,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aiah so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,der bersichtlichkeit halber wurden alle ,buchanzeigen am ,ende des ,texts zusammengefasst4 ,die ,funoten wurden an das ,ende des jeweiligen ,abschnitts verschoben4 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,symbole gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden unterstrichen3 unterbrochene senkrechte ,striche ,aus ,natur und ,geisteswelt ,sammlung wissenschaftlich-gemeinverstndlicher ,darstellungen #fcg4 ,bndchen ,grundri der ,logik ,von ,dr4 ,kurt ,joachim ,grau ,illustration ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin #aiah ,illustration ,berthold ,goldstein dem toten ,freunde in treuem ,gedenken 7,gefallen am #ac4 ,juni #aiae beim ,sturmangriff unweit ,jaroslau in den ,kmpfen zur ,befreiung ,galiziens7 ,ich bin der ,meinung1 man tte wohl1 da man die ,mathematik1 ,historie und anderes vor der ausfhrlichen ,logik lernte2 denn wie will der die ,gedanken wohl ordnen1 der noch wenig bedacht8 ,wenn man aber mit einem ,vorrat guter ,gedanken versehen1 dann kann man sie mustern und abmessen1 und mit ,hilfe der darin sich zeigenden ,ordnung desto besser auf etwas ,neues kommen4 ,es ist hierin wie mit der ,sprachkunst1 da bin ich auch der ,meinung1 man solle sich bei ,erlernung einer ,sprache mehr an die bung als ,grammatik halten2 wenn man aber schon ziemlich in der ,sprache erfahren1 dann dienet die ,grammatik1 darin hher zu steigen48 ,g4 ,w4 ,leibniz 7,brief an ,gabriel ,wagner1 #afif47 ,vorwort4 ,der vorliegende ,grundri der ,logik8 erwuchs im wesentlichen aus pdagogischen ,motiven4 ,dem ,schler und ,studenten1 ja dem philosophisch ,interessierten berhaupt1 einen kurzen1 bersichtlichen ,leitfaden in die ,hand zu geben1 der ihn ber die ,hauptfragen der ,logik orientiert1 ber ihre verschiedenen ,lsungsversuche und den gegenwrtigen ,stand der ,probleme1 der ihm zugleich den ,weg weist zu weiteren und tieferen ,studien auf diesem ntzlichen ,gebiete menschlichen ,wissens1 hat dem ,verfasser als ,ziel und ,aufgabe vorgeschwebt4 ,daraus ergab sich1 da manches unerrtert bleiben mute1 was dem ,zweck dieser als ,einfhrung gedachten ,arbeit widersprochen und auch sonst allzusehr ins ,spezielle1 ins ,polemische sowie in die ,grenzgebiete logischer ,betrachtung gefhrt htte4 ,der ,verfasser hat sich daher durchgehends bemht1 sich in der ,darstellung streng an sein vorgeschriebenes ,thema zu halten und alles ,psychologische1 ,grammatische und ,erkenntnistheoretische nur so weit heranzuziehen1 wie es fr die eigentliche ,aufgabe1 die ,errterung der logischen ,probleme1 unumgnglich notwendig erschien4 ,da eine solche ,beschrnkung nicht immer leicht ist1 wird1 wer je versucht hat1 ein ,system der ,logik abzuhandeln1 wohl wissen2 nicht minder aber auch1 da die ,vorteile strenger ,abgrenzung der ,wissenschaften gegenber deren ,nachteilen bei weitem berwiegen4 ,auch sonst standen bei der ,abfassung didaktische ,gesichtspunkte ber den theoretisch-wissenschaftlichen4 ,der ,grundri sollte nicht so sehr untersuchen wie darstellen2 sollte weniger dazu beisteuern1 ,probleme zu lsen als zu zeigen1 wie aus gegebenen ,lsungsversuchen neue ,probleme entstehen4 ,die verschiedenen gegenwrtig miteinander streitenden ,richtungen der ,logik 7die formale1 metaphysische und erkenntnistheoretische1 psychologisierende1 mathematische1 ,inhalts- und ,umfangs-1 induktive und deduktive ,logik7 sind1 wie ich glaube1 in gengender ,weise zum ,ausdruck gekommen4 ,eine kritische ,stellungnahme innerhalb dieser zum ,teil arg auseinandergehenden ,strmungen war unvermeidlich1 entsprechend dem allgemein anerkannten ,grundsatz1 da es nur eine ,wahrheit und in wissenschaftlichen ,dingen gegenber dem als unzureichend ,erkannten keine ,toleranz geben drfe4 ,da ich mit erluternden ,beispielen im ,text nicht gespart habe1 wird man mir nicht als eine unntige ,belastung des ,bndchens auslegen wollen2 haben diese doch 7nach der treffenden ,bemerkung ,drobischs7 im ,lehrbuch der ,logik eine hnliche ,funktion wie die veranschaulichenden ,figuren im ,lehrbuch der ,geometrie4 ,der ,darstellung ist ein ,literaturverzeichnis angehngt1 das ,fingerzeige zur weiteren ,beschftigung mit logischen ,fragen enthlt4 ,berlin1 im ,sommer #aiag4 ,der ,verfasser4 ,inhaltsverzeichnis4 ,einleitung3 ,seite #a4 ,die ,stellung der ,logik im ,system der ,philosophie #a #b4 ber ,begriff1 ,aufgabe und ,einteilung der ,logik #d #c4 ,die geschichtlichen ,voraussetzungen der neueren ,logik #h ,erster ,teil3 ,logische ,elementarlehre4 ,i4 ,abschnitt3 ,die ,lehre vom ,begriff #a4 ,psychologische ,vorbemerkungen ber das ,verhltnis von ,sprechen und ,denken #af #b4 ,die ,gegenstnde des ,denkens und die ,bedeutung der ,begriffe #bj #c4 ,das ,wesen des ,begriffes und sein ,inhalt #bc #d4 ,der ,umfang des ,begriffes und sein ,verhltnis zum ,inhalt #bf #e4 ,arten und ,ordnungsreihen der ,begriffe2 ,kategorien #bg ,,ii4 ,abschnitt3 ,die ,lehre vom ,urteil #a4 ,arten und ,ordnung der ,urteile #cb #b4 ,logische ,theorie des ,urteils #ce #c4 ,formale und materiale ,bedingungen der ,urteilsgltigkeit #da #d4 ,das ,subjektsglied der ,urteile und die ,subjekt-unbestimmten ,urteile #df #e4 ,das ,prdikatsglied der ,urteile und die ,arten der ,prdizierungen #di #f4 ,wesen und ,arten der ,beurteilungen #ef #g4 ,die zusammengesetzten ,urteile 7,urteilsverbindungen und ,urteilsgefge7 #fb #h4 ,wesen und ,arten der ,frage #fh ,,iii4 ,abschnitt3 ,die ,lehre vom ,schluverfahren #a4 ,die unmittelbaren ,schlsse oder ,folgerungen #gb #b4 ,die ,arten der mittelbaren ,schlsse und die kategorischen ,deduktionen #gg #c4 ,hypothetische ,deduktionen und ,zusammensetzungen deduktiver ,schlsse #hf #d4 ,logische ,theorie des deduktiven ,schlieens #ia #e4 ,die induktiven ,schlsse und die ,theorie der ,induktion #ic #f4 ,das ,wesen und die logische ,bedeutung der ,analogieschlsse #ih ,zweiter ,teil3 ,logische ,methodenlehre4 ,i4 ,abschnitt3 ,die ,lehre vom wissenschaftlichen ,untersuchungsverfahren #a4 ,unwissenschaftliches und wissenschaftliches ,denken und die ,aufgaben der ,methodenlehre #ajb #b4 ,wissenschaftliche ,begriffsbildung und ,begriffsbestimmung #aje #c4 ,das analytische ,untersuchungsverfahren #aji #d4 ,das ,experiment und die wissenschaftliche ,erfindung als ,hilfsmittel der ,analyse #aaa #e4 ,das synthetische ,untersuchungsverfahren 7,gesetz1 ,theorie1 ,hypothese7 #aac #f4 ,die ,klassifikation und das ,begriffssystem der ,wissenschaften #abj ,,ii4 ,abschnitt3 ,die ,lehre vom wissenschaftlichen ,beweisverfahren #a4 ,begriff und ,arten des ,beweises #abc #b4 ,die ,auffindung der ,beweisgrnde #abf #c4 ,fehler und ,unzulnglichkeiten des ,beweises #abi #d4 ,fiktionen und ,utopien #acb ,literaturnachweise #ace ,sachregister #ach ,einleitung4 #a4 ,die ,stellung der ,logik im ,system der ,philosophie4 ,was ,philosophie ist1 was ,philosophie soll1 darauf gibt es fast ebenso viele ,antworten1 wie es ,philosophen gegeben hat4 ,wer die ,geschichte der ,philosophie aufmerksam durchgeht1 von den ,tagen der ,griechen bis auf die neueste ,zeit1 der steht wohl staunend vor der bunten ,mannigfaltigkeit von ,auffassungen1 die ,wesen und ,zweck des philosophischen ,denkens im ,laufe der ,jahrhunderte gefunden hat4 ,nur der oberflchliche ,betrachter vermag aus dieser ,tatsache einen ,einwand gegen die ,existenzberechtigung der ,philosophie herzuleiten4 ,es sind erfahrungsgem nicht die unfruchtbarsten ,wissenschaften1 die ihr spezielles ,untersuchungsgebiet1 den ihnen eigenen ,standpunkt der ,betrachtung und die dazu gehrige ,methode erst spt finden2 und alle ,wege zur wahren ,einsicht fhren ber ,irrtmer und ,tuschungen4 ,dennoch gibt es heutzutage eine ,anzahl ,forscher1 meist ,vertreter der ,naturwissenschaften1 die der ,philosophie mit mehr oder minder offen eingestandener ,miachtung gegenberstehen und ihr den ,rang einer ,wissenschaft aberkennen wollen4 ,sehr zu ,unrecht6 ,denn wer so denkt1 bersieht ganz und gar die eigentmliche ,stellung1 welche die ,philosophie bisher in der ,geschichte der ,wissenschaften eingenommen1 und die auerordentlichen ,leistungen1 die sie fr ,ursprung und ,fortschritt der wissenschaftlichen ,erkenntnis vollzogen hat4 ,gerade die ,philosophie ist es 7die ,geschichte bietet dafr die bndigsten ,beweise71 die fast alle anderen ,wissenschaften1 insbesondere die von der ueren ,natur1 gewissermaen geboren und an ihrer ,mutterbrust grogezogen hat4 ,zur ,zeit des ,aristoteles1 des grten ,forschers des ,altertums1 gibt es nur eine ,wissenschaft1 die ,philosophie1 und alle besonderen ,erkenntnisse sind ,zweige und ste dieser einen4 ,dieselbe ,auffassung findet sich der ,hauptsache nach auch noch zu ,anfang der ,bltezeit der neueren ,philosophie1 im #ag4 ,jahrhundert1 bei ,bacon1 bei ,gassendi1 ,hobbes und ,descartes1 nur da hier bereits ,wissenschaften wie die ,theologie und ,mathematik sich zum ,teil emanzipiert haben1 und die ,philosophie selbst sich in einzelne ,disziplinen zu sondern beginnt1 wie ,hobbes z4 ,b4 eine philosophia naturalis8 und philosophia civilis8 7,natur- und ,brgerphilosophie7 unterscheidet1 und wenig spter in der englischen ,philosophie des #ah4 ,jahrhunderts 7mit den ,bezeichnungen natural philosophy8 und moral philosophy87 die ,scheidung in die ,philosophie des ,geistes und der ,natur aufkommt4 ,nennt doch auch selbst ,newton sein groes wissenschaftliches ,hauptwerk noch philosophiae naturalis principia mathematica8 7,mathematische ,prinzipien der ,naturphilosophie1 erschienen im ,jahre #afhg74 ,das #ah4 und das #ai4 ,jahrhundert sind die ,epochen der ,differenzierung der ,wissenschaften1 d4 h4 der allmhlichen ,loslsung der ,einzeldisziplinen von ihrem philosophischen ,mutterboden1 und zugleich ,bltezeiten philosophischer ,arbeit4 ,und gerade jetzt1 in unseren ,jahrzehnten1 erleben wir wieder das ,schauspiel1 da ,wissenschaften1 die bereits als ,teile philosophischer ,erkenntnis eine jahrhundertelange ,geschichte aufweisen1 nun sie gengende ,reife erlangt haben1 sich aus dem ,schoe der ,philosophie entfernen und zu selbstndigen ,forschungen heranwachsen3 die ,psychologie und die sthetik4 ,diese allmhliche fortschreitende ,absonderung philosophischer ,disziplinen von ihrer ,mutterwissenschaft ist nun freilich nicht einer vlligen ,trennung gleich zu erachten1 dergestalt1 da die ,philosophie1 nachdem sie alle ihre ,zweige und ste zu selbstndigen ,einzelwissenschaften erhoben htte1 zuletzt selbst gleichsam leer und ohne ,gegenstand ausginge4 ,vielmehr bleibt zwischen der ,philosophie und den ,einzelforschungen ein eigentmliches ,verhltnis derart bestehen1 da die ,philosophie die ,einzelwissenschaften zwar nicht ihrem ,inhalt1 wohl aber ihrer ,form nach als ,objekte der ,forschung beibehlt4 ,die ,philosophie als ,mutter aller wissenschaftlichen ,erkenntnis ist in ihrem theoretischen ,teil zugleich ,wissenschaft aller wissenschaftlichen ,erkenntnis4 ,ihre ,gegenstnde sind das wissenschaftliche ,denken und ,erkennen1 das wissenschaftliche ,untersuchungs- und ,begrndungsverfahren schlechthin1 kurzum das geistige ,instrument1 dessen sich der ,forscher in seinem ,wirken bedient1 das er selbst aber als gegeben hinnimmt und zumeist nach ,bestand und ,voraussetzungen ununtersucht lt4 ,alle ,wissenschaften bedrfen1 um zu ,resultaten zu kommen1 als ,mittel dazu des ,denkens und des ,erkennens4 ,ist die ,philosophie ,wissenschaft der wissenschaftlichen ,verfahrungsweisen1 so ist sie damit ,wissenschaft vom ,denken und ,erkennen4 ,nun aber sind das ,erkennen und ,denken bereits ,gegenstnde einer anderen ,wissenschaft1 der ,psychologie1 die diese wie alle anderen psychischen ,vorgnge nach ihrem ,bestande und ,verlaufe analysiert und ihre gesetzlichen ,beziehungen untereinander sowie zu den physiologischen ,korrelaten festzustellen sucht4 ,wozu bedarf es auerdem noch einer ,philosophie1 die das ,denken und ,erkennen zum ,gegenstande besonderer ,forschung macht8 ,dieser naheliegende ,einwand lst sich sofort1 wenn wir den ,begriff der ,philosophie auf eine genauere ,formel bringen1 als es bisher geschehen ist4 ,philosophie ist 7nach ihrem theoretischen ,teile betrachtet7 nicht schlechthin die ,wissenschaft vom ,erkennen und ,denken4 ,sie untersucht diese nicht wie die ,psychologie auf die tatschlichen ,elemente ihres ,aufbaues2 sie ist vielmehr die ,wissenschaft von den im ,denken und ,erkennen immanent liegenden allgemeinen ,regeln und ,gesetzen1 die allem speziellen ,denken und ,erkennen ,gesetz und ,regel vorschreiben4 ,diese allgemeinen ,gesetze und ,regeln bleiben in den sogenannten positiven ,einzelwissenschaften ununtersucht2 sie gelten als selbstverstndliche und darum unerrtert gelassene ,voraussetzungen aller ,wissenschaft4 ,solcher ,voraussetzungen gibt es zweierlei ,art3 ,voraussetzungen des ,erkennens und des ,denkens4 ,voraussetzungen des ,erkennens sind z4 ,b4 die ,annahme einer vom ,wahrnehmen unabhngig-realen ,welt von ,krpern1 die ,annahme der objektiven ,realitt und ,dreidimensionalitt des ,raumes1 der ,gltigkeit der ,anwendung von ,zeit1 ,zahl und ,kausalbegriff auf die als real vorausgesetzte ,krperwelt u4 a4 m42 wir nennen diese mit ,b4 ,erdmann 7,logik ,i1 ,s4 #ah7 materiale ,voraussetzungen der ,wissenschaft4 ,voraussetzungen des ,denkens sind die ,annahme der absoluten ,allgemeingltigkeit der ,formen unseres ,urteilens und ,schlieens und deren ungeprfte ,anwendung in den ,methoden der ,wissenschaften2 wir nennen diese -- im ,gegensatz zu den materialen -- formale ,voraussetzungen der ,wissenschaft4 ,entsprechend dieser ,unterscheidung zerfllt die ,philosophie 7wenn wir1 wie es hier geschehen ist1 sie nur in ihrem theoretischen ,teile betrachten7 in zwei ,hauptdisziplinen3 sie ist1 wo sie die materialen ,voraussetzungen untersucht1 ,wissenschaft von der ,erkenntnis oder ,erkenntnislehre2 wo sie die formalen ,voraussetzungen prft1 ,wissenschaft vom ,denken oder ,logik4 #b4 ber ,begriff1 ,aufgabe und ,einteilung der ,logik4 ,betrachten wir das an die ,funktionen der ,sprache geknpfte ,denken nicht nach seinem ,ursprunge und ,verlaufe1 sondern nach seinen gedanklichen ,ergebnissen1 den ,urteilen und ,fragen1 so knnen wir an allem ,gedachten unterscheiden zwischen der ,materie 7,stoff1 ,inhalt71 welche gedacht1 und der ,form1 in der das ,gedachte uns zum geistigen ,eigentum wird4 ,um das an einem ,beispiel zu erlutern3 ,nehmen wir die ,urteile3 ,friedrich der ,groe regierte #f ,jahre lnger als ,maria ,theresia2 ,das spezifische ,gewicht des ,wismuts ist in flssigem ,aggregatzustande hher als in festem2 ,die ,lichtstrahlen pflanzen sich in der ,luft im allgemeinen ungefhr eine ,million mal so schnell fort wie die ,schallwellen81 so ist leicht zu ersehen1 da diese drei zwar einen verschiedenen ,inhalt1 aber die gleiche ,form haben4 ,sie sind sogenannte quantitative ,relationsurteile81 deren logisches ,prdikat 7,p7 das logische ,subjekt 7,s7 in ein bestimmtes ,gren- oder ,maverhltnis zu einem im ,prdikat bezeichneten ,vergleichs- oder ,beziehungsobjekt rckt4 ,und doch ist das eine dem ,bestande der ,geschichte1 das andere dem ,bestande der ,chemie und das dritte dem der ,physik entnommen4 ,geringe berlegung lehrt demnach1 da das ,denken zwar ber unendlich viele verschiedene ,stoffe1 aber nur ber relativ wenige ,formen verfgt1 in denen es diese gedanklich fixiert4 ,es drfte daher ganz treffend sein1 das ,denken etwa mit einer ,art ,mnze zu vergleichen1 in der die verschiedensten ,metalle in verhltnismig wenigen festen ,formen geprgt werden4 ,wre die ,logik schlechthin die ,wissenschaft vom ,denken1 untersuchte sie also sowohl den ,inhalt des ,denkens wie dessen ,formen1 so mte sie offenbar dem ,inbegriff aller ,wissenschaften identisch sein4 ,mit anderen ,worten3 sie wre eine ,art ,universalwissenschaft1 und der ,logiker mte1 wollte er zu ,werke gehen1 vorerst die ,ergebnisse aller bisherigen wissenschaftlichen ,arbeit beherrschen4 ,damit aber wre sie eine berflssige und fruchtlose ,bettigung1 abgesehen davon1 da sie in diesem ,sinne ein fr den ,einzelmenschen unmgliches ,unterfangen darstellte4 ,gegenstand der logischen ,untersuchung ist nach dem ,gesagten aber nicht der ,inhalt des ,denkens1 sondern dessen ,form4 ,die ,logik ist mithin die ,wissenschaft von den ,formen des ,denkens1 also eine formale ,wissenschaft4 ,das ist sie aber nicht in dem ,sinne1 in dem ,kant sie definierte1 da sie nmlich von allem und jedem ,inhalt des ,denkens schlechthin abstrahiere4 ,form und ,materie sind nur in bedingtem ,mae voneinander zu trennen2 denn wie die ,form nicht ohne ,inhalt1 so ist der ,inhalt nicht ohne ,form mglich4 ,beide bedingen und ergnzen einander dergestalt1 da der ,inhalt sich die ,form schafft1 und die ,form wiederum dem ,inhalt das logische ,geprge gibt4 ,die ,logik kann also -- obschon eine formale ,wissenschaft -- nur von allem besonderen und bestimmten ,inhalte abstrahieren1 nicht aber vom ,inhalte des ,denkens berhaupt und im allgemeinen 7vgl4 ,drobisch1 ,neue ,darstellung der ,logik1 #ahfc1 #e74 -- ,die ,formen des ,denkens sind es1 die diesem -- gegenber seinen mannigfachen ,materien -- einen festen1 gesetzlichen ,charakter verleihen4 ,sie sind das ,stetige im ,flusse2 der ruhende ,punkt in der ,erscheinungen ,flucht2 das ,beharrende1 ,bleibende und ,unvernderliche des ,denkprozesses gegenber dem wechselvollen ,inhalte unserer ,gedanken4 ,sie bilden mithin ,gesetz und ,regel des ,denkens4 ,ist der ,inhalt dasjenige1 was wir denken1 so die ,form das1 wie wir denken4 ,und diese ,formen festzustellen1 in den einfachsten wie in den kompliziertesten ,denkprozessen1 ihre ,beziehungen zueinander1 die ,bedingungen ihrer ,gltigkeit sowie ihre ,bedeutung und ihren ,wert speziell fr die wissenschaftliche ,forschung -- das ist die ,aufgabe1 die die logische ,untersuchung des ,denkens zu leisten hat4 ,danach ist die ,logik -- als die ,wissenschaft von den ,formen des ,denkens -- zugleich die ,wissenschaft von den ,gesetzen des ,denkens4 ,mit dem ,gesagten ist die ,begriffsbestimmung der ,logik noch nicht erschpft4 ,als ,wissenschaft von den ,formen 7und dementsprechend von den ,gesetzen7 des ,denkens ist die ,logik eine ,disziplin1 welche ihren ,gegenstand in der ,erfahrung vorfindet1 ihn dort analysiert und auf ,grund der ,ergebnisse dieser ,analyse durch synthetisches ,fortschreiten zu den von ihr gesuchten ,resultaten gelangt4 ,mit der ,erreichung dieses ,zieles sind die ,aufgaben1 die der ,logik gestellt sind1 erfllt4 ,diese ,auffassung widerspricht nun einer weitverbreiteten ,annahme1 der zufolge die ,logik nicht blo eine feststellende1 sondern vielmehr eine lehrende 7normative7 ,disziplin sei4 ,nach dieser bestehe ihre ,aufgabe darin1 dem ungebten ,denker wahres und falsches ,denken zum ,bewutsein zu bringen und ihn darber zu unterrichten1 wie man beides unterscheide und zu sicheren ,resultaten im ,denken gelange4 ,vornehmlich die deutschen ,logiker des #ah4 ,jahrhunderts1 7so ,christian ,wolff und seine ,schler71 haben diese ,definition mit aller ,entschiedenheit zum ,ausdruck gebracht und demzufolge die ,logik als eine ,vernunft-lehre81 ,vernunft-kunst8 oder auch geradezu als ,kunst-lehre8 7,schule7 des ,denkens bezeichnet4 -- ,in dieser ,aufgabebestimmung steckt gewi insofern ein richtiger ,kern1 als die ,logik -- mehr vielleicht denn andere ,wissenschaften -- die ,eigenschaft hat1 die ,fhigkeit des ,denkens bei dem1 der sich mit ihr beschftigt1 zu schrfen4 ,ob sie indessen in dieser ,hinsicht mehr zu leisten vermag als die ,mathematik1 ist zum mindesten sehr zweifelhaft4 ,und es wird gewi keinem einfallen1 etwa die ,mathematik wegen ihrer das formale ,denken frdernden ,wirkungen eine normative ,wissenschaft zu nennen4 ,der normative ,charakter der ,logik wird damit im ,prinzip zugestanden2 aber dieses ,zugestndnis geht nicht weiter als bis zu der ,behauptung1 da die ,logik ihrem ,wesen nach zunchst eine feststellende ,wissenschaft sei2 und da ihre ,eigenschaft1 darber hinaus noch die ,fhigkeit des ,denkens zu strken1 nicht die ,erfllung einer ihrer unmittelbaren ,aufgaben1 sondern nur einen aus ihrem ,wesen resultierenden ,nebenerfolg darstellt4 ,um ,begriff und ,aufgabe der ,logik noch genauer zu kennzeichnen1 ist es zweckmig1 ihr ,verhltnis zur ,erkenntnistheorie1 zur ,psychologie des ,denkens und zur ,grammatik kurz zu beleuchten4 ,die ,erkenntnistheorie untersucht1 wie oben gesagt1 die allgemeinen1 von den ,einzelwissenschaften ununtersucht gelassenen ,voraussetzungen des ,erkennens1 ihrem ,wesen nach die materialen2 die ,logik die von den ,wissenschaften ungeprften ,voraussetzungen des ,denkens1 ihrem ,wesen nach die formalen4 ,was sind nun ,erkennen und ,denken1 und wie verhalten sie sich zueinander8 -- ,erkennen8 bezeichnet im logischen ,sinne den ,inbegriff derjenigen ,vorgnge1 durch die ein ,bestandteil des ,bewutseins als ,gegenstand erfat wird4 ,einen ,bewutseinsbestandteil als ,gegenstand erfassen heit aber3 ihn nach seinem wesentlichen ,inhalt bestimmen als das1 was er ist1 und ihn als von seinem ,vorgestelltwerden unabhngig wirklich voraussetzen4 ,nun ist ersichtlich1 da sowohl das nach seinem ,inhalt bestimmen8 wie das als unabhngig wirklich voraussetzen8 ,funktionen sind1 die ,urteilscharakter tragen4 ,da ferner alles ,denken ein ,urteilen ist1 und danach das ,erkennen selbst eine -- und zwar komplizierte -- ,form des ,denkens bildet1 so sind die ,voraussetzungen des ,denkens 7die formalen7 auch zugleich mittelbare ,voraussetzungen des ,erkennens1 die des ,erkennens 7die materialen7 aber nicht solche des ,denkens4 ,demzufolge ist die ,logik als ,grundwissenschaft der ,philosophie zu bezeichnen1 die der ,erkenntnistheorie ihrem ,wesen nach notwendig voranzugehen hat4 7ber die ,probleme der ,erkenntnistheorie vergl4 man ,august ,messer1 ,einfhrung in die ,erkenntnistheorie1 ,leipzig #aiji47 ,die ,psychologie des ,denkens hat -- wie bereits oben angedeutet -- die ,aufgabe1 den ,ursprung und ,verlauf des ,denkens nach seinen grundlegenden ,elementen1 deren ,verhltnis zum ,vorstellen1 ,sprechen und ,fhlen sowie zu den physiologischen ,korrelaten im ,zentralnervensystem gesetzlich zu bestimmen4 ,sie betrachtet die ,produkte des ,denkens1 also das ,gedachte1 nur insoweit1 als sie festzustellen hat1 in welcher ,gestalt des ,erlebens uns dieses zu ,bewutsein kommt1 und in bezug auf etwaige emotionale oder physiologische ,begleiterscheinungen4 ,eine abstrahierende ,scheidung zwischen ,form und ,inhalt des ,urteils kennt die ,psychologie nicht3 sie nimmt das ,urteil als ,ganzes und untersucht es als seelischen ,vorgang auf seine ,entstehung1 auf seinen ,bewutseinsbestand1 seine ,korrelate1 nicht aber auf seine ,form im ,unterschied von seinem ,inhalt4 ,die ,psychologie des ,denkens fragt3 ,was geht in uns vor1 wenn wir denken82 die ,logik3 wie1 d4 h4 in welchen ,formen denken wir8 -- ,damit ist das ,wesen der ,psychologie des ,denkens und der ,logik gengend unterschieden2 aber es fragt sich noch1 wie sich der ,logiker zu seiner ,schwesterwissenschaft1 der ,psychologie des ,denkens1 zu stellen habe4 ,der ,logiker ist kein ,psychologiefeind4 ,je klarer und bewuter er die ,aufgaben seiner ,wissenschaft von denen der ,psychologie zu scheiden wei1 mit um so grerem ,nutzen fr die eigene ,forschung wird er sich der ,psychologie hingeben und sich von ihr belehren lassen4 ,nur eine ,vermengung mu beiden ,wissenschaften ,schaden bringen4 ,reinlich auseinandergehalten befruchten sie einander gegenseitig und frdern eine der anderen ,bestand4 ,namentlich fr den ,logiker ist die ,kenntnis der psychologischen ,analyse des ,denkens und ,sprechens1 speziell des ,vorgangs der ,begriffsbildung1 der ,abstraktion1 der ,urteils- und ,schlufunktionen ungemein wichtig1 wenngleich es nicht unbedingt erforderlich ist1 da jeder ,darstellung der ,logik ein ,abri der ,psychologie des ,denkens vorhergeht4 ,andererseits ist auch die gnzliche ,ausschaltung alles ,psychologischen aus der ,logik unzweckmig1 weil die ,errterung psychologischer ,tatsachen -- als solche streng geschieden von den eigentlich logischen ,fragen -- das ,verstndnis der logischen ,probleme in mancher ,hinsicht frdert und hebt4 ,das ,verhltnis der ,logik zur ,grammatik kann hier nur im allgemeinen behandelt werden1 da fr eine genauere ,betrachtung eine eingehendere ,errterung ber das ,verhltnis von ,sprechen und ,denken ,voraussetzung wre4 ,die ,grammatik kann definiert werden als die ,wissenschaft vom elementaren ,aufbau der ,sprachen4 ,als solche bildet sie den systematischen ,teil der allgemeinen ,sprachwissenschaft2 sie untersucht die ,laute1 die ,stmme und ,wurzeln1 die ,flexionen1 die ,syntax der verschiedenen ,sprachen auf ihren ,bestand und vergleicht sie miteinander innerhalb eines und desselben ,sprachstammes und mit anderen ,sprachstmmen 7allgemeine und vergleichende ,grammatik74 ,demzufolge gibt es ebenso viele verschiedene ,grammatiken wie es ,sprachen gibt3 eine ,grammatik des ,angelschsischen ebenso wie eine des ,althochdeutschen1 des ,hebrischen wie des ,chinesischen4 ,daraus erhellt der ,unterschied zwischen der ,logik und der ,grammatik3 es gibt viele ,grammatiken1 ebenso viele wie ,sprachen1 aber nur eine ,logik4 ,in und vermittels welcher ,sprache man auch denken und seine ,gedanken zum ,ausdruck bringen mag1 die ,formen des ,denkens bleiben dieselben4 ,es ist fr den logischen ,aufbau eines ,urteils gleich1 ob man es in einer germanischen1 romanischen1 slawischen oder etwa gar in einer der mongolischen ,sprachen formuliert1 vorausgesetzt1 da in allen diesen ,formulierungen derselbe ,sinn zum ,ausdruck gelangt4 ,das sprachliche ,gewand des ,denkens kann mithin wechseln1 aber das ,denken und seine ,form selbst bleibt sich gleich4 ,damit ist erwiesen1 da die ,logik nicht nur gnzlich verschieden1 sondern auch gnzlich unabhngig von der ,grammatik ist1 wenngleich auch hier anregende ,wechselbeziehungen zwischen beiden als in reichem ,mae vorhanden zugegeben werden sollen4 ,die bliche ,einteilung der ,logik richtet sich nach ihrem ,begriff und ihrer ,aufgabe4 ,als allgemeine ,wissenschaft von den ,formen des ,denkens -- des unwissenschaftlichen sowohl wie des wissenschaftlichen -- ist sie eine ,elementarlehre des ,denkens berhaupt4 ,als solche untersucht sie dieses auf seine einfachsten formalen ,elemente1 als die sich ihr -- nach einer zuerst von ,petrus ,ramus aufgestellten ,einteilung -- die verschiedenen ,arten der ,begriffe1 ,urteile und ,schluweisen ergeben4 ,als spezielle ,wissenschaft von den methodischen ,formen des wissenschaftlichen ,denkens ist sie eine ,methodenlehre der ,wissenschaft2 als solche untersucht sie1 welche ,anwendung und ,bedeutung die in der ,elementarlehre aufgezeigten ,elemente in dem ,verfahren der ,wissenschaft haben1 und analysiert den formalen ,aufbau der wissenschaftlichen ,methodik auf seine grundlegenden ,faktoren1 als die sie die verschiedenen ,formen des wissenschaftlichen ,untersuchungs- und des wissenschaftlichen ,beweisverfahrens voneinander unterscheidet4 #c4 ,die geschichtlichen ,voraussetzungen der neueren ,logik4 ,die ,logik als ,wissenschaft ist eine ,schpfung des griechischen ,geistes4 ,angelegt in den ,spitzfindigkeiten des genialen ,zenon aus ,elea 7um #ejj v4 ,chr47 und in den dialektischen ,streitigkeiten der ,sophisten1 die zuletzt eine allgemeingltige ,wahrheit berhaupt leugnen und damit die ,frage nach dem ,wesen einer formell-richtigen ,beweisfhrung im ,gegensatz zu den beliebten ,trug- und ,fangschlssen ihrer ,zeit zum ,problem erheben2 vorbereitet ferner durch die ,sokratisch-,platonischen ,gesprche ber das ,wesen des ,begriffs 771 der ,begriffsbestimmung und der ,einteilung eines ,begriffes1 ber das ,wesen der ,wissenschaft 771 das ,verhltnis von ,denken und ,empfinden 72 1 7 sowie von ,denken und wirklichem ,sein 71 71 findet die ,logik in dem grten ,forscher des ,altertums1 in ,aristoteles1 ihren ,begrnder und ,meister4 ,aristoteles 7#chd-cbb vor ,chr47 ist der erste1 der die ,logik als wissenschaftliche ,disziplin selbstndig und ausfhrlich behandelt4 ,die ,bezeichnungsart ,logik8 freilich rhrt nicht von ihm her4 ,erst ,sptere nennen die von ihm begrndete und zunchst als ,analytik bezeichnete ,wissenschaft eine 7sprich3 lgike tchne71 d4 h4 eine ,kunst des ,denkens oder ,vernunftkunst2 und zur ,zeit ,ciceros ist der ,name ,logica8 bereits vllig blich4 ,aristoteles selbst hat die von ihm zuerst erkannten logischen ,probleme in einer ,reihe von ,schriften behandelt1 die er je nach der ,besonderheit ihres ,inhalts als ,analytika protera und hystera8 7,erste und zweite ,auflsungen71 als ,topik8 7,beweislehre71 als ,schrift ber die ,kategorien8 7,arten der ,aussage7 ,echtheit angezweifelt1 als sophistische ,widerlegungen8 bezeichnet4 ,seine ,schler haben alle diese ihrem ,gegenstande nach zusammengehrigen ,schriften gesammelt und unter dem gemeinsamen ,titel ,organon8 7,werkzeug2 im ,sinne eines ,werkzeuges zur ,erkenntnis der ,wahrheit7 vereinigt4 -- ,im ,mittelpunkt der ,aristotelischen ,logik steht die ,frage nach den richtigen ,formen des ,beweises1 also das ,problem des gltigen ,schluverfahrens im ,gegensatz zu den absichtlich-tuschenden ,trug- und ,fangschlssen der ,eristen und ,sophisten4 ,diesen widmet er eine besonders grndliche ,untersuchung1 um die ihnen innewohnenden logischen ,fehler aufzudecken und sie fr immer zu entkrften4 ,im ,gegensatz dazu stellt er drei grundlegende ,arten des gltigen ,beweisverfahrens auf1 die sog4 syllogistischen ,figuren 771 die zeigen1 wie man von allgemeingltigen ,wahrheiten auf besondere ,tatsachen schlieen drfe4 ,nur von hier aus und unter dem ,gesichtspunkte dieses ,problems behandelt ,aristoteles auch die anderen uns heute gelufigen ,probleme der ,logik3 die ,fragen nach dem ,wesen des ,begriffs1 nach ,wesen und ,arten der ,urteile1 die ,fragen der ,methodenlehre4 ,nichtsdestoweniger kommt er auch ber diese zum ,teil zu tiefgrndigen ,einsichten4 ,aristoteles bereits entwickelt ,anstze zu einer ,kategorienlehre2 er stellt den ,satz des ,widerspruches und den vom ausgeschlossenen ,dritten auf2 er berhrt und errtert das ,problem der ,induktion1 die er 8 7pagg7 nennt2 und er ist ebenso der erste1 der das ,wesen der ,definition und ,klassifikation einer tiefergreifenden ,untersuchung unterzieht4 ,nur eines hat ,aristoteles der ,logik in ihrem ,aufbau mitgegeben1 das ihr in ihrer spteren ,entwicklung verhngnisvoll werden sollte3 d4 i4 die ,vermengung der logischen mit der metaphysischen ,fragestellung4 ,aristoteles nmlich betrachtet die ,begriffe1 in denen wir die ,dinge denken1 schlechthin als ,abbilder des ,wesens der ,dinge1 mithin die ,formen und ,gesetze des ,denkens 7,kategorien1 ,axiome7 als die ,formen und ,gesetze des ,seins4 ,damit hat ,aristoteles1 der ,vater der formalen ,logik1 auch die sog4 metaphysische ,logik ins ,leben gerufen und so zwar die ,logik begrndet1 aber sie bereits von vornherein in ihrer eigenen ,entwicklung gehemmt1 wie denn ihre ,befreiung von der ,metaphysik erst einer spten ,zeit unter schweren ,kmpfen gelingen sollte4 ,die ,entwicklung der ,logik nach ,aristoteles im ,altertum und ,mittelalter zeitigt keine ,ergebnisse von besonderer ,bedeutung4 ,seine ,schler -- ,theophrast1 ,eudemos1 ,andronikos von ,rhodus1 ,alexander von ,aphrodisias u4 a4 -- begngen sich im allgemeinen damit1 die ,lehre des ,meisters zu kommentieren und zu verbreiten2 nur einige von ihnen ergnzen sie durch unwesentliche ,einzelheiten4 ,sowohl die ,epikureer wie die ,stoiker und ,neuplatoniker beschftigen sich mit logischen ,fragen4 ,insbesondere die ,stoiker 7,zenon1 ,chrysippos7 erweitern die ,aristotelische ,schlulehre um die ,arten der hypothetischen und disjunktiven ,schlsse und stellen eine neue reifere ,kategorienlehre auf4 ,dennoch bleibt das ,fundament der ,aristotelischen ,logik im wesentlichen unberhrt und unverndert4 ,nicht viel anders liegen die ,dinge whrend des gesamten ,mittelalters4 ,selbst die bedeutendsten ,vertreter der ,scholastik 7,albertus ,magnus2 ,thomas von ,aquino2 ,duns ,scotus7 schpfen wie in der ,metaphysik so in der ,logik aus den ,schriften des ,aristoteles und vermengen mehr noch als dieser selbst -- 7der gesamte ,universalienstreit ist dafr der beste ,beweis7 -- die logischen ,fragen mit metaphysischen und grammatischen4 ,dennoch hat das ,mittelalter das unbestreitbare ,verdienst1 die ,aristotelische ,logik im ,bewutsein der denkenden ,menschheit lebendig erhalten zu haben4 ,besonders ,petrus ,ramus 7aus der bergangsepoche zwischen ,mittelalter und ,neuzeit7 ist hier zu nennen1 der der ,logik als erster eine ,einteilung gegeben hat1 die zum ,teil noch bis heute die gebruchliche geblieben ist4 ,die ,geschichte der neueren ,logik beginnt mit der ,geschichte der neueren ,philosophie4 ,bacons groangelegtes ,programm einer neuen ,wissenschaft auf ,grund einer neuen wissenschaftlichen ,methode 7vgl4 sein ,hauptwerk ,novum ,organon81 #afbj71 sein ,kampf gegen die ,herrschaft des ,aristoteles bleiben im ,stimmengewhl der ,zeit nicht ungehrt4 ,und wenn ,bacon selbst auch nur umzustrzen1 nicht aufzubauen versteht1 so verbindet er sich doch dem ,geiste nach mit denen1 die den ,ruf nach ,reformen im wissenschaftlichen ,denken nicht nur laut werden lassen1 sondern auch in die ,tat umsetzen4 ,auf dem ,boden des ,cartesianischen ,rationalismus1 in ,verbindung mit der altaristotelischen ,tradition1 und befruchtet durch den englischen ,empirismus1 besonders durch ,locke und ,hume1 wchst wie die neuere ,philosophie auch die neuere ,logik#a4 ,descartes selbst hat der ,logik kein besonderes ,werk gewidmet2 dennoch beschftigt er sich in fast allen seinen ,schriften -- so besonders in der ersten1 betitelt3 ,regulae ad directionem ingenii8 7,regeln zur ,leistung des ,verstandes7 -- mit logischen ,fragen und weist damit seine ,schler unausgesprochen direkt auf ein neu zu schaffendes ,system der ,logik hin4 ,tatschlich erwachsen aus der ,cartesianischen ,schule drei ,logiken von ,bedeutung3 #a4 die sog4 ,logik von ,port-,royal81 als deren ,verfasser ,antoine ,arnauld und ,pierre ,nicole gelten 7zuerst erschienen #affb72 #b4 die ,logik des als ,okkasionalisten bekannten ,arnold ,geulincx und #c4 die ,logik des als deutschen ,cartesianers bekannten ,johannes ,clauberg4 ,die speziellen ,anregungen1 die ,descartes fr eine ,reform der ,logik gegeben hat1 gehen fast durch den ganzen ,bestand seines ,systems hindurch4 ,descartes untersucht den ,begriff der ,wahrheit und stellt als ,kriterien der wahren ,erkenntnis die klare und deutliche ,einsicht auf4 ,er untersucht die ,methoden der wissenschaftlichen ,forschung und unterscheidet als solche die ,intuition1 ,deduktion und ,induktion3 die ,intuition als ,quelle absolut-gewisser1 weil unmittelbar-einleuchtender ,wahrheiten2 die ,deduktion als ,ableitung spezieller ,erkenntnisse aus allgemeinen und die ,induktion als eine ,art vollstndiger1 methodisch-geordneter ,aufzhlung 7enumeratio7 von ,gegenstnden 7die ,epagoge des ,aristoteles74 ,er entwickelt ferner eine eigene ,theorie des ,urteils und des ,irrtums 7die im ,kern freilich mit hnlich-gewendeten ,gedanken bei ,augustin bereinstimmt71 wonach nicht der ,verstand das eigentlich urteilende ,element in uns ist1 sondern der ,wille1 der das vom ,verstande klar und deutlich oder auch verworren bzw4 dunkel ,erkannte bejaht oder verneint4 ,andere wesentliche ,anregungen kommen der ,logik etwa gleichzeitig aus ,england4 ,dort beschftigt sich ,thomas ,hobbes 7#aehh-afgi7 mit logischen ,problemen1 so mit der ,frage nach dem ,wesen des ,denkens1 das er als eine ,form des ,rechnens 7,addierens und ,subtrahierens von ,begriffen und ,definitionen7 fat1 ferner mit dem ,verhltnis von ,sprechen und ,denken1 wobei er die ,worte 7terms2 nomina7 als ,zeichen oder ,symbole der ,vorstellungen deutet4 ,von grerer ,bedeutung als er ist fr die ,entwicklung der ,logik ,john ,locke 7#afcb bis #agjdb71 der diese durch seine grundlegenden ,untersuchungen ber ,ursprung1 ,arten und ,gewiheit der ,erkenntnis in mannigfacher ,weise bereichert1 wenngleich er -- infolge der von ihm auch gegenber logischen ,problemen angewandten psychologischen ,methode -- ungewollt der eigentliche ,begrnder der sog4 psychologisierenden ,logik geworden ist1 einer heute noch nicht erstorbenen ,richtung1 die die ,logik entweder ganz in eine psychologische ,disziplin umzugestalten sucht oder doch zum wenigsten die oben gekennzeichneten ,aufgaben der ,psychologie des ,denkens und der ,logik nicht reinlich voneinander scheidet4 ,psychologisierend ist1 was die ,logik betrifft1 auch das ,verfahren ,david ,humes 7#agaa-aggf72 dennoch hat ,hume in der ,entwicklung der ,logik das groe ,verdienst1 in seinen grundlegenden ,untersuchungen ber das ,problem der ,kausalitt die moderne ,theorie der ,induktion vorbereitet zu haben1 als deren unmittelbarer ,vorlufer1 wenn nicht gar ,begrnder1 er darum bezeichnet werden mu 7vgl4 ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i1 ,s4 #gha74 ,auch die deutsche ,philosophie des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts weist eine reiche logische ,entwicklung auf4 ,dem im ,geiste ,descartes' gehaltenen ,werke ,claubergs folgt wenig spter die auch ,spinozistische ,einflsse verratende ,medicina mentis8 7,gesundheitslehre des ,geistes7 des ,grafen ,ehrenfried ,walter von ,tschirnhausen2 und zur gleichen ,zeit etwa beginnt auch ,leibniz durch den gewaltigen ,bau seines philosophischen ,systems auf die ,entwicklung der ,logik befruchtend einzuwirken4 ,leibniz 7#afdf-agaf7 selbst hat zwar ebensowenig wie ,descartes die ,grundlagen der ,logik systematisch abgehandelt2 aber er hat doch fast alle logischen ,probleme der ,zeit1 wenn nicht direkt errtert1 so doch zum mindesten gestreift4 ,er fgt dem von ,aristoteles aufgestellten ,satz des ,widerspruchs den sog4 logischen ,satz vom zureichenden ,grunde hinzu und scheidet entsprechend diesen beiden ,grundstzen die wissenschaftlichen ,erkenntnisse in zwei ,gruppen3 in die vrits de fait8 7,tatsachenwahrheiten7 und die vrits de raisonnement8 7,vernunftwahrheiten74 ,er nimmt ,stellung zu dem ,descartes-,lockeschen ,problem der angeborenen ,ideen und ,wahrheiten2 er klassifiziert -- grndlicher als vor ihm ,descartes und ,locke -- die ,erkenntnisse in klare und dunkle bzw4 deutliche und verworrene und betont nachdrcklich die fr die ,logik zu begrndende ,lehre von der ,wahrscheinlichkeit4 ,was die ,verfasser der ,logik von ,port-,royal gegenber ,descartes1 dasselbe leistet ,christian ,wolff 7#afgi-aged7 gegenber ,leibniz4 ,wolff bringt die ,gedanken1 die er bei ,leibniz gefunden hat 7wobei brigens auch gewisse andersher gerichtete ,einflsse nicht bersehen werden drfen71 in ein ,system4 ,durch die breite1 ausfhrliche1 das ,wesentliche wie das ,unwesentliche gleichermaen erschpfend behandelnde ,darstellung1 die er der ,logik sowohl in seinem lateinischen ,werke ,logica8 7zuerst #agbh7 wie in dem deutschen1 betitelt3 ,vernnftige ,gedanken von den ,krften des menschlichen ,verstandes8 7zuerst #agab71 angedeihen lt1 popularisiert er die ,grundlagen des logischen ,lehrbestandes seiner ,zeit und wird damit zum ,urheber einer ausgebreiteten logischen ,literatur1 die zwar ihre ,wissenschaft nur wenig zu bereichern oder zu verbessern vermag1 aber sie doch zum ,gemeingut aller in jener ,zeit wissenschaftlich interessierten ,kreise der ,bevlkerung macht4 ,aus der ,reihe der ,logiker dieser ,epoche1 die brigens die ,logik fast ausnahmslos als eine normative ,disziplin abhandeln1 deren ,aufgabe darin bestehe1 richtiges ,denken zu lehren1 ragen als die bekanntesten hervor3 ,georg ,friedrich ,meier2 ,hermann ,samuel ,reimarus2 ,gottfried ,ploucquet2 ,johann ,heinrich ,lambert sowie ,christian ,august ,crusius4 ,es mu beinahe als eine besondere ,eigentmlichkeit in der ,geschichte der ,logik angesprochen werden1 da gerade die ,mnner1 die diese ,disziplin am meisten angeregt und gefrdert haben1 ihr selbst kein besonderes oder doch zum mindesten kein greres ,werk gewidmet haben4 ,wie das fr ,descartes1 ,locke und ,leibniz gilt1 so auch fr ,kant#c4 ,wie durch ,kant fr die ,philosophie berhaupt1 so beginnt auch fr die ,logik eine neue ,epoche4 ,kant selbst hat zwar vermeint1 da die ,logik bereits durch ,aristoteles einen so vollendeten ,ausbau gefunden habe1 da sie seitdem weder einen ,schritt vorwrts habe tun knnen noch auch einen ,schritt zurck habe tun mssen4 ,nichtsdestoweniger ist gerade er es1 der die ,logik weit ber ,aristoteles hinaushebt4 ,kant betont in erster ,linie den formalen ,charakter der eigentlich und so zu nennenden ,logik1 die er als allgemeine von der sog4 transzendentalen ,logik scheidet4 ,die transzendentale ,logik1 die er in der ,kritik der reinen ,vernunft8 abhandelt1 untersucht das ,erkenntnisvermgen des ,menschen auf seine apriorischen ,elemente1 soweit diese dem ,verstande angehren1 d4 h4 auf diejenigen ,elemente der ,erkenntnis1 die als reine ,verstandesbegriffe unabhngig von der ,erfahrung sind und als solche dieser ,gesetz und ,regel vorschreiben2 eine ,disziplin1 die zu einem ,teil etwa der heute sog4 ,erkenntnistheorie entspricht4 ,die allgemeine ,logik1 die ,kant des fteren in ,vorlesungen an der ,knigsberger ,universitt behandelt hat 7unzulnglich herausgegeben von ,jsche1 #ahjj71 ist demgegenber die ,wissenschaft von den formalen ,regeln alles ,denkens -- es mag dieses apriorisch oder empirisch sein -- und untersucht das ,denken1 indem sie von allen ,objekten der ,erkenntnis und ihrem ,unterschiede abstrahiert1 so da der ,verstand es in ihr mit nichts anderem wie mit sich selbst und seiner ,form zu tun hat4 ,sie errtert und prft also die ,formen des ,denkens 7,begriff1 ,urteil1 ,schlu71 ferner die formalen ,kriterien der ,wahrheit 7den ,satz der ,identitt und des zureichenden ,grundes1 des ,widerspruches und des ausgeschlossenen ,dritten74 ,ungeachtet dieser strengen begrifflichen ,scheidung gehen die ,anregungen1 die ,kant der ,logik gegeben hat1 mehr von der in der ,kritik d4 r4 ,vern4 entwickelten ,transzendentalphilosophie als von den ,vorlesungen ber die formale ,logik aus4 ,kant stellt in der ,elementarlehre der ,kritik d4 r4 ,vern4 wie eine ,tafel der ,urteile1 so auch eine ,kategorientafel auf1 indem er die letztere aus der ersteren ableitet4 ,das ,schema der ,urteile hat noch bis in die ,gegenwart hinein fr die meisten ,logiker als grundlegende ,einteilung der ,lehre vom ,urteil gegolten4 ,die ,geschichte der nachkantischen ,logik ist von dem gleichen wechselvollen ,charakter wie die ,geschichte der nachkantischen ,philosophie berhaupt4 ,fichte betrachtet die formale ,logik durch die ,transzendentalphilosophie1 die er seinerseits durch die ,wissenschaftslehre ersetzt1 als berwunden 7vgl4 die ,vorlesungen ,fichtes ber das ,verhltnis der ,logik zur ,philosophie1 #ahab1 ,nachgel4 ,werke ,i74 ,hegel strzt das bis dahin mhsam aufgerichtete ,gebude der ,logik um1 indem er diese von neuem mit metaphysischen ,errterungen durchsetzt 7metaphysische ,logik auf der ,grundlage der ,identitt von ,denken und ,sein74 ,und ,fries macht den ,versuch1 die logischen ,probleme ganz und gar zu psychologisch-genetischen 7nach ,friesscher ,terminologie3 zu anthropologischen7 zu gestalten4 ,erst ,herbart und seine ,schler 7besonders ,drobisch7 bemhen sich wieder1 die ,logik von ihrer ,vermengung mit der ,psychologie und ,metaphysik zu befreien1 und betonen nachdrcklich ihren formalen ,charakter4 ,in der neueren ,logik -- etwa seit der ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts -- sind wieder alle ,richtungen vertreten1 die auch in der lteren ,geschichte miteinander um die ,palme ringen4 ,neu zu nennen sind nur gewisse ,versuche in der englischen ,logik seit ,william ,hamilton und ,george ,boole1 die allerdings in lteren ,denkern wie ,raymundus ,lullus1 ,leibniz und ,ploucquet ,vorlufer haben1 die ,logik im ,sinne einer der ,mathematik verwandten ,wissenschaft abzuhandeln1 worin an ,stelle der ,zahlen und ,gren die ,begriffe treten1 eine ,auffassungsart1 die man als algebraische1 arithmetische oder auch allgemeiner als mathematische ,logik 7,lehre vom logischen ,kalkl1 vom logischen ,algorithmus7 zu bezeichnen pflegt4 ,in ,deutschland haben diese 7durch ,jevons und andere in ,england und ,amerika weitergefhrten7 ,versuche1 die das ,wesen der ,denkoperationen eher verdunkeln als erhellen1 nur wenig anregend und frdernd gewirkt 7vereinzelte ,anhnger sind ,rob4 ,gramann1 ,joseph ,hontheim1 besonders ,ernst ,schrder72 um so mehr jedoch andere aus ,england kommende philosophische ,strmungen1 wie z4 ,b4 die grundlegenden ,untersuchungen von ,john ,stuart ,mill1 dem ,hauptvertreter der sog4 induktiven ,logik1 sowie von ,herbert ,spencer und ,william ,stanley ,jevons zur wissenschaftlichen ,methodenlehre4 ,wie das ,problem der ,methode so steht auch das ,problem des ,urteils im ,mittelpunkte der neueren logischen ,untersuchungen4 ,die ,frage nach dem ,wesen des ,urteils1 d4 h4 nach dem ,sinne der prdikativen ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat1 wird zum ,hauptproblem der ,elementarlehre4 ,aber ihre ,errterung begegnet durch die immer wieder nachhaltende1 vornehmlich von ,husserl mit ,erfolg bekmpfte ,vermengung der psychologischen mit der logischen ,fragestellung zunchst groen ,schwierigkeiten4 ,die psychologisierende ,logik zeigt ihren ,einflu auch gegenwrtig allerorten2 sie findet sich nicht nur herrschend bei solchen ,denkern1 die wie ursprnglich ,theodor ,lipps sich offen zu ihr bekennen1 sondern auch zum ,teil bei solchen1 die mit gutem ,glauben vorgeben1 eine psychologiefreie formale ,logik zu vertreten4 ,anderseits aber tritt an ,stelle der metaphysischen ,logik im ,sinne ,hegels neuerdings die sog4 erkenntnistheoretische ,logik1 die zwischen der erkenntnistheoretischen und logischen ,problemstellung keinen prinzipiellen ,unterschied anerkennt 7,trendelenburg2 berweg2 ,schuppe2 ebenso ,wundt2 in anderer ,hinsicht auch3 ,cohen und ,natorp74 ,gegenber diesen ,richtungen haben die ,vertreter der formalen ,logik im ,sinne der ,kant-,herbartschen ,tradition nicht immer leichten ,stand4 ,die fundamentalen ,hauptarbeiten dieser ,richtung sind die ,werke von ,chr4 ,sigwart und ,b4 ,erdmann4 ,so sehr auch diese wiederum in wesentlichen ,punkten voneinander abweichen1 so ist doch das ihnen richtunggebende ,ziel das gleiche3 die ,ausschlieung alles ,metaphysischen aus der ,logik und die mglichst reinliche ,trennung der logischen von der erkenntnistheoretischen und psychologischen ,problemstellung4 ,diesem ,ziel ist von den zuletzt genannten ,denkern ,b4 ,erdmann am nchsten gekommen4 ,darin vor allem sowie in der von ihm aufgestellten ,theorie des ,urteils1 des ,syllogismus und der ,induktion1 liegt das besondere ,verdienst ,erdmanns2 in der mannigfachen ,frderung der wissenschaftlichen ,methodenlehre das besondere ,verdienst ,sigwarts um die ,fortbildung der ,logik4 #a ber die ,entwicklung der neueren ,philosophie im allgemeinen vgl4 ,ludwig ,busse4 ,die ,weltanschauungen der groen ,philosophen der ,neuzeit 7,a,nu,g ,bd4 #ef74 #b ,zum folgenden vergleiche man ,p4 ,thormeyer1 ,locke1 ,berkeley1 ,hume 7,a,nu,g ,bd4 #dha74 #c ,man vergleiche zum folgenden ,oswald ,klpe1 ,immanuel ,kant 7,a,nu,g ,bd4 #adf74 ,a4 ,logische ,elementarlehre4 ,i4 ,die ,lehre vom ,begriff4 #a4 ,psychologische ,vorbemerkungen ber das ,verhltnis von ,sprechen und ,denken4 ,die ,beziehungen zwischen ,sprechen und ,denken bilden ein altes philosophisches ,problem4 ,schon ,platon hat gelegentlich bemerkt1 da das ,sprechen ein lautgewordenes ,denken1 das ,denken ein stilles ,sprechen sei 7,sophistes74 ,dieser ,identifizierung von ,sprechen und ,denken1 die beides solchermaen in eins setzt1 da eines ohne das andere unmglich erscheint1 steht jene ,auffassung gegenber1 die zwischen dem ,denken und ,sprechen streng scheidet und die ,sprache nur als eine ,art ,gewand oder uere ,hlle des ,gedankens ansieht1 welche dem ,denken lediglich zum ,zwecke der ,mitteilung gegeben und ihm unabhngig davon eher schdlich sei als ntze 7,lehre der ,mystiker74 ,wie man zwischen diesen extremen ,theorien entscheiden soll1 hngt von den ,ergebnissen einer anzustellenden psychologischen ,analyse ab4 ,wenn wir auf uns achten1 sobald wir mit einer ,sache gedanklich beschftigt sind1 so finden wir1 da die ,funktionen des ,denkens meist an die ,elemente der ,sprache gebunden sind4 ,wir denken vermittels der ,worte1 die wir zu ,stzen aneinanderreihen und deren ,sinn wir verstehen4 ,auch dann1 wenn wir den ,verlauf unserer ,gedanken nicht anderen mitteilen1 sondern