,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aiad so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke und ,passagen in ,dialekt wurden nicht korrigiert4 ,umlaute in ,grobuchstaben 71 1 7 wurden nur teilweise als deren ,umschreibungen 7,ae1 ,oe1 ,ue7 dargestellt4 ,zur ,vereinheitlichung wurden letztere in der vorliegenden ,bearbeitung in die ansonten berwiegend verwendeten ,umlaute umgewandelt4 ,der bersichtlichkeit halber wurde das ,inhaltsverzeichnis vom ,bearbeiter an den ,anfang des ,texts verschoben4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt2 besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,illustration3 ,bartels ,w4 ,blsche ,julius ,hart ,zwei ,pennbrder ,bruno ,wille im ,gefngnis ,bruno ,wille ,das ,gefngnis zum ,preuischen ,adler ,eine selbsterlebte ,schildbrgerei ,mit einem ,bild des ,gefngnisses ,illustration ,erstes bis fnftes ,tausend ,verlegt bei ,eugen ,diederichs in ,jena #aiad ,kapitelverzeichnis ,seite ,blh auf1 gefrorner ,christ #a ,vom ,lweneckerchen #e ,anno dunnemals #ad ,der ,igel #bb ,die ,vernehmung #ca ,der innere ,feind #dc ,brotkorb und ,maulkorb #ej ,milderung des ,sittenklimas #ee ,die olle ,konservenkiste #ei ,pfndung der ,habe #gj ,der ,tierkreis #gg ,verhaftet #hb ,robinson richtet sich huslich ein #ij ,der ,kreispfiffikus #ih ,doktor frs ,vieh #ajf ,das ,flugblatt #aji ,die ,grille im ,kfig #aaf ,die ,pennbrder #aba ,der ,gefangene wildert ,grnlinge #abd ,das ,preuenherz #ace ,der ,biedermaxe #ada ,einsamkeit #aea ,italienische ,nacht #afc ,herbstnachtigall #agb ,von ,badewannen und ,mggelpiraten #agg ,schwedische ,schssel mit ,konfusionen #ahd ,goldmacherei und ,strindbergs ,koffer #aia ,mein durchgebrannter ,kerkerschlssel #aic ,gardinenpredigt und ,lsung des ,piratenrtsels #aig ,aschenputtel und der ,lizentiat #bjc ,der ,frst dieser ,welt und die ,schildbrger #baa ,dreck--,speck--,zweck berhaupt #bai ,was der ,teelffel anstiftete #bbd ,so leb denn wohl #bcj ,kartoffelkomdie #bcc ,gedruckt in der ,frommannschen ,buchdruckerei in ,jena ,blh auf gefrorner ,christ ,ostersonne1 welch sanftes ,feuer in deinem ,kusse6 ,strahlenselig blinkerst du im feinen ,wellenspiel hier vorn beim gelben ,ufersande4 ,weiterhin glatt die mchtige ,wasserflche1 blau spiegelt sich darin die ,himmelswlbung4 ,wie blitzende ,schneeflocken schweben ein paar ,federwlkchen4 ,am jenseitigen ,ufer hingedehnt eine ,hgelkette mit ,kiefernwald4 ,veilchenfarbene ,schleier sind diese ,massen1 zart wie ,duft 444 ,o ,zaubermacht der ,ferne1 wie weit du zu verklren6 ,harte1 schwere ,krper lsest du auf in stoffloses ,leuchten4 ,und ,erlebnisse1 die einst peinlich berhrten wie kreischendes ,gerusch1 lutern sich zu friedlich heitrer ,stimmung4 ,osterfeier der ,seele -- am ,grabe1 wo ein hingemarterter ,erdensohn in ,todesbanden gelegen1 lchelt der weigekleidete ,himmelsbote3 ,er hat sein ,gefngnis verlassen68 ,blh auf1 gefrorner ,christ68 ,so klingt es in mir1 ein verschollenes ,gedicht -- und immer mu ich hinlauschen4 ,wei nicht1 wie es weiter geht2 etwas zrtlich ,schnes mu es wohl sein -- etwas wie dies laue ,sonnenkssen und dies lichtgrne ,gras1 bei dem ich im ,ufersande lagre4 ,durch die blaue ,luft flattern ,trume von blhendem ,schlehdorn1 von goldigen ,himmelschlsselchen 444 ,und wieder jubelt es in mir3 ,blh auf1 gefrorner ,christ68 ,wer ist es doch1 der diese ,weise sang8 ,sie mahnt an alte ,frmmigkeit1 an einen ,heiland1 der innen aufersteht4 ,und deutlicher wird sie mir3 ein ,auftakt ist sie vom ,cherubinischen ,wandersmann84 ,schon ein viertel ,jahrtausend1 seit diesem ,poeten seine frommen ,sprche aufgingen4 ,doch jung bleibt solche ,gottseligkeit1 jung wie ,sonne und ,erde1 die mir immer wie groe ,kinder vorkommen4 ,blh auf1 gefrorner ,christ 4448 ,und weiter8 ,ich wei nur1 da es in den ,versen wie ,lerchenlaut zwitschert -- und eben fllt mir noch ein1 da der ,frhling den gefrornen ,christen ermahnt1 die winterliche ,erstarrung aufzugeben4 ,ja1 so hat es hier der weitgedehnte ,see gemacht1 an dessen ,ufer ich in molliger ,aprilsonne schauend schwelge4 ,vom ,tauwind ward seine ,eisdecke zermrbt1 zerschmolzen1 und nun blht8 der ,see4 ,heiter leuchten die sanften ,farben seines ,spiegels4 ,dort in der schilfigen ,bucht wimmelt es von verliebtem ,wassergeflgel4 ,in das ,schnarren der ,teichhhner1 ,haubentaucher und ,gnseseeger mischt sich schchternes ,koaksen von ,frschen1 glockenhaftes ,unken von ,krten4 ,auch in mir blht etwas auf1 wie ich mich so dem ,frhling hingebe4 ,ein erster gelber ,falter taumelt dahin1 trunken von ,sonne und lauer ,luft4 ,gnseblmchen lchelt ihm zu -- wie ein ,bauernkind ist es in seiner gesunden ,frische und einfltigen ,lieblichkeit4 ,neben ihm ,jungvolk von ,grashalmen -- ich lehne meine ,wange ans zarte ,grn4 ,da sind auch ,huflattichs gelbe ,sterne und die ,milchtropfen des ,hungerblmchens4 ,das ,erlengezweig am sumpfigen ,ufer ganz lila -- das machen die ,bltenktzchen1 rtlichen ,raupen hnlich4 ,von den walzenfrmigen ,blten der ,haselnustaude stubt gelber ,puder4 ,und sieh doch1 am ,saume des ,kiefernwaldes bei den ,baumwurzeln glimmert's wie blankes ,kupfer3 blhendes ,moos6 ,das ernste ,dunkelgrn der ,moospolster hat einen zarten ,flaum zur ,sonne emporgetrieben1 lauter goldbraune ,fserchen4 ,und jedes ,fserchen eine ,blte1 selig1 voller ,leben und ,zukunft -- jedes ,bltenfserchen ein schimmerndes ,kunstwerk4 ,und der ,ufersand1 sieh1 welch ,glitzern und ,flirren6 ,jedes ,krnchen ein blitzendes ,edelgestein -- ,goldpunkte ohne ,zahl -- ,lichtstaub der ,milchstrae -- ,wunder wie ,sand am ,meer6 ,klein das ,groe -- gro das ,kleine48 ,wie das ,hehrste1 das wir uns vorstellen knnen1 klein ist vor der ,unendlichkeit1 so bedeutet andrerseits jede ,winzigkeit eine ganze ,welt -- und die ,holdseligkeit dieses ,frhlingsbildes ist gar nicht auszuschpfen1 sofern du den ,sinn ffnest fr die ,flle der ,schpfung 444 ,blh auf1 gefrorner ,christ68 ,der goldige ,baldur ist da1 ist neu erstanden aus ,finsternis und ,eis4 ,baldur ist nicht blo der ,lenz1 die ,jahreszeit2 ich meine zugleich jene erweckende ,macht1 die aus trbem ,geschick dem ,herzen1 das vom ,frost auftaut1 ,auferstehung bereitet und ,himmelfahrt4 ,und nun erinnere ich mich1 wie der ,vers weiter geht3 ,blh auf1 gefrorner ,christ -- der ,mai ist vor der ,tr68 ,sieh doch1 ein ,silberfunke sprht vom ,seespiegel ins blaue ,luftreich6 ,hpft die leuchtende ,schnheit des ,wassers in lenzlichem bermut8 -- ,nur ein ,hecht war's -- der ,hungrige hat sein ,opfer verschlungen4 ,und eine ,mve kommt geschwebt4 ,zierlich wiegt sie sich1 wie ,schnee blitzt die ,schwinge ber der stahlblauen ,flut4 ,mit sachtem ,flattern sinkt sie auf den ,wasserspiegel und tunkt den ,schnabel hinein1 leicht und zierlich4 ,so umgaukelt ein ,schmetterling zum ,kusse seine blaue ,blume 444 ,nicht doch6 ,die sanfte ,bewegung des weien ,gefieders1 dies scheinbare ,kosen der ,flut ist tatschlich ein mrderischer berfall2 den zappelnden ,fisch im ,schnabel strebt schwerflligen ,flgelschlags der ,raubvogel zum schlammigen ,strande1 die ,beute zu verzehren4 ,sirene ,natur6 ,raubtier in lockender ,schnheit6 ,doch ich klage nicht an -- bin selber ja ,natur4 ,ich lchle -- und mag ,wehmut im meinem ,lcheln sein1 so doch kein ,weh4 ,seelenruhe hlt mich umfangen1 keine ,wolke soll ,trbung bringen4 ,mag lieber das graue ,gewlk sich verklren zu goldenem ,dufte6 ,sonne1 leuchtende ,sonne1 du freilich tust not zum ,verklren4 ,in den trben ,dunst der ,gewhnlichkeit mu etwas rinnen aus jenem ,born1 dem das ewige ,licht entquillt4 ,so erfllt sich die ,verheiung3 ,wisset ihr nicht1 da ihr ,gtter seid48 -- ,ach1 wie oft wissen wir's nicht6 ,und das sind die ,winterzeiten der ,seele -- da whnen wir uns nichts ,besseres als trben ,erdenklo1 chaotisch zusammengeklumpt fr ein ,weilchen -- darauf angewiesen1 mit ,angst und ,gier dies knappe ,dasein zu behaupten 444 ,der ,mai ist vor der ,tr68 ,o ,frhling1 der du alles verklrst1 wecke mir stets aufs neue zur ,heiterkeit den ,sinn1 da er aus den ,gefngnissen aller ,art ,ausblicke finde zur ,flle des ,lebens4 ,wo man sonst1 weil ,staub das ,auge trbt1 nur garstiges ,chaos sieht1 nur ,zufall und blind tappendes ,geschick1 wo man sich aufregt ber ,glck8 und ,unglck81 wo man grollt und verdammt1 von schmeichelnder ,hoffnung umgaukelt oder verstrt von ,sorge1 -- da sieht der ,erweckte in allem1 was die ,zeiten bringen1 den ,bezug zum ,unendlichen4 ,und ber sein ,gemt kommt eine ,stille1 da er sein ,schicksal heiter beschaut1 wie dieser ,see ,ufer und ,himmel spiegelt4 ,das ist die geistige ,gottesliebe81 wie ,spinoza sagt1 ist die ,schau der ,ewigkeit84 ,tief klingt es und schwer -- und ist doch etwas ,schwebendes1 ,hohes1 ist ein seliger berblick1 wie er sogar dem ,vglein ein wenig gelingen mag -- der ,lerche1 die dort von der ,ackerscholle des ,forsthauses jubilierend emporsteigt4 ,o lausche doch6 ,ein schmiegt sich die se ,melodie in die ,symphonie des ,all-,lebens6 ,schwinge dich auf6 ,sammle die ,kraft zum ,emporstieg -- aus deinem ,innern schpfe sie6 ,forme zur ,macht1 was dich niederdrcken will6 ,sein geheimer ,beruf ist1 deinen ,widerstand zu wecken4 ,des ,winters ,mission und der tiefe ,sinn aller ,trbsal heit ,baldur4 ,sei du ein ,auftauen der ,eisscholle6 ,sei du einer1 der aus dem ,gefngnis ins ,freie geht4 ,sei du ,knospe1 die aus enger ,hlle ihr ,sonnenkindlein entwickelt1 mndend in unermeliche ,nachkommenschaften4 ,sei du ,frhlingslerche1 von ,andacht emporgetragen ber die dunkle ,ackerfurche1 hingegeben dem ,lichte1 dem ,klange6 ,mag doch eine ,strecke deines ,lebens finster und de aussehn -- es kommt ein ,lenzen1 da glimmert es dir auf wie blhendes ,moos1 da bricht der ,lerchentriller hervor1 und der bisher verborgene ,zusammenhang der ,dinge erschliet sich4 ,mit staunender ,andacht erschaust du3 ein elendes ,stck ,dasein1 roh und ungefge1 ,staub und ,schlamm1 ordnet sich ins unendliche ,leben1 wie ,dissonanzen in die ,symphonie1 und hat auf einmal ,sinn1 ,stimmung1 ,schnheit1 gtige ,heiterkeit und ,weisheit4 ,und nun fllt mir ein1 wie der ganze ,frhlingsspruch lautet3 ,blh auf1 gefrorner ,christ6 ,der ,mai ist vor der ,tr2 ,und ewig bleibst du tot1 ,blhst du nicht jetzt und hier68 ,vom ,lweneckerchen ,mit ,entzcken lauschte ich -- zurckgelehnt in den molligen ,ufersand1 so da mir ,halme die ,schlfen umschmeichelten4 ,ich lausche der ,lerche1 die bei ihrem ,taumeln durch den ther vom ,ostwind herbergetrieben wurde4 ,nicht mehr ber dem ,forsthaus-,acker stand sie1 sondern senkrecht ber mir4 ,deutlich sah ich ihre ,flgelchen den ,takt wirbeln zum ,trillern der kleinen ,kehle2 die sprudelte wie ein singender ,quell4 ,einen schnen ,namen1 ,lerche1 haben dir die ,lateiner gegeben3 ,alauda -- das heit3 ,lobe aufwrts68 ,dieselbe ,bedeutung hat wohl auch dein deutscher ,name4 ,meine niederschsischen ,landsleute nennen dich ,lewerken1 ,lwarke oder ,lauberchen1 und ich denke1 das soll heien3 ,loberchen84 ,in ,hessen sagt man ,lweneckerchen84 ,dies ,wort hat nichts zu tun mit dem ,knig der ,wste4 ,allerdings erzhlt das hessische ,mrchen von einem ,lweneckerchen1 das1 auf der ,spitze eines ,baumes trillernd1 von einem ,lwen bewacht wird2 indessen ist hier der ,lwe kein ,raubtier1 sondern ein verzauberter ,knigssohn 444 ,doch zunchst wre ja wohl der ,anfang der ,geschichte zu berichten4 ,also3 es war einmal ein ,mann1 der hatte eine groe ,reise vor1 und beim ,abschied fragte er seine drei ,tchter1 was er ihnen mitbringen solle4 ,da begehrte die lteste ,perlen1 die ,zweite ,diamanten1 die ,jngste aber sprach3 ,ach lieber ,vater1 ich wnsche mir ein singendes1 springendes ,lweneckerchen68 ,mit dieser ,tochter nun bin ich1 der ,chronist1 von ,herzen einverstanden1 wie ich es berhaupt in den ,mrchen alleweil mit der dritten ,tochter halte1 ebenso mit dem jngsten ,knigssohne -- die ,jngsten sind des ,mrchens ,lieblinge 7wohl weil sie noch ihre ,kindlichkeit haben74 ,auch ich bin von ,kindesbeinen an dem singenden1 springenden ,lweneckerchen beraus hold gewesen4 ,vom ,lwen1 wenn es nicht gerade ein verwunschener ,knigssohn ist1 halt' ich nicht viel und gebe mich lieber der ,vermutung hin3 das ,lweneckerchen hat seinen ,namen von3 ,loben ckerchen -- weil es lobt sein ckerchen4 ,das ckerchen1 dem solch trillerndes ,loben behagt1 lt dafr seine ,pflanzenkinder hbsch gedeihen3 ,zum ,mittsommerfeste wimmeln die blonden hren im ,reigen1 und ,junker ,mohn im roten ,staatsrock fhrt zum ,tanze ,jungfer ,kornblum mit dem ,krinolinenkleid aus blauer ,seide4 ,whrend dann ,lweneckerchen droben trillert1 lauscht von der ,ackerscholle sein ,weibchen empor4 ,im ,halmenneste brtet es2 da platzen die graugesprenkelten ,hllen1 und aus jeder schlpft ein neues ,lweneckerchen -- wenn es auch nicht gleich so singen und springen kann wie ,vterchen in blauer ,himmelsaue4 ,nun soll ich wohl noch mehr verraten vom ,mrchen1 das so spannend anhebt8 ,aber haltet euch lieber an die ,brder ,grimm1 die so manche schne ,heimlichkeit dem ,volksmunde abgelauscht haben2 dort kann man die ,geschichte lesen4 ,meinerseits habe ich vom ,lweneckerchen nur aus dem ,grunde angefangen1 weil es sozusagen in meinem ,herzen ein ,nest hat1 also zu den ,wunderlichkeiten des ,mannes gehrt1 der dies ,gedenkbuch schreibt und dabei von seinem ,vogel hnlich beeinflut wird1 wie der ,acker vom ,lerchenliede4 ,nach allem1 was ich berichtet habe1 wird es nicht wunder nehmen1 da der fliegende ,snger1 der am ,seegestade ber mir trillerte1 allmhlich niedersank1 bis er kurz ber meinem ,kopfe verstummte und sich fallen lie4 ,gerade in meinen offenen ,mund hinein4 ,das war ja nun keine ,taube1 wie sie den ,bewohnern des ,schlaraffenlandes gebraten ins ,maul fliegt1 kam mir aber nicht minder alltglich und selbstverstndlich vor4 ,in mich hinein gehrte ja mein ,vogel4 ,ich fhlte denn auch1 da er sofort in mein ,herz geschlpft war und nun ruhig brtend da sa 444 ,doch ich wittere1 da meine ,leser unruhig geworden4 ,auf natrliche ,weise geht es nach ihrer ,ansicht nicht zu1 da in einem ,menschenherzen ein ,vogel nistet4 ,drum mu ich wohl noch etliche ,zge verraten aus der ,naturgeschichte meines singenden1 springenden ,lweneckerchens4 ,da ich solch ein ,ding beherberge1 stellte sich zum ersten ,male heraus1 als ich noch ein ganz kleiner ,junge war4 ,ich fand es noch nicht unter meiner ,wrde1 auf einem hochbeinigen ,sthlchen zu thronen1 -- vorn hatte es eine ,schranke1 um ,kindchen vor dem ,hinuntergleiten zu bewahren und zugleich als eine ,art ,tisch zu dienen fr ,spielzeug oder ,blechbecherlein4 ,in diesem ,kfigsthlchen also sa ich am ,familientisch bei ,vater1 ,mutter1 ,bruder4 ,neben der ,kaffeekanne1 ber die eine gemtliche ,wollmtze zum ,warmhalten gestlpt war1 lagen im ,gebckkorbe ,martinihrnchen4 ,so nannten wir ,magdeburger ein ,gebck in ,form eines ,hornes oder richtiger ,hufeisens1 von alters her am ,tage ,martini gebacken1 zu ,ehren eines ,heiligen1 der -- wie ich spter erfuhr -- nichts ,geringeres ist als der hchste ,gott der alten ,deutschen2 wegen seines martialischen ,berufes ist er dann von den christlichen ,priestern zum heiligen ,martin umgedeutet worden1 der ein ,reitersmann gewesen wie ,wotan und bis in unsre ,zeit in ,gestalt jener ,martinihrnchen einen ,bezug auf das ,hufeisen des ,wotanrosses bewahrt hat4 ,whrend mir mein ,martinihrnchen mundete1 blickte mein ,vater trumerisch durchs ,fenster und sagte auf einmal lebhaft3 ,da kommt ,sankt ,martin auf dem ,schimmel geritten68 ,diese ,redensart wandte der ,volksmund an1 wenn am ,martinstage1 der in den ,november fllt1 ,schneeflocken stbern4 ,hier regte sich auf einmal mein singendes1 springendes ,lweneckerchen3 ,ich sah nicht blo die ,flocken1 die drauen vom grauen ,himmel in den engen ,hof des stdtischen ,mietshauses wirbelten1 sondern sah in leibhaftiger ,wahrheit ein weies ,ro und den rotbrtigen ,reiter mit ,schlapphut und ,mantel1 schwertumgrtet -- so wie ich ,sankt ,martin aus einem ,bilderbuche kannte4 ,gleich darauf war er vorbergesprengt1 und nun war alles wieder wie sonst3 eine bekalkte ,wand1 ein ,ziegeldach1 eine blecherne ,dachrinne4 ,hast du gesehen88 fragte mein ,vater geheimnisvoll1 ich nickte sprachlos4 ,noch ganz erfllt von dem ,abenteuer1 tat ich in der ,kche unserm ,dienstmdchen ,bericht4 ,unglubig schttelte sie den ,kopf1 und wie ich nunmehr behauptete1 ganz deutlich htte sich der ,schimmel vor der ,dachrinne gebumt und hui1 einen gewaltigen ,satz bers ,dach gemacht1 da lachte mir ,marie ins ,gesicht und tippte mit dem ,finger auf ihre ,stirn3 ,junge1 du hast'n ,vogel68 ,damals merkte ich1 da es eine ,miachtung sein soll1 wenn gewhnliche ,leute so was von jemand sagen4 ,als ich in die ,schule ging1 wendeten meine ,mitschler des fteren diese ,unhflichkeit an1 und ich sprach sie gelegentlich wohl nach1 obwohl mir die ,ahnung schon dmmerte1 da solch ein ,vogel manchmal eine ,gottesgabe ist1 die einer1 so sich drauf versteht1 lieber mag als ,perlen und ,diamanten4 ,unser ,hauswirt1 der einen ,ladenhandel mit ,kolonialwaren hatte1 vergngte sich an einer ,landwirtschaft im kleinen2 auf seinem ,hofe gab es ,tauben1 ,hhner1 sogar einen ,ziegenstall1 und die ,ziege war meine ,freundin4 ,einst las ich ihr aus meinem ,mrchenbuche vom ,wolf und den sieben jungen ,geilein vor1 whrend sie gemtlich aus ihrer ,raufe knupperte -- es war ihr ,leckerbissen1 grne ,erbsenstauden1 daran hingen sogar noch etliche ,schoten4 ,auf einmal hinter mir hhnisches ,lachen1 und ,august1 der ,sohn des ,hauswirtes1 machte die bekannte ,gebrde3 ,du hast'n ,vogel68 ,damals war ich dumm genug1 mich darob zu schmen4 ,es dauerte aber nicht lange1 so ging mir ein ,licht auf4 ,august1 dem ich mein ,mrchenbuch anpries1 wurde neugierig1 und ich lieh es ihm4 ,als ich etwas spter fragte1 wie ihm das ,buch gefalle1 meinte er gleichgltig1 er habe blo darin geblttert4 ,bald darauf brachte er mir das ,buch zurck und sah mich mit einem ,blicke an1 kalt wie eine ,hundeschnauze3 ,is ja allens jelogen68 ,gelogen8 ,verdutzt war ich1 ganz bestrzt4 ,meine lieben ,mrchen und gelogen8 ,lgen ist doch was ,hliches1 ,niedriges2 meine ,mrchen aber sind schne1 edle ,prinzessinnen6 ,ich fhlte1 wie ich bei ihnen ordentlich was ,besseres wurde4 ,nun aber ,august6 ,sprte er denn gar nichts von all der ,herrlichkeit8 ,nein1 wie dumm6 ,aha6 jetzt wute ich auf einmal1 was mir im ,herzen nistete2 und ich sprach zu ,august3 ,du sagst immer1 ich habe 'nen ,vogel4 ,hab' ich auch6 ,aber weit du1 was fr einer das ist8 ,ein singendes1 springendes ,lweneckerchen6 ,dein ,vogel -- na ja1 der mu wohl ganz was andres sein68 -- ,meiner88 entgegnete ,august dummstolz -- ick habe keenen ,vogel68 -- ,es hat jeder seinen68 gab ich zurck4 ,und an dieser berzeugung hab' ich festgehalten4 ,ich behaupte auch jetzt noch3 jeder hat seinen6 ,nur freilich merkt es nicht jeder -- oder ist nicht ehrlich genug1 es einzugestehen4 ,schmt sich seines ,vogels -- und mag in diesem ,gefhl nicht immer ganz unrecht haben4 ,aber was soll der ,vogel88 fragt ungeduldig1 wenn nicht gar pikiert mancher ,leser4 ,was hat der ,vogel mit der ,chronik zu tun1 um die es sich hier handelt8 ,von der seltsamen ,gefangenschaft will ich hren68 -- ,gemach6 ,eins nach dem andern6 ,ein gewissenhafter ,chronist greift an die ,wurzeln der ,dinge und entwickelt daraus die ganze ,geschichte4 ,um es rund herauszusagen3 ,der ,vogel war's1 der mich in mein ,gefngnis zum ,preuischen ,adler brachte2 mit seinen ,launen hat er alles heraufbeschworen4 ,ich meine freilich nicht blo meinen ,vogel1 sondern zugleich den ,vogel andrer ,leute4 ,ich meine die ,vogelhaftigkeit unsres guten ,vaterlandes ,schilda1 -- und ich meine letzten ,endes die ,vogelhaftigkeit des ,weltalls4 ,weil also die ,naturgeschichte des ,vogels durchaus zur ,sache gehrt1 so darf ich wohl noch ein bichen davon plaudern4 ,aus dem ,kapitel meiner ,kindheit1 das nun einmal aufgeblttert ist1 teile ich zwei weitere ,erlebnisse mit4 ,sie sollen dartun1 was fr ein launischer ,kauz der ,vogel des ,verfassers ist4 ,man mu beizeiten wissen1 was man von ihm zu erwarten hat4 ,wenn ich an ,sommersonntagen mit meinen ,eltern nach dem ,drfchen ,krakau spaziert war1 wo man in einem ,garten an der ,elbe ,kaffee trank1 wenn wir dann bei ,sonnenuntergang nach der ,stadt heimkehrten1 kamen wir vor ,eintritt in den ,festungsgrtel an einem ,huschen vorbei1 das von der ,landstrae zurckgezogen in einem ,obst- und ,blumengarten lag4 ,an seiner ,mauer blhten ,rosen und ,malven1 zum traulichen ,giebelfenster hinan rankte ,wein mit richtigen ,trauben4 ,was mich am allermeisten entzckte1 war das rote ,gleien der ,fensterscheiben4 ,mit diesem ,haus mu es eine abenteuerliche ,bewandtnis haben1 weil doch ,gold und ,purpur aus seinem ,innern strahlt1 und weil mir dann immer ein ses ,klingen im ,herzen anhebt4 ,da mu eine ,fee hausen68 ,diese ,vermutung hatte ich dem ,august nicht verhohlen4 ,er trat an einem ,ferientage zu mir3 ,kommste mit8 ,vater hat jeschftlich zu duhn -- un weite wo8 ,da1 wo deine ,fee haust68 ,natrlich war ich bereit und war hchst gespannt4 ,diesmal aber machte das rtselhafte ,haus einen vllig andern ,eindruck -- schon deshalb1 weil wir keine ,abendsonne1 sondern nebeliges ,herbstwetter hatten4 ,bltterlos hing das ,gerank am ,giebel1 hinter trben ,fenstern lauerte es unheimlich4 ,der ,besitzer des ,hauses kam uns entgegen1 ein hagerer1 ltlicher ,mann in ,schlafrock und ,wollmtze4 ,er hatte stechend schwarze ,augen und einen pfeifenden ,atem4 ,augusts ,vater zog tief seinen ,hut1 und auch ,august benahm sich unterwrfig vor dem ,mann4 ,es hie1 wir drften uns im ,garten umsehn1 und ,augusts ,vater ging mit dem ,manne ins ,haus4 ,im ,garten war ja nun diesmal nichts ,hbsches -- die ,obstbume standen kahl1 welk lag unten das ,laub1 die ,himbeerstrucher hkelten mit ihren ,dornen1 auf den ,beeten moderten die ,strunke abgeschnittener ,kohlhupter4 ,ich fhlte mich erleichtert1 als ,augusts ,vater wiederkam4 ,und dann gingen wir4 ,was ist das fr einer88 fragte ich scheu4 ,verchtlich lautete die ,antwort3 ,der ,olle8 ,ein ,halsabschneider68 ,es berlief mich kalt1 und ich dachte zuerst an einen ,menschenfresser1 wie sie im ,mrchen vorkommen4 ,dann zog ich in ,erwgung1 da ,august1 der spter die ,handlung seines ,vaters bernehmen wollte1 den ,ausdruck wohl im kaufmnnischen ,sinne meinte1 und so viel wute ich ja bereits1 da ein ,halsabschneider ein bser ,mensch war4 ,aber warum habt ihr dann solche ,bcklinge vor ihm gemacht88 -- ,august zuckte die ,achsel3 ,jeschft is ,jeschft68 ,bedrckt schwieg ich1 und damals in meiner rgerlichen ,enttuschung war ich schlecht auf meinen ,vogel zu sprechen1 der mir vorgefaselt hatte1 das ,haus sei ein ,feenschlo4 ,doch der ,vogel verteidigte sich3 ,kann etwa das ,haus dafr1 da einer drin wohnt1 dem sie ,garstiges nachsagen8 ,jedenfalls sind die ,blumen und ,weinranken im ,sommer wundervoll1 und der ,goldglanz1 der zuweilen aus der ,giebelstube strahlt1 er ist und bleibt feenhaft1 mgen auch die ,leute sagen1 es sei ja blo die ,abendsonne48 ,und wieder zufrieden war ich3 ,schon recht1 mein singendes1 springendes ,lweneckerchen68 ,voll ernster ,bedenken schttelte mancher den ,kopf1 als ,lweneckerchen folgendes anstiftete3 ,unser ,dienstmdchen hatte von meiner ,mutter ,urlaub bekommen1 um ihrem buerlichen ,vater bei der ,getreideernte zu helfen1 und da meine ,sommerferien waren1 durfte ich mit in das ,ackerbrgerstdtchen4 ,bald war ich mit den ,bauerjungen bekannt genug1 um sie aufs ,feld zu begleiten oder abends zur ,pferdeschwemme4 ,einmal umschwrmten sie einen betrunkenen ,mann und johlten3 ,allzuviel is unjesund1 ,jakade is 'n ,schweinehund68 ,etliche ,tage spter ging das ,gercht1 ,jakade1 in ewigem ,hader mit seiner ,frau1 habe sich aufgehngt -- wo1 wisse man freilich nicht4 ,mit einem ,trupp ,jungen kehrte ich von einem ,nachbardorfe zurck1 und da wir an einem ,kiefernwldchen vorbeikamen1 das sie den ,hankebusch nannten1 streiften wir hinein1 nach ,pfefferlingen zu suchen4 ,es dmmerte schon und war lauschig still4 ,meine ,aufmerksamkeit wurde durch eine dunkle ,masse im ,wipfel einer ,kiefer gefesselt1 und obwohl das nichts anderes war als ein sogenannter ,hexenbesen1 tuschte mich die hnlichkeit mit einer menschlichen ,gestalt1 und ich platzte heraus3 ,da hngt ,jakade68 ,wie eine scheue ,schafherde rannten auf einmal die ,jungen aus dem unheimlichen ,hankebusch1 ich ihnen nach4 ,auf der ,landstrae wollte jeder den ,jakade deutlich erkannt haben1 es hie sogar1 sein ,gesicht sei ganz blau und gelb gewesen4 ,kaum waren wir im ,ackerstdtchen angelangt1 so flog auch unsere ,botschaft hindurch3 ,jakade hngt im ,hankebusch68 ,als wir zu ,mariens ,vater kamen1 der vorm ,huschen auf der ,bank sein ,pfeifchen schmauchte1 hatte er schon gehrt und fragte die ,jungen1 die bei mir waren3 ,wer ht denn nu ,jakaden jesiehn88 -- ,der da68 antworteten sie und zeigten auf mich4 -- ,is dat woahr88 fragte der ,landmann1 und sein blaues ,auge sphte so durchdringend1 da ich meinte1 er msse in meinem ,innern den ,vogel entdecken1 an dem ich litt4 ,oder is et jelogen88 fuhr er streng fort4 ,und nun fiel mir diese scharfe ,unterscheidung aufs ,herz3 ,wahr oder gelogen6 -- ,ja1 gab es denn nicht wenigstens ein ,drittes8 -- ,kleinlaut klang meine ,antwort3 ,ich wei nicht6 ,ich dachte3 da hngt einer6 ,und die andern haben ihn doch auch gesehen2 sie sagten1 er wre ganz blau und gelb im ,gesicht48 -- ,war's denn nu wirklich ,jakade88 ,verlegen sah ich mich um und schwieg4 ,der ,landmann sagte weiter nichts als hm8 -- und paffte seine ,pfeife4 ,als ich andern ,tags durch das ,stdtchen ging1 zeigte man auf mich1 und ich hrte sagen3 ,d is dat -- mit ,jakaden68 ,und auf einmal kam der totgesagte ,jakade1 wieder angesuselt1 aus einem ,hause auf mich losgetorkelt4 ,er drohte mit einem ,stock3 ,vafluchtijer ,bengel1 wat hst du jesacht88 -- ,es traf sich gut1 da meine ,ferien zu ,ende waren1 sonst htte dieser ,jakade mich noch erwischt und am ,verleumder ein ,strafgericht vollzogen4 ,da hatte ich nun den greifbaren ,beweis1 wie wenig ,verla auf meinen ,vogel war4 ,merkwrdig freilich1 da ein ,jahr darauf ,marie aus einem ,briefe vorlas3 ,nu haben se den ,jakade wirklich mit eenen ,strick um den ,hals dot jefunden48 -- ,na ja68 wird der kritische ,leser sagen1 ,zufall1 weiter nichts6 ,jedenfalls lt sich nicht abstreiten1 da dieser ,vogel1 wenn er solche ,geschichten macht1 ein zweideutiges ,viech ist48 ,zweideutig8 ,der ,vogel hat allerdings manchmal seine ,mucken4 ,ich glaube bemerkt zu haben1 da es nicht gleichgltig ist1 an welcher ,stelle meines ,innern er sitzt4 ,manchmal sitzt er mir auf den ,lippen und schnarrt wie ein ,starmatz -- das kribbelt dann so1 man mu lachen1 mu rasch die ,lippen bewegen1 -- und so gibt es zuweilen ein ,geschwtz1 aus dem man hinterher selber nicht mehr klug wird4 ,auf den ,lippen sa er mir gewi damals1 als ich den ,jakade hngen sah4 ,des weiteren kann er auch im ,kopfe sitzen1 dann pfeift er hell und scharf wie ein geschulter ,dompfaff4 ,dabei ist einem zumute1 als htte man eine ,prise genommen und sich den ,verstand so recht klar geniest4 ,drittens nistet er1 wie schon gesagt1 im ,herzen4 ,dann ist es voller ,sonne1 die ganze ,welt mchte man lieb haben -- wie damals1 als ich der ,ziege vorlas und das goldige ,feenschlo erschaute4 ,so recht frei aber fhle ich mich1 wenn mein ,lweneckerchen das ,allerschnste tut1 wozu es der ,himmel berufen3 wenn es den blauen ther durchdringt und durchklingt4 ,ganz hingegeben sind mir dann ,ohr und ,auge1 ,haupt und ,herz2 und was ,menschenlippen nie singen und sagen1 hier tnts wie fhlende ,flten und ,geigen -- als habe sich ,korn und ,blumenwiese1 ,wipfelwogen und ,wellenspiel1 als habe sich die ganze ,sommerwelt mit all ihrer ,sonnenliebe und ,lebenstrunkenheit zusammengefunden in dem einen jauchzenden ,seelchen1 dem flatternden ,punkte droben4 ,anno dunnemals ,wo bin ich8 ,ich packe meine ,nase und rttle mit forschem ,rucke den ,verstandskasten zurecht4 ,nun finde ich mich wieder in die wirkliche ,welt4 ,ja1 ja1 ja6 ,die weite ,flche da vor mir ist der ,mggelsee1 vom ,mrker die ,mggel8 genannt4 ,hat eine ,tiefe bis zu acht ,metern4 ,jenseits blauen die waldigen ,mggelberge1 ganze fnfundneunzig ,meter hoch1 wie ich aus dem ,touristenfhrer durch das ,oberspreegebiet8 behalten habe4 ,derselbe ,gewhrsmann nennt die ,mggel den ,bodensee der ,mark84 ,vielleicht wegen jener sdlichen ,hgel1 die der ,niederdeutsche natrlich ,berge8 nennt1 die er hier wohl gar mit dem ,alpenwall am ,bodensee vergleicht4 ,oder vielleicht1 weil die ,spree1 das ,beispiel des ,rheins beherzigend1 durch einen ,see fliet4 ,links1 im ,osten1 wo hinter der ,rohrwildnis das alte ,kirchlein von ,rahnsdorf hervorlugt1 tritt die ,spree in die ,mggel ein4 ,rechts1 weit hinter den roten ,ziegelmauern und ,schlten der ,wasserwerke1 bei der ,friedrichshagener ,brauerei1 fliet sie hinaus4 ,in dieser ,lnge mit die ,wasserflche fnf ,kilometer1 whrend ihre ,breite vom ,nordufer1 wo ich beobachte1 nach den ,mggelbergen hinber halb so gro ist4 ,zuweilen kann der ,see offenes ,meer vortuschen2 bei dunstigem ,wetter verschwindet das jenseitige ,ufer1 und wenn unter einer ,brise ,wellen ber den ,sandstrand splen1 ist der ,anblick hnlich1 wie von einer waldigen ,ostseedne4 ,heute bleibt die ,mggel auffallend einsam1 -- ein ,dampfer schleppt ein paar ,zillen1 rechts blinkt ein kleines ,segel4 ,noch zu frh ist die ,jahreszeit fr ,ausflgler4 ,in den ,sommerferien geht es hier hoch her4 ,nach ,zehntausenden zhlen dann die ,berliner2 durch die ,waldung spazieren sie1 erquicken sich am ,sonnabend und am ,freibad ,mggelsee oder belagern als ,zuschauer in buntem ,gewimmel die ,sanddne4 ,andere machen in gemieteten ,booten ,ruderversuche1 elegisch singend3 ,still ruht der ,see48 ,weht ein guter ,wind1 so sind die ,jachten zur ,stelle1 mit ihren ausgebreiteten ,segeln gleich ,schwnen1 dabei wie ,schwalben hurtig4 ,dorfgnsen hneln die langen ,lastzillen1 die trotz geblhten ,segels nicht eben flott vorwrtskommen1 so da der ,schiffer mit der ,stostange nachhilft4 ,nun von ,rahnsdorf her ,vergngungsdampfer mit ,musik4 ,kopf an ,kopf wimmeln darauf die ,ausflgler aus ,berlin4 ,vorbei geht es an den hbschen ,villen1 den baumreichen ,seegrundstcken von ,friedrichshagen1 vorbei an der waldigen ,landzunge1 wo das ,wirtshaus ,mggelschlchen zur ,beschaulichkeit unter suselnden ,birken ladet4 ,hier verlt die ,spree den ,mggelsee4 ,dann kommen die ,gartenhuser von ,hirschgarten1 der ,dampfer gleitet unter einer ,brcke hindurch zur alten ,stadt ,cpenick4 ,vorbei an ihrem ,schlo und dem verwilderten ,park1 durch die ,wuhlhaide zum groen ,volkshain von ,treptow4 ,vorbei an ,lagerpltzen und ,schuppen1 in die ,riesenstadt hinein 444 ,doch lieber nicht gedacht an den brodelnden ,hexenkessel ,berlin4 ,im ,naturfrieden an der ,mggel weilt es sich kstlicher -- zumal heute die ,strer fehlen und1 wofern ich nicht nach den ,wasserwerken blicke1 mein singendes1 springendes ,lweneckerchen mir den ,traum heraufzaubert1 die ,weltgeschichte sei noch um ein ,vierteljahrhundert zurck4 ,anno dunnemals81 wie der olle krumme ,kuschel1 der ,gemeinde-,kuhhirt1 zu sagen pflegte -- war ,friedrichshagen noch einfltig hbsch4 ,seitdem hat sich die ,jungfer vom ,lande stdtisch zurechtgemacht -- wetteifert fast mit ,rixdorf4 ,ja ich vermute1 wre ,friedrichshagen nicht nach seinem ,grnder1 dem groen ,friedrich1 genannt1 sondern mit einem lndlich klingenden ,namen1 es wre auch wohl der ,versuchung erlegen1 sich umzutaufen1 wie's ,emporkmmlinge zuweilen tun4 ,hat sich nicht ,rixdorf umgetauft in ,neuklln8 ,und ,kiekemal in ,knigstal8 ,jedenfalls war das alte ,friedrichshagen oder -- wie die ,eingeweihten es im ,gegensatz zu heute nennen -- ,fritzenwalde8 noch ein richtiges ,dorf4 ,die ,friedrichstrae1 vom ,bahnhof zur ,brauerei erstreckt1 eine breite1 sandige ,dorfstrae4 ,ihre alten ,maulbeerbume1 in vier ,reihen gepflanzt1 legten ,zeugnis ab von der ,seidenzucht1 die auf ,befehl des alten ,fritz von den ,kolonisten neben ihrer kleinen ,landwirtschaft und ,handwerkerei betrieben wurde4 ,die ,zucht der ,seidenraupe lie sich allerdings nicht lohnend gestalten4 ,aber die ,maulbeere wurde vorteilhaft nach ,berlin verkauft4 ,desgleichen die ,sauerkirsche1 in den sonnigen ,hintergrten herangereift und am ,hgel der hollndischen ,windmhle1 von wo man im ,april einen ,blick auf all die ,blten hatte4 ,obwohl zu meiner ,zeit die ,maulbeerbume nur noch streckenweise standen1 bildeten sie ein ehrwrdiges ,wahrzeichen des ,ortes1 und es gab ein malerisches ,idyll1 wenn gegen ihre knorrigen ,stmme und dunkelgrnen ,laubmassen rotgolden die ,abendsonne schien4 ,zwischen den gebuchteten ,blttern wie gelbe ,perlen die ,maulbeeren4 ,mit ,steinen und ,kntteln sucht sie ein ,kinderschwarm herabzuholen4 ,auch schwarze ,beeren gibt's2 sind sie gefallen und versehentlich zertreten1 so sehen sie auf dem ,kiesboden wie ,tintenkleckse aus2 das ,gesicht der schleckenden ,kinder ist davon fleckig4 ,der urwchsige ,sandboden von ,wagen gefurcht1 an feuchten ,stellen mit ,gras bewachsen4 ,die ,khe1 die soeben mit dem ,gemeindehirten von der ,waldwiese heimkehren1 rupfen sich vor dem ,stall noch einen grnen ,happen4 ,den ,hintergrund des ,gemldes bilden die einstckigen ,landhuschen4 ,auf ihren ,rohrdchern ,moos4 ,vor den niedrigen ,fenstern ,georginen und ,sonnenblumen4 ,buchsbaum umrahmt die ,beete1 in der ,mitte ragt ein ,wacholderbusch4 ,dazu gehren noch watschelnde ,gnse1 trinkend aus der ,pftze vom nchtlichen ,platzregen4 ,an der ,gartenpforte seines ,huschens steht ein weibrtiger ,handwerker in brauner ,wolljacke1 pfeifeschmauchend geniet er den ,feierabend4 ,das schlichte1 weigetnchte ,kirchlein mit dem kurzen1 breiten ,turm wurde unter ,friedrich ,wilhelm dem ,dritten aus den kargen berschssen der ,spinnerei erbaut4 ,der ,turm sieht den ,kindern zu1 die um das ,kriegerdenkmal spielen4 ,und zweimal in der ,woche schaut er auf ein kleines1 nettes ,markttreiben1 auf ,salat1 ,spinat und ,eier in ,krben1 auf ,kartoffeln und was sonst die derben ,landweiber mit den sonnverbrannten ,gesichtern feilbieten1 whrend die ,madamkens die ,reihen durchmustern4 ,sonst sorgt fr den ,bedarf der ,hausfrau ein ,gemsewagen1 dessen ,inhaber mit grhlender ,marktschreierstimme seine ,ware preist3 ppelppelppel6 ,jurken1 ,jurken6 ,pflaumen wie de ,puteneier6 ,jrien jrien ,hering6 ,flundern1 ,flundern1 ,flundern -- wer kooft1 der wird sich wundern68 ,eine andre ,gestalt der sandigen ,strae ist der lahme ,lumpensammler1 der seinen magern ,karrengaul immer eine kurze ,strecke ziehen lt1 um dann zu halten1 ob ihm nicht alte ,kleider und ,stiefel1 ,papier1 ,lumpen und ,knochen angeboten werden4 ,um seine ,kunden anzulocken1 trillert er auf einer ,blechflte2 dann ruft ihm wohl ein ,sptter ,rejenwurm8 zu1 und ,rejenwurm ist so dumm1 sich jedesmal zu entrsten ber den ,spitznamen1 der auf sein im ,staube whlendes ,gewerbe anspielt4 ,neben ,hahnenkraht und ,huhngegackel waren solche ,laute ziemlich der einzige ,lrm1 der im alten ,friedrichshagen erscholl1 -- es sei denn1 da dumpfe ,tuterohre1 blkende ,feuerklber81 wie sie genannt wurden1 die ,freiwillige ,feuerwehr zu einem ,brande herbeiriefen1 fter natrlich blo zur harmlosen bung mit nachfolgendem ,biertrunke4 ,nur ,sonntagabends ging es etwas lebhaft zu1 auf der ,friedrichstrae1 wenn die ,berliner truppweise von einer ,landpartie heimkehrten -- zuweilen in bekrnzten ,kremsern81 wie ein mit ,dach versehenes ,fuhrwerk hie1 wo elf bis siebzehn ,menschen1 dicke und dnne1 mnnliche1 weibliche und schliche1 quietschvergngt 7oder richtiger3 quetschvergngt7 stundenlang ihre diversen ,gebeine durcheinander rtteln und vom ,chausseestaub bepudern lieen4 ,den ,sommertag hatten sie im ,mggelschlchen verbracht oder in einem andern ,gartenlokal1 zu dem die beliebte ,aufschrift lockte3 ,der alte ,brauch wird nicht gebrochen3 ,hier knnen ,familien ,kaffee kochen48 ,abends verzehrten die ,familien ihre mitgebrachten ,stullen zur ,groen ,weien81 die kommunistisch aus ungeheurem ,glasnapf getrunken wurde1 unter ,beigabe einer ,strippe83 eines ,glases ,kmmel oder ,korn4 ,wenn nun diese ,kleinbrger und ,arbeiter mit ,kind und ,kegel bis in die ,nacht auf die ,eisenbahnzge warteten und im ,kupee wie ,tonnenheringe sich drngelten1 so lt sich ermessen1 wieviel das ,friedrichshagener ,idyll den ,berliner ,ausflglern wert sein mute1 da es durch solche ,beschwerden erkauft wurde4 ,und es war ja auch wundervoll1 was das ,mggelgebiet an ,naturreizen bot4 ,trumen durfte man damals noch -- etwa am ,seeranft1 auf dem ,rasenteppich hinter dem ,mggelschlchen1 den ,kiefern und ,birken zu ,fen -- oder weiter hinten an der ,schilfbucht unter dem ,haargezweige eines ,weidenbaumes4 ,dotterblumen sumen das ,ufer1 ,binsen und flsterndes ,rohr4 ber ,stangen gebreitet die ,netze der ,fischerinnung4 ,von der ,dne schaut man weit auf einen blauen ,spiegel oder auf schumendes ,gewoge4 ,rechts die ,kiefernhgel mit dem ,aussichtsturm sind die ,mggelberge4 ,drben das ,rahnsdorfer ,kirchlein1 ganz hinten die ,kranichberge4 ,vorn im ,schutze des ,schilfwalls sammeln sich zur ,paarungszeit ,schwrme von ,teichhhnchen und ,haubentauchern1 ,enten und ,gnseseegern1 und ihr verliebtes ,krick8 und ,gork8 mischt sich ins behagliche ,orgeln der ,frsche4 ,nrdlich von diesem ,revier1 genauer gesagt3 vom ,lehnschulzengut ,alte ,ziegelscheune81 hatten sich die ,kolonisten aus ,bhmen und der ,pfalz angesiedelt1 denen der ,alte ,fritz eine halbe ,quadratmeile dland abgetreten hatte4 ,da sie von der ,spinnerei allein nicht leben konnten1 rodeten sie ,wald aus und beackerten den ,boden4 ,mager gediehen die hren1 desto besser die ,kartoffeln4 ,durch die sandigen ,ackerstcke zog sich ein ,feldweg1 mit ,schlehdornbschen1 ,akazien1 ,birken4 ,da lagen etliche ,granitblcke1 ,findlinge aus der ,eiszeit4 ,lieblich prangten die ,feldblumen1 besonders auf den ,ackerrainen4 ,allenthalben hingesprht flammender ,mohn und ,kornblumen4 ,nach ,honig duftete das goldig lodernde ,labkraut1 und am stillen ,sommerabend mischte sich in den harzigen ,kiefernhauch vom nahen ,forste der scharfe ,ruch gelber ,strohblumen4 ,was an diesem mrkischen ,idyll entzckte1 war neben dem bunten ,unkraut das ,konzert der ,lerchen1 von denen zur ,frhlingszeit immer ein paar im ther trillerten 444 ,wunderseliger ,mann1 welcher der ,stadt entfloh68 ,das war mein ,gefhl von ,kindheit an4 ,kein ,wunder1 da ich als ,berliner ,literatur-,novize in den ,frieden der mrkischen ,landschaft flchtete1 unmittelbar nach meiner ,hochzeit mit der ,gefhrtin1 die nchstens mit mir die ,silberhochzeit feiert4 ,auch ,freund ,wilhelm ,blsche1 mit dem ich zuvor eine ,berliner ,wohnung geteilt hatte1 siedelte damals nach ,friedrichshagen ber4 ,es schlossen sich noch andere ,musenverehrer an1 die entweder von ihrer ,feder lebten1 oder vom vterlichen ,vermgen1 oder endlich von der frischen ,luft4 ,neben seinen ,urbewohnern hatte das alte ,friedrichshagen noch ein ,paar ,fabrikanten1 rzte1 ,beamte1 einige hundert ,arbeiter1 in einer groen ,bildgieerei beschftigt4 ,auch manchen ,freund des ,wassersports1 pensionierte ,beamte und ,sechsdreierrentiers4 ,zu den ,straen1 wo die ,naturschwrmer wohnten1 gehrte die ,kastanienallee mit meiner ,mietswohnung4 ,mir gegenber ein verwilderter ,laubpark1 wo im ,april die ,amsel pfiff1 im ,fliederbusch ,nachtigallen schlugen4 ,waren die ,bume entlaubt1 so sah man vom ,balkon durch das ,gezweige den ,bahndamm und die blauschwarze ,wand des ,forstes4 ,das ,hinterhaus zeigte ,beete mit ,blumen und ,beeren1 ,spargel- und ,obstgrten4 ,aus entfernten ,birkengruppen lugten die schlichten ,villen der noch ungepflasterten ,nachbarstrae1 die den rtselhaft stolzen ,namen ,breestpromenade8 fhrt4 ,bis gestern blieb auch die ,kastanienallee ungepflastert4 ,das ist ja nicht immer angenehm -- wenn zum ,beispiel im ,winter auf hartgefrorenem ,boden der nasse ,schneebrei nicht weichen will4 ,doch weil sich ,fuhrwerke selten in den ,sand meiner ,kastanienallee wagten1 hat es ein ,sinnierer1 mit der ,feder arbeitend1 hier ein viertel ,jahrhundert ausgehalten 444 ,sonst hat sich ,friedrichshagen seit ,anno dunnemals arg verndert4 ,am ,see1 wo ,kiefernheide war1 ragen die ,schlte und roten ,ziegelwnde der ,berliner ,wasserwerke4 ,an ,stelle der dummen ,ackerstreifen mit ihren unrentablen hren und nichtsnutzigen ,blumen lauter gerade geschnittene ,baustellen1 von ,stacheldrhten umhegt4 ,straendmme1 aus deren ,sande schon die ,kopfstcke der unterirdischen ,kanalisation ragen4 ,aufschwung68 hre ich ein paar ,herren aus ,berlin sagen1 die sich offenbar auf ,bauspekulation verstehen1 und mit ,ehrfurcht konstatieren1 was aus der ,feldlandschaft geworden4 berall buddelt man den ,naturboden um3 jene knstlichen ,eingeweide mssen angelegt werden -- abziehen soll durch sie der viele ,unrat1 den die funktionierende ,kultur mit sich bringt4 berall bekommt ,mutter ,erde einen ,panzer vor den ,busen4 ,nicht mehr nach ,kuhstall duftet es1 sondern nach ,benzin2 hupende ,autos sausen die ,friedrichstrae entlang1 und die hat nichts mehr von der alten ,dorfstrae4 ,der grasige ,sandweg verschwunden2 gediegenes ,pflaster1 ,straenbahnschienen4 ,keine ,vorgrtchen mehr1 dafr breite ,brgersteige4 ,die lndlichen ,huschen abgelst durch hohe ,mietshuser mit ,schaufenstern4 ,die knorrigen ,maulbeerbume verschwunden1 ersetzt durch ,bume von vorschriftsmigem ,wuchs4 ,ach1 und die hollndische ,windmhle hinter ,conrads ,tanzsaal verschwunden4 ,gnzlich weggerumt vom mrkischen ,sande1 der frher unverwstlich konservativ erschien4 ,und dieser ,sand selbst -- wo ist er jetzt8 ,die ,mhle stand doch auf einem ,hgel6 ,wo blieb der ,hgel8 ,mit ,kalk vermischt1 ward er in all die rings emporgewachsenen ,mauermeisterstcke vermauert4 ,horch1 was fr ein weltstdtisches ,tosen auf der ,friedrichshagener ,friedrichstrae8 ,aus dem ,berliner ,zuge hat sich ein stampfender1 schwatzender ,menschenstrom ergossen4 ,diese hastenden ,arbeiter1 abgespannten ,verkuferinnen und ,brobeamten bringen die dumpfige ,luft ihrer ,arbeitskasernen mit und all die andern ,segnungen des ,maschinenzeitalters4 ,elektrische ,flammen bestrahlen ein grellbuntes ,plakat4 ,unter dem ,titel eines ,theaters hat sich ein ,kientopp etabliert1 von ,stiergefecht und ,detektivromantik flimmern seine ,filme4 ,uff1 und ,grammophone lassen ihre ,walzen wetteifern6 ,bei mildem ,wetter sind ihre ,besitzer so uneigenntzig1 die ,fenster zu ffnen1 damit nur ja die weite ,nachbarschaft lauschen kann dem schelmisch qukenden ,damencouplet und der ,arie eines ,babuffo1 der ,stockschnupfen hat oder sich beim ,singen die ,nase zuhlt4 ,und wenn auch noch das oberste ,luftreich von der neuen ra bebt6 ,wenn vom nahen ,flugplatze ,johannisthal eine ,rumplertaube in brummenden ,kreisen naht oder ein ,parseval wie ein ,fabeldrache angeschnoben kommt 444 ,o ,himmel1 was fr einen ,aufschwung hast du ber das gute ,fritzenwalde verhngt6 ,einen andern ,aufschwung meinte ich1 als die ,osterlerche ber dem ,forsthaus jubilierte4 ,doch den will man noch nicht gelten lassen in ,preuisch-,schilda4 ,nach ,gesinnung und ,verfassung ist lieb ,vaterland so geblieben wie ,anno dunnemals1 als es den ,chronisten hinter ,schlo und ,riegel steckte4 -- ,ob's endlich mal anders wird8 ,ob es ,schildbrgern gelingen wird1 die ,seelen so fliegen zu lassen wie ihre ,maschinen8 ,ein ,trost1 da es noch singende1 springende ,lweneckerchen gibt4 ,der ,igel ,den ,igel von der ,buxtehuder ,heide haben wir als ,kinder bejubelt -- wie er mit dem langbeinigen ,junker ,hasen um die ,wette lief3 seine ,frau hatte er am ,ziel versteckt1 so da der ,hase1 als ihm ,fru ,swinegelin zurief3 ,ick bn all hier681 meinte1 nun sei ihm der krppelbeinige ,konkurrent doch zuvorgekommen4 ,im wiederholten ,wettlauf ging dem ,hasen die ,puste aus1 tot streckte er seine ,stelzen4 ,guter ,meister ,igel1 was bist du trotz deiner ,stacheln fr ein herziger ,bursche6 ,nicht nur der ,heidebauer jubelt dir zu1 weil du verschmitzter ,kerl dir zu helfen gewut mit deiner wackern ,ehehlfte und weil du's dem ,junker ,hochmut grndlich eingetrnkt hast1 da er zu spotten gewagt ber den geringen ,mann4 ,glaube nun beileibe nicht1 da ich dich herabsetzen will1 wenn ich deinen ,namen einer zweibeinigen ,kreatur gebe1 die ihn nicht ganz verdient2 denn der menschliche ,igel1 auf den ich zu sprechen komme1 besa deinen charaktervollen ,schlaukopf blo in seiner ,einbildung1 und seine hnlichkeit mit dir erstreckt sich fast nur auf das duckmuserische ,exterieur4 ,auch stand ihm keine ,swinegelin zur ,seite1 sintemalen er bis in sein sechstes ,jahrzehnt den ,junggesellenstand beibehalten4 ,friedrichshagen1 wo dieser ,igel hauste und waltete1 war damals noch drflich1 hatte an lndlichen ,huschen mit ,rohrdach und ,fliedergrtchen nicht ,mangel1 besa noch keine ,pflasterung1 keine ,kanalisation1 keinen ,kientopp und keinen ,brgermeister4 ,es ist schon lange her -- ,das freut mich um so mehr8 -- -- und zwar besonders aus dem ,grunde1 weil man nach so viel ,zeit eine ,lippe riskieren und ohne ,gefahr einer ,majesttsbeleidigung verraten darf1 besagter ,igel von dunnemals sei eine ,respektsperson gewesen1 gewissermaen der ,statthalter des ,knigs von ,preuen am ,mggelsee1 nmlich etliche ,monde lang stellvertretender ,amtsvorsteher von ,friedrichshagen4 ,sein brgerlicher ,name war ,friedrich ,hegel1 und es ist nicht ausgeschlossen1 da er irgendwie verwandt war mit jenem ,philosophen1 den eines ,schwabendichters ,loblied wetteifern lt mit den ,guanovgeln3 ,trotz meinem ,landsmann1 dem ,hegel1 ,schafft ihr den vortrefflichsten ,mist48 ,um die ,kassenfhrung eines ostelbischen ,stdtchens war unser ,fritz ,hegel so verdient1 da ihn die allgerechte ,obrigkeit mit dem ,kronenorden vierter ,gte und dem ,titulo ,rechnungsrat dekoriert hatte4 ,anfangs nannten ihn die ,fritzenwalder ,herr ,rechnungsrat4 ,an sein frheres ,rechnen schien er freilich nicht sonderlich gern zu denken2 er hatte auf diese ,anrede zunchst einen stechenden ,blick1 dann nselte er mit einem ,lcheln gemachter ,leutseligkeit3 ,bitte nennen ,se mich einfach ,rat48 ,o freilich1 ,rat ,hegel1 das klingt vornehm2 was ist dagegen ,amtsvorsteher6 ,vorstehen kann schlielich jeder ,bckermeister4 ,aber ,rat -- das lt auf ,geist und ,bildung schlieen2 ,ratgeber hat man oben8 ntig4 ,der ,herr ,landrat des ,kreises ,niederbarnim ist auch einfach ,rat6 ,der ,alte ,fritz81 ,grnder von ,friedrichshagen1 war ,hegels besondere ,schwrmerei und ja auch ,friedrich getauft2 deshalb nannte den ,rat sein ,stammtisch im ,waldhaus8 gern den ,jungen ,fritz84 ,allerdings war unser ,igel durchaus kein ,jngling mehr2 immerhin wre ja der ,groe ,friedrich1 wenn er jetzt noch lebte1 jetzt viel lter als der ,amtsvorsteher ,hegel4 brigens wollte man ein unterscheidendes ,merkmal gegenber dem ,alten ,fritz geltend machen4 ,und schlielich gehrte es zu den ,eigentmlichkeiten des ,jungen ,fritz1 immer noch jugendlich aufzutreten1 zumal der ,damenwelt gegenber1 fr die er eine nie versiegende ,verehrung empfand4 ,auch wie er zu dem ,spitznamen ,igel kam1 will ich nicht verschweigen4 ,schon der ,name ,hegel hat die ,anlage1 in ,egel1 ,igel umgewandelt zu werden4 ,und als ich zum erstenmal mit dem ,rate zu tun hatte1 ging es mir durch den ,sinn3 den mut du schon mal gesehn haben6 ,wo denn aber8 ,da ward mir auf einmal klar1 da dieser ,wrdentrger hnlichkeit mit dem wettlaufenden ,swinegel hat1 wie ihn ,ludwig ,richter gezeichnet4 ,hier war ja dieselbe kurze ,gestalt1 derselbe kleine ,duckmuserkopf mit den listigen ,schweinsugelchen1 dieselbe rattenhafte ,spitzmuligkeit -- seine schmalen1 rasierten ,lippen wurden durch ein paar ,nagezhne schrg nach vorn geschoben -- hier war auch der huschende ,leisegang des ,igels4 ,was die ,pedale des ,herrn ,rat betrifft1 so will ich beileibe nicht andeuten1 da sie krumm waren1 wie die ,schleichkrppelchen des ,buxtehuder ,swinegels4 ,kurz und zierlich1 ja das waren sie1 deshalb wrdigte sie der selbstbewute ,eigentmer auch einer besonderen ,sorgfalt4 ,auf den ,tanzkrnzchen der ,brgerressource staunte man nicht blo ber die ,elastizitt der ,hegelschen ,hpforgane1 sondern auch ber ihre patente ,bekleidung4 ,beim ,contretanz1 den er mit den nasalen ,lauten eines franzsischen ,mters zu kommandieren pflegte1 kokettierte er in ,lackstiefeletten1 whrend er sonst gelbe ,promenadenschuhe trug1 die ,beinkleider stutzerhaft aufgeschlagen4 ,sein ,ideal war eine ,mischung von ,landrat und ,friseur1 emeritiertem ,hauptmann und ,tanzmeister4 ,sein rastloser ,ehrgeiz hatte ihn ins ,fritzenwalder ,amt befrdert4 ,anfangs hatte er nur als ,pensionr am ,mggelsee leben wollen1 als passionierter ,angler1 ,tnzer und sonstiger ,lebensknstler4 ,dann in den ,gemeinderat gewhlt1 fhlte er immer bestimmter1 sein ,genie sei noch lange nicht welk1 vielmehr zu erneuter ,karriere berufen4 ,damals fgte es sich1 da ein ,friedrichshagener ,amtsvorsteher1 der sonst so tchtige ,herr ,drachholz1 wegen seines pltzlich gesteigerten ,asthmaleidens auf ,urlaub nach gypten gehn mute1 und nun war ein stellvertretender ,amtsvorsteher ntig4 ,durch geschicktes ,aufgebot all seiner ,gnnerinnen gelang es dem ,jungen ,fritz1 seinem gefhrlichen ,mitbewerber1 dem reichen ,klempnermeister ,kuhlicke1 viele ,stimmen abspenstig zu machen4 ,nunmehr provisorischer ,regent der ,kolonie81 hoffte er1 dem ,herrn ,landrat und den ,herren da oben8 ebenso wie den ,spieern bald zeigen zu knnen1 da ,rat ,hegel ein ganzer ,kerl und ,preue sei1 zum definitiven ,amtsvorsteher fraglos vorherbestimmt4 ,wenn der kleine ,gernegro den eleganten und gebildeten ,weltmann herauszubeien suchte1 so kamen auch ,entgleisungen vor1 die dem ,bierbankgelchter willkommene ,nahrung boten4 ,als ,beispiel mag eine ,begebenheit dienen1 die nach ,errichtung einer biologischen ,station fr ,binnenfischerei am ,gestade des ,mggelsees vorfiel4 ,ein fremdlndisch aussehender ,herr war von ,berlin auf dem ,bahnhof ,friedrichshagen angelangt1 als er in sichtlicher ,ratlosigkeit1 an einen ,bahnbeamten gewandt1 in gebrochenem ,deutsch stammelte3 ,wo ist biologische ,station88 -- ,hier ist ,station ,friedrichshagen81 lautete die ,antwort4 ,der ,auslnder blieb bei seiner ,formel3 ,ich will zu biologische ,station48 -- ,ach1 ,sie meinen wohl ,station ,zoologischer ,garten88 ,der ,auslnder protestierte3 ,nicht zo -- sondern bi1 bi68 ,dies ,zwiegesprch hatte ,rat ,hegel mit angehrt1 und um seine weltmnnische ,gewandtheit darzutun1 schttelte er vornehm mitleidig das ,haupt ber des ,bahnschaffners unbeholfene ,art3 ,aber ,mann6 ,erraten ,sie denn gar nicht1 was dieser ,pariser will1 h88 ,und er blinzelte den ,fremdling an3 ,oui oui1 monsieur1 je comprends6 ,kommen ,sie68 ,vertraulich seinen ,arm ergreifend1 fhrte er ihn nach jenem ,bretterhuschen1 das von den ,reisenden der wenig komfortablen ,vorortzge oft mit sehnschtiger ,hast erstrebt wird4 ,ici bibi6 ,ici biologische ,station68 ,mit einem ,blick der ,entrstung wandte sich der ,fremdling ab2 ,rat ,hegel1 ber solche ,wirkung seines ,ratschlags verdutzt1 ratschlagte hin und her1 ob er es an ,takt habe fehlen lassen1 oder ob dieser ,pariser doch etwas anderes gemeint habe4 ,als er sein ,abenteuer im ,waldhaus8 erzhlte1 platzte der dicke ,wirt heraus3 ,warum haben ,se'n denn nich zu mir geschickt1 ,herr ,rat8 ,er meinte doch offenbar die ,bierologische ,station68 ,zufllig sa auch der ,leiter der biologischen ,station am ,stammtisch1 der schlug die ,hnde zusammen3 ,also ,sie1 ,herr ,rat1 sind das gewesen8 ,wissen ,sie denn nicht1 was fr einen ,beruf und ,posten ich hier in ,friedrichshagen habe68 -- ,sie -- h8 ,natrlich wei ich das6 ,herr ,professor sind ,leiter des ,instituts fr ,binnenfischerei am ,mggelsee48 -- ,na das ist doch die biologische ,station68 ,war das ein ,reinfall fr unsern ,igel6 ,war das ein gefundenes ,fressen fr die auf ,ulk erpichten ,brger des ,kreises ,niederbarnim6 ,zu seiner ,entschuldigung machte er mit wehmtigem ,lcheln geltend3 ,wenn ich bei der ,frage des ,auslnders nicht sofort erraten habe1 da ,biologie ,binnenfischerei bedeutet1 so ist das verzeihlich bei einem ,manne1 der auf seiner ,realschule zwar ein leidlicher ,franzose gewesen1 aber natrlich kein ,lateiner4 ,auch bin ich eben ein schlicht konservativer ,patriot1 und in meiner bald vierzigjhrigen ,amtsttigkeit sind mir immer nur ,preuische ,formen und ,aufgaben vorgekommen1 keine kosmopolitischen ,probleme4 brigens wei man oben schon1 was man an ,rat ,hegel hat1 dem die ,kolonie des ,groen ,friedrich anvertraut worden -- oder etwa nicht1 h88 ,ein ,patriot -- nun ja1 das war ,rat ,hegel -- was mancher ,beamte1 um die ,gunst seiner ,vorgesetzten beflissen1 so unter einem ,patrioten versteht4 ,die politische ,gesinnung gehrt dabei zum ,dienst1 wie der ,soldat vorgeschriebene ,uniform zu tragen hat und stramm seinen ,griff macht1 wenn das ,kommando erfolgt ,helm ab zum ,gebet68 ,obwohl der ,junge ,fritz gelegentlich mit ,fridericianischer ,aufgeklrtheit kokettierte1 so war er doch auch von jenem ,geist erfllt1 der einem ,polizeimenschen zu ,anfang der neunziger ,jahre1 wenigstens einem ,preuischen1 eigen war1 nachdem man durch das ,ausnahmegesetz gegen die gemeingefhrlichen ,bestrebungen lange genug zum ,unratschnffeln abgerichtet war4 ,so nahe beim blutroten ,hexenkessel ,berlin hatte ,rat ,hegel ein klein wenig von dem ,grundsatz1 den sein ,kollege in ,erkner1 ,wehrhahn8 in ,gerhart ,hauptmanns ,biberpelz81 mit den schneidigen ,worten verkndet3 ,meine ,aufgabe hier ist mustern und subern4 ,was hat sich nicht alles fr ,kehricht am ,orte angesammelt6 ,dunkle ,existenzen1 politisch verfehmte1 reichs- und knigsfeindliche ,elemente4 ,die ,leute sollen zu sthnen bekommen48 ,so schlimm wie dieser ,bramarbas hatte es ,rat ,hegel nun freilich nicht vor1 dazu liebte er zu sehr seine ,ruhe4 ,ein paarmal raffte er sich indessen zur hurrapatriotischen ,attacke auf gegen die erwhnten dunklen ,existenzen4 ,nicht geheuer schien ihm jene ,gruppe von ,schriftstellern1 die in einigen ,literaturgeschichten die ,friedrichshagener8 heien4 ,als ,menschen1 die sich im ,punkte der berzeugung keinerlei ,vorschriften machen lieen1 um vielmehr von ihren ,ideen oder mindestens ihrer gutgemeinten ,schwrmerei geleitet zu werden1 betrachteten sie ,ungebundenheit als ihr ,lebenselement und waren in ,wort und ,werk verblffend unpreuisch4 ,das ,generalquartier der ,friedrichshagener1 mit denen es auch allerlei ,berliner ,genies hielten1 war jahrelang das ,haus der ,brder ,streitmller in der ,ahornallee4 ,zweier ,soziologen1 die1 begeistert von ,gte fr die ,massen armer ,volksgenossen1 einem ,sozialismus huldigten1 der selbst den ,sozialdemokraten zu frei war1 daher ,anarchismus8 genannt wurde4 ,benno ,streitmller1 der jngere ,bruder1 verkehrte berdies in ,paris und ,london mit ,leuten wie ,rclus und ,frst ,krapotkin4 ,persnlichkeiten1 die man spter1 als ihre geistige ,bedeutung nicht mehr abzuleugnen war1 mit dem entschuldigenden ,etikett ,edelanarchisten8 bezeichnet hat1 die aber in den achtziger und neunziger ,jahren fr den normalen ,polizeiverstand ,hochverrter und ,bombenwerfer waren4 ,kein ,wunder1 da der ,preuische ,statthalter von ,friedrichshagen1 den auch noch die ,berliner ,polizei scharf gemacht hatte1 ein ,auge auf seine ,literatenkolonie hatte4 ,in diese amtliche ,stimmung platzte eines schnen ,tages eine ,bombe hinein4 ,wenigstens hnlich einer ,bombe wirkte eine ,postkarte1 die aus ,london anlangte1 adressiert an ,herrn ,benno ,streitmller in ,friedrichshagen4 ,auf einem obskuren1 doch wohl einfachen ,wege war ihr ,inhalt zur ,kenntnis des ,amtsvorstehers gelangt4 ,der ging hoch wie ein grender ,vulkan1 als er die ,worte las3 ,produkt wohlgeraten4 ,zur grern ,sicherheit lt ,freund die ,kiste lieber von ,hamburg abgehen2 damit unterwegs nichts passiert1 ist ,inhalt als leicht zerbrechlich bezeichnet4 ,wohl bekomm's6 ,dein ,krapotkin68 -- ,oh6 ,da war ja nun die ,bescherung1 die lngst von dieser ,tintenkulibande zu erwarten war4 ,in der ,kiste mute ,dynamit oder so was sein1 darauf lieen die ,worte wie die ,personen schlieen4 ,vollends verdchtig war folgende ,nachschrift der ,postkarte3 ,deinen ,gru an ,fifi kann ich nicht bestellen4 ,denke dir1 er hat sich fortgemacht -- vor fnf ,tagen fand man seinen ,kfig leer48 ,also ein ,verbrecher war ausgebrochen2 kein ,zweifel1 dies rebellische ,gesindel hatte gefhrliche ,anschlge4 ,gott sei ,dank war ja nun ,rat ,hegel rechtzeitig dahinter gekommen1 der ,himmel hatte ihn zum ,retter auserkoren4 ,ja1 ja6 ,wer hat jetzt noch die ,stirn1 den ,amtsvorsteher eines mrkischen ,dorfes gering zu schtzen8 ,der ,mann kann ja fr den ,staat ,friedrichs des ,groen hnlich wichtig sein1 wie fr das rmische ,kapitol die ,gnse waren1 die durch ihr ,schnattern vereitelten1 da es der ,feind bei ,nacht berrumpelte4 ,natrlich berbrachte ,rat ,hegel seine ,entdeckung brhwarm dem ,berliner ,polizeiprsidium4 ,mit dem ,erfolge1 da ein ,dutzend handfeste ,detektivs in aller ,herrgottsfrhe die ,friedrichshagener ,anarchistenspelunke umzingelten1 und da der ,igel1 flankiert von zwei ,revolverfritzen1 in das ,verbrecherhaus eindrang1 sobald die erste ,post mit der avisierten ,dynamitkiste zu erwarten war4 ,streitmllers ,haushlterin wollte eben mit dem ,marktkorb einholen gehn1 als ihr der ,amtsvorsteher erffnete1 da ,haussuchung stattfinde4 ,zuerst wurde der ,korb der verblfften ,madam visitiert1 dann hie es3 ,fhren ,sie uns zu ,herrn ,benno ,streitmller1 wir wissen1 da er hier ist48 -- ,ach1 der ist ja in ,paris68 -- ,leugnen ist berflssig -- wenn ,sie ihn verborgen halten1 werden ,sie ernste ,unannehmlichkeiten haben48 ,so ging die ,untersuchung nach allen ,regeln der ,polizeikunst los4 ,doch kein ,benno ,streitmller1 nicht einmal sein ,bruder ,paul wurde aufgestbert4 ,wie dann die ,postkiste angelangt war1 fanden sich darin ,blechdosen4 ,das war ja nun bedenklich4 ,darin mochten die ,dynamitbomben verwahrt sein4 ,mit grter ,behutsamkeit ging man vor -- konnte doch so'n ,dings einem vor der ,nase explodieren -- und das ,gesicht konfiszieren 444 ,in ,wasser legen68 krhte ,rat ,hegel und retirierte1 als ein waghalsiger ,polizeier eine der ,hllenmaschinen ffnete 444 ,huhu brrr6 ,es waren rtselhafte ,kugeln darin1 faustgro und dunkelrot4 ,jetzt hatte der heldenhafte ,detektiv sein ,ksemesser gezogen und wagte in solch eine ,kugel -- hchst schauderbar -- hineinzupieken4 ,det sieht ja aus wie ,paradiesppel68 meinte er schnffelnd -- ,jotte doch1 richtije ,paradiesppel1 wo neierdings ,tomaten heeen4 ,wat will die ,bande mit ,obst88 ,nun besttigte die ,haushlterin1 in den ,blechdosen seien eingemachte ,tomaten1 und als man ihr den ,inhalt der ,postkarte mitteilte1 gab sie unter ,gelchter die ,aufklrung3 ,frst ,krapotkin1 ein passionierter ,tomatenzchter1 habe ,benno ,streitmller fr seine ,zchtungsmethode interessieren wollen4 ,und ,fifi1 der aus dem ,kfig ,ausgebrochene1 war ein ,kanarienvogel ,krapotkins -- in seiner ,unerfahrenheit hatte das ,tierchen sein ,freiheitsideal auerhalb des ,vogelbauers1 im wsten ,london gesucht4 ,nicht ganz so harmlos wie die geschilderte ,begebenheit1 doch ebenso charakteristisch1 verlief jene andere1 die mich persnlich mit dem ,igel aneinander brachte4 ,es mochte ihm bekannt sein1 wer seinen zoologischen ,spitznamen geprgt hatte1 der ihn ebenso wurmte1 wie der ,junge ,fritz8 eine ,schmeichelei bedeutete4 ,vollends gehrte ich zu der ,literatursippe und war einer der ,schlimmsten4 ,genug1 ich witterte lngst1 da er mir nicht grn2 ja von ,anfang an hatte mich der lauernde ,zug in den ,schweinsugelchen