,this text has been derived from ,,html files at ,projekt ,gutenberg - ,,de 7http3_/_/www4gutenberg#bjjj4;de_/nietzs che_/eccehomo_/eccehomo4htm71 ,friedrich ,nietzsche ,ecce homo ,wie man wird1 was man ist ,vorwort #a4 ,in ,voraussicht1 dass ich ber ,kurzem mit der schwersten ,forderung an die ,menschheit herantreten muss1 die je an sie gestellt wurde1 scheint es mir unerlsslich1 zu sagen1 wer ich bin4 ,im ,grunde drfte man's wissen3 denn ich habe mich nicht unbezeugt gelassen4 ,das ,missverhltniss aber zwischen der ,grsse meiner ,aufgabe und der ,kleinheit meiner ,zeitgenossen ist darin zum ,ausdruck gekommen1 dass man mich weder gehrt1 noch auch nur gesehn hat4 ,ich lebe auf meinen eignen ,credit hin1 es ist vielleicht bloss ein ,vorurtheil1 dass ich lebe8444 ,ich brauche nur irgend einen ,gebildeten zu sprechen1 der im ,sommer ins ,oberengadin kommt1 um mich zu berzeugen1 dass ich nicht lebe444 ,unter diesen ,umstnden giebt es eine ,pflicht1 gegen die im ,grunde meine ,gewohnheit1 noch mehr der ,stolz meiner ,instinkte revoltirt1 nmlich zu sagen3 ,hrt mich6 denn ich bin der und der4 ,verwechselt mich vor ,allem nicht6 #b4 ,ich bin zum ,beispiel durchaus kein ,popanz1 kein ,moral-,ungeheuer1 - ich bin sogar eine ,gegensatz-,natur zu der ,art ,mensch1 die man bisher als tugendhaft verehrt hat4 ,unter uns1 es scheint mir1 dass gerade ,das zu meinem ,stolz gehrt4 ,ich bin ein jnger des ,philosophen ,dionysos1 ich zge vor1 eher noch ein ,satyr zu sein als ein ,heiliger4 ,aber man lese nur diese ,schrift4 ,vielleicht gelang es mir1 vielleicht hatte diese ,schrift gar keinen andren ,sinn1 als diesen ,gegensatz in einer heitren und menschenfreundlichen ,weise zum ,ausdruck zu bringen4 ,das ,letzte1 was ich versprechen wrde1 wre1 die ,menschheit zu verbessern4 ,von mir werden keine neuen ,gtzen aufgerichtet2 die alten mgen lernen1 was es mit thnernen ,beinen auf sich hat4 ,gtzen 7mein ,wort fr ,ideale7 umwerfen - das gehrt schon eher zu meinem ,handwerk4 ,man hat die ,realitt in dem ,grade um ihren ,werth1 ihren ,sinn1 ihre ,wahrhaftigkeit gebracht1 als man eine ideale ,welt erlog444 ,die wahre ,welt und die scheinbare ,welt - auf deutsch3 die erlogne ,welt und die ,realitt444 ,die ,lge des ,ideals war bisher der ,fluch ber der ,realitt1 die ,menschheit selbst ist durch sie bis in ihre untersten ,instinkte hinein verlogen und falsch geworden bis zur ,anbetung der umgekehrten ,werthe1 als die sind1 mit denen ihr erst das ,gedeihen1 die ,zukunft1 das hohe ,recht auf ,zukunft verbrgt wre4 #c4 ,wer die ,luft meiner ,schriften zu athmen weiss1 weiss1 dass es eine ,luft der ,hhe ist1 eine starke ,luft4 ,man muss fr sie geschaffen sein1 sonst ist die ,gefahr keine kleine1 sich in ihr zu erklten4 ,das ,eis ist nahe1 die ,einsamkeit ist ungeheuer - aber wie ruhig alle ,dinge im ,lichte liegen6 wie frei man athmet6 wie ,viel man unter sich fhlt6 - ,philosophie1 wie ich sie bisher verstanden und gelebt habe1 ist das freiwillige ,leben in ,eis und ,hochgebirge - das ,aufsuchen alles ,fremden und ,fragwrdigen im ,dasein1 alles dessen1 was durch die ,moral bisher in ,bann gethan war4 ,aus einer langen ,erfahrung1 welche eine solche ,wanderung im ,verbotenen gab1 lernte ich die ,ursachen1 aus denen bisher moralisirt und idealisirt wurde1 sehr anders ansehn als es erwnscht sein mag3 die verborgene ,geschichte der ,philosophen1 die ,psychologie ihrer grossen ,namen kam fr mich an's ,licht4 - ,wie viel ,wahrheit ertrgt1 wie viel ,wahrheit wagt ein ,geist8 das wurde fr mich immer mehr der eigentliche ,werthmesser4 ,irrthum 7- der ,glaube an's ,ideal -7 ist nicht ,blindheit1 ,irrthum ist ,feigheit444 ,jede ,errungenschaft1 jeder ,schritt vorwrts in der ,erkenntniss folgt aus dem ,muth1 aus der ,hrte gegen sich1 aus der ,sauberkeit gegen sich444 ,ich widerlege die ,ideale nicht1 ich ziehe bloss ,handschuhe vor ihnen an444 ,nitimur in vetitum3 in diesem ,zeichen siegt einmal meine ,philosophie1 denn man verbot bisher grundstzlich immer nur die ,wahrheit4 - #d4 ,innerhalb meiner ,schriften steht fr sich mein ,zarathustra4 ,ich habe mit ihm der ,menschheit das grsste ,geschenk gemacht1 das ihr bisher gemacht worden ist4 ,dies ,buch1 mit einer ,stimme ber ,jahrtausende hinweg1 ist nicht nur das hchste ,buch1 das es giebt1 das eigentliche ,hhenluft-,buch - die ganze ,thatsache ,mensch liegt in ungeheurer ,ferne unter ihm -1 es ist auch das tiefste1 das aus dem innersten ,reichthum der ,wahrheit heraus geborene1 ein unerschpflicher ,brunnen1 in den kein ,eimer hinabsteigt1 ohne mit ,gold und ,gte gefllt heraufzukommen4 ,hier redet kein ,prophet1 keiner jener schauerlichen ,zwitter von ,krankheit und ,willen zur ,macht1 die man ,religionsstifter nennt4 ,man muss vor ,allem den ,ton1 der aus diesem ,munde kommt1 diesen halkyonischen ,ton richtig hren1 um dem ,sinn seiner ,weisheit nicht erbarmungswrdig ,unrecht zu thun4 ,die stillsten ,worte sind es1 welche den ,sturm bringen1 ,gedanken1 die mit ,taubenfssen kommen1 lenken die ,welt4 ,die ,feigen fallen von den ,bumen1 sie sind gut und sss3 und indem sie fallen1 reisst ihnen die rothe ,haut4 ,ein ,nordwind bin ich reifen ,feigen4 ,also1 gleich ,feigen1 fallen euch diese ,lehren zu1 meine ,freunde3 nun trinkt ihren ,saft und ihr ssses ,fleisch6 ,herbst ist es umher und reiner ,himmel und ,nachmittag - ,hier redet kein ,fanatiker1 hier wird nicht gepredigt1 hier wird nicht ,glauben verlangt3 aus einer unendlichen ,lichtflle und ,glckstiefe fllt ,tropfen fr ,tropfen1 ,wort fr ,wort1 eine zrtliche ,langsamkeit ist das tempo dieser ,reden4 ,dergleichen gelangt nur zu den ,auserwhltesten2 es ist ein ,vorrecht ohne ,gleichen hier ,hrer zu sein2 es steht ,niemandem frei1 fr ,zarathustra ,ohren zu haben444 ,ist ,zarathustra mit ,alledem nicht ein ,verfhrer8444 ,aber was sagt er doch selbst1 als er zum ersten ,male wieder in seine ,einsamkeit zurckkehrt8 ,genau das ,gegentheil von dem1 was irgend ein ,weiser1 ,heiliger1 ,welt-,erlser und andrer dcadent in einem solchen ,falle sagen wrde444 ,er redet nicht nur anders1 er ist auch anders444 ,allein gehe ich nun1 meine ,jnger6 ,auch ihr geht nun davon und allein6 ,so will ich es4 ,geht fort von mir und wehrt euch gegen ,zarathustra6 ,und besser noch3 schmt euch seiner6 ,vielleicht betrog er euch4 ,der ,mensch der ,erkenntniss muss nicht nur seine ,feinde lieben1 er muss auch seine ,freunde hassen knnen4 ,man vergilt einem ,lehrer schlecht1 wenn man immer nur der ,schler bleibt4 ,und warum wollt ihr nicht an meinem ,kranze rupfen8 ,ihr verehrt mich3 aber wie1 wenn eure ,verehrung eines ,tages umfllt8 ,htet euch1 dass euch nicht eine ,bildsule erschlage6 ,ihr sagt1 ihr glaubt an ,zarathustra8 ,aber was liegt an ,zarathustra6 ,ihr seid meine ,glubigen1 aber was liegt an allen ,glubigen6 ,ihr hattet euch noch nicht gesucht3 da fandet ihr mich4 ,so thun alle ,glubigen2 darum ist es so wenig mit allem ,glauben4 ,nun heisse ich euch1 mich verlieren und euch finden2 und erst1 wenn ihr mich ,alle verleugnet habt1 will ich euch wiederkehren444 ,friedrich ,nietzsche4 ,inhalt ,warum ich so weise bin4 ,warum ich so klug bin4 ,warum ich so gute ,bcher schreibe4 ,geburt der ,tragdie4 ,die ,unzeitgemssen4 ,menschliches1 ,allzumenschliches4 ,morgenrthe4 ,la gaya scienza4 ,also sprach ,zarathustra4 ,jenseits von ,gut und ,bse4 ,genealogie der ,moral4 ,gtzen-,dmmerung4 ,der ,fall ,wagner4 ,warum ich ein ,schicksal bin4 ,kriegserklrung4 ,der ,hammer redet ,an diesem vollkommnen ,tage1 wo ,alles reift und nicht nur die ,traube braun wird1 fiel mir eben ein ,sonnenblick auf mein ,leben3 ich sah rckwrts1 ich sah hinaus1 ich sah nie so viel und so gute ,dinge auf einmal4 ,nicht umsonst begrub ich heute mein vierundvierzigstes ,jahr1 ich durfte es begraben1 - was in ihm ,leben war1 ist gerettet1 ist unsterblich4 ,die ,umwerthung aller ,werthe1 die ,dionysos-,dithyramben und1 zur ,erholung1 die ,gtzen-,dmmerung - ,alles ,geschenke dieses ,jahrs1 sogar seines letzten ,vierteljahrs6 ,wie sollte ich nicht meinem ganzen ,leben dankbar sein8 ,und so erzhle ich mir mein ,leben4 ,warum ich so weise bin4 #a4 ,das ,glck meines ,daseins1 seine ,einzigkeit vielleicht1 liegt in seinem ,verhngniss3 ich bin1 um es in ,rthselform auszudrcken1 als mein ,vater bereits gestorben1 als meine ,mutter lebe ich noch und werde alt4 ,diese doppelte ,herkunft1 gleichsam aus der obersten und der untersten ,sprosse an der ,leiter des ,lebens1 dcadent zugleich und ,anfang - dies1 wenn irgend ,etwas1 erklrt jene ,neutralitt1 jene ,freiheit von ,partei im ,verhltniss zum ,gesammtprobleme des ,lebens1 die mich vielleicht auszeichnet4 ,ich habe fr die ,zeichen von ,aufgang und ,niedergang eine feinere ,witterung als je ein ,mensch gehabt hat1 ich bin der ,lehrer par excellence hierfr1 - ich kenne ,beides1 ich bin ,beides4 - ,mein ,vater starb mit sechsunddreissig ,jahren3 er war zart1 liebenswrdig und morbid1 wie ein nur zum ,vorbergehn bestimmtes ,wesen1 - eher eine gtige ,erinnerung an das ,leben1 als das ,leben selbst4 ,im gleichen ,jahre1 wo sein ,leben abwrts gieng1 gieng auch das meine abwrts3 im sechsunddreissigsten ,lebensjahre kam ich auf den niedrigsten ,punkt meiner ,vitalitt1 - ich lebte noch1 doch ohne drei ,schritt weit vor mich zu sehn4 ,damals - es war #ahgi - legte ich meine ,basler ,professur nieder1 lebte den ,sommer ber wie ein ,schatten in ,st4 ,moritz und den nchsten ,winter1 den sonnenrmsten meines ,lebens1 als ,schatten in ,naumburg4 ,dies war mein ,minimum3 ,der ,wanderer und sein ,schatten entstand whrenddem4 ,unzweifelhaft1 ich verstand mich damals auf ,schatten444 ,im ,winter darauf1 meinem ersten ,genueser ,winter1 brachte jene ,versssung und ,vergeistigung1 die mit einer extremen ,armuth an ,blut und ,muskel beinahe bedingt ist1 die ,morgenrthe hervor4 ,die vollkommne ,helle und ,heiterkeit1 selbst ,exuberanz des ,geistes1 welche das genannte ,werk wiederspiegelt1 vertrgt sich bei mir nicht nur mit der tiefsten physiologischen ,schwche1 sondern sogar mit einem ,excess von ,schmerzgefhl4 ,mitten in ,martern1 die ein ununterbrochner dreitgiger ,gehirn-,schmerz sammt mhseligem ,schleimerbrechen mit sich bringt1 - besass ich eine ,dialektiker-,klarheit par excellence und dachte ,dinge sehr kaltbltig durch1 zu denen ich in gesnderen ,verhltnissen nicht ,kletterer1 nicht raffinirt1 nicht kalt genug bin4 ,meine ,leser wissen vielleicht1 in wie fern ich ,dialektik als ,dcadence-,symptom betrachte1 zum ,beispiel im allerberhmtesten ,fall3 im ,fall des ,sokrates4 - ,alle krankhaften ,strungen des ,intellekts1 selbst jene ,halbbetubung1 die das ,fieber im ,gefolge hat1 sind mir bis heute gnzlich fremde ,dinge geblieben1 ber deren ,natur und ,hufigkeit ich mich erst auf gelehrtem ,wege zu unterrichten hatte4 ,mein ,blut luft langsam4 ,niemand hat je an mir ,fieber constatiren knnen4 ,ein ,arzt1 der mich lnger als ,nervenkranken behandelte1 sagte schliesslich3 nein6 an ,ihren ,nerven liegt's nicht1 ich selber bin nur nervs4 ,schlechterdings unnachweisbar irgend eine lokale ,entartung2 kein organisch bedingtes ,magenleiden1 wie sehr auch immer1 als ,folge der ,gesammterschpfung1 die tiefste ,schwche des gastrischen ,systems4 ,auch das ,augenleiden1 dem ,blindwerden zeitweilig sich gefhrlich annhernd1 nur ,folge1 nicht urschlich3 so dass mit jeder ,zunahme an ,lebenskraft auch die ,sehkraft wieder zugenommen hat4 - ,eine lange1 allzulange ,reihe von ,jahren bedeutet bei mir ,genesung1 - sie bedeutet leider auch zugleich ,rckfall1 ,verfall1 ,periodik einer ,art dcadence4 ,brauche ich1 nach alledem1 zu sagen1 dass ich in ,fragen der dcadence erfahren bin8 ,ich habe sie vorwrts und rckwrts buchstabirt4 ,selbst jene ,filigran-,kunst des ,greifens und ,begreifens berhaupt1 jene ,finger fr nuances1 jene ,psychologie des ,um-die-,ecke-sehns und was sonst mir eignet1 ward damals erst erlernt1 ist das eigentliche ,geschenk jener ,zeit1 in der ,alles sich bei mir verfeinerte1 die ,beobachtung selbst wie alle ,organe der ,beobachtung4 ,von der ,kranken-,optik aus nach gesnderen ,begriffen und ,werthen1 und wiederum umgekehrt aus der ,flle und ,selbstgewissheit des reichen ,lebens hinuntersehn in die heimliche ,arbeit des ,dcadence-,instinkts - das war meine lngste bung1 meine eigentliche ,erfahrung1 wenn irgend worin wurde ich darin ,meister4 ,ich habe es jetzt in der ,hand1 ich habe die ,hand dafr1 ,perspektiven umzustellen3 erster ,grund1 weshalb fr mich allein vielleicht eine ,umwerthung der ,werthe berhaupt mglich ist4 #b4 ,abgerechnet nmlich1 dass ich ein dcadent bin1 bin ich auch dessen ,gegensatz4 ,mein ,beweis dafr ist1 unter ,anderem1 dass ich instinktiv gegen die schlimmen ,zustnde immer die rechten ,mittel whlte3 whrend der dcadent an sich immer die ihm nachtheiligen ,mittel whlt4 ,als summa summarum war ich gesund1 als ,winkel1 als ,specialitt war ich dcadent4 ,jene ,energie zur absoluten ,vereinsamung und ,herauslsung aus gewohnten ,verhltnissen1 der ,zwang gegen mich1 mich nicht mehr besorgen1 bedienen1 berzteln zu lassen - das verrth die unbedingte ,instinkt-,gewissheit darber1 was damals vor ,allem noth that4 ,ich nahm mich selbst in die ,hand1 ich machte mich selbst wieder gesund3 die ,bedingung dazu - jeder ,physiologe wird das zugeben - ist1 dass man im ,grunde gesund ist4 ,ein typisch morbides ,wesen kann nicht gesund werden1 noch weniger sich selbst gesund machen2 fr einen typisch ,gesunden kann umgekehrt ,kranksein sogar ein energisches ,stimulans zum ,leben1 zum ,mehr-leben sein4 ,so in der ,that erscheint mir jetzt jene lange ,krankheits-,zeit3 ich entdeckte das ,leben gleichsam neu1 mich selber eingerechnet1 ich schmeckte alle guten und selbst kleinen ,dinge1 wie sie ,andre nicht leicht schmecken knnten1 - ich machte aus meinem ,willen zur2 ,gesundheit1 zum ,leben1 meine ,philosophie444 ,denn man gebe ,acht darauf3 die ,jahre meiner niedrigsten ,vitalitt waren es1 wo ich aufhrte1 ,pessimist zu sein3 der ,instinkt der ,selbst-,wiederherstellung verbot mir eine ,philosophie der ,armuth und ,entmuthigung444 ,und woran erkennt man im ,grunde die ,wohlgerathenheit6 ,dass ein wohlgerathner ,mensch unsern ,sinnen wohlthut3 dass er aus einem ,holze geschnitzt ist1 das hart1 zart und wohlriechend zugleich ist4 ,ihm schmeckt nur1 was ihm zutrglich ist2 sein ,gefallen1 seine ,lust hrt auf1 wo das ,maass des ,zutrglichen berschritten wird4 ,er errth ,heilmittel gegen ,schdigungen1 er ntzt schlimme ,zuflle zu seinem ,vortheil aus2 was ihn nicht umbringt1 macht ihn strker4 ,er sammelt instinktiv aus ,allem1 was er sieht1 hrt1 erlebt1 seine ,summe3 er ist ein auswhlendes ,princip1 er lsst ,viel durchfallen4 ,er ist immer in seiner ,gesellschaft1 ob er mit ,bchern1 ,menschen oder ,landschaften verkehrt3 er ehrt1 indem er whlt1 indem er zulsst1 indem er vertraut4 ,er reagirt auf alle ,art ,reize langsam1 mit jener ,langsamkeit1 die eine lange ,vorsicht und ein gewollter ,stolz ihm angezchtet haben1 - er prft den ,reiz1 der herankommt1 er ist fern davon1 ihm entgegenzugehn4 ,er glaubt weder an ,unglck1 noch an ,schuld3 er wird fertig1 mit sich1 mit ,anderen1 er weiss zu vergessen1 - er ist stark genug1 dass ihm ,alles zum ,besten gereichen muss4 - ,wohlan1 ich bin das ,gegenstck eines dcadent3 denn ich beschrieb eben mich4 #c4 ,ich betrachte es als ein grosses ,vorrecht1 einen solchen ,vater gehabt zu haben3 die ,bauern1 vor denen er predigte - denn er war1 nachdem er einige ,jahre am ,altenburger ,hofe gelebt hatte1 die letzten ,jahre ,prediger - sagten1 so msse wohl ein ,engel aussehn4 - ,und hiermit berhre ich die ,frage der ,rasse4 ich bin ein polnischer ,edelmann pur sang1 dem auch nicht ein ,tropfen schlechtes ,blut beigemischt ist1 am wenigsten deutsches4 ,wenn ich den tiefsten ,gegensatz zu mir suche1 die unausrechenbare ,gemeinheit der ,instinkte1 so finde ich immer meine ,mutter und ,schwester1 - mit solcher canaille mich verwandt zu glauben wre eine ,lsterung auf meine ,gttlichkeit4 ,die ,behandlung1 die ich von ,seiten meiner ,mutter und ,schwester erfahre1 bis auf diesen ,augenblick1 flsst mir ein unsgliches ,grauen ein3 hier arbeitet eine vollkommene ,hllenmaschine1 mit unfehlbarer ,sicherheit ber den ,augenblick1 wo man mich blutig verwunden kann - in meinen hchsten ,augenblicken1444 denn da fehlt jede ,kraft1 sich gegen giftiges ,gewrm zu wehren444 ,die physiologische ,contiguitt ermglicht eine solche disharmonia praestabilita444 ,aber ich bekenne1 dass der tiefste ,einwand gegen die ewige ,wiederkunft1 mein eigentlich abgrndlicher ,gedanke1 immer ,mutter und ,schwester sind4 - ,aber auch als ,pole bin ich ein ungeheurer ,atavismus4 ,man wrde ,jahrhunderte zurckzugehn haben1 um diese vornehmste ,rasse1 die es auf ,erden gab1 in dem ,masse instinktrein zu finden1 wie ich sie darstelle4 ,ich habe gegen ,alles1 was heute noblesse heisst1 ein souveraines ,gefhl von ,distinktion1 - ich wrde dem jungen deutschen ,kaiser nicht die ,ehre zugestehn1 mein ,kutscher zu sein4 ,es giebt einen einzigen ,fall1 wo ich meines ,gleichen anerkenne ich bekenne es mit tiefer ,dankbarkeit4 ,frau ,cosima ,wagner ist bei ,weitem die vornehmste ,natur2 und1 damit ich kein ,wort zu wenig sage1 sage ich1 dass ,richard ,wagner der mir bei ,weitem verwandteste ,mann war444 ,der ,rest ist ,schweigen444 ,alle herrschenden ,begriffe ber ,verwandtschafts-,grade sind ein physiologischer ,widersinn1 der nicht berboten werden kann4 ,der ,papst treibt heute noch ,handel mit diesem ,widersinn4 ,man ist am wenigsten mit seinen ,eltern verwandt3 es wre das usserste ,zeichen von ,gemeinheit1 seinen ,eltern verwandt zu sein4 ,die hheren ,naturen haben ihren ,ursprung unendlich weiter zurck1 auf sie hin hat am lngsten gesammelt1 gespart1 gehuft werden mssen4 ,die grossen ,individuen sind die ltesten3 ich verstehe es nicht1 aber ,julius ,csar knnte mein ,vater sein - oder ,alexander1 dieser leibhafte ,dionysos444 ,in diesem ,augenblick1 wo ich dies schreibe1 bringt die ,post mir einen ,dionysos-,kopf444 #d4 ,ich habe nie die ,kunst verstanden1 gegen mich einzunehmen auch das verdanke ich meinem unvergleichlichen ,vater - und selbst noch1 wenn es mir von grossem ,werthe schien4 ,ich bin sogar1 wie sehr immer das unchristlich scheinen mag1 nicht einmal gegen mich eingenommen4 ,man mag mein ,leben hin- und herwenden1 man wird darin1 jenen ,einen ,fall abgerechnet1 keine ,spuren davon entdecken1 dass jemand bsen ,willen gegen mich gehabt htte1 - vielleicht aber etwas zu viel ,spuren von gutem ,willen444 ,meine ,erfahrungen selbst mit ,solchen1 an denen ,jedermann schlechte ,erfahrungen macht1 sprechen ohne ,ausnahme zu deren ,gunsten2 ich zhme jeden ,br1 ich mache die ,hanswrste noch sittsam4 ,in den sieben ,jahren1 wo ich an der obersten ,klasse des ,basler ,pdagogiums ,griechisch lehrte1 habe ich keinen ,anlass gehabt1 eine ,strafe zu verhngen2 die ,faulsten waren bei mir fleissig4 ,dem ,zufall bin ich immer gewachsen2 ich muss unvorbereitet sein1 um meiner ,herr zu sein4 ,das ,instrument1 es sei1 welches es wolle1 es sei so verstimmt1 wie nur das ,instrument ,mensch verstimmt werden kann - ich msste krank sein1 wenn es mir nicht gelingen sollte1 ihm etwas ,anhrbares abzugewinnen4 ,und wie oft habe ich das von den ,instrumenten selber gehrt1 dass sie sich noch nie so gehrt htten444 ,am schnsten vielleicht von jenem unverzeihlich jung gestorbenen ,heinrich von ,stein1 der einmal1 nach sorgsam eingeholter ,erlaubniss1 auf drei ,tage in ,sils-,maria erschien1 ,jedermann erklrend1 dass er nicht wegen des ,engadins komme4 ,dieser ausgezeichnete ,mensch1 der mit der ganzen ungestmen ,einfalt eines preussischen ,junkers in den ,wagner'schen ,sumpf hineingewatet war 7- und ausserdem noch in den ,dhring'schen67 war diese drei ,tage wie umgewandelt durch einen ,sturmwind der ,freiheit1 gleich ,einem1 der pltzlich in seine ,hhe gehoben wird und ,flgel bekommt4 ,ich sagte ihm immer1 das mache die gute ,luft hier oben1 so gehe es jedem1 man sei nicht umsonst #fjjj ,fuss ber ,bayreuth1 - aber er wollte mir's nicht glauben444 ,wenn trotzdem an mir manche kleine und grosse ,missethat verbt worden ist1 so war nicht der ,wille1 am wenigsten der bse ,wille ,grund davon3 eher schon htte ich mich - ich deutete es eben an - ber den guten ,willen zu beklagen1 der keinen kleinen ,unfug in meinem ,leben angerichtet hat4 ,meine ,erfahrungen geben mir ein ,anrecht auf ,misstrauen berhaupt hinsichtlich der sogenannten selbstlosen ,triebe1 der gesammten zu ,rath und ,that bereiten ,nchstenliebe4 ,sie gilt mir an sich als ,schwche1 als ,einzelfall der ,widerstands-,unfhigkeit gegen ,reize1 - das ,mitleiden heisst nur bei dcadents eine ,tugend4 ,ich werfe den ,mitleidigen vor1 dass ihnen die ,scham1 die ,ehrfurcht1 das ,zartgefhl vor ,distanzen leicht abhanden kommt1 dass ,mitleiden im ,handumdrehn nach ,pbel riecht und schlechten ,manieren zum ,verwechseln hnlich sieht1 - dass mitleidige ,hnde unter ,umstnden geradezu zerstrerisch in ein grosses ,schicksal in eine ,vereinsamung unter ,wunden1 in ein ,vorrecht auf schwere ,schuld hineingreifen knnen4 ,die berwindung des ,mitleids rechne ich unter die vornehmen ,tugenden3 ich habe als ,versuchung ,zarathustra's einen ,fall gedichtet1 wo ein grosser ,nothschrei an ihn kommt1 wo das ,mitleiden wie eine letzte ,snde ihn berfallen1 ihn von sich abspenstig machen will4 ,hier ,herr bleiben1 hier die ,hhe seiner ,aufgabe rein halten von den viel niedrigeren und kurzsichtigeren ,antrieben1 welche in den sogenannten selbstlosen ,handlungen thtig sind1 das ist die ,probe1 die letzte ,probe vielleicht1 die ein ,zarathustra abzulegen hat - sein eigentlicher ,beweis von ,kraft444 #e4 ,auch noch in einem anderen ,punkte bin ich bloss mein ,vater noch einmal und gleichsam sein ,fortleben nach einem allzufrhen ,tode4 ,gleich jedem1 der nie unter seines ,gleichen lebte und dem der ,begriff ,vergeltung so unzugnglich ist wie etwa der ,begriff gleiche ,rechte1 verbiete ich mir in ,fllen1 wo eine kleine oder sehr grosse ,thorheit an mir begangen wird1 jede ,gegenmaassregel1 jede ,schutzmaassregel1 - wie billig1 auch jede ,vertheidigung1 jede ,rechtfertigung4 ,meine ,art ,vergeltung besteht darin1 der ,dummheit so schnell wie mglich eine ,klugheit nachzuschicken3 so holt man sie vielleicht noch ein4 ,im ,gleichniss geredet3 ich schicke einen ,topf mit ,confitren1 um eine sauere ,geschichte loszuwerden444 ,man hat nur ,etwas an mir schlimm zu machen1 ich vergelte es1 dessen sei man sicher3 ich finde ber ,kurzem eine ,gelegenheit1 dem ,missethter meinen ,dank auszudrcken 7mitunter sogar fr die ,missethat7 - oder ihn um ,etwas zu bitten1 was verbindlicher sein kann als ,etwas geben444 ,auch scheint es mir1 dass das grbste ,wort1 der grbste ,brief noch gutartiger1 noch honnetter sind als ,schweigen4 ,solchen1 die schweigen1 fehlt es fast immer an ,feinheit und ,hflichkeit des ,herzens2 ,schweigen ist ein ,einwand1 ,hinunterschlucken macht nothwendig einen schlechten ,charakter1 - es verdirbt selbst den ,magen4 ,alle ,schweiger sind dyspeptisch4 - ,man sieht1 ich mchte die ,grobheit nicht unterschtzt wissen1 sie ist bei weitem die humanste ,form des ,widerspruchs und1 inmitten der modernen ,verzrtelung1 eine unsrer ersten ,tugenden4 - ,wenn man reich genug dazu ist1 ist es selbst ein ,glck1 ,unrecht zu haben4 ,ein ,gott1 der auf die ,erde kme1 drfte gar nichts ,andres thun als ,unrecht1 - nicht die ,strafe1 sondern die ,schuld auf sich zu nehmen wre erst gttlich4 #f4 ,die ,freiheit vom ,ressentiment1 die ,aufklrung ber das ,ressentiment - wer weiss1 wie sehr ich zuletzt auch darin meiner langen ,krankheit zu ,dank verpflichtet bin6 ,das ,problem ist nicht gerade einfach3 man muss es aus der ,kraft heraus und aus der ,schwche heraus erlebt haben4 ,wenn irgend ,etwas berhaupt gegen ,kranksein1 gegen ,schwachsein geltend gemacht werden muss1 so ist es1 dass in ihm der eigentliche ,heilinstinkt1 das ist der ,wehr- und ,waffen-,instinkt im ,menschen mrbe wird4 ,man weiss von ,nichts loszukommen1 man weiss mit ,nichts fertig zu werden1 man weiss ,nichts zurckzustossen1 - ,alles verletzt4 ,mensch und ,ding kommen zudringlich nahe1 die ,erlebnisse treffen zu tief1 die ,erinnerung ist eine eiternde ,wunde4 ,kranksein ist eine ,art ,ressentiment selbst4 - ,hiergegen hat der ,kranke nur ,ein grosses ,heilmittel - ich nenne es den russischen ,fatalismus1 jenen ,fatalismus ohne ,revolte1 mit dem sich ein russischer ,soldat1 dem der ,feldzug zu hart wird1 zuletzt in den ,schnee legt4 ,nichts berhaupt mehr annehmen1 an sich nehmen1 in sich hineinnehmen1 - berhaupt nicht mehr reagiren444 ,die grosse ,vernunft dieses ,fatalismus1 der nicht immer nur der ,muth zum ,tode ist1 als lebenerhaltend unter den lebensgefhrlichsten ,umstnden1 ist die ,herabsetzung des ,stoffwechsels1 dessen ,verlangsamung1 eine ,art ,wille zum ,winterschlaf4 ,ein paar ,schritte weiter in dieser ,logik1 und man hat den ,fakir1 der wochenlang in einem ,grabe schlft444 ,weil man zu schnell sich verbrauchen wrde1 wenn man berhaupt reagirte1 reagirt man gar nicht mehr3 dies ist die ,logik4 ,und mit ,nichts brennt man rascher ab1 als mit den ,ressentiments-,affekten4 ,der rger1 die krankhafte ,verletzlichkeit1 die ,ohnmacht zur ,rache1 die ,lust1 der ,durst nach der ,rache1 das ,giftmischen in jedem ,sinne - das ist