still fr uns denken 7stilles ,denken71 ist dieser ,proze meist an ,worte und daraus gebildete ,stze geknpft4 ,danach wrde ,platon recht zu haben scheinen1 da alles ,denken ein sprachliches1 ein ,denken ohne ,sprache mithin nicht mglich sei4 ,nun aber gibt es in unserem ,bewutsein zweifellos gewisse dem sprachlichen ,denken verwandte ,vorgnge1 die sich ohne jede ,hilfe von ,worten lediglich durch ,verknpfungen von ,vorstellungen auf ,grund der ,inhalte der ,wahrnehmung und des ,gedchtnisses vollziehen4 ,beispiele dafr sind die ,flle von ,vorstellungen der ,erinnerung und ,einbildung1 die in jemandem erwachen1 der etwa in reifem ,alter die ,sttten seiner ,jugend betritt1 oder der ,plne zu einer ,reise zurechtlegt in ,gegenden1 die ihm durch frheren ,aufenthalt ganz oder zum ,teil bekannt sind4 ,in diesen und hnlichen ,fllen knnen alle ,wortvorstellungen im ,bewutsein fehlen1 und doch in dem ,vorstellenden ,erkenntnisse und ,entschlsse von ,bedeutung reifen4 ,will er diese freilich sich vllig klar zu ,bewutsein bringen oder gar anderen mitteilen1 so mu er sie in ,worte fassen 7sprachlich formulieren72 konzipiert aber hat er sie doch ohne jede ,beihilfe der ,sprache4 ,damit htte die psychologische ,analyse des ,verhltnisses von ,denken und ,sprechen zwei verschiedene ,arten des ,denkens ergeben3 ein sprachliches und ein unsprachliches1 in der neueren ,psychologie 7so von ,b4 ,erdmann7 als formuliertes und intuitives ,denken bezeichnet4 ,diese beiden ,arten des ,denkens sind jedoch nicht gleichwertig4 ,ohne ,zweifel steht das formulierte ,denken seinen ,leistungen nach unvergleichlich ber dem intuitiven1 und dem letzteren kommt ein gewisser ,wert berhaupt nur dadurch zu1 da uns die ,mglichkeit gegeben ist1 das blo intuitiv ,gedachte in ,worten zu formulieren4 ,wre diese ,mglichkeit uns versagt1 so stnden wir darin auf der ,stufe der ,tiere1 die -- ebenso wie die ,kinder vor ,beginn der ,spracherlernung -- nur die ,fhigkeit des intuitiven1 nicht aber des formulierten ,denkens besitzen4 ,aus diesem ,grunde haben manche ,psychologen es vermieden1 das intuitive ,denken berhaupt als ein ,denken im eigentlichen ,sinne zu bezeichnen1 und den ,begriff ,denken auf das formulierte beschrnkt4 ,wie man sich in der ,psychologie zu dieser rein terminologischen ,frage stellen mag1 soll hier nicht weiter errtert werden4 ,den ,zwecken der ,logik jedenfalls1 bei deren ,untersuchung der ,formen des ,denkens allein das formulierte in ,betracht kommt1 ist es angepater1 den ,begriff des ,denkens1 wo er verwandt wird1 stets im ,sinne des formulierten zu verstehen4 ,diese propdeutisch fr die ,logik entwickelte ,bestimmung1 die das ,denken ganz allgemein als einen ,inbegriff von an die ,funktionen der ,sprache gebundenen ,vorgngen kennzeichnet1 betont zwar die ,bedeutung der ,sprache fr das ,denken1 identifiziert diese mit jenem aber keineswegs4 ,hren wir beispielsweise einen ,vortrag in einer uns unbekannten ,sprache1 so werden unseren ,ohren zwar ,schallwirkungen1 dem ,gehrsinn zwar ,gerusche1 die wir als ,worte deuten1 dem ,verstande aber keine ,gedanken vermittelt4 ,das ,denken 7sowohl das stille1 das wir fr uns vollziehen1 wie das laute formulierte ,denken7 ist also wohl an die ,mittel der ,sprache gebunden1 seinem ,wesen nach aber ganz etwas anderes als diese4 ,das bloe ,wort ist an und fr sich ,schall und ,rauch2 erst das ,verstndnis des ,wortes ermglicht den ,gedanken4 ,worte sind mithin ,trger1 wenn wir zu anderen sprechen1 ,vermittler von ,gedanken2 nicht sie1 sondern ihre ,bedeutungsinhalte bilden die ,grundlagen des ,denkens4 ,darum rufen zwei- oder mehrdeutige ,worte 7quivokationen7 leicht ,miverstndnisse hervor2 darum bedarf jede auf genaues ,verstndnis der ,teilnehmer abzielende ,errterung oder ,auseinandersetzung einer ,terminologie1 innerhalb deren jedes nicht eindeutige ,wort in fest umgrenztem1 nicht mizuverstehendem ,sinne bestimmt ist4 ,nichtsdestoweniger sind die ,elemente der ,sprache fr das ,denken in seinen beiden ,formen des ,eigendenkens und des ,nachdenkens 7das letztere im ,sinne des ,verstndnisses von ,gehrtem und ,gelesenem7 so bedeutungsvoll1 da andere wie ,wortvorstellungen dabei im ,bewutseinsbestande vllig fehlen knnen4 ,diese ,auffassung widerspricht einer bereits alten1 weit verbreiteten ,theorie1 die das ,denken -- wenn nicht etwa ganz in ein ,verknpfen bzw4 ,trennen oder ,zerlegen von ,vorstellungen auflst -- so doch ohne das ,vorhandensein von ,vorstellungen der gedachten ,gegenstnde als unmglich erklrt#d4 ,demnach komme das ,verstndnis der ,worte in uns dadurch zustande1 da wir uns die durch sie bezeichneten ,objekte anschaulich vorstellen1 und zwar gemeinhin durch abstrakte ,allgemeinvorstellungen jener ,objekte4 ,so hat z4 ,b4 ,locke gelegentlich gemeint1 der ,gattungsbegriff ,dreieck8 werde gedacht durch die abstrakte ,allgemeinvorstellung eines ,dreiecks1 welches weder schiefwinklig noch rechtwinklig1 weder gleichseitig noch gleichschenklig noch ungleichseitig1 sondern dieses alles und zugleich nichts davon sei4 ,schon ,george ,berkeley 7#afhd-agec7 hat gegenber dieser ,theorie darauf hingewiesen1 da es nach einer sorgfltigen ,prfung1 die er angestellt habe1 abstrakte ,allgemeinvorstellungen dieser ,art nicht gebe4 ,was man mit der ,vorstellung eines ,dreiecks1 das weder schiefwinklig noch rechtwinklig1 weder gleichseitig noch gleichschenklig noch ungleichseitig sei1 meine1 wisse er nicht4 ,er seinerseits knne in seinem ,bewutsein beim ,denken nur ,einzelvorstellungen entdecken1 die als solche ,reprsentanten der gesamten ,gattung bilden4 ,der ,sinn des ,wortes ,dreieck8 z4 ,b4 knne verstanden werden durch die ,vorstellung eines beliebigen ,dreiecks1 das in sich die gesamte ,gattung ,dreieck8 reprsentiere4 ,aber es sei auch sehr wohl mglich1 ihn lediglich auf ,grund des ,wortes zu erfassen und ohne jegliche ,vermittlung einer ,vorstellung4 7hnliches spter bei ,schopenhauer47 ,die neuere experimentelle ,psychologie des ,denkens hat diese ,auffassung glnzend besttigt4 ,arbeiten von ,bhler1 ,messer1 ,ach u4 a4 haben einwandfrei erwiesen1 da wir ganze ,zusammenhnge denken knnen1 ohne da auch nur die geringste ,vorstellung der gedachten ,objekte in unserem ,bewutsein wach wird1 dergestalt1 da ,sinn und ,verstndnis lediglich in und mit den ,worten gegeben ist#e4 ,daraus folgt1 da das ,wort fr das ,denken -- zum mindesten fr das entwickelte ,denken -- einen ungleich wichtigeren ,faktor bedeutet als die ,vorstellung4 ,wort und ,begriff verhalten sich -- nach einem treffenden ,ausspruch ,riehls -- zueinander wie ,organ und ,funktion4 ,wohl ist es beinahe die ,regel1 da -- infolge der ,tatsachen der ,assoziation und ,reproduktion -- ,vorstellungen unser ,denken begleiten1 die uns die gedachten ,gegenstnde optisch1 akustisch oder wie sonst immer reprsentieren4 ,aber diese ,vorstellungen sind nicht ,bedingungen des ,denkens3 d4 h4 sie gehren nicht notwendig dazu2 sondern sie bilden lediglich eine ,art ,denk-,hilfen zum schnelleren und besseren ,verstndnis1 die je nach dem ,gegenstande des ,denkens und den individuellen ,eigentmlichkeiten des ,denkenden fehlen knnen1 ja sogar beim entwickelten ,denken des reifen ,menschen1 besonders wo es sich um abstrakte oder hufig wiederholte ,gedankengnge handelt1 beraus oft fehlen4 ,demgegenber wird natrlich das ,kind erheblich mehr ,sachvorstellungen im ,bewutsein haben als der ,erwachsene2 denn hier sind die ,assoziationen zwischen ,wort und ,vorstellung noch frisch und nicht durch jahrelange bung und ,gewohnheit so mechanisiert1 da dem ,worte das ,verstndnis unmittelbar1 nicht durch die ,hilfe einer ,vorstellung folgt4 #b4 ,die ,gegenstnde des ,denkens und die ,bedeutung der ,begriffe4 ,gegenstand des ,denkens kann alles werden1 was in irgendeiner ,gestalt in unser ,bewutsein eingeht3 die rumlich-ausgedehnten ,objekte der sog4 ,auenwelt8 mit ihren ,farben1 ,tnen1 ,gerchen und deren ,beziehungen untereinander ebenso wie die psychischen ,phnomene des ,denkens und ,vorstellens1 ,fhlen und ,wollens4 ,sieht man von der oben gekennzeichneten ,art des intuitiven ,denkens ab1 so kann ein ,gegenstand erst dann von uns gedacht werden1 wenn er benannt ist4 ,fr das ,denken ist es an und fr sich gleichgltig1 wie man einen ,gegenstand bezeichnet4 ,wenn es jemandem einfiele1 der erfinderisch genug dazu wre1 sich eine eigene ,sprache zu schaffen1 so knnte er darin auf seine ,weise alles ausdrcken1 wie es ihm beliebte 7,geheimsprachen1 ,diplomatensprachen72 nur die ,mglichkeit einer ,verstndigung mit anderen wie ,eingeweihten wre fr ihn dann aufgehoben4 ,da aber die ,sprache gemeinhin den ,bedrfnissen der ,mitteilung dient1 ist es erforderlich1 da die ,verbindung zwischen ,wort und ,bedeutung fr alle die1 welche ,gedachtes mitteilen und ,mitgeteiltes verstehen wollen1 eine den ,sprachgewohnheiten nach in gewissen ,grenzen beharrende sei4 ,gegenber der gewaltigen ,flle von ,objekten1 die als mgliche ,gegenstnde des ,denkens in unser ,bewutsein eingehen1 hat das menschliche ,denken eine ,leistung von hervorragender konomie geschaffen4 ,die psychologischen ,tatsachen der ,erinnerung und des ,wiedererkennens1 des ,vergleichens und ,unterscheidens1 der ,abstraktion und ,determination haben es mit sich gebracht1 da das ,denken nicht je ein besonderes ,wort fr jeden einzelnen ,inhalt des ,bewutseins geprgt1 sondern immer ganze ,gruppen hnlicher ,objekte unter einem gemeinsamen ,namen zusammengefat hat4 ,diesem allmhlich sich entwickelnden ,proze der ,benennung der ,gegenstnde analytisch nachzugehen1 ist ,sache der ,psychologie1 speziell dort1 wo sie ber den ,ursprung und die ,entwicklung der ,sprache zu handeln hat1 und fhrt ber den ,rahmen einer rein logischen ,untersuchung hinaus4 ,was man gemeinhin in der ,logik als ,frage nach dem ,ursprung der ,begriffe bezeichnet1 ist nichts anderes wie dieses ,problem der ,zusammenfassung ganzer ,gruppen von ,objekten unter einem ,namen4 ,denn als ,begriff bezeichnet die neuere ,logik gemeinhin die ,bedeutung eines ,wortes1 mithin das1 was wir verstehen1 wenn wir die ,worte einer uns bekannten ,sprache vernehmen 7444 doch ein ,begriff mu bei dem ,worte sein82 ,goethe1 ,faust74 ,der ,proze der ,begriffsbildung ist danach mit dem der ,spracherzeugung und ,sprachentwicklung aufs engste verwachsen und die ,frage nach der ,entstehung der ,begriffe kein eigentlich logisches1 sondern psychologisches ,problem4 ,um so mehr ist fr die ,logik die ,frage nach der ,leistung und dem ,wert der ,begriffe wesentlich4 ,verstehen wir zunchst ganz allgemein unter einem ,begriff den ,bedeutungsinhalt eines bekannten ,wortes1 so besteht die ,leistung eines ,begriffes darin1 einen greren oder kleineren ,ausschnitt aus der ,welt der ,objekte durch ein einziges ,wort bequem fr das ,denken zugnglich zu machen4 ,in dieser ,beziehung des ,begriffes auf einen engeren oder weiteren ,kreis von ,gegenstnden vermittels eines einzigen ,wortes liegt seine ,bedeutung2 zugleich wurzelt darin seine wesentlichste ,eigenschaft1 der ,charakter der ,abstraktheit4 ,alle ,begriffe an und fr sich sind ihrem ,wesen nach abstrakt4 ,die bliche ,unterscheidung zwischen ,konkret und ,abstrakt bezieht sich nicht auf ,begriffe1 sondern auf ,gegenstnde 7,riehl74 ,begriffe haben stets abstrakten ,charakter1 selbst diejenigen1 in denen wir die konkretesten ,dinge denken4 ,begriffe von ,individuen sind dabei weniger abstrakt als ,begriffe1 die sich auf ,arten oder ,gattungen beziehen 7z4 ,b4 ,napoleon1 ,verona im ,vergleich zu3 ,trke1 ,koralle72 ,begriffe von der ,allgemeinheit wie ,menschheit1 ,schnheit1 ,wachstum 7sog4 ,kollektivbegriffe7 sind wiederum von abstrakterer ,natur als ,gattungsbegriffe wie3 ,mensch1 schn und wachsen4 ,der ,grad der ,abstraktheit eines ,begriffes richtet sich dabei nach dem ,mae1 in dem sein ,gegenstand der ,anschauung nher oder ferner steht4 ,die hchsten und allgemeinsten ,begriffe sind mithin die am meisten1 die niedersten und speziellsten die am wenigsten abstrakten4 ,heben wir aus dem ,bisherigen das ,wesentliche hervor und ziehen wir daraus die notwendigen ,konsequenzen4 ,wir denken die ,objekte der ueren und inneren ,welt mit ihren ,qualitten und ,beziehungen nicht in den ,wahrnehmungen der ,sinne1 nicht in den ,vorstellungen der ,erinnerung1 ,einbildung oder ,abstraktion1 die unser ,bewutsein erfllen1 auch nicht in den ,worten1 mit denen wir diese ,objekte bezeichnen1 sondern in und mit den ,begriffen1 die uns durch ,worte vermittelt und gegeben1 einen mehr oder weniger groen ,umkreis von ,objekten zu einem einzigen ,gegenstand des ,denkens erheben4 ,was ,begriffe sind1 kann jeder an sich selbst beobachten1 der den ,sinn der ,bezeichnungen einer ihm bekannten ,sprache versteht4 ,den ,begriff ,lieblichkeit8 versteht jeder1 der ihn hrt und mit der deutschen ,sprache vertraut ist1 auch ohne da er sich etwa irgendwelche ,objekte von lieblichem ,aussehen oder ,klange vorstellte1 oder eine daraus gebildete abstrakte ,allgemeinvorstellung in ihm wach wrde4 ,was in mir vorgeht1 wenn ich das ,wort ,lieblichkeit8 in dem ,urteil3 ,lieblichkeit ist ein ,geschenk ,gottes8 denke1 ist in der ,tat keine besondere ,vorstellung 7obschon das wohl der ,fall sein knnte671 insbesondere keine abstrakte ,allgemeinvorstellung1 die durch ,abstraktion und ,determination aus tausend oder noch mehr lieblichen ,gegenstnden meiner ,wahrnehmungen und ,erinnerungen gewonnen wre1 sondern ist ein unmittelbares ,wissen und ,verstehen dessen1 was mit dem ,worte gemeint ist 7in der neueren ,psychologie bei ,bhler benannt als3 ,gedanke82 bei ,ach als3 ,bewutheit874 ,ich knnte die ,bedeutung des ,wortes1 wenn man es von mir verlangte1 definieren2 ich knnte1 falls diese ,definition nicht exakt genug ausfiele1 zum mindesten den ,sinn des ,wortes beschreiben1 durch ,beispiele erlutern oder durch ,gleichnisse versinnbildlichen4 ,kurzum3 dieses ,wissen um die ,bedeutung des ,wortes macht seinen ,begriff aus4 ,der ,begriff ist danach logisch seiner ,definition gleich zu erachten1 nur da der ,begriff implicite 7unentfaltet7 enthlt1 was die ,definition 7oder ,begriffsbestimmung7 explicite 7entfaltet7 darlegt 7vgl4 ,a4 ,riehl1 ,beitrge zur ,logik1 #b4 ,a4 ,s4 #ab f474 ,an dieser ,theorie wird auch dadurch nichts erschttert1 da die ,begriffe des gemeinen ,volkes andere sind wie die der ,wissenschaft4 ,den vollkommenen ,begriff eines ,gegenstandes hat nur der1 der ihn in wissenschaftlicher ,weise zu bestimmen vermag4 ,dem nichtwissenschaftlichen ,zwecken angepaten ,denken der groen ,menge gengt es1 wenn es den ,sinn der sprachlichen ,bezeichnungen1 die seinen ,wortschatz bilden1 in nichtwissenschaftlicher ,weise zu bestimmen wei4 ,es ist ein ideales ,ziel aller ,volksbildungsversuche1 die unklaren ,begriffe der ,menge zu immer klareren zu erheben4 ,ein ,begriff des praktischen ,denkens ist um so klarer1 je mehr seine ,definition den wissenschaftlich gesicherten ,ergebnissen ber seinen ,gegenstand entspricht4 ,alle ,popularisierung von wissenschaftlichen ,resultaten fhrt darum1 wo es mavoll und zweckentsprechend geschieht1 zu einer ,klrung der ,begriffe des ,volkes und damit zu einem hheren ,stande der ,volksbildung berhaupt4 ,vollkommen8 sind die ,begriffe der ,wissenschaft 7mit ,ausnahme gewisser grundlegender mathematischer ,begriffe7 auch nur in relativem ,sinne oder ihrer idealen ,forderung nach4 ,gilberts ,begriff der elektrischen ,anziehung 7vor #afjj7 -- fr seine ,zeit hchst bedeutsam -- ist nach ,lage der ,dinge unendlich viel rmer als der moderne ,begriff der ,elektrizitt4 ,aber auch dieser ,begriff wiederum ist nur in hchst relativem ,sinne als vollkommen8 zu bezeichnen1 wie wir denn hoffen drfen1 da eine fortschreitende ,erkenntnis auch unseren ,begriff der ,elektrizitt einmal als rmlich und unzureichend erkennen wird4 #c4 ,das ,wesen des ,begriffes und sein ,inhalt4 ,in und mit jedem ,begriff1 der in unser ,denken eingeht1 erfassen wir einen eigentmlichen ,inhalt1 der diesen ,begriff bestimmt1 ihn zugleich als besonderen ,begriff kennzeichnet und von allen anderen ,begriffen unterscheidet4 ,nehmen wir beispielsweise den ,begriff ,schwan81 so versteht man darunter1 wofern man mit den zoologischen ,eigentmlichkeiten dieses ,tieres vertraut ist1 einen groen1 sehr langhalsigen1 aber kurzbeinigen ,schwimmvogel von der ,art der ,entenvgel1 mit an der ,spitze abgeplattetem ,schnabel1 der in der gemigten und kalten ,zone lebt1 in der nrdlichen ,halbkugel wei1 in der sdlichen ganz oder teilweise schwarz gefrbt ist4 ,der ,begriff ,schwan8 hat mithin zum ,gegenstand eine ,art der ,schwimm-1 genauer der ,entenvgel2 als ,inhalt die besonderen ,eigenschaften des sehr langen ,halses1 der kurzen ,beine1 des abgeplatteten ,schnabels usw41 die den ,schwan von anderen ,schwimmvgeln unterscheiden und ihn als ,schwan kenntlich machen4 ,der ,inhalt eines ,begriffes ist es danach1 der das ,wesen des ,begriffes ausmacht4 ,bestehend aus dem ,inbegriff der ,merkmale1 die den betreffenden ,gegenstand charakterisieren1 bildet er dasjenige ,element1 durch das wir den ,begriff als das1 was er ist1 denken und ihn von allen anderen ,begriffen absondern4 ,der sog4 logische ,grundsatz der ,identitt 7in der traditionellen ,logik zumeist an unpassendem ,platze in der ,urteilslehre erwhnt71 dargestellt durch die ,formel3 ,a ist ,a81 besagt nichts anderes wie1 da jeder ,begriff1 bestimmt und gekennzeichnet durch einen ihm zugehrigen ,inhalt1 von uns als mit sich selbst identisch und verschieden von allen anderen ,begriffen gedacht wird4 7,jeder ,begriff ist mit sich selbst identisch487 ,ein ,begriff ist das1 was er ist1 durch seinen ,inhalt4 ,begriffe sind einander gleich 7identisch71 auch wenn sie mittels verschiedener ,worte sprachlich fixiert sind1 sofern in ihnen der gleiche ,inhalt gedacht wird 7,grundsatz der ,synonyme74 ,begriffe sind verschieden1 auch wenn sie durch ein und dasselbe ,wort ausgedrckt werden1 wofern in ihnen ein verschiedener ,inhalt gedacht wird 7,grundsatz der quivokationen74 ,der ,begriff darf also nicht etwa als eine ,art stetiger ,funktion8 des ,wortes gedeutet werden1 an das er geknpft ist4 ,worte knnen abweichende ,bedeutung haben je nach dem ,zusammenhang1 in den sie eingeordnet sind1 und damit also auch verschiedenen1 wenn auch zumeist verwandten ,begriffen dienen4 ,schon daraus allein ergibt sich1 was sich in einem spteren ,zusammenhange noch deutlicher erweisen wird1 da ,begriffe an und fr sich unselbstndige ,elemente des ,denkens sind4 ,alles ,denken geschieht durch ,urteilen oder ,fragen1 und das ,fragen hat1 wie sich noch zeigen wird1 seiner logischen ,funktion nach selbst wieder ,urteilscharakter4 ,das ,urteil ist1 logisch wie psychologisch genommen1 dem ,begriff 7und auch dem ,schlu7 gegenber das ,ursprnglichere2 es ist mithin das ,formelement des ,denkens1 zu dem sich die ,begriffe etwa verhalten wie ,protoplasma1 ,kern und ,membran zur ,zelle als dem ,formelement des organischen ,lebens4 ,der ,inhalt eines ,begriffes zerfllt nach den ,merkmalen1 die in ihm enthalten sind1 in einen ,inhalt im engeren und im weiteren ,sinne4 ,der ,inhalt im engeren ,sinne oder konstituierende ,inhalt ist der ,inbegriff der ,merkmale eines ,gegenstandes1 ohne die dieser schlechthin nicht gedacht werden kann1 weil sie ihm seinem ,wesen nach als bestimmend und darum notwendig zugehren 7wesentliche oder notwendige ,merkmale72 der ,inhalt im weiteren ,sinne oder auch mgliche ,inhalt ist der ,inbegriff derjenigen ,merkmale1 die dem ,gegenstande seinem ,wesen nach zukommen knnen1 aber nicht notwendig zukommen mssen 7mgliche oder unwesentliche ,merkmale74 ,insofern nun alles1 was von einem ,gegenstand urteilsmig ausgesagt werden kann1 entweder dem ,inhalt im engeren oder dem ,inhalt im weiteren ,sinne angehren mu1 nennt man den ,inbegriff dieser beiden auch den prdikativen 7aussagbaren7 ,inhalt eines ,begriffes4 ,diese ,scheidung sei durch ein ,beispiel verdeutlicht4 ,unter dem ,begriff ,uhr8 versteht man ganz allgemein eine von ,menschen geschaffene ,einrichtung1 deren ,zweck es ist1 entsprechend der ,einteilung des ,tages in #bd ,stunden1 der ,stunde in #fj ,minuten usw4 die ,zeit anzugeben4 ,diese beiden ,eigenheiten 7#a4 ,einrichtung durch den ,menschen und #b4 zeitmessender ,zweck7 bilden die wesentlichen ,merkmale des ,begriffes ,uhr81 die dessen konstituierenden ,inhalt ausmachen1 ganz gleich1 ob es sich um eine ,sonnenuhr1 ,sanduhr1 ,pendeluhr oder ,federwerkuhr handelt4 ,der mgliche ,inhalt des ,begriffes ist dahingegen unendlich viel reicher4 ,man kann je nach den besonderen ,umstnden von der ,uhr aussagen1 da sie ein ntzliches oder wertloses ,geschenk fr die ,menschheit sei2 da sie als zeitmessendes ,instrument ein zweckmiges oder unzweckmiges ,zahlensystem als ,einteilungsmastab zu ihrer ,voraussetzung habe1 da sie aus ,gold1 ,silber1 ,kupfer1 ,stahl gefertigt sei u4 a4 m4 ,kurzum3 der mgliche ,inhalt des ,begriffes umfat alle ,merkmale1 die ihm unter ,umstnden zukommen knnen1 d4 h4 mit seinen wesentlichen ,merkmalen vertrglich sind4 ,zu dieser ,unterscheidung kommen noch fernere4 ,die ,merkmale1 die den ,inhalt eines ,begriffes bilden1 sind entweder innere1 d4 h4 solche1 die man gewinnt1 wenn man den ,gegenstand des ,begriffes in sich selbst analysiert 7innere ,analyse872 oder auch uere 7besser3 ,beziehungsmerkmale1 ,relationsmerkmale71 d4 h4 solche1 die sich aus der ,vergleichung des betreffenden ,gegenstandes mit anderen ergeben4 ,mit ,rcksicht auf die letzteren hat man auch von einem relativen ,inhalt8 gesprochen1 der gleich dem ,inbegriff der ,beziehungsmerkmale eines ,begriffes ist4 ,endlich sind die ,merkmale eines ,begriffes entweder qualitative oder quantitative2 ursprngliche oder abgeleitete2 eigene oder gemeinsame 7vgl4 ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i1 ,kap4 #bc74 ,es ist ersichtlich1 da fr die ,bestimmung eines ,begriffes nicht der mgliche1 sondern der konstituierende ,inhalt in ,frage kommt4 ,der konstituierende ,inhalt als ,inbegriff der notwendigen ,merkmale begrndet den ,begriff2 der mgliche ,inhalt ist demgegenber logisch als vom konstituierenden abhngig und ableitbar zu bezeichnen4 ,will ich einen ,begriff denken1 so ist es ntig1 da ich mit seinen konstituierenden ,merkmalen vertraut bin 7d4 h4 ich mu sie wissen1 obschon es nicht notwendig ist1 da sie mir alle zugleich bewut sind72 will ich einen ,begriff definieren1 so ist es ntig1 da ich seine konstituierenden ,merkmale angebe4 ,es ist demgegenber aber weder fr das ,denken noch die ,definition eines ,begriffes erforderlich1 da ich auch alle seine mglichen ,merkmale kenne oder anzugeben wei2 denn diese sind jederzeit aus dem ,inbegriff der wesentlichen ,merkmale ableitbar1 insofern als zum mglichen ,inhalt alles gehrt1 was dem notwendigen nicht widerspricht4 ,darum haben manche ,logiker unter dem ,inhalt8 eines ,begriffes berhaupt nur den konstituierenden verstanden4 ,darum soll auch hier1 wo nicht ausdrcklich zwischen beiden ,arten des ,inhalts unterschieden wird1 berall1 wo vom ,inhalt schlechthin die ,rede ist1 der konstituierende gemeint sein4 ,konstituierender und mglicher ,inhalt eines ,begriffes stehen zueinander in relativem ,verhltnis4 ,der ,wandel der ,begriffe im ,laufe der ,zeiten bringt es mit sich1 da heute als einem ,begriff notwendiges ,merkmal gedacht wird1 was gestern noch als mglich und darum unwesentlich galt und umgekehrt4 ,ebenso knnen ,merkmale -- entsprechend der ,verschiedenheit der menschlichen ,kenntnisse und ,erfahrungen -- dem einen als konstituierende gelten1 die dem anderen als nur mgliche und darum unwesentliche erscheinen4 #d4 ,der ,umfang des ,begriffes und sein ,verhltnis zum ,inhalt4 ,die ,zahl der notwendigen ,merkmale1 die den konstituierenden ,inhalt eines ,begriffes bilden1 ist entsprechend der ,verschiedenheit der ,begriffe verschieden gro4 ,je nach der ,gre dieser ,zahl ist der ,umkreis der ,objekte1 auf die der ,begriff sinngem ,anwendung findet1 kleiner oder grer4 ,bezeichnet man den ,inbegriff der ,merkmale eines ,begriffes als dessen ,inhalt1 so den ,inbegriff der ,arten 7,unterarten1 bzw4 ,exemplare71 auf die der ,begriff sich bezieht1 als seinen ,umfang1 sein ,anwendungsgebiet oder auch1 wie neuerdings vorgeschlagen worden ist1 sein ,geltungsbereich 7,riehl74 ,der ,umfang des ,begriffes ist keine ,zahlengre2 er wird nicht dadurch vermehrt oder vermindert1 da es eines der unter ihm gedachten ,objekte mehr oder weniger auf der ,welt gibt2 er ist vielmehr eine logische ,gre die -- in funktionaler ,abhngigkeit von der ,gre des ,inhalts stehend -- dadurch grer oder kleiner wird1 da der ,begriff seinem ,inhalt nach auf einen greren oder kleineren ,umkreis von ,objekten bezogen werden mu4 ,die ,beziehungen zwischen dem ,inhalt und dem ,umfang eines ,begriffes lassen sich leicht an der ,hand eines ,beispiels ableiten4 ,determiniert man etwa den ,begriff ,uhr8 durch das ,merkmal der besonderen ,herstellungsweise seines ,gegenstandes1 so wird dadurch sein ,inhalt reicher1 sein ,umfang rmer2 determiniert man den so gewonnenen ,begriff 7,ankeruhr1 ,pendeluhr usw47 etwa durch die ,angabe des ,materials1 aus dem der ,gegenstand gebildet ist 7,gold1 ,silber1 ,stahl usw471 so wird abermals der ,inhalt reicher1 der ,umfang rmer4 ,setzt man das fort1 so findet man stets1 da mit der ,bereicherung des ,inhalts 7,determination7 der ,umfang vermindert2 mit der ,verringerung des ,inhalts 7im ,gegensatz zur ,determination das ,verfahren der ,abstraktion7 der ,umfang vermehrt wird4 ,fr das ,verhltnis von ,inhalt und ,umfang eines ,begriffes ergibt sich danach das logische ,gesetz1 da der ,umfang -- als vom ,inhalt abhngige ,gre -- um so rmer ist1 je reicher der ,inhalt1 und umgekehrt um so reicher1 je rmer der ,inhalt4 ,inhalt und ,umfang haben in ihrer ,gre sowohl nach oben wie nach unten hin ,grenzen4 ,da ein ,begriff ohne ,inhalt nicht denkbar ist1 so bildet ein einziges konstituierendes ,merkmal den kleinsten ,inhalt eines ,begriffes4 ,diese inhaltsrmsten ,begriffe mit nur einem einzigen konstituierenden ,merkmal haben den grten ,umfang4 ,also3 der ,umfang eines ,begriffes kann nie grer werden1 als wenn sein ,inhalt bei dem ,minimum ein ,merkmal8 angekommen ist4 ,und umgekehrt3 die ,begriffe mit dem rmsten ,umfang1 also diejenigen1 die sich nur noch auf einen einzigen raum-zeitlich bestimmten ,gegenstand beziehen 7z4 ,b4 auf die blaue ,grotte bei ,capri in dem ,augenblicke ihrer ,entdeckung durch ,kopisch im ,jahre #ahbf2 auf ,csar im ,augenblicke seiner ,ermordung2 auf den ersten geschichtlich bekannten ,ausbruch des ,vesuvs im ,jahre #gi v4 ,chr47 haben den reichsten ,inhalt1 den ein ,begriff haben kann4 ,dem rmsten ,inhalt 7 #a7 entspricht demnach der reichste ,umfang2 dem rmsten ,umfang 7 #a7 der reichste ,inhalt4 ,oder3 zwischen ,inhalt und ,umfang eines ,begriffes besteht eine ,beziehung1 die wir in einer ,formel ausgedrckt schreiben knnen3 #a_/maximum maximum_/#a1 wobei #a minimum ist4 #e4 ,arten und ,ordnungsreihen der ,begriffe1 ,kategorien4 ,fr die ,einteilung der ,begriffe knnen mehrfache ,gesichtspunkte in ,betracht kommen4 ,wenn wir ,begriffe mit nur einem einzigen ,merkmale einfache nennen1 dann knnen ,begriffe1 deren ,inhalt aus einer ,mehrheit von ,merkmalen besteht 7ungeachtet ihrer ,einheitlichkeit als ,begriffsformen71 zusammengesetzte heien4 ,ein ,begriff nhert sich also der ,einfachheit durch ,abstraktion1 wird dagegen um so zusammengesetzter1 je mehr man ihn determiniert4 ,zusammengesetzte ,begriffe sind nach der ,art ihrer ,zusammensetzung entweder mglich oder unmglich4 ,das unterscheidet sie von ,vorstellungen und ,urteilen4 ,vorstellungen sind wirklich oder nichtwirklich2 ,urteile wahr oder falsch2 ,begriffe allein sind mglich oder unmglich 7,verwandtes bei ,j4 ,geyser74 ,mgliche ,begriffe sind solche1 deren ,inhalt aus miteinander vertrglichen ,merkmalen1 unmgliche solche1 deren ,inhalt aus miteinander unvertrglichen ,merkmalen zusammengesetzt ist4 ,da nun die ,merkmale1 die den ,inhalt eines ,begriffes bilden1 selbst wiederum ,begriffe sind1 die einen bestimmten ,inhalt haben1 so sind damit auch die ,begriffe in miteinander vertrgliche und unvertrgliche eingeteilt4 ,unvertrgliche ,begriffe sind z4 ,b4 alle1 wie man sagt1 kontradiktorisch-entgegengesetzten ,begriffe1 das sind solche1 deren einer ausschliet1 was in dem ,inhalt des anderen gedacht ist 7z4 ,b4 schn und nichtschn2 frei und nichtfrei2 ,sklave und ,nichtsklave74 ,dabei nennt man schn und frei wohl auch positive1 nichtschn und nichtfrei negative1 unfrei und unschn limitative 7privative7 ,begriffe1 obschon die letzteren nur ihrer ,form1 nicht ihrem ,inhalt nach von den negativen abweichen4 ,ein aus kontradiktorisch-entgegengesetzten ,merkmalen zusammengesetzter ,begriff bildet eine sog4 contradictio in adiecto8 7zu deutsch3 ,widerspruch im ,beiwort82 z4 ,b4 nichtfremder ,fremdling81 unbekannter ,bekannter874 ,eine contradictio in adiecto8 kann auch zustande kommen durch die ,verbindung zweier sog4 kontrr-entgegengesetzter ,merkmale im ,inhalt eines ,begriffes4 ,kontrr-entgegengesetzte ,begriffe sind solche1 deren ,inhalt gegenstzliche ,bestimmungen enthlt1 die sich zumeist einander ausschlieen1 ohne da sie sich aber immer einander ausschlieen mten 7z4 ,b4 schn und hlich2 hoch und niedrig2 gut und schlecht2 links und rechts2 gesund und krank2 ,mann und ,weib74 ,der ,begriff schwarzer ,schimmel8 bildet eine contradictio in adiecto81 weil das ,merkmal schwarz8 das in ,schimmel8 gedachte wesentliche ,merkmal wei8 ausschliet4 ,analoges gilt fr ,begriffe wie weier ,neger81 viereckiger ,kreis81 rundes ,quadrat84 ,wohl aber sind ,begriffe wie guter ,bsewicht81 reitender ,fugnger81 wacher ,trumer8 gelegentlich mglich1 weil ein ,bsewicht eben unter ,umstnden auch einmal gut1 ein ,fugnger auch einmal reiten1 ein ,trumer auch einmal wach sein kann4 ,zu den unmglichen ,begriffen gehren schlielich diejenigen1 in denen durch ,determination ein ,merkmal hinzugefgt wird1 das schon im ,stammbegriff selbst als wesentlich enthalten ist 7z4 ,b4 weier ,schimmel81 toter ,leichnam81 kahle ,glatze81 alter ,greis874 ,mit dem ,vorstehenden ist die ,einteilung der ,begriffe noch nicht beschlossen4 ,der ,begriff ,krper8 ist1 wie man sagt1 nach seinen konstitutiven ,merkmalen ,gattungsbegriff gegenber den verschiedenen ,arten der ,krper 7feste1 flssige1 gasfrmige72 diese wiederum sind ,artbegriffe gegenber jenem4 ,begriffe stehen also nach der ,beschaffenheit ihres ,inhalts 7und demzufolge auch ihres ,umfangs7 zueinander in dem ,verhltnis der ber- und ,unter- sowie der ,nebenordnung4 ,gattungsbegriffe sind ihren ,artbegriffen bergeordnet2 ,artbegriffe ihrem ,gattungsbegriffe untergeordnet2 ,artbegriffe einer und derselben ,gattung sind einander nebengeordnet4 ,hierzu kommt noch eine weitere ,scheidung3 die in ,individual- und ,kollektivbegriffe4 ,individual- 7oder ,einzel-7 begriffe sind solche1 deren ,gegenstand ein nicht mehr in ,arten einzuteilendes ,individuum ist 7z4 ,b4 ,helmholtz1 ,gaurisankar1 ,madrid1 ,schlacht an der ,lorettohhe im ,mai #aiae74 ,diese sind wiederum entweder allgemeine 7,gesamtbegriffe71 wenn in ihnen das ,individuum schlechthin und ganz im allgemeinen gedacht ist2 oder spezielle 7,spezialbegriffe71 wofern in ihnen das ,individuum raum-zeitlich oder wie sonst immer speziell bestimmt gedacht ist4 ,so umfat der ,gesamtbegriff ,napoleon8 eine ,reihe von ,spezialbegriffen1 wie z4 ,b43 ,napoleon als ,knabe1 als ,feldherr1 als ,kaiser1 als ,gatte und ,vater1 als ,schriftsteller1 als ,verbannter u4 a4 m4 ,kollektivbegriffe sind demgegenber solche1 deren ,gegenstand durch die ,zusammenfassung einer ,anzahl von ,gegenstnden zu einem ,gegenstand gebildet ist 7so z4 ,b4 hufig durch die ,zusammenfassung von ,merkmalen1 die bestimmten ,gattungen oder ,arten gemeinsam sind74 ,beispiele dafr sind3 ,staat2 ,papsttum2 ,schnheit2 ,reichtum2 ,menschheit2 ,weisheit2 ,religiositt2 ,freiheit4 ,die ,unterschiede der ber- und ,unterordnung haben nur relativen ,charakter3 ein und derselbe ,begriff kann seinem bergeordneten gegenber ,art1 seinem untergeordneten gegenber ,gattung sein4 ,nur die ,einzelbegriffe1 in welche die ,artbegriffe allmhlich durch immer zunehmende ,determinierung ihres ,inhaltes auslaufen1 sind frei von dieser ,relativitt4 ,sie bleiben als ,individualbegriffe allen hheren ,arten und ,gattungen untergeordnet und knnen nicht mehr zu ,art- oder ,gattungsbegriffen selbst werden4 ,das gleiche gilt im umgekehrten ,sinne von den hchsten ,begriffen1 also denen1 die den rmsten ,inhalt und weitesten ,umfang haben3 sie bleiben gegenber allen anderen ,begriffen immer ,gattungen1 weil es ihnen gegenber keine hheren ,gattungen mehr gibt4 ber das ,verhltnis von ,gattungs- und ,artbegriffen lassen sich unter ,hinzunahme der oben dargestellten ,beziehungen zwischen ,inhalt und ,umfang der ,begriffe leicht folgende ,tatsachen ableiten3 ,gattungsbegriffe haben gegenber ihren ,artbegriffen einen rmeren ,inhalt1 aber reicheren ,umfang2 ,artbegriffe haben gegenber ihrem ,gattungsbegriffe einen reicheren ,inhalt1 aber rmeren ,umfang4 ,die ,bestimmungen1 um die der konstituierende ,inhalt eines ,artbegriffes reicher ist als der seines ,gattungsbegriffes1 gehren dem ,inhalt des ,gattungsbegriffes bereits als mgliche ,merkmale an2 denn ein ,gattungsbegriff wird zum ,artbegriff nur durch ,determinierung seines ,inhalts1 und die ,merkmale1 durch die man ihn determiniert1 mssen ihm folglich schon vordem als mgliche ,merkmale zugehren4 ,der ,inhalt eines ,gattungsbegriffes umfat die seinen ,arten gemeinsamen wesentlichen ,merkmale1 unter ,abstraktion von den nichtgemeinsamen1 die in den ,arten1 wie man zu sagen pflegt1 die artbildenden ,unterschiede8 7differentiae specificae7 bilden4 ,der ,umfang eines ,gattungsbegriffes ist gleich dem ,inbegriff der ,umfnge aller seiner ,arten4 ,der ,umfang eines ,artbegriffes deckt sich also mit einem ,teil des ,umfangs seines ,gattungsbegriffes und ist selbst gleich dem ,inbegriff der ,umfnge aller der ihm untergeordneten ,arten 7,unterarten oder ,individuen74 ,artbegriffe sind ihrem ,gattungsbegriffe unmittelbar untergeordnet2 die ,individuen dieser ,arten ebendemselben ,gattungsbegriffe mittelbar2 und ebenso3 ,gattungsbegriffe sind ihren ,arten unmittelbar1 den ,individuen dieser ,arten mittelbar bergeordnet4 ,durch die ,beziehungen der ber- und ,unterordnung schlieen sich die ,begriffe miteinander zu ,reihen zusammen1 in denen man von immer inhaltsrmeren und umfangsreicheren zu immer inhaltsreicheren und umfangsrmeren ,begriffen hinauf- und hinabsteigen kann4 ,nennen wir den ,inbegriff aller in solchem ,verhltnis zueinander stehender ,begriffe eine ,ordnungsreihe des ,denkens1 so ergibt sich1 da wir die ,begriffe noch in solche gleicher und verschiedener ,ordnungen scheiden knnen4 ,aber auch diese ,scheidung ist nur in relativem ,sinne gltig2 denn nach oben laufen ja die ,ordnungsreihen des ,denkens durch immer hhere ,gattungsbegriffe mehr und mehr zusammen1 um schlielich in einer hchsten gleichwie gearteten ,spitze zu enden4 ,nach unten gehen sie im ,gegensatz dazu in immer breitere ,verzweigungen auseinander1 die sich mit zunehmender ,determinierung immer mehr versteln4 ,diese ,verzweigungen darf man sich nun nicht etwa als voneinander getrennte und streng geschiedene vorstellen4 ,man mu sie vielmehr so versinnbildlichen1 da sie einander bestndig kreuzen1 ineinander bergehen und miteinander in mannigfach verschlungene ,beziehungen treten4 ,ein und derselbe ,begriff kann entsprechend seinem ,inhalt verschiedenen ,ordnungsreihen angehren1 je nach dem ,gesichtspunkte1 von dem aus man ihn zum ,gliede einer ,einteilung macht1 und bildet damit allemal einen ,kreuzungspunkt1 an dem die ,reihen ineinander berflieen4 ,das ,ganze der menschlichen ,begriffe bildet also ein anschaulich kaum zu versinnbildlichendes ,system1 in dem die untere ,grenze durch jene ,begriffe gebildet wird1 in denen wir bei dem reichsten ,inhalt und dem rmsten ,umfang gewisse raumzeitlich bestimmte individuelle ,gegenstnde denken 7z4 ,b4 ,csar im ,augenblicke seiner ,ermordung1 die ,zerstrung des ,tempels zu ,jerusalem im ,jahre #gj n4 ,chr4 ,geb41 den ,abbruch der diplomatischen ,verhandlungen zwischen sterreich-,ungarn und ,serbien am #be4 ,juli #aiad74 ,ihnen gegenber stehen an der ,spitze aller ,begriffe die sog4 ,kategorien 7oberste ,denkformen71 die bei dem rmsten ,inhalt den grten ,umfang haben4 ,das ,wort ,kategorien8 7zu deutsch3 ,aussageformen7 stammt von ,aristoteles1 der in seinen logischen ,schriften zehn solcher hchsten ,begriffe aufzhlt1 und zwar3 ,substanz1 ,quantitt1 ,qualitt1 ,relation1 ,raum1 ,zeit1 ,lage1 haben1 tun1 leiden84 ,demgegenber versuchen bereits die ,stoiker eine ,verbesserung1 indem sie erklren1 der hchste ,begriff sei der des etwas berhaupt82 dieser wiederum zerfalle in vier ,unterabteilungen1 die da sind3 ,substanz oder ,ding1 notwendige ,eigenschaft1 unwesentliche ,beschaffenheit1 ,beziehung84 ,kant stellt zwlf ,kategorien auf1 und zwar als ,kategorien der ,quantitt3 ,einheit1 ,vielheit1 ,allheit2 als ,kategorien der ,qualitt3 ,realitt1 ,negation1 ,einschrnkung2 als ,kategorien der ,relation3 ,substanz1 ,ursache1 ,gemeinschaft2 als ,kategorien der ,modalitt3 ,mglichkeit1 ,dasein und ,notwendigkeit2 whrend ,schopenhauer glaubt1 alle ,kategorien auf eine einzige1 auf die der ,kausalitt1 reduzieren zu knnen4 -- ,in der neueren ,logik werden zumeist drei ,arten oberster ,begriffe angenommen1 und zwar am hufigsten3 #a4 ,begriffe von ,dingen 7,substanzen7 als dem selbstndigen ,sein2 #b4 ,begriffe von ,eigenschaften einschlielich ,zustnden und ,vernderungen 7,akzidentien7 als dem unselbstndigen ,sein oder ,sein in einem anderen2 #c4 ,begriffe von ,beziehungen 7,relationen7 als den ,verhltnissen1 die zwischen mindestens zwei ,dingen1 ,eigenschaften oder ,beziehungen durch ,unterscheidung und ,vergleichung gedacht werden4 ,damit ist gesagt3 alle ,begriffe1 in denen wir denken1 sind entweder ,ding-1 ,eigenschafts- oder ,beziehungsbegriffe1 haben also zu ,gegenstnden entweder ,dinge oder ,eigenschaften 7bzw4 ,zustnde und ,vernderungen7 oder ,beziehungen4 ,demgegenber darf aber nicht bersehen werden1 da diese drei ,kategorien wiederum unter einer hheren ,gattung zusammenfallen1 worauf bereits die ,stoiker1 neuerdings ,hamilton1 aufmerksam gemacht haben3 unter der des ,gegenstandes oder des ,seienden berhaupt4 ,alle ,begriffe sind -- insofern etwas in ihnen gedacht werden mu1 wenn sie mit ,recht diesen ,namen tragen sollen -- ,begriffe von einem ,etwas berhaupt oder1 wie wir dafr sagen wollen1 ,begriffe von ,gegenstnden berhaupt4 ,die ,gegenstnde zerfallen dann in die obersten ,arten der ,dinge1 ,eigenschaften und ,beziehungen4 #d ,so schon ,aristoteles in seinem ,satze3 8 7niemals denkt die ,seele ohne ,vorstellungen74 #e ,zur ,orientierung sei empfohlen3 ,joseph ,geyser1 ,einfhrung in die ,psychologie der ,denkvorgnge1 ,paderborn #aiji1 ferner3 ,n4 ,braunshausen1 ,einfhrung in die experimentelle ,psychologie 7,a,nu,g ,bd4 #dhd72 ,e4 v4 ,aster1 ,einfhrung in die ,psychologie 7,a,nu,g ,bd4 #dib74 ,,ii4 ,die ,lehre vom ,urteil4 #a4 ,arten und ,ordnung der ,urteile4 ,alles ,denken ist in seinem weitesten ,sinne ,urteilen oder ,fragen4 7,das ,schlieen ist keine selbstndige ,art des ,denkens1 sondern1 wie sich zeigen wird1 eine ,art des ,urteilens1 und zwar ein mittelbares oder vermitteltes ,urteilen im ,gegensatz zum unmittelbaren47 ,der ,frage gegenber ist das ,urteil das ,ursprnglichere2 denn die ,frage hat1 wie zu errtern sein wird1 ihrer logischen ,beschaffenheit nach das ,urteil zur ,voraussetzung4 ,die traditionelle ,logik hat die ,bedeutung der ,frage fr das ,denken und ihr ,verhltnis zum ,urteil im allgemeinen stiefmtterlich behandelt4 ,das soll hier vermieden werden2 indessen setzt die logische ,analyse der ,frage die des ,urteils voraus und mu darum zweckmig an den ,schlu der ,urteilslehre gestellt werden4 ,urteilen heit1 um es zunchst allgemein zu sagen1 von einem ,gegenstande als logischem ,subjekt etwas aussagen1 was diesem -- sei es eine ,eigenschaft 7,zustand1 ,vernderung7 oder eine ,beziehung -- als logisches ,prdikat zukommt4 ,in dieser ,beziehung zwischen dem ,gegenstand der ,aussage 7,subjekt ,s7 und der eigentlichen ,aussage selbst 7,prdikat ,p7 liegt das ,wesen des ,urteils2 sie macht seinen ,charakter aus und bedingt seine ,verschiedenheit von anderen ,faktoren des ,seelenlebens1 von ,vorstellungen und ,begriffen4 ,vorstellungen -- seien es solche der ,wahrnehmung1 ,erinnerung oder ,einbildung -- sind1 wie schon in anderem ,zusammenhange betont1 wirklich oder nichtwirklich2 ,begriffe sind der ,zusammensetzung ihres ,inhalts nach mglich oder nichtmglich2 ,urteile allein sind wahr oder falsch4 ,wahrheit und ,falschheit sind also kennzeichnende ,eigentmlichkeiten1 die von allen ,produkten unseres ,seelenlebens allein dem ,urteil zukommen4 ,die traditionelle ,logik pflegt fr die ,einteilung der ,urteile das von ,kant im ,anschlu an scholastische ,unterscheidungen entworfene ,schema zugrunde zu legen1 das besagt3 ,urteile sind der ,quantitt nach3 allgemeine 7alle ,s sind ,p7 oder besondere 7einige ,s sind ,p7 oder einzelne 7,s ist ,p72 der ,qualitt nach3 bejahende 7,s ist ,p7 oder verneinende 7,s ist nicht ,p7 oder unendliche 7,s ist non-,p72 der ,relation nach3 kategorische 7,s ist ,p7 oder hypothetische 7wenn ,q ,r1 dann ,s ,p7 oder disjunktive 7,s ist entweder ,p oder ,p2 der ,modalitt nach3 problematische 7,s kann ,p sein7 oder assertorische 7,s ist tatschlich ,p7 oder apodiktische 7,s mu ,p sein7#f4 ,dieses ,schema hat indessen durch die neuere ,logik 7so schon durch ,schopenhauer1 durch ,herbart7 so zahlreiche ,umgestaltungen erfahren1 da es auch hier in vernderter ,fassung zugrunde gelegt werden darf4 ,urteile sind nach ihrem ,bestande entweder einfache oder zusammengesetzte2 nach ihrer ,beziehung auf das ,wirkliche entweder ,real- oder ,idealurteile4 ,einfache ,urteile sind solche1 deren ,analyse nur ein ,subjekt und ein ,prdikat2 zusammengesetzte solche1 deren ,analyse entweder mehrere ,subjekte oder mehrere ,prdikate1 im ganzen also mehrere einfache ,urteile als ,glieder des ,bestandes ergibt4 ,realurteile sind solche1 in denen wir die ausgesagte ,beziehung als vom ,denken unabhngig wirklich1 ,idealurteile solche1 in denen wir diese nur im ,gedachtwerden wirklich voraussetzen4 ,von den ,idealurteilen kommen fr die logische ,analyse vor allem die mathematischen und logischen ,urteile in ,betracht4 ,diese sollen als ,urteile ber die ,beziehungen zwischen ,formen und ,gren ,formalurteile heien1 im ,gegensatz zu den ,realurteilen als ,urteilen ber die ,vorgnge und ,beziehungen der ,wirklichkeit 7daher3 ,wirklichkeitsurteile1 ,tatsachenurteile74 ,die ,scheidung der ,urteile in ,real- und ,idealurteile wird erst in einem spteren ,zusammenhange ,bedeutung gewinnen2 die in einfache und zusammengesetzte ist bereits hier wichtig4 ,fr die logische ,gliederung der ,urteile nach ,gattungen und ,arten ist die ,einteilung der einfachen ,urteile grundlegend2 sie gilt mittelbar auch fr die zusammengesetzten1 insofern als diese ja aus einfachen ,urteilen gebildet sind4 ,die einfachen ,urteile sind nach der ,inhaltsbestimmung ihres ,subjektsbegriffes entweder ,subjekt-unbestimmte1 auch ,impersonalien genannt 7z4 ,b4 es regnet1 es klopft87 oder ,subjekt-bestimmte 7,s ist ,p72 die ,subjekt-bestimmten ,urteile wieder nach der ,beschaffenheit ihres ,subjekts entweder ,gattungs- oder ,einzel- 7generelle oder individuelle7 ,urteile1 nach der ,beschaffenheit ihres ,prdikats entweder ,inhrenz- oder ,relationsurteile4 ,inhrenzurteile sind ferner entweder ,qualittsurteile 7z4 ,b4 ,die ,bienen sammeln ,honig87 oder klassifikatorische 7z4 ,b4 ,bienen sind ,insekten87 oder normative ,urteile 7z4 ,b4 ,du sollst lernen872 ,relationsurteile sind entweder quantitative oder qualitative 7,s ist grer1 schner als ,p7 sowie entweder kausale 7,s bewirkt ,p7 oder existentiale 7,s existiert74 ,in einem ,schema angeordnet sieht demnach die ,einteilung der einfachen ,urteile folgendermaen aus3 ,einfache ,urteile ------------------------- ,subjekt-unbestimmte ,subjekt-bestimmte oder ,impersonalien ----------------------- ,gattungsurteile ,einzelurteile ----------------------- ---------------------------------- ,inhrenzurteile ,relationsurteile --------------- ------------------------ ,quali- ,klassi- ,norma- ,quan- ,quali- ,kausal- ,existen- ttsur- fikato- tive titative tative urteile tialur- teile rische ,urteile ,rela- ,relati- teile ,urteile ,urteile tionsur- onsur- teile teile ,die zusammengesetzten ,urteile sind je nach der ,art ihrer ,zusammensetzung entweder ,beurteilungen oder ,urteilsverbindungen oder ,urteilsgefge4 ,beurteilungen -- auf der ,grenze der zusammengesetzten ,urteile zu den einfachen stehend -- sind solche ,aussagen1 deren ,subjekt selbst wieder ein ,urteil ist4 ,sie zerfallen in die ,arten der verneinenden 7,s ist nicht ,p71 quantitativ- und modal-bestimmenden ,urteile2 die zu zweit genannten wieder in universale und partikulre 7alle ,s sind ,p2 einige ,s sind ,p72 die zuletzt genannten in apodiktische1 assertorische und problematische ,behauptungen 7,s ist notwendig1 tatschlich1 mglicherweise ,p74 ,urteilsverbindungen sind solche zusammengesetzte ,urteile1 in denen mehrere einfache ,urteile entweder kopulativ 7,s und ,s sind ,p7 oder konjunktiv 7,s ist ,p und ,p7 oder divisiv 7,s ist teils ,p1 teils ,p7 miteinander verknpft sind4 ,urteilsgefge endlich sind ,urteilszusammensetzungen1 in denen eine ,mehrheit von ,urteilen in eine entweder ausschlieende oder begrndende ,beziehung zueinander gerckt sind2 die ersteren 7,s ist entweder ,p oder ,p7 heien disjunktive1 die letzteren 7wenn ,q ,r1 dann ,s ,p7 hypothetische ,urteilsgefge4 ,verdeutlichen wir die ,arten der zusammengesetzten ,urteile gleichfalls an ,hand eines ,schemas1 dann ergibt sich3 ,zusammengesetzte ,urteile ---------------------------------------- ---------- ,beurteilungen ,urteilsverbindungen ,urteilsgefge -------------------- ---------------- ------ verneinen- quanti- modal- kopu- kon- divi- dis- hypo- de oder tativ bestim- lative junktive sive junk- theti- ,negationen bestim- mende tive sche mende ----------- -------------- univer- parti- apo- asser- proble- sale kul- dikti- tori- matische 7allge- re sche sche meine7 #b4 ,logische ,theorie des ,urteils4 ,die logische ,analyse des ,urteils legt ihrer ,untersuchung das elementare bejahende ,urteil von der ,form ,s ist ,p8 zugrunde4 ,was fr dieses als gltig erwiesen ist1 mu mutatis mutandis auch fr die noch so kompliziert zusammengesetzten ,urteile gelten1 da jene aus diesen gebildet sind4 ,das ,urteil verhlt sich zum ,satz wie der ,begriff zum ,worte1 mit dem er verbunden ist4 ,der ,satz ist also mehr als die uere ,hlle des ,urteils2 er ist ,trger1 ,vermittler des im ,urteil enthaltenen ,gedankens1 wie das ,wort ,trger1 ,vermittler des mit ihm verknpften ,begriffes ist4 ,nichtsdestoweniger ist zwischen der grammatischen ,analyse des ,satzes und der logischen ,analyse des ,urteils ein strenger ,unterschied zu ziehen4 ,grammatisch mag ein ,satz auch aus noch so vielen ,bestandteilen zusammengesetzt sein 7,subjekt1 ,prdikat1 ,objekt1 nheren ,bestimmungen des ,ortes1 der ,zeit usw4 als grammatischen ,kategorien72 logisch sind alle ,urteile zweigliedrig 7so schon ,beneke2 auch ,wundt1 ,erdmann1 ,geyser74 ,nur eine grammatisierende ,logik1 7welche die ,logik entweder mit der ,grammatik identifiziert oder beider ,grenzen durcheinanderflieen lt71 vermag die ,annahme zu vertreten1 da ein ,urteil logisch mehr oder weniger als zwei ,glieder haben knne4 ,und nur eine psychologisierende ,logik vermag der grammatisierenden darin beizupflichten1 indem sie nmlich die psychologische ,frage nach dem ,vorstellungsbestande des ,urteilens der logischen ,frage nach dem ,aufbau des ,urteils substituiert4 ,in dem elementaren ,urteil3 ,s ist ,p8 ist ,s8 grammatisch ,subjekt1 ist8 ,kopula und ,p8 ,prdikat oder ,objekt2 logisch dagegen ,s8 ,subjekt und das ,p-sein des ,s8 ,prdikat4 ,mgen wir von hier aus auch zu den grammatisch verwickeltsten ,urteilsformen aufsteigen1 logisch wird sich allemal zeigen1 da sie nur aus zwei ,gliedern bestehen3 dem ,subjekt als dem ,gegenstand1 ber den1 und dem ,prdikat1 als dem ,gegenstand1 der ausgesagt wird4 ,folgende ,urteile also -- so sehr sie grammatisch voneinander abweichen -- sind logisch zweigliedrig3 logisches ,subjekt3 logisches ,prdikat3 ein ,knabe starb ein siebenjhriger ,knabe starb nach kurzer ,krankheit ein siebenjhriger blonder ,knabe