,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aiag so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,die ,funoten wurden an das ,ende des ,texts verschoben4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt2 besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,illustration ,der ,geist der ,gotik ,von ,karl ,scheffler ,mit #ajg ,abbildungen ,im ,insel-,verlag zu ,leipzig #aiag ,illustration ,vorwort ,die ,gedanken1 die auf den folgenden ,seiten ausgesprochen sind1 haben mich zwei ,jahrzehnte lang beschftigt4 ,in vielen meiner ,arbeiten sind sie schon errtert worden1 ja1 wer sich die ,mhe gibt1 danach zu suchen1 findet sie in meiner ganzen ,kunstauffassung4 ,ich habe mich entschlossen1 sie mehr systematisch nun zusammenzufassen1 weil die ,zeit dafr gnstig scheint4 ,in den letzten ,jahren haben einige unserer besten ,kunsttheoretiker verwandte ,anschauungen vertreten und sie -- jeder in seiner ,weise -- zu ,werkzeugen der ,forschung gemacht4 ,und es mehren sich die ,anzeichen1 da in der ,kunstbetrachtung berhaupt ein grundstzlicher ,wandel vor sich geht4 ,wenn mehrere gute ,kpfe gleichzeitig auf dieselbe ,idee verfallen1 so ist damit bewiesen1 da es sich nicht um subjektive ,spekulationen handelt1 sondern um eine objektive ,erkenntnis4 ,es mag darum ntzlich sein1 das ,problem einmal in seinem ganzen ,umfang wenigstens anzudeuten4 ,zu der ,wichtigkeit1 die ich dem ,gedanken von der ,polaritt der ,kunst beimesse1 steht das ,volumen dieses ,buches freilich in keinem ,verhltnis4 ,ich benutze die ,gelegenheit1 das ,bekenntnis abzulegen1 da ich dieser ,arbeit ber den ,geist der ,gotik8 gern viele ,jahre meines ,lebens gewidmet htte1 da ich sie am liebsten erweitern mchte zu einem umfangreichen1 auf genauen ,spezialforschungen und vielen ,reiseerlebnissen beruhenden1 von einem reichen wissenschaftlichen ,abbildungsmaterial erluterten ,werk4 ,die ,erfllung dieses ,wunsches ist mir dauernd versagt4 ,notgedrungen begnge ich mich1 das schne ,problem aphoristisch zu behandeln und intuitiv gewonnene ,resultate vorzulegen1 ohne sie im einzelnen auch empirisch zu beweisen4 ,ich bin mir bewut1 da dieses nicht eigentlich ein ,buch ist1 sondern nur etwas wie eine ,einleitung zu dem ,werk1 das mir vorschwebt4 ,es ist nur eine ,disposition2 jeder kleine ,abschnitt knnte zu einem ausfhrlichen ,band erweitert werden4 ,die ,abbildungen sollen dem allgemein ,gesagten als einige konkrete ,beispiele zur ,seite stehen4 ,manches htte charakteristischer gewhlt werden knnen1 wenn alle gewnschten photographischen ,vorlagen in der ,kriegszeit htten beschafft werden knnen4 ,um so dankbarer bin ich denen1 die mir geholfen haben1 dieses ,resultat wenigstens zu erzielen4 ,fr einige schwer erreichbare ,vorlagen bin ich vor allem zu ,dank verpflichtet den ,herren ,otto ,bartning1 ,professor ,peter ,behrens1 ,reg4-,baumeister ,ernst ,boerschmann1 ,prof4 ,dr4 ,heinr4 ,bulle1 ,dr4 ,curt ,glaser1 ,geheimrat ,dr4 ,peter ,jessen1 ,karl ,robert ,langewiesche1 ,hans von ,mller1 ,stadtbaurat ,prof4 ,hans ,poelzig1 ,dr4 ,emil ,waldmann1 ,frau ,hedwig ,fechheimer und den ,verlagen ,bruno ,cassirer1 ,georg ,hirth1 ,julius ,hoffmann1 ,wilhelm ,meyer-,ilschen und ,e4 ,a4 ,seemann4 ,i4 ,die ,lehre vom ,ideal ,nach einem ,ausspruch ,goethes deutet alles ,theoretisieren auf ein ,stocken oder ,nachlassen der schpferischen ,krfte4 ,dieses ,wort hat die ,kraft eines ,lehrsatzes und gilt ebensowohl fr die ,vlker wie fr die ,individuen4 ,aus ihm allein knnte man schon schlieen1 wenn nicht andere ,anzeichen noch in ,flle vorhanden wren1 da es kritische ,jahre fr die schpferischen ,krfte der ,kunst gewesen sein mssen1 als jene gro gedachten ,theorien aufkamen1 die nun schon einhundertundfnfzig ,jahre lang das geistige ,leben ,europas beherrschen und deren ,schpfer in ,deutschland so groe ,geister wie ,winckelmann1 ,lessing und ,goethe gewesen sind4 ,die ,theorien sind in dem ,augenblick aufgetreten1 als in den ,knsten mit den ,formen des ,barock und ,rokoko die ursprngliche ,gestaltungskraft abklang und als mit dem ,klassizismus eine kritisch abgeleitete ,kunst1 eine ,bildungskunst1 heraufkam4 ,auch jetzt war die ,theorie1 wie edel die ,gedanken und ,forderungen1 wie genial die ,vertreter immer sein mochten1 ein ,notprodukt2 ihre ,verknder standen im ,dienste einer ,kultursehnsucht1 sie fhlten sich -- selbst schpferische ,geister -- unbefriedigt von der ,zeit und wollten eine allgemeine ,vollkommenheit erzwingen4 ,wer die ,kunsttheorien von ,mnnern wie ,lessing oder ,goethe kritisiert1 mu betonen1 da sie und viele ihrer ,genossen als ,persnlichkeiten und ,begabungen viel mehr waren als ,theoretiker -- selbst dann noch1 wenn man von ihren poetischen ,arbeiten absieht4 ,so strittig ihre ,kunstlehren sind1 so gro stehen ihre kunsttheoretischen ,schriften doch da als ,denkmale eines klassischen ,schreibstils und einer vorbildlichen ,methode1 ,gedankenfolgen mit architektonischer ,klarheit zu entwickeln4 ,diese ,mnner werden nicht kleiner1 weil sie in einem ,punkte geirrt haben1 denn ihr ,irrtum war der einer ganzen ,zeit1 er war eine notwendige ,folge des ,stockens oder ,nachlassens der schpferischen ,krfte8 in den bildenden ,knsten4 ,heute1 wo diese ,krfte sich wieder regen1 wrden so lebendige ,geister ganz woanders stehen4 ,lessing htte in unsern ,tagen wahrscheinlich mit seiner zielsicheren ,logik einen ,anti-,laokoon geschrieben und wrde orthodoxe ,anhnger der ,laokoonlehre mit eben jenem heiteren ,witz verfolgen1 der seinerzeit die ,herren ,lange und ,goeze getroffen hat4 ,und ,goethe wrde vielleicht den herrlichen ,instinkten seiner ,jugend glauben1 wrde mehr seiner eingeborenen gotischen ,natur folgen1 die den ,faust8 hervorgebracht hat1 und nicht einem abgeleiteten klassizistischen ,bildungsideal so unbedingt vertrauen4 ,die ,gefahr der von unsern ,klassikern meisterhaft formulierten ,kunsttheorien1 die den ,deutschen noch jetzt heilig sind1 besteht darin1 da diese ,lehren nur die ,hlfte der menschlichen ,kunstkraft gelten lassen4 ,die ,kunst ist von diesen groen ,begriffsreinigern nicht als eine ,ganzheit mit zwei ,polen erfat und dargestellt worden4 ,sie lebten auf der einen ,hemisphre der ,kunst und vergngten sich dort an ihren ,spekulationen2 die andere ,halbkugel blieb fr sie im ,dmmer1 und sie sprachen davon mit einem gewissen ,schauder4 ,keiner glaubte1 da auch diese andere ,welt einmal im ,mittagslicht daliegen knne4 ,und doch war unter den ,gesetzgebern wenigstens einer1 der vor allen andern berufen gewesen wre1 eine neue ,lehre von dem ,zusammenhang aller bildenden ,krfte zu geben3 ,goethe4 ,whrend auf ihn mehr oder weniger alle ,lehren zurckweisen1 die die ,natur als ein unzerstrbares ,ganzes nehmen1 whrend er in der ,natur an ,polaritt und ,stetigkeit1 an ,metamorphosen und an feste ,gesetze des ,formwerdens glaubte1 hat er die ,kunst -- die doch eine zweite ,natur1 eine ,natur auf dem ,wege ber den menschlichen ,willen und die menschliche ,erkenntniskraft ist -- nicht so umfassend gesehen4 ,vielleicht weil er ,knstler war und sich als solcher fr ein bestimmtes ,klima entscheiden mute4 ,an die ,formen der ,kunst ist er kritisch1 ausscheidend herangetreten1 hat sich fr eine bestimmte ,formenwelt begeistert und eine andere verurteilt4 berzeugt1 durchaus objektiv vorzugehen1 hat er -- und mit ihm seine ganze ,zeit -- tendenzvoll gewertet4 ,und so ist der ,begriff zur ,herrschaft gelangt4 ,es war das ,unglck jener ,zeit1 da die ,theorie nicht einer lebendigen ,kunst folgte1 sondern eine neue ,kunst schaffen wollte1 da sie sich ber den ,knstler stellte1 anstatt neben und unter ihn4 ,auch waren die groen ,werke der ,vergangenheit1 die den ,theoretikern als ,muster galten1 nur unvollkommen aus ,kopien und ,nachahmungen bekannt2 die bedeutendsten ,beispiele waren noch nicht gefunden4 ,es war fast unmglich1 von konkreten ,vorbildern aus ein wnschenswertes ,ganzes zu denken4 ,im ,gegenteil3 von einem fr wnschenswert gehaltenen ,ganzen aus wurden ,forderungen fr alles einzelne festgestellt4 ,und dieses eben ist der ,weg des ,begriffes4 ,nichts ist dem ,denken ber ,kunst gefhrlicher als ,mangel an ,anschauungsstoff und ,herrschaft des ,begriffs4 ,denn jeder ,begriff1 so grenzenlos er scheinen mag1 ist hart begrenzt und stt immer irgendwo mitnend mit der ,unendlichkeit des ,lebens zusammen4 ,wogegen in jeder sinnlich geborenen ,empfindung immer das ganze ,lebensgefhl enthalten ist1 etwa so1 wie in jedem ,naturausschnitt die ganze ,natur zu sein scheint4 ,dieses ist das groe ,geheimnis des reinen ,gefhls3 da im ,augenblick das ,ewige1 im ,beschrnkten das ,unbegrenzte1 im ,zuflligen das ,gesetzmige aufglnzen4 ,nur wer die ,kunst aus der ,erfahrung der sinnlichen ,empfindungen denkt1 hat sie in ihrer ,totalitt2 wer sie begrifflich meistern will1 besitzt sie immer nur in ,teilen4 ,darum haben die schaffenden ,knstler1 in all ihrer ,einseitigkeit1 ein so fruchtbares ,verhltnis zur ,kunst4 ,sie whlen1 gruppieren und werten aus dem ,instinkt1 ihre ,gedanken werden von der leidenschaftlichen ,liebe geboren1 whrend sich beim ,theoretiker nicht selten die ,liebe erst am ,gedanken entzndet4 ,als ,kind eines genialisch gesteigerten ,denkens ber die ,kunst ist nun vor anderthalb ,jahrhunderten eine ,idee hervorgetreten1 die freilich etwas ,blendendes hat und die darum auch heute noch fast unumschrnkt herrscht4 ,sie spricht sich aus in dem ,lehrsatz1 der ,endzweck der ,knste sei das ,schne81 und die ,wirkung der ,knste auf das menschliche ,gemt msse ein ,vergngen sein4 ,lessing sagt im ,laokoon81 da bei den ,alten die ,schnheit das hchste ,gesetz der bildenden ,knste gewesen wre1 und da darum alles andere1 auch von uns1 der ,schnheit untergeordnet werden msse4 ,diesem ,lehrsatz ist die ,frage entgegenzustellen3 ,was ist ,schnheit8 ,ist ,schnheit etwas ein fr allemal ,feststehendes8 ,fragt man die ,kunstgeschichte um ,rat1 so zeigt es sich bald1 da die ,schnheit1 wie unsere ,klassiker sie verstanden1 nicht das ,endziel der ,knste sein kann1 sondern da sie eine ,begleiterscheinung ist1 hnlich etwa wie die ,wohlgestalt des menschlichen ,krpers nicht der ,zweck1 sondern eine von selbst sich ergebende ,eigenschaft der organisierenden ,natur ist4 ,gbe es eine absolute ,schnheit in der ,kunst und drfte folgerichtig nur sie gelten1 so wre alles andere neben ihr niederen ,grades4 ,das haben unsere ,theoretiker ja auch behauptet4 ,man ist sogar so weit gegangen1 zu sagen1 diese ,schnheit wre nur einmal einem auserwhlten kleinen ,volke1 den ,griechen1 gelungen1 und die ,nachgeborenen knnten nichts ,besseres tun1 als sich nach ihnen richten4 ,das kommt aber einer ,bankerotterklrung der ,menschheit gleich4 ,es ist unmglich1 das ,wesen der ,kunst von der ,schnheit aus zu bestimmen4 ,der junge ,goethe war dem ,zentrum des ,problems nher1 als er1 hingerissen von einem ,erlebnis des ,auges1 vor dem ,straburger ,mnster stand und das ,wort fand3 ,die ,kunst ist lange bildend1 ehe sie schn ist1 und doch so wahre1 groe ,kunst ja oft wahrer und grer1 als die schne selbst48 ,mit diesem ,wort ist das ,wesen der ,kunst wie mit einer einzigen ,linie umschrieben4 ,der ,wille der ,kunst ist es1 bildend zu sein und ein ,inneres so auszudrcken1 da es ein ueres wird4 ,der ,ausdruck eines inneren ,zustandes1 das ist das ,entscheidende4 ,die ,schnheit umfat nur die ,hlfte1 sie zielt auf den ,genu1 sie befriedigt ,glckseligkeitsbedrfnisse und das ,verlangen nach ruhiger1 heiterer ,harmonie4 ,das ,glck aber ist in der ,kunst ebensowenig das ,hchste wie im ,leben4 ,um ein ,wort ,lessings zu variieren3 auch in der ,kunst ist das ,streben nach ,glck und ,schnheit mehr als der ,besitz von beiden4 ,der ,welt des ,kunstgefhls gehren ebensowohl die ,empfindungen des ,schreckens1 die ,dissonanzen des ,charakteristischen1 die ,monumentalitt des ,erhabenen an4 ,auch die ,formen des ,willens1 die das ,groteske erzeugen1 gehren zur ,kunst2 denn die ,kunst ist vor allem ein ,akt des ,willens und darum ihrer ,natur nach elementar4 ,auch sie setzt vor die ,form das ,chaos1 vor die ,harmonie das berma und die ,urkraft vor die ,schnheit4 ,die ,kunst entsteht im kleinen nicht anders1 wie die ,welt im groen entstanden ist4 ,wie die uns heute umgebende ,landschaft kaum etwas gemein hat mit der von der menschlichen ,hand noch unberhrten ,landschaft1 wie die kultivierte1 in soziale ,rhythmen gebrachte ,landschaft etwas anderes ist als die vorgeschichtliche1 aus ,gottes ,hand hervorgegangene1 und wie die ,schnheit der vermenschlichten ,landschaft nicht hher gewertet werden darf als die ,gewalt der ursprnglichen1 so darf auch eine klassizistisch geglttete und veredelte1 so darf auch die schne8 ,kunst nicht absichtsvoll der ursprnglichen ,kunst als etwas ,hheres entgegengestellt werden4 ,es darf nicht heien3 dieses ist richtig und jenes ist falsch1 sondern es mu heien3 die ,kunst geht lebendig in ,metamorphosen durch die ,zeiten dahin1 sie kennt nicht ,ziele81 sie kennt nur ,bewegung1 und auch fr sie ist der ,weg das ,ziel4 ,wie kein einzelner ,sterblicher die ganze ,wahrheit hat1 wie die ,wahrheit vielmehr unter alle ausgeteilt ist1 so ist auch die ,kunst als ,ganzes nie im ,besitz eines einzelnen ,volkes oder einer bestimmten ,zeit4 ,alle ,stile zusammen erst sind die ,kunst4 ,aus der ,lehre1 das ,endziel der ,kunst sei die ,schnheit1 hat sich folgerichtig die ,verkndigung eines ,ideals ergeben4 ,nun hat aber jedes ,ideal etwas ,autokratisches1 etwas ,ausschlieendes4 ,es duldet nicht seinesgleichen neben sich1 es kann seinesgleichen gar nicht geben1 wie die ,pyramide nur eine ,spitze haben kann4 ,daneben ist in jedem ,ideal etwas ,einschmeichelndes und ,betrendes4 ,es pflegt den ,wahn1 es gbe im ,leben und in der ,kunst etwas ,absolutes1 wo doch alles ,sterbliche und von ,sterblichen ,geschaffene irgendwie bedingt sein mu4 ,und indem es angeblich zum ,streben nach dem ,hchsten auffordert1 lhmt es von vornherein die ,flugkraft1 weil es den ,strebenden immer mehr oder weniger zur ,nachahmung verdammt und ihn unselbstndig macht4 ,nur unproduktive ,menschen und ,zeiten konstruieren das ,ideal1 sie geben sich mit seiner ,hilfe eine ,wichtigkeit1 die sie nicht haben2 naive ,menschen1 willenskrftige ,vlker tragen ihre ,ziele im ,instinkt1 niemals aber drcken sie sie begriffsmig mit ,idealforderungen aus4 ,wie es denn auch bezeichnend ist1 da unsere groen ,dichter wohl ,idealforderungen fr die bildende ,kunst aufgestellt haben1 nicht aber fr die ,kunst1 worin sie selbst ,meister waren1 fr die ,poesie4 ,in unserm ,falle hat die ,idee vom absoluten ,ideal in der ,kunst unser ,volk1 ja1 unsere ,rasse lange ,zeit hindurch blind gemacht fr das eigentlich ,bildende der ,kunst4 ,besonders die ,deutschen haben schwer gelitten unter der ,idealisierungstheorie1 weil sie alle geistigen ,dinge immer bis zur letzten ,konsequenz verfolgen und grndlich sind bis zur ,selbstvernichtung4 ,noch heute ist dem ,deutschen das ,wort ,idealismus8 etwas ,heiliges1 vor dem die ,kritik anhlt2 das ,wort bezeichnet etwas ,sittliches4 ,und doch lehrt die ,erfahrung1 da dem unbedingten ,idealismus zumeist der ,jngling verfllt1 der ,werdende1 der noch nicht mit sich selbst einig ,gewordene1 der ,sehnschtige1 ja ,unzufriedene4 ,wendet man diese ,erfahrung auf das ,ganze an1 so zeigt es sich1 da der deutsche ,idealismus1 der uns in unseren ,augen ber die anderen ,vlker erhebt und uns zu dem auserwhlten ,volke zu machen scheint1 auch ein ,produkt der ,not ist1 ein ,mittel1 um ber eine gewisse ,unfertigkeit und ,unbegabtheit hinwegzukommen1 und ein ,zeichen dafr1 da das ,wollen noch bedenklich grer ist als das ,knnen4 ,der deutsche ,idealismus ist das ,werkzeug einer ,schwche1 die ,kraft werden mchte4 ,in der ,kunst hat gerade das ,ideal die ,deutschen seit anderthalb ,jahrhunderten verhindert1 das ,nchste zu tun1 hat ihre ,blicke nach ,wolkenkuckucksheim schweifen lassen1 wo es besser gewesen wre1 einfach1 vernnftig und besonnen vom ,handwerk auszugehen4 ,der ,idealglaube hat die ,tradition verdorben4 ,er macht das deutsche ,volk ehrwrdig1 aber er hat es auch problematisch gemacht2 er verleiht uns -- vielleicht -- ,wichtigkeit vor ,gott81 aber er verhindert den ,einflu auf die ,menschen4 ,er macht im ,inneren unsicher und -- in der ,folge -- begriffschtig1 lehrhaft und hochmtig nach auen4 ,so fruchtbar ein lebendiger ,idealismus sein kann1 wenn er still und unbewut in der ,brust des ,individuums glht und alle ,taten adelt1 so gefhrlich ist er1 wenn er als ,begriff zum ,bewutsein erwacht und sich ,herrschaft anmat4 ,geht man die ,geschichte der deutschen ,kunst in den letzten hundertundfnfzig ,jahren durch1 so zeigt es sich1 da das griechische ,vollkommenheitsideal zwar eine ,kunst aus dritter und vierter ,hand nachhaltig gefrdert hat1 ja da es sogar allgemein eine gewisse edle ,afterkultur zu schaffen fhig gewesen ist2 zugleich aber hat es die eigentlich schpferischen ,krfte1 die naiven ,talente bedroht und sie gezwungen1 sich abseits zu entwickeln1 es hat die geniale ,begabung einsam gemacht und in die ,verbannung getrieben4 ,und so ist eine tiefe ,kluft entstanden1 die quer durch unsere ,kultur geht4 ,dieser stolze ,idealismus erweist sich als ein ,danaergeschenk2 er macht oft blind fr die ,grenzlinie1 die ,wahrheit von ,lge scheidet und echte ,empfindung von ,schwrmerei2 er peitscht auf und verhindert doch zugleich das ,schpferische1 er predigt das ,absolute und lt nur das ,bedingte entstehen4 ,whrend die ,zeit ganz unharmonisch war1 ja eben weil sie es war1 hat dieser ,idealismus die ,harmonie gepredigt4 ,da aus sich selber aber niemand imstande war1 harmonisch zu werden1 so wurde als ,muster in der ,kunst der griechische ,stil aufgestellt4 ,ein ,stil6 ,es ist das ,eigentmliche des begrifflichen ,idealismus1 da er lieber von einem ,stil redet1 als von bestimmten ,kunstwerken4 ,oder er macht das einzelne ,kunstwerk zu einem ,stilsymbol4 ,in ,deutschland sind zum ,beispiel die einflureichsten ,theorien an ein ,kunstwerk geknpft worden -- an die ,laokoongruppe --1 das keineswegs zu den guten griechischen ,arbeiten gehrt1 in dem die spezifischen ,eigenschaften des griechischen ,formwillens nur sehr bedingt enthalten sind1 ja das recht eigentlich dem ,formenkreis des griechischen ,barock angehrt und dessen ,lobpreisung von seiten ,lessings1 ,goethes und ihrer ,geistesverwandten beweist1 wie sehr dieses ,geschlecht1 das so viel von der edlen ,einfalt und stillen ,gre8 der ,antike sprach1 im ,instinkte noch den ,barockempfindungen des achtzehnten ,jahrhunderts unterworfen war4 ,es ist damals der grundstzliche ,fehler gemacht worden1 ,stil und ,qualitt miteinander zu verwechseln2 man meinte1 ein ,kunstwerk sei schon wegen seiner ,zugehrigkeit zu einem bestimmten ,stil -- zum griechischen ,stil -- gut und besser als jedes andere4 ,darin liegt eine folgenschwere ,verwechslung der ,art mit dem ,grad4 ,die ,art kann berhaupt nicht kritisiert werden1 weil sie gar nicht vom ,willen abhngig ist1 sie kann nur konstatiert werden1 kritisieren kann man allein den ,grad4 ,kunststile lassen sich ebensowenig kritisch vergleichen1 wie man die ,buche mit der ,tanne qualitativ vergleichen darf4 ,man sagt ja auch nicht1 der ,granit sei besser als der ,sandstein1 man sagt nur1 er sei hrter4 ,der ,stil eines ,volkes ist der ,abdruck seines ,willens1 seiner ganzen ,eigenart1 wie sie im ,wind und ,wetter der ,geschichte geworden ist2 auch der ,stil ist ein ,naturprodukt1 er kann nicht anders sein als er ist und mu darum hingenommen werden wie ein ,schicksal4 ,er kann nur naturgeschichtlich beurteilt werden4 ,es geht ebensowenig an1 zu sagen1 der eine ,stil sei richtig und der andere sei falsch1 wie man eine ,sprache richtig oder falsch nennen darf4 ,es gibt begnstigte ,kunststile1 die sich in einer1 viele ,hemmungen beseitigenden ,umwelt entwickeln1 und es gibt andere1 die sich mhsam durchringen mssen und die dabei eine mehr knorrige ,formenwelt hervorgebracht haben -- wie es vokalreiche und konsonantenreiche1 harte und weiche1 mehr wohllautende und mehr charakteristische ,sprachen gibt4 ,man mag so weit gehen1 zu sagen1 da es talentvolle und weniger begabte ,vlker gibt und da dieses ,mehr oder ,weniger sich deutlich in den ,kunststilen ausdrckt4 ,selbst damit aber hat das von einem begabten ,stil getragene ,kunstwerk nichts ,entscheidendes gewonnen2 das ,entscheidende bleibt immer die schpferische ,persnlichkeit4 ,auch eine ,sprache kann den ,dichter frdern oder hemmen1 sie kann fr ihn bis zu gewissen ,graden dichten und denken82 aber sie kann nicht den ,dichter machen4 ,ein ,stil kann mit seinen ,regeln bestenfalls das ,schlechte verhindern1 ,kunstwerke aber kann er nicht spontan hervorbringen4 ,kurz3 die ,qualitt des ,kunstwerks ist in den wesentlichen ,punkten vom ,stil unabhngig1 ja sie beginnt erst jenseits der ,stilform4 ,in dieser ,hinsicht ist es von tiefer ,bedeutung1 da die groen ,kunstwerke aller ,zeiten und ,lnder einander verwandt erscheinen4 ,homer ist dem ,dichter des ,nibelungenliedes1 ,sophokles ist ,shakespeare nher verwandt1 als ,schiller es einem seiner mittelmigen ,epigonen ist4 ,damit ist nicht gesagt1 der ,stil sei unwesentlich1 denn er ist ja das ,formenklima1 in dem der ,knstler heranwchst2 nur darf die ,zugehrigkeit zu bestimmten ,stilformen nicht zum ,kriterium des ,wertes oder ,unwertes gemacht werden4 ,und das eben ist in ,deutschland1 in ,europa im letzten ,jahrhundert geschehen4 ,dieser ,vorgang ist um so unnatrlicher1 als es eine fremde1 in einer sdlichen ,kultur einst gewordene ,formenwelt gewesen ist1 der die ,deutschen sich zugewandt1 die sie als ,vollkommenheitsideal verkndet haben4 ,soll schon ein ,stilideal aufgestellt werden1 so liegt es doch am nchsten1 die im eigenen ,lande organisch gewachsenen ,kunstformen als vorbildlich zu bezeichnen4 ,der auf germanische ,initiative zurckzufhrende gotische ,stil aber ist von den ,gesetzgebern unserer sthetik geradezu verfemt worden4 ,als unsere ,literatur auf ihrer ,hhe stand1 wurde den bildenden ,knsten von den ,schpfern einer klassischen deutschen ,schriftsprache eine fremde ,formensprache gezeigt1 mit der ,forderung1 diese msse das den ,deutschen eigentmliche ,idiom werden4 ,so war es1 wie gesagt1 in ganz ,europa4 ,aber die anderen ,nationen haben verstanden1 das ,griechische mehr zu franzsieren1 zu anglisieren1 zu italienisieren2 wir allein sind so objektiv8 gewesen1 da wir nur schchtern eine ,verdeutschung des ,griechischen gewagt haben4 ,wir haben geglaubt1 glauben es wohl noch heute1 es gbe einen ,normalstil4 ,wohin diese ,meinung gefhrt hat1 das liegt vor aller ,augen3 sie hat eine ,epigonenkunst gezeugt4 ,eine ,epigonenkunst1 die als ,bildungsresultat bewundernswrdig ist1 die bei alledem aber wie ein ,laboratoriumserzeugnis erscheint4 ,aus den ,theorien ist eine ,kunst hervorgegangen1 die lehr- und lernbar ist1 eine gelehrte ,kunst1 kurz3 die ,akademie4 ,das ,streben nach der absoluten ,schnheit hat zu einem trben ,eklektizismus gefhrt4 ,und hat zu gleicher ,zeit einen temperamentlosen ,naturalismus aufkommen lassen4 ,denn beides1 ,stileklektizismus und ,naturalismus1 sind einander keineswegs entgegengesetzt1 sie sind miteinander verwandt4 ,in ,zeiten1 wo aus den ,meisterwerken der ,vergangenheit und der ,fremde ,einzelformen losgelst und in anderem ,zusammenhang1 zu anderen ,endzielen verwandt werden1 wo die einst genial gebildeten ,formen der ,alten mit gelehrtem ,wissen nachgeahmt werden1 macht sich der ,knstler auch von der ,natur in subalterner ,weise abhngig4 ,das griechische ,ideal konnte nicht eine