fr ,erschpfte sicherlich die nachtheiligste ,art zu reagiren3 ein rapider ,verbrauch von ,nervenkraft1 eine krankhafte ,steigerung schdlicher ,ausleerungen1 zum ,beispiel der ,galle in den ,magen1 ist damit bedingt4 ,das ,ressentiment ist das ,verbotene an sich fr den ,kranken - sein ,bses3 leider auch sein natrlichster ,hang4 - ,das begriff jener tiefe ,physiolog ,buddha4 ,seine ,religion1 die man besser als eine ,hygiene bezeichnen drfte1 um sie nicht mit so erbarmungswrdigen ,dingen wie das ,christenthum ist1 zu vermischen1 machte ihre ,wirkung abhngig von dem ,sieg ber das ,ressentiment3 die ,seele davon frei machen - erster ,schritt zur ,genesung4 ,nicht durch ,feindschaft kommt ,feindschaft zu ,ende1 durch ,freundschaft kommt ,feindschaft zu ,ende3 das steht am ,anfang der ,lehre ,buddha's - so redet nicht die ,moral1 so redet die ,physiologie4 - ,das ,ressentiment1 aus der ,schwche geboren1 ,niemandem schdlicher als dem ,schwachen selbst1 - im andern ,falle1 wo eine reiche ,natur die ,voraussetzung ist1 ein berflssiges ,gefhl1 ein ,gefhl1 ber das ,herr zu bleiben beinahe der ,beweis des ,reichthums ist4 ,wer den ,ernst kennt1 mit dem meine ,philosophie den ,kampf mit den ,rach- und ,nachgefhlen bis in die ,lehre vom freien ,willen hinein aufgenommen hat - der ,kampf mit dem ,christenthum ist nur ein ,einzelfall daraus - wird verstehn1 weshalb ich mein persnliches ,verhalten1 meine instinktsicherheit in der ,praxis hier gerade an's ,licht stelle4 ,in den ,zeiten der dcadence verbot ich sie mir als schdlich2 sobald das ,leben wieder reich und stolz genug dazu war1 verbot ich sie mir als unter mir4 ,jener russische ,fatalismus1 von dem ich sprach1 trat darin bei mir hervor1 dass ich beinahe unertrgliche ,lagen1 ,orte1 ,wohnungen1 ,gesellschaften1 nachdem sie einmal1 durch ,zufall1 gegeben waren1 ,jahre lang zh festhielt1 - es war besser1 als sie ndern1 als sie vernderbar zu fhlen1 - als sich gegen sie aufzulehnen444 ,mich in diesem ,fatalismus stren1 mich gewaltsam aufwecken nahm ich damals tdtlich bel3 - in ,wahrheit war es auch jedes ,mal tdtlich gefhrlich4 - ,sich selbst wie ein ,fatum nehmen1 nicht sich anders wollen - das ist in solchen ,zustnden die grosse ,vernunft selbst4 #g4 ,ein ander ,ding ist der ,krieg4 ,ich bin meiner ,art nach kriegerisch4 ,angreifen gehrt zu meinen ,instinkten4 ,feind sein knnen1 ,feind sein - das setzt vielleicht eine starke ,natur voraus1 jedenfalls ist es bedingt in jeder starken ,natur4 ,sie braucht ,widerstnde1 folglich sucht sie ,widerstand3 das aggressive ,pathos gehrt ebenso nothwendig zur ,strke als das ,rach- und ,nachgefhl zur ,schwche4 ,das ,weib zum ,beispiel ist rachschtig3 das ist in seiner ,schwche bedingt1 so gut wie seine ,reizbarkeit fr fremde ,noth4 - ,die ,strke des ,angreifenden hat in der ,gegnerschaft1 die er nthig hat1 eine ,art ,maass2 jedes ,wachsthum verrth sich im ,aufsuchen eines gewaltigeren ,gegners - oder ,problems3 denn ein ,philosoph1 der kriegerisch ist1 fordert auch ,probleme zum ,zweikampf heraus4 ,die ,aufgabe ist nicht1 berhaupt ber ,widerstnde ,herr zu werden1 sondern ber solche1 an denen man seine ganze ,kraft1 ,geschmeidigkeit und ,waffen-,meisterschaft einzusetzen hat1 - ber gleiche ,gegner444 ,gleichheit vor dem ,feinde - erste ,voraussetzung zu einem rechtschaffnen ,duell4 ,wo man verachtet1 kann man nicht ,krieg fhren2 wo man befiehlt1 wo man ,etwas unter sich sieht1 hat man nicht ,krieg zu fhren4 ,meine ,kriegs-,praxis ist in vier ,stze zu fassen4 ,erstens3 ich greife nur ,sachen an1 die siegreich sind1 - ich warte unter ,umstnden1 bis sie siegreich sind4 ,zweitens3 ich greife nur ,sachen an1 wo ich keine ,bundesgenossen finden wrde1 wo ich allein stehe1 - wo ich mich allein compromittire444 ,ich habe nie einen ,schritt ffentlich gethan1 der nicht compromittirte3 das ist mein ,kriterium des rechten ,handelns4 ,drittens3 ich greife nie ,personen an1 - ich bediene mich der ,person nur wie eines starken ,vergrsserungsglases1 mit dem man einen allgemeinen1 aber schleichenden1 aber wenig greifbaren ,nothstand sichtbar machen kann4 ,so griff ich ,david ,strauss an1 genauer den ,erfolg eines altersschwachen ,buchs bei der deutschen ,bildung1 - ich ertappte diese ,bildung dabei auf der ,that444 ,so griff ich ,wagnern an1 genauer die ,falschheit1 die ,instinkt-,halbschlchtigkeit unsrer ,cultur1 welche die ,raffinirten mit den ,reichen1 die ,spten mit den ,grossen verwechselt4 ,viertens3 ich greife nur ,dinge an1 wo jedwede ,personen-,differenz ausgeschlossen ist1 wo jeder ,hintergrund schlimmer ,erfahrungen fehlt4 ,im ,gegentheil1 angreifen ist bei mir ein ,beweis des ,wohlwollens1 unter ,umstnden der ,dankbarkeit4 ,ich ehre1 ich zeichne aus damit1 dass ich meinen ,namen mit dem einer ,sache1 einer ,person verbinde3 fr oder wider - das gilt mir darin gleich4 ,wenn ich dem ,christenthum den ,krieg mache1 so steht dies mir zu1 weil ich von dieser ,seite aus keine ,fatalitten und ,hemmungen erlebt habe1 - die ernstesten ,christen sind mir immer gewogen gewesen4 ,ich selber1 ein ,gegner des ,christenthums de rigueur1 bin ferne davon1 es dem ,einzelnen nachzutragen1 was das ,verhngniss von ,jahrtausenden ist4 #h4 ,darf ich noch4 einen letzten ,zug meiner ,natur anzudeuten wagen1 der mir im ,umgang mit ,menschen keine kleine ,schwierigkeit macht8 ,mir eignet eine vollkommen unheimliche ,reizbarkeit des ,reinlichkeits-,instinkts1 so dass ich die ,nhe oder - was sage ich8 - das ,innerlichste1 die ,eingeweide jeder ,seele physiologisch wahrnehme - rieche444 ,ich habe an dieser ,reizbarkeit psychologische ,fhlhrner1 mit denen ich jedes ,geheimniss betaste und in die ,hand bekomme3 der viele verborgene ,schmutz auf dem ,grunde mancher ,natur1 vielleicht in schlechtem ,blut bedingt1 aber durch ,erziehung bertncht1 wird mir fast bei der ersten ,berhrung schon bewusst4 ,wenn ich recht beobachtet habe1 empfinden solche meiner ,reinlichkeit unzutrgliche ,naturen die ,vorsicht meines ,ekels auch ihrerseits3 sie werden damit nicht wohlriechender444 ,so wie ich mich immer gewhnt habe - eine extreme ,lauterkeit gegen mich ist meine ,daseins-,voraussetzung1 ich komme um unter unreinen ,bedingungen1 schwimme und bade und pltschere ich gleichsam bestndig im ,wasser1 in irgend einem vollkommen durchsichtigen und glnzenden ,elemente4 ,das macht mir aus dem ,verkehr mit ,menschen keine kleine ,gedulds-,probe2 meine ,humanitt besteht nicht darin1 mitzufhlen1 wie der ,mensch ist1 sondern es auszuhalten1 dass ich ihn mitfhle444 ,meine ,humanitt ist eine bestndige ,selbstberwindung4 - ,aber ich habe ,einsamkeit nthig1 will sagen1 ,genesung1 ,rckkehr zu mir1 den ,athem einer freien leichten spielenden ,luft444 ,mein ganzer ,zarathustra ist ein ,dithyrambus auf die ,einsamkeit1 oder1 wenn man mich verstanden hat1 auf die ,reinheit444 ,zum ,glck nicht auf die reine ,thorheit4 - ,wer ,augen fr ,farben hat1 wird ihn diamanten nennen4 - ,der ,ekel am ,menschen1 am ,gesindel war immer meine grsste ,gefahr444 ,will man die ,worte hren1 in denen ,zarathustra von der ,erlsung vom ,ekel redet8 ,was geschah mir doch8 ,wie erlste ich mich vom ,ekel8 ,wer verjngte mein ,auge8 ,wie erflog ich die ,hhe1 wo kein ,gesindel mehr am ,brunnen sitzt8 ,schuf mein ,ekel selber mir ,flgel und quellenahnende ,krfte8 ,wahrlich1 in's ,hchste musste ich fliegen1 dass ich den ,born der ,lust wiederfnde6- ,oh ich fand ihn1 meine ,brder6 ,hier im ,hchsten quillt mir der ,born der ,lust6 ,und es giebt ein ,leben1 an dem kein ,gesindel mittrinkt6 ,fast zu heftig strmst du mir1 ,quell der ,lust6 ,und oft leerst du den ,becher wieder1 dadurch1 dass du ihn fllen willst4 ,und noch muss ich lernen1 bescheidener dir zu nahen3 allzuheftig strmt dir noch mein ,herz entgegen3 - mein ,herz1 auf dem mein ,sommer brennt1 der kurze1 heisse1 schwermthige1 berselige3 wie verlangt mein ,sommer-,herz nach deiner ,khle6 ,vorbei die zgernde ,trbsal meines ,frhlings6 ,vorber die ,schneeflocken meiner ,bosheit im ,juni6 ,sommer wurde ich ganz und ,sommer-,mittag1 - ein ,sommer im ,hchsten mit kalten ,quellen und seliger ,stille3 oh kommt1 meine ,freunde1 dass die ,stille noch seliger werde6 ,denn dies ist unsre ,hhe und unsre ,heimat3 zu hoch und steil wohnen wir hier allen ,unreinen und ihrem ,durste4 ,werft nur eure reinen ,augen in den ,born meiner ,lust1 ihr ,freunde6 ,wie sollte er darob trbe werden8 ,entgegenlachen soll er euch mit seiner ,reinheit4 ,auf dem ,baume ,zukunft bauen wir unser ,nest2 ,adler sollen uns ,einsamen ,speise bringen in ihren ,schnbeln6 ,wahrlich1 keine ,speise1 an der ,unsaubere mitessen drften6 ,feuer wrden sie zu fressen whnen und sich die ,muler verbrennen4 ,wahrlich1 keine ,heimsttten halten wir hier bereit fr ,unsaubere6 ,eishhle wrde ihren ,leibern unser ,glck heissen und ihren ,geistern6 ,und wie starke ,winde wollen wir ber ihnen leben1 ,nachbarn den ,adlern1 ,nachbarn dem ,schnee1 ,nachbarn der ,sonne3 also leben starke ,winde4 ,und einem ,winde gleich will ich einst noch zwischen sie blasen und mit meinem ,geiste ihrem ,geiste den ,athem nehmen3 so will es meine ,zukunft4 ,wahrlich1 ein starker ,wind ist ,zarathustra allen ,niederungen3 und solchen ,rath rth er seinen ,feinden und ,allem1 was spuckt und speit3 htet euch1 gegen den ,wind zu speien6444 ,warum ich so klug bin4 #a4 - ,warum ich ,einiges mehr weiss8 ,warum ich berhaupt so klug bin8 ,ich habe nie ber ,fragen nachgedacht1 die keine sind1 - ich habe mich nicht verschwendet4 - ,eigentliche religise ,schwierigkeiten zum ,beispiel kenne ich nicht aus ,erfahrung4 ,es ist mir gnzlich entgangen1 in wiefern ich sndhaft sein sollte4 ,insgleichen fehlt mir ein zuverlssiges ,kriterium dafr1 was ein ,gewissensbiss ist3 nach dem1 was man darber hrt1 scheint mir ein ,gewissensbiss nichts ,achtbares444 ,ich mchte nicht eine ,handlung hinterdrein in ,stich lassen1 ich wrde vorziehn1 den schlimmen ,ausgang1 die ,folgen grundstzlich aus der ,werthfrage wegzulassen4 ,man verliert beim schlimmen ,ausgang gar zu leicht den richtigen ,blick fr ,das1 was man that3 ein ,gewissensbiss scheint mir eine ,art bser ,blick4 ,etwas1 das fehlschlgt1 um so mehr bei sich in ,ehren halten1 weil es fehlschlug - das gehrt eher schon zu meiner ,moral4 - ,gott1 ,unsterblichkeit der ,seele1 ,erlsung1 ,jenseits lauter ,begriffe1 denen ich keine ,aufmerksamkeit1 auch keine ,zeit geschenkt habe1 selbst als ,kind nicht1 - ich war vielleicht nie kindlich genug dazu8 - ,ich kenne den ,atheismus durchaus nicht als ,ergebniss1 noch weniger als ,ereigniss3 er versteht sich bei mir aus ,instinkt4 ,ich bin zu neugierig1 zu fragwrdig1 zu bermthig1 um mir eine faustgrobe ,antwort gefallen zu lassen4 ,gott ist eine faustgrobe ,antwort1 eine ,undelicatesse gegen uns ,denker -1 im ,grunde sogar bloss ein faustgrobes ,verbot an uns3 ihr sollt nicht denken6444 ,ganz anders interessirt mich eine ,frage1 an der mehr das ,heil der ,menschheit hngt1 als an irgend einer ,theologen-,curiositt3 die ,frage der ,ernhrung4 ,man kann sie sich1 zum ,handgebrauch1 so formuliren3 wie hast gerade du dich zu ernhren1 um zu deinem ,maximum von ,kraft1 von ,virt im ,renaissance-,stile1 von moralinfreier ,tugend zu kommen8 - ,meine ,erfahrungen sind hier so schlimm als mglich2 ich bin erstaunt1 diese ,frage so spt gehrt1 aus diesen ,erfahrungen so spt ,vernunft gelernt zu haben4 ,nur die vollkommne ,nichtswrdigkeit unsrer deutschen ,bildung - ihr ,idealismus - erklrt mir einigermaassen1 weshalb ich gerade hier rckstndig bis zur ,heiligkeit war4 ,diese ,bildung1 welche von vornherein die ,realitten aus den ,augen verlieren lehrt1 um durchaus problematischen1 sogenannten idealen ,zielen nachzujagen1 zum ,beispiel der klassischen ,bildung3 - als ob es nicht von vornherein verurtheilt wre1 klassisch1 und deutsch in ,einen ,begriff zu einigen6 ,mehr noch1 es wirkt erheiternd1 - man denke sich einmal einen klassisch gebildeten ,leipziger6 - ,in der ,that1 ich habe bis zu meinen reifsten ,jahren immer nur schlecht gegessen1 - moralisch ausgedrckt unpersnlich1 selbstlos1 altruistisch1 zum ,heil der ,kche und andrer ,mitchristen4 ,ich verneinte zum ,beispiel durch ,leipziger ,kche1 gleichzeitig mit meinem ersten ,studium ,schopenhauer's 7#ahfe71 sehr ernsthaft meinen ,willen zum ,leben4 ,sich zum ,zweck unzureichender ,ernhrung auch noch den ,magen verderben - dies ,problem schien mir die genannte ,kche zum ,verwundern glcklich zu lsen4 7,man sagt1 #ahff habe darin eine ,wendung hervorgebracht -47 ,aber die deutsche ,kche berhaupt - was hat sie nicht ,alles auf dem ,gewissen6 ,die ,suppe vor der ,mahlzeit 7noch in ,venetianischen ,kochbchern des #af4 ,jahrhunderts alla tedesca genannt72 die ausgekochten ,fleische1 die fett und mehlig gemachten ,gemse2 die ,entartung der ,mehlspeise zum ,briefbeschwerer6 ,rechnet man gar noch die geradezu viehischen ,nachguss-,bedrfnisse der alten1 durchaus nicht bloss alten ,deutschen dazu1 so versteht man auch die ,herkunft des deutschen ,geistes - aus betrbten ,eingeweiden444 ,der deutsche ,geist ist eine ,indigestion1 er wird mit ,nichts fertig4 - ,aber auch die englische ,dit1 die1 im ,vergleich mit der deutschen1 selbst der franzsischen1 eine ,art ,rckkehr zur ,natur1 nmlich zum ,canibalismus ist1 geht meinem eignen ,instinkt tief zuwider2 es scheint mir1 dass sie dem ,geist schwere ,fsse giebt - ,englnderinnen-,fsse444 ,die beste ,kche ist die ,piemont's4 - ,alkoholika sind mir nachtheilig2 ein ,glas ,wein oder ,bier des ,tags reicht vollkommen aus1 mir aus dem ,leben ein ,jammerthal zu machen1 - in ,mnchen leben meine ,antipoden4 ,gesetzt1 dass ich dies ein wenig spt begriff1 erlebt habe ich's eigentlich von ,kindesbeinen an4 ,als ,knabe glaubte ich1 ,weintrinken sei wie ,tabakrauchen anfangs nur eine ,vanitas junger ,mnner1 spter eine schlechte ,gewhnung4 ,vielleicht1 dass an diesem herben ,urtheil auch der ,naumburger ,wein mit schuld ist4 ,zu glauben1 dass der ,wein erheitert1 dazu msste ich ,christ sein1 will sagen glauben1 was gerade fr mich eine ,absurditt ist4 ,seltsam genug1 bei dieser extremen ,verstimmbarkeit durch kleine1 stark verdnnte ,dosen ,alkohol1 werde ich beinahe zum ,seemann1 wenn es sich um starke ,dosen handelt4 ,schon als ,knabe hatte ich hierin meine ,tapferkeit4 ,eine lange lateinische ,abhandlung in ,einer ,nachtwache niederzuschreiben und auch noch abzuschreiben1 mit dem ,ehrgeiz in der ,feder1 es meinem ,vorbilde ,sallust in ,strenge und ,gedrngtheit nachzuthun und einigen ,grog von schwerstem ,kaliber ber mein ,latein zu giessen1 dies stand schon1 als ich ,schler der ehrwrdigen ,schulpforta war1 durchaus nicht im ,widerspruch zu meiner ,physiologie1 noch vielleicht auch zu der des ,sallust wie sehr auch immer zur ehrwrdigen ,schulpforta444 ,spter1 gegen die ,mitte des ,lebens hin1 entschied ich mich freilich immer strenger gegen jedwedes geistige ,getrnk3 ich1 ein ,gegner des ,vegetarierthums aus ,erfahrung1 ganz wie ,richard ,wagner1 der mich bekehrt hat1 weiss nicht ernsthaft genug die unbedingte ,enthaltung von ,alcoholicis allen geistigeren ,naturen anzurathen4 ,wasser thut's444 ,ich ziehe ,orte vor1 wo man berall ,gelegenheit hat1 aus fliessenden ,brunnen zu schpfen 7,nizza1 ,turin1 ,sils72 ein kleines ,glas luft mir nach wie ein ,hund4 ,in vino veritas3 es scheint1 dass ich auch hier wieder ber den ,begriff ,wahrheit mit aller ,welt uneins bin3 - bei mir schwebt der ,geist ber dem ,wasser444 ,ein paar ,fingerzeige noch aus meiner ,moral4 ,eine starke ,mahlzeit ist leichter zu verdauen als eine zu kleine4 ,dass der ,magen als ,ganzes in ,thtigkeit tritt1 erste ,voraussetzung einer guten ,verdauung4 ,man muss die ,grsse seines ,magens kennen4 ,aus gleichem ,grunde sind jene langwierigen ,mahlzeiten zu widerrathen1 die ich unterbrochne ,opferfeste nenne1 die an der table d'hte4 - ,keine ,zwischenmahlzeiten1 keinen ,caf3 ,caf verdstert4 ,thee nur morgens zutrglich4 ,wenig1 aber energisch2 ,thee sehr nachtheilig und den ganzen ,tag ankrnkelnd1 wenn er nur um einen ,grad zu schwach ist4 ,jeder hat hier sein ,maass1 oft zwischen den engsten und delikatesten ,grenzen4 ,in einem sehr agaanten ,klima ist ,thee als ,anfang unrthlich3 man soll eine ,stunde vorher eine ,tasse dicken entlten ,cacao's den ,anfang machen lassen4 - ,so wenig als mglich sitzen2 keinem ,gedanken ,glauben schenken1 der nicht im ,freien geboren ist und bei freier ,bewegung1 in dem nicht auch die ,muskeln ein ,fest feiern4 ,alle ,vorurtheile kommen aus den ,eingeweiden4 - ,das ,sitzfleisch - ich sagte es schon einmal - die eigentliche ,snde wider den heiligen ,geist4 #b4 ,mit der ,frage der ,ernhrung ist nchstverwandt die ,frage nach ,ort und ,klima4 ,es steht ,niemandem frei1 berall zu leben2 und wer grosse ,aufgaben zu lsen hat1 die seine ganze ,kraft herausfordern1 hat hier sogar eine sehr enge ,wahl4 ,der klimatische ,einfluss auf den ,stoffwechsel1 seine ,hemmung1 seine ,beschleunigung1 geht so weit1 dass ein ,fehlgriff in ,ort und ,klima jemanden nicht nur seiner ,aufgabe entfremden1 sondern ihm dieselbe berhaupt vorenthalten kann3 er bekommt sie nie zu ,gesicht4 ,der animalische vigor ist nie gross genug bei ihm geworden1 dass jene ins ,geistigste berstrmende ,freiheit erreicht wird1 wo jemand erkennt3 das kann ich allein444 ,eine zur schlechten ,gewohnheit gewordne noch so kleine ,eingeweide-,trgheit gengt vollstndig1 um aus einem ,genie etwas ,mittelmssiges1 etwas ,deutsches1 zu machen2 das deutsche ,klima allein ist ausreichend1 um starke und selbst heroisch angelegte ,eingeweide zu entmuthigen4 ,das tempo des ,stoffwechsels steht in einem genauen ,verhltniss zur ,beweglichkeit oder ,lahmheit der ,fsse des ,geistes2 der ,geist selbst ist ja nur eine ,art dieses ,stoffwechsels4 ,man stelle sich die ,orte zusammen1 wo es geistreiche ,menschen giebt und gab1 wo ,witz1 ,raffinement1 ,bosheit zum ,glck gehrten1 wo das ,genie fast nothwendig sich heimisch machte3 sie haben alle eine ausgezeichnet trockne ,luft4 ,paris1 die ,provence1 ,florenz1 ,jerusalem1 ,athen - diese ,namen beweisen ,etwas3 das ,genie ist bedingt durch trockne ,luft1 durch reinen ,himmel1 - das heisst durch rapiden ,stoffwechsel1 durch die ,mglichkeit1 grosse1 selbst ungeheure ,mengen ,kraft sich immer wieder zuzufhren4 ,ich habe einen ,fall vor ,augen1 wo ein bedeutend und frei angelegter ,geist bloss durch ,mangel an ,instinkt-,feinheit im ,klimatischen eng1 verkrochen1 ,specialist und ,sauertopf wurde4 ,und ich selber htte zuletzt dieser ,fall werden knnen1 gesetzt1 dass mich nicht die ,krankheit zur ,vernunft1 zum ,nachdenken ber die ,vernunft in der ,realitt gezwungen htte4 ,jetzt1 wo ich die ,wirkungen klimatischen und meteorologischen ,ursprungs aus langer bung an mir als an einem sehr feinen und zuverlssigen ,instrumente ablese und bei einer kurzen ,reise schon1 etwa von ,turin nach ,mailand1 den ,wechsel in den ,graden der ,luftfeuchtigkeit physiologisch bei mir nachrechne1 denke ich mit ,schrecken an die unheimliche ,tatsache1 dass mein ,leben bis auf die letzten #aj ,jahre1 die lebensgefhrlichen ,jahre1 immer sich nur in falschen und mir geradezu verbotenen ,orten abgespielt hat4 ,naumburg1 ,schulpforta1 ,thringen berhaupt1 ,leipzig1 ,basel - ebenso viele ,unglcks-,orte fr meine ,physiologie4 ,wenn ich berhaupt von meiner ganzen ,kindheit und ,jugend keine willkommne ,erinnerung habe1 so wre es eine ,thorheit1 hier sogenannte moralische ,ursachen geltend zu machen1 - etwa den unbestreitbaren ,mangel an zureichender ,gesellschaft3 denn dieser ,mangel besteht heute wie er immer bestand1 ohne dass er mich hinderte1 heiter und tapfer zu sein4 ,sondern die ,unwissenheit in physiologicis - der verfluchte ,idealismus - ist das eigentliche ,verhngniss in meinem ,leben1 das berflssige und ,dumme darin1 ,etwas1 aus dem nichts ,gutes gewachsen1 fr das es keine ,ausgleichung1 keine ,gegenrechnung giebt4 ,aus den ,folgen dieses ,idealismus erklre ich mir alle ,fehlgriffe1 alle grossen ,instinkt-,abirrungen und ,bescheidenheiten abseits der ,aufgabe meines ,lebens1 zum ,beispiel1 dass ich ,philologe wurde - warum zum ,mindesten nicht ,arzt oder sonst irgend etwas ,augen-,aufschliessendes8 ,in meiner ,basler ,zeit war meine ganze geistige ,dit1 die ,tages-,eintheilung eingerechnet1 ein vollkommen sinnloser ,missbrauch ausserordentlicher ,krfte1 ohne eine irgendwie den ,verbrauch deckende ,zufuhr von ,krften1 ohne ein ,nachdenken selbst ber ,verbrauch und ,ersatz4 ,es fehlte jede feinere ,selbstigkeit1 jede ,obhut eines gebieterischen ,instinkts1 es war ein ,sich-gleichsetzen mit ,irgendwem1 eine ,selbstlosigkeit1 ein ,vergessen seiner ,distanz1 - ,etwas1 das ich mir nie verzeihe4 ,als ich fast am ,ende war1 dadurch das sich fast am ,ende war1 wurde ich nachdenklich ber diese ,grund-,unvernunft meines ,lebens - den ,idealismus4 ,die ,krankheit brachte mich erst zur ,vernunft4 - #c4 ,die ,wahl in der ,ernhrung2 die ,wahl von ,klima und ,ort2 das ,dritte1 worin man um keinen ,preis einen ,fehlgriff thun darf1 ist die ,wahl seiner ,art ,erholung4 ,auch hier sind je nach dem ,grade1 in dem ein ,geist sui generis ist1 die ,grenzen des ihm ,erlaubten1 das heisst ,ntzlichen1 eng und enger4 ,in meinem ,fall gehrt alles ,lesen zu meinen ,erholungen3 folglich zu dem1 was mich von mir losmacht1 was mich in fremden ,wissenschaften und ,seelen spazieren gehn lsst1 - was ich nicht mehr ernst nehme4 ,lesen erholt mich eben von meinem ,ernste4 ,in tief arbeitsamen ,zeiten sieht man keine ,bcher bei mir3 ich wrde mich hten1 jemanden in meiner ,nhe reden oder gar denken zu lassen4 ,und das hiesse ja lesen444 ,hat man eigentlich beobachtet1 dass in jener tiefen ,spannung1 zu der die ,schwangerschaft den ,geist und im ,grunde den ganzen ,organismus verurtheilt1 der ,zufall1 jede ,art ,reiz von aussen her zu vehement wirkt1 zu tief einschlgt8 ,man muss dem ,zufall1 dem ,reiz von aussen her so viel als mglich aus dem ,wege gehn2 eine ,art ,selbst-,vermauerung gehrt zu den ersten ,instinkt-,klugheiten der geistigen ,schwangerschaft4 ,werde ich es erlauben1 dass ein fremder ,gedanke heimlich ber die ,mauer steigt8 - ,und das hiesse ja lesen444 ,auf die ,zeiten der ,arbeit und ,fruchtbarkeit folgt die ,zeit der ,erholung3 heran mit euch1 ihr angenehmen1 ihr geistreichen1 ihr gescheuten ,bcher6 - ,werden es deutsche ,bcher sein8444 ,ich muss ein ,halbjahr zurckrechnen1 dass ich mich mit einem ,buch in der ,hand ertappe4 ,was war es doch8 - ,eine ausgezeichnete ,studie von ,victor ,brochard1 les ,sceptiques ,grecs1 in der auch meine ,laertiana gut benutzt sind4 ,die ,skeptiker1 der einzige ehrenwerthe ,typus unter dem so zwei- bis fnfdeutigen ,volk der ,philosophen6444 ,sonst nehme ich meine ,zuflucht fast immer zu den selben ,bchern1 einer kleinen ,zahl im ,grunde1 den gerade fr mich bewiesenen ,bchern4 ,es liegt vielleicht nicht in meiner ,art1 ,viel und ,vielerlei zu lesen3 ein ,lesezimmer macht mich krank4 ,es liegt auch nicht in meiner ,art1 ,viel oder ,vielerlei zu lieben4 ,vorsicht1 selbst ,feindseligkeit gegen neue ,bcher gehrt eher schon zu meinem ,instinkte1 als ,toleranz1 largeur du coeur und andre ,nchstenliebe444 ,im ,grunde ist es eine kleine ,anzahl lterer ,franzosen zu denen ich immer wieder zurckkehre3 ich glaube nur an franzsische ,bildung und halte ,alles1 was sich sonst in ,europa ,bildung nennt1 fr ,missverstndniss1 nicht zu reden von der deutschen ,bildung444 ,die wenigen ,flle hoher ,bildung1 die ich in ,deutschland vorfand1 waren alle franzsischer ,herkunft1 vor ,allem ,frau ,cosima ,wagner1 bei weitem die erste ,stimme in ,fragen des ,geschmacks1 die ich gehrt habe444 ,dass ich ,pascal nicht lese1 sondern liebe1 als das lehrreichste ,opfer des ,christenthums1 langsam hingemordet1 erst leiblich1 dann psychologisch1 die ganze ,logik dieser schauderhaftesten ,form unmenschlicher ,grausamkeit2 dass ich ,etwas von ,montaigne's ,muthwillen im ,geiste1 wer weiss8 vielleicht auch im ,leibe habe2 dass mein ,artisten-,geschmack die ,namen ,molire1 ,corneille und ,racine nicht ohne ,ingrimm gegen ein wstes ,genie wie ,shakespeare in ,schutz nimmt3 das schliesst zuletzt nicht aus1 dass mir nicht auch die allerletzten ,franzosen eine charmante ,gesellschaft wren4 ,ich sehe durchaus nicht ab1 in welchem ,jahrhundert der ,geschichte man so neugierige und zugleich so delikate ,psychologen zusammenfischen knnte1 wie im jetzigen ,paris3 ich nenne versuchsweise - denn ihre ,zahl ist gar nicht klein - die ,herrn ,paul ,bourget1 ,pierre ,loti1 ,gyp1 ,meilhac1 ,anatole ,france1 ,jules ,lematre1 oder um ,einen von der starken ,rasse hervorzuheben1 einen echten ,lateiner1 dem ich besonders zugethan bin1 ,guy de ,maupassant4 ,ich ziehe diese ,generation1 unter uns gesagt1 sogar ihren grossen ,lehrern vor1 die allesammt durch deutsche ,philosophie verdorben sind3 ,herr ,taine zum ,beispiel durch ,hegel1 dem er das ,missverstndniss grosser ,menschen und ,zeiten verdankt4 ,so weit ,deutschland reicht1 verdirbt es die ,cultur4 ,der ,krieg erst hat den ,geist in ,frankreich erlst444 ,stendhal1 einer der schnsten ,zuflle meines ,lebens - denn ,alles1 was in ihm ,epoche macht1 hat der ,zufall1 niemals eine ,empfehlung mir zugetrieben - ist ganz unschtzbar mit seinem vorwegnehmenden ,psychologen-,auge1 mit seinem ,thatsachen-,griff1 der an die ,nhe des grssten ,thatschlichen erinnert 7ex ungue ,napoleonem -72 endlich nicht am ,wenigsten als ehrlicher ,atheist1 eine in ,frankreich sprliche und fast kaum auffindbare species1 - ,prosper ,mrime in ,ehren444 ,vielleicht bin ich selbst auf ,stendhal neidisch8 ,er hat mir den besten ,atheisten-,witz weggenommen1 den gerade ich htte machen knnen3 die einzige ,entschuldigung ,gottes ist1 dass er nicht existirt444 ,ich selbst habe irgendwo gesagt3 was war der grsste ,einwand gegen das ,dasein bisher8 ,gott444 #d4 ,den hchsten ,begriff vom ,lyriker hat mir ,heinrich ,heine gegeben4 ,ich suche umsonst in allen ,reichen der ,jahrtausende nach einer gleich sssen und leidenschaftlichen ,musik4 ,er besass jene gttliche ,bosheit1 ohne die ich mir das ,vollkommne nicht zu denken vermag1 - ich schtze den ,werth von ,menschen1 von ,rassen darnach ab1 wie nothwendig sie den ,gott nicht abgetrennt vom ,satyr zu verstehen wissen4 - ,und wie er das ,deutsche handhabt6 ,man wird einmal sagen1 dass ,heine und ich bei weitem die ersten ,artisten der deutschen ,sprache gewesen sind - in einer unausrechenbaren ,entfernung von ,allem1 was blosse ,deutsche mit ihr gemacht haben4 - ,mit ,byrons ,manfred muss ich tief verwandt sein3 ich fand alle diese ,abgrnde in mir1 - mit dreizehn ,jahren war ich fr dies ,werk reif4 ,ich habe kein ,wort1 bloss einen ,blick fr die1 welche in ,gegenwart des ,manfred das ,wort ,faust auszusprechen wagen4 ,die ,deutschen sind unfhig jedes ,begriffs von ,grsse3 ,beweis ,schumann4 ,ich habe eigens1 aus ,ingrimm gegen diesen ssslichen ,sachsen1 eine ,gegenouvertre zum ,manfred componirt1 von der ,hans von ,blow sagte1 dergleichen habe er nie auf ,notenpapier gesehn3 das sei ,nothzucht an der ,euterpe4 - ,wenn ich meine hchste ,formel fr ,shakespeare suche1 so finde ich immer nur die1 dass er den ,typus ,csar concipirt hat4 ,dergleichen errth man nicht1 - man ist es oder man ist es nicht4 ,der grosse ,dichter schpft nur aus seiner ,realitt - bis zu dem ,grade1 dass er hinterdrein sein ,werk nicht mehr aushlt444 ,wenn1 ich einen ,blick in meinen ,zarathustra geworfen habe1 gehe ich eine halbe ,stunde im ,zimmer auf und ab1 unfhig1 ber einen unertrglichen ,krampf von ,schluchzen ,herr zu werden4 - ,ich kenne keine herzzerreissendere ,lektre als ,shakespeare3 was muss ein ,mensch gelitten haben1 um dergestalt es nthig zu haben1 ,hanswurst zu sein6 - ,versteht man den ,hamlet8 ,nicht der ,zweifel1 die ,gewissheit ist das1 was wahnsinnig macht444 ,aber dazu muss man tief1 ,abgrund1 ,philosoph sein1 um so zu fhlen444 ,wir frchten uns ,alle vor der ,wahrheit444 ,und1 dass ich es bekenne3 ich bin dessen instinktiv sicher und gewiss1 dass ,lord ,bacon der ,urheber1 der ,selbstthierquler dieser unheimlichsten ,art ,litteratur ist3 was geht mich das erbarmungswrdige ,geschwtz amerikanischer ,wirr- und ,flachkpfe an8 ,aber die ,kraft zur mchtigsten ,realitt der ,vision ist nicht nur vertrglich mit der mchtigsten ,kraft zur ,that1 zum ,ungeheuren der ,that1 zum ,verbrechen sie setzt sie selbst voraus444 ,wir wissen lange nicht genug von ,lord ,bacon1 dem ersten ,realisten in jedem grossen ,sinn des ,wortes1 um zu wissen1 was er ,alles gethan1 was er gewollt1 was er mit sich erlebt hat444 ,und zum ,teufel1 meine ,herrn ,kritiker6 ,gesetzt1 ich htte meinen ,zarathustra auf einen fremden ,namen getauft1 zum ,beispiel auf den von ,richard ,wagner1 der ,scharfsinn von zwei ,jahrtausenden htte nicht ausgereicht1 zu errathen1 dass der ,verfasser von ,menschliches1 ,allzumenschliches der ,visionr des ,zarathustra ist444 #e4 ,hier1 wo ich von den ,erholungen meines ,lebens rede1 habe ich ein ,wort nthig1 um meine ,dankbarkeit fr das auszudrcken1 was mich in ihm bei weitem am ,tiefsten und ,herzlichsten erholt hat4 ,dies ist ohne allen ,zweifel der intimere ,verkehr mit ,richard ,wagner gewesen4 ,ich lasse den ,rest meiner menschlichen ,beziehungen billig2 ich mchte um keinen ,preis die ,tage von ,tribschen aus meinem ,leben weggeben1 ,tage des ,vertrauens1 der ,heiterkeit1 der sublimen ,zuflle - der tiefen ,augenblicke444 ,ich weiss nicht1 was ,andre mit ,wagner erlebt haben3 ber unsern ,himmel ist nie eine ,wolke hinweggegangen4 - ,und hiermit komme ich nochmals auf ,frankreich zurck1 - ich habe keine ,grnde1 ich habe bloss einen verachtenden ,mundwinkel gegen ,wagnerianer et hoc genus omne brig1 welche ,wagner damit zu ehren glauben1 dass sie ihn sich hnlich finden444 ,so wie ich bin1 in meinen tiefsten ,instinkten ,allem1 was deutsch ist1 fremd1 so dass schon die ,nhe eines ,deutschen meine ,verdauung verzgert1 war die erste ,berhrung mit ,wagner auch das erste ,aufathmen in meinem ,leben3 ich empfand1 ich verehrte ihn als ,ausland1 als ,gegensatz1 als leibhaften ,protest gegen alle deutschen ,tugenden - ,wir1 die wir in der ,sumpfluft der ,fnfziger ,jahre ,kinder gewesen sind1 sind mit ,nothwendigkeit ,pessimisten fr den ,begriff deutsch2 wir knnen gar nichts ,anderes sein als ,revolutionre1 - wir werden keinen ,zustand der ,dinge zugeben1 wo der ,mucker obenauf ist4 ,es ist mir vollkommen gleichgltig1 ob er heute in andren ,farben spielt1 ob er sich in ,scharlach kleidet und ,husaren-,uniformen anzieht444 ,wohlan6 ,wagner war ein ,revolutionr - er lief vor den ,deutschen davon444 ,als ,artist hat man keine ,heimat in ,europa ausser in ,paris2 die dlicatesse in allen fnf ,kunstsinnen1 die ,wagner's ,kunst voraussetzt1 die ,finger fr nuances1 die psychologische ,morbiditt1 findet sich nur in ,paris4 ,man hat nirgendswo sonst diese ,leidenschaft in ,fragen der ,form1 diesen ,ernst in der mise en scne - es ist der ,pariser ,ernst par excellence4 ,man hat in ,deutschland gar keinen ,begriff von der ungeheuren ,ambition1 die in der ,seele eines ,pariser ,knstlers lebt4 ,der ,deutsche ist gutmthig - ,wagner war durchaus nicht gutmthig444 ,aber ich habe schon zur ,genge ausgesprochen 7in ,jenseits von ,gut und ,bse ,s4 #bef f471 wohin ,wagner gehrt1 in wem er seine ,nchstverwandten hat3 es ist die franzsische ,spt-,romantik1 jene hochfliegende und hoch emporreissende ,art von ,knstlern wie ,delacroix1 wie ,berlioz1 mit einem fond von ,krankheit1 von ,unheilbarkeit im ,wesen1 lauter ,fanatiker des ,ausdrucks1 ,virtuosen durch und durch444 ,wer war der erste intelligente ,anhnger ,wagner's berhaupt8 ,charles ,baudelaire1 derselbe1 der zuerst ,delacroix verstand1 jener typische dcadent1 in dem sich ein ganzes ,geschlecht von ,artisten wiedererkannt hat - er war vielleicht auch der letzte444 ,was ich ,wagnern nie vergeben habe8 ,dass er zu den ,deutschen condescendirte1 - dass er reichsdeutsch wurde444 ,soweit ,deutschland reicht1 verdirbt es die ,cultur4 - #f4 ,alles erwogen1 htte ich meine ,jugend nicht ausgehalten ohne ,wagnerische ,musik4 ,denn ich war verurtheilt zu ,deutschen4 ,wenn man von einem unertrglichen ,druck loskommen will1 so hat man ,haschisch nthig4 ,wohlan1 ich hatte ,wagner nthig4 ,wagner ist das ,gegengift gegen alles ,deutsche par excellence1 - ,gift1 ich bestreite es nicht444 ,von dem ,augenblick an1 wo es einen ,klavierauszug des ,tristan gab - mein ,compliment1 ,herr von ,blow6 -1 war ich ,wagnerianer4 ,die lteren ,werke ,wagner's sah ich unter mir - noch zu gemein1 zu deutsch444 ,aber ich suche heute noch nach einem ,werke von gleich gefhrlicher ,fascination1 von einer gleich schauerlichen und sssen ,unendlichkeit1 wie der ,tristan ist1 - ich suche in allen ,knsten vergebens4 ,alle ,fremdheiten ,lionardo da ,vinci's entzaubern sich beim ersten ,tone des ,tristan4 ,dies ,werk ist durchaus das non plus ultra ,wagner's2 er erholte sich von ihm mit den ,meistersingern und dem ,ring4 ,gesnder werden - das ist ein ,rckschritt bei einer ,natur wie ,wagner444 ,ich nehme es als ,glck ersten ,rangs1 zur rechten ,zeit gelebt und gerade unter ,deutschen gelebt zu haben1 um reif fr dies ,werk zu sein3 so weit geht bei mir die ,neugierde des ,psychologen4 ,die ,welt ist arm fr den1 der niemals krank genug fr diese ,wollust der ,hlle gewesen ist3 es ist erlaubt1 es ist fast geboten1 hier eine ,mystiker-,formel anzuwenden4 - ,ich denke1 ich kenne besser als irgend jemand das ,ungeheure1 das ,wagner vermag1 die fnfzig ,welten fremder ,entzckungen1 zu denen ,niemand ausser ihm ,flgel hatte2 und so wie ich bin1 stark genug1 um mir auch das ,fragwrdigste und ,gefhrlichste noch zum ,vortheil zu wenden und damit strker zu werden1 nenne ich ,wagner den grossen ,wohlthter meines ,lebens4 ,das1 worin wir verwandt sind1 dass wir tiefer gelitten haben1 auch an einander1 als ,menschen dieses ,jahrhunderts zu leiden vermchten1 wird unsre ,namen ewig wieder zusammenbringen2 und so gewiss ,wagner unter ,deutschen bloss ein ,missverstndniss ist1 so gewiss bin ich's und werde es immer sein4 - ,zwei ,jahrhunderte psychologische und artistische ,diciplin zu erst1 meine ,herrn ,germanen6444 ,aber das holt man nicht nach4 #g4 ,ich sage noch ein ,wort fr die ausgesuchtesten ,ohren3 was ich eigentlich von der ,musik will4 ,dass sie heiter und tief ist1 wie ein ,nachmittag im ,oktober4 ,dass sie eigen1 ausgelassen1 zrtlich1 ein kleines ssses ,weib von ,niedertracht und ,anmuth ist444 ich werde nie zulassen1 dass ein ,deutscher wissen knne1 was ,musik ist4 ,was man deutsche ,musiker nennt1 die grssten voran1 sind ,auslnder1 ,slaven1 ,croaten1 ,italiner1 ,niederlnder - oder ,juden2 im andren ,falle ,deutsche der starken ,rasse1 ausgestorbene ,deutsche1 wie ,heinrich ,schtz1 ,bach und ,hndel4 ,ich selbst bin immer noch ,pole genug1 um gegen ,chopin den ,rest der ,musik hinzugeben3 ich nehme1 aus drei ,grnden1 ,wagner's ,siegfried-,idyll aus1 vielleicht auch ,liszt1 der die vornehmen ,orchester-,accente vor allen ,musikern voraus hat2 zuletzt noch ,alles1 was jenseits der ,alpen gewachsen ist - diesseits444 ,ich wrde ,rossini nicht zu missen wissen1 noch weniger meinen ,sden in der ,musik1 die ,musik meines ,venediger mastro ,pietro ,gasti4 ,und wenn ich jenseits der ,alpen sage1 sage ich eigentlich nur ,venedig4 ,wenn ich ein andres ,wort fr ,musik suche1 so finde ich immer nur das ,wort ,venedig4 ,ich weiss keinen ,unterschied zwischen ,thrnen und ,musik zu machen1 ich weiss das ,glck1 den ,sden nicht ohne ,schauder von ,furchtsamkeit zu denken4 ,an der ,brcke stand jngst ich in brauner ,nacht4 ,fernher kam ,gesang3 goldener ,tropfen quoll's ber die zitternde ,flche weg4 ,gondeln1 ,lichter1 ,musik trunken schwamm's in die ,dmmrung hinaus444 ,meine ,seele1 ein ,saitenspiel1 sang sich1 unsichtbar berhrt1 heimlich ein ,gondellied dazu1 zitternd vor bunter ,seligkeit4 - ,hrte ,jemand ihr zu8444 #h4 ,in ,alledem - in der ,wahl von ,nahrung1 von ,ort und ,klima1 von ,erholung - gebietet ein ,instinkt der ,selbsterhaltung1 der sich als ,instinkt der ,selbstvertheidigung am unzweideutigsten ausspricht4 ,vieles nicht sehn1 nicht hren1 nicht an sich herankommen lassen - erste ,klugheit1 erster ,beweis dafr1 dass man kein ,zufall1 sondern eine ,necessitt ist4 ,das gangbare ,wort fr diesen ,selbstvertheidigungs-,instinkt ist ,geschmack4 ,sein ,imperativ befiehlt nicht nur ,nein zu sagen1 wo das ,ja eine ,selbstlosigkeit sein wrde1 sondern auch sowenig als mglich ,nein zu sagen4 ,sich trennen1 sich abscheiden von dem1 wo immer und immer wieder das ,nein nthig werden wrde4 ,die ,vernunft darin ist1 dass ,defensiv-,ausgaben1 selbst noch so kleine1 zur ,regel1 zur ,gewohnheit werdend1 eine ausserordentliche und vollkommen berflssige ,verarmung bedingen4 ,unsre grossen ,ausgaben sind die hufigsten kleinen4 ,das ,abwehren1 das ,nicht-heran-kommen-lassen ist eine ,ausgabe man tusche sich hierber nicht -1 eine zu negativen ,zwecken verschwendete ,kraft4 ,man kann1 bloss in der bestndigen ,noth der ,abwehr1 schwach genug werden1 um sich nicht mehr wehren zu knnen4 - ,gesetzt1 ich trete aus meinem ,haus heraus und fnde1 statt des stillen und aristokratischen ,turin1 die deutsche ,kleinstadt3 mein ,instinkt wrde sich zu sperren haben1 um ,alles das zurckzudrngen1 was aus dieser plattgedrckten und feigen ,welt auf ihn eindringt4 ,oder ich fnde die deutsche ,grossstadt1 dies gebaute ,laster1 wo nichts wchst1 wo jedwedes ,ding1 ,gutes und ,schlimmes1 eingeschleppt ist4 ,msste ich nicht darber zum ,igel werden8 - ,aber ,stacheln zu haben ist eine ,vergeudung1 ein doppelter ,luxus sogar1 wenn es freisteht1 keine ,stacheln zu haben1 sondern offne ,hnde444 ,eine andre ,klugheit und ,selbstvertheidigung besteht darin1 dass man so selten als mglich reagirt und dass man sich ,lagen und ,bedingungen entzieht1 wo man verurtheilt wre1 seine ,freiheit1 seine ,initiative gleichsam auszuhngen und ein blosses ,reagens zu werden4 ,ich nehme als ,gleichniss den ,verkehr mit ,bchern4 ,der ,gelehrte1 der im ,grunde nur noch ,bcher wlzt - der ,philologe mit mssigem ,ansatz des ,tags ungefhr #bjj - verliert zuletzt ganz und gar das ,vermgen1 von sich aus zu denken4 ,wlzt er nicht1 so denkt er nicht4 ,er antwortet auf einen ,reiz 7- einen gelesenen ,gedanken71 wenn er denkt1 - er reagirt zuletzt bloss noch4 ,der ,gelehrte giebt seine ganze ,kraft im ,ja und ,neinsagen1 in der ,kritik von bereits ,gedachtem ab1 - er selber denkt nicht mehr444 ,der ,instinkt der ,selbstvertheidigung ist bei ihm mrbe geworden2 im andren ,falle wrde er sich gegen ,bcher wehren4 ,der ,gelehrte - ein dcadent4 - ,das habe ich mit ,augen gesehn3 begabte1 reich und frei angelegte ,naturen schon in den dreissiger ,jahren zu ,schanden gelesen1 bloss noch ,streichhlzer1 die man reiben muss1 damit sie ,funken - ,gedanken geben4 - ,frhmorgens beim ,anbruch des ,tags1 in aller ,frische1 in der ,morgenrthe seiner ,kraft1 ein ,buch lesen - das nenne ich lasterhaft6 - - #i4 ,an dieser ,stelle ist nicht mehr zu umgehn die eigentliche ,antwort auf die ,frage1 wie man wird1 was man ist1 zu geben4 ,und damit berhre ich das ,meisterstck in der ,kunst der ,selbsterhaltung - der ,selbstsucht444 ,angenommen nmlich1 dass die ,aufgabe1 die ,bestimmung1 das ,schicksal der ,aufgabe ber ein durchschnittliches ,maass bedeutend hinausliegt1 so wrde keine ,gefahr grsser als sich selbst mit dieser ,aufgabe zu ,gesicht zu bekommen4 ,dass man wird1 was man ist1 setzt voraus1 dass man nicht im ,entferntesten ahnt1 was man ist4 ,aus diesem ,gesichtspunkte haben selbst die ,fehlgriffe des ,lebens ihren eignen ,sinn und ,werth1 die zeitweiligen ,nebenwege und ,abwege1 die ,verzgerungen1 die ,bescheidenheiten1 der ,ernst1 auf ,aufgaben verschwendet1 die jenseits der ,aufgabe liegen4 ,darin kann eine grosse ,klugheit1 sogar die oberste ,klugheit zum ,ausdruck kommen3 wo nosce te ipsum das ,recept zum ,untergang wre1 wird ,sich-,vergessen1 ,sich-,missverstehn1 ,sich-,verkleinern1 -,verengern1 -,vermittelmssigen zur ,vernunft selber4 ,moralisch ausgedrckt3 ,nchstenliebe1 ,leben fr ,andere und ,anderes kann die ,schutzmassregel zur ,erhaltung der hrtesten ,selbstigkeit sein4 ,dies ist der ,ausnahmefall1 in welchem ich1 gegen meine ,regel und berzeugung1 die ,partei der selbstlosen ,triebe nehme3 sie arbeiten hier im ,dienste der ,selbstsucht1 ,selbstzucht4 - ,man muss die ganze ,oberflche des ,bewusstseins - ,bewusstsein ist eine ,oberflche - rein erhalten von irgend einem der grossen ,imperative4 ,vorsicht selbst vor jedem grossen ,worte1 jeder grossen ,attitde6 ,lauter ,gefahren1 dass der ,instinkt zu frh sich versteht - - ,inzwischen wchst und wchst die organisirende1 die zur ,herrschaft berufne ,idee in der ,tiefe1 - sie beginnt zu befehlen1 sie leitet langsam aus ,nebenwegen und ,abwegen zurck1 sie bereitet einzelne ,qualitten und ,tchtigkeiten vor1 die einmal als ,mittel zum ,ganzen sich unentbehrlich erweisen werden1 - sie bildet der ,reihe nach alle dienenden ,vermgen aus1 bevor sie irgend ,etwas von der dominirenden ,aufgabe1 von ,ziel1 ,zweck1 ,sinn verlauten lsst4 - ,nach dieser ,seite hin betrachtet ist mein ,leben einfach wundervoll4 ,zur ,aufgabe einer ,umwerthung der ,werthe waren vielleicht mehr ,vermgen nthig1 als je in einem ,einzelnen bei einander gewohnt haben1 vor ,allem auch ,gegenstze von ,vermgen1 ohne dass diese sich stren1 zerstren durften4 ,rangordnung der ,vermgen2 ,distanz2 die ,kunst zu trennen1 ohne zu verfeinden2 ,nichts vermischen1 ,nichts vershnen2 eine ungeheure ,vielheit1 die trotzdem das ,gegenstck des ,chaos ist - dies war die ,vorbedingung1 die lange geheime ,arbeit und ,knstlerschaft meines ,instinkts4 ,seine hhere ,obhut zeigte sich in dem ,maasse stark1 dass ich in keinem ,falle auch nur geahnt habe1 was in mir wchst1 - dass alle meine ,fhigkeiten pltzlich1 reif1 in ihrer letzten ,vollkommenheit eines ,tags hervorsprangen4 ,es fehlt in meiner ,erinnerung1 dass ich mich je bemht htte1 - es ist kein ,zug von ,ringen in meinem ,leben nachweisbar1 ich bin der ,gegensatz einer heroischen ,natur4 ,etwas wollen1 nach ,etwas streben1 einen ,zweck1 einen ,wunsch im ,auge haben das kenne ich ,alles nicht aus ,erfahrung4 ,noch in diesem ,augenblick sehe ich auf meine ,zukunft - eine weite ,zukunft6 wie auf ein glattes ,meer hinaus3 kein ,verlangen kruselt sich auf ihm4 ,ich will nicht im ,geringsten1 dass ,etwas anders wird als es ist2 ich selber will nicht anders werden4 ,aber so habe ich immer gelebt4 ,ich habe keinen ,wunsch gehabt4 ,jemand1 der nach seinem vierundvierzigsten ,jahre sagen kann1 dass er sich nie um ,ehren1 um ,weiber1 um ,geld bemht hat6 ,nicht dass sie mir gefehlt htten444 ,so war ich zum ,beispiel eines ,tags ,universittsprofessor1 - ich hatte nie im ,entferntesten an dergleichen gedacht1 denn ich war kaum #bd ,jahr alt4 ,so war ich zwei ,jahr frher eines ,tags ,philolog3 in dem ,sinne1 dass meine erste philologische ,arbeit1 mein ,anfang in jedem ,sinne1 von meinem ,lehrer ,ritschl fr sein ,rheinisches ,museum zum ,druck verlangt wurde 7 ,ritschl - ich sage es mit ,verehrung - der einzige geniale ,gelehrte1 den ich bis heute zu ,gesicht bekommen habe4 ,er besass jene angenehme ,verdorbenheit1 die uns ,thringer auszeichnet und mit der sogar ein ,deutscher sympathisch wird3 - wir ziehn selbst1 um zur ,wahrheit zu gelangen1 noch die ,schleichwege vor4 ,ich mchte mit diesen ,worten meinen nheren ,landsmann1 den klugen ,leopold von ,ranke1 durchaus nicht unterschtzt haben4447 #aj4 ,an dieser ,stelle thut eine grosse ,besinnung ,noth4 ,man wird mich fragen1 warum ich eigentlich alle diese kleinen und nach herkmmlichem ,urtheil gleichgltigen ,dinge erzhlt habe2 ich schade mir selbst damit1 um so mehr1 wenn ich grosse ,aufgaben zu vertreten bestimmt sei4 ,antwort3 diese kleinen ,dinge ,ernhrung1 ,ort1 ,clima1 ,erholung1 die ganze ,casuistik der ,selbstsucht - sind ber alle ,begriffe hinaus wichtiger als ,alles1 was man bisher wichtig nahm4 ,hier gerade muss man anfangen1 umzulernen4 ,das1 was die ,menschheit bisher ernsthaft erwogen hat1 sind nicht einmal ,realitten1 blosse ,einbildungen1 strenger geredet1 ,lgen aus den schlechten ,instinkten kranker1 im tiefsten ,sinne schdlicher ,naturen heraus alle die ,begriffe ,gott1 ,seele1 ,tugend1 ,snde1 ,jenseits1 ,wahrheit1 ewiges ,leben444 ,aber man hat die ,grsse der menschlichen ,natur1 ihre ,gttlichkeit in ihnen gesucht444 ,alle ,fragen der ,politik1 der ,gesellschafts-,ordnung1 der ,erziehung sind dadurch bis in ,grund und ,boden geflscht1 dass man die schdlichsten ,menschen fr grosse ,menschen nahm1 - dass man die kleinen ,dinge1 will sagen die ,grundangelegenheiten des ,lebens selber verachten lehrte444 ,unsre jetzige ,cultur ist im hchsten ,grade zweideutig444 ,der deutsche ,kaiser mit dem ,papst paktirend1 als ob nicht der ,papst der ,reprsentant der ,todfeindschaft gegen das ,leben wre6444 ,das1 was heute gebaut wird1 steht in drei ,jahren nicht mehr4 - ,wenn ich mich darnach messe1 was ich kann1 nicht davon zu reden1 was hinter mir drein kommt1 ein ,umsturz1 ein ,aufbau ohne ,gleichen1 so habe ich mehr als irgend ein ,sterblicher den ,anspruch auf das ,wort ,grsse4 ,vergleiche ich mich nun mit den ,menschen1 die man bisher als erste ,menschen ehrte1 so ist der ,unterschied handgreiflich4 ,ich rechne diese angeblich ,ersten nicht einmal zu den ,menschen berhaupt1 - sie sind fr mich ,ausschuss der ,menschheit1 ,ausgeburten von ,krankheit und rachschtigen ,instinkten3 sie sind lauter unheilvolle1 im ,grunde unheilbare ,unmenschen1 die am ,leben ,rache nehmen444 ,ich will dazu der ,gegensatz sein3 mein ,vorrecht ist1 die hchste ,feinheit fr alle ,zeichen gesunder ,instinkte zu haben4 ,es fehlt jeder krankhafte ,zug an mir2 ich bin selbst in ,zeiten schwerer ,krankheit nicht krankhaft geworden2 umsonst1 dass man in meinem ,wesen einen ,zug von ,fanatismus sucht4 ,man wird mir aus keinem ,augenblick meines ,lebens irgend eine anmaassliche oder pathetische ,haltung nachweisen knnen4 ,das ,pathos der ,attitde gehrt nicht zur ,grsse2 wer ,attitden berhaupt nthig hat1 ist falsch444 ,vorsicht vor allen pittoresken ,menschen6 - ,das ,leben ist mir leicht geworden1 am leichtesten1 wenn es das ,schwerste von mir verlangte4 ,wer mich in den siebzig ,tagen dieses ,herbstes gesehn hat1 wo ich1 ohne ,unterbrechung1 lauter ,sachen ersten ,ranges gemacht habe die kein ,mensch mir nachmacht - oder vormacht1 mit einer ,verantwortlichkeit fr alle ,jahrtausende nach mir1 wird keinen ,zug von ,spannung an mir wahrgenommen haben1 um so mehr eine berstrmende ,frische und ,heiterkeit4 ,ich ass nie mit angenehmeren ,gefhlen1 ich schlief nie besser4 - ,ich kenne keine andre ,art1 mit grossen ,aufgaben zu verkehren als das ,spiel3 dies ist1 als ,anzeichen der ,grsse1 eine wesentliche ,voraussetzung4 ,der geringste ,zwang1 die dstre ,miene1 irgend ein harter ,ton im ,halse sind alles ,einwnde gegen einen ,menschen1 um wie viel mehr gegen sein ,werk6444 ,man darf keine ,nerven haben444 ,auch an der ,einsamkeit leiden ist ein ,einwand1 - ich habe immer nur an der ,vielsamkeit gelitten444 ,in einer absurd frhen ,zeit1 mit sieben ,jahren1 wusste ich bereits1 dass mich nie ein menschliches ,wort erreichen wrde3 hat man mich je darber betrbt gesehn8 - ,ich habe heute noch die gleiche ,leutseligkeit gegen ,jedermann1 ich bin selbst voller ,auszeichnung fr die ,niedrigsten3 in dem ,allen ist nicht ein ,gran von ,hochmuth1 von geheimer ,verachtung4 ,wen ich verachte1 der errth1 dass er von mir verachtet wird3 ich empre durch mein blosses ,dasein ,alles1 was schlechtes ,blut im ,leibe hat444 ,meine ,formel fr die ,grsse am ,menschen ist amor fati3 dass man ,nichts anders haben will1 vorwrts nicht1 rckwrts nicht1 in alle ,ewigkeit nicht4 ,das ,nothwendige nicht bloss ertragen1 noch weniger verhehlen - aller ,idealismus ist ,verlogenheit vor dem ,nothwendigen -1 sondern es lieben444 ,warum ich so gute ,bcher schreibe4 #a4 ,das ,eine bin ich1 das ,andre sind meine ,schriften4 - ,hier werde1 bevor ich von ihnen selber rede1 die ,frage nach dem ,verstanden- oder ,nicht-verstanden-werden dieser ,schriften berhrt4 ,ich thue es so nachlssig1 als es sich irgendwie schickt3 denn diese ,frage ist durchaus noch nicht an der ,zeit4 ,ich selber bin noch nicht an der ,zeit1 ,einige werden posthum geboren -- ,irgend wann wird man ,institutionen nthig haben1 in denen man lebt und lehrt1 wie ich leben und lehren verstehe2 vielleicht selbst1 dass man dann auch eigene ,lehrsthle zur ,interpretation des ,zarathustra errichtet4 ,aber es wre ein vollkommner ,widerspruch zu mir1 wenn ich heute bereits ,ohren und ,hnde fr meine ,wahrheiten erwartete3 dass man heute nicht hrt1 dass man heute nicht von mir zu nehmen weiss1 ist nicht nur begreiflich1 es scheint mir selbst das ,rechte4 ,ich will nicht verwechselt werden1 - dazu gehrt1 dass ich mich selber nicht verwechsele4 - ,nochmals gesagt1 es ist wenig in meinem ,leben nachweisbar von bsem ,willen2 auch von litterarischem bsen ,willen wsste ich kaum einen ,fall zu erzhlen4 ,dagegen zu viel von reiner ,thorheit444 ,es scheint mir eine der seltensten ,auszeichnungen1 die ,jemand sich erweisen kann1 wenn er ein ,buch von mir in die ,hand nimmt1 - ich nehme selbst an1 er zieht dazu die ,schuhe aus1 - nicht von ,stiefeln zu reden444 ,als sich einmal der ,doktor ,heinrich von ,stein ehrlich darber beklagte1 kein ,wort aus meinem ,zarathustra zu verstehn1 sagte ich ihm1 das sei in ,ordnung3 sechs ,stze daraus verstanden1 das heisst3 erlebt haben1 hebe auf eine hhere ,stufe der ,sterblichen hinauf als moderne ,menschen erreichen knnten4 ,wie knnte ich1 mit diesem ,gefhle der ,distanz1 auch nur wnschen1 von den ,modernen1 die ich kenne -1 gelesen zu werden6 - ,mein ,triumph ist gerade der umgekehrte1 als der ,schopenhauer's war1 - ich sage non legor1 non legar4 - ,nicht1 dass ich das ,vergngen unterschtzen mchte1 das mir mehrmals die ,unschuld im ,neinsagen zu meinen ,schriften gemacht hat4 ,noch in diesem ,sommer1 zu einer ,zeit1 wo ich vielleicht mit meiner schwerwiegenden1 zu schwer wiegenden ,litteratur den ganzen ,rest von ,litteratur aus dem ,gleichgewicht zu bringen vermchte1 gab mir ein ,professor der ,berliner ,universitt wohlwollend zu verstehn1 ich sollte mich doch einer andren ,form bedienen3 so ,etwas lese ,niemand4 - ,zuletzt war es nicht ,deutschland1 sondern die ,schweiz1 die die zwei extremen ,flle geliefert hat4 ,ein ,aufsatz des ,dr4 ,v4 ,widmann im ,bund1 ber ,jenseits von ,gut und ,bse1 unter dem ,titel ,nietzsche's gefhrliches ,buch1 und ein ,gesammt-,bericht ber meine ,bcher berhaupt seitens des ,herrn ,karl ,spitteler1 gleichfalls im ,bund1 sind ein ,maximum in meinem ,leben - ich hte mich zu sagen wovon444 ,letzterer behandelte zum ,beispiel meinen ,zarathustra als hhere ,stilbung1 mit dem ,wunsche1 ich mchte spter doch auch fr ,inhalt sorgen2 ,dr4 ,widmann drckte mir seine ,achtung vor dem ,muth aus1 mit dem ich mich um ,abschaffung aller anstndigen ,gefhle bemhe4 - ,durch eine kleine ,tcke von ,zufall war hier jeder ,satz1 mit einer ,folgerichtigkeit1 die ich bewundert habe1 eine auf den ,kopf gestellte ,wahrheit3 man hatte im ,grunde ,nichts zu thun1 als alle ,werthe umzuwerthen1 um1 auf eine sogar bemerkenswerthe ,weise1 ber mich den ,nagel auf den ,kopf zu treffen - statt meinen ,kopf mit einem ,nagel zu treffen444 ,um so mehr versuche ich eine ,erklrung4 - ,zuletzt kann ,niemand aus den ,dingen1 die ,bcher eingerechnet1 mehr heraushren1 als er bereits weiss4 ,wofr man vom ,erlebnisse her keinen ,zugang hat1 dafr hat man kein ,ohr4 ,denken wir uns nun einen ussersten ,fall1 dass ein ,buch von lauter ,erlebnissen redet1 die gnzlich ausserhalb der ,mglichkeit einer hufigen oder auch nur seltneren ,erfahrung liegen1 - dass es die erste ,sprache fr eine neue ,reihe von ,erfahrungen ist4 ,in diesem ,falle wird einfach ,nichts gehrt1 mit der akustischen ,tuschung1 dass wo ,nichts gehrt wird1 auch ,nichts da ist -4 ,dies ist zuletzt meine durchschnittliche ,erfahrung und1 wenn man will1 die ,originalitt meiner ,erfahrung4 ,wer ,etwas von mir verstanden zu haben glaubte1 hat sich ,etwas aus mir zurecht gemacht1 nach seinem ,bilde1 - nicht selten einen ,gegensatz von mir1 zum ,beispiel einen ,idealisten2 wer ,nichts von mir verstanden hatte1 leugnete1 dass ich berhaupt in ,betracht kme4 - ,das ,wort bermensch zur ,bezeichnung eines ,typus hchster ,wohlgerathenheit1 im ,gegensatz zu modernen ,menschen1 zu guten ,menschen1 zu ,christen und andren ,nihilisten - ein ,wort1 das im ,munde eines ,zarathustra1 des ,vernichters der ,moral1 ein sehr nachdenkliches ,wort wird1 ist fast berall mit voller ,unschuld im ,sinn derjenigen ,werthe verstanden worden1 deren ,gegensatz in der ,figur ,zarathustra's zur ,erscheinung gebracht worden ist1 will sagen als idealistischer ,typus einer hheren ,art ,mensch1 halb ,heiliger1 halb ,genie444 ,andres gelehrtes ,hornvieh hat mich seinethalben des ,darwinismus verdchtigt2 selbst der von mir so boshaft abgelehnte ,heroen-,cultus1 jenes grossen ,falschmnzers wider ,wissen und ,willen1 ,carlyle's1 ist darin wiedererkannt worden4 ,wem ich ins ,ohr flsterte1 er solle sich eher noch nach einem ,cesare ,borgia als nach einem ,parsifal umsehn1 der traute seinen ,ohren nicht4 - ,dass ich gegen ,besprechungen meiner ,bcher1 in ,sonderheit durch ,zeitungen1 ohne jedwede ,neugierde bin1 wird man mir verzeihn mssen4 ,meine ,freunde1 meine ,verleger wissen das und sprechen mir nicht von dergleichen4 ,in einem besondren ,falle bekam ich einmal ,alles zu ,gesicht1 was ber ein einzelnes ,buch - es war ,jenseits von ,gut und ,bse - gesndigt worden ist2 ich htte einen artigen ,bericht darber abzustatten4 ,sollte man es glauben1 dass die ,nationalzeitung - eine preussische ,zeitung1 fr meine auslndischen ,leser bemerkt1 ich selbst lese1 mit ,verlaub1 nur das ,journal des ,dbats - allen ,ernstes das ,buch als ein ,zeichen der ,zeit zu verstehn wusste1 als die echte rechte ,junker-,philosophie1 zu der es der ,kreuzzeitung nur an ,muth gebreche8 #b4 ,dies war fr ,deutsche gesagt3 denn berall sonst habe ich ,leser - lauter ausgesuchte ,intelligenzen1 bewhrte1 in hohen ,stellungen und ,pflichten erzogene ,charaktere2 ich habe sogar wirkliche ,genies unter meinen ,lesern4 ,in ,wien1 in ,st4 ,petersburg1 in ,stockholm1 in ,kopenhagen1 in ,paris und ,new-,york - berall bin ich entdeckt3 ich bin es nicht in ,europa's ,flachland ,deutschland444 ,und1 dass ich es bekenne1 ich freue mich noch mehr ber meine ,nicht-,leser1 solche1 die weder meinen ,namen1 noch das ,wort ,philosophie je gehrt haben2 aber wohin ich komme1 hier in ,turin zum ,beispiel1 erheitert und vergtigt sich bei meinem ,anblick jedes ,gesicht4 ,was mir bisher am meisten geschmeichelt hat1 das ist1 dass alte ,hkerinnen nicht ,ruhe haben1 bevor sie mir nicht das ,ssseste aus ihren ,trauben zusammengesucht haben4 ,soweit muss man ,philosoph sein4 - ,man nennt nicht umsonst die ,polen die ,franzosen unter den ,slaven4 ,eine charmante ,russin wird sich nicht einen ,augenblick darber vergreifen1 wohin ich gehre4 ,es gelingt mir nicht1 feierlich zu werden1 ich bringe es hchstens bis zur ,verlegenheit444 ,deutsch denken1 deutsch fhlen - ich kann ,alles1 aber das geht ber meine ,krfte444 ,mein alter ,lehrer ,ritschl behauptete sogar1 ich concipirte selbst noch meine philologischen ,abhandlungen wie ein ,pariser romancier - absurd spannend4 ,in ,paris selbst ist man erstaunt ber toutes mes audaces et finesses - der ,ausdruck ist von ,monsieur ,taine -2 ich frchte1 bis in die hchsten ,formen des ,dithyrambus findet man bei mir von jenem ,salze beigemischt1 das niemals dumm - deutsch - wird1 esprit444 ,ich kann nicht anders4 ,gott helfe mir6 ,amen4 - ,wir wissen ,alle1 ,einige wissen es sogar aus ,erfahrung1 was ein ,langohr ist4 ,wohlan1 ich wage zu behaupten1 dass ich die kleinsten ,ohren habe4 ,dies interessirt gar nicht wenig die ,weiblein -1 es scheint mir1 sie fhlen sich besser von mir verstanden8444 ,ich bin der ,antiesel par excellence und damit ein welthistorisches ,unthier1 - ich bin1 auf griechisch1 und nicht nur auf griechisch1 der ,antichrist444 #c4 ,ich kenne einigermassen meine ,vorrechte als ,schriftsteller2 in einzelnen ,fllen ist es mir auch bezeugt1 wie sehr die ,gewhnung an meine ,schriften den ,geschmack verdirbt4 ,man hlt einfach andre ,bcher nicht mehr aus1 am wenigsten philosophische4 ,es ist eine ,auszeichnung ohne ,gleichen1 in diese vornehme und delikate ,welt einzutreten1 - man darf dazu durchaus kein ,deutscher sein2 es ist zuletzt eine ,auszeichnung1 die man sich verdient haben muss4 ,wer mir aber durch ,hhe des ,wollens verwandt ist1 erlebt dabei wahre ,ekstasen des ,lernens3 denn ich komme aus ,hhen1 die kein ,vogel je erflog1 ich kenne ,abgrnde1 in die noch kein ,fuss sich verirrt hat4 ,man hat mir gesagt1 es sei nicht mglich1 ein ,buch von mir aus der ,hand zu legen1 - ich strte selbst die ,nachtruhe444 ,es giebt durchaus keine stolzere und zugleich raffinirtere ,art von ,bchern3 sie erreichen hier und da das ,hchste1 was auf ,erden erreicht werden kann1 den ,cynismus2 man muss sie sich ebenso mit den zartesten ,fingern wie mit den tapfersten ,fusten erobern4 ,jede ,gebrechlichkeit der ,seele schliesst aus davon1 ein fr alle ,male1 selbst jede ,dyspepsie3 man muss keine ,nerven haben1 man muss einen frhlichen ,unterleib haben4 ,nicht nur die ,armut1 die ,winkel-,luft einer ,seele schliesst davon aus1 noch viel mehr das ,feige1 das ,unsaubere1 das ,heimlich-,rachschtige in den ,eingeweiden3 ein ,wort von mir treibt alle schlechten ,instinkte ins ,gesicht4 ,ich habe an meinen ,bekannten mehrere ,versuchsthiere1 an denen ich mir die verschiedene1 sehr lehrreich verschiedene ,reaktion auf meine ,schriften zu ,gemthe fhre4 ,wer nichts mit ihrem ,inhalte zu thun haben will1 meine sogenannten ,freunde zum ,beispiel1 wird dabei unpersnlich3 man wnscht mir ,glck1 wieder so weit zu sein1 - auch ergbe sich ein ,fortschritt in einer grsseren ,heiterkeit des ,tons444 ,die vollkommen lasterhaften ,geister1 die schnen ,seelen1 die in ,grund und ,boden ,verlognen1 wissen schlechterdings nicht1 was sie mit diesen ,bchern anfangen sollen1 - folglich sehn sie dieselben unter sich1 die schne ,folgerichtigkeit aller schnen ,seelen4 ,das ,hornvieh unter meinen ,bekannten1 blosse ,deutsche1 mit ,verlaub1 giebt zu verstehn1 man sei nicht immer meiner ,meinung1 aber doch mitunter1 zum ,beispiel444 ,ich habe dies selbst ber den ,zarathustra gehrt444 ,insgleichen ist jeder ,femininismus im ,menschen1 auch im ,manne1 ein ,thorschluss fr mich3 man wird niemals in dies ,labyrinth verwegener ,erkenntnisse eintreten4 ,man muss sich selbst nie geschont haben1 man muss die ,hrte in seinen ,gewohnheiten haben1 um unter lauter harten ,wahrheiten wohlgemuth und heiter zu sein4 ,wenn ich mir das ,bild eines vollkommnen ,lesers ausdenke1 so wird immer ein ,unthier von ,muth und ,neugierde daraus1 ausserdem noch etwas ,biegsames1 ,listiges1 ,vorsichtiges1 ein geborner ,abenteurer und ,entdecker4 ,zuletzt3 ich wsste es nicht besser zu sagen1 zu wem ich im ,grunde allein rede1 als es ,zarathustra gesagt hat3 wem allein will er sein ,rthsel erzhlen8 ,euch1 den khnen ,suchern1 ,versuchern1 und wer je sich mit listigen ,segeln auf furchtbare ,meere einschiffte1 - euch1 den ,rthsel-,trunkenen1 den ,zwielicht-,frohen1 deren ,seele mit ,flten zu jedem ,irrschlunde gelockt wird3 - denn nicht wollt ihr mit feiger ,hand einem ,faden nachtasten2 und wo ihr errathen knnt1 da hasst ihr es1 zu erschliessen444 #d4 ,ich sage zugleich noch ein allgemeines ,wort ber meine ,kunst des ,stils4 ,einen ,zustand1 eine innere ,spannung von ,pathos durch ,zeichen1 eingerechnet das tempo dieser ,zeichen1 mitzutheilen - das ist der ,sinn jedes ,stils2 und in ,anbetracht1 dass die ,vielheit innerer ,zustnde bei mir ausserordentlich ist1 giebt es bei mir viele ,mglichkeiten des ,stils - die vielfachste ,kunst des ,stils berhaupt1 ber die je ein ,mensch verfgt hat4 ,gut ist jeder ,stil1 der einen inneren ,zustand wirklich mittheilt1 der sich ber die ,zeichen1 ber das tempo der ,zeichen1 ber die ,gebrden - alle ,gesetze der ,periode sind ,kunst der ,gebrde - nicht vergreift4 ,mein ,instinkt ist hier unfehlbar4 - ,guter ,stil an sich - eine reine ,thorheit1 blosser ,idealismus1 etwa1 wie das ,schne an sich1 wie das ,gute an sich1 wie das ,ding an sich444 ,immer noch vorausgesetzt1 dass es ,ohren giebt - dass es ,solche giebt1 die eines gleichen ,pathos fhig und wrdig sind1 dass die nicht fehlen1 denen man sich mittheilen darf4 - ,mein ,zarathustra zum ,beispiel sucht einstweilen noch nach ,solchen - ach6 er wird noch lange zu suchen haben6 - ,man muss dessen werth sein1 ihn zu hren444 ,und bis dahin wird es ,niemanden geben1 der die ,kunst1 die hier verschwendet worden ist1 begreift3 es hat nie jemand mehr von neuen1 von unerhrten1 von wirklich erst dazu geschaffnen ,kunstmitteln zu verschwenden gehabt4 ,dass dergleichen gerade in deutscher ,sprache mglich war1 blieb zu beweisen3 ich selbst htte es vorher am hrtesten abgelehnt4 ,man weiss vor mir nicht1 was man mit der deutschen ,sprache kann1 - was man berhaupt mit der ,sprache kann4 - ,die ,kunst des grossen ,rhythmus1 der grosse ,stil der ,periodik zum ,ausdruck eines ungeheuren ,auf und ,nieder von sublimer1 von bermenschlicher1 ,leidenschaft ist erst von mir entdeckt2 mit einem ,dithyrambus wie dem letzten des dritten ,zarathustra1 die sieben ,siegel1 berschrieben1 flog ich tausend ,meilen ber das hinaus1 was bisher ,poesie hiess4 #e4 - ,dass aus meinen ,schriften ein ,psychologe redet1 der nicht seines ,gleichen hat1 das ist vielleicht die erste ,einsicht1 zu der ein guter ,leser gelangt - ein ,leser1 wie ich ihn verdiene1 der mich liest1 wie gute alte ,philologen ihren ,horaz lasen4 ,die ,stze1 ber die im ,grunde alle ,welt einig ist1 gar nicht zu reden von den ,allerwelts-,philosophen1 den ,moralisten und andren ,hohltpfen1 ,kohlkpfen - erscheinen bei mir als ,naivetten des ,fehlgriffs3 zum ,beispiel jener ,glaube1 dass unegoistisch und egoistisch ,gegenstze sind1 whrend das ego selbst bloss ein hherer ,schwindel1 ein ,ideal ist444 ,es giebt weder egoistische1 noch unegoistische ,handlungen3 beide ,begriffe sind psychologischer ,widersinn4 ,oder der ,satz der ,mensch strebt nach ,glck444 ,oder der ,satz das ,glck ist der ,lohn der ,tugend444 ,oder der ,satz ,lust und ,unlust sind ,gegenstze444 ,die ,circe der ,menschheit1 die ,moral1 hat alle psychologica in ,grund und ,boden geflscht - vermoralisirt - bis zu jenem schauderhaften ,unsinn1 dass die ,liebe etwas ,unegoistisches sein soll444 ,man muss fest auf sich sitzen1 man muss tapfer auf seinen beiden ,beinen stehn1 sonst kann man gar nicht lieben4 ,das wissen zuletzt die ,weiblein nur zu gut3 sie machen sich den ,teufel was aus selbstlosen1 aus bloss objektiven ,mnnern444 ,darf ich anbei die ,vermuthung wagen1 dass ich die ,weiblein kenne8 ,das gehrt zu meiner dionysischen ,mitgift4 ,wer weiss8 vielleicht bin ich der erste ,psycholog des ,ewig-,weiblichen4 ,sie lieben mich ,alle - eine alte ,geschichte3 die verunglckten ,weiblein abgerechnet1 die ,emancipirten1 denen das ,zeug zu ,kindern abgeht4 - ,zum ,glck bin ich nicht ,willens mich zerreissen zu lassen3 das vollkommne ,weib zerreisst1 wenn es liebt444 ,ich kenne diese liebenswrdigen ,mnaden444 ,ah1 was fr ein gefhrliches1 schleichendes1 unterirdisches kleines ,raubthier6 ,und so angenehm dabei6444 ,ein kleines ,weib1 das seiner ,rache nachrennt1 wrde das ,schicksal selbst ber den ,haufen rennen4 - ,das ,weib ist unsglich viel bser als der ,mann1 auch klger2 ,gte am ,weibe ist schon eine ,form der ,entartung444 ,bei allen sogenannten schnen ,seelen giebt es einen physiologischen belstand auf dem ,grunde1 - ich sage nicht ,alles1 ich wrde sonst medicynisch werden4 ,der ,kampf um gleiche ,rechte ist sogar ein ,symptom von ,krankheit3 jeder ,arzt weiss das4 - ,das ,weib1 je mehr ,weib es ist1 wehrt sich ja mit ,hnden und ,fssen gegen ,rechte berhaupt3 der ,naturzustand1 der ewige ,krieg zwischen den ,geschlechtern giebt ihm ja bei weitem den ersten ,rang4 - ,hat man ,ohren fr meine ,definition der ,liebe gehabt8 es ist die einzige1 die eines ,philosophen wrdig ist4 ,liebe - in ihren ,mitteln der ,krieg1 in ihrem ,grunde der ,todhass der ,geschlechter4 - ,hat man meine ,antwort auf die ,frage gehrt1 wie man ein ,weib kurirt - erlst8 ,man macht ihm ein ,kind4 ,das ,weib hat ,kinder nthig1 der ,mann ist immer nur ,mittel3 also sprach ,zarathustra4 - ,emancipation des ,weibes - das ist der ,instinkthass des missrathenen1 das heisst gebruntchtigen ,weibes gegen das wohlgerathene1 - der ,kampf gegen den ,mann ist immer nur ,mittel1 ,vorwand1 ,taktik4 ,sie wollen1 indem sie sich hinaufheben1 als ,weib an sich1 als hheres ,weib1 als ,idealistin von ,weib1 das allgemeine ,rang-,niveau des ,weibes herunterbringen2 kein sichereres ,mittel dazu als ,gymnasial-,bildung1 ,hosen und politische ,stimmvieh-,rechte4 ,im ,grunde sind die ,emancipirten die ,anarchisten in der ,welt des ,ewig-,weiblichen1 die ,schlechtweggekommenen1 deren unterster ,instinkt ,rache ist444 ,eine ganze ,gattung des bsartigsten ,idealismus - der brigens auch bei ,mnnern vorkommt1 zum ,beispiel bei ,henrik ,ibsen1 dieser typischen alten ,jungfrau - hat als ,ziel das gute ,gewissen1 die ,natur in der ,geschlechtsliebe zu vergiften444 ,und damit ich ber meine in diesem ,betracht ebenso honnette als strenge ,gesinnung keinen ,zweifel lasse1 will ich noch einen ,satz aus meinem ,moral-,codex gegen das ,laster mittheilen3 mit dem ,wort ,laster bekmpfe ich jede ,art ,widernatur oder wenn man schne ,worte liebt1 ,idealismus4 ,der ,satz heisst3 die ,predigt der ,keuschheit ist eine ffentliche ,aufreizung zur ,widernatur4 ,jede ,verachtung des geschlechtlichen ,lebens1 jede ,verunreinigung desselben durch den ,begriff unrein ist das ,verbrechen selbst am ,leben1 - ist die eigentliche ,snde wider den heiligen ,geist des ,lebens4 - #f4 ,um einen ,begriff von mir als ,psychologen zu geben1 nehme ich ein curioses ,stck ,psychologie1 das in ,jenseits von ,gut und ,bse vorkommt1 - ich verbiete brigens jede ,muthmassung darber1 wen ich an dieser ,stelle beschreibe4 ,das ,genie des ,herzens1 wie es jener grosse ,verborgene hat1 der ,versucher-,gott und geborne ,rattenfnger der ,gewissen1 dessen ,stimme bis in die ,unterwelt jeder ,seele hinabzusteigen weiss1 welcher nicht ein ,wort sagt1 nicht einen ,blick blickt1 in dem nicht eine ,rcksicht und ,falte der ,lockung lge1 zu dessen ,meisterschaft es gehrt1 dass er zu scheinen versteht - und nicht das1 was er ist1 sondern was denen1 die ihm folgen1 ein ,zwang mehr ist1 um sich immer nher an ihn zu drngen1 um ihm immer innerlicher und grndlicher zu folgen444 ,das ,genie des ,herzens1 das alles ,laute und ,selbstgefllige verstummen macht und horchen lehrt1 das die rauhen ,seelen glttet und ihnen ein neues ,verlangen zu kosten giebt1 - still zu liegen1 wie ein ,spiegel1 dass sich der tiefe ,himmel auf ihnen spiegele444 ,das ,genie des ,herzens1 das die tlpische und berrasche ,hand zgern und zierlicher greifen lehrt2 das den verborgenen und vergessenen ,schatz1 den ,tropfen ,gte und ssser ,geistigkeit unter trbem dickem ,eise errth und eine ,wnschelruthe fr jedes ,korn ,goldes ist1 welches lange im ,kerker vielen ,schlammes und ,sandes begraben lag444 ,das ,genie des ,herzens1 von dessen ,berhrung jeder reicher fortgeht1 nicht begnadet und berrascht1 nicht wie von fremdem ,gute beglckt und bedrckt1 sondern reicher an sich selber1 sich neuer als zuvor1 aufgebrochen1 von einem ,thauwinde angeweht und ausgehorcht1 unsicherer vielleicht1 zrtlicher zerbrechlicher zerbrochener1 aber voll ,hoffnungen1 die noch keinen ,namen haben1 voll neuen ,willens und ,strmens1 voll neuen ,unwillens und ,zurckstrmens444 ,die ,geburt der ,tragdie4 #a4 ,um gegen die ,geburt der ,tragdie 7#ahgb7 gerecht zu sein1 wird man ,einiges vergessen mssen4 ,sie hat mit dem gewirkt und selbst fascinirt1 was an ihr verfehlt war - mit ihrer ,nutzanwendung auf die ,wagnerei1 als ob dieselbe ein ,aufgangs-,symptom sei4 ,diese ,schrift war eben damit im ,leben ,wagner's ein ,ereigniss3 von da an gab es erst grosse ,hoffnungen bei dem ,namen ,wagner4 ,noch heute erinnert man mich daran1 unter ,umstnden mitten aus dem ,parsifal heraus3 wie ich es eigentlich auf dem ,gewissen habe1 dass eine so hohe ,meinung ber den ,cultur-,werth dieser ,bewegung obenauf gekommen sei4 - ,ich fand die ,schrift mehrmals citirt als die ,wiedergeburt der ,tragdie aus dem ,geiste der ,musik3 man hat nur ,ohren fr eine neue ,formel der ,kunst1 der ,absicht1 der ,aufgabe ,wagner's gehabt1 - darber wurde berhrt1 was die ,schrift im ,grunde ,werthvolles barg4 ,griechenthum und ,pessimismus3 das wre ein unzweideutigerer ,titel gewesen3 nmlich als erste ,belehrung darber1 wie die ,griechen fertig wurden mit dem ,pessimismus1 - womit sie ihn berwanden444 ,die ,tragdie gerade ist der ,beweis dafr1 dass die ,griechen keine ,pessimisten waren3 ,schopenhauer vergriff sich hier1 wie er sich in ,allem vergriffen hat4 - ,mit einiger ,neutralitt in die ,hand genommen1 sieht die ,geburt der ,tragdie sehr unzeitgemss aus3 man wrde sich nicht trumen lassen1 dass sie unter den ,donnern der ,schlacht bei ,wrth begonnen wurde4 ,ich habe diese ,probleme vor den ,mauern von ,metz1 in kalten ,september-,nchten1 mitten im ,dienste der ,krankenpflege1 durchgedacht2 man knnte eher schon glauben1 dass die ,schrift fnfzig ,jahre lter sei4 ,sie ist politisch indifferent1 - undeutsch1 wird man heute sagen - sie riecht anstssig ,hegelisch1 sie ist nur in einigen ,formeln mit dem ,leichenbitter-parfum ,schopenhauer's behaftet4 ,eine ,idee - der ,gegensatz dionysisch und apollinisch - ins ,metaphysische bersetzt2 die ,geschichte selbst als die ,entwicklung dieser ,idee2 in der ,tragdie der ,gegensatz zur ,einheit aufgehoben2 unter dieser ,optik ,dinge1 die noch nie einander ins ,gesicht gesehn hatten1 pltzlich gegenber gestellt1 aus einander beleuchtet und begriffen444 ,die ,oper zum ,beispiel und die ,revolution4 - ,die zwei entscheidenden ,neuerungen des ,buchs sind einmal das ,verstndniss des dionysischen ,phnomens bei den ,griechen3 es giebt dessen erste ,psychologie1 es sieht in ihm die ,eine ,wurzel der ganzen griechischen ,kunst4 ,das ,andre ist das ,verstndniss des ,sokratismus3 ,sokrates als ,werkzeug der griechischen ,auflsung1 als typischer dcadent zum ersten ,male erkannt4 ,vernnftigkeit1 gegen ,instinkt4 ,die ,vernnftigkeit um jeden ,preis als gefhrliche1 als leben-untergrabende ,gewalt6 - ,tiefes feindseliges ,schweigen ber das ,christenthum im ganzen ,buche4 ,es ist weder apollinisch1 noch dionysisch2 es negirt alle sthetischen ,werthe - die einzigen ,werthe1 die die ,geburt der ,tragdie anerkennt3 es ist im tiefsten ,sinne nihilistisch1 whrend im dionysischen ,symbol die usserste ,grenze der ,bejahung erreicht ist4 ,einmal wird auf die christlichen ,priester wie auf eine tckische ,art von ,zwergen1 von ,unterirdischen angespielt444 #b4 ,dieser ,anfang ist ber alle ,maassen merkwrdig4 ,ich hatte zu meiner innersten ,erfahrung das einzige ,gleichniss und ,seitenstck1 das die ,geschichte hat1 entdeckt1 - ich hatte ebendamit das wundervolle ,phnomen des ,dionysischen als der ,erste begriffen4 ,insgleichen war damit1 dass ich ,sokrates als dcadent erkannte1 ein vllig unzweideutiger ,beweis dafr gegeben1 wie wenig die ,sicherheit meines psychologischen ,griffs von ,seiten irgend einer ,moral-,idiosynkrasie ,gefahr laufen werde3 - die ,moral selbst als dcadence-,symptom ist eine ,neuerung1 eine ,einzigkeit ersten ,rangs in der ,geschichte der ,erkenntniss4 ,wie hoch war ich mit ,beidem ber das erbrmliche ,flachkopf-,geschwtz von ,optimismus contra ,pessimismus hinweggesprungen6 - ,ich sah zuerst den eigentlichen ,gegensatz3 - den entartenden ,instinkt1 der sich gegen das ,leben mit unterirdischer ,rachsucht wendet 7- ,christenthum1 die ,philosophie ,schopenhauers1 in gewissem ,sinne schon die ,philosophie ,platos1 der ganze ,idealismus als typische ,formen7 und eine aus der ,flle1 der berflle geborene ,formel der hchsten ,bejahung1 ein ,jasagen ohne ,vorbehalt1 zum ,leiden selbst1 zur ,schuld selbst1 zu allem ,fragwrdigen und ,fremden des ,daseins selbst444 ,dieses letzte1 freudigste1 berschwnglich-bermthigste ,ja zum ,leben ist nicht nur die hchste ,einsicht1 es ist auch die tiefste1 die von ,wahrheit und ,wissenschaft am strengsten besttigte und aufrecht erhaltene4 ,es ist ,nichts1 was ist1 abzurechnen1 es ist ,nichts entbehrlich - die von den ,christen und andren ,nihilisten abgelehnten ,seiten des ,daseins sind sogar von unendlich hherer ,ordnung in der ,rangordnung der ,werthe als das1 was der ,dcadence-,instinkt gutheissen1 gutheissen durfte4 ,dies zu begreifen1 dazu gehrt ,muth und1 als dessen ,bedingung1 ein berschuss von ,kraft3 denn genau so weit als der ,muth sich vorwrts wagen darf1 genau nach dem ,maass von ,kraft nhert man sich der ,wahrheit4 ,die ,erkenntniss1 das ,jasagen zur ,realitt ist fr den ,starken eine ebensolche ,nothwendigkeit als fr den ,schwachen1 unter der ,inspiration der ,schwche1 die ,feigheit und ,flucht vor der ,realitt - das ,ideal444 ,es steht ihnen nicht frei1 zu erkennen3 die dcadents haben die ,lge nthig1 sie ist eine ihrer ,erhaltungs-,bedingungen4 - ,wer das ,wort ,dionysisch nicht nur begreift1 sondern sich in dem ,wort dionysisch begreift1 hat keine ,widerlegung ,platos oder des ,christenthums oder ,schopenhauers nthig - er riecht die ,verwesung444 #c4 ,in wiefern ich ebendamit den ,begriff tragisch1 die endliche ,erkenntniss darber1 was die ,psychologie der ,tragdie ist1 gefunden hatte1 habe ich zuletzt noch in der ,gtzen-,dmmerung ,seite #aci zum ,ausdruck gebracht4 ,das ,jasagen zum ,leben selbst noch in seinen fremdesten und hrtesten ,problemen2 der ,wille zum ,leben im ,opfer seiner hchsten ,typen der eignen ,unerschpflichkeit frohwerdend - das nannte ich dionysisch1 das verstand ich als ,brcke zur ,psychologie des tragischen ,dichters4 ,nicht um von ,schrecken und ,mitleiden loszukommen1 nicht um sich von einem gefhrlichen ,affekt durch eine vehemente ,entladung zu reinigen so missverstand es ,aristoteles3 sondern um1 ber ,schrecken und ,mitleiden hinaus1 die ewige ,lust des ,werdens selbst ,zusein1 jene ,lust1 die auch noch die ,lust am ,vernichten in sich schliesst444 ,in diesem ,sinne habe ich das ,recht1 mich selber als den ersten tragischen ,philosophen zu verstehn - das heisst den ussersten ,gegensatz und ,antipoden eines pessimistischen ,philosophen4 ,vor mir giebt es diese ,umsetzung des ,dionysischen in ein philosophisches ,pathos nicht3 es fehlt die tragische ,weisheit1 - ich habe vergebens nach ,anzeichen davon selbst bei den grossen ,griechen der ,philosophie1 denen der zwei ,jahrhunderte vor ,sokrates1 gesucht4 ,ein ,zweifel blieb mir zurck bei ,heraklit1 in dessen ,nhe berhaupt mir wrmer1 mir wohler zu ,muthe wird als irgendwo sonst4 ,die ,bejahung des ,vergehens und ,vernichtens1 das ,entscheidende in einer dionysischen ,philosophie1 das ,jasagen zu ,gegensatz und ,krieg1 das ,wer den1 mit radikaler ,ablehnung auch selbst des ,begriffs ,sein - darin muss ich unter allen ,umstnden das mir ,verwandteste anerkennen1 was bisher gedacht worden ist4 ,die ,lehre von der ewigen ,wiederkunft1 das heisst vom unbedingten und unendlich wiederholten ,kreislauf aller ,dinge - diese ,lehre ,zarathustra's knnte zuletzt auch schon von ,heraklit gelehrt worden sein4 ,zum ,mindesten hat die ,stoa1 die fast alle ihre grundstzlichen ,vorstellungen von ,heraklit geerbt hat1 ,spuren davon4 #d4 ,aus dieser ,schrift redet eine ungeheure ,hoffnung4 ,zuletzt fehlt mir jeder ,grund1 die ,hoffnung auf eine dionysische ,zukunft der ,musik zurckzunehmen4 ,werfen wir einen ,blick ein ,jahrhundert voraus1 setzen wir den ,fall1 