starb nach kurzer ,krankheit in den ,armen seiner ,mutter ein siebenjhriger blonder ,knabe1 der sich beim ,baden erkltet hatte1 starb nach kurzer ,krankheit in den ,armen seiner ,mutter an einer ,lungenentzndung4 ,das gleiche gilt auch1 obwohl es gelegentlich bestritten worden ist1 fr die sog4 verkrzten ,urteile8 oder ,urteilsworte8 7z4 ,b4 komm81 bleibe81 ,hilfe681 stirb871 deren logischer ,sinn soviel ist wie ich will1 da du kommst81 ich will1 da du bleibst1 hilfst8 usw41 wobei ich8 logisches ,subjekt1 will1 da du kommst8 logisches ,prdikat ist4 ,noch an ,hand einer anderen ,art von ,urteilen hat man versucht1 die ,zweigliedrigkeit der ,urteile in ,zweifel zu ziehen1 und zwar an der ,hand der ,subjekt-unbestimmten ,urteile oder ,impersonalien4 ,inwiefern auch hier der erhobene ,einwand haltlos ist1 wird sich zeigen1 wenn von dieser ,urteilsart im speziellen die ,rede sein wird4 ,damit ist fr die ,frage nach dem ,wesen des ,urteils zunchst so viel gewonnen1 da jedes ,urteil seinem logischen ,aufbau nach aus zwei materialen ,gliedern bestehe1 die im ,urteilsakt in eine bestimmte ,beziehung zueinander gerckt werden4 ,diese ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat1 d4 i4 die eigentlich prdikative 7aussagende7 ,beziehung oder ,form des ,urteils ihrem ,wesen nach zu bestimmen1 ist die weitere ,aufgabe der logischen ,analyse des ,urteils4 ,sieht man von allen ,besonderheiten psychologisierender oder grammatisierender ,urteilstheorien ab#g1 so kann man die bisher entwickelten ,auffassungen in zwei ,gruppen scheiden4 ,die eine glaubt1 die ,inhalts-1 die andere die ,umfangsbeziehungen zwischen dem ,subjekts- und dem ,prdikatsbegriff als die fr die ,theorie des ,urteils magebenden betrachten zu mssen4 ,die ersteren werden danach als ,inhaltstheorien1 die zweiten als ,umfangstheorien bezeichnet4 ,der ,gegensatz dieser ,auffassungen ist ein so weit reichender1 da sich im ,anschlu daran geradezu von verschiedenen ,richtungen der ,logik sprechen lt1 deren eine als ,inhaltslogik1 deren andere als ,umfangslogik anzusprechen ist4 ,zu den ,umfangstheorien gehrt die lteste und verbreitetste ,annahme ber das ,wesen des ,urteils1 die sog4 ,subsumtionstheorie 7vertreten durch ,aristoteles1 ,lambert1 ,kant1 ,hegel74 ,sie deutet die ,urteilsbeziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat so1 da der ,umfang des ,subjektsbegriffes unter den ,umfang des ,prdikatsbegriffes subsumiert sei4 ,das ,subjekt werde also als ,art zu dem ,prdikat als ,gattung gedacht4 ,in dem ,urteil ,kunst bringt ,gunst8 z4 ,b4 sei das ,gunst-bringende8 ,gattungsbegriff gegenber dem ,begriff ,kunst8 als einer seiner ,arten2 die ,kunst8 mithin unter den ,begriff ,gunst-bringendes8 subsumiert4 -- ,dieser ,theorie verwandt ist eine zweite1 die sog4 ,identittstheorie des ,umfangs 7vertreten z4 ,b4 durch ,ploucquet2 in reiferer ,form durch ,w4 ,hamilton in der sog4 ,lehre von der ,quantifikation des ,prdikats und deren ,anhngern ,thompson1 de ,morgan74 ,ihr zufolge seien im ,urteil ,subjekts- und ,prdikatsbegriff ihrem ,umfang nach als gleich gro 7identisch7 gedacht4 ,in der ,behauptung ,alle ,rosen tragen ,dornen8 sei der ,umfang des ,begriffes ,dornen-tragendes8 nicht grer als der des ,begriffes alle ,rosen82 denn der ,subjektsbegriff alle ,rosen8 schrnke den sonst weiteren ,umfang des ,begriffes ,dornen-tragendes8 auf seinen eigenen ,umfang ein4 ,das ,urteil msse genau genommen also heien3 ,alle ,rosen sind dornentragende ,rosen48 -- ,als ,vertreter der ,umfangslogik kommen neben den ,genannten auch alle ,anhnger der mathematischen ,logik in ,betracht4 ,diese deuten das ,urteil sowohl im ,sinne der ,subsumtions- wie der ,identittstheorie des ,umfangs1 wobei die ,inhaltsbeziehungen vllig verloren gehen4 ,sie schreiben in mathematischem ,gewande fr ,urteile wie ,kochsalz ist ,chlornatrium83 ,s ,p81 fr ,urteile wie ,silber ist ein ,metall83 ,s 7 ,p81 indem sie die ,gleichheitsbeziehungen des ,umfangs durch 1 die ,subsumtionsbeziehungen durch 7 wiedergeben4 ,nehme man beide ,symbole zusammen1 dann lasse sich das ,wesen des ,urteils darstellen durch den ,ausdruck3 ,s 7 ,p4 -- ,von den ,inhaltstheorien sei hier nur die sog4 ,identittstheorie des ,inhalts erwhnt 7vertreten durch ,h4 ,st4 ,jevons1 in anderer ,gestalt durch ,lotze74 ,nach ihr sei das ,wesen des ,urteils darin zu suchen1 da in ihm ,subjekt und ,prdikat als inhaltsgleich 7inhaltsidentisch7 gedacht werde4 ,die ,behauptung3 ,ein ,teil der ,menschen ist farbenblind8 bedeute mithin soviel wie3 ,einige ,menschen 7unter denen jedoch nur die ,farbenblinden zu verstehen sind7 sind farbenblinde ,menschen48 -- 7,ausfhrliche ,darstellung und ,kritik dieser ,urteilstheorien bei ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i1 ,kap4 #dc47 ,fr die ,bestimmung des ,wesens des ,urteils ist zunchst davon auszugehen1 da sowohl dem ,subjekts- wie dem ,prdikatsbegriff ein ,inhalt und ein ,umfang zukommt1 die im ,urteil zueinander in eine bestimmte logische ,beziehung treten4 ,wie aber schon die ,lehre vom ,begriff zeigte1 da der ,umfang eine vom ,inhalt abhngige ,gre sei1 so ergibt auch die ,analyse des ,urteils1 da die ,umfangsbeziehungen eine ,folge der ,inhaltsbeziehungen1 diese mithin die primren und fr die ,theorie des ,urteils magebenden sind4 ,darber1 ob zwei ,begriffe miteinander in das ,verhltnis von ,subjekt und ,prdikat treten knnen1 entscheiden nicht die ,beziehungen ihres ,umfangs1 sondern ihres ,inhalts4 ,die ,begriffe ,gold8 und ,metall8 haben nur darum einen ,teil ihres ,umfangs gemeinsam1 weil sie einen ,teil ihrer konstituierenden ,merkmale gemeinsam haben1 dergestalt1 da ,gold8 zur ,art gegenber der ,gattung ,metall8 wird4 ,da sie also miteinander zu dem ,urteil ,gold ist ein ,metall8 zusammentreten knnen1 hngt von der ,beschaffenheit ihrer ,merkmale1 mithin ihres ,inhalts1 nicht von der ihres ,umfangs ab4 ,die sich daraus ergebende ,auffassung des ,urteils erweist sich mithin als eine ,inhaltstheorie4 ,die ,frage1 vor der die logische ,analyse nunmehr steht1 lautet3 ,welcher ,art sind im ,urteil die ,inhaltsbeziehungen zwischen ,subjekts- und ,prdikatsbegriff8 ,der ,errterung dieser ,frage seien drei elementare ,urteile von der ,form ,s ist ,p8 zugrunde gelegt3 #a4 ,atome 7im ,sinne der ,lehre ,demokrits7 sind unteilbar2 #b4 ebene ,dreiecke sind ,flchen1 die von drei geraden ,linien begrenzt werden2 #c4 der brave ,mann denkt an sich selbst zuletzt4 ,nehmen wir das erste dieser ,urteile1 so erweist sich der ,prdikatsbegriff unteilbar8 als ein notwendiges ,merkmal des ,subjektsbegriffes ,atom84 ,alle ,merkmale des ,unteilbaren sind also in dem ,inhalt des ,begriffes ,atom8 enthalten4 ,der ,inhalt des ,subjektsbegriffes ,atom8 ist aber reicher als der des ,prdikats4 ,unteilbar8 kann als ,merkmal auch dem ,unkrperlichen zukommen2 das ,atom dagegen ist gerade dadurch gekennzeichnet1 da es krperlich1 d4 h4 ausgedehnt ist4 ,der ,inhalt des ,prdikatsbegriffes verhlt sich also zu dem des ,subjektsbegriffes so1 da er mit einem ,teil dieses identisch ist2 und die ,beziehung zwischen ,subjekts- und ,prdikatsinhalt ergibt sich als eine ,beziehung unvollstndiger ,gleichheit4 ,nehmen wir das zweite ,urteil3 ,ebene ,dreiecke sind ,flchen1 die von drei geraden ,linien begrenzt werden48 ,in diesem enthlt das ,prdikat alle notwendigen ,merkmale1 die dem ,subjektsbegriff zukommen1 mit anderen ,worten3 es definiert diesen4 ,nicht im ,prdikat enthalten1 obschon daraus ableitbar1 sind dagegen alle mglichen ,merkmale des ,subjekts1 die dessen ,inhalt im weiteren ,sinne bilden4 ,auch hier also herrscht die ,beziehung vor1 da der ,prdikatsbegriff mit einem ,teil des ,gesamtinhalts des ,subjektsbegriffes 7und zwar mit dem ,inhalt im engeren ,sinne7 identisch ist1 abermals eine ,beziehung unvollstndiger ,gleichheit4 ,ebendasselbe ergibt sich an ,hand des dritten ,beispiels3 ,der brave ,mann denkt an sich selbst zuletzt48 ,in diesem ist das ,prdikat ein abgeleitetes oder mgliches ,merkmal des ,subjektsbegriffes2 es hat also zu diesem die ,beziehung1 da es mit einem ,teil von dessen ,inhalt 7und zwar mit einem ,teil des ,inhalts im weiteren ,sinne7 identisch ist1 wiederum also wie oben die ,beziehung unvollstndiger ,gleichheit4 ,sehen wir von den ,differenzen dieser drei ,beziehungsarten ab1 dann mu das ,verhltnis unvollstndiger ,inhaltsgleichheit zwischen ,subjekts- und ,prdikatsbegriff als ein dem ,urteil eigentmliches anerkannt werden4 ,die ,frage nach dem ,wesen des ,urteils ist damit aber nicht gelst4 ,auch zwei nicht im ,urteil aufeinander bezogene ,begriffe knnen miteinander in dem ,verhltnis unvollstndiger ,inhaltsgleichheit stehen1 nmlich dann1 wenn sie einen ,teil ihrer ,merkmale gemeinsam haben 7z4 ,b4 ,kranich und ,vogel gemeinsam alle ,merkmale des ,vogels2 ,empfindung und ,atom gemeinsam das ,merkmal der ,einfachheit2 ,schimmel und ,schnee gemeinsam das ,merkmal des ,weien74 ,was unterscheidet die ,beziehung unvollstndiger ,inhaltsgleichheit im ,urteil von dieser vom ,urteil unabhngigen8 -- ,die ,antwort auf diese ,frage hat davon auszugehen1 da in jedem ,urteil der ,prdikatsbegriff den ,subjektsbegriff in und vermge jener unvollstndigen ,gleichheit ihrer ,inhalte determiniert4 ,wann und wie wir auch urteilen1 immer hat die ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat den ,zweck1 den ,inhalt des ,subjekts fr den vorliegenden ,fall um den ,inhalt des ,prdikats zu bereichern4 ,einen ,begriff um ein ,merkmal bereichern8 heit dabei3 ihn so denken1 da sein ,inhalt den ,inhalt jenes ,merkmals in sich enthlt1 wobei notwendige ,merkmale notwendige bleiben1 mgliche zu wirklichen werden4 ,heie der ,begriff1 der determiniert wird1 ,s81 der1 durch welchen determiniert wird1 ,p81 so bedeutet die ,determination des ,s8 durch ,p8 soviel wie3 ,p ist in ,s enthalten8 oder3 ,p bildet einen ,teil des ,inhalts von ,s84 ,alle ,determination von ,begriffen erfolgt also durch ,urteile1 und ,urteilen ist selbst nichts anderes als ,determinieren4 ,die ,begriffsbildung als ,vorgang der ,determination setzt mithin das ,urteilen voraus2 oder1 wie schon frher betont3 ,urteile1 nicht ,begriffe1 sind die ,formelemente des ,denkens4 ,kurz gesagt3 ,zu der ,beziehung unvollstndiger ,inhaltsgleichheit zwischen zwei ,begriffen kommt im ,urteil noch das hinzu1 da der ,subjektsbegriff durch das ,prdikat determiniert wird2 oder3 der ,inhalt des ,prdikatsbegriffes ist nicht nur einem ,teile des ,subjektsinhaltes gleich1 sondern er bildet selbst diesen ,teil4 ,er ist mithin dem ,subjektsinhalt logisch immanent oder auch1 wie wir dafr sagen knnen3 er ist vermge des ,urteilsgedankens diesem logisch eingeordnet4 ,damit ergibt sich als ,wesen des ,urteils die ,einordnung des ,prdikats- in den ,subjektsinhalt2 als ,theorie des ,urteils eine ,einordnungstheorie1 wie wir sie im ,anschlu an die ,namengebung ihres ,begrnders ,b4 ,erdmann 7vgl4 ,logik ,i1 ,s4 #ceh f47 nennen wollen4 ,drcken wir die ,einordnungsbeziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat symbolisierend durch einen ,pfeil aus1 dann knnen wir als ,form des elementaren ,urteils schreiben3 ,s ,p81 wobei die ,pfeilrichtung andeutet1 da das ,p8 dem ,s8 eingeordnet ist1 nicht umgekehrt#h4 ,daraus ergibt sich1 da das ,urteil keine ,verbindung oder ,trennung von ,begriffen1 keine ,zerlegung eines ,begriffes in seine ,teilbestimmungen ist1 sondern vielmehr das eigentmliche logische ,verhltnis zweier ,begriffe1 durch das der ,inhalt des einen 7,prdikat7 als ein ,teil des ,inhalts des anderen 7,subjekt7 gedacht wird4 ,die vermeintliche analysierende ,trennung von ,subjekt und ,prdikat als ,voraussetzung des ,urteils und ihre im ,urteil selbst erfolgende ,ineinssetzung ist also kein logischer1 sondern lediglich ein sprachlicher ,vorgang1 dem gewisse1 fr die ,logik bedeutungslose psychologische ,funktionen vorangehen4 ,begriff und ,urteil sind nichts prinzipiell voneinander ,verschiedenes4 ,in und mit jedem ,begriff denken wir einen bestimmten ,inhalt1 dem ein ganzer ,inbegriff von ,merkmalen1 in und mit jedem ,urteil einen ,inhalt1 dem dieses oder jenes bestimmte ,merkmal logisch immanent ist4 ,begriffe sind mithin sozusagen kristallisierte ,urteile1 ,urteile sich bildende ,begriffe4 ,mgliche ,begriffe entsprechen formal-gltigen1 unmgliche formal-ungltigen ,urteilen4 ,nach dem ,gesagten drfen die ,ausfhrungen ber die ,umfangsbeziehungen zwischen ,subjekt und ,prdikat1 die sich aus der ,beziehung der ,einordnung ergeben1 kurz sein4 ,bildet das ,prdikat einen ,teil des ,subjektsinhaltes1 so kann sein ,umfang -- als der eines ,gliedes im ,urteil -- nicht kleiner und nicht grer sein als der des ,subjekts4 ,die ,umfangsbeziehungen sind mithin die der ,identitt1 wobei der ,prdikatsbegriff vom ,subjekt1 nicht dieses von jenem abhngt4 ,gold ist ein ,metall8 bedeutet soviel wie3 alle ,merkmale des ,begriffes ,metall8 kommen dem ,begriff ,gold8 zu und gelten dementsprechend von dem gesamten ,umfang1 von dem der ,begriff ,gold8 gilt4 ,jede ,einschrnkung des ,subjektsumfanges 7z4 ,b4 im partikulren ,urteil einige ,s ,p87 schrnkt also entsprechend auch den ,umfang des ,prdikats ein2 denn dieses wird vom ,subjekt nur soweit als gltig ausgesagt1 wie das ,subjekt selbst seinem ,umfang nach ,anwendung findet4 #c4 ,formale und materiale ,bedingungen der ,urteilsgltigkeit4 ,alle ,urteile -- 7sofern wir von dem in der ,lge enthaltenen ,spezialfall beabsichtigter ,tuschung absehen7 -- sind psychologisch mit dem ,bewutsein der ,wahrheit verbunden 7,gewiheit2 berzeugtheit2 ,geltungsbewutsein2 ,glaube2 englisch belief7 und erheben den ,anspruch darauf1 von anderen als wahr angenommen zu werden4 ,das ,denken ist seinem ,wesen und ,ziel nach wahres ,denken1 und wo es dieses ,ziel nicht erreicht1 da hat es seinen ihm ursprnglich eigenen ,zweck verfehlt4 ,wahr nennen wir ,urteile1 wenn sie sowohl ihrer ,form wie ihrem ,inhalt nach gltig1 unwahr 7oder falsch71 wenn sie entweder ihrer ,form oder ihrem ,inhalt nach ungltig sind4 ,an jedem ,urteil also lt sich wie zwischen ,form und ,inhalt so auch zwischen formaler und materialer ,gltigkeit unterscheiden4 ,die formale ,gltigkeit betrifft die logische ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat2 die materiale die materialen ,urteilsglieder1 d4 h4 den ,subjekts- und ,prdikatsbegriff selbst4 ,ein ,urteil wie3 ,voltaire telegraphierte von ,berlin nach ,potsdam 4448 ist formal gltig1 aber material ungltig1 weil es einen ,anachronismus enthlt1 daher falsch4 ,das ,urteil3 ,die ,leiche erhebt sich und spricht 4448 ist bereits formal ungltig1 weil sein ,prdikat dem konstituierenden ,inhalt seines ,subjektes widerspricht1 mithin auch material ungltig1 also falsch4 ,daraus ergibt sich1 da ,urteile material ungltig und doch formal gltig sein knnen -- 7nur fr die mathematischen ,urteile fllt formale und materiale ,gltigkeit zusammen72 da aber umgekehrt ,urteile nicht formal ungltig sein knnen1 ohne es auch material zu sein4 ,die ,bedingungen der formalen ,gltigkeit der ,urteile sind mithin zugleich mittelbare ,bedingungen ihrer materialen ,gltigkeit2 die ,bedingungen der materialen ,gltigkeit nicht aber solche der formalen4 ,besteht das ,wesen des ,urteils in der ,einordnung des ,prdikats in den ,subjektsinhalt1 so knnen wir als erste vornehmlichste ,bedingung der formalen ,gltigkeit eines ,urteils die aufstellen1 da einem ,subjekt als ,prdikat nur eingeordnet werden darf1 was mit den ,merkmalen1 die seinen konstituierenden ,inhalt bilden1 vertrglich ist4 ,das ,subjekt also entscheidet darber1 was von ihm ausgesagt werden kann und was nicht4 ,urteile sind demnach formal ungltig1 mithin falsch1 wenn ihr ,prdikat dem konstituierenden ,inhalt des ,subjektsbegriffes irgendwie widerspricht4 ,diese ,bedingung stellt den allgemeinen logischen ,grundsatz der ,prdikation dar1 den wir kurz formulieren knnen3 ,keinem ,subjekt kann als ,prdikat zukommen1 was seinem konstituierenden ,inhalt irgendwie widerspricht48 ,dem allgemeinen ,grundsatz der ,prdikation nahe verwandt ist eine zweite formale ,bedingung der ,urteilsgltigkeit1 die besagt1 da einem und demselben ,subjekt in mehreren ,urteilen nur solche ,merkmale als ,prdikate eingeordnet werden drfen1 die einander nicht ausschlieen4 ,nehmen wir hinzu1 da solche ,begriffe1 deren einer ausschliet1 was in dem anderen als wesentlich gedacht ist1 kontradiktorisch-entgegengesetzte heien1 dann knnen wir im ,sinne dieser ,bedingung auch schreiben3 ,einem und demselben ,subjekt drfen in mehreren ,urteilen nicht einander kontradiktorisch-entgegengesetzte ,bestimmungen als ,prdikate eingeordnet werden48 ,die ,formulierung dieser ,bedingung bezeichnet die traditionelle ,logik als logischen ,grundsatz des ,widerspruches4 ,schon ,aristoteles hat ihn als ersten und gewissesten ,grundsatz der ,gltigkeit der ,urteile erkannt und ihn in den ,worten zum ,ausdruck gebracht3 ,es ist unmglich1 da etwas ebendemselben unter den gleichen ,voraussetzungen zukomme und auch nicht zukomme48 ,leibniz erwhnt ihn in der ,monadologie2 ,wolff gibt ihm die ,fassung3 ,es kann etwas nicht zugleich sein und auch nicht sein48 ,in der neueren ,logik hat er eine wechselvolle ,geschichte gehabt1 die bisher nicht geschrieben ist4 ,erdmann formuliert ihn3 ,es ist undenkbar1 da dasselbe demselben unter denselben ,voraussetzungen zukomme und auch nicht zukomme48 ,an der ,hand des logischen ,grundsatzes des ,widerspruches lt sich ein dritter formaler ,grundsatz der ,urteilsgltigkeit leicht ableiten4 ,von den beiden ,urteilen der ,form ,s ,p8 und ,s nicht-,p8 ist gesagt worden1 da sie als einander ausschlieend nicht zugleich gltig sein knnen4 ,eine geringe berlegung lehrt weiter1 da1 wo eines dieser ,urteile gltig ist1 das andere ungltig sein mu4 berall also1 wo von einem und demselben ,subjekt in mehreren ,urteilen kontradiktorisch-entgegengesetzte ,bestimmungen ausgesagt werden1 ist1 wenn eines dieser ,urteile gltig1 das andere notwendig ungltig und umgekehrt4 ,eine dritte ,mglichkeit gibt es nicht2 das folgt aus der ,natur unseres ,denkens ebenso unmittelbar1 wie da #b #b #d und nicht nicht-#d ist4 ,die traditionelle ,logik nennt diesen ,satz den logischen ,grundsatz vom ausgeschlossenen ,dritten4 ,wir knnen ihn kurz aussprechen in der ,form3 ,wenn von zwei ,urteilen1 deren eines bejaht1 was das andere verneint1 eines als wahr gegeben ist1 dann ist notwendig das andere falsch und umgekehrt82 oder3 ,wenn von zwei ,urteilen mit einem und demselben ,subjekt1 aber einander kontradiktorisch-entgegengesetzten ,prdikaten eines wahr ist1 dann ist notwendig das andere falsch und umgekehrt48 -- 7,auch dieser ,grundsatz1 zuerst aufgestellt von ,aristoteles in mehreren abweichenden ,formulierungen1 hat in der ,geschichte der ,logik mannigfach wechselnde ,auffassungen gefunden1 die ihn zum ,streitobjekt gemacht haben4 ,die vorstehend entwickelte ,fassung lehnt sich dem ,inhalt nach an die von ,erdmann gegebene an47 ,wenden wir uns zu den ,bedingungen der materialen ,gltigkeit der ,urteile1 dann knnen wir frs erste festlegen3 ,urteile sind material gltig1 wenn ihr ,inhalt als unmittelbar gewi einleuchtet8 7logischer ,grundsatz der unmittelbaren ,gewiheit74 ,da es solche ,urteile gibt1 hat bereits ,aristoteles erkannt 7,lehre von den unbeweisbaren ,wahrheiten74 ,descartes und ,locke nennen sie intuitive ,erkenntnisse1 weil sie sich dem ,verstande unmittelbar als gltig aufdrngen4 ,ein kennzeichnendes ,merkmal besteht fr sie allemal in der ,denkwidrigkeit ihres kontradiktorischen ,gegenteils4 ,das ,urteil3 ,gleiches zu ,gleichem addiert gibt ,gleiches8 ist unmittelbar-gewi fr jeden1 der den ,sinn der ,worte versteht2 denn sein kontradiktorisches ,gegenteil ist ebenso unmittelbar jedem als ungltig bewut4 ,die unmittelbar-gewissen ,urteile sind daher fr alles menschliche ,denken notwendige und allgemeingltige ,wahrheiten4 ,beispiele fr sie finden sich besonders unter den ,urteilen der ,mathematik und ,logik1 also den ,formalurteilen1 und werden gemeinhin als ,axiome 7,grundstze7 bezeichnet4 ,hierhin gehren der logische und mathematische ,grundsatz der ,identitt 7als mathematischer ,satz3 ,jede ,gre ist sich selbst gleich872 der ,grundsatz der ,drittengleichheit 7,sind zwei ,gren einer dritten gleich1 so sind sie untereinander gleich872 das ,geradenaxiom 7,zwischen zwei ,punkten ist die ,gerade der krzeste ,weg872 das sog4 ,parallelenaxiom 7,durch einen ,punkt lt sich in einer ,ebene zu einer ,geraden nur eine ,parallele ziehen872 der allgemeine logische ,grundsatz der ,prdikation2 die logischen ,grundstze des ,widerspruches1 vom ausgeschlossenen ,dritten1 der unmittelbaren ,gewiheit u4 a4 m4 ,von den unmittelbar-gewissen ,urteilen zu scheiden ist eine zweite ,gruppe der ,formalurteile1 die wir -- als aus den unmittelbar-gewissen notwendig abgeleitete -- mit dem ,namen mittelbar-gewisse ,urteile8 bezeichnen wollen4 ,bilden die unmittelbar- und mittelbar-gewissen ,urteile zusammen das ,reich der ,gewiheit 7,verstandeswahrheiten1 ,vernunftwahrheiten2 bei ,leibniz3 vrits de raison871 so steht diesen ein zweites ,reich von ,urteilen gegenber1 das der ,erfahrung4 ,erfahrungsurteile 7,wirklichkeitsurteile1 ,tatsachenurteile2 bei ,leibniz3 vrits de fait87 sind solche1 deren materiale ,glieder irgendwie unmittelbar oder mittelbar dem ,bestande der ,wahrnehmung oder ,erinnerung entnommen sind1 wobei als ,arten der ,wahrnehmung vom logischen ,standpunkte aus die eigene und die fremde 7mitgeteilte1 berlieferte1 geschichtliche7 ,wahrnehmung zu unterscheiden sind4 ,mittelbar-gewisse und ,erfahrungsurteile haben nun miteinander gemeinsam1 da sie als ,bedingung ihrer materialen ,gltigkeit einer zureichenden ,begrndung bedrfen4 ,diese ,bedingung knnen wir -- als logischen ,grundsatz der zureichenden ,begrndung -- formulieren3 ,jedes ,urteil1 das nicht unmittelbar gewi ist1 bedarf zum ,erweise seiner materialen ,gltigkeit einer zureichenden ,begrndung48 ,die spezielle ,art der zureichenden ,begrndung von mittelbar-gewissen und ,tatsachenurteilen ist entsprechend dem ,unterschiede dieser ,urteilsarten verschieden4 ,geht bei den mittelbar gewissen die ,begrndung als deduktive ,ableitung auf ,urteile intuitiver ,gewiheit sowie auf letzte ,definitionen zurck 7ableitende ,begrndung71 so besteht sie bei den ,erfahrungsurteilen entweder geradesweges in dem ,hinweis auf die ,daten der ,wahrnehmung 7hinweisende ,begrndung71 oder sie sttzt sich -- ob als deduktive1 induktive oder analogiemige ,ableitung -- letzten ,endes doch immer auf solche ,urteile1 deren ,begrndung nicht anders als hinweisend gegeben werden kann4 ,spezielles darber kann sich erst in der ,lehre vom ,schluverfahren sowie in der ,methodenlehre ergeben4 ,auch der logische ,grundsatz der zureichenden ,begrndung hat eine weit zurckreichende ,geschichte4 ,angedeutet bei ,plato und ,aristoteles1 wird er zuerst von ,leibniz als ,gesetz des zureichenden oder bestimmenden ,grundes8 7loi de la raison suffisante ou dterminante87 ausdrcklich formuliert und als logisches ,prinzip der ,tatsachenwahrheiten dem ,satz des ,widerspruches als dem logischen ,prinzip der ,vernunftwahrheiten gegenberstellt4 ,leibniz aber wie sein gelehriger ,schler ,christian ,wolff vermengen noch den logischen ,grundsatz der zureichenden ,begrndung mit dem allgemeinen ,kausalgesetz 7welches besagt1 da nichts1 was geschieht1 ohne zureichende ,ursachen ist1 durch die es geschieht71 eine ,unzulnglichkeit der logischen ,analyse1 die bereits von ,crusius1 ebenso von ,kant bemerkt1 nichtsdestoweniger aber erst im neunzehnten ,jahrhundert 7,schopenhauer7 endgltig berwunden worden ist4 #d4 ,das ,subjektsglied der ,urteile und die ,subjekt-unbestimmten ,urteile4 ,logisches ,subjekt eines ,urteils ist dasjenige ,glied1 von dem ausgesagt1 genauer3 dem nach der ,immanenz des ,prdikats im ,subjekt ein ,merkmal inhaltlich eingeordnet ist4 ,mag das ,subjekt sprachlich -- nach dem ,bestande der ,worte1 durch die es im ,satze formuliert ist -- noch so zusammengesetzt sein1 ja mag es grammatisch selbst in einem vollstndigen ,satze bestehen3 logisch ist es als ,subjekt der ,aussage eine ,einheit4 ,der ,subjektsbegriff bildet den ,gegenstand der ,aussage2 dieser wiederum kann nach dem kategorialen ,bestande des ,denkens ein ,ding1 eine ,eigenschaft 7einschlielich ,zustnden und ,vernderungen7 oder auch eine ,beziehung sein4 ,der ,subjektsbegriff ist mithin entweder ein ,ding-1 ein ,eigenschafts- oder ein ,beziehungsbegriff4 ,auch da1 wo das logische ,subjekt des ,urteils selbst wieder in einem ,urteil besteht 7z4 ,b4 bei den sog4 ,beurteilungen871 bleibt es begrifflich eine ,einheit1 der wie allen ,begriffen nur ein ,inhalt zukommt1 zu dem das ,prdikat in der ,urteilsbeziehung der ,einordnung gedacht ist4 ,urteile sind als ,subjekt-bestimmte nach der ,beschaffenheit dieses ,subjekts entweder ,gattungs- 7generelle7 oder ,einzel- 7individuelle7 ,urteile4 ,beispiele der ersteren sind alle diejenigen1 deren ,subjekt ein ,gattungsbegriff 7,der ,wolf ist ein ,raubtier871 ,beispiele der letzteren alle diejenigen1 deren ,subjekt ein ,einzel- -- sei es ein ,gesamt- oder ,spezialbegriff -- ist 7,goethe hat ein hohes ,alter erreicht874 ,zu dieser ,einteilung pflegt man in der traditionellen ,logik 7seit ,aristoteles und ,apulejus7 noch eine weitere hinzuzufgen1 d4 i4 die ,scheidung der ,urteile nach ihrer ,quantitt in allgemeine 7universale7 und besondere 7partikulre7 7alle1 einige ,s ,p74 ,der ,versuch einer ,deutung dieser ,urteilsarten bildet eines der umstrittensten logischen ,probleme4 ,sigwart hat die ,theorie aufgestellt1 da die ,quantittsbestimmung in den ,urteilen einige1 alle ,s ,p8 nicht ein zum ,subjekt gehriges logisches ,attribut1 sondern vielmehr das ,prdikat des ,urteils sei 7,prdikatstheorie der quantitativen ,bestimmung des ,subjekts74 ,der ,sinn des ,urteils alle ,s ,p8 sei soviel wie3 die ,s1 die ,p sind1 sind alle ,s82 der ,sinn des ,urteils einige ,s ,p8 soviel wie3 die ,s1 die ,p sind1 sind einige ,s84 ,diese ,auffassung hat zahlreiche ,anhnger gefunden 7u4 a4 ,riehl74 -- ,demgegenber hat ,b4 ,erdmann treffend darauf hingewiesen1 es sei unerfindlich1 warum die ,sprache1 die sonst so logisch zu ,werke gehe1 diese ,verdrehung vornehme4 ,habe das ,urteil alle ,s ,p8 den ,sinn3 die ,s1 die ,p sind1 sind alle ,s81 dann sei das scheinbare ,prdikat ,p8 nicht ,prdikat1 sondern ein von vornherein zum ,subjekt gehriges logisches ,attribut und die ,umfangsbestimmung des ,subjekts 7alle1 einige7 -- scheinbar ,attribut des ,subjekts -- das ,prdikat4 berprfe man aber den ,sachverhalt1 so ergebe sich1 da die beiden ,urteile alle ,s ,p8 und einige ,s ,p8 sich nicht durch ihr ,prdikat1 sondern durch ihr ,subjekt unterscheiden4 ,in beiden werde ein und dasselbe ,prdikat ,p8 einmal dem ,subjekt alle ,s81 das anderemal dem ,subjekt einige ,s8 eingeordnet4 ,die ,quantittsbestimmung alle -- einige8 habe demnach als quantitatives ,attribut des ,subjekts keine prinzipiell andere logische ,funktion wie etwa die qualitativen ,attribute schn1 gut1 hlich8 7,attributstheorie der quantitativen ,bestimmung des ,subjekts74 ,die quantitativ bestimmten ,urteile seien mithin als ,umfangsurteile von den nicht quantitativ bestimmten -- den ,gattungs- und ,einzelurteilen -- als ,inhaltsurteilen zu scheiden 7vgl4 ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i1 ,s4 #dfh ff474 ,demgegenber liee sich nun darauf hinweisen1 da die quantitativen ,bestimmungen alle1 einige8 nicht in ebendemselben ,sinne ,inhaltsbestimmungen des ,subjekts bilden knnen wie die qualitativen ,attribute schn1 hlich81 weil sie ja nicht auf den ,inhalt1 sondern auf den ,umfang des ,begriffes gehen4 ,auch ist offenbar die ,annahme von ,umfangsurteilen schwer mit der ,theorie des ,urteils in ,einklang zu bringen1 die1 wie wir sahen1 als ,einordnungstheorie zu den ,inhaltstheorien des ,urteils gehrt4 ,aus diesen ,schwierigkeiten fhrt die dritte und letzte ,theorie heraus1 die darum hier vertreten sei4 ,nach dieser sind die universalen und partikulren ,urteile nicht ,urteile schlechthin1 sondern ,beurteilungen1 und zwar quantitativ bestimmende ,beurteilungen4 ,der ,sinn der ,aussage3 ,alle ,s ,p8 ist soviel wie3 das ,urteil ,s ,p gilt fr alle ,s2 der ,sinn des ,urteils einige ,s ,p8 soviel wie3 das ,urteil ,s ,p gilt fr einige ,s 7,beurteilungstheorie der quantitativen ,bestimmung des ,subjekts74 ,aus diesem ,grunde gehrt die ,besprechung der universalen und partikulren ,urteile nicht in den vorstehenden ,zusammenhang1 sondern erst zu dem ,abschnitt ber ,beurteilungen4 ,die bisherigen ,ausfhrungen ber das ,subjektsglied des ,urteils beziehen sich durchgehends auf jene ,art von ,aussagen1 die wir als ,subjekt-bestimmte bezeichnet haben4 ,von ihnen unterscheiden wir nun diejenigen ,urteile1 denen zwar das ,subjekt -- wie man vielfach angenommen hat1 so ,herbart 7,lehrb4 z4 ,einl4 i4 d4 ,phil4 #e4 ,a4 #fc7 -- nicht fehlt1 bei denen es aber inhaltlich unbestimmt gelassen ist4 ,die traditionelle ,logik hat diese ,urteile nicht sehr kennzeichnend ,impersonalien8 genannt 7so auch ,sigwart72 andere -- mit dieser ,namengebung nicht zufrieden -- haben sie ganz unzutreffend als subjektslose ,stze8 gedeutet 7,miklosisch1 ,marty74 ,glcklicher ist demgegenber die ,bezeichnung von ,b4 ,erdmann1 der ,prdikatsurteile8 vorschlgt4 ,aber auch diese ,benennung ist hier nicht gewhlt worden3 denn sie benutzt als ,gesichtspunkt der ,namengebung nicht1 was die vorliegende ,art der ,urteile von anderen scheidet1 sondern was sie mit anderen gemeinsam hat4 ,besteht das ,wesen dieser ,urteile darin1 da sie das logische ,subjekt1 also das ,glied1 von dem ausgesagt wird1 inhaltlich unbestimmt lassen1 so nennen wir sie zweckmig ,subjekt-unbestimmte ,urteile84 ,mit der ,wahl des ,namens ist gleichzeitig eine ,theorie dieses ,urteils gegeben4 ,der entwickelten ,lehre1 da alle ,urteile zweigliedrig seien1 widersprechen die ,subjekt-unbestimmten ,aussagen nicht nur nicht1 sondern sie besttigen sie gerade4 ,betrachten wir eine ,reihe dieser ,urteile1 so finden wir1 da in fast allen der ,inhalt der ,aussage in einem ,vorgang oder in einer ,vernderung besteht1 die von dem ,urteilenden wahrgenommen wird1 ohne da ihm die ,ursache und damit das ,subjekt dieser ,vernderung bekannt wre4 ,aussagend formuliert er dann3 es regnet1 es schneit1 es wetterleuchtet1 es wird ,frhling48 ,das menschliche ,denken kann1 wo es ,vorgnge findet1 deren ,ursachen ihm unbekannt bleiben1 nicht umhin1 diesen ,vorgngen zureichende ,ursachen zugrunde zu legen1 als deren ,wirkungen es diese deutet4 ,es urteilt in solchen ,fllen1 indem es das ,subjekt der ,aussage unbestimmt lt4 ,nur die dichtende ,phantasie der ,volksseele sprengt bisweilen diese ,fessel der ,unwissenheit2 dann entstehen ,urteile wie3 ,gott lt regnen1 ,frau ,holle schttelt die ,federn aus8 oder auch1 wenn es gewittert3 ,gott zrnt1 grollt1 schilt84 ,subjekt-unbestimmte ,urteile sind demnach gemeinhin ,aussagen ber ,vorgnge der ,wahrnehmung1 deren ,ursachen unbekannt1 aber als existierend vorausgesetzt werden4 ,insofern diese ,vorgnge stets als ,wirkungen unbekannter ,ursachen gefat werden1 sind die ,subjekt-unbestimmten ,urteile eine ,art der ,kausalurteile 7ber die erst an spterer ,stelle zu sprechen sein wird71 und zwar der ,beschaffenheit ihres ,subjekts nach unbestimmte ,kausalurteile 7vgl4 ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i1 ,s4 #dce ff474 ,als ,arten der ,subjekt-unbestimmten ,urteile knnen wir einmal solche mit meteorologischem und chronologischem ,inhalt2 das andere ,mal solche unterscheiden1 die auf unvollstndigen ,wahrnehmungen der ,sinne oder der ,selbstbeobachtung beruhen1 wie sie das tgliche ,leben zahlreich nahelegt4 ,als ,beispiele der ersteren seien genannt3 es regnet1 es schneit1 es blitzt1 es donnert8 7meteorologischer ,inhalt72 es ist spt1 es ist #g ,uhr1 es ist ,nacht1 es wird ,morgen1 es ist ,herbst1 es ist ,feiertag1 es ist zwei ,jahre her8 7chronologischer ,inhalt74 ,als ,beispiele der letzteren3 es klopft1 es klingelt1 es raschelt1 es spukt8 7,sinneswahrnehmung72 es geht gut1 es geht schlecht1 es friert mich1 es hungert mich1 es juckt1 es brennt1 es reut mich1 es gelstet mich8 7,selbstwahrnehmung74 #e4 ,das ,prdikatsglied der ,urteile und die ,arten der ,prdizierungen4 ,logisches ,prdikat eines ,urteils ist dasjenige ,glied1 welches ausgesagt1 genauer3 welches dem ,inhalt des ,subjektbegriffes logisch eingeordnet ist4 ,auch das ,prdikat kann logisch mannigfach zusammengesetzt1 grammatisch aus mehreren ,worten und ,wortverbindungen bestehen3 in seiner ,eigenschaft als ,prdikat nach dem ,wesen der ,urteilsfunktion ist es eine ,einheit1 eben der eigentlich aussagende ,bestandteil des ,urteils4 ,in jedem ,urteil sind ,subjekt und ,prdikat zueinander in eine ,beziehung gerckt1 die wir oben als die logische ,beziehung der ,einordnung erkannt haben4 ,darum sind aber nicht alle ,urteile gleich ,beziehungsurteile1 d4 h4 solche1 die von ihrem ,subjekt irgendwelche ,beziehungen aussagen4 ,die ,arten der ,prdizierungen lassen sich vielmehr in zwei groe ,gruppen teilen1 die wiederum in verschiedene ,unterarten zerfallen4 ,wird von einem ,subjekt als ,gegenstand des ,urteils etwas ausgesagt1 was diesem als inneres ,merkmal zugehrt1 ihm also inhriert1 wie das ,akzidenz der ,substanz1 so haben wir ein ,urteil der ersten ,gruppe1 der sog4 ,inhrenzurteile2 wird von einem ,subjekt als ,gegenstand des ,urteils irgendeine ,beziehung zu einem anderen ,gegenstande ausgesagt1 dergestalt1 da beide ,gegenstnde als selbstndige1 zum mindesten trennbare gedacht und als solche voneinander unterschieden und miteinander verglichen werden1 so haben wir ein ,urteil der zweiten ,gruppe1 der sog4 ,relationsurteile4 ,als ,arten der ,inhrenzurteile unterscheiden wir die ,qualitts-1 die klassifikatorischen und die normativen ,urteile2 als ,arten der ,relationsurteile die ,aussagen ber quantitative1 qualitative und kausale ,beziehungen1 sowie ber ,existenz und ,nichtexistenz4 ,besprechen wir zunchst die ,arten der ,inhrenzurteile4 ,qualittsurteile sind solche1 in denen von dem ,subjekt eine ,eigenschaft 7ein ,zustand oder eine ,vernderung7 ausgesagt wird4 ,beispiele dafr sind3 die ,bltter des ,efeus sind grn2 der ,mohr hat seine ,arbeit getan2 die ,glocken luten2 veni1 vidi1 vici84 ,das ,prdikat des ,qualittsurteils kann sowohl eine ,eigenschaft im engeren ,sinne wie auch eine ,gren- oder ,mabestimmung sein 7der ,schnee ist wei2 ,krper sind dreidimensional874 ,ebenso knnen die ,eigenschaften als dem ,gegenstand der ,aussage objektiv zugehrig gedacht oder auch lediglich als subjektive ,wertschtzung des ,urteilenden ausgesagt werden4 ,das ,urteil3 die ,kuppel des ,berliner ,domes ist vergoldet8 ist ein objektives2 das ,urteil3 der ,vortrag war ergreifend schn8 ein subjektives ,qualittsurteil oder1 wie man fr die letzteren sagt1 ein ,werturteil4 ,ttigkeiten oder ,zustnde werden von ,gegenstnden ausgesagt1 um diese entweder als wirkend oder leidend zu kennzeichnen4 ,schlielich knnen ,qualittsurteile auch zeitlich- und rumlich-individualisierende ,bestimmungen haben 7,angaben des ,wann1 ,wo1 ,unter-welchen-,umstnden usw474 ,klassifikatorische ,urteile sind solche1 in denen das ,prdikat eine ,bestimmung ber den logischen ,ort des ,subjekts in den ,ordnungsreihen des ,denkens enthlt4 ,das klassifikatorische ,urteil ,zink ist ein ,metall8 besagt soviel wie3 ,zink ist eine der ,arten der ,gattung ,metall2 als solcher kommen ihr alle die ,merkmale zu1 die dem ,gattungsbegriff ,metall zukommen4 ,das gleiche gilt analog fr alle klassifikatorischen ,urteile4 ,beispiele solcher sind3 ,der ,mensch ist ein ,sugetier2 ,h,,so ist eine ,schwefelwasserstoffverbindung2 ,geld ist ein ,tauschmittel2 das ist eine ,gnseblume84 -- ,kurz hingewiesen sei hier auf das ,verhltnis der klassifikatorischen ,urteile zu den ,definitionen der ,wissenschaften1 ber die erst in der ,methodenlehre zu sprechen sein wird4 ,von den beiden ,arten zu definieren1 der genetischen und systematischen ,definition1 kommt hier nur die letzte in ,frage4 ,das systematische ,definitionsurteil bestimmt 7gleich dem klassifikatorischen ,urteil7 den logischen ,ort des ,subjekts in den ,ordnungsreihen des ,denkens1 indem es den nchsthheren ,gattungsbegriff angibt2 aber es geht in seinem ,prdikat weiter als dieses1 indem es dazu noch die spezifischen ,unterschiede hinzufgt1 durch welche die zu definierende ,art sich von anderen ,arten der gleichen ,gattung abhebt4 ,das ,urteil3 ,dreiecke sind ebene ,flchen8 ist ein klassifikatorisches2 das ,urteil3 ,dreiecke sind ebene ,flchen1 die von drei geraden ,linien eingeschlossen werden8 eine systematische ,definition4 ,insofern kann das klassifikatorische ,urteil sehr wohl als eine ,vorstufe der systematischen ,definition betrachtet werden4 ,etwas mhsamer als bei den ,qualitts- und klassifikatorischen ,urteilen gestaltet sich die logische ,analyse bei den sog4 normativen ,urteilen4 ,beispiele dieser sind3 ,der ,herr sei ,herr1 der ,diener diene2 im ,schweie deines ,angesichts sollst du dein ,brot verdienen2 bete und arbeite2 fiat iustitia1 pereat mundus84 ,in ihnen ist nicht wie in den eben besprochenen ,arten der ,inhrenzurteile eine ,seinsbestimmung von dem ,subjekt ausgesagt1 sondern ein ,sollen1 ein ,wunsch1 eine ,aufforderung1 ein ,befehl1 eine ,bitte des ,urteilenden enthalten4 ,aber das ,fehlen dieser ,seinsbestimmung ist nur scheinbar4 ,der ,imperativ ist logisch immer die ,form des ich will84 ,in der ,bitte ,wallensteins3 ,max1 bleibe bei mir1 geh nicht von mir1 ,max8 ist ,subjekt des ,urteils der ,urteilende1 genauer der ,bittende selbst1 ,prdikat seine ,bitte bzw4 sein ,wunsch4 ,das gilt fr alle normativen ,urteile4 ,sie enthalten ebenso eine ,seinsbestimmung wie die anderen ,arten der ,inhrenzurteile4 ,subjekt ist in ihnen der ,bittende1 ,befehlende1 ,wnschende selbst4 ,wo dieses kein reales ,wesen ist1 wie in ethischen ,geboten und ,gesetzen 7,du sollst nicht tten1 du sollst nicht ehebrechen871 da ist es in idealen ,faktoren zu suchen wie3 ,humanitt1 ,recht1 ,sitte1 ,anstand oder auch3 ,gott1 ,religion1 ,tradition u4 a4 m4 ,in diesem ,zusammenhange soll kurz der sog4 ,benennungsurteile gedacht werden4 ,schon ein beliebiges ,beispiel 7etwa das ,urteil3 ,nennen wir diese ,art von ,aussagen1 die das ,subjekt unbestimmt lassen1 ,subjekt-unbestimmte ,urteile87 lehrt1 da es sich hier um eine normative ,urteilsform handelt4 ,das gegebene ,beispiel enthlt eine ,aufforderung1 in der der ,urteilende etwa sagt3 ich schlage vor1 diese ,art von ,urteilen usw4 444 zu nennen84 ,das gilt fr alle diejenigen ,benennungsurteile1 die einen ,vorschlag1 also die ,empfehlung einer ,namensgebung1 enthalten4 ,anders verhlt es sich mit denjenigen ,urteilen1 die nicht eine bestimmte ,benennung vorschlagen1 sondern lediglich deren ,vorhandensein aussagen4 ,urteile wie3 ,die ,griechen bezeichnen den ,zustand reiner1 ungetrbter innerer ,zufriedenheit als 8 oder3 ,die ,hebrer nannten die ,sttte der ,toten das ,scheol8 oder3 ,aussagen dieser ,art heien ,inhrenzurteile8 sind keine normativen1 sondern ,qualittsurteile1 die besagen1 wie dieser oder jener etwas bezeichnet oder bezeichnet hat1 bzw4 wie dieser oder jener ,gegenstand heit oder bezeichnet worden ist4 ,kommen wir zu den ,relationsurteilen4 ,quantitative ,relationsurteile sind solche1 deren ,prdikat besagt1 in welchem ,verhltnis des ,raumes1 der ,zeit1 der ,zahl1 des ,maes1 des ,grades usw4 der ,gegenstand der ,aussage zu einem anderen ,gegenstande steht4 ,beispiele dieser ,urteile sind3 ,der ,auenwinkel an der ,spitze eines gleichschenkligen ,dreiecks ist doppelt so gro wie jeder der beiden ,basiswinkel2 ,schiller ist zehn ,jahre spter geboren als ,goethe und dreiig als ,lessing2 ,erziehungsfhigkeit ist ein hherer ,grad der ,gelehrigkeit84 ,alle diese ,urteile setzen ein ,unterscheiden und ,vergleichen zweier ,gegenstnde voraus1 ber deren ,gleichheit oder ,verschiedenheit in bezug auf ,raum1 ,zeit1 ,zahl1 ,ma und ,grad sie eine ,bestimmung enthalten4 ,als einfachste ,form der ,relationsurteile mgen sie die ,grundlage bilden fr die allgemeinen ,bestimmungen ber das ,wesen der ,relationsbehauptungen berhaupt4 ,alle ,relationsurteile setzen zwei ,gegenstnde voraus1 die voneinander unterschieden und miteinander verglichen werden4 ,alle ,relationsurteile ferner sind korrelativer ,natur2 d4 h43 die ,beziehung1 in die in ihnen die beiden ,gegenstnde 7,beziehungsglieder7 gerckt sind1 gilt in entsprechendem ,sinne auch umgekehrt4 ,ist ,a grer als ,b1 dann ist ,b kleiner als ,a2 ist ,a zahlreicher als ,b1 dann ist ,b an ,zahl geringer als ,a4 ,als ,urteil entspricht das ,relationsurteil der oben entwickelten ,theorie des ,urteils vollstndig4 ,es ist frs erste logisch zweigliedrig4 ,nehmen wir das ,beispiel3 ,ein schneller ,tod ist besser als langes ,siechtum81 so ist darin ,subjekt3 ein schneller ,tod81 ,prdikat3 das ,bessersein 7des ,todes7 als ein langes ,siechtum84 ,und die ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat ist auch hier die der ,einordnung des ,prdikats- in den ,inhalt des ,subjektsbegriffes4 ,diese allgemeinen ,bestimmungen ber das ,wesen der ,relationsurteile finden sich bei allen ihren ,arten besttigt4 ,qualitative ,relationsurteile sind solche1 deren ,prdikat besagt1 in welchem ,verhltnis qualitativer 7nicht quantitativer7 ,gleichheit1 hnlichkeit oder ,verschiedenheit der ,gegenstand der ,aussage zu einem anderen steht4 ,beispiele solcher ,urteile sind3 ,beethovens neunte ,symphonie ist die weitaus groartigste unter seinen ,symphonien2 die ,luft in den ,grostdten ist morgens reiner als abends2 du bist wie eine ,blume1 so hold1 so schn1 so rein2 ,napoleon ,bonaparte hat einige verwandte ,zge mit ,alexander dem ,groen48 ,wie wir oben subjektive und objektive ,qualittsurteile unterschieden1 so sind auch die qualitativen ,relationsurteile in subjektive und objektive zu teilen4 ,ein subjektives ,relationsurteil ist z4 ,b4 ein ,urteil wie3 ,das ,leben ist wertvoller als der ,tod2 aber das sndhafte ,leben ist wertloser als dieser8 7,wertrelationsurteil72 ein objektives ,relationsurteil3 ,die ,farbe der ,eichenbltter ist heller als die der ,kastanienbltter48 ,der korrelative ,charakter der qualitativen ,relationsurteile ist leicht ersichtlich4 ,das ,urteil3 ,geben macht seliger denn ,nehmen8 gilt auch entsprechend in der ,fassung3 ,nehmen macht weniger selig als ,geben84 ,die kausalen ,relationsurteile bedrfen gleichfalls nur kurzer ,besprechung4 ,beispiele dieser sind3 ,steter ,tropfen hhlt den ,stein2 viele ,kche verderben den ,brei2 allzu scharf macht schartig2 ,adam und ,eva wurden von ,gott aus dem ,paradiese vertrieben48 ,kausale ,relationsurteile sind also solche1 in denen entweder das ,subjekt als ,ursache irgendeines ,vorganges oder irgendein ,vorgang als ,wirkungsweise einer im ,prdikat bezeichneten ,ursache gefat wird4 ,auf das erkenntnistheoretische ,kausalproblem 7die ,frage1 ob und inwieweit das menschliche ,denken berechtigt sei1 gewisse ,vorgnge1 die ihm nur als zeitlich regelmig folgende gegeben sind1 in die ,beziehung von ,ursache und ,wirkung zueinander zu setzen7 soll hier nicht eingegangen werden#i4 ,fr die ,logik gengt es festzustellen1 da das menschliche ,denken1 einem ihm innewohnenden ,zwange gehorchend1 nicht umhin kann1 ,vorgnge1 die immer zusammen oder als einander folgende wahrgenommen sind 7z4 ,b4 den ,eintritt des ,todes nach dem ,genu vergifteter ,speisen2 das ,auftreten von ,erschpfungszustnden nach greren ,arbeitsleistungen71 als durch das ,verhltnis von ,ursache und ,wirkung verbunden aufzufassen4 ,ein ursachloses ,geschehen ist ihm undenkbar4 ,alles1 was geschieht1 hat vielmehr zureichende ,ursachen1 durch die es geschieht2 das gilt fr die psychische ,welt ebenso wie fr die physische 7,grundsatz der ,kausalitt74 ,auch ,kausalurteile sind entsprechend der oben gegebenen ,bestimmung korrelativen ,charakters4 ,ist ,a die ,ursache von ,b1 dann ist ,b die ,wirkung von ,a4 ,oder an ,hand eines ,beispiels3 ,kain erschlug ,abel8 ist inhaltsgleich mit ,abel wurde von ,kain erschlagen84 ,da die sog4 ,impersonalien8 kausale ,relationsurteile sind1 ist bereits oben erwhnt worden4 ,sie bilden ,aussagen ber einen 7entweder gegenwrtigen oder erinnerten oder eingebildeten7 ,vorgang1 der als ,wirkung einer unbekannten ,ursache gedacht und so prdiziert wird1 da das ,subjekt logisch unbestimmt bleibt4 ,wir nannten sie aus diesem ,grunde3 ,subjekt-unbestimmte kausale ,relationsurteile4 ,zu den ,relationsurteilen gehrt endlich eine letzte ,art von ,urteilen1 deren ,prdikat von ihrem ,subjekt lediglich besagt1 da es ,existenz habe 7sog4 ,existentialurteile74 ,beispiele dafr sind3 ,es war einmal eine ,prinzessin2 wahrlich1 es gibt noch gerechte ,richter2 es gibt schwarze ,schwne2 es gibt irrationale ,zahlen2 es gibt einen ,gott2 ich1 der ich denke1 existiere84 ,der ,urteilscharakter dieser ,behauptungen steht frs erste auer ,frage4 ,zweifelhaft knnte dagegen sein1 ob es sich hier um eine ,art der ,relationsurteile handelt4 ,denn es ist zunchst nicht ohne weiteres ersichtlich1 welches der ,beziehungspunkt ist1 zu dem das ,subjekt1 von dem im ,urteil die ,existenz behauptet wird1 in ,relation gestellt wird4 ,eine geringe berlegung lehrt jedoch1 da das allemal der ,urteilende selbst ist4 ,die ,gegenstnde1 deren ,existenz wir aussagen1 sind entweder ideale1 d4 h4 solche1 denen wir ,existenz nur im ,denken oder ,vorstellen beimessen2 oder reale1 d4 h4 solche1 die wir als unabhngig vom ,vorstellen und ,denken existierend voraussetzen4 ,die letzteren sind als ,subjekte von ,existentialurteilen entweder ,gegenstnde der ,wahrnehmung oder ,gegenstnde mglicher ,wahrnehmung oder auch nach ,analogie der ,gegenstnde mglicher ,wahrnehmung gedachte ,gegenstnde4 ,demnach heit urteilen1 da ein solcher ,gegenstand ,existenz habe1 entweder soviel wie urteilen1 da er in der ,wahrnehmung gegenwrtig sei2 oder da er ,gegenstand der ,wahrnehmung werden knnte1 wenn man ihn aufsuchte2 oder auch1 da er nach ,analogie der ,gegenstnde mglicher ,wahrnehmung gedacht werden msse4 ,damit ist der korrelative ,charakter der ,existentialurteile erwiesen4 ,bedeuten die ,aussagen ber ,existenz1 da der ,gegenstand des ,urteils als idealer entweder im ,denken oder ,vorstellen wirklich oder aber als realer in einem der aufgefhrten ,verhltnisse zur ,wahrnehmung stehe1 so ergibt sich daraus eine ,beziehung zwischen dem ,subjekt der ,aussage und dem ,urteilenden selbst1 die deutlich das ,verhltnis der ,wechselseitigkeit aufweist4 ,das ,urteil3 ,gott existiert8 rckt den ,begriff ,gott8 zu dem ,urteilenden selbst in eine ,relation1 die sich in den einander entsprechenden ,formulierungen3 ,ich mu ,gott als existierend denken8 und3 ,gott mu von mir als existierend gedacht werden8 darstellt4 ,auf das erkenntnistheoretische ,problem1 das in dem ,begriff der ,existenz enthalten ist 7das sog4 ,realittsproblem81 das in der ,frage gipfelt1 ob wir ein ,recht haben1 zu den in der ,wahrnehmung gegebenen ,objekten irgendwelche ,korrelate als ,ursachen dieser unabhngig von allem ,bewutsein anzunehmen1 und wenn ja1 von welcher ,art diese -- die sog4 ,dinge an sich8 -- gedacht werden mssen71 soll hier nicht eingegangen werden2 ebensowenig auf das psychologische1 erkenntnistheoretische und logische ,problem1 das in dem ,urteile ich1 der ich denke1 existiere8 7,descartes' cogito ergo sum87 wurzelt1 ein ,problem1 in dem sich ,psychologie1 ,erkenntnistheorie und ,logik am innigsten berhren 7,problem des ,selbstbewutseins74 ,nur auf ein anderes soll noch kurz hingewiesen werden3 ,existentialurteile bedrfen wie alle ,urteile ber ,tatsachen zum ,erweise ihrer ,gltigkeit einer zureichenden ,begrndung4 ,existentialurteile knnen also niemals ,aussagen von unmittelbarer ,gewiheit sein2 lediglich das oben erwhnte ,urteil ich bin8 bildet als cognitio intuitiva8 eine eigentmliche ,ausnahme4 ,ideale ,gegenstnde sind als existierend zureichend begrndet1 wenn sie -- wie die ,begriffe der ,mathematik -- als formal denkmglich oder wie die ,vorstellungen der ,phantasie als wirklich in unserem ,bewutsein angetroffen werden4 ,die ,existenz realer ,gegenstnde dagegen kann nur durch ,hinweis auf die ,daten der ,erfahrung begrndet werden4 ,in dem bloen ,begriff eines realen oder besser3 real gedachten ,gegenstandes ist niemals enthalten1 ob diesem ,existenz zukomme oder nicht4 ,es war ein ,fehler ,anselm von ,canterburys und ,descartes'1 zu glauben1 da aus dem ,begriff ,gottes als des allervollkommensten ,wesens die ,tatsache seiner ,existenz logisch notwendig gefolgert werden knne1 da die ,nichtexistenz