ahnen lassen1 dieser ,igel werde mal einen listigen ,gang mit mir tun und trage sich mit dem ,vorsatz3 ,warte nur1 frecher ,langbein1 ich werde dich noch zur ,strecke bringen1 wie mein ,namensvetter von ,buxtehude68 ,na ja1 an ,diensteifer lie er 's nicht fehlen1 als die ,reiberei losging4 ,die ,einleitung war ein ,schriftstck1 das vom ,amtsdiener ,bolle in meine ,wohnung gebracht1 mich zur ,vernehmung8 aufs ,amt lud4 ,mein erster ,gedanke war3 ,du hast wohl was ,impertinentes in einer ,rede gesagt oder durch ,druck verffentlicht8 und nun will dir der ,staatsanwalt zu ,leibe8 ,aber nein doch6 ,wohl nur als ,zeuge sollst du vernommen werden2 vielleicht auch wollen diese ,bropedanten einfach das ,personalregister berichtigen4 ,sei's1 wie es sei -- wir werden ja sehen6 ,die ,vernehmung ,das ,fritzenwalder ,amt8 war einstalliert in einem gemieteten ,landhuschen1 das nur ein ,erdgescho mit einem groen ,zimmer und ein paar kleinen hatte4 ,lngs der ,wnde lagen die ,akten aufgestapelt1 in den ,fchern hlzerner ,gestelle ohne ,verschlu1 dem ,staube1 der ,vergilbung1 den ,motten preisgegeben4 ,all diesen ,akten hing gewissermaen die ,zunge zum ,halse heraus1 und diese ,aktenzunge war gelb1 grn1 blau1 rot1 ein ,kennzettel1 um ,rede zu stehen ber den ,inhalt des ,schriftstckes4 ,ein paar ,schreiberseelen hockten an ,pulten1 und wenn sie nicht frhstckten1 rauchten oder plauderten1 hrte man ihre ,federn kritzeln1 dazu im ,sommer den lndlichen ,fliegenschwarm summen und beim ,nachbar die ,hhner gackeln4 ,rat ,hegel sa dann -- vorausgesetzt1 da er nicht am ,gestade der ,mggel die ,angelrute schwang -- in einer ,art ,boudoir1 das mit ,schreibtisch und ,lutherstuhl ausgestattet war1 auch mit ,teppich1 ,liegesofa und etlichen ,bildern4 ,hier pflegte der ,igel ,amtspflichten zu erfllen1 die er nicht der ,kritik und ,indiskretion aussetzen mochte4 ,wenn zum ,beispiel eine junge ,witwe gegen ihre ,steuereinschtzung reklamierte1 oder wenn die stattliche ,frau ,mauermeisterin in einer ,bauangelegenheit den ,vorteil ihres ,gatten wahrzunehmen suchte1 oder wenn ein hbsches ,dienstmdchen 444 das heit1 ob das ,mdchen hbsch1 die ,meisterin stattlich1 die ,witwe jung war1 tut eigentlich nichts zur ,sache -- lassen wir's6 ,genug1 in besagtes ,geheimkabinett wurde ich von einem ,beamten des ,vorderbureaus1 dem ich meine ,vorladung gezeigt1 nach zeremonieller ,anmeldung geleitet4 ,der ,igel erhob sich von seinem ,sessel am ,schreibtisch1 zog unter ,augenzwinkern den ,kopf zwischen die ,schultern -- was eine gemessene ,verbeugung sein sollte -- lud mich durch ,handbewegung auf das ,sofa und nahm die hochwichtige ,schreibarbeit wieder auf1 die mein ,eintreten unterbrochen hatte4 ,als mir sein ,kritzeln zu langweilig wurde1 stand ich auf1 die ,bilder zu betrachten1 mit denen das ,boudoir geschmckt war4 ,das ,portrait des greisen ,kaisers in ldruck war mir nicht ganz neu2 wohl aber ein groes ,gruppenbild1 das den ,amtsvorsteher darstellte1 inmitten des ,gemeinderats und der ,freiwilligen ,feuerwehr4 ,h88 grunzte der ,igel in etwas mibilligendem ,tone1 befremdet durch meinen ,mangel an ,befangenheit4 ,sie kommen gleich dran4 ,die ,zeit soll ,ihnen nicht lang werden48 -- ,bitte68 gab ich im ,tone der ,wurstigkeit zurck und vertiefte mich nunmehr in die ,photographie des ,landrats4 ,doch schon hatte er die ,feder hingeworfen und ein ,aktenstck aufgeschlagen4 ,mit nachlssigem ,genuschel las er3 ,zu vernehmen der ,schriftsteller ,dr4 ,bruno ,wille zu ,friedrichshagen1 ,kastanienallee neun48 ,stechend blinzelten seine ,schweinsritzen zu mir herber3 ,das sind ,sie -- h8 ,wollen ,sie geflligst wieder ,platz nehmen68 ,ich setzte mich1 und nachdem er abermals eine spannende ,pause gemacht hatte1 indem er die ,akten durchblttert1 fuhr er fort3 ,da ist 'ne -- ,sache vom -- ,kniglichen -- ,provinzial -- ,schulkollegium -- h88 ,und grausam listig fixierten die ugelchen ihr ,opfer4 ,ich war nichts weniger als bestrzt4 ,eine ,schulsache8 ,ich fhlte mich erleichtert1 fast bermtig4 ,war ich doch die beklemmende ,aussicht los1 da mich der ,staatsanwalt wegen einer freimtigen uerung belangen wolle4 ,schule6 ,kollegium6 ,na ja1 es wird sich um gestundete ,kollegienhonorare handeln -- schon recht6 ,diese alten ,studentenschulden mssen abgezahlt werden -- und nun will man mich dringend mahnen4 ,was knnte ich sonst mit der ,schulbehrde zu tun haben8 -- ,wie8 ,oder sollte diese ,geschichte den ,jugendunterricht angehen1 den ich in der freireligisen ,gemeinde erteile8 -- ,meine dmmernde ,ahnung wurde rasch zur ,wahrscheinlichkeit1 getroffen vom nchternen ,lichte historischer ,realitt4 ,gehrt doch ,friedrichshagen zu ,preuen1 und hier1 wo der ,gesetzentwurf des ,ministers von ,zedlitz-,trtzschler1 eine ,verfrommungsattacke auf die ,volksschule1 soeben von der ffentlichen ,meinung abgewiesen war1 schlich nun das ,dunkelmnnertum auf ,hintertreppen1 um durch administrative ,verfgungen ,vorteile zu gewinnen4 ,ja und --8 ,was will denn das ,provinzial-,schulkollegium88 erlaubte ich mir1 mitrauisch und etwas ungeduldig zu fragen4 ,wieder in das ,dokument vertieft1 wiegte der ,rat den ,kopf1 als wisse er nicht1 wie er die ,sache anfassen solle4 ,da er gemerkt hatte1 da sein ,amtsgesicht nicht imponiere1 suchte er mir auf andre ,art beizukommen4 ,schttelte also das mit fuchsiger ,percke gezierte ,denkerhaupt1 als befremde ihn der ,inhalt des ,schriftstckes4 ,aufatmend in den ,lutherstuhl zurckgelehnt1 klatschte er die flache ,hand auf das ,papier3 ,p6 ,was soll unsereins nicht alles6 ,so 'nem ,amtsvorsteher werden die schwierigsten ,sachen zugemutet4 ,gewisse hochgestellte ,herren scheinen zu denken1 man is so'n richtiger ,packesel -- fr ihre diplomatischen ,missionen -- h88 -- ,mein ,lcheln fr ,beifall nehmend1 suchte er diese ,stimmung zu begnstigen und fuhr im ,tone einer behaglichen ,beschaulichkeit fort3 ,unser ,groer ,friedrich hat gesagt3 ,in meinem ,staate kann jeder nach seiner ,fasson selig werden4 ,das ist auch mein ,grundsatz -- naturgem48 ,zustimmend neigte ich ein wenig den ,oberkrper1 und es fuhr der ,igel fort3 ,na ja6 ,darin sind wir einig6 ,nun aber das da6 ,p68 ,und wieder klatschte er nichtachtend auf das ,dokument -- was soll man dazu sagen1 h88 ,aber ,herr ,rat1 ich wei ja noch gar nicht --88 ,beschwichtigend hob er die ,hand3 ,lassen ,sie mich zuvor bemerken1 da mich hier keinerlei ,schuld trifft -- nicht die mindeste ,verantwortung1 als ,mensch sozusagen4 ,auch fr mich gilt das ,wort jenes englischen ,prinzen3 ,ich diene68 -- ,ich zweifle nicht1 ,herr ,rat48 -- ,ja1 nicht wahr8 ,und ,sie knnen sich denken1 ,herr ,doktor -- wenn die ,herren oben -- ,sie verstehen1 wen ich meine6 wenn sie vorher bei mir angefragt htten1 ob die ,sache opportun sei 4448 -- ,sie meinen die ,sache da vom ,provinzial-,schulkollegium88 -- ,ich htte gesagt3 ,nicht opportun68 -- ,aber hat sie denn was zu tun mit dem ,grundsatz1 da jeder nach seiner ,fasson8 ,wie8 ,mit ,religion8 ,ach so1 es handelt sich wohl um die ,freireligise ,gemeinde88 -- ,naturgem6 ,ja und nun sagen ,sie mal1 ,herr ,doktor1 was wollen denn diese ,freireligisen1 h8 ,sie mchten wohl ganz ohne ,glauben sein8 ohne ,pastor und ohne ,kirche1 h8 ,na ja1 wissen ,sie1 so'n bichen freireligis -- und wenn ich auch ein konservativer ,mann bin -- im ,grunde unseres ,herzens haben wir alle heutzutage so'n ,stck ,freigeist4 ,ich selber habe mal im ,gemeinderate -- als es sich um die ,waldparzelle fr die ,wasserwerke handelte1 -- da habe ich unverfroren gesagt3 ,meine ,kirche -- wissen ,sie1 meine ,herren1 was meine ,kirche ist8 ,der ,wald6 -- ,ja wohl1 ,herr ,doktor1 das hab ich rund heraus gesagt4 ,sehn ,sie1 darin bin ich auch freireligis 444 ,wer hat dich1 du schner ,wald1 aufgebaut so hoch da droben88 ,es fiel mir nicht leicht1 den ,schein der ,ernsthaftigkeit zu wahren4 ,seine ,erwhnung des ,waldes brachte mir eine hlzerne ,warnungstafel in ,erinnerung1 die damals am ,eingang zum ,forst angeschlagen war1 unterzeichnet ,amt ,friedrichshagen4 gez4 ,hegel48 ,sie enthielt die monumentalen ,worte3 ,das ,betreten dieses ,waldes ist nur mit geschlossener ,pfeife gestattet48 -- ,sehr verdienstvoll1 ,herr ,rat18 -- lchelte ich -- da ,sie in unserm ,friedrichshagen etwas von der friderizianischen ,tradition lebendig halten48 ,wie wenn einem ,berliner ,weibierphilister die ,kohlensure prickelnd in die ,nase steigt1 so wurden des ,igels ,nstern angenehm geschwellt1 und vor ,genugtuung funkelten seine ugelchen4 ,aber8 -- so fuhr ich fort -- darf ich mir die ,frage erlauben1 inwiefern unser ,religionsgesprch1 das mir ja an und fr sich interessant ist -- ich meine1 inwiefern es zur ,sache gehrt -- zu meiner ,vernehmung in ,angelegenheiten des ,provinzial-,schulkollegiums88 ,er nickte1 und mich streifte ein echter ,igelblick -- in dem sich ,pfiffigkeit und ,mitrauen mischten4 ,zur ,sache gehrt das alles -- ganz naturgem4 ,was nun ,ihre ,anspielung auf den friderizianischen ,geist betrifft1 so ehrt sie mich4 ,indessen mu ich eine ,einschrnkung geltend machen4 ,es hat nmlich der geniale ,friedrich -- bei aller ,freigeisterei -- an gewissen ,ideen der ,religion festgehalten4 ,vor allem an der ,idee des hchsten ,wesens1 wissen ,sie1 h88 ,des hchsten ,wesens8 ,hum6 ,ja1 aber es kommt blo darauf an1 was man darunter versteht68 -- ,ja1 verstehen denn die ,freireligisen berhaupt etwas darunter88 ,jetzt begegnete ich dem lauernden ,blick des ,anglers1 wenn er dem anschwimmenden ,fischlein den ,kder hinwirft1 mit dem es den ,haken verschlucken soll4 ,da ich schwieg1 so lockte er weiter3 ,allerdings1 wer unter dem hchsten ,wesen einen weibrtigen ,herrn versteht8 444 ,unsicher geworden1 verstummte er1 ich aber nahm seinen ,gedanken auf3 ,an den weibrtigen ,herrn glauben ,sie also wohl selber nicht1 ,herr ,rat1 wie88 -- ,immerhin an einen ,gott68 eiferte er mit ,salbung -- an ein hchstes ,wesen1 das ber der ,natur waltet -- als ,regent1 als ,persnlichkeit -- darauf kommt es an -- h88 ,ja so6 ,persnlichkeit6 ,aber mte ein hchstes ,wesen denn nicht erhaben sein ber jegliche ,beschrnkung8 ,persnlichkeit ist doch ,beschrnkung68 ,sein ,gesicht wurde eisig und simpel1 und er murrte3 ,beschrnkung8 h8 ,na1 das ist denn doch stark6 ,da mu ich doch bitten 444 ,mgen gewisse ,persnlichkeiten -- mgen sie beschrnkt sein -- so gibt es doch andere -- die alles eher1 nur nicht beschrnkt sind -- sollte ich meinen -- h88 ,und seine ugelchen suchte er aufzureien zur gebieterischen ,hoheit seines genialen ,vorbildes4 -- ,aber nein doch68 beschwichtigte ich -- eine bestimmte ,persnlichkeit zu verkleinern liegt mir fern -- und ,goethe hat ja auch mit ,recht gesagt3 ,hchstes ,glck der ,erdenkinder ist doch die ,persnlichkeit68 -- ,er wurde wieder friedlich3 ,wollt' ich mir auch ausgebeten haben48 ,dann schien er ber das ,rtsel der gttlichen ,persnlichkeit zu grbeln -- bis er auf einmal erleuchtet deklamierte3 ,gott ist -- ein ,geist68 -- ,und die ihn anbeten18 zitierte ich weiter1 sollen ihn im ,geist und in der ,wahrheit anbeten4 ,schon recht6 ,doch weshalb mssen dann unsere ,schulkinder im wrtlichen ,sinne glauben1 da ,gott den ,menschen nach seinem ,ebenbilde geformt1 also ebenfalls einen ,krper habe8 ,und da er im ,garten ,eden in der ,abendkhle lustwandelte8 ,und dem ,abraham als dreifltiger ,mann erschien8 ,und mit ,mose auf dem ,sinai redete8 ,und bei ,jesu ,taufe vom ,himmel rief3 ,dies ist mein lieber ,sohn88 ,wiederholt nickte der ,igel1 als wollt' er sagen3 ,du bist im rechten ,fahrwasser68 ,und als ich schwieg1 suchte er zu ermuntern3 ,na ja1 mit dem dreieinigen ,gott -- das ist naturgem so 'ne ,sache4 ,katechismus war nie meine ,strke1 und auch ich bin ,freigeist genug1 um zum ,beispiel 444 ,wie soll ich sagen1 h88 -- ,ich half ihm3 ,nun1 im ,katechismus heit es zum ,beispiel3 ,auferstehung des ,fleisches4 ,die ,ebenbilder ,gottes1 im ,grabe endlich zu ,staub geworden1 kristallisieren sich beim ,schall der ,posaune wieder zum alten ,adam1 aus den ,grften schlpft ,fleisch und ,bein 444 ,nun denken ,sie mal1 ,herr ,rat1 ,ihr ,liebling1 der ,philosoph auf dem ,preuenthron -- ,taufe und ,katechismus mute er schon ber sich ergehen lassen -- aber geglaubt hat er so was doch nicht6 ,sie kennen die ,geschichte vom ,kster1 der abgesetzt werden sollte1 weil er nicht an die ,auferstehung des ,fleisches glaubte8 ,der alte ,fritz versah das ,aktenstck mit der ,randbemerkung3 ,der ,kster bleibt1 und wenn er nicht an ,auferstehung des ,fleisches glauben will1 kann er ja liegen bleiben am jngsten ,tage48 ,beifllig schmunzelte ,hegel1 und ich fuhr fort3 ,na also1 ,herr ,rat6 ,aber wo ist heute der friderizianische ,geist8 ,in der ,kirche sicher nicht6 ,sie wissen doch1 da bekennt jeden ,sonntag der ,pastor im ,namen der ,gemeinde3 ,ich glaube an die ,auferstehung des ,fleisches und ein ewiges ,leben1 ,amen68 ,das sind ,ammenmrchen68 platzte mein ,gegenber hochtrabend heraus -- die ,rolle des ,freigeistes hatte ihn hingerissen1 da er den ,amtsvorsteher verga4 ,er merkte zwar an meinem spttischen ,gesicht1 da er zu weit gegangen1 und suchte einzuschrnken3 ,das heit naturgem -- miverstehen ,sie mich nicht 4448 -- ,aber nein6 ,sie haben ganz deutlich gesprochen4 ,und warum sollten ,sie ,ihr ,bekenntnis auch verhehlen8 ,selbst im heutigen ,preuen darf man schlielich nach seiner ,fasson selig werden1 -- wofern man seine ,freigeisterei fr sich im ,geheimkabinett behlt48 ,wenn in der ,nhe eines lndlichen ,gehftes ein ,swinegel vom ,kater berrascht wird1 rollt er sich zur ,kugel zusammen -- krallt nun der ,kater nach der ,kugel1 so piken ihn die ,swinegelstacheln in die ,pfote4 ,auch der ,amts-,igel zog sich auf seine borstige ,schutzstellung zurck4 ,nach mitrauischem ,lauern bemerkte er gereizt3 ,aber erlauben ,sie mal1 ,herr ,doktor6 ,mein ,glaube kommt hier ganz und gar nicht im ,betracht6 ,was ich in meinem ,boudoir denke -- ,gedanken sind naturgem zollfrei6 ,vorausgesetzt -- und darauf kommt's an --1 da man sie nicht ins ,volk trgt6 ,davor mu man sich hten6 ,sie protestieren8 ,sehen ,sie -- das ist eben unsere ,meinungsverschiedenheit4 ,sie haben ,ihre ,freigeisterei ins ,volk getragen -- tun es grundstzlich -- na also6 ,und eben diesen ,migriff verbelt man ,ihnen oben4 ,die ,regierung steht naturgem auf dem ,standpunkte1 da die unteren ,schichten des ,volkes nicht reif sind fr ,freigeisterei4 ,was versteht auch der ,proletarier von ,kaviar1 h8 ,dies ,bedenken hat schon der groe ,knig gehegt -- und dem mchte ich mich auch in dieser ,hinsicht anschlieen68 ,ich nickte lchelnd4 ,in der ,tat1 es war1 wie ich vermutet hatte3 ,auch das ,betreten seiner ,waldkirche gestattet dieser aufgeklrte ,despot von ,fritzenwalde nur mit geschlossener ,tabakspfeife4 ,ja1 ja6 ,so sind die ,philister-,freigeister6 ,fr sich nehmen sie die ,zollfreiheit der ,gedanken in ,anspruch -- sie gereicht ihrer religisen ,gleichgltigkeit zum ,lotterbett4 ,aber die ,freigeisterei soll beileibe nicht ins ,volk getragen werden6 ,na also6 ,und nun wollen wir darber unser ,protokollchen aufnehmen1 h8 ,sie machen keinen ,hehl daraus1 da ,sie ,atheist sind -- mndlich haben ,sie das ja auch schon zugegeben1 h88 -- ,nun wurde mir die ,geschichte doch zu bunt1 und ich trumpfte auf3 ,na hren ,sie mal6 ,zugegeben8 ,wer hat hier was zugegeben8 ,sie1 ,herr ,rat1 haben zugegeben68 ,er starrte mich betroffen an3 ,na1 da hrt doch alles auf6 ,ich soll ,sie hier vernehmen als ,ihr amtlich ,vorgesetzter1 -- und ,sie versuchen1 den ,spie umzukehren8 ,bin ich etwa hier der ,atheist1 oder sind ,sie es1 h88 ,atheist8 ,ah1 ich verstehe6 ,das ist des ,pudels ,kern6 ,um dies ,thema also dreht sich die ,vernehmung68 ,er wehrte ab und suchte mildere ,saiten anzuschlagen3 ,aber verehrter ,herr ,doktor6 ,veruneinigen wir uns doch nicht6 ,wie knnen ,sie denn sagen1 ich htte hier was zugegeben4 ,auf meinen ,standpunkt kommt es doch gar nicht an48 ,sie selber haben ihn geltend gemacht48 ,na ja doch68 begtigte er4 ,aber das war unter uns gesagt -- rein menschlich6 ,lassen wir das doch beiseite6 ,amtlich bin ich hier nur der ,vernehmende4 ,und zu meiner ,amtspflicht gehrt das ,protokoll -- ich will nur objektiv protokollieren 4448 -- ,nette ,objektivitt68 -- ,ich kenne ,sie nicht wieder1 ,herr ,doktor6 ,sie sind sonst ein freimtiger ,bekenner6 ,da ,sie ,atheist sind1 na das ist doch einfach notorisch68 ,wenn's notorisch ist1 was soll dann noch ,vernehmung und ,protokoll88 -- ber die ,vernehmung habe ich dem ,provinzial-,schulkollegium zu berichten68 -- ,berichten ,sie immerzu6 ,aber wenn ,sie protokollieren wollen1 hier sei irgend etwas eingestanden worden1 wie ,sie sich ausdrcken -- als wren ,sie hier ,untersuchungsrichter -- und ich ,angeklagter -- so vergessen ,sie wenigstens nicht1 wer hier eingestanden hat68 ,eingestanden88 ,hegel wurde bla4 ,ich doch etwa nicht88 -- ,wer denn sonst8 ,haben ,sie nicht gesagt1 auch ,sie seien im ,grunde ,ihres ,herzens ,freigeist8 ,ihre ,kirche sei der ,wald8 ,und schlielich noch1 ,auferstehung des ,fleisches und so weiter seien ,ammenmrchen8 ,wissen ,sie1 wenn ich hier so etwas gesagt htte1 mir wre man mit ,paragraph #aff gekommen68 ,das war kein ,igel mehr1 das war eine sich bumende1 zischelnde ,viper4 ,er war aufgesprungen und machte heftige ,armbewegungen4 ,es war die ,wut der ,angst4 ,doch er kmpfte sie nieder1 lie sich geknickt in seinen ,sessel fallen und raunte heiser3 ,sie werden mich doch nicht denunzieren wollen88 -- ,denunzieren8 ,dummes ,zeug6 ,ich denunziere nicht6 ,aber ,sie1 ,sie mchten den ,herren da oben helfen1 mich zu verketzern48 chzend wiegte der ,swinegel seine ,percke hin und her3 ,mein ,gott ja6 ,das ist nun so ein stellvertretender ,amtsvorsteher6 ,da bilden sich die mignstigen ,herren vom ,gemeinderat ein1 ich lebe hier wie der groe ,friedrich in ,sanssouci1 mein ,amt sei eine ,sinecure4 ,hat sich was mit ,sinecure6 ,die ,verhltnisse hier werden immer komplizierter6 ,wenn ich aber eines ,tages die ,karre hinschmeie -- naturgem1 wofern das so weiter geht -- so werden die ,herren vom ,gemeinderat noch einsehen1 wen sie verloren haben4 ,von denen ist keiner den hiesigen ,anforderungen gewachsen6 ,ein gewisser ,herr ,blechschmidt1 vulgo ,klempnermeister1 erst gar nicht6 ,mein ,nachfolger mte schon ein studierter ,jurist sein4 ,ob sie den aber kriegen8 ,allenfalls einen durchgefallenen ,referendar6 ,aber der schon wird andere ,ansprche machen als ich6 ,und das werdet ,ihr ,steuerzahler merken1 naturgem -- na wartet man68 ,nun mu ich aber ernstlich ersuchen3 zur ,sache1 ,herr ,amtsvorsteher6 ,was hat denn mein ,fall mit ,ihrer ,abdankung zu tun8 ,wenn ,ihnen das ,amt verleidet ist1 so legen ,sie's doch einfach nieder68 -- ,ach1 ich denke ja gar nicht daran1 niederzulegen1 freiwillig nicht6 ,aber gewisse ,leute lauern drauf1 da ich mir einen ,schwupper zuschulden kommen lasse48 -- ,na1 ich gehre nicht zu denen -- von mir aus bleiben ,sie ungeschoren -- keine ,sorge1 kein ,lamento6 ,zur ,sache endlich6 ,bitte1 teilen ,sie mir ohne ,umschweife mit1 worber ,sie mich vernehmen sollen6 ,will das ,provinzial-,schulkollegium in der ,tat wissen1 ob ich ,atheist bin8 ,kaum glaublich68 ,ja -- in der ,tat68 sagte der ,igel erleichtert4 ,darauf kommt es an4 ,und nun bitte1 uern ,sie sich68 -- ,so mag die ,behrde doch einfach meine ,schriften lesen -- oder zu mir in meine ,vortrge kommen6 ,und wenn ,sie mich schon fr einen notorischen ,atheisten hlt1 na gut -- wozu dann noch die ,umstnde8 ,atheist6 ,solch ein ,schlagwort pat mir berhaupt nicht1 ist ja rein negativ und inhaltlos68 ,kleinlaut bemerkte mein ,gegenber3 ,ich werde also schreiben1 da ,sie zur ,kennzeichnung ,ihres ,standpunktes auf ,ihre ,schriften verweisen1 h88 ,ich murrte weiter3 ,amt ,friedrichshagen ist doch kein ,inquisitionsamt6 ,und was versteht ein ,amtsvorsteher berhaupt von ,theologie8 ,ebensowenig wie von ,biologie68 ,der ,igel keuchte1 als ob ihn ein ,schlaganfall bedrohe1 und brauchte eine ,weile1 um sich halbwegs zu fassen4 ,dann ergriff er mit zittriger ,hand die ,feder und kritzelte die ,worte1 die er mir vorlas3 ,der ,vorgeladene verweigert die ,aussage48 -- ,na wissen ,sie18 erwiderte ich1 dies ,ergebnis htten ,sie rascher erzielen knnen -- und gemtlicher68 ,er sah mir tckisch ins ,gesicht1 reichte mir die eingetunkte ,feder und wies die ,stelle1 wo ich unterschreiben sollte4 ,ich lehnte ab3 ,bilden ,sie sich etwa ein1 da ich etwas ,unrichtiges unterschreiben soll88 -- ,aber ,sie verweigern doch die ,aussage68 -- ,umgekehrt1 ,herr ,rat6 ,sie verweigern die ,aussage6 ,ich frage ja in einem fort3 ,was will eigentlich das ,provinzial-,schulkollegium8 ,sie aber weichen einer deutlichen ,antwort aus4 ,ich kann doch nicht glauben1 da diese ,behrde ,ihrer ,mitwirkung bedarf1 um meinen ,atheismus festzustellen6 ,die ,sache hngt offenbar anders zusammen4 ,das ,schreiben des ,provinzial-,schulkollegiums wird ja meine religisen ,meinungen berhren -- ich glaubs schon4 ,es kann aber unmglich anordnen1 da ,sie mich darber vernehmen sollen4 ,machen wir die ,probe1 ,herr ,amtsvorsteher6 ,lassen ,sie mich das ,schreiben einfach lesen6 ,sie wollen nicht8 ,das ist bezeichnend1 da haben wir's6 ,die ,untersuchung ber meinen ,atheismus -- das ist eine ,aufgabe1 die ,sie selber sich gestellt haben4 ,aus ,anla einer ,anfrage des ,provinzial-,schulkollegiums4 ,sie mchten sich hervortun1 mchten bald definitiv ,amtsvorsteher sein 444 ,albernes ,zeug6 ,ich gebe mich nicht her fr solche ,manver68 ,da ich mich erhob1 um zu gehen1 klappte ,hegel die ,akten zusammen und schmi sie wtend hin4 ,in ,kassandras hohlem ,tone sprach er1 warnend die ,hand erhoben3 ,passen ,sie auf1 ,herr ,doktor6 ,das ,provinzial-,schulkollegium ist ,ihre vorgesetzte ,behrde -- die wird ,ihnen den ,brotkorb hher hngen68 -- ,als ich das amtliche ,haus verlassen hatte und das ,vorgrtchen durchschritt1 wurde mein ,auge gefesselt durch die zur ,zier8 zwischen ,rosen aufgestellte ,spiegelkugel4 ,betroffen sah ich hier mein ,spiegelbild ins ,groteske verzerrt -- ich war kurz und breit1 die ,backen waren wie ,buttertonnen1 ich sah wie ein ,nilpferd aus4 ,hm6 ,auf die ,art des ,sehens kommt alles an1 und die ist oft putzig verschieden4 ,was ist ,schein1 was ist ,sein8 -- ,spttisch klang es mir in den ,ohren3 ,und es schuf ,gott den ,menschen nach seinem ,ebenbilde1 zum ,bilde ,gottes schuf er ihn48 ,ei ja1 ,ihr ,persnlichkeits-,karikaturen6 ,es pat ,euch in den ,kram1 die eigene ,klglichkeit zu beschnigen durch den ,hinweis auf das schpferische ,urbild4 ,dann fiel mir das ,goethewort ein3 ,wie einer ist1 so ist sein ,gott4 ,darum ward ,gott so oft zum ,spott48 ,ich dachte auch an die ,geschichte vom ,swinegel un sine ,fru1 die am andern ,ende der ,ackerfurche duckmuserisch sa1 ihm zum ,verwechseln hnlich4 ,ei natrlich6 ,ist der ,mensch ein ,swinegel1 so hockt drben im ,jenseits sein ,konterfei und echot herber3 ,ick bn all hier68 ,in solcher ,zwickmhle knnte frwahr dem stolzen ,fortschrittshasen die ,puste ausgehn4 ,es ist nur gut1 da er vom ,buxtehuder ,hasen lediglich die flotten ,beine hat1 nicht den ,dummkopf4 ,na und so geht's halt doch vorwrts1 oft freilich auf ,hasenfen4 ,schlielich haben die ,swinegel jeglicher ,sorte nur noch die eine ,bedeutung1 da man ber sie lacht -- und das ist der ,humor davon4 ,damit dieser ,humor nicht zu bitter werde1 fhrt der ,chronist aus seinem ,tagebuch von damals folgende ,notiz an3 ,mein ,spiegelbild in der ,glaskugel hat mich milde gestimmt1 fast demtig 444 ,sind wir ,menschlein nicht alle ,zerrbilder8 ,mit irdischen ,augen gesehn1 kommen wir einander recht zoologisch vor4 ,ich bin fr das ,provinzial-,schulkollegium ein gefhrlicher ,wauwau4 ,und der ,amtsvorsteher deucht mir ein ,igel4 -- ,mag er doch6 ,mag der ,duckmuser schleichen6 ,es ist seine ,natur6 brigens leitet ihn jener ,diensteifer1 der im ,staatsleben1 zumal in ,preuen1 grassiert3 ,es gibt ,beamtenseelen1 zur ,unterordnung unter ,vorgesetzte in einer ,weise hergerichtet1 da sie die ,vorschrift von oben schlechthin fr hchste ,pflicht halten und daneben kein eigenes ,gewissen spren4 ,man soll sie nicht gleich verdammen1 weil ihnen berzeugung und freie ,selbstbestimmung verdchtig fremd vorkommen4 ,die ,schnecke kann nicht dafr1 da ihr auf dem ,rcken ein ,gehuse festgewachsen ist4 ,sie kann sich nicht vorstellen1 wie man ohne solchen ,kfig lebt4 ,putziger ,igel6 ,erhaben dnkst du dich ber die ,snder wider den heiligen ,amtsgeist -- brchtest sie gern hinter ,schlo und ,riegel4 ,und ahnst nicht1 da du selber in einem ,gefngnis steckst3 in der ,enge deines ,banausentums4 ,der innere ,feind ,seltsames ,summen1 melodisch3 eine ,glocke4 ,hallt sie aus der ,wassertiefe8 ,liegt im ,see ein ,kloster versunken8 ,von ,rahnsdorf her kommt das ,gelute1 sanft gleitend ber den ,wasserspiegel4 ,vielleicht tragen sie drben einen ,toten zu ,grabe -- oder sie hochzeiten 444 ,rahnsdorf1 trautes ,wassernest6 ,im ,geiste seh ich deine niedrigen ,huschen ums alte ,kirchlein4 ,buchsbaumgrtchen mit ,wacholder und ,flieder1 an den ,fenstern der ,wohnstbchen rote ,geranienblten4 ,rohrgedeckte ,stlle und ,germpel4 ,ziegen auf einem ,rasenfleck4 ,misthaufen mit scharrenden ,hhnern4 ,bunte ,enten auf der strmenden ,spree4 ,die alte ,kneipe am ,wasser1 wo gern die ,ruderer einkehren4 ,tische mit ,weibiernpfen4 ,dorfjungen angeln bei bunt bemalten ,khnen4 ber ,stangen sind ,fischernetze gebreitet4 ,eine ,zille streift vorber1 schn wlbt sich das ,segel1 die ,schiffersfrau steuert1 neben sich einen klffenden ,spitz4 ber die ,sumpfwiesen1 die weithin das ,dorf umlagern1 weben sich ,dnste4 ,wie ,hexen kauern knorrige1 struppige ,weiden4 ,in den ,schilfwildnissen unermdlich schwatzende ,rohrsperlinge4 ,aus dunklen ,binsen gleitet ein weier ,schwan4 ,so ungefhr hatte ich einem ,gaste1 der mit mir spazieren ging1 ,rahnsdorf geschildert1 es aus der ,ferne betrachtend1 vom ,forsthaus ,mggelsee4 ,hier bietet sich ein besonders hbscher ,blick auf das ,drfchen4 ,man sieht allerdings kaum mehr als den ,kirchturm hinter dem ,rhrichtgrtel des ,seeufers hervorlugen4 ,doch gerade dies ,ferne1 ,verhllte hat einen eigenen ,reiz3 ,rhrend unschuldig sieht das ,dorf aus1 -- und ich fhlte es meinem ,gaste nach1 wie er1 ein passionierter ,schwrmer und ,seelsorger1 ehemals ,pfarrer in der ,schweiz1 die ,arme breitete und trunkenen ,blickes meinte3 ,da mcht ich ,pfarrer sein68 ,mit seinem ,pathos sprachs der ,hne1 andchtig den ,kalabreser vom ,lockenhaupt gezogen4 ,bhnenhaft klngen seine ,worte1 wren sie nicht aus einer echten ,schwyzerkehle gekommen4 ,kein bler ,wunsch18 gab ich zur ,antwort1 und doch mu ich lcheln4 ,sie ,sohn der himmelstrmenden ,alpen mchten hier ,pfarrer sein8 ,in der norddeutschen ,ebene1 in einem ,sumpfneste der ,mark8 ,die ,rahnsdorfer ,mcken haben ,sie noch nicht genossen -- und das saure ,weibier -- und die rasseechten ,shne der alten wendischen ,wasserruber48 -- ,halloh6 ,was haben ,ihnen die urwchsigen ,rahnsdorfer getan88 ,mir nicht das mindeste4 ,ich lache ber die ,geschichte4 ,aber mein ,freund ,bartels hat nicht gelacht1 als sie ihm passiert ist48 -- ,erzhlen ,sie68 ,bartels1 ein passionierter ,ruderer1 schlgt auf der strmischen ,mggel um1 nicht weit von ,rahnsdorf4 ,da er sich bei dem ,wellengange in ,kleidern nicht auf ,schwimmen verlassen mag1 kriecht er auf das kieloben treibende ,boot -- da sitzt er rittlings1 pudelna im ,novemberwetter1 bebbert und ruft um ,hilfe4 ,am ,ufer stehn ,rahnsdorfer -- haben ,khne -- doch die ,hnde in den ,hosentaschen1 sehen sie der ,not meines ,freundes zu48 -- ,wie8 ,ohne zu helfen8 ,ihr ,freund wurde doch gerettet88 ,von einem ,dampfer -- nicht von ,ihren urwchsigen ,naturkindern48 -- ,schwefelbande68 ,so sagten auch die ,leute1 denen mein ,freund die ,geschichte erzhlte4 ,ein paar ,tage spter war's1 auf der ,eisenbahn -- und eben hatten sich die ,zuhrer entrstet1 als aus der benachbarten ,wagenabteilung ein ,bursche erschien1 dunkelrot vor ,zorn3 ,sie wollen uns ,rahnsdorfer schlecht machen8 ,na warten ,se1 ,mnneken6 ,ihnen werden wir det besorjen6 ,ick war dabei1 wie ,sie um ,hilfe brillten4 ,ja woll1 ,herrschaften6 ,un wenn ,se ooch schimpfen -- wat wissen denn ,sie6 ,und wir ,rahnsdorfer duhn doch1 wat ma wollen4 ,die ,baliner valangen1 det wir ihnen retten sollen1 wenn se uff unsre ,mjjel rumjondeln -- un nischt von't ,jondeln vastehn6 ,zus ,retten is unsereens jut jenuch6 ,un wahaftijen ,jott1 manche ,jroschnouze hatte schon feste ,wasser jeschluckt1 da hammer ihr rausjeholt6 ,aber nu frag ick3 ,wat hammer 'n davon jehatt8 ,nich eenen ,dahler6 ,sehn ,se1 ,herrschaften1 so sinn die duslijen ,wasserfexe aus ,balin -- ihre olle ,jondel schmeien se um1 un wir sollen nu ,retter sind -- un unsre ,sonntagsbuxen na machen6 ,aber ,drinkjeld8 nich in de ,hand68 -- ,gemtsmenschen68 lachte der ,altpfarrer1 mit dem ,finger drohend3 ,jetzt erst recht3 ,da mcht ich ,pfarrer sein68 ,und ich mit einem respektvollen ,blick auf seine brenhafte ,tatze3 ,den ,rahnsdorfern wre solch ein ,seelsorger ja zu gnnen -- aber deshalb brauchen ,sie nicht gerade in jenes ,rohrnest zu kriechen4 ,die ,rahnsdorfer sind ja kein auergewhnliches ,vlkchen -- mit ,rahnsdorfern1 wie jener ,bursch einer war1 ist das ,erdenrund bevlkert -- und im deutschem ,vaterlande haben wir deren sattsam3 ,das ,drinkjeld regiert unsere frumbe ,christenheit4 ,kein ,wunder4 ,wird sie doch dressiert von ,kindesbeinen an1 einen ,platz zu ergattern an der himmlischen ,freudentafel48 -- ,mit einem ernsten ,blicke nickte der ,altpfarrer3 ,sonder ,zwyfel6 ,und als junger ,theolog hab ich selber dieser ,lohnsucht ,vorschub geleistet -- meine ,konfirmanden haben an den himmlischen ,papa geglaubt1 der in einer ,hand die ,zuckerdte1 in der andern die hllische ,rute hlt4 ,wenn ich persnlich auch anders dachte1 so war ich doch befangen vom ,geschwtz der ,amtsbrder4 ,die ,religion ,goethes1 hie es1 sei blo fr die ,gebildeten1 das gemeine ,volk bedrfe eines grberen ,glaubens1 um in ,zucht zu bleiben4 ,was diesen ,christen fehlt1 ist der ,glaube an den ,menschensohn1 will sagen an die ,menschenwrde4 ,man glaubt1 nur einen gttlichen ,menschen habe es gegeben1 damit basta6 ,drum betrachtet die herrische ,richtung -- in der ,religion wie in der ,politik -- das ,volk als armselige ,proles4 ,das ,volk wiederum glaubt auch zu wenig an ,menschenwrde4 ,liee sich sonst nicht so viel gefallen4 ,jetzt wieder die ,zustnde in eurem ,preuen6 ,dies ,ministerium mit seinem ,volksschulgesetzentwurf6 ,den ,pfaffen mcht es die ,jugend1 unsere ,zukunft1 ausliefern4 ,sie wissen doch1 ,kollege ,wille1 da dies politische ,ereignis mich nach ,berlin gezogen und mit ,ihnen bekannt gemacht hat8 ,ich will die ,bewegung studieren1 durch die sich das preuische ,volk gegen die einbrechende ,reaktion wehrt4 ,nchsten ,mittwoch besuch ich ,ihren freireligisen ,jugendunterricht in der ,rosenthalerstrae1 gelt88 ,die ,kinder sind bereits gespannt auf ,sie4 ,um so mehr1 als uns vor drei ,wochen eine wunderliche ,geschichte passiert ist4 ,sie kennzeichnet die preuischen ,zustnde -- geht brigens auch ,sie persnlich an4 ,sie haben nmlich einen ,doppelgnger in ,berlin4 ,er war neulich im freireligisen ,unterricht und ist fr ,sie gehalten worden4 ,vor drei ,wochen bereits hatten ,sie sich brieflich bei mir angemeldet -- ,sie erinnern sich 4448 -- ,ja1 mir kam damals was dazwischen1 meine ,fahrt nach ,berlin verzgerte sich48 -- ,jedenfalls erwartete ich ,sie schon damals und hatte meinen freireligisen ,zglingen bei ,beginn des ,unterrichts gesagt3 ,heute kriegen wir ,besuch1 ,herr ,pfarrer ,konrad kommt aus der ,schweiz1 um zu hren1 was ,ihr gelernt habt4 ,nun macht der ,gemeinde ,ehre6 ,antwortet besonnen1 wenn ,ihr gefragt werdet4 ,sobald der ,besucher eintritt1 erhebt sich die ganze ,klasse artig von den ,pltzen4 ,ebenso1 wenn er geht4 ,verstanden1 ,kinder8 ,ein kleines ,mdchen lchelte und scheint eine ,frage auf dem ,herzen zu haben4 ,na1 ,emma8 ,da meinte sie3 ,wie sieht denn der ,herr aus8 ,ich antwortete3 ,gesehen habe ich ihn selber noch nicht -- blo aus ,briefen kennen wir uns4 ,aber er soll ein guter ,mann sein1 und das ist die ,hauptsache4 -- ,die ,kinder waren natrlich sehr gespannt1 ich merkte das an der ,unachtsamkeit und dem ewigen ,getuschel4 ,auf einmal horch1 sie stutzen1 drauen nhern sich ,schritte der ,tr1 sie geht auf -- und prompt erhebt sich die ,klasse4 ,herein tritt ein groer1 starker ,herr1 und ich denke natrlich1 ,sie sind das4 berdies glaubte ich bei der ,begrung deutlich zu hren3 ,mein ,name ist ,konrad6 -- ,die ,kinder erwarten ,sie schon -- sage ich -- und wir alle freuen uns1 da ,sie gekommen sind1 nicht wahr1 ,kinder8 ,einstimmiges ,ja6 -- ,ihr ,doppelgnger wird verlegen4 ,ich biete ihm einen ,stuhl -- er lehnt ab4 ,etwas schchtern scheint dieser ,konrad zu sein6 ,und sieht doch so militrisch aus6 -- ,wissen ,sie1 fahre ich fort1 eigentlich sieht man ,ihnen gar nicht den ,schweizer an6 -- ,der ,mann stammelt3 ,woher wissen ,sie1 da ich ,schweizer war8 -- ,sie waren es8 ,haben ,sie sich naturalisieren lassen8 -- ,immer verwirrter wird der ,mann3 ,ich bin allerdings mal ,schweizer gewesen6 ,haben wir uns damals vielleicht gesehen8 ,in ,pommern1 auf dem ,rittergute ,altfinow -- aber das war schon vor meiner ,militrzeit4 -- ,ei1 was ist das8 ,schweizer auf einem pommerschen ,rittergut8 ,das wre ja ein ,kuh-,schweizer6 ,birgt dieser ,konrad hinter seinem hlzernen ,wesen ,eulenspiegelei8 ,oder liegt hier eine ,personen-,verwechselung vor8 ,von vornherein kam es mir nicht recht geheuer vor1 da der ,altpfarrer aus der ,schweiz nach preuischem ,unteroffizier aussah4 ,nun fllt mir noch auf1 da er ,kommistiefel trgt2 an ihnen konnte man damals den ,polizeispitzel erkennen4 -- ,wie8 bemerke ich argwhnisch1 sagten ,sie nicht1 ,ihr ,name wre ,konrad8 -- ,da antwortet der ,mann3 ,nein1 ,grunert6 -- ,ah ,grunert6 7in der freireligisen ,gemeinde gab es ein ,mitglied dieses ,namens74 ,ach1 ,sie sind ,herr ,grunert6 ,und wollen wohl ,ihr ,kind zum ,jugendunterricht anmelden8 -- ,nun1 aber raten ,sie1 ,kollege1 was der ,kerl entgegnet3 ,ich komme vom ,kniglichen ,polizeiprsidium6 ,ich soll anfragen1 ob ,sie einen ,unterrichts-,erlaubnis-,schein haben -- dann mchten ,sie den auf ,zimmer sechsensiebzig bringen6 -- ,stellen ,sie sich mein ,staunen vor1 ,kollege6 ,ich hatte geglaubt1 ,sie seien es1 und nun auf einmal ist es ein ,polizeimensch6 ,und verlangt von mir einen ,unterrichts-,erlaubnis-,schein6 ,ich wute nicht mal1 was das fr'n ,dings ist4 ,dachte zunchst an ein ,universittsdiplom und entgegnete3 ,wenn ich nicht die ,befugnis htte1 hier zu unterrichten1 wrde ich es nicht tun6 ,sagen ,sie das ,ihrem ,vorgesetzten6 ,der ,polizei irgendwelche ,nachweise darber beizubringen1 bin ich nicht verpflichtet4 -- ,der ,mann zuckt die ,achseln1 steht ein ,weilchen unschlssig -- und verabschiedet sich mit den ,worten3 ,also nich wahr1 ,ihren ,erlaubnisschein6 ,prsidium ,zimmer sechsensiebzig6 -- ,die ,verlegenheit des ,mannes trat besonders hervor1 als bei seinem ,hinausgehen die ,kinder sich abermals von den ,pltzen erhoben48 ,haha6 ,dieser ,doppelgnger ist nicht schmeichelhaft fr mich2 doch besteht seine ganze hnlichkeit mit mir darin1 da er dort erschien1 wo ich erwartet wurde4 ,schweizer -- nun ja1 das war er auch2 aber ,schweizer von der ,art dieses abgehalfterten ,kuhschweizers1 der nun auf den ,pfaden der ,reaktion den inneren ,feind beschleicht1 spielen in meinem ,vaterlande keine ,rolle4 ,bei euch1 ihr ,preuen mit eurer stolzen ,schneidigkeit1 mengt sich die ,polizei in alles -- der ,kasernengeist dringt in die ,religion48 -- ,widersprechen kann ich leider kaum2 doch1 mein biederer ,eidgenosse1 ,kantnlifreiheit ist auch nicht das ,hchste48 ,lchelnd setzte der ,altpfarrer seinen antipreuischen ,gedankengang fort3 ,wissen ,sie1 wer der innere ,feind ist8 ,ein ,berliner ,leutnant hat in der ,instruktionsstunde seine ,rekruten pflichtschuldigst vor dem inneren ,feind gewarnt4 ,die ausgebildeten ,soldaten sollen dem ,regimentskommandeur vorgestellt werden1 und der ,leutnant will ein ,paradestckli vorbringen4 ,wie teilt man den ,feind ein8 fragt er1 und die ,antwort erfolgt prompt3 ,in den ueren ,feind und den inneren ,feind6 -- ,schn6 sagt der ,oberst4 ,aber ,kinder1 wit ihr denn auch1 wer das ist1 der uere ,feind8 -- ,das ist der ,russ'6 -- ,na meinetwegen1 sagt der ,oberst1 der knnt' es ja mal sein6 ,aber nun die ,hauptsache3 ,wer ist der innere ,feind8 ,das wit ihr nicht8 ,na1 ich werde euch darauf bringen3 ,der innere ,feind mu einer sein1 der in ,deutschland wohnt4 -- ,eisiges ,schweigen1 alle ,lippen wie verrammelt4 ,ein ,kerl schaut unternehmend drein1 ein ,pflzer oder ,wackes oder so einer aus der ,gegend da4 ,nun1 mein ,sohn8 -- ,der politische ,rekrut antwortet zuversichtlich3 ,der innere ,feind1 das ist der ,preu68 ,in gewissem ,sinne stimmt das1 ,kollege ,konrad6 ,nur steckt diese ,art ,preuentum auch in anderen ,lndern4 ,jeder ,mensch hat was davon in sich2 es ist der ,kasernengeist1 die ,sucht1 zu kommandieren1 zu reglementieren4 ,besonders heillos ist der innere ,feind auf religisem ,gebiete1 wo doch alles auf ,freiwilligkeit ankommt1 auf ,entfaltung der ,menschlichkeit4 ,der wahre ,kulturkampf mu im ,innern ausgefochten werden4 ,da1 ,kultursoldat1 ist dein ,posten1 da exerziere und ringe1 da sei dein ,siegesfeld6 ,siegen wirst du nur1 wenn du glaubst an den freien ,menschensohn in dir1 wenn du aufhrst kleinmtig zu sein2 sonst geht aller ,fortschritt den duckmuserischen ,schneckengang4 ,sehen wir doch die ,militrsoldaten an1 die auf den ,feind dressiert sind4 ,im ,kriege mordet das einander1 ohne da einer dem andern vorher was getan hat4 ,dabei gibt alle ,welt zu1 friedliche ,verstndigung wre wahre ,kultur4 ,nun also1 warum erfolgt denn keine ,verstndigung8 ,weil man sich nicht getraut1 dem bessern ,selbst zu folgen4 ,ich mu schieen1 denkt der ,soldat -- sonst werde ich totgeschossen4 ,ja1 wenn die anderen zur ,besinnung kmen1 wenn sie1 mir voran1 zur ,friedfertigkeit bergingen6 ,aber man kann sich nicht auf die anderen verlassen4 -- ,glaub's schon6 ,doch warum kann man das nicht8 ,weil man sie hinter demselben ,strauche sucht1 wo man selber gesessen4 ,an ihre ,kraft zum bessern ,selbst glaubt man einfach deshalb nicht1 weil man nicht an die eigne glaubt4 ,wer sich selber nicht ernst nimmt1 wie kann der andere ernst nehmen6 ,der kleinmtige ,philister hrt auf die ,stimme der ,wahrheit nicht anders1 als ob da ein ,pastor schne ,redensarten drechsele4 ,die ,gemeinde findet die ,predigt wieder mal sehr schn -- man ist aber schlielich froh1 wenn man die ,erbauung wie den ,sonntagsrock ausziehen kann1 um dann gemtlich in ,hemdsrmeln zu sitzen4 ,und also1 lieber ,kollege von der freien ,andacht1 worauf es ankommt3 man mu den ,philister abstreifen1 diesen ,angstmeier und ,krmer1 diesen unglubigen ,thomas1 der nicht vertraut seinem ,heiland ,menschenwrde68 ,brotkorb und ,maulkorb ,den ,brotkorb hher hngen68 ,niedertrchtig echote durch meinen ,sinn dies ,swinegelwort4 ,aus der ,angabe1 ich sei ,sprecher der ,freireligisen ,gemeinde1 mochte er sich die ,vorstellung gebildet haben1 ich sei so was wie ein geistlicher ,hirt mit einer ,pfrnde -- oder wie ein ,prolet des ,lehramts -- werde also hndisch den ,maulkorb hinnehmen1 sobald eine strenge ,behrde den ,brotkorb zu entfernen drohe4 ,brotkorb6 ,das ,gehltchen1 das die ,freireligise ,gemeinde aus den ,beitrgen ihrer ,anhnger zusammenbrachte1 sorgte in der ,tat fr meinen ,brotkorb -- und zwar so reichlich1 da die ganze ,familie1 selbst unter dem ,beistande aller ,freunde und ,gste1 nicht imstande gewesen wre1 all das freireligise ,brot zu vertilgen4 ,aber der ,mensch lebt nicht von ,brot allein1 sondern hat gern noch etwas ,butter dazu1 ,fleisch1 ,gemse1 ,obst4 brigens mu er ,miete bezahlen1 ,schneider- und ,schuster-,rechnungen4 ,genug1 eine ,schmlerung des ,einkommens htte mir das ,gesicht allerdings etwas ins ,suerliche verzogen1 das ist menschlich4 ,damals1 als neugebackener ,ehemann1 hatte ich noch keine ,rcklage zusammengehamstert und glaubte mich abgefunden zu haben mit der humorigen ,lebensweisheit3 ,wer nix erheirat' und nix ererbt1 ,der bleibt 'n arm's ,luder1 bis er sterbt4 ,immerhin mu ich als gewissenhafter ,chronist bekennen1 da der freireligise ,sprecher auer seinem ,sprechorgan noch ,feder und ,tinte besa1 und da dies ,handwerkszeug allenfalls langte fr ,butter und ,braten1 sogar fr eine ,flasche ,wein zu festlicher ,gelegenheit4 ,bekennen mu ich ferner1 da die ,andeutung1 ich htte nix erheirat'8 einer bedeutungsvollen ,einschrnkung bedarf4 ,ich mache sie ausdrcklich geltend -- nicht etwa blo um die ,gefhle meiner ,frau zu schonen1 die mir wiederholt unter die ,nase rieb3 ,die ,frau ,deines ,freundes ,bartels hat bei ihrer ,hochzeit nichts gehabt als ein ,kopfkissen und ein ,sektglas -- wenn man das altvterliche ,spitzglas1 das berdies einen ,sprung hatte1 berhaupt so bezeichnen will -- ,deine ,frau aber hat auer prchtigen ,betten und ,tafelgeschirren allen mglichen ,hausrat in die ,ehe gebracht1 so da wir bei der ,wohnungseinrichtung fast gar keine ,kosten hatten48 -- ,das stimmt6 und ist eine ,sache von solcher ,wichtigkeit1 da sie diese ,chronik erst mglich gemacht hat4 ,wre unser damaliger ,hausrat nicht in die ,ehe gebracht worden von meiner -- auch in dieser ,hinsicht -- besseren ,hlfte1 so wre mein kurios lehrreiches ,gefngnis zum ,preuischen ,adler gar nicht zustande gekommen4 ,wieso8 ,das wird sich bald deutlich enthllen4 ,der ,brotkorb ist insofern ein ,ausgangspunkt der ,geschichte1 als ich lngere ,zeit nach meiner ,vernehmung durch den ,amtsvorsteher -- im traurigen ,monat ,november war's -- ein ,schreiben bekam1 das schon uerlich anzeigte1 nun erflle sich des ,igels ,kassandrawort4 ,auf dem blauen ,papiersiegel sah man den stolzen ,adler ,preuens nebst der ,umschrift3 ,knigliches ,provinzial-,schulkollegium ,berlin4 ,der ,amtsbrief1 bis auf den wirr gekritzelten ,namenszug des ,dezernenten von musterhafter ,handschrift und echtem ,lumpenpapier1 verfgte klipp und klar1 es sei mir hinfro verboten1 die freireligisen ,kinder zu unterrichten4 ,ein konzessionspflichtiger ,unterricht sei meine freireligise ,jugendunterweisung4 ,um etwaigen ,flausen meinerseits zuvor zu kommen1 wurde mir schlechtweg jede derartige ,ttigkeit8 bei ,strafe verboten und fr jeden bertretungsfall eine ,exekutivstrafe von hundert ,mark1 im ,unvermgensfalle zehn ,tagen ,haft8 angedroht4 ,ich fragte natrlich3 ,oho1 wieso8 mit welchem ,recht8 -- ,es fehlte in der ,verfgung ein ,hinweis auf ,gesetzesparagraphen1 es war einfach geltend gemacht1 ich habe nicht die erforderliche ,konzession zu unterrichtlicher ,ttigkeit84 -- ,konzession8 ,bei ,hinstarren auf dies ,wort machte ich1 nach ,aussage meiner ,frau1 jedesmal ein ratlos steinernes ,gesicht4 ,was fr eine ,konzession vermite man an mir8 ,ich hatte wohl von einer ,schankkonzession gehrt4 ,doch was ging die mich an6 ,ich war ja kein ,budiker6 ,oder hielt man die freireligisen ,ideen fr ,destillenschnpse8 ,was tun8 ,natrlich mute ich mich mit meinen ,gesinnungsfreunden beraten4 ,schickte also die ,verfgung an den ,vorsitzenden der ,freireligisen ,gemeinde zu ,berlin und wurde sofort zu einer ,vorstands-,sitzung geladen4 ,diese fand in einem ,nebenraume unseres ,versammlungssaals statt1 den wir von einem ,gastwirt der ,rosenthalerstrae gemietet hatten4 ,da sah ich unsere erwhlten ,fhrer um den ,wirtshaustisch sitzen und noch ein paar ,rechtsanwlte1 die man bei der ,wichtigkeit des ,falles hinzugezogen hatte4 ,der ehemalige ,apotheker ,friederici -- ein ,mann von seltener ,hingabe und ,pflichttreue1 der bis zu seinem ,tode1 drei ,jahrzehnte hindurch1 die ,gemeinde gefhrt hat -- leitete die ,beratung1 und was er vorbrachte1 fand ,beifall bei den graukpfigen wie bei den heispornigen ,matadoren4 ,als unser ,bollwerk betrachteten wir das allgemeine ,gesetz und ,recht4 ,natrlich versagte das vielgepriesene ,deutsche ,reich1 wie so oft1 auch hier gegenber dem ,sonderwillen ,preuens4 ,doch selbst in diesem klassischen ,lande der ,brokratie hatte die ,verfassung nicht umhin gekonnt1 in ihrem ,artikel zwlf die ,freiheit der ,religionsbung zu gewhrleisten1 und schon das ,allgemeine ,landrecht hatte als ,befugnis der geduldeten ,religionsgesellschaften die ,ausbung der ihren ,religionsgrundstzen gemen ,gebruche8 bezeichnet4 ,zu den geduldeten ,religionsgesellschaften aber gehrte die ,freireligise ,gemeinde -- zu deren ,gebruchen die freireligise ,jugendfeier8 oder ,konfirmation1 sowie die unentbehrliche ,vorbereitung darauf in ,form eines ,konfirmandenunterrichts4 ,diese freireligise ,ttigkeit war seit dem ,bestehen der ,gemeinde unbeanstandet von ihren ,sprechern ausgebt worden1 unter den ,augen der ,regierung1 die doch stets mignstig blickten -- ohne da man in dem ,zeitraum von einem halben ,jahrhundert eine besondere ,konzession von den freireligisen ,sprechern gefordert hatte4 ,und nun auf einmal -- --6 ,was heit denn ,unterrichts-,konzession88 brauste ich auf4 ,gengt nicht meine ,universittsbildung8 mein ,studium der ,theologie und der ,philosophie8 ,gengt nicht mein ,doktordiplom1 um zu beglaubigen1 da ich fhig bin1 die ,jugend einzufhren in den ,anschauungskreis der ,freireligisen ,gemeinde8 ,und wenn ich der ,aufforderung jenes ,polizeibeamten1 den ich fr den ,schwyzer ,pfarrer ,konrad gehalten1 entsprechen und auf dem ,polizeiprsidium einen ,unterrichts-,erlaubnisschein nachsuchen wrde1 was wre die ,folge8 ,spttisch wrde man mir erffnen1 da ich keinen ,erlaubnis-,schein kriege -- und wrde dann auch noch geltend machen3 ,durch ,ihr ,gesuch haben ,sie selber zugegeben1 da ,sie einer besonderen ,erlaubnis bedrfen6 -- ,was tun8 ,eine ,konzession nachsuchen8 ,lieber nicht6 -- ,nachgeben8 ,auf keinen ,fall6 ,mit unsrer ,jugendunterweisung wrde man dem freireligisen ,baume die ,wurzelfden nehmen1 er mte verdorren68 -- ,dster nickten alle ,fhrerkpfe1 dann schlug auf den ,beratungstisch eine geballte ,faust3 ,trotzen6 ,weiter unterrichten6 ,es bis zum uersten kommen lassen6 ,zum ,schutze aber das ,gericht anrufen68 -- ,o freilich68 rief ich entschlossen -- an mir soll's nicht fehlen6 ,ich unterrichte ruhig weiter6 ,bleibt dem ,provinzial-,schulkollegium nichts brig1 als mich einsperren zu lassen48 ,von wem denn aber8 mcht ich wissen18 eiferte ,friederici -- kein ,gericht nimmt ,sie in ,haft1 wenn ,sie nicht richterlich dazu verurteilt sind48 -- ,um so besser6 ,so mag die ,schulbehrde nach ,belieben drohen -- und mag ,strafen verhngen1 so viel sie ,lust hat -- was tut's1 wenn sich kein ,vollstrecker findet1 kein ,gerichtsvollzieher 444 brigens1 der soll nur kommen6 ,mit leeren ,hnden mu er wieder abziehn68 -- ,wieso das88 -- ,weil er nichts finden wird1 was mein ist6 ,das ,mobiliar ist von meiner ,frau in die ,ehe gebracht1 und da wir nach mrkischem ,rechte geheiratet haben1 besteht keine ,gtergemeinschaft48 ,whrend die anderen pfiffig ,beifall lchelten1 meinte ,friederici in seiner polternden ,weise3 ,ach was1 ,gerichtsvollzieher6 ,unsinn6 ,der hat in ,ihrem ,falle gar nichts zu schaffen -- es liegt ja kein ,richterspruch gegen ,sie vor68 -- ,gut also6 ,es wird weiter unterrichtet6 ,festhalten6 ,immer fest68 ,aufgeregt erhob man sich von den ,pltzen1 in ein freies ,durcheinander war die ,beratung aufgelst4 ,und dann sa ich in der polternden ,eisenbahn4 ,drauen auf der ,wuhlheide lag dunstig die ,novembernacht4 ,im ,finstern lauerte und tappte etwas ,unheimliches3 ,eine ,tatze1 die mir mit einem ,maulkorbe zum ,munde fahren wollte4 ,aber warte nur1 tppisches ,ungeheuer1 -- ob dir nicht ,lweneckerchen entwischt und spttisch eins pfeift6 ,steht ,wahrheit bei ,und rhmt sie frei1 ,lat euch das ,maul nicht binden6 ,es hang ihr an ,jedweder ,mann1 ,und keiner bleib dahinten6 ,da diese ,trutzweise in der rohen ,zeit des dreiigjhrigen ,krieges erschallen konnte1 verdient allen ,respekt4 ,im neunzehnten ,jahrhundert kam eine andere ,losung auf -- in der ,residenz ,preuens sang man3 ,wer die ,wahrheit kennet und saget sie frei1 ,der kommt zu ,berlin in die ,hausvogtei6 ,milderung des ,sittenklimas ,als jemand den wohlttigen ,einflu der christlichen ,mission auf die ,wilden pries1 wandte ein ,zweifler ein3 ,fressen sie denn keine ,menschen mehr88 -- ,das freilich noch immer1 aber schon mit ,messer und ,gabel48 ,in der ,tat1 mit der ,zivilisation ist es vorwrts gegangen -- nur darf man fragen3 in welcher ,hinsicht vorwrts8 ,nach der ,meinung eines ,geschichtsphilosophen beschrnken sich die ,fortschritte auf das intellektuelle ,gebiet1 whrend die ,sittlichkeit seit ,jahrhunderten kaum besser geworden sei4 ,was mich betrifft1 so bin ich versucht1 die ,these umzukehren und -- wenigstens als ,chronist gut preuischer ,verhltnisse -- zu bezeugen1 da in unserm braven ,staate die ,sitten angenehmer geworden sind1 whrend die ,geistreichigkeit noch viel zu wnschen brig lt4 ,was ich meine1 zeigt das ,beispiel der ,ketzergerichte -- wenn wir die einstigen vergleichen mit denen von jetzt4 ,anno eintausendsechshundert wurde auf dem ,blumenmarkte zu ,rom der freie ,denker ,giordano ,bruno bei lebendigem ,leibe gerstet4 ,der versammelten ,christenheit sollte erbaulich zu ,gemte gefhrt werden1 wie es schon auf ,erden und vollends im ,jenseits einem ,unglubigen ergehe4 ,die ,ketzergerichte von heute zeigen einen entschiedenen ,fortschritt -- das moderne ,sittenklima ist nicht mehr so hitzig wie zur ,zeit der ,scheiterhaufen4 ,wenigstens mu ich dem ,strafgericht1 das ich in ,friedrichshagen erlebte1 geradezu liebenswrdige ,formen nachrhmen4 ,nicht brachen in der ,kastanienallee nachts gewappnete ,schergen ein1 mich jh in ,ketten zu werfen1 wie weiland den ,giordano ,bruno -- sondern es klingelte bescheiden1 dann erschien grend ein wehrloser ,uniformbeamter1 dem eine ,brieftasche umgeschnallt war4 ,er zckte kein ,schwert1 blo ein unschuldiges ,papier1 und hflich bat er mich1 durch einen ,zug seines ,tintenstiftes den ,empfang zu bescheinigen4 ,nachdem ich den harmlosen ,wunsch erfllt1 besah ich mir das ,schreiben4 ,wie ein blaues ,auge blickte das bekannte ,siegel3 der ,adler mit der ,umschrift ,knigliches ,provinzial-,schulkollegium84 ,ein sanfter ,vorwurf sprach daraus1 und schon schlug mir das ,gewissen4 ,oh freilich1 ich hatte die ,schulbehrde1 hatte den hohen ,minister der ,unterrichts-1 geistlichen und ,medizinal-,angelegenheiten durch bockenden ,ungehorsam gekrnkt4 ,freireligisen ,unterricht hatte ich erteilt1 wohl mindestens ein dutzendmal4 ,kein ,wunder1 da nun die ,vergeltung anhub4 ,in der ,tat1 da stand es schwarz auf wei1 in preuischer ,kanzleischrift3 ,nach ,auskunft des ,kniglichen ,polizeiprsidiums haben ,sie in einer ,reihe von ,fllen ,unterricht an ,kinder von ,mitgliedern der hiesigen ,freireligisen ,gemeinde erteilt 4448 ,die ,einzelheiten der ,verfgung sind nicht weiter bemerkenswert -- bis auf die ,kostenrechnung3 ,achtmal freireligisen ,unterricht -- mehr war einstweilen nicht angekreidet -- und jeder einzelne ,fall kostete einhundert ,mark4 ,summa3 achthundert ,mark4 ,hm ja6 ,war das nun eigentlich teuer8 oder war's billig8 ,da ich genau dreihundertvierunddreiig freireligise ,zglinge hatte1 so war die ,unterrichtsstunde fr das einzelne ,kind mit dreiig ,pfennigen berechnet4 ,man knnte diese ,einschtzung einigermaen hoch finden und darber erstaunt sein1 da fr die preuische ,obrigkeit die freireligise ,lehre derart in die ,wagschale fiel4 ,bedenkt man aber1 da die ,unterrichtsstunde sechzig ,minuten hat1 und da ich allenfalls die ,fixigkeit besa1 den ,kindern mindestens eine freie ,idee in der ,minute zu versetzen1 so stellte sich nach ,adam ,riese der ,preis fr eine ,idee genau auf einen halben ,pfennig pro ,kopf4 ,das war denn eine ,idee allenfalls schon wert 444 ,beilufig3 das ,volk der ,dichter und ,denker scheint1 trotz seiner ,festredner auf ,kant1 ,schiller und ,goethe1 die ,idee fr ein unsolides ,spinnefdchen oder ,sonnenstubchen zu halten4 ,etwas ,winziges1 z4 ,b4 ein paar ,krnlein ,zucker oder ,salz1 nennt man in ,preuisch-,schilda eine ,idee84 ,ich berlegte1 wie sich die dreiig ,pfennig pro sechzig ,ideen in der angenehmsten ,form zusammenbringen lieen4 ,zum ,beispiel so3 ,jedes ,kind erhlt1 wenn es zur freireligisen ,stunde kommen will1 von der ,mutter einen ,groschen in ,papier eingewickelt4 ,der zweite ,groschen wird den ,zinsen des freireligisen ,gemeindevermgens entnommen1 so da hieraus jhrlich eintausendfnfhundert ,mark aufzubringen wren4 ,den dritten ,groschen zahl ich selber2 meine ,feder wird schon so ergiebig sein1 da ich mir den ,luxus gestatten kann1 freireligisen ,unterricht zu erteilen4 ,aber wo bin ich ,trumer8 ,habe ich das ,geld etwa schon in der ,tasche8 ,achthundert ,mark verlangt die ,behrde1 und eine kurze ,frist ist mir gestellt4 ,hm ja6 ,doch was geht mich berhaupt die ,frist an6 ,und wozu die ,trumerei vom ,zahlungsmodus6 ,bin ich denn nicht entschlossen1 unter keinen ,umstnden zu berappen8 ,na also6 ,und was dann8 ,ein ,blick ins ,schreiben der ,behrde besttigte1 was dann zu gewrtigen3 ,im ,unvermgensfalle81 wenn also das ,geld von mir nicht einzutreiben ist1 soll fr je hundert ,mark eine ,haftstrafe von zehn ,tagen eintreten4 ,das wren achtzig ,tage hinter ,schlo und ,riegel -- zunchst mal6 ,und wenn ich fortfahre1 zu sndigen1 brumme ich mir mit jedem ,einzelfalle weitere zehn ,tage auf4 ,das gemahnt nun wirklich ein wenig an den alten ,inquisitionskerker4 ,aber nicht doch6 ,der ,fortschritt in den ,sitten ist unverkennbar3 ,wie human gestaltet sich die ,haft eines modernen ,ketzers6 ,was mich betrifft1 so mu mir erstens ,selbstbeschftigung vergnnt sein1 zweitens ein gewisses ,ma von ,spazierengehen1 drittens ,besuchempfangen -- und so weiter4 ,kurz1 ich werde ein beneidenswert geregeltes ,leben fhren1 kann ohne ,strung nach ,herzenslust sinnieren1 lesen und schreiben -- und das alles auf ,staatskosten6 ,mu man mir doch freie ,station und ,kost gewhren1 ,heizung1 ,bedienung1 unter ,umstnden sogar rztliche ,behandlung4 ,als ,sokrates angeklagt war1 die ,jugend zum ,unglauben verfhrt zu haben1 meinte er in seiner ,verteidigungsrede naiv1 eigentlich verdiene er1 ffentlich im ,rathause gespeist zu werden4 ,sollte der stolze ,traum dieses ,ketzers von ,athen nunmehr zu ,fritzenwalde in ,erfllung gehn8 ,ei ja6 ,und da zweifelt jemand am ,fortschritt der ,sitten8 ,solch eine ,haftstrafe bedeutet geradezu eine ,sinekure1 hnlich dem behaglichen ,dasein in einem wohlttigen ,altersheim4 ,wunderschn wird in der stillen ,zelle meine ,schriftstellerei vonstatten gehn4 ,was den freireligisen ,unterricht betrifft1 so kann ich ihn ja whrend der ,pausen meiner ,haft erteilen -- und dabei mein ,leben in beneidenswert idealer ,weise gestalten4 ,etwa folgendermaen3 zunchst zehn ,tage ,haft1 besser gesagt3 ,stiftler-,dasein4 ,dann geht's auf vier ,tage in die ,welt -- den ersten widme ich dem freireligisen ,unterricht2 ferner habe ich drei ,tage ,ferien1 kann mich meiner ,frau widmen1 kann die holden ,einsamkeiten der ,mark belauschen oder den ,rucksack mal ber den ,kamm des ,riesengebirgs schleppen4 ,durch den neuerteilten ,unterricht habe ich fr zehn weitere ,tage ,haft gesorgt und trete diese gern an4 ,nach ihrer ,verbung81 oder richtiger3 nach ihrem ,genu1 kehre ich abermals in die ,welt zurck und -- befolge dasselbe weise ,programm4 ,so flieen meine ,tage dahin1 in einem ,turnus von vierzehn ,tagen -- ebenmig wie der wechselnde ,mond1 wie ,ebbe und ,flut1 wie die ,lebensmusik der ,pythagorer4 ,die olle ,konservenkiste ,ein ,luftschlo vom idealen ,strflingsleben zerflatterte1 als die ,wirklichkeit rauh dazwischenfuhr4 ,wirbel entstehen1 wo ,bewegungen widereinander prallen4 ,es gibt ,windhosen1 ,wasser- und ,staubhosen4 ,man knnte sogar von ,ideenhosen8 sprechen1 wo nmlich entgegengesetzte ,ideen im ,ringkampfe herumwirbeln4 ,auf der ,bhne meines ,innenlebens spielte sich ein ,drama ab1 das meine ,ideenwelt heftig mit den obrigkeitlichen ,verfgungen aneinander brachte3 eine ,ideenhose4 ,trume sind nicht immer blo ,schume4 ,ein ,freund von mir hat mal gesagt1 das verstndige ,denken gehre zur ,oberflche des ,menschen1 der wertvolle ,kern sei der ,weise im ,innern84 ,heimliche ,weisheit waltet manchmal in ,trumen1 die der ,verstand fr albern hlt4 ,hier solch ein ,traum4 ,doch ich mu zuerst berichten1 unter welchen ,umstnden der ,traum zustande kam4 ,nach dem ,verbot meines freireligisen ,unterrichts wollte ich herausbringen1 ob man gegen mich blo deshalb vorgegangen war1 weil ich eine vorgeschriebene ,form nicht erfllt1 nmlich keine ,unterrichtskonzession eingeholt hatte1 oder ob das ,kultusministerium diesen ,umstand lediglich zum ,vorwand nehme1 um die freireligise ,jugendunterweisung lahm zu legen4 ,zur ,probe sollte meine nun regelrechte ,bewerbung um einen ,erlaubnisschein fr philosophischen ,vorbereitungsunterricht dienen4 ,ich wollte versuchen1 ob ich freireligise ,zglinge in die ,grundbegriffe einer ,welt- und ,lebensanschauung einfhren drfe4 ,da verweigerte mir das ,provinzial-,schulkollegium die ,erlaubnis zum ,unterricht an jugendliche ,personen berhaupt4 ,es heit in dem neuen ,ukas3 ,nach der ,staatsministerial-,instruktion vom #a4 ,dezember #ahci gengt die wissenschaftliche ,befhigung allein nicht1 um die ,erlaubnis zur ,erteilung von ,privatunterricht zu erlangen4 ,vielmehr sollen ,personen1 bei denen in religiser oder politischer ,beziehung ,bedenken vorliegen1 vom ,lehrstande ferngehalten werden4 ,da ,sie1 wie die bisher gepflogenen ,verhandlungen und der von ,ihnen in der ,freireligisen ,gemeinde gehaltene1 spter im ,druck erschienene ,vortrag ,das ,leben ohne ,gott#8 ergeben1 das ,dasein ,gottes leugnen1 auch in politischer ,beziehung sich zu derjenigen ,partei halten1 welche den ,umsturz alles ,bestehenden anstrebt1 so knnen ,sie als eine zum ,unterricht jugendlicher ,personen qualifizierte ,persnlichkeit nicht angesehen werden48 ,ne dolle ,kiste68 hatte bei unserer ,beratung ein ,freireligiser gesagt1 derselbe1 den man wegen eines ,vortrages von beiendem ,witz den ,zehn ,gebote-,hoffmann8 nennt4 ,so 'ne richtije olle ,konservenkiste6 ,na jewi doch6 ,ich meine so 'ne ,kiste1 wo die ,herren von' jrnen ,tisch ihren ,aktenplunder konservieren1 damit er spteren ,jeschlechtern die ,lungen verstaubt48 ,nun hatte unser ,rechtsanwalt das ,wort ergriffen3 ,was hilft all diese ,rebellion des ,herzens1 wo es doch schlielich auf juristische ,begriffe ankommt -- vor allem auf den ,standpunkt des ,verwaltungsrichters6 ,na1 und der ist kaum zweifelhaft -- in der ,zeit1 wo nach dem ,fall des ,sozialistengesetzes die ,stockkonservativen krampfhafte ,versuche machen1 den sogenannten ,umsturz auf andere ,weise niederzuringen1 nmlich auf administrativem ,wege1 der ja in ,preuen gangbar ist4 ,die ffentliche ,entrstung frchtet man durchaus nicht -- im ,gegenteil1 es gibt ,leute1 die mchten eine ,revolte herausfordern und den ,sbel mal tchtig hauen lassen48 -- ,wenn sich der hauende ,sbel blo nicht verhaut68 hatte ,hoffmann bemerkt4 ,und ,friederici3 ,na und8 ,wie wird nach ,ihrer ,meinung der ,verwaltungsrichter entscheiden88 -- ,wird sich diplomatisch aus der ,klemme winden4 ,wird sagen1 er sei hier berhaupt nicht zustndig48 -- ,aber zum ,kuckuck68 polterte ,friederici -- leben wir denn in ,ruland1 wo sich die ,regierung herausnehmen darf1 miliebige ,untertanen auf administrativem ,wege zu bestrafen8 ,ohne da der ,richter angerufen werden kann1 wie8 ,wir haben doch eine ,verfassung68 -- ,das schon18 erwiderte der ,rechtsanwalt1 aber wir haben manche ,lcke in der ,verfassung4 ,weil noch kein eigentliches ,schulgesetz