,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aiba so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt2 besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,illustration ,naturstudien im ,hause ,plaudereien in der ,dmmerstunde ,ein ,buch fr die ,jugend von ,,dr4 ,,karl ,,kraepelin ,mit ,zeichnungen von ,o4 ,schwindrazheim ,fnfte ,auflage durchgesehen von ,dr4 ,c4 ,w4 ,schmidt ,illustration ,verlag und ,druck von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin #aiba ,vorwort4 ,die hohe ,bedeutung1 welche den ,naturwissenschaften fr die ,erziehung der ,jugend zukommt1 ist nach ,ansicht des ,verfassers bisher noch keineswegs gengend gewrdigt worden4 ,namentlich in der ,grostadt mit ihren endlos sich dehnenden ,straenzgen ist der heranwachsenden ,generation jede innigere ,beziehung zur lebenden ,natur fast vllig verloren gegangen4 ,die ,schule allein mit ihren krglich bemessenen ,unterrichtsstunden kann hier nicht helfen4 ,so lag denn der ,gedanke nahe1 das vorliegende ,werkchen zu schreiben1 das die lern- und wibegierige ,jugend in mglichst lebendiger ,darstellung zum naturwissenschaftlichen ,denken anregen und ihr die ,naturobjekte der nchsten ,umgebung1 vor allem also des vterlichen ,hauses1 geistig nherbringen soll4 ,die gewhlte ,form des ,dialogs mag als veraltet gelten2 sie erschien jedoch dem ,verfasser als die fr den erstrebten ,zweck am besten geeignete1 wohl aus denselben ,erwgungen1 welche den groen ,meister der griechischen ,philosophie bei der ,abfassung seiner klassischen ,gesprche geleitet haben4 ,der von ,o4 ,schwindrazheim mit gewohnter ,meisterschaft ausgefhrte ,bilderschmuck drfte nicht unerheblich zum ,verstndnis der behandelten ,gegenstnde beitragen4 ,schlielich sei noch bemerkt1 da diese ,naturstudien im ,hause8 den ersten1 die geringsten ,vorkenntnisse voraussetzenden und daher auch wohl zuerst zu lesenden ,band einer ,serie von ,naturstudien bilden1 die nacheinander das ,haus1 den ,garten1 die nhere ,umgebung des ,heimatortes 7,naturstudien in ,wald und ,feld71 die entferntere ,umgebung 7,naturstudien in der ,sommerfrische7 und schlielich die fernen ,zonen8 behandeln4 ,der ,verfasser4 ,inhalt4 ,seite ,erster ,abend 7,wasser7 #a ,zweiter ,abend 7,spinne7 #ad ,dritter ,abend 7,kochsalz7 #bh ,vierter ,abend 7,mineralien1 ,sand7 #dj ,fnfter ,abend 7,kanarienvogel7 #eb ,sechster ,abend 7,pelargonium7 #fe ,siebenter ,abend 7,goldfisch7 #gf ,achter ,abend 7,steinkohlen7 #hi ,neunter ,abend 7,stubenfliege7 #aja ,zehnter ,abend 7,pilze7 #aae ,elfter ,abend 7,hund -- ,bandwurm7 #abh ,zwlfter ,abend 7,blattpflanzen7 #adj ,dreizehnter ,abend 7,hausinsekten7 #aed ,vierzehnter ,abend 7,verschiedene ,fragen7 #afi ,erluterung zu den ,abbildungen4 ,erster ,abend4 ,titelbild3 ,gletscher im ,hochgebirge2 im ,vordergrunde ,gletschertor und ,endmorne4 ,schlubild3 ,schwimmender ,eisberg4 ,zweiter ,abend4 ,titelbild3 ,netz der ,kreuzspinne2 unten im ,wasser ,wasserspinne mit ,nest4 ,schlubild3 ,spinnwarzen und ,fuklauen der ,kreuzspinne4 ,dritter ,abend4 ,titelbild3 ,salzgrten am ,meeresstrand4 ,schlubild3 ,reisigwand eines ,gradierwerkes4 ,vierter ,abend4 ,titelbild3 ,abhang mit erratischen ,blcken in der norddeutschen ,tiefebene4 ,schlubild3 ,golf von ,neapel mit ,vesuv4 ,fnfter ,abend4 ,titelbild3 ,schlafende ,zeisige4 ,schlubild3 ,skelett des ,kanarienvogels4 ,sechster ,abend4 ,titelbild3 ,pelargonium mit ,blten und ,frchten 7links oben72 unten3 keimende ,bohne und sich einbohrende ,pelargoniumfrucht4 ,schlubild3 ,flugfrchte und ,klettfrucht 7,zweizahn74 ,siebenter ,abend4 ,titelbild3 ,taucher bei der ,arbeit4 ,schlubild3 ,schlafender ,seeskorpion4 ,achter ,abend4 ,titelbild3 ,landschaft aus der ,steinkohlenzeit2 ,schuppenbume 7links7 mit ,kletterfarnen1 ,kalamiten 7rechts7 und ,sigillarien 7im ,hintergrunde74 ,schlubild3 ,torfstich4 ,neunter ,abend4 ,titelbild3 ,stubenfliegen in der ,kche4 ,schlubild3 ,kopf und ,fu der ,stubenfliege4 ,zehnter ,abend4 ,titelbild3 ,pilze im ,walde 7,fliegenpilz1 ,steinpilze1 ,pilze auf ,ahornblttern74 ,schlubild3 ,hefepilze1 ,schimmelpilze1 ,bakterien4 ,elfter ,abend4 ,titelbild3 ,schrank mit ,wurmprparaten3 ,oben ,bandwurm mit ,zeichnung von ,kopf und ,glied1 in der ,mitte ,schafskopf mit ,blase des ,drehwurms im ,gehirn1 unten ,leber mit ,blasen vom ,hundebandwurm4 ,oben rechts ,hundebandwurm in natrlicher ,gre1 vergrert1 und ,finnen desselben4 ,schlubild3 ,hans mit ,karo4 ,zwlfter ,abend4 ,titelbild3 ,kokospalmen am ,strande4 ,schlubild3 ,drachenbaum von den ,kanarischen ,inseln4 ,dreizehnter ,abend4 ,titelbild3 ,stall mit ,rauchschwalben2 unten ,muse4 ,drauen ,katze1 ,sperlinge1 ,storch im ,nest4 ,schlubild3 ,gecko1 ,kakerlaken jagend4 ,vierzehnter ,abend4 ,titelbild3 ,weihnachtsbaum im ,zimmer1 von einem ,sonnenstrahl gestreift4 ,schlubild3 ,wetterhuschen4 ,illustration ,erster ,abend4 ,sonntag ist es und abendliche ,dmmerstunde4 ,drauen fegt der ,wind das letzte ,laub von den ,bumen1 und klatschend schlgt der unfreundliche ,herbstregen gegen die ,fensterscheiben4 ,gemtlich im ,lehnstuhle seines ,studierzimmers sitzt ,dr4 ,ehrhardt2 um ihn haben seine drei ,knaben ,platz genommen3 ,fritz1 der ,sekundaner1 ,kurt1 der bermtige ,primus der ,untertertia1 und ,hans1 der zehnjhrige1 von seinen ,brdern aber noch immer nicht fr ganz voll genommene ,quintaner4 ,sieh nur1 ,vater1 sagt ,kurt1 der ans ,fenster getreten1 da sind wahrhaftig schon ,schneeflocken in dem ,regen6 ,jetzt ist der ,winter da1 und unsere schnen ,ausflge sind wieder vorbei4 ,das ist doch zu schade6 ,du wolltest uns noch so vieles drauen zeigen6 ,dr4 ,ehrhardt3 ,ja1 das werden wir nun wohl auf nchstes ,frhjahr verschieben mssen4 ,aber sollten wir hier im ,hause nicht auch ,naturgeschichte treiben knnen8 ,ich meine1 es gibt da so mancherlei1 ,tiere und ,pflanzen sowohl wie ,mineralien1 an denen noch recht viel zu lernen wre4 ,kurt3 ,ach1 ,vater1 ich frchte1 das wird doch nur sehr langweilig werden4 ,hunde und ,katzen haben wir schon in der ,schule ausfhrlich genug besprochen1 und die paar ,gummibume und ,palmen in unserm ,balkonzimmer scheinen mir doch recht wenig interessant2 die wollen ja nicht einmal blhen4 ,mineralien haben wir freilich in der ,schule noch nicht gehabt2 aber die gibt es ja wohl blo im ,gebirge4 ,fritz3 ,na1 das ist gut1 ,kurt6 ,da bist du1 glaub' ich1 doch auf dem ,holzwege6 ,mineral8 bedeutet zu deutsch weiter nichts wie ,stein81 und ,steine gibt es berall4 -- ,was du aber1 ,vater1 mit den ,mineralien meinst1 die in unserer ,wohnung vorkommen1 ist mir auch nicht recht klar4 ,mauersteine gehren ja zu den ,kunstprodukten4 ,denkst du vielleicht an ,mutters ,edelsteine8 ,dr4 ,e43 ,die gehren selbstverstndlich auch zu den ,mineralien im ,hause4 ,aber es wundert mich1 da du als wohlbestallter ,untersekundaner noch eine so enge ,vorstellung von den ,mineralien hast4 ,mu denn ein ,mineral immer hart und fest sein8 ,fritz3 ,ja1 das dachte ich allerdings1 sonst pat doch der ,begriff ,stein nicht4 ,dr4 ,e43 ,letzteres ist wohl zuzugeben2 aber das ,wort ,stein1 wie wir es im gewhnlichen ,leben gebrauchen1 stimmt auch nicht so vllig mit dem wissenschaftlichen ,begriff ,mineral berein1 wie du zu glauben scheinst4 ,wir wollen uns das gleich einmal klarmachen4 ,ohne ,zweifel habt ihr in der ,schule gelernt1 in welche drei groen ,gruppen man alle ,naturkrper einteilen kann4 ,das wirst du sogar schon wissen1 mein ,hansel4 ,hans3 ,o natrlich6 ,das ist das ,tierreich1 das ,pflanzenreich und das ,mineralreich4 ,dr4 ,e43 ,sehr schn6 ,kurt wird mir auch sagen knnen1 wie man die ,tiere und ,pflanzen von den ,mineralien unterscheidet4 ,kurt3 ,das ist ja ganz einfach3 ,die ,tiere und ,pflanzen haben ,leben2 die ,mineralien dagegen sind leblose ,naturkrper4 ,sidenote3 ,wasser ein ,mineral4 ,dr4 ,e43 ,nun seht ihr6 ,wenn wir demnach nicht das ,wort ,steine81 sondern leblose ,naturkrper8 fr ,mineralien setzen1 so werdet ihr wahrscheinlich keinen ,augenblick im ,zweifel sein1 wohin wir zum ,beispiel das ,wasser zu rechnen haben4 ,fritz3 ,ja1 wenn du so willst1 dann mu natrlich das ,wasser zu den ,mineralien gehren1 da es gewi kein lebendes ,wesen ist4 ,aber komisch klingt es doch1 wenn man einen ,regentropfen ein ,stck ,mineral nennen soll4 ,dr4 ,e43 ,ich denke1 nicht komischer1 als wenn ich einen ,quecksilbertropfen1 der im ,felsspalt sitzt1 als ,mineral bezeichne4 ,du stt dich1 wie es scheint1 daran1 da sich das ,wasser fr gewhnlich in flssiger ,form findet2 aber schon das ,beispiel des ,quecksilbers zeigt dir1 da das ,flssigsein auch bei andern ,mineralien vorkommt4 ,zudem braucht das ,wasser ja gar nicht immer flssige ,form zu haben4 ,wre die ,temperatur auf unserer ,erde bestndig unter dem ,gefrierpunkt1 und htten wir kein ,mittel1 knstlich ,wrme zu erzeugen1 so wrden wir das flssige ,wasser berhaupt gar nicht kennen und gewi nur von dem ,mineral8 ,eis wie von andern ,gesteinsarten sprechen4 ,denke dir nur1 wir wohnten nicht hier in unserm lieben ,deutschland1 sondern hoch oben im ,norden im ewigen ,eis und ,schnee4 ,da wrdest du tagtglich gewaltige ,eisberge vor ,augen haben1 hart wie ,glas und doch nur aus ,wasser bestehend1 ,berge1 die sich bei der dort herrschenden ,temperatur eigentlich in nichts von den andern ,gebirgsarten unterscheiden4 ,kurt3 ,ach1 da meinst du wohl die ,gletscher1 die oben in ,norwegen und in ,grnland weite ,lnder berdecken und auch in den ,alpen so berhmt sind8 -- ,wie sind denn die eigentlich entstanden8 ,dr4 ,e43 ,wenn du dir ein paar ,hnde voll ,schnee in einen ,mrser schttest und mit der ,mrserkeule tchtig darauf losstampfst1 weit du1 was dann geschieht8 ,kurt3 ,ja1 dann wird er dichter4 ,dr4 ,e43 ,gewi2 aber das nicht allein4 ,wenn ihr euch am ,bergabhang eine ,schlittenbahn gemacht habt und viele ,male mit euren ,schlitten oder auch nur auf euren ,stiefelsohlen heruntergefahren seid1 bleibt dann die ,bahn immer ,schnee8 ,kurt3 ,nein1 dann wird sie zuletzt ganz blank und sieht aus wie ,eis4 ,dr4 ,e43 ,sie sieht nicht nur so aus1 sondern sie ist auch wirklich ,eis geworden4 ,und dasselbe geschieht mit dem ,schnee1 den du im ,mrser stampfst4 ,ihr knnt daraus lernen1 da allgemein durch ,druck oder ,reibung der ,schnee sich in ,eis verwandelt1 und wenn ihr dies wit1 erklren sich die ,gletscher eigentlich ganz von selbst4 ,im ,norden unserer ,erde1 wie auf hohen ,gebirgen1 ist es fast immer so kalt1 da die ,wolken nicht ,regen1 sondern ,schnee herniedersenden4 ,dieser huft sich in den ,talmulden und an deren ,wnden zu ungeheuren ,massen an1 so da die tiefer liegenden ,schichten einen groen ,druck durch die oberen zu erleiden haben4 ,so wird der ,schnee in der ,tiefe in wenigen ,jahren zu festem ,eis1 zumal da das durch die ,sonnenstrahlen des ,sommers erzeugte ,schmelzwasser der oberen ,schichten in die ,tiefe sickert und hier bei der ,umwandlung des ,schnees in ,eis mithilft4 ,auch die ,reibung an dem felsigen ,untergrunde spielt hierbei eine ,rolle1 denn der ,gletscher1 dessen ,eismasse ein gewaltiges ,gewicht besitzt1 quillt nach ,ausfllung der ,talmulde bald ber deren ,rnder herber und gleitet nun durch die eigene ,schwere wie durch den ,druck der nachrckenden ,massen ganz allmhlich auf den geneigten ,hngen des ,berges abwrts1 whrend an seinem oberen ,ende immer neue ,eismassen gebildet werden4 ,man sagt deshalb1 der ,gletscher wandert8 und meint damit3 ,das ,eis1 das hoch oben in den ,mulden aus ,schneemassen entsteht1 rckt im ,laufe der ,jahre immer weiter bergab1 bis es endlich an das untere ,ende gelangt4 ,kurt3 ,wo hat denn der ,gletscher sein unteres ,ende8 ,ich meine1 wenn er immer weiter wandert1 so mte er schlielich das ganze ,land bedecken4 ,dr4 ,e43 ,nun1 ganz so schlimm ist es denn doch nicht6 ,hast du mal etwas von der ,schneegrenze gehrt8 ,fritz3 ,o ja4 ,das ist die ,linie in den ,gebirgen1 bis zu welcher der ,schnee auch im ,sommer liegen bleibt1 da die ,wrme in diesen ,hhen nicht ausreicht1 ihn vllig wegzuschmelzen4 ,sidenote3 ,gletscherbildung4 ,eisberge ,dr4 ,e43 ,siehst du1 ,kurt1 und wie mit dem ,schnee1 so ist es auch mit dem ,gletschereis4 ,kommt der ,gletscher auf seiner ,wanderung in immer tiefere ,gegenden1 wo die ,sommer wrmer sind als auf den ,hhen1 so schmilzt das untere ,ende ab1 und da sich dies in jedem ,sommer wiederholt1 so haben wir auch fr die ,gletscher eine ganz bestimmte ,grenze1 bis zu welcher sie abwrts vordringen knnen4 ,kurt3 ,und wie weit ist das wohl1 ,vater8 ,dr4 ,e43 ,das ist natrlich in den einzelnen ,lndern ganz verschieden4 ,in der heien ,zone finden wir ,gletscher wohl kaum unter #d-ejjj m ,hhe2 in den ,alpen aber gibt es schon einen -- es ist der ,grindelwaldgletscher --1 der fast bis auf #ajjj m ins ,tal hinabsteigt4 ,in ,grnland endlich reichen die ,gletscher direkt bis ins ,meer und erzeugen hier die riesenhaften ,eisberge1 welche so oft im ,atlantischen ,ozean der ,schiffahrt gefhrlich werden4 ,fritz3 ,wie kann denn ein ,gletscher im ,wasser ,eisberge bilden8 ,ich kann mir doch nicht denken1 da nun so ein ganzer ,gletscher pltzlich ins ,meer fllt4 ,dr4 ,e43 ,nein1 so darfst du dir die ,sache auch nicht vorstellen4 ,um das zu verstehen1 mssen wir eine der interessantesten und fr das gesamte ,leben auf der ,erde wichtigsten ,eigenschaften des ,eises kennen4 ,ihr habt sie alle schon beobachtet1 aber wahrscheinlich nichts dabei gedacht4 ,fritz3 ,da wei ich wirklich nicht1 was du meinst4 -- ,etwa1 da es leicht zersplittert8 ,dr4 ,e43 ,o nein1 durchaus nicht4 ,wit ihr denn1 was geschieht1 wenn ich eine ,flasche ganz mit ,wasser flle1 sie fest zukorke und dann in die ,klte stelle8 ,kurt3 ,ja1 dann zerspringt sie4 ,das habe ich in diesem ,frhjahr einmal erlebt1 wie wir ,birkenwasser gezapft hatten und in einer kalten ,nacht das ,ganze ein ,eisklumpen geworden war4 ,dr4 ,e43 ,ei1 du ,strick6 ,kommt man auf diese ,weise hinter deine ,schandtaten6 ,das wollen wir doch in ,zukunft hbsch bleiben lassen1 damit uns nicht einmal der gestrenge ,herr ,frster beim ,kragen nimmt4 -- ,aber warum ist denn wohl die ,flasche gesprungen8 ,fritz3 ,ihr ,glas ist wohl durch die ,klte sprde geworden4 ,dr4 ,e43 ,dann htte sie nur springen knnen1 wenn etwa eine heie ,flssigkeit hineingetan worden wre4 ,von selbst springt auch eine sprde ,flasche nicht4 ,kurt3 ,nein1 es war sehr merkwrdig6 ,wie wir die ,scherben wieder ber den ,eisklumpen legten1 da wollten sie nicht mehr aneinander passen2 es schien1 als wenn der ,klumpen dicker geworden wre1 als die ,flasche4 ,dr4 ,e43 ,das war er auch in ,wirklichkeit4 ,und dies ist die wunderbare ,eigenschaft1 von der ich sprach3 ,wenn ,wasser sich in ,eis verwandelt1 so nimmt es einen greren ,raum ein als vorher4 ,fritz3 ,was hat denn das mit den ,eisbergen zu tun8 ,dr4 ,e43 ,sehr viel1 ,fritz1 wie du gleich sehen wirst4 ,wenn ich nun den ,eisklumpen1 der in der ,flasche war1 in ,wasser lege1 wie wird er sich dann verhalten8 ,kurt3 ,dann wird er wieder schmelzen4 ,dr4 ,e43 ,das ist noch keineswegs gesagt1 denn dem ,eise auf unserm ,see fllt es doch gar nicht ein1 zu schmelzen1 blo1 weil es auf dem ,wasser liegt4 ,das hngt ganz allein von der ,wrme ab1 die das ,wasser besitzt4 ,ich meine1 wird der ,eisklumpen oben bleiben oder untersinken8 ,fritz3 ,er wird wohl schwimmen1 wie jedes ,eis4 ,dr4 ,e43 ,und wenn wir ihn mit ,gewalt in die ,tiefe stoen8 ,kurt3 ,dann kommt er nach kurzer ,zeit wieder hoch1 gerade wie ein ,stck ,holz4 ,dr4 ,e43 ,und wie erklrt sich dies alles8 ,sidenote3 ,auftrieb4 ,zusammensetzung des ,wassers ,fritz3 ,ach1 jetzt wei ich1 worauf du hinaus willst4 ,wenn ,wasser zu ,eis wird1 so nimmt es einen greren ,raum ein als vorher1 folglich mu ,eis leichter sein als ,wasser1 und es schwimmt daher auf demselben4 ,wird es aber in die ,tiefe gestoen1 so entsteht ein ,gegendruck des ,wassers von unten her1 der es wieder an die ,oberflche hebt4 ,dr4 ,e43 ,so1 das war endlich1 was ich haben wollte4 ,dieser ,gegendruck des ,wassers1 der leichtere ,gegenstnde wieder an die ,oberflche empordrckt1 wird mit dem ,namen ,auftrieb8 bezeichnet1 und jetzt wissen wir alles1 was zur ,erklrung der ,eisberge ntig ist4 ,die ,gletscher wachsen1 wie ich schon sagte1 im hohen ,norden bis ins ,meer hinein4 ,das ,eis schmilzt in dem eiskalten ,wasser nicht1 sondern schiebt sich immer weiter schrg abwrts ins ,meer in derselben ,richtung1 in welcher der ganze ,gletscher von der ,hhe her zum ,ufer abfllt4 ,je grer aber die ,menge des ,eises wird1 die so unter das ,wasser gert1 desto strker wird der ,auftrieb81 der das ,eis an die ,oberflche zu heben strebt4 ,schlielich gewinnt er die ,oberhand3 der unter ,wasser befindliche ,teil des ,gletschers bricht nahe dem ,ufer ab und steigt nun als gewaltiger1 wohl #ajj und mehr ,meter ber die ,oberflche aufragender ,eisberg empor4 ,man nennt dies drolligerweise das ,kalben8 der ,gletscher4 ,kurt3 ,warum sagtest du denn1 da diese ,eigenschaft des ,eises fr die ,menschen und ,tiere auf der ,erde so wichtig sei8 ,dr4 ,e43 ,weil dadurch das ,eis1 das im ,winter auf unsern ,seen und ,flssen entsteht1 verhindert wird1 in die ,tiefe zu sinken1 und es so eine schtzende ,decke gegen die ,einwirkung der ,klte auf das brige ,wasser bildet4 ,snke das ,eis zu ,boden1 so wrden unsere ,gewsser allmhlich bis auf den ,grund ausfrieren1 und diese ,menge ,eis wrde der ,sommer schlielich nicht mehr bewltigen knnen4 ,du siehst also wohl ein1 da wir hier bald ebenso im ewigen ,eise sitzen wrden1 wie die armen ,eskimos im fernen ,grnland4 ,hans3 ,vater1 was ist denn nun eigentlich ,wasser8 ,dr4 ,e43 ,ja1 mein lieber ,junge1 da auch gerade du mit dieser unglcklichen ,frage kommst6 ,fritz wird es wohl schon wissen4 ,fr dich aber ist diese ,weisheit doch noch ein wenig zu hoch4 ,fritz3 ,gerade in voriger ,woche haben wir das ,wasser in der ,klasse durchgenommen4 ,es besteht aus zwei ,gasarten1 ,wasserstoff und ,sauerstoff4 ,in diese kann man das ,wasser zerlegen und umgekehrt kann man durch ,verbindung der beiden ,gase ,wasser herstellen4 ,dr4 ,e43 ,ganz richtig1 und damit du1 mein ,hansel1 auch ein wenig davon begreifst1 will ich dir noch sagen1 da der eine ,bestandteil des ,wassers1 der ,sauerstoff1 auch einen ,teil der ,luft bildet1 und zwar denjenigen1 den der ,mensch und die ,tiere zum ,atmen brauchen4 ,kurt3 ,aber doch nicht alle ,tiere1 ,vater6 ,die ,fische leben ja gar nicht in der ,luft4 ,die knnen doch nur ,wasser zum ,atmen brauchen4 ,dr4 ,e43 ,ei1 ,kurt1 das ist ja eine ganz neue ,weisheit6 ,glaubst du wirklich1 da die ,fische zum ,atmen auf einen andern ,stoff angewiesen sind als die ,menschen8 ,kurt3 ,ja1 die ,fische sterben doch1 wenn man sie aus dem ,wasser in die ,luft bringt4 ,dr4 ,e43 ,da hast du allerdings recht6 ,allein das hngt mit ganz andern ,dingen zusammen1 von denen ich dir vielleicht spter mal erzhle4 ,in ,wirklichkeit brauchen aber die ,fische ebensogut ,sauerstoff zum ,atmen wie wir4 ,fritz3 ,das ist ja auch gar nicht wunderbar4 ,denn wenn das ,wasser aus ,wasserstoff und ,sauerstoff besteht1 so werden die ,fische doch sicher von letzterem immer genug bekommen4 ,dr4 ,e43 ,ei behte1 ,fritz6 ,jetzt bist du ebenfalls auf ganz falschem ,wege4 ,der ,sauerstoff des ,wassers ist mit dem ,wasserstoff so fest verbunden1 da wir beide nur durch sehr starke ,mittel1 z4,b4 durch ,elektrizitt auseinanderreien knnen4 ,der ,fisch ist keineswegs imstande1 auch nur die geringste ,menge ,sauerstoff fr sich daraus zu ziehen4 ,fritz3 ,woher bekommt er ihn aber dann8 ,dr4 ,e43 ,o1 die ,sache ist ganz einfach3 ,das ,wasser besitzt die ,fhigkeit1 ,luft und also auch den ,sauerstoff der ,luft in sich aufzunehmen1 und diese aufgelste ,luft ist es1 die der ,fisch atmet4 ,kurt3 ,aber1 dann mte man doch die ,luftblschen im ,wasser sehen knnen6 ,dr4 ,e43 ,warum denn8 ,ich sagte ja1 die ,luft sei aufgelst1 d4h4 also gerade so im ,wasser1 wie etwa gelster ,zucker1 den du doch auch nicht mehr als ,zucker sehen kannst4 ,kurt3 ,ja1 ,zucker ist auch ein fester ,krper4 ,aber ein ,gas --8 ,dr4 ,e43 ,siehst du es denn einer ,flasche ,selterwasser an1 eine wie groe ,menge ,kohlensure in ihr steckt8 ,sie sieht ganz wie gewhnliches ,wasser aus1 und erst wenn wir den ,kork ffnen1 steigen die vielen ,gasblasen empor4 -- brigens kannst du auf hnliche ,weise auch die ,luft in einem ,glase ,wasser sichtbar machen4 ,du brauchst nur das frisch gefllte ,glas eine ,weile an einen warmen ,ort zu stellen1 dann findest du nachher an den ,wnden des ,glases innen lauter kleine ,luftblschen1 welche die ,wrme aus dem ,glase herausgetrieben hat4 ,kurt3 ,ja1 das ist auch wahr4 ,das habe ich schon fter gesehen4 -- ,aber wie kommt denn die ,kohlensure in das ,selterwasser8 ,sidenote3 ,sauerbrunnen1 ,mineralwsser ,dr4 ,e43 ,ganz auf dieselbe ,weise wie die ,luft1 nmlich durch ,druck4 ,die ,luftschicht1 welche unsere ,erde umgibt und in der wir leben1 hat bekanntlich ein recht bedeutendes ,gewicht4 ,sie bt somit auch auf die ,oberflche der ,seen und ,meere einen betrchtlichen ,druck aus und wird dadurch zum ,teil in diese hineingepret4 ,das kohlensaure ,wasser81 das wir gewhnlich trinken1 wird meist knstlich hergestellt1 indem man ,kohlensure unter starkem ,druck in ,wasser leitet und die ,flaschen dann schnell verschliet4 ,die natrlichen kohlensauren ,wasser aber oder die sogenannten ,sauerbrunnen kommen aus tieferen ,erdschichten1 wo aus irgendeiner ,ursache in ,spalten und ,hhlen des ,gebirges ,kohlensure in groer ,menge sich angesammelt hat1 die dann von unterirdischen ,quellen aufgelst wurde4 ,fritz3 ,braucht man fr solche natrlichen ,sauerbrunnen nicht auch die ,bezeichnung ,mineralwsser88 ,dr4 ,e43 ,jedenfalls mssen wir die ,sauerbrunnen den letzteren zurechnen1 da auch die ,kohlensure zweifellos zu den ,mineralien gehrt4 ,kurt3 ,nein1 das find' ich wirklich zu drollig1 da die ,gase auch zu den ,mineralien gehren sollen4 ,dann wre doch die ,luft schlielich ebensogut ein ,mineral4 ,dr4 ,e43 ,natrlich6 ,oder wolltest du sie lieber zu den ,tieren stellen8 ,auch die ,luft kann man flssig und sogar fest machen2 also ist gar kein ,grund1 sie als etwas ,besonderes zu betrachten4 ,fritz3 ,das ist mir auch bisher noch nicht klar gewesen4 -- ,gibt es denn noch andere ,mineralwsser als die ,sauerbrunnen8 ,dr4 ,e43 ,eine ganze ,menge6 ,das ,wasser besitzt1 wie ihr wit1 die ,eigenschaft1 viele feste ,krper zu lsen1 z4,b4 ,zucker oder ,salz4 ,auch von den ,stoffen1 die sich im ,erdboden befinden1 vermag es eine ganze ,reihe aufzunehmen4 ,je nach den verschiedenen ,gesteinen nun1 welche eine ,quelle durchfliet1 wird sie verschiedene1 in diesen ,gesteinen befindliche ,stoffe in sich auflsen4 ,neben den ,sauerbrunnen1 die wir eben schon besprachen1 gibt es ,schwefelquellen1 ,salzquellen1 ,bitterwsser1 ,eisen- oder ,stahlwsser und viele andere1 ja man kann sagen1 da jedes ,wasser1 das wir trinken1 das im ,meer1 in den ,flssen und ,seen sich befindet1 mehr oder weniger groe ,mengen von solchen ,mineralstoffen enthlt4 ,kurt3 ,dann kennt man wohl eigentlich gar kein ganz reines ,wasser8 ,dr4 ,e43 ,beinah knntest du recht haben1 wenn wir nicht ein verhltnismig einfaches ,mittel htten1 um alle fremden ,stoffe aus dem ,wasser zu entfernen4 ,sidenote3 ,filtrieren1 ,destillieren4 ,wolken1 ,regen ,fritz3 ,ein einfaches ,mittel8 ,da meinst du wohl das ,filtrieren8 ,dr4 ,e43 ,nein1 ,fritz1 durch ,filtrieren kann man wohl diejenigen ,stoffe aus dem ,wasser entfernen1 die darin als feste ,teilchen schweben1 wie ,schlamm1 mikroskopische ,pflnzchen usw4 ,die wirklich aufgelsten ,mineralien aber laufen natrlich gerade so wie das ,wasser selbst durchs ,filter4 ,letzteres liefert uns demnach wohl klares1 aber durchaus kein reines ,wasser4 ,kurt3 ,und dabei sieht's doch so rein aus6 -- ,aber wie macht man es denn1 wenn man wirklich ganz reines ,wasser haben will8 ,dr4 ,e43 ,die ,mineralien des ,erdbodens1 wie ,salz1 ,kalk1 ,gips und so fort lsen sich wohl in ,wasser auf1 aber sie lassen sich nicht in ,dampf verwandeln1 wie das ,wasser1 das schon bei einer ,temperatur von #ajj ,celsius gasfrmig wird und als sogenannter ,wasserdampf aus der ,flssigkeit emporsteigt4 ,wird dieser aufsteigende ,wasserdampf1 der ganz unsichtbar ist1 aufgefangen und wieder abgekhlt1 so bildet er zunchst kleine nebelartige ,blschen1 den ,wasserdunst1 der sich bald zu greren ,tropfen verdichtet1 und also aufs neue flssiges ,wasser liefert4 ,man erhitzt demnach einfach das gewhnliche ,wasser in einem geschlossenen ,behlter mit langem ,halse1 von dem ein ,schlauch in ein zweites kalt gehaltenes ,gef fhrt4 ,infolge des ,siedens steigt der ,wasserdampf aus dem ersten ,gef durch den ,hals empor und wird durch den ,schlauch in das zweite ,gef gefhrt1 wo er sich wieder zu ,wasser verdichtet4 ,im ersten ,behlter bleiben dann alle die ,mineralstoffe1 die im ,wasser waren und die sich ja nicht mit in ,dampf verwandeln konnten1 zurck1 so da im zweiten nun vollkommen reines ,wasser ist4 ,man nennt diesen ,vorgang ,destillation84 ,hans3 ,destillation88 ,aber das steht doch berall an den ,lden1 wo ,branntwein verkauft wird6 ,dr4 ,e43 ,da hast du wieder einmal recht1 mein ,hansel4 ,die ,sache erklrt sich aber sehr einfach daraus1 da auch der ,branntwein oder ,alkohol durch einen ganz hnlichen ,vorgang gewonnen wird4 ,da nun leider der ,branntwein im ,leben vieler ,menschen eine weit wichtigere ,rolle spielt als das beste ,wasser1 so ist es nur zu begreiflich1 da das ,wort ,destillation jene seltsame ,nebenbedeutung bekommen hat4 ,kurt3 ,knnen wir denn nicht auch einmal ,wasser destillieren8 ,das scheint mir doch gar nicht so schwer zu sein und wre doch sehr interessant4 ,dr4 ,e43 ,ich meine1 in der ,kche knntest du das eigentlich jeden ,tag sehen4 ,hast du noch niemals den ,deckel von einem ,kochtopf abgenommen8 ,kurt3 ,ja1 oft genug6 ,dr4 ,e43 ,und hast du nichts auf der ,unterseite des ,deckels bemerkt8 ,kurt3 ,hchstens1 da lauter ,tropfen daran sitzen4 ,dr4 ,e43 ,das gengt auch2 damit hast du ja schon alles beobachtet4 ,im ,topfe wurde das ,wasser gekocht2 der ,dampf stieg auf und hat sich dann1 als er nicht weiter konnte1 an der ,unterseite des klteren ,deckels zu ,tropfen verdichtet4 ,diese ,tropfen sind in der ,tat destilliertes ,wasser4 ,sollte dir dies aber noch nicht gengen1 so mchte ich dich noch darauf aufmerksam machen1 da in der ,natur selbst tagtglich so viel ,wasser destilliert wird1 wie alle ,fabriken der ,welt zusammen nicht liefern knnten4 ,kurt3 ,aber wieso denn und wo8 ,dr4 ,e43 ,lieber ,kurt6 ,zum ,destillieren ist also zunchst ,wasser ntig4 ,ist das in der ,natur vorhanden8 ,kurt3 ,ja1 natrlich1 in den ,seen und ,flssen und im ,meer4 ,dr4 ,e43 ,gut4 ,dann braucht man ,wrme4 ,sollte die wohl auch da sein8 ,kurt3 ,ja1 die ,wrme1 die von der ,sonne kommt4 ,aber davon kocht das ,wasser doch nicht4 ,dr4 ,e43 ,ist auch gar nicht ntig4 ,das ,wasser verwandelt sich zum ,teil auch schon bei viel niedrigerer ,temperatur in ,dampf4 ,denn wenn unsere ,stube gescheuert wurde1 so dauert es gar nicht lange1 bis alles ,wasser in ,dampfform aufgestiegen ist und die ,dielen wieder ganz trocken sind4 ,wir wollen aber mal die ,sonne recht tchtig auf das ,meer scheinen lassen1 so bei etwa #cj im ,schatten4 ,was wird dann geschehen8 ,kurt3 ,da wird also wohl viel ,wasserdampf aus dem ,meere in die ,hhe steigen4 ,dr4 ,e43 ,richtig4 ,jetzt brauchen wir ein ,ableitungsrohr1 um den ,wasserdampf fortzufhren4 ,kurt3 ,das ist aber doch nicht da6 ,dr4 ,e43 ,nein1 ein wirkliches ,rohr allerdings nicht4 ,bleibt denn aber der ,wasserdampf wohl immer ber dem ,meere8 ,fritz3 ,wenn ,wind weht1 so wird er den ,wasserdampf mit der ,luft auch ber die benachbarten ,lnder tragen4 ,dr4 ,e43 ,ganz gewi4 ,und nun haben wir nur noch eine ,khlvorrichtung ntig1 um den unsichtbaren ,wasserdampf in sichtbaren ,wasserdunst zu verwandeln4 ,kurt3 ,ach1 nun verstehe ich6 ,die ,abkhlung geschieht hoch oben in der ,luft1 wo es viel klter ist als unten auf der ,erde4 ,dr4 ,e43 ,schn1 ,kurt4 ,jetzt wirst du auch wissen1 da man diesen sichtbaren ,wasserdunst im gewhnlichen ,leben als ,wolken bezeichnet1 da in ihnen das destillierte ,wasser sich ebenfalls zu groen ,tropfen ansammelt1 die dann durch ihre eigene ,schwere zur ,erde fallen4 ,kurt3 ,ja1 nun ist mir alles klar4 ,dann mu also der ,regen1 der aus den ,wolken fllt1 auch ganz reines ,wasser sein4 ,dr4 ,e43 ,wenigstens das reinste1 das wir in der ,natur kennen4 ,freilich hat es unterwegs in der ,luft doch schon allerlei wieder in sich aufgenommen1 wie ,staub1 ,ru1 mikroskopische ,pflanzenkeime und die ,gase der ,luft2 immerhin ist es noch unvergleichlich viel reiner als das ,wasser unserer ,seen und ,quellen4 ,sidenote3 ,kreislauf des ,wassers4 ,hartes ,wasser ,hans3 ,aber wenn immer so viel ,wasser aus dem ,meere aufsteigt1 da aller ,regen daher kommt1 dann mu doch das ,meer endlich immer weniger werden6 ,dr4 ,e43 ,so8 ,meinst du wirklich8 ,weit du denn1 wo der ,regen bleibt8 ,hans3 ,ja1 der sickert in die ,erde4 ,dr4 ,e43 ,wenigstens zum groen ,teil1 soweit er nicht direkt ins ,wasser fllt oder in ,dampfform wieder vom ,boden auftrocknet4 ,wo aber bleibt denn das ,wasser1 das in die ,erde sickert8 ,hans3 ,da werden die ,quellen daraus4 ,dr4 ,e43 ,sehr gut1 ,hans4 ,aus den ,quellen aber bilden sich die ,bche1 aus diesen die ,flsse1 und wo die schlielich bleiben1 wirst du ja auch wohl wissen4 ,hans3 ,ja1 natrlich1 die flieen alle ins ,meer4 ,dr4 ,e43 ,aha6 ,glaubst du nun noch1 da das ,meer zuletzt austrocknen mu8 ,hans3 ,nein1 ,papa6 ,ich sehe nun ein1 da dasselbe ,wasser1 das aus dem ,meere als ,dampf fortgeht1 schlielich als ,fluwasser wieder ins ,meer zurckluft4 ,dr4 ,e43 ,und diese groartige ,destillationseinrichtung auf der ,erde bezeichnet man daher mit ,recht als den ,kreislauf des ,wassers in der ,natur4 -- ,fritz3 ,vater1 was ist denn eigentlich hartes ,wasser8 ,mutter sagt1 das ,wasser in unserm ,brunnen knne man nicht zum ,waschen gebrauchen1 das sei zu hart84 ,dr4 ,e43 ,als hart bezeichnet man im gewhnlichen ,leben das ,wasser1 welches viel ,kalkstein in sich aufgelst enthlt4 ,beim ,waschen bildet sich dann eine ,verbindung des ,kalkes mit der ,seife1 die fr die ,reinigung der ,wsche unbrauchbar ist4 ,kurt3 ,kann man denn das harte ,wasser nicht weich machen1 oder mu man da gleich destillieren8 ,dr4 ,e43 ,nein1 so schlimm ist es nicht4 ,kocht man das kalkhaltige ,wasser lange1 so setzt sich schlielich ein groer ,teil des ,kalkes zu ,boden4 ,es ist dies der berchtigte ,kesselstein1 der den ,fabriken und ,dampfmaschinen so viel zu schaffen macht4 ,auch in dem ,wasserkessel unserer ,kche knnt ihr ihn finden1 und da htten wir gleich ein ,mineral1 das neben dem ,wasser fast in jeder ,wohnung anzutreffen ist4 ,fritz3 ,aber es ist doch eigentlich ein ,kunstprodukt und kein natrlich vorkommendes ,mineral4 ,dr4 ,e43 ,in gewissem ,sinne hast du recht4 ,wenn du aber bedenkst1 da es derselbe ,stoff ist wie der ,marmor1 und da z4,b4 das ,stck ,karlsbader ,sprudelstein auf meinem ,schreibtisch fast genau auf dieselbe ,weise sich gebildet hat wie der ,kesselstein1 nmlich als ,absatz aus heiem ,quellwasser1 so wirst du hoffentlich nicht zu streng darber urteilen1 da unser ,mineral nun gerade in einem ,kochtopf zur ,welt gekommen4 ,doch nun genug fr heute4 ,an einem der nchsten ,sonntage wollen wir einmal sehen1 ob unser ,haus nicht noch andere ,mineralien aufzuweisen hat4 ,ihr knnt bis dahin vielleicht ein wenig darber nachdenken4 ,illustration ,illustration ,zweiter ,abend4 ,heda1 ,kurt6 ,hans6 ruft ,dr4 ,ehrhardt aus der ,tr seines ,studierzimmers den von oben herabpolternden ,knaben entgegen1 wo steckt ihr denn heute so lange8 ,es ist ja schon ganz dunkel4 ,kurt3 ,ach1 ,vater1 wir sind oben auf dem ,boden gewesen und haben das groe ,puppentheater heruntergeholt1 um damit zu spielen4 ,aber das sah aus6 ,hans3 ,ja1 lauter ,spinnengewebe saen in den ,ecken1 und eine groe schwarze ,spinne wre mir beinah in den rmel gekrochen1 wenn ich sie nicht noch rechtzeitig abgeschttelt htte4 ,dr4 ,e43 ,na1 das wre doch auch nicht so ein groes ,unglck gewesen6 ,hans3 ,aber es war ja eine ganz groe6 ,und sie lief so schnell6 ,dr4 ,e43 ,war sie denn grer als du selbst8 ,ich meine1 ein ordentlicher ,junge soll sich vor nichts frchten1 am wenigsten vor einem so winzigen ,tierchen1 das er mit einem ,finger zerdrcken kann4 ,sidenote3 ,der ,widerwille gegen ,spinnen ,hans3 ,ach1 ,papa1 die ,spinnen sind doch zu garstig1 die mag ja kein ,mensch leiden6 ,dr4 ,e43 ,hre mal1 ,hans3 ,wie du noch ein ganz kleiner ,junge warst1 da du kaum laufen konntest1 da hast du immer die ,kakerlaken in der ,kche gegriffen1 und wie ich dir eine solche ,spinne wie heute in die ,hand gab1 da hast du laut aufgejauchzt vor ,freude ber das hbsche ,tier4 ,hans3 ,ja1 damals6 ,aber ,doris sagt1 sie wren giftig und brchten ,unglck4 ,dr4 ,e43 ,nun1 da haben wir's6 ,dacht' ich mir doch1 da wieder so ein ,kinderstubenklatsch dahinter stecke6 ,giftig sind unsere einheimischen ,spinnen fr den ,menschen nicht1 und ,unglck knnen sie natrlich auch nicht bringen4 ,kurt3 ,aber hlich sind sie doch1 ,vater4 ,ich kann sie auch nicht leiden4 ,dr4 ,e43 ,ob hbsch oder hlich1 das ist eine sehr schwierige ,frage4 ,hbsch ist doch das1 was zweckentsprechend erscheint1 und von diesem ,gesichtspunkt aus ist die ,spinne ebenso wohlgebaut1 wie irgendein anderes ,tier oder wie wir selbst4 ,fritz3 ,das ist wohl wahr1 aber die ,spinnen mssen doch etwas in ihrem ,wesen haben1 was uns unheimlich ist4 ,sonst wrde dieser ,widerwille kaum so allgemein sein4 ,dr4 ,e43 ,dieser allgemeine ,abscheu beweist doch weiter nichts1 als da die armen ,spinnen von altersher1 wie die ,krten1 vom unwissenden ,volk als giftig und unheilbringend betrachtet wurden1 und da diese irrige ,ansicht auch heute noch unser ,gefhl beeinflut4 ,wie ungerecht der ,mensch in dieser ,hinsicht sein kann1 das lehrt z4,b4 die geradezu unglaubliche ,furcht1 welche die ,italiener vor den so harmlosen ,geckos hegen1 einer in den ,husern lebenden ,eidechsenform mit ,haftscheiben an den ,zehen4 ,ich selbst habe gesehen1 wie sie ein solches ,tier in grausamster ,weise zu ,tode marterten4 ,dabei glaubten sie dann noch ein gutes ,werk zu tun4 ,kurt3 ,ja1 das mag alles sein2 aber die ,spinnen kann ich doch nicht anfassen4 ,dr4 ,e43 ,von dir1 lieber ,kurt1 htte ich das am allerwenigsten erwartet1 da du doch sonst ein vernnftiger ,junge bist4 ,den sogenannten natrlichen8 ,widerwillen1 der uns aber erst in der ,kinderstube eingeimpft ist1 mu man doch1 wenn man grer wird1 auch ein wenig bekmpfen knnen4 ,sieh1 da war einmal ein berhmter ,astronom1 ich glaube ,mdler war es1 der als ,knabe seinen ,vater bat1 ,naturforscher werden zu drfen4 ,das ist nicht so leicht1 mein ,junge81 sagte der ,vater2 ein ,naturforscher darf vor nichts zurckschrecken und mu ein ganzer ,kerl sein2 ein ,naturforscher mu ,spinnen essen knnen48 ,mdler ging still hinaus4 ,als aber #ad ,tage verflossen waren1 trat er in des ,vaters ,stube mit einem groen ,butterbrot1 das dick mit ,spinnen belegt war4 ,sieh1 ,vater1 nun kann ich's18 sagte er1 und bi herzhaft hinein4 ,das war aber eben auch ein ,junge1 aus dem nachher etwas ,groes geworden ist4 ,da solltet ihr doch wenigstens so viel ,selbstberwindung haben1 da ihr die ,tiere gelegentlich einmal anfat und sie genauer betrachtet4 ,auch mir waren sie als ,knaben recht widerwrtig4 ,da beschlo ich mir eine ,sammlung von ,spinnen anzulegen1 und bald war der ,widerwille wie weggeblasen4 ,sidenote3 ,grausamkeit der ,spinnen ,fritz3 ,aber es lt sich doch nicht leugnen1 ,vater1 da die ,spinnen sehr grausame ,geschpfe sind1 die andern nachstellen und sie auffressen4 ,dr4 ,e43 ,diese ,eigenschaft hat die ,spinne mit recht vielen andern ,tieren gemein1 denen man ganz und gar keinen ,vorwurf daraus macht4 ,die ,spinne frit ,fliegen und ,mcken2 genau dasselbe tun die ,nachtigall und die ,schwalbe1 ohne da sie uns deshalb garstig oder grausam erschienen4 ,ein jedes ,geschpf hat das ,recht zu leben und die ,nahrung zu suchen1 die ihm zutrglich ist4 ,auch der ,mensch ttet ,millionen von harmlosen ,tieren1 um nicht selbst ,hungers zu sterben4 ,fritz3 ,aber die ,hinterlist1 mit der die ,spinne ihre ,netze spinnt und die armen ,tiere darin zappeln lt6 ,dr4 ,e43 ,das scheint mir eher ein ,grund der ,bewunderung als des ,abscheus zu sein4 ,gegen die ,schwalbe kann sich eine ,fliege nicht wehren2 da ist es einfach die rohe ,gewalt1 welche ihr den ,garaus macht4 ,wo diese aber nicht ausreicht1 da mu die ,klugheit helfen4 ,oder wirst du es so vllig verdammen1 da auch der ,mensch ,list anwendet1 um solcher ,tiere habhaft zu werden1 die er sonst nicht erjagen kann8 ,willst du unsere ,fischer deswegen verabscheuen1 da sie ihre ,fische mit ,netzen fangen8 ,fritz3 ,nein1 das gerade nicht4 ,aber mit dem ,menschen ist es doch ganz etwas anderes4 ,dr4 ,e43 ,aha1 ich verstehe4 ,du willst auf das schne lateinische ,sprichwort hinaus3 ,quod licet ,iovi1 non licet bovi84 ,was die ,herren der ,schpfung sich erlauben knnen1 das darf so ein jmmerliches ,spinnentier noch lange nicht6 ,allein ich denke1 wer im ,glashause sitzt1 soll nicht mit ,steinen werfen4 ,was wir trotz aller unserer ,macht und ,klugheit zu tun gentigt sind1 um uns zu ernhren1 das drfen wir auch dem so unendlich hilfloseren und schwcheren ,tierchen nicht verargen4 ,hunger tut weh1 und sauer genug lt es sich die arme ,spinne werden1 um ihr ,dasein zu fristen4 ,hans3 ,aber die ,spinnen brauchten doch gar nicht in der ,welt zu sein6 ,warum gibt es denn solche ,tiere1 die nichts tun1 als andere aufzufressen8 ,dr4 ,e43 ,das ist eine ,frage1 die man leider noch von sehr vielen sonst gebildeten ,menschen hren mu1 sobald es sich um ein ,geschpf handelt1 das dem ,menschen nicht ntzlich ist oder ihm sogar ,schaden bringt4 ,die stillschweigende ,voraussetzung dabei ist natrlich1 da alles auf der ,welt nur des ,menschen wegen da sei4 ,das aber ist eine grenzenlose berhebung4 ,wir wollen und sollen uns damit begngen1 da wir von der ,natur so glcklich ausgestattet sind1 um allmhlich die ,herrschaft ber alles zu erringen1 was die ,erde hervorgebracht hat4 ,aber eine ,berechtigung zu leben hat jedes ,wesen ebensogut wie wir1 ja es knnte von seinem ,standpunkte aus vielleicht mit noch viel grerem ,rechte fragen1 wozu denn eigentlich der ,mensch da sei1 der ihm nichts ntzt und es verfolgt1 wo es sich nur blicken lt4 ,kurt3 ,ja1 das ist auch wahr1 ,vater1 und ich kann mich immer rgern1 wenn so ein ,straenjunge aus reiner ,bosheit einen armen ,schmetterling oder ,kfer qult1 der ihm gar nichts getan hat4 ,ich will nun versuchen1 meinen ,widerwillen gegen die ,spinnen zu bekmpfen4 ,dr4 ,e43 ,tu das1 lieber ,kurt4 ,du wirst sehen1 da es wenige ,tiere gibt1 die so sehr unser ,interesse verdienen1 wie gerade die ,spinnen4 ,fritz3 ,du meinst wohl wegen der ,netze1 die sie spinnen8 ,dr4 ,e43 ,das ist wenigstens eine ihrer ,fhigkeiten1 die schon der ,betrachtung wert ist4 -- ,wie sahen denn die ,spinngewebe aus1 ,hans1 die in dem ,puppentheater waren8 ,hans3 ,sie saen quer in den ,ecken und waren ganz staubig4 ,sidenote3 ,netz der ,hausspinne4 ,spinndrsen4 ,spinnwarzen ,dr4 ,e43 ,dacht' ich's doch1 da es sich um unsere ,hausspinne#a handelte4 ,habt ihr weiter gar nichts an den ,geweben bemerkt8 ,kurt3 ,ja1 ich glaube gesehen zu haben1 da die eine ,spinne1 wie sie gestrt wurde1 durch das ,netz durchkroch und unten heraus kam4 ,ich wunderte mich noch1 wie sie durch das dicke ,gewebe durchkonnte4 ,dr4 ,e43 ,das kann sie auch nicht4 ,deine ,beobachtung war ein wenig flchtig1 sonst wrdest du bemerkt haben1 da das ,netz nicht ganz wagerecht bis in die ,ecke hinein verluft1 sondern dort sich trichterfrmig in die ,tiefe senkt und sich nach unten ffnet4 ,dieser ,trichter ist der eigentliche ,schlupfwinkel der ,spinne4 ,droht ihr von oben ,gefahr1 so schlpft sie nach unten durch2 kommt aber die ,strung von unten1 so kann sie nach oben entfliehen4 ,ihr seht1 so ein armes ,tierchen sucht sich zu sichern1 so gut es kann4 ,dabei ist unsere ,hausspinne noch gar nicht einmal eine besonders hervorragende ,baumeisterin1 sondern viele ihrer ,verwandten sind ihr in dieser ,kunst weit berlegen4 ,fritz3 ,ja1 das ,netz der ,kreuzspinne#b scheint mir z4,b4 viel kunstvoller und ist wohl auch zum ,fang der ,tiere besser geeignet4 ,hans3 ,ach1 das sind wohl diese groen radfrmigen ,gewebe1 die manchmal zwischen zwei ,bumen hngen und fast aussehen1 wie eine ,scheibe mit ihren ,ringen8 ,in der ,mitte sitzt dann meist eine groe dicke ,spinne mit weiem ,kreuz auf dem ,rcken4 ,dr4 ,e43 ,ganz recht1 das sind die ,fangnetze der ,kreuzspinne4 ,auch ich mu zugeben1 da sie mit zu den schnsten gehren1 die ich kenne4 ,kurt3 ,ich habe schon fter darber nachgedacht1 wie sie wohl so etwas zustande bringen4 ,dr4 ,e43 ,nun1 woher der ,stoff kommt1 aus dem das ,netz angefertigt ist1 wit ihr ja wohl4 ,fritz3 ,natrlich6 ,die ,spinnen haben in ihrem ,hinterleib ,drsen1 aus denen die ,fden gebildet werden4 ,dr4 ,e43 ,das ist wohl etwas unklar ausgedrckt4 ,allerdings besitzen die ,spinnen in ihrem dicken ,hinterleib ,drsen4 ,was aber in diesen gebildet wird1 ist nichts als eine klebrige ,flssigkeit1 die sich dann allerdings1 hnlich wie unser ,speichel1 zu langen ,fden ausziehen lt4 ,kannst du mir denn auch sagen1 ,fritz1 wodurch dieses ,fadenziehen des flssigen ,spinnstoffes herbeigefhrt wird8 ,fritz3 ,ich denke1 ja4 ,am ,ende des ,hinterleibs sitzt eine ,anzahl von ,hckern1 die sogenannten ,spinnwarzen1 und auf diesen befinden sich an den ,enden zarter ,rhrchen die ,mndungen der ,drsen4 ,aus ihnen wird der flssige ,spinnstoff herausgepret und mu so ,fden bilden4 ,dr4 ,e43 ,gut1 ,fritz4 ,ich will nur noch hinzufgen1 da die sechs ,spinnwarzen der ,kreuzspinne im ganzen ber #ajjj solcher ,rhrchen tragen1 whrend unsere ,hausspinne deren immer noch gegen #djj besitzt4 ,aus jedem derselben kann nun der flssige ,spinnstoff in einem unendlich feinen ,strahl herausgetrieben und zum ,fdchen gepret werden1 so da demnach der dickste ,faden1 den die ,spinne zu erzeugen vermag1 aus #ajjj durch ihre ,klebrigkeit miteinander verschmolzenen ,fdchen zusammengesetzt wre4 ,doch ist es wohl sicher1 da nicht alle ,spinnwarzen gleichzeitig in ,ttigkeit treten4 ,will nun die ,spinne ein ,netz fertigen1 so mu sie zunchst die ,verbindung herstellen zwischen den ,zweigen oder ,bumen1 zwischen denen dasselbe ausgespannt sein soll4 ,man hat viel darber gestritten1 wie sie das anfngt4 ,die gewhnliche ,annahme war1 da sie damit beginnt1 ihre ,spinnwarzen gegen den ,zweig zu drcken1 auf dem sie sitzt1 den austretenden ,faden dadurch festklebt und sich nun fallen lt4 ,durch das ,gewicht ihres eigenen ,krpers wird weiterer ,spinnstoff aus den ,drsen herausgezogen1 so da sie bald an einem langen ,faden hngt4 ,fritz3 ,o1 dann kann ich mir schon denken1 wie es weiter geht4 ,dann schwingt sie wahrscheinlich an dem ,faden so lange hin und her1 bis sie irgendwo den andern ,baum mit ihren ,fen erreicht und nun den ,faden hier befestigen kann4 ,dr4 ,e43 ,so ungefhr hat man sich tatschlich den ,hergang lange vorgestellt4 ,neuere ,beobachtungen aber widersprechen dem sehr entschieden4 ,danach kann es keinem ,zweifel unterliegen1 da die ,spinne die ,fhigkeit besitzt1 aus ihren ,spinnwarzen lange ,fden frei herauszupressen oder herauszuschieen1 die dann1 mit dem ,winde dahinflutend1 an benachbarte ,zweige oder ,bume derart sich anheften1 da sie ohne weiteres als ,brcken benutzt werden knnen4 ,die ,spinne braucht daher ihren ,platz gar nicht zu verlassen und kann auf viel einfachere ,weise1 als man frher glaubte1 die ,verbindung mit benachbarten ,gegenstnden herstellen4 ,hans3 ,wenn aber nun gar kein ,wind ist1 ,papa8 ,dann knnen doch die ,fden nicht wegwehen4 ,sidenote3 ,netz der ,kreuzspinne ,dr4 ,e43 ,ein leichter ,lufthauch1 der feine ,spinnwebfden in ,bewegung setzen kann1 drfte in der freien ,natur wohl selten fehlen2 auerdem scheint es1 als wenn die ,spinne bei ganz schwachem ,winde noch eine andere ,methode anwendet4 ,sie lt sich dann so1 wie ich es vorhin beschrieb1 von ihrem ,sitze an einem ,faden herunter1 der aber kein einfacher ,strang ist1 sondern auer dem sogenannten ,begleitfaden1 den das ,tier immer nach sich zieht1 noch ein ganzes ,bndel feiner ,fdchen enthlt4 ,diese ,fdchen werden1 wenn die ,spinne frei hngt1 an der ,mndung der ,spinnwarzen abgekniffen oder abgerissen1 so da sie nun mit ihrem unteren ,ende frei sind und durch die geringste ,luftbewegung seitwrts zu benachbarten ,gegenstnden gefhrt werden1 wo sie vermge ihrer ,klebrigkeit haften4 ,fritz3 ,aber wenn die ,spinne nun auch glcklich einen ,faden etwa zwischen zwei ,bumen ausgespannt hat1 so sehe ich noch immer nicht recht1 wie daraus ein ,netz werden kann4 ,dr4 ,e43 ,das kommt daher1 da du ein solches ,spinnennetz wohl noch niemals genauer angesehen hast4 ,sonst wrdest du vielleicht darauf gekommen sein1 da das ,wichtigste und ,schwierigste der ganzen ,anlage der sogenannte ,rahmen ist1 d4h4 diejenigen besonders starken ,fden1 welche schrg von einem ,baum zum andern und wieder zurcklaufen und das eigentliche ,rad zwischen sich zu tragen haben4 ,fritz3 ,dann mu das ,tier also jedenfalls1 nachdem es auf dem ersten ,faden zum andern ,baum hinbergelangt ist1 zunchst einen zweiten ,faden herstellen1 der wieder zum ersten ,baum zurckfhrt4 ,dr4 ,e43 ,so wird es wohl in der ,regel sein4 ,wenn wir nun beachten1 da der erste ,faden von einem hhern ,punkte schrg abwrts nach drben verluft und der zweite ,faden in hnlicher ,weise etwa schrg abwrts zum ersten ,baum zurck1 so sehen wir1 da die beiden ,fden einen spitzen ,winkel bilden1 dessen ,scheitelpunkt drben am zweiten ,baume liegt4 ,wenn die ,spinne nun diese beiden ,hauptfden des ,gewebes durch zwei senkrechte ,fden verbindet1 von denen der eine nahe dem ,scheitelpunkt des ,winkels1 der andere da angebracht ist1 wo die ,schenkel weiter auseinander stehen1 so hat sie dadurch einen etwa trapezfrmigen ,rahmen geschaffen1 in dem dann das eigentliche ,netz seinen ,platz findet4 ,ehe dies in ,angriff genommen wird1 mssen natrlich die ,fden des ,rahmens erst gehrig straff gespannt werden1 was durch ,hilfsfden1 die nach verschiedenen ,richtungen verlaufen1 erreicht wird4 ,jetzt wird schrg durch den ,rahmen ein ,durchmesser gezogen und dann vom ,mittelpunkt desselben aus eine ,anzahl ,strahlen nach allen ,richtungen des ,kreises1 die an den ,fden des ,rahmens befestigt werden4 ,ist auch dieses vollbracht1 so sind endlich noch die ,strahlen durch spiralfrmig um den ,mittelpunkt herumgefhrte ,fden miteinander zu verbinden1 und das ,netz ist fertig4 ,die ,spinne begibt sich nun meist in die ,mitte des ,netzes1 wo sie mit ausgespreizten ,beinen hngt1 um jede ,erschtterung an den ,maschen des ,netzes bemerken zu knnen4 ,kurt3 ,wie lange braucht denn die ,spinne1 um so ein ,netz zustande zu bringen8 ,dr4 ,e43 ,in der ,regel ist sie in wenigen ,stunden damit fertig4 ,ihr kennt ja doch die hbsche ,sage vom ,mohammed1 der seinen ,verfolgern nur dadurch entging1 da eine ,spinne alsbald ihr ,netz in dem ,eingange der ,hhle ausspannte1 in welche er sich geflchtet hatte4 ,fritz3 ,unklar ist mir doch noch1 wie nun die ,spinne mit einem solchen radfrmigen ,netz ,insekten fangen kann4 ,bleiben denn die ,tiere an den ,fden kleben8 ,dann mte doch auch die ,spinne in der ,mitte ebensogut einmal festkleben4 ,dr4 ,e43 ,das ,feld in der ,mitte des ,netzes1 wo die ,spinne sitzt1 die sogenannte ,warte1 ist aus trockenem1 nicht klebrigem ,spinnstoff gefertigt1 so da die ,spinne dort nicht vorsichtig zu sein braucht4 ,dasselbe gilt von den ,radien und einem ,teil der ,ringfden4 ,zum ,fange dienen ganz allein diejenigen ,ringfden1 welche durch winzige ,kntchen oder ,trpfchen klebrig sind4 ,an diesen ,trpfchen1 von denen ein ,kreuzspinnennetz ber #ajjjjj besitzt1 leimen sich die ,insekten beim ,anfliegen fest1 whrend die ,spinne selbst1 welche ja mit ihren wie kleine ,taschenkmme geformten ,klauen vortrefflich auf den ,fden zu laufen versteht1 diese ,klebfden sorgfltig vermeidet4 ,ein starkes ,insekt1 etwa eine ,wespe oder ,hornisse1 reit sich brigens meist wieder los1 oder die ,spinne selbst hilft dem ungebetenen ,gast dadurch1 da sie einige ,fden abbeit4 ,kleinere1 die noch nicht recht festgeleimt sind1 werden hingegen hufig von der hinzueilenden ,spinne schnell mit einigen ,fden umsponnen oder durch einen ,bi zur ,ruhe gebracht4 ,die erlegte ,beute wird dann meist abseits in einem ,schlupfwinkel1 der aber seine ,verbindung mit dem ,mittelpunkte des ,netzes hat1 in aller ,ruhe ausgesogen4 ,hans3 ,sag' mal1 ,papa1 fangen denn alle ,spinnen ihre ,beute mit solchem ,netz8 ,dr4 ,e43 ,nein1 mein ,junge4 ,es gibt auch recht viele1 welche ihre ,beute einfach erjagen1 und manche ahmen sogar die ,katzen nach1 indem sie sich im ,sprunge auf ihr ,opfer strzen4 ,kurt3 ,die knnen dann wohl gar nicht spinnen8 ,dr4 ,e43 ,doch6 spinnen knnen sie auch1 aber sie benutzen ihre ,kunst zu anderen ,zwecken4 ,kurt3 ,und was machen sie damit8 ,sidenote3 ,tapezierspinnen4 ,wasserspinne ,dr4 ,e43 ,nun1 z4,b41 sie bauen sich eine ,wohnung oder1 wenn sie in unterirdischen ,hhlen leben1 so tapezieren sie sie aus4 ,fritz3 ,was soll denn das ntzen1 ,vater8 ,dr4 ,e43 ,ich denke1 euch wrde eine tapezierte ,erdhhle auch besser gefallen1 als eine1 wo ihr immer direkt auf der kalten1 feuchten ,erde sitzen mtet1 und wo berdies fortwhrend zu frchten wre1 da ,erde nachstrzt und euch begrbt4 ,fritz3 ,das ist richtig4 ,gibt es denn bei uns