seiner ,vollkommenheit widersprche 7ontologischer ,gottesbeweis74 ,die zureichende ,begrndung eines realen ,existentialurteiles kann nie anders als durch ,hinweis -- sei es auf eigene1 sei es auf fremde ,wahrnehmung -- gegeben werden1 und wo in einer solchen ,ableitungen aus anderen ,urteilen eine ,rolle spielen1 gehen diese zuletzt doch auf ,urteile zurck1 deren ,begrndung in dem ,hinweis auf die ,wahrnehmung besteht4 ,das letztere ist z4 ,b4 der ,fall1 wenn wir aus gewissen gut erhaltenen ,skeletten als berkommenen ,resten einer prhistorischen ,zeit schlieen1 da es in jener eine andere ,tierwelt gegeben habe wie heute4 ,die entwickelte ,theorie der ,existentialurteile1 die das ,prdikat des ,seins unmittelbar oder mittelbar in eine enge ,beziehung zum ,denken bzw4 wahrnehmenden ,erkennen rckt1 geht im ,prinzip auf die idealistische ,formel der ,berkeleyschen ,lehre zurck1 nach der alles ,sein im ,wahrgenommenwerden besteht 7esse est percipi871 sowie auf die bereits mehr logisch fundierte ,lehre ,david ,humes1 nach der alles ,perzipieren ,perzeption eines ,seienden1 der ,begriff des ,seins also der eines seiend ,perzipierten ist4 ,wir nennen sie daher vielleicht am zweckmigsten ,perzeptionstheorie8 der ,existentialurteile4 ,in der neueren ,logik findet sie sich in verwandter ,form bei ,j4 ,geyser 7,grdlgen4 d4 ,log41 #aiji1 ,s4 #eg ff47 -- ,von dieser zu scheiden ist die sog4 ,kausaltheorie8 des ,existentialurteils1 die im ,prdikat der ,existenz das ,prdikat des ,wirkens findet1 die ,aussagen ber ,sein oder ,nichtsein also als kausale ,relationsurteile deutet4 ,diese ,auffassung geht ihrem ,prinzip nach auf ,leibniz zurck2 sie findet sich in der neuen ,logik vornehmlich vertreten durch ,b4 ,erdmann 7,logik ,i1 ,s4 #dec ff474 #f4 ,wesen und ,arten der ,beurteilungen4 ,urteile1 deren ,subjekt selbst ein ,urteil bildet1 nennen wir ,beurteilungen4 ,diese sind mithin ,urteile ber ein ,urteil4 ,sie scheiden sich in drei ,hauptgruppen3 erstens in solche1 die die ,gltigkeit eines ,urteils verneinen 7verneinende ,beurteilungen oder ,negationen72 zweitens in solche1 die besagen1 in welchem ,umfange eine ,urteilsbeziehung fr ihr eigenes ,subjekt gilt 7quantitativ-bestimmende ,beurteilungen72 und drittens in solche1 die ber den ,grad der ,gltigkeit eines ,urteils eine ,entscheidung treffen 7modal-bestimmende ,beurteilungen74 ,besprechen wir zunchst die erste ,gruppe4 ,die logische ,tradition seit ,aristoteles fat die bejahenden 7positiven7 und verneinenden 7negativen7 ,aussagen als einander nebengeordnete ,arten der ,gattung ,urteil auf 7,koordinationstheorie74 ,seit dem ,mittelalter 7,apuleius7 bezeichnet man den bejahenden und verneinenden ,charakter des ,urteils als dessen ,qualitt4 ,auch die meisten ,logiker der neueren ,zeit 7so ,wolff1 ,kant1 ,herbart1 ,lotze1 ,cohen1 ,windelband7 halten an dieser ,einteilung fest4 ,demgegenber haben ,chr4 ,sigwart und ,b4 ,erdmann 7bei dem ,cartesianer ,arn4 ,geulincx angelegte ,gedanken aufnehmend7 darauf hingewiesen1 da das negative ,urteil nicht eine dem positiven nebengeordnete ,art des ,urteils bilde1 sondern da vielmehr das positive ,urteil das ursprngliche von beiden sei und als solches dem negativen als ,voraussetzung vorangehe 7so auch ,fr4 ,ed4 ,beneke2 ,wundt2 ,geyser74 ,nehmen wir als ,beispiel der negativen ,urteile die ,aussage3 ,bewutseinsinhalte sind als solche nicht irgendwelche ,erregungen der ,nerven81 so wird darin nicht etwa dem ,subjekt ,bewutseinsinhalte als solche8 ein negatives ,prdikat eingeordnet1 sondern es wird die vorausgesetzte1 vielleicht nur zum ,zweck der ,prfung aufgestellte1 in jedem ,falle bestehende ,behauptung1 ,bewutseinsinhalte seien ,erregungen der ,nerven1 als ungltig erklrt4 ,gegenstand der ,verneinung ist also nicht das ,subjekt des positiven ,urteils 7,bewutseinsinhalte als solche871 nicht dessen ,prdikat 7sind irgendwelche ,erregungen der ,nerven871 sondern die in dem ,urteil vollzogene ,beziehung zwischen eben diesem ,prdikat und dem ,subjekt4 ,gegenstand der ,verneinung ist mithin das positive ,urteil1 dem als ,subjekt der ,negation das ,merkmal der ,nichtgltigkeit als ,prdikat eingeordnet wird 7,s ,p nicht-gltig74 ,die verneinende ,beurteilung setzt demnach das positive ,urteil voraus2 sie nimmt ,stellung zu einem bereits vollzogenen ,urteil1 dergestalt1 da sie dieses als nichtgltig erklrt 7,primordittstheorie des positiven ,urteils74 ,gegenber dieser ,deutung der verneinenden ,urteile ist es belanglos1 in welcher ,form sprachlich die ,verneinung zum ,ausdruck gebracht wird4 ,ob ein ,urteil eine verneinende ,aussage bildet oder nicht1 darber entscheidet nicht der grammatische ,bestand des ,satzes1 sondern der logische seines ,inhalts4 ,grammatisch und ihrer ,form nach knnen ,urteile sehr wohl positiv sein1 die ihrem ,inhalt nach negativ sind4 ,denn die ,verneinung braucht keineswegs immer durch die ,partikel nicht8 zum ,ausdruck gebracht zu werden2 sie kann vielmehr bereits in dem verbalen ,bestande des ,subjekts oder ,prdikats selbst mitenthalten sein4 ,beispiele verneinender ,beurteilungen sind demnach3 ,kein ,sterblicher hat noch des ,lebens letzten ,grund erfahren2 und ,ro und ,reiter sah man niemals wieder2 die ,verurteilung des ,sokrates war ungerecht2 die meisten ,menschen sind undankbar2 ,spinozas ,dasein war glck- und freudelos48 ,verneinungen sind also nicht nur die ,urteile von der ,form ,s nicht-,p81 sondern auch die von der ,form ,s non-,p8 7von ,kant als limitative1 d4 h4 einschrnkende ,urteile bezeichnet2 von ,b4 ,erdmann neuerdings sehr treffend mittelbare ,verneinungen genannt74 ,ist die ,negation ein ,urteil ber ein ,urteil1 so kann als ,subjekt der ,verneinung selbst wiederum eine ,verneinung in ,betracht kommen4 ,beispiele dafr sind3 ,keine ,rose ohne ,dornen2 kein schndlich' ,tun bleibt ungeshnt2 keine ,schrift des ,aristoteles ist ohne ,fehler berliefert worden2 keine ,mglichkeit einer ,rettung wurde unversucht gelassen48 ,es ist ersichtlich1 da diese ,urteile1 ,verneinungen einer ,verneinung1 ihrer ,form nach negativ1 ihrem ,inhalte nach aber positiv sind4 ,sie sind nicht ,bejahungen schlechthin1 sondern verstrkte ,bejahungen2 und insofern sie sich dazu einer doppelten ,negation bedienen1 nicht unmittelbare ,bejahungen wie die positiven ,urteile im allgemeinen1 sondern mittelbar bejahende ,urteile4 ,als solche bilden sie ein ,gegenstck zu den 7eben erwhnten7 mittelbar-verneinenden ,urteilen1 den ,verneinungen von der ,form ,s non-,p4 ,diese ,verhltnisse knnen wir als logischen ,grundsatz der doppelten ,verneinung formulieren3 ,die ,verneinung einer ,verneinung ist eine mittelbare ,bejahung8 7nach der scholastischen ,formel3 duplex negatio3 affirmatio874 ,kommen wir zur ,besprechung der zweiten ,gruppe3 ,quantitativ-bestimmende ,beurteilungen sind solche1 in denen darber ausgesagt wird1 in welchem ,umfange das ,prdikat eines vollzogenen ,urteils von seinem ,subjekt gilt4 ,sie zerfallen in die ,arten der universalen 7allgemeinen7 und partikulren 7besonderen7 ,urteile2 das erstere besagt1 da die prdikative ,beziehung zwischen ,s und ,p von dem ganzen ,umfang des ,begriffes ,s2 das letztere1 da diese nur von einem ,teil des ,umfanges von ,s ,gltigkeit habe 7,s ,p fr alle_/einige ,s gltig74 ,quantitativ-bestimmend ist dabei nur die ,beurteilung2 ihr ,subjekt ist demgegenber quantitativ-bestimmt2 ihr ,prdikat die quantitative ,bestimmung selbst4 ,universale ,urteile sind entweder ursprnglich- oder empirisch-allgemein4 ,ursprnglich-allgemein sind ,urteile1 in denen die quantitative ,bestimmung des ,universalen lediglich auf ,grund der in dem ,subjekt des beurteilten ,urteils enthaltenen ,merkmale erfolgt 7z4 ,b4 alle ,dreiecke mit gleicher ,grundseite und ,hhe sind flchengleich2 alle ,krper sind dreidimensional874 ,empirisch-allgemein sind ,urteile1 deren ,ursprung auf die ,erfahrung gegrndet ist4 ,die empirische ,allgemeinheit ist entweder eine registrierende oder erweiternde4 ,registrierend-allgemein heit ein ,erfahrungsurteil1 in dem lediglich das fr eine ,reihe von ,arten der gleichen ,gattung als gltig ,erkannte in einem ,urteil zusammengefat ist 7alle bekannten ,s ,p72 erweiternd-allgemein dasjenige1 in dem -- darber hinausgehend -- nicht nur den bekannten1 sondern auch den noch unbekannten ,arten einer ,gattung insgesamt ein den bekannten ,arten zukommendes ,prdikat beigelegt wird 7alle ,s schlechthin ,p74 ,beispiele fr diese beiden ,arten sind3 #a4 ,alle ,bume1 die ich pflanzte1 tragen reife ,frucht82 -- #b4 ,alle ,planeten drehen sich in ,ellipsen um die ,sonne84 -- ,dem allgemeinen ,urteil alle ,s ,p8 ist das ,urteil einige ,s nicht-,p8 kontradiktorisch-entgegengesetzt2 von beiden kann mithin nach dem ,satze des ,widerspruches nur eines gltig sein4 ,um das ,urteil alle ,s ,p8 zu widerlegen1 gengt es also1 da man das ,urteil ein ,s nicht-,p8 durch zureichende ,begrndung als gltig erweise4 ,demnach knnen wir den logischen ,grundsatz aufstellen3 das allgemein-bejahende ,urteil 7alle ,s ,p7 wird durch das partikulr-verneinende 7einige ,s nicht-,p72 das allgemein-verneinende ,urteil 7kein ,s ,p7 durch das partikulr-bejahende 7einige ,s ,p7 mit zureichender ,begrndung widerlegt4 ,partikulre ,urteile haben zumeist die ,aufgabe1 das entsprechende allgemeine entweder vorzubereiten 7schon einige ,s ,p87 oder zu widerlegen 7nur einige1 also nicht alle ,s ,p74 ,ihnen kommt also gemeinhin entweder eine zum ,allgemeinen aufsteigende oder das ,allgemeine aufs ,besondere einschrnkende logische ,funktion zu4 ,beispiele der ersteren ,art sind3 einige ,bienen haben bereits ihr ,nest verlassen2 einige ,bestrebungen der sozialistischen ,politiker sind bereits geglckt82 ,beispiele der letzteren3 einige ,gedanken ,nietzsches haben in unreifen ,kpfen unheilvolle ,verwirrung angerichtet2 einige der erlesensten ,geister des ,menschengeschlechtes sind von ihren ,mitmenschen hingerichtet worden84 -- ,eine andere logische ,funktion des partikulren ,urteils ist die ,kontrastierung4 ,diese kommt zum ,ausdruck in der ,ergnzung1 auf die viele besondere ,urteile ungesagt hinweisen2 z4 ,b4 einige neuere ,ethiker sind ,utilitaristen8 ergnze3 andere ,idealisten oder ,materialisten2 wenige ,menschen sind ,linkshnder8 ergnze3 die meisten ,rechtshnder4 ,das partikulre ,urteil wird zum ,grenzfall des singulren1 wo die prdikative ,beziehung eines ,urteils als nur fr eine einzige ,art seines ,subjektsbegriffes gltig beurteilt wird 7z4 ,b4 ein einziges ,wort zur rechten ,zeit htte viel ,unheil verhtet874 ,die singulren ,urteile 7,s ,p nur 7oder3 schon7 fr ein einziges ,s gltig7 sind als quantitativ-bestimmende ,beurteilungen von den individuellen oder ,einzelurteilen als einfachen ,aussagen streng zu scheiden4 ,ihre wesentlichen ,unterschiede ergeben sich nach dem ,gesagten von selbst4 ,wenden wir uns zur ,besprechung der modal-bestimmenden ,beurteilungen4 ,diese sind ,urteile1 in denen ber den ,grad der ,gltigkeit eines ,urteils ausgesagt wird4 ,dadurch sind sie von den ,negationen charakteristisch verschieden4 ,das verneinende ,urteil hebt die ,gltigkeit des sein ,subjekt bildenden ,urteils auf2 das modal-bestimmende dagegen gibt an1 in welchem ,grade das sein ,subjekt bildende ,urteil ,geltung habe3 und zwar1 ob es entweder notwendig 7apodiktisch7 oder tatschlich 7assertorisch7 oder auch nur mglicherweise 7problematisch7 gltig sei4 ,apodiktische ,beurteilungen sind also solche1 deren ,prdikat besagt1 da die in ihrem ,subjekt gedachte ,urteilsbeziehung denknotwendig gltig sei 7,s ,p notwendig gltig74 ,subjekte solcher ,beurteilungen knnen alle unmittelbar-gewissen ,urteile werden 7z4 ,b4 die ,axiome der ,logik und reinen ,mathematik71 ebenso die mittelbar-gewissen 7d4 h4 durch ,ableitung aus unmittelbar-gewissen zureichend begrndeten7 ,behauptungen4 ,diesen ,urteilen ist ihrem ,wesen nach das ,merkmal apodiktischer ,gltigkeit immanent4 ,aber auch nur diesen4 ,alle anderen ,urteile 7also diejenigen1 die nicht dem ,bereich der ,gewiheit1 sondern dem der ,erfahrung angehren7 knnen nicht ,subjekte apodiktischer ,beurteilung werden1 weil das ,merkmal der ,denknotwendigkeit ihnen fehlt4 ,ein ,zeichen fr die ,apodiktizitt eines ,urteils ist die ,denkwidrigkeit 7,denkunmglichkeit7 seines kontradiktorischen ,gegenteils4 #b #b ist notwendig #d2 denn der ,gedanke1 da #b #b nicht #d sei1 ist denkunmglich4 ,verneinungen von apodiktischen ,beurteilungen schlieen nur die denknotwendige1 nicht aber die tatschliche und mgliche ,gltigkeit des ,urteils aus4 ,urteile ich3 es ist nicht denknotwendig1 da ,s ,p81 dann lasse ich jedenfalls die ,mglichkeit zu1 da ,s ,p tatschliche1 bzw4 mgliche ,gltigkeit habe4 7,fr die ,verneinungen modal-bestimmender ,beurteilungen gilt im brigen1 was oben ber ,verneinungen im allgemeinen gesagt worden ist47 ,assertorische ,beurteilungen sind solche1 deren ,prdikat besagt1 da die in ihrem ,subjekt gedachte ,beziehung tatschlich gltig sei 7,s ,p tatschlich gltig74 ,beispiele dieser sind3 es ist ,tatsache1 da ,napoleon nicht #agfi1 sondern #agfh geboren ist2 tatschlich gehren die ,walfische nicht zu den ,fischen1 sondern zu den ,sugetieren2 es ist ,tatsache1 da ,christus gelebt hat84 ,subjekte solcher ,beurteilungen knnen alle ,aussagen ber ,tatsachen 7,realurteile1 ,wirklichkeitsbehauptungen7 werden1 deren ,gltigkeit durch die ,daten eigener oder berlieferter ,erfahrung zureichend begrndet ist4 ,ihr kontradiktorisches ,gegenteil ist zwar denkmglich1 aber durch ebendieselben ,daten der ,erfahrung widerlegt4 ,die ,behauptung1 die ,aussage ,s ,p sei tatschlich gltig1 schliet die ,behauptung1 da sie berhaupt nicht gltig sei1 aus1 dagegen die ,behauptung ihrer mglichen ,gltigkeit ein2 denn die tatschliche ,gltigkeit hat die mgliche zu ihrer ,voraussetzung4 ,verneinungen assertorischer ,beurteilungen verneinen zugleich die ,mglichkeit apodiktischer ,gltigkeit2 denn was nicht als wirklich oder tatschlich1 das ist erst recht nicht als notwendig anzuerkennen4 ,sie lassen dagegen die ,mglichkeit problematischer ,geltung zu2 denn1 wo ich nur aussage1 da etwas sich in ,wirklichkeit nicht zugetragen hat1 schliee ich noch keineswegs aus1 da es sich htte zugetragen haben knnen4 ,problematische ,beurteilungen endlich sind solche1 deren ,prdikat besagt1 da die in ihrem ,subjekt gedachte ,beziehung mglicherweise gltig sei 7,s ,p mglicherweise gltig74 ,beispiele dieser sind3 ,licht ist mglicherweise eine ,art der ,elektrizitt2 ,arminius der ,cherusker und ,sigfried1 der ,held der ,nibelungen1 sind mglicherweise eine und dieselbe ,person2 ,homer kann gelebt haben2 ,ach1 vielleicht1 indem wir hoffen1 hat uns ,unheil schon betroffen2 ,epikur ist mglicherweise stark von ,demokrit beeinflut8#aj4 ,ohne auf das logisch mannigfach verwickelte ,problem des ,mglichen einzugehen1 seien die ,richtlinien zur ,analyse der problematischen ,beurteilungen kurz entwickelt4 ,subjekte solcher knnen alle ,aussagen ber ,tatsachen werden1 deren kontradiktorisches ,gegenteil durch die ,daten der ,erfahrung nicht vllig widerlegt ist4 ,das ,urteil3 ,homer kann gelebt haben8 lt die ,mglichkeit offen1 da es einen ,menschen dieses ,namens nie gegeben hat4 ,die ,urteile ,homer kann gelebt haben8 und ,homer hat vielleicht nicht gelebt8 schlieen einander nicht aus1 sondern bedingen geradezu einander4 ,die problematische ,beurteilung steht also immer in einem korrelativem ,verhltnis zu einem ihm entsprechenden ,urteil1 das logisch seine ,ergnzung bildet4 ,das ,urteil3 es ist mglich1 da es allwissende ,wesen gibt8 ist logisch nur so lange gltig1 wie auch das ,urteil3 es ist mglich1 da es keine allwissenden ,wesen gibt8 ,gltigkeit hat4 ,beweisen1 da eine von beiden ,beurteilungen falsch ist1 heit zugleich immer beweisen1 da die andere tatschlich 7nicht nur mglicherweise7 gilt4 ,verneinungen problematischer ,beurteilungen 7,s ,p unmglich gltig ,s ,p mglicherweise gltig nichtgltig7 schlieen auch die tatschliche und notwendige ,gltigkeit ihres ,subjekts aus4 ,denn ein ,urteil1 dessen ,gltigkeit denkunmglich ist1 kann auch nicht tatschlich und ebensowenig notwendig gltig sein4 ,in der ,mitte zwischen dem ,mglichen und ,tatschlichen1 aber eine ,art des ,mglichen bildend1 steht das ,wahrscheinliche4 ,wahrscheinlichkeit ist ein hherer ,grad des ,mglichen1 ein niederer des ,tatschlichen4 ,urteile wie3 es ist wahrscheinlich1 da ,s ,p8 lassen das dazu korrelative3 es ist mglich1 da ,s ,p nichtgltig8 zwar zu2 dieses erscheint ihnen gegenber aber in der ,form3 es ist nicht wahrscheinlich1 da ,s ,p nichtgltig48 ,aus diesen ,unterscheidungen ergeben sich fr die ,logik ,gradabstufungen des ,mglichen von der durch geringfgigste ,hoffnung getragenen bloen ,annahme bis zu den von strkster berzeugtheit durchdrungenen1 fast an das ,bewutsein tatschlicher ,gltigkeit heranreichenden ,wahrscheinlichkeitsbehauptungen4 ,dieses groe ,gebiet von modal-bestimmten ,urteilen zwischen ,mglichkeit und ,tatschlichkeit wollen wir als das der approximativen ,beurteilungen 7,wahrscheinlichkeitsbeurteilungen7 bezeichnen4 #g4 ,die zusammengesetzten ,urteile 7,urteilsverbindungen und ,urteilsgefge74 ,zusammengesetzte ,urteile sind solche1 die aus einer ,mehrheit einfacher1 einander koordinierter ,urteile gebildet sind4 ,bereits die ,beurteilungen sind als zusammengesetzte ,urteile anzusprechen4 ,denn da in diesen das ,subjekt selbst ein ,urteil ist1 gehen sie ber den materialen ,bestand des einfachen ,urteils 7,s ,p7 hinaus4 ,sie stehen aber kraft der besonderen ,beziehung1 in die in ihnen das beurteilte ,urteil und die ,beurteilung selbst zueinander treten1 den einfachen ,urteilen nher als die jetzt zu besprechenden ,arten der zusammengesetzten ,urteile1 bilden mithin die ,grenze dieser zu den einfachen4 ,sehen wir von den ,beurteilungen ab1 so ist es zweckmig1 die zusammengesetzten ,urteile in zwei ,hauptarten zu scheiden4 ,sie sind ,urteilsverbindungen1 wo das die einfachen ,urteile miteinander verknpfende ,band in einem gemeinsamen materialen ,urteilsbestandteil 7,subjekt oder ,prdikat7 zu suchen ist2 diese zerfallen in kopulative1 konjunktive und divisive ,verbindungen4 ,sie sind ,urteilsgefge1 wo das die einfachen ,urteile miteinander verknpfende ,band in der formal-logischen ,beziehung1 die zwischen diesen ,urteilen besteht1 zu suchen ist2 sie zerfallen in disjunktive und hypothetische ,gefge4 ,besprechen wir zuerst die ,urteilsverbindungen4 ,kopulative ,urteilsverbindungen sind solche1 in denen eine ,mehrheit von ,urteilen mit gleichem ,prdikat1 aber verschiedenen ,subjekten zu einem ,urteil verknpft ist 7,s und ,s und ,s 444 ,s ,p74 ,beispiele dafr sind3 ,lust und ,liebe sind die ,fittiche zu groen ,taten2 vom ,eise befreit sind ,strom und ,bche2 ,berlin1 ,bonn1 ,knigsberg1 ,halle1 ,jena 444 sind ,universittsstdte8 7,verneinungen3 ,weder ,reichtum noch ,macht stellen verlorene ,ehre wieder her874 ,die ,zahl der einfachen ,urteile1 die in eine kopulative ,urteilsverbindung eingehen knnen1 darf nicht geringer sein als zwei1 kann nach oben aber ins ,unendliche gehen2 denn1 wenn nicht praktische und sthetische ,grnde es verbten3 logischerseits wre es angngig1 eine beliebig groe ,anzahl von ,urteilen mit gleichem ,prdikat1 aber verschiedenen ,subjekten zu einem ,urteil zu verbinden4 -- ,konjunktive ,urteilsverbindungen sind solche1 in denen eine ,mehrheit von ,urteilen mit gleichem ,subjekt1 aber verschiedenen ,prdikaten zu einem ,urteil verknpft ist 7,s ,p und ,p und ,p 444 ,p74 ,beispiele dieser sind3 ,alles rennet1 rettet1 flchtet2 etwas frchten1 hoffen und sorgen mu der ,mensch fr den kommenden ,morgen2 er lebte1 nahm ein ,weib und starb2 edel sei der ,mensch1 hilfreich und gut8 7,verneinungen3 ,bin weder ,frulein weder schn2 ,kants kritische ,hauptwerke sind weder leicht zu verstehen noch leicht darzustellen874 ,fr die ,zahl der einfachen ,urteile1 welche die konjunktiven ,verbindungen bilden1 gilt das gleiche wie das oben fr die kopulativen ,verbindungen ,gesagte4 -- ,divisive ,urteilsverbindungen sind solche1 in denen eine ,mehrheit koordinierter partikulrer ,urteile mit verschiedenem ,subjekt1 aber gleichem ,prdikat zu einem ,urteil verknpft ist 7,s teils ,p1 teils ,p1 teils ,p 444 ,p74 ,die logische ,analyse ergibt als ,elemente der divisiven ,urteilsverbindung die partikulr-bestimmenden ,beurteilungen3 ,s ,p gilt fr einige ,s2 ,s ,p gilt fr einige ,s2 ,s ,p gilt fr einige ,s usw41 die miteinander verknpft ergeben3 ,s teils ,p1 teils ,p1 teils ,p 444 usw4 ,beispiele dafr sind3 ,krper sind ihrem ,aggregatzustande nach teils feste1 teils flssige1 teils gasfrmige2 die ,inhalte des ,bewutseins sind teils gegenstndliche 7,vorstellungen oder ,begriffe71 teils zustndliche 7,lust oder ,unlust72 ,bakterien sind teils ,kokken1 teils ,bazillen1 teils ,spirillen48 ,das ,prdikat diviser ,verbindungen enthlt also die ,arten1 welche ihrem ,subjekt als deren ,gattungsbegriff zukommen1 entwickelt mithin eine vollstndige ,einteilung des ,umfangs ihres ,subjekts4 ,als spezielle ,bedingungen der formalen ,gltigkeit der divisiven ,verbindung seien hier genannt3 #a4 ,divisive ,urteilsverbindungen mssen erschpfend sein 7d4 h43 die ausgesagten ,arten mssen den ganzen ,umfang des ,subjektsbegriffes umfassen72 #b4 die ausgesagten ,arten mssen nach einem und demselben ,gesichtspunkte der ,einteilung gewhlt und einander koordiniert sein4 ,kommen wir zu den ,gefgen4 ,disjunktive ,urteilsgefge sind solche1 die aus einer ,mehrheit koordinierter1 sich in ihrer ,gltigkeit einander ausschlieender problematischer ,beurteilungen mit gleichem ,subjekt oder ,prdikat gebildet sind 7entweder ,s oder ,s oder ,s 444 ,s ,p2 ,s entweder ,p oder ,p oder ,p 444 ,p74 ,beispiele dafr sind3 ,der ,raum ist entweder ein reales ,wesen oder eine ,form sinnlicher ,anschauung2 entweder ,newton oder ,leibniz hat die ,unendlichkeitsrechnung zuerst begrndet48 ,die disjunktiven ,gefge sind den ,urteilsverbindungen verwandt1 insofern als die ,elemente1 aus denen sie bestehen1 gleichfalls einander koordiniert sind4 ,sie unterscheiden sich aber von diesen charakteristisch dadurch1 da in ihnen die ,glieder der ,zusammensetzung zueinander in einem bestimmten logischen ,verhltnis stehen1 das beiden ,urteilsverbindungen fehlt4 ,urteilt man3 ,s ,p und ,p und ,p oder ,s und ,s und ,s ,p1 so gilt jedes der einfachen ,urteile1 aus denen diese ,verbindungen zusammengesetzt sind1 unabhngig vom anderen4 ,zerlegt man die divisive ,verbindung ,s teils ,p1 teils ,p1 teils ,p in ihre ,bestandteile 7einige ,s ,p1 einige ,s ,p usw471 so kommt jedem dieser ,urteile eine ,gltigkeit zu1 die von der ,gltigkeit des anderen unabhngig ist4 ,nicht so bei den disjunktiven ,gefgen4 ,das ,urteil3 ,s entweder ,p oder ,p besagt3 ,s kann entweder ,p oder ,p sein2 und mehr noch3 wenn ,s ,p gltig1 dann ,s ,p nichtgltig2 und wenn ,s ,p nichtgltig1 dann ,s ,p gltig und umgekehrt4 ,daraus ergibt sich frs erste1 da die elementaren ,glieder des disjunktiven ,gefges problematische ,beurteilungen sind1 und zum zweiten1 da diese sich einander in ihrer ,gltigkeit ausschlieen1 dergestalt1 da1 wenn eines von ihnen gltig ist1 die anderen ungltig sein mssen2 wenn alle bis auf eines ungltig sind1 dieses letzte gltig sein mu4 ,disjunktive ,gefge sind geradeso wie die divisiven ,verbindungen formal nur gltig1 wenn sie erschpfend sind1 d4 h43 wenn die in ihnen enthaltenen einander ausschlieenden ,prdizierungen das ganze ,gebiet der vorhandenen ,mglichkeiten umfassen4 ,kontradiktorische ,disjunktionen nennen wir alle diejenigen disjunktiven ,gefge1 deren ,elemente kontradiktorisch-entgegengesetzte ,urteile sind 7,s entweder ,p oder nicht-,p74 ,beispiele dafr sind3 ,der ,wille des ,menschen ist entweder frei oder nicht frei2 der ,angeklagte ist entweder schuldig oder nicht schuldig48 ,kontrre ,disjunktionen heien dementsprechend alle diejenigen1 die aus kontrr-entgegengesetzten ,urteilen zusammengesetzt sind1 d4 h4 solchen1 die bei gleichem ,subjekt kontrr-entgegengesetzte ,prdikate haben4 ,als ,beispiele dieser seien angefhrt3 ,die ,welt ist entweder geschaffen oder von ,ewigkeit her vorhanden2 ,schauspiele sind entweder ,lust- oder ,trauerspiele48 ,spezifische ,disjunktionen nennen wir endlich 7mit ,b4 ,erdmann7 alle diejenigen disjunktiven ,gefge1 deren ,elemente weder kontradiktorisch- noch kontrr-entgegengesetzte ,urteile sind4 ,als ,beispiele dieser seien genannt3 ,jene spartanische ,mutter wollte1 da ihr ,sohn entweder mit dem ,schilde oder auf dem ,schilde aus der ,schlacht heimkehre2 die ,verfassung eines ,staatswesens ist nach ,aristoteles entweder monarchisch oder oligarchisch oder demokratisch2 ich wnschte1 die ,nacht oder die ,preuen kmen48 ,ohne besondere logische ,bedeutung sind ,disjunktionen wie3 ,der ,mensch ist entweder von ,natur gut oder schlecht oder beides nicht8 7,mischform der kontrren und kontradiktorischen ,disjunktion71 sowie3 ,gefhle sind entweder ,zustnde der ,lust oder ,unlust oder eigentmliche ,mischungen beider8 7,mischform der kontrren und spezifischen ,disjunktion74 ,disjunktive ,gefge sind schlielich auch in komplizierteren ,formen mglich1 dergestalt1 da die ,elemente ihrer ,zusammensetzung weder ,subjekt noch ,prdikat miteinander gemeinsam haben1 so also1 da die materialen ,urteilsglieder in diesen vllig wechseln 7entweder ,s ,p oder ,q ,r74 ,an der ,hand eines ,beispiels3 ,entweder du trittst fr ihn ein1 oder es gibt keine ,dankbarkeit mehr2 ,entweder wir siegen1 oder das ,leben ist nicht mehr lebenswert48 ,diese ,gefge sind als verwickelte von den oben besprochenen als reinlichen zu scheiden4 ,ihre logische ,analyse fhrt auf folgende ,urteile als einfache ,bestandteile3 #a4 ,s entweder ,p oder nicht-,p1 #b4 wenn ,s ,p nichtgltig1 dann ,q ,r4 ,zusammengezogen3 entweder ,s ,p oder ,q ,r4 ,sie setzen mithin die hypothetischen ,gefge voraus1 die erst jetzt zur ,besprechung kommen4 ,betont sei noch1 da disjunktive ,gefge als ,urteile auch ,subjekte von ,beurteilungen sein knnen4 ,in sich zusammengesetzt aus problematischen ,beurteilungen1 vermgen sie selbst wiederum ,gegenstnde problematischer1 assertorischer oder apodiktischer ,beurteilung zu werden 7es ist mglich1 tatschlich1 notwendig1 da ,s entweder ,p oder ,p oder ,p74 ,an ,beispielen3 ,der ,wille des ,menschen kann entweder frei oder gebunden sein 7problematisch72 tatschlich ist der ,krieg entweder ein ,segen oder ein ,unheil fr die ,menschheit 7assertorisch72 ganze ,zahlen sind notwendigerweise entweder gerade oder ungerade 7apodiktisch748 ,hypothetische ,urteilsgefge sind solche1 die aus zwei miteinander in dem ,verhltnis von ,grund und ,folge verbundenen ,urteilen bestehen 7wenn ,q ,r1 dann ,s ,p2 oder1 indem wir ,q ,r ,g 7,grund7 und ,s ,p ,f 7,folge7 setzen3 wenn ,g1 dann ,f74 ,beispiele dafr sind3 ,wenn die ,knige bauen1 haben die ,krrner zu tun2 wenn du den ,halys berschreitest1 wirst du ein groes ,reich zerstren2 wenn der ,mantel fllt1 mu der ,herzog nach2 ,raffael wre ein groer ,maler geworden1 selbst wenn er ohne ,hnde auf die ,welt gekommen wre48 ,hypothetische ,gefge sind ihrem ,sinn nach auch ,urteile wie3 ,wer gut schmiert1 fhrt gut2 ein jeder kehre vor seiner ,tr1 und rein ist jedes ,stadtquartier2 willst du dich selber erkennen1 so sieh1 wie die andern es treiben2 man fhlt die ,absicht1 und man wird verstimmt2 allzu straff gespannt zerspringt der ,bogen48 ,die eigentmliche -- als hypothetisch8 bezeichnete -- ,beziehung1 in die in den hypothetischen ,gefgen der in der traditionellen ,logik sog4 ,vordersatz8 7wenn ,q ,r ,hypothesis7 zu dem sog4 ,nachsatz8 7dann ,s ,p ,thesis7 gerckt wird1 bedarf besonderer ,errterung4 ,die gelufige ,auffassung der hypothetischen ,gefge geht dahin1 da der ,nachsatz als durch die ,gltigkeit des ,vordersatzes bedingt ausgesagt werde 7sog4 ,nachsatztheorie874 ,diese ,deutung der hypothetischen ,gefge 7vertreten z4 ,b4 durch ,chr4 ,wolff7 scheitert aber an denjenigen ,aussagen1 in denen ersichtlich jedes der beiden ,urteile fr sich als nichtgltig bewut ist1 und doch das ,ganze1 d4 h4 der logische ,zusammenhang beider ,urteile mit dem ,bewutsein der ,gltigkeit gedacht wird 7z4 ,b43 ,bestnde das ,glck in krperlichen ,lustgefhlen1 so mte man die ,ochsen glcklich nennen1 wenn sie ,erbsen fressen8 ,heraklit74 ,ausgesagt ist also in den hypothetischen ,gefgen nicht ein ,urteil1 das in seiner ,gltigkeit durch die eines anderen bedingt ist1 sondern ein ,urteilszusammenhang1 in dem die beiden ,elemente als im ,verhltnis von ,grund und ,folge1 mithin im ,verhltnis logischer ,konsequenz zueinander stehend gedacht sind 7,konsequenztheorie des hypothetischen ,gefges8 nach der ,namengebung ,b4 ,erdmanns74 -- ,sagen wir3 ,wenn der ,koran von ,gott herrhrt1 so ist ,muhammed der ,prophet ,gottes#8 7heit es bei ,john ,stuart ,mill71 so wollen wir damit weder behaupten1 da der ,koran von ,gott herrhrt noch auch1 da ,muhammed in ,wahrheit sein ,prophet ist4 ,keiner von diesen beiden einfachen ,stzen mag wahr sein1 und doch kann die ,wahrheit des hypothetischen ,satzes unbestreitbar sein4 ,was ausgesagt wird1 ist nicht die ,wahrheit irgendeines von den beiden ,stzen1 sondern die ,tatsache1 da der eine aus dem anderen gefolgert werden kann4 ,was ist also das ,subjekt und was ist das ,prdikat des hypothetischen ,satzes8 ,der ,koran ist nicht sein ,subjekt1 und ebensowenig ist es ,muhammed4 ,denn es wird weder vom ,koran noch von ,muhammed etwas bejaht oder verneint4 ,das wahrhafte ,subjekt der ,prdizierung ist der ganze ,satz3 ,muhammed ist der ,prophet ,gottes#81 und die ,aussage ist die1 da dies eine berechtigte ,folgerung aus dem ,satze ist3 der ,koran rhrt von ,gott her#848 -- ,im hypothetischen ,gefge besteht also kurz gesagt das ,subjekt in der ,thesis 7,s ,p71 das ,prdikat in der ,aussage1 da die ,thesis von der ,hypothesis 7wenn ,q ,r7 so abhngt wie die logische ,folge von ihrem ,grunde4 ,entsprechend der oben entwickelten ,scheidung der ,urteile in ,formal- und ,realbehauptungen zerfallen auch die hypothetischen ,gefge in formale und reale4 ,beispiele formaler hypothetischer ,gefge sind3 ,wenn zwei ,geraden ins ,unendliche verlngert sich nirgends einander schneiden1 so sind sie parallel2 wenn zwei ,kegel ,grundflche und ,hhe miteinander gemeinsam haben1 so haben sie gleichen ,rauminhalt2 wenn ein ,dreieck spitzwinklig ist1 so kann keiner seiner ,winkel einen ,rechten und mehr betragen2 wenn von zwei kontradiktorisch-entgegengesetzten ,urteilen eines als gltig erwiesen ist1 dann ist das andere notwendig ungltig48 ,diese sind hypothetische ,gefge formal-logischer ,konsequenz4 ,der ,zusammenhang zwischen ,grund und ,folge in ihnen ist ein unmittelbar oder mittelbar gewisser1 mithin denknotwendiger2 ihr kontradiktorisches ,gegenteil ist daher denkunmglich4 ,sie knnen also auch ,gegenstnde apodiktischer ,beurteilung werden 7wenn ,g1 so notwendig ,f72 sie sind ferner umkehrbar1 d4 h4 auch dann gltig1 wenn man ,grund und ,folge miteinander vertauscht 7darber an spterer ,stelle74 -- ,beispiele hypothetischer ,gefge ber ,tatsachen sind bereits oben gegeben worden4 ,diese bedrfen wie alle ,urteile ber ,tatsachen einer zureichenden ,begrndung1 die sich letzten ,endes auf die ,elemente der ,wahrnehmung sttzt4 ,sie sind ihrer ,konsequenzbeziehung nach nicht alle von der gleichen ,art4 ,wir knnen vielmehr hypothetische ,gefge zeitlicher1 kausaler und teleologischer ,konsequenz scheiden4 ,hypothetische ,gefge zeitlicher ,konsequenz sind3 ,wenn die ,schule beendet ist1 bevlkern sich ,straen und ,pltze mit ,knaben und ,mdchen2 wenn die ,schwalben nach sdlicheren ,lndern ziehen1 naht der ,herbst48 ,hypothetische ,gefge kausaler ,konsequenz -- mit den eben erwhnten durch mannigfache bergangsformen verbunden und nicht reinlich von diesen zu scheiden -- sind3 ,wenn man einen ,wurm tritt1 krmmt er sich2 wenn man ,wasser bis auf #ajj erwrmt1 verdampft es2 wenn man ,sand1 ,soda und ,marmor in bestimmten ,mengen in einem ,tiegel schmilzt1 erhlt man eine feste1 farblose ,masse1 die man ,glas nennt48 ,hypothetische ,gefge teleologischer ,konsequenz -- ihrem ,wesen nach teils theoretischer 7,normen des ,denkens71 teils praktischer ,natur 7,normen des ,handelns7 -- sind3 ,wenn ,urteile wahr sein sollen1 mssen sie sowohl den ,bedingungen der formalen wie materialen ,gltigkeit entsprechen2 wenn es ,gerechtigkeit im ,staate geben soll1 mssen ,gesetze nicht nur da sein1 sondern auch befolgt werden2 willst du genau erfahren1 was sich ziemt1 so frage nur bei edlen ,frauen an48 ,hypothetische ,gefge ber ,tatsachen knnen sowohl ,gegenstnde assertorischer wie auch problematischer ,beurteilungen werden 7wenn ,g1 so tatschlich ,f2 wenn ,g1 so mglicherweise ,f74 ,verneinungen hypothetischer ,gefge sind jene ,formen1 in denen die ,konsequenzbeziehung zwischen ,g und ,f geleugnet ist 7wenn ,g1 so nicht ,f wenn ,g1 so ,f nichtgltig72 z4 ,b4 wenn der ,herr mit uns ist1 wird der ,segen unserem ,werke nicht fehlen48 ,die hypothetischen ,gefge der ,form3 wenn ,g nicht1 so ,f#8 und wenn ,g nicht1 so ,f nicht#81 sind mithin nicht ,verneinungen hypothetischer ,gefge1 sondern bejahenden ,charakters1 das letztere ein bejahendes hypothetisches ,gefge durch doppelte ,verneinung4 -- ,sofern in hypothetischen ,behauptungen der angegebene ,grund als der allein mgliche fr die ausgesagte ,konsequenz gedacht ist1 heien diese hypothetische ,gefge ausschlielicher ,konsequenz8 7nur wenn ,g1 dann ,f74 ,aus den hypothetischen ,gefgen logisch ableitbar sind ,urteilsformen wie3 weil ,q ,r1 darum ,s ,p und3 obschon ,q ,r1 dennoch ,s ,p4 ,setzen wir z4 ,b4 den in dem logischen ,grund eines hypothetischen ,gefges 7wenn ,q ,r7 enthaltenen ,urteilsgedanken als gltig voraus1 so entsteht die kausale ,urteilsform3 weil ,q ,r1 darum ,s ,p2 setzen wir z4 ,b4 den in der ,folge 7,s ,p7 enthaltenen ,urteilsgedanken als gltig1 den im ,grunde enthaltenen dagegen als nichtgltig1 dann entsteht die konzessive ,form3 obschon ,q ,r nichtgltig1 ,s ,p4 ,an diesen ,formen berwiegt das grammatische ,interesse das logische2 darum sei ihrer ,errterung kein weiterer ,raum gewhrt4 #h4 ,wesen und ,arten der ,frage4 ,prfen wir das ,verhltnis von ,urteil und ,frage logisch1 so ergibt sich -- wie schon frher betont --1 da die ,frage das ,urteil voraussetzt4 ,aus dem miglckten ,versuch1 ein ,urteil zu vollziehen -- oder auch1 was damit der ,sache nach bereinkommt1 aus dem ,zweifel an der ,gltigkeit eines vollzogenen ,urteils -- ergibt sich eine ,ungewiheit1 die wir durch das ,mittel der ,fragestellung zu berwinden trachten4 ,der ,ursprung der ,frage liegt mithin logisch in einer ,urteilshemmung2 sie selbst ist der ,ausdruck einer ,ungewiheit1 verbunden mit dem ,wunsche1 diese zu berwinden4 ,insofern kommt ihr selbst ,urteilscharakter zu4 ,die ,frage3 ,ist ,s ,p88 bedeutet logisch soviel wie3 ,ich wei nicht1 ob ,s ,p gltig ist1 und wnsche es zu wissen48 ,das aussagende ,element liegt darin in dem ,zugestndnis der ,unwissenheit und dem ,ausdruck des ,wunsches4 ,demnach steht die ,frage den ,beurteilungen nher als den ,urteilen im eigentlichen ,sinne4 ,die den ,inhalt der ,frage bildende ,aussage3 ich wei nicht1 ob ,s ,p gltig ist1 und wnsche es zu wissen8 ist ein ,urteil ber ein ,urteil1 von dem ausgesagt wird1 da seine ,gltigkeit ungewi sei1 und da die ,gewiheit ber ,gltigkeit oder ,ungltigkeit gewnscht werde4 ,sind die ,fragen mithin ihrem aussagenden ,charakter nach nicht ,urteile schlechthin1 sondern ,beurteilungen1 so stimmt das treffend mit der aufgestellten ,theorie berein1 da die ,frage nicht dem ,urteil vorangehe1 sondern dieses voraussetze4 ,der ,urteilscharakter der ,frage darf indessen den charakteristischen ,unterschied zwischen ,urteil und ,frage nicht verschleiern4 ,ein ,urteil ist immer die vollzogene ,einordnung eines ,prdikats- in den ,inhalt eines ,subjektsbegriffes1 verbunden mit dem ,bewutsein1 da die ausgesagte ,beziehung zwischen ,s und ,p gltig sei4 ,das gilt fr alle ,urteile1 sowohl fr die einfachen wie fr die zusammengesetzten1 seien sie ,beurteilungen1 ,verbindungen oder ,gefge4 ,eine ,frage dagegen ist immer der ,ausdruck einer ,ungewiheit1 verbunden mit dem ,wunsche1 diese zu berwinden4 ,insofern ist die ,frage trotz ihres ,urteilscharakters von dem ,urteil wesentlich verschieden und am ehesten noch als dessen ,gegenteil zu bezeichnen4 ,will man beide1 ,urteil und ,frage1 unter einem hheren ,gattungsbegriff zusammenfassen1 dann kann man sagen1 es gibt zweierlei ,aussagen3 behauptende ,aussagen oder ,urteile2 fragende ,aussagen oder ,fragen4 ,ob eine ,aussage eine behauptende oder fragende ist1 darber entscheidet nicht deren sprachliche ,formulierung1 sondern deren logischer ,sinn4 ,man nehme etwa ,aussagen wie3 ,kann ich ,armeen aus der ,erde stampfen1 wchst mir ein ,kornfeld in der flachen ,hand82 was ist gttlicher als vergeben82 was ist das ,leben ohne ,liebesglanz82 und mu ich so dich wiederfinden82 wie kommt mir solcher ,glanz in meine ,htte881 so bedarf es keiner nheren ,begrndung1 da es sich hier um nur scheinbare ,fragen1 um in das ,gewand der ,frage gehllte behauptende ,aussagen handelt4 ,indem sie entweder die auf die ,frage zu erteilende allein mgliche ,antwort in dem ,sinn der ,frage und der ,art ihrer ,formulierung deutlich zum ,ausdruck bringen oder aber als ,ausdruck der ,klage1 des ,schmerzes1 der ,verwunderung1 der ,verzweiflung berhaupt keinerlei ,antwort bedrfen1 sind sie ,urteile besonders betonter ,gewiheit1 nicht ,fragen4 ,der ,ausruf3 ,was sind ,hoffnungen1 was sind ,entwrfe 44488 z4 ,b4 ist ein ,urteil ber die ,nichtigkeit des menschlichen ,hoffens und ,planens2 der ,ausruf3 ,und mu ich so dich wiederfinden88 ein ,urteil1 dessen ,prdikat die ,klage ber das ,so-wiederfinden81 dessen ,subjekt der ,urteilende selbst ist4 ,fr die ,formulierung solcher -- meist subjektiver und subjektiv-gltiger -- ,ausbrche der ,leidenschaft in ,form von ,fragen sind brigens weniger logische als psychologische und sthetische ,grnde magebend4 7,scheinbare ,fragen sind auch die sog4 prfenden ,fragen1 die etwa von einem ,lehrer einem ,schler gestellt werden1 um zu erfahren1 ob der ,schler die darauf gltige ,antwort wei4 ,ihnen kommt nur psychologische und pdagogische1 keine logische ,bedeutung zu47 ,die ,einteilung der ,fragen richtet sich nach demjenigen ,urteilselement1 durch dessen ,mangel der ,versuch zu urteilen unausfhrbar wird4 ,fehlen kann in ihnen entweder eines der materialen ,bestandteile des gewnschten ,urteils 7,subjekt1 ,prdikat7 -- 7sie sollen danach materiale ,fragen heien7 -- oder auch das ,bewutsein1 da die in einem ,urteil vollzogene ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat gltig sei2 wir nennen diese daher ,gltigkeitsfragen4 ,wenden wir uns zu den ersteren4 ,materiale ,fragen sind solche1 in denen entweder ,auskunft gewnscht wird ber das ,subjekt1 dem ein gegebenes ,prdikat1 oder ber ein ,prdikat1 das einem gegebenen ,subjekt eingeordnet werden soll4 ,sie sind danach teils ,subjekts-1 teils ,prdikatsfragen4 ,die ,form der ersteren ist3 ,wer 7was7 ,p82 die ,form der zweiten3 ,s was 7wie beschaffen78 ,dabei braucht bei den ,subjekts- und ,prdikatsfragen durchaus nicht das ganze ,subjekt oder ,prdikat unbekannt zu sein4 ,es kann z4 ,b4 die ,gattung bekannt sein und nur die spezielle ,art fehlen2 ja1 es kann sogar die spezielle ,art gegeben sein1 und der gewnschte ,urteilsbestandteil nur in einer nheren ,bestimmung des ,subjekts oder ,prdikats bestehen1 beim ,subjekt etwa in der ,quantitt 7wie viele ,s ,p871 beim ,prdikat in der ,angabe von ,ort1 ,zeit1 ,beschaffenheit usw4 7wann1 wo1 wie beschaffen74 ,die ,frage3 wie viele ,s ,p8 entspricht dabei den quantitativ-bestimmenden ,beurteilungen2 sie mu also genau genommen lauten3 ,s ,p gilt fr wie viele ,s8 und gehrt mithin nicht zu den ,subjekts-1 sondern zu den ,prdikatsfragen4 ,beispiele von ,subjektsfragen sind3 wer lacht da82 wer tat mir das82 was ist geschehen82 welches ,buch fehlt dir82 wer will ihn wiederholen82 wessen ,haus brennt82 wer von ihnen war dabei882 ,beispiele von ,prdikatsfragen3 was ist der langen ,rede kurzer ,sinn82 was sagte der ,vater82 was willst du mit dem ,dolche8 sprich2 von wannen kommt dir diese ,wissenschaft82 wem gab er das ,buch82 wann wird der ,retter kommen diesem ,lande88 -- ,hypothetische ,subjektsfragen sind3 wenn ,q ,r1 was dann8 7z4 ,b43 ,wenn es nun nicht gelingt1 was dann8872 hypothetische ,prdikatsfragen3 wann oder unter welcher ,bedingung ist ,s ,p gltig8 7z4 ,b43 ,unter welcher ,bedingung ist der ,feind geneigt1 ,frieden zu schlieen88 ,antwort3 444 wenn wir 444 usw474 ,zu den materialen ,fragen gehren auch kausale ,fragen wie3 warum ist ,s ,p8 7weil ,q ,r71 ebenso finale ,fragen3 wozu ist ,s ,p8 7damit ,q ,r74 ,gltigkeitsfragen sind im ,unterschied zu den materialen alle diejenigen1 in denen darber ,auskunft gewnscht wird1 ob die in einem ,urteil vorhandene prdikative ,beziehung zwischen ,subjekt und ,prdikat gltig sei4 ,die einfachste ,form dieser ,fragen ist die elementare ,gltigkeitsfrage von der ,form3 ist ,s ,p gltig8 7,antwort3 ja -- nein74 ,diese geht in die ,form der disjunktiven ,gltigkeitsfrage ber1 wo wir die in einem disjunktiven ,gefge zugestandene ,unwissenheit1 welche von mehreren einander ausschlieenden ,urteilsmglichkeiten gltig sei 7,s entweder ,p oder ,p2 entweder ,s oder ,s ,p71 in ,gestalt einer ,frage formulieren 7ist ,s ,p oder ,p82 ist ,s oder ,s ,p874 ,dem hypothetischen ,urteilsgefge1 in dem die ,beziehung von ,grund und ,folge ungewi ist1 entspricht die hypothetische ,gltigkeitsfrage 7ist ,s ,p1 wenn ,q ,r874 ,mischformen hypothetischer und disjunktiver ,gltigkeitsfragen endlich sind ,fragen von der ,form3 wenn ,q ,r1 ist dann ,s ,p oder ,p8 ,beispiele elementarer ,gltigkeitsfragen sind3 ,ist es geschehen82 bist du's1 ,hermann1 mein ,rabe82 hat die ,vorstellung schon begonnen882 ,beispiele disjunktiver 7#a7 und hypothetischer 7#b7 ,gltigkeitsfragen sowie deren ,mischformen 7#c73 #a4 ,bist untreu1 ,wilhelm1 oder tot82 wer wagt es1 ,rittersmann oder ,knapp1 zu tauchen in diesen ,schlund88 -- #b4 ,wird er kommen1 wenn ich ihn bitte82 wrde er gesiegt haben1 wenn er die ,schlacht begonnen htte88 -- #c4 ,wenn er nun vor ,gericht kommt1 wird er verurteilt oder freigesprochen werden88 -- ,aus der ,ungewiheit der ,beziehungen kausaler1 finaler und konzessiver ,urteilszusammenhnge erwachsen ferner ,fragen von der ,form3 ist ,s ,p1 weil ,q ,r82 ist ,s ,p1 damit ,q ,r2 ist ,s ,p1 obgleich ,q ,r82 wir nennen diese entsprechend der bisherigen ,namengebung3 kausale1 finale und konzessive ,gltigkeitsfragen4 ,liegt es im ,wesen der ,frage1 da sie als ,ausdruck einer ,ungewiheit zugleich das ,begehren nach ,gewiheit in sich befat1 so kann naturgem das ,verlangen des ,fragenden erst befriedigt sein1 wenn die erteilte ,antwort dasjenige ,element enthlt1 das dem ,fragenden beim ,vollzug des versuchten ,urteils gefehlt hat4 ,die ,bedingungen der ,gltigkeit der ,antwort auf eine ,frage sind den formalen und materialen ,bedingungen der ,gltigkeit von ,urteilen berhaupt gleich2 denn die ,antwort ergnzt den der ,frage zugrunde liegenden miglckten ,urteilsversuch zu dem gewnschten ,urteil2 sie ist insofern1 unabhngig von ihrem grammatischen ,bestand1 ja unabhngig von ihrer sprachlichen ,ausdrucksform 7sie kann eine ,handbewegung ebenso sein wie ein ,kopfnicken71 ein ,urteil4 ,die logische ,bedeutung der ,frage liegt darin1 da sie als ,ausdruck eines nach ,gewiheit verlangenden ,zustandes unbefriedigender ,ungewiheit das ,denken von unzulnglichen oder zweifelhaften ,urteilen zu immer erneuten ,urteilsversuchen hinleitet4 ,auch ,fragen bedrfen wie ,urteile einer zureichenden ,begrndung4 ,eine ,frage ist zureichend begrndet1 wenn sie richtig gestellt ist2 sie ist unzureichend begrndet1 wenn sie den ,bedingungen einer richtigen ,fragestellung nicht entspricht4 ,insbesondere fr das wissenschaftliche ,denken1 in dem die ,fragestellung zur ,problemstellung wird1 ist die ,forderung einer zureichenden ,begrndung auch fr die ,frage auerordentlich wichtig2 daher wird in der logischen ,methodenlehre darauf noch zurckzukommen sein4 #f ,kants fernere ,scheidung der ,urteile in analytische und synthetische hat nicht logische1 sondern transzendental-philosophische ,bedeutung4 ,unter analytischen ,urteilen versteht ,kant solche1 die im ,prdikat nur enthalten1 was im ,begriff des ,subjekts schon als notwendiges ,merkmal gedacht ist 7erluternde ,urteile2 z4 ,b43 ,alle ,krper sind ausgedehnt872 unter synthetischen ,urteilen solche1 die im ,prdikat enthalten1 was im ,begriff des ,subjekts noch nicht notwendig gedacht ist 7erweiternde ,urteile2 z4 ,b4 ,einige ,krper sind schwer874 ,zur ,kritik dieser ,scheidung vgl4 ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i1 ,kap4 #ch4 #g ,so z4 ,b4 von der ,anerkennungstheorie8 des ,urteils bei ,franz ,brentano1 die historisch genommen bis auf die ,stoa1 ,augustin1 ,thomas von ,aquino1 ,descartes1 ,malebranche und ,hume 7,lehre vom belief7 zurckgeht1 in der neuen ,logik in verwandter ,form auch von ,w4 ,hamilton und ,al4 ,bain in ,england1 von ,a4 ,marty1 ,w4 ,windelband und ,h4 ,rickert in ,deutschland vertreten wird4 ,vgl4 dazu ,nheres bei ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i1 ,kap4 #df3 ,jos4 ,geyser1 ,grundlagen d4 ,logik1 #aiji1 ,s4 #aeg ff41 #afc ff4 #h ,bei der ,lektre mag dieses logische ,symbol getrost durch die grammatische ,kopula ist8 7bzw4 sind87 ausgedrckt werden4 #i ,man vergleiche zu ,problemstellung und ,lsung3 ,b4 ,erdmann1 ber ,inhalt und ,geltung des ,kausalgesetzes1 ,halle #aijd4 #aj ,man beachte3 ,nicht alle ,urteile1 deren ,prdikat das ,wort knnen8 enthlt1 sind problematische4 ,knnen8 bedeutet im ,deutschen ebenso ein fhig-sein8 wie ein mglich-sein84 ,problematische ,urteile sind also nicht ,urteile wie3 ich kann ,franzsisch1 ich kann laufen1 ich kann dichten1 ich kann singen1 ,kinder knnen erzogen werden84 ,,iii4 ,die ,lehre vom ,schluverfahren4 #a4 ,die unmittelbaren ,schlsse oder ,folgerungen4 ,schlieen heit im logischen ,sinne des ,wortes3 aus einem oder mehreren gegebenen ,urteilen ein davon verschiedenes denknotwendig ableiten4 ,ein ,schlu ist demnach derjenige ,denkproze1 durch den aus einem oder mehreren gegebenen ,urteilen ein davon verschiedenes denknotwendig abgeleitet wird4 ,die berlieferte ,logik unterscheidet zweierlei ,hauptarten von ,schlssen3 unmittelbare oder ,folgerungen und mittelbare oder ,schlsse im eigentlichen ,sinne4 ,unmittelbare ,schlsse sind solche1 in denen die ,ableitung aus einem1 mittelbare solche1 in denen die ,ableitung aus einer ,mehrheit von ,urteilen erfolgt4 ,ist die ,folgerung die denknotwendige ,ableitung eines ,urteils aus einem davon verschiedenen gegebenen ,urteil1 so ist sie als ,ganzes aus zwei ,urteilen zusammengesetzt3 dem ,folgerungsurteil als demjenigen1 welches -- dem ,grundurteil als demjenigen1 aus welchem gefolgert wird#aa4 ,es ist ersichtlich1 da fr das ,folgerungsurteil zwei spezielle ,bedingungen seiner formalen und materialen ,gltigkeit in ,betracht kommen3 #a4 die formale und materiale ,gltigkeit seines ,grundurteils1 #b4 die formale ,gltigkeit des ,folgerungsprozesses selbst4 ,die ,gltigkeit des ,folgerungsurteils -- unter der ,voraussetzung einer formal gltigen ,ableitung -- steht und fllt also mit der ,gltigkeit des ,grundurteils4 ,die speziellen ,arten der ,folgerungen ergeben sich aus der ,verschiedenheit der formalen ,vernderungen1 durch die aus dem ,grundurteil das ,folgerungsurteil gewonnen wird4 ,die traditionelle ,logik unterscheidet als ,hauptarten der ,folgerungen solche durch3 formale quipollenz2 ,konversion2 ,kontraposition2 ,subalternation und ,opposition2 zu diesen kommen noch zwei weniger wichtige ,arten durch ,modalittswechsel und gleichsinnige ,inhaltsnderung4 ,folgerungen durch formale quipollenz 7formale ,gleichwertung7 sind solche1 bei denen aus einem gegebenen ,urteil bei gleicher ,stellung der materialen ,urteilsglieder ein ,urteil abgeleitet wird1 das von dem ,grundurteil nur seiner ,form nach verschieden ist4 ,spezielle ,flle solcher ,folgerungen sind#ab3 #a4 ,die ,ableitung eines mittelbar bejahenden ,urteils durch doppelte ,verneinung aus einem unmittelbar bejahenden und umgekehrt 7z4 ,b4 ,grundurteil3 ,s ,p2 ,folgerungsurteil3 ,s nicht non-,p2 ,grdurt43 jedes ,s ,p2 ,flgsurt43 kein ,s nicht-,p2 ,grdurt43 ,s ,p1 wenn ,q ,r2 ,flgsurt43 ,s nicht ,p1 wenn ,q nicht ,r74 #b4 ,die ,ableitung einer mittelbaren ,verneinung aus dem unmittelbar verneinenden ,urteil und umgekehrt 7z4 ,b4 ,grdurt43 ,s nicht ,p2 ,flgsurt43 ,s non-,p74 #c4 ,die ,ableitung einer apodiktischen ,beurteilung aus einem unmittelbar gewissen ,urteil 7,grdurt43 #b #b #d2 ,flgsurt43 #b #b ist