vorhanden1 sieht der ,verwaltungsrichter fr seine ,entscheidung keine andere ,rechtsgrundlage1 als eine ,reihe von uralten ,kabinettsordern und ,verfgungen preuischer ,kultusminister4 ,das ist eben die ,lcke 4448 ,ach so68 meinte ,adolf ,hoffmann1 und fr diese ,lcke soll nu ,wille ben6 ,echt preuische ,auslegung des ,wortes ,lckenber68 -- ,als ich1 von der freireligisen ,sitzung heimgekehrt1 im ,bette lag1 gingen mir diese ,gesprche durch den ,kopf -- wie im ,wirbelwind ,staub und ,papierfetzen herumtanzen4 ,ich qulte mich mit ,schlaflosigkeit -- gesteigert wurde meine ,unruhe noch durch die ,aussicht1 am nchsten ,vormittage einer ,theaterprobe beiwohnen zu sollen4 ,hierzu hatte ich eigentlich keine ,zeit1 jedenfalls keine ,sammlung4 ,es handelte sich um ein ,stck1 das in der ,volksbhne1 die ich gegrndet hatte und als ,vorsitzender leitete1 zur ,auffhrung gelangen sollte4 ,lag die ,regie auch in den fhigen ,hnden ,emil ,lessings1 so hatten es widrige ,umstnde gefgt1 da ich der ,generalprobe mit ,bedenken entgegensah4 ,so hatten sich auch noch ,theaterwirren in die ,ideenhose gemischt4 ,ich schlo die ,augen1 um den ,schlaf herbeizuzwingen1 hrte aber die greisenhafte ,stimme eines ,papageis1 der dummes ,zeug schwatzte4 ,dann sagte meine ,frau3 ,der dumme ,vogel will durchaus mit ins ,theater4 ,nimm ihn in deiner ,hutschachtel mit68 -- ,nicht in die ,hutschachtel18 protestierte der ,vogel1 in den ,souffleurkasten will ,papchen48 ,die ,worte gengten1 um auf einmal die ,szene zu verwandeln4 ,ich sa im ,souffleurkasten des ,theaters1 ,papchen neben mir auf der ,hutschachtel4 ber die ,bhne polterten ,kulissenschieber1 und da gingen ,schauspieler in ,unterhosen1 vom ,garderobenmeister hatten sie eben ihr ,kostm erhalten4 ,wo ist denn blo das ,regiebuch88 fragte ich beunruhigt4 ,ich suche immerfort -- wei nicht mal1 was fr'n ,stck gespielt wird48 -- ,die olle ,konservenkiste wird gespielt18 erwiderte ,papchen4 -- ,da brauchen wir eine ,kiste6 ,inspizient ,lehmann6 ,die ,kiste haben ,sie bereit8 ,nun rasch eine ,tafel zusammengebaut1 grnes ,tuch drber6 ,der ,kultusminister wird gleich erscheinen1 hat mit seinen ,rten eine ,sitzung am grnen ,tisch48 ,stutzig erwiderte der ,inspizient3 ,der ,kultusminister8 ,er hat ja telephonisch abgesagt68 -- ,ei verflucht68 plapperte ,papchen4 ,unwirsch ich3 ,ach was telephonisch6 ,hat er ein ,zeugnis vom ,theaterarzt8 ,keine ,drckebergerei68 -- ,theaterarzt88 ,und der ,inspizient schttelte den ,kopf3 ,wissen ,sie nicht aus der ,zeitung1 da der ,kultusminister den ,kaiser nach ,posen begleitet hat88 -- ,ganz egal68 schnauzte ich4 ,ich habe meine ,zeit auch nicht gestohlen4 ,mte eigentlich schlafen2 -- aber ich bin doch zur ,stelle4 ,sagen ,sie dem ,kultusminister1 es gibt ,abzge von seiner ,gage4 ,ja1 aber was fangen wir nun an8 ,wer soll die ,sitzung am grnen ,tisch leiten88 ,papchen wute ,rat3 ,der ,ministerialdirektor mu ihn vertreten48 ,bldsinn6 ,doch es schrillte die ,glocke1 das ,spiel begann4 ,um den grnen ,tisch standen wrdige ,herren in etwas abgeschabten schwarzen ,rcken4 ,sie hatten ,glatzen oder graue ,haare1 vornehm rasierte ,gesichter oder hochgestrubte ,schnurrbrte1 manche auch weie ,vollbrte4 ,die ,gestalten waren teils behbig1 teils vertrocknet1 teils lang1 teils kurz und dick4 ,aus den zwanglosen ,gruppen kam brockenweise ihr ,geplauder4 ,sein ,burgunder delikat68 -- ,zum nchsten ,kegelabend pnktlicher68 ,pltzlich rief einer3 ,der ,olle kommt68 ,und wie ,schuljungen hasteten sie auf ihre ,pltze4 ,frei blieben zwei ,armsessel an den ,kopfenden der ,tafel4 ,durch die von ,lakaien aufgerissene ,tr traten zwei ,herren4 ,eine spindeldrre ,gardefigur in schwarzem ,gehrock1 ,monokel ins knochige ,gesicht geklemmt1 ,orden im ,knopfloch4 ,mit gezierter ,hflichkeit fhrte er seinen ,begleiter zu einem der ,armsessel und stellte ihn den ,beamten vor1 die sich ehrerbietig verneigten4 ,der ,herr ,hofprediger gibt uns die ,ehre1 unserer ,sitzung beizuwohnen4 ,seien ,sie uns willkommen1 ,hochwrdigster1 und geruhen ,sie1 ,platz zu nehmen48 ber des ,hofpredigers ,gesicht1 das bis auf zwei ,reste von ,backenbart rasiert war1 glitt ein stolzes ,lcheln 444 ,hier hielt ich es fr angemessen1 das ,spiel zu unterbrechen3 ,halt6 ,ihre ,maske1 ,hofprediger1 knnte feiner sein4 ,den ,jesuitismus sollten ,sie ein wenig mildern1 dafr mu die ,lutherpose deutlicher heraus4 ,bedenken ,sie1 da ,sie nicht blo ,hofprediger sind1 sondern dabei auch ,volksmann4 ,das ,lcheln mehr gewinnend6 ,gut so6 ,weiter68 -- ,wie nun die ,beamtenschaft am grnen ,tische die ,ohren spitzte1 sprach der ,hofprediger1 die ,hnde gefaltet3 ,geliebte in ,christoph ,columbus6 ,sttzen von ,thron und ,altar6 ,die alte ,schlange1 die schon im ,paradies die ,menschen verfhrte -- sie erhebt wieder mal ihr ,haupt1 zischelt und speit ,gift4 ,die ,masse des ,volkes soll unserer evangelischen ,landeskirche abspenstig gemacht werden4 ,die roten ,demagogen brauchen den ,unglauben1 um den ,umsturz alles ,bestehenden vorzubereiten4 ,unsern deutschen ,michel1 sonst ein leidlich folgsames ,tier1 reizen sie mit ihrem roten ,lappen1 da er die ,hrner senkt gegen die gttliche ,weltordnung4 ,auf deren ,trmmern mchten die ,dmonen der ,finsternis triumphieren4 ,das sind natrlich 4448 -- ,vor allem die ,juden18 plapperte ,papchen1 und gereizt griff der ,hofprediger das ,wort auf3 ,ja wohl1 die stecken hinter jeder ,rebellion6 ,auch hinter dem ,getriebe1 ber das ich ein ernstes ,wort mit ,ihnen reden will -- ich meine die ,freireligise ,gemeinde6 ,und das sage ich ,ihnen1 meine ,herren1 wenn ,sie nicht energisch aufrumen mit diesem glaubenslosen ,gesindel1 dann sollen ,sie mal sehen 4448 ,ein ,schlag mit der flachen ,hand knallte auf den grnen ,tisch1 so da der ,ministerialdirektor drben zusammenfuhr und seine ,beamten in sich zusammenkrochen1 wie wenn eine ,schnecke einen ,nasenstber bekommt und die ,fhlhrner einzieht4 ,grimmig nickend musterte der ,hofprediger die ,versammlung3 ,sie schweigen8 ,antworten ,sie klipp und klar3 ,warum geht der ketzerische ,jugendunterricht ganz gemtlich weiter8 ,warum lassen ,sie diesen frechen ,bruno ,wille nicht einfach durch den ,schutzmann abfhren1 he8 ,polizei ist doch zum ,zugreifen da6 ,der ,minister soll einfach verfgen6 ,ihre ,kanzlei mu doch eine ,fundgrube sein fr ,verordnungen1 die sich zu unsern ,gunsten ausnutzen lassen6 ,ausgraben1 ausgraben6 ,kabinettsbefehle1 ,ministerialerlasse1 ,instruktionen von ,anno ,toback4 ,wo haben ,sie denn ,ihre ,kiste8 ,warum steht die fromme ,kiste nicht auf dem ,tisch1 he88 ,auf ein ,zeichen des bestrzten ,ministerialdirektors hastet der ,geheime expedierende ,sekretr hinaus4 ,bittend lchelt der ,ministerialdirektor3 ,die ,kiste war beim ,fabinder1 ein paar eiserne ,reifen muten drum6 brigens horch1 man bringt sie schon6 ,platz in der ,mitte1 ,platz fr unsere altpreuische ,regierungskiste68 ,und mit ,gepolter geht die ,tr auf -- vier ,leichendiener1 umflorte ,zylinder auf1 schleppen auf einer ,bahre die ,kiste herbei4 ,wie sie auf dem grnen ,tische steht1 gleich einer ,bundeslade1 nhert sich mit der ,ehrfurcht eines ,altardieners der ,geheime expedierende ,sekretr1 nimmt den ,deckel behutsam ab und reicht ihn den ,leichendienern4 ,nachdem er seinen ,rock ausgezogen1 krempelt er die ,hemdsrmel auf und reckt hagere ,arme wie eine ,spinne4 ,die krallenartigen ,finger sind mit ,tinte befleckt4 ,eifrig greift er in die ,kiste1 da ,staub aufwirbelt4 ,schmunzelndes ,nicken im ,kreise der ,brokraten3 ,alte feine ,jahrgnge6 ,wie duften diese ,weinchen6 ,je staubiger1 desto adliger68 ,triumphierend hebt der ,geheime expedierende ,sekretr eine ,urkunde heraus3 ,allerhchste ,kabinettsordre vom #a4 ,dezember #ahbe68 ,alles blickt ehrerbietig4 ,der ,ministerialdirektor3 ,oha1 wir haben noch ltere68 ,und der ,sekretr setzt seine ,whlarbeit fort4 ,ein neues ,dokument hlt er3 ,dienstinstruktion fr die ,provinzial-,schulkollegien vom #bc4 ,oktober #ahac -- und hier vom gleichen ,tage die ,geschftsinstruktion fr die ,kniglichen ,regierungen4 ,noch weiter haben wir da eine gute alte ,kabinettsordre vom ,jahre #ahjh48 ,gleich nach der ,schlacht bei ,jena war das also -- wo ,preuen seine ,kloppe bekam1 weil es aus der ollen ,konservenkiste rejiert wurde48 ,ich kannte diese ,stimme und war ebenso verblfft wie die ,beamtenschaft1 als hinter den ,leichendienern1 die an der ,tre harrten1 in einer ,gruppe von eingedrungenem ,volk1 ,mnnern im ,arbeitskittel1 rmlichen ,frauen und ,kindern1 mein freireligiser ,gesinnungsgenosse ,adolf ,hoffmann stand4 ,er war's1 der die ,worte gesprochen4 ,wie ,stahl blitzten seine ,blicke durch den ,kneifer1 die leicht ergrauende ,mhne erinnerte an einen grimmen ,lwen4 ,zur ,jeschftsordnung68 fhrt er fort4 ,hat denn nich der olle ,fritze auch so'n biedern ,erla herausjebracht8 ,ich meine1 darin heit es1 jeder knne nach seiner ,fasson selig werden4 ,aber den ,herren vom jrnen ,tisch pat die ,zeit um ,jena rum besser4 ,da unsere ,obrigkeit auf ,jahrgnge zurckjreift1 die nich jrade jut beleumundet sind1 ist ein ,zeichen der ,zeit48 ,emprt eifert der lungenkrftige ,hofprediger3 ,was redet er von ,zeichen der ,zeit8 ,diese bse und verkehrte ,art suchet ein ,zeichen und soll ihr kein ,zeichen gegeben werden1 denn das ,zeichen des ,propheten ,jona48 ,hohles ,gelchter bei der ,volksmenge1 die sich durch ,nachdrngende vergrert4 ,und ,hoffmann3 ,er redet vom ,propheten ,jonas4 ,von dem berichtet die gttliche ,offenbarung1 er sei vom ,walfisch verschlungen und nach drei ,tagen lebendig ausgespien4 ,proste ,mahlzeit6 ,da mcht ich mir mal die ,frage erlauben1 wie der ,jonas denn eijentlich in den ,bauch dieses ,viechs jelangen konnte -- da doch der ,walfisch1 wie jedes ,kind in der ,naturkunde lernt1 eine auffallend enge ,speiserhre hat48 ,der ,hofprediger1 nicht ohne ,verwirrung3 ,bei ,gott ist kein ,ding unmglich4 brigens gibt's einen ,fisch1 dessen ,schlund weit genug ist1 einen ,menschen hinunterzuschlucken4 ,der ,fisch1 der den ,jonas verschlang1 war ein ,haifisch68 -- ,hoho68 johlt die ,menge1 und ,hoffmann triumphiert3 ,haifisch6 ,na ich danke6 ,der ,schlund des ,haifisches is ja jespickt mit dolchscharfen ,zhnen4 ,ehe da der arme ,prophet hinunterrutschen konnte in den ,haifischbauch1 war er sicherlich ,hackebraten68 ,hatten die ,rte bisher wie versteinert gesessen1 so sprangen sie jetzt auf1 und aus ihrer brausenden ,bewegung1 die der ,hofprediger mit fuchtelnden ,armen noch wilder machte1 kamen ,rufe3 ,staatsanwalt68 -- ,des bin ich ,zeuge68 rief der ,hofprediger4 ,dieser ,aufwiegler hat ,gott gelstert6 ,ich nehm's auf meinen ,diensteid68 -- ,diensteid88 hhnte ,hoffmann4 ,hoho6 ,ich habe auch einen ,diensteid geschworen4 ,der gilt dem ,volke6 ,so steht denn ,eid gegen ,eid4 ,mag nun der ,herr ,hofprediger geltend machen1 sein ,eid sei so gut wie mein ,eid 4448 ,wutschnaubend unterbrach ihn der andere3 ,er hat gesagt ,meineid68 -- ,ich sage sojar ,jemeinheit68 ruft ,hoffmann unter lustigem ,beifall4 ,und wenn ,sie jlauben1 ,sie werden im ,zeichen der ollen ,konservenkiste siegen1 denn passen ,se mal auf1 wie wir ,ihren verschluckten ,propheten herausholen aus dem ,walfischbauch68 ,und seinen ,knstlerkopf mit dem grauen ,henriquatre keck erhoben1 die ,rechte drohend geballt1 stampft er und singt die ,wallfahrerweise3 ,o du pfi--pfi--pfi 444 ,o du pfiffiger ,pfaff6 ,deinen sau--sau--sau 444 ,deinen sauberen ,plan ,holt der hei--hei--hei 444 ,holt der heilige ,hai 4448 ,im ,takte trampelt dazu die ,menge4 ,nun tritt ,hoffmann1 whrend die ,beamten scheu zurckweichen1 an ihre ,bundeslade und hebt wie ein ,beschwrer die ,hnde3 ,der ,herr der ,ratten und der ,muse1 ,der ,fliegen1 ,frsche1 ,wanzen1 ,luse1 ,befiehlt dir1 dich hervorzuwagen -- ,incubus1 ,incubus6 ,sanktus ,brokratius68 ,und donnernd trifft sein ,futritt die ,konservenkiste4 ,da fhrt eine ,staubwolke heraus und formt sich zu einem ,gespenst1 hnlich einem schlotternden ,aktuarius1 grauen hohlwangigen ,gesichts1 ein ,aktenbndel unter dem ,arm4 ,entsetzt ringt ,brokratius die ,hnde und flchtet -- als aus der ,volksmenge ein ,haifisch hervorschiet und mit seinem roten1 weigezahnten ,rachen nach dem ,aktengespenst schnappt4 ,dieses wirbelt auf der ,bhne herum1 vom gierigen ,hai verfolgt4 ,und grausam hhnisch hetzt ihn die ,menge zum ,schnappen3 ,hackepacke hackepacke6 ,hacke hacke1 hackepacke68 ,im ,getmmel und ,wirbel1 zu dem die ,volksmenge samt den ,beamten zusammenwogt1 fllt die ,kiste mit den ,akten um1 auch der grne ,tisch4 ,schlielich poltern die ,kulissen zusammen -- und alles ist eine einzige aufsthnende1 heulende ,staub- und ,ideenhose3 ,huh--uiii68 ,entsetzen durchschlottert mich1 ,angstschwei rinnt mir ber die ,stirn1 ich sthne1 als drcke mich der ,alb4 ,aber da kommt durch das schnarrende ,gerusch der wirbelnden ,ideenhose1 wie aus der ,ferne1 eine beruhigende ,stimme3 ,bruno6 ,mann6 trumst du8 ,das macht wieder mal dein sptes ,nachhausekommen48 -- ,pa--,pa--,papchen68 bringe ich mhsam heraus -- und spre1 wie mein ,vogel1 der beim ,tumult zu mir in den ,souffleurkasten geflattert ist1 mausartig in meinen aufgesperrten ,mund schlpft4 ,du hast furchtbar geschnarcht6 ,ihr schwatzt so lange in euren ,sitzungen -- dann sthnst du nachts und trumst68 sagt meine ,frau1 whrend ich mich auf die andere ,seite lege und beruhigt seufze3 ,ach ja -- getrumt68 ,drauen schchternes ,lerchenzwitschern 444 -- ,da jene ,kabinettsbefehle und ,ministerialerlasse1 die der ,geheime expedierende ,sekretr aus der ,konservenkiste hervorgeholt1 genau die ,daten trugen1 die ich angegeben1 vermag der ,chronist nicht zu behaupten4 ,genug1 es ist urkundliche ,tatsache1 da meine ,gefangenschaft aus der ,konservenkiste kam und auf ,kabinettsbefehle und ,ministerialerlasse aus den ,jahren #ahci1 #ahac und #ahjh gegrndet war4 ,obwohl meine verbotene ,jugendunterweisung mir keineswegs als konzessionspflichtiger ,unterricht erschien1 stellte ich sie doch in ihrer bisherigen ,form ein und begngte mich1 die freireligisen ,anschauungen durch ,erbauungsvortrge zu verbreiten4 ,da kam eine neue ,verfgung vom ,provinzial-,schulkollegium3 ,nach ,auskunft des ,kgl4 ,polizei-,prsidiums sammeln ,sie allsonntglich vormittags die ,kinder von ,mitgliedern der hiesigen freireligisen ,gemeinde1 halten denselben ,vortrge ber die ,grundstze der letzteren1 lesen aus dem ,lehrbuche fr den ,jugendunterricht freireligiser ,gemeinden einzelne ,sprche und ,fabeln vor1 erlutern dieselben und fordern die ,kinder auf1 die besprochenen ,stellen zu ,hause nachzulesen4 ,wir machen ,ihnen hiermit bemerklich1 da diese ,kinderversammlungen nicht etwa deswegen1 weil sie ,sonntags abgehalten werden1 als gottesdienstliche ,versammlungen angesehen werden knnen1 da die hiesige freireligise ,gemeinde1 deren ,grundstze den ,kindern gelehrt werden1 infolge ihrer ,gottesleugnung eine ,religion nicht hat und somit ,anhnger dieser ,grundstze ,gottesdienst gar nicht halten knnen4 ,ihre obenbeschriebene ,ttigkeit fllt daher lediglich unter den ,begriff der ,unterrichtserteilung1 die ,ihnen durch unsere ,verfgung unter ,strafandrohung verboten worden ist4 ,jede weitere ,zuwiderhandlung gegen dies ,verbot wird nach ,magabe unserer ,verfgung geahndet werden48 ,den ,widerstand gegen solche behrdliche ,unterdrckungstaktik fortzusetzen1 war fr die freireligise ,bewegung ein ,gebot der ,selbsterhaltung4 ,auch im ,interesse des ,volkes berhaupt1 dessen ,rechts- und ,freiheitssinn bei allen ,gelegenheiten belebt werden mu1 schien es mir erforderlich1 nicht widerstandslos die ,waffen zu strecken4 ,deswegen hielt ich im ,einverstndnis mit meiner ,gemeinde die ,vortrge weiter4 ,die ,folgen blieben nicht aus4 ,das ,provinzial-,schulkollegium diktierte mir eine ,strafe nach der anderen zu1 und schon kam eine ,summe von zweitausendvierhundert ,mark oder zweihundertvierzig ,tagen heraus -- abgesehen von den ,strafen1 die ich durch meine frhere ,ttigkeit nach ,art des ,konfirmandenunterrichts verwirkt hatte4 -- ,als nach meinem ,traum die ,morgensonne zum offenen ,kammerfenster hereinflutete und das ,pfeifen der ,stare1 des ,hhnervolkes ,gackern1 das ,summen geschftiger ,insekten1 der ,suselwind in den ,apfelbumen zu einem einzigen ,jubel verschmolz -- da lie sich der ,weise im ,innern8 ber meinen ,traum von der ollen ,konservenkiste aus3 ,wehe euch ,schriftgelehrten und ,pharisern6 ,ihr ,heuchler1 die ihr gleich seid wie die bertnchten ,grber1 die auswendig hbsch scheinen2 aber inwendig sind sie voller ,totenbein und ,unflat4 ,den ,heiland hat man in eine ,konservenkiste gelegt1 hat einen ,stein davorgewlzt -- und da modert der ,lebendige fr jene1 so das ,engelwort nicht begreifen3 ,was sucht ihr den ,lebendigen bei den ,toten88 ,pfndung der ,habe ,tolstoi hat bemerkt1 ein ,mensch1 der ,verse macht1 komme ihm vor wie ein ,bauer1 der mit ,tanzschritten hinter seinem ,pfluge hergeht4 ,aber es gibt nun mal solche versfelnden ,kuze1 auch ich gehre dazu4 ,besonders in jungen ,jahren hielt ich was vom ,versemachen -- kam mir vor wie ein ,fischer1 der aus vorbeirauschender ,strmung ,perlen fischen mchte4 ,bunt schillert's in der ,flut1 eine ,perle scheint dem ,poeten manches1 dem sein ,kinderauge ,verklrung leiht4 ,sollen all diese ,schtze verloren gehn88 denkt er mit ,wehmut4 ,nein6 du mut sie festhalten -- in eine knstlerische ,fassung bringen -- deinen ,mitmenschen zur ,erquickung darbieten68 ,mit anderen ,worten3 der junge ,dichter hlt es fr heiligen ,beruf1 seine ,verse der ,unsterblichkeit zu vermachen4 ,sein ,gedichtbuch soll eine neue ,epoche der ,literatur einleiten4 ,doch ich will mich nicht einfltiger hinstellen1 als ich vor einem ,vierteljahrhundert war4 ,immerhin hegte ich den heien ,wunsch1 mich als ,lyriker gedruckt zu sehen4 ,da ein paar ,verlagsbuchhndler1 mit denen ich verhandelte1 nichts als khle ,bedenken vorbrachten und dann sogar das ,ansinnen stellten1 ich solle die ,druckkosten zahlen1 so wandte ich mich grollend von der ganzen ,verlegersippe ab4 ,eine ,unterhaltung hierber hatte ich in einem ,nachtcaf mit ,richard ,dehmel1 der damals noch zu den ,ungedruckten gehrte4 ,dster hrte er mir zu4 ,struppig war ihm ,vollbart und ,haarschopf1 zergrbelt die ,stirn mit der ,studentenschmarre1 durch den ,kneifer loderte das wilde ,auge3 ,zum ,kuckuck6 ,wenn man schon die ,druckkosten selber tragen soll1 so mchte man wenigstens dafr den ,reinertrag ungeschmlert ernten4 ,selbstverlag ist immer noch das beste4 ,wenn nur die ,kritiker nicht gleich mitrauisch wrden6 ,lesen sie auf dem ,titel3 ,im ,selbstverlage des ,verfassers1 ,kommissionsbuchhandlung ,leipzig1 so denken sie3 ,aha6 wieder so ein grner ,dilettant1 der sich seine ,eitelkeit etwas kosten lt48 ,ich brtete mrrisch -- da kam mir ein ,aufleuchten3 ,heureka6 ,grnden wir einen genossenschaftlichen ,selbstverlag2 er soll ,freie ,verlagsanstalt heien4 ,zur ,genossenschaft werden ,verfasser zugelassen1 die ihre ,druckkosten zahlen und natrlich einen literarischen ,wert haben48 ,die ,freie ,verlagsanstalt wre nicht zustande gekommen1 htte ich nicht einen ,buchdrucker gekannt1 der ebenso gutmtig wie rund und massiv war4 ,wegen seiner ,statur nannten wir ihn den ,elephantenwillem1 wobei wir aber auch an den treuen ,eifer und die ,intelligenz des ,elefanten dachten4 ,seine schwere ,hand hatte der ,elefantenwillem auf meine ,schulter gelegt und mit einem freimtigen ,blick seiner blauen ,augen das ,gestndnis getan3 ,ick schtze ,ihnen1 ,wille -- ,sie sind 'n ,aas uf de ,jeije -- un ick stunde ,sie de ,druckkosten48 ,so wurde es mglich1 da ich wenige ,wochen spter das berauschende ,erlebnis durchkostete1 meine ,verse fr den ,druck herzurichten4 ,eines schnen ,tages kam das ,paket ,bcher -- da lag das ,werk wie ein neugebackener ,kuchen3 ,einsiedler und ,genosse 444 ,freie ,verlagsanstalt1 ,berlin48 ,fr meine ,chronik kommt der vorliegende ,fall insofern in ,betracht1 als er bei der ,pfndung meines ,mobiliars mitspielte4 ,nachdem mir die ,geldstrafe seit geraumer ,zeit aufgebrummt war1 ohne da ich ,zahlung leistete1 konnte jeden ,tag das ,zwangsverfahren eintreten1 und ich hatte mit meiner ,frau bereits berlegt1 wie wir uns verhalten wollten4 ,es klingelte1 und gleich dachten wir3 ,der ,exekutor68 ,es war aber mein ,freund ,benno ,streitmller4 ,sein gutmtiges ,lcheln war nicht ohne ,schelmerei1 als er seinem ,portefeuille ein ,schriftstck entnahm und auf den ,frhstckstisch breitete4 ,da las ich1 da der ,elephantenwillem den ,rest seiner ,forderung fr ,druck meines ,gedichtbuches an ,benno abgetreten hatte4 ,sieh mich an68 sprach ,benno1 ich bin jetzt dein ,glubiger -- ,junge1 ,junge6 ,zahl mal sofort vierhundertachtzig ,mark4 ,ich schicke dir sonst den ,gerichtsvollzieher4 ,mensch1 ich presse dich aus wie eine ,zitrone48 ,dabei fate er mich bei den ,schultern4 ,meine ,frau starrte ihn an1 den ,mund geffnet4 ,keine ,witze68 stammelte ich4 ,benno lchelte grausam3 ,witze8 ,das ,fell zieh ich dir ber die ,ohren48 -- ,du weit doch1 da die ,wohnungseinrichtung meiner ,frau gehrt48 -- ,nicht gnzlich6 ,zum ,beispiel das ,gemlde ber deinem ,schreibtisch ist dein ,eigentum4 ,diese kstliche ,kopie des ,abendmahls von ,leonardo hat dir der ,maler geschenkt1 wie du mir mal erzhlt hast4 ,auf dies ,stck hab ich's besonders abgesehen4 ,das lasse ich durch den ,gerichtsvollzieher versiegeln und dazu noch die goldene ,uhr1 die du in ,bukarest zum ,andenken bekommen hast4 ,das ,gemlde ist gut und gern zweihundert ,mark wert1 die ,uhr ebensoviel4 ,den ,hauptteil meiner ,forderung hab ich dann sicher2 sonst kommt mir das ,amt ,friedrichshagen zuvor und pfndet ,bild und ,uhr -- was du leichtsinniger ,mensch wohl nicht bedacht hast -- ja ha ha68 -- ,ich verstehe dich1 ,freundchen48 ,lchelnd schttelten wir einander die ,hnde1 und meine ,frau1 die jetzt begriff1 meinte kopfschttelnd3 ,htte ich je gedacht1 da ,benno so grausam pfiffig ist88 ,bald nach diesem ,gesprch erhielt ich richtig vom ,amtsgericht ,cpenick den ,befehl1 vierhundertachtzig ,mark an ,benno ,streitmller zu zahlen4 ,da ich nicht zahlte1 kam etliche ,tage spter der ,cpenicker ,gerichtsvollzieher zu mir1 ein freundlicher alter ,herr1 die ,amtsmtze auf dem ,kopfe4 ,mit bedauerndem ,achselzucken kndigte er an1 da er mich pfnden msse3 ,ich bitte um ,ihr ,portemonnaie -- und die ,uhr da68 ,was er im ,portemonnaie fand1 war nicht der ,rede wert2 die ,pariser ,ankeruhr aber besah er mit ,hochachtung4 ,unter den geffneten ,golddeckel klebte er ein rundes ,papiersiegel und reichte mir die zugeklappte ,uhr zurck4 ,na1 und8 was kann man sonst noch kriegen8 ,alles nette und leidlich wertvolle ,sachen6 ,ich darf wohl mal durch die ,wohnung gehn88 -- ,das knnen ,sie sich sparen18 versetzte meine ,frau1 nahezu alles gehrt mir -- ich hab's mit in die ,ehe gebracht1 ,gtergemeinschaft ist bei uns ausgeschlossen4 ,blo die ,uhr gehrt meinem ,mann -- und das ,gemlde -- natrlich auch die ,bibliothek -- aber die braucht er ja zu seinem ,beruf48 ,der erfahrene ,gerichtsvollzieher legte die ,hand ans ,kinn3 ,glaub's schon6 ,aber versiegeln mu ich doch4 ,es steht ,ihnen frei1 zu intervenieren1 indem ,sie den ,nachweis bringen1 da die ,sachen ,ihr ,eigentum sind48 ,er ging in den sogenannten ,salon und klebte mit raschem ,kunstgriff unter die ,mbel und ,teppiche seine blauen ,papiersiegel4 ,schlielich nahm er ein ,protokoll auf und verabschiedete sich4 ,bald kndigte die ,flurklingel neuen ,besuch an4 ,benno ,streitmller war's2 schalkhaft strahlten die blauen ,augen des edlen ,jnglings4 ,eben bin ich ihm begegnet4 ,nun wre ja wohl alles in ,ordnung1 und du bist deine letzte ,habe los1 ,jungeken68 -- ,blutsauger68 deklamierte ich hohl4 ,er amsierte sich ber die angeklebten ,papierdinger1 da er sowas noch nie gesehen4 ,und nun1 ,frau ,lieschen1 lassen ,sie ruhig den anderen ,exekutor kommen6 ,er findet alles bereits versiegelt4 ,wenn er gleichwohl glaubt1 pfnden zu drfen1 so mag er sich an ,ihre ,sachen halten4 ,dann los mit ,ihrer ,interventionsklage gegen das ,amt ,friedrichshagen6 ,das kann ja die ,kosten tragen48 ,und er kicherte4 -- ,aber die ,sachen sind doch schon alle versiegelt18 wandte ich ein4 -- ,macht nichts18 versetzte ,benno1 ich gebe sie frei1 gromtig1 wie ich nu mal bin4 ,blo die ,uhr und das ,gemlde behalte ich1 lasse dir aber den ,gebrauch dieser beiden ,stcke -- zunchst bis ,ende dieses ,jahres4 ,hier hab ich schon den ,leihkontrakt4 ,kannst gleich unterschreiben4 ,wenn dann morgen jemand vom ,amte pfnden will1 zeig ihm den ,kontrakt48 -- ,morgen schon88 fragte meine ,frau1 und ,benno erwiderte3 ,ich habe vor zehn ,minuten den jngsten ,leutnant getroffen1 gleich hinter dem ,gerichtsvollzieher kam er4 ,na1 jngster ,leutnant8 hab ich gesagt1 geben ,sie man ,herrn ,rat ,hegel einen ,wink6 sonst kommt ihm der ,cpenicker ,onkel da bei ,doktor ,wille zuvor4 ,sie wissen doch8 ,andere ,leute knnten frher aufstehen als das ,amt -- verstehen ,sie8 ,so sagte ich1 und nun pat mal auf1 ,kinder1 der jngste ,leutnant erzhlt die ,geschichte brhwarm dem ,igel1 dann schickt dieser schleunigst seinen ,exekutor48 ,notabene3 der jngste ,leutnant war ein ,amtsdiener1 der vor wenigen ,monaten frisch vom ,militr gekommen war und sich in seiner nagelneuen ,uniform benahm wie ein h-bh-,stutzer4 ,andern ,tages erschien in der ,tat in meiner ,wohnung ein ,amtsdiener1 es war der olle ,schffer1 der mit seinem ,biedergesicht1 seiner ,brille und dem grauen ,vollbart an meinen alten ,oberlehrer erinnerte4 ,auch ,schffer begann seine strenge ,rolle durchaus human4 ,er redete gut zu1 ich solle auf die geforderten ,strafgelder doch wenigstens eine ,anzahlung machen3 ,denn sehen ,se1 sonst mu ick ,sie ,ihre ,mbel nehmen48 -- ,die sind aber mein ,eigentum18 entgegnete meine ,frau4 -- ,wenn ,sie det jerichtlich nachweisen knnen1 jut6 ,aber vorleifich mu ick vasiejeln48 ,die ,sachen sind ja schon versiegelt18 wandte ich ein und kehrte einen der ,sthle um1 so da man das untergeklebte ,siegel sah4 ,schffer wurde schweigsam und schien die ,schlacht bereits aufzugeben4 ,da entstand durch mein ,verhalten eine ,verwicklung4 ,ich mu ,ihnen allerdings gestehen1 da ,herr ,streitmller1 der die ,sachen gestern versiegeln lie1 schon alles wieder freigegeben hat4 ,blo diese ,uhr und ein ,gemlde hat er behalten1 und darber haben wir einen ,leihkontrakt2 hier ist er48 -- ,so88 meinte ,schffer gedehnt und las das ,schriftstck4 ,darf ick mal de ,uhr sehn88 ,ich zeigte das ,siegel im ,innern4 ,nu bitte det ,jemlde68 ,als ich vor meinem ,schreibtisch auf das ,abendmahl8 wies1 nicht ohne ,befriedigung ber die treffliche ,wiedergabe des ,meisterwerkes1 zeigte er gar kein ,interesse fr die ,kunst1 nahm das ,bild von der ,wand und suchte nach dem ,siegel4 ,doch sieh1 ein ,siegel war hier gar nicht vorhanden -- der ,gerichtsvollzieher hatte es vergessen oder das ,bild allzu gering geschtzt4 ,schffer blickte spitz3 ,denn mu ick det ,bild fnden1 un nu wollen wir ooch mal die brijen ,sachen untasuchen48 ,er lehnte das ,bild an die ,wand1 und los ging ein ,durchschnffeln der ganzen ,wohnung4 ,unter die ,tische kroch er1 um die ,siegel zu finden4 ,sofa und ,diwan mute er hochkippen1 weil sein ,vorgnger aus ,cpenick in zarter ,rcksicht seine ,zettelchen versteckt angebracht hatte4 ,ob der ungewohnten ,arbeit schnaufte der ltliche ,amtsdiener4 ,als meine ,frau ihr ,lachen nicht verhalten konnte1 gab er weitere ,bemhungen auf und begngte sich1 von den reichlich mitgebrachten ,siegeln des ,amtes ,friedrichshagen eins hinten auf das ,bild zu kleben4 ,nachdem er sein ,protokoll aufgenommen1 verabschiedete er sich khl und ergriff das ,bild4 ,ich protestierte3 ,sie haben kein ,recht1 zu nehmen1 was nicht mir gehrt1 sondern ,herrn ,streitmller48 ,und ,schffer3 ,wenn ,herr ,streitmller anfechten will1 so ist det eene ,jerichtssache zwischen ihn un det ,amt ,friedrichshagen48 ,resolut setzte er die ,amtsmtze auf und zog mit dem ,bilde ab4 ,ich hatte ,mhe1 unsern ,terrier ,schuftel1 der ein ,vorurteil gegen ,uniform-,menschen hatte1 von ,angriffen auf die ,staatsgewalt zurckzuhalten4 ,als ich den ,kter eingesperrt hatte1 vernahm ich einen ,wortwechsel auf dem ,hofe3 unsere treue ,schaffnerin ,frau ,pape redete auf den ,amtsdiener ein4 ,aus dem ,fenster beobachtete ich1 wie sie ihm ein ,paar olle ,stiebel hinhielt und spttisch antrug1 auch die mitzunehmen4 ,keine halbe ,stunde nach diesem ,auftritt1 und ,schuftel1 den ich wieder freigelassen1 verriet durch ,straengeklff1 da er abermals ,hndel habe4 ,die scheltende ,menschenstimme gehrte dem ,amtsdiener ,schffer4 ,mit raschem ,griff hatte ich den ,teppichklopfer1 der mir gerade in die ,quere kam1 und eilte die ,treppe hinab4 ,frchterlich anzusehen1 wie der ,amtsdiener sich des ,hundes erwehrte4 ,mit seinen glotzenden ,augen und dem weigezahnten ,rachen gemahnte das ,vieh an den ,haifisch meines ,traumes1 wie er nach dem retirierenden ,aktengespenst schnappte3 ,hacke hacke68 ,der olle ,schffer1 die ,augen starr auf den ,feind1 nahm sich zusammen1 um keinen ,bi abzukriegen1 und teilte fortwhrend ,futritte in der ,richtung des ,schnappenden aus4 ,ich staunte ber die ,gelenkigkeit der ltlichen ,oberlehrerbeine4 ,da1 mit einem ,schwupp1 hatte sich der ,kter am ,absatz des ,amtsdieners festgebissen1 da dieser nicht loskam und auf einem ,beine hpfte1 wobei er jmmerlich schrie4 ,sofort traf mein ,teppichklopfer die ,bestie1 da sie loslie und sich fletschend trollte4 ,an den ,gartenzaun gelehnt1 hielt der ,amtsdiener sein ,bein hoch und betrachtete den ,stiefel4 ,hat er durchgebissen88 fragte ich bestrzt4 ,det nich1 aber der ,stiebel is kaputt48 -- ,bedaure sehr1 ,herr ,schffer1 doch ,hauptsache1 da ,sie keine blutige ,wunde haben4 ,den ,stiefelschaden ersetze ich4 ,na1 und was fhrt ,sie denn nochmals zu mir88 -- ,ick habe mir eenen ,schwupper zu schulden kommen lassen48 -- ,so8 ,na denn kommen ,se man wieder rauf68 ,oben spendierte ich dem ,polizeimann einen herzstrkenden ,trank1 und nun gab er folgende ,erklrung3 ,ick habe also den ,herrn ,rat allens berichtet4 ,da wird e' janz wild3 ,aber ,schffer1 ,mensch6 ,sie bringen so'n wertlosen ,trdelkram8 ,wat soll ick mit det ,bild8 ,man schleunigst retur1 un bessere ,stcke versiejelt4 ,ja1 sehen ,se1 ,herr ,dokter1 so leid et mich duht1 den ,schwupper mu ick nu wieder jut machen48 ,und nochmals durchmusterte er die ,wohnung1 nochmals mute er ,sofa und ,diwan hochkippen und unter die ,tische kriechen1 seine ,zettelchen anzubringen4 ,zu solchen ,scherereien gesellten sich andere1 die schon verdrielicher waren4 ,hin und wieder sah ich meiner ,frau an1 da sie sich mit ,sorgen trug1 und auf mein ,zureden gab sie den ,bescheid3 ,sowas ist doch keine ,kleinigkeit6 ,wir haben noch nie mit ,polizei und gar ,gerichtsvollzieher zu tun gehabt -- da kommen nu ,mnner mit ,amtsmtze un blamieren einen im ganzen ,ort4 ,die ,nachbarn schwatzen1 warum hier wohl versiegelt wre1 un nchstens soll ich in ,cpenick schwren -- und wei gar nicht1 wie man das macht48 ,der ,tierkreis ,in diesen ,tagen des ersten ,frhlings wurde unsere ,unruhe durch ,stimmungen geheilt1 wie sie der ,natur eines mrkischen ,drfchens eigen sind4 ber den ,kiefernforst kam lauer ,brausewind geflogen1 und die ,sonne schien auf die sprieende ,wintersaat der schmalen ,feldstcke1 auf die ,obst- und ,blumengrtchen1 wo an molliger ,stelle ,veilchen blhten4 ,drben im verwilderten ,laubpark schlpfte die schwarze ,amsel am ,erdboden hin1 ,nahrung mit dem gelben ,schnabel pickend4 ,zufrieden sa sie abends auf der ,spitze einer ,pappel1 von wo sie das ,frhlingsreich berschaute1 ihre ,pfiffe in den gelben ,himmel jauchzend4 ,wenn wir ber die ,feldlandschaft spazierten1 so sahen wir hin und wieder einen ,kleinbrger1 der nach getaner ,berufsarbeit seinen ,kartoffelacker umgrub4 ,bei dieser ,ttigkeit fanden wir am ersten ,april nach ,feierabend unsern ,hauswirt ,krause4 ,in dem ,huschen1 wo er wohnte 7die zwei anderen ,huser1 die er besa1 dienten ihm lediglich zum ,vermieten71 hatte ich ihn nicht angetroffen1 als ich die ,miete zahlen wollte4 ,n',abend1 ,herr ,krause6 ,ich mchte bei ,ihnen mein ,geld los werden48 ,mit latschigen ,schritten kam ,krause heran und reichte mir schweigend die ,arbeitshand4 ,ohne den kalten ,zigarrenstummel von den ,lippen zu tun1 nuschelte er3 ,jeben ,sie det ,jeld man meine ,frau68 -- ,die ist nicht zu ,hause4 ,und was man doch zahlen mu1 wird man gern rasch los2 sonst kommt wohl gar ber ,nacht ein ,spitzbube48 -- ,zu ,sie kommt keener18 lchelte ,krause4 -- ,aber vielleicht wieder mal der ,amtsdiener68 -- ,ach so6 ,denn man her mit den ,draht68 ,ich zhlte das ,geld auf das ,quittungsbuch1 er sackte ein1 ich reichte ihm den ,tintenstift zum ,unterschreiben4 ,er machte drei seltsam gekritzelte ,kreuze4 ,soll das ,krause heien88 -- ,anders ha'k nich jelernt2 aber die ,kreize haben et in sich4 ,ibrijens brauchen ma nischt ,schriftlichet6 ,wat wir zwee beede sinn1 da heest et eenfach3 ,topp68 ,da ,mangel an ,schulbildung das ,heil der ,seele nicht immer beeintrchtigt1 dafr bildet mein ,hauswirt ein leuchtendes ,beispiel4 ,sein bienenhafter ,flei1 seine ,rechtschaffenheit und ,friedfertigkeit waren jedem ,kenner wert4 ,obwohl sein ,vermgen mit sechs ,ziffern geschrieben wurde1 war seine ,lebenshaltung die eines ,tagelhners4 ,beifall verdient sein ,verhalten in meiner ,pfndungsangelegenheit4 ,wie prophezeit war1 erschien am zweiten ,april vormittags bei mir ein ,amtsdiener -- diesmal war es der ,jngste ,leutnant4 ,nicht exekutieren wollte er -- brachte blo eine ,vorladung aufs ,amt1 wo ich vernommen werden sollte4 ,als ich hinging und an ,krauses ,huschen vorberkam1 trat dieser heraus4 ,sonst wie der rmlichste ,landarbeiter gekleidet1 trug er diesmal seinen schwarzen ,sonntagsanzug und einen altmodischen ,zylinder4 ,den lftete er in seiner gemessenen ,art3 ,moo--arn68 -- ,na1 ,herr ,krause88 fragte ich munter1 wo soll es denn hingehn88 -- ,nach de ,breestpromenade18 antwortete er kurz4 ,doch nicht etwa aufs ,amt88 ,schweigend nickte er4 ,mir schwante1 er werde in meiner ,angelegenheit vorgeladen sein4 ,und richtig6 ,als mich nach dem blichen ,warten im ,vorderbro der ,schreiber ins ,budoar des ,herrn ,rat lud1 fgte er hinzu3 ,un ,sie1 ,herr ,krause1 jehn ,se man jleich mit68 ,rat ,hegel empfing uns mit khlem ,kopfnicken1 ohne sich vom ,sessel zu erheben4 ,dann zwinkerte er mit den ,igelaugen3 ,zu diesem ,verhr1 ,herr ,dokter1 habe ich ,ihren ,hauswirt geladen1 um ,sie beide zu konfrontieren48 -- ,nanu88 gab ich zurck4 -- ,und jetzt1 ,herr ,krause 7dabei blickte er gebieterisch71 sagen ,sie frei heraus3 ,gehrt das ,mobiliar in der ,wohnung des ,herrn ,dokter ihm -- oder seiner ,frau88 ,krause hielt den ,amtsblick aus und zuckte die ,achsel3 ,wee 'k nich68 ,um ,igels schmale ,lippen huschte spttische ,pfiffigkeit3 ,das wissen ,sie nicht8 ,p6 ,denn geben ,sie mal den ,mietskontrakt her6 ,sie haben ihn doch mitgebracht1 h88 ,krause schttelte den ,kopf4 ,nicht mit8 ,p6 ,das ist stark6 ,ich habe ,ihnen doch sagen lassen1 ,sie sollen ihn vorlegen4 ,was steht denn drin8 ,sie haben doch wohl das ,formular des ,hausbesitzervereins8 ,darin heit es3 ,mieter versichert1 da die von ihm eingebrachten ,mbel sein ausschlieliches ,eigentum sind4 ,wer hat denn nu ,ihren ,mietsvertrag unterzeichnet h8 ,etwa die ,frau ,doktor ,wille8 ,er doch natrlich6 h8 ,raus mit der ,sprache68 ,krause blickte mit unerschtterlicher ,gelassenheit4 ,als er schweigend den ,kopf schttelte1 krhte ,rat ,hegel voreilig3 ,aha6 ,also nicht ,ihre ,frau1 ,herr ,doktor6 ,sie haben unterschrieben6 ,haben sich also als ,eigentmer des ,mobiliars bekannt4 ,ihre ,frau kann gegen die ,exekution nichts machen1 basta6 ,oder wollen ,sie etwa leugnen1 da ,sie den ,kontrakt unterschrieben haben8 ,ich knnte ja sofort eine ,haussuchung anordnen1 damit der ,kontrakt beschafft wird4 ,also nu1 was sagen ,sie nu1 h88 ,ich war etwas verwirrt1 wute nicht1 was im ,mietskontrakt stand4 ,kontrakt hebben ma ieberhaupt keenen68 wandte ,krause mit ,seelenruhe ein4 ,der ,igel stutzte und knurrte mitrauisch3 berhaupt keinen8 ,na1 das wre eine dolle ,wirtschaft6 ,sie1 ,eigentmer zweier ,mietshuser1 wollen mir einreden1 da ,ihr ,mieter nichts ,schriftliches mit ,ihnen ausgemacht hat1 h88 -- ,det is so68 nickte ,krause4 ,jetzt wurde der ,igel wild und fuchtelte mit den ,armen3 ,aber ,mann6 was machen ,sie fr ,streiche6 ,sie vermieten an den ,herrn da -- und haben nichts ,schriftliches von ihm1 h8 wissen nicht mal1 ob die ,mbel ihm gehren oder wem sonst1 h8 ,das ist ein ,unrecht6 ein ,unrecht gegen ,ihr ,kapital -- gegen die guten ,sitten68 ,mein ,hauswirt1 bockig geworden1 trumpfte auf3 ,det jeht ,ihnen jar nischt an6 ,se wollen mich woll'n ,loch in'n ,kopp reden88 -- ,das heit18 gab der ,igel streng zurck1 ,sie drfen nicht vergessen1 da ich ,sie amtlich vernehme4 ,also geht mich die ,sache wohl an6 ,hier liegt bei ,ihnen ein gewisser ,leichtsinn vor4 ,wenn ,ihnen nun dieser ,mieter keine ,miete zahlt8 ,sein ,mobiliar liegt bereits unter ,siegel4 ,da ist er ,ihnen ja nicht mehr sicher68 -- ,der is mich sicher6 ,bei uns zwee beede heet et3 ,topp1 een ,mann1 een ,wort6 ,un nu will 'ck man jehn6 ,ick habe keine ,zeit for hier mit ,sie zu brabbeln68 ,und er stand auf1 nahm den ,zigarrenstummel und nickte seinen ,gru4 ,halt68 rief der ,igel1 in seiner hhnischen ,klte an den ,landvogt ,geler gemahnend1 erst mssen ,sie ,protokollchen unterschreiben1 h88 -- ,nischt unterschreib' ick -- hechstens mach 'ck drei ,kreize68 -- ,ah so68 staunte ,rat ,hegel und lchelte hochmtig4 ,sie also sind der letzte ,analphabet in der ,kolonie des groen ,friedrich8 ,na1 denn gehn ,se man6 ,wir kommen zurecht auch ohne ,kreuzelschreiber48 ,so rief er ihm nach und bemerkte unter spttischem ,zwinkern seiner ,schweineritzen3 ,wer ohne ,kopf geboren is1 bleibt zeitlebens ein ,krppel -- h88 ,das ,protokoll1 das der ,igel nun aufsetzte1 ging einfach dahin1 da ein schriftlicher ,mietsvertrag nicht vorhanden und keinerlei ,erklrung darber erfolgt sei1 wem das ,mobiliar gehre4 ,als ich unterschrieben hatte1 bemerkte ich mein ,bild1 das an der ,wand lehnte und sein ,siegel zeigte4 ,bei dieser ,gelegenheit18 sagte ich1 mchte ich ,sie ersuchen1 ,herr ,rat1 da mir das ,bild da zurckgegeben wird4 ,das ,amt hat kein ,recht darauf2 es ist ,eigentum des ,herrn ,streitmller1 und ich habe es zur ,verwahrung erhalten4 ,ich wnsche1 da das ,bild baldigst wieder an die alte ,stelle kommt -- ber meinen ,schreibtisch2 sonst komme ich nicht in ,stimmung und bin bei der ,arbeit gestrt48 ,neugierig erhob sich der ,igel3 ,was ,sie sagen6 ,lassen ,se das ,dings mal besehn68 und lehnte das ,bild an einen ,stuhl1 so da es vom ,fenster beleuchtet war4 ,beim ,betrachten feixte er spttisch3 ,p6 ,ein ,atheist1 un so'n ,kirchenbild6 ,sie wollen mir einreden1 da ,sie diese ,schilderung des ,abendmahls zu ,ihrer ,erbauung bentigen8 ,glauben ,sie denn berhaupt an ,christus1 h88 -- ,wenn ,sie wieder ein ,religionsgesprch belieben1 so will ich ,ihnen verraten3 ,wer den ,christusgeist bettigt1 der allein glaubt an ihn6 ,ob ,christus der geschichtlichen ,wirklichkeit angehrt1 kommt dabei nicht in ,betracht 4448 ,der ,swinegel unterbrach mich mit staunender ,heiterkeit3 ,also ,sie halten es fr mglich1 da ,christus gar nicht mal gelebt hat1 h88 -- ,fr mich lebt er -- ist das bessere ,selbst1 das ,licht der ,welt1 die geistige ,sonne in der ,menschheit wie im ,all4 ,im ,bilde der ,sonne hat man ihn schon damals verehrt als die ,mythe von den zwlf ,jngern entstand4 ,die ,zwlf bedeuten die ,himmelszonen1 die der ,sonnenlauf in den einzelnen ,monaten berhrt -- die zwlf ,tierzeichen des ,kalenders48 ,hier lachte der ,igel krhend3 ,tierzeichen ist gut6 ,ein ,tier also ist ,sankt ,peter1 h8 ein ,tier ,sankt ,johannes und so weiter6 ,ein ,tier1 wie's im ,kalender steht3 ,widder1 ,stier1 ,krebs1 ,skorpion 444 hehehe6 ,diese ,viecher empfehle ich ganz besonders ,ihrer atheistischen ,andacht4 ,und ,sie knnen an ,ihrem ,schreibtisch nicht produzieren1 nicht wahr1 wenn ,sie nicht ,ihren ,tierkreis betrachten1 hihihi6 ,na ich fhle ein menschliches ,rhren1 ,sie sollen ,ihren ,willen haben4 ,das ,bild hat ja auch keinen ,wert4 ,ich habe meinem ,amtsdiener gleich gesagt3 ,da haben ,se sich schn anschmieren lassen6 ,kommt der ,mann angepustet mit einem ,bild1 das auf der ,auktion nicht einen ,taler bringt4 ,wer kauft denn bei uns ,heiligenbilder un so 'n frommen ,kram1 h8 ,also ,ihren ,tierkreis lasse ich ,ihnen noch heute bringen6 ,p6 ,zum ,dank knnten ,sie mir verraten1 welche ,tiere mit den einzelnen ,jngern ,christi gemeint sind4 ,wer ist denn hier der ,widder1 h8 ,wer ist der ,stier8 hihihi68 ,er glaubte mich vernichtet zu haben und lachte mir schadenfroh ins ,gesicht4 ,wer mit den ,tieren gemeint ist1 mssen ,sie sich schon selber herausdividieren1 ,herr ,rechnungsrat -- machen ,sie sich nach ,belieben ,ihre ,gedanken ber den ,widder und den ,stier4 ,das sind brigens respektable ,wesen -- wir haben ,grund1 bescheiden zu sein den ,tieren gegenber1 die uns oft beschmen durch ihre ,unschuld1 ,gutmtigkeit und ,treue4 ,wissen ,sie1 was ,schopenhauer zu seinem ,pudel sagte1 wenn er ihn schelten wollte8 ,nicht etwa3 du ,vieh6 ,sondern mit durchbohrender berzeugung3 ,du ,mensch6 ,dann kniff der ,pudel den ,schwanz ein und versteckte sich48 -- ,ach so6 ,p68 hhnte der ,igel bsartig1 und unsereins hat sich eigentlich zu verstecken vor ,ihrem verhimmelten ,viehzeug1 h8 ,naturgem6 ,der ,mensch stammt ja vom ,affen ab -- lehrt ,ihr atheistischer ,affenprofessor6 ,p6 ,is vielleicht auch der ,affe in ,ihrem ,tierkreis8 hihihi68 -- ,der ,affe8 nein6 ,auch der ,igel nicht6 ,dieser ,duckmuser pat nicht in den ,sonnenkreis48 ,wtend schlug der ,igel auf den ,tisch und keifte3 ,beamtenbeleidigung68 ,ich ging4 -- ,ein ,stndchen spter brachte mir der jngste ,leutnant das ,bild zurck -- da hing es wieder ber meinem ,schreibtisch4 ,in dem ,kreuzzug1 den die preuische ,behrde gegen einen ,ketzer unternommen hatte1 war die erste ,heldentat die ,pfndung eines ,christusbildes4 ,verhaftet ,dies neue ,religionsgesprch war eine der letzten ,amtshandlungen des ,rates ,hegel4 ,mochte er nun dem ,aufschwunge des ,ortes und den immer verwickelteren ,geschften nicht gewachsen sein1 oder mochten die ,fritzenwalder die ,wichtigtuerei dieses jungen ,fritzen peinlich empfinden -- genug1 am ersten ,juli trat er als durchgefallener ,kandidat schmollend wieder in den ,stand der ,ruhe4 ,in seinem ,boote sa er nun mit der ,angelrute1 abends in einem ,tanzlokal1 wo er seinen ,lieblingen zulchelte1 gelegentlich sogar das berhmte ,tanzbein schwang4 ,im ,amte war an seine ,stelle nicht etwa der ,klempnermeister ,kuhlicke getreten1 sondern ,herr ,klo1 dessen ganze ,art durchaus anders war1 als die des ,vorgngers4 ,suchte dieser seinem groen ,friedrich gleichzukommen1 so schwrmte ,klo fr ,bismarck -- und an ,gestalt war er ihm nicht unhnlich4 ,eins freilich hatte ,klo an ,bismarck auszusetzen -- zu barsch sei er immer aufgetreten1 whrend der ,diplomat schmiegsam sein msse1 um sich keine ,feinde zu machen4 ,mich hat der ,amtsvorsteher ,klo stets nach diesem ,grundsatze behandelt4 ,es fiel ihm nicht ein1 mir mit ,scherereien zu kommen1 und so lie er der ,interventionsklage meiner ,frau ihren glatten ,verlauf1 ohne irgendwelche ,einrede zu tun4 ,nicht einmal1 da meine ,frau nach ,cpenick zitiert wurde -- den ,schwur besorgte ,freund ,bartels2 er konnte besttigen1 sie habe das ,mobiliar in die ,ehe eingebracht4 ,so muten die ,siegel des ,amtes ,friedrichshagen wieder abgenommen werden4 ,begegnete ich nun auf der ,strae ,herrn ,amtsvorsteher ,klo1 so zog er tief den ,hut und blinzelte augurenhaft mit dem grauen ,auge1 als wolle er anerkennend sagen3 ,bist ein ,filou68 ,nun war's wieder mal ,herbst1 und es zogen die ,wildgnse4 ,vor einbrechender ,dunkelheit kamen sie in keilfrmigen ,geschwadern ber den weiten ,kiefernforst4 ,auf den mit ,wintersaat bestellten ckern nrdlich der ,wuhlheide hatten sie tagsber gegrast und kehrten abends zum ,mggelsee zurck1 um darauf zu bernachten4 ,da sie zu ,hunderten dort schwammen und nicht viel ,schlaf bedurften1 so war in stillen ,nchten ihr ,geschnatter weithin vernehmbar4 ,im ,morgengrauen ging es mit ,geschrei wieder fliegend zur ,weide4 ,beim ,kommen und ,gehen der ,wandervgel hrte man das ,gewehr des ,frsters knallen4 ,heute frh haben sie wieder arg auf ,wildgnse gefeuert18 sagte ich zu meiner ,frau1 als sie den ,morgentee einschenkte4 ,ja1 nicht wahr88 antwortete sie -- bei jedem ,schu gibt es mir einen ,stich1 und am liebsten mchte ich den ,gnsen zurufen3 ,fliegt doch hher -- da euch die ,schrotkrner nicht erreichen68 -- ,so ist das ,leben6 ,einer gnnts dem andern nicht4 ,haustier mu man sein1 um geduldet zu werden4 ,eine zahme1 dumme ,watschelgans1 die dem ,herrn des ,hofes ihre ,federn ins ,bett legt -- ihre ,jungen in die ,bratpfanne4 ,so was nennt sich ,kultur6 ,regt sich aber irgendwo eine freie ,schwinge1 gleich geht's piff paff48 -- ,ach1 la doch68 wiederholte meine ,frau -- der ,morgen ist so unschuldig68 ,das ist er eben nicht68 entgegnete ich -- und in diesem ,moment1 gleichsam wie gerufen1 kam das ,unheil -- schrill ging die ,flurklingel1 und ,schuftel1 unser ,terrier1 der in der ,kche war1 begann ein grimmes ,geklff4 ,der ,brieftrger68 sagte meine ,frau2 ,schuftel konnte ja keinen ,uniform-,menschen leiden -- eine ,ausnahme machte nur der ,geldbrieftrger -- und da behaupte einer1 ,tiere htten keinen ,verstand6 ,gleich darauf trat ,frau ,pape zu uns ein1 die haushlterische ,sttze meiner ,frau -- sie meldete1 der ,amtsdiener ,bolle wnsche mich zu sprechen4 ,halten ,sie den ,hund in der ,kche1 machen ,sie ihm zur ,sicherheit den ,maulkorb an -- ,herrn ,bolle lassen ,sie eintreten48 ,seinen ,namen fhrte ,bolle insofern mit ,recht1 als seine ,statur1 brigens auch seine ,nase1 in die ,breite geschwollen war wie jenes ,knollengewchs4 ,gutmtig htte man sein rundes ,gesicht nennen knnen1 wenn nicht das ,mitrauen des ,philisters darin gezwinkert htte4 ,als der ,amtsdiener mit seiner schwarzen ,aktenmappe eintrat1 lie seine verdrossene ,miene erraten1 da er etwas ,peinliches bringe4 ,herr ,dokta un ,frau ,doktan1 nu is die ,sache doch mies -- ,se wissen ja1 von wejen den freireljeesen ,unterricht -- wo man die ville ,strafe von ,sie verlangt4 ,dadermit wird's nu ,ernst -- un nu schickt mir der ,herr ,amtsvorsteha -- un ,se mechten so jut sind -- un wenichstens mal wat zahlen4 ,ick soll zweedausend ,mrker infordern -- wie det hier anjeordnet is4 ,aber der ,herr ,amtsvorsteher saacht3 wenn's ooch blo hundert ,mrker wren1 un ,se zahlten die wenigstens -- denn wre doch der jute ,wille erwiesen1 un det jenjte4 ,denn wissen ,se1 die ,herren wollen blo ihren ,kopp durchsetzen -- blo ihren ,kopp68 -- ,glaub's schon18 gab ich zur ,antwort4 ,ich habe aber auch einen ,kopp -- und ,geld gibt's keins -- das habe ich doch schon lngst mit aller ,deutlichkeit erklrt48 ,ja aber um ,jottes ,willen -- denn soll 'ck ,ihnen ja verhaften -- saacht der ,herr ,amtsvorsteha -- ,jeld soll 'ck bringen oder ,ihnen persnlich -- saacht der ,herr ,amtsvorsteha48 -- ,ach so6 ,die ,brse oder das ,leben6 ,na also die ,brse kriegen ,se nich68 -- ,aber ,herr ,dokta1 nee1 nee6 ,krnken ,se mir doch nich mit ,ihre ,ausdrucksweise4 ,ick bin doch keen ,schinderhannes68 -- ,sie persnlich meine ich nicht1 ,herr ,bolle1 und natrlich auch nicht den ,amtsvorsteher und die ,herren ,geheimrte vom ,provinzial-,schulkollegium2 das ganze ,system meine ich4 ,na1 machen ,se keine ,leichenbittermiene1 ,bolle6 ,es handelt sich um keinen ,beinbruch4 ,wenn ,sie mich verhaften sollen1 ich stehe zu ,diensten4 ,aber erst lassen ,sie mich in ,ruhe meinen ,tee trinken4 ,sie nehmen schon so lange ,platz -- wie8 und frhstcken ein bichen mit1 ,herr ,bolle68 ,sein ,gesicht wurde sonnig1 da die ,sache eine so gemtliche ,wendung nahm4 ,meine ,frau1 die anfangs verdutzt dagestanden1 zeigte ,fassung4 ,und wie nun ,frau ,pape das ,gedeck fr den ,amtsdiener aufgetragen hatte und jeder sich ,tee mit ,buttersemmel munden lie1 hatte die ,szene bei aller ,seltsamkeit etwas ,anmutendes -- zumal jetzt drauen das ,kastanienlaub in der ,morgensonne herbstgolden leuchtete4 ,zum ,abschied kte ich meine ,frau und meinte zuversichtlich3 ,ich werde mal mit dem ,amtsvorsteher sprechen -- vielleicht bin ich schon in einer ,stunde wieder zurck48 ,tat also meinen ,mantel um und ging mit ,bolle aufs ,amt4 ,der kluge ,amtsvorsteher ,klo begrte mich mit seiner gewinnenden ,hflichkeit4 ,und nicht wahr1 verehrter ,herr ,doktor8 ,sie schaffen den peinlichen ,fall aus der ,welt -- und beweisen ,ihren guten ,willen 4444 ,sollte ,ihnen aber fr heute oder morgen die ,zahlung nicht passen -- na gut1 das macht nichts -- ich berichte einfach an die ,behrde1 da ,sie willig sind -- und wer wei1 ob sich damit nicht die ganze ,geschichte in ,wohlgefallen auflst48 ,und die vterliche ,gte1 die aus dem ,antlitz dieses ,amtsvorstehers strahlte1 war so verfhrerisch1 da ich an die ,fabel vom ,wanderer dachte1 der sich seinen ,mantel nicht vom ,sturmwind abtrotzen1 aber von der warmen ,sonne abschmeicheln lie4 ,indessen bedeutete ich ,herrn ,klo3 ,sie meinen's ja freundlich4 ,aber ,sie knnten sich eigentlich selbst sagen1 da ich die ,geschichte nicht angefangen habe1 um bei der ,entscheidung umzukippen4 ,i bewahre6 hier ist keine ,spur von freiwilliger ,unterwerfung4 ,nichts zahle ich1 bin ganz und gar nicht willig48 ,mit einem ,ausdruck von ,fassungslosigkeit starrte er mich an1 als zweifle er sacht an meinem ,verstande4 ,nach einem ,seufzer lchelte er s1 legte die ,hand auf's ,herz und verbeugte sich3 ,aber mein ,verehrtester6 ,sie bringen mich in die peinlichste ,verlegenheit -- ich mte ,sie ja -- bedenken ,sie doch -- verhaften mte ich ,sie6 ,tun ,sie mir so was nicht an6 ,bedenken ,sie auch1 was ,sie ,ihrem ,stande schuldig sind6 ,es geht doch nicht1 da ,sie ins ,gefngnis spazieren6 ,so was macht man doch mit ,geld ab6 ,und ,sie haben ja nicht mal ,kosten davon -- die freireligise ,gemeinde wird ,sie schadlos halten1 selbstverstndlich6 ,also nicht wahr8 machen wir's so6 ,sie wollen nicht8 wie8 ab-so-lut -- nicht8 ,ja1 dann kann ich nicht helfen6 nicht helfen68 ,und aufseufzend berhrte er den ,knopf der elektrischen ,klingel4 ,der ,amtsdiener trat in strammer ,haltung ein3 ,bolle1 der ,herr ist ,ihr ,arrestant68 ,noch einen wehleidigen ,blick gab mir der ,amtsvorsteher mit auf den ,weg und wimmerte3 ,da mir so was passieren mu -- ausgerechnet mir68 ,ich konnte mich eines ,lchelns nicht erwehren3 ,sie tun ja1 als wren ,sie der ,arrestant68 -- ,oh6 ,lachen ,sie nicht6 oh68 sthnte der ,amtsvorsteher4 ,kennen ,sie unser ,gefngnis8 ,zu meinem ,leidwesen sei's gestanden1 das ist verflucht unbequem68 ,ich wehrte mit der ,hand ab3 ,als ich ,militrsoldat war1 hab ich auf der ,wachtstube eine harte ,holzpritsche zum ,schlummern gehabt -- hab auf ,manver in ,scheunen und ,stllen gepennt -- und beim nchtlichen ,biwakieren war's kalt und na1 war auch verflucht unangenehm4 ,und doch hab ich's mit guter ,laune hingenommen4 ,jetzt bin ich abermals ,soldat und auf dem ,manver -- es handelt sich gar um einen ,dienst1 den ich mir selbst1 meinem ,gewissen leiste -- also los1 ,herr ,bolle68 ,noch eins1 ,herr ,doktor6 ,sie knnen jederzeit wieder raus -- sobald ,sie mir erklren1 da ,sie ,zahlung leisten 444 ,nicht wahr1 ,sie kommen recht bald68 ,mich verbeugend1 begegnete ich noch einmal seinem flehenden ,blick2 dann sagte er achselzuckend1 verdrossen kalt3 ,also1 ,bolle6 ,der ,herr ,doktor ist ,ihr ,arrestant -- fhren ,sie ihn ab68 ,als ich mit dem ,amtsdiener an der ,kirche vorbeiging -- damals war sie noch das altmodische ,dorfkirchlein -- und als wir in die ,mggelstrae einbogen1 war mir leicht zu ,sinn4 ,die ,sache war ja nun endlich entschieden und im reinen4 ,ich empfand etwas von der ,neugierde eines ,kindes1 das vor dem ,theatervorhang sitzt und sich ausmalt1 was jetzt fr seltsame ,bilder und ,geschicke kommen sollen4 ,als ich halblaut vor mich hinlachte1 warf mir ,bolle von der ,seite einen verdutzten ,blick zu4 ,nu sagen ,se blo1 ,herr ,dokta1 wat soll nu werden6 ,ick mu ,ihnen int ,hotel inhaftieren4 ,wenn't wenijstens int ,vordahaus jinge1 bei ,onkel ,pofken -- aber nee1 daderzu will der ,herr ,amtsvorsteha keene ,erlaubnis nich erteilen -- det kennte man ihn iebel nehmen48 -- ,was fr ein ,hotel und ,vorderhaus meinen ,sie denn88 -- ,na aber6 ,sie haben ,ihnen noch nicht mal informiert ber det ,lokal1 wo wir ,ihnen unterbringen duhn8 ,nee so wat68 -- ,keine ,ahnung68 -- ,und kennen woll noch nich mal den ,preiischen ,adler8 ,ach du meine ,jiete6 ,det is doch der ,jasthof von ,onkel ,pofken4 ,int ,vordahaus is de ,kneipe un der ,jasthof jarnie -- wenn mal ,loschierjste kommen4 ,ick un ,onkel1 wir wohnen selbstmurmelnd ooch int ,vordahaus4 ,wat nu aber der ,hof is1 da ha' mer so'n kleenen ,bau -- erst war et ,waschkiche un ,heiboden -- aus die ,waschkiche hat man die drei ,arrestzellen jemacht -- un det nennen se nu spahaft det ,hotel4 ,oben uf'n ,heiboden is de ,herberje -- wissen ,se1 fier reisende ,sonnenbrieder un wat sonst keene bessere ,penne berappen kann48 ,ich komme also in eine der ,arrestzellen8 ,und wer haust in den andern88 -- ,momentan keene ,katze6 ,iberhaupt ha' mer selten ,arrestanten -- meist blo so'n ,fechtbruda oder ne ,tippelschickse1 wo sich von den ,schandarm hat fischen lassen48 -- ,so6 hm6 ,aber ich -- ,sie wissen doch1 da ich ,anspruch auf ,selbstbekstigung habe88 -- ,aber feste6 ,mein ,onkel1 der ,hoteljeh1 liefert ,sie1 wat ,kche un ,keller halten48 -- la bonheur6 ,das ,essen wird mir natrlich von meiner ,frau geliefert -- die gewohnte ,hausmannskost1 wissen ,sie1 ist immer das ,bekmmlichste4 ,tee und ,kaffee bereite ich mir auf dem ,spirituskocher -- na1 und wenn ich dann erst gemtlich bei meinen ,bchern sitze 4448 -- ,sie wollen sich also richtig heislich inrichten88 ,und er schttelte sorgenvoll sein ,haupt mit der ,amtsdienermtze4 ,gasthof zum ,preuischen ,adler8 stand an einem ,huschen1 das im ,erdgescho ,kneipe war und darber noch ein ,stockwerk hatte4 ,vorn hinein gingen wir nicht1 sondern durch die ,tr eines ,bretterzauns unmittelbar in den ,hof4 ,zur ,linken befand sich eine ,kegelbahn1 das ,hinterhaus war offenbar besagtes ,hotel81 denn die drei ,fenster des ,erdgeschosses hatten ,kerkersprossen4 ,davor lag ein lndlicher ,dngerhaufen in einer ,senkgrube1 wo ,hhner scharrten4 ,bolle rasselte mit ,schlsseln1 die er aus seiner ,uniform geholt hatte1 und ffnete die ,gefngnistr4 ,wir traten in den schmalen ,flur2 rechter ,hand lagen die drei ,zellen1 die mittelste schlo ,bolle auf4 ,da war nun mein ,heim3 ,ein weigetnchter ,raum1 sehr unfreundlich1 dumpfig und dunkel1 dazu von ungewhnlicher ,enge -- neben dem ,backsteinofen hatte eine ,pritsche nebst einem ,stuhle noch eben ,platz4 ,bolle sah die ,unzufriedenheit in meiner ,miene4 ,ha'ck ,ihnen nich jesaacht8 ,wat dise drei ,zellen sin1 uf die war nich det ,bibelwort jeminzt3 ,hier is jut sind1 hier lat uns ,htten baun4 ,un ick bleibe dabei1 ,herr ,dokta -- duhn ,se1 wat der ,herr ,amtsvorsteha ,sie jeraten hat -- zahlen ,se den ,schwindel1 fort mit ,schaden6 un wir sin die faule ,jeschichte los4 ,sonst nimmt die keen jutet ,ende nich48 -- ,wieso88 fragte ich verdutzt4 -- ,aber1 ,herr ,dokter1 selbstmurmelnd6 ,die ,politik liecht doch nah -- uf so ne ,sache sin mir doch nich injericht -- dafier is doch unser ,hotel nich komfortabel6 ,det liecht ebens dadran1 det wir hier ne andre ,art von ,vapackung haben68 -- ,das sehe ich18 bemerkte ich unwirsch -- aber diese ,verpackung lasse ich mir nicht zumuten68 ,nun sah ,bolle vollends ratlos aus3 ,na da ha' mer ja de ,bescherung6 ,nu wird's ,tach in de ,bodenluke6 ,aber1 ,herr ,dokta1 duhn ,se mich blo den eenzichsten ,jefallen un -- un -- schlagen ,se keenen ,lrm nich von wejen de ,lokallett6 ,schlielich kommt et noch dahin1 det unser ,jemeindeamt een neiet ,jefngnis bauen mu48 -- ,mu es auch68 trotzte ich -- hier fehlt ja jede sanitre ,frsorge68 -- ,bolle's ,mienenspiel drckte hilflosen ,mimut aus3 ,ja ,sie1 det sagen ,sie6 ,aber ick jebe ,sie den juten ,rat3 wenn ,se sich hier durchaus heislich niederlassen wollen1 jut6 ,wir werden ,sie die ,haft so behaachlich wie meechlich machen4 ,aber man blo keenen effentlichen ,lrm nich schlagen -- blo nischt in de ,presse bringen6 saacht der ,amtsvorsteha6 -- ,ick mu ,ihnen jetzt einsam lassen1 ,herr ,dokta6 ,aber nu vasprechen ,se mich det -- nehmen ,se ,rcksicht1 un so weiter68 ,seine ,erffnungen kamen mir gelegen1 diese ,verhltnisse lieen sich dazu benutzen1 meine ,haft zu erleichtern4 ,will mir's berlegen18 antwortete ich4 -- ,ja1 duhn ,se det6 ick vertraue uf ,ihre ,bildung6 ,na1 un wenn ,se wat winschen -- oder wenn ,se in ,freiheit jelangen mechten -- denn rufen ,se man aus et ,fenster -- int ,vordahaus is immer wer1 wo ,ihnen heert48 -- ,gibt es hier keine ,klingel88 ,er lchelte ber meine ,naivett4 -- ,aber wenn nu bei ,nacht 444 wenn zum ,beispiel ,feuer ausbricht 4448 -- ,hier bricht keen ,feia aus6 ,zu ,ihre ,sicherheit aber bleibt ,ihre ,tre nach'n ,korridor uff -- un drauen steht 'n ,emmer -- un fier det ,feia 'n jroer ,kruch mit ,wassa 444 ,haben ,se man keene ,bange6 ,ma sin' ja nich in ,ruland6 ,aber nu mu 'ck fiers erste jehn -- adchee also1 ,herr ,dokta1 adchee68 ,er ging1 klappte die ,tr zum ,korridor zu -- dann hrte ich1 wie die rasselnden ,schlssel die ,haupttr verschlossen4 ,ich war allein -- nachdenklich sa ich auf meiner ,pritsche4 ,robinson richtet sich huslich ein ,in diesem ,loche ,monate zuzubringen1 war eine grmliche ,aussicht4 ,keine vier ,schritte konnte ich tun1 und an ,luft mangelte es4 ,das ,fenster reichte mir von der ,brust bis zum ,scheitel und war drauen mit vier ,eisensprossen versichert4 ,der ,scheibenrahmen hatte nur eine ,klappe zum ,lften4 ,vor dem ,fenster eine ,mllgrube1 wo ,hhner scharrten4 ,damit nicht jemand nachts hineintappte1 war um diesen landwirtschaftlichen ,bezirk ein ,lattengehege4 ,daneben die ,wasserpumpe1 ein ,kbel fr ,hhnerfutter1 ein ,hackeklotz mit ,stubben1 die zerkleinert werden sollten4 ,die ,hinterfront des ,gasthofs hatte zwei ,tren mit ein paar ,seitenfenstern1 darber eine ,fensterreihe4 ,da war auch eine ,glocke -- sie erinnerte an die ,hofglocke meiner ,klippschule2 auf dem ,blechschild stand zum ,amtsdiener84 ,nebenher fhrte die ,dachrinne ins ,regenfa4 ,die ,strae war abgesperrt durch eine hohe ,bretterplanke mit eingefgter ,tr4 ,etwas angenehmer blickte man nach rechts3 lngs der ,hofmauer eine ,kegelbahn1 der ,stand fr die ,kegel war beim ,eingang zu meinem ,gefngnis4 ,an den ,borden der ,kegelbahn spro ,rasen2 wilder ,wein umrankte die ,laube1 von wo geschoben wurde4 ber die ,mauer lugte der ,giebel des ,nachbarhuschens und ein ,akazienbaum -- aus seinem noch dunkelgrnen ,wipfel zitterte das spte ,zirpen einer ,heuschrecke4 ,abermals musterte ich meine ,klause -- aber da gab es nichts als ,pritsche1 ,ofen1 vier kahle1 weigetnchte ,wnde4 ,darauf ,inschriften und ,zeichnungen1 mit ,bleistift gekritzelt4 ,meine ,vorgnger hatten sich mit ,namen verewigt1 auch durch ,darstellungen1 wie sie ein roher ,geschmack auf ,wnden anbringt4 ,da war eine ,prgelei2 ein ,gendarm mit ,helm und ,sbel wurde verhauen von einem ,kerl mit ungeheurer ,faust2 darunter die ,verse3 ihr kricht mir doch nich unter vafluchtichte ,blechkopp-,limmel1 ick halte mir mit ,fechten munter un drinke ,rum mit ,kimmel4 ,neben solcher heroischen ,kunst gab es auch komische4 ,wiederholt kam ein ,mann mit ,amtsmtze1 verschmitzten ugelchen und einer ,kartoffelnase vor4 ,viel von dem ,gekritzel