auch solche ,hhlenspinnen8 ,dr4 ,e43 ,o gewi1 eine ganze ,menge4 ,die grten ,knstler unter ihnen gehren allerdings mehr dem ,sden und besonders der heien ,zone an4 ,dort gibt es ,spinnen1#c die nicht nur eine selbst gegrabene ,erdrhre hbsch austapezieren1 sondern sie noch berdies mit einem ,klappdeckel versehen1 der oben wie die ,erde der ,umgebung aussieht1 innen aber ebenfalls wie mit ,seide belegt ist und durch ein ,band aus ,spinnstoff gleich der ,tr in der ,angel auf- und zugeklappt werden kann4 ,kurt3 ,dann sieht man also diese ,nester von oben gar nicht8 ,dr4 ,e43 ,nein1 und das ,drolligste ist1 da diese ,tierchen nach ,krften ihr ,hausrecht zu wahren wissen4 ,versucht man einen solchen ,deckel aufzuheben1 so hlt die ,spinne ihn von innen mit aller ,macht zu1 indem sie sich an den ,seiten anstemmt und mit einigen ,krallen in das ,gespinst des ,deckels greift1 das zu diesem ,zweck mit kleinen ,lchern zum ,einhaken versehen ist4 ,fritz3 ,das ist schade1 da man so etwas nicht einmal beobachten kann4 ,dr4 ,e43 ,nun1 in ,sdeuropa1 z4,b4 auf den ,balearen1 wo ich selbst die ,nester ausgraben konnte1 ist schon eine dieser ,tapezierspinnen zu finden1 so da du also doch vielleicht einmal ,gelegenheit hast1 deinen ,wunsch erfllt zu sehen4 ,andererseits kenne ich bei uns eine ,spinnenart1 deren ,nest mir noch viel abenteuerlicher erscheint als das der ,tapezierspinnen4 ,und das knntet ihr im ,sommer jeden ,tag sehen4 ,fritz3 ,aber ich denke1 die ,kreuzspinne macht das kunstvollste ,netz8 ,dr4 ,e43 ,jetzt wollen wir nicht ,netz und ,nest miteinander verwechseln4 ,diesmal sprach ich nicht von einer ,einrichtung zum ,fang der ,tiere1 sondern von einer ,wohnung1 einem ,schlupfwinkel1 der sowohl in bezug auf seinen ,bau1 wie namentlich in bezug auf den ,ort1 wo er sich befindet1 etwas ungemein berraschendes hat4 ,kurt3 ,da bin ich doch wirklich neugierig6 ,dr4 ,e43 ,es handelt sich um eine ,spinne1 welche ihre ,wohnung im ,wasser baut4 ,fritz3 ,im ,wasser8 ,aber die ,spinnen sind ja luftatmende ,tiere6 ,wenn man eine ,spinne ins ,wasser wirft1 wird sie doch bald untergehen und ertrinken4 ,dr4 ,e43 ,fr gewhnlich1 ja4 ,diese ,art aber1 die ,wasserspinne#d1 besitzt ein ,mittel1 ohne ,schaden lange unter ,wasser aushalten zu knnen4 ,sie trgt nmlich einen grauen1 seidigen ,haarpelz1 der so dicht ist1 da die ,luft in demselben hngen bleibt4 ,wirft man eine solche ,spinne ins ,wasser1 so erscheint ihr ,hinterleib von der anhngenden ,luft wie eine silberglnzende ,kugel1 und diese ,luft liefert ihr denn auch unter ,wasser den ntigen ,sauerstoff zum ,atmen4 ,kurt3 ,aber wie sieht denn das ,nest aus8 ,das mu doch ungemtlich sein1 wenn sie darin immer ganz im ,wasser sitzt4 ,dr4 ,e43 ,o1 das tut sie auch nicht2 sie sitzt unter ,wasser ganz im ,trockenen4 ,fritz3 ,jetzt machst du wohl ,scherz1 ,vater6 ,dr4 ,e43 ,nein1 mein ,sohn1 keineswegs4 ,die ,spinne baut unter ,wasser ein ,nest in ,form einer ,glocke oder eines unten offenen ,fingerhutes1 das sie an ,wasserpflanzen durch ,fden befestigt4 ,dann kriecht sie hinein und streift mit den ,beinen die ,luft von ihrem ,hinterleib1 die nun als ,luftblase zur ,wlbung der ,glocke emporsteigt1 aber von dem dichten ,gewebe hier aufgehalten wird4 ,alsbald wird neuer ,luftvorrat von oben geholt1 und mit dem ,eintragen desselben in das ,nest so lange fortgefahren1 bis es voll ist4 ,die ,spinne wohnt mit ihrer ,brut so mitten im ,wasser in einem trockenen ,palast1 ganz hnlich1 wie es in unseren ,mrchen von den ,nixen und ,wassermnnern beschrieben wird4 ,fritz3 ,das mu ja allerliebst aussehen6 -- ,kmmern sich denn aber die ,spinnen berhaupt um ihre ,jungen8 ,ich habe doch immer gehrt1 da die ,spinnen sich auffressen1 wenn sie sich zu nahe kommen4 ,sidenote3 ,brutpflege4 ,fliegende ,sommer4 ,spinnmilben ,dr4 ,e43 ,das letztere ist wohl richtig1 obgleich es auch ,spinnen gibt1 die gesellig beieinander leben4 ,allein in bezug auf ,mutterliebe kann die ,spinne es mit jedem andern ,tier und auch mit dem ,menschen aufnehmen4 ,das ,mindeste1 was eine ,spinne tut1 ist1 da sie ihre ,eierchen mit einem weichen seidenartigen ,gespinst umgibt und diesen ,eierballen1 der oft die zierlichsten ,formen besitzt1 irgendwo an einem geschtzten ,orte unterbringt4 ,viele begngen sich aber nicht damit2 sie beschtzen sie in eigenen ,wohnungen1 oder sie tragen sie sogar als rundliche ,kugel zwischen den ,hinterbeinen mit sich umher4 ,ja1 selbst die ausgekrochenen kleinen ,spinnchen werden nicht selten von der ,mutter noch eine ,zeitlang auf dem ,rcken getragen1 bis sie sich selbstndig ernhren knnen4 ,kurt3 ,kann man denn im ,winter auch ,spinnen finden8 ,ich htte wohl ,lust1 mir eine kleine ,sammlung anzulegen4 ,dr4 ,e43 ,gewi gibt es im ,winter auch ,spinnen1 die unter ,laub1 ,moos1 in ,erdhhlen usw4 ihren ,winterschlaf halten4 ,aber ihre ,zahl ist gering1 denn die meisten berwintern als ,eier4 ,die beste ,zeit zum ,spinnensammeln ist der ,herbst1 wenn die ,heide blht und am taufeuchten ,morgen ,wiese und ,feld mit ,tausenden der zarten ,gewebe bedeckt sind4 ,um diese ,zeit kann man auch die allerschnste ,anwendung beobachten1 welche die ,spinnen von ihrer ,webekunst zu machen wissen1 nmlich die ,herstellung von ,luftballons4 ,fritz3 ,ach1 damit meinst du wohl die sogenannten fliegenden ,sommer8 ,ich habe immer gedacht1 das wren losgerissene ,spinnengewebe und mich nur gewundert1 da dies blo im ,herbst geschieht4 ,dr4 ,e43 ,um zufllig losgerissene ,netze handelt es sich keineswegs1 sondern diese ,fadenmassen1 die ja oft wie lange wallende ,gewnder durch die ,luft ziehen1 sind eigens fr die ,luftschiffahrt gebaut worden4 ,fritz3 ,aber wie machen die ,spinnen denn das1 und welchen ,zweck hat diese ganze seltsame ,gewohnheit8 ,dr4 ,e43 ,die fliegenden ,sommer werden ausschlielich von jungen und kleinen ,spinnenarten verfertigt4 ,die kleinen ,tierchen begeben sich auf irgendeinen erhhten ,punkt1 sagen wir auf einen ,kartoffelsack im ,felde1 drcken die ,spinnwarzen gegen die ,unterlage und ziehen den ,faden dadurch aus1 da sie den ,hinterleib nun schrg emporrichten1 dabei mit ihren ,vorderbeinen an einigen vorher gesponnenen ,fdchen sich festhaltend4 ,der starke ,herbstwind spielt mit dem ,faden und zieht1 ihn verlngernd1 weiteren ,spinnstoff aus den ,drsen heraus4 ,in hnlicher ,weise werden immer neue ,fden gesponnen4 ,endlich ist das ,flo stark genug2 es wird vom ,winde emporgehoben1 und zwar mitsamt der kleinen ,luftschifferin1 die nun so lange damit umhersegelt1 bis es irgendwo strandet4 ,dann springt das ,tierchen geschwind ab und sucht sich in der neuen ,umgebung einen ,schlupfwinkel fr den ,winter4 ,die ganze ,einrichtung ist also als ein ,mittel zur weiteren ,verbreitung der ,art und zur ,gewinnung besserer ,winterquartiere anzusehen4 ,kurt3 ,neulich habe ich aber noch etwas sehr ,merkwrdiges gesehen1 das ich mir auch heute noch nicht erklren kann3 die ,linden auf unserm ,schulhof1 der ,stamm und die ste waren ber und ber mit einem feinen ,gespinst bedeckt1 so da sie wie mit ,reif berzogen aussahen4 ,unter dem ,gespinst bemerkte man namentlich in den ,ritzen der ,borke zahllose winzige gelbrtliche ,tierchen1 die ich fr junge ,spinnen hielt4 ,sidenote3 ,spinnmilben4 ,verwertung des ,spinnstoffs ,dr4 ,e43 ,eigentliche ,spinnen waren das nun gerade nicht1 aber sie gehren wenigstens zur groen ,klasse der ,spinnentiere4 ,es handelte sich augenscheinlich um ein starkes ,auftreten der sogenannten ,spinnmilbe1#e die vor allen anderen ,verwandten ihrer ,gruppe1 den ,ksemilben1 ,holzbcken1 ,sammetmilben usw41 die ,fhigkeit des ,spinnens voraus hat4 ,besondern ,schaden werden sie wohl nicht angerichtet haben4 ,fritz3 ,kann man denn solche ,gespinste zu ,gewebestoffen fr den ,menschen verarbeiten8 ,ich sollte meinen1 so wie den ,seidenspinner mte man doch auch die ,spinnen gewissermaen als ,haustiere zchten und ihr ,gespinst weiter verwerten knnen4 ,dr4 ,e43 ,diesen ,gedanken haben natrlich schon andere ,leute gehabt1 und gerade in jngster ,zeit ist wieder viel die ,rede von einer groen madagassischen ,spinne1#f die sehr starke und haltbare ,fden liefern soll4 ,auf der letzten ,pariser ,weltausstellung war sogar eine ganze ,garnitur ,bettvorhnge aus der ,seide dieser ,tiere zur ,schau gestellt4 ,allein ich frchte1 sehr weit wird man mit derartigen ,versuchen wohl niemals kommen4 ,darf man doch nicht vergessen1 da die ,raupe des ,seidenspinners ein ,pflanzenfresser ist1 fr welchen wir das ,futter1 die ,maulbeerbltter1 in jeder beliebigen ,menge herbeischaffen knnen1 whrend die ,spinnen zu den ,raubtieren gehren und daher ungleich schwieriger zu ernhren sind1 zumal sie die ihnen in der ,gefangenschaft dargebotene ,nahrung nur selten willig annehmen4 ,auch von den madagassischen ,spinnen wird berichtet1 da sie nach ,abgabe ihres ,spinnstoffs alsbald eine ,weile in ,freiheit gesetzt werden mssen1 um sich wieder regelrecht satt zu essen4 ,unter solchen ,umstnden werden wir unsere ,hoffnungen auf ,spinnenseide gewi nicht allzu hoch spannen drfen4 -- ,die ,fden der heimischen ,spinnen finden nur fr die sogenannten ,fadenkreuze der ,fernrohre ,verwendung4 ,kurt3 ,soll ich mir denn eine ,spinnensammlung anlegen1 ,vater8 ,dr4 ,e43 ,das ist jedenfalls nicht so einfach1 wie eine ,kfer- oder ,schmetterlingssammlung4 ,die ,spinnen sind zu weich1 um trocken aufbewahrt werden zu knnen4 ,man mu sie also in ,spiritus sammeln und jede ,art in ein besonderes kleines ,rhrenglschen tun4 ,dabei verlieren dann viele ihre ,farben4 ,auerdem gibt es fr das ,bestimmen nicht solche hbschen ,bcher1 wie bei den ,kfern und ,schmetterlingen1 mit denen auch schon ein ,knabe etwas anfangen kann4 ,die ,spinnen sind eben auch nach dieser ,richtung hin von jeher recht stiefmtterlich behandelt worden1 und in ganz ,deutschland gibt es augenblicklich wohl kaum ein ,dutzend ,personen1 welche sich etwas eingehender mit diesen ,tierchen beschftigt haben4 ,willst du es aber versuchen und ernstlich an die ,arbeit gehen1 so will ich dir gern helfen1 soweit ich selbst ber die vielen verschiedenen ,arten unterrichtet bin4 ,illustration3 ,spinnwarzen ,fuss einer ,kreuzspinne4 ,illustration ,dritter ,abend4 ,nun1 ,kinder1 fragt ,dr4 ,ehrhardt am folgenden ,sonntage1 als die ,knaben zur gewohnten ,plauderstunde um ihn versammelt sind1 habt ihr euch inzwischen nach weiteren ,mineralien im ,hause umgesehen8 ,sidenote3 ,kochsalz1 ,lslichkeit ,fritz3 ,o ja1 ,vater4 ,ich habe zunchst gefunden1 da zwar sehr vieles aus dem ,mineralreiche stammt1 wie der ,ofen1 die ,fensterscheiben1 das ,porzellan1 das ,geld1 die eisernen1 kupfernen und messingnen ,gertschaften1 da aber die wirklichen ,mineralien doch nur sehr sparsam vorhanden sind4 ,zu diesen rechne ich z4,b4 das ,quecksilber im ,thermometer1 das ja wohl ebenso in der ,natur vorkommt2 dann aber vor allem das ,kochsalz1 von dem wir krzlich gelernt haben1 da es groe ,lager unter der ,erde bildet4 ,dr4 ,e43 ,gegen das1 was du sagst1 ist wenig einzuwenden4 ,quecksilber findet sich in der ,tat in ,form metallischer ,trpfchen oder1 wie man sagt1 gediegen8 hie und da in ,gebirgen1 wie in ,idria und ,krain4 ,auch mit dem ,kochsalz hast du recht1 denn es wird als sogenanntes ,steinsalz in groen ,mengen bergmnnisch gewonnen4 -- ,kommt denn aber das ,salz nur in solchen unterirdischen ,lagern vor8 ,kurt3 ,o nein1 auch im ,meer ist viel ,kochsalz enthalten4 ,dr4 ,e43 ,schn1 ,kurt4 ,auerdem findet es sich dann noch in sogenannten ,solquellen sowie als ,steppen- oder ,wstensalz4 ,hans3 ,wovon ist denn das ,meer so salzig1 ,papa8 ,dr4 ,e43 ,aber ,hnschen1 weit du denn nicht1 da im ,meere so viele ,heringe sind8 ,da mu es doch wohl salzig davon werden4 ,hans3 ,ach1 ,papa1 jetzt willst du blo ,spa mit mir machen4 ,ich wei ganz gut3 die frischen ,heringe1 die aus dem ,meere kommen1 sind gar nicht salzig2 die werden erst nachher eingesalzen4 ,dr4 ,e43 ,nun1 wenn du es sagst1 so mu ich es wohl glauben4 ,dann heit es also1 einen andern ,grund zu finden4 ,zunchst aber3 ,woher weit du denn1 da das ,meer salzig ist8 ,hans3 ,ei1 es schmeckt ja doch salzig6 ,dr4 ,e43 ,aber warum schmeckt es denn8 ,hans3 ,ja1 das kann ich nicht weiter sagen4 ,wenn ,salz drin ist1 mu es doch danach schmecken4 ,dr4 ,e43 ,das sehe ich noch nicht ein4 ,warum schmeckt denn das ,meer nicht nach ,kieselsteinen8 ,die sind doch auch drin4 ,kurt3 ,das ist doch nicht schwer zu erklren6 ,kieselsteine schmecken ja berhaupt nicht2 ,salz schmeckt aber1 wenn wir es in den ,mund nehmen4 ,sidenote3 ,vorkommen des ,salzes4 ,salzgehalt des ,meerwassers ,dr4 ,e43 ,und ihr knnt mir nicht in klaren ,worten ausdrcken1 woher das kommt8 ,fritz3 ,o1 ich kann es4 ,salz lst sich im ,wasser und also auch im ,speichel des ,mundes1 und so kann es auf die ,geschmacksnerven unserer ,zunge einwirken4 ,kieselsteine sind unlslich1 und folglich wirken sie auch nicht auf unser ,geschmacksorgan4 ,dr4 ,e43 ,so war's gut4 ,was ich wissen wollte1 war1 da das ,kochsalz im ,wasser lslich ist1 wie ihr ja brigens an jeder ,fleischsuppe beobachten knnt4 ,kurt3 ,das hab' ich schon lange gewut6 ,ich wei auch1 da ,tante ,lotte gegen ihren ,rheumatismus immer knstliche ,seebder braucht4 ,da wird ein ganzer ,eimer ,salz in die ,badewanne geschttet1 und das lst sich dann in gewhnlichem ,wasser auf4 ,dr4 ,e43 ,nun1 dann hat vielleicht irgend jemand auch ins ,meer eine recht groe ,portion ,salz hineingeschttet1 da es dadurch salzig geworden ist4 ,fritz3 ,aber ,vater6 ,ich kann es mir ja sehr gut denken1 da das ,meer alle ,salzlager1 auf die es traf1 aufgelst hat1 und da es so zu einer ,salzlsung wurde4 ,ich wei nur nicht1 warum alle ,meere salzig sind1 whrend dies doch bei den ,seen und ,flssen selten oder gar nicht vorkommt4 ,dr4 ,e43 ,wenn irgendwo ,salz im ,meere aufgelst wird1 so versteht es sich eigentlich von selbst1 da dieser ,salzgehalt auch dem ,wasser aller anderen ,meere sich mitteilen mu1 da1 wie ihr wit1 alle ,meere zusammenhngen und ihr ,wasser durch mannigfache ,strmungen miteinander austauschen4 ,was aber deine zweite ,bemerkung anlangt1 da die ,seen und ,flsse nie oder doch nur selten ,salz enthalten1 so beruht dieselbe auf einem vollstndigen ,irrtum4 ,im ,gegenteil1 wir knnen wohl mit einigem ,rechte sagen1 da alles ,quell-1 ,flu- und ,seewasser auf der ,erde ,salz enthlt1 wenn auch meist in so geringen ,mengen1 da wir es nicht schmecken knnen4 ,einen deutlichen ,geschmack davon haben wir erst1 wenn in #ajjj ,teilen ,wasser mehr als ein ,teil ,salz enthalten ist4 ,fritz3 ,das habe ich freilich nicht gewut4 ,aber klar ist mir die ,sache darum doch noch nicht4 ,denn ich sehe noch immer nicht ein1 warum dann das ,meer so viel ,salz enthlt1 da es abscheulich danach schmeckt1 whrend in den ,seen und ,flssen so wenig ist1 da man reines ,wasser zu trinken glaubt4 ,dr4 ,e43 ,das ist endlich eine ,fragestellung1 die ich mir gefallen lasse4 ,wir wollen doch sehen1 wieweit ihr selbst mit deren ,beantwortung zustande kommt4 -- ,weit du noch1 ,hansel1 was wir neulich vom ,regen besprochen haben8 ,hans3 ,o ja1 ,papa6 ,der ,regen kommt zuerst als ,wasserdampf aus dem ,meer4 ,der ,wasserdampf khlt sich oben in der ,luft zu ,dunstblschen ab1 und diese bilden dann die ,regenwolken4 ,dr4 ,e43 ,ganz gut4 ,und hast du behalten1 ,kurt1 wie das ,wasser des ,regens beschaffen war8 ,kurt3 ,ja1 das war fast ganz reines ,wasser1 weil es gewissermaen durch ,destillation entstanden war4 ,dr4 ,e43 ,gewi4 ,bleibt dieses ,wasser so rein1 wenn es in den ,erdboden sickert und als ,quelle wieder irgendwo zum ,vorschein kommt8 ,fritz3 ,nein1 dann hat es viele lsliche ,stoffe aus dem ,boden in sich aufgenommen4 ,dr4 ,e43 ,richtig1 und unter diesen natrlich auch das berall verbreitete ,kochsalz1 das auf diese ,weise in die ,bche und ,flsse gert4 ,fritz3 ,da aber alle ,flsse zuletzt ins ,meer mnden1 so werden demselben fortwhrend die gelsten ,kochsalzmengen zugefhrt4 ,das ist ja nicht schwer zu begreifen4 ,aber dabei handelt es sich doch immer nur um eine ganz schwache ,lsung6 ,dr4 ,e43 ,das wird niemand in ,abrede stellen4 ,wenn du jetzt nur ein klein wenig nachdenken wolltest1 wrdest du die ,lsung des ,rtsels schon finden knnen6 berlege doch noch einmal alles1 was wir eben festgestellt haben4 ,denke auch daran1 da die ,menge des ,wassers im ,meere trotz aller ,zuflsse immer die gleiche bleibt1 da annhernd ebensoviel verdampft wie zufliet4 ,fritz3 ,also aus dem ,meere steigt fortwhrend ,wasserdampf auf1 der zu reinem ,wasser wird2 dieses fllt auf die ,erde1 nimmt ,salz auf und fliet dann wieder ins ,meer -- -- ,kurt3 ,o1 ich hab's4 ,die ,salzmenge im ,meer wird immer grer1 weil die ,flsse immer neues hinzubringen1 die ,wassermenge aber wird nicht grer1 weil soviel in die ,wolken geht4 ,folglich mu das ,meer immer salziger werden4 ,dr4 ,e43 ,nun1 es scheint1 als wenn du die ,sache ahnst2 klar ausgedrckt aber hast du sie nicht4 ,am einfachsten wre es wohl1 wenn wir uns das ,meer als ein ,glas ,wasser vorstellen1 das fast bis zum ,rande gefllt ist4 ,wenn wir nun in dieses ,glas unausgesetzt ,salz hineintun1 wenn auch in noch so winzigen ,mengen1 ohne die ,menge des ,wassers selbst zu vermehren1 so ist selbstverstndlich1 da die ,masse des ,salzes im ,verhltnis zum ,wasser mehr und mehr zunimmt4 ,gerade so ist es im ,meer4 ,der ,zuflu des ,wassers der ,flsse ist nur eine scheinbare ,vermehrung des ,meerwassers1 da ebensoviel in die ,luft verdampft2 der ,zuflu an ,kochsalz ins ,meer ist aber eine wirkliche ,vermehrung1 da dasselbe nicht wieder mit dem ,wasserdampf in die ,wolken geht4 ,wir knnen daher den ,kreislauf des ,wassers ganz auer acht lassen und uns die ,sache einfach so vorstellen1 als wenn eben nur kleine ,mengen ,kochsalz ohne ,unterla in das ,meer eingefhrt wrden4 ,auf diese ,weise hat das ,meer im ,laufe der ,jahrtausende fortgesetzt eine ,anreicherung8 an ,kochsalz erfahren und mute dadurch soviel salziger werden als die ,flsse1 welche es ihm zufhren4 ,kurt3 ,aber wenn das so weitergeht1 so wird ja schlielich das ,meer aus lauter ,kochsalz bestehen6 ,dr4 ,e43 ,o nein1 mein ,junge4 ,es ist schon dafr gesorgt1 da die ,bume nicht in den ,himmel wachsen6 ,zunchst kann das ,wasser nicht beliebig viel ,salz auflsen1 wie du wohl glaubst4 ,es geht ihm hnlich wie dem ,menschen1 der auch nur essen kann1 bis er grndlich gesttigt ist4 ,wenn ich in einem ,liter ,wasser1 das bekanntlich ein ,gewicht von #ajjj ,gramm oder einem ,kilogramm hat1 etwa #cej ,gramm ,kochsalz aufgelst habe1 also ziemlich ein ,drittel seines ,gewichts1 so ist das ,wasser gewissermaen satt4 ,ich kann tun1 was ich will1 alles ,salz1 was ich nun noch hineinschtte1 fllt einfach zu ,boden1 als wenn das ,salz der unlslichste ,krper von der ,welt wre4 ,man sagt dann3 das ,wasser ist gesttigt1 oder wir haben eine gesttigte ,kochsalzlsung4 ,weiter knnte es also auch mit dem ,meere niemals kommen2 es knnte eine gesttigte ,kochsalzlsung werden mit #cej ,gramm ,salz auf #ajjj ,gramm ,wasser2 alles weitere ,salz aber mte zu ,boden fallen4 ,sidenote3 ,gesttigte ,lsung ,fritz3 ,und ist denn das ,meer bald so weit1 da es eine gesttigte ,lsung darstellt8 ,dr4 ,e43 ,keineswegs4 ,die heutigen ,meere enthalten durchschnittlich auf #ajjj ,gramm ,wasser nicht #cej1 sondern nur #ce ,gramm ,kochsalz1 so da sie also noch zehnmal mehr aufnehmen knnten1 ehe sie gesttigt wren4 ,und sehr viel weiter als jetzt werden sie mit ihrem ,salzgehalt auch wohl schwerlich kommen4 ,kurt3 ,warum denn nicht8 ,dr4 ,e43 ,ich meine1 wenn die ,quellen schon viele ,millionen ,jahre das ,kochsalz1 das sich in der ,erde findet1 aufgelst und dem ,meere zugefhrt haben1 so kann das1 was noch brig ist1 nicht so schrecklich viel sein1 da dadurch die ungeheure ,wassermenge des ,ozeans um ein ,betrchtliches salziger wrde4 ,fritz3 ,aber ich denke1 da sind doch noch die groen ,steinsalzlager in der ,erde1 die aufgelst werden knnen8 ,dr4 ,e43 ,diese sind im allgemeinen durch ,ton und andere ,schichten1 welche das ,wasser nicht durchsickern lassen1 vor dem ,aufgelstwerden geschtzt1 sonst wren sie eben schon lngst verschwunden4 ,auch liegen die meisten so tief unter der ,erde1 da das in den ,erdboden dringende ,regenwasser sie nicht mehr erreichen kann4 ,kurt3 ,wei man denn1 wie diese ,steinsalzlager entstanden sind8 ,dr4 ,e43 ,freilich1 ,kurt2 das ist kein groes ,geheimnis4 ,wir haben bisher nur immer von dem allgemeinen ,weltmeer gesprochen1 dessen ,wasser noch lange nicht mit ,kochsalz gesttigt ist und auch nie gesttigt werden wird4 ,ganz anders aber knnen sich die ,verhltnisse gestalten1 wenn es sich um kleinere1 vollkommen abgeschlossene ,meere handelt1 wie etwa das ,kaspische ,meer1 das ,tote ,meer u4a4 ,diese liegen1 wie ihr wit1 in heien und ziemlich regenlosen ,gegenden4 ,die ,verdampfung ihres ,wassers ist also gro1 der ,zuflu an ,wasser durch die ,bche und ,flsse aber so gering1 da er die ,menge des verdampfenden ,wassers nicht ersetzen kann4 ,was wird hiervon die ,folge sein8 ,fritz3 ,ein solches ,binnenmeer mu natrlich immer kleiner werden4 ,dr4 ,e43 ,das ist sicher die erste ,folge4 ,nehmen wir nun an1 dieses ,meer habe anfangs auch einen ,salzgehalt gehabt1 wie das ,weltmeer1 also #ce ,gramm ,kochsalz auf #ajjj ,gramm ,wasser1 so ist klar1 da nach einiger ,zeit1 wenn ein ,teil des ,wassers verdampft und nicht durch gengenden ,zuflu ersetzt ist1 auf #ce ,gramm ,kochsalz nicht mehr #ajjj ,gramm ,wasser1 sondern nur noch etwa #hjj1 wieder nach einiger ,zeit nur #ejj ,gramm ,wasser kommen werden1 und dies wird so fortgehen1 bis fr je #ce ,gramm ,kochsalz nur noch je #ajj ,gramm ,wasser vorhanden sind1 d4h4 bis der ,sttigungspunkt des ,wassers erreicht ist4 ,ein solches ,binnenmeer1 in welchem der ,sttigungspunkt des ,wassers nicht nur erreicht1 sondern sogar schon berschritten wurde1 ist beispielsweise das ,tote ,meer4 ,es fhrt bekanntlich seinen ,namen daher1 da kein ,fisch1 ja berhaupt kein lebendes ,wesen in dieser gesttigten ,kochsalzlsung existieren kann4 ,sidenote3 ,entstehung der ,steinsalzlager4 ,salzgrten ,kurt3 ,was geschieht denn aber nun1 wenn das ,wasser noch mehr abnimmt8 ,dr4 ,e43 ,wenn du dir das nicht denken kannst1 so knnten wir es ja einmal ausprobieren4 ,wir stellen uns zunchst eine gesttigte ,kochsalzlsung her1 indem wir #cej ,gramm ,salz in einem ,liter ,wasser auflsen4 ,diese ,lsung gieen wir dann in eine flache ,schale1 welche das ,tote ,meer darstellt1 und warten nun ab1 was geschehen wird1 wenn ein ,teil des ,wassers verdampft ist4 ,ich denke1 am nchsten ,sonntag werden wir schon etwas daran sehen knnen4 ,fritz3 ,das kann man sich doch auch so vorstellen1 was dann geschehen wird3 ,wenn nicht mehr genug ,wasser da ist1 um alles ,kochsalz aufzulsen1 so mu voraussichtlich ein ,teil zu ,boden fallen1 ganz so1 als wenn wir gleich anfangs zu viel ,salz ins ,wasser geworfen htten4 ,dr4 ,e43 ,nun1 wir werden das ja am nchsten ,sonntag feststellen4 ,im allgemeinen aber hast du recht4 ,ein ,teil des ,salzes fllt zu ,boden und bildet hier eine ,kruste1 die natrlich immer dicker wird1 je mehr das ,wasser abnimmt4 ,schlielich kann1 beim ,versiegen aller ,zuflsse in der heien ,jahreszeit1 auch der letzte ,rest des ,wassers verdampfen1 und wir haben es dann mit ausgedehnten ,salzkrusten auf dem trockenen ,erdboden zu tun1 wie solche als ,wsten- oder ,steppensalz in den heien ,lndern vielfach bekannt sind4 ,auch das ,tote ,meer hat auf seinem ,grunde sicher schon eine betrchtliche ,kruste von ,salz abgelagert1 wie aus gewissen ,beobachtungen zu schlieen ist4 ,da aber hier die ,zuflsse1 die ,sand und ,schlamm mit sich fhren1 nicht vllig fehlen1 so leuchtet ein1 da neben dem ,salz auch ,sand1 ,ton und ,schlick auf dem ,grunde sich absetzen werden4 ,wenn ihr nun bedenkt1 da diese ,zuflsse zur ,regenzeit viel ,wasser und ,schlamm bringen1 im ,sommer aber fast oder ganz austrocknen und das unter der ,sonnenglut verdunstende ,meerwasser nicht ergnzen knnen1 so folgt daraus1 da immer abwechselnd ,tonschlamm whrend der ,regenzeit und ,salz whrend der trockenen ,jahreszeit am ,boden sich niederschlagen werden4 ,dies wird durch ,jahrtausende sich so lange wiederholen1 bis schlielich1 wenn aus irgendeinem ,grunde die ,zuflsse mehr und mehr versiegen1 das ,tote ,meer eines ,tages vllig ausgetrocknet ist4 ,ihr seht ein1 da dann die ltesten ,salzschichten vielleicht schon viele ,hundert ,meter unter ,schlamm1 ,erde und ,ton begraben liegen1 d4h4 also so tief1 da das gewhnliche ,regenwasser1 das nun aus den oberen ,schichten das ,salz allmhlich wieder auflst und fortfhrt1 sie lange nicht mehr erreichen kann4 ,bohrt dann nach vielleicht abermals vielen ,jahrtausenden an der ,stelle des ehemaligen ,meeres der ,mensch ein ,loch in die ,tiefe1 so stt er nach ,durchdringung dicker ,ton-1 ,gips- und ,sandlagen schlielich auf ,schichten1 die aus reinem ,salz bestehen1 und man sagt3 ,es ist ein ,steinsalzlager erbohrt worden4 ,fritz3 ,dacht' ich mir's doch1 da du uns schildern wolltest1 wie ein ,steinsalzlager entsteht4 -- ,solche ,lager kommen dann wohl nur in heien ,gegenden vor8 ,dr4 ,e43 ,nicht doch1 ,fritz4 ,wir haben davon auch in ,deutschland eine ganze ,menge1 die zum ,teil sehr umfangreich und mchtig sind4 ,am berhmtesten sind die von ,sperenberg bei ,berlin und von ,stafurt bei ,magdeburg1 wo eine reine ,salzschicht von mehreren ,hundert ,meter ,dicke gefunden wurde4 ,fritz3 ,wird denn aus dem ,meer auch ,salz gewonnen8 ,dr4 ,e43 ,o ja1 in ziemlich groer ,menge1 wenn auch nicht gerade in ,deutschland4 ,kurt3 ,warum denn nicht bei uns8 ,dr4 ,e43 ,erstens haben wir schon ,steinsalz genug1 und zweitens ist bei uns zu viel ,regen und zu wenig ,sonnenschein4 ,kurt3 ,du meinst1 da durch zu viel ,regen das ,meerwasser zu sehr verdnnt wird8 ,dr4 ,e43 ,aber ,kurt6 ,du solltest dir doch nun eigentlich allein ausdenken knnen1 in welcher ,weise das ,salz aus dem ,meere gewonnen werden mu1 nachdem ich euch erzhlt habe1 wie es die ,natur macht8 ,kurt3 ,man kann doch nicht ein ganzes ,meer austrocknen8 ,dr4 ,e43 ,nein1 gewi nicht4 ,und nun weit du weiter keinen ,rat8 ,fritz3 ,man wird wohl einzelne ,buchten vom ,meere absperren8 ,dr4 ,e43 ,oder1 was dasselbe ist1 man wird groe flache ,bassins in der ,nhe des ,meeres anlegen1 sogenannte ,salzgrten81 und diese durch ,schleusen mit dem ,meere verbinden4 ,sind diese ,bassins voll ,wasser gelaufen1 so schliet man die ,schleusen und lt nun das ,wasser verdunsten1 bis das ,salz sich niederschlgt4 ,es ist klar1 da dies nur dort geschehen kann1 wo es wenig regnet1 und wo die ,sonne so warm scheint1 da das ,wasser in den ,bassins sich bald in ,dampf verwandelt1 denn sonst wrde sich die ganze ,anlage wohl schwerlich lohnen4 ,in ,sdfrankreich und den ,mittelmeerlndern ist dieses ,verfahren ziemlich hufig in ,anwendung4 ,kurt3 ,dann kann man bei uns also nur ,steinsalz gewinnen8 ,dr4 ,e43 ,das will ich denn doch nicht gesagt haben4 ,vielmehr kommt bei uns sehr viel ,salz in den ,handel1 das wieder auf ganz andere ,art gewonnen wurde4 ,fritz3 ,noch auf eine andere ,art8 ,ich dachte1 es gebe blo ,steinsalz und ,seesalz4 ,sidenote3 ,salinen4 ,gradierwerke ,dr4 ,e43 ,nein1 es gibt auch ,salinensalz4 ,ich habe euch vorhin erzhlt1 da die ,steinsalzlager in der ,regel so tief liegen und so gut durch ,tonschichten geschtzt sind1 da das ,regenwasser sie nicht erreichen kann4 ,denkt euch aber mal1 eine ,quelle im ,innern der ,erde geriete doch in eine salzfhrende ,schicht oder in ein ganzes ,salzlager hinein2 was wird die ,folge sein8 ,kurt3 ,natrlich wird das ,salz sich auflsen4 ,dr4 ,e43 ,und die ,quelle1 wenn sie nun irgendwo aus dem ,boden hervorsprudelt8 ,kurt3 ,die wird salzig schmecken4 ,dr4 ,e43 ,das heit mit andern ,worten3 ,wir werden das haben1 was man eine ,salz- oder ,solquelle nennt4 ,fritz3 ,richtig6 ,die werden gegen ,rheumatismus und viele andere ,krankheiten gebraucht4 ,die gibt's ja in ,thringen und bei ,halle und an vielen andern ,orten4 ,dr4 ,e43 ,auch in ,norddeutschland1 z4,b4 bei ,lneburg1 ,stade und ,segeberg1 sind sie zu finden4 ,auer zu ,heilzwecken werden diese ,solquellen nun auch zur ,salzgewinnung benutzt4 ,kurt3 ,das sind dann wohl immer ganz gesttigte ,lsungen1 wenn sie direkt durch so ein ,steinsalzlager geflossen sind8 ,dr4 ,e43 ,leider nicht4 ,in der ,regel ist ihnen1 ehe sie an die ,oberflche kommen1 aus andern oberflchlichen ,schichten schon wieder so viel ses ,wasser zugeflossen1 da sie vom ,sttigungspunkte weit entfernt sind und hufig kaum mehr ,salz enthalten als das ,meerwasser4 ,fritz3 ,aber dann mu man das berflssige ,wasser doch auch erst verdampfen lassen1 wie beim ,meerwasser4 ,dr4 ,e43 ,selbstverstndlich2 es geschieht dies jedoch auf eine andere ,art1 als in den sdeuropischen ,lndern bei der ,meersalzgewinnung4 -- ,wer sagt mir1 wie's gemacht wird8 ,kurt3 ,man knnte das ,wasser in einer groen ,pfanne durch ,feuer zum ,verdampfen bringen4 ,dr4 ,e43 ,das drfte ein kostspieliges ,vergngen sein1 denn ,holz kostet ,geld1 und ,salz ist billig4 ,freilich1 wenn die ,sole sehr stark und fast gesttigt ist1 macht man es wirklich so1 wie du sagst4 ,enthlt sie aber nur wenige ,prozent1 so mu man erst auf billigere ,weise das viele berflssige ,wasser wegzuschaffen suchen4 ,gibt es denn kein ,mittel1 die ,verdunstung des ,wassers zu beschleunigen8 ,fritz3 ,auer der ,wrme wte ich keins4 ,dr4 ,e43 ,nun1 wir wollen sehen4 ,wenn ich dieses ,glas mit ,wasser flle und es ruhig stehen lasse1 wie lange wird es wohl dauern1 bis es vllig verdunstet ist8 ,kurt3 ,das ist schwer zu sagen2 ich meine aber1 #ad ,tage wrden wohl darber hingehen4 ,dr4 ,e43 ,das glaube ich auch4 ,wenn ich nun dasselbe ,wasser mit der ,hand ber das ganze ,zimmer und den ,vorplatz aussprenge1 wird es dann ebenfalls #ad ,tage dauern1 bis es in ,dampf verwandelt ist8 ,fritz3 ,nein1 das whrt hchstens ein paar ,stunden1 dann ist alles aufgetrocknet4 ,dr4 ,e43 ,seht1 und damit habt ihr das unbekannte ,mittel1 die ,verdampfung des ,wassers zu beschleunigen4 ,worin besteht es8 ,fritz3 ,es liegt1 wie mir scheint1 darin1 da das ,wasser fein verteilt werden mu1 wenn es schneller verdampfen soll4 ,dann kann die ,luft viel besser ankommen4 ,dr4 ,e43 ,gut so1 ,fritz4 ,jetzt ist das ganze ,verfahren leicht erklrt4 ,in der ,nhe der ,salzquelle werden groe ,wnde von ,reisig aufgeschichtet1 und ber diese lt man die ,sole langsam von ,zweig zu ,zweig herabrieseln4 ,mit groer ,geschwindigkeit verdampft ein ,teil des ,wassers1 und wenn man das ,herabrieseln ein paarmal wiederholt hat1 so ist der ,salzgehalt verhltnismig so viel grer geworden1 da die ,sole sudwrdig8 ist1 d4h41 da man sie nun in ,pfannen ber ,feuer weiter verdampfen kann4 ,fritz3 ,ach1 solche ,reisigwnde haben wir schon mal von der ,eisenbahn aus gesehen1 als wir im vorigen ,jahre in ,thringen waren4 ,du sagtest damals noch1 das wren ,gradierwerke2 aber ich konnte nicht weiter danach fragen1 weil du gerade mit einem fremden ,herrn im ,gesprch warst4 ,dr4 ,e43 ,in der ,tat fhren die ,reisigwnde mit den zugehrigen ,pumpen den ,namen ,gradierwerke1 weil dadurch ein hherer ,grad von ,salz in der ,sole erreicht wird4 ,man sagt auch wohl1 die ,sole wird durch dieses berrieseln des ,reisigs gradiert84 ,immerhin ist die ,menge ,salz1 die in den ,gradierwerken gewonnen wird1 gering gegen diejenige aus den ,steinsalzbergwerken4 ,sidenote3 ,verwendung des ,salzes ,hans3 ,brauchen denn die ,menschen so furchtbar viel ,salz zum ,essen8 ,dr4 ,e43 ,nicht blo zum ,essen1 ,hans4 ,salz ist auch sonst einer der wichtigsten und unentbehrlichsten ,stoffe fr alle mglichen ,gewerbsbetriebe4 ,da es zum ,konservieren des ,fleisches und der ,fische dient1 weit du ja schon1 denn du hast mir vorhin selbst von den gesalzenen ,heringen erzhlt4 ,sodann wird es gebraucht zur ,herstellung der ,salzsure1 der ,soda1 des ,chlors1 des ,salmiaks1 bei der ,seifenfabrikation1 in der ,gerberei1 beim ,glasieren der ,tongeschirre1 zum ,dngen und zu vielen andern ,zwecken4 ,kurt3 ,ist es denn wirklich zum ,essen notwendig8 ,ich dachte1 der ,mensch brauche nur ,nahrung aus dem ,tier- und ,pflanzenreich und keine ,mineralien4 ,dr4 ,e43 ,das ist ein ,irrtum4 ,das ,kochsalz spielt im ,krper eine sehr groe ,rolle2 es bildet einen wichtigen ,bestandteil unseres ,blutes und liefert z4,b4 im ,magen die fr die ,verdauung so wichtige ,salzsure4 ,auch der ,schwei und die ,trnen schmecken bekanntlich deutlich salzig4 ,personen1 denen man das ,salz entzieht1 werden bleichschtig und gehen schlielich zugrunde4 brigens wit ihr ja selbst1 wie nchtern und fade uns sehr bald die ,speisen vorkommen1 die nicht gengend von dieser ,wrze enthalten4 ,fritz3 ,dann wundert's mich1 da die ,tiere so ganz ohne ,salz auskommen knnen4 ,die finden doch keins in der ,natur1 wenn sie nicht gerade an eine ,salzquelle kommen4 ,dr4 ,e43 ,freilich1 ,bergwerke und ,salzgrten knnen sie sich nicht machen4 ,da aber die ,pflanzen aus dem ,erdboden ,salz aufnehmen1 das dann wieder mit der ,pflanzennahrung in die ,tiere bergeht1 so ist klar1 da kein ,tier ganz ohne ,kochsalz zu leben braucht4 ,bei den ,raubtieren scheint die ,menge vllig zu gengen1 welche sie mit dem ,fleisch und namentlich mit dem gierig getrunkenen ,blut ihrer ,opfer in sich aufnehmen2 bei den ,pflanzenfressern jedoch zeigt sich in der ,tat hufig ein sogenannter ,salzhunger1 und der ,landmann macht daher seinen ,khen und ,schafen durch ,verabreichung von ,salz eine ganz besondere ,freude4 ,fritz3 ,ja1 vom ,viehsalz habe ich schon mal gehrt4 ,ist denn das noch etwas anderes als das gewhnliche ,kochsalz8 ,dr4 ,e43 ,nur insofern1 als es absichtlich durch ,kohle1 ,eisenrost usw4 verunreinigt wurde4 ,kurt3 ,aber warum macht man denn das8 ,die armen ,tiere knnten doch auch wohl reines ,salz bekommen6 ,dr4 ,e43 ,da das ,salz fr alle ,menschen unentbehrlich ist1 so betrachtet der ,staat es als eine vorzgliche ,einnahmequelle1 indem er von jedem ,zentner ,salz1 der gewonnen wird1 seine ,steuer erhebt4 ,das gilt indes nur fr das zum ,genu fr den ,menschen bestimmte ,salz4 ,das ,viehsalz und das in den ,gewerben benutzte hingegen ist steuerfrei4 ,damit nun dieses billigere ,salz nicht doch noch unrechtmigerweise seinen ,weg in die ,kche finde1 wird es in der angegebenen ,weise verunreinigt oder1 wie man sagt1 es wird denaturiert84 ,doch nun habe ich euch genug vom ,salz erzhlt4 ,nchsten ,sonntag werden mir ,kurt und ,hans ihre mineralogischen ,entdeckungen im ,hause vortragen4 ,dann wollen wir auch sehen1 was aus unserm ,toten ,meer geworden ist1 das wir jetzt gleich hier in dieser ,glasschale zurechtmachen wollen4 ,illustration ,illustration ,vierter ,abend4 ,kurt1 ein ,zigarrenkistchen mit allerlei ,tten drin aufklappend und auf den ,tisch stellend3 ,vater1 heute komme ich dran6 ,ich habe mir gleich meine ganze ,mineraliensammlung mitgebracht1 damit ich nichts vergesse4 ,dr4 ,e43 ,na1 da bin ich neugierig4 ,dann packe nur mal aus mit deinen ,funden4 ,sidenote3 ,alaun1 ,salpeter1 ,kreide ,kurt3 ,mutter hat mir geholfen4 ,wir haben die ganze ,kche und die ,speisekammer abgesucht4 ,hier ist zuerst ein groes ,stck ,alaun4 ,dr4 ,e43 ,ja1 ein sehr schnes ,stck -- nur schade1 da es kein ,mineral ist4 ,kurt3 ,aber warum denn nicht8 ,es ist doch kein ,tier und keine ,pflanze4 ,dr4 ,e43 ,nein1 aber ein ,kunstprodukt6 ,freilich findet sich ,alaun hie und da1 wenn auch selten1 als ,mineral in der ,natur2 was aber in den ,handel kommt1 ist ausnahmslos knstlich aus gewhnlichem ,ton hergestellt4 ,kurt3 ,o weh1 dann wird meine ,sammlung wohl sehr zusammenschmelzen4 ,hier ist ein ,stck ,soda -- ,dr4 ,e43 ,ebenfalls ,kunstprodukt4 ,wird jetzt meist aus ,kochsalz gemacht1 zuweilen auch wohl aus der ,asche von ,seepflanzen4 ,als natrliches ,mineral ist es ungemein selten4 ,kurt3 ,ach1 dann wird es mit dem ,salpeter wohl ebenso sein6 ,dr4 ,e43 ,das ist noch nicht gesagt4 ,wenn es sogenannter ,kalisalpeter ist1 wie ich vermute1 knnten wir allerdings sicher sein1 da wir es abermals mit einem knstlichen ,stoff zu tun haben4 ,der ,natronsalpeter hingegen ist so verbreitet1 da man ihn nicht erst knstlich darzustellen braucht4 ,fritz3 ,ist das dasselbe wie der sogenannte ,chilisalpeter1 der aus ,sdamerika kommt8 ,dr4 ,e43 ,allerdings4 ,nur in diesen fast ganz regenlosen ,gegenden konnte sich ein so leicht lslicher ,stoff1 wie es der ,salpeter ist1 in greren ,lagern halten4 ,bei uns und in unserm ,klima sind alle solche leicht vom ,regen aufgelsten und fortgesplten ,mineralien1 wie ,alaun1 ,soda und ,salpeter1 eine reine ,unmglichkeit4 ,kurt3 ,aber hier habe ich etwas1 was sich nicht auflst und was ja auch wohl bei uns vorkommen knnte1 eine ,tte mit ,schlmmkreide1 die ,doris zum ,putzen gebraucht4 ,dr4 ,e43 ,beinah wre die ,schlmmkreide wahrhaftig ein ,mineral6 ,hast du denn keine gewhnliche ,kreide zum ,schreiben8 ,kurt3 ,ich habe wohl ein ,stckchen in der ,tasche1 aber das habe ich nicht im ,hause gefunden1 sondern aus der ,schule mitgenommen4 ,dr4 ,e43 ,ei1 ei6 ,also ein ,vergreifen an fremdem ,eigentum6 ,kurt3 ,ach1 es war nur ein ganz kleines ,stckchen1 das an der ,erde lag und doch zertreten worden wre4 ,dr4 ,e43 ,nun1 diesmal will ich es noch deinem ,sammeleifer zugute halten4 -- ,weit du denn1 woher die ,kreide kommt8 ,kurt3 ,ja1 auf ,rgen gibt es ganze ,kreidefelsen1 wie wir in der ,geographie gelernt haben4 ,dr4 ,e43 ,ganz recht4 ,das ist eine der vielen ,gegenden1 in denen die ,kreidefelsen zu ,schreibkreide zerschnitten werden4 ,mchtige ,kreidegebirge finden sich auerdem z4,b4 an der englischen und franzsischen ,kste zu beiden ,seiten des ,kanals4 ,als besonders rein wird ferner die ,kreide von der ,insel ,men geschtzt4 ,fritz3 ,warum ist denn die ,schlmmkreide nur beinah8 ein ,mineral8 ,dr4 ,e43 ,weil sie in dieser ,form1 als feines weies ,pulver1 doch nicht in der ,natur vorkommt4 ,da mu die gewhnliche ,kreide erst zerstampft und mit ,wasser angerhrt werden4 ,das dadurch milchig gewordene ,wasser lt man dann im ,klrbecken so lange ruhig stehen1 bis sich die feinen ,kreideteilchen zu ,boden gesetzt haben4 ,getrocknet stellt das dann die ,schlmmkreide dar4 ,kurt3 ,wozu macht man denn das8 ,man kann doch die ,kreide auch ohne ,wasser zu ,pulver zerreiben4 ,dr4 ,e43 ,dann hat man aber noch alle die ,verunreinigungen der ,kreide1 wie kleine ,kieselsteine usw4 darin1 und es wre doch schade1 wenn unser ,messing beim ,putzen durch diese harten ,steinchen verschrammt wrde4 ,sidenote3 ,bernstein4 ,meerschaum4 ,bimsstein4 ,lava4 ,vulkanische ,asche ,kurt3 ,ja1 das sehe ich ein4 -- ,hier habe ich dann noch mancherlei2 ich htte gar nicht gedacht1 da ich so vieles zusammenbringen wrde4 ,sieh1 hier ist ein ,stck ,bernstein von ,mamas ,halskette1 ein ,stck ,meerschaum von einem ,pfeifenkopf und ein ,stck ,bimsstein1 das ,doris zum ,waschen gebraucht4 ,dr4 ,e43 ,da knnten wir ja den ganzen ,abend drber reden1 und ,hnschen will doch auch noch gehrt werden6 -- ,der ,bernstein ist das ,harz vorweltlicher ,tannen1 das hauptschlich in ,ostpreuen in der ,nhe des ,seestrandes und im ,sande des ,meeres selbst sich findet4 ,der ,meerschaum ist ziemlich selten und wird namentlich in ,kleinasien bergmnnisch gewonnen4 ,der ,bimsstein indes ist weit verbreitet1 da er zu den sogenannten ,auswurfstoffen fast aller ,vulkane gehrt4 ,kurt3 ,wovon ist er denn so lcherig und so leicht1 da er einem gar nicht wie ein ,stein vorkommt8 ,dr4 ,e43 ,das hngt mit seiner ,entstehung zusammen4 -- ,hast du mal darber nachgedacht1 woher wohl das ,brot und der ,kuchen die vielen ,hhlungen und ,lcher hat8 ,kurt3 ,die entstehen1 wenn der ,kuchen aufgeht1 beim ,backen4 ,dr4 ,e43 ,und wovon geht er auf8 ,fritz3 ,das kommt durch die ,hefe1 die man hineintut1 oder beim ,brot durch den ,sauerteig4 ,wie aber dadurch sich so viele ,lcher bilden1 ist mir nicht klar4 ,dr4 ,e43 ,der ,kuchenteig bildet doch eine ziemlich zhe ,masse4 ,wenn wir nun ,hefe hinzutun1 so entwickelt sich in groen ,mengen ein ,gas1 und zwar die euch vom ,selterwasser her bekannte ,kohlensure4 ,diese kann nicht durch den zhen ,teig hindurch und nach oben entweichen1 wie sie es aus einer entkorkten ,selterwasserflasche tun wrde4 ,sie bildet daher eine ,masse kleiner ,blasen in dem ,teig1 welche denselben aufblhen und lockerer machen4 ,ist der ,kuchen gar und der ,teig fest1 so erscheinen diese ,blasen als ebenso viele kleine ,hohlrume4 ,kurt3 ,aber was hat denn das mit dem ,bimsstein zu tun8 ,dr4 ,e43 ,der ,bimsstein war1 ehe er abgekhlt wurde1 im ,innern des ,vulkans eine ebenso zhe1 halbflssige ,masse1 wie unser ,kuchenteig4 ,man nennt das glutflssige ,lava1 wie ihr schon wit4 ,dringt nun in das ,innere des ,kraters z4,b4 ,wasser ein1 das sich natrlich bei der gewaltigen ,hitze bald in ,dampf verwandelt1 so verfangen sich die aufsteigenden ,dampfblschen gerade so in der zhe flssigen ,lava1 wie die ,kohlensure im ,teig4 ,wird dann die ,lava aus dem ,vulkan ausgestoen und erstarrt1 so zeigt sie uns eben dieses eigentmlich lcherige oder porse8 ,aussehen4 ,sie wird dadurch so leicht1 da sie auf ,wasser schwimmen kann4 ,fritz3 ,sieht denn alle ,lava nachher so aus1 wenn sie aus dem feuerspeienden ,berg herauskommt8 ,dr4 ,e43 ,ei behte4 ,ist kein ,wasser oder ,gas vorhanden1 so quillt die ,lava ganz ruhig ber den ,rand des ,kraters und ist nachher beim ,erkalten so dicht und schwer1 wie grnes ,flaschenglas4 ,sie wird dann1 falls sie aus demselben ,material besteht wie der ,bimsstein1 als ,obsidian bezeichnet4 ,ist dagegen sehr viel ,wasserdampf da1 so kann dessen ,kraft so gro werden1 da er den zhen ,lavabrei vllig zerreit und zerstubt4 ,es entsteht dann die sogenannte vulkanische ,asche1 welche bis hoch in die ,wolken geschleudert wird und beim ,niederfallen weite blhende ,gefilde mit ,aschenregen bedeckt4 ,kurt3 ,war das nicht bei der ,zerstrung von ,herkulanum und ,pompeji durch den ,ausbruch des ,vesuvs der ,fall8 ,dr4 ,e43 ,freilich2 es war im ,jahre #gi nach ,christi4 ,auch der berhmte ,naturforscher ,plinius der ltere1 der zu ,schiff herbeigeeilt war1 um das gewaltige ,schauspiel zu beobachten1 wurde damals ein ,opfer seines ,wissensdurstes4 ,die ,aschenschicht1 welche noch heute1 trotz umfangreicher ,ausgrabungen1 einen groen ,teil jener ,stdte bedeckt1 hat eine ,dicke von mehr als #f ,metern4 ,in neuerer ,zeit haben wir ja dann noch eine ,reihe anderer ,vulkanausbrche mit starkem ,aschenregen gehabt1 so vor einigen ,jahrzehnten den des ,krakatau zwischen ,java und ,sumatra1 dessen ,asche selbst in unsern ,breiten noch die ,abendwolken tief rosa frbte1 und dann der ,mont ,pel auf ,martinique1 durch dessen furchtbare ,gasexplosion ,tausende von ,menschen in einem ,augenblick gettet wurden4 ,hans3 ,es mu doch schrecklich sein1 in der ,nhe eines solchen ,vulkans zu wohnen6 -- ,gibt es denn bei uns in ,deutschland auch ,vulkane8 ,dr4 ,e43 ,jetzt glcklicherweise nicht mehr4 ,frher hat es deren eine ganze ,reihe gegeben4 ,kurt3 ,wo war denn das8 ,dr4 ,e43 ,vor allem ist die ,rheingegend zu nennen1 besonders das ,eifelgebirge4 ,dort findet man die verschiedensten ,sorten von ,lava und erkennt oft noch ganz deutlich die kegelfrmigen ,krater1 aus denen sie ehemals herausgeflossen ist4 ,heute freilich sind diese ,krater erloschen1 und in ihren ,trichtern haben sich meist kleine ,seen gebildet1 die sogenannten ,mare4 ,auch der bekannte ,laacher ,see1 den ihr wohl in der ,geographiestunde besprochen1 gehrt zu diesen ,kraterseen4 ,doch1 ,hnschen1 nun wird es hohe ,zeit1 da wir auch von dir etwas hren4 ,kurt kann seine zerbrochene ,schiefertafel und was er sonst noch an ,mineralien hat1 ein andermal vorfhren4 ,hans3 ,ach1 ,papa1 die andern haben mir ja alles vorweggenommen4 ,ich habe dann berall gesucht1 aber ich habe immer nur ,sand gefunden1 in der ,kche1 auf der ,diele und auch in deinem ,schreibzeug4 ,dr4 ,e43 ,nun1 mein ,hansel1 das ist wahrhaftig kein schlechter ,fund4 ,sand gehrt zu den verbreitetsten ,mineralien und verdient wohl1 da wir uns etwas nher damit beschftigen4 ,vorher wollen wir uns erst schnell unsere gesttigte ,salzlsung vom vorigen ,sonntag aus dem ,schranke holen und sehen1 was aus ihr geworden ist4 ,fritz1 die auf den ,tisch gestellte ,schale betrachtend3 ,ei1 da sind ja lauter allerliebste kleine ,wrfel drin4 ,hans3 ,ach ja1 aber blo kleine ,puppenwrfel4 ,sidenote3 ,wachsen der ,mineralien4 ,kristalle ,dr4 ,e43 ,nun1 wenn ihr sie grer haben wollt1 mten wir sie noch ein wenig wachsen lassen4 ,kurt3 ,aber die ,steine knnen doch gar nicht wachsen1 denk' ich4 ,dr4 ,e43 ,so8 ,weit du das so genau8 -- ,im allgemeinen hast du wohl recht4 ,ein beliebiger ,feldstein drauen auf dem ,acker kann nicht1 wie die ,pflanzen und ,tiere1 ,nahrung aufnehmen und dadurch grer werden4 ,er bleibt eben1 wie er ist4 ,unter gewissen ,bedingungen aber wachsen die ,mineralien in der ,tat4 ,es geschieht dies jedoch nur1 wenn sie sich in einer ,flssigkeit befinden1 in welcher derselbe ,stoff aufgelst ist1 aus dem sie selbst bestehen4 ,in unserem ,falle haben wir ,kochsalzwrfel in einer gesttigten ,kochsalzlsung4 ,verdampft das ,wasser weiter1 so mssen auch neue ,mengen des ,salzes in den festen ,zustand bergehen1 und dies geschieht1 indem sie sich an die bereits vorhandenen ,wrfelchen ansetzen1 die dadurch also grer werden4 ,etwas hnliches wrde auch eintreten1 wenn wir nicht die wsserige ,lsung eines ,minerals vor uns htten1 sondern etwa ein durch ,hitze geschmolzenes ,mineralgemisch4 ,auch dann wrden sich beim langsamen ,erkalten die kleinsten ,teilchen der einzelnen ,mineralien zusammenfinden und allmhlich wachsende ,krperchen von bestimmter ,gestalt darstellen1 die man ,kristalle nennt4 ,seht diesen ,feldstein1 den ich gestern vom ,spaziergange mitgebracht und zerschlagen habe2 er sieht im ,innern ziemlich wie der ,durchschnitt einer ,blutwurst aus mit ihren weien ,speckwrfeln4 ,diese lnglichen weigrauen ,kristalle haben sich im ,innern des ,steines gebildet1 als derselbe noch eine glutflssige ,masse war4 ,je langsamer so ein geschmolzenes ,gestein erkaltet1 umso schner gelangen die ,kristalle im ,innern zur ,ausbildung4 ,hier bei diesem ,stck1 das den wissenschaftlichen ,namen ,porphyr8 trgt1 sind sie ber einen ,zentimeter lang2 bei dem ,obsidian1 von dem wir vorhin sprachen1 sind sie hingegen so winzig1 da man sie nur unter dem ,mikroskop zu erkennen vermag4 -- ,ihr seht nun wohl ein1 wie wir unsere ,kochsalzwrfel grer und schner bekommen knnen4 ,wir mssen einfach das ,wasser recht langsam und ohne ,erschtterung weiter verdunsten lassen4 ,am besten tut man1 wenn man eins dieser ,kristllchen an einem feinen ,faden frei aufhngt1 damit sich von allen ,seiten her neues ,salz ansetzen kann4 ,fritz3 ,woher kommt es denn1 da das ,kochsalz in solchen ,wrfeln kristallisiert8 ,in der ,regel sehen doch ,kristalle ganz anders aus8 ,dr4 ,e43 ,das ist eine recht schwierige ,frage1 ,fritz4 ,es ist ungefhr dasselbe1 als wenn du fragst1 warum ein ,eichbaum anders aussieht wie eine ,kastanie4 ,ein ganz klein wenig kann ich dir dies ,rtsel aber doch wohl verstndlicher machen4 ,zunchst mssen wir die ganz merkwrdige ,erscheinung ins ,auge fassen1 da ein ,kristall1 den man zerschlgt1 in ,stcke zu zerspringen pflegt1 welche genau wieder die ,form und die ,flchen des ursprnglichen ,kristalls haben4 ,ein ,kochsalzwrfel also zerspringt beim ,daraufschlagen stets wieder in lauter ,wrfel1 und man kann diesen ,versuch so weit fortsetzen1 als wir mit dem ,mikroskop berhaupt noch die einzelnen ,stckchen zu erkennen vermgen4 ,daraus scheint zu folgen1 da auch die allerkleinsten ,teilchen ,kochsalz1 die berhaupt denkbar sind1 und die wir selbst mit unsern strksten ,vergrerungen nicht mehr wahrnehmen knnen1 eine wrfelfrmige ,gestalt besitzen4 ,ist dies der ,fall1 so wre ein ,kristall1 wie wir ihn in unserer ,salzlsung finden1 eben nichts1 als eine regelmige ,aneinanderlegung unendlich vieler solcher kleinster ,teilchen1 hnlich so1 wie sich aus den ,holzwrfeln eines ,baukastens schlielich ein groer ,wrfel aufbauen lt4 ,sind nun jene kleinsten ,teilchen eines ,minerals nicht wrfelfrmig1 sondern anders gestaltet1 so wird natrlich in der ,regel auch das von ihnen aufgefhrte ,gebude1 der sichtbare ,kristall1 eine dementsprechende ,form haben4 ,kurt3 ,haben denn alle ,mineralien eine bestimmte ,gestalt8 ,dr4 ,e43 ,nein1 nicht alle1 aber doch die meisten4 ,freilich sieht man es manchem formlosen ,stein nicht an1 da er im ,grunde genommen aus zahllosen mikroskopischen ,kristllchen zusammengesetzt ist4 ,fritz3 ,das htte ich wahrhaftig nicht gedacht1 da die meisten ,steine kristallisiert sind4 ,vorhin hast du gesagt1 es gbe nur zwei ,mglichkeiten1 wie sich ,kristalle bilden knnten1 entweder in einer geschmolzenen ,steinmasse1 oder in einer gesttigten ,lsung4 ,der erste ,fall mag ja bei ,vulkanen recht hufig sein1 aber die ,vulkane selbst sind doch nur sehr zerstreut2 und wo solche gesttigten ,lsungen in der ,natur herkommen sollen1 begreife ich auch nicht4 ,ich wrde also meinen1 ,kristalle mten recht selten sein4 ,sidenote3 ,hufigkeit der ,kristalle ,dr4 ,e43 ,nein1 mein ,junge6 ,diesmal hast du mit deinen beiden ,annahmen grndlich vorbeigeschossen4 ,was zunchst die ,hufigkeit des geschmolzenen ,gesteins anlangt1 so hast du ja wohl schon einmal gehrt1 da unsere ,erde frher wahrscheinlich ein feurig-flssiger ,ball war4 ,wie nun eine glhende ,eisenkugel1 die wir der ,luft aussetzen1 nach und nach ihre ,wrme ausstrmt und sich abkhlt1 so mute auch der im kalten ,weltenraume kreisende geschmolzene ,erdball im ,laufe der ,zeit von seiner ,wrme verlieren4 ,dadurch bildete