notwendig #d74 #d4 ,die ,ableitung eines allgemeinen aus dem generellen ,urteil und umgekehrt 7,grdurt43 ,gestrenge ,herren regieren nicht lange82 ,flgsurt43 kein gestrenger ,herr regiert lange874 #e4 ,die ,ableitung eines hypothetischen aus einem disjunktiven ,gefge 7,grdurt43 ,s entweder ,p oder ,p2 ,flgsurt43 wenn ,s ,p1 dann nicht ,s ,p usw474 ,wichtiger als die ,folgerungen durch formale quipollenz sind die durch ,konversion 7,umkehrung74 ,sie bestehen darin1 da das ,folgerungsurteil durch ,vertauschung der materialen ,glieder des ,grundurteils gewonnen wird1 wobei die ,qualitt der ,aussage bestehen bleibt4 ,jenachdem ob die quantitative ,bestimmtheit des ,subjekts im ,folgerungsurteil dieselbe bleibt wie im ,grundurteil oder sich verndert1 nennt man die ,konversion eine reine 7conversio pura1 simplex7 oder unreine bzw4 vernderte 7conversio impura1 per accidens74 -- ,folgerungen durch reine ,umkehrung sind mglich3 #a4 aus partikulr bejahenden ,urteilen 7,grdurt43 einige ,sugetiere leben im ,wasser81 ,flgsurt43 einige im ,wasser lebende ,tiere sind ,sugetiere874 #b4 aus allgemein verneinenden ,urteilen 7,grdurt43 kein ,sterblicher ist allwissend81 ,flgsurt43 kein ,allwissender ist ein ,sterblicher874 ,keinerlei denknotwendige ,folgerungen durch ,umkehrung sind mglich aus partikulr verneinenden1 whrend allgemein bejahende ,urteile ,folgerungen teils durch reine1 teils durch unreine ,umkehrung zulassen4 ,beispiele von ,folgerungen durch unreine ,umkehrung aus allgemein bejahenden ,urteilen sind3 ,grdurt43 alle ,wissenschaften sind ,zeichen des menschlichen ,dranges nach ,erkenntnis82 ,flgsurt43 einige ,zeichen des menschlichen ,dranges nach ,erkenntnis sind die ,wissenschaften84 ,beispiele von ,folgerungen durch reine ,umkehrung aus allgemein bejahenden ,urteilen bieten die sog4 reziprokablen ,urteile1 die ,gleichungen oder ,definitionen enthalten3 ,grdurt43 alle ,dreiecke von gleicher ,hhe und ,grundseite sind flchengleich82 ,flgsurt43 alle flchengleichen ,dreiecke haben gleiche ,grundseite und ,hhe84 -- ,eine besondere ,besprechung verlangen die ,folgerungen durch ,konversion aus hypothetischen ,gefgen4 ,hypothetische ,gefge heien rein umkehrbar1 wenn ihre modale ,bestimmtheit dieselbe bleibt1 unrein umkehrbar1 wenn diese sich verndert4 ,rein umkehrbar sind3 #a4 alle hypothetischen ,gefge1 die unmittelbar oder mittelbar gewisse ,gltigkeit haben 7,grdurt43 wenn in einem ,dreieck zwei ,winkel einander gleich sind1 so ist es gleichschenklig82 ,flgsurt43 wenn ein ,dreieck gleichschenklig ist1 so sind darin zwei ,winkel einander gleich874 #b4 alle hypothetischen ,gefge ber ,tatsachen1 die ,gefge ausschlielicher ,konsequenz bilden 7,grdurt43 nur wenn ein luftleerer ,raum hergestellt ist1 fallen ,krper verschiedenen ,gewichts mit gleicher ,geschwindigkeit82 ,flgsurt43 wenn ,krper verschiedenen ,gewichts mit gleicher ,geschwindigkeit fallen1 so ist der ,raum1 in dem das geschieht1 luftleer874 #c4 alle ,verneinungen von hypothetischen ,gefgen ber ,tatsachen 7z4 ,b4 ,grdurt43 wenn ein ,mensch behauptet1 ,gott zu sein1 dann ist er nicht bei ,verstand82 ,flgsurt43 wenn ein ,mensch bei ,verstand ist1 dann behauptet er nicht1 ,gott zu sein874 ,unrein umkehrbar sind schlielich hypothetische ,gefge ber ,tatsachen wie3 ,grdurt43 ,wer nichts wagt1 der nichts gewinnt82 ,flgsurt43 wer nichts gewinnt1 der wagt mglicherweise nichts84 ,hier hat die ,konversion die ,form3 ,grdurt43 wenn ,g1 dann ,f1 ,flgsurt43 wenn ,f1 dann mglicherweise ,g2 in ihr geht also die assertorische ,modalitt des ,grundurteils im ,folgerungsurteil in eine problematische ber4 ,aus dem ,verfahren der formalen quipollenz und ,konversion zusammengesetzt ist die ,folgerungsweise durch ,kontraposition 7,umwendung74 ,diese geschieht1 indem die materialen ,glieder des ,grundurteils miteinander die ,stelle wechseln und die bejahenden ,urteile ihrer ,form nach verneinende1 die verneinenden ihrer ,form nach bejahende werden4 ,folgerungen durch ,kontraposition sind rein mglich3 #a4 aus allgemein bejahenden ,urteilen 7,grdurt43 alle ,werke ,schopenhauers sind stilistisch gewandt geschrieben82 ,flgsurt43 keine stilistisch ungewandte ,schrift ist ein ,werk ,schopenhauers872 #b4 aus partikulr verneinenden ,urteilen 7,grdurt43 manche ,vlker ,asiens sind in der ,kultur nicht mitfortgeschritten82 ,flgsurt43 ein ,teil der in der ,kultur nicht mitfortgeschrittenen sind die ,vlker ,asiens874 ,nur unrein oder verndert sind ,folgerungen durch ,kontraposition mglich aus allgemein verneinenden ,urteilen2 whrend sich aus partikulr bejahenden ,urteilen keinerlei denknotwendige ,folgerungen herleiten lassen3 ,allgemein verneinende ,urteile gehen durch ,kontraposition in partikulre ihrer ,form nach bejahende ,urteile ber 7,grdurt43 kein ,verbrecher ist ein ntzliches ,mitglied der menschlichen ,gesellschaft82 ,flgsurt43 ein ,teil der unntzen ,glieder der menschlichen ,gesellschaft sind die ,verbrecher874 -- ,nur geringe ,bedeutung kommt den ,folgerungen durch ,kontraposition aus hypothetischen ,gefgen zu4 ,hier herrschen analoge ,verhltnisse vor wie bei den ,folgerungen aus hypothetischen ,gefgen durch ,konversion4 ,als ,beispiele solcher seien aufgefhrt3 #a4 ,grdurt43 wenn ,zahlen durch zwei teilbar sind1 dann sind sie gerade ,zahlen82 ,flgsurt43 wenn ,zahlen ungerade sind1 dann sind sie durch zwei nicht teilbar8 7reine ,kontraposition72 #b4 ,grdurt43 wenn das ,leben nach dem ,tode paradiesisch ist1 dann ist der ,tod ein ,beglcker der ,menschheit82 ,flgsurt43 wenn es falsch ist1 da der ,tod kein ,beglcker der ,menschheit ist1 dann kann das ,leben nach dem ,tode paradiesisch sein8 7unreine ,kontraposition74 ,auf anderem ,wege als bei den ,folgerungen durch ,konversion und ,kontraposition kommen die ,folgerungen durch ,subalternation 7,umordnung7 zustande4 ,diese sind denknotwendige ,ableitungen aus einem als wahr oder falsch beurteilten allgemeinen oder partikulren ,urteil1 dessen quantitative ,bestimmtheit im ,folgerungsurteil verndert1 dessen ,qualitt aber dieselbe bleibt4 ,wenn es wahr ist1 da alle ,s ,p sind1 dann ist es auch wahr1 da einige ,s ,p sind2 und wenn es wahr ist1 da kein ,s ,p ist1 dann ist es auch wahr1 da einige ,s nicht ,p sind4 ,wir nennen diese ,ableitung von partikulren ,urteilen aus allgemeinen ,folgerungen durch ,unterordnung1 und knnen -- da aus der ,falschheit eines allgemeinen ,urteils auf die ,falschheit des ihm untergeordneten partikulren nicht denknotwendig geschlossen werden kann -- sagen3 ,die ,folgerungen aus der ,wahrheit eines allgemeinen ,urteils auf die ,wahrheit des ihm untergeordneten sind gltig1 die gleichen ,folgerungen aus der ,falschheit ungltig 7in scholastischer ,sprache bezeichnet als ,dictum de omni et nullo87#ac4 -- ,umgekehrt verhalten sich die ,dinge bei den ,folgerungen durch berordnung 7d4 h4 den ,ableitungen allgemeiner aus partikulren ,urteilen74 ,wenn es falsch ist1 da einige ,s ,p sind1 dann ist es auch falsch1 da alle ,s ,p sind2 und wenn es falsch ist1 da einige ,s nicht ,p sind1 dann ist es auch falsch1 da alle ,s nicht ,p sind4 ,wir knnen also -- da aus der ,wahrheit eines partikulren ,urteils auf die ,wahrheit des entsprechenden bergeordneten nicht denknotwendig geschlossen werden kann -- sagen3 ,die ,folgerungen aus der ,falschheit eines partikulren ,urteils auf die ,falschheit des ihm bergeordneten sind gltig1 die gleichen ,folgerungen aus der ,wahrheit ungltig4 ,beide ,gesetze kurz zusammengefat3 ,gltige ,ableitungen durch ,subalternation sind die ,folgerungen durch ,unterordnung aus der ,wahrheit1 durch berordnung aus der ,falschheit4 ,den ,folgerungen durch ,subalternation verwandt sind die ,folgerungen durch ,opposition 7,entgegensetzung74 ,darunter versteht man solche unmittelbaren ,schlsse1 durch die aus der ,wahrheit 7oder ,falschheit7 eines quantitativ bestimmten ,urteils auf die ,falschheit 7oder ,wahrheit7 des entsprechenden ,urteils von entgegengesetzter ,qualitt gefolgert wird4 ,vorerst ist hierbei folgendes zu bemerken3 ,die ,urteile3 alle ,s ,p8 und einige ,s nicht ,p81 sowie3 kein ,s ,p8 und einige ,s ,p8 heien nach alter logischer ,tradition kontradiktorisch-entgegengesetzte2 die ,urteile3 alle ,s ,p8 und alle ,s nicht ,p8 kontrr-entgegengesetzte und die ,urteile3 einige ,s ,p8 und einige ,s nicht ,p8 subkontrr-entgegengesetzte4 ,unter ,zugrundelegung dieser ,bezeichnungen ergibt sich3 ,wenn eines der ,urteile alle ,s ,p8 und kein ,s ,p8 als wahr 7oder falsch7 gegeben ist1 dann ist das ihnen kontradiktorisch-entgegengesetzte ,urteil einige ,s nicht ,p8 bzw4 einige ,s ,p8 falsch 7oder wahr74 ,diese ,tatsachen folgen unmittelbar aus den logischen ,grundstzen des ,widerspruches und vom ausgeschlossenen ,dritten4 ,danach knnen wir sagen3 ,die ,folgerungen durch kontradiktorische ,opposition sind durchweg gltig4 ,nicht ebenso liegen die ,dinge bei den ,folgerungen durch kontrre und subkontrre ,opposition4 ,wenn das ,urteil alle ,s ,p8 wahr ist1 dann ist das ,urteil alle ,s nicht ,p8 falsch2 wenn das ,urteil alle ,s ,p8 aber falsch ist1 dann braucht es darum noch nicht wahr zu sein1 da alle ,s nicht ,p8 sind4 ,mithin knnen wir sagen3 ,die ,folgerungen durch kontrre ,opposition sind nur gltig aus der ,wahrheit4 ,und weiter3 ,wenn es falsch ist1 da einige ,s ,p8 sind1 dann ist es wahr1 da einige ,s nicht ,p8 sind2 wenn es aber wahr ist1 da einige ,s ,p8 sind1 dann braucht es deswegen noch nicht falsch zu sein1 da einige ,s nicht ,p8 sind4 ,die ,folgerungen durch subkontrre ,opposition sind also nur gltig aus der ,falschheit4 ,alle drei ,regeln kurz zusammengefat1 gewinnen wir die logische ,formel3 ,gltige ,ableitungen sind die ,folgerungen durch kontradiktorische ,opposition aus der ,wahrheit und ,falschheit1 durch kontrre ,opposition aus der ,wahrheit und subkontrre ,opposition aus der ,falschheit4 ,nur kurzer ,besprechung bedrfen noch die unmittelbaren ,schlsse durch ,modalittswechsel und durch gleichsinnige ,inhaltsnderung4 ,wenn es notwendig ist1 da ,s ,p ist1 dann ist es auch ,tatsache1 da ,s ,p ist2 und wenn es nicht mglich ist1 da ,s ,p ist1 dann ist es auch tatschlich nicht der ,fall usw4 ,mit ,worten3 ,aus der ,gltigkeit des apodiktischen ,urteils folgt durch ,modalittswechsel die ,gltigkeit des entsprechenden assertorischen und problematischen2 aus der ,ungltigkeit des problematischen ,urteils folgt die ,ungltigkeit des entsprechenden assertorischen und apodiktischen4 -- ,und endlich3 ,folgerungen durch gleichsinnige ,inhaltsnderung kommen zustande1 wenn die materialen ,glieder eines ,urteils in gleichem ,sinne inhaltlich verndert werden4 ,um das an ,beispielen zu erlutern3 ,grdurt43 ,alles ,denken ist ,urteilen oder ,fragen2 ,flgsurt43 alles wissenschaftliche ,denken ist wissenschaftliches ,urteilen oder ,fragen2 ,grdurt43 die ,geschichte eines ,volkes ist ein ,spiegel seiner ,entwicklung2 ,flgsurt43 die ,kulturgeschichte eines ,volkes ist ein ,spiegel seiner kulturellen ,entwicklung4 #b4 ,die ,arten der mittelbaren ,schlsse und die kategorischen ,deduktionen4 ,mittelbare ,schlsse 7oder ,schlsse im eigentlichen ,sinne7 sind solche1 in denen aus einer ,mehrheit gegebener ,urteile ein davon verschiedenes denknotwendig abgeleitet wird4 ,die ,urteile1 aus denen abgeleitet wird1 nennen wir ,grundurteile oder ,prmissen 7die traditionelle ,logik nennt sie grammatisierend ,vorderstze871 das ,urteil1 das abgeleitet wird1 ,schluurteil oder ,konklusio 7,schlusatz74 ,wo mittelbare ,schlsse nicht mehr als zwei ,prmissen haben1 nennt man die eine die obere 7,obersatz71 die andere die untere 7,untersatz74 ,so ist z4 ,b4 in dem ,schluverfahren3 ,alle ,krper ziehen einander an2 ,erde und ,mars sind ,krper2 also ziehen ,erde und ,mars einander an8 das allgemeine ,urteil3 alle ,krper ziehen einander an8 die obere ,prmisse 7,obersatz71 das spezielle ,urteil3 ,erde und ,mars sind ,krper8 die untere ,prmisse 7,untersatz7 und das ,endurteil3 also ziehen ,erde und ,mars einander an8 die ,konklusio 7,schlusatz74 ,es ist ohne weiteres ersichtlich1 da nicht beliebig gewhlte ,urteile ,prmissen fr einen ,schlu bilden knnen4 ,ein ,schlu ist nur mglich1 wenn die ,grundurteile eine bestimmte logische ,beziehung zueinander haben1 oder genauer gesagt3 einen denknotwendigen ,zusammenhang untereinander herleiten4 ,so wird z4 ,b4 in dem angefhrten ,beispiel ein denknotwendiger ,zusammenhang hergestellt durch den in beiden ,grundurteilen als gemeinsames materiales ,glied enthaltenen ,begriff ,krper81 indem zunchst ein allgemeines ,gesetz ber die ,anziehung von ,krpern aufgestellt1 dann ,erde und ,mars als der ,gattung ,krper zugehrig bezeichnet und daraus geschlossen wird1 da ,erde und ,mars als ,krper aufeinander nach dem ,gesetz der ,anziehung aller ,krper einwirken4 ,auch hier wiederum liegen die ,dinge so1 da die ,gltigkeit des ,schluurteils -- die formal-gltige ,ableitung vorausgesetzt -- mit der ,gltigkeit der ,prmissen steht und fllt4 ,jenachdem ein ,schlu von einem allgemeinen ,urteil als ,obersatz zu einem besonderen ,urteil als ,schlusatz oder aber von besonderen ,urteilen als ,prmissen zu einem allgemeinen als ,konklusio bergeht1 nennt man ihn einen ,schlu entweder vom ,allgemeinen aufs ,besondere oder vom ,besonderen aufs ,allgemeine4 ,zu diesen zhlt die berlieferte ,logik noch eine dritte ,art von ,schlssen3 die vom ,besonderen aufs ,besondere4 ,nach herkmmlicher ,weise bezeichnet man die ,schlsse vom ,allgemeinen aufs ,besondere als deduktive oder ,deduktionen1 die ,schlsse vom ,besonderen aufs ,allgemeine als induktive oder ,induktionen und die ,schlsse vom ,besonderen aufs ,besondere als ,schlsse per analogiam oder ,analogieschlsse4 ,besprechen wir zunchst die deduktiven ,schlsse4 ,die berlieferte ,lehre von den ,schluformen teilt die ,deduktionen in die drei ,hauptarten der kategorischen1 hypothetischen und disjunktiven ,schlsse4 ,beispiele dafr sind3 #a4 ,kategorischer ,schlu3 ,alle ,rmer waren kriegerisch2 ,csar war ein ,rmer2 also war ,csar kriegerisch82 #b4 hypothetischer ,schlu3 ,wenn ,csar ein ,rmer war1 war er kriegerisch2 ,csar war ein ,rmer2 also war ,csar kriegerisch82 #c4 disjunktiver ,schlu3 ,soldaten sind entweder tapfer oder keine ,soldaten2 ,csar war tapfer2 also war ,csar ein ,soldat48 ,diese ,einteilung besteht jedoch nicht zu ,recht4 ,es wird sich zeigen1 da die disjunktiven ,schlsse den kategorischen und hypothetischen nicht schlechthin koordiniert werden drfen1 da sie nicht wie diese einfach1 sondern eigentmliche ,zusammensetzungen von kategorischen und hypothetischen ,schlssen bilden4 ,demnach sind die deduktiven ,schlsse einzuteilen in einfache ,deduktionen und ,zusammensetzungen von solchen4 ,einfache ,deduktionen sind teils die von der elementaren ,form der eben erwhnten kategorischen ,schlsse 7wir nennen sie kategorische oder elementare ,deduktionen oder mit ,aristoteles ,syllogismen71 teils die angefhrten hypothetischen ,schlsse2 ,zusammensetzungen von deduktiven ,schlssen1 sog4 ,ketten1 sind teils reinliche1 d4 h4 solche1 die nur aus kategorischen ,deduktionen gebildet sind1 teils gemischte1 d4 h4 solche1 deren ,analyse sowohl kategorische wie hypothetische ,schlsse als ,bestandteile aufweist4 ,ordnen wir die ,arten der deduktiven ,schlsse in einem bersichtlichen ,schema1 dann ergibt sich3 ,deduktive ,schlsse oder ,deduktionen --------------------------------- ,einfache ,deduktionen ,zusammensetzungen von deduktiven ,schlssen oder ,ketten ----------------- --------------------- ,kategorische ,hypothetische ,reinliche ,gemischte 7elementare7 ,deduktionen 7,kettenschlsse1 ,deduktionen ,schluketten7 oder ,syllogismen ,errtern wir frs erste die ,arten der kategorischen ,deduktion4 ,als solche unterscheidet man nach ,aristotelischem ,vorbilde drei gltige ,formen1 die man von alters her als syllogistische ,figuren 7figurae ,aristotelicae7 bezeichnet#ad4 ,diese sind nach ihrer allgemeinsten ,form3 ,i4 ,figur3 ,,ii4 ,figur3 ,,iii4 ,figur ,obers43 ,alle ,m ,p ,kein ,p ,m ,alle ,m ,p ,unters43 ,alle ,s ,m ,alle ,s ,m ,alle ,m ,s --------------- --------------- ----------------- ,schlus43 ,alle ,s ,p ,kein ,s ,p ,einige ,s ,p ,die materialen ,bestandteile sind in allen drei ,schluformen dieselben3 ,s1 ,p und ,m1 wobei ,m dasjenige ,urteilselement bildet1 das als beiden ,prmissen gemeinsam den denknotwendigen ,zusammenhang herstellt1 aus welchem das ,schluurteil folgt4 ,man nennt dieses daher den ,mittelbegriff 7terminus medius71 die beiden anderen materialen ,glieder des ,schlusses1 die bereinstimmend in allen drei ,figuren das ,subjekt und ,prdikat des ,schluurteils bilden1 die ueren ,begriffe 7termini externi74 ,von der ,stellung des ,mittelbegriffes in den ,prmissen hngt die ,einteilung der kategorischen ,deduktionen ab4 ,in der ersten ,figur ist der ,mittelbegriff ,subjekt des ,obersatzes und ,prdikat des ,untersatzes1 in der zweiten ,prdikat und in der dritten ,subjekt beider ,prmissen4 ,will man sich die ,arten der ,syllogismen hiernach durch ein einfaches ,hilfsmittel der ,anschauung mnemotechnisch nher bringen1 so kann man die ,stellung des ,mittelbegriffes durch einen ,pfeil symbolisieren1 woraus das ,bild entsteht3 ,i4 ,figur3 ,,ii4 ,figur3 ,,iii4 ,figur3 7,,iv4 7berfls- 7 ,zusammen- 7 sige7 ,figur3 7 fassung ,o43 ,m ,p ,p ,m ,m ,p 7 ,p ,m 7 ,u43 ,s ,m ,s ,m ,m ,s 7 ,m ,s 7 ,i ---------- --------- --------- 7------------- 7 ,s43 ,s ,p ,s ,p ,s ,p 7 ,s ,p 7 ,,iii ,,ii 7,pfeil schrg 7,pfeil 7,pfeil von rechts unten rechts1 links1 nach links oben7 nach nach oben7 oben7 ,der ,mittelbegriff ist bildlich gesprochen die ,seele des syllogistischen ,schluverfahrens4 ,ohne ,mittelbegriff kein syllogistischer ,schlu2 und jeder ,syllogismus wird zum ,fehlschlu 7,paralogismus71 in dem mit dem ,mittelbegriff in den beiden ,prmissen nicht ein und derselbe ,inhalt gedacht wird4 ,nach der ,bedeutung des ,mittelbegriffes knnen wir den ,syllogismus auch definieren als dasjenige ,schluverfahren1 in dem aus zwei ,urteilen1 die eines ihrer materialen ,glieder gemeinsam haben1 ein drittes ber deren nichtgemeinsame ,bestandteile notwendig abgeleitet wird4 ,besprechen wir die syllogistischen ,figuren im einzelnen3 ,i4 ,als ,grundform der ersten syllogistischen ,figur haben wir genannt3 ,m ,p2 ,s ,m2 also ,s ,p4 ,diese ,grundform hat vier ,modifikationen3 a7 b7 ,alle ,m ,p ,alle ,m ,p ,i4 ,figur3 ,alle ,s ,m ,einige ,s ,m -------------- ---------------- ,alle ,s ,p ,einige ,s ,p ------------------------------- c7 d7 ,kein ,m ,p ,kein ,m ,p ,alle ,s ,m ,einige ,s ,m -------------- ---------------------- ,kein ,s ,p ,einige ,s nicht ,p ------------------------------------- ,es ist ohne weiteres ersichtlich1 da in dieser ,aufstellung die ,modifikationen a und b sowie c und d zusammengehren4 ,wir knnen sagen3 a und b machen die erste1 c und d die zweite ,schluweise der ersten ,figur aus4 ,der ,gedankengang der ersten ,schluweise ist folgender3 ,wenn einem ,subjekt ,s das ,prdikat ,m zukommt1 dem ,prdikat ,m ein ,prdikat ,p1 so kommt auch dem ,subjekt ,s mittelbar das ,prdikat ,p zu4 ,demnach knnen wir als logisches ,prinzip der ersten ,schluweise der ersten ,figur den ,grundsatz aufstellen3 ,jedem ,subjekt kommt mittelbar das ,prdikat seines ,prdikats zu4 ,der ,gedankengang der zweiten ,schluweise der ersten ,figur ist dem der ersten analog3 wenn einem ,subjekt ,s ein ,prdikat ,m zukommt1 ein ,prdikat ,p von diesem ,m aber ausgeschlossen ist1 so ist dieses ,p auch von ,s ausgeschlossen4 ,als logisches ,prinzip der zweiten ,schluweise der ersten ,figur knnen wir mithin schreiben3 ,keinem ,subjekt kommt mittelbar als ,prdikat zu1 was nicht ,prdikat eines ,prdikats von ihm ist4 -- ,als spezielle ,bedingungen des ,schluverfahrens der ersten ,figur lassen sich folgende zusammenstellen3 #a4 ,die obere ,prmisse mu allgemein sein1 kann jedoch bejahend oder verneinend sein2 #b4 die untere ,prmisse kann allgemein oder partikulr1 mu jedoch bejahend sein4 7,sind beide ,prmissen negativ1 so ist berhaupt kein ,schlu mglich47 #c4 ,der ,subjektsumfang des ,schluurteils richtet sich nach dem der unteren ,prmisse1 seine ,qualitt nach der der oberen4 ,beispiele der beiden ,schluweisen der ersten ,figur sind3 ,i a4 ,i c4 ,alle ,sugetiere atmen ,kein ,inhalt des ,bewutseins ist als durch ,lungen4 solcher der ,seele angeboren4 ,alle ,walfische ,alle ,begriffe sind ,inhalte des sind ,sugetiere4 ,bewutseins4 ---------------------- ------------------------------------- ,alle ,walfische atmen ,kein ,begriff ist der ,seele angeboren4 durch ,lungen4 7,entsprechende ,beispiele fr die ,modifikationen b und d ergeben sich leicht47 ,,ii4 ,die ,grundform der zweiten syllogistischen ,figur lautet3 ,p ,m2 ,s ,m2 also ,s ,p4 ,in ihren ,modifikationen ergibt sie folgendes ,bild3 a7 b7 ,kein ,p ,m ,kein ,p ,m ,,ii4 ,fig43 ,alle ,s ,m ,einige ,s ,m -------------- ---------------------- ,kein ,s ,p ,einige ,s nicht ,p ----------------------------------- c7 d7 ,alle ,p ,m ,alle ,p ,m ,kein ,s ,m ,einige ,s nicht ,m -------------- ---------------------- ,kein ,s ,p ,einige ,s nicht ,p ----------------------------------- ,auch hier sind a und b gltige ,mglichkeiten einer ersten1 c und d gltige ,mglichkeiten einer zweiten ,schluweise4 ,der ,gedankengang der ersten ist3 ,wenn einem ,subjekt ,s das ,prdikat ,m zukommt1 einem ,subjekt ,p dasselbe ,prdikat ,m aber nicht1 dann kann ,p als ,prdikat nicht dem ,subjekt ,s zukommen4 ,als logisches ,prinzip der ersten ,schluweise der zweiten ,figur ergibt sich also der ,grundsatz3 ,keinem ,subjekt kommt mittelbar ein ,prdikat zu1 von dem ein dem ,subjekt zukommendes ,prdikat allgemein ausgeschlossen ist4 ,der ,gedankengang der zweiten ,schluweise lautet3 ,wenn einem ,subjekt ,s ein ,prdikat ,m nicht zukommt1 das einem ,subjekt ,p nach seinem ganzen ,umfange zukommt1 dann kann ,p nicht ,prdikat von ,s sein4 ,als logischer ,grundsatz der zweiten ,schluweise der zweiten ,figur ausgesprochen3 ,keinem ,subjekt kommt mittelbar ein ,prdikat zu1 von dem ein dem ,subjekt nicht zukommendes ,prdikat allgemein gilt4 -- ,die speziellen ,bedingungen mglicher ,schluweisen der zweiten ,figur sind3 #a4 ,die obere ,prmisse mu allgemein1 kann aber verneinend oder bejahend sein2 #b4 die untere ,prmisse kann allgemein oder partikulr1 mu aber in ihrer ,qualitt der der oberen ,prmisse entgegengesetzt sein4 7,sind beide ,prmissen bejahend oder beide verneinend1 so ist nach der zweiten ,figur berhaupt kein ,schlu mglich47 #c4 ,das ,schluurteil ist stets negativ2 sein ,subjektsumfang richtet sich nach dem der unteren ,prmisse4 ,um wiederum ,beispiele zu geben3 ,,ii a4 ,,ii c4 ,keine wissenschaftlich-begrndete ,alle brauchbaren ,mitglieder des ,weltauffassung dient ausschlielich ,staates gehorchen den ,gesetzen4 dazu1 die ,gemtsbedrfnisse des ,menschen zu befriedigen4 ,alle ,religionen dienen ,kein revolutionr gesinnter ausschlielich diesem ,zwecke4 ,geist gehorcht den ,gesetzen4 ----------------------------------- ------------------------------- ,keine ,religion ist eine ,kein revolutionr gesinnter wissenschaftlich-begrndete ,geist ist ein brauchbares ,weltauffassung4 ,mitglied des ,staates4 7,man ergnze hierzu die ,beispiele fr die ,modifikationen b und d47 ,,iii4 ,die ,grundform der dritten syllogistischen ,figur heit3 ,m ,p2 ,m ,s2 also ,s ,p4 ,entwickeln wir diese in ihren ,modifikationen1 dann ergibt sich3 a7 b7 c7 ,alle ,m ,p ,alle ,m ,p ,einige ,m ,p ,alle ,m ,s ,einige ,m ,s ,alle ,m ,s ---------------- ------------- ---------------- ,einige ,s ,p ,einige ,s ,p ,einige ,s ,p -------------------------------- -------------- d7 e7 ,,iii4 ,kein ,m ,p ,kein ,m ,p ,fig4 ,alle ,m ,s ,einige ,m ,s ----------------------- ---------------------- ,einige ,s nicht ,p ,einige ,s nicht ,p ---------------------------------------- --- f7 ,einige ,m nicht ,p ,alle ,m ,s ---------------------- ,einige ,s nicht ,p ------------------- ,hier zeigt sich leicht1 da a und b die erste1 c die zweite1 d und e die dritte und f die vierte selbstndige ,schluweise bilden4 ,der ,gedankengang der ersten ,schluweise ist3 ,wenn alle ,m ,p sind und alle 7oder auch nur einige7 ,m auerdem ,s1 dann kommt notwendig denjenigen ,s1 die ,m sind1 also einigen ,s gleichfalls ,p zu4 ,in ,worten -- als logischer ,grundsatz der ersten ,schluweise der dritten ,figur -- formuliert3 ,jedem ,subjekt 7,s71 das wiederum ,prdikat eines ,subjekts 7,m7 ist1 welches durch ein anderes ,prdikat 7,p7 allgemein bestimmt wird1 kommt mittelbar auch dieses andere ,prdikat 7,p7 zu4 ,analysieren wir den ,gedankengang der zweiten ,schluweise3 ,wenn alle ,m ,s sind und einige ,m ,p1 dann sind notwendig einige der ,s1 und zwar diejenigen1 die ,m sind1 auch ,p4 ,als logischen ,grundsatz der zweiten ,schluweise der dritten ,figur drfen wir demnach schreiben3 ,jedem ,subjekt 7,s71 das wiederum allgemeines ,prdikat eines ,subjekts 7,m7 ist1 welches durch ein anderes ,prdikat 7,p7 partikulr bestimmt wird1 kommt mittelbar auch dieses andere ,prdikat 7,p7 zu4 ,die dritte ,schluweise enthlt folgenden ,gedankengang3 ,wenn alle oder einige ,m ,s sind1 kein ,m aber ,p1 dann sind notwendig diejenigen ,s1 die ,m sind1 also einige ,s nicht ,p4 ,der ,grundsatz der dritten ,schluweise der dritten ,figur lautet also3 ,keinem ,subjekt 7,s71 das zugleich ,prdikat eines ,subjekts 7,m7 ist1 von dem ein anderes ,prdikat 7,p7 allgemein ausgeschlossen ist1 kommt mittelbar dieses andere ,prdikat zu4 ,und endlich die vierte ,schluweise3 ,wenn alle ,m ,s sind1 einige ,m aber nicht ,p1 dann sind notwendig diejenigen ,s1 die ,m sind1 also einige ,s nicht ,p4 ,mithin ergibt sich als ,grundsatz der vierten ,schluweise der dritten ,figur3 ,keinem ,subjekt 7,s71 das zugleich allgemeines ,prdikat eines ,subjekts 7,m7 ist1 von dem ein anderes ,prdikat 7,p7 partikulr ausgeschlossen ist1 kommt mittelbar dieses andere ,prdikat zu4 -- ,als spezielle ,bedingungen mglicher ,schluweisen der dritten ,figur mssen gelten3 #a4 ,die obere ,prmisse kann allgemein oder partikulr1 bejahend oder verneinend sein2 #b4 die untere ,prmisse mu allgemein1 wenn die obere partikulr1 kann aber sowohl partikulr wie allgemein sein1 wenn die obere allgemein ist 7sind beide ,prmissen partikulr1 so ist berhaupt kein ,schlu mglich72 ferner mu die untere ,prmisse stets bejahend sein2 #c4 das ,schluurteil ist stets partikulr1 seine ,qualitt richtet sich nach der der oberen ,prmisse4 ,beispiele der vier ,schluweisen der dritten ,figur sind3 ,,iii a4 ,,iii c4 ,alle ,regungen des ,neides und ,einige ,christen tun ,snde4 der ,migunst sind verwerflich4 ,alle ,christen sind gottesfrchtig4 ,alle ,regungen des ,neides und ---------------------------------- der ,migunst sind ,affekte4 ,einige ,gottesfrchtige tun ,snde4 -------------------------------- ,einige ,affekte sind verwerflich4 ,,iii f4 ,einige ,chroniken des ,mittelalters ,,iii d4 sind nicht erhalten4 ,keine ,rose ist frei von ,dornen4 ,alle ,chroniken des ,mittelalters sind ,alle ,rosen sind ,zierpflanzen4 sind wertvolle historische ,dokumente4 ------------------------------- ------------------------------------- ,einige ,zierpflanzen sind nicht ,einige wertvolle historische frei von ,dornen4 ,dokumente des ,mittelalters sind nicht erhalten4 7,man suche auch hier entsprechende ,beispiele fr ,,iii b und ,,iii e47 ,die oben erwhnte vierte syllogistische ,figur wurde zuerst von ,galenus 7um #aej n4 ,chr4 ,geb47 den ,aristotelischen hinzugefgt2 man nennt sie aus diesem ,grunde die ,galenische ,schluweise4 ,sie ist1 wie bereits betont1 keine selbstndige ,form des ,schlieens1 sondern lt sich auf die ,modifikationen der ,aristotelischen ,syllogismen zurckfhren4 ,tatschlich pflegt das ,denken sich ihrer nicht zu bedienen2 und alle ,logik1 die sie aus formalistischen ,grnden den drei ,aristotelischen ,figuren als vierte nebenordnet1 tut den normalen ,verhltnissen des ,schlieens ,zwang an4 ,das braucht nur an ihrer ,grundform3 ,alle ,p ,m2 alle ,m ,s2 also einige ,s ,p gezeigt zu werden4 ,als ,beispiel dafr diene3 ,alle ,strafgefngnisse sind ,besserungsanstalten2 alle ,besserungsanstalten sind soziale ,institutionen3 also3 einige soziale ,institutionen sind ,strafgefngnisse48 ,der natrliche ,verlauf des ,denkens pflegt nicht so vorzugehen1 sondern vielmehr aus den gegebenen ,prmissen nach der ersten ,aristotelischen ,figur das ,schluurteil abzuleiten3 ,alle ,strafgefngnisse sind soziale ,institutionen48 ,daraus ergibt sich in unmittelbarer ,folgerung durch conversio impura das ,urteil3 ,einige soziale ,institutionen sind ,strafgefngnisse48 7ber die ,zurckfhrbarkeit der modifizierten ,formen der ,galenischen ,figur auf die ,aristotelischen ,syllogismen vgl4 ,b4 ,erdmann1 ,logik ,i ,s4 #fgg ff47 ,einer besonderen ,erwhnung bedrfen diejenigen ,syllogismen1 in denen beide ,prmissen und demzufolge auch die ,konklusio aus ,relationsurteilen bestehen4 ,hierhin gehren z4 ,b4 viele mathematische ,schlsse 7auch die ,formen des ,rechnens71 ferner alle diejenigen ,deduktionen1 in denen aus dem ,verhltnis der ,gleichheit1 hnlichkeit oder ,verschiedenheit zweier ,gegenstnde zu einem dritten auf die ,gleichheit1 hnlichkeit oder ,verschiedenheit untereinander geschlossen wird 7,grundform3 ,s ,m1 ,m ,p1 also ,s ,p74 ,in diesen ,formen ist der ,mittelbegriff ,m der gemeinsame ,beziehungspunkt1 zu dem die materialen ,glieder des ,schluurteils 7,s und ,p7 in ,relation gesetzt werden4 ,ihr logisches ,prinzip ist also3 ,stehen zwei ,begriffe zu einem dritten unmittelbar in logischer ,relation1 so stehen sie mittelbar auch untereinander in einer solchen4 ,da es sich hier um ,syllogismen handelt1 kann nicht in ,zweifel gezogen werden2 wenngleich diese ,formen von den oben besprochenen1 deren ,prmissen als ,inhrenzurteile gedacht waren1 charakteristisch abweichen4 ,man knnte jene geradezu ,inhrenzsyllogismen1 diese ,relationssyllogismen nennen4 ,da sie nicht1 wie oben vom ,syllogismus gesagt1 ,schlsse vom ,allgemeinen aufs ,besondere bilden1 beweist nicht1 da sie keine ,syllogismen1 wohl aber1 da die berlieferte ,lehre1 die im ,syllogismus allemal einen ,schlu vom ,allgemeinen aufs ,besondere sieht1 einer ,revision bedarf4 -- ,als ,beispiele der mannigfachen ,formen von ,relationssyllogismen seien hier aufgefhrt3 #a4 ,s ,m #b4 ,s hnlich ,m #c4 ,s grer als ,m ,m ,p ,m hnlich ,p ,m grer als ,p --------- --------------- ------------------ ,s ,p ,s hnlich ,p ,s grer als ,p #d4 ,s frher als ,m #e4 ,s ,ursache von ,m ,m frher als ,p ,m ,ursache von ,p ------------------ ------------------- ,s frher als ,p ,s ,ursache von ,p #f4 ,s liegt sdlich von ,m #g4 ,s ,vater von ,m ,m liegt westlich von ,p ,m ,vater von ,p ----------------------------- --------------------- ,s liegt sdwestlich von ,p ,s ,grovater von ,p ,die gegebenen ,ausfhrungen ber die kategorischen ,deduktionen beziehen sich durchgehends auf solche ,flle1 in denen die ,prmissen aus einfachen ,urteilen gebildet sind4 ,demgegenber mu betont werden1 da diese auch aus zusammengesetzten ,urteilen1 sowohl aus ,beurteilungen wie ,urteilsverbindungen und -gefgen1 bestehen knnen4 ,die ,schluformen selbst erleiden dadurch keine ,vernderung4 ,da aus zwei verneinenden ,beurteilungen als ,grundurteilen kein ,schlu mglich sei1 ist bereits frher hervorgehoben worden4 ,sind beide ,prmissen ,beurteilungen apodiktischer ,gltigkeit1 dann ist auch das ,schluurteil apodiktisch2 sind beide als assertorisch oder beide als problematisch beurteilt1 dann hat auch das ,schluurteil assertorische oder problematische ,modalitt4 ,ist eine der ,prmissen nur problematisch gltig1 dann ist das ,schluurteil stets problematisch1 selbst dann1 wenn die andere ,prmisse apodiktisch gilt4 ,und endlich3 ,ist die obere ,prmisse tatschlich1 die untere notwendig gltig1 dann ist das ,schluurteil assertorisch2 ist jedoch die obere ,prmisse notwendig1 die untere tatschlich gltig1 dann kommt auch dem ,schluurteil apodiktische ,modalitt zu4 ,beispiele fr diese ,mglichkeiten ergeben sich dem1 der ihrer bedarf1 mit leichter ,mhe4 ,eine kurze ,besprechung erfordern noch die ,schlsse1 bei denen beide ,prmissen hypothetische ,gefge sind4 ,sie sind ,syllogismen1 wenn sie 7gleich den kategorischen ,deduktionen aus einfachen ,urteilen7 drei materiale ,bestandteile enthalten1 deren einer das ,mittelglied bildet 7,g ,grund2 ,m ,mittelbegriff2 ,f ,folge74 ,stellen wir bei ihrer ,darstellung aus ,grnden der ,deutlichkeit die untere vor die obere ,prmisse1 dann ergibt sich folgendes ,bild3 ,syllogismen aus hypothetischen ,prmissen3 ,i4 ,figur3 a7 ,wenn ,g1 dann ,m b7 ,wenn ,g1 dann ,m ,wenn ,m1 dann ,f ,wenn ,m1 dann ,f nicht ------------------ ------------------------ ,wenn ,g1 dann ,f ,wenn ,g1 dann ,f nicht ,,ii4 ,figur3 a7 ,wenn ,g1 dann ,m b7 ,wenn ,g1 dann ,m nicht ,wenn ,f1 dann ,m nicht ,wenn ,f1 dann ,m ------------------------ ------------------------ ,wenn ,g1 dann ,f nicht ,wenn ,g1 dann ,f nicht ,,iii4 ,figur3 a7 ,wenn ,m1 dann ,g b7 ,wenn ,m1 dann ,g ,wenn ,m1 dann ,f ,wenn ,m1 dann ,f nicht ------------------ ------------------------ ,wenn ,g1 dann ,wenn ,g1 dann mglicherweise ,f mglicherweise ,f nicht ,bei der dritten ,figur reduzieren sich die mglichen ,schluweisen aus hypothetischen ,prmissen auf zwei1 weil die ,quantittsverhltnisse1 die bei den kategorischen ,urteilen spezifische ,unterschiede erzeugen1 hier fortfallen4 ,an deren ,stelle treten1 wie schon bei der ,besprechung der ,folgerungen durch ,konversion erwhnt1 ,modalittsunterschiede4 ,bei der dritten ,figur z4 ,b4 sind aus hypothetischen ,prmissen apodiktischer und assertorischer ,gltigkeit nur problematische ,schluurteile ableitbar1 whrend bei den beiden anderen syllogistischen ,figuren aus hypothetischen ,prmissen die apodiktische oder assertorische ,modalitt der ,grundurteile unverndert auf das ,schluurteil bergeht4 7,genaueres ber diese ,formen bei ,b4 ,erdmann1 a4 a4 ,o41 ,kap4 #ha7 #c4 ,hypothetische ,deduktionen und ,zusammensetzungen deduktiver ,schlsse4 ,von den ,syllogismen aus hypothetischen ,prmissen 7als einer ,unterart der kategorischen ,deduktionen7 sind streng zu scheiden die hypothetischen ,deduktionen1 die wir oben als zweite ,art der einfachen deduktiven ,schlsse den elementaren ,deduktionen entgegengesetzt haben4 ,hypothetische ,deduktionen sind einfache ,schlsse1 deren obere ,prmisse ein hypothetisches ,gefge ist1 whrend die untere ,prmisse das eine ,glied1 das ,schluurteil das andere ,glied dieses ,gefges enthalten1 die darin entweder als gltig oder als ungltig beurteilt werden4 ,als ,beispiel dieser diene zunchst ihre einfachste ,form3 ,wenn ,q ,r1 dann ,s ,p2 nun ,q ,r gltig2 also ,s ,p gltig48 ,deduktive ,schlsse sind die hypothetischen ,ableitungen1 weil die obere ,prmisse in der ausgesagten ,beziehung von ,grund und ,folge eine ,regel ausdrckt1 aus der an der ,hand der bejahenden oder verneinenden ,beurteilung eines ihrer ,glieder die ,gltigkeit oder ,ungltigkeit des anderen ,gliedes des ,gefges geschlossen wird4 ,entsprechend den in der ,urteilslehre angefhrten ,grundformen hypothetischer ,gefge1 von denen die vierte und letzte die ,form der ,verneinung hypothetischer ,urteile darstellt #a4 wenn ,g1 dann ,f2 #b4 wenn ,g nicht1 dann ,f2 #c4 wenn ,g nicht1 dann ,f nicht2 #d4 wenn ,g1 dann ,f nicht1 ergeben sich folgende ,hauptformen hypothetischer ,deduktionen mit ihren ,modifikationen1 die man als modi ponentes8 und modi tollentes8 7setzende und aufhebende ,mglichkeiten7 bezeichnet3 a7 b7 ,wenn ,g1 dann ,f ,wenn ,g nicht1 dann ,f ,i4 modus ,g ist wahr ,g nicht1 ist wahr ponens3 ------------------ ------------------------ ,f ist wahr ,f ist wahr c7 d7 ,wenn ,g nicht1 dann ,f nicht ,wenn ,g1 dann ,f nicht ,g ist wahr ,g ist wahr ------------------------------- ------------------------ ,f ist wahr ,f nicht1 ist wahr a7 b7 ,wenn ,g1 dann ,f ,wenn ,g nicht1 dann ,f ,,ii4 modus ,f ist falsch ,f ist falsch tollens3 -------------------- ------------------------- ,g ist falsch ,g nicht1 ist falsch c7 d7 ,wenn ,g nicht1 dann ,f nicht ,wenn ,g1 dann ,f nicht ,f ist falsch ,f nicht1 ist falsch ------------------------------ -------------------------- ,g ist falsch ,g ist falsch ,die ,schluweise der hypothetischen ,deduktionen geht also immer von der ,wahrheit des ,grundes auf die ,wahrheit der ,folge1 von der ,falschheit der ,folge auf die ,falschheit des ,grundes4 ,die ,voraussetzung der ,gltigkeit des ,schluurteils ist neben der formalgltigen ,ableitung wie bei allen ,schlssen die ,gltigkeit der ,prmissen4 ,ist z4 ,b4 das hypothetische ,gefge der oberen ,prmisse falsch1 so kann auch das ,schluurteil falsch sein2 und ganz dasselbe gilt1 wenn die untere ,prmisse des hypothetischen ,schlusses falsch ist4 -- ,als ,beispiel der ,grundformen des modus ponens8 7,i7 und des modus tollens8 7,,ii7 seien angefhrt3 ,i a4 ,,ii a4 ,wenn es tatschlich wahr ist1 da ,wenn der ,reichtum eine ,bedingung ,pythagoras den nach ihm benannten des ,glckes wre1 dann mten ,lehrsatz gefunden hat1 dann die ,menschen um so glcklicher mu er als ein bedeutender sein1 je reicher sie sind4 ,mathematiker angesehen werden4 ,es ist falsch1 da die ,menschen um ,es ist tatschlich wahr1 da so glcklicher sind1 je reicher ,pythagoras diesen ,lehrsatz sie sind4 gefunden hat4 ---------------------------------- ---------------------------------- ,pythagoras mu als ein bedeutender ,es ist falsch1 da der ,reichtum ,mathematiker angesehen werden4 eine ,bedingung des ,glckes ist4 ,die traditionelle ,logik hat den kategorischen und hypothetischen ,deduktionen den disjunktiven ,schlu als dritte einfache ,form der deduktiven ,schlsse koordiniert4 ,schon oben war dagegen zu betonen gewesen1 da diese ,einteilung falsch ist1 weil die disjunktiven ,schlsse nicht einfache1 sondern gemischte ,zusammensetzungen einfacher ,schlsse sind4 ,das sei hier nher begrndet3 ,unter einem disjunktiven ,schlu versteht man im allgemeinen eine ,ableitung1 bei der die obere ,prmisse ein disjunktives ,gefge1 die untere die bejahende oder verneinende ,beurteilung eines 7oder mehrerer7 ,glieder dieses ,gefges und das ,schluurteil die verneinende oder bejahende ,beurteilung der brigbleibenden ,glieder desselben ,gefges bilden4 ,beispiele ihrer ,form nach sind dafr3 ,s entweder ,p oder ,p ,i4 ,modus ,s ,p ist wahr ponens3 ---------------------------------------- -- ,s ,p ist falsch ,s entweder ,p oder ,p ,,ii4 ,modus ,s ,p ist falsch tollens3 ---------------------------------------- -- ,s ,p ist wahr ,an diesen ,formen deutet schon der in den ,prmissen scheinbar enthaltene ,widerspruch darauf hin1 da der vorliegende ,schlu verwickelter sei1 als es nach dem gegebenen ,buchstabenschema scheint3 ,wenn nmlich in der unteren ,prmisse behauptet wird1 da ,s ,p wahr1 in der oberen1 da ,s entweder ,p oder ,p sei1 dann hebt das untere ,grundurteil anscheinend die ,gltigkeit des oberen auf1 indem es als wahr behauptet1 was dort nur als eine der mglichen1 einander ausschlieenden ,prdizierungen gegeben ist4 ,analysieren wir daher den logischen ,aufbau dieser ,art ,schlsse an einem ,beispiel genauer1 dann ergibt sich3 ,beispiel3 ,form3 ,alle ,farbenblindheit ist ,alle ,s entweder ,p entweder eine partielle oder ,p oder totale4 ,syllogismus ,die ,grnrotblindheit ist der ,i4 ,s ,s eine ,farbenblindheit4 ,figur4 ---------------------------------- ------------------------ ,s entweder ,p ,die ,grnrotblindheit ist oder ,p entweder eine partielle oder totale ,farben- blindheit4 ,folgerung durch ,also3 ,wenn die ,gr4 eine formale part4 ,f4 ist1 dann ist qui- sie keine totale und3 pollenz4 ,wenn die ,gr4 eine totale also3 ,wenn ,s ,p wahr1 ,f4 ist1 dann ist sie dann ,s ,p falsch keine partielle4 und3 ,wenn ,s ,p wahr1 ,nun ist die ,gr4 eine ,hypo- dann ,s ,p falsch partielle ,farbenbl4 thetischer ,s ,p wahr ------------------------ ,schlu ----------------------------- ,die ,grnrotblindheit ist 7modus ,s ,p falsch4 keine totale ,farben- ponens74 blindheit4 ,daraus erweist sich1 da der sog4 disjunktive ,schlu keine einfache deduktive ,form des ,schlieens bildet1 sondern eine ,zusammensetzung von ,schlssen1 deren ,elemente ein ,syllogismus der ersten ,figur1 ein unmittelbarer ,schlu durch formale quipollenz und eine hypothetische ,deduktion sind4 ,disjunktive ,schlsse sind mithin 7nach der frher entwickelten ,scheidung7 nicht reinliche1 sondern gemischte ,zusammensetzungen von ,schlssen4 ,bevor diese behandelt werden1 sei zunchst den ,arten der reinlichen ,zusammensetzungen deduktiver ,schlsse eine kurze ,besprechung gewhrt4 ,reinliche ,zusammensetzungen deduktiver ,schlsse sind solche1 die nur aus kategorischen ,schlssen zusammengesetzt sind2 7reinliche ,zusammensetzungen aus hypothetischen ,schlssen sind nach dem ,wesen dieser nicht mglich74 ,die einfachste ,form reinlicher ,zusammensetzungen sind diejenigen ,verbindungen von ,schlssen1 in denen der ,schlusatz eines ,syllogismus gleichzeitig den ,obersatz eines anderen ,syllogismus bildet2 der in seiner ,stellung vordere ,syllogismus heit dabei ,prosyllogismus1 der hintere ,episyllogismus4 ,jenachdem die ganze ,ableitung aus zwei1 drei1 vier oder mehr ,syllogismen zusammengesetzt ist1 heit sie eine zwei-1 drei-1 vier- oder vielgliedrige ,schlukette 7,polysyllogismus74 ,von den ,schluketten scheidet man die sog4 ,kettenschlsse 7,sorites71 die im ,grunde jedoch lediglich verkrzte ,schluketten sind4 ,in ihnen werden nmlich die ,schlustze der einzelnen syllogistischen ,glieder einfach bersprungen4 ,dem ,verlauf des natrlichen ,denkens stehen sie darum nher als die zuerst erwhnten ,schluketten4 ,zeigt doch dieses immer die ,tendenz1 das irgend ,entbehrliche auszuscheiden und den ,gesamtproze der ,ableitung zu verkrzen4 ,nach alter logischer ,tradition zerfallen die ,kettenschlsse in zwei ,arten1 deren erste man nach ihrem ,entdecker den ,aristotelischen1 deren zweite man nach ihrem ,entdecker ,rudolf ,goclenius1 einem ,marburger ,philosophen aus den ,jahren #aedg-afbh1 den ,goclenischen ,sorites nennt4 7,b4 ,erdmann schlgt nach ihrem ,wesen fr den ,goclenischen den ,namen subsumierender1 fr den ,aristotelischen den ,namen analysierender ,sorites vor47 ,ihrer logischen ,grundform nach sehen ,schlukette1 ,aristotelischer und ,goclenischer ,kettenschlu folgendermaen aus3 ,i4 ,schluketten3 a7 b7 ,alle ,ma ,p ,alle ,s ,ma ,alle ,mb ,ma ,alle ,ma ,mb --------------------- --------------------- ,alle ,mb ,p ,alle ,s ,mb ,alle ,mc ,mb ,alle ,mb ,mc --------------------- --------------------- ,alle ,mc ,p ,alle ,s ,mc ,alle ,md ,mc ,alle ,mc ,md --------------------- --------------------- ,alle ,md ,p ,alle ,s ,md ,alle ,s ,md ,alle ,md ,p --------------------- --------------------- ,alle ,s ,p ,alle ,s ,p ,,ii4 ,kettenschlsse3 a7 b7 ,goclenischer ,aristotelischer ,sorites4 ,sorites4 ,alle ,ma ,p ,alle ,s ,ma ,alle ,mb ,ma ,alle ,ma ,mb ,alle ,mc ,mb ,alle ,mb ,mc ,alle ,md ,mc ,alle ,mc ,md ,alle ,s ,md ,alle ,md ,p --------------------- --------------------- ,alle ,s ,p ,alle ,s ,p ,aus der ,schlukette a ist durch ,ausfall der ,schluurteile der einzelnen ,glieder der ,goclenische1 aus der ,schlukette b der ,aristotelische ,kettenschlu ableitbar4 ,darum gelten fr beide ,arten von ,ketten die gleichen allgemeinen ,regeln1 deren wichtigste besagen3 ,das ,schluurteil einer ,kette kann nur allgemein sein1 wenn alle ,prmissen allgemein sind1 ist aber partikulr1 sobald eine ihrer ,prmissen partikulre ,quantitt hat4 ,ferner3 das ,schluurteil einer ,kette kann nur bejahend sein1 wenn alle ihre ,prmissen bejahend sind1 ist aber verneinend1 wenn eine ihrer ,prmissen negativ ist4 ,wie es ,syllogismen aus beurteilenden1 ,syllogismen aus hypothetischen ,grundurteilen gibt1 so auch ,schluketten und ,kettenschlsse4 ,als ,hauptformen der ,kettenschlsse aus hypothetischen ,gefgen seien aufgefhrt3 #a4 wenn ,g1 dann ,m2 wenn ,m1 dann ,m2 wenn ,m1 dann ,m2 wenn ,m1 dann ,f2 also3 wenn ,g1 dann ,f2 #b4 wenn ,g1 dann ,m2 wenn ,m1 dann ,m2 wenn ,m1 dann ,m2 wenn ,m1 dann nicht ,f2 also3 wenn ,g1 dann nicht ,f4 ,die ,modalitt des ,schluurteiles einer ,kette ist problematisch1 wenn eines ihrer ,glieder ein problematisches ,urteil ist4 ,formen von ,schluketten und ,kettenschlssen aus ,relationsurteilen sind nach den oben angefhrten ,beispielen von ,polysyllogismen leicht aufzustellen4 7,ausfhrliches hierzu bei ,drobisch1 ,neue ,darstellung der ,logik1 #d4 ,aufl4 #ahge1 #aje ff47 ,die gemischten ,zusammensetzungen deduktiver ,schlsse bedrfen nach den dargestellten ,voraussetzungen keiner nheren ,errterung mehr4 ,schon oberflchliche ,prfung ergibt das ,vorhandensein einer ,mannigfaltigkeit von mglichen ,verbindungen hypothetischer mit kategorischen ,deduktionen1 mit ,schluketten und ,kettenschlssen1 zum ,teil -- wie bei den oben besprochenen disjunktiven ,zusammensetzungen -- solche1 in denen auer mittelbaren ,schlssen deduktiver ,konsequenz unmittelbare ,schlsse oder ,folgerungen mit eingewebt sind4 ,als ,beispiele gemischter ,zusammensetzungen deduktiver ,schlsse seien ihrer ,form nach noch aufgefhrt3 ,i4 ,wenn alle ,q ,r1 dann alle ,t ,u ,wenn alle ,t ,u1 dann alle ,v ,w ,kettenschlu aus hypo- ,wenn alle ,v ,w1 dann alle ,x ,y thetische ,prmissen4 ,wenn alle ,x ,y1 dann alle ,m ,p ---------------------------------------- ,wenn alle ,q ,r1 dann alle ,m ,p ,alle ,q ,r wahr ,hypothetische ---------------------------------------- - ,deduktion4 ,alle ,m ,p wahr ,alle ,s ,m ,syllogismus der -------------------- ersten ,schluweise der ,alle ,s ,p1 ersten ,fig4 ,,ii4 ,wenn alle ,q ,r1 dann alle ,m ,p ,alle ,q ,r wahr ,hypothetische ---------------------------------------- - ,deduktion4 ,alle ,m ,p wahr ,goclenischer ,sorites ,alle ,ma ,m mit allgemein- ,alle ,mb ,ma bejahenden ,prosyllo- ,alle ,mc ,mb gismen u4 partiku- ,einige ,o vielleicht ,mc lr-bejahendem1 ---------------------------------- problematischem ,einige ,o vielleicht ,p ,episyllogismus4 ,alle ,o ,s ,syllogismus der ---------------------------------- zweiten ,schluweise ,einige ,s vielleicht ,p d4 dritten ,fig4 ,wie es verkrzte ,urteile gibt 7,hilfe82 ,feuer82 die meisten ,kommandorufe bei turnerischen und militrischen bungen71 so auch verkrzte ,schluformen1 sog4 ,enthymeme -- z4 ,b43 ,alle ,menschen sind bisher gestorben1 also wird ,schreiber dieser ,zeilen auch sterben48 ,diese ,verkrzungen -- am hufigsten durch ,ausfall einer ,prmisse in einfachen ,schlssen oder ,ketten1 meistens der unteren ,prmisse -- betreffen indessen nicht den logischen ,aufbau eines ,schlusses1 sondern psychologische ,eigenheiten des ,denkens oder grammatische ,besonderheiten des sprachlichen ,ausdruckes der ,stze4 ,ihre ,errterung gehrt also nicht zu den ,aufgaben der ,logik4 #d4 ,logische ,theorie des deduktiven ,schlieens4 ,die logische ,theorie des deduktiven ,schlieens hat ,antwort zu geben auf die ,frage3 ,welcher ,art sind in den deduktiven ,schluweisen die ,beziehungen zwischen den ,prmissen und der ,konklusio1 genauer gesagt3 die ,beziehungen zwischen den einzelnen materialen ,gliedern des ganzen ,schluverfahrens8 ,bei den hypothetischen ,deduktionen ergeben sich die hierher gehrigen ,bestimmungen leicht4 ,sind im hypothetischen ,gefge die beiden ,elemente im logischen ,verhltnis von ,grund und ,folge zueinander gedacht1 dann besteht zwischen ihnen das ,verhltnis1 da in der ,gltigkeit des ,grundes die der ,folge1 in der ,ungltigkeit der ,folge die des ,grundes notwendig eingeschlossen ist4 ,diese logische ,tatsache bildet das ,fundament der hypothetischen ,schlsse und begrndet zugleich ihre ,berechtigung4 ,als logischen ,grundsatz der hypothetischen ,deduktionen knnen wir mithin den ,satz aufstellen3 ,mit dem ,grunde ist die ,folge denknotwendig gesetzt1 mit der ,folge der ,grund denknotwendig aufgehoben4 ,nicht so einfach liegen die ,dinge bei den kategorischen ,deduktionen4 ,den mannigfachen ,theorien des ,urteils entsprechen ebenso viele ,theorien des syllogistischen ,schlieens1 die kurz skizziert seien3 ,die ,auffassungen vom ,wesen des syllogistischen ,schlieens zerfallen 7wie beim ,urteil7 in ,umfangs- und ,inhaltstheorien4 ,die ,anhnger der ,umfangslogik vertreten entweder die ,subsumtions- oder ,substitutionstheorie des ,syllogismus4 ,nach der ,subsumtionstheorie kommt dieser dadurch zustande1 da der ,umfang von ,s in dem von ,m1 der ,umfang von ,m in dem von ,p und damit der ,umfang von ,s mittelbar in dem von ,p enthalten gedacht werde 7,s eine ,art der ,gattung ,m1 ,m eine ,art der ,gattung ,p2 ,aristoteles72 diese ,theorie heit nach der blichen ,symbolisierung der ,umfangsverhltnisse durch ,kreise auch ,sphrentheorie8 des ,syllogismus4 ,nach der ,substitutionstheorie dagegen1 der beim ,urteil die ,identittstheorie des ,umfangs entspricht1 wird der ,umfang der drei ,begriffe ,s1 ,m und ,p nicht untereinander subsumiert1 sondern einander substituiert1 d4 h4 als identisch gedacht4 ,ihr ,grundsatz lautet3 ,gleiches ,gleichem substituiert gibt ,gleiches2 also3 ,s ,m1 ,m ,p1 mithin ,s ,p 7,beneke74 ,diese ,deutungen gengen den ,erfordernissen der ,logik indessen so wenig wie die ,umfangstheorien des ,urteils4 ,das gleiche gilt -- hier auf den ,syllogismus bezogen -- auch fr die ,identittstheorie des ,inhalts1 nach der die logische ,schlufolgerung aus der ,inhaltsgleichheit von ,s1 ,m und ,p hervorgehen mte4 ,der oben entwickelten logischen ,theorie des ,urteils entspricht eine ,einordnungstheorie des ,syllogismus4 ,kommt einem ,subjekt das ,prdikat ,m1 diesem das ,prdikat ,p zu oder auch nicht zu1 dann kommt eben diesem ,subjekt mittelbar auch das ,prdikat ,p zu oder nicht zu 7,m7 7,s ,m ,p ,s ,p74 ,das syllogistische ,schlieen ist demnach ein ,urteilen1 und zwar ein mittelbares 7d4 h4 ein durch ,urteile vermitteltes7 ,urteilen4 ,als ,grundsatz der kategorischen ,deduktionen knnen wir mithin schreiben3 ,jedem ,subjekt kommt mittelbar das ,prdikat seines ,prdikats zu1 und keinem ,subjekt kommt mittelbar zu1 was nicht ,prdikat eines ,prdikats von ihm ist 7,erdmann74 ,diese ,formulierung gilt aber ersichtlich nur fr solche ,syllogismen1 deren ,prmissen frs erste einfache1 zum zweiten ,inhrenzurteile sind 7,prinzip der mittelbaren ,inhrenz74 ,fr die oben sog4 ,relationssyllogismen und ,syllogismen aus hypothetischen ,prmissen haben wir mithin den entwickelten ,grundsatz noch zu erweitern4 ,daraus ergeben sich die logischen ,grundstze3 ,stehen zwei ,begriffe zu einem dritten in logischer ,relation1 so stehen sie mittelbar auch untereinander in einer solchen 7,prinzip der mittelbaren ,relation72 und3 ,mit dem ,grunde ist wie die ,folge auch die ,folge seiner ,folge mittelbar gesetzt2 von dem ,grunde ist als mittelbare ,folge alles ausgeschlossen1 was von einer seiner ,folgen als ,folge ausgeschlossen ist 7,prinzip der mittelbaren ,folge74 ,prmissen und ,konklusio verhalten sich in allen deduktiven ,schlssen wie logischer ,grund und ,folge4 ,wie aus der ,wahrheit der ,prmissen bei formal gltiger ,ableitung die ,wahrheit des ,schlusatzes1 so folgt aus der ,falschheit des ,schlusatzes umgekehrt1 da entweder die ,ableitung formal ungltig oder aber eine der ,prmissen falsch ist4 ,da aus falschen ,prmissen gelegentlich auch ,richtiges folgen kann1 beweist gegen diese ,tatsachen so wenig1 wie der ,umstand1 da bei mehreren ,fehlern in einer ,rechnung gelegentlich ,richtiges herauskommt1 gegen die ,zahlenverhltnisse des kleinen ,einmaleins4 ,der ,wert des deduktiven1 speziell des syllogistischen ,schlieens ist seit dem klassischen ,altertum 7von ,sextus ,empiricus bis ,john ,stuart ,mill7 hufig bezweifelt worden4 ,eines der schwerwiegendsten ,bedenken besagt1 da die ,prmissen im ,grunde nicht das ,schluurteil begrnden1 sondern dessen ,gltigkeit voraussetzen4 ,in dem beliebten ,beispiel3 ,alle ,menschen sind sterblich1 ,cicero ist ein ,mensch1 also ist ,cicero sterblich8 sei sowohl die obere wie untere ,prmisse nur gltig1 wenn die ,konklusio ,gltigkeit habe4 ,verneine man diese1 so hebe man damit auch die ,prmissen auf4 ,der ,schlu erweitere also unsere ,erkenntnis nicht1 sondern besage nur1 was bereits im voraus bekannt ist2 sei also wertlos4 ,gegenber solchen und hnlichen ,einwnden tut man gut1 auf die ,leistungen des deduktiven ,schluverfahrens in den mathematischen sowie den theoretischen ,naturwissenschaften hinzuweisen1 in denen die ,oberstze entweder ,definitionen oder ,axiome von unmittelbarer ,gewiheit oder aber aus solchen abgeleitete mittelbar-gewisse ,urteile sind4 ,vergegenwrtigt man sich1 zu welcher ,flle von ,einsichten etwa die ,geometrie durch syllogistisches ,fortschreiten aus wenigen obersten ,definitionen und ,axiomen gelangt1 dann kann von einer ,unterschtzung des deduktiven ,schlieens nicht mehr die ,rede sein4 ,aber auch in den ,tatsachenwissenschaften bilden ,deduktionen bedeutsame ,mittel der ,forschung4 ,sei es1 da die ,ableitung aus einem registrierend allgemeinen ,urteil als ,obersatz analysierend auf ein darin einbegriffenes ,einzelne geht 7analysierender ,tatsachenschlu71 sei es1 da wir aus einem erweiternd allgemeinen ,urteil als ,obersatz auf ein noch unbekanntes darin einbegriffenes ,einzelne schlieen und so das induktiv gewonnene ,wissen deduktiv ausbeuten 7erweiternder ,tatsachenschlu73 in keiner von beiden ,formen ist das deduktive ,verfahren als wertloses anzusprechen4 ,bringt es in dem ersten ,falle zwar nur zum ,bewutsein1 was in dem registrierend ,allgemeinen als ,einzelnes enthalten ist1 so erweitert es in dem zweiten unsere ,erkenntnis sehr wohl1 indem es -- eine deduktive ,instrumentation unseres induktiven ,wissens8 7nach ,b4 ,erdmann7 -- das auf ,grund der ,erfahrung als allgemeingltig ,erkannte auf einen einzelnen dahingehrigen1 noch unbekannten ,fall bertrgt4 #e4 ,die induktiven ,schlsse und die ,theorie der ,induktion4 ,induktive ,schlsse sind solche1 in denen aus einer ,mehrheit besonderer ,urteile ein davon verschiedenes zusammenfassend- oder erweiternd-allgemeines ,urteil abgeleitet wird4 ,sie sind mithin ,schlsse vom ,besonderen aufs ,allgemeine2 ihrer ,einteilung nach entweder zusammenfassende oder erweiternde ,induktionen4 ,das ,wesen der zusammenfassenden 7auch3 registrierenden7 ,induktionen besteht darin1 da eine beliebig groe ,anzahl gegebener ,urteile mit gleichem ,subjekt oder ,prdikat im ,schluurteil zu einem ,urteil vereinigt wird1 wobei die ,konklusio in dem einen ,fall eine kopulative1 im anderen eine konjunktive ,urteilsverbindung wird4 ,demnach knnen wir ihre ,arten als kopulative und konjunktive ,zusammenfassungen auseinanderhalten4 ,als selbstndige ,schluweisen haben diese ,ableitungen nur untergeordnete ,bedeutung1 weil ihr ,schluurteil lediglich in formaler ,hinsicht von den ,prmissen abweicht1 dagegen material ber den ,bestand des in den ,prmissen ,ausgesagten nicht hinausgeht4 ,dagegen bilden sie ,voraussetzungen der erweiternden ,induktionen1 als deren logische ,vorstufe sie darum bezeichnet werden mssen4 -- ,ihrer -- positiven 7a7 und negativen 7b7 -- ,grundform nach lauten sie3 ,i4 ,kopulative ,zusammenfassungen3 a7 ,s ,p ,s ,p ,s ,p 444 444 ,s ,p ---------------------------------------- ------------- ,s1 ,s1 ,s1 444 und ,s ,p b7 ,s nicht ,p ,s nicht ,p ,s nicht ,p 444 444 ,s nicht ,p ---------------------------------------- ------------------- ,s1 ,s1 ,s1 444 und ,s nicht ,p ,,ii4 ,konjunktive ,zusammenfassungen3 a7 ,s ,p ,s ,p ,s ,p 444 444 ,s ,p ---------------------------------------- ------------ ,s ,p1 ,p1 ,p 444 und ,p b7 ,s nicht ,p ,s nicht ,p ,s nicht ,p 444 444 ,s nicht ,p ---------------------------------------- -------------- ,s nicht ,p1 ,p1 ,p 444 ,p ,nicht nur formal1 sondern auch material von den ,prmissen verschieden ist die ,konklusio in den sog4 erweiternden ,induktionen4 ,diese sind ,schluweisen1 in denen aus den gegebenen besonderen ,urteilen nicht ein zusammenfassend-1 sondern ein erweiternd-allgemeines ,urteil abgeleitet wird2 und jenachdem ob diese ,erweiterung von einigen ,arten einer ,gattung auf diese ,gattung als ,ganzes 7,umfangserweiterung7 oder von einigen ,merkmalen eines ,begriffes auf dessen ,inhalt berhaupt 7,inhaltserweiterung7 geht1 sind sie zweckmig teils als verallgemeinernde1 teils als ergnzende ,erweiterungen zu bezeichnen4 ,ordnet man die ,arten der induktiven ,schlsse nach alledem in einem bersichtlichen ,schema1 dann ergibt sich folgende ,tafel3 ,induktive ,schlsse oder ,induktionen --------------------------------- zusammenfassende erweiternde ------------------- -------------- kopulative konjunktive verallgemeinernde ergnzende ,zusammenfassungen ,zusammenfassungen ,erweiterungen ,erweiterungen ,ihrer einfachsten ,form nach -- mit einmal bejahenden 7a71 einmal verneinenden ,prmissen 7b7 -- lauten die verallgemeinernden 7,i7 und ergnzenden ,erweiterungen 7,,ii73 ,i4 a7 b7 ,s ,p ,s nicht ,p ,s ,p ,s nicht ,p ,s ,p ,s nicht ,p 444 444 444 444 ,s ,p ,s nicht ,p -------------------------------- -------------------------------- ,alle ,s wahrscheinlich ,p ,kein ,s wahrscheinlich ,p ,,ii4 a7 b7 ,s ,p ,s nicht ,p ,s ,p ,s nicht ,p ,s ,p ,s nicht ,p 444 444 444 444 ,s ,p ,s nicht ,p ------------------------- ------------------------------- ,s wahrscheinlich ,p ,s wahrscheinlich nicht ,p ,zur ,erluterung seien ,beispiele fr ,i a und ,,ii a gegeben4 ,i a4 ,silber ist ein guter ,wrmeleiter ,kupfer ,gold ,messing ,zink ,zinn ,eisen ,blei 44444 ------------------------------ ,alle ,metalle werden gute ,wrmeleiter sein4 ,,ii a4 ,dieser ,krper hat eine gelbliche ,farbe leuchtet im ,dunkeln ist 7z4 ,b4 durch ,reiben7 ungemein leicht entzndlich ,dieser ,krper brennt mit helleuchtender ,flamme ,dieser ,krper ist in ,wasser unlslich schmilzt bei #dd1d ,c siedet bei #bij unter ,bildung farbloser ,dmpfe ,dieser ,krper ist ungemein giftig 44444 ---------------------------------------- -- ,dieser ,krper wird gelber kristallinischer ,phosphor sein4 ,vergleicht man die erweiternden mit den zusammenfassenden ,induktionen1 so ergibt sich1 da die verallgemeinernde ,induktion die kopulative1 die ergnzende die konjunktive ,zusammenfassung zu ihrer ,voraussetzung hat4 ,der logische ,proze der ,induktion geht vom ,einzelnen zunchst zum zusammenfassend-,allgemeinen und von da zur verallgemeinernden oder ergnzenden ,erweiterung ber4 ,die ,zahl der ,prmissen in erweiternden ,induktionen kann nie kleiner als zwei1 nach oben aber beliebig gro sein4 ,das ,schluurteil bleibt stets von problematischer 7bzw4 approximativer7 ,gltigkeit2 denn was fr den ,teil eines ,ganzen als gltig erwiesen ist1 gilt fr den brigbleibenden1 noch unbekannten ,teil desselben ,ganzen immer nur mit mehr oder minder groer ,wahrscheinlichkeit1 nie aber tatschlich oder notwendig4 ,die induktiven ,schlsse sind mithin ihrem ,wesen nach ,wahrscheinlichkeitsschlsse4 ,darin liegt ihr charakteristischer ,unterschied zu den deduktiven ,ableitungen1 die im ,gegensatz zu ihnen geradezu als ,notwendigkeitsschlsse bezeichnet werden knnen4 ,hier wie dort zwar bilden die ,prmissen den logischen ,grund der ,konklusio4 ,lt sich der ,syllogismus indessen darstellen durch ein hypothetisches ,gefge apodiktischer ,konsequenz 7wenn ,s ,m und3 wenn ,m ,p1 dann notwendig ,s ,p71 so die ,induktion durch ein hypothetisches ,gefge problematischer ,konsequenz 7wenn ,s ,p1 ,s ,p1 ,s ,p usw4 4441 dann wahrscheinlich alle ,s ,p74 ,in dem einen ist die ,ableitung also denknotwendig1 in dem anderen nur wahrscheinlich4 ,die logische ,theorie der erweiternden ,induktion hat die ,frage nach dem ,prinzip und aus diesem heraus nach der ,berechtigung dieser ,schluarten zu beantworten4 ,als logische ,grundstze des induktiven ,schlieens 7unter dem jedoch hier nur die ,induktion im eigentlichen ,sinne1 also die erweiternde1 nicht deren ,vorstufe1 die verallgemeinernde1 verstanden sei7 knnen wir schreiben3 #a4 ,kommt einer ,reihe von ,arten gleicher ,gattung ein ,merkmal als ,prdikat zu1 dann ist es wahrscheinlich1 da dieses ,merkmal allen ,arten1 mithin der ganzen ,gattung1 als ,prdikat zukommt 7,prinzip der verallgemeinernden ,induktion72 #b4 kommt einem ,begriff eine ,reihe von ,merkmalen gleichermaen als ,prdikat zu1 dann ist es wahrscheinlich1 da ihm der ganze ,inhalt1 von dem diese ,merkmale einen ,teil bilden1 als ,prdikat zukommt 7,prinzip der ergnzenden ,induktion74 ,indem wir versuchen1 beide ,grundstze zu einem zusammenzufassen1 formulieren wir3 ,wenn etwas fr den ,teil eines ,ganzen als zutreffend erwiesen ist1 dann ist es wahrscheinlich1 da ebendasselbe auch fr den brigbleibenden1 noch ununtersuchten ,teil dieses ,ganzen1 mithin fr das ,ganze berhaupt1 ,gltigkeit haben werde4 ,damit erweist sich der ,induktionsschlu deutlich als ein ,schlu vom ,bekannten aufs ,unbekannte4 ,seine ,voraussetzung ist die ,hypothese einer durchgehenden kausal-bedingten ,gleichartigkeit des ,universums4 ,in den nicht bekannten ,teilen des ,wirklichen werden dieselben ,ursachen als gegeben angenommen wie in den bekannten und zugleich dem ,schlusse die ,annahme zugrunde gelegt1 da aus gleichen ,ursachen allemal gleiche ,wirkungen hervorgehen 7,erdmann74 ,die ,berechtigung des ,induktionsschlusses wurzelt also zuletzt in der ,berechtigung des ,kausalittsprinzips4 ,leugnet man1 da alles1 was geschieht1 zureichende ,ursachen hat1 durch die es geschieht1 und da aus gleichen ,ursachen gleiche ,wirkungen hervorgehen1 dann leugnet man damit zugleich auch die ,berechtigung alles induktiven ,schlieens2 und mit dieser wiederum die ,berechtigung aller ,erfahrungswissenschaften1 die aus dem untersuchten ,einzelnen allgemeine ,gesetze und ,regeln ber den ,ablauf der ,vernderungen im ,universum berhaupt herleiten4 ,sind die ,induktionen ,schlsse vom ,besonderen aufs ,allgemeine1 so bilden ihre ,schlustze im natrlichen ,verlauf des ,denkens hufig wiederum ,oberstze von deduktiven ,ableitungen1 die von hier aus abermals zum ,besonderen herabsteigen4 ,diese -- an sich leicht und berzeugend einleuchtende -- ,tatsache hat ,john ,stuart ,mill zu dem verhngnisvollen ,irrtum verleitet1 alle syllogistischen ,schlsse 7auch die mathematischen1 fr die die ,voraussetzung eines induktiv gewonnenen ,obersatzes nicht einmal zutrifft67 als ,schlsse vom ,besonderen aufs ,besondere zu deuten1 wodurch der ,unterschied zwischen ,deduktion und ,induktion -- bei ,mill selbst wie seinen ,anhngern -- bisweilen in bedenklicher ,weise verwirrt worden ist4 ,zur kritischen ,beurteilung dieses ,standpunktes sind die entscheidenden ,gesichtspunkte bereits in dem frher ,gesagten angedeutet4 ,die induktiven ,schlsse bildeten lange ein ,stiefkind der ,logiker4 ,weder ,aristoteles noch die ,logik des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts sehen in ihnen eine prinzipiell verschiedene ,form gegenber den ,deduktionen4 ,ihre einseitige ,betonung des deduktiven ,schlieens1 die gelegentlich so weit geht1 alles ,schlieen seinem ,wesen nach in deduktives zu verwandeln1 macht sie zu ,vertretern jener ,richtung1 die wir zweckmig als deduktive ,logik8 bezeichnen knnen 7,aristotelische ,tradition74 ,erst das #ai4 ,jahrhundert -- vornehmlich ,john ,stuart ,mill 7der brigens in ,david ,hume darin einen nicht hoch genug zu wrdigenden ,vorgnger hat7 -- wei von einer ,analyse der naturwissenschaftlichen ,methoden aus den induktiven ,schlssen mehr und mehr gerecht zu werden4 ,dabei aber fllt man zugleich in das entgegengesetzte ,extrem1 indem man unter ,verkennung der eigentlichen ,bedeutung der ,deduktion diese geringschtzig in den ,hintergrund stellt oder sogar den ,versuch macht1 alles ,schlieen seinem ,wesen nach aus dem induktiven abzuleiten4 ,man nennt diese -- besonders in der neueren englischen ,philosophie vertretene -- ,richtung daher die induktive ,logik84 ,sachlich soll zu diesem ,gegensatz nur bemerkt werden1 da eine den tatschlichen ,verhltnissen des ,denkens gerecht werdende logische ,analyse weder einen einseitig deduktiven noch einen einseitig induktiven ,standpunkt vertreten knne4 ,deduktion und ,induktion bilden ihrem ,wesen nach charakteristisch verschiedene1 ihrem ,wert nach gleich bedeutungsvolle ,formen des ,denkens1 deren hchste ,vollendung erst in ihrem -- in den neueren ,naturwissenschaften in klassischer ,form vollzogenen -- ,zusammenwirken gegeben ist4 ,das ,system der ,logik darf also kein deduktives und kein induktives -- es mu vielmehr ein deduktiv-induktives zugleich sein4 #f4 ,das ,wesen und die logische ,bedeutung der ,analogieschlsse4 ,von den ,deduktionen -- als ,schlssen vom ,allgemeinen aufs ,besondere --1 den ,induktionen -- als ,schlssen vom ,besonderen aufs ,allgemeine -- scheidet die logische ,tradition die ,schlsse vom ,besonderen aufs ,besondere1 die sie als ,schlsse per analogiam oder kurz als ,analogieschlsse 7hnlichkeitsschlsse7 bezeichnet4 ,diese sind1 wie sich zeigen wird1 als ,wahrscheinlichkeitsschlsse ihrem ,prinzip nach den ,induktionsschlssen verwandt1 nichtsdestoweniger als besondere ,art der mittelbaren ,schlsse zu betrachten4 ,ihre ,form lautet3 ,m ,p ,s ,m hnlich ------------------------- ,s wahrscheinlich ,p ,an ,beispielen3 ,die ,erde ist von lebenden ,wesen ,die ,menschen sind beseelt4 bewohnt4 ,die ,wirbeltiere sind den ,mars ist der ,erde hnlich4 ,menschen hnlich4 ------------------------------- --------------------------- ,mars ist wahrscheinlich von ,die ,wirbeltiere sind wahr- lebenden ,wesen bewohnt4 scheinlich beseelt4 ,die ,analogieschlsse sind mittelbare ,schlsse1 da in ihnen das ,schluurteil aus einer ,mehrheit gegebener ,prmissen abgeleitet wird2 sie sind erweiternde ,schlsse1 insofern das ,schluurteil ber den materialen ,bestand der ,prmissen hinausgeht2 sie sind endlich ,schlsse vom ,besonderen aufs ,besondere1 insofern aus besonderen ,prmissen ein besonderes ,schluurteil gewonnen wird4 ,ihre ,konklusio ist stets von problematischer 7bzw4 approximativer7 ,gltigkeit2 denn aus der hnlichkeit zweier ,objekte kann nie assertorisch oder apodiktisch1 stets nur mglich oder wahrscheinlich geschlossen werden4 ,die ,analyse der ,schlsse per analogiam fhrt auf das logische ,problem der hnlichkeit4 hnlich nennen wir zwei ,gegenstnde1 wenn sie in ihrer begrifflichen ,bestimmung ein oder mehrere wesentliche ,merkmale miteinander gemeinsam haben1 in anderen wesentlichen oder unwesentlichen ,merkmalen aber voneinander abweichen4 ,die hnlichkeit hat dabei einen um so hheren ,grad1 je mehr ,merkmale gleich1 je weniger verschieden sind4 ,der ,analogieschlu geht nun den ,weg1 da er aus der hnlichkeit von ,s und ,m das ,schluurteil ableitet1 da ein ,m zukommendes ,prdikat wahrscheinlich auch ,s zukommen werde2 und der ,grad dieser ,wahrscheinlichkeit ist im allgemeinen um so hher1 je grer die hnlichkeit ist4 ,das ,prinzip dieser ,schluformen ist also3 ,kommt einem ,begriff ein ,merkmal zu1 der mit einem anderen ,begriffe wesentliche ,merkmale gemeinsam hat1 so ist es wahrscheinlich1 da ebendieses ,merkmal auch jenem anderen ,begriffe zukommt4 ,die ,analyse dieses ,prozesses fhrt etwa auf folgenden ,gedankengang3 ,in ,m sind gewisse ,ursachen gegeben1 aus denen das ,p-sein als ,prdikat folgt2 ,s hat mit ,m wesentliche ,merkmale gemeinsam2 also werden auch in ,s gewisse ,ursachen fr ein ,p-sein gegeben sein2 also wird ,s auch ,p sein4 ,aus dieser ,aufstellung wird ersichtlich1 wie nahe verwandt die hnlichkeitsschlsse den induktiven sind1 aber auch in welcher ,hinsicht sie von ihnen charakteristisch abweichen4 ,die ,analogieschlsse sind ,wahrscheinlichkeitsschlsse geradeso wie die induktiven2 wie diese setzen auch sie die ,gltigkeit des ,kausalprinzips in dem oben errterten ,sinne voraus4 ,ist aber das ,denkverfahren bei jenen ein ,schlu vom ,bekannten aufs ,unbekannte und von da aus aufs ,allgemeine 7,bekannte wie ,unbekannte zugleich71 so hier ein ,schlu vom gegebenen ,bekannten auf ein unzureichend1 aber dem ,gegebenen als hnlich ,bekanntes1 ein ,schlu also1 der vom ,besonderen ausgehend beim ,besonderen stehen bleibt4 ,insofern nun in allen ,induktionen dem ,schlu vom ,besonderen aufs ,allgemeine ein ,schlu vom ,besonderen aufs ,besondere immanent ist1 kann man sagen1 da das ,verfahren der ,analogieschlsse seinem ,wesen nach bereits in dem ,verfahren der ,induktion enthalten sei4 ,das darf aber nicht dazu fhren1 ,induktions- und ,analogieschlu -- wenn sie auch nahe verwandte ,formen des ,schlieens sind -- als unterschiedslos ansprechen oder gar diesen aus jenem ableiten zu wollen4 ,schon da der eine beim ,besonderen halt macht1 whrend fr den anderen der ,schlu vom ,besonderen aufs ,besondere nur der ,durchgangspunkt fr die ,ableitung des ,allgemeinen ist1 begrndet gengend ihre ,verschiedenheit4 ,der eine ist ferner ein ,schlu vom ,bekannten aufs hnliche1 der andere vom ,bekannten aufs ,gleichartige4 ,und3 wohl ist alles ,gleichartige hnlich1 aber nicht alles hnliche auch gleichartig6 ,nicht schwer ist es1 zu erkennen1 da das ,verfahren der ,schlsse per analogiam1 geradeso wie das induktive1 von dem deduktiven1 speziell dem syllogistischen1 wesensverschieden ist4 ,das ist darum wichtig zu betonen1 weil die ,form der hnlichkeitsschlsse leicht den ,schein erwecken knnte1 da es sich hier um eine ,art der sog4 ,relationssyllogismen handelt4 ,stellen wir beide ,formen nebeneinander1 dann ergibt sich3 ,i4 ,m hnlich ,p ,s hnlich ,m ,relationssyllogismus ------------------ aus hnlichkeitsbeziehung4 ,s hnlich ,p ,,ii4 ,m ,p ,s hnlich ,m ,analogieschlu4 ------------------------- ,s wahrscheinlich ,p ,eine ,vergleichung beider ,schluformen zeigt deutlich ihre ,verschiedenheit4 ,relationssyllogismen sind solche1 bei denen #a4 aus ,relationsurteilen als ,prmissen ein ,relationsurteil als ,konklusio folgt1 und bei denen #b4 die ,modalitt der ,prmissen im ,schluurteil erhalten bleibt4 ,beide ,bedingungen treffen aber fr die ,analogieschlsse nicht zu4 ,also sind ,analogieschlsse keine ,relationssyllogismen4 ,ebensowenig sind sie nun syllogistische ,formen berhaupt4 ,wre das der ,fall1 dann mte sich aus den ,grundstzen des syllogistischen ,schlieens ein ,prinzip ableiten lassen1 das fr ,analogieschlsse ,gltigkeit hat und etwa lautete3 ,einem ,subjekt kommt wahrscheinlich als ,prdikat zu1 was einem mit ihm als hnlich erkannten ,subjekt als ,prdikat zukommt4 ,dieses ,prinzip aber lt sich aus keinem der angefhrten ,grundstze syllogistischer ,schluweisen ableiten4 ,mithin sind ,analogieschlsse keine ,syllogismen#ae4 ,den ,analogieschlssen kommt sowohl im praktischen wie im wissenschaftlichen ,denken eine hohe ,bedeutung zu4 ,wo wir die ,ausdrucksbewegungen eines ,tieres oder ,menschen als durch ,schmerz1 ,freude1 ,trauer1 ,mitleid1 ,ha usw4 bewirkt deuten1 da bewegen wir uns auf dem ,gebiete der ,analogien4 ,alle wissenschaftliche ,psychologie1 die ber das in der ,selbstwahrnehmung ,gegebene hinausgeht1 beruht auf ,schlssen per analogiam4 ,analogieschlsse bilden demnach das wesentliche methodische ,fundament der ,kinderpsychologie und die ausschlieliche ,grundlage der ,psychologie der ,tiere1 der wilden ,vlker1 der geistig-,minderwertigen oder -,gestrten 7,psychopathologie74 ,als mittelbare methodische ,voraussetzungen spielen sie ferner in der ,geschichtswissenschaft und der ,vlkerkunde eine ,rolle1 insofern als wir in diesen berall stillschweigend voraussetzen1 da die ,menschen frherer ,zeiten in ebender ,weise gedacht und gefhlt haben wie wir selbst1 nicht qualitativ1 sondern hchstens graduell von uns verschieden4 ,damit ist die hohe ,bedeutung der hnlichkeitsschlsse trotz des relativ geringen ,grades ihrer ,gltigkeit prinzipiell erwiesen und ihnen unter den ,arten der mittelbaren ,schlsse die ,stellung zugewiesen1 die ihnen ihrem ,wesen und ihrer ,leistung nach gebhrt4 #aa ,dafr im folgenden meistens die ,abkrzungen3 ,grdurt48 und ,flgsurt48 #ab ,lediglich aus ,zweckmigkeitsgrnden der ,darstellung werden im folgenden allgemeines und generelles1 modal-bestimmendes und elementares1 verneinendes und bejahendes ,urteil wie einander koordinierte ,urteilsformen behandelt4 #ac ,quidquid de omnibus valet1 valet et de quibusdam et singulis3 quidquid de nullo valet1 nec de quibusdam vel singulis valet48 7,was allgemein gilt1 gilt auch fr das ,besondere und ,einzelne2 was fr nichts gilt1 gilt auch nicht fr das ,besondere und ,einzelne47 #ad ,aristoteles freilich versteht unter ,syllogismus8 zugleich auch die induktiven und ,analogieschlsse1 die er irrtmlich aus dem deduktiven ,verfahren ableitet4 ,hypothetische und disjunktive ,deduktionen im ,unterschied zu den kategorischen kennt er berhaupt noch nicht4 #ae ,der ,schler stelle bungshalber fest1 nach welchen ,schluformen in diesem ,absatz geschlossen worden ist4 ,b4 ,logische ,methodenlehre4 ,i4 ,die ,lehre vom wissenschaftlichen ,untersuchungsverfahren4 #a4 ,unwissenschaftliches und wissenschaftliches ,denken und die ,aufgaben der ,methodenlehre4 ,historisch betrachtet ist das unwissenschaftliche oder praktisch gerichtete ,denken des gemeinen ,volkes lter als das wissenschaftliche und zugleich der ,mutterboden1 auf dem jenes unter allmhlichen charakteristischen ,vernderungen sich entwickelt hat4 ,die ,formen1 in denen beide sich vollziehen1 sind dieselben3 hier wie dort ,urteile ber ,gegenstnde1 die zuvor durch andere ,urteile begrifflich fixiert sind1 und ,schlsse1 die aus gegebenen ,urteilen neue gewinnen lassen4 ,ziel und ,mittel beider sind dagegen wesentlich verschieden4 ,dient das unwissenschaftliche ,denken vorwiegend praktischen ,zwecken der ,lebensfhrung1 so das wissenschaftliche -- seinen unmittelbaren ,aufgaben nach -- theoretischen der ,erkenntnis4 ,jenes ist einseitig1 subjektiv-individuell und dem ,augenblick angehrend1 dieses umfassend1 objektiv-allgemein und dem ,ideal nach fr die ,ewigkeit bestimmt4 ,und dem ,zweck entsprechen die ,mittel3 unwissenschaftliches ,denken ist unkritisch und unsystematisch1 allen ,verfhrungen des ,hoffens1 ,meinens und ,glaubens willfhrig hingegeben2 wissenschaftliches dagegen eine kritisch-systematische ,reflexion des ,bewutseins auf seine ,gegenstnde1 in der an die ,stelle des ,hoffens das ,forschen1 an die ,stelle des ,meinens das ,beweisen1 an die ,stelle des ,glaubens das ,wissen tritt4 ,wissenschaftliches ,denken ist also kurz gesagt solches1 das seinen ,gegenstnden nach einen mglichst vollstndigen1 seinem ,erkenntniswert nach einen mglichst allgemeingltigen ,bestand von ,urteilen ber das ,wirkliche erstrebt4 ,zu diesem ,zwecke hat es zwei miteinander eng zusammenhngende ,aufgaben zu erfllen3 #a4 seine ,gegenstnde systematisch zu untersuchen2 #b4 die ,ergebnisse dieser ,untersuchung in ihrem ,zusammenhange zureichend zu begrnden4 ,entsprechend diesen beiden ,aufgaben zerfllt die logische ,methodenlehre -- als wissenschaftliche ,reflexion auf die methodischen ,formen des wissenschaftlichen ,denkens -- in zwei ,hauptteile1 deren ersten die ,lehre vom wissenschaftlichen ,untersuchungs-1 deren zweiten die ,lehre vom wissenschaftlichen ,beweisverfahren bildet4 ,nicht selten wird zu diesen beiden ,teilen noch ein dritter hinzugesellt3 die ,lehre von der systematischen ,darstellung wissenschaftlicher ,ergebnisse4 ,dieser ist jedoch -- soweit er logisch- 7und nicht praktisch-didaktisch-7 ,wertvolles enthlt -- bereits vllig in den beiden anderen ,teilen der ,methodenlehre enthalten2 denn jede wissenschaftliche ,untersuchung1 die zu ,ergebnissen gelangt1 mu1 um diese festzuhalten1 zu deren systematischer ,darstellung fortschreiten1 und jeder ,versuch1 wissenschaftliche ,ergebnisse in ihrem ,zusammenhange zureichend zu begrnden1 mu von einer systematischen ,darstellung dieser ,ergebnisse seinen ,ausgangspunkt nehmen4 ,die ,aufgaben der logischen ,methodenlehre werden dadurch verwickelter1 da das wissenschaftliche ,denken seiner ,form nach nicht ein einheitliches1 sondern vielmehr ein in vielen ,richtungen auseinanderstrebendes ,ganze bildet4 ,mit der ,differenzierung der ,wissenschaften haben sich auch ihre methodischen ,formen zu immer feineren voneinander abweichenden ,gestaltungen entwickelt4 ,das wissenschaftliche ,denken ist also wie nach seinen ,gegenstnden so auch nach seinen ,methoden charakteristisch verschieden1 und es fragt sich1 wie die logische ,methodenlehre sich diesen methodischen ,verzweigungen gegenber zu verhalten habe4 ,whrend die lteren ,logiker sich darauf beschrnkten1 lediglich die allgemeinen ,grundlagen des wissenschaftlichen ,untersuchungs- und ,beweisverfahrens festzulegen1 haben sich in der jngeren ,logik -- namentlich durch den 7trotz aller ,schwchen im einzelnen7 epochemachenden ,entwurf ,wundts -- ,anstze entwickelt1 die von der allgemeinen auf eine spezielle ,methodenlehre des einzelwissenschaftlichen ,denkens hinstreben4 ,in diesen ,versuchen zeigt sich die ,tendenz1 wie eine ,logik des mathematischen so auch eine solche des naturwissenschaftlichen und davon wieder unterschieden eine solche des geisteswissenschaftlichen 7bsd4 des historischen7 ,denkens zu begrnden4 ,diese -- z4 ,b4 von ,windelband1 von ,rickert angeregten und gefrderten -- ,bestrebungen sind indessen noch zu jung1 um bereits anerkannte ,ergebnisse von bleibender ,bedeutung aufzuweisen4 ,fr knftige ,logiker jedoch -- gleich gut geschult auf einzelwissenschaftlichem wie philosophischem ,gebiete -- erffnen sich hier weite1 noch ungepflgte ,gebiete der ,forschung1 die reichen ,ertrag versprechen4 ,gegenwrtig und im besonderen fr den vorliegenden ,zweck mu die ,darstellung der logischen ,methodenlehre sich auf die ,skizzierung der allgemeinsten methodischen ,grundlagen des wissenschaftlichen ,denkens beschrnken1 nur da sie gut tut1 gegebenen ,ortes auch der wichtigsten ,differenzierungen kurz ,erwhnung zu tun4 ,das wissenschaftliche ,denken zerfllt nach seinen ,gegenstnden in so viel ,arten1 wie man ,arten der ,wissenschaften nach ihren ,untersuchungsgebieten unterscheidet4 ,zufolge der berlieferten -- in der ,gegenwart zum ,teil heftig angegriffenen -- ,klassifikation der wissenschaftlichen ,disziplinen zerfallen diese in ,formal- und ,realwissenschaften4 ,die ,formalwissenschaften sind der ,inbegriff der mathematischen ,wissenschaften2 sie zerfallen in die beiden ,hauptarten der ,geometrie und ,arithmetik4 ,die ,realwissenschaften sind der ,inbegriff der ,tatsachenwissenschaften2 sie zerfallen nach der herkmmlichen ,scheidung in die beiden ,hauptarten der ,natur- und ,geisteswissenschaften4 ,die ,naturwissenschaften sind wieder entweder systematische 7,gesetzes-7 oder genetische 7,entwicklungs-7 ,wissenschaften2 die systematischen entweder3 beschreibende und erklrende oder3 beschreibende und klassifizierende4 ,zu den ersteren gehren ,physik1 ,chemie1 ,astronomie und ,physiologie2 zu den letzteren ,zoologie1 ,botanik1 ,mineralogie1 wohl auch ,ethnologie und ,anthropologie1 ,geographie1 ,anatomie und vergleichende ,morphologie4 ,die genetischen ,naturwissenschaften dagegen sind die ,wissenschaften von dem ,entwicklungszusammenhang der ,natur1 also ,kosmologie1 ,geologie1 genetische ,biologie 7,entwicklungslehre74 -- ,schwankender als diese ist die ,einteilung der ,geisteswissenschaften4 ,diese sind1 sofern sich in ihnen die ,untersuchung unmittelbar auf das ,geistige als solches richtet1 psychologische1 sofern sie das ,geistige in dem durch ,menschenhand ,geschaffenen1 also mittelbar1 zum ,gegenstand hat1 ,kulturwissenschaften4 ,auch hier wiederum zeigt sich bei beiden der ,unterschied zwischen den systematisch- und genetisch-gerichteten ,disziplinen4 ,systematisch-psychologische ,forschungszweige sind die allgemeine ,psychologie des normalen ,bewutseins1 die ,charakterpsychologie oder ,psychologie der individuellen ,differenzen1 die ,rassen- und ,vlker- sowie die ,tier-1 die ,kinder- und die noch unbegrndete ,greisenpsychologie 7die die charakteristisch seelischen ,vernderungen des zunehmenden ,alters zum ,gegenstand hat72 genetisch-psychologische dagegen die biologische ,psychologie1 die die ,entwicklung des ,seelischen berhaupt1 sowie die ethnologische und biographische ,psychologie1 die die seelische ,entwicklung entweder bestimmter ,vlker oder bestimmter ,individuen zum ,gegenstand haben4 ,systematische ,kulturwissenschaften endlich sind ,wissenschaften wie die allgemeine und vergleichende ,staats-1 ,rechts- und ,wirtschaftswissenschaft1 ,literatur- und ,sprach-1 ,kunst- und ,moral-1 ,religionswissenschaft und ,pdagogik2 genetische ,kulturwissenschaften alle historischen ,disziplinen1 als da sind3 politische und ,kulturgeschichte1 ,sprach- und ,literatur-1 ,kunst- und ,religionsgeschichte sowie die ,geschichte der ,philosophie und der ,wissenschaften selbst4 ,fr die ,anordnung der ,wissenschaften nach methodischem ,gesichtspunkte gibt einmal die ,einteilung der ,urteile in ,formal- und ,realbehauptungen1 zum anderen die durchgehende ,scheidung der ,tatsachenwissenschaften nach systematischem und genetischem ,gesichtspunkte gengenden ,anhalt4 ,die mathematischen ,wissenschaften sind entsprechend alt-berlieferten ,annahmen ihrer ,methode nach wesentlich rational-deduktive1 die ,tatsachenwissenschaften empirisch-induktive4 ,alle empirisch-induktiven ,wissenschaften wiederum sind ihrer ,methode nach entweder systematische oder genetische1 d4 h4 entweder gesetzbildende oder ,entwicklungswissenschaften 7in ,windelbandscher ,terminologie3 nomothetische oder idiologische ,disziplinen74 ,diese ,scheidung ist indessen nur eine ,typeneinteilung1 d4 h4 eine solche1 zwischen deren ,einteilungsgliedern flieende ,grenzen bestehen2 denn es mu anerkannt werden1 da es sowohl in gewissen ,entwicklungswissenschaften ,gesetze wie in gewissen ,gesetzeswissenschaften untersuchte ,entwicklungszusammenhnge gibt 7ein ,faktum1 fr dessen ,begrndung im einzelnen hier nicht der ,ort ist74 #b4 ,wissenschaftliche ,begriffsbildung und ,begriffsbestimmung4 ,das wissenschaftliche ,denken baut nicht berall von ,anfang an auf eigenem ,grunde4 ,es findet1 indem es an die ,untersuchung seiner ,gegenstnde herantritt1 in den ,begriffen1 in denen diese gemeinhin gedacht werden1 einen ,bestand von ,urteilen vor1 die1 dem unwissenschaftlichen 7oder vorwissenschaftlichen7 ,denken entstammend1 nicht unbesehen in das wissenschaftliche einflieen drfen4 ,hier ergibt sich fr den ,forscher die ,aufgabe1 die ,begriffe1 die er aus dem praktischen ,denken bernimmt1 einer wissenschaftlichen ,kritik zu unterziehen und sie damit zu wissenschaftlichen zu erheben4 ,alle wissenschaftliche ,begriffsbildung geht von einer planmig-geordneten ,untersuchung derjenigen ,gegenstnde aus1 die zu dem in ,betracht kommenden ,forschungsgebiet gehren4 ,die ,gegenstnde der ,forschung sind nicht alle solche der ,wahrnehmung2 vielmehr haben wir neben diesen auch andere anzuerkennen1 die das ,denken auf ,grund der ,inhalte der ,wahrnehmung selbstttig bildet4 ,dahin gehren z4 ,b4 die ,gegenstnde der mathematischen ,wissenschaften4 ,ein ,dreieck1 ein ,kreis1 eine ,zahl sind niemals ,objekte der ,wahrnehmung1 sondern immer ,produkte des ,denkens4 ,man kann sich diese wohl durch eine uerlich wahrnehmbare ,zeichnung versinnbildlichen3 die ,zeichnung aber ist stets nur das ,abbild des ,dreiecks1 des ,kreises1 nie diese selbst4 ,hieraus erklrt sich die ,klarheit und ,stetigkeit der mathematischen ,begriffe4 ,um den ,begriff des ,dreiecks1 des ,kreises zu bilden1 braucht man nicht alle die verschiedenen ,arten mglicher ,dreiecke1 mglicher ,kreise einzeln durchzugehen4 ,die logische ,reflexion auf das ,wesen eines einzigen von ihnen ergibt vielmehr die ,wesensbestimmung aller4 ,darum bleibt der ,begriff des ,dreiecks1 des ,kreises1 einmal gebildet1 immer derselbe4 ,erfahrungsbegriffe knnen sich wandeln3 ,verstandesbegriffe bleiben konstant4 ,die ,gegenstnde der ,tatsachenwissenschaften sind zwar in der ,wahrnehmung1 aber nicht alle in gleicher ,weise in dieser gegeben4 ,bilden die ,objekte der systematischen ,wissenschaften unmittelbare1 so die der genetischen nur mittelbare ,gegenstnde der ,wahrnehmung4 ,die ,sauerstoffverbindung1 die elektrische ,strahlenart1 die besondere ,tier- oder ,pflanzenspezies1 die ich untersuche1 sind mir in der sinnlichen1 die ,tonempfindung1 das ,unlustgefhl des ,zornes in der ,selbstwahrnehmung unmittelbar prsent#af4 ,die ,beschaffenheit der ,erdoberflche in der ,eiszeit dagegen1 die kulturellen ,verhltnisse in ,europa zur ,zeit ,heinrichs ,,iv41 die ,faktoren1 die den ,ausbruch des ,siebenjhrigen ,krieges herbeifhrten1 sind mir nicht unmittelbar gegeben1 sondern mssen als nach ,analogie der unmittelbaren ,wahrnehmungsobjekte gedachte ,gegenstnde aus den ,resten und ,zeugnissen dieser ,perioden von mir erschlossen werden4 ,hier tritt als methodischer ,faktor an die ,stelle der ,wahrnehmung und der auf ihr beruhenden ,erinnerung die wissenschaftlich-geleitete ,einbildungskraft 7vgl4 ,b4 ,erdmann1 ,die ,funktionen der ,phantasie im wissenschaftlichen ,denken1 ,berlin #aiac74 ,alle ,begriffsbildung geschieht durch ,urteile2 die wissenschaftliche mithin durch wissenschaftliche ,urteile4 ,wissenschaftliche ,begriffe sind also nicht ,voraussetzungen1 sondern vielmehr ,produkte wissenschaftlicher ,arbeit4 ,sie wandeln sich -- abgesehen von der den ,grundbegriffen der ,mathematik eigenen ,konstanz -- in und mit dem ,fortschreiten der ,forschung1 indem die spezielleren ,begriffsformen an ,zahl immer zunehmen1 an ,inhalt dabei reicher1 an ,umfang rmer werden1 whrend sich darber ein wachsendes1 immer verwickelter sich gestaltendes ,system von ,art- und ,gattungsbegriffen aufbaut4 ,in den systematischen und genetischen ,disziplinen ist der ,vorgang der ,begriffsbildung dabei nicht wesentlich voneinander verschieden3 die ersten gehen -- um es nur in allgemeinster ,form anzudeuten -- von ,individuen zu ,arten und ,gattungen1 suchen also das ,allgemeine aus dem ,einzelnen zu gewinnen2 die anderen gehen von ,spezialbegriffen zu ,gesamtbegriffen1 suchen also das ,allgemeine im ,einzelnen4 ,aus diesen im ,prinzip bereinstimmenden ,verfahrungsweisen ergibt sich zugleich die spezifische ,differenz beider3 die systematische ,forschung untersucht das ,einzelne um des ,allgemeinen willen2 sie strebt nach dem ,gesetz der ,vernderung1 also nach dem ,sein im ,werden1 dem ,immer-so-,seienden82 die genetische ,forschung dagegen untersucht das ,einzelne um seiner selbst willen2 sie strebt nach der ,feststellung der ,entwicklung selber1 also nicht nach dem ,sein im ,werden1 sondern nach dem ,werden an und fr sich selbst1 nach dem ,einmal-so-,gewesenen84 ,wissenschaftliche ,begriffe sind logisch eindeutig bestimmt1 wenn ihnen durch die ,spezifikation ihres ,inhalts im ,gesamtsystem der ,wissenschaft ein logischer ,ort zugewiesen ist1 durch den ihr ,umfang deutlich hervortritt4 ,die ,bestimmung eines wissenschaftlichen ,begriffes oder seine ,definition geschieht1 wie bereits frher erwhnt1 auf die ,weise1 da durch ,angabe der nchsthheren ,gattung 7,klassifikation7 der logische ,ort und der ,umfang1 durch ,angabe der wesentlichen ,merkmale1 zufolge deren er sich von anderen ,arten derselben ,gattung unterscheidet 7diese heien artbildende ,unterschiede differentiae specificae1 das ganze ,verfahren ,spezifikation71 sein notwendiger ,inhalt festgelegt ist4 ,die ,definition besteht also in einer konjunktiven ,urteilsverbindung1 deren ,subjekt den zu definierenden ,begriff 7definiendum71 deren ,prdikat die ,angabe der nchsthheren ,gattung und die der artbildenden ,unterschiede enthlt4 7,eine alte ,schulregel besagt3 ,definitio fit per genus proximum et per differentiam specificam8#ag47 ,beispiele dafr sind3 ,ein ebenes ,dreieck ist eine ,flche1 die von drei geraden ,linien begrenzt ist2 eine ,kalorie ist diejenige ,wrmemenge1 die erforderlich ist1 um die ,temperatur eines ,gramm ,wassers von #ae auf #af ,celsius zu erhhen48 ,aus dieser ,regel folgt1 da solche ,begriffe undefinierbar sind1 denen keine hhere ,gattung mehr zukommt 7z4 ,b4 der ,begriff des ,seins oder des ,etwas berhaupt als der hchsten ,gattung gegenber den ,kategorien und allen anderen ,begriffen74 ,individualbegriffe sind dagegen wohl definierbar2 denn ,individuen sind allemal ,arten einer ,gattung1 als solche von den ihnen nebengeordneten ,arten spezifisch verschieden 7z4 ,b43 ,faust war ein ,mensch1 der in der ersten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts lebend als umherziehender ,zauberknstler ,aufsehen erregte1 so da sich ,sage und ,dichtung seiner ,gestalt bemchtigte874 ,jede ,definition oder ,begriffsbestimmung setzt als ,urteil die ,kenntnis und eindeutige ,bestimmtheit anderer ,begriffe voraus1 die ,definition des ,begriffes ,dreieck8 z4 ,b4 die ,kenntnis der ,begriffe3 ,flche1 drei1 gerade ,linie und begrenzen4 ,das ist eine der ,natur der ,sache nach nicht zu vermeidende ,unvollkommenheit des ,denkens4 ,wollte man alle ,begriffe1 durch die man definiert1 wiederum definieren1 so wrde das ein ins ,unendliche gehender ,proze werden4 ,als praktische ,forderung aber darf gelten1 nur solche ,begriffe als bekannt vorauszusetzen1 die in der ,tat eindeutig bestimmt ,allgemeingut des ,denkens geworden sind4 ,als hufigste ,fehler des ,definierens pflegt die traditionelle ,logik vier aufzuzhlen4 ,eine ,definition ist formal unzulnglich1 wenn sie #a4 einen ,zirkel beschreibt1 d4 h4 wenn sie den zu definierenden ,begriff in der ,definition selbst als bekannt voraussetzt 7idem per idem definit2 ,diallele72 #b4 wenn sie abundant ist1 d4 h4 auer den wesentlichen auch daraus abgeleitete unwesentliche ,merkmale angibt1 wodurch sie zur aufzhlenden ,beschreibung wird 7abundatio notarum72 #c4 wenn sie zu weit oder zu eng ist1 d4 h4 wenn sie wesentliche ,merkmale zuwenig oder zuviel angibt1 wodurch der ,inhalt entweder zu arm oder zu reich1 der ,umfang zu reich oder zu arm wird2 und endlich #d4 wenn sie eine ,negation bildet1 d4 h4 wenn sie lediglich die ,zugehrigkeit von ,merkmalen zu dem ,inhalt ihres ,subjekts aufhebt und dadurch zwar angibt1 was der ,gegenstand der ,definition seinem ,wesen nach nicht ist1 aber nicht1 was er ist4 ,die traditionelle ,logik kennt auer der hier entwickelten ,form der ,begriffsbestimmung noch andere ,arten4 ,einer alten1 lngst berholten berlieferung gehrt die ,einteilung in ,nominal- und ,realdefinitionen an4 ,nominaldefinitionen oder ,namenerklrungen 7z4 ,b4 ,psychosen sind ,geistesstrungen2 herpes tonsurans heit ,bartflechte87 sind keine ,definitionen1 weil sie sich auf die ,bedeutung von ,worten1 nicht aber auf die ,inhaltsbestimmung von ,begriffen beziehen4 -- ,als ,arten der ,realdefinitionen unterscheidet die berlieferung ferner systematische 7das sind die hier besprochenen7 und genetische ,definitionen1 die letzteren als solche1 die im ,prdikat eine erschpfende ,bestimmung ber den ,ursprung des zu definierenden ,gegenstandes enthalten 7z4 ,b4 ,ein ,kreis entsteht1 wenn man alle ,punkte1 die von einem gegebenen ,punkte gleichen ,abstand haben1 durch eine ,linie verbindet874 ,auch die genetischen ,definitionen sind indessen nicht als wissenschaftliche ,begriffsbestimmungen in dem geforderten ,sinne zu bezeichnen2 denn sie besagen weder etwas ber den logischen ,ort und ,umfang noch ,ausreichendes ber den notwendigen ,inhalt des zu definierenden ,begriffes4 #c4 ,das analytische ,untersuchungsverfahren4 ,das wichtigste methodische ,mittel wissenschaftlicher ,forschung ist die ,analyse der ,untersuchungsobjekte4 ,einen ,gegenstand analysieren heit3 ihn in seine ,komponenten zerlegen1 ihn auflsen und zergliedern4 ,so zerlegt die psychologische ,analyse einen ,wahrnehmungsinhalt in seine einfachen ,empfindungsbestandteile2 die anatomische einen tierischen ,krper in ,organe1 diese in ,gewebe und die ,gewebe wiederum in ,zellen2 die historische einen ,zeitabschnitt in die einzelnen ,vorgnge1 die die ,gesamtentwicklung herbeifhren4 ,die letzten ,teilinhalte1 die sich durch ,analyse ergeben1 nennen wir ,elemente und verstehen darunter die einfachen1 d4 h4 nicht mehr zerlegbaren ,faktoren1 in die sich ein zusammengesetzter ,gegenstand auflsen lt4 ,der ,begriff des ,elementes als des einfachen ,teiles eines ,ganzen ist dabei relativ4 ,zu allen ,zeiten hat man gewisse ,produkte der analytischen ,forschung fr einfach gehalten1 die sich im weiteren ,fortgang der ,erkenntnis wiederum als zusammengesetzt1 ja bisweilen sogar als kompliziert aufgebaute ,mischungen oder ,verbindungen von ,teilinhalten erwiesen haben4 ,als ,beispiel dafr mag die ,chemie gelten4 ,zur ,zeit des ,aristoteles etwa kennt man nur vier ,elemente1 und zwar das ,feuer und die ,erde als das ,warme und ,kalte1 das ,wasser und die ,luft als das ,feuchte und ,trockene2 heute zhlt man in der modernen ,chemie bereits etwa #hj ,elemente -- und man darf fragen3 wieviel wird man in abermals #bjjj ,jahren zhlen8 ,das analytische ,untersuchungsverfahren setzt psychologisch die ,anstellung aufmerksamer1 d4 h4 zur ,beobachtung gesteigerter ,wahrnehmungen voraus und1 insofern diese wissenschaftlichen ,zwecken dienen1 die ,anstellung wissenschaftlich-geleiteter1 d4 h4 methodisch-fortschreitender ,beobachtungen4 ,die analysierende ,beobachtung hat ihren ,gegenstand -- teils mit1 teils ohne technische ,hilfsmittel -- in seine ,teilkomponenten zu zerlegen1 d4 h4 in ihm das ,einzelne gegenber dem ,ganzen zu unterscheiden1 dieses miteinander zu vergleichen und in ,beziehung zu setzen4 ,daraus ergeben sich durch ,aufzhlung der ,reihe nach die ,merkmale1 die jenen ,gegenstand kennzeichnen4 ,die ,analyse fhrt also zur ,beschreibung ihres ,untersuchungsobjektes1 indem sie dessen -- wesentliche und unwesentliche -- ,merkmale1 wie sie sich ihr ergeben1 unterschiedslos festlegt4 ,als ,arten des analytischen ,verfahrens unterscheidet man eine innere und uere1 eine qualitative und quantitative1 eine genetische und systematische ,analyse4 ,die innere 7oder immanente7 ,analyse ist diejenige1 die ihren ,gegenstand in sich selbst zerlegt2 sie fhrt zu ,inhrenzurteilen1 besonders zu deren erstbesprochener ,art1 den ,qualittsurteilen2 die uere 7oder ,beziehungs-7 ,analyse ist diejenige1 die ihren ,gegenstand nicht in sich selbst untersucht1 sondern ihn mit anderen vergleicht und daraus ,beziehungsmerkmale gewinnt2 sie fhrt zu ,relationsurteilen4 ,qualitativ ist die analytische ,forschung -- sei sie immanent oder relativ --1 wenn sie nur auf das wie beschaffen ihrer ,objekte2 quantitativ1 wenn sie auch auf das wie viel und wie gro eingeht4 ,danach setzt die quantitative ,analyse die qualitative voraus oder kann zum mindesten nicht ohne jene vor sich gehen4 ,systematisch endlich nennen wir eine ,analyse -- sei sie immanent oder relativ1 qualitativ oder quantitativ --1 die ihr ,untersuchungsobjekt nach seinem gegenwrtigen ,bestande in die ,elemente zerlegt2 genetisch diejenige1 die ihren ,gegenstand auf ,ursprung und ,entwicklung 7also das nicht-mehr-,gegenwrtige rekonstruierend7 untersucht4 berall1 wo wir im analysierenden ,verfahren zhlen oder messen1 also mathematische ,einheiten anwenden 7angewandte ,mathematik71 bewegen wir uns auf dem ,boden der quantitativen ,analyse4 ,das ,pythagoreische ,wort1 da die ,welt aus ,zahlen bestehe1 bedeutet im ,grunde nichts anderes3 als da sie einer exakten ,mabestimmung zugnglich sei4 ,astronomie1 ,physik und ,chemie danken zum groen ,teil ihre bewunderungswrdige ,exaktheit der ,tatsache1 da sie sich mathematischer ,hilfsmittel bedienen2 man nennt sie daher auch mathematische ,naturwissenschaften oder exakte ,wissenschaften4 ,es ist eine berschtzung1 aber eine solche1 deren ,beweggrund man verstehen kann1 wenn ,kant gelegentlich gemeint hat1 in aller ,erkenntnis werde nur so viel eigentliche ,wissenschaft angetroffen1 als ,mathematik darinnen sei4 ,quantitative ,analysen finden sich auch in den ,geisteswissenschaften4 ,man hat -- seit ,weber1 ,fechner und ,wundt -- mit gutem ,glck den ,versuch gemacht1 auch die seelischen ,erscheinungen einer quantitativen ,bestimmung zugnglich und damit die ,psychologie zur exakten ,wissenschaft zu machen4 ,eine besondere ,bedeutung kommt hierbei dem -- auch in den systematischen ,staatswissenschaften beraus ergebnisreich angewandten -- statistischen ,verfahren zu4 ,die ,statistik ist ein wissenschaftliches ,forschungsmittel1 durch das komplexe ,erscheinungen des politischen1 wirtschaftlichen und seelischen ,lebens quantitativer ,bestimmung unterzogen werden4 ,ein englischer ,arzt1 ,william ,petty1 hat sie wegen ihrer eminenten ,bedeutung in den ,staatswissenschaften politische ,arithmetik8 genannt4 ,neuerdings aber hat sie sich auch durch ihre nutzbringende ,aufnahme in differential- und vlkerpsychologische1 sthetische und pdagogische ,untersuchungen zu einer ,art ,arithmetik seelischer ,erscheinungen8 ausgebildet4 #d4 ,das ,experiment und die wissenschaftliche ,erfindung als ,hilfsmittel der ,analyse4 ,wo der ,forscher die ,bedingungen1 unter denen sein ,untersuchungsobjekt steht1 willkrlich und nach vorgefatem ,plan verndert1 da bedient er sich des ,experiments4 ,dieses ist eines der wichtigsten methodischen ,hilfsmittel des analytischen ,verfahrens2 ihm allein dankt die moderne ,wissenschaft eine unendliche ,zahl ihrer wertvollsten ,ergebnisse4 ,die ,geschichte des experimentellen ,verfahrens in der neueren wissenschaftlichen ,forschung ist bisher nicht geschrieben4 ,seine ,erfindung verdanken wir wahrscheinlich dem ,zufall4 ,wer mit dem ,spieltrieb des ,kindes zum erstenmal ,wachs erwrmt hat1 um zu sehen1 was daraus wird1 oder ein ,tier geschlagen1 um zu sehen1 wie es reagiert1 der kann als ,erfinder des ,experiments angesehen werden4 ,als methodisches ,werkzeug wissenschaftlicher ,forschung freilich beginnt es erst seit dem #ah4 ,jahrhundert eine bedeutungsvolle ,rolle einzunehmen4 ,in dieser ,zeit entstehen die sogenannten ,experimentalwissenschaften8 7als da sind3 ,physik1 ,chemie1 ,geologie1 ,physiologie1 ja auch ,psychologie1 sthetik und ,pdagogik ,pdologie71 die in dem wissenschaftlich geleiteten ,versuch eine wesentliche methodische ,grundlage ihres ,untersuchungsverfahrens ausgebildet haben4 ,das ,experiment ist eine ,frage an die ,natur4 ,mit ihm nhert sich der ,forscher den ,dingen1 um von ihnen belehrt zu werden1 nicht aber -- nach den berhmten ,worten ,kants -- in der ,qualitt eines ,schlers1 der sich alles vorsagen lt1 was der ,lehrer will1 sondern eines bestallten ,richters1 der die ,zeugen ntigt1 auf die ,fragen zu antworten1 die er ihnen vorlegt4 ,die bloe ,beobachtung ergibt nur1 was die ,natur uns gewissermaen von selbst hergibt2 mit dem ,experiment kommen wir dagegen weiter3 wir legen ihr ,fragen vor und zwingen sie zugleich1 uns zu antworten4 ,l'observateur81 sagt ,cuvier1 coute la nature2 l'experimentateur l'interroge et la force se d'voiler8#ah4 ,den ,zwecken des experimentellen ,verfahrens angepat hat die ,wissenschaft eine zahllose ,reihe von ,instrumenten und ,apparaten ersonnen1 die der ,aufgabe dienen1 die ,beantwortung bestimmt formulierter ,fragestellungen mglich zu machen4 ,darin offenbart sich ihr eminent konstruktiver ,charakter4 ,wo das ,auge nicht mehr hinreicht1 ,unterschiede zu empfinden1 lehrt das ,mikroskop1 indem es unsere ,sinne verfeinert1 noch eine ganze ,welt im ,kleinen 7man denke an die zahlreichen ,ergebnisse der modernen ,bakteriologie71 das ,fernrohr eine ganze ,welt im ,groen4 ,technische ,hilfsmittel dieser ,art dienen entweder der qualitativen oder quantitativen ,analyse4 ,wissenschaftliche ,erfindungen zum ,zweck qualitativer ,untersuchungen sind auer den genannten 7,mikroskop1 ,fernrohr7 schon das ,skalpell des ,anatomen1 das ,vergrerungsglas1 das ,spektroskop1 ferner alle ,spekulatoren 7einschlielich der ,rntgenrhre71 ,resonatoren1 ,analysatoren1 ,stethoskope4 ,wissenschaftliche ,erfindungen zum ,zweck quantitativer ,untersuchungen sind alle diejenigen1 die ein ,messen1 ,zhlen oder ,wgen der gefundenen ,elemente gestatten1 also neben den einfachsten1 die in ,zentimeterma und ,wage bestehen1 kompliziertere wie ,ergograph1 ,sphygmograph1 ,pneumograph1 ,plethysmograph1 ,seismograph1 ,thermometer1 ,barometer1 ,tonometer1 ,galvanometer1 ,amperemeter1 ,voltameter usw4 -- ,eine stattliche ,reihe wissenschaftlicher ,resultate1 die auf ,grund experimenteller ,analysen gewonnen worden sind1 haben ihren ,ursprung lediglich dieser konstruktiven ,seite des wissenschaftlichen ,denkens zu verdanken4 ,man kann geradezu sagen1 da es dem menschlichen ,geiste durch sie gelungen ist1 die ,grenzen1 die der ,kraft seiner ,sinne gezogen sind1 ins fast ,unglaubbare zu erweitern4 ,von der ,verbesserung und ,verfeinerung der instrumentellen ,hilfsmittel der ,analyse hngt in rein technischer ,hinsicht zu einem groen ,teil der knftige ,fortschritt der ,realwissenschaften ab4 #e4 ,das synthetische ,untersuchungsverfahren 7,gesetz1 ,theorie und ,hypothese74 berall1 wo wir die ,einzelergebnisse analytischer ,untersuchungen zu einem allgemeinen ,resultat zusammenfassen1 bedienen wir uns einer ,methode1 die wir nach berliefertem ,sprachgebrauch als synthetisch8 bezeichnen drfen4 ,das synthetische ,untersuchungsverfahren hat nur in den ,tatsachenwissenschaften die ,analyse zu seiner ,voraussetzung4 ,in den mathematischen ,disziplinen z4 ,b4 steigt es von wenigen obersten ,begriffsbestimmungen und ,axiomen durch deduktives ,fortschreiten vermittels syllogistischer ,ketten zu einer ,flle von ,lehrstzen herab1 die untereinander einen denknotwendigen ,zusammenhang solcher ,art bilden1 da durch einen ,fehler in einer der oberen ,prmissen das ganze ,gebude strzen wrde4 ,aus der ,begriffsbestimmung der geraden ,linie z4 ,b4 7als der krzesten ,verbindung zweier ,punkte7 sowie aus der ,begriffsbestimmung paralleler ,geraden 7als solcher1 die ins ,unendliche verlngert1 sich nirgends schneiden7 folgt unter ,zuhilfenahme anderer ,lehrstze auf deduktivem ,wege eine ,reihe davon verschiedener ,bestimmungen1 wie z4 ,b4 da ,gegen- und ,wechselwinkel an ,parallelen gleich sind1 da die ,summe der ,winkel im ,dreieck zwei ,rechte betrage1 da der ,auenwinkel an der ,spitze eines ,dreiecks gleich der ,summe derjenigen ,dreieckswinkel sei1 die nicht seine ,nebenwinkel bilden u4 a4 m4 ,das ,verfahren des ,mathematikers ist also im ,prinzip ein synthetisches1 und zwar seinem ,wesen nach hauptschlich bestehend aus rational-deduktiven ,synthesen#ai4 ,im ,gegensatz dazu ist die ,methode der ,realwissenschaften1 in denen ,analyse und ,synthese sich zu dem ,gesamtverfahren ergnzen1 eine im wesentlichen empirisch-induktive4 ,nur in den genetischen ,wissenschaften hat das ,einzelne1 wie bereits frher angedeutet1 an und fr sich ,wert und ,bedeutung einer wissenschaftlichen ,erkenntnis1 obgleich auch hier ein ,fortstreben zum ,allgemeinen 7,gesamtbegriff aus ,spezialbegriffen7 durch ,abstraktion unverkennbar ist4 ,in den systematischen ,disziplinen dagegen ist das ,einzelne nur ,durchgangspunkt zum ,allgemeinen4 ,so suchen ,botanik1 ,zoologie und ,mineralogie allgemeine ,gattungsbegriffe aus den ,bestimmungen ber die einzelnen ,arten2 ,physik1 ,chemie und ,physiologie allgemeine ,gesetze des ,naturgeschehens aus den ,bestimmungen ber die einzelnen ,vernderungen der ,natur4 ,da sich gerade der ,begriff ,naturgesetz 7nicht3 ,geistesgesetz87 als terminus technicus im wissenschaftlichen ,denken fest eingeprgt hat1 erklrt sich daraus1 da die naturwissenschaftlichen ,gesetze an ,zahl grer1 an objektiver ,gltigkeit im allgemeinen gesicherter sind als die der ,geisteswissenschaften1 obgleich auch in deren systematischen ,disziplinen -- z4 ,b4 den psychologischen1 den ,staats- und ,wirtschafts- sowie den ,kunst- und ,kulturwissenschaften -- allgemeine ,gesetze als vorhanden zugestanden werden 7z4 ,b4 die ,assoziationsgesetze in der ,psychologie1 die ,jakob ,grimmschen ,gesetze der ,lautverschiebung in der germanischen ,sprachwissenschaft u4 a474 berall1 wo wir in einer beliebigen ,menge von ,exemplaren auf analytischem ,wege solche finden1 die in einer greren ,anzahl von ,merkmalen bereinstimmen1 fassen wir diese -- unter ,abstraktion von den nichtgemeinsamen ,merkmalen -- synthetisch-induktiv zu einem ,artbegriffe jener ,exemplare zusammen4 ,auf dieselbe ,weise werden dann aus ,arten ,gattungen1 aus ,gattungen hhere ,gattungen usw4 7verallgemeinernde ,induktion7#bj4 ,diesem ,proze induktiver ,begriffsbildung entspricht der ,proze induktiver ,gesetzesbildung1 der darum logisch damit auf die gleiche methodische ,stufe zu stellen ist4 berall1 wo wir in einer ,reihe von ,vernderungen durch analytische ,untersuchung die ,tatsache finden1 da gewisse ,vorgnge gleicher ,art 7a7 immer von gewissen ,vorgngen einer anderen ,art 7b7 begleitet oder gefolgt sind1 stellen wir das allgemeine ,erfahrungsgesetz auf3 ,immer wenn a1 dann b4 ,dieses ist alsdann der zusammenfassende ,ausdruck fr die -- sei es qualitativen1 sei es quantitativen -- ,beziehungen der beiden ,objekte oder ,vorgnge4 ,ein ,erfahrungsgesetz besteht also in einem hypothetischen ,gefge1 das durch ein induktives ,schluverfahren gewonnen1 nur approximative ,gltigkeit beanspruchen kann4 ,beispiele dafr sind besonders in den systematischen ,naturwissenschaften in groer ,anzahl vorhanden3 ,wenn man ,wasser bis auf #ajj erwrmt1 verdampft es2 wenn ein ,vakuum hergestellt ist1 fallen alle ,krper mit gleicher ,geschwindigkeit2 wenn man zwei ,krper aneinanderreibt1 setzt sich die geleistete mechanische ,energie in ,wrme um2 wenn man zwei ,magnete einander nhert1 so ist die ,kraft1 mit der die beiden ,pole aufeinander einwirken1 direkt proportional der magnetischen ,kraft beider ,krper1 umgekehrt proportional dem ,quadrate der ,entfernung48 ,andere beliebig herausgegriffene ,beispiele bilden3 das ,weber-,fechnersche psychophysische ,grundgesetz2 das ,gesetz der multiplen ,proportionen2 die ,avogadrosche ,regel3 das ,gay-,lussacsche1 das ,boyle-,mariottesche ,gesetz2 ,faradays ,gesetze der ,elektrolyse u4 a4 m4 ,alle diese ,gesetze 7die sprachlich brigens durchaus nicht immer in ,form eines hypothetischen ,satzes ausgedrckt zu sein brauchen7 sind ,wahrscheinlichkeitsgesetze1 d4 h4 ihre ,gltigkeit erreicht nur einen -- wenngleich bisweilen sehr hohen -- ,grad der ,wahrscheinlichkeit4 ,sie sind ,gesetze1 die von der ,vergangenheit aus zugleich das ,zuknftige vorausbestimmen4 ,weil bis jetzt immer1 wo der ,vorgang a gegeben1 der ,vorgang b gefolgt ist1 stellen wir die auch fr alles kommende geltende ,regel auf1 da immer wo ein a1 auch ein b sei4 ,sie sind also wie ein ,wissen des ,gewesenen1 so auch ein ,vorauswissen des ,bevorstehenden1 entsprechend dem bekannten ,worte ,auguste ,comtes3 ,savoir c'est prvoir8 7,wissen ist ,vorherwissen874 ,und dieses ,vorauswissen ist um so sicherer und zuverlssiger1 je umfangreicher der ,erfahrungsbestand1 auf den es sich grndet2 je zahlreicher die wirklichen ,flle und ,mglichkeiten1 die seine ,gltigkeit immer erneut besttigen 7,verifikation empirischer ,gesetze74 ,eine besondere ,bedeutung hat in dieser ,methode induktiver ,gesetzesbildung das ,verfahren1 wodurch innerhalb einer ,mannigfaltigkeit von ,vorgngen1 die von einer ,mannigfaltigkeit anderer ,vorgnge gefolgt sind1 die als ,ursache und ,wirkung zusammengehrigen ,glieder herausgefunden werden4 ,hier bildet die ,konstanz der ,aufeinanderfolge das entscheidende ,merkmal fr die gesuchte ,bestimmung4 ,wo ein ,vorgang b einmal den ,vorgngen a c d e1 das andere ,mal den ,vorgngen a f g h und wieder ein anderes ,mal den ,vorgngen a i k l sowie a m n o usw4 folgt1 da liegt es nahe zu sagen3 a ist die ,ursache von b2 b die ,wirkung von a4 ,eine solche ,bestimmung aber verlangt eine oft wiederholte1 sorgfltigste ,anstellung von ,beobachtungen 7die wenn mglich sogar experimentell die ,bedingungen des zu untersuchenden ,effekts in den verschiedensten ,weisen verndern mssen71 um aus den in ,betracht kommenden ,mglichkeiten die wahrscheinlichste herauszufinden4 7,ausfhrliche logische ,untersuchungen ber die ,feststellung empirischer ,kausalzusammenhnge in der neueren englischen ,logik1 vornehmlich bei ,john ,stuart ,mill und ,w4 ,st4 ,jevons47 ,von den empirischen ,gesetzen1 die als durch ,induktion gewonnen nie mehr als einen -- wenngleich oft sehr hohen -- ,grad der ,wahrscheinlichkeit erreichen1 sind streng die logischen ,gesetze zu scheiden1 die -- nicht aus1 sondern an der ,hand der ,erfahrung gewonnen -- nicht ,produkte1 sondern 7nach den tiefgehenden ,untersuchungen ,kants7 ,voraussetzungen 7und zwar allgemein- und notwendig-gltige ,voraussetzungen7 aller ,erfahrung bilden4 ,man hat sie treffend als ,gesetze des ,empirischen den obenbesprochenen induktiv-gewonnenen als empirischen ,gesetzen entgegengestellt 7,riehl74 ,hierhin gehrt in erster ,linie als oberste materiale ,voraussetzung aller ,erfahrung3 das allgemeine ,kausalgesetz 7das besagt1 da alles1 was ist1 eine ,ursache hat1 durch die es ist1 und nichts als ursachslos gedacht werden knne71 ferner die dazugehrigen ,folgestze1 die besagen1 da aus gleichen ,ursachen gleiche ,wirkungen1 da aus nichts nichts1 da aus dem ,seienden nie ein ,nichtseiendes hervorgehen knne4 ,in engem ,zusammenhange mit diesen logischen ,grundstzen aller ,erfahrung stehen speziellere materiale ,prinzipien wie das ,gesetz der ,erhaltung der ,materie von ,lavoisier und das ,gesetz der ,erhaltung der ,energie von ,rob4 ,jul4 ,mayer und ,helmholtz1 die zusammengenommen besagen1 da die ,summe der im ,universum vorhandenen ,materie und ,energien konstant bleibe4 ,die neuere ,logik neigt ihren vornehmlichsten ,richtungen nach dazu1 auch diese allgemeinen ,grundstze wissenschaftlichen ,denkens als logische 7d4 h4 als von der ,erfahrung und ihrer aufs ,approximative einschrnkenden ,gltigkeit unabhngige1 mithin allgemein- und notwendig-gltige7 ,gesetze zu deuten2 die ,diskussion darber ist indessen zur ,zeit noch nicht abgeschlossen4 ,wie das menschliche ,denken an keinem ,punkte seiner ,entwicklung zur ,ruhe kommt1 sondern aus allen ,erkenntnissen neue ,probleme1 aus allen ,problemen neue ,erkenntnisse zu gewinnen trachtet1 so strebt es auch in den ,erfahrungswissenschaften ber die ,feststellung gesetzlicher ,zusammenhnge hinaus zu der ,frage nach dem ,warum der ,erscheinung und ihrer ,regelmigkeit4 ,einer ,erklrung durch ,aufzeigung seiner -- dem sinnlichen ,wahrnehmen entzogenen -- ,ursachen bedarf nur das ,tatschliche1 nicht das ,notwendige4 ,wir fragen nicht1 warum #b #b #d1 warum ,gleiches zu ,gleichem addiert ,gleiches ergebe1 weil wir unmittelbar gewi einsehen1 da es so ist2 wir fragen nicht1 warum das ,quadrat ber der ,hypotenuse im rechtwinkligen ,dreieck gleich der ,summe der ,quadrate ber den ,katheten sei1 wenn wir den logischen ,grund dieses zuletzt aus unmittelbar-gewissen ,urteilen abgeleiteten1 mittelbar gewissen ,lehrsatzes eingesehen haben4 ,wohl aber fragen wir1 warum ein ,magnet in der ,mitte zerbrochen wieder an beiden ,bruchstcken am einen ,ende einen ,nord-1 am anderen einen ,sdpol habe1 warum ein in die ,lfte geworfener ,krper wieder zur ,erde zurckkehre1 warum alle ,krper des ,universums sich nach den ,bestimmungen des ,newtonschen ,gravitationsgesetzes einander anziehen1 warum von zwei einmal zusammen in einem individuellen ,bewutsein gegenwrtig gewesenen ,inhalten jeder bei seinem erneuten ,auftreten die ,tendenz habe1 auch den anderen wieder hervorzurufen1 warum gerade ,mitteleuropa und kein anderer ,teil der ,erde das ,mutterland der gesamten neueren ,kulturentwicklung geworden sei u4 a4 m4 ,wir suchen also -- unzufrieden mit der ,fixierung der ,tatsachen -- nach ihrer ,erklrung4 ,daraus entstehen die wissenschaftlichen ,theorien1 daraus -- sofern diese ,theorien als unbewiesen oder unbeweisbar nur ,wahrscheinlichkeitsgltigkeit haben -- die wissenschaftlichen ,hypothesen4 ,eine wissenschaftliche ,theorie ist also eine ,lehrmeinung1 die eine gesetzlich fixierte ,erscheinung des ,wirklichen aus ihren dem wahrnehmenden ,erkennen entzogenen ,ursachen mglichst vollstndig und im ,einklang mit den bewiesenen ,tatsachen der ,erfahrung erklrt4 ,so z4 ,b4 erklrt die ,ampre-,webersche magnetische ,molekulartheorie die ,bipolaritt aller ,magnete durch die ,annahme1 da auch schon die ,molekle eines ,magneten kleinste bipolare ,magnete seien2 so erklrt ferner die ,residualtheorie der assoziativen ,reproduktion das ,wiederauftreten von ,bewutseinsinhalten infolge der ,reproduktion damit assoziierter ,inhalte durch die ,annahme assoziativ miteinander verflochtener ,residuen1 die je nach den ,hypothesen ber das ,verhltnis von ,leib und ,seele als physiologische1 psychische oder psycho-physiologische gedeutet werden4 ,beliebig herausgegriffene ,beispiele wissenschaftlicher ,theorien sind ferner3 die ,atomtheorie der ,materie 7,demokrit2 ,dalton72 die ,newtonsche ,gravitationstheorie 7,annahme einer ,schwerkraft zur ,erklrung der ,anziehung der ,weltkrper72 die ,relativittstheorie ,einsteins2 die ,quantentheorie ,plancks2 die ,james-,langesche ,gefhlstheorie2 die ,w4 ,a4 ,wolffsche ,theorie ber die ,entstehung der ,homerischen ,epen4 ,eine ,theorie kann als bewiesen gelten1 sofern sie mit allen durch die ,erfahrung zureichend begrndeten ,tatsachen in ,einklang steht2 sie ist widerlegt1 wo sie zu einer oder mehreren dieser ,tatsachen in ,widerspruch rckt4 ,allemal also1 wo sie eine als gltig gesicherte ,tatsache nicht zu erklren wei1 macht sich das ,bedrfnis nach einem neuen1 besseren ,erklrungsversuch fhlbar4 ,so muten z4 ,b4 die geozentrische ,theorie des ,aristoteles und ,ptolemus der heliozentrischen des ,kopernikus1 die ,newtonsche ,emissions- und ,huyghenssche ,undulationstheorie des ,lichtes der elektromagnetischen ,lichttheorie von ,maxwell und ,hertz1 die ,phlogistontheorie von ,stahl und ,becher der ,lavoisierschen ,verbrennungstheorie1 die ,gallsche ,schdellehre sowie die ,flourenssche ,indifferenztheorie des ,grohirns der ,lokalisations- oder ,zentrentheorie der neueren ,physiologen weichen4 ,andere ,theorien liegen -- als mgliche1 einander ausschlieende ,erklrungsversuche -- lange ,zeit hindurch miteinander im ,kampfe1 bis eine von ihnen -- meist die einfachere -- als die wahrscheinlichste die anderen verdrngt4 ,hierhin gehren z4 ,b4 die verschiedenen ,hypothesen1 die das biologische ,gesetz von der ,variation der ,arten erklren 7die ,darwinsche ,selektions-1 die ,wagnersche ,migrations-1 die ,vriessche ,mutationstheorie72 ferner die nativistische 7,hering7 und empiristische 7,helmholtz7 ,theorie vom ,ursprung der ,raumwahrnehmung2 die vitalistischen und mechanistischen ,hypothesen zur ,erklrung der ,lebensvorgnge2 die parallelistische und ,wechselwirkungstheorie des ,verhltnisses von ,leib und ,seele2 die erkenntnistheoretischen ,theorien des ,idealismus und ,realismus1 ,rationalismus und ,empirismus u4 a4 m4 ,der ,wert einer wissenschaftlichen ,theorie ist im allgemeinen abhngig von ihrer ,fruchtbarkeit4 ,auch spter als falsch erkannte ,deutungsversuche haben der ,wissenschaft unschtzbare ,dienste erwiesen1 indem sie -- eine vorbergehende ,beruhigung des ,geistes in den brennendsten ,fragen gewhrend -- einen rckhaltlosen ,fortschritt der ,forschung ermglichten4 ,von diesem ,standpunkt aus ist selbst fernliegenden1 uns heute vielleicht fast abenteuerlich erscheinenden ,hypothesen der ihnen zukommende wissenschaftliche ,wert nicht abzusprechen4 ,man nennt solche ,erklrungsversuche1 die als unbewiesen ,jahrzehnte1 ja vielleicht ,jahrhunderte hindurch die vorbergehende ,grundlage der ,weiterforschung bilden1 ,arbeitshypothesen4 ,arbeitshypothesen in diesem ,sinne waren in der lteren ,wissenschaft die physiologische ,theorie der ,lebensgeister1 die auf ,aristoteles zurckgehend die ,physiologie des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts beherrschte2 die ,fluida-,theorie der magnetischen und elektrischen ,erscheinungen sowie der ,nervenerregung1 die ,mesmersche ,theorie des tierischen ,magnetismus u4 a42 ,arbeitstheorien in diesem ,sinne sind in der ,gegenwart die ,atom- und ,molekular-1 die ,ionen- und ,elektronentheorie der modernen ,physik und ,chemie sowie die ,parallelismustheorie des ,verhltnisses von ,krper und ,geist in der neueren ,psychologie4 -- ,die ,laien sind darber betroffen8 -- sagt ,h4 ,poincar gelegentlich 7,wiss4 u4 ,hyp41 dtsch41 #c4 ,aufl4 #aiad1 ,s4 #afa7 --1 wie viele wissenschaftliche ,theorien vergnglich sind4 ,nach einigen ,jahren des ,gedeihens sehen sie dieselben nacheinander aufgegeben2 sie sehen voraus1 da die ,theorien1 die heutzutage ,mode sind1 in kurzer ,zeit vergessen werden1 und sie schlieen daraus1 da diese ,theorien absolut eitel sind4 -- ,aber ihr ,skeptizismus ist oberflchlich2 denn sie geben sich keine ,rechenschaft von dem ,ziele und der ,rolle1 welche wissenschaftliche ,theorien spielen sollen 4448 -- ,diese ,rolle besteht eben darin1 gegebene ,erscheinungen nach dem jeweiligen ,stande der ,forschung auf die einfachste und befriedigendste ,weise zu erklren und dadurch dem ,fortgang der wissenschaftlichen ,untersuchungen ,tr und ,tor zu ffnen4 #f4 ,die ,klassifikation und das ,begriffssystem der ,wissenschaften4 ,vermge der logischen ,beziehungen1 in die die ,untersuchungsobjekte eines ,forschungszweiges in ihren begrifflichen ,grundlagen zueinander treten1 schlieen sich diese zu einem wissenschaftlichen ,begriffssystem zusammen1 in dem man von der obersten ,gattung jener ,objekte nach unten hin bis zu deren niedersten ,arten bzw4 ,exemplaren herabsteigen kann4 ,das ,verfahren1 durch das ein solches einheitliches ,system gewonnen wird1 nennt man ,klassifikation1 die elementaren ,akte1 durch die es zustande kommt1 ,einteilung oder ,division4 ,einen ,begriff einteilen heit3 die ,arten1 die ihm als ,gattungsbegriff untergeordnet sind1 vollstndig und ausfhrlich aufzhlen4 ,wo man von dem allgemeinsten ,begriff des einer ,wissenschaft eigenen ,untersuchungsobjektes ausgehend 7z4 ,b4 ,tier1 ,pflanze1 seelische ,erscheinung7 zunchst deren nchstoberste ,arten angibt und diese abermals in ,arten und ihre ,unterarten sowie unterste ,arten einteilt1 entsteht aus dem ,zusammenschlu dieser ,einteilungen die ,klassifikation und mit dieser das ,begriffssystem jener ,wissenschaft4 ,so z4 ,b4 teilt die ,zoologie ihr ,untersuchungsgebiet1 die ,tiere1 nach deren begrifflicher ,fixierung in zwei ,reiche3 ,protozoen 7,urtiere7 und ,metazoen 7mehrzellige ,tiere72 die letzteren wieder in ,kreise1 die ,kreise in ,klassen1 diese in ,ordnungen1 diese wieder in ,familien1 diese in ,geschlechter1 ,gattungen1 ,arten und ,unterarten4 ,man kann ,zoologie1 ,botanik und ,mineralogie um ihres wesentlich klassifizierenden ,charakters willen geradezu als klassifikatorische ,wissenschaften bezeichnen1 im ,gegensatz zur ,physik1 ,chemie und ,physiologie1 die in geringerem ,mae als jene aus dem ,einzelnen zu ,arten und ,gattungen1 in strkerem ,grade zu allgemeinen ,regeln und ,gesetzen1 nach denen sich das ,einzelne vollzieht1 fortschreiten4 ,eine ,einteilung ist nach den ,elementen der ,logik eine erschpfende divisive ,urteilsverbindung 7,s teils ,p1 teils ,p1 teils ,p71 die infolge der ,vollstndigkeit ihrer ,glieder 7membra divisionis7 rein umkehrbar sein mu 7z4 ,b4 ,die ,wirbeltiere sind teils ,fische1 teils ,lurche1 teils ,kriechtiere1 teils ,vgel1 teils ,sugetiere81 also3 ,fische1 ,lurche1 ,kriechtiere1 ,vgel und ,sugetiere sind die ,wirbeltiere874 ,weitere ,beispiele sind3 ,die pathologischen ,verbiegungen der ,wirbelsule sind teils kyphotische1 teils lordotische1 teils skoliotische2 die ,inhalte des ,bewutseins sind teils gegenstndliche1 teils zustndliche48 ,die ,einteilungsglieder umfassen -- soll die ,einteilung formal gltig sein -- den ganzen ,umfang des eingeteilten ,begriffes2 sie sind ferner einander nebengeordnet sowie nach einem und demselben logischen ,prinzip 7principium divisionis7 aufgestellt4 ,sind die ,einteilungsglieder nicht einander nebengeordnet1 sondern neben den wesentlichen ,arten auch unwesentliche oder abgeleitete oder gar neben eigentlichen ,arten auch diesen untergeordnete ,arten oder ,exemplare mit aufgefhrt1 dann ist die ,einteilung zu weit1 mithin formal ungltig und darum falsch4 ,und weiter3 sind die ,einteilungsglieder nicht nach einem und demselben ,gesichtspunkt gewhlt1 sondern darin verschiedene ,gesichtspunkte durcheinander gebracht 7so z4 ,b4 wenn man die ,gattung ,mensch8 in einer und derselben ,einteilung teils nach ihrer ,haarfarbe1 teils nach ihrer ,gesichtsfarbe scheidet71 dann ist gleichfalls die ,einteilung als ,ganzes formal ungltig1 mithin falsch4 ,nach einem und demselben ,gesichtspunkt einteilen heit3 die ,scheidung einer ,gattung in ihre ,arten nach einer und derselben ,art der ,merkmale vornehmen1 z4 ,b4 beim ,menschen entweder nach krperlichen ,merkmalen1 wie ,schdelbildung1 ,hautfarbe1 ,gre 7also anthropologischen71 oder nach sozialen1 wie ,nationalitt1 ,abstammung1 ,beruf1 ,vermgenslage 7also soziologischen71 oder nach geistigen1 wie ,intelligenz1 ,charakter1 religiser ,glaube 7psychologischen ,eigenheiten74 ,linn schuf sein ,pflanzensystem nach der ,verschiedenheit in der ,ausbildung der mnnlichen und weiblichen ,fortpflanzungsorgane der ,pflanzen 7,sexualsystem71 ,bernard de ,jussieu 7sowie sein ,neffe ,antoine7 nach der ,verschiedenheit im ,bau der ,blte 7das natrliche ,system874 ,cuvier klassifizierte die ,tiere nach der ,verschiedenheit ihres ,knochenbaus2 ,blainville nach der ihrer ,krperbedeckung4 ,nicht nur die systematischen1 auch die genetischen ,disziplinen bedienen sich des ,verfahrens der ,einteilung1 mithin der ,klassifikation4 ,der ,historiker zerlegt seinen ,gegenstand1 die ,weltgeschichte1 in ,zeitalter 7,altertum1 ,mittelalter und ,neuzeit71 diese wieder in ,perioden und ,zeitabschnitte2 der ,biologe die ,entwicklungsgeschichte der ,organismen1 der ,psychologe die ,entwicklung des ,seelischen in einzelne ,stufen1 die sich als ,glieder aus dem ,gesamtzusammenhange herausheben4 ,je nach dem ,verhltnis der ,glieder einer ,einteilung zueinander sind diese entweder wohl-begrenzende oder ,typeneinteilungen4 ,wohlbegrenzende ,einteilungen sind solche1 deren ,glieder -- meist durch ,unterschiede qualitativer ,art -- scharf voneinander getrennt sind 7,beispiele dafr finden sich besonders in der ,mathematik1 ,botanik1 ,zoologie1 ,mineralogie1 wohl auch ,chemie72 ,typeneinteilungen sind solche1 deren ,glieder miteinander in flieendem ,zusammenhange stehen1 so da ihre ,grenzen durch -- nicht qualitativ1 sondern graduell voneinander verschiedene -- ,zwischenstufen und bergangsformen teils kontinuierlicher1 teils diskontinuierlicher ,art ausgefllt werden4 7,beispiele dafr sind ,leibniz' ,scheidung der endlichen ,monaden in nackte1 ,seelen und ,geister sowie der diesen entsprechenden ,perzeptionen2 die biogenetischen ,annahmen ber die ,entwicklungsstufen des organischen ,lebens2 die gelufig-gewordene ,scheidung der ,menschen nach ihren ,rasseeigentmlichkeiten1 als da sind3 arisch-germanisch1 slawisch1 semitisch1 mongolisch74 ,wie die ,definitionen wissenschaftlicher ,begriffe und mit ihnen die ,tatsachenwissenschaften selbst nichts ,feststehendes1 sondern ein sich stndig ,wandelndes bilden1 so sind auch die ,einteilungen einer ,wissenschaft immer nur relativ- 7d4 h4 fr den ,stand der ,forschung ihrer ,zeit und auch das nicht einmal stets allgemein7 gltig4 ,ein naheliegendes ,beispiel dafr bilden die ,klassifikationsversuche des ,begriffes ,wissenschaft8 selbst1 die seit dem ,altertum 7,platon1 ,aristoteles1 ,stoa71 von ,bacon zu d',alembert und ,comte sowie weiter bis zu neueren ,versuchen von ,spencer1 ,wundt1 ,erdmann u4 a4 immer vernderte ,formen und ,gestalten angenommen haben4 ,ein weiteres berhmtes ,beispiel fr den ,wandel wissenschaftlicher ,klassifikationen bildet die ,geschichte der ,einteilung des ,seelischen1 die von ,platons ,lehre von den ,seelenteilen 7,verstand1 ,gemt1 ,begierde7 sowie von ,aristoteles' ,scheidung der reprsentativen ,stufen der seelischen ,entwicklung 7,ernhrung2 ,empfindung2 ,denken7 ber ,descartes und ,locke 7,denken und ,wollen7 zur ,wolffschen ,lehre von den beiden ,seelenvermgen 7,erkennen und ,begehren7 und von da weiter ber ,sulzers1 ,mendelssohns und ,tetens' ,dreiteilung 7,denken1 ,fhlen und ,wollen7 bis zu den mannigfachen ,versuchen der ,gegenwart fhrt1 die ,vielheit der seelischen ,erscheinungen entweder in zwei1 drei oder vier ,hauptarten zu zerlegen oder sie gar auf ein ,urelement 7z4 ,b4 das ,wollen nach der ,lehre der ,voluntaristen7 zurckzufhren4 #af ,auf die speziellen ,differenzen zwischen den methodischen ,voraussetzungen naturwissenschaftlicher und psychologischer ,forschung kann bei dieser summarischen bersicht ber die ,haupttatsachen nicht eingegangen werden4 ,man vgl zur ,methodenlehre der ,psychologie ,arbeiten von ,ebbinghaus1 ,mnsterberg1 ,stumpf2 sowie3 ,sigwart1 ,logik ,bd4 ,,ii4 #ag ,die ,begriffsbestimmung erfolgt durch 7,angabe der7 nchsthheren ,gattung und der spezifischen ,verschiedenheit48 #ah ,der bloe ,beobachter belauscht die ,natur2 der ,experimentator befragt sie und zwingt sie1 sich zu enthllen48 #ai ,auf die mannigfachen methodologischen ,probleme des mathematischen ,denkens kann hier naturgem nicht eingegangen werden2 vgl4 dazu die ,literaturnachweise am ,schlu4 #bj ,dem analog ist das ,verfahren1 durch das wir das ,gesamtbild einer ,persnlichkeit oder eines ,einzeldinges aus seinen speziellen ,seiten gewinnen 7,gesamtbegriff aus ,spezialbegriffen durch ergnzende ,induktion74 ,,ii4 ,die ,lehre vom wissenschaftlichen ,beweisverfahren4 #a4 ,begriff und ,arten des ,beweises4 ,ein wissenschaftliches ,system ist ein ,inbegriff von zureichend begrndeten ,behauptungen und ,problemfragen ber einen ,teil des ,wirklichen1 die untereinander in engem logischen ,zusammenhange stehen4 ,wo wir im ,fortgange der wissenschaftlichen ,untersuchung auf ,erkenntnisse stoen1 deren ,gltigkeit als zweifelhaft erscheint1 da pflegen wir diese zunchst in ,form von ,fragen zu formulieren1 die damit -- als wissenschaftlich-gerichtete -- zu ,problemen werden4 ,auch ,problemfragen bedrfen wie ,urteile einer zureichenden ,begrndung4 ,eine ,frage ist logisch zureichend begrndet1 wenn sie richtig gestellt ist1 d4 h4 wenn ihre ,voraussetzungen dem jeweiligen ,stande der ,forschung entsprechen und sie sich folgerichtig aus der bisherigen ,entwicklung der ,wissenschaft ergibt4 ,eine ,fragestellung ist demnach als falsch zu bezeichnen1 wenn sie sich auf ,voraussetzungen grndet1 die durch die ,geschichte der ,forschung widerlegt und damit berwunden sind4 ,es hat keinen ,sinn mehr1 gegenwrtig etwa im ,sinne der scholastischen ,philosophie zu fragen1 ob die ,universalia ante oder post res seien#ba2 keinen ,sinn mehr1 zu fragen1 ob die ,welt geschaffen oder von ,ewigkeit vorhanden1 der ,geist ein einfaches oder zusammengesetztes ,wesen1 ob die ,gottesvorstellung der ,seele angeboren oder von ihr erworben sei4 ,diese ,fragen sind fr unsere ,zeit anachronistisch1 d4 h4 in ihren ,grundlagen einer berholten ,zeitperiode angehrend4 ,wer sie heute noch ernstlich errtern wollte1 indem er sich ber alles hinwegsetzte1 was die ,jahrhunderte zu ihrer ,kritik beigebracht haben1 der unternhme von vornherein ein fruchtloses und darum berflssiges ,tun4 ,daraus erhellt der ,wert historischer ,studien auf wissenschaftlichem ,gebiete und mit dem ,werte zugleich deren ,notwendigkeit4 ,es ist eine oft betonte ,forderung1 da man in allen wissenschaftlichen ,bestrebungen nicht nur wissen msse1 was man zu urteilen1 sondern auch1 was man zu fragen habe4 ,von der ,aufstellung begrndeter ,problemfragen hngt in der ,tat der ,fortschritt der ,forschung ab4 ,wie jedes neue ,problem neue ,erkenntnisse1 so gebrt jede neue ,erkenntnis neue ,probleme4 ,die ,geschichte hat gelehrt1 da mit der ,flle des ,wissens auch der ,abgrund des ,nichtwissens ins immer ,unermelichere wchst4 ,indem wir dem uns innewohnenden1 unwiderstehlich vorwrtsstrebenden ,kausalbedrfnis willig oder nichtwillig folgen1 kommen wir berall bis zu letzten ,fragen der ,wissenschaft1 denen gegenber der ,forscher entweder resigniert sein ignoro1 ignorabo8 spricht#bb1 oder deren ,lsung mehr dem ,glauben als dem ,wissen anheimfllt4 ,hierhin gehren ,fragen wie die nach dem ersten ,ursprung des organischen ,lebens1 nach der ,entstehung des ,bewutseins innerhalb der ,entwicklung organischer ,wesen1 nach der ,erklrung des ,todes oder des berganges vom ,organischen zum ,anorganischen1 ja auch schlielich die ,fragen nach dem ,verhltnis des ,geistigen zur krperlichen oder rumlich-ausgedehnten ,welt1 nach der ,natur der ,gedchtnisgrundlagen1 der ,natur des ,vererbungsvorganges u4 a4 m4 ,wissenschaftliche ,urteile bedrfen allemal dann eines ,beweises1 wenn ihre ,gltigkeit nicht unmittelbar gewi ist4 ber die ,frage freilich1 ob und wann das der ,fall ist1 herrscht im einzelnen -- wie auch unter den ,logikern im ,prinzipiellen -- ,streit4 ,insbesondere in der ,auffassung der ,grundlagen der ,mathematik ist es neuerdings zu heftigen ,kontroversen gekommen1 und zwar dadurch1 da die einen -- so z4 ,b4 ,john ,stuart ,mill1 in ,deutschland ,herm4 v4 ,helmholtz -- lehren1 die ,axiome der ,geometrie und ,arithmetik seien ,erfahrungswahrheiten 7und zwar als solche durch verallgemeinernde ,induktion gewonnen71 die anderen1 die ,axiome der ,geometrie und ,arithmetik seien zwar an der ,hand sinnlicher ,wahrnehmungen entwickelt1 in ihrer ,gltigkeit aber -- davon vllig unabhngig -- unmittelbar-1 darum notwendig- und allgemein-gewi4 ,ohne auf das verwickelte ,problem der logischen ,bedeutung der mathematischen ,axiome nher einzugehen1 sei doch dazu bemerkt1 da die ,millsche ,theorie als unhaltbar gelten mu1 weil sie die ,frage nach dem psychologischen ,ursprung mit der nach dem ,wesen der mathematischen ,axiome verwechselt4 ,die ,frage nach der ,entstehung eines ,urteils ist eine quaestio facti 7,tatsachenfrage72 die ,frage nach der ,art seiner ,gltigkeit eine quaestio juris 7,rechtsfrage74 ,wohl sind ,axiome wie3 ,zwischen zwei ,punkten ist die ,gerade der krzeste ,weg8 psychologisch-genetisch genommen an der ,hand sinnlicher ,anschauungen entwickelt2 sie sind darum logisch aber nicht ,erfahrungserkenntnisse1 sondern in ihrer ,gltigkeit vllig unabhngig von dieser notwendig- und allgemein-gewi -- entsprechend der vortrefflichen ,einsicht ,kants1 da zwar alle ,erkenntnis mit ,eindrcken der ,sinne anfange 7exordium71 nicht aber auch alle aus den ,sinnen entstamme 7origo74 ,die mathematischen ,axiome sind mithin als ,verstandeswahrheiten im ,sinne ,leibniz'1 als synthetische ,urteile a priori im ,sinne ,kants1 in ihrer ,gltigkeit unmittelbar-gewisse und darum unbeweisbare ,wahrheiten1 eines ,beweises weder fhig noch bedrftig4 ,ein wissenschaftlicher ,beweis ist logisch dasjenige ,verfahren1 wodurch ein wissenschaftliches ,urteil in seiner ,gltigkeit zureichend begrndet wird4 ,die zureichende ,begrndung erfolgt entweder durch den ,hinweis auf die ,tatsachen der ,wahrnehmung 7hinweisende ,begrndung7 oder durch ,ableitung des zu beweisenden ,urteils als ,konklusio aus seinen ,grnden als ,prmissen 7ableitende ,begrndung74 ,so z4 ,b4 geschieht die zureichende ,begrndung mathematischer ,definitionen wie etwa der ,begriffe ,dreieck1 ,kreis1 ,parallelogramm1 ,pyramide usw4 durch den ,hinweis auf die ,daten der ,wahrnehmung bzw4 auf die dieser immanenten psycho-physiologischen ,gesetze der ,raumanschauung2 die zureichende ,begrndung mathematischer ,lehrstze sowie der meisten ,tatsachenurteile durch ,ableitung 7,reduktion7 aus anderen unmittelbar-gewissen oder bereits zureichend-begrndeten ,urteilen1 sei es unmittelbar oder mittelbar1 auf deduktivem1 induktivem oder dem ,wege der hnlichkeitsschlsse4 ,urteile wie3 ,die ,farbe dieser ,bltter ist gelb2 die ,oberflche dieser ,frucht ist rauh8 sind durch ,hinweis zureichend begrndet1 wenn einem jeden die ,mglichkeit1 sich von ihrer ,wahrheit zu berzeugen1 unmittelbar gegeben ist2 sie bedrfen aber einer induktiv-ableitenden ,begrndung1 wenn die ,mglichkeit einer ,nachprfung durch ,wahrnehmung nicht mehr gegeben1 der ,beweis vielmehr auf die zeitlich weiter zurckliegenden1 bereinstimmend-berlieferten ,wahrnehmungen anderer ,individuen gesttzt ist 7,s gibt an1 da ,q ,r1 ,s gibt an1 da ,q ,r1 ,s gibt an1 da ,q ,r usw42 also wird ,q ,r wahr sein2 ein sogenannter ,indizienbeweis874 ,der ,indizienbeweis spielt -- abgesehen von seiner praktischen ,anwendung in der ,rechtswissenschaft -- besonders im historischen ,denken eine wesentliche ,rolle1 wo auf ,grund der bereinstimmenden ,angaben mehrerer ,quellen -- unter ,abstraktion von den davon abweichenden -- von zwei oder mehreren mglichen ,begebenheiten die eine als den ,tatsachen entsprechend mit mehr oder minder groer ,wahrscheinlichkeit angenommen wird4 ,als ,arten des auf ,ableitung beruhenden wissenschaftlichen ,beweisverfahrens unterscheidet die traditionelle ,logik den direkten und indirekten1 den progressiven und regressiven ,beweis4 ,direkt erfolgt die ,ableitung1 wenn die ,wahrheit des zu ,beweisenden 7demonstrandum2 ,thesis7 sich in ununterbrochener logischer ,folge aus der ,wahrheit seiner ,grnde 7rationes demonstrandi7 ergibt 7,behauptung3 wahr ,s ,p2 ,bew43 wahr ,s ,m1 wahr ,m ,p1 also wahr ,s ,p72 indirekt 7oder apagogisch7 erfolgt die ,ableitung1 wenn die ,wahrheit des zu ,beweisenden sich aus der zureichend begrndeten ,falschheit seines kontradiktorischen ,gegenteils ergibt 7deductio ad absurdum2 ,beh43 wahr ,s ,p2 ,bew43 ,angenommen ,s ,p nicht wahr1 dann wre ,q ,r wahr2 nun ist ,q ,r1 wie sich beweisen lt1 falsch2 also ist es auch falsch1 da ,s ,p nicht wahr sei2 mithin ,s ,p wahr74 -- ,progressiv heit eine ,ableitung1 die1 wie im direkten ,beweis1 von der ,wahrheit der ,grnde auf die ,wahrheit der ,folge1 regressiv diejenige1 die -- wie im indirekten ,beweis sowie einer viel gebrauchten ,form wissenschaftlicher ,widerlegung -- von der ,falschheit der ,folge auf die ,falschheit der ,grnde geht 7z4 ,b4 ,widerlegung in regressiver ,form3 ,beh43 ,s ,p falsch2 ,bew43 wenn ,s ,p wahr1 dann ,q ,r wahr2 nun lt sich beweisen1 da ,q ,r nicht wahr1 also ist es falsch1 da ,s ,p wahr2 mithin3 ,s ,p falsch74 ,die ,widerlegung ist demnach die zureichende ,begrndung der ,falschheit eines ,urteils1 wie der ,beweis die zureichende ,begrndung der ,wahrheit2 sie erfolgt progressiv durch die zureichende ,begrndung der ,wahrheit des dem zu widerlegenden kontradiktorisch-entgegengesetzten ,urteils4 #b4 ,die ,auffindung der ,beweisgrnde4 ,ein anderes ist es1 wissenschaftliche ,wahrheiten finden1 ein anderes1 sie beweisen4 ,maxwell stellte die elektromagnetische ,lichttheorie auf2 ,hertz bewies sie1 und zwar auf induktivem ,wege durch eigens von ihm erdachte ,experimente4 ,wohl knnen gelegentlich der ,weg1 auf dem man zu einer ,erkenntnis gelangt1 und derjenige1 auf dem man sie zureichend begrndet1 der ,sache nach miteinander bereinstimmen2 in der ,regel aber 7und das gilt besonders fr die groen1 weittragenden ,entdeckungen der ,tatsachenwissenschaften7 ist der ,gedanke da1 ehe auch nur ein ,teil seiner ,grnde annhernd bersehen werden kann 7hnlich ,riehl1 ,robert ,mayers ,entdeckung und ,beweis des ,energieprinzips1 ,philos4 ,abh41 ,sigwart gew41 #aiaj1 ,s4 #afb74 ,in einem vollstndigen ,system der ,wissenschaft hngen alle ,urteile dergestalt mit- und untereinander zusammen1 da jede neue ,einsicht1 die sich mit den bereits bestehenden in bereinstimmung befindet1 darin logisch ihre ,sttze findet1 jede aber1 die dem vorhandenen ,bestand der ,erkenntnis widerspricht1 von vornherein den ,verdacht der ,falschheit erweckt4 ,die ,einheit der ,wissenschaft verlangt1 da alle ,erkenntnisse -- gleich wie -- in einem geordneten ,zusammenhang stehen1 in dem man von dem ,allgemeinsten bis zu dem ,speziellsten und umgekehrt hinauf und hinab steigen kann1 ohne innerhalb der systematischen ,ordnung des ,ganzen auf ,widersprche zu stoen4 ,ergibt der ,fortgang der ,forschung an irgendeinem ,punkte ,erkenntnisse1 die entweder an sich selbst oder in ihren ,folgen mit den frher gewonnenen nicht in ,einklang stehen1 so schlieen wir daraus1 da entweder diese -- die neuen -- oder jene alten falsch sind1 mithin da der ganze ,weg der ,untersuchung einer sorgfltigen ,nachprfung bedarf4 ,solche ,generalrevision der ,wissenschaft von ihren letzten ,fundamenten aus findet sich1 wie die ,geschichte der ,wissenschaften lehrt1 in den meisten ,disziplinen 7auch hier bis zu einem gewissen ,grade mit ,ausnahme der mathematischen ,forschung7 von ,zeit zu ,zeit immer wieder1 und das1 wie es scheint1 nicht zum ,nachteil1 sondern zum ,segen der ,gesamtentwicklung des ,wissens4 ,eine solche ,generalrevision von ihren fundamentalen ,grundlagen aus macht z4 ,b4 gegenwrtig die ,physik durch1 seit neuere ,ergebnisse auf dem ,gebiete der ,elektrizittslehre die ,aufgabe der alten ,hypothese des thers nahegelegt haben2 eine solche ,generalrevision hat gegen ,ende des #ah4 ,jahrhunderts die ,philosophie durchgemacht1 als ,kant bewies1 da die ,prinzipien der reinen ,vernunft nur im immanenten ,gebrauch fr ,erfahrungsobjekte1 nicht aber im transzendenten unabhngig von der ,erfahrung fr die ,erkenntnis des ,seienden an und fr sich ,gltigkeit htten1 und damit die ,metaphysik von einer kritiklosen ,verstandeserkenntnis des objektiven ,seins zu einer objektiven ,kritik des ,verstandes und seiner ,anwendung auf die empirische ,wirklichkeit umgestaltete#bc4 ,die ,auffindung der wissenschaftlichen ,beweisgrnde1 die eine gleichwie gewonnene ,lehrmeinung als gltig erweisen sollen1 richtet sich nach dem speziellen ,charakter jener ,erkenntnis1 sowie demjenigen ihres wissenschaftlichen ,gebietes berhaupt4 ,bei mathematischen ,einsichten gewhrt zumeist schon der ,weg ihrer ,entdeckung wertvolle ,anhaltspunkte fr die ,aufstellung ihrer zureichenden ,begrndung4 ,hier hat jede ,bemhung um einen ,beweis die ,prmissen zu suchen1 aus denen sich der zu begrndende ,lehrsatz notwendig als ,konklusio ergibt1 und zwar dergestalt1 da die zu beweisende ,lehrmeinung mit dem bereits bewiesenen und darum als gewi erkannten bisherigen ,bestande der ,forschung so zusammenhngt1 da sie sich als notwendige ,konsequenz aus jenem und zugleich darin unlsbar verankert erweist 7deduktiver ,beweis74 ,deduktion als ,forschungsmethode und ,deduktion als ,beweismittel unterscheiden sich mithin nur insofern1 als die erstere von den ,prmissen aus die ,konklusio1 die zweite von der ,konklusio aus die ,prmissen sucht4 ,analoges gilt fr die ,beweisfhrung in den ,wissenschaften von ,tatsachen4 ,sei es1 da wir ein einzelnes ,faktum der ,geschichte1 eine allgemeine ,regel des ,naturgeschehens oder den ,erklrungsversuch einer empirisch gesicherten ,erscheinung des ,wirklichen als wahr zu beweisen suchen1 immer haben wir diese als die zu beweisenden ,lehren in der ,form von ,schluurteilen aus gewissen ihnen als ,sttze dienenden ,einzelerkenntnissen 7als ,prmissen7 durch eine verallgemeinernde oder ergnzende ,induktion 7oder auch durch einen ,schlu aus hinreichender hnlichkeit ,analogieschlu7 mit dem hchstmglichen ,grad der ,wahrscheinlichkeitsgeltung herzuleiten4 ,da ,heinrich ,,iv4 im ,jahre #ajgg in der ,tat seinen ,bittgang nach ,canossa getan hat1 beweisen wir induktiv aus den im wesentlichen bereinstimmenden ,angaben der wichtigsten ,quellenschriften jener ,zeit4 ,da ,krper verschiedenen ,gewichts im luftleeren ,raum mit gleicher ,geschwindigkeit fallen1 beweisen wir gleichfalls induktiv aus den bereinstimmenden ,ergebnissen zahlloser ,versuche1 die wir angestellt haben und zur ,verifikation 7,gltigkeitsbesttigung7 jenes ,gesetzes jederzeit wiederholen knnen4 ,da endlich die atomistische ,theorie der ,materie zur ,erklrung der ,bewegungserscheinungen der ,krperwelt gltig sei1 beweisen wir wiederum induktiv daraus1 da sie mit allen den einzelnen ,faktoren1 die hierhin gehren1 in ,einklang steht und fr sie alle einen befriedigenden ,mastab zur ,erklrung darbietet 7,induktionsbeweis74 ,das schwchste wissenschaftliche ,beweismittel1 das wir besitzen1 ist da gegeben1 wo wir die ,gltigkeit eines ,urteils lediglich auf die hnlichkeit seines ,subjekts zu einem seinen ,merkmalen nach ausreichend bekannten ,objekte der ,forschung aufbauen 7,analogiebeweis74 ,beispiele dafr sind bereits bei der ,besprechung der ,analogieschlsse gegeben worden4 ,hier hat die ,auffindung der ,beweisgrnde den ,weg zu gehen1 da sie ,objekte sucht1 die dem ,subjekt des zu beweisenden ,urteils wesentlich hnlich und durch dasselbe ,prdikat gekennzeichnet sind1 das von jenem als gltig behauptet wird 7,behptg43 wahr ,s ,p2 ,bew43 ,s ,m hnlich und ,m ,p74 ,da diese ,beweisfhrung gegenber den anderen ,formen den geringsten ,grad der ,sicherheit ergibt1 lehrt schon die ,geschichte der ,wissenschaften unzweideutig4 ,wie htte sonst seit ,rorarius1 ,descartes und ,malebranche bis zur ,gegenwart fort ein jahrhundertelanger ,streit darber entbrennen knnen1 ob die ,tiere beseelt seien wie wir ,menschen oder aber als seelenlose ,automaten1 gewissermaen als ,reflexmaschinen1 aus ,gottes ,hand ihr ,dasein empfangen htten4 ,die ,auffindung der ,beweisgrnde geht also1 wenn wir kurz das ,gesagte zusammenfassen wollen1 dreierlei ,wege3 sie sucht das ,allgemeine1 wo sie daraus das ,besondere zu begrnden vermag 7,deduktion72 sie sucht das ,besondere1 wo sie daraus das ,allgemeine ableiten kann 7,induktion72 und sie sucht das einander hnliche1 wo sie daraus schlieen darf1 da dem einen als ,prdikat zukommen wird1 was in dem anderen mit zureichender ,begrndung prdikativ enthalten ist 7,analogiebeweis74 #c4 ,fehler und ,unzulnglichkeiten des ,beweises4 ,falsche oder unzulngliche ,beweise beruhen immer auf falschen oder unzulnglichen ,ableitungen4 ,man nennt sie daher ,falschschlsse 7fallaciae72 und diese wiederum1 sofern sie absichtlich erfolgen3 ,sophismen 7,trugschlsse72 sofern unabsichtlich3 ,paralogismen 7,fehlschlsse1 ,vernunftwidrigkeiten74 ,ein ,beweis ist unzulnglich1 wenn er nicht die ,wahrheit des zu beweisenden ,urteils begrndet1 sondern vielmehr3 entweder zu viel oder zu wenig 7,beweisverrckung2 ,heterozetesis7 oder auch3 ein von dem zu beweisenden vllig verschiedenes ,urteil 7mutatio elenchi3 74 ,ein ,beweis ist falsch1 wenn entweder einer der ,beweisgrnde falsch 7materialer ,falschschlu2 71 oder aber wenn die ,ableitung der ,konklusio aus den ,prmissen formal ungltig ist 7formaler ,falschschlu74 ,ein unzulnglicher ,beweis ist genau genommen gar kein ,beweis4 ,der ,versuch1 ein ,urteil als bewiesen auszugeben1 whrend aus den dafr aufgefhrten ,beweisgrnden in ,wahrheit ein ganz anderes folgt1 wird logisch eine ,erschleichung 7subreptio7 oder ,abirrung des ,beweises 7aberratio elenchi7 genannt4 ,eine alte ,schulregel der ,logiker besagt3 ,qui nimium probat1 nihil probat2 qui parum probat1 nihil probat8 7wer zu viel oder zu wenig beweist1 beweist gar nichts74 ,zu viel beweisen8 heit dabei3 etwas als einer ,gattung zugehrig nachweisen1 was nur fr eine ,art oder fr ein ,individuum gltig bewiesen werden soll 7denn das ,individuum knnte immerhin eine ,ausnahme von jener ,gattungsregel bilden72 zu wenig beweisen8 heit3 etwas als einer ,art zugehrig nachweisen1 was fr deren ,gattung gltig zu beweisen wre 7denn jenes ,merkmal knnte ja eine der artbildenden spezifischen ,differenzen sein1 die der ,gattung nicht zukommen74 ,da1 wenn eine der ,prmissen falsch 7bzw4 ungewi71 bei formal gltiger ,ableitung auch die ,konklusio falsch 7bzw4 ungewi7 ist1 bedarf keiner nheren ,erluterung4 ,ebensowenig da bei wahren ,prmissen kein gltiger ,beweis zustande kommt1 wo ein formaler ,fehler im ,schluverfahren vorliegt4 ,der gelufigste formale ,falschschlu beruht auf dem sog4 circulus vitiosus 7,zirkelbeweis2 petitio principii71 der da gegeben ist1 wo das zu beweisende ,urteil 7an sich selbst oder in einer seiner ,folgen7 irgendwie mit in die ,beweisgrnde aufgenommen ist1 die insgesamt gerade dazu dienen sollen1 ebendieses zu erhrten4 ,ein lehrreiches ,beispiel dafr bietet sich in den grundlegenden ,deduktionen der ,cartesianischen ,philosophie3 ,an der ,hand seiner ,generalregel1 da alles klar und deutlich ,erkannte wahr sei1 beweist ,descartes1 da ,gott existiere2 und auf die ,frage1 warum denn alles klar und deutlich ,erkannte wahr sein msse1 antwortet er wiederum 7man beachte den ,zirkel671 weil ,gott kein ,betrger sein knne6 -- ,der hufigste formale ,fehler des syllogistischen ,schluverfahrens kommt zustande durch die sog4 quaternio terminorum 7,vierzahl der ,begriffe71 die dann gegeben ist1 wenn der ,mittelbegriff in der oberen ,prmisse in anderer ,bedeutung genommen wird wie in der unteren 7fallacia medii termini74 ,an die ,stelle der ,identitt des ,begriffes1 die ja von der sprachlichen ,formulierung des ,gedankens einigermaen unabhngig ist1 tritt hier also die ,identitt des ,wortes1 verbunden mit einer ,mehrdeutigkeit seines ,bedeutungsinhaltes 7quivokation74 ,beispiele fr diese ,beweisverirrung1 die gelegentlich die sinnloseste ,form annehmen kann 7mittels deren in der ,tat alles zu beweisen8 mglich ist71 finden sich insbesondere in den ,trug- und ,fangschlssen der griechischen ,eristik und ,sophistik in reicher ,anzahl4 ,ein ,musterbild dieser 7nach ,prantl von den ,megarikern geprgt7 bildet3 ,behauptung3 ,die ,homerische ,dichtung ist eine geometrische ,figur4 ,beweis3 ,alle ,kreise sind geometrische ,figuren4 ,die homerische ,dichtung ist ein ,sagenkreis4 ---------------------------------------- ----------------- also ist die ,homerische ,dichtung eine geometrische ,figur4 ,spezielle ,formfehler des induktiven und ,analogiebeweises bilden voreilige ,verallgemeinerung 7wenn der ,gattung ein ,prdikat beigelegt wird1 das bis dahin nur fr einen sehr kleinen ,teil seiner ,arten als gltig erwiesen ist#bd7 sowie vorschnelle ,schlufolgerung auf ,grund unzureichender hnlichkeit4 ,beispiele induktiver 7,i7 und analogiemiger ,fehlschlsse 7,,ii7 sind3 ,i4 ,lysias war ein groer ,redner4 ,demosthenes war ein groer ,redner4 schines war ein groer ,redner4 4 4 4 4 4 4 4 4 ---------------------------------- ,alle ,griechen werden groe ,redner gewesen sein4 ,,ii4 ,kirschen schmecken s und angenehm4 ,tollkirschen sind den ,kirschen hnlich4 ---------------------------------------4 ,tollkirschen werden s und angenehm schmecken4 ,was sich psychologisch