behandelte ,gefhle der ,minne4 ,eine ,tippelschickse hatte das sentimentale ,bekenntnis abgelegt3 ,in ,hamburg1 da bin ich gewesen ,in ,sammet und ,seide gehllt -- -- ,meinen ,namen1 den darf ich nicht nennen1 ,denn ich bin nur ein ,mdchen fr ,geld4 ,die brigen ,kritzeleien waren garstig1 fr die ,dauer unertrglich2 schon die ,kalkflchen hatten etwas ,qulendes4 ,an diesem ersten ,gefngnistage habe ich empfunden1 was es heit1 in den vier ,wnden zu hausen -- ohne ,bild1 ohne ,farbigkeit4 ,so darf das hier nicht bleiben6 ,ein ,hftling hat doch gewisse ,rechte -- die lasse ich mir nicht schmlern6 ,mein ,entschlu stand fest1 ich berlegte1 wie sich am zweckmigsten vorgehen liee4 ,ich wollte nicht blo mein eigenes ,bett und ,selbstbekstigung fordern1 sondern auch tgliche ,spaziergnge und die ,erlaubnis1 beliebig ,besuch zu empfangen4 ,und wie ,robinson1 auf die wilde ,insel verschlagen1 seine ,hhle traulich ausstattete1 indem er vom ,wrack des gescheiterten ,schiffes allerlei ,kulturdinge einheimste1 so wollte ich dies ,gefngnis zur fidelen ,klause gestalten4 ,aus meiner ,huslichkeit sollte meine ,frau 444 ,ach ja1 meine ,frau6 ,aber die wute ja nicht mal1 was aus mir geworden6 ,ich mute sie benachrichtigen4 ,sah nach der ,uhr 444 ,himmel1 waren die ,stunden verflogen6 ,ich sprte ,hunger und ,durst4 ,ob ich mir vom ,gasthause was bringen liee8 ,es kam mir wie eine ,demtigung vor1 was auszubitten4 ,zudem hegte ich den ,verdacht1 ,bolle halte sich geflissentlich fern und werde1 im ,einverstndnis mit dem ,amtsvorsteher1 alles aufbieten1 mich am ersten ,tage mrbe zu machen1 damit ich in ,geld die ,strafe entrichte4 ,na wartet1 ihr ,schlauberger6 ,ihr verrechnet euch in mir6 ,wieder auf der ,pritsche1 nahm ich mein ,notizbuch und schrieb an meine ,frau3 ,nun doch in ,haft6 ,im ,hinterhaus des ,gasthofs zum ,preuischen ,adler1 ,mggelstrae4 ,bitte la auf einem ,handwagen folgende ,sachen herschaffen3 ,mein ,bett nebst ,matratze4 ,schreibzeug und ,papier4 ,goethes ,gedichte4 ,das allgemeine ,landrecht1 links im ,oberfache des ,bcherschranks4 ,bcklins ,bild3 ,der ,einsiedler4 ,das ,ziegenfell aus meinem ,schreibzimmer4 ,die rote ,plschdecke4 ,chamissos ,gedichte4 ,den ,wandteppich1 mit dem wir mal die ,flurtr verkleidet hatten4 ,nagelkasten1 kleine ,eisenringe fr den ,wandteppich4 ,bindfaden1 ,nadel und ,zwirn4 ,ein ,quadratmeter ,stoff zu einem ,fenstervorhang1 recht bunt4 ,ein ,beefsteak mit ,bratkartoffeln und ,gemse4 ,eine ,flasche ,weibier4 ,das ,tischchen aus ,bambusrohr4 ,meine ,zither nebst ,noten4 ,blumentopf vom ,grtner4 ,papierampel aus ,japan4 ,eine ,flasche ,wermut di ,torino6 ,nun sieh1 da ich bald was zu essen kriege66 brigens geht es mir gut48 ,die ,bltter1 auf die ich den ,brief geschrieben1 ri ich aus dem ,notizbuch und hllte sie in ein ,zeitungsblatt4 ,gelegen kam soeben von der ,strae ein ,knabe mit einem ,schulranzen4 ,durch die ,fensterklappe rief ich ihn her3 ,heda1 ,junge6 ,wie heit du88 -- ,anton ,bolle48 -- ,ich gebe dir zwei ,groschen1 wenn du einen ,brief zu meiner ,frau bringst48 -- ,erst mu 'ck zu ,mittach essen68 -- ,und ,anton verschwand im ,vorderhause4 ,mit noch kauenden ,backen kehrte er zurck und erhielt den ,brief4 ,kaum war er weg1 so fielen mir weitere ,wnsche ein1 und ich notierte3 ,dringlicher ,nachtrag3 ,meine grne ,studierlampe666 ,tee nebst ,spirituskocher66 ,teller1 ,tassen1 ,glser6 ,grimms ,kinder- und ,hausmrchen4 ,hausschuh und ,hausanzug4 ,handkoffer mit ,wsche4 ,reisetoilette1 ,seife 4448 ,ach1 was hat der ,kulturmensch doch alles ntig6 ,nicht lange und ,anton ,bolle war zurck4 ,na1 was sagte meine ,frau88 -- ,et wre jut68 ,ich gab ihm seine ,groschen4 ,du kriegst aber noch zwei1 wenn du nochmals zur ,kastanienallee lufst2 willst du88 -- ,anton nickte und bekam den zweiten ,brief4 ,die ,stunde1 die ich zu warten hatte1 bis meine ,frau erschien1 dehnte sich1 mein ,magen auch4 ,wer hat nicht schon eine ,hyne bedauert1 wenn sie die paar ,schritte trottet1 die der knappe ,kfig zult1 sich dreht1 zurcktrottet -- und so fortfhrt1 ruhelos4 hnlich suchte ich meine ,ungeduld auszutoben4 ,schlielich hatte ich eine ,vorstellung von jener ,drehwurmkrankheit1 die ,schafen so scheulich wird2 schwitzend sa ich auf meiner ,pritsche4 ,die ,hoftr lie sich vernehmen -- endlich6 ,meine ,frau1 einen ,korb am ,arm4 ,an der ,bretterplanke tat ,frau ,pape einen ,riegel weg1 es ffnete sich eine breite ,pforte nach der ,strae4 ,da stand der ,handwagen mit den begehrten ,sachen4 ,durch die ,fensterklappe rief ich meiner ,frau einen ,gru zu -- sie erwiderte wehmtig1 versunken in den ,anblick meines ,gefngnisses4 ,drben klingeln68 rief ich4 ,frau ,pape zog die ,glocke4 ,als ,bolle den bepackten ,wagen sah1 war er stutzig4 ,dann kam er1 das ,gefngnis aufzuschlieen4 ,er sah mich gro an4 ,ick denke schon1 det wir ,ihnen entlassen kennen -- un ,sie 444 ja wat wird denn nu88 -- ,entlassen88 -- ,na ,se werden doch endlich zahlen6 ,oder nee8 ,himmelkaldaunen6 ,se wollen ,ihnen heislich inrichten88 ,ich sah ihn fest an3 ,was ich ,ihnen jetzt sage1 ,herr ,bolle1 gilt dem ,amtsvorsteher4 ,wenn ,sie sich einbilden1 ich werde mir dies ,loch gefallen lassen1 das weder auf ,gesundheit noch auf ,anstand ,rcksicht nimmt 444 ,hier fehlt der vorschriftsmige ,luftgehalt -- fehlt rechte ,ventilation -- fehlt ein anstndiger ,hof zum ,spazierengehen4 ,dann diese ,senkgrube unmittelbar vor meinem ,fenster -- diese ,zeichnungen und ,inschriften1 -- der ,toback ist mir denn doch zu ruppig6 ,und wenn nicht umgehend fr ,anstndigkeit meines ,gefngnisses gesorgt wird1 richte ich ein ,flugblatt an die ffentlichkeit48 ,und ,bolle kleinlaut3 ,en feinet ,jefngnis is et ja nich -- aber nu sagen ,se selbst1 wat soll denn hier jescheh'n88 -- ,das htten ,sie sich frher berlegen sollen4 ,warum hat mich das ,amt in ,haft genommen1 wenn es keine ,vorsorge getroffen hat1 und dies ,lokal in einem so saumigen 4448 -- ,ach nee1 ,herr ,dokta6 ,keene ,amtsbeleidejung68 -- ,beleidigend sind ,ihre ,zumutungen48 -- ,det is ja zum ,piepen6 ,sollen wir etwa frisch kalken lassen8 ,un wat fangen ma derweile mit ,sie an8 ,nebenan die beeden ,zellen sinn ooch keene ,sakristei nich -- un haben nicht mal ,heizung4 ,also wat --88 ,will ich ,ihnen sagen4 ,auf dem ,wagen drauen sind ,teppiche1 ,decken -- damit werden die ,wnde bekleidet48 ,bolle machte ein bedenkliches ,gesicht4 ,ferner verlange ich ,bewegung in freier ,luft1 tglich zwei ,stunden48 -- ,hier uff disen ,hof8 ,wat mechten ,se denn da anstellen88 -- ,na zum ,beispiel ,kegelschieben68 ,schweigend kratzte sich ,bolle am ,kinn4 ,dann verlange ich1 da ,besucher jederzeit eingelassen werden48 -- ,na ja1 scheeneken6 ,machen ,se man een ,jesuch an ,ihre jemietlichen ,provinzial-,schulkollejen von wejen de ,kegelbahne un de ,teppiche 4448 -- ,gesuch8 ,es geht ohne ,gesuch1 und zwar sofort68 ,und ich ging an ihm vorbei auf den ,hof -- begrte meine ,frau und sagte zu ,frau ,pape3 ,danke schn6 ,nun wollen wir mal gleich die ,teppiche anmachen48 -- ,die ,ringe zum ,anhngen haben wir schon angenht18 sagte meine ,frau4 ,wir trugen ,teppiche und ,decken ins ,gefngnis1 und los ging das ,hantieren4 ,bolle schlich hinweg wie ein begossener ,pudel4 ,aber ,mann68 wandte meine ,frau vorwurfsvoll ein4 ,nicht so hastig6 ,das ,essen wird ja kalt68 ,und wie sie aus dem ,korbe auspackte1 stieg mir der ,duft von ,gebratenem in die ,nase4 ,nach dem ,essen fand ich ,anla1 in einen ,winkel des ,menschenherzens hineinzuleuchten3 ,wir geraten in ,verlegenheit1 wo wir glauben1 die ,achtung der ,leute vor uns knne sich verringern1 wenn wir uns nicht nach ihnen richten4 ,ungezhlte ,keime tchtigen ,lebens1 ,wahrheiten und ,reformen1 werden erdrosselt durch die ,formel3 ,so was sagt man nicht6 so was schickt sich nicht6 ,und mancher ,geist1 der sonst selbstndig1 gebildet1 ja erleuchtet ist1 wei sich nicht freizuhalten von der ,autoritt des blichen4 ,besuch' doch mal eine ,abendgesellschaft1 wo alle ,herren ,frack tragen1 whrend du ,gehrock anhast4 ,oder du willst ein ,kaffeehaus betreten -- und da bemerkst du1 da du den ,schlips vergessen hast -- und kehrst um1 wagst nicht einzutreten4 ,es gibt ,trume1 die es darauf abgesehen haben1 uns in ,verlegenheit zu bringen2 hemdrmelig treten wir zur ,prfung vor das ,professorenkollegium2 in ,unterhosen mssen wir ber die ,strae4 ,wie sich die ,leute genieren1 wo sie sich in ihrem ,ansehen gefhrdet fhlen1 kannst du experimentell feststellen3 ,hast du in einer ,kleinstadt jemand besucht und willst abreisen1 und die ,familie oder der ,freund hat dich auf den ,bahnsteig begleitet1 so steige doch mal1 ,spaes halber1 in die vierte ,klasse ein6 ,whrend deine ,begleiter bis zur ,abfahrt auf dem ,bahnsteig harren1 mut du vergngt und recht auffllig zum ,fenster raussehen und ein ,gesprch durchhalten4 ,da kannst du was beobachten6 ,schamrot wie am ,pranger steht man -- oder man drckt sich schleunigst4 ,mit einem ,menschen1 der vierter ,klasse fhrt1 zu verkehren1 ist blamabel6 ,niedlich ist auch die ,wirkung1 wenn du in guter8 ,gesellschaft zu erzhlen anhebst3 ,es war im ,jahre -- na1 ich kam gerade aus dem ,gefngnis 4448 ,bei diesem ,wort1 ich wette1 geht ein ,engel durchs ,zimmer1 man ruspert sich und lenkt rasch von dem heiklen ,thema ab -- hem1 hem6 ,frau ,pape gehrte nicht ,kreisen an1 wo der ,reserveoffizier den ,ton angibt1 ihr ,vater war ein biederer ,handwerker4 ,und doch1 im ,benehmen dieser ,witwe zeigte sich jene ,verlegenheit1 deren ,art ich geschildert habe4 ,beim ,einrichten meines neuen ,heims vermied diese treue ,schafferin1 mir gerade ins ,gesicht zu seh'n4 ,sie schmte sich6 ,da ein ,mann1 in dessen ,haushalt sie ,sttze war1 im ,gefngnis sa1 war ein fataler ,schein4 ,was ein anstndiger ,mensch sein will1 darf sich eben nie so benehmen1 da die ,frau ,postsekretr sagen kann3 aber so was6 ,beileibe nicht darf man irgendwelche ,schererei mit der ,polizei kriegen6 ,und wenn einem die ,leute erst nachsagen knnen1 man habe gesessen81 so gehrt man fast schon zum ,abschaum der ,gesellschaft4 ,whrend mir das ,essen mundete1 stand ,frau ,pape nachdenklich vor einem ,bilde1 das ich herbestellt hatte2 es war ,bcklins ,einsiedler1 der nachts in seiner ,klause geigt1 von ,engelchen belauscht4 ,in meinem ,haushalte hatte die gute ,frau sich kaum abgegeben mit ,nachdenken ber ein ,bild4 ,nun war1 durch meine ,verhaftung1 ihre ,ideenwelt aufgerttelt4 ,na ,frau ,pape8 ,was interessiert ,sie denn an dem ,einsiedler88 -- ,ach 'n ,einsiedler is det88 -- ,was dachten ,sie denn88 -- ,na1 ick dachte ,sankt ,peter48 -- ,wieso88 -- ,ick habe in de ,schule jelernt1 den ,sankt ,peter htten se int ,jefngnis injestochen48 -- ,ach so6 ,die ,eremitenklause haben ,sie fr ein ,gefngnis angesehen88 -- ,na ja1 eng jenuch is se schon1 un drin is ooch nischt48 -- ,so wie hier68 -- ,frau ,pape nickte bedeutsam3 ,un da ha'k mich jesaacht3 ,wenn se jar den heiligen ,sankt ,peter injespunnt haben1 444 aber nu is et jar keen ,sankt ,peter68 -- ,ich verstehe1 ,frau ,pape6 ,wie ,sie das ,wgelchen mit meinen ,sachen herbrachten1 haben die ,nachbarinnen getuschelt3 ,de ,papen is bei ,dokter ,willes1 wo se doch den ,mann injespunnt haben -- un kiek mal1 jetzt holen se die ,betten int ,jefngnis6#8 ,war's nich so1 ,frau ,pape8 ,sie werden ja rot wie'n junges ,mdchen4 ,sie haben sich geniert6 ,aber das ,geschwtz soll ,ihnen nicht nahe gehn4 ,die ,leute halten sich ans uerliche -- denken nicht darber nach1 da man auch wegen einer gerechten ,sache ins ,gefngnis kommen kann48 ,frau ,pape nickte bewegt3 ,det ha'ck de ,kunzen ooch jesaacht68 -- ,ach so1 die ,kunzen war's2 die ,betschwester88 -- ,ja woll1 eene olle ,betschwester is se6 ,die wohnt an 'n ,katholschen ,bahnhoff jleich links -- un wenn ,ochsigkeit weh dhte1 ihr hrte man brillen bis ,potsdam68 -- ,der erzhlen ,se man vom ,gefngnis ,sankt ,peters -- ,sie knnen auch daran erinnern1 da ,christus einer war1 den sie ins ,gefngnis steckten48 -- ,hurrejott1 det is ooch wahr6 ,sojar der hat jesessen68 -- ,weil er nicht glaubte1 was die ,pfaffen sagten1 und weil er nicht mundtot leben wollte6 ,htte die ,kunzen im alten ,zion gelebt1 die wre unter der verblendeten ,rotte gewesen1 die einen ,gerechten anspie4 ,ach ja1 ,frau ,pape6 ,die ,erde zwar dreht sich vorwrts4 ,nur mit dem ,fortschritt der ,erdenkinder hapert's -- sie trauen sich nicht recht vorwrts1 wo sie mal aus dem ,herkommen raus sollen4 ,es gibt zu viel fromme ,verlegenheit in der ,welt6 ,gefngnis von ,schilda1 dein ,bolle heit ,angstmeier68 ,der ,kreispfiffikus ,drben am ,vorderhause gellte die ,glocke4 ,wie ich trotz der einbrechenden ,dmmerung erkannte1 stand da eine mir willkommene ,persnlichkeit3 der ,arzt des ,ortes4 ,in ,friedrichshagen1 wo jetzt mindestens ein halbes ,dutzend ,jnger skulaps wetteifern1 praktizierten damals zwei rzte1 einer immer besser als der andere4 ,doch eben aus diesem ,grunde gab es fr meinen ,freundeskreis nur diesen einen2 sintemalen wir keinen ,geschmack fanden an ,apothekerei1 desto mehr aber an den ,geistes- und ,herzensvorzgen des ,herrn ,doktor ,jacoby4 ,gern hatten wir seine ,freimtigkeit1 die er unter ,spieern mit ,derbheit und ,spott behauptete4 ,auch schtzten wir seine stete ,bereitschaft1 in seine harte1 oft grmliche ,berufsarbeit ein ,viertelstndchen ,scherz einzuschalten4 ,wenn er ,patientenbesuche machte und sein ,wagen im ,sande der ,dorfstrae einem von uns begegnete1 schwenkte er grend seinen ,schlapphut und lie anhalten1 um dem willigen ,opfer einen ,kalauer zu versetzen4 ,hurra1 da kommt der ,kurierzug68 sagte mal ein ,freund1 als der ,doktorwagen nahte4 ,in anderer ,weise uns zu kurieren1 war kaum ,gelegenheit -- die literarische ,kolonie bestand damals aus lauter blhenden ,mnnern und ,frauen1 und wohl nur1 wo ,elternfreuden in ,aussicht standen oder das bereits vorhandene ,kleine ,leibschmerzen hatte1 wurde ,jacoby zitiert4 ,nicht als rztliche ,autoritt trat er dann auf1 sondern als ein ,naturdeuter und freundschaftlicher ,seelsorger4 ,eine ,beruhigung1 die schon etwas ,heilendes hatte1 ging von ihm aus1 wenn er beim ,fhlen des ,pulses gemtlich vor sich hinlchelte1 so da man erraten konnte3 ,jetzt wird er kein ,gift1 sondern einen ,trunk aus dem ,humorquell reichen1 der schon zu ,zeiten des lachenden ,demokrit als ein ebenso wirksames wie angenehmes ,mittel galt1 ble ,dmonen aus ,leib und ,seele zu scheuchen4 ,in allerlei ,verhltnisse hatte dieser ,physikus des ,kreises ,niederbarnim hineingeleuchtet -- weswegen wir ihn den ,kreispfiffikus nannten -- und mephistophelisch drfte man seine ,kenntnis der ,mnnlein und ,weiblein nennen1 wre nicht ,gte dabei gewesen6 ,er belachte menschliche ,schwchen1 weil er sie verstand2 wo aber ,entschuldigung nicht am ,platze schien1 hielt er sein ,strafgericht blo als ,sptter1 nie als ,eiferer3 ,menschen1 ,menschen sein mir alle8 -- dies geflgelte ,karnevalswort trllerte er gern1 wenn er mit schalkhaftem ,blinzeln und diskreter ,dmpfung der ,stimme ein ,stckchen aus dem ,schatze seiner ,lebenskunde zum besten gegeben4 ,was unsere literarische ,kolonie mit ihrem sozialen ,sinn an ,jacoby besonders verehrte1 war eben die gtige ,menschlichkeit4 ,aus dem ,herzen kam ihm sein ,beruf1 und so widmete er ihn weniger den zahlungsfhigen ,kreisen der ,brgerressource1 als denen1 die fr ,arzt und ,apotheker nichts andres haben als ihre ,bedrftigkeit4 ,nicht blo1 da er unbemittelte ,patienten unentgeltlich behandelte1 er schenkte ihnen auch noch ,binden und ,pflaster und strkenden ,rotwein4 ,seine ,gutmtigkeit suchte er in verschmter ,weise zu rechtfertigen1 indem er auf die ,apothekerpreise schimpfte4 ,so 'ne ,pulle1 fr die man zwei ,mark zahlen soll1 is keene drei ,sechser wert4 ,un diese ,jiftmischer sollen wir noch reicher machen88 ,da mir besagter ,menschenfreund hchst gelegen kam1 als er die ,glocke beim ,amtsdiener zog1 hatte noch einen besondern ,grund1 und auch fr den pate das ,wort3 ,menschen1 ,menschen sein mir alle48 ,in pltzlicher ,erleuchtung nmlich sah ich1 wie dieser ,arzt eine ,rolle zu meinem ,gunsten spielen knne4 ,als der ,amtsdiener zum ,fenster heraus fragte1 wer da sei1 antwortete ,jacobys joviale ,stimme3 ,kommen ,se man1 ,bolle -- und bringen ,se jleich den ,schlssel mit6 ,den ,schlssel zu ,ihrem ,inferno1 zu ,ihrer ,besserungsanstalt4 ,mchte mal inspizieren48 ,unten erschien der ,amtsdiener mit ,laterne und rasselndem ,schlsselbund4 ,das ,kerkerschlo chzte1 und nun reichte mir der wackere ,doktor die ,hand -- -- ein ,fnfziger1 noch stramm1 doch zu behaglicher ,flle geneigt2 den alten ,korpsstudenten sah man ihm an4 ,mit seinem langen1 ergrauenden ,bart und ppigem ,haupthaar1 den markigen ,zgen1 der krftigen ,nase und den klugen1 gtigen ,augen unter khn geschwungenen1 buschigen ,braunen hatte er etwas von einem ,patriarchen1 besonders wenn er das melancholische ,gesicht aufsetzte4 ,das behauptete sich freilich selten und wurde auch diesmal bald aufgehellt4 ,meine ,hand haltend1 blickte der ,kreispfiffikus zunchst kondolierend wie ein ,leichenbitter3 ,nicht blo als ,freund bin ich hier1 sondern zugleich in meiner ,eigenschaft als ,amtsarzt4 ,in dies ,gefngnis sind ,sie eingeliefert -- ob mit ,recht oder ,unrecht1 habe ich nicht zu verantworten1 mein ,gewissen bezieht sich lediglich auf die sanitre ,seite der ,angelegenheit4 ,also1 womit kann ich ,ihnen dienen8 ,haben ,sie irgendwelche ,wnsche1 die zu erfllen in meiner ,macht steht8 ,wie ist das ,befinden88 ,gewohnheitsmig fhlte er mir den ,puls1 lie sich sogar die ,zunge zeigen4 ,appetit88 -- ,bedeutend68 antwortete ich4 ,geradezu krankhafte ,gelste spre ich nach ,kempinskis ,speisekarte4 ,aber die ,gattin1 die teure1 die bald kommen wird1 beschert mir vielleicht zur ,feier des ,tages einen ,knalleffekt ihrer ,kochkunst48 -- ,potztausend6 ,was denn zum ,beispiel88 fragte er mit ungeheuchelter ,teilnahme1 setzte aber gleich wieder die ,amtsmiene auf3 ,das heit1 ,freundchen1 ,sie drfen sich hier nicht auf eine ,mastkur verlegen6 ,bei ,ihrer ,anlage zur ,korpulenz1 in dieser scheulich engen ,zelle 4448 ,bedenklich musterte er die vier ,wnde und schttelte den ,kopf4 ,dann lachte er schalkhaft und wandte sich an den ,amtsdiener1 der bei der offenen ,zellentr im schmalen ,flur stand3 ,na1 wissen ,se1 ,bolle -- ,ihr ,jefngniswesen scheint mir nich jrade den ,bedrfnissen der ,neuzeit zu entsprechen -- das knnen ,sie dem ,amtsvorsteher dreist wiedersagen48 -- ,der ,amtsdiener zuckte die ,achseln3 ,uff bessere ,herrschaften is unser ,hotel nich injericht48 ,wenn das ,hotel nicht drauf eingerichtet ist8 -- nahm ich pikiert das ,wort -- so soll es sich so 'ne ,sache lieber nicht zutrauen -- oder aber es mu die ,konsequenzen tragen48 ,der ,kreispfiffikus prfte meine ,miene1 ob sich darin nicht ,spamacherei verrate4 ,ernsthaft fuhr ich fort3 ,glauben ,sie etwa1 ich soll mir gefallen lassen1 da ich in so eine ,kiste gesperrt werde8 ,da is ja kaum ein ,luftloch -- nur eine bibelgroe ,klappe 4448 -- ,bibelgro is gut68 schmunzelte der ,kreispfiffikus1 auf diese ,weise wird dem ,ketzer das ,buch der ,bcher mahnend vor die gottlose ,seele gehalten4 ,doch ,scherz bei ,seite1 was soll nach ,ihrer ,ansicht hier geschehen8 ,mchten ,sie vielleicht lieber nach ,cpenick ins ,amtsgericht8 ,ich warne ,sie -- man spricht von ,insekten 4448 ,die ,keepenicker nehmen den ,herrn ,dokter nich8 -- erlaubte sich der ,amtsdiener zu bemerken -- det jinge nicht1 saacht der ,herr ,amtsvorsteher1 weil doch eben keen ,jerichtsurteil vorliecht48 -- ,bleibt nichts brig1 als da man in ,friedrichshagen eigens fr ,sie ein ,lokal baut8 -- und des ,arztes ,buchlein wackelte -- oder da ,sie hier vorlieb nehmen48 ,wenn's nicht ein ,drittes gbe68 wandte ich ein4 ,und das wre88 -- ,ha1 wenn dies ,lokal nicht meiner ,lebensweise angepat ist1 so mu meine ,lebensweise den ,rahmen solch scheulicher ,verhltnisse sprengen4 ,die frische ,luft und die ,bewegung1 die in dieser drangvoll frchterlichen ,enge fehlen1 will ich mir drauen verschaffen4 ,eine gewisse sanitre ,frsorge gehrt selbst fr den ,gefangenen zu den ,menschenrechten4 ,jedes preuische ,gefngnis mu doch einen anstndigen ,hof haben1 wo der ,gefangene spazieren gehen kann4 ,sie erwhnen meine ,anlage zur ,korpulenz -- also mu ich ,bewegung haben1 viel ,bewegung -- ein paar ,stunden tglich laufen -- im ,walde 'rum -- oder rudern -- auf dem ,see 'rum 4448 ,mit groen ,augen sah mich der ,kreispfiffikus an und echote3 ,auf dem ,see 'rum8 ,sie sind wohl ein ,anhnger der neuen ,serum-,therapie88 ,mein ,gesicht verzerrte sich bei diesem ,kalauer2 er aber fuhr fort3 ,nu verstehe ich die ,konsequenzen1 von denen ,sie sprechen4 ,na ja1 ,bewegung mssen ,sie haben -- keine ,behrde darf ,ihnen zumuten1 da ,sie sich hier ein ,fettherz anhocken 444 ,der ,sache wollen wir mal gleich auf den ,grund spren4 ,bitte1 machen ,se mal ,ihre ,weste auf48 ,und der eifrige ,arzt zog sein ,stethoskop hervor4 ,vata8 -- es war der ,knabe des ,amtsdieners -- ,mutta saacht1 de ,bratkartoffeln werden kalt48 -- ,quatsch keen ,kaleika68 antwortete ,bolle -- saach ,muttern1 ick komme jleich68 ,mit ,interesse hatte sich der ,kreispfiffikus dieser ,szene zugewandt1 nun betrachtete er den ,amtsdiener von oben bis unten3 ,wieso jleich8 ,was berechtigt ,sie zu der ,annahme1 da ,sie jleich abkommen88 ,der ,amtsdiener geriet in ,verlegenheit3 ,ick dachte man blo1 ,herr ,dokta68 -- ,so so6 ,sie dachten6 ,dieser ungewhnliche ,fall legt mir die ,frage nahe3 was dachten ,sie denn8 ,dachten ,sie vielleicht1 ich solle meine ,inspektion bers ,knie brechen8 blo damit ,ihnen ,ihre ,bratkartoffeln nicht erkalten8 ,menschlich zwar entbehrt ,ihr ,wunsch nicht einer gewissen ,berechtigung4 ,menschen1 ,menschen sein mir alle6 ,unser verehrter ,herr ,arrestant gebrauchte den ,ausdruck3 ,menschenrechte4 ,ob nun freilich das warme ,abendessen gerade zu den ,menschenrechten gehrt1 bleibe dahingestellt4 ,jedenfalls bin ich kein ,unmensch1 drum entscheid' ich3 ,begeben ,sie sich in den ,kreis ,ihrer ,lieben1 zur warmen ,atzung6 ,wir legen auf ,ihre ,anwesenheit nicht den mindesten ,wert48 -- ,der ,amtsdiener stutzte3 ,aber ick mu doch zuschlieen6 ,darf man denn eenen ,inhaftierten bei offene ,tre lassen88 -- ,man darf es68 erwiderte der ,kreispfiffikus gewichtig4 ,oder bilden ,sie sich etwa ein1 dieser ,hftling wird ,ihnen ausreien8 ,der wollte ja hier hinein6 ,ist geflissentlich hierher gekommen und hat dafr seine respektablen ,grnde4 ,ihm knnten ,sie dauernd seinen ,kerkerschlssel anvertrauen1 er wird kein ,ausreier4 brigens bernehme ich1 eine ,amtsperson1 fr ihn die ,brgschaft4 ,wissen ,sie1 wie es in ,schillers ,brgschaft heit8 ,so la mich -- als ,freund -- fr ihn brgen6 ,mich magst du -- entrinnt er -- erwrgen 4448 ,in diesem ,moment erschien ,frau ,bolle mit einem ,dorfjungen1 der die ,backe verbunden hatte4 ,himmel68 klagte der ,arzt1 hat man nich mal in dieser ,klause ,ruhe vor ,patienten8 ,frau ,bolle1 das war nich woljetan1 mir noch mehr leidende ,menschheit aufzuhalsen48 -- ,ick kann nischt dafier6 ,eben is der ,junge jekommen -- hat stundenlang int ,sprechzimmer bei ,sie jewartet1 un jetzt hlt er't vor ,zahnschmerz nich mehr aus4 ,ei sprich doch selber1 ,bengel68 ,die ,augen des ,jungen fllten sich mit ,trnen1 er hielt die ,hnde an die ,backe gepret4 ,na1 zeich mal1 ,jungeken18 meinte der ,kreispfiffikus gutmtig und suchte die ,hnde von der ,backe wegzuziehen4 ,dummer ,lmmel1 halt still6 ,sonst la ick dir von de ,pollezei festhalten4 ,dir wer'k uff'n ,zopp spucken68 ,der ,junge wute nicht1 soll er retirieren oder bleiben4 ,nun griff der ,kreispfiffikus in seine ,tasche4 ,na1 komm her6 ,zeichste'n ,zahn1 so kriste'n ,jroschen48 ,der ,junge hielt eine ,seite seines ,gesichtes hin4 ,still gehalten1 trichter ,affe6 ,mund auf6 ,ich tue dir nischt -- bin doch kein ,dentist -- oder hlst du mich fr einen ,dentisten1 he8 ,der ,schafskopp wei nich mal1 was das ist1 ein ,dentist4 ,auf ,dentist reimt sich ,hinterlist4 ,det is einer1 wo schon de ,zange heimlich in der ,hand hlt6 ,junge1 zeich die ,wange6 ,hab man keene ,bange -- ick habe keene ,zange6 ,laute adlige ,reime6 sind nmlich von ,jacoby 4448 ,au68 schrie der ,junge und spie ,blut1 whrend der ,kreispfiffikus triumphierend ein weies ,zhnchen zwischen den ,fingern hielt4 ,na1 siehste1 ,jungeken1 da is er schon6 ,und nu bin ick wohl doch'n ,dentist -- wie8 ,der ,bengel is janz wild68 ,allerdings lohte der ,junge vor ,emprung3 ,jemeinheit81 brllte er1 ,ihnen kennen ma68 ,der ,kreispfiffikus lachte und zog sein ,portemonnaie3 ,verji deinen ,jroschen nich6 ,der is fr de ,kur -- und hier is noch'n zweeter ,jroschen -- fr't ,schimpfen6 ,nu kannste nach ,kempinski'n jehn6 ,aber keen ,zuckerwerk koofen6 ,sonst wird auch die andere ,backe dick -- un denn komm mir ja nich wieder68 -- ,der ,junge hielt seine ,beute in die ,hand geklammert und wischte mit der anderen die ,trnen3 ,danke ooch scheen68 ,whrend er forteilte1 wandte sich der ,kreispfiffikus an mich und schlenkerte seine ,hand in der ,luft1 die ,melodie vom guten ,kameraden trllernd3 ,kann dir die ,hand nicht geben -- der ,bengel hat sie im ,maul gehabt4 ,amtsdiener kommen ,sie mal zur ,pumpe1 ich will mir die ,hnde in ,unschuld waschen 444 ,und was tun denn ,sie noch hier1 ,frau ,bolle8 ,na ja1 die ,weiblichkeit sieht jern zu bei ,jrausamkeiten68 ,und er ging mit dem ,amtsdiener zur ,pumpe1 als sei diese ,form der ,reinigung ganz in der ,ordnung4 ,die ,frau ,amtsdiener eilte nach einem ,handtuch4 ,wie sich der ,kreispfiffikus abgetrocknet hatte1 schob er den ,amtsdiener und seine ,frau ab2 mich wies er mit scherzender ,drohung in meinen ,kerker1 wie man ein ,huhn in den ,stall scheucht4 ,meine ,einladung1 auf dem ,stuhle ,platz zu nehmen1 lehnte er ab und holte sein ,stethoskop heraus4 -- ,sie wollen mich wirklich untersuchen88 -- ,selbstverstndlich68 ,und er behorchte1 beklopfte meinen ,brustkasten3 ,eine ,lunge wie eine ,kirchenorgel4 ,dieser ,vergleich berhrt ,sie hoffentlich nicht peinlich1 was8 ,auch das ,herz ist gesund -- obwohl ihm tchtige ,bewegung1 womglich schwere ,krperarbeit1 not tte4 ,zum ,beispiel ,holzsgen1 ,stubbenzerkleinern 4448 -- ,ach1 gehn ,sie nur6 ,auf diesem lndlichen ,hofe ,stubben klein machen -- wo ,hhner im ,miste scharren und ,eier legen und sonst noch was -- da wre der ,sport denn doch etwas 4448 -- ,etwas zu mystisch1 meinen ,sie1 gttlicher ,atheist68 -- ,ich fuhr fort3 ,aber die ,kegelbahn haben ,sie wohl bemerkt -- der ,gastwirt liee schon mit sich reden -- -- ich wrde gern drauf abonnieren1 -- der ,junge des ,amtsdieners knnte ja den ,kegeljungen machen48 ,mit zrtlichem ,lcheln sah mir der ,doktor ins ,gesicht3 ,dann schieben wir hier eine ,gans aus -- und laden den ,amtsvorsteher dazu ein und ,ihr ,provinzial-,schulkollegium1 wa8 ,nein1 ,schker1 die ,kegelbahn ist ebenfalls mystisch1 auch darauf klettern die ,hhner rum4 ,aber freilich1 ,bewegung mssen ,se haben4 ,tglich zwei ,stunden spazieren6 ,ich spreche morgen mit dem ,amtsvorsteher4 ,spazierengehen knnen ,se verlangen -- und natrlich geht das nicht auf diesem ,hhnerhof48 ,gerhrt schttelte ich dem ,kreispfiffikus die ,hand4 ,mein stiller ,plan war so gut wie gelungen1 da dieser ,gnner die ,rolle1 die ich ihm zugedacht1 mit dem ,instinkt seiner ,menschenfreundlichkeit bernommen hatte4 ,menschen1 ,menschen sein mir alle68 -- -- -- ,viele ,jahre sind seit dieser ,szene verflossen1 und ,jacoby1 oder1 wie er in seinen letzten ,lebensjahren hie1 der ,sanittsrat1 hat noch manche brave ,tat verrichtet1 bevor er zum ,orkus fuhr4 ,wenn der ,stil des ,chronisten1 sonst nicht elegisch1 nun etwas ,nekrologstimmung annimmt1 so bringt das die ,verehrung fr diesen ,mann mit sich1 der wie ein gutes ,pferd in den ,sielen starb4 ,ein hoher ,sechziger war er bereits1 als er noch mit eigensinniger ,treue seinen ,beruf ausbte4 ,es galt1 die ,todesart einer ,selbstmrderin festzustellen4 ,ermdet und durch den traurigen ,schicksalsfall erschttert1 legte sich ,jacoby1 um nicht wieder aufzustehen4 ,nur aufgerichtet hat er sich noch einmal1 als er sprte1 da es zu ,ende gehe4 ,halte dir feste1 ,herr ,jacoby68 scherzte er -- und rchelnd sank er zurck4 ,bevor er seine letzte ,reise antrat1 um durch die ,flamme bestattet zu werden1 hallte an seiner ,bahre glockentief der ,akkord dieses tchtigen ,lebens4 ,eine ,begebenheit1 die ihn kennzeichnet1 wurde erzhlt4 ,der schon bejahrte ,jacoby wurde in einer ,winternacht herausgeklingelt4 ,ein ,mann aus ,rahnsdorf war zu ,schlitten ber den gefrorenen ,mggelsee gekommen2 seine ,frau drohte im ,wochenbett zu verbluten4 ,ohne ,zgern machte sich der ,arzt fertig1 bestieg den ,schlitten und wagte die ,fahrt bers ,eis4 ,die ,pferde gerieten auf eine ,flche so spiegelblank1 da die ,hufeisen fortwhrend ausglitten4 ,ein ,verzug von ,minuten konnte der ,wchnerin den ,tod bringen6 ,doch der treue ,arzt lie sich ,schlittschuhe1 die er vorsorglich mitgenommen1 an seine ,fe schnallen1 die doch nicht mehr die ,elastizitt der ,jugend hatten4 ,und wagte den einsamen ,lauf durch ,nacht und schneidenden ,ost4 ber glattes ,eis1 das sich noch weit erstreckte -- und in der ,rahnsdorfer ,gegend hatte es1 wie gewhnlich1 offene ,stellen4 ,der ,menschenfreund kam knapp zurecht1 um die ,gattin und ,mutter zu retten4 ,diese ,tat funkelt als ein ,stern in einem ganzen ,gewimmel4 ,wenn es nachtet1 erglimmen die ,sterne3 ,so sieht man die ,tugenden eines ,menschen in voller ,pracht1 wenn er gestorben -- am ,himmel seiner ,verewigung4 -- ,im ,kurpark zu ,friedrichshagen hat ,jacoby ein ,denkmal -- das erzene ,antlitz verschmilzt die humorvolle ,schelmerei ,eulenspiegels mit der ,gte und ,seelenruhe jenes weisen ,nathan1 der von den drei ,ringen erzhlt4 ,doktor frs ,vieh ,im ,traum war ich ,robinson -- aus dem ,versteck belauschte ich die ,mahlzeit der ,kannibalen -- dicht bei mir briet ein ,wilder etwas ber prasselndem ,feuer4 ,ich blinzelte -- und sah nun1 da jemand vor dem ,ofen kniete4 ,es war die ,frau ,amtsdienerin1 und das ,ofenfeuer strahlte ber die ,diele meines ,gefngnisses4 ,da ,frau ,bolle -- ein gemtlich rundes1 munteres ,weibchen -- beflissen war1 leise zu hantieren1 berhrte mich angenehm2 ich fhlte mich wie in meiner ,knabenzeit1 wenn in winterlicher ,frhe unser ,dienstmdchen ,feuer machte1 whrend ich mich in den ,kissen noch mal zurechtlegte1 weil ,ferien waren4 ,ferien6 ,ein ,weilchen gab ich mich der ,stimmung hin1 dann begann ich3 ,guten ,morgen1 ,frau ,bolle68 -- ,scheen juten ,morjen1 ,herr ,dokta6 ,nu ha'k ,ihnen doch woll jesteert8 ,un ha'm ,se denn ooch jut jeschlafen de erste ,nacht88 -- ,wie'n ,stck ,holz48 -- ,det is man scheene68 ,die ,amtsdienerin erhob sich4 -- ,ist es denn berhaupt ntig1 da heute geheizt wird1 ,frau ,bolle8 ,bei dem milden ,wetter1 das wir all diese ,tage haben8 ,ist der ,himmel wieder so klar88 -- ,der ,morjenstern ht scheen jeleicht'1 un jetzt is wieder so'n richtijer ,olleweibersommer48 -- ,frau ,bolle1 heute geht's aber spazieren6 ,sagen ,sie doch ,ihrem ,mann1 ich lasse den ,amtsvorsteher dringend ersuchen68 -- ,hm68 meinte ,frau ,bolle -- un wo soll't denn hinjehn88 -- ,in den ,wald natrlich6 ,ich werde ,grnlinge suchen und ,ziegenlippen48 -- ,wa8 ,ziejenlippen1 wat is'n det88 -- ,gelbgraue ,pilze1 wirklich zart wie ,ziegenlippen4 ,haben ,sie ,pilze gern88 -- ,blo ,feffalinge4 ,aber ooch mang de ,feffalinge jibt et falsche1 wo jiftig sinn4 ,unsereens kann se nich sicher unterscheiden4 ,aber ,sie haben woll druf studiert8 ,und kennen alle det ,jiftzeich8 ,da machen ,se woll ,medezin draus88 -- ,wieso ,medizin8 ,davon verstehe ich nichts68 -- ,na1 aber ,se sind doch'n ,dokta68 -- ,kein ,doktor der ,medizin68 -- ,ach so1 drum ebens6 ,denn jibt et woll so'ne ,doktas und solche ,doktas8 ,ick wundere mer jestern1 wie der ,dokta ,jacoby ,ihnen untersuchen kommt1 wo ,se doch selber'n ,dokta sind4 ,denn sind ,se also 'ne andere ,sorte ,dokta8 ,wat denn fier eener88 -- ,ich bin ,doktor der ,philosophie68 -- ,ach so1 ,dokta fiers ,vieh6 ,det ist ooch'n janz jutet ,doktajeschft68 -- ,h-ihi-hih68 ,frau ,bolle war gegangen1 und ich wollte mich erheben1 als sich drauen die ,stimme meiner ,frau vernehmen lie1 und dann sagte ,frau ,bolle3 ,wie niedlich6 ,so'n kleenet ,viehzeich68 ,was fr ,viehzeug sie meinte1 verriet ein helles ,stimmchen4 ,mein ,ktzchen mute das sein6 ,richtig1 meine ,frau trat ein1 begleitet von der ,mutterkatze ,henneken1 die erhobenen ,schweifes an ihr empormauzte -- das ,katzenkind1 unser ,fchschen1 hatte meine ,frau im ,korbe4 ,sie setzte es mir auf die ,bettdecke1 ,henneken sprang herzu1 und schnurrend vor ,behagen rkelten sich ,mutter und ,kind auf dem ,pfhl4 ,das ,kleine begann zu saugen1 die beiden ,frauen sahen zrtlich zu4 ,bei dieser ,szene kam sich der ,gefangene vor1 als sei er nicht in ,eisen gelegt1 sondern in ,watte4 ,frau ,bolle schwankte1 ob sie das ,gefngnis auflassen drfe1 und meine ,frau erwiderte naiv3 ,die ,katze luft nicht weg68 -- ,ick frage blo von wejen den ,herrn ,dokta1 weil doch der innjespunnt is68 -- ,luft auch nicht weg68 versicherte ich und meine ,frau3 ,is ja nich mal angezogen68 ,die ,amtsdienerin ging also1 ohne zuzuschlieen4 ,nu kannst du auch noch 'n ,weilchen liegen bleiben1 sonst strst du die ,katzen4 ,ich mache ,tee und leiste dir ein ,viertelstndchen ,gesellschaft4 ,dann mu ich die ,katzen wieder nach ,hause bringen4 ,ich habe unterwegs mit ihnen meine liebe ,not gehabt4 ,fchschen war ja artig im ,korbe1 aber ,henneken etwas schwierig -- nicht auf meinem ,arm zu halten4 ,da hab ich sie frei laufen lassen -- ich dachte3 wenn sie schon ihrem ,frauchen auf der ,strae nachluft1 so tut sie das erst recht1 wo ihr ,kleines getragen wird4 ,und richtig1 sie trottet mit4 ,an der ,ecke der ,mggelstrae aber spielen ,jungens -- die sehen kaum die ,katze1 so kommt einer gelaufen -- -- du weit ja wie solche ,bengels sind4 ,und ,henneken geht an mir hoch wie an einem ,baumstamm -- hier am ,arm hat sie durchgekrallt4 ,und wie sie auf meiner ,schulter sitzt1 faucht sie den ,bengel an4 ,ich denke3 zanken macht die ,sache blo schlimmer4 ,da hab ich freundlich gesagt3 ,kinderchen1 die ,katze hat ein ,kleines1 seht mal hier im ,korb6 ,und habe ,fchschen gezeigt4 ,da sind die ,kinder ganz kirre geworden -- bei denen hab ich nu gewonnenes ,spiel4 ,wren blo die ,hunde nich68 -- ,das ist ja ein ganzer ,roman4 ,auf all den ,schrecken mut du dem guten ,hennecken ,milch geben4 ,weit du brigens wie ich mir mit dem anhnglichen ,viehzeug vorkomme4 ,wie'n ,doktor frs ,vieh48 ,und ich erzhlte meiner ,frau von der ,meinung der ,amtsdienerin4 -- ,h-ihi68 ,dann nahmen die gestreichelten ,katzen dankbar schnurrend ,abschied1 ,fchschen kam wieder in den ,korb1 und meine ,frau zog los4 ,die ,mutterkatze zgerte ein ,weilchen und sphte geduckt umher2 dann trollte sie meiner ,frau mauzend nach1 zur geffneten ,hoftr hinaus4 ,das ,flugblatt ,nun aber aus den ,federn6 ,es war an der ,zeit1 was ,ernstes zu tun6 ,mein ,gefngnis lie sich ja ziemlich fidel an1 doch blieb es immer ein ,gefngnis1 und ich sa ohne ,richterspruch6 ,dagegen galt es aufzutreten6 ,als ich ,toilette gemacht1 kam die ,amtsdienerin mit der vom ,brieftrger gebrachten ,post4 brigens wollte ,frau ,bolle mein ,gefngnis in ,ordnung bringen4 ,whrend sie suberte und frische ,luft durch ,zelle und ,flur ziehen lie1 ging ich im ,hof umher und besah die ,post -- es waren ,zeitungen1 auffallend viel ,karten und ,briefe4 ,auch eine ,broschre war dabei3 ,fichtes ,appellation an das ,publikum gegen die ,anklage des ,atheismus4 ,auf der ,kegelbahn spazierend1 vertiefte ich mich in die ,schrift1 die vom ,herausgeber mit interessanten ,anmerkungen ber den ,gottglauben versehen war4 ,fichte1 eine tief religise ,natur1 versteht unter der ,gottheit kein persnliches ,wesen1 hlt den ,glauben an seine ,persnlichkeit vielmehr fr eine ,verengung ,gottes4 ,gott ist die sittliche ,weltordnung4 ,fichte wurde deshalb von einer rckschrittlichen ,regierungspartei des ,atheismus beschuldigt4 ,in seiner ,verteidigungsschrift fhrt er aus3 ,in seiner unmittelbaren ,beziehung auf die ,welt des ,guten hat der ,mensch ,gott2 wozu soll er ein ,sein ,gottes noch auer dieser ,beziehung annehmen8 ,von seinen ,anklgern1 die sich ,gott als den ,geber alles ,genusses und ,verhnger des ,unglckes1 als ,belohner und ,bestrafer denken1 sagt er3 ,wer ,genu will1 ist ein fleischlicher ,mensch1 der keine ,religion hat1 ja keiner ,religion fhig ist4 ,die erste wahrhaft religise ,empfindung ttet in uns die egoistische ,begierde4 ,ein ,gott1 der dem ,egoismus dienen soll1 ist ein verchtliches ,wesen2 denn er untersttzt1 er verewigt das menschliche ,verderben und die ,herabwrdigung der ,vernunft4 ,ein solcher ,gott ist ganz eigentlich der ,frst dieser ,welt1 der schon lngst durch den ,mund der ,wahrheit gerichtet ist4 ,was sie ,gott nennen1 ist mir ein ,gtze2 sie sind die wahren ,atheisten 444 ,mein ,atheismus besteht lediglich darin1 da ich meinen ,verstand behalten will48 ,whrend ich philosophierte1 von ,hhnern umgackert1 fhlte ich den ,drang1 die ,arme zu regen1 die ,fuste4 ,dazu war ja nun die ,kegelbahn gut4 ,ich stellte die ,kegel auf und packte eine ,kugel4 ,zuerst schob ich einen ,versager1 dann forsch alle ,neune4 ,als ich abermals aufstellte1 kam ,frau ,bolle3 das ,gefngnis wre fertig4 ,un ,sie beklagen ,ihnen noch ieber disen ,hof8 ,aber lassen ,se man lieber det ,kejeln6 ,von wejen de ,nachbarsleite6 ,die klatschen un kujenieren zu ville -- und wat so'n ,amtsdiena is1 uff den hacken se alle los48 ,ich sah mir die ,nachbarschaft an4 ,wer wohnt denn drben in der kleinen ,giebelstube88 -- ,ach1 der tut nischt6 ,det is der olle ,kuschel1 wo morjens immer de ,kiehe zusammentuten tut48 -- ,von ,ansehen kenne ich ihn1 natrlich auch von seiner ,tuterei4 ,wie ich noch neu in ,friedrichshagen war1 dachte ich1 ,soldaten wren hier einquartiert48 -- ,der ,kuschel war bei's ,milletr ,hornist1 ebens dadrum tut er immer det ,signal tuten3 ,habt ihr denn noch nich jenuch jeschlaa--feen6 ,un denn kommen de ,kiehe heidi von selber aus'n ,stall2 un abends trotten se wieda rinn 444 ,aber nu1 ,herr ,dokta1 nu hat et jeschnappt1 und ,sie missen ooch wieder rinn68 ,im ,gefngnis nahm ich meine ,post vor4 ,eine ,reihe von ,freunden und ,gesinnungsgenossen drckte ,teilnahme aus1 sowie ,emprung ber das ,vorgehen der ,behrde4 ,ich beschlo1 aus meinem ,gefngnis die ffentliche ,meinung anzurufen -- ein ,flugblatt wollte ich loslassen4 ,und schrieb folgende ,notizen in mein ,tagebuch3 ,das ,rechtsgefhl unseres ,volkes verlangt1 da jede vom ,staate verhngte ,strafe einen ,richterspruch zur ,grundlage hat4 ,wo man sich herausnimmt1 zu bestrafen1 ohne dem ,angeklagten ein ber den ,parteien stehendes ,gericht einzurumen1 da liegt fr unser ,fhlen und ,denken eine ,ungeheuerlichkeit vor4 ,mit ,entrstung lesen wir von jener unumschrnkten ,frstenherrschaft1 die einen ,schubart1 einen ,trenck und andere im ,kerker verschwinden lie1 ohne da ein ,gericht entschieden hatte4 ,und der ,inbegriff des ,knutenregiments liegt in der ,formel3 ,auf administrativem ,weg nach ,sibirien verschickt4 ,so was kommt bei uns nicht vor6 denkt der preuische ,staatsbrger4 ,aber ich bin im ,gefngnis infolge einer administrativen ,verfgung1 ohne richterliche ,entscheidung4 ,und was habe ich verbrochen8 ,ich habe in sonntglichen1 polizeilich gestatteten ,versammlungen1 die jedermann zugnglich waren und auch von ,minderjhrigen auf ,wunsch ihrer ,eltern besucht wurden1 ber die freireligisen ,grundstze ,vortrag gehalten4 ,nicht wird mir zur ,last gelegt1 etwas ,ungesetzliches gesagt zu haben4 ,doch es behauptet die ,behrde1 die ,anwesenheit minderjhriger ,personen verwandle meine ,vortrge in ,jugendunterricht4 ,einen solchen zu erteilen1 verbietet mir das ,provinzial-,schulkollegium1 weil ich das ,dasein ,gottes leugne#8 und daher nach ,ansicht der ,behrde berhaupt keine ,religion habe4 ,wie darf diese ,behrde behaupten1 zur ,religion gehre der ,glaube an einen ,gott1 an einen persnlichen und auerweltlichen8 ,der ,buddhismus1 der dem ,christentum an ,zahl berlegen ist und -- wie selbst ,kirchenchristen zugeben -- an sittlichem ,werte schwerlich nachsteht1 lt keinen ,gott gelten4 ,unter den ernsten ,religionsforschern rechnet kein einziger den ,gottglauben zum ,wesen der ,religion4 ,und an welchen ,gott mte man glauben1 um ,religion zu haben8 ,ist nicht das ,wort ,gott unendlich vieldeutig8 ,welches ist der rechte ,gott8 ,als man den ,philosophen ,fichte wegen seines ,atheismus maregelte1 sagte der ,theologe ,schleiermacher1 es drohe gefhrlich zu werden1 ber die ,gottheit zu reden1 bevor eine ,begriffs-,bestimmung von ,gott ans ,licht gebracht und im ,staate sanktioniert sei4 ,man solle doch vom ,kurfrsten von ,sachsen eine zu ,recht bestehende ,definition von ,gott und dessen ,dasein verlangen4 ,die amtliche ,formel1 die ,schleiermacher spttisch vermite1 ist immer noch nicht erfolgt1 auch nicht in ,preuen1 dem ,musterstaate des ,verordnungswesens4 ,wie kann also der brave ,untertan wissen1 an welchen ,gott er glauben soll8 ,schleiermacher war kein sogenannter ,atheist wie ,fichte1 war ein heller ,stern der ,landeskirche1 auf den sie stolz sein kann4 ,die ,glubigen aller ,bekenntnisse mahnt ,schleiermacher daran1 das ganze ,gebiet der ,religion sei ein unendliches und knne die verschiedensten ,gestalten annehmen4 ,wahre ,religiositt sei nicht unduldsam4 ,nur die ,anhnger des toten ,buchstabens haben die ,welt mit dem ,geschrei und ,getmmel der ,religionsstreitigkeiten erfllt2 die wahren ,beschauer des ,ewigen waren immer ruhige ,seelen1 allein mit sich und dem ,unendlichen1 und wenn sie sich umsahen1 jedem seine eigene ,art gerne gnnend4 ,religion haben1 heit das ,universum anschauen4 ,die ,religion ist keine bestimmte ,lehre1 also nicht etwa der ,glaube an einen persnlichen ,gott oder an ,unsterblichkeit1 an ,wunder und ,offenbarungen4 ,sie dreht sich nicht um ,begriffe1 sondern ist eine ,gemtsrichtung4 ,schleiermacher gesteht geradezu1 eine ,religion ohne ,gott knne besser sein als eine andere mit ,gott1 und erteilt den ,gott-,fanatikern den ,denkzettel3 ,auch gab es unter wahrhaft religisen ,menschen nie ,eiferer1 ,enthusiasten oder ,schwrmer fr das ,dasein ,gottes2 denn ,gott ist nicht alles in der ,religion -- und das ,universum ist mehr4#8 ,trotz alledem erklrt mich die preuische ,regierung fr religionslos und setzt mich ins ,gefngnis1 der ich im ,bewutsein verfassungsmigen ,rechts1 in ,ausbung der verbrgten ,religions- und ,gewissensfreiheit1 meine berzeugung meinen freireligisen ,konfirmanden vermittelt habe4 ,das ,provinzial-,schulkollegium -- so schrieb mir der ,kultusminister ,bosse -- sei befugt1 die ,aufsicht ber das gesamte ,schulwesen in ,berlin zu fhren und nach #aa der ,regierungs-,instruktion vom #bc4 ,oktober #ahag instruktionsmig berechtigt1 seinen ,verfgungen durch ,zwangsmaregeln ,nachdruck zu verleihen4#8 ,die ministerielle ,auffassung wre kaum der ,rede wert1 trte sie nicht mit dem ,anspruch auf1 einer ,entscheidung der ,streitfrage durch ein ,gericht nicht zu bedrfen4 ,den obrigkeitlichen ,verfgungen alter1 beim ,volke nicht gut beleumdeter ,zeiten1 nmlich der ,jahre #ahjh und #ahag1 entnimmt die ,unterrichtsbehrde die ,befugnis1 nicht nur ,klgerin1 sondern gleichzeitig ,richterin und ,rcherin zu sein4 ,da sie das darf1 ohne da ,gericht und ,volksvertretung ,einspruch erheben1 so haben wir im ,rechtsstaat#8 ,preuen ,zustnde1 die gewissen russischen hneln und die knappe ,bezeichnung rechtfertigen3 ,sibirien in ,preuen4 ,ein ,versuch1 meine ,angelegenheit beim ,oberverwaltungsgerichte anhngig zu machen1 wurde abgewiesen mit der ,begrndung3 ,verfgungen1 wie die den ,gegenstand des ,klageangriffs bildende1 unterliegen nicht der ,anfechtung mit den 7im ,gesetz ber die ,landesverwaltung vom #cj4 ,juli #ahhc7 vorgesehenen ,rechtsbehelfen und sind auch nirgendwo sonst der ,kontrolle des ,verwaltungsgerichts unterstellt4 ,das ,verwaltungsstreitverfahren findet lediglich statt1 soweit es durch besondere gesetzliche ,bestimmungen zugelassen ist4#8 ,also das ,gericht erklrt1 in meinem ,falle sei es nicht zustndig6 ,ich habe mich der ,haft unterzogen1 um in eindrucksvoller ,weise zu zeigen1 was fr ,zustnde wir haben4 ,wenn die ,herren oben sich herbeilassen sollen1 ,wnsche des ,volkes zu erfllen1 so mu dieses eine laute ,sprache reden1 mu seinen ,willen in einem ,sturme ffentlicher ,meinung kundgeben 4448 ,nun warf ich die ,feder hin und sprang auf4 ,umherlaufen wollt' ich1 htte mich gern ein wenig ausgetobt4 ,doch mein ,fu stie an -- seit ich die ,zelle mit dem ,tischchen und ,stuhl teilte1 konnte ich nicht mal die drei ,schritte tun1 die mir gestern den ,spaziertrab eines ,kfigtiers vergnnt hatten4 ,stutzig ber die eingekeilte ,enge1 ergab ich mich ins ,unvermeidliche und nahm seufzend wieder ,platz4 ,verrckte ,welt6 ,warum sitze ich hier im ,kfig1 eingesperrt wie ein wildes ,tier8 ,als ob nicht auch mein ,atheismus lediglich darin bestnde1 da ich meinen ,verstand behalten will6 ,das ist doch so natrlich1 so gesund1 wie das ,saugen der jungen ,katze an der ,mutterbrust4 ,und da ich meine berzeugung nicht aufgebe1 darf nicht strafbar sein1 ist vielmehr so rechtschaffen1 wie die ,anhnglichkeit der ,mutterkatze an ihr ,junges4 ,aber freilich1 kaum werden die ,bengels der ,katzen ansichtig1 so geht's hinter ihr drein3 ,hetz1 hetz68 ,ihr blden ,tapse6 ,hret auf1 einen heiligen ,trieb zu stren6 ,angenommen1 meine berzeugung wre ein ,irrtum4 ,dann bin ich immerhin ein ,sucher der ,wahrheit4 ,ist es recht1 mich dafr zu bestrafen8 ,was soll dieser ,appell an meine ,scheu vor ,unbequemlichkeit1 an meinen ,egoismus8 ,gesetzt1 er habe den ,erfolg1 da der ,ketzer zu ,kreuze kriecht1 o pfui6 dann erstickt man in ihm die ,religion2 die ist ja nichts anderes als ,ehrfurcht vor der berzeugung1 vor dem nach ,wahrheit strebenden ,selbst6 ,ist aber solches ,ersticken seiner ,wahrhaftigkeit euer ,sieg81 ihr ,percken von ,schilda1 so habt ihr in der ,person des ,ketzers1 der ja vom innern ,gott8 zu seiner berzeugung bevollmchtigt wurde1 ,gott selber bestraft6 ,lagen diese ,zusammenhnge auch klar wie der sonnige ,tag vor meinen ,augen1 so war doch zweifelhaft1 ob die ,volksgenossen denken wrden wie ich4 ,die ,regierung dachte nicht wie ich4 ,es fehlte am richtigen ,unterscheidungsvermgen4 ,doch halt6 wie stand es mit meinem ,unterscheidungsvermgen8 ,wenn ich nun hier ,ideal mit ,wirklichkeit verwechselte8 ,wenn ich ,perlen vor die ,sue wrfe8 ,und mit ,weltanschauung von ,fichte1 ,schleiermacher1 mit all der hohen ,philosophie schlielich doch nur so etwas wre wie ein ,doktor frs ,vieh8 ,o ,kerker der ,selbsttuschung6 ,bin ich von dir umgittert8 ,ist mein ,heiligstes ,illusion8 ,das wre die furchtbarste ,gefangenschaft6 ,ich1 dem der ,katechismusgott zur ,fabel geworden1 glaubte an die unmittelbare ,macht des ,rechts4 ,vertraute dem ,feldgeschrei1 von dem sich ,leutehaufen hinreien lassen -- vertraute auch etwas dem ,schlagwort1 mit dem das seelische ,beharrungsvermgen berwunden werden sollte4 ,beharrungsvermgen oder1 wie es der ,mechaniker ebenfalls nennt1 ,trgheitsmoment6 ,ein ,menschenkenner hat das ,wort geprgt3 ffentliche ,meinungen -- private ,faulheiten48 ,und ich -- rief die ffentliche ,meinung an6 ,aufs ,papier hatte ich noch das ,schlagwort geworfen3 ,sibirien in ,preuen4 ,nun ja1 es stimmte4 ,wehmtig bekennt freilich der ,chronist neuerdings3 ,das ,feuer der ,mrzrevolution1 das damals in mir aufloderte1 hat auen nur die ,friedrichshagener ,handlaterne zu entznden vermocht1 mit der ein ,menschensucher1 fr manchen komisch wie ,diogenes1 in allerlei staubigen ,kram hineinleuchtete4 ,hier htte auch das ,schlagwort gepat3 ,preuen in ,schilda4 ,und es pat noch immer2 heute noch ist in ,preuen mglich1 was damals geschah6 ,die ,grille im ,kfig ,eine noch unverblichene ,laubkrone hob der ,akazienbaum des ,nachbarhofes in den ,sonnenschein4 ,reglos trumten die ,zweige in der stillen ,luft1 und wenn am ,nachmittag die ,sonne rtlich schimmerte1 hoben sich vom ,dunkelgrn der schattigen ,massen die verklrten ,blttergruppen ab1 deren gefiederte ,laubform hervortrat4 ,auf dem ,baume zirpte noch immer die ,grille4 ,in ihre wunschlose ,beschaulichkeit zu versinken1 war mir wehmtiges ,glck4 ,die ,besucherglocke lutete1 und da stand mein ,freund ,eckehart1 der schlanke ,germane mit dem ,christusbarte4 ,er winkte mir freundlich zu4 ,frau ,bolle brachte den ,schlssel1 und auf ihre ,frage1 wie lange der ,herr bleiben wolle1 gab er den ,bescheid3 ,mu gleich wieder fort4 ,nach ,berlin auf die ,bibliothek4 ,wollte ,ihnen blo was bringen48 ,und einen ,gegenstand1 in ,papier eingeschlagen1 enthllte er vorsichtig4 ,eine ,pappschachtel von der ,gre eines ,vogelbauers4 ,die eine ,wand herausgeschnitten und durch ,netzgewebe ersetzt4 ,oben ein ,trchen zum ,aufklappen4 ,in diesem ,kfig hockte bei ,blttern von ,runkelrbe eine ,grille4 ,uh68 meinte ,frau ,bolle in einer ,mischung von ,bewunderung und ,abscheu -- nu kiek doch eener1 so'n ,biest48 ,ein stattliches ,exemplar1 fast daumengro1 brunlich grn4 ,beine und ,silberflgel unverletzt4 ,uh6 ,wie e' jlotzt mit sein ,ferdekopp68 ,altklug sah mich die ,grille an1 mit ihren niedlichen ,augenperlen4 ,sie tat mir leid1 fragend blickte ich auf ,eckehart4 ,damit ,sie doch lebendige ,gesellschaft in ,ihrem ,gefngnis haben1 und weil ,sie ein besonderer ,freund der ,heuschrecke sind48 ,also gut6 die ,grille ward aufgenommen4 ,den ,faden der ,schachtel befestigte ich am ,wandteppich1 nahe dem ,fenster4 ,freitag8 nannte ,robinson seinen freitags gefundenen ,gesellschafter4 ,heute war erst ,donnerstag2 aber auch dieser ,tag pate zur ,benamsung des grnen ,insekts4 ,ich brachte mein ,gesicht an das ,gittergewebe und schkerte3 ,wo ist denn mein ,grner ,donnerstag88 ,mit ,glotzen antwortete er -- das war ja seine ,natur4 ,da er mit ,futter versehen war1 blieb mir nichts brig1 als ihm ,ruhe zu gnnen4 ,zunchst war der ,grne ,donnerstag muschenstill -- er schien sich zu orientieren im neuen ,heim4 -- ,indessen dachte ich zurck an zauberische ,septembertage1 die ich jngst genossen4 ,dachte an die edle ,grillenjgerei mit ,eckehart auf seinem ,rittergute84 ,nicht als ob ,eckehart ,rittergutsbesitzer gewesen4 ,privatgelehrter war er1 ein faustischer ,sinnierer4 ,als ,naturschwrmer hatte er sich im verwilderten ,laubpark des ,gutes ,rahnsdorf1 hinter dem ,dorfe1 ein ,pltzchen fr den ,sommer gemietet und zu einer ,laubenwohnung hergerichtet4 ,kstlich abgeschieden liegt das ,gut1 versteckt zwischen ,kiefern und ,akazien4 ,im ,westen und ,osten unpassierbare ,sumpfwiesen mit wallendem ,rohr2 auf der ,nordseite des ,laubparks fliet die ,spree4 ,im ,wirtschaftsgebude1 das schon verfallen1 haust eine friedliche alte ,frau1 von ihren ,bekannten ,gromutter genannt4 ,sie hat eine ,enkelin1 ein auffallend schnes ,mdchen4 ,eckehart nennt sie ,diotima8 und schwrmt fr sie1 wie ,hlderlein fr seine schne ,helena und ,madonna4 ,an ,sommerabenden hrt der ,wandrer aus dem verwilderten ,park den ,zaubergesang einer weiblichen ,stimme mit ,fltenbegleitung4 ,die ,bewirtschaftung des ,gutes beschrnkt sich auf ,gemsebau1 ,heuernte und eine kleine ,molkerei1 -- zehn1 zwlf ,khe1 ein paar ,ziegen4 ,ungestrtes ,behagen ist der ,herde beschieden1 die auf der fetten ,moorwiese grast und wiederkuend unter ,erlen lagert4 ,eckeharts ,tuskulum liegt auf einer ,erhebung des ,ufers unter einer mchtigen ,eiche4 ,aus ,balken und ,brettern ist es zimmert1 grn gestrichen1 von wildem ,wein umwoben4 ,durch ,tr und ,fensterlein sieht man ein ,grtchen1 ,unkraut1 bunte ,blumen1 dann die ,spree1 ,schilf1 blaue ,waldhgel4 ,als ich diese ,gemtlichkeit bewunderte1 sagte ,eckehart3 ,auch auf ,daches ,zinnen kann ich steigen wie weiland der glckstrunkene ,inselknig4 ,mittels dieser ,leiter erklimmt der ,frst bei gutem ,wetter das pappene ,dach1 sein ,reich zu berschauen4 ,in der ,hngematte am wagerecht bergereckten ,eichenast lauscht er der ,windharmonika1 die in der ,eichenkrone summt4 ,ach1 und jetzt im ,herbst die ,heuschrecken68 -- ,sie sind ein ,lebensknstler1 ,eckehart18 hatte ich geantwortet4 ,aber tun ,sie mir den einzigen ,gefallen und sagen ,sie nicht ,heuschrecke4 ,ich finde den ,namen grlich6 ,er stammt gewi von einer zimperlichen ,stadtmamsell1 die in idyllischer ,anwandlung einen ,heuhaufen zum ,sessel erkor1 um kreischend emporzufahren1 die ,augen starr gerichtet auf unsern unschuldigen ,insektendumling im grnen ,frack4 ,als wre er ein ,ungetm6 ,dummes ,zeug6 ,ein liebes ,tierchen6 ,ich nenne es nicht ,heuschrecke1 sondern ,grille4 ,eine ,art ,zirpen klingt in diesem ,namen48 ,kommen ,sie68 sagte ,eckehart4 ,ich will ,sie in meinen herbstlichen ,jagdsport einfhren4 ,kennen ,sie die ,tierschutz-,flinte8 ,ein ,tierschutz-,verein hat sie erfunden4 ,man zielt damit auf das ,tier1 das man beschleicht1 und drckt los4 ,die ,flinte knipst blo -- im ,kolben sitzt eine photographische ,platte1 und als ,beute hat man das ,momentbild48 -- ,und ,sie haben so'n ,dings88 -- ,nein1 ich ziele nicht mit dem ,auge1 sondern mit dem ,ohr4 ,es ist gar nicht so einfach1 die ,stelle zu treffen1 wo eine ,grille geigt4 ,kommen ,sie -- wir wollen mal ,grillen beschleichen48 ,eckehart wies mit der ,hand auf eine ,kartoffelstaude4 ,scharf mit dem ,ohre aufpassen68 ,ich drauf los4 ,aber nun verstummt das ,tierchen1 muschenstill bleibt es minutenlang4 ,wieder beruhigt durch mein ,stillstehen1 zirpt es von neuem4 ,ich horche und sphe hin4 ,da zittert was ,grnes1 nun kann ich drauf losgehen2 und jetzt fortzufliegen1 ist nicht ,grillenart4 ,das war die ,grillenjgerei1 die wir vor vierzehn ,tage betrieben hatten4 ,ich durchlebte sie noch einmal in der ,erinnerung4 ,dachte auch an ,diotimas ,stimme1 als sie auf meinen ,wunsch ,beethovens ,adelaide8 gesungen1 begleitet von ,eckeharts ,flten und dem ,grillengezirp4 ,als das ,mondlicht niederflo1 hatte ,eckehart seine ,diotima in die ,arme geschlossen -- verstohlen1 nur von mir bemerkt 444 ,o du ,grillenfnger6 -- ,selig bist du1 liebe ,kleine1 ,die du auf der ,bume ,zweigen ,von geringem ,trank begeistert1 ,singend wie ein ,knig lebst 4448 ,so hat ,goethe das ,grillenlied ,anakreons verdeutscht4 ,umsonst wartete ich auf das knigliche ,singen -- mein ,grner ,donnerstag blieb stumm4 ,ach ja1 ,gefangenschaft ist ein bs ,ding6 ,ich ging mit dem ,plane um1 meine ,grille zu der andern bringen zu lassen1 die in der ,akazie zirpte4 ,da ich aber beobachtete1 wie sich der ,hftling die geschabte ,mohrrbe munden lie1 dachte ich3 ,schmeckt das ,essen1 wird das ,herzchen nicht gleich vor ,trauer brechen48 ,ich zndete den ,spiritus meiner ,teemaschine an -- das ,wasser summte4 ,dieser elfenhafte ,singsang hat etwas vom ,zirpen der ,grille4 ,meinen ,zellengenossen begeisterte er1 da er die ,gefangenschaft verga -- und horch1 leise begann er zu geigen -- es klang1 als ob ein ,flageolett-,ton auf der ,e-,saite zittere1 oder als ob glserne ,zwergpantffelchen den ,walzer schleifen im ,saale von ,kristall4 ,bald war der ,grasmusikant so zahm1 da er sich beim ,fiedeln beobachten lie4 ,die ,silberflgel reibt er1 sie zittern wie gestrichene ,saiten4 ,sonst ist das ,tierchen schwerfllig4 ,zwischen ,fressen und ,singen teilt es sein ,dasein4 ,da es noch ein ,drittes gbe1 wurde ich abends gewahr4 ,die ,grille auf dem ,akazienbaum hatte wohl erlauscht1 da eine andere in der ,nhe hause4 ,als dem warmen ,herbsttage eine schier sommerliche ,nacht folgte1 ward ihr ,lied ein herausforderndes ,schmettern4 ,ich sa bei der ,lampe1 ber ,schreibpapier gebeugt4 ,notierte ,anakreons ,lied auf die ,grille1 den griechischen ,text1 den ich mal auswendig gelernt hatte4 ,und dann versuchte ich eine ,nachdichtung4 ,durchs offene ,gefngnisfensterchen strmte lau der ,nachtodem4 ,pltzlich tippt was an die ,scheibe wie ein ,nachtschmetterling4 ,dann schwirrt eine ,grille herein -- mir gerade aufs ,papier4 ,die ,diotima vom ,akazienbaum6 ,angelockt vom ,grnen ,donnerstag1 hat sie den ,spruch beherzigt3 ,es ist nicht gut1 da ein ,geschpf allein sei4 ,um den angebndelten ,roman nach dem beliebten ,schema sie kriegen sich8 zu enden1 packe ich den hergeschwirrten ,amor bei seinen ,flgelchen und tue ihn in den ,schachtelkfig4 ,die beiden ,grillen sind nun stumm4 ,vor neugieriger ,betrachtung kommen sie nicht zum ,singen4 ,die ,grillenpoesie hat mich begeistert1 und ich bringe eine ,verdeutschung des anakreontischen ,liedes zustande3 ,grillchen hoch im ,baumgezweige1 ,ei du quietschvergngte ,geige6 ,diedel diedel zirpt die ,fiedel -- ,knig ,lustig liebt sein ,liedel2 ,ist begeistert wie von ,sekte1 ,weil er ,taugetrufel schleckte4 ,und nun schau1 ,herr ,knig1 schaue ,stolz vom ,laubthron deine ,gaue6 ,dein ist all die grne ,runde1 ,dein ist jede ,sommerstunde6 ,dir1 mein ,grillchen1 bleibt gewogen1 ,wer durchs ,feld den ,pflug gezogen4 ,heilig bist du allen ,leuten1 ,die sich je der ,sonne freuten4 ,darum weihten dir den ,busen ,gott ,apoll und seine ,musen2 ,und so hast du fr das ,schne ,deine sen ,silbertne4 ,niemals rostig1 niemals greise1 ,ewig jung ertnt die ,weise4 ,erdenkind6 ,nein1 ,mittelwesen1 ,halb der ,geisterwelt erlesen -- ,erdenlust im ,dichterherzen1 ,aber frei von ,erdenschmerzen6 ,ohne ,fleisch und ,blut geboren1 ,seelchen1 zum ,olymp erkoren1 ,unschuldsvoll und wonnereich1 ,bist du bald den ,gttern gleich4 ,die ,pennbrder ,es dunkelte1 die ,gaststube drben war erleuchtet1 und es lrmten die zum ,bier erschienenen ,gste4 ,was in ihren ,taschen klimperte1 mute ja wohl vertan werden4 ,jetzt trat aus dem ,hause1 eine brennende ,laterne in der ,hand1 ,onkel ,pofke -- so nannte man den ,gastwirt1 dem der ,preuische ,adler gehrte nebst dem als ,gefngnis an das ,amt vermieteten ,bau4 ,der niedrige ,dachraum ber den drei ,zellen war von ,onkel ,pofke zu einer ,herberge fr ,reisende hergerichtet -- zwei ,groschen die ,schlafstelle4 ,hatten die ,pennbrder bei ,tage ihren ,draht zusammengeholt1 so lieen sie abends was draufgehn4 ,besagter ,onkel also kam drben aus dem ,gasthause mit brennender ,laterne und ging zur ,kegelbahn1 die neben meinem ,gefngnisse war4 ,da sein ,gesicht beleuchtet war1 konnte ich ihn beobachten4 ,der ,graukopf mochte ein ,sechziger sein1 war aber noch krftig und behende4 ,sein glattrasiertes1 faltiges ,gesicht hatte einen biedern und gemtlichen ,ausdruck1 seine ,nase war rot1 eine sogenannte ,tulpe1 listig waren die ,schweinsugelchen4 ,die ,laterne an einen ,haken der ,kegellaube gehngt1 betrachtete er einen ,gegenstand1 den er zwischen den ,fingern hielt4 ,als ein ,gast aus der ,kneipe zu ihm trat und vertraulich raunte1 antwortete der ,onkel abweisend3 ,wenn ick doch sage1 der ,stein is unecht6 ,det bisken ,jold lohnt nich4 ,eene ,mark achtzig will 'ck uff deine ,zeche anrechnen48 -- ,wat88 entgegnete der ,pennbruder patzig4 ,eens achtzig for so'n teiret ,andenken8 -- an meine verflossene ,braut8 ,nich in de ,hand68 ,jetzt kamen johlend drei andere ,gste nebst dem ltesten ,jungen des ,amtsdieners3 ,also los1 der ,ring wird ausjeschoben6 ,flott1 ,bengel6 ,kejel uff6 ,un hinten de ,laterne anjestochen68 ,wie nun die ,kegelbahn hell genug war und ,onkel ,pofke mehrere ,glasnpfe mit ,weibier hergeschafft hatte1 trat der erste ,kegler vor1 ein ,bursche mit einer hohen1 etwas glucksenden ,stimme4 ,die ,kegelkugel in der ,hand wiegend1 streckte er das linke ,bein vor1 knickte mit dem rechten ein und holte zum ,wurf aus4 ,forsch rollte die ,kugel1 die ,kegel prasselten1 der ,junge rief3 ,achte um68 ,der ,knig war allein stehn geblieben1 das war ein guter ,wurf4 ,hurra68 johlten die ,kegelbrder1 und der ,erfolgreiche trllerte im ,fisteltenor3 ,det ,fechten is 