sich auf der ganzen ,oberflche eine anfangs dnne1 dann mehr und mehr an ,dicke zunehmende ,kruste aus festem1 erstarrtem ,gestein4 ,whrend des ,erstarrens schossen die einzelnen ,mineralien dieses ,gesteins in ,kristallen an1 und du siehst nun wohl ein1 da es damals keinen ,punkt der ,erde gab1 wo nicht ,kristallbildung in dieser ,weise stattgefunden htte4 ,doch damit nicht genug4 ,lange ,zeit blieb die ,kruste der ,erde dnn1 und es geschah daher auch noch spter an allen ,ecken und ,enden1 da weitere geschmolzene ,gesteinsmassen aus dem ,erdinnern durch ,spalten und ,risse der ,kruste hervorquollen und ber derselben erstarrten4 ,so kommt es denn1 da es in der ,tat nur wenige ,gegenden der ,erde gibt1 wo man nicht auch heute noch ,felsarten beobachten knnte1 die aus dem glutflssigen ,zustande hervorgegangen sind4 ,nicht weniger irrig ist deine zweite ,annahme1 da in der ,natur gesttigte ,lsungen nicht vorkmen1 aus denen ,kristalle sich ansetzen knnten4 ,sehr viele ,mineralien sind1 wie du weit1 im ,wasser lslich1 wenn auch oft nur in winzigen ,mengen4 ,stecken solche ,mineralien in einem ,berge oder ,felsen1 so werden sie naturgem durch das einsickernde ,regenwasser aufgelst1 und da1 wo sie waren1 entstehen ,hohlrume4 ,diese fllen sich dann1 gleich den durch ,frost oder ,erschtterung entstandenen ,spalten des ,gesteins1 bald mit dem nachdringenden ,sickerwasser an4 ,das ,sickerwasser ist anfangs noch keine gesttigte ,lsung der im ,berge steckenden ,mineralien2 allein es wiederholt sich nun hier im kleinen derselbe ,vorgang1 den wir neulich beim ,meer im groen besprochen haben4 ,etwas von dem ,wasser verdunstet durch die ,poren des ,gesteins1 und neues ,sickerwasser bringt immer neue ,mengen des aufgelsten ,minerals4 ,so wird die ,lsung in der ,hhlung oder in der ,spalte allmhlich gesttigt1 und die ,kristalle fangen an sich auszuscheiden4 ,wenn ihr euch nun vorstellt1 da ein solcher ,vorgang ,jahrtausende und ,jahrhunderttausende im ,innern der ,berge ungestrt weitergehen konnte1 und da die ,bedingungen fr schne ,kristallbildung -- vollkommene ,ruhe1 gleichmige ,temperatur und mglichst langsame ,verdunstung des ,wassers -- die denkbar gnstigsten sind1 so werdet ihr es begreifen1 wie man oft in solchen ,hohlrumen1 den sogenannten ,drusen1 sowie in den ,spalten oder ,gngen8 der ,gebirge ,kristalle von einer ,gre und ,schnheit findet1 wie wir sie knstlich auch nicht entfernt herstellen knnen4 ,hat man doch z4,b4 beim ,bohren des ,gotthardtunnels vom ,quarz1 einem ,mineral1 das nur spurenweise im ,wasser lslich ist1 ,kristalle gefunden1 die fast meterlange1 mehrere ,zentner schwere ,sulen darstellen4 ,kurt3 ,aber wie ist denn nun der gewhnliche ,sand entstanden8 ,der bildet doch keine ,kristalle6 ,sidenote3 ,entstehung des ,sandes ,dr4 ,e43 ,wenigstens sollte es uns schwer werden1 an diesen kleinen runden ,krnchen noch irgend etwas von ,kristallform zu entdecken4 ,aber man kann das dem ,sande eigentlich nicht belnehmen4 ,sieh mal1 eine ,kartoffel hat doch eine sehr schne bestimmte ,gestalt1 wie sie eben jede ,kartoffel hat4 ,wenn du sie aber zerreibst oder zerstampfst1 so da sie schlielich als ,kartoffelmus auf den ,tisch kommt1 dann soll man ihr schwerlich mehr viel von der ursprnglichen ,form ansehen4 ,ganz hnlich aber ist es mit dem ,sande4 ,ich habe euch vorhin erzhlt1 da die ursprngliche ,erstarrungskruste der ,erde jedenfalls eine feste1 felsige ,gesteinsmasse war4 ,sie bedeckte die ganze ,erdoberflche1 und es gab also damals noch keinen ,sand4 ,allein dieser ,zustand wird nicht allzulange gedauert haben4 ,die starre ,rinde hat augenscheinlich bald gewaltige ,risse bekommen1 so da sie in einzelne ,bruchstcke oder ,schollen zerfiel1 von denen einige in die ,tiefe sanken und durch den ,druck1 den sie hierbei auf die glutflssigen ,massen des ,innern ausbten1 die andern ,bruchstcke noch hher emporsteigen lieen4 ,diese emporgehobenen ,schollen der ,erdrinde bildeten die groen ,erdteile4 ber den in die ,tiefe gesunkenen ,schollen aber sammelte sich das ,wasser an und bildete die ,meere4 ,von jetzt ab waren die aus dem ,wasser hervorragenden ,teile der ,erdoberflche allen ,einflssen der ,luft und des ,regens ausgesetzt4 ,letzterer mu zu jenen ,zeiten in gewaltigen ,strmen geflossen sein1 da bei der hohen ,temperatur der ,erde viel mehr ,wasser verdampfte und in die ,wolken berging als heutzutage4 ,wasser und ,luft1 ersteres namentlich durch sein unwiderstehliches ,ausdehnungsbestreben beim ,gefrieren1 wirken nun im ,laufe der ,zeit in hohem ,mae zerstrend auf das ,gestein4 ,im ,gebirge kann man ja tagtglich und besonders nach jedem ,regen beobachten1 wie grere und kleinere ,felsblcke sich ablsen und aus der ,hhe zu ,tal strzen4 ,so vollzog sich ganz allmhlich im ,laufe sehr langer ,zeitrume eine ,zertrmmerung der festen ,felsmassen in den ,gebirgen4 ,die losgelsten ,felsstcke wurden durch die reienden ,gebirgsbche weitergefhrt und bei ihrem ,transport mehr und mehr zerkleinert2 es entstanden die sogenannten ,gerlle1 der ,kies und der ,sand4 ,dabei erhielten die einzelnen ,trmmerstcke durch das ,reiben und ,scheuern gegeneinander eine rundliche ,form1 wie wir sie jetzt an den ,sandkrnchen und ,bachkieseln beobachten4 ,auerdem muten die vom ,gebirge ins ,meer flieenden ,wasserlufe eine ,art von ,sortierung dieser ,trmmer bewirken1 indem die greren und schwereren lange nicht soweit vom ,wasser mitgefhrt wurden1 als die leichteren und kleineren4 ,es bildeten sich also hintereinander ,ablagerungen von groen ,gerllsteinen1 ,kies1 grobem und feinem ,sand1 sowie endlich1 aus den feinsten und leichtesten ,zerreibungsteilchen des ,gesteins1 von ,ton1 der von den ,flssen bis weit in das offene ,meer getragen wird und hier langsam als ,schlamm oder ,schlick zu ,boden sinkt4 ,fritz3 ,aus dem1 was du uns erzhlt hast1 verstehe ich nun wohl1 weshalb auf dem ,boden der ,flsse und auch an seinen ,ufern sich ,sand findet4 ,aber es ist mir noch nicht recht klar1 woher wir denn jetzt bei uns berall ,sand oder ,erde haben1 im ,walde1 auf den ckern1 und selbst in der ,stadt4 ,auerdem hast du gesagt1 der ,ton bilde sich nur auf dem ,grunde des ,meeres1 und wir haben doch hier ganz in der ,nhe auch ,tongruben4 ,dr4 ,e43 ,woher die oberen ,lagen von ,sand und ,ton in unserer norddeutschen ,tiefebene stammen1 erzhle ich euch vielleicht ein andermal4 ,im allgemeinen mgt ihr bedenken1 da im ,laufe von auerordentlich langen ,zeitrumen die ersten ,zertrmmerungsprodukte so mannigfache ,schicksale erfahren haben1 da wir sie nicht im einzelnen verfolgen knnen4 ,sicher ist jedenfalls1 da die ,verteilung von ,land und ,meer im ,laufe der ,zeiten ganz auerordentlich gewechselt hat1 so da dadurch jene ,zertrmmerungsprodukte der starren ,erdkruste schlielich ber die ganze ,erde in buntem ,durcheinander verbreitet wurden4 ,heute ragt vielleicht das als ,gebirge empor1 was ehemals tief unter dem ,meer begraben lag4 ,den besten ,beweis hierfr liefern die ,versteinerungen von ,meerestieren1 welche in fast allen ,gebirgen1 im ,harz so gut wie in den ,alpen1 aber auch bei uns in manchen ,tongruben gefunden werden4 ,die ,kruste der ,erde ist eben durchaus nicht so unabnderlich ruhig1 wie man es gewhnlich glaubt4 ,sorgsame ,beobachtungen lehren vielmehr1 da auch jetzt noch gewisse ,teile der ,erdoberflche in langsamer ,hebung1 andere in ,senkung begriffen sind4 ,kurt3 ,wie kommen denn aber die ,meerestiere in den festen ,felsen hinein8 ,sidenote3 ,versteinerungen4 ,findlingsblcke ,dr4 ,e43 ,ich habe euch vorhin erzhlt1 wie das zerkleinerte ,gesteinsmaterial als ,kies1 ,sand1 ,lehm und ,ton schlielich durch die ,flsse ins ,meer gesplt wird und dort in die ,tiefe sinkt4 ,hier nun ist es dem ,drucke der darberliegenden ,wasserschichten ausgesetzt1 der bei groer ,meerestiefe ein ganz ungeheurer wird4 ,das anfangs lockere ,material1 in welches die absterbenden ,meerestiere hineinsinken1 wird dadurch im ,laufe der ,zeit wieder zu festen1 felsartigen ,massen zusammengebacken4 ,wenn diese dann nach ,jahrtausenden durch ,hebung ber den ,spiegel des ,meeres gelangen1 so machen sie fast ganz den ,eindruck ursprnglicher ,gebirgsarten4 ,zwei ,kennzeichen gibt es jedoch1 nebenbei bemerkt1 an denen man sie ziemlich sicher von den ursprnglichen1 anfangs glutflssigen ,gesteinen unterscheiden kann3 die ,schichtung infolge der schichtenweisen ,ablagerung im ,meere und die in ihnen steckenden ,versteinerungen4 ,fritz3 ,eine ,frage mchte ich aber doch noch tun4 ,wenn unsere ,gegend wirklich frher ,meeresboden gewesen ist und auf diesem nur ,sand und ,ton sich ablagern konnten1 hchstens vielleicht noch ,kies am ,strande1 woher kommen dann die groen ,steinblcke oder ,feldsteine1 die man soviel auf den ckern findet8 ,gewachsen sind sie doch dort nicht1 und ein ,gebirge1 von dem sie herunterfallen konnten1 ist ja auch nicht da4 ,dr4 ,e43 ,die ,frage1 die du da eben berhrst1 hat die ,naturforscher viele ,jahrzehnte lang beschftigt4 ,anfangs glaubte man1 diese sogenannten erratischen oder ,findlingsblcke seien zur ,zeit1 als unser ,land noch vom ,meer bedeckt war1 auf gewaltigen ,eisbergen vom ,norden und ,nordosten hergeschwommen und beim allmhlichen ,schmelzen der ,eisberge in die ,tiefe gefallen4 ,diese ,ansicht aber hat man aus verschiedenen ,grnden aufgeben mssen und man ist jetzt zu der berzeugung gelangt1 da jene ,blcke mit ,hilfe von ,gletschern nach hier getragen wurden4 ,da ,gletscher wandern1 d4h4 da ihre ,eismassen von hinten her vorrcken1 wenn das ,vorderende abschmilzt1 haben wir ja schon neulich besprochen4 ,wir brauchen daher nur noch anzunehmen1 da von ,schweden und ,finnland bis zu uns eine einzige ungeheure ,eismasse das ,land bedeckte1 ganz hnlich1 wie es heute in ,grnland der ,fall ist4 ,die ,felsblcke1 welche dort in den nordischen ,gebirgen auf das ,gletschereis fielen oder unten bzw4 in ihm festfroren1 wurden mit dem vorrckenden ,eise weiter und weiter getragen1 bis sie schlielich beim ,abschmelzen des ,eises am ,vorderrande als sogenannte ,stirn-,morne und auf dem ganzen ,wege des ,gletschers als ,grund-,morne zu ,boden fielen4 ,von manchen unserer erratischen ,blcke kann man sogar ganz genau angeben1 von welchem ,gebirgsstock im fernen ,schweden oder ,finnland sie herstammen4 ,kurt3 ,dann kann man hier wohl alle mglichen verschiedenen ,steine finden8 ,dr4 ,e43 ,ganz gewi4 ,fr den ,sammler von ,mineralien und ,gebirgsarten gibt es kaum eine bessere ,gelegenheit1 alle mglichen ,formen zusammenzubringen als in ,norddeutschland2 die ,natur selbst hat sich in der norddeutschen ,tiefebene mit ,hilfe der ,gletscher gewissermaen ein mineralogisches ,museum angelegt4 ,es sollte mich freuen1 wenn ihr euch im nchsten ,frhjahr ein wenig um die ,mannigfaltigkeit dieser ,gesteinsarten kmmern wolltet4 ,illustration ,illustration ,fnfter ,abend4 ,ich dchte1 es wre ,zeit1 beginnt ,dr4 ,e4 die abendliche ,unterhaltung1 da wir uns auch einmal um die ,tiere hier in meinem ,studierzimmer bekmmerten4 ,was meinst du z4,b4 zu unserm ,kanarienvogel1 ,kurt8 ,sidenote3 ,kanarienvogel4 ,muskeln die ,ursache der ,kraft ,kurt3 ,wenn du es gern willst1 ,vater1 so ist es mir recht2 aber die ,vgel haben wir in der ,schule schon durchgenommen1 und ich glaube1 das meiste davon wei ich schon4 ,dr4 ,e43 ,nun1 das werden wir ja bald erfahren4 ,zunchst wollen wir uns das ,tierchen aber doch mal ordentlich ansehen4 ,fritz3 ,das wird uns heute abend wohl wenig ntzen1 ,vater4 ,man erkennt blo noch einen gelben ,klumpen2 er schlft ja schon4 ,dr4 ,e43 ,so1 er schlft schon6 ,aber woher weit du denn das so genau1 ,fritz8 ,fritz3 ,o1 er hat sich ganz dick aufgeblasen und seinen ,kopf zwischen die ,flgel gesteckt4 ,er sitzt auch ganz still auf der ,stange und rhrt sich nicht4 ,dr4 ,e43 ,da er still sitzt1 kann man am ,ende als ein ,zeichen des ,schlafens ansehen4 ,aber wrdest du denn auch so auf einer ,stange sitzend schlafen knnen8 ,ich meine1 es wrde gar nicht lange dauern1 so wrest du heruntergepurzelt4 ,kurt3 ,ja1 das ist doch sehr einfach2 der ,vogel hat eben die langen ,zehen und ,krallen1 mit denen er die ,stange umgreift4 ,wenn wir die htten1 wrden wir auch so schlafen knnen4 ,dr4 ,e43 ,was du schlau bist1 mein ,junge4 ,ich glaube1 die ,sache hat doch ihren ,haken6 ,sieh1 unsere ,hnde sind doch mindestens noch ebensogut zum ,greifen eingerichtet wie die ,krallen des ,vogels4 ,nun denke dir1 du solltest einen dnnen ,stock1 den du gut umgreifen kannst1 auch nur eine ,stunde lang fest in deinen ,hnden halten4 ,wrdest du das wohl aushalten knnen8 ,kurt3 ,eine ,stunde lang mchte ich es wohl mal versuchen2 aber freilich so unaufhrlich1 wie der ,vogel die ,stange umklammert hlt -- da wrde mir am ,ende doch wohl die ,hand lahm werden4 ,dr4 ,e43 ,das ist sogar ganz sicher6 ,und zwar liegt der ,grund in dem ganz allgemein gltigen ,satz1 da ,muskeln nur verhltnismig kurze ,zeit angespannt werden knnen und bald erschlaffen4 ,hans3 ,papa1 was sind denn eigentlich ,muskeln88 ,mein ,freund ,wilhelm sagt1 an den ,armen htten wir auch ,muskeln1 und die wrden immer dicker1 wenn man ordentlich turnt4 ,dr4 ,e43 ,da hat dein ,freund ,wilhelm ganz recht4 ,wir haben aber nicht blo ,muskeln an den ,armen1 sondern auch an den ,beinen1 am ,kopf1 am ,rumpf1 kurz berall2 denn ,muskeln sind weiter nichts als mageres ,fleisch1 und wenn wir ein ,beefsteak essen1 so essen wir eben ,muskeln4 ,kurt3 ,was hat denn das ,fleisch aber mit der ,kraft zu tun8 ,und wieso kann dasselbe angespannt werden1 wenn ich den ,stock in den ,hnden halte8 ,dr4 ,e43 ,das ,fleisch1 welches ja aus lauter einzelnen ,fasern besteht1 wie ihr namentlich gut am gekochten ,suppenfleisch beobachten knnt1 besitzt im lebenden ,zustande eine ganz merkwrdige ,fhigkeit4 ,es vermag sich nmlich um einen ,teil seiner ,lnge zu verkrzen1 wobei es gleichzeitig entsprechend an ,dicke zunimmt4 ,ihr knnt euch leicht davon berzeugen1 wenn ihr z4,b4 den ,unterarm gegen den ,oberarm biegt4 ,ihr werdet dann finden1 da das ,fleisch auf dem ,oberarm ziemlich viel dicker wird4 ,diese merkwrdige ,fhigkeit des ,fleisches1 sich ganz nach unserm ,wunsch und ,willen zusammenziehen zu knnen1 ist die ,ursache aller ,kraft1 die wir in uns fhlen1 und die wir gegen unsere ,umgebung uern4 ,wenn ich jemandem die ,hand drcke1 so geschieht dies durch ,zusammenziehen der mit den ,fingerknochen in ,verbindung stehenden ,fleischmassen1 und ebenso ist es1 wenn ich den ,hammer schwinge oder das ,bein zum ,gehen erhebe4 ,hans3 ,aber die ,gespenster bestehen doch blo aus einem ,knochengerippe und knnen doch auch gehen6 ,dr4 ,e43 ,wenigstens in der ,phantasie der ,aberglubischen6 ,solche albernen ,vorstellungen von drren ,knochenmnnern1 wie sie uns ja namentlich auch fr den ,gevatter ,tod1 den ,sensenmann81 gelufig sind1 konnten eben nur entstehen zu einer ,zeit1 wo man von der ,bedeutung des ,fleisches als ,ursache unserer ,kraft noch gar keine ,ahnung hatte4 ,heute wei alle ,welt1 da wir beispielsweise den ,unterarm gegen den ,oberarm nur biegen knnen1 wenn wir dem ,fleisch oder den ,muskeln1 welche beide ,knochen verbinden1 den ,befehl erteilen1 sich zusammenzuziehen1 wodurch dann der ,unterarm mit ,hilfe des ,ellenbogengelenks dem ,oberarm genhert wird4 ,kurt3 ,aber ich brauche doch gar nicht erst zu befehlen1 wenn ich etwa ein ,glas ,wasser an den ,mund bringen will4 ,dr4 ,e43 ,darin1 da du dies willst1 liegt ja schon der ,befehl4 ,hast du keinen ,durst oder sonst kein ,verlangen nach dem bereitstehenden ,glase1 so fllt es dem ,arm gar nicht ein1 sich danach auszustrecken4 ,der ganze ,mechanismus zwischen unserm ,willen und den ,muskeln ist eben so vollendet eingerichtet1 da der bloe ,gedanke schon gengt1 die fr die ,ausfhrung unseres ,vorhabens geeigneten oder zweckmigen ,bewegungen hervorzurufen4 -- ,wenn wir gehrig ausgeruht und frisch sind1 kann das ,zusammenziehen des ,fleisches oder der ,muskelfasern mit groer ,kraft erfolgen1 so da wir z4,b4 beim ,biegen des ,armes eine recht erhebliche ,last mit emporzuheben vermgen4 ,lange aber hlt das ,fleisch diese starke ,zusammenziehung nicht aus2 das ,bedrfnis1 wieder die gestreckte ,form anzunehmen1 wird strker und strker1 so da wir schlielich die ,last und den ,arm sinken lassen mssen4 ,man sagt dann1 der ,muskel ist ermdet1 und er bedarf erst wieder einer ,zeit der ,ruhe1 bis er aufs neue mit der alten ,kraft sich verkrzen kann4 ,es dnkt euch doch wohl nur eine kleine ,arbeit1 den ,arm eine halbe ,stunde lang wagerecht zu halten2 ich glaube aber fast1 da er euch schon nach einer ,viertelstunde wie ,blei heruntersinken wird4 ,fritz3 ,der ,hauptsache nach habe ich dies alles schon von unserm ,lehrer gehrt2 um so neugieriger aber bin ich nun1 inwiefern der ,vogel mit seinen ,zehen immer und sogar im ,schlafe die ,stange umklammern kann1 ohne zu ermden4 ,sidenote3 ,muskeln4 ,sehnen4 ,teile des ,vogelbeins ,dr4 ,e43 ,um das zu verstehen1 mssen wir uns zunchst klarmachen1 da das magere ,fleisch sich meist nicht direkt an die ,knochen ansetzt1 sondern in der ,regel mit ,hilfe langer1 fester ,strnge1 die man ,sehnen nennt4 ,seht eure ,hand und eure ,finger an2 es ist nur recht wenig ,fleisch daran im ,verhltnis zu der groen ,kraft1 die wir in den ,fingern haben4 ,das kommt daher1 da die ,muskeln1 welche das ,biegen und ,strecken der ,finger besorgen1 gar nicht an der ,hand sitzen1 sondern am ,unterarm1 der deshalb so dick und fleischig ist4 ,von diesen ,muskeln ziehen lange ,sehnen oberhalb und unterhalb der ,handflche bis in die uersten ,fingerspitzen4 ,es werden die ,finger also gewissermaen aus der ,ferne gelenkt1 wie die ,beine des ,hampelmanns durch den ,bindfaden4 ,ihr knnt euch hiervon leicht berzeugen1 wenn ihr etwa mit der linken ,hand den ,unterarm der rechten ,hand etwas unterhalb des ,ellenbogens umgreift und nun die ,finger der rechten ,hand zu einer ,faust ballt4 ,nicht wahr1 ihr fhlt1 wie auerordentlich stark sich dann die ,fleischmassen1 die hier in der ,nhe des ,ellenbogens sitzen1 zusammenziehen3 ,ein ,beweis1 da sie es sind1 welche das ,krmmen der ,finger bewirkt haben4 ,da die ,sehnen sich nicht zusammenziehen und einfach wie ,stricke wirken1 an denen gezogen wird1 so knnen sie auch nicht ermden1 wie das ,fleisch1 und wenn wir dies im ,auge behalten1 so werden wir auch mit dem ,rtsel des nie ermdenden ,vogelbeins bald im klaren sein4 ,ein ,vogelfu ist ja noch viel drrer als eine ,menschenhand2 er besitzt1 nebst seinen ,zehen1 nicht die geringste ,spur von ,fleisch4 ,ihr werdet euch also schon vorstellen knnen1 da auch hier das ,krmmen der ,zehen vermittels langer ,sehnen geschieht1 deren zugehrige ,muskeln weiter oben am ,beine sitzen4 ,bis so weit ist alles ziemlich einfach und ganz hnlich1 wie an unsern ,hnden und ,fen4 ,jetzt aber kommt ein etwas schwieriger ,punkt1 zu dessen ,verstndnis wir uns die einzelnen ,teile des ,vogelbeins und deren ,winkelstellung ins ,gedchtnis zurckrufen mssen4 ,wir wollen hierzu diese ,abbildung eines ,vogelbeins zu ,hilfe nehmen4 ,seht1 dieser oberste ,teil1 der sich an das ,becken ansetzt und fr gewhnlich gar nicht zu sehen ist1 hchstens an einem gerupften ,vogel1 ist der ,oberschenkel4 ,den zweiten ,abschnitt1 den man flschlicherweise meist als ,keule bezeichnet1 z4,b4 bei einer gebratenen ,gans1 bildet der sehr fleischige ,unterschenkel1 und nun folgt der ,fu1 der wieder aus dem langen1 drren1 mit ,schuppen besetzten ,lauf und aus den ,zehen besteht4 ,zwischen ,ober- und ,unterschenkel befindet sich das ,kniegelenk1 zwischen ,unterschenkel und ,lauf das ,fersengelenk1 und diese ,gelenke ermglichen es1 da die einzelnen ,teile in verschiedenem ,winkel zueinander gestellt werden knnen1 und zwar um so mehr1 je mehr der ,vogel eine geduckte1 in sich zusammengesunkene ,stellung einnimmt4 ,illustration ,kurt3 ,o1 das ,vogelbein haben wir sehr genau in der ,schule durchgenommen4 ,ich wei auch1 da der ,lauf den sogenannten ,fuwurzel- und ,mittelfuknochen des ,menschen entspricht4 ,dr4 ,e43 ,nun gut1 so ungefhr wenigstens4 ,jetzt wollen wir die ,anordnung der die ,knochen gegeneinander bewegenden ,muskeln betrachten4 ,was zunchst die eigentlichen ,zehenbeuger betrifft1 so unterscheiden sie sich in ihrer ,lage kaum von unsern ,zehenbeugern4 ,sie verlaufen an der ,unterseite der ,zehen als lange ,sehnen1 die sich dann am ,grunde des ,laufes vereinigen und an dessen ,rckseite einen ,strang bilden1 der schlielich am ,unterschenkel in den zugehrigen ,muskel bergeht4 ,die ,zehen werden sich krmmen1 sobald dieser ,muskel durch ,zusammenziehen einen ,zug auf die ,sehne ausbt4 ,allein -- und dies ist die interessante ,einrichtung1 auf die ich euch aufmerksam machen wollte -- diese ,sehne des ,zehenbeugers kann noch auf eine zweite ,art in ,bewegung gesetzt werden1 da sie an der ,hinterseite des ,laufes mit der uerst langen ,sehne eines andern ,muskels zusammengewachsen ist1 der1 vom ,hinterrande des ,beckens kommend1 als ,sehne vorn ber das ,kniegelenk verluft1 und dann um den ,unterschenkel sich herumwindend1 an der ,hinterseite des letztern und des ,laufes herabzieht4 ,nimmt nun der ,vogel eine hockende ,stellung ein1 d4h4 wird das ,knie stark gebeugt1 so wird dadurch die lange1 ber das ,kniegelenk herabziehende ,sehne straffer gespannt1 und sie bt somit auch einen ,zug auf die ,sehne des ,zehenbeugers aus1 mit der sie verwachsen ist4 ,die ,zehen werden demnach lediglich durch das ,beugen der ,knie gekrmmt1 ohne da irgendein ,muskel dabei in ,frage kme4 -- ,die ,sache ist ein wenig schwierig2 so ungefhr aber werdet ihr mich ja wohl verstanden haben4 ,kurt3 ,ja1 ich denke mir die ,sache so hnlich wie mit unsern ,hosen3 ,wenn wir uns in die ,knie setzen1 so werden sie vorn ber dem ,knie straff gezogen und unten werden sie krzer4 ,dr4 ,e43 ,ei sieh6 ,der ,vergleich ist gar nicht so bel4 ,ein ,strick oder ein ,stck ,tuch1 welches zuerst zwischen zwei ,punkten fast eine gerade ,linie bildete1 wird eben straff gespannt1 wenn wir es zwingen1 einen ,winkel zu bilden4 -- ,jedenfalls werdet ihr jetzt eingesehen haben1 da der ,vogel mit einem solchen ,apparat bis in alle ,ewigkeit auf seiner ,stange sitzen knnte4 ,kurt3 ,das sehe ich ein4 -- ,du wolltest uns ja aber auch noch sagen1 warum der ,vogel sich so aufgeblasen hat1 wenn er schlft4 ,sidenote3 ,struben des ,gefieders whrend des ,schlafens ,dr4 ,e43 ,davon wei ich kein ,wort4 ,ich habe nur bezweifelt1 da ihr aus diesem ,sichaufblhen schlieen knntet1 da der ,vogel schlft4 ,oder tun wir vielleicht dasselbe1 wenn wir zur ,ruhe gehen8 ,fritz3 ,nein1 das natrlich nicht4 ,aber man sieht es doch immer beim ,vogel1 wenn er schlft1 oder wenn er krank ist4 ,dr4 ,e43 ,wenn du dich einfach auf die ,beobachtung berufst1 so mu ich dir wohl recht geben4 ,aber man sollte doch meinen1 da auch wir irgend etwas tten1 was dem ,aufblhen des ,gefieders fr die ,zeit der ,nachtruhe zu vergleichen wre8 ,kurt3 ,aufblhen des ,gefieders8 ,wie sollten wir das denn nur anfangen6 ,dr4 ,e43 ,nun ja1 ,kurt1 das ,federstruben mssen wir schon hbsch bleiben lassen4 ,allein1 wit ihr denn gar keinen ,grund anzugeben1 warum der ,vogel diese seltsame ,nachttoilette macht8 ,kurt3 ,vielleicht will er sich grer machen1 wie der ,frosch1 der sich aufblst8 ,fritz3 ,nein1 das wrde doch keinen ,zweck haben4 ,aber vielleicht friert ihn8 ,dr4 ,e43 ,friert ihn8 ,was sollte denn dabei das ,struben der ,federn ntzen8 ,wird er etwa dadurch wrmer8 ,fritz3 ,das kann man doch wohl behaupten4 ,wir haben neulich in der ,physik gehabt1 da ,luft ein schlechter ,wrmeleiter ist1 und da man deshalb eine ruhende ,luftschicht hufig anwendet1 um die ,wrme zurckzuhalten1 wie z4,b4 bei den ,doppelfenstern4 ,da soll es nicht sowohl das dnne ,glas1 sondern die dazwischen liegende ,luftschicht sein1 die das ,zimmer warm erhlt4 ,wenn nun der ,vogel die ,federn strubt1 d4h4 sie weiter vom ,krper abhlt1 so vergrert er dadurch die ruhende ,luftschicht um seinen ,krper1 so da seine eigene ,wrme nicht so schnell an die ,umgebung abgegeben wird4 ,sidenote3 ,struben des ,gefieders4 ,gnsehaut8 ,dr4 ,e43 ,bravo1 ,fritz4 ,es freut mich1 da du dich nicht irre machen lieest4 ,deine ,erklrung ist vollkommen zutreffend1 und jetzt wird mir auch ,kurt sagen knnen1 ob wir denn wirklich beim ,schlafengehen gar nichts tun1 was dem ,struben des ,gefieders beim ,vogel entspricht4 ,kurt3 ,ach1 dann meinst du wohl das ,zudecken8 ,dr4 ,e43 ,nun siehst du6 ,da wir keine eigenen ,federn haben1 so nehmen wir einfach die von unsern ,gnsen und schaffen uns damit eine ebensolche ,wrme zurckhaltende ,schicht1 wie sie die ,vgel an ihrem ,krper selbst herstellen4 ,ein ,vogel fhrt also gewissermaen sein ,deckbett immer bei sich1 so da er es jeden ,augenblick benutzen kann1 wenn ihn friert4 ,kurt3 ,aber warum friert ihn denn