neue ,klassik heraufbeschwren1 denn diese fliet allein aus dem elementaren ,willen1 es hat nur den klassizistischen ,stil geschaffen4 ,und das groe ,naturgefhl der ,alten hat nicht das moderne ,naturgefhl selbstndig gemacht1 sondern unfrei4 ,das neunzehnte ,jahrhundert ist eine ,epoche der stckweisen ,kunst- und ,naturnachahmung1 der ,formflauheit1 der sentimentalischen ,ideologie gewesen4 ,es haben in ihm die ,knstler der mittleren ,linie geherrscht1 whrend die wahrhaft ,selbstndigen verfolgt und vernachlssigt worden sind4 ,wir haben uns gewhnt1 inmitten einer abgeleiteten ,bildungskultur zu leben1 als sei dieser ,zustand normal4 ,das heute lebende ,geschlecht weilt1 vom ersten ,tage seines ,daseins ab1 in einer unerfreulichen klassizistisch-naturalistischen ,umwelt1 entstanden aus dem ,kompromi1 den der verstiegene ,idealismus und das rohe ,bedrfnis eines wirtschaftlich schnell erstarkten ,siebzigmillionenvolkes geschlossen haben4 ,in unseren ,stdten ziehen1 zu seiten der geraden1 breiten ,straen1 in ,reihen die ,palazzofassaden dahin4 ,die ganze architektonische ,formenwelt ist irgendwie grzisiert oder italienisiert2 wir haben uns in verknstelte ,verhltnisse hineingelebt1 als knne es nicht anders sein4 ,um so merkwrdiger ist das ,erlebnis1 wenn wir aus den gleichmigen ,straen mit den akademischen ,bauformen unversehens einmal in alte ,stadtteile geraten1 in enge ,gassen mit hochgegiebelten ,brgerhusern und auf ,pltze1 wo mit dunklen ,massen ein gotischer ,dom mchtig emporsteigt4 ,es scheint pltzlich ein ,urlaut zu erklingen1 ein erschtternder ,schrei des ,willens4 ,dieses ,erlebnis stellt sich1 schwcher oder strker1 auch vor gewissen ,werken des ,barockstils oder vor den ,resten romanischer ,bauten ein4 ,in allen ,fllen erlebt man die ,form mit einemmal anders1 viel intensiver1 unmittelbarer und lebendiger4 ,es spricht der ,wille1 der vor langer ,zeit einst elementar in die ,formen hineingetragen worden ist1 und dieser ,wille ergreift den ,nachgeborenen und reit ihn mit fort4 ,man fragt gar nicht nach ,schnheit oder nach einem ,formenideal2 es ist genug an der starken inneren ,bewegung und an dem ,glck1 das mit solcher ,bewegung verbunden ist4 ,dieses ,glck mssen nun aber doch auch die groen ,mnner gefhlt haben1 denen wir die ,lehre vom griechischen ,kunstideal verdanken4 ,auch sie haben vor diesen alten ,bauwerken gestanden2 und da sie nicht blind daran vorbergegangen sind1 davon zeugt wenigstens der ,dithyrambus des jungen ,goethe vor dem ,straburger ,mnster4 ,warum hat ,goethe diese herrlichen ,jugendinstinkte verleugnet1 warum hat er spter auf alles ,gotische rgerlich gescholten und es barbarisch genannt8 ,wren die ,fhrer alle mit ihren ,kunstgedanken naiv vom ,eindruck ausgegangen1 htten sie mehr dem ,instinkt geglaubt1 so wrden sie den ,deutschen doch einen weiten ,umweg erspart haben4 ,da sie sich um das ,erlebnis der ,anschauung nicht gro gekmmert haben1 ist ein ,beweis dafr1 wie sehr der ,verstand das ,gefhl zu tyrannisieren vermag und welche ,macht kritische ,tendenzen ausben knnen4 ,viele hundert ,jahre haben die ,wunderbauten der ,gotik den ,deutschen1 den ,europern vor ,augen gestanden1 und sind fr die ,kunst doch wie nicht vorhanden gewesen2 der ,idealbegriff hat ber sie hinweggesehen4 ,dann und wann hat es wohl ,zeiten der ,reaktion nach einem allzu einseitigen ,klassizismus gegeben4 ,unter den ,knstlern im ,anfang des neunzehnten ,jahrhunderts ist sogar eine gewisse ,schwrmerei fr das ,gotische aufgekommen1 und auch das ,barock ist zeitweise wieder nachgeahmt worden4 ,aber es blieb in allen ,fllen bei einer sentimentalischen1 halb literarischen und epigonenhaften ,romantik4 ,erst in der letzten ,zeit ist ein tieferes ,verstndnis fr das ,gotische erwacht1 in dem ,mae1 wie die ,kenntnis des ,anschauungsmaterials zu dem ,gefhl gefhrt hat1 da die gotischen ,kunstwerke keineswegs ,gebilde mittelalterlicher ,roheit oder ,werke des ,unvermgens sind1 sondern nur der ,teil einer greren1 ber die ganze ,erde verbreiteten ,formenwelt1 und da die gotische ,form jener anderen ,form1 die im griechischen ,stil die reinste ,ausprgung erfahren hat1 gegenbersteht wie der ,winter dem ,sommer1 wie der ,sturm der ,ruhe1 da es sich um eine ,formenwelt handelt1 die man schon darum nicht kritisch ablehnen kann1 weil sie unter gewissen ,bedingungen berall hnlich entstanden ist und immer wieder entstehen wird4 ,diese ,einsicht wird uns erleichtert1 weil wir inzwischen von einer lebendigen ,kunst belehrt worden sind und weil unmittelbar gewonnene ,erfahrung ersetzt1 was uns von dem persnlichen ,genie ,lessings oder ,goethes abgeht4 ,wir haben1 mit ,zweifeln und ,entzckungen1 das ,werden und ,wachsen einer neuen ,malerei in ,europa erlebt1 die der ,kunst der alten ,hollnder kongenial ist4 ,wir haben gesehen1 wie ein neuer ,stil in der ,kunst entsteht4 ,eine solche ,lehre aber wirkt zurck auf die ,kunstauffassung berhaupt4 ,nicht eine ,theorie1 sondern tausend ,erfahrungen haben uns bewiesen1 da ,stilfragen nicht ,qualittsfragen sind1 da jeder ,stil aber eine ,kraft ist1 eine ,kollektivkraft1 und da diese ,kraft sich notwendig auf einen der beiden ,pole beziehen mu1 in denen die ganze ,welt der ,kunst hngt4 ,bevor nun im folgenden von den beiden ,formenwelten der ,kunst1 von dem ,gegensatz zweier ewig wiederkehrender ,stilbewegungen gesprochen wird1 mu auf die ,schwierigkeit hingewiesen werden1 die beiden ,formenkomplexe mit kurzen ,worten treffend zu bezeichnen4 ,der ,titel dieses ,buches lautet ,der ,geist der ,gotik84 ,doch ziele ich weit ber die ,grenzen dessen hinaus1 was in der ,kunstgeschichte der gotische ,stil genannt wird4 ,dem ,begriffe der ,gotik ist ,prhistorisches und gyptisches1 ,indisches und ,barockes1 ,antikes und ,modernes1 ,fernes und ,nahes eingeordnet worden4 ,ebenso schwierig ist es1 das ,gegenspiel des gotischen ,geistes1 nmlich jene ,formenwelt1 die in der ,kunst der alten ,griechen am reinsten verkrpert worden ist1 mit einem ,wort zu umschreiben4 ,klassisch darf sie nicht heien1 weil wir uns gewhnt haben1 alles ,meisterhafte so zu nennen1 weil ein ,werturteil mit diesem ,wort verbunden ist2 und klassizistisch darf man nicht sagen1 weil darin ein herabsetzender ,nebensinn enthalten ist4 ,es ist schlechterdings unmglich1 ,bezeichnungen zu finden1 die nicht mizuverstehen sind2 es mge darum bei den ,worten gotisch8 und griechisch8 bleiben1 um das ganz ,allgemeine zu bezeichnen4 ,das1 worum es sich handelt1 mu aus der ,flle der ,vergleiche anschaulich werden4 ,ist der ,leser erst einmal im ,besitz einer sicheren1 wenn auch wortlosen ,vorstellung1 so kann er der ,schlagworte entraten4 ,das ,wesentliche liegt immer jenseits aller ,worte4 ,notwendig ist nur1 da der ,leser sich bei der einmal gewhlten ,terminologie beruhigt1 da er sich vom ,wort und von dem damit verbundenen konventionellen ,begriff nicht irrefhren lt und sich bei allen allgemeinen ,bemerkungen konkrete ,kunstwerke vor ,augen hlt4 ,,ii4 ,die beiden ,formenwelten der ,kunst ,whrend ich das erste ,wort suche1 um diese ,ausfhrungen zu beginnen1 mu ich des ,augenblickes gedenken1 als sich der ,gedanke vom ewigen ,dualismus der ,kunst zum erstenmal deutlich in mir bildete4 ,es geschah1 als ich eines ,tages zum ,fenster hinaussah und eine ,schar von ,tauben beobachtete1 die sich auf dem ,dach und den ,gesimsen des gegenberliegenden ,hauses tummelten4 ,einige der ,tauben flatterten auf1 flogen im ,kreise und lieen sich schwebend nieder1 andere hockten auf den ,gesimsen oder verfolgten sich im ,paarungstrieb4 ,im stillen ,hinsehen fiel es mir auf1 da alle ,bewegungen1 die rein automatisch vor sich gehen1 das ,emporsteigen1 ,fliegen1 ,schweben und ,niedergleiten1 da alle rein krperlichen ,funktionen1 die unwillkrlich ausgebt werden1 angenehm und schn8 wirken1 da dagegen ,formen des ,charakteristischen1 ja des ,grotesken entstehen1 wenn die ,tiere im ,banne einer psychischen ,regung sind1 wenn sie etwa erschreckt um sich ugen1 einander ngstlich fliehen oder brnstig suchen4 ,die beiden ,gruppen von ,bewegungen stellten sich meinem ,auge als grundstzlich verschieden dar4 ,die erste ,gruppe enthlt die gymnastisch glcklichen1 und darum die harmonischen1 die ornamentalisch schnen ,formen2 die zweite ,gruppe umfat die leidvollen ,formen1 die sich dem ,hlichen nhern4 ,die ,formen der ersten ,gruppe schmeicheln dem ,auge1 die anderen haben dagegen etwas ,frappierendes4 ,solange sich die ,krfte automatisch balancieren1 stellt sich beim ,betrachter ein reines sthetisches ,vergngen ein2 wenn sich der ,wille der ,tiere aber im ,gehirn konzentriert und die ,bewegungen psychischen ,impulsen unterworfen sind1 finden ,ausschaltungen und partielle ,lhmungen statt1 die ornamentalische ,schnheit ist dahin1 das ,bild ist dann als bedeutende ,erscheinung eindrucksvoll1 nicht aber als ein ,reiz angenehm4 ,mit dieser einen ,erfahrung des ,auges war mir pltzlich ein ,schlssel gegeben4 ,die ,beobachtung an sich ist nichts ,besonderes1 aber sie war fr mich und zu jenem ,zeitpunkt etwas ,besonderes4 ,das wurde schon dadurch offenbar1 weil sie von jenem ,gefhl des ,glcks begleitet war1 das sich einstellt1 wenn der ,mann fhlt1 wie er wchst und wie ,entscheidendes in ihm vorgeht4 ,es mute von der einen ,erfahrung gleich auf ein ,ganzes geschlossen werden3 die beiden ,gruppen von ,bewegungen teilten mir im ,augenblick die ganze ,kunst1 die ja nichts anderes ist als ein groes ,bewegungsgleichnis1 in zwei ,hemisphren1 deren jede ihre besonderen seelischen ,voraussetzungen und eine ihr eigentmliche ,formenwelt hat1 in zwei ,krftegruppen1 die sich bekmpft haben1 solange es eine ,kunstgeschichte gibt1 und die sich in aller ,zukunft bekmpfen werden4 ,am anschaulichsten ist der ,kampf dieser beiden ,formenwelten in ,europa ausgetragen worden4 ,zwei ,stile haben von je in ,europa geherrscht und whrend der ,zeiten1 die von geschichtlicher ,erkenntnis erhellt werden1 einander den ,vorrang streitig gemacht1 zwei primre ,stile1 ursprngliche ,formenschpfungen1 die in einem grundstzlichen ,gegensatz zueinander stehen4 ,wenn man sie als den griechischen und gotischen ,stil bezeichnet1 so wei jedermann1 was gemeint ist1 trotzdem die ,worte ungenau sind4 ,ungenau ist das eine ,wort1 weil das ,griechische1 wie es hier verstanden wird1 nicht eine ,formenwelt umfat1 die fertig dem ,geiste eines einzigen ,volkes entsprungen ist1 und weil die griechische ,form anderseits entscheidenden ,anteil hat an vielen europischen und auereuropischen ,stilwandlungen bis auf unsere ,tage4 ,und ungenau ist auch die ,bezeichnung gotisch81 weil das ,gotische im ,sinne meiner ,auffassung keineswegs nur ein ,gebilde des nordischen ,mittelalters gewesen ist1 sondern irgendwie immer gegenwrtig war1 wenn in ,europa oder sonstwo etwas ,neues mit elementarer ,kraft zutage trat4 ,jedenfalls aber handelt es sich um zwei grundstzlich sich unterscheidende ,bildungskrfte1 und jede ,zeit1 jedes ,volk mssen eine ,entscheidung darber treffen1 welcher dieser ,krfte sie sich vor allem anvertrauen wollen4 ,wie diese ,entscheidungen getroffen worden sind1 das in der ,geschichte der europischen ,kunst zu verfolgen1 ist von groem ,reiz4 ,oft ist der ,entschlu vom ,volksinstinkt1 vom ,zeitgeist schnell und khn gefat worden1 oft auch nur zgernd und ungewi4 ,wie fr ewige ,dauer haben sich die sdlichen1 die romanischen ,vlker der griechischen ,formen bemchtigt2 die nordischen ,vlker dagegen haben dauernd geschwankt zwischen dem ,griechischen und dem ,gotischen4 ,es gibt ,mischstile und ,kompromisse und hchst seltsame ,metamorphosen4 ,alles aber weist letzten ,endes doch zurck auf den einen groen ,gegensatz1 der in der ,natur selbst begrndet ist4 ,die beiden ,formenwelten1 die mit den ,worten griechisch8 und gotisch8 gleichnishaft bezeichnet werden1 begnstigen hier vor allem den ,willen zum ,ausdruck und dort die ,ehrfurcht vor dem ,gesetzlichen4 ,in der griechischen ,baukunst sind alle ,einzelformen auf lange1 man darf sagen auf ewige ,dauer gestellt4 ,die ,sule hat etwas ,endgltiges1 es ist daran nicht zu viel und nicht zu wenig getan1 es ist eine ,formel gefunden1 die an erschpfender ,knappheit nicht bertroffen werden knnte4 ,ebenso stellt sich das schn gegliederte ,gesims als eine formale ,quintessenz dar1 als das ,ergebnis einer bewunderungswrdigen ,zusammenarbeit vieler ,geschlechter und ,individuen1 als das ,werk einer von allem strenden ,subjektivismus gereinigten ,phantasiettigkeit ganzer ,zeiten4 ,eben um ihrer ,endgltigkeit willen konnten diese reinen1 berpersnlichen ,formen so bequem bernommen1 angewandt und abgewandelt werden4 ,auf griechische ,bauformen gehen ja sowohl die ,formen der rmischen ,baukunst wie die ,formen der ber ganz ,europa1 ber die ganze ,welt verbreiteten italienischen ,renaissance zurck4 ,keiner gotischen ,bauform wohnt eine solche ,allgemeingltigkeit inne4 ,die gotischen ,formen erscheinen vom ,augenblick geschaffen1 die ,persnlichkeit hat an ihnen mehr ,anteil1 und eben darum knnen sie nicht leicht bernommen und umgebildet werden4 ,gegenber der griechischen ,form wirkt die gotische fast improvisiert2 sie ist nicht so sehr ein ,extrakt als vielmehr das ,gebilde des ,augenblicks4 ,die griechischen ,sulenordnungen konnten nach bestimmten ,regeln angewandt und in fast wissenschaftlicher ,weise variiert werden3 an den ,kapitellen und am ,steingeblk konnten ,tausende von ,sklavenhnden fortmeieln1 weil die ,formen regelmig wiederkehren1 weil sie eine unendliche ,vervielfltigung geradezu bedingen4 ,der griechische ,stil reiht gleiche ,formen aneinander1 er will die ,wiederholung derselben ,form1 und eben darum bedarf er bei der ,ausfhrung nicht so sehr groer1 schpferischer ,persnlichkeiten als vielmehr geschickter und sorgfltiger ,arbeiter4 ,alles in diesem ,stil ist auf ,gesetzmigkeit gestellt1 es herrscht die ,regel1 der ,kanon1 das ,wissen um die ,wirkungen und um die berlieferbaren1 mebaren und erprobten ,verhltnisse4 ,innerhalb der gotischen ,formenwelt aber konnte dem sklavischen ,arbeiter nur weniges berlassen werden4 ,denn dort ist eigentlich nicht eine ,form genau wie die andere1 jede ,form erscheint spontan geschaffen und -- selbst dort1 wo ihr ,charakter konventionell festgelegt ist -- von einem subjektiven ,willen durchgebildet2 dadurch kommt in jede ,form ein eigensinnig genialisches ,eigenleben4 ,nicht die ,wiederkehr des ,gleichen ist das ,prinzip der gotischen ,bauweise1 sondern die ,abwandlung eines ,formprinzips durch viele ,mglichkeiten2 nicht ,regelmigkeit wird erstrebt1 sondern ,mchtigkeit oder ,freiheit und ,flle4 ,das ,wesentliche in der gotischen ,form sind nicht ,gesetz und ,regel1 sondern es ist die unmittelbare ,ausdruckskraft4 ,es wird nicht ein endgltiges1 ein sozusagen destilliertes ,verhltnisleben der ,teile erstrebt1 es wird nicht ein ,kanon der reinen ,proportionen geschaffen1 sondern es mu das wirkungsvolle ,verhltnisleben in der gotischen ,kunst vom ,knstler eigentlich jedesmal von neuem intuitiv gegriffen werden4 ,dadurch wird die ,wirkung sehr unmittelbar1 doch haftet ihr auch viel ,einmaliges1 ja etwas ,einzigartiges an4 ,um einen griechischen ,tempel1 einen rmischen ,palast1 eine italienische ,renaissancekirche gut zu bauen1 gengten unter ,umstnden die ,tradition1 die ,erfahrung1 das ,wissen1 die ,kenntnis des ,kanons und der ,praxis2 um aber einen gotischen ,dom wirkungsvoll zu trmen1 dazu gehrte in erster ,linie schpferische ,khnheit4 ,die griechisch-italienische ,bauweise knnte gegebenenfalls ohne geniale ,begabungen bestehen und doch eine gewisse ,hhe halten1 die gotische ,bauweise aber mu ohne ursprngliche ,genialitt gleich maniriert und konventionell werden4 ,eben darum setzt die gotische ,form selbstndigere ,arbeiter und willenskrftigere ,persnlichkeiten voraus4 ,nur eine an ,individualitten1 an ,temperamenten reiche ,zeit ist reiner gotischer ,formenschpfungen fhig4 ,schon aus diesem ,grunde bleibt der gotischen ,form die unendliche ,ausdehnungsmglichkeit und die allgemeine ,anwendbarkeit versagt4 ,denn ,persnlichkeiten und ,temperamente sind nicht zu allen ,zeiten da1 sorgfltige1 genaue ,arbeiter aber sind stets zu erziehen4 ,auch in der ,natur steht einem ,prinzip der langen ,dauer berall ein ,prinzip des schnellen ,antriebs gegenber4 ,die ,natur will ebenfalls die ewige ,wiederkehr des ,gleichen oder doch des hnlichen2 aber sie will auch immer ein ,neues4 ,sie will zugleich die ,regel und den berschwang4 ,paradox knnte man sagen1 die ,natur sei ebensowohl griechisch wie gotisch4 ,wie aber in der ,natur der orgiastischen ,flle der ,schpfungskraft1 dem berma des ,triebhaften die regelnde ,ordnung1 die eherne ,notwendigkeit beschrnkend und formgebend gegenbersteht1 und wie der ,elementardrang des ,schpfungswillens wiederum dafr sorgt1 da das heilig ordnende ,gesetz niemals formalistisch erstarrt1 wie ein ewiger ,kampf ist zwischen ,unruhe und ,ruhe1 zwischen ,rausch und ,besonnenheit1 zwischen ,ungeduld und ,geduld1 und wie das ,resultat dieses ,kampfes ohne ,ende eine ,welt ist1 die immer wieder frisch und herrlich ist1 als sei sie eben aus der ,hand des ,schpfers hervorgegangen -- so wirken auch in der ,kunst aufeinander ,ma und berma1 ,ruhe und ,unruhe1 ,geduld und ,ungeduld1 so geht auch dort aus diesem ewigen ,kampf erst das ,bedeutende ursprnglich und mannigfaltig hervor4 ,in der ,kunst wirkt1 wie in der ,natur1 eine zentrifugale und eine zentripetale ,kraft2 in der ,kunst wie in der ,natur heien die beiden entscheidenden ,gewalten ,antrieb und ,hemmung1 ,freiheit und ,gesetz4 ,der knstlerische ,bildungstrieb des ,menschen hat sich dualistisch spalten mssen1 um im ,hchsten schpferisch werden zu knnen4 ,etwa so1 wie die ,natur den ,menschen in ,mann und ,weib zerlegt hat1 um sich zu erhalten und fortzupflanzen4 ,in diesem ,sinne ist die gotische ,form die mnnliche1 sie ist die zeugende und anregende ,form4 ,sie ist die ,form des heroischen ,affektes4 ,auch dort1 wo sie scheinbar nchtern vom profanen ,bedrfnis ausgeht4 ,denn whrend sie rein zweckmig bestimmt zu sein scheint1 steigert sie das ,zweckmige unversehens zum ,monumentalen4 ,man denke an die mittelalterliche ,verteidigungsarchitektur4 ,es ist strenge ,zweckarchitektur1 ohne ,zierat1 ohne rein darstellende ,formen1 nur aus ,mauern1 ,zinnen und ,trmen gebildet4 ,sie sollte den ,feind abhalten4 ,aber zugleich sollte sie ihn schrecken und einschchtern1 das heit1 sie sollte eine ,wirkung auf seine ,seele ausben4 ,darum wurden ,formen gewhlt1 deren ,wucht voller ,drohung war1 die kriegerisch wirkten und eine ,macht reprsentierten2 und so geriet das ,fortifikatorische wie von selbst zur dsteren ,groheit und starren ,unbedingtheit4 ,das ,einfache wirkte nicht mehr nchtern zweckhaft1 sondern wie ein ,symbol des ,druenden und ,wehrhaften4 ,diese bersteigerung ins ,symbolische aber ist einer der wesentlichen ,zge alles ,gotischen4 ,aus dem ,burgenbau1 aus der ,befestigungsarchitektur ging organisch der ,kirchenbau hervor4 ,der trotzig auf ,selbstbehauptung bestehende ,wille erstrebte die mchtige ,wirkung1 aus dem gro begriffenen ,bedrfnis wurde die ,idee abgeleitet2 diese ,idee aber wurde mit der ,zeit selbstndig und wuchs ins ,geistige1 ins rein ,knstlerische hinein4 ,die ,stimmung1 die den primitiven gotischen ,kunstwerken anhaftet1 wurde zum ,motiv an sich erhoben4 ,um die ,stimmung aber knstlerisch auszudrcken1 mute eine ,formenwelt geschaffen werden1 die sich aus lauter ,stimmungselementen zusammensetzt4 ,das will sagen3 aus ,elementen1 die neun ,zehntel des ,lebens1 der ,natur1 der menschlichen ,empfindung ignorieren1 um dem einen ,zehntel desto einseitig strker zum ,ausdruck zu verhelfen1 aus ,elementen1 die das ,objekt vergewaltigen1 die alle helfen1 ein einziges mchtiges ,gefhl zu illustrieren und die alle erfllt sind von der ,leidenschaft1 einen bestimmten ,willen auszudrcken1 ihn zu steigern und zu motivieren4 ,jede gotische ,kunstform will vor allem dieses3 motivieren4 ,sie ist nicht vom ,zweck genesen1 wie die griechische ,form4 ,alle ,formen der ,gotik1 sowohl dort1 wo sie sich einfach1 wuchtig und primitiv1 wie auch dort1 wo sie sich darstellend1 reich und barock geben1 weisen irgendwie immer auf etwas ,konstruktives4 ,das sichtbar ,konstruktive jedoch nimmt in der ,baukunst die ,stelle ein1 die der ,naturalismus in der ,malerei einnimmt4 ,nun ist aber dieser ,konstruktionsnaturalismus der ,gotik nicht zu profanen ,zwecken1 sondern um der knstlerisch-symbolischen ,wirkung1 um des starken ,ausdrucks willen da4 ,in allem ,gotischen ist die ,frage nicht zu lsen1 ob zuerst die ,konstruktion oder die knstlerische ,vorstellung dagewesen ist4 ,die ,antwort ist so schwierig wie die ,beantwortung der ,frage1 ob zuerst das ,huhn oder das ,ei dagewesen sei4 ,konstruktion und ,form werden im ,gotischen zugleich und eines durch das andere immer gefunden4 ,neuerungen1 wie der ,spitzbogen und das ,pfeilersystem1 sind erst mglich geworden1 als eine mit sich selbst noch unbekannte ,sehnsucht nach ,mitteln ausschaute1 dunkel ihr vorschwebende ,wirkungen zu realisieren4 ,es mag mit solchen technischen ,entdeckungen gehen wie mit den geographischen1 die auch erst erfolgen1 wenn der von ,expansionstrieben genhrte ,instinkt zweckvoll wissenschaftlich ,schiffe ausrstet4 ,dieses aber ist so recht das ,wesen des gotischen ,geistes3 ein mit sich selbst unbekanntes mchtiges ,lebensgefhl in neue ,kunstformen zu kleiden1 urweltliche ,instinkte artistisch zu rechtfertigen und aus der ,notdurft des ,lebens unmittelbar eine zwar naturalistisch gebrochene1 aber auch geheimnisvolle ,formenwelt abzuleiten4 ,so ist es im ,mittelalter gewesen1 als auf der ,grundlage des ,zweckmigen und des tektonisch ,mathematischen eine betrende ,romantik aufblhte1 ein ,urwald von ,form1 wimmelnd von ,leben und ,gestalt4 ,der erregte ,wille fhrte das ,bedrfnis ber sich selbst hinaus -- bis an die ,grenzen der ,phantastik4 ,der ,raum wurde berhht1 seine natrlichen ,mauergrenzen wurden gesprengt1 ein ,system von ,pfeilern wuchs1 voll eines drhnenden ,rhythmus1 steil in die ,hhe1 das ,licht selbst wurde romantisiert1 indem man es durch farbige ,fenster leitete1 und in allen ,teilen des ,doms -- der ein ,gesamtkunstwerk der ,architektur1 ,plastik und ,malerei war -- begann ein ,spiel mit der ,konstruktion1 mit dem ,zweckhaften1 bis alles ,materielle sich schlielich im ,transzendentalen verlor4 ,hier wird die andere ,seite des gotischen ,geistes offenbar3 seine ,lust an der ,flle1 seine romantische ,schmucklust4 ,das ,gemuer bedeckte sich mit phantastisch reichem ,zierat1 mit ,menschen- und ,tiergestalten1 mit ,blttern und ,blumen1 mit tektonischen und malerischen ,formen bunt durcheinander -- scheinbar willkrlich und doch logisch geordnet nach einem ,gesetz der ,empfindung4 ,alles einzelne weist zurck auf etwas ,individuelles1 im dunkelsten ,winkel noch bettigt sich das sehnschtig bildende ,talent2 ber allem einzelnen aber steht einigend ein groer1 leidenschaftlicher ,kollektivwille4 ,alle ,menschen haben irgendwie ,anteil an den ,wunderbauten der mittelalterlichen ,gotik2 aber alle bleiben sie auch anonym4 ,und dieses eben ist ein ,charakteristikum des ,geistes der ,gotik berhaupt3 er lebt sich in ,massenkundgebungen aus2 seine ,ideen knnen zwar nur von ,persnlichkeiten verwirklicht werden1 aber sie schlieen auch jede ,persnlichkeit ein4 ,daher dieser bezeichnende ,trieb zum ,rauhen und ,kolossalen einerseits und zur ,flle des ,details anderseits1 daher diese heftige ,neigung zur ,phantastik der ,quantitt4 ,beides1 der ,kolossaltrieb und der ,formenberschwang1 die