,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter oder unterstrichener ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,illustration3 ,cover ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden ,mitteilungen ,heft #a bis #b ,monatsschrift fr ,heimatschutz1 ,volkskunde und ,denkmalpflege ,band ,,xiv ,inhalt3 ,mutzschen1 ein vergessenes 7romantisches7 ,kleinstadtidyll - ,die ,kirche zu ,straberg im ,vogtlande - ,bauernland - ,auf den deutschbhmischen ,kammhochflchen des stlichen ,erzgebirges - ,vogelkundliches aus alten schsischen ,chroniken - ,der ,luchsstein bei ,hinterhermsdorf - ,die ,farbe im ,stadtbild - ,ehrenfriedersdorf - ,aus der ,praxis des ,pflanzenphotographen ,einzelpreis dieses ,heftes #b ,reichsmark ,geschftsstelle3 ,dresden-,a41 ,schiegasse #bd ,postscheckkonto3 ,leipzig #acihg1 ,dresden #aehce ,stadtbank ,dresden #faj ,bankkonto3 ,commerz- und ,privatbank1 ,abteilung ,pirnaischer ,platz1 ,dresden ,bassenge ,fritzsche1 ,dresden ,dresden #aibe ,werbt ,mitglieder6 ,verwendet diesem ,hefte beigefgten ,zettel ,am ,anfang des ,jahres gnstigste ,zeit ,einbanddecken ,band ,,xiii 7#aibd7 ,mark #a4ej und #cj ,pfg4 ,postgeld und ,verpackung ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden-,a41 ,schiegasse #bd ,band ,,xiv ,heft #a_/b #aibe ,illustration3 ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz ,dresden ,die ,mitteilungen des ,vereins werden in ,bnden zu #ab ,nummern herausgegeben ,abgeschlossen am #ca4 ,januar #aibe ,mutzschen1 ein vergessenes 7romantisches7 ,kleinstadtidyll ,von ,konrad ,haumann ,bilder aus dem ,heimatschutz-,archiv durch ,photograph ,preu ,abseits von der ,heerstrae der ,wanderer1 zwischen ,grimma und ,oschatz1 sdlich vom ,wermsdorfer ,forst1 auf einem ,bergrcken malerisch aufgebaut1 liegt das ,ackerbaustdtchen ,mutzschen4 ,wie sein ,name sagt1 ein slawisches ,besitzerdorf2 ,musitscin wird #ajha urkundlich zuerst erwhnt4 ,der eherne ,griffel der ,geschichte verga1 mit goldenen ,lettern ,heldentaten in des ,stdtleins ,chronika zu schreiben4 ,das beklagenswerte ,schicksal war ihm jedoch vorbehalten1 von vier ,feuersbrnsten #afcg1 #afha1 #afhe und #agbd heimgesucht zu werden1 die es dreimal bis auf den ,grund einscherten4 ,hieraus lt sich auch des ,stdtleins sorgenzerfurchtes ,antlitz erklren1 dessen mit allen ,fasern im ,heimatboden wurzelnde ,bewohner ihre ,heimsttten immer wieder aus den ,brandberresten aufbauten4 ,aschenbrdel sollte darum des ,stdtchens deutscher ,ehrenname sein4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,mutzschen4 ,gesamtansicht von ,sden ,illustration3 ,abb4 #b4 ,kirche und ,pfarre in ,mutzschen berraschend umweht einen der ,geist des achtzehnten ,jahrhunderts1 sowie man nur den ,fu in den pittoresken1 stillen ,ort gesetzt hat4 ,da schaut aus jeder grasbewachsenen ,mauerritze1 aus dem huckligen ,pflaster der aufkletternden ,gassen1 aus jedem der verhutzelten ,huserchen urtmliche ,heimatseligkeit und ,heimatliebe1 da liegt ber spinnwebgrauen ,giebeln und alten ,toren schlichte ,treue am ,althergebrachten1 wie es gleich echt nur selten in einer schsischen ,kleinstadt sich findet4 ,geruhsames1 fast drfliches ,kleinstadttreiben1 da man an einem ,ende des ,stdtchens wei1 was in den ,huschen am anderen ,ende zu ,mittag gekocht wird1 da sich hflich jedermann grt und anredet1 da man ,zeit findet ber den gebrechlichen ,zaun weg1 zwischen zwei ,arbeiten1 noch ein ,schwtzchen mit der ,nachbarin zu machen1 wo traumverloren eines ,klaviers verwehte ,klnge durch alte ,gassen huschen und wo es sehr viele ,alte gibt - ja1 so ist es auch in ,mutzschen4 ,aber ,mutzschens ,romantik haftet im ,malerisch-,motivreichen1 im ,aschenbrdelgewand1 und ,meister ,spitzweg htte helle ,freude gehabt1 wenn er sich htte bescheiden knnen1 nicht so hoch in die ,wolken hinein zu malen4 - ,da geht die ,hauptstrae krumm und kleinstadtselig an trauten1 weinumgrnten ,giebelhusern vorber1 wo samtpftige ,katzen hinter blitzblanken1 blumengeschmckten ,fenstern behaglich spinnen1 krumm1 wie eben nur eine ,kleinstadtgasse laufen kann4 ,sie mndet in das winklige und verschobene ,marktpltzchen1 wo die ,huser runde ,torbogen haben4 ,eng wird's dann in den ,schlohusern4 ber die ,brstung einer altvterlichen ,steinbrcke blickt man in eine wilde1 struppige ,schlucht1 auf deren ,sohle ein fast versiegendes ,wsserlein rinnt4 ,drber zwei schwere1 mittelalterliche ,brckenbogen1 die an einem trotzigen ,achteck-,turm vorber zum ,schlo fhren1 das ber buntblhenden1 von ,freitreppen unterbrochenen ,gartenterrassen behbig thront4 ,es ist ein schlichter ,bau1 ,anfang des achtzehnten ,jahrhunderts errichtet 7nachdem die mittelalterliche ,burganlage #afha niedergebrannt war71 inschriftlich verziert und mit vornehmem ,altan4 ,gegenber ein bescheidenes1 wunderlich angelegtes ,turmgebude1 des ,schloverwalters ,wohnsitz4 ,alles atmet mitsamt dem ,park ganz den ,geschmack jener ,zeit4 - ,sprudelt ein ,brnnlein ins grnvermooste ,steinbecken4 ,wer sollte sich wundern1 wenn seideknisternd ein galantes ,reifrockdmchen mit kunstvoll gepudertem ,perckenbau1 und in ,kniehosen ein gleichfalls perckengeschmckter ,kavalier mit zierlichem ,degen1 naturschwrmend konversierend1 auftauchen wrden4 ,auch beim ,anblick der ,schlohuser meint man noch ,erbuntertnige zu schauen1 im zwilchenen ,kittel1 die ,nacken demtig gebeugt vorm vorberreitenden ,schloherrn1 aber ingrimmig vielleicht die ,faust heimlich geballt ber ,willkr und ,fron4 ,und endlich knnte auch ein ,fhnlein pluderhosiger ,landsknechte ber die mittelalterliche ,brcke daherziehen1 fluchend oder lustig ein ,liedlein singend vom ,buhlen und von ,frau ,minne4 ,mag anno #afjj dort so ausgesehen haben und anno #agjj vorm letzten ,brande1 wie es heute wiederum aussieht4 - ,neben dem stattlichen ,rittergut die #ahcd erneuerte ,kirche1 auf trutzhafte ,grundmauern gebaut1 die durch ,pfeiler gesttzt sind - aber das ,gebude verbaut und merkwrdig nchtern in dieser altertmlich-traulichen ,umgebung4 ,im ,tale die ,pfarrhuser1 anmutig in ,wiesengrn gebettete1 verwetterte ,huserchen1 die ,anfang #agjj von der ,kirche erbaut1 bis ,mitte #ahjj dem ,pfarrer als ,erb-1 ,lehns- und ,gerichtsherrn unterstellt waren4 ,am ,schloberg1 der ,fundsttte der altberhmten ,mutzschener ,diamanten1 ruppiges ,mauerwerk1 im ,grund eine romantische ,mhle in der ,nachbarschaft bauflliger ,htten4 ,auch im ,tale jenseits1 an der nach ,grimma fhrenden ,strae1 allerorten winklige1 engbrstige ,huserchen1 durch ,treppen und ,gchen verbunden1 an den grnenden ,hngen geschachteltes ,fachwerk1 verbaut1 verklebt1 wie eines ,vgleins ,nest - zigeunerbunt1 malerisch4 ,und das ,alter wob ein ehrwrdiges ,gewand um diese ,huserchen zwischen ,gartengrn1 um altertmliche ,durchgnge1 ,mauern und ,hfe4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,durchgang vom ,kirchhof zum ,markt in ,mutzschen ,illustration3 ,abb4 #d4 ,schlobrcke in ,mutzschen ,illustration3 ,abb4 #e4 ,mutzschener ,schlo vom ,hofe aus ,und nun1 ,wanderer1 der du ,mutzschen besuchst1 das ,stdtlein mit dem melodischen ,namen1 der wie ein ,kosename fr ,ehrwrdiges und ,schlichtes anmutet - kein ,bild aus grauer ,urzeit1 aber ein prchtig-altertmliches ,landstdtchen wirst du finden1 wo nur selten ein unechter1 nicht bodenstndiger ,klang mitnend aufklingen wird4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,blick vom ,schlohof auf ,rittergut und ,kirche in ,mutzschen ,illustration3 ,abb4 #g4 ,blick vom ,sden auf ,schlobrcke und ,schlo in ,mutzschen ,die ,kirche zu ,straberg im ,vogtlande ,von ,paul ,apitzsch1 ,oelsnitz i4 ,v4 ,mit photographischen ,aufnahmen von ,kurt ,sippel1 ,plauen i4 ,v4 ,oberhalb der ,kreisstadt ,plauen liegen im breiten ,wiesentale der ,weien ,elster zwei behbige ,bauerndrfer mit bemerkenswerten ,gotteshusern3 ,krbitz und ,straberg4 ,die von ,urban ,kaspar von ,feilitzsch im ,jahre #afbd gestiftete ,kirche zu ,krbitz gilt als die schnste ,dorfkirche des ,vogtlandes4 ,von unbekannter ,hand geschrieben1 steht an der ,holzvertfelung eines ,betstbchens der ,krbitzer ,kirche folgendes ,distichon3 ,pulchrius hoc in te non est1 ,voiglandia1 templum1 ,hoc urbs1 hoc vicus1 pagus et omnis ait1 d4 h4 ,schner als diese ,kirche gibt's keine in dir1 o ,vogtland6 ,das sagt ,stadt und ,land2 jedermann spricht es aus4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,kirche zu ,straberg vom ,wiesengrunde aus ,weniger bekannt und geschtzt ist die weiter elsterabwrts auf dem ,burgberg gelegene ,kirche zu ,straberg4 ,das ,geschlecht derer von ,straberg gehrt zu den ltesten ,adelsfamilien des ,vogtlandes4 ,ein ,henricius advocatus de ,strasberg wird urkundlich #abji genannt4 ,das ,stammschlo hinter der jetzigen ,kirche wird bereits #abhj als zerstrt aufgefhrt4 ,ein ,edler von ,straberg war es auch1 der zwischen #abcb und #abdh ,schlo ,vogtsberg bei ,oelsnitz erbauen lie 7,dr4 ,kurt von ,raab3 ,schlo und ,amt ,vogtsberg bis ,mitte des sechzehnten ,jahrhunderts74 ,die ,kirche in ihrer jetzigen ,gestalt hat indes mit dem ,geschlechte derer von ,straberg nichts zu tun4 ,sie ist an ,stelle einer urkundlich #abhd genannten ,capell zv ,straszborgk1 die unter dem ,orden der ,deutschritter stand1 von ,joachim von ,reibold auf ,schlo ,neundorf im ,jahre #aegf erbaut 7,rich4 ,steche3 ,beschreibende ,darstellung der lteren ,bau- und ,kunstdenkmler1 ,heft #aa74 ,dieser ,joachim von ,reibold mu ein sehr vermgender ,herr gewesen sein2 denn er besa auer ,neundorf und ,straberg auch ,netzschkau1 ,sachsgrn1 ,ebmath1 ,haselbrunn1 ,rnitz1 ,polenz1 ,gutenfrst1 ,kloschwitz und ,thannhof4 ,nur einem so reich begterten ,patronatsherren war es mglich1 die fr mittelalterlich drfliche ,verhltnisse auergewhnlich groe dreijochige ,hallenkirche zu schaffen4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,straberg im ,winter ,wolkenlos und sengend hei brtet ein stiller ,sommernachmittag ber der weiten ,elsteraue4 ,ich steige von der staubigen ,landstrae den kurzen1 steilen ,fupfad zum ,gotteshaus empor4 ,rechts des ueren ,friedhofseinganges schattet breitkronig eine alte ,linde1 und ihr ,bltenduft1 von keinem ,windhauche verweht1 versetzt urpltzlich ins ,mrchenreich der ,romantik4 ,der weihaarige ,totengrber ffnet die ,pforte1 und - ich stehe gebannt von der ,schnheit des ,durchblicks1 wie ihn ,meister ,sippel mit ausgesuchter ,khnheit in ,abbildung #d auf die ,platte gebannt hat4 ,vom dunklen ,vordergrund hebt sich lichtbergossen der ,vorplatz mit dem schmucklosen1 romanischen ,porphyrportal ab4 ,ich trete ein in die khle ,vorhalle4 ,eine freudige berraschung6 ,an den ,wnden hngen drei alte ,schnitzwerke4 ,zunchst der ,mittelschrein eines ,flgelaltars mit der heiligen ,anna selbdritt1 ,johannes dem ,tufer und einer heiligen ,frau ohne ,bezeichnung4 ,auf dem ,kirchboden fand ich spter die dazu gehrigen beiden ,seitenflgel1 innen ohne ,schnitzwerke1 auen mit ,heiligenbildern bemalt4 ,das zweite1 kleinere ,schnitzwerk in der ,vorhalle1 die ,fuwaschung ,christi durch ,maria ,magdalena darstellend1 scheint ein ,innenfeld des einen ,flgels ausgefllt zu haben4 ,das dritte und kleinste ,schnitzwerk1 stark beschdigt und ohne ,bemalung1 stellt nach ,steche die ,geielung ,christi1 nach ,ansicht anderer ,kunstkenner die ,geielung ,pauli dar4 ,es hat mit dem ,flgelaltar nichts zu tun und stammt1 wie die beiden anderen ,holzbildwerke1 aus der ,zeit um #aejj4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,kirche mit altem ,friedhof ,von der ,vorhalle im westlichen ,turmbau fhren zwei ,wendeltreppen nach den ,emporen und nach der genau ber der ,vorhalle gelegenen herrschaftlichen ,betstube4 ,an den ,wnden verblichene ,fresken vom ,jahre #afbf1 ,geburt und ,himmelfahrt des ,herrn darstellend4 ,das ,kreuzgewlbe der ,decke zeigt allerlei ,stuckfiguren und plastische ,engelsgestalten4 ,jetzt einfach wei getncht1 scheint diese ,decke ehedem bunt bemalt gewesen zu sein4 ,als weiteren ,schmuck weist die ,kapelle die ,wappen der ,adelsgeschlechter von ,reibold1 von ,feilitzsch1 von ,tho und von ,ende auf4 ,an der dem ,schiffe zugewendeten ueren ,brstung ist das ,bildnis des #agab gestorbenen ,hofmarschalls ,philipp ,ferdinand von ,reibold angebracht4 - ,illustration3 ,abb4 #d4 ,durchblick auf das ,westportal ,etwas sehr ,merkwrdiges zeigt sich uns1 wenn wir nunmehr1 von der herrschaftlichen ,betstube aus weiter aufwrts steigend1 die beiden nchsthheren ,stockwerke des ,westbaues in ,augenschein nehmen4 ,diese sind eigentmlicherweise als ,wohnung eingerichtet4 ,das eine ,stockwerk enthlt zwei stattliche ,wohnrume1 eine ,kche mit ,herd1 eine ,wandnische zur ,aufbewahrung von ,speisen und einen ,vorsaal4 ,von diesen ,rumen fhren zwei sich entsprechende ,treppen nach dem obersten ,gescho1 welches die ebenfalls schn gewlbten ,schlafzimmer enthlt4 ,steche vermutet1 da mit diesem ,wohnungseinbau die ,herren von ,reibold einen ,druck ausben wollten1 einen selbstndigen ,pfarrer zu erhalten2 denn ,straberg war lange ,zeit ,filial von ,plauen4 ,ob die hochgelegene ,pfarrwohnung jemals als solche benutzt worden ist1 lt sich urkundlich nicht nachweisen4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,sakristei mit ,erbbegrbnis ,und nun steigen wir noch ein ,stockwerk hher1 hinauf zu den ,glocken4 ,die ,kirche zu ,straberg gehrt zu den wenigen vogtlndischen ,gotteshusern1 denen es vergnnt war1 ihr vollstndiges ,gelut1 trotz der ,metallknappheit des letzten groen ,krieges1 behalten zu drfen4 ,die grte der drei ,glocken auer einer kurzen ,widmung die ,inschrift3 ,durchs ,feuer bin ich geflossen1 ,christoph ,salomon ,graulich von ,hof hat mich gegossen4 #agbe4 ,die mittlere ist die lteste4 ,sie stammt aus dem ,jahre #afgc1 und der ,glockengieer heit ,hiob ,breitinger4 ,die kleine ,glocke1 gestiftet vom ,kurfrstlichen ,schsischen ,rittmeister ,adolph ,hauboldt ,reibold1 hat ,daniel ,hendel aus ,zwickau anno #afhh gegossen4 ,illustration3 ,abb4 #f ,straberg mit ,kirche ,statten wir zuletzt dem alten ,friedhofe1 der rings um die ,kirche sich breitet1 einen ,besuch ab4 ,ehrwrdige ,lebensbume verleihen ihm ein dsteres ,geprge 7,abb4 #c74 ,eingesunkene ,steinmale und rostkranke schmiedeeiserne ,grabkreuze ragen aus einer ,wildnis von ,blttern und ,blten4 ,wundersam schmiegt sich aus dem ,ostgiebel der ,kirche die alte ,sakristei an 7,abb4 #e74 ,unter den ,steinflieen des kleinen ,gebudes ruhen seit #ahba im herrschaftlichen ,erbbegrbnis die ,gebeine der ,rittergutsfamilie ,golle auf ,neundorf4 ,spter wurde eine ,gruft an der im ,bilde sichtbaren ,auenseite der ,sakristei angelegt4 ,hier wurden ,rittergutsbesitzer ,karl ,bruno ,golle 7gestorben #aiag71 ,hauptmann ,bruno ,herbert ,golle 7gestorben #aiag7 und ,rechtsanwalt ,karl ,hans ,golle 7gestorben #aiba71 beigesetzt4 ,wilder ,wein rankt am brckelnden ,gemuer empor1 und von der ,kalktnche des ,ostgiebels rieselt an nebelfeuchten ,tagen ,krnlein um ,krnlein4 ,die seit #ahcb nicht erneuerte ,kirche zu ,straberg bedarf1 soll sie nicht vllig dem ,verfall entgegengehen1 innen und auen einer grndlichen ,erneuerung4 ,die ,kirchgemeinde hat keine ,mittel hierzu4 ,es ist ,pflicht der staatlichen ,behrden1 des ,landesvereins ,schsischer ,heimatschutz1 des ,landesamtes fr ,denkmalpflege und des ,finanzministeriums1 helfend einzugreifen und das gefhrdete ,kunst- und ,kulturdenkmal zu retten1 ehe es zu spt ist4 ,die ,abendglocke hebt an zu klingen4 ,weich weht der ,talwind um die schlanken ,pyramiden der ,friedhofszypressen4 ,ich steige hinab ins ,getriebe des ,alltags1 und lang noch im ,weiterwandern mu ich gedenken des ,schicksals der ,kirche zu ,straberg4 ,bauernland ,von ,gerhard ,platz1 ,weier ,hirsch ,das alte ,meien - eigentlich wollt' ich ja stracks vom ,bahnhof aus die ,landstrae gewinnen1 die mich heute wieder einmal so unwiderstehlich anzieht4 ,aber wie mich nun der ,hauch ,jahrhunderte alten ,brgertums umwittert aus all den krummen und holprigen ,gassen1 da bring' ich es doch nicht fertig1 so wie mit ,scheuklappen durch die liebe ,stadt zu hasten4 ,und wie es so geht in dem alten ,gemuer1 es kommt immer wieder 'was neues1 noch nicht beachtetes hinzu1 das auch dem eiligen ,wanderer noch zur freundlichen ,gabe wird und den ,schatz an ,erinnerungen vergrert1 den jeder echte ,heimatfreund mit dem ,namen ,meien verbindet4 ,so beschliee ich denn1 einen ,umweg zu machen und mich1 wenn auch kurz nur1 an der ,krone unserer oberschsischen ,heimat zu freuen4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,meien1 ,stadtkirche ,die ,superintendentenstufen geht es hinauf und an der hohen ,schule vorbei1 der ,frstenschule ,st4 ,afra4 ,hier bereits macht sich eine ,erinnerung auf1 die ich wohl immer behalten werde4 ,im ,maien war es des vorigen ,jahres1 an einem kostbaren freien ,werkeltag1 da fhrte mein ,weg hier herauf4 ,feierlich schwieg es im ,bannkreis der ,schule2 es war1 als hielten ,brgertum und ,werktag respektvoll den ,atem