,teile des ,bauwerks geschmckt1 so die ,westseite des ,baptisteriums1 auch die ,westfront von ,s4 ,pietro e ,paolo und selbst einige ,teile im ,kreuzgange4 ,doch nur in ,nachahmung der alten ,teile2 denn eine hnliche ,verzierungsweise sucht man in jener spteren ,zeit in ,italien sonst vergeblich4 ,freilich ist in diesem ,lande im ganzen ,mittelalter die ,freude an bunter ,flchenverzierung sehr gro gewesen1 auch bei den ,normannen in ,sizilien2 die ,kosmaten im #ab4_/ac4 ,jahrhundert sind gleichfalls ,zeugen dafr4 ,aber gerade die charakteristischste ,flchendekoration1 die an der ,ostseite von ,s4 ,sepolcro erscheint1 mit ihrer teppichmigen ,planlosigkeit1 ,friese1 ,runde1 ,dreiecke1 bereckstehende ,quadrate und hnliche ,figuren hufend1 ist im ,charakter am nchsten stehend der in ,frankreich so weit verbreiteten merowingischen heiterprchtigen und doch naiven ,wand- und ,flchenbehandlung1 wie sie z4 ,b4 am ,rmerturm zu ,kln am frischesten auftritt4 ,daher1 mag auch im #aa4 oder #ab4 ,jahrhundert hier die bunte ,flche grndlich ausgebessert und hie und da verndert1 mag auch damals hnlicher ,schmuck an den anderen ,teilen des ,klosters neu angebracht sein1 alles spricht dafr1 da diese reichfarbige ,ostwand der heutigen ,grabkirche noch als ein ,werk der altlangobardischen ,bauweise angesehen werden darf4 ,schon die vllig schiefe ,grundriform der ,mauern dieses ,teiles bezeugt1 da sie zu einem fremden -- also lteren ,bestandteil des im #ab4 ,jahrhundert sonst vllig regelmig aufgebauten ,zwlfecks der ,taufkapelle gehren4 ,sidenote3 ,brescia ,s4 ,salvatore ,in der hinter dem ,baptisterium gelegenen ,kirche1 jetzt ,sta4 ,trinit1 fllt1 wie bemerkt1 die in germanischen ,lndern oft vorkommende ,hufeisenform des ,grundrisses der ,apsis auf4 ,dieselbe ,form erscheint bei der ebenfalls der ,mitte des #h4 ,jahrhunderts entstammenden schnen ,krypta der ,kirche ,s4 ,salvatore zu ,brescia1 dem letzten ,reste einer langobardischen ,kirche1 die spter vielfach umgebaut1 nur noch die allgemeine bauliche ,anordnung des alten ,schiffes beibehlt1 dessen ,obergaden von alten zum ,teil antiken ,sulen getragen wird4 ,der ,westteil der ,krypta1 ber vielen lteren ,sulen mit ,kreuzgewlben bedeckt1 ist auch bereits mittelalterlich1 die ,apsis dagegen ein hchst merkwrdiges primitives aber originales langobardisches ,bauwerk4 ,die ,decke dieser ,apsis besteht aus ,steinplatten1 die auf zwei nach ,osten zu sich verengenden ,arkadenreihen von je drei ,bgen ruhen4 ,diese ,bgen sind von ,backstein und werden von ,backsteinpfeilern getragen1 aber mit einem schnen ,bltterfriese von ,stuck mit ,perlen eingefat2 auch unter der ,decke zieht ein hnlicher ,fries 7s4 ,abb4 #fe74 ,links und rechts der ,arkade hilft noch je ein schlanker verjngter viereckiger ,pfeiler mit eigentmlichem echt holzmigen ,kapitell die ,decke tragen4 ,der ganze so einfache ,raum ist doch hchst eigenartig2 von ,wichtigkeit bei ihm auch die frhzeitige ,anwendung von ,verzierungen aus ,stuck an ,gesims und ,archivolte1 in einer von den ,rmern bernommenen ,technik1 die wir in noch antikem ,sinne #bjj ,jahre vorher in ,s4 ,vitale zu ,ravenna angewandt finden1 nicht wie hier zur ,gesimsausbildung1 als ,ersatz fr ,steinarchitekturteile1 sondern zur ,flchenverzierung4 ,dies drfte berhaupt der magebende ,unterschied zwischen der spteren germanischen ,stuckverwendung und der antiken sein4 ,auch der arabische ,orient hat in der ,folge diese ,richtung gepflegt4 ,von den ,resten der zerstrten ,kirche birgt das ,museum eine ,flle schner ,bruchstcke aller ,art1 ,sulen1 ,kapitelle1 ,friese1 auch eine ,fensterplatte1 eine ,doppelarkade zeigend4 ,sidenote3 ,rotonda ,wenn wir noch einiger interessanter ,gewlbebauten der ,langobarden1 der ,baptisterien zu ,biella und ,alliate1 besonders aber des gewaltigen alten ,domes zu ,brescia gedenken1 so geschieht es freilich nur1 um ihrer tchtigen technischen ,leistungen nicht zu vergessen1 die sich wenigstens in einer ,art ,erhaltung des auf dem ,gebiete des ,kuppelbaues ,erreichten uern4 ,insbesondere ist der alte ,dom1 die ,rotonda zu ,brescia1 von ansehnlichen ,verhltnissen1 inmitten von einer etwa #bj m weiten reinen ,halbkugel berdeckt und von einem ,umgang umgeben2 dieser im ,grundri zwar rund1 doch in acht ,teile geteilt1 mit acht dreieckigen ,zwickeln zwischen acht ungefhr quadratischen ,feldern1 ein ins ,runde zurckgefhrtes ,sechzehneck bildend4 ,also genau der ,grundri des ,aachener ,mnsters1 nur rund1 statt acht- bzw4 sechzehneckig2 sogar einst ebenso ber dem ,westportal einen viereckigen ,turm besitzend1 der durch zwei zurckliegende ,treppenhuser flankiert war1 im ,osten eine viereckige ,apsis4 ,kurz1 wir haben hier tatschlich den ,grundri der ,aachener ,pfalzkapelle1 nur etwas grer in den ,maen1 vor uns2 der ,aufbau ist dort freilich viel hher und bedeutungsvoller1 auch durch eine ,empore ber dem ,umgang bereichert4 ,ist es richtig1 wie man annimmt1 da ein ,graf ,raymo1 der #ghi starb1 der ,erbauer der ,rotonda ist1 an deren ,stelle schon ein von ,theudelinde gestiftetes kirchliches ,gebude gestanden hat1 so haben wir hier sicher die ltere ,schwester der ,aachener ,kapelle vor uns4 ,sonst aber ist das ,gebude jeder ,kunstform bar2 einfache glatte ,pfeiler tragen die ,bgen1 acht ,fenster erhellen den ,tambur1 und der uere ,aufbau der ,kuppel1 die mit ,zeltdach gedeckt ist1 gehrt spteren ,jahrhunderten an4 ,sidenote3 ,auenarchitekturen ,dagegen finden wir an dem ueren einiger noch erhaltenen ,bauwerke jener ,zeit den ,beginn einer klaren ,architekturgestaltung gegeben2 vor allem bereits mit ,bewutsein planmig durchgefhrte ,gliederung der ,flchen durch ,lisenen und ,wandstreifen1 die meist durch ,bogenfriese verbunden sind2 und am ueren der ,kuppelgewlbe1 insbesondere der ,chorapsiden1 eine regelmig wiederkehrende ,durchbrechung mit tiefen ,bogennischen1 die die ,mauermasse am ,gewlbeansatze erleichtern2 so in ,biella am ,baptisterium und an der ,chorseite der ,kirche ,s4 ,vincenzo in ,prato zu ,mailand1 ,anfnge einer ,auenarchitektur1 die im romanischen ,stile spter die herrschende wird4 ,sidenote3 ,glockentrme ,noch eine ,leistung mssen wir rhmen1 die die ,baukunst den ,langobarden offenbar schuldet3 die ,ausbildung1 ja die ,erfindung der kirchlichen ,glockentrme4 ,es erscheint vor dem #g4 ,jahrhundert von solchen nirgends eine greifbare ,spur1 wenn auch im #f41 wie man glaubt1 ,trme berhaupt schon erwhnt werden2 so von ,venantius ,fortunatus an der ,kathedrale in ,nantes4 ,doch drften unter diesen ltesten kirchlichen ,turmbauten ausnahmslos ,bekrnungen der ,vierung der ,kirchen durch kuppelartige ,zentraltrme zu verstehen sein1 die ja schon im byzantinischen ,zentralbau vorgebildet erscheinen4 ,um die ,wende zum #g4 ,jahrhundert aber entstanden1 wie es scheint1 die ltesten wirklichen ,glockentrme bei ravennatischen ,kirchen1 und zwar runde freistehende in ,ziegelbau4 ,man glaubt1 da der bei ,s4 ,apollinare in ,classe in seinem unteren ,teile1 der in miger ,hhe bereits einen bereckstehenden ,schachbrettfries zeigt1 der lteste dieser ,art sei4 ,weiter oben durchbrechen seine ,masse einfache ,rundbogenfenster1 dann aber gekuppelte auf ,mittelsule mit ,kmpfer1 in den drei obersten ,stockwerken schlielich dreifache ,fenster mit ,sulen dazwischen4 ,diese vier oberen ,stockwerke knnen daher wegen dieser entwickelten ,fensterformen erst dem #h4 ,jahrhundert angehren4 ,jedenfalls kaum jnger der ganz hnliche ,turm bei ,s4 ,apollinare nuovo zu ,ravenna1 die zahlreichen brigen dort gleichfalls aus dem #g4 und #h4 ,jahrhundert4 ,besonders interessant ist der zierliche schlanke ,rundturm von ,s4 ,giovanni e ,paolo auf viereckigem ,unterbau 7,abb4 #ajc71 auch der von ,s4 ,giovanni ,evangelista mit einer kegelfrmigen 7erneuerten7 ,spitze1 malerisch und knorrig in der ,oberflche des ,backsteingemuers1 kraftvoll in der ,farbe4 ,sind die sonst in ,italien so seltenen ,rundtrme in ,ravenna vorwiegend1 so fehlt es doch auch nicht an viereckigen4 ,der ,turm von ,s4 ,francesco 7,abb4 #ajc71 sicher auch nicht viel jnger1 ist mit ,ecklisenen und ,fenstergruppen hchst wirkungsvoll gegliedert und wacker in den ,verhltnissen1 derb in der ,erscheinung1 eine tchtige ,leistung4 ,in der ,folge entwickelt sich aus diesen ,anfngen reiches ,leben1 -- schon der ,turm von ,s4 ,satiro zu ,mailand1 vom ,jahre #hgi1 mit ,lisenen eingefat mit vier sich immer weiter ffnenden ,stockwerken ist ein fernerer ,fortschritt4 ,was sich dagegen in ,italien im frhen ,mittelalter hieran reiht1 vor allem die vielen viereckigen ,trme in und um ,rom und der sonst ausgezeichnete ,turm zu ,spalato1 alles so sehr viel reicher in ,schmuck und ,durchbrechung1 ist doch im ,grunde meist eine einfrmige ,wiederholung gleichgebildeter ,stockwerke bereinander4 ,der ,turm und seine ,durchbildung bleibt eine rein germanische ,bauaufgabe2 die runden ,langobardentrme ,ravennas finden ihre letzte ,vollendung in den wundervollen des ,wormser ,doms4 ,der bei den ,langobarden vielleicht zuerst auftretenden ,fenstergruppen mit ,mittelsulen und den charakteristischen langen ,kmpfersteinen ber den ,sulen ist frher schon ausfhrlich gedacht4 ,bevor wir die ,langobardenkunst verlassen1 haben wir aber jenes ,bauwerk noch zu schildern1 das uns1 verhltnismig wenig umgestaltet1 selbst stckweise vorzglich erhalten1 allein noch die ,hhezeit der ,baukunst unter der ,herrschaft der ,langobarden kurz vor ihrem ,zusammenbruche reprsentiert2 sicherlich eines der allgemein interessantesten und am meisten besprochenen ,werke jener ,zeiten berhaupt4 ,daher mssen wir ihm eine eingehendere ,behandlung zuteil werden lassen4 ,sidenote3 ,cividale1 ,sta4 ,maria in ,valle ,es ist dies das berhmte ,oratorium der ,herzogin ,peltrudis 7,piltrudis1 ,gertrudis7 zu ,cividale1 ein oft und vielfltig beschriebenes und gleichzeitig auf das verschiedenste beurteiltes ,kunstwerk1 meist ,sta4 ,maria in ,valle1 auch tempietto longobardo genannt4 ,einige1 so ,strzygowski1 wollen die ,entstehung des kleinen ,bauwerkes in noch frhere ,zeit setzen als die meisten1 und auch wir1 andere1 wie der sonst meist so richtig datierende ,cattaneo1 sehen in ihm ein ,werk des #ab41 ,zimmermann selbst des #ac4 ,jahrhunderts4 ,und doch sprechen die deutlichsten ,zeichen fr die ,gleichzeitigkeit mit dem 7frher erwhnten7 ,tauftempel in der ,kathedrale1 so da an eine andere ,mglichkeit gar nicht zu denken ist4 ,auch haben wir in ihm ein ,werk ganz aus einem ,gusse vor uns1 welches nur unbedeutende ,abnderungen1 jedoch keinen ,umbau mehr erlitten hat4 ,alles das ergibt sich leicht aus der nachfolgenden ,beschreibung4 ,die kleine in das dortige ,frauenkloster eingebaute ,kapelle1 um die es sich handelt1 war bis vor kurzem von auen kaum zugnglich1 da das ,kloster als eigentliche ,kirche eine ziemlich groe ,basilika besitzt1 im ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts leider fast ganz neugebaut1 ursprnglich auch von hohem ,alter4 ,es scheint nach der ,belegenheit kaum anders mglich1 als da das ,kloster1 nur nach ,westen zu sich erstreckend1 ursprnglich unsere nordstlich gelegene ,kapelle noch nicht umschlo4 ,ihre noch heute bliche ,bezeichnung als ,oratorium mag auf ihre anfngliche ,bestimmung hindeuten4 ,es kann angenommen werden1 da wir in ihr die ,hauskapelle der alten langobardischen ,herzge vor uns sehen4 ,die ,tradition erzhlt1 da die ,herzogin ,peltrudis das ,oratorium gebaut und das genannte ,frauenkloster gestiftet habe4 ,von dieser vornehmen ,frau sagt freilich nur ein ,dokument1 da ihre ,shne ,erfo und ,xanto zwei ,klster in der ,nhe gegrndet htten1 in ,salto und in ,sesto4 ,das ,frauenkloster zu ,salto sollte ihre ,mutter selber leiten2 es fiel spter ,elementarereignissen zum ,opfer1 seine ,gter in der ,folge an das ,mnnerkloster zu ,sesto4 -- ,die beiden ,shne starben in toskanischen ,klstern als ,mnche4 ,illustration3 ,abb4 #ajc4 ,ravenna4 ,turm von ,s4 ,giovanni e ,paolo und ,s4 ,francesco4 ,dies wird als unvereinbar mit einer ,schenkung oder ,klostergrndung in ,cividale durch die genannte ,dame1 die also historisch ist1 bezeichnet und geltend gemacht1 scheint dies aber doch kaum zu begrnden4 ,nehmen wir an1 das ,kloster zu ,cividale sei um #gej erbaut gewesen1 zugleich mit seiner inzwischen neugebauten ersten groen ,kirche1 -- das ,oratorium knne als ,privatkapelle um jene ,zeit ebenfalls errichtet gewesen sein als ,eigentum der ,familie der ,peltrudis --1 so liegt kein ,bedenken dagegen vor1 da das ,oratorium spter an das ,kloster geschenkt und in seinen ,bereich einbezogen worden sei1 besonders wenn dieses eine ,stiftung jener ,dame gewesen wre2 einer ,frau1 deren ,shne #gfb zwei reiche ,klster fundieren knnen1 darf eine frhere hnliche ,stiftung wohl zugetraut werden4 ,kurz1 die ,tradition braucht nichts ,unwahrscheinliches zu erzhlen1 besonders da eine vierhundertjhrige ,chronik bereits die berlieferung besttigt1 die ,gemahlin des ,herzogs von ,friaul1 ,pertrude1 als die ,stifterin des ,klosters und die ,erbauerin des ,oratoriums nennt und hinzufgt1 die ,nachricht sttze sich auf alte zuverlssige ,quellen4 ,jedenfalls war die in den ueren ,mauern noch erkennbare eigentliche ,klosterkirche eine der blichen ,basiliken1 etwa aus der ,zeit des ,patriarchen ,sigwald 7#gfb-gf72 beim ,neubau und spter fanden sich langobardische ,sarkophage mit reichem ,schmuckinhalt1 die ihre ,benutzung seit jener ,zeit besttigen#dj4 ,vor allem aber entsprechen die jetzt in dem ,oratorium aufbewahrten ,reste von bildhauerischen ,steinarbeiten1 die sich berall in den ,mauern um die erneuerte ,kirche vorfanden1 genau denen des ,sicualdus am ,tauftempel im ,dom4 ,wir haben also als gleichzeitig den ,bau der groen ,klosterkirche1 des ,klosters selbst1 sowie des ,baptisteriums vor der ,westtre der ,kathedrale anzunehmen4 ,dieses letztere ist von dem aus ,cormons #gcg hierher bergesiedelten ,patriarchen ,calixtus von ,aquileja gebaut1 ,sigwald hat die heute am ,baptisterium befindlichen ,brstungsplatten als ,ergnzung frher vorhandener gestiftet4 ,daher gehren diese ,bauwerke der ,periode zwischen #gcg und #ggj an1 ,peltrudis wird #gfb genannt4 ,als drittes ziemlich gleichzeitiges ,werk ist unser ,oratorium anzusehen1 wie weiter unten dargelegt werden wird4 ,der ,tempietto longobardo1 das ,oratorium der ,peltrudis1 auch ,sta4 ,maria in ,valle genannt1 ist ein kleiner ziemlich quadratischer ,schiffbau1 an den sich nach ,osten eine niedrigere dreiteilige ,chorpartie anschliet4 ,diese ,ostpartie besteht aus drei tonnengewlbten ,altarhusern1 deren ,trennung nur durch je zwei ,marmorsulen und einen ,pfeiler bewirkt wird1 nicht durch ,wnde4 ,der ,schiffraum ist jetzt mit einem hohen ,kreuzgewlbe berspannt1 das sich als spter eingezogen kennzeichnet1 und hatte oben gen ,westen ein1 auf der ,nord- und ,sdseite je zwei rundbogige ,fenster2 die drei ,altarrume besitzen jeder eine kleine ,lichtffnung nach ,osten zu4 ,illustration3 ,,xxix ,abb4 #ajd4 ,cividale4 ,s4 ,maria in ,valle4 ,stuck der ,westseite4 ,als ,eingang auf der ,westseite ffnet sich eine groe viereckige ,tr mit mchtigem ,entlastungsbogen darber2 dieser ,bogen wiederholt sich an den beiden ,langseiten4 ,die die ,chorwand sttzenden ,cipollinsulen haben weie ,marmorkapitelle und ,fe2 dicht hinter jeder steht eine ganz gleiche nur etwas dnnere1 deren ,fe heute im erhhten ,marmorboden stecken4 ,vor der ,ostwand stehende viereckige ,pfeiler tragen mit den ,sulen zusammen die beiden ,steinbalken1 auf denen die drei ,tonnengewlbe ruhen4 ,diese ,steinbalken sind antik rmische reichgeschmckte ,architrave1 ber den ,steinpfeilern noch auf zwischengeschobenen antiken ,marmorkonsolen aufliegend4 ,die rmischen ,architrave waren nicht lang genug1 sind daher am ,ende nach der ,kirche zu durch angefgte glatte ,steine verlngert4 ,die sdlich aus dem ,altarraum in die ,sakristei fhrende ,tr ist mit glatten ,marmorbalken eingefat1 die nach ,zimmermannsweise an den ,ecken ineinander geblattet sind2 eine ,marmortfelung umgibt noch heute den ,altarraum2 im ,schiff ist die einst vorhandene durch ein schnes gotisches ,gesthl verdrngt1 aber der ,marmorfuboden zeigt inmitten1 wo er sichtbar ist1 noch das alte opus sectile1 ,muster aus zugeschnittenen ,marmorstcken4 ,die breite ,westtr ist ebenfalls mit ,marmorbalken umfat2 der ,sturz ist reich verziert mit einem ,flechtbande1 darber einem ,ornamentfriese1 der durch ,s frmige aneinander gereihte ,ornamente mit ,lilien und ,trubchen dazwischen gebildet wird4 ,vor ihr im ,westen befand sich ohne ,zweifel eine ,vorhalle von gleicher ,breite wie die ,kirche1 mit zwei ,sulen4 ,die zwei dahin gehrigen ,kapitelle ganz gleicher ,form1 wie die im ,chore1 liegen noch nahe im ,kloster4 ,was die ganz besondere ,eigenart des ,ganzen ausmacht1 seine knstlerische ,bedeutung bedingt1 das ist die reiche ,stuckdekoration der ,innenwnde1 die auf der ,westseite noch vortrefflich erhalten ist 7,abb4 #ajd1 ,tafel ,,xxix71 und deren ,spuren sich an den brigen ,wnden verfolgen lassen4 ,zunchst erhebt sich ber dem ,sturz der rechteckigen ,tre ein groer ,entlastungsbogen1 der mit seinen ,sttzen eine flache ,nische um die ffnung bildet4 ,um diesen ,bogen entfaltet sich nun jener berhmte ,zierkranz aus ,stuck1 teilweise durchbrochen und mit einer vllig freien ,spitzenkante abschlieend2 er ruht auf zwei dicken ,halbsulen1 ebenfalls aus ,stuck1 mit nachgeahmten korinthisierenden ,blattkapitellen4 ,der ,bogen gliedert sich in einen fast vllig durchbrochenen ,rankenfries mit ,trauben und ,weinblttern1 umgeben von je zwei schmalen mit ,rosetten besetzten und von ,perlenschnren eingefaten ,bndern4 ,ringsum dann eine breite vllig frei gearbeitete und durchbrochene ,ornamentkante1 die wie eine ,spitze den ,bogen umsumt1 bestehend aus aneinander gereihten bogenfrmigen ,teilen1 zwischen denen blatthnliche ,spitzen sitzen1 gerieft wie die bekannten ,flechtbnder jener ,zeit4 ,darber zieht wagerecht ein etwas vorgewlbtes horizontales ,friesband 7einst um die ganze ,kirche herum71 bestehend aus zwei einfassenden ,doppelstbchen1 dazwischen aneinander gereihten achtspitzigen ,blten4 ,auf diesem verzierten ,gesimsband aber steht der prachtvollste ,fries seiner ,art3 inmitten ein ,fenster1 dessen ,umrahmung im verkleinerten ,mastabe den unteren ,trbogen wiedergibt1 auf zwei ,halbsulchen ruhend ein halbrunder ,ornamentfries -- diesmal ein rein nordisches germanisches ,flechtband -- gesumt von einer hnlichen durchbrochenen ,spitzenkante wie unten1 aus ,ranken und ,spitzblttern dazwischen bestehend2 zu beiden ,seiten aber je drei heilige ,jungfrauen in strkstem ,relief berlebensgro gebildet im faltenreichen ,gewande feierlich einherschreitend4 ,von ihnen sind die beiden dem mittleren ,fenster am nchsten stehenden einfacher gekleidet und mit das ,haar verhllendem ,kopftuche versehen1 nonnenartig2 sie erheben nur ihre ,hnde in beteuernder ,gebrde2 die vier anderen aber1 deren ,antlitz sich nach der ,altarseite richtet1 tragen ,kronen auf dem ,haupte1 ,krnze und ,kreuze in den ,hnden4 ber ihren ,huptern luft ein gleiches ,gesimsband wie unter ihnen4 ,die ,nordwand enthlt noch die ,fortsetzung der ,gesimse1 sowie die ,reste einer der westlichen genau entsprechenden ,sulenumrahmung mit ,archivolte und ,spitzenkranz um die zwei ,fenster1 auch die ,spuren der einstigen gleich prachtvollen ,bogenumrahmung um die untere ,wandnische1 wie sie an der ,eingangsseite noch vorhanden ist4 ,kurz1 ,nord- und ,sdseite besaen einst ganz dieselbe prchtige ,stuckausschmckung wie die ,westseite noch jetzt1 nur da bei ihnen je zwei ,fenster in dem groen ,friese vorhanden waren4 ,so haben wir hier in ,stuckrelief genau die gleiche figrliche groartig feierliche ,ausschmckung1 wie wir sie an ,theoderichs des ,groen ,hofkirche zu ,ravenna fanden1 dort aber in ,mosaik ausgefhrt4 ,an der vierten ,wand1 der ,wand ber den drei ,chorbgen1 haben wir uns den ,abschlu zu denken1 und zwar1 da wir hier eine ,marienkapelle vor uns haben1 wird an dieser ,wand ganz ebenso wie in ,ravenna die ,mutter ,gottes auf einer ,stufe ber dem hheren ,mittelbogen1 von je zwei groen ,engeln zu jeder ,seite bewacht1 gethront haben2 denn diese ,gruppe bildet auch zu ,ravenna den ,schlu des ,jungfrauenzuges1 wie ,christus den der ,mrtyrer4 ,von der feierlich groartigen ,wirkung dieses ,innenraumes in seiner ursprnglichen ,ausstattung 7,abb4 #aje7 kann man sich nur schwer noch eine richtige ,vorstellung machen2 da schon heute der bescheidene ,rest der ,westwand bei jedem einen unvergelichen mchtigen ,eindruck hinterlt4 ,ohne merkbare ,stilisierung in rein natrlicher ,bildung1 doch in vollkommenster ,weise aufeinander gestimmt1 ist das ,ganze vom schnsten ,gleichma4 ,die ,wirkung wird heute durch das spter eingezogene ,kreuzgewlbe erheblich beeintrchtigt4 ,dieses drfte der ,wende zum #ac4 ,jahrhundert angehren und mu gleichzeitig mit dem ,wiederaufbau der offenbar grtenteils eingestrzten ,sdmauer1 die damals zwei neue ,fenster1 schwach spitzbogig1 erhielt1 entstanden1 kann jedenfalls nicht lter sein4 ,illustration3 ,abb4 #aje4 ,cividale4 ,s4 ,m4 in ,valle4 ,ursprnglicher ,zustand4 ,durchschnitt4 ,vorher hatte der ,raum einen offenen ,dachstuhl oder eine flache ,decke2 eher wohl das erste4 ,wodurch der ,einsturz der ,sdmauer1 natrlich zugleich des ,daches1 damals verursacht sein mag1 ist kaum zu vermuten2 jedenfalls aber zerstrte er die ,sdmauer fast vollstndig und ri wohl auch den gesamten ,stuckschmuck der ,ost- und ,nordwand mit sich hinab2 zugleich wohl auch einen ,teil der ,ostmauer des ,schiffes1 denn auch diese scheint oberhalb teilweise erneuert4 -- ,an einen ,brand ist nicht wohl zu denken1 da dieser den gesamten ,stuck zerstrt haben wrde1 auch ,brandspuren fehlen4 ,aber die oben ringsum laufenden hlzernen ,mauerschwellen sind noch groenteils hinter den ,gewlben erhalten und in den ,schildbgen sichtbar1 sicher einst die ,auflager der horizontalen ,dachbalken abgebend2 auch ist leicht zu erkennen1 wie man die ,gewlbeanfnge unten ohne besondere ,rcksicht zwischen die lteren ,stukkaturen hat einschneiden lassen4 ,die ,kapitelle der vier ,chorsulen sind nun in ihren ,formen mit denen des ,baptisteriums im ,dom so genau bereinstimmend1 da man sie als aus denselben ,hnden hervorgegangen ansehen mu3 frei nachgebildete korinthische1 doch mit eigentmlich buschig-stachligem ,blattwerke1 wie es scheint einem stlichen ,bildhauer angehrig2 genau dahin gehren1 wie bemerkt1 auch die zwei noch im ,kloster liegenden4 ,sehr wohl zu beachten1 obwohl leicht zu bersehen1 sind die letzten ,reste von ,stuckornamenten ber den ,sulen der ,chorwand1 die die antike ,ornamentik der rmischen ,architrave und ,friese1 wo sie aufhrte1 in ihrer ,art fortsetzten und endigten4 ,diese ,restchen sind der bndigste ,beweis der ,originalitt des ganzen ,baues in seiner jetzigen ,anlage1 wie dafr1 da auch die ,ostseite des ,schiffes in gleicher ,weise geziert war1 wie die ,westseite es noch ist4 ,vor den ,sulen luft die alte ,schranke quer durch die ,kirche als ,abtrennung der ursprnglich nur um eine ,stufe erhabenen ,chorpartie2 ber den beiden den mittleren ,durchgang einfassenden schlanken ,pfeilern mit ,kapitellen1 die denjenigen der ,sulen wieder genau entsprechen1 noch der ,chorbalken 7trabes doxalis7 querliegend1 vielleicht sogar noch mit seiner ersten ,bemalung an der ,rckseite4 ,kurz1 wir haben eine ,anlage von vollkommener ,einheit vor uns3 die ,tren mit ,marmor eingefat1 die ,sttzen1 ,architrave und die ,schranken von ,marmor1 ebenso ,fuboden und ,sockel1 alles brige in ,backsteinmauerwerk hergestellt1 verputzt und mit prchtigem ,stuckschmucke ausgestattet und durchgebildet1 darber ein offener ,dachstuhl oder eine horizontale ,holzdecke4 ,die vier ,sulenkapitelle und ,sulenschfte bereinstimmend gearbeitet1 auch die ,pfeiler im ,chor1 ebenso die ,schranken mit ,pfeilern und ,kapitellen1 wie die zwei ,kapitelle im ,kloster1 die zu der nie fehlenden ,vorhalle unentbehrlich waren4 ,wenn aber noch ein ,beweis fr die ursprngliche ,einheit der ,anlage mangelte1 so ist er in den ,resten der ersten ,malerei gegeben1 die in den vier ,ecken neben den groen ,bgen wie in dem groen ,tympanon ber der ,tr noch wohl zu erkennen sind4 ,sie zeigen sechs ,apostelfiguren in ,sulenarchitektur wohl erkenntlich1 rechts der ,tr die ,inschrift3 ,sc4444 arcus4 ,also vielleicht die vier ,evangelisten und in den zwei anderen ,ecken ,petrus und ,paulus4 ,diese ,malerei ist so unverkennbar byzantinischen1 d4 h4 stlichen ,charakters und drfte unter keinen ,umstnden unter das #h4 ,jahrhundert herabgehen1 in ,stil und ,behandlung genau bereinstimmend mit den ltesten ,malereien von ,sta4 ,maria antiqua zu ,rom 7um #gej71 da ihre ,anwesenheit1 die die architektonische ,einteilung haarscharf ergnzt und mit ihr vllig aus einem ,gusse ist1 unwiderleglich die ,ursprnglichkeit der gesamten ,komposition von ,stein1 ,mauerwerk1 ,putz1 ,stuck und ,malerei dartut4 ,in der ,lnette des ,portalbogens zeigt sich ebenso ursprnglich1 in groartig aufgefater ,malerei1 ,christus zwischen zwei ,engeln1 das heilige ,buch in der linken ,hand1 mit der rechten segnend4 -- ,baugeschichtliches ,interesse erregt die genaue bereinstimmung des oberen ,frieses auf dem ,marmorsturz der ,eingangstr mit der ,verzierung des dachfrmigen ,steinsturzes einer ,tr in der ,sakristei1 wo die obengenannten bildhauerischen ,reste der alten ,klosterkirche aufbewahrt sind4 ,da sehen wir dieselbe eigentmliche nicht gerade langobardisch aussehende ,ornamentzusammenstellung zwischen unverkennbar germanischem ,steinornament1 das der ,zeit um #gdj angehrt4 ,wenn nun dasselbe ,zierwerk wieder im ,inneren unseres ,oratoriums auftritt1 in ,verbindung mit einem ebenfalls germanischen ,flechtfries1 so mu es auch dort dieser ,zeit1 vielleicht gleicher ,hand angehren4 ,jedenfalls nun haben wir im ,tempietto ein geschlossenes ,werk des #h4 ,jahrhunderts vor uns1 dem der ,name der ,herzogin ,peltrudis1 wie es scheint1 mit ,recht anhaftet1 und ein ,werk1 in dem die knstlerische ,fhigkeit jener ,art und ,zeit in gewisser ,hinsicht gipfelt4 ,unter allen ,umstnden einen unter langobardischer ,herrschaft fr ,langobarden und nach ihren ,schnheitsbegriffen1 und zwar mit solchen ,mitteln und ,ansprchen errichteten ,bau1 da auch fremde ,hilfskrfte mit in ,anspruch genommen werden muten4 ,der ,plan in seiner einfachen und doch auffallenden ,grundform freilich scheint in germanischen ,lndern nicht ungewhnlich1 wie denn die um dieselbe ,zeit zu ,capua errichtete kleine ,michaeliskirche hierin mit dem ,oratorium so genau bereinstimmt1 selbst in den ,maen1 da wir bestimmte ,beziehungen beider ,bauwerke zu einander annehmen mssen4 ,nur da dort1 vielleicht spter hinzugefgt1 eine mittlere ,apsis und zwei seitliche groe ,nischen die ,chorpartie abschlieen1 die auch von einer ,krypta unterfangen ist2 und da nur zwei ,sulen im ,chor stehen1 statt vier wie in ,cividale#da4 ,auch mit den spanischen ,oratorien 7,sta4 ,christina de ,lena7 hat die ,anordnung in ,cividale gewisse ,verwandtschaft1 whrend der sonst so ausgiebige ,orient hier versagt4 ,dagegen mssen die eigentlichen technischen ,ausfhrer des ,werkes zum ,teil aus dem ,osten gekommen sein1 denn ,sulenkapitelle1 auch die ,behandlung des ,stuckes in vielen ,teilen1 sowie die ursprngliche ,bemalung weisen dorthin4 ,doch geschah die ,ausfhrung nicht ohne ,mitwirkung langobardischer ,knstler1 wie andere ,einzelheiten beweisen1 so der ,sturz der ,tre1 die rein nordischen ,flechtwerke der ,fensterarchivolte2 auch das ,motiv der ,weinranke war bei den ,langobarden ungemein beliebt4 ,nicht minder ist das ,friesband mit den achtstrahligen ,blumen bei ,germanen verbreitet gewesen2 es zieht durch ,frankreich und das westgotische ,spanien 7s4 ,abb4 #ajh7 bis nach ,nordafrika ins ,vandalenreich4 ,von ,interesse ist das technische ,raffinement1 welches in die ,mitte der ,blte berall eine weie mit gefrbtem 7grnem1 blauem1 rotem7 ,wasser gefllte kleine glserne ,flasche oder ,blase setzte1 auch ein ,hinweis mehr dafr1 da einst die ganzen ,stukkaturen farbig behandelt waren4 ,aber die ,hauptsache1 die grundlegende knstlerische ,idee der ,ausstattung drfen wir ,germanen zuschreiben4 ,nicht umsonst erinnert der ,fries wallender ,jungfrauen so sehr an den in ,theoderichs ,hofkirche zu ,ravenna2 nicht umsonst ist fr dieses mchtige knstlerische ,motiv im gesamten hellenistischen ,orient kein ,vorbild zu finden -- wie schon fr den ganzen ,bau und seinen ,grundplan4 ,so wird es hier kaum anders sein knnen1 als bei dem charakteristischsten ,bauwerke der ,ostgoten1 ,theoderichs ,grabmal3 der knstlerische ,grundgedanke ein germanischer2 die ,werkleute vorwiegend ,italiener1 ,griechen und andere ,ostleute2 doch auch in der ,ausfhrung fters das germanische ,element an die ,oberflche durchbrechend4 ,was uns aber dies ,bauwerk fr die gesamte germanische ,bau- und ,dekorationskunst des nordischen ,frhmittelalters noch besonders wichtig macht1 ist die ,erkenntnis des ,umstandes1 da es als die ,quelle jener bedeutsamen ,stuckkunst betrachtet werden darf1 die im #h41 #i41 #aj4 bis ins #ac4 ,jahrhundert reichend in nordischen ,landen sich entfaltete 7,abb4 #fe74 ,hatten wir schon in ,brescia in der ,krypta von ,s4 ,salvatore einfachere doch verwandte ,stuckornamentik1 insbesondere ,friese und ,archivolten gefunden1 so scheint die berreiche ,ausstattung der neuerdings ausgegrabenen ,kirche zu ,disentis in ,graubndten eine ,fortbildung des in ,cividale ,geleisteten gewesen zu sein4 ,auch ein einfacher rechteckiger ,raum mit einer dreifachen ,chorpartie 7diesmal aus drei hufeisenfrmigen ,apsiden bestehend7 zeigte die ,kirche ihre ,fenster mit ,sulchen und ,archivolten in ,stuck umrahmt1 dazwischen aber einen ungeheuer reichen ,fries von ,relieffiguren in ,lebensgre1 ber einem ,sockel von eigentmlichen ,feldern und ,flechtmustern1 alles in ,stuck und nachher bemalt4 ,die ,kirche war etwa aus derselben ,zeit wie die ,kapelle zu ,cividale4 ,fensterumrahmung und sonstiger hnlicher ,schmuck in ,stuck findet sich in der frnkischen ,kirche zu ,germigny-des-,prs bei ,orleans 7#hjf71 spterer 7#icf7 zu ,quedlinburg im ,grabe ,heinrichs ,i42 in den folgenden ,zeiten lebt in den bekannten groen ,stuckreliefgestalten in ,goslar1 ,halberstadt1 ,hildesheim1 ,drbeck jener prachtvolle knstlerische ,gedanke der ,germanen in ,italien wiederholt auf4 ,wenn uns sonst von den einst zahlreichen ,werken des langobardischen ,volkes kaum etwas anderes als reiche und feine ,trmmer ihres ,schmuckes und ihrer ,ausstattung brig blieben1 wenn es uns selbst schwer wird1 ihr ,werk aus der ,menge des in der folgenden mittelalterlichen ,zeit1 der lombardisch-romanischen1 geschaffenen herauszuschlen1 so bleibt zuletzt doch unleugbar bestehen1 da wir auch in dem verhltnismig wenigen uns davon ,erhaltenen doch eine ,flle von echt germanischer ,eigenart finden1 aber auch von ,keimen1 von knstlerischen ,ideen und von ,anfngen1 auf denen das ,werk der folgenden ,zeit ruht und sich aufbaut4 ,dies gilt nicht nur fr ,italien1 sondern auch fr ,frankreich1 die ,schweiz1 ,deutschland1 wohin aus der ,lombardei zahlreiche ,wege fhrten und viele ,sendboten das im ,sden gefundene und vorschreitende ,neue in der ,kunst hinber trugen4 ,selbst zu den spanischen ,westgoten scheinen die ,langobarden knstlerische ,beziehungen unterhalten zu haben2 wenn in vieler ,hinsicht starke ,unterschiede sich geltend machen1 so zeigt sich doch mancherlei1 das fr einen ,einflu langobardischer ,kunst in ,spanien spricht1 whrend eine ,rckwirkung von dort aus nach ,italien weniger zu bemerken ist4 ,so hat die ,kunst der alten ,langobarden hchst ,wertvolles zum ,gesamtbilde1 das uns beschftigt1 beigesteuert1 wenn auch ,forschung und steigende ,erkenntnis die tatschlich ihnen angehrigen noch vorhandenen ,werke auf eine erheblich geringere ,zahl beschrnkt hat1 als man frher annehmen zu drfen glaubte4 ,illustration #cg ,trabes doxalis 7vergl4 ,abb4 #ii1 ,taf4 ,,xxvi74 #ch ,wir kennen einen gleichzeitigen ,herzog ,orso von ,friaul1 also einen ,langobarden4 #ci ,vielleicht ,umbildung von ,theodahad1 und nicht lateinisch1 wie es den ,anschein hat4 #dj ,mitteilung des ,grafen ,ruggiero della ,torre in ,cividale4 #da ,besonderheiten zeigt das sehr einfache und verfallene ,capuaner ,kirchlein sonst nicht1 so da wir von einer nheren ,behandlung absehen knnen4 ,illustration3 ,,die ,,westgoten ,das ,volk der ,goten hatte sich nach seinen ,wohnsitzen in ,ost- und ,westgoten geteilt2 unter dem ,ansturm der ,hunnen waren die letzteren lange vor den ,ostgoten von dannen gezogen und hatten sich unter ,knig ,athanarich1 dann ,alarich ,i4 nach erbitterten ,kmpfen in ,griechenland und ,italien weiter gen ,sonnenuntergang gelegene ,gebiete gesucht2 zuerst in ,sdfrankreich1 wo ,narbonne und ,toulouse ihre ,hauptstdte wurden4 ,in ersterer ,stadt hatte schon ,athaulf1 des so frh gestorbenen ,alarich ,i4 ,nachfolger1 mit ,galla ,placidia sich vermhlt4 ,aber wie frher erwhnt1 wurde durch ,chlodowech und der ,franken verschlagene und gefhrliche ,staatskunst das ,westgotenvolk langsam ber die ,pyrenen nach ,spanien gedrngt und behielt von ,frankreich nur ,septimanien1 die ,ecke im sdlichsten ,osten bis zur ,provence4 ,dafr fiel ihnen ganz ,spanien anheim1 aus dem die ,vandalen nach ,nordafrika gewichen waren2 das ,land der nordwestlich sitzenden ,sueben wurde dem ,westgotenreiche einverleibt1 nachdem