primitive ,nacktheit sowohl wie die ,schmuckflle1 weisen auf eine geistige ,unruhe zurck4 ,diese ,unruhe setzt sich immer dann in knstlerische ,wirkungen um1 wenn sich eine ,kraft von hartem ,druck befreit1 wenn ein ,kampf stattfindet1 wenn ,sehnsucht1 ,unruhe und ,trotz sich um ein ,hchstes bemhen1 whrend ein rauhes ,klima1 arme ,lebensformen1 ,not und ,mhsal den titanisch erregten ,willen beschrnken4 ,der ,empordrngende vor allem will ungewhnliche ,denkmale seines ,willens errichten1 er denkt in steinernen ,babelgedanken4 ,alle gotische ,kunst deutet auf einen ,zustand des ,gemts1 der eintritt1 wenn sich der ,geist aus phantasievoller ,dmonologie1 aus schaudernder religiser ,ergriffenheit zur ,gewissensfreiheit selbstndig durchringt4 ,in ,augenblicken1 wo ein ,volk in der ,mitte dasteht zwischen unbedingter ,anbetung und ,geistesfreiheit1 wo es sich selbst wachsen fhlt und auch die ,lust des ,wachsens1 geraten die ,werke am grten und reichsten im ,sinne des ,geistes der ,gotik4 ,beruhigte1 saturierte ,vlker kennen nicht diese elementaren ,willensausbrche in der ,kunst4 ,darum sind vor allem werdende ,vlker1 die noch auf ,morgenstufen weilen1 ,vlker mit ,jnglingstemperament1 voll vom ,geiste der ,gotik4 ,oder auch die alternden ,vlker1 in denen eine neue ,unruhe erwacht und neue ,begierde4 ,auch glckliche ,vlker1 die in einem heiteren ,klima leben1 fassen die ,kunst nicht so ekstatisch auf1 sie suchen mehr das ,glck und den ,genu2 die ,gotiker dagegen sind nie heiter1 ruhig und harmonisch1 sie werden gepeinigt von einem ,verantwortlichkeitsgefhl1 ihre ,kraft ist nicht frei von ,angst1 ihr ,wille ist voller ,leidenschaften4 ,darum bedeutet ihnen auch die ,tradition nicht viel4 ,ihnen schwebt als ,ideal immer etwas ,phnomenisches vor4 ,in ihrer ,kunst herrscht die ,stimmung4 ,der gotische ,mensch hat ganz den einseitigen ,druck der ,krfte4 ,er lebt innerlich ruckweis1 nicht stetig4 ,und dieses gilt ebensowohl fr ganze ,vlker wie fr die einzelnen ,talente1 fr die ,individuen1 die ihrer ,natur nach als ,gotiker anzusprechen sind1 und fr ganze ,knstlergeschlechter1 die vom ,geiste der ,gotik regiert werden4 ,im ,gegensatz hierzu suchen ,vlker und ,individuen1 die auf die griechische ,formenwelt eingestellt sind1 nicht den ,affekt1 sondern die ,beruhigung4 ,selbst wenn sie einmal das ,ungeheure unternehmen1 setzen sie ,wohlklang und ,harmonie allem anderen voran2 sie schaffen das ,kolossale nur1 um zu prahlen1 nicht aus einem eingeborenen ,hang zum ,phnomenischen4 ,wenn sie das bergroe schaffen1 so sind es nur ,vergrerungen des eigentlich fr eine mittlere ,gre ,gedachten4 ,im allgemeinen sagt ihnen das ,mittlere und eine gewisse ,normalempfindung zu4 ,die ,baukunst des griechischen ,menschen geht nie sichtbar und absichtsvoll vom ,zweck und von der ,konstruktion aus1 sie ist nicht naturalistisch und ebensowenig romantisch-symbolisch4 ,der ,zweck und die ,konstruktion fgen sich willig dem schnen ,schein4 ,die ,architektur ist rein darstellend2 darum bedarf sie gar nicht der ,anstrengung1 die ntig ist1 wo etwas an sich ,profanes aufs hchste idealisiert werden soll1 darum gert die ,form auch nirgends zum gewaltsam ,charakteristischen4 ,die ,bedrfnisse treten in einem ,klima1 das die ,mitte hlt zwischen eisiger ,klte und tropischer ,hitze1 bei weitem nicht so anspruchsvoll hervor2 das ,materielle der ,zwecke erscheint von vornherein mehr aufgehoben1 jedes einzelne ,bauglied hat ein dekoratives ,eigenleben1 das sich auch erhlt1 wenn es fr sich allein betrachtet wird1 und alles ,statische ist wohlklingend geworden4 ,die ,bauwerke scheinen nicht so sehr1 wie die des gotischen ,geistes1 einzelne ,individuen zu sein1 sie sind vielmehr ,gebilde des reinen ,wohllautes und ,verkrperung eines sehr durchgebildeten ,stilprinzipes4 ,eine ,cella und ringsherum ,sulenreihen3 das ist der griechische ,tempel2 vier ,mauern mit regelmig angeordneten ,fensterffnungen auf einem ,rechteck errichtet1 edel gegliedert von ,pfeilern und ,gesimsen3 das ist der italienische ,palast4 ,da nun aber das ,ganze dekorativ ist1 da jede ,form ein ,wohlklang ist1 so kann diese ,bauweise auf ,hufungen verzichten4 ,darum ist sie im allgemeinen einfach und ein ,kind der ,selbstbeschrnkung4 ,in der griechischen ,formenwelt dominiert das ,klare1 das formal ,endgltige4 ,alle ,anstrengung erscheint berwunden1 das ,gerst des ,bauwerks ist wie mit blhendem ,fleisch bedeckt1 ohne da aber die ,gelenke undeutlich wrden1 ohne da die gymnastische ,elastizitt der ,glieder verloren ginge4 ,die ,kunst des griechischen ,menschen weist1 wo und wann immer sie uns entgegentritt1 auf eine ,gemtsverfassung1 die nicht ekstatisch erregt ist1 sondern besonnen1 die nicht religis gefrbt ist1 sondern weltlich4 ,diese ,gemtsart will weniger1 da das ,kunstwerk drohe1 als vielmehr1 da es schmeichle2 sie ist nicht unruhig nach dem ,neuen1 sondern glcklich im ,besitz4 ,darum ist der griechische ,mensch wie von selbst ein ,verweser der ,tradition4 ,in seinen ,knsten geht das eine immer scheinbar ohne ,anstrengung aus dem anderen hervor4 ,wo der gotische ,mensch das ,gefhl des ,werdens rauschhaft und doch auch leidend erlebt1 da geniet der griechische ,mensch sein ,werden und ,sein als ,glck4 ,das gibt seiner ,kunst die stolze ,ruhe1 das ,aristokratische1 es lst die ,spannungen und schafft die ,harmonie4 ,in der gotischen ,kunstwelt geht der ,mensch mehr sittlich wollend vor1 in der griechischen mehr sthetisch genieend4 ,benutzt man einmal die ,terminologie ,nietzsches1 um die ,gegenstze zu bezeichnen1 so knnte man die gotische ,welt die des dionysischen ,geistes1 die griechische ,welt aber vom apollinischen ,geiste geschaffen nennen4 ,man mchte das ,gotische sentimentalisch nennen1 trotzdem in diesem ,wort ein herabsetzender ,nebensinn verborgen ist4 ,das ,sentimentalische mu entstehen1 weil die ,formen des gotischen ,geistes nicht in erster ,linie aus einer freien ,vernunft1 sondern aus dem stark okkupierten ,gefhl flieen4 ,die ,kunstform dient einer reizbaren ,idee1 nicht einer zufriedenen ,sinnlichkeit1 das macht sie sentimentalisch4 ,das ,sentimentalische in diesem ,sinne ist die ,hlfte der ,menschennatur4 ,mit ihm zusammen hngt jenes groe ,erstaunen vor der ,welt1 jenes tiefe philosophische ,wundern1 worauf alle ,religion letzten ,endes zurckgeht4 ,die sentimentalische ,natur gibt sich einem schreckhaften ,gottgefhl hin1 sie steht immer mehr oder weniger im ,banne eines ,schuldgefhls1 einer mystischen ,lebensfurcht4 ,aus dieser ,furcht aber geht dann eine besondere ,art von ,willen hervor2 es wohnen darin die ,instinkte1 die gttlichen und die tierischen1 eng beieinander1 und es ruht darin embryonisch die ,idee1 die1 ber alle ,vernunft1 ber alle ,realitt hinaus1 dem ,leben das ,unbedingte abtrotzen mchte1 die nicht davor zurckschreckt1 zum ,himmel selbst eine ,jakobsleiter anzulegen1 worauf die ,engel herab- und hinaufwallen4 ,in diesem ,sentimentalischen ist jenes ,dmonische enthalten1 worauf ,goethe so oft zurckkam und das in ganzen ,vlkern sich ebensowohl zeigt wie in groen ,individuen4 ,es whlt sich gern etwas dunkle ,zeiten81 wie ,goethe meinte1 es bt eine besondere ,anziehungskraft aus1 und nicht selten ist darin die ,gre dem ,diabolischen gesellt4 ,auch im ,geiste der ,gotik ist immer mehr oder weniger von dieser ,dmonie4 ,das erklrt den oft bengstigenden ,formenspuk aller gotischen ,kunst1 es erklrt die ,hysterie und die krankhafte ,heftigkeit des ,empfindens neben einer eiskalt erscheinenden ,spekulation und erhellt die ,frage1 warum diese ,kunst so oft mehr bildend ist als schn4 ,der griechische ,mensch erschafft die ,formen der ,ruhe und des ,glckes1 der gotische ,mensch die ,formen der ,unruhe und des ,leidens4 99 99 99 99 99 ,es leuchtet ein1 da in den beiden groen ,kunstwelten gewisse formale ,grundtendenzen immer wieder hervortreten mssen1 wo und wann die einzelnen ,formen auch entstehen und wie verschieden die besonderen ,bedingungen der ,zeit1 der ,rasse1 der ,umwelt auch sein mgen4 ,alle ,kunstformen des gotischen ,geistes weisen -- ob sie nun vor tausend ,jahren geschaffen sind oder gestern1 im ,morgen- oder im ,abendland und so viele nationale ,sonderbedingungen dafr auch magebend gewesen sind -- denselben ,temperamentszug auf2 und ebenso gehen alle ,kunstformen des griechischen ,geistes1 wie immer sie auch abgewandelt und angewandt werden1 auf dasselbe bildende ,prinzip zurck4 ,ein allgemeines formales ,merkmal in diesem ,sinne ist es1 da vom gotischen ,menschen mit ,vorliebe die ,vertikalrichtung betont wird1 vom griechischen ,menschen mehr die ,horizontalrichtung4 ,im ,gotischen strebt die ,form immer schnell und gewaltsam nach oben1 im ,griechischen will sie beharren im ,zustndlichen1 sie erscheint breit gelagert4 ,die ,gotik3 das ist der ,turm4 ,was immer der gotische ,geist auch angreift1 es drngt ihn1 die ,massen zu trmen1 die ,formen steil hinaufzufhren und sie nach oben zuzuspitzen2 wogegen der griechische ,geist in horizontal gestuften ,plnen architektonisch denkt1 in ,stockwerken und ,gesimsfhrungen1 in ,friesen und ,bndern4 ,und das gilt nicht nur fr die groen ,baumassen1 sondern auch fr alle architektonischen ,einzelformen und ,ornamente1 es gilt nicht nur fr die ,architektur1 sondern fr die ,knste berhaupt4 ,man erkennt das verschiedenartige ,temperament1 wenn man die nach der ,last begierige griechische ,sule mit dem gotischen ,pfeilersystem vergleicht1 in dem alle ,schwere spielerisch berwunden erscheint2 wenn man dort auf die horizontal gereihten ,perlschnre und ,eierstbe1 auf ,palmetten und ,akanthusornamente1 auf die ,triglyphen und ,konsolen1 auf die ,stockwerksteilungen1 ,dachgesimse und ,dachentwicklungen blickt und hier auf die ,pfeilerbndel und khn springenden ,strebepfeiler1 auf die wie trillernde ,kadenzen an den ,turmwnden und -spitzen hinaufeilenden ,steinkrabben1 auf die ungehemmt emporsteigenden ,mauern und die spitz in die ,luft schneidenden ,dcher und ,trme4 ,man hat den ,gegensatz1 wenn man sieht1 wie im ,griechischen der ,grundri immer einfach orientierend ist1 im ,gotischen aber zur ,hlfte desorientierend und zur anderen ,hlfte berorientierend4 ,wenn man dort ruhig zum ,ziel hingefhrt wird1 so wird man hier entweder dahin geworfen1 oder es bewegt sich das ,raumgefhl in einem wunderlichen ,irrgarten4 ,wenn auf der einen ,seite der ,drang herrscht1 den ,raum durch feste ,mauern abzuschlieen1 bestimmt zu umgrenzen und ihn dem menschlichen ,mae anzunhern1 so herrscht auf der anderen ,seite die ,lust an der ,wlbung1 am ,ausweiten1 am ,durchbrechen fester ,grenzen1 am ,unbestimmten4 ,und auch dieses alles wird wieder zur ,hhentendenz4 ,was im ,griechischen ein ,saal ist1 das wird im ,gotischen zur ,halle1 was dort ein abgeschlossener architektonischer ,bezirk ist1 wird hier zu einer ,raumfiktion4 ,wo dort alle ,rume streben1 einander hnlich zu sein1 da suchen sie sich hier in jeder ,weise zu unterscheiden1 indem sie bereinander hinausgehen4 ,dieser ,gegensatz geht gleichmig durch alle ,knste4 ,in den ,statuen1 wie sie einem steinernen ,volke gleich vor den ,mauern und ,pfeilern gotischer ,dome1 zwischen farbigen ,fenstern im ,schiff und ,chor dastehen1 wie sie1 rhythmisch zu ,verbnden geordnet1 die ,spitzbogenportale fllen und im feierlichen ,tempo1 mit verzckt bewegten ,leibern1 ber ,gesimse und ,balustraden dahinwandeln1 ist eine besondere ,schlankheit1 ein sich ,dehnen und ,sehnen1 ein sich ,recken in die ,lnge1 kurz dieselbe ,vertikaltendenz1 wie im ,ganzen des ,gebudes4 ,den ,statuen der griechischen ,stilkreise fehlt diese absichtsvolle bersteigerung1 es fehlt dieser ,drang1 einer unaufhaltsam emporschnellenden ,turmarchitektur formal zu folgen2 im ,griechischen sind die ,verhltnisse der ,gestalten richtiger81 die ,vertikale ist nicht mehr betont1 als die ,natur sie betont1 und in den ,giebelfeldern lagern die ,gestalten beruhigt beieinander4 ,herrscht innerhalb des ,vertikalstils eine primitive1 eine hlzerne ,anmut1 so erscheint sie innerhalb des ,horizontalstils elastisch und natrlich4 ,bei den gemalten gotischen ,heiligen fallen die ,gewnder gerade herab1 um am ,boden dann mit zackiger ,heftigkeit oder ,koketterie zu zerknittern2 bei den gemalten ,gestalten der griechischen ,formenwelt fgen sich die ,linien der ,gewnder zu flieenden ,ornamenten4 ,sind die ,bewegungen dort absichtlich steif und hieratisch1 so sind sie hier dem ,leben nachgebildet und dann gefllig gemacht4 ,die ,figur griechischer ,art steht auch1 in ,plastik und ,malerei1 anders als die ,figur gotischer ,art auf den ,fen da4 ,bei jener unterscheidet man deutlich ,standbein und ,spielbein1 diese steht gleichmig auf beiden ,beinen1 wodurch eine gewisse sprechende ,ungeschicklichkeit1 eine psychologisch ausdrucksvolle ,unbeholfenheit hervorgerufen wird4 ,eben diese gedankenvolle ,unbeholfenheit aber sucht die ,gotik4 ,sie drckt damit das ,in-sich-versunken-sein des statuarisch dargestellten ,menschen aus4 ,die griechische ,statue hat durchweg ,beziehung zu etwas auerhalb ,liegendem2 in ihr ist der ,impuls des ,handelns dargestellt1 sie zeigt den ,jngling im ,kampf oder ,wettspiel1 das ,mdchen1 wie es sich zum ,tanz oder zur ,opferhandlung anschickt3 sie interessiert auch durch das1 was sie gewissermaen dramatisch ausdrckt4 ,die gotische ,statue bleibt dagegen ganz im zustndlich ,symbolischen4 ,sie hat nur ,beziehungen zu sich selber oder zu einer berwirklichen ,legende2 sie wendet sich nicht an den ,menschen und seine ,interessen1 sondern unmittelbar an ,gott4 ,die griechische ,figur ist vom ,bildhauer von vornherein plastisch gedacht1 sie ist von ,anfang an artistisch angeschaut2 die gotische ,figur verdankt ihre ,entstehung einer ,vorschrift der ,kirche1 sie ist den ,legenden entnommen und darum recht eigentlich im ,ursprung unplastisch4 ,in ihr wird aber das ,unplastische mit hchster ,anstrengung plastisch1 architektonisch und in jeder ,form knstlerisch gemacht1 und eben dadurch entsteht die ungemein eindringliche ,form1 die unbeholfene ,monumentalitt1 die hlzerne ,grazie1 die tief beseelte ,starrheit und eine ergreifende menschenferne ,stimmung4 ,der griechische ,geist nimmt es ernster mit der ,durchbildung der ,form2 der gotische ,geist nimmt es ernster mit der ,idee4 ,darum wird die ,form hier ideenhaft unbedingt4 ,der ,geist der ,gotik will nicht ausgleichen1 er whlt seine ,formen allein unter dem ,gesichtspunkt1 ob sie aus derselben ,empfindungswurzel wachsen1 ob sie von derselben ,art sind1 ob sie die ,farbe eines bestimmten ungebrochenen ,willens tragen4 ,einheitlichkeit1 ,eindeutigkeit ist ihm alles4 ,der griechische ,geist aber whlt die ,stellungen und ,formen nach ihrer kontrapunktischen ,reinheit1 nach ihrem ,reizwert2 er sucht die psychische ,wohlgestalt1 den schnen ,menschen1 die schne ,kleidung1 und er verschnert das ,modell1 wenn es an sich nicht schn genug ist3 er neigt zum ,idealisieren des ,physischen1 wie der gotische ,geist zur bersteigerung des ,psychischen neigt4 ,darum scheut sich dieser nicht vor dem hlichen1 aber ausdrucksvollen und charakteristischen ,menschen1 ja1 er liebt es1 den ,menschen zu proletarisieren1 in dem ,sinne etwa1 wie das ,christentum es getan hat4 ,es gert der ,mensch im ,gotischen wie von selbst zum ,persnlichen und im ,griechischen zum ,typischen4 ,auch das ist eine ,folge der schnen1 ausgeglichenen ,form hier und der grotesken1 in die ,lnge gezogenen ,form dort4 ,es handelt sich um zwei ,handschriften der ,menschheit3 die eine strebt in ihrer weichen edlen ,rundung und ,bestimmtheit zum ,kalligraphischen1 die andere ist eine ungleiche1 steile und nicht immer klar leserliche ,charakterschrift4 ,ein anderer formaler ,unterschied besteht darin1 da die gotische ,baumasse immer wie modelliert1 das griechische ,bauwerk dagegen tektonisch gefgt erscheint4 ,jenes gleicht dem ,werk eines ,bildhauers1 eines ,modelleurs1 dieses gleicht der ,schpfung eines die ,teile zusammensetzenden ,werkmeisters4 ,gotische ,bauwerke kann man den halb phantastischen ,gestalten der ,saurier vergleichen1 ungeheuer im ,ausdruck1 aber verschwommen in vielen ,einzelformen1 hinter unheimlich schnen ,schalen und ,krusten den ,gliederbau halb verbergend1 von der eigenen ,masse behindert und in der ,ausbildung gewisser ,organe noch amphibienhaft ungewi4 ,das griechische ,bauwerk aber ist wie ein edles1 wohl durchgebildetes ,tier unserer ,lebenszone1 berzeugend in den ,bewegungen1 klar in den ,gelenken und rassig in der konomie der ,mittel4 ,man knnte1 um anders zu vergleichen1 die ,berge modelliert nennen -- modelliert von der die ,erdrinde faltenden ,kraft1 von der ,zertrmmerung1 vom ,erdrutsch1 von ,verwitterung und ,wassersplung wie vom ,finger eines ,erdgeistes --1 den ,baum mit ,stamm1 ,zweigen1 ,blttern und ,blten dagegen als ein organisches1 tektonisches ,gebilde der ,natur bezeichnen4 ,die ,vergleiche sind primitiv1 sie weisen aber doch auf einen wesentlichen ,punkt4 ,sie weisen zum ,beispiel darauf1 da bei einem tektonischen ,bauwerk die ,symmetrie konsequent durchgefhrt sein mu1 da das modellierte ,bauwerk aber immer mehr oder weniger die ,willkr der ,asymmetrie aufweisen wird4 ,der ganze ,rhythmus mu hier und dort ein anderer sein4 ,im ,kunstwerk des griechischen ,geistes fliet der ,rhythmus schnell1 aber ruhig und sicher dahin1 wie die ,gewsser in einem tiefen1 gleichmigen ,strombett2 im gotischen ,bauwerk ist der ,rhythmus fast gewaltttig1 doch stellen sich der ,strmung ,hemmungen entgegen1 wodurch ,brandungen und ,strudel entstehen4 ,ein ,formengedrnge ergibt sich1 in dem notwendig ,unbestimmtes und ,vielfltiges ist1 gegenber dem ,bestimmten und ,eindeutigen der tektonisch geordneten ,form4 ,tatschlich setzt die gotische ,bauweise in ihren entwickelten ,stadien ein ungeheures tektonisches ,knnen1 einen starken logischen ,formalismus8 voraus1 ja tektonisches ,genie1 denn es mu das ,gewagteste1 das ,unerhrte praktisch mglich gemacht werden2 nur nimmt man dieses ,knnen nicht wahr1 weil der ,stil nicht den ,ehrgeiz hat1 im ganzen tektonisch zu wirken1 weil ihm das ,konstruktive nur ,mittel ist1 um ,stimmungen zu erzielen4 ,auch die griechische ,einzelform hat dann viel von der sauberen ,bestimmtheit1 von der klaren ,gliederung der tektonischen ,architektur1 wogegen die gotische ,einzelform zur malerischen ,unbestimmtheit drngt4 ,sie ist mehr modelliert als gezeichnet1 mehr plastisch als linear4 ,die griechische ,form ist immer irgendwie reliefartig1 die gotische ist kubisch4 ,diese wchst aus der ,masse hervor und ist untrennbar damit verbunden1 jene erscheint mehr wie gefgt4 ,das griechische ,kunstwerk besteht aus geistreich verbundenen ,teilen1 das gotische ist immer ein einziges1 untrennbares ,ganzes4 ,wenn dort die ,formen gereiht und wie ,bnder um das ,gebude gelegt werden1 so wuchern sie hier vegetativ auf dem ,gemuer1 in sich selbst verschlungen oder heftig nach oben strebend1 als suchten sie das ,licht4 ,auch das ,flchenleben ist sehr verschieden4 ,wenn ein ,bauwerk des griechischen ,geistes nur fnfzig verschiedene ,flchen hat1 so weist das gotische davon tausend auf4 ,der gotische ,geist begreift den ,raum reicher4 ,man darf nicht sagen sinnlicher oder phantasievoller1 weil der ,raum im griechischen ,bauwerk auf seine ,grundelemente zurckgefhrt worden ist1 was ebenfalls hchste ,phantasiettigkeit voraussetzt4 ,der ,gotiker aber kann sich im ,empfinden des ,raumes kaum genug tun1 ihm schillert der ,raum wie in ,millionen ,facetten4 ,die ,flchen sind nicht mehr mit dem ,winkelma zu messen1 die ,formen fangen mit jedem ,detail die ,brechungen des ,raumes tausendfltig auf1 und darum vibriert das ,kunstwerk immer in einer unruhigen ,pracht von ,licht und ,schatten4 ,die griechische ,raumauffassung beruhigt1 die gotische beunruhigt4 ,dort spricht das ,mathematische des ,raumes1 hier spricht sein ,geheimnis1 sein ,grauen4 ,die ,auffassungen sind so verschieden1 wie die ,zeitempfindung in den ,dramen der ,griechen und in den barocken ,dramen ,shakespeares grundstzlich verschieden sind4 ,dort werden ,raum und ,zeit exakt begriffen1 hier romantisch4#a ,im gotischen ,kunstwerk scheint der ,raum unaufhrlich in ,bewegung zu sein1 im griechischen scheint er fest zu stehen4 ,der griechische ,mensch baut gewissermaen mit ,luftwrfeln1 dem gotischen ,menschen ist der ,raum etwas ,flssiges4 ,dort gilt nur die positive ,form1 hier auch die negative2 dort denkt man an das mathematische ,gesetz der ,teilung1 hier empfindet man die unendliche ,melodie des ,raumes2 dort zentralisiert1 hier dezentralisiert man gern4 ,im ,griechischen ist die ,schwere gebndigt1 im ,gotischen wird sie verneint4 ,das wirkt nicht nur auf die ,materialbehandlung insofern zurck1 als der ,gotiker jedes ,material zu entmaterialisieren strebt1 sondern es wirkt auf jede ,einzelform zurck4 ,der griechische ,mensch bevorzugt die gerade und die einfach geschwungene ,linie1 er kommt mit wenigen ,formelementen aus2 der gotische ,mensch braucht1 trotzdem er einseitiger ist1 ja eben darum1 viele ,formelemente1 er kultiviert die reich bewegte und vielfach gebrochene ,linie4 ,in der griechisch-italienischen ,ornamentik herrscht die gleichmig sich verjngende ,kurve1 die symmetrisch geordnete ,arabeske1 und es werden wenige ,naturformen in einer strengen1 aber immer auch sinnlich durchgefhlten ,stilisierung benutzt2 in der gotischen ,ornamentik ist die ,zierform zugleich naturalistisch und abstrakt und sie bildet sich ununterbrochen um4 ,dort herrscht in der ,kunstform ein gemigtes ,klima1 hier ein tropisches4 ,was dort ,knochen und ,gelenk ist1 das ist hier ,knorpel und ,wirbel2 was dort wie eine weiche ,haut erscheint1 mutet hier an wie eine schuppige ,hlle4 ,die ,form bewegt sich in ,rillen und ,schwellungen1 in ,brechungen und ,lhmungen und kann sich im einzelnen an ,motivation gar nicht genug tun2 aber sie erfllt dabei nicht entfernt so viel ,funktion wie die griechische ,form4 ,diese scheint immer gemchlich und auf ,umwegen das ,ziel zu erreichen1 whrend sie in ,wahrheit den krzesten ,weg nimmt2 die gotische ,form scheint nach dem ,ziel gewaltsam hinzuschnellen1 doch geht sie tatschlich den weiteren ,weg und verliert sich nicht selten unterwegs4 ,das griechische ,ornament scheint nur ein ,klang zu sein und ist doch durchaus argumentierend1 das gotische ist mit ,eigenbedeutung beschwert1 aber es zweckt mehr zu einem stimmungshaften als zu einem architektonischen ,ganzen4 ,auf der einen ,seite ist die ,form konsonierend1 auf der anderen liebt sie die ,dissonanz1 den bermigen und den verminderten ,akkord2 die griechische ,formensprache ist auch in der bildenden ,kunst1 so knnte man sagen1 vokalreich und gesangartig1 die gotische ,formensprache ist reich an ,zischlauten und charakterisierenden ,schrfen4 ,in der ganzen ,kunst des griechischen ,geistes sind der innere ,sinn1 der das ,lebensgesetz intuitiv nachfhlt1 und der uere ,sinn1 der die organischen ,ausprgungen des ,lebensgesetzes sinnlich wahrnimmt1 restlos in bereinstimmung gebracht2 in der gotischen ,kunst kmpft die innere ,vorstellung mit der ueren ,anschauung4 ,dort frdern darum ,natur und ,kunst einander1 hier vergewaltigen sie sich gegenseitig2 dort ist ein gttliches ,genieen1 hier ein titanenhaftes ,kmpfen4 99 99 99 99 99 ,als die ,italiener dem mittelalterlichen ,stil des ,nordens den ,namen ,gotik8 gaben1 wurden sie insofern von einem richtigen ,instinkt geleitet1 als sie ausdrcken wollten1 da in dem nordischen ,stil die ,elemente des ,barbarischen enthalten seien4 ,falsch war nur die verchtliche ,betonung1 die in den ,ausdruck gelegt wurde2 wie