,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aiac so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,passagen in gesperrter ,schrift werden mit ,pluszeichen markiert4 ,anselm ,feuerbach ,eine ,kunstgabe fr das deutsche ,volk ,mit einem ,geleitworte von ,walther ,friedrich ,illustration ,herausgegeben von der ,freien ,lehrervereinigung fr ,kunstpflege ,illustration ,mainz #aiac ,verlag von ,jos4 ,scholz ,inhaltsverzeichnis 7,reihenfolge der ,bilder7 ,illustration ,seite #c ,jugendbildnis #d ,studienkopf 7,nanna7 #e ,idyll aus ,tivoli #f ,iphigenie 7,erste ,fassung7 #g ,studie #i ,selbstbildnis #aa ,musizierende ,kinder von einer ,nymphe belauscht #ac ,dante und die edlen ,frauen von ,ravenna #ae ,piet #ag ,madonna #ai ,paolo und ,franzeska da ,rimini #ba ,spielende ,kinder #bc ,erinnerung an ,tivoli #be ,meeresstudie von ,porto d',anzio #bg ,iphigenie 7,zweite ,fassung7 #bi ,medea #ca ,familien-,idyll #cc ,konzert #ce ,feuerbachs ,mutter ,alle ,rechte vorbehalten ,rom6 ,was lag und was liegt fr den ,deutschen in diesem ,worte6 ,jahrhundertelang war es das ,ziel deutscher ,helden1 jahrhundertelang dann das ,sehnen deutscher ,geister1 und noch uns ist es der ewige ,hort antiker ,kultur4 ,mit so vielen guten deutschen ,namen ist ,rom untrennbar verknpft1 nicht immer zum ,glck fr den ,trger4 ,so mancher hat sich in ,rom verloren1 geblendet von der ,sonnenhhe seiner ,kultur2 so mancher zog enttuscht heim1 da er nicht ,wurzel fassen konnte in rmischem ,boden2 doch vielen ward ,rom eine ,offenbarung und ein ,fhrer in ihrem ,schaffen4 ,zu diesen zhlt auch ,anselm ,feuerbach4 ,der groe ,knstler geht oft1 seltsam und rtselhaft1 aus den unteren ,schichten des ,volkes hervor4 ,die unverbrauchte ,schaffenskraft ganzer ,geschlechter scheint in ihm angehuft und macht ihn zum kraftvollen ,bahnbrecher4 ,ganz anders bei ,feuerbach4 ,sein ,erscheinen ist ,erfllung4 ,er krnte und beschlo die ,arbeit eines ganzen ,geschlechtes von hchster ,kultur4 ,was ,feuerbachs ,schaffen leitete1 das war nicht die frische unmittelbare ,naturkraft1 sondern hchste ,kultur4 ,der ,geist hellenischer ,schnheit und ,lebenshhe1 der dem ,elternhause das ,geprge gab1 wurde auch fr sein ,leben und ,schaffen bestimmend3 ,die ,antike ist ihm ,erlebnis4 ,mit seinem ,wesen und ,werden verwachsen1 gibt sie seinem ,werk die ,richtlinie4 ,sie berdauert den ,einflu der ,schulen und den ,wechsel der ,technik2 sie weicht keiner noch so malosen und ungerechten ,kritik1 und sie fhrt ihn in zielsicherem ,fortschreiten zu den ,gipfeln seiner ,meisterschaft4 ,gerade die ,hhe seiner ,kultur bewahrt ,feuerbach vor jeder ueren stofflichen ,abhngigkeit vom ,altertume4 ,ja1 die ,gewnder einer ,medea1 ,iphigenie1 so rein griechisch sie auf uns wirken1 sind durchaus freie ,schpfungen und widersprechen der berlieferung4 -- ,es war gut1 da schon das ,vaterhaus der ,kunst ,feuerbachs den ,leitstern gab4 ,ihm waren ja nicht nur die ,segnungen1 sondern auch die ,hemmungen einer hohen ,familienkultur geworden4 ,eine bergroe ,empfindlichkeit und ,reizbarkeit verbitterte ihm schon frhzeitig manche ,stunde und machte den ,mann zu einem ,einsamen1 noch ehe er des ,lebens ,hhe erreicht hatte4 ,so war es denn ein ,segen1 da ihm ein so qualvolles ,ringen um seinen ,ausdruck -- wie es einen ,marres vernichtete -- erspart blieb2 es htte auch ihn vor seiner ,erfllung hinweggerafft4 -- ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,anselm ,feuerbach wurde am #ab4 ,september #ahbi zu ,speyer geboren4 ,sein ,vater1 der feinsinnige ,altertumsforscher1 bei ,anselms ,geburt noch ,gymnasiallehrer in ,speyer1 wurde #ahcf als ,professor nach ,freiburg berufen4 ,die ,mutter starb kurz nach der ,geburt des ,sohnes4 ,die verstndnisvolle und selbstlose ,frau1 als ,feuerbachs ,mutter8 bekannt1 die ihr ganzes ,dasein ,anselm widmete1 war des ,vaters zweite ,frau1 ,henriette ,heydenreich4 ,in heiem ,dankgefhl schrieb ihr der ,sohn #ahfc3 ,was ,du fr mich gelitten und getan hast1 ,mutter1 wer htte es getan8 ,sind nicht alle ,resultate1 die ich erzielen werde1 zur ,hlfte ,dein und zur ,hlfte mein ,werk68 -- ,anselms ,begabung zeigte sich schon frh4 ,es war mir so natrlich18 sagt er in seinem ,vermchtnis1 sowohl mit der rechten als mit der linken ,hand alle irgend habhaften weien1 grauen1 blauen oder gelben ,papierstcke mit ,kreide oder ,kohle anzufllen1 und in hbschen1 noch vorhandenen ,geburtstags- und ,weihnachts-,zeichenbchern unmgliche ,kompositionen zu versuchen1 da ich dies fr etwas ganz ,selbstverstndliches hielt4 ,ich hatte den ,kopf voller ,bilder48 ,bereits #ahde bezog ,anselm die ,akademie zu ,dsseldorf1 die unter dem ,einflu ,fr4 ,w4 ,schadows und ,k4 ,lessings stand4 ,es ging ihm wie den meisten ,groen3 der schematische ,akademiebetrieb war ihm zuwider4 ,wenn ich allein bin1 dann ist mir1 als wisse ich1 was ,kunst ist18 sagt er ber jene ,zeit1 komme ich aber zu andern ,malern oder gar auf die ,akademie1 dann sind pltzlich alle ,ideale eingesunken4 ,da stehen die ,professoren1 denen man es am ,gesicht ansieht1 da sie erfahrene ,leute sind1 die nie unrecht haben4 ,dann komme ich mir erbrmlich vor1 und die ,schwierigkeiten wachsen riesengro48 -- ,in ,mnchen ging es ihm nicht besser4 ,w4 ,kaulbach und ,cornelius lieen ihn kalt1 um so eifriger arbeitete er aber in der ,pinakothek1 in der vor allem ,rubens ihn anzog4 #ahej wandte er sich ,antwerpen und im folgenden ,jahre ,paris zu1 wo ,couture1 ,courbet1 ,decamps1 ,delacroix und ,troyon wirkten4 ,angeregt durch ,th4 ,coutures ,rmer der ,verfallzeit#881 schreibt ,feuerbach in seinem ,vermchtnis1 trat ich sofort in sein ,atelier und malte unter seiner ,leitung lebensgroe ,akte4 ,nicht genug danken kann ich dem ,meister1 welcher mich von der deutschen ,spitzpinselei zu breiter1 pastoser ,behandlung1 von akademischer ,schablonenkomposition zu groer ,anschauung und ,auffassung fhrte48 -- ,hier aus ,paris nahm ,feuerbach die ,erkenntnis mit1 da die ,strke der inneren ,anschauung das ,bestimmende in der ,kunst sei und da sich aus ihr die ,komposition als etwas ,notwendiges und ,abhngiges ergeben msse4 ,von ,paris aus trat auch das erste seiner ,bilder die ,reise in die deutschen ,ausstellungen an4 ,es war ein ,leidensweg3 teils khle ,zurcksetzung1 teils scharfer ,spott6 ,leider ging es den meisten der folgenden ,bilder nicht besser4 ,die ,anweisung auf die ,nachwelt81 schreibt er in seinem ,vermchtnis1 ist kein ,ersatz fr den lebendigen ,pulsschlag verwandter ,herzen und fr liebevoll ermunterndes ,eingehen und ,aufnehmen1 dessen der ,knstler fr sein ,schaffen bedarf wie die ,pflanze des ,lichtes der ,sonne