die letzten rmischen ,garnisonstdte von ,leovigild mit strmender ,hand erobert waren 7#efg7 und dieser von ,barcelona die ,residenz nach ,toledo verlegt hatte1 nach der ,mitte der ,halbinsel4 ,iberier und ,rmer verschwanden1 die letzten ,kstenbesitzungen wurden den ,byzantinern entrissen1 ein scheinbar homogenes neues ,reich baute sich auf1 dessen ,oberschichten wenigstens rein germanisch waren und wie es scheint auch bis zum ,untergange des ,reiches 7#gaa7 blieben4 ,reine ,westgoten erhielten sich im ,norden 7in ,asturien7 in ihren ,nachkommen bis zum heutigen ,tage1 wie im ,volk noch bliche germanische ,vornamen beweisen#db4 ,ja noch heute wird im ,dom zu ,toledo ,sonntags ganz frh eine westgotische8 ,messe gelesen2 natrlich nicht nach arianischem1 sondern nach katholischem ,ritus1 doch in der alten ,form1 wie sie seit ,recareds ,i4 bertritt zum ,katholizismus 7#ehf7 blich war4 ,starke und schwache ,knige folgten aufeinander1 darunter manche erhabene und wrdige ,gestalt1 von ,eurich und ,leovigild an bis zu ,chindasvinth und ,wamba1 ,sisibut und ,svinthila4 #gaa brach das durch eine immer wachsende ,priesterherrschaft jeglichen ,haltes beraubte ,reich unter den ,streichen der ,araber zusammen4 ,doch manches bedeutende ,werk war in jenen zwei ,jahrhunderten entstanden1 mancher groe ,bau erwachsen2 prachtvolle germanische ,stdte waren an die ,stelle der ,provinzialhauptstdte der ,rmer getreten4 ,so ,sevilla1 ,cordoba1 ,merida1 ,valencia1 ,barcelona1 jenseits der ,pyrenen ,toulouse1 ,narbonne1 ,arles1 ,aix und so viele andere4 ,wirkliche ,festungen krnten wie ,burgen hochragende ,felsrcken1 so ,carcassonne und ,toledo1 geeignet den ,knigshort sicher zu bergen4 ,noch heute ist die ,cit der erstgenannten ,stadt1 die freilich die frhe ,zeit der franzsischen ,gotik mit jenem zweiten wundervollen ,mauerkranz umgab1 ein in ,europa einziger unvergleichlicher ,anblick3 ein doppelter ,befestigungsgrtel mit den malerischsten ,trmen und ,toren um eine langgestreckte felsige ,hhe1 dessen innerer ,kranz teilweise noch unverletzt die ,befestigungskunst der ,westgoten in bedeutendster ,form zeigt4 ,mauerumgrtete ,stdte und ,burgen auf ragendem ,gipfel sind seitdem in germanischen ,landen die ,wahrzeichen geblieben1 wie schon die gotische ,sprache 7,vulfilas7 die ,stadt baurgs1 ihre ,umwallung bibaurgeins 7,beburgung7 nennt4 ,sidenote3 ,geschichtsschreiber ,von baulichen ,taten erzhlen die gleichzeitigen ,schriftsteller viel1 so ,apollinaris ,sidonius1 ,isidor von ,sevilla1 ,ildefons und ,julian von ,toledo1 ,fridigern und andere4 ,schon der erstgenannte spricht vom ,palast ,theoderichs ,,ii4 in ,toulouse1 da gelegen1 wo heute noch das ,kapitol8 der ,stadt sich erhebt1 mit reichen ,hallen1 die im ,innern durch ,vorhnge1 nach auen mit ,schranken geschlossen waren -- also wohl mit durchbrochenen ,gittern von ,stein oder ,erz4 ,seitdem erstand ein neues ,palatium in ,toledo1 der ,schwerpunkt des politischen ,lebens1 wo der ,knig ,gericht hielt und ,audienzen erteilte1 wo der ,adel und die allzu mchtige ,geistlichkeit waltete4 ,andere ,palatia und ,villae gab es zahlreiche1 so in ,arles1 wo ,knig ,eurich1 in ,barcelona1 wo ,athaulf starb2 einen mchtigen ,herrschersitz bildete ,narbonne1 die ,hauptstadt und ,residenz in ,septimanien4 ,da war reiches ,leben und ,pracht2 in den ,knigshallen1 die nirgends gefehlt haben werden1 stand seit langem des ,knigs ,thron2 der ,herrscher trug oft reichen ,ornat anstatt der sonst den ,westgoten bis zuletzt eigentmlichen ,pelzgewnder1 auch eine prchtige ,krone auf dem ,haupte1 wie solche oft spter in den ,kirchen als ,weihgeschenke im ,original 7oder ,abbild7 aufgehngt wurden4 ,so wollen die ,araber in den ,kirchen zu ,toledo die ,kronen von #be ,knigen erbeutet haben4 -- ,der ,rebell ,paulus1 der sich in der ,provinz jenseits der ,pyrenen gegen ,wamba emprt hatte1 beraubte das ,skelett des heiligen ,felix der ihm von ,rekared ,i4 gestifteten ,weihekrone1 um sich als ,gegenknig damit zu schmcken4 ,von solchen ,kronen und hnlichen ,kunstschtzen fand sich1 wie frher erzhlt1 in ,guarrazar bei ,toledo noch eine ,menge in einem ,priestergrabe geborgen1 dabei ein ,szepter1 ,grtel1 ,gefe1 ,lampen1 eine ,eucharistie in ,gestalt einer ,taube und andere aus ,gold und ,edelsteinen hergestellte ,prunkgegenstnde4 ,feste1 wie in spterer ,zeit1 waren schon damals an der ,tagesordnung -- selbst die heute noch so geliebten ,stiergefechte --1 wie denn schon im #f4 ,jahrhundert ein ,bischof ,eusebius von ,tarraco 7,tarragona7 wegen seiner ,leidenschaft fr solche gestraft wird4 99 99 99 99 99 ,die ,schriftsteller melden aber auerdem auch von vielen neuen und groen ,bauwerken der westgotischen ,knige2 von ,kirchen wie der berhmten ,basilika der heiligen ,leokadia1 die ,knig ,sisibut zu ,toledo erstehen lie 7#fab71 von ,klstern1 wie dem ,agalia genannten vor ,toledo1 weit gerhmt im ,lande2 die ,stadtmauern ,toledos wurden von ,knig ,wamba neu aufgebaut1 ,leovigild baute ganze ,stdte1 so ,recopolis am oberen ,tajo zu ,ehren seines ,sohnes ,recared1 ,victoriacum im ,norden2 ,wamba einen ,ort seines ,namens2 die ,stiftungen von ,kirchen und ,klstern1 die aufgezhlt werden1 sind zahlreich4 ,die ,literatur gibt uns also ein ungemein reiches ,bild des neu ,geschaffenen4 ,sidenote3 ,cordoba ,moschee ,von dem allen sehen wir allerdings heute gar wenig mehr4 ,die ,araber haben allzu grndlich aufgerumt1 die ,kirchen zerstrt oder wenigstens in ,moscheen umgewirkt1 so eingreifend1 da da kaum etwas mehr vom ursprnglichen ,bestande zu finden ist4 ,trotzdem konnte ein bekannter spanischer ,verstndiger mir sagen3 der bedeutendste bauliche ,rest der ,westgotenzeit in ,spanien ist -- die ,moschee zu ,cordoba6 ,ein paradox klingendes ,wort1 da diese ,moschee doch auch als die bezeichnendste bauliche ,tat der alten echten ,araber auf spanischem ,boden1 als eines der orientalischsten ,werke in ,europa angesehen wird4 ,doch ist es richtig3 die ,moschee besteht in ihren ersten und originalsten ,teilen aus den ,resten mehrerer westgotischer ,kirchen1 und groe ,stcke ihrer ,architektur sind einfach von daher bertragen2 nicht nur die ,sulen 7s4 ,abb4 #df71 sondern auch das ,hufeisenbogenwerk1 das die ,obermauern trgt1 alte ,fenstergitter und dergleichen ,steinarbeiten1 vielleicht sogar die ,reste des alten ,holzplafonds1 wie denn ,cordoba in seinen ,mauern noch zahllose ,trmmer westgotischer ,baukunst birgt4 ,die alten ,kapitelle in der ,moschee zeigen uns ganz nordische ,umbildung der korinthischen ,kelchform1 oft in solch eigentmlicher ,weise1 da man ,arbeiten der deutschen ,renaissance zu sehen vermeint4 ,die ,kmpfer1 in der ,form anklingend an die byzantinischen ,kapitellaufstze1 sind doch mit eigentmlichem germanischem ,ornament bedeckt von ,geflecht1 ,kerbschnitt oder hnlichem ,zierwerke1 oft verstmmelt1 die ,kreuze weggehauen1 doch die ,grundformen wohl erkennbar und deutlich4 ,auch ein riesiges ,weihwasserbecken von lnglich rechteckiger ,form steht noch beim ,eingang2 die pfeilerartige ,sttze in rein geometrischem ,kerbschnitt in ,rosetten und ,friesen vllig verziert1 das ,kreuz wieder halb weggehauen 7s4 ,abb4 #gj74 ,nicht zu vergessen bleibt immer1 da der ,hufeisenbogen von den ,arabern aus der westgotischen ,verlassenschaft bernommen1 nicht etwa mitgebracht wurde1 wie auch manches andere knstlerische ,motiv4 ,schon an sptrmisch-westgotischen ,grabsteinen kommt er in ,gesellschaft des germanischen ,kristallschnittes hufig vor 7,abb4 #ajf74 ,illustration3 ,abb4 #ajf4 ,leon4 ,museum4 ,rmisch-westgotische ,grabsteine4 ,darum wissen wir auf den ersten ,blick westgotische und lteste spanisch-arabische ,architektur nur schwer auseinander zu halten4 99 99 99 99 99 ,sidenote3 ,merida ,auch ,merida1 die alte ,hauptstadt ,lusitaniens 7einst die prchtige ,augusta ,emerita71 war berhmt durch ihre vielen ,kirchen und stattlichen ,bauwerke2 die ,chronik ,roderichs sagt1 da sie zu dessen ,zeit 7#gac fiel sie den ,arabern in die ,gewalt7 #hd ,tore1 #e ,schlsser und gar #cgjj ,trme gehabt habe4 ,ist dies auch phantastische ,ausschmckung1 so wird man immerhin auf eine umfassende ,bauttigkeit in westgotischer ,zeit in ,merida schlieen mssen4 ,die ganze trmmerreiche ,stadt steckt heute noch voll von ,resten aus jener ,zeit1 wenn auch die ,araber unter ,musa nachher dort eine glnzende ,hauptstadt rein orientalischen ,charakters erstehen lieen4 ,allerdings war schon den ,westgoten das riesige dortige ,rmerwerk1 von dem noch jetzt ,tempelreste1 ,theater1 ,zirkus1 ,brcken und ,aqudukte brig sind1 ein bequemer ,steinbruch gewesen2 trotzdem mu zu ihrer ,zeit hier eine ganz neue ,art von ,bauttigkeit sich entfaltet haben1 an deren ,werken uns die besondere ,stilisierung auffllt1 deren ,auslufer wir1 da ,merida die ,hauptstadt auch des westgotischen ,lusitaniens blieb1 bis nach ,lissabon hin finden4 ,davon sind vor allem die mannigfaltigen ,reste von ,steinarbeiten im ,museum ,zeugen4 ,darunter fallen gewisse ,sttzen auf1 ,pilaster1 in deren ,vorderflche kleinere ,halbsulen hineingetieft sind1 aus deren vierkantiger ,masse der ,schmuck1 ,bltterkrnze der ,kapitelle1 ,zierat jeder ,art so herausgearbeitet ist1 da die ,plastik berall nur durch ,vertiefung des ,grundes in den ursprnglich glattvierkantigen ,stein erreicht ist4 ,ganz zu verstehen ist dies merkwrdige ,verfahren nur dann1 wenn wir uns die glatten ,steinbalken1 wie die ,balken eines ,fachwerkbaus1 bereits in die ,wand hinein vermauert denken und uns weiter vorstellen1 da der ,bildhauer nun erst den ,schmuck in die ,flche des ,pfeilers hinein zu hauen hatte4 ,so sind die ,steinpilaster des #f4 ,jahrhunderts in ,merida manchen ,holzstndern der geschnitzten ,fachwerkbauten des #af4 ,jahrhunderts in ,hildesheim und anderwrts vllig hnlich4 ,vielleicht das merkwrdigste ,beispiel fr den holzgeborenen ,charakter der germanischen ,steinarchitektur1 und der schrfste ,beweis fr die ,konstanz der knstlerischen ,richtung innerhalb der ,rasse4 ,auch an verschiedenen anderen ,gestaltungen reich ist das in ,merida an ,resten noch ,vorhandene4 ,so sehen wir allerlei ,freisttzen1 gewundene ,sulen mit ,kapitellen1 die in holzmiger ,umgestaltung noch die rmischen ,vorbilder nachzuahmen suchen1 aber auch vierkantige ,pfeiler1 deren ,flchen von eigentmlich geformten ,kreuzen eingenommen werden1 und deren ,kapitell reine ,holztechnik ausspricht 7s4 ,abb4 #df71 -- eine ,sttze1 die hnlich auch in ,toledo daheim ist4 ,dann aber ,reste von ,schranken 7cancelli71 den gleichzeitigen langobardischen in ,italien 7,aquileja7 sehr nahe verwandt1 die mit einer ,einteilung in quadratische1 mit ,tiergestalten gefllte ,kassetten geschmckt sind1 darber ,muscheln in ,bgen und ,dreiecken2 alles rein vertieft in die ,flche1 wie wir es aus dem ,osten kennen4 ,andere ,bauteile finden wir in jngeren ,bauwerken vermauert2 so hchst stattliche ,trpfeiler in der berhmten1 in gegenwrtiger ,gestalt aber den ,arabern angehrigen ,wasserkunst im alten ,alcazar 7,el ,conventual ,abb4 #ajg1 ,tafel ,,xxx74 ,wieviel einst aber da vorhanden gewesen sein mag1 ist kaum mehr zu ahnen4 ,die arabischen ,eroberer plnderten und verschleppten die kostbareren ,teile der ,bauwerke ber weite ,gegenden2 ihre ,schriftsteller erzhlen ,wunderdinge von der ,marmorpracht und anderen ,herrlichkeiten1 die sie vorfanden4 ,es wird vor allem gerhmt die groe ,hauptkirche1 ,sta4 ,maria 7,sta4 ,hierosolyma genannt71 wegen ihrer ,gre und ,pracht1 der ,ort vieler ,konzilien2 auerdem die ,basilika ,st4 ,eulalia 7in romanischer ,zeit wieder aufgebaut72 ein groes ,baptisterium bei ,j4 ,joh4 ,baptista1 zahlreiche andere ,kirchen1 ,klster1 ,hospize1 ,krankenhuser1 ,schulen4 ,illustration3 ,,xxx ,abb4 #ajg4 ,merida4 ,westgotische ,pfeiler im ,conventual4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,illustration3 ,abb4 #aji4 ,toledo4 ,s4 ,cristo de la ,luz4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,schon im #f4 ,jahrhundert errichtete ,erzbischof ,fidel an ,stelle seiner eingestrzten ,residenz eine neue prchtige1 die wundervoll ausgestattet als bischfliches ,atrium mit seinen drei reichen ,sulenhallen besonders gepriesen wird 7,paul ,diaconus71 ausgestattet mit ,marmor1 ,mosaik und sonst kostbaren ,materialien4 ,ein zweites herzogliches ,atrium wird ebenfalls erwhnt4 ,sidenote3 ,sevilla ,sevilla1 einst so bedeutsam als westgotische ,hauptstadt in ,andalusien1 zeigt uns aus germanischen ,tagen ebenfalls nur noch ,trmmer in reicher ,vielgestalt in seinem ,museum2 keinen sonstigen ,rest von ,gebuden mehr aufrecht4 ,sidenote3 ,toledo ,kaum anders ist es in ,toledo1 wo man von den einstigen groen ,bauwerken der westgotischen ,residenz fast nichts mehr hat1 als die zahlreichen aus ,befestigungen und spteren ,mauern1 insbesondere arabischen1 wieder zutage befrderten ,architekturteile1 von denen eine nicht unbedeutende ,zahl inzwischen nach ,madrid ins ,museo arqueologico gewandert ist4 ,von der einst nach ,norden am ,fue der hoch emporragenden ,stadt liegenden ,basilika der hl4 ,leokadia ist nichts brig1 als eine ,reihe von ,sulenkapitellen in den ,hfen des ,sta4 ,cruz-,hospitals 7,abb4 #dg74 ,an der ,stelle der ,kirche1 die so viele westgotische ,konzilien -- unglckseligen ,angedenkens -- in ihren ,mauern tagen sah1 steht ein kleines nichtswrdiges burisches ,gotteshaus2 ein paar marmorne ,sulenschfte stecken als ,wegepfosten an den ,wegen im ,boden4 ,der zweite ,hallenhof des genannten berhmten ,hospitals des groen ,kardinals8 7,mendoza7 steht auf den nach oben transportierten ,sulen1 deren ,kapitelle merkwrdige ,umbildung korinthischer ,grundform zeigen4 berall bricht neue ,gestaltung hindurch3 die ,parallelitt der ,linien1 der ,blattrippen1 wellenfrmige ,rippungen und dergleichen treten an ,stelle antiker ,formenbildung2 sonderbare ,hakenbltter von ganz fremder ,gestalt umgrten den ,kelch4 ,von der ,kirche der hl4 ,agnes 7,gins7 sind 7in ,madrid7 allerlei ,bruchstcke vorhanden2 so vor allem ein ,doppelfenster mit ,zwischensule2 der ,doppelhufeisenbogen ist aus einem einzigen ,marmorblock gehauen2 das ,kapitell mit ,kmpfer eben angedeutet1 die ,basis rein als vertiefte ,ringelung gebildet2 kurz alles vllig zimmermannsmig4 ,zahlreiche ,kmpfer1 ,trstrze1 ,friese und dergleichen zeigen uns ausnahmslos mehr und als irgendwo sonst reine ,kerbschnittarbeit oder ,zimmermannsart auf den ,stein bertragen und vllig zu einem eigenen ,stile ausgebildet1 auch in netzfrmigen ,mustern1 ,rosetten in ,reihen angeordnet1 kurz in mannigfachster ,durchbildung4 ,insbesondere spielt hier das aus verschlungenen ,kreislinien hergestellte ,vierblatt und ,sechsblatt im ,kreise eine groe ,rolle 7wie auch bei den merowingischen ,franken1 nicht minder aber in der spteren ,holzkunst und ,zimmermannsarbeit des ,nordens74 ,selbst in die ,keramik bertragen 7so auf ,ziegelsteine als ,zierat74 ,kurz1 die ,ornamentik der ,westgoten ist fast ausschlielich nur aus der reinen ,holzschnitzerei und ,kerberei zu verstehen1 weil aus ihr entstanden 7,abb4 #ajh74 ,illustration3 ,abb4 #ajh4 ,westgotische und frnkische ,steinornamente4 ,ein paar bauliche ,reste haben sich in spteren ,moscheen erhalten4 ,da sei vor allem die bekannte kleine1 jetzt ,s4 ,cristo de la ,luz1 genannt1 deren ,schiff 7,abb4 #aji1 ,tafel ,,xxx7 rein quadratisch1 mit ,auenmauern aus groen ,quadern und ,zwischenlagen von ,backsteinschichten1 durch ,hufeisenbgen auf vier mittleren ,sulen in neun kleine ,quadrate geteilt1 wohl die alte kleine ,kirche gebildet haben kann2 also eine ,zentralanlage 7die ,apsis oder ,apsiden durch eine sptere ,erweiterung verdrngt74 ,die kurzen ,sulen mit ihren derben gekerbten und recht rohen ,kapitellen von ganz ungleicher ,bildung1 der ,westgotenzeit angehrend1 drften in der ,tat noch an ihrem ursprnglichen ,platze stehen4 ,jetzt sind darber maurische 7sehr frhe7 ,gewlbe mit ,mittelkuppel4 ,sidenote3 ,portugal ,auch in anderen wichtigen ,stdten sind der ,steinberreste noch genug in den ,museen vorhanden1 so in ,murcia1 ,valencia1 ,tarragona1 ,barcelona1 ,zaragoza1 ,leon2 ,toulouse1 ,carcassonne1 ,narbonne1 ,arles1 ,nimes1 ,aix1 ,marseille2 ebenso in ,lissabon1 wo der ,stil nach ,merida hinber weist2 einige ,sonderarbeiten ebenfalls gekerbter ,art1 die anders aussehen1 auch ,tiere darstellen1 knnten den ,sueben des ,nordwestens zuzurechnen sein4 ,in ,guimares und in der ,gegend von ,braga allerlei hnliche ,reste1 da ,athanagild in jener ,gegend viel gebaut haben soll1 dessen ,zeit #efj zugeschrieben4 ,ein ,dorf trgt sogar dieses ,knigs ,namen4 ,in ,guimares 7,museum7 ein merkwrdiges berbleibsel in ,quadern1 wohl ein ,stck der ,apsis einer ,kirche1 ,flechtbnder als ,gesimse und um das ,fenster1 das noch mit einem ganz flach gekerbten manderartigen ,bande eingefat ist2 ein ,dokument selbstndig ausgebildeter ,architektur aus jener ,zeit4 7,merkwrdigerweise dort den alten ,iberiern zugeschrieben47 ,sidenote3 ,baos ,von allen ,bauwerken aus der ,zeit vor dem ,einbruche der ,araber scheint in ,spanien nur ein einziges vollstndig brig geblieben zu sein3 die ,kirche ,s4 ,juan ,bautista zu ,baos de ,cerato 7,abb4 #aaj74 ,dieses mitten in ,altkastilien bei ,palencia gelegene ,gotteshaus ist von ,reccesvinth im ,jahre #ffa gebaut1 da dieser ,knig sich in der nahe dabei gelegenen ,heilquelle vom ,steinleiden gesund gebadet hatte1 derselbe1 dessen ,namen auch die schnste der ,goldkronen des ,schatzes von ,guarrazar trgt4 ,die kleine ,basilika darf daher als eines der fr alle ,germanen historisch wichtigsten ,bauwerke betrachtet werden2 jetzt wieder vortrefflich hergestellt gibt sie uns neben ,cividale das einzige vllig erhaltene ,beispiel eines in einem whrend der ,vlkerwanderungszeit gegrndeten germanischen ,reiche in dessen krftigster ,entwicklung erbauten ,gotteshauses4 -- ,und zwar eines solchen von ,kunstwert und ungemein sprechender ,charakteristik4 ,illustration3 ,abb4 #aaj4 ,baos4 ,s4 ,juan ,bautista4 ,illustration3 ,abb4 #aaa4 ,baos4 ,s4 ,juan ,bautista4 ,illustration3 ,,xxxi ,abb4 #aac4 ,baos4 ,s4 ,juan ,bautista4 ,portalbogen4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,illustration3 ,abb4 #aaf4 ,baos4 ,ostfenster4 ,es ist eine kleine dreischiffige ,basilika mit offenem ,dachstuhle 7,abb4 #aaa71 deren ,ostseite mit drei rechteckigen mit ,tonnengewlben bedeckten ,chren abschliet4 -- ,acht ,sulen tragen die ,hufeisenbgen der ,mittelschiffmauer2 ihre ,kapitelle 7,abb4 #aab2 vgl4 ,abb4 #dg7 sind korinthischen frei nachgebildet1 derb1 doch charakteristisch in gleicher ,art1 wie die in ,cordoba und ,toledo erwhnten4 ,vor die ,kirche legt sich eine stattliche ,vorhalle 7,abb4 #aac1 ,taf4 ,,xxi71 sich mit breitem ,hufeisenbogen ffnend1 ber ihm ein ,kreuz4 ,alle ,bgen sind hufeisenfrmig1 auch das ,tonnengewlbe des ,chors2 die ,kmpfer in reinem ,kerbschnitt geschmckt mit ,reihen von ,vierblttern im ,kreise2 ebenso die ,archivolte des ,eingangsbogens 7,abb4 #aad74 ,die schlanken ,fenster des ,obergadens und die ,ostfenster schlieen innen ebenfalls im ,hufeisen und haben als ,ausfllung reich durchbrochene ,steinplatten4 ber dem mittleren ,chorbogen aber zeigt sich eine krftig vortretende ,inschrifttafel von vier sparrenkopfartigen ,blcken an den ,ecken gefat1 die besagt3 ,heil6 ,vorlufer des ,herrn1 ,blutzeuge1 ,du ,tufer ,johannes1 ,sollst ihn besitzen1 den ,sitz ,dir geweiht in ewiger ,schenkung1 ,welchen in ,demut ich1 ,dein treuer ,verehrer1 der ,knig ,reccesvinthus ,dir aus eigenem ,gute gestiftet1 ,unseres ,reiches im zehnten und drei1 der berufene ,landgraf1 ,sechsmalhundert rechnet die ra und neunzig und neune#dc4 ,illustration3 ,abb4 #aab4 ,baos4 ,s4 ,juan ,bautista4 ,schiffsule4 ,hier haben wir also wohl die lteste germanische ,bauinschrift mit ,datum und ,namen vor uns1 ein ,dokument von einziger ,bedeutung4 ,die ,jahreszahl #fii der 7julianischen7 ra ist #ffa der christlichen ,zeitrechnung4 ,kerbschnittfriese aus den bezeichneten ,vierblttern gebildet1 ziehen als ,gesims um den ,obergaden1 bilden die ,kmpfer 7,abb4 #aad71 umziehen auch das uere des ,mittelschiffes als ,kmpfer der ,fenster4 ,ganz hnliche ,technik zeigt die ,chorbogen-,archivolte 7,abb4 #aae74 ,das ganze kleine ,gebude ist gediegen in ,quadern und ,bruchsteinen doch ohne besondere ,schulmigkeit flott durchgefhrt und hat zwlf und ein halbes ,jahrhundert ohne nennenswerten ,schaden berdauert4 ,es lag wohl nicht am ,wege1 in einem winzigen ,drflein1 und ist vom ersten ,strom der ja brigens toleranten ,araber vielleicht bersehen worden4 ,heute noch verirren sich nur ,wenige dahin4 ,illustration3 ,abb4 #aad4 ,baos4 ,bogenkmpfer4 ,aber der knstlerische ,eindruck ist ein bedeutender und bleibender4 ,die ,wrde des einfachen kleinen und doch ernsten und kraftvollen ,baus mit seinem offenen ,dache ist gro2 die ,materialien sind edel -- ,cipollinschfte und weie ,marmorkapitelle der ,sulen --1 ihr ,schmuck einfach und doch wirksam4 ,reste von ,bemalung sind am ,tonnengewlbe des ,chors sichtbar3 kassettenartige ,einteilung mit ,rosetten1 ob nur in ,querbgen oder ber das ganze ,gewlbe ist nicht mehr zu entscheiden4 -- ,das ,ostfenster mit seinem durchbrochenen ,steingitter ist von hohem ,reize 7,abbildung #aaf1 ,tafel ,,xxxi74 ,illustration3 ,abb4 #aae4 ,baos4 ,archivolte des ,chorbogens4 ,illustration3 ,abb4 #aag4 ,baos4 ,s4 ,juan ,bautista4 ,was uns hier in einem einzigen so bescheidenen ,beispiele blieb von der originalen ,baukunst des westgotisch-spanischen ,reiches1 spricht uns doch von vielen verschwundenen groen ,werken1 von mehr1 als man wohl denken mochte4 ,wrde1 ,ernst und klare ,durchbildung im einzelnen ist nicht zu verkennen4 ,wenn im ,grundri und ,gesamterscheinung uns ein ,werk entgegentritt1 das sich dem im ,orient wie in ,italien blichen jener ,zeit ungefhr anzuschlieen scheint1 wenn sogar die ,frage offen bleiben mu1 ob der an germanischen ,bauwerken so verbreitete ,hufeisenbogen wirklich allein aus dem ,holzbau abgeleitet werden darf1 da diese ,bogenform im gleichen oder 7vielleicht7 schon frheren ,jahrhundert im nchsten ,orient 7,anatolien7 ebenfalls verbreitet war1 so ist1 wenn man selbst den ,anspruch auf vllig originale ,entstehung dieser ,gestaltung aufgeben will1 des knstlerischen ,verdienstes noch genug1 die ,eigenart hinreichend hervortretend1 da man solche ,werke als in dem groen ,gemlde der altchristlichen ,baukunst durchaus vollwertig dastehend bezeichnen darf4 ,das gedrungene uere des ,bauwerks 7,abb4 #aag7 baut sich in ruhiger ,gruppe auf2 die sich in weitem ,hufeisenbogen ffnende ,vorhalle wirkt mit zur malerischen ,gestaltung4 ,das ,kreuz darber ist dasselbe wie wir es bei den ,langobarden verbreitet fanden4 ,illustration3 ,abb4 #aah4 ,s4 ,miguel de ,escalada4 ,daneben liegt die uralte ,heilquelle in den ,boden versenkt und mit einem aus der ,erde hervorragenden ,tonnengewlbe berdeckt2 eine ,treppe fhrt an der ,langseite in die ,tiefe zu dem ,hufeisenbogen des ,einganges1 der wie das brige beweist1 da ,knig ,reccesvinth auch dem heilenden ,gewsser das schtzende und khlende ,gewlbe schuf4 ,sidenote3 ,suso ,die ganz kleine ,dorfkirche von ,s4 ,millan de la ,cogulla zu ,suso bei ,logroo am oberen ,ebro war in ihrer ,art ganz hnlich1 ist aber jetzt stark entstellt und eingewlbt1 so da man nur noch die ,basilikenform auf scheinbar kapitelllosen ,sulen mit ,hufeisenbgen erkennt4 ,jedenfalls aber bezeugt ihre ganze ,erscheinung eine weitere ,verbreitung der ,grundform1 wie sie in ,baos gegeben ist4 ,illustration3 ,,xxxii ,abb4 #aai4 ,s4 ,miguel de ,escalada4 ,inneres4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,illustration3 ,abb4 #abi4 ,sta4 ,maria de ,naranco4 ueres4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,sidenote3 ,s4 ,miguel de ,escalada ,einen wohl ursprnglich gleicher ,zeit angehrenden ,bau1 doch dann der arabischen ,zerstrung anheim gefallen und nachher von ,mnchen aus ,toledo wieder aufgebaut1 #iac neu geweiht1 finden wir in der ,umgebung von ,leon3 ,s4 ,miguel de ,escalada 7,abb4 #aah74 ,ebenfalls eine dreischiffige ,sulenbasilika mit je vier freistehenden und zwei angelehnten ,sulen unter jeder ,mittelschiffwand2 alle ,bgen von ,hufeisenform4 ,hier aber besteht die ,ostpartie nicht aus drei rechteckigen1 sondern drei im ,grundri hufeisenfrmigen ,apsiden nebeneinander4 ,eine fernere ,besonderheit des ,innern ist die ,abtrennung eines querschiffartigen ,raumes durch eine ,bogenstellung quer durch die ,kirche vor ,altar und ,apsiden1 im ,mittelschiff auf zwei ,sulen ruhend1 ganz jener in ,italien verbreiteten ,gepflogenheit entsprechend1 die wir in ,torcello wie in den alten langobardischen ,kirchen fanden2 also der ,abgrenzung eines ,heiligen durch ,schranken und ,sulenteilung 7,abb4 #aai1 ,tafel ,,xxxii74 ,die rundbogigen ,fenster des ,obergadens sind abwechselnd ganz schmal und etwas breiter1 ein ,rhythmus1 der vielleicht auf vlligen ,neubau der oberen ,teile nach #iac deutet4 ,die ,hufeisenform des ,apsisgrundrisses ist kaum weniger bemerkenswert2 sie tritt an germanischen ,kirchen in allen ,lndern1 insbesondere genau wie hier in der ,schweiz auf1 an italienischen ,kirchen bereits mehrfach von uns erwhnt 7vergl4 ,abb4 #afj74 ,interessant sind manche ,kapitelle des ,schiffes1 von denen die meisten wohl der ,zeit des ,wiederaufbaus angehren1 manche aber gewissen langobardischen des #h4 ,jahrhunderts sehr hnlich sehen4 ,vielerlei ,reste von ,ornamenten und sonstige ,einzelheiten reden von einer einst reicheren ,ausstattung der heute sehr bescheidenen ,kirche1 die bei der ,herstellung auch eine ,art ,kreuzgang1 eine offene ,halle auf ,hufeisenbgen nach ,sden zu erhielt4 ,insbesondere mu sie einst reiche ,schranken besessen haben2 auch eine durchbrochene ,fensterplatte mit ,hufeisenffnungen ist noch vorhanden4 ,sidenote3 ,pealba ,mglicherweise gehrt auch noch hierher die ganze kleine merkwrdige ,kirche von ,santiago de ,pealba weiter im ,norden1 wie die letztgenannte nahe bei ,leon2 einschiffig und kreuzfrmig im ,grundri1 doch mit zwei ,apsiden1 nach ,osten und ,westen1 letztere im ,unterteil einer ,art von ,turm4 ,die beiden ,apsiden sind ebenfalls von hufeisenfrmigem ,grundplane4 ,die ,eingnge liegen nach ,norden und ,sden im westlichen der zwei ,joche des ,schiffes2 die ,gewlbe sind ,tonnengewlbe4 ,hier ist nur der ,grundri von ,bedeutung2 charakteristisch aber auch die ,anlage von ,strebepfeilern zur ,sttze des ,gurtbogens1 was dafr spricht1 da die ,kirche in ihrer jetzigen ,erscheinung wohl eher dem #i4 ,jahrhundert zuzuschreiben sein mag4 ,sidenote3 ,asturische ,bauten der ,sptzeit ,diese letzte ,zeit ist hier von hchster ,bedeutung1 denn ihr verdanken wir die ausgezeichnetsten ,werke der germanischen ,baukunst in ,spanien berhaupt4 ,mit dem ,eindringen der ,araber erlosch diese ja keineswegs1 vielmehr gewann sie in einem nrdlichen ,winkel des ,landes noch eine ,fortsetzung ihres ,daseins1 in der sie sich in reifer durchgebildeter und weit klarerer ,form auszusprechen vermochte1 als bisher1 so weit die vorhandenen ,denkmler der lteren ,zeit ein ,urteil hierber zulassen4 ,es handelt sich um die ltesten christlichen ,bauwerke ,asturiens1 des von dem gewaltigen kantabrischen ,randgebirges umschlossenen engen ,nordwinkels ,spaniens1 welcher den wenigen geretteten ,westgoten nach der ,schlacht am ,guadalete die letzte ,zuflucht bot1 und von wo aus in der ,folge die ,wiedereroberung des ganzen ,landes bis zur ,besiegung der letzten ,mauren 7#adib7 ihren ,anfang nahm4 ,der manchmal als sagenhaft betrachtete ,feldherr ,pelayo1 der berlieferung nach der letzte ,prinz von ,leovigilds ,stamme1 soll dort die ,trmmer des westgotischen ,heeres gesammelt haben2 die heiligsten ,reliquien aus ,toledo wurden dahin gerettet und befinden sich noch heute in der berhmten camara santa des ,domes zu ,oviedo4 ,in der uersten ,not diente sogar die ,hhle von ,covadonga ,pelayo mit seinen dreihundert ,getreuen als sichere ,sttte1 von der aus er seine vielbesungenen ,heldenkmpfe zur ,wiedereroberung des ,landes aufnahm4 ,da befinden sich auch noch drei ,steinsrge1 die die ,reste des ,feldherrn 7 #gcf71 seiner ,gattin ,gandiosa und seiner ,schwester ,hormesinde bergen sollen4 ,die ,srge knnten in der ,tat jener ,zeit angehren2 der grte steht unter einem ,bogen nach ,art der altchristlichen ,arkosolien2 sie sind alle mit flachem gekerbten ,ornament und ,rosettenreihen geschmckt4 ,der ,nachfolger und ,schwiegersohn ,pelayos gilt unter dem ,namen ,alfonso ,i4 7got4 ,hadafuns7 als der erste spanische ,knig4 ,doch ist das als eine sptere ,gruppierung durch die nationalstolzen spanischen ,historiker zu erachten1 denn noch ,jahrhunderte lang bezeichneten sich die asturischen ,knige als ,knige der ,goten4 ,erst seit der ,verlegung des ,knigtums aus ,asturien nach ,leon um #iej entwickelt sich langsam das eigentliche ,spaniertum4 ,westgotische ,gesetze 7lex ,wisigotorum7 galten bis ins ,mittelalter1 selbst die ,schrift der ,westgoten1 eine liberale ,majuskel8 wurde erst #ajia auf einem ,konzil zu ,leon auer ,gebrauch gesetzt4 ,wie lange die gotische ,sprache im ,gebrauche blieb1 lt sich nur vermuten2 die ,kirchensprache freilich war spter ,latein1 whrend die arianische ,kirche1 so lange sie existierte1 sich mit ,vorliebe noch des ,gotischen1 jedenfalls mindestens beider ,sprachen nebeneinander bedient hatte4 ,so ist das noch auf ,asturien beschrnkte ,knigtum als rein westgotisch zu betrachten1 also auch seine ,kunst4 ,was von ihr bis aus der ,zeit ,fruelas ,,ii4 7 #ibe7 z4 ,b4 an ,gold- und ,silberschmiedearbeit brig geblieben ist1 beweist dies auf das klarste4 ,so ,fruelas ,reliquienkasten zu ,oviedo aus ,silber und ,gold1 mit ,edelsteinen und ,achaten besetzt1 dessen ,schlo oder ,bekrnung uns noch immer das schon am ,schwarzen ,meer bliche ,goldzellenwerk mit rotem ,gestein und ,email 7dies ganz nach ,art des langobardischen an ,gisulfs ,spange in ,cividale7 in hchster ,verfeinerung doch klarster ,ausprgung aufweist4 ,nirgends1 auch in ,deutschland nicht1 hat sich rein altgermanisches ,kunstgewerbe so lange noch lebendig erhalten4 ,in ,asturien gruppiert sich1 wie es sich aus der ,geschichte des ,landes ergibt1 alles um ,oviedo1 das durch ,alfonso ,,ii4 7el ,casto7 7#gib-hdb7 zur ,residenz erhoben wurde1 nachdem hier vorher 7#gfj7 ,fruela ,i4 durch die ,grndung eines ,mnchsklosters bereits einen festen ,ansiedelungspunkt geschaffen hatte4 ,die knigliche ,residenz war bis dahin in ,gijon gewesen1 also ganz nahe dem ,meer4 ,sidenote3 ,oviedo ,alfonso ,,ii4 erbaute zu ,oviedo vor #hjj einen neuen ,knigspalast und die ,kathedrale ,s4 ,salvador2 als sein ,architekt wird ,tjoda genannt2 der ,name ist gut gotisch4 -- ,von diesem ,knige1 einem der kraftvollsten in der ,reihe der asturischen ,monarchen1 ist in der ,folge eine groe ,reihe baulicher ,schpfungen errichtet worden4 ,es ist die ,zeit der ersten greren ,stdtegrndungen und der ,organisation des sich wiederfindenden germanischen ,volkes im engen seither kaum genannten abgeschlossenen ,gebirgslande1 das sich doch als letzte und festeste ,zitadelle erwiesen hatte4 ,illustration3 ,abb4 #abj4 ,oviedo4 ,s4 ,tirso4 ,kapitell4 ,vom ,dom und ,palaste ,alfonsos ist nichts mehr brig1 als die genannte camara santa1 ein kleiner tonnengewlbter ,schatzraum mit gleichem ,gewlbe darunter1 beleuchtet durch ein mit ,falzsulchen eingefates1 einfaches1 rundbogiges ,fenster auf der ,ostseite4 ,die ,sulchen haben korinthisierende ,kapitelle ohne ,eigenart1 mit stachligen ,blttern2 drften wohl die ,arbeit eines aus dem ,osten kommenden ,bildhauers sein1 also nicht von dem ,westgoten ,tjoda herrhren4 ,sidenote3 ,oviedo1 ,s4 ,tirso ,dagegen sind noch zwei ,kirchen in der ,stadt1 die zu den um #hbj von ,alfonso erbauten gehren und interessante bauliche ,eigentmlichkeiten germanischer ,art aufweisen4 ,s4 ,tirso gleich bei der ,kathedrale hat freilich von seinem alten ,bestande1 wie es scheint1 nur die ,ostwand der ,mittelapsis und vielleicht die ,umfassungsmauern gerettet1 die eine dreischiffige ,anlage ohne ,querschiff nach ,art der spter zu besprechenden ,kirchen vermuten lassen4 ,aber die ,ostwand hat wenigstens noch das alte dreifache ,fenster mit zwei ,sulchen dazwischen1 mit ,backsteinbogen1 in einer viereckigen ,blende1 der mittelste ,bogen etwas breiter und hher als die seitlichen4 ,die ,kapitelle sind hchst charakteristisch germanisch1 nur noch ,andeutungen des korinthischen ,schemas1 unten mit einer ,reihe gerippter ,buchenbltter umgeben1 darber eine ,art ,ranken nach den ,ecken und ein ,abakus1 alles nur angedeutet in der ,masse1 aber dann im reinen ,holzstil durch ,rillen und ,riefen geschmckt oder gerippt 7,abb4 #abj74 ,eine ,erscheinung an sptere romanische anklingend1 doch ganz eigenen ,stiles4 ,ganz gleichartige ,kapitelle finden wir bei ,s4 ,adriano de ,tuon 7,abb4 #dg74 ,die durchlochten ,steine fr die ,drehzapfen der ueren ,holzlden sind in der ,auenmauer noch vorhanden4 ,die ,fenstergruppe ist sehr eindrucksvoll4 ,sidenote3 ,oviedo1 ,santullano ,der grte kirchliche berrest aus ,alfonsos ,,ii4 ,zeit aber ist ,san ,julian 7,santullano7 in einer ,vorstadt ,oviedos3 eine stattliche dreischiffige ,pfeilerbasilika mit ,querschiff und drei rechtwinkligen ,chren alles sehr kompakt in ein ,rechteck eingeschlossen 7,abb4 #aba72 die ,chorpartie nur wenig eingerckt2 vor der ,westtr noch eine ,vorhalle mit zwei seitlichen von der ,kirche getrennten ,rumen1 die ,treppen enthalten2 vor