es denn immer sehr primitiv ist1 wenn ,vlker und ,rassen einander ,geringschtzung zeigen4 ,in ,wahrheit ist auch die ,bezeichnung eines ,kunststils als barbarisch ein ,charakteristikum1 nicht ein ,werturteil4 ,wenn es uns anders erscheint1 so liegt es daran1 da eben jetzt das ,wort barbarisch8 wieder einmal zu einem weltgeschichtlichen ,schimpfwort gemacht worden ist4 ,in ,wahrheit umschreibt der ,begriff des ,barbarischen nicht einen ,zustand der ,bildungsunfhigkeit1 der ,unbegabtheit und ,unwrdigkeit1 sondern einen ,zustand der ,ursprnglichkeit und ,naturnhe1 der sich einer festen ,normierung mehr oder weniger widersetzt4 ,der ,gegensatz des ,barbarischen ist ein ,zustand1 in dem die ,norm herrscht1 wo der ,mensch und die ,natur jenem lebendigen ,formalismus unterworfen sind1 den man sich gewhnt hat ,kultur zu nennen4 ,beide ,formen sind notwendig und ergnzen1 ja durchdringen einander2 sie unterscheiden sich nicht wie schlecht und gut1 sondern wie zwei ,krftestrme1 die sich hier anziehen und dort abstoen1 die aber zusammen erst das schpferische ,genie der ,menschheit ausmachen4 ,gegeneinander wirkend schaffen sie den ,wechselstrom der ,kunstgeschichte4 ,es ist nicht so1 da alle ,vlker im ,anfang ihrer geschichtlichen ,laufbahn barbarisch sind und im ,laufe der ,jahrhunderte kultiviert werden4 ,wer so denkt1 verwechselt die kultivierende mit der zivilisierenden ,kraft4 ,ein ,volk wird mit der ,bestimmung zum ,barbarischen oder zum ,kultivierten geboren1 oder es ist auch bestimmt1 ein ,kompromivolk zu werden4 ,die hhere ,produktivitt wird von der ,anlage nicht berhrt4 ,wie ,mozart ein mit der ,bestimmung zur ,kultur geborenes ,talent gewesen ist und wie ,beethovens ,genie in seinen hchsten ,werken noch barbarisch anmutet1 wie ,raffael und ,michelangelo sich artverschieden gegenberstehen1 wie dieses aber nicht ohne weiteres auch ,gradverschiedenheit bedeutet1 so stehen sich auch ganze ,vlker artverschieden gegenber4 ,in den barbarischen ,vlkern bleibt immer1 wie sie sich auch abmhen1 etwas ,dunkles1 ,wildes und ,gewaltsames1 in den kultivierten ist etwas ,heiteres1 ,klares und ,mheloses4 ,es wre zu wenig1 mit halbem ,zugestndnis dem gotischen ,geist zuzugeben1 er habe fr eine ,erneuerung und ,verjngung1 fr eine gesunde ,barbarisierung zu sorgen1 wenn der griechische ,geist in seinem edlen ,kulturgehuse formalistisch zu erstarren droht4 ,der gotische ,geist ist viel mehr als nur ein ,anreger und ,wiedererwecker4 ,er stellt recht eigentlich das zeugende ,prinzip in der ,kunst dar4 ,er ist1 wie gesagt1 der mnnliche ,teil in der ,kunst4 ,alles ,mnnliche ist und bleibt im ,wesen barbarisch1 mu es schon sein um seiner starken ,aktivitt willen4 ,vlker1 die die ,bestimmung haben1 sich zu kultivieren1 die die ,probleme der ,kunst lange austragen und endlich die ,schnheit gebren1 sind im wesentlichen weibliche ,vlker4 ,der gotische ,geist tritt berall1 wo er sich manifestiert1 befruchtend1 revolutionierend auf1 aber er mu das ,harmonisieren1 er mu die ,kultur des ,glcks dem weiblichen griechischen ,geist berlassen4 ,er steht so recht in seiner ,glorie da in unruhigen ,zeiten1 wenn neue ,ideen gren1 wenn ,probleme zu lsen und ,aufgaben gewaltsam zu bewltigen sind4 ,ihm ist die ,heroenzeit des ,geistes gem4 ,nicht ,zufall ist es1 da der gotische ,geist in ,europa so lange mit dem ,christentum in gleichem ,schritt dahingegangen ist und in ,asien mit jenem religisen ,gefhl1 das dem ,christentum in manchem ,zuge verwandt ist4 ,der gotische ,geist gehrt seiner ganzen ,natur nach zu jenem1 man knnte wieder sagen3 barbarischen religisen ,gefhl1 das auf heftige ,sehnsucht zurckzufhren ist1 auf einen unstillbaren ,vervollkommnungstrieb2 er gehrt zu jenen ,religionen -- ob sie nun ,christentum1 ,buddhismus oder sonstwie heien --1 die das ,individuum mit der ganzen ,schwere der ,verantwortung belasten1 es unmittelbar vor ,gottes ,angesicht stellen und es zwingen1 sich von ,mund zu ,mund mit dem ewig ,unbegreiflichen auseinanderzusetzen4 ,vlker und ,individuen1 die von ,natur geschaffen sind1 das ,leben schwer zu nehmen1 die zur ,mystik1 zur ,askese neigen1 die geborene ,philosophen sind und von den sittlichen ,forderungen nicht loskommen1 kurz die ,idealisten des ,religisen1 die den kirchlichen ,formalismus am leichtesten aufgeben1 weil sie zwischen sich und ,gott keinen ,mittler dulden1 sind instinktiv stets auch ,vertreter des gotischen ,geistes in den ,knsten4 ,ihnen stehen die ,vertreter des griechischen ,geistes gegenber als ,menschen1 deren ,religiositt recht eigentlich heidnisch ist4 ,heidnisch nmlich in dem ,sinne1 als ihre ,religion nicht auf ,beunruhigung abzielt1 sondern auf ,beruhigung1 auf eine ,entlastung1 als viele ,mittler -- seien es nun ,gtter1 ,gtzen oder ,heilige -- nicht entbehrt werden knnen und als die ,menschen den ,drang haben1 ihre ,sorgen und ,nte abzuwlzen1 damit sie ,welt und ,leben glcklich genieen knnen4 ,diese heidnische ,religiositt des griechischen ,menschen ist immer staatenbildend1 weil sie auf ,konventionen beruht und nichts dem einzelnen berlt2 sie ist praktisch1 weltlich und mehr eine ,sache der ,organisation als eine ,sache des stetig sich erneuernden geistigen ,triebes4 ,darum ist diese heidnische ,geistesrichtung bestimmt1 kultivierend zu wirken2 und es haften jener anderen religisen ,geistesrichtung1 die zu einem steten ,protestantismus neigt1 die ,merkmale des ,barbarischen ein fr allemal an4 ,damit ist schon angedeutet1 da in allen christlich gefrbten ,kunststilen die ,schpfung der ,form in erster ,linie eine ,angelegenheit des ,laienelementes mit seiner primitiven1 aber elementaren ,bildnerkraft ist1 da in jeder heidnisch gefrbten ,kunstkultur aber der entscheidende ,einflu beim ,kenner1 beim ,fachmann liegt4 ,dort schafft das ,genie des ,instinkts1 hier das ,genie der ,bildung4 ,alle ,formen des gotischen ,geistes sind von einer naiv tiefsinnigen ,laienempfindung umgeben1 als von ihrer ,lebensatmosphre2 wogegen die ,formen des griechischen ,geistes immer anmuten1 als seien sie aus der ,hand des exakt arbeitenden ,meisters hervorgegangen4 ,jene ,formen sind oft unsicher im ,technischen1 im ,handwerklichen1 aber sie drcken vollkommen einen inneren ,zustand aus2 diese ,formen dagegen sind selbst dort1 wo sie allgemein und leer in der ,empfindung bleiben1 immer doch technisch und handwerklich einwandfrei4 ,im ,gotischen sind die ,formen heftig und unbeholfen zugleich1 im ,griechischen sind sie mavoll und von sicherer ,haltung4 ,darum bringt die gotische ,formenwelt so recht die ,kunststile hervor1 die ganzen ,nationen bis hinab zum ,letzten gehren1 die ihrem ganzen ,wesen nach volkhaft sind2 und es gehen aus der griechischen ,formenwelt die ,stile hervor1 die ihrem ,wesen nach aristokratisch und hfisch sind4 ,dort ist die ,form vor allem symbolisch1 hier ist sie reprsentativ2 dort bleibt sie im wesentlichen im ,bezirk der ,sakralkunst1 hier wird sie weltlich und hilft den ,vornehmen das ,leben schmcken4 ,die griechische ,form ist ausdehnungsfhiger und wandlungsfhiger als die gotische1 sie nimmt mehr teil am tglichen ,leben und an den profanen ,aufgaben4 ,darum folgt sie auch mit so viel ,leichtigkeit der ,zivilisation2 sie hat recht eigentlich zivilisierende ,kraft4 ,alle kolonialen ,kunstformen1 das ist bezeichnend1 sind irgendwie abgeleitet vom ,griechischen4 ,keine barbarische ,kunstform kann in diesem ,sinne der ,zivilisation ber die ,grenzen eines bestimmten ,bezirks hinaus folgen4 ,sie hat nur dann ,bedeutung und ,kraft1 wenn sie ganz von innen heraus wirkt1 wenn sie hervorbricht wie eine innere ,ntigung4 ,sie kann nicht1 wie die griechische1 gelehrt und gelernt werden4 ,woher es denn kommt1 da sie nicht so sehr internationale ,geltung gewinnt1 sondern mehr im ,nationalen bleibt4 ,der ,unterschied wird noch deutlicher1 wenn man auf die ,entartungsmerkmale der beiden ,formenwelten blickt4 ,naturgem mu sich die griechische ,form mehr als die gotische auf dem ,boden fester ,traditionen entwickeln4 ,die ,entartung uert sich bei ihr darum so1 da sie formalistisch erstarrt4 ,aber selbst dann behlt sie noch eine gewisse ,haltung und ,wrde2 sie kann nie ganz wertlos werden1 wie schematisch sie auch auftritt4 ,sie wird in der ,entartung akademisch1 aber auch so bleibt sie noch anwendungsfhig4 ,die gotische ,form dagegen hat mehr die ,neigung1 sich selbst zu zerstren1 ihr wichtigstes ,entartungsmerkmal ist der barocke berschwang4 ,wo sie rein auftritt1 da erstarrt sie nicht1 sondern sie stirbt an der ,erschpfung4 ber lange ,zeitrume erhalten kann sie sich nur1 wenn sie einen ,bund mit der griechischen ,form eingeht1 wenn sie einen ,kompromi groer ,art schliet -- wie es etwa in der gyptischen ,kunst geschehen ist -- und wenn sie aufgenommen wird von einer selbstherrlich regierenden ,konvention4 ,in der ,kunstgeschichte wechseln die griechischen und die gotischen ,formenwelten miteinander ab1 sie bestimmen und beeinflussen einander1 durchdringen sich bis zu gewissen ,graden und wirken im ewigen ,wechselspiel gegeneinander4 ,aber man darf gegenber diesem ,spiel der ,krfte ebensowenig von ,entwicklung sprechen1 wie man es etwa vor meteorologischen ,erscheinungen tun drfte4 ,wrme und ,klte werden bis ans ,ende aller ,tage den ,ausgleich suchen und dabei ,erscheinungen des ,sturms und der ,windstille1 des ,hochdrucks und des ,tiefdrucks hervorrufen4 ,auch die ,begegnungen der beiden formbildenden ,krfte drfen nicht verwechselt werden mit dem ,ablauf vom ,tieferen zum ,hheren1 vom ,einfachen zum ,vielfachen1 vom ,primitiven zum ,kultivierten4 ,die ,kontraste stehen sich fr alle ,zeiten gegenber2 wenn die ,erscheinungsformen auch immer andere sind1 der ,gegensatz an sich ist unverrckbar4 ,es ist ja sogar bedenklich1 von ,entwicklung innerhalb eines bestimmten ,stiles zu sprechen1 da es sich auch dort nicht eigentlich um eine ,vernderung vom ,tieferen zum ,hheren handelt1 selbst wenn man von ,jugend1 ,reife und ,alter eines ,stils sprechen will4 ,es handelt sich im ,grunde nur um ,bewegungen1 und jeder ,bewegung entsprechen bestimmte ,formen4 ,die ,jugend1 die ,zeit der ,reife und die des ,alters haben ihre eigene ,ausdrucksweise1 haben besondere ,strken und besondere ,schwchen1 aber sie sind nicht ohne weiteres qualitativ verschieden4 ,wenn von ,entwicklung gesprochen werden soll1 mag es so geschehen1 da man sagt3 die ,folge von ,bewegungen1 die jeder ,stil gesetzmig zu durchlaufen hat1 drckt sich immer in bestimmten ,formen und ,formwandlungen aus4 ,und an diesen ,formwandlungen hat der ,temperamentsgegensatz1 der hier mit den ,worten griechisch8 und gotisch8 bezeichnet wird1 immer irgendwie ,anteil4 ,jeder ,stil1 ob er nun ein ,niederschlag des griechischen oder des gotischen ,geistes ist1 beginnt damit1 eindeutig und streng den ,ausdruck fr ,grundempfindungen zu suchen1 er beginnt -- mehr oder weniger -- charakterisierend und symbolisierend4 ,in jedem archaischen ,stil ist ein naturalistischer ,wille monumental und symbolisch geworden4 ,die ,natur wirkt heftig auf den ,knstler1 und heftig ist der ,wille1 sich die ,natur mittels der ,form zu unterwerfen4 ,das will sagen3 alle ,stile1 selbst die griechischen1 beginnen mit ,zgen des ,gotischen4 ,dann folgt eine ,zeit der inneren ,beruhigung4 ,die ,formen werden klarer und heiterer1 sie werden mehr auf ,typen zurckgefhrt1 und das ,objekt tritt mehr vor das ,subjekt2 das ,tempo wird mavoller1 die ,feierlichkeit erscheint weltlicher1 und die ,form wird mehr schmckend als ausdrucksvoll4 ,in dieser ,periode sind selbst die gotischen ,stile irgendwie vom griechischen ,geiste erfllt4 ,in der letzten ,periode endlich wird die ,form barock4 ,alles ,barocke aber ist eine bestimmte ,art des ,gotischen4 ,die ,kunst wird auf dieser ,stufe virtuos1 weil viele ,erfahrungen technischer ,art gesammelt worden sind und weil zugleich das ,gefhl der ,menschen wieder unruhig wird4 ,auch die virtuose ,form ist eine ,form des berschwangs1 wie die primitive2 nur ist der ,wille jetzt nicht mehr hoffnungsvoll1 sondern skeptisch1 ja zum ,teil verzweifelt4 ,die ,form ist nicht mehr elementar und starr1 sondern unruhig bewegt4 ,ihre ,heftigkeit ist spielerisch und kokett1 blasiert und spttisch1 die ,ausdruckslust gibt sich berwiegend dekorativ4 ,jede ,stilentwicklung endet damit1 da das ,subjektive wieder die berhand gewinnt4 ,zuerst uert sich in einem ,volke immer der ,wille zur neuen ,tat4 ,alles ist im ,werden3 das ,religise1 ,staatliche und ,soziale1 und eben darum gert die ,form um so heftiger und tendenzvoll bestimmter4 ,dann folgt eine ,zeit des ,besitzgefhls1 der ,sicherheit1 ,gewiheit und der ,freude an sich selber1 was auf die ,form aristokratisierend wirkt4 ,endlich kommt eine neue ,unruhe auf1 eine intellektuelle ,unruhe1 die ,zweifelsucht erhebt sich1 die zersetzende ,reflexion schafft neue ,ungewiheit1 und die ,form wird dadurch in einer bestimmten ,weise wieder bis zum ,grotesken getrieben4 ,der ,wille steht wieder auf1 doch ist er jetzt ohne die groen ,ziele der ,jugend1 es ist in ihm etwas ,nervses1 und oft huft er die ,formen nur1 weil er sie nicht in allen ,teilen neu gestalten kann4 ,wie das ,individuum in der ,jugend und im ,alter sentimentalisch ist1 nicht aber in der ,mitte des ,lebens1 so sind es auch die ,vlker4 ,das ,werden und auch das ,vergehen -- das ein umgekehrtes ,werden ist -- sind sentimentalisch1 das ,sein aber ist es nicht4 ,zuerst ist die ,form voller ,mystik1 dann wird sie exakt1 sie endigt im berschwang4#b ,die gewaltsam vereinfachte und die gewaltsam vermannigfachte ,form sind von derselben ,art1 so verschieden sie auch scheinen mgen2 gemeinsam stehen sie der reinen1 der objektivierten ,form gegenber4 ,sowohl der ,anfang wie das ,ende werden von der ,stimmung beherrscht1 in der ,mitte aber ist die ,auffassung positiv4 ,die verschiedenen ,gemtszustnde1 die die ,formwandlungen der ,stile bestimmen1 kann jedes ,individuum in sich selber nachfhlen4 ,denn ,formen der ,kunst haben immer etwas ,handschriftliches1 auch wenn sie von ganzen ,vlkern niedergeschrieben werden1 sie drcken unwillkrlich innere ,zustnde aus4 ,es ist so1 da jede ,jugend etwas ,grundstzliches will1 da sie ethisch denkt1 in bersteigerungen1 da sie unruhig ist1 aber absolut im ,wollen und auf wenige ,formeln eingeschworen2 in der ,zeit seiner ,reife geniet der ,mann dann sich selbst1 sein ,dasein scheint ihm gesichert1 er denkt mehr empirisch als ethisch1 mehr real als utopisch1 mehr sachlich als persnlich2 je mehr der ,mensch sich dann aber dem ,grabe nhert1 je nher ihm das ,mysterium des ,todes kommt1 desto unruhiger wird er wieder1 desto gleichnishafter erscheinen ihm alle ,dinge1 und desto mehr stellt sich ein neues ,pathos ein4 ,jenes ,pathos1 das ,ausdruck eines ,leidens ist4 bersetzt man diese inneren ,zustnde in ,kunstformen1 so mssen ,gebilde herauskommen1 wie sie sich darstellen auf den drei ,stufen jeder ungestrt verlaufenden ,stilbewegung4 ,es erscheint zuerst das archaische ,kunstwerk1 dann das sogenannte klassische und am ,ende das barocke4 ,untrennbar verbunden mit den ,seelenzustnden sind stets die ,formen des optischen ,erlebnisses2 die ,farben1 die ,linien1 die plastischen ,massen scheinen immer ,symbole der inneren ,energie zu sein4 ,jede ,form ist1 in diesem ,sinne1 eine ,kraft1 die einer seelischen ,kraft entspricht4 ,das ,gefhl des ,menschen betont ,formen1 wodurch es vor sich selber besttigt wird1 und es verwirft die ihm widersprechenden4 ,das ist1 in nuce1 das ,wesen jedes ,stilwandels4 ,dieses gilt ebensowohl fr den ,stil der einzelnen ,knstler4 ,auch in dem ,lebenswerk groer ,knstlerpersnlichkeiten findet ein typischer ,formwandel statt1 auch dort hat jedes ,lebensalter seine bestimmten ,formen1 auch dort wird die ,zeit der ,lebensmitte immer irgendwie im griechischen ,geist regiert und das ,alter von den ,formen des gotischen ,geistes4 7,die ,werke der ,jugend freilich sind weniger charakteristisch1 weil sie noch nicht selbstndig sind1 weil in ihnen noch das ,ringen mit dem ,handwerk sichtbar ist47 ,gerade bei den grten ,malern1 ,bildhauern und auch ,architekten aller ,zeiten ist dieses ,hinbergleiten von griechischer ,ruhe zu einer bewegten ,altersgotik deutlich nachzuweisen2 jedes groe ,lebenswerk endet mehr oder weniger barock4 ,es drckt sich also der eine fundamentale ,formenkontrast vielfltig aus3 einmal in der ,anlage der ,rassen und ,vlker1 sodann in dem ,ablauf aller ,stile und endlich in der ,anlage und ,entwicklung der einzelnen ,knstler4 ,die ,natur bedient sich nur eines einzigen ,kunstgriffes2 mit ihm aber erzeugt sie eine unbersehbare ,mannigfaltigkeit4 ,eine staunenswerte ,flle der ,erscheinung wird hervorgebracht1 weil das ,gesetz vom ,dualismus der ,kunst an die ,bedingungen von ,raum und ,zeit gefesselt ist4 ,wir sehen die ,rassen1 ,vlker und ,individuen hier mit der ,bestimmung1 mit dem ,temperament zur gotischen und dort zur griechischen ,form ihre historische ,mission erfllen2 wir sehen daneben jede ,rasse1 jedes ,volk durch drei ,entwicklungsstadien dahingehen und dabei einmal mehr dem gotischen und ein andermal mehr dem griechischen ,geiste zuneigen2 und wir sehen endlich auch jedes ,individuum mehr als ,griechen oder mehr als ,gotiker geboren werden und fr sich selbst ebenfalls jene typische ,entwicklung durchmachen4 ,bei den ,rassen erstrecken sich die ,metamorphosen der ,form ber ,jahrtausende1 bei einzelnen ,vlkern ber ,jahrhunderte1 bei den ,individuen ber ,jahrzehnte4 ,das eine ,volk beginnt1 wenn ein anderes am ,ende seiner schpferischen ,kraft steht1 ,jugend und ,alter1 ,alter und ,jugend begegnen sich1 und immer wieder beginnt derselbe ,weg1 in der ,idee gleichartig und doch auch wieder ganz verschieden der ,ausdehnung1 der ,zeitdauer und der ,fhrung nach4 ,absichtsvoll mischen sich reaktionre ,willensregungen in das ,spiel der ,krfte2 und auf allen ,stufen werden ,kompromisse geschlossen4 ,das ergibt eine unendliche ,flle der ,erscheinung4 ,neben ,vlkern gotischer ,art wohnen solche von griechischer ,anlage2 und zwischen ihnen leben ,vlker1 die unentschieden hierher oder dorthin schwanken4 ,es begegnet das ,nordische dem ,sdlichen1 das ,exotische dem ,gemigten2 und jedes hat seine besondere ,existenzbedingung4 ,so vermengen sich die ,formen bis zum ,unabsehbaren4 ,um so mehr1 als die einzelnen ,knstler mit ihrem persnlichen ,willen hinzukommen1 der einmal mit dem ,willen der ,gesamtheit bereinstimmt1 ein andermal ihm aber auch widerspricht4 ,es gibt geborene ,griechen in den ,gebieten des gotischen ,geistes und ,gotiker innerhalb der griechischen ,stiltendenzen2 es gibt ,talente1 die in ein ihnen nicht gemes ,formenklima verschlagen sind und andere1 die ganz an ihrem ,platz sind4 ,zuweilen kommt es vor1 da die ,scheitelpunkte gleichartiger1 aber verschieden langer ,kurven in einem ,punkt zusammenfallen1 da der ,wille eines genialen ,individuums sich mit dem seines ,volkes1 seiner ,rasse begegnet4 ,dann gibt es in der ,kunstgeschichte einen helleren ,klang1 es ist dann1 als steigerten sich zwei ,tne von gleicher oder verwandter ,schwingungsdauer4 ,aber es kommt ebenso hufig vor1 da sich die ,individuen mit ihrer ,zeit nicht zusammenfinden knnen1 wo beide disharmonisch aufeinanderprallen4 ,so verwirren sich die ,fden zu einem scheinbar unlslichen ,knuel4 ,die verschiedenen ,tempi1 das harte ,nebeneinander im ,raum und der ,umstand1 da dasselbe ,gesetz an sehr verschiedenartige ,massen gebunden ist1 machen es1 da die ,willensstrme scheinbar chaotisch durcheinander1 bereinander laufen4 ,es sieht oft aus1 als gbe es berhaupt keine ,ordnung1 als sei alles zufllig und gesetzlos4 ,alle diese geistigen ,wellenbewegungen aber verflieen nun ebensowenig gestaltlos ineinander1 wie es die ,wellen des ,wassers tun4 ,wie hier jede ,welle ,richtung und ,form behlt1 wie die verschieden langen und hohen ,wellenbildungen bereinander hingleiten1 nicht aber verschmelzen1 so wird auch in der ,kunst jede ,bewegung fr sich begonnen und zu ,ende gefhrt4 ,das ist es1 was der ,kunstgeschichte den ,anblick eines bewegten ,meeres gibt4 ,wie aber die ,formen aller ,wellen schlielich auf zwei ,grundkrfte zurckzufhren sind1 auf eine ,kraft1 die hebt1 und eine andere1 die das ,erhhte in die ,flche zurckzwingt1 so sind auch in der ,kunst alle ,formen letzten ,endes zwei ,bildungskrften unterworfen4 ,zwei ,bildungskrften1 die notwendig wie ,naturgewalten auftreten und die zwei ,formen des menschlichen ,willens berhaupt sind4 ,das ,ganze ist im ,grunde das ,spiel zweier ,energien3 es ist der ,widerstreit von ,ruhe und ,unruhe1 von ,glck und ,leiden -- zur ,form erstarrt4 ,durch alle ,knste1 durch das ganze ,leben sogar kann man diese beiden ,energien verfolgen2 indem man sie anschaut1 bietet sich einem der ,grundgedanke einer ganzen ,philosophie dar4 ,der tausendfltige ,wechsel1 wie die beiden ,krfte1 die eine mehr diesseitig1 die andere mehr jenseitig orientiert1 sich suchen und fliehen1 locken und bekmpfen1 wie sie sich durchdringen und auch wieder zur fruchtbarsten ,einseitigkeit treiben3 das ist die ,geschichte der ,kunst4 ,,iii4 ,der ,weg der ,gotik ,je weiter man in die ,vergangenheit zurckgeht1 desto mehr flieen dem anschauenden ,geiste das religise ,gefhl und der knstlerische ,bildungstrieb ineinander4 ,heute sind ,kunst und ,religion ja so streng getrennt1 da sie sich kaum noch in konventioneller ,weise finden knnen1 und da man schon auf einzelne ,knstler blicken mu1 um zu verstehen1 wie jeder elementaren ,formschpfung eine religis gefrbte ,bewegtheit der ,seele zugrunde liegt4 ,ursprnglich aber war die ,kunst eine ,schpferin von ,formen1 mit deren ,hilfe die ,gottheit angebetet wurde4 ,und diese ,formen nahmen wie von selbst immer gotischen ,charakter an1 weil sie heftigen ,affekten1 weil sie dem ,leiden der ,kreatur entsprangen4 ,alle ,kunstformen der vorgeschichtlichen ,menschen -- auch die wilden ,vlker knnen ja in gewissem ,sinne als vorgeschichtlich bezeichnet werden -- haben diesen gotischen ,leidenszug4 ,der vorgeschichtliche ,mensch dachte bei seiner knstlerischen ,ttigkeit berhaupt nicht an den ,menschen1 er schuf nicht fr seinesgleichen1 wollte nicht erfreuen1 nicht unterhalten oder dekorieren1 sondern er wandte sich ausschlielich an die dunklen ,gewalten4 ,mit ,furcht1 ,grauen und ,begierde4 ,er forderte mittels der ,kunstform1 er sicherte sich mit ihrer ,hilfe1 er beschwichtigte damit die ewig ber ihm hngende ,drohung4 ,ein ungemein wertvolles ,material bieten nach dieser ,richtung die in den letzten ,jahren entdeckten ,hhlenmalereien prhistorischer ,menschen4 ,man hat im wesentlichen ,tierzeichnungen gefunden1 die mit spitzen ,werkzeugen in die ,felsenwnde geritzt und dann mit den wenigen erreichbaren ,ockerfarben getnt worden sind4 ,als diese ,zeichnungen bekannt wurden1 ging eine groe ,verwunderung durch die ,welt4 ,sie galt der ungemeinen ,sicherheit1 womit die ,gestalten und ,bewegungen der ,tiere charakterisiert und auf die ,grundelemente zurckgefhrt worden sind4 ,in das ,dunkel1 wie diese ,kunstgebilde entstanden sind1 fllt ein ,licht1 wenn man erfhrt1 da die ,zeichnungen nicht die ,hhle haben schmcken sollen -- denn sie sind oft in verschiedenen ,lagen bereinander angebracht und finden sich auch in den engsten und dunkelsten ,winkeln und ,spalten1 wo der ,zeichner nur mit einem brennenden ,kienspan und in unbequemer ,lage hat arbeiten knnen --1 sondern da sie sich als ,beschwrungen der ,medizinmnner81 die damals in einer ,person ,priester und ,knstler gewesen sein mssen1 darstellen1 da sie den ,zweck verfolgten1 den ,jgerstmmen die ,nahrung zu sichern4 ,es mu der ,glaube geherrscht haben1 das ,abbild eines ,tieres habe die ,kraft1 dieses selbst zu sich hinzuziehen4 ,die ,zeichnungen mssen uerungen sein des sogenannten ,totemismus1 magische ,formeln1 die darauf abzielten1 die umliegenden ,jagdgrnde zu bevlkern4 ,das wrde auch den mystisch gesteigerten ,naturalismus der ,form erklren4 ,ein heftiger ,wille wollte sich einen ,teil der ,natur unterwerfen4 ,es handelt sich offenbar um ,gedchtniszeichnungen von ,jgern1 um ,erinnerungsbilder von ,menschen1 die die ,form direkt aus der ,natur nahmen1 sie zugleich aber durch ein heftiges ,verlangen subjektiv steigerten und einem ,kultus dienstbar machten4 ,diese frhesten ,kunstformen entsprechen den sinnlich-bersinnlichen ,tnzen1 die ebenfalls einen beschwrenden ,charakter hatten4 ,da sie einen ,zwang ausben sollten1 sind sie nicht ins ,gefllige geraten1 sondern ins charakteristisch ,monumentale4 ,und dieses eben verleiht ihnen den gotischen ,zug4 ,diese uralte ,kunst stellt sich dar als ein ,ausflu innerer ,unruhe2 sie wendet sich unmittelbar an die ,dmonen1 es ist eine ,kunst des ,dunkels und doch auch wieder eine ,kunst1 die auf einer hchst lebendigen ,anschauung der ,natur beruht4 ,zwischen diesen vorgeschichtlichen ,hhlenmalereien und den knstlerischen uerungen der wilden ,vlkerstmme besteht1 wie auch die ,ethnographen besttigen1 eine grundstzliche hnlichkeit4 ,sie ist festzustellen1 wenn man die ,kunstformen der ,neger und ,sdamerikaner1 der ,buschmnner und ,eskimos1 vor allem die ,kunst der ,jgervlker untereinander und mit den ,reproduktionen von ,hhlenmalereien vergleicht4 ,zwar finden sich bei den wilden ,vlkerschaften der geschichtlichen ,zeit auch ,kunstformen1 die einem reinen ,schmuckbedrfnis dienen2 selbst ,schmuck und ,putz aber weisen dann noch darauf hin1 da die ,form ursprnglich aus einem inbrnstig betriebenen ,fetischismus stammt4 ,die geschnitzten ,gtzenbildnisse wirken immer noch wie eine zur ,raumform gewordene ,beschwrungsformel4 ,es ist ein ,irrtum1 wenn man diese ,plastik mit einem ,mangel an ,knnen erklren will4 ,positive ,formen lassen sich nicht negativ erklren4 ,natrlich spricht das ,unvermgen mit2 das ,entscheidende ist aber der einseitige ,strom des ,willens4 ,das ,wesentliche der ,form besteht darin1 da sie mit einer tragisch anmutenden ,naivitt begriffen worden ist4 ,mit ungebrochenem ,nachdruck wird z4 ,b4 das ,konkave empfunden1 ebenso unbedingt stellt sich das ,konvexe dagegen1 und so rundet sich plastisch ein ,kopf1 der ber alles ,schreckliche1 ,groteske und ,karikaturhafte heraus von einer gewissen erschtternden ,groheit ist4 ,da der ,ausdruckswille stark ist1 stellt sich wie von selbst auch die formale ,wirkung ein4 ,es ist nicht ein ,formales im ,sinne einer anmutigen ,schnheit1 sondern ein ,formales1 das die ,empfindungen aufrhrt1 das mit ,geheimnis und ,drohung beschwert ist und das aus einem starken ,erleiden des ,lebens hervorgeflossen ist4 ,es ist eine ,form im ,geiste der ,gotik1 ein ,ornament des ,willens1 eine ,arabeske der ,leidenschaft4 99 99 99 99 99 ,eine menschenferne ,inbrunst der ,anbetung hat auch gestaltend hinter den ,formen der gyptischen ,kunst gestanden1 obwohl diese auf einem ganz anderen ,niveau steht und an das ,hchste rhrt1 was ,menschen gestaltet haben4 ,vom ,stilpsychologen wre vor allem die ,frage zu beantworten1 wie es kommt1 da die ,formen der gyptischen ,kunst1 die wie unter heftigen ,zwangsvorstellungen immer wieder spontan entstanden zu sein scheinen1 sich zugleich einer mehrere ,jahrtausende whrenden ,konvention gehorsam gefgt haben4 ,die gyptische ,form gibt sich ruhig bis zur ,starrheit2 aber es ist eine ,ruhe voll gewaltsamer ,spannung1 voller ,schwermut und ,grauen4 ,selten hat sich der ,geist der ,gotik unbedingter und grer im ,plan offenbart1 als in den ,pyramiden -- sie wirken wie stilisierte ,berge --1 als in den mit titanischem ,formgefhl aus dem gewachsenen ,felsen gehauenen ,riesenfiguren1 in denen die ,stimmung der ,wstenlandschaft verdichtet erscheint und die mit einer solchen hheren ,wirklichkeit dastehen1 da die lebenden ,menschen zu ihren ,fen ganz kurios anmuten4 ,gotisch wirken die glatten1 nicht einmal durch ,fugen aufgeteilten ,mauern der ,tempel1 die den ,eingang festungsartig flankierenden ,pylonen1 die mit khner ,abstraktionskraft gezeichneten ,reliefs an ,wand und ,sule und die wie mit stummer ,drohung blickenden1 in sich verschlossenen ,gestalten der ,plastik4 ,aber dann fhrt der ,weg durch ,sulenhallen mit wagerecht lagerndem ,geblk1 und man weilt in einer ,formenwelt1 woran auch der griechische ,geist groen ,anteil hat4 ,auch dieses ,griechische ist noch gotisch1 was die einzelne ,sule in ihrer ,vertikaltendenz und mit ihren wuchtigen ,formen1 was die monumentale ,gliederung der ,gesimse beweisen2 aber es ist doch die griechische ,ordnung da1 der griechische ,ausgleich von ,last und ,sttze1 der ,sinn fr das ,logische1 ,vernnftige und ,diesseitige4 ,die gyptische ,kunst lst das ,problem1 in einem bersinnlich und weltlich reprsentativ zu sein1 sie ist sowohl barbarisch wie kultiviert4 ,der ,frst war zugleich oberster ,priester2 die ,religion ist eine ,sache des ,staates geworden und gibt sich orthodox4 ,der ,mensch betet immer noch an mittels der ,kunstform1 doch ist das ,gebet auch eine groe ,geste nach auen4 ,die ,kunst opfert der unsterblichen ,seele der ,abgeschiedenen1 aber es werden die ,opfer auch mit einem gewissen weltlichen ,machtstolz dargebracht4 ,die religise ,ergriffenheit hat sich so oft und so lange in denselben ,gedankengngen bewegt -- weil dem wie auf einer ,wsteninsel lebenden ,volke von auen nie ein ,zweifel1 eine ,strung kam --1 bis die ,gedankengnge schlielich die ,kraft ewiger ,gesetze angenommen haben4 ,daher die seltsame ,mischung von gotischer ,unruhe und griechischer ,beruhigung4 ,das ,leiden hat sich in ,fatalismus verwandelt4 ,das ,gotische in der gyptischen ,kunst ist ein ,wille1 der ,kolossalitt erstrebt1 der die ,form kantig macht1 sie wie auf letzte ,formeln zurckfhrt und das uerlich ,ungeheure auch zu einem innerlich ,ungeheuren macht4 ,gotisch ist der leidenschaftliche ,trieb eines ganzen ,volkes zum ,symbol1 ist die ,gesinnung1 woraus jene ,statuen hervorgegangen sind1 die nicht ein ,handeln oder ein ,begehren ausdrcken1 sondern die mit erhabener ,melancholie wie in sich selbst versunken sind und1 ber alles ,leben hinweg1 ins ,grenzenlose zu blicken scheinen4 ,gotisch ist endlich die ,stimmung eines starken ,sndenbewutseins4 ,wie eine ,unterstrmung fliet berall aber auch griechischer ,geist4 ,nicht zufllig mndet diese ,kunst aus in den alexandrinischen ,kolonialformen1 nicht ohne ,ursache ist sie stellenweis ohne harten bergang in die dorische ,form bergegangen4 ,die mchtige ,vertikaltendenz ebbt ungezwungen ab zum ,horizontalen1 aus hieratischer ,frontalitt und marionettenhafter ,reliefstrenge der ,gestalten bricht eine ,anmut hervor1 da es oft ist1 als hebe die ,form leise den ,fu zum ,tanz2 der ,rhythmus wird gefllig1 das ,naturgefhl objektiver und die ,modellierung sinnlicher4 ,nie sind mit grerem ,sinn die beiden ,formenwelten einander angenhert worden4 ,afrika1 ,asien und ,europa sind gleicherweise in dieser ,kunst2 wie sie mit ihren ,formen in der ,folge denn ja auch mehrere ,weltteile gespeist hat4 ,zwischen ewiger ,unfruchtbarkeit und exotischer ,flle1 zwischen ,wste und ,oase ist diese ,kunst geworden2 sie starrt ins ,nichts und ist zugleich mitten im blhenden ,leben1 sie ist asketisch und auch voller ,animalitt3 sie steht ganz im ,zeichen der ,sphinx4 ,in ihr ist die ,brunst der ,natur1 ein erhabener urweltlicher ,spuk und auch geistige ,freiheit4 ,sie setzt ,millionen fronende ,sklavenhnde voraus2 whrend ,frsten und ,priester sich aber der ,sklavenheere bedienten1 um ,machtsymbole zu schaffen1 verkrperte sich in der ,form unversehens das ,genie des ,sklaventums4 -- ,eine hnliche ,stimmung ist in der babylonischen ,kunst4 ,auch dort wchst griechischer ,geist heran auf dem ,boden einer grandiosen gotischen ,gesinnung4 ,der ,gedanke des ,turms von ,babel1 von dem die ,legende berichtet1 ist ganz ein gotischer ,gedanke2 und die ,idee der ,stufenpyramide1 die auf ihrer ,spitze das ,allerheiligste trug1 um damit dem ,himmel nahe zu sein1 entspricht dem gotischen ,drang zu trmen4 ,in den bekannten assyrischen ,reliefs kndigt sich in der ,modellierung der ,glieder die griechische ,objektivitt an2 der unerbittliche ,parallelismus1 der heftige monumentale ,naturalismus der ,komposition aber weisen auf gotisches ,temperament4 ,wie man denn wohl allgemein sagen darf1 da die semitische ,rasse ihrer ganzen ,anlage nach der heftigen ,form zuneigt4 ,ihr ist die spekulative ,inbrunst eigen1 die ,schonungslosigkeit gegen sich selbst und jenes ,genie des ,leidens1 die ,voraussetzungen einer gotischen ,geistesanlage sind4 99 99 99 99 99 ,was in dieser ,geistesanlage problematisch ist1 offenbart sich nirgends strker als in der indischen ,kunst4 ,dort ist die ,form zugleich gewaltig und unklar4 ,von den ber ,grbern und ,reliquien errichteten pyramidenfrmigen ,bauten bis zu den ,pagoden1 deren ,konturen ,raketenbahnen gleichen1 von den ,monolithen1 die deutlich als ,phallussymbole erkannt werden1 bis zu den minarettartigen ,trmen1 die erst unter mohammedanischer ,herrschaft gebaut worden sind3 berall erhlt sich der ,eindruck1 da die ,form im ,banne einer dunkeln ,dmonologie steht1 da sie immer mehr ausdrcken sollen1 als ,raumformen es eigentlich knnen4 ,mit unheimlichem ,nachdruck1 die ,bewegung durch eine rippen- und rillenfrmige ,plastik noch steigernd1 schieen eng beieinanderstehende ,pagoden aus dem ,boden1 wie ,siedelungen von ,riesenpilzen2 stufenfrmig sind dann wieder ,pyramidentrme steil hinaufgefhrt1 die an der ,spitze in kostbaren ,tempelgebuden enden und die mit einer solchen ,flle von ,form bekleidet sind1 da es ,flchen nicht mehr gibt1 da man vor lauter ,gliedern nicht mehr den ,krper sieht3 eine ,vereinigung urwchsiger ,kraft mit barockem berschwang4 ,die ,tempelbezirke1 die heiligen ,hgel81 gleichen ganzen ,stdten mit ,mauern und ,toren2 ,gebude erhebt sich neben ,gebude1 ,turm neben ,turm1 alle ,formen streben1 zielen1 zngeln nach oben1 beseelt von einem fast hysterischen ,hhendrang4 ,oder es bohren sich die ,tempel basilikafrmig ins ,gebirge2 man betritt sie durch ,tren1 die wie offene ,rachen von ,ungetmen gebildet sind1 und wird im ,innern von seltsam profilierten ,gewlben1 von gedrckten1 massigen1 untersetzten ,formen empfangen1 die in anderer ,weise wieder die ,seele in ,unruhe1 ,bangigkeit und ,schrecken versetzen4 ,was an ,einflssen griechischer ,art sichtbar wird1 wo der bauende1 meielnde und malende ,sinn versucht hat1 ,glieder und ,gelenke1 ,kapitle1 ,konsolen1 ,gesimse und ,sulen zu bilden1 wo ,formen verarbeitet sind1 die auf alten ,handelswegen vom ,abendland eingefhrt wurden -- das alles ist abgeirrt zum ,grotesken und ,gebrochenen4 ,kein ,bauglied ist eigentlich funktionell1 jedes einzelne ist symbolisch2 aber es ist symbolisch mehr in einem dichterischen als in einem architektonischen ,sinne4 ,alles ist gewaltsam und materialwidrig geschweift1 gekuppelt und vielfach bewegt bereinander gefgt2 berall gewittert die ,kolossalitt1 ja die ,monstrositt1 ein ,grauen geht von der schwlstigen ,form aus -- aber diese ,form hat auch die knstlerische ,kraft1 das ganze ,leben in ein ,mrchen zu verwandeln4 ,die indische ,kunst ist mit allen ,instinkten eine ,sakralkunst4 ,wie die ,naturkrfte in der ,vegetation des ,landes zu kochen und in der ,tierwelt mit zusammengedrngter ,phantasie zu arbeiten scheinen1 so kreist eine tropische ,urkraft auch in den ,formen der ,kunst4 ,lapidar und ausschweifend ist die ,form in einem1 spekulativ vergrbelt und brnstig2 sie zittert vor ,erotik und ist zugleich philosophisch lehrhaft4 ,ihr fehlt straffe ,konzentration1 sie fliet hier auseinander1 und ballt sich dort zusammen4 ,alles ,getier des ,landes erscheint an den ,tempelwnden1 daneben reiche ,pflanzenmotive1 ,konsolen und ,gesimse1 auf denen groteske ,gestalten hocken1 ,reliefs und ,rundplastiken1 ,nischen und ,trmchen1 ,pfeiler und ,sulen1 ,balustraden und ,mawerk -- nirgends ist ein freies ,pltzchen1 es wimmelt auf der ,tempelwand die ,form1 wie der ,urschleim von werdender ,gestalt wimmelt4 ,wie von selbst drngen sich ,vergleiche auf4 ,romanisches scheint in der ,form zu sein und ,barockes1 man denkt an die ,dekorationslust der ,frhrenaissance1 an gyptisches und an das chinesische ,rokoko2 aber bei aller ,flle bleibt die ,kunst fragmentarisch4 ,ihr ergeht es wie jener arischen ,rasse1 die von den nordwestlichen ,bergen zu den ,gefilden ,indiens einst erobernd herabgestiegen ist und von der die ganze ,bevlkerung ,europas ihre ,herkunft ableitet3 in den ,kindern erst ist zur ,besinnung gekommen1 was in der ,mutter noch schlief4 ,alle europische ,philosophie und ,religion weist auf das mythenreiche ,indien2 so weist auch vieles in der europischen ,kunst auf die ganz vom ,geiste der ,gotik erfllte indische ,form -- auf das indische ,formlabyrinth1 das unter dem ,druck einer ungeheuren ,lebensverantwortung entstanden zu sein scheint4 bersichtlichkeit und ,gliederung kommt erst mit dem islamitischen ,einflu in die indische ,kunst4 ,aus der ,durchdringung geht eine klarere1 zierliche ,romantik hervor4 ,mit hundert ,erkern baut sich eine ,fassade auf1 so da die ,strae wie mit tausend ,augen angesehen wird4 ,mit graziser ,bestimmtheit steigen nun die heiligen ,trme empor1 von mrchenhaft reich gemeielten ,kranzgesimsen und ,balustraden stockwerkartig geteilt4 ,neben dem ,buddhatempel erhebt sich die ,moschee und der mehr griechisch gegliederte ,grberbau4 ,die ,formen werden mehr tektonisch1 das ,ornament sinkt in die ,flche hinein1 der ,charakter der ,bauwerke wird heiterer und weltlicher in dem ,mae1 wie ,allah ber ,buddha siegt4 ,auch jetzt bleibt noch ein gotischer ,grundton -- wie ja die ganze islamitische ,kunst1 vom ,morgenland bis tief hinein nach ,spanien1 immer reich gewesen ist an ,zgen einer gotischen ,ausdruckslust2 aber die ,problematik ist berwunden4 ,ein ,eroberervolk1 das leicht im ,sattel war1 hat die einer ausschweifenden ,phantasie hingegebene ,rasse der ,inder nicht nur mit dem ,schwert besiegt1 sondern auch kulturell4 99 99 99 99 99 ,eigenartig ist der ,anteil1 den der ,geist der ,gotik an der ,kunst ,ostasiens hat1 deren ,mutterland ,china ist4 ,in der chinesischen ,kunst erkennt man zwei verschieden gerichtete ,tendenzen1 die sich aber gut vertragen1 ja1 sich sehr eigenartig zu einem ,stilorganismus verbunden haben4 ,die ,baukunst wird beherrscht von entschiedenen ,horizontaltendenzen4 ,die ,gebude breiten sich durchweg flach aus1 die ,bauweise ist leicht1 dem ,material fehlt die zur ,monumentalitt ntige ,schwere1 der ,grundri ordnet die ,rume nebeneinander und bringt sie auf klare ,achsen4 ,wo sich mit entschiedener ,vertikalbewegung die ,pagoden erheben1 da handelt es sich im wesentlichen um indischen ,einflu1 der zugleich mit dem ,buddhismus eingedrungen ist4 ,auf der andern ,seite gibt sich nun aber ein fast zgelloser ,wille zum ,ornament kund1 die ,lust an einer eigenwilligen1 naturalistisch abstrakten ,dekoration4 ,dieser berschwang und der fast frugale ,sinn in allem rein ,tektonischen widersprechen sich im ,grunde1 und die ,folge ist ein ,kompromi4 ,ein ,kompromi1 der dem ,chinesen aber nicht zum ,bewutsein kommt4 ,die ,folge ist1 da der ,geist der ,gotik in der chinesischen ,kunst nicht monumental auftritt1 sondern mehr im sthetischen ,spiel4 ,er gibt sich eigentlich nur in den ,einzelknsten zu erkennen1 in der ,malerei1 der ,plastik1 dem ,kunstgewerbe3 er ist im ,baudetail1 nicht im ,ganzen der ,baukunst4 ,man versteht am besten1 wie die ,mischung zustande gekommen ist1 wenn man sich das europische ,rokoko1 dessen gotische ,freiheit auf dem ,boden einer klassizistischen ,baukunst herangewachsen ist1 im ,raum und in der ,zeit vervielfltigt und gesteigert denkt4 ,auch die geistige ,disposition ist hier und dort verwandt4 ,das religise ,gefhl des ,ostasiaten scheint letzten ,endes auf einer dunkeln ,dmonologie zu beruhen1 auf dem ,glauben an ,naturgottheiten und auf ,ahnenkult4 ,die philosophische ,mystik des ,buddhismus konnte ,einflu gewinnen1 weil die ,seele des ,chinesen dafr bereit war4 ,auch in seinem ,gemt wohnt das geheime ,grauen1 auch seine ,religiositt hat den ,leidenszug und ist eben darum aggressiv und heftig4 ,zugleich aber ist der ,chinese von einer feinen natrlichen ,klugheit1 die ihm ,migung und berlegenheit gibt2 er ist auch ein kultivierter ,verstandesmensch1 ein philosophischer ,moralist und als solcher ein ,skeptiker von ,natur4 ,neben ,buddha1 ja ber ,buddha gar stellt er ,laotse und ,konfutse1 die beiden groen ,nationalweisen4 ,auch deren ,weisheitssprche haben fr ihn die ,kraft religiser ,grundstze4 ,der ,chinese ist ein ,weisheitsfreund1 der in der ,phantasie mit ,naturdmonen verkehrt4 ,wie die ,detailform an das ,rokoko erinnert1 so hat die geistige ,verfassung eine gewisse hnlichkeit mit der der ,enzyklopdisten des achtzehnten ,jahrhunderts4 ,dieser geistreiche1 philosophische ,intellektualismus hat dem religisen ,sinn der ,chinesen das ,revolutionre1 das ,fanatische genommen1 er hat das religise ,gefhl temperiert2 und damit ist auch die ,gebrde der ,kunst1 die ,form1 anmutig geworden1 alles urweltlich ,heftige hat sich in nationale ,eigenwilligkeit verwandelt1 das ,elementare ist kokett geworden1 der ,drang zum ,unbedingten ist spielerisch1 das ,groteske kostbar1 das ,hieratische grazis und die ,flle raffiniert geworden4 ,das ,gotische wird von einem ganzen groen ,volke ,jahrtausende hindurch als eine ,art von ,zopfstil erlebt4 ,die gotische ,form tritt nicht in ,bauwerken oder gro modelliert auf1 sondern mehr ziseliert1 geschnitzt1 gezeichnet und gemalt4 ,eine ,flle von ,phantastik1 ,romantik1 ,naturalismus1 ,abstraktion ist in dem ,formgekrusel der ,ornamentik2 aber es berschreiten diese ,eigenschaften niemals doch die ,grenzen des ,ornaments4 ,die ganze ,zierkunst steht gewissermaen im ,zeichen des ,drachens2 aber sie scheint auch immer eingeschlossen wie von einem festen ,rahmen4 ,in der ,malerei geht das ,naturgefhl auf das ,charakteristische2 doch rundet sich dieses immer in der geistreichsten ,weise den dekorativen ,wirkungen zu4 ,aufs uerste wird die knstlerische ,handschrift gepflegt4 ,die ,malerei wird zu einem virtuosen ,exerzitium mit dem ,pinsel1 jeder ,pinselstrich hat struktive ,bedeutung4 ,dargestellt wird von der ,malerei immer nur der ,augenblick2 doch untersteht diese ,augenblickskunst einer strengen ,konvention1 die so wenig schwankt1 da das ,neuere dem ltesten noch durchaus verwandt ist4 ,alles in der chinesischen1 im weiteren ,sinne in der ostasiatischen ,malerei wird beherrscht vom ,willen zu jener ,stimmung1 die das ,objekt vernichtet1 um es neu zu schaffen4 ,die ,bilder sind wie ,gedichte ohne ,worte84 ,alles3 ,mensch1 ,tier1 ,pflanze und ,landschaft1 ist fr die ,augennhe dargestellt1 ist auf mittlere und kleine ,formate gebracht1 und doch ist die ,form nie kleinlich1 die ,skulpturen sind wie ,hieroglyphen1 das ,gtzenhafte selbst gibt sich blumenhaft still4 ,der gotische ,geist drckt sich in dieser ,kunst vorwiegend lyrisch aus1 er offenbart sich in ,arabesken1 die wie das ,spiel einer vom ewigen ,geheimnis lebenden ,weisheit sind4 ,wir sehen ein ,volk1 das es verstanden hat und noch versteht1 seine gotischen1 seine barbarischen ,instinkte mit ,raffinement zu genieen1 das es versteht1 seine ,leiden sthetisch auszukosten4 ,nach auen hat sich dieses ,volk mit einer ,mauer umgeben1 und nach innen hat es sich wirksam vor der ,selbstverzehrung gehtet4 99 99 99 99 99 ,wenn wir uns der ,kunst in ,europa zuwenden1 so fllt es auf1 da vor allem das ,tempo ein anderes ist4 ,in ,asien sind tausend ,jahre oft wie ein ,tag gewesen2 dort sind von alters her groe ,vlker ber weite ,landstrecken verteilt1 es haben nicht1 wie in ,europa1 unaufhrlich ,wanderungen1 ,beeinflussungen und ,durchdringungen stattgefunden4 ,darum haben sich dort die ,stilformen mehr konstant erhalten4 ,dafr fehlt aber auch die ,steigerung1 die ehrgeizige ,veredlung4 ,wenn man alle ,form1 die der ,geist der ,gotik hervorbringt1 als die ,form des ,leidens anspricht1 so ist zu beachten1 da der ,europer anders leidet als der ,asiat4 ,der ,europer ist ein ,mensch der ,aktivitt1 darum leidet er heftiger1 aber auch krzer2 seine ,ungeduld drngt die ,leiden dramatisch zusammen1 in seinen ,leiden ist ,sehnsucht nach ,glck1 es ist ein ,kampf voller ,affekt und ,leidenschaft4 ,der asiatische ,mensch leidet mehr passiv1 mehr in der ,form einer geduldigen ,schwermut1 einer etwas trgen ,melancholie4 ,sein ,leiden setzt sich um in ,fatalismus4 ,darum fgt sich auch seine ,kunstform so unbedingt einer die ,jahrhunderte1 ja die ,jahrtausende beherrschenden ,konvention4 ,in den asiatischen ,knsten tritt die ,kunstform des ,leidens1 die ihrer ,natur nach eigentlich spontan ist1 immer mehr oder weniger erstarrt auf2 sie hat viele ,zge des ,monomanischen und ist ethnographisch bedingt4 ,der ,zustand des ,leidens ist chronisch1 im ,gegensatz zur europischen ,kunst1 wo der ,geist der ,gotik sich mehr akut uert4 ,damit hngt es dann auch zusammen1 da in der asiatischen ,kunst die ,formen des gotischen und des griechischen ,geistes fest miteinander verbunden erscheinen1 wogegen in ,europa ein dauernder ,kampf stattfindet und immer wieder neue ,versuche gemacht werden1 die beiden ,formenwelten fest gegeneinander abzugrenzen4 ,ganz gelungen ist diese grundstzliche ,trennung freilich keinem europischen ,stil4 ,leid will ,freud1 ,freud will ,leid68 ,ein reines ,glck1 ein reines ,leiden gibt es nicht2 darum gibt es auch kaum einmal irgendwo die ganz reine ,form4 ,man kann selbst in der ,kunst der alten ,griechen1 also recht eigentlich im ,gebiete des griechischen ,geistes1 eine heimliche ,gotik konstatieren4 ,und zwar findet man manches von der gotischen ,stimmung8 nicht nur in den dorischen ,ordnungen1 nicht nur in den archaischen ,werken1 die noch auf gyptische ,einflsse weisen1 sondern es bricht die ,form des ,affektes selbst in einigen ,werken der klassischen ,reife hervor4 ,manche ,formfhrung der ,vasenmalereien oder der ,tanagrafiguren ist kaum noch griechisch1 im ,sinne1 wie das ,wort hier gebraucht wird1 zu nennen4 ,die ,gewalt der ,form in den ,gewndern der sitzenden und liegenden weiblichen ,gestalten im ,ostgiebel des ,parthenon ist fast schon als ein erhabenes ,barock anzusprechen1 also auch als eine ,form aus dem gotischen ,empfindungskreis4 ,die weise ,migung8 war nicht dauernd durchzufhren1 das ,temperament einzelner ,knstler suchte immer wieder die ,grenzen zu berschreiten4 berall1 wo die ,form in der ,kunst der ,griechen bengstigend gro oder heftig wird1 uert sich der ,geist der ,gotik4 ,aber es geschieht wider ,willen1 weil der eingeborene ,trieb zuweilen strker ist als die ,absicht4 ,grundstzlich hat der ,grieche die ,hlfte der menschlichen ,empfindung seiner bildenden ,kunst ferngehalten4 ,er hat1 wie ,pandora1 die bel des ,daseins in eine ,bchse verschlossen1 um die ,freuden desto reiner zu genieen4 ,da es im wesentlichen gelungen ist1 macht ihn zum ,helden der ,kunstgeschichte2 whrend es aber gelang1 konnte er nicht verhindern1 da auf geheimnisvolle ,weise zuweilen auch die ,formen des ,leidens aus der ,spitze des ,werkzeuges unversehens hervorsprangen4 99 99 99 99 99 ,das rmische ,reich hat die griechische ,form in jeder ,weise bernommen2 doch hat sich daneben