an vor dem ,wehen klassischen ,geistes4 ,aus den offenen ,fenstern hallten die ,stimmen der ,professoren1 die ihre ,schler auf die ,hhen des ,wissens fhrten2 aus dem ,obergescho des linken ,flgels sang eine ,geige s und weltvergessen - da1 ein ,schrei1 ein schier botisches ,jauchzen und ,jubeln6 ,ich habb'se1 hurra1 zwee ,maikfer habb' ich4 ,ein kleiner ,barfler aus der ,unterstadt hatte sich auf die ,brstung der ,einfahrt geschwungen und ein paar der gefrigen ,philister im braunen ,brgerrock gefangen4 ,was galten ihm die ,zauberin ,kirke und ,eos1 die rosenfingrige8 ,fest stand er auf seinen zwei braunen ,beinchen im ,tage4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,grubnitz ,ja1 die ,jugend in ,meien4 ,der alte ,adrian ,ludwig hat's gewut1 da das junge ,menschengewchs am holdesten in und vor altem ,gemuer emporglnzt4 ,und als schlg ich ein ,blatt aus seiner ,mappe auf1 so muten mich die vier ,bblein und ,mgdlein an1 die kurz vor der ,zinnenbrcke unterm blhenden ,kornelkirschbaum hocken und aus voller ,kehle singen3 ,weit du1 wieviel ,sternlein stehen an dem blauen ,himmelszelt8 ,habt ,dank ihr lieben ,musikanten1 ihr macht mir den ,sinn leicht und froh in aller ,trauer der ,zeit4 ,einmal schon ward mir hier oben das ,herze getrstet im ,bannkreis des ,domes4 ,das war in den letzten ,tagen des tottraurigen ,jahres ,achtzehn4 ,ich war im ,dome gewesen und hatte die ,liebesoffenbarungen deutschen ,geistes dort auf mich wirken lassen4 ,als ich aber wieder heraustrat in den ,tag1 da fiel mich der ,kummer an wie ein reiender ,wolf ber des ,vaterlandes ,schande - und dann sah ich ihn stehen4 ,schlank und hoch1 die grne ,mtze des ,frstenschlers auf dem blonden ,haar1 so stand er unterm haushohen ,fenster des fnften ,joches am ,langhaus1 daran noch die glorreiche ,hohenstaufenzeit gearbeitet1 und blickte hinauf nach dem ,westturm1 ruhig und zukunftsfroh4 ,das feldgraue ,gewand1 aus dem ,waffenrock umgearbeitet zum ,brgerkleid1 verriet den ,kriegsprimaner1 der vom ,schlachtfelde zurckgekehrt war fr kurze ,monate zur alten alma mater4 ,ich aber konnte den ,blick nicht von ihm wenden - nein1 noch war das ,reich nicht erstorben4 ,hier stand die ,jugend vor mir als ,symbol - er mute ja wieder kommen1 der ,tag der ,deutschen6 ,das ist die zweite ,erinnerung1 um die mir der ,burgberg so teuer4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,steuden ,einen anderen schon1 einen ,groen1 hat ja deutsche ,jugend hier in ,meien gepackt1 da er der ,grmlichkeit verga1 in die er zum ,leid seines ,volkes versunken war - ,goethe4 ,im ,april #ahac traf er hier mit einer ,schar von ,ltzows schwarzen ,jgern zusammen1 als er sich auf der ,durchreise nach ,teplitz befand4 ,jubelnd umringten sie ihn und baten ihn1 da er ihre ,waffen segne4 ,und siehe1 der ,mann1 der mrrisch das ,wort sprach3 ,rttelt nur an euren ,ketten - er ist euch zu gro1 der wurde von all dem ,jugendbrause doch schlielich gefat1 da er den ,gru fand3 ,zieht hin mit ,gott1 und alles ,gute werd' eurem frischen deutschen ,mute4 ,ein dritter ,tag noch steigt vor mir herauf1 wie ich mich der hohen gotischen ,pforte nhere4 ,ein ,ostersamstag war es1 so wie heute1 und ich schritt voll ,ehrfurcht durch den ,wald der ,sulen1 die dieses ,domes ,dach tragen4 ,vom ,orgelchor herab ergo sich ein ,lied voll ,glaubens und ,jubelns - eine ,frauenstimme probte noch einmal den ,festgesang des kommenden ,tages4 ,was hatte deutscher ,glaube1 deutsches ,knnen hier fr einen ,tempel errichtet in ,liebe und ,kraft4 ,wie zog dies steinerne ,gebet das ,herz hier empor6 ,rainer ,maria ,rilkes ,worte der ,anbetung kamen mir in den ,sinn1 die also anheben3 ,werkleute sind wir3 ,knappen1 ,jnger1 ,meister1 und bauen ,dich1 ,du hohes ,mittelschiff - und manchmal kommt ein ernster ,hergereister1 geht wie ein ,glanz durch unsre hundert ,geister und zeigt uns zitternd einen neuen ,griff4 ,dann blickte ich um mich4 ,stand er da nicht neben mir1 die ,stirne gesenkt1 das strahlende ,auge auf den ,boden geheftet1 um die ,lippen ein ,lcheln1 solch ein ,hergereister aus heiliger ,ferne8 ,diese ,stunde ist ein ,geschenk1 flsterte er mir zu1 mein ,freund1 der ,dresdner ,maler ,bruno ,heinz2 der ,nazarener1 wie sie ihn spter genannt haben4 ,er hatte mich heute hierher geleitet und seine ,seele tat sich auf1 weit und ahnungsvoll an dieser ,sttte4 ,wenn einer1 so verstand er den ,geist der ,werkleute1 die an diesem ,tempel gebaut haben viele ,jahrhunderte lang4 ,hier weilte er gern4 ,verkannt und verspottet1 von wenigen nur geliebt und verstanden1 ist er seine ,strae gezogen4 ,in viel uerer ,not und ,krnklichkeit1 er1 der doch ein ,knig war und ein ,dichter4 ,er1 von dem seine ,getreuen bald darauf in schwarz gernderter ,botschaft meldeten3 ,er ging hinber in jene ,regionen1 die zur ,zeit seines dornenvollen ,erdenwallens schon seine ureigene ,heimat waren3 er ging den ,weg seiner ,sehnsucht4 ,all sein ,wollen und ,knnen hat er grade damals noch in einer ,ausstellung darlegen wollen1 einer ,rechenschaft ber sein ,leben4 ,ach1 es waren nicht viele1 die in der ,kuppelhalle vor seinen gewaltigen ,blttern verweilten - und war doch eine ,sttte der ,rast da fr die ,seele1 ein ,gottesdienst in wahrer ,bedeutung6 ,die aber vorbergingen1 schttelten ihre ,kpfe und schritten zum ,nebensaal1 wo ein tchtiger ,tiermaler prchtige ,ochsen und ,pferde ausgestellt hatte4 ,heute1 hier war er glcklich6 ,mit einem schier frhlichen ,ruck warf er sein ,haar in den ,nacken und schritt mit mir weiter durch all den ,zauber in ,kreuzgang1 ,kapellen und ,bildern4 ,dann aber standen wir unten am ,strome1 sahen noch einmal hinauf nach dem ,berg1 und mein ,freund fluchte dem ,zeitalter der ,technik1 das das ,bild der reinen ,magd ber der ,elbe geschndet hat und der ,menschen ,seele verwstet4 ,doch nun ade heute1 mein ,meien4 ,hinaus will ich ja in das ,land1 zu dessen ,schutz und ,wehr du einstmals bestellt wardst1 hinaus jetzt ins ,freie6 ,mwengekreisch1 ,dohlengejauchz und rispelndes ,stromrauschen gehn mir zur ,seite1 wie ich jetzt fluabwrts den roten ,klippen entgegenschreite4 ,noch nie sah ich die ,albrechtsburg so schn und frei wie von hier aus4 ,an der ,schildmauer zwischen ,bischofspfalz und ,marien-,magdalenenkapelle klettert der ,efeu empor und an der ,burg gar strebt er hinauf in schwindelnde ,hhe bis an die ,fenster des zweiten ,stockwerkes mit ihren gewaltigen sptgotischen ,vorhangbgen4 ,ein ,felsentor ffnet sich dann beim ,gasthaus zur ,knorre1 und frei liegt der ,wasserweg vor mir4 ,gar lieblich flieen die sterlich frohen ,farben der ,landschaft ineinander ber - das ,junggrn der ,saat und das ,blaugrau des ,stromes1 ber dem allen das ,rot des ,steinbruchgewndes am hohen ,ufer4 ,will aber in all dem ,sonnenglast das ,auge dich schmerzen1 so schau dich nur um und lasse den ,blick einmal rasten auf dem ruhevoll grauen ,altersgewande der ,burg4 ,wie der ,steinbruch am ,ufer nagt2 nackt und kahl schieen gewaltige ,wnde gen ,himmel4 ,aber vershnlich breiten sich auf dem abgerumten ,gelnde jetzt neue ,weingrten mit frischem ,gepfhl und jungem ,rebwuchse aus4 ,da - hoch in den ,lften ein ,sperber - stockstill steht er jetzt in dem brausenden ,sturm1 die ,brust tief gesenkt1 die ,schwingen fast senkrecht gehoben1 den langen ,sto aufgebogen vom ,winde4 ,lange kann ich ihn durch das ,glas so beobachten2 dann geht ein elektrischer ,ruck durch den ,vogel und wie ein ,pfeil schiet er herab ins ,buschwerk des ,hanges4 ,hier nehme ich ,abschied vom ,strom4 ,durch sprieenden ,laubwald geht's einen ,stufenpfad aufwrts1 und unter festlichem ,finkengeschmetter betrete ich die gesegneten ,fluren von ,zadel4 ,noch einmal aber schweift von hier aus der ,blick zurck auf ,flu1 ,tal und ,hhen1 bis hinten im ,morgendunst der ,burgberg die ,aussicht verriegelt4 ,wie reich ist hier wieder einmal unsere ,heimat6 ,ich will nur hoffen1 da im kommenden ,mai1 wenn der ,kirschbaum im ,bltenkleid erjauchzt1 diese ,sttte von den ,meiner ,liebesleuten recht fleiig besucht werden wird2 schner als hier kann sich's nirgends wohl trumen lassen von ,lebensglck und ,liebesdauer landaus und landein4 ,zadel hat seine ,bedeutung gehabt in der ,geschichte der deutschen ,besiedlung unserer ,heimat4 ,es war ,burgward und geriet frh unter die ,klosterherrschaft von ,zella4 ,unterm ,krummstab ward die ,rebe hier eingefhrt und sie gedieh trefflich durch all die ,jahrhunderte bis auf unsere ,tage4 ,das alte ,klostergut1 seit der ,reformation ,staatsgut1 und die benachbarten ,hufen waren bevorzugte ,weinlagen1 und auch jetzt noch baut man hier einen ,gutblau1 ,gutblank und ,gutedel1 der sich sehen lassen kann4 ,es hat ,jahre gegeben1 da hier ,st4 ,urban1 der ,rebenpatron1 eine mchtige ,segensflle gespendet2 so wurden #afeb hundertunddreiig ,fa hier gekeltert4 ,der ,nutzen1 der so aus dem ,weinbau entsprang1 veranlate die ,bauern1 die ,weingrten immer mehr auszudehnen1 nicht nur in den ,hngen1 sondern auch auf der ,hochflche1 bis ,johann ,georg ,,ii4 in volkswirtschaftlicher ,erkenntnis dem entgegentrat4 ,wo der ,pflug kann gehen1 soll kein ,rebstock stehen1 ist ein richtiges ,wort4 ,in frheren ,zeiten bekam die ,pfarre zu ,zadel ein jhrliches ,mostdeputat aus den landesherrlichen ,bergen4 ,diese1 spter gegen ,geld abgelste ,gerechtsame hat sich und seinen ,herren ,amtsnachfolgern wohl der gelahrte ,magister ,petrus ,dietrich verdient4 ,an ihn1 heit es1 war einst die ,frau ,kurfrstin whrend des fters vorkommenden ,hoflagers auf dem ,kammergut herangetreten mit der ,bitte1 ihren ,eheherrn ob seines mchtigen ,durstes und dessen allzu bereitwilliger ,lschung ein wenig zu schtteln4 ,der ,magister versprach1 das ,seine zu tun2 wie er am ,sonntag aber den lieben ,herrn in seiner ganzen behaglichen ,flle unter der ,kanzel sitzen sah1 da bracht' er es doch nicht bers ,herz1 zu scharf mit ihm ins ,gericht zu gehen4 ,immerhin soll er einige milde ,hinweise auf die bedenklichen ,folgen allzu scharfen ,zechens getan1 dann aber mit den ,worten geschlossen haben3 ,se4 ,kurfrstliche ,gnaden hat's1 es bekommt ihr1 ,gott segne's ihr4 ,amen4 ,ergebnis - die oben erwhnte ,jahresspende6 beraus anmutig ist das ,kernstck ,zadels1 das stattliche ,kammergut1 auf dessen ,hof von ferner ,hhe her die dreizackige ,kirche von ,lommatzsch hereingrt1 und die ,dorfkirche4 ,im ,jahre #ahdb ward dies ,gotteshaus errichtet an ,stelle des alten ,baus aus dem ,mittelalter4 ,gurlitt nennt die neue ,kirche in ihrer noch tastenden ,gotik ein nicht unwichtiges ,beispiel der auf die lndliche ,kunst sich erstreckenden ,romantik2 und in der ,tat1 sie ist lieblich4 ,unter einer herrlichen ,apfelbaumallee ziehe ich dann hinber zum ,golkwald1 der die ,meiner ,gegend von der ,groenhainer ,pflege trennt4 ,in der ,wiese schnarren die ,stare1 hinter den ,weiden am ,gosebach taumeln die ,kiebitze hoch1 und steif und lendenlahm hoppelt ,meister ,osterhase ber die blanke ,sturze4 ,mit ,gebraus fhrt der ,sdwest durch den ,altgoldschopf der ,eiche im ,wiesengrunde2 dann packt er mich in ,genick und ,rcken und schiebt mich als lstigen ,auslnder ber die ,zadeler ,grenze1 hinein in den ,golk4 ,das ist ein schmales1 langes ,stck trefflich gepflegten ,staatswaldes1 in dessen ,stangen und ,schlgen berall gewaltige ,felsbrocken verstreut liegen4 ,sind's wohl die ,reste der ,riesensteine1 der ,geschosse1 die jene zwei feindlichen ,nachbarn aus dem ,geschlechte der ,riesen einst gegeneinander geschleudert haben1 der eine beim deutschen ,zadel1 der andere beim slawischen ,wantewitz stehend8 ,in noch anderen ,strichen des ,koloniallandes hier wei das ,volk von solchen ,gigantenkmpfen zu berichten4 ,so stammt der ,sockel des ,knigdenkmals im ,dresdner ,zwinger und der ,wrfel des ,moreaudenkmals von den ,riesensteinen in der ,nassau4 ,man darf wohl annehmen1 da mit den gewaltigen ,streitern die beiden artfremden ,vlkerschaften1 ,germanen und ,slawen1 gemeint sind1 die hier erbittert um die ,herrschaft gerungen4 ,verschwunden ist wendische ,art lngst aus der ,gegend1 aber wenn die ,buerin hierzulande die ,gnse lockt mit dem ,ruf3 ,biele1 biele oder husch-husch1 so sind das noch berbleibsel aus der ,sprache der ,wenden4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,zadel ,nach kurzer ,waldwanderung grt mich wieder lachendes ,bauernland1 ,laubach liegt vor mir4 ber seine ,fluren bin ich schon einmal geschritten1 an einem ,dezembertag im ,schtzenkessel4 ,die vielen ,hasen1 die allenthalben herumkobolzten1 lieen mich damals nicht recht zur ,betrachtung der ,landschaft kommen4 ,heute1 als schlichter ,wanderer1 habe ich mehr von ihr und kann mich ungestrt an den roten ,dchern und stattlichen ,obstgrten des freundlichen ,ortes freuen4 ,das ,revier ist ja auch nicht mehr in ,freundeshand2 ich brauche also weiter nicht achtzugeben auf die ,zahl der ,hasen und ,paarhhner1 die ich antreffe1 um daheim dem ,revierherrn zu berichten4 ,knapp genug mag es brigens selbst hier im milden ,niederland fr den armen ,lffelmann im diesmaligen ,winter zugegangen sein2 jedes ,weichholzgebsch ist bis hoch hinauf blitzblank abgeknappert4 - ,der ,gasthof zu ,laubach besitzt eine ,sammlung von beraus drolligen ldruckbildern aus dem ,jgerleben von ,mitte des vorigen ,jahrhunderts4 ,ich habe sie gern1 diese derbbunten ,bltter1 die so lustig all die ,verlegenheiten schildern1 in die ein ,jgersmann geraten kann bei der ,suche auf ,hase und ,huhn1 bei der ,pirsch auf ,hirsch1 ,reh und ,kittelwilpert4 ,es ist das auch eine ,art ,volkskunst1 meine ich4 ,in trumerischer ,frhnachmittagsstunde geht es dann weiter hinaus ins stille ,land mit seinen ,windmhlen und schwarzen ,pflaumenbaumalleen4 ,kein brllendes ,auto1 kein ,fabriklrm strt den ,frieden des stillen ,tages der ,grabesruhe2 reines1 ehrfrchtiges ,bauernland schaut hier hinauf in den ,himmel4 ,ganz selten einmal begegnet mir ein lndliches ,fuhrwerk1 fast stets dann mit wundervollen1 edlen ,pferden bespannt4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,zehren - ,zadel ,dort1 wo das ,land sich zur hchsten ,erhhung aufwellt1 steht die neue ,kirche von ,wantewitz1 dem ,dorfe des ,iwan1 des grimmigen ,feindes von ,zadel4 ,einen erstaunlich weiten ,blick tust du von hier aus ins ,land4 ,erdwlle sollen frher das hochgelegene ,dorf umgeben haben1 noch #ahdj sollen sie sichtbar gewesen sein4 ,damals stand auch noch die alte ,kirche hier oben1 die so viel mehr fr ,herz und ,gemt dem ,heimatmenschen geboten haben mu mit ihrem wuchtigen1 bodenstndigen ,breitturm als der nchterne ,bau aus dem ,jahre #ahfd4 ,aber so war es ja damals fast berall im ,lande - die alten ,kirchen muten weg4 ,bauflligkeit war meist der ,befund1 und wenn es dann ans ,abreien ging1 da brachte man das ungeheure ,mauerwerk oft gar nicht nieder1 und die ,pioniere muten kommen mit ,pulver und ,zndschnur4 ,manch herzliebes ,dorfbild htte uns erhalten bleiben knnen2 nur mit wirklicher ,wehmut kann man ,vergleiche anstellen aus den ,abbildungen der alten schsischen ,kirchengalerie etwa1 die um #ahdj herauskam1 und denen der neuen ,auflage dieses ,werkes aus unseren ,tagen4 - ,sauber und nchtern liegt das ,innere der ,wantewitzer ,kirche vor mir2 den schnsten ,schmuck hat sie wohl in den zwei ,leuchtern auf dem ,altar - ,eisengu in edler ,hermenform mit klassischer ,lichtvase und ruhiger ,ornamentik2 ein beachtenswertes ,werk aus der ,frhzeit von ,lauchhammer offenbar4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,in der ,groenhainer ,pflege ,wild fegt der ,westwind jetzt ber das ,land1 die ,sonne ist hinter grauen ,wolken verschwunden und der bunte ,sonnenweiser am ,halbhfnerhaus von ,wistauda kann seines ,amtes nicht walten4 ,dorf ,porschtz liegt hinter mir1 und in der ,ferne taucht ,groenhain auf in einer auenartigen ,landschaft1 trotz aller ,fabrikessenunzier noch ein trauliches ,stadtbild mit seiner hohen grazisen ,marienkirche4 ,frstelnd blick ich mich um am ,wegekreuz1 etwas ,melancholisches liegt ber der ,landschaft1 und frwahr1 es ist eine traurige ,sttte1 an der ich jetzt stehe4 ,vor hundertundeinem ,jahre hat sich hier eines jener ,nachtstcke aus dem menschlichen ,leben abgespielt4 ,ein junges ,mdchen1 eine ,brgerstochter aus ,groenhain1 ist hier einem ,wstling zum ,opfer gefallen und unter seinen ,fusten verrchelt4 ,ins ,elternhaus wollte sie heimkehren vom ,besuch bei ,verwandten ber der ,elbe1 und als sie in den ,abendstunden an diese ,sttte hier kam1 da frher ein ,wldchen gestanden1 da brach aus den ,bschen der ,mrder hervor4 ,verzweifelt mu sie um ihr ,leben gekmpft haben2 ein ,stck ,tuch1 aus dem ,mantel des ,mrders gerissen1 verriet diesen spter4 ,dabei ist ihr ,hilfegeschrei nicht einmal ungehrt verklungen2 ,landleute auf den benachbarten ,feldern haben es gehrt1 haben es aber nicht weiter beachtet - ein bitterer ,beitrag zur ,geschichte menschlicher ,trgheit und ,torheit4 ,so mute dieses schne1 allgeliebte und gute ,mdchen1 wie das ,groenhainer ,wochenblttchen im ,nachruf sie nennt1 hier im ,angesicht der ,vaterstadt sterben4 ,auf dem ,friedhof zu ,strieen liegt sie begraben2 auf ihrem ,leichenstein1 zu dessen ,fen ein paar ,veilchen hervorsprieen1 find' ich die rhrenden ,worte3 ,groll und ,rache sei vergessen1 unserm ,todt ,feind sei verziehn4 ,der ,vater war ein ehrsamer ,buchbindermeister und kannte seinen ,schiller4 ,den kleinen ,denkstein an der ,mordsttte aber1 der im ,laufe des ,jahrhunderts halb ins ,erdreich versunken war1 hat der durch zahlreiche ,verffentlichungen um die ,heimatgeschichte des ,kirchspiels wohlverdiente ,pfarrer ,hasche zu ,strieen wieder heben lassen4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,meien ,dieses ,strieen mit seiner umfangreichen ,geschichte darf wohl als typisches ,dorf der ,groenhainer ,pflege gelten4 ,viel ,beachtliches aus altschsisch drflicher ,vergangenheit bieten seine ,annalen4 ,da sind die neuen ,rgen1 die der ,justizamtmann von ,groenhain im achtzehnten ,jahrhundert fr das eingepfarrte ,medessen festsetzte4 ,ein ,paragraph aus ihnen gefllt mir besonders4 ,auf jedem ,hof1 heit es da1 sollen zwei ,samengnse gehalten werden und ein ,gnsch4 ,der ,zuwachs an dem ,bestand aber soll zu ,martini in jedem ,jahr bei ,strafe von einem ,groschen gnzlich abgeschafft sein4 ,ist das nicht eine gar frsorgliche ,anhaltung1 den ,genu des edlen ,gnsebratens bei denen ,untertanen nach ,krften zu verbreiten8 ,gemeint wird die ,vorschrift ja haben1 den bermigen ,weidegang der ,martinsvgel einzuschrnken4 ,von ,interesse drfte auch der ,gutsbergabevertrag sein1 der im ,jahre #agdj hierzulande abgeschlossen ward und der einen beachtlichen wirtschaftsgeschichtlichen ,beitrag liefert4 ,da wird der ,sohn verpflichtet1 der das ,gut an ihn abtretenden ,mutter jhrlich sechs ,scheffel ,getreide zu liefern und mahlen zu lassen4 ,beim ,backen hat er ihr immer von ihrem ,mehl zwei ,brote und einen ,kuchen in die mittelste ,reihe des ,backofens zu setzen4 ,er mu fr sie eine ,metze ,lein aussen1 ihr einige ,beete im ,grtzegrtchen berlassen1 dazu ein anderthalbjhriges ,schwein und einen tchtigen ,stall1 auch zwlf ,kannen ,butter1 sechs ,kannen ,mai-1 sechs ,kannen ,herbstbutter1 ein ,schock ,kse1 ein ,schock ,eier1 den vierten ,teil von allem ,obst1 freies ,getrnke soweit er es selbst hat1 alle ,sonntage eine ,kanne ,milch fr sie bereitstellen4 ,der ,mutter steht die ,mitbenutzung des ,kirchenstuhls zu1 die der ,mandelkammer1 und der ntige ,raum in der ,stube1 besonders die ,hlle am ,ofen4 ,sie darf bei des ,sohnes ,feuer kochen2 wird sie krank1 darf sie ihr ,bett in die ,stube stellen lassen1 auch mu ihr eine ,wrterin gehalten werden4 - ,ein guter ,rckversicherungsvertrag wahrlich4 ,im ,jahre #ahac litt das ,dorf besonders stark unter den ,kriegslasten4 ,als ,napoleon sich endlich am #bg4 ,september ber die ,elbe zurckziehen mute1 gab er den ,befehl1 das ,land nach ,mglichkeit zu verwsten1 alle ,obstbume niederzuhauen1 smtliches ,vieh fortzutreiben1 die ,wlder zu verbrennen und alle ,nahrungsmittel zu zerstren4 ,glcklicherweise verhinderte das rasche ,vordringen der ,verbndeten die ,ausfhrung dieses ,befehls4 ,die schsischen ,truppen aber sollen ber die harte ,behandlung ihrer ,heimat so erbittert gewesen sein1 da sie bei einer groen ,parade trotz des brausenden vive l'empereur der franzsischen ,regimenter beim ,vorberreiten des ,kaisers in vlliger ,lautlosigkeit verharrten1 obwohl sie ,napoleon sogar mit einer ,ansprache beehrte4 ,gar viel haben wir zwei ,heimatfreunde1 der ,herr pastor loci und meine ,wenigkeit1 im traulichen ,studierzimmer der ,striener ,pfarre noch zu errtern vor uns1 da tritt das ,pfarrtchterchen herein3 ,in zwlf ,minuten geht der ,zug in ,priestewitz ab4 ,und so wrdelos der ,abschied wirken mag - wie ein gehetzter ,bsewicht sause ich die ,dorfstrae hinunter1 und mu das liebe ,dorf1 das mir mit seinen gemtlichen ,bauernhfen und ummauerten ,grasvorgrten beim ,einmarsch so wohl gefiel1 unbesehen lassen4 ,ein und ein halb ,kilometer bis zum ,bahnhof steht am ,wegestein - und rund zehn ,minuten nur ,zeit6 ,da heit es hergeben1 was an ,wanderlust noch in den ,gliedern geblieben6 ,aber ich schaff' es1 querfeldein ber ,wiesen und cker2 doch erst in ,dresden komme ich wieder richtig zu ,atem4 ,auf den deutschbhmischen ,kammhochflchen des stlichen ,erzgebirges ,von ,a4 ,eichhorn1 ,glashtte ,aufnahmen3 ,max ,nowak1 ,dresden ,abseits von den belebten ,fremdenorten auf der ,nordabdachung des stlichen ,erzgebirges liegt unser heutiges ,wandergebiet4 ,noch vor zwei ,jahrzehnten ruhte ber diesem und jenem ,drflein und ,stdtlein der genannten ,landschaft die ,bergeinsamkeit4 ,da erwachte in den ,menschen der ,grostadt die ,sehnsucht1 aus ,lrm und stauberfllter ,luft fr ,wochen in reine ,luft und ,stille zu fliehen1 einmal in einfacheren ,lebensverhltnissen zu sein4 ,das war ein edles und wertvolles ,vorhaben4 ,so mancher ,husler kam durch seine ,sommergste zu einem ,sparpfennig4 ,aber bald brachten die ,fremden das1 wovor sie flohen1 in die ,abgeschiedenheit mit1 und manches ,stck ,bodenstndigkeit der ,einheimischen in ,sprache1 ,kleidung1 ,wohnungseinrichtung und ,volkssitte schwand dahin4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,blick vom ,fleyberg ber die ,hochflchen von ,motzdorf1 ,grnwald1 ,willersdorf1 ,ullersdorf ,abseits von den vielbegangenen ,wanderstraen1 die ber ,nollendorf1 das ,mckentrmchen und durch den ,seegrund fhren1 dehnen sich die weiten ,hochflchen im deutschbhmischen ,teil des stlichen ,erzgebirges4 ,nur eine kleine ,zahl vom groen ,heere der ,bergwanderer zieht auf dem ,kammwege dahin1 der ber sie hinwegfhrt4 ,und die hier oben wandern1 haben nur zu oft ihre vorwrtsdrngende ,hast nicht daheim gelassen und knnen auf der dehnenden ,weite nicht zur ,ruhe kommen4 ,wer aber beharrenden ,geist mitfhrt und im beschaulichen ,verweilen mitunter den ,kammweg verlt1 dem rinnt der ,quell der ,entdeckerfreuden1 dem wird das ,neuland zum ,erlebnis4 ,nur der flchtig schauende ,wanderer kann diese ,landschaft1 die sich von ,peterswalde an ber ,streckenwalde1 ,adolfsgrn1 ,vorderzinnwald1 ,hinterzinnwald1 ,neustadt1 ,willersdorf1 ,ullersdorf1 ,grnwald1 ,motzdorf1 ,fleyh bis ,georgendorf breitet1 de nennen4 ,dem ,kenner bleibt sie ein liebes ,wandergebiet4 ,dies ,hochland trgt noch den ,wintermantel1 wenn die ,menschen im ,tiefland unter blhenden ,bumen den ,frhling einatmen4 ,es ist eine erstorbene ,landschaft um die ,zeit1 wenn die schweren ,sptherbstnebel wochenlang darber liegen4 ,es ist ein ergreifend ,stck ,heimaterde zur ,mittsommerzeit1 da alles seine ,farben trgt und ber die breitenden ,hochwiesen sich ein weiter blauer ,himmel spannt4 ,zu solcher ,stunde tritt einmal an den ,rand der ,hochflche1 vielleicht auf den ,keilberg bei ,neustadt1 auf den ,strmer1 die basaltne ,strobnitz oder gar auf den zerblockten wegfernen ,wieselstein4 ,jh verstrzt sich der gewulstete ,rand in eine weite ,ebene1 darber sich viele gewaltige ,basalt- und ,klingsteinkegel trmen4 ,dein ,gedankenlauf geht zurck in graue ,zeitferne1 da der ,steinteig feuerflssig aus der ,erde quoll und zum drohenden ,donnersberg1 ,kletschen1 ,schladnig1 ,borschen1 ,sellnitzer und ,radelstein erstarrte1 wie ,wasser1 ,eis1 ,sonne und ,wind an ihren ,krpern nagten und mit umgestaltender ,kraft um ihre ,fe ein reiches ,pflugland breiteten4 ,du schaust hinab auf eine einzige1 riesige1 verdunstete ,werkstatt1 daraus hunderte von ,schloten starren1 denen der ,rauch in hoher ,sule entsteigt und sich im ,steigen zur breiten ,wolke lockert oder breiig trge ber den ,rand quillt4 ,und all die wechselnden hellen und dunklen ,qualmmengen flieen zum drckenden ,dunstmeer zusammen4 ,in der dunstschwangeren ,ebene kriechen viele schwarze ,schlangen mit qualmspeienden ,kpfen4 ,das sind die langen ,kohlenzge1 die aus dem ,kohlenbecken die verkohlten ,baumgestalten tertirer ,wlder zu den ,dampfkesseln der ,werkorte fahren1 darinnen mit nervenzerrttendem ,lrm rastloser ,menschenflei schafft4 ,nach solchem ,blick in die grende ,tiefe betritt wieder die ,hochflche4 ,verschwunden sind die aufgeregten ,formen4 ,wie ein ,greis in seiner wohltuenden ,ausgeglichenheit begegnet dir die ,landschaft1 wo ,wald1 ,wiese und ,moor sich dehnen1 die ,ebereschenstrae zieht1 die ,berge sich als sanfte ,hgel wlben und dazwischen in der flachen ,wiesenmulde1 bachentlang1 sich das ,hochdorf duckt oder verstreut auf freiem ,plane hockt4 ,du wirst diesen ,gang tun mit dem ,gefhl1 einem erstickend machenden ,dunst entronnen zu sein4 ,deine ,atemzge gehen tiefer4 ,oh1 hier streicht reine ,hhenluft1 hier scheint die ,sonne heller6 ,das ,hehre der ,einsamkeit wird dir nun erst bewut4 ,kampf und ,entsagung ,ja1 hier oben atmet sichs leichter4 ,aber es ist eine karge ,heimat4 ,kampf und ,entsagung spricht aus ihrem ,antlitz4 ,kmpfen und entsagen mssen ,pflanze1 ,tier und ,mensch4 ,durch alle ,monde hindurch whrt der ,kampf mit den ,wetterkrften4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,blick vom ,keilberg ber ,niklasberg und die ,teplitzer ,ebene nach dem bhmischen ,mittelgebirge ,reiender ,sturm und ,nebel fhren miteinander einen zerzausenden ,kampf4 ,vorbei jagt das weie ,gebrodel1 und hinter dem ,tarnschleier ahnt der ,nebelwanderer die weite ,wiese1 den ,wald4 ,immer whrt ein ,kommen und ,gehen von weiem ,geschiebe4 ,es ist ,erregung in diesem ,treiben4 ,aus der nebelverwischten ,landschaft kommt nahes ,wasserrauschen4 ,doch wenige ,schritte vorwrts1 und das ,auge sagt1 dem getuschten ,ohr1 da der ,sturm mit dem ,bergwald ringt4 ,aber nichts ,krperhaftes ist am ,walde3 ,ein schwingender1 rauschender ,schatten4 ,drinnen im ,wald wird der ,nebel ziehend1 wlzend1 schleichend4 ,schwermut liegt im ,nebelwald4 ,ein zeitloses ,versinnen berkommt den ,wanderer beim ,gehen durch das graue ,dmmer1 das zwischen den ,stmmen trge zieht1 zuweilen regungslos zu schweben scheint4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,wetterwolken ber ,unterwillersdorf und ,motzdorf ,da pltzlich schlgt der ,bergfink im ,nebelwald4 ,aber nur mit ,mhe vermag das ,ohr die ,richtung des ,schalles zu bestimmen4 ,es ist1 als litte das ,ohr1 wenn das ,auge im ,blick zum bunten ,snger gehemmt wird4 ,dann ruht der ,bergwald wieder in seiner erschauernden ,schwermut4 ,und mit der nebelschwangeren ,bergluft atmet der ,wanderer die ,schwermut ein4 ,im ,versunkensein wird der hastende ,geist zur ,ruhe gebracht1 wird manch ,samenkrnlein fr kommendes ,schaffen erworben4 ,ein erschauernder ,zauber liegt im nebeltriefenden1 sturmzerkmpften ,wald4 ,millionen ,trpfchen hngen am ,waldgras1 am ,nadelgehnge der ,fichten4 ,mit dem ,bergwald trieft des ,wanderers ,mantel1 an dessen ,saum sich der zu ,tropfen gewordene ,nebel speicherte4 ,vom ,licht- und ,schattenspiel ruht der ,wald4 ,ausgelscht sind die ,waldfarben4 ,als drohende ,gestalten geistern die berhaltstmme auf der ,lichtung4 ,aus dem ,nebel lst sich eine ,menschengestalt1 schreitet mit kargem ,gru vorber1 um sogleich wieder zu ,nebel zu werden4 ,nebelverwischt zieht der ,berghirsch ber den ,weg von ,waldwand zu ,waldwand4 ,unmerklich endete der ,wald4 ,hier lag an ,sonnentagen das ,hochdorf so wundersam verloren auf seinen ,wiesen4 ,und heute8 ,doch nah1 recht nah mu es sein1 denn immer sind ,dorfgerusche vernehmbar1 und der ,zwitscherlaut der ,schwalbe schrillt ans ,ohr1 die nahrungsuchend durch das ,dmmer jagt4 ,ja1 ein harter ,kampf ist es fr ein ,schwalbenpaar1 die ,kinder zu erhalten1 wenn selbst um des ,jahres ,hochzeit tagelang die mckenleere ,nebelluft ber den ,hochflchen lagert4 ,wie schreien die kleinen ,vogelkinder1 wenn die wrmenden ,eltern einmal fr wenige ,augenblicke nestfern sind4 ,auch die ,stare gehren im ,hochdorf zu liebgewordenen ,sommergsten4 ,im ,starkasten auf der sturmgerttelten ,eberesche wohnen sie4 ,wohl macht ihnen der ,nahrungserwerb nicht so viel ,mhe wie den ,schwalben1 aber kalte ,tage bedeuten auch fr sie karge ,tage1 weil das ,gewrm im ,boden bleibt4 ,auch jeglichem ,haar- und ,federwild sind die langwhrende ,nsse und ,khle zwei schlimme ,feinde4 ,aus durchwrmter ,stube schaut das ,auge in das weigraue ,dmmern1 das kaum bis zum ,nachbarhaus sich ffnet4 ,da verstrkt sich das ,gefhl grter ,abgeschiedenheit4 ,aber sollte heute1 an des ,jahres lngstem ,tage1 der ,nebel sich nicht lockern1 nicht weggeblasen werden vom reienden ,luftstrom8 ,sie geben keine ,hoffnung1 die nebelkundigen ,siedler4 ,mit tagelanger ,nebelhlle auch zur ,jahreshhe sind sie vertraut4 ,und die bettelnde1 wettertrotzende ,zigeunerin schreitet barfu mit ihrem ,sugling im ,rckentuch in den ziehenden ,nebel1 dessen nasser ,hauch keinen wrmenden ,sonnenstrahl zur ,erde lt4 ,um die ,mitternachtsstunde verglimmen die letzten dampfenden ,glhaugen aus regungslos hockenden ,gestalten4 ,totenstill ruht das ,hochdorf in seinem ,nebelsarge4 - ,zerkmpfte ,gestalten stehen im ,wald und an den ,straen4 ,windgeschert sind ,buche1 ,fichte1 ,eberesche4 ,der ,bergwind stellte sie schief am ,straenrande und die ,seite1 die ihm zugekehrt1 schor er ab4 ,nun gleicht die ,baumkrone einem nach hinten zu wehenden ,schopf4 ,all die ,zweige1 die dem dauernd streichenden ,winde zugekehrt sind1 leiden an bergroer ,verdunstung1 denn die wehende ,luft wirkt aussaugend auf die ,zwischenzellrume in den ,blttern1 ausgetrocknet wird der ,boden und er vermag der bermigen ,verdunstungsseite des ,baumes nicht genug an ,lebenssaft zuzufhren4 ,die ,zweige verkmmern1 sterben ab4 ,durch die monatelang gleichgerichtete ,zugkraft zwingt der ,wind die ste der ,gegenseite in seiner ,streichrichtung zu wachsen4 ,in einem so langen1 ununterbrochenen ,kampfe verlieren die ,holz- und ,bastzellen ihre ,schnellkraft1 die ,fhigkeit1 nach dem ,anprall des ,luftstromes wieder in ihre alte ,lage zurckzuweichen4 ,die ,baumkrone wird windschief4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,oberwillersdorf in flacher ,wiesenmulde ,feuchtende ,nebel1 zerzausende ,wetterschauer und lastende ,eismantel schufen die zerkmpften1 zum ,teil erstorbenen und wie blitzgetroffen anzuschauenden ,baumgestalten auf dem ,wieselstein4 ,trmmerholz in maloser ,menge1 entrindet1 gebleicht1 vereint sich mit dem ,blockgewirr zum fuhemmenden ,kampffeld4 ,von jahrtausendelangem ,kampfe mit den nagenden ,wetterkrften zeugen die zerschundenen ,felsmassen1 um die sich das ,haufwerk von ,blcken schart4 ,strmer6 ,es mag wohl sein1 da ihm seine ,lage an einer der sturmreichsten ,randaufwlbung der ,kammhochflchen diesen ,namen eintrug4 ,noch nirgends auf dem ganzen ,erzgebirge sah ich einen so zerstrmten ,buchenwald wie an des ,strmers sanft geneigter ,westseite4 ,moos- und flechtenberkrustet sind ,baum und ,stein im feuchten ,hochflchenwald4 ,an den ,wurzeln hocken die ,becherflechten mit ihren roten ,fruchtkrperchen4 ,unzhlbar gelbe ,schsselchen vereinen sich zum leuchtenden ,farbenpolster4 ,auf glatten ,buchenstmmen zeichnet die ,schriftflechte ihre ,runen4 ,im ,verein mit den ,flechten haben sich die ,moose in den ,klften der zerfurchten ,fichtenrinden eingenistet4 ,hier rinnt das ,wasser nicht so schnell herab1 da knnen die winzigen ,geschpfe trinken nach ,herzenslust4 ,gar verschieden sind sie an ,farbe1 vom hellgelblichen ,grn durch alle ,grntne hindurch wechselnd bis zum dunklen ,samtgrn4 ,der ,bergwanderer mu sein ,leben schon nach dem ,stifterschen ,moossucher gestalten1 wenn er den ,artenreichtum dieses ,pflanzengeschlechts ergrnden will1 das seine volle ,farbenpracht im ,regen leuchten lt und mit seiner ,schwellung ein ,stck ,regenschnheit von eigenem ,zauber wird droben in der ,einsamkeit4 - ,es ist eine ernste ,zeit fr die ,siedler1 wenn das ,heimsen auf den ,hochwiesen anhebt4 ,mit erstem ,dmmerschein zischen die ,sensen durchs taugente ,gras1 und wenn das ,frhglckel im ,dorfe schwingt1 dann eilt ,weib und ,kind hinaus und hilft mit streuen1 wenden1 laden4 ,selbst die kleinste ,kraft mu dienen und sei es1 da sie die ,heubschel wiederholt1 die der frische ,bergwind wegblies1 der die perlenden ,stirnen khlt4 ,mit dem ,bergwind streicht wrziger ,heuruch ber die ,weiten4 ,dngelhammergeklirr verhallt sich im ,walde4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,blick vom ,wieselstein 7#ief ,meter7 ber das bewaldete ,kammland nach ,osten4 ,auf der freien ,flche ,huser von ,langewiese ,heuzeit1 heilige ,zeit6 ,in diesen ,tagen bedeutet die ,wiese fr den ,husler die ,kirche4 ,gar selten wird von den ,heumachern ein ,wrtlein laut4 ,es ist ein schweigsames ,heimsen unter dem ,sonnensegen1 als gelte es1 einen ,schatz zu bergen1 der verlorengeht1 wenn ,menschenlaut das ,bergen strt4 ,so ist es auch4 ,dem ,husler bedeutet sein ,heu den grten ,schatz und jede ,stunde1 ungentzt im verweilenden ,gesprch1 kann ihm sein ,kleinod entwerten1 wenn tckisch schnell sich nasser ,nebel naht und tagelang nicht wieder weicht4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,neustdter ,husergruppe im ,nebel ,hat die ,kuh ihr krftig ,heu1 dann gibts auch ,nahrung und von der ,milch bescheidenen ,erls1 erworben im stillen ,heldentum der ,arbeit4 ,der ,bergwanderer nimmt das ,mhen wahr1 wenn er zu frher ,morgenstunde am ,steilhang weilt4 ,wgelchen auf ,wgelchen1 beladen mit zwei1 drei und vier ,milchkannen1 rollt hinab in die ,kurstadt und ihre ,vororte4 ,dem ,verkauf folgt die dreistndige1 kraftfordernde ,heimfahrt4 ,tglich wird der sechsstndige ,lauf vollbracht neben aller ,huslerarbeit1 auch wenn die ,wiese hchste ,kraft verlangt zu ernster ,heuzeit4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,nebel im ,wald bei ,willersdorf ,erst wenn die knisternde ,ernte unters hohe ,schindeldach gezwngt ist1 drfen sich die mden1 schmerzenden ,glieder in gewohnter ,arbeit erholen4 ,dann folgt dem stillen ,belebtsein auf den ,hochwiesen durch die ,heumacher ein ander ,leben4 ,glckelnd grasendes ,milchvieh schreitet darber und verwischt mit geruschvollem ,grasen die bogigen ,sensenspuren4 ,des ,hters greller ,ruf schreckt das ,bergschweigen4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,ebereschen im ,nebelsturm bei ,neustadt ,nur wenige ,wochen genieen des ,huslers ,kuh und ,ziege den freien ,weidegang4 ,whrend ihre ,artgenossen im ,tieflande sonnige ,gilbhardtstage im ,freien verbringen1 hocken sie schon wieder im engen ,stalle4 ,und drauen streicht feuchtender ,nebel4 ,drauen heult der ,sturm4 ,im ,reif frsteln die ,hochwiesen4 ,ist die ,heuernte geborgen1 dann werden die ,krge mit ,blaubeeren gefllt1 auf dem ,moore die ,rauschbeeren gestreift4 ,einen guten ,korn giet der ,vater darber1 dann gibts nach einigen ,wochen einen wohltuenden ,trunkelbeerschnaps fr ,magen und ,unwohlsein4 ,und weit habens die ,huslerkinder in ihrer ,kunst gebracht1 ,schwmme aufzustbern4 ,es mu auch ein groer ,vorrat sein1 wenn im ,winter oft das ,schwammlmahl auf dem ,tische stehen soll4 ,der ,winter ist ja so lang1 so lang4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,stube in ,neustadt4 ,im ,hintergrund der weigetnchte ,backofen4 ,anfeuern geschieht von der ,hausflur aus ,entsagen mssen die ,husler jeglicher ,obstfrucht1 kein bunter ,apfel1 keine ,birne reift da droben4 ,nur in der ,ferne schauen sie unten ein ppiges ,obstland4 ,grnen ,bndern gleich dehnen sich die ,fruchtbaumreihen in gelben ,weizenflchen und an ,straen4 ,dort liegt gebender ,boden4 ,dort scheint die ,sonne wrmer4 ,entsagen mu auf der ,kammweite das ,auge dem ,anblick von manneshohem1 windgewelltem ,halmenmeer1 darinnen ,rot und ,blau und ,wei mit hrengelb zum ,farbeneinklange sich schart4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,grenzgraben in der ,kiefernweiche ,der ,siedler kann zuweilen nur kniehoch den ,brothalm sensen4 ,erst spt im ,herbste reift mit ,mh der ,hafer4 ,zum seltnen ,klang im ,dorfe wird des ,flegels ,polterschlag4 ,abgerungen will der ,boden seine karge ,gabe haben4 ,bodentreue ,herzen gebiert dies ,hochland1 zufrieden in ihrem ,entsagen4 ,und lieb1 lieb gewinnen sie ihr ,fleckchen ,heimaterde im werbenden ,schweie4 - ,ein tchtig ,holz gilts auch immer bereit zu halten1 denn keine ,kohle kocht das ,mahl1 und der ,backofen will ein kernig ,scheit haben1 wenn das ,brot geraten soll4 ,zwei1 drei und zuzeiten auch mehr behbige ,holztrme aus ,stockholz und ,scheiten stehen ums ,husl1 hoch bis zum ,schindelgiebel4 ,die besten ,mitkmpfer sinds gegen des ,winters ,tcken1 fr die ,zeit1 da aus schneetrchtigen ,wolken vom ,abend zum ,morgen1 vom ,morgen zum ,abend ein begrabend ,niederschtten anhebt4 ,langsam1 unaufhaltsam versinken ,weg1 ,brcke und ,strauch im ,schnee4 ,im ,wald schart sich das weie ,flocken zur drckenden ,last1 knickt stchen1 bricht ste1 senkt ,wipfel1 verzaubert ,baum und ,bumchen zu bittenden1 drohenden1 fliehenden ,menschen- und ,tiergestalten4 ,am ,wetterhusl vor der ,haustr schaufeln die ,leute den ,weg frei zum ,brunnenhusl1 schaufeln und schaufeln1 es schneit und schneit1 bald wird die ,haustr am ,giebel zum ,ausgang4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,drei ,meter hohe ,abstichwand im ,seemoor ,kein ,holz kann aus dem ,wald in die ,werkorte gefhrt werden4 ,die ,brettmhlen im ,dorfe feiern4 ,aber auch ,schnee gibt ,brot4 ,das ,herdfeuer in der ,schmiede kommt nimmer zur ,ruhe4 ,gleitschiene um ,gleitschiene mu es fr die ,schlitten hitzen4 ,ungeduldig verlangen die ,zuggule nach den ,wintereisen an ihre ,hornschuhe4 ,dann kommen ,mnner1 vermummt gegen ,klte und ,schneesturm1 und holen ,hacken und ,schaufeln1 die der ,schmied angriffsfest schuf zum ,kampf gegen ,wchten1 ,wehen und ,eis4 ,auf der ,bezirksstrae schaffen sie um ihren ,tagelohn4 ber der regsamen ,schar streicht der ,schneevogel 7,goldammer7 hin und wieder4 ,in den stockholzdurchwrmten ,stuben schleien ,frauen und ,kinder die ,federn der mhsam gezogenen ,gans1 binden die gesammelten ,reiser zu ,besen1 vollenden manch kunstvoll ,bast- und ,strohgeflecht1 schnitzen die ,vter ,stiele fr ,hmmer1 ,rechen und ,karst1 biegen den ,sensenwurf1 schrfen ,axt und ,sge fr kommende ,waldarbeit4 ,und drauen dehnt sich die verschneite ,weite1 glitzert in mder ,wintersonne1 schattenbemustert in vollmondheller ,frostnacht4 ,schneegeborgen trumt der verschttete ,jungwald4 ,ruhe liegt ber dem ,kammland und die ,einsamkeit hlt ,wacht4 ,wiegender ,boden ,in weiten1 flachen ,mulden1 am ,grunde mit wasserstauendem ,ton und ,lehm gedichtet1 sammelten sich die ,wasser von ,regen und ,schneeschmelze zu kleinen und groen ,seen4 ,sie waren die ,augen der ,hochflchen1 darinnen gewaltiger ,wolkenflug und blauer ,berghimmel ihr ,widerbild fanden4 ,millionen kleinster ,lebewesen schwammen oder schwebten darin1 deren verwesende ,leiber den ,grund mit ,faulschlamm deckten4 ,da fanden die ,wassergrser nhrenden ,boden4 ,bald nisteten die ,torfmoose unter ihnen4 ,brderlich verschlangen sie sich zu einem einzigen1 unzerreibaren ,filze4 ,langsam1 unaufhaltsam erblindeten die hellen ,augen der ,hochflchen4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,seemoor mit ,nebelflug ,ein ,stck ,eigenart der ,kammlandschaft sind die ,hochmoore4 ber ihnen schwebt ,wehmut4 ,den ,hochsiedlern sind sie vertraute ,fleckchen4 ,jedes bekam seinen besonderen ,namen4 ,der ,bergwanderer durchquert die ,bildwiese bei ,jungferndorf1 verweilt in den ,nssen von ,obervoitsdorf1 steigt in die ,moorbodengrube bei ,hinterzinnwald1 erinnert sich der ,sage vom ,grfinsbad1 schaut vom ,hochstand ber die ,kiefernweiche bei ,georgenfeld1 erschauert vor den ,spukgestalten der ,sumpfkiefern auf dem ,seemoor am ,bornhauberg1 verweilt in der ,klietsch bei ,ullersdorf1 schreitet hier auch ber die ,quieke und ,moosbeerpresse1 rastet in der ,moorlislheede bei ,willersdorf4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,schiefgesunkene ,sumpfkiefern im ,seemoor ,in den ,mooren werden die ,flsse geboren1 die zur ,elbe rinnen oder in kurzem ,lauf den ,sdsteilhang hinabspringen4 ,oft nur wenige ,minuten voneinander getrennt sind die ,quellbden zweier ,wasseradern1 die von hier in entgegengesetzter ,talfahrt die ,tiefe suchen4 ,aus den benachbarten ,moorgrnden am ,keiblerberg fliet nach ,nordwesten die ,gottleuba1 nach ,sdosten der ,leichengrundbach ab4 ,ja1 mitunter laufen die ,wsser aus gleichem ,quelland nach ,norden und ,sden fort4 ,dies geschieht beim ,moor stlich von ,streckenwalde1 das vom ,nitschgrundbach nach ,norden1 vom ,tellnitzbach nach ,sden entwssert wird1 und der ,moorboden nordstlich von ,ebersdorf schickt sowohl zur ,elbe wie zur ,eger einen ,sernitzbach4 ,aus den ,moorgrnden zwischen ,neustadt und ,willersdorf sickern die ,wilde ,weieritz und die ,flha4 ,unzhlbar namenlose ,grben fllen die ,moorwsser4 ,urland sind die ,kammoore4 ,aber selten blieb eines von ihnen unberhrt von ,menschenhand4 ,hacke und ,spaten haben schon arg gehaust4 ,ein ,fuder schwarzbrauner ,boden wird tglich aus der ,moorbodengrube ins ,theresienbad nach ,eichwald gefahren1 und tglich kommen zwei ,fuhrwerke zum ,seemoor1 um dies ,urland zum heilkrftigen ,bad nach ,teplitz zu holen4 ,drei ,meter hoch ragt die ,abstichwand1 ohne damit die ganze ,mchtigkeit des ,moores anzudeuten4 ,um kargen ,lohn steht die ,mutter aus dem entfernten ,hochdorf auf dem nassen ,grund4 ,vom ,morgen bis zum ,sptnachmittag hackt sie an der ,moorwand4 ,acht ,kronen1 sind zehn ,groschen1 bringt das mhevolle ,tagewerk4 ,zu ,torfstreu wandelten die ,neustdter ihren ,moorboden4 ,seit ,jahreslauf ruhen sie von dieser ,arbeit4 ,der ,sturm strzte die leeren ,horden1 darauf ,tausende und ,abertausende ,moorziegeln im ,winde vertrockneten4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,schiefgesunkene ,sumpfkiefern im ,seemoor ,auf dem ,torfstich von ,fleyh trocknen auch noch heute die ,torfziegel zu ,brennstoff fr die ,siedler4 ,jeder ,hackenhieb1 jeder ,spatenstich hilft einem ,stck ,urlandschaft zum ,vergehen1 die einen ,wesenszug von ernster ,schnheit fr die ,kammhochflchen bedeutet4 ,mag wirtschaftlich der ,moorabbau begrndet erscheinen1 grer wird der ,schaden1 den die ,wirtschaft trifft1 wenn nicht weitschauender ,geist in letzter ,stunde die natrlichen ,wasserspeicher fr unantastbar erklrt4 ,polsterfrmig berzieht das ,torfmoos den ,boden1 bleichgrn bei ,trockenheit1 hellgrn an ,regentagen4 ,und nimmst du vom ,urgrund ein ,pflnzchen zwischen deine ,finger1 so wird dirs schwer zu glauben1 da dies bescheidene ,geschpflein mit seinem ,vergehen und seiner wunderbaren ,verjngung zum gewaltigsten ,wasserverwahrer werden kann4 ,nur das ,mikroskop vermag dies ,rtsel zu lsen4 ,zwei ,zellenarten wechseln im ,querschnitt des ,blattes miteinander1 farblose und grne4 ,die grnen bergen ,blattgrn1 die farblosen bei ,trockenheit nur ,luft1 und die luftgefllten ,rume mit den durchscheinenden ,wnden schimmern im auffallenden ,licht wei4 ,kommt ,regen1 dann fllen sich die farblosen ,zellen1 deren ,wnde kreisrunde ,lcher haben1 sofort mit ,wasser4 ,das ,blatt beginnt zu schimmern4 ,millionen ,pflnzchen vereint schaffen die grnleuchtenden ,kissen4 ,hast du schon einmal die gigantische ,trinkkraft des ,torfmooses geprft8 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,im ,sumpfkieferndickicht des ,seemoors ,lege zwei ,gramm wochenlang ohne ,wasser gewesenes ,torfmoos fnf ,minuten lang wieder in das belebende ,element4 ,dann wiege die vollgetrunkenen ,pflnzchen4 ,achtundzwanzig ,gramm sinds geworden1 das vierzehnfache ihres ursprnglichen ,gewichtes4 ,und das bedeutet fr dich3 ,wiegst du angenommen sechzig ,kilogramm1 dann mut du in fnf ,minuten eine ,wassermenge von achthundertundvierzig ,kilogramm schlucken1 wenn deine ,leistung dem ,knnen des ,torfmooses nicht nachstehen soll4 ,achthundertvierzig ,kilogramm ,wasser sind achthundertvierzig ,liter1 zu trinken in fnf ,minuten6 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,huslerhtte mit sehr hohem ,dach am ,wege von ,neustadt nach ,willersdorf ,nebeltag ,nur an feuchten ,orten vermag das ,torfmoos zu leben1 trgt es ja doch nur in seiner ,jugend ,haftfasern gleich ,wrzelchen4 ,wenn es spter wurzellos wird1 dann mssen ihm ,tau und ,regen helfen1 dann zieht es den ,nebel ein1 der hier oben seine ,heimat hat und ber manches ,kammdorf hundertfnfzig sonnenlose ,jahrestage breitet4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,schindelgiebelmuster in ,oberwillersdorf ,hebst du ein ,stck ,polster in die ,hhe1 so kommt dir ein ,gewirr bltterloser brauner ,stengel vors ,auge4 ,eine noch dunkler gefrbte ,masse lagert darunter4 ,das ist ,torf1 aus den ,stengeln geworden1 die aus ,mangel an ,luft und ,licht abstarben4 ,das saure ,moorwasser lie sie nicht vollkommen verwesen4 ,an der ,spitze wchst das ,torfmoos unaufhrlich weiter4 ,jungwerden am ,spitzentrieb1 ,sterben in den unteren ,teilen1 das ist sein ,lebenslauf4 ,und nach jedem vierten ,blttchen an jedem seitlichen stchen setzt sich ein neues ,zweigbschel an4 ,dessen ,sprossen gabeln sich wieder4 ,so breitet sich in endlosem ,fortgang ,geschlecht neben ,geschlecht4 ,einen ,heidestreifen durchschreitest du beim ,gang zum ,moor1 durchzogen von ,rinnsalen1 die das ,moor entwssern4 ,dann betrittst du den ,boden1 den noch keine ,menschenhand bndigte1 kein schollenstrzender ,pflug wendete4 ,wenn ,wochen hindurch die ,mittsommersonne ber dem ,urboden scheint1 dann gibt er dem ,fue sicheren ,grund4 ,all die kleinen1 flachen ,wassertmpel verdunsten3 berall schwarze1 rissige1 brchige ,erdflecken4 ,dann strecke dich zur ,rast auf das ,heidekraut1 pflcke mit lssiger ,bewegung die ,trunkelbeere1 beschaue die purpurnen ,moosbeerbltchen und die zierlichen ,blttchen der ,krhenbeere4 ,im ,seemoor vertrume die ,mittagsstunde zwischen den niederkauernden1 sich bckenden1 knienden1 schleichenden ,gestalten4 ,im weichen ,grund sanken die ,sumpfkiefern schief4 ,ihre ,lichtstrebigkeit half die krummen ,stmme formen4 ,ja1 wenn du im ,sdteil dieses ,moores weilst1 darfst du getrost sagen3 ,hier schaue ich das urhafteste ,krummholzmoor vom stlichen ,erzgebirge4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,fnf verschiedene ,schindelgiebel in ,fleyh ,im ,mittagswinde schwingen die weien ,schpfe vom ,scheiden- und ,binsenwollgras1 schwanken die langen ,halme der ,fadensimse4 ,kein ,vogellaut klingt4 ,eine ,spur im teigigen ,boden verrt des ,hochwildes ,wechsel4 ,und nachts schreckt das ,moor auf1 wenn vom hohen ,stand der ,kugeltod darbersaust4 ber die ,kiefernweiche mut du wandern1 wenn das ,moor tagelang das ,regenwasser trank und die ,krummholzkiefern wie tckische ,gespenster im ,bergnebel lauern4 ,dann ruhen neben den groen ,tmpeln noch viele1 viele kleine1 trgerisch berdeckt vom ,heidekraut4 ,mit jedem ,schritt wird das ,moor laut unter den lastenden ,fen1 strahlt das braunrote ,moorblut empor4 ,da1 schnell auf dies feste ,bschel6 ,im ,augenblick schon sinkt der ,fu in ,schlamm4 ,wie rettende ,arme ergreifst du die ste der ,moorkiefern1 tastest nach sichrem ,boden4 ,auf und nieder geht der ,krper4 ,im ,schuh kluckst das ,moorwasser4 ,o1 das macht md1 bers satte ,moor zu gehn4 ,schwankender ,boden macht hei4 ,und gewinnst du ein festes ,eiland zur ,rast1 dann wird dir bang vor dem tiefen ,moorschweigen4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,forsthaus in ,fleyh ,im ,moornebel geistern die ,kiefern4 ,mit spannenden ,sinnen wagst du das ,weitertasten ber den wiegenden ,boden4 ,kunst1 ,brauch und ,glaube ,wo der ,kornbau seltner wird1 und die ,wiese die ,haupternte schenkt1 dort bedarf es keiner groen ,scheuern1 da vermag des ,hauses ,dachraum den ,wintervorrat zu bergen4 ,freilich1 gar hoch ist das ,dach1 ein ,stockwerk fr sich1 hher als der steinerne ,unterbau4 ,das ganze ,husl zeigt1 da es besonders in ,wintermonden im harten ,kampfe mit den ,wetterkrften steht4 ,steil sitzen die ,dachflchen auf dem ,unterbau1 ein hoher ,wetterhut1 von dem der ,schnee abrutscht4 ,schindelgepanzert trotzen die ,giebel4 ,mit ihrer dunklen ,wetterfarbe sind sie wohltuend der ,landschaft eingefgt4 ,ruhe veratmet ,dach und ,giebel mit ,wald und ,wiese4 ,kein ,farbenschrei schreckt unser ,auge4 ,aber die weigetnchten ,mauern berall8 ,nein6 ,schreiend und leuchtend mu wohl geschieden werden4 ,freundliche ,gesichter sinds1 darinnen glnzende ,augen stecken und darber ein verwetterter1 dunkler ,kampfhut sitzt4 ,dunkles ,wettergrau1 leuchtend ,wei und helles ,wiesengrn1 umrahmt vom schwarzgrnen ,wald1 berwlbt vom blauen ,himmel3 ,ein wundersamer ,farbenbund4 ,kunst sind die ,kammhusel1 als ,ganzes geschaut1 echte bodenstndige ,volkskunst4 ,volkskunst offenbart sich auch in ihren ,teilen4 ,selten sind die ,schindeln am ,giebel in einfacher ,reihung zusammengefgt4 ,mannigfache ,anordnungen zu formenschnen ,mustern zeugen von des ,dorfhandwerkers ,kunstsinn4 ,alle ,schindelformen1 vom einfachen rechteckigen ,brettchen bis zum sorgsam zugespitzten1 gerundeten1 gelockten und verzierten1 wei er beim ,fgen zu meistern4 ,dem ,freunde dieser ,volkskunst wird es wenig ,mhe bereiten1 in den ,kammorten ,neustadt1 ,willersdorf1 ,fleyh fnfzig verschiedene ,muster zu suchen4 ,fnf voneinander abweichende ,schindelgiebel schauen wir auf unserem ,bilde von ,fleyh1 dies auf kleinstem ,raume4 ,und beim ,forsthausgiebel bekommt jedes ,fenster noch seinen besonderen ,kopfschmuck4 ,der ,blick zum kunstvoll beschindelten ,forsthausgiebel1 wo aus weier ,umrahmung ein sonnenbeschienener ,farbenquell quoll1 da der alte ,frster von echter deutscher ,art im ,sonntagsrock durchs ,pfrtlein schreitet1 das war ein ,schauen mit ,feierstimmung4 ,am ,fenster hat der ,husler dort oben sein ,blumengrtlein4 ,der allzukurze ,sommer vermag drauen ums ,husl die ,buntheit nicht zu schaffen4 ,drum wird die ,fensternische zum ,blumenheim1 das ,winterglck des ,huslers in rauhen ,wintermonden4 ,seine ,blumen beobachtet er gar sorgsam1 pflegt sie wie liebgewonnene ,menschen1 wenn sie krnkeln4 ,wieviel scharfe ,beobachtung1 poetischen ,sinn und tiefes ,gemt verraten die ,blumennamen6 ,gottesauge1 ,jesuauge1 ,leiden ,christi1 ,brautschleier1 ,annl1 stinkende ,liese sind ihm vertraute ,klnge4 ,huslerglck und ,huslerkunst sind die ,blumen am ,fenster4 ,schlichte ,volkskunst begegnet dem ,wanderer in den vielen religisen ,malen am ,wege4 ,freilich sind mitunter die ,farben gar hart und unpassend nebeneinander gesetzt1 und manche ungelenke ,stellung und allzusehr verzerrte ,gebrde hat der ,dorfhandwerker beim ,heiligen geschnitzt oder gemeielt4 ,hier stimmt die ,gemeinde beim ,bittgang durch die ,felder ihren ,betruf an3 ,vor ,blitz und ,ungewitter befreie uns ,herr ,jesu ,christi4 ,aber auch mancher stille ,beter sucht hier seelische ,zuflucht4 ,der ,kleinbauer kniet in stiller ,andacht davor1 da ,gott ihm ,vieh und ,feldfrucht beschirme vor den argen ,wettern1 die erbarmungslos ihre halmknickenden ,eiskrner ber die ,kornfrucht schleudern1 die mhsam gebaute1 und schwere ,sorge ums ,brot mit niederschtten4 ,manch ,huslerheim ward auf der schutzlosen ,hochflche zur ,wstung1 wenn aus dem brllenden ,wolkenballen der vernichtende ,strahl zuckte4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,huslerstube in ,neustadt4 ,an der ,tr stehen die ,anfangsbuchstaben der heiligen drei ,knige ,k ,m ,b berschattet wird der stille ,beter vom ,ebereschenbaum1 umtrumt von seinem ,feldfrieden4 ,manch ,andachtsmal schuf dieser ,glaube am ,waldrande1 wo die ,bergfichten weit bers drftige ,haferfeld sten1 mitten im ,wald1 wo lebende ,sule neben lebender ,sule ragt und ungezhlte ,wipfel zum ,dmmerlicht gebenden ,dach sich schlieen4 ,gesundheit und gute ,wegfahrt erfleht das alte ,mtterlein4 ,wer wollte leugnen1 da solch baumgeborgne ,sttte auch den ,andersglubigen andachtsvoll stimmen knnte8 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,kirchgnger aus ,willersdorf im ,kirchdorf ,fleyh ,sonntag ist's4 ,im ,kirchdorf wird das ,hochamt eingelutet4 ,da kommen die ,husler aus den eingepfarrten ,orten durch ihren sommerlichen ,feldsegen zum alten ,holzkirchlein gezogen1 im buntgeblumten ,kopftuch ,gromutter1 ,mutter und ,kind4 ,und wenn der eherne ,betruf verklungen1 dann trumt die ,landschaft nach der bunten ,bewegung in ihrem ,feiertagsfrieden4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,inneres der ,johanniskirche in ,fleyh4 #afec unter dem ,richter ,kaspar ,panzer von den ,einwohnern aus ,holz erbaut ,nach der ,andacht belebt sich der schmucklose1 kreuzberfllte ,friedhof4 ,vor den ,kreuzen aus ,holz und ,eisen weilen die ,kirchgnger1 entblten ,hauptes die ,mnner1 und ein murmelnd ,bittgebet fr des ,verstorbenen ,seele geht ber ihre ,lippen4 ,sich bekreuzend gehen sie hinweg4 ,auch zur ,winterszeit1 wenn nur des ,kreuzes ,spitze das ,grab verrt1 kommen die ,beter an die verborgene ,ruhestatt ihrer ,lieben4 ,im ,plaudern krzt sich der ,heimweg4 ,mitteilsam wird immer der ,heimgang vom ,erntedank4 ,das macht die ,vorfreude auf den farbenbunten ,ernteumzug am ,nachmittag4 ,auf dem ,erntewagen stehen ,hafergarben4 ,wohlgeschttet lagern die ,kartoffeln4 ,in gelbem ,blattgefieder hngen schwer der ,eberesche rote ,trauben4 ,marschmusik strafft den ,gang bei alt und jung4 ,und abends gibts ,erntetanz in des ,dorfes ,schanknahrung1 wo der ,bageiger ohne baumelnde ,pfeife streicht1 die bei der bung am ,samstagabend immer im ,munde hing1 wo der kleine ,schlagwerker mit ,hnden und ,fen ,tne schafft und mit dem ,kinn den ,takt zuckt4 ,wenn nebelverhllt das ,kammland dstert1 der ,eberesche ,bltter verwesend unterm kahlen ,baum liegen1 dann kommt ein ernster ,tag4 ,jeder ,grabhgel hat seinen ,schmuck1 auf jedem brennt ein ,flmmlein1 zuweilen in einer ,nische1 und durch des ,trleins ,scheibe quillt aus farbigem ,glase ein milder ,schein4 ,lautlos wandeln die ,menschen4 ,versonnene ,beter knien ungestrt4 ,wieder ist der ,heimgang plaudersam4 ,doch viel wird heute erzhlt vom kurzen ,leben und raschen ,tod1 vom frhverschiedenen ,kind1 das vor wenig ,wochen erst dem ,knospenschlaf entsprungen1 vom rastlos schaffenden ,vater1 von der liebegebenden ,mutter1 von ,bruder und ,schwester1 von ,greis und ,greisin4 ,am irdischen ,vergehen hngt der ,gedankenlauf4 ,und einmal im ,jahre wirds auf dem schneeverschtteten ,hochland beim ,sternenglanz lebendig4 ,schwarze ,gestalten1 vermummt gegen den schneidenden ,nachtwind1 schreiten dem ,scheine des wegstampfenden ,lichttrgers nach4 ,heilige ,weihnacht wollen die ,hochsiedler feiern um diese ,stunde im kerzenerleuchteten ,gotteshaus4 ,im dmmervollen ,winkel belauscht der ,fremde das mitternchtliche ,hochamt4 ,sehnend ,erinnern ,immer wieder ziehts mich hin auf die ,kammweiten1 wo der ,wetterkrfte ,spuren jedem ,blicke eigen sind1 wo drftig ,ackerland mit jungfrulichem ,boden raint1 wo stille ,kmpfer um deutsche ,art1 ausgeshnt mit ihrer kargen ,heimat1 wurzelfest die vterliche ,scholle hten1 wo kleiner ,leute ,kunst und ,glaube herbe ,einsamkeit beseelt4 ,vogelkundliches aus alten schsischen ,chroniken ,von ,prof4 ,dr4 ,bernh4 ,hoffmann ,eine der hervorragendsten ,chroniken unseres engeren ,vaterlandes ist das ,leipziger ,geschichts-,buch 7von ,m4 ,joh4 ,vogeln in ,leipzig71 das #agad erschienen ist und in welchem die meisten merckwrdigsten ,geschichte und geschehene ,vernderungen1 die in und bey belobter ,stadt und ,gegend - - - von ,anno #ffa nach ,christi ,geburth an1 bi in das #agad4 ,jahr1 von ,tage zu ,tage sich begeben haben1 enthalten sind4 ,es heit da u4 a43 ,umb ,philippi ,jacobi #aeaga sind seltzame ,vgel _/ so unbekandt _/ umb ,leipzig gesehen und gefangen worden _/ an der ,grsse wie die ,schwalben _/ mit langen ,schnbeln _/ der ,obertheil am ,kopff _/ ,hals und ,rcken war dunkelbraun _/ die ,flgel dunkelblau _/ der ,leib schwartz _/ die ,kehle gelbe _/ hatten kurtze ,fsse _/ und thten denen ,bienen und ,fischen grossen ,schaden4 ,es kann kein ,zweifel darber herrschen1 da wir es hier - obgleich die ,beschreibung besonders betreffs der ,unterseite nicht ganz stimmt - mit sogenannten ,europischen ,bienenfressern 7,merops apiaster ,l7 zu tun haben4 ,auch in ihren ,lebensgewohnheiten hneln diese ,vgel den ,schwalben1 sofern sie wie diese andauernd in den ,lften herumjagen und ,insekten fangen4 ,mit ,vorliebe vertilgen sie freilich ,wespen1 ,hummeln1 ,bienen usw41 die sie mitsamt dem ,stachel hinunterschlucken#b4 ,meist halten sie in kleinen oder greren ,scharen zusammen und bauen ihre ,nester in steile ,fluufer oder andere erdige ,wnde in ,gestalt langer ,rhren oft ein bis zwei ,meter weit in das ,erdreich hinein1 wodurch sie an ,uferschwalben und ,eisvgel erinnern4 ,die ,bienenfresser bewohnen hauptschlich ,sd-,europa1 ,nordafrika1 sowie ,mittel- und ,sdasien2 auf dem ,herbstzuge wandern sie bis ins ,kapland4 ,in ,sachsen ist diese ,vogelart nur gelegentlich und verhltnismig selten zu ,gaste4 ,vielleicht1 da besonders gnstiges ,wetter 7,fhnstimmung ber ,mitteleuropa7 sie dann und wann einmal veranlat1 im ,frhjahr die ,rckwanderung aus dem fernen ,sden ber die ,alpen bis zu uns herein auszudehnen4 ,auf alle ,flle hat das mehrzhlige pltzliche ,erscheinen von ,bienenfressern in der ,umgegend von ,leipzig verdient1 da es in obiger ,chronik verzeichnet wurde#c4 ,in einer ,frankenberger ,chronik vom ,archidiakono ,c4 ,a4 ,bahn1 erschienen im ,jahre #agee1 ist weiterhin folgendes zu lesen3 ,anno #afgi1 den #i4 ,dezember1 haben sich in ,frankenberg zwei frembde und unbekannte ,vgel auf die ,kirche1 hernach aufs ,rathhaus und dann auf den ,markt gesetzet4 ,sie hatten die ,gestalt einer ,endten1 schneeweise ,kpffe und weise ,flgel2 auf dem ,rcken1 am ,halse und ,bauche waren sie schwartz1 und hatten lange grne ,schwntze4 ,spter sind sie auf und davongeflogen4 ,diese ,mitteilung ist deshalb von ,bedeutung1 weil es sich darin1 trotz der etwas unzutreffenden ,beschreibung der ,vgel1 hchstwahrscheinlich um ,eisenten 7,nyroca hyemalis ,l7 handelt1 welche bei uns nur als sehr seltene ,wintergste bekannt sind4 ,ihre ,heimat ist der hohe ,norden beider ,erdhlften4 ,sie wandern 7nach ,reichenow7 im ,winter bis nach ,sd-,europa und dem ,kaspischen ,meere1 in ,amerika bis ,florida und ,kalifornien4 ,jedenfalls sind die erwhnten ,stcke sehr ermdet gewesen und haben erst nach einiger ,zeit des ,ausruhens1 wozu sie sich freilich recht ungewohnte ,pltze ausgesucht haben1 die ,wanderung fortgesetzt1 die sie brigens an sich schon sehr spt angetreten zu haben scheinen#d4 ,an einer anderen ,stelle derselben ,chronik heit es3 ,in diesem ,jahre 7#agjf7 im ,monat ,oktober entstund in ,dittersbach des ,nachts eine groe ,feuersbrunst4 ,bey derselbigen versammelten sich wilde ,enten1 wilde ,gnse1 wilde ,tauben1 ,fischreiher1 ,schnepffen1 ,zippen1 ,droeln1 ,finken1 ,qucker#e1 ,kybitzen1 ,sperber1 ,eulen1 ,lerchen1 ,rothkehlchen2 darzu kamen gegen ,morgen ,raben und ,krhen und fhrten ein grliches ,geschrey4 ,diese ,vgel flogen ums ,feuer herum1 viele verbrannten1 viele wurden von den ,leuten gefangen1 usw4 - ,wir knnen mit groer ,sicherheit annehmen1 da die meisten der genannten ,vgel auf ihrem ,herbstzuge nach dem warmen ,sden waren und zwar hauptschlich wohl als ,nachtwanderer4 ,ferner ersehen wir aus vorstehender ,meldung1 da gewaltige ,brnde auf die ,vgel hnlich einwirken wie unsere neuzeitlichen groen ,leuchttrme1 an denen ja auch in gewissen ,zugnchten ,hunderte1 ja ,tausende von ,wandervgeln zugrunde gehen oder schwer verletzt herabstrzen1 so da sie von den ,leuten gefangen werden4 ,da auch ,raben und ,krhen1 die wir heute artlich nicht mehr auseinanderhalten1 dazu gekommen sind1 hngt wohl damit zusammen1 da in jener ,zeit die ,schweden von ,polen aus nach ,sachsen eingerckt waren1 und in dem obenerwhnten ,jahre #agjf hier ,winterquartier bezogen hatten4 ,wie im letzten groen ,vlkerringen sind wahrscheinlich auch damals die ,raben und ,krhen den kmpfenden ,massen in groen ,scharen gefolgt4 ,sie sind erst am ,morgen an der ,brandstelle eingetroffen1 weil sie ihre ,schlafpltze in der ,regel nicht vor ,tagesanbruch zu verlassen pflegen4 ,funoten3 #a d4 h4 um den #a4 ,mai4 #b ,da die ,bienenfresser den ,fischen schaden sollen1 ist ein ,irrtum1 der daher kommt1 da diese ,vgel sich auf der ,suche nach ,insekten auch an und ber ,gewssern herumtreiben1 wobei sie mglicherweise einmal ein ,insekt von der ,wasseroberflche aufnehmen4 #c ,sehr unwahrscheinlich erscheint dagegen ein neuerdings gemeldetes ,auftreten von zwlf bis fnfzehn ,bienenfressern im ,jahre #aiad im ,tale der ,biela1 die - von den ,thyssaer ,wnden kommend - sich bei ,knigstein in die ,elbe ergiet4 ,leider mangelt es an jedweder ,besttigung dieses ,vorkommens von fachmnnischer ,seite4 ,immerhin sei bei dieser ,gelegenheit die ,aufmerksamkeit der ,vogelkenner und -freunde auf die ,bienenfresser gelenkt4 ,vielleicht glckt es doch einem oder dem anderen1 derartige seltene ,vgel einmal an geeigneter ,stelle aufzufinden4 ,aber es sei davor gewarnt1 die etwaige ,beobachtung gleich an eine zu groe ,glocke zu hngen1 da sonst die ,vgel der aufflligen ,schnheit des ,gefieders wegen1 leicht ,naturschndern zum ,opfer fallen knnten6 #d ,es ist brigens auch mglich1 da unsere ,eisenten auf der ,zschopau berwintert sind und da sie von hier aus einen allerdings etwas eigenartigen ,ausflug unternommen haben4 #e ,das sind nordische ,bergfinken1 die obigen ,namen wegen ihrer ,rufe quk1 quk erhalten haben4 ,der ,luchsstein bei ,hinterhermsdorf ,forstmeister i4 ,r4 ,sinz in ,naunhof ,in ,abteilung #di des ,staatsforstrevieres ,hinterhermsdorf1 unweit des ,raumberges und der ,thorwalder ,wnde1 und zwar in dem die ,landesgrenze zwischen ,sachsen und ,bhmen haltenden ,ziegengrunde1 abseits der ,wege und ,straen1 welche der gewhnliche ,schweizwanderer bentzt1 befindet sich der sogenannte ,luchsstein4 ,er besteht aus einem im ,waldesdunkel am schmalen ,ziegengrundwege gelegenen1 nur wenige ,meter von der ,landesgrenze entfernten ,sandsteinblock mit ,inschrift und eingehauener ,luchsfigur4 ,die ,inschrift lautet3 ,allhier habe ich ,joh4 ,gottfried ,puttrich1 ,kniglicher ,frster aus ,hinterhermsdorf einen ,luchs mit einem ,selbstschu erlegt4 ,anno #agdc4 ,puttrich war kurfrstlicher ,beamter4 ,der damaligen ,gepflogenheit entsprechend bezeichnete er sich jedoch als kniglicher ,frster1 weil der ,kurfrst von ,sachsen gleichzeitig ,knig von ,polen war4 ,inschrift und ,luchs waren ,ende des vorigen ,jahrhunderts stark verwittert4 ,der ,unterzeichnete1 damals ,verwalter des ,hinterhermsdorfer ,staatsforstrevieres1 lie sie1 so gut es ging1 wieder herstellen4 ,gegenwrtig ist die ,inschrift noch ziemlich gut leserlich4 ,bubenhnde haben leider den ,luchs stark beschdigt und mit blen ,farben beschmiert4 ,nach berlieferungen sollen die letzten ,luchse im ,innern ,deutschlands #ahag und #ahah im ,harz zur ,strecke gebracht worden sein4 ,ob unser ,luchs hier der letzte gewesen ist1 der in der ,schsischen ,schweiz erlegt wurde1 lt sich nicht nachweisen4 ,jedenfalls gibt uns das ,denkmal aber davon ,kunde1 da dieses bei uns nun lngst ausgestorbene ,raubwild1 dem aus jagdlichen ,grnden seinerzeit eifrig nachgestellt wurde1 bis zum ,jahre #agdc in dem damals noch mehr wie heute unzugnglichen ,gelnde noch hauste4 ,illustration3 ,der ,luchsstein bei ,hinterhermsdorf ,die ,farbe im ,stadtbild ,seit ,kriegsende sind vielerorts farbige bermalungen von ,gebudeauenseiten in ,aufnahme gekommen und in einer ,weise durchgefhrt1 die den ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz zur ,stellungnahme zwingt4 ,den ueren ,anla dazu bot die ,absicht der alten schnen ,stadt ,kamenz1 alle ,markthuser durchgehend neu zu bermalen1 eine ,absicht1 die inzwischen bereits groenteils durchgefhrt wurde4 ,in dem ,bemhen1 fr die hierhergehrigen ,fragen1 die in jngster ,zeit eine immer grere ,bedeutung erhielten oder zu erhalten scheinen1 eine tunlichst magebliche ,beantwortung zu erwirken1 bildete der ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz einen ,gutachter-,ausschu1 bestehend aus den ,herren ,regierungsbaurat ,dr4 ,goldhardt1 ,geheimrat ,professor ,gumann1 ,ministerialrat ,dr4 ,kramer1 ,professor ,rler und ,professor ,dr4 ,tessenow4 ,dieser ,ausschu war am #ae4 ,dezember in ,kamenz und hat dann nach eingehenden ,beratungen ,herrn ,professor ,dr4 ,tessenow beauftragt1 die ,meinungen und ,gesichtspunkte aller ,ausschumitglieder - besonders auch soweit es sich um die hierhergehrigen ,fragen allgemeiner ,natur handelt - zusammenfassend niederzuschreiben4 ,diese ,niederschrift1 der alle obengenannten ,herren zustimmen1 sei hiermit auch der ffentlichkeit mitgeteilt3 ,die ,farbe hat als ,gestaltungsmittel wohl ungefhr die gleiche ,kraft1 die gleiche ,bedeutung1 gleiche ,geltung oder ,wichtigkeit wie die ,form4 ,jeder ,mensch1 soweit er sich mit der ,gestaltung unserer ,erscheinungswelt besonders beschftigt1 wird neben der ,form immer auch wie ganz selbstverstndlich - wenn auch vielleicht sehr unwissentlich - die ,farbe bercksichtigen2 und man kann mit vielem ,rechte behaupten etwa3 ,soweit die ,form mehr gilt als die ,farbe oder - umgekehrt - die ,farbe mehr gilt als die ,form1 hat das ,ganze nicht seine ,richtigkeit1 und dies heit ungefhr auch3 ,viel ,form will viel ,farbe1 und wenig ,farbe will wenig ,form4 ,groe ,farbenfreudigkeit ist nie ohne groe ,formenfreudigkeit2 die eine wie die andere ist etwas sehr ,natrliches oder ,naturhaftes oder hat sehr viel mit dem natrlichen ,triebleben zu tun1 oder unsere betonte ,liebe zu reichen ,formen und starken ,farben beweist immer1 da wir sehr nahe mit der ,natur verbunden sind2 so z4 ,b4 liebt der sehr eingewurzelte ,landbewohner - sagen wir der ,bauer - nirgends einfache oder rmliche ,formen oder stille1 zurcktretende dezente ,farben1 sondern immer reiche ,formen und viele und krftigste ,farben4 ,die einfachen oder stillen ,formen ganz ebenso wie die stillen1 zurcktretenden ,farben sind immer etwas wesentlich ,stdtisches oder sind - wenn man so will - immer etwas sehr ,soziales2 unsere ,liebe zu ihnen setzt immer voraus1 da wir die ,welt nicht nur als etwas sehr einfach ,natrliches1 sondern auch als etwas sehr kompliziert ,unnatrliches begreifen1 oder setzt immer voraus1 da uns nicht nur der urwchsige ,naturwille1 sondern da uns auch die allgemein-menschlichen ,willensrichtungen sehr interessieren1 die dem einfach ,natrlichen immer insofern entgegen sind als sie auf eine ,beherrschung der ,natur hinzielen4 ,dieser menschliche ,herrscherwille der ,natur gegenber ist die strkste ,triebkraft dafr1 da wir ,menschen uns immer wieder grogesellschaftlich verbinden und ,stdte bauen1 oder ist letzten ,endes die einzige ,rechtfertigung fr unseren ,glauben an das ,stdtische oder an das menschlich ,grogemeinschaftliche1 das uns immer zwingt1 unseren natrlich persnlichen oder individualistischen ,willen zugunsten des ,grogemeinschaftlichen zurckzudrngen1 oder uns immer wieder zwingt1 mit unseren natrlichen ,triebkrften1 sehr persnlichen ,meinungen1 ,geschmacksrichtungen usw4 zurckzuhalten oder in das ,uneigenartige oder ,allgemeine hinein zu entwickeln oder hinein zu neutralisieren4 ,so hat der ,bauer allermeistens viel mehr als der ,stdter mit ,eigenbrdelei zu tun1 die fr den ,stdter und besonders fr die stdtische breite ffentlichkeit immer eigentlich unerlaubt ist2 fr ihr ,gedeihen ist es hervorragend wichtig1 da alles ,natrliche1 ,persnlich-,eigenartige zurcktrete4 ,und so werden auch die ,formen wie die ,farben1 die wir innerhalb der groen ,gemeinschaften oder innerhalb der menschlichen breiten ffentlichkeit zeigen1 notwendig um so unaufflliger1 bekannter oder neutraler sein1 je mehr wir das ,stdtische lieben oder je besser unsere menschlichen gromassigen ,gemeinschaften funktionieren4 ,und wenn wir in jngster ,zeit sehr oft die stdtischen ,huser mit sehr aufflligen ,farben anpinseln1 so kann das als ein guter ,beweis dafr gelten1 da unser ,gemeinschaftsleben sehr krank ist4 ,die ,gesundheit unseres ,lebens und ,treibens ist immer dann in besonders groer ,gefahr1 wenn wir soeben einen groen ,gewinn oder einen groen ,verlust hatten4 ,jeder groe ,sieg1 ganz ebenso wie jede starke ,niederlage1 die wir haben1 heit auch1 da unser ,leben und ,treiben sehr verndert wurde oder da wir vor neuen groen ,aufgaben stehen2 je grer und vielfacher aber unsere ,aufgaben sind und je pltzlicher sie sich vor uns hinstellen1 um so natrlicher oder hufiger ist es1 da wir zunchst viele und groe ,dummheiten machen4 ,und so steht z4 ,b4 die dumme1 unbeholfene oder unknstlerische ,art unserer deutschen nachsiebziger ,huser ebenso unmittelbar in ,beziehung zu unserem siebziger ,siege wie die vielen neugeschichtlichen ,migestaltungen in aller modernen ,welt so etwas wie eine sehr natrliche ,frucht unserer neugeschichtlichen groen ,erfolge sind1 die wir in aller ,welt auf zivilisatorischem ,gebiete haben1 und genau ebenso stehen unsere neuesten aufflligen ,hausanstriche in unmittelbarer ,beziehung zu der starken politischen ,niederlage1 die unser ,gemeinschaftsleben in eine groe ,unordnung gebracht hat1 so da wir uns pltzlich vor grogesellschaftliche ,fragen gestellt sehen1 die innerhalb des gesunden ,gemeinschaftslebens so gut wie berhaupt nicht als besondere ,fragen auftreten und die sich als solche kaum beantworten lassen4 ,die grogesellschaftliche ,frage1 ob wir viel ,form oder viel ,farbe oder wenig ,form oder wenig ,farbe nehmen sollen1 ist eine sehr unglckliche oder sehr unheimliche oder sehr drohende ,frage2 sie beweist1 da unser sogenannter schpferischer ,instinkt sehr gelitten hat oder da uns grogesellschaftlich ein berma unserer arbeitlichen ,aufgaben beschreit1 so da wir sehr allgemein nicht mehr gut verstehen knnen1 was unsere innere ,stimme uns zuflstert4 ,man behauptet gelegentlich wohl3 ,grte1 vorbildlichste ,menschenwerke seien immer auch etwas ,still-,einfaches2 man kann - ganz anders herum - ebensogut wohl behaupten1 grte ,menschenwerke seien immer auerordentlich formen- und farbenreich2 und also letzten ,endes kann man viel ,form und viel ,farbe wohl ebensogut rechtfertigen1 wie man wenig ,form und wenig ,farbe rechtfertigen kann2 aber ganz sicher ist viel ,form und viel ,farbe1 ohne da ein besonders groes gestaltendes ,knnen oder ohne da eine hohe gesellschaftliche ,kultur dahinter steht1 immer wie des ,teufels4 ,die auffallenden1 hier besonders interessierenden stdtischen ,hausanstriche bedeuten betontermaen eine ,abwehr gegen eine gewisse stumpfsinnige ,unfarbigkeit1 in die unsere ,straenbilder mehr und mehr hinein geraten sind4 ,man kann sehr vernnftigerweise die ,meinung betonen3 wir htten innerhalb der jngeren ,baugeschichte bei der ,gestaltung unserer ,hausansichten die ,farbe vernachlssigt2 aber wenn wir hier nun aus vielem nichtssagendem ,grau heraus pltzlich alles mit ,farbe zu berschreien suchen1 so rennen wir damit von einem ,extrem ins andere2 ein solches ,hin und ,her ist sicher eine sehr moderne ,bewegung1 aber gehrt zu der ,modernitt1 die heute die ganze ,welt zu zermrben sucht4 ,was jeder ,wichtigtuer gerne tut und leicht tun kann1 ist immer bel2 und unsere gelegentlichen allerneuesten ,hausanstriche sind so1 als seien sie ganz extra fr die ,gesellschaft der ,wichtigtuer bestimmt4 ,wir ,menschen alle glauben gern an ein ,leben und ,treiben1 das berall auch voller reichster ,formen und strkster ,farben sei1 und gewissermaen1 um diesen ,glauben immer wieder zu bekennen1 hngen wir unsere ,festtage voller ,fahnen und ,girlanden und knnen wir im ,karneval die ,formen kaum wild und die ,farben kaum stark genug bekommen und opponieren wir gelegentlich berhaupt gern gegen alles1 was grau oder neutral oder mrrisch ist1 und es ist wohl sehr schn1 wenn die ,farbigkeit unsere seltenen ,festtage auch in das unvermeidlich viele ,grau unseres ,alltags hinberstrahlt4 ,es gehrt zu den selbstverstndlichsten ,liebenswrdigkeiten1 wenn wir suchen1 unserer ,hausansicht eine gewisse lchelnde ,freundlichkeit zu geben2 es ist immer wie eine stille ,hilfe oder wie ein stiller ,trost1 wenn in vielen grauen alltglichen ,mhen und ,sorgen die ,menschen oder ,dinge uns freundlich gren2 und solches ,gren hat hinsichtlich unserer ,hausbilder sehr viel auch mit einer gewissen ,farbigkeit1 aber hat hier ebensoviel auch mit einer gewissen stillen verbindlichen ,zurckhaltung zu tun4 ,so wie in hundert ,fllen etwa neunundneunzigmal der ,grundton des stdtischen alltglichen ,straenbildes oder berhaupt des ffentlichen ,alltags wie naturnotwendig ein grauer ,ton ist1 so knnen wir mit unserer stdtischen ,hausansicht ausgesprochen farbig eigentlich nur sein1 indem wir mit der ,farbe spektakeln4 ,die ,kultur der stdtischen ,hausfarbe ergibt fast ausnahmslos ein sehr gedmpftes ,farbenklingen oder wehrt sich nie besonders gegen das dmpfende neutralisierende ,grau1 das im stdtischen ,alltag immer berlegen stark ist4 ,die graue ,farbe ist vielleicht nicht ohne weiteres die allerbeste1 ist aber ganz gewi die selbstverstndlichste ,hausfarbe oder ist der besten ,hausfarbe immer ganz nahe verwandt4 ,die graue ,farbe ist neben allen sonstigen ,farben ungefhr das gleiche1 was innerhalb der gesamten ,formenwelt die sogenannten ,architekturformen sind1 deren ,wesen oder ,vornehmheit darin besteht1 da sie eine starke ,allerweltsneutralitt haben1 oder da sie - was hier ungefhr dasselbe ist - einen ganz groen einzieligen ,gemeinschaftswillen zeigen4 ,deswegen ist unsere ,architektur oder sind unsere ,hausformen um so minderwertiger1 je wichtiger uns das sehr ,persnlich-,eigenartige oder je wichtiger uns berhaupt das ,eigenartige ist4 ,in ,gesellschaft mit vielen ,eigenartigkeiten und neben deren ,verherrlichung ist die ,architektur immer etwas sehr ,uninteressantes und ist sie notwendig um so uninteressanter1 je nobler sie ist1 genau so wie in einer solchen ,gesellschaft der ,eigenartigkeiten die graue ,farbe als die uneigenartigste oder alltglichste ,farbe notwendig in ,verruf kommen mu4 ,die graue ,farbe ist nicht die ,farbe der groen ,freude oder die ,farbe der tiefen ,trauer oder der heiesten ,liebe oder des wildesten ,krieges oder des schlafmtzigsten ,friedens1 sondern ist die ,farbe1 die alles still verbindet oder ins ,verbindliche neutralisiert1 ist die ,farbe der groen ,arbeit1 ist die ,lieblingsfarbe der ,architektur oder der ,baukunst oder die ,lieblingsfarbe jeder stark aufbauenden groen ,gemeinschaft4 ,je mehr wir grogesellschaftlich niederreien1 je bissiger wir kritisieren1 je kriegerischer oder revolutionrer wir sind1 oder je unsicherer wir dem groen ,ganzen gegenberstehen1 je fragwrdiger uns ringsumher alles zu sein scheint1 um so mehr reklamieren wir1 machen wir ,reklame und um so aufflliger bepinseln wir unsere ,huser und um so ferner liegt uns die graue ,farbe und ihre ,kultur oder um so mehr fehlt uns das ,baumeisterliche1 ganz gleich1 an welchen besonderen ,wirkungskreis wir hierbei denken mgen4 ,jedes gedeihliche grogemeinschaftliche ,leben und ,treiben erwirkt fr alles ,alltgliche und besonders fr alles alltglich ,straenseitige ohne weiteres eine starke ,uniform oder einen durchgehenden ,stil1 so da dort dann - besonders wieder an der ,strae - jedes einzelne im ,allgemeinen wie etwas sehr ,selbstverstndliches1 ,unaufflliges oder wie etwas sehr allgemein ,anerkanntes erscheint4 ,das ,selbstverstndliche1 ,unauffllige1 ,neutrale usw4 wie auch das ,graufarbige ist zwar nicht der einzige ,beweis fr ein starkes ,gemeinschaftsleben1 aber ist dort in dem groen ,ganzen der ,erscheinungswelt das ,allersichtbarste4 ,ein krankes oder schwchliches1 minderwertiges ,stdtisches wird gewi nicht dadurch sogleich gesund und stark und hochwertig1 da wir in ihm irgendwie zwangsmig alle ,huser straenseitig grau anpinseln1 aber ganz sicher werden alle stabil-frderlichen ,manahmen1 die getroffen werden knnen1 da ein krankes ,gemeinschaftsleben gesunde1 auf eine starke ,neutralitt oder ,unaufflligkeit der einzelnen ,hausbilder oder ,hausfarben hinziele2 dort werden die einzelnen ,huser sehr eigenartige oder sehr individualistische ,formen und ,farbigkeiten schlielich nur zeigen1 soweit es sich um gewisse kleinmassige ,hausteile - etwa um ,haustren1 ,firmenschilder1 einzelne ,schmuckteile1 ,fensterumrahmungen oder hnliches handelt4 ,der ,stdter1 der sein ,haus in der hellen ,strae von unten bis oben1 ber die ganze ,hausflche hinweg mit irgendwelchen heftigen ,farben und mglicherweise noch mit blitzenden lfarben anpinseln lt1 ist allermeistens ganz zuverlssig ein ausgemachter ,querkopf mit sehr geringem ,gemeinschaftssinn oder ist eigentlich berhaupt kein ,stdter1 sondern gehrt eigentlich in die wildeste1 einsamste ,natur hinaus4 ,und soweit wir sehr empfnglich fr den ,ausdruck oder fr die ,gesichter der ,dinge sind1 knnen uns die vollfarbigen stdtischen ,hausanstriche1 die uns in neuester ,zeit mehr und mehr begegnen1 etwas sehr ,furchtbares bedeuten4 ,diese ,hausanstriche sind wie ein letzter ,trumpf1 den der ,zerfall der ,architektur auszuspielen hat oder auszuspielen beginnt1 und den er nur ausspielen kann1 weil uns im allgemeinen die ,architektur oder ihr ,zerfall immer gleichgltiger geworden ist4 ,wenn uns aber grogesellschaftlich die ,architektur oder hchste ,baumeisterlichkeit nicht weiter besonders interessiert1 dann haben wir ernsteste ,ursache1 fr die ,zukunft unseres ,gemeinschaftslebens zu frchten2 sie wird dort eben so gewi sehr kriegerisch durcheinander zerstrend sein1 wie es sicher ist1 da die ,baukunst die blhenden grogesellschaftlichen ,kulturen am treuesten begleitet4 ,vielleicht sind die ,hausanstriche1 um die es sich hier besonders handelt1 so etwas wie die sichtbarsten ,vorlufer einer grogesellschaftlichen ,zersetzung1 die berhaupt nicht mehr zurckgedrngt werden kann1 und so ist es dann vielleicht sehr viel vernnftiger1 zu suchen1 solche ,zersetzung zu beschleunigen oder zu frdern1 als zu suchen1 sie zu verhten2 aber so furchtbar wie es ist1 ganz vorstzlich planmig ein bestehendes ,grogesellschaftliches zu zerstren1 oder so natrlich1 wie es fr uns ,menschen ist1 neben allerlei ,zerstrungswut doch immer wieder an das zuverlssig ,aufbauende oder ,baumeisterliche zu glauben1 so vernnftig ist es auch1 da wir immer wieder suchen1 innerhalb der groen stdtischen ,gemeinschaft1 an der ,strae1 in erster ,linie mnnlich-ruhig oder unauffllig zu sein und da wir als ,stdter immer wieder suchen1 alles das1 was betontermaen mit unserem persnlichen ,geschmack1 mit unseren besonderen ,lieblingsfarben1 berhaupt mit unseren ganz persnlichen ,eigenheiten zu tun hat1 mglichst nur dort zu betonen1 wo die ,welt uns sehr persnlich zugehrt4 ,und das ist hier - im besonderen ,hinblick auf unsere ,huser - das ,hausinnere4 ,je eigenartiger und strker die ,farben sind1 mit denen wir irgend etwas gestalten1 um so komplizierter werden im allgemeinen auch die ,formen sein1 die wir whlen und um so eifriger werden wir fr das ,ganze einen starken ,rahmen suchen und umgekehrt3 je weniger wir ein ,ganzes einrahmen oder fr sich abschlieen knnen1 oder je unmittelbarer wir ein ,ganzes mit andern ,ganzheiten verbinden oder zu verbinden suchen1 um so selbstverstndlicher ist es1 da wir uns um ,verbindlichkeit1 um ,friedlichkeit1 um ,neutralitt usw4 bemhen oder da wir mit unsern ,formen und ,farben eine gewisse stille ,zurckhaltung ben4 ,fr das ,fassadenbild eines stdtischen ,reihenhauses ist ein besonderer ,rahmen so gut wie berhaupt nicht mglich2 in der ,reihe der stdtischen ,huser erscheint das einzelne ,haus immer nur als ein ,teil eines viel greren1 und dies allein ist eigentlich ,grund genug1 jede stdtische - und besonders jede stdtische eingebaute - ,hausansicht abzulehnen1 die sich als etwas sehr ,selbstherrliches zu spreizen sucht4 ,das ,innere eines jeden ,hauses aber ist immer etwas stark ,rahmendes oder ,einrahmendes und ist darum immer noch ohne weiteres ein bester oder palichster ,tummelplatz fr unsere ,selbstherrlichkeiten4 ,sehr hnlich so1 wie unser persnliches ,innere1 etwa unsere eigenen ,gedanken frei sind und still in uns die tollsten ,sprnge machen drfen1 ist auch unser ,hausinneres eine ,welt1 in der wir sehr nach unserm persnlichsten ,belieben tun und lassen knnen1 was wir wollen2 sobald wir aber diese stark abgeschlossene1 stark eingerahmte ,welt verlassen und auf die ,strae1 in die groe stdtische ,gemeinschaft1 hinaustreten1 handelt es sich um einen bestimmten ,komment1 dessen ,wesentliches etwas ,mnnliches1 ,sicheinordnendes1 ,verschwiegenes oder auch ,graufarbiges ist4 ,so wie das sehr ,eigenartige1 sehr ,auffllige1 sehr ,reizvolle usw4 allermeistens etwas sehr ,unmnnliches ist1 so ist es allermeistens auch etwas sehr ,unstraiges4 ,das betont ,eigenartige kann der breiten ffentlichkeit gegenber nur durch eine auerordentlich groe gestaltende ,kraft gerechtfertigt werden1 und so selten wie solche ,kraft ist1 so hufig ist alles betont ,eigenartige etwas ,schwchliches1 ,schutzbedrftiges1 ,frauenhaftes1 etwas1 das fr seine beste ,wirkung eines starken ,rahmens bedarf oder etwas1 das wir am besten in das ,innere einzuschlieen suchen oder am besten nur innerhalb unserer vier ,wnde zur ,geltung bringen4 ,innerlich knnen wir kaum eigenartig und uerlich kaum allgemein genug sein4 ,wes das ,herz voll ist1 des fliet der ,mund ber4 ,sind wir innerlich leer1 so ist es leicht fr uns1 still oder nichtssagend zu sein2 aber so wie der flssige ,schwatz nicht immer ein volles ,herz erweist1 so ist das uerliche ,stillesein noch kein ,beweis fr eine innerliche ,leere1 sondern es kann eine mnnlichste1 groartigste ,disziplin bedeuten4 ,sicher ist1 da jeder innerliche ,reichtum auch sehr nach auen hin drngt1 aber ebenso sicher ist1 da die menschliche ,kultur nicht einfach laufen lt1 was laufen will4 ,je innerlicher oder inniger oder tiefer oder unantastbarer oder edler1 um so mehr ,hemmendes1 ,schutzwandliches1 ,toriges oder ,verschleierndes ist zu passieren1 bevor das ,innere sich zeigt oder begreiflich ist2 und so hat jede uerung1 die auf tiefster1 wertvollster ,innerlichkeit beruht1 nicht nur immer etwas sehr ,filtriertes oder sehr ,abgeklrtes1 sondern dort ist es immer auch deutlich so1 als liege hinter dem ,begreiflichen1 hinter der sichtbaren ,form und ,farbe etwas sehr ,unbegreifliches oder etwas viel ,formen- und viel ,farbenreicheres4 ,sind die ,formen sehr reich und die ,farben sehr stark1 und haben wir dann - davorstehend - noch das deutliche ,gefhl1 da sozusagen hinter ihnen1 unsichtbar1 noch viel reichere und viel strkere ,formen und ,farben sind1 so stehen wir vor allerhchsten ,werken4 ,sind aber die ,formen und ,farben1 die dahinter sind1 z4 ,b4 - um es hier grob praktisch zu nehmen - die hinter der ,hausansicht1 im ,innern des ,hauses1 sind1 schwcher oder uninteressanter oder rmlicher usw4 als die ,formen und ,farben1 die wir ganz obenauf oder ganz oberflchlich sehen1 so haben wir es mit ,formen und ,farben zu tun1 hinter denen nichts ,rechtes steckt1 oder die das gleiche sind1 was wir auch meinen1 wenn wir von leeren ,worten sprechen1 die in aller ,welt um so bler sind1 je wichtiger sie tun4 ,das1 was wir innerhalb des besten gestaltenden ,arbeitens oder innerhalb der ,kunst ablehnend als uerliches bezeichnen1 ist immer etwas1 das sozusagen stabil auf der ,oberflche sitzt1 whrend das hohe ,kunstwerk immer ist1 als habe es die ,oberflche berhaupt nicht gestaltet1 sondern als habe es eine vorhandene neutrale ,oberflche durchscheinend gemacht2 und es ist beinahe richtig1 hier zu folgern3 jede gute ,plastik ist immer so1 als habe man sie aus ihrem ,innern heraus geformt1 oder jedes gute ,bild ist immer so1 als sei es von der ,bildrckseite her durch die ,leinewand hindurchgemalt1 oder jede gute ,musik ist immer so1 als sitze der eigentlich ,musizierende im ,instrumenten-,innern1 oder jede gute stdtische ,hausfarbe ist immer so1 als habe man sie aus dem ,hausinnern heraus durch die ,mauer hindurch nach auen hin filtriert in die vorhandene graue ,straenschicht hinein1 whrend jeder ,hausanstrich1 der uns sehr sozusagen an ,maler und ,farbentopf und ,pinsel denken lt1 im ,sinne des ,gestaltens immer minderwertig ist4 ,streng genommen drften die ,hausfarben nie angepinselt werden1 sondern mten sie - wenigstens grtenteils - die natrlichen ,farben der gewhlten ,baustoffe sein4 ,besondere groflchige ,hausanstriche sind immer nur soweit ntig1 wie - nach baumeisterlicher ,beurteilung - unsolide gebaut wird2 so gehrt besonders auch jeder uere ,kalkmrtelverputz zu den hausbaulichen ,minderwertigkeiten2 er wird innerhalb des gesamten ,baulebens wohl immer eine gewisse ,wertschtzung oder immer seine ,verdienste behalten1 aber jedenfalls ist auf seine eigentliche ,minderwertigkeit um so dringlicher hinzuweisen1 je mehr man ihn sozusagen zu verherrlichen sucht oder je notwendiger es ist1 berall in der ,welt nachzusehen1 was hinter den uersten ,oberflchen los ist oder je mehr unsere ,oberflchlichkeiten uns bedrohen1 wichtiger zu werden als unsere ,innerlichkeiten sind4 99 99 99 99 99 ,die ,kamenzer ,hausanstriche1 die den besonderen ,anla zu den vorstehenden ,ausfhrungen bilden1 widersprechen diesen in betonter ,weise4 ,der ,marktplatz dort ist viel mehr kunterbunt als farbig geworden1 die einzelnen ,huser sind grtenteils - wie ohne jedes ,bedenken - mit eigenartigsten schreienden ,farben gestrichen1 und es ist1 als htte man dort im ,eifer die groe hellgraue ,flche der ,marktplatzpflasterung und die groen sehr gleichfarbigen alten ,dachflchen als gegebene ,farbenmassen berhaupt nicht empfunden2 jedenfalls sieht es dort nicht so aus1 als ob man sich bemht htte1 diese groen sehr bestimmten ,farbtne in einen ,zusammenklang mit den neuen ,hausanstrichen zu bringen4 ,nur einige wenige ,huser dort1 besonders das ,haus ,markt #aa und das ,haus ,markt #ab und das ,haus ,kurzestrae #b haben in ihren neuen ,anstrichen etwas still-freundlich ,liebenswrdiges oder haben neben all' ihrer besonderen ,farbigkeit doch auch durchaus etwas bescheiden ,zurcktretendes4 ,jeder arbeitliche ,mensch wei1 da es leicht ist1 ein fertiges ,werk zu bemngeln und auerordentlich schwer ist1 heute etwas zu gestalten1 das einer ernsten ,kritik gegenber bestehen kann1 und so soll hier das ,kritisieren nicht weiter ausgesponnen werden2 im ,gegenteil1 es sei hier betont1 da wir es schlielich fr sehr viel respektabler halten1 da man - wie man es in ,kamenz mit den ,hausanstrichen getan hat - bestehende schwierige ,probleme berhaupt anpackt als da man - wie man es vielerorts tut - in die ,weltgeschichte hinein - schlft4 - ,aber je mehr wir uns mit der ,bearbeitung unserer ,probleme in die breite ffentlichkeit hinein stellen1 um so ntiger ist es auch1 da unsere ,arbeit ffentlich auf ihre ,richtigkeiten und ,unrichtigkeiten hin untersucht werde1 besonders auch1 damit das als unrichtig ,erkannte nicht fortzeugend ,unrichtiges gebre4 ,im brigen mge unser ,respekt1 den wir vor den hier in ,betracht stehenden ,kamenzer ,bemhungen haben1 damit erwiesen sein1 da wir hier - wir nehmen an1 sehr offensichtlich - in ernstester ,weise suchten1 die vielen 7gewi nicht immer leichten7 ,fragen behilflich zu beantworten1 um die es sich mit unseren neuesten stdtischen ,hausanstrichen handelt4 99 99 99 99 99 ,schlielich sei hier gleich noch bemerkt1 da der ,landesverein ,schsischer ,heimatschutz im ,verfolg dieser ,kamenzer ,hausanstriche beschlossen hat1 unter der ,leitung des ,herrn ,geheimrat ,professor ,gumann und des ,herrn ,professor ,rler1 ,dresden1 einzelne ,farbtne und ,tonzusammenstellungen zu bestimmen1 die im allgemeinen fr neue ,hausanstriche als empfehlenswert gelten knnen2 es ist hierbei besonders daran gedacht1 da innerhalb der kleineren und kleinsten ,ortschaften in den allermeisten ,fllen ohne weiteres kaum die ,mglichkeit besteht1 sich fr die ,ausfhrung geplanter ,hausanstriche sehr gut beraten zu lassen2 und so wird nun von nchster ,zeit ab die ,bauberatungsstelle des ,schsischen ,heimatschutzes mit den genannten ,farbentnen in neuer ,weise praktisch behilflich sein knnen1 was hier besonders auch den ,gemeindemtern mitgeteilt sein mge4 ,ehrenfriedersdorf ,von ,edgar ,hahnewald ber die halbdunklen ,bahnsteige des ,dresdner ,hauptbahnhofes strmten schweigsame ,arbeiterscharen hinaus in den schlpfrigen ,tauschmutz des ,januarmorgens1 den die ,gaslaternen verdrielich und bernchtig beleuchteten4 ,fnf ,stunden spter1 nach langsam steigender ,fahrt durch weien ,winterglanz liegt die kleine erzgebirgische ,stadt vor uns4 ,wir stehen ber ihren ,dchern4 ,jenseits steigt der ,sauberg auf4 ber seiner weien ,flche schweben die ,halden der verlassenen ,bergwerke beschneit und blaubeschattet wie blumenblaue ,wolken am helleren ,himmel4 ,schachtanlagen sind schwarz in das ,schattengewlk eingezeichnet4 ,dort oben begab sich die lange ,schicht von ,ehrenfriedersdorf4 ,ein junger ,bergmann ,oswald ,barthel wurde im ,jahre #aejh1 nach andrer ,lesart #aejg verschttet4 ,sechzig ,jahre spter fand man ihn wieder1 unversehrt und mit allen ,kleidern4 ,der ,pfarrer1 der ihm die ,grabrede hielt1 begann sie3 ,es ist gro zu verwundern1 da ein ,pfarrer einem die ,leichenpredigt tun soll1 welcher fnfunddreiig ,jahre eher1 als der ,pfarrer geboren1 gestorben ist4 ,die ,legende erzhlt1 da der ,bergmann so jung und blhend1 wie er gewesen1 als der ,berg ihn in sich begrub1 wiedergefunden worden sei1 und sie dichtete nach einer hnlichen viel spteren ,begebenheit im ,bergwerk zu ,falun1 die von ,friedrich ,rckert1 ,johann ,peter ,hebel und ,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmann dichterisch bearbeitet worden ist1 auch die treue ,braut hinzu1 die als zitternde ,greisin an der ,bahre des ,wiedergefundenen die spte ,brautmyrte sich ins weie ,haar flicht und sterbend niedersinkt4 ,so erlebten wir als ,kinder die lange ,schicht zu ,ehrenfriedersdorf in ,apels ,marionettentheater und so hat sie ,widar ,ziehnert in den schsischen ,volkssagen in einem ,gedicht von vierundvierzig ,strophen besungen4 ,der ,bergbau ist erloschen4 ,da und dort steht in ,museen noch ein ,gert aus ,ehrenfriedersdorfer ,zinn4 ,whrend des ,weltkrieges wurden die ,halden und ,schchte noch einmal nach ,wolfram und letzten ,zinnresten durchwhlt4 ,nun ist auch das vorbei1 und ,ehrndorf begngt sich wieder wie vordem damit1 ,schuhe1 ,spielblle1 ,posamenten und ,strmpfe zu fabrizieren4 99 99 99 99 99 ,ehrenfriedersdorf ist ein echt erzgebirgisches ,stdtchen1 lang hingestreckt in eine ,talsohle eingebettet1 rings vom ,walde umgeben4 ,brnde haben die ,stadt zuletzt #ahjb und #ahff verheert und die alten vordem errichteten niedrigen ,huser sind nur noch vereinzelt zu finden4 ,das ,stdtchen macht auf den ,fremdling einen freundlichen1 sauberen und gerumigen ,eindruck1 die ,straen sind tadellos instand gehalten1 der ,markt nimmt die ganze ,breite der ,talsohle ein1 hben und drben mssen die ,straen steigen4 99 99 99 99 99 ,eine der steilen ,straen steigt zur ,kirche hinauf1 die seit fnfhundert ,jahren wie eine kleine kantige ,burg am ,hang die ,stadt bewacht4 ,im weien ,schiff unter gotischen ,gewlben steht ein ,kunstwerk1 das die ,besucher von weither in das entlegene ,stdtchen lockt3 der ,ehrenfriedersdorfer ,altar4 ,fnf ,jahre lang1 von #aiaf bis #aiba war er nach vollzogener ,ausbesserung kleiner ,schden in der ,dresdner ,gemldegalerie untergebracht4 ,dresden wollte ihn behalten1 aber die ,ehrenfriedersdorfer lieen nicht locker und haben ihn nun wieder4 ,in der ,galerie stand er im deutschen ,pavillon1 in der ,gesellschaft ,cranachs4 ,ein glanzvolles ,museumsstck1 vor dem die ,kunstfreunde verweilten4 ,aber ein ,museumsstck unter tausend ,bildern1 von der ,sixtina1 von ,drer1 ,holbein1 ,rembrandt1 ,rubens1 ,correggio1 ,giorgione1 ,tizian1 von allen groen ,sternen berstrahlt4 ,nun steht er wieder in der kleinen weigetnchten ,kirche1 in die er gehrt4 ,orgelklang rauscht wieder ber das alte vergoldete ,holz4 ,beim ,eintritt sieht man ihn im ,durchblick unter einem ,mauerbogen zwischen schweren ,pfeilern leuchten4 ,im weien ,raum1 in dessen ,gewinkel an diesem ,tage ,schneelicht und ,sonnenschein durch klare ,fenster fiel4 ,tritt man1 des ,blickes ber die weiten winterlichen ,flchen1 ber das weie ,tal mit der kleinen blaugedcherten ,stadt noch gewrtig1 in die weie ,halle der ,kirche ein1 so leuchtet der edle ,goldglanz des ,altars wie eine milde ,sonne ber den weien ,hhen der herben erzgebirgischen ,landschaft4 99 99 99 99 99 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,wandelbarer ,flgelaltar der ,st4 ,nikolaskirche zu ,ehrenfriedersdorf1 von einem unbekannten sddeutschen ,meister1 um #aeaj ,wie ein torflgelhohes ,bilderbuch erhebt sich der ,schrein ber dem geschnitzten und vergoldeten ,sockel4 ,auf die vier ,flgel sind ,heilige und ,apostel gemalt3 ,wolfgang1 ,andreas1 ,bartholomus1 ,martin4 ,von der wrdevollen ,ruhe der ,heiligen in reicher ,bischofstracht und der mrtyrerhaften ,ergebung des graubrtigen ,apostels ,andreas hebt sich ,bartholomus seltsam ab4 ,sein rtlichgelbes1 grn gemustertes ,gewand ist mit derselben peinlichen ,sorgfalt gemalt1 die der ,knstler auf die prchtigen ,bischofsgewnder ,wolfgangs und ,martins verwendete4 ,aber darber hngt1 das ,gewand fast verdeckend1 der weie1 rtlich berhauchte ,mantel in flauen flatternden ,falten1 die an ,grnewalds geisterhafte ,heilandsgewnder denken lassen4 ,und ber dem weien ,mantel1 leicht geneigt wie lauschend1 fast lauernd1 von der goldnen ,glorie umleuchtet1 blickt das ,gesicht des ,apostels aus der schwarzen ,flle des ,haares und ,bartes4 ,auf ,mund1 ,nase und linke ,wange fllt ,glorienschein1 und in diesem erhellten ,apostelgesicht glht das ,auge in dunkler ,leidenschaft1 die auch in der mit dem ,messer spielenden ,hand zuckt4 ,es ist1 als glimme in diesem schwarzen ,auge ein ,funke vom ,fanatismus jener ,nacht1 die des ,apostels ,namen trgt1 in der die ,pariser ,hugenotten um des ,glaubens willen geschunden wurden wie er in ,armenien4 ,es ist ein ,kalenderzufall1 der die ,pariser ,bartholomusnacht mit dem ,namen des ,apostels verknpft1 aber man findet ,beziehungen1 wenn man dieses verhalten glhende ,auge sieht1 das dreiviertel ,jahrhundert vor jener ,blutnacht von einer unbekannten ,hand gemalt wurde4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,mittlere lgemlde des ,ehrenfriedersdorfer ,altars 99 99 99 99 99 ,der ,kster schlgt die ,flgel wie ,flgel eines schweren ,tores auf und vier andere ,bilder erscheinen3 das ,abendmahl1 ,christus im ,garten ,gethsemane1 ,christi ,gefangennahme1 ,christus vor ,kaiphas4 ,der ,maler hat mit ,erschtterungen gerungen1 die die groe ,ruhe des ,werkes erregt durchzittern4 ,und wieder liegt ein von innen heraus leuchtendes ,zwielicht ber den ,farben1 ber dem vergeistigten ,graurosa des ,heilandgewandes1 ber dem ,fahlgrn des ,rockes ,ischariots1 das an ,grnewald denken lt4 ,dieses1 man knnte sagen3 zweideutige ,grn1 in das ,judas gekleidet ist1 kennzeichnet den ,verrter unleugbarer als das ,teufelchen1 das ihm beim ,abendmahl aus dem ,munde schlpft1 als die ,geste des heftigen1 vom ,schauder vor der eigenen ,tat schon gejagten ,kusses4 ,schon beim ,abendmahl trgt ,judas das zwiespltige ,gelb-,grn4 ,es hebt ihn heraus aus der ,runde der ,jnger1 die mit verschiedener ,anteilnahme an der ,szene zwischen ,christus und ,judas vor ihren viereckigen ,holztellern und den merkwrdig kubistisch geformten ,brotstcken sitzen4 ,christus blickt zur ,seite1 auf ein nahes1 schmerzliches1 unabwendbares ,schicksal4 ,er ist schon nicht mehr bei den ,jngern in diesem ,augenblick1 in dem seine ,hand dem ,verrter den ,bissen ,brot reicht und seine ,linke den von schmerzlichen ,ahnungen erschtterten ,johannes umarmt4 ,zwei schwarze ,streifen des weien ,tischtuches laufen wie weisende ,male auf ,ischariot zu und trennen ihn aus der ,runde der andern1 vor denen sich ,gert und ,speise des ,mahles1 ,brot1 ,fleisch und roter ,wein1 das ,frhstck mittelalterlicher ,brger ausbreitet4 ,das alles ist mit geduldiger ,sorgfalt1 mit liebevoller ,hingabe an das spielende ,glanzlicht auf einem ,glase in der ,hand eines unbekmmerten ,trinkers zu ,ischariots ,rechten gemalt4 ,nur ber den zwei ,hauptgestalten der ,szene1 ber ,christus und ,judas1 ber dem zarten ,graurosa und dem ,fahlgrn ihrer ,gewnder liegt ein ,schein1 der an ,grnewald erinnert4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,unterer ,teil des ,ehrenfriedersdorfer ,altars ,auf dem zweiten ,bilde schlafen die drei ,jnger zu ,fen des betenden ,heilands4 ,petrus hlt den weihaarigen ,bauernschdel zwanghaft gewendet1 die ,hnde krampfen ber ,kreuz ins ,gewand1 als ob ,traumgesichte den ,schlafenden qulten4 ,und wieder1 wie auf dem ,abendmahlsbilde bei ,johannes spricht die ,haltung eines ,jngers aus1 was der ,herr durchlebt4 ,noch in der gestreckten ,starre des ,beines1 dessen nackter ,fu mitzubeten scheint1 kommt die ,inbrunst des ,mit-sich-,ringens ergreifend zum ,ausdruck4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,kopfstck des ,ehrenfriedersdorfer ,altars ,in erduldender ,ergebung lt dann ,christus die ,gefangennahme und die ,mihandlungen vor ,kaiphas ber sich ergehen1 whrend die leidenschaftlich verzerrten ,gebrden seiner ,widersacher die schimmernde ,gestalt umgeben4 ,in der ,szene vor ,kaiphas bellt ein springendes1 lwenartig frisiertes ,schohndchen den einen der ,hscher an4 ,jnger sind nicht mehr um ,christus - in rhrender ,besorgnis trug der unbekannte ,maler einer ohnmchtigen ,kreatur auf1 ,anteil an der ,qual des ,gepeinigten auszudrcken1 wo niemand mehr sich seiner erbarmt4 99 99 99 99 99 ,der ,maler des ,ehrenfriedersdorfer ,altars ist unbekannt4 ,niemand kann sagen1 wie er hie und woher er kam4 ,die ,forscher haben herausgefunden1 da der ,altar um #aeaj1 frhestens #aejg entstanden ist4 ,um #aeaj schuf ,grnewald in ,frankfurt am ,main4 ,kannte der ,maler des ,ehrenfriedersdorfer ,altars die ,werke des ,meisters von ,isenheim als ein ,kleinerer1 ,strebender1 ein ,knner1 der zum ,meister lernend aufsah8 ,wo schuf er8 ,und wie kam das kostbare ,werk in die kleine erzgebirgische ,stadt8 ,niemand wei es4 ,das groe ,bilderbuch des ,altars erzhlt viel - ber seinen ,schpfer schweigt es4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,st4 ,nikolaskirche zu ,ehrenfriedersdorf1 erbaut um #acjj ,die berlieferung verbindet den ,namen eines ,meisters ,hans von ,kln mit dem ,werke4 ,flechsig hat festgestellt1 da ein ,hans von ,kln #aejh in ,chemnitz ,steuern bezahlt und nach #aeae in ,annaberg gewohnt hat4 ,steche dagegen bezeichnet den mutmalichen ,meister dieses ,namens als eine mystische ,persnlichkeit der ,kunstgeschichte1 fr deren ,existenz jeder stichhaltige ,beweis fehle4 ,seiner ,ansicht nach gehrt die ,malerei des ,ehrenfriedersdorfer ,altars der frnkischen ,schule um die ,wende des fnfzehnten zum sechzehnten ,jahrhundert an4 ,flechsig dagegen meint1 frnkisch sei diese ,kunst nicht1 am allerwenigsten nrnbergisch4 ,eher sei ein niederlndischer ,einflu zu spren4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,neujahrsluten mit der ,groen ,glocke in der ,ehrenfriedersdorfer ,kirche4 ,die ,glocke ist fnfundsiebzig ,zentner schwer und stammt aus dem sechzehnten ,jahrhundert 7#aedc7 ,also3 wir wissen nichts und knnen nur bewundern4 99 99 99 99 99 ,die alten ,angeln knarren zum zweiten ,male4 ,das zweite ,flgelpaar ffnet sich und der ,schrein tut sich auf1 der die kstliche ,schnitzerei birgt4 ,zwei winzige ,engel tragen mit kindlicher ,anstrengung1 als htten sie das von ,zimmerleuten beim ,geblkrichten abgeguckt1 einen ,halbmond1 in dessen ,bogen ,maria in holder1 himmelfahrtsbereiter ,ruhe tritt4 ,sie rafft das schwergoldene1 blaudurchwirkte ,gewand mit zarter ,hand1 den kleinen ,finger damenhaft abspreizend4 ,schwere magdliche ,flechten fallen ber die ,schultern auf den ,mantel4 ,durchbrochene ,baldachine aus verschlungenem ,rankenwerk wlben sich ber ihr1 aus denen wie aus ,taubenschlgen die ,dreieinigkeit schwebt1 um die ,himmelsknigin zu krnen4 ,unter den ,baldachinen dunkelt tiefes1 tuchweiches ,blau - es ist bemaltes ,holz4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,teilansicht der ,krippen- und ,pyramidenausstellung des ,krippenvereins zu ,ehrenfriedersdorf im ,januar #aibd ,neben ,maria stehen die heilige ,katharina mit dem ,schwert und ,sankt ,nikolaus1 dem die ,kirche geweiht war1 und auf den ,seitenflgeln die heilige ,barbara mit dem ,kelch und ,sankt ,erasmus mit der ,winde1 auf die der ,legende nach seine ,gedrme bei lebendigem ,leibe gewunden wurden4 ber dem ,schrein in ,gold und tiefen ,leuchtfarben wchst bis zu den steinernen ,gewlberippen hinauf ein zartes ,geflecht von ,gittern1 ,ranken und ,fialen um geschnitzte ,darstellungen des ,ecce homo1 der ,handwaschung und der ,kreuzigung4 ,das feingliedrige ,schnitzwerk rankt im seitlich einfallenden ,licht in pflanzenhafter ,leichtigkeit4 ,es ist wie ein heiteres auflsendes ,spielen1 an dem die ,hnde des ,meisters nach getanem ,werke ,gefallen fanden4 ,die ,fialen biegen sich in launigen ,windungen1 als ob sie der lange gebten ,strenge ausweichen wollten1 als ob die ,renaissance in die gotische ,formenwelt schon lockernd eingriffe4 ,der ganze ,schrein ist bersponnen4 ,auf den ,flchen des ,sockels1 ber der beschatteten ,laube der ,predella um ,christi ,grab1 an den ,konsolen zu ,fen ,marias und der ,heiligen1 an den ,umrahmungen des ,schreins und der ,flgel1 auf den teppichartigen ,flchen hinter den ,figuren1 an den ,baldachinen ber ihren ,huptern1 in den ,gittern1 ,baldachinen und ,fialen der ,bekrnung1 berall rankt und spinnt pflanzenhaft1 blumenlicht das goldene ,schnitzwerk4 ,an ,schmach und ,pein und ,tod mahnen die ,darstellungen1 aber darber1 in freudiger ,vermhlung von ,gold und ,licht1 in jubelnder ,leichtigkeit1 blht es wie ein himmlischer ,garten1 zu dem die jugendliche schne ,gttin im ,goldgewand aufschwebt4 ,von der inbrnstigen ,streckung der kindlichen ,krper der kleinen ,engel1 die mit vor ,anstrengung gespreizten ,flgeln der ruhevoll schwebenden ,gttin den ,halbmond unter den ,fu halten1 der sich von der ,erde schon lste1 bis zur zierlichen ,kreuzblume der hchsten im ,lichte flirrenden ,fiale geht dieser aufstrebende ,zug durch das ganze ,werk wie ein ,jauchzer durch einen goldenen ,garten4 99 99 99 99 99 ,auch den ,schnitzer kennt die ,kunstgeschichte nicht4 ,dehio schliet auf den unbekannten ,annaberger ,meister ,,wz von #aeab1 whrend ,steche die ,hand des ,meisters ,,hw zu erkennen glaubt1 von dem ,werke in ,annaberg und ,borna erhalten geblieben sind und in dem ,steche auch den ,meister der ,freiberger ,tulpenkanzel vermutet4 ,wiederum3 wir wissen nicht1 wer dieses ,werk schuf1 und knnen nur bewundern4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,greifensteine der ,stadt ,ehrenfriedersdorf1 sieben bis einunddreiig ,meter hohe ,granitfelsen1 mitten im ,walde gelegen1 mit ,berggasthusern4 ,in der ,nhe ,stlpner- und ,ritterhhle aus den ,zeiten des ,bergbaues ,mit einem letzten ,blick umfat man das hohe ,goldgeleucht des ,schreins1 wenn der ,kster die ,bilderbuchflgel wieder schliet und nun ,wolfgang und ,andreas1 ,bartholomus und ,martin wie ,wchter am ,tore stehen4 ,und man gnnt diesen ,schatz der kleinen ,stadt1 die in ihm den schnsten ,altar ,sachsens besitzt und deren einziger ,kunstbesitz er ist4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,wintersport an den ,greifensteinen1 vorzgliches ,skigelnde1 fnfzehnhundert ,meter lange ,rodelbahn1 ,sprungschanze ,eine ,merkwrdigkeit gibt es in der weihellen ,kirche noch3 zwei alte kupferne ,kesselpauken1 die an hohen ,festen donnernd zur ,orgel drhnen4 ,sie hngen an der ,empore4 ,der ,pfarrer machte ein einziges ,mal den ,versuch1 den ,paukendonner durch ,chorgesang zu ersetzen4 ,aber den ,ehrenfriedersdorfer ,kirchgngern gefiel das nicht4 ,sie wollen1 da zwiegestimmter ,paukendonner ber sie hindrut1 wenn sie vorm ,goldaltar zur ,orgel singen4 ,sie haben das ,turmblasen in weihnachtlichen ,nchten1 wenn der ,glckner seine ,mansarde illuminiert und sie auf verschneitem ,markt nchtlich promenieren1 sie haben den ,gesang der ,bergleute aus der ,grabestiefe des ,schachtes hoch ber der ,stadt am ,morgen des ,weihnachtstages1 sie basteln an ,weihnachtskrippen und ,pyramiden1 stellen ,bergmannsleuchter mit brennenden ,lichtern und nach der ,bescherung die ,weihnachtsgeschenke der ,kinder in alle ,fenster1 sie halten so viele ,bruche in schnen ,ehren - warum sollen nicht auch die ,kesselpauken donnern1 wenn sie ihrem ,gotte dienen8 ,also wird weitergepaukt1 und der verwunderte ,gast1 der die ,pauken in der ,kirche hngen sieht1 mchte das kriegerische ,weltgerichtsgedrhn im ,orgelbrausen gern einmal hren1 weil es das - ,orgel und ,pauken ohne ,orchester - sonst nirgends gibt4 99 99 99 99 99 ,dann stiegen wir zum ,glckner hinauf4 ,der ,weg fhrt ber hochstufige glitzernde ,gneistreppen1 dann auf hlzerner ,laufbahn unterm ,dachstuhl hin und im weiten viereckigen ,turmschacht1 den das ,gelut der ,glocke von oben durchdrhnt1 auf hlzernen ,treppen aufwrts4 ,unverhofft1 weil der ,turm gar nicht hoch und eigentlich gar kein ,turm ist1 steht man in einem kleinen bewohnten ,vorraum4 ,hinter einer schmalen offenen ,tr schwingt und drhnt die ,glocke dicht ber den ,dielen4 ,eine junge ,frau greift jedesmal1 wenn die ,glocke kommt1 mit beiden ,hnden hemmend nach dem ,klppel1 damit er schneller ausschwingt4 ,das junge ,weib ist schlank1 fast mager4 ,unter ihren leichten blauen ,rcken errt man die ,formen eines wohlgebauten ,krpers in der ,bewegung der ,arbeit4 ,der ,gegensatz zwischen der schweren lallenden ,last der schwingenden ,glocke und der mdchenhaften ,biegsamkeit der weiblichen ,gestalt ist von eigenartigem ,reiz4 ,aus dem ,drhnen lacht die ,frau uns zu4 ,sie hat ein angenehmes erzgebirgisches ,gesicht4 ,nun ergreift sie einen ledernen ,zgel4 ,es sieht aus1 als spiele sie ,pferdchen mit der ,glocke4 ,dann1 nach einem letzten ,schlag1 schlingt sie die ,lederschlaufe rasch um den ,klppel1 der nun den ,anschlag nicht mehr erreichen kann4 ,dann hngt die ,glocke leise verklingend4 ,darber aus einer ,lcke gucken die ,mnner4 ,die ,glocke wird nicht am ,seil gezogen1 sie wird von einem schaukelartigen ,brett am ,glockenlager aus stehend getreten1 wobei sich die ,mnner an quer angebrachten ,handstangen anhalten4 ,wir schmiegen uns an der ,glocke vorbei1 die fast die ganze ,breite des hlzernen ,kmmerchens ausfllt und deren glatter ,bronzeleib sich wie belebte khle ,haut anfhlt4 ,das offene ,schallfenster rahmt die frische weie ,landschaft ein4 ,unter uns liegt die blaugedcherte ,stadt weich in weie ,hhen eingebettet4 ,wir sehen das weie sonnige ,tal1 durch das wir dann nach der nchsten ,bahnstation wandern werden4 ,und vor dieser hellen weien ,landschaft unter blauem ,himmel1 in der die ,schneeschatten wie blumenblaue ,gewlbe schweben1 ersteht noch einmal das ,bild der schlichten weien1 von ,sonne durchgossenen ,kirche1 in der der strenge erzgebirgische ,winter seine weien ,flchen ausgebreitet zu haben scheint und in der der ,goldaltar wie eine goldene ,sonne ber diesen winterlichen ,hhen leuchtet4 ,aus der ,praxis des ,pflanzenphotographen ,von ,georg ,marschner1 ,dresden ,i4 ,es ist nicht meine ,absicht1 ,ratschlge zu geben1 wie man ,pflanzen photographiert1 das alles steht in vielen ,bchern4 ,aber weil ich einmal gelesen habe1 zum photographieren von ,pflanzen seien botanische ,kenntnisse nicht erforderlich1 und weil dies an sich richtig ist1 will ich einiges erzhlen von der ,pflanzenphotographie1 als ,teilgebiet jenes unerschpflichen ,arbeitsfeldes photographischer ,kunst1 das man allgemein mit ,naturphotographie bezeichnet4 ,vorher aber mchte ich erwhnen1 da mit der bildlichen ,darstellung von ,naturobjekten die ,naturphotographie nicht erschpft ist4 ,auch die photographisch einwandfreieste ,wiedergabe eines ,naturobjektes ist durchaus nicht bestimmend fr den dokumentarischen ,wert eines ,bildes und darauf kommt es an1 sondern das ,objekt selber1 seine ,beziehungen zur umgebenden ,natur und seine ,stellung zum groen ,naturganzen sind die ,wertmesser photographischer ,naturaufnahmen4 ,die freundliche ,wissenschaft hatte es mir angetan von ,kindesbeinen an4 ,und von den ,pflanzen der ,heimat waren es die ,farne1 die meine ersten naturphotographischen ,anstrengungen sahen4 ,gerade die hufig vorkommenden ,arten dieser groen ,pflanzenfamilie bilden oft ,gruppen von auerordentlicher ,schnheit1 deren bildliche ,wiedergabe keine besonderen ,schwierigkeiten macht4 ,aber aus der ,literatur kannte ich auch die anderen1 die vornehmen und ganz vornehmen und auch ihre ,standorte4 ,ich hatte mir damals vorgenommen1 von allen im ,sachsenlande noch vorkommenden ,farnen ,bilder zu schaffen4 ,eine ,aufgabe1 die ich zu jener ,zeit sehr unterschtzt habe4 ,aber dieser ,irrtum gleich im ,anfange1 ist meinem ,vorhaben nur frderlich gewesen4 ,die ,sache wurde schwierig1 als ich anfing1 den weniger hufigen und den nur sehr vereinzelt vorkommenden zu ,leibe zu gehen4 ,das heit1 nicht etwa schon mit der ,kamera1 so einfach war das nicht4 ,ich mute ja die einzelnen ,nummern meiner langen ,liste erst suchen und das dauerte manchmal sehr lange4 ,hier schon erkannte ich1 wie das rein photographische oft ganz zurcktreten mute1 zugunsten des botanischen ,sprsinnes1 und auch der versagte zuweilen4 ,fast zwanzig ,jahre bin ich lter geworden und meine ,liste zeigt noch immer einige bedeutungsvolle ,lcken4 ,da war z4 ,b4 der grnstielige ,streifenfarn1 ,asplenium viride1 dessen braunstieliger ,vetter ,a4 ,trichomanes durchaus nicht selten die ,felswnde unserer ,gebirgstler schmckt4 ,im ,kirnitzschtale sollte er nach einem #ahgh erschienenen ,standortsverzeichnisse vorkommen4 ,nun1 wer das ,kirnitzschtal in seiner ganzen geschlngelten ,lnge von ,schandau bis zur bhmischen ,grenze bei ,hinterdittersbach kennt1 der wird ermessen1 was es zu bedeuten hat1 in diesem stundenlangen ,tale1 und bei den gewi mehr als drftigen ,angaben1 den etwa fingerlangen1 zierlichen ,farn zu suchen1 um von ihm eine photographische ,aufnahme zu machen4 ,freunden und langjhrigen ,wandergenossen1 denen ich in einer schwachen ,stunde meine ,absicht entwickelte und im stillen auf ihre tatkrftige ,untersttzung hoffte1 hatten fr mein naturfreundliches ,vorhaben nur ein mitleidiges ,lcheln4 ,ich habe seit dieser ,zeit niemals wieder versucht1 ,helfer zu finden1 und von selber ist bis heute auch keiner gekommen4 ,viele ,sonntage sah mich das stille ,tal und sein munterer ,bach1 und manche naturfrohe ,stunde war mir hier im waldumrauschten ,wiesengrunde beschert4 ,ich lernte es grndlich kennen1 entdeckte viel verborgene ,schnheit und schaffte die ,vorbedingungen fr so manchen ,erfolg spterer photobotanischer ,streifzge4 ,es war mir bekannt1 da der ,gesuchte1 gleich seinem ,vetter an ,felswnden wchst4 ,ich wute auch1 da der ,standort in der ,nhe der ,talstrae sein mute4 ,war doch in dem bewuten ,standortsverzeichnisse erwhnt1 da sein ,standort infolge des ,straenbaues sehr vermindert sei4 ,aber das war alles sehr lange her und es gab so viele ,wnde an der ,strae4 ,da erinnerte ich mich1 da ich weit hinten im ,tale1 bei der ,lichtenhainer ,mhle1 einen guten1 alten ,bekannten hatte4 ,es war der langjhrige ,straenwart ,wagner im ,ottendorfer ,chausseehause4 ,nach langem vergeblichen ,suchen sollte die ,auffrischung dieser vor ,jahren gemachten ,bekanntschaft entscheidend fr das ,gelingen meines ,vorhabens sein4 ,ich gedenke gern dieses alten1 biederen ,mannes1 der mir noch oft ,mitteilung von wertvollen ,naturbeobachtungen aus seinem1 von der ,natur so herrlich ausgestatteten ,wirkungskreise machte4 ,er erzhlte mir damals1 da vor etwa zwanzig ,jahren auch jemand dagewesen und nach einem ,farn gesucht habe1 aber ohne ,erfolg4 ,nannte mir auch ,namen und ,wohnort des ,betreffenden4 ,es war der ,verfasser des ,standortverzeichnisses1 dessen ,angaben auch mich hierher fhrten4 ,fr mich eine ganz besonders wertvolle ,kunde4 ,mein ,gewhrsmann hat mir dann die ,felswnde1 an denen mein ,vorgnger vergeblich suchte1 beschrieben4 ,und ich hatte mehr ,glck4 ,an einem der nchsten ,sonntage suchte ich mit ,hilfe einer von ,freund ,wagner entliehenen fnfundzwanzig ,sprossen langen ,leiter die zerklfteten ,wnde ab und fand den lange ,gesuchten in einigen schnen ,exemplaren vor4 ,die ,aufnahme1 etwa sechs ,meter ber der ,strae1 das ,stativ mit einem ,beine auf der schwankenden ,leiter1 mit zwei ,beinen an der ,felswand1 machte einige ,schwierigkeiten und kostete manchen ,schweitropfen4 ,von ,bemerkungen ,vorbergehender will ich schweigen4 ,in ,erwartung des so hei ersehnten ,bildes wurde alles leicht berwunden4 7,abb4 #a47 ,dann waren noch zwei andere ,farne1 der ,mondrautenfarn1 ,botrychium ,lunaria1 und der ,natterzungenfarn1 ,ophioglossum vulgatum4 ,beides kaum spannenhohe1 in ihrem ueren ganz farnunhnliche ,pflnzchen1 die mich jahrelang im ,schwunge gehalten haben4 ,ihnen zuliebe bin ich manchen ,kilometer mit schwerem ,rucksack gewandert1 bin manche nasse ,wiese auf den ,knien durchrutscht4 ,dabei immer auf dem ,sprunge1 falls der ,besitzer mein ihm gnzlich unverstndliches ,treiben mit einem ,machtworte zu unterbrechen drohte4 ,es hat lange gedauert1 ehe mir ein ,erfolg beschieden war1 und ich habe mehrmals zehn lange ,monate warten mssen1 ehe ich wieder im ,mai und ,juni des folgenden ,jahres mein ,suchen fortsetzen konnte4 ,endlich kam mir der ,zufall zuhilfe und brachte mir in einem ,jahre beide so sehnschtig ,gesuchte vor die ,platte4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,grnstieliger ,streifenfarn1 ,asplenium viride1 rechts ,braunstieliger ,streifenfarn1 ,a4 ,trichomanes1 links ,der ,mai des ,jahres #aiaa fand mich auf einer ,bergwiese im ,sattelberggebiete4 ,auf halber ,hhe der ziemlich steil ansteigenden ,wiese entdeckte ich da einen roten ,flecken1 der sich beim ,nherkommen als eine wundervolle ,gruppe der schwarz-purpurn blhenden ,brandorchis1 ,orchis ustulata1 entpuppte4 ,eine hochwillkommene ,gelegenheit zu einer wertvollen ,naturaufnahme4 ,als ich bei niedrig gestelltem ,stativ unter das ,einstelltuch kroch1 fiel mein ,blick naturnotwendig auf das ,stckchen ,wiese unter der ,kamera4 ,und was erblickte ich dort8 ,gleich mehrere1 noch im ,jugendstadium befindliche ,mondrautenfarne4 ,ich mute sie befhlen1 ehe ich es glauben konnte1 da die so lange ,ersehnten endlich vor mir standen4 ,es ist dies einer der schnsten ,augenblicke gewesen1 die mir in meiner langen1 an so vielen unvergessenen ,stunden reichen naturphotographischen ,ttigkeit beschert gewesen sind4 ,vierzehn ,tage spter war ich wieder zur ,stelle und konnte nun die vollentwickelten ,pflanzen fr immer im ,bilde festhalten4 7,abb4 #b47 ,der ,bann war damit gebrochen1 mit dem sich der ,allermannsharnisch gern umkleidet4 ,ich habe ihn spter oft an anderer ,stelle gefunden1 auch in der ,nhe von ,dresden4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,mondrautenfarn1 ,botrychium ,lunaria ,vom andern1 dem ,natterzungenfarn1 besagt das erwhnte ,standortsverzeichnis3 ,gemein bei lsen4 ,eine recht einfache ,angabe1 welche dem botanischen ,sprsinn wieder einen recht groen ,spielraum lt4 ,fnfzehn ,jahre habe ich in dieser ,gegend zur rechten ,zeit gesucht4 ,ein einzelnes1 kmmerliches ,wedelblatt war bis heute alles1 was ich fand4 ,vielleicht ist ein anderer glcklicher gewesen1 ich wei aber auch davon nichts4 ,im ungewhnlich trockenen ,sommer #aiaa war ich auch wieder einmal im ,kirnitzschtal4 ,am frhen ,sonntagmorgen wanderte ich talaufwrts4 ,da erregten auf der ,sohle des im ,jahre zuvor ausgerumten ,straengrabens kleine ,pflnzchen meine ,aufmerksamkeit4 ,es war der ,natterzungenfarn4 ,in die helle ,entdeckerfreude mischte sich hier aber leises ,bedauern4 ,umgefallen1 verschmachtet1 verdurstet1 lagen alle auf der steinhart getrockneten ,grabensohle4 ,guter ,rat war teuer4 ,endlich hatte ein glcklicher ,zufall mir die ,ersehnten in den ,weg gefhrt und nun war ein photographieren unmglich4 ,ich habe dann mein ,frhstck ausgepackt und im ,feldkessel klares ,kirnitzschwasser geholt und die ,durstigen fein suberlich wie ,gartenpflanzen gegossen1 gefrhstckt - es hat selten so gut geschmeckt - und noch einmal gegossen4 ,als ich dann am ,nachmittag wiederkam1 da standen alle zum ,danke fr den ,liebesdienst erfrischt und gestrkt schn aufrecht da4 ,freilich machte die ,aufnahme im ,straengraben einige ,schwierigkeiten1 weil die ,pflnzchen alle die ,grabenbschung ansahen4 ,aber es ist gegangen4 7,abb4 #c47 ,dieser ,standort besteht nicht mehr4 ,durch ,wasser hergetragene ,sporen hatten hier ,wurzel geschlagen4 ,die ,pflanzen gingen wieder zugrunde1 weil die ,lebensbedingungen im ,straengraben doch zu ungnstig waren4 ,wie oft mag wanderlustigen ,pflanzen das gleiche ,schicksal beschieden sein - und doch umwanderten viele den ganzen ,erdball4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,natterzungenfarn1 ,ophioglossum vulgatum ,wo aber kamen die ,sporen her8 ,vielleicht finde ich auch den ,hauptstandort noch einmal4 - ,fr die ,schriftleitung des ,textes verantwortlich3 ,werner ,schmidt - ,druck3 ,lehmannsche ,buchdruckerei ,klischees von ,rmmler ,jonas1 smtlich in ,dresden ,helft den ,dresdner ,zwinger erhalten6 ,kauft ,geldlose zu #a ,mark ,ziehung #bb4 und #bc4 ,mai #aibe unaufschiebbar ,bestellkarte inliegend ,vertrieb durch alle ,kollekteure ,lehmannsche ,buchdruckerei1 ,dresden-,r4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die doppelte ,werbeseite auf dem ueren ,umschlag wurde entfernt4