dass mein ,attentat auf zwei ,jahrtausende ,widernatur und ,menschenschndung gelingt4 ,jene neue ,partei des ,lebens1 welche die grsste aller ,aufgaben1 die ,hherzchtung der ,menschheit in die ,hnde nimmt1 eingerechnet die schonungslose ,vernichtung alles ,entartenden und ,parasitischen1 wird jenes ,zuviel von ,leben auf ,erden wieder mglich machen1 aus dem auch der dionysische ,zustand wieder erwachsen muss4 ,ich verspreche ein tragisches ,zeitalter3 die hchste ,kunst im ,jasagen zum ,leben1 die ,tragdie1 wird wiedergeboren werden1 wenn die ,menschheit das ,bewusstsein der hrtesten1 aber nothwendigsten ,kriege hinter sich hat1 ohne daran zu leiden444 ,ein ,psychologe drfte noch hinzufgen1 dass was ich in jungen ,jahren bei ,wagnerischer ,musik gehrt habe1 ,nichts berhaupt mit ,wagner zu thun hat2 dass wenn ich die dionysische ,musik beschrieb1 ich das beschrieb1 was ich gehrt hatte1 - dass ich instinktiv ,alles in den neuen ,geist bersetzen und transfiguriren musste1 den ich in mir trug4 ,der ,beweis dafr1 so stark als nur ein ,beweis sein kann1 ist meine ,schrift ,wagner in ,bayreuth3 an allen psychologisch entscheidenden ,stellen ist nur von mir die ,rede1 man darf rcksichtslos meinen ,namen oder das ,wort ,zarathustra hinstellen1 wo der ,text das ,wort ,wagner giebt4 ,das ganze ,bild des dithyrambischen ,knstlers ist das ,bild des prexistenten ,dichters des ,zarathustra1 mit abgrndlicher ,tiefe hingezeichnet und ohne einen ,augenblick die ,wagnersche ,realitt auch nur zu berhren4 ,wagner selbst hatte einen ,begriff davon2 er erkannte sich in der ,schrift nicht wieder4 - ,insgleichen hatte sich der ,gedanke von ,bayreuth in ,etwas verwandelt1 das den ,kennern meines ,zarathustra kein ,rthsel-,begriff sein wird3 in jenen grossen ,mittag1 wo sich die ,auserwhltesten zur grssten aller ,aufgaben weihen - wer weiss8 die ,vision eines ,festes1 das ich noch erleben werde444 ,das ,pathos der ersten ,seiten ist welthistorisch2 der ,blick1 von dem auf der siebenten ,seite die ,rede ist1 ist der eigentliche ,zarathustra-,blick2 ,wagner1 ,bayreuth1 die ganze kleine deutsche ,erbrmlichkeit ist eine ,wolke1 in der eine unendliche fata morgana der ,zukunft sich spiegelt4 ,selbst psychologisch sind alle entscheidenden ,zge meiner eignen ,natur in die ,wagners eingetragen das ,nebeneinander der lichtesten und verhngnissvollsten ,krfte1 der ,wille zur ,macht1 wie ihn nie ein ,mensch besessen hat1 die rcksichtslose ,tapferkeit im ,geistigen1 die unbegrenzte ,kraft zu lernen1 ohne dass der ,wille zur ,that damit erdrckt wrde4 ,es ist ,alles an dieser ,schrift vorherverkndend3 die ,nhe der ,wiederkunft des griechischen ,geistes1 die ,nothwendigkeit von ,gegen-,alexandern1 welche den gordischen ,knoten der griechischen ,cultur wieder binden1 nachdem er gelst war444 ,man hre den welthistorischen ,accent1 mit dem auf ,seite #cj der ,begriff tragische ,gesinnung eingefhrt wird3 es sind lauter welthistorische ,accente in dieser ,schrift4 ,dies ist die fremdartigste ,objektivitt1 die es geben kann3 die absolute ,gewissheit darber1 was ich bin1 projicirte sich auf irgend eine zufllige ,realitt1 - die ,wahrheit ber mich redete aus einer schauervollen ,tiefe4 ,auf ,seite #ga wird der ,stil des ,zarathustra mit einschneidender ,sicherheit beschrieben und vorweggenommen2 und niemals wird man einen grossartigeren ,ausdruck fr das ,ereigniss ,zarathustra1 den ,akt einer ungeheuren ,reinigung und ,weihung der ,menschheit1 finden1 als er in den ,seiten #dc-df gefunden ist4 - ,die ,unzeitgemssen4 #a4 ,die vier ,unzeitgemssen sind durchaus kriegerisch4 ,sie beweisen1 dass ich kein ,hans der ,trumer war1 dass es mir ,vergngen macht1 den ,degen zu ziehn1 - vielleicht auch1 dass ich das ,handgelenk gefhrlich frei habe4 ,der erste ,angriff 7#ahgc7 galt der deutschen ,bildung1 auf die ich damals schon mit schonungsloser ,verachtung hinabblickte4 ,ohne ,sinn1 ohne ,substanz1 ohne ,ziel3 eine blosse ffentliche ,meinung4 ,kein bsartigeres ,missverstndniss als zu glauben1 der grosse ,waffen-,erfolg der ,deutschen beweise irgend ,etwas zu ,gunsten dieser ,bildung - oder gar ihren ,sieg ber ,frankreich444 ,die zweite ,unzeitgemsse 7#ahgd7 bringt das ,gefhrliche1 das ,leben-,annagende und -,vergiftende in unsrer ,art des ,wissenschafts-,betriebs an's ,licht -3 das ,leben krank an diesem entmenschten ,rderwerk und ,mechanismus1 an der ,unpersnlichkeit des ,arbeiters1 an der falschen konomie der ,theilung der ,arbeit4 ,der ,zweck geht verloren1 die ,cultur3 - das ,mittel1 der moderne ,wissenschafts-,betrieb1 barbarisirt444 ,in dieser ,abhandlung wurde der historische ,sinn1 auf den dies ,jahrhundert stolz ist1 zum ersten ,mal als ,krankheit erkannt1 als typisches ,zeichen des ,verfalls4 - ,in der dritten und vierten ,unzeitgemssen werden1 als ,fingerzeige zu einem hheren ,begriff der ,cultur1 zur ,wiederherstellung des ,begriffs ,cultur1 zwei ,bilder der hrtesten ,selbstsucht1 ,selbstzucht dagegen aufgestellt1 unzeitgemsse ,typen par excellence1 voll souverainer ,verachtung gegen ,alles1 was um sie herum ,reich1 ,bildung1 ,christenthum1 ,bismarck1 ,erfolg hiess1 - ,schopenhauer und ,wagner oder1 mit ,einem ,wort1 ,nietzsche444 #b4 ,von diesen vier ,attentaten hatte das erste einen ausserordentlichen ,erfolg4 ,der ,lrm1 den es hervorrief1 war in jedem ,sinne prachtvoll4 ,ich hatte einer siegreichen ,nation an ihre wunde ,stelle gerhrt1 - dass ihr ,sieg nicht ein ,cultur-,ereigniss sei1 sondern vielleicht1 vielleicht etwas ganz ,anderes444 ,die ,antwort kam von allen ,seiten und durchaus nicht bloss von den alten ,freunden ,david ,straussens1 den ich als ,typus eines deutschen ,bildungsphilisters und satisfait1 kurz als ,verfasser seines ,bierbank-,evangeliums vom alten und neuen ,glauben lcherlich gemacht hatte 7- das ,wort ,bildungsphilister ist von meiner ,schrift her in der ,sprache brig geblieben74 ,diese alten ,freunde1 denen ich als ,wrtembergern und ,schwaben einen tiefen ,stich versetzt hatte1 als ich ihr ,wunderthier1 ihren ,strauss komisch fand1 antworteten so bieder und grob1 als ich's irgendwie wnschen konnte2 - die preussischen ,entgegnungen waren klger1 - sie hatten mehr ,berliner ,blau in sich4 ,das ,unanstndigste leistete ein ,leipziger ,blatt1 die berchtigten ,grenzboten2 ich hatte mhe1 die entrsteten ,basler von ,schritten abzuhalten4 ,unbedingt fr mich entschieden sich nur einige alte ,herrn1 aus gemischten und zum ,theil unausfindlichen ,grnden4 ,darunter ,ewald in ,gttingen1 der zu verstehn gab1 mein ,attentat sei fr ,strauss tdtlich abgelaufen4 ,insgleichen der alte ,hegelianer ,bruno ,bauer1 an dem ich von da an einen meiner aufmerksamsten ,leser gehabt habe4 ,er liebte es1 in seinen letzten ,jahren1 auf mich zu verweisen1 zum ,beispiel ,herrn von ,treitschke1 dem preussischen ,historiographen1 einen ,wink zu geben1 bei wem er sich ,auskunft ber den ihm verloren gegangnen ,begriff ,cultur holen knne4 ,das ,nachdenklichste1 auch das ,lngste ber die ,schrift und ihren ,autor wurde von einem alten ,schler des ,philosophen von ,baader gesagt1 einem ,professor ,hoffmann in ,wrzburg4 ,er sah aus der ,schrift eine grosse ,bestimmung fr mich voraus1 - eine ,art ,krisis und hchste ,entscheidung im ,problem des ,atheismus herbeizufhren1 als dessen instinktivsten und rcksichtslosesten ,typus er mich errieth4 ,der ,atheismus war das1 was mich zu ,schopenhauer fhrte4 - ,bei weitem am besten gehrt1 am bittersten empfunden wurde eine ausserordentlich starke und tapfere ,frsprache des sonst so milden ,karl ,hillebrand1 dieses letzten humanen ,deutschen1 der die ,feder zu fhren wusste4 ,man las seinen ,aufsatz in der ,augsburger ,zeitung2 man kann ihn heute1 in einer etwas vorsichtigeren ,form1 in seinen gesammelten ,schriften lesen4 ,hier war die ,schrift als ,ereigniss1 ,wendepunkt1 erste ,selbstbesinnung1 allerbestes ,zeichen dargestellt1 als eine wirkliche ,wiederkehr des deutschen ,ernstes und der deutschen ,leidenschaft in geistigen ,dingen4 ,hillebrand war voll hoher ,auszeichnung fr die ,form der ,schrift1 fr ihren reifen ,geschmack1 fr ihren vollkommnen ,takt in der ,unterscheidung von ,person und ,sache3 er zeichnete sie als die beste polemische ,schrift aus1 die deutsch geschrieben sei1 - in der gerade fr ,deutsche so gefhrlichen1 so widerrathbaren ,kunst der ,polemik4 ,unbedingt jasagend1 mich sogar in dem verschrfend1 was ich ber die ,sprach-,verlumpung in ,deutschland zu sagen gewagt hatte 7- heute spielen sie die ,puristen und knnen keinen ,satz mehr bauen -71 in gleicher ,verachtung gegen die ersten ,schriftsteller dieser ,nation1 endete er damit1 seine ,bewunderung fr meinen ,muth auszudrcken - jenen hchsten ,muth1 der gerade die ,lieblinge eines ,volks auf die ,anklagebank bringt444 ,die ,nachwirkung dieser ,schrift ist geradezu unschtzbar in meinem ,leben4 ,niemand hat bisher mit mir ,hndel gesucht4 ,man schweigt1 man behandelt mich in ,deutschland mit einer dstern ,vorsicht3 ich habe seit ,jahren von einer unbedingten ,redefreiheit ,gebrauch gemacht1 zu der ,niemand heute1 am wenigsten im ,reich1 die ,hand frei genug hat4 ,mein ,paradies ist unter dem ,schatten meines ,schwertes444 ,im ,grunde hatte ich eine ,maxime ,stendhals prakticirt3 er rth an1 seinen ,eintritt in die ,gesellschaft mit einem ,duell zu machen4 ,und wie ich mir meinen ,gegner gewhlt hatte6 den ersten deutschen ,freigeist6444 ,in der ,that1 eine ganz neue ,art ,freigeisterei kam damit zum ersten ,ausdruck3 bis heute ist mir ,nichts fremder und unverwandter als die ganze europische und amerikanische ,species von libres penseurs4 ,mit ihnen als mit unverbesserlichen ,flachkpfen und ,hanswrsten der modernen ,ideen befinde ich mich sogar in einem tieferen ,zwiespalt als mit ,irgendwem von ihren ,gegnern4 ,sie wollen auch1 auf ihre ,art1 die ,menschheit verbessern1 nach ihrem ,bilde1 sie wrden gegen das1 was ich bin1 was ich will1 einen unvershnlichen ,krieg machen1 gesetzt dass sie es verstnden1 - sie glauben allesammt noch ans ,ideal444 ,ich bin der erste ,immoralist4 #c4 ,dass die mit den ,namen ,schopenhauer und ,wagner abgezeichneten ,unzeitgemssen sonderlich zum ,verstndniss oder auch nur zur psychologischen ,fragestellung beider ,flle dienen knnten1 mchte ich nicht behaupten1 ,einzelnes1 wie billig1 ausgenommen4 ,so wird zum ,beispiel mit tiefer ,instinkt-,sicherheit bereits hier das ,elementarische in der ,natur ,wagners als eine ,schauspieler-,begabung bezeichnet1 die in seinen ,mitteln und ,absichten nur ihre ,folgerungen zieht4 ,im ,grunde wollte ich mit diesen ,schriften ,etwas ganz ,andres als ,psychologie treiben3 - ein ,problem der ,erziehung ohne ,gleichen1 ein neuer ,begriff der ,selbst-,zucht1 ,selbst-,vertheidigung bis zur ,hrte1 ein ,weg zur ,grsse und zu welthistorischen ,aufgaben verlangte nach seinem ersten ,ausdruck4 ,ins ,grosse gerechnet nahm ich zwei berhmte und ganz und gar noch unfestgestellte ,typen beim ,schopf1 wie man eine ,gelegenheit beim ,schopf nimmt1 um ,etwas auszusprechen1 um ein ,paar ,formeln1 ,zeichen1 ,sprachmittel mehr in der ,hand zu haben4 ,dies ist zuletzt1 mit vollkommen unheimlicher ,sagacitt1 auf ,s4 #ic der dritten ,unzeitgemssen auch angedeutet4 ,dergestalt hat sich ,plato des ,sokrates bedient1 als einer ,semiotik fr ,plato4 - ,jetzt1 wo ich aus einiger ,ferne auf jene ,zustnde zurckblicke1 deren ,zeugniss diese ,schriften sind1 mchte ich nicht verleugnen1 dass sie im ,grunde bloss von mir reden4 ,die ,schrift ,wagner in ,bayreuth ist eine ,vision meiner ,zukunft2 dagegen ist in ,schopenhauer als ,erzieher meine innerste ,geschichte1 mein ,werden eingeschrieben4 ,vor ,allem mein ,gelbniss6444 ,was ich heute bin1 wo ich heute bin - in einer ,hhe1 wo ich nicht mehr ,mit ,worten1 sondern mit ,blitzen rede -1 oh wie fern davon war ich damals noch6 - ,aber ich sah das ,land1 - ich betrog mich nicht einen ,augenblick ber ,weg1 ,meer1 ,gefahr - und ,erfolg6 ,die grosse ,ruhe im ,versprechen1 dies glckliche ,hinausschaun in eine ,zukunft1 welche nicht nur eine ,verheissung bleiben soll6 - ,hier ist jedes ,wort erlebt1 tief1 innerlich2 es fehlt nicht am ,schmerzlichsten1 es sind ,worte darin1 die geradezu blutrnstig sind4 ,aber ein ,wind der grossen ,freiheit blst ber ,alles weg2 die ,wunde selbst wirkt nicht als ,einwand4 - ,wie ich den ,philosophen verstehe1 als einen furchtbaren ,explosionsstoff1 vor dem ,alles in ,gefahr ist1 wie ich meinen ,begriff ,philosoph meilenweit abtrenne von einem ,begriff1 der sogar noch einen ,kant in sich schliesst1 nicht zu reden von den akademischen ,wiederkuern und andren ,professoren der ,philosophie3 darber giebt diese ,schrift eine unschtzbare ,belehrung1 zugegeben selbst1 dass hier im ,grunde nicht ,schopenhauer als ,erzieher1 sondern sein ,gegensatz1 ,nietzsche als ,erzieher1 zu ,worte kommt4 - ,in ,anbetracht1 dass damals mein ,handwerk das eines ,gelehrten war1 und1 vielleicht auch1 dass ich mein ,handwerk verstand1 ist ein herbes ,stck ,psychologie des ,gelehrten nicht ohne ,bedeutung1 das in dieser ,schrift pltzlich zum ,vorschein kommt3 es drckt das ,distanz-,gefhl aus1 die tiefe ,sicherheit darber1 was bei mir ,aufgabe1 was bloss ,mittel1 ,zwischenakt und ,nebenwerk sein kann4 ,es ist meine ,klugheit1 ,vieles und vielerorts gewesen zu sein1 um ,eins werden zu knnen1 - um zu ,einem kommen zu knnen4 ,ich musste eine ,zeit lang auch ,gelehrter sein4 - ,menschliches1 ,allzumenschliches4 ,mit zwei ,fortsetzungen4 #a4 ,menschliches1 ,allzumenschliches ist das ,denkmal einer ,krisis4 ,es heisst sich ein ,buch fr freie ,geister3 fast jeder ,satz darin drckt einen ,sieg aus - ich habe mich mit demselben vom ,unzugehrigen in meiner ,natur freigemacht4 ,unzugehrig ist mir der ,idealismus3 der ,titel sagt wo ihr ideale ,dinge seht1 sehe ich - ,menschliches1 ach nur ,allzumenschliches6444 ,ich kenne den ,menschen besser444 - ,in keinem andren ,sinne will das ,wort freier ,geist hier verstanden werden3 ein frei gewordner ,geist1 der von sich selber wieder ,besitz ergriffen hat4 ,der ,ton1 der ,stimmklang hat sich vllig verndert3 man wird das ,buch klug1 khl1 unter ,umstnden hart und spttisch finden4 ,eine gewisse ,geistigkeit vornehmen ,geschmacks scheint sich bestndig gegen eine leidenschaftlichere ,strmung auf dem ,grunde obenauf zu halten4 ,in diesem ,zusammenhang hat es ,sinn1 dass es eigentlich die hundertjhrige ,todesfeier ,voltaire's ist1 womit sich die ,herausgabe des ,buchs schon fr das ,jahr #ahgh gleichsam entschuldigt4 ,denn ,voltaire ist1 im ,gegensatz zu allem1 was nach ihm schrieb1 vor allem ein grandseigneur des ,geistes3 genau das1 was ich auch bin4 - ,der ,name ,voltaire auf einer ,schrift von mir - das war wirklich ein ,fortschritt - zu mir444 ,sieht man genauer zu1 so entdeckt man einen unbarmherzigen ,geist1 der alle ,schlupfwinkel kennt1 wo das ,ideal heimisch ist1 - wo es seine ,burgverliesse und gleichsam seine letzte ,sicherheit hat4 ,eine ,fackel in den ,hnden1 die durchaus kein fackelndes ,licht giebt1 mit einer schneidenden ,helle wird in diese ,unterwelt des ,ideals hineingeleuchtet4 ,es ist der ,krieg1 aber der ,krieg ohne ,pulver und ,dampf1 ohne kriegerische ,attitden1 ohne ,pathos und verrenkte ,gliedmaassen - dies ,alles selbst wre noch ,idealismus4 ,ein ,irrthum nach dem andern wird gelassen aufs ,eis gelegt1 das ,ideal wird nicht widerlegt - es erfriert444 ,hier zum ,beispiel erfriert das ,genie2 eine ,ecke weiter erfriert der ,heilige2 unter einem dicken ,eiszapfen erfriert der ,held2 am ,schluss erfriert der ,glaube1 die sogenannte berzeugung1 auch das ,mitleiden khlt sich bedeutend ab - fast berall erfriert das ,ding an sich444 #b4 ,die ,anfnge dieses ,buchs gehren mitten in die ,wochen der ersten ,bayreuther ,festspiele hinein2 eine tiefe ,fremdheit gegen ,alles1 was mich dort umgab1 ist eine seiner ,voraussetzungen4 ,wer einen ,begriff davon hat1 was fr ,visionen mir schon damals ber den ,weg gelaufen waren1 kann errathen1 wie mir zu ,muthe war1 als ich eines ,tags in ,bayreuth aufwachte4 ,ganz als ob ich trumte444 ,wo war ich doch8 ,ich erkannte ,nichts wieder1 ich erkannte kaum ,wagner wieder4 ,umsonst bltterte ich in meinen ,erinnerungen4 ,tribschen - eine ferne ,insel der ,glckseligen3 kein ,schatten von hnlichkeit4 ,die unvergleichlichen ,tage der ,grundsteinlegung1 die kleine zugehrige ,gesellschaft1 die sie feierte und der man nicht erst ,finger fr zarte ,dinge zu wnschen hatte3 kein ,schatten von hnlichkeit4 ,was war geschehn8 - ,man hatte ,wagner ins ,deutsche bersetzt6 ,der ,wagnerianer war ,herr ber ,wagner geworden6 - ,die deutsche ,kunst6 der deutsche ,meister6 das deutsche ,bier6444 ,wir ,andern1 die wir nur zu gut wissen1 zu was fr raffinirten ,artisten1 zu welchem ,cosmopolitismus des ,geschmacks ,wagners ,kunst allein redet1 waren ausser uns1 ,wagnern mit deutschen ,tugenden behngt wiederzufinden4 - ,ich denke1 ich kenne den ,wagnerianer1 ich habe drei ,generationen erlebt1 vom seligen ,brendel an1 der ,wagner mit ,hegel verwechselte1 bis zu den ,idealisten der ,bayreuther ,bltter1 die ,wagner mit sich selbst verwechseln1 - ich habe alle ,art ,bekenntnisse schner ,seelen ber ,wagner gehrt4 ,ein ,knigreich fr ,ein gescheidtes ,wort6 - ,in ,wahrheit1 eine haarstrubende ,gesellschaft6 ,nohl1 ,pohl1 ,kohl mit ,grazie in infinitum6 ,keine ,missgeburt fehlt darunter1 nicht einmal der ,antisemit4 - ,der arme ,wagner6 ,wohin war er gerathen6 - ,wre er doch wenigstens unter die ,sue gefahren6 ,aber unter ,deutsche6444 ,zuletzt sollte man1 zur ,belehrung der ,nachwelt1 einen echten ,bayreuther ausstopfen1 besser noch in ,spiritus setzen1 denn an ,spiritus fehlt es -1 mit der ,unterschrift3 so sah der ,geist aus1 auf den hin man das ,reich grndete444 ,genug1 ich reiste mitten drin fr ein paar ,wochen ab1 sehr pltzlich1 trotzdem dass eine charmante ,pariserin mich zu trsten suchte2 ich entschuldigte mich bei ,wagner bloss mit einem fatalistischen ,telegramm4 ,in einem tief in ,wldern verborgnen ,ort des ,bhmerwalds1 ,klingenbrunn1 trug ich meine ,melancholie und ,deutschen-,verachtung wie eine ,krankheit mit mir herum und schrieb von ,zeit zu ,zeit1 unter dem ,gesammttitel die ,pflugschar1 einen ,satz in mein ,taschenbuch1 lauter harte ,psychologica1 die sich vielleicht in ,menschliches1 ,allzumenschliches noch wiederfinden lassen4 #c4 ,was sich damals bei mir entschied1 war nicht etwa ein ,bruch mit ,wagner - ich empfand eine ,gesammt-,abirrung meines ,instinkts1 von der der einzelne ,fehlgriff1 heisse er nun ,wagner oder ,basler ,professur1 bloss ein ,zeichen war4 ,eine ,ungeduld mit mir berfiel mich2 ich sah ein1 dass es die hchste ,zeit war1 mich auf mich zurckzubesinnen4 ,mit ,einem ,male war mir auf eine schreckliche ,weise klar1 wie viel ,zeit bereits verschwendet sei1 - wie nutzlos1 wie willkrlich sich meine ganze ,philologen-,existenz an meiner ,aufgabe ausnehme4 ,ich schmte mich dieser falschen ,bescheidenheit444 ,zehn ,jahre hinter mir1 wo ganz eigentlich die ,ernhrung des ,geistes bei mir stillgestanden hatte1 wo ich nichts ,brauchbares hinzugelernt hatte1 wo ich unsinnig ,viel ber einem ,krimskrams verstaubter ,gelehrsamkeit vergessen hatte4 ,antike ,metriker mit ,akribie und schlechten ,augen durchkriechen - dahin war es mit mir gekommen6 - ,ich sah mit ,erbarmen mich ganz mager1 ganz abgehungert3 die ,realitten fehlten geradezu innerhalb meines ,wissens und die ,idealitten taugten den ,teufel was6 - ,ein geradezu brennender ,durst ergriff mich3 von da an habe ich in der ,that nichts mehr getrieben als ,physiologie1 ,medizin und ,naturwissenschaften1 - selbst zu eigentlichen historischen ,studien bin ich erst wieder zurckgekehrt1 als die ,aufgabe mich gebieterisch dazu zwang4 ,damals errieth ich auch zuerst den ,zusammenhang zwischen einer1 instinktwidrig gewhlten ,thtigkeit1 einem sogenannten ,beruf1 zu dem man am letzten berufen ist und jenem ,bedrfniss nach einer ,betubung des de- und ,hungergefhls durch eine narkotische ,kunst1 - zum ,beispiel durch die ,wagnerische ,kunst4 ,bei einem vorsichtigeren ,umblick habe ich entdeckt1 dass fr eine grosse ,anzahl junger ,mnner der gleiche ,nothstand besteht3 ,eine ,widernatur erzwingt frmlich eine zweite4 ,in ,deutschland1 im ,reich1 um unzweideutig zu reden1 sind nur zu ,viele verurtheilt1 sich unzeitig zu entscheiden und dann1 unter einer unabwerfbar gewordnen ,last1 hinzusiechen444 ,diese verlangen nach ,wagner als nach einem ,opiat1 - sie vergessen sich1 sie werden sich einen ,augenblick los444 ,was sage ich6 fnf bis sechs ,stunden6 #d4 ,damals entschied sich mein ,instinkt unerbittlich gegen ein noch lngeres ,nachgeben1 ,mitgehn1 ,mich-selbst-verwechseln4 ,jede ,art ,leben1 die ungnstigsten ,bedingungen1 ,krankheit1 ,armut - ,alles schien mir jener unwrdigen ,selbstlosigkeit vorziehenswerth1 in die ich zuerst aus ,unwissenheit1 aus ,jugend gerathen war1 in der ich spter aus ,trgheit1 aus sogenanntem ,pflichtgefhl hngen geblieben war4 - ,hier kam mir1 auf eine ,weise1 die ich nicht genug bewundern kann1 und gerade zur rechten ,zeit jene schlimme ,erbschaft von ,seiten meines ,vaters her zu ,hlfe1 - im ,grunde eine ,vorbestimmung zu einem frhen ,tode4 ,die ,krankheit lste mich langsam heraus3 sie ersparte mir jeden ,bruch1 jeden gewaltthtigen und anstssigen ,schritt4 ,ich habe kein ,wohlwollen damals eingebsst und viel noch hinzugewonnen4 ,die ,krankheit gab mir insgleichen ein ,recht zu einer vollkommnen ,umkehr aller meiner ,gewohnheiten2 sie erlaubte1 sie gebot mir ,vergessen2 sie beschenkte mich mit der ,nthigung zum ,stillliegen1 zum ,mssiggang1 zum ,warten und ,geduldigsein444 ,aber das heisst ja denken6444 ,meine ,augen allein machten ein ,ende mit aller ,bcherwrmerei1 auf deutsch3 ,philologie3 ich war vom ,buch erlst1 ich las jahrelang ,nichts mehr - die grsste ,wohlthat1 die ich mir je erwiesen habe6 - ,jenes unterste ,selbst1 gleichsam verschttet1 gleichsam still geworden unter einem bestndigen ,hren-,mssen auf andre ,selbste 7- und das heisst ja lesen67 erwachte langsam1 schchtern1 zweifelhaft1 - aber endlich redete es wieder4 ,nie habe ich so viel ,glck an mir gehabt1 als in den krnksten und schmerzhaftesten ,zeiten meines ,lebens3 man hat nur die ,morgenrthe oder etwa den ,wanderer und seinen ,schatten sich anzusehn1 um zu begreifen1 was diese ,rckkehr zu mir war3 eine hchste ,art von ,genesung selbst6444 ,die andre folgte bloss daraus4 #e4 ,menschliches1 ,allzumenschliches1 dies ,denkmal einer rigorsen ,selbstzucht1 mit der ich bei mir allem eingeschleppten hheren ,schwindel1 ,idealismus1 schnen ,gefhl1 und andren ,weiblichkeiten ein jhes ,ende bereitete1 wurde in allen ,hauptsachen in ,sorrent niedergeschrieben2 es bekam seinen ,schluss1 seine endgltige ,form in einem ,basler ,winter1 unter ungleich ungnstigeren ,verhltnissen als denen in ,sorrent4 ,im ,grunde hat ,herr ,peter ,gast1 damals an der ,basler ,universitt studirend und mir sehr zugethan1 das ,buch auf dem ,gewissen4 ,ich diktirte1 den ,kopf verbunden und schmerzhaft1 er schrieb ab1 er corrigirte auch1 - er war im ,grunde der eigentliche ,schriftsteller1 whrend ich bloss der ,autor war4 ,als das ,buch endlich fertig mir zu ,hnden kam - zur tiefen ,verwunderung eines ,schwerkranken -1 sandte ich1 unter ,anderem1 auch nach ,bayreuth zwei ,exemplare4 ,durch ein ,wunder von ,sinn im ,zufall kam gleichzeitig bei mir ein schnes ,exemplar des ,parsifal-,textes an1 mit ,wagners ,widmung an mich seinem theuren ,freunde ,friedrich ,nietzsche1 ,richard ,wagner1 ,kirchenrath4 - ,diese ,kreuzung der zwei ,bcher - mir war's1 als ob ich einen ominsen ,ton dabei hrte4 ,klang es nicht1 als ob sich ,degen kreuzten8444 ,jedenfalls empfanden wir es beide so3 denn wir schwiegen beide4 - ,um diese ,zeit erschienen die ersten ,bayreuther ,bltter3 ich begriff1 wozu es hchste ,zeit gewesen war4 - ,unglaublich6 ,wagner war fromm geworden444 #f4 ,wie ich damals 7#ahgf7 ber mich dachte1 mit welcher ungeheuren ,sicherheit ich meine ,aufgabe und das ,welthistorische an ihr in der ,hand hielt1 davon legt das ganze ,buch1 vor ,allem aber eine sehr ausdrckliche ,stelle ,zeugniss ab3 nur dass ich1 mit der bei mir instinktiven ,arglist1 auch hier wieder das ,wrtchen ich umgieng und dies ,mal nicht ,schopenhauer oder ,wagner1 sondern einen meiner ,freunde1 den ausgezeichneten ,dr4 ,paul ,re1 mit einer welthistorischen ,glorie berstrahlte - zum ,glck ein viel zu feines ,thier1 als dass444 ,andre waren weniger fein3 ich habe die ,hoffnungslosen unter meinen ,lesern1 zum ,beispiel den typischen deutschen ,professor1 immer daran erkannt1 dass sie1 auf diese ,stelle hin1 das ganze ,buch als hheren ,realismus verstehn zu mssen glaubten444 ,in ,wahrheit enthielt es den ,widerspruch gegen fnf1 sechs ,stze meines ,freundes3 man mge darber die ,vorrede zur ,genealogie der ,moral nachlesen4 - ,die ,stelle lautet3 welches ist doch der ,hauptsatz1 zu dem einer der khnsten und kltesten ,denker1 der ,verfasser des ,buchs ber den ,ursprung der moralischen ,empfindungen 7lisez3 ,nietzsche1 der erste ,immoralist7 vermge seiner ein- und durchschneidenden ,analysen des menschlichen ,handelns gelangt ist8 ,der moralische ,mensch steht der intelligiblen ,welt nicht nher als der physische - denn es giebt keine intelligible ,welt444 ,dieser ,satz1 hart und schneidig geworden unter dem ,hammerschlag