dem ,querschiff beiderseits ein rechteckiger ,raum 7vielleicht alte ,sakristeien74 ,schiffe1 ,querschiff1 ,chre und ,vorhalle mit ,tonnengewlben berdeckt 7vielleicht teilweise nachtrglich eingewlbt74 ,lngs der ,schiffwnde und am ,chor ringsum in kurzen ,abstnden ,strebepfeiler4 ,illustration3 ,abb4 #aba4 ,oviedo4 ,santullano4 ber dem mittleren ,chor ist ein mit hbschem ,dreifenster auf ,sulen sich ffnender ,oberraum1 unzugnglich4 ,die ,kirche ist sonst sehr einfach1 auch im #ah4 ,jahrhundert innen grndlich verputzt1 doch nicht umgestaltet2 auen noch in der ursprnglichen ,verfassung4 ,die ,chorfenster besitzen sogar zum ,teil noch ihre alten ,steinausfllungen von durchbrochenen ,platten 7,abb4 #fa72 das ,dachgesims aus ,holz mit gewundenen ,schwellen auf ,konsolen drfte auch noch ursprnglich sein2 im ,obergescho sind selbst ,dachbalken mit einer ,dekoration in eingetieften ,bgen erhalten1 ganz an die bekannte ,verzierung der ,kmme in der ,vlkerwanderungszeit erinnernd4 ,die inneren ,pfeiler haben ungewhnlich einfaches ,plattengesims1 nur die rechteckige ,hauptnische besitzt ringsum eine innere schne ,blendarchitektur von ,halbsulen mit eigentmlichen primitiven ,bltterkapitellen und ,bogen darber 7s4 ,abb4 #dg74 ,illustration3 ,abb4 #abb4 ,tuon4 ,s4 ,adriano4 ,illustration3 ,abb4 #abc4 ,priesca4 ,s4 ,salvador4 ,alle ,formen zeigen einen neuen von der ,antike abgewandten ,sinn1 nichts von der gleichzeitigen karolingischen ,rckkehr zum ,rmertum2 derbe natrliche ,bildung1 die uns beweist1 da der zimmermnnische ,geist der alten ,goten noch fortlebte4 ,aber auch die konstruktive ,anlage ist wertvoll3 je drei ,tonnengewlbe nebeneinander in ,schiff und ,chor1 die vertikal auf das ,querschiffgewlbe stoend1 dessen ,druck aufheben1 ihrerseits durch ,strebepfeiler der ueren ,schiff- und ,chorwnde gesttzt4 ,im ,grundri ist die ,breite des ,mittelschiffes auffallend1 das jederseits durch nur drei ,bgen auf rechteckigen ,pfeilern mit den ,seitenschiffen verbunden wird2 zwei ,pfeiler sind in den ,vierungsbogen am ,querschiffe zur ,verkleinerung dieses ,bogens eingestellt4 ,sidenote3 ,tuon1 ,priesca hnliche ,kirchenanlagen1 doch einfacher1 finden wir in der ,umgegend von ,oviedo2 so in ,s4 ,adriano de ,tuon 7,abb4 #abb71 in den ,kapitellen bereinstimmend mit ,s4 ,tirso zu ,oviedo2 die jngste dieser ,kirchen ist ,s4 ,salvador in ,priesca2 berall die drei rechteckigen ,nischen des ,chors1 von denen die mittlere ringsum an den ,wnden mit ,blendarkaden auf ,halbsulen geschmckt ist1 das ,mittelschiff meist mit offenem ,dache und nur drei ,bgen nach den ,seitenschiffen zu1 also sehr kurz2 westlich eine mittlere ,vorhalle zwischen zwei ,rumen vor den ,seitenschiffen 7,abb4 #abc74 -- ,wir mssen daher eine ausgebreitete systematische ,bauttigkeit des ,knigs ,alfonso ,,ii4 whrend seiner fnfzigjhrigen ,regierungszeit annehmen1 die in den ,kirchen zu einem ganz klaren ,typus gefhrt hat4 ,es kann dahin gestellt bleiben1 ob diese ,kirchenform aus dem ,osten1 wo hnliche ,anordnungen vorkommen1 hierher bertragen ist oder ob sie sich hier von selber auf hnlicher ,grundlage entwickelt hat4 ,die ,hufeisenform der ,bgen verschwindet im #i4 ,jahrhundert4 ,die hier verbreitete ,mehrstckigkeit der ,ostapsiden aber tritt auch mehrfach in ,syrien auf4 ,wir finden den ,westgoten ,tjoda als den ,baumeister ,alfonsos ,,ii4 urkundlich beglaubigt1 wissen sogar von ihm1 da er bei wichtigen ,aktionen auch sonst eine ,rolle spielte1 berhaupt eine einflureiche ,persnlichkeit gewesen zu sein scheint#dd4 ,da ihm der grte kirchliche ,bau1 der ,dom1 anvertraut war1 so liegt aller ,grund vor1 ihm auch kleinere zuzuschreiben2 die ,einheit des ,typus der ,kirchen ,alfonsos wird daher wohl in der persnlichen ,kunstrichtung ,tjodas und seiner ,genossen begrndet sein2 und wir haben das ,recht1 diese ,bauwerke1 seien sie selbst vom ,orient nicht ganz unabhngig1 als germanisch-westgotische zu bezeichnen4 ,die beiden ,nebenrume des ,chors sind fters stark geschieden1 manchmal nur durch eine trartige ffnung von der ,kirche aus zugnglich1 nicht in einem ,bogen geffnet2 man denkt dann unwillkrlich an die an den sptbyzantinischen ,kirchenanlagen so blichen ,nebenrume des ,chors1 die ,prothesis und das ,diakonikon1 die ,rume fr ,kirchenkasse und ,bibliothek 7kurz ausgedrckt74 ,es ist berhaupt auffllig1 wie stark diese ,unterteilungen1 auch die neben der ,westvorhalle1 der ,regel nach von dem eigentlichen ,kirchenraum getrennt zu sein pflegen4 ,sidenote3 ,s4 ,miguel de ,lino ,diese ,kunst hat einen wirklich glnzenden ,hhepunkt gefunden in dem ,reste einer ,kirche ganz nahe bei dem ,weiler ,naranco1 etwa eine halbe ,meile nordwestlich von ,oviedo1 hoch am ,berge1 genannt ,s4 ,miguel de ,lino 7,linio1 ,lillo74 ,das heute auer ,dienst gestellte und leider fast zur ,hlfte abgebrochene ,gebude ist das eigentliche ,schluergebnis der nordspanisch-westgotischen ,kirchenbaukunst aus dieser letzten ,zeit1 wie eines der knstlerisch wertvollsten und interessantesten ,werke der germanischen ,frhzeit berhaupt4 ,der ,bau rhrt nach der ,chronik des ,mnches von ,silo 7,mitte des #i4 ,jahrhunderts7 von ,knig ,ramiro ,i4 her4 ,jener schreibt3 ,quae ,michaeli ,victorioso archangelo bene construxit qui divino nutu ,ramiro principi ubique de inimicis triumphum dedit4 -- ,hiernach hat ,ramiro dem ,erzengel ,michael1 als seinem ,schutzpatron1 dies ,gebude geweiht4 -- #heg wird es wieder erwhnt2 um #hhc sagt der ,mnch von ,albelda von ,ramiro3 in locum ligno dicto eclesiam et palatium arte fornicea mire construxit#de4 ,hier wird also die ,lokalitt in ligno1 von der die ,kirche noch heute ihren ,namen trgt1 deutlich bezeichnet2 zugleich die ,wlbung betont4 ,kurz1 ber die ,identitt des ,bauwerkes kann kein ,zweifel bestehen1 auch ber seinen ,erbauer ,ramiro ,i4 7#hdb-hej7 nicht1 so da die ,zeit des ,erstehens der ,kirche sicher auf sptestens #hde anzunehmen ist4 ,denn #hej starb schon ,ramiro in seinem dabeigelegenen ,palast4 ,ich habe versucht1 auf ,grund des ,restes eine ,wiederherstellung des ,kirchenplanes im ueren und ,inneren zu geben4 ,die ,osthlfte ist1 wie gesagt1 #ahdf abgebrochen1 aber der ganz nahe dahinter tief einschneidende heutige ,hohlweg lt nirgends ,mauerwerk im ,boden erkennen1 so da die ,kirche sehr kurz gewesen sein mu4 ,auch strzt das ,terrain gleich dahinter tief ab4 ,ist dies magebend und nicht etwa jeder ,rest von ,mauerwerk dort absichtlich entfernt1 so mu die sehr kurze ,kirche in der ,anlage mit der von ,s4 ,salvador in ,priesca genau gestimmt haben1 die ja ziemlich gleichzeitig ist 7,abb4 #abd73 kurzes ,schiff von drei ,jochen1 dahinter drei rechteckige ,nischen 7mit ,obergescho871 im ,westen ,vorhalle mit zwei seitlichen ,rumen1 die hier nur zu ,treppenhusern ausgentzt sind2 denn ber der offenen tonnengewlbten ,vorhalle befindet sich eine ebenfalls gewlbte ,empore2 diese hat zu beiden ,seiten je zwei ,tren1 deren die westlichsten den ,austritt der zwei ,treppen1 die anderen den ,eingang zu zwei ,kammern bilden1 offenbar fr hnliche ,zwecke bestimmt1 wie die oben erwhnten ,prothesis und ,diakonikon4 ,illustration3 ,abb4 #abd4 ,s4 ,miguel de ,lino bei ,oviedo ,das ,tonnengewlbe ber den ,treppen und ,kammern steht parallel zu dem der ,empore4 -- ber dem ,mittelschiff erhebt sich zu bedeutender ,hhe gleichfalls eine solche ,wlbung2 die ,seitenschiffe haben aber im #a4 und #c4 ,joche ,quertonnen2 ob eine solche niedrigere oder eine lngsgerichtete auch ber dem mittelsten bestanden hat1 ist heute kaum mehr zu entscheiden2 ich neige mich mehr zu dem ,gedanken an letzteres4 ,statt der ,pfeiler hat der ,schiffbau seiner reicheren ,ausstattung gem diesmal vier starke ,sulen2 ,halbsulen an der ,wand entsprechen ihnen4 ,auen treten an den in ,anspruch genommenen ,punkten auch hier ,strebepfeiler auf1 konstruktiv genau an der richtigen ,stelle angeordnet2 ihre ,flchen sind kanelliert in flachem holzmigen ,profil mit je fnf ,kehlen zwischen ,stbchen auf der ,vorder-1 je drei auf den ,nebenseiten4 ,der ,bischof ,don ,sebastian von ,oviedo sah unsere ,kirche vor #hhf und bewunderte sie hchlich4 ,er bezeichnet sie als vierzig ,fu lang und halb so breit -- das ist natrlich eine einfache ,schtzung wohl des ,inneren --1 spricht auch von dem bekrnenden ,kreuz1 der ,laterne1 der groen ,kapelle und dem ,turm fr die ,glocken1 woraus wir aber kaum auf eine ,kuppel und einen wirklichen ,turm -- wohl hchstens auf einen offenen ,aufbau zum ,aufhngen der ,glocken -- schlieen drfen4 ,leider ist bis heute kein ,bild des ,gebudes vor dem ,abbruch und ,umbau #ahdf gefunden2 es drfte aber der fehlende ,teil dem noch stehenden genau entsprochen haben1 wie ich es darzustellen versucht habe 7,titelbild74 ,wir haben also hier ein konstruktiv ganz trefflich durchdachtes neuartiges ,system von ,tonnengewlben1 lngs und quer gestellt1 vor uns2 die stark beanspruchten ,punkte der ,auenmauern sind mit ,strebepfeilern verstrkt 7,abb4 #abe74 ,das ,werk steht so als eine fr jene ,zeit geradezu geniale ,leistung da2 trotz kleiner ,mae und der ,beschrnkung auf die eine ,gewlbeform ist es als ,gewlbebau die grte ,leistung jener ,baukunst4 ,nicht minder aber auch formal4 ,das ,detail zeigt uns hier berall echt germanische ,holzformen auf ,stein bertragen2 meist in ganz aufflliger ,weise4 ,schon die smtlichen ,gesimse und ,archivolten sind aus ,taustben1 einfachen und verdoppelten gebildet1 wie berhaupt der gewundene ,stab eine groe ,rolle spielt4 ,die ,sulenkapitelle gehen aus dem ,rund des ,schaftes unmerklich in die vierkantige ,deckplatte ber und sind mit gewundenen ,stben eingeteilt1 teilweise mit ,rosetten gefllt4 ,von einfachster doch in ihrer ,art ganz vollkommener ,form1 die mit dem stlichen ,trapezkapitell nichts zu tun hat1 doch in hnlicher ,grundgestalt angestrebt wird 7s4 ,abb4 #dh74 ,besonders interessant ist im ,inneren die ,architektur auf der ,westempore 7,abb4 #abf72 so die doppelten ,trbgen aus je einem ,stck ,stein mit einem dem langobardischen des #h4 ,jahrhunderts nahestehenden ,ornament1 besonders aber die gerieften ,dreiviertelsulen ohne ,kapitell1 doch mit ,fu1 die den groen ,gurtbogen tragen1 und zwar vermittels eines quer berliegenden ,steinbalkens1 der die reinste zimmermnnische ,zierweise zeigt1 in ,zierformen1 die geradezu identisch sind mit denen der ,trbekrnung eines ,fachwerkhauses aus ,sachsenberg von #aehe 7,abb4 #dd74 ,nicht minder charakteristisch die berlagsteine ber den kapitelllosen ,halbsulen am ,treppenaufgange 7,abb4 #eb7 und die ,umrahmung der ,fenster3 berall eingetiefte ,hohlkehlen mit kleinen ,stbchen oder ,kanten dazwischen1 genau solche ,profile1 wie sie unser #ae4 und #af4 ,jahrhundert in der ,holzkunst der spten ,gotik bentzt4 ,illustration3 ,abb4 #abe4 ,s4 ,miguel de ,lino4 ,perspektivischer ,durchschnitt4 ,ganz besonders neu sind aber die prchtigen breit gelagerten ,sulenfe des ,schiffes 7s4 ,abb4 #ee72 ins ,viereck bergehende kraftvolle ,wulste1 an den vier ,seiten mit je drei ,arkaden geschmckt1 die in ganz flachem ,relief die ,symbole der ,evangelisten und hnliches enthalten1 davon die ,umfassung und berwlbung wie aus ,tauen ganz holzmig1 oder auch wie aus lauter ,strohseilen geflochten4 ,aber von mchtiger ,wucht in der ,wirkung4 ,nur noch im hohen ,norden 7,dnemark7 treten hnlich gefhlte kolossale ,sulenfe auf4 ,bemerkenswert sind daneben angefgte ,fe von kleineren ,sulen1 die ergeben1 da eine weit niedrigere ,sulenstellung zwischen den groen ,sulen das erste ,joch des ,mittelschiffes ringsum abtrennte4 ,vielleicht eine ,art ,baptisterium im ,westen der ,kirche2 denn ein riesiger ganz glatter zylindrischer ,taufstein liegt noch vor der ,kirche4 ,illustration3 ,abb4 #abf4 ,s4 ,miguel de ,lino4 ,sttze und ,bogen auf der ,empore4 ,die mittlere ,apsis habe ich als gleichartig mit der von ,santullano und anderen ,kirchen jener ,art angenommen2 die ,wnde mit ,halbsulen und ,bgen darber gegliedert1 da vorhandene ,reste von ,wandkapitellen und quergerippten ,halbsulen dafr sprechen4 ,aber auch eine ,schranke mu durch die ,kirche1 wenigstens vor dem ,chor her1 gegangen sein2 in der nchsten ,umgebung der ,kirche haben sich ,reste von ,marmorpfosten mit ,nuten fr einzulassende ,brstungsplatten vorgefunden2 meist zeigen sie auf ihrer oben abgerundeten ,vorderseite1 flach erhaben1 einen ,krieger auf das ,schwert gesttzt ber einer herablaufenden ,ornamentranke4 ,auch ,bruchstcke von ,brstungsplatten sind brig1 die von bedeutendem ,interesse sind4 ,denn ihrer ,behandlung wie ihrem ,inhalt nach stimmt die grte mit einer in ,ingelheim im karolingischen ,kaiserpalast gefundene 7,abb4 #aff7 merkwrdig berein4 ,in ganz flachem auf ,grund gesetztem ,relief sehen wir in ornamentaler ,umrahmung ein ,flgelpferd dargestellt 7,abb4 #abg71 hchst verwandt dem auf der ,karolingerplatte1 so da man an den gleichen ,ursprung denken mchte4 ,die ,entstehungszeit beider ,platten drfte sicher ziemlich die gleiche sein4 ,der ,rest einer anderen ebenfalls eine ,art ,ungeheuer darstellenden ,platte zeigt den fters berhrten ,bindfaden-,reliefstil4 ,gen ,westen befindet sich die ,vorhalle1 nach auen ganz offen2 die ,trflgel waren zwischen ,vorhalle und ,kirche angebracht4 ,der ,eingangsbogen der ,kirche hat nun den eigenartigsten ,schmuck3 zwei ,pfeiler mit ,kmpfern1 reich mit ,bildhauerarbeit geziert2 der ,bogen ist ,backstein1 wie oft in jener ,zeit 7,s4 ,tirso1 ,val de ,dios74 ,diese ,pfeiler1 von denen jeder durch sich kreuzende ,friese in drei rechteckige ,felder bereinander geteilt ist1 gehren mit zu den ltesten figrlichen ,bildwerken germanischer ,kunst2 sind freilich nichts weiter1 als eine bertragung eines elfenbeinernen rmischen ,konsulardiptychons1 das wie so viele dieser ,plttchen oben den ,konsul zwischen zwei ,beamten auf dem ,throne sitzend1 unten ein ,zirkusspiel von ,mnnern und ,lwen enthlt4 ,die obere ,gruppe wiederholt sich unten nochmals2 das ,ganze ganz gleich an der zweiten ,seite des ,einganges 7,abb4 #cj74 ,aber nirgends ist der ,zimmermannsstil jener ,zeit deutlicher erkennbar2 nie ist er klarer gehandhabt4 ,das ,relief zeigt jene frher beschriebene ,art der ,zeichnung wie mit aufliegenden ,bindfden1 wie er auch auf den germanischen ,mnzenbildern auftritt4 ,aber in ,behandlung und ,verteilung trotz gnzlichen ,mangels an verstandener ,zeichnung ein getreues ,gegenstck zu den langobardischen ,reliefs1 die wir z4 ,b4 in ,cividale kennen lernten2 in ,capua fanden wir eine nahestehende ,darstellung eines ,erzengels oder ,heiligen4 ,beide ,steine wirken hier wie zwei aufgerichtete ,holzplanken im ,schiffszimmermannsstil4 ,illustration3 ,abb4 #abg4 ,s4 ,miguel de ,lino4 ,brstungsplatte4 ,das uere der ,kirche ist imponierend durch die wohl abgestufte ,gruppe seiner verschiedenen ,bauteile1 besonders aber wertvoll durch seine prachtvollen ,fenster 7,abb4 #fa74 ,denn alle groen ,fenster sind einfach mit durchbrochenen ,steinplatten geschlossen2 alle wie aus einem dicken ,brett herausgearbeitet1 mit ,arkaden und kleinen ,sulchen1 die ganz den im ,norden blichen ,drechslerarbeiten entsprechen4 ,unverkennbare bertragung damals gewi viel vorkommender hlzerner ,fenster4 ,so klar und deutlich wie nirgends sonst1 aber auch von hoher ,schnheit4 ,und darber halbe oder ganze richtige ,fensterrosen1 wie sie bisher als ausschlieliche ,eigentmlichkeit des romanischen ,stiles des #ab4 ,jahrhunderts im mittleren ,europa betrachtet werden4 ,selbst im ,giebel oben eine solche runde ,rose4 ,kurz1 das romanische und gotische ,mawerk vllig klar vorgebildet und begrndet1 eine knstlerische ,neuschpfung1 die spter eine sechshundertjhrige ,fortentwicklung glanzvollster ,art gefunden hat4 ,in dem ersten ,quergewlbe des ,seitenschiffes glnzt das ,prachtstck dieser ,fenster3 eine dreiteilige ,arkade auf vier gewundenen ,sulen mit ,blattkapitellen1 darber ein durchbrochenes ,gitter- oder ,mawerk aus sich durchdringenden ,kreisen von allerhchster ,pracht 7s4 ,abb4 #fa76 ,wieder aus einer ,steinplatte gearbeitet1 doch die ganze ,fenstermawerkschnheit des ,mittelalters bereits erblicken lassend1 nicht minder aber den ,mauren ein ,vorbild liefernd1 aus dem diese z4 ,b4 im #ab4 und #ac4 ,jahrhundert auf der ,alhambra die phantasievollsten1 ja zauberhaften ,wirkungen zu entwickeln verstanden#df4 berall aber hier um die ,mitte des #i4 ,jahrhunderts sichtbare ,aufrechterhaltung einer alten ,tradition in der bertragung einer ,kunstbung auf den ,stein1 die in ,holz damals noch immer nicht nur lebendig1 sondern auf einer hohen ,schnheitstufe angelangt gewesen sein mu1 von der wir uns allein aus solchen bertragungen -- davon ist sonst leider auch fast alles verloren -- einen ,begriff zu machen vermgen4 ,was wir in ,norwegen im #ab4-ad4 ,jahrhundert noch von ,holzkunst an ,kirchenbauten lebendig sehen1 das gibt uns einen ,schimmer von ,ahnung dessen1 was die ,germanen damals im ,sden besessen haben mgen4 ,dafr1 da solche ,folgerung nicht ein ,phantasiegebilde ist1 gibt uns unsere ,kirche -- fast allein -- greifbaren ,beweis4 ,und nirgends lassen sich fr diese ,kunstweise andere ,vorbilder oder ,parallelen1 etwa im ,orient1 in ,afrika1 nachweisen4 ,sie ist eben von allem1 was sonst als ,quelle gilt1 vllig unabhngig4 ,sidenote3 ,sta4 ,maria de ,naranco ,wenige hundert ,schritte davon liegt eine zweite ,kirche1 ,sta4 ,maria de ,naranco1 die heutige ,pfarrkirche des kleinen ,weilers ,naranco4 ,es ist unntig1 bei dem klaren ,sachbefund noch zu beweisen1 da diese ,kirche8 nichts anderes ist1 als der zu ,s4 ,miguel de ,lino gehrige ,palast1 von dem die alten ,nachrichten sprechen4 ,illustration3 ,,xxxiii ,abb4 #acj4 ,sta4 ,maria de ,naranco4 ,inneres4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,sie sagen3 ,knig ,ramiro errichtete an dem ,lino 7lignum7 genannten ,ort eine ,kirche und einen ,palast von wunderbarer ,wlbekunst 7,chronik von ,abbelda #hhc72 ferner3 er errichtete seinem ,schutzpatron ,michael eine ,kirche zwei ,meilen weit von ,oviedo1 und viele ,gebude aus ,mauerwerk und ,marmor1 gewlbt4 7,chronik von ,silo #hfj47 ,ferner3 ,ramiro starb 7#hej7 im ,palast zu ,naranco4 ,im ,jahre #ije verfgt ,knig ,alfonso ,,iii4 ber ,linio cum palatiis balneis et ecclesia ,sti ,michaelis4 ,ein ,blick auf ,grundri 7,abb4 #abh7 und ,anlage zeigt uns nun1 da wir hier eine altgermanische ,knigshalle vor uns sehen1 und zwar die letzte und einzige1 die uns erhalten ist4 ,ein ,fund ohnegleichen6 ,die spanische ,historikerwelt1 die hier die ,wurzeln ihrer ,monarchie findet1 bemht sich seit langem dies zu bestreiten und zu behaupten1 der ,bau sei von ,anfang an eine ,kirche und von ,ramiro ,i4 erbaut4 ,der ,himmel nur wei warum4 -- ,welcher ,widersinn darin liegt1 da ein ,knig1 der nur acht ,jahre regiert hat1 solche ,mittel aufgewandt htte1 noch dazu in armen kriegerischen ,zeiten1 um halb in der ,wildnis1 entfernt von seiner festen ,hauptstadt1 zwei ,kirchen hundert ,schritt voneinander zu bauen1 das scheint man nicht zu bemerken4 ,illustration3 ,abb4 #abh4 ,sta4 ,maria de ,naranco4 ,eine lngere ,beweisfhrung ist unntz1 schon den oben angefhrten historischen ,beweisstcken gegenber4 ,der ,sachverhalt ist kurz folgender3 ,die heutige ,kirche ,sta4 ,maria de ,naranco ist die alte ,halle der westgotischen ,knige in ,asturien4 ,wie alt1 ist fr jetzt nicht zu entscheiden4 ,ramiro baute einen ,wohnpalast und ,bder dazu1 sowie eine ,kirche fr seinen schtzenden ,erzengel ,michael hundert ,schritte weiter4 ,der ,wohnpalast und die ,bder sind verschwunden1 ,mauerberreste und ,fundstcke noch vorhanden1 auch im ,museum zu ,oviedo4 ,darunter ein prchtiges ,fenstergitter von viereckiger ,gestalt1 ein ebenso echtes ,stck germanischer ,art1 wie die ,einzelheiten der ,kirche ,s4 ,miguel4 ,mglicherweise stammen daher auch die ,stcke jener flachen ,reliefs aus ,marmor1 die das ,museum bewahrt1 wenigstens das jenes ,flgelrosses1 dem aus der ,ingelheimer ,pfalz so merkwrdig hnlich4 ,das in ,frage stehende ,gebude ist eine lange von ,osten nach ,westen gerichtete ,halle1 durch ,anbau von ,sakristei und ,pfarrhaus nach beiden ,enden jetzt wohl etwas verdeckt1 doch sonst wunderbar gut erhalten1 mit ,ausnahme der verschwundenen ,freitreppe vor der ,mitte ihrer ,sdseite4 ,diese ,halle bildet ein langes fensterloses ,tonnengewlbe1 in der ,mitte jeder ,langseite eine ,tr enthaltend4 ,die sdliche ist vermauert1 die nrdliche mit ihrer ,vorhalle und doppelten ,freitreppe dient heute noch als ,eingang4 -- ,an beiden ,enden der ,halle ffnen sich drei ,bgen auf ,bndelsulen in offene ,bogenhallen1 die nach ,westen oder ,osten je drei1 nach ,norden und ,sden je zwei offene ,bgen hatten4 ,tiefe ,rinnen in den ,sttzen der ,bgen bis zu #ij cm ,hhe zeigen1 da diese ,bgen unten durch ,brstungen geschlossen waren4 ,wir sehen demnach hier einen mit der ,langseite nach ,sden gerichteten fensterlosen ,saal1 dessen ,eingnge vorn und auf der ,rckseite in der ,mitte sich befanden 7,abb4 #abi1 ,tafel ,,xxxii74 ,auf diese ,mitte entwickelt sich das ,gebude nach zwei ,seiten vllig symmetrisch4 ,innen stehen wir also unter einem langen ,tonnengewlbe1 durch dessen mittlere ,nordtr wir eingetreten sind2 es ist durch #ac ,gurten geteilt1 die #ad ,teile ergeben2 die ,wnde zeigen sieben ,bogenblenden auf halben ,bndelsulen1 von beiden ,seiten nach der ,mitte etwas ansteigend und sich vergrernd4 ,an beiden ,enden wrden wir 7wenn nicht die ,anbauten hinderten7 durch die beiderseitig vorgebauten vllig offenen ,loggien ins ,freie blicken 7,abb4 #acj1 ,tafel ,,xxxiii74 ,wunderbar und eigenartig ist die ,formenbildung3 alle ,sulen haben gewundene ,schfte2 die ,wandstreifen sind als ,vierblatt im ,grundrisse gebildet2 die ,kapitelle sind zum ,teil von einer ,art ,trapezform1 die ,kanten mit gewundenen ,taustben besetzt4 ,die ,gurtbgen aber1 auf einem durchlaufenden ,plattengesimse mit ,riefen ruhend1 jedesmal dieses durch einen ,kropf durchbrechend1 senden als ,auslufer in die ,zwickel auf jeder ,seite sechs hchst merkwrdige ,anhngsel3 runde ,scheiben mit einem geraden ,stck darber1 auf das reichste skulpiert4 ,die ,scheiben1 mit doppelten ,taubndern eingefat und mit ,ranken umfriest1 enthalten in der ,mitte je ein phantastisches ,ungetm2 die gerade ,verbindung darber zum ,gesims enthlt zweimal bereinander ,doppelarkaden2 in diesen sind unten zwei ,reiter1 oben zwei ,mnner1 die sich zu bekrnzen scheinen1 gebildet4 ,alles mit ,taubndern eingefat1 und alles ,relief ganz flach auf ,grund gesetzt 7,abb4 #aca1 ,tafel ,,xxxiv74 ,illustration3 ,,xxxiv ,abb4 #aca4 ,sta4 ,maria de ,naranco4 ,konsole4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,diese hchst merkwrdigen konsolenartig wirkenden ,anhnger der ,gurten sind geradezu einzig in der ,welt 7ausgenommen einem zweiten nahegelegenen ,bau des gleichen ,meisters7 und von schlagendster ,wirkung#dg4 ,vielleicht ,nachbildung der im germanischen ,norden als ,schmuck so weit verbreiteten ,hngebrakteaten 7,abb4 #bi72 merkwrdigerweise in ganz verwandter ,art #hjj ,jahre spter im deutschen ,holzbau 7,abb4 #dd7 gelegentlich wieder auftauchend2 vielleicht also ursprnglich doch eine ,holzbauform4 ,die ,kapitelle1 so weit sie mit ,blttern bekleidet und ,nachbildung korinthischer sind1 stehen auf vllig gleicher ,stufe und sind ganz gleicher ,behandlung in den eingegrabenen ,blattrippen1 wie die langobardischen und merowingischen des #g4 und #h4 ,jahrhunderts 7,abb4 #dg74 ,das ,dach ruht direkt auf dem ,gewlbe2 die ,strebepfeiler1 die auch die gewlbte nrdliche ,vorhalle sttzen1 sind ganz wie die an ,s4 ,miguel de ,lino mit ,hohlkehlen und ,stben gegliedert1 nur weniger dicht2 sicher das ,vorbild der dortigen4 ,illustration3 ,abb4 #acb4 ,s4 ,maria de ,naranco4 ,giebel4 ,alle ,bgen innen und auen sind als ,archivolten ausgebildet durch eingetiefte ,hohlkehlen mit ,kanten oder ,stben1 wie sie im deutschen ,holzbau bis ins #ag4 ,jahrhundert blich sind1 aber hier an den ,enden mit einer ,rundung in sich zurckkehrend4 ,auch die ,plattengesimse sind so gegliedert4 ,die ,bgen selber aber haben berall einen hakenfrmigen ,schlustein1 erinnernd an die ,hakenkeilsteine der ,bgen des ,theoderichgrabmals1 die ,gesimse sind nach ,zimmermannsweise bereinander geblattet1 nicht stumpf aneinander gestoen 7,abb4 #acb74 ,auch die beiden abschlieenden offenen ,loggien sind mit ,tonnengewlben berdeckt1 haben dazu noch jede an der ,stirnseite im ,giebel ein dreiteiliges ,fenster mit gewundenen ,doppelsulchen geteilt2 links und rechts davon pilasterartige ,streifen1 die in ,kreuzen endigen1 von hnlicher ,kanellierung der ,vorderflche1 wie die ,gesimse4 ,die nrdliche ,treppe1 die eine ,vorhalle trgt1 hatte ursprnglich nur zwei ,lufe nach den ,seiten4 ,an ,stelle des heutigen mittleren fhrte eine ,tre in das gleichfalls tonnengewlbte ,untergescho1 das durch ,querwnde mit ,tren in mehrere zimmerartige ,rume geteilt ist4 ,es wird von den ,spaniern als ,krypta der ,kirche bezeichnet2 eine vllig unmgliche ,deutung1 da dies ,untergescho auerdem in gar keiner ,verbindung mit der ,kirche steht4 ,das ,podest der nrdlichen ,freitreppe unter der ,vorhalle ist aber hher als der ,fuboden der ,kirche1 so da man von ihm in diese hinabtritt4 ,die sdliche 7vermauerte7 ,tr war gleicher ,hhe mit dem ,kirchenfuboden4 ,es ist daher klar1 da der ,nordeingang fr den ,eintritt des ,herrschers bestimmt war2 der sdliche fr den der ,vasallen4 7,leider ist die alte ,nordtre im #ac4 ,jahrhundert durch eine spitzbogige ersetzt47 ,seit langem bildet die stliche ,loggia den ,altarraum der ,kirche1 dahinter ist eine ,sakristei angebaut2 die westliche ,halle ist um einige ,stufen erhht worden und dient als ,sngerraum4 ,der ,altar aber trgt eine uralte ,inschrift aus den ,zeiten ,ramiros ,i3 ,christus1 ,gottes ,sohn1 hereingekommen ohne menschliche ,empfngnis aus ,maria und hinausgegangen ohne ,snde1 der ,du durch ,deinen ,knecht ,ranimir den ruhmvollen ,frsten mit seiner ,gattin1 der ,knigin ,paterna1 dieses durch bergroes ,alter verzehrte ,haus erneuertest und ihnen in diesen ,hochsitz diesen ,weihe-,altar der ruhmvollen heiligen ,maria erbaut hast1 erhre sie aus ,deiner himmlischen ,wohnung und vergib ihnen ihre ,snden1 der ,du lebest und regierest von ,ewigkeit zu ,ewigkeit4 ,amen4 ,am #i4 vor den ,kalenden des ,juli der ra #hhf 7also dem #bc4 ,juni des ,jahres #hdh7dh4 ,wir entnehmen hieraus mit ,sicherheit folgendes3 ,ramiro ,i 7hier noch gotisch ,ranimir genannt7 hat das damals infolge hohen ,alters baufllige ,gebude erneuert1 das die ,inschrift sogar habitaculum 7,wohnhaus7 nennt1 und in seinem obersten ,raume 7im ,knigsaal also7 im ,jahre #hdh den ,marienaltar errichtet4 ,der ,mnch von ,silo sagt ferner in seiner ,chronik1 da durch ,ramiro palatium in ecclesiam conversum8 sei4 ,das wird also der ,tatbestand sein1 der heute nachwirkt3 ,ramiro errichtete der ,mutter ,gottes im alten hergestellten ,knigssaale #hdh einen ,altar4 ,der ,saal wurde in der ,folge -- oder seitdem -- als ,marienkirche gebraucht und blieb dies1 denn #heg werden an jenem ,orte die zwei ,kirchen von ,s4 ,miguel und ,sta4 ,maria erwhnt4 ,schon vorher aber hatte1 wie oben gesagt1 ,ramiro dort ein ,schlo mit ,bdern erbaut1 eine ,palastkirche 7,s4 ,miguel7 errichtet und residierte da gerne1 starb hier sogar4 ,offenbar hatte die ,belegenheit des alten ,knigssaales 7mit dem herrlichsten ,ausblick ber das ,land7 den ,knig zur ,herstellung des ehrwrdigen ,bauwerkes und zur ,errichtung weiterer ,neubauten ringsum veranlat4 ,wie alt der ,saal damals bereits gewesen1 lt sich schwer sagen4 ,aber wenn das heute noch in bestem baulichen ,zustande befindliche kernige ,werk um #hdh nimia vestutate consumptum8 war1 so mute es doch auf ein bereits nicht unbedeutendes ,alter zurckblicken4 ,alles ist aber von ,grund auf so ganz aus einem ,gusse1 da sich die ,schadhaftigkeit doch wohl nur auf ,gewlbe und ,dach bezogen haben kann4 ,wir werden demnach als mindestes ein ,alter von gegen hundert ,jahren annehmen mssen1 was die ,entstehung des ,bauwerks in die erste ,zeit der asturischen ,monarchie1 also in die ,tage ,pelayos oder ,alfonsos ,i4 rcken wrde1 sptestens denke ich ,fruelas ,i4 ,also eben vor oder nach #gej4 ,wenn wir nach der sachlichen ,notwendigkeit seiner ,errichtung suchen1 so drfte diese vielleicht in der unter ,alfonso ,i4 erreichten ,vereinigung ,galiziens1 ,cantabriens und ,asturiens gefunden werden knnen1 die das erste grere politische umfassende ,ereignis bedeutet1 auch ein ,zusammentreffen der ,reprsentanten der drei ,lnder in dem ,vorlande ,asturien erheischen konnte4 ,langsam drngt das politische ,gewicht weiter nach ,sden1 bis #gib ,oviedo ,residenz wurde1 statt des nrdlicheren ,gijon4 ,dazwischen hinein fgt sich ohne ,zwang die ,entstehung unseres ,reichspalastes4 ,andernfalls aber knnten wir ihn nur als ein berbleibsel aus der ,zeit des ,reiches der ,westgoten auffassen4 ,dies scheint jedoch kaum mglich4 ,weder entsprechen die meist so freien neuen ,formen der ,art der ,frhzeit1 die noch einen dauernden ,kampf mit den berlieferungen der ,antike zu fhren hatte1 noch ist es wahrscheinlich1 da das alte ,westgotenreich mit dem ,schwerpunkte ,toledo in dem vergessensten ,gebirgswinkel ,spaniens einen so ansehnlichen ,reprsentationsbau zu errichten ,veranlassung gefunden htte4 ,vielmehr werden wir hier eine erste knstlerische ,tat des sich von neuem aufbauenden germanischen ,staates aus der ,zeit zu sehen haben1 da es noch nicht zur eigentlichen ,stdteneubildung gekommen war1 wie zwei ,generationen spter4 ,wunderbar genug aber ist es1 da die ,grundanlage des ,saales sichtlich feststehenden ,grundstzen entsprach1 wie ich solche schon bei den ltesten ,saalbauten ,skandinaviens erwhnte2 ich denke an die ,lage der ,hauptschauseite nach ,sden1 den ,platz des ,knigs mitten an der ,nordseite2 das ,zerfallen des langgestreckten ,baus in sieben ,joche genau wie vielleicht beim gleichzeitigen ,saal zu ,aachen#di und dem so viel jngeren zu ,goslar2 berall auch die ,anlage eines mehrgeteilten ,untergeschosses und des ,saales im ,oberstockwerk4 ,auch die ,freitreppen sind allen gemeinsam2 gleiche ,grundzge finden wir selbst noch am ,saal zu ,gelnhausen1 wenn dieser auch viel kleiner und eingebaut ist4 ,die ,kaiserpfalz zu ,nymwegen scheint einen hnlichen mchtigen ,saal gehabt zu haben4 ,allen ist aber auch die nahe gelegene ,pfalzkirche gemein1 nicht bergro1 doch stets ein bevorzugtes ,werk der ,kunst4 ,sidenote3 ,sta4 ,cristina de ,lena ,vierzig ,kilometer von unserem ,palast liegt nun noch eine kleine ,kirche1 ganz einsam auf steiler ,hgelspitze1 ,ermida oder ,oratorium von alters her genannt1 ganz offenbar nicht nur aus gleicher ,zeit1 sondern wohl von gleicher ,hand1 wie unser ,knigssaal1 also die schnste ,ergnzung dazu3 ,sta4 ,cristina de ,lena4 ,dieser ,bau ist in seiner ,art nicht minder charakteristisch1 als kirchliche ,anlage wohl einzig4 ,er besteht aus einem rechteckigen mit ,tonne berwlbten ,schiffe1 an das stlich eine quadratische ,altarapsis1 rechts und links mitten je ein gewlbter ,nebenraum1 westlich eine ,vorhalle anstt1 so da die ,form eines ,kreuzes im ,grundrisse herauskommt 7,abb4 #acc74 ,der ,westteil des ,schiffes ist durch eine auf einem tiefen ,bogen ruhende ,sngerempore eingenommen2 der stliche bildet eine durch zwei schmale ,treppen an den ,enden zugngliche ,estrade1 deren ,vorderwand eine ,sulenstellung mit drei ,bgen und einer teilweise durchbrochenen oben in ,bogenlinien aufhrenden freistehenden ,wand trgt2 zwischen den mittleren ,sulen ist eine ,marmorbrstung4 ,hinter diesem ,sanctuarium liegt niedrig der kleine ,altarraum4 ,der ,eindruck dieses ,inneren ist hchst berraschend und wirkungsvoll 7,abb4 #acd74 ,das ,tonnengewlbe hat ganz in derselben ,art in hngenden ,scheiben auslaufende ,quergurte1 wie in ,sta4 ,maria de ,naranco4 ,hier aber sind ,reiter oben und ,tiere in den ,scheiben1 darber das ,band glatt1 kurz1 alles einfacher2 auch die ,wandarkaden auf einfachen ,halbsulen mit ,trapezkapitell4 ,zu beiden ,seiten des ,choreingangs doppelte ,halbsulen gewunden mit ,kapitellen 7,abb4 #dh71 genau wie in ,naranco2 im ,choreingang gewundene ,doppelsulen ganz ohne ,kapitelle1 niedrige ,wandbgen zu beiden ,seiten4 ,besonders eigenartig wirkt die merkwrdige ,trennungswand vor dem ,heiligen4 ,die vier ,marmorsulen haben ,cipollinschfte und weie ,kapitelle antiken ungefhr nachgebildet1 doch das ,blattwerk wieder mit jenen eigentmlichen ,rippungen1 die wir wie in ,naranco1 so frher in ,italien fanden 7,abb4 #dg74 ,die in die ,oberwand wie ,fenster eingesetzten durchbrochenen ,platten haben alte einfache ,muster1 teilweise mit ,hufeisenbgen4 ,besonders schn und reich ist aber die ,marmorbrstung oder ,schranke1 die wir zwischen den mittleren ,sulen wohlerhalten#ej sehen1 die sich aber nach den vorhandenen ,spuren bis in die ,mitte der seitlichen ,bgen fortsetzte und dort mit einem freistehenden ,pfosten schlo4 ,illustration3 ,abb4 #acc4 ,sta4 ,cristina de ,lena4 ,illustration3 ,abb4 #acd4 ,sta4 ,cristina de ,lena4 ,inneres4 ,illustration3 ,,xxxv ,abb4 #ace4 ,sta4 ,cristina de ,lena4 ,brstung vor dem ,altar4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,das ,ornament der ,schranke ist ein rein westgotisches1 genau bereinstimmend mit den aus ,toledos ,mauern stammenden im ,madrider ,museum1 und denen zu ,merida2 sowohl in der rein kerbschnittmigen ,behandlung1 wie in den ,motiven2 den ,kreuzen mit ausgerundeten ,enden1 