zum ,wachsen4 ,ich habe mich bis jetzt vergeblich danach gesehnt48 ,die ,ablehnung seiner ,bilder traf ,feuerbach um so empfindlicher1 als er gnzlich mittellos dastand4 ,der ,vater war #ahea gestorben1 und die ,mutter1 die eben mit der ,tochter nach ,heidelberg gezogen war1 konnte ihn von ihrem kargen ,witwengeld nur sprlich untersttzen4 ,so stieg die ,not des ,knstlers zeitweilig derart1 da er keinen ,sou auszugeben hatte und ,portrts fr #e ,franken malte1 nur um nicht verhungern zu mssen4 ,halb verzweifelt kehrte er #ahed nach ,deutschland zurck4 ,die ,heimat1 so glaubte er1 wrde ihm ,hilfe bringen2 deshalb wandte er sich nach ,karlsruhe4 ,in der ,not bequemte er sich dem ,modegeschmack an1 so gut es ging4 ,der ,prinzregent 7sptere ,groherzog ,friedrich7 nahm regen ,anteil an dem ,schaffen des ,hofratssohnes und gab ihm einen ,auftrag4 ,etliche ,mitglieder des ,hofes folgten seinem ,beispiele4 ,der ,erfolg schien ihm zu lcheln4 ,aber nicht lange war ,feuerbach imstande1 sich in ,niederungen zu bewegen1 sein ,tod des ,pietro ,aretino8 und ,die ,versuchung des heiligen ,antonius8 zeigen ihn wieder auf den ,hhen seines ,knnens4 ,er hoffte auf ,ankauf des ,pietro ,aretino8 fr die ,karlsruher ,galerie1 allein eine ,kommission wies das zu krasse8 ,gemlde unter den unglaublichsten ,grnden zurck4 ,seine ,forderung1 ,die ,versuchung des heiligen ,antonius8 mit auf die ,pariser ,weltausstellung zu schicken1 wurde vom ,kabinett wegen der ,unanstndigkeit8 des ,bildes eine ,unverschmtheit8 genannt4 ,feuerbach1 bei dem sich inzwischen wieder ,sorgen eingestellt hatten1 verzweifelte4 ,wenn ich beschreiben soll1 was ich seit zwei ,tagen im ,gemt leide81 schreibt er der ,mutter1 wrden ,worte nicht hinreichen4 ,ich mchte mich darber hinwegsetzen mit aller ,kraft1 aber es nagt an mir1 ich kann nicht essen1 es quillt mir alles im ,munde 444 ,habe ich verdient1 in solcher ,weise behandelt zu werden8 444 ,noch denselben ,tag habe ich in meinem ,unmut das ,bild berstrichen und1 in tausend ,stcke zerrissen1 dem ,feuer bergeben1 was ich spter bitter bereute48 444 ,es ist dies der erste ,ring in der langen ,kette von ,miverstndnissen und ,begriffsverwirrungen1 die meinem ,knstlerleben zum ,fluch geworden sind4 ,ein krftiger ,arm1 der mich ber die kleinen ,sorgen des ,lebens hinweggehoben htte1 und ich wrde in einem ,freudensturm den ,gipfel erreicht haben1 auf den meine ,natur sich erheben konnte4 ,aber die ,hilfe kam immer zu spt und immer nur halb 4448 ,mittlerweile sah man in ,karlsruhe wohl das ,unrecht ein1 das man ,feuerbach getan hatte3 ,er erhielt ein ,stipendium von #ajjj ,gulden1 um in ,venedig ein beliebiges ,meisterwerk zu kopieren4 ,ich war dankbar und glcklich18 schrieb er damals1 ich dachte nichts als ,italien1 und das ,leben blhte wieder auf48 ,mit dem ,dichter ,scheffel zusammen ging's nun im ,jahre #ahee ber den ,brenner nach ,venedig4 ,kstliche ,tage erlebt er hier1 ,tage reinsten ,glckes4 ,er empfindet1 es ist sein ,boden1 hier wird seine ,kunst ihr ,hchstes geben4 ,whrend meine frheren ,bilder mehr ,gedankenblitze waren1 ist jetzt ein ganz anderes ,gefhl ber mich gekommen1 wie ,glockengelute nach ,gewitter2 die ,grazie1 die ,schnheit ist mir aufgegangen48 ,die ,poesie8 ist das erste ,gemlde1 das in dieser ,schaffenszeit entstand4 ,der ,knstler