der historischen ,erkenntniss 7lisez3 ,umwerthung aller ,werthe7 kann vielleicht einmal1 in irgend welcher ,zukunft - #ahij6 - als die ,axt dienen1 welche dem metaphysischen ,bedrfniss der ,menschheit an die ,wurzel gelegt wird1 - ob mehr zum ,segen oder zum ,fluche der ,menschheit1 wer wsste das zu sagen8 ,aber jedenfalls als ein ,satz der erheblichsten ,folgen1 fruchtbar und furchtbar zugleich und mit jenem ,doppelblick in die ,welt sehend1 welchen alle grossen ,erkenntnisse haben444 ,morgenrthe4 ,gedanken ber die ,moral als ,vorurtheil4 #a4 ,mit diesem ,buche beginnt mein ,feldzug gegen die ,moral4 ,nicht dass es den geringsten ,pulvergeruch an sich htte3 - man wird ganz andre und viel lieblichere ,gerche an ihm wahrnehmen1 gesetzt1 dass man einige ,feinheit in den ,nstern hat4 ,weder grosses1 noch auch kleines ,geschtz3 ist die ,wirkung des ,buchs negativ1 so sind es seine ,mittel um so weniger1 diese ,mittel1 aus denen die ,wirkung wie ein ,schluss1 nicht wie ein ,kanonenschuss folgt4 ,dass man von dem ,buche ,abschied nimmt mit einer scheuen ,vorsicht vor ,allem1 was bisher unter dem ,namen ,moral zu ,ehren und selbst zur ,anbetung gekommen ist1 steht nicht im ,widerspruch damit1 dass im ganzen ,buch kein negatives ,wort vorkommt1 kein ,angriff1 keine ,bosheit1 - dass es vielmehr in der ,sonne liegt1 rund1 glcklich1 einem ,seegethier gleich1 das zwischen ,felsen sich sonnt4 ,zuletzt war ich's selbst1 dieses ,seegethier3 fast jeder ,satz des ,buchs ist erdacht1 er schlpft in jenem ,felsen-,wirrwarr nahe bei ,genua1 wo ich allein war und noch mit dem ,meere ,heimlichkeiten hatte4 ,noch jetzt wird mir1 bei einer zuflligen ,berhrung dieses ,buchs1 fast jeder ,satz zum ,zipfel1 an dem ich irgend etwas ,unvergleichliches wieder aus der ,tiefe ziehe3 seine ganze ,haut zittert von zarten ,schaudern der ,erinnerung4 ,die ,kunst1 die es voraus hat1 ist keine kleine darin1 ,dinge1 die leicht und ohne ,gerusch vorbeihuschen1 ,augenblicke1 die ich gttliche ,eidechsen nenne1 ein wenig fest zu machen - nicht etwa mit der ,grausamkeit jenes jungen ,griechengottes1 der das arme ,eidechslein einfach anspiesste1 aber immerhin doch mit etwas ,spitzem1 mit der ,feder444 ,es giebt so viele ,morgenrthen1 die noch nicht geleuchtet haben - diese indische ,inschrift steht auf der ,thr zu diesem ,buche4 ,wo sucht sein ,urheber jenen neuen ,morgen1 jenes bisher noch unentdeckte zarte ,roth1 mit dem wieder ein ,tag - ah1 eine ganze ,reihe1 eine ganze ,welt neuer ,tage6 - anhebt8 ,in einer ,umwerthung aller ,werthe1 in einem ,loskommen von allen ,moralwerthen1 in einem ,jasagen und ,vertrauen-haben zu ,alledem1 was bisher verboten1 verachtet1 verflucht worden ist4 ,dies jasagende ,buch strmt sein ,licht1 seine ,liebe1 seine ,zrtlichkeit auf lauter schlimme ,dinge aus1 es giebt ihnen die ,seele1 das gute ,gewissen1 das hohe ,recht und ,vorrecht auf ,dasein wieder zurck4 ,die ,moral wird nicht angegriffen1 sie kommt nur nicht mehr in ,betracht444 ,dies ,buch schliesst mit einem ,oder81 - es ist das einzige ,buch1 das mit einem ,oder8 schliesst444 #b4 ,meine ,aufgabe1 einen ,augenblick hchster ,selbstbesinnung der ,menschheit vorzubereiten1 einen grossen ,mittag1 wo sie zurckschaut und hinausschaut1 wo sie aus der ,herrschaft des ,zufalls und der ,priester heraustritt und die ,frage des warum81 des wozu8 zum ersten ,male als ,ganzes stellt -1 diese ,aufgabe folgt mit ,nothwendigkeit aus der ,einsicht1 dass die ,menschheit nicht von selber auf dem rechten ,wege ist1 dass sie durchaus nicht gttlich regiert wird1 dass vielmehr gerade unter ihren heiligsten ,werthbegriffen der ,instinkt der ,verneinung1 der ,verderbniss1 der dcadence-,instinkt verfhrerisch gewaltet hat4 ,die ,frage nach der ,herkunft der moralischen ,werthe ist deshalb fr mich eine ,frage ersten ,ranges1 weil sie die ,zukunft der ,menschheit bedingt4 ,die ,forderung1 man solle glauben1 dass ,alles im ,grunde in den besten ,hnden ist1 dass ein ,buch1 die ,bibel1 eine endgltige ,beruhigung ber die gttliche ,lenkung und ,weisheit im ,geschick der ,menschheit giebt1 ist1 zurckbersetzt in die ,realitt1 der ,wille1 die ,wahrheit ber das erbarmungswrdige ,gegentheil davon nicht aufkommen zu lassen1 nmlich1 dass die ,menschheit bisher in den schlechtesten ,hnden war1 dass sie von den ,schlechtweggekommenen1 den ,arglistig-,rachschtigen1 den sogenannten ,heiligen1 diesen ,weltverleumdern und ,menschenschndern1 regiert worden ist4 ,das entscheidende ,zeichen1 an dem sich ergiebt1 dass der ,priester 7- eingerechnet die versteckten ,priester1 die ,philosophen7 nicht nur innerhalb einer bestimmten religisen ,gemeinschaft1 sondern berhaupt ,herr geworden ist1 dass die dcadence-,moral1 der ,wille zum ,ende1 als ,moral an sich gilt1 ist der unbedingte ,werth1 der dem ,unegoistischen und die ,feindschaft1 die dem ,egoistischen berall zu ,theil wird4 ,wer ber diesen ,punkt mit mir uneins ist1 den halte ich fr inficirt444 ,aber alle ,welt ist mit mir uneins444 ,fr einen ,physiologen lsst ein solcher ,werth-,gegensatz gar keinen ,zweifel4 ,wenn innerhalb des ,organismus das geringste ,organ in noch so kleinem ,maasse nachlsst1 seine ,selbsterhaltung1 seinen ,kraftersatz1 seinen1 ,egoismus mit vollkommner ,sicherheit durchzusetzen1 so entartet das ,ganze4 ,der ,physiologe verlangt ,ausschneidung des entartenden ,theils1 er verneint jede ,solidaritt mit dem ,entartenden1 er ist am fernsten vom ,mitleiden mit ihm4 ,aber der ,priester will gerade die ,entartung des ,ganzen1 der ,menschheit3 darum conservirt er das ,entartende - um diesen ,preis beherrscht er sie444 ,welchen ,sinn haben jene ,lgenbegriffe1 die ,hlfsbegriffe der ,moral1 ,seele1 ,geist1 freier ,wille1 ,gott1 wenn nicht den1 die ,menschheit physiologisch zu ruiniren8444 ,wenn man den ,ernst von der ,selbsterhaltung1 ,kraftsteigerung des ,leibes1 das heisst des ,lebens ablenkt1 wenn man aus der ,bleichsucht ein ,ideal1 aus der ,verachtung des ,leibes das ,heil der ,seele construirt1 was ist das ,anderes1 als ein ,recept zur dcadence8 - ,der ,verlust an ,schwergewicht1 der ,widerstand gegen die natrlichen ,instinkte1 die ,selbstlosigkeit mit ,einem ,worte - das hiess bisher ,moral444 ,mit der ,morgenrthe nahm ich zuerst den ,kampf gegen die ,entselbstungs-,moral auf4 - ,die frhliche ,wissenschaft4 7la gaya scienza7 ,die ,morgenrthe ist ein jasagendes ,buch1 tief1 aber hell und gtig4 ,dasselbe gilt noch einmal und im hchsten ,grade von der gaya scienza3 fast in jedem ,satz derselben halten sich ,tiefsinn und ,muthwillen zrtlich an der ,hand4 ,ein ,vers1 welcher die ,dankbarkeit fr den wunderbarsten ,monat ,januar ausdrckt1 den ich erlebt habe - das ganze ,buch ist sein ,geschenk - verrth zur ,genge1 aus welcher ,tiefe heraus hier die ,wissenschaft frhlich geworden ist3 ,der du mit dem ,flammenspeere ,meiner ,seele ,eis zertheilt1 ,dass sie brausend nun zum ,meere ,ihrer hchsten ,hoffnung eilt3 ,heller stets und stets gesunder1 ,frei im liebevollsten ,muss ,also preist sie deine ,wunder1 ,schnster ,januarius6 ,was hier hchste ,hoffnung heisst1 wer kann darber im ,zweifel sein1 der als ,schluss des vierten ,buchs die diamantene ,schnheit der ersten ,worte des ,zarathustra aufglnzen sieht8 - ,oder der die granitnen ,stze am ,ende des dritten ,buchs liest1 mit denen sich ein ,schicksal fr alle ,zeiten zum ersten ,male in ,formeln fasst8 - ,die ,lieder des ,prinzen ,vogelfrei1 zum besten ,theil in ,sicilien gedichtet1 erinnern ganz ausdrcklich an den provencialischen ,begriff der gaya scienza1 an jene ,einheit von ,snger1 ,ritter und ,freigeist1 mit der sich jene wunderbare ,frhkultur der ,provencalen gegen alle zweideutigen ,culturen abhebt2 das allerletzte ,gedicht zumal1 anden ,mistral1 ein ausgelassenes ,tanzlied1 in dem1 mit ,verlaub6 ber die ,moral hinweggetanzt wird1 ist ein vollkommner ,provenalismus4 - ,also sprach ,zarathustra4 ,ein ,buch fr ,alle und ,keinen4 #a4 ,ich erzhle nunmehr die ,geschichte des ,zarathustra4 ,die ,grundconception des ,werks1 der ,ewige-,wiederkunfts-,gedanke1 diese hchste ,formel der ,bejahung1 die berhaupt erreicht werden kann -1 gehrt in den ,august des ,jahres #ahha3 er ist auf ein ,blatt hingeworfen1 mit der ,unterschrift3 #fjjj ,fuss jenseits von ,mensch und ,zeit4 ,ich gieng an jenem ,tage am ,see von ,silvaplana durch die ,wlder2 bei einem mchtigen pyramidal aufgethrmten ,block unweit ,surlei machte ich ,halt4 ,da kam mir dieser ,gedanke4 - ,rechne ich von diesem ,tage ein paar ,monate zurck1 so finde ich1 als ,vorzeichen1 eine pltzliche und im ,tiefsten entscheidende ,vernderung meines ,geschmacks1 vor ,allem in der ,musik4 ,man darf vielleicht den ganzen ,zarathustra unter die ,musik rechnen2 - sicherlich war eine ,wiedergeburt in der ,kunst zu hren1 eine ,vorausbedingung dazu4 ,in einem kleinen ,gebirgsbade unweit ,vicenza1 ,recoaro1 wo ich den ,frhling des ,jahrs #ahha verbrachte1 entdeckte ich1 zusammen mit meinem mastro und ,freunde ,peter ,gast1 einem gleichfalls ,wiedergebornen1 dass der ,phnix ,musik mit leichterem und leuchtenderem ,gefieder1 als er je gezeigt1 an uns vorberflog4 ,rechne ich dagegen von jenem ,tage an vorwrts1 bis zur pltzlichen und unter den unwahrscheinlichsten ,verhltnissen eintretenden ,niederkunft im ,februar #ahhc - die ,schlusspartie1 dieselbe1 aus der ich im ,vorwort ein paar ,stze citirt habe1 wurde genau in der heiligen ,stunde fertig gemacht1 in der ,richard ,wagner in ,venedig starb - so ergeben sich achtzehn ,monate fr die ,schwangerschaft4 ,diese ,zahl gerade von achtzehn ,monaten drfte den ,gedanken nahelegen1 unter ,buddhisten wenigstens1 dass ich im ,grunde ein ,elephanten-,weibchen bin4 - ,in die ,zwischenzeit gehrt die gaya scienza1 die hundert ,anzeichen der ,nhe von etwas ,unvergleichlichem hat2 zuletzt giebt sie den ,anfang des ,zarathustra selbst noch1 sie giebt im vorletzten ,stck des vierten ,buchs den ,grundgedanken des ,zarathustra4 - ,insgleichen gehrt in diese ,zwischenzeit jener ,hymnus auf das ,leben 7fr gemischten ,chor und ,orchester71 dessen ,partitur vor zwei ,jahren bei ,e4 ,w4 ,fritzsch in ,leipzig erschienen ist3 ein vielleicht nicht unbedeutendes ,symptom fr den ,zustand dieses ,jahres1 wo das ja sagende ,pathos par excellence1 von mir das tragische ,pathos genannt1 im hchsten ,grade mir innewohnte4 ,man wird ihn spter einmal zu meinem ,gedchtniss singen4 - ,der ,text1 ausdrcklich bemerkt1 weil ein ,missverstndniss darber im ,umlauf ist1 ist nicht von mir3 er ist die erstaunliche ,inspiration einer jungen ,russin1 mit der ich damals befreundet war1 des ,frulein ,lou von ,salom4 ,wer den letzten ,worten des ,gedichts berhaupt einen ,sinn zu entnehmen weiss1 wird errathen1 warum ich es vorzog und bewunderte3 sie haben ,grsse4 ,der ,schmerz gilt nicht als ,einwand gegen das ,leben3 ,hast du kein ,glck mehr brig mir zu geben1 wohlan6 noch hast du deine ,pein444 ,vielleicht hat auch meine ,musik an dieser ,stelle ,grsse4 7,letzte ,note der ,oboe cis nicht c4 ,druckfehler47 - ,den darauf folgenden ,winter lebte ich in jener anmuthig stillen ,bucht von ,rapallo unweit ,genua1 die sich zwischen ,chiavari und dem ,vorgebirge ,porto fino einschneidet4 ,meine ,gesundheit war nicht die beste2 der ,winter kalt und ber die ,maassen regnerisch2 ein kleines ,albergo1 unmittelbar am ,meer gelegen1 so dass die hohe ,see nachts den ,schlaf unmglich machte1 bot ungefhr in ,allem das ,gegentheil vom ,wnschenswerthen4 ,trotzdem und beinahe zum ,beweis meines ,satzes1 dass alles ,entscheidende trotzdem1 entsteht1 war es dieser ,winter und diese ,ungunst der ,verhltnisse1 unter denen mein ,zarathustra entstand4 - ,den ,vormittag stieg ich in sdlicher ,richtung auf der herrlichen ,strasse nach ,zoagli hin in die ,hhe1 an ,pinien vorbei und weitaus das ,meer berschauend2 des ,nachmittags1 so oft es nur die ,gesundheit erlaubte1 umgieng ich die ganze ,bucht von ,santa ,margherita bis hinter nach ,porto fino4 ,dieser ,ort und diese ,landschaft ist durch die grosse ,liebe1 welche der unvergessliche deutsche ,kaiser ,friedrich der ,dritte fr sie fhlte1 meinem ,herzen noch nher gerckt2 ich war zufllig im ,herbst #ahhf wieder an dieser ,kste1 als er zum letzten ,mal diese kleine vergessne ,welt von ,glck besuchte4 - ,auf diesen beiden ,wegen fiel mir der ganze erste ,zarathustra ein1 vor ,allem ,zarathustra selber1 als ,typus3 richtiger1 er berfiel mich444 #b4 ,um diesen ,typus zu verstehn1 muss man sich zuerst seine physiologische ,voraussetzung klar machen3 sie ist das1 was ich die grosse ,gesundheit nenne4 ,ich weiss diesen ,begriff nicht besser1 nicht persnlicher zu erlutern1 als ich es schon gethan habe1 in einem der ,schlussabschnitte des fnften ,buchs der gaya scienza4 ,wir ,neuen1 ,namenlosen1 ,schlechtverstndlichen - heisst es daselbst - wir ,frhgeburten einer noch unbewiesenen ,zukunft1 wir bedrfen zu einem neuen ,zwecke auch eines neuen ,mittels1 nmlich einer neuen ,gesundheit1 einer strkeren gewitzteren zheren verwegneren lustigeren1 als alle ,gesundheiten bisher waren4 ,wessen ,seele darnach drstet1 den ganzen ,umfang der bisherigen ,werthe und ,wnschbarkeiten erlebt und alle ,ksten dieses idealischen ,mittelmeers umschifft zu haben1 wer aus den ,abenteuern der eigensten ,erfahrung wissen will1 wie es einem ,eroberer und ,entdecker des ,ideals zu ,muthe ist1 insgleichen einem ,knstler1 einem ,heiligen1 einem ,gesetzgeber1 einem ,weisen1 einem ,gelehrten1 einem ,frommen1 einem ,gttlich-,abseitigen alten ,stils3 der hat dazu zu allererst ,eins nthig1 die grosse ,gesundheit - eine solche1 welche man nicht nur hat1 sondern auch bestndig noch erwirbt und erwerben muss1 weil man sie immer wieder preisgiebt1 preisgeben muss444 ,und nun1 nachdem wir lange dergestalt unterwegs waren1 wir ,argonauten des ,ideals1 muthiger vielleicht als klug ist und ,oft genug schiffbrchig und zu ,schaden gekommen1 aber1 wie gesagt1 gesnder als man es uns erlauben mchte1 gefhrlich gesund1 immer wieder gesund1 - will es4 uns scheinen1 als ob wir1 zum ,lohn dafr1 ein noch unentdecktes ,land vor uns haben1 dessen ,grenzen noch ,niemand abgesehn hat1 ein jenseits aller bisherigen ,lnder und ,winkel des ,ideals1 eine ,welt so berreich an ,schnem1 ,fremdem1 ,fragwrdigem1 ,furchtbarem und ,gttlichem1 dass unsre ,neugierde sowohl als unser ,besitzdurst ausser sich gerathen sind - ach1 dass wir nunmehr durch ,nichts mehr zu ersttigen sind6444 ,wie knnten wir uns1 nach solchen ,ausblicken und mit einem solchen ,heisshunger in ,wissen und ,gewissen1 noch am gegenwrtigen ,menschen4 gengen lassen8 ,schlimm genug1 aber es ist unvermeidlich1 dass wir seinen wrdigsten ,zielen und ,hoffnungen nun mit einem bel aufrecht erhaltenen ,ernste zusehn und vielleicht nicht einmal mehr zusehn444 ,ein andres ,ideal luft vor uns her1 ein wunderliches1 versucherisches1 gefahrenreiches ,ideal1 zu dem wir ,niemanden berreden mchten1 weil wir ,niemandem so leicht das ,recht darauf zugestehn3 das ,ideal eines ,geistes1 der naiv1 das heisst ungewollt und aus berstrmender ,flle und ,mchtigkeit mit ,allem spielt1 was bisher heilig1 gut1 unberhrbar1 gttlich hiess2 fr den das ,hchste1 woran das ,volk billigerweise sein ,werthmaass hat1 bereits so viel wie ,gefahr1 ,verfall1 ,erniedrigung oder1 mindestens1 wie ,erholung1 ,blindheit1 zeitweiliges ,selbstvergessen bedeuten wrde2 das ,ideal eines menschlich-bermenschlichen ,wohlseins und ,wohlwollens1 welches oft genug unmenschlich erscheinen wird1 zum ,beispiel1 wenn es sich neben den ganzen bisherigen ,erdenernst1 neben alle bisherige ,feierlichkeit in ,gebrde1 ,wort1 ,klang1 ,blick1 ,moral und ,aufgabe wie deren leibhafteste unfreiwillige ,parodie hinstellt - und mit dem1 trotzalledem1 vielleicht der grosse ,ernst erst anhebt1 das eigentliche ,fragezeichen erst gesetzt wird1 das ,schicksal der ,seele sich wendet1 der ,zeiger rckt1 die ,tragdie beginnt4 #c4 - ,hat jemand1 ,ende des neunzehnten ,jahrhunderts1 einen deutlichen ,begriff davon1 was ,dichter starker ,zeitalter ,inspiration nannten8 ,im andren ,falle will ich's beschreiben4 ,mit dem geringsten ,rest von ,aberglauben in sich wrde man in der ,that die ,vorstellung1 bloss ,incarnation1 bloss ,mundstck1 bloss medium bermchtiger ,gewalten zu sein1 kaum abzuweisen wissen4 ,der ,begriff ,offenbarung1 in dem ,sinn1 dass pltzlich1 mit unsglicher ,sicherheit und ,feinheit1 ,etwas sichtbar1 hrbar wird1 ,etwas1 das ,einen im ,tiefsten erschttert und umwirft1 beschreibt einfach den ,thatbestand4 ,man hrt1 man sucht nicht2 man nimmt1 man fragt nicht1 wer da giebt2 wie ein ,blitz leuchtet ein ,gedanke auf1 mit ,nothwendigkeit1 in der ,form ohne ,zgern1 - ich habe nie eine ,wahl gehabt4 ,eine ,entzkkung1 deren ungeheure ,spannung sich mitunter in einen ,thrnenstrom auslst1 bei der der ,schritt unwillkrlich bald strmt1 bald langsam wird2 ein vollkommnes ,ausser-sich-sein mit dem distinktesten ,bewusstsein einer ,unzahl feiner ,schauder und berrieselungen bis in die ,fusszehen2 eine ,glckstiefe1 in der das ,schmerzlichste und ,dsterste nicht als ,gegensatz wirkt1 sondern als bedingt1 als herausgefordert1 sondern als eine nothwendige ,farbe innerhalb eines solchen ,lichtberflusses2 ein ,instinkt rhythmischer ,verhltnisse1 der weite ,rume von ,formen berspannt - die ,lnge1 das ,bedrfniss nach einem weitgespannten ,rhythmus ist beinahe das ,maass fr die ,gewalt der ,inspiration1 eine ,art ,ausgleich gegen deren ,druck und ,spannung444 ,alles geschieht im hchsten ,grade unfreiwillig1 aber wie in einem ,sturme von ,freiheits-,gefhl1 von ,unbedingtsein1 von ,macht1 von ,gttlichkeit444 ,die ,unfreiwilligkeit des ,bildes1 des ,gleichnisses ist das ,merkwrdigste2 man hat keinen ,begriff mehr1 was ,bild1 was ,gleichniss ist1 ,alles bietet sich als der nchste1 der richtigste1 der einfachste ,ausdruck4 ,es scheint wirklich1 um an ein ,wort ,zarathustra's zu erinnern1 als ob die ,dinge selber herankmen und sich zum ,gleichnisse anbten 7- hier kommen alle ,dinge liebkosend zu deiner ,rede und schmeicheln dir3 denn sie wollen auf deinem ,rcken reiten4 ,auf jedem ,gleichniss reitest du hier zu jeder ,wahrheit4 ,hier springen dir alles ,seins ,worte und ,wort-,schreine auf2 alles ,sein will hier ,wort werden1 alles ,werden will von dir reden lernen -74 ,dies ist meine ,erfahrung von ,inspiration2 ich zweifle nicht1 dass man ,jahrtausende zurckgehn muss1 um jemanden zu finden1 der mir sagen darf es ist auch die meine4 #d4 ,ich lag ein ,paar ,wochen hinterdrein in ,genua krank4 ,dann folgte ein schwermthiger ,frhling in ,rom1 wo ich das ,leben hinnahm - es war nicht leicht4 ,im ,grunde verdross mich dieser fr den ,dichter des ,zarathustra unanstndigste ,ort der ,erde1 den ich nicht freiwillig gewhlt hatte1 ber die ,maassen2 ich versuchte loszukommen1 - ich wollte nach ,aquila1 dem ,gegenbegriff von ,rom1 aus ,feindschaft gegen ,rom gegrndet1 wie ich einen ,ort dereinst grnden werde1 die ,erinnerung an einen ,atheisten und ,kirchenfeind comme il faut1 an einen meiner ,nchstverwandten1 den grossen ,hohenstaufen-,kaiser ,friedrich den ,zweiten4 ,aber es war ein ,verhngniss bei dem ,allen3 ich musste wieder zurck4 ,zuletzt gab ich mich mit der piazza ,barberini zufrieden1 nachdem mich meine ,mhe um eine anti-christliche ,gegend mde gemacht hatte4 ,ich frchte1 ich habe einmal1 um schlechten ,gerchen mglichst aus dem ,wege zu gehn1 im palazzo del ,quirinale selbst nachgefragt1 ob man nicht ein stilles ,zimmer fr einen ,philosophen habe4 - ,auf einer loggia hoch ber der genannten piazza1 von der aus man ,rom bersieht und tief unten die fontana rauschen hrt1 wurde jenes einsamste ,lied gedichtet1 das je gedichtet worden ist1 das ,nachtlied2 um diese ,zeit gieng immer eine ,melodie von unsglicher ,schwermuth um mich herum1 deren ,refrain ich in den ,worten wiederfand todt vor ,unsterblichkeit444 ,im ,sommer1 heimgekehrt zur heiligen ,stelle1 wo der erste ,blitz des ,zarathustra-,gedankens mir geleuchtet hatte1 fand ich den zweiten ,zarathustra4 ,zehn ,tage gengten2 ich habe in keinem ,falle1 weder beim ersten1 noch beim dritten und letzten mehr gebraucht4 ,im ,winter darauf1 unter dem halkyonischen ,himmel ,nizza's1 der damals zum ersten ,male in mein ,leben hineinglnzte1 fand ich den dritten ,zarathustra - und war fertig4 ,kaum ein ,jahr1 fr's ,ganze gerechnet4 ,viele verborgne ,flecke und ,hhen aus der ,landschaft ,nizza's sind mir durch unvergessliche ,augenblicke geweiht2 jene entscheidende ,partie1 welche den ,titel von alten und neuen ,tafeln trgt1 wurde im beschwerlichsten ,aufsteigen von der ,station zu dem wunderbaren maurischen ,felsenneste ,eza gedichtet1 - die ,muskel-,behendheit war bei mir immer am grssten1 wenn die schpferische ,kraft am reichsten floss4 ,der ,leib ist begeistert3 lassen wir die ,seele aus dem ,spiele444 ,man hat mich oft tanzen sehn knnen2 ich konnte damals1 ohne einen ,begriff von ,ermdung1 sieben1 acht ,stunden auf ,bergen unterwegs sein4 ,ich schlief gut1 ich lachte viel -1 ich war von einer vollkommnen ,rstigkeit und ,geduld4 #e4 ,abgesehn von diesen ,zehn-,tage-,werken waren die ,jahre whrend und vor ,allem nach dem ,zarathustra ein ,nothstand ohne ,gleichen4 ,man bsst es theuer1 unsterblich zu sein3 man stirbt dafr mehrere ,male bei ,lebzeiten4 - ,es giebt ,etwas1 das ich die rancune des ,grossen nenne3 alles ,grosse1 ein ,werk1 eine ,that1 wendet sich1 einmal vollbracht1 unverzglich gegen den1 der sie that4 ,ebendamit1 dass er sie that1 ist er nunmehr schwach - er hlt seine ,that nicht mehr aus1 er sieht ihr nicht mehr in's ,gesicht4 ,etwas hinter sich zu haben1 das man nie wollen durfte1 ,etwas1 worin der ,knoten im ,schicksal der ,menschheit eingeknpft ist - und es nunmehr auf sich haben6444 ,es zerdrckt beinahe44 - ,die rancune des ,grossen6 - ,ein ,andres ist die schauerliche ,stille1 die man um sich hrt4 ,die ,einsamkeit hat sieben ,hute2 es geht ,nichts mehr hindurch4 ,man kommt zu ,menschen1 man begrsst ,freunde3 neue de1 kein ,blick grsst mehr4 ,im besten ,falle eine ,art ,revolte4 ,eine solche ,revolte erfuhr ich1 in sehr verschiednem ,grade1 aber fast von ,jedermann1 der mir nahe stand2 es scheint1 dass ,nichts tiefer beleidigt als pltzlich eine ,distanz merken zu lassen1 - die vornehmen ,naturen1 die nicht zu leben wissen1 ohne zu verehren1 sind selten4 - ,ein ,drittes ist die absurde ,reizbarkeit der ,haut gegen kleine ,stiche1 eine ,art ,hlflosigkeit vor allem ,kleinen4 ,diese scheint mir in der ungeheuren ,verschwendung aller ,defensiv-,krfte bedingt1 die jede schpferische ,that1 jede ,that aus dem ,eigensten1 ,innersten1 ,untersten heraus zur ,voraussetzung hat4 ,die kleinen ,defensiv-,vermgen sind damit gleichsam ausgehngt2 es fliesst ihnen keine ,kraft mehr zu4 - ,ich wage noch anzudeuten1 dass man schlechter verdaut1 ungern sich bewegt1 den ,frostgefhlen1 auch dem ,misstrauen allzu offen steht1 - dem ,misstrauen1 das in vielen ,fllen bloss ein tiologischer ,fehlgriff ist4 ,in einem solchen ,zustande empfand ich einmal die ,nhe einer ,kuhheerde1 durch ,wiederkehr milderer1 menschenfreundlicherer ,gedanken1 noch bevor ich sie sah3 das hat ,wrme in sich444 #f4 ,dieses ,werk steht durchaus fr sich4 ,lassen wir die ,dichter bei ,seite3 es ist vielleicht berhaupt nie ,etwas aus einem gleichen berfluss von ,kraft heraus gethan worden4 ,mein ,begriff dionysisch wurde hier hchste ,that2 an ihr gemessen erscheint der ganze ,rest von menschlichem ,thun als arm und bedingt4 ,dass ein ,goethe1 ein ,shakespeare nicht einen ,augenblick in dieser ungeheuren ,leidenschaft und ,hhe zu athmen wissen wrde1 dass ,dante1 gegen ,zarathustra gehalten1 bloss ein ,glubiger ist und nicht ,einer1 der die ,wahrheit erst schafft1 ein weltregierender ,geist1 ein ,schicksal dass die ,dichter des ,veda ,priester sind und nicht einmal wrdig1 die ,schuhsohlen eines ,zarathustra zu lsen1 das ist ,alles das ,wenigste und giebt keinen ,begriff von der ,distanz1 von der azurnen ,einsamkeit1 in der dies ,werk lebt4 ,zarathustra hat ein ewiges ,recht zu sagen3 ich schliesse ,kreise um mich und heilige ,grenzen2 immer ,wenigere steigen mit mir auf immer hhere ,berge1 - ich baue ein ,gebirge aus immer heiligeren ,bergen4 ,man rechne den ,geist und die ,gte aller grossen ,seelen in ,eins3 alle zusammen wren nicht im ,stande1 ,eine ,rede ,zarathustras hervorzubringen4 ,die ,leiter ist ungeheuer1 auf der er auf und nieder steigt2 er hat weiter gesehn1 weiter gewollt1 weiter gekonnt1 als irgend ein ,mensch4 ,er widerspricht mit jedem ,wort1 dieser jasagendste aller ,geister2 in ihm sind alle ,gegenstze zu einer neuen ,einheit gebunden4 ,die hchsten und die untersten ,krfte der menschlichen ,natur1 das ,ssseste1 ,leichtfertigste und ,furchtbarste strmt aus ,einem ,born mit unsterblicher ,sicherheit hervor4 ,man weiss bis dahin nicht1 was ,hhe1 was ,tiefe ist2 man weiss noch weniger1 was ,wahrheit ist4 ,es ist kein ,augenblick in dieser ,offenbarung der ,wahrheit1 der schon vorweggenommen1 von ,einem der ,grssten errathen worden wre4 ,es giebt keine ,weisheit1 keine ,seelen-,erforschung1 keine ,kunst zu reden vor ,zarathustra2 das ,nchste1 das ,alltglichste redet hier von unerhrten ,dingen4 ,die ,sentenz von ,leidenschaft zitternd2 die ,beredsamkeit ,musik geworden2 ,blitze vorausgeschleudert nach bisher unerrathenen ,zuknften4 ,die mchtigste ,kraft zum ,gleichniss1 die