den 7auch langobardischen7 ,trauben in ,herzform gefat4 7,abb4 #ace1 ,tafel ,,xxxv47 ,diese ,ornamenttafel trgt nun auer einer nicht recht zu entrtselnden religisen auch eine ,widmungsinschrift3 ,offeret ,flainus abbas4 ,also die ,stiftung eines ,abts ,flainus 7,flaino87 ist unsere ,kirche1 oder wenigstens die schne ,schranke darin4 ,die spanische ,archologie hat sich alle ,mhe gegeben1 diesen ,flainus aufzufinden4 ,schlielich ist sie auf einen ,bischof ,flainus unter ,fruela ,,ii1 um #iae1 gelangt4 ,und hat danach die ,kirche datiert4 ,das ist natrlich ganz und gar unzutreffend1 denn sie erweist sich ja nicht nur als gleichzeitig1 sondern sogar als von derselben ,hand wie ,sta4 ,maria de ,naranco2 bei der bereinstimmung des ,einzelnen und der gleichartigen konstruktiven ,behandlung ist gar kein ,zweifel daran mglich4 ,sind es doch auch die beiden einzigen noch bestehenden ,gebude auf der ,welt mit jenen ,hngescheiben unter den ,gewlbegurten2 die ,scheibe zu ,murcia ist sogar lter als #gaa4 ,sta4 ,maria de ,naranco1 unsere ,knigshalle1 bestand inschriftlich bereits #hdh1 war damals sogar von allzu groem ,alter verzehrt gewesen4 ,und die ,einzelheiten wie der ganze ,stil der ,schranke stehen denen des alten ,westgotenreiches noch so nahe1 da wir hier noch ein ,werk der ,zeit vor der ,araber-,invasion vor uns zu haben glauben1 also vor #gaa4 ,indessen1 wenn wir trotzdem aus anderen ,grnden unsere ,knigshalle etwa in die ,mitte des achten ,jahrhunderts gesetzt haben1 so ist ein ,zeitraum von #dj ,jahren doch kurz genug1 um ein ,fortleben der lteren ,tradition nicht notwendig auszuschlieen4 ,jedenfalls aber bestrkt uns diese ,beobachtung darin1 da wir die beiden ,bauwerke unbedingt nicht weiter herabrcken drfen1 als sptestens #gej4 ,wir haben sie dann ganz einfach als die ersten baulichen ,leistungen der nach ,asturien geflchteten ,westgoten anzusehen4 ,noch eine ,beobachtung besttigt dies bedeutsam3 die fehlerhafte ,fassung des ,wortes offeret statt offert4 ,auf den ,weihegeschenken ,reccesvinths und ,svinthilas1 der ,sonnica und sonstiger altwestgotischer ,frsten ist das gleiche ,wort gebraucht1 so3 ,reccesvinthus rex offeret8 um #fgb4 ,die wackere ,theudelinde hatte schon um #eij eine hnliche ,unform angewandt1 da sie auf ihren goldenen ,buchdeckel schrieb3 ,theodolinda offerit4 ,kurz1 wir haben einen offenbar im barbarischen ,latein der echten ,germanen und der alten ,westgoten an dieser ,stelle blichen ,ausdruck vor uns4 ,so kann ,flainus1 als ,abt um #gej ein alter ,mann1 noch der hierher geflchteten ,generation angehrt haben1 und daher ist auch seine ,stiftung noch im ,stil und in der ,sprache des #gaa zusammengebrochenen alten ,reiches4 ,das uere unserer ,kirche ist hchst einfach 7,abb4 #acf1 ,tafel ,,xxxvi71 zeigt aber berall schon ,strebepfeiler als ,sttzen der ,tonnengewlbe1 freilich noch ziemlich regellos gesetzt1 gegenber der streng logischen ,anordnung an ,s4 ,miguel de ,lino1 ist also eher als ein ,versuch und ,vorbote anzusehen4 ,immerhin haben wir an diesen und in ,frankreich an frhen frnkischen ,bauwerken das erste ,auftreten dieses wichtigen ,bauteils gefunden1 wieder einen vielversprechenden ,keim fr die ,zukunft4 ,illustration3 ,,xxxvi ,abb4 #acf4 ,sta4 ,cristina de ,lena4 7,phot4 ,j4 ,laurent y ,cie41 ,madrid47 ,die ,fenster sind teilweise mit durchbrochenen ,platten gefllt1 teilweise auch durch ,marmorsulchen dreigeteilt1 dann entweder flach oder mit ,bogen geschlossen2 hnliche ,fensterbildung ist ja auch bei ,sta4 ,maria in ,naranco vorhanden4 ,alles in allem drfte nach der greren ,einfachheit und weniger bewuten gleichmigen ,durchbildung das ,kirchlein ,sta4 ,cristina als noch etwas lter denn der ,knigspalast anzusehen sein1 und dafr der ,name ,oratorium zutreffend bleiben4 ,sachlich ist ja1 wie in der ,gre1 eine bereinstimmung mit dem ,oratorium der ,peltrudis zu ,cividale wohl anzuerkennen1 besonders wenn wir dort an den ,langseiten das einstige ,vorhandensein zweier ,nebenrume hinter den seitlich angedeuteten ,tren annehmen4 ,haben wir uns hier mit zwei ,bauwerken beschftigt1 die der frhesten ,zeit der gotisch-asturischen ,monarchie angehren1 so existiert noch ein kleines kirchliches ,bauwerk vom ,ende des #i4 ,jahrhunderts1 das wir seiner ,eigenart halber und als letzten ,ausklang dieser ,kunstrichtung zu betrachten haben3 die reizende kleine ,klosterkirche von ,val de ,dios 7,abb4 #acg7 bei ,villaviciosa2 also auch in diesem ,winkel gelegen4 ,es ist eine ,miniaturbasilika mit drei engen ,schiffen1 die mit ,tonnen berwlbt sind1 die ,schiffbgen ruhen auf ,pfeilern2 im ,osten die bliche ,gruppe der drei rechteckigen ,apsiden1 westlich die notwendige ,vorhalle unter einer durch eine ,treppe aus dem ,seitenschiff zugnglichen ,empore4 ,also die ,anordnung wie an den frher genannten kleinen ,kirchen ,asturiens2 nur hat das klare ,basilikasystem aus der ,zeit vor der ,invasion nochmals gesiegt4 ,illustration3 ,abb4 #acg4 ,val de ,dios4 ,das uere des im ,inneren engen und dstern ,baues ist das ,interessanteste3 alle ,fenster des ,obergadens sind ,doppelfenster mit ,hufeisenbgen auf ,mittelsulchen2 das ,ostfenster sogar dreiteilig2 die mittlere ,apsis hat ein ,oberstockwerk 7,abb4 #ach1 ,tafel ,,xxxvii74 ,die ,formen sind teilweise sehr zierlich1 gewissermaen verjngt und fortschrittlich geworden2 hohe ,basen fast wie umgekehrte ,trapezkapitelle2 die ,kapitelle zeigen ins ,polygon1 dann ,viereck bergehende ,flchen1 vom ,zylinder des ,schaftes ausgehend1 und sind mit gerippten ,blttern geschmckt1 sehr einfach dargestellt und doch fast naturalistisch an ,farrenkruter und hnliches erinnernd 7,abb4 #dh74 ,eine ,stilisierung1 die manchmal an ,s4 ,miguel de ,lino gemahnt und das ,fehlen der ,mittelglieder zwischen diesem und ,val de ,dios bedauern lt4 ,lngs der ,sdwand schliet sich eine teilweise offene ,halle im schnsten ,steinmaterial an1 die mit zwei der reichsten ,fensterplatten in den rundbogigen ,fenstern glnzt4 ,das westliche ist mit einer ,art ,ornamentranke1 vllig frei gearbeitet1 gefllt1 nicht ganz geschickt1 weil fters an ,bretzelform gemahnend1 doch reizvoll in der ,wirkung1 das zweite rechts von ganz kstlicher ,art1 ,flechtwerk nachahmend1 mit runden1 quadratischen und eckigen ,lchern1 geradezu genial in der ,erfindung 7,abb4 #aci74 ,illustration3 ,,xxxvii ,abb4 #ach4 ,s4 ,salvador zu ,val de ,dios4 ,illustration3 ,abb4 #aci4 ,val de ,dios4 ,steinfenster4 brigens macht sich hier das ,ende unserer ,kunst bemerklich2 das ,eindringen arabischer ,ideen und ,formen lt sich vor allem an den jngeren ,kapitellen nicht verkennen1 in anderer ,hinsicht verschwindet die kernige ,ursprnglichkeit der germanischen ,art2 wir stehen an der ,schwelle des ,mittelalters4 ,sidenote3 ,s4 ,pedro bei ,zamora ,noch ein kirchliches ,bauwerk darf nicht vergessen werden1 dessen ,stellung bis jetzt noch nicht ganz sicher festgelegt werden kann3 die ,parochialkirche von ,s4 ,pedro1 nordwestlich von ,zamora1 nahe der ,grenze von ,portugal4 ,es ist ein ,gebude1 das gewissen ,merkzeichen nach1 insbesondere nach der inneren ,ausbildung des 7vorgeschobenen7 ,chors mit ,halbsulen und ,arkaden1 wohl zeitlich zu der ,gruppe der ,kirchen ,alfonsos ,,ii4 gehren wird4 ,sonst ist es ein durchaus selbstndiges ,werk mit einem der merkwrdigsten ,grundrisse 7,abb4 #adj74 ,illustration3 ,abb4 #adj4 ,s4 ,pedro bei ,zamora4 ,dieser stellt ein ,rechteck dar1 das1 in drei ,schiffe geteilt1 mitten durch eine ,art ,querschiff vllig durchschnitten ist2 vor diesem zwei ,vorhallen1 die die ,eingnge enthalten4 ,der ,chor schiebt sich als ,rechteck in der ,breite des ,mittelschiffes frei vor4 ,im ganzen also1 ausgenommen die einfache ,chorapsis1 mit ,santullano zu ,oviedo verwandt4 ,illustration3 ,abb4 #ada4 ,s4 ,pedro4 ,kmpfer des ,chorbogens4 ,alle ,rume sind mit ,tonnengewlben berdeckt2 die ,fenster sind schmale ,schlitze2 von auen alles durch ein breites ,dach bedeckt4 ,im ,inneren finden wir nirgends freie ,sttzung1 vielmehr ,wnde mit ffnungen1 so da der ,schiffraum sozusagen in sieben getrennte ,rume zerfllt1 zu denen noch ,chor und die beiden ,vorhallen kommen4 ,dabei aber ist die innere architektonische ,dekoration eine sehr reiche2 ,halbsulen mit sich verbreiternden ,kapitellen 7,abbildung #ada7 und ,basen1 ,hufeisenbgen1 die ja im ,norden um jene ,zeit schon verschwinden1 reiche ,friese in ,kerbschnitt berall2 insbesondere sind die beiden seitlichen ,rume der ,ostpartie vor dem ,chor durch schne ,durchbrechungen in ,arkaden mit ,brstung und ,tren mit dem ,mittelraum verbunden2 ,sulenkapitelle1 ,zierrat teilweise an ,s4 ,miguel1 auch an ,val de ,dios anklingend1 ebenfalls einen bergang zu ,neuem bildend1 wohl auch einige arabische ,einflsse zeigend4 -- ,kurz1 die ,kirche ist noch nicht grndlich untersucht und aufgenommen1 aber dessen wert1 konstruktiv1 als ,tonnengewlbebau von neuer ,eigenart1 wie als dekorative ,leistung1 in der sich die letzten ,leistungen des ,westgotentums mit den ,vorwirkungen neuer ,zeiten bezeichnend mischen1 ein wichtiges und auch reiches ,werk4 -- ,was die merkwrdig starke ,teilung des ,raumes veranlat hat1 ist nicht zu sagen2 jedenfalls bemerken wir in jener ,zeit berhaupt ein auffallendes ,streben nach solcher ,teilung4 ,die ,gegend war seit dem #i4 ,jahrhundert von den ,christen erobert und fiel erst im #aj4 den ,arabern wieder in die ,hnde4 ,mancherlei kleinere ,reste aus der ,zeit der ,westgoten knnten noch erwhnt werden1 doch sie vermgen das ,bild des ,ganzen nicht zu ndern4 ,der ,stadtmauern von ,caceres darf man noch gedenken2 allerlei ,kirchenbauten selbst des #aj4 ,jahrhunderts pflanzen die ltere ,tradition in ihren ,formen noch fort1 so ,ripoll1 ,s4 ,pablo del campo und ,s4 ,pedro de las ,puellas zu ,barcelona2 in anderen erheblich spteren bricht das germanische ,element noch manchmal gewaltig durch2 so an der ,kirchenfassade zu ,poblet im ,riesenkloster4 ,aber mit dem ,untergange des alten ,westgotenreiches und dem langsamen ,erwachen einer neuen spanischen ,nation versank auch germanisches ,wesen und seine ,kunst auf der pyrenischen ,halbinsel4 ,illustration #db ,es ist hier an der ,stelle darauf hinzuweisen1 da auch das sptere eigentliche ,spanien in seinen ,namen noch oft westgotisch ist1 so sind die ,knigsnamen ,alfonso1 ,ramiro1 ,rodrigo rein germanisch3 ,hadafuns1 ,ranimir1 ,rotareiks4 ,auch ,recared ist nichts anderes als ,richard4 #fgb heit ein westgotischer ,abt von ,nimes ,ranimer1 noch #hdh ,knig ,ramiro ,i4 ,ranimirus4 #dc ,precursor ,dni martir ,babtista ,johannes ,posside constructam in eterno munere sed4 ,qvam devotus ego rex ,reccesvinthus amator ,nominis ipse tui proprio de iure dicavi4 ,tertio post decem regni comes inclitus anno ,sex centum degens era nonagesima nobem4 #dd ,noch andere ,architekten werden nachher genannt1 so ,viviano und ,gino1 deren ,namen aber nicht gotisch zu sein scheinen4 #de ,an dem ,orte1 ,gehlz genannt1 erbaute er eine ,kirche und einen ,palast1 wunderbar mit ,tonnengewlben hergestellt4 #df ,es soll hiermit nicht gerade gesagt werden1 da unsere ,kirche das alleinige ,vorbild solcher ,entwicklung sei2 wir wissen nicht1 wie viele ,schwestern sie einst gehabt1 betrachten sie auch nur als den einzigen briggebliebenen ,rest aus einer vielgestaltigen ,reihe hnlicher ,werke4 #dg ,nur in ,murcia findet sich im ,museum eine hnliche ,steinscheibe1 die einen ,reiter mit ,lanze enthlt4 ,die ,schrift nicht zu entrtseln4 ,diese ,scheibe 7s4 ,titel7 ist sicher noch westgotisch1 vor #gaa1 denn nachher war ,murcia arabisch2 folglich handelt es sich um ein sehr altes ,motiv4 #dh ,,xp1 filius ,dei q7ui7 e ,maria ingressus es sine humana conceptione et egressus sine corruptione qui per famulum tu ,ranimir princip gloriosum c ,paterna ,re7gina7 conjuge renovasti 7hoc7 habitaculum nimia vetustate consvptv e7t7eis aedificasti hanc haram be7nedic7tionis gloriosae ,stae ,mariae in locum hunc summum ex7audi7 eos de caelorum habitacvlo tvo et dim 7issionem fac peccat7 orum qui vivis et regnas per infinita secula seculorum4 ,amen4 e ,,viiii ,klds ,julias era ,,dccclxxxvi ,a4 #di ,von anderer ,seite 7,kessel ,rhoen7 werden nur fnf ,joche als ursprnglich in ,aachen vorhanden angesehen1 statt sieben1 wie ,reber annimmt4 ,das tut zur ,sache brigens sonst wenig 7vgl4 ,s4 #bce74 #ej ,die seitlichen ,fllungen sind spter unten ein weniges abgehauen4 ,illustration3 ,,die ,,vandalen ,der berhmte kriegerische ,stamm1 der bei dem ,herannahen der ,westgoten seine ,sitze in ,spanien verlie 7#dbi71 um in ,nordafrika1 im heutigen ,algier und ,tunis1 sich ein neues ,vaterland zu grnden1 hat dort die schnen rmischen ,stdte zu den seinen gemacht und ein reiches und blhendes ,erbteil bernommen4 ,wenig blieb ihm da zu tun und neu zu schaffen4 ,noch weniger ist auf diesem ,gebiete bisher geforscht und geordnet4 ,immerhin besteht bis jetzt die ,gewiheit1 da auch hier whrend der ,germanenherrschaft auf knstlerischem1 insbesondere baulichem ,gebiet nicht ,unbetrchtliches getan wurde4 ,zahlreiche ,kirchen sind im #e4 ,jahrhundert neu erstanden1 von denen noch ,reste genug vorhanden sind1 um daraus entnehmen zu knnen1 da diese ,baukunst der ersten westgotischen durchaus hnlich war4 ,in ,orlansville1 ,tebessa1 ,tipasa1 ,haidra1 ,sbeitla1 ,birmali1 le ,kef und anderorts vorgenommene ,ausgrabungen und ,untersuchungen haben ansehnliche ,reste dieser ,art zutage gefrdert1 die sich durch ,unabhngigkeit vom ,osten auszeichnen und mancherlei originelle ,anordnungen1 vor allem in den ,grundrissen1 aufweisen4 ,grere ,bauten werden von den ,geschichtsschreibern der ,vandalen gerhmt1 so die ,thermen der ,knige ,thrasamund und ,hilderich4 ,ersterer baute auch eine ,basilika und einen ,palast und in der ,nhe ,karthagos selbst eine ganze ,stadt3 ,alikana4 ,das ,landhaus der ,knige zu ,grasse mit prchtigsten ,lustgrten preist ,prokop1 wie berhaupt die vornehmen ,vandalen gern in ,villen mit ,grten und ,hainen wohnten und sich bald groer ppigkeit hingaben2 trotzdem blieb ihnen die altgermanische ,jagdlust bis zuletzt4 ,sidenote3 ,kleinkunst brigens waren die ,vandalen auch im ,kunstgewerbe in altgewohnter ,weise ttig2 ihre ,waffen waren berhmt und wurden weithin versandt1 am meisten ihre ausgezeichneten ,schwertklingen4 ,das einstige ,vandalengebiet ist bis heute noch nicht auf seine germanischen ,kunstreste durchforscht4 ,es bleibt hier noch alles zu tun2 mit ,sicherheit ist aber vorauszusehen1 da solche ,forschungen noch erhebliche ,zeugnisse auch fr eine knstlerische ,kultur ergeben und weiteren ,beweis liefern werden1 da der berchtigte ,name der ,vandalen mit ,unrecht zur allgemeinen ,bezeichnung wildester ,kunstfeindschaft und rohester ,zerstrungswut gemacht worden ist4 ,illustration ,illustration3 ,,die ,,franken ,in dem herrlichen ,lande1 welches dieser germanische ,stamm sich zu eigen zwang1 hat eine ,reihe seitdem sich folgender hoher ,kunstzeiten seine ,spuren fast ganz verwischt4 ,viel weniger als man erwarten sollte ist brig von den ,kunstdenkmlern1 die von den ,tagen ,childerichs ,i4 und ,chlodowechs an bis zu den karolingischen entstanden1 von vollstndigen ,werken fast nichts4 ,um so mehr ist das verwunderlich1 als das von den ,merowingern errichtete ,reich gewissermaen bis auf den heutigen ,tag noch besteht1 als das ,frankenreich noch immer in ,frankreich fortlebt und niemals mehr fremder ,herrschaft noch verwstender berflutung ausgesetzt gewesen ist4 ,aber das ,bessere war des ,guten ,feind2 immer neue schnere ,bauwerke haben sich an die ,stelle der frheren gesetzt1 die alten ,hauptstdte sind stets grer geworden1 und so finden wir fast nur noch in ,krypten und ,museen die sprlichen uns hier ,aufschlu gebenden berbleibsel einer gewaltigen ,zeit4 ,sidenote3 ,frnkische ,kleinkunst ,freilich bergen und spenden die zahllosen ,grber dauernd ungezhlte ,schtze edelster ,art der ,kleinkunst der ,franken1 fast von den ,pyrenen an1 wo westgotische ,reste vorherrschen1 bis ber den ,rhein hinber und bis nach ,holland hin4 ,den schnsten ,fund1 den ,grabschatz ,childerichs ,i41 des ,vaters ,chlodowechs 7s4 ,abb4 #ad1 ,tafel ,,ii71 haben wir oben nher beschrieben4 ,nicht nur in ,gold und ,steinen1 auch in ,silber1 ,bronze und ,eisen1 in ,tauschier- und ,niellierarbeit leisteten die ,franken ,hervorragendes4 ,den altgotischen ,edelsteinschmuck in ,goldzellen bertrugen sie auf andere ,materialien1 insbesondere auf ,bronze in grerem ,mastabe2 die ,edelsteine ersetzten sie gern durch schn gefrbtes ,glas mit gemusterten ,goldfolien dahinter -- verroterie mrovingienne --1 in ,glas und ,ton schufen sie reizvolle ,gefe2 kurz1 ihre ,kunstleistung schon auf diesem ,gebiete ist auerordentlich und zeigt bereits die ,keime jener ausgezeichneten ,geschmacksentwicklung1 die das sptere ,frankreich bis heute sich zu bewahren gewut hat4 ,sidenote3 ,burgundische ,kleinkunst ,eine ,ergnzung finden die frnkischen ,werke dieser ,art in den burgundischen2 dieser ,volksstamm hatte nach seiner schweren ,niederlage am ,rhein sich wie bekannt im ,osten ,frankreichs1 in ,savoyen1 der ,dauphin bis hinab in die ,provence neue ,sitze gegrndet und eine von der frnkischen fters abweichende ,kleinkunst gepflegt4 ,die burgundischen ,bronzeschmuckteile der ,ausrstung 7,abb4 #adb1 ,tafel ,,xxxviii71 ausnahmsweise mit figrlichen ,darstellungen von allerlei ,art1 von ,menschen und ,tieren1 sind von denen der brigen ,germanen teilweise sehr verschieden und entbehren als die wohl ltesten figrlichen ,arbeiten bei den ,germanen nicht besonderen ,wertes4 ,im brigen zeichnen sich die schnen ,riemenbeschlge1 ,schnallen und dergleichen bei den ,burgundern durch ,gre und ,wucht aus2 es existieren solche von fast riesigen ,formaten nicht nur unter den tauschierten ,eisenarbeiten4 ,illustration3 ,,xxxviii ,abb4 #adb4 ,burgundische ,schnalle4 ,genf4 ,illustration3 ,abb4 #add4 ,beauvais4 ,basse oeuvre4 ,diese relative ,selbstndigkeit der ,burgunder schwand bald2 die merkwrdige ,kraft der salischen ,franken1 die doch aus vielerlei nordwestdeutschen einzelnen ,vlkerschaften zu einem neuen jugendkrftigen ,stamme zusammengewachsen waren1 hat es verstanden1 das ganze groe ,frankreich1 in dem es das sptrmische ,reich des ,syagrius1 die ,westgoten und die ,burgunder vorfand1 bald vllig zu einem neuen zusammenzuschweien4 ,der noch heidnische ,childerich ,i4 begann das ,werk im ,norden1 schon sein ,sohn ,chlodowech htte ohne ,theoderichs des ,groen ,eingreifen das ganze westgotische ,reich von ,toulouse erobert4 ,freilich hat erst ,karl ,martell das letzte noch selbstndige ,land im ,sden1 ,aquitanien1 mit dem groen ,ganzen dauernd vereinigt4 ,an die ,zeit der ,merowinger schliet sich die karolingische in ,frankreich direkt an2 von beiden verwischen sich die ,grenzen in der ,kunst vllig4 ,gerade in ,frankreich knnen wir den eigentmlich antikisierenden oder italienischen ,zug der letzteren ,epoche kaum bemerken1 der sich an vielen ,bauwerken der ,zeit ,karls des ,groen in ,deutschland so scharf ausspricht und seiner ,kunst den ,namen einer ersten ,renaissance verschafft hat4 ,diese ,kunstrichtung ist eigentlich nur in den rheinischen ,gegenden anzutreffen4 ,in ,frankreich findet sich von ihr nur ein einziges gleich zu besprechendes ,beispiel1 sonst dauert die eigentmliche merowingische ,kunstweise im ,bauen1 wie es scheint1 bis ins #aj4 ,jahrhundert fast unverndert fort2 eine eigentlich karolingische1 wie in ,deutschland1 ist dort1 wie es scheint1 nicht ausgeprgt4 ,sidenote3 ,bauliche ,eigentmlichkeiten ,die ,eigentmlichkeiten der merowingisch-frnkischen ,baukunst habe ich frher beschrieben1 insbesondere ihre ,freude an buntgestaltetem ,mauerwerk2 wenn das petit-appareil1 das ,mauern mit kleinen ungefhr quadratischen ,steinen1 die fast wie ,pflastersteine aussehen1 die ,grundlage bildete1 so treten dazu die durchlaufenden roten ,ziegelschichten1 die fischgrtenartig gestellten ,steinlagen1 allerlei ,muster1 ,einfgung von bunten ,steinen1 von geraden und bereck gestellten ,tonplatten2 in den ,bgen ,wechsel von ,backstein und ,haustein1 ,umfassung der ,bgen mit ,backsteinarchivolten u4 dgl4 m4 -- ,diese ,bauweise behlt ihr frisches ,leben bis ins ,ende der sogenannten karolingischen ,zeit4 ,von kirchlichen ,bauwerken dieses ,charakters kennt man zahlreiche ,reste2 so ,teile von ,st4 ,pierre zu ,vienne1 die ,westfront von ,st4 ,christophe zu ,suvres bei ,blois1 das uere der ,kirche zu ,savenires von starker ,charakteristik 7,abb4 #adc71 manches an den ,kirchen zu ,distr1 zu ,cravant und ,st4 ,gnroux4 ,an den beiden letztgenannten finden wir den auch bei sptrmischen ,bauwerken schon auftretenden ,wechsel von dreieckigen ,giebeln und ,bgen4 ,auch die alte ,fassade von ,st4 ,front zu ,prigueux ist bemerkenswert1 heute ganz versteckt4 ,der vollstndigste ,rest dieses ,stiles1 wenn auch aus spter ,zeit1 mag die kleine ,kirche basse oeuvre zu ,beauvais sein3 das ,schiff der alten ,kathedrale1 an deren ,stelle sich der groartigste gotische ,dom ,frankreichs setzen sollte 7,abb4 #add1 ,tafel ,,xxxviii74 ,dieser ist nur bis zum ,querschiff fertig geworden1 und so steht noch vor ihm im ,westen der ,rest der alten ,kirche1 die erst von ,bischof ,herv #ihg gebaut sein soll4 ,es ist eine kleine ,pfeilerbasilika von sechs ,bgen1 im ,inneren nichts ,besonderes bietend1 auen aber ber dem petit appareil der unteren ,teile wechselnde ,ziegelschichten2 die ,bgen von solchen durchschossen und eingerahmt2 der ,bogen des ,westfensters in schnem ,muster aus ,ton gebildet 7s4 ,abb4 #fj72 auf ihm zwei stehende ,figuren in flachem ,relief1 oben im ,giebel ein ,vortragskreuz eigentmlicher ,form4 ,die ,gesimse haben eine untere ,schmiege1 die mit ,kerbschnitt in ,dreiecken geziert ist 7,abb4 #de71 das ,kmpfergesims des ,fensters an gleicher ,stelle eine ,art halbrunder ,zahnschnitte4 ,illustration3 ,abb4 #adc4 ,kirche von ,savenires4 ,nach ,enlart4 ,sidenote3 ,ornamentik ,wie ebenfalls frher dargelegt1 schliet sich die eigentmliche ,ornamentik der merowingisch-frnkischen ,kunst eng an die langobardische an3 ,kerbschnitt1 ganz hnliche ,flechtverschlingungen1 korbbodenartige runde ,gebilde sind hier wie dort zu ,hause1 so da man sogar an einen ,import dieser ,schmuckwerke von der ,lombardei her gedacht hat 7,abb4 #ade74 ,ganz sicher haben auch im ,inneren der merowingischen ,kirchen die ,steinschranken1 wie in den langobardischen1 zur ,abtrennung besonderer ,teile eine groe ,rolle gespielt4 ,die sehr reichen ,reste solcher ,schranken1 die sich in der alten merowingischen ,kirche von ,st4 ,peter in ,metz1 der einstigen ,hauptstadt ,austrasiens1 vorfanden1 sind indessen doch in mancher ,hinsicht wieder eigenartig 7s4 ,abb4 #aef1 #aeg1 ,tafel ,,xlii74 ,neben reichster ,verschlingung und ,flechtwerk1 auch von ,schlangen und ,drachen echt nordischer ,art1 finden sich bunte ,partien mit eingelegten andersfarbigen ,steinen u4 dgl4 ,kurz1 diese ,reste beweisen1 da solche ,arbeiten auch in reichster ,form im ,lande der ,franken selbst hergestellt wurden4 ,illustration3 ,abb4 #ade4 ,st4 ,jouin de ,marne4 ,ornamente4 ,sidenote3 ,st4 ,jean1 ,poitiers ,das lteste ,bauwerk aus merowingischer ,zeit in ,frankreich wird heute die ,taufkirche von ,st4 ,jean zu ,poitiers sein2 ein hchst merkwrdiges ,gebude1 das verschiedene ,aus- und ,neugestaltungen erfahren hat1 aber doch noch immer ein wrdiger ,reprsentant der alten ,kunst bleibt2 um so wichtiger1 als1 wie bemerkt1 in ,frankreich sonst so ungemein wenig brig ist4 ,die ,vorhalle von halber ,achteckform stammt aus romanischer ,zeit2 im brigen wird das ,bauwerk im #f4 ,jahrhundert erbaut und im #g4 oder eher im #h4 in einiger ,hinsicht vervollstndigt sein 7,abb4 #adf74 ,es besteht aus einer ,art von breitem ,querschiff1 an dessen ,enden ursprnglich zwei rechteckige ,anbauten waren 7heute beide leider halbrund ergnzt71 und vor dem eine etwa ebenso groe rechteckige ,vorhalle bis zum ,portal reichte2 im ,osten ist eine auen trapezfrmige1 innen sechsseitige ,apsis angefgt4 ,in der ,mitte hat man das sich in drei steilen ,stufen vertiefende lteste ,eintauchbecken mit seinem ,zu- und ,abflu wieder aufgefunden4 ,illustration3 ,abb4 #adf4 ,poitiers4 ,st4 ,jean4 7,schwarz3 bestehend2 wei3 neu2 schraffiert3 ursprnglich gewesen47 ,nach den ,untersuchungen von ,delacroix soll dem ,ganzen sogar ein noch lteres ,gebude zugrunde liegen1 das er dem #d4 ,jahrhundert zuschreibt1 und das bei der ,einfhrung des ,christentums in ,poitiers 7#cac7 erbaut wre4 ,dem widersprechen die ,einzelheiten1 wie ich glaube1 doch allzusehr4 ,vielmehr drfte das ,gebude erst nach ,annahme des ,christentums durch die ,franken 7,anfang des #f4 ,jahrhunderts7 entstanden sein4 ,es scheint1 da der untere ,teil des ,gebudes bis zu den ,fenstern dem ersten ,bau angehrt2 er ist teilweise noch mit rmischen ,resten ausgestattet1 insbesondere mit ,sulen und ,kapitellen aus ,marmor1 die ,blend- und ,gurtbgen tragen 7,abb4 #adg1 ,tafel ,,xxxix74 ,die ,ostseite des querschiffartigen ,raumes hat eine ,art ,arkadengliederung1 wie sie an der ,westseite hnlich vorhanden gewesen sein drfte4 ,es sind drei auf meist antiken ,sulen ruhende ,wandbgen1 von denen der mittlere bedeutend grer den zurckgesetzten ebenfalls auf zwei ,marmorsulen ruhenden ,chorbogen in sich schliet4 ,das ,mauerwerk besteht aus kleinen ,quadern4 ,die sechseckige ,apsis hat an den ,seiten oben hnliche ,blendarkaden auf kleinen ,marmorsulen und ein aus ,mulde und ,tonne zusammengesetztes ,gewlbe4 ,der obere ,teil der ,schiffmauern trgt nach drei ,seiten1 die heute unten vermauerten ,fenster umrahmend1 eine hnliche ,blendarkatur1 dreiteilig1 deren mittlerer ,teil eckig -- giebelartig -- ist4 ,gleiches drfte sich auch nach ,westen zu wiederholt haben4 ,illustration3 ,,xxxix ,abb4 #adg u4 #adh4 ,poitiers4 ,st4 ,jean4 7,phot4 ,j4 ,robuchon1 ,poitiers47 ,von diesen ,fenstern oder dem ersten ,gurtgesimse an ist im ueren eine eigenartige ,architektur aufgesetzt1 wie mir scheint erst gegen das #h4 ,jahrhundert 7,abb4 #adh1 ,tafel ,,xxxix74 ,und zwar eine in ganz anderem und hherem ,sinne antike als die innere untere4 ,auf dem ,kmpfergesims der rundbogigen spter in kreisfrmige verwandelten ,fenster stehen auf jeder ,seite vier ,pilaster mit eigentmlich ungewandt behandelten korinthisierenden ,kapitellen4 ber dem von ihnen getragenen ,gesimse sehen wir drei kleine ,ziergiebel eingesetzt1 den mittleren rund1 die seitlichen dreieckig4 ,darber ein ungemein reiches ,hauptgesims mit ,konsolen2 dann nach jeder ,querseite ein vllig antiker ,flachgiebel mit gleichem ,konsolenkranzgesimse1 in seiner ,flche wieder drei kleine ,dreiecksgiebel enthaltend1 von denen der mittlere erhht ber einer runden ,scheibe steht4 ,whrend aber die ,technik unten das herkmmliche petit appareil 7kleine fast quadratische ,quaderchen7 zeigt1 fangen ber dem unteren ,gesimse besser gearbeitete und lngere ,steine1 ber dem von den ,pilastern getragenen ,gesimse die bekannten merowingischen ,ziegelschichten zwischen ,hausteinen an2 unter dem ,giebelgesims zieht sodann ein farbiger ,fries mit eingelegten runden ,ziegelplatten2 hnliche ,muster in ,ton sind in die kleinen ,giebel eingelegt4 ,kurz1 hier beginnt ein neuer ,zug1 die farbige ,behandlung der ,flchen1 die das #f4 ,jahrhundert in dieser ,art noch nicht kannte4 ,die ,konsolengesimse des groen und der kleinen ,giebel sind stark antik1 doch eigen gebildet2 sehr hnlich dem der ,halle zu ,lorsch am ,rhein1 wie einem neuerdings in ,worms gefundenen2 diese letzten beiden aus dem #h4 ,jahrhundert4 ,auch die viel niedrigere ,chorapsis hat antiken ,giebel und ,konsolengesimse4 ,nach diesem ,sachbestande ist zu vermuten1 da wir in dem oberen ,aufbau der ,taufkirche ein ,werk derselben klassizistischen ,richtung vor uns sehen1 aus der spter die so ganz einzig dastehende ,vorhalle der ,kirche zu ,lorsch hervorgegangen ist4 ,der ,erbauer dieses letzteren ,werkes war ,abt ,chrodegang von ,metz1 der aus ,frankreich kam -- sein ,name ist echt merowingisch-frnkisch --2 mit der ,person dieses bekannten kunstsinnigen ,mannes drfte daher wohl diese so einzig dastehende ,rckkehr zur ,antike zusammenhngen4 ,vielleicht haben wir in ihm1 der noch in ,karls des ,groen ,zeit hineinragt1 den geistigen ,vater der sogenannten karolingischen ,renaissance zu sehen4 ,sidenote3 ,lorsch ,das zweite ungleich besser erhaltene und einheitliche ,werk dieser ,art noch aus der ,merowingerzeit steht also auf deutschem ,boden3 die oben genannte ,torhalle des ,klosters zu ,lorsch4 -- ,es steht fest1 da dieser ,bau ursprnglich keine ,kirche war 7wie heute71 sondern ein dreifaches ,tor1 das in den ,vorhof der noch im frhen ,mittelalter abgebrannten ,kirche fhrte1 an deren ,stelle noch ein ,stck der spteren romanischen steht2 das ,tor aber hat man schon im ,mittelalter in eine ,kapelle verwandelt4 ,das ,gebude ist weit der prchtigste ,rest eines frnkischen ,bauwerks vor ,karls des ,groen ,zeit 7,abb4 #adi74 ,und zugleich dasjenige des frhen ,mittelalters1 welches am meisten sich der rmischen ,antike zu nhern wei2 die ,weihe der #gff begonnenen ,kirche1 einer ,schpfung des genannten ,abts ,chrodegang von ,metz1 fand #ggd statt4 ,der ,graf ,cancor und seine ,gattin ,wiliswinda waren die ,patrone des ,klosterbaus1 der nur eine bertragung des etwas lteren nahe gelegenen ,altenmnster an eine bessere ,stelle war4 ,abt ,chrodegang1 aus ,frankreich nach ,metz gekommen1 ein hochgebildeter ,kirchenfrst1 war ein eifriger ,bauherr2 auch die ,metz nahen ,klster von ,gorze und ,st4 ,avold1 die sich spter groen ,rufes erfreuten1 sind seine ,schpfungen4 ,die ganze ,anlage von ,lorsch war aber eine der prchtigsten und geschlossensten3 hinter dem stattlichen noch stehenden ,torbau stieg ein von ,hallen flankierter ,vorhof zu dem ,narthex der groartigen ,klosterkirche auf4 ,diese wird in zeitgenssischen ,berichten als geradezu prachtvoll gerhmt1 besa zwei ,fronttrme zu seiten einer ,vorhalle1 dahinter drei ,schiffe1 durch ,sulen getrennt1 und war von reicher ,ausstattung4 ,das bedeutende ,werk fiel #ajij einem riesigen ,brande gelegentlich eines ,kirchenfestes ganz zum ,opfer4 ,nichts blieb als der vorderste ,klostereingang2 auch das ,kloster selbst verschwand2 die drei von der nachher erbauten romanischen ,kirche brigen ,joche dienen heute als ,tabakspeicher4 ,aber die ,halle zeigt uns1 da wir wirklich ,bedeutendes verloren4 ,ihre vordere ,front ffnet sich unten in drei breiten ,bgen auf ,pfeilern1 vor denen komposite ,dreiviertelsulen stehen von fast streng rmischer ,architektur1 wie man solche etwa an antiken ,theatern gewhnt ist1 nur des ,geblkes entbehrend1 an dessen ,stelle ein friesartig verziertes ,gesims getreten ist4 ,darber ein ,oberstock mit jonischen ,pilastern1 ber denen ,spitzgiebel statt ,bgen in einer ,reihe von ,kapitell zu ,kapitell laufen4 ,das ,ganze trgt ein prachtvolles ,konsolengesimse1 das an den schmalen ,seiten antike ,dreiecksgiebel bildete1 in den ,formen und der ,anwendung ziemlich genau dem an ,st4 ,jean zu ,poitiers entsprechend4 ,die ganze ,flche des ,oberstocks und ber den ,pilastern ist mit bunten ,steinmustern aus ,drei- und ,sechsecken geschmckt4 ,die ,rckseite entspricht der ,vorderseite2 der schmale ,bau mag einst innen einen offenen ,dachstuhl oder eine horizontale ,decke gehabt haben2 seine oberen ,fenster scheinen neu2 wahrscheinlich hatte er solche an den ,schmalseiten4 ,in diesem ,bau ist die ,anlehnung an die rmische ,baukunst eine so starke1 die ,wirkung eine so vllig antike1 da man hier wohl den eigentlichen ,anfang der karolingischen ,renaissance8 zu erblicken hat1 die jedoch in keinem ,bau ,karls des ,groen mehr eine solche ,klarheit erreicht4 ,die ,kompositakapitelle sind fast antik2 die jonischen freilich in ihren flachen nur angedeuteten ,eierstben wohl leicht als sptere ,nachahmung zu erkennen1 doch nach antiker ,art kanelliert1 ebenfalls noch streng in der ,wirkung2 nicht weniger das ,konsolengesims4 ,nur die ,reihe der ,dreiecksgiebel und der bunte ,hintergrund der ,pilaster spricht die ,sprache der ,merowingerkunst4 ,illustration3 ,abb4 #adi4 ,torhalle zu ,lorsch4 ,nach ,adamy4 ,sidenote3 ,trier ,hier mssen wir die ,erwhnung eines weiteren bedeutsamen merowingisch-frnkischen ,werkes auf deutschem ,boden einschalten1 das auer der ,linie der seither erwhnten ,bauwerke steht3 der ,wiederherstellung des ,domes zu ,trier durch ,bischof ,nicetius seit #ebg4 ,dieser ,priester fand bei seinem ,amtsantritt den alten ,dom1 der hundert ,jahre frher aus einer rmischen ,gerichtshalle zu der ,hauptkirche der alten rmischen ,kaiserstadt verwandelt war1 durch die salischen ,franken gnzlich verwstet und zusammengestrzt vor1 und baute den groartigen ,tempel mglichst in der alten ,form wieder auf4 ,er errichtete von neuem die mittleren vier groen ,sulen mit den ,quer- und ,lngsbgen darber1 die den riesigen ,raum teilten1 nebst ,dachwerk und einer schnen ,inneneinrichtung2 auch hier wurde spter der ,teil fr die ,priester durch ,schranken in einer ,behandlung1 die der langobardischen nahe steht1 abgeteilt4 ,die groen ,sulen haben noch fast antik gebildete ,kapitelle mit ,masken an den ,ecken1 gleichzeitigen ravennatischen hnlich4 ,der ganze ,raum wurde dann verputzt und sehr farbig1 noch halb antik-rmisch ausgemalt1 wovon berreste genug zeugen1 auch mit ,marmorfuboden versehen4 ,es ist hier berall die sptantike ,tradition magebend1 der ,bau auch vermutlich durch