widmete es seinem ,gnner zur ,vermhlung4 ,allein eine ,kette von ,miverstndnissen schlo sich an dieses ,geschenk1 so da ,feuerbach in leidenschaftlicher ,wallung alle ,beziehungen zu ,karlsruhe abbrach4 ,vllig mittellos wandte er sich nun nach ,florenz und dann nach ,rom4 ,whrend sein ,schaffen im ganzen ohne groe ,unterbrechung und folgerichtig fortschreitet1 hat er doch unter der ,wucht der auf ihn einstrmenden ,eindrcke das ,empfinden1 als erfhre seine knstlerische ,entwicklung eine vllige ,umwandlung3 ,die ,vergangenheit war ausgelscht1 die modernen ,franzosen wurden ,spachtelmaler1 und mein knftiger ,weg stand klar und sonnig vor mir4 ,schon in ,venedig verkndigte sich das ,tagesgrauen1 in ,florenz brach die ,morgenrte herein1 in ,rom aber vollzog sich das ,wunder1 welches man eine vollkommene ,seelenwandlung und ,erleuchtung nennen kann -- eine ,offenbarung84 ,was ,rom ihm brachte1 das war vor allem die restlose ,klarheit ber seinen ,weg1 und somit eine ,beschleunigung seiner knstlerischen ,entwicklung4 ,was ich konnte1 und was ich zu lernen hatte1 wute ich genau1 und demgem habe ich zum ,erschpfen eines ,gegenstandes unendliche ,studien als notwendig erachtet4 ,da mir bei ,bildern wie ,iphigenie und die ,kindergruppen eine einzige ,seite nicht gengend dnkte1 ist der ,grund1 weshalb viele in der ,auffassung sich hnelnde ,werke eines und desselben ,grundgedankens periodenweise entstanden1 welche doch1 jedes fr sich betrachtet1 ein in sich abgeschlossenes ,ganzes darstellen4 -- ,von dieser ,strenge datiert sich die ,erscheinung1 da an den besten meiner ,bilder nicht ein ,jota zu ndern ist und die meisten den ,gegenstand erschpfen1 whrend bei vielen modernen ,malern gewhnlich alles ebensogut auch anders sein knnte4 -- ,ich habe mich immer bemht1 typisch und jeder ,konvention ferne zu bleiben4 -- ,meine anfngliche ,formlosigkeit erfllte mich mit ,entsetzen4 ,unermdliche ,mache bei strengster ,beobachtung haben es dahin gebracht1 da ich die kleinsten ,mngel auf den ersten ,blick leicht erkenne4 -- ,eine genialisierende ,eitelkeit habe ich nie gehabt und was ich nicht fhlte1 habe ich nicht gemalt4 -- ,alle meine ,werke sind aus der ,verschmelzung irgendeiner seelischen ,veranlassung mit einer zuflligen ,anschauung entstanden4 ,das ,ausgabebedrfnis war so stark1 da immer zuerst die ,gestalten da waren1 ehe ich den richtigen ,namen fr sie fand4 -- ,am ,positiven die ,poesie festzuhalten1 scheint mir die ,aufgabe des ,knstlers zu sein 444 ,der wahre ,stil kommt dann1 wenn der ,mensch1 selbst gro angelegt1 nach ,bewltigung der unendlichen ,feinheiten der ,natur1 die ,sicherheit erlangt hat1 in das ,groe zu gehen4 ,mit einem ,wort3 ,stil ist richtiges ,weglassen des ,unwesentlichen4 -- ,der sogenannte ,realist bleibt immer im ,detail stecken4 ,realismus ist die leichteste ,kunstart und kennzeichnet stets den ,verfall4 ,wenn die ,kunst das ,leben nur kopiert1 dann brauchen wir sie nicht48 -- ,wieviel herrlicher noch htte ,feuerbach die rmische ,zeit nutzen knnen1 wenn nicht die bittere ,not gewesen wre1 die ihn1 der immer voller ,plne1 immer schaffensfreudig war1 so oft niederzwang4 ,zwar half ihm die ,mutter ber ihre ,kraft1 aber zu bannen mochte sie die graue ,sorge doch nicht4 ,dazu kam dann die ewige ,zurcksetzung seiner ,werke1 unter der sein