immer auch mehr oder weniger eine eingeborene barbarische ,leidenschaftlichkeit1 ein khner ,wirklichkeitssinn und eine aggressive ,unbedingtheit des ,willens erhalten4 ,am ,anfang und am ,ende der rmischen ,kunst hat sich auch der gotische ,geist mit einer gewissen nachdrcklichen ,gewalt durchgesetzt4 ,die etruskische ,kunst ist ganz erfllt von einer geheimen ,gotik1 so viel ,anteil auch die griechische ,kolonialform uerlich daran hat4 ,selbst die ,knstler aus ,griechenland1 die im etruskischen ,italien die ,grabkammern ausgemalt und die ,grabfiguren modelliert haben1 sind dem ,einflu einer dsteren1 schweren ,hadesfurcht1 einer fast gyptischen ,abstraktionskraft und wilden ,unmittelbarkeit der ,anschauung unterlegen4 ,das ,lapidare der etruskischen ,form hat zuweilen etwas ,erschreckendes4 ,die ,form ist bis zum ,bersten angefllt mit individuellem ,leben1 ein roher1 aber erhabener ,weltschmerz ist darin enthalten1 sie illustriert das ,gefhl von ,menschen1 denen das ,leben unheimlich war1 und legt mit visionrer ,sicherheit in die ,abbilder der ,wirklichkeit etwas ,monumentales4 ,man begegnet ,einzelformen1 die man fast gleichlautend spter im ,romanischen und ,gotischen wiederfindet4 ,etwas ,antigriechisches1 etwas ,nordisches ist in der etruskischen ,kunstform3 eine werdende ,nation spricht in ,urlauten4 ,dann kam das ,reich der ,rmer4 ,die ,kunst der ,griechen wurde bernommen1 ihre ,werke wurden als ,beute im schnell erstarkenden ,rom aufgehuft1 eklektizistisch genutzt1 unendlich vervielfltigt und dem ,etruskischen verbunden4 ,da aber die ,kunstform der ,griechen bis zur ,vollkommenheit bereits ausgebildet war1 so hat in ,rom nicht eigentlich eine ,fortentwicklung auf derselben ,linie stattfinden knnen4 ,das wahrhaft ,eigentmliche des rmischen ,geistes ist erst wieder in der ,kaiserzeit hervorgetreten1 als das ,bewutsein der ,macht und ein riesenhaftes ,selbstgefhl die ,rmer vom griechischen ,genie1 von der griechischen ,kultur unabhngiger werden lieen1 als der ,millionenstadt ,bauaufgaben grten ,stils gestellt wurden4 ,je mehr sich die rmische ,baukunst in ihrer ,sptzeit dem ,nutzbau1 dem ,kolossalbau zugewandt hat1 desto mehr sind auch die ursprnglichen etruskischen ,instinkte wieder erwacht4 ,diese ,einsicht wird dem ,heutigen erleichtert1 weil im ,laufe von zwei ,jahrtausenden die uere ,haut griechischer ,kunstformen von den ,bauwerken der rmischen ,kaiserzeit abgeblttert ist und nur noch die gewaltigen ,baukerne stehengeblieben sind4 ,was ich in meinem ,tagebuch einer italienischen ,reise8#c das ,amerikanische der rmischen ,baukunst genannt habe1 das bis zum ,symbolischen gesteigerte gro ,profane1 das zweckhafte ,monumentale in den ,brckenbauten1 ,basiliken1 ,thermen1 ,stadtmauern1 ,aqudukten und ,grberbauten1 im ,pantheon und ,kolosseum -- das ist eine ,manifestation des gotischen ,geistes1 weil es die uerung eines heftigen ,willens ist4 ,diese ,bauten der ,sptzeit sind weit entfernt von der ,migung und ,harmonie der griechischen ,architektur4 ,man erblickt eine unerhrte ,fhigkeit des ,mauerns und ,wlbens1 mit ingenieurhafter ,leichtigkeit werden ,riesenspannungen bewltigt4 ,in diesem kriegerischen ,willensvolk mu damals eine ,unruhe gewesen sein1 wie sie dem ,tode vorhergeht4 ,denn wie aus zehrender ,unrast heraus sind diese prahlenden ,babelgedanken der ,baukunst entstanden4 ,niemals vorher ist in ,rom so stark das ,soziale gefhlt worden1 wie damals1 als in der ,grostadtbevlkerung die ,idee des ,christentums wie ein ,sauerteig zu arbeiten begann4 ,selbst das von den ,csaren ,geschaffene hat eine stark demokratische ,note4 ,nachdem ,rom jahrhundertelang fremde ,kunstwerte zusammengerafft hatte1 hat es am ,ende einen ,grostadtstil geschaffen1 voll riesenhafter ,sachlichkeit und voll von ,zgen des gotischen ,geistes4 ,dieser ,geist spiegelt sich auch in dem grozgigen ,naturalismus der ,bildnisskulptur1 in vielen barock aufgelsten ,formen der ,wandmalereien und in dem ,zug zum ,illusionistischen1 zum ,stimmungshaften1 der die plastischen ,dekorationen mehr und mehr beherrscht4 berall bricht am ,ende einer ,epoche1 die nach auen ganz dem griechischen ,geist gehrt hat1 die charakteristisch-groteske ,form hervor1 und an ein ,ende knpft sich bedeutungsvoll ein ,anfang4 99 99 99 99 99 ,denn jetzt trat das ,christentum stilbildend hervor1 und damit wurde recht eigentlich die gotische ,kunstform in ,europa anerkannt4 ,formal freilich wirkte die rmische ,tradition und alles ,griechische noch lange fort1 denn die ,form wandelt sich langsamer als die ,gesinnung1 das ,feste langsamer als das ,flchtige1 wie die ,luft sich schneller erwrmt als das ,wasser4 ,die ,gewhnung des ,auges und der ,hand knnen durch einen anders gerichteten ,willen nicht so bald und nicht vollstndig aufgehoben werden4 ,aber ein vollstndiger ,stilwandel mute doch eintreten1 weil die fortwirkende rmische ,form nun einer andern ,tendenz dienen mute1 weil die alte ,sprache benutzt wurde1 ,gedanken auszusprechen1 die vorher nicht einmal gedacht worden waren4 ,war vorher viel ,gotisches heimlich schon in der herrschenden griechischen ,form gewesen1 so war das ,verhltnis nun so1 da ,griechisches offensichtlich in der gotischen ,stilform erhalten blieb4 ,wenn man in ,kunstgeschichten liest1 den ,knstlern der frhchristlichen ,epoche seien die technische ,sicherheit und der strenge ,kunstsinn der ,rmer verlorengegangen1 der neue ,primitivismus sei auf einen ,mangel am ,knnen zurckzufhren1 so ist das ein ,irrtum4 ,die ,vlker haben1 wie die ,individuen1 stets die ,begabung ihrer ,interessen1 das heit1 sie knnen immer1 was sie wollen -- was sie wollen mssen2 und sie vermgen das auerhalb ihres ,interessenkreises ,liegende um so weniger zu vollbringen1 je bestimmter der ,wille sich uert4 ,zwitterhaft ist die frhchristliche ,kunstform nicht aus ,mangel an ,knnen1 sondern weil ein auerordentlich starkes neues ,lebensgefhl sich der antiken ,sprache bedienen mute4 ,das ,griechische und ,gotische haben in den ,jahrhunderten der christlichen ,kunst mchtig miteinander gerungen1 zwei ,weltanschauungen haben einen ,kampf um die ,form ausgetragen4 ,in diesem ,kampf mute der ,geist der ,gotik siegen1 weil das ,schwergewicht der ,kunst verlegt war3 es wurde verlegt von auen nach innen1 vom sinnlich ,objektiven in das ,erlebnis der ,seele4 ,man kann es so ausdrcken3 frher war der ,mensch in der ,welt gewesen1 als ein ,teil davon1 jetzt war die ganze ,welt nur noch im ,menschen1 sie galt nur noch1 insofern sie gedacht1 empfunden und sittlich gewertet wurde4 ,das mute zu einer ,umwertung der ,form fhren4 ,die ,form mute abstrakt und ausdrucksvoll werden1 sie mute zur ,hieroglyphe einer religisen ,mystik werden und sich zugleich1 wenn sie sich nicht im ,unbestimmten verlieren sollte1 grndlich naturalisieren4 ,sie mute zeichnerisch bestimmt werden1 weil sie die ,idee umschreiben sollte1 und sie mute zugleich stimmungshaft sein1 um transzendentale ,vorstellungen verwirklichen zu knnen4 ,sie mute weltfern1 menschenfern sein und doch auch wieder unmittelbar nahe am ,leben4 ,ein neuer ,darstellungsstoff kam in die ,kunst3 die religise ,legende4 ,diese ,aufgabe war mit der griechischen ,form nicht zu lsen4 ,die ,form sollte nun die ,eigenschaft haben zu erzhlen1 etwas ,zeitliches sollte in ideale ,raumwerte verwandelt werden4 ,wie die griechische ,form den ,zustand dargestellt hatte1 so sollte die gotische nun den inneren ,vorgang darstellen4 ,aus diesen ,gesichtspunkten wurde die rmische ,stilform von der frhchristlichen ,kunst verwandelt4 ,da lag es nun aber nahe -- um so mehr als der ,sitz der christlichen ,macht in ,byzanz den ueren ,anla gab --1 auch orientalische ,einflsse an der ,stilbildung teilnehmen zu lassen4 ,denn die orientalische ,form hat1 wie gezeigt worden ist1 von ,natur ,zge gotischer ,art2 ihr ist jener ,leidenszug eigen1 dessen ,monumentalisierung die ,kunst der frhen ,christen so leidenschaftlich erstrebte4 ,zum dritten endlich traf der ,wille zu einem neuen ,stil1 nachdem er im ,orient befruchtet worden war1 im ,norden und ,westen ,europas berall auf die ursprngliche ,ornamentik kaum schon zivilisierter ,vlker1 auf die abstrakten1 ersten ,kunstuerungen der germanischen und keltischen ,rassen1 auf jene merkwrdige ,drachenromantik und ,liniensymbolik1 die ihrem ganzen ,wesen nach gotischer ,art sind4 ,und auch dieses verleibte die frhchristliche ,kunst sich ein4 ,in welcher ,weise die ,elemente gemischt und zur ,einheit gezwungen worden sind1 erkennt man vor den ,miniaturmalereien und ,mosaiken der ersten zehn christlichen ,jahrhunderte am besten4 ,der ,ursprung der ,miniatur lt sich zurckverfolgen bis in die hellenische ,kolonialstadt ,alexandria1 bis zu ,einflssen aus der gyptischen ,kunst2 er liegt weiterhin in den ,mnchsklstern des ,sdostens -- womit der ,mnch zum erstenmal als ,knstler in der ,geschichte auftritt --1 und es fhrt der ,weg dieser ,kunst dann durch ,europa bis an die westlichsten ,grenzen4 ,es klingt die ,stimmung der spten rmischen ,malereien aus1 es tritt die hieratische ,strenge und die ,unendlichkeit des orientalischen ,formempfindens hervor1 und es mischen sich die ,charaktere einer fetischhaften germanisch-keltischen ,ornamentik hinein4 ,und hnliches gilt von den ,mosaiken1 die wie vergrerte ,miniaturen wirken1 whrend den ,miniaturen wieder die ,monumentalitt der ,mosaiken zuweilen innewohnt4 ,es spricht fr die ,gre und ,reinheit des bildenden ,willens1 da weder hier noch dort eine ,spur von illustrativer ,banalitt vorhanden ist1 trotzdem es sich um die ,darstellung epischer ,stoffe handelt4 ,nicht nur die ,technik hat die ,mosaiken davor bewahrt1 unmonumental zu werden1 sondern die auf hchste symbolische ,gestaltung gerichtete ,gesinnung der ,knstler und der ,gemeinde4 ,das ,mosaik an der gewlbten ,decke und an der kaum gegliederten ,wand wirkt raumbildend in all seiner ,legendenromantik2 es ist architektonisch und hat nichts vom ,tafelbild4 ,die ,formen1 die ,gestalten treten hervor1 als htte der ,raum selbst sie hervorgebracht1 als htte er sich in ihnen gleichnishaft zusammengezogen4 ,die ,farben ahmen in keiner ,weise die ,natur nach2 auch sie haben eine architektonische ,funktion zu erfllen1 sie wlben den ,raum hher1 dehnen ihn ins ,ungewisse und machen aus jeder ,apsis ein kostbar schimmerndes ,allerheiligstes4 ,doch sind die ,gestalten auch wieder weit mehr als nur architektonisch3 sie sind ,trger tiefsinniger ,menschlichkeit4 ,sie stehen wie in sich erstarrt nur da1 sind einer uniformierenden ,konvention nur unterworfen1 weil das heimliche ,seelenleben sonst leicht alle ,form sprengen knnte1 weil ein heftiger ,ausdruckswille sich vernichten wrde1 wenn er sich nicht selbst in ,fesseln schlge4 ,die strenge ,form ist ein ,selbstschutz4 ,in der ,starrheit grt ein ,wille1 der begierig war1 eine ganze ,welt nach seinem ,bilde neu zu gestalten4 ,der ,allgemeinbegriff ,gotik zieht sich hier zusammen in seine ,urzelle3 er weist auf das ,volk der ,goten1 dessen ,bildungskraft sich an der rmischen ,kunst entzndete und sich von den letzten ,griechen belehren lie4 ,auch in den ,bauwerken erkennt man den neuen ,willensimpuls1 so unscheinbar1 puristisch und sektenhaft sie sich in den ersten christlichen ,jahrhunderten auch gegeben haben4 ,auf antiken ,resten oft fuend1 von rmischen und orientalischen berlieferungen lange noch abhngig1 kam immer strker doch der ,wille zur ,wlbung1 das heit1 der ,wille zur ,hhe1 zum ,ausdruck1 wurde immer deutlicher der ,trieb erkennbar1 die ,achsenwirkung so zu bersteigern1 da der ,blick zwischen ,sulen und ,pfeilern wie durch einen ,korridor zu einem mystischen ,zielpunkt gewaltsam hingerissen wurde4 ,das konnte um so unbedingter in dem ,mae geschehen1 wie die neue ,religion nun ,angelegenheit des ,staates wurde und wie die ,kirche1 der ,ritus als ,grundribildner auftraten4 ,schchtern wagt sich dann auch der ,turm hervor1 der im ,kunstgebiet des gotischen ,geistes eine so wichtige ,rolle spielt4 berall zeigt sich der ,wille1 den ,betrachter aus dem glcklichen ,gleichma des ,gefhls aufzuschrecken und ihn gewaltsam in ,bewegung zu setzen4 ,die ,empfindung wird in die ,hhe hinaufgefhrt oder mit fast schmerzhaft starkem ,rhythmus vorwrtsgeschnellt1 sie wird mystisch betubt oder hart an die ,grenzen des ,daseins erinnert4 ,je langsamer und gemessener scheinbar die ,gebrde der ,form ist1 um so mehr ist sie geladen mit ,bewegung1 ,unruhe und ,sehnsucht4 99 99 99 99 99 ,dieser frhchristliche ,stil ist recht eigentlich eine ,kunst der ,gemeinde1 eine ,kundgebung des ,laiengenies4 ,er htte sich von den fremden und den antiken ,einflssen sicher ganz frei gemacht1 wenn es schon in seiner ,macht gelegen htte4 ,da diese ,selbstbefreiung vom griechischen ,kunstgeist aber auch in den folgenden ,jahrhunderten1 in jener ,epoche1 die man die des romanischen ,stils nennt1 nicht gelungen ist1 da auch dann noch neben der erstarkenden ,gotik der ,sinn fr griechisches ,gleichma immer einhergegangen ist1 da der ,drang zum ,vertikalen immer wieder ausgeglichen worden ist von der ,horizontaltendenz und da der romanische ,stil in seinen reprsentativsten ,bauten zu einem imposanten ,kompromi geworden ist3 dafr sind andere ,grnde entscheidend gewesen4 ,auch geistig sind am sogenannten ,romanischen zwei ,krfte beteiligt4 ,die religise ,bewegung drang in immer fernere ,lnder1 immer grere ,volkskomplexe wurden davon ergriffen1 der ,erlsungsdrang einer ganzen ,menschheit nahm bald teil an der neuen ,lebensidee4 ,dadurch wurde das gotische ,empfinden auerordentlich gestrkt und ins ,monumentale hinaufgetrieben2 die ,kunst reprsentierte mehr und mehr mit dem ,religisen und ,symbolischen auch eine ,machtidee1 der ,kollektivwille war begierig1 sich selber ,denkmale groer ,art zu schaffen4 ,zugleich aber bte das schn erregte ,laiengefhl in dem ,mae1 wie es staatlich organisiert wurde und wie groe ,vlker daran teilnahmen1 etwas ein1 das man die soziale ,unschuld nennen knnte4 ,je weiter das neue ,christenreich sich ausdehnte1 desto mehr bedurfte es der ,organisation1 brauchte es einen regierenden ,klerus1 ein geistiges ,oberhaupt und ,exekutivbeamte4 ,jede ,herrschaft aber hat die ,tendenz1 weltlich zu werden4 ,und jede weltliche ,gesinnung wird irgendwie die griechische ,form in der ,kunst bevorzugen4 ,auf die ,herrschgewalt des ,klerus1 der sich seine ,baumeister und ,bildhauer selbst in den ,klstern erzog1 wie er sie haben wollte1 auf die hierarchische ,organisation des tausendjhrigen ,christentums ist denn auch jene griechische ,formenwelt zurckzufhren1 wovon das ,gotische im romanischen ,stil berall durchdrungen wird -- am meisten im ,kirchenbau1 am wenigsten im profanen ,burgenbau4 ,sehr deutlich kann man freilich den romanischen ,stil nach ,lndern unterscheiden und hier mehr ein ,vorwiegen des gotischen1 dort mehr des griechischen ,geistes konstatieren2 dennoch ist dieser ,stil eine allgemein christlich klerikale ,kunst und im wesentlichen bernational4 ,er geht dem engeren ,staatsgefhl1 dem ,nationalbewutsein vorher4 ,es ist der ,stil eines neuen ,glaubens und darum im ,ursprung ganz volkhaft2 die ,ausfhrung aber lag in den ,hnden mnchischer ,knstler1 die der ,ordensdisziplin unterstanden1 die als ,trger der ,bildung und ,kultur nach ,rom blicken muten und von ,kloster zu ,kloster1 von ,land zu ,land wanderten1 die nationalen ,sonderbedingungen wohl bercksichtigend1 aber auch nur soweit es sich eben tun lie4 ,die ,ausfhrung des riesenhaften gotischen ,baugedankens ging aus von einer ,geistlichkeit1 die sich in der ,kirche von der ,gemeinde mehr und mehr absonderte4 ,diese ngstliche ,sorge fr die ,rangordnung1 die der christlichen ,idee letzten ,endes widerspricht1 brach auch knstlerisch den unbedingten ,willen4 ,es wurden zum ,beispiel in der ,kirche dem durch die ,raumgasse des ,mittelschiffs auf den ,altar strmisch zueilenden ,blick knstlich ,schranken und ,hemmungen in den ,weg gestellt2 es wurde mit der ,basilika zuerst ein ,sulen- und ,pfeilersaal geschaffen1 in dessen ,tiefe das ,allerheiligste glht1 und dann wurde der ,gemeinde verboten sich zu nhern4 ,dieser ,widerspruch1 der naturgem im ,grundri sowohl wie im ,aufri der heiligen ,gebude formalen ,ausdruck finden mute1 ist bezeichnend fr den romanischen ,stil berhaupt4 ,niemals sind in ,europa der ,geist der ,gotik und des ,griechentums mchtiger und kampflustiger aneinandergeraten1 niemals ist ein ,kompromi greren ,sinnes geschlossen worden4 ,es ist noch heute ergreifend1 dem ,wettstreit zuzusehen von leidenschaftlichem ,hhenwillen und besonnener ,horizontalordnung1 von modellierendem und zeichnendem ,formgefhl4 ,die ,baukrper sind klar und gro gegliedert1 immer lt sich vom ueren der ,grundri deutlich ablesen1 und alle ,teile fgen sich in tektonischer ,ordnung zusammen2 dann brechen aus der ,masse aber auch steil und wuchtig die ,trme hervor1 als htte sich das ,temperament nicht lnger zgeln lassen4 ,auf der einen ,seite sieht man strebende und lagernde ,teile sich ausgleichen1 ruhige ,flchen sich ausbreiten1 alles ,ornamentwerk sich bndig einordnen und die ,motivationspunkte der ,konstruktion beleben2 man sieht berall die ,merkmale eines gebundenen ,raumsystems1 sieht mit ,hilfe von festen ,sulen- und ,pfeilerordnungen ideale ,raumeinheiten wiederkehren und die ,symmetrie sich durchsetzen4 ,auf der andern ,seite gibt es nicht ein einziges ,bauwerk1 worauf man weisen und sagen knnte3 dieses ist der romanische ,typus2 die ,bauweise schwankt fortgesetzt1 der ,wille ist ewig im ,flu1 mit stetig sich erneuernder ,khnheit wird der ,raum hoch und hher gewlbt1 wird die ,masse mehr und mehr aufgelockert1 werden die ,ornamentformen immer mehr zu ,arabesken des ,ausdrucks4 ,eines beschrnkt immer das andere4 ,ganz unbedingt tritt der ,geist des ,gotischen nur in der ,zweckarchitektur1 in den festungshnlichen ,anlagen der ,zeit zutage4 ,schmucklos1 druend steigen die ,mauern1 ,trme1 ,bastionen und ,torbauten empor1 wie ,symbole der ,wehrhaftigkeit4 ,von diesen dster groartigen ,bauwerken erhalten zuweilen ganze ,landschaften den ,charakter4 ,die ,form hat etwas ,gebirgeartiges4 ,selten ist ein ,kompromi so fruchtbar geworden wie in der romanischen ,kunst4 ,die beiden ,urkrfte der ,kunst drngen gewaltsam gegeneinander1 und da keine nachgeben will1 sieht es aus1 wie wenn zwei ,ringer1 die in ,wahrheit beide ihr ,letztes hergeben1 unbeweglich in einer schnen ,gruppe dastehen4 99 99 99 99 99 ,in dem ,stil1 der von der ,kunstgeschichte im engeren ,sinn als ,gotik bezeichnet wird1 ist die ,form des heftigen ,willens dann ganz eindeutig hervorgetreten4 ,dieser ,stil ist formal eine ,reinkultur1 er ist eine der wenigen absoluten ,formschpfungen der ,geschichte1 er hat primren ,charakter1 ist die ,tat einer ,zeit und einer ,rasse1 in denen das ,genie des ,leidens aufs hchste schpferisch geworden1 die ,tat einer ,phantasiettigkeit1 die fort und fort von heiliger ,unruhe gespeist worden ist4 ,in der ,epoche1 die ungefhr das dreizehnte1 vierzehnte und zum ,teil auch das fnfzehnte ,jahrhundert noch umfat1 ist die ,welt vom ,menschen neu entdeckt worden1 das ,leben ist vom ,temperament1 von einer rastlosen ,sehnsucht1 von ,erkenntniskraft und ,freiheitsgefhl1 von einem elementaren ,wachstumstrieb in neuer ,weise gesehen worden2 mit neuer ,heftigkeit ist der uralte ,kampf der ,seele mit den ,wirklichkeiten ausgekmpft worden4 ,der gotische ,stil ist ein formaler ,niederschlag jener ,lebensgesinnung1 die spter in den ,historien vom ,doktor ,faust zum ,ausdruck gekommen ist1 ein ,niederschlag jenes ,willens1 der jedem ,individuum die ganze ,verantwortung fr das ,leben aufbrdet1 der jeden einzelnen schonungslos mit der ,gottheit ringen lt und ihn selbstndig einen ,weg zu suchen zwingt durch die ,irrsale des ,daseins4 ,hinter dem gotischen ,stil steht eine ,gesinnung1 die man als einen schpferischen ,protestantismus bezeichnen kann4 ,die ,schpfer dieser ,kunstform hatten den ,sinn der ,urchristen -- und zugleich waren sie ,opfer einer scharfen ,skepsis4 ,sie konnten in einem ,atem anbeten und lstern1 glauben und zweifeln2 sie standen erregt zwischen ,gott und ,teufel da1 zwischen ,mystik und ,rationalismus1 zwischen ,grauen und berlegenheit4 ,die ,menschen erwachten in jener ,zeit zu sich selbst4 ,nicht zur ,objektivitt2 das geschah erst in der ,renaissancezeit1 als die ,menschen sich intellektuell vom ,all zu scheiden begannen1 als sie ,distanz zu den ,dingen und zu sich selber nahmen4 ,aber zum ,gefhl ihres ,lebens1 ihrer ,selbstverantwortung1 ihrer ,macht und diktatorischen ,befugnis erwachten die ,menschen4 ,sie wurden in einer erhabenen ,weise neugierig2 sie begannen zu fragen4 ,das machte sie alle im ,geiste schon zu ,protestanten1 lange schon vor dem ,ereignis1 das die ,geschichte als ,reformation bezeichnet4 ,nicht zu kritischen1 purifizierenden1 sondern zu schpferischen ,protestanten4 ,das ,laiengenie erwachte1 der ,volkswille trat als ,bauherr und ,bildner auf4 ,der ,stil1 der ,gotik heit1 ist recht eigentlich ein ,volksstil1 er ist demokratisch1 er hat den ,rhythmus eines erregten ,kollektivwillens und die ,linie des ,freiheitsdranges4 ,denn der ,freiheitsdrang hatte noch nicht zersetzend gewirkt1 er hatte die ,masse nicht auseinandergesprengt1 sondern zusammengeschweit1 weil er nicht aus der ,reflexion1 sondern aus dem ,gefhl kam4 ,die ,rasse1 die die neue ,formenwelt geschaffen hat1 wohnte in den nrdlichen ,lndern ,europas4 ,sie kehrte eben aus den ,kreuzzgen mit freierem ,blick1 reichen ,erfahrungen und gefestigtem ,willen zum ,eigenen zurck1 erfllt vom ,eifer jungen ,erkennens1 von der ,freude am ,wissen1 am ,denken1 am ,knnen2 sie litt gewissermaen unter der ,flle aufgespeicherter ,kraft und sehnte sich nach ,entladung4 ,da sich das ,leben jetzt in den ,stdten zu zentralisieren begann1 da die ,begabungen miteinander in engste ,berhrung kamen1 mute der ,schpfungsakt mit explosiver ,heftigkeit vor sich gehen4 ,wie ein ,wunder entstand1 sich emportrmend ber die aufschumenden ,volksmengen1 eine reich gegliederte1 von nie gesehenen ,reizen verklrte ,baukunst4 ,hatte der herrschschtig denkende ,priestersinn die ruhige ,gre der romanischen ,bauten gefrdert1 so schuf sich das seiner ,tchtigkeit1 seiner ,selbstbefreiung freuende ,laientum den phantastisch reichen ,gedanken der ,gotik4 ,dieser ,gedanke ist germanischen1 ist im engeren ,sinne frnkischen ,ursprungs4 ,niemals htte der der griechischen ,ordnung hingegebene ,geist der ,romanen eine solche berflle der ,bildnerlust gewagt1 nie htte er das ,spitzbogenprinzip ersinnen und so phantasievoll exakt anwenden knnen1 nie htte er diese mystisch tiefen ,gewlbegrotten des ,raums1 diese ,wlder von ,pfeilern1 dieses ppige ,geranke von kletterndem ,ornament1 nie htte er die ,willkr in der ,ordnung und die ,ordnung im scheinbar ,regellosen gewagt4 ,die ,gotik ist in allen ihren ,formen ungriechisch4 ,der ,pfeiler steht der ,sule als ein ,kunstgebilde anderer ,art gegenber1 die glatt abschlieende ,decke hat keine ,beziehung zur spitz strebenden ,wlbung1 die griechische ,proportion hat in jeder ,weise andere ,wirkungsgesetze als die gotische4 ,alle ,arbeitsbedingungen sind anders4 ,der ,stein wurde entmaterialisiert1 die ,schwere wurde scheinbar aufgehoben1 die ,wand wurde vernichtet1 die ,raumgrenze ungewi gemacht1 und alles zielte auf eine ,stimmungssynthese4 ,die schwierigsten ,probleme sind mit einer ,leichtigkeit gelst1 als sei es ein ,nichts4 ,die ,bildhauer und ,maler sahen sich ,legendenmotiven gegenber1 die fr einen im ,geiste des ,griechentums erzogenen ,knstler berhaupt