'ne edle ,sa--ache2 ,luft is fier alle ,menscher frei48 ,dann strkte er sich aus dem kommunistischen ,weibiernapfe so tief1 da man rief3 ,verheirate dir man nich drin68 ,nun donnerte ,wurf um ,wurf1 und immer lauter wurde die ,gesellschaft4 ,das wird ja nett68 seufzte ich1 die ,kerle kriegen fertig1 bis ,mitternacht zu skandalieren4 ,aber es mu doch auch hier sowas wie ,polizeistunde geben4 ,sonst1 bei ,gott1 wende ich mich an den ,amtsvorsteher1 zum ,donnerwetter68 ,indessen blieb das ,donnerwetter auf der andern ,seite1 bei diesen hahnebchenen ,sprlingen des deutschen ,michel1 der wohl schon zu ,zeiten des alten ,donnergottes gekegelt haben mag und im ,grollen des ,wolkenwetters das ,kegelschieben ,donars belauschte4 ,jedesmal1 wenn einer alle ,neune geworfen hatte1 wurde von den ,pennbrdern im ,chor ein ,versch8 gesungen3 ,ick walze meinen ,schlendrian ,und drinke meinen ,korn1 ,und wat ick nicht berappen kann1 ,det hat der ,wirt verlor'n4 ,un hau ick hier det ,jlas ,in hundertdausend ,trimmern1 ,so hat sich doch keen ,mensch1 ,keen ,mensch dadrum zu kimmern48 ,das ,gesprch der ,pennbrder kam wiederholt auf den ,ring1 und man war ber den ,stein geteilter ,meinung4 ,dabei wurden ,vorkommnisse erwhnt1 die mir nicht ganz koscher vorkamen1 obwohl ich sie fast gar nicht verstand1 weil sie im ,rotwelsch der ,walz- und ,fechtbrder verhandelt wurden4 ,da hrte ich ,ausdrcke wie ,schucker81 dufte ,winde81 ,penneboos8 und ,pickus84 ,bei einem ,wortwechsel meinte einer patzig3 ,oller ,hammelkopp6 ,wat is zu machen1 wenn du keene ,flebbe hast6 ,un ieberall lauert und luchst de ,polente68 ,ein ,anderer bemerkte3 ,httest du blo nich immer ,schandarmen1 un een bisken ,kurage6 ,du bist 'n ,kerl wie'n ,stcke ,wurscht68 ,ein guter ,kegelwurf schnitt den ,disput ab1 und weiter sang man3 ,ick walze meinen ,schlendrian1 ,zieh an1 wat mich jefllt2 ,un wat ick nich mehr dragen kann1 ,bei'n ,juden kriech ick ,jeld6 ,und sollte ooch mein ,hemd ,in dausend ,lcher schimmern1 ,so hat sich doch keen ,mensch1 ,keen ,mensch dadrum zu kimmern48 ,mich um die zerlumpten ,hemden dieser ,bummler zu kmmern1 lag mir fern4 ,blo ihr ,radau kmmerte mich1 und ich gelobte mir schon1 mit der ,beschwerde bis zum ,kultusminister zu gehn4 ,weil aber auch hier der ,himmel hoch und der ,zar weit1 blieb mir nichts brig1 als zu lachen und mich in meine ,klappe zu verfgen4 ,gern htte ich mein ,fensterventil geschlossen1 um den ,lrm ein wenig zu dmpfen2 aber dann htte ich zu spren bekommen1 da unser ,kulturstaat hier nicht mal dem bescheidenen ,glaubenssatz des ,walzbruders ,rechnung trug3 ,luft is fier alle ,menscher frei68 ,so lie ich die ,ventilklappe auf4 ,wie ich im ,bette lag und noch ein wenig las1 mute meine ,lampe einen von der ,kegelbruderschaft hergelockt haben4 ,behutsame ,schritte vor dem ,fenster1 und durch die bibelgroe ,klappe nahe bei meinem ,kopfe kam1 mich zu erschrecken1 der jhe ,ausruf3 ,puh68 ,ich antwortete nicht -- um die ,kerle nicht noch zu ermuntern -- und auflachend ging der ,witzbold wieder zum ,kegeln4 ,mein ,gefngnis1 das war begreiflich1 mute den ,leuten wunderlich vorkommen4 ,hinter den schwarzen ,kerkersprossen tat der blutrote ,vorhang1 bei ,lampe noch greller1 nach auen eine abenteuerliche ,wirkung4 ,dazu kam das ,gerede ber den sonderbaren ,heiligen1 der an keinen ,gott glaubte1 gewi auch an keine ,hlle4 ,mit der ,hlle schienen es brigens selbst die ,pennbrder nicht sonderlich ernst zu nehmen2 denn vor dem ,einschlafen hrte ich ihren letzten ,versch83 ,ick walze meinen ,schlendrian1 ,bis an mein khlet ,jrab1 ,un schlcht mich ooch der ,sensenmann ,den ,sterbesejen ab1 ,ja1 sollt ick ooch dereinst ,noch in die ,hlle wimmern1 ,so hat sich doch keen ,mensch1 ,keen ,mensch dadrum zu kimmern48 ,im ,halbschlummer kam es mir vor1 als wre unter den ,mnnerstimmen noch eine weibliche1 und dann rief man3 ,schmalzjuste68 ,wie ich spter erfuhr1 war das eine junge ,tippelschickse1 die wegen ,bettelei aufgegriffen und frder dem ,onkel in der ,gastwirtschaft behilflich war4 ,schlielich hrte ich die ,pennbrder ber mir im ,dachraum trampeln1 zur ,ruhe begaben sie sich4 ,und dann krhten die ,hhne4 ,traulich war mir der ,gedanke1 es seien dies dieselben ,hhne1 die ich daheim in der ,kastanienallee nachts belauschte4 ,der ,gefangene wildert ,grnlinge ,unerhrte ,bummelei6 ,jetzt aber mucke ich auf6 ,da hockt man nun in dieser ,enge schon den vierten ,tag6 ,und immerfort das goldigste ,herbstwetter drauen6 ,ich sehne mich ins ,freie -- aber mein ,antrag1 ,spaziergnge machen zu drfen1 ist immer noch unerledigt4 ,bitte1 geh' doch mal zum ,kreispfiffikus und melde1 da ich schon anfange1 dahinzusiechen48 ,in dieser klagenden ,weise hatte ich soeben mein ,herz ausgeschttet1 als meine ,frau sagte3 ,da kommt ja ,bolle -- stell ihn doch zur ,rede48 ,man sah dem ,amtsdiener an1 da er etwas ,angenehmes bringe4 ,mahlzeit1 ,herr ,dokta un ,frau ,doktan6 ,na scheeneken6 det jeht hier allens wie jeschmiert4 ,ihr ,jesuch1 ,herr ,dokta1 is nu ooch jenehmigt68 -- ,ich kann also spazieren gehn88 -- ,der ,herr ,amtsvorsteha is keen ,spielverderber nich4 ,ick mu natierlich dabei sind48 -- ,wieviel ,stunden88 -- ,na1 sagen wir mal een bis zwee ,stunden68 -- ,zwei bis drei ,stunden mindestens mu man bei sitzender ,lebensweise laufen1 um nicht krank zu werden4 ,schon den vierten ,tag bin ich ohne ,bewegung4 ,warum hat man mich so lange warten lassen88 -- ,aber ,herr ,dokta6 ,der ,herr ,amtsvorsteher mute doch erst an ,herrn ,landrat berichten -- und der bei die ,provinzial-,schulkollejen anfragen -- un die wieder kriejen ,bescheid von den jeistlichen un ,medezin-,minister4 ,hinter den ,rcken des ,staates kann det ,amt ,friedrichshagen doch nich erlauben1 det ,sie als ,staatsjefangena hier in de ,mjjelhaide den ,freischitz spielen -- durch die ,wlder1 durch die ,auen 4444 ,allens mit ,takt68 -- ,wieso mit ,takt88 -- ,sie sollen mit ,takt spazieren gehen -- un ooch ,besuche sollen ,se immer mit ,takt empfangen4 ,dadruf ha'k zu halten68 -- ,sie sollen auf ,takt halten8 ,sind ,sie ,musikus gewesen beim ,militr1 ,tambourmajor oder so was88 -- ,pikiert gab ,bolle zurck3 ,se brauchen mir nich zu vakohlen4 ,der ,herr ,amtsvorsteha saacht3 ,machen ma den ,dokta seine ,haft leicht -- seien ma menschlich4 ,bolle1 saacht e'1 jenehmigen ,se nach ,menschenmeechlichkeit jede ,vajinstijung -- aber blo det wir keene ,nackenschlge nich riskieren4 ,ma wer'n beobachtet1 ,herr ,dokta6 ,janz ,balin hlt de ,oogen uf ,friedrichshagen jeheftet4 ,ick sage ,sie1 den janzen ,tach bimmelt unser ,tellefong uffs ,amt4 ,bald frcht ne ,zeitung1 bald 'n ,reporta1 bald 'n ,neijierijer3 ,wie jeht's ,ihren ,jefangenen8 ,stimmt et1 ,herr ,amtsvorsteha1 det er in een ,hotel unterjebracht is8 ,weil ma nu so umlauat sinn1 heet et hier3 ,takt halten6 ,tu du mich nischt1 ick tue dich ooch nischt6 ,aber haust du meinem ,juden1 denn hau ick deinem erst recht6 ,solange wie ,se keenen ,radau in de ,presse schlagen1 ,herr ,dokta1 ber det hiesige ,jefngniswesen1 drcken ma jern een ,ooge zu48 -- ,habe ich keinen ,anla1 so brauche ich meine ,zuflucht nicht zur ,presse nehmen4 ,blo ein ,flugblatt gegen die ,verfgungen des ,kultusministers lasse ich los -- hab's eben fertig geschrieben1 da liegt es68 ,mit einem scheuen ,seitenblick auf das ,manuskript schrak ,bolle zusammen3 ,haste ,tne8 ,det is jejen meinem ,takt6 ,ick habe nischt jeheert -- ick wee von nischt68 ,also gut1 ,sie wissen von nichts1 ,ihr ,name is ,hase6 brigens geht ,sie gar nichts an1 was ich hier schreibe6 ,sie sind ein ,philister1 ,bolle6 ,aber das geht wieder mich nichts an4 ,nur ein ,punkt interessiert mich noch1 den ,sie erwhnt haben3 ,ich soll mit ,takt ,besuche empfangen8 ,wie ist das gemeint8 ,wenn ,besucher kommen -- oft in wichtiger ,angelegenheit -- na1 so mssen ,sie doch zu mir herein68 -- ,selbstmurmelnd6 ,nu aber versetzen ,se ,ihnen mal in mein ,amt6 ,ick mu ,ihnen doch inschlieen6 ,na also6 ,nu aber1 wie soll 'ck det mit ,ihre ,besuchers halten8 ,soll 'ck etwa jedesmal warten1 bis die fertig sinn mit ihr ,anliejen8 ,meine ,zeit ha'k ooch nich jestohlen6 ,oder soll 'ck det ,jefngnis ufflassen8 ohne jede ,uffsicht8 ,oder aber soll ick ,ihre ,besuchers mit ,sie inschlieen8 ,un denn denungziert mir een ,besucher von wejen ,freiheitsberaubijung6 ,na ick danke6 ,wat sagen ,se nu8 ,wat is hier ,takt88 -- ,wenn ,sie mir nicht trauen1 knnen ,sie meine ,besucher ruhig mit mir einschlieen4 ,keiner wird was dagegen einwenden4 ,und das sollen ,sie sogar schriftlich haben4 ,ich verfasse eine ,urkunde3 ,die gehorsamst ,unterzeichneten erklren hiermit1 da sie auf ihr ausdrckliches ,verlangen in das ,amtsgefngnis zu ,friedrichshagen eingeschlossen sind1 da also in bezug auf ihre ,person keine ,freiheitsberaubung vorliegt4 ,das mu jeder ,besucher unterschreiben4 ,das sichert ,sie1 ,bolle6 ,seh'n ,sie1 das nenne ich ,takt68 -- ,der ,amtsdiener war es zufrieden4 -- ,abgemacht1 ,bolle6 ,wir werden uns schon vertragen4 ,und nicht wahr1 heute ,nachmittag ziehn wir mitsammen in den ,wald68 -- ,heite schon8 ,heite kann ick bei'n besten ,willen nich -- ,amtsjeschfte68 -- ,ich mu spazieren68 -- ,nun eiferte auch meine ,frau3 ,ja wahrhaftig1 ,herr ,bolle6 ,er krnkelt schon6 ,ich laufe sofort zu ,doktor ,jacoby -- der wird auftrumpfen48 -- ,und ich schlage ,radau in der ,presse68 drohte ich1 -- morgen frh steht's im ,tageblatt und gar im ,vorwrts48 ,bolle schlug die ,hnde zusammen3 ,heeren ,se uff6 ,die ,sache is erledigt3 ,wenn ick heite nich mit ,sie jehe1 denn mu mir ,onkel ,pofke vatreten4 ,der kann mit ,sie in de ,heide48 -- ,sie meinen den ,gastwirt drben88 -- ,jewi doch6 ,frieher is er ooch ,amtsdiener gewesen -- un seine ,dienstmitze hat er noch1 die kann er uffsetzen1 denn sieht die ,kiste doch amtlich aus4 ,iebrigens duhn ,se jut1 einsame ,waldweje zu jehn 4448 -- ,das eben will ich ja6 ,ich mchte mit meiner ,frau ,pilze suchen 4448 ,meine ,frau unterbrach mich3 ,heute8 ,ich habe ja die ,schneiderin68 -- ,nu fang du auch noch an68 gab ich vorwurfsvoll zurck4 ,aber natrlich1 wenn's nicht anders ist4 ,herr ,pofke soll mir recht sein4 ,hauptsache1 da ich in den ,wald komme4 ,pilze will ich suchen1 ,grnlinge1 ,kremplinge48 -- ,abends brate ich sie dir68 begtigte meine ,frau4 ,mgen ,schtzen und ,angler ihre ,weidmannslust preisen1 die einzige ,jagd1 fr die mein ,herz schlgt1 ist die ,pilzjagd4 ,gemeinsam mit aller ,jgerei hat sie die versunkene ,hingabe an das heimliche ,weben im ,freien1 die ,reize des ,umherstreifens1 ,suchens1 ,erbeutens4 ,dabei ist meine ,jagd unschuldig -- weh tut sie den ,pilzen schwerlich -- die bluten nicht1 mit ,ausnahme des ,blutreizkers -- schreien oder zucken tun sie erst gar nicht4 ,das ,unrecht1 das der ,pilzjger begeht1 beschrnkt sich hchstens darauf1 da er unterlassen hat1 einen ,sammelschein zu lsen -- oder da er durch eine ,schonung streift -- wo es notabene die allerbesten ,pilze gibt6 ,aus der ,mggelstrae unbeobachtet in den ,wald gelangt1 ging ich mit ,onkel ,pofke ber ,moos und ,adlerfarn4 ,er hatte richtig seine alte ,dienstmtze auf und sah komisch aus4 ,auf meine ,frage1 ob er ,bolles richtiger ,onkel sei1 gab er den ,bescheid3 ,von die ,frau bin'k der ,onkel -- ha6 det ,bolle ihr jenommen1 war for ihm een feinet ,jeschft3 weil se eene ,waise war1 hat er seine ,schwiejereltern kalt jenossen4 ,onkel ,pofke aber is keen ,unmensch -- det werden ooch ,sie schonstens wittern1 wah' ,herr ,dokta88 ,in einer ,lichtung des ,forstes liegt die ,frsterei ,krummendamm1 eine ,wagenspur leitet durch feuchtes ,wiesenland4 ,an schwarzen ,wasseradern kauern ,weiden1 ,haselbsche2 vergilbte ,bltter rieseln nieder1 whrend an hohen ,erlen das ,laub noch dunkelgrn hngt4 ,vereinzelte ,kiefern auf ,wiesenhgeln4 ,ausladend das ,astwerk1 buschig die ,nadelwipfel4 ,mit ihrem ,goldschimmer leiht ihnen die ,nachmittags-,sonne ein braunes ,grn1 indessen ,borke und ,zweige erglhen4 ,wolkenlos darber der mattblaue ,himmel4 ,einfrmig zirpen letzte ,grillen4 ,wie ,trumen alles1 die ,zeit steht still4 ,nun kommt das ,wehr1 von dem das ,flie zu einem ,mhlteich gestaut wird4 ,mit leisem ,rauschen schiet das berlaufende ,wasser ins untere ,bett4 ,der ,teich1 auf dem die breiten ,bltter der ,seerose schwimmen1 ist von dunklen ,binsen und verblichenem ,rohr umkrnzt4 ,es schlft die alte ,wassermhle4 ,dahinter andere ,wirtschaftsgebude1 zum ,rittergut des ,herrn von ,beeskow gehrig4 ,um buerische ,huschen trippeln ,hhner und ,enten1 aus ,stallungen muhen ,khe4 ,ein ,storchnest krnt das ,strohdach der groen ,scheune4 ,vor dem ,verwalterhaus1 das an einer ,uhr zu erkennen ist1 prangt die ,goldgrube aller ,landwirtschaft1 der ,misthaufen4 ,als wir beim ,backofen waren1 trat der ,frster von ,krummendamm hinter ,akazienbschen vor4 ,nicht weidmnnisch gerstet1 sondern eine ,wagenpeitsche in der ,hand4 ,sein schwitzendes ,gesicht hatte etwas ,unsicheres4 ,pustend stand er vor uns1 fuhr mit dem roten ,taschentuch ber seine ,stirn und meinte kleinlaut3 ,haben ,se meinen ,jnter nich jesehn88 ,fragend blickte ich auf den ,onkel3 ,jnter8 ,was ist das88 ,der erfahrene ,onkel versetzte3 ,seinen ,jnserich meint er6 ,wat is denn mit ,ihren ,jnter1 ,forstmeester88 -- ,wechjelaufen is das ,biest6 ,das is so seine ,manier -- allemal entwischt er ber de ,moorwiese rber und pussiert mit de ,heidemhlschen ,jnse4 ,nu such ich schon eine jeschlagene ,stunde1 aber nischt zu finden4 ,keene ,katze hat'n jesehn4 ,bei ,heidemhle sind blo'n paar ,kinder un olle ,weibsleite -- da wei keener wat von mein' ,jnter4 ,haben ,sie denn nischt jesehn88 -- ,keen ,watschelbeen68 erwiderte der ,onkel1 und ich fgte hinzu3 ,blo ,enten68 -- ,na1 entschullijen die ,herren68 ,und weiter suchte der sorgenvolle ,grnrock nach seinem ,federvieh4 ,wir berquerten einen brachen ,sandacker1 wo ,unkraut stand1 struppige ,knigskerzen mit ,samenkolben1 betraten dann den moosbedeckten ,waldboden4 ,kiefern von ,mittelwuchs1 streckenweise niedrige ,schonungen4 ,das ,netz1 das ich zum ,einsammeln der ,pilze mitgenommen1 befestigte ich am ,rockknopf1 mein ,taschenmesser klappte ich auf4 ,schon sah ich die erste ,beute -- bckte mich und stach einen speckigen ,grnling los4 ,von der graugrnen ,kappe hob sich grell das ,grngelb der ,fcher ab4 ,dem ,onkel zeigte ich das schne ,exemplar1 ihn zum ,mitsuchen zu reizen4 ,fier unsereens pat besser 'ne ,ziehjarre68 -- ,ich will ,ihnen eine geben4 ,verboten ist das ,rauchen hier allerdings4 ,sogar das ,betreten dieses ,forstes4 ,doch bewhrt ist die ,losung3 ,tun darf man's -- darf sich blo nicht erwischen lassen68 ,mit ,seelenruhe steckte sich der ,onkel den ,glimmstengel ins ,gesicht und qualmte3 ,heite bin ick uff ,landpartie -- un der ,beeskowsche ,forstmeester1 wenn er nu wirklich kme1 der sieht nischt -- ick bin doch schlielich ooch 'n ,uniformkolleje48 -- ,sie meinen1 eine ,krhe hackt der andern die ,augen nicht aus8 ,aber wenn nu ,herr von ,beeskow in eigener ,person kme8 ,er reitet hier fter48 -- ,ick bin heite amtlich -- bejleite eenen ,staatsjefangenen48 -- ,bei ,herrn von ,beeskow kommen ,sie damit nicht durch1 der ist schneidig4 ,wissen ,sie1 wie er gegen die ,weibsleute verfhrt1 die sein ,frster beim ,holzsammeln abfat8 ,die mssen die ,strafe abarbeiten4 ,nu denken ,sie mal1 wenn er uns fischte1 und wir mten dann ,forstarbeit tun48 -- ,ick bin schon zu steif fier ,forstarbeet68 meinte der ,onkel mit ,seelenruhe2 un ieberhaupt1 ,herr ,dokta1 ick habe det ,marschieren nu dicke6 ,ick strecke mer hier zu ,mutter ,jrien -- un passe ,achtung1 det keen ,beeskow kommt4 ,un ,sie stechen derweile ,ihre ,jrienlinge ab48 ,und der ,leichtsinn warf seine ,amtsmtze hin und sa im ,moose1 den ,rcken an eine ,kiefer gelehnt4 ,behaglich qualmte er4 ,eine ,schonung von doppelter ,manneshhe4 ,da ist gute ,jagd1 und da bin ich auch verborgen48 ,und ich schlpfte hinein4 ,die armdicken ,kiefern standen so gedrngt1 da ich mhsam zwischendurch konnte4 ,weiterhin wurde das ,dickicht gangbar1 obwohl ich nur geduckt vorwrts kam4 ,spinnefden umwoben mich1 eine ,kreuzspinne kroch ber mein ,gesicht4 ,es knackten drre ste1 die ich von den ,bumen streifte4 ,fernes ,schnarren ziehender ,wildgnse4 ,eine ,gruppe von ,grnlingen6 ,ich kauerte nieder und sammelte ein4 ,dann fand ich ,kremplinge -- mit ihrer schmutzig braunen ,hutkrempe sehen sie reizlos aus1 machen auch die ,finger braun1 als htte man ,nsse ausgepahlt -- aber wrzig sind sie4 ,rehpilze waren auch da1 oben borkig1 unten wie ,rehfell4 ,schwer bereits von ,beute war mein ,netz1 doch mit immer neuem ,eifer strichen die ,blicke durch die schmalen ,gassen zwischen den braunen ,stmmen4 ,der ganze ,mensch war verloren in den ,reiz des ,suchens4 ,da mahnte ,onkel ,pofkes ,stimme3 ,herr -- ,dok -- ta8 ,et is ,zeit68 -- ,noch dies eine ,grnlingsvolk wollte ich einheimsen und kauerte nieder4 ,herr -- ,dok -- ta88 ,ich schwieg und lchelte vor mich hin1 aus ,jgerglck4 ,wie ein ,wilderer kam ich mir vor1 einer von jenen ,shnen der ,einde1 die nicht dulden1 da sich zwischen sie und ihren geliebten ,wald eine ,papierverordnung schiebe4 ,hier kauerte ich1 umwoben von ,bumen1 unter leuchtendem ther1 ein ,freibeuter1 ein gottverlassener ,ketzer1 verdonnert vom ,minister4 ,und er nebst seinen ,geheimrten glaubte mich hinter ,schlo und ,riegel4 ,auf meine ,hand blickte ich1 die das ,messer hielt -- ihre fnf ,finger waren fnf ,snden4 ,erstens sammelte ich ,pilze1 ohne durch ,sammelschein berechtigt zu sein4 ,zweitens war ich in verbotener ,schonung4 ,drittens war ich ,staatsgefangener und sollte eigentlich hinter ,schlo und ,riegel hocken4 ,viertens hatte ich meinen ,aufseher zur ,mitschuld verleitet4 ,fnftens ihn mit der gefhrlichen ,zigarre traktiert4 ,die hergezhlten ,snden kostete ich1 als wren es lachende pfel vom verbotenen ,baum4 ,endlich steckte ich mein ,messer ein1 zog das ,netz zu -- es war prall und schwer1 und nahm die ,richtung zum ,onkel1 von dem ich nichts weiter vernommen hatte4 ,eben wollte ich aus der ,schonung schlpfen1 als ich sah1 wie hinter ,onkel ,pofke1 der noch immer qualmend im ,moose sa1 ein ,mann in ,jgertracht geschlichen kam4 ,kuckuck1 war das nicht ,herr von ,beeskow8 ,wenn man vom ,teufel spricht1 dann kommt er6 ,jetzt hatte auch ,onkel ,pofke was gemerkt und sprang auf4 ,die ,erinnerung an seine ,soldatenzeit beherrschte ihn automatisch1 da er seine ,amtsmtze aufstlpte und stramm stand vor ,herrn von ,beeskow1 der eine ,jagdflinte hielt1 whrend sein ,hund den ,onkel verchtlich beschnupperte4 ,wer sind ,sie88 fragte streng der ,herr des ,waldes4 ,ick heie ,pofke1 ,jastwirt zur ,preiischen ,krone -- un heite vatret ick den ,amtsdiena ,bolle von't ,amt ,friedrichshagen48 -- ,und was machen ,sie in meinem ,forst88 fuhr scharf der ,herr fort -- was8 ,sie qualmen gar8 ,das kann ja ,waldbrand stiften68 -- ,enschullejen ,herr ,baron6 ,aus ,jesundheitsricksichten -- ick neije zu ,fieba1 wenn mir die ,micken stechen68 -- ,dummes ,zeug6 ,wie kommen ,sie mir vor8 ,was fhrt ,sie hierher88 -- ,ick habe eenen ,staatsjefangenen68 -- ,wo denn88 -- ,verlegen sah sich der ,onkel um1 und wie ihn der ,grundherr anfuhr3 ,keine ,flausen681 rief er klglich zur ,schonung herber3 ,herr -- ,dok -- ta88 ,zwischen ,farnen und ,kuscheln hielt ich mich gut versteckt4 ,wo haben ,sie ,ihren ,staatsgefangenen88 -- ,ach1 der sucht sich blo een ,jericht ,jrienlinge -- die et er so jerne48 -- ,mensch1 ,sie sind wohl nicht ganz richtig1 wie88 -- ,und von neuem rief der ,onkel3 ,herr -- ,dok -- ta8 ,ein ,herr -- fracht -- nach ,sie68 -- ,warum rufen ,sie immer nach dem ,doktor88 meinte ,herr von ,beeskow2 und etwas milder3 ,fhlen ,sie sich krank88 -- ,det is keen ,dokta fier ,krankheiten18 belehrte der ,onkel -- det is 'n ,villesoff68 -- ,sie scheinen mir ein ,villesoff zu sein68 -- ,nee doch1 ,herr ,baron6 ,et hat allens seine ,richtigkeet -- wat meine ,dochta is1 die meent freilich1 et wre een ,dokta fier's ,vieh -- aber det stimmt nich -- er is 'n ,doktavillesoff von die freie ,jemeinde -- det sollen allens ,rote sind48 -- ,na und weshalb ist er ,staatsgefangener88 -- ,uff ,befehl des ,herrn ,kultesministas fier ,medizinanjelejenheeten48 -- ,ach1 quatschen ,se nich68 -- ,jewi doch1 ,herr ,baron6 ,der ,doktavillesoff jloobt an keen' dreieinichten ,jott nich68 -- ,herr von ,beeskow war fassungslos3 ,ja was bedeutet das alles8 ,treiben sich hier in meinem ,wald entsprungene ,narrenhusler rum1 was8 ,holen ,sie mal ,ihren ,doktorphilosophen6 ,ist hier wirklich jemand versteckt8 ,doch nicht in der ,schonung8 ,na das fehlte noch68 ,jetzt durfte ich nicht mehr in der ,nhe bleiben -- der ,hund htte mich ausgesprt4 ,ich tat einige ,schritte rckwrts1 ging dann geschwinder1 das ,knacken von sten vermeidend4 ,als ich die ,schonung durchquert hatte1 wandte ich mich nach ,heidemhle und war1 den ,kiefernforst verlassend1 wieder auf dem brachen ,acker mit den ,knigskerzen4 ,da auf einmal ,peitschenknall und ,gnseschrei4 ,ich dachte gleich3 der ,frster hat seinen ,jnter6 ,und richtig6 ,bei ,gnsen1 die unter ,flgelschlagen enteilten1 balgte sich der ,frster mit dem ,gnserich4 ,die ,linke hielt einen ,jnterflgel an den uersten ,federn1 die ,rechte schwang die ,peitsche4 ,der starke ,jnter schlug kreischend mit dem andern ,flgel1 und die ,aufgeregten drehten sich umeinander wie ein tanzendes ,paar4 ,helfen ,sie68 schrie der ,frster1 als ich herzulief4 ,den andern ,flgel packen68 ,ich bekam einen ,hieb ans ,bein1 packte aber zu und hielt nun den andern ,flgel4 ,der ,frster schimpfte3 ,kreatur6 ,karnalje6 ,komm du blo nach ,haus6 ,halten ,se feste1 ,herr68 ,der ,jnter rannte und suchte uns die ,fittiche zu entreien4 ,wir aber hielten fest1 als ob wir einen strrischen ,gassenjungen1 der ausgerissen1 heim zu transportieren htten4 ,mit emprtem ,gickgack schwebte der ,widerspenstige zwischen uns beiden1 die wir seine ausgebreiteten ,fittiche straff zogen4 ,so schleiften wir den ,verhafteten im ,eilschritt nach ,heidemhle4 ,ein wunderliches ,bild4 ,und das zog nun auf einmal vor ,herrn von ,beeskow vorber und vor dem ,onkel4 ,am ,waldessaum standen sie1 ,pofke ri ,mund und ,augen auf1 ,herr von ,beeskow krmmte sich vor ,lachen4 ,unbeirrt deichselten wir das ,federvieh an der ,mhle und am ,wehr vorbei4 ,wie wir auf der ,moorwiese waren1 sagte der ,frster3 ,nu lassen ,se man los1 ,herr6 ,nu kann er nich mehr entwischen1 un mrbe is er ooch68 ,ja1 mrbe waren wir alle drei2 schnaufend blieben wir ,mnner stehen und wischten den ,schwei4 ,der losgelassene ,jnter torkelte verwirrt4 ,nu haben wir jewonnen -- nu folcht er schon de ,peitsche6 ,un nu kommen ,se man mit int ,forsthaus1 ,herr6 ,trinken wir ne ,weie auf die dolle ,jachd48 ,den nunmehr kirren ,gnserich trieb er vor sich her -- ich ging mit4 ,eine ,strecke hinter mir kam ,onkel ,pofke -- ,herr von ,beeskow war zurckgeblieben4 ,herr ,dok -- -- ta68 ,ich erwartete ihn4 ,mit dem ,ausdruck der ,bestrzung sah er mich an3 ,wat nu88 -- ,wieso denn8 ,das ist doch kein ,beinbruch1 und schn war's ber alle ,maen -- sehn ,sie mal meine ,grnlinge68 -- ,teier sinn die erkooft68 seufzte der ,onkel -- meine ,schank-,konzession steht uffs ,spiel68 -- ,ach was6 ,wegen der ,zigarre stellt dieser konservative ,mann keinen ,trger einer ,amtsmtze blo4 ,sie haben hoffentlich nicht eingestanden1 da ich in der ,schonung war88 -- ,ick habe blo jesacht1 det ,se so'ne ,art ,naturdokta sinn uff ,jrienlinge4 ,nu meente er1 ,se seien woll nich janz richtich in'n ,kopp48 -- ,recht liebenswrdig6 ,ihnen hat er brigens dasselbe zugetraut -- ich habe alles gehrt1 kauerte ja dicht bei ,ihnen1 bis er die ,schonung ins ,auge fate4 ,da freilich dachte ich3 jetzt marsch marsch6 er hetzt den ,hund68 -- ,wollt' er ooch6 ,un ick hatte bandijen ,bammel1 wie der ,baron saachte3 ,wenn ,se den ,mann in meine ,schonung gelassen haben1 denn zeige ick ,ihnen an1 denn hat't geschnappt68 -- ,es hat aber nicht geschnappt4 ,die ,jntergeschichte hat ihm doch mein ,alibi nachgewiesen48 -- ,na ja1 det stimmt6 ,un da war er ja ooch versehnt4 ,un wissen ,se1 weshalb8 ,weil er vor ,lachen bald de ,platze jekricht hat -- wie ,sie mit den ,jnter anjesaust kamen4 ,ick rufe3 det is e' -- det is mein ,dokta-,villosoff6 ,der ,baron zeicht blo mit den ,finger uff ,ihnen -- wie ,se den ,jnter so bei's ,schlafittchen halten1 un det ,vieh hippt so zappelig zwischen ,sie ,beede1 un trtet so albern durch seine lange ,jurgel1 un der ,ferster knallt mit de olle ,peitsche1 un det ,netz mit de ,jrienlinge bammelt vor ,ihre ,beene4 ,un der ,baron wiehert3 ,dokta fier's ,vieh6 ,doktavillesoff 444 ,et war aber ooch zum ,piepen68 ,na also68 sagte ich1 da mu der ,baron eigentlich noch was ausgeben fr den ,spa4 ,jedenfalls ist die ,geschichte allerseits befriedigend abgelaufen4 ,ich habe die prchtige ,wilderei -- sehn ,sie mal die schwere ,masse6 ,der ,frster hat seinen ,jnter6 ,der ,baron den unbezahlbaren ,spa 4448 -- ,un ick88 meinte ,onkel ,pofke mit wehmtigem ,vorwurf4 -- ,sie haben das schne ,bewutsein1 einem ,gefangenen ein paar glckliche ,stunden verschafft zu haben4 ,das dankt er ,ihnen -- und sorgt schon dafr1 da kein peinliches ,nachspiel kommt4 ,das ,nachspiel wird nichts andres sein1 als ein kstlich duftendes ,abendessen4 ,zunchst aber ein guter ,trunk beim ,krummendammer ,frster4 ,der hat auf all den komischen ,schrecken zu ,weibier eingeladen -- ich lechze schon nach diesem mrkischen ,sekt -- und nun heit es nicht3 ,sibirien in ,preuen1 sondern3 ,champagne in der ,mark48 ,das ,preuenherz ,der anbrechende ,sonntag versprach wieder ,sonnenwetter1 und ich nahm mir vor1 heute in ,begleitung meiner ,frau und womglich eines ,freundes zu spazieren4 ,aus dem ,gasthof kam ,onkel ,pofke und trug einen ,stuhl4 ,neben die ,pumpe setzte er ihn1 nahm ,platz und knpfte ein ,tischtuch vor seinen ,hals4 ,pechhengst68 rief er zur ,penne herauf4 ,der ,bursche mit der hohen ,stimme1 den ich gestern auf der ,kegelbahn beobachtet1 kam herunter und machte vor ,onkeln einen scherzhaften ,bckling4 ,dann seifte er ihm das untere ,gesicht ein1 schwang wie ein ,bartknstler das ,rasiermesser1 hielt mit der ,linken leicht die ,nase des ,onkels und schabte ,oberlippe und ,wangen4 ,schlielich wurde ,wasser in eine ,schssel gepumpt und der ,rasierte abgewaschen4 ,bald nach diesem ,genrebilde sah ich ,pofken im ,sonntagsstaat und berlegte1 aus welchem ,anla er zum schwarzen ,bratenrock noch die weie ,binde angetan habe und gar seinen ,zylinder gltte4 ,auch der ,amtsdiener erschien im vollen ,wichs4 ,mit dem burgunderroten ,kragen1 den funkelnden ,knpfen und dem lackierten ,extrahelm sah er wie ein ,hauptmann auer ,dienst aus1 der zu ,kaisers ,geburtstag den bunten ,rock hervorgeholt hat4 ,na1 ,herr ,hauptmann von ,bolle88 sagte ich1 wie er schneidig in meine ,zelle trat1 ,sie wollen wohl in die ,kirche88 -- ,i wo6 ,nach ,balin6 ,un ick wollte ,ihnen blo fragen1 wann heite ,ihr ,besuch kommt4 ,die ,sache is nmlich die3 ma missen zu meine ,baliner ,tante1 ,jeburtstach hat se -- un denn will se immer de janze ,familie um sich haben1 die jute ,seele4 ,meine ,frau mu ooch mit -- un die ,kindabagage4 ,sojar wat der ,eenjhrich-,freiwillije is48 -- ,so nannte ,bolle den kleenen ,matz81 weil er ein ,jahr zhlte und -- nach des ,vaters mysteriser ,behauptung -- freiwillig gekommen war4 ,na und8 ,sie lassen ,ihren ,gefangenen doch nicht hilflos allein8 ,ihr ,onkel scheint ja auch ,ausgehtag zu haben48 ,der ,amtsdiener nickte3 ,onkel kommt mit6 ,um ,uhre zehne ziehn ma los4 ,onkel will in ,balin wat koofen1 da mu ick bei sind 4448 -- ,kaufen88 fragte ich nicht ohne ,neugier4 -- ,na ja6 ,et is nmlich ein ,jeldschrank 448 ,unsinn6 ,was braucht ein kleiner ,gastwirt einen ,geldschrank88 -- ,onkel is nich blo ,jastwirt1 ooch ,pfandleiha un ,althndla4 ,un det ,jeschft floriert so sachteken4 ,wat aber ,wertsachen sinn1 die missen feiasicha vawahrt werden4 ,ibrigens is der ,jeldschrank een ,jelegenheitskoof4 ,wat der kost'1 kricht ,onkel alle ,dage mit ,kuhand retur48 ,na1 das wren ja ,ihre eigenen ,angelegenheiten4 ,mich interessiert blo1 wer ,sie hier vertreten soll4 ,meine ,frau mu doch eingelassen werden1 und ,gste kommen sicher schon vormittags48 ,bolle nickte3 ,dadrum ebens will ick mit ,sie reden4 ,rund heraus1 ick wee keenen1 den ick die ,jefngnisschlissel anvertrauen mechte4 ,denn wat die ,schmalzjuste is1 die hat in de ,wirtschaft zu duhn1 schickt sich woll ooch nich recht fier den ,jefngnisdienst4 ,wissen denn nu ,herr ,dokta keenen ,auswech nich88 ,belustigt wies ich nach der offenen ,tr3 ,das da ist der ,ausweg6 ,geben ,sie doch einfach mir die ,gefngnisschlssel6 ,mibrauch treib ich nicht4 ,blo da ich meine ,gste einlassen kann68 ,prfend sah mir ,bolle in die ,augen2 er schwankte zwischen ,mitrauen und ,zuversicht3 ,hm6 ick ha' schon selba dran jedacht -- und hab ooch ,vertrauen zu ,sie4 ,denn wenn ,se ausreien wollten 4448 -- ,ausreien8 ,wozu denn8 ,freiwillig bin ich hergekommen1 und es geht mir ja auch leidlich gut hier48 ,befriedigt nickte ,bolle3 ,sollt ick ooch meenen6 ,na abjemacht und ,streisand druf6 ,die ,schlissel bleiben also in ,ihren ,jewahrsam -- un nu kann 'k mir woll empfehlen 4448 ,erst mchte ich wissen1 wer heute ,nachmittag mit mir spazieren geht4 ,mein ,ausgehrecht lass' ich mir nicht verkmmern4 ,bei diesem herrlichen ,wetter schon gar nicht48 ,der ,amtsdiener1 etwas verlegen1 meinte nach etlichem ,besinnen3 ,bei die ,tante sind ma blo zum ,diner -- wissen ,se1 in de ,brauerei ,feffaberch1 ,uhre zwelfe4 ,un so kennen ma um drei retur sind4 ,aber offen jestanden1 will'k nachmittachs selber eenen ,spazierjang machen1 mit meine ,familie4 ,ick dachte so nach de ,rawensteina ,miehle4 ,da jiebt et ,kaffeeklatsch mit frische ,fannkuchen48 ,dies ,vergngen1 auf das sie sich schon gespitzt hatten1 mochte ich ,bolles natrlich nicht nehmen4 ,doch ich wute ,rat3 ,vorschlag zur ,gte6 ,sie nehmen mich einfach mit nach ,rawenstein68 ,bolle blickte unschlssig1 meinte aber schlielich3 ,scheeneken1 scheeneken68 ,dann fhrte er mich zur ,kerkertr und steckte den ,schlssel nach innen3 ,riejeln ,se eenfach zu6 ,un wenn ,besuch kommt1 heern ,se ja de ,klingel48 ,ich wnschte viel ,vergngen und sah ,bolle bald losziehn1 nebst seiner geputzten ,frau1 die den weigekleideten ,einjhrig-,freiwilligen trug4 ,dem ,knaben ,anton folgte ,onkel ,pofke mit seinem hohen ,zylinder4 ,keine halbe ,stunde nach ,abzug der ,familie1 und es ging die ,glocke4 ,durchs ,fenster sah ich den ,vorsitzenden der freireligisen ,gemeinde4 ,sein ,gesicht1 gewhnlich von unerschtterlichem ,ernste1 hatte einen besonders dstern ,ausdruck4 ,wie er so wartend zu ,boden starrte1 das ,kinn mit dem ergrauenden ,knebelbart auf die ,brust gesenkt1 sah er aus wie jemand1 der am offenen ,grabe eine ,rede halten soll4 ,ordentlich leid tat er mir1 ermunternd rief ich3 ,heda ,friederici68 ,er fuhr zusammen und blickte sich nach der ,stimme um4 ,wie er mich hinter meinem ,fensterlein erkannte1 errtete er4 ,friederici6 ,hier bin ich6 ,kommen ,sie doch68 ,er tat einen scheuen ,wink1 als wolle er andeuten3 ,auf ,unterredungen in so formloser ,weise darf man sich nicht einlassen6 ,und zog wieder die ,glocke4 ,der ,amtsdiener is ja nicht zu ,hause68 rief ich1 -- is ausgegangen1 mit der ganzen ,familie6 ,keiner sonst is da1 als hchstens die ,schmalzjuste4 ,aber die hat in der ,kneipe zu tun4 ,ich bin heute ,herr im ,hause4 ,kommen ,se man zu mir 'rein68 ,unsicher hatte er sich mir zugewandt4 ,ich ging in den ,gefngnisflur1 schob den ,eisenriegel von der ,tr und trat munter auf den ,hof1 dem ,besucher die ,hand entgegengestreckt4 ,auer ,fassung hielt er starr die ,arme vor1 wie zur ,abwehr3 ,aber wa8 was is denn das88 ,lachend ergriff ich seinen ,arm und zog ihn in meine ,zelle4 ,als narre ihn ein ,traum1 sah er sich um und schttelte emprt den ,kopf3 ,wa--was sind denn das fr ,zustnde68 -- ,was haben ,sie1 ,friederici8 ,dieser grollende ,blick8 ,zunchst nehmen ,se mal ,platz -- un schnguten ,morgen68 ,zerstreut erwiderte er den ,gru1 setzte sich aber nicht und fuhr fort zu eifern3 ,sie wundern sich noch8 ,na ich danke6 ,sie werden doch zugeben1 sowas sind keine geordneten ,verhltnisse68 ,ah so6 ,in den ,hfen der ,gefngnisanstalt ,moabit habe ich ,posten gestanden als ,einjhriger4 ,man mu scharf aufpassen1 sogar auf ,schieen gefat sein4 ,unerlaubtes ,geplauder streng verboten4 ,daran dachten ,sie wohl1 ,friederici8 ,na1 leugnen ,sie nicht6 ,als ,sie mir abwinkten1 besorgten ,sie1 von einem ,posten eine blaue ,bohne in den ,leib zu kriegen4 ,keine ,bange6 ,wir sind hier nicht in ,moabit1 mein verwhnter ,berliner6 ,hier sind ,sie auf dem ,dorfe68 -- ,aber doch in ,preuen68 trumpfte er auf4 -- ,o natrlich6 ,unter den ,fittichen des ,preuischen ,adlers4 ,aber was wollen ,sie8 ,die ,verhltnisse hier sind simpel4 ,hier gibts keine ,ablsung fr den ,gefngniswrter4 ,das ist ein einziger ,amtsdiener1 und der hat noch sonst eine ,menge ,geschfte4 ,und ist doch schlielich auch 'n ,mensch1 der mal seinen ,sonntag haben will 4448 ,er darf aber seinen ,gefangenen nicht allein lassen8 -- bullerte ,friederici -- bei offener ,tr6 ,da hrt doch die ,weltjeschichte auf68 -- ,sagen wir lieber3 die ,preuengeschichte6 ,seien ,sie friedlich6 ,der ,amtsdiener ist mit ,frau und ,kindern nach ,berlin -- seine ,tante hat ,geburtstag1 die ganze ,familie ist zu ,mittag eingeladen4 ,rhrt ,sie das nicht8 ,sie sind doch auch verheirateter ,mann mit ,frau und ,kindern4 ,na1 und nun lcheln ,se mal1 ,sie strenger ,cato6 ,sie ,preuenherz68 -- ,ach was1 ,preuenherz6 ,auf das ,preuentum poche ich blo insofern1 als es auf straffe ,ordnung hlt48 -- ,o ,sanktus ,brokratius68 entgegnete ich mit ,augenaufschlag1 nun geht dein ,gespenst gar bei den ,freireligisen um68 ,friederici verwahrte sich3 ,die ,freireligisen lassen ,sie lieber aus dem ,spiel6 ,die sollten hier mal ,zeuge sein6 ,gestern ,abend hatten wir ,sitzung4 ,ein ,andrang1 sage ich ,ihnen -- und alles in wilder ,bewegung4 ber den ,kultusminister ging es her1 da ich schon dachte3 jetzt bauen sie in der ,rosenthalerstrae eine ,barrikade6 ,oh da htten ,sie hren sollen1 wie alles ,sie bedauerte6 ,wie man die trostlose ,lage des ,gefangenen ausmalte6 ,im dstern1 feuchten ,kerker sitzt er1 hinter ,eisensprossen1 dicken ,riegeln 4448 -- ,ich unterbrach ihn3 ,wollen ,sie sich geflligst berzeugen8 hier sind in der ,tat ,eisensprossen -- und den dicken ,riegel haben ,sie bemerken knnen1 als ich aufriegelte 4448 -- ,ja aufriegelte68 spottete ,friederici -- wenn das unsere ,freireligisen wten6 ,die haben mir noch auf die ,seele gebunden1 da ich vor keinem ,hindernis zurckschrecken soll1 um nur ja ,zutritt zum armen ,gefangenen zu finden4 ,man bildet sich ein1 ,sie schmachten in grausamer ,verlassenheit4 ,der gefhlvolle ,papa ,falk hat sogar das ,lied angestimmt3 ,zu ,mantua in ,banden 4448 ,scherzhaft zog ich das ,taschentuch3 ,ach ,jotte doch6 ,ich bin aufrichtig -- mu blo lcheln1 weil hier wieder mal die ,wirklichkeit abweicht von der ,phantasieschablone4 ,aber nun trsten ,sie die mitleidigen ,seelen6 ,erzhlen ,sie1 wie ,sie mich gefunden haben 4448 -- ,niemals68 protestierte ,friederici1 wenn ich ihnen das erzhle1 gibt es einen kalten ,wasserstrahl auf die ,begeisterung4 ,man steinigt mich -- ,ihrer kann man ja nicht habhaft werden48 -- ,aber was hat man denn gegen mich88 -- ,na1 ich danke1 einen ,mrtyrer stellt man sich doch anders vor68 -- ,ach so6 ,sie mchten einen ,mrtyrer haben8 ,im ,sinne der dsteren ,kulissenromantik6 ,und nun enttusche ich ,sie4 ,bin eben kein blutender ,glaubensheld1 kein ,giordano ,bruno6 ,aber freuen wir uns doch1 da unser ,sittenklima milder ist als dazumal6 ,ein ,mensch fhlt das hier1 ein lebendiger6 ,und lchelt ber das ,ansinnen1 da er sich foltern lassen soll1 damit seine ,partei einen ,mrtyrer hat 4448 ,so ist es nicht gemeint68 versetzte ,friederici vershnlich4 ,ich wollte blo sagen3 unsere ,gemeinde war gestern noch stolz auf ,ihr ,martyrium -- und nun soll sie morgen lange ,gesichter machen8 ,darin liegt doch was ,fatales68 -- ,fatal fr solche1 die nicht ,humor genug haben -- und die nicht in erster ,linie das ,leben gelten lassen1 sondern ihre ,schablone vom ,leben4 ,die ,schablone ist ein ,gefngnis1 das sich die ,menschen selber zurecht machen4 ,schon des ,kindes ,innenleben wchst in lauter ,kfige ein4 ,kein ,wunder1 wenn spter alles ,denken1 ,fhlen1 ,handeln ,schablone bleibt4 ,ich habe wenigstens den ,schlssel zu meinem ,gefngnis und spaziere gemtlich hinaus4 ,aber der ,gefngnisphilister wird verwirrt1 wenn er ausschlpfen darf -- wie ein ,kanarienvogel1 der immer nur im ,kfig steckte und sich eingewhnt hat48 -- berheben ,sie sich nicht68 meinte verdrossen mein ,besucher4 -- ,fllt mir nicht ein68 gab ich zurck4 ,auch ich gehre ja der groen ,zivilisationsfabrik an4 ,meine ganze berhebung besteht darin1 da ich gewisse ,dinge berschaue4 ,und nun schauen auch ,sie1 guter ,freund6 ,schauen ,sie hier das ,leben6 ,es ist immer anders als unsere ,schablone -- ist immer einzig4 ,es spottet jeden ,kfigs4 ,der ,zivilisationsphilister glaubt nicht an das ,leben1 er glaubt an sein ,reglement4 ,hier knnten die ,vertreter des ,reglements was lernen6 ,der ,kultusminister und seine ,rte4 ,und auch ,sie1 braves ,preuenherz4 ,krnken ,sie sich nicht1 weil ich ,sie so nenne6 ,ich wei1 wie pflichttreu ,sie sind6 ,aber nun lassen ,sie's gut sein6 ,migen ,sie mal ,ihren ,korrektheitseifer6 ,schon schlpft ein schchternes ,lcheln durch die ,eisensprossen ,ihres ,ernstes4 ,jetzt gefallen ,sie mir4 ,und jetzt lassen ,sie uns fidel sein im fidelen ,gefngnis6 ,tun ,sie mir mit einem ,glschen ,bescheid6 ,mein ,amtsdiener delektiert sich an ,pfefferberger ,bier4 ,halten wir uns an diese ,pulle ,wermut6 ,bitters ist der ,trank -- wie mein ,gefngnis6 ,bitters1 wie der ,humor -- und wie eigentlich das ganze ,leben48 ,der ,biedermaxe ,der freireligise ,fhrer hatte sich verabschiedet4 ,auf dem ,hofe erschien meine ,frau nebst ,frau ,pape1 die den ,korb mit meinem ,mittagessen trug4 ,lachend wurde ich begrt1 wie ich so ganz ohne ,aufseher auf den ,hof trat4 ,die ,seltsamkeit meines ,gefngnisses wurde schon wie eine ,selbstverstndlichkeit hingenommen4 ,beim ,verzehren des ,sonntagsbratens kndete ich an1 wir wrden heute einen ,waldspaziergang machen4 ,da ist wer6 ,vielleicht ,besuch fr dich68 ,durchs ,fenster sah ich einen kurzen ,mann2 nach der ,kleidung htte man ihn fr einen ,liebhaber des ,segelsports halten knnen2 doch das fahle ,gesicht1 die schwammige ,gestalt verriet den ,stuben- und ,wirtshaushocker4 ,sein marineblauer ,anzug und die ,seemannsmtze waren wohl ,renommisterei4 ,in die ,brust geworfen1 den ,kopf hoch1 die ,augen rollend1 den dicken ,schnurrbart forsch gestrubt1 suchte er sich das ,ansehen eines ,kapitns oder ehemaligen ,militrs zu geben4 ,etwas lcherlich ,widerwrtiges war an ihm1 als wre er die ,karikatur eines ,feldwebels1 der ,kasernenstuben inspiziert und seine ,augen wie ein ,luchs umhergehen lt1 ,unregelmigkeiten zu entdecken4 ,der ,mann mit der ,kapitnsmtze wandte sich bald hier-1 bald dorthin1 drehte den ,kopf zur ,amtsdienerglocke1 zur ,regentonne1 ging hastigen ,schrittes zur ,kegelbahn1 wieder zur ,pumpe4 ,alles geschah mit ruckartigen ,bewegungen und einer hochmtig strengen ,miene4 ,sein ,aufmerken war nun mitrauisch auf den ,gefngnisbau gerichtet4 ,hinter den ,eisensprossen mute er zwei ,gesichter bemerkt haben2 denn pltzlich starrte er durchbohrenden ,auges und tat ein paar stramme ,schritte nach meinem ,fenster4 ,wie er die ,glotzaugen aufri1 um seinem ,gesicht einen majesttischen ,ausdruck zu geben1 erinnerte er an den ,frosch der ,fabel1 der sich aufblies1 bis er platzte4 ,der ,mann mit der ,kapitnsmtze platzte nun freilich nicht1 doch explodierte seine ,geschwollenheit in einem ,hohngelchter3 ,hohoho68 ,und wie man jemand verchtlich von ,kopf bis zu den ,fen mit1 wandte er das ,gesicht schadenfroh vom ,kerkerfenster niederwrts zur ,mllgrube und spie herausfordernd aus3 ,pfui ,deibel68 ,auf dem ,absatz umgewendet1 stolzierte er1 wie nach einer ,heldentat1 zur ,straenpforte4 ,ehe er sie hinter sich zumachte1 wiederholte er sein hohles ,gelchter4 ,was war das8 ,mit dieser stummen ,frage blickte ich meine ,frau an1 sie mich4 ,das mu ja ein niedertrchtiger ,kerl sein18 sagte sie1 er wollte dich verhhnen48 ,ich wiegte langsam den ,kopf3 ,was es doch fr ,menschen gibt6 ,das heit1 ,menschen sollte man sie gar nicht nennen1 sondern ,leute48 -- ,kennst du ihn88 forschte meine ,frau1 hast du ihm was getan88 -- ,nicht da ich wte6 ,keine ,ahnung1 wer er ist6 ,wohl ein ,spieer1 der im ,kseblttchen gelesen hat1 da ich hier ,gefangener bin4 ,aus ,neugier schnffelt er nun hier herum -- oder will sich dicke tun -- weil er nicht ist1 wie so ein ,lump hinter ,schlo und ,riegel4 ,aber lassen wir den aufgeblasenen ,frosch6 ,wir wollen lieber den wundervollen ,herbsttag genieen4 ,ich strecke mich noch ein ,stndchen hin und lese im ,chamisso4 ,du knntest derweilen zu ,spornreutters gehn und sie einladen1 den ,spaziergang mitzumachen4 ,aber pnktlich drei ,uhr hier sein68 ,meine ,frau ging -- ich versank in ,nachdenken ber die menschliche ,natur4 ,o ,mensch1 du kleiner ,gernegro6 ,wie komisch1 wenn du neben deinesgleichen das ,figrchen um ,strohhalms ,breite hher recken mchtest6 ,und wie hlich1 wenn du den andern duckst1 blo damit du dir gro vorkommen kannst1 und wenn du ihn unter deine ,fe zwingen mchtest4 ,schadenfreude ist des ,menschen schlimmste ,blamage4 ,sieh da1 die ,familie ,bolle war zurck6 ,ich verlie mein ,gefngnis und wiederholte dem ,amtsdiener1 da ich nun den ,spaziergang machen mchte4 ,er murrte1 er sei mde vom ,geburtstag1 msse mindestens eine ,stunde schlafen4 ,aber ,mann68 wandte ,frau ,bolle ein1 denn is ja die scheene ,sonne wech68 ,borstig erwiderte er3 ,komm du mich nich mang die ,amtsjeschfte6 ,ick nehme eich ieberhaupt nich mit48 -- ,friedlich1 ,herr ,bolle6 ,ich mache ,ihnen das ,zugestndnis1 ,sie legen sich jetzt aufs ,ohr1 aber nur eine halbe ,stunde6 ,schlummern ,se mal etwas rascher als sonst1 hernach sind ,sie besser ausgeruht1 als nach langem ,schnarchen4 ,bedenken ,sie3 ,frische ,pfannkuchen zum ,kaffee68 ,es blieb ihm nichts brig1 als sich zu fgen1 zumal seine ,frau energisch geltend machte1 bei dem milden ,wetter msse sie mit den ,kindern ins ,freie4 ,bald kam meine ,frau mit dem jungen ,ehepaar ,spornreutter1 das in ,friedrichshagen wohnte4 ,spornreutter1 ,herausgeber einer ,zeitschrift1 hatte viel ,sinn fr ,landschaft1 fr ,kunst und knstlerische ,volksbildung1 wie er denn in der ,volksbhne mein wackerer ,helfer war4 ,seine ,frau1 stillvergngt1 eine zierliche ,blondine von der ,waterkant4 ,im ,hofe richtete ,frau ,bolle nebst dem ,knaben ,anton den ,kinderwagen fr den ,einjhrig-,freiwilligen her4 ,als der ,amtsdiener seine ,verschlafenheit berwunden hatte1 zog unsere ,karawane los4 ,ich mit ,spornreutter voran1 dann unsere ,frauen1 drittens ,anton1 der den ,kinderwagen schob1 zuletzt das ,ehepaar ,bolle4 ,der ,herbstnachmittag war goldig und s wie ein vollkommener ,apfel4 ,nach ,westen gesunken1 hauchte die ,sonne noch warm ber ,stoppelfeld und vergilbtes ,kartoffelkraut4 ,ein ,herbstfaden schwamm wie blitzendes ,silber in der stillen ,luft4 ,nun tauchten wir in den ,kiefernforst1 der sich meilenweit erstreckt4 ,auf verschwiegenen ,gestellwegen ging es gemchlich1 zuweilen pfadlos ber ,moospolster4 ,weite ,strecken waren von ,adlerfarn bedeckt1 die gefiederten ,blattwedel vergilbt4 ,teppiche von ,preielbeerkraut1 wildverrankte ,brombeerhecken4 ,hin und wieder leuchtete aus dem ,moose ein roter ,fliegenpilz4 ,au kuck mal1 ,rehe68 rief ,anton4 ,die geschmeidigen ,tiere hpften mit langen ,stzen ber die ,farne1 zwischen den ,stmmen blinkte der weie ,fleck am hellbraunen ,hinterteil1 dann waren sie entschwunden4 ,nun raschelt's an einer ,kiefer3 ,eichhrnchen rennt fauchend die ,baumborke hinan1 hpft von ,wipfel zu ,wipfel4 ,der ,wald lichtet sich -- eine ,schonung4 ber die niedrigen ,nadelbsche ragen vereinzelte ,riesen1 knorrig1 die ,wipfel gebreitet4 ,schon verklrt sich der ,himmel1 und rtlichgolden fliet der ,sonnenduft schrg ber den ,forst4 ,kiefernste erglhen4 ,hoch im ther zieht drohende ,kreise der ,habicht -- in der ,schonung hat er eine ,kaninchensippe erspht4 ,auf das ,kreischen des ,rubers antwortet zankend der ,hher4 ,dann trommelt ein ,specht mit dem ,schnabel seinen ,borkenwirbel4 ,sonstige ,vogelstimmen sind selten1 nur da schleppenden ,flugs eine ,krhe krchzt oder winzige ,meisen1 um die roten ,beerendolden der ,eberesche schlpfend1 wie ,muschen piepen4 ,entferntem ,meeresrauschen hnlich1 wogt ein ,seufzen durch die ,nadelwipfel1 die sich kaum regen4 ,so recht fr ,trumer ist dieser mrkische ,kiefernforst4 ,in ,grbelei versinkt der ,wanderer1 seine ernste ,stimmung wird durch die einfrmige de zusammengehalten4 ,erst als wir auf dem blichen ,wege nach ,rawenstein waren1 wo noch andere ,leute spazierten1 kamen wir ins ,geplauder4 ,ich erzhlte von dem sonderbaren ,gast1 der heute den ,gefngnishof besucht hatte1 und dann blieben wir stehn1 um ,bolle darber zu befragen4 ,gar nicht erbaut von meinem ,bericht1 wiegte er den ,kopf3 ,au ,backe1 det war der ,biedamaxe68 ,wir lachten ber den ,namen4 ,erzhlen ,se1 ,bolle1 was fr einer das ist68 -- ,kommissionr schimpft e' sich1 un eene ,baustelle hat er am ,see1 wo die ,holzbaracke steht4 ,dadrinne lauert e' uff ,kooflustije1 wo e' rinlejen kann4 ,leben dut e' von't ,jeldjeschft4 ,wissen ,se1 meine ,herren1 wenn ick heite1 un htte ,kapetal1 ick machte ooch ,jeldjeschfte4 ,det ,jeldjeschft 4448 -- ,schon gut6 ,aber weshalb nennen ,sie ,ihren ,kommissionr ,biedermaxe88 -- ,den ,namen hat e'1 weil er immer den ,biedermann rausbeien dut4 ,wie se mal ,kaisers ,jeburtstach in de ,brauerei jefeiert haben1 erhebt sich unsa ,maxe un redet uff de deitsche ,treie1 un zum ,schlu hebt e' drei ,finger der rechten ,hand zum ,schwur1 rollte seine ,jlotzoogen un jrblt3 ,der ,schwur erschallt1 de ,woge rinnt1 ,de ,fahnens flattahn hoch im ,wind1 ,der ,deitsche1 bieda1 fromm un stark1 ,beschirmt de heilje ,landesmark48 ,wir lachten3 ,aha1 seitdem nennen ,sie ihn ,biedermaxe48 -- ,ja1 un wer ihm kennt1 hat nich jern wat zu dun mit ihn4 ,wenn er heite unsan ,hof inspiziert hat1 is det blo1 weil e' wat ausschniffeln will1 um ,ihnen zu denungzian oder mir4 ,im ,denungzian is der ,biedamaxe stark4 ,den ,briefdrjer hat er denungziat1 weil der den ,briefkasten mal etwas zu frieh abjeholen hat2 un eenen ,bahnschaffner1 weil der vajessen hatte1 ihn det ,billet abzunehmen4 ,dabei jeheert sich doch ,nachsicht fier ,beamte1 wo ohnehin ihr ,dienst schwer jenuch is4 ,un wissen ,se1 wat der ,biedamaxe saacht1 wenn man ihm zur ,rede stellt8 ,denn wirft e' sich in de ,brust un schnauzt3 ,jeder deitsche ,mann von ,bildung hat darieber zu wachen1 det die unterjeordneten ,orjane in jebhrende ,ordnung funksjenian48 -- ,und ist das aufrichtig gemeint88 -- ,bolle antwortete3 ,bei seine ,jeldgeschfte sind die jebhrende ,ordnung zwanzig ,prozent4 ,selbstmurmelnd68 ,eine ,moorwiese durchquerte den ,kiefernforst4 ,einst mute hier ein ,see gewesen sein1 der ,wasserrest schlich als ,flie durch ein schwarzes ,bett4 ,zum ,teiche gestaut1 hatte das ,wasser die ,rawensteiner ,mhle getrieben2 seit aber das ,mhlrad nichts mehr einbrachte1 hatte sich der ,pchter auf die ,gastwirtschaft verlegt4 ,ein ,garten mit alten ,erlen1 ,kuhstlle1 eine ,scheune mit ,storchnest1 ,taubenhaus und gurrende ,tauben1 ,hhner und ,enten1 schilfumkrnzt der ,mhlteich1 ein ,ausblick auf ,moorwiesen und ,kiefern4 ,da es bei dem aufsteigenden ,abenddunst nicht ratsam schien1 im ,freien zu sitzen1 begaben wir uns in die groe ,gaststube4 ,nur noch ein ,mitteltisch war frei1 und hier nahmen wir ,platz1 obwohl es nicht angenehm war1 so auf dem ,prsentierteller zu sitzen4 ,bald stand vor uns eine gewaltige ,kaffeekanne und eine ,schssel mit ,pfannkuchen4 ,meine ,frau fllte die ,tassen und lud ein1 zuzugreifen4 ,war nun das nicht ein gemtliches ,bild8 ,der ,gefangene mit seinem ,kerkermeister ,kaffee schlrfend im lndlichen ,wirtshause8 ,die ,frauen schmausen ,kuchen1 der ,polizeisprling im ,kinderwagen saugt an seiner ,milchflasche4 ,wir plaudern harmlos1 als ob es in der ,welt nichts ,schlimmes gbe1 nichts ,verbotenes und keine ,strafen6 ,als wre das ,friedensreich gekommen1 wo neben dem ,lwen das ,lamm ruht4 ,je argloser wir uns gaben1 desto mehr wurden die ,blicke der brigen ,gste kalt und finster4 ,die ,frau eines ,drogenhndlers1 nebst ,tchtern und ,schwiegershnen wie eine ,gluckhenne1 musterte entrstet unsern ,tisch und war im ,einvernehmen mit einem ,sattlermeister1 der den ,kopf schttelte1 als wolle er mit ,hebbels ,meister ,anton sagen3 ,ich verstehe die ,welt nicht mehr68 ,wre die spiritistische ,lehre1 da konzentrierte ,seelenkrfte auch im ,schweigen die ,menschen bestimmen und sogar ,tische rcken knnen1 zutreffend gewesen1 das einmtige ,aufbegehren der ,spieergesellschaft htte den frechen ,gefangenen und seinen frivolen ,kerkermeister nebst dem ganzen ,mitteltische jhlings hinausbefrdert4 ,so aber blieben wir mit der ,sehaftigkeit materieller ,wesen1 bis all das ,unsere verzehrt war4 ,als dann ,frau ,bolle den ,kinderwagen hinausschob und ihr ,mann1 die ,hand an den blanken ,helm gelegt1 seinen ,schutzbefohlenen den ,vortritt lie1 brach die verhaltene ,emprung hinter uns los3 ,nee1 so wat6 ,haste ,worte88 -- ,haben ,sie gehrt88 meinte ,spornreutter1 und ich entgegnete3 ,der ,biedermaxe geht um68 ,drauen war es dunkel und die ,gegend des ,moors derart nebelig1 da kaum noch ,dmmerlicht vom ,himmel kam4 ,der ,knabe ,anton hatte die ,fhrung1 hinter ihm schob der ,amtsdiener den ,kinderwagen4 ,ich verbi mich mit ,spornreutter in ein grimmes ,gesprch3 ,haben diese ,brgersleute denn nicht die mindeste ,solidaritt mit mir8 ,ich bin doch nicht gefangen1 weil ich ihr ,eigentum oder sonst ihre ,lebensinteressen geschdigt habe48 ,spornreutter unterbrach3 ,erstens haben ,sie das doch6 ,unglubigkeit rgert die ,leute4 ,zweitens ist es ihnen schnuppe1 aus welchem ,grunde ,sie dem ,gefngnis verfallen sind4 ,sie sind jedenfalls ein polizeiwidriges ,subjekt1 ,sie mssen sitzen -- das gengt6 ,da ,sie also hinter ,schlo und ,riegel gehren1 so geraten diese ,spieer aus dem ,huschen ber das ,schauspiel1 das sich eben unter ihren ,augen abgespielt hat4 ,statt im ,kerker zu ben1 macht der ,gefangene gemtliche ,waldspaziergnge nach einem ffentlichen ,lokal1 und die ,polizei geht mit als ,vergngungsmeister und ,lakai4 ,bezahlt man dafr seine ,steuern1 he88 -- ,aber haben diese ,leute denn gar keinen ,sinn fr die lustige ,seite meines ,gefngnisses8 ,warum hat kein einziger geschmunzelt8 ,was hat ihre ,herzen der ,mitfreude so verschlossen88 -- ,unschuldswurm68 meinte ,spornreutter1 trauen ,sie diesen ,leuten solche ,mitfreude zu8 ,schadenfreude ist ihnen eigen6 ,das haben ,sie am ,biedermaxe erlebt1 der hhnisch ber ,sie lachte48 ,hier ist es ja stockfinster18 meinte ,spornreutter1 passen ,sie auf1 wir sind vom ,wege ab1 hier sind gar ,dornen48 ,gleich darauf rief ,anton3 ,aua6 ,et piekt mir68 ,und der ,amtsdiener3 ,au ,backe6 ,ick habe mir verheddert -- der ,kinderwagen sitzt feste1 mang de ,brombeean6 ,streichhelza hea68 -- ,ich habe keine68 versetzte ,spornreutter1 nu sitze ich selber fest4 ,wille1 wo sind ,sie88 ,ich war einige ,schritte weiter gegangen und blieb stehen1 da auch ich ,dornranken sprte4 ,frau ,spornreutter rief3 ,wat is 'n los1 ,mann88 -- ,ick wollte1 ick wre los68 -- ,der ,einjhrig-,freiwillige brllte4 ,ich kicherte4 ,nun wurde ,bolles ,stimme mitrauisch3 ,herr ,dokta8 ,sind ,se auch noch da88 ,offenbar war er bange1 ich knne mich fortgemacht haben4 ,der ,zeitpunkt wre ja famos gewhlt gewesen4 ,rings finsterer ,wald und hilflos verheddert die ,polizei4 ,jetzt gerade schwieg ich2 auch ich wollte mal schadenfroh sein4 ,harmlos freilich war die ,rache1 die ich an der ,menschennatur nahm4 ,nur ,bolle war das ,opfer1 seine ,stimme drckte ,angst aus3 ,herr ,dokta8 mein ,jott1 wo sin ,se denn8 ,antworten ,se doch6 ,herr ,spornreutta1 wo is mein ,arrestant8 ,is det der ,lohn fier meine ,jutmietigkeet8 ,frau6 det is een ,unjlicksdag1 un du bis schuld6 ,du hast zujeredt zu diese ,landpartie4 ,mich schwante schon so wat4 ,nu is mein ,arrestant futsch1 un ick lieje in' ,wurschtkessel68 -- ,ach ,unsinn68 antwortete ,spornreutter1 dann rief er in den ,wald3 ,wille6 wo stecken ,sie denn88 ,auch meine ,frau beteiligte sich an dem ,rufen3 ,bruno6 mach keine ,witze68 ,damit nun des grausamen ,spiels genug sei1 antwortete ich barsch3 ,wozu das ,geschrei8 ,ich bin doch hier1 -- habe selber mit den verflixten ,dornen zu tun4 ,zurck1 ,herr ,bolle1 in der ,richtung1 woher ,sie gekommen sind1 ,sie verheddern sich sonst noch mehr48 -- ,ick bin schon wieda los18 antwortete er2 aber mein ,jott1 wie ick mir verschrocken habe6 ,in sone ,finsternis kricht selbst ein ,polizeimann grauliche ,jedanken48 ,als wir den ,weg wiedergefunden hatten1 ging es vorsichtig durch die ,dunkelheit4 ,auf einmal wich der ,nebel1 auf der ,moorwiese lag er nur4 ,spornreutter kam auf eine ,gefngnisstrafe zu sprechen1 die er selber durchgemacht hatte4 ,am ,himmelfahrtstage war in einer ,arbeiterversammlung ein ,geistlicher erschienen und hatte in der ,diskussion auf die ,frage1 wie ,christi ,himmelfahrt zu verstehen sei1 die ,antwort erteilt3 ,wrtlich1 wie die ,bibel es beschreibt -- leibhaftig ist unser ,heiland aufgefahren1 sitzet zur ,rechten ,gottes48 ,durch solche ,glaubensstarrheit gereizt1 hatte ,spornreutter erwidert3 ,der ,sternenraum ist so unermelich1 da vom ,nebelfleck der ,andromeda das ,licht eine ,million ,jahre braucht1 um zur ,erde zu gelangen4 ,wenn also die ,fahrt gen ,himmel mit der grten uns bekannten ,schnelligkeit1 mit der des ,lichts1 stattgefunden hat1 so ist sie zurzeit noch lange nicht ber den ,sternenraum hinaus2 erst in neunhundertachtundneunzig ,jahrtausenden1 von heute an1 wird der ,himmelsfahrer beim ,nebelfleck der ,andromeda angelangt sein -- und wer wei1 wie lange er dann noch zu fliegen hat1 bis die ,welt mit ,brettern vernagelt ist und das bernatrliche ,reich anfngt6 ,der ,gendarm1 der die ,versammlung berwachte1 mideutete die ,heiterkeit1 die auf diese ,ausfhrung laut wurde1 und die ,folge war ,spornreutters ,verurteilung zu acht ,wochen ,gefngnis wegen sogenannter ,gotteslsterung4 ,mein ,gefngnis war nicht so fidel1 wie das ,ihre18 erzhlte er1 dennoch mchte ich es nicht missen in meiner ,lebensgeschichte1 schon deshalb nicht1 weil ich so schne ,ruhe zum ,lesen und ,schreiben hatte4 ,ich habe im ,gefngnis neugriechisch gelernt und ,werke des ,dichterphilosophen ,polytropos bersetzt4 ,wissen ,sie1 was der zum ,beispiel sagt8 ,ein ,gott1 der sich schmen mu ber den ,zustand seiner ,anbeter1 ist kein ,gott6 ,der ,gott eines ,volkes in ,lumpen ist kein ,gott68 -- ,und erst recht nicht1 wenn's ein ,volk von ,lumpen ist18 fgte ich hinzu2 doch lassen wir die ,bosheiten6 ,erzhlen ,sie von ,ihrem ,gefngnis6 ,besuch war ,ihnen wohl selten gestattet88 ,spornreutter erwiderte3 ,ich fhlte mich nicht einsam -- habe soviel mit ,gefangenen geplaudert1 da es mir oft zuviel wurde4 ,kennen ,sie die ,klopfsprache8 ,mit ihr verstndigt man sich durch die ,kerkerwnde4 ,besonders eignen sich hierzu die ,heizungsrhren4 ,wenn unten1 oben oder nebenan ein ,gefangener daran klopft1 so hrt man's in den ,nachbarzellen4 ,das ,abc wird so abgeklopft1 da ,worte rauskommen4 ,das ist zwar etwas umstndlich1 aber bald geht die ,unterhaltung ziemlich flott1 zumal angefangene ,stze oft erraten werden4 ,was haben wir uns nicht alles auf diese ,weise erzhlt68 ,schweigend schritten wir den ,waldpfad dahin4 ,sterne leuchteten4 ,ein ,kuzchen schrie4 ,dann kam wieder das aufsthnende ,sausen der ,kiefern4 ,wissen ,sie1 woran mich ,ihre ,geschichte in ,verbindung mit dem ,biedermaxentum gemahnt88 fragte ich4 ,der ,mensch ist in die ,ichform eingesperrt wie in ein ,gefngnis4 ,wohl ihm1 wenn er wenigstens ,klopflaute findet zur ,verstndigung mit seinesgleichen4 ,aber es gibt auch ,isolierzellen -- gibt isolierte ,ichlinge1 die gar nicht aus ihrem dicken ,fell herauswollen4 ,am besten hat es ein ,gefangener1 der ber den ,kerkerschlssel verfgt1 beliebig aufschlieen1 sogar ,sparziergnge ins ,freie machen kann4 ,reizt euch das nicht1 ihr ,gefngnishocker8 ,wann werdet ,ihr ,lust zur ,freiheit kriegen8 ,sehn ,sie mal1 ,spornreutter1 da oben ist ,ihr ,sternenbild ,andromeda -- mit dem ,nebelfleck1 dessen ketzerische ,betrachtung ,sie ins ,gefngnis brachte4 ,wissen ,sie1 was ,sie den ,leuten ber die ,himmelfahrt auch htten sagen knnen8 ,jeder ,mensch steckt in einer ,hhle1 soll aber gen ,himmel fahren4 ,wie man das macht8 ,dazu braucht man nicht den ,flug des uern ,lichts1 sondern den ,gedanken1 der die ,trennungen berwindet4 ,heute im ,walde sind wir aus uns herausgegangen4 ,war's nicht kstlich1 wie wir uns in die ,landschaft vertieften8 ,so soll man sich in die ,mitmenschen einfhlen1 soll kein ,gemtskrppel sein wie der ,biedermaxe4 ,wie aus seiner ,puppenhlse der ,schmetterling1 soll aus dem ,ichgefngnis ein besserer ,mensch hervorgehen4 ,wenn wir einander verstehen1 dann ist das ,friedensreich da1 wo das ,lamm neben dem ,lwen schlummert48 -- ,aber nun der ,biedermaxe6 ,sollen wir auch ihn duldsam verstehen8 ,und nicht lieber zum ,kuckuck jagen88 -- ,tun ,sie ,beides6 ,schwingen ,sie die ,geiel wie ,christus1 als er das ,gesindel aus dem ,tempel trieb4 ,tun ,sie's aber ohne ,ha -- tun ,sie's lachend6 ,mit ,humor68 ,einsamkeit ,auf sein ,bett gestreckt1 fhlte sich der ,gefangene vereinsamt1 der graue ,november weinte ihm etwas vor4 ,kalter ,wind schnob -- der ,regen rann1 mit ,schnee und ,schloen untermischt4 ,die ,blechrinne schluchzte1 in die untergestellte ,tonne pltscherte das ,na4 ,um noch verlorener zu erscheinen1 war dieser ,tag ein ,sonntag4 ,alle ,welt sucht sich feiertags eine besondere ,freude1 mit der ,geselligkeit wird dann geradezu ein ,kultus getrieben4 ,der ,gefangene blieb heute ganz allein4 ,seine ,frau war erkltet und htete das ,zimmer2 kein ,freund lie sich sehen1 kein ,hund1 keine ,katz4 ,na ja1 verstndlich war's2 bei dem unwirtlichen ,wetter hockte jeder gern zwischen seinen gemtlichen ,pfhlen1 ,kaffee schlrfend bei der ,hausfrau oder bei seiner ,freundschaft4 ,die ,gefhrten der literarischen ,kolonie schwatzten gewi1 wie gewhnlich1 bei ,streitmllers1 und ihnen ging der ,humor nicht aus4 ,vielleicht hatte einer den ,vorschlag geuert3 ,besuchen wir ,bruno68 ,aber dann war eingewendet3 ,ach wir sitzen so gemtlich beisammen -- und bei ,bruno war ich erst vor einer ,woche4 ,dem wird's ja auch nicht fehlen an ,besuch -- heut' am ,sonntag ist seine ,zelle selbstverstndlich voll wie eine ,heringstonne6 ,bleiben wir also hier -- ,prosit68 ,ich hrte mich seufzen -- immerfort wimmerte drauen die ,rinne1 der ,abend dmmerte schon1 und ich blieb allein4 ,es kam mir in den ,sinn1 da der gutmtige ,eckehart zu ,beginn meiner ,gefangenschaft angedeutet hatte1 mit ,diotima wolle er mir ein ,stndchen bringen4 ,der wimmernde ,wind war nun mein ,stndchen4 ,weil aber ,schwermut bitter1 ,bitterkeit mitrauisch macht1 so kamen mir argwhnische ,gedanken4 ,im ,geiste sah ich den ,freundeskreis1 hrte einen ,witz ber mich1 der mir boshaft vorkam -- und alles lachte4 ,wer den ,schaden hat1 braucht fr den ,spott nicht zu sorgen4 ,und die ,krhen hacken drauf los1 wo eine anders aussieht als die andern4 ,manchem ist es nicht vllig ernst1 wenn er mir die ,hand drckt3 ,wacker68 ,sitzt er dann mit andern zusammen1 so kommt der ,herdensinn heraus1 und nun heit es von oben herab3 ,kurios1 was ,wille da auf sich