empfindliches ,gemt so bitter litt4 ,da man die seichte ,mittelmigkeit wieder und wieder seinen herrlichen ,schpfungen vorzog1 das konnte er nicht verschmerzen1 er ward darber ein ,einsamer4 ,vom rmischen ,knstlerbund hatte er sich schon frhzeitig zurckgezogen und nur mit ,allgeyer1 seinem spteren ,biographen1 ,bcklin1 fr den er selbstlos eintrat1 und ,r4 ,begas verkehrte er noch4 ,sie entrissen denn auch hin und wieder den berfleiigen ,feuerbach seinem ,atelier und nahmen ihn zu ,ausflgen in die weitere ,umgebung ,roms mit4 ,so ist es ihnen auch zu danken1 da ,feuerbach die ,schnheiten des ,albanergebirges fr seine ,kunst fruchtbar machen konnte4 -- ,in den #ag rmischen ,jahren sind nun seine kstlichsten ,bilder entstanden4 ,sie sind die ,frucht von ,feuerbachs ,streben1 fr seine ,idee den formvollendeten ,ausdruck vornehmster ,einfachheit zu finden4 ber den ,entwurf zum ersten dieser ,bilder1 ,dante und die edlen ,frauen von ,ravenna8 7,s4 #ac unserer ,kunstgabe71 schreibt der ,knstler der ,mutter3 ,es wird wie ein ,andante von ,mozart sein4 ,ich stehe ahnungsvoll an dem ,wendepunkt meines ,lebens4 ,wird es kein ,traum sein1 da jetzt meine ,zeit kommt88 -- ,da ,feuerbach in dieser ,zeit kein ,modell bezahlen konnte1 lie er sich tglich zwei muntere ,jungen ins ,atelier kommen1 um ,kinderstudien zu machen4 ,es entstanden nach und nach gegen #ajj ,skizzen1 die ihm eine volle ,beherrschung der kindlichen ,bewegungen brachten und ,grundlagen seiner wundervollen ,kinderbilder wurden 7,s4 #ba unserer ,kunstgabe74 ,inzwischen hatte ihm der treue ,scheffel eine ,professur an der ,kunstschule zu ,weimar verschafft -- allein ,feuerbach lehnte im letzten ,augenblicke ab4 ,am ,widerstande des ,knstlers zerschlugen sich auch die ,verhandlungen1 welche die ,mutter aufs neue mit ,karlsruhe begonnen hatte4 ,feuerbach hatte eben zu jener ,zeit das ,modell gefunden1 das nicht nur in zahlreichen seiner ,werke verewigt ist1 sondern auch tief in sein ,leben eingriff4 ,seine ,nanna 7eigentlich ,anna ,risi7 war ihm das ,urbild der ,rmerin und gab seinem ,schaffen ungeahnte ,anregungen4 ,in rascher ,folge entstanden die zahlreichen1 zum ,teil herrlichen ,bilder der ,nanna und die wundervollen ,meisterwerke der frhrmischen ,zeit1 allen voran die ,piet 7,s4 #ae7 -- der ,schaffensdrang in ,feuerbach war so gro1 da er sich zum ,notwendigsten nicht ,zeit lie4 ,so schreibt er am #aj4 ,mai #ahfc der ,mutter3 ,ich kann nur wenig schreiben1 da ich halb toll bin vor ,mdigkeit4 ,kurz folgendes3 ,ich habe seit drei ,wochen von #e ,uhr morgens an bis abends mit ,modell gearbeitet4 ,die ,piet ist nun ganz fertig1 ein seelenvolles ,werk1 so meine ich 444 ,morgen gebe ich ganz gemtlich wieder meinen letzten ,taler aus4 ,man nennt das in ,deutschland den ,kampf des ,genies mit dem ,leben4 ,aber was tut es8 ,die ,piet ist ein schnes ,werk4 ,meine ber den ,christus hingeworfene ,madonna ergreift mich selbst48 ,in dieser ,zeit rgster ,not wurde der ,sammler ,baron v4 ,schack auf ,feuerbach hingewiesen4 ,seinen ,auftrgen ist es zu danken1 da der ,knstler wenigstens ber die rgste ,not hinwegkam4 ,die ,preisdrckerei ,schacks jedoch1 der die ,bilder vorwiegend nach ihrem ,inhalt wertete1 sowie seine ,bevormundung des ,knstlers1 machten das ,verhltnis fr ,feuerbach allmhlich unertrglich4 -- ,schack hat whrend der ,jahre #ahfa-ahfh fr seine ,galerie zwlf ,gemlde ,feuerbachs erworben4 7,zwei von ihnen1 die ,piet und ,paolo und ,franzeska da ,rimini sind in unserer ,kunstgabe enthalten47 ,so beglckend diese ,schpfungen fr uns sind1 so viel deutsche ,poesie vor allem in den ,kinderbildern der ,schackschen ,galerie liegt1 ,feuerbach gengten diese ,aufgaben nicht -- ihm schwebten grere ,ziele vor4 ,schon seit dem ,jahre #ahed trug er sich mit der ,idee zu einem ,gemlde groen ,stils1 zu dem ,gastmahl des ,platon84 ,wre das ,gastmahl nicht18 schreibt er im ,juni #ahfd der ,mutter1 so knnte ich glcklich sein2 aber es macht sich breit und drngt sich vor und verengt in mir das ,denken4 ,es nhrt sich von meinem ,herzblut und greift mir ins innerste ,leben4 ,wenn ich an das ,machen auf der ,leinwand denke1 so ist das die pure ,seligkeit48 -- ,mitten in diesen ,plnen verlie ,nanna 7#ahfe7 den ,knstler4 ,feuerbach litt anfangs schwer unter diesem ,treubruch4 ,aber eine ,reise nach ,deutschland1 auf der er alte1 liebe ,beziehungen erneuerte und festigte1 machte ihn innerlich wieder ganz frei4 -- ,bei seiner ,rckkehr nach ,rom ging er nun sofort an das ,gastmahl4 ,er hatte auch das ,glck1 bald ein zweites ,modell zu finden1 ,lucia ,brunacci1 das ihm die ,nanna ersetzte4 ,noch war das ,gastmahl nicht beendet1 da drngten schon wieder neue ,arbeiten sich vor -- ,orpheus1 eine zweite ,iphigenie1 ,medea auf der ,flucht und eine ,kreuzabnahme4 ,es waren meist alte ,ideen1 die ihre ,form verlangten -- gehrte es doch zu des ,knstlers ,eigentmlichkeiten1 einmal gefate ,plne mit zher ,energie festzuhalten4 #ahfi ward das ,gastmahl vollendet und #ahgj die ,medea 7,s4 #bi71 zu der er in dem ,badeorte ,porto d',anzio seine ,studien gemacht hatte4 ,die ,medea ist herrlich schn in jedem ,einzelzuge und von vollendeter ,geschlossenheit in ihrer ,gesamtwirkung4 ,feuerbach gab sie mit seinem ,urteil des ,paris8 zusammen auf die ,berliner ,ausstellung4 ,hier wurde er unerhrt behandelt3 ,seiner ,bedingung1 die ,bilder nicht zu hoch1 sondern mglichst in ,gesichtshhe zu hngen1 wurde nicht entsprochen4 ,im letzten ,saale des obersten ,stockwerkes1 der sogenannten ,totenkammer1 brachte man sie unter1 dazu dicht unterm ,plafond und in ungnstigster ,beleuchtung4 ,in gleicher ,weise zeigte sich1 von ein paar ,ausnahmen abgesehen1 die ,kritik4 ,die ,medea wurde als flau und das herrlich-keusche ,urteil des ,paris8 als frivol8 bezeichnet4 ,in berechtigter ,schrfe schrieb der ,knstler damals der ,mutter3 ,wer kein ,verstndnis fr die dramatische ,wucht der ,medea hat1 der verdient ,zchtigung4 -- ,das ,urteil des ,paris als frivol behandeln1 kann nur ein ,schwein1 oder einer1 der schlecht verheiratet ist4 4448 -- ,da die ,kritik so oft wie eine ,meute8 ber ihn hergefallen war1 so sandte er eine ,zeitlang kein ,bild auf ,ausstellungen4 ,seine ,arbeiten blieben in ,heidelberg1 im ,hause seiner ,mutter4 ,unter ihnen war auch die in jener ,zeit 7#ahga7 vollendete zweite ,iphigenie 7,s4 #bg71 wohl das herrlichste von seinen kleineren ,bildern4 ,in ihr fand die heie ,sehnsucht des ,knstlers nach der ,heimat einen ergreifenden ,ausdruck4 ,das ist nicht nur die ,iphigenie1 das ,land der ,griechen mit der ,seele suchend81 das ist die ,sehnsucht schlechthin4 -- ,die ,iphigenie war denn auch