italienische ,arbeiter ausgefhrt1 so da von frnkisch-germanischer ,art nur die ,reste der jngeren ,schranken und einige ,bruchstcke innerer ,ausbauten reden4 ,sidenote3 ,st4 ,laurent ,grenoble ,auf burgundischem ,boden finden wir eine hchst interessante ,krypta1 vermutlich erst nachher als solche fr eine neu darber gebaute romanische ,kirche bentzt3 ,st4 ,laurent zu ,grenoble4 ,sie liegt noch heute ber dem ,boden und besteht aus einem tonnengewlbten ,langschiffe mit ,apsiden an beiden ,enden und zwei am ,ostende der ,langseiten1 so da da ein kleeblattfrmiger ,grundri entsteht2 am ,westende befinden sich statt weiterer ,nischen die ,ausgnge der beiden ,treppen nach oben 7,abb4 #aej1 ,tafel ,,xl74 ,also ein ,bau von verhltnismig reichem ,grundri4 ,in den ,formen nahestehend den lteren ,teilen von ,st4 ,jean zu ,poitiers2 auch hier ist die den ,wnden frei vorgesetzte ,sulenarchitektur teilweise mit antiken ,sulen hergestellt und an die dortige unwillkrlich erinnernd4 ,die ,nischenbogen sind wie dort von ,sulen eingefat2 der eigentliche ,chorbogen trgt eine zweite ,sulenstellung ber der unteren4 ,das ,gewlbe hat lang durchgehende ,ziegelschichten2 der ,chorbogen ist mit solchen ebenfalls durchschossen4 ,die ,kapitelle der ,sulen stammen meist von lteren ,bauten2 einige sind jedoch1 wie es scheint1 fr den ,bau besonders gearbeitet2 sie haben einfache korinthisierende ,formen1 darber eigentmliche schrge ,kmpfersteine nach ,art der byzantinischen1 doch mit ,darstellungen1 so von ,schafen und ,vgeln zwischen ,palmen1 ,kreuzen u4 dgl41 alles im einfachsten ,relief auf ,grund gesetzt1 aber mit ,geschmack gearbeitet4 ,es mu dahin gestellt werden1 ob hier wirklich fremder ,import vorliegt1 wie viele ,forscher behaupten1 die der ,ansicht sind1 da alle marmornen ,kapitelle der ,merowingerbauten fern im ,osten angefertigt seien1 und da es allgemeines ,verfahren gewesen sei1 solche so weit als mglich auf dem ,wasserwege befrderten ,architekturteile1 auch ,schfte und ,basen1 in die ,bauwerke einzufgen1 wie es sich eben gab4 ,in der ,tat zeigen viele ,kirchenrume jener ,zeiten dort geradezu ,hufungen der verschiedenartigsten ,stcke dieser ,art1 die dabei oft kaum lter1 unbedingt nicht antik sein knnen4 ,auch unsere ,kirche hat ,sulen mit und ohne ,kmpferaufstze oder zwischengeschobene ,gesimsstcke unter dem einfachen ,steinbalken des ,architravs2 an einer ,stelle berhaupt kein ,kapitell1 zeigt also deutlich die ,kompilation vorhandener ,architekturteile4 ,trotzdem ist der ganze ,raum schn in den ,verhltnissen1 von interessantem ,aufbau und anmutig in der ,wirkung1 verdient auch als ,komposition ,beachtung4 -- ,das ,bauwerk wird dem #g4 ,jahrhundert angehren4 ,illustration3 ,,xl ,abb4 #aej4 ,grenoble4 ,st4 ,laurent4 7,phot4 ,robert1 ,grenoble47 ,illustration3 ,abb4 #aed4 ,jouarre4 ,krypten4 7,phot4 ,jubeaux1 ,jouarre47 ,illustration3 ,abb4 #aea4 ,jouarre4 ,krypten4 ,sidenote3 ,krypta zu ,jouarre ,eine andere sehr eigentmliche und weit bekannte ,krypta aus dem #g4 ,jahrhundert finden wir in ,jouarre in der ,champagne4 ,bei ihr ist es ebenfalls wahrscheinlich1 da sie ursprnglich eine kleine ,kirche war1 die bald zu einer ,krypta und ,begrbniskirche wurde 7,abbildung #aea74 ,denn sie stammt noch von der alten ,klostergrndung1 die ,abt ,adon 7 #fbh7 im ersten ,viertel des #g4 ,jahrhunderts hier vollzog2 seitdem die btissin ,telchilde 7 #fee7 da beigesetzt wurde1 fgte sich ,sarkophag an ,sarkophag4 ,von einem ursprnglichen ,mrtyrer- oder ,heiligengrab1 dem der ,bau als ,krypta geweiht gewesen wre1 ist jedoch keine ,spur vorhanden4 ,heute ist der kleine ,raum1 dem im ,anfang des #h4 ,jahrhunderts eine ,erweiterung nach ,sden zuteil wurde1 gewlbt2 die ,wlbung stammt vermutlich aus nicht unerheblich spterer ,zeit1 dem #aj4 oder #aa4 ,jahrhundert4 ,als man hier unten eine ,begrbniskirche einrichtete1 wurde ber ihr eine nach ,westen zu bedeutend lngere ,kirche erbaut1 deren ,lngsmauern man noch aufgefunden hat1 und unter deren ,ostteil jene lteren ,rume dann die ,unterkirche bildeten4 ,dies geschah aber bald nach der ersten ,anlage4 ,es ist infolge der vielen ,umbauten und nderungen jetzt schwierig1 sich ein zuverlssiges ,bild des ersten ,zustandes zu machen4 ,was einigermaen feststehen wird1 ist folgendes3 ,illustration3 ,abb4 #aeb4 ,jouarre4 ,ursprnglich4 ,ursprnglich war1 wie es scheint1 ein niedriger flachgedeckter kirchlicher ,raum von rechteckiger ,form vorhanden 7,abb4 #aeb71 dessen ,westwand allein noch erhalten1 nur #ce cm dick1 durch fnf ,pilaster verstrkt und inwendig mit einem echt merowingisch-frnkischen bunten ,steinmuster geschmckt ist3 oben ,achtecke1 darunter bereck gestellte ,vierecke1 unten das bekannte petit appareil 7,abb4 #aec1 ,tafel ,,xli74 ,die einfachen ,pfeilerkapitelle der ,pilaster tragen einen lngslaufenden ,architrav4 ,einst vorhandene weitere zwei ,pilaster sind in romanischer ,zeit durch eine ,tr verdrngt4 ,die ,ostwand mu ebenso gegliedert gewesen sein2 an ihren dnnsten ,stellen ist sie von gleicher ,strke wie die westliche4 ,dazwischen standen parallel mit diesen beiden ,wnden zwei ,reihen von je drei ,sulen1 annhernd auf denselben ,pltzen wie heute4 ,kurz1 es wird anfnglich ein dreischiffiger flachgedeckter ,raum gewesen sein1 merkwrdigerweise von ,norden nach ,sden gestellt2 die ,eingangstr wird demnach im ,sden gelegen haben2 der ,altar nrdlich4 ,als man dann die ,kirche darber erbaute1 ergab sich zu diesem ,zwecke die ,notwendigkeit einer ,verstrkung der ,nord- und ,sdmauern der jetzigen ,krypten1 die durch eingebaute starke ,pfeiler erreicht wurde4 ,die ,srge standen im ,ostschiff4 ,eine ,verlngerung der ,unterkirche nach ,sden erfolgte nach #gjj2 man baute damals fr den ,hl4 ,ebregesil1 ,bischof von ,meaux 7 #gjj71 eine besondere ,grabkapelle an und stellte dessen ,sarkophag darin auf4 ,im #aj4 oder #aa4 ,jahrhundert wurden die beiden ,krypten mit ,kreuzgewlben versehen4 ,da ergab sich der ,gewlbeeinteilung halber eine geringe ,verschiebung der ,sulen in dem ltesten ,teil 7der ,st4 ,pauls-,krypta74 ,zugleich errichtete man an der ,ostseite eine ,estrade1 in die man die ,srge begrub2 die drei ,sulen wurden verkrzt und auf die ,estrade gestellt2 oberhalb der ,srge errichtete man nun reichverzierte ,scheinsrge 7,kenotaphien71 die heute noch den besonderen ,schmuck der ,krypta bilden 7,abb4 #aed1 ,tafel ,,xl74 ,leider hat man #ahhd die ,estrade wieder groenteils beseitigt und so der ,begrbniskirche ihre frhere ,eigenart teilweise geraubt4 ,es erbrigt noch zu sagen1 da die andere1 die ,st4 ,ebregesil-,krypta wohl damals 7oder noch spter87 eine ,vergrerung nach ,westen erfuhr1 die auch ,vernderungen im alten ,teil mit sich und allerlei romanische ,formen in die alte ,krypta hineinbrachte2 die ,ebregesilkrypta selber ist berhaupt viel roher1 eigentlich nur eben einigermaen notdrftig1 meist aus ,bruchstcken1 zusammengestmpert4 ,aus merowingischer ,zeit haben wir demnach an den beiden alten ,bauwerken 7#fbj-gjj7 nicht mehr sehr viel im ,original vor uns4 ,immerhin in der ,paulskrypta die erwhnte ,lang-7,west-7wand und die sechs ,marmorsulen4 ,letztere haben alle weie ,marmorkapitelle und ,basen und verschiedenartig gefrbte marmorne ,schfte4 ,dem edlen ,material nach mssen wir auch hier ,import aus dem ,osten annehmen2 ein einziges ,kapitell drfte vielleicht von einem alten rmisch-gallischen ,bau entnommen sein4 ,die ,zeit der ,herstellung der ,kapitelle drfte sonst ziemlich der ,bauzeit der ,kirche entsprechen2 es scheint1 als ob solche ,arbeiten auf ,bestellung in einem bestimmten ,geschmacke in der ,ferne hergestellt worden wren4 ,so kehrt das bekannte schne ,kapitell der stlichen ,mittelsule in ganz hnlicher ,form der umgekehrten ,ranken und des gekehlten ,kelches mit ,eierstab in der ,krypta von ,st4 ,brice zu ,chartres und an ,st4 ,christophe zu ,suvres 7,abb4 #aee1 ,tafel ,,xli7 wieder1 an ziemlich gleichzeitigen ,bauwerken in ganz verschiedenen ,gegenden ,frankreichs4 ,auch der kannelierte ,kapitellkelch wiederholt sich bei vier der sechs doch recht verschiedenen ,kapitelle1 wird berhaupt um jene ,zeit oft gefunden1 so auch in ,st4 ,jean zu ,poitiers4 ,illustration3 ,,xli ,abb4 #aec4 ,jouarre4 ,krypten4 7,phot4 ,jubraux1 ,jouarre47 ,illustration3 ,abb4 #aee4 ,s4 ,christophe zu ,suvres4 ,westfront4 ,es scheint demnach1 wenn auch das edle fremdlndische ,material so vieler ,sulen an den ,gebuden jener ,kunst den ,import dieser ,teile aus dem ,osten oder ,sden zu bezeugen scheint1 wenigstens bei der ,bestellung solcher ,stcke ein bestimmter ,geschmack und ein gewisses ,system gewaltet zu haben1 die es ermglichten1 da die merowingischen ,bauwerke dieser ,art und ,zeit einen auffallend bereinstimmenden ,charakter auch in diesen ,teilen tragen4 ,das ,einzelne der nicht mehr dieser ,bauweise angehrigen ,nachbarkrypta ,st4 ,ebregesil ist dagegen1 wie bemerkt1 von groer ,ungeschicklichkeit und in gewhnlichem ,steine1 so gut und so schlecht als es eben ging1 den ,arbeiten des lteren ,teiles nachgearbeitet4 ,eine klarere ,gruppierung im ,grundri lt sich aber da anerkennen3 im ,osten eine ,art ,apsis mit eckiger ,altarnische1 die mit ,sulen eingefat ist1 die ffnung dazu von drei ,sulen getragen1 davor ein kleines sulengetragenes ,schiff mit ,kreuzgewlben2 in diesem sind mehrere romanische ,kapitelle und zum ,teil auch ,sulen spter eingefgt4 ,noch einige wirkliche ,krypten sind zu erwhnen als aus so frher ,zeit stammend2 doch sind dies gleich von ,anfang an gewlbte kleine ,rume mit ,konfession und ,wandelgang ohne besondere ,charakteristik2 so ,st4 ,aignan in ,orlans1 ,st4 ,brice in ,chartres1 zwei sogar in der ersten alten ,merowingerhauptstadt ,soissons1 und die an ,st4 ,germain in ,auxerre1 die im allgemeinen sich von den originalen ,krypten der brigen ,welt formal nicht nennenswert unterscheiden4 ,sidenote3 ,metz1 ,st4 ,peter ,wenn wir dagegen eine wirkliche ,merowingerkirche noch halbwegs aufrechtstehend sehen wollen1 so mssen wir wieder ber ,deutschlands ,grenze gehen4 ,in ,metz1 der einstigen ,hauptstadt von ,austrasien1 ist sonst fast alles den spteren ,kriegsbauten zum ,opfer gefallen1 von den ,residenzen der ,knige und der ,kaiser bis zu ihren ,begrbnissttten 7noch ,ludwig der ,fromme war dort im ,arnulfkloster bestattet74 ,aber ein ,bauwerk1 die ,st4 ,peterskirche 7heute militrische ,brieftaubenstation7 auf der ,zitadelle1 ist noch briggeblieben2 wenn auch nur in den ueren ,schiffswnden4 ,eine dreischiffige ,basilika1 deren ,schiffarkaden freilich in spterer ,zeit ganz erneuert sind1 die zuletzt in gotischer ,zeit im ,innern vllig gendert ist4 ,aber es lt sich immer noch ersehen1 da der ,bau den spanischen des #h4 ,jahrhunderts in der ,anlage hnlich war1 am meisten dem ,kirchlein zu ,val de ,dios4 ,westlich eine ,vorhalle mit ,empore1 dann das ,schiff1 von dem man leider nicht einmal mehr sicher wei1 ob die obere ,wand des ,mittelschiffes von ,sulen oder ,pfeilern getragen war2 ersteres ist das wahrscheinlichere1 da sich der ,rest eines marmornen ,sulenschaftes vorfand2 im ,osten eine vermutlich rechtwinklige ,apsis4 ,das kleinsteinige ,mauerwerk ist1 wie die ,umfassung der nrdlichen ,tr und die ,bgen der ,westwand1 mit ,backsteinschichten durchschossen2 ber der ,westempore eine ,bogenstellung auf drei ,sulen ohne ,kapitell4 ,von wichtigen ,architekturteilen scheint sonst so gut als nichts mehr erhalten1 auer dem ,reste eines ,trsturzes1 der ein halbrundes ,tympanon gebildet haben mu1 doch nur aus zwei ,balken bereinander gebildet1 ohne wirkliche ,bogensteine3 dieser ,rest 7,abb4 #ef71 dessen rechteckige ,trffnung darunter etwa #a1je licht gehabt haben mu1 ist im ,halbrund ringsum mit runden kleinen ,rosetten eingefat1 inmitten waren drei grere ,rosetten1 die ,zwickel sind mit allerlei ,blatt- und ,schmuckwerk in ,linien und ,kerbschnitt1 der viereckige ,trrahmen mit einer ,reihe von eckigen eigentmlichen ,knpfen gefllt4 ,dieser ,trsturz gehrt als besondere ,seltenheit zu den wertvollsten berbleibseln seiner ,art4 ,noch ein kleines ,kapitell 7,kragstein7 ist da 7s4 ,abb4 #ge71 vorne eine ,art ,bste in ,relief eingetieft enthaltend1 scheinbar rmisch1 vielleicht wirklich ein solcher umgearbeiteter ,rest1 doch an den ,seiten ,blattwerk entschiedenster germanischer ,art1 mit den bekannten vertieften ,rippen und ,einschlitzungen1 wie im ,langobardischen und ,westgotischen4 ,beim ,durchsuchen der romanischen ,pfeiler des ,mittelschiffes fand man auerdem prchtige ,reste von ,schranken in ,kalkstein4 ,also offenbar war eine innere ,abgrenzung wie bei den langobardischen und spanischen ,kirchen vor dem priesterlichen ,teile des ,schiffes oder dem ,chor einst vorhanden2 ob auch mit ,sulen und ,querwand oder ,balken darber ist nicht mehr zu bestimmen4 ,doch wahrscheinlich ohne solche1 da keinerlei ,rest davon zeugt4 ,die ,felder und ,pfosten dieser ,schranken sind von hohem ,reiz und gut altgermanisch 7,abb4 #aef1 #aeg1 ,tafel ,,xlii72 erinnern teilweise stark an langobardische ,arbeiten1 sind jedoch weit mehr nordisch im ,charakter1 schon insofern1 als richtige ,verschlingungen von ,schlangen1 ,drachen und dergleichen statt ,flechtwerk allein vorkommen2 die ,felder sind fters1 wie es scheint1 zur ,ausfllung mit andersfarbigem ,steinwerk schachbrettartig und hnlich vertieft1 echt merowingisch bunt4 ,diese ,art von ,zierung hat sich ja bekanntlich lange erhalten und weiter gepflanzt1 so im ,puy 7,st4 ,michel de l'aiguille7 an ,n4 ,d4 du ,port zu ,clermont und vielen hnlichen ,bauwerken4 ,dabei ist noch ein ,pfosten von besonderer ,form vorhanden1 eine flache ,nische mit einer ,figur darin 7wie es scheint ,christus7 auf der ,vorderseite enthaltend4 ,die gewundenen ,sulchen1 die diese ,nische einfassen1 der ,spitzgiebel mit ,krabben besetzt1 die ,behandlung1 als flachstes ,relief auf ,grund gesetzt1 entspricht vllig der wohlbekannten langobardischen ,weise1 doch ist alles ein wenig rundlicher1 nicht so scharfkantig eingeritzt4 ,es mag dies vielleicht der ,rest eines ,eckpfostens der ,schranken sein4 ,sidenote3 ,kln1 ,rmerturm ,der wohl ltere doch auch dieser ,richtung angehrige ,rmerturm8 zu ,kln ist schon erwhnt worden2 er mag ins #f4 bis #g4 ,jahrhundert gehren4 ,merowingerknige1 so ,sigibert1 wohnten ja oft und lange in der rheinischen ,stadt4 ,die ,flche des runden ,turmes ist vllig bedeckt mit den heitersten ,mustern der ,flchendekoration in ,stein und in ,ton in verschiedener ,farbe4 ,fischgrtenfriese1 ,bnder1 ,rder1 ,pyramiden1 ,giebel1 ,dreiecke1 bereck stehende ,quadrate1 sogar tannenbaumartige ,gebilde 7wohl ,palmen7 bedecken in heiterster ,flle reihenweise ber- und nebeneinander die ganze ,flche des ,mauerzylinders 7,abb4 #aeh74 ,illustration3 ,,xlii ,abb4 #aef u4 #aeg4 ,metz4 ,s4 ,peter4 ,von den ,schranken4 7,nach ,knitterscheid in3 ,jahrb4 des ,lotr4 ,gesch4-,vereins47 ,sidenote3 ,aachen1 ,knigshalle ,von ,profanwerken der frheren frnkischen ,zeit scheint leider alles verschwunden2 nur der alte merowingische ,knigssaal zu ,aachen ist in seinen ,substruktionen noch im ,unterbau des alten ,rathauses erhalten4 ,so wenig dies auch ist1 so interessant ist doch die ,vergleichung des ,grundrisses mit dem des ,knigssaales ,s4 ,maria de ,naranco in ,spanien4 ,in beiden ,fllen ein langer ,bau1 mit der ,hauptfront nach ,sden gerichtet2 an den ,enden hier ,rundungen1 vielleicht ebenfalls ,ausblicksterrassen4 ,wo der ,eingang war1 ob an den ,enden oder mitten1 ist nicht sicher2 wahrscheinlich das erstere4 ,das ,untergescho der ,lnge nach in fnf 7oder sieben87 ,rume durch ,wnde quer geteilt1 welche der ,einteilung des ,saales darber durch ,sulen entsprachen4 ,diese ,sulen bildeten bei grerer ,breite hier eine mittlere ,sulenreihe1 genau wie solche noch in ,goslar vorhanden ist1 dessen ,kaiserhaus auch im brigen in berraschender ,weise mit der ,aachener ,anlage bereinstimmt1 ganz offenbar eine groartige ,nachbildung des merowingischen ,saales im ,westen4 ,illustration3 ,abb4 #aeh4 ,rmerturm zu ,kln4 ,nach ,holtzinger4 ,es ist hier der ,ort1 um nochmals auf die geradezu erstaunliche bereinstimmung des ,grundritypus aller ,knigshallen aufmerksam zu machen4 ,sie scheinen ausnahmslos in der ,lngsrichtung in #e oder #f ,joche geteilt gewesen zu sein1 im ,untergescho #c-g ,rume enthaltend2 die ,zugnge mitten oder an den ,enden4 ,ein allerletztes ,beispiel dieser ,art ist die ,haakonshalle in ,bergen1 schon frhgotisch 7#abfa71 dort wieder mit #g ,fenstern in der 7hier westlichen7 ,front und ,treppenzugang am ,ende2 mit #c untergeordneten ,rumen im ,untergescho2 darunter noch ein ,keller2 oben der ,saal1 an dessen stlicher ,lngswand sich mitten der ,hochsitz1 an beiden ,enden je ein ,kamin befand4 ,so haben wir also vier merkwrdig bereinstimmende ,beispiele3 ,naranco1 ,aachen1 ,goslar und ,bergen1 sozusagen genau nach demselben ,grundrischema erbaut4 ,man mchte fast glauben1 da der ,teilung des ,grundrisses eine symbolische oder hnliche ,bedeutung zugrunde gelegen htte2 vermutlich sind diese vier steinernen getreu nach den sicher einst sehr zahlreichen ,hallen in ,holzbau gestaltet gewesen4 ,sidenote3 ,trier1 ,frankenturm ,ferner ist in ,trier noch ein hchst merkwrdiges ,profanwerk wohl sptester frnkischer ,zeit vorhanden3 der ,frankenturm in der ,dietrichsgasse 7,abb4 #aei1 ,tafel ,,xliii74 ,von solchen ,bauwerken1 propugnacula genannt1 kannte man vor zweihundert ,jahren dort noch fnf2 heute steht noch dies einzige2 wohl ein ,wohnturm1 gleichzeitig zur ,verteidigung geeignet4 ,es ist ein lnglicher ,bau von etwa #af m ,lnge auf #i m ,breite1 jetzt noch zwei ,stockwerke nebst einem ,dachstock ber einem #g m hohen tonnengewlbten ,keller enthaltend2 ursprnglich sicher #d-e ,stockwerke hoch4 ,das ,einfahrtstor ist von neuerer ,entstehung2 die beiden niedrigen ,untergeschosse 7heute zu einem vereinigt7 haben ganz kleine ,fenster1 das ,hauptgescho dagegen nach der ,strae zu zwei doppelte ,bogenfenster mit je einer ,mittelsule1 das ,prunkstck des ,gebudes4 ,dieses ist im ueren durchaus hchst altertmlich1 das ,mauerwerk im ,sockel aus ,quadern1 darber petit appareil 7aus rmischen ,quaderchen7 mit doppelten ,ziegelschichten durchschossen und ,eckquadern4 ,sichtbarlich waren die unteren ,geschosse zu wirtschaftlichen ,zwecken bestimmt1 der groe ,raum im zweiten ,obergescho aber der ,hauptsaal1 in dem folgenden ,stockwerk wohl die ,schlafrume4 ,eine ,treppe ist nicht festzustellen2 sie mag1 in ,holz hergestellt1 inwendig in die ,hhe gefhrt haben4 ,vom ,kamin ist im ,saal ein ,rest1 spter erneuert4 -- ,das sehr interessante ,fensterpaar ist durch einen quadratischen ,mittelpfeiler getrennt1 ,gesimse berall nach karolingischer ,art antikisierend1 die zwei ,teilsulchen 7,abb4 #eb7 aber ohne ,kapitell nur einen ,kmpferstein tragend1 der ,schnecken am ,ende zeigt4 ,die ,basis attisch4 ,aller ,wahrscheinlichkeit nach ist der ,bau aus dem #i4 ,jahrhundert1 wenn nicht lter1 und drfte der wertvollste ,profanbau unserer ltesten ,zeit in ,deutschland sein4 ,das uere von prachtvoller ,derbheit1 im #ai4 ,jahrhundert mit einem ,pultdach abgedeckt4 ,sidenote3 ,winkel1 ,graues ,haus ,ein in romanischer ,zeit erweitertes kleines ,haus der frnkischen ,zeit finden wir auerdem in ,winkel im ,rheingau im grauen ,hause8 erhalten2 vielleicht wirklich einst das ,wohnhaus des fuldischen ,kirchenlichtes ,rhabanus ,maurus um #hej4 ,wie ,eichholz in berzeugender ,weise nachwies1 ist der ursprngliche ,kern des ,hauses noch vllig wohlerhalten1 er besteht aus einem etwa #g m breiten und #ad m langen zweistckigen ,gebude1 an den sich im ,oberstock westlich eine kleine ,kapelle mit eingetieftem ,kreuz im ,trsturz anlegt2 unter ihr wird sich die ,kche befunden haben2 das obere ,stockwerk war vermutlich durch eine uere ,freitreppe an dieser ,stelle zugnglich1 bestand also1 wie in ,trier der ,frankenturm1 aus einem ,raume1 in dem sich ebenso die ,spur des ,kamins an der ,sdseite noch vorfindet4 ,von groem ,interesse sind an diesem ,bau die wenigen erhaltenen ,architekturteile3 ein ,doppelfenster nach ,osten mit schwerem ,sturz1 in dem zwei blinde ,bgen angearbeitet sind2 im ,mittelpfosten sind echte ,kerbschnittverzierungen eingetieft1 auch ein ebensolches ,kreuz zwischen den ,bgen4 ,die zwei dreifach geschlitzten ,ostfenster des ,erdgeschosses haben einen ,sturz mit einer dachfrmigen eingegrabenen ,linie mit runden ,akroterienandeutungen2 ein hnlicher ,sturz findet sich ber dem spter verschobenen ,eingang zur ,kche4 ,illustration3 ,,xliii ,abb4 #aei4 ,trier4 ,frankenturm4 7,phot4 ,gary1 ,trier47 ,diese beiden steinernen ,wohnhuser werden uns also wohl in ihrer so unendlich einfachen ,anlage die lteste ,form von solchen ,gebuden in ,deutschland darstellen und sind von hchstem ,interesse1 wenn auch vielleicht erst in der karolingischen ,zeit entstanden4 ,ihre ,formgebung entspricht denn auch noch vllig der der allerersten ,anfnge unserer ,steinbaukunst4 ,sidenote3 ,germigny-des-,prs ,ein ,bau ganz besonderer ,art aber steht noch in ,frankreich1 eine kleine doch hoch merkwrdige ,kirche1 wenn auch gnzlich restauriert81 doch auch so ein charakteristisches ,werk1 das wir seiner ,art nach immer noch als frnkisch-merowingisch bezeichnen drfen1 wenn es auch erst #hjf1 also zur ,zeit ,karls des ,groen1 erbaut ist3 die schne ,zentralkirche zu ,germigny-des-,prs bei ,orleans4 ,theodulf1 ,bischof von ,orleans erbaute und stattete sie aus2 sie galt als ein besonders schnes ,werk nach dem ,muster der ,palastkirche zu ,aachen1 mit der sie aber gar nichts gemein hat1 als die ,zentralitt des ,grundrisses4 ,die ,reste ihrer ,ausstattung beweisen uns1 da der ,bau tatschlich ber das ,gewhnliche hinausging2 leider hat die unverstndige ,herstellung #ahfg fast die ganze ,kirche erneuert und sie eines bedeutenden ,teiles ihres historischen ,wertes beraubt4 ,trotzdem ist genug geblieben1 um das einstige bedeutsame ,werk auch in seinem verschwchten ,abbild schtzen zu knnen4 ,die ,grundrianordnung 7,abb4 #afj7 ist eine seit der ,zeit der ,rmer oft vorkommende3 ein viereckiger ,mittelraum 7,kuppel oder ,turm71 auf dessen ,seiten vier kurze ,tonnengewlbe quer aufstoen2 die brigbleibenden ,ecken sind hier mit kleinen ,kuppeln berwlbt4 ,dazu kommen vier ,apsiden von hufeisenfrmigem ,grundri auf den vier ,seiten2 auf der ,ostseite war die ,apside frher noch von zwei kleineren flankiert4 ,es ist nicht wahrscheinlich1 da die verschwundene westliche als ,eingang diente2 in meinem ,herstellungsvorschlag sind zwei ,eingnge zu deren ,seiten angenommen4 ,spter wurde hier ein kurzes dreischiffiges ,langhaus angebaut4 ,ob der ,mittelraum1 der sich zu einem ,turme erhebt1 frher auch eine ,kuppel besa1 ist nicht mehr zu wissen2 auf ,grund baulicher ,reste glaube ich es nicht4 ,die allgemeinen ,grundzge der ,anlage haben zwar wie selbstverstndlich nichts spezifisch ,germanisches1 scheinen vielmehr eher nach ,osten zu deuten2 indessen ist darauf hinzuweisen1 da das ,motiv der ,sttzung des ,mittelraumes durch gegengestellte ,quertonnen an germanischen ,kirchen mit ,vorliebe gebraucht und sogar zu einem bedeutungsvollen ,system entwickelt ist2 so hervorragend in ,s4 ,miguel de ,lino in ,spanien und spter in ,aachen4 ,daher ist seine ,verwendung auch hier nicht ohne ,bedeutung4 ,ferner ist die ,anordnung von drei hufeisenfrmigen ,apsiden im ,osten nebeneinander1 wie es scheint1 nur germanischen ,kirchen eigen3 ,s4 ,miguel de ,escalada bei ,leon 7,spanien71 ,disentis und ,mnster 7,schweiz74 ,so bietet sich schon im ,grundrisse mehreres von ,bedeutung2 das eigentlich ,wichtige liegt aber im ,formalen4 ,illustration3 ,abb4 #afj4 ,germigny-des-,prs4 ,grundri4 ,zunchst in der konsequenten ,durchfhrung des ,hufeisenbogens1 sodann in der ,holzmigkeit aller ,gesimse und der hchst eigenartigen ,behandlung der ,sttzen2 schlielich noch in der ,durchfhrung einer reichen ,ausschmckung in ,stuck4 ,es bietet brigens die ,kirche einen in ihrer ,art bedeutenden ,eindruck und eine rumlich vortrefflich wirkende ,abstufung 7,abb4 #afa72 der zentrale ,innenraum ist ein berraschend schner und weihevoller1 ausgezeichnet in den ,verhltnissen und der ,durchfhrung2 und wenn ein groer ,teil des ,schmuckes1 vor allem der ,stuckteile1 leider erneuert ist1 so ist die ,wirkung des ,ganzen unzweifelhaft doch noch ungefhr die alte 7,abb4 #afb74 ,reste der originalen ,stukkaturen sind im ,museum zu ,orleans aufbewahrt und gestatten einigermaen eine ,wrdigung der ursprnglichen ,behandlung4 ,was uns im ,innern besonders auffllt1 ist die auerordentlich selbstndige ,behandlung des ,details1 das in vieler ,hinsicht sich der spanischen ,art nhert1 von der antikisierenden der karolingischen ,zeit sich aber ebensosehr entfernt4 ,illustration3 ,abb4 #afa4 ,germigny-des-,prs4 ,schnitt4 ,illustration3 ,abb4 #afb4 ,germigny-des-,prs4 ,chorbogen4 ,die vier ,bgen1 von denen der ,mittelturm getragen wird1 ebenfalls hufeisenfrmig1 ruhen auf ,kmpfern1 die nur nach der ,bogenseite vorspringen1 ebenso wie die acht ,bgen1 die die ,wnde mit den vier ,pfeilern verbinden4 ,das ist eine besondere ,eigentmlichkeit jener ,zeit1 auch meist der karolingischen ,bauweise1 vielleicht dadurch veranlat1 da diese ,gesimse dazu dienten1 die hlzernen ,lehrbgen fr die ,einwlbung der ,bgen zu tragen4 ,die ,kmpfer 7,abb4 #ed7 sind ganz charakteristisch germanisch2 auf dichten ,reihen kleiner ,kltzchen oder ,konsolchen ruhend haben sie an ihrer ,vorderflche ,flechtwerk oder eine ,nachahmung kleiner gedrehter vertieft eingelassener ,baluster1 also richtiger ,drechslerarbeit4 ,das erscheint auch in der gleichzeitigen angelschsischen ,baukunst4 ,an den ,auenwnden sind die ,kmpfer einfach profilierte ,kltze von der ,breite der ,bgen und ruhen auf vorgestellten freien ,sulen4 ,dies erinnert lebhaft an das ,bogenauflager in ,s4 ,miguel de ,lino 7,abb4 #abf74 ,im ,chorbogen stehen an dieser ,stelle je zwei viel kleinere ,sulchen4 ,die vier ,tonnengewlbe der ,arme ffnen sich oberhalb der mittleren ,bgen mit einer kleinen dreiteiligen ,arkade auf je zwei ,sulchen nach dem ,mittelraum zu1 dorther ,licht empfangend4 ,diese ,arkade erinnert lebhaft an die spteren romanischen2 die ,sulen tragen hier auch den schweren sattelholzartigen ,stein als verbreitertes ,auflager fr die tiefen ,bgen1 dessen ,profilierung wieder eine vllig holzmige ist4 ,die ,gruppe ist von einem ,wandblendbogen auf ,pfeilerecken eingefat1 im ,stockwerk darber befindet sich ein ,rundbogenfenster auf jeder ,seite4 ,illustration3 ,abb4 #afc4 ,germigny-des-,prs4 ,details4 ,das ,innere der ,chorapsis zeigt unten zwei ,nischen1 sowie neuerdings drei ,fenster4 ,die ,nischen drften sich wiederholt haben1 auch die anderen ,apsiden werden ursprnglich fensterlos gewesen sein4 ber den ,fenstern der ,altarnische luft eine vorgesetzte ,zwerggalerie auf kleinen ,sulchen4 ,alle ,sulen zeigen ohne ,ausnahme hchst besondere ,kapitellbildung1 die nur ausnahmsweise entfernt an die korinthische erinnert3 ,bltter an den vier ,ecken1 kleine ,ranken1 meist aber ,rippungen und ,riefungen der ,flchen1 schrg oder gerade2 kurz eine wieder vllig holzmige ,behandlung1 der der gleichzeitigen ,kapitelle von ,s4 ,tirso in ,oviedo und ,adriano zu ,tuon verwandt 7,abb4 #afc74 ,die ,basen meist mehr als ,ringelung aufgefat4 ,oberhalb der vier ,apsidenbgen befinden sich noch ,fenster1 rundbogig1 nur das stliche rechteckig1 zur weiteren ,beleuchtung des ,schiffes dienend4 ,andere scheinen ursprnglich gefehlt zu haben1 was der inneren ,lichtwirkung sicher bedeutend zustatten kam4 ,eine einst vorhandene alte ,tr nach ,norden ist leider verschwunden2 eine ,aufnahme von ,bouet #ahfg gibt uns aber davon eine ,vorstellung2 ihre ,umrahmung bestand aus drei ganz holzmig profilierten ,steinbalken1 von denen der ,sturz schrg in ,dachform geschnitten war4 ,was aber die ,kirche einst besonders zierte und ihr den hchsten ,glanz gab1 wovon auch noch erhebliche ,reste vorhanden sind1 das war ihre reiche dekorative ,ausstattung1 die durch einen ,brand gegen ,ende des #i4 ,jahrhunderts1 wohl von den ,normannen angelegt1 zuerst stark beschdigt wurde4 ,ein alter ,chronist erzhlt3 ,hier erbaute ,abt und ,bischof ,theodulf eine ,kirche so wunderbarer ,arbeit1 da in ganz ,neustrien kein ,werk gefunden wurde1 das diesem ehe es verbrannt wurde1 verglichen werden durfte4 ,denn die ganze ,basilika in ,bogenwerk 7 ,wlbung7 errichtend1 verschnerte er ihr ,inneres mit ,blumenschmuck aus ,gips und ,mosaiken und ihr ,pflaster mit marmornem ,bildwerk1 da die ,augen der ,schauenden sich an solch schnem ,anblick kaum ersttigen konnten48 ,in der ,tat sind hiervon immer noch bemerkenswerte ,spuren vorhanden2 bei der ,herstellung der ,kirche ist der ,stuck meistens1 manchmal willkrlich1 erneuert1 doch gibt die ,herstellung wenigstens in der ,hauptsache ungefhr den alten ,zustand wieder4 ,zunchst sind die oberen ,fenster des ,mittelturmes mit ,halbsulchen und einer reichen ,archivolte in ,stuck eingefat1 die aus einem ,tauband mit ringsum laufenden ,ornamenten besteht 7s4 ,abb4 #fe74 ,das ,gesims1 auf dem diese ,halbsulen ruhten1 fehlt heute4 ,das ,einzelne ist in der ,behandlung oft kerbschnittmig4 ,die kleinen dreifachen ,arkaden darunter mgen solchen ,zierat ebenfalls besessen haben1 denn ihre ,bgen sind nur verputzt gewesen4 ,das viereckige ,ostfenster ber dem ,chorbogen hatte ebenfalls eine mehrfach geknickte ,stuckbekrnung2 vor allem aber ist die ,chorapsis reich geschmckt4 ,die unteren ,nischen sind mit langgestrecktem noch originalem ,blattwerk gefllt1 ,bgen1 ,gesimse und ,zwickel bis zur ,wlbung ornamentiert4 ,reste in ,orleans erweisen1 da alles dies der alten ,dekoration nachgebildet ist4 ,unter dem ,putz hat man bei der ,herstellung dann jene obere ,zwergsulengalerie aufgefunden1 deren ,bogenflchen mit den ,resten ornamentaler ,mosaiken -- aufstrebende ,ranken -- gefllt sind2 das ,gewlbe aber ist mit einem ganzen ,mosaikbild bedeckt4 ,dieses frher bereits erwhnte ,gemlde ist fr uns von auerordentlicher ,bedeutung3 das einzige seiner ,art aus karolingischer ,zeit in germanischen ,landen4 ,sicher nahe verwandt mit den einst in ,aachen vorhanden gewesenen 7,abb4 #afd1 ,tafel ,,xliv74 ,illustration3 ,,xliv ,abb4 #afd4 ,germigny-des-,prs4 ,mosaikbild der ,apsis4 ,illustration3 ,abb4 #afg u4 #afh4 ,quedlinburg4 ,wipertikrypta4 ,das ,bild ist ernst und tieffarbig von bedeutender ,wirkung und stellt zwei groe ,engel dar1 die von oben die mittenstehende ,bundeslade schtzen1 auf welche eine mitten sich herabsenkende ,hand deutet1 und auf der noch zwei ganz kleine ,engel stehen4 ,das ,ganze von hervorragender ,schnheit1 gewi von einem ,knstler aus dem ,osten ausgefhrt4 ,doch in manchen ,kleinigkeiten dem nordischen ,geschmacke entsprechend gebildet1 vor allem in der an tiefen roten und blauen ,tnen1 wie ,schwarz und ,gold reichen ,frbung1 die stark abweicht1 z4 ,b4 von der ravennatischen4 ,auch hie und da1 so in der bezeichnenden ,verflechtung der ,flgelspitzen1 direkt germanische ,motive zeigend4 ,es ist mit einer schnen ,bordre eingefat1 die ,rauten und ,sterne aufgereiht enthlt2 unten ein lateinisches ,distichon1 das auf die ,bedeutung des ,bildes hinweist und fr den ,erbauer ,theodulf bittet4 ,von diesem ,bilde abgesehen haben wir im ,formalen des ,steinwerkes der ,kirche berall ,anklnge an die spanisch-westgotische ,auffassung zu bemerken1 whrend die ,stukkaturen wieder in vielem an die des ,oratoriums der ,peltrudis in ,cividale und an die zu ,disentis anknpfen2 kurz1 einen im wesentlichen auf der ,hhe der damaligen ,architekturentwicklung bei den ,germanen stehenden ,bau4 ,das wird uns weniger wunder nehmen1 wenn wir uns erinnern1 da ,bischof ,theodulf1 der ,erbauer1 ein ,westgote aus ,septimanien war1 den ,karl der ,groe wegen seiner bedeutenden geistigen ,eigenschaften nach ,frankreich zog4 ,so war er offenbar auch der ,trger der sdlichen germanischen ,kultur1 im ,gegensatz zu anderen ,helfern ,karls1 die die italienisch-romanische nach ,norden verpflanzten4 ,sidenote3 ,karolingische ,zeit ,die ,baukunst ,karls des ,groen schliet sich zeitlich direkt an die bisher behandelte der ,merowinger an2 doch im ,geiste bald weit von ihr abweichend und nur selten mehr ans eigentliche ,germanische anknpfend4 ,auch ist sie anderweitig hinreichend behandelt und bekannt genug2 es liegt denn keine ,veranlassung vor1 sie noch in den engeren ,rahmen unserer ,darstellung zu ziehen4 ,indessen ist es doch angezeigt1 hier wenigstens noch einen kurzen berblick ber die unter ,karl und in der unmittelbar folgenden ,zeit entstandenen ,bauwerke zu geben1 um so wenigstens die ,anfnge der ,steinbaukunst in ,deutschland nicht ganz zu bergehen1 da unser ,vaterland sonst berhaupt nicht zur ,erscheinung gelangen wrde2 da immerhin aber auch die ,grenzen zwischen der alten ,kunst und der karolingischen sich nirgends vllig scharf ziehen lassen2 ferner sind einige ,denkmler selbst noch spterer ,zeit dem ,geiste nach in die vorkarolingische ,periode zu rechnen4 ,anderseits bewahrt die karolingische ,kunst manche ,einzelheiten1 welche noch zu unserem ,gebiete gehren4 ,es gilt heute allgemein als feststehend1 da ,karl der ,groe1 ein groer und nachdrcklicher ,frderer der ,kunst1 insbesondere der ,baukunst1 sein ,streben doch im wesentlichen darauf richtete und wohl auch richten mute1 das im ,sden1 in ,italien1 ,geleistete seinem ,volke zugnglich zu machen4 ,es handelte sich in der ,tat bei ihm ausschlielich