nimmt6 ,mein ,geschmack wr's nicht1 den ,mrtyrer zu spielen48 ,ein anderer meint superklug3 ,ein ,mrtyrer fr seine berzeugung -- wie ,sokrates1 der den ,giftbecher trank -- la bonheur6 ,das war ein ,kerl6 ,aber ,fritzenwalde ist kein ,athen -- nicht mal ein ,abdera -- und ,bruno ,wille kein ,sokrates48 -- ,nicht ,schierling trinkt er1 sondern ,grog68 rief jemand -- alles lachte1 und dann hie es3 ,ein fideles ,gefngnis6 ,solch ein ,martyrium ist ja ein wahres ,vergngen1 ein ,studentenulk68 ,zwar machte ich mir selber dies ,gerede vor1 doch ich glaubte daran4 ,ich tat1 was man vom ,hasen sagt1 ich schlief mit offenen ,augen1 und meine innerlichen ,gesichte hatten eigenes ,leben 444 ,im ,lehnstuhl thronend1 genehmigt ,otto ,erich ,hartleben einen ,schluck und meint blasiert3 ,ich wute mir von je bessere ,studentenulke4 ,da ,wille ins ,gefngnis ging1 finde ich einfach geschmacklos48 ,gereizt entgegnet ,paul ,streitmller1 der ltere der ,brder3 ,so'n einseitiger sthet wie du will natrlich immer genieen2 aber sind wir denn dem ttigen ,leben nicht auch was schuldig88 -- ,hochtrabend ,hartleben3 ,meinen ,glubigern bin ich was schuldig1 das mu ich schon anerkennen1 sie schicken mir ja den ,gerichtsvollzieher4 ,aber das ,leben soll mir nicht kommen mit idealen ,forderungen6 ,um die bessere ,zukunft zu dngen1 euren sozialen ,staat1 dazu bin ich mir denn doch zu gut68 ,prosit8 stimmt ein anderer ,gast bei1 ein ,nietzscheaner und ,individualist -- mgen sich die ,sozialisten oder ,christen -- das ist ja im ,grunde ein und dasselbe -- verbrauchen lassen von ihren ,genossen oder ,nchsten1 -- ich lasse mich nicht vom ,leben verbrauchen1 sondern ich verbrauche das ,leben -- wie es mir beliebt68 -- ,weit du1 guter ,streitmller1 was mein sthetentum bedeutet88 fuhr ,hartleben fort -- ein ganzer ,knstler will ich sein68 -- ,in ,schnheit sterben68 ulkt ,streitmller -- und ,cerevisia von ,pilsen heit ,otto ,erichs vornehme ,schnheit1 ,prost ,kinder68 ,hartleben lt sich nicht aus seiner ,sicherheit bringen und blickt herausfordernd im ,kreise umher3 ,cerevisia von ,pilsen1 so heit allerdings meine ,dame -- da ,otto ,erich ihr ,ritter ist1 wei also selbst der ,adel von ,berlin-,ost und die ,fritzenwalder ,ritterschaft vom ,geiste4 ,aber noch nicht scheint sie zu wissen1 da ich diese ,dame nur aus dem ,grunde liebe1 weil sie meiner ,knigin aufwartet4 ,die ,knigin heit ,trumerei4 ,cerevisia1 der goldige ,stoff aus ,pilsen1 dient meiner ,trumerei4 ,nach meinem ,geschmack trumen will ich1 das ist mein wahres ,leben4 ,ihr ,banausen begreift nicht1 warum ich saufe4 ,die ,wirklichkeit ist mir zu pbelhaft -- das ist mein tiefer ,grund6 ,heil68 -- ,heil68 echoen die ,spezialjnger und schlucken eifrig4 ,einer intoniert3 ,meine ,mus' ist gegangen ,in des ,schnken sein ,haus 4448 ,haltet die ,muler1 ,fchse68 ruft ,paul ,streitmller -- die ,diskussion ist noch nicht zu ,ende4 ,was ,otto ,erich ,trumerei nennt1 ist eigentlich ,schlemmerei4 ,ich gnne euch allen ja etwas davon und ihm noch seinen ,extrakbel mit dem prickelnden ,labequell von ,pilsen4 ,wenn aber der flotte ,jenenser ,bursch zum ,riechflschchen greift und sich in den ,artistendusel der ,nurknstler hineinschwindelt -- dann freilich wird ,goethe zum ,bierjungen -- und ,stephan ,george zum ,schnheitspapst6 ,ein ganzer ,kerl soll im ,dichter stecken1 einer der ,menschentum offenbart1 hheres 4448 -- ,mein lieber ,genosse68 entgegnet ,hartleben von oben herab -- schreibe du ber die ,gewerkschaft der ,steintrger und andere ,sozifragen -- auch ber ,ethik und so was ,hheres -- davon verstehst du was4 ,von klingender ,traumkunst aber 4448 -- ,versteh ich allerdings nicht die ,bohne68 pariert ,streitmller4 ,hartleben setzt nun erst recht die ,meistermiene auf -- herausfordernd blickt er im ,kreise umher3 ,sind hier etwa noch mehr solcher ,barbaren1 die ein lyrisches ,gedicht verstehen wollen88 -- ,streitmller lt sich nicht verblffen3 ,kokettiere nicht6 ,wer ein ,drama in philistros geschrieben1 braucht sich nicht darber aufzuhalten1 da ,wille die ,philister auf seine ,art bekmpft -- indem er unter den gegebenen ,verhltnissen ein ,karzer auf sich nimmt1 das allerdings kein ,tempel der ,schnheit ist4 ,aber das war euer ,jenenser ,karzer auch nicht6 ,und dahin lieet ihr euch sperren wegen einer besoffenen ,lappalie4 ,wille hingegen 4448 -- ,ist ,giordano ,bruno redivivus -- foltern lt er sich -- bei lebendigem ,leibe verbrennen8 -- spottet ,hartleben1 dem es willkommen sein mag1 einen ,blitzableiter gegen ,streitmllers ,donnerwetter zu haben4 -- ,na gut6 ,aber wenn unser ,bruno sich mit ,bravour hineingestrzt hat1 so kann ich nur sagen3 ,er kommt mir ein wenig wie ,fritzchen vor1 als der sich bei ,hundeklte die ,pfoten erfrieren lie1 um anklagend zu heulen3 ,geschieht meiner ,mutter ganz recht6 ,warum lt sie ihren ,jungen ohne ,handschuh6 ,wille hat sein ,ideal1 na ja6 ,idealismus heit das wunderlichste ,menschengefngnis -- freiwillig begibt sich der gute ,schwrmer hinein -- und mag gar nicht mehr 'raus1 vor lauter ,verachtung fr das ,gesindel1 das sich drauen wohl sein lt 4448 -- ,spuk und ,sparren68 ruft ein ,jnger ,stirners und ein ,ibsenide3 ,lebenslge68 -- ,aber ,paul ,streitmller3 ,mancher scheint die ,lebenslge ntig zu haben1 sein ,ich sei etwas einzig ,kostbares1 erhaben ber die dmlichen ,sozialpflichten4 ,sein ,gefngnis ist wie eine ,schachtel voll ,watte1 drauf er als ,perle ruht -- ist faule ,gewohnheit68 -- ,otto ,erich tut1 als habe er nichts gehrt1 und spottet weiter3 ,heine erzhlt von einem wunderlichen ,matrosen1 der pltzlich vom ,gipfel des ,mastes schrie3 ,ich sterbe fr den ,general ,jackson6 drauf kopfber aufs ,deck sprang und -- prompt das ,genick brach4 ,wie dem ,general mit solchem ,sterben gedient sei1 hat niemand begriffen1 man wute nicht mal1 wer der ,general ,jackson war48 -- ,allgemeines ,gelchter1 in das auch meine ,freunde einstimmen4 ,so ging das ,spiel meiner ,phantasie1 und alles war1 als ob es sich wirklich so zutrge4 ,beim ,spott der ,gefhrten blutete mir das ,herz4 ,und was das ,peinlichste war1 meinen eigenen ,zweifel liehen sie ,worte -- ich sthnte4 ,und in einem fort das ,regenpltschern drauen -- und niemand kam1 mich zu trsten -- ich blieb mutterseelenallein4 ,nicht weil ich im ,gefngnis war1 fhlte ich ,vereinsamung1 sondern weil jedes ,ichwesen eigentlich in ,einzelhaft gebannt ist1 mag es sich auch darber hinwegtuschen durch ,geselligkeit4 ,was innerlich im ,einzelnen vorgeht -- sein ,fhlen und ,begehren1 sein ,trumen und ,sinnen -- erlebt in unmittelbarer ,weise nur er selbst1 der ,vereinzelte6 ,oft ist er sogar sich selbst ein ,rtsel4 ,um wieviel mehr den anderen1 die ihn doch nur uerlich beobachten6 ,seine ,mienen und ,geberden sehen sie1 seine ,stimme hren sie -- und das heit3 rein uerliche ,wirkungen empfangen sie von ihm1 nichts unmittelbar ,geistiges6 ,nur ,wellenzge des thers und der ,luft6 ,zugegeben natrlich1 da ich die ,mienen meines ,mitmenschen seelisch deute4 ,doch schlielich nur aus meinem eigenen ,ich schpfe ich diesen ,sinn1 lege mir das ,benehmen des ,mitmenschen nach meinem ,muster zurecht1 finde immer nur mich selbst im ,mitmenschen wieder2 nichts anderes wei ich von seinem ,innern1 als was ich von mir selbst hineinspiegele4 ,niemals kann ich der ,schlange gleichen1 die sich hutet4 ,kann nie aus der ,haut meiner ,subjektivitt schlpfen4 ,mit mir allein bin ich immerdar -- und eben darin besteht meine tiefste ,vereinsamung4 ,als der ,weltgeist die ,kreatur aus dem ,garten ,eden trieb1 da hat er sie verbannt in die ,einzelzelle ,ich84 ,nun seufzen wir und sehnen uns zurck nach der verlorenen ,all-,gemeinschaft4 ,und schmachten nach fremden ,seelen1 -- bleiben aber im ,grunde isoliert4 ,es war lngst ,nacht -- doch ich mochte die ,lampe nicht anznden -- lieber im ,dunkeln weiter trumen4 ,auskosten bis auf den ,grund den ,kelch der ,vereinsamung -- um dann einmal ganz fertig zu sein mit dieser ,bitternis4 ,ich ahnte1 da in allem ,leid ein ,durchbruch gelingen msse zu ,schatzkammern der ,seele4 ,meine heie ,schlfe lehnte ich an die ,gefngniswand1 der ,novemberwind schnob lauter1 immer noch wimmerte die ,regentraufe 444 ,und horch1 auf einmal kam ein ,laut aus einer geheimnisvollen ,welt -- ein ,gru vom ersehnten ,reiche freier ,geister3 ,dumpfer ,hufschlag -- das war er ja wieder1 der rtselhafte ,reiter1 den ich manche ,nacht belauscht4 ,und er galoppierte dunkle ,wege dahin -- strmte in die ,weite -- whrend ich im ,gefngnis einsam seufzte4 ,nachtodem braust mit ,regen und ,schloen ,und haucht herein durch die ,kerkersprossen4 ,drin lehnt ein heies ,haupt an der ,mauer1 ,das kostet die ,khle mit sem ,schauer4 ,es lauscht dem wilden ,rtteln und ,drhnen ,des ,sturmes1 dem langgezogenen ,sthnen4 ,es lauscht1 wie der ,regen von ,dache rinnselt1 ,wie die ,traufe im ,hofe schluchzt und winselt4 ,es lauscht1 wie ferne die ,fhren sausen ,und am ,seegestade die ,wellen erbrausen4 ,nun horch1 da nahen hurtige ,schlge ,von ,rossehufen auf nchtigem ,wege4 ,vorber strmt galoppendes ,reiten ,hinaus in geheimnishllende ,weiten 444 ,so lauscht ein heies ,haupt an der ,mauer ,und kostet die ,khle mit sem ,schauer4 ,nachtodem braust mit ,regen und ,schloen ,und haucht herein durch die ,kerkersprossen4 ,ach1 wer so fliegen knnte ins ,schrankenlose -- wie dieser ,reiter6 ,und wie der wilde ,novemberwind6 ,einmal war's1 da durft ich so ins ,freie galoppieren3 ,um die ,mitte meiner zwanziger ,jahre begleitete ich den ,geographen ,kiepert auf einer ,expedition durch ,anatolien1 und zu ,pferde ging es ,tag fr ,tag4 ,da gab es keinen ,gram -- jeder ,laune meines ,zgels1 dem herrischen ,druck meiner ,schenkel gehorchte das zottige ,pferdchen -- und ich schaute in heiliger ,heiterkeit2 wie dem ,auge des thers lag mir frei und offen das ,wunderland ,homers4 ber ,ilion reisten wir nach ,pergamon4 ,als ich vom hochgelegenen ,amphitheater eine ,aussicht schaute1 deren einfach groe ,formen die ,inschrift bezeichnete3 ,im ,angesicht des ,landes und des ,meeres81 -- empfand ich die selige ,ruhe eines kraftvoll harmonischen ,menschentums4 ,und fhlte innig1 weshalb ,faust1 mittelalterlicher ,enge und ,dumpfheit entwachsen1 sich nach ,helenas ,heimat sehnt und den ,rcken jenes centaurischen ,pferdemenschen ,chiron besteigt1 der einst sie trug und der mit seinem ,saitenspiel ,heroen erzog 444 ,whrend ich so in meinem ,gefngnis sann1 hielt ich es fr angebracht1 das ,gedicht vom freien ,reiter aufzuschreiben1 damit es nicht dem ,gedchtnis entfalle4 ,ich wollte ,licht machen2 doch etwas lhmend ,berauschendes hatten die ,erinnerungen an ,pergamon -- noch ein ,weilchen gab ich mich ihnen hin 444 ,da war mir1 als rege sich jemand drauen am vergitterten ,fenster1 und es kam mir der ,gedanke3 ,jetzt haben sich die ,freunde besonnen und wollen dir wohl gar eine ,serenade bringen6 ,o diese ,witzbolde6 ,aus trostloser ,vereinsamung mchten sie den ,gefangenen in ein ,elysium von ,wohllaut1 von liebreicher ,geselligkeit versetzen4 ,da lauern sie nun und kichern in ,verstecken ber meine ,verblffung4 ,gute ,schelme6 ,also losgeschossen6 ,artig will ich auf euer ,programm eingehen4 -- ,ich lausche -- nur den ,wind hre ich und das ,regenrieseln -- irgendwo klappert ein offenes ,fenster4 ,habe mich also wohl getuscht6 ,wer wird denn auch solch eine ,regennacht zum ,stndchen aussuchen6 ,doch horch1 ist das nicht ,fltenmusik8 ,und sieh1 da glht es rot6 ,wahrhaftig1 nun kommen sie6 ,gar mit einem ,fackelzug6 ,ein ,mummenschanz1 eine dramatische ,szene4 ,lauter ,griechenvolk -- famose ,gestalten4 ,im ,halbkreis gruppiert um mein ,gitterfenster4 ,ich erkenne sie alle -- ,willi ,blsche1 am ,arme hngt ihm eine ,mnade1 ,julius ,hart mit einer flotten ,schauspielerin vom ,residenztheater -- ,heinrich ,hart1 die ,eulenspiegelkappe ber den ,kopf gezogen4 ,in der ,mitte der taumelnde ,hartleben als ,gott ,dionys1 mit ,epheu umkrnzt1 einen ,pokal in der ,hand1 sucht er ,halt an einem ,greis -- das ist ,sokrates4 ,und es winkt der olympische ,schlemmer mit dem ,thyrsosstab1 alles lauscht3 ,pfahlbrger6 ,zu ,ehren unseres ,bruno ,wille1 den wir wegen seines freiwilligen ,kerkers hier zum ,ehrenpfahlbrger ernennen1 lasset die ,serenade hhern ,stumpfsinns erschallen1 den mit ,recht so beliebten ,pfahlbrger-,reigen68 ,sich in den ,hften wiegend1 hebt nun ,hartleben ,thyrsosstab und ,pokal und beginnt im ,ba3 ,ra--ria--rulla6 ,ra--ria--rulla6 ,dreck--,speck--,zweck berhaupt6 ,reia1 reia1 reia1 humpa1 humpa 4448 ,drhnend schwillt der ,gesang1 unter ,lachen und ,stampfen ordnet man sich zur ,fackelpolonse4 ,nicht zu laut1 ,kinder68 rufe ich -- sonst blasen die ,feuerklber1 und die ,fritzenwalder ,feuerwehr kommt uns mit kalten ,wasserstrahlen ber den ,brausekopf4 ,ihr drft nicht vergessen1 da hier ein ,gefngnis ist68 -- ,dummes ,zeug68 schilt der dionysische ,hartleben4 ,ich schwinge hier das ,skeptron der ,freude und ,freiheit4 ,du bist zur ,stunde frei und kommst mit6 ,vernimm1 erhabener ,volkserzieher1 ,grnder der freien ,volksbhne1 wir berstrahlen dein ,verdienst4 ,haben etwas gegrndet1 das all der ,muffigkeit heutzutage ein ,ventilator ist3 die freie ,luftbhne6 ,wir fhren dich hin1 wohlan68 -- ,aber ich bin ja eingesperrt48 -- ,dieser ,weise wird deine ,kerkertr sofort entriegeln81 entgegnet ,hartleben wrdevoll4 ,auf seinen ,wink tritt ,sokrates vor2 wie der ein wohlbekanntes ,schlsselbund emporhlt1 geht mir ein ,licht auf3 ,der ,tausend6 ,das ist ja unser ,jacoby68 ,schlagfertig kalauert er3 ,ich ,greis ,und ,metaphysikus1 ,bin hier vom ,kreis ,der ,pfiffikus48 ,beifallsgelchter4 ,nun rasselt er mit den ,schlsseln und kommt mir aufzutun4 ,wie ich eben das ,gefngnis verlassen will1 rufen die ,versammelten3 ,platz da6 ,der freie ,reiter kommt68 ,indem sie eine ,gasse ffnen1 vernehme ich den geheimnisvollen ,hufschlag4 ,nher stampft es1 und auf einmal galoppiert ein ,centaur in den ,hof1 bumt sich und steht nun schnaubend4 ,chiron68 ruft man1 und ,hartleben-,dionys3 ,bravstes ,vieh der klassischen ,walburgisnacht6 ,nimm diesen ,fritzenwalder ,faust auf deinen ,rcken1 dann fort mit ihm zum alten ,griechenland1 wo du mit deiner ,musik-,magisterei ,helden und ,halbgtter erzogen hast48 ,von etlichen ,hnden gepackt1 sitze ich auf dem ,rcken des ,pferdemannes1 halte mich an seiner ,mhne fest1 und los geht die wilde ,jagd 444 ,dann ist die ,szene verwandelt3 ,vom blauen ,himmel flutet goldner ther auf ein ,amphitheater4 ,wie ,blumen in endlosem ,kranzgewebe schimmern auf den ,rngen die bunten ,gewnder des schautrunkenen ,griechenvolks4 ,unter ,tubaschmettern tritt eben ein ,grieche auf1 schn wie ,apoll1 blondlockig -- und ein ,flstern geht durch die ,versammlung3 ,hlderlin1 er ist's6 ,er wird ,flte spielen -- ,diotima trgt dazu eine seiner gotterfllten ,oden vor48 ,in der ,tat hebt ,hlderlin1 der niemand anders ist als mein ,freund ,eckehart1 die ,flte an die ,lippe1 und ein ,prludium stimmt zu ser ,wehmut4 ,whrend dieses ,vorspiels ist ,diotima aufgetreten -- alles versinkt in ihren ,anblick4 ,der ,sixtinischen ,madonna hnlich1 berschaut sie1 an den ,altar gelehnt1 das versammelte ,volk4 ,trumende ,sehnsucht im dunkeln ,auge4 ,und zu den ,fltenklngen spricht ihre ,altstimme3 ,rosen krnzen den ,berg1 heiliges ,frhrot lacht4 ,auf1 gefangener ,mann6 ,suche1 was adlig macht6 ,brich die ,kette6 ,la schnarchen ,gassenbrger in ,winkelnacht6 ,dir zu ,fen die ,welt1 klimme den ,fels empor ,zu ,heroen6 ,erweckt werden dir ,aug und ,ohr6 ,tief das murrende ,chaos ,droben tnt es wie ,sternenchor48 ,diotimas ,augen sind geweitet1 aus ihrer ,rtseltiefe leuchtet die ,vision der ,seherin4 ,tausend ,blicke bohren sich glhend hinein -- und wie fragend sind der ,versammelten ,lippen halb geffnet1 schmachtend nach dem ,wasser des ,lebens4 ,und sieh1 whrend ,hlderlins ,fltenhauche zitternd ersterben als verglimme ,abendgold1 hebt ,diotima ihr ,antlitz und breitet seufzend die ,arme empor 444 ,da hat ein ,zauber alles verwandelt4 ,nur noch eine ,ruine das ,amphitheater4 de1 von allem ,leben verlassen4 ,und ,finsternis hlt alles umfangen1 mit riesigen ,fledermausflgeln4 ,ein ,glied der dumpfigen ,erde haben die schwarzen ,trmmer etwas von einer ,hhle1 von einer ,gruft1 einem ,kerker4 ,und auf einmal kommt es mir vor1 dies sei mein ,gefngnis4 ,durch die ,eisensprossen des ,fensters erkenne ich den ,gefngnishof mit der ,pftze -- vom ,regengu ist sie vergrert1 ,sterne spiegeln sich darin4 ,klar ist nun der ,himmel4 ber dem ,dache des ,vorderhauses leuchtet das ,sternbild ,orion -- wie ein ,krondiadem4 ,oder wie ,tauperlen1 sie flimmern gelb und blau1 grn und rot4 ,die ,sternstrahlen sind haarfeine ,saiten einer ,harfe4 ,sie summen1 es klingt wie eine ,mondscheinlerche4 ,von meiner ,lippe beben rhythmische ,hauche und formen sich zum ,gedicht3 ,es whlt und tappt in dumpfiger ,hhle blind ,der ,maulwurf2 ihn verschchtert die ,oberwelt4 ,mir gab ein ,gott dies ,auge3 aufblhn ,soll es1 versippt mit den ,sternen droben4 ,dein ,funkenzauber1 hoher ,orion1 sprengt ,den ,kerker mir4 ,o selig1 wer dorthin schwebt1 ,wo ,trume1 hier noch ,spott der ,leute1 ,knige sind und das ,reich vollenden6 ,wer in dieser rauhen ,novembernacht das ,gesicht des schlafenden ,einsamen beobachtet htte1 wre inne geworden1 wie nicht blo ber dem ,nachtgewlk1 sondern auch hinter ,gefngnisgittern ,sterne blhn1 sehnschtige ,trume1 die das ,reich vollenden 444 ,als mich andern ,tages ,blsche besuchte1 erzhlte ich meinen ,traum4 ,die ,verse1 die ich im ,traum gedichtet1 vom ,olymp und vom ,maulwurf1 habe ich gleich nach meinem ,erwachen zu ,papier gebracht4 ,in voller ,genauigkeit lieen sie sich nicht erfassen und verkmmerten bei der ,niederschrift -- unsere ,vernnftigkeit scheint unzulnglich1 wo das ,wundersamste aus unserer ,tiefe hervor soll48 -- ,so bleibt alles ,schne schlielich ,mystik81 antwortete ,blsche4 ,dann zergliederte er meinen ,traum3 ,mit ,hlderlins ,liebe zum ,griechentum fhlt sich dein ,humanismus verwandt4 ,auch du sehnst dich nach ,menschen1 die in ,freiheit schn und stark sind48 -- ,aber nicht blo sehnen soll man sich1 auch handeln1 praktisch arbeiten68 -- ,schon recht68 lchelte ,blsche -- na1 du hast ja auch praktisch gearbeitet an der ,volkserziehung1 so praktisch1 da du ins ,gefngnis gekommen bist6 ,in einsamer ,zelle spinnst du nun wehmtige ,vergleiche zwischen preuischen ,barbaren und den alten ,griechen4 brigens ist deine klassische ,walpurgisnacht ein ,gegenstck zu jenem andern ,traum1 den du mir neulich erzhlt hast -- ich meine den ,traum von der ollen ,konservenkiste4 ,whrend dieser das ,gespenst der ,vergangenheit zeigt1 wie es unheimlich in der modernen ,zeit herumspukt1 hat dich jetzt jene ,sehnsucht nach der ,vergangenheit gepackt1 der se ,traum von entschwundener ,jugend1 von ,helden lobebren1 vom goldenen ,zeitalter4 ,aber hast du nicht aus ,goethes ,faust gelernt1 da die schne ,helena ein ,gespenst bleibt1 das kein ,totenbeschwrer zu leibhaftiger ,gegenwart zwingen kann8 ,du hast des ftern reflektiert ber mancherlei ,gefngnisse1 in die man sich eingesperrt fhlt4 ,zhle dazu auch das ,gefngnis ,zeitlichkeit6 ,klfte im ,raum lassen sich berbrcken -- unberwindlich bleiben ,schranken1 mit denen das ,jetzt uns vom ,ehedem absperrt48 ,schon recht6 ,aber kennst du das ,bild von ,schwind3 der ,traum des ,gefangenen8 ,im ,kerker liegt ein brtige ,mann4 ,sehnschtig verfolgt sein ,auge1 wie ein ,zwergenknig von seinen ,heinzelmnnchen das ,fenstergitter durchfeilen lt4 ,dieser ,zwergenknig existiert -- erlsen kann er aus dem ,kerker ,gegenwart1 eine ,brcke schlagen ber ,klfte der ,zeitlichkeit4 ,die ,vergangenheit ist eben doch nicht eigentlich tot48 -- ,tot -- und auch wieder lebendig6 ,ich habe mal die ,vermutung ausgesprochen3 ,was wir ,erinnerung nennen1 ist ein ,sinn neben den fnf ,sinnen1 eine ,art ,schauen3 es dringt in eine heimliche ,welt1 entdeckt aufs neue eine ,existenz1 die wir entschwunden nennen -- alles ,vergangene existiert noch irgendwo48 -- ,und darum ist das ,erlsende1 was uns aus diesem ,kerker der ,zeitlichkeit erlst1 die ,ewigkeit81 folgerte ich mit ,bestimmtheit4 ,wann denn aber8 ,mu man erst zum ,nirwana eingegangen sein88 -- ,das wre radikale ,erlsung4 ,sokrates1 der den ,giftbecher trinkt1 freut sich auf die ,gesprche1 die er mit den ,weisen der ,vorzeit fhren wird4 ,weil aber die ,heinzelmnnchen die ,sprossen unseres ,kerkers noch nicht zerbrochen haben1 nehmen wir vorlieb mit einem ,durchblick durch unsere ,kerkersprossen4 ,idealismus heit der ,durchblick4 ,o selig1 wer dorthin schwebt1 ,wo ,trume1 hier noch ,spott der ,leute1 ,knige sind und das ,reich vollenden68 ,italienische ,nacht ,die ,ausgabe meines ,flugblattes soll im ,rahmen eines ,festes erfolgen4 ,auch mu meine ,bude eingeweiht werden4 bermorgen abend acht ,uhr6 ,aber schleppt nicht zu viel ,leute her1 sonst gibt's ,krach mit dem ,hotelier48 ,andern ,tages brachte der ,brieftrger nebst der ,flugblattkorrektur ein ,schreiben1 das meine ,freunde als ,einladung an die ,gste versandt hatten4 ,ein ,fries von ,karikaturen1 ein echter ,blsche1 deutete vielversprechend an1 wie die ,italienische ,nacht im ,kerker der ,inquisition8 verlaufen sollte3 ,ich sitze lchelnd auf einem ,scheiterhaufen1 in der ,linken eine ,wurst1 den schumenden ,krug zur ,ministerloge erhoben1 wo besternte ,wrdentrger durch ,monokel und ,opernglas die ,szene bestaunen4 ,mitglieder meines ,freundeskreises tanzen um den ,scheiterhaufen1 den ,hartleben aus einer ,flasche ,aquavit trnkt4 ,ein ,kerl in ,ballonmtze verteilt das ,flugblatt an die ,menschheit81 ein ,kater kaut an einem ,hering4 ,illumination des ,kerkers und ,pickenick1 unter ,verwendung mitgebrachter ,liebesgaben4 ,ausgabe des ,flugblatts1 ,anznden der ,volksbegeisterung48 ,die unheimliche ,groartigkeit dieses ,festplans lie mein ,herz hher schlagen -- nur da mich eine ,gnsehaut berlief1 wenn ich die ,platzfrage erwog4 ,frau ,bolle1 seien ,sie ein rettender ,engel68 -- ,wat is'n los88 -- ,ich habe heute ,geburtstag68 -- ,na also6 ,warum machen ,se denn da so'n schiefet ,jesichte88 -- ,ach ,frau ,bolle6 ,ich mchte doch gern ein bichen feiern1 und nun wollen so'n ,stcker zehn oder zwanzig ,freunde auf den ,abend kommen -- wo soll ich die alle unterbringen88 -- ,die ,amtsdienerin prfte den ,raum3 ,drei uff's ,bett -- zwee bis drei uff ,stiehle -- also sechse zur ,not lassen sich rin quetschen4 ,die andern missen schon in den ,flur bleiben -- det heet1 mehr wie sechse finden da ooch nich ,platz48 -- ,o jehmineh1 ,flur6 ,der ist gar zu de6 ,und da wollte ich das ,bierfa auflegen68 ,nun kam der ,amtsdienerin der ,einfall3 ,die ,zellen hier neben sinn ja frei -- da kennte man eene uffmachen48 -- ,beide68 sagte ich entzckt -- gute ,frau ,bolle1 ach schlieen ,sie doch mal auf68 ,der ,raum dieser ,zellen bertraf meine ,erwartung1 da sie keinen ,ofen hatten4 ,nun aber1 ,frau ,bolle1 sorgen ,sie dafr1 da unser ,amtsdiener kein ,strenfried ist48 -- ,der wee von nischt6 ,ik wer' schon machen -- der verduftet heite ,abend48 ,es wrde zu weit fhren1 wollte ich schildern1 was alle zu besorgen war und mit welcher ,hingabe meine ,frau1 ,frau ,pape1 selbst ,frau ,bolle sich den ,vorbereitungen des ,festes widmeten4 ,genug1 um acht ,uhr abends sah das ,gefngnis aus1 als wre ein verwunschenes ,schlo entzaubert4 ,in allen ,winkeln hatte es geknackt2 lockender ,flitter verhllte die graue de4 ,wacholderbsche flankierten den ,gefngniseingang wie ,ehrenposten4 ,oben hing umkrnzt das ,transparent3 ,willkommen1 ,kerkergste1 ,zum flammenden ,freiheitsfeste68 ,den ,flur1 wo neben ,blumenschmuck ein schwungvoller ,karton von ,fidus angebracht war1 durchsprhte rotes ,licht von einer ,papierlaterne4 ,hinten das bekrnzte ,bierfa in ,eis gebettet1 ,glser in ,reih und ,glied auf weigedecktem ,wandbrett4 ,da gab es ,schsseln und ,teller1 ,messer und ,gabeln4 ,die ,nebenzellen mit ,ampeln1 ,girlanden und ,bildern geschmckt1 die ,pritschen von ,plschdecken verhllt4 ,der ,eingang meiner ,mittelzelle drapiert mit rotem ,fahnenstoff1 gegenber der ,fenstervorhang von gleichem ,knallrot4 ,nach auen muten die ,eisenstbe auf dem flammenden ,grund wirken1 als sei hier eine ,abteilung der ,hlle4 ,doch war innen alles gemtlich und nett4 ,mein ,bett durch die bergebreitete ,plschdecke und etliche ,sofakissen zum ,pfhle hergerichtet4 ,von oben strahlte eine bunte ,japanlaterne4 ,an der ,wand ein ,tierfell und ,bcklins ,einsiedler1 daneben ein ,wandbrett mit ,bchern4 ,die gegenberliegende ,wand hllte ein ,perserteppich4 ,der ,leuchter mit den drei ,kerzen neben der ,tr hatte etwas ,feierliches4 ,die ,zither auf dem ,tischchen beim ,fenster schien zu sagen3 ,mein ,stimmchen ist dnn1 doch frhlich wird es mit ,frhlichen singen48 ,ich wei nicht1 ob ich von meiner ,hantierung hei geworden oder ob der ,ofen es zu gut meinte -- genug1 ich suchte durch ,aufhalten der ,gefngnistren etlichen ,durchzug herzustellen4 ,jetzt erschien meine ,frau nebst ,frau ,pape4 ,aus ,krben holten sie einen ,napf ,heringsalat1 ,platten mit belegten ,brtchen1 auch ,pfannkuchen und eine ,kaffeemaschine4 ,als meine ,frau ihr ,festgewand enthllte1 war kein ,platz zum ,ablegen der ,garderobe4 ,wohin nun mit den ,wintermnteln und ,hten all der ,gste8 ,uff de ,kejelbahne6 ,aus det ,restaurang hol'n ma een' ,jarderobenstnda un ,stiehle in de ,kejellaube48 ,und die treuen ,helferinnen gingen ans ,werk2 in ihren weien ,schrzen machten sie sich blitzsauber4 ,kaum war die ,garderobe hergerichtet1 so erschienen ,gste4 ,julius ,hart mit seiner ,gattin und seinem ,bruder ,heinrich4 ,mit ihrem stillen ,lcheln hndigte mir die zartschne ,frau ,martha eine ,chrysanthemumstaude mit weilodernden ,blten ein1 ,julius unter ,bcklingen eine ,papierdte mit ,zigarren4 ,heinrich hielt es fr angebracht1 den vereinsamten ,katzenfreund durch eine ,porzellankatze zu trsten4 ,willi ,blsche hielt mir eine ,flasche ,burgunder vor die ,nase und las lchelnd das ,etikett3 ,sei klug und neige die ,nase ,nicht nieder zum ,erdenkot6 ,o frb' im duftigen ,glase ,sie lieber burgunderrot68 ,benno ,streitmller1 als ,biedermeier gekleidet1 widmete mir eine alte ,ausgabe von ,kants ,schrift ,religion in den ,grenzen bloer ,vernunft84 ,aufsehen erregte seine ,versicherung1 eine beigeklebte ,haarlocke sei auf dem ,haupte jenes preuischen ,ministers ,wllner gewachsen1 der dem ,knigsberger ,philosophen verbot1 die ,schrift drucken zu lassen1 weil sie gewisse ,grundlehren der ,bibel und des ,christentums herabwrdige4 ,sei dir die ,locke ,amulett6 ,wenn in der ,homopathie ein brauchbarer ,kern steckt1 so mag das eine ,ministerbel das andere verscheuchen68 ,unter ,halloh langte ein ,haufen ,gste an -- es waren die ,berliner1 von meinem ,friedrichshagener ,freund ,bartels hergeleitet4 ,auer dessen ,frau waren da noch ein paar ,damen1 besondere ,verehrerinnen des ,dichters ,marcus ,fischlen1 mit dem sie gekommen4 ,otto ,erich ,hartleben fehlte nicht -- sein ,nerogesicht mit dem ,doppelkinn fahl1 durch das dunkle ,glas des ,schildpattkneifers lugte mrrische ,schwermut1 wie ,beileid machte sich sein ,hndedruck4 ,nanu88 fragte ich1 du wrst der erste1 der mein ,gefngnis tragisch nimmt48 -- ,wieso88 meinte er finster4 ,na1 du siehst so elegisch aus48 -- ,doch nicht deinethalben68 gab er patzig zurck -- ich bin immer elegisch1 solange ich noch nchtern bin48 -- ,dies aufrichtige ,wort sei uns ,signal1 mit schumendem ,trunk die ,festlichkeit zu beginnen68 ,meine ,klause musternd1 trat die ,gesellschaft ein und staunte belustigt3 ,ah68 ,als geschickter ,regisseur zapfte ,bartels die ,glser voll1 mit guten ,wnschen trank man die ,blume und verteilte sich unter ,geschwtz4 ,kichernd kam ,frau ,martha zur meinigen3 ,denke dir1 ,paulchen ,scharbock hlt das fr eure richtige ,wohnung48 ,wir drngten uns in ,scharbocks ,nhe4 ,diesen ,dichter habe ich noch nicht beschrieben4 ,einer aus ,keenichsbarch1 der mit seinem phantastischen und schwelgerischen ,polackentum die tiefsinnige ,schwrmerei des ,deutschen verband1 eine gewisse ,mystik -- die sich humoristisch gab1 weil die ganze ,art den spielerischen ,launen eines gutmtigen ,kindskopfes gehorchte4 ,dabei sah er wunderlich ernsthaft aus3 ,unter der breiten ,grblerstirn loderten hinter dem ,kneifer blaue ,augen1 schmachtend gro1 und der blonde ,vollbart1 niederwallend und zugespitzt1 vervollstndigte den ,eindruck eines ,zauberers4 ,scharbock wre dem ,wstenprediger ,johannes hnlich1 htte dieser nicht mit ,wasser getauft1 sondern eine strkere1 mehr innerlich wirkende ,flssigkeit beliebt4 ,dieser ,dichterprophet wandte sich mit ,begeisterung mir zu3 ,hil1 min ,lieb6 ,du housest janz idyllisch1 ,mansch6 ,aber ,frou ,leeschen6 ,wo is dann die ,kche1 wo so kstlich fr uns sorcht8 ,un noch ins -- antschuldigt6 ,wo habt ,ihr ier ,schlafjemach8 ,ach woll oben6 ,ich sah drouen so was wie'ne ,trappe4 ,da jeht es also1 met ,erloubnes zu sagen1 zu iren ,batten88 ,kopfschttelnd starrte alles den ,poeten an4 ,aber ,scharbockchen68 gab ich zur ,antwort1 das ist doch mein ,gefngnis68 ,das ,auge aufgerissen1 sphte er stutzig im ,kreise umher3 ,was beditet das88 ,staunend entgegnete ,marcus ,fischlen3 ,aber ,mensch6 ,woischt denn ,du wirkli net8 ,unterwegs han i dir doch gsagt1 was los isch4 ,den ,bruno ,wille ht der ,minischter ei'glocht6 ,dees da isch sei ,gfngnis6 ,scharbckle6 bisch goischtesabwesend88 ,in der ,tat blickte ,scharbock fast einfltig3 ,ich hre da mm was von ,jefngnis -- aber wir sind doch nech in ,moabit68 -- ,dee'scht ja grahdezu badologisch68 -- ,ech trme doch nech68 trumpfte ,scharbock auf -- wir sind doch zur italienischen ,nacht jeladen -- und das sind ,lampions -- das is doch rechtijes ,bier -- un wir knipen in ,willes ,jartenhous -- wir sind frie ,manschen68 ,brllendes ,gelchter -- und der weltfremde ,trumer1 der nicht mal ,zeitungen las1 wurde zum ,fasse gefhrt4 ,nun boten die ,damen ,imbi an4 ,von ,hartleben war eine gewaltige ,blechdose mit ,hummermajonnaise gestiftet4 ,dazu wurde ,chartreuse gereicht1 man schlrfte auch ,blsches alten ,burgunder4 ,erneuter ,tumult4 ,der ,setzerlehrling brachte die ,flugbltter4 ,man ri sich drum4 ,bei der ,flurampel las ,bartels vor4 ,er kam freilich nicht weit -- ,zwischenrufe platzten los1 aufgeregt debattierte alles durcheinander4 ,ein ,pantheist oder ,atheist darf in ,preuen keinen ,jugendunterricht erteilen68 ,darauf luft die ,maregelung hinaus48 ,pantheist is antschieden jed ,poet6 ,saacht nicht ,schiller3 ,jott un ,natur send ins8 ,un ,joethe 4448 ,chaja natrlich ,choethe und so weiter68 sprhte ,julius1 der ,westfale4 ,stellen wir uns vor1 ,choethe mchte seinen ,knaben in seine ,weltanschauung und so weiter einfhren4 ,und ,choethe htte das ,pech1 preuischer ,untertan zu sein4 ,dann mte der ,kultusminister ,bosse einwenden3 ,bei aller ,verehrung fr ,ihre ,dichtung1 ,herr ,choethe1 verbiete ich ,ihren ,chuchendunterricht4 ,sie haben dazu nicht die erforderliche ,sittlichkeit und ,korrektheit der ,chesinnung -- denn ,sie sind ,pantheist -- chaja natrlich ,choethe68 -- ,hohl deklamierte ,scharbock3 ,wer darf ihn nannen -- und wer bekannen3 ,ich jloub ihn88 -- ,doch ,hartleben machte ,gretchens ,einrede geltend3 ,wenn man's so hrt1 mcht's leidlich scheinen -- steht aber doch schief darum -- denn du hast kein ,christentum48 -- ,ja zum ,teufel1 welcher ,gott gilt denn in ,preuen8 ,mu man1 um ,kinder unterrichten zu drfen1 an den ,greis mit dem langen ,bart glauben8 ,oder 4448 -- ,hier kommt er ja mit seinem langen ,bart68 rief ,hartleben -- ,jehovah1 wie er im ,garten ,eden wandelte1 in der ,kutte aus ,kamelshaar 444 ,doch nein1 unser ,peter sieht eher dem ,wotan hnlich1 zumal wenn er seinen ,schlapphut aufhat48 -- ,der ,ankmmling war der ,dichter ,peter ,hille4 ,weltfremd stand er vor dem ,eingang meiner ,zelle1 eine hagere ,gestalt in braunem ,havelock4 ,unter dem breiten ,hut wallten braune ,locken1 und vom wachsbleichen ,gesicht1 in dem nur das ,auge ,leben hatte1 flo der weiche ,bart nieder4 ,verlegen nahm ,peter den ,hut ab und bot den ,gru1 mit dem er sich gern an sein ,vagabundieren in ,italien erinnerte3 ,bona sera68 ,bartels nahm ihn sofort zum ,bffet2 ,speis und ,trank waren immer angebracht bei diesem ,literaturzigeuner1 der von den ,gaben seiner ,verehrer lebte4 ,auf einmal im ,hof ein ,zischen und ,knattern -- ,funken sprhn4 ,wir strmen auf den ,hof -- da wirbelt vor meinem ,fenster eine ,funkenspirale1 ein sogenanntes ,feuerrad1 befestigt an der ,holzschranke1 die den ,mllhaufen umhegt4 ,und es hpfen knatternde ,frsche4 ,bist du toll88 fahre ich ,bartels an1 der um die ,feuerwerkskrper bemht ist -- er antwortet trocken3 ,im ,programm heit es doch3 ,anznden der ,volksbegeisterung68 -- ,den ,unwillen des ,amtes wirst du mir anznden6 ,du alarmierst die ,leute68 ,und in der ,tat6 ,nicht blo1 da ,frau ,bolle und ,onkel ,pofke zeterten1 auch ein ltlicher ,mann war auf dem ,hof erschienen1 er trug ein dtenfrmiges ,rohr aus ,leder4 ,als stiller ,beobachter lungerte er herum4 ,der ,kuhhirt ,kuschel war's1 der den ,giebel des ,nachbarhauses bewohnte4 ,er hatte die ,funken gesehn und war sofort mit seinem ,feuerkalb8 gekommen1 wie man das ,tuterohr zum ,alarmieren nannte4 ,ich trat ihm entgegen3 ,nicht blasen6 ja nicht68 ,begtigend winkte ,kuschel3 ,ick wollte man blo sehn1 ob hier nich 'ne ,mark locka is -- wer fix tuten tut1 kricht bei uns ,feiertutas 'ne ,extrawurscht68 -- ,hier is ,ihre ,extrawurscht68 ,und ,bartels drckte ihm ,geld in die ,hand4 ,was ist dann das fr in ,dings88 fragte ,paulchen ,scharbock und nahm dem ,alten das ,tuterohr ab4 ,det is 'n ,feierkalb68 -- ,was fr'n ,kalb8 ,wird das ,kalb jeschlachtet8 ,dazu schint es mir etwas zu zh6 ,ach so1 ,fikalb sagen ,sie6 ,se minen1 es pat zu unsrer ,fi8 ,es wird woll hininjetutet8 ,hier oben bi d ,schnouze88 ,und ehe man ihn hindern konnte1 hatte der ,unselige aus voller ,lunge ins ,tuterohr gestoen3 ,puh68 ,mich verblffte nicht blo dieser schnde ,mibrauch des ,fritzenwalder ,feuerkalbs1 sondern noch mehr die ,kraft der ,scharbockschen ,lunge2 dann aber die verheerende ,wirkung1 die von ihr ausging4 ,kaum eine halbe ,minute spter antwortete es von einer nahen ,strae3 ,puh68 -- dann mehr entfernt3 ,puh68 ,schlielich scholl es nah und fern3 ,puh68 -- ,puh68 -- ,puh68 ,das ,feuerkalb war dem ,attentter entrissen2 mit kindischem ,lachen hob er die ,hand und deklamierte3 ,unhil6 du bist em ,zuge6 nemm walchen ,louf du wellst68 ,meinen ,sie mich88 sagte der ,kreispfiffikus1 der pltzlich in unsrer ,mitte stand4 ,man nennt mich ,heilknstler1 doch bin ich ehrlich genug1 mich getroffen zu fhlen1 wenn es hier heit3 ,unheil1 du bist im ,zuge4 ,gegen ,zugluft bin ich allerdings kaum empfindlich48 -- ,um ,jotteswillen1 ,herr ,dokta68 kam ,frau ,bolle hnderingend -- helfen ,se6 ,mit's ,feierkalb hat eena jetutet1 aus ,jebamut1 eena von die ,jste68 -- ,aus bermut88 versetzte ,doktor ,jacoby und schnffelte3 ,aber hier riecht es doch nach ,rauch4 ,ich spiele nicht auf die anwesenden ,herren ,raucher an1 sondern meine etwas minder ,edles4 ,es riecht nach angebrannter ,mllgrube4 ,ich ahne1 da hat jemand einen ,zigarrenstummel reingeworfen4 ,was starren ,se mich an1 ,herrschaften8 ,bin ich's etwa gewesen8 ,dann entschuldigen ,se68 ,und der ,kreispfiffikus lief zur ,hoftr1 die eben aufgerissen wurde4 ,wech da68 herrschte er die ,eindringenden an4 ,blinder ,lrm6 ,hier hat keener wat zu suchen1 ,bengels6 ,ihr sollt euch lieber ntzlich machen6 ,lauft mal jleich de ,feuerwehr entjejen4 ,schnen ,jru von mir1 un es wre blinder ,lrm -- sie sollen sich den ,weg sparen -- das ,tuten mu aufhren1 schleunigst aufhren68 -- ,die eifrige ,dorfjugend verfuhr nach der ,weisung des beliebten ,mannes1 und nicht lange1 so kam ein ,junge gehastet1 um stolz zu melden1 er habe die ,feuerwehr zurckgeschickt4 ,dann verstummte das ,tuten4 ,doch nun kam eine neue ,verwickelung3 ,der ,biedermaxe stand pltzlich unter uns und schnffelte mit ,polizeiblicken herum3 ,was geht hier vor88 -- ,was wollen ,sie denn hier88 wandte sich der ,kreispfiffikus an ihn -- gehen ,sie lieber nach ,haus -- ich habe jemand fr ,ihr ,grundstck interessiert4 ,der wird gleich kommen4 ,oder war er etwa schon da88 -- ,der ,biedermaxe stutzte3 ,wegen meines ,grundstcks88 -- ,na ja doch -- und ich vermittle den ,kauf4 ,ich erwhne das1 um mir die ,provision zu sichern4 ,ich nehme doch an1 -- wie88 -- ,aber mit ,kuhand68 erwiderte der ,biedermaxe wie umgewandelt4 -- ,na denn jehn ,se man fix6 ,sonst verpassen ,se den ,koof6 ,hier is ja doch nischt weiter los1 als da ick ne ,ziehjarre in de ,mlljrube jeworfen habe48 ,und der ,kreispfiffikus schob den ,biedermaxe ab4 ,als ihm das gelungen war1 wandte er sich zu uns3 ,nun aber1 meine ,herren1 mu einer die ,rolle des ,kauflustigen bernehmen und zu dem ,biedermaxe hin4 ,das ist sonst ein gefhrlicher ,kunde -- der zeigt an1 was hier fr ne ,bescherung war4 ,den mssen wir engagieren48 -- ,paulchen68 sagte ,hartleben zu ,scharbock1 geh du mit ,petern hin6 ,peter ,hille soll den ,kauflustigen mimen -- mu sich das ,grundstck dieses ,biedermaxen besehn48 -- ,also los1 ,kinder68 sagte ,bartels -- ich bringe euch hin und instruiere euch des ,nheren4 brigens1 ,onkel ,pofke1 legen ,sie doch ein ,achtel ,freibier auf1 fr die ,feuerwehr48 ,mit schelmischer ,liebenswrdigkeit reichte der ,kreispfiffikus zwei ,damen den ,arm3 ,aber ,herrschaften1 hier verkhlt man sich4 ,rinn ins ,verjnjen68 ,und lachend kehrten wir ins ,gefngnis zurck4 ,einen hbschen ,einfall hatte ,frau ,martha3 wir machten uns ,krnze aus dem gerteten ,laube des ,wilden ,weins und aus ,epheu1 der bei der ,kegellaube rankte4 ,bald sa alles bekrnzt1 wie ,griechen beim ,symposion1 lauter frohe ,gesichter1 es duftete aus den ,pokalen4 ,passend zur italienischen ,nacht klimperte meine ,zither die ,sicilianerweise ,santa ,lucia1 und wir sangen ,fischlens ,lied3 ,sind es nicht ,toren1 ,die da stets zittern ,und sich das frhliche ,leben verbittern8 ,wein-1 lieb- und liederfroh ,horas non numero ,nisi serenas68 ,herbstnachtigall ,die ,farbe rosa kennzeichnet eine ,gemeinde von ,glubigen3 ,mdchen gehren ihr an1 die gern eine seidene ,schleife im ,haar tragen2 ,jnglinge1 die beim ,buchbinder unter ,errten zartbuntes ,briefpapier kaufen2 ,matronen1 die bei einer ,trauung an der ,kirchenpforte harren1 um die ,braut im ,schleier zu sehen4 ,diese ,rosaglubigen mchten natrlich vernehmen1 was des weiteren aus dem ,grillenroman geworden4 ,zwar sind sie davon berzeugt1 da die ,hauptfrage zweier ,herzen bereits gelst ist1 sobald sie einander kriegen4 ,indessen hat man es gern1 wenn der ,roman auch noch einen ,ausblick erffnet auf das ,familienglck1 das selbstverstndlich nun anhebt4 ,auch meinerseits ein wenig befangen von solcher ,selbstverstndlichkeit81 hatte ich meinen ,grillen die ,namen gegeben ,philemon und ,baucis84 ,wie dies weltberhmte ,paar in seiner ,htte1 sollten meine ,grillen in glcklicher ,gemeinschaft zirpen bis ins uerste ,alter4 ,auf das ,rosapapier dieser ,erwartung fiel freilich am ,tage nach der ,grillentrauung ein dicker1 schwarzer ,klecks4 ,ich sah1 wie ,baucis stumpfsinnig am ,gittergewebe sa1 whrend ,philemon zum ,fressen aufgelegt schien4 ,schlielich hatte ,philemon der geschabten ,mohrrbe in einer ,weise zugesprochen1 da sie ihm nicht blo ,embonpoint verlieh1 sondern auch noch durch sein ,eingeweide hindurchschimmerte4 ,wo war nun der ,grne ,donnerstag geblieben8 ,ziegelrot sah er aus4 ,baucis wie eine vertrocknete ,jungfrau1 dabei so mrrisch und geistlos1 da ich den ,futterexze ihres ,verlobten verstndlich fand4 ,der ,exze sollte ihn dafr entschdigen1 da er mit der ,braut reingefallen4 ,was aber das ,elendeste an diesem ,conjugium war3 das ,singen hatte aufgehrt2 weder ,philemon noch ,baucis brachte auch nur ein einziges ,zirp8 heraus4 ,das geht zu weit6 ,zur ,lsterung wider ,apoll und seine ,musen darf eure ,ehe nicht ausarten4 ,lat euch scheiden68 ,und ich machte kurzen ,proze3 ,durch ,anton ,bolle lie ich die vertrocknete ,jungfer ,baucis zurck auf den ,akazienbaum bringen4 ,meinen entarteten ,donnerstag sollte eine ,fastenkur wieder schlank1 grn und poetisch machen4 ,und sieh1 das half6 ,nicht blo1 da er am nchsten ,tage schon etwas vergeistigt aussah1 er kroch auch lebhaft umher und hpfte ein paar ,mal4 ,und wie mittags die ,sonne durch den ,herbstnebel drang1 legte er mit seiner silberhellen ,geige wieder los4 ,da horch1 vom ,akazienbaum antwortete ,baucis4 ,bravo6 ,unermdlich schmetterte das ,duett4 ,ich sah nun ein1 da die ,grillen nicht mit ,philemon und ,baucis zu vergleichen seien1 sondern mit ,pyramus und ,thisbe1 rhrenden ,vertretern einer ,distanceliebe81 wie ,blsche so was nennt3 ohne einen ,ku oder auch nur einen ,hndedruck liebt man einander und wispert zrtlich durch den ,spalt der trennenden ,wand4 ,sankt ,plato1 wie fein hast du das ,wesen der ,liebe gedeutet6 ,vom gttlichen ,eros lssest du deine ,diotima sagen1 er sei der ,sohn des ,reichtums und der ,armut1 schwrme daher immer fr etwas1 das ihm fehlt4 ,nicht1 wo man hat und satt ist1 nein1 wo man darbt1 sich nach ,entferntem sehnt1 nur da zittert das ,beten der ,liebe zur therwelt empor4 ,es ist blich1 fr den ,mai zu schwrmen1 und ich will blhende ,syringen1 ,nachtigallenflten und verzckte ,prchen im ,mondschein nicht verachten4 ,doch der erfahrene ,feinschmecker des ,lebens schwelgt in den letzten ,sommertagen1 im ,vergilben und ,errten des ,laubes4 ,noch immer ,sonnengold und ,milde haben diese ,novembertage4 ,der wilde ,wein ber der ,kegelbahn hat blutrote ,bltter4 ,von den schneeweien ,seidengespinsten schwebt noch eins durch die stille ,luft zur vergilbenden ,akazie4 ,in deren ,krone sitzen zu ,dutzenden die ,stare1 versammelt zur ,wanderschaft sdwrts4 ,sie schwatzten1 da es wie ,blech rasselt4 ,in hoher ,luft aber raunt es1 schnarrt und krchzt2 keilfrmige ,geschwader1 ,schulter hinter ,schulter1 rudern ,wildgnse mit surrenden ,fittichen durch mattblauen ther4 ,horch1 nur noch wie ein ,suseln singt meine ,herbstnachtigall4 ,war ihre ,weise ehedem dionysischer ,taumel1 jetzt ist sie seraphisches ,schweben4 ,und berhaupt eine andere ist sie geworden4 ,keine ,nahrung nimmt sie mehr1 ihr ,krper ist verschrumpft und verfllt vor ,altersschwche2 ein ,bein ging bereits verloren und ein halbes ,fhlhorn4 ,in der ,ekstase fhlt sie sich erhaben ber ,krpergebreste4 ,die ,auenwelt ist ihr versunken1 ihr ,zirpen ist alles -- sie geigt pianissimo1 mit abgewetzten ,flgeln4 ,als summe eine ,greisin mit heiserer ,stimme4 ,auch an jenen ,derwisch mu ich denken1 dem ich in ,kleinasien begegnete -- in mystischer ,hingabe neigte sich der ,alte unaufhrlich wie ein wankender ,halm und lallte immerfort3 ,allah6 ,allah68 -- ,verglommen das ,abendrot1 khl bricht die ,nacht herein4 ,in den ,gefngnishof lugen erglimmende ,sterne4 ,verstummt ist die gute ,grille ,baucis2 wer wei1 ob sie nicht morgen erfroren unter der ,akazie liegt1 whrend ,rauhreif an den ,blttern hngt4 ,aus meinem ,sinnen weckte mich die ,besucherglocke4 ,freund ,eckehart war's4 ,in seinem bretternen ,tuskulum war's ihm zu kalt geworden1 und so hatte er sich in ,friedrichshagen ein ,stbchen gemietet4 ,ich erriet1 was ihm der ,abschied vom ,gute ,rahnsdorf bedeute3 ,seine ,diotima war ihm ferner gerckt4 ,ich erzhlte ihm von ,pyramus und ,thisbe und der ,distanceliebe4 ,er lchelte1 als fhle er sein ses ,geheimnis durchschaut4 ,da ich ihm somit nher gekommen war1 schien er mich belohnen zu wollen3 ,ich wte eine ,ablsung fr ,ihre beiden ,grillen1 die verstummt sind4 ,was meinen ,sie1 wenn nchstens ein paar andere ,zirper dem ,gefangenen eine ,serenade brchten8 ,das heit3 der eine ,musikant ist ein ,fltist1 der andere 4448 ,da er verstummte1 ergnzte ich3 ,diotima88 ,seine ,antwort war freudiges ,errten3 ,ich sprach schon mal davon48 ,ich wollte danken und ,nheres vereinbaren -- indessen hatte es das geheimnisvolle ,walten1 in dem wir leben1 weben und sind1 ganz anders gefgt4 ,onkel ,pofke war eingetreten1 er sah verstrt aus und stammelte3 ,hier is -- ob hier ,herr ,eckehart --8 'ne ,dame fraacht nach ,sie -- hier is se48 ,indem er sich zurckzog1 trat eine weibliche ,gestalt ein1 schlank1 in ,wintermantel und ,pelzbarett4 ,es war ,diotima -- aufschluchzend warf sie sich an ,eckeharts ,brust4 ,er hielt sie umschlungen und blickte angstvoll4 ,das ,taschentuch vor die ,augen gepret1 wimmerte sie3 ,gromutter68 -- ,was ist mit ,gromutter88 ,da kam ihr ,aufschrei3 ,tot68 ,krank war die gute ,alte nicht gewesen -- nur da heute ihre ,mattigkeit und ,wortkargheit aufgefallen war4 ,als gegen ,abend die ,wildgnse geflogen kamen1 hatte sie gewnscht1 vors ,haus gefhrt zu werden4 ,am ,arm der ,enkelin hatte sie emporgelauscht1 wie das ,keilgeschwader schattenhaft am ,himmel dahinzog1 ,rufe der ,sehnsucht raunte und schwirrend mit den ,fittichen ruderte4 ,zufrieden war sie dann ins ,stbchen zurckgekehrt und auf dem ,lehnstuhl eingenickt4 ,als der lautlos starre ,schlaf das ,mdchen befremdete1 war die ,greisin ohne ,atem und kalt4 ,in ihrem ratlosen ,weh war ,diotima sofort nach ,friedrichshagen geeilt und hatte in ,eckeharts eben gemieteter ,wohnung vernommen1 er sei bei mir4 ,jetzt drckte mir ,eckehart schweigend die ,hand zum ,abschied -- weinend hing ihm ,diotima am ,arm 444 ,am dritten ,tage ging ich zu ,gromutters ,begrbnis1 begleitet von ,onkel ,pofke1 der die ,amtsmtze trug4 ,hinter der ,rahnsdorfer ,mhle brachen wir abgeblhtes ,heidekraut und einen stattlichen ,wacholderzweig4 ,als ,leidtragende waren fast alle ,bewohner des ,drfchens und der ,rahnsdorfer ,mhle erschienen4 ,die ,mnner trugen den ,sarg ber den ,wiesenweg nach dem wacholderumhegten ,friedhof4 ,diotima weinte an ,eckeharts ,arm4 ,der ,prediger sprach von den hren1 deren ,bestimmung es sei1 unter der ,sichel zu fallen4 ,mag das zeitliche ,gewand vergehen1 die ,ernte kommt1 wohin sie gehrt3 zur ,scheuer der ,ewigkeit1 zu den ,schtzen1 die nimmer schwinden4 ,so zu herbsten1 ist alles ,lebendige berufen4 ,drum rette dich aus dem ,taumeln des ,novemberlaubes1 fhle dich heim zum ,frieden6 -- ,als ,abschiedsgru warfen wir ,heidekraut und ,wacholder ins ,grab4 ,eine ,kindergruppe sang3 ,es ist bestimmt in ,gottes ,rat 4448 ,als ich mit ,onkel ,pofke heimging lngs des ,mggelsees1 erblhten am klaren ,himmel die ,sterne4 ,onkel ,pofke meinte weich3 ,da liecht se nu in ihren helzernen ,schlafrock -- un det is unsre nobelste ,uneform 4448 ,die ,herbstnachtigall schwieg 444 ,schlafe6 ,bist jetzt abgelst von einer ,genossin -- einer himmlischen4 ,die singt wie ,orgelsummen2 droben aus dem ,reigen der ,funken singt sie -- und ladet meine ,seele zum ,flug ins ,grenzenlose4 ,und wie vor ,wochen zu meiner ,grille eine angelockte sich gesellte1 so antwortet jener ,friedensstimme1 die vom ,sternenhimmel fltet1 als ,echo noch eine andere4 ,hienieden in meinem ,gemte hat sie sich niedergelassen -- gehrt aber beiden ,welten an1 der ,erde und dem ,himmel4 ,eine ,prophetin ist sie hchsten ,menschentums2 sie wohnte einst in einem schnen1 beschaulichen ,greise1 der es verstand1 aus seinen ,lebenstagen ,musik zu machen2 und das feierliche ,finale ist sein hohes ,lied von der ,lebensreife3 ,was fruchtbar ist1 allein ist wahr48 ,ja ,fruchtbarkeit -- der ,baum1 der aus vergilbten ,wipfeln kstliche ,keime in den ,scho der treuen ,erde wirft -- das ist die ,wahrheit im ,wahn des ,lebens1 ist aller ,wesen und aller ,welten ewiger ,sinn4 ,drum jubelt sieghaft die weise ,herbstnachtigall3 ,dann ist ,vergangenheit bestndig1 ,das ,knftige voraus lebendig -- ,der ,augenblick ist ,ewigkeit68 ,von ,badewannen und ,mggelpiraten ,in meiner ,kindheit ging das geflgelte ,wort1 ein ,gradmesser der ,kultur sei der ,verbrauch von ,seife4 ,der deutsche ,michel war stolz1 da auf ,gehei seiner ,hausfrau jeden ,samstag nicht blo ,ausklopfen der ,teppiche und ,scheuern der ,dielen stattfand1 sondern auch groe ,reinigung der ganzen ,familie4 ,wenn dabei die ,seife ppig schumte1 hatten die ,kleinen viel ,spa4 ,damals reichte die ,wasserleitung -- in den ,stdten1 die sich dazu aufgeschwungen hatten -- nur bis zum ,straenbrunnen1 der sogenannten ,kunst84 ,hatten dort die ,mgde das ,wasser in ihre ,eimer gelassen1 so plantschten sie ein ,drittel wieder heraus1 whrend sie es die ,treppen heraufschleppten4 ,man kann ermessen1 wie umstndlich es damals war1 die ,badewanne zu fllen4 ,doch was sage ich8 ,eine ,wanne war ja schon ,luxus4 ,die meisten ,familien benutzten zum ,baden den groen ,wschezuber aus ,holz1 eimerweise mit dem dampfenden ,na versehen4 ,der alte ,kaiser ,wilhelm hatte -- wie aus seinen ,haushaltungsbchern hervorgeht -- keine eigene ,wanne1 sondern lie ,sonnabends vom benachbarten ,hotel de ,rome eine holen1 und dafr wurde ,leihgebhr entrichtet4 ,in den ,gemchern1 die ,friedrich der ,groe in ,sanssouci bewohnte1 sieht sich der ,besucher vergebens nach einer ,badegelegenheit um1 und so sparsam wandte man damals das ,wasser an1 da die ,waschschssel in der ,schlafkammer nicht viel grer war als ein ,vogelnapf4 ,hinein war ja auch nur ein ,schwmmchen zu tauchen1 um ,augen und ,nase zu netzen -- mehr ,waschung hatte ein waschechter ,aristokrat damals nicht ntig1 zumal ,puder und ,schminke die ,creme seiner ,toilette ausmachten4 ,eins zwei drei1 im ,sauseschritt ,luft die ,zeit -- wir laufen mit48 ,bei solchem ,fortschrittstempo nimmt es nicht ,wunder1 da ein ,jahrhundert nach dem ,tode des ,alten ,fritz in seiner ,kolonie am ,mggelsee der obrigkeitliche ,sinn fr ,waschen und ,baden schon annhernd so entwickelt war wie am ,hofe des alten ,kaisers ,wilhelm4 ,will sagen1 da das ,amt ,friedrichshagen wenigstens grundstzlich zugestand1 ein ,sonnabendbad gehre zu jenen ,menschenrechten1 auf die selbst ein armer ,gefangener ,anspruch hat4 ,fr ihn geliehen wurde allerdings keine ,badewanne4 ,zuerst war das ,amt ,friedrichshagen berhaupt etwas schwerhrig in puncto ,baden84 ,doch auch in dieser ,hinsicht ,umstrzler81 rumte ich auf mit der verdammten ,bedrfnislosigkeit84 ,bereits in den ersten ,tagen meiner ,gefangenschaft hatte ich dem ,amtsdiener erffnet3 ,hren ,sie mal1 bester ,bolle -- wie steht's in ,ihrem ,hotel mit der ,badegelegenheit88 ,er lchelte1 als wolle ich scherzen4 ,als er merkte1 da sich ernstlich eine ,kulturforderung geltend mache1 brachte er eine ,kanne warmes ,wasser4 ,sehr angenehm1 ,bolle1 -- aber hoffentlich mutet das ,amt einem ,manne von meiner ,lnge und ,breite nicht zu1 in dieser ,waschschssel zu baden48 -- ,ja1 aber nee1 ,herr ,dokta6 ,se wollen doch nich wirklich ne ,badewanne8 ,die ham' ma selbst in det ,hotel nich -- un hier hinten is ja kaum ,platz fier ,bett un ,ofen un ,emmer4 ,wat muten ,se uns zu88 -- ,was muten ,sie mir zu1 ,bolle8 ,melden ,sie geflligst dem ,herrn ,amtsvorsteher1 da ich auf ,sauberkeit halte und hier nicht verkommen will -- widrigenfalls ich die ,flucht in die ffentlichkeit nehme48 -- ,sein ,amtsgesicht war pltzlich versteinert3 ,an ,flucht denken ,se1 an ,flucht8 ,un blo von wejen de ,badewanne88 -- ,ich denke daran1 da meine ,freunde von der ,presse demnchst ffentlich beleuchten werden1 was fr ,zustnde hier herrschen48 -- ,himmelkaldaunen1 man blo nich6 ,un mit det ,baden wer' ma schon ,rat schaffen4 ,vielleicht jenehmijen se bei ,dokta ,jacobyn een ,zellenbad -- wenn ,se fufzig ,fennije rieskian wollen48 -- ,riskier' ich gern6 ,ist aber nicht ntig4 ,ich habe ja in meiner ,wohnung eine ,badestube48 -- ,na ja doch6 ,sehen ,se6 ,bade zu ,hause6 ,koche mit ,jas6 ,drinke ,lippentriller6 ,warum ha'm ,se det nich jleich jesaacht8 ,so wird et jehn6 ,jedenfalls sprech ick noch heite mit'n ,herrn ,amtsvorsteha48 ,und richtig1 bald darauf meldete mir ,bolle1 ich knne jeden ,sonnabend in meiner ,huslichkeit baden1 er msse mich allerdings hinbegleiten4 ,schn6 ,sagen ,sie dem ,herrn ,amtsvorsteher meinen ,dank4 ,ha1 wie sehn' ich mich danach1 den ,kerkerstaub von mir abzubrausen6 ,und darauf1 ,herr ,bolle1 tun ,sie mir ,bescheid6 ,nehmen ,se man ein ,glschen auf ,ihren ,diensteid68 ,solche bescheidenen ,gensse sollten fr ihn die ,korinthen im nchternen ,teige der ,amtlichkeit sein4 ,doch dieser altpreuische ,spartaner entgegnete3 ,blo keene ,beamtenbestechung68 brigens verdient er auch nicht den ,verdacht materialistischer ,genusucht2 denn die ,wonnen des ,geistes fanden in ihm einen dankbaren ,verehrer -- wie er beispielsweise in meinem ,schreibzimmer1 whrend ich badete1 alte ,jahrgnge der ,fliegenden ,bltter8 mit ,hingabe studierte und hinterher rhmte3 ,et war zum ,piepen68 ,in solcher ,gemtlichkeit hatte sich das ,baden etlichemal abgespielt1 als an einem ,dezembersonnabend ein ,abenteuer geschah4 ,kaum war ich in die laue ,flut getaucht1 als an der ,flurklingel gerissen wurde4 ,ich hrte1 wie ,frau ,pape die ,flurtr ffnete und wie weibliche ,stimmen aufgeregt verhandelten4 ,dann der ,amtsdiener3 ,wat is denn los88 -- ,du mut jleich nach'n ,kurpark68 ,das war ,frau ,bolles ,stimme -- aber flott -- da treten alle ,amtsdieners an1 ooch die ,schandarme -- ,klempnermeester ,kuhlicke veranstaltet eene ,razzia uff de ,mjjelpiraten -- die ha'm wieda wat ausjefressen -- bei ,rahnsdorf eenen ,renntieh ausjeplindat -- un treiben sich nu bei ,scheeneiche rum -- von da is tellefonniert -- un nu soll de ,heide abjesucht werden -- du mut fix nach'n ,kurpark1 von da jeht de ,razzia los48 ,in die rtlichen ,verhltnisse eingeweiht1 begriff ich die ,bedeutung dieser ,worte4 ,kuhlicke war ,stellvertreter des zur ,zeit beurlaubten ,amtsvorstehers ,klo4 ,als ,vorsitzender des ,kriegervereins fhlte er den ,beruf1 mit soldatischer ,schneidigkeit einen ,schrecken der ,umgegend hinwegzufegen3 jene ,bande halbwchsiger ,burschen1 die im ,gebiet der ,oberspree unter dem ,namen ,mggelpiraten8 ,einbrche und ,rubereien verbte4 ,dem ,amtsdiener kam der ,befehl seines ,vorgesetzten recht ungelegen2 da sollte er nun sein behagliches ,lesestndchen vertauschen mit einem ,streifzug durch winterlichen1 finstern ,wald4 ,ich hrte sein nrgelndes ,brummen1 er habe doch einen ,arrestanten zu versehen4 ,frau ,bolle entgegnete3 ,ach1 det macht nischt6 ,der ,herr ,dokta kann alleene in seinen ,arrest jehn48 ,aber nun hatte ,bolle ein ernstes ,bedenken3 ,hurre ,jott6 ,ick habe nich mal meine ,pistole6 ,nee1 so wat1 ,karline6 ,warum haste mich meine ,pistole vajessen6 ,ick mu mir doch vateidijen jejen de ,piraten4 ,die ,brieder fackeln nich1 die schieen unsaeenen paff ieban ,haufen48 ,ich hrte1 wie ,frau ,bolle die ,hnde zusammenschlug und weghastete3 ,ick hole die ,pistole1 ick bringe se eejal nach'n ,kurpark48 -- ,bolle rief ihr nach3 ,un nich de ,patronen vajessen6 ,ick trolle mir so sachteken nach'n ,kurpark -- ,ordnung rejiert de ,welt1 un der ,knppel de ,leite48 ,nun hrte ich meine ,frau mit ,frau ,pape aufgeregt ber die ,piraten verhandeln4 ,dann klopfte es an die ,tr des ,badezimmers4 ,se haben woll jeheert1 ,herr ,dokta18 sagte ,bolle1 ick mu ,ihnen leider im ,stich lassen1 von wejen det vadammtichte ,piratenjesindel48 -- ,habe alles gehrt1 ,bolle6 ,meinetwegen knnen ,sie getrost auf ,ihre ,ruberjagd gehn -- ich finde mich allein ins ,hotel zurck48 -- ,na ja doch1 sind ,se so jut6 ,un wat de ,arrestschlssel sinn1 die leje ick hier vor ,ihre ,badestube -- uf de ,schwelle in de ,ecke48 ,und ich hrte die ,schlssel klappern4 ,schon gut1 ,bolle6 bereilen ,sie sich nicht6 ,meine ,frau soll ,ihnen eine ,herzstrkung mitgeben -- ein paar ,stullen und einen guten ,tropfen -- das ist ,seelenpatrone -- die ,seele mu mit ,feuer geladen werden48 -- ,nehm ick ausnahmsweise an1 als patriotische ,liebesjabe4 ,man kann ja nich wissen 4448 ,bald stapfte ,bolle die ,treppe hinunter1 whrend ihm ,frau ,pape nachrief3 ,kommen ,se man heil retur68 -- ,du hast es doch nicht eilig18 meinte meine ,frau1 als ich nach dem ,bade meine ,absicht uerte1 bald ins ,gefngnis zurckzukehren4 ,ich gab die brave ,antwort3 ,mchte mir nicht nachsagen lassen1 ich htte die ,situation ausgenutzt4 ,und du bist ja heute ,abend bei ,norskeborgs eingeladen48 -- ,damit hat es noch gute ,weile -- ich habe gesagt1 da ich erst nach dem ,abendessen komme1 auf ein ,stndchen4 brigens passe ich nicht zu diesen auslndischen ,literaten4 ,norskeborgs haben als ,logiergast einen ,schweden -- er wird dir wohl dieser ,tage einen ,besuch im ,gefngnis machen48 -- ,wie heit er denn88 -- ,na1 so'n verkannter ,dichter soll er sein -- ,stinte1 glaub' ich1 heit er48 -- ,du meinst doch nicht etwa ,strindberg88 -- ,ganz recht6 so war der ,name6 ,und denke dir1 einen hchst wertvollen ,koffer hat man ihm auf einem ,berliner ,bahnhof gestohlen -- und er soll ohnehin schon ein armer ,teufel sein48 -- ,na1 dann wird der ,koffer nicht gar so wertvoll gewesen sein48 -- ,der ,koffer enthielt ein ,manuskript1 sonst nichts48 -- ,ha ja1 dann natrlich --8 ,und ,frau ,norskeborg sagt1 das ,manuskript handelt von der ,kunst1 ,gold zu machen48 -- ,es scheint ihm aber noch nicht gelungen zu sein1 ,gold zu machen48 -- ,etwas seltsam ist er1 sagt ,frau ,norskeborg -- aber der bedeutendste ,dichter ,schwedens48 -- ,wenn ihr ,mann so urteilt -- er versteht natrlich was davon48 -- ,norskeborgs sind doch selber ,schweden1 wie88 -- ,er ist ,schwede -- sie ,deutsch-,russin4 ,olaf ,norskeborg hat als ,kritiker wie als ,dichter etwas los4 ,frau ,norskeborg ist zwar eine geistreiche ,frau1 versteht aber nicht alles1 wovon sie schwtzt4 ,von ,strindberg kenne ich eine hbsche ,schilderung der ,insellandschaft bei ,stockholm -- auerdem ,dramen1 die das weibliche ,geschlecht grimmig beurteilen48 -- ,stimmt6 ,frau ,norskeborg nannte ihn einen ,weiberfeind -- sie hat ihre liebe ,not mit seinem ,mitrauen48 -- ,um so mehr ist es anzuerkennen1 da ,norskeborgs ihm ,gastfreundschaft gewhren4 ,es ist auch nett von ihnen1 da sie mich dabei haben mchten1 und es tut mir recht leid -- ich verpasse da was4 ,bedanke ,dich bestens fr mich und gre allerseits6 ,und wenn ,norskeborgs mir ihren ,gast in mein ,gefngnis bringen1 mchten sie sich doch vorher anmelden4 ,schwedens grtem ,dichter mssen wir einen gebhrenden ,empfang bereiten1 mindestens mit schwedischem ,punsch4 ,na also -- viel ,vergngen und gute ,nacht68 ,wie gewhnlich ging ich1 um nicht aufzufallen1 einsame ,wege4 ,als ich in die ,mggelstrae bog1 stutzte ich3 ,die ,gefngnisschlssel6 ,die habe ich ja vergessen6 ,vor der ,badestube sind sie liegen geblieben6 ,nun mu ich wohl wieder umkehren8 ,zum ,kuckuck nein6 ,vielleicht ist in ,bolles ,wohnung ein zweites ,paar ,schlssel4 ,sonst mag jemand fr mich zurcklaufen6 ,ein zweites ,paar ,schlssel hatte ,frau ,bolle nicht -- aber sie sagte zu ihrem ,anton3 ,hopp nach de ,kastanien-,allee und von ,frau ,doktan de ,schlissel jeholt68 ,fr den ,fall1 da meine ,frau schon weggegangen wre1 gab ich dem ,jungen die ,adresse ,norskeborgs an4 ,meine ,wartezeit bei ,frau ,bolle wurde natrlich durch ein ,gesprch ber die ,mggelpiraten ausgefllt4 ,grauliche ,einzelheiten berichtete sie ber die ,ausplnderung des ,rentiers -- einen ,knebel im ,mund sei er im ,forst bei ,schneiche an einen ,baum gebunden und fast erstickt gewesen4 ,aber der ,klempnermeister ,kuhlicke werde die ,mggelpiraten schon fassen -- er habe auch ,freiwillige aufgeboten1 vom ,kriegerverein und von der ,feuerwehr4 ,der ,knabe kehrte zurck -- aber die ,schlssel hatte er nicht4 ,weder in meiner ,wohnung noch bei ,norskeborgs habe er meine ,frau angetroffen1 bei mir sei berhaupt keiner zu ,hause4 -- ,meine ,frau wird gegangen sein1 um noch irgend was zu besorgen4 ,dumme ,geschichte6 ,was ist da zu machen1 ,frau ,bolle8 ,ich kann ,sie doch hier nicht lnger stren4 ,obdachlos will ich aber auch nicht sein48 -- ,aber wat kann denn ick dafier1 ,herr ,dokta1 det ,se den ,schlissel 4448 -- ,soll ich meines ,kerkerschlssels ,hter sein8 ,das geht zu weit6 ,und nun beachten ,sie1 ,frau ,bolle3 ,sie sind in meinen ,augen jetzt die ,polizei4 ,wohlan1 hier stelle ich mich pflichtschuldigst meiner ,polizei4 ,nimmt sie mich an8 ,oder weist sie mich ab8 ,tut sie das letztere1 so ist sie fr die ,folgen verantwortlich4 ,mir soll man keinen ,vorwurf machen48 -- ,ach1 vakohlen ,se mir nich6 ,wat soll denn weiter sinn8 ,se brauchen blo ,ihre ,frau zu suchen1 un wenn ,se den ,schlissel haben1 denn kommen ,se rasch1 wohin ,se jeheeren4 ,mit ,ihre ,obdachlosigkeit is det nich weiter schlimm4 ,mein ,mann1 det is der ,bedauernswerte4 ,da mu er nu nach ,piraten schnffeln -- in de finstre ,haide -- un die ,brieder kriejen fertig1 ihm anzuschieen 444 ,mein ,jott1 wenn ick mich det so vorstelle 4448 -- ,mag er selber doch schieen6 ,seine ,patronen hat er ja6 ,na also6 ,legen ,sie sich getrost schlafen68 -- ,schlafen8 ,keen ,auge kann ick zuduhn1 solange mein ,mann nich heil zurick is4 ,ohne ,mann is de ,frau wie'n ,hund ohne ,schwanz68 ,stillvergngt warf ich die ,tr1 die vom ,hofe zur ,strae fhrte1 in ihr wackeliges ,brettergestell4 ,auf1 zu ,olaf ,norskeborg und ,schwedens grtem ,dichter6 ,wie einem ,studenten1 der bummeln geht1 hpfte mir das ,herz bei der ,aussicht auf die gemtliche ,gasterei4 ,ich war skrupellos2 ohne mein ,zutun fgte sich alles1 als habe sich ,fortuna kapriziert1 mir diesen ,urlaub aufzudrngen4 ,fortnchen1 du ,schelm1 was fhrst du im ,schilde8 -- ,um nicht erkannt zu werden1 zog der ,durchgnger den ,schlapphut in die ,augen und vermummte sich in den ,mantelkragen1 was auch sonst angebracht war1 da die ,nacht frostig schnob4 ,schwedische ,schssel mit ,konfusionen ,strindberg -- so ging es mir durch den ,sinn -- kann hoffentlich deutsch4 ,diese ,skandinavier sind zurzeit ,mode4 ,ob sie wirklich so viel ,talent haben8 ,bei den ,tannen und ,birken der ,mitternachtssonne gedeiht knstlerische ,urwchsigkeit allerdings besser als im ,nachtcaf von ,berlin-,w4 ,auch ist der nordische ,naturalismus insofern gangbar1 als der deutsche ,verleger ihm nur geringe ,honorare zahlt -- oh1 ein wichtiger ,punkt6 ,denn hat ein ,journal einen ,roman von ,bjarne ,knudsen fr ganze dreihundert ,mark erworben1 so erfordert es natrlich des ,verlegers ,geschftsinteresse1 da besagter ,bjarne ,knudsen der glubigen ,lesewelt als neuster ,stern der ,weltliteratur angepriesen wird4 brigens liebt unser ,michel grundstzlich das ,auslndische -- und heit einer ,runeholm oder ,sigurdson1 so stellt sich das deutsche ,publikum darunter gleich einen ollen ,skalden vor4 ,unter solchem ,sinnieren war ich zu dem ,huschen gelangt1 das ,olaf ,norskeborg gemietet hatte4 ,da er sich in ,schweden nicht hinreichend anerkannt fhlte1 so hatte ihn seine lebenskluge ,frau nach ,berlin gebracht1 wo das ,skandinavische gerade ,trumpf war4 ,durch ,blsche1 der die ,zeitschrift ,freie ,bhne8 herausgab1 war ,norskeborg fr ,friedrichshagen interessiert und ,mitglied der ,kolonie8 geworden1 um sich1 was ihm keiner bel nimmt1 in ,deutschland entdecken zu lassen1 wo schon mancher ,prophet1 der bei den eigenen ,landsleuten wenig galt1 den ,grundstein zu seinem ,ruhmesmonument gefunden hat4 ,war nun ,strindberg in solcher ,absicht gekommen8 ,nicht doch6 ,das wre zu klein gedacht von diesem ,wickinger1 den man naiv1 nicht raffiniert nennen mag4 brigens war er nur vorbergehend hier1 wie meine ,frau sagte -- sonst in ,paris ansssig4 ,als ich bei ,norskeborg die ,trklingel gezogen1 ffnete mir die ,haushlterin ,frken ,ingrid1 eine stattliche ,bauerntochter aus ,schonen4 ,von dort stammte auch ,olaf ,norskeborg1 der ,sprosse eines alten ,bauerngeschlechts4 ,eben trat er zu mir auf den ,flur1 wo ich den ,mantel ablegte4 ,ein schlanker ,dreiiger1 blauugig1 mit blondem ,schnurrbart1 etwas nervs4 ,die ,rte seiner durchsichtigen ,wangen lie merken1 da er animiert war -- sonst bewahrt das ,angesicht dieser ,skandinavier frostige ,unbeweglichkeit4 ,seine ,augen drckten ,staunen aus3 ,ssie ind nicht im ,gefngnis8 ,ihre ,frau agte doch1 wie88 -- ,ich gehre allerdings hinein -- doch es behielt mich nicht -- hat mich ausgespieen wie der ,walfisch den ,propheten ,jonas -- und1 was komisch ist1 momentan kann ich nicht zurck -- der ,kerkerschlssel ist verlegt48 -- ,ssonderbare ,ssasche18 lchelte ,norskeborg -- aber famos6 ,kommen ,sie6 ,strindberg ist da -- auch ,przscki -- ,sie kennen doch den ,polen88 -- ,aus der ,freien ,bhne1 ja6 ,und wie steht es mit meiner ,frau8 ,ist sie da88 -- ,noch nicht -- hat aber zugeagt48 -- ,immer noch nicht8 ,welche ,verwicklung6 ,doch spahaft1 sich treiben zu lassen von diesem krausen ,wellenspiel68 ,norskeborg fhrte mich ins ,speisezimmer1 es war eng1 wie das ganze ,huschen4 ,mit lrmender ,heiterkeit empfing mich ,frau ,lina ,norskeborg4 ,an dem ,ehepaar war ersichtlich1 wie sich die ,extreme anziehen und verbinden4 ,jedenfalls ergnzte sie seine ,mdchenhaftigkeit durch mnnliche ,massivitt1 seine sanfte ,stimme und ,wortkargheit durch eine derbe ,beredsamkeit4 ,august ,strindberg1 dem ich nun vorgestellt wurde1 war mittelgro und krftig1 schlank und elastisch1 obwohl er hoch in den ,vierzigern war4 ,hinter seiner felsenhaften ,stirn lauerte finstres ,grbeln4 ,die ,locken verrieten rebellische ,whlerei4 ,das graublaue ,auge schien nicht nach auen gerichtet1 sondern mit verstecktem ,innenleben beschftigt2 wenn es aber die ,auenwelt fixierte1 fehlte selten ein ,zug des ,mitrauens4 ,die kartoffelfrmige1 oben etwas platt gedrckte ,nase lie auf lapplndisches ,blut schlieen4 ,eine ,mischung von ,trotz und ,geziertheit sprach aus dem kleinen1 dicklippigem ,munde4 ,nach oben spreizte sich ein kurzes ,schwedenbrtchen1 eins aus dem ,dreiigjhrigen ,kriege1 whrend ber dem zurckliegenden ,kinn1 das winzig wie ein ,knopf war1 eine sogenannte ,fliege sa4 ,darf man ,persnlichkeiten mit ,getrnken vergleichen -- und in mancher ,gesellschaft liegt dieser ,vergleich gewi nicht fern -- so htte fr ,strindberg das schwere und zhe1 dunkle1 bittere ,porterbier gepat4 ,was ferner den ,polen ,przscki betrifft1 so wrde ihm moussierender ,schnaps entsprechen1 wenn es welchen gbe4 ,ich meine etwas brennend ,prickelndes und ,aufrttelndes4 ,wenn er zu mir sprach1 kitzelte es in meiner ,nase wie ,kohlensure oder ,schnupftabak4 ,schon sein ,name wirkte so -- sieben zischende ,konsonanten mit dem ,fistelgezwitscher des einen ,vokals -- in echter ,aussprache klang es fast wie pschih68 ,als ich ihm zum erstenmal begegnet war und er sich mir vorstellte1 meinte ich1 dieser ,herr1 der sich vor mir verneigte und dabei pschih8 sagte1 wre von einem ,nies-,kobold berfallen1 und so hatte ich mit lchelnder ,hflichkeit erwidert3 ,prstchen68 brigens trnten die mattblassen ,augen des ,polen1 als habe er ,schnupfen4 ,pate das ,schlagwort ,decadence nicht im mindesten auf ,strindberg1 so desto besser auf ,przscki4 ,seine schmchtige ,gestalt hatte etwas ,zusammengesunkenes4 ,in den bleichen ,zgen des schmalen ,blondkopfes verschmolzen slawische ,sinnlichkeit und romantische ,trumerei mit dem ironischen ,aufbegehren eines geknechteten ,edelvolkes1 und es war1 als msse dieser polackische ,byron seine schwermtige ,schlaffheit immer von neuem aufpeitschen durch einen ,ruck seines ,motors -- will sagen durch einen ,schluck aus dem ,weinglas1 das er hin und wieder mit ,kognak fllte4 berhaupt hatte an ,norskeborgs ,tafel die ,abstinenz nichts zu schaffen1 zumal sie auch sonst in jener guten alten ,zeit fast bedeutungslos war4 ,da ich die ,tafel erwhnt habe1 so interessiert es vielleicht1 da sie schwedisch hergerichtet war -- als ,buffet1 wo bei einem ,rondell von ,tellern1 einem ,wall von ,messern und ,gabeln pikante ,konserven und allerlei kalte ,schsseln den ,appetit herausforderten4 ,der ,fisch spielte die ,hauptrolle2 es gab lsardinen1 ,sylt und ,geleefisch1 gerucherten ,lachs und sogar ein ,kleckschen ,kaviar1 dann natrlich ,hering1 viel ,hering -- ,hering in verschiedener ,bereitung3 salzig1 sauer1 geruchert1 gebraten1 auch als ,salat4 ,neben all diesem zarten ,fleisch der ,see war auch solches von ,land- und ,lufttieren vertreten3 ,bratenreste1 ,schinken1 kaltes ,huhn 444 ,obwohl es ,winter war1 hatte ,frau ,flora eine ,deputation gesandt3 ,sellerie als ,salat1 rote ,rben1 ,salzgurken1 sogar etliche ,scheibchen ,gurkensalat1 dazu ,petersilie als garnierende ,augenweide4 ,den ,haupteffekt dieser ,schlemmertafel bildete ein warmer ,gang1 den pltzlich die ,walkre ,ingrid auftrug2 ihre ,wangen glhten vor ,stolz ber ihre ,leistung4 ,fr ,gulasch hielt ich dies geschmorte ,fleisch1 doch sonderbar1 nicht pfeffrig war's1 sondern s -- und ,strindberg liebte es noch ser1 er tat aus einer ,streubchse ,zucker darber4 ,vollends wie in ,schweden fhlte er sich1 als ,ingrid gezuckerten ,kse und selbstgebackenes ,anisroggenbrot anbot4 ,fleiig ging die ,aquavitflasche herum2 fr den massiveren ,durst sorgte eine ,bierbatterie4 ,whrend dieser ,schlemmerei blieb die ,unterhaltung einsilbig auf ,seiten der ,herren1 die sich ans ,materielle hielten4 ,unermdlich haspelte ,frau ,lina allerhand ,geistreichigkeit herunter4 ,von nordischen ,literaturgren plauderte sie4 ,vom apothekerhaften ,analytiker ,ibsen mit der beobachtend scharfen ,brille und den verkniffenen ,satirikerlippen4 ,vom deklamierenden ,freiheitsprotzen ,bjrnson4 ,vom dnischen ,literaturdiktator ,brandes und seinem ,lieblings-,caf in ,kopenhagen4 ,nun sprang ,frau ,lina auf die ,geschichte der deutschen ,dichtung ber4 ,ich hatte den ,hainbund erwhnt1 da orakelte sie von der ,pariser ,matratzengruft81 wo es nicht so viel ,rckenmark gebe1 wie in den ,barden-,konventikeln von ,gttingen84 ,als ich um ,deutung dieses ,tiefsinns bat1 stellte sich heraus1 da sie ,heine fr den ,grnder des ,hainbundes hielt4 ,in seiner ,pariser ,matratzengruft habe er immer noch ,esprit genug besessen1 um dem ,barden ,klopstock1 der sich von abgefallenen ,eicheln deutscher ,urwlder gemstet habe1 endlich den verdienten ,genickfang zu versetzen4 ,przscki1 der genug von deutscher ,literatur verstand1 prustete in diesem ,momente1 da wir glaubten1 ,aquavit sei ihm in die unrechte ,kehle gekommen4 ,dann fate sich der edle ,pole aus der ,polackei und wollte der ,dame des ,hauses seine jubelnde ,huldigung zu ,fen legen4 ,olaf ,norskeborg1 wie ein junges ,mdchen errtet1 berichtigte die phantasievolle ,gattin dahin1 da der ,hainbund ja bereits dreiig ,jahre vor ,heines ,geburt1 in einem ,haine bei ,gttingen1 gegrndet worden -- und so weiter4 ,frau ,lina machte groe ,augen und meinte in ihrer ostsee-russischen ,mundart3 ,nin1 werklich8 ,ech dachte mm1 der ,hinbund wre von ,hine jejrndet 444 ,ab ,olaf1 was starrst de mech an wie ,jrillparzers ,ahnfrou8 ,schrib lieber in ,feuilleton ber dine phnomenalen ,kanntnisse68 ,verlegen zuckte ,olafs ,schnurrbart ber der schmollenden ,oberlippe4 ,das ,peinliche der ,situation suchte ich wegzuscherzen3 ,solche kleinen ,verwechslungen sind oft lustig4 ,sie beruhen auf einer ,ideen-,assoziation1 die an ,stelle einer ,vorstellung eine hnliche schiebt -- was bei geistreichen ,leuten vorkommt4 ,die ,geschichte vom ,oranienburger ,brgermeister gehrt hierher -- kennen ,sie die88 -- ,ach bette1 ,dokterchen1 scheeen ,se los68 -- ,na also6 ,es war zu den ,zeiten1 als ,amadeus ,hoffmann mit seinem ,freunde ,devrient nach dem ,theater in der ,weinstube von ,luther und ,wegener kneipte4 ,hier fanden sich allerlei ,musenjnger zusammen1 es kamen auch ,neugierige aus der ,provinz4 ,in einer sffigen ,sommernacht1 als die ,wellen der ,unterhaltung gemtlich pltscherten1 wandte sich ein ,fremdling1 ein ,aktuarius1 an seinen ,nachbar3 ,hren ,se1 mei ,kudester6 ,wer is ,sie tenn eechentlich der keistreiche ,herr triebn1 der son ,kopp hat wie ,alegsander von ,humpoldt8#8 -- ,ah1 ,sie meinen den ,tieck6#8 -- ,was saachen ,se8 ,ter ,dieck is tas8 ,ter beriehmde ,ginstler8 ,ei ,herrjemersch6 ,un ta pleibt alles meisjenstill8 ,keener1 der sich uffschwingen duht zu eenem gleenen ,doaste uff ,diecken un die scheenen ,ginste8 ,mer wrn uns toch nich lumben lassen6#8 ,und entschlossen klingte er an sein ,glas1 erhob sich und sprach mit verzcktem ,lcheln3 ,wenn geener nich ne ,lippe riehren duht1 nhmen ,se mersch nich iepel1 ich pin so frei -- un tie ,kefiehle1 die uns pei tiesem eenzichen ,rendezvous erlsener ,scheenkeister beslichen duhn1 lassen ,se mich tiese ,kefiehle zusammenfassen in tas wunterscheene ,schillerwort3 ,seid umschlungen ,millichonen6 ,stoen ,se alle prieterlich an -- un verstehn ,se meine zarde ,anspielung1 wenn ich nu eenfach rufe3 ,fifat ,oranichenburch6#8 ,willig erhob sich alles -- obwohl man nur stutzig in das rtselhafte ,vivat einstimmte4 ,mit stolzer ,begeisterung aber sprang unverzglich ein dickes ,mnnchen auf1 das wie ein wohlhabender ,ackerbrger aussah3 ,meine ,herren6 ,ihr ,vivat ehrt un rhrt mir4 ,ja doch1 ick bin der ,brjermeester von ,oranienburch1 wo heite ,jeburtstag feiert1 un bin aus mein obskuret ,stdtken nach ,berlin jereist -- un wollte mal diesen illustren ,kreis von ,schenies sehn4 ,meine ,herren1 ermessen ,se meine ,freide1 wie mir nu so unerwartet diese ,ovation widerfhrt6 ,meine ,herren1 ick lade ,ihnen alle zu eene ,punschbowle in1 von die wir uns schlielich abkhlen wollen mit een ,jlsken ,schlampagnerwein4#8 ,allerseits frohe ,bewegung4 ,um den ,aktuar1 der mit seinem ,toaste diesen ,erfolg zustande gebracht1 bildete sich eine raunende1 staunende ,gruppe1 doch man hrte ihn protestieren3 ,ich genne geenen ,berchermeester von ,oranichenpurch6 ,wie soll ich'n taderzu gommen1 eene so elentichliche ,gleenstadt lpen zu lassen8 ,ich meene toch nadierlich tas perihmde ,oranichenburch6#8 ,was er mit dem berhmten#8 ,oranienburg meinte1 kam erst heraus1 als sich bei dampfender ,bowle der zierliche ,kammergerichtsrat ,hoffmann erhob1 whrend seine ,kateraugen funkelten und ber sein nervses ,gesicht ein ,wetterleuchter guter ,laune zuckte3 ,meine ,herren6 ,wir kommen zu dieser ,bowle wie die ,magd zum ,kinde4 ,doch weil sie nun einmal ihr lockendes ,arom in unsre ,nstern haucht1 wollen wir dankbar trinken auf das ,wohl des ,geburtstagskindes und seiner ehrenfesten ,stadt4 ,aber das ,vivat ,oranienburg1 das vorhin der ,herr ,aktuarius ausgebracht hat1 beruht auf einer ,kette von ,verwechslungen4 ,anla dazu gab der an unserer ,tafel sitzende ,bildhauer ,tieck4 ,als der ,herr aus ,leipzig diesen zwiefach berhmten ,namen hrte1 verwechselte er ihn mit dem ,dichter ,tieck1 verwechselte diesen auch noch mit dem ,dichter ,tiedge1 verwechselte ,tiedges ,dichtung ,urania#81 die heutzutage in aller ,munde ist1 mit ,oranien -- verwechselte dieses endlich mit dem reizenden ,stdtchen ,oranienburg -- dessen ,brgermeister zufllig -- doch nein3 der nach dem feinsinnigen ,ratschlu der olympischen ,tafelrunde heute seinen ,geburtstag feiert1 ausgesucht an dieser ,sttte1 und 444#88 ,hier unterbrach mich ,frau ,linas robustes ,gelchter4 ,goldmacherei und ,strindbergs ,koffer ,da ,przscki aufsprang und mir einen schelmischen ,wink gab1 folgte ich ihm ins ,nebenzimmer3 ,hrren ,sie68 sagte er lebhaft1 ich habbe serr einen gutten ,witz -- ,sie mssen dichten parr ,verse auf ,strindberg 444 ,sie habben doch gehrrt von sein ,koffer -- den man soll habben gestollen --8 ,abber is nich warr -- is sich geblibben stehn auf ,bannhof ,friedrichstra -- und hirr is er nun6 ,jetz abber der ,strindberg6 ,das alles er wei nicht6 ,soll sein berraschung4 ,wirr machen dramattische ,szenne48 ,vergngt ging ich auf den ,plan ein1 whrend ,frken ,ingrid die ,tr nach dem ,speisezimmer abschlo und mit dem ,polen das festliche ,arrangement des ,koffers vornahm4 ,auer den gewnschten ,versen verfate ich noch einen ,brief1 mit dem der ,dieb die ,rcksendung des wertlosen8 ,koffers begleitete4 ,przscki schmunzelte3 ,serr gutt81 und nach ,verabredung der ,rollen kehrten wir ins ,speisezimmer zurck4 ,hier fand ich nun endlich meine ,frau4 ,bei einem ,abendbesuche1 den sie ,streitmllers ,tante gemacht hatte1 war sie etwas lange verweilt4 ,da sie mich hier antraf1 stimmte sie zu lebhafter ,lustigkeit1 und selbst die trockenen ,schweden waren davon angesteckt1 nachdem sie die ,einzelheiten des ,schlsselabenteuers vernommen4 ,der ,karkerschlssel liecht also noch mm vor ,ihrer ,badestube88 fragte ,frau ,lina4 ,ja doch81 versetzte ich1 -- und so konnte ich nicht in mein ,gefngnis zurck -- man htte den ,schlosser holen mssen -- aber das htte ,aufsehen gemacht48 ,przscki erhob eins der dampfenden ,toddyglser1 die ,ingrid jetzt auf einem ,prsentierteller nebst ,zucker und ,zitronenscheiben anbot3 ,feiern wirr also ,heimkerr von verlorrene ,sohn -- verlorrene ,kerkerschlssel -- und1 hoffen wirr1 auch von verlorrene ,koffer48 ,aus seiner siegesgewissen ,miene entnahmen ,norskeborgs1 die ja in unsern ,plan eingeweiht waren1 da die ,vorstellung beginne1 und ,frau ,lina meinte mit gespielter ,wehleidigkeit3 ,ja dnken ,se sich1 ,dokterchen1 ,strindbarjen sin ,koffer is ouf em ,bahnhof ,freedrichstrae jestohlen48 -- ,wirklich gestohlen88 antwortete ich zweifelnd -- haben ,sie denn schon auf dem ,fundbro angefragt88 -- ,dster winkte ,strindberg ab1 als sei die letzte ,hoffnung entschwunden4 -- ,werr kann wissen68 ,und der ,pole stimmte eine ,gitarre4 ,ach ja6 ,speelen ,se68 animierte ,frau ,lina1 und ,przscki deutete auf mich3 ,hirr derr freie ,voggel1 aus ,kfig ausgeschlpft1 mu singen -- ich begleite -- singen wirr ,volkslid schweddisches mit ,text deitsches -- frisch verfat von deitsche ,lirriker48 ,und sein ,prludium leitete die schwedische ,weise ein3 ,mgdelein hielt ,tag und ,nacht -- traurig an dem ,spinnrad ,wacht 4448 ,an des ,polen ,seite sang ich die improvisierten ,verse3 ,strindberg hielt ,tag und ,nacht -- grbelnd an dem ,schreibtisch ,wacht 4448 ,ich schilderte seine ,sehnsucht nach dem ,liebchen ,gold1 wie er in ,paris das alchymistische ,rezept zu ,papier gebracht habe und siegesgewi gen ,osten gereist sei1 um mit seinem ,freunde ,olaf im verschwiegenen ,fritzenwalde ganze ,klumpen ,goldes zu bereiten4 ,tremolierend besang ich1 wie ihm dicht vor dem ,ziel ein ,berliner ,spitzbube den ,koffer samt dem ,goldrezepte gestohlen habe1 und wie er diese ,untat wohl noch bertrumpfe1 indem er die ,manuskriptbltter als ,fidibus fr seine ,tabakspfeife verwende 444 ,in tiefer ,schwermut schlo das ,lied unter harfender ,begleitung3 ,hoffe1 ,alchymiste mein6 ,morgen kommt der ,koffer dein6 -- ,strindberg sann1 die ,zhre rann -- nie doch kam der ,koffer an68 ,da sa nun der ,goldmacher am ,grabe seiner ,hoffnung und zerwhlte die ,lockenmhne4 ,war bei den ersten ,strophen ein gequltes ,lcheln ber sein ,gesicht geschlichen1 so rann jetzt eine wahrhaftige ,zhre herab4 ,da war es an der ,zeit1 das grausame ,spiel in ,wohlgefallen aufzulsen4 ,auf einen ,wink des ,polen ffnete ,frken ,ingrid die ,tr -- und sieh1 auf einem ,schemel stand der betrauerte ,koffer1 mit ,tannenreis umkrnzt1 mit brennenden ,lichtlein besteckt1 da man meinen konnte1 es sei hier ,weihnachtsbescherung4 ,unglubig staunend starrte ,strindberg auf den ,koffer und auf das beiliegende ,manuskript1 streifte die ,anwesenden mit einem durchbohrenden ,blick und schlich mitrauisch zum ,koffer4 ,aufleuchtenden ,auges ergriff er das ,manuskript1 bltterte hastig darin1 drckte es an sein ,herz und begann einen stampfenden ,tanz1 den sein ,landsmann ,olaf sofort verstndnisvoll begleitete4 ,mein durchgebrannter ,kerkerschlssel ,von ,stund an war ,strindberg verwandelt4 ,seine ,augen lchelten kindlich1 heimische ,weisen trllerte er vor sich hin1 seine mrrische ,schweigsamkeit war einer verbindlichen ,plauderei gewichen4 ,nun lie er auch in sein ,ideenreich blicken4 ,zur ,begrndung seiner ,lehre von der ,goldbereitung fhrte er an1 ,gold sei kein ,element1 es gebe im ,naturreiche kein starres ,gefngnis1 alles entwickele sich1 lasse sich umwandeln4 ,silber in ,gold4 ,auf ,norskeborgs ,zureden holte ,strindberg1 der sich ,veranlagung zur ,malerei zutraute1 ein lgemlde1 mit dem er der unverstandenen ,genialitt der ,stoffe seine ,huldigung darbringen wollte4 ,eine ,stranddistel wuchs auf bleicher ,dne4 ,silbergrn glomm sie durch die ,nacht1 als lodere hier ein mystisches ,sehnen des geringen ,sandes1 zum milden ,silber des ,mondes umgewandelt zu werden4 ,strindberg war befriedigt1 als ich den ,cherubinischen ,wandersmann zitierte3 ,mensch1 was du liebst1 in das ,wirst du verwandelt werden3 ,gott wirst du1 liebst du ,gott1 ,und ,erde1 liebst du ,erden 4448 ,oh j-h1 gewi81 versicherte ,strindberg1 wenn der ,mensch sich transmutiert zu ,gott1 das ist oberste ,alchymie48 ,mir war noch ein hnlicher ,spruch desselben ,mystikers eingefallen3 ,die ,goldheit machet ,gold1 ,die ,gottheit machet ,gott -- ,wirst du nicht eins mit ihr1 ,so bleibst du ,blei und ,kot68 -- ,strindberg wurde wieder tiefsinnig und meinte fast dster3 ,blei und ,kot6 ,j1 das sind wir -- wollen aber nicht bleiben so6 ,und die einsame ,silberdistel -- wissen ,sie1 was die ist8 ,unsere ,sehnsucht48 ,seufzend fgte er hinzu3 ,und ist meine ,dornenkrone -- j-h68 ,was nun den ,polen betrifft1 so schien er die ,transmutation seines ,wesens mehr auf flssigem ,wege erreichen zu wollen1 und ,olaf vertraute mir die ,hypothese an1 nach dem ,rezepte des ,cherubinischen ,wandersmanns werde dieser ,kognakfreund im ,himmelreiche ein ,destillierkolben sein4 ,indessen bewhrte sich rhrend der musische ,adel1 der die ,shne ,apolls -- und ,przscki gehrte ja zu ihnen -- auch in ihrer ,bezechtheit irgendwie an das ,schne gefesselt hlt4 ,przscki behauptete1 er msse jetzt unbedingt ein ,klavier haben1 um die mystische ,stranddistel in ,tnen zu feiern4 brigens sei es an der ,zeit1 da man sich in ,pilsener abkhle1 und ich solle die ,gesellschaft in eine ,kneipe fhren4 ,da selbst die ,dame des ,hauses geneigt war mitzutun1 so zogen wir allesamt ins ,waldhaus1 wo unter der hingebenden ,obhut des dicken ,wirtes ein tadelloser ,urquell verzapft wurde und selbst zu vorgerckter ,stunde ein fideler ,kreis willkommen war4 ,diese ,nachsitzung erquickte auch insofern1 als der musikalische ,pole dem ,klavier seltsame ,welten whlender ,tne entlockte1 ,schpfungen ,chopins4 ,von der dionysischen ,nachtfeier erwhne ich nur noch1 da ,strindberg mit ,przscki ,schmollis trank1 weil beide den ,russen haten1 der die ,finnen wie die ,polen tyrannisiert4 ,nun sollte ,strindberg ein deutsches ,lied nach der ,melodie des ,chopinschen ,trauermarsches verfassen4 ,nachdem er seine ,notizen gemacht1 sang er zu den schleppenden ,akkorden mit dem ,ausdruck heier ,emprung -- die ,scheltworte wurden durch ,stampfen hervorgehoben --3 ,jetzt woll'n wir legen einen ,schuft zu seinem ,grab -- ,speit ihm eure ,flche in den ,hllenschlund hinab6 ,der ,tyrann ist mausetot ,und zu ,ende unsre ,not4 ,j1 begieen wir die ,freiheit bis ins ,morgen-,morgenrot68 ,wr's ,sommerzeit gewesen1 so htte in der ,tat das ,morgenrot zu unsrer ,freiheit geleuchtet2 doch mit ihrer langen ,finsternis hielt die ,winternacht unsre ,schwrmerei nachsichtig verhllt4 ,es war mir nun doch lstig1 ins ,gefngnis zurck zu sollen1 und ich entwickelte meiner ,frau rebellische ,ideen4 ,sie aber wies auf ,gesetzlichkeit und ,ordnung hin4 ,bei der ,ankunft vor unsrer ,wohnung wollte ich mir das ,treppensteigen ersparen1 meine ,frau sollte den ,kerkerschlssel auf die ,strae werfen4 ,harrend blickte ich zum ,balkon -- die kahlen ste der ,kastanienallee zeichneten sich vom ,wolkenflor ab1 den matt der ,mond durchleuchtete4 ,nun ging die ,balkontr1 meine ,frau sagte3 ,hier ist der ,schlssel6 ,in ein ,taschentuch gewickelt6 ,achtung68 ,und fliegen sah ich das schimmernde ,tuch4 ,verdchtig war es1 da es flatternd niederschwebte1 ohne da etwas ,schweres gefallen war4 ,da ist nur das ,taschentuch6 ,wo bleibt der ,schlssel88 ,ich habe ihn doch eingewickelt68 -- ,dann ist er unterwegs rausgefallen48 -- ,na1 das fehlte noch6 ,warte1 ich komme mit der ,lampe68 ,sie tat es2 aber die ,lampe wurde vom ,wind verlscht -- und wie wir auch suchten1 kein ,schlssel zu finden6 ,als habe er beim ,fluge durch die ,luft einem ,freiheitsgelst nachgegeben und sich wie ein ,vogel davongemacht4 ,vergngt brummte ich3 ,auch das eine ,transmutation6 ,j1 begieen wir die ,freiheit bis ins ,morgen-,morgenrot68 -- ,es klingt doch kaum glaublich1 da der ,schlssel abhanden gekommen ist2 fr eine faule ,ausrede wird man das halten4 ,hilft nichts1 ,bruno -- du mut zurck -- mut ,bolle rausklingeln4 ,wenn er's erlaubt1 kannst du ja zurckkommen und hier schlafen48 ,mir blieb nichts andres brig1 und ich trollte mich4 ,traulich1 begehrenswert kam mir jetzt mein ,gefngnis vor1 wie es mondbedmmert mich grte mit seinen ,gitterfenstern1 und wie ich mir die mollige ,robinsonklause ausmalte4 ,und jetzt sollte ich nicht hinein knnen8 ,sollte frieren wie ein ,obdachloser8 ,ich zog die ,glocke1 gleich darauf wurde es hell bei ,bolles1 und aus dem geffneten ,fenster fragte der ,amtsdiener scharf3 ,sinn ,sie det8 ,na1 endlich68 ,als ich mein ,migeschick gebeichtet hatte1 meinte er3 ,det fehlte noch6 ,die ,schlissel fort6 ,is det ne ,zucht68 ,dann klappte er das ,fenster zu1 redete unwirsch mit seiner ,frau und kam mit einer ,laterne herunter3 ,bleibt nischt iebrig1 ,herr ,dokta1 ,se missen int ,vorderhaus kampia'n un det ,hotel jarnie bei ,onkeln berappen4 ,verrickt und drei macht neune68 ,er fhrte mich eine ,treppe hoch1 ffnete ein ,zimmerchen und zndete die ,kerze an4 ,vergebens suchte ich ein ,gesprch ber die ,mggelpiraten in ,gang zu bringen1 er blieb einsilbig und verlie mich murrend4 ,na ja1 du geplagter ,ordnungshter1 die ,bcke deiner ,herde haben dir heute arg zu schaffen gemacht4 ,bis in die spteste ,nacht haben sie dich herumgehetzt1 all diese frechen ,rebellen1 j-h 444 ,wir begieen unsre ,freiheit bis ins ,morgen-,morgenrot6 ,aber nun ist ja alles ziemlich wieder in der ,reihe4 ,strindbergs ,koffer mit dem ,goldrezept1 das uns vielleicht das ,goldene ,zeitalter zurckzaubert1 hat sich eingefunden2 gerhrt durch dies ,tugendmuster bin ich zu meinem ,kerkermeister heimgekehrt2 dieser endlich1 den ,gefahren des dustern ,ruberwaldes entronnen1 ruht bei der getrsteten ,ehehlfte 444 ,blo der ,kerkerschlssel1 der verflixte6 ,bse ,beispiele verderben gute ,sitten4 ,ich habe den ,schlssel zur ,durchbrennerei verleitet6 ,und jetzt kichere ich noch ber meine ,schandtat8 ,ich pustete das ,licht aus und bettete mich in die ,federn3 ,jetzt woll'n wir legen einen ,schuft zu seinem ,grab6 speit ihm eure ,flche in den ,hllenschlund hinab48 -- ,j-h68 krhten die ,hhne -- jhh hh68 ,gardinenpredigt und ,lsung des ,piratenrtsels ,im ,traum hatte ich mit den ,mggelpiraten zu tun4 ,strindbergs ,koffer nebst dem ,goldrezept war in ihren ,hnden -- ich war als ,parlamentr der schwedischen ,regierung zu ihnen gegangen4 ,whrend wir verhandelten1 hrte ich meine ,frau lachen 444 ,ich erwachte2 verdutzt betrachtete ich die mir fremde ,tapete und die ,waschschssel in dem ,gueisengestell4 ,wo bin ich8 ,einen ,moment glaubte ich1 in der ,krone zu ,alt-,strelitz zu logieren1 aus ,anla eines ,vortrages1 den ich dort im ,technikerverein gehalten4 ,doch ich orientierte mich1 als ich drauen ,frau ,bolles ,stimme vernahm4 ,sie sprach mit meiner ,frau -- gleich darauf klopfte es an der ,tr1 und richtig1 da stand meine ,frau4 ,in ,hut und ,mantel4 ,sie lachte mich an -- und hinter ihr erschien ,frau ,bolle1 eine ,kaffeekanne auf dem ,prsentierteller4 ,na aber68 drohte meine ,frau mit dem ,finger4 ,das mte dein ,kultusminister wissen68 ,dann nahm sie ,frau ,bolle den ,prsentierteller ab und stellte ihn auf das ,nachttischchen4 ,nicht wahr1 ,frau ,bolle8 wenn's drben warm is1 geht mein ,mann rber48 ,ich richtete mich auf und sah meine ,frau erwartungsvoll an3 ,na und88 -- ,was fr'n ,und meinst du8 ,die ,piraten oder den ,schlssel88 -- ,zunchst den ,schlssel6 ,du hast ihn also8 ,wo war er denn88 -- ,wie heute frh ,frau ,pape kommt1 schicke ich sie gleich auf die ,strae1 um den ,schlssel zu holen4 ,die ,strae sucht sie ab und den ,vorgarten1 ,schritt fr ,schritt4 ,kein ,schlssel ist da1 und sie meint1 der ,bckerjunge wird ihn aufgegriffen haben4 ,ich ziehe mich an und gehe auf den ,balkon4 ,da sehe ich den ,schlssel -- nein1 zwei ,schlssel1 groe1 dicke1 richtige ,gefngnisschlssel -- und der ,ring1 der sie zusammenhlt1 ist ber einen ,zacken des ,kastanienbaumes geglitten -- da hngen nun die ,schlssel wie an einem ,nagel4 ,dann ist ,frau ,pape mit dem ,besen hingegangen und hat die ,schlssel runtergeholt4 ,und ich sagte3 nun mu ich rasch hin -- damit er endlich wieder in sein ,gefngnis kommt4 ,aber nun hast du ja hier ein passables ,logis gehabt4 ,la den ,kaffee nicht kalt werden -- wie schmeckt er denn8 ,zichorienbrhe8 ,brauchst ihn nicht zu trinken4 ,mach dich lieber fertig4 ,inzwischen gehe ich auf den ,markt4 ,wenn ich eingekauft habe1 komme ich wieder1 und wir trinken unsern ,tee in deiner ,robinsonklause48 ,ich war's zufrieden1 sie ging4 ,als ich angekleidet war1 fand ich auf dem ,hof den ,wirt zum ,preuischen ,adler4 ,auf dem ,hackeklotz zerkleinerte er einen ,stubben4 ,ich benutzte die ,gelegenheit1 mein ,logis zu zahlen1 und ging vergngt in meine mollige ,klause4 ,auf dem ,arbeitstischchen lagen die eingelaufenen ,postsachen1 ich vertiefte mich hinein4 ,eine ,zeitungsnotiz ber den neusten ,raubanfall erinnerte an die ,mggelpiraten4 ,na ,frau ,bolle8 wie ist denn die ,razzia abgelaufen88 ,sie erhob sich von ihrer ,ofenhantierung4 ,wee 'k denn8 ,et mu woll ,essig jewesen sind -- sonst1 wenn se wen htten erwischt1 denn wre mein ,mann schon janz jewi jesprchig4 ,nich een ,sterbenswort war aus ihn rauszuquetschen1 immer blo jebrummt hat e -- un wie e nu heerte1 det ,sie noch nich zu ,hause wren1 da war e nu erscht recht finsta4 ,jradezu unheimlich war e -- un wie e in de ,fedan laach1 hat e sich immer so jewlzt und jerchelt1 als ob ihm son ,pirat an de ,jurjel htte4 ,det is ooch keene ,kleenigkeit -- so 'ne ,treibjagd uf ,piraten durch den dustan ,wald4 ,ach richtig1 det mu ick noch varaten -- jeschossen hat e mit seine ,pistole -- janz schwarz is se von ,pulverschleim1 un ick soll ihr nu putzen4 ,scharf mu det zujejangen sind4 ,hauptsache1 det e heil zurick is6 ,aber da kommt e ja68 ,und ,frau ,bolle hastete weg4 ,bald darauf trat der ,amtsdiener zu mir ein4 ,sonst sagte er immer ,scheenen juten ,morjen1 ,herr ,dokta8 -- diesmal nur kalt3 ,morjen68 -- ,schnen guten ,morgen1 ,herr ,amtsdiener ,bolle68 ,er stutzte -- schon milder kam es heraus3 ,det ,ibelnehmen jeheert doch woll uf meine ,seite48 -- ,wieso denn8 ,ich kann doch nichts dafr1 wenn die ,mggelpiraten 444 ,oder wollen ,sie mich dafr verantwortlich machen1 da der ,herr ,amtsvorsteher ,sie beordert hat1 ,ihren ,hftling sich selbst zu berlassen88 -- ,bolle geriet in die ,wolle3 ,nu aber brat mich eena'n ,storch6 ,sich selbst8 ,so war et nich jemeent6 ,sie sollten doch jleich in ,ihre ,zelle zurick1 scheen ordentlich1 wie sich det jeheert4 ,aber wat jeschieht8 ,um ,uhre zwee klingeln ,se mir aus ,morpheus ,arme -- un denn haben ,se ooch noch det amtliche ,schlisselbund valoan6 un ick1 ick 444 ,denken ,se mal an1 wenn ma nu so'n ,piraten erwischt htten1 un htten ihm inhafti'an sollen -- un ick htte hier wie'n oller ,dussel jestanden -- un keen ,schlissel da --8 ,un ick htte sagen missen1 det ick ,sie den ,schlissel iebajeben htte1 ,sie aber wren denn ooch noch futsch jewesen6 ,denken ,se blo det ,theata6 ,un da soll man zu schweijen8 ,un keene ,jardinenpredigt halten88 -- ,bedenken ,sie1 ich habe eine rote ,gardine -- bin ein ,ketzer6 ,mein ,gewissen kriegen ,sie so leicht nicht unter4 ,was ich wollte1 war ja ganz brav -- da die ,geschichte anders ablief1 war ,force majeur6 ,haben ,sie nicht vernommen1 wo der ,kerkerschlssel war8 ,im ,kastanienbaum hngen geblieben6 ,ist das nicht hhere ,gewalt8 ,sie wissen doch aus der ,bibel1 da kein ,sperling vom ,dache1 kein ,haar von unserm ,haupte fllt 444 ,sehn ,sie1 ,bolle1 nu bin ich der ,fromme68 -- ,keene ,zicken1 ,herr ,dokta6 ,der ,fall is ernst6 ,ick will zujeben1 mit die ,schlissel1 det mag ,forsse jewesen sind 444 ,aber wat jing denn vorhea8 ,jekneipt haben ,se -- int ,waldhaus haben ,se ,pilsena jekneipt -- un jesungen haben ,se un jestampft4 ,war det ooch ,forsse8 ,leichtsinnig war det6 ,denn nu hren ,se mal1 wat jeschehn is6 ,uff die ,stunde1 wo ,sie kommeri'an wie'n ,studente1 kommen wir ,beamtens von unsere ,razzia zurick -- und wie ma nu in't ,restorang det ,singen un ,klawezimbeln heeren1 da kricht unser stellvatretender ,amtsvorsteha nich iebel ,lust1 ooch een ,pils zu jenehmigen4 ,mein juta ,jeist raunt mich zu1 det ick abraten soll4 ,erlauben ,se1 ,herr ,amtsvorsteha3 de ,polizeistunde is lngst vorbei1 un wenn ,sie inkehren tten1 knnten unsre ,friedrichshjer skandali'an von wejen det beese ,beispiel 444 ,ja sehn ,se1 ,herr ,dokta1 det hat jeholfen -- ,kuhlicke stand von sein ,vorhaben ab -- un ick war jerettet4 ,aber um een ,haar 444 ,ja ja1 ,herr ,dokta1 stellen ,se sich vor1 unsa ,staatsjefangena1 wo den doch janz ,balin un de deitsche ,presse ins ,ooge behlt1 der wre1 statt hinta ,schlo un ,riejel zu brummen1 von den ,amtsvorstand nachts quietschverjngt in de ,kneipe anjetroffen6 ,haste ,tne8 ,hurrejott1 eenen ,weltskandal htte det jejeben6 ,un ,ihnen8 ja wat meenen ,se woll1 wohin man ,ihnen jestochen htte88 -- ,ergreift ihn1 ,knechte1 bindet ihn68 deklamierte ich -- bringt ihn zu ,schiff nach ,knacht -- wo weder ,mond noch ,sonne ihn bescheint68 -- ,spotten ,se man noch6 ,wenn ick nu die janze ,zicke zur ,meldung brchte1 wat8 ,un wenn der ,amtsvorsteha nu selbstmurmelnd saachte3 jetzt hat et jeschnappt mit de ,vajinstejungen8 ,wat meenten ,sie denn daderzu1 ,herr ,dokta1 wat88 -- ,ich wrde protestieren -- wrde laut erklren3 das ist ungerechtfertigt6 ,da ich mich nicht absichtlich von meiner ,haft gedrckt habe1 liegt auf der ,hand4 ,bedenken ,sie doch1 ,bolle1 wie brav ich mich gehalten habe1 als ,sie mir damals1 ganz aus freien ,stcken1 den ,kerkerschlssel eingehndigt hatten -- wenn ich das nun geltend machte88 ngstlich starrte mich ,bolle an und meinte bitter3 ,kiekste aus die ,luke8 ,ha'k ,ihnen nich jebeten1 halten ,sie det jeheim88 -- ,will ich ja auch1 ,bolle6 ,aber ,sie selber rollen diese ,akten auf48 -- ,ach1 ick rolle nich68 ,in diesem ,augenblick erscholl es vom ,gefngnisflur wie ,echo1 in mnnlichem ,ba nach bekannter ,opernmelodie3 ,ich 'rolle nich6 ,dreimal verlornes ,lieb1 ich grolle nicht68 ,der ,kreispfiffikus natrlich4 ,was is denn los bei ,ihnen8 ,ich traue meinen ,ohren nicht1 wie ich dieser ,klause nahe4 ,ein ,lyriker freilich haust darin -- aber da er nun auch noch unsern ,bolle angesteckt hat1 und da der ,reime macht wie ,rolle auf ,bolle 444 ,was gibt es denn hier zu rollen8 ,diese ,zelle war allerdings frher eine ,waschkche -- wollen ,sie auch noch eine ,rollkammer draus machen1 wie88 ,bolle belchelte die ,kalauer des ,arztes und sah ihn forschend an -- ob er auch nicht zuviel gehrt htte4 ,ja gucken ,se man1 ,bolle6 ,sie haben allen ,grund1 mitrauisch zu sphen1 ob man's ,ihnen gegenber nicht despektierlich meint4 ,ach ,himmel1 erbarm dich6 ,sind ,sie ein forscher ,polizeier6 ,und berhaupt ,ihr von der ,greifgarde6 ,nein1 diese nchtliche ,treibjagd auf ,mggelpiraten6 ,unser ,hftling ist natrlich ,unschuldswurm -- in die ,klausur seiner ,eremitage dringt nicht das ,lrmen der wsten ,welt -- wo man nachts in den mrkischen ,wldern mit ,pistolen ,lcher in die ,natur schiet 444 ,also vernehmen ,sie1 stiller ,klausner1 was fr ,romane unsre sonst unromantischen ,landsleute von ,abdera anrichten6 ,klingelt da gestern ,abend im hiesigen ,amtsbro wie besessen das ,telephon4 ,klempnermeister ,kuhlicke1 von diesem ,lrm gleich aufgeregt1 fragt3 was is denn los8 ,da meldet jemand1 bei ,rahnsdorf htten die berchtigten ,mggelpiraten einen ,rentner ausgeplndert1 und es wre ntig1 eine ,razzia auf sie zu veranstalten -- von ,osten her wrden ,freiwillige aus ,schneiche den ,wald absuchen1 von ,westen her sollten die ,friedrichshger kommen4 ,also gut6 ,von heiligem ,eifer besessen1 sammeln sich ,gendarme1 ,amtsdiener1 ,feuerwehrleute unter der ,fhrung unseres schneidigen ,kuhlicke4 ,scharf geladene ,pistolen sind dabei -- und man zieht los -- mit zwanzig ,schritt ,abstand -- wie eine ,treibjagd4 ,rehe und ,karnickel haben sie aufgescheucht1 von ,piraten keine ,spur4 ,wie schlielich unser tapferer ,bolle seine ,pistole losgebrannt hatte1 gab die ,obrigkeit die letzte ,hoffnung auf1 eines ,piraten habhaft zu werden48 -- ,ei1 ,herr ,bolle88 fragte ich1 auf wen haben ,sie denn geschossen88 ,zgernd kam die ,antwort3 ,na1 wenn man so im ,dustern nach ,raibers sucht un pletzlich wat kauern sieht1 da soll man nich jraulich werden8 ,ick also rufe an -- un damit der ,pirat mich nich zuvorkommt1 brenne ick los4 ,nu kommen meine ,kameraden jerennt3 ,wo denn8 ,die ,jestalt kauat noch immer un riehrt sich nich48 -- ,na und8 ,haben ,sie ein ,tier totgeschossen88 ,und ,bolle mit wehmtigem ,lcheln3 ,een' ,wacholdabusch6 ,in die ,finsternis sieht so'n ,aas wie'n ,indevidejum aus48 ,das ,lachen des ,kreispfiffikus klang hinterhaltig4 ,dann stand er breitspurig vor ,bolle3 ,ist das alles8 ,offenbar haben ,sie noch keine ,ahnung von dem1 was jetzt als ,gercht wie ein ,steppenfeuer durch ,fritzenwalde eilt und bereits von den ,setzern des ,lokalanzeigers schnellfingerig verarbeitet wird4 ,eben1 wie mein ,wagen durch die ,wilhelmstrae fhrt1 ist neben dem ,hause des ,klempnermeisters ,kuhlicke ein ,auflauf4 ,da ist doch die ,villa der emeritierten ,sngerin1 die blo im ,sommer hier wohnt4 ,und ich hre von den ,leuten3 ,erbrochen ist die ,villa -- grndlich ausgeplndert -- und alles ist sich darber einig1 kein anderer war das als die ,mggelpiraten4 ,um euch ,ordnungshter abzulenken1 haben sie selber ans ,amt telephoniert -- und whrend ihr ,greifpolypen auf ,wacholderbsche knalltet1 haben sie in aller ,gemtlichkeit ihr ,handwerk ausgebt48 -- ,an den ,kopf griff sich ,bolle3 ,au ,backe68 und strmte fort4 ,nicht einmal1 da er die ,frage erledigte1 wer denn mein ,gefngnis abschlieen solle4 ,aschenputtel und der ,lizentiat ,als ,aschenputtel nach seinem ,tanz mit dem ,knigssohn das ,ballkleid zum ,grabe seiner ,mutter zurckgebracht hatte1 sa es wieder in seinem grauen ,kittelchen am ,kchenherde1 wo es in der ,asche schlafen mute1 und klaubte beim trben llmpchen die verschtteten ,linsen aus der ,asche4 -- ,dies ,mrchen handelt von der ganzen ,welt4 ,trumen wir nicht von einem ,reiche ,gottes1 wo alles1 was ,menschenantlitz trgt1 von ,verachtung erlst1 mit ,hoheit bekleidet wird8 ,der ,mensch unserer ,wirklichkeit aber1 wofern er nicht wie ,aschenputtels ,stiefschwestern ,gold und ,diamanten hat1 darbt in ,schmach1 und da mag er selber sehen1 wie er sich aufrafft4 ,anla zu solchen ,betrachtungen bietet nicht blo ein groes ,gefngnis1 wo massenhaft ,krppel unserer ,gesellschaft hausen1 sondern selbst ein drfliches ,arrestlokal1 wie ich eins bewohnte4 ,whrend des milden ,sptherbstes war ich der einzige ,insasse4 ,als ich meine ,verwunderung darber uerte1 meinte ,bolle3 ,warten ,se man6 ,de ,kundschaft wird schonstens kommen4 ,wo jetzt noch so'n richtija ,olleweibasomma is1 da sinn de ,walzbrieda noch bei ,mutta ,jrien oder uff'n ,heiboden4 ,spa macht det ,fechten blo in de milde ,jahreszeit4 ,wenn se aber ,schnee riechen1 denn beien se in den sau'an ,appel un kriechen zu uns -- wie ,kieken bei ihre ,klucke untakrauchen4 ,also uffjepat1 ,herr ,dokta1 wenn't kalt is1 denn blht hier det ,jeschft48 ,ich glaubte bereits1 das ,geschft beginne zu blhen1 als ich durch ,getmmel aus dem besten ,schlafe gescheucht wurde4 ,und doch war noch laues ,wetter1 nicht einmal ,regen -- der ,mond beleuchtete den ,gefngnishof4 ,am lrmenden ,wortwechsel1 der hier stattfand1 merkte ich1 da ein ,widerspenstiger in ,haft kommen sollte4 ,zwei ,nachtwchter hielten ihn gepackt1 mit ,futritten wehrte er sich1 die ,hnde waren ihm auf dem ,rcken gefesselt4 ,ein fortwhrendes ,stoen1 ,balgen und ,schimpfen4 ,ihr ,hunde1 ick habe mit eich noch nich de ,schweine jeht't4 ,bin een ordentlicha ,kerl6 ,wat duht ihr eich dicke mit eire ,uneform8 ,der eene ,nachtrat is in ,balin ,kanalrutscha jewesen -- un der andere 4448 -- ,diesen ,zornergu unterbrachen ein paar schallende ,hiebe2 der ,verhaftete hatte sie weg4 ,nun war ,bolle mit der ,laterne da1 dann rasselte das ,gefngnisschlo4 ,von den ,nachtwchtern gestoen1 flog der ,verhaftete brllend vor ,wut in die ,nebenzelle -- auf die ,pritsche krachte er hin1 als prassele ein gefllter ,baum4 ,die ,beamten hatten sich nicht aufgeregt1 raunend entfernten sie sich1 ,bolle schlo zu1 der ,laternenschimmer1 durch einen ,spalt des ,fenstervorhangs sichtbar1 erlosch4 ,der ,kerl nebenan tobte noch immer1 schimpfte in ,kraftausdrcken und heulte vor ohnmchtiger ,wut4 ,allmhlich wurden seine hervorgestoenen ,worte undeutlich1 dann hrte ich ein ,gerusch1 als ob er an seiner ,tr herumsge4 ,er schnarchte -- der ,schlummergott hatte seinen ,mantel ber ihn gebreitet4 ,als morgens ,bolle aufschlo1 war der ,hftling kirre4 ,bolle1 der ihm ,mehlsuppe brachte1 redete ihm gtlich zu1 und der ,hftling bat um seine ,freilassung4 ,blechen ,se man -- denn is allens jut6 ,sonst missen ,se weitabrummen48 -- ,drei ,mark is zu ville1 eene will ick zahlen48 -- ,se sinn woll berkandidelt88 ,nachdem der ,disput noch eine ,weile fortgegangen1 klimperte das ,strafgeld1 und der ,bestrafte trollte in seine ,freiheit zurck4 ,bolle kam zu mir herein3 ,wat hat nu so'n ,schafskopp dadervon88 -- ,was hat er denn angestellt88 -- ,ruhesteerenden ,lrm6 ,in seine ,besoffenheit macht det ,luda allemal ,krach4 ,un denn will e' nich blechen4 ,nu is e' seinen ,dahler los -- aber freilich blo seine ,familie hat den ,schaden4 ,de ,frau schuftet1 un de ,kinder ham keen ,schmalz uff de ,stulle48 -- ,der ,nutzen ,ihrer ,strafanstalt kommt mir ziemlich fragwrdig vor48 ,der ,amtsdiener zuckte die ,achseln4 -- ,der ,winter war hereingebrochen4 ,verschneit lag der ,hof1 im pfeifenden ,winde stberten ,flocken aus finsterem ,gewlk4 ,son richtijet ,wetter for arme ,leite6 ,nu jeht det ,arrestjeschft los48 ,und ,bolle brachte einen ,landstreicher4 ,als ich das ,gesicht zu sehen bekam1 war ich erstaunt4 ,dieser ,greis hatte etwas ,ehrwrdiges -- mit dem langen1 weien ,bart sah er wie ,lear aus1 der irre ,knig bei ,regen und ,wind4 ,in die ,zelle seines ,vorgngers eingeliefert1 benahm er sich still4 ,bolle kam zu mir herein4 ,auf meine ,frage nach dem ,ankmmling gab er den ,bescheid3 ,wat soll so'n oller ,mensch anders machen als betteln1 wo ihn doch keener zum ,arbeeten annimmt48 -- ,warum bleibt er nicht am ,orte1 wo er ,heimatsberechtigung hat88 wandte ich ein4 ,der ,amtsdiener schttelte den ,kopf3 ,seine ,verwandten sinn doht -- un eene ,flebbe hat e nich -- will sagen1 keenen ,ausweis ieba seine ,personalien4 ,in ein ,dorf bei ,kistrin will e geboren sind1 aber da antworten se3 det kann jeda sagen6 ma wissen von nischt68 -- ,er htte doch eine neue ,heimatsberechtigung erwerben knnen48 -- ,ja1 wenn e' zwee ,jahre an eenen ,ort jearbeet htte -- aba so lange hat e keen ,sitzefleisch nich gehatt -- oda man hat ihm nich behalten -- un nu heet et3 een jewohnheitsmija ,landstreicha -- un alt un jrau is e dabei jeworden -- un bleibt ihn nischt iebrig als zu fechten4 ,wenn e denn nu jefischt wird1 denn wird e injespunnt un wird zu ,arbeetshaus vaknackt4 ,kaum is e' wieda frei1 denn jeht det ,jeschft uffs ,neie los -- imma so im ,kreise rum1 wie son olla ,jaul1 wo den ,jeepel von die ,dreschmaschine dreht48 -- ,dster fgte ich hinzu3 ,mit dem ,unterschied1 da im vorliegenden ,falle der ,gpel leeres ,stroh drischt4 ,bei dieser ,art1 das ,volk zu bessern1 kommt nichts heraus als ,unsinn1 gesteigertes ,elend1 vllige ,zerrttung der ,sitten48 ,bolle mochte nicht widersprechen1 ich fuhr fort3 ,sind in ,ihrer ,praxis mehrere solcher ,flle vorgekommen8 so verzwickter1 verzweifelter ,art88 -- ,dausende un aber ,dausende von sonne arme ,leite walzen durch de ,welt1 un wenn all ihre vajossenen ,trnen zusammenkmen1 eenen ,see jbe det wie unsre ,mjjel4 ,wenn mich so wat passierte wie den ollen ,mann1 ick wte blo eenen ,ausweg3 ,strick um 'n ,hals68 ,das ,schicksal1 das auf meinem ,zellennachbar lag1 erstreckte seinen ,druck gewissermaen auf mich4 ,ich war den ,rest des ,tages trbsinnig1 bis mich schlielich ,goethe trstete1 das ,lesen in seinem ,faust3 ,solch ein ,gewimmel mcht' ich seh'n -- auf freiem ,grund mit freiem ,volke stehn68 ,aus dem ,schlafe weckte mich lautes ,jammern einer mnnlichen ,stimme4 ber ,faust eingeschlummert1 mute ich an den ,trmer denken1 wie er1 zum ,schauen bestellt1 von seiner ,warte soeben gejubelt hat3 ,es sei1 wie es wolle1 es war doch so schn8 -- und wie er dann auf einmal wehklagen mu1 weil dem alten ,ehepaar freventlich die ,htte eingeschert ward4 ,jetzt wurde mir bewut1 die ,wehklage komme von dem ,greise nebenan4 ,der ,morgen dmmerte4 ,das ,schluchzen war herzzerreiend -- zwischendurch erfolgten grollende ,flche4 ,o welch ein ,morgengebet6 ,ich konnte das nicht unttig anhren und fuhr in die ,kleider4 ,da meine ,tr nicht verschlossen war1 ging ich auf den ,gefngnisflur und klopfte an die ,nebenzelle4 ,das ,weinen verstummte1 und ich fragte3 ,kann ich etwas fr ,sie tun88 ,kleinlaut kam die ,antwort3 ,wer sind ,se denn88 -- ,ich bin der ,arrestant nebenan68 -- ,ach so6 ,da ha'k ,ihnen woll jesteert mit mein ollet ,jeflenne88 -- ,ich meine blo1 ob man ,ihnen irgendwie helfen kann8 ,mit etwas ,geld88 ,hohl wie aus einer ,hhle scholl es zurck3 ,mich kann keener helfen6 ,int ,arbeetshaus schon wieder6 ,un immer wieder6 ,un ick bin schon so'n oller ,mensch -- helfen kann mich blo der ,dod48 ,er schluchzte auf und weinte vor sich hin4 ,erschttert schwieg ich4 ,dann meinte er etwas ermutigt3 ,von ,jeld sprachen ,se8 ,aber wat ha'k jetzt dadervon6 ,meine ,barschaft mu ick doch abliefan4 ,wenn wenigstens noch wat in meine ,pulle wre6 ,haben ,sie denn keenen ,droppen88 -- ,den sollen ,sie haben1 sobald der ,amtsdiener kommt -- das heit1 wenn er's erlaubt4 ,aber halt6 ,hat ,ihr ,fenster eine ,klappe8 ,dann greifen ,se mal raus1 nach unten6 ,ich werde die ,flasche an einen ,faden binden und aus dem ,fenster raus zu ,ihnen rber schwenken48 -- ,duhn ,se det1 juter ,herr68 ,wieder in meiner ,zelle1 nahm ich eine ,flasche ,turiner ,wermut1 die ich gerade vorrtig hatte1 wickelte sie in ,packpapier und schlang einen ,strick herum1 mit dem ein ,paket verschnrt gewesen4 ,dann lie ich die ,flasche aus meinem ,fenster hngen und schwang sie pendelartig4 ,hher68 rief mein ,nachbar -- nun wurde der ,strick mir aus der ,hand gezogen1 die ,flasche war angelangt4 ,ich ging abermals auf den ,flur und hrte den ,alten lachen3 ,jesehn hat keena wat -- so'n ,rotkragen is doch 'n dummet ,luda6 ,ha1 is det n' ,droppen6 ,der wrmt6 'n ,jlhstrumpf is jut for ,eisbeene68 ,so war der ,sorgenbrecher nebenan eingekehrt -- vielleicht der einzige1 den es im vorliegenden ,falle gab4 ,doch nein -- es sollte noch ein anderer kommen4 ,als mein ,nachbar lange ,zeit still geblieben war1 kam mir der ,verdacht1 er knne sich ein ,leid angetan haben4 ,o weh1 ich hatte ihm mit der ,flasche einen ,strick beigebracht6 ,ich mute ,gewiheit haben -- und fr den ,fall1 da noch nichts ,schlimmes geschehen1 wollte ich mir den ,strick zurckgeben lassen4 ,nicht doch1 das htte den ,mann stutzig machen und erst recht auf ,selbstmord-,gedanken bringen knnen6 ,ich horchte -- da hrte ich ihn schnarchen -- tief atmete ich auf4 ,gleich darauf kam ,bolle und lie zu mir einen ,herrn eintreten4 ,es mochte ein ,dreiiger sein1 er war lang und hager1 trug einen nagelneuen berzieher und1 bei dem ,schneegestber etwas befremdend1 ,zylinderhut und ,glaceehandschuhe4 ,szteinpngler ist mein ,name68 sagte er mit einer ,verbeugung4 ,ein freundliches ,gesicht4 ,bis auf den blonden ,backenbart rasiert4 ,an einen ,lakai zu den ,zeiten des alten ,wilhelm htte er gemahnt1 wre nicht ein kindlicher ,zug gewesen und das ,kennzeichen des ,gelehrten1 die ,brille4 ,lizentiat ,szteinpngler68 fgte der ,besucher hinzu4 ,ein ,theologe8 ,was wollte der von mir8 ,war auch er der ,kirche abtrnnig8 ,oder wollte er mich zurckbekehren8 -- ,legen ,sie geflligst ab1 ,herr ,lizentiat68 sagte ich1 und ,bolle fgte gnnerhaft hinzu3 ,ja woll1 hier is injekachelt1 da kann man sich de ,lamngs anwrmen4 ,aber drauen1 hu hu1 da jibt et ,eisbeene jratis68 ,steinspngler lie sich seine ,garderobe abnehmen1 ,bolle hing sie auf den ,flur und verlie uns4 ,womit kann ich dienen88 fragte ich1 als der ,gast auf dem ,stuhl ,platz genommen hatte1 whrend ich auf meinem ,bette sa4 ,verwundert glitten seine ,blicke ber die ,ausstattung meines ,gefngnisses4 ,ihren ,konflikt mit dem ,kultusministerium habe ich verfolgt4 ,wir bedauern lebhaft -- das heit1 wenn ich sage3 wir1 so meine ich die ,familie1 wo ich als ,hauslehrer angetellt bin -- ein ,sztaatsbeamter in hoher ,sztellung6 ,ungewhnlich liebe ,menschen6 ,die ,mutter meiner ,zglinge1 eine gemtvolle ,dame1 interessiert sich sogar fr ,ihre soziale ,lyrik4 ,der ,hausherr1 mein vterlicher ,freund1 hat alle ,achtung fr ,ihr ,verhalten 444 ,nheres mchte ich nicht verraten -- seine ,sztellung ist der ,kritik ausgesetzt1 er kann nicht immer1 wie er mchte1 mu gewisse ,rcksichten nehmen -- ist aber ein wahrhaft christlicher ,mann -- zuweilen kommt es mir vor1 er hat den inneren ,christus 444 ,sie tutzen88 -- ,befremdet mochte ich nicht zurckhalten mit der etwas unhflichen ,einrede3 ,den inneren ,christus8 ,glauben ,sie1 da ,christus gewisse ,rcksichten genommen hat8 ,hat nicht der ,bergprediger gesagt1 man solle sein ,licht1 also die innere berzeugung1 nicht unter den ,scheffel stellen88 -- ,nach etlichem ,schweigen versetzte ,steinspngler mit leiser ,stimme3 ,aber ,christus hat auch gesagt3 ,richtet nicht und verdammet nicht6 ,sie haben gut reden1 ,sie sind ein freier ,mann48 -- ,ich mute lcheln3 ,ein freier ,mann -- im ,gefngnis8 ,nun ja1 dahin gehren heutzutage -- so scheint's -- die freien ,mnner4 ,wissen ,sie1 was der ,amerikaner ,thoreau sagte1 als er wegen ,steuerverweigerung im ,gefngnis sa und sein ,freund ,emerson ihn besuchte88 ,da der ,lizentiat aufhorchte1 fuhr ich fort3 ,emerson meinte3 ,es tut mir leid1 da du im ,gefngnis bist6 ,thoreau erwiderte3 ,und mir tut es leid1 da du nicht im ,gefngnis bist4 ,als anstndiger ,kerl gehrst du heutzutage ins ,gefngnis1 wie auch ich hingehre48 -- ,der ,lizentiat machte ein verdutztes ,gesicht -- lchelte dann schalkhaft3 ,na6 ,wissen ,sie1 ,ihr ,gefngnis ist nicht grade das schlimmste -- lernen ,sie mal andere ,gefngnisse kennen68 -- ,ich wei18 gab ich zurck1 hier nebenan wartet ein ,stiefkind unserer ,gesellschaft darauf1 wieder mal ins ,arbeitshaus abgefhrt zu werden -- es ist ein hilfloser ,greis68 ,mit echter ,teilnahme entgegnete der ,lizentiat3 ,ein ,greis8 traurig6 ,ich will mich erkundigen1 vielleicht kann ich helfen4 ,ach ja1 ,arbeitshaus ist hart4 ,doch als ich von ,gefngnissen prach1 dachte ich an etwas anderes4 ,an die ,zellen1 von denen ,menschen eingeengt sind1 die jene gewissen ,rcksichten nehmen sollen4 ,der ,vater meiner ,zglinge ist in solch einer4 ,wollte er sich ganz frei uern1 er wrde oben antoen1 wrde unten antoen1 nach allen ,seiten antoen4 ,da mu er sich mit einem anderen ,wort unseres ,heilandes trsten3 ,seid klug wie die ,schlangen6 ,im vertrauten ,kreise ist er offen wie ein ,kind1 sonst freilich ,diplomat4 ,zu ,ihnen komme ich mit seiner ,billigung1 und ich darf ,ihnen mitteilen1 da er unter ,ihrem ,fall geradezu gelitten hat4 ,sein ,gewissen 444 ,man mu eben seine ,sztellung bedenken -- er ist ein hoher ,sztaatsbeamter 4448 ,da wurde die ,nebenzelle aufgeschlossen1 und ,bolle sagte3 ,nu machen ,se sich man fertich so sachteken48 -- ,kommen ,sie1 ,herr ,lizentiat68 meinte ich aufstehend1 ,sie sind geneigt1 etwas fr den ,mann zu tun4 ,ich hre da eben1 da er gleich abgefhrt wird48 ,willig sprang ,steinspngler auf und folgte mir auf den ,flur4 ,da sah er nun den weibrtigen ,alten und fragte freundlich3 ,na ,grovater8 zur ,arbeit langen wohl die ,krfte nicht mehr88 ,der ,alte begann zu schluchzen3 ,zu leichte ,arbeet doch woll noch6 ,aber mir nimmt keener68 -- ,soll ich ,ihnen ,arbeit verschaffen88 fragte der ,lizentiat1 ,sie htten es ganz ertrglich4 ,haben ,sie mal von ,bielefeld gehrt8 von ,pastor ,bodelschwingh8 ,sie machen ein langes ,gesicht4 ,sie denken wohl1 da sollen ,sie ein ,duckmuser werden und immerfort frmmeln8 ,weit gefehlt68 ,etwas mitrauisch blickte der ,alte und zuckte die ,achseln3 ,wie soll 'k denn nach ,bielefeld kommen8 ,det is doch hinter ,hannover8 ,un det ,fahrjeld88 -- ,kriegen ,sie von mir4 ,aber ,sie mssen auch wirklich hinfahren6 ,aufgenommen werden ,sie1 auch wenn ich ,ihnen keine ,empfehlung mitgebe4 ,doch das soll auch geschehen4 ,also wollen ,sie8 ,sie werden ein neuer ,mensch1 auf ,ihre alten ,tage48 ,nun mischte sich ,bolle eifrig ein3 ,jreifen ,se zu1 ,jrovata6 ,weisen ,se de ,rettahand nich zurick68 ,und zum ,lizentiaten gewandt3 ,fier den ,momang allerdings mu die ,sache den ,amtswch loofen1 un ick bringe den ,ollen nach ,ceepenick4 ,wenn ,se mich aber ,ihre ,adresse jeben1 will ick ,meldung duhn1 det ,se den ,mann nach ,bielefeld schaffen mechten48 -- ,einverstanden68 sagte der ,lizentiat und gab seine ,visitenkarte4 ,nachdem er nochmals dem ,greis zugeredet1 wurde dieser abgefhrt1 und wir andern zwei kehrten in meine ,zelle zurck4 ,der ,frst dieser ,welt und die ,schildbrger ,der ,lizentiat hatte ,platz genommen und hielt sein ,gesicht in den ,hnden4 ,das ,erlebnis hatte ihn bewegt1 er schien sich zu sammeln4 ,ich sah durch's ,fenster1 wie der ,schnee immer dichter stberte -- ,regentonne1 ,hackeklotz1 ,kegellaube1 alles hatte weie ,kapuzen auf4 ,da stapft nun der alte ,mann mit der ,polizei nach dem ,gerichtsgefngnis6 ,stapft durch dicken ,schnee1 der den lebendigen ,busen der ,erde verschttet4 ,auch das ,herz der ,menschheit liegt unter einer frostigen ,hlle -- sie heit ,egoismus1 ,genusucht1 ,habgier 444 ,und das schon halb erstarrte ,herz bildet sich noch was darauf ein1 da es khl und hart ist48 ,wie zu mir selber hatte ich so gesprochen4 ,das ,schweigen des ,lizentiaten nahm ich fr ,zustimmung und fuhr fort3 ,die ,ordner unserer ,gesellschaft sind in der ,schtzung des ,egoismus so weit1 da sie ihn ziemlich als einzige ,triebkraft ansehen und ihre groe ,maschinerie immer mehr nach dem vermeintlich klugen ,prinzip organisieren4 ,das nennen sie ,zivilisation4 ,der glubigen ,menge reden sie vor1 ihre ,art ,politik verbessere unsere ,glckseligkeit4 ,doch ich kann mir nicht helfen1 unsere ,zivilisation hat etwas schaurig des1 erbarmungslos ,gewaltttiges1 unnatrlich ,enges1 geradezu ,gemeines4 ,unsere ,zivilisation ist eine ,zuchthauszelle1 und sie bleibt es1 wenn sie auch den ,bedrfnissen der ,neuzeit entspricht1 wie die ,hotelbesitzer von ihren erstrangigen#8 ,husern zu sagen pflegen4 ,heutzutage wird die ,persnlichkeit immer mehr ausgeschaltet4 ,es gibt keine ,wirte1 sondern ,hotelbesitzer48 -- ,jetzt nickte der ,lizentiat und fgte hinzu3 ,schlielich wird es nur noch ,hotel-,aktionre geben6 ,das ,geld verdrngt die ,persnlichkeit48 -- ,ich rede aber nicht blo vom ,hotelwesen18 fuhr ich fort -- das ist nur ein ,symptom4 ,ich meine ,staat und ,gesellschaft4 ,sie1 ,herr ,lizentiat1 sagten von dem ,herrn1 bei dem ,sie ,hauslehrer sind1 er sei ,diplomat4 ,da wird er also nach den ,gesetzen regieren1 wohl gar selber ,gesetze machen4 ,alle ,gesetze aber wenden sich an die ,ichsucht und sind von der ,ichsucht diktiert4 ,egoismus heit der ,frst dieser ,welt1 seine ,herrscherfaust hlt alles ,leben unterjocht4 ,es liegt mir natrlich fern1 ,ihrem vterlichen ,freunde einen persnlichen ,vorwurf zu machen -- auch die ,schuld wird heutzutage immer unpersnlicher1 wir stecken eben alle in dem furchtbaren ,getriebe 444 ,aber der innere ,christus 4448 ,wie mahnend hob der ,lizentiat die ,hand und sah mich traurig an3 ,als ich sagte1 er habe den inneren ,christus1 wollte ich nicht verhimmeln -- ich dachte eher an die ,dornenkrone 444 ,der ,vater meiner ,zglinge hat mich in sein ,herz blicken lassen1 und ich mu sagen1 er leidet bitter unter dem ,widerpruch zwischen ,ideal und ,wirklichkeit4 ,aber hat denn er allein ,grund zu leiden8 ,sie machen geltend1 er diene dem ,frsten dieser ,welt4 ,aber dem mssen wir ja alle ,tribut zollen4 ,wozu einander ,vorwrfe machen6 ,seien wir lieber positiv6 ,hauptsache1 da man sich sehnt1 ein ,arbeiter fr das ,reich ,gottes zu sein48 -- ,er sah mich schchtern an2 gerhrt legte ich ihm die ,hand auf die ,schulter3 ,sie sind solch ein ,arbeiter4 ,das zeigt ,ihre ,frsorge fr unser ,aschenputtel 444 ,das ,reich ,gottes1 wo das mihandelte ,menschenkind zur ,geltung kommt und sein ,kittelchen vertauscht mit einem ,strahlenkleide1 dies ,ideal bedeutet uns kein ,beschwichtigungsmittel fr das darbende ,volk -- nicht wahr1 ,herr ,lizentiat8 -- bedeutet uns ein ,leben in unserer ,brust1 das wir entwickeln sollen1 damit es aus uns heraus schpferisch wirke und das ganze ,dasein neu gestalte4 ,die ,schpfung ist ja noch lange nicht perfekt4 ,es werde ,licht68 ,kindlich lchelnd machte der ,lizentiat eine ,gebrde1 als ob er eine pfiffige ,antwort vorbereite3 ,der ,frst dieser ,welt1 wie ,sie sagen1 ist nicht immer tragisch zu nehmen1 auch komisch kann sein ,geschftsbetrieb anmuten4 ,die ,eitelkeit ist eine seiner ,triebkrfte4 ,bodelschwingh fhrte mal einen beternten ,minister durch die ,anstalt4 ,als ein zerlumpter ,landtreicher dem hohen ,herrn etwas nahe kam1 trat dieser scheu zurck4 ,bodelschwingh aber meinte mit seinem gutmtigen ,lcheln1 indem er den ,minister beim ,knopfloch fate3 ,wrden ,euer ,exzellenz im ,samariterdienste eine ,laus auflesen1 die wre im ,reiche ,gottes eine hhere ,dekoration als ,ihr ,schwarzer ,adlerorden48 ,ich lachte3 ,das ,gesicht des ,ministers htte ich sehen mgen6 ,falicher wre ihm die ,geschichte von jener kniglichen ,laus3 ,am ,messer1 mit dem sie zerteilt war1 leckte der ,kchenjunge und ward davon ein ,adliger einfachen ,grades4 ,bielefelder ,tierchen haben ja nicht so hohe ,kraft4 ,doch vielleicht hat der ,minister ,belehrung profitiert von ,bodelschwingh8 ,ich bin nicht genau unterrichtet ber die ,bielefelder ,methode4 ,nach dem1 was ich gehrt habe1 ist sie ein ,fortschritt ber die ,schildbrger-,methode hinaus 4448 ,der ,lizentiat stutzte3 ,schildbrger8 ,sie brauchen da ein harmloses ,bild fr eine unheimliche ,sache4 ,arbeitshaus1 ,zuchthaus -- das ist keine ,schildbrgerei4 ,vorhin sagten ,sie3 ,frst dieser ,welt4 ,das pat eher48 -- ,frst dieser ,welt ist tragisch gesagt18 entgegnete ich1 doch1 wie ,sie selber bemerkten1 ist an ihm auch was ,komisches4 ,die ,medaille hat zwei ,seiten -- auf der einen ist der ,frst dieser ,welt1 auf der anderen das ,wappen von ,schilda4 ,sie wissen doch aus den ,mrchen ,ihrer ,kindheit8 ,im ,knigreich ,utopien1 hinter ,kalkutta1 gab es ein ,stdtchen1 dessen ,brger ihre ,narrheit in ein ,system brachten4 ,beim ,bau des ,rathauses hatten sie vergessen1 ,fenster anzubringen4 ,weil es nun innen finster war1 whrend drauen der ,tag flutete1 kamen die ,schildbrger auf die listige ,idee1 das ,tageslicht in ,scke zu fllen und im ,beratungssaal auszuschtten4 ,eifrig suchte ein jeder den ,tag zu erfassen1 mit ,scken und ,kesseln1 ,schaufeln und ,mistwagen4 ,ein ,schlaukopf fing ,sonnenstrahlen in einer ,mausefalle4 ,es wurde nun zwar nicht hell im ,rathaus2 aber die ,schildbrger meinten3 ,fahren wir nur so fort6 ,wir tun alles ,menschenmgliche -- und wenn's geriete1 wr's eine feine ,kunst6 ,nun1 ,hand aufs ,herz1 ,herr ,lizentiat1 etwas von diesem ,schilda-,system