als eine bertreibung auf ,grund der ,affekte der ,hoffnung oder ,furcht1 das stellt sich logisch als ein bereilter ,induktionsschlu --2 was sich psychologisch als eine ,verwechslung auf ,grund hnlicher ,merkmale1 das stellt sich logisch als ein verfehlter ,analogieschlu dar4 #d4 ,fiktionen und ,utopien4 ,vor einem mannigfach verwickelten und nicht leicht aufzulsenden ,problemkreis steht die neuere ,logik gegenber methodischen ,hilfsmitteln der ,art1 wie sie in den ,fiktionen und ,utopien des wissenschaftlichen ,denkens gegeben sind4 ,eine wissenschaftliche ,fiktion ist die in bestimmter wissenschaftlicher ,absicht vollzogene ,annahme1 da einem gegebenen ,urteil ,gltigkeit zukomme1 verbunden mit dem ,bewutsein seiner tatschlichen ,ungltigkeit4 ,in dieser ,begriffsbestimmung ist auf das ,merkmal der ,absichtlichkeit besonderes ,gewicht gelegt4 ,soweit eine ,einteilung auf diesem noch wenig untersuchten ,gebiete logischer ,forschung bereits mglich ist1 glaube ich1 nach dem ,gesichtspunkte ihres ,zweckes dreierlei ,fiktionen unterscheiden zu mssen1 und zwar3 prfende1 erluternde und beweisende ,fiktionen4 ,von diesen kommt nur den letzteren im wissenschaftlichen ,denken eine grere ,bedeutung zu1 whrend die beiden ersten demgegenber als weniger wichtig zurcktreten4 ,als ,beispiele prfender ,fiktionen knnen diejenigen angesehen werden1 die den ,nicht-,euklidischen ,geometrien ,lobatschewskijs und ,riemanns zugrunde liegen4 ,es ist kennzeichnend fr die logische ,funktion der ,fiktionen1 da ,lobatschewskij 7hnlich wohl schon frher ,gau7 die ,annahme der ,ungltigkeit des ,euklidischen ,parallelenaxioms nicht vollzogen hat1 um damit eine neue geometrische ,wissenschaft zu entdecken1 sondern vielmehr in der ,absicht1 das ,parallelenaxiom ,euklids durch einen indirekten ,beweis zureichend zu begrnden 7beweisende ,fiktion74 ,erst dadurch1 da sich der gesuchte ,widerspruch1 aus dem die ,gltigkeit des in ,rede stehenden ,grundsatzes gefolgt wre1 nicht ergab1 entwickelte sich dann auf der ,grundlage der aufgestellten ,fiktion die ,lobatschewskijsche ,geometrie4 ,verwandtes gilt mutatis mutandis fr die ,nicht-,euklidische ,geometrie ,riemanns2 nimmt nmlich ,lobatschewskij an1 da -- abweichend von der ,lehre ,euklids -- zu einer ,geraden in einer ,ebene durch einen ,punkt nicht eine1 sondern mehrere ,parallelen -- so ,riemann1 da durch einen ,punkt zu einer ,geraden in einer ,ebene gar keine ,parallelen gezogen werden knnen4 ,unter der ,voraussetzung des ,lobatschewskijschen ,satzes ergibt sich dann eine formal-logisch konsequente ,geometrie1 in der die ,winkelsumme im ,dreieck kleiner1 unter der ,voraussetzung des ,riemannschen eine solche1 in der die ,winkelsumme im ,dreieck grer ist als zwei ,rechte4 ,beide ,geometrien wurzeln nun ersichtlich in ,annahmen1 die dem ,euklidischen ,parallelenaxiom als einem logisch entwickelten ,grundgesetz unserer ,raumanschauung widersprechen4 ,indem diese hier zur ,prfung ihrer ,konsequenzen als gltig vorausgesetzt werden1 zugleich mit dem unzweideutigen ,bewutsein ihrer faktischen ,ungltigkeit1 kann man sagen1 da die ,nicht-,euklidischen ,geometrien der genannten ,mathematiker auf prfenden ,fiktionen beruhen4 ,die erluternden ,fiktionen bedrfen nur kurzer ,besprechung4 ,sie dienen1 wie der ,name besagt1 als bloe technische ,hilfsmittel der ,darstellung dazu1 aufgestellte wissenschaftliche ,lehrmeinungen 7seien es ,einzelurteile1 ,gesetze oder ,theorien7 durch denkmgliche ,vorstellungen von ,objekten1 die aber in ihrer ,realitt als nichtwirklich bewut sind1 zu erlutern4 ,hierhin gehren die ,leibnizsche ,fiktion eines berlegenen ,geistes1 der -- fhig1 in dem gegenwrtigen ,seelenzustande einer endlichen ,monade zu lesen -- darin ,vergangenheit1 ,gegenwart und ,zukunft des gesamten ,universums lse2 hierhin die ,cartesianische ,fiktion eines ,dmons1 der etwa den menschlichen ,intellekt gerade in dem tuschen knnte1 was ihm -- als klar und deutlich erkannt -- zweifelsfrei wahr erscheint1 ein ,selbsteinwurf1 der dazu dient1 zu zeigen1 wie erhaben ber alle ,bedenken die ,wahrheit sei1 die durch das reine ,licht des ,geistes 7lumen naturale7 ihre ,brgschaft empfange4 ,beweisende ,fiktionen weist die ,geschichte des wissenschaftlichen ,denkens zahlreich auf4 ,sie dienen -- ungeachtet ihrer ziemlich geringfgigen ,argumentationskraft -- meist dazu1 aufgestellte ,theorien1 also ,erklrungsversuche1 durch den ,nachweis ihres widerspruchslosen ,zusammenstimmens mit den empirisch gesicherten ,tatsachen zureichend zu begrnden2 im umgekehrten ,falle1 sie zu widerlegen 7widerlegende ,fiktionen74 ,beispiele der ersteren sind die ,rousseausche ,fiktion eines reinen 7d4 h4 von aller ,kultur unberhrten7 ,naturmenschen zum ,beweise der ,theorie von der ursprnglichen ,gte des menschlichen ,charakters2 die dem entgegengesetzte ,fiktion eines in einsamer ,wildnis zum ,tier gewordenen ,menschen bei ,comenius zum ,beweise der ,notwendigkeit der ,erziehung2 die ,condillac-,bonnetsche ,fiktion eines in eine ,marmorhlle gekleideten ,menschen zum ,beweise der sensualistischen ,theorie vom ,ursprung aller seelischen ,erscheinungen2 die ,fiktion eines einsinnigen ,menschen 7nur ,gesichtssinn67 bei ,berkeley1 ,lotze und ,helmholtz 7zu anderem ,zwecke auch schon bei ,th4 ,hobbes7 zum ,beweise der empiristischen ,theorie der ,tiefenwahrnehmung2 die ,fiktion einer chaotischen ,fixsternregion bei ,john ,stuart ,mill zum ,beweise seiner empiristischen ,theorie der ,kausalitt2 endlich die ,j4 ,h4 v4 ,thnensche ,fiktion eines isolierten ,staates zum ,beweis der von ihm 7auf ,grund praktisch gewonnener ,erfahrungen7 begrndeten ,intensittstheorie8 des landwirtschaftlichen ,betriebes 7,terminus nach ,richard ,krzymowski1 ,kl4 ,abh41 #aijj1 ,s4 #aj74be -- ,beispiele widerlegender ,fiktionen bilden die bekannte1 aus der ,scholastik stammende ,fabel vom ,buridanschen ,esel zur ,widerlegung der deterministischen ,theorie des ,willens2 sowie die ,lamettriesche ,fiktion eines in vlligster ,einsamkeit aufgewachsenen ,menschen 7so schon bei ,arnobius1 zirka #cjj n4 ,chr4 ,geb47 zum ,beweis der ,ungltigkeit der ,lehre von den angeborenen ,ideen4 ,den ,fiktionen der zuletzt besprochenen ,art logisch verwandt1 aber von noch geringerer ,beweiskraft als diese1 sind die staatswissenschaftlichen1 pdagogischen und religis-ethischen ,utopien4 ,diese haben zumeist den ,zweck1 gewisse ,theorien des politischen1 sozialen oder religisen ,lebens durch die ,fiktion eines auf ebendiese aufgebauten ,gemeinwesens zureichend zu begrnden4 ,aus diesem ,gesichtspunkte heraus sind ,staatsromane wie ,platons ,politeia1 ,thomas ,morus' ber den besten ,staat oder die neue ,insel ,utopia81 ,campanellas ,sonnenstaat und hnliche ,werke von ,morelly1 ,fourier1 ,cabet u4 a4 entstanden2 aus diesem ,gesichtspunkt heraus haben auch ,erziehungsromane wie ,xenophons ,kyropdie1 ,fnlons ,telemaque1 ,rousseaus ,emile sowie religis-ethische ,trumereien nach der ,art von ,johann ,valentin ,andreaes ,christianopolis1 ebenso die utopischen ,zukunftsschilderungen ,auguste ,comtes1 ,saint-,simons u4 a4 ihren ,ursprung genommen4 -- ,stehen die ,fiktionen bereits zu einem nicht geringen ,teil hart auf der ,grenze der ,wissenschaft1 so haben wir mit den ,utopien diese schon berschritten und das breite ,zwischenland betreten1 das sich von der ,wissenschaft zur ,kunst hin dehnt4 ,das logische ,problem der ,fiktion und ,utopie ist in den letzten ,jahren besonders zur ,errterung gelangt durch das ,erscheinen von ,hans ,vaihingers umfangreichem ,jugendwerk3 ,die ,philosophie des ,als-,ob8 7#b4 ,aufl41 ,berlin #aiac71 das eine in vieler ,hinsicht sehr anregende1 jedoch nach keiner ,richtung hin abschlieende ,untersuchung ber die theoretischen1 praktischen und religisen ,fiktionen der ,menschheit8 enthlt4 ,der ,grundfehler des ,vaihingerschen ,werkes liegt in der mangelhaften begrifflichen ,scheidung zwischen den ,fiktionen im eigentlichen ,sinne und gewissen damit verwandten methodischen ,faktoren des wissenschaftlichen ,denkens4 ,weder wissenschaftliche ,abstraktionen 7wie der ,begriff des leeren ,raumes1 des ,bewutseins berhaupt7 noch hypothetische ,erklrungsversuche 7wie die ,annahme von ,atomen1 ,moleklen1 ,elektronen1 ,ionen1 ,krften1 des thers1 der ,gedchtnisspuren usw47 sind den ,fiktionen zuzurechen2 denn bei den ersteren fehlt entweder die ,annahme1 da dem auf sie gerichteten ,existentialurteile ,gltigkeit zukomme1 gnzlich 7so beim ,bewutsein berhaupt872 oder aber1 wo diese nicht fehlt 7wie beim ,begriff des leeren ,raumes71 ist doch zum mindesten das ,bewutsein der tatschlichen ,ungltigkeit jenes ,existentialurteils keinesfalls vorhanden4 ,bei den letzteren fllt ferner ebendieses ,bewutsein tatschlicher ,ungltigkeit durchgngig aus1 wie wir denn ,krfte1 ,atome und ,molekle1 ,gedchtnisresiduen und hnliches zur ,erklrung der physikalisch-chemischen und psychologischen ,erscheinungen nicht nur zum ,schein annehmen1 sondern vielmehr als wirklich vorhanden postulieren4 #ba ,der ,universalienstreit des ,mittelalters drehte sich1 roh gesagt1 um die ,frage1 ob die ,allgemeinbegriffe 7,universalia7 als selbstndige ,wesenheiten 7,platons und ,plotins ,ideen7 vor den ,dingen 7ante res7 seien oder aber dadurch1 da sie in den erkennenden ,geistern gebildet wrden1 erst nach den ,dingen 7post res7 kmen4 #bb ,ich wei nicht1 ich werde nicht wissen82 nach dem bekannten ,vortrag ,dubois-,reymonds4 #bc ,vgl4 dazu die schon frher erwhnte ,darstellung von ,oswald ,klpe 7,a,nu,g ,bd4 #adf74 #bd ,analoges gilt fr die ergnzende ,induktion4 #be ,zum letzteren vergleiche auch ,max ,bchler1 ,joh4 ,heinr4 v4 ,thnen und seine nationalkonomischen ,hauptlehren1 ,bern #aijg1 ,s4 #af ff4 ,literaturnachweise4 7,die fr das ,studium unentbehrlichen ,hauptwerke sind durch ein ,sternchen hinter dem ,verfassernamen kenntlich gemacht47 ,i4 ,gesamtdarstellungen4 a7 ,zur ,geschichte der ,logik3 ,carl ,prantl991 ,geschichte der ,logik im ,abendlande1 #d ,bde41 #ahee-ahgj 7bis zum ,ausgang des ,mittelalters reichend74 ,friedrich ,ueberweg1 ,system der ,logik und ,geschichte der logischen ,lehren1 #e4 ,aufl4 von ,j4 ,b4 ,meyer1 ,bonn #ahhb4 ,friedrich ,harms1 ,die ,philosophie in ihrer ,geschichte1 ,teil ,,ii3 ,geschichte der ,logik1 ,berlin #ahgh 7mit ,vorsicht zu benutzen74 b7 ,zum ,system der ,logik3 ,benno ,erdmann991 ,logik1 ,bd4 ,i3 ,logische ,elementarlehre1 #b4 ,aufl1 ,halle #aijg4 ,christoph ,sigwart991 ,logik1 #b ,bde41 #d4 ,aufl4 herausg4 von ,heinrich ,maier1 ,tbingen #aiaa4 ,wilhelm ,wundt991 ,logik1 #c ,bde41 #c4 ,aufl41 ,stuttgart #aijf-aijh4 ,hermann ,lotze1 ,system der ,philosophie1 ,teil ,i3 ,logik1 #b4 ,aufl4 ,leipzig #ahhj 7neu herausgegeben in der ,philosophischen ,bibliothek ,bd4 #ada von ,georg ,misch1 ,leipzig #aiab74 ,wertvoll zu ,studienzwecken sind von ,werken geringeren ,umfanges1 zum ,teil solchen lteren ,ursprungs1 auch3 ,moritz ,wilhelm ,drobisch1 ,neue ,darstellung der ,logik1 #d4 ,aufl41 ,leipzig #ahge4 ,alois ,hfler1 ,grundlehren der ,logik und ,psychologie1 #b4 ,aufl41 #aijf4 ,william ,stanley ,jevons1 ,leitfaden der ,logik1 deutsch von ,hans ,kleinpeter1 ,leipzig #aijf4 ,august ,stadler1 ,logik1 ,leipzig #aiab4 ,ferner das oben genannte ,system der ,logik von ,friedrich ,ueberweg4 ,vom katholischen ,standpunkt aus haben u4 a4 die ,logik behandelt3 ,georg ,hagemann1 ,logik und ,noetik1 #i4 und #aj4 ,aufl41 bearb4 v4 ,ad4 ,dyroff1 ,freiburg i4 ,br4 #aiae4 ,joseph ,geyser1 ,grundlagen der ,logik und ,erkenntnistheorie1 ,mnster #aiji4 ,b4 ,w4 ,switalski1 ,vom ,denken und ,erkennen1 ,kempten #aiad4 ,spezielle ,richtungen vertreten3 ,theodor ,lipps1 ,grundzge der ,logik1 ,hamburg #ahic4 ,wilhelm ,schuppe1 ,erkenntnistheoretische ,logik1 ,bonn #ahgh4 -- ,grundri der ,erkenntnistheorie und ,logik1 #b4 ,aufl41 ,berlin #aiaj4 ,hermann ,cohen1 ,logik der reinen ,erkenntnis1 ,berlin #aijb4 ,ferner3 ,paul ,natorp in mehreren ,schriften4 ,das deutsche ,hauptwerk der mathematischen ,logik ist3 ,ernst ,schrder1 ,vorlesungen ber die ,algebra der ,logik1 #c ,bde41 ,leipzig #ahij-ahie4 ,kurze orientierende ,darstellungen dieser ,richtung bei3 ,ernst ,schrder1 ,abri der ,algebra der ,logik1 ,teil ,i1 herausg4 v4 ,eugen ,mller1 ,leipzig #aiji4 ,joseph ,hontheim1 ,der logische ,algorithmus1 ,berlin #ahie4 ,,ii4 ,schriften ber einzelne ,gegenstnde4 a7 ,zur ,geschichte der ,logik3 ,heinrich ,maier991 ,die ,syllogistik des ,aristoteles1 #b ,teile in #c ,bnden4 ,tbingen #ahif-aijj4 ,adolf ,trendelenburg1 ,geschichte der ,kategorienlehre1 in3 ,hist4 ,beitr4 z4 ,philos4 ,bd4 ,i1 ,berlin #ahdf4 ,richard ,herbertz1 ,studien zum ,methodenproblem und seiner ,geschichte1 ,kln #aiaj4 ,ferner3 ,a4 ,riehl1 ,die englische ,logik der ,gegenwart2 in3 ,viert4 f4 wiss4 ,philos41 ,bd4 ,i1 #ahgg4 ,l4 ,liard1 ,die neuere englische ,logik1 deutsch von ,j4 ,imelmann1 #b4 ,aufl41 ,leipzig #ahhc4 b7 ,zu ,begriff1 ,aufgabe und ,methode der ,logik3 ,edmund ,husserl991 ,logische ,untersuchungen1 #b ,bde41 #b4 ,aufl41 ,halle #aiac4 ,alois ,riehl1 ,logik und ,erkenntnistheorie1 in3 ,die ,kultur der ,gegenwart1 herausg4 v4 ,p4 ,hinneberg1 ,teil ,i1 ,abteilung #f1 ,berlin und ,leipzig #aijh4 ,heinrich ,maier1 ,logik und ,erkenntnistheorie1 in3 ,philos4 ,abhandlungen1 ,chr4 ,sigwart gewidmet1 ,tbingen #aijj4 -- ,logik und ,psychologie1 in3 ,festschrift fr ,al4 ,riehl z4 s4 #gj4 ,geb41 ,halle #aiad4 ,wilhelm ,windelband1 ,logik1 in3 ,die ,philosophie im ,beginn des #bj4 ,jahrh4 ,festschrift f4 ,kuno ,fischer1 #b4 ,aufl41 ,heidelberg #aijg4 ,ferner3 ,beitrge in der ,encyklopdie der philos4 ,wissensch48 7herausg4 v4 ,arnold ,ruge1 ,bd4 ,i1 ,tbingen #aiab7 von ,wilh4 ,windelband1 ,josiah ,royce1 ,louis ,couturat1 ,benedetto ,croce u4 a4 ,lehrreich auch noch3 ,adolf ,trendelenburg1 ,logische ,untersuchungen1 #c4 ,aufl41 #b ,bde41 ,leipzig #ahgj 7verteidigt die metaphysische ,logik gegen die formale74 c7 ,zur logischen ,elementarlehre3 ,b4 ,erdmann1 ,logische ,studien1 in3 ,viert4 s4 wiss4 ,philos41 ,bd4 ,,vi1 #ahhb1 ,bd4 ,,vii1 #ahhc4 -- ,zur ,theorie des ,syllogismus und der ,induktion1 in3 ,philos4 ,aufs41 ,ed4 ,zeller gew41 ,leipzig #ahhg4 ,chr4 ,sigwart1 ,beitrge zur ,lehre vom hypothetischen ,urteile1 ,tbingen #ahga4 -- ,die ,impersonalien1 eine logische ,untersuchung1 ,freiburg #ahhh4 ,alois ,riehl1 ,beitrge zur ,logik1 #b4 ,aufl41 ,leipzig #aiab4 ,wilhelm ,windelband1 ,beitrge zur ,lehre vom negativen ,urteil1 in3 ,straburger ,abhandl4 zur ,philos41 ,ed4 ,zeller gew41 ,leipzig #ahhd4 -- ,vom ,system der ,kategorien1 in3 ,philos4 ,abhandlungen1 ,chr4 ,sigwart gew41 ,tbingen #aijj4 ,hans ,cornelius1 ,versuch einer ,theorie der ,existentialurteile1 ,mnchen #ahid4 ,adolf ,dyroff1 ber den ,existentialbegriff1 ,freiburg #aijb4 ,fritz ,medicus1 ,bemerkungen zum ,problem der ,existenz mathematischer ,gegenstnde1 in3 ,festschrift der ,kantstudien zum #gj4 ,geb4 ,al4 ,riehls1 ,berlin #aiad4 ,joh4 ,ed4 ,th4 ,wildschrey1 ,die ,grundlagen einer vollstndigen ,syllogistik1 ,halle #aijg4 ,ferner3 ,friedrich ,albert ,lange1 ,logische ,studien1 ,iserlohn #ahgg4 ,a4 ,marty1 ber subjektlose ,stze1 in3 ,viert4 f4 wiss4 ,philos4 ,bd4 #h1 #ahhd2 ,bd4 #ah1 #ahid4 d7 ,zur logischen ,methodenlehre3 ,john ,stuart ,mill991 ,system der deduktiven und induktiven ,logik1 #c ,bde41 deutsch in3 ,ges4 ,werke1 herausg4 v4 ,theod4 ,gompertz1 ,bd4 #b-d1 ,leipzig #ahgb-ahgc4 ,richard ,hnigswald1 ,beitrge zur ,erkenntnistheorie und ,methodenlehre1 ,leipzig #aijf4 ,bruno ,bauch1 ,studien zur ,philosophie der exakten ,wissenschaften1 ,heidelberg #aiaa4 ,johannes von ,kries1 ,logik1 ,tbingen #aiaf4 ,ferner3 ,b4 ,erdmann1 ,theorie der ,typen-,einteilungen1 in3 ,philos4 ,monatshefte1 ,bd4 #cj1 ,berlin #ahhd4 -- ,methodologische ,konsequenzen aus der ,theorie der ,abstraktion 7,abh4 d4 ,kgl4 ,pr4 ,akad4 d4 ,wiss471 ,berlin #aiaf4 ,heinrich ,rickert1 ,zur ,lehre von der ,definition1 #b4 ,aufl41 ,tbingen #aiae4 ,zur ,einfhrung in die zahlreichen methodologischen ,probleme des mathematischen ,denkens vergleiche man3 ,b4 ,erdmann1 ,die ,axiome der ,geometrie1 ,leipzig #ahgg2 ,o4 ,hlder1 ,anschauung und ,denken in der ,geometrie1 ,leipzig #aijj2 ,jonas ,cohn1 ,voraussetzungen und ,ziele des ,erkennens1 ,leipzig #aijh1 ,teil ,,ii2 ,richard ,hnigswald1 ,zum ,streit ber die ,grundlagen der ,mathematik1 ,heidelberg #aiab2 ,a4 ,vo1 ber das ,wesen der ,mathematik1 ,leipzig #aiac2 sowie die dort angefhrte ,literatur4 ,zur neueren ,logik der ,geschichtswissenschaft3 ,wilh4 ,windelband1 ,naturwissenschaft und ,geschichte1 #b4 ,aufl41 ,straburg #aijj 7auch in3 ,prludien ,bd4 ,,ii1 ,tbingen #aiae72 ,ed4 ,meyer1 ,zur ,theorie und ,methodik der ,geschichte1 ,halle #aijb2 ,heinrich ,rickert1 ,die ,grenzen der naturwissenschaftlichen ,begriffsbildung1 ,tbingen #aijb2 ber die ,aufgaben einer ,logik der ,geschichte1 ,archiv f4 syst4 ,phil41 ,bd4 #h1 #aijb2 ,kulturwissenschaft und ,naturwissenschaft1 #b4 ,aufl41 ,tbingen #aiaj2 ,geschichtsphilosophie1 in3 ,die ,philosophie im ,beginn des #bj4 ,jahrh41 ,festschr4 f4 ,kuno ,fischer1 #b4 ,aufl41 ,heidelberg #aijg2 ferner3 ,eduard ,spranger1 ,die ,grundlagen der ,geschichtswissenschaft1 ,berlin #aije2 ,kurt ,sternberg1 ,zur ,logik der ,geschichtswissenschaft1 ,philos4 ,vortr4 ,nr4 #g1 ,berlin #aiad2 ,heinrich ,maier1 ,das geschichtliche ,erkennen1 ,gttingen #aiad2 sowie einzelne ,schriften von ,ernst ,bernheim4 ,zur ,frage nach der systematischen ,gliederung der ,wissenschaften3 ,wilh4 ,wundt1 ber die ,einteilung der ,wissenschaften1 in ,philos4 ,studien1 ,bd4 #e1 ,leipzig #ahhh2 ,b4 ,erdmann1 ,die ,gliederung der ,wissenschaften1 in3 ,viert4 f4 wiss4 ,philos41 ,bd4 #b1 ,leipzig #ahgh2 ,alfred ,hettner1 ,das ,system der ,wissenschaften1 in3 ,preu4 ,jahrbcher1 ,bd4 #abb1 ,berlin #aije2 ,carl ,stumpf1 ,zur ,einteilung der ,wissenschaften1 ,berlin #aijf2 ,richard ,hnigswald1 ,vom allgemeinen ,system der ,wissenschaften1 in3 ,philos4 ,wochenschr41 ,bd4 #d1 ,leipzig #aijf2 ,zur ,wissenschaftstheorie und -systematik1 in ,kant-,studien1 ,bd4 #ag1 ,berlin #aiab4 ,sachregister4 7,aufgenommen sind lediglich die wichtigsten logischen ,begriffe nach ihren ,hauptstellen4 ,die ,zahlen bezeichnen die ,seiten47 ,abstrakte ,allgemeinvorstellung #ah f4 ,abstraktheit von ,begriffen #ba4 ,abstraktion #bg1 #bh4 ,allgemeines 7universales7 ,urteil #cc1 #df f41 #eh f4 ,analogieschlu #gh1 #ih ff41 #abi1 #aca4 ,analyse #aji ff4 ,analytisches ,urteil #cc ,anm4 ,apodiktisches ,urteil #cc1 #ce1 #fj f41 #gc4 ,approximatives ,urteil #fb4 ,artbegriff1 artbildender ,unterschied #bi f4 ,assertorisches ,urteil #cc1 #ce1 #fj f4 ,ausgeschlossenes ,dritte 7,grundsatz7 #i1 #ad1 #dc f41 #gg4 ,axiom #dd1 #ic1 #abd4 ,begriff #h1 #af ff41 #ba ff41 #bg ff41 #cc1 #dj f41 #aje ff4 ,begriffsbestimmung #h1 #bb1 #be1 #ej f41 #ajg f4 ,begriffsbildung #ba1 #aje ff41 #aae4 ,bejahendes ,urteil #cc1 #ce1 #ef f4 ,besonderes 7partikulres7 ,urteil #cc1 #ce1 #da1 #df f41 #eh f4 ,beurteilung #ce1 #df1 #dg1 #ef ff41 #fb4 ,beweis #h1 #i1 #ajc1 #abc ff41 #abf ff4 ,deduktive ,logik #ih4 ,deduktiver ,schlu #aa1 #gg ff41 #hf ff41 #ia ff41 #ajj f41 #aac1 #abh4 ,definition3 s4 ,begriffsbestimmung ,denken #c1 #f f41 #af ff41 #bd1 #be1 #cb1 #ajb ff4 ,determination #bg1 #bh1 #dj4 ,dictum de omni et nullo #gf4 ,ding #ca f41 #df4 ,disjunktiver ,schlu #aj1 #gh f41 #hh f4 ,disjunktives ,urteil #cc1 #ce1 #fd ff4 ,divisives ,urteil #ce1 #fc f41 #abj4 ,doppelte ,verneinung 7,grundsatz7 #eh4 ,eigenschaft #ca f41 #df4 ,einfaches ,urteil #cc ff41 #fb f4 ,einordnungstheorie #dj f41 #ib4 ,einteilung #abj ff4 ,einzelurteil #cd1 #df4 ,erkennen und ,erkenntnistheorie #c f41 #f f41 #ad4 ,erkenntnistheoretische ,logik #ae4 ,existentialurteil #cd1 #ed ff4 ,experiment #aaa f4 ,falschheit von ,urteilen #cc1 #db1 #gf f4 ,falsch- und ,fehlschlsse #abi ff4 ,fiktion #acb ff4 ,folgerung #gb ff4 ,formale ,gltigkeit #db f41 #fd1 #fe1 #gc4 ,formale ,logik #e1 #i1 #ac f41 #ae4 ,formalurteil #cd1 #dd1 #fg1 #aje4 ,formalwissenschaft #ajd4 ,formen des ,denkens #d f41 #g1 #h1 #ag1 #db4 ,formuliertes ,denken #ag4 ,frage #bd1 #cb1 #fh ff41 #abc f4 ,galenische ,schluweise #hd4 ,gattungsbegriff #ah f41 #ba1 #bi f41 #df1 #ej1 #fd1 #aad4 ,gattungsurteil #cd1 #df4 ,gegenstand #f1 #bc1 #cb1 #cf1 #eb1 #ed f41 #ajf f4 ,gegenstand des ,denkens #bj ff4 ,gegenstand berhaupt #cb4 ,geisteswissenschaft #ajc f41 #aaa4 ,gesamtbegriff #bi1 #df1 #aad4 ,gesetz #aac ff4 ,gesetze des ,denkens #e4 ,grammatik #g f41 #cf1 #eg4 ,grammatisierende ,logik #cf4 ,gltigkeitsfrage #gj1 #ga f4 ,hypothese #aac1 #aag ff4 ,hypothetischer ,schlu #aj1 #gh f41 #hf ff41 #ia4 ,hypothetisches ,urteil #cc1 #ce1 #ff ff41 #ia1 #aae4 ,idealurteil #cc f4 ,identitt 7,grundsatz7 #ad1 #bd4 ,immanenz1 logische #dj1 #df4 ,impersonalien3 s4 ,subjekt-unbestimmte ,urteile4 ,individualbegriff #ba1 #bi f41 #df4 ,induktive ,logik #ae1 #ih4 ,induktiver ,schlu #i1 #aa1 #ab1 #gh1 #ic ff41 #aad f41 #abh f41 #aca4 ,inhalt von ,begriffen #bc ff4 ,inhaltslogik #cg4 ,inhaltstheorien des ,urteils 7des ,schluverfahrens7 #cg ff41 #ib4 ,inhrenzsyllogismus #hd4 ,inhrenzurteil #cd1 #di ff41 #ib1 #aaj4 ,intuition und intuitives ,denken #aa1 #ag1 #bj4 ,kategorie #i1 #ad1 #ca f4 ,kategorisches ,urteil 7bzw4 ,schlu7 #cc1 #gh f41 #hi1 #ia4 ,kausalgesetz1 ,kausalitt #ab1 #ca1 #ec1 #ig1 #ajj1 #aaf1 #abd4 ,kausalurteil #cd1 #di1 #ec f4 ,kette #gi1 #hi f41 #aac4 ,klassifikation #ajg1 #abj ff4 ,klassifikatorisches ,urteil #cd1 #ej f4 ,kollektivbegriff #ba1 #bi4 ,konjunktives ,urteil #ce1 #fc1 #id f41 #if1 #ajh4 ,konstituierendes ,merkmal #bd ff41 #db f4 ,kontradictio in adjecto #bh4 ,kontradiktorisch-entgegengesetzte ,begriffe 7,urteile7 #bh1 #dc f41 #gf f4 ,kontraposition #ge4 ,kontrr-entgegengesetzte ,begriffe 7,urteile7 #bh1 #gf f4 ,konversion #gc f41 #hd1 #hf4 ,kopulatives ,urteil #ce1 #fc1 #id f41 #if4 ,materiale ,frage #gj f4 ,materiale ,gltigkeit #db ff41 #gc4 ,materie des ,denkens #d f41 #db4 ,mathematische ,logik #ae1 #ch4 ,merkmal #bc f41 #cc1 #ci4 ,metaphysische ,logik #i1 #ad1 #ae4 ,mittelbare ,bejahung #eh1 #gc4 ,mittelbares ,urteil #ib4 ,mittelbare ,verneinung #eg f41 #gc4 ,mittelbegriff #hj1 #hd f41 #aca4 ,modal-bestimmte ,urteile #ce1 #ef1 #fj ff4 ,modalitt #ca1 #ce1 #ef1 #fj ff4 ,naturwissenschaft #ajc f41 #aaa4 ,negation3 s4 ,verneinung4 ,normative ,logik #e f41 #ac4 ,normatives ,urteil #cd1 #ea4 ,opposition #gf4 ,ordnungsreihe des ,denkens #cj f41 #ej4 ,paralogismus #hj4 ,partikulres ,urteil3 s4 besonderes ,urteil4 ,prdikat #d1 #cd1 #cf f41 #ch f41 #db f41 #df1 #di ff4 ,prdikation 7log4 ,grundsatz7 #db f4 ,prdikativer ,inhalt #be4 ,problematisches ,urteil #cc1 #ce1 #fa f41 #fe4 ,problemfrage #gb1 #abc f4 ,psychologie des ,denkens #g1 #af f4 ,psychologisierende ,logik #ab1 #ae1 #cf4 ,qualitt des ,urteils #ca1 #cc f41 #ef4 ,qualittsurteil #cd1 #ej1 #eb f41 #aaj4 ,quantifikation des ,prdikats #ch4 ,quantitt des ,urteils #ca1 #cc f41 #df f41 #eb1 #ef1 #eh ff4 ,quaternio terminorum #aca4 ,realittsproblem #ee4 ,realurteil #cc f41 #fg1 #aje4 ,realwissenschaft #ajd4 ,relation #ca f41 #cc1 #df1 #ib4 ,relationsmerkmal #be4 ,relationssyllogismus #hd1 #ib1 #ajj f4 ,relationsurteil #d1 #cd1 #di1 #eb ff41 #hd f41 #ij1 #aaj4 ,relativer ,inhalt #be4 ,reziprokables ,urteil #gd4 ,satz #af f41 #cf4 ,schlu #h1 #ad1 #bd1 #cb1 #gb ff4 ,singulres ,urteil #ei4 ,sorites1 ,goclenischer1 ,aristotelischer #hi f4 ,spezialbegriff #bi1 #df1 #aad4 ,spezifikation #ajg f4 ,sprechen #g1 #aa1 #af ff41 #ba4 ,statistik #aaa4 ,subalternation #ge f4 ,subjekt #d1 #ae1 #cb1 #cd1 #cf f41 #ch f41 #db f41 #df ff41 #di4 ,subjekt-unbestimmtes ,urteil #cd1 #cg1 #df1 #dh f41 #ed4 ,subkontrr-entgegengesetzte ,urteile #gf f4 ,syllogismus #i1 #gi ff41 #ia ff41 #ajj f41 #aac1 #aca4 ,synthese #aac ff4 ,synthetisches ,urteil #cc ,anm4 ,theorie #aac1 #aag ff4 ,transzendentale ,logik #ac f4 ,trugschlu #h f41 #abi ff4 ,umfang von ,begriffen #bf ff41 #da1 #fd4 ,umfangslogik #cg f41 #ib4 ,umfangstheorien des ,urteils 7des ,schluverfahrens7 #ch f41 #ib4 ,universales ,urteil3 s4 allgemeines ,urteil4 ,unmittelbare ,gewiheit1 log4 ,grundsatz #dd4 ,untersuchungsverfahren der ,wissenschaft #h1 #ajb ff4 ,urteil #h1 #aa1 #ad1 #ae1 #bd1 #cb ff41 #fi f4 ,urteilsgefge #ce1 #fb ff41 #he4 ,urteilsverbindungen #ce1 #fb ff41 #he4 ,urteilstheorien #ce ff41 #ia f4 ,utopie #acb1 #acd f4 ,verneinung #ef1 #fh ff41 #gd1 #hf4 ,vertrgliche ,begriffe #be1 #bh4 ,voraussetzungen des ,denkens1 formale1 materiale #c f41 #f4 ,vorstellung #ah f41 #cc4 ,wahrheit #h1 #aa1 #ad1 #cc1 #db1 #dd1 #gf f4 ,wahrscheinlichkeit #ab1 #fb1 #if1 #ii1 #ajj1 #aae4 ,werturteil 7,wertrelationsurteil7 #ej1 #ec4 ,widerspruch1 log4 ,grundsatz #i1 #ab1 #ad1 #dc1 #de1 #ei1 #gg4 ,wissenschaft #h1 #bb1 #ajb ff41 #abc ff41 #abg ff41 #acb f4 ,wort1 ,wortvorstellung #af ff41 #ah1 #bd1 #cf4 ,zirkelbeweis 7circulus vitiosus7 #acj4 ,zureichende ,begrndung1 log4 ,grundsatz #ab1 #ad1 #de1 #ee1 #ei1 #gb1 #abe4 ,zusammengesetzte ,urteile #cc ff41 #fb ff41 #he4 ,die ,sammlung ,aus ,natur und ,geisteswelt8 nunmehr schon ber #fjj ,bndchen umfassend1 sucht seit ihrem ,entstehen dem ,gedanken zu dienen1 der heute in das ,wort3 ,freie ,bahn dem ,tchtigen68 geprgt ist4 ,sie will die ,errungenschaften von ,wissenschaft1 ,kunst und ,technik einem jeden zugnglich machen1 ihn dabei zugleich unmittelbar im ,beruf frdern1 den ,gesichtskreis erweiternd1 die ,einsicht in die ,bedingungen der ,berufsarbeit vertiefend4 ,sie bietet wirkliche ,einfhrungen8 in die ,hauptwissensgebiete fr den ,unterricht oder ,selbstunterricht des ,laien1 wie sie den heutigen methodischen ,anforderungen entsprechen4 ,so erfllt sie ein ,bedrfnis1 dem ,skizzen1 die den ,charakter von ,auszgen8 aus groen ,lehrbchern tragen1 nie entsprechen knnen1 denn solche setzen vielmehr eine ,vertrautheit mit dem ,stoffe schon voraus4 ,sie bietet aber auch dem ,fachmann eine rasche zuverlssige bersicht ber die sich heute von ,tag zu ,tag weitenden ,gebiete des geistigen ,lebens in weitestem ,umfang und vermag so vor allem auch dem immer strker werdenden ,bedrfnis des ,forschers zu dienen1 sich auf den ,nachbargebieten auf dem laufenden zu erhalten4 ,in den ,dienst dieser ,aufgabe haben sich darum auch in dankenswerter ,weise von ,anfang an die besten ,namen gestellt1 gern die ,gelegenheit benutzend1 sich an weiteste ,kreise zu wenden1 an ihrem ,teil bestrebt1 der ,gefahr der ,spezialisierung8 unserer ,kultur entgegenzuarbeiten4 ,so konnte der ,sammlung auch der ,erfolg nicht fehlen4 ,mehr als die ,hlfte der ,bndchen liegen1 bei jeder ,auflage durchaus neu bearbeitet1 bereits in #b4 bis #f4 ,auflage vor1 insgesamt hat die ,sammlung bis jetzt eine ,verbreitung von weit ber #d ,millionen ,exemplaren gefunden4 ,alles in allem sind die schmucken1 gehaltvollen ,bnde besonders geeignet1 die ,freude am ,buche zu wecken und daran zu gewhnen1 einen kleinen ,betrag1 den man fr ,erfllung krperlicher ,bedrfnisse nicht anzusehen pflegt1 auch fr die ,befriedigung geistiger anzuwenden4 ,durch den billigen ,preis ermglichen sie es tatschlich jedem1 auch dem wenig ,begterten1 sich eine ,bcherei zu schaffen1 die das fr ihn ,wertvollste ,aus ,natur und ,geisteswelt8 vereinigt4 ,jedes der meist reich illustrierten ,bndchen ist in sich abgeschlossen und einzeln kuflich ,jedes ,bndchen geheftet ,m4 #a4bj1 gebunden ,m4 #a4ej ,teuerungszuschlge #cj einschliel4 #aj ,zuschlag der ,buchhandlung ,leipzig1 im ,juni #aiah4 ,b4 ,g4 ,teubner ,jedes ,bndchen geheftet ,m4 #a4bj1 gebunden ,m4 #a4ej ,bisher sind zur ,philosophie und ,psychologie erschienen3 ,sidenote3 ,zur ,einfhrung ,einfhrung in die ,philosophie4 ,von ,professor ,dr4 ,r4 ,richter4 #d4 ,auflage von ,privatdozent ,dr4 ,m4 ,brahn4 7,bd4 #aee47 ,die ,philosophie4 ,einfhrung in die ,wissenschaft1 ihr ,wesen u4 ihre ,probleme4 ,von ,oberrealschuldirektor ,h4 ,richert4 #c4 ,aufl4 7,bd4 #ahf47 ,philosophisches ,wrterbuch4 ,von ,oberlehrer ,dr4 ,paul ,thormeyer4 #b4 ,aufl4 7,bd4 #ebj47 ,sidenote3 ,logik und ,psychologie ,grundri der ,logik4 ,von ,dr4 ,k4 ,j4 ,grau4 7,bd4 #fcg47 ,einfhrung in die ,psychologie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,e4 von ,aster4 ,mit #d ,abbildungen4 7,bd4 #dib47 ,einfhrung in die experimentelle ,psychologie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,n4 ,braunshausen4 ,mit #ag ,abbildungen im ,text4 7,bd4 #dhd47 99 ,die ,ergebnisse der angewandten ,psychologie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,g4 ,anschtz4 7,bd4 #fgh47 ,die ,seele des ,menschen4 ,von ,geh4 ,rat ,professor ,dr4 ,j4 ,rehmke4 #d4 ,auflage4 7,bd4 #cf47 ,die ,mechanik des ,geisteslebens4 ,von ,geh4 ,med4-,rat ,dir4 ,prof4 ,dr4 ,m4 ,verworn4 #d4 ,auflage4 ,mit ,figuren4 7,bd4 #bjj47 ,psychologie des ,kindes4 ,von ,professor ,dr4 ,r4 ,gaupp4 #d4 ,auflage4 ,mit #ag ,abbildungen4 7,bd4 #bac_/ad47 ,geistige ,veranlagung und ,vererbung4 ,von ,dr4 med4 et phil4 ,georg ,sommer4 7,bd4 #eab47 ,handschriftenbeurteilung4 ,eine ,einfhrung in die ,psychologie der ,handschrift4 ,von ,prof4 ,dr4 ,g4 ,schneidemhl4 #b4 ,aufl4 ,mit #ea ,handschriftennachbildungen im ,text und #a ,tafel4 7,bd4 #ead47 ,hypnotismus und ,suggestion4 ,von ,dr4 ,e4 ,trmner4 #c4 ,auflage4 7,bd4 #aii47 ,die ,psychologie des ,verbrechers4 ,kriminalpsychologie4 ,von ,kgl4 ,strafanstaltsdirektor ,dr4 med4 ,p4 ,pollitz4 #b4 ,auflage4 ,mit #e ,diagrammen4 7,bd4 #bdh47 ,sidenote3 ,ethik ,grundzge der ,ethik4 ,mit besonderer ,bercksichtigung der pdagogischen ,probleme4 ,von ,e4 ,wentscher4 7,bd4 #cig47 ,aufgaben und ,ziele des ,menschenlebens4 ,von ,professor ,dr4 ,j4 ,unold4 #d4 ,auflage4 7,bd4 #ab47 ,sittl4 ,lebensanschauung4 d4 ,gegenw4 ,v4 weil4 ,geh4 ,kirchenr4 ,prof4 ,dr4 ,o4 ,kirn4 #c4 ,a41 durchges4 v4 ,prof4 ,dr4 ,o4 ,h4 ,stephan4 7,bd4 #agg47 ,das ,problem der ,willensfreiheit4 ,von ,professor ,dr4 ,g4 ,f4 ,lipps4 7,bd4 #chc47 ,sexualethik4 ,von ,prof4 ,dr4 ,h4 ,e4 ,timerding4 7,bd4 #eib74 ,sidenote3 sthetik 99 ,einfhrung in die ,geschichte der sthetik4 ,von ,dr4 ,h4 ,nohl4 7,bd4 #fjb47 sthetik4 ,von ,professor ,dr4 ,r4 ,hamann4 #b4 ,aufl4 7,bd4 #cde47 ,poetik4 ,von ,dr4 ,r4 ,mller-,freienfels4 7,bd4 #dfj47 ,sidenote3 ,naturphilosophie ,die moderne ,naturphilosophie4 ,von ,privatdoz4 ,dr4 ,j4 ,m4 ,verweyen4 7,bd4 #dia47 ,entstehung der ,welt und der ,erde nach ,sage und ,wissenschaft4 ,von weil4 ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,m4 ,b4 ,weinstein4 #b4 ,aufl4 7,bd4 #bbc47 ,untergang der ,welt und der ,erde nach ,sage und ,wissenschaft4 ,von weil4 ,geh4 ,reg4-,rat ,professor ,dr4 ,m4 ,b4 ,weinstein4 7,bd4 #dgj47 ,sternglaube und ,sterndeutung4 ,die ,geschichte und das ,wesen der ,astrologie4 ,unter ,mitwirkung von ,prof4 ,dr4 ,c4 ,bezold dargestellt von ,geh4 ,hofrat ,prof4 ,dr4 ,fr4 ,boll4 ,mit einer ,sternkarte und #bj ,abb4 7,bd4 #fch47 ,sidenote3 ,geschichte der ,philosophie ,fhrende ,denker4 ,geschichtliche ,einleitung in die ,philosophie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,j4 ,cohn4 #c4 ,aufl4 ,mit #f ,bildnissen4 7,bd4 #agf47 ,die ,freimaurerei4 ,einfhrung in ihre ,anschauungswelt und ihre ,geschichte4 ,von weil4 ,geh4 ,rat ,dr4 ,l4 ,keller4 #b4 ,aufl4 von ,geh4 ,archivrat ,dr4 ,g4 ,schuster4 7,bd4 #dfc47 ,sidenote3 ,philosophie d4 ,altertums ,griechische ,weltanschauung4 ,von ,professor ,dr4 ,m4 ,wundt4 #b4 ,aufl4 7,bd4 #cbi47 99 ,religion und ,philosophie im alten ,orient4 ,von ,prof4 ,dr4 ,e4 v4 ,aster4 7,bd4 #eba47 ,sidenote3 ,neuere ,philosophie ,die ,weltanschauungen der groen ,philosophen der ,neuzeit4 ,von weil4 ,professor ,dr4 ,l4 ,busse4 #f4 ,auflage4 herausgeg4 von ,geh4 ,hofrat ,professor ,dr4 ,r4 ,falckenberg4 7,bd4 #ef47 ,die groen englischen ,philosophen ,locke1 ,berkeley1 ,hume4 ,von ,oberlehrer ,dr4 ,p4 ,thormeyer4 7,bd4 #dha47 ,rousseau4 ,von ,professor ,dr4 ,p4 ,hensel4 #b4 ,auflage4 ,mit #a ,bildnis4 7,bd4 #ahj47 ,immanuel ,kant4 ,darstellung und ,wrdigung4 ,von weil4 ,professor ,dr4 ,o4 ,klpe4 #d4 ,auflage1 hrsg4 von ,professor ,dr4 ,a4 ,messer4 ,mit #a ,bildnis ,kants4 7,bd4 #adf47 ,schopenhauer4 ,seine ,persnlichkeit1 seine ,lehre1 seine ,bedeutung4 ,von ,oberrealschuldirektor ,h4 ,richert4 #c4 ,auflage4 ,mit #a ,bildnis4 7,bd4 #ha47 ,herbarts ,lehren und ,leben4 ,von weil4 ,pastor ,o4 ,flgel4 #b4 ,auflage4 ,mit #a ,bildnis ,herbarts4 7,bd4 #afd47 ,herbert ,spencer4 ,von ,dr4 ,k4 ,schwarze4 ,mit #a ,bildnis4 7,bd4 #bde47 ,sidenote3 ,neueste ,philosophie ,die ,philosophie der ,gegenwart in ,deutschland4 ,eine ,charakteristik ihrer ,hauptrichtungen4 ,von weil4 ,prof4 ,dr4 ,o4 ,klpe4 #f4 ,auflage4 7,bd4 #da47 ,henri ,bergson1 der ,philosoph moderner ,religion4 ,von ,pfarrer ,dr4 ,e4 ,ott4 7,bd4 #dhj47 ,die mit 99 bezeichneten und weitere ,bnde befinden sich in ,vorbereitung4 ,psychologische ,werke ,kurzer ,abri der ,logik u4 ,psychologie fr hhere ,lehranstalten4 ,von ,prof4 ,dr4 ,oskar ,weise4 #b4 ,aufl4 ,steif geh4 ,m4 --4#ej ,das ,bchlein1 dem in einer ,zeit1 die sich der ,wichtigkeit der philosophischen ,propdeutik allmhlich wieder bewut wird1 eine besondere symptomatische ,bedeutung zukommt1 hat vor allem zwei ,vorzge4 ,einmal ist es auerordentlich bersichtlich1 ein bei logischen ,definitionen wie ,begriff1 ,urteil1 ,schlu oder psychologischen ,errterungen wie ,erkennen1 ,fhlen1 ,wollen auerordentlich wichtiger ,faktor4 ,sodann knpfen die vortrefflichen ,beispiele an das ,naheliegende1 ,bekannte an1 um von da zur ,regel berzuleiten4 ,da die ,arbeit den neueren ,forschungen der ,psychologie angepat ist1 kann sie warm empfohlen werden48 7,zeitschr4 f4 lateinl4 hh4 ,schulen47 ,geschichte der ,psychologie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,otto ,klemm4 ,geb4 ,m4 #h4-- ,grundlagen der ,psychologie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,th4 ,ziehen4 ,in #b ,bnden4 ,buch ,i3 ,erkenntnistheoretische ,grundlegung der ,psychologie4 ,buch ,,ii3 ,prinzipielle ,grundlegung der ,psychologie4 ,geh4 je ,m4 #d4dj1 geb4 je ,m4 #e4-- ber ,vererbung psychischer ,fhigkeiten4 ,von ,prof4 ,dr4 ,w4 ,peters4 ,geh4 ,m4 #f4ej ,der ,wille4 ,versuch einer psychologischen ,analyse4 ,von ,e4 ,wentscher4 ,geh4 ,m4 #b4dj1 geb4 ,m4 #b4hj ,experimentelle praktische ,schlerkunde4 ,von ,marx ,lobsien4 ,mit einem ,beitrag ber das pathologische ,kind von ,direktor ,dr4 ,o4 ,mnkemller4 ,mit #af ,figuren im ,text und #a ,tafel4 ,geh4 ,m4 #d4--1 geb4 ,m4 #e4-- ,jugendpsychologie4 ,von ,lyzeallehrer ,w4 ,peper4 ,mit ,abbildungen4 #b4 ,auflage4 ,geb4 ,m4 #a4hj ,hierzu erschienen ,quellenhefte von demselben3 #a4 ,beobachtungen u4 ,untersuchungen a4 d4 ,jugendpsychologie4 ,geh4 ,m4 --4#hj #b4 ,junge ,seelen4 ,bilder zur ,jugendpsychologie aus ,kinderstube1 ,biographie und ,dichtung4 #b4 ,auflage4 ,geh4 ,m4 --4#ij #c4 ,darstellungen aus der neueren ,psychologie u4 ,pdagogik4 ,geh4 ,m4 --4#hj ,grundzge der ,psychologie und ,logik4 ,von ,lyzeallehrer ,w4 ,peper4 #a4 ,hlfte4 ,geb4 ,m4 #a4fj ,psychologie der ,sprachpdagogik4 ,versuche zu einer ,darstellung der ,prinzipien des fremdsprachlichen ,unterrichts auf ,grund der psychologischen ,natur der ,sprache von ,chr4 ,b4 ,flagstad1 ,adjunkt a4 der ,kgl4 ,metropolitanschule in ,kopenhagen4 ,vom ,verfasser aus dem ,dnischen bersetzt4 ,geh4 ,m4 #e4--1 geb4 ,m4 #f4-- ,psychologie der ,kunst4 ,eine ,darstellung ihrer ,grundzge4 ,von ,dr4 ,r4 ,mller-,freienfels4 ,in #b ,bdn4 ,band ,i3 ,die ,psychologie des ,kunstgenieens und des ,kunstschaffens4 ,band ,,ii3 ,die ,formen des ,kunstwerks und die ,psychologie der ,wertung4 ,geh4 je ,m4 #d4dj1 in #a ,band geb4 ,m4 #aj4-- ,der weibliche ,typus als ,problem der ,psychologie und ,pdagogik4 ,ein ,beitrag zur knftigen ,nationalerziehung4 ,von ,dr4 ,k4 ,haase4 ,steif geh4 ,m4 #b4-- ,teuerungszuschlag auf smtl4 ,preise 7einschl4 des ,zuschl4 der ,buchhandl47 #cj ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,philosophische ,propdeutik ,hrsg4 von ,geh4 ,reg4-,rat u4 ,oberreg4-,rat ,dr4 ,g4 ,lambeck4 ,geb4 ca4 ,m4 #e4-- ,inhalt3 ,vorwort4 -- ,die ,philosophie u4 d4 ,einzelwissenschaften4 ,v4 ,hrsgeber4 -- ,dir4 ,prof4 ,dr4 ,goldbeck3 ,mathematik4 ,physik4 -- ,prof4 ,dr4 ,gruner3 ,biologie4 -- ,prof4 ,dr4 ,o4 ,hoffmann3 ,die ,sprache4 -- ,geh4 u4 ,ob4-,reg4-,rat ,lambeck3 ,geschichte4 -- ,gymnas4-,dir4 ,dr4 ,lorentz3 ,dtsche4 ,literatur4 -- ,oberlehrer ,dr4 ,hoffmann3 ,die ,antike4 -- ,prof4 ,dr4 ,messer3 ,zusammenfassung4 -- ,register4 ,auf neuem ,wege will das ,buch der philosophischen ,propdeutik in unseren hheren ,lehranstalten wieder eine feste ,stellung gewinnen4 ,in der berzeugung1 da es in erster ,linie darauf ankommt1 im ,schler den ,sinn fr philosophische ,fragestellung und ,betrachtung zu wecken1 sucht es aus den einzelnen ,unterrichtsfchern heraus die philosophischen ,probleme zu entwickeln1 zu denen ein im wissenschaftlichen ,geiste erteilter mathematischer1 physikalischer und biologischer1 deutscher1 geschichtlicher und altsprachlicher ,unterricht notwendiger- und natrlicherweise hinfhren mu4 ,ein weiterer ,abschnitt errtert die mit der ,entwicklung der ,sprache als solcher zusammenhngenden ,fragen4 ,ein systematischer ,teil fat das in den einzelnen ,fchern ,gebotene zusammen1 ergnzt es soweit1 da die verschiedenen ,fragen in einem gewissen ,zusammenhange erscheinen u4 gibt einen berblick ber die wichtigsten psychologischen ,vorgnge4 ,philosophisches ,lesebuch ,von ,professor ,dr4 ,bastian ,schmid4 ,zum ,gebrauch an hheren ,schulen und zum ,selbststudium4 ,gebunden ,m4 #b4fj 444 ,dem ,zwecke1 zur ,kritik zu erziehen1 dient in trefflicher ,weise die ,gegenberstellung von ,aufstzen wie ,mettries ,der ,mensch eine ,maschine1#8 ,hckels ,die ,seele#8 und ,du ,bois-,reymonds ber die ,grenzen des ,naturerkennens#84 ,eine ,art historische ,einleitung gibt ein ,abschnitt aus ,riehls ,wesen und ,entwicklung der ,philosophie#82 zur ,verbindung der einzelnen ,gedankenreihen dienen krzere ,kapitel des ,verfassers4 ,besonders ntzlich drften die ,aufstze zur ,ethik und sthetik sein48 7,bltter f4 das bayerische ,gymnasialschulwesen47 ,zur ,einfhrung in die ,philosophie der ,gegenwart ,von ,geheimrat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,riehl4 #d4 ,aufl4 ,geh4 ,m4 #c4--1 geb4 ,m4 #c4fj ,von den blichen ,einleitungen in die ,philosophie unterscheidet sich ,riehls ,buch nicht blo durch die ,form der freien ,rede1 sondern auch durch seine ganze methodische ,auffassung und ,anlage4 ,nichts von eigenem ,system1 nichts von langatmigen1 logischen1 psycholog4 oder gelehrten historischen ,entwicklungen1 sondern eine lebendig anregende1 in das ,zentrum der ,philosophie fhrende ,betrachtungsweise48 7,monatsschrift fr hhere ,schulen47 ,einleitung in die ,philosophie ,von ,prof4 ,dr4 ,hans ,cornelius4 #b4 ,aufl4 ,geh4 ,m4 #e4bj1 geb4 ,m4 #f4-- ,die gegebenen ,gesichtspunkte und ,einleitungen fhren tief in die ,erkenntnistheorie und ,psychologie4 ,verf4 sucht zu einem eigenen ,standpunkt zu fhren1 ,einsicht in die rein empirische ,bedeutung und in den ,mechanismus aller ,naturerklrung zu geben4 ,leser1 die einer tiefgrndigen ,untersuchung nicht aus dem ,wege gehen1 werden viel von ihm lernen48 7,leipz4 ,ztg47 ,weltanschauung und modernes ,bildungsideal ,von ,professor ,dr4 ,g4 ,f4 ,lipps4 ,geheftet ,m4 #d4--1 gebunden ,m4 #e4-- ,das ,buch ist interessant und fesselnd geschrieben4 ,wir knnen eine eingehende ,beschftigung mit ihm nur empfehlen4 ,niemals langweilig und trocken1 bietet es eine ,flle von ,anregungen1 aus denen jeder schpfen kann1 der mitarbeiten will an der ,ausbildung eines ,bildungsideals der ,zukunft48 7,zeitschrift fr pdagogische ,psychologie47 ,hauptprobleme der ,ethik #i ,vortrage v4 ,prof4 ,dr4 ,p4 ,hensel4 #b41 erw4 ,aufl4 ,m4 #a4hj1 geb4 ,m4 #b4dj ,dieses schlicht und allgemeinverstndlich geschriebene ,buch darf auf das ,lob1 nicht nur ,philosophie1 sondern auch philosophieren zu lehren1 ,anspruch erheben4 ,dieses ,lob ist eins der schnsten fr eine philosophische ,schrift4 ,das ,buch lt berall ein glckliches und energisches ,denken spren1 das zum ,selbstdenken anregt48 7,zeitschrift f4 pd4 ,psychol47 ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,allgem4 ,geschichte der ,philosophie 7,die ,kultur der ,gegenwart1 hrsg4 von ,prof4 ,p4 ,hinneberg4 ,teil ,i1 ,abt4 ,v47 #b41 verm4 u4 verb4 ,aufl4 ,geh4 ,m4 #ad4--1 geb4 ,m4 #af4--1 in ,halbfranz ,m4 #ah4-- ,inhalt3 ,einleitung4 ,die ,anfnge der ,philosophie und die ,philosophie der primitiven ,vlker3 ,w4 ,wundt4 ,a4 ,die orientalische 7ostasiatische7 ,philosophie4 ,i4 ,die indische ,philosophie3 ,h4 ,oldenberg4 ,,ii4 ,die chinesische ,philosophie3 ,w4 ,grube4 ,,iii4 ,die japanische ,philosophie3 ,t4 ,inouye4 ,b4 ,die europische ,philosophie 7und die islam4-jd4 ,philosophie des ,mittelalters74 ,i4 ,die europische ,philosophie des ,altertums3 ,h4 v4 ,arnim4 ,,ii4 ,die patristische ,philosophie3 ,cl4 ,baeumker4 ,,iii4 ,die islamische und die jdische ,philosophie3 ,j4 ,goldziher4 ,,iv4 ,die christliche ,philosophie des ,mittelalters3 ,cl4 ,baeumker4 ,v4 ,die neuere ,philosophie3 ,w4 ,windelband4 ,systematische ,philosophie 7,die ,kultur der ,gegenwart1 hrsg4 von ,prof4 ,p4 ,hinneberg4 ,teil ,i1 ,abt4 ,,vi47 #b4 ,aufl4 ,geheftet ,m4 #aj4--1 gebunden ,m4 #ab4--1 in ,halbfranz ,m4 #ad4-- ,inhalt3 ,allgemeines4 ,das ,wesen der ,philosophie3 ,w4 ,dilthey4 ,die einzelnen ,teilgebiete4 ,i4 ,logik und ,erkenntnistheorie3 ,a4 ,riehl4 ,,ii4 ,metaphysik3 ,w4 ,wundt4 ,,iii4 ,naturphilosophie3 ,w4 ,ostwald4 ,,iv4 ,psychologie3 ,h4 ,ebbinghaus4 ,v4 ,philosophie der ,geschichte3 ,r4 ,eucken4 ,,vi4 ,ethik3 ,fr4 ,paulsen4 ,,vii4 ,pdagogik3 ,w4 ,mnch4 ,,viii4 sthetik3 ,th4 ,lipps4 -- ,die ,zukunftsaufgaben der ,philosophie3 ,fr4 ,paulsen4 ,das ,grundproblem ,kants ,eine kritische ,untersuchung und ,einfhrung in die ,kant-,philosophie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,a4 ,brunswig4 ,geheftet ,m4 #c4fj1 gebunden ,m4 #d4bj ,das ,buch betrachtet als ,grundproblem ,kants die zentrale ,frage der ,kritik der reinen ,vernunft nach der ,mglichkeit eines allgemeingltigen1 notwendigen ,wissens4 ,es kann vermge der zentralen ,stellung seines ,gegenstandes zugleich als ,einfhrung in das ,studium der ,kantschen ,philosophie und ihrer modernen ,kritik1 ja der ,erkenntnistheorie und der ,philosophie berhaupt dienen4 ,die philosophischen ,grundlagen der ,wissenschaften ,vorlesungen gehalten an der ,universitt ,berlin von ,professor ,dr4 ,b4 ,weinstein4 ,gebunden ,m4 #i4-- ,w4 versteht es meisterhaft1 auch einen sprden ,gegenstand schmackhaft zu machen4 ,dies liegt in seiner gegenstndlichen ,redeweise1 die zum ,hrer hinabzusteigen scheint1 whrend sie ihn unmerklich auf die ,hhe fhrt4 ,das ,buch ist warm zu empfehlen48 7,der ,tag47 ,naturphilosophie ,unt4 ,redaktion v4 ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,c4 ,stumpf4 ,bearb4 von ,prof4 ,dr4 ,e4 ,becher4 7,die ,kultur der ,gegenwart4 ,hrsg4 von ,prof4 ,p4 ,hinneberg4 ,teil ,,iii4 ,abt4 ,,vii1 #a47 ,geh4 ,m4 #ad4--1 gebunden ,m4 #af4--1 in ,halbfr4 ,m4 #ah4-- ,einleitung4 ,aufgabe der ,naturphilosophie4 ,naturerkenntnistheorie4 ,gesamtbild der ,natur4 ,eine ungewhnlich umfassende und eindringende ,kenntnis aller ,naturwissenschaften liegt dem ,werke offenbar zugrunde4 ,bemerkenswert ist die ,fhigkeit des ,verfassers zu anschaulicher und gemeinverstndlicher ,darstellung2 fast mhelos gelingt es ihm1 auch sehr abstrakte und schwierige ,theorien elementar und durchsichtig zu entwickeln1 ohne dabei auf wissenschaftliche ,genauigkeit zu verzichten4 ,die grndliche naturwissenschaftliche ,schulung zeigt sich auch in der methodischen ,art1 wie der ,verfasser seinen ,gegenstand behandelt48 7,literarisches ,zentralblatt fr ,deutschland47 ,himmelsbild und ,weltanschauung im ,wandel der ,zeiten4 ,von ,prof4 ,troels-,lund4 ,autorisierte1 vom ,verfasser durchgesehene bersetzung von ,l4 ,bloch4 #d4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #e4-- 444 ,es ist eine ,lust1 diesem kundigen und geistreichen ,fhrer auf dem langen1 nie ermdenden ,wege durch ,asien1 ,afrika und ,europa1 durch ,altertum und ,mittelalter bis herab in die ,neuzeit zu folgen4 ,es ist ein ,werk aus einem ,gu1 in groen ,zgen und ohne alle ,kleinlichkeit geschrieben48 7,w4 ,nestle i4 d4 ,neuen ,jahrb4 f4 d4 klass4 ,altertum47 ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,,wissenschaft ,,und ,,hypothese ,sammlung von ,einzeldarstellungen aus dem ,gesamtgebiete der ,wissenschaften mit bes4 ,bercksichtigung ihrer ,grundlagen u4 ,methoden1 ihrer ,endziele u4 ,anwendungen ,die ,sammlung will die in den verschiedenen ,wissensgebieten durch rastlose ,arbeit gewonnenen ,erkenntnisse von umfassenden ,gesichtspunkten aus im ,zusammenhang miteinander betrachten4 ,die ,wissenschaften werden in dem ,bewutsein ihres festen ,besitzes in ihren ,voraussetzungen dargestellt1 ihr pulsierendes ,leben1 ihr ,haben1 ,knnen und ,wollen aufgedeckt4 ,andererseits aber wird in erster ,linie auch auf die durch die ,schranken der ,sinneswahrnehmung und der ,erfahrung berhaupt bedingten ,hypothesen hingewiesen4 ,i4 ,wissenschaft und ,hypothese4 ,von ,henri ,poincar4 ,deutsch von ,l4 und ,f4 ,lindemann4 #c4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #d4hj ,,ii4 ,der ,wert der ,wissenschaft4 ,von ,henri ,poincar4 ,deutsch von ,e4 u4 ,h4 ,weber4 ,mit einem ,bildnis4 #b4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #c4fj ,,iii4 ,mythenbildung u4 ,erkenntnis4 ,eine ,abhandlung ber die ,grundlagen der ,philosophie4 ,von ,g4 ,f4 ,lipps4 ,geb4 ,m4 #e4-- ,,iv4 ,die nichteuklidische ,geometrie4 ,historisch-kritische ,darstellung ihrer ,entwicklung4 ,von ,r4 ,bonola4 ,deutsch von ,h4 ,liebmann4 ,geb4 ,m4 #e4-- ,v4 ,ebbe und ,flut sowie verwandte ,erscheinungen im ,sonnensystem4 ,von ,g4 ,h4 ,darwin4 ,deutsch von ,a4 ,pockels4 #b4 ,aufl4 ,mit #eb ,abb4 ,geb4 ,m4 #h4-- ,,vi4 ,das ,prinzip der ,erhaltung der ,energie4 ,von ,m4 ,planck4 #c4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,,vii4 ,grundlagen der ,geometrie4 ,von ,d4 ,hilbert4 #d4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,,viii4 ,geschichte der ,psychologie4 ,von ,o4 ,klemm4 ,geb4 ,m4 #h4-- ,,ix4 ,erkenntnistheoret4 ,grundzge der ,naturwissenschaften u4 ihre ,beziehungen zum ,geistesleben der ,gegenwart4 ,von ,p4 ,volkmann4 #b4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,x4 ,wissenschaft und ,religion in der ,philosophie unserer ,zeit4 ,von 4 ,boutroux4 ,deutsch von ,e4 ,weber4 ,mit ,einfhrungswort v4 ,h4 ,holtzmann4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,,xi4 ,probleme der ,wissenschaft4 ,von ,e4 ,enriques4 ,deutsch von ,k4 ,grelling4 #b ,teile4 ,i4 ,wirklichkeit und ,logik4 ,geb4 ,m4 #d4--4 ,,ii4 ,die ,grundbegriffe der ,wissenschaft4 ,geb4 ,m4 #e4-- ,,xii4 ,die logischen ,grundlagen der exakten ,wissenschaften4 ,von ,p4 ,natorp4 ,geb4 ,m4 #f4fj ,,xiii4 ,pflanzengeographische ,wandlungen der deutschen ,landschaft4 ,v4 ,h4 ,hausrath4 ,geb4 ,m4 #e4-- ,,xiv4 ,das ,weltproblem vom ,standpunkte des relativistischen ,positivismus aus4 ,von ,j4 ,petzold4 #b4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #c4-- ,,xv4 ,wissenschaft und ,wirklichkeit4 ,v4 ,m4 ,frischeisen-,khler4 ,geb4 ,m4 #h4-- ,,xvi4 ,das ,wissen der ,gegenwart in ,mathematik u4 ,naturwissenschaften4 ,von 4 ,picard4 ,deutsch von ,f4 und ,l4 ,lindemann4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,,xvii4 ,wissenschaft u4 ,methode4 ,von ,h4 ,poincar4 ,deutsch von ,f4 u4 ,l4 ,lindemann4 ,geb4 ,m4 #e4-- ,,xviii4 ,probleme der ,sozialphilosophie4 ,von ,r4 ,michels4 ,geb4 ,m4 #d4hj ,,xix4 ,ethik als ,kritik der ,weltgeschichte4 ,von ,a4 ,grland4 ,geb4 ,m4 #g4ej ,,xx4 ,die ,grundlagen der ,psychologie4 ,von ,th4 ,ziehen4 ,teil ,i4 ,geh4 ,m4 #d4dj geb4 ,m4 #e4-- ,,xxi4 ---- ,teil ,,ii4 ,geh4 ,m4 #d4dj1 geb4 ,m4 #e4-- ,in ,vorbereitung befinden sich3 ,czuber1 ,die philosophischen ,grundlagen der ,wahrscheinlichkeitsrechnung4 -- ,k4 ,dove1 ,die ,erde als ,wohnsitz des ,menschen4 -- ,ph4 ,frank1 ,relativittstheorie4 -- ,a4 ,hettner1 ,probleme der ,morphologie des ,festlandes4 -- ,w4 ,johannsen1 ,vererbungslehre4 -- ,r4 ,lehmann1 ,grundlagen der ,pdagogik4 -- ,g4 ,linck1 ,die wichtigsten ,probleme der ,mineralogie und ,petrographie4 -- ,o4 ,schlaginhaufen1 ,anthropologie und ,rassenkunde4 -- ,o4 ,schlter1 ,methoden der geographischen ,forschung4 -- ,h4 v4 ,seeliger1 ,grundfragen der ,astronomie1 ,mechanik und ,physik der ,himmelskrper4 -- ,r4 ,sring1 ,meteorologische ,zeit- und ,streitfragen4 -- ,s4 ,tschulok1 ,deszendenzlehre4 -- ,wien1 ,vorlesungen ber neuere ,probleme der theoretischen ,physik4 -- ,a4 ,wocikof1 ,grundfragen der ,klimatologie4 ,ausfhrlicher ,prospekt unentgeltlich und postfrei vom ,verlag in ,leipzig1 ,poststr4 #c ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin