,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,illustration3 ,cover ,rein _/ ,auf der ,heidecksburg ,thringer ,heimatbcher ,verffentlichungen des ,thringer ,heimatbundes ,band #c ,berthold ,rein ,auf der ,heidecksburg ,illustration #aibf ,der ,greifenverlag zu ,rudolstadt 7,thr47 ,berthold ,rein ,auf der ,heidecksburg ,illustration #aibf ,der ,greifenverlag zu ,rudolstadt 7,thr47 ,ausstattung von ,willi ,geiler ,rudolstadt ist eine der schnern und sehr schnen ,gegenden ,deutschlands2 ich habe es in allen ,jahreszeiten gesehen4 ,wilhelm von ,humboldt1 #b4 ,januar #ahbg ,alle ,rechte vorbehalten4 ,copyright by ,greifenverlag ,rudolstadt #aibf4 ,gedruckt von ,mnicke ,jahn ,a4-,g41 ,rudolstadt1 in der ,ehmcke-,fraktur4 ,buchbinderarbeit ebenfalls von dort4 ,illustration3 ,heidecksburg ,vorwort ,wissenschaftlich oder knstlerisch aufmerksame ,besucher von nah und fern stellen nicht selten ,fragen nach ,personen1 rtlichkeiten1 ,geschichts- oder ,kunstdenkmlern auf der ,heidecksburg4 ,die ,heimatkunde vermochte bisher wohl allgemeine ,auskunft zu erteilen1 das ,schlo mit seinen geistigen ,beziehungen war aber doch nur wenig in der ffentlichkeit bekannt geworden4 ,wenn auch die ,frstin ,elisabeth zur ,lippe bei ihren ,lieblingsstudien in ,familien- und ,kunstgeschichte vieles festgestellt hatte1 so ging das doch nur selten ber die ,zeiten ihrer persnlichen ,erinnerungen zurck4 ,mehreren ,hofbeamten hatten die ,pflichten ihres ,dienstes nahegelegt1 sich um die historische ,bedeutung einzelner der ihrer ,obhut anvertrauten ,schtze zu bekmmern4 ,dankbar erkenne ich diese ,vorarbeiten an4 ,seit mir die ,aufgabe zufiel1 zuerst im ,auftrag der ,gntherstiftung und dann im ,dienst der ,thringischen ,regierung1 die ,sammlungen der ,heidecksburg zu beaufsichtigen und an ihrer ,erhaltung zu tun1 was unter den trben ,verhltnissen der ,gegenwart mglich ist1 trafen oft ,anfragen von wissenschaftlichen ,anstalten1 ,kunstvereinen und ,gelehrten aus dem ,in- und ,auslande ein1 die ohne genauere ,kenntnis der ,archivakten nicht zu beantworten waren4 ,deshalb war es ntig1 planmig zunchst im ,staatsarchiv alles zu suchen1 was ,aufschlu ber die ,kunstwerke geben konnte1 dann aber auch in ,verbindung mit der ,verwaltung anderer ,schlsser und ,archive zu treten4 ,so ist es jetzt zum ,beispiel mglich1 von dem ,ende des sechzehnten bis zur ,mitte des neunzehnten ,jahrhunderts #ef ,maler zu unterscheiden1 deren ,werke vorhanden waren oder sind und in ,beziehung zur thringischen oder auch deutschen ,kunstgeschichte stehen4 ,mit ,architektur1 ,bildhauerei und ,kunstgewerbe verhlt es sich hnlich4 ,aus dem1 was von den ,ergebnissen dieser ,arbeit zunchst vielleicht die ,aufmerksamkeit eines greren ,leserkreises erwarten kann1 lege ich hiermit eine kleine ,auswahl vor4 ,da mich dabei ,liebe zur ,heimat geleitet hat1 hoffe ich nicht besonders versichern zu mssen4 ,aus der ,bekanntschaft mit der ,vergangenheit kann fr die ,zukunft treue ,erinnerung hervorgehen4 ,der ,verwaltung des ,staatsarchivs bin ich fr nie ermdende ,geduld und dem ,greifenverlag fr unbekmmerten ,wagemut zu groem ,danke verpflichtet4 ,rudolstadt1 ,ostern #aibf4 ,dr4 ,berthold ,rein4 ,frhgeschichte der ,burg ,im ,jahre #fdj grndete der ,herzog ,rudolf von ,thringen auf einem felsigen ,berge das ,haus ,rudolstadt4 ,so behauptet die ,sage4 ,eine ,urkunde aus dem ,anfang des neunten ,jahrhunderts verzeichnet unter den ,gtern des ,klosters ,hersfeld den ,ort ,rudolstadt und meldet1 da dort auch ,slawen wohnen4 ,den unstet wandernden ,viehzchtern der sorbischen ,stmme war an der ,saale ,halt geboten worden4 ,einzelnen von ihnen1 die sich zu sehaftem ,leben entschlossen1 rumten die deutschen ,ackerbauer ,wohnpltze neben ihren eigenen ,gtern ein1 wo sie als ,viehknechte gute ,dienste leisteten4 ,eine lange ,burgenkette von ,eichicht bis ,naumburg sicherte die ,grenze1 ,burgvgte sorgten fr ,ordnung ringsum und erweiterten ihre ,gebiete allmhlich ostwrts ber die ,saale4 ,das feste ,haus ,rudolstadt lag dem ,waldland der ,heide gegenber und mag davon seinen ,namen empfangen haben4 ,in der ,zeit um #ijj vermachte ein ,rudolstdter namens ,bikko dem ,kloster ,fulda eine ,schenkung1 vermutlich das ,fischerstal im ,norden des ,hains1 das noch im achtzehnten ,jahrhundert das ,fuldental heit4 ,urkunden des dreizehnten ,jahrhunderts nennen als ,zeugen fr ,vertrge drei ,pfarrer1 ,bruno1 ,heinrich und ,hermann1 von ,radolvestat4 ,die ,umgegend war bereits reich besiedelt1 wie die vielen ,dorfnamen im ,tal und auf den ,nachbarhhen beweisen4 ,aus ,burgvgten1 die ihren ,amtssitz auf den festen ,husern hatten1 wurden allmhlich erbliche ,burgherren als ,lehensleute hherer ,machthaber1 der ,thringer ,landgrafen4 ,da ,geldverkehr im ,mittelalter sprlich war1 traten bei ,unternehmungen1 die grere ,summen erforderten1 ,verpfndungen oder ,verkufe auf ,wiederkauf von ,landbesitz ein1 und so hren wir1 da auch ,haus und ,stadt ,rudolstadt wiederholt aus einer ,hand in die andere gingen4 ,am #bi4 ,november #abfd berlie der ,graf ,hermann von ,orlamnde dem ,erzbischof ,ruprecht von ,magdeburg sein gesamtes ,eigentum1 dabei auch ,rudolstadt mit zwei ,schlssern4 ,diese1 das niedere und das hohe ,haus1 wechselten nach der ,zeit mehrfach ihre ,besitzer aus den ,reihen der ,orlamnder und der ,schwarzburger ,grafen1 die benachbart und untereinander verschwgert waren4 ,die ,schwarzburger ,gnther und ,heinrich gaben am #bj4 ,februar #acjf ,rudolstadt1 das niedere ,haus und alles1 was dazu gehrte1 fr neuntehalbhundert ,mark dem ,orlamnder ,otto in ,zahlung4 ,aber schon am #ba4 ,januar #accd gingen das obere und das untere ,haus samt den damit verbundenen ,stadtteilen in die ,verwaltung ,heinrichs ,x4 von ,schwarzburg ber1 und nach dessen ,tode fiel #acdj ,rudolstadt mit dem orlamndischen ,erbe an seine ,shne1 die ,grafen ,heinrich ,,xii4 und ,gnther ,,xxv4 ,seitdem ist es schwarzburgisch geblieben4 ,whrend der ,fastenzeit #acde drang im ,thringischen ,grafenkrieg ein ,heereshaufe ,landgraf ,friedrich des ,ernsthaften in ,rudolstadt ein1 plnderte und brannte es nieder1 dabei gingen auch das ,rathaus und die beiden ,schlsser in ,flammen auf4 ,wo das niedere ,haus1 die untere ,burg1 gestanden hat1 lt sich erschlieen4 ,die ,grenzen der ,grundstcke und der alte ,schloweg geben den ,hinweis dazu4 ,dieser1 der heutige ,schloaufgang ,,vi1 in mehreren ,jahrhunderten wiederholt erweitert1 trgt die ,merkmale eines mittelalterlichen ,burgwegs und hat vor der ,stelle1 wo heute das ,torgebude steht1 scharf nach rechts umgebogen1 um ber den ,felsen die spitze ,bergecke zu erreichen1 die jetzt vom ,schlogarten verdeckt wird4 ,hier1 von dieser schmalen ,felsrippe aus1 konnte die ,burg ber die weite ,saalaue und das enge ,tal des ,wstenbaches die ,wache halten4 ,als ihre ,zeit vorber war1 lagen die ,trmmer noch lange umher4 ,graf ,wolrad von ,waldeck besuchte sie #aedh als ,sehenswrdigkeit1 und nachdem sie bereits in den gewaltigen ,mauern der ,schlogartenterrassen aufgegangen waren1 hie eine ,stelle am ,sdabhang #affi noch unter der alten ,burg4 ,unmittelbar am ,fue der steilen ,hhe schob sich der ,pfaffenhgel flach gegen die ,talsohle vor4 ,er trug die ,kapelle ,sankt ,andreas1 den ,mittelpunkt der deutsch-sorbischen ,altstadt4 ,diese lief am ,ufer des ,wstenbaches entlang und dehnte sich um drei ,gutshfe schlielich bis zur heutigen ,brckengasse aus4 ,das obere ,haus stand eine ,felsstufe hher1 am ,ostende des heutigen ,schlohofes4 ,der ,fahrweg zu dieser ,burg zweigte an der ,krmmung des lteren ,burgwegs ab1 lief dann noch ein ,stck am ,sdabhang des ,berges weiter und bog schlielich scharf und steil nach rechts um4 ,seine letzte ,strecke im heutigen ,schlotunnel erinnert noch an mittelalterliche ,wegefhrung und an die ,leistungen1 die man frher1 namentlich mit schwerem ,fuhrwerk1 ,menschen und ,tieren zumutete4 ,die ,baustelle dieser oberen ,burg hat wiederholt tiefgreifende ,vernderungen erfahren1 zuletzt im ,jahre #ahbc durch ,anlage der ,terrassenbauten1 die mit ,treppen und ,reitwegen zum ,schlogarten hinunterfhren4 ,das obere feste ,haus1 auch noch von den ,orlamndern gebaut1 schirmte die deutsche ,stadt unmittelbar am ,sdfue des ,schloberges4 ,ihre lteste ,hauptstrae1 die heutige ,stiftsgasse und ,kirchgasse1 begann am ,alten ,tore vor dem ,hause ,stiftsgasse #dd und endete an der ,stadtmauer bei der ,kleinen ,badergasse4 ,erst im ,kampfe mit der ,saale wuchs die ,stadt nach ,sden zu in die ,breite4 ,ihr ,gotteshaus war die ,kapelle ,sente ,eliabeth gelegin uff dem ,martte1 an der ,ecke der ,ratsgasse4 ,das ,leben der ,burggrafen spielte sich durchaus nicht immer in der engsten ,heimat ab4 ,landespolizei auszuben und ,gter zu verwalten berlieen sie daheim ihren ,beamten1 whrend sie selbst ,einknfte und ,ehren im ,dienste grerer ,herren suchten4 ,von ,heinrich ,x4 hren wir1 er war ,kriegsrat ,kaiser ,ludwigs des ,bayern und erwarb sich ,verdienste in den ,kmpfen des ,deutschen ,ritterordens gegen die ,polen4 ,einen ,bau auf dem oberen ,hause in ,rudolstadt lie er auffhren4 ,sein ,bruder war ,gnther zu ,blankenburg1 der als ,deutscher ,knig #acdi in ,frankfurt an ,main starb4 ,heinrich ,,xii4 begleitete den ,gegner seines ,oheims1 ,karl ,,iv41 auf dessen ,krnungszuge nach ,mailand und ,rom4 ,sein eigentlicher ,wohnsitz war ,sondershausen1 whrend sein ,bruder ,gnther in ,arnstadt residierte4 ,beide bezogen aber auch zeitweise die ,heidecksburg4 ,gnther ,,xxviii4 erbte zwar ,rudolstadt1 wohnte aber auf ,ranis4 ,sein ,amt als kaiserlicher ,hofrichter fhrte ihn oft in die ,ferne1 so #adad-adag auf das ,konzil zu ,konstanz1 wo er starb4 ,heinrich ,,xxiv4 hielt nur vorbergehend auf dem ,hause ,rudolstadt ,hof4 ,er war1 wie sein ,bruder ,gnther1 der ,erzbischof von ,magdeburg1 zunchst ,priester geworden1 verlie aber den geistlichen ,stand1 um das schwarzburgische ,erbe anzutreten1 und zeigte dann erst seine wahre ,natur als streitbarer ,held4 ,sechs ,feldzge gegen die ,hussiten fhrte er als ,amtmann im ,vogtland4 ,heinrich ,,xxvi4 verschrieb seiner ,gemahlin ,elisabeth von ,cleve ,schlo und ,stadt ,rudolstadt als ,witwensitz4 ,er lie #adcd-addh ein neues ,schlo mit drei ,flgeln auffhren4 ,die ,nordwand des heutigen ,marstalles mit dem turmartigen runden ,vorsprunge kann aus dieser ,bauzeit stammen4 ,vier ,shne ,heinrichs ,,xxvi41 die den ,namen ,heinrich trugen1 wurden ,geistliche4 ,der lteste von ihnen starb als ,erzbischof von ,bremen in ,mnster1 der zweite war ,provisor des ,eichsfeldes und endete als fehdelustiger ,kmpe in ,bremen4 ,der dritte liegt als ,dompropst in der ,stiftskirche von ,hildesheim begraben1 und der vierte starb als ,subdiakonus in ,straburg4 ,drei andere ,shne erhielten den ,namen ,gnther und fhrten das weltliche ,regiment in der ,heimat fort4 ,der lteste von ihnen1 ,gnther ,,xxxvi41 trat von ,rudolstadt aus seine ,palstinafahrt mit dem schsischen ,adel an1 zog sich dann auf die ,heidecksburg zurck und starb hier #aejc4 ,gnther ,,xxxviii4 war #adej in ,rudolstadt geboren1 hielt sich jedoch bald von der ,heimat fern4 ,der jngste1 ,gnther ,,xxxix41 bekleidete das ,amt eines ,statthalters von ,bremen1 erbte dann aber die schwarzburgische ,herrschaft und erhielt #aeah zu ,augsburg von ,kaiser ,maximilian die ,besttigung seiner ,wrden und ,rechte4 ,mit schsischer ,hilfe schlug er #aebe den ,bauernaufstand bei ,stadtilm nieder4 ,er wird als demtig und leutselig gerhmt im ,verkehr mit seinen ,untertanen4 ,zur ,reformation konnte er sich nicht verstehen1 da er jeder ,neuerung abhold blieb4 ,illustration3 ,torhaus ,sein ,sohn ,heinrich ,,xxxii4 hatte die fromme und sanfte ,natur des ,vaters geerbt1 doch erzeugte seine ,neigung zur evangelischen ,lehre ein tiefes ,zerwrfnis zwischen beiden und wurde die ,ursache1 da er in eine ,art ,verbannung von ,arnstadt nach ,rudolstadt ziehen mute4 ,hier durfte er sich1 ohne da es der ffentlichkeit auffiel1 ,privatgottesdienst nach der neuen ,form in der ,andreaskirche einrichten4 ,als sein ,vater starb1 zog er nach ,arnstadt zurck und lie der ,reformation freien ,lauf bis zu seinem ,tode #aech4 ,in dem ,ehevertrag hatte er seiner ,gemahlin die mter ,rudolstadt und ,blankenburg gesichert fr den ,witwenfall4 ,das ,haus ,blankenburg1 der ,greifenstein1 war ganz baufllig1 das ,haus ,rudolstadt hatte nur ,umbauten ntig4 ,die ,erinnerungen an drei gute ,jahre ihrer jungen ,ehe zogen nun die junge ,witwe hierher4 ,katharina die ,heldenmtige #aeji-aefg ,noch nicht sechzehn ,jahre alt hatte sie die ,henneberger ,heimat verlassen1 um dem ,schwarzburger zu folgen1 mit siebzehn ,jahren war sie ,mutter geworden1 nun mute sie als neunundzwanzigjhrige ,witwe ihr ,schicksal selbst lenken4 ,zwei ,tchter waren ihr am ,leben geblieben1 ein ,kind erwartete sie4 ,warmes ,herz1 klarer ,blick und krftige ,hand standen ihr zu ,gebote4 ,das ,bild ,katharinas wrde wohl in dem ,dmmerschein der ,vergangenheit verblat sein1 wenn nicht ,schillers ,aufsatz vom ,frhstck auf dem ,schlosse zu ,rudolstadt es wieder an das ,licht gerckt htte4 ,der einzige ursprngliche ,zeuge fr die seltsame ,begebenheit ist ,cyriacus ,spangenberg1 einer ihrer vielen ,schtzlinge4 ,sein ,werk ,adelsspiegel war schon fr ,schiller nicht erreichbar und wird heute sehr selten sein4 ,deshalb lohnt es sich vielleicht1 sein ,zeugnis im ,wortlaut wiederzugeben4 ,hierbei will ich nur noch eine mannlich beherzte ,tat einer deutschen ,frstin erzhlen1 wie ich die aus derselben eigen ,munde ,anno #aeeb gehret4 ,im ,schmalkaldischen ,kriege #aedg hat sichs zugetragen1 als ,kaiser ,karl wieder aus ,sachsen durch ,thringen nach dem ,franken- und ,schwabenland gezogen1 mit den beiden gefangenen ,frsten1 ,herzog ,johann ,friedrich1 ,kurfrst zu ,sachsen1 und ,landgraf ,philipp zu ,hessen1 da die ,grfin von ,schwarzburg auf ,rudolstadt1 ,frau ,katharina1 geborne ,frstin von ,henneberg1 ,witwe1 fr ihre armen ,untertanen ,salvaguardien ausgebracht1 damit dieselbigen an ,viehe und ,gtern fr den durchziehenden ,kriegsvolk unbeschdigt bleiben mchten4 ,hat dagegen sich erboten1 damit auch das ,stdtlein ,rudolstadt unbeschweret bleiben mchte1 um ziemliche ,bezahlung ,brot und andere ,speis und ,trank heraus an die ,saalbrcke zur ,notdurft zu verschaffen1 wie denn auch geschehen4 ,doch hat sie die ,brcke einen guten ,weg weiter von dem gewhnlichen ,ort vom ,stdtlein am ,wasser hinab ber die ,saale schlagen lassen4 ,mittlerweile haben ihre armen ,leute1 was ihnen sonst lieb1 aufs ,schlo ,rudolstadt aus dem ,wege geflhet4 ,und haben im ,vorberzuge ,herzog ,heinrich von ,braunschweig beneben seinen ,shnen und der ,duc de ,alba an gedachte ,grfin werben lassen1 das ,morgenbrot bei ihr zu nehmen4 ,darauf sie zur ,antwort geben1 da sie mit ihren ,personen wohl zufrieden wre1 htte aber ein schlecht gering und ungebauet ,haus1 darauf jetzigerzeit viel schwangere ,weiber1 ,sechswchnerinnen und ,kinder von ihren ,untertanen aus ,furcht gewichen1 wollte aber fr sie wohl ,raum finden und gerne mitteilen1 was das ,haus vermchte4 ,doch darneben gebeten haben1 damit frlieb zu nehmen und auch die ,verschaffung zu tun1 da ihre armen ,leute der ausgebrachten ,salvaguardi genieen mchten4 ,hat aber insonderheit den ,herzog von ,braunschweig durch einen ihrer ,gesandten1 der sie auf das ,schlo bringen sollte1 bitten lassen1 ihre ,gelegenheit und ,zustand als einer ,witwe zu bedenken und daran zu sein1 da nicht zuviel ,gesindes mit aufs ,haus kommen1 noch sie1 derweil sie sich diesmal so eilend keiner ,gste versehen1 zu hoch berladen werden mchte4 ,wollte sie die ,herren gerne haben und ihnen tun1 was ihr ,vermgen1 doch dem ,gesinde1 so sie mitbringen wrden1 im ,stdtlein auch ihre ,notdurft verschaffen4 ,hierauf gedachte ,herren zu ihr auf das ,haus kommen1 denen sie auf eine ,eile ziemliche gute ,ausrichtung getan4 ,sie hat aber1 alsbald ihr der ,frsten ,zukunft zuentboten worden1 ihre ,junker in der ,nhe eilends zu sich beschieden1 beneben etlichen ,schultheien1 wiewohl der ,junker allbereit viel bei ihr auf dem ,hause1 dahin sie denn auch ihr ,weib und ,kinder geflhet gehabt1 gewesen4 ,unter der ,mahlzeit aber kmmt ihr die ,botschaft1 da die ,spanier ungeachtet der ,salvaguardien in etlichen ,drfern ihren armen ,leuten das ,viehe mit ,gewalt genommen und mit sich davon getrieben1 welches sie gar heftig bewegt1 wie sie dann auch ein gromtiges ,weib gewesen4 ,derwegen alsbald allen1 die bei ihr auf dem ,hause gewest1 heimlich befohlen1 sich mit ihrer besten ,rstung und ,wehre gefat zu machen und auf der ,frsten ,gesindlein ,achtung zu geben1 da keins aus dem ,hause komme1 und derenwegen ,tor und ,pforten wohl in acht zu nehmen4 ,ist darnach wieder zu den ,frsten in das ,gemach1 da sie ,mahlzeit gehalten1 gangen und ihnen mit bewegtem ,gemt geklagt1 wie es ihr und ihren armen ,leuten ergehe ber gegebene ,sicherung4 ,dessen die ,herren denn freundlich gelacht1 sie heien zufrieden sein und gesagt1 da in dergleichen ,zgen ein solches nicht allerdinge noch allezeit so gar knnte verkommen werden4 ,darber sie bei ihr selbst unmutig worden und begehret1 sie wollten daran sein1 da ihre armen ,leute ihr ,viehe wieder bekommen mchten1 oder es mte ,frstenblut gelten fr ,ochsenblut4 ,welche ,rede die ,herren erstlich in ,scherz geschlagen und sie vertrstet zu versuchen1 das abgetriebene ,viehe1 wo nicht alles doch einsteils wieder zu bekommen4 ,damit sie aber nicht zufrieden gewesen1 sondern begehret1 alsbald dran zu sein1 da ihren armen ,untertanen ihr ,viehe wieder werden mte4 ,da sie nun einen aus ihrem ,mittel hienach senden wollen1 das ,viehe wieder zurckzubringen1 hat sie befahret1 es mchte derselbige dieses ihr angefangenes ernstes ,werk und harte ,wort dergestalt und mit solcher ,unbescheidenheit bei andern frbringen1 da beide ihr und ihren armen ,leuten ein ,argers draus entstehen mchte1 und derentwegen nicht zugeben wollen1 da der ,herren einer oder auch jemand von ihrem ,gesinde abgesandt wrde1 sondern darauf gedrungen1 schriftlich das ,viehe wieder abzufordern1 wollte sie von den ,ihren etliche darzu abfertigen4 ,und hat auch mit angehnget1 da ihr keiner von dem ,hause kommen sollte1 sie wte dann gewi1 da sie ihr ,viehe wiederbekme4 ,und im ,fall1 da darber etwas ,gewaltsames von ihnen sollte frgenommen werden1 sollte ihr keiner lebendig vom ,hause hinwegkommen4 ,und hat darauf ihre gewappneten ,leute ins ,gemach mit ihren ,wehren hereintreten und allda aufwarten heien1 dessen denn der ,duc de ,alba nicht ein wenig erschrocken4 ,der ,herzog von ,braunschweig aber sich nichts merken lassen1 sondern solches alles ihr zum besten gedeutet als einer solchen ,landesmutter1 die sich ihrer armen ,leute billich mit ,ernst annehmen und die nicht gerne verderbt wissen wollte1 sie freundlich angeredet1 sie sollte sich zufrieden stellen1 es sollte der ,sachen bald ,rat geschafft werden4 ,und beneben dem ,duc de ,alba ein kurz ernstliches ,schriftlein mit ihrem ,handsigill gefertigt mit ,anzeigung1 was fr ,gefahr denen darauf stehen wrde1 so wider gegebene ,salvaguardi das ,viehe abgetrieben4 ,und haben solchen ,zettel der ,grfin auf ihr ,begehren zum besten zu bestellen bergeben1 welchen sie denn auch durch die ,ihrigen eilend abgefertigt4 ,aber die ,herren nicht weglassen wollen1 bis einer schnell zurck kommen und die ,botschaft bracht1 da den ,bauern ihr ,viehe wieder worden4 ,darauf sie den ,frsten zum hchsten gedankt1 dieselbigen ihr aber bei ihren frstlichen ,ehren zusagen und versichern mssen1 solches1 was sie aus dringender ,not tun mssen1 weder an ihr noch den ,ihren zu eifern noch zu rchen4 ,und hat ,herzog ,heinrich dieses ernsten ,scherzens darnach wohl lachen mssen1 auch die ,grfin darum gelobet4 ,und sind also endlichen mit ,frieden in gutem voneinander geschieden4 ,bald nach jenem ,ereignis sollte die unerschrockene ,frau ,gelegenheit haben1 als ,beschtzerin des evangelischen ,bekenntnisses dem ,willen des fanatischen ,kaisers selbst zu trotzen4 ,heimatschriftsteller des siebzehnten und achtzehnten ,jahrhunderts erzhlen gern davon4 ,der ,saalfelder ,pfarrer ,kaspar ,aquila1 ein ttiger ,gehilfe ,luthers bei der ,bibelbersetzung1 war gegen das ,augsburger ,interim aufgetreten und wurde bei ,karl ,v4 verklagt1 so da dieser eine ,prmie von #ejjj ,gulden auf seinen ,kopf setzte4 ,die ,saalfelder ersuchten die ,grfin1 den ,bedrohten auf einige ,zeit in ,verwahrung zu nehmen4 ,sie lie einen ,kutschwagen bis vor ,saalfeld fahren4 ,der ,magistrat holte den standhaften ,prediger in seinem ,hause ab und begleitete ihn durch das ,blankenburger ,tor4 ,als die ,frau ,superintendentin damals beim ,schieteiche ihre ,tcher und ,bettgewand gewaschen1 erschrickt sie heftig ber solchen ,aufzug und fragt mit bestrztem ,gemte3 ,ei1 da ,gott walte1 wo wollt ihr meinen lieben ,herrn hinfhren8 ,darauf er sie mit den ,armen umfangen und ihr mit folgenden ,worten einen ,ku gegeben3 ,liebe ,hausmutter1 gehab dich mit den ,kindern wohl6 ,bittet ,gott fr mich und gebet mir fleiig acht aufs ,husel6 ,darauf steiget der ,herr ,superintendent in ,gottes ,namen auf den ,wagen und fhret geschwind fort auf den ,hain zu4 ,zur ,losung hatte die ,grfin dem ,kutscher ein weies ,tuch mitgegeben1 damit er es1 wenn er nahe an das ,schlo komme1 zu einem ,zeichen auswerfen sollte4 ,als solches geschehen1 verschickte die ,grfin all ihr ,hofgesinde hin und wieder in die ,stadt1 bis auf einen ,einzigen1 ihren ,schneider1 und logiert ,herrn ,aquilam in aller ,stille in einem ,oberstblein4 ,hat die teure ,wohltterin ber der ,tafel etwas ,kstliches gehabt1 hat sie dieses gesagt3 ,gehe hin und bringe mir das dem kranken ,mann6 ,da denn mehrgedachter ,schneider schon gewut1 wem solch ,essen zugehre4 ,wenn die ,grfin zu gewissen ,zeiten den ,aquilam in seinem ,stblein besucht und denselben gefragt3 ,herr ,aquila1 wie stehts1 was macht ,ihr ,gutes8 hat er geantwortet3 ,gndige ,frstin und ,frau1 da sitze ich und lese in meinem ,psalterbchlein die ,worte3 ,deine ,kinder werden um deinen ,tisch sitzen wie die lzweige6 ,da fllt mir ein ,zhren nach dem andern auf die ,bibel4 ,als nun die ,grfin gedacht1 sie vermchte als eine ,witwe den ,aquilam nicht lnger bei sich behalten1 hat sie an ihre ,herren ,brder geschrieben und sie gebeten1 da sie doch den ,aquilam zu sich in ,verwahrung nehmen und von ihr abfordern lassen wollten4 ,lorenz ,ritter1 ,poet und ,priester in ,blankenburg1 besang die ,grfin3 ,sic ,aquilam texit1 qui propter dogmata ,christi1 ,non1 sibi commissa1 tutus in orbe fuit1 ,sic alios etiam defendit saepe fideles ,constantesque viros4 ,en pietatis opus6 ,so hat sie den ,aquila beschtzt1 der wegen der ,lehre ,christi1 die ihm anvertraut war1 in der ,heimat nicht sicher lebte1 ,ebenso verteidigte sie auch oft getreue und standhafte ,mnner4 ,sehet1 welch ein ,werk der ,frmmigkeit6 ber die ,lebensereignisse und die ,geistesart der heldenmtigen ,frau ist manches aus den ,archiven bekannt geworden1 manches wird noch darin schlummern4 ,als ,landesherrin bestand sie herzhaft auf ihren ,rechten gegenber ,gebietsnachbarn1 die gar nicht immer ritterlich gegen sie handelten4 ,dann fand sie aber bei den schsischen ,herzgen1 voran bei ,johann ,friedrich dem ,gromtigen1 gute ,obervormundschaft4 ,freimtig wie in ,alltagsfragen verhielt sie sich in ihrem ,bekenntnis zur ,reformation1 was gar nicht immer leicht war1 zumal geistliche und weltliche ,rcksichten zu ihrer ,zeit noch vielfach ungeklrt einander durchkreuzten4 ,die ,schwarzburgischen ,besitzungen verursachten leicht ,verdrielichkeiten1 da ,nutzungsrechte der ,verwandten an ,bergwerk1 ,weinwachs1 ,jagd und ,fischfang auf gemeinsamen ,gebieten nebeneinander liefen4 ,sie verteidigte dann diplomatisch klug die ,ansprche ihrer ,kinder1 nicht ohne zartes ,gefhl fr ,billigkeit4 ,die ,verwaltung ihrer mter ,blankenburg und ,rudolstadt nahm sie in die ,hand wie die ,herrin eines groen ,gutes1 und sie griff zu1 lenkte selbst und sah persnlich nach dem ,rechten4 ,verlobungs- und ,ehefragen ihrer ,tchter erforderten feinen ,takt1 und sie bewies ihn in mtterlicher ,liebe wie in vorbildlichem ,verhalten ihren ,schwiegershnen gegenber1 deren feinsinnigster1 ,graf ,wolrad von ,waldeck1 ihr in seinem ,tagebuch ein rhrendes ,denkmal setzte4 ,wissenschaft und ,kunst haben schon ,verlangen gehabt1 etwas von der ueren ,erscheinung der ,grfin zu erfahren4 ,ein ,bild von ihr ist nicht aufzufinden1 und sollte es noch vorhanden sein1 nicht mehr nachzuweisen4 ,so bleiben als uerungen ihres ,geistes ihre ,briefe brig4 ,katharina fhrte eine gewandte ,feder1 versumte keine hfische ,form1 lie aber darunter ihr ,gemt nicht ersticken1 und ihre hennebergische ,mundart klingt heimelig hindurch1 auch der ,goldglanz des ,humors schimmert zwischen den ,zeilen4 ,bilder von der ,szene ,frstenblut fr ,ochsenblut6 sind entstanden in der ,zeit1 da man historisch-theatralisch malte1 aber unser nchternes ,urteil sucht ,wahrheit4 ,auch die ,dichtung hat sich mit dem ,vorgang beschftigt und tut das heute noch1 aber fern von ,wahrscheinlichkeit4 ,freunde der ,graphologie mgen die ,schriftzge deuten1 auch wenn sie hier nur stark verkleinert zu bringen sind4 ,sie bilden den ,schlu eines ,briefes an ihren ,bruder4 ,illustration ,euer ,liebden treue schwester ,catarina etc4 ,nur zu einer allgemeinen ,vorstellung von der ,gestalt der ,gegnerin ,albas kann uns das verhelfen1 was man #ahge vorfand1 als ihr ,grab in der ,stadtkirche aufgedeckt wurde4 ,ihre ,gre betrug nicht ganz #a1gj ,meter1 und ihre ,ringe1 ,weite #ag1 entsprechen einer krftigen ,frauenhand4 ,es sind drei fadendnne ,reifen1 zwei aus ,silber1 einer aus ,gold1 die samt ,resten von brauner ,seide und gemustertem ,sammet in der ,heidecksburg als ,reliquie aufbewahrt werden4 99 99 99 99 99 ,im ,jahre #aegb erbte ,graf ,albrecht ,,vii4 die mter ,rudolstadt und ,blankenburg1 er wurde in der ,folge ,stifter der ,linie ,schwarzburg-,rudolstadt und ,stammvater dieses ,frstenhauses4 ,kaum hatte er seine ,residenz bezogen1 als am #bg4 ,mrz #aegc das ,schlo niederbrannte4 ,in seiner ,jugend hatte er auf deutschen und italienischen ,universitten studiert1 dann am ,hofe des ,prinzen ,wilhelm von ,oranien gelebt und ,kriegsdienste bei dem ,knige von ,dnemark genommen4 ,was er dabei an ,schlobauten als schn und zweckmig kennengelernt hatte1 wird ihm nun bei dem ,neubau seines ,hauses vorgeschwebt haben4 ,schon nach drei ,jahren konnte er die ,grfin ,juliane von ,nassau1 die ,schwester des ,oraniers1 als ,herrin in sein neues ,heim einfhren4 ,auch seine zweite ,ehe mit der reichbegterten und heiteren ,pflzerin ,elisabeth von ,leiningen-,westerburg wird nicht ohne ,einflu auf die ,ausstattung der ,heidecksburg geblieben sein4 ,bauteile dieser ,periode drften in den ,untergeschossen des heutigen ,sdflgels und ,westflgels zu suchen sein1 und was von ,schmuckformen die ,zeit und neue ,schadenfeuer berdauerte1 fand piettvolle ,verwendung1 so die schne ,portalumrahmung mit den fnf ,statuen der ,frstentugenden vor dem ,doppeleingang des ,nordflgels4 ,die ,bauttigkeit ,albrechts ,,vii4 setzten seine ,shne fort4 ,unter ,graf ,karl ,gnther wird das ,reithaus die ,form angenommen haben1 die es noch heute im wesentlichen zeigt4 ,auch das ,gebude der ,landesschule1 heute ,landesbibliothek1 war sein ,werk4 ,nicht unerwhnt soll bleiben1 da der ,pdagog ,wolfgang ,ratich in ,karl ,gnthers ,schlo ,aufnahme fand als ,lehrer bei den ,sprachstudien seiner ,gemahlin ,anna ,sophie1 einer geborenen ,prinzessin von ,anhalt4 ,reiche ,bauttigkeit entfaltete der zweite ,sohn1 ,ludwig ,gnther1 als er #afcj den ,bruder beerbte4 ,trotz ,schrecken und ,nten der ,kriegsjahre fhrte er in glnzender ,weise die ,erneuerung der ,stadtkirche aus4 ,bis an die ,schwelle des ,greisenalters war er ledig geblieben1 da fhrte das ,schicksal eine stattliche blonde ,gestalt in sein ,haus zur ,feier einer ,taufe1 die ein verwandtes ,ehepaar hier ausrichtete4 ,amilie ,antonie von ,oldenburg-,delmenhorst gab rasch entschlossen seiner ,werbung nach und bewhrte sich bald als geistiger ,mittelpunkt eines werkttigen und ernst religisen ,lebens im ,zeitalter ,speners und im ,sinne ,august ,hermann ,franckes4 ,von #afci bis #afdf schenkte sie ihrem ,gatten vier ,tchter und einen ,sohn1 dann zog sie1 die ,tochter der weiten norddeutschen ,ebene1 als ,witwe in das enge ,waldtal von ,leutenberg4 ,dort stand ihr als ,wittum die ,friedensburg zu4 ,mit weitem ,blick und in fleiigem ,tagewerk verwaltete sie ihre ,gter4 ,ihre ,kinder1 dazu ihre ,pflegetochter ,amilie ,juliane von ,barby1 erhielten unter ihrer ,aufsicht eine musterhafte ,erziehung fr das tgliche ,leben und eine wissenschaftliche ,bildung1 die der ,zeit weit vorauseilte4 ,ihre ,liebe fr ,kunst und ,handwerk bewies sie in ,auftrgen1 soweit sie nur mit ihren ,mitteln ausfhrbar waren1 und mit der ,bevlkerung wuchs sie zusammen in ,freud und ,leid der drangvollen ,jahre4 ,lehrer ihrer ,kinder1 ,geistliche in ihrer ,nhe1 ,beamte ihres ,haushalts1 ein geschlossener ,kreis ,gleichgesinnter1 gehren der ,geschichte des evangelischen ,kirchenliedes an und vererbten religise ,dichtung bis auf ,kindeskind 7s4 ,rein1 ,die ,friedensburg4 ,greifenverlag #aibe74 ,in der ,heidecksburg sind sechs groe kulturhistorisch merkwrdige ,bilder aus ihrer ,oldenburgischen ,erbschaft briggeblieben4 ,sie stellen die ,sage von einem ,gottesurteil dar und fanden mehrmals ,besprechung in der ,literatur1 zuletzt #aiba in der ,wilhelmshavener ,zeitschrift ,tide4 ,auer ,einzelportrten nach dem ,leben ist ein ,bild von ,amilie ,antonies ,kindern in groem ,format vorhanden und eine idealisierte ,familiengruppe unter dem ,kreuz ,christi4 ,amilie ,juliane die ,liederdichterin #afcg-agjf ,zu den wertvollsten geistigen ,schtzen der evangelischen ,kirche gehrt das ,lied3 ,wer wei1 wie nahe mir mein ,ende6 ,besucher unseres ,frstenschlosses fragen nach der ,dichterin1 die in den ,gesangbchern als ,reichsgrfin von ,schwarzburg-,rudolstadt bezeichnet ist1 und ,fachgelehrte erkundigen sich nach ,einzelheiten ihres ,lebens4 ,albrecht ,friedrich1 ,graf von ,barby und ,mhlingen1 war bekmmert1 denn die ,kriegsfurie tobte um die ,elblande1 und seine ,gemahlin ,sophie ,ursula erwartete ihre schwere ,stunde4 ,in den ,thringer ,bergen lebte sein ,oheim1 ,ludwig ,gnther von ,schwarzburg1 der wohnte allein auf seinem ,hause ,rudolstadt1 denn er war trotz seiner #ef ,jahre noch unvermhlt4 ,bei ihm fand das ,grafenpaar aus ,barby ,zuflucht1 und hier wurde ihnen am #ai4 ,august #afcg eine ,tochter geboren4 ,die ,schwester der jungen ,mutter1 ,amilie ,antonie von ,oldenburg und ,delmenhorst1 eilte aus dem ,stift ,quedlinburg herbei1 unbekmmert um ,kriegslrm1 und hob ihre ,nichte ,amilie ,juliane aus der ,taufe4 ,das ,schicksal fgte es1 da die ,oldenburgerin ,schloherrin auf der ,heidecksburg wurde und ihrem verwaisten ,patenkind eine ,heimat bieten konnte4 ,in ,rudolstadt und ,leutenberg verlebte ,amilie ,juliane nun ,kindheit und ,jugendjahre4 ,dem ,alter nach standen ihr von den vier ,pflegeschwestern zwei besonders nahe1 ,sophie ,juliane und ,ludmilia ,elisabeth4 ,als ,lehrer wurde ihnen der ,magister ,johannes ,hedwig bestellt1 eine treue ,seele1 ein ,meister der lateinischen ,sprache und ein ,erzieher zu peinlicher ,ordnung und sauberer ,arbeit4 ,die tiefgrndige ,lebensauffassung der mtterlichen ,fhrerin ging auf ,amilie ,juliane ber1 und der ,pflegebruder ,albert ,anton whlte sie zur ,gattin4 ,am #g4 ,juli #affe wurde die ,heidecksburg ihr ,heim auf ,lebenszeit4 ,mit tchtigem1 nchternem1 wirtschaftlichem ,sinn ergriff sie die ,aufgaben ihres neuen ,berufs4 ,mit reger ,teilnahme und stets hilfsbereit begleitete sie die ,geschicke ihrer ,mitmenschen in ,stadt und ,land4 ,not gab es berall1 im ,grafenschlo wie in der ,bauernhtte1 denn es war wunden- und seuchenreiche ,zeit4 ,mutterleid und -freud war der ,grfin beschieden1 ein ,tchterchen starb frh1 aber ein ,sohn1 der sptere ,frst ,ludwig ,friedrich1 wuchs krftig heran4 ,ihre eigene starke ,natur erlag schlielich1 erschttert durch ein ,steinleiden1 am #c4 ,dezember #agjf4 ,in dem ,turmgewlbe der ,stadtkirche bereitete ihr der ,gemahl eine wrdige ,grabsttte1 in der er selbst vier ,jahre danach beigesetzt wurde4 ,aus der ,kindheit ,amilie ,julianes ist ein ,andachtsbuch erhalten1 das sich die ,vierzehnjhrige zusammengestellt hat1 in handlichem ,oktav1 mit krftiger ,schrift4 ,neben kleinen ,schulgebeten treten reifere ,gedanken auf4 ,insgesamt entspricht der ,inhalt etwa dem1 was sich eine ernste ,konfirmandin auswhlt an ,gebeten1 ,sprchen und ,liedern4 ,eine gewisse ,bekanntschaft mit der ,literatur ist festzustellen4 ,auch das ,geistliche ,farbenlied3 ,in schwarz will ich mich kleiden61 einem volkstmlichen ,liebeslied nachgebildet1 ist vorhanden4 ,es durchluft mit #ae ,strophen eine ganze ,farbenskala der ,symbolik4 ,die ,auswahl fr dieses ,andachtsbuch wird1 wenn nicht ganz und gar getroffen1 so doch wenigstens stark beeinflut worden sein durch die mtterliche ,erzieherin oder durch den ,magister ,hedwig4 ,aus den ,jahren #afef und #afeg ist ein ,schulheft wertvoll1 starker ,quartband1 treffliches ,bttenpapier1 in ,leder gebunden1 fr ,freunde der ,schriftkunst und der ,barockformen eine ,augenweide1 mit spitzer1 spitzer ,feder gefhrt4 ,als ,sinnspruch setzt die ,neunzehnjhrige voran3 ,duce deo1 comite pietate1 ,gott soll ihr ,fhrer und fromme ,liebe ihre ,begleiterin sein4 ,zunchst treten schulgerechte ,briefbungen auf ber die einzelnen ,artikel der ,augsburgischen ,konfession1 in deutscher und lateinischer ,sprache abgefat4 ,zwischen den gelehrten ,errterungen laufen ,bestandteile eines ,briefwechsels1 der zum ,teil wohl auf wirklichen ,ereignissen beruht1 zum ,teil auch der sprachlichen ,gewandtheit zuliebe erdichtet sein mag4 ,als ,empfngerin ist die lteste ,pflegeschwester1 ,sophie ,juliane1 gedacht4 ,verkehr zwischen ,rudolstadt und ,leutenberg1 ,reisen nach ,altenburg und ,leipzig1 auch die ,barbysche ,heimat1 finden ,erwhnung4 ,als ,bekenntnisse der eigenen ,seele klingen wie eine ,vorahnung des heutigen ,pazifismus ihre uerungen3 ,o wollte ,gott1 da ,er aller ,soldaten blutgierige ,herzen dermaen lenkte1 da sie smtlich eine ,abscheu ob solcher ,kriegerei gewinnen und dem ,frieden sich ergeben1 damit auch nicht ,deutschland wieder mit ,krieg beleget und angefllet werden mchte4 ,nun1 wir mssen hierin uns des gttlichen ,willens ergeben mit gefater ,hoffnung1 ,er1 als der aller ,potentaten ,herzen in seinen ,hnden hat1 werde die ,kriegesanfnger also regieren1 da kein ,fnklein ,unfried in ,deutschland kommen mge6 ,gleichberechtigung der ,frauen vertritt sie1 indem sie die ,pflegeschwestern ermahnt1 sie mchten ihren ,studiis mit mehrerem ,flei obliegen1 damit alle diejenigen1 deren gefate ,meinung1 ob vermchten die ,weibsbilder zum ,studieren keineswegs tchtig sein1 berwiesen und dero ungegrndetes ,vorgeben knnte verworfen werden4 ,ein zweiter ,teil dieses ,heftes enthlt ,briefe an die vier ,pflegeschwestern1 ebenfalls sowohl deutsch wie lateinisch1 zum ,teil aus ,rudolstadt1 zum ,teil aus ,leutenberg datiert4 ,sie behandeln die ,tugenden1 erwhnen aber auch wieder ,reisen und ,plne4 ,echtes ,menschentum geht der ,verfasserin ber uere ,formen1 denn sie rt einer jngeren ,verwandten1 die vor einer ,entscheidung steht3 ,besser in einem ,winkel oder einsamen ,ort1 als bei ,hofe6 ,der ,briefwechsel ,amilie ,julianes hat sich nur aus einer kurzen ,reihe von ,jahren erhalten1 spiegelt aber ihr ,alltagsleben und ihre ,umgebung bis in kleinste ,zge wider1 eine ,fundgrube fr ,heimatgeschichte und ,kulturgeschichte berhaupt4 ber all ihre ,briefe setzt die ,liederdichterin1 einem ,gelbde gem1 ,j4 ,n4 ,j41 das heit im ,namen ,jesu1 oder ,j4 ,h4 ,s41 das heit ,jesus1 ,heiland1 ,seligmacher4 ,im brigen ist von ihrem innersten persnlichen ,leben1 ihren ,glaubensangelegenheiten1 wenig die ,rede4 ,treue ,gesinnung kommt zum ,ausdruck1 wenn sie von qukerischer ,schwrmerei zu berichten hat1 oder wenn der ,frst von ,hanau seine ,brder enterben und einen katholischen ,landgrafen als ,erben einsetzen will3 ,gott regiere ihn1 da er nicht gar zum ,narren wird6 ber ihr krperliches ,befinden verliert sie selten ein ,wort und gebraucht dann keinen zimperlichen ,ausdruck4 ,sie bedauert hchstens1 da sie herzoglichen ,besuch nicht gebhrend begleiten kann1 weil ihr die ,beine steif sind wie ,ochsengebratenes4 ,wie sah das ,heim der ,dichterin aus8 ,der ,hauptbau des ,schlosses war dreiflgelig1 annhernd so in der ,hauptfront wie er heute noch besteht4 ,nur drfen wir uns die ,umgebung des ,gebudes nicht wie die eines neuzeitlichen ,schlosses vorstellen4 ,in der grflichen ,wohnung selbst waren die ,rume sehr beschrnkt4 ,wurde eine ,stube neu hergerichtet1 wie das zitronfarbene ,gemach mit ,alkoven1 so erkaufte die ,hausherrin sich die ,freude daran mit viel ,mhe und ,sorgfalt und bestickte die ,wandbekleidung mit groen ,flammen und ,blumen4 ,die ,wohnung von zwei hheren ,hofbeamten befand sich auch im ,haupthaus1 ein ,burgvogt mit ,familie wohnte im ,torgebude1 und viel ,gesinde sonst noch hantierte und hauste in ,nebenrumen des ,schlosses4 ,zimmer fr ,gste waren wohl vorgesehen1 wenn diese aber unangemeldet mit groem ,tro eintrafen1 so entstand ,verlegenheit und ,spannung bei der ,hausfrau4 ,und wenn zu besonderer ,arbeit1 zum ,beispiel um ,hirschhornwasser zu brennen1 ein ungestrter ,raum ntig war1 so diente das ,zimmer eines gerade verreisten ,familiengliedes dazu4 ,sollte aber ,festkonfekt gegen vorzeitige ,zugriffe gesichert sein1 dann war der ,schrank in der ,kleiderkammer das sicherste ,versteck4 ,eine ,terrasse diente als ,reitbahn1 und die ,gartenanlagen waren bebaut mit ,laubengngen aus schweren ,holzbalken1 zwischen denen die ,beete fr einheimische ,pflanzen und die ,gewchshuser fr ,sdfrchte1 ,pomeranzen1 ,zitronen und ,melonen1 sich erstreckten4 ,der ,schlohof war eng4 ,unmittelbar an die herrschaftliche ,wohnung reihten sich die ,pferdestlle an1 und auf der ,nordseite standen die ,kuh- und ,schweinestlle4 ,dazwischen waren fr ,fleischerei und fr den ,kellerbetrieb die ntigen ,schuppen eingebaut4 ,ausgiebige ,dngersttten nahmen einen groen ,teil des ,hofes ein4 ,wenn auch ,geldverkehr im siebzehnten ,jahrhundert bereits sehr rege war1 so brachten es doch die ,nachkriegszeiten mit1 da der grfliche ,haushalt auf den ,ertrag seiner ,landwirtschaft angewiesen blieb4 ,ein ,lieblingseigentum der ,grfin bildeten ihre ,gutshfe in ,cumbach und in ,schaala1 aber auch an der ,landwirtschaft um ,schwarzburg und ,leutenberg hatte sie ,anteil1 und sie bettigte ihn durch eigene ,frsorge und ,arbeit4 ,wenn sie fr drei gemstete ,schweine und ,branntwein #bj ,gulden einnimmt1 will sie ,bettdrillich dafr kaufen4 ,wenn ihre ,leute ,flachs ausraufen1 welcher gar schn wird1 so verfgt sie umsichtig darber1 und die ,hopfenernte will sie nicht zu frh losschlagen1 da die ,preise noch steigen werden4 ,von ,kirschen und ,nelken und ,honiggewinn aus ,cumbach1 von allen ,erstlingen der ,ernte erhalten ,pflegemutter und ,schwestern in ,leutenberg eine ,probe4 ,im ,mrz besorgt sie junge ,gnsigen und schickt die ,zuchtgans mit1 damit die ,kleinen nicht verfrieren4 ,illustration3 ,amilie ,juliane ,ein groer ,schwarm von ,gesinde gehrte zum ,haushalt und zehrte mit aus ,kche und ,keller4 ,wer auf dem ,schloberg nicht unterzubringen war1 dem wurden ,baustellen oder ,huser am ,fue desselben angewiesen4 ,von da konnten die ,getreuen fr ihre ,alltagsgeschfte oder als galonierte ,diener fr ,festgelegenheiten oder endlich als ,bewaffnete bei ,not und ,gefahr leicht zur ,stelle sein4 ,diese ,ansiedlungen mit ihrem ,kleinleben sind noch heute die ,freude kunstsinniger ,fremder und hneln den ,sldnergassen reicherer ,stdte1 wie ,nrnberg4 ,mit allem1 was darin sann und spann und lebte und webte1 war die ,grfin vertraut4 ,auch sonst hielt sie in der ,stadt mit ,beamtenfamilien und eingeborenen ,brgern getreue ,nachbarschaft1 was namentlich bei ,patenschaften1 ,verlobungsplnen1 ,hochzeiten1 ,krankheiten und ,sterbefllen tagtglich zum ,ausdruck kam4 ,um den ,grafen ,albert ,anton1 den sie stets peinlich streng mit ,nennung der ,titulatur umschreibt1 war sie ngstlich besorgt4 ,wenn ihr gndiger ,herr kleine ,liesichen im ,gesicht hat1 mu ihm der ,leibarzt zur ,ader lassen4 ,ist er auf ,reisen im ,lande unterwegs1 so bangt sie1 bis er ihr gesund zurckkehrt4 ,seine ,jagdbeute aus ,paulinzelle an ,wildschwein und ,auerhahn ist ihr willkommen fr die ,kche1 aber bermtige ,jagdgesellschaften mit ,zechgelagen sind ihr ein ,greuel4 ,sie stellt dann gern fest1 da ,albert ,anton nicht daran teilnimmt1 und verbietet auch ihrer ,jungfer1 bei ausgelassenen ,tnzen mitzutun4 ,als eine ,jagd morgens bis in die ,nhe des ,schlosses getrieben wird1 mu die ,hausfrau ihre ,andacht abbrechen1 sich ,hals ber ,kopf antun und den hungrigen ,weidmnnern ,wrste und ,schafkse hinausschicken4 ,die ,freude der jungen ,mutter an ihrem ,ltzigen ist gro4 ,gromutter und ,tanten erhalten ,kunde von jedem ,zhnchen1 das sich zeigt1 und von dem ,unglck mit der ,kinderklapper1 an der er bald erstickt wre1 weil er sie ins ,maul gesteckt hat4 ,als er der blen ,gewohnheit huldigt1 an den ,fingern zu saugen1 bringt ihm der gute ,doktor ,mack ein klein ,scklein mit gefeiltem ,hirschhorn1 an dem er kauen mu4 ,auch ,spiel und geistige ,entwicklung des ,kleinen mssen die ,leutenberger ,damen miterleben1 und sie freuen sich1 da der ,enkel und ,neffe seine ,weihnachtsgebeterigen schn aufsagt und die ,melodie ,in dulci jubilo richtig singt4 ,als vernnftige ,mutter stellt ,amilie ,juliane schlielich fest1 ,ltzigen bedarf manchmal eines kleinen ,rtigens1 denn er mir oft auf den ,hals strret4 ,zur ,belohnung seiner ,unarten bekommt der ,fnfjhrige dann eine eigene ,stube4 ,besuch mu es unheimlich viel auf der ,heidecksburg gegeben haben4 ,als frstliche ,nachbarn stellten sich die ,reuen von ,burgk1 von ,lobenstein1 von ,schleiz1 von ,gerau und von ,griz ein4 ,auch sonst stiegen schwarzburgische ,verwandte aus ,arnstadt und ,sondershausen und weitere ,angehrige aus ,norddeutschland auf der ,heidecksburg ab4 ,adelige ,beamte der ,nachbarschaft1 ,herren und ,damen aus der ,stadt1 alle waren willkommen1 verursachten jedoch auch manche ,geduldsprobe4 ,dann gehen ,seufzer durch die ,briefe der ,vielgeplagten3 ,gott gebe nur allezeit hbsche ,fremde1 nur nicht alles durcheinander4 ,es ist so ein ,schwarm von ,leuten da1 da ich es nicht sagen kann4 ,wenn die ,grfin eine ,reise vorhat1 stellen sich die ,pflgin1 die ,heidenreichin1 die ,vitztumin1 die ,conrektorin usw4 ein3 ,es sind ein ,haufen ,leute dagewesen1 als ob ich aus der ,welt reisen wollte4 ,und wenn sie zurckkehrt3 ,mutter ,kathrein hat mich beneventiert4 ,alle ,sorgen ihrer ,handwerker erlebt sie mit4 ,der ,maler ,daniel kann keinen ,firnis auftreiben1 sie schreibt darum1 der ,tischner ,gabriel ,fleck hat die ,rahmen fr die ,kirchenbilder zu gro gemacht1 sie wei ,rat dafr4 ,solange der ,handels- und ,marktverkehr sich in ,rudolstadt abspielt1 lassen sich die ,botengnge leicht erledigen4 ,nun ist aber ,schmuck und ,silbergeschirr in ,nrnberg zu bestellen oder zu holen1 da mu der ,trompeter ,kaspar reiten4 ,einkufe auf der ,messe in ,leipzig besorgt in schwierigen ,fllen ,hans ,heinrich1 der ,maler1 derselbe1 der uns die ,emporen der ,stadtkirche mit ,bildern geschmckt hat4 ,er hat ,geschmack1 das ,rechte auszuwhlen an ,gewand und ,tand1 und vervollstndigt bei dieser ,gelegenheit gern feine ,vorrte an guten ,farben4 ,als auerordentlicher ,gesandter fr ,vertrauensangelegenheiten erbietet sich auch der gute ,doktor ,mack4 ,ein lieber ,winkel in der ,grafschaft1 ein ,stck ,jugendheimat der ,grfin1 ist ihr ,leutenberg mit seiner ,umgebung4 ,hier kennt sie sich in allem aus4 ,als die ,papiermhle dort eingerichtet wird1 wnscht sie gute und frhliche ,zeitung auf das ,leutenberger ,papier schreiben zu knnen4 ,regelmig im ,herbst wird ,schwarzburg aufgesucht und von da dann die ,waldreise angetreten auf die ,glashtte und das ,neue ,haus4 ,darauf freuen sich die ,teilnehmer1 sie werden sich mit ,glasmachen erlustieren und etwas von ihren ,knsten in die ,welt hinaussenden4 ,die ,schmalenbuch und das ,herrenhaus bedenkt sie aus sonderbarer ,liebe mit einem ,legat von #aej ,gulden4 ,aus ,frankenhausen schickt sie ,silvesterbirnen heim und erzhlt1 wie sie die ,salzkunst besehen hat und von den ,salzherren mit ,kuchen bewirtet worden ist4 ,aus ,blankenburg am ,harz schickt sie als duftenden ,gru einen ,kse und setzt voraus1 da ihn die gndige ,frau ,mutter in ein ,tuch mit ,wein schlagen wird4 ,dauert die ,reise lngere ,zeit1 oder erstreckt sie sich gar nach ,norddeutschland zu den leiblichen ,schwestern1 dann stellt sich eine gesunde ,sehnsucht ein nach dem ,sohne1 den die ,tanten in ,leutenberg einstweilen versorgen1 und nach einer ruhigen ,stunde daheim auf der ,heidecksburg4 ,von ihrer ,schwiegermutter und ihren ,schwgerinnen hat ,amilie ,juliane ,niederschriften ber ,landwirtschaft1 ,haushaltung und ,kchenarbeiten geerbt und sich in einem stattlichen ,quartband gesammelt4 ,goldene ,regeln dabei3 ,ein ,hausvater darf nichts verschieben1 darf nicht erst morgen verrichten1 was er heute tun soll4 ,jeden ,abend trgt er seinem ,gesinde auf1 was am folgenden ,morgen zu arbeiten ist1 steht selbst frh auf und spricht seinen ,leuten freundlich zu6 ,alte und neue ,zeit stieen hart aufeinander4 ,einheimische ,kruter1 ,salbei1 ,wegbreit und ,zichorienwurzeln1 sammelte die ,hausfrau noch1 aber der ,handelsverkehr brachte ihr schon reichlich ,sdfrchte1 ,reis und ,gewrze ins ,haus4 ,zwischen den ,kchenrezepten schrieb sie sich ,heilmittel auf1 so3 ,ein gesundes ,magenpulver durch den mannhaften ,doktor ,steffen von ,venedig ,rmisch ,kaiserlicher ,majestt ,maximiliano zum ,gedchtnis verordnet4 ,sterndeutung fr ,menschenleben war noch im ,schwang1 auch an die ,wirkungen abenteuerlicher ,operationen fr verhextes ,vieh glaubte man noch1 aber das ,dispensatorium ,noricum in folio1 das groe ,nrnberger ,arzeneibuch1 war schon der wissenschaftliche ,ratgeber der ,hofapotheken in ,rudolstadt und ,leutenberg1 die die ,grfinnen selbst fhrten samt ,laboratorium und ,kruterboden4 ,zwei ,gesangbcher1 von der ,hand ,amilie ,julianes geschrieben und fr ihre tglichen ,andachten bestimmt1 liegen im ,staatsarchiv auf der ,heidecksburg4 ,das erste1 aus dem ,jahr #afeb1 ist mit zierlichen jugendlichen ,zgen geschrieben1 in dem zweiten fhrt eine krftige ,frauenhand die ,feder4 ,die beiden ,bcher gehren mit ihrem ,inhalt dem persnlichsten ,leben der ,grfin an und waren nicht bestimmt fr das ,auge und das ,urteil anderer4 ,das zweite ist in der ,auswahl bedeutender und reifer und beruht auf einem greren ,umblick in der ,literatur4 ,die bekanntesten ,lieder des siebzehnten ,jahrhunderts kommen darin vor4 ,dichter mit ,namen anzufhren1 kam als allgemeine ,sitte erst spter auf4 ,es ist in keinem der beiden ,bcher hier geschehen4 ,um lyrische ,dichtung legt die ,sage gern einen epischen ,mantel4 ,das widerfuhr auch dem ,sterbelied ,amilie ,julianes4 ,als am #ai4 ,september #afhf ,herzog ,johann ,georg von ,eisenach auf der ,jagd vom ,schlage getroffen tot zusammengesunken war1 brachte man das ,lied mit diesem ,ereignis in ,verbindung und nannte einen ,geistlichen in ,grfentonna als ,verfasser4 ,ein ,konzept der ,grfin in der ,kirchenbibliothek von ,gera trug die berschrift3 ,neuhaus1 den #ag4 ,september #afhf4 ,danach erzhlte der ,volksmund von einem ,jagdunfall in ,neuhaus4 ,die neuere ,forschung hat aus den ,gedanken und ,wendungen des ,liedes die innere ,verwandtschaft mit den brigen ,gesngen der ,dichterin nachgewiesen4 ,eines besonderen ,ereignisses als ,anla zu ,todesgedanken bedurfte es in ,kriegs- und ,seuchenzeit nicht4 ,der ,lebensweg der ,grfin war eingefat von ,totenkreuzen1 sie blieb schlielich die ,letztberlebende ihrer ,barbyschen ,familie1 und in ,rudolstadt starben drei ihrer ,pflegeschwestern und ,schwgerinnen erschtternd kurz nacheinander1 darunter die ihr geistig nchstverwandte ,ludmilie ,elisabeth1 die ,dichterin jungfrulich zarter ,glaubenslieder4 ,unter dem ,eindruck solcher ,erlebnisse wird auch ihr ,lied entstanden sein3 ,werde munter1 mein ,gemte1 ,und schau diesen ,zustand an1 ,wie des ,hchsten ,wundergte ,groes hat an mir getan3 ,es geschieht1 was er gebeut2 ,alles ja hat seine ,zeit1 ,sterben und geboren werden ,bleibt ein ,wechsel dieser ,erden4 ,ein ,geschlechte mu vergehen1 ,und ein anders kmmt empor2 ,was vor ,flle oft geschehen1 ,stellt mein eigen ,beispiel vor3 ,vater1 ,mutter1 ,brder1 ,kind1 ,schwestern1 die gestorben sind1 ,und wer sonst noch mut erblassen1 ,haben alle mich verlassen4 ,ach6 ich bin alleine blieben1 ,und mein ganz ,geschlecht ist hin6 ,sollte mich das nicht betrben1 ,die ich nun die ,letzte bin8 ,ach6 da diesen bittern ,schlu ,die ,erfahrung grnden mu1 ,und1 da eben an den ,meinen ,dieser ,wechsel soll erscheinen6 ,hymnologische ,studien von heute beschftigen sich wieder mit der grflichen ,dichterin und knnten auf die ,trauerreden hingewiesen werden1 die nach ihrem ,tode im ,lande ,schwarzburg gehalten wurden3 drei ,geistliche fhren das ,lied als ,gedankenerbe der ,grfin an4 ,und wenn nach dem ,neuhaus gefragt wird1 wo die ,grfin verkehrte1 so wre der ,pfarrer ,johann ,gottfried ,holzhey von ,mellenbach zu vernehmen4 ,er erinnert den trauernden ,grafen ,albert ,anton daran1 wie er fast einviertel ,jahrhundert hindurch dem ,grafenpaar zur ,frhlings- und ,herbstzeit auf dem tannenumrauschten ,herrenhaus das ,wort ,gottes verkndet hat4 ,auch uere sprachliche ,form vermittelt ,stimmung1 darum sei das ,lied hier buchstblich so wiedergegeben1 wie es von ,seite #bc ab in dem ,andachtsbuch der ,grfin steht3 #a4 ,wer wei1 wie nahe mir mein ,ende1 ,hin geht die ,zeit1 her kmbt der ,tod1 ,ach6 wie geschwinde und behende ,kan kommen meine ,sterbens ,noth1 ,mein ,gott6 ich bitt durch ,christi ,blut1 ,machs nur mit meinem ,ende gut4 #b4 ,es kan vor ,nachts leicht anders werden1 ,als es am frhen ,morgen war1 ,denn weil ich leb auff dieser ,erden1 ,leb ich in steter ,todts ,gefahr1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #c4 ,h,err6 lehr mich stets mein ,end bedencken1 ,und wenn ich einsten sterben mu1 ,die ,seel in ,jesu ,wunden sencken ,und ja nicht sparen meine ,bu1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #d4 ,la mich bey ,zeit mein ,hau bestellen1 ,da ich bereit sey fr und fr1 ,und sage frisch in allen ,fllen3 ,h,err6 wie du wilt1 so schicks mit mir1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #e4 ,mach mir stets ,zucker s den ,himmel1 ,und ,gallen bitter diese ,welt1 ,gib da mir in den ,welt getmmel ,die ,ewigkeit sey vorgestellt1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #f4 ,ach6 ,vater deck all meine ,snde ,mit dem ,verdienste ,jesu zu1 ,darein ich mich fest glubig winde1 ,das gibt mir recht erwnschte ,ruh1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #g4 ,ich wei1 in ,jesu ,blut und ,wunden ,hab ich mir recht und wohl gebett1 ,da find ich ,trost in ,todes ,stunden1 ,und alles1 wa ich gerne hett1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #h4 ,nichts ist1 was mich von ,jesu scheide1 ,nichts1 es sey ,leben oder ,todt1 ,ich leg die ,hnd in seine ,seite1 ,und sage3 mein ,h,err und mein ,gott6 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #i4 ,ich habe ,jesum angezogen ,schon lngst in meiner ,heil4 ,tauff1 ,du bist mir auch daher gewogen1 ,hast mich zum ,kind genommen auff1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #aj4 ,ich habe ,jesu ,fleisch gegeen1 ,ich hab sein ,blut getruncken hier1 ,nun kanstu meiner nicht vergeen1 ,ich bleib in ,ihm und ,er in mir1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #aa4 ,nun komm mein ,end heut oder morgen1 ,ich wei1 da mirs mit ,jesu glckt1 ,ich binn und bleib in deinen ,sorgen ,mit ,jesu ,blut schn augeschmckt1 ,mein ,gott6 ich bitt etc4 #ab4 ,ich leb indes in dir vergnget1 ,und sterb ohn alles ,kmmerni1 ,mir gnget1 wie es mein ,gott fget1 ,und glaub und wei es ganz gewi1 ,durch deine ,gnad und ,christi ,blut ,machst du's mit meinem ,ende gut4 ,ein ,portrt ,amilie ,julianes nach dem ,leben hat sich auf der ,heidecksburg erhalten4 ,es stellt ihren ,charakter glaubwrdig dar3 feste geschlossene ,zge1 ,gewand und ,schmuck nicht weltfremd1 klares ,auge4 ,albert ,antons ,hofmaler war ,seyfried ,lammers aus ,nordhausen4 ,unter seinem ,namen wurde bisher alles zusammengefat1 was uns jene ,zeit an ,bildern hinterlassen hat4 ,doch sind nach den ,rentereirechnungen und ,kirchenbchern zwei ,maler gleichen ,namens auseinanderzuhalten als ,vater und ,sohn4 ,dem jngeren von beiden werden zwei stark idealisierte ,bilder ,amilie ,julianes zuzuschreiben sein4 ,sie zeigen die ,dichterin als ,freundin des ,lammes und als ,braut ,jesu1 mit viel ,beiwerk von ,sinnbildern und ,sprchen4 99 99 99 99 99 ,unter ,ludwig ,friedrich1 dem ,sohne der ,dichterin1 #agaj-agah1 bereitete sich neue ,zeit vor4 ,er verffentlichte die ,erhebung der ,rudolstdter ,linie in den ,frstenstand4 ,im ,geiste seiner ,eltern sorgte er fr das ,waisen- und ,armenwesen4 ,sein ,frstentum wurde ,beamtenstaat1 und seine ,residenzstadt vergrerte sich durch ,wohngebude1 die1 behbig breit angelegt und mit weiter ,torfahrt versehen1 daran erinnerten1 da die ,hausherren zugleich auch ,gutsbesitzer auf dem ,lande waren4 ,wie die ,heidecksburg als ,barockschlo ausgesehen hat1 zeigt ein ,bild der ,grfin ,ludmilie ,elisabeth1 wo der ,blick auf ,rudolstadt als ,nebenszene dargestellt ist4 ,rokokozeit auf der ,heidecksburg ,die frstlichen ,bauherren bis #agic waren dem ,zuge ihrer ,zeit entsprechend in franzsischer ,bildung erzogen4 ,die ,nachahmung ,ludwigs ,,xiv4 stellte hohe ,anforderungen an die ,landesherren1 sie muten reprsentieren und sollten doch mit bescheidenen ,mitteln haushalten4 ,friedrich ,anton1 #agah-agdd1 bekannte sich persnlich noch zu der einfachen ,lebensauffassung1 die von den ,groeltern her auf ihn vererbt war1 mute aber dem ,drngen des ,zeitgeistes nachgeben4 ,auf ,staatsverwaltung und ,hofleben wirkte das franzsische ,vorbild machtvoll ein4 ,die ,spannung im ,volke lste sich in einem ,landstreite aus1 der bis vor den ,reichshofrat in ,wien ging und durch gutmtiges ,entgegenkommen des ,frsten einen friedlichen ,ausgang erhielt4 ,als technischer ,berater kam #agbj der ,dresdener ,oberlandbaumeister ,pppelmann nach ,rudolstadt und lie durch seine ,werkleute die sdliche ,einfahrt mit ,sulen und ,korbbogen und das ,tunnelgewlbe zum ,schlohof ausfhren4 ,die ,periode groer ,schlobrnde traf danach auch das kleine ,rudolstdter ,land hart4 ,das ,stammhaus ,schwarzburg ging in ,flammen auf1 und kaum war es wiedererstanden1 als ein groes ,schadenfeuer die ,heidecksburg heimsuchte4 ,der ,bruder des ,frsten war voll in ,anspruch genommen durch den ,bau der ,ludwigsburg1 die #agce-agdb erstand und der voraussichtlich nicht zur ,regierung kommenden ,nebenlinie als ,heim dienen sollte4 ,seine ,schwester ,sophie ,juliane1 ,dekanissin von ,gandersheim1 half mit einem ,vorschu an die ,baukasse aus4 ,den ,rohbau des ,westflgels erlebte der ,frst noch4 ,im ,hauptarbeitsjahr #agdd am #a4 ,september verschied er1 und sein erst dreiundzwanzigjhriger ,sohn trat die ,regierung an4 ,johann ,friedrich1 #agdd-agfg1 war von heiterer1 sorgloser ,natur1 hatte wissenschaftliche und knstlerische ,bildung in ,frankreich und in den ,niederlanden gefunden und wurde seinem ,lande ,reorganisator des ,unterrichtswesens durch ,grndung von ,seminar und ,gymnasium4 ,auf den #ai4 ,november #agdd war seine ,vermhlung mit ,bernhardine ,christine ,sophie von ,sachsen-,weimar festgesetzt1 deshalb galt es1 fr den ,einzug der ,herzogin namentlich den groen ,festsaal zu einer gewissen ,vollendung zu bringen4 ,als ,schlerin ihres kunstsinnigen und baufreudigen ,vaters ,ernst ,august blieb sie die treibende ,kraft fr die ,arbeiten auf der ,heidecksburg1 bis der ,siebenjhrige ,krieg ausbrach1 und sie am #e4 ,juni #ageg ihrem ,gemahl durch den ,tod entrissen wurde4 ,ihr eigener ,geschmack ging noch auf ,rokokokunst aus1 doch machte sich bereits die neue einfache1 englisch genannte1 ,richtung bei der ,wahl von ,zimmergerten geltend4 ,persnliche ,grnde des jung verwitweten ,frsten und die allgemeine miliche ,zeitlage mochten dann zusammenwirken1 da nur die fr den ,haushalt ntigsten ,arbeiten am ,schlo und seiner ,umgebung vorgenommen wurden4 ,als die ihm gebliebenen ,kinder1 zwei ,tchter1 vermhlt waren1 stand die ,bauttigkeit gnzlich still4 ,in der ,regierung folgte ihm sein ,oheim ,ludwig ,gnther1 #agfg-agij1 der ,erbauer der ,ludwigsburg4 ,in ,holland1 ,frankreich und ,italien fr ,friedens- und ,kriegsberuf erzogen1 trat er erst mit #ei ,jahren die ,erbschaft des ,frstenschlosses an4 ,wohngerte mit seinem ,namenszug und ,bildnisse erinnern in mehreren ,rumen an ihn4 ,auch ,frst ,friedrich ,karl1 #agij-agic1 hatte sich noch in franzsischen ,geschmack eingelebt4 ,der ,naturkunde widmete er sein ,studium1 und das ,naturhistorische ,museum1 wissenschaftlich weitergefhrt1 jetzt neu geordnet1 ist ein ,denkmal seiner ,bestrebungen4 99 99 99 99 99 ,am #bf4 ,juli #agce war das ,schadenfeuer auf der ,heidecksburg ausgebrochen1 es legte in zwei ,tagen den ,westflgel1 den ,nordflgel und ,teile des ,sdflgels in ,trmmer und ,asche4 ,landbaumeister von ,rudolstadt war seit #agcb ,johann ,jakob ,rousseau1 vorher ,kniglich ,polnischer ,oberkonduktr1 der neben ,pppelmann1 ,leplat1 ,longuelune und ,knffel noch #agbf unter den ,knstlern am ,schlosse ,moritzburg aufgefhrt wird4 ,seine ,beziehungen zu den ,dresdener und ,warschauer ,berufsgenossen legten es nahe1 von dort ,rat und ,hilfe auch fr die neuen unerwartet groen ,aufgaben hier zu erbitten4 ,eng befreundet mit ,rousseau war der ,hauptvertreter der jngeren ,dresdener ,barockkunst1 ,johann ,christoph ,knffel4 ,er kam ,ende ,oktober #agce und blieb bis #h4 ,november in ,rudolstadt1 im ,winter arbeitete er dann einen ,plan aus4 ,im ,frhjahr empfahl er gebte ,dresdener ,werkmeister1 die von #agcf an auf der ,baustelle ttig waren und die ,fhlung mit ihm aufrecht erhielten4 ,er entschied #agcg technische ,fragen1 wieweit ,gewlbe in der ,einfahrt des ,westflgels und in den ,kellern des ,nordbaues beibehalten werden sollten1 sandte ,risse und ,modelle zu ,fenstern1 begutachtete ,rousseaus ,entwurf fr den ,turm und bermittelte #agda fr die ,innenrume ,anweisungen und ,schablonen zum ,schmuck der ,wnde und ,decken mit franzsischem ,laubwerk in grotesker ,art4 ,bis #agdh beantwortete er ,rudolstdter ,bitten durch gelegentliche ,auskunft4 ,einen zweiten ,plan berreichte ,anfang #agcg der ,bauinspektor des ,landgrafen von ,ansbach1 ,johann ,david ,steingruber1 nachdem er im ,april des ,jahres vorher die ,brandsttte besichtigt hatte4 ,er wurde spter bekannt als der ,erneuerer der ,moritz-,kirche in ,koburg1 als ,erbauer der ,pfarrkirche in ,cadolzburg und als ,architekturschriftsteller1 scheint aber auf den ,rudolstdter ,bau keinen unmittelbaren ,einflu ausgebt zu haben4 ,illustration3 ,groer ,saal ,rousseaus ,bauleitung lt sich bis #agcg verfolgen1 von da ab wuchs der junge ,frankenhuser ,architekt ,peter ,kaspar ,schellenschlger in die ,bauaufsicht hinein4 ,sein ,leben war erfllt mit ,leiden und ,freuden des ,schlobaues1 auch sonst ist seine ,ttigkeit im ,lande noch in manchen ,spuren zu erkennen1 so gab er dem ,cumbacher ,garten mit dem schnen ,gittertor und dem ,orangeriegebude1 jetzt ,altersheim1 das ,geprge4 ,als eigentliche ,seele des ,schlobaues ist vom #bd4 ,mai #agdc bis zu seinem ,tode #agef der ,herzoglich ,weimarische und ,frstlich ,eisenachische ,landbaumeister ,gottfried ,heinrich ,krohne anzusehen4 ,in irgendeiner nheren geistigen ,beziehung zu den ,dresdener ,baumeistern mu auch er gestanden haben4 ,der ,aufbau des ,sdflgels1 der ,oberbau des ,turms1 die ,innenausstattung des ,westflgels und wiederholt vernderte ,plne fr den ,nordflgel sind sein ,werk4 ,viel beschftigt mit ,bauten in ,eisenach1 ,gotha1 ,weimar1 ,jena1 ,burgau1 ,dornburg1 ,molsdorf1 ,sttzerbach und ,zillbach1 suchte er dennoch ,rudolstadt oft persnlich auf1 reichte ,arbeitsplne ein1 sandte ,einzelentwrfe1 empfahl ,knstler und ,handwerker1 vermittelte mit ,geschftshusern1 prfte und nahm fertige ,leistungen ab4 ,den ,groen ,festsaal mit den anstoenden ,gemchern und der ,galerie1 prchtige ,denkmler der ,rokokokunst1 stattete er bis in ,einzelzge mit seinem ,geiste nach seinem ,geschmack aus4 ,die ,plastik ist am ,schlobau vertreten durch ,andreas ,bume 7,bhme7 aus ,dresden1 der #agda-agdb die ,front im ,schlohof verzierte4 ,dann streute seit #agdb der ,mailnder ,stukkateur ,jean ,baptiste ,pedrozzi sein luftiges ,rankenwerk ber ,decken und ,wnde der ,festsle4 ,mit ,unterbrechungen lief diese ,arbeit bis #agdf1 vorbergehend hielt sich der anspruchsvolle ,knstler wieder in ,dresden auf4 ,seine sprhende ,formenphantasie wird sich dort noch verfolgen lassen1 wie in ,schlo und ,hofkirche von ,bayreuth die von ,martino ,pedrozzi als geistesverwandt zu beobachten ist4 ,ruhigeres1 mavoll abgestimmtes ,rokokogezweig weist auf die ,rudolstdter ,familie ,johann ,tobias ,mller und ,shne zurck4 ,als ,holzbildhauer entwickelte sich ,karl ,adolph ,kndler seit #agdc vom ,gesellen bis #agef zum ,meister mit selbstndig entworfenen1 schwungvollen ,leistungen1 besonders an den ,tren der ,festrume wie an den ,umrahmungen der groen ,wandbilder in der ,galerie und an ,prunkmbeln4 ,er wurde ,lehrmeister ,martin ,klauers4 ,an den ,malerarbeiten beim ,bau bettigte sich seit #agch der ,hofmaler ,johann ,christoph ,morgenstern als ,portrtist1 der ,stammvater der noch heute durch fnf ,generationen bekannten ,malerfamilie4 ,im ,jahre #agda trat als ,maler der ,dresdener ,heinrich ,klffel auf4 ,karl ,christlieb ,reinthaler arbeitete als ,handwerker am ,bau seit #agdc und dann als frei schaffender ,knstler bis #agfi an der ,ausstattung4 ,die groen ,wandbilder der ,galerie sind unter seiner ,hand entstanden4 ,leicht als ,mensch1 befangen im ,zeitgeschmack1 aber stolz auf seinen italienischen ,gusto1 kam aus ,wrzburg und ,bamberg laut ,spezialbefehl des ,herzogs von ,weimar der ,historienmaler ,leopold ,deisinger1 schrieb sich gern ,daysigner und bevlkerte #agdc-agdd die franzsisch umrahmten ,stuckdecken mit ,gtterversammlungen aus der griechischen ,sagenwelt4 ,im ,jahre #agdg bernahm der ,dresdener ,hofprospektmaler ,johann ,alexander ,thiele den ,auftrag1 vier ,historienstcke zu liefern4 ,der ,hofmaler ,johann ,heinrich ,ritter aus ,gotha fertigte #agdh-agea ,prospekte an4 ,sechs groe ,bildnisse mit den dazu gehrigen ,landschaften erbot sich der ,weimarer ,maler ,heinze zu liefern1 er brauchte ,mittel zu einer ,studienreise nach ,holland4 ,johann ,andreas ,gottschalk in ,altenburg sagte zu1 neun perspektivische ,partien einschlielich drei ,superporten anzubringen1 und am #a4 ,oktober #agee versprach der ,inspektor der ,dresdener ,gemldegalerie ,christian ,wilhelm ,ernst ,dietrich1 bis ,moedio ,decempris ,superporten zu senden3 ,wa die ,ordinierung drauf ist1 werde selbige so ,eindheillen al mit ,confersadions ala ,wattau4 ,ein unterhaltender ,abschnitt aus der ,sitten- und ,heimatgeschichte liee sich zusammenstellen ber ,frner-1 ,soldaten- und ,handwerkerleben auf der ,bausttte1 ber die ,forstlieferungen1 die ,schillers ,schwiegervater leitete1 ber die ,steinbrche am ,langenschder ,steig1 in ,grokochberg und ,kleinglitz1 oder ber die ,schieferfuhren aus ,lehesten1 die von den ,bauern des ,leutenberger ,bezirks zu stellen waren4 ,von den ,kunsthandwerkern am ,bau seien noch zwei genannt3 der ,schweizer ,johannes ,feer1 der seit #agae privilegierter ,stck- und ,glockengieer in ,rudolstadt war1 und sein ,nachfolger seit #agei1 der ,nrnberger ,johannes ,mayer1 ,schillers ,lehrmeister im ,glockengu4 ,von jenem stammen die ,uhrglocken1 von diesem #aggj das prachtvolle ,dreigelut im ,turme4 ,auch einen zeitgenssischen ,schriftsteller hat das ,rokokoschlo mit seinen ,kunstschtzen gefunden in ,ernst ,kmmerer1 dem ,hofmaler ,ludwig ,gnthers4 ,er1 der die ,natur seiner ,heimat ,rudolstadt bereits mit dem ,auge des ,knstlers sah1 zergliedert mit akademischen ,theorien und in altvterischer ,sprache die ,werke seiner ,berufsgenossen4 ,wielands ,teutscher ,merkur vom ,jahr #agid bringt aus seiner ,feder mehrere ,aufstze1 die trotz aller ,nchternheit fr das ,erwachen der ,heimatliebe doch wertvoll sind4 99 99 99 99 99 ,die ,westfront des ,schlosses trgt als ,giebelschmuck den schwarzburgischen ,adler4 ber den ,fenstern des ,obergeschosses setzen sich fnf ,trophen aus ,musikgerten und ,waffen zusammen1 mit dem ,grundgedanken3 ,wer ,friedenswerk treiben will1 soll ,kriegswehr bereit halten6 ,einen ,dresdener ,entwurf fr die ,gesamtfassade ersetzte der ,rudolstdter ,kndler durch eine einfachere ,lsung1 die dem ,wind und dem ,wetter weniger ,angriffsstellen bot und gerade durch ,ruhe und ,ebenma der ,flchen vornehm wirkt4 ,die ,spruchtafel ber dem ,eingang verkndet3 ,anno ,,mdcclxxxvi4 ,arx ,ludovico ,gunthero principe sarta tecta polita suum denuo nacta decus4 7,im ,jahre #aghf4 ,unter der ,regierung des ,frsten ,ludwig ,gnther wurde das ,schlo ausgebessert1 gedeckt und gestrichen1 es erhielt so von neuem sein schnes ,aussehen47 ,soweit die ,durchfahrt gotisch gewlbt ist1 stammt sie noch vom alten ,bau4 ,nach dem ,schlohofe zu setzte der ,neubau #agcg eine ,doppelgalerie vor1 um ,tiefe fr die ,festsle im ,obergescho zu gewinnen4 ,die ,hoffront des ,westbaues ist strker belebt durch ,schmuck4 ,die ,bekrnung des geschweiften ,giebels trgt auf einem ,wappenschild den ,namenszug ,,fa1 und die ,spruchtafel darunter erinnert an die ,vollendung des ,rohbaues3 ,arce e cineribus resuscitata gratias deo agit princeps ,fridericus ,anthonius cum voto velit eandem servare fovere protegere4 ,anno ,,mdccxli4 7,nun1 da die ,burg aus der ,asche wiedererstanden ist1 sagt ,frst ,friedrich ,anton ,gott ,dank und bittet ihn1 er wolle sie erhalten1 hegen und beschtzen4 ,im ,jahre #agda47 ,ein ,medaillon1 einst echt vergoldet1 zeigt das ,brustbild des ,frsten in ,panzer und ,allongepercke4 ,das groe ,balkongitter1 entworfen von ,krohne1 geht zart vom ,barock zum ,rokoko ber4 ,vier ,krnze unter den ,kragsteinen deuten die ,jahreszeiten an4 ,der ,grundri des ,treppenhauses ist schiefwinklig1 die ,fundamente des lteren ,baues schmiegten sich an die ,felsschichten an4 ,der ,reliefschmuck an den ,gewlben bewegt sich in reicher ,formensprache4 ,in den ,festrumen tut sich die ,pracht des achtzehnten ,jahrhunderts auf4 ,mrchenstimmung umzaubert den staunenden ,blick4 ,griechisch-rmische ,phantasie hatte ,gestalten geschaffen1 die noch als ,sinnbilder bekannt und gelufig waren1 aber die alles beherrschende franzsische ,hofsitte schrieb ihnen die ,bewegung vor4 ,das ,gesellschaftsleben der eigenen ,zeit stellten die ,knstler gern dar1 aber unter dem ,zwang des ,vorbildes von ,versailles4 ,verlangen nach ,natur und ,sehnsucht nach ,freiheit lag dennoch in ihren ,bildern1 wenn das auch nur in ,maskentrachten und ,schferszenen zum ,ausdruck kam4 ,aus fernen ,zeiten1 in fremden ,gestalten3 berauschender ,duft fr nchterne ,gegenwart6 ,im ,roten ,vorzimmer fllt ein lebensgroes ,reiterbild auf4 ,prinz ,wilhelm ,ludwig von ,schwarzburg war ,trkenbekmpfer unter ,prinz ,eugen und ,oberst eines schsischen ,infanterieregiments in ,freiberg4 ,in der ,heimat wurde er bekannt als der naturliebende ,stammvater der ,familie von ,brockenburg1 sein ,bild fesselt aber auch allgemein das ,auge als ,kostmstudie4 ,ebenfalls aus der ,frhzeit des achtzehnten ,jahrhunderts stammt das groe historische ,stck3 ,frst ,friedrich ,anton nimmt mit seinen ,geschwistern eine ,huldigung trkischer ,abgesandter entgegen4 ,spitze ,schneegipfel berragen eine ,hgelkette4 ,ein pomphafter ,siegeszug quillt aus dem engen ,tale heraus4 ,zwei braune ,orientalen berreichen kostbare ,gefe1 ein phantastisch aufgeputzter ,ritter nimmt die ,gaben entgegen4 ,gelassen schauen die frstlichen ,herrschaften dem fremdartigen ,vorgang zu4 ,zarte ,rokokogewinde zieren die ,decke des ,gemachs4 ,im ,roten ,durchgangszimmer ziehen zwei ,familienbilder die ,aufmerksamkeit an4 ,sie sind ,arbeiten des jngeren ,morgenstern4 ,auf dem kleineren erscheint ,frst ,friedrich ,karl mit seinem ,verwandtenkreis3 fr ,literaturkundige eine ,illustration zu ,schillers ,briefwechsel aus den ,rudolstdter ,jahren4 ,auf dem greren steht der sptere ,frst ,ludwig ,friedrich ,,ii4 zwischen seinen ,geschwistern in kindlicher ,beschftigung4 ,beide ,gemlde unterhalten durch peinliche ,darstellung der ,trachten und ,beigaben4 ,als ,paradeschlafzimmer war ursprnglich das ,rote ,eckzimmer eingerichtet worden4 ,die ,konsolen der ,wandtische1 die ,rahmen der ,spiegel und ,bilder1 die ,nischen mit zngelnden ,rosetten1 der ,fries als ,abschlu der ,wnde und das ,rankenwerk der ,decke1 sie zeigen1 wie ppig freudig sich ,rokokoleben bewegt4 ,naturalistische ,zweige mit ,blumen und ,frchten1 ,laubgewinde in freier ,entlehnung und khner ,verwandlung1 ,wellen1 ,wolken1 ,flammen3 alles schwelgt in bermtigen ,linien4 ,auf die ,bestimmung des ,schlafgemachs deutet das zarte ,kaminbild hin1 ,venus schwebt herab zum ,trumer ,endymion4 ,krftiger wirkt das ,deckengemlde1 ,luna neigt sich auf ,endymion1 umgeben von ,gestalten geistiger und sinnlicher ,liebe4 ,ein ,schild mit den ,initialen ,johann ,friedrichs und ,bernhardines erinnert an deren ,vermhlung #agdd4 ber der ,tr zum nchsten ,saal schildert eine ,kopie nach ,lodovico ,carracci die ,liebe im ,goldenen ,zeitalter4 ,der ,rote ,saal erhlt seinen ,hauptschmuck durch acht ,gemlde des ,allerweltknstlers ,dietrich4 ,zwei ,allegorien1 der ,frhling verheit ,freuden1 der ,herbst spendet ,genu1 zierlich in der ,zeichnung und s in der ,farbengebung1 muten an wie ,porzellanmalerei in groen ,mastab bersetzt4 ,das ,gleiche gilt von zwei ,schferszenen4 ,die ,sehnsucht nach ,natur liegt darin1 aber der ,weg zur ,natur war noch nicht gefunden4 ,kmmerer1 der ,kunstbeschauer und ,kunsttheoretiker1 vertieft sich in diese beiden ,gemlde3 ,in dem einen sind zwei ,schferinnen vorgestellt1 welche mit einigen ,schafen im ,vordergrunde einer felsichten ,landschaft ruhen4 ,eine ,schferin1 mit einem rosenfarbenen ,unterkleide und einem grnlichgelben ,obergewande1 welches in den ,tiefungen der ,falten grauviolette ,schattierung hat1 sitzt auf einem ,felsen und wendet ihr ,gesicht seitwrts auf die neben ihr stehende ,person1 indem sie auf ein nacktes ,kind hinzeigt1 das auf der anderen ,seite neben ihr am ,felsen mit einer ,girlande spielt4 ,jene ,person hat ein blaues ,unterkleid und einen braunen ,mantel2 sie legt sich mit dem ,arm auf den ,felsen und hat einen ,schferstab in der ,hand4 ,neben ihr steht ein ,schaf1 welches die ,gruppe ausfllt4 ,ganz vorn im ,vorgrunde auf der linken ,seite liegen drei ,schafe und ein junges ,lamm1 auf der rechten aber ein blaues ,tuch mit einem ,becher4 ,zwischen diesen beiden ,personen befinden sich in einiger ,entfernung hinter dem ,felsen zwei andere1 davon die eine auf einem ,instrumente spielt2 die vordere ist blaugrn und wei1 die hintere hellrot und wei gekleidet4 ,ihre ,wirkung ist1 da sie die ,hauptgruppe verbinden1 und durch ,zeichnung und ,lokalitt der ,farben in der ,landschaft die so angenehme ,perspektive befrdern4 ,neben diesen beiden ,figuren erhebt sich ein buschiger ,baum aus dem ,schatten in die helle ,luft hinauf4 ,hinter dem ,baum sehen zwei ferne ,felsen in rtlichem ,tone der ,abendluft vor1 mit einem schnen ,gewlke1 das sich seitwrts von dem ,felsen herber zieht und das ,gleichgewicht in die ,landschaft bringt4 ,das andere ,gemlde schildert die ,liebe in der ,person einer jungen ,schferin1 welche ihrem ,geliebten einen ,kranz aufsetzt4 ,sie sitzen in dem ,vorgrunde einer hohen felsichten ,landschaft4 ,vor ihnen liegen zwei niedliche ,lmmer1 ein weies ,tuch1 einige ,blumen und ein ,hirtenstab4 ,der ,schfer hat ein gelbes und braunes ,gewand1 die ,schferin ein weies und gelbes ,unterkleid und einen blauen ,mantel mit rosenfarbenem ,futter1 der von ihren ,achseln auf den ,felsen1 wo sie sitzt1 heruntergefallen ist4 ,der ,vorgrund ist mit ,gras1 ,krutern und ,blumen verziert2 an der ,seite der ,schferin steht ein junger ,rosenstock4 ,im ,hintergrunde erhebt sich eine ,felsenwand1 mit ,bumen und ,gestruchen bewachsen1 an welcher ein ,mdchen von einem dnnbelaubten ,aste1 der sich zu ihr herunter streckt1 ,zweige abbricht1 die sie zu dem ,kranz des ,schfers holt4 ,sie kniet mit einem ,bein auf einem ,felsenstck und hat grauviolette und braune ,kleidung4 ,neben ihr stehen zwei ,schafe1 davon eins1 mit vielem ,ausdruck in der ,zeichnung und ,stellung1 in das ,tal hinunter blkt4 ,einige ferne ,berge sehen aus dem dstern ,tale hervor1 welche sich oben in das ,dunstige der blulichen ,luft verlieren4 ,man mu die ,mannigfaltigkeiten in der ,zusammensetzung der kleinen ,teile1 in der ,zeichnung und ,farbe1 in ,licht und ,schatten selbst vor ,augen haben1 um das ,reizende dieser ,gemlde recht zu empfinden4 ,eben die verschiedenen ,charaktere der ,gegenstnde1 die mancherlei ,formen in der ,zeichnung1 die ,nancen der ,farben1 die kecken ,pinselstriche1 welche den ,ausdruck der ,oberflche andeuten1 die dockierten ,lichter1 die ,tusche in den ,tiefen der ,schatten machen sie so lebhaft und interessant4 ,man bemerke in beiden ,stcken den ,vorgrund1 wie ihm der ,knstler am ,rande einen ,abhang gegeben hat1 wodurch er eine ,form erhlt und nicht mit einer platten ,flche sich endigt1 welches der ganzen ,landschaft eine ,rundung gibt1 die ,winkel ausfllt1 die ,farben verndert und die ,lichtmassen mit ,schatten unterbricht und begrenzt1 in deren ,dunkel hie und da mit ,lichtern aufgeblickte ,kruter und ,blumen vorstehen4 ,nher kommen dem wirklichen ,leben die vier ,gesellschaftsstcke ber den ,tren3 ,aufforderung zum ,tanz1 ,maskenscherz1 ,tanz und ,gesang4 ,an der ,steinbank des zweiten ,bildes hat der ,maler signiert3 ,dietericy #agee4 ,alles voll ,esprit und ,koketterie4 ,kmmerer fat sein ,urteil zusammen3 ,die ,gesellschaftsstcke sind so brillant gemalt1 da man ganz von ihnen hingerissen wird4 ,es ist zu bewundern1 wie ,dietrich es in seiner ,gewalt hatte1 jede ,manier nachzuahmen4 ,diese ,stcke sind in dem ,geschmack des ,watteau verfertigt4 ,die ,fehler der franzsischen ,zeichnung entdeckt man leicht an den ,figuren1 an ihren ,stellungen und ,proportionen4 ,indessen kann man sie wegen der ,schnheit der ,farben1 wegen ihrer ,reinheit und mannigfaltigen ,abwechslung dennoch nicht genug betrachten4 ,in dem einen ,gemlde1 welches die ,musik vorstellt1 sind an den zwei weiblichen ,hauptpersonen die ,gewnder von ,atlas so natrlich und schn1 als es je der fleiige ,pinsel eines van der ,werff und ,netscher zu machen imstande war4 ber das tndelnde ,leben des ,tages will das ,deckengemlde von ,deisinger1 ,versammlung der ,tugenden1 erheben4 ,in der ,mitte thront die ,weisheit mit dem ,kelch des ,glaubens1 aus dem das ,licht der ,wahrheit aufsteigt4 ,links ruhen drei ,frauengestalten3 die ,kunst mit einem ,sulenkapitl1 der ,handel mit dem ,anker und das ,streben nach ,erfolg mit einem ,lorbeerzweig4 ,dahinter zeigt eine ,mutter mit zwei ,kindern das husliche ,glck1 ein drittes ,kind mit ,lichtkranz um die ,schlfen senkt sich wie segnend herab4 ,rechts bewegen sich erhabene und eitle ,liebe gegeneinander1 die eine mit einem flammenden ,herzen in der ,hand1 die andere mit einem ,spiegel4 ,darunter versucht das ,streben nach ,ruhm1 durch ein ,zepter kenntlich gemacht1 seine berredungsgabe2 doch das bescheidene ,leben findet ,gengen im ,verkehr mit der ,natur4 ,oben triumphiert die ,gerechtigkeit mit ,wage und ,schwert1 rechts von ihr glht noch ,hader1 den sie lschen soll1 links wohnt der ,frieden1 den sie gespendet hat4 ,unten trennt eine ,nachtgestalt mit ,fledermausflgeln zwei ,menschen3 eine bleiche ,gestalt mu mit ihr entfliehen1 eine blhend frische eilt in das ,leben zurck4 ,die ,liebe strzt entwaffnet und mit verbundenen ,augen dazwischen nieder4 ,plastik und ,malerei des achtzehnten ,jahrhunderts sollten fters mit dem gleichzeitigen ,schrifttum verglichen werden1 die ,gedankenwelt unserer ,klassiker wrde dadurch reizvolle ,ergnzung erfahren4 ,vier ,medaillons in ,sepiaton erzhlen naiv von ,weltverkehr in der ,ferne4 ,die ,tren mit tchtigen ,schnitzereien ,meister ,kndlers1 die ,lichterkronen1 die ,eckleuchter mit ,spiegelplatten1 die ,wandleuchter sind heimatliches ,kunstgewerbe in franzsischem ,geschmack4 ,die ,umrahmungen der groen ,wandbilder bewegen sich teils ppig1 teils zierlich1 die ber den ,tren lsen sich in zarte ,knospenformen auf1 whrend die um das ,deckenbild auf weniger anspruchsvolle ,renaissancemotive zurckgreifen4 ,nun ffnet sich die ,flgeltr zum ,groen ,festsaal4 ,es wird kaum ein ,frstenschlo geben1 wo die ,kunst des achtzehnten ,jahrhunderts in gleicher ,weise frisch erhalten geblieben ist4 ,die ,bodenflche mit #ag mal #ae1 die ,hhe fast #ab ,meter4 ,lisenen und ,anstze zu den ,balkonsttzen unterbrechen die ,ostwand1 die ,westseite ist leicht geschweift4 ,die ,schmalseiten weisen starke ,barockbewegung auf mit ,nischen und vorspringenden ,gliedern4 ,zwischen ,ober- und ,untergescho luft ein ,gesims in den ,balkon fr die ,musik ber4 ,an der ,nord- und ,sdseite erhebt es sich giebelartig1 hier trgt es die ,wappen ,johann ,friedrichs und seiner ,gemahlin ,bernhardine1 das eine flankiert von den ,statuen der ,wissenschaft und der ,gerechtigkeit1 das andere von denen der ,baukunst und der ,gastfreundschaft4 ,zarte ,marmorfarben der ,stuckwnde sind fein gegeneinander abgestimmt4 ,der ,rokokoschmuck steigert sich von der ,goldmalerei in den ,trnischen1 durch ,flachrelief bis zur ,vollplastik in den ,karyatiden unter der ,musikbhne4 ,in die groen ,felder an der ,ostwand sind zwei ,schferszenen von ,dietrich eingelassen4 ,das nrdliche ,bild trgt die ,signatur3 ,dietericy pinx4 #agdh4 ,auf einem ,hgel am ,fu einer ,tempelruine blst ein ,hirt die ,flte1 ein zweiter schlgt die ,triangel4 ,lebhaft bewegt sich eine anmutige ,tnzerin mit einem ,knaben zur ,seite1 eine andere ruht aus1 eine dritte lauscht1 um bald zu folgen4 ,ein ,liebespaar voll ,ahnung1 nymphenartige ,mdchen1 ein ,hirt als gemtlicher ,silen1 und ,hirtinnen im ,hintergrund begleiten mit ,beifall oder ,widerspruch den ,vorgang4 ,weidetiere1 im ,vordergrund ,schafe1 in der ,tiefe ,rinder1 ,urne1 ,fllhorn und ,prunkgefe bilden das ,beiwerk4 ,baum1 ,strauch und ,landschaft ahnen in ihren seltsamen ,formen bereits die ,romantik4 ,farbenfreudiges ,leben in ,trumen6 ,das ,gegenstck enthlt eine ,hochzeitszene4 ,ein junges ,paar reicht sich ber dem rauchenden ,dreifu die ,hnde4 ,venus mit dem holden ,knaben fhrt sie zusammen4 ,ein ,bursche bringt das bekrnzte ,lamm4 ,von links treten ,gttinnen in den ,festkreis ein1 von rechts sehen ,hirten staunend zu4 ,zwei ,fackeln schlagen ihre ,flammen ineinander4 ,am ,himmel bescheren ,liebesgtter das ,glck der ,gegenwart4 ,ein ,fruchtkorb am ,boden verheit die ,zukunft voll ,segen4 ,die ,gruppierung der ,figuren und ihre ,vereinigung mit der ,landschaft bespricht ,kmmerer ausfhrlich1 er erkennt an den ,gestalten das ,studium nach dem ,leben1 fhlt allerdings auch bereits1 da ,schlichtheit der ,antike und geknstelter ,zeitgeschmack im ,widerspruch stehen4 ,die nchterne ,art1 mit der er die ,farbenharmonie ,dietrichs prfend zerlegt1 ist ebenfalls des ,nachlesens wert4 ,im ,obergescho sind die ,ecknischen als ,balkone fr ,zuschauer bei den ,hoffesten eingerichtet4 ,hier wie in den drei ,nischen zum ,musikbalkon tragen die ,wnde und die ,deckenwlbungen allegorische ,malereien von ,ritter aus ,gotha4 ber den goldenen ,wappenstcken ist je ein lgemlde eingelassen1 wiederum von ,dietrich4 ,auf dem nrdlichen erkennt man eine ,bacchantin mit ,thyrsusstab1 sie hlt eine ,statuette empor4 ,eine ,frauengestalt mit ,glorienschein steht ihr zur ,seite1 und eine andere1 die die entblten ,brste hlt1 trgt fnf nackte ,kinder im ,scho4 ,rauchendes ,opferbecken1 rmische ,rutenbndel mit ,beilen und ,feldzeichen lassen den ,inhalt der ganzen ,allegorie erschlieen als ,rechte und ,pflichten des ,landesherrn4 ,auf dem ,gegenstck breitet ein geflgelter1 bekrnzter ,jngling die ,arme aus1 ein zweiter sttzt sich auf ein ,buch und drckt mit einem ,stab den ,kopf einer groen ,schlange zu ,boden4 ,eine weibliche ,gestalt trgt in der ,rechten einen ,blumenstrau1 in der ,linken ein ,fllhorn mit ,frchten3 ,beziehungen auf die ,wirksamkeit der ,frstin6 ,prunkvolle ,barockgitter1 ,eisen1 vergoldet1 von ,krohne entworfen1 bilden die ,brstungen fr die ,balkone4 ,die ,stuckwnde des ,obergeschosses tragen matt abgetnte ,marmorfarben1 mit zarten ,reliefornamenten in ,wei und ,gold4 ,zwei weie ,gesimse und zwei zart gemalte ,hohlkehlen fhren zur ,decke ber4 ,flottes ,rankenwerk umrahmt hier das groe ,deckengemlde3 ,versammlung der ,gtter1 von ,deisinger4 ,die ,gtter ,griechenlands3 antike ,lebensauffassung1 in der berlieferung des italienischen ,humanismus1 verkrpert durch ,modelle der ,barockmenschheit6 ,in hchsten ,hhen schwebt ,apollo1 das ,haupt umstrahlt von ,licht1 die ,leier in der ,linken1 die ,rechte ausgestreckt1 er spendet ,licht und ,geist4 ,athene in ,helm und ,waffenkleid lauscht ihm1 den ,schild mit dem ,medusenhaupt hat sie niedergelegt1 die ,waffen ruhen1 des ,krieges ,strme schweigen4 ,wie sie1 so geben sich die ,gtter des ,olymp und des ,hades dem ,eindruck hin1 der von ,apollos ,kunst ausgeht1 die einen versunken in ,sinnen1 die anderen lebhaft in ,miene und ,gebrde4 ,zeus fhrt in der ,rechten den ,blitz1 weist aber friedlich auf ,juno hin1 die sich ihrem ,pfau zuwendet4 ,der ,adler1 als ,bote des ,zeus1 regt die ,schwingen zum ,flug auf die ,erde1 zwischen den ,krallen ein ,bndel ,blitze4 ,neptun neben ,amphitrite hlt den ,dreizack4 ,mars1 glutugig und gebrunt1 trgt den ,helm und fhrt die ,lanze1 lt sich aber durch ,venus und ,amor zum ,frieden berreden4 ,die drei ,grazien bilden eine ,gruppe fr sich4 ,zwei von ihnen streben hinaus in die ,welt1 die dritte blickt gedankenvoll auf einen ,rosenzweig1 den sie in der ,hand hlt4 ,saturn mit der ,sense offenbart durch eine ,handbewegung3 alles vergeht6 ,ein ,satyr mit ,bocksfen und -hrnern hat eben die ,syrinx vom ,munde abgesetzt1 eine ,nymphe ist bezaubert von seinen ,tnen4 ,bacchus hat sich auf dem ,pantherfell niedergelassen1 er winkt mit dem ,becher1 ,mnaden ruhen an seine ,schulter gelehnt4 ,hephstus mit dem ,zweizack wendet sich seiner ,nachbarin ,artemis zu4 ,herkules1 umhllt mit der ,lwenhaut1 sttzt sich auf die ,keule4 ,gtter geringerer ,geschlechter fllen den ,hintergrund nach ,erde und ,unterwelt zu4 ,janus mit dem ,doppelantlitz bewacht die ,brcke1 die im ,schwung des ,regenbogens den ,wolkenhimmel berspannt4 ,zwischen ,olymp und ,erde verrichtet ,merkur selbstbewut und siegesgewi den ,botendienst4 ,deisingers ,malweise in ,freskotechnik hat1 noch ehe seine ,arbeit fertig war1 ,nachfrage und ,bedenken erregt4 ,der ,abstand zwischen dem schimmernden ,saal und den stumpfen ,farben der ,decke ist zu stark1 und diese ,empfindung mu erst berwunden werden4 ,dann erschliet auch sein ,werk einen fesselnden ,blick auf einen denkwrdigen ,abschnitt in der ,entwicklung der ,renaissance4 ,in ,verstandessprache bersetzt sagt sein ,bild3 ,knste und ,wissenschaften gedeihen1 wenn ,gewerbe und ,verkehr blhen4 ,kronleuchter1 ,glser1 ,armleuchter mit ,spiegelwand nach ,gotters ,modellen aus ,molsdorf1 in ,messing gegossen vom ,schwertfeger ,seitz1 feuervergoldet3 ,rokokoblitze6 ,tageslicht wird solchem ,festraum nicht gerecht4 ,aber im sanften warmen ,schimmer von #chg ,kerzen huscht tausendfacher ,widerschein ber die ,goldranken im ,rhythmus von ,menuett und ,gavotte4 ,der ,hauptreiz des ,grnen ,saales besteht im ,wohlklang von ,farbtnen3 zwei ,grn1 belebt durch zarte ,goldbeigabe1 braune ,tren1 weie ,decke6 ,einzelne ,gerte gehen zum ,stil ,louis ,,xvi4 ber2 anmutiger als die unter ,deckfarben verhllten ,formen erscheinen die ,rahmen und ,fugestelle der ,polstermbel in unverflschter ,holzwirkung4 ,die groen ,bildnisse ,johann ,friedrichs und ,bernhardines beherrschen den ,raum4 ,diese1 wie die sechs ,gesellschaftsstcke ber den ,tren sind ,werke des ,malers ,johann ,ernst ,heinsius1 geboren in ,ilmenau1 gestorben #agie als ,hofmaler in ,weimar4 ,eine glnzende ,monographie von ,oulmont1 ,paris #aiac1 behandelt ihn1 bedarf aber von ,grund auf der ,nachprfung und ,richtigstellung4 ,die beiden ,bilder des ,frstenpaares sind in ,lebensgre ausgefhrt4 ,die ,prunksucht des ,sonnenknigs hatte den ,ton angeschlagen4 ,die ,macht der franzsischen ,mode bertrug dann die ,pose und den ganzen malerischen ,apparat als ,ausdruck fr ,souvernitt auf die ,frstenbilder von ,europa4 ,das ,bild ,johann ,friedrichs zeigt eine krftige ,mannesgestalt4 ,die gebrunten ,zge werden durch gepudertes ,haar und weie ,halsbinde stark hervorgehoben4 ,roter ,rockkragen1 blaues ,ordensband1 glnzender ,harnisch1 dunkelroter ,sammetmantel1 hermelingefttert1 schwarzblauer ,rock mit ,spitzenmanschetten1 ,goldbrokat am ,rockscho1 weie ,hose1 schwarze ,reiterstiefel mit blitzenden ,sporen6 ,auch ,kmmerer empfindet3 ,das ,auge wird in ,unruhe versetzt1 es irrt umher1 ohne das ,ganze zu fassen1 bis es endlich sich auf das ,gesicht allein heftet4 ,der weite ,mantel mit schweren ,falten verleiht der ,gestalt ,breite und ,wucht4 ,die ,linke deutet auf den ritterlichen ,helm1 die ,rechte fhrt den ,kommandostab4 ,der silbergraue ,tisch hebt sich mit funkelndem ,widerschein von den ,schattenflchen ab4 ,als ,umrahmung dient der ganzen ,erscheinung eine dunkle ,sule und ein grnblauer schwerer ,vorhang1 der die ,fernsicht auf rtlichgrauen ,himmel und hellgrne ,landschaft einfat4 ,gern kehrt das ,auge auf das gemtvolle deutsche ,gesicht zurck1 auf den frischen ,blick und die gtigen ,mienen eines frsorglichen ,landesherrn4 ,wenn die ,chronik von ihm schwiege1 seine ,bildungsanstalten und ,staatseinrichtungen eingingen1 und deutsche ,kunst- und ,wissenschaftsgeschichte nicht mehr von ihm berichteten1 so wrde dieses ,bild sein ,denkmal sein3 er war seinem ,lande und seinem ,hause ein ,vorbild im ,tun und im ,dulden4 ,klugheit und ,stolz spricht aus den ,zgen seiner ,gemahlin1 ,feinheit und ,anmut aus ,haltung und ,bewegung1 gerade weil das schwere ,kostm einen starken ,gegensatz dazu bedeutet4 ,das gepuderte ,haar1 der leichte ,federstutz1 der ,brillantschmuck in den ,ohrgehngen und im ,kollier erhhen den ,reiz der zierlichen ,mienen4 ,mieder und breiter ,rock1 graublau mit schwerer ,brokatstickerei1 rotes ,ordensband1 roter ,mantel mit weiem ,pelz bestimmen die malerische ,wirkung4 ,die linke ,hand greift anmutig nach dem ,mantelsaum1 die rechte weist auf den ,herzogshut hin4 ,ein ,sulengang mit schwerer ,draperie und einer ,urne ffnet den ,fernblick auf einen weiten1 zarten ,himmel4 ,kaum dreizehn ,jahre hatte die ,frstin an der ,seite ihres ,gemahls gestanden1 als sie im ,alter von dreiunddreiig ,jahren aus dem ,leben abgerufen wurde4 ,auch ihr ,bild bleibt eine sprechende ,urkunde1 wenn ihr ,name nicht mehr an den ,sttten genannt wird1 wo ihr ,kunstsinn und ihre ,frsorge gewaltet haben4 ,aus den sechs ,gesellschaftsstcken ber den ,tren spricht ebenfalls unmittelbares ,leben4 ,sie sind offensichtlich nicht ,atelierkompositionen nach ,modellen1 die der ,knstler ausgewhlt und in die von ihm beabsichtigte ,haltung gebracht hat1 sondern ,portrtgruppen1 die sich ihm ungeknstelt boten im ,verkehr am frstlichen ,hofe4 ,als ,zeit kommt das ,jahr #agfe-agff in ,betracht4 ,die lteste ,tochter ,johann ,friedrichs1 ,friderike1 war jung vermhlt mit dem spteren ,frsten ,friedrich ,karl1 ihre ,schwester war ,braut des ,frsten ,ludwig von ,nassau-,saarbrcken4 ,geselliges ,leben1 ,knste und ,wissenschaften wurden eifrig gepflegt1 und die ,ludwigsburger verkehrten viel auf der ,heidecksburg4 ,durch drei ,bilder geht ein strenges ,damengesicht mit hochgezogenen ,brauen1 auf fnf ,bildern ziehen anmutige ,zge eines ,schwesternpaares die ,aufmerksamkeit an4 ,sowohl diese1 wie die der ,herren lassen sich durch ,vergleich mit den ,einzelportrts aus jener ,zeit nher bestimmen4 ,doch abgesehen von dem heimatlichen ,interesse1 auch knstlerisch und kulturgeschichtlich belohnen die ,gemlde mit ,genu1 wenn sie nicht nur flchtig betrachtet werden4 ,wie bei den groen ,portrts ist auch bei den ,gruppenbildern die ,beleuchtung so gewhlt1 da sie dem von den ,fenstern her einfallenden ,lichte entspricht4 ,dichtkunst4 ,eine ,prinzessin sitzt an einem ,steintisch1 in eine ,handschrift versunken4 ,ein lterer ,herr hinter ihr1 der ,frst1 bewegt eine ,schriftrolle in der ,hand4 ,ein junges ,paar tritt erwartungsvoll hinzu4 ,ein jngerer ,herr hlt sich bescheiden abwartend im ,hintergrund4 ,illustration3 ,grner ,saal ,sternkunde4 ,die ernste ,prinzessin sitzt vor einem ,tellurium und lt sich belehren von einem ,prinzen1 der durch ein ,augenglas auf das ,instrument niederblickt4 ,der ,frst richtet ein ,fernrohr zum ,nachthimmel empor4 ,ein junges ,paar tritt aus der ,dunkelheit heraus1 noch in ernstes ,gesprch vertieft4 ,baukunst4 ,ein ,prinz in der ,rolle des ,hofbaumeisters unterbreitet dem ,frstenpaar ,risse zu einem neuen ,gebude1 allem ,anschein nach in ,tempelform4 ,die ,frstin1 offenbar erfahren in ,kunstfragen1 gibt sachliche ,auskunft ber ihre ,wnsche4 ,der ,frst hrt gefllig und nachgiebig zu und wird bewilligen1 was der ,bau kostet4 ,der ,herr ,hofbaumeister ist ganz ,ohr1 wird seine ,zeichnung zusammenrollen und mit tiefer ,verbeugung verschwinden4 ,meinstrumente und ,zeichengerte liegen rechts vorn auf dem ,arbeitstisch4 ,bildhauerkunst4 ,in einem ,atelier1 wo fertige ,arbeiten und ,modelle die ,stimmung andeuten1 berreicht der ,knstler eine ,portrtbste in ,wachs4 ,die ,empfngerin blickt mit ruhiger ,verwunderung auf das ,kunstwerk4 ,ihre ,hofdame im ,hintergrund1 ein feuriges ,gemt1 will den ,beifall in ein spitzes ,witzwort kleiden4 ,malerei4 ,ein ,atelier mit dunklem ,behang bildet die ,szene4 ,die ,malerin wendet dem ,beschauer den ,rcken zu4 ,sie blickt scharf seitwrts auf ihr ,modell1 dadurch zeigt sich ihr ,gesicht im ,profil4 ,das ,auge ist ganz ,aufmerksamkeit1 die ,miene vollstndig erstarrt4 ,auf der ,staffelei entsteht ein ,brustbild4 ,lieblich in ,blick und ,haltung1 zwingt sich das ,modell zu ,geduld4 ,geistreich trgt eine ,hofdame zur ,unterhaltung bei4 ,musik4 ,ein ,herr und eine ,dame halten ein ,liederalbum3 ,ach1 kleine ,rose1 glaube mir1 du sollst ,luzinden schmcken6 ,die ,dame singt aufmerksam1 der ,herr vergit sich und seinen ,gesang in ihrem ,anblick4 ,ein ,fltenblser begleitet das ,lied4 ,zwei ,hofdamen flstern miteinander1 eine ernst1 die andere schalkhaft1 sie deutet auf den ,fltenblser1 vielleicht weil er ,linkshnder ist6 ,die ,goldrahmen der ,bilder setzen sich aus krftigem ,blattwerk zusammen1 wiederholt scheinen ,farnwedel als ,anregung gedient zu haben4 ,zierliche ,goldleisten mit zarten ,ranken fassen die grnen ,wandfelder ein4 ,die ,pyramidenfen heben sich von lebhaft verzierten ,ofenstcken sowohl hier1 wie in dem graugrnen1 einfachen ,eckzimmer ab1 wo ,palmbltter in dem ,formenspiel ,verwendung gefunden haben4 ,die ,decken sind schlicht wei1 aber mit duftigen ,rosetten verziert4 ,mehr seltsam als schn wirkt das ,bnderzimmer1 frher als ,vorraum fr ,audienzen benutzt4 ,auf dster grn gemalten ,stoffbahnen heben sich weigraue ovale ,medaillons ab mit ,kpfen in rmischem ,stil4 ,bandschleifen1 rot und grn1 halten die ,plaketten und flattern weithin herab ber die ,wandflchen1 von ,blumengewinden durchflochten4 ,die ,galerie an der ,ostseite des ,groen ,saales hat wiederholt whrend der ,baujahre nderung des ,planes erfahren4 ,schlielich gab ,johann ,friedrich dahin den ,ausschlag1 da nicht ,bildnisse von hoher ,kunst1 sondern weniger anspruchsvolle ,landschaften die kunstvoll geschnitzten ,rahmen ,kndlers fllen sollten4 ,reinthaler entwarf daher zwlf ,landschaften1 in der ,mehrzahl mit groen ,figuren im ,vordergrund1 und setzte als unteren ,abschlu in die geschnitzten ,rahmen prachtvolle1 gemalte ,rokokogitter ein mit ausgiebigem ,formgefhl in immer neuem ,schwung der ,linien4 ,landschaften und ,figuren atmen den ,geist des achtzehnten ,jahrhunderts4 bertrieben steile ,berge1 ,palste und ,ruinen aus der ,vergangenheit1 aber ohne tieferen ,sinn fr ihre ,bedeutung1 ,weltverkehr aus der ,gegenwart1 namentlich ,beziehungen zu ,asien und ,amerika1 und das ,hochgebirge1 das noch schreckhaft empfunden und gefrchtet wurde6 ,nhe und ,ferne1 ,gegenwart und ,vergangenheit kommen zur ,darstellung in den ,figuren und gewhren ,einblick in ,beschftigung und ,sehnsucht ihrer ,entstehungszeit4 ,auch ein ,stck ,chinoiserie1 ein japanisches ,zimmer1 atmet noch ,modelaune der ,rokokozeit3 ,hinaus in ein ertrumtes fernes ,glck6 ,wiederum eine ,vorahnung der ,romantik6 ,seltsam nchtern darin die kleinen ,portrte aus den grflichen und frstlichen ,familien6 ,unruhig und bizarr der ,traum6 ,empirezeit auf der ,heidecksburg ,ludwig ,friedrich ,,ii41 #agic-ahjg1 war eine ,feuerseele1 ,jnger ,goethes im ,schauen von ,schnheit1 begeistert fr ,kunst und ,kunstgewerbe1 leidenschaftlicher ,zeichner und ,radierer4 ,als junger ,prinz belebte er den ,rudolstdter geselligen ,kreis1 in dem ,schiller1 der heimatlose ,flchtling1 wieder aufatmete4 ,seine ,kenntnisse von der ,welt hatte er auf einer ,studienreise durch ,deutschland1 die ,schweiz und ,frankreich erweitert und in ,genf bei ,de la ,rive sich im ,malen und ,radieren ausgebildet4 ,kunstbltter aus dieser ,zeit sind erhalten geblieben4 ,ein ,besuch am ,hofe von ,homburg hatte zur ,vermhlung mit der ,prinzessin ,karoline ,luise von ,hessen-,homburg gefhrt1 die1 selbst ein ,bild blhender ,schnheit und frischer ,anmut1 gleich ihm die ,knste liebte und ausbte4 ,als das junge ,paar ,schloherrschaft auf der ,heidecksburg wurde1 zogen die neuen ,formen der klassizistischen ,mode in der ,zimmerausgestaltung und in der ,ausstattung von ,wohngert hier voll ein4 ,illustration3 ,weies ,zimmer ,unverflscht hat sich das ,weie ,zimmer erhalten4 ,athene und ,aphrodite beherrschen den ,raum1 auf ,tanz1 ,musik und ,bhnenkunst weisen die ,reliefs an den ,wnden hin4 ,das ,treppenhaus flankieren die ,musen1 und in den ,glasgalerien zu ebener ,erde stehen die letzten ,gipsabgsse aus dem ,antikenkabinett1 das sich das ,frstenpaar anlegte4 ,eine ,reise nach ,rom #ahjc vermittelte die ,bekanntschaft mit ,knstlern1 wie ,gmelin1 ,rehberg1 ,metz1 ,reinhart und ,angelika ,kauffmann4 ,deren ,kunstbltter1 ,originale oder ,drucke1 wurden dem ,kupferstichkabinett auf der ,heidecksburg eingereiht1 ,schtze1 die der ,heimat zur ,zierde gereichen knnten1 wenn ,ausstellungsrume zu gewinnen wren4 ,illustration3 ,karoline ,luise ,auf das ,rudolstdter ,antikenkabinett wies ,goethe #ahje den ,philologen ,fr4 ,a4 ,wolf hin1 als er ihn berzeugen wollte1 da auch ,kunstwerke die ,beweiskraft von ,geschichtsdenkmlern haben knnen4 ,wolf reiste darauf mit ,h4 ,meyer nach ,rudolstadt1 fand jedoch die ,kolossalkpfe der ,dioskuren noch an der ,erde stehen1 wo ihre ,schnheit nicht wirksam war4 ,wohl aufgenommen von dem dortigen ,hofe1 vergngte er sich in den bedeutend schnen ,umgebungen1 und so kam er nach einem ,besuch in ,schwarzburg mit seinem ,begleiter vergngt und behaglich1 aber nicht berzeugt1 zurck4 ,noch im ,jahre #ahag konnte das ,verlangen nach antiker ,formenschnheit derart stark in ,goethe aufsteigen1 da er pltzlich wenigstens die nchsten ,gipsabgsse aufsuchen mute4 ,etwas dem ,phidias ,angehriges mit ,augen zu sehen1 ward so lebhaft und heftig1 da ich an einem schnen sonnigen ,morgen1 ohne ,absicht aus dem ,hause fahrend1 von meiner ,leidenschaft berrascht1 ohne ,vorbereitung aus dem ,stegreif nach ,rudolstadt lenkte und mich dort an den erstaunenswrdigen ,kpfen vom ,monte ,cavallo fr lange ,zeit herstellte4 ,humorvolle ,skizzen im ,tagebuch des ,frsten zeigen die ,vorgnge bei ,ankunft und ,aufstellung dieser ,hilfsmittel fr ,kunstbetrachtung4 ,lehrer1 ,berater und ,freund in oft tglichem ,verkehr wurde dem ,frsten ,ludwig ,friedrich der ,volkstedter ,maler und ,bossierer ,franz ,cotta1 der den ,kennern des ,rudolstdter ,porzellans noch heute oft in seinen ,werken begegnet4 ,sein ,sohn ,heinrich ,cotta1 als ,dresdener ,student von ,kgelgen so drastisch geschildert1 folgte dem ,vater in der ,wrde des ,hofmalers und hinterlie in dem ,kabinett die wertvollen ,radierungen aus der ,napoleonischen ,zeit1 seine unerschpflichen ,pferdestudien und humorvollen ,szenen aus dem ,volksleben4 7,s4 ,thringer ,heimat-,kalender #aibf4 ,greifenverlag ,rudolstadt47 ,im ,jahre #agig kam ,christian ,friedrich ,schuricht aus ,dresden zu ,gaste auf die ,heidecksburg und gab ,anweisungen fr den ,bau des ,halbtempels1 der romantischen ,ruinen und des ,teehauses im ,schlogarten1 sowie der ,anlagen auf dem ,anger4 ,fr ,zimmereinrichtungen wies er auf die ,vorlagen des ,racknitzschen ,werkes1 ,darstellung und ,geschichte des ,geschmacks1 hin4 ,ferdinand ,thierry1 der sptere ,landesbaumeister in ,konstanz1 fand sich aus ,weimar ein1 zeichnete peinlich feine ,mbelentwrfe und ,plne fr die ,gartenhuser und fr die klassizistischen ,gebude in der ,stadt4 ,seinen ,bruder ,wilhelm ,thierry1 ,jugendlehrer ,karoline ,luises in ,homburg1 ,maler und ,radierer in ,meiningen1 lie die ,frstin ,architektur studieren4 ,er vollendete den ,schlobau im ,ostflgel und legte die ,terrassenbauten an1 die zum ,schlogarten hinunterfhren4 7,s4 ,thringer ,kalender #aibf4 ,museum ,eisenach47 ,das ,jahr #ahjf erschtterte mit seinen weltgeschichtlichen ,ereignissen auch das friedliche ,leben auf der ,heidecksburg4 ,die ,schlacht von ,saalfeld bereitete sich vor4 ,mit den letzten ,tagen des ,prinzen ,louis ,ferdinand von ,preuen hat die ,sagenbildung sich viel beschftigt4 ,vielleicht kann das trockene ,hoffurierbuch helfen1 ,dichtung und ,wahrheit zu scheiden4 ,es meldet3 ,ihro ,knigliche ,hoheit ,prinz ,louis von ,preuen sind den #g4 ,oktober hier angekommen mit einem ,adjutanten1 ,kapitn von ,kleist1 einem ,kammerdiener und drei ,bedienten4 ,ihro ,knigliche ,hoheit wurden ins grne ,zimmer1 der ,herr ,adjutant ins alte ,tafelzimmer logiert4 ,den #h4 ,oktober frh abgereist4 ,den #i4 wieder hier4 ,den #aj4 abgereist4 - ,das ,tagebuch des ,frsten gibt an1 da am #g4 ,oktober abends ,ball und ,souper zu ,ehren der ,gste stattfand4 ,als der ,geschtzdonner von ,saalfeld herberdrhnte1 bestand man darauf1 da die ,frstin mit ihren ,kindern sich entfernte4 ,ihr selbst war es ein ,lieblingsgedanke1 ,mut zu zeigen und ,gefahr zu bestehen4 ,sie schmte sich aber spter ihrer ,eitelkeit1 da sie eine ,heldenrolle habe spielen wollen und die ,ihrigen dadurch einer ,gefahr ausgesetzt htte4 ,whrend einer ,rastpause beruhigte sie ihre ,nerven mit einer niedlichen ,bleistiftzeichnung von der ,weienburg im ,saaltale4 ,die ,durchmrsche des ,napoleonischen linken ,flgels gingen durch ,rudolstadt4 ,der ,frst blieb zur ,stelle4 ,als die franzsischen ,beamten ,villain und ,du ,molart die ,regierung bernahmen1 mute er sie gastlich im ,schlosse aufnehmen4 ,schweren ,sorgen und ,gemtsbewegungen erlag sein schwacher ,krper am #bh4 ,april #ahjg4 ,kerndeutsch1 wenn auch gewohnt1 franzsische ,tagesanmerkungen zu schreiben1 fhrte die ,frstin fr ihren minderjhrigen ,sohn die ,regentschaft bis #ahad4 ,als ,landesmutter1 gleich der ,knigin ,luise von ,preuen1 war sie umsichtige ,diplomatin nach auen und unermdliche ,beraterin der ,bedrngten1 die aus dem ganzen ,lande zu ihr kamen4 ,beamtenfamilien der ,stadt bewahren noch heute ,korrespondenzzettel als ,reliquien auf1 sie zeigen1 wie die ,frstin ihren ,bittstellern geholfen wissen wollte4 ,schillers ,hinterbliebene fanden bei ihr ,zuflucht in ,not und ,verlegenheit4 7,s4 ,schiller in ,rudolstadt4 ,greifenverlag #aibe47 ,als ,frstinmutter blieb sie das verehrte ,oberhaupt der prinzlichen und frstlichen ,familien auf der ,heidecksburg bis an ihr ,lebensende #ahed4 ,knstler wute sie anzuregen in vorbildlich moderner ,weise1 ohne ,zwang auszuben4 ,illustration3 ,brunnen ,mit fhrenden ,geistern stand sie in ,gedankenaustausch4 ,wilhelm von ,humboldt schreibt ber sie in den ,briefen an eine ,freundin3 ,rudolstadt1 #b4 ,januar #ahbg4 ,die verwitwete ,frstin ist eine der ,frauen1 wie man sie selten findet4 ,ich kenne sie seit meiner ,verheiratung4 ,wir heirateten in derselben ,zeit1 und ich war unmittelbar nach meiner ,verheiratung mit meiner ,frau1 mit der sie sehr freundschaftlich verbunden ist1 einige ,wochen hier1 so da mir der ,ort auch wegen dieser ,erinnerung sehr lieb ist4 ,die ,frstin war sehr jung1 ungemein liebenswrdig und schn4 ,als ich mit meiner ,frau spter in ,rom war1 kam sie mit dem ,frsten auf einige ,monate hin1 und wir lebten auch da viel miteinander4 ,bald nachher wurde sie ,witwe und whrend der ,minderjhrigkeit des ,prinzen ,regentin des ,landes4 ,sie fhrte in den schwierigsten ,zeiten diese ,regentschaft mit grter ,klugheit1 und stets mit der ,gte und ,wohlttigkeit1 durch welche ,frsten1 besonders in kleinen ,lndern1 sich von ihren ,untertanen auch persnlich verehrt und geliebt machen knnen4 ,seit der ,frst die ,regierung bernahm und die ,erziehung der anderen ,kinder vollendet ist1 lebt sie blo sich selbst1 arbeitet und studiert fr sich2 sie besitzt sehr viele ,kenntnisse1 vorzglich aber das1 was man nicht ohne eigenen tiefen und umfassenden ,geist erwirbt4 ,ihre ,briefe sind gleich geist- und seelenvoll1 und im ,gesprch uert sich dasselbe noch lebendiger und immer mit der grten ,einfachheit und ,bescheidenheit4 ,sie ist daher auch eigentlich kaum gekannt1 nur bei den wenigen1 die der ,zufall ihr nher gebracht hat4 ,sie ist sehr religis1 verbindet das aber so schn mit dem tiefsten und freiesten philosophischen ,nachdenken1 da die ,religiositt ihr dadurch nur noch mehr eigen wird4 ,humboldt erwhnt dann einen ,wagenunfall1 den sie erlitten hatte1 und der sie zwang1 nur noch zu ,fu zu gehen1 und ihr nicht mehr erlaubte1 sich weit vom ,schlosse zu entfernen4 ,um die ,natur zu genieen1 lie sie sich die ,borkenhttchen1 ,bauernhuschen und ,teetempelchen im griechischen ,stil bauen1 deren letzte noch heute vom ,schlo aus durch den ,hain und die ,flur von ,rudolstadt an verklungene ,zeit erinnern4 99 99 99 99 99 ,die gewaltigen ,ereignisse der ,weltgeschichte haben auch das ,leben auf der ,heidecksburg in den ,grundfesten erschttert4 ,der ,weltenlenker wird wissen1 wie er ,geschicke und ,herzen der ,menschen zum rechten ,ziele fhrt4 ,es sind nicht nur ,vorgnge der engen ,heimat1 die sich in dem ehrwrdigen ,schlosse der ,schwarzburger ,grafen und ,frsten abgespielt haben4 ,was die ,heidecksburg uns berliefert1 ist ein wichtiger ,ausschnitt aus dem ,thringer ,leben und ein wertvoller ,bestand der deutschen ,bildungsgeschichte berhaupt4 ,wer diese geistigen ,schtze in ,zukunft zu erhalten und zu betreuen hat1 trgt die ,verantwortung vor dem deutschen ,gewissen4 ,inhalt ,seite ,vorwort #e ,frhgeschichte der ,burg #g ,katharina die ,heldenmtige #ad ,amilie ,juliane1 die ,liederdichterin #bf ,rokokozeit auf der ,heidecksburg #de ,empirezeit auf der ,heidecksburg #gb ,bilder3 ,heidecksburg #d_/e ,torhaus #ab_/ac ,amilie ,juliane #cb_/cc ,groer ,saal #dh_/di ,grner ,saal #fh_/fi ,weies ,zimmer #gb_/gc ,karoline ,luise #gb_/gc ,brunnen #gf_/gg ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die fehlende berschrift des ersten ,kapitels wurde ergnzt4 ,zur leichteren ,orientierung wurden die ,titel unter den ,bildern nach dem ,bildverzeichnis ergnzt4