lebt in unserer ,zivilisation4 ,erst verfinstert man den ,menschen1 dann will man ,licht hineinschaffen mit ,scken und ,mausefallen4 ,denken ,sie an den ,greis1 der jetzt nach ,cpenick eingeliefert wird4 ,die hohen ,herren schelten ihn arbeitsscheu1 verkommen4 ,in gesunden ,verhltnissen gibt es keine solche ,verkommenheit1 keine ,arbeitsscheu4 ,da wrde jedes ,kind beherzigen1 da man arbeiten mu1 um essen zu knnen4 ,schon aus dem natrlichen ,beschftigungstrieb wrde man arbeiten4 ,aber was ist in unserer ,zivilisation aus dem ,beschftigungstrieb1 aus der gesunden ,natur geworden8 ,ins vermauerte ,rathaus kann der ,tag nicht eindringen6 ,die ,menschen werden insofern verfinstert1 als ,vernunft1 ,natur1 gesunde ,sitte in ihnen erstickt4 ,die ,lenker unserer ,staaten1 die mit ,vorliebe ,millionre zchten1 ziehen in diesen eine gewisse ,scheu vor fruchtbringender ,arbeit gro und belohnen sie mit ,wrden und ,orden4 ,andererseits wird die ,masse des ,volkes von ,arbeitsgelegenheit ausgesperrt1 indem ,gesetz und ,gefngnis1 ,beamte und ,soldaten dafr sorgen1 da der ,grund und ,boden1 den man doch zur ,arbeit nicht entbehren kann1 nur wenigen gehrt1 so da jene ,vielzuvielen1 die in der ,wahl ihrer ,eltern nicht vorsichtig waren1 keine andere ,lebensmglichkeit sehen1 als sich entweder abzurackern -- oder ,landstreicher zu werden4 ,hinweg6 heit es dann -- hinweg mit den ,arbeitsscheuen ins ,arbeitshaus6 ,da soll ihnen gewaltsam ,arbeitslust beigebracht werden4 ,so fngt man mit der ,mausefalle den ,tag und schafft ihn ins finstere ,rathaus48 ,der ,lizentiat hatte geduldig und ernsthaft zugehrt4 ,jetzt stand er unternehmend auf3 ,glauben ,sie nicht1 da ich diesem ,kapitel ein ,ende mache1 weil mir ,ihre ,satire unpassend vorkme4 ,gewi1 die ,schildbrger sind nicht ausgestorben1 und sitzen bei uns auf den ,hhen der ,gesellschaft wie in den ,tiefen4 ,aber diese nrrische ,welt ist nun mal darauf eingerichtet1 da ,weise und ,toren1 ,gerechte und ,ungerechte zusammen leben4 ,weil man sich nicht radikal loslsen kann von den gewhnlichen ,gemeinschaften und ,einrichtungen1 so bleibt bis zum jngsten ,tage auch den ,besten nichts brig1 als mit den ,wlfen zu heulen1 mit den ,schafen zu blken 444 ,doch lassen wir dies ,kapitel und reden wir von der ,sache1 die mich zu ,ihnen fhrt4 ,ich habe sozusagen eine ,mission4 ,nicht amtlich1 nicht halbamtlich1 sondern persnlich und rein menschlich4 ,es bekmmert den ,vater meiner ,zglinge1 da ,sie hier sitzen4 ,wir mchten1 rundheraus gesagt1 da ,sie mglichst rasch wieder in ,freiheit gelangen4 ,und nun sagen ,sie mal1 ,herr ,doktor1 liegt ,ihnen etwas daran1 hier noch lnger zu hausen8 ,ich meine1 weil ,sie doch ,thoreaus ,wort angefhrt haben -- als ob das ,gefngnis ,ihr wrdigster ,aufenthaltsort wre48 ,ich konnte meine ,heiterkeit nicht verbergen3 ,aber natrlich spaziere ich mit ,vergngen in die ,freiheit4 ,wei blo nicht1 wie ich es anstellen soll1 ohne meinem ,vorsatz untreu zu werden1 die ,strafe nicht mit ,geld abzumachen4 ,die ,regierung1 die an mir ein ,ketzergericht verbt1 soll's dabei nicht gar zu bequem haben4 ,hand aufs ,herz1 ,herr ,lizentiat1 wrde ,ihr vterlicher ,freund sich auch dann um mich bekmmern1 wenn ich die ,strafe in ,geld gebt1 oder wenn gar meine ,gemeinde fr mich gezahlt htte8 ,das htte ihm kein graues ,haar gemacht4 ,sie sehen1 wie der ,zeitgeist auch in dieser ,hinsicht die ,persnlichkeit auszuschalten sucht4 ,ich rebelliere6 ,bin ein lebendiger ,mensch -- und an ,lebendige wende ich mich4 ,ich mache die ,sache nicht mit ,geld ab48 ,der ,lizentiat versuchte1 in der ,enge umherzulaufen4 ,nachdenklich griff er an seine ,stirn und blieb vor mir stehen3 ,was werden ,sie tun1 wenn ,sie wieder drauen sind8 ,werden ,sie aufs neue freireligisen ,unterricht erteilen8 ,um dann abermals fr jede ,sztunde zehn ,tage ,hafttrafe zu kriegen88 -- ,nicht doch6 ,man soll kein ,prinzip zu ,tode hetzen1 sonst wird man komisch4 ,wille ist ein ,don ,quijote6 wrde die ,welt sagen2 dann nicht mit ,unrecht48 -- ,aber was wird hinfort aus ,ihren ,konfirmanden8 ,erhalten sie gar keinen ,unterricht mehr88 -- ,doch6 ,in einer anderen ,form6 ,der ,inhalt bleibt natrlich derselbe4 ,erzhlen ,sie dem ,vater ,ihrer ,zglinge1 falls er1 als hoher ,beamter1 nicht schon genau darber unterrichtet ist1 da ich im ,gefngnis eine ,reihe von ,vortrgen fr die ,jugend schriftlich verfat habe1 und da diese ,vortrge von ,mitgliedern der ,gemeinde den versammelten ,kindern vorgelesen werden4 ,natrlich mchte der ,kultusminister auch diese ,form der ,ideenverbreitung womglich vereiteln4 ,wenige ,tage1 nachdem der erste ,jugendunterricht auf die neue ,art erfolgt war1 wurde dem ,vorleser behrdlich solche ,ttigkeit bei ,strafe verboten4 ,doch wir wuten uns auch jetzt zu helfen3 nicht er hielt am nchsten ,sonntag die ,vorlesung1 sondern ein anderer ,gesinnungsfreund4 ,als auch diesem die ,sache verboten war1 sprang ein ,dritter in die ,bresche1 und so fort4 ,da wir mindestens fnftausend ,vorleser haben1 knnten wir diese sonntgliche ,jugendunterweisung hundert ,jahre durchhalten4 ,wenn ich also nun raus bin aus dem ,gefngnisse1 geht's mit dem ,unterricht weiter in der neuen ,form1 in der unpersnlichen 444 ,sehen ,sie1 ,herr ,lizentiat1 das ,system unpersnlichen ,lebens zerrttet sich selbst4 ,sie lachen8 ,aber neben der lcherlichen ,seite hat die ,geschichte auch eine ernste1 und die verschweigen ,sie nicht dem ,vater ,ihrer ,zglinge1 der doch ,verstndnis fr ,pdagogik hat4 ,weit entfernt1 das ,interesse an den freireligisen ,vortrgen gelhmt zu haben1 hat die ,verfgung des ,ministers vielmehr hingebende ,begeisterung ausgelst und nur in einem ,punkte uns ,freireligisen geschadet3 die ,pdagogik hat gelitten4 ,sie werden zugeben1 da der ,unterricht von einer innerlich berufenen ,persnlichkeit erteilt werden mu1 und zwar in sokratischer ,art3 auf lebendige ,darlegung und ,fragen des ,lehrers sollen die ,antworten der ,zglinge erfolgen4 ,bei der neuen ,form geht das nun leider nicht4 ,also gegen den guten ,geist des ,unterrichts hat sich das ,unterrichtsministerium vergangen -- nichts andres hat es erreicht4 brigens wre noch zu erwhnen1 da bei den ,kindern und in weiten ,kreisen der ,bevlkerung der gegen mich gefhrte ,schlag das ,ansehen der ,regierung und der ,kirche nicht gefrdert hat4 ,man mu blo mal mit einiger ,unbefangenheit bedenken1 was es heit1 einem sonst berufenen ,manne zu verbieten1 seine ,konfirmanden in seine freireligisen ,anschauungen einzufhren -- ihm aus kirchenpolitischen ,grnden die sittliche ,qualifikation zum ,unterrichten berhaupt abzusprechen -- weil er seine berzeugung bekennt1 indem er nicht an den deistischen ,kirchengott glaubt48 ,mag sein68 meinte der ,lizentiat kleinlaut1 der ,migriff ist nun mal geschehn4 ,genug6 ,sie erklren also1 da ,sie den frheren ,unterricht nicht fortsetzen werden8 ,dann wird ,ihr ,gesuch um ,niederschlagung ,ihrer ,strafe bewilligt48 -- ,und ,sie meinen1 ich werde mich zu solch einem ,gesuch verstehen8 ,habe ich so lange hier gesessen1 kommt es mir auf ein paar ,monate mehr nicht an48 -- ,der ,lizentiat war verdrossen3 ,solch ein ,gesuch pat ,ihnen nicht88 -- ,ich will keine ,gnade68 -- ,aber ,sie haben doch um gewisse ,vergnstigungen nachgesucht1 beipielsweise1 da ,sie ,besuche empfangen drfen88 -- ,das sind ,rechte des ,hftlings4 ,wenn ich aber um ,niederschlagung der ,strafe bte1 wrde ich anerkennen1 da sie begrndet ist1 und begbe mich vom ,standpunkte dessen1 der sein ,recht begehrt1 auf den ,weg des ,bittstellers48 -- ,wrden ,sie denn nicht einmal um ,urlaub nachsuchen88 -- ,urlaub8 ,warum nicht8 ,unter gewissen ,umstnden darf der ,hftling beurlaubt werden1 das ist sein ,recht48 -- ,na also68 meinte der ,lizentiat1 und seine ,zufriedenheit hatte etwas ,listiges -- dann kommen ,sie wenigstens um ,urlaub ein68 -- ,ich stutzte3 ,warum das8 ,ich habe keine ,neigung1 die ,erledigung meiner ,strafe durch eine ,pause zu unterbrechen4 ,sehn ,sie mal1 wie nett das hier eingerichtet ist6 ,und nun sollen die ,wandteppiche und fidelen ,schnurrpfeifereien herauskommen8 ,nach vier oder sechs ,wochen aber1 wenn ich1 nach ,ablauf meines ,urlaubs1 wieder ins ,gefngnis zurck mu1 hat meine ,frau aufs neue die ,schererei des ,einrichtens8 ,nicht doch6 ,lieber den ,kelch in einem ,zuge geleert68 ,mit einer gutmtigen ,hinterhaltigkeit fixierte mich der ,lizentiat3 ,nach vier oder sechs ,wochen ins ,gefngnis zurck8 ,so meine ich es nicht6 ,der ,urlaub knnte ja lnger dauern6 ,hum6 ,verstehn ,sie mich denn nicht8 ,ich meine sehr lange6 hum hum68 -- ,ich sah ihn gro an -- ein ,licht wollte mir aufgehn4 ,der ,herr1 in dessen ,hause ,sie sind1 ist doch nicht etwa gar --88 ,der ,lizentiat legte den ,finger auf seine ,lippen4 ,dann holte er seinen ,mantel1 ich half ihm hinein4 ,die ,handschuhe anlegend1 meinte er treuherzig3 ,also nicht wahr1 ,sie kommen um ,urlaub ein8 ,sie verprechen es mir68 ,herzlich drckte ich die dargereichte ,hand3 ,sie sind ein guter ,mensch6 ,ich werde mir's berlegen48 -- ,als der ,lizentiat fort war1 dachte ich ber das ,rtsel nach1 das hinter seinem eigentmlichen ,rat steckte4 ,hatte er wirklich so etwas wie eine ,mission8 ,der ,vater seiner ,zglinge war ,diplomat1 ein hoher ,beamter -- war's vielleicht gar der ,kultusminister8 ,oder ein ,dezernent im ,ministerium8 ,warum nicht8 ,es war auch schon mglich1 da der hohe ,beamte aus rein menschlichem ,wohlwollen mich in ,freiheit bringen wollte4 ,wozu dann aber bloen ,urlaub geben8 ,oder halt6 ,war der ,urlaub vielleicht ein ,vorwand8 ,steckte dahinter die endgltige ,befreiung8 ,darum wohl hatte der ,lizentiat bedeutsam gehustet6 ,sehr lange1 hatte er gesagt1 knne der ,urlaub dauern4 ,aha6 ,die ,herren mchten mich mit ,anstand los werden1 mein ,fall ist ihnen unbequem6 ,ich lchelte -- mute wieder an ,schilda denken4 ,einmal fand ein ,schildbrger einen ,krebs1 und weil ihrer noch niemand solch ein ,ungetm gesehen hatte1 das um so unheimlicher war1 als es rckwrts kroch1 so verhaftete man den ,krebs1 sperrte ihn in eine ,schachtel und machte ihm den ,proze4 ,da nun das gereizte ,vieh mit seiner ,schere einen ,schildbrger kniff1 bekam man ,angst und wollte das ,ungeheuer auf irgendeine ,weise los werden -- immerhin in aller ,form ,rechtens4 ,schlielich entschied man1 der ,krebs msse ins ,wasser1 um elendiglich zu versaufen1 und warf ihn in sein ,element4 ,der ,krebs bin ich4 ,der weise ,rat von ,schilda hat mich erst eingespunnen -- nun wre er zufrieden1 das lstige ,ungeheuer los zu werden1 ohne sich was zu vergeben4 ,heureka6 ,man setze den ,gefangenen einfach dahin1 wohin er gehrt3 an die frische ,luft4 ,dreck--,speck--,zweck berhaupt ,als ich erwachte1 heulte ,tauwind und pltscherte es vom ,dach4 ,mit ,schaufel und ,besen suchte ,onkel ,pofke auf dem ,hof einen ,pfad durch den ,schnee zu bahnen4 ,die ,gerusche kamen mir garstig vor1 ich legte mich auf die andere ,seite1 obwohl es bereits ,tag war und in meinem ,ofen frische ,heizung bullerte4 -- ,wozu denn auch aufstehn8 ,drauen herrschte ,matsch und ,dreck1 hier die ,gefangenschaft war trotz meines ,galgenhumors im ,grunde doch auch etwas des1 und nicht blo das ,dasein des alten ,landstreichers1 sondern das menschliche ,leben berhaupt hatte was von jenem ,gpel1 den ,bolle gestern erwhnte3 ,die hagre ,mhre geht immerfort im ,kreise herum1 gedroschen wird viel leeres ,stroh4 ,und um solch ein ,leben sollte ich mich ernsthaft bemhen8 ,ich sollte das ,urlaubsgesuch machen1 von dem der ,lizentiat meine ,enthaftung erwartete8 ,enthaftung6 ,als ob nicht all unser ,dasein eine triste ,gefangenschaft wre6 ,nein1 da will ich lieber in diesem ehrlich verdienten ,loche bleiben1 um verchtlich weiterlachen zu knnen ber ,schilda und seine ,putzigkeit4 ,meine ,robinsonklause 444 ,ach nein doch1 ,robinson hatte es besser -- dem ganzen ,zivilisationsschwindel entronnen1 durfte er sich ein eigen ,leben erschaffen in seiner ,einsiedelei1 und die ,menschenfresser1 die ihn mal beunruhigten1 waren nicht so lstig1 wie ,europas ,gesittungsphilister -- uff6 ,um meiner ,verdrossenheit ,luft zu machen1 kam mir der ,pfahlbrgerreigen auf die ,lippen3 ,dreck1 ,speck1 ,zweck berhaupt6 ,reia1 reia 44481 und dann murmelte ich etwas vom ,deibel84 ,pltzlich mute ich auflachen -- ein ,geschichtchen fiel mir ein1 das ,onkel ,pofke neulich berichtet hatte4 ,durch das ,flugblatt war sein ,mikrokosmos in ,aufruhr geraten1 und er liebugelte geradezu mit meinen ,ketzereien4 ,mit ,genugtuung hatte er vernommen1 da ,hunderte von ,zustimmungsschreiben aus allerlei ,schichten der ,bevlkerung bei mir eingelaufen waren und ein paar ,dutzend ,versammlungen gegen das ,vorgehen des ,kultusministers protestiert hatten4 ,vorgestern hatte ,onkel ,pofke solch eine ,versammlung sogar besucht4 ,er war ganz begeistert davon1 und ein komisches ,vorkommnis erzhlte er mit immer neuer ,heiterkeit3 ,ein ,redner bekannte sich zum ,atheismus1 gebrauchte aber am ,schlu seiner ,ausfhrungen die ,worte3 ,mu der ,glaubenstrott denn immer so weitergehen8 ,gott ,lob1 nein68 ,hier war der ,zwischenruf erfolgt3 ,wieso ,jott ,lob8 ,sie jlooben doch an keenen ,jott68 ,begtigend lchelte der ,redner3 ,ach meine ,herren6 das ist eine gedankenlose ,redensart -- als ,kind hat man sie aufgeschnappt1 wei ,gott 4448 ,lachend echote die ,versammlung3 ,wieso wei ,jott8 ,ach ,jotteken68 ,achselzuckend suchte sich der ,verspottete zu entschuldigen3 ,auch ich habe leider ,gottes 4448 -- ,hoho6 schon wieder hat er's mit ,jott68 ,jetzt ri ihm die ,geduld1 und er stampfte mit dem ,fue3 ,aber erlauben ,sie mal6 ,ich meine es doch1 ,gott sei ,dank1 nicht so68 ,in dem ,gebrll1 das losplatzte1 war vom ,protestieren des ,redners nichts zu verstehn2 er mute abtreten4 ,adolf ,hoffmann1 der die ,versammlung leitete1 go unter ,luten seiner ,glocke glttendes l auf die ,wogen und nahm selber das ,wort3 ,der ,fall zeigt wieder mal1 mit dem ,mundwerk mu sich der ,mensch hllisch vorsehn 4448 ,hier wurde auch er durch ,gelchter unterbrochen1 und man rief3 ,hllisch8 ,wieso8 ,adolf jloobt doch an keene ,hlle68 -- ,mit seiner schlagfertigen ,kaltbltigkeit entgegnete ,hoffmann3 ,aber natrlich -- an eine ,hlle glaub' ich6 ,einen lieben ,gott allerdings jibt es nich -- der soll sich erst entwickeln6 ,aber eine ,hlle jibt es -- die ,menschen nmlich machen sich das ,dasein zur ,hlle4 ,wenn man so sieht1 wie sich das jejenseitich beschummelt1 bemopst und verknutet1 patriotisch niederkartscht und mit ,jott verketzert -- gestehn ,se1 ,herrschaften1 da findet der menschenfreundliche ,atheist manchmal keinen ehrlicheren ,ausdruck fr seinen heiligsten ,jlauben1 als so'n recht herzliches3 ,pfui ,deibel68 -- ,das war fr ,onkel ,pofke ein ,lichtblitz gewesen1 er rhmte ,adolf ,hoffmanns ,sprechanismus8 und tippte sich mit dem ,finger auf die ,stirn3 ,nanu wird's ,tach unter de ,nachtmitze68 -- ,aber ,pofke68 hatte ich erwidert -- wie knnen ,sie so ber ,ihre ,amtsmtze sprechen8 ,sie ,sozi1 piettloser68 brigens hatte ,onkel ,pofkes ,amtsmtze einen besonderen ,anteil an meiner schlechten ,stimmung wie an seiner ,rebellion4 ,und das war so gekommen3 ,unter dem ,vorwande1 ,reien in der ,schulter zu haben1 wogegen nur krftige ,bewegung der ,arme helfe1 hatte ich ,pofke verleitet1 mit mir auf dem ,see herumzurudern1 und da er sich diesem ,sport mit wilder ,begeisterung hingegeben1 war seine ,amtsmtze ins ,wasser gefallen und auf den ,grund gesunken4 ,weil nun die schmhliche ,nacktheit seines edelsten ,organs auf der ,strae1 als er mich zum ,gefngnis heimbrachte1 ,aufsehen erregt hatte1 war der ,unratschnffler ,biedermaxe aufmerksam und1 nach ,feststellung des ,tatbestandes1 beim ,landrat vorstellig geworden4 ,ein ,staatsgefangener1 der auf dem ,see herumgondle1 noch dazu ohne gehrige ,aufsicht1 ja unter ,herabwrdigung eines amtlichen ,uniformstckes1 sei eine ,verhhnung der ffentlichen ,ordnung und der altpreuischen ,beamtenehre4 ,war nun der ,landrat auch geneigt1 wegen dieser ,denunziation kein ,aufhebens zu machen1 so verlangte ein anderer und entschieden rgerer ,fall1 da er doch einschreite4 ,eines ,nachmittags nmlich1 als ,bolle arglos schlief1 hatten meine ,freunde einen ,photographen gebracht1 um ein ,bildnis meines ,hotels aufzunehmen4 ,whrend ich mit meiner ,frau durchs ,kerkerfenster lugte1 standen ,wilhelm ,blsche und ,julius ,hart davor1 auch ,frau ,hart und ,frau ,bartels1 die kleine ,freia auf dem ,arm4 ,bartels war im ,begriff1 aus einer umstrzlerischen ,zeitung vorzulesen1 und zwei ,pennbrder hatten die ,gelegenheit1 sich gratis verewigen zu lassen1 mit lachender ,keckheit wahrgenommen4 ,der ,photograph hatte geknipst und hatte dann die ebenso kompromittierende wie realistische ,schilderung eines ,staatsgefngnisses von ,schilda in seinem ,berliner ,schaukasten ausgestellt1 noch dazu mit der ,unterschrift3 ,gewissensfreiheit in ,preuen84 ,nachdem das ,bild einen reienden ,absatz gefunden1 besonders an ,volksschullehrer und ,studenten1 hatte die ,polizei darber dem ,kultusminister ,meldung gemacht und dieser beim ,amtsvorsteher angefragt4 ,gestern hatte das ,unwetter getobt1 ,bolle war auer sich gewesen4 ,von ,disziplinar-,untersuchung1 ja von ,entlassung hatte er gejammert und dem ,onkel1 den er zum ,sndenbock machte1 ,entziehung der ,gasthaus-,konzession in ,aussicht gestellt4 ,mich hatte er gergert durch die ,drohung1 ,spaziergnge in der frheren ,art knnten nicht mehr gestattet werden2 hingegen stehe es mir1 wenn ich ,bewegung haben wolle1 frei1 ihn auf seinen dienstlichen ,gngen durch ,friedrichshagen zu begleiten4 ,gegen diese ,zumutung hatte ich mich grimm emprt1 und so war zwischen uns ein richtiger ,krach erfolgt 444 ,da ich beim berdenken dieser ,dinge den ,deibel zitierte und die ,hymne des hheren ,stumpfsinns ,dreck1 ,speck1 ,zweck berhaupt681 ist um so begreiflicher1 als die ,freiheitswelt da drauen sich tatschlich in ,dreck und ,speck auflste4 ,nachmittags wurde es besser1 ein eisiger ,nord blies1 und taumelnde ,flocken legten sanft die ,farbe der ,unschuld ber den erstarrten ,schmutz4 ,als ich meiner ,frau erffnete1 ich sei nunmehr gar nicht geneigt1 um ,urlaub nachzusuchen1 redete sie mir gut zu3 ,ach was6 ,mach doch kein ,gesicht1 als wren dir alle ,felle weggeschwommen6 ,flott raus zum ,spaziergang68 -- ,bolle weigert sich1 mitzugehn68 -- ,unsinn6 ,ich werde mit ihm sprechen4 ,wo ist denn diesmal deine ,adventsstimmung8 ,sonst bist du doch immer vor ,weihnachten so erwartungsfroh6 ,gleich gehn wir ber den ,weihnachtsmarkt -- die grnen ,tannenbumchen sollen dich begeistern -- und wenn du hernach deinen ,tee trinkst1 mag dir der ,teelffel1 den ich dir hier nebst dem gewnschten ,teeglas mitgebracht habe1 eine ,adventsgeschichte erzhlen4 ,achte auf ihn1 er ist mein ,bundesgenosse68 ,was der ,teelffel anstiftete ,meine enge ,klause kann doch nicht zur ,aufbewahrung von ,tassen1 ,tellern1 ,lffeln dienen48 ,das war die ,ansicht meiner ,frau1 und deshalb hatte sie1 was ich an ,tischgert brauchte1 fr jeden ,einzelfall aus ihrer ,wirtschaft besorgt4 ,morgens brachte ,frau ,bolle ein ,knnchen und eine ,tasse -- hinein tat ich meinen ,tee1 den ich selbst bereitete4 ,das dicke ,wirtshausporzellan war allerdings barbarisch fr den duftenden ,nektar des sinnigen ,ostens4 ,wenn man nicht gerade ein ,porzellan-,schlchen aus ,china hat1 zart wie ein ,blumenkelch1 pat fr ,tee nur ,glas1 dnnes ,glas4 ,damit aber beim ,eingieen des heien ,trankes das ,glas nicht springe1 leitet man etwas von der pltzlichen ,erhitzung auf ,metall ber1 und diesem ,zweck soll der ,teelffel dienen1 der also beim ,einschenken im ,glase sein mu4 ,es drfte somit verstndlich sein1 da ich meine ,frau gebeten hatte3 ,bring' mir doch ein ,teeglas nebst ,lffelchen mit48 ,diesen ,wunsch hatte sie ja nun erfllt4 ,als wir unseren ,spaziergang ber den bescheidenen ,weihnachtsmarkt von ,fritzenwalde beendet hatten1 lud ich meine ,frau ein1 an meinem ,tee teilzunehmen4 ,sie lehnte diesmal ab1 empfahl mir aber1 auf den ,teelffel zu achten4 ,nicht ohne ,neugier sah ich mir das ,ding an1 auf das meine ,frau so groe ,stcke hielt4 ,sonderbar6 ,zu dem hbschen1 geschliffenen ,teeglas pate er ganz und gar nicht -- er war nicht von ,silber4 ,du denkst wohl3 wo ,gefangene hausen1 sind silberne ,lffel nicht sicher -- wie8 ,und deshalb bringst ,du mir so'n ordinres ,dings68 -- ,ordinr88 ,meine ,frau hatte gelchelt1 als ob sie ein ,rtsel aufgeben wolle3 ,wirst schon sehen1 was das fr ein ,dings ist4 ,besinne ,dich68 ,dies ,gesprch ging mir durch den ,sinn1 als ich einsam in meiner ,klause den ,tee bereitete4 ,kopfschttelnd nahm ich den ,teelffel4 ,das war ja nicht mal ,zinn1 sondern ,blei -- schwrzlich grau wie eine ,gewehrkugel1 ohne ,glanz1 ohne ,klang1 berdies verbogen4 ,und das sollte nichts ,ordinres sein8 ,besinne ,dich68 ,na ja -- etwas ,gemtliches1 etwas ,anheimelndes war daran4 ,aber ich begriff es nicht 444 ,schneeflocken wie ,daunen taumelten vor den ,kerkersprossen4 ,in der ,dunkelheit zngelte mein ,spiritusflmmchen geisterhaft um den ,kocher4 ,durch den ,spalt der ,ofentr ugelte die ,kohlenglut und malte einen ,purpurstreifen auf den ,fuboden4 ,und zu summen begann das ,wasser4 ,meine ,herbstnachtigall htte jetzt zirpend eingestimmt1 doch unter der ,schneedecke schlummerte sie4 ,dafr zirpten nun haarfeine ,saiten1 ein weies ,kinderhndchen schlug die ,traumharfe4 ,in melodische ,schwingungen geriet meine ,klause1 die ,schnrkel des ,wandteppichs schlangen sich durcheinander wie tanzende ,elfen1 die buntgeblmte ,papierlaterne mahnte an den trumerischen ,osten1 wo ,tempel aus ,porzellan leuchten1 von glsernen ,glckchen umwispert1 und wo die ,teestaude grnt4 ,und der ,teelffel -- ja was war mit dem8 ,die blaue ,flamme hatte ein geheimnisvolles ,glanzlicht drauf gesetzt3 ,besinne dich68 -- ,bilder aus meiner ,kindheit gaukelten schmeichelnd4 ,ich sa in der ,klippschule und malte ,buchstaben1 whrend der ,lehrer fr seine ,kleinen pfel auf der ,ofenplatte briet4 ,beim ,braten zischelten und pafften sie4 ,wenn einer gar geworden1 bescherte ihn der gute ,lehrer1 zerteilte ihn mit dem ,messer1 und wir schmausten4 ,auf dem ,klassenschrank harrte um diese ,adventszeit ein ,nadelbumchen1 und bei jedem ,schulschlu sang die ,klasse ,ihr ,kinderlein1 kommet68 ,am ,nachmittag vor der ,weihnachtsbescherung war's4 ,zwischen den hohen ,husern der ,strae lag schon ,dmmerung1 und der ,laternenmann ging mit seiner ,lunte herum4 ,von ,schnee begann das ,pflaster zu schimmern1 daunenartig fielen die ,flocken -- just wie heute4 ,ein neunjhriger ,knabe war ich4 ,ungeduldig den ,weihnachtsabend erwartend1 vertrieb ich mir vor der ,haustr die ,zeit1 indem ich eine ,schlitterbahn glttete4 ,ob der ,wunsch1 den ich ,gromutter anvertraut1 wohl erfllt werden1 ob das ,kasperletheater auf dem ,weihnachtstische liegen wrde8 ,auch das ,straentreiben zog mich an4 ,da ging ein ,herr1 vermummt in dicken ,pelz1 bepackt mit ,schachteln und ,dten4 ,eine ,frau in rmlichem ,umschlagetuch trug ihr schmchtiges ,fichtenbumchen4 ,ein ,hndler mit einem ,handwagen voller pfel und ,nsse4 ,ein kleines ,mdchen bot ,hampelmnner an1 das ,stck einen ,sechser1 whrend ihr ,bruder mit ,waldteufeln und ,knarren lustigen ,lrm verbte4 ,es war zu merken1 da in der ,nhe1 beim ,rathaus1 groer ,weihnachtsmarkt4 ,ich hatte ,lust1 einen ,abstecher hin zu machen1 als sich eine ,hand auf meine ,schulter legte3 ,hre mal1 ,junge1 hast du ,zeit8 kannst du mir den ,koffer da zum ,bahnhof bringen88 ,so fragte ein ltliches ,mnnchen in abgeschabtem berzieher1 eine sonderbare ,wollmtze auf dem ,kopfe4 ,du bist ja gro genug68 ,obwohl diese ,bemerkung etwas spitzig herauskam1 berhrte sie das ,knabengemt fast schmeichelhaft4 ,wie ein gewiegter ,gepcktrger ergriff ich den ,koffer4 ,schwer war er1 doch ich lie nichts merken und hastete neben dem ,mnnchen her4 ,war der rechte ,arm mde1 so trug ich den ,koffer auf der andern ,seite4 ,das ,mnnchen mit der ,wollmtze beobachtete mich zuweilen von der ,seite und kicherte4 ,hast es wohl schwer1 ,shnchen8 ,schadet nichts6 ,vom ,tragen wird man stark48 ,ich nickte1 an ,eifer fehlte es mir nicht4 ,aber der ,koffer wurde immer schwerer1 manchmal mute ich mit beiden ,hnden gleichzeitig schleppen4 ,mach's doch wie ein richtiger ,gepcktrger68 mahnte das ,mnnchen1 und mit seiner ,hilfe brachte ich den ,koffer auf meine ,schulter4 ,spter wird man dir noch ganz anders aufpacken4 ,immer fest und getrost68 ,und wie des ,mnnchens ,fausthandschuh meine ,backe gtig berhrte1 wurde mir leicht4 ,da sah ich auch schon die erleuchtete ,bahnhofsuhr4 ,als ich im ,wartesaal den ,koffer niedersetzte und ein wenig ,zittern in den ,gliedern sprte1 blinzelte das ,mnnchen schelmisch1 suchte in einer schbigen ,brse und drckte mir ein ,geldstck in die ,hand4 ,verdutzt sah ich hin2 es waren ,zwei gute ,groschen1 wie man damals sagte4 ,und das sollte mir gehren8 ,warum nicht88 meinte das ,mnnchen -- hast es ja verdient6 ,oder weit du nicht1 was verdienen heit8 ,bist mir wohl so einer1 der sich noch von ,vatern ernhren lt8 ,na1 wirst schon noch dahinter kommen3 ,verdienen schmeckt erst sauer1 dann s68 ,verdient6 ,zum erstenmal in der ,tat hatte ich etwas verdient -- wie ,vater das ,brot fr uns verdiente4 ,ich war ein richtiger ,gepcktrger -- und da hatte ich nun meinen ,lohn6 ,ein ,hochgefhl hob meine ,brust4 ,fest in die ,hand das ,geld gepret1 eilte ich heim4 ber den ,weihnachtsmarkt4 ,o wie berauschte das ,ausrufen der ,verkufer1 der ,lrm von ,kinderharmonikas1 der ,schmalz- und ,honigkuchenduft1 die bunte ,flle der ,spiel- und ,flittersachen6 ,und dazu meine ,groschen1 die mir so wertvoll vorkamen1 da ich schier meinte1 den ganzen ,jahrmarkt kaufen zu knnen4 ,ja1 kaufen6 ,aber was8 ,die ,wahl fiel schwer1 zumal mir klar wurde1 da man mit ,zwei guten ,groschen keine ,sprnge machen kann4 ,sollte ich einen ,zauberapparat kaufen8 ,oder einfach ,schmalzkuchen8 ,trkischen ,honig oder einen ,pflaumenmann8 ,mein erster ,verdienst war wohl zu schade1 um so vertan zu werden4 ,vier ,silber'roschen6 ,jreifen ,se zu6 ,so wat kommt nich wieder vor6 ,raus mit die ,jroschens6 ,herrschaften haben doch ,jeld wie ,hei68 ,das war der billige ,mann48 ,ein ,menschenknuel -- ,leute vom ,lande -- drngte sich um den ,verkaufstisch und staunte ebenso ber des ,mannes ,zungenfertigkeit wie ber die fabelhafte ,billigkeit der ,waren4 ,er versteigerte sie gewissermaen abwrts1 indem er vom ,preise ,groschen und ,sechser ablie1 bis sich ein ,kufer meldete4 ,jetzt hielt er ein halbes ,dutzend ,teelffel empor4 ,sie blitzten verlockend1 rosa ,seidenpapier umhllte ihre ,stiele1 es waren feinste silberne ,teelffels84 ,der billige ,mann schwenkte sie1 schlug mit der einen ,hand schallend in die andere und brllte3 ,also nur vier ,silber'roschen det janze halbe ,dutzend6 ,det ist wat for die ,aussteier6 444 ,wat ,freilein8 ,se wollen ,ihr ,jlick vascherzen8 ,nur vier ,silber'roschen6 ,mich kosten sie det ,doppelte1 so wahr ick ,jakob heee4 ,aber -- ,leite -- ick jebe se for -- na1 meinetwejen for drei ,silber'roschen -- blo weil heite ,weihnachten is4 ,det is ja ausverschmt billich1 det is ja rein vaschenkt6 ,wer se nu nich will1 der lt et bleiben6 ,na also1 ,herrschaften6 ,wer nimmt se for -- drei ,silber'roschen zum ,zweiten -- un -- zum 4448 ,mir pochte das ,herz in fieberhafter ,spannung4 ,oh1 wenn er doch nur auf ,zwei gute ,groschen runterginge6 ,ich nhme sie gleich6 ,das wre ein passendes ,geschenk fr ,mutter und ,gromutter6 ,oh wrde doch der billige ,mann noch billiger6 -- ,aber dazu schien er keine ,lust zu haben4 ,drei ,silber'roschen -- das allerletzte ,wort -- zum ,dritten68 brllte er mit heiserer ,stimme und legte die ,lffel mit rgerlicher ,bewegung auf den ,warentisch4 ,er schien es aufzugeben1 seine ,perlen vor die ,sue zu werfen4 ,aber noch einmal raffte er sich auf4 ,leite1 ,leite1 ,leite6 kooft mich ab1 sonst wer' ick pleite6 ,na also1 damit ihr seht1 det ick der billije ,jakob bin1 jebe ick zum aller-allerletzten det janze halbe ,dutzend silberne ,teelffels for -- ,zwei jute ,jroschen68 -- ,hier68 ,triumphierend hob ich die ,hand mit meinem ,gelde4 ,der billige ,mann zog ein schiefes ,gesicht und schnauzte scherzhaft3 ,junge1 warum haste dir nicht eh'r jemeldt88 ,die umstehenden ,bauern lachten listig1 als htte ich einen dummen ,teufel geprellt4 ,dt is'n ,bengel68 ,innerlich jauchzend1 als htte ich das groe ,los1 packte ich meine silbernen ,teelffel1 und spornstreichs nach ,hause4 ,als ich ankam1 war es zur ,bescherung hchste ,zeit4 ,mit einem vorwurfsvollen na endlich68 wurde ich empfangen4 ,doch in der allgemeinen ,feststimmung kam ,verdru nicht auf4 ,und bald erscholl ein liebliches ,glckchen -- in ,lichterflle1 ,flitterglanz strahlte der ,weihnachtsbaum4 ,beklommen von froher ,erwartung nherte ich mich dem ,gabentische4 ,richtig1 da lag1 was ich ersehnt3 das ,puppentheater1 ,kasperle mit seiner ,grete1 ,tod und ,teufel1 selbst der ,schutzmann fehlte nicht1 der ,kasperle zu verhaften hat4 ,zum berflu fand ich ein kostbares ,mrchenbuch und die ,robinsonaden81 ganz abgesehen von den ,ntzlichkeiten1 mit denen ,mutter fr meine ,bekleidung sorgte4 ,so lebhaft meine ,freude ber diese ,gaben war1 den ,gipfel des ,hochgefhls bildete die berreichung meiner ,gegengabe4 ,hier schenke ich euch was18 stammelte ich und hndigte meiner ,mutter wie meiner ,gromutter je drei ,teelffel ein4 ,aber seht doch6 ,junge6 ,wie kommst du daran88 -- ,die hab ich vom billigen ,mann48 -- ,was kosten se denn88 -- ,zwei gute ,groschen das ganze halbe ,dutzend -- feinstes ,silber68 -- ,wirklich8 ,und woher haste denn das ,geld88 -- ,und ich mit stolzer ,freude3 ,hab ich mir verdient68 ,verblffte ,gesichter4 ,ich erzhlte mein ,abenteuer1 alles staunte und lachte1 ich war der ,held des ,tages4 -- ,von damals die ,weihnachtslichter sind lngst niedergebrannt4 ,doch nicht ganz verwehte ihr ,duft4 ,heute nach ,jahrzehnten berhrt er mich mit einem sen ,hauche1 und im trumerischen ,dmmerstbchen verwandle ich mich in den ,knaben1 der den ,koffer trug und die ,teelffel schenkte und dabei so glcklich war4 ,noch in einem andern ,herzen blieb etwas zurck vom ,weihnachtsdufte4 ,das sprte ich1 als ich nach langer ,trennung1 ein ,erwachsener1 wieder einmal meine ,vaterstadt und ,gromutter besuchte4 ,whrend wir beim ,tee plauderten1 ergriff ich in ,gedanken den ,teelffel1 und ,gromutter sagte mit sinnendem ,lcheln3 ,kennst du den noch88 ,ich sah genauer hin4 ,wunderliches ,ding6 ,blei und ,zinn1 verbogen und ohne ,glanz4 ,als du ein ,knabe warst1 hast du ihn mir zu ,weihnachten geschenkt4 ,die andern beiden sind nicht mehr2 einer ging verloren1 der andere zerbrach4 ,diesen will ich verwahren4 ,wer wei1 wann du ihn wieder mal zu sehen kriegst48 -- ,ach ja1 ich entsinne mich6 ,damals war ich neun ,jahre alt4 ,und damals hattest du noch blondes ,haar1 ,gromama68 antwortete ich1 den ,lffel wehmtig betrachtend1 damals hatte der ,lffel noch ,glanz68 -- ,fr mich glnzt er immer18 hatte ,gromutter erwidert4 ,und das hier war nun derselbe ,teelffel4 ,aus ,gromutters ,nachla an mich gekommen1 war er von meiner ,frau in mein ,gefngnis gebracht4 ,seltsame ,weberin1 die wir ,schicksal nennen6 ,ein vergessenes buntes ,fdchen wirkst du ins ,gewebe ein1 da es eine artige ,linie bildet und frs ,ganze wohl gar bedeutsam wird4 ,advents-,stimmung1 ja nun hatte sie mich bezaubert4 ,weihnachten lockte mich heim in die ,huslichkeit1 mein ,gefngnis erschien mir de -- und so entschlo ich mich zu dem ,versuche1 meine ,freiheit zu erlangen4 ,am gleichen ,abend ging mein ,gesuch um ,urlaub ab -- als ,grund gab ich an1 ich mchte das ,weihnachtsfest nicht im ,gefngnis verleben4 ,so leb denn wohl ,der ,sonntag vor ,weihnachten1 der sogenannte goldene8 war da1 und ,anton ,bolle hatte soeben meine ,post gebracht1 als mir darunter ein ,schreiben mit dem ,amtssiegel des ,provinzial-,schulkollegiums auffiel4 ,anton1 warte einen ,augenblick68 ,ich ffnete das ,schreiben und las die ,worte3 ,ihrem ,antrag vom zwlften ,dezember entsprechend1 beurlauben wir ,sie hiermit aus der ,haft auf unbestimmte ,zeit48 ,schrumm1 da war die ,bescherung6 ,der ,lizentiat1 dieser ,pfiffikus1 hatte also doch recht6 ,und der ,teelffel1 der meinen ,mimut geheilt1 hatte dazu beigetragen1 da ich mich zum ,urlaubsgesuch entschlo4 ,anton1 bring' doch wieder mal ein ,briefchen nach der ,kastanienallee6 ,hast du ,zeit8 -- ,schn1 ,junge -- und diesmal bekommst du ,zwei gute 444 will sagen3 eine ganze ,mark2 gib sie dem ,weihnachtsmann als ,trinkgeld1 wenn er dir nchstens was beschert48 -- ,lebhaft ging ,anton hierauf ein1 und whrend er sich des ,nheren ber seine ,wnsche auslie1 schrieb ich an meine ,frau3 ,komm sofort mit ,frau ,pape6 ,und sie soll den ,handwagen mitbringen4 ,hammer und ,zange nicht vergessen4 ,habe ,urlaub1 ziehe sofort aus48 ,als ,anton weg war und ich vom neuen ,standpunkt meines ,schicksals das alte ,gefngnis betrachtete1 wurde ich wieder an ,robinson erinnert4 ,jetzt an den ,robinson1 der seine wilde ,insel verlassen und zurckkehren soll in die zivilisierte ,welt4 ,wehmtig musterte ich meine ,klause4 ,nicht wenig ,glck hatte ich hier verlebt1 stilles ,einsiedlerglck1 gelegentlich auch ,freude der ,geselligkeit4 ,wrde ich mich jemals wieder so geborgen fhlen wie in dieser ,zigarrenkiste8 ,gelindes ,zagen wandelte mich an1 ein ,zagen vor der ,weite und ,freiheit1 in die ich hinaus sollte4 ,und ich begriff1 da entlaufene ,mnche ,heimweh nach dem ,kloster kriegen4 ,ich erwachte aus meiner ,trumerei1 als ,bolle zu mir eintrat -- er war in ,helm und vollem ,sonntagswichs4 ,een prachtvollet ,wintawetta1 ,herr ,dokta1 klare ,klte -- un der ,see is schon feste zu -- heite knnten ma mit ,sejelschlitten bis ,rahnsdorf fahren -- vorausgesetzt1 det ,se mir zur ,ibawachung ieberhaupt noch beneetigjen -- denn1 ,herr ,dokta1 ick soll ,sie amtlich ereffnen3 wenn ,se artig sinn1 denn kennen ,se heite entlassen wer'n aus ,ihr ,jefngnis48 -- ,wenn ich artig bin8 wieso88 -- ,ick meene1 wenn ,se nischt in de ,presse bringen ieba det hiesige ,jefngniswesen48 -- ,und mit welchem ,recht stellen ,sie diese ,bedingung8 ,haben ,sie ,auftrag dazu vom ,amtsvorsteher88 -- ,ausweichend kam die ,antwort3 ,uff ,ihre ,dankbarkeit ham wir doch so'n bisken ,anspruch1 un ,se werden ,bollen doch nich schlecht machen88 -- ,schlecht machen8 ,wie sollte ich dazu kommen8 ,und wenn ich mal ein ,buch ber mein ,gefngnis schreibe 4448 -- ,au ,backe6 ,mchten ,se ,bolles ehrlichen ,namen in ,deitschland berichticht machen88 -- ,funkeln soll er als einer der blanksten ,knpfe an der ,uniformschaft unseres ,musterstaates4 ,wenn ,sie aber so bescheiden sind1 da ihr ,name verschwiegen bleiben soll1 -- na1 das ,papier ist ja geduldig1 ich knnte ,ihnen allenfalls eine ,flebbe andichten1 da ,sie kein ,mensch erkennt4 ,vielleicht mache ich aus dem wohlbeleibten1 von ,gesundheit strahlenden ,manne1 der ,sie sind1 einen graubrtigen ,veteranen und nenne ihn ,proppen -- oder wie wollen ,sie heien88 -- ,bolle blickte schief3 ,haste ,worte88 -- ,na sehn ,sie6 das wrde ,ihnen nicht passen6 ,kein ,mensch mchte anders sein1 als er ist2 im stillen ist jeder in seine ,haut1 seine ,ichzelle1 verliebt4 ,nichts fr ungut1 ,bolle6 ,sei'n ,se kein ,philister1 haben ,se'n bischen ,humor68 ,in seiner ,sonntagsuniform mit dem blanken ,helm reckte sich ,bolle und suchte zu lcheln3 ,ick sammle feirije ,kohlen uff det ,haupt des preiischen ,beamtenspttas4 ,denn kurz heraus jesaacht1 ick entlasse ,ihnen hiermit aus ,ihre ,haft1 ,se sind frei6 in diesen ,momang68 ,er schien auf freudige ,bestrzung gerechnet zu haben1 doch ich erwiderte mit khlem ,lcheln3 ,wei schon6 ,vor einer halben ,stunde erhielt ich diesen ,brief des ,provinzial-,schulkollegiums4 ,drin steht nun freilich nichts von jener ,bedingung1 an die ,sie meine ,enthaftung knpfen mchten -- sondern rundweg habe ich ,urlaub1 und zwar auf unbestimmte ,zeit68 ,bolle horchte auf und sah mich warnend an3 ,da haben ,se't ja6 ,uff unbestimmte ,zeit6 ,det heet mit andre ,worte3 ,wenn ,se sich beikommen lassen1 ,amtspersonen un det hiesige ,jefngniswesen schlecht zu machen1 so sagen ,ihre provinzialen ,kollejen eenfach3 nu hat et jeschnappt1 aus is der ,urlaub1 un nu1 ,doktachen1 spazieren ,se man wieda zu ,bollen68 -- ,hm1 meinen ,sie wirklich8 ,na1 wissen ,sie1 dann kehre ich fidel zu ,ihnen zurck4 ,ein ,feigenblatt soll ich mir vor den ,mund kleben8 ,lieber bleibe ich gleich hier4 ,was meinen ,sie8 ,soll ich ,frau ,papen1 die mit ihrem ,wagen meine ,einrichtung holt -- da ist sie schon -- unverrichteter ,sache wieder zurckschicken88 -- ,au ,backe6 ,lieber nich68 ,durchs ,gitterfenster beobachteten wir ,frau ,pape4 ,wie am ,tage meiner ,inhaftierung tat sie an der ,bretterplanke1 die den ,gefngnishof nach der ,strae absperrte1 den inneren ,riegel weg und ffnete die breite ,pforte -- genau wie vor ,wochen -- nur da sie diesmal mit leerem ,wagen kam und die damaligen ,verrichtungen gewissenmaen umgekehrt zu erfllen hatte4 ,so war's denn auch zu erklren1 da ihr gedrcktes ,wesen von damals in ,munterkeit verwandelt war1 und da meine ,frau1 die jetzt ebenfalls den ,hof betrat1 mit strmischer ,freude mir zuwinkte4 ,sehen ,sie1 ,bolle1 es geht alles vorber -- und nun1 ,herr ,schwarzseher1 mischen ,sie keine ,unkenrufe in diesen ,jubel6 ,meine provinzialen ,kollegen -- wie ,sie se nennen -- sind ja froh1 da se mich los werden4 ,und ,sie1 ,bolle1 sind es auch48 ,nicht ohne ,rhrung schttelte mir ,bolle die ,hand3 ,nu jehn ,se man6 ,mit ,jott6 ,un den ,umzuch will ick alleene besorjen4 ,mit ,jott68 ,mir blieb nichts brig1 als ,herrn ,bolle und seiner ,familie1 sowie dem ,onkel1 herzlich zu danken4 ,so leb denn wohl1 du stilles ,haus6 ,wir zieh'n betrbt von dir hinaus 4448 ,kartoffelkomdie ,als einfltige ,unterhaltung fr kleine und groe ,kinder geplant1 wurde dies ,kartoffeltheater1 weil es zufllig am ,tage meiner ,enthaftung stattfand1 eine ,art ,festvorstellung und ,epilog zu meiner ,gefangenschaft4 ,frisch vom ,preuischen ,adler war ich mit meiner ,frau zu ,streitmllers gegangen1 um mich im erneuten ,stande der ,freiheit dem ,freundeskreise zu prsentieren1 der hier seinen geselligen ,mittelpunkt hatte4 ,im gemtlichen ,wohnzimmer fand ich bei ,benno und seinem ,bruder ,paul noch das ,brderpaar ,hart und ,frau ,bartels4 ,diese sa nhend in einem ,wust bunter ,lappen und ,flitter1 whrend die ,mnner ,bier tranken und ,zigarren qualmten4 ,neben den ,glsern und ,aschenbechern gab es auf dem ,familientisch die berreste eines zerrtteten ,puppentheaters1 einen ,leimtopf1 etliche ,kastanien und einen ,werkzeugkasten4 ,offenbar sollten die ,puppen repariert werden2 praktisch beflissen war freilich nur ,benno -- die anderen ,mnner debattierten ber ,zeitfragen4 ,mit solcher ,hitze1 da die ,post von meiner ,freilassung von den ,kampfhhnen berhrt wurde4 ,hier hilf mal1 ,bruno68 meinte ,benno2 ,freia ,bartels gibt ,kinderkrnzchen1 und wir sollen ,puppentheater spielen4 ,alles ist kaput1 und bis ,nachmittag mu die ,flickarbeit fertig sein4 ,harts1 diese sorglosen ,zigeuner1 sollen das ,puppenspiel dichten und haben noch keine ,ahnung4 ,anstatt sich zur ,arbeit zu halten1 schwatzen sie ,feuilletons ber die ,wiedergeburt des deutschen ,puppentheaters4 ,haben sich sogar in die ,uferlosigkeit der sozialen ,frage verloren4 ,la dich nicht mit den ,schwrmern ein1 setz dich her zu mir1 und deine ,frau kann ja mit ,anna ,theatergarderobe nhen4 ,das ,fatale an unsern ,puppen sind die ,kpfe -- sie sind ldiert oder fehlen gnzlich4 ,bist du ,bildhauer genug1 um aus den ,kastanien hier etliche ,kpfe zu schnitzen8 ,ich habe mich schon in die ,pote geschnitten68 -- ,ach was ,kastanien68 meinte ich wegwerfend und nahm auf dem ,sofa ,platz4 ,kastanien sind zu fipsig1 haben auch keine ,visage4 ,machen wir lieber ,kartoffelkomdie6 ,eine ,kartoffel wird ausgehhlt1 da man sie auf den ,zeigefinger stecken kann -- da haben wir nun einen ,kopf auf einem beweglichen ,hals4 ,daumen und ,mittelfinger sind die ,arme1 das brige wird einfach mit ,stoff umwickelt1 mit einer ,sicherheitsnadel steckt man die ,drapierung fest48 -- ,benno erkannte die ,brauchbarkeit meiner ,idee1 ,frau ,bartels holte ,kartoffeln1 und wie wir die ,knollenfratzen betrachteten1 um ihnen bestimmte ,rollen zuzuweisen1 muten wir die ,frage aufwerfen3 ,ja aber nun das ,stck8 ,was wird denn gespielt8 ,heda1 ,poeten68 -- ,die ,disputare wurden aufmerksam und starrten auf den ,tisch4 ,nun erschien auch ,bartels4 ,als ich seine ,frage1 wie es komme1 da ich hier sei1 beantworten wollte1 unterbrach mich ,heinrich ,hart1 der vom ,wortgefecht noch etwas benommen war4 ,zerstreut streckte er mir die ,hand entgegen3 ,chott o ,chott1 ,mensch6 ,wie kommst du hierher8 ,ich denke1 du bist im ,chefngnis8 ,wo ist denn dein ,brenfhrer88 -- ,wie ich jetzt nheren ,bericht erstattete1 brach allgemeine ,lustigkeit los1 und ,heinrich wetteiferte mit ,julius in der ,versicherung1 hier sei ja nun auf einmal der prchtigste ,stoff fr das ,theaterstck4 ,abseits verhandelten die poetischen ,brder2 jedem schwebten dramatische ,szenen vor1 unter ,geschrei dichteten sie aufeinander los1 fuchtelten mit den ,armen und spendeten sich gegenseitig ,beifall6 ,also1 wir sind schon fertig68 ,julius machte eine zappelige ,verbeugung1 wie ein ,herold hob er die ,hand3 ,hohe ,herrschaften -- zur ,auffhrung chelangt3 ,der ,verbrecher oder der ,staat in ,verlechenheit -- eine ,kartoffelkomdie nach einer wahren ,bechebenheit4 ,und hiermit bechinnt die ,renaissance unseres alten deutschen ,puppenspiels und so weiter4 ,schon die ,kartoffel natrlich ist ein ,zeichen fr den vaterlndischen ,cheist1 wir ,preuen und so weiter 444 ,doch ich soll die ,rollen bestimmen4 ,also ,personen zum ,beispiel3 ,chlodwig der ,dreiundvierzigste1 ,frst zu ,leuchtenfels-,bcklingsburg ltere ,linie4 ,sein ,hofprediger1 ,cheneral1 der ,cherichtsprsident -- endlich die ,hauptperson ,kasper1 das ist der ,verbrecher1 zuvor ehrsamer ,schuster und so weiter im ,residenzstdtchen4 ,um das weibliche ,element nicht chnzlich zu vernachlssigen1 wollen wir seine ,frau ,rike anbringen und ihre ,nebenbuhlerin1 die frstliche ,kchin4 ,neben dem ,bttel drfen ,tod und ,teufel nicht fehlen und so weiter -- das heit natrlich der ,liebe ,chott 444 ,den ,lieben ,chott bringt schon ,choete auf die ,bhne1 unsre ,polizei freilich erlaubt es immer noch nicht1 und so weiter48 -- ,bravo1 bravo68 klatschte ,bartels1 und ,benno lchelte anerkennend3 ,sache6 ,da haben wir endlich was ,przises6 ,na und jetzt wollen wir die ,masken aussuchen4 ,die dickste ,kartoffel hier mit den listig verkniffenen ugelchen ist ,kasper -- seht mal den herauswachsenden ,keim1 das gibt die ,nase48 -- ,und hier8 -- ich zeigte eine verschrumpfte ,kartoffel -- haben wir den ,hofprediger1 er bekommt einen schwarzen ,talar mit ,bffchen aus ,papier48 ,einem ,schafsgesicht gab ,heinrich ,hart die ,serenissimus-,rolle2 das ,frstenkostm sollte blaue ,seide sein1 mit einem ,cotillon-,stern4 ,aus rotem ,tuch der ,teufelsmantel1 aus ,linnen die ,kutte fr den ,tod4 ,als glotzende1 weifunkelnde ,augen waren ,perlen und ,knpfchen in die ,kartoffeln eingedrckt4 ,fr ,brte und ,haare gab's ,watte und ,werg4 ,minder nett als diese ,vorbereitung war die ,auffhrung am ,nachmittag4 ,die ,wohnstube berfllt1 das ,nebenzimmer von den ,puppenspielern besetzt4 ,als die ,kinder wispernd durch den ,trspalt lugten1 wurde streng abgeschlossen1 und die ,neugier stieg zum ,siedegrade4 ,wie ein ,puck fuhr die kleine ,freia herum1 und ,fritzchen ,grbers1 dessen blaue ,augen unter den langen ,wimpern sonst trumerisch blickten1 wurde auf einmal borstig vor ,ungeduld1 so da seine ,mutter ,mhe hatte1 ihn zu beschwichtigen4 ,nun klapperten ,tassen1 ,frau ,bartels spendete ,kaffee aus riesiger ,familienkanne1 und die blumenhafte ,frau ,martha knixte mit einer ,schssel ,streuselkuchen4 ,schwatzend und lachend standen wir ,mnner beisammen1 und als die ,korona durch den ,kreispfiffikus vervollstndigt wurde1 grte ihn ,blsche1 zugleich auf mich1 den ,freigelassenen1 deutend3 ,da wre nun der alte ,kreis wieder mal voll48 ,prompt erfolgte der ,kalauer3 ,ein alter ,greis1 nun ja1 das bin ich -- aber schon wieder mal voll8 ,wovon8 mcht ich wissen6 ,allenfalls wrde das ,wort auf mich passen3 wessen das ,herz voll 444 ,jedenfalls ist mein ,herz voll ,freude ber die ,enthaftung unseres liebwerten ,verbrechers4 ,habe schon gehrt1 wie die ,haupt- und ,staatsaktion verlaufen ist -- das is nu wirklich ne ,kartoffelkommdie6 ,urlaub auf unbestimmte ,zeit6 ,famos jesagt6 ,diese unbestimmte ,zeit1 das is die ,zeit ohne ,grenzen4 ,ein ,philosoph nennt sie die falsche ,unendlichkeit4 ,aber die ,unendlichkeit dieses ,urlaubs1 die is echt6 ,und wenn ich lngst ,asche geworden1 unser ,hftling hat immer noch ,urlaub4 ,wetten da88 ,die ,tr wurde aufgerissen1 und ,julius ,hart lud marktschreierisch zum ,theater ein4 ,lrmend hasteten die ,kinder nach den vordersten ,sthlen4 ,die ,puppenbhne war simpel3 eine ,schranke1 mit einem ,teppich berdeckt1 kulissenartig hngende ,gardinen4 ,von einer ,radlerlaterne grell beleuchtet1 schmauste der ,hofprediger eine ,gans und sang3 ,o ,chott6 wie ist die ,welt so schn1 ,wenn man chesunde ,chlieder hat68 ,auf einmal kommt ,serenissimus1 um sich zu erkundigen1 ob es wahr sei1 da die ,zahl seiner ,untertanen ber ,nacht von #cai auf #cba emporgeschnellt sei1 da nmlich ,kasper1 der ,schuster drben1 zur ,taufe ,zwillinge angemeldet habe4 ,zur ,taufe88 entgegnet der ,hofprediger -- der ,kasper lt seine ,kinder nicht taufen -- der chlaubt an keinen ,chott und keinen ,teufel48 -- ,ich bin sehr unchndig68 schnauzt ,serenissimus1 -- der ,hofprediger hat dem ,volke die ,relichon zu erhalten1 dafr wird er bezahlt4 ,bring er dem ,kasper allen ntigen ,chlauben bei6 ,sochleich6 ,in meiner ,chechenwart68 ,kasper wird zitiert1 whrend ,serenissimus im ,versteck lauscht4 ,der ,hofprediger will den ,lieben ,gott leibhaftig zeigen und kommt vermummt1 mit weiem ,bart1 im himmelblauen ,talar4 ,da ,kasper nicht glauben will1 da der ,liebe ,gott eine ,visage wie der ,hofprediger habe1 droht dieser1 er werde jetzt den ,teufel holen4 ,wie der ,rotmantel mit den ,glotzaugen1 der blutigen ,zunge und den ,hrnern erscheint1 haut ihn ,kasper mit seiner ,pritsche tot4 ,als ,mrder des ,hofpredigers1 der ja in der ,verkleidung steckte1 wird er nun zum ,tode durch das ,beil verurteilt4 ,im folgenden ,akt stellt sich heraus1 da die ,regierung eine ,sache bernommen hat1 der sie nicht gewachsen ist4 ,man hat keinen ,scharfrichter1 der ist zu kostspielig4 ,ein ,fallbeil aber auch nicht billig4 ,von den #be ,soldaten1 die dem ,landesherrn dienen1 will keiner den ,scharfrichter machen -- ,menschen zu morden1 sei nur dann ehrenhaft1 wenn es massenhaft und gegenseitig geschehe4 ,da der ,verbrecher also nicht hingerichtet werden kann1 so mu man ihn gefangen halten4 ,aber ,wrter und ,verpflegung wollen bezahlt sein4 ,der ,rat des pfiffigen ,ministers1 den ,wrter abzuschaffen und das ,gefngnis offen zu lassen1 damit der ,verbrecher ,gelegenheit zur ,flucht habe1 bewhrt sich nicht2 der ,verbrecher spaziert zwar vergngt herum1 kehrt aber abends in seine ,zelle heim und verlangt die ihm zukommende ,verpflegung4 ,um wenigstens eine besondere ,gefngniskche zu sparen1 stellt man dem ,verbrecher anheim1 sich seine ,kost aus der ,schlokche zu holen4 ,da er jetzt auch noch mit der frstlichen ,kchin anbndelt1 mu man endlich ein ,mittel finden1 ihn los zu werden4 ,umsonst reizt ihn ,serenissimus zur ,auswanderung nach dem freien ,amerika -- das fidele ,gefngnis pat ihm besser4 ,schlielich einigt man sich dahin1 ,kaspar solle ,urlaub auf unbestimmte ,zeit kriegen und ein ,jahresgehalt4 ,ein ,stndchen vor der ,residenz1 verlebt er den glcklichen ,rest seiner ,tage als pensionierter ,verbrecher4 ,vom ,kunstgenu muten sich die ,mnner beim ,glase ,bier erholen4 ,alles prostete mir zu1 und ,blsche knpfte an das ,lied an1 mit dem die ,komdie geschlossen hatte3 ,kann's was ,schnres geben1 als ,gefngnisleben88 ,stimmt schon6 ,auch an ,bruno erfllt sich dies ,wort4 ,denn schlich ein ,besucher scheu um das ,verlie zum ,preuischen ,adler1 um ,kunde zu erhaschen vom armen ,dulder1 so kam ,frau ,bolle in weier ,schrze und meinte schnippisch3 ,der ,herr ,gefangene ist nicht zu sprechen -- er sucht im ,walde ,pilze -- der ,herr ,gefangene geruht mit ,onkel ,pofke auf dem ,see zu gondeln -- mit berhmten ,auslndern kneipt er im ,waldhaus -- wird von seiner ,frau gebadet -- ,gefngnisschlssel ist verlegt4 ,das war auch ne ,kartoffelkomdie68 -- ,ach ja68 seufzte ich -- wir necken -- und es stimmt ja auch1 was mich betrifft4 ,aber die wirklich armen ,gefangenen6 ,vielleicht1 da ,knig ,lear glcklich nach ,bielefeld gelangt ist4 ,aber die anderen1 die ,tausende und ,abertausende hinter ,schlo und ,riegel1 mag man sie arbeitsscheu nennen oder ,verbrecher4 ,verbrecher8 ja was heit denn das8 was ist denn das fr'n ,tier8 ,ein ,verbrecher ist entweder wie wir alle1 blo da er ,pech hat -- oder er ist ein ,abenteurer3 fr das ,auergewhnliche veranlagt -- oder endlich er gehrt zu den ,verkmmerten4 ,was diese betrifft1 so ist es unsinnig1 sie im ,gefngnis vollends verkmmern und versauern zu lassen4 ,wird etwa ein ,gewchs1 das auf schattigem1 magerem ,boden dahinsiecht1 im finstern ,keller was ,besseres8 ,doch freilich1 wer die ,snde fr ,teufelsbrut hlt --6 ,sie ist eine irre ,kraft und kann1 richtig gelenkt1 ,tchtiges schaffen4 ,immer aus dem ,lebendigen heraus soll man den ,menschen bilden1 ,gefhle nicht unterdrcken1 sondern erlsen1 alle ,krfte zur ,fruchtbarkeit lenken1 nicht ngstlich hemmen -- gestaute ,fluten brechen den ,damm4 ,wann endlich wird die ,menschheit einen ,aberglauben verabschieden1 der ein ,seitenstck ist zum ,glauben an ,sankt ,satans ,bratspie8 ,ich meine den ,glauben ans ,gefngnis68 -- ,kurz1 der pensionierte ,verbrecher ist nicht blo lustig1 sondern auch lehrreich81 scherzte der ,kreispfiffikus2 liquidieren ,se man1 nach ,kaspers ,muster1 ,verpflegungskosten fr die ,zeit ,ihres ,urlaubs68 ,die ,kinder muten jetzt nach ,haus4 ,frau ,grbers1 deren ,mann verreist war1 meinte1 sie finde sich mit ihrem ,fritzchen allein nach ,haus1 nahm aber meine ,begleitung an4 ,blsche1 der frische ,luft schnappen wollte1 ging auch mit4 ,den ,knaben1 dessen ,flachshaar unter der ,pelzkappe hervorwallte1 hielt ich an seinem kleinen ,fausthandschuh2 so gingen wir durch die ,winternacht und plauderten ber die ,kartoffelkomdie4 ,nchstens zeig ich dir1 wie man ,kartoffeltheater macht68 -- ,au ja6 ,mutti hat viele ,tartoffeln48 -- ,glaubs schon6 ,aber nu sieh mal1 ,fritzchen1 oben die ,sterne68 ,einen versonnenen ,blick warf er nach oben3 ,die ,sterne sind wie ,tartoffeln -- machen sie denn auch ,tartoffeltheater8 ,was spielen sie denn88 -- ,schwer zu sagen -- da kann man nur raten68 -- ,rate doch mal1 ,ontel68 ,hier lie das ,kind merken1 da es von seinem philosophischen ,vater was wegbekommen hatte4 ,das ,geplauder war zu ,ende1 da wir in der ,seestrae ,halt machten4 ,nun bedanke ,dich bei den ,onkels68 sagte ,fritzchens ,mutter4 ,als wir uns verabschiedet hatten1 schlug ich ,blsche vor1 noch die paar ,schritte bis zum waldigen ,mggelufer zu tun2 dann standen wir auf abfallender ,sanddne am zugefrorenen ,see4 ,da lag der mrkische ,nck in der ,haft des ,eises4 ,im blanken ,kristall spiegelten sich die wimmelnden ,sterne4 ,hin und wieder ging ein ,sthnen ruckartig ber die weite ,flche1 hnlich dem dumpfen ,brllen eines ,stiers -- es wallte die gebndigte ,flut1 die ,kruste bog sich und brach in langen ,rissen4 ,wir schwiegen1 erschauernd vor dem geheimnisvollen ,leben im ,busen der ,erde und droben im ,sternenmeer4 ,und ich raunte3 ,was die ,sterne spielen1 wollte ,fritzchen wissen -- ob sie ein ,kartoffeltheater sind48 -- ,kindermund1 ,kindermund68 scherzte ,blsche -- mit den ,sternen spielt der ,liebe ,gott ,kartoffeltheater -- dann wirft er sie in die ,rumpelkiste1 und die ,komdie ist ex68 -- ,mir ging das ,herz auf3 ,wir sprachen neulich vom ,traum des ,gefangenen4 ,sich ins ,geheimnis zu betten1 ihm zu trauen1 das ist sein heiligster ,traum4 ,und dessen groartigstes ,bild der ,sternenhimmel4 ,manchmal durchschauert mich die ,bedeutung der ,sterne -- ich fhle mich versinken in seligen ,tod1 abgestorben aller ,enge1 aller ,unrast1 geborgen im ,schoe des ,friedens4 ,die ,sterne sind ein wundervolles ,orgelspiel4 ,keine ,kartoffelkomdie4 ,sie sind ,zeugen einer unbegrenzten ,mglichkeit4 ,wie ,kolumbus mcht ich fahren zur ,neuen ,welt4 ,die alte pat mir nicht mehr recht4 ,ist mir zu eng1 ein richtiges ,gefngnis -- eine ,schildbrgerei und ,kartoffelkomdie1 aus der ich mal beurlaubt werden mchte -- auf unbegrenzte ,zeit48 -- ,ach ja68 seufzte ,blsche -- wer in unserer ,lebensenge nicht verkommen ist1 sprt dies ,heimweh nach dem ,sternenfrieden4 ,doch sprt man auch immer wieder1 da man ein ,kind der ,erde bleibt1 gefesselt mit ,ketten -- oder mit ,rosenketten4 ,wir ,schwrmer alle sind ,hftlinge auf ,urlaub1 sind wie der ,kartoffelkasper pensionierte ,verbrecher4 ,auf denn1 mit guter ,laune6 ,kann's was ,schnres geben als ,gefngnisleben8 ,wenigstens ,schilda hat seine fidelen ,molligkeiten 444 ,hier drauen im ,weltall wird's unwirtlich4 ,unsere ,kerkergenossen haben was von ,glhwein gemunkelt -- dicht gedrnget ,mann und ,weib1 wrmen sie mit ,punsch den ,leib48 -- ,ach ja68 seufzte ich -- der ,frost beginnt mir die ,ohren wegzuschneiden48 -- ,ha1 mit einmal sehnst du dich nach deiner warmen ,kerkerklause 444 ,o ,fauste1 wo blieb deine ,sternenmystik8 ,kehre zurck zu ,bollen1 es ist alles vergeben6 ,die ,wunden der ,knechtschaft schmerzen nicht wie diese ,hundeklte4 ,waren nur leichte ,dornenrisse -- von den ,rosenketten des ,preuischen ,adlers4 ,schon vernarben sie -- schon liegen die paar ,gefngnismonde verklrt in deiner ,seele 444 ,es schwellen die ,herzen1 es blinket der ,stern -- gehabte ,schmerzen1 die hat man gern48 ,eugen ,diederichs ,verlag in ,jena ,bruno ,wille1 ,die ,abendburg_/,chronika eines ,goldsuchers4 #ag4 ,taus4 br4 ,m #e4--1 in ,leinwand geb4 ,m #f4ej ,dies ,werk krnten die ,preisrichter 7,paul ,heyse1 ,rud4 v4 ,gottschall1 ,gust4 ,falke1 ,rud4 ,greinz1 ,hans ,land7 mit dem ,dreiigtausend-,mark-,preis1 den ,phil4 ,reclams ,verlag fr den besten deutschen ,roman ausgeschrieben hatte4 ,wilhelm ,blsche3 ,wer mit einem ,herzen voll ,sehnsucht1 ,liebe und ,mdigkeit aus den ,sturm der ,welt in der ,ebene unten heraufkommt auf die ,vorhhe des ,riesengebirges und nun ,tag um ,tag diese ruhende ,weite mit ihren unnahbaren ,rauchsulen erlebt1 den mu dieser ,anblick zuletzt mit einer schmerzlichen ,sigkeit erfllen wie ein ,symbol der ewigen ,ferne selbst1 des lieblich ,unerreichten1 von dem uns ewig tiefe1 dunkle1 wasserdurchrauschte ,klfte trennen in dieser ,welt der ,resignationen -- und von dem doch ein milder ,frieden uns anweht -- der ,frieden des ,nichtbesitzes1 aber der reinen1 beseligenden1 wunschlosen ,schau4 ,diese ,stimmung der luternden ,ferne ist es1 mit der die ,dichtung von der ,abendburg ausklingt4 ,um ihre ,wirkung1 auf der zuletzt die hchste dichterische ,bedeutung des ,werkes beruht1 in ganzer ,kraft herauszubringen1 bedurfte sie eines dunkelsten ,kontrastes4 ,eine ,nacht mit roten ,flammen mute da unten durch den ,talgrund geschritten sein1 um verstndlich zu machen1 da zwei leidenschaftlich brennende ,seelen zuletzt nichts mehr suchten als den ,frieden solcher im ,duft vergehenden ,sonnenferne4 ,vor des ,dichters ,auge zogen die ,motive des ,dreiigjhrigen ,krieges vorber4 ,jagd nach vergnglichem ,glck1 nach ,gold1 verirrter ,glaube1 der im vermeintlichen ,kampf um das ,hchste unschuldige ,menschen unter dem ,zusammenbruch brennender ,kirchen begrub4 ,oben in den ,einsamkeiten des ,riesengebirges war aber ein uraltes ,goldland so gut wie ein ,zauber- und ,geheimglaubensland4 ,hier fanden sich noch die rtselhaften ,walenzeichen1 auf ,geheimsprachen fremder1 italienischer ,goldsucher gedeutet4 ,eine ,felsengruppe bezeichnet der ,volksmund als die ,abendburg84 ,natrlich ist sie ihm ein verzaubertes ,schlo4 ,unermeliche ,schtze eines ,sagenknigs ruhen in ihrem ,grunde4 ,ein ,schatz1 in die ,hand eines ,goldsuchers gegeben1 eine ,trutzburg1 aufgebaut hier oben im freien ,gebirge1 -- das waren ,motive1 die dem ,dichter aufsteigen muten1 wenn er einsam im hohen ,heidelbeerkraut unter diesen ,zyklopenmauern sa4 ,das ,gold war es nicht1 was erlste1 auch wenn es wie ein ,wunder aus der ,erde quoll4 ,der ,glaube war es nicht1 einerlei ob ,kirchenglaube oder uralter1 neu erweckter ,naturglaube1 wenn er zu ,fanatismus wurde und die ,liebe immer wieder kreuzigte4 ,und dann der hchste ,einschlag3 wie zwei ,menschenseelen1 die sich aus all diesen ,grauen und ,enttuschungen endlich1 endlich herausgerungen1 sich selber befreit haben von allem ,rauch und aller verheerenden ,glut des finsteren ,tales -- wie diese ,menschen doch die ,schuld der ,welt selber noch darin ganz zuletzt wie eine ,erbsnde abben mssen1 da auch ihnen beiden nicht das ,glck wenigstens der letzten irdischen ,vereinigung nach unendlicher ,pilgerfahrt wird4 ,eugen ,diederichs ,verlag in ,jena ,bruno ,wille1 ,offenbarungen des ,wacholderbaums ,roman eines ,allsehers4 ,fnftes ,tausend4 ,zwei ,bnde4 br4 ,m #h4--1 geb4 ,m #aj4--4 ,kunst1 ,philosophie1 ,naturwissenschaft und ,religion schliet dies ,buch zu einer harmonischen ,weltanschauung in ,romanform zusammen4 ,friedrich ,paulsen3 ,es ist ein eigenartiges1 man wird sagen drfen einzigartiges ,buch1 ,roman1 ,lebenserinnerungen1 philosophische ,dialoge1 spekulative ,reflexionen1 ,traumbilder1 endlich ,gedichte1 ,gedichte von wunderbarer ,stimmungskraft und ,gewalt der ,sprache1 alles dies ist hier zu einem erstaunlichen ,ganzen verwoben4 ,th4 ,storm hat nicht mit grerer ,sicherheit und ,kraft den ,leser die ,enthllung eines furchtbaren ,geheimnisses vom ersten ,aufdmmern bis zur vollendeten ,gewiheit miterleben lassen1 als es hier geschieht4 ,und ein anderes erinnert mich an den ,dichter meiner ,heimat3 die vollendete ,meisterschaft1 womit ,natur1 ,boden und ,menschenschicksal zur ,einheit verflochten sind4 ,der ,boden1 auf dem diese ,geschichte spielt1 ist die ,mark2 die schwermtige ,seele der mrkischen ,landschaft1 die ,einsamkeit und ,stille von ,see und ,wald1 von ,heide und ,moor1 von ,sumpf und ,flie1 sie ist nie so rein in poetisch-musikalische ,stimmung umgesetzt als in diesen ,schilderungen und ,gedichten4 ,bruno ,wille1 ,der heilige ,hain4 ,gedichte br4 ,m #c4--1 geb4 ,m #d4ej ,julius ,hart3 ,der heilige ,hain8 heit der ,band der ,gedichte1 in dem ,bruno ,wille die ganze ,ernte seines lyrischen ,schaffens darbietet4 ,in voller herbstlicher ,reife1 mit ,frchten behangen1 steht der ,baum einer ,dichtung vor uns4 ,alles1 was der ,knstler und ,mensch besitzt und uns geben kann1 gibt er uns auch in diesem ,buche3 die ,quintessenz seiner ,persnlichkeit1 seinen ,lebensgrund und sein ,lebensgrundwerk4 ,und mit hchstem ,rechte redet er vom heiligen ,hain4 ,kein anderes ,titelwort gebhrt dem ,buche so sehr wie dieses4 ,die ,willesche ,dichtung1 ein ,hirten- und ein ,schalmeiengesang1 eine aus dem tiefsten ,naturgefhl und ,naturbewutsein hervorgeholte echt-arkadische ,weise1 schwrmerischer und naiv-sentimentaler ,ausdruck des polytheistischen ,pantheismus1 der den ,anfang und den ,urgrund aller unserer ,religionen ist1 mit dem der ,mensch religionschpfend auftrat -- diese ,willesche ,kunst ist ein einziges groes ,gedicht auf jene lteste ,welt1 in der alle ,dinge beseelt sind4 ,sie ist durch und durch ,naturmythik1 der mythologische ,ausdruck1 wie er eine ,rigveda-1 eine skaldische ,poesie beherrscht4