nicht zu lsen sind1 die ihn widernatrlich und unsinnlich anmuten mssen2 eben aus den ,schwierigkeiten haben die ,gotiker aber ein neues ,stilgefhl1 einen neuen ,formencharakter von schlagender ,ausdruckskraft abgeleitet4 ,dem ,knstler war keine ,idee zu unsinnlich1 kein ,motiv zu grotesk oder zu naturalistisch1 keine ,konstruktion zu khn1 keine ,masse zu ungeheuer1 kein ,affekt zu stark1 keine ,flle zu gro3 alles bewltigte er1 brachte er organisch zusammen1 so da die ,formenwelt aus ,gottes ,hand hervorgegangen zu sein scheint4 ,die ,formen sind des hchsten ,pathos fhig1 der ,wucht1 der ,gewalt eines fast schmerzhaften ,rhythmus2 aber sie bergen auch einen frhlingshaften ,reichtum1 das ,zarte1 das ,zierliche und ,kokette4 ,sie beginnen romanisch ernst und endigen mit barockem berschwang4 ,die ,linie kann gyptisch starr sein1 doch auch geistreich beweglich und bermtig wie die chinesische ,linie oder wie das ,rokoko4 ,alles einzelne wird beherrscht von der ,vertikaltendenz und ist zugleich voller ,rastlosigkeit4 ,die ,formen streben1 steigen1 klettern1 wachsen und zngeln nach oben4 ,oder sie verschlingen sich1 fliehen in sich selbst zurck und kreisen in unablssiger ,bewegung4 ,niemals ruht die ,form aus1 alles an ihr ist ,leben und ,affekt4 ,dieselbe ,temperamentslinie umschreibt menschliche ,figuren1 ,fensterwlbungen1 ,kreuzblumen und ,turmsilhouetten1 das ,groe und ,kleine untersteht demselben ,formgesetz4 ,die ganze ,natur1 das ganze ,leben ist in diesem ,transzendentalgedanken1 der ,gotik heit3 das ,erhabene und ,groteske1 das ,hliche und ,schne1 das ,geschaute und ,gedachte1 ,natur und ,unnatur1 das ,wirkliche und ,phantastische1 ,menschen1 ,tiere und alle ,pflanzen der ,umwelt1 ,teufelsbestien1 ,madonnen und ,blumen4 ,eines lebt durch das andere2 die ,architektur ist ,skulptur1 und die ,skulptur ist ganz architektonisch4 ,die ,gotik kennt nur das ,gesamtkunstwerk2 sie ist eine ,mutterkunst und eben darum eine ,volkskunst im hchsten ,sinne4 ,die ,bewegung war so mchtig1 da sie auch nicht gleich aufzuhalten war1 als die ,renaissancegesinnung heraufkam1 als die einige ,kunst in ,knsten auseinanderfiel1 die ,persnlichkeit mehr isoliert hervortrat und als1 infolge einer halb wissenschaftlichen ,objektivitt1 die griechische ,formenwelt wieder bevorzugt wurde4 ,die ,gotik wirkte fort1 durch die ihr innewohnende ,schwungkraft4 ,die ,ausdruckslust zuckte den nordischen ,knstlern lange noch im ,handgelenk1 auch als sie sich bereits der italienisierten ,formen bedienten4 ,diese italienischen ,formen wurden unversehens umgebildet1 sie wurden gotisiert und gerieten dabei nicht selten ins ,pittoreske und ,manierierte4 ,vor allem aber wirkte der gotische ,drang fort in einzelnen bedeutenden ,persnlichkeiten1 in nordischen ,naturen1 die ,gotiker im ,temperament waren1 die sich nun aber in eine halb griechische ,formenwelt versetzt sahen4 ,in einem ,maler wie ,drer ist das ,gotische mit dem ,griechischen eine hchst merkwrdige ,verbindung eingegangen2 ein ,knstler wie ,grnewald steht wie in der ,mitte da zwischen ,gotik und ,barock2 und in den ,niederlanden erweisen sich ,naturen wie van der ,goes oder ,brueghel als schpferische ,gotiker trotz ihrer ,renaissance4 ,das fnfzehnte und sechzehnte ,jahrhundert sind reich an ,auseinandersetzungen zwischen den beiden ,formenwelten4 ,durch den gegebenen ,dualismus sieht sich das ,genie gezwungen1 eine persnliche ,synthese zu finden4 ,dabei tauchen in ,flle wunderschne ,einzelprobleme auf1 die alle in ihrer ,weise der ,erkenntnis vom ,wesen des gotischen ,geistes etwas hinzufgen4 99 99 99 99 99 ,die ,geschichte der ,renaissance1 wie sie sich vor allem in ,italien abgespielt hat1 ist im ganzen eine glnzende ,manifestation des griechischen ,geistes4 ,nicht1 weil die ,formen der antiken ,kunst aufgenommen und neu bearbeitet worden sind1 sondern weil der ,italiener der ,renaissance dem alten ,griechen menschlich verwandt war1 weil er hnlich wie dieser empfand1 dachte und wollte4 ,es ist bezeichnend1 da der ,ablauf der italienischen ,renaissancekunst ganz hnlich gewesen ist wie der der alten griechischen ,kunst1 da man fr jeden reprsentativen italienischen ,knstler fast ein ,gegenbild in der griechischen ,kunst nennen kann4 ,dennoch hat auch jetzt wieder der ,geist der ,gotik ,einflu gewonnen und1 ebenso wie in ,griechenland1 vor allem zu ,beginn und am ,abschlu der ,epoche4 ,in der ,mitte wird das ,gotische nur noch als ,persnlichkeitsuerungen in einzelnen ,werken sichtbar4 ,abgeleitet sind die ,formen der jungen italienischen ,kunst vom frhchristlichen ,stil4 ,das will also sagen3 von einem ,stil1 der der geistigen ,stimmung nach durchaus gotisch war1 im rein ,formalen aber vielfach auf rmische berlieferungen zurckging4 ,was in den ,bildern der ,sienesen oder ,giottos und seiner ,schule gotisch wirkt1 ist ebenfalls mehr die ,gesinnung als die konkrete ,form4 ,die gotische ,stimmung kommt zustande1 weil bestimmte ,akzente der ,form betont und andere ,akzente unterdrckt erscheinen4 ,in ,wahrheit ist schon in den ,werken der ,frhitaliener viel von dem ,renaissancegeist1 der im folgenden ,jahrhundert zur ,herrschaft gelangen sollte2 es kndigt sich schon die ,freude an der singenden und klingenden ,linie an1 die ,lust an der objektiven ,naturanschauung1 an einer schnen ,weltlichkeit und an der architektonischen ,rhythmisierung aller ,teile4 ,aber dieser ,instinkt scheint noch streng beherrscht von religiser ,disziplin1 von einer welt- und menschenfernen ,inbrunst1 von einem ,befehl des ,gewissens1 die leidende ,kreatur darzustellen4 ,seltsam mischen sich das schwere ,pathos des christlichen ,weltschmerzes und der bel canto heidnischer ,lebensfreude4 ,die ,gestalten stehen noch da als ,trger tragischer ,schicksale1 aber sie wandeln sich auch mehr und mehr um zu schnen ,krpern1 die nichts wollen als nur da sein4 ,das sich auflsende ,urchristentum kmpft mit dem immer mchtiger heraufkommenden ,staatskatholizismus4 ,nordisch ,germanisches und sdlich ,romanisches erscheinen eng verbunden2 in der ,kunst spiegelt sich die politische ,situation der ,zeit ab4 ,an den ,palazzobauten hat die zweckhafte ,monumentalitt des nordischen ,burgenbaues ebensoviel ,anteil wie eine neu erwachende ,lust an heiterer griechischer ,ordnung1 sie halten die ,mitte zwischen charakteristisch symbolischen und szenarisch reprsentativen ,wirkungen4 ,die ,plastik verkrpert noch ,ideen und seelische ,impulse1 aber sie mchte auch schon das ,leben an sich darstellen4 ,die ,knste sind schon innerhalb eines neuen ,griechischen1 aber sie sind noch von strenger dorischer ,gesinnung erfllt4 ,und das ,dorische ist eine ,form des ,gotischen4 ,mit ganz anderem ,charakter tritt das ,gotische am ,ende der ,renaissancebewegung wieder hervor1 nachdem es sich zwei ,jahrhunderte lang nur in einigen ,werken grblerischer oder heftiger ,persnlichkeiten in seltsamen ,verkleidungen hervorgewagt hatte4 ,es tritt hervor1 ohne die bis dahin gltige griechische ,formensprache preiszugeben1 es uerte sich1 indem es die ,renaissanceformen verndert1 bersteigert und mit ,unruhe erfllt3 es tritt hervor als ,barock4 ,dieser ,stil ist lange ,zeit als eine ,entartung8 der ,renaissance angesprochen worden1 in ,wahrheit ist er aber etwas ,neues1 er stellt eine seltsame ,renaissance der ,gotik dar auf den ,grundlagen griechischer ,formen4 ,der ,vorgang war so1 da ein neuer geistiger ,impuls in die europische ,menschheit kam1 eine neue ,erregung4 ,das ,barock ist nur zum ,teil eine ,alterserscheinung1 ist es nur insofern1 als die ,unruhe des ,zweifels1 der ,skepsis und der ,hoffnungslosigkeit darin zum ,ausdruck kommt2 zugleich manifestiert sich im ,barock aber auch der ,wille eines neuen ,zeitalters1 einer sich intellektuell und sozial verjngenden ,weltanschauung4 ,aus dieser ,begegnung von ,mdigkeit und ,frische1 von ,griechischem und ,gotischem ist einer der merkwrdigsten ,mischstile entstanden1 die die ,kunstgeschichte kennt4 ,im ,barock tritt wieder1 wie in der ,gotik1 nur weniger rein und naiv1 weniger allgemeingltig1 ein schpferischer ,protestantengeist hervor4 ,michelangelo1 der diesem ,stil entscheidende ,geburtshelferdienste geleistet hat und in dem der ,kampf des gotischen mit dem griechischen ,menschen in tragischer ,weise fast verkrpert erscheint1 war ein geistiger ,aufrhrer1 ein ,rebell1 er war ganz und gar ,unruhe4 ,und nicht anders empfanden die ,knstler1 die nach ihm kamen1 im ,sden und ,norden4 ,da in der ,folge die ,jesuiten vor allem das ,barock in den von ihnen gebauten ,kirchen reich entwickelt haben1 spricht nicht gegen den gotischen ,zug im ,barock4 ,die ,jesuiten1 als ,fhrer der ,gegenreformation1 lenkten in ihrer ,weise die ,religion wieder der ,mystik1 der ,tiefe1 der ,empfindung zu1 sie erstrebten wieder ,einflu auf die desorientierte ,seele4 ,sie waren im ,geistigen khn und unbedingt1 khner in manchem ,gedanken als die ,nachfolger ,luthers und anderer ,reformatoren4 ,sie gaben die ,kirche der ,gemeinde zurck und lieen das ,langhaus wieder aufleben1 den gotischen ,basilikagedanken4 ,nicht zufllig gewannen die ,klster1 wie im ,mittelalter1 wieder ,einflu auf die ,kunstgesinnung4 ,die ,kunst sollte wieder einer berweltlichen ,idee dienen4 ,freilich haben die ,jesuiten die neue ,form oft in theatralischer ,weise ausgestaltet1 haben sie veruerlicht1 gehuft und haben ebensosehr die ,betubung wie die ,ergriffenheit des ,laien angestrebt4 ,aber sie haben den neuen ,stil trotzdem mchtig gefrdert und geholfen1 wieder ein ,gesamtkunstwerk zu schaffen1 in dem jedes ,teilchen ,bezug zu einem romantisch groen ,ganzen hat4 ,man darf das1 was hier ,protestantengesinnung genannt wird1 nicht gleichsetzen mit dem1 was die ,kirchengeschichte so nennt4 ,die ,trger jenes ,protestantismus1 der hier gemeint ist1 sind nicht nur die von den ,gemeinden bestellten ,pastoren der evangelischen ,kirche im siebzehnten und achtzehnten ,jahrhundert gewesen1 sondern es waren auch die ,jesuiten und alle anderen ,orden1 die der ,verweltlichung der ,religion entgegenarbeiteten4 ,vor allem aber waren es die ,gelehrten1 die ,dichter wie ,klopstock1 ,wieland1 ,lessing1 ,herder1 ,goethe und ,schiller1 ,philosophen wie ,kant und ,leibniz1 ,musiker wie ,bach und ,beethoven4 ,um nur von ,deutschen zu reden4 ,dieses sind die wahren1 nicht kanonisierten ,heiligen der protestantischen ,kirche4 ,und diese alle waren ihren ,instinkten1 ihren ,schpfungskrften nach ,barockmenschen4 ,trotzdem einige von ihnen theoretisch den griechischen ,geist verherrlicht haben4 ,sie alle1 die ,freidenker und die ,jesuiten1 waren in verwandter ,weise neue ,gotiker1 weil sie sich begegneten in einer neuen ,art von ,scholastik4 ,sie alle waren ,vertreter eines neuen ,willens1 einer neuen intellektuellen ,romantik1 ,vertreter einer neuen ,sehnsucht4 ,und dasselbe gilt von den bildenden ,knstlern4 ,rembrandt ist ganz ein ,barockknstler1 das heit also ein ,gotiker1 so gut wie ,shakespeare es als ,dichter war4 ,eine heimliche ,gotik ist in den groen ,bildniswerken des ,franz ,hals1 wie sie in anderer ,form in dem barocken ,formenrausch des ,rubens ist4 ,es ist schon bezeichnend1 da das ,barock sich nicht in ,italien am reichsten entfaltet hat1 trotzdem ,michelangelo sein ,ahnherr ist und ,maler wie ,tintoretto und dessen spanischer ,geistesverwandter ,greco dem neuen ,stil sein gotisches ,geheimnis mit herrlicher ,gewaltsamkeit entrissen haben1 sondern da die nordischen ,lnder recht eigentlich der ,boden fr das klassische ,barock geworden sind4 ,dem ,italiener war dieser ,stil1 der auf neue ,verinnerlichung abzielte1 trotzdem er so heroisch und brnstig auch die laute ,wirkung suchte1 nicht dauernd notwendig1 wohl aber den germanischen und den mit germanischem ,wesen gemischten ,vlkern4 ,dem nordischen ,temperament war dieser leidensselige1 phantasievolle ,stil einer spekulativen ,selbstberauschung1 war dieser ,drang zur ,flle1 war diese ,selbstverschwendung1 dieser romantische ,formalismus notwendig4 ,zwei ,bedingungen kamen zusammen und steigerten sich3 ein neues ,freiheitsgefhl und eine erhhte ,genufhigkeit1 brgerliche ,tchtigkeit und hfische ,reprsentation4 ,die reinste1 wenn auch nicht strkste ,form des ,barock1 das ,rokoko1 ist keineswegs nur der ,stil einer ,hofgesellschaft2 es ist im ,kern ganz brgerlich1 ganz vom gotischen ,instinkt erfllt4 ,jede ,form stammt vom brgerlichen ,talent4 ,man knnte das ,rokoko den ,stil der ,enzyklopdisten nennen1 jener klugen ,atheisten1 ,pantheisten1 ,aufklrer und ,vorlufer der groen ,revolution1 die der ,zeit ein neues geistiges ,geprge gegeben haben -- trotzdem vom ,rokoko zugleich auch der ,puder1 der ,reifrock und ,galanteriedegen nicht fortzudenken ist4 ,aus dieser doppelten ,tendenz1 einer geistigen und einer gesellschaftlichen1 erklrt sich die ,bravour1 die ,routine1 die ,virtuositt des ,rokoko und des ,barock berhaupt2 es ergibt sich daraus das ,geknstelte im ,ursprnglichen1 das ,gewagte und ,malose neben dem ,eleganten und ,schmeichelnden1 das ,kokette in der ,abstraktion der ,form4 ,johann ,sebastian ,bach ist ebenso gotisch1 ebenso barock1 wie ,johann ,daniel ,pppelmann1 der ,erbauer des ,dresdener ,zwingers4 ,wo immer man auf barocke ,architekturen blickt1 erkennt man1 wie unter den ,einzelformen italienischer ,art ein gotischer ,wille atmet4 ,der ,vertikaldrang lt sich von den horizontalen ,gesimsfhrungen nicht aufhalten1 alles endigt wieder irgendwie in ,turmgedanken4 ,nicht ohne ,ursache ist die ,treppe eines der liebsten ,motive der ,architekten dieser ,zeit4 ,trotz der tektonisch gedachten ,einzelteile ist das ,ganze mit mchtigem ,pathos wie aus der ,masse heraus modelliert2 und trotz der ,renaissancetraditionen streben die ,achsen der ,grundrisse mit einer ,macht auf ihr ,ziel zu1 da der ,betrachter gewaltsam fortgerissen wird und da die ,achse eines ,gebudes zuweilen zur ,orientierungslinie eines ganzen ,gebudekomplexes wird4 ,das ,gotische im ,barock ist der ,gren- und ,ausdehnungsdrang nach der ,hhe und ,tiefe1 ist die ,lust an der ekstatischen ,wirkung1 ist die ,freude am ,vielfltigen1 am reich ,dissonierenden und der ,trieb zur ,synthese1 zum ,gesamtkunstwerk1 ist die bersteigerung des ,rhythmus1 die ,verwischung der ,raumgrenzen1 wozu ,architektur1 ,plastik und ,malerei gleichermaen helfen mssen2 gotisch ist die mit ,kuppeln1 ,hallen und ,wandelgngen arbeitende1 von ,prachtwirkungen trumende ,bauphantasie1 ist die ganz auf ,stimmung1 auf ,lichtwirkungen und ,entmaterialisierung bedachte ,baugesinnung4 ,der ,raum wird ungewi1 ber das ,sein siegt der ,schein1 die ,entfernungen sind nicht mehr zu messen1 die ,luft selbst wird zum ,element der ,architektur4 ,gotisch ist endlich der mchtige1 wildbrandende ,wellenschlag der ,form1 ist die nach ,stimmung lsterne ,abstraktion darin und der ,kampf1 den sie dem ,auge darbietet4 ,zur hchsten ,stilreinheit hat das ,barock es freilich nicht gebracht4 ,diese ,formenwelt war knstlich aus zwei ,teilen zusammengesetzt4 ,die ,weltlichkeit der ,mchtigen gebrauchte den erwachenden brgerlichen ,freiheitssinn zu ihren ,zwecken2 und das brgerliche ,genie diente noch der ,autoritt4 ,darum fehlt die hchste ,selbstverstndlichkeit1 die letzte ,einheit2 darum wurde dieser ,stil auch in der ,folge so grndlich miverstanden4 ,die ,empfindung1 die das ,barock geschaffen hatte1 reichte nicht aus1 um das heraufkommende ,zeitalter der brgerlichen ,selbstndigkeit zu regieren4 ,dazu bedurfte es noch einer anderen ,eigenschaft3 der ,bildung -- einer alle einzelnen befreienden1 revolutionierenden und arbeitstchtig machenden ,bildung4 ,als sich diese ,bildung dann aber am ,anfang des neunzehnten ,jahrhunderts ausbreitete1 erstickte sie das knstlerische ,temperament1 lie sie nicht ,raum fr naives ,formgefhl4 ,die ,folge war1 da das ,wissen um die griechische ,form aushelfen mute1 da die lateinische ,sprache auch in der ,kunst gewissermaen zur europischen ,gelehrtensprache wurde4 ,die ,menschen brauchten ,ruhe1 um den ungeheuren ,lehrstoff der ,zeit verarbeiten zu knnen4 ,darum konstruierten sie sich ein beruhigendes ,vollkommenheitsideal und folgten ihm als ,nachahmer4 ,doch davon ist im ersten ,kapitel1 wo die ,lehre vom ,ideal untersucht wurde1 schon die ,rede gewesen4 99 99 99 99 99 ,die letzte ,manifestation des gotischen ,geistes fllt in die zweite ,hlfte des neunzehnten ,jahrhunderts4 ,sie ist sehr merkwrdig und psychologisch folgendermaen zu erklren4 ,die absichtsvoll gefrderte moderne ,bildung mit ihrer einseitigen ,geistesdisziplin hat das kritische ,vermgen stark entwickelt1 hat zugleich aber auch die intuitiven ,fhigkeiten verkmmern lassen4 ,der empirisch vorgehende ,verstand hat alle ,erscheinungen des ,lebens zergliedert1 hat sie wissenschaftlich erklrt und nur das ,beweisbare gelten lassen2 die ganze ,natur ist mechanisiert worden1 bis sie vor dem ,geist der ,bildungshungrigen dastand wie ein berechenbares ,produkt von ,ursachen und ,wirkungen1 von ,kraft und ,stoff84 ,es sind im neunzehnten ,jahrhundert groe ,fortschritte in der ,erkenntnis dessen gemacht worden1 was sich reflektiv bewltigen lt2 erkauft sind diese ,fortschritte aber durch eine radikale ,entgtterung4 ,welt und ,leben sind ihres ,geheimnisses beraubt worden1 sie hrten fr die einseitig ,intellektuellen auf1 das groe ,wunder zu sein4 ,die ,folge davon war1 da mehr und mehr1 trotz des ,stolzes auf die neuen ,errungenschaften1 die ,stimmung einer tiefen ,verzweiflung um sich griff4 ,in dem ,mae1 wie die ,welt in ihren kausalen ,zusammenhngen scheinbar verstndlicher wurde1 wuchs auch der ,pessimismus4 ,die ,mystik des ,lebens schien unwiederbringlich verloren1 der ,glaube war im ,tiefsten erschttert2 jedermann meinte hochmtig dem ,schpfer in die ,werkstatt sehen zu knnen2 und der ,mensch ist ja nun einmal so geartet1 da er nicht lnger verehrt1 was er zu fassen imstande ist1 weil er die eigene ,beschrnktheit zu genau aus dem stndigen ,verkehr mit sich selber kennt4 ,whrend das ,gehirn triumphierte1 wurde die ,seele elend4 ,langsam sprten die ,menschen1 da ihnen ein innerer ,schatz abhanden gekommen war1 da sie unvermerkt zu ,fatalisten geworden waren4 ,das ,vertrauen auf sittliche ,endziele des ,lebens ging verloren1 und von den ,gipfeln exakter wissenschaftlicher ,wahrheiten starrte der ,bildungsmensch in das absolute ,nichts4 ,als dieser ,zustand gefhrlich zu werden drohte1 hat der menschliche ,geist wieder einmal aus eigener ,kraft ein ,heilmittel1 hat er etwas wie ein geistiges ,serum produziert4 ,es gelang ihm1 wie es ihm im ,verlaufe der ,geschichte schon unzhlige ,male gelungen ist1 die ,schwche in eine ,kraft zu verwandeln1 aus der lhmenden ,passivitt der ,seele eine neue ,aktivitt1 aus dem ,leiden eine neue ,willenskraft zu gewinnen4 ,als der ,mensch verzweifelt in die von seinem eigenen ,verstand entgtterte ,welt starrte1 begab es sich1 da sich in einer neuen ,weise das groe ,erstaunen wieder einstellte4 ,zuerst war es nur ein ,erstaunen ber die grausame ,phantastik der ,situation1 ber die ,klte der ,lebensatmosphre1 dann aber wurde wahrgenommen1 wie eben in dieser ,gefhllosigkeit des ,lebens eine gewisse ,gre liegt1 da im ,zentrum dieser eisigen ,gleichgltigkeit eine ,idee gefunden wird1 von der aus die ganze ,welt neu begriffen werden kann4 ,das neue ,wundern1 das ber den ,menschen kam1 richtete sich nun nicht mehr auf das ,einzelne der ,natur1 denn dieses glaubte man ja urschlich verstehen zu knnen1 sondern es richtete sich auf das ,ganze1 auf das kosmische ,spiel der ,krfte1 auf das ,dasein von ,welt und ,leben berhaupt4 ,mit diesem sich erneuernden philosophischen ,erstaunen aber tauchten zugleich merkwrdige ,urgefhle auf1 ,empfindungen von urweltlicher ,frbung4 ,ein neues ,bangen und ,grauen stellte sich ein1 eine tragische ,ergriffenheit4 ,hinter der vom ,verstand entgtterten ,welt erschien eine neue groe ,schicksalsgewalt1 eine andere1 namenlose ,gottheit3 die ,notwendigkeit4 ,und als diese erst gefhlt wurde1 da stellte sich auch gleich eine neue ,romantik ein4 ,die ,einbildungskraft trat nun hinzu und begann die ,erscheinungen mit den ,farben wechselnder ,stimmung zu umkleiden4 ,alle zurckgehaltenen ,empfindungen brachen hervor und nahmen teil an der neuen1 aus einer ,entseelung erwachsenen ,beseelung der ,welt4 ,auf dem hchsten ,punkt hat sich das analytische ,denken von selbst berschlagen und hat der ,synthese ,platz gemacht1 das ,verstehen ist einem neuen ,erleben gewichen4 ,die ,kunst aber ist recht eigentlich das ,gebiet geworden1 auf dem dieses moderne ,welterlebnis sich dargestellt hat4 ,wie neben der einseitigen ,bildungskultur1 neben der ,verehrung der ,erfahrung als ,hchstes der ,eklektizismus1 die ,nachahmungssucht1 die ,unselbstndigkeit und ein falscher ,idealismus einhergegangen sind1 wie alle ,knstler dieser ,geistesart mehr oder weniger zur ,sterilitt verdammt gewesen sind1 so ist von dem neuen groen ,erlebnis des ,gefhls1 von dem produktiv machenden philosophischen ,erstaunen eine eigene optische ,sehform abgeleitet worden4 ,diese ,sehform1 aus der ein moderner ,kunststil hervorgegangen ist und die in wenigen ,jahrzehnten in groen ,teilen ,europas zur ,herrschaft emporgestiegen ist1 wird in der ,malerei ,impressionismus genannt4 ,die ,sehform entspricht genau einer ,form des ,geistes2 dieses moderne ,geistige aber ist seiner seelischen ,beschaffenheit nach gotischer ,art4 ,der ,impressionismus ist die letzte ,form des gotischen ,geistes1 die bisher historisch erkennbar wird4 ,gotisch ist der ,impressionismus1 weil auch er das ,produkt eines erregten ,weltgefhls ist1 weil ein ,wille darin ,form gewinnt1 weil die ,form aus einem ,kampf entspringt1 weil er in die ,erscheinungen die seelische ,unruhe des ,menschen hineintrgt und weil er die knstlerische ,umschreibung eines leidenden ,zustandes ist4 ,alles im ,impressionismus ist auf ,ausdruck1 auf ,stimmung gestellt2 die ,darstellung des ,atmosphrischen ist nur ein ,mittel1 ,einheitlichkeit und ,stimmung zu gewinnen2 dieser ,stil ist neuerungslustig1 revolutionr und hat von vornherein im heftigen ,kampf mit leblos gewordenen ,traditionen gestanden4 ,auch im ,impressionismus hat die ,kunst wieder protestiert und geistig vertiefend gewirkt4 ,sie hat den ,blick von der griechischen ,normalschnheit der ,klassizisten heftig abgelenkt4 ,zudem handelt es sich um eine ganz brgerliche ,kunst1 um eine ,offenbarung des ,laiengenies4 ,diese neue ,sehform geht nicht dem ,hlichen aus dem ,wege1 sondern sie hat das sozial ,groteske geradezu aufgesucht2 sie ist naturalistisch und romantisch in einem1 sie sprt im ,unscheinbaren das ,monumentale auf und im ,besonderen das ,kosmische4 ,der einfache ,entschlu zu neuer ,ursprnglichkeit hat eine moderne ,formenwelt geschaffen1 der ,wille1 die ,erscheinungen als ,eindruck naiv wirken zu lassen1 hat einen ,stil gezeitigt1 in dem der ,geist des ,jahrhunderts sich abspiegelt4 ,auch in der ,baukunst ist dem ,klassizismus und ,renaissancismus des neunzehnten ,jahrhunderts eine neue ,gotik gefolgt4 ,sie uert sich in dem ,interesse fr gro begriffene und symbolhaft gesteigerte ,zweckbauten1 die den ,zug zum ,weltwirtschaftlichen1 der unserer ,zeit eigen ist1 verkrpern2 sie uert sich in einer neuen ,neigung zum ,kolossalen1 ,konstruktiven und ,naturalistischen1 in der entschiedenen ,betonung des ,vertikalen und der ungebrochenen nackten ,formen4 ,gotisch ist das ,ingenieurhafte der neuen ,baukunst4 ,und wo sich die ,architekten um rein darstellende ,formen bemhen1 um ,ornamente und motivierende ,zierformen1 da geraten sie wie von selbst in eine heftige ,bewegungslust1 