immer des ,nachts8 ,dr4 ,e43 ,na1 ,kurt1 ich denke1 das ist doch eine recht kindliche ,frage6 ,erstens solltest du wissen1 da es nachts immer khler ist als am ,tage1 wo die ,sonne scheint1 und zweitens entwickelt der ,krper whrend der ,ruhe lange nicht so viel ,wrme1 wie whrend der ,bewegung4 ,wenn du tchtig gelaufen bist1 wirst du bekanntlich so hei1 da du wie eine ,kirsche aussiehst1 und wenn du eine ,nacht hier auf der ,stubendiele schlafen wolltest1 so wrdest du schon merken1 wie dir morgens beim ,aufwachen die ,zhne klappern4 ,das alles ist sehr einfach1 denn die ,wrme unseres ,krpers wird eben durch die ,arbeit1 die er leistet1 hervorgerufen4 ,ist letztere gro1 so entsteht viel ,wrme1 ist sie klein1 wie im ,schlaf1 so entsteht weniger1 und wir mssen diese geringere ,wrmemenge dann durch bessere ,schutzmittel1 also durch ,zudecken1 zu erhalten suchen4 ,ich mchte indes1 da wir gerade von dem ,struben des ,gefieders gesprochen haben1 doch noch die eine ,frage an euch richten1 wie dieses ,struben wohl vor sich gehen mag4 ,fritz3 ,da es sich um eine ,bewegung der ,federn handelt1 so werden dazu auch wohl ,muskeln ntig sein4 ,dr4 ,e43 ,gut geraten1 ,fritz4 ,wenn wir die ,sache genauer untersuchen1 so finden wir kleine ,muskelbndel1 welche in der ,haut liegen und sich an den ,grund der ,federn ansetzen4 ,durch ihr ,zusammenziehen wird der ,schaft der ,feder1 der schrg aus der ,haut herausragt1 mehr gerade gerichtet1 so da die ,federn steiler zu stehen kommen4 -- brigens hatte ,kurt vorhin gar nicht so unrecht1 wenn er meinte1 da die ,vorrichtung bei passender ,gelegenheit dazu benutzt werde1 sich grer zu machen4 ,fast alle ,vgel struben ihr ,gefieder auch1 wenn sie einem ,feinde gegenberstehen1 und zwar1 wie wir annehmen1 weil sie demselben auf diese ,weise mehr ,respekt einflen4 ,kurt3 ,aber machen die ,igel und die ,stachelschweine es nicht ebenso8 ,dr4 ,e43 ,gewi1 ,kurt4 ,im wesentlichen haben wir es hier mit derselben ,erscheinung zu tun2 nur da diese ,tiere durch das ,struben ihrer ,stacheln nicht blo grer werden1 sondern in den starren ,borsten zugleich auch ,waffen gewinnen4 -- ,doch1 da dir der ,vergleich mit diesen beiden ,sugetieren eingefallen ist1 so mchte ich wohl weiter fragen1 ob du nicht auch bei ,menschen eine ,erscheinung kennst1 die wir dem ,struben des ,gefieders vergleichen knnen4 ,kurt3 ,ich wei nicht recht4 ,man spricht ja immer vom ,struben der ,haare bei ,furcht oder ,schreck2 ich habe es aber noch nie gesehen1 und ich dachte1 das wre wohl ,unsinn4 ,dr4 ,e43 ,o nein1 mein ,junge1 das ,haarstruben gibt es ganz buchstblich1 und dir haben sicher die ,haare schon viel fter zu ,berge gestanden als du denkst4 ,kurt3 ,nein1 ,vater1 ganz gewi nicht4 ,dr4 ,e43 ,so8 ,wie war es denn neulich beim ,baden1 als es schon so kalt war1 da ich euch eigentlich nicht hinlassen wollte8 ,hast du denn gar nichts bemerkt1 als du zitternd aus dem ,wasser kamst8 ,kurt3 ,o doch1 da habe ich eine gehrige ,gnsehaut gekriegt6 ,dr4 ,e43 ,aha1 da haben wir's ja6 ,sieh1 diese ,gnsehaut war weiter nichts als das ,struben des ,gefieders beim ,vogel und der ,stacheln beim ,igel4 ,deine ,hrchen auf der ,haut sind nur so klein1 da du es gar nicht bemerktest1 wie sie sich aufrichteten4 ,die kleinen ,muskelfasern in der ,haut aber hatten ihre ,schuldigkeit getan und hatten sich um jedes ,hrchen zu einem kleinen ,hckerchen zusammengezogen4 ,denn dieses hckerige ,aussehen der ,haut nennt man ja eben die ,gnsehaut84 ,fritz3 ,aber die ,gnsehaut8 hngt doch nicht von unserem ,willen ab8 ,dr4 ,e43 ,nein1 darin hast du recht4 ,wir knnen sie allerdings wohl ziemlich willkrlich hervorrufen1 wenn wir an etwas recht ,kaltes1 recht ,saures oder recht ,furchtbares denken2 aber direkt knnen wir die ,haare nicht struben4 ,ob das indes der ,vogel so ganz nach ,belieben kann1 oder ob nicht auch bei ihm gewisse ,empfindungen voraufgehen mssen1 drfte recht schwer zu entscheiden sein4 ,warum steckt denn aber der ,vogel den ,kopf zwischen die ,flgel1 wenn er schlafen will8 ,fritz3 ,sollte er vielleicht den ,kopf noch besonders wrmen wollen8 ,dr4 ,e43 ,mglich ist es1 da auch das ,wrmebedrfnis hierbei eine ,rolle spielt4 ,aller ,wahrscheinlichkeit nach aber hat diese ,gewohnheit noch einen andern ,grund4 ,es ist eine bekannte ,tatsache1 da wir das ,einschlafen beschleunigen knnen1 wenn wir die ,bettdecke ber das ,gesicht ziehen4 ,wir atmen dann einen ,teil der eben ausgeatmeten kohlensurereichen ,luft direkt wieder ein2 deshalb gelangt durch ,mund und ,nase weniger ,sauerstoff in die ,lungen und in das ,blut1 und das arbeitende ,gehirn wird leichter beruhigt4 ,demnach ist anzunehmen1 da auch beim ,vogel dieses ,verstecken des ,kopfes zwischen die ,flgel dazu dient1 den ,schlaf schneller herbeizurufen und ihn tiefer zu machen4 -- brigens scheint ihr es gar nicht weiter verwunderlich zu finden1 da der ,vogel so ganz einfach seinen ,kopf zwischen die ,flgel steckt4 ,kurt3 ,aber das knnen doch alle ,vgel6 ,dr4 ,e43 ,freilich knnen sie es alle2 aber hrt denn die ,sache darum auf1 weniger seltsam zu sein8 ,versuche du es doch einmal1 deinen ,kopf hinten auf den ,rcken zu legen4 ,kurt3 ,ja1 das ist nicht mglich1 weil unser ,hals zu kurz ist4 ,dr4 ,e43 ,nun1 dann bitte mal eine ,giraffe1 da sie es tut4 ,deren ,hals ist doch wohl noch etwas lnger als der eines ,kanarienvogels4 ,sidenote3 ,beweglichkeit des ,halses der ,vgel4 ,folgen derselben ,fritz3 ,der ,hals der ,sugetiere ist nicht so biegsam1 wie derjenige der ,vgel4 ,dr4 ,e43 ,sehr richtig6 ,und nun entsteht die weitere ,frage3 ,wodurch wird die grere ,biegsamkeit beim ,halse des ,vogels hervorgerufen8 ,kurt3 ,ach1 das wei ich6 ,der ,hals der ,sugetiere besteht nur aus #g-h einzelnen ,wirbeln1 und diese sind meist durch ,knorpelscheiben miteinander verwachsen2 der ,hals der ,vgel aber hat bis zu #bb ,wirbel1 und diese sind durch wahre ,gelenke gegeneinander verstellbar4 ,dr4 ,e43 ,es freut mich1 ,kurt1 da du so gut in der ,schule aufgepat hast4 ,diese wahren ,gelenke der ,wirbel des ,vogelhalses sind brigens ganz eigenartig4 ,ihr solltet sie einmal prparieren1 wenn ,mama wieder ein ,huhn oder eine ,gans fr die ,kche besorgt hat4 ,die ,wirbel sind nmlich nicht in jeder ,richtung gegeneinander beweglich1 sondern nur nach zwei rechtwinklig zueinander geneigten ,richtungen1 etwa so1 wie ein ,reiter im ,sattel sich nach vorn und hinten1 sowie nach rechts und links biegen kann4 ,die ,gelenke fhren daher auch den ,namen ,sattelgelenke4 ,ihnen vor allem verdankt der ,vogelhals seine groe ,biegsamkeit1 abgesehen davon1 da auch der ,kopf viel beweglicher auf dem ,halse befestigt ist als beim ,sugetier4 -- ,wissen aber mchte ich nun noch1 weshalb wohl ,sugetiere und ,vgel eine so auffallende ,verschiedenheit im ,bau ihres ,halses zeigen4 ,fritz3 ,o1 das ist doch klar6 ,der ,vogel soll mit seinem ,schnabel die ,nahrung vom ,boden picken1 sich verteidigen und sein ,nest bauen1 und darum mu der ,kopf so beweglich sein4 ,dr4 ,e43 ,ja1 warum mu er denn das alles mit dem ,schnabel machen8 ,kurt3 ,womit sollte er's denn sonst machen8 ,er hat ja keine ,hnde6 ,dr4 ,e43 ,na1 das ist nun etwas ber das ,ziel hinausgeschossen1 denn die ,hunde1 ,schweine1 ,pferde usw4 haben auch keine ,hnde4 ,aber im ,grunde hast du recht4 ,die ,vgel gleichen gewissermaen einem ,menschen1 dem beide ,arme fehlen1 und der daher sehen mu1 wie er sich mit seinen ,fen und seinem ,munde behelfen kann4 ,denn die ,flgel sind als ,apparate zum ,greifen1 ,festhalten1 ,scharren1 ,graben1 ,klettern und was sonst noch alles mit den ,vorderbeinen von den ,sugetieren geschieht1 vllig untauglich geworden4 ,dafr haben sie denn allerdings die schnste ,kunst eingetauscht1 die von jeher den ,neid der ,menschen erregt hat1 die ,kunst des ,fliegens4 ,hans3 ,aber sag' mal1 warum haben denn die ,vgel auer den ,flgeln nicht doch noch ,arme8 ,kurt3 ,o ,hans1 das ist doch klar6 ,alle ,wirbeltiere haben eben nur vier ,beine1 zwei vordere und zwei hintere4 ,bei den ,vgeln entsprechen die ,flgel den ,vorderbeinen1 wie man aus den ,knochen noch deutlich erkennen kann4 ,es wre also gar nicht zu begreifen1 wo nun pltzlich noch ein zweites ,paar ,vorderbeine herkommen sollte4 ,fritz3 ,ich finde es erstaunlich1 ,vater1 wie gut die ,vgel mit ,hilfe ihres beweglichen ,halses die schwere ,aufgabe lsen1 ohne ,benutzung der vorderen ,gliedmaen auszukommen4 ,man sollte daher meinen1 eine grere ,beweglichkeit des ,halses mte auch fr die ,sugetiere immerhin noch von groem ,nutzen sein4 ,dr4 ,e43 ,die ,sache hat doch auch sehr ihre zwei ,seiten4 ,je lnger der ,hals und je zahlreicher seine ,glieder1 desto grere ,muskelkraft wird natrlich erfordert1 den schweren ,kopf an dessen ,ende im ,gleichgewicht zu erhalten4 ,denkt euch nur einmal den ,kopf eines ,hirsches oder ,ochsen auf einem langen beweglichen ,schwanenhalse6 ,der ,vogel hat denn auch die groe ,beweglichkeit seines ,halses mit einem sehr empfindlichen ,verlust bezahlen mssen1 an den ihr sicherlich nicht denken werdet4 ,kurt3 ,meinst du1 da er keine ,hrner hat8 ,dr4 ,e43 ,das wre am ,ende nicht so schlimm1 denn die ,raubtiere1 ,nagetiere1 ,affen usf4 haben ja auch keine ,hrner4 ,nein1 der ,verlust1 von dem ich spreche1 erscheint viel bedenklicher3 dem ,vogel sind seines ,halses wegen die ,zhne abhanden gekommen4 ,fritz3 ,ist das wirklich dein ,ernst1 ,vater8 ,was haben denn die ,zhne mit dem langen ,halse zu tun8 ,dr4 ,e43 ,sehr viel1 mein ,junge4 ,um ,zhne gehrig benutzen zu knnen1 bedarf es krftiger ,knochen1 auf welche sie sich sttzen1 und ebenso krftiger ,muskeln1 durch welche sie gegeneinander bewegt werden4 ,wollen wir eine harte ,nu knacken1 so nehmen wir dazu einen festen1 eisernen ,nuknacker4 ,wre dies ,instrument in derselben ,dicke von ,holz1 so wrde nicht die ,nu1 wohl aber der ,nuknacker beim ,gebrauch zerbrechen4 ,von ,holz mte er eben bei weitem dicker und strker sein4 ,gerade so ist es mit unsern ,kiefern1 die ja genau wie ein ,nuknacker wirken4 ,sie mssen zum mindesten so stark gebaut sein1 da sie beim ,zermalmen der ,nahrung sich nicht biegen oder gar brechen1 und sie mssen eine bedeutende ,gre besitzen1 um ,platz fr den ,ansatz der dicken ,muskeln zu bieten1 durch welche sie bewegt werden4 ,beide ,bedingungen sind aber nicht erfllbar1 ohne da diese ,knochen verhltnismig schwer werden1 wie wir dies am ,schdel der ,sugetiere beobachten4 ,mu nun1 infolge der greren ,lnge und ,beweglichkeit des ,halses1 der ,kopf durchaus erleichtert werden1 und geschieht dies mit auf ,kosten der ,kieferknochen1 so ist es mit der ,beikraft vorbei1 und die ,zhne haben dann natrlich auch keinen ,zweck mehr4 ,so ist es gekommen1 da die ,vgel im ,laufe der ,zeiten die ,zhne verloren haben -- frher hatten sie nmlich welche --1 und da die gesamten ,knochen ihres ,schdels eine so groe ,leichtigkeit erlangten1 da es kaum etwas ,zierlicheres geben kann4 ,kurt3 ,aber die ,vgel mssen doch kauen1 was sie essen6 ,dr4 ,e43 ,die ,fleischfresser haben das wohl kaum ntig1 wie wir an den ,raubtieren und den ,schlangen sehen1 die ja auch nicht kauen4 ,wohl aber die ,krnerfresser4 ,nun1 fr diese hat sich ein ganz wunderbarer ,ersatz gefunden1 den man eigentlich nur beim ,menschen vermuten sollte3 sie bedienen sich nmlich falscher ,zhne4 ,kurt3 ,ach1 jetzt machst du ,scherz6 ,ein ,vogel mit falschem ,gebi wre doch zu komisch4 ,sidenote3 ,kaumagen der ,krnerfresser ,dr4 ,e43 ,und doch verhlt es sich so1 wie ich sage4 ,freilich sitzen diese falschen ,zhne nicht im ,munde1 wie du wohl vermutet hast4 ,im ,schnabel knnen die ,krner nicht zerkleinert werden2 so ist denn das eigentliche ,kaugeschft direkt in den ,magen verlegt4 ,die ,wnde desselben sind demzufolge nicht dnn1 wie bei uns1 sondern dick und fleischig1 wie ihr das sehr schn am ,gnsemagen sehen knnt4 ,innen ist der ,magen mit starken ,hornplatten belegt1 welche mit ,hilfe der ,muskelwnde gegeneinander gerieben werden4 ,bis soweit ist alles in ,ordnung und von knstlichem ,gebi keine ,rede4 ,jetzt aber kommt das ,drollige4 ,die ,hornplatten scheinen die ,aufgabe des ,zerreibens der ,krner so fr sich allein doch nur mangelhaft ausfhren zu knnen4 ,darum sucht der ,vogel sich ,kieselsteine und verschluckt sie4 ,diese spielen nun im ,magen die ,rolle unserer ,zhne oder1 wenn ihr lieber wollt1 von ,mhlsteinen1 zwischen denen das ,korn mit ,hilfe der ,muskelwnde und der ,hornplatten zerrieben wird4 ,fritz3 ,dann ist also der ,strau gar nicht so dumm1 wie man immer meint1 wenn er ,glas und ,kieselsteine frit4 ,dr4 ,e43 ,nein1 es ist nur der ,unverstand der ,menschen1 der ihn deswegen lcherlich machen will4 ,hat man doch beobachtet1 da ein gefangener ,strau1 trotz reichlicher ,nahrung in seinem ,magen1 verhungern mute1 weil man auf dem ,schiff nicht daran gedacht hatte1 ihm das ntige ,kauwerkzeug1 also ,kieselsteine1 mit in seinen ,kfig zu geben4 ,kurt3 ,das htte ich aber doch nicht gedacht1 da an einem ,vogel noch so vieles zu lernen wre6 ,dr4 ,e43 ,das nennst du schon vieles88 ,ich meine1 was wir besprachen1 bezog sich doch eigentlich nur auf die ,absonderlichkeiten1 die unser schlafender ,kanarienvogel darbot4 ,wollten wir auch seinen brigen ,krper1 seine ,flgel1 ,augen1 ,ohren1 seine ,stimme und seine inneren ,organe nher betrachten1 wir wrden noch ungleich mehr finden1 was eure ,verwunderung erregen wrde4 ,doch davon vielleicht ein andermal4 ,am ,ende klingen unserm armen ,hnschen schon die ,ohren1 da wir soviel von ihm gesprochen haben4 ,illustration3 ,skelett des ,canarienvogels4 ,illustration ,sechster ,abend4 ,dr4 ,e43 ,nun1 ,kurt1 wie steht's8 ,habt ihr eure ,schlittschuhe schon bereit gemacht8 -- ,ich glaube1 wenn es so weiter friert wie heute abend1 haben wir in zwei ,tagen ,schlittschuhbahn4 ,kurt3 ,ja1 ,vater2 es waren vorhin schon ber zwei ,grad ,klte4 ,sollten wir da nicht lieber unsere ,blumen in die ,wohnstube nehmen8 ,sie stehen noch alle im ,balkonzimmer4 ,dr4 ,e43 ,nein1 ,kurt1 la sie nur ruhig1 wo sie sind4 ,bis zum ,gefrierpunkt sinkt die ,luft im ,balkonzimmer nicht1 und da ist es den ,pflanzen besser1 sie stehen kalt1 als im geheizten ,wohnzimmer4 ,fritz3 ,du meinst wohl wegen des ,leuchtgases und der schdlichen ,ofenausdnstungen8 ,dr4 ,e43 ,die kommen selbstverstndlich mit in ,betracht4 ,doch auch schon die ,wrme an sich ist ihnen wenig zutrglich4 ,fritz3 ,aber die ,pflanzen brauchen doch ,wrme zu ihrer ,entwicklung6 ,dr4 ,e43 ,das wohl2 indes was im ,sommer gnstig und unentbehrlich ist1 kann deshalb im ,winter doch groen ,schaden anrichten4 ,fritz3 ,wie ist das zu verstehen1 ,vater8 ,dr4 ,e43 ,das soll heien1 da die ,pflanze zum ,wachsen nicht blo ,wrme1 sondern auch ,licht ntig hat4 ,letzteres ist aber im ,winter nicht gengend vorhanden4 ,fritz3 ,wenn das ist1 so begreife ich wohl1 da die ,wrme allein nichts ntzt2 aber warum sie nun noch obendrein schdlich sein soll --8 ,sidenote3 ,bedeutung von ,licht und ,wrme fr die ,pflanze ,dr4 ,e43 ,nun denn1 du ,qulgeist1 wenn du durchaus hinter das ,geheimnis kommen willst1 so mu ich es dir wohl sagen4 ,also3 die ,einwirkung des ,lichts befhigt die ,pflanze1 ihre ,nahrung aus der ,luft aufzunehmen und dieselbe in ,baustoffe fr ihren ,krper umzuwandeln1 etwa so hnlich1 wie eine ,ziegelei die ,backsteine fr ein aufzufhrendes ,gebude liefert4 ,mit ,hilfe der ,wrme wird dann aus diesen ,baustoffen der ,pflanzenkrper selbst aufgebaut1 oder1 um den ,vergleich beizubehalten1 die ,backsteine werden hergerichtet und zum ,hausbau aneinandergefgt4 ,wollten wir uns die ,sache durch ,vorgnge in unserm eigenen ,krper klarmachen1 so knnten wir vielleicht sagen3 ,das ,licht befhigt die ,pflanze zu essen und das ,gegessene in ,stoffe umzuwandeln1 die etwa unserm ,blute entsprechen2 die ,wrme hingegen bewirkt1 da aus dem ,blute sich neue ,krperteile bilden1 da also der ,krper wchst4 ,solange nun ,licht und ,wrme in ausreichendem ,mae vorhanden sind1 kann der ,pflanzenkrper getrost darauf loswachsen1 da ja das ,licht dafr sorgt1 da immer wieder neue ,baustoffe fertiggemacht werden4 ,anders dagegen1 wenn wir nur ,wrme auf die ,pflanzen einwirken lassen4 ,dann wird natrlich die ,pflanze zum ,bauen angeregt1 sie bildet neue ,triebe und ,bltter4 ,allein bald ist der ,vorrat an ,baustoffen erschpft2 es werden nicht gengend neue gebildet1 und das1 was die ,pflanze dann noch bauen kann1 ist saft- und kraftlos und trgt den ,stempel des ,krankhaften deutlich zur ,schau4 ,die ,triebe sehen aus wie ein ,junge1 der bei ungengender ,ernhrung lang und dnn emporgeschossen ist4 ,man nennt dies das ,vergeilen8 der ,pflanze4 ,sie wird krank oder1 wenn wir es geradezu sagen wollen1 sie verhungert1 da sie so wenig essen konnte1 obwohl sie so viel arbeiten mute4 ,da ist es denn selbstverstndlich besser1 man lt die ,pflanzen im ,winter kalt stehen1 damit sie vollkommen ruhen und erst dann wieder anfangen zu wachsen1 wenn die ,sonne im ,frhling gengend ,licht spendet1 um neue ,baustoffe zu bilden4 ,kurt3 ,wie sieht denn das aus1 wenn die ,triebe vergeilen88 ,dr4 ,e43 ,ich glaube1 gerade eins der schnsten ,beispiele hierfr hast du schon oft genug gesehen4 ,weit du nicht1 was mit den ,kartoffeln im ,keller wird1 wenn es gegen den ,frhling geht8 ,kurt3 ,ja1 dann bilden sich lange weie ,keime daran4 ,dr4 ,e43 ,nun also6 ,und diese sogenannten ,keime1 die fast wie weigelbe ,wurzeln aussehen1 sollten eigentlich grnende1 krftige1 bebltterte ,zweige sein4 ,aber der ,mangel an ,licht hat so jmmerliche ,gebilde aus ihnen gemacht4 -- hnliches sieht man ja auch oft genug1 wenn man ein ,brett oder einen ,stein im ,garten aufhebt1 unter dem ,pflanzen gewachsen sind4 ,wenn es dir ,vergngen macht1 knnen wir ja berdies einen unserer ,blumentpfe ins warme ,zimmer nehmen und etwas entfernt vom ,fenster aufstellen1 damit er recht hungern mu4 ,fritz3 ,ja1 das wrde mich sehr interessieren4 ,wir haben ja verschiedene ,geranien1 die wir vielleicht zu dem ,versuch benutzen knnten4 ,sidenote3 ,geranien und ,pelargonien ,dr4 ,e43 ,nun gut6 ,sind es denn auch wirkliche ,geranien8 ,fritz3 ,o1 die kenne ich doch2 sie haben rosa ,blten und eine lange ,frucht1 wie ein ,storchschnabel4 ,dr4 ,e43 ,deshalb braucht es noch immer kein ,geranium zu sein4 ,ich dchte1 wir htten nur ,pelargonien4 ,kennst du denn den ,unterschied8 ,fritz3 ,nein2 aber ,pelargonien sind doch auch ,storchschnabelgewchse4 ,dr4 ,e43 ,das ist schon wahr4 ,aber wenn ,geranien und ,pelargonien sich nicht unterschieden1 so wrden sie doch keine verschiedenen ,namen haben4 -- ,ist die ,blumenkrone regelmig oder unregelmig8 ,fritz3 ,das wei ich wirklich nicht genau2 ich glaube aber unregelmig4 ,dr4 ,e43 ,nun1 ,hans1 so hole mal einen solchen ,geranientopf her4 ,ich denke1 es werden noch einige ,blten daran sein4 -- ,hans 7zurckkehrend73 ,hier ist der einzige1 der noch ein paar ,blten hatte2 meist sind es aber schon ,frchte4 ,dr4 ,e43 ,das wird vllig gengen4 ,also1 ,fritz1 sind alle ,blumenbltter gleich gro8 ,fritz3 ,nein1 die beiden oberen sind etwas grer4 ,diese ,blumenbltter sind auch nicht rein rosa1 sondern violett geadert und mit dunklem ,fleck am ,grunde4 ,dr4 ,e43 ,daraus kannst du eben sehen1 da es ein ,pelargonium ist4 ,das gleiche lehrt uns hier diese merkwrdige ,anschwellung1 welche von dem ,kelche herunterzieht und ein ,stck am ,bltenstiel entlang luft4 ,wit ihr1 was das zu bedeuten hat8 ,kurt3 ,ih1 das sieht ja ganz merkwrdig aus6 ,darf ich es mal durchschneiden8 ,dr4 ,e43 ,nur zu1 wenn du glaubst1 da du damit weiter kommst4 ,kurt3 ,sieh1 das ist innen eine hohle ,rhre1 die am ,bltenstiel entlang luft1 und ,saft ist darin4 ,dr4 ,e43 ,gewi1 und diesen ,saft nennt man ,bltenhonig oder ,nektar4 ,ich meine1 den habt ihr schon oft genug in anderen ,blten1 namentlich in solchen mit ,sporn1 beobachten knnen4 ,jenes mit dem ,bltenstiel verwachsene ,rhrchen ist also nichts als ein ,honigbehlter1 und das ,eigenartige liegt eben nur in dieser ,verschmelzung mit dem ,bltenstiel4 ,im gesamten ,pflanzenreiche kommt etwas hnliches nicht wieder vor4 -- brigens liee sich zwischen ,geranium und ,pelargonium auch noch ein ,unterschied in der ,frucht anfhren4 ,ihr wit doch1 wie die ,frchte der ,storchschnabelgewchse gebaut sind8 ,kurt3 ,o ja4 ,wir haben den ,storchschnabel diesen ,sommer durchgenommen4 ,es sind am ,grunde fnf einsamige1 lnglich eifrmige ,fcher1 die sich zur ,reifezeit von unten her ablsen1 und deren jedes noch eine ,zeitlang mit einem langen ,schnabel an dem dnnen ,sulchen in der ,mitte hngen bleibt4 ,das ,ganze sieht dann fast aus wie ein ,kronleuchter4 ,dr4 ,e43 ,ganz recht4 ,weit du auch1 warum sich die ,frucht in fnf solche ,teilfrchte auflst8 ,kurt3 ,ich denke1 dann knnen sie leichter zu ,boden fallen4 ,dr4 ,e43 ,das wrde doch wohl genau so gut erreicht werden1 wenn die ,frucht als ,ganzes abfiele1 etwa wie ein ,apfel oder eine ,eichel4 -- ,was sollen denn die ,frchte am ,boden8 ,kurt3 ,aber da sind ja doch die ,samen drin und in den ,samen die jungen ,pflnzchen1 die in der ,erde keimen mssen4 ,dr4 ,e43 ,woher weit du denn1 da in den ,samen junge ,pflnzchen sind8 ,ich meine1 wenn ihr einen ,mandelkern oder eine ,eichel oder eine ,walnu aufschneidet1 so findet ihr darin eine weie1 oft sehr wohlschmeckende ,masse2 eine junge ,pflanze habt ihr aber doch wohl noch nicht darin gesehen8 ,sidenote3 ,keimpflanzen4 ,notwendigkeit des ,wanderns der ,pflanze ,fritz3 ,ja1 aber wenn ich den ,samen1 also eine ,eichel oder ,bohne in die ,erde stecke1 so keimt sie doch1 und es kommt ein junges ,pflnzchen heraus4 ,diesen ,keimversuch haben wir mit ,bohnen immer in der ,schule gemacht4 ,es zeigt sich dann auch1 da das1 was wir essen1 der sogenannte ,kern der ,mandel oder der ,nu1 eigentlich weiter nichts ist als zwei dicke1 fleischige1 weie ,keimbltter1 die beim ,keimen bald mit aus der ,erde kommen und dann grn werden4 ,dr4 ,e43 ,das ist ja sehr schn1 da ihr mich so gut belehren knnt4 ,nun mchte ich aber doch auch wissen1 warum denn das junge ,pflnzchen im ,samen so ganz anders aussieht1 wie spter1 wenn es gekeimt8 ist4 berhaupt scheint es mir1 als wenn die jungen ,pflanzen viel besser an der ,wurzel oder unten am ,stamm entstnden1 wo sie ja gleich ,wurzel schlagen knnten1 als oben an den ,zweigen1 von wo sie erst auf die ,erde herunterfallen mssen1 um zu ihrem natrlichen ,standort am ,boden zu gelangen4 ,hans3 ,ja1 ,vati1 ich glaube auch1 da das besser wre1 und bei den ,kartoffeln ist es ja auch so4 ,dr4 ,e43 ,o weh1 ,hnschen6 ,da hast du einen bsen ,bock geschossen4 ,freilich vermehrt sich die ,kartoffelpflanze durch die bekannten ,knollen unter der ,erde2 aber das sind ja keine ,frchte1 sondern verdickte ,stcke der ,stengel1 die die ,fhigkeit haben1 zu selbstndigen ,pflanzen auszuwachsen6 ,fritz3 ,wenn die jungen ,pflnzchen sich an der ,wurzel bildeten1 so wrden sie immer in unmittelbarer ,nhe der ,mutterpflanze wachsen1 und die ,art wrde sich nicht ausbreiten knnen1 wie es jetzt geschieht1 wenn die ,frchte herunterfallen und fortkugeln oder sonstwie an eine andere ,stelle gelangen4 ,dr4 ,e43 ,gut1 ,fritz4 ,ich merke1 da dir diese ,dinge bekannt sind4 ,es ist in der ,tat eine der notwendigsten ,einrichtungen fr die ,pflanze1 da ihre ,kinder nicht unmittelbar wieder neben ihr ,wurzel fassen4 ,kurt3 ,aber sie knnte sie doch beschtzen6 ,und der ,platz1 wo die alte ,pflanze gut gedeihen konnte1 wird doch auch wohl fr die jungen der passendste sein86 ,dr4 ,e43 ,hre1 ,kurt1 ich will dir ein ,gleichnis sagen4 ,denke dir einen ,handwerker1 etwa einen ,goldschmied1 in einem kleinen ,stdtchen4 ,er hat gengend zu tun1 um sich und seine zahlreiche ,familie zu ernhren4 ,aber seine fnf ,shne wachsen heran1 sie werden alle ebenfalls ,goldschmiede und lassen sich neben ihrem ,vater im ,stdtchen nieder4 ,der ,verdienst1 der sonst dem ,vater allein zuflo1 verteilt sich nun auf sechs ,familien1 die sich jetzt auf das uerste einschrnken mssen1 um durchzukommen4 ,vielleicht geht es aber noch gerade so1 da sie nicht zu hungern brauchen4 ,nun denke dir1 die fnf ,shne htten dann jeder wieder eine ,anzahl ,shne1 sagen wir durchschnittlich ebenfalls fnf1 die auch nichts anderes werden mchten als ,goldschmiede und sich im ,orte niederlieen1 so wren weitere #be ,goldschmiedewerksttten vorhanden1 fr die nun ,arbeit und ,verdienst vllig unzureichend sein mte4 ,genau so wrde es der ,pflanze ergehen1 wenn ihre ,kinder immer wieder mit und neben ihr auf denselben ,boden und dieselbe ,nahrung angewiesen wren4 ,der ,mensch hat ja1 wie ihr wit1 viele ,mittel1 sich zu helfen4 ,die ,shne knnen etwas anderes werden als der ,vater4 ,wollen sie aber durchaus ,goldschmiede sein1 so schnren sie ihr ,bndel1 gehen auf die ,wanderschaft und lassen sich nieder1 wo es ihnen fr ihr ,fortkommen gutdnkt4 ,die ,pflanze kann sich nicht anders