das erste ,werk ,feuerbachs1 das von einer ,galerie 7der ,stuttgarter7 angekauft wurde4 ,illustration #ahgb folgte ,feuerbach einem ehrenvollen ,rufe als ,professor der ,kunstakademie nach ,wien4 ,um ihn zur ,annahme zu bewegen1 war ihm schon von vornherein ein ,urlaub fr die ,vollendung seiner mchtigen ,amazonenschlacht zugesichert worden4 -- ,anfangs ging in ,wien alles gut4 ,feuerbach hatte -- wider ,erwarten -- groe ,freude an seiner ,unterrichtsttigkeit und war ein begeisternder ,lehrer4 ,auch an ,auftrgen fehlte es nicht3 das ,ministerium bertrug ihm die ,ausmalung der mchtigen ,decke der ,kunstakademie4 ,feuerbach hat diese ,arbeit jedoch nicht vollendet4 ,nur das ,mittelbild 7der ,titanensturz7 und vier kleinere ,seitenbilder 7,ga1 ,prometheus1 ,uranos und ,aphrodite7 stammen von ihm4 ,aber bald setzten auch hier ,verstimmungen ein1 die ihm diese ,arbeit vergllen sollten4 ,wie die ,reichsdeutschen wuten auch die ,wiener sich in ,feuerbachs ,gemlde nicht einzufhlen4 ,die herbe ,keuschheit seiner ,amazonenschlacht und die kraftvolle ,schnheit seines zweiten ,gastmahls blieb den oberflchlichen1 mit ,makartscher ,sinnlichkeit berftterten ,wienern verschlossen4 ,zur ,beurteilung dieser ,werke gehrt eben ein hoher ,bildungsgrad8 sagte ,feuerbachs ,meisterschler ,hynais sehr treffend4 ,neben der unvornehmen ,kritik1 die des ,knstlers ,werke erfuhren1 waren es vor allem ,unfreundlichkeiten der heimischen ,professoren und ,zwistigkeiten mit der ,steuerbehrde1 die ,feuerbach ,wien verleideten4 ,eine ,erkltung1 die sich stark verschlimmerte1 kam noch hinzu4 ,er fhlte1 da er der ,pflege der treuen ,mutter bedurfte und reiste von ,wien ab4 ,todkrank kam er in ,heidelberg an4 ,eine schwere ,lungenentzndung1 verbunden mit ,gelenkrheumatismus1 brachte ihm ein monatelanges ,siechtum4 ,nur langsam genas er unter der aufopfernden ,sorge der ,mutter4 ,sein ,verehrer ,eitelberger1 der knstlerische ,beirat des ,ministeriums1 wollte ,feuerbach ,wien erhalten1 selbst unter der ,bedingung eines mehrjhrigen ,urlaubs mit vollem ,gehalt4 ,allein ,feuerbach1 zu vornehm1 eine ,entlohnung ohne ,leistung anzunehmen1 forderte aufs neue und erhielt nun seine ,entlassung4 ,er fhlte1 da er die vllige ,unabhngigkeit fr sein ,schaffen brauche und ging #ahgg wieder nach ,venedig4 ,hier beschftigte ihn zunchst die ,vollendung der ,wiener ,deckenbilder4 #ahgh entstand sein ,konzert8 7,s4 #cc7 -- ein ,werk von so wunderbarer ,formenschnheit1 ,abgeklrtheit und ,gre1 wie es nur ein ,feuerbach schaffen konnte4 ,die ,venediger ,jahre waren zwar einsam fr ihn wie keine ,zeit vorher1 aber gerade jetzt1 nach der ,wiener ,gebundenheit1 drngte eine unerschpfliche ,flle von ,ideen zur ,darstellung4 ,vor allem waren es religise ,motive 7ein jngstes ,gericht1 eine ,sintflut und eine groe ,passion71 die ihn bewegten4 ,an der einzigen ,piet kann man ermessen1 was er noch geschaffen htte4 ,allein seinem ,leben ward ein frhes ,ziel gesetzt3 ,am #d4 ,januar #ahhj wurde er durch eine pltzliche ,herzlhmung hinweggerafft4 ,nur wenige wuten1 da ein ,groer geschieden war4 ,erst die ,berliner ,jahrhundert-,ausstellung zeigte weiteren ,kreisen1 was ,feuerbach dem deutschen ,volke hinterlassen4 ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,illustration ,spamersche ,buchdruckerei in ,leipzig