um reinen ,import italienischer ,kunst2 jede ,erkenntnis dessen1 da auch den ,germanen bereits beschieden war1 ,bedeutsames zu leisten1 mute ihm fehlen4 ,seine besondere ,bewunderung fr ,theoderichs des ,groen ,leistungen auf diesem ,felde kann sich also wohl nur auf die ,pflege und ,fortfhrung der lteren italienischen ,kunst durch diesen ,knig bezogen haben4 ,merkwrdig ist dabei1 da des groen ,kaisers ,bauliebe sich so gut als vllig auf das deutsche ,land beschrnkte1 vielleicht weil er da noch alles1 in ,frankreich aber nichts mehr zu tun fand4 ,um ,trier1 dessen wir oben gedachten1 scheint er sich nicht gekmmert zu haben2 es erstreckt sich seine frdernde und schaffende ,ttigkeit zunchst auf ,aachen1 dann aber auf den ,rheingau und auf die westdeutschen ,gebiete4 ,sidenote3 ,aachen1 ,pfalzkapelle ,in ,aachen fand er die bereits zur ,merowingerzeit bestehende ,pfalz vor1 die er1 wie aus dem ,berichte der ,zeitgenossen hervorgeht1 verschnerte und erweiterte1 vor allem aber mit einem weiten ,palastbezirk umgab1 dessen knstlerischen ,hhepunkt seine ,pfalzkapelle1 die basilica ,stae4 ,mariae1 bildete2 hier vllig dem folgend1 was er im ,sden gesehen und schtzen gelernt hatte4 ,behielt der ,saal die ,gestalt der alten germanischen ,knigshallen bei1 so verpflanzte ,karl in dem ,zentralbau seines ,mnsters eine im ,sden und ,osten schon gepflegte ,idee und ,grundform nach ,norden4 ,es erbrigt sich ber das ,einzelne des ,baus hier zu sprechen1 gewi ist1 da wir dessen ,vorbilder nicht allein in ,s4 ,vitale zu ,ravenna und der ,rotonda zu ,brescia1 sondern noch mehr in der ,levante zu finden haben4 ,die knstlerische ,ausstattung der ,kirche ist durchweg aus der ,fremde1 vermutlich gnzlich aus ,ravenna hierher gebracht2 die zahlreichen ,sulen stammen aus ,theoderichs ,palast1 wie denn die wenigen noch originalen ,kapitelle genau mit solchen aus ostgotischer ,zeit in ,ravenna bereinstimmen4 ,der ,bronzeschmuck ohne ,zweifel ebendaher4 ,ich habe beim ,theoderichdenkmal darauf hingewiesen1 da die ,aachener ,gitter die ,lngenmae der ,seiten des letzteren besitzen und unverkennbar ravennatischem ,stil folgen4 ,die bronzene ,brin1 der ,pinienzapfen und so manches andere selbst jngerer ,zeit sind aus der ,fremde hierher gebracht2 die ,mosaiken und ,marmortfelungen1 das opus sectile des ,fubodens ebenfalls von ,theoderichs ,palast4 ,nur der ,mosaikschmuck der ,gewlbe mu neu entstanden sein und lag gewi in gleichen 7byzantinischen7 ,hnden1 wie der noch erhaltene von ,germigny-des-,prs von #hjf4 ,doch ist ein ,neues fr uns hier zu beachten3 die ,absttzung der mittleren ,kuppel im oberen achteckigen ,umgange durch auf ihre acht ,seiten stoende ,tonnengewlbe1 sogar mit ,ausnahme des stlichen und westlichen ,feldes ansteigende 7,abb4 #afe72 eine neue ,tat auf dem von den ,germanen so gepflegten ,gebiet der ,kombination der ,tonnengewlbe zu durchgebildetem und kompliziertem ,system1 wofr wir die ,beweise seither so oft gefunden haben4 ,ein ,weiteres fllt uns hier auf3 die ,westvorhalle zwischen zwei runden ,treppentrmen4 ,dieses bauliche ,motiv scheint nur germanischen ,kirchen eigen zu sein und kehrt um jene und die kurz darauf folgende ,zeit in ,deutschland bis gegen das ,jahr #ajjj hin oft wieder4 ,so in ,kln an ,s4 ,pantaleon1 in ,bonn1 in ,mnstermaifeld1 in ,gernrode1 in ,mllenbeck1 in ,groenlinden 7bei ,gieen71 wie wir es bereits an der langobardischen ,kirche ,s4 ,lorenzo zu ,verona antrafen1 wie ja auch der ,rundturm berhaupt1 der in ,ravenna zuerst auftritt1 ein germanischer ,kunstgedanke zu sein scheint1 der an dem deutschesten aller romanischen ,dome1 dem zu ,worms1 seine feinste ,hhe erreicht4 ,illustration3 ,abb4 #afe4 ,mnster zu ,aachen4 ,schnitt4 ,nach ,dohme4 ,nicht minder ist es ntig1 darauf hinzuweisen1 da in den ltesten nordischen ,steinkirchen ungemein oft ,emporen erscheinen1 mehr als sonst irgendwo4 ,aus welchen ,grnden ist noch nicht vllig klar4 ,sidenote3 ,hchst ,sidenote3 ,ingelheim ,die edle ,basilika auf ,sulen mit glattblttrigen korinthischen ,kapitellen und gerieftem ,kmpferaufsatz zu ,hchst am ,main sei ebenfalls erwhnt4 ,nicht minder die von ,einhard erbauten zwei ,pfeilerbasiliken zu ,steinbach und ,seligenstadt1 die ,peterskapelle zu ,helmstedt1 dazu die ,kaiserpfalz zu ,nieder-,ingelheim4 ,hier berall finden wir zwar jenen klassizistischen oder antiken ,zug1 der ,karls ,kunst den ,namen einer ersten ,renaissance verschafft hat2 wie aber bereits oben dargelegt1 ist er in noch weit hherem ,mae und feinerer wie energischerer ,ausprgung schon der letzten ,zeit seiner ,vorgnger eigen1 und handelt es sich bei ,karl d4 ,gr41 wie es scheint1 doch viel mehr um bertragung der gleichzeitigen nicht der lteren italienischen 7oder stlichen7 ,baukunst nach dem ,norden2 stehen also seine ,bauwerke durchaus auf der ,linie seiner eigenen ,zeit4 ,auch der letzte ,rest der ,pfalz zu ,ingelheim1 der ,saal1 zeigt uns eine richtige bertragung der rmischen ,basilika1 etwa wie ,theoderich in ,ravenna etwas hnliches in der ,herkulesbasilika als ,brse fr die ,kaufleute geschaffen hatte1 mit schmalen ,sulenhallen an der ,seite und groer ,apsis fr den ,herrschersitz am ,sdende4 ,dieser ,saal erweist deutlich1 da sich ,karl1 wo er ganz neu baute1 von der germanischen ,sitte auch in der ,anlage des ,knigsaals entfernte und fremdlndischer zuneigte4 ,dagegen finden wir aus ,ingelheim im ,mainzer ,museum noch einige bildhauerische ,reste1 die uns wieder in bekannte ,gebiete fhren2 eine ,reliefplatte mit einem sugenden ,flgelpferd1 in ,technik und ,behandlung so nahestehend dem ,relief aus ,s4 ,miguel de ,lino in ,oviedo1 da wir an eine direkte ,verbindung dieser brigens wohl gleichzeitigen ,kunst denken mssen 7,abb4 #aff74 ,zwei ,pfeilerkapitelle aus ,ingelheim weisen ebenfalls auf eigene knstlerische ,auffassung hin2 sie gehren zu ,pfeilern von eigentmlichem ,grundri mit ,halbsulen besetzt1 die von einem achteckigen ,zentralbau herrhren mssen 7s4 ,abb4 #di74 ,vielleicht ,reste der alten ,pfalzkapelle2 die jetzige ,remigiuskirche geht ja nur auf ,otto ,i4 und ,barbarossa zurck4 ,da nicht nur ,aachen1 sondern auch ,nymwegen1 ja zuletzt noch ,goslar eine achteckige ,pfalzkapelle besitzen1 so htte es nichts ,unwahrscheinliches1 da auch ,ingelheim eine solche umschlossen htte4 ,diese ,kapitelle weisen auerdem auf einen denkenden nordischen ,knstler hin2 in der ,behandlung denen in ,lorsch teilweise verwandt haben sie ganz eigenartige ,blattzerspaltungen und eine germanischer ,art nahestehende ,parallelstellung der ,blattrippen und hnlicher ,einzelheiten1 die vermuten lassen1 da wir hier doch ,werke germanischer ,kunst sehen4 ,wie ja jenes ,relief auch gleiches besagt4 ,sidenote3 ,kirchen im ,rheingau ,daran schlieen sich auf das nchste einige ,steinreste an alten ,kirchen meist des ,rheingaues1 wohl alle von ,tren herrhrend1 die bestimmt als im ,lande entstanden betrachtet werden mssen4 ,das sind besonders die drei ,trstrze zu ,engelstadt1 ,pfeddersheim und ,pfaffenhofen4 ,der erste lehnt sich in ,art der ,zeichnung ganz merkwrdig an die westgotisch-spanischen in ,toledo und ,merida an 7s4 ,abb4 #ef72 die beiden anderen mehr an langobardische ,art1 worauf auch die dachfrmige ,gestalt der ,steine deutet4 berall aber finden wir die in den glatten ,balken einfach auf ,grund gesetzten ,tiergestalten1 die uns die so hnlichen ,arbeiten in ,oberitalien ins ,gedchtnis rufen4 ,verwandte ,tierdarstellungen1 sicher einst als ,schmuck von ,portalwnden einfach in diese eingesetzt1 haben wir auch noch aus ,ladenburg bei ,mannheim2 hnliches findet sich vereinzelt in ganz ,deutschland1 selbst bis nach ,holstein hin4 ,konnten wir hier auch in der durch ,karl der neuen ,zeit erschlossenen ,gegend noch vereinzelte ,regungen der altgermanischen ,kunstweise feststellen1 so ist aus noch spterer ,zeit mehreres zu erwhnen1 was wir als die letzten deutlich sich aussprechenden ,auslufer solcher ,richtung bezeichnen drfen4 ,sidenote3 ,st4 ,wipertikrypta zu ,quedlinburg ,das eigenartigste ,bauwerk dieser spten dem ,geiste nach viel frheren ,kunst ist unzweifelhaft die kleine ,krypta unter der romanischen ,wipertikirche zu ,quedlinburg4 ,illustration3 ,abb4 #aff4 ,relief aus ,ingelheim4 ,aller ,wahrscheinlichkeit nach ist es noch die alte ,kapelle der ,pfalz der ,vorfahren ,kaiser ,heinrichs ,i41 der ,ludolfinger1 #ibi der ,kaiserin ,mathilde als ,witwengut zugeschrieben2 diese machte bereits vor #ifa ein ,chorherrenstift mit dem ,namen der ,heiligen ,jakobus und ,wipertus daraus2 zu dieser ,zeit oder spter wird die alte kleine ,pfalzkapelle als ,krypta in die neue ,stiftskirche eingebaut worden sein 7,abb4 #afg1 ,tafel ,,xliv74 ,wenn aber gesagt wird1 da wir einen vollstndigen ,umbau der lteren kleinen ursprnglich flachgedeckten ,kirche zur ,krypta vor uns htten1 so kann dieser ,meinung doch nicht beigetreten werden4 ,das ganze kleine ,gebude ist so vllig aus einem ,gusse1 auch von ,anfang an ohne ,wlbung nicht denkbar1 da es hchstens zweifelhaft sein kann1 ob der ,bau wirklich schon von den ,vorfahren ,heinrichs herrhrt1 die den ,knigshof an dieser ,stelle bereits im #h4 ,jahrhundert besaen2 oder ob er erst von dem kaiserlichen ,enkel erbaut wurde4 ,was ihn so auerordentlich interessant macht1 ist seine ,eigenschaft als eines rein germanischen ,steinbauwerkes anfnglichster ,art2 als des ,versuches eines nordischen ,baumeisters bei ,lsung der ,aufgabe den ,anforderungen des ,stein- und ,gewlbebaus zu entsprechen1 ohne da irgendwie eine ,nachbildung eines sdlichen ,vorbildes zu erkennen wre2 vielmehr ist das ,ganze in ,grundri und ,aufbau durchaus selbstndig1 entspricht dabei genau den ,gesichtspunkten1 die wir frher als bei dem bergange vom ,holz- zum ,steinwlbebau als magebend und wirksam erkannten4 ,das ,kirchlein ist sehr einfach1 von hchst kompaktem ,grundri1 dreischiffig2 die halbrunde ,apsis mit ,nischengewlbe ist von einem tonnengewlbten ,umgange umgeben1 der sich in den ,schiffen zu seiten des ebenfalls tonnengewlbten ,mittelschiffes fortsetzt4 ,das ,schiff hat nur zwei ,joche1 die durch ,gurtbgen in den ,tonnen kenntlich gemacht sind 7,abb4 #afh1 ,tafel ,,xliv74 ,die ,sttzen bestehen aus je zwei krftigen rechteckigen ,steinpfeilern1 zwischen die ,sulen gestellt sind1 zusammen einen ,architravbalken tragend1 auf dem das ,gewlbe ruht4 ,ganz holzmig2 der ,balken zieht auch um die ,chornische herum1 dort auf einem rechteckigen ,pfeiler und je zwei kleineren ,sulen liegend 7,abb4 #afi1 ,tafel ,,xlv74 ,in der engen ,apsis der ,altar2 der ,chorumgang von sieben rechteckigen ,nischen umgeben 7die mittelste ist heute zur ,tre ausgebrochen74 ,in den ,schiffswnden sind je zwei tiefsitzende ,fenster4 ,in der ,westwand waren drei ,tren4 ,die ,hhenlage und das bedeutende ,emporragen in die ,kirche beweist1 da diese ,krypta8 anfnglich ber der ,erde lag1 wie man selbst noch jetzt ziemlich gleichen ,fues hineintritt4 ,der ,formalismus ist der einfachste4 ,der ,architravbalken ist unten von zwei ,rundstben mit ,plttchen eingefat2 die ,sulen der ,chornische haben ,kapitelle1 die nur ganz roh aus dem ,rund ins ,viereck bergehen1 attische ,basen und verjngte ,schfte2 der stlichste rechteckige ,pfeiler trgt ein mhsam jonisierendes ,kapitell4 ,die ,sdseite des ,architravs nach dem ,seitenschiff1 einst die bestbeleuchtete ,stelle1 heute dunkel1 ziert ein ,flechtband mit ,kreuz am ,ende1 einem langobardischen ,friesstck in ,aquileja des #h4 ,jahrhunderts stark hnlich 7,abb4 #agj1 ,tafel ,,xlv74 ,die stlichen ,sulenkapitelle entsprechen in der ,form genau den gleichaltrigen des #i4 ,jahrhunderts in der ,michaeliskirche zu ,fulda4 ,die vier ,schiffssulen aber1 das wichtigste fr uns1 bilden eine besonders eigenartige und echt germanische ,klasse der ,sttzen 7,abb4 #ea72 sie haben sogenannte ,pilzkapitelle1 die offenbar auf der ,drehbank nach ,muster eines hlzernen ,sttzenkopfes nebst den ,schften gedreht sind1 eine ,form1 die nichts mit der klassischen oder sdlichen ,kunst zu tun hat1 sondern nur aus dem ,holzbau zu verstehen ist1 die denn auch von jeher diese ,auffassung gefunden hat4 ,oben ein nach unten hngender ,rundstab1 darunter eine ,hohlkehle mit ,stbchen und ,plttchen4 ,illustration3 ,,xlv ,abb4 #afi4 ,quedlinburg4 ,wipertikrypta4 ,ostteil4 ,illustration3 ,abb4 #agj4 ,quedlinburg4 ,wipertikrypta4 ,ornament auf dem ,architrav4 ,wir sehen hier also einen ersten ,versuch im nordischen ,lande1 einen kirchlichen ,bau ganz zu wlben1 ihn aber sonst mglichst in altgewohnter ,weise zu gestalten4 ,die ,sttzen um ,schiff und ,chor sind sicher einfache ,nachbildung von solchen an ,lauben hlzerner ,gebude2 freilich schleicht sich an einzelnen ,stellen doch eine sdliche ,reminiszenz ein3 an dem jonischen ,ostpfeiler1 den attischen ,basen und dem ,ornament auf dem ,architrav1 beweisend1 da der ,knstler des ,baus direkt oder indirekt doch etwas von jener fernen ,kunst in ,erfahrung gebracht hatte1 immerhin ohne sich in einer wesentlichen ,richtung von ihr beeinflussen zu lassen4 ,die auerordentliche ,niedrigkeit und ,kleinheit des ,gebudes 7lichte ,gewlbehhe #b1gj m1 ,lnge #g1bj1 ,breite #c1hj7 entspricht den stets winzigen ,maen der ,kapellen jener ,zeit1 wie die ,peterskapelle zu ,helmstedt ja auch hnlich geringe ,mae hat4 ,die ,anlage des ,umgangs um die ,apsis ist sehr merkwrdig und vereinzelt dastehend4 ,doch vielleicht in manchen ,eigentmlichkeiten der ,zeit begrndet4 ,so hatte jene ,kapelle zu ,helmstedt ursprnglich auf allen ,seiten offene ,bgen1 auch hinter dem ,altar1 so da die ,glubigen ringsum im ,freien dem ,gottesdienst in der winzigen ,kapelle anzuwohnen vermochten2 durchbrochene ,apsiden waren in der frhen christlichen ,zeit nicht ganz unbekannt1 auch in germanischen ,lndern2 mit ,sulenumgang1 wie hier1 vor allem bei dem weitberhmten ,dom von ,st4 ,martin in ,tours1 an den vielleicht unser ,kirchlein eine ,erinnerung bilden soll4 ,ganz offene ,umgnge hnlicher ,art 7man vergleiche ,s4 ,lorenzo in ,mailand7 sind ebenfalls nichts ,neues4 ,hierzu mag die ,art des mit schwerer ,platte bedeckten ,altars1 der fast die ganze innere ,apsis ausfllt1 ,veranlassung gegeben haben4 ,auf seiner ,vorderseite bemerken wir unten eine 7vermauerte7 ffnung1 die nur als einstige ,transenna -- ,durchblick in einen noch tiefer liegenden ,raum1 der eine ,reliquie enthielt -- erklrt werden kann2 also die ,andeutung einer ,krypta mit besonderern ,heiligtum1 die ein ,umwandeln des ,altars in ,prozession wnschenswert erscheinen lie4 ,daher kann unsere ,kirche nicht wohl von ,anfang an bereits selber ,krypta gewesen sein4 ,die ganze nationale ,eigentmlichkeit unseres ,bauwerks stellt es vor die karolingischen ,bauwerke1 denen es freilich zeitlich folgt4 ,nicht minder ist es bedeutsam1 da auch hier wieder ausschlielich das ,tonnengewlbe auftritt1 wie an allen ersten ,wlbversuchen der ,germanen4 ,sidenote3 ,schlokirche zu ,quedlinburg ,oben auf dem ,berge hat ,heinrich dann im ,bereiche geschtzter ,mauern seine ,schlo- und ,grabkirche errichtet1 in der er 7 #icf7 auch bestattet wurde4 ,von ihr scheint nichts mehr brig1 als zwei ,sulen1 die im westlichen ,joche der heutigen ,krypta der darber seit ,ende des #aj4 ,jahrhunderts errichteten ,schlokirche die ,seitenschiffe abtrennen1 ganz gleichend denen in der eben besprochenen ,wipertikirche4 ,diese ,sulen stehen ebenfalls zwischen zwei schweren rechteckigen ,pfeilern1 whrend die brige jngere ,krypta von lauter freistehenden ,sulen getragen wird und mit ,kreuzgewlben bedeckt ist4 ,dies hat den ,gedanken nahegelegt1 da auch diese ,pfeiler noch ursprnglich seien1 und da ,heinrichs obere ,schlokirche eine vergrerte ,nachbildung der ,wipertikapelle gewesen wre4 ,das ist mglich2 jedenfalls war sie jngeren ,datums1 und die ,frage bleibt offen1 ob ihre ,sulen mit ,pilzkapitellen eine sptere ,nachahmung der in der ,wipertikrypta gewesen sein mgen1 oder ob beide ,kirchen von ,heinrich selbst errichtet sind4 ,auch in diesem ,falle mssen wir einen lngeren ,zeitraum zwischen ihnen annehmen1 da der ,knig erst in spteren ,lebensjahren zum ,stdtegrnder -- auch ,quedlinburgs -- wurde und seine ,residenz damals von seinem ,erbgute auf das obere ,schlo verlegte4 ,sidenote3 ,krypta ,leider ist auch von diesem allen sonst jede ,spur verschwunden2 dagegen ist die erste ,krypta seiner ,schlokirche neben seinem ,grabe neuerdings wieder ausgegraben worden und zeigt uns die merkwrdigste ,gestalt4 ,es ist ein heute 7immer87 oben offener ,raum von verlngerter ,halbkreisform1 der auf der ,westseite ffnungen gegen die tief gelegenen ,grabkammern des ,kaiserpaares besitzt1 und in dem die ,kaiserin ,mathilde bis zu ihrem ,tode 7 #ifh7 am ,grabe ihres ,gatten zu beten pflegte4 ,diese ,anordnung verlangt natrlich oben einen ,umgang1 wie ihn die ,wipertikirche besitzt1 wodurch die hnlichkeit der oberen ,kirche mit der unteren noch wahrscheinlicher wird4 ,die um etwa #b m vertiefte durch eine schmale ,treppe zugngliche ,krypta beherbergt nun an ihren ,wnden die ,reste der ltesten bekannten ,stukkaturen auf deutschem ,boden1 wohl ber ,frankreich oder die ,schweiz aus dem ,sden gekommen2 eine ,gliederung der ,wnde durch flache ,nischen1 die durch ,halbsulchen und kandelaberartige ,streifen und ,archivolten getrennt und eingefat werden 7der obere ,teil war leider zerstrt s4 ,abb4 #fe74 ,ihrer ,art nach knnen wir diese als eine ,fortsetzung der ,stuckarbeiten betrachten1 wie sie in ,germigny-des-,prs vorkommen4 ,jedenfalls ist die ,stucktechnik seit jener ,zeit bei den germanischen ,vlkern 7besonders in ,deutschland7 nicht mehr erloschen und in der ,folge gerade in der ,harzgegend weiter gepflegt und entwickelt 7,gernrode1 ,goslar1 ,hildesheim1 ,drbeck1 ,halberstadt74 ,sidenote3 ,gernrode ,einen ,blick auf ein noch etwas jngeres ,bauwerk mssen wir hier einschalten1 das den ersten ,schritt ins beginnende ,mittelalter tut1 doch noch vllig auf den ,schultern des alten ,germanentums stehend1 auf die eben genannte ,stiftskirche zu ,gernrode1 von ,markgraf ,gero1 ,heinrichs kraftvollem ,feldherrn1 gegen die ,wenden #ifa erbaut4 ,heute eine doppelchrige ,kirche hatte sie ursprnglich auf der ,westseite eine stattliche ,vorhalle zwischen zwei runden ,treppentrmen1 wie wir das schon frher als germanische ,eigentmlichkeit erwhnten1 ein sehr kurzes ziemlich quadratisches ,schiff1 unten je zwei ,sulen mit ,pfeilern als ,sttzen wechselnd1 darber die beliebte ,empore1 die sich durch eine ,sulengalerie zum ,schiffe ffnet4 ,die ,sulchen 7,abb4 #eb7 sind ohne ,kapitell1 an ,stelle dessen nur mit einem derben ,kmpfer 7vgl4 ,frankenturm zu ,trier7 bekrnt4 ,der ,nordturm hat oben ,pilaster1 die durch ,dreiecke in ,dachsparrenstellung verbunden sind1 anstatt wie die am ,sdturm durch ,bgen4 ,ganz wie dies ,motiv uns an der ,front von ,lorsch1 auch bereits an frhen merowingischen ,bauwerken1 oft entgegentrat4 ,diese uralte ,zimmermannsform des ,dreiecks kommt in ,gernrode mehrfach vor2 auch an ,stelle von ,fensterentlastungsbgen 7,abb4 #fj71 selbst als eine berleitung ber den ,kapitellen zu den ,bgen im ,schiff4 ,im ganzen ist unsere ,kirche ein derb-kraftvoller ,bau1 auch im ,detail und ,schmuck1 insbesondere an den ,kapitellen1 mehr geschnitzt als gehauen1 noch berall voll altgermanischer ,urwchsigkeit4 ,sidenote3 ,essen ,von ,quedlinburg werden wir noch nach ,westen gewiesen1 an andere ,sttten christlicher ,ansiedlung in deutschen ,urgauen3 nach ,westfalen4 ,in ,werden und ,essen erstanden in der karolingischen und schsischen ,zeit zwei ,werke besonderer ,eigenart2 die ,mnsterkirche zu ,essen und die ,peterskirche zu ,werden4 ,beide in ihren noch erhaltenen ,teilen ansehnliche ,westbauten einstiger groer ,kirchen4 ,in ,essen ist gegen ,ende des #aj4 ,jahrhunderts der berhmte ,westteil der ,altfridschen ,basilika aus dem #i4 zugefgt worden1 ein merkwrdiger ,emporenbau1 der sich in zwei ,geschossen nach der ,kirche zu ffnet1 die gewi auch einst ,emporen besa4 ,dieser ,westteil ist bekanntlich ein halbes ,sechseck1 mit einer ,bogenarchitektur1 die offenbar von der des ,aachener ,mnsters inspiriert ist2 die karolingische ,renaissance feiert auch in den brigen ,teilen des turmartigen ,vorbaues eine ,auferstehung1 und zwar in stark antiker ,auffassung4 ,das ganze ,werk entzieht sich als nicht mehr hierhergehrig hier weiterer ,besprechung1 ist auch bereits anderweit 7,humann7 grndlich genug behandelt4 ,aber wir finden in ihm ein ,detail1 vielleicht noch vom lteren ,bau1 das uns interessieren mu4 ,im oberen ,turmstockwerk nmlich zwei ,sulen mit ,kapitellen1 die denen der ,wipertikrypta ziemlich genau entsprechen2 und zwar sind solche umgekehrte ,kapitelle auch als ,fe bentzt4 ,hier ist es also naheliegend1 da diese ,teile1 vielleicht schon dem ,altfridschen ,bau aus der ,mitte des #i4 ,jahrhunderts entstammend1 von neuem verwandt sind2 dann wre hier das erste bekannte ,auftreten dieser ,form konstatiert4 hnliche ,kapitelle1 teilweise ebenfalls als ,sulenfe bentzt1 finden sich brigens im ,klner ,museum1 mssen also in ,rheinland-,westfalen fters vorgekommen sein4 ,nicht ohne ,interesse ist es1 da auch an demselben ,bauwerk zu ,essen die ltesten ,wrfelkapitelle vorkommen1 die wir kennen1 sptestens aus dem ,anfang des #aj4 ,jahrhunderts herrhrend1 von denen vielleicht gar angenommen werden darf1 da sie ebenfalls von noch lteren ,bauteilen entnommen waren4 ,denn es lt sich nicht leugnen1 da das ,wrfelkapitell durch ,ausdrehung einer ,kugelform aus einem viereckigen ,balken ohne weiteres zu erzielen ist1 also die ,mglichkeit der ,entstehung aus dem ,holzbau und der ,drechslerei nicht abgewiesen werden kann1 wie es oft geschieht4 ,sidenote3 ,werden ,ein ferneres ,auftreten der ,pilzkapitelle ist in ,werden an der ,ruhr festzustellen1 in dem sptkarolingischen ,westbau der alten ,ludgeribasilika1 die ihrerseits einem ,neubau des #ab4-ac4 ,jahrhunderts ,platz gemacht hat4 ,dieser ,westbau ist aber vllig selbstndig vorgesetzt und war als ,peterskirche fast unabhngig von jener1 doch mit ihr rumlich verbunden 7,abb4 #aga74 ,die ,hauptkirche war in der ,mitte des #i4 ,jahrhunderts entstanden1 die ,peterskirche davor im ersten ,drittel des zehnten4 ,wie bemerkt1 wieder ein freilich sehr mchtiger ,westbau der ,kirche2 eine fters erwhnte ,sonderheit deutscher ,kirchen jener ,frhzeit4 ,illustration3 ,abb4 #aga4 ,werden a4 d4 ,ruhr4 ,peterskirche4 ,und zwar einer1 bei dem auch die im ,norden so beliebten ,emporen rings um einen offenen ,mittelraum liefen2 also ein ,zentralbau1 doch ohne ,apsis1 an deren ,stelle die mit ,tren versehene ,wand nach der ,basilika zu trat4 ,es war dieser ,westbau1 wie bemerkt1 dabei eine selbstndige ,kirche mit eigenem ,patron1 zugleich bestimmt fr die ,ausbung der ,sendgerichtsbarkeit4 ,daher ihre so merkwrdige ,form4 ,ich habe versucht1 von dem hchst eigenartigen ,bau1 der in dieser ,art immer noch germanischem ,wesen entsprossen zu sein scheint1 eine ,rekonstruktion nach ,effmann zu geben1 die die auerordentliche ,selbstndigkeit und merkwrdige ,anlage des ,ganzen zeigt1 in der nichts ,sdliches ist 7,abb4 #agb74 ,illustration3 ,abb4 #agb4 ,werden4 ,peterskirche4 ,perspektivischer ,schnitt4 ,die ,emporen des ersten ,stockwerkes1 durch ,treppen in den ,ecken zugnglich1 haben nun in ihren ,bogenfenstern wieder drei ,sulchen mit dem ,pilzkapitell wie in ,quedlinburg1 doch etwas schlanker gebildet 7,abb4 #agc74 ,das vierte ist eine grobe ,umbildung des korinthischen1 zimmermannsmig primitiv4 ,aber der ganze ,raum und seine ,einzelarchitektur ist berall kaum karolingisch1 vielmehr von lterem ,wesen durchdrungen4 ,selbst die meisten ,bgen des ueren sind teilweise reine berkragungen 7s4 ,abb4 #eh71 nur mitten gewlbt4 ,auch ,reste von ,dekorationsmalerei haben sich gefunden1 ,archivolten mit ,ornament und ,feldern1 im gleichen ,stil wie ihn frhe karolingische ,miniaturen nordischer ,herkunft tragen 7,abb4 #agd74 ,die ,ludgerikrypta ganz im ,osten unter dem ,chor der heutigen ,kirche ist ebenfalls noch erhalten1 ein ringfrmiger ,gang um die ,grabkammer des ,heiligen 7 #haf71 ganz nach ,art der ltesten italienischen angelegt1 wohl die lteste in ,deutschland2 die ,ludgeridenkrypta im #aj4 ,jahrhundert nach jngerer ,art hinzugefgt4 ,sidenote3 ,kln4 ,s4 ,pantaleon ,hier mu ich noch einen ,westteil einer ,kirche aus karolingischer ,zeit heranziehen3 den von ,s4 ,pantaleon in ,kln4 ,auch hier ein sehr stattlicher gewlbter ,raum mit ,emporen zu beiden ,seiten1 eine ,vorkirche1 mehr als eine bloe ,vorhalle1 selbst mit ,apsiden an den ,enden der seitlichen ,rume4 ,dieser groartige ,vorraum wurde eingefat von den zwei ,rundtrmen1 wie wir sie frher schon so oft fanden1 wie sie gerade an deutschen ,kirchenbauten aus dem ,ende des ersten ,jahrtausends gern erscheinen4 ,das uere und ,innere von ,s4 ,pantaleon1 soweit es noch dem ltesten ,bau angehrt1 ist brigens dem frnkischen ,bauwesen nahe verwandt2 in eingelegten ,tonplatten1 mit ,ziegeln durchschossenen und eingefaten ,bgen in der ,zweifarbigkeit des ,steinbaus und der ,bgen1 auch innen1 wei und rot1 spricht noch einmal die alte ,freude an der ,farbe aus der ,merowingerzeit4 ,illustration3 ,abb4 #agc4 ,werden4 ,pilzkapitell4 ,illustration3 ,abb4 #agd4 ,werden4 ,malerei eines ,bogens4 ,sidenote3 ,bdingen ,einen besonderen ,westbau besa die ,kirche der ,abtei zu ,korvey1 #i4 ,jahrhunderts1 spter leider umgebaut4 ,in einfachster ,form die ,totenkirche bei ,bdingen 7,hessen71 wo westlich scheinbar ein breites ,querschiff1 doch den ,eingang enthaltend1 sich vorlagert vor das schmlere ,langschiff mit rechteckiger ,apside im ,osten4 ,in diesem ,westbau zieht sogar noch eine sehr alte hlzerne ,empore aus ,balken ringsum1 ganz ursprnglich1 da die ,steintreppe auf ,bgen auf der ,nordseite noch zu ihr emporsteigt4 ,die an der ,nordseite des ,schiffes durch das ,bruchsteingemuer lang durchziehenden roten ,schichten von kleinen ,quadern -- wenn auch nicht von ,ziegeln so doch diese nachahmend -- die rote ,fensterumrahmung1 die beiden kleinen ,nischen an der ,ostseite1 der vorspringende ,pfeiler nach dem ,schiff zu1 das abgeschnittene karolingische ,kmpferprofil des ,chorbogens sprechen berall fr das #i41 sptestens #aj4 ,jahrhundert4 ,wir sehen hier wieder einen ersten ,posten des ,christentums an einen wichtigen ,talausgang des ,nordrandes der ,wetterau vom ,rheingau1 wohl von ,mainz her1 vorgeschoben4 ,noch bis vor vierzig ,jahren besa die ,kirche auch offenen ,dachstuhl2 sie ist also trotz ihrer groen ,einfachheit eines der charakteristischsten und frhesten kirchlichen ,bauwerke ,deutschlands4 ,sidenote3 ,goldbach ,wahrscheinlich gehrt in dieselbe ,kategorie die ganz kleine ,kirche zu ,goldbach am ,bodensee bei berlingen4 ,der ,grundri ist sonst der gleiche1 nur springt der ,westbau -- die alte ,vorhalle1 einst auch durch eine ,wand oder wenigstens ,pfeiler abgetrennt -- nicht vor1 sondern etwas zurck4 ,an ,kunstformen bietet die ,kirche freilich nichts2 nur die sehr kleinen alten ,rundbogenfensterchen1 hoch sitzend und sparsam1 wie in ,bdingen1 haben eine auffallende ,form 7,abb4 #fj73 sie erweitern sich nach unten1 ihre ,gewnde stehen also schrg1 was ihnen eine fast parabolische ,umrilinie gibt4 ,diese ,fensterform ist freilich dem ,kontinent fremd1 sie kommt aber an angelschsischen ,kirchen um so fter vor2 und gewi ist dies hchst merkwrdige ,bauglied nicht ohne ,bedeutung3 wir haben vielleicht hier eine erste ,grndung englischer ,missionsgeistlicher vor uns1 die ja damals eine gewaltige ,ttigkeit in ,deutschland entfalteten4 ,ob es wohl hiermit zusammenhngt1 da der heilige ,pirmin1 der erste ,grnder der klsterlichen ,niederlassung auf der nahen ,reichenau um #gbd1 ein angelschsischer ,missionsbischof war8 ,jedenfalls auch hier ein erstes germanisches ,heidenkirchlein an weithin sichtbarer ,stelle am ,seeufer1 nahe bei den berhmten ,heidenhhlen ,scheffels4 ,das bedeutende ,alter der kleinen ,kirche erweist sich darin1 da es schon um #hej auf das reichste ausgemalt wurde1 frher als die ,kirche zu ,oberzell auf der ,reichenau1 jedenfalls von einem dortigen ,knstler2 diese schne karolingische ,ausmalung gehrt leider nicht in den ,bereich unserer ,darstellung1 fut auch auf nicht nordischem ,vorbild1 beweist aber1 da die ,kirche nach der ersten ,ausschmckung sogar noch einmal erhht1 auch die ,fenster um etwa #a m hher gesetzt wurden1 natrlich in der alten ,form2 die ersten wurden zugemauert und bermalt4 ,sie beweist aber nicht1 da die kleine ,kirche erst damals erbaut wurde4 ,auch ihr ,grundri entspricht dem alter angelschsischer ,kirchen1 z4 ,b4 der ,kirche zu ,escomb1 die ein sehr langes ,schiff und rechteckige ,apsis1 noch genauer aber der von ,boarhunt1 die sogar hnliche nach oben verjngte ,fenster besitzt4 ,sidenote3 ,reichenau ,die nahegelegenen drei ,kirchen auf der ,reichenau1 teilweise mit gleich prchtiger ,ausmalung geschmckt1 liegen nicht mehr im ,bereiche unserer ,aufgabe2 gehren auch einer sdlichen hierher bertragenen ,kunst an4 ,sidenote3 ,fulda ,ein kleines ,bauwerk aus der ersten ,zeit der ,karolinger mssen wir dagegen als wichtig fr die baulichen ,bestrebungen der ,epoche noch nennen3 das ,kirchlein ,st4 ,michael zu ,fulda2 einen runden ,zentralbau1 der unter des ,rhabanus ,maurus ,leitung erbaut 7den wir bereits als den ersten ,bewohner des grauen ,hauses zu ,winkel kennen lernten71 am #ae4 ,januar #hbb geweiht wurde 7,abb4 #age-agg74 ,illustration3 ,abb4 #age4 ,fulda4 ,s4 ,michael4 ,illustration3 ,abb4 #agf4 ,fulda4 ,s4 ,michael4 ,schnitt4 ,auf dem ,friedhofe der ,geistlichen nahe bei der alten ,bonifatiuskirche gelegen1 galt sie wie viele sptere als nach dem ,muster des heiligen ,grabes erbaut4 ,sie bestand ursprnglich nur aus einem mittleren ,kuppelraume1 der von acht ,sulen umgeben ist1 die die hohe ,obermauer tragen1 und einem kreisfrmigen ,umgange 7,abb4 #agf72 im ,osten eine kleine halbrunde ,apsis1 im ,westen eine rechteckige ,vorhalle4 ,unter dem ,tempel eine ,krypta1 deren ,gewlbe mitten auf einer jonischen ,sule ruht1 ebenfalls von einem ringfrmigen ,umgange umgeben1 der durch ziemlich rohe wieder nach oben verjngte ,trffnungen mit dem ,kryptenraum verbunden ist 7,abb4 #agg74 ,die mittlere ,sule verkrpert symbolisch ,christus als ,sttze der ,kirche4 ,vier der ,kapitelle der ,sulen des ,mittelraumes 7,abb4 #agh1 ,tafel ,,xlvi7 sind korinthischen und kompositen nachgebildet1 in einem ,stil1 der nach dem ,osten weist2 die vier anderen haben die ganz rohe und einfache ,form der ,altarsulen der ,wipertikrypta zu ,quedlinburg4 ,in der folgenden ,zeit1 vielleicht sehr bald1 wurde der ,umgang mit einer ,empore versehen1 die sich durch vier ,doppelffnungen auf ,mittelsule mit ausladendem ,kmpfer 7,abb4 #eb7 gegen den ,zentralraum ffnet2 wir erhalten jetzt ein ,bild1 das sich etwas an ,germigny-des-,prs wie an ,aachen anschliet1 doch eine ,reihe germanischer ,eigentmlichkeiten fortpflanzend4 ,illustration3 ,,xlvi ,abb4 #agh4 ,fulda4 ,s4 ,michael4 7,verl4 ,georg ,ostertag47 ,illustration3 ,abb4 #agi4 ,chur4 ,silberne ,kassette4 7,phot4 ,lang1 ,chur47 ,hiermit sind die ,bauwerke in ,deutschland1 die unsern ,kreis noch in etwas berhren1 wohl annhernd erschpft4 ,es bleibt noch auf einige ganz frhe in der ,schweiz hinzuweisen1 die wohl meist von langobardischen ,meistern errichtet sein mgen4 ,sidenote3 ,disentis ,zuerst die neuerlich aufgegrabene kleine ,kirche zu ,disentis in ,graubndten1 von der ich schon gesprochen habe2 ihre ,erbauungszeit fllt zwischen #fgj und #ghi4 ,sie bestand aus einem rechteckigen ,schiff1 an das sich stlich drei hufeisenfrmige ,apsiden anschlossen1 ihre ganz besondere ,eigentmlichkeit aber darin1 da ihre ,schiffswnde1 in reichster ,stukkatur geschmckt1 in einem oberen ,friese eine ,unzahl lebensgroer ,figuren in ,relief enthielten1 zum ,teil bemalt1 ber einem ebenfalls in ,stuck hergestellten ,sockel mit ,fllungen und ,rahmen in verschiedenen ,mustern geziert1 gekreuzte1 schachbrettartige und andere ,anordnungen zeigend und wie eine ,art ,gitterwerk erscheinend 7s4 ,abb4 #fe72 darber ein schmaler ,ornamentfries als ,trennung von dem groen ,figurenfelde4 ,illustration3 ,abb4 #agg4 ,fulda4 ,s4 ,michael4 ueres4 ,die kleinen ,fenster1 wahrscheinlich sieben an der ,zahl1 also wohl eines im ,westen und je drei an den ,langseiten1 waren mit gerippten ,halbsulchen und ,taubndern1 darber hbschen ,archivolten1 umrahmt2 fast alle ,ornamentik im klarsten ,kerbschnittstile4 ,der ,raum einst sicher von hchst eigenartiger lebendiger ,wirkung und -- auer mit dem ,oratorium zu ,cividale1 in der ,choranlage mit ,s4 ,miguel de ,escalada 7,abb4 #aah7 und ,mnster -- mit keinem ,werke jener ,zeit irgendwie zu vergleichen4 ,sidenote3 ,chur ,sidenote3 ,mnster in ,graubnden ,im ,bistum ,chur finden wir noch in der bischflichen ,kirche zu ,chur selber ,belege dafr1 da dort bereits im #h4 ,jahrhundert eine stattliche ,domkirche bestanden hat4 ,wenigstens sind1 auer dem reichen ,kirchenschatze 7,abb4 #agi1 ,tafel ,,xlvi71 zahlreiche ,reste alter marmorner ,schranken echt langobardischen ,stils noch vorhanden4 ,ganz hnlich im ,kloster zu ,mnster 7,graubnden71 dessen ,kirche ebenfalls die drei hufeisenfrmigen ,apsiden auf der ,ostseite zeigt4 ,die ,kirche selber aber war zur ,karolingerzeit auf das reichste ausgemalt1 wovon sich noch ,reste oberhalb der ,gewlbe des #ae4 ,jahrhunderts gerettet haben4 ,die ,kirche hat sonst nichts formal ,bedeutsames mehr1 als