bisher da war1 ist arm und ,spielerei gegen diese ,rckkehr der ,sprache zur ,natur der ,bildlichkeit4 - ,und wie ,zarathustra herabsteigt und zu ,jedem das ,gtigste sagt6 ,wie er selbst seine ,widersacher1 die ,priester1 mit zarten ,hnden anfasst und mit ihnen an ihnen leidet6 - ,hier ist in jedem ,augenblick der ,mensch berwunden1 der ,begriff bermensch ward hier hchste ,realitt1 - in einer unendlichen ,ferne liegt alles das1 was bisher gross am ,menschen hiess1 unter ihm4 ,das ,halkyonische1 die leichten ,fsse1 die ,allgegenwart von ,bosheit und bermuth und was sonst ,alles typisch ist fr den ,typus ,zarathustra4 ist nie getrumt worden als wesentlich zur ,grsse4 ,zarathustra fhlt sich gerade in diesem ,umfang an ,raum1 in dieser ,zugnglichkeit zum ,entgegengesetzten als die hchste ,art alles ,seienden2 und wenn man hrt1 wie er diese definirt1 so wird man darauf verzichten1 nach seinem ,gleichniss zu suchen4 - die ,seele1 welche die lngste ,leiter hat und am tiefsten hinunter kann1 die umfnglichste ,seele1 welche am weitesten in sich laufen und irren und schweifen kann1 die nothwendigste1 welche sich mit ,lust in den ,zufall strzt1 die seiende ,seele1 welche ins ,werden1 die habende1 welche ins ,wollen und ,verlangen will - die sich selber fliehende1 welche sich selber in weitesten ,kreisen einholt1 die weiseste ,seele1 welcher die ,narrheit am sssesten zuredet1 die sich selber liebendste1 in der alle ,dinge ihr ,strmen und ,wiederstrmen und ,ebbe und ,fluth haben - - ,aber das ist der ,begriff des ,dionysos selbst4 ,eben dahin fhrt eine andre ,erwgung4 ,das psychologische ,problem im ,typus des ,zarathustra ist1 wie der1 welcher in einem unerhrten ,grade ,nein sagt1 ,nein thut1 zu ,allem1 wozu man bisher ,ja sagte1 trotzdem der ,gegensatz eines neinsagenden ,geistes sein kann2 wie der das ,schwerste von ,schicksal1 ein ,verhngniss von ,aufgabe tragende ,geist trotzdem der leichteste und jenseitigste sein kann - ,zarathustra ist ein ,tnzer -2 wie der1 welcher die hrteste1 die furchtbarste ,einsicht in die ,realitt hat1 welcher den abgrndlichsten ,gedanken gedacht hat1 trotzdem darin keinen ,einwand gegen das ,dasein1 selbst nicht gegen dessen ewige ,wiederkunft findet1 - vielmehr einen ,grund noch hinzu1 das ewige ,ja zu allen ,dingen selbst zu sein1 das ungeheure unbegrenzte ,ja- und ,amen-sagen444 ,in alle ,abgrnde trage ich noch mein segnendes ,jasagen444 ,aber das ist der ,begriff des ,dionysos noch einmal4 #g4 - ,welche ,sprache wird ein solcher ,geist reden1 wenn er mit sich allein redet8 ,die ,sprache des ,dithyrambus4 ,ich bin der ,erfinder des ,dithyrambus4 ,man hre1 wie ,zarathustra vor ,sonnenaufgang 7,,iii1 #ah7 mit sich redet3 ein solches smaragdenes ,glck1 eine solche gttliche ,zrtlichkeit hatte noch keine ,zunge vor mir4 ,auch die tiefste ,schwermuth eines solchen ,dionysos wird noch ,dithyrambus2 ich nehme1 zum ,zeichen1 das ,nachtlied1 die unsterbliche ,klage1 durch die berflle von ,licht und ,macht1 durch seine ,sonnen-,natur1 verurtheilt zu sein1 nicht zu lieben4 ,nacht ist es3 nun reden lauter alle springenden ,brunnen4 ,und auch meine ,seele ist ein springender ,brunnen4 ,nacht ist es3 nun erst erwachen alle ,lieder der ,liebenden4 ,und auch meine ,seele ist das ,lied eines ,liebenden4 ,ein ,ungestilltes1 ,unstillbares ist in mir1 das will laut werden4 ,eine ,begierde nach ,liebe ist in mir1 die redet selber die ,sprache der ,liebe4 ,licht bin ich3 ach dass ich ,nacht wre6 ,aber dies ist meine ,einsamkeit1 dass ich von ,licht umgrtet bin4 ,ach1 dass ich dunkel wre und nchtig6 ,wie wollte ich an den ,brsten des ,lichts saugen6 ,und euch selber wollte ich noch segnen1 ihr kleinen ,funkelsterne und ,leuchtwrmer droben6 - und selig sein ob eurer ,licht-,geschenke4 ,aber ich lebe in meinem eignen ,lichte1 ich trinke die ,flammen in mich zurck1 die aus mir brechen4 ,ich kenne das ,glck des ,nehmenden nicht2 und oft trumte mir davon1 dass ,stehlen noch seliger sein msse als ,nehmen4 ,das ist meine ,armuth1 dass meine ,hand niemals ausruht vom ,schenken2 das ist mein ,neid1 dass ich wartende ,augen sehe und die erhellten ,nchte der ,sehnsucht4 ,oh ,unseligkeit aller ,schenkenden6 ,oh ,verfinsterung meiner ,sonne6 ,oh ,begierde nach ,begehren6 ,oh ,heisshunger in der ,sttigung6 ,sie nehmen von mir3 aber rhre ich noch an ihre ,seele8 ,eine ,kluft ist zwischen ,nehmen und ,geben2 und die kleinste ,kluft ist am letzten zu berbrcken4 ,ein ,hunger wchst aus meiner ,schnheit3 wehethun mchte ich denen1 welchen ich leuchte1 berauben mchte ich meine ,beschenkten1 - also hungere ich nach ,bosheit4 ,die ,hand zurckziehend1 wenn sich schon ihr die ,hand entgegenstreckt2 dem ,wasserfall gleich1 der noch im ,sturze zgert3 also hungere ich nach ,bosheit4 ,solche ,rache sinnt meine ,flle aus1 solche ,tcke quillt aus meiner ,einsamkeit4 ,mein ,glck im ,schenken erstarb im ,schenken1 meine ,tugend wurde ihrer selber mde an ihrem berflusse6 ,wer immer schenkt1 dessen ,gefahr ist1 dass er die ,scham verliere2 wer immer austheilt1 dessen ,hand und ,herz hat ,schwielen vor lauter ,austheilen4 ,mein ,auge quillt nicht mehr ber vor der ,scham der ,bittenden2 meine ,hand wurde zu hart fr das ,zittern gefllter ,hnde4 ,wohin kam die ,thrne meinem ,auge und der ,flaum meinem ,herzen8 ,oh ,einsamkeit aller ,schenkenden6 ,oh ,schweigsamkeit aller ,leuchtenden6 ,viel ,sonnen kreisen im den ,raume3 zu ,allem1 was dunkel ist1 reden sie mit ihrem ,lichte - mir schweigen sie4 ,oh dies ist die ,feindschaft des ,lichts gegen ,leuchtendes3 erbarmungslos wandelt es seine ,bahnen4 ,unbillig gegen ,leuchtendes im tiefsten ,herzen1 kalt gegen ,sonnen - also wandelt jede ,sonne4 ,einem ,sturme gleich wandeln die ,sonnen ihre ,bahnen1 ihrem unerbittlichen ,willen folgen sie1 das ist ihre ,klte4 ,oh ihr erst seid es1 ihr ,dunklen1 ihr ,nchtigen1 die ihr ,wrme schafft aus ,leuchtendem6 ,oh ihr erst trinkt euch ,milch und ,labsal aus des ,lichtes ,eutern6 ,ach1 ,eis ist um mich1 meine ,hand verbrennt sich an ,eisigem6 ,ach1 ,durst ist in mir1 der schmachtet nach eurem ,durste4 ,nacht ist es3 ach dass ich ,licht sein muss6 ,und ,durst nach ,nchtigem6 ,und ,einsamkeit6 ,nacht ist es3 nun bricht wie ein ,born aus mir mein ,verlangen1 - nach ,rede verlangt mich4 ,nacht ist es3 nun reden lauter alle springenden ,brunnen4 ,und auch meine ,seele ist ein springender ,brunnen4 ,nacht ist es3 nun erwachen alle ,lieder der ,liebenden4 ,und auch meine ,seele ist das ,lied eines ,liebenden4 - #h4 ,dergleichen ist nie gedichtet1 nie gefhlt1 nie gelitten worden3 so leidet ein ,gott1 ein ,dionysos4 ,die ,antwort auf einen solchen ,dithyrambus der ,sonnen-,vereinsamung im ,lichte wre ,ariadne444 ,wer weiss ausser mir1 was ,ariadne ist6444 ,von allen solchen ,rthseln hatte ,niemand bisher die ,lsung1 ich zweifle1 dass je jemand auch hier nur ,rthsel sah4 - ,zarathustra bestimmt einmal1 mit ,strenge1 seine ,aufgabe - es ist auch die meine -1 dass man sich ber den ,sinn nicht vergreifen kann3 er ist ja sagend bis zur ,rechtfertigung1 bis zur ,erlsung auch alles ,vergangenen4 ,ich wandle unter ,menschen als unter ,bruchstcken der ,zukunft3 jener ,zukunft1 die ich schaue4 ,und das ist all mein ,dichten und ,trachten1 dass ich in ,eins dichte und zusammentrage1 was ,bruchstck ist und ,rthsel und grauser ,zufall4 ,und wie ertrge ich es ,mensch zu sein1 wenn der ,mensch nicht auch ,dichter und ,rthselrather und ,erlser des ,zufalls wre8 ,die ,vergangnen zu erlsen und alles ,es war umzuschaffen in ein ,so wollte ich es6 das hiesse mir erst ,erlsung4 ,an einer andren ,stelle bestimmt er so streng als mglich1 was fr ihn allein der ,mensch sein kann - kein ,gegenstand der ,liebe oder gar des ,mitleidens - auch ber den grossen ,ekel am ,menschen ist ,zarathustra ,herr geworden3 der ,mensch ist ihm eine ,unform1 ein ,stoff1 ein hsslicher ,stein1 der des ,bildners bedarf4 ,nicht-mehr-wollen und ,nicht-mehr-schtzen und ,nicht-mehr-schaffen3 oh dass diese grosse ,mdigkeit mir stets ferne bleibe6 ,auch im ,erkennen fhle ich nur meines ,willens ,zeuge- und ,werdelust2 und wenn ,unschuld in meiner ,erkenntniss ist1 so geschieht dies1 weil ,wille zur ,zeugung in ihr ist4 ,hinweg von ,gott und ,gttern lockte mich dieser ,wille3 was wre denn zu schaffen1 wenn ,gtter - da wren8 ,aber zum ,menschen treibt er mich stets von ,neuem1 mein inbrnstiger ,schaffens-,wille2 so treibt's den ,hammer hin zum ,steine4 ,ach1 ihr ,menschen1 im ,steine schlft mir ein ,bild1 das ,bild der ,bilder6 ,ach1 dass es im hrtesten1 hsslichsten ,steine schlafen muss6 ,nun wthet mein ,hammer grausam gegen sein ,gefngniss4 ,vom ,steine stuben ,stcke3 was schiert mich das6 ,vollenden will ich's1 denn ein ,schatten kam zu mir1 - aller ,dinge ,stillstes und ,leichtestes kam einst zu mir6 ,des bermenschen ,schnheit kam zu mir als ,schatten3 was gehen mich noch - die ,gtter an6444 ,ich hebe einen letzten ,gesichtspunkt hervor3 der unterstrichne ,vers giebt den ,anlass hierzu4 ,fr eine dionysische ,aufgabe gehrt die ,hrte des ,hammers1 die ,lust selbstam ,vernichten in entscheidender ,weise zu den ,vorbedingungen4 ,der ,imperativ werdet hart61 die unterste ,gewissheit darber1 dass alle ,schaffenden hart sind1 ist das eigentliche ,abzeichen einer dionysischen ,natur4 - ,jenseits von ,gut und ,bse4 ,vorspiel einer ,philosophie der ,zukunft4 #a4 ,die ,aufgabe fr die nunmehr folgenden ,jahre war so streng als mglich vorgezeichnet4 ,nachdem der jasagende ,theil meiner ,aufgabe gelst war1 kam die neinsagende1 neinthuende ,hlfte derselben an die ,reihe3 die ,umwerthung der bisherigen ,werthe selbst1 der grosse ,krieg1 - die ,heraufbeschwrung eines ,tags der ,entscheidung4 ,hier ist eingerechnet der langsame ,umblick nach ,verwandten1 nach ,solchen1 die aus der ,strke heraus ,zum ,vernichten mir die ,hand bieten wrden4 - ,von da an sind alle meine ,schriften ,angelhaken3 vielleicht verstehe ich mich so gut als jemand auf ,angeln8444 ,wenn ,nichts sich fieng1 so liegt die ,schuld nicht an mir4 ,die ,fische fehlten444 #b4 ,dies ,buch 7#ahhf7 ist in allem ,wesentlichen eine ,kritik der ,modernitt1 die modernen ,wissenschaften1 die modernen ,knste1 selbst die moderne ,politik nicht ausgeschlossen1 nebst ,fingerzeigen zu einem ,gegensatz-,typus1 der so wenig modern als mglich ist1 einem vornehmen1 einem jasagenden ,typus4 ,im letzteren ,sinne ist das ,buch eine ,schule des gentilhomme1 der ,begriff geistiger und radikaler genommen als er je genommen worden ist4 ,man muss ,muth im ,leibe haben1 ihn auch nur auszuhalten1 man muss das ,frchten nicht gelernt haben444 ,alle die ,dinge1 worauf das ,zeitalter stolz ist1 werden als ,widerspruch zu diesem ,typus empfunden1 als schlechte ,manieren beinahe1 die berhmte ,objektivitt zum ,beispiel1 das ,mitgefhl mit allem ,leidenden1 der historische ,sinn mit seiner ,unterwrfigkeit vor fremdem ,geschmack1 mit seinem ,auf-dem-,bauch-liegen vor petits faits1 die ,wissenschaftlichkeit4 - ,erwgt man1 dass das ,buch nach dem ,zarathustra folgt1 so errth man vielleicht auch das ditetische rgime1 dem es eine ,entstehung verdankt4 ,das ,auge1 verwhnt durch eine ungeheure ,nthigung fern zu sehn - ,zarathustra ist weitsichtiger noch als der ,czar -1 wird hier gezwungen1 das ,nchste1 die ,zeit1 das ,um-uns scharf zu fassen4 ,man wird in allen ,stcken1 vor ,allem auch in der ,form1 eine gleiche willkrliche ,abkehr von den ,instinkten finden1 aus denen ein ,zarathustra mglich wurde4 ,das ,raffinement in ,form1 in ,absicht1 in der ,kunst des ,schweigens1 ist im ,vordergrunde1 die ,psychologie wird mit eingestndlicher ,hrte und ,grausamkeit gehandhabt1 - das ,buch entbehrt jedes gutmthigen ,worts444 ,alles das erholt3 wer errth zuletzt1 welche ,art ,erholung eine solche ,verschwendung von ,gte1 wie der ,zarathustra ist1 nthig macht8444 ,theologisch geredet - man hre zu1 denn ich rede selten als ,theologe - war es ,gott selber1 der sich als ,schlange am ,ende seines ,tagewerks unter den ,baum der ,erkenntniss legte3 er erholte sich so davon1 ,gott zu sein444 ,er hatte ,alles zu schn gemacht444 ,der ,teufel ist bloss der ,mssiggang ,gottes an jedem siebenten ,tage444 ,genealogie der ,moral4 ,eine ,streitschrift4 ,die drei ,abhandlungen1 aus denen diese ,genealogie besteht1 sind vielleicht in ,hinsicht auf ,ausdruck1 ,absicht und ,kunst der berraschung1 das ,unheimlichste1 was bisher geschrieben worden ist4 ,dionysos ist1 man weiss es1 auch der ,gott der ,finsterniss4 - ,jedes ,mal ein ,anfang1 der irre fhren soll1 khl1 wissenschaftlich1 ironisch selbst1 absichtlich ,vordergrund1 absichtlich hinhaltend4 ,allmhlich mehr ,unruhe2 vereinzeltes ,wetterleuchten2 sehr unangenehme ,wahrheiten aus der ,ferne her mit dumpfem ,gebrumm laut werdend1 - bis endlich ein tempo feroce erreicht ist1 wo ,alles mit ungeheurer ,spannung vorwrts treibt4 ,am ,schluss jedes ,mal1 unter vollkommen schauerlichen ,detonationen1 eine neue ,wahrheit zwischen dicken ,wolken sichtbar4 - ,die ,wahrheit der ersten ,abhandlung ist die ,psychologie des ,christenthums3 die ,geburt des ,christenthums aus dem ,geiste des ,ressentiment1 nicht1 wie wohl geglaubt1 wird1 aus dem ,geiste1 - eine ,gegenbewegung ihrem ,wesen nach1 der grosse ,aufstand gegen die ,herrschaft vornehmer ,werthe4 ,die zweite ,abhandlung giebt die ,psychologie des ,gewissens3 dasselbe ist nicht1 wie wohl geglaubt wird1 die ,stimme ,gottes im ,menschen1 - es ist der ,instinkt der ,grausamkeit1 der sich rckwrts wendet1 nachdem er nicht mehr nach aussen hin sich entladen kann4 ,die ,grausamkeit als einer der ltesten und unwegdenkbarsten ,cultur-,untergrnde hier zum ersten ,male ans ,licht gebracht4 ,die dritte ,abhandlung giebt die ,antwort auf die ,frage1 woher die ungeheure ,macht des asketischen ,ideals1 des ,priester-,ideals1 stammt1 obwohl dasselbe das schdliche ,ideal par excellence1 ein ,wille zum ,ende1 ein dcadence-,ideal ist4 ,antwort3 nicht1 weil ,gott hinter den ,priestern thtig ist1 was wohl geglaubt wird1 sondern faute de mieux1 - weil es das einzige ,ideal bisher war1 weil es keinen ,concurrenten hatte4 ,denn der ,mensch will lieber noch das ,nichts wollen als nicht wollen444 ,vor allem fehlte ein ,gegen-,ideal - bis auf ,zarathustra4 - ,man hat mich verstanden4 ,drei entscheidende ,vorarbeiten eines ,psychologen fr eine ,umwerthung aller ,werthe4 - ,dies ,buch enthlt die erste ,psychologie des ,priesters4 ,gtzen-,dmmerung4 ,wie man mit dem ,hammer philosophirt4 #a4 ,diese ,schrift von noch nicht #aej ,seiten1 heiter und verhngnissvoll im ,ton1 ein ,dmon1 welcher lacht -1 das ,werk von so wenig ,tagen1 dass ich ,anstand nehme1 ihre ,zahl zu nennen1 ist unter ,bchern berhaupt die ,ausnahme3 es giebt nichts ,substanzenreicheres1 ,unabhngigeres1 ,umwerfenderes1 - ,bseres4 ,will man sich kurz einen ,begriff davon geben1 wie vor mir ,alles auf dem ,kopfe stand1 so mache man den ,anfang mit dieser ,schrift4 ,das1 was ,gtze auf dem ,titelblatt heisst1 ist ganz einfach das1 was bisher ,wahrheit genannt wurde4 ,gtzen- ,dmmerung - auf deutsch3 es geht zu ,ende mit der alten ,wahrheit444 #b4 ,es giebt keine ,realitt1 keine ,idealitt1 die in dieser ,schrift nicht berhrt wrde 7- berhrt3 was fr ein vorsichtiger ,euphemismus64447 ,nicht bloss die ewigen ,gtzen1 auch die allerjngsten1 folglich altersschwchsten4 ,die modernen ,ideen zum ,beispiel4 ,ein grosser ,wind blst zwischen den ,bumen1 und berall fallen ,frchte nieder - ,wahrheiten4 ,es ist die ,verschwendung eines allzureichen ,herbstes darin3 man stolpert ber ,wahrheiten1 man tritt selbst einige todt1 - es sind ihrer zu viele444 ,was man aber in die ,hnde bekommt1 das ist nichts ,fragwrdiges mehr1 das sind ,entscheidungen4 ,ich erst habe den ,maassstab fr ,wahrheiten in der ,hand1 ich kann erst entscheiden4 ,wie als ob in mir ein zweites ,bewusstsein gewachsen wre1 wie als ob sich in mir der ,wille ein ,licht angezndet htte ber die schiefe ,bahn1 auf der er bisher abwrts lief444 ,die schiefe ,bahn - man nannte sie den ,weg zur ,wahrheit444 ,es ist zu ,ende mit allem dunklen ,drang1 der gute ,mensch gerade war sich am wenigsten des rechten ,wegs bewusst444 ,und allen ,ernstes1 ,niemand wusste vor mir den rechten ,weg1 den ,weg aufwrts3 erst von mir an giebt es wieder ,hoffnungen1 ,aufgaben1 vorzuschreibende ,wege der ,cultur - ich bin deren froher ,botschafter444 ,eben damit bin ich auch ein ,schicksal4 - - #c4 ,unmittelbar nach ,beendigung des eben genannten ,werks und ohne auch nur einen ,tag zu verlieren1 griff ich die ungeheure ,aufgabe der ,umwerthung an1 in einem souverainen ,gefhl von ,stolz1 dem ,nichts gleichkommt1 jeden ,augenblick meiner ,unsterblichkeit gewiss und ,zeichen fr ,zeichen mit der ,sicherheit eines ,schicksals in eherne ,tafeln grabend4 ,das ,vorwort entstand am #c4 ,september #ahhh3 als ich ,morgens1 nach dieser ,niederschrift1 ins ,freie trat1 fand ich den schnsten ,tag vor mir1 den das ,oberengadin mir je gezeigt hat - durchsichtig1 glhend in den ,farben1 alle ,gegenstze1 alle ,mitten zwischen ,eis und ,sden in sich schliessend4 - ,erst am #bj4 ,september verliess ich ,sils-,maria1 durch berschwemmungen zurckgehalten1 ,zuletzt bei weitem der einzige ,gast dieses wunderbaren ,orts1 dem meine ,dankbarkeit das ,geschenk eines unsterblichen ,namens machen will4 ,nach einer ,reise mit ,zwischenfllen1 sogar mit einer ,lebensgefahr im berschwemmten ,como1 das ich erst tief in der ,nacht erreichte1 kam ich am ,nachmittag des #ba4 in ,turin an1 meinem bewiesenen ,ort1 meiner ,residenz von nun an4 ,ich nahm die gleiche ,wohnung wieder1 die ich im ,frhjahr innegehabt hatte1 via ,carlo ,alberto #f1 ,,iii1 gegenber dem mchtigen palazzo ,carignano1 in dem ,vittore ,emanuele geboren ist1 mit dem ,blick auf die piazza ,carlo ,alberto und drber hinaus aufs ,hgelland4 ,ohne ,zgern und ohne mich einen ,augenblick abziehn zu lassen1 gieng ich wieder an die ,arbeit3 es war nur das letzte ,viertel des ,werks noch abzuthun4 ,am #cj1 ,september grosser ,sieg2 ,beendigung der ,umwerthung2 ,mssiggang eines ,gottes am ,po entlang4 ,am gleichen ,tage schrieb ich noch das ,vorwort zur ,gtzen-,dmmerung1 deren ,druckbogen zu corrigiren meine ,erholung im ,september gewesen war4 - ,ich habe nie einen solchen ,herbst erlebt1 auch nie ,etwas der ,art auf ,erden fr mglich gehalten1 - ein ,claude ,lorrain ins ,unendliche gedacht1 jeder ,tag von gleicher unbndiger ,vollkommenheit4 ,der ,fall ,wagner4 ,ein ,musikanten-,problem4 #a4 ,um dieser ,schrift gerecht zu werden1 muss man am ,schicksal der ,musik wie an einer offnen ,wunde leiden4 - ,woran ich leide1 wenn ich am ,schicksal der ,musik leide8 ,daran1 dass die ,musik um ihren weltverklrenden1 jasagenden ,charakter gebracht worden ist1 - dass sie dcadence-,musik und nicht mehr die ,flte des ,dionysos ist444 ,gesetzt aber1 dass man dergestalt die ,sache der ,musik wie seine eigene ,sache1 wie seine eigene ,leidensgeschichte fhlt1 so wird man diese ,schrift voller ,rcksichten und ber die ,maassen mild finden4 ,in solchen ,fllen heiter sein und sich gutmthig mit verspotten - ridendo dicere severum1 wo das verum dicere jede ,hrte rechtfertigen wrde - ist die ,humanitt selbst4 ,wer zweifelt eigentlich daran1 dass ich1 als der alte ,artillerist1 der ich bin1 es in der ,hand habe1 gegen ,wagner mein schweres ,geschtz aufzufahren8 - ,ich hielt alles ,entscheidende in dieser ,sache bei mir zurck1 - ich habe ,wagner geliebt4 - ,zuletzt liegt ein ,angriff auf einen feineren ,unbekannten1 den nicht leicht ein ,anderer errth1 im ,sinn und ,wege meiner ,aufgabe - oh ich habe noch ganz andre ,unbekannte aufzudecken als einen ,cagliostro der ,musik - noch mehr freilich ein ,angriff auf die in geistigen ,dingen immer trger und instinktrmer1 immer ehrlicher werdende deutsche ,nation1 die mit einem beneidenswerthen ,appetit fortfhrt1 sich von ,gegenstzen zu nhren und den ,glauben so gut wie die ,wissenschaftlichkeit1 die christliche ,liebe so gut wie den ,antisemitismus1 den ,willen zur ,macht 7zum ,reich7 so gut wie das vangile des humbles ohne ,verdauungsbeschwerden hinunterschluckt444 ,dieser ,mangel an ,partei zwischen ,gegenstzen6 diese stomachische ,neutralitt und ,selbstlosigkeit6 ,dieser gerechte ,sinn des deutschen ,gaumens1 der ,allem gleiche ,rechte giebt1 - der ,alles schmackhaft findet444 ,ohne allen ,zweifel1 die ,deutschen sind ,idealisten444 ,als ich das letzte ,mal ,deutschland besuchte1 fand ich den deutschen ,geschmack bemht1 ,wagnern und dem ,trompeter von ,sckingen gleiche ,rechte zuzugestehn2 ich selber war eigenhndig ,zeuge1 wie man in ,leipzig1 zu ,ehren eines der echtesten und deutschesten ,musiker1 im alten ,sinne des ,wortes deutsch1 keines blossen ,reichsdeutschen1 es ,meister ,heinrich ,schtz einen ,liszt-,verein grndete1 mit dem ,zweck der ,pflege und ,verbreitung listiger ,kirchenmusik444 ,ohne allen ,zweifel1 die ,deutschen sind ,idealisten444 #b4 ,aber hier soll mich ,nichts hindern1 grob zu werden und den ,deutschen ein paar harte ,wahrheiten zu sagen3 wer thut es sonst8 - ,ich rede von ihrer ,unzucht in historicis4 ,nicht nur1 dass den deutschen ,historikern der grosse ,blick fr den ,gang1 fr die ,werthe der ,cultur gnzlich abhanden gekommen ist1 dass sie allesammt ,hanswrste der ,politik 7oder der ,kirche -7 sind3 dieser grosse ,blick ist selbst von ihnen in ,acht gethan4 ,man muss vorerst deutsch sein1 ,rasse sein1 dann kann man ber alle ,werthe und ,unwerthe in historicis entscheiden - man setzt sie fest444 ,deutsch ist ein ,argument1 ,deutschland1 ,deutschland ber ,alles ein ,princip1 die ,germanen sind die sittliche ,weltordnung in der ,geschichte2 im ,verhltniss zum imperium romanum die ,trger der ,freiheit1 im ,verhltniss zum achtzehnten ,jahrhundert die ,wiederhersteller der ,moral1 des kategorischen ,imperativs1444 ,es giebt eine reichsdeutsche ,geschichtsschreibung1 es giebt1 frchte ich1 selbst eine antisemitische1 - es giebt eine ,hof-,geschichtsschreibung und ,herr von ,treitschke schmt sich nicht444 ,jngst machte ein ,idioten-,urtheil in historicis1 ein ,satz des zum ,glck verblichenen sthetischen ,schwaben ,vischer1 die ,runde durch die deutschen ,zeitungen als eine ,wahrheit1 zu der jeder ,deutsche ,ja sagen msse3 ,die ,renaissance und die ,reformation1 ,beide zusammen machen erst ein ,ganzes - die aesthetische ,wiedergeburt und die sittliche ,wiedergeburt4 - ,bei solchen ,stzen geht es mit meiner ,geduld zu ,ende1 und ich spre ,lust1 ich fhle es selbst als ,pflicht1 den ,deutschen einmal zu sagen1 was sie ,alles schon auf dem ,gewissen haben4 ,alle grossen ,cultur-,verbrechen von vier ,jahrhunderten haben sie auf dem ,gewissen6444 ,und immer aus dem gleichen ,grunde1 aus ihrer innerlichsten ,feigheit vor der ,realitt1 die auch die ,feigheit vor der ,wahrheit ist1 aus ihrer bei ihnen ,instinkt gewordnen ,unwahrhaftigkeit1 aus ,idealismus444 ,die ,deutschen haben ,europa um die ,ernte1 um den ,sinn der letzten grossen ,zeit1 der ,renaissance-,zeit1 gebracht1 in einem ,augenblicke1 wo eine hhere ,ordnung der ,werthe1 wo die vornehmen1 die zum ,leben jasagenden1 die ,zukunft-verbrgenden ,werthe am ,sitz der entgegengesetzten1 der ,niedergangs-,werthe zum ,sieg gelangt waren - und bis in die ,instinkte der dort ,sitzenden hinein6 ,luther1 dies ,verhngniss von ,mnch1 hat die ,kirche1 und1 was tausend ,mal schlimmer ist1 das ,christenthum wiederhergestellt1 im ,augenblick1 wo es unterlag444 ,das ,christenthum1 diese ,religion gewordne ,verneinung des ,willens zum ,leben6444 ,luther1 ein unmglicher ,mnch1 der1 aus ,grnden seiner ,unmglichkeit1 die ,kirche angriff und sie - folglich6 - wiederherstellte444 ,die ,katholiken htten ,grnde1 ,lutherfeste zu feiern1 ,lutherspiele zu dichten444 ,luther - und die sittliche ,wiedergeburt6 ,zum ,teufel mit aller ,psychologie6 ,ohne ,zweifel1 die ,deutschen sind ,idealisten4 ,die ,deutschen haben zwei ,mal1 als eben mit ungeheurer ,tapferkeit und ,selbstberwindung eine rechtschaffne1 eine unzweideutige1 eine vollkommen wissenschaftliche ,denkweise erreicht war1 ,schleichwege zum alten ,ideal1 ,vershnungen zwischen ,wahrheit und ,ideal1 im ,grunde ,formeln fr ein ,recht auf ,ablehnung der ,wissenschaft1 fr ein ,recht auf ,lge zu finden gewusst4 ,leibniz und ,kant - diese zwei grssten ,hemmschuhe der intellektuellen ,rechtschaffenheit ,europa's6 - ,die ,deutschen haben endlich1 als auf der ,brcke zwischen zwei dcadence-,jahrhunderten eine force majeure von ,genie und ,wille sichtbar wurde1 stark genug1 aus ,europa eine ,einheit1 eine politische und wirtschaftliche ,einheit1 zum ,zweck der ,erdregierung zu schaffen1 mit ihren ,freiheits-,kriegen ,europa um den ,sinn1 um das ,wunder von ,sinn in der ,existenz ,napoleon's gebracht1 - sie haben damit ,alles1 was kam1 was heute da ist1 auf dem ,gewissen1 diese culturwidrigste ,krankheit und ,unvernunft1 die es giebt1 den ,nationalismus1 diese nvrose nationale1 an der ,europa krank ist1 diese ,verewigung der ,kleinstaaterei ,europas1 der kleinen ,politik3 sie haben ,europa selbst um seinen ,sinn1 um seine ,vernunft - sie haben es in eine ,sackgasse gebracht4 - ,weiss jemand ausser mir einen ,weg aus dieser ,sackgasse8444 ,eine ,aufgabe gross genug1 die ,vlker wieder zu binden8444 #c4 - ,und zuletzt1 warum sollte ich meinem ,verdacht nicht ,worte geben8 ,die ,deutschen werden auch in meinem ,falle wieder ,alles versuchen1 um aus einem ungeheuren ,schicksal eine ,maus zu gebren4 ,sie haben sich bis jetzt an mir compromittirt1 ich zweifle1 dass sie es in ,zukunft besser machen4 - ,ah was es mich verlangt1 hier ein schlechter ,prophet zu sein6444 ,meine natrlichen ,leser und ,hrer sind jetzt schon ,russen1 ,skandinavier und ,franzosen1 - werden sie es immer mehr sein8 - ,die ,deutschen sind in die ,geschichte der ,erkenntniss mit lauter zweideutigen ,namen eingeschrieben1 sie haben immer nur unbewusste ,falschmnzer hervorgebracht 7- ,fichte1 ,schelling1 ,schopenhauer1 ,hegel1 ,schleiermacher gebhrt dies ,wort so gut wie ,kant und ,leibniz1 es sind ,alles blosse ,schleiermacher -73 sie sollen nie die ,ehre haben1 dass der erste rechtschaffne ,geist in der ,geschichte des ,geistes1 der ,geist1 in dem die ,wahrheit zu ,gericht kommt ber die ,falschmnzerei von vier ,jahrtausenden1 mit dem deutschen ,geiste in ,eins gerechnet wird4 ,der deutsche ,geist ist meine schlechte ,luft3 ich athme schwer in der ,nhe dieser ,instinkt gewordnen ,unsauberkeit in psychologicis1 die jedes ,wort1 jede ,miene eines ,deutschen verrth4 ,sie haben nie ein siebzehntes ,jahrhundert harter ,selbstprfung durchgemacht wie die ,franzosen1 ein ,la ,rochefoucauld1 ein ,descartes sind hundert ,mal in ,rechtschaffenheit den ersten ,deutschen berlegen1 - sie haben bis heute keinen ,psychologen gehabt4 ,aber ,psychologie ist beinahe der ,maassstab der ,reinlichkeit oder ,unreinlichkeit einer ,rasse444 ,und wenn man nicht einmal reinlich ist1 wie sollte man ,tiefe haben8 ,man kommt beim ,deutschen1 beinahe wie beim ,weibe1 niemals auf den ,grund1 er hat keinen3 das ist ,alles4 ,aber damit ist man noch nicht einmal flach4 - ,das1 was in ,deutschland tief heisst1 ist genau diese ,instinkt-,unsauberkeit gegen sich1 von der ich eben rede3 man will ber sich nicht im ,klaren sein4 ,drfte ich das ,wort deutsch nicht als internationale ,mnze fr diese psychologische ,verkommenheit in ,vorschlag bringen8 - ,in diesem ,augenblick zum ,beispiel nennt es der deutsche ,kaiser seine christliche ,pflicht1 die ,sklaven in ,afrika zu befreien3 unter uns andren ,europern hiesse das dann einfach deutsch444 ,haben die ,deutschen auch nur ,ein ,buch hervorgebracht1 das ,tiefe htte8 ,selbst der ,begriff dafr1 was tief an einem ,buch ist1 geht ihnen ab4 ,ich habe ,gelehrte kennen gelernt1 die ,kant fr tief hielten2 am preussischen ,hofe1 frchte ich1 hlt man ,herrn von ,treitschke fr tief4 ,und wenn ich ,stendhal gelegentlich als tiefen ,psychologen rhme1 ist es mir mit deutschen ,universittsprofessoren begegnet1 dass sie mich den ,namen buchstabieren liessen444 #d4 - ,und warum sollte ich nicht bis ans ,ende gehn8 ,ich liebe es1 reinen ,tisch zu machen4 ,es gehrt selbst zu meinem ,ehrgeiz1 als ,verchter der ,deutschen par excellence zu gelten4 ,mein ,misstrauen gegen den deutschen ,charakter habe ich schon mit sechsundzwanzig ,jahren ausgedrckt 7dritte ,unzeitgemsse ,s4 #ga7 - die ,deutschen sind fr mich unmglich4 ,wenn ich mir eine ,art ,mensch ausdenke1 die allen meinen ,instinkten zuwiderluft1 so wird immer ein ,deutscher daraus4 ,das ,erste1 worauf hin ich mir einen ,menschen nierenprfe1 ist1 ob er ein ,gefhl fr ,distanz im ,leibe hat1 ob er berall ,rang1 ,grad1 ,ordnung zwischen ,mensch und ,mensch sieht1 ob er distinguirt damit ist man gentilhomme2 in jedem andren ,fall gehrt man rettungslos unter den weitherzigen1 ach6 so gutmthigen ,begriff der canaille4 ,aber die ,deutschen sind canaille - ach6 sie sind so gutmthig444 ,man erniedrigt sich durch den ,verkehr mit ,deutschen3 der ,deutsche stellt gleich444 ,rechne ich meinen ,verkehr mit einigen ,knstlern1 vor ,allem mit ,richard ,wagner ab1 so habe ich keine gute ,stunde mit ,deutschen verlebt444 ,gesetzt1 dass der tiefste ,geist aller ,jahrtausende unter ,deutschen erschiene1 irgend eine ,retterin des ,capitols wrde whnen1 ihre sehr unschne ,seele kme zum ,mindesten ebenso in ,betracht444 ,ich halte diese ,rasse nicht aus1 mit der man immer in schlechter ,gesellschaft ist1 die keine ,finger fr nuances hat - wehe mir6 ich bin eine nuance -1 die keinen esprit in den ,fssen hat und nicht einmal gehen kann444 ,die ,deutschen haben zuletzt gar keine ,fsse1 sie haben bloss ,beine444 ,den ,deutschen geht jeder ,begriff davon ab1 wie gemein sie sind1 aber das ist der ,superlativ der ,gemeinheit1 - sie schmen sich nicht einmal1 bloss ,deutsche zu sein444 ,sie reden ber ,alles mit1 sie halten sich selbst fr entscheidend1 ich frchte1 sie haben selbst ber mich entschieden444 - ,mein ganzes ,leben ist der ,beweis de rigueur fr diese ,stze4 ,umsonst1 dass ich in ihm nach einem ,zeichen von ,takt1 von dlicatesse gegen mich suche4 ,von ,juden ja1 noch nie von ,deutschen4 ,meine ,art will es1 dass ich gegen ,jedermann mild und wohlwollend bin ich habe ein ,recht dazu1 keine ,unterschiede zu machen dies hindert nicht1 dass ich die ,augen offen habe4 ,ich nehme ,niemanden aus1 am wenigsten meine ,freunde1 - ich hoffe zuletzt1 dass dies meiner ,humanitt gegen sie keinen ,abbruch gethan hat6 ,es giebt fnf1 sechs ,dinge1 aus denen ich mir immer eine ,ehrensache gemacht habe4 - ,trotzdem bleibt wahr1 dass ich fast jeden ,brief1 der mich seit ,jahren erreicht1 als einen ,cynismus empfinde3 es liegt mehr ,cynismus im ,wohlwollen gegen mich als in irgend welchem ,hass444 ,ich sage es jedem meiner ,freunde ins ,gesicht1 dass er es nie der ,mhe fr werth genug hielt1 irgend eine meiner ,schriften zu studieren2 ich errathe aus den kleinsten ,zeichen1 dass sie nicht einmal wissen1 was drin steht4 ,was gar meinen ,zarathustra anbetrifft1 wer von meinen ,freunden htte mehr darin gesehn als eine unerlaubte1 zum ,glck vollkommen gleichgltige ,anmaassung8444 ,zehn ,jahre3 und ,niemand in ,deutschland hat sich eine ,gewissensschuld daraus gemacht1 meinen ,namen gegen das absurde ,stillschweigen zu vertheidigen1 unter dem er vergraben lag3 ein ,auslnder1 ein ,dne war es1 der zuerst dazu genug ,feinheit des ,instinkts und ,muth hatte1 der sich ber meine angeblichen ,freunde emprte444 ,an welcher deutschen ,universitt wren heute ,vorlesungen ber meine ,philosophie mglich1 wie sie letztes ,frhjahr der damit noch einmal mehr bewiesene ,psycholog ,dr4 ,georg ,brandes in ,kopenhagen gehalten hat8 - ,ich selber habe nie an ,alledem gelitten2 das ,nothwendige verletzt mich nicht2 amor fati ist meine innerste ,natur4 ,dies schliesst aber nicht aus1 dass ich die ,ironie liebe1 sogar die welthistorische ,ironie4 ,und so habe ich1 zwei ,jahre ungefhr vor dem zerschmetternden ,blitzschlag der ,umwerthung1 der die ,erde in ,convulsionen versetzen wird1 den ,fall ,wagner in die ,welt geschickt3 die ,deutschen sollten sich noch einmal unsterblich an mir vergreifen und verewigen6 es ist gerade noch ,zeit dazu6 - ,ist das erreicht8 - ,zum ,entzcken1 meine ,herrn ,germanen6 ,ich mache ,ihnen mein ,compliment444 ,soeben schreibt mir noch1 damit auch die ,freunde nicht fehlen1 eine alte ,freundin1 sie lache jetzt ber mich444 ,und dies in einem ,augenblicke1 wo eine unsgliche ,verantwortlichkeit auf mir liegt1 - wo kein ,wort zu zart1 kein ,blick ehrfurchtsvoll genug gegen' mich sein kann4 ,denn ich trage das ,schicksal der ,menschheit auf der ,schulter4 - ,warum ich ein ,schicksal bin4 #a4 ,ich kenne mein ,loos4 ,es wird sich einmal an meinen ,namen die ,erinnerung an etwas ,ungeheures anknpfen1 - an eine ,krisis1 wie es keine auf ,erden gab1 an die tiefste ,gewissens,collision1 an eine ,entscheidung heraufbeschworen gegen ,alles1 was bis dahin geglaubt1 gefordert1 geheiligt worden war4 ,ich bin kein ,mensch1 ich bin ,dynamit4 - ,und mit ,alledem ist ,nichts in mir von einem ,religionsstifter - ,religionen sind ,pbel-,affairen1 ich habe nthig1 mir die ,hnde nach der ,berhrung mit religisen ,menschen zu waschen444 ,ich will keine ,glubigen1 ich denke1 ich bin zu boshaft dazu1 um an mich selbst zu glauben1 ich rede niemals zu ,massen444 ,ich habe eine erschreckliche ,angst davor1 dass man mich eines ,tags heilig spricht3 man wird errathen1 weshalb ich dies ,buch vorher herausgebe1 es soll verhten1 dass man ,unfug mit mir treibt444 ,ich will kein ,heiliger sein1 lieber noch ein ,hanswurst444 ,vielleicht bin ich ein ,hanswurst444 ,und trotzdem oder vielmehr nicht trotzdem denn es gab nichts ,verlogneres bisher als ,heilige - redet aus mir die ,wahrheit4 - ,aber meine ,wahrheit ist furchtbar3 denn man hiess bisher die ,lge ,wahrheit4 - ,umwerthung aller ,werthe3 das ist meine ,formel fr einen ,akt hchster ,selbstbesinnung der ,menschheit1 der in mir ,fleisch und ,genie geworden ist4 ,mein ,loos will1 dass ich der erste anstndige ,mensch sein muss1 dass ich mich gegen die ,verlogenheit von ,jahrtausenden im ,gegensatz weiss444 ,ich erst habe die ,wahrheit entdeckt1 dadurch dass ich zuerst die ,lge als ,lge empfand - roch444 ,mein ,genie ist in meinen ,nstern444 ,ich widerspreche1 wie nie widersprochen worden ist und bin trotzdem der ,gegensatz eines neinsagenden ,geistes4 ,ich bin ein froher ,botschafter1 wie es keinen gab ich kenne ,aufgaben von einer ,hhe1 dass der ,begriff dafr bisher gefehlt hat2 erst von mir an giebt es wieder ,hoffnungen4 ,mit ,alledem bin ich nothwendig auch der ,mensch des ,verhngnisses4 ,denn wenn die ,wahrheit mit der ,lge von ,jahrtausenden in ,kampf tritt1 werden wir ,erschtterungen haben1 einen ,krampf von ,erdbeben1 eine ,versetzung von ,berg und ,thal1 wie dergleichen nie getrumt worden ist4 ,der ,begriff ,politik ist dann gnzlich in einen ,geisterkrieg aufgegangen1 alle ,machtgebilde der alten ,gesellschaft sind in die ,luft gesprengt - sie ruhen allesamt auf der ,lge3 es wird ,kriege geben1 wie es noch keine auf ,erden gegeben hat4 ,erst von mir an giebt es auf ,erden grosse ,politik4 #b4 ,will man eine ,formel fr ein solches ,schicksal1 das ,mensch wird8 - ,sie steht in meinem ,zarathustra4 - und wer ein ,schpfer sein will im ,guten und ,bsen1 der muss ein ,vernichter erst sein und ,werthe zerbrechen4 ,also gehrt das hchste ,bse zur hchsten ,gte3 diese aber ist die schpferische4 ,ich bin bei weitem der furchtbarste ,mensch1 den es bisher gegeben hat2 dies schliesst nicht aus1 dass ich der wohlthtigste sein werde4 ,ich kenne die ,lust am ,vernichten in einem ,grade1 die meiner ,kraft zum ,vernichten gemss ist1 - in ,beidem gehorche ich meiner dionysischen ,natur1 welche das ,neinthun nicht vom ,jasagen zu trennen weiss4 ,ich bin der erste ,immoralist3 damit bin ich der ,vernichter par excellence4 - #c4 ,man hat mich nicht gefragt1 man htte mich fragen sollen1 was gerade in meinem ,munde1 im ,munde des ersten ,immoralisten1 der ,name ,zarathustra bedeutet3 denn was die ungeheure ,einzigkeit jenes ,persers in der ,geschichte ausmacht1 ist gerade dazu das ,gegentheil4 ,zarathustra hat zuerst im ,kampf des ,guten und des ,bsen das eigentliche ,rad im ,getriebe der ,dinge gesehn1 - die bersetzung der ,moral in's ,metaphysische1 als ,kraft1 ,ursache1 ,zweck an sich1 ist sein ,werk4 ,aber diese ,frage wre im ,grunde bereits die ,antwort4 ,zarathustra1 schuf diesen verhngnissvollsten ,irrthum1 die ,moral3 folglich muss er auch der ,erste sein1 der ihn erkennt4 ,nicht nur1 dass er hier lnger und mehr ,erfahrung hat als sonst ein ,denker - die ganze ,geschichte ist ja die ,experimental-,widerlegung vom ,satz der sogenannten sittlichen ,weltordnung -3 das ,wichtigere ist1 ,zarathustra ist wahrhaftiger als sonst ein ,denker4 ,seine ,lehre und sie allein hat die ,wahrhaftigkeit als oberste ,tugend - das heisst den ,gegensatz zur ,feigheit des ,idealisten1 der vor der ,realitt die ,flucht ergreift1 ,zarathustra hat mehr ,tapferkeit im ,leibe als alle ,denker zusammengenommen4 ,wahrheit reden und gut mit ,pfeilen schiessen1 das ist die persische ,tugend4 - ,versteht man mich8444 ,die ,selbstberwindung der ,moral aus ,wahrhaftigkeit1 die ,selbstberwindung des ,moralisten in seinen ,gegensatz - in mich - das bedeutet in meinem ,munde der ,name ,zarathustra4 #d4 ,im ,grunde sind es zwei ,verneinungen1 die mein ,wort ,immoralist in sich schliesst4 ,ich verneine einmal einen ,typus ,mensch1 der bisher als der hchste galt1 die ,guten1 die ,wohlwollenden1 ,wohltthigen2 ich verneine andrerseits eine ,art ,moral1 welche als ,moral an sich in ,geltung und ,herrschaft gekommen ist1 die dcadence-,moral1 handgreiflicher geredet1 die christliche ,moral4 ,es wre erlaubt1 den zweiten ,widerspruch als den entscheidenderen anzusehn1 da die berschtzung der ,gte und des ,wohlwollens1 ins ,grosse gerechnet1 mir bereits als ,folge der dcadence gilt1 als ,schwche-,symptom1 als unvertrglich mit einem aufsteigenden und jasagenden ,leben3 im ,jasagen ist ,verneinen und ,vernichten ,bedingung4 - ,ich bleibe zunchst bei der ,psychologie des guten ,menschen stehn4 ,um abzuschtzen1 was ein ,typus ,mensch werth ist1 muss man den ,preis nachrechnen1 den seine ,erhaltung kostet1 - muss man seine ,existenzbedingungen kennen4 ,die ,existenz-,bedingung der ,guten ist die ,lge -3 anders ausgedrckt1 das ,nicht-sehn-wollen um jeden ,preis1 wie im ,grunde die ,realitt beschaffen ist1 nmlich nicht der ,art1 um jeder ,zeit wohlwollende ,instinkte herauszufordern1 noch weniger der ,art1 um sich ein ,eingreifen von kurzsichtigen gutmthigen ,hnden jeder ,zeit gefallen zu lassen4 ,die ,nothstnde aller ,art berhaupt als ,einwand1 als ,etwas1 das man abschaffen muss1 betrachten1 ist die niaiserie par excellence1 ins ,grosse gerechnet1 ein wahres ,unheil in seinen ,folgen1 ein ,schicksal von ,dummheit -1 beinahe so dumm1 als es der ,wille wre1 das schlechte ,wetter abzuschaffen - aus ,mitleiden etwa mit den armen ,leuten444 ,in der grossen konomie des ,ganzen sind die ,furchtbarkeiten der ,realitt 7in den ,affekten1 in den ,begierden1 im ,willen zur ,macht7 in einem unausrechenbaren ,maasse nothwendiger als jene ,form des kleinen ,glcks1 die sogenannte ,gte2 man muss sogar nachsichtig sein1 um der letzteren1 da sie in der ,instinkt-,verlogenheit bedingt ist1 berhaupt einen ,platz zu gnnen4 ,ich werde einen grossen ,anlass haben1 die ber die ,maassen unheimlichen ,folgen des ,optimismus1 dieser ,ausgeburt der homines optimi1 fr die ganze ,geschichte zu beweisen4 ,zarathustra1 der ,erste1 der begriff1 dass der ,optimist ebenso dcadent ist wie der ,pessimist und vielleicht schdlicher1 sagt3 gute ,menschen reden nie die ,wahrheit4 ,falsche ,ksten und ,sicherheiten lehrten euch die ,guten2 in ,lgen der ,guten wart ihr geboren und geborgen4 ,alles ist in den ,grund hinein verlogen und verbogen durch die ,guten4 ,die ,welt ist zum ,glck nicht auf ,instinkte hin gebaut1 dass gerade bloss gutmthiges ,heerdengethier darin sein enges ,glck fnde2 zu fordern1 dass ,alles guter ,mensch1 ,heerdenthier1 blauugig1 wohlwollend1 schne ,seele - oder1 wie ,herr ,herbert ,spencer es wnscht1 altruistisch werden solle1 hiesse dem ,dasein seinen grossen ,charakter nehmen1 hiesse die ,menschheit castriren und auf eine armselige ,chineserei herunterbringen4 - ,und dies hat man versucht6 44 ,dies eben hiess man ,moral444 ,in diesem ,sinne nennt ,zarathustra die ,guten bald die letzten ,menschen1 bald den ,anfang vom ,ende2 vor ,allem empfindet er sie als die schdlichste ,art ,mensch1 weil sie ebenso auf ,kosten der ,wahrheit als auf ,kosten der ,zukunft ihre ,existenz durchsetzen4 ,die ,guten - die knnen nicht schaffen1 die sind immer der ,anfang vom ,ende - - sie kreuzigen den1 der neue ,werthe auf neue ,tafeln schreibt1 sie opfern sich die ,zukunft1 sie kreuzigen alle ,menschen-,zukunft6 ,die ,guten - die waren immer der ,anfang vom ,ende444 ,und was auch fr ,schaden die ,welt-,verleumder thun mgen1 der ,schaden der ,guten ist der schdlichste ,schaden4 #e4 ,zarathustra1 der erste ,psycholog der ,guten1 ist - folglich ein ,freund der ,bsen4 ,wenn eine dcadence-,art ,mensch zum ,rang der hchsten ,art aufgestiegen ist1 so konnte dies nur auf ,kosten ihrer ,gegensatz-,art geschehn1 der starken und lebensgewissen ,art ,mensch4 ,wenn das ,heerdenthier im ,glanze der reinsten ,tugend strahlt1 so muss der ,ausnahme-,mensch zum ,bsen heruntergewerthet sein4 ,wenn die ,verlogenheit um jeden ,preis das ,wort ,wahrheit fr ihre ,optik in ,anspruch nimmt1 so muss der eigentlich ,wahrhaftige unter den schlimmsten ,namen wiederzufinden sein4 ,zarathustra lsst hier keinen ,zweifel3 er sagt1 die ,erkenntniss der ,guten1 der ,besten gerade sei es gewesen1 was ihm ,grausen vor dem ,menschen berhaupt gemacht habe2 aus diesem ,widerwillen seien ihm die ,flgel gewachsen1 fortzuschweben in ferne ,zuknfte1 - er verbirgt es nicht1 dass sein ,typus ,mensch1 ein relativ bermenschlicher ,typus1 gerade im ,verhltniss zu den ,guten bermenschlich ist1 dass die ,guten und ,gerechten seinen bermenschen ,teufel nennen wrden444 ,ihr hchsten ,menschen1 denen mein ,auge begegnete1 das ist mein ,zweifel an euch und mein heimliches ,lachen3 ich rathe1 ihr wrdet meinen bermenschen - ,teufel heissen6 ,so fremd seid ihr dem ,grossen mit eurer ,seele1 dass euch der bermensch furchtbar sein wrde in seiner ,gte444 ,an dieser ,stelle und nirgends wo anders muss man den ,ansatz machen1 um zu begreifen1 was ,zarathustra will3 diese ,art ,mensch1 die er concipirt1 concipirt die ,realitt1 wie sie ist3 sie ist stark genug dazu -1 sie ist ihr nicht entfremdet1 entrckt1 sie ist sie selbst1 sie hat all deren ,furchtbares und ,fragwrdiges auch noch in sich1 damit erst kann der ,mensch ,grsse haben444 #f4 - ,aber ich habe auch noch in einem andren ,sinne das ,wort ,immoralist zum ,abzeichen1 zum ,ehrenzeichen fr mich gewhlt2 ich bin stolz darauf1 dies ,wort zu haben1 das mich gegen die ganze ,menschheit abhebt4 ,niemand noch hat die christliche ,moral als unter sich gefhlt3 dazu gehrte eine ,hhe1 ein ,fernblick1 eine bisher ganz unerhrte psychologische ,tiefe und ,abgrndlichkeit4 ,die christliche ,moral war bisher die ,circe aller ,denker1 - sie standen in ihrem ,dienst4 - ,wer ist vor mir eingestiegen in die ,hhlen1 aus denen der ,gifthauch dieser ,art von ,ideal - der ,weltverleumdung6 - emporquillt8 ,wer hat auch nur zu ahnen gewagt1 dass es ,hhlen sind8 ,wer war berhaupt vor mir unter den ,philosophen ,psycholog und nicht vielmehr dessen ,gegensatz hherer ,schwindler ,idealist8 ,es gab vor mir noch gar keine ,psychologie4 - ,hier der ,erste zu sein kann ein ,fluch sein1 es ist jedenfalls ein ,schicksal3 denn man verachtet auch als der ,erste444 ,der ,ekel am ,menschen ist meine ,gefahr444 #g4 ,hat man mich verstanden8 - ,was mich abgrenzt1 was mich bei ,seite stellt gegen den ganzen ,rest der ,menschheit1 das ist1 die christliche ,moral entdeckt zu haben4 ,deshalb war ich eines ,worts bedrftig1 das den ,sinn einer ,herausforderung an ,jedermann enthlt4 ,hier nicht eher die ,augen aufgemacht zu haben gilt mir als die grsste ,unsauberkeit1 die die ,menschheit auf dem ,gewissen hat1 als ,instinkt gewordner ,selbstbetrug1 als grundstzlicher ,wille1 jedes ,geschehen1 jede ,urschlichkeit1 jede ,wirklichkeit nicht zu sehen1 als ,falschmnzerei in psychologicis bis zum ,verbrechen4 ,die ,blindheit vor dem ,christenthum ist das ,verbrechen par excellence - das ,verbrechen am ,leben444 ,die ,jahrtausende1 die ,vlker1 die ,ersten und die ,letzten1 die ,philosophen und die alten ,weiber - fnf1 sechs ,augenblicke der ,geschichte abgerechnet1 mich als siebenten - in diesem ,punkte sind sie alle einander wrdig4 ,der ,christ war bisher das moralische ,wesen1 ein4 ,curiosum ohne ,gleichen - und1 als moralisches ,wesen1 absrder1 verlogner1 eitler1 leichtfertiger1 sich selber nachtheiliger als auch der grsste ,verchter der ,menschheit es sich trumen lassen knnte4 ,die christliche ,moral - die bsartigste ,form des ,willens zur ,lge1 die eigentliche ,circe der ,menschheit3 ,das1 was sie verdorben hat4 ,es ist nicht der ,irrthum als ,irrthum1 was ,mich bei diesem ,anblick entsetzt1 nicht der ,jahrtausende lange ,mangel an gutem ,willen1 an ,zucht1 an ,anstand1 an ,tapferkeit im ,geistigen1 der sich in seinem ,sieg verrth3 - es ist der ,mangel an ,natur1 es ist der vollkommen schauerliche ,thatbestand1 dass die ,widernatur selbst als ,moral die hchsten ,ehren empfieng und als ,gesetz1 als kategorischer ,imperativ1 ber der ,menschheit hngen blieb6444 ,in diesem ,maasse sich vergreifen1 nicht als ,einzelner1 nicht als ,volk1 sondern als ,menschheit6444 ,dass man die allerersten ,instinkte des ,lebens verachten lehrte2 dass man eine ,seele1 einen ,geist erlog1 um den ,leib zu ,schanden zu machen2 dass man in der ,voraussetzung des ,lebens1 in der ,geschlechtlichkeit1 etwas ,unreines empfinden lehrt2 dass man in der tiefsten ,nothwendigkeit zum ,gedeihen1 in der strengen ,selbstsucht 7- das ,wort schon ist verleumderisch6 -7 das bse ,princip sucht2 dass man umgekehrt in dem typischen ,abzeichen des ,niedergangs und der ,instinkt-,widersprchlichkeit1 im ,selbstlosen1 im ,verlust an ,schwergewicht1 in der ,entpersnlichung und ,nchstenliebe 7- ,nchstensucht67 den hheren ,werth1 was sage ich6 den ,werth an sich sieht6444 ,wie6 wre die ,menschheit selber in dcadence8 war sie es immer8 - ,was feststeht1 ist1 dass ihr nur ,dcadence-,werthe als oberste ,werthe gelehrt worden sind4 ,die ,entselbstungs-,moral ist die ,niedergangs-,moral par excellence1 die ,thatsache ich gehe zu ,grunde1 in den ,imperativ bersetzt3 ihr sollt alle zu ,grunde gehn - und nicht nur in den ,imperativ6444 ,diese einzige ,moral1 die bisher gelehrt worden ist1 die ,entselbstungs-,moral1 verrth einen ,willen zum ,ende1 sie verneint im untersten ,grunde das ,leben4 - ,hier bliebe die ,mglichkeit offen1 dass nicht die ,menschheit in ,entartung sei1 sondern nur jene parasitische ,art ,mensch1 die des ,priesters1 die mit der ,moral sich zu ihren ,werth-,bestimmern emporgelogen hat1 - die in der christlichen ,moral ihr ,mittel zur ,macht errieth444 ,und in der ,that1 das ist meine ,einsicht3 die ,lehrer1 die ,fhrer der ,menschheit1 ,theologen insgesammt1 waren insgesammt auch dcadents3 daher die ,umwerthung aller ,werthe ins ,lebensfeindliche1 daher die ,moral444 ,definition der ,moral3 ,moral - die ,idiosynkrasie von dcadents1 mit der ,hinterabsicht1 sich am ,leben zu rchen - und mit ,erfolg4 ,ich lege ,werth auf diese ,definition4 - #h4 - ,hat man mich verstanden8 - ,ich habe eben kein ,wort gesagt1 das ich nicht schon vor fnf ,jahren durch den ,mund ,zarathustras gesagt htte4 - ,die ,entdeckung der christlichen ,moral ist ein ,ereigniss1 das nicht seines ,gleichen hat1 eine wirkliche ,katastrophe4 ,wer ber sie aufklrt1 ist eine force majeure1 ein ,schicksal1 - er bricht die ,geschichte der ,menschheit in zwei ,stcke4 ,man lebt vor ihm1 man lebt nach ihm444 ,der ,blitz der ,wahrheit traf gerade das1 was bisher am ,hchsten stand3 wer begreift1 was da vernichtet wurde1 mag zusehn1 ob er berhaupt noch ,etwas in den ,hnden hat4 ,alles1 was bisher ,wahrheit hiess1 ist als die schdlichste1 tckischste1 unterirdischste ,form der ,lge erkannt2 der heilige ,vorwand1 die ,menschheit zu verbessern als die ,list1 das ,leben selbst auszusaugen1 blutarm zu machen4 ,moral als ,vampyrismus444 ,wer die ,moral entdeckt1 hat den ,unwerth aller ,werthe mit entdeckt1 an die man glaubt oder geglaubt hat2 er sieht in den verehrtesten1 in den selbst heilig gesprochnen ,typen des ,menschen nichts ,ehrwrdiges mehr1 er sieht die verhngnissvollste ,art von ,missgeburten darin1 verhngnissvoll1 weil sie fascinirten444 ,der ,begriff ,gott erfunden als ,gegensatz-,begriff zum ,leben1 - in ihm alles ,schdliche1 ,vergiftende1 ,verleumderische1 die ganze ,todfeindschaft gegen das ,leben in eine entsetzliche ,einheit gebracht6 ,der ,begriff ,jenseits1 wahre ,welt erfunden1 um die einzige ,welt zu entwerthen1 die es giebt1 - um kein ,ziel1 keine ,vernunft1 keine ,aufgabe fr unsre ,erden-,realitt brig zu behalten6 ,der ,begriff ,seele1 ,geist1 zuletzt gar noch unsterbliche ,seele1 erfunden1 um den ,leib zu verachten1 um ihn krank - heilig - zu machen1 um allen ,dingen1 die ,ernst im ,leben verdienen1 den ,fragen von ,nahrung1 ,wohnung1 geistiger ,dit1 ,krankenbehandlung1 ,reinlichkeit1 ,wetter1 einen schauerlichen ,leichtsinn entgegenzubringen6 ,statt der ,gesundheit das ,heil der ,seele - will sagen eine folie circulaire zwischen ,busskrampf und ,erlsungs-,hysterie6 ,der ,begriff ,snde erfunden sammt dem zugehrigen ,folter-,instrument1 dem ,begriff freier ,wille1 um die ,instinkte zu verwirren1 um das ,misstrauen gegen die ,instinkte zur zweiten ,natur zu machen6 ,im ,begriff des ,selbstlosen1 des ,sich-selbst-,verleugnenden das eigentliche dcadence-,abzeichen1 das ,gelockt-werden vom ,schdlichen1 das ,seinen-,nutzen-nicht-mehr-finden-knnen1 die ,selbst-,zerstrung zum ,werthzeichen berhaupt gemacht1 zur ,pflicht1 zur ,heiligkeit1 zum ,gttlichen im ,menschen6 ,endlich - es ist das ,furchtbarste - im ,begriff des guten ,menschen die ,partei alles ,schwachen1 ,kranken1 ,missrathnen1 ,an-sich-selber-,leidenden genommen1 alles dessen1 was zu ,grunde gehn soll -1 das ,gesetz der ,selektion gekreuzt1 ein ,ideal aus dem ,widerspruch gegen den stolzen und wohlgerathenen1 gegen den jasagenden1 gegen den zukunftsgewissen1 zukunftverbrgenden ,menschen gemacht - dieser heisst nunmehr der ,bse444 ,und das ,alles wurde geglaubt als ,moral6 - ,ecrasez l'infme6-- #i4 - ,hat man mich verstanden8 - ,dionysos gegen den ,gekreuzigten444