sie kultivieren die abstrakte ,form und das ,ausdrucksornament4 ,die ,linienempfindung weist unmittelbar oft hinber zum ,mittelalter und zum ,barock1 ohne da man aber von ,nachahmung oder nur von ,wahltradition sprechen drfte4 ,das am meisten ,revolutionre ist immer auch das am meisten ,gotische4 ,und die profanen ,zweckbauten nehmen1 wo sie ins ,monumentale geraten1 wie von selbst oft ,formen an1 da man an ,fortifikationsbauten des ,mittelalters denkt4 ,ein unruhiger ,drang nach ,mchtigkeit1 der die ganze ,welt erfllt1 gewinnt in den ,speicherbauten1 ,geschftshusern und ,wolkenkratzern1 in den ,industriebauten1 ,bahnhfen und ,brcken ,gestalt2 in den rauhen ,zweckformen ist das ,pathos des ,leidens1 ist gotischer ,geist4 berall freilich ist die neue gotische ,form auch innig verbunden mit der griechischen ,form4 ,denn das ,griechische kann1 nachdem es einmal in ,europa heimisch geworden ist1 nie wieder vergessen und ganz aufgegeben werden2 immer wird es irgendwie ,anteil behalten und gegenwrtig sein4 ,denn es enthlt ,lsungen1 die sich dem menschlichen ,geiste um ihrer ,allgemeingltigkeit willen aufs tiefste eingeprgt haben4 ,es wird unmglich sein1 die griechische ,form jemals wieder ganz aus der europischen ,kunst zu entfernen4 ,jede neue ,manifestation des gotischen ,geistes wird auf ,mischstile hinauslaufen4 ,entscheidend wird es fr diese ,mischstile aber sein1 wo der ,nachdruck liegt1 ob die ,gesinnung mehr der griechischen ,ordnung oder dem gotischen ,ausdruckswillen zuneigt4 ,da auch die ihrer ,herkunft nach griechische ,form im ,sinne einer gotischen ,gesamtstimmung benutzt werden kann1 hat dieser flchtige ,gang durch die ,geschichte bewiesen4 ,er beweist auch1 da der ,geist der ,gotik unendlich verwandlungsfhig ist1 da er in immer neue ,formen zu schlpfen vermag und doch stets er selbst bleibt1 da er immer und berall bildend am ,werk sein wird1 wo der ,willensimpuls einer ,zeit1 eines ,volkes oder eines schpferischen ,individuums sich unmittelbar in ,kunstformen verwandelt4 ,,iv4 ,schluwort ,ich begnge mich mit diesen ,anmerkungen ber die ,stilbewegungen des gotischen ,geistes und mache mit ,bewutsein dort halt1 wo die ,kunst von den ,lebenden nicht mehr historisch gewertet werden kann4 ,ich vermeide es1 von der neuesten ,kunst zu sprechen und von dem1 was darin wieder auf eine ,form des gotischen ,geistes hinzuweisen scheint2 ich vermeide es1 das ,wort ,gotik8 zum ,schlagwort eines ,programms zu machen und mit ,forderungen als ein ,fhrer zu neuen ,zielen des gotischen ,geistes hervorzutreten4 ,jedes hat seine ,zeit und seinen ,platz4 ,man kann als ein heftig ,wollender vor sein ,volk hintreten1 kann ihm neue ,ziele weisen1 die man als segensreich erkannt hat1 und kann die ,besten zur schpferischen ,unruhe1 zu neuen ,elementargefhlen aufzuwiegeln suchen4 ,oder man kann1 wie es in diesem ,buch versucht worden ist1 rein der ,erkenntnis folgen1 kann versuchen1 im hchsten ,sinn sachlich zu sein und naturgeschichtlich zu forschen1 wie die knstlerisch bildende ,kraft des ,menschen beschaffen ist4 ,aber man kann nicht beides zugleich tun4 ,es versteht sich1 da der heftig ,wollende nicht seine ,erkenntniskraft unterdrcken kann und soll und da der ,erkennende nicht aufhren kann1 einen persnlichen ,willen zu haben4 ,die ,betonung mu aber dort auf dem ,willen1 hier auf der ,erkenntnis liegen1 wenn nicht eine heillose ,verwirrung aller ,begriffe die ,folge sein soll4 ,von dieser ,verwirrung haben wir genug gesehen1 haben wir bergenug noch heute vor ,augen4 ,die unendliche ,unordnung des ,formgefhls1 die bezeichnend fr das neunzehnte ,jahrhundert ist1 kann auf eine solche ,vermengung des ,willens und der ,erkenntnis zurckgefhrt werden4 ,die ,kunstwissenschaft1 die berufen ist1 der ,erkenntnis allein zu dienen1 hat geglaubt1 sie msse fhren1 msse dem ,knstler1 dem ,volke das ,ideal zeigen und ein ,gesetz des knstlerischen ,schaffens aufstellen4 ,und die ,kunst anderseits1 die ganz ein ,kind des ,willens ist1 hat sich aufs ,gebiet wissenschaftlicher ,erkenntnis begeben und hat dort ihre beste ,kraft3 die ,sicherheit der instinktiven ,entscheidung und die ,unbefangenheit eingebt4 ,es mu endlich wieder begriffen werden1 da alle ,kunstwissenschaft1 ob sie die ,kunst nun historisch1 formenkritisch oder psychologisch untersucht1 nur konstatieren darf4 ,sie kann nur empirisch hinter der ,produktion einhergehen und aus einer gewissen ,distanz anschauen4 ,die ,kunstwissenschaft darf keinen ,willen1 keine programmatische ,absicht haben3 sie hat ,naturgeschichte zu treiben und alle persnlichen ,sympathien und ,antipathien dem ,objekt unterzuordnen4 ,es ist so1 wie es in dem ,gedenkblatt ,wundts auf ,karl ,lamprecht heit3 ,vorauszusagen1 was die ,zukunft bringen wird1 ist nicht ,sache des ,kunsthistorikers1 und ebensowenig fhlt er sich gedrungen1 fr etwas ,partei zu ergreifen1 was sie bringen knnte oder sollte48 ,darum darf der ,kunsthistoriker nicht diese ,form ablehnen und jene bevorzugen4 ,pat irgendeine geschichtlich gewordene ,kunstform in eine ,kunsttheorie nicht hinein1 so ist damit nichts gegen die ,kunstform bewiesen1 sondern nur etwas fr die ,enge der ,theorie4 ,auch ,formen der ,natur knnen ja nicht abgelehnt werden2 ,kunstformen aber sind mittelbare ,naturformen4 ,fr die ,kunstwissenschaft besteht das ,ideal darin1 jenem imaginren ,punkt auerhalb des irdischen ,getriebes nahe zu kommen1 von dem ,archimedes trumte4 ,es darf fr sie keine ,rcksichten1 keine ,grenzen geben1 das ,leben1 die ,kunst mssen ihr zu einem ungeheuren ,ganzen werden1 und jedes ,stck ,kunstgeschichte mu sein wie der ,ausschnitt einer ,universalgeschichte der ,kunst4 ,auch der patriotische ,standpunkt hat keine ,geltung4 ,das ,wunder1 wie alle ,rassen1 ,vlker und ,individuen an dem ewigen ,leben der ,kunstform beteiligt sind1 ist zu gro1 als da es nationalistisch eingeengt werden drfte4 ,mu aber so der nationale ,standpunkt aufgegeben werden1 das heit1 darf der wissenschaftlich ,erkennende an dem triebartigen ,willen seiner ,nation nicht einmal teilnehmen1 um wieviel weniger darf er da seinem kleinen persnlichen ,willen1 dem ,trieb seiner ,natur folgen und ihn in scheinbar sachliche ,argumente ummnzen6 ,ganz anders aber als der ,kunstgelehrte steht der ,knstler da4 ,er bedarf keiner ,kraft so sehr als des ,willens4 ,er kann ,neues nur schaffen1 kann die lebendige ,form nur hervorbringen1 wenn er sich einseitig fr bestimmte ,empfindungsmassen entscheidet1 wenn er eine ,wahl trifft und rcksichtslos ablehnt1 was seinen ,trieb zu hemmen imstande ist4 ,der ,knstler darf sich nicht nur fr ein bestimmtes ,formideal entscheiden1 sondern er mu es tun1 er darf nicht objektiv werden1 sondern mu lieben und hassen4 ,es ist sein ,recht1 unter ,umstnden seine ,pflicht1 ganze ,stilperioden abzulehnen1 ja zu verachten2 nmlich dann1 wenn seine ,schpfungskraft dadurch gewinnt4 ,er darf geschichtlich gewordene ,formen der ,kunst fr seine ,zwecke ndern1 aus ihrem organischen ,verband reien und umgestalten1 sofern sein ,verfahren nur zu etwas wertvoll ,neuem fhrt4 ,auch darf er alle ,mittel anwenden1 um seine ,zeit mitzureien4 ,lebt der ,wissenschaftler von der ,vergangenheit1 so zielt der ,knstler in die ,zukunft1 geht jener empirisch vor1 so verfhrt dieser intuitiv4 ,um neue ,formen1 einen neuen ,stil zu schaffen1 mu er spontan sein bis zur ,gewaltsamkeit2 er kann als ,handelnder nicht1 wie der betrachtende ,gelehrte1 ,gewissen haben4 ,die ,wahl wird ihm zur ,pflicht in dem ,augenblick1 wo er sich fr bestimmte ,formen entscheidet2 aus der ,flle der ,mglichkeiten mu er die eine ,mglichkeit greifen1 die ihm selbst1 die seinem ,volke1 seiner ,zeit gem ist4 ,mchten sich dieses unsere ,kunstgelehrten ebensowohl wie unsere ,knstler endlich gesagt sein lassen4 ,mchten jene ihre ,hnde von der ,kunst des ,tages lassen1 die sie mit ihren ,theorien nur verwirren1 und diese auf den ,ehrgeiz1 wissenschaftliche ,kenner des ,alten zu sein1 endgltig verzichten4 ,und mchten die ,kunstfreunde sich klar werden1 da sie wohl beim ,knstler wie beim ,gelehrten stehen knnen1 ja sogar abwechselnd bei diesem oder jenem1 da sie es aber nicht zur selben ,zeit mit beiden halten knnen1 ohne weiterhin ,verwirrung zu stiften4 ,was uns not tut1 sind reinliche ,abgrenzungen4 ,diese ,mahnung steht nicht ohne ,grund am ,schlu dieses ,buches4 ,sie soll1 soweit es mglich ist1 verhindern1 da dieser kurze ,beitrag zu einer ,naturgeschichte der ,kunst programmatisch ausgenutzt wird1 da sich auf ihn die berufen1 die im ,gegensatz zum griechischen nun ein gotisches ,ideal verknden mchten1 und da auch diese ,arbeit mit zur ,ursache wird1 das ,wort ,gotik8 zum ,modewort von morgen zu machen4 ,diese ,gefahr droht seit einiger ,zeit4 ,man spricht vom gotischen ,menschen1 von der gotischen ,form1 ohne sich immer etwas ,bestimmtes dabei vorzustellen4 ,so sehr ich selbst als wollender ,deutscher1 als triebhaft empfindendes ,individuum fr die ,zukunft mit jenen ,krften in ,deutschland1 ja in ,europa rechne1 die vom ,geiste der ,gotik gespeist werden1 so sehr empfinde ich auch die ,gefahr1 die darin liegt1 wenn dem ,worte gotisch8 allgemeiner ,kurswert zuteil wird4 ,das ,wort knnte dem ,gedanken schaden1 ja knnte ihn in falsche ,bahnen lenken4 ,wenn der ,geist der ,gotik sich in den kommenden ,jahrzehnten wieder eigentmlich manifestieren will1 so ist es am besten1 das ,wort ,gotik8 wird als ,programmwort berhaupt nicht genannt4 ,im stilgeschichtlichen ,sinne wird das ,neue um so ungotischer aussehen1 je gotischer es dem innersten ,wesen nach ist4 ,soll schon ein ,programm verkndet werden1 so kann es nur dieses sein3 ,klarheit ber das ,vergangene gewinnen1 mit eisernem ,willen1 das eigene ,lebensgefhl zu formen1 in die ,zukunft gehen und1 weder dort noch hier1 sich vom ,wort1 vom ,begriff tyrannisieren lassen6 ,druck der ,spamerschen ,buchdruckerei in ,leipzig4 ,funoten3 #a ,auch der alte ,streit1 wie im ,drama die ,zeit begriffen werden soll1 ist nicht zu lsen1 wenn man die eine ,art richtig und die andere falsch nennt4 ,auch hier handelt es sich um dieselben beiden ,stilprinzipien4 ,denn es herrscht der groe1 naturgewollte ,dualismus der ,form nicht nur in den bildenden ,knsten1 er ist vielmehr auch in den ,knsten der ,zeit nachzuweisen4 ,und naturgem hngen von dem ,stilprinzip auch in der ,dichtung und in der ,musik alle ,einzelformen ab4 ,der ,dramatiker1 der im ,sinne des griechischen ,menschen die ,einheit des ,raumes und der ,zeit als ,grundsatz anerkennt1 wird von diesem ,prinzip aus sein ,drama im ,ganzen und in allen ,teilen aufbauen mssen2 seine ,handlung wird durch den ,zeitsinn ein besonderes ,tempo1 eine bestimmte ,gliederung1 eine eigene ,motivation erhalten1 sie wird ganz von selbst zur ,konzentration1 zur ,typisierung und zur ,idealisierung neigen4 ,wogegen das ,zeitgefhl1 wie es zum ,beispiel in den ,dramen ,shakespeares so charakteristisch zum ,ausdruck kommt1 die ,handlung auflockern mu2 es mu die ,handlung weniger dramatisch und mehr lyrisch und romantisch-episch machen1 dafr aber auch mehr theatralisch wirksam -- mehr sensationell in ihrer psychologischen ,sprunghaftigkeit4 ,es gibt ein ,drama des gotischen1 des barocken ,geistes 7seine ,entwicklungslinie ist von den alten christlichen ,mysterienspielen bis zur ,shakespearebhne und weiter bis zur ,romantik zu verfolgen71 und es gibt eines des griechischen ,geistes1 beide ,formen aber sind -- unterschieden bis in die ,temperamentsfrbungen der ,verse sogar -- in ihrer ,art notwendig1 beide knnen klassisch sein1 weil es zwei ,arten von knstlerischem ,zeitgefhl gibt4 ,es lieen sich berhaupt die beiden ,formenwelten in allen ,knsten nachweisen -- auch in der ,musik --2 man knnte1 von dem fundamentalen ,gegensatz ausgehend1 eine ,naturgeschichte der ganzen ,kunst schreiben4 #b ,die ,entwicklung drckt sich formal etwa so aus1 wie ,heinrich ,wlfflin es in seinem ,buch ,kunstgeschichtliche ,grundbegriffe8 dargelegt hat4 ,wlfflin hat1 als vorsichtiger ,historiker1 der keinen ,schritt tut1 bevor er den ,boden untersucht hat1 der seine ,theorie tragen soll1 den ,weg vom einzelnen ,kunstwerk aus gewhlt4 ,er hat in seinem ,buch die ,formen und ,formwandlungen des sechzehnten und siebzehnten ,jahrhunderts untersucht2 dem ,leser berlt er es1 von den gewonnenen ,erkenntnissen auf das ,ganze zu schlieen4 ,seine ,feststellungen lassen sich im wesentlichen als allgemeingltig bezeichnen4 ,um die ,metamorphosen innerhalb eines ,stils zu bezeichnen1 hat er fnf ,begriffspaare gebildet1 die sich folgendermaen gegenberstehen3 #a4 das ,lineare und das ,malerische1 #b4 das ,flchenhafte und das ,tiefenhafte1 #c4 die geschlossene und die offene ,form1 #d4 ,vielheit und ,einheit1 #e4 absolute ,klarheit und relative ,klarheit4 ,mit diesen ,gegenstzen lt sich in der ,tat operieren4 ,doch knnte man vielleicht noch den viel zu wenig bisher beachteten ,gegensatz der warmen und der kalten ,farben hinzufgen4 ,wlfflin spricht nur von den formalen ,wandlungen1 die sich vollziehen1 wenn ein ,stil aus seinem zweiten ,stadium in sein drittes eintritt4 ,nicht weniger bedeutungsvoll sind die ,wandlungen1 die zwischen der ersten und zweiten ,periode vor sich gehen4 #c ,italien4 ,tagebuch einer ,reise4 ,mit #aah ganzseitigen ,bildertafeln4 #d4 bis #f4 ,tausend 7,leipzig #aiaf74 ,illustration3 #a4 ,hhlenmalerei1 ,bison4 ,altamira 7,spanien7 ,illustration3 #b4 ,negerplastik1 ,tanzmaske4 ,aus ,karl ,einsteins ,negerplastik81 ,verlag der ,weien ,bcher ,illustration3 #c4 ,pyramide von ,dashoor1 um #cjjj vor ,chr4 ,illustration3 #d4 ,sphinx vor der ,chefren-,pyramide1 um #bhjj vor ,chr4 ,illustration3 #e4 ,die ,memnonssulen bei ,theben in gypten1 um #aejj vor ,chr4 ,illustration3 #f4 ,sulensaal1 ,luxor1 gypten1 um #adjj vor ,chr4 ,illustration3 #g4 ,lwenjagd1 ,relief1 assyrisch4 #g4 ,jahrhundert vor ,chr4 ,illustration3 #h4 ,knig ,assur-,bani-pal auf der ,lwenjagd1 ,relief1 assyrisch4 #g4 ,jahrhundert vor ,chr4 ,aus ,der ,schne ,mensch im ,altertum8 von ,heinr4 ,bulle 7,g4 ,hirths ,verlag7 ,illustration3 #i4 ,sklaven mit einem toten ,lwen1 ,relief1 assyrisch4 #g4 ,jahrhundert vor ,chr4 ,illustration3 #aj4 ,pagode1 ,sdindien1 wahrscheinlich #aa4 bis #ab4 ,jahrhundert ,illustration3 #aa4 ,kutub-,minar bei ,delhi4 #aa4 bis #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #ab4 ,palast der ,winde1 ,indien1 ,jaipur4 ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts ,illustration3 #ac4 ,marmorfenster der ,sidi-,said-,moschee1 ,indien1 ,hindostan ,illustration3 #ad4 ,nebenhalle eines ,felsentempels1 ,china1 ,itschang4 ,nach einer ,aufnahme von ,regierungsbaumeister ,ernst ,boerschmann ,illustration3 #ae4 ,first eines ,tempels1 ,china1 ,kanton4 ,nach einer ,aufnahme von ,regierungsbaumeister ,ernst ,boerschmann ,illustration3 #af4 ,paukentrmchen in einem ,familientempel1 ,china1 ,tschangschafu4 ,nach einer ,aufnahme von ,regierungsbaumeister ,ernst ,boerschmann ,illustration3 #ag4 ,wu-,i-,hsien1 ,regensturm1 ,china1 um #adjj ,illustration3 #ah4 ,unkoku ,togan1 ,landschaft 7,teil eines ,setzschirms71 ,japan4 #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #ai4 ,holzstatue eines ,priesters1 ,korea ,illustration3 #bj4 ,kopf einer ,jnglingsstatue1 griechisch4 ,erste ,hlfte des #f4 ,jahrhunderts vor ,chr4 ,illustration3 #ba4 ,theseus4 ,detail einer ,gruppe ,theseus und ,antiope81 griechisch4 ,zweite ,hlfte des #f4 ,jahrhunderts vor ,chr4 ,illustration3 #bb4 ,figuren aus dem ,ostgiebel des ,parthenon1 griechisch4 #e4 ,jahrhundert vor ,chr4 ,illustration3 #bc4 ,sarkophagfiguren1 etruskisch4 #f4 ,jahrhundert vor ,chr4 ,illustration3 #bd4 ,die kapitolinische ,wlfin1 etruskisch4 #e4 ,jahrhundert vor ,chr4 7,die ,kinderfiguren sind aus der ,zeit der ,renaissance7 ,illustration3 #be4 ,sarkophagfigur1 etruskisch4 #e4 ,jahrhundert vor ,chr4 787 ,illustration3 #bf4 ,hades1 etruskische ,wandmalerei4 ,grotte dell' ,orco bei ,corneto4 #d4 ,jahrhundert vor ,chr4 ,aus ,der ,schne ,mensch im ,altertum8 von ,heinr4 ,bulle 7,g4 ,hirths ,verlag7 ,illustration3 #bg4 ,die ,basilika des ,konstantin1 ,rom4 #d4 ,jahrhundert ,illustration3 #bh4 ,altes ,gemuer1 ,rom4 #c4 bis #d4 ,jahrhundert ,illustration3 #bi4 ,s4 ,stefano ,rotondo1 ,rom4 #e4 ,jahrhundert ,illustration3 #cj4 ,kapitl aus ,s4 ,vitale1 ,ravenna4 #f4 ,jahrhundert ,illustration3 #ca4 ,der ,judasku1 ,s4 ,apollinare ,nuovo1 ,ravenna4 #f4 ,jahrhundert ,illustration3 #cb4 ,maria4 ,mosaik im ,dom von ,murano4 #ab4 ,jahrhundert ,illustration3 #cc4 ,mosaiken1 ,s4 ,marco4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #cd4 ,der ,evangelist ,lukas4 ,aus einem ,evangeliar4 #i4 ,jahrhundert ,illustration3 #ce4 ,aus dem ,utrechter ,psalter4 #i4 ,jahrhundert ,illustration3 #cf4 ,aus einem ,evangeliar ,heinrichs des ,zweiten4 #aj4 bis #aa4 ,jahrhundert ,illustration3 #cg4 ,christus am ,kreuz1 ,holz1 ,braunschweig1 um #ajjj4 ,aus ,deutsche ,plastik des ,mittelalters8 7,verlag ,karl ,robert ,langewiesche7 ,illustration3 #ch4 ,portal der ,kirche ,st4 ,trophine1 ,arles4 #ab4 ,jahrhundert ,illustration3 #ci4 ,petrus1 ,relief am ,portal der ,kirche ,st4 ,pierre in ,moissac4 #ab4 ,jahrhundert ,aus ,romanische ,baukunst in ,frankreich8 7,verlag ,julius ,hoffmann7 ,illustration3 #dj4 ,sainte ,marie des ,chazes ,illustration3 #da4 ,st4 ,gereon1 ,kln4 #aa4 bis #ac4 ,jahrhundert 7,knigl4 ,mebildanstalt1 ,berlin7 ,illustration3 #db4 ,albi1 die ,kathedrale von ,sdost1 um #abhj begonnen ,illustration3 #dc4 ,aigues ,mortes1 ,festungsturm4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #dd4 ,brgge1 das ,heilig-,kreuz-,tor4 #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #de4 ,la ,rochelle1 ,hafeneinfahrt4 ,aus ,schmohl ,charakterbauten des ,auslandes81 ,frankreich4 7,verlag ,wilhelm ,meyer-,ilschen7 ,illustration3 #df4 ,ypern1 die ,tuchhalle4 #ac4 und #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #dg4 ,thorn1 das ,rathaus1 um #adjj1 der ,turm aus dem #ac4 ,jahrhundert 7,knigl4 ,mebildanstalt1 ,berlin7 ,illustration3 #dh4 ,schlo ,allenstein1 ,ermland4 ,mitte des #ad4 ,jahrhunderts 7,knigl4 ,mebildanstalt1 ,berlin7 ,illustration3 #di4 ,reims1 ,kathedrale1 ,vorderansicht4 #ac4 bis #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #ej4 ,reims1 ,kathedrale1 ,seitenansicht4 #ac4 bis #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #ea4 ,kopf eines ,heiligen1 ,stein4 ,reims1 ,kathedrale4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #eb4 ,skulptur von der ,kathedrale in ,reims4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #ec4 ,skulptur von der ,kathedrale in ,reims4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #ed4 ,pfeilerkapitl4 ,reims1 ,kathedrale4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #ee4 ,chartres1 ,kathedrale1 sdliches ,kreuzschiff4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #ef4 ,rouen1 ,kathedrale1 der ,butterturm84 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #eg4 ,rouen1 ,inneres der ,kathedrale4 #ac4 ,jahrhundert ,illustration3 #eh4 ,mont ,st4 ,michel von ,nordost4 #aa4 bis #ae4 ,jahrhundert ,illustration3 #ei4 ,paris1 ,wasserspeier von ,st4 ,germain l',auxerrois1 sptgotisch ,illustration3 #fj4 ,mirepoix1 ,galerie des ,marktplatzes1 ,holz ,illustration3 #fa4 ,selommes1 gewlbte ,decke der ,kirche1 ,holz ,illustration3 #fb4 ,apostel auf den ,schultern von ,propheten1 ,dom zu ,bamberg4 #ac4 ,jahrhundert4 ,nach einer ,photographie von ,dr4 ,franz ,stoedtner1 ,berlin ,illustration3 #fc4 ,kln1 ,inneres des ,domes4 #ad4 ,jahrhundert 7,knigl4 ,mebildanstalt1 ,berlin7 ,illustration3 #fd4 ,ulm1 das ,mnster4 #ad4 und #ae4 ,jahrhundert ,illustration3 #fe4 ,prenzlau1 ,st4 ,marien1 ,ostfront4 #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #ff4 ,giebel der ,st4 ,nikolaikirche1 ,wismar4 #ad4 bis #ae4 ,jahrhundert ,illustration3 #fg4 ,frauenkirche1 ,nrnberg4 #ad4 bis #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #fh4 ,mailand1 der ,dom4 #ad4 bis #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #fi4 ,dinkelsbhl1 das ,nrdlingertor4 #ae4 ,jahrhundert ,illustration3 #gj4 ,das ,haus der ,schwarzen ,hupter1 ,riga ,der ,kern alt1 ,schmuck des ,giebels aus dem #ag4 ,jahrhundert ,aus ,groe deutsche ,brgerbauten8 7,verlag ,karl ,robert ,langewiesche7 ,illustration3 #ga4 ,tilman ,riemenschneider1 ,apostelkopf1 ,holz4 #ae4 ,jahrhundert ,nach einer ,photographie von ,dr4 ,franz ,stoedtner1 ,berlin ,illustration3 #gb4 ,matthias ,grnewald1 ,christus am ,kreuz4 #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #gc4 ,matthias ,grnewald1 ,himmelfahrt4 #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #gd4 ,hugo van der ,goes1 ,anbetung der ,hirten4 ,detail4 #ae4 ,jahrhundert ,illustration3 #ge4 ,peter ,brueghel1 ,die ,parabel von den ,blinden4 #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #gf4 ,grabdenkmal des ,can ,grande in ,verona4 #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #gg4 ,der ,triumph des ,todes4 ,fresko vom ,camposanto in ,pisa4 #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #gh4 ,pietro ,lorenzetti1 ,kreuzabnahme1 ,assisi4 #ad4 ,jahrhundert ,illustration3 #gi4 ,piet4 ,schule von ,avignon4 #ad4 bis #ae4 ,jahrhundert ,illustration3 #hj4 ,giotto1 ,der ,judasku1 ,padua4 ,beginn des #ad4 ,jahrhunderts ,illustration3 #ha4 ,die ,kuppel des ,domes in ,florenz4 #ae4 ,jahrhundert ,illustration3 #hb4 ,michelangelo1 ,piet1 unvollendet4 #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #hc4 ,tintoretto1 ,himmelfahrt1 ,venedig4 #af4 ,jahrhundert ,illustration3 #hd4 ,el ,greco1 ,christus auf dem lberg1 um #afjj ,illustration3 #he4 ,peter ,paul ,rubens1 ,die ,lwenjagd4 #ag4 ,jahrhundert ,illustration3 #hf4 ,rembrandt1 ,der ,engel verlt ,tobias4 #ag4 ,jahrhundert ,illustration3 #hg4 ,franz ,hals1 ,die ,vorsteherinnen des ,altfrauenhauses4 #ag4 ,jahrhundert ,illustration3 #hh4 ,stift ,melk a4 d4 ,donau4 #ah4 ,jahrhundert ,illustration3 #hi4 ,wallfahrtskirche in ,vierzehnheiligen4 #ah4 ,jahrhundert ,aus ,deutscher ,barock8 7,verlag ,karl ,robert ,langewiesche7 ,illustration3 #ij4 ,hauptportal des ,zwingers in ,dresden4 #ah4 ,jahrhundert ,illustration3 #ia4 ,pavillon im ,zwinger1 ,dresden4 #ah4 ,jahrhundert ,illustration3 #ib4 ,johanneskirche in ,mnchen4 #ah4 ,jahrhundert ,illustration3 #ic4 ,maria ,einsiedeln4 #ah4 ,jahrhundert ,illustration3 #id4 ,brssel1 ,gildenhuser auf dem ,markt4 #ah4 ,jahrhundert ,illustration3 #ie4 ,groer ,saal im ,palais ,liechtenstein1 ,wien4 #ah4 ,jahrhundert ,nach einer ,photographie von ,dr4 ,fr4 ,stoedtner1 ,berlin ,illustration3 #if4 ,rathausportal in ,bamberg4 #ah4 ,jahrhundert ,illustration3 #ig4 ,august ,rodin1 ,kauernde4 #ai4 ,jahrhundert ,illustration3 #ih4 ,august ,rodin1 einer der ,brger von ,calais84 #ai4 ,jahrhundert ,illustration3 #ii4 ,eugen ,delacroix1 ,der ,schiffbruch ,don ,juans4 #ai4 ,jahrhundert ,illustration3 #ajj4 ,honor ,daumier1 ,das ,drama4 #ai4 ,jahrhundert ,illustration3 #aja4 ,vincent van ,gogh1 ,eisenbahnbrcke4 #ai4 ,jahrhundert ,illustration3 #ajb4 ,vincent van ,gogh1 ,selbstbildnis4 #ai4 ,jahrhundert ,illustration3 #ajc4 ,henry von de ,velde1 ,museumssaal fr ,weimar4 #ai4 ,jahrhundert ,illustration3 #ajd4 ,peter ,behrens1 ,teil einer ,industrieanlage4 #bj4 ,jahrhundert ,illustration3 #aje4 ,hans ,poelzig1 ,chemische ,fabrik in ,posen4 #bj4 ,jahrhundert ,illustration3 #ajf4 ,kornsilos in ,bahia ,blanca4 #bj4 ,jahrhundert ,aus dem ,jahrbuch des ,deutschen ,werkbundes #aiac 7,verlag ,eugen ,diederichs7 ,illustration3 #ajg4 ,kornsilo in ,montreal4 #bj4 ,jahrhundert ,aus dem ,jahrbuch des ,deutschen ,werkbundes #aiac 7,verlag ,eugen ,diederichs7