jene sehr schnen ,stcke von ,marmorschranken mit allerlei ,flechtwerk1 merkwrdigerweise hier zum ,teil hoch nordischer ,art1 ,tierverschlingungen1 ,drachen u4 dgl41 wie sie uns nur noch in ,metz vorkamen1 sodann aber wieder andere groe ,fllungen1 die vllig bereinstimmen mit solchen zu ,cividale4 ,auch die obere ,lehnenspitze eines marmornen ,priesterstuhles1 giebelartig1 mit ,krabben besetzt1 also rein langobardisch4 ,der ,grundri mit den drei hufeisenfrmigen ,apsiden erscheint noch an mehreren kleinen ,kirchen jener ,gegend4 ,so nimmt die ,schweiz in diesen ,denkmlern eine ,zwischenstellung zwischen ,spanien1 dem langobardischen ,italien und dem frnkischen ,norden ein4 ,was wir sonst in den deutsch redenden ,lndern fr unsere ,aufgabe noch hierher zu rechnen haben1 sind ,werke der folgenden ,zeiten1 in denen sich die alte germanische ,tradition gegenber den ,mode und herrschend gewordenen wechselnden ,stilen in der ,stille fortpflanzt4 ,so finden sich an romanischen ,bauwerken eine ,flle alter ,kunstgedanken1 die nicht sterben wollen2 ,flechtwerk und ,ungeheuerwesen1 ,holzformen aller ,art1 ,kerbschnitt1 ,rippungen u4 dgl4 ,wo die ,volksseele sozusagen unbeobachtet in stillen ,winkeln ihr eigenes ,gespinst wirkt1 da erscheint lngst ,begrabenes unvermutet immer wieder von neuem4 ,illustration ,illustration3 ,,die ,,angelsachsen ,jahrhundertelang schon hatten die in ,england herrschenden ,rmer deutsche ,krieger vom ,festlande zum ,schutz gegen ,skoten und ,pikten verwendet1 selbst im ,lande angesiedelt4 ,um die ,mitte des #e4 ,jahrhunderts aber1 da die vielen ,hilferufe der ,briten nach ,rom ungehrt verhallten1 rief ,knig ,guorthigirn in der letzten ,not die ,angelsachsen zu ,hilfe1 die unter ,hengist und ,hors eingedrungen baldigst ein germanisches ,knigreich in ,england1 zunchst in ,kent1 aufrichteten4 ,nicht lange1 so herrschten ,angeln und ,sachsen1 denen sich noch ,nordlnder 7,dnen und ,jten7 zugesellten1 ber das ganze eigentliche ,england2 nur noch der ,winkel im ,sdwesten blieb den keltischen ,briten1 zum ,teil bis zum heutigen ,tag2 ,kelten haben sich auch in ,irland und ,schottland als wichtiger ,teil der ,bevlkerung erhalten4 ,das angelschsische ,reich1 im ,anfang des #g4 ,jahrhunderts zuerst in keltischer ,form christlich geworden1 fiel dem rmischen ,katholizismus seit #ffh vllig zu1 und von da an entfaltete sich auch eine neuere ,kultur1 zunchst naturgem aus dem fernen ,osten gekommen1 sehr bald aber durchaus germanisch geworden1 in aufsteigender ,entwicklung2 erst wieder unterbrochen durch die furchtbare ,dnennot in der ,mitte des ,karolingerjahrhunderts1 der ,knig ,aelfred1 der letzte ,sprosse altgermanischer ,knige1 erst am ,schlusse des ,jahrhunderts ein ,ziel zu setzen wute4 ,so wurde er zum eigentlichen ,grnder des englischen ,knigreiches4 ,wenn auch durch die ,normannen erobert1 doch langsam wieder vorwiegend angelschsich geworden1 besteht es bis heute4 ,die ,baukunst aus der schsischen ,zeit ist1 soweit ,denkmler von ihr erhalten sind1 nur kirchlich4 ,ihrem ,charakter nach zuerst wie immer ,import aus dem rmisch-griechischen ,osten1 entwickelte sie sich1 wenn auch in kleinen und bescheidenen ,werken1 mehr und mehr als ein ,zweig echt germanischer ,kunst1 um so klarer1 als der ,gang der ,ereignisse den ,verkehr mit dem ,osten unterbrach4 ,sidenote3 ,kleinkunst ,die ,kleinkunst bten die ,angelsachsen wie die anderen germanischen ,stmme1 sogar mit ganz besonderem ,erfolge4 ,was die angelschsischen ,grber und andere ,fundsttten gespendet haben1 ist von hervorragender ,schnheit und ,feinheit1 in jeder ,technik und ,herstellungsweise1 auch in verschiedensten ,metallen4 ,nur die den ,franken und ,sddeutschen eigene ,tauschierarbeit in ,silber und ,gold auf ,eisen scheint zu fehlen4 ,dagegen haben wir ,spangen und ,schnallen in ,bronze1 ,silber und ,gold1 auch mit ,edelsteinen1 ,trkisen1 ,granaten1 ,perlmutter in ,zellen besetzt 7,abb4 #aj1 #ah72 ,schmuckstcke in wechselnden und eigenartigen ,formen und von mannigfaltiger ,bestimmung2 so solche aus drei ,nadeln mit ,zwischengliedern bestehend 7,abb4 #ahj1 ,tafel ,,xlvii72 ,fibeln von eigentmlichster ,gestalt1 alles beweisend1 da in der germanischen gerade die angelschsische ,kleinkunst mit auf der hchsten ,hhe stand4 ,in der ,folgezeit blieb davon noch manches lebendig4 ,von dem sehr schnen ,juwel ,aelfreds 7,abb4 #aha1 ,tafel ,,xlvii7 sprachen wir schon frher2 es steht nicht allein2 ein etwas lterer ,ring ,aethelreds und anderes ,verwandte gehren zu derselben knstlerischen ,richtung4 ,die ,ornamentik bewegt sich gern auch in reinem ,schling- und ,flechtwerk1 nicht nur in nordischer ,tiergestaltung1 was man lange dem irischen ,einflusse zuschrieb4 ,aber es scheint1 insonderheit seit ,salins klaren ,darlegungen1 ganz sicher1 da diese ,art der ,verzierung umgekehrt von den ,irlndern der angelschsisch-nordischen ,kunstweise entnommen und nachher besonders gepflegt worden ist4 ,die ursprnglich irischen ,formen1 insbesondere ,s-frmige ,motive1 sogenannte ,scrolls1 sind unter den so vllig verschiedenartigen germanischen sehr wohl herauszufinden4 ,sidenote3 ,manuskriptmalerei ,gleiches gilt ohne jeden ,zweifel von der berhmten englischen ,manuskriptmalerei1 die sich seit dem #g4 ,jahrhundert so wunderbar entwickelte4 ,die ,eigenart der irischen ,arbeiten1 ihr wundervolles ,tier- und ,schlingwerk und hnliches1 stimmt so vllig mit der als angelschsisch anerkannten1 insbesondere aber auch mit der brigen nordischen ,tierornamentik berein1 die doch erheblich lter ist1 da ber das ,verhltnis der ,ableitung der irischen8 ,ornamentik in der ,hauptsache aus der germanischen kein ,zweifel bestehen kann4 ,in ,anbetracht dessen nun1 da gleichzeitig treffliche angelschsische ,arbeiten derselben ,art und desselben ,charakters genug existieren1 drfen wir ,hauptwerke dieser ,kunst1 wie das ,buch von ,lindisfarne1 von ,kells und so manches andere1 die groenteils gar nicht in ,irland selber entstanden sind1 getrost als unmittelbare -- im ,sonderfall mittelbare -- ,erzeugnisse der angelschsischen ,kunst betrachten4 ,es ist hier wohl der ,ort1 darauf hinzuweisen1 da auch die festlndische1 insbesondere die karolingische ,kunst auf dem ,gebiete der ,bilderhandschriften ,bedeutsames geschaffen hat4 ,freilich ist bei ihr der ,einflu des ,sdens und ,ostens ein sehr starker4 ,immerhin aber auch des germanischen ,westens1 vor allem des so stark missionierenden ,angelsachsentums4 ,und so sind viele schne ,arbeiten etwas spterer ,zeit1 von denen das ,godescalc-,evangeliar ,karls des ,groen und das goldne ,buch in ,trier als ,beispiel genannt sein mgen1 als ,fortpflanzung des im angelschsischen ,westen entstandenen ornamentalen ,miniaturstils zu bezeichnen1 whrend freilich im figrlichen ,wesen die stliche ,ferne die ,schulung und die ,vorbilder lieferte4 ,sidenote3 lteste ,kirchen ,theodorus aus ,tarsus in ,cilicien hatte in ,england das rmische ,christentum eingefhrt4 ,so ist es kein ,wunder1 da sein bedeutendster ,nachfolger1 ,bischof ,wilfrid von ,northumberland 7um #fgj71 der eine1 wie es scheint1 glnzende ,bauttigkeit fr seine kirchlichen ,zwecke entwickelte1 sich vorwiegend an die stliche ,ferne hielt4 ,dieser bedeutende ,priester stellte die ,kirche von ,york wieder her und deckte sie mit ,blei2 erbaute eine neue groe ,kirche zu ,ripon 7von der die ,krypta noch vorhanden ist71 eine besonders gerhmte zu ,hexham1 mit ,trmen1 vielen ,sulen und schnen ,gemlden1 so da diese ,kirche nur in ,italien ihresgleichen fand84 ,dieser letztere ,ausdruck ist zu beachten4 ,illustration3 ,,xlvii ,abb4 #ahj4 ,angelschsische ,nadeln4 ,lincoln4 ,illustration3 ,abb4 #aha4 ,knig ,aelfreds ,juwel4 7,phot4 ,frith ,co41 ,london47 ,sidenote3 ,bauliche ,besonderheiten ,aus seiner ,zeit stammen auerdem die ,kirchenreste von ,st4 ,pankras und ,st4 ,martin zu ,canterbury1 zu ,rochester1 ,brixworth und andere1 alle noch fremd in der ,anlage1 doch allerdings bereits besondere ,eigentmlichkeiten zeigend4 ,so eine starke ,trennung der ,chorpartie1 die oft 7,rochester1 ,canterbury7 aus einer fast schiffsbreiten halbrunden ,apsis mit verlngerten ,schenkeln besteht1 whrend das ,schiff an ,gre im ,verhltnisse nicht so sehr berwiegt als spter4 ,diese ,chorpartie ist manchmal durch eine ,sulenstellung1 wohl einst mit ,schranken1 gegen das rechteckige ,schiff abgeschlossen4 ,die spter allein herrschende ,einschiffigkeit der schsischen ,kirchen wiegt jetzt bereits vor2 basilikale ,anlagen sind selten1 stets mit ,pfeilern3 schon die lteste ,kathedrale zu ,canterbury scheint eine solche gewesen zu sein1 sogar zweichrig mit ,krypta1 doch ohne ,querschiff2 die ,kirchen zu ,wing1 ,brixworth und ,reculver waren ebenfalls dreischiffig2 ,brixworth freilich ist spter der ,seitenschiffe beraubt2 ,reculver abgebrochen2 ,krypten in ltester ,anlageform sind noch vorhanden1 so die zu ,wing1 ,ripon1 ,hexham mit ,confessio 7,grabkammer7 und ,wandelgang1 die erstgenannte ganz im ,sinne der ,liudgers zu ,werden a4 d4 ,ruhr2 auch zu ,brixworth mu die ,anlage hnlich gewesen sein1 da dort der ,wandelgang noch existiert4 ,langsam treten verschiedene rtliche ,eigentmlichkeiten germanischen ,ursprunges hervor2 so die sich immer mehr verbreitende ,anlage von viereckigen ,westtrmen1 deren es ja weder in ,italien noch im ,orient gibt2 die ,querschiffslosigkeit1 die vorherrschende ,einschiffigkeit und die starke innere ,abtrennung der ,choranlage4 ,in der ,folge verstrkt sich dies1 die ,abhngigkeit vom ,osten verschwindet4 ,das basilikale ,system scheint gnzlich auszuscheiden1 die ,apsis wird rechteckig1 wie in anderen germanischen ,lndern4 ,die formale ,anlehnung an die ,antike und den ,osten weicht dem ,eindringen nordischer ,holzformen in dem frher entwickelten ,sinne1 so da das #h4 und #i4 ,jahrhundert sich hier wie anderwrts im ,besitze einer ,bauweise vllig nordischer ,art sieht4 ,ihre ,eigentmlichkeiten sind grte ,einfachheit der ,anlage1 die vielleicht von hier an die ltesten skandinavischen und deutschen bertragen wurde1 wie bemerkt1 nur ,schiff und meist schmlerer rechteckiger ,chor mit engem ,eingange1 hufig ,westvorhalle1 sowie seitliche ,anbauten von ,vorhallen und ,nebenrumen an das ,schiff1 bisweilen querschiffartig1 wie wir gleiches schon so charakteristisch an ,sta4 ,cristina de ,lena in ,spanien auftreten sahen4 ,das erscheint bereits an der hchst merkwrdigen zerstrten ,anlage von ,st4 ,pankras in ,canterbury1 sodann ohne ,westvorhalle in feinster ,ausbildung in ,bradford-on-,avon 7,abb4 #aha71 einer ,kirche1 die auch formal klarste ,durchbildung besitzt4 ,sidenote3 ,trme ,der ,turm ist1 wie bemerkt1 stark verbreitet2 aus der ,angelsachsenzeit finden sich ,hunderte von solchen am ,westende1 aber auch auf der ,mitte der ,anlage vor dem ,chor1 ,zentraltrme1 was bisweilen eine hchst eigentmliche ,gesamtgruppe ergibt4 ,am merkwrdigsten1 wenn dieser ,zentralturm zum ,schiff wird1 an das sich links und rechts zwei kleinere ,rume anfgen1 von denen der stliche den ,chorraum bildet 7,barton-on-,humber74 ,illustration3 ,abb4 #ahb4 ,bradford-on-,avon4 ,die ,trme sind fast alle rechteckig1 ohne ,spitze1 den langobardischen in der ,masse nahestehend1 doch von selbstndiger ,durchbildung2 an runden fehlt es jedoch auch nicht ganz1 die dann manchmal als ,apsiden zu dem ,kirchenraum hinzugezogen1 hufeisenfrmigen ,grundri ergeben 7,wilton1 ,bessingham74 ,von ,profanbauten scheint nichts mehr brig zu sein4 ,doch soll nicht unerwhnt bleiben1 da die ,kapelle zu ,deerhurst1 ein der ,apsis 7heute87 entbehrender ,langbau1 in einer ,inschrift von #ajef royal hall8 genannt wird1 also vielleicht ein bescheidenes ,gegenstck zu jener spanischen ,knigshalle zu ,naranco gebildet haben knnte4 ,das mu nach genauster ,untersuchung vorbehalten bleiben4 ,was nun die technischen und formalen ,besonderheiten der schsischen ,bauweise anbelangt1 so prgen sich diese an ihren wenn auch bescheidenen ,werken stets hchst deutlich aus4 ,das ist schon darin begrndet1 da stammliche ,eigentmlichkeiten in dem abgeschlossenen ,inselreich ungehinderter durchzudringen vermochten1 und da fremder ,einflu1 mit ,ausnahme desjenigen aus nahegelegenen germanischen ,gauen seit der karolingischen ,zeit1 sich auf die ,dauer kaum mehr fhlbar machte4 ,anderseits aber hat in ,england die ,piett der spteren ,geschlechter jene kleinen und unscheinbaren ,baulichkeiten doch weit besser ber das ,jahrtausend hinaus geschtzt1 als das in anderen ,lndern mglich war1 die an der ,heerstrae gelegen stets von neuen kriegerischen ,durchflutungen heimgesucht wurden4 ,es ist bedauerlich1 da in jener ,epoche gerade in ,england kein ,bauwerk von grerer ,bedeutung oder reicherer ,ausstattung erstanden ist1 das sich unter so gnstigen ,umstnden leicht bis heute htte retten knnen4 ,sidenote3 ,greenstead ,immerhin gibt es des ,bemerkenswerten noch genug4 ,vor allem den einzigen sicheren ,rest einer ,holzkirche aus so ferner ,zeit3 das ,schiff der ,kirche zu ,greenstead4 ,wenn dieses ,bruchstck nun auch keine architektonischen ,formen aufweist1 so ist es doch schon durch sein bloes ,dasein wichtig4 ,chor und ,turm sind spter erneuert oder angebaut2 das ,schiff ist ein einfach rechteckiger ,raum von etwa #h #e m lichter ,weite4 ,seine ,wnde bestehen aus aufrechtstehenden halbierten ,baumstmmen1 mit der runden ,seite nach auen1 ursprnglich nur auf einer ,fuschwelle eingezapft und durch eine ,oberschwelle mit ,holzngeln zusammengehalten4 ,der ,eckbaum ist natrlich nicht halbiert1 sondern es ist nur ein ,viertel herausgenommen4 ,die ,fugen sind von hinten durch ,leisten gedeckt4 ,der jetzige ,backsteinsockel ist neu4 ,diese aufrechte ,blockkonstruktion ist ja die primitivste von der ,welt4 ,doch mag dies damit erklrt sein1 da die ,kapelle ziemlich sicher die ist1 die man #ajac zur vorbergehenden ,aufnahme der ,leiche von ,st4 ,edmund errichtete4 ,da andere ,kirchen vom ,zimmermann aufgefhrt wurden1 ist bezeugt genug2 sie mssen fr bedeutsamere ,zwecke bestimmt auch weniger rohe ,konstruktionen gezeigt haben4 ,die norwegischen 7jngeren7 geben ,muster dafr1 wie dies mglich war4 ,jedenfalls haben wir hier ein hlzernes kirchliches ,bauwerk noch aus der angelschsischen ,zeit vor uns1 eines der sptesten und geringwertigsten1 doch als das letzte seines ,stammes uns ehrwrdig4 ,sidenote3 ,technische ,besonderheiten ,die technischen ,eigentmlichkeiten der ,angelsachsenbauten sind denn1 wie die kontinentalen germanischen1 vom ,holzbau stark beeinflut4 ,allerdings sind ,lisenen oder ,wandstreifen 7strips7 wohl nicht dazu zu rechnen1 vielmehr als eine berall verbreitete ,wandgliederung -- ,pilaster -- zu bezeichnen4 ,auch die doppelten oder mehrfach gekuppelten ,fenster auf dnnen ,mittelsulen sind wohl vom ,kontinent herbergewandert1 wo wir sie schon bei den ,langobarden aus dem ,holzbau entstehen sahen4 ,das fters auftretende ,fischgrtenmauerwerk 7herringbone7 ist sicherlich aus dem benachbarten ,frankenreiche herbergekommen4 ,vielleicht auch die vielfltige ,anwendung der ,dachsparrenstellung 7,dreieckberdeckung7 ber aufrechten ,sttzen anstatt des ,bogens4 ,diese ist in ,england hufiger als irgendwo4 ,es sei dabei nochmals betont1 da an eine einfache ,ableitung dieser ,form aus dem antiken ,dreiecksgiebel nicht zu denken sein wird2 denn in unserem ,falle handelt es sich um eine berdeckung eines fters tiefen ,hohlraumes2 das ,dreieck ist konstruktiv1 nicht aber dekorative ,gestaltung1 wie dort4 ,mglicherweise hat das ,vorbild der nahen irischen ltesten ,steinkirchen hier etwas mitgewirkt1 die heute noch zahlreich genug vorhanden sind4 ,ihre steilen ,dcher sind einfach aus ,steinen durch berkragung hergestellt1 allerdings innen fters gewlbt oder durch eine zweite ,wlbung unterfangen4 ,die ,christianisierung ,englands ging von ,irland aus2 den irischen folgten erst die angelschsischen ,missionare4 ,sind ,fenster und ,tren also oft mit oberem ,dreiecksschlu abgedeckt 7,brigstock1 ,abb4 #fj71 so fehlt es nicht an ,rundbgen wie berall1 ebenfalls meist aus einem ,steine geschnitten1 wie sonst bei den ,germanen 7,diddlebury72 auch ,hufeisenbgen fehlen nicht 7,clee1 ,brigstock74 ,bei allen diesen ,konstruktionen kommt die germanische ,vorsicht1 das ,mitrauen gegenber der ,wlbung1 auf das unverkennbarste zum ,durchbruch2 mit ,vorliebe werden die ffnungen nach oben verengert1 um der ,wlbung mglichst geringe ,spannweite zuzumuten4 ,so entstehen die zahlreichen ,tr- 7,somerford1 ,keynes7 und ,fensterffnungen 7,brigstock1 ,escomb1 ,boarhunt71 die nach oben verjngt sind1 die wir ja auch in ,deutschland einige ,male vorfanden4 ,nach ,goldbach am ,bodensee drfte diese so charakteristische ,fensterform in der ,tat aus ,england importiert sein4 ,ist hie und da als ,mauertechnik das petit appareil der ,franken vorhanden1 wohl nach rmischem ,vorbild1 so wiegt doch im allgemeinen ,bruchsteinmauerwerk vor1 selten durchbrochen durch ,verwendung von ,ziegeln 7etwa zu ,bgen71 die dann meist von ,rmerbauten stammen1 oder ,fischgrtenschichten2 manchmal finden wir auch ganz gute ,quaderbauten4 ,die den ,angelsachsen eigentmlichste ,konstruktion im ,mauerwerk ist entschieden die ,verwendung von ,steinstreifen und ,einfassung in long and short work81 einer ,art ,steinfachwerk wie es auch die ,rmer schon kannten4 ,es sind dies ,eckeinfassungen1 bestehend aus langen aufrechtstehenden ,steinbalken quadratischen ,querschnittes1 ziemlich regelmig unterbrochen durch flache ,binder1 die nach beiden ,seiten tief ins ,mauerwerk hineingreifen4 ,diese hchst charakteristische ,bildung der ,gebudeecken1 auch an ,portaleinfassungen sehr beliebt 7,brigstock1 ,market-,overton71 wird in der ,tat kaum anders aufzufassen sein1 als eine bertragung von ,holzfachwerk in ,stein4 ,die pompejanische gleichartige ,verstrkung des ,mauerwerks bezeichnet schon ,dehio als ,steinfachwerk2 in ,england scheint eine solche von neuem sich herausgebildet zu haben4 ,jedenfalls erklrt ,b4 ,brown1 dem wir die grndlichsten ,untersuchungen ber diese ,materie verdanken1 das ,lang- und ,kurzwerk als eines der charakteristischsten und unverkennbarsten ,merkmale der angelschsischen ,bauweise4 ,ferner fllt uns an diesen ,bauten die so uerst hufige bertragung des ,drechslerwerkes auf ,stein auf4 ,steinsulen kleineren ,formates1 insbesondere ,fenstermittelsulen1 sind fast immer als richtige ,baluster gedreht1 nicht etwa ,verkleinerungen groer ,steinsulen4 ,in der merkwrdigsten ,weise sind solche gedrehte ,sulchen ohne ,kapitell und ,fu in die ,portallaibungen des bekannten ,portals zu ,monkwearmouth1 auf jeder ,seite zwei1 eingestellt1 den ,bogenkmpfer zu tragen 7,abb4 #ahc74 ,die deutlichste bertragung des ,holzwerks in ,stein1 die berhaupt nur mglich ist4 ,selbst in ganzen ,reihen nebeneinander sind solche ,baluster als ,wandzierung beliebt2 auch friesartig unter oder in ,gesimsen gereiht 7,jarrow71 wie wir gleiches schon in ,germigny-des-,prs fanden4 ,diese gedrechselten ,sulen1 in ,jarrow und ,monkwearmouth in grerer ,anzahl vorhanden1 stimmen in ihrem ,wesen vllig mit den auch bei uns fast bis heute in jeder ,verwendungsweise blichen gedrehten ,holzsulchen1 so an ,sthlen1 ,spinnrdern u4 dgl4 ,oft sind sie etwas bauchig1 manchmal1 wie bei den charakteristischen ,fenstersulchen des ,turmes von ,earls ,barton1 beinahe fafrmig4 ,illustration3 ,abb4 #ahc4 ,monkwearmouth4 ,portal4 ,eine andere frher schon erwhnte wohl aus hnlichen ,grundlagen hervorgehende nordische ,wandgliederung ist1 wie frher erwhnt1 in ,england ebenfalls nicht selten3 die ,arkadenreihe oder ,zwerggallerie1 doch dann ganz flach1 wie in ,holz geschnitten4 ,wir fanden diese ,form im norwegischen ,holzbau bereits von selber gegeben2 auch im ,dnischen ist sie zu ,hause1 vielleicht aus ,england herbergebracht4 ,insbesondere als einfachste ,wandgliederungen auen 7,barton-on-,humber7 oder innen 7,dunham ,magna74 ,hier mag die ,erwhnung der in spterer angelschsischer ,zeit auftretenden ,chorbogenumrahmung einen ,platz finden1 wie wir solche mehrfach in stattlichster ,ausbildung antreffen3 ,halbsulen und ,pilaster ohne ausgebildetes ,kapitell den ,bogen einfassend und um ihn herumgefhrt1 durch ein schwereres ,kmpfergesims unterbrochen4 ,in ,wittering und ,bosham1 ,clayton1 ,worth und an anderen ,orten sind solche in starker1 plastischer ,ausbildung vorhanden und geben dem krftig vortretenden ,choreingang ein ganz eigenartiges ,geprge4 ,eine gar nicht zu verkennende ,nachahmung von richtigem ,holzfachwerk sodann sehen wir an dem schnen ,turme zu ,earls ,barton1 wo dnne ,streifen vertikal die ,flchen des ,gebudes durchziehen1 von ,zeit zu ,zeit durch ,bgen1 aber auch durch richtige ,balkenkreuze verbunden4 ,an den ,ecken ,lang- und ,kurzwerk 7,abb4 #ahd74 ,eine ,erinnerung daran drfte die uere ,gliederung des ,turmes zu ,barton-on-,humber sein4 ,illustration3 ,abb4 #ahd4 ,earls ,barton4 ,turm4 ,es bleibt nur noch brig1 die wichtigeren ,bauwerke selber zu nennen1 die heute noch aufrecht stehen4 ,es kommen fr uns natrlich vorwiegend die in ,betracht1 die in der ,zeit bis zur ,dnennot entstanden2 die spteren stehen zum ,teil bereits unter dem ,einflusse der karolingischen ,kunst1 sind also nicht mehr in gleichem ,mae als original-angelschsisch anzusehen4 ,sidenote3 ,brixworth ,von den ltesten sei hier die ,kirche in ,brixworth genannt1 ein ,basilikenbau wohl noch des #g4 ,jahrhunderts1 in der ,sptzeit westlich mit einem ,turmanbau versehen4 ,der ,grundri ist dadurch besonders interessant1 da die halbrunde ,chorapside1 mit einem engen ,chorbogen sich ffnend1 mit einer ,verlngerung der ,schenkel versehen ist1 wie hierzulande blich2 da ferner vom ,mittelschiff ein besonderer quadratischer ,teil vor der ,apsis durch drei ,bgen auf ,pfeilern abgetrennt war 7,fundamente noch vorhanden71 wie wir ihn auch z4 ,b4 in ,s4 ,miguel de ,escalada in ,spanien antrafen4 ,der offene ,dachstuhl ist jnger1 doch auf einen ursprnglich vorhandenen gleicher ,art deutend2 die ,trennungspfeiler nach den 7abgebrochenen7 ,seitenschiffen zu sehr lang1 grer als die ,bogenffnungen dazwischen4 ,die ,bgen sind aus alten rmischen 7ganz dnnen7 ,ziegeln gemauert2 der ,turm ffnet sich im ,oberstock mit einem dreifachen ,fenster gegen das ,schiff4 ,die zwei ,balustersulchen dieser ffnungen ohne ,kapitell und ,fu sind geschwellt1 fast fafrmig4 ,die ,verhltnisse der ,kirche sind stattlicher als sonst4 ,die anderen ,basiliken und greren ,kirchen aus erster ,zeit sind alle verschwunden2 von ,reculver1 ,ripon1 ,hexham und den wichtigen ,kirchen zu ,canterbury1 meist aus ,wilfrids ,zeit1 sind nur noch ,ruinen oder ,fundamente brig4 ,sidenote3 ,escomb ,noch vorhanden ist dagegen die kleine ,kirche zu ,escomb 7,durham73 ein ganz schmales sehr langes ,schiff mit ziemlich quadratischer ,apsis1 diese mit einem nur etwa #a1ej m breiten1 aber beinahe #e m hohen ,chorbogen geffnet1 was einen ganz eigenen ,eindruck hervorruft4 ,der ,chorbogen ist in bekannter ,art mit ,lang- und ,kurzwerk 7,steinfachwerk7 eingefat1 hat stumpf abgeschnittenen ,kmpfer von ungleicher ,dicke4 ,die ,tren an der ,nordseite des ,chores und ,schiffes sind hnlich mit ,steinbalken und ,bindern dazwischen eingefat und haben wagerechten ,sturz2 dieser ganz zimmermannsmig ber den ,gewnden ebenso ausgeklinkt1 wie wir es bei langobardischen ,bauten fanden 7,cividale71 die zwei ,fenster der ,sdseite mit ,bogen aus einem ,stein nach oben verengert2 die der ,nordseite ebenso1 doch flach abgedeckt4 ,sdvorhalle und groe ,fenster sind neuere ,zutaten1 der offene ,dachstuhl vielleicht teilweise ursprnglich2 mit flachen stichbogigen ,dachbalken4 ,der ganze ,bau ist in guter ,quadertechnik ausgefhrt4 ,man schreibt ihn dem #h4 ,jahrhundert zu1 der ,zeit1 wo in allen ,lndern die germanische ,baukunst ihre selbstndigste ,entwicklung fand4 ,ich machte schon frher darauf aufmerksam1 da die kleine ,kirche zu ,goldbach am ,bodensee mit dieser angelschsischen sehr viel gemein hat1 nur fehlt hier die ,abtrennung einer inneren ,vorhalle1 die brigens einst doch bestanden haben drfte1 da das ,schiff von sonst geradezu unverstndlicher ,lnge ist4 ,sidenote3 ,monkwearmouth ,der berrest der ,kirche zu ,monkwearmouth1 bestehend im ,westturm und der ,sdmauer des ,schiffes1 gehrt ebenfalls hierher4 ,die ,kirche ist sonst gnzlich umgebaut1 die ,lnge des schmalen ,schiffes war aber ebenfalls sehr gro4 ,nur der ,turm zeigt noch die alte ,architektur und ist von ganz besonderer ,wichtigkeit durch sein schon fters erwhntes ,portal1 das zu den eigensten ,schpfungen der alten ,angelsachsenkunst zhlen drfte4 ,der ,turm ist heute fnf ,stockwerke hoch1 in rauhen ,quadern und ,bruchstein gut erbaut1 wie meist ohne ,spitze2 vier einfache ,plattengesimse teilen die ,geschosse ab2 die oberen sind aber bedeutend jnger 7obwohl immer noch angelschsisch71 wie aus dem ,vorhandensein der beiden westlichen oberen ,fenster des ,schiffes hervorgeht1 die durch den ,turmaufbau heute verdeckt sind4 ,der lteste ,bau stammte aus der ,zeit des ,bischofs ,benedikt1 der um #fge hier ein ,kloster grndete und eine ,kirche errichtete1 ebenso wie die ,kirche zu ,jarrow4 ,das ,kloster war bedeutend und besa mehrere ,kirchen und ,kapellen2 doch da die ,chronik erzhlt1 da ,benedikt ,maurer und ,bauleute aus ,frankreich mitbrachte1 um seine ,kirche nach frnkischer ,art zu bauen -- im ,laufe eines ,jahres --1 wir aber nichts an ihr finden1 was irgendwie frnkisch aussieht1 so wird wohl ein ,neubau im #h4 sptestens im beginnenden #i4 ,jahrhundert stattgefunden haben4 ,der wichtigste ,teil der ursprnglichen ,vorhalle1 jetzt des ,turmes der ,kirche1 ist also das ,westportal 7,abb4 #ahc72 einfach genug1 doch hoch bedeutsam4 ,ein krftiger ,bogen auf zwei stumpf abgeschnittenen ,kmpfern ruhend1 die einfach abgeschrgt sind2 diese ,kmpfer ruhen jeder auf zwei freistehenden gedrehten und geringelten ,balustersulen ohne ,kapitell und ,fu2 der ,sockel unter den ,balustern springt wieder in die ,kmpferflucht vor und zeigt an der inneren ,flche zu ,bandornament geflochtene ,schlangen1 darauf zwei ,vogelkpfe mit durcheinander durchgesteckten ,schnbeln4 ,das ist alles2 doch drckt es dem ,ganzen den merkwrdigsten ,stempel auf4 ,solches germanisches ,ornament wie hier fehlt freilich heute den so einfachen englischen ,bauwerken sonst berall2 doch wird dessen sicher einst mehr dagewesen sein4 ,der hchst anspruchslose ,formalismus des ,ganzen ist von erstaunlicher ,wirkung und vereinigt sich zu einem der bezeichnendsten ,werke der altgermanischen ,kunst mit allen ,merkzeichen ihrer ,anlehnung an den ,holzbau4 ,reste ganz gleicher ,baluster finden sich an jenen inneren ,oberfenstern des ,schiffes der ,westwand vermauert1 doch andeutend1 da diese einst ganz wie das ,portal mit bogentragenden ,sulchen eingefat waren4 ,in ,jarrow sind hnliche ,sulchen in grerer ,zahl vorhanden1 sowie ein ,gesimsrest in der ,vorhalle1 in dem kleine ,baluster dicht nebeneinander als ,dekoration verwandt sind4 ,die folgende ,zeit hat wenig bauen knnen1 wegen der schwierigen politischen ,verhltnisse2 doch direkt nach der ,sicherung des ,reiches durch ,aelfred den ,groen begann ein ,wiederaufblhen der alten ,kunst1 freilich bald durch kontinentale ,einflsse gestrt4 ,aber einige ,werke drfen wir zu unserem ,kreise doch noch rechnen1 deren ,entstehung vielleicht erst dieser ,epoche angehrt1 deren ,wesen aber sie als noch ganz in die ltere ,kunst gehrig erweist4 ,andere schreiben sie allerdings berhaupt noch der lteren ,zeit1 dem #h4 sptestens dem ,beginn des #i4 ,jahrhunderts zu4 ,sidenote3 ,bradford-on-,avon ,vor allem das zierlichste und feinste ,werk der ,angelsachsenzeit3 das ,kirchlein zu ,bradford-on-,avon 7,abb4 #ahe74 ,oben schon ist der kleine ,bau kurz geschildert3 ein rechteckiges ,schiff1 auf das sich der rechteckige ,chor mit engem ,bogen ffnet2 nrdlich und einst sdlich je eine ,vorhalle1 die ins ,schiff fhrte4 ,steile ,dcher bedecken den gediegenen derben ,quaderbau1 der in einiger ,hhe von einem ,plattengesims umzogen wird2 darunter einfache ,lisenen1 darber aber ringsum eine flache ,arkade oder ,zwerggalerie 7an der ,vorhalle etwas verstmmelt71 die ihm seinen besonderen ,charakter verleiht4 ,es sind nur ganz flach eingetiefte ,bgen auf ,pilastern mit schrg geschnittenen ,kmpfern und ,fen4 ,die ,giebel zeigen ,reste hnlicher ,pilaster1 vielleicht einst ,fenster umfassend2 hier ist der ,originalzustand entstellt4 ,illustration3 ,abb4 #ahe4 ,bradford-on-,avon4 ,die ,tr der ,nordvorhalle sehr eng mit ,rundbogen berdeckt und mit flachen ,profilen eingefat2 in der ,vorhalle gen ,osten ohne ,zweifel einst ein ,altar4 ,das ,innere der ,kirche ist hoch1 etwa #h m1 und ebenso lang1 aber nicht viel ber #d m breit2 der ,chorbogen1 mit drei ,rundstben eingefat1 wie blich sehr eng1 noch nicht #a m weit4 ,das ,sdfenster des ,chors verjngt sich nach oben2 alles ist sonst sehr einfach2 ber dem ,chorbogen das einzige ,skulpturwerk jener ,zeit3 zwei ,engel zu beiden ,seiten1 ,krnze tragend1 in bescheidenem ,flachstil etwa langobardischen ,charakters2 vielleicht ein ,rest einer greren ,darstellung 7,kreuzigung874 ,der ganze kleine ,bau ist dabei von einer gewissen ,vollkommenheit in der ,technik2 ich neige mich dazu1 ihn noch dem #h4 ,jahrhundert zuzuschreiben1 da er mit spanischen ,werken der gleichen ,zeit die grte innere ,verwandtschaft zeigt4 ,sidenote3 ,deerhurst ,sptestens ins #i4 ,jahrhundert rechnet man auch noch die ,reste der ,kirche in ,deerhurst1 insbesondere den ,turm und die ,ostpartie2 letztere besonders ausgezeichnet durch zwei querschiffartig angebaute ,vorhallen oder ,kapellen mit ,oberstockwerk und einem verlngerten halbrunden ,chor von ,schiffbreite2 der ,westturm von verlngertem ,grundrisse hat ein oberes ,zimmer mit einem eigenartigen ,doppelfenster nach dem ,schiff3 drei ,pilaster1 davon der mittlere kanelliert1 schlieen zwei mit ,dreieck berdeckte ffnungen ein 7,abb4 #fj72 ein ,motiv1 das in hnlicher ,weise in ,aachen an der ,westfront der ,pfalzkapelle auftritt 7vermutlich dort falsch restauriert74 ,sidenote3 ,worth ,denselben ,grundri zeigt1 doch ohne ,westturm1 die der folgenden angelschsischen ,zeit angehrige ganz wohl erhaltene ,kirche zu ,worth1 wo die beiden ,kapellen am ,schiff aber zu einem wirklichen ,kreuzschiff anwachsen1 allerdings immer noch niedriger als das ,hauptschiff4 ,der ,chor ist verlngert halbrund1 mit prchtigem ,chorbogen von ,rundstben und ,platten auf felsenhnlichem ,fuwerke eingefat1 alles in mchtigen ,quadern4 ,auen sind die ,ecken mit ,lang- und ,kurzwerk ausgebildet1 ein ,gesims umgibt das ,ganze1 darunter ,streifen pilasterartig ebenfalls in ,lang- und ,kurzsteinen4 ,darber im ,chor halbrunde ,fenster1 im ,schiff ,doppelfenster -- nrdlich zwei1 sdlich eins -- auf geschwellter ,mittelsule ohne ,kopf und ,fu1 nordisch knorrig2 die zwei ,tren auf den ,seiten des ,schiffes etwa #a m weit aber #d m hoch2 echt angelschsisch4 ,sidenote3 ,breamore ,hierher gehrt auch ,breamore mit seinem langen ebenfalls durch zwei ,kapellen querschiffartig ausgestatteten ,schiffe2 ,chor viereckig4 ber der ,vierung aber ein viereckiger ,turmaufbau von geringer ,hhe4 ,die ,nordkapelle ist verschwunden4 ,alle ,ecken sind mit ,lang- und ,kurzwerk eingefat2 der einfache ,rundbogen der ,sdkapelle ruht auf stumpfen ,kmpfern und trgt als ,schmuck die ,inschrift3 ,,her ,,sputelad ,,seo ,,gecpy ,,dr,,dnes ,,de4 7,hier ist dir der ,bund offenbar gemacht47 ,sidenote3 ,wing ,die stattliche ,kirche zu ,wing ist wenigstens zu nennen1 das ,schiff neu1 doch wohl schon ursprnglich basilikal angelegt1 der ,chor mit ,krypta noch erhalten1 im ,grundri ein langgestrecktes halbes ,zwlfeck bildend2 auen ist dieser ,teil ausnahmsweise durch ,pilaster mit ,rundbgen gegliedert2 die ,fenster sind neuer4 ,sidenote3 ,boarhunt ,ferner darf ich die kleine ,kirche zu ,boarhunt nicht bergehen1 schon weil deren ,grundri mit dem der zu ,goldbach am ,bodensee vllig bereinstimmt2 auch ganz gleiche ,fensterchen wie dort nach oben verjngt1 sind vorhanden 7,abb4 #fj71 nur noch hier mit einem gewundenen ,rundstab umfat2 ferner ,bosham von hnlichem ,grundri1 noch viel lnger1 mit stattlicher ,chorbogeneinfassung nach schsischer ,art und ,westturm2 zuletzt ,brigstock1 von dem noch der ,westturm mit ,treppe und das ,schiff erkennbar sind2 bemerkenswert wegen seiner ebenfalls verjngten ,rundbogenfenster1 wegen anderer mit ,dreieckschlu1 und wegen seines mit ,streifen und ,lang- und ,kurzwerk eingefaten ,chorbogens4 ,diese drei ,kirchen knnen der jngeren angelschsischen ,zeit angehren1 doch ohne sich von der altgebten ,weise zu entfernen4 ,sidenote3 ,turm zu ,earls ,barton ,aber einer sehr bedeutsamen echt germanischen baulichen ,leistung der ,angelsachsen1 die verschiedentlich gestreift ist1 mssen wir nher gedenken3 ihrer ,turmbauten4 ,unter diesen ragt als ,hauptwerk der mchtige viereckige ,westturm der ,kirche zu ,earls ,barton 7,north47 hervor1 eines der knorrigsten und kraftvollsten ,eigenwerke des alten ,angelsachsentums 7s4 ,abb4 #ahd74 ,vier sich stark verjngende 7heute mit einem obersten ,zinnenkranz abgeschlossene7 ,geschosse mit ,lang- und ,kurzwerk an den ,ecken bilden seinen ,krper4 ,die ,flchen dieser ,geschosse aber werden durch vertikale ,streifen gegliedert1 die ber dem ersten ,gesims durch ,bgen1 ber dem zweiten durch wirkliche ,steinbalkenkreuze 7,andreaskreuze71 ber dem dritten durch ,dreiecksstreben verbunden sind4 ,unten ,doppelfenster mit ,balustersulen1 darber ,rundbogen- dann ,dreiecksfenster2 im obersten ,stock eine ,galerie von fnf ,fenstern auf sechs ,balustern2 alle ,formen durchaus zimmermannsmig1 sowohl die gedrehten ,teile als die ,flchengliederung1 die sich als getreue bertragung von ,holzfachwerk zu erkennen gibt4 ,das ,westportal rundbogig mit zwei ,streifen eingefat1 schwerer ,kmpfer mit darauf eingegrabenen ,arkaden4 ,das ,werk ist von vlligster ,selbstndigkeit in seiner ,masse mit zurcktretenden ,oberstockwerken1 wuchtig und knorrig1 ein ,herkules der ,trme1 in jeder ,linie germanisch1 in nichts mehr stlich2 ein standard work4 ,leider ist der alte obere ,abschlu nicht mehr erkenntlich4 ,sidenote3 ,barnack ,von hnlichem ,wesen einfacher ist der ,westturm zu ,barnack1 vor allem dadurch bemerkenswert1 da er sich in einem mchtigen ,bogen auf einem vllig barbarischen8 ,kmpfergesims gegen das ,schiff beherrschend ffnet1 und da seine ,fenster alle im ,dreieck geschlossen sind4 ,drei hnliche ,sitznischen sind inwendig unten in die ,wnde getieft4 ,st4 ,peter-at-,gowts zu ,lincoln1 ,clapham1 ,bosham haben hnliche einfachere ,westtrme1 alle von ,kraft und ,ausdruck in ihrer vierschrtigen ,gestalt4 ,bei ihnen allen diesen ist eine ,eigentmlichkeit bemerkenswert2 ,tren des oberen ,stockwerks der ,trme 7oder der ,vorhalle71 die in das ,kirchenschiff fhren4 ,vielleicht einst als geschtzte ,zufluchtssttten durch eine ,leiter von da aus zugnglich1 vielleicht auch zu einem in ltester ,zeit ber der ,decke der ,kirche liegenden ,dachraum fhrend4 ,diese ,tren1 meist mit ,guckffnung daneben1 sind stets von charakteristisch schsischer ,form1 oft mit ,dreiecksberdeckung versehen4 ,sidenote3 ,barton-on-,humber ,eine ganz besonders merkwrdige ,kirche1 deren ,grundrianordnung bereits oben erwhnt ist1 soll hier am ,schlusse der ,reihe stehen3 ,barton-on-,humber4 ,an ,stelle ihres ,chors ist inzwischen ein langes gotisches ,schiff getreten2 aber ursprnglich zeigte sie die merkwrdige ,anordnung eines stattlichen ,mittelturms mit zwei rechteckigen ,anbauten nach ,westen und ,osten2 der ,raum im ,turm diente als ,schiff1 der ,ostraum als ,chor1 der westliche als ,kapelle 7,abb4 #ahf74 ,die ,eingnge waren im ,norden und ,sden des ,turmes4 ,illustration3 ,abb4 #ahf4 ,barton-on-,humber4 ,dieser ,grundri ist sicherlich der merkwrdigste in seiner ,zeit und findet nirgends sein ,vorbild2 also eine ,art ,zentralanlage1 doch in germanischer ,auffassung4 ,die architektonische ,ausbildung beschrnkt sich auf den spter um ein ,gescho erhhten ,mittelturm3 dreigeschossig erhebt er sich mit ,lang- und ,kurzwerk an den ,ecken1 dazwischen ,streifen1 die durch ,bgen verbunden sind2 im folgenden ,gescho solche auf dem ,bogenscheitel sitzend mit ,dreiecksverbindungen1 darin ein ,doppelfenster mit ,rundbogen auf ,mittelbaluster4 ,das gleiche ,doppelfenster im ,obergescho hat ,dreiecksschlu2 ebenso die ,nordtr im ,turm2 die ,sdtr ,rundbogen 7,abb4 #ahg74 ,illustration3 ,abb4 #ahg4 ,barton-on-,humber4 ,ursprnglicher ,zustand nach ,brown4 ,wir haben hier eine uere ,erscheinung desselben ,charakters wie in ,earls ,barton2 wohl von dort beeinflut4 ,doch in mancher ,hinsicht graziser2 aber ebenso echt angelschsisch1 echt germanisch-zimmermannsmig4 ,fremde ,knstler vom ,kontinent1 neue ,kunstmode1 dann der ,einbruch der ,normannen machten dieser bescheidenen doch so eigenartigen ,baukunst ein ,ende4 ,das ,mittelalter brach an4 ,doch gut germanisches ,wesen1 ursprnglicher und immer wieder hervorbrechender angelschsischer ,grundcharakter1 hat neben normannischem bis heute englischer ,baukunst seinen ,stempel aufgedrckt4 ,ein neuer ,kunststrom ist heute ber die europische ,welt gegangen1 uns neue ,zeiten und neue ,schnheiten bringend4 ,sein ,charakter aber ist germanisch1 und sein erster ,hervorbruch geschah von hier aus1 kam aus angelschsischem ,lande4 ,illustration ,sidenote3 ,skandinavien ,wenig bleibt uns zum ,schlusse noch zu sagen4 ,die alte germanische ,kunstzeit ging mit dem #i4 ,jahrhundert zur ,rste4 ,das ,urland ,germaniens1 ,deutschland und der ,norden1 wachten damals erst auf1 nahmen noch nicht an jener ersten ,blte teil4 ,doch ist die sptere ,kunstentwicklung auch dort noch in vieler ,hinsicht fr uns nicht unwichtig1 bleibt sie auch auerhalb der eigentlichen ,kunstbetrachtung1 die wir in unseren ,kreis faten4 ,zuerst darf nicht bergangen werden1 da zunchst der skandinavische ,norden einen unentbehrlichen praktischen heute noch greifbaren ,beleg fr die ,mglichkeit der einstigen ,existenz einer alten germanischen ,holzbaukunst von ,bedeutung bietet4 ,denn seit dem ,schlusse des ersten ,jahrtausends hat sich eine solche dort tatschlich entwickelt und verhltnismig rein und selbstndig gehalten1 wenn auch nicht ganz ohne ,beziehung zu dem damals herrschenden romanischen ,stil4 ,ich habe schon oben bei der ,besprechung des ,holzbaus die besondere ,stellung des nordischen ausfhrlicher gewrdigt4 ,hier sei nochmals betont1 da wir zwar nicht sagen knnen1 da die ltesten germanischen ,holzkirchen gerade so ausgesehen haben wie die norwegischen des #ab4 bis #ad4 ,jahrhunderts2 wohl aber1 da sie wenigstens hnlich gewesen sein mssen1 da sie genau so ganz aus ,holz1 aus ,balken1 ,planken und ,brettern bestanden2 sie waren in hnlicher ,verteilung und ,art geschnitzt und verziert1 gingen genau in derselben ,weise aus der ,hand des germanischen ,zimmerers hervor4 ,und von den alten ,ziermotiven der ,vlkerwanderungszeit ist ja so manches dort lebendig geblieben in treuer ,hut konservativen ,volkswesens4 ,der ,kleinkunst der ,skandinavier ist1 als der des sdgermanischen ,landes von ,anfang an aufs nchste verwandt1 ebenso schon frher ausfhrlich gedacht4 ,fr unser ,wissen und unsere ,kenntnis der frheren und original germanischen ,klein- und ,grokunst bleibt es ganz unentbehrlich1 da wir die ,parallelen dazu in ,skandinavien suchen1 da wir unsere ,lcken dort ausfllen knnen1 wenn nicht an ,beispielen aus der ltesten1 so an solchen der folgenden1 der ,enkelzeit4 ,sidenote3 ,deutschland ,gleiches gilt denn auch in mancher ,hinsicht fr ,deutschland selber4 ,auch hier ist alles lngst verschwunden1 was von erster germanischer ,baukunst in ,holz einst -- wie frher belegt sicher in reichem ,mae -- vorhanden war4 ,aber im frhesten ,mittelalter mgen doch noch so manche ,zeugen der ltesten ,zeit am ,leben gewesen sein2 mag z4 ,b4 im #aj4 oder #aa4 ,jahrhunderte1 wo starke ,stdte langsam erwuchsen1 noch so mancher heilige oder ehrwrdige ,bau aus frheren ,tagen aufrecht gestanden haben1 an dessen ,formen man sich damals anlehnte1 gerade so1 wie wir heute deren aus dem #ad4 oder #ae4 ,jahrhundert noch besitzen2 auch mag so manche altgebte ,zierform sich in den bildhauerischen ,schmuck unserer ersten ,steindome berpflanzt1 kann in den ltesten ,stdten am ,harze sich da und dort ein ,stcklein frhester altdeutscher ,kunst im ,abbild selbst bis heute gerettet haben4 ,nicht weniges spricht dafr4 ,wer aufmerksam den ,regungen des knstlerischen ,geistes im ,volke folgt1 findet dafr auch andere ,merkzeichen4 ,so vor allem ist es erstaunlich1 mit welcher ,natrlichkeit sich der bildende ,kunsthandwerker ganz von selber1 ihm gnzlich unbewut1 wieder auf den gleichen ,pfaden findet1 auf denen seine ,vorfahren einst gewandert sind4 ,wir sprachen weiter oben von den germanischen ,schlosserarbeiten des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts und davon1 da hier die lteste germanische ,kunstphantasie1 wie wir sie kennen lernten1 von neuem auferstehe2 insbesondere in den gehauenen ,beschlgen der ,tren aus ,blech1 wo ein ,gewimmel von phantastischen ,tieren1 ,schlangen und anderen ,ungeheuern erscheint1 kaum entrtselbar und doch so wohl bekannt1 eine ,neugeburt des in ,grbern lngst ,bestatteten1 oder in dem ,gittergeflecht der deutschen ,renaissance aus durchgesteckten und geschlungenen ,stben1 die uns das uralte ,flechtwerk der ,langobarden in anderem ,material neu erstehen lassen4 ,wir sehen1 da im #ae4 bis #ag4 ,jahrhundert in unserem ,holzbau1 am meisten in den allerltesten ,stdten1 die in die ,anfnge unseres alten ,reiches hinaufragen1 ,formen und ,bildungen1 ,profile und ,konstruktionen auftreten1 die sich damals ganz neu entwickelt zu haben scheinen1 in ,wahrheit aber uralt sind4 ,die deutsche ,renaissance zeigt im ,fachwerk eine ,formenwelt1 deren ,ursprung uns vllig unbekannt scheint2 weder ist sie aus der gotischen entsprossen1 deren mageres ,flchen- und ,konstruktionswesen mit dem neuen nichts gemein hat1 noch auch etwa dem ,vorrat der italienischen nach ,deutschland importierten ,renaissancewelt4 ,nein1 der deutsche ,holzbau1 den wir als den der ,renaissance bezeichnen1 ist etwas ganz anderes3 er ist eine ,renaissance viel lteren germanischen ,holzwesens 7,abb4 #dd1 #ahh1 ,tafel ,,xlviii74 ,illustration3 ,,xlviii ,abb4 #ahh4 ,haus in ,osnabrck4 ,bei ruhiger und grndlicher ,betrachtung zwingt sich uns solche ,erkenntnis immer strker und berzeugender auf4 ,da ist es fast1 als ob wir die ,urbilder der im ,sden1 in ,spanien und ,italien1 gefundenen ,formen des #g4 und #h4 ,jahrhunderts hier vor uns htten1 wenn auch dies ,nordische um #hjj ,jahre jnger ist4 ,in der ,tat bietet sich hier der ,schlssel zum ,verstndnis jener ,formen der germanischen ,steinkunst im ,sden und ,westen4 ,gelegentlich des nheren ,eingehens auf den nordischen ,holzbau haben wir uns bereits ber die ,eigenart der ,formen des ,zimmermanns verstndigt2 die ,profile sind in die ,balkenflche eingegrabene ,kehlen und ,stbe1 ,nuten und ,linien2 nirgends vorspringende ,gesimse1 wie sie der ,steinbau zu bilden hat4 ,wir finden in ,halberstadt ,sparrenkpfe profiliert und gekerbt1 wie wir sie als ,konsolen in ,stein in ,sevilla und ,leon antrafen4 ,wir sehen in ,hildesheim die ,vorderflche der ,balkenstnder geschnitzt mit eingetieften ,halbsulen und ,hermen1 genau wie wir solche in ,merida einst vorfanden4 ,wir haben in ,gttingen an der ,vorkragung eines ,holzhauses schrge ,kopfbnder mit runden ,scheiben am ,ende1 die den eigenartigen hngenden ,konsolen in ,s4 ,m4 de ,naranco ganz ungemein hneln und uns diese erst als ,holzformen erkenntlich machen4 ,wir sehen die gewundenen ,taustbe und hnliche gedrehte ,bildungen als im ,holzbau des ,nordens seit dem #ae4 ,jahrhundert in einem ,umfange allgemein angewandt1 wie wir es nur noch etwa in ,s4 ,miguel de ,lino1 siebenhundert ,jahre frher1 schauten4 ,wir lernen aus den ,werken so viel jngerer ,zeit1 was eigentlich ,holzbau und ,holzformen1 was die ,gedankenwelt des ,zimmerers berhaupt sei1 wir sehen ihn mit ,stemmeisen und ,geifu sein ,schnitzwerk auf glatter ,holzflche auf ,grund setzen1 hineinkerben und ohne ,mhe genau so stilisieren1 wie das die ,langobarden des #h4 ,jahrhunderts in gleichem ,sinne in ,stein vollfhrten4 ,das ist nicht ,zufall1 ist auch nicht allein abhngig von ,material1 berlieferung und ,gewohnheit1 das ruht auf dem viel tieferen ,grunde der ,stammeseigentmlichkeit1 die stets zu ihren ,ausgngen1 stets zu gleichen knstlerischen ,bildungen zurckkehrt4 ,auch die nordisch-romanische ,baukunst1 zeitlich der ltesten ,epoche noch nahegelegen1 ist selbstverstndlich voll von ,erinnerungen aus ihr1 um so mehr da1 wo es sich um uralte ,kultursttten des ,deutschtums handelt1 wo um jene ,zeit wohl noch allerlei lebendig zu sehen war1 was in die ,jugend unseres ,volkes zurckreichte4 ,es kann nicht ,zufall sein1 da wir am ,wormser ,dom das lteste ,turmideal der ,germanen1 die ,rundtrme1 in so hoher ,ausbildung antreffen1 noch weniger1 wenn wir an einem dieser ,trme ,konsolendigungen eines ,rundbogenfrieses finden1 die ohne weiteres uns die bekannten ,kopfendigungen der altgermanischen ,fibeln ins ,gedchtnis rufen 7s4 ,abb4 #ahi74 ,oder wenn wir an einem ,portal desselben ,domes in der ,stadt1 an die sich der lteste ,sang des deutschen ,volkes1 das ,lied von der ,nibelungen ,not1 heftet1 ber einem ,portal reines langobardisches ,flechtwerk sehen1 wrtlich genau so gebildet1 wie solches aus dem #h4 ,jahrhundert in ,norditalien4 ,sidenote3 ,weltbrgertum und nationales ,volkstum ,was im ,volke1 im ,stamme einmal lebendig ist1 was zu knstlerischer ,verwirklichung drngt1 ist ewig1 unvergnglich4 ,in nichts ist das ,weltbrgertum grer1 als im ,verstndnis und ,genusse der ,kunstwerke2 im ,allgemeinmachen der edelsten ,geistesschpfungen aus aller ,welt fr alle ,menschen4 ,in nichts hat es so wenig ,kraft1 als in der ,schaffung fr die ganze ,welt gleichmig gltiger ,kunstwerke4 ,ein ,japaner kann die fernsten ,menschen entzcken1 aber nur durch echt japanische ,kunstwerke1 aus dem ,geiste und der ,art seines ,volkes geschaffen4 ,das ist die inwendige ,welt1 die einen ,drer und alle groen ,knstler erfllte1 die hinausstrebte ins ,leben1 in die ,wirklichkeit4 ,die ,grten1 die ihrem ,stamme fremde bildende ,kunst brachten1 fr den ,norden ein ,thorwaldsen1 ein ,schinkel1 selbst ein ,semper1 sie werden langsam vergessen1 sie sterben4 ,nur die bleiben lebendig1 die ihres ,stammes reine ,kinder sind2 sie wachsen und werden immer grer4 ,illustration3 ,abb4 #ahi4 ,konsolen vom ,wormser ,dom4 ,welcher ,knstler des ,westens hat seinem ,namen so rasche ,berhmtheit erwachsen sehen1 als der ,japaner ,hokusai8 -- ,seine ,werke sind in der ganzen ,welt gesucht und geliebt4 ,htte der gelbe ,maler in der ville lumire seine ,lehrer gesucht1 seine knstlerischen ,ziele gefunden und sie nach ,hause gebracht -- wer wte von ihm8 ,wahre und dauernde ,kunst kann nur aus ,stammesart und aus echt nationalem ,wesen hervorflieen4 ,selbst ,goethes des ,universalmenschen wirkliche ,gre und ,bedeutung beruht allein in seinem ursprnglichen und gewaltigen nur universal gewordenem ,deutschtum4 ,der ,deutsche1 der ,germane1 der in eigenem ,grunde unverrckbar fest wurzelt1 kann hinauf und heraus wachsen ins ,allgemeine1 in die ganze ,welt hinein4 ,wer diese edelsten ,wurzeln abschneidet1 um hinauszufliegen ins ,weite1 geht der ,kraft fr ewig verlustig1 die ihn und sein ,knstlertum lebendig erhielt2 er fliegt in die ,lfte mit den ,wolken und zergeht mit ihnen4 ,illustration3 ,,xlix ,abb4 #aij4 ,altar des ,bischof ,angilbert in ,s4 ,ambrogio zu ,mailand4 ,wolvinius fec4 ca4 #hce4 ,darum ist es hchste ,pflicht des deutschen ,volkes wie aller ,germanen1 zuerst dem alten ,stamme1 der leiblichen und geistigen ,heimat treu zu sein und zu bleiben1 sich ihrer vllig bewut zu werden4 ,es ist ihm ,pflicht1 dieses ,stammestum immer eifriger zu pflegen1 es nicht vergehen und verwischen zu lassen2 hier edelste ,inzucht zu treiben4 ,aber vor allem auch3 sich selber kennen zu lernen1 sich1 sein ,wesen1 seinen ,geist und seine ,kunst2 deren ,grund zu begreifen und zu sichern4 ,wenn ,chamberlain in seinen ,grundlagen des #ai4 ,jahrhunderts das ,beste des fr diese ,grundlagen ,geleisteten und die sicherste ,brgschaft fr den ,wert des ,knftigen in dem germanischen ,wesen fand1 wenn ,gobineau eine ,zukunft der ,menschheit nur von dem sich vllig rein erhaltenden ,germanentum erwartete1 so waren das bedeutende ,weiser genug fr unseren ,weg4 ,vielleicht wirkt der hier gewagte ,versuch1 unser ,volkstum in seiner ltesten greifbaren ,gestalt und ,bettigung auf dem ,gebiete der bildenden ,kunst in einigem zu erfassen und erkennen zu lernen1 als ein bescheidener weiterer ,beitrag in der groen ,sache1 zum wenigsten nach der ,richtung des bitter ntigen ,begreifens1 da deutsche oder germanische ,kunst der ,zukunft1 wenn sie berhaupt sein will1 bis ins tiefste national sein mu4 ,illustration berblick der wichtigen ,quellen4#ea ,a4 ,alte ,literatur4 ,caesar1 ,de bello ,gallico4 ,strabo1 ,geographica4 ,plinius1 ,historia naturalis4 ,tacitus1 ,germania4 ,annales4 ,priscus1 ,in3 ,fragmenta historiae graecae von ,mller4 ,ammianus ,marcellinus1 ,rerum gestarum libri4 ,apollinaris ,sidonius1 ,briefe4 -- ,lobreden4 ,gregor von ,tours1 ,historia ,francorum4 ,venantius ,fortunatus1 ,carmina4 ,cassiodorius1 ,variarum ,epistolarum libri ,,xii4 -- ,chronicon4 ,procopius1 ,gotenkrieg4 -- ,vandalenkrieg4 ,agathias ,scholasticus1 ,geschichte ,justinians4 #e ,bcher4 ,socrates ,scholasticus1 ,kirchengeschichte4 #g ,bcher4 ,anonymus ,valesianus1 ,de ,constantino ,chloro1 ,constantino ,magno et aliis imperatoribus et regibus4 ,jordanis1 ,de ,getarum sive ,gotorum origine et rebus gestis4 ,walahafrid ,strabo1 ,de imagine ,tetrici4 ,paulus ,diaconus1 ,historia ,langobardorum4 ,agnellus1 ,liber ,pontificalis4 ,einhard1 ,vita ,caroli ,magni4 -- ,annales4 ,angilbertus1 ,carmen de ,carolo ,magno et ,leone papa4 ,ermoldus ,nigellus1 ,carm4 in honorem ,hludowici4 ,monachus ,sangallensis1 ,taten ,karls des ,groen4 ,helmold1 ,chronica ,slavorum4 ,saxo ,grammaticus1 ,historia ,daniae4 ,edda4 ,vulfilas1 ,bibel4 ,annolied4 ,beowulflied4 ,heliand4 ,nibelungenlied4 ,b4 ,neuere ,literatur4 #a4 ,geschichte und ,allgemeines4 ,f4 ,dahn1 ,urgeschichte der germanischen und romanischen ,vlker4 ,berlin #ahhi ff4 ,derselbe1 ,die ,knige der ,germanen4 ,berlin #ahfa ff4 ,winkelmann1 ,geschichte der ,angelsachsen4 ,berlin #ahhc4 ,c4 ,gurlitt1 ,geschichte der ,kunst4 ,stuttgart #aijb4 ,j4 ,a4 ,graf ,gobineau1 ,sur la diversit des races humaines4 ,deutsche ,ausg4 von ,c4 ,schemann4 ,stuttgart #aija4 ,h4 ,st4 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,storia dell'arte in ,italia4 ,mailand #aije4 ,holtzinger1 ,die altchristliche und byzantinische ,baukunst4 ,stuttgart #ahii4 ,cattaneo1 ,l'architecture en ,italie du ,,vi an ,,xi sicle trad4 p4 le ,monnier4 ,venise #ahij4 ,o4 ,mothes1 ,die ,baukunst des ,mittelalters in ,italien4 ,jena #ahhd4 ,m4 ,g4 ,zimmermann1 ,oberitalische ,plastik4 ,leipzig #ahig4 ,e4 ,a4 ,stckelberg1 ,langobardische ,plastik4 ,zrich #ahif4 ,f4 ,dartein1 ,etude sur l'architecture lombarde4 ,paris #ahfe-hb4 ,g4 ,rivoira1 ,le origini dell'architettura lombarda4 ,mailand #aijh4 ,de ,vog1 ,syrie centrale4 ,paris #ahfe ff4 ,rohault de ,fleury1 ,la messe et ses monuments4 ,paris #ahhb ff4 ,hbsch1 ,die altchristlichen ,kirchen4 ,karlsruhe #ahfc4 ,h4 ,gsell1 ,recherches archologiques en ,algrie4 ,paris #ahic4 ,fr4 ,seesselberg1 ,die frhmittelalterliche ,kunst der germanischen ,vlker4 ,berlin #ahig4 ,enlart1 ,manuel de archologie franaise4 ,paris #aijb4 ,m4 de ,caumont1 ,abcdaire ou rudiment de l'archologie4 ,paris 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#aije ff4 ,j4 ,redondo1 ,iglesias primitivas de ,asturias4 ,oviedo #aijd4 ,j4 ,m4 ,quadrado1 ,asturias y ,leon4 ,barcelona #ahhe4 ,j4 ,j4 d',ascenso ,valdez1 monumentos archeologicos de ,chellas4 ,lissabon #ahih4 ,th4 ,kutschmann1 ,romanische ,baukunst und ,ornamentik4 ,berlin #ahih4 ,j4 ,durm1 ,theoderichs ,grabmal zu ,ravenna4 7,in ,ztschr4 f4 bild4 ,kunst #aijg47 ,a4 ,haupt1 ,die uere ,gestalt des ,grabmals ,theoderichs zu ,ravenna und die germanische ,kunst4 7,in ,ztschr4 fr ,gesch4 d4 ,archit4 ,i4 #a4 #b47 ,b4 ,schulz1 ,die ,ergnzung des ,theoderichdenkmals und die ,herkunft seiner ,formen4 7,ztschr4 fr ,gesch4 d4 ,architektur1 ,i4 #h47 ,e4 ,knitterscheid1 ,die ,abteikirche ,st4 ,peter zu ,metz4 7,im ,jahrbuch der ,gesellschaft f4 lotringische ,gesch4 d4 ,altertumskunde ,,ix41 ,x4 #ahig-ih47 ,c4 de la ,croix1 ,etude sommaire du ,baptistre ,st4 ,jean de ,poitiers4 #b4 d4 ,poitiers #aijd4 ,g4 ,rethor1 ,les cryptes de ,jouarre4 ,paris #ahhi4 ,j4 ,n4 v4 ,wilmowsky1 ,der ,dom zu ,trier in seinen drei ,hauptperioden4 ,trier #ahgd4 ,j4 ,h4 ,kessel u4 ,c4 ,rhoen1 ,beschreibung und ,geschichte der karolingischen ,pfalz zu ,aachen4 7,ztschr4 des ,aachener ,geschichtsvereins ,,iii4 #ahha47 ,c4 ,rhoen1 ,die karolingische ,pfalz zu ,aachen4 ,aachen #ahhi4 ,rhoen1 ,die ,kapelle der karolingischen ,pfalz zu ,aachen4 7,ztschr4 d4 ,aachener ,geschichtsvereins ,,viii4 #ahhg47 ,j4 ,strzygowski1 ,der ,dom zu ,aachen4 ,leipzig #aijd4 ,j4 ,buchkremer1 ,das ,atrium der karolingischen ,pfalzkapelle zu ,aachen4 7,ztschr4 d4 ,aachener ,geschichtsvereins #ahih47 ,derselbe1 ,das ,grab ,karls des ,groen4 7,ztschr4 des ,aachener ,geschichtsvereins #aijg47 ,r4 ,adamy1 ,die ,einhardbasilika zu ,steinbach im ,odenwald4 ,hannover #ahhe4 ,derselbe1 ,die frnkische ,torhalle und ,klosterkirche zu ,lorsch4 ,darmstadt #ahia4 ,p4 ,clemen1 ,der ,kaiserpalast zu ,ingelheim4 7,westdeutsche ,zeitschrift ,,ix4 #ahij47 ,prvost1 ,la basilique de ,thodulphe de ,germigny-des-,prs4 ,orleans #ahhi4 ,vergnaud-,romagnesi1 ,mmoire sur ,germigny-des-,prs4 ,orleans #ahda4 v4 ,dehn-,rotfelser1 ,die ,st4 ,michaelskirche zu ,fulda4 7,in ,mittelalterl4 ,baudenkmler in ,kurhessen4 ,,iv4 #ahff47 ,w4 ,effmann1 ,die karolingisch-ottonischen ,bauten zu ,werden4 ,straburg #ahii4 ,g4 ,humann1 ,der ,westbau des ,mnsters zu ,essen4 ,essen #ahij4 ,f4 ,x4 ,kraus1 ,die ,wandgemlde der ,st4 ,sylvesterkapelle zu ,goldbach4 ,mnchen #aijb4 ,knstle ,beyerle1 ,die ,pfarrkirche ,st4 ,peter u4 ,paul in der ,reichenau4 ,freiburg #aija4 ,knstle1 ,die ,kunst des ,klosters ,reichenau4 ,freiburg #aijf4 ,charlier1 ,histoire du ,duch de ,valois 7darin3 ,die ,pfalz von ,verberie74 ,paris #agfd4 ,andr ,steyaert1 ,nouvelle histoire de ,lyon et des provinces du ,lyonnais-,forez-,beaujolais etc4 ,lyon #ahie4 ,gailhabaud1 ,denkmler der ,baukunst1 herausg4 v4 ,l4 ,lohde4 ,raguenet1 ,petits difices pour l'tude des styles4 ,paris #ahib ff4 ,dazu die verschiedenen ,inventare der ,kunst- und ,baudenkmler in ,deutschland4 ,illustration #ea ,es ist davon ,abstand genommen1 in ,anmerkungen unter dem ,text auf die jedesmalige ,quelle zu verweisen1 um die ,lesbarkeit zugunsten eines wissenschaftlicheren ,anstriches nicht zu beeintrchtigen4 -- ,die ungemein bedeutende ,zahl von ,sonderschriften1 besonders auf dem ,gebiete der ,prhistorie1 verbot eine allzu groe ,ausfhrlichkeit in der ,auffhrung dieser ,titel4 ,erklrung einiger wichtiger fachlicher ,ausdrcke4 ,ambo3 ,kanzel4 ,angon3 frnkische ,lanze mit langer dnner ,spitze und kurzem ,schaft4 ,apsis3 eckige oder halbrunde ,altarnische4 ,archivolte3 ,bogeneinfassung4 ,architrav3 profilierter horizontaler ,steinbalken4 ,baluster3 kleine ,gelnder- oder ,brstungssule4 ,baptisterium3 ,taufkapelle oder ,tauftempel4 ,basilika3 ,kirche mit erhhtem ,mittelschiff und niedrigeren ,seitenschiffen4 ,blende3 vertieftes ,wandfeld4 ,bogenfries3 fortlaufende ,bogenreihe auf ,konsolen4 ,brnne3 ,ring- oder ,kettenpanzer4 ,cipollin3 weilicher ,marmor mit grauen ,streifen4 ,damaszierung3 schlangenfrmige ,musterung der ,schwertklingen1 durch ,schmieden erzeugt4 ,diakonikon3 ,raum in einer ,kirche fr ,gerte1 ,bcher und ,gewnder1 auch zu ,versammlungen4 ,diatretongef3 antikes ,glasgef mit andersfarbiger1 reich durchbrochener uerer ,glashlle4 ,email3 ,schmelz1 auf ,metall geschmolzenes farbiges ,glas4 ,grubenemail3 in ,vertiefungen eingeschmolzener ,glasflu4 ,transluzides ,email3 durchscheinender oder durchsichtiger ,schmelz4 ,ermida3 ,eremitage1 einsam liegende ,kapelle4 ,eucharistie3 ,hostie in der ,monstranz4 ,fibula3 ,spange mit ,nadel nach ,art unserer ,sicherheitsnadeln4 ,filigran3 ,verzierung aus zusammengelteten gekerbten ,gold- oder ,silberdrhten1 durchbrochen oder auf ,edelmetall geltet4 ,franziska3 frnkische ,streitaxt4 ,hngebrakteat3 nordische groe dnne ,goldmnze mit ,rand und se zum ,anhngen4 ,hirdstofa3 nordische ,knigshalle aus ,holz4 ,immersionsbecken3 ,taufbecken zum ,untertauchen4 ,kmpfer3 ,gesims oder vorspringender ,stein zum ,tragen eines ,bogens4 ,kanellierung3 ,verzierung einer ,flche mit lngslaufenden ,hohlkehlen4 ,kassetten3 eckige vertiefte ,felder4 ,kerbschnitt 7,kristallschnitt73 mit dem ,messer in ,holz eingekerbte ,verzierung von kristallinischen ,formen4 ,kopfband3 schrge ,strebe am ,kopfe einer hlzernen ,sule4 ,kyma 7,kymation73 mit ,blattreihe geziertes griechisches ,wellenprofil4 ,martyrion3 ,kirche von zentralem ,grundrisse oberhalb eines ,mrtyrergrabes4 ,narthex3 gerumiger ,vorraum einer ,kirche4 ,niello3 ,verzierungen aus schwarzem ,schwefelsilber1 in weies ,silber eingeschmolzen 7,tula74 ,opus reticulatum3 netzfrmiges ,mauerwerk aus quadratischen bereckstehenden kleinen ,steinen4 ,opus spicatum3 ,schichtenmauerwerk aus schrgstehenden ,steinen1 fischgrtenartig angeordnet4 ,oratorium3 ,betkapelle4 ,pendentifs3 dreieckige ,gewlbeflchen zur berleitung eines unteren eckigen ,raumes in die ,rundung einer ,kuppel4 ,petit appareil3 frnkisches sehr regelmiges ,mauerwerk in horizontalen ,schichten aus kleinen ziemlich quadratischen ,steinen4 ,prothesis3 ,nebenraum einer ,kirche fr ,darbringung und ,zubereitung der ,abendmahlsgaben4 ,reliquiar3 zur ,aufnahme einer ,reliquie bestimmter ,behlter4 ,risalit3 ,vorsprung4 ,sax3 ,messer4 ,sattelholz3 kurzer ,holzbalken quer ber einer hlzernen ,sule4 ,skramasax3 einschneidiges ,kurzschwert4 ,spatha3 ,langschwert4 ,stampfmauerwerk3 aus ,mrtel mit ,steinbrocken 7,beton7 gestampftes ,mauerwerk4 ,sturz3 steinerner berlagsbalken eines ,fensters oder einer ,tre4 ,svastika3 vierarmiges ,hakenkreuz4 ,tauschierung3 ,verzierungen aus ,silber- oder ,goldstreifen auf schwarzen ,eisengrund aufgehmmert4 ,triskele3 ,dreibein1 dreiarmiges ,hakenkreuz4 ,tympanon3 halbrundes tiefer liegendes ,feld ber einer ,tr1 von einem ,bogen umfat4 ,vierung3 ,kreuzung des ,mittel- und ,querschiffes einer ,kirche4 ,walm3 ,abstutzung eines ,dachgiebels4 ,zellenglas3 farbige1 meist rote ,glasstcke oder ,edelsteine1 in goldene ,zellen eingelegt1 die durch in ,mustern aufgeltete ,stege gebildet sind4 ,ziborium3 ,altarberbau auf ,sulen4 ,namenregister4 ,a4 ,asturier4 ,ang4 ,angelsachse4 ,b4 ,burgunde4 ,d4 ,deutscher4 ,f4 ,franke4 ,h4 ,hunne4 ,l4 ,langobarde4 ,n4 ,norweger4 ,o4 ,ostgote4 ,v4 ,vandale4 ,w4 ,westgote4 ,adon1 ,abt ,f4 #bca4 ,aelfred1 ,kn4 ,ang4 #db4 #bei4 #bfj4 #bfh4 ,aethelred1 ,kn4 ,ang4 #bfj4 ,agilulf1 ,kn4 ,l4 #ab4 #aed4 #afj4 ,agnellus1 ,erzbisch4 #abi4 #acj4 ,agnellus1 ,presbyter #acj4 #acb4 #ace4 #aea4 ,aistulf1 ,kn4 ,l4 #adh4 #afa4 ,alamannen #aj4 #fg4 ,alarich ,i41 ,kn4 ,w4 #aa4 #ahd4 ,alarich ,,ii41 ,kn4 ,w4 #aa4 ,alboin1 ,kn4 ,l4 #ab4 #da4 #afg4 ,alfonso ,i41 ,kn4 ,a4 #aih4 #bac4 ,alfonso ,,ii41 ,kn4 ,a4 #aii ff4 #bai4 ,alfonso ,,iii41 ,kn4 ,a4 #bji4 ,altfrid1 ,bischof ,d4 #bea4 ,amalaswintha1 ,knigin ,o4 #ach4 ,angelsachsen #d4 #aj4 #ae4 #hb4 #hf4 #hg4 #if4 #ajj4 #aja4 #bei ff4 ,angilbert1 ,bisch4 #di4 ,apollinaris ,sidonius #ahe4 ,araber #id4 #ie4 #aji4 ,arianer #abj4 #abg4 #abh f4 #aih4 ,arier #ah4 ,athanagild1 ,kn4 ,w4 #aa4 #aia4 ,athanarich1 ,kn4 ,w4 #df4 #ahd4 ,athaulf1 ,kn4 ,w4 #ach4 #ahd4 #ahe4 ,attila1 ,kn4 ,h4 #fh4 ,authari1 ,kn4 ,l4 #aed4 #afj4 ,bajuwaren #aj4 #fg4 ,barbarossa1 ,kais4 ,d4 #hb4 #bdf4 ,belisar #aed4 ,benedikt1 ,bisch4 ,ang4 #bfh4 ,beowulf #fi4 ,burgunden #c4 #aj4 #ad4 #ea4 #fg4 #bbb4 #bcj4 ,caesar #i4 ,calixtus1 ,patr4 ,l4 #aff4 ,cancor1 ,graf ,f4 #bbh4 ,cassiodorius #f4 ,chatten #aj4 ,cherusker #aj4 ,childerich ,i41 ,kn4 ,f4 #cb4 #ci4 #bbb4 #bbc4 ,chindasvinth1 ,kn4 ,w4 #aa4 #ahd4 ,chlodowech1 ,kn4 ,f4 #aa4 #ahd4 #bbb4 ,chrodegang1 ,abt ,f4 #bbg4 #bbh4 ,cimbern #aj4 ,commacini magistri #afa4 ,desiderius1 ,kn4 ,l4 #afa4 ,deutsche #ae4 #bgd4 ,drer1 ,albr4 #h4 ,ebregesil1 ,bisch4 ,f4 #bcb4 ,einhard ,d4 #df4 #fg4 #bde4 ,ello1 ,goldschmied #dh4 ,erfo ,l4 #age4 ,ermanarich1 ,kn4 ,w4 #aa4 ,eurich1 ,kn4 ,w4 #aa4 #ahd4 #ahe4 ,eusebius1 ,bischof ,w4 #ahf4 ,fidel1 ,erzbischof ,w4 #ahh4 ,flainus1 ,abt ,w4 #baf4 ,fortunatus s4 ,venantius4 ,franken #d4 #aj4 #aa4 #ac4 #ad4 #cb4 #ce4 #cg4 #db4 #fb4 #fc4 #ii4 #aja4 #ajd4 #aje4 #aab4 #aeg4 #bbb ff4 ,fridigern ,w4 #ahe4 ,friesen #aj4 ,fruela ,i41 ,kn4 ,a4 #bac4 ,fruela ,,ii41 ,kn4 ,a4 #ej4 #aih4 ,galla ,placidia1 ,kaiserin #aef4 #ahd4 ,gandiosa1 ,knigin ,w4 #aih4 ,gelimer1 ,kn4 ,v4 #aai4 ,gero1 ,markgraf ,d4 #bej4 ,gino1 ,archit4 ,w4 #bjb4 ,gisulf1 ,herzog ,l4 #da4 #ej4 #aaf4 #afg4 ,godescalc ,f4 #bfj4 ,goten #c4 #aj4 #aa4 #ac4 ,gregor d4 ,heilige #fi4 ,gregor von ,tours1 ,f4 #f4 #fh4 ,grimoald1 ,kn4 ,l4 #afa4 ,gundbald1 ,goldschmied #dh4 ,guorthigirn1 ,kn4 #bei4 ,hadrian1 ,papst #adh4 ,harald ,hilveland1 ,kn4 ,n4 #ci4 ,heinrich ,i41 ,kaiser ,d4 #bdg4 ,hengist1 ,ang4 #bei4 ,hermunduren #aj4 ,herrad von ,landsberg #hf4 #aah4 ,herv1 ,bisch4 ,f4 #bbd4 ,hilderich1 ,kn4 ,v4 #bba4 ,hilderich ,dragileopa1 ,herz4 ,l4 #afe4 ,hildiprant1 ,kn4 ,l4 #ab4 #aei4 #agj4 ,hormesinde ,w4 #aih4 ,hors1 ,ang4 #bei4 ,ildefons von ,toledo ,w4 #ahe4 ,isidor von ,sevilla ,w4 #ahe4 ,jordanis #f4 #fh4 ,julianus von ,toledo ,w4 #ahe4 ,karl der ,groe #d4 #ab4 #ae4 #de4 #dh4 #ee4 #aje4 #aaf4 #abf4 #adh4 #afj4 #bdc4 #bdd4 ,karolinger #ae4 #hb4 #bbi4 #bdc ff4 ,langobarden #d4 #ab4 #ac4 #da4 #db4 #ea4 #fb4 #gg4 #hd4 #hg4 #ib4 #ii4 #aja4 #ajc4 #aab4 #abe4 #abf4 #aed ff4 #aha4 ,leovigild1 ,kn4 ,w4 #aa4 #aai4 #ahd4 #ahf4 ,liutprant1 ,kn4 ,l4 #ab4 #di4 #aei4 #afa4 #afe4 #aff4 #agj4 ,ludwig der ,fromme1 ,kaiser ,d4 #ej4 #ee4 #fg4 #aaf4 #abd4 #bcc4 ,magnus d4 ,groe1 ,kn4 ,n4 #fi4 ,marius #aj4 ,markomannen #aj4 ,martell1 ,karl ,f4 #bbc4 ,mathilde1 ,kaiserin ,d4 #bdg4 #bej4 ,maximian1 ,erzbisch4 #ace4 ,merowinger #bbc4 #bbi4 ,msogoten #fh4 ,narses #aed4 ,nicetius1 ,bischof #bbi4 ,nigellus1 ,ermold #abd4 ,normannen #ad4 #bj4 ,norweger #af4 ,odovaker1 ,kn4 #aa4 #da4 #aci4 ,olaf d4 ,heilige1 ,kn4 ,n4 #fi4 ,olaf ,trygvasen1 ,kn4 ,n4 #fi4 ,ostfalen #aj4 ,ostgoten #c4 #aa4 #ab4 #hc4 #abf ff4 ,otto ,i41 ,kaiser ,d4 #bdf4 ,paterna1 ,knigin ,a4 #bab4 ,paulus ,diaconus ,l4 #f4 #afj4 #ahi4 ,paulus d4 ,rebell ,w4 #ahe ,pelayo ,w4 #aih4 #bac4 ,peltrudis 7,pertrudis71 ,herzogin ,l4 #age ff4 ,pemmo1 ,herz4 ,l4 #aac4 #afg4 ,pirmin ,st4 #bee4 ,priscus #fh4 ,prokop #f4 #bba4 ,ramiro ,i41 ,kn4 ,a4 #aja4 #bjb4 #bjc4 #bjh4 #bji4 #bab4 ,ratchis1 ,kn4 ,l4 #aac4 #afa4 #afg4 ,raymo1 ,graf #agc4 ,recared ,i41 ,kn4 ,w4 #aai4 #ahd4 #ahe4 #ahf4 ,reccesvinth1 ,kn4 ,w4 #aa4 #dg4 #aai4 #aia4 #aic4 #baf4 ,rhabanus ,maurus #aaj4 #bcf4 #bef4 ,ring1 ,kn4 ,n4 #ci4 ,roderich1 ,kn4 ,w4 #gj4 #afa4 ,rodpertu1 ,meister #afa4 ,rothari1 ,kn4 ,l4 #gj4 #afa4 ,salische ,franken #d4 #ad4 ,sebastian1 ,bisch4 ,w4 #bjd4 ,sigibert1 ,kn4 ,f4 #bcd4 ,sigismund1 ,kn4 ,b4 #dh4 ,sigwald1 ,patr4 ,l4 #aff4 #agf4 ,siniofreda ,w4 #aaf4 ,sisebut1 ,kn4 ,w4 #aa4 #ahd4 #ahf4 ,skandinavier #af4 #dc4 #fe4 #bgc4 ,socrates ,scholasticus #fg4 ,sonnica ,w4 #baf4 ,sueben #aj4 #ahd4 #aia4 ,svinthila1 ,kn4 ,w4 #dg4 #ahd4 #baf4 ,tacitus #i4 ,tassilo1 ,herzog ,d4 #dh4 ,teja1 ,kn4 ,o4 #ab4 #aed4 ,telchilde1 btissin ,f4 #bca4 ,teutonen #aj4 ,theoderich d4 ,gr41 ,kn4 ,o4 #aa4 #ab4 #cj4 #da4 #ea4 #aai4 #abf ff4 #bdf4 ,theoderich ,,ii41 ,kn4 ,w4 #da4 #aai4 #ahe4 ,theodorus von ,tarsus #bfj4 ,theodulf1 ,bischof ,w4 #bcg4 #bdb4 #bdc4 ,theudelinde1 ,knigin ,l4 #ab4 #cd4 #de4 #dh4 #di4 #ee4 #afa4 #agc4 #baf4 ,thrasamund1 ,kn4 ,v4 #ea4 #aai4 #bba4 ,tjoda1 ,archit4 #aii4 #bjb4 ,totila1 ,kn4 ,o4 #ab4 #aed4 ,uferfranken #db4 ,undiho1 ,goldschmied #dh4 ,valerius1 ,erzbisch4 #adh4 ,valesianus1 ,anonymus #f4 #ach4 #ade4 ,vandalen #c4 #aj4 #ii4 #abf4 #bba4 ,venantius ,fortunatus1 ,bischof #f4 #bh4 #ff4 #ajb4 #agc4 ,viviano1 ,archit4 #bjb4 ,vulfilas1 ,bischof ,w4 #fi4 #abg4 #ahe4 ,wamba1 ,kn4 ,w4 #aa4 #aai4 #ahf4 ,westfalen #aj4 ,westgoten #c4 #aa4 #ad4 #cb4 #fg4 #gg4 #hc4 #id4 #ii4 #aja4 #ahc4 #ahd ff4 #aih4 ,widukind1 ,herzog ,d4 #dh4 #fh ,wikinger #aj4 #ci4 #dd4 ,wilfrid1 ,bischof ,ang4 #bfj4 ,wiliswinda1 ,grfin ,f4 #bbh4 ,winfrit #aje4 ,wolvinius1 ,goldschmied #di4 ,xanto1 ,l4 #age4 ,ortsregister4 ,k4 ,kirche4 ,kl4 ,kloster4 ,mus4 ,museum4 ,aachen4 ,pfalzkapelle #g4 #ef4 #ih4 #aji4 #aae4 #aaf4 #abj4 #abc4 #abd4 #add4 #bdd4 #bgj4 ,palast #fh4 #aai4 #abd4 #bac4 #bce4 #bdd4 ,aix #aia4 ,albenga4 ,baptist4 #afd4 ,alikana1 ,k4 #bba4 ,alliate4 ,baptist4 #agb4 ,altenmnster1 ,kl4 #bbh4 ,ancona #afi4 ,aquileja #ha4 #aab4 #aad4 #afb4 #afc4 ,arles #ahe4 #aia4 ,aschersleben #ajg4 ,ascoli1 ,k4 #gg4 ,assisi #aab4 #afd4 ,s4 ,avold1 ,kl4 #bbh4 ,auxerre4 ,s4 ,germain #bcc4 ,bagnacavallo #afe4 ,bamberg #dh4 ,baos1 ,k4 #f4 #id4 #aja4 #afb4 #aia ff4 ,barcelona #bc4 #ahd4 #ahe4 #aia4 ,s4 ,pablo #hh4 #afb4 #bbj4 ,barnack4 ,turm #bga4 ,barton-on-,humber1 ,k4 #g4 #bfb4 #bga4 ,beauvais4 ,basseoeuvre #ajc4 #aje4 #bbd4 ,bergen4 ,haakonshalle #bcf4 ,berlin4 ,mus4 #dh4 ,besanon #aae4 ,bessingham1 ,k4 #bfb4 ,biella4 ,baptist4 #aeg4 #agb4 #agc4 ,birmali1 ,k4 #bba4 ,bologna #afe4 #agj ff4 ,bonn #dc4 #bde4 ,boarhunt1 ,k4 #ih4 #bef4 #bfd4 #bgj4 ,bosham1 ,k4 #bgj4 #bga4 ,bradford-on-,avon1 ,k4 #g4 #abb4 #bfa4 #bfi4 ,breamore1 ,k4 #bgj4 ,brescia #ib4 ,mus4 #aja4 #afd4 #afi4 #agb4 ,rotonda #aeh4 #agb4 #agc4 #bdd4 ,s4 ,salvatore #agb4 #ahb4 ,brigstock1 ,k4 #if4 #bfc4 #bfd4 #bgj4 ,brixworth1 ,k4 #bfa4 #bfg4 ,bdingen1 ,k4 #abb4 #bed4 ,caceres #ic4 #bbj4 ,cammin #dh4 ,canterbury1 ,k4 #aab4 #abb4 #bfa4 ,capua4 ,mus4 #ed4 ,s4 ,michele #aha4 ,carcassonne #de4 #ahe4 #aia4 ,cardona #bc4 #aae4 ,castello1 ,k4 #aae4 ,castel ,trosino #da4 #db4 ,cattaro #afe4 ,celle1 ,mus4 #bd4 ,chartres #bcb4 #bcc4 ,chur #dh4 #beg4 ,cividale #da4 #afg4 ,baptisterium #afe ff4 #agf4 ,bischofstuhl #aaf4 #afi4 ,dom #aaf4 #afc4 ,grabfunde #da4 #ej4 ,kloster #agf4 ,s4 ,maria in ,valle #f4 #ee4 #hi4 #ib4 #ih4 #ajb4 #aaj4 #aab4 #aac4 #afc4 #afi4 #agd ff4 #bag4 #bdc4 ,museum #aad4 #afc4 ,pemmoaltar #fd4 #aac4 #aad4 #afg f4 ,civezzano #db4 ,clapham1 ,k4 #bga4 ,clee1 ,k4 #bfd4 ,clermont #aje4 ,como #afd4 ,conques #dh4 ,cordoba4 ,moschee #de4 #gg4 #ie4 #ajg4 #aae4 #ahf4 ,covadonga #aih4 ,cravant1 ,k4 #aje4 #bbc4 ,deerhurst1 ,k4 #if4 #ih4 #bfb4 #bgj4 ,st4 ,denis #aah4 #aai4 ,diddlebury #bfc4 ,disentis1 ,k4 #ee4 #ih4 #aaj4 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