ernhren1 als wie es nun einmal ihre ,natur verlangt2 sie mte ihrer ,mutter das ,brot vom ,munde fortnehmen1 auch wenn es ihr noch so schmerzlich wre4 ,so bleibt denn kein anderes ,mittel als das ,wandern1 um neue ,orte ausfindig zu machen1 wo ein bescheidenes ,pflnzchen noch etwas zu essen findet4 ,hans3 ,ach1 ,vater1 da mu ich an die schne ,geschichte denken von dem ,blauveilchen1 das sich auch aufs ,wandern begibt und seine ,wrzelchen als ,beine gebraucht4 ,dr4 ,e43 ,ja1 die ,geschichte ist sehr niedlich1 wenn es in der ,wirklichkeit mit dem ,wandern auch etwas anders aussieht4 ,der ,mensch geht in die ,fremde1 wenn er erwachsen ist und sich selbstndig durch die ,welt schlagen kann4 ,in solchem ,alter aber sind die armen ,pflanzen an den ,boden gebannt1 aus dem sie einen ,teil ihrer ,nahrung saugen4 ,die ,pflanze mu daher wandern1 wenn sie gewissermaen noch in der ,samenwiege liegt1 die die ,mutter ihr bereitet hat4 ,kurt3 ,nun1 sie braucht ja auch nicht so weit zu wandern1 wenn sie einfach vom ,baume herunterfllt4 ,sidenote3 ,verbreitungsmittel der ,samen und ,frchte ,fritz3 ,das tut sie ja gar nicht immer6 ,manche ,frchte und ,samen haben doch ganz ordentliche ,flugapparate1 mit denen sie weit wegfliegen knnen4 ,dr4 ,e43 ,mich wundert1 ,kurt1 da du nicht weit1 wie viele ,pflanzen fr ihre ,wanderzeit den ,wind benutzen1 und wie ihre ,frchte hierzu mit breiten ,flugrndern oder mit ,haaren ausgestattet sind4 ,kurt3 ,o1 wenn du das meinst -- da gibt's ja den ,ahorn und die ,ulmen1 deren ,frchte so breite ,rnder haben4 ,dann gehrt auch wohl der gewhnliche ,lwenzahn#g hierher1 der zuletzt wie ein groer ,puderkopf aussieht4 ,wir haben frher die ,frchte immer abgepustet und gezhlt1 wie oft wir blasen muten1 um alle fortzukriegen4 ,dr4 ,e43 ,siehst du8 ,man mu dir nur auf die ,sprnge helfen4 ,du httest neben vielen andern auch die ,disteln nennen knnen1 die ja durch ihre ,fliegerei zur wahren ,plage fr den ,landmann werden4 ,hat er mit vieler ,mhe sein ,feld von dem ,distelunkraut gereinigt1 so kommen die bsen ,frchte aus allen ,himmelsrichtungen aufs neue angeflogen1 setzen sich fest und keimen munter empor1 so da er die ,ausrottungsarbeit bald von neuem beginnen mu4 -- ,aber haben denn die ,frchte kein anderes ,transportmittel als den ,wind8 ,kurt3 ,o ja6 ,da sind noch die ,insekten1 die sie forttragen4 ,dr4 ,e43 ,ei1 ei1 ,kurt4 ,wir wollen nicht zwei ganz verschiedene ,dinge durcheinanderwerfen6 ,die ,insekten haben mit den ,frchten kaum etwas zu tun4 ,du hast aber wohl mal gehrt1 da sie den ,bltenstaub von ,blte zu ,blte tragen4 ,kurt3 ,ach ja1 das meine ich2 das habe ich verwechselt4 ,fritz3 ,einige ,pflanzen schleudern ihre ,samen selbst fort1 wie unsere ,waldbalsamine2 bei andern werden die ,frchte durch die ,vgel zerstreut4 ,dr4 ,e43 ,und warum tun die ,vgel das8 ,fritz3 ,es handelt sich meistens um ,beerenfrchte1 die ja eine saftige ,schale haben1 welche die ,vgel fressen4 ,den bittern ,kern1 in dem das junge ,pflnzchen liegt1 lassen sie entweder fallen1 oder derselbe ist1 selbst wenn sie ihn mit verschlucken1 doch so hart1 da sie ihn nicht verdauen knnen4 ,dr4 ,e43 ,ganz recht4 ,wir knnen also sagen1 die ,vgel erhalten gewissermaen ein ,trinkgeld dafr1 da sie die ,samen austragen1 indem ihnen die berflssig gewordene ,fruchtschale berlassen wird4 -- ,gibt es denn nun auch ,pflanzen1 die fr die ,befrderung ihrer ,kinder keinen ,lohn bezahlen1 die sie1 ich mchte sagen1 als blinde ,passagiere durch die ,welt reisen lassen8 ,fritz3 ,da meinst du wohl die ,frchte1 die sich an die ,kleider und an das ,fell der ,tiere hngen und so mitgeschleppt werden8 ,dr4 ,e43 ,gut1 ,fritz4 ,ich denke1 auf unsern ,streifereien im ,herbst habt ihr gerade genug davon zu leiden gehabt4 ,kurt3 ,ja1 da waren die ,kletten#h1 das ,labkraut#i und vor allem der abscheuliche ,zweizahn#aj mit seinen beiden ,spitzen1 den man gar nicht wieder los werden kann4 ,dr4 ,e43 ,kannst du mir denn jetzt vielleicht sagen1 ,kurt1 warum so viele ,frchte sich ffnen1 um ihre ,samen herausfallen zu lassen1 und warum unsere ,geranienfrucht sich in fnf einsamige ,teilstcke spaltet8 ,kurt3 ,ja1 nun kann ich's mir denken4 ,sonst wre es ja gerade1 als wenn fnf ,brder in einem ,hause ,goldschmiede wrden4 ,die ,samen mssen nicht blo von der ,mutterpflanze fort1 sondern auch voneinander getrennt werden4 ,dr4 ,e43 ,sehr schn1 mein ,junge4 ,weit du denn nun weiter1 warum das junge ,pflnzchen im ,samen so ganz anders aussieht als spter1 wenn es gekeimt hat8 ,warum es also keine ,wrzelchen und ,bltter hervorstreckt8 ,kurt3 ,vielleicht ist es darum1 weil diese beim ,wandern zu leicht abbrechen wrden4 ,dr4 ,e43 ,so drfen wir wohl annehmen4 ,das junge ,pflnzchen erscheint gewissermaen in eine ,kiste eingepackt und zum ,verschicken zurecht gemacht4 ,jetzt bleiben nur noch die dicken1 fleischigen ,keimbltter zu erklren4 ,fritz3 ,o1 das wei ich auch4 ,in diesen ,blttern stecken die ,baustoffe fr die ersten ,wurzeln1 das ,stmmchen und die ersten ,bltter4 ,sidenote3 ,pelargonienfrchte4 ,bewegungserscheinungen der ,pflanze ,dr4 ,e43 ,so ist es recht4 ,und wenn wir unsern ,vergleich mit der ,wanderschaft weiterfhren wollten1 so wrden wir sagen3 ,die ,mutterpflanze hat dem ,kindlein ein paar groe ,reisetaschen mit auf den ,weg gegeben1 in denen sich so viel ,vorrat befindet1 als das ,kleine braucht1 bis es auf eigenen ,fen steht1 d4h4 bis es hinreichend ,wrzelchen und ,bltter getrieben hat1 um sich selbst ernhren zu knnen4 -- ,doch nun wollen wir uns unsere ,storchschnabelfrchte einmal nher betrachten4 ,seht ihr1 da sind gerade welche1 die sich von unten her ablsen lassen und nun blo noch mit der ,spitze an dem dnnen ,stiel in der ,mitte hngen4 ,kurt3 ,ei1 da sind ja an der ,innenseite der ,schnbel lange ,haare6 ,die knnen also auch fliegen8 ,dr4 ,e43 ,das knnen sie4 ,und diese ,hrchen an den ,schnbeln lehren uns aufs neue1 da wir es mit einem ,pelargonium zu tun haben4 ,die ,geraniumarten haben keine solchen ,haare als ,flugapparat4 ,fritz3 ,ach sieh nur1 ,vater1 die ,teilfrchte haben sich ganz nach oben umgebogen und ihre ,schnbel fangen an1 sich wie eine ,spiralfeder einzurollen4 ,dr4 ,e43 ,das ist ein ,zeichen1 da die ,luft im ,zimmer verhltnismig trocken ist4 ,fritz3 ,wieso denn8 ,dr4 ,e43 ,die ,schnbel der ,geranienfrchte sind1 wie man sagt1 hygroskopisch1 d4h4 sie werden durch die ,feuchtigkeit der ,luft sichtbar beeinflut4 ,ist die ,luft sehr trocken1 so rollt sich der ,schnabel in dichten ,spiralen auf1 ist sie feucht1 so streckt er sich wieder4 ,fritz3 ,was hat denn das wohl fr einen ,zweck8 ,dr4 ,e43 ,o1 das ist eine der drolligsten ,einrichtungen1 die man sich denken kann1 und die in dieser ,vollkommenheit nur bei gewissen ,storchschnabelarten entwickelt ist4 ,es handelt sich nmlich um einen ,apparat1 die ,samen unter die ,erde zu bringen4 ,fritz3 ,und wie geschieht das8 ,dr4 ,e43 ,das obere ,ende des anfangs geraden ,schnabels biegt sich rechtwinklig gegen das untere und stemmt sich mit der ,spitze gegen den ,boden1 wodurch auch die ,teilfrucht selbst schrg gegen die ,erde gestellt wird4 ,nun beginnt der untere ,teil des ,schnabels sich in ,spiralen aufzurollen1 wodurch die ,teilfrucht in die ,erde gebohrt wird1 und ebenso die ,spirale selbst1 etwa so wie es mit einem sich drehenden ,korkzieher geschehen wrde4 ,wird der ,schnabel dann wieder feucht1 so da er sich gerade strecken mu1 so dreht sich das ,ganze im entgegengesetzten ,sinne4 ,da aber die gegen den ,boden gestemmte ,spitze des ,schnabels das ,geradestrecken nach oben verhindert1 so wird auch durch diese ,drehbewegung die ,teilfrucht nur noch tiefer in die ,erde hineingedreht4 -- ,doch1 ihr habt ja hier ,frchte genug1 und so knnt ihr einmal selbst versuchen1 ob unsere ,pelargoniumfrchte es ebenso machen1 wie es von gewissen ,erodium-,arten beschrieben ist4 ,kurt3 ,aber ,vater1 das ist doch beinah'1 als wenn man es mit einem lebenden ,wesen zu tun htte1 das sich verkriechen will4 ,dr4 ,e43 ,nun1 ein lebendes ,wesen ist ja die ,pflanze auch4 ,aber es erscheint dir wunderbar1 da sie ,bewegungen ausfhrt1 und da diese ,bewegungen zu ganz bestimmten ,zwecken dienen4 ,wenn wir indes die ,pflanzenwelt auf derartige ,erscheinungen genauer durchmustern1 so stellt es sich heraus1 da solche ,bewegungen weit hufiger sind1 als man frher dachte4 ,schon die ,waldbalsamine#aa stellt ein hnliches ,beispiel dar4 ,hier werden durch spiraliges ,einrollen der ,fruchtschalen die ,samen von der ,mutterpflanze fortgeschleudert2 bei der ,spritzgurke#ab schiet sogar der ganze ,inhalt der ,frucht mit groer ,gewalt heraus4 ,aber auch das ffnen und ,schlieen der ,blten zu gewissen ,tageszeiten -- man hat ja eine ganz brauchbare ,blumenuhr8 danach zusammengestellt --1 die mannigfachen ,bewegungen der ,staubgefe1 das ,zusammenneigen der ,drsenhaare bei den fleischfressenden8 ,pflanzen und vieles andere gehrt in dasselbe ,kapitel4 ,der alte ,satz1 da die ,pflanze bewegungslos sei1 kann heute nicht mehr aufrechterhalten werden4 ,wollten wir aber gar die niederen1 mikroskopischen ,pflanzen mit in ,rcksicht ziehen1 so wrden wir sogar vllig freie ,ortsbewegung finden1 die sich in nichts von derjenigen der niederen ,tiere unterscheidet4 ,kurt3 ,aber die ,tiere wissen doch1 wo sie hin wollen1 und wenn ein mikroskopisches ,pflnzchen noch so frei im ,wasser schwimmt1 so wird es doch gewi nie durch seinen ,willen geleitet4 ,dr4 ,e43 ,das ist eine ,annahme1 die wir zu machen gewohnt sind1 weil wir dabei an die hheren ,tiere und ,pflanzen denken4 ,es ist aber doch noch sehr die ,frage1 ob schon bei den niedersten ,tieren etwas vorhanden ist1 was wir mit unserm ,willen vergleichen knnen4 ,die einfache ,beobachtung lt durchaus keinen ,unterschied zwischen den ,bewegungsformen und ,bewegungserscheinungen der mikroskopischen ,tiere und denen der ,pflanzen erkennen4 ,da berdies auch alle weiteren ,unterschiede1 die man frher zwischen beiden ,reichen zu finden glaubte1 sich als unzutreffend erwiesen haben1 so werden wir uns wohl der ,ansicht anschlieen mssen1 da ,tier und ,pflanze auf ihren niedersten ,stufen ohne scharfe ,grenze ineinander bergehen4 ,vielleicht komme ich ein andermal darauf zurck2 fr heute wollen wir es genug sein lassen4 ,illustration3 ,lwenzahn4 ,ulme4 ,zweizahn4 ,ahorn4 ,illustration ,siebenter ,abend4 ,kurt3 ,sag mal1 ,vater1 mssen denn eigentlich alle ,tiere schlafen8 ,dr4 ,e43 ,wie kommst du auf diese seltsame ,frage1 ,kurt8 ,kurt3 ,ja1 neulich1 als du uns von dem schlafenden ,kanarienvogel erzhltest1 mute ich immer an unsern ,goldfisch denken4 ,den habe ich noch nie schlafen sehen4 ,sidenote3 ,schlaf der ,fische4 ,flossen ,dr4 ,e43 ,es ist nicht so leicht1 deine ,frage zu beantworten4 ber den ,schlaf der ,fische z4,b4 wissen wir nur herzlich wenig4 ,soviel steht aber wohl fest1 da auch sie der ,ruhe bedrfen und dabei in einen ,zustand verfallen1 der unserm ,schlafe hnlich ist4 ,hans3 ,machen sie denn dabei auch die ,augen zu8 ,dr4 ,e43 ,das nun gerade nicht1 und zwar aus einem sehr einfachen ,grunde4 ,hast du dir schon einmal einen toten ,fisch angesehen8 ,hans3 ,ach richtig6 ,die haben noch ganz groe offene ,augen1 auch wenn sie schon geruchert sind6 ,dr4 ,e43 ,nun also6 ,wenn einer berhaupt keine ,augenlider hat1 dann soll er das ,augenzumachen wohl bleiben lassen4 ,hans3 ,aber ist denn das nicht schrecklich fr so einen ,fisch1 da er immer alles sehen mu1 auch wenn er noch so mde ist8 ,dr4 ,e43 ,es wre doch noch die ,frage1 ob die offenen ,augen wirklich immer sehen mssen4 ,unsere ,ohren knnen wir ja auch nicht zuklappen und doch hren wir im ,schlafe vieles nicht1 was sonst unsere ,aufmerksamkeit erregen wrde4 ,es handelt sich eben nur darum1 ob die uern ,eindrcke auch wirklich in unserm ,gehirn zum ,bewutsein gelangen4 ,selbst wachende ,menschen knnen1 wenn sie mit andern ,gedanken beschftigt sind1 einen ,gegenstand anstarren1 ohne ihn wirklich zu bemerken4 -- brigens sind ja auch viele andere ,tiere1 z4,b4 die ,schlangen1 nicht imstande1 ihre ,augen zu schlieen2 es mu sich also auch mit offenen ,augen ganz gut schlafen lassen4 ,fritz3 ,aber die ,fische legen sich ja nicht einmal hin1 wenn sie ausruhen wollen4 ,von einer ordentlichen ,erholung kann doch da gar nicht die ,rede sein4 ,dr4 ,e43 ,zunchst darfst du von unserm ,goldfisch in seinem ,glase nicht so ohne weiteres auf die brigen ,fische schlieen1 die in der freien ,natur leben4 ,bei manchen von diesen hat man tatschlich beobachtet1 da sie in ihren ,verstecken beim ,schlafen mit dem ,bauche den ,boden berhren1 oder1 wie die ,rochen und ,schollen1 sich geradezu in den ,sand einwhlen4 ,andererseits scheinst du gar nicht daran zu denken1 da der ,fisch1 wenn er ruhig im ,wasser steht1 in bezug auf die aufzuwendende ,kraft ganz und gar nicht mit einem auf seinen vier ,beinen stehenden ,landtier zu vergleichen ist4 ,kurt3 ,und warum denn nicht8 ,wir haben doch in der ,schule gelernt1 da die ,brust- und ,bauchflossen der ,fische dasselbe sind1 wie die ,beine der vierfigen ,tiere4 ,folglich steht er doch gewissermaen auch auf seinen vier ,beinen4 ,dr4 ,e43 ,o nein1 das tut er keineswegs4 ,diese ,flossen dienen hchstens dazu1 ihn am ,umfallen zu verhindern1 etwa wie die sogenannten ,schwerter8 an den ,seiten kleinerer ,kstenfahrzeuge4 ,von einem ,tragen der ,krperlast aber1 wie es unsern ,beinen zugemutet wird1 ist doch wahrlich nicht die ,rede1 denn das wird eben durch das ,wasser selbst besorgt4 ,kurt3 ,aber der ,fisch hat doch sein ,gewicht6 ,dr4 ,e43 ,selbstverstndlich hat er das4 ,fritz wird dir indes erzhlen knnen1 da jeder ,krper im ,wasser so viel an ,gewicht verliert1 als das ,wasser wiegt1 welches er verdrngt4 ,da nun ein ,fisch im allgemeinen gerade so schwer ist1 wie eine gleichgroe ,wassermasse1 so wird sein ,gewicht gewissermaen aufgehoben4 ,er schwebt im ,wasser1 ohne seine ,muskeln auch nur im geringsten anzustrengen4 ,fritz3 ,das wundert mich1 da ,kurt nicht darauf gekommen ist4 ,wir haben ja erst vor wenigen ,wochen ber den sogenannten ,auftrieb bei der ,entstehung der ,eisberge gesprochen4 -- ,aber ist es denn so ganz gleichgltig1 in welcher ,tiefe des ,wassers der ,fisch schwebt8 ,es scheint doch sicher1 da er am ,grunde einem viel greren ,drucke durch die darberliegende ,wasserschicht ausgesetzt ist1 als nahe der ,oberflche4 ,sidenote3 ,wasser- und ,luftdruck4 ,tiefenfische ,dr4 ,e43 ,das ,wasser kann durch ,druck nur ganz unmerklich zusammengepret oder dichter gemacht werden2 ein ,kubikmeter ,wasser vom ,grunde ist daher kaum schwerer1 als ein solcher nahe der ,oberflche4 ,wo also auch der ,fisch sich befinden mag1 er wird berall annhernd dasselbe ,gewicht haben1 wie das verdrngte ,wasser und somit schweben2 in dieser ,hinsicht verhlt er sich eben ganz wie irgendein ,stck ,wasser8 selbst1 das ich mir etwa an ,stelle des ,fisches denke4 ,anders freilich ist es mit dem ,druck1 der auf ihm lastet1 und der um so grer wird1 je tiefer er hinabsteigt4 ,kurt3 ,aber ist denn das so schlimm mit dem ,druck des ,wassers1 wenn man in die ,tiefe taucht8 ,dr4 ,e43 ,man sieht1 da du im ,taucherhandwerk noch nicht allzu erfahren bist1 ,kurt4 ,du wrdest sonst wissen1 da selbst der strkste ,mann nicht tiefer als hchstens etwa #ej ,meter zu tauchen vermag4 ,bei #aj ,meter ,tiefe erleidet unser ,krper auf jeden ,quadratzentimeter seiner ,oberflche schon einen ,druck von mehr als einem ,kilogramm4 ,das ergibt auf die ,gesamtoberflche eines erwachsenen ,mannes ein recht anstndiges ,gewicht1 sagen wir etwa #aejjj-bjjjj ,kilogramm4 ,bei weiteren #aj ,metern hat sich dieses ,gewicht verdoppelt1 und bei #ej ,metern wird es eben fr den menschlichen ,krper unertrglich4 ,fritz3 ,dann mu das aber doch mit den ,fischen ganz ebenso sein6 ,dr4 ,e43 ,in gewissem ,sinne ja4 ,es ist auch ganz sicher1 da ein bestimmter ,fisch nicht in jeder beliebigen ,tiefe leben kann4 ,in unsern seichten ,flssen und ,seen sind ja die ,druckunterschiede im ,wasser nicht so gro1 da nicht ein und derselbe ,fisch bald oben1 bald unten sich aufhalten knnte4 ,im ,meere aber und schon in tiefen ,binnengewssern1 wie in den ,schweizer ,seen1 sind die einen ,arten mehr auf die ,oberflche1 die andern mehr auf den ,grund des ,wassers angewiesen4 ,fritz3 ,ich denke1 in der ,tiefe ist ein so groer ,wasserdruck1 da sie zerquetscht werden mssen8 ,dr4 ,e43 ,es ist nicht der ,druck an sich1 welcher fr uns das ,leben in grerer ,tiefe unmglich macht1 sondern der einseitige ,druck auf unsern ,krper1 dem die inneren ,gewebe nicht den ntigen ,gegendruck entgegensetzen knnen4 ,die ,sache wird euch klar werden1 wenn ich daran erinnere1 da wir ja streng genommen auch am ,boden eines ,meeres leben1 nmlich des ber #aj ,meilen tiefen oder1 wenn ihr wollt1 hohen ,luftmeeres4 ,dieses ,luftmeer bt auf unsern ,krper einen ganz ansehnlichen ,druck aus1 nmlich denselben1 wie eine #aj ,meter hohe ,wasserschicht4 ,allein wir merken nichts davon1 weil alle ,gase und ,flssigkeiten unseres ,innern auf diesen ,druck gewissermaen abgestimmt sind und ihm das ,gegengewicht halten4 ,erst wenn wir einen hohen ,berg besteigen oder mit dem ,luftballon in hhere ,luftschichten fahren1 wo der ,luftdruck geringer ist als unten auf der ,erde1 wird das ,gleichgewicht gestrt1 und unser ,blut1 das nicht mehr den gewohnten ,gegendruck findet1 sucht gewaltsam die ,adern zu sprengen4 ,fritz3 ,ach1 nun verstehe ich4 ,es ist also ein solcher ,tiefenfisch mit seinem ,blute fr den strkeren ,druck des ,wassers auch gewissermaen abgestimmt1 und es ergeht ihm hnlich wie uns im ,luftballon1 wenn er sich einmal in hhere ,wasserschichten verirrt4 ,dr4 ,e43 ,ganz1 wie du sagst4 ,verirren freilich wird sich der ,tiefenfisch wohl schwerlich2 er kann aber z4,b4 durch ,netz oder ,angel emporgerissen werden1 und so hat man denn namentlich am ,bodensee beobachtet1 da die armen ,tiere mit dick aufgetriebenem oder gar zerplatztem ,bauche an die ,oberflche kamen4 ,hans3 ,wie macht es denn der ,fisch1 wenn er im ,wasser auf- und niedersteigen will8 ,dr4 ,e43 ,wie machst du es denn1 wenn du tauchen oder wieder an die ,oberflche willst8 ,hans3 ,dann mu ich mit dem ,kopf die ,richtung nehmen1 nach welcher ich will1 und mit den ,armen und ,beinen rudern4 ,dr4 ,e43 ,nun siehst du1 und geradeso macht es in der ,hauptsache der ,fisch auch1 nur da er noch ein paar weitere ,einrichtungen hat1 welche ihm die ,bewegung im ,wasser berhaupt erleichtern4 ,sidenote3 ,schwanzflosse4 ,schwimmblase4 ,seitenlinie ,kurt3 ,ja1 der ,fisch ist wie ein ,kahn gebaut und hat keinen ,hals1 so da er den ,kopf ohne ,anstrengung immer geradeaus halten kann4 ,dann hat er auch noch eine ,schwanzflosse4 ,dr4 ,e43 ,und was kann ihm die ntzen8 ,fritz3 ,o1 die ist ja gerade die ,hauptsache4 ,brust- und ,bauchflossen dienen vornehmlich nur als ,steuerflossen4 ,das eigentliche ,fortbewegungsorgan aber ist der ,schwanz1 mit dem der ,fisch ganz hnliche ,bewegungen ausfhrt1 wie die ,fischer1 wenn sie ihr ,boot durch das sogenannte ,wricken8 mit dem ,ruder vorwrts treiben4 ,dr4 ,e43 ,der ,vergleich ist gut gewhlt2 auch in der ,sache selbst hast du vollkommen recht4 ,schon die groe ,menge ,fleisch1 die sich bis zur ,schwanzflosse hin erstreckt1 lt ja erkennen1 da die ,hauptkraft des ,fisches hier konzentriert ist1 und die ,geschwindigkeit1 die er mit diesem gewaltigen ,ruder erreichen kann1 ist wirklich eine ganz erstaunliche4 ,kurt3 ,hilft denn beim ,auf- und ,niedersteigen nicht auch die ,schwimmblase mit8 ,unser ,lehrer hat uns doch erzhlt1 diese ,blase knne der ,fisch zusammendrcken4 ,dann wrde er schwerer und snke in die ,tiefe4 ,dr4 ,e43 ,gewi kann der ,fisch mit den ,muskeln seiner ,krperwand die mit ,luft gefllte ,schwimmblase zusammendrcken1 ganz hnlich1 wie wir unsern ,bauch einziehen knnen4 ,auch ist es keine ,frage1 da dadurch der ,raum1 den der ,fisch einnimmt1 verkleinert1 er selbst also spezifisch8 schwerer wird und im ,wasser zu sinken beginnt4 ,seltsamerweise besitzen aber manche ,fische1 wie die ,haie und ,schollen1 einen solchen ,apparat gar nicht1 ohne deshalb weniger zum ,auf- und ,niedersteigen im ,wasser befhigt zu sein4 ,die ,schwimmblase mag daher ein ,hilfsorgan fr diese ,ttigkeit sein2 schwerlich aber ist sie die alleinige ,ursache4 ,fritz3 ,warum meintest du denn vorhin1 da ein ,sichverirren der ,fische bei diesem ,auf- und ,niedersteigen nicht anzunehmen sei8 ,kann der ,fisch1 wenn er einmal im ,emporsteigen ist1 es so genau abmessen1 bis zu welcher ,grenze ihm dies nichts schadet8 ,dr4 ,e43 ,ich glaube1 da wir dies von vornherein ganz gut annehmen knnen4 ,ein ,luftschiffer merkt ja auch an den immer strker werdenden ,beschwerden1 da er sich in eine zu groe ,hhe gewagt hat4 ,beim ,fisch wird das noch viel mehr der ,fall sein1 denn er besitzt1 wie es scheint1 sogar einen eigenen ,sinn fr die ,empfindung des auf ihm lastenden ,wasserdrucks4 ,kurt3 ,einen besonderen ,sinn auer den bekannten fnf8 ,da bin ich doch neugierig1 wo der wohl sitzen mag4 ,dr4 ,e43 ,o1 das kann ich dir gleich zeigen1 wenn du nur den ,goldfisch hierher zur ,lampe holst4 ,siehst du wohl die eigentmliche1 wie aus kurzen ,lngsstrichen zusammengesetzte ,linie1 welche an jeder ,seite des ,krpers ziemlich in der ,mitte vom ,kopfe bis fast zur ,schwanzflosse verluft8 ,hans3 ,ja1 wahrhaftig4 ,man sieht es ganz deutlich1 wenn er an der ,wand des ,glases entlang schwimmt4 ,kurt3 ,und das soll ein ,sinnesorgan sein8 ,dr4 ,e43 ,ein ,sinnesorgan jedenfalls4 ,sieh1 die kleinen ,striche1 die man da bemerkt1 sind in ,wirklichkeit kleine ,kanlchen1 welche schrg je eine ,schuppe durchbohren und dann in einen greren ,lngskanal mnden1 der unter der ,haut verluft4 ,die ,wandung desselben ist ganz von feinen ,nerven umsponnen1 die hier endigen4 ,durch die kleinen ,strich-,kanlchen kann nun das ,wasser1 in dem der ,fisch schwimmt1 in das ,innere des groen ,lngskanals eindringen4 ,jeder strkere ,druck des uern ,wassers mu sich daher bis auf die ,flssigkeit in diesem ,lngskanal und somit auch auf die feinen ,nerven1 die ihn umspinnen1 fortpflanzen4 ,kurt3 ,das ist aber eine gediegene ,einrichtung6 ,davon habe ich noch gar nichts gewut4 ,wundern tut es mich nur1 da bei den ,fischen alles so ganz anders ist1 wie bei den brigen ,wirbeltieren4 ,erst die ,schwimmblase1 und jetzt dieses ,druckprfungsorgan oder wie es sonst heit4 ,sidenote3 ,schwimmblase und ,lunge ,dr4 ,e43 ,der ,name fr diesen ,apparat ist ,seitenlinie84 ,du irrst indessen1 wenn du glaubst1 da sie und die ,schwimmblase so ganz ausschlielich den ,fischen zukomme4 ,ein hnliches ,organ wie die ,seitenlinie1 wenn auch anders gebaut1 hat man bei den meisten ,amphibien beobachtet4 ,die ,schwimmblase aber ist ein ,gebilde1 das durch die ganze ,wirbeltierreihe hindurch geht1 und das man also vermutlich auch bei dir finden wrde1 wenn man dich auf den ,seziertisch legte4 ,kurt3 ,o weh1 ,vater6 ,das wollen wir doch lieber nicht ausprobieren4 ,wo soll denn die ,schwimmblase bei uns sitzen8 ,dr4 ,e43 ,sie sitzt in der ,brust1 wird aber beim ,menschen nicht mehr ,schwimmblase genannt1 sondern --8 ,nun1 ,fritz1 zeige1 was du kannst4 ,fritz3 ,ich glaube einmal gehrt zu haben1 da die ,schwimmblase unserer ,lunge entsprche4 ,wie man das aber beweisen will1 ist mir unklar4 ,dr4 ,e43 ,einen unanfechtbaren ,beweis kann auch ich euch jetzt nicht gut liefern1 da er sich vornehmlich auf die ,entwicklungsgeschichte beider ,organe sttzen mte1 die fr euch noch zu schwierig ist4 ,aber da die ,sache in hohem ,mae wahrscheinlich ist1 werdet ihr schon einsehen lernen4 ,habt ihr denn schon einmal eine ,schwimmblase gesehen8 ,kurt3 ,natrlich6 ,du meinst doch diese straffen1 mit ,luft gefllten ,blasen1 die unsere ,doris aus dem ,karpfen herausholt1 wenn sie ihn ausweidet1 und die so knallen1 wenn man drauf tritt4 ,dr4 ,e43 ,ja1 die meine ich4 ,und habt ihr sonst nichts an diesen ,blasen bemerkt8 ,fritz3 ,sie sind in der ,mitte eingeschnrt und auf der ,oberflche verlaufen kleine rote derchen4 ,dr4 ,e43 ,nun1 das ist schon etwas4 ,die ,hauptsache fehlt aber noch4 ,hans3 ,und an der einen ,seite sitzt ein dnner ,faden6 ,dr4 ,e43 ,bravo1 mein ,hansel4 ,da hast du einmal mehr gesehen1 als deine lteren ,brder4 ,ein ,faden ist das allerdings nicht1 sondern ein dnnes ,rohr1 das von der ,schwimmblase in den ,schlund fhrt4 ,fritz3 ,und warum ist dieses ,rohr so wichtig8 ,dr4 ,e43 ,weil es uns den ,vergleich nahelegt mit einem ,rohr1 das auch bei uns in den ,schlund fhrt1 und zwar aus den ,lungen1 deren ,luft es in die ,mundhhle zu leiten hat4 ,fritz3 ,das wre ja unsere ,luftrhre6 ,dr4 ,e43 ,allerdings4 ,mit dieser mu dies feine ,fadenrohr der ,schwimmblase verglichen werden1 zumal es wohl sicher ist1 da dasselbe ebenfalls zum ,austreten von ,luft aus der ,schwimmblase dienen kann4 ,kurt3 ,aber die ,lunge selbst sieht doch ganz anders aus als die ,schwimmblase4 ,sie dient ja auch zum ,atmen1 die ,schwimmblase hingegen zum ,auf- und ,niedersteigen6 ,dr4 ,e43 ,mit dem verschiedenen ,aussehen ist es nicht so weit her1 wenn du nicht die ,lungen eines ,sugetieres1 sondern etwa die eines ,frosches mit der ,schwimmblase vergleichst4 ,vorhin hat ,fritz schon gesagt1 da die ,oberflche der ,schwimmblase mit feinen derchen bersponnen ist4 ,wenn ihr euch nun vorstellt1 da die uere ,wand der ,blase ,falten in dem ,innenraum bildete1 die sich etwa bis zu einem ,system dnner ,scheidewnde im ,innern entwickelten1 und da die ,blutderchen der ,oberflche sich auch auf diese ,scheidewnde im ,innern fortsetzten1 so httet ihr ein ziemlich getreues ,bild einer ,froschlunge4 ,durch das dnne ,luftrohr knnte dann die uere ,luft in dieses ,system von ,kammern eindringen und wrde nun an die in deren ,wnden verlaufenden ,blutgefe ihren ,sauerstoff abgeben4 ,mit andern ,worten3 ,aus dem einfachen ,luftbehlter der ,fische wre durch eine verhltnismig geringe ,weiterentwicklung der ,wnde und ihrer ,blutgefe ein ,atmungsorgan geworden4 ,fritz3 ,das klingt ja alles sehr schn1 ,vater2 aber da sich eine solche ,umwandlung nun wirklich vollzogen hat1 scheint mir doch wenig wahrscheinlich4 ,dr4 ,e43 ,nun1 du unglubiger ,thomas1 dann will ich dir noch etwas ,weiteres erzhlen1 was deine ,zweifel am ,ende zerstreuen wird4 ,es gibt tatschlich noch heute ,fische#ac1 und zwar in ,afrika sowohl wie in ,sdamerika und ,australien1 welche fr gewhnlich1 d4h4 solange sie frei im ,wasser schwimmen1 durch ,kiemen atmen1 wie die andern ,fische4 ,zur regenlosen ,jahreszeit aber1 wenn die ,smpfe1 in denen sie hausen1 ausgetrocknet sind1 leben diese sogenannten ,lungenfische8 monatelang in einer trockenen ,schlammkugel und atmen nun mit ihrer ,schwimmblase ganz so1 wie ich es vorhin als mglich geschildert habe4 ,kurt3 ,dann werden ,fritz und ich nun wohl stillschweigen mssen4 -- ,aber du hast eben die ,kiemen erwhnt1 und von diesen ist es doch wohl sicher1 da sie ganz allein bei den ,fischen auftreten4 ,oder willst du mir am ,ende auch ,kiemen zuschreiben8 ,dr4 ,e43 ,das nun gerade nicht4 ,aber denke doch nur an die ,kaulquappen1 die anfangs mit ganz prchtigen ,kiemenbscheln ausgerstet sind4 ,spter verwandeln sich dieselben zunchst in sogenannte innere ,kiemen1 um endlich vllig zu verschwinden1 wenn der junge ,frosch sich entwickelt hat4 ,solche ,zustnde mit ,kiemenanlagen an den ,seiten des ,halses finden wir nun bei allen ,wirbeltieren1 selbst bei den ,sugetieren1 in ihren frhesten ,entwicklungsstufen4 ,allein1 da die ,reptilien1 ,vgel und ,sugetiere kein fischartiges ,jugendleben im ,wasser fhren1 so gehen diese ,anstze schnell zugrunde und sind vllig verschwunden1 wenn das ,tier aus dem ,ei schlpft oder geboren wird4 ,kiemen sind eben nur fr das ,leben im ,wasser verwendbar4 ,es ist daher durchaus begreiflich1 da die hheren ,tiere ein ,organ frhzeitig verlieren1 das ihnen nichts ntzen kann4 ,kurt3 ,und warum sind die ,kiemen nur im ,wasser zu gebrauchen8 ,sidenote3 ,das ,atmen im ,wasser und in der ,luft ,dr4 ,e43 ,die ,atmung besteht bekanntlich darin1 da der ,sauerstoff der ,luft in das ,blut eindringt1 welches in den ,adern der ,kiemenblttchen kreist4 ,die ,luft mu also die uere ,haut der ,kiemenblttchen durchdringen1 ehe sie in das ,blut gelangt4 ,nun ist es eine bekannte ,tatsache1 da die tierische ,haut oder die tierische ,membran -- denkt etwa an eine ,schweinsblase -- die ,luft in reicherem ,mae nur dann durchlt1 wenn sie gengend angefeuchtet ist4 ,im ,wasser ist dies natrlich stets der ,fall1 und so gengt denn die wenige ,luft1 die in demselben aufgelst ist1 um das ,blut mit dem ntigen ,sauerstoff zu versorgen4 ,sobald ich aber den ,fisch aus dem ,wasser nehme1 trocknet die zarte ,haut der ,kiemenblttchen derartig ab1 da nun keine oder nur sehr wenig ,luft durch sie hindurchdringen kann4 ,der ,fisch mu also trotz des ,meeres von ,luft und ,sauerstoff1 das ihn umgibt1 den ,erstickungstod sterben4 ,fritz3 ,aber der ,aal kann doch ziemlich lange auerhalb des ,wassers leben6 ,dr4 ,e43 ,das stimmt4 ,und zwar verdankt er diese ,fhigkeit der uerst winzigen ffnung seines ,kiemendeckels1 welche den ,zutritt der abtrocknenden ,luft verhindert und die ,feuchtigkeit der ,kiemen wie in einer fast vllig geschlossenen ,hhle zurckhlt4 ,es gibt brigens noch viel interessantere ,beispiele von auf dem ,lande lebenden ,fischen4 ,berhmt sind ja z4,b4 die ,kletterfische#ad ,ostindiens1 welche geradezu auf die ,bume klettern sollen1 jedenfalls aber weite ,wanderungen ber ,land unternehmen4 ,befhigt sind sie zu diesem ,leben auerhalb des ,wassers durch eine merkwrdige ,einrichtung ihrer ,kiemenbogen1 welche ein ganzes ,labyrinth schwammartiger ,poren enthalten1 aus denen das vorher aufgenommene ,wasser tropfenweise auf die ,kiemenblttchen fllt und sie so fr lange ,zeit feucht erhlt4 ,fritz3 ,ich verstehe immer noch nicht1 inwiefern denn nun die ,lungen besser zum ,atmen auf dem ,lande taugen sollen4 ,in ihnen wird doch die ,luft auch erst irgendeine ,membran durchdringen mssen1 ehe sie in das ,blut gelangt1 und diese ,membran mte doch eigentlich noch trockner werden als die ,kiemenhaut1 da sie nie mit ,wasser in ,berhrung kommt4 ,dr4 ,e43 ,du wrdest vollstndig recht haben1 wenn nicht glcklicherweise mit der ,kohlensure1 die wir ausatmen1 auch groe ,mengen ,wasserdampf in unsern ,lungen entstnden4 ,ihr braucht ja nur daran zu denken1 da unser ,atem in der ,klte sichtbar wird1 oder wie man sagt1 da man den ,hauch sehen8 kann4 ,diese ,erscheinung rhrt bekanntlich daher1 da der ,wasserdampf bei niedriger ,temperatur in ,wasserdunst sich verwandelt1 und ihr knnt also aus dem dichten ,nebel1 den wir dann ausatmen1 ersehen1 eine wie groe ,menge ,wasserdampf fortwhrend in den ,lungen gebildet wird4 ,ein groer ,teil desselben bleibt nun selbst beim tiefsten ,ausatmen in den ,lungenhhlen zurck2 er ist somit die ,ursache1 da die zarten ,wnde der ,lungenblschen unter allen ,umstnden und auch bei trockenstem ,wetter die ntige ,feuchtigkeit zum ,durchtritt des ,sauerstoffes behalten4 -- ,ihr seht1 der alte ,satz3 uere ,atmungsorgane fr die ,wassertiere1 innere fr die ,landtiere8 findet in verhltnismig einfachen physikalischen ,verhltnissen seine ,erklrung4 ,hans3 ,wo hat denn unser ,goldfisch eigentlich seine ,ohren1 ,papa8 ,dr4 ,e43 ,o1 das wird dir schon einer deiner gelehrten ,brder auseinandersetzen knnen4 ,kurt3 ,ich wei nicht recht2 aber ich glaube1 die ,fische haben gar keine ,ohren1 denn sie sind ja auch alle stumm und brauchen folglich gar nicht zu hren4 ,dr4 ,e43 ,das sind fast ebensoviel ,unrichtigkeiten wie ,worte1 lieber ,kurt4 ,selbst wenn es wahr wre1 da alle ,fische stumm sind1 so wrde daraus doch noch keineswegs folgen1 da sie nun berhaupt nicht zu hren brauchten4 ,der ,gehrsinn ist denn doch ein zu wichtiges ,mittel1 sich in der ,welt zurechtzufinden und ,gefahren zu vermeiden1 als da wir bei so hoch entwickelten ,tieren ein vlliges ,fehlen desselben annehmen drften4 ,kurt3 ,aber kann man denn im ,wasser berhaupt hren8 ,dr4 ,e43 ,gewi kann man das4 ,ganz hnlich wie in der ,luft1 pflanzen sich die ,schallwellen im ,wasser und in festen ,krpern fort4 ,ja1 der ,schall wird in diesen ,stoffen noch ungleich leichter und vollkommener fortgeleitet1 als in der ,luft4 ,ein ,taucher am ,grunde des ,wassers hrt jedes ,wort1 das am ,ufer gesprochen wird1 und das leiseste ,kratzen am ,ende eines langen ,balkens kann man deutlich am andern ,ende wahrnehmen4 ,kurt3 ,dann wundert es mich aber1 da die ,fische alle stumm sind4 ,dr4 ,e43 ,das ist auch gar nicht der ,fall4 ,freilich1 ,nachtigallen gibt es unter den ,fischen gerade nicht2 denn ihnen fehlt ja der ,kehlkopf1 durch den die ,stimme der ,landtiere erzeugt wird4 ,aber ,tne knnen doch manche von ihnen hervorbringen4 ,schon unsere einheimischen ,fischer wissen in dieser ,hinsicht allerlei vom ,schlammpeitzger#ae1 vom ,seeskorpion#af1 vom ,knurrhahn#ag und anderen ,fischen zu erzhlen2 am berhmtesten aber von allen ist wohl der sogenannte ,trommelfisch#ah der amerikanischen ,ostkste1 dessen ,musik den ankernden ,schiffern in stillen ,nchten oft wie ein fernes ,trommelkonzert aus der ,tiefe des ,meeres zu ,gehr kommt4 ,fritz3 ,und wei man1 wie sie das machen8 ,dr4 ,e43 ,es ist sehr viel darber gesagt und geschrieben worden4 ,schon ,aristoteles1 der nicht weniger als sechs tonbegabte ,fische namhaft macht1 hat sich darber geuert4 ,bald scheint es sich um ein ,reiben verschiedener ,krperteile gegeneinander1 bald um schnelle ,schwingungen gespannter ,muskelfasern oder endlich um das ,ausstoen von ,luft zu handeln4 ,jedenfalls sind die ,einrichtungen recht verschieden und im einzelnen noch wenig erforscht4 ,kurt3 ,hat man denn schon sicher beobachtet1 da die ,fische hren knnen8 ,sidenote3 ,ohren der ,fische4 ,tne4 ,sinnesorgane ,dr4 ,e43 ,ich denke1 ja4 ,wenigstens wird erzhlt1 da man sie daran gewhnen kann1 etwa auf ein ,glockenzeichen zur ,ftterung zu kommen4 ,auerdem wre es doch tricht1 die ,fhigkeit des ,hrens bei ,tieren leugnen zu wollen1 deren ,ohren ganz gut entwickelt sind4 ,kurt3 ,aber man sieht doch nichts davon4 ,dr4 ,e43 ,nein2 ein sogenanntes ueres ,ohr1 wie unsere ,ohrmuschel1 ist auch nie vorhanden1 ja selbst ein ,trommelfell1 wie es die ,eidechsen und ,frsche haben1 fehlt vollstndig4 ,aber da die ,schallwellen nicht durch die ,luft1 sondern durch das ,wasser an den ,fisch gelangen1 so sind derlei ,einrichtungen auch gar nicht ntig4 ,das ,gehrorgan liegt bei den ,fischen ganz im ,innern der ,kopfknochen verborgen1 und diese pflanzen die ,schallwellen des ,wassers ebenso auf die ,gehrhrchen fort1 wie der lange ,balken dies tut1 von dem ich vorhin sprach4 ,die physikalischen ,verhltnisse im ,wasser sind eben andere1 als in der ,luft1 und folglich mssen auch die ,sinnesorgane entsprechend anders gebaut sein4 ,fritz3 ,ja1 mit den ,augen ist es doch ebenso4 ,die ,linse1 die bei den ,lufttieren verhltnismig flach ist1 sieht bei den ,fischen wie eine ,kugel aus1 weil die ,brechungsverhltnisse des ,lichtes fr ,luft und ,wasser so ganz verschieden sind4 ,kurt3 ,das verstehe ich nicht4 ,dr4 ,e43 ,ist auch noch nicht ntig4 ,fritz wollte blo ein wenig mit seiner neuen ,gelehrsamkeit aus der ,physikstunde glnzen4 ,recht hat er aber damit1 da die kugelige ,form der ,augenlinse -- ihr habt sie doch wohl schon beim ,karpfenessen wie ein rundes weies ,pfefferkorn gesehen -- mit dem ,leben im ,wasser zusammenhngt4 ,kurt3 ,sind denn die andern ,sinne1 ich meine z4,b4 der ,geruch und der ,geschmack1 auch fr das ,leben im ,wasser eingerichtet8 ,dr4 ,e43 ,darber wei man leider herzlich wenig1 zumal es oft schwer zu sagen ist1 ob etwas durch den ,geruch oder durch den ,geschmack wahrgenommen wird4 ,fritz3 ,wieso denn8 ,ich wei doch ganz genau1 was an einem ,apfel riecht und was an ihm schmeckt4 ,dr4 ,e43 ,du glaubst es wenigstens zu wissen4 ,zahlreiche ,versuche aber haben ergeben1 da man sich grndlich dabei irren kann4 ,ist es doch z4,b4 eine bekannte ,tatsache1 da man bei zugehaltener ,nase nicht unterscheiden kann1 ob man einen ,apfel oder eine ,zwiebel verspeist4 ,kurt3 ,ih1 das will ich doch einmal versuchen4 ,aber wozu haben wir dann zwei besondere ,organe fr ,geruch und ,geschmack8 ,dr4 ,e43 ,ein ,unterschied zwischen beiden ist ja leicht aufzustellen4 ,die ,zunge scheint vor allem befhigt1 diejenigen ,stoffe zu prfen1 welche in flssiger ,form mit den ,nervenendigungen in ,berhrung kommen1 whrend die ,nase fr die ,erkennung gasfrmiger ,substanzen zu sorgen hat4 ,fritz3 ,und das sollte bei den ,fischen nicht ebenso sein8 ,dr4 ,e43 ,das ist ja eben die heikle ,geschichte6 ,wenn ,gase sich im ,wasser auflsen1 so sind sie gar keine ,gase mehr1 sondern ,flssigkeiten4 ,es ist also nicht recht einzusehen1 inwiefern die ,nase der ,fische etwas anderes leistet als die ,zunge4 ,hchstens darf man vielleicht annehmen1 da die allgemeine ,beschaffenheit des ,wassers durch das ,riechorgan1 der eigenartige ,geschmack der ,nahrung hingegen durch die ,zunge empfunden werde4 ,mglich ist es ja indes immerhin1 wie neuerdings behauptet wird1 da unsere ganze bisherige ,auffassung des ,riechvorganges eine irrige ist1 und da es sich bei demselben nicht um die ,ausbreitung gasfrmiger ,stoffe handelt1 sondern um ,wellenbewegungen1 wie wir sie fr die ,verbreitung des ,lichtes und des ,schalles annehmen4 ,hans3 ,viel ,vergngen wird der ,fisch aber beim ,essen wohl nicht haben1 wenn er bei jedem ,bissen immer so viel ,wasser runterschlucken mu4 ,dr4 ,e43 ,das sind alles ,dinge1 mein ,hnschen1 die sich schwer beurteilen lassen1 weil wir uns nicht in die ,lage eines ,fisches versetzen knnen4 ,die ,dichter sprechen ja viel von dem muntern1 frhlichen ,fischlein1 dem es so wohlig sei auf dem ,grunde4 ,wir drfen wohl annehmen1 da jedem ,geschpf gleich uns von der ,mutter ,natur sein reichlich ,ma an ,leid und ,freude beschieden ist4 ,illustration ,illustration ,achter ,abend4 ,fritz und ,kurt sind allein1 ,hans ist zum ,geburtstag1 und der ,vater noch durch ,besuch verhindert4 ,kurt3 ,du1 ,fritz1 ich glaube1 ich habe noch ein schnes ,mineral im ,hause entdeckt1 an das ,vater neulich gar nicht gedacht hat4 ,fritz3 ,nun1 und das wre8 ,sidenote3 ,steinkohlen4 ,zusammensetzung des ,holzes ,kurt3 ,unsere ,steinkohlen4 ,fritz3 ,ach1 das ist nichts2 die brennen ja6 ,kurt3 ,ich wei doch nicht1 warum ,mineralien nicht auch brennen sollen4 ,der ,schwefel brennt auch1 und der ist doch gewi ein ,mineral4 ,fritz3 ,wahrhaftig6 ,da hast du recht4 ,aber ich habe gehrt1 da die ,steinkohlen aus vorweltlichen ,pflanzen entstanden sind2 da knnen sie doch nicht zu den ,steinen gehren4 ,dr4 ,e4 7eintretend73 ,nun1 worber streiten sich die gelehrten ,herren8 ,fritz3 ,kurt meinte1 die ,steinkohlen seien auch ,mineralien2 ich habe ihm aber auseinandergesetzt1 da es die ,reste ausgestorbener ,pflanzen sind1 die daher nicht zu den ,steinen gerechnet werden knnen4 ,dr4 ,e43 ,das ist allerdings eine recht schwierige ,streitfrage4 ,aber mchtest du denn wirklich diese ungeheuren formlosen ,kohlenmassen1 die tief unter der ,erde ruhen und bergmnnisch gewonnen werden1 noch heute als ,pflanzen bezeichnen8 ,mir scheint1 wir haben hier ein hbsches ,beispiel dafr1 da alle unsere ,einteilungsversuche der ,naturkrper1 und selbst die allerallgemeinste ,einteilung in drei groe ,naturreiche1 immerhin ihre ,schwchen haben4 ,die ,steinkohlen sind aus ,pflanzen hervorgegangen1 das unterliegt keinem ,zweifel2 in ihrer jetzigen ,form aber nhern sie sich so sehr den ,mineralien1 da wir gewi keinen groen ,fehler begehen1 wenn wir sie diesen zurechnen4 ,fritz3 ,aber kann man denn nicht oft noch ,stamm1 ,zweige und ,bltter ganz deutlich erkennen8 ,dr4 ,e43 ,nein1 das ist nur in seltenen ,ausnahmen der ,fall4 ,wohl findet man hufig genug die ,abdrcke von ,zweigen und ,blttern zwischen den ,schichten2 die ,steinkohle selbst aber zeigt kaum noch ,spuren des pflanzlichen ,baues1 und beim ,anthrazit1 einer andern ,kohlenart1 sind auch diese verschwunden4 ,fritz3 ,wie ist denn das nur mglich gewesen1 da ,pflanzen sich so ganz in steinartige ,massen verwandeln konnten8 ,dr4 ,e43 ,das ist nicht so leicht zu beantworten4 ,zunchst mten wir uns mit der ,zusammensetzung des ,holzes und deren nderung durch uere ,einflsse beschftigen2 dazu aber bedarf es chemischer ,kenntnisse1 von denen ihr noch keine ,ahnung habt4 ,fritz3 ,ach bitte1 ,vater1 versuche es doch mal4 ,ich werde es schon verstehen1 und schaden kann es ja dem ,kurt auch nicht4 ,dr4 ,e43 ,nun1 dann wollen wir mal sehen1 wie weit wir kommen4 ,also zunchst die wichtige ,frage3 ,aus welchen ,stoffen besteht ein ,stck ,holz8 ,fritz3 ,das wei ich nicht2 aber ,kohlenstoff ist drin1 da man das ,holz verkohlen kann4 ,kohle ist berhaupt ein ,bestandteil aller lebenden ,krper1 wie wir in der ,schule gelernt haben2 ebenso ,sauerstoff und ,wasserstoff4 ,dr4 ,e43 ,damit bin ich schon zufrieden4 ,fr ,kurt will ich nur bemerken1 da ,kohlenstoff ein fester schwarzer ,krper ist -- denkt euch etwa ,lampenru --1 und da ,sauerstoff und ,wasserstoff dieselben zwei gasfrmigen ,stoffe sind1 die das ,wasser zusammensetzen4 ,aus diesen drei ,stoffen oder ,elementen ist auch der ,holzstoff aufgebaut1 den man wissenschaftlich in der ,regel mit dem ,namen ,zellulose8 bezeichnet4 ,auerdem steckt im ,holz jedoch noch etwas anderes1 was man kaum darin erwarten sollte1 nmlich eine ,menge ,mineralstoffe1 wie ,kieselsure1 ,kalk1 ,kali usw4 ,kurt3 ,und die kann man wirklich im ,holze nachweisen8 ,dr4 ,e43 ,o1 die ,sache ist sehr einfach4 ,es gibt ein sehr bequemes ,mittel1 dieselben von der ,zellulose oder dem ,holzstoff zu trennen4 ,dieser nmlich ist brennbar1 whrend die ,mineralstoffe unverbrennlich sind4 ,daraus ergibt sich das einzuschlagende ,verfahren ganz von selbst4 ,kurt3 ,dann mte man also den ,holzstoff durch ,verbrennen fortschaffen8 ,dr4 ,e43 ,oder1 was dasselbe ist1 man mu das tun1 was jeden ,tag in der ,kche geschieht1 wenn ,holz in den ,feuerherd gesteckt wird4 ,was nach dem ,verbrennen brig bleibt1 sind dann die unverbrennlichen ,mineralstoffe1 welche im ,holz steckten und die kurzweg als ,asche bezeichnet werden4 ,kurt3 ,ei1 das htte ich mir denken knnen6 ,aber wo ist denn nun der ,holzstoff selbst beim ,verbrennen hingeraten8 ,der scheint ja dann gnzlich verschwunden zu sein4 ,hat er sich vielleicht in ,dampf verwandelt8 ,dr4 ,e43 ,gnzlich verschwinden kann berhaupt nichts auf der ,erde4 ,ebensowenig knnen wir die ,zellulose als solche flssig oder gasfrmig machen4 ,wenn ich sie aber verbrenne1 d4h4 sie dazu bringe1 sich mit dem ,sauerstoff der ,luft chemisch zu verbinden1 so wird sie in ihrer bisherigen ,zusammensetzung zerstrt1 und es entsteht dafr eine ,reihe anderer ,stoffe1 von denen ,kohlensure und ,wasserdampf die wichtigsten sind4 ,da diese aber als ,gase fr uns unsichtbar sind und sich alsbald in die umgebende ,luft zerstreuen1 so erscheint es uns1 als wenn die ,zellulose beim ,verbrennen einfach verschwinde4 ,kurt3 ,ohne den ,sauerstoff der ,luft gibt es also gar kein ,verbrennen8 ,dr4 ,e43 ,im allgemeinen1 nein4 ,du weit ja auch ganz gut1 da man ,zug in einem ,ofen machen mu1 wenn das ,feuer brennen soll4 ,kurt3 ,ja1 wenn das nicht geschieht1 so raucht der ,ofen1 und das ,feuer geht aus4 ,dr4 ,e43 ,ganz recht4 ,nur drfen wir eigentlich nicht sagen1 der ,ofen raucht1 sondern aus dem ,holz im ,ofen entwickelt sich ,rauch84 ,dieser ,rauch bei ungengendem ,zutritt der ,luft ist eine sehr auffllige ,erscheinung1 die wir etwas nher betrachten mssen4 ,rauch ist nmlich keineswegs dasselbe wie ,gas oder ,dampf4 ,letztere beiden sind unsichtbar4 ,den ,rauch aber sehen wir4 ,er enthlt eine ,menge fester ,teilchen1 nebst andern ,stoffen hauptschlich ganz feinen ,kohlenstaub1 der sich an kalten ,gegenstnden bald absetzt und eine schwarze ,schicht bildet4 ,fritz3 ,meinst du damit den ,ru im ,schornstein8 ,sidenote3 ,vollstndige und unvollstndige ,verbrennung4 ,gasfabrik ,dr4 ,e43 ,allerdings4 ,er bildet sich in jedem ,schornstein1 da unsern ,herden nie genug ,luft zugefhrt wird1 um den ,holzstoff vllig zu verbrennen4 ,wir mssen demnach zwei ganz verschiedene ,arten von ,verbrennung unterscheiden3 ,die eine bei viel ,luftzutritt1 wo die ,bestandteile der ,zellulose sich vllig in unsichtbare ,gase1 wie ,kohlensure und ,wasserdampf verwandeln2 die andere bei ungengendem ,luftzutritt1 wo auer diesen ,gasen allerlei feste und flssige ,stoffe entstehen1 die wir im ,ru des ,schornsteins wiederfinden4 ,aber auch was zurckbleibt1 ist in beiden ,fllen nicht das gleiche4 ,bei vollstndiger ,verbrennung des ,holzes bleibt schlielich nur die ,asche brig1 also das1 was berhaupt unter keinen ,umstnden verbrennen kann2 bei mangelnder ,luftzufuhr hingegen bleibt mit den ,mineralstoffen noch ein ,teil des ,kohlenstoffs unverbrannt zurck3 ,das ,holz erscheint uns dann eben nicht verbrannt1 sondern nur verkohlt84 ,fritz3 ,ah1 jetzt begreife ich1 wodurch drauen im ,walde in den ,kohlenmeilern die ,holzkohlen entstehen4 ,dr4 ,e43 ,so8 ,und wie denkst du dir die ,sache8 ,hast du denn schon einmal einen solchen ,meiler gesehen8 ,fritz3 ,ja6 ,weit du denn nicht mehr1 wie wir im vorigen ,jahre in ,thringen waren8 ,da hatten die ,khler einen groen1 runden1 aber nicht sehr hohen ,holzsto aufgebaut und ganz und gar mit ,rasen bedeckt1 so da er fast wie eine niedrige ,htte aussah4 ,auch eine ,art ,tr fhrte hinein und innen waren schmale ,gnge4 ,wenn dann das ,holz in ,brand gesteckt war1 wurde der ,eingang mit ,rasen zugesetzt1 und nun zog ein dicker ,qualm zwischen den ,rasenstcken nach auen4 ,spter ist dann das ganze ,holz im ,innern zu ,holzkohle geworden4 ,nach dem1 was du uns soeben erzhlt hast1 kann das nur daher kommen1 da durch das ,zudecken mit ,rasen der ,zutritt der ,luft so weit abgeschlossen wurde1 da eine vollstndige ,verbrennung zu ,asche nicht mglich war4 ,dr4 ,e43 ,es freut mich1 da du den ,vorgang richtig aufgefat hast4 ,doch nun wollen wir unser schwieriges ,thema weiter verfolgen4 ,nach dem1 was wir bis jetzt besprochen1 sind es also zwei ,dinge1 welche die ,zellulose zerstren3 die ,hitze und der ,sauerstoff der ,luft4 ,wirken beide zusammen1 so verbrennt das ,holz vollstndig bis zu ,asche2 ist der ,luftzutritt vermindert1 so erhalten wir bei gengender ,hitze ,holzkohle und ,rauch4 ,es fragt sich nun1 was geschehen wird1 wenn entweder nur ,hitze ohne ,luft1 oder nur ,luft ohne ,hitze auf das ,holz einwirkt4 ,fritz3 ,um ersteres zu erfahren1 brauchte man ja nur etwas ,holz in einem vllig geschlossenen ,behlter zu erhitzen4 ,das wre doch leicht zu machen4 ,dr4 ,e43 ,es geschieht dies auch oft genug4 ,man bringt das ,holz in groe eiserne ,zylinder1 verschliet sie und heizt dann tchtig darunter4 ,kurt3 ,warum tut man denn das8 ,man mu doch irgendeinen ,zweck dabei verfolgen4 ,dr4 ,e43 ,gewi1 mein ,junge4 ,es wundert mich nur1 da ihr noch nicht dahinter gekommen seid1 was ich euch eben beschreiben wollte4 ,kennt ihr denn wirklich keine ,gasfabrik8 ,fritz3 ,eine ,gasfabrik8 ,ich denke1 das ,gas wird aus ,steinkohlen hergestellt8 ,dr4 ,e43 ,das kommt ganz darauf an4 ,holz tut genau dieselben ,dienste und wird oft genug statt der ,steinkohlen angewendet4 ,doch die ,hauptsache ist fr uns1 was wird aus dem ,holz1 wenn es bei ,luftabschlu erhitzt wird8 ,fritz3 ,da wird sich natrlich auch aus dem ,holz wohl ,leuchtgas entwickeln4 ,in den eisernen ,zylindern aber1 so denke ich mir1 wird ,holzkohle zurckbleiben1 da sie ja nicht zu ,asche verbrennen kann wegen des fehlenden ,sauerstoffs4 ,dr4 ,e43 ,deine ,vermutung ist richtig2 nur hast du noch eine ,gruppe von ,stoffen vergessen1 die auer dem ,leuchtgas entsteht1 nmlich ,flssigkeiten1 die anfangs in ,dampfform mit aus den eisernen ,zylindern entweichen1 dann aber sich bald in besonderen ,behltern verdichten und ansammeln4 ,es sind vor allem ,wasser mit etwas ,essig1 sodann lartig-schmierige ,stoffe1 die euch wohl unter dem ,namen ,teer bekannt sein werden4 ,kurt3 ,aber wie kann denn das alles aus dem ,holz kommen2 das ist doch ganz trocken8 ,sidenote3 ,wirkung der ,hitze und der ,luft auf ,zellulose ,dr4 ,e43 ,ja1 mein ,sohn1 da mtest du schon ,chemiker sein1 um das zu verstehen4 ,nur so viel will ich dir sagen1 da alle diese ,krper eben auch aus ,kohlenstoff1 ,wasserstoff und ,sauerstoff zusammengesetzt sind1 aus denen ja die ,zellulose besteht4 ,durch das ,erhitzen zerlegt sich also die ,zellulose in eine ,menge einfacherer ,verbindungen1 die teils gasfrmig1 teils flssig sind4 ,das gewhnliche ,wasser ist1 wie du weit1 weiter nichts als eine ,verbindung von ,wasserstoff und ,sauerstoff2 folglich mu es sich auch bilden knnen1 wenn ich das feste1 trockene ,holz1 das diese beiden ,gase enthlt1 durch ,hitze zerlege4 ,kurt3 ,ja1 das sehe ich wohl ein2 aber schnurrig bleibt es doch1 da die ,chemie aus trockenen ,krpern ,flssigkeiten und sogar ,gase machen kann4 ,dr4 ,e43 ,du wrdest noch viel mehr staunen1 wenn ich dir die ganze ,flle der ,stoffe nennen wollte1 die durch die ,zersetzung des ,holzes und der verschiedenen ,kohlenarten entstehen4 ,nur beilufig will ich indes erwhnen1 da auch unsere ,paraffinkerzen1 das ,naphthalin und vor allem die prchtigen ,anilinfarben aus dem ,gasteer gewonnen werden4 ,genug1 wir wissen nun1 da der ,holzstoff unter dem ,einflu der ,hitze sich in eine ,menge gasfrmiger1 flssiger und teerartiger ,stoffe zersetzt1 und da dann schlielich in den ,eisenzylindern ,kohle zurckbleibt4 ,jetzt wollen wir die zweite ,frage besprechen1 ob die ,luft allein1 ohne ,hitze1 ebenfalls eine ,einwirkung auf die ,zellulose ausbt4 ,fritz3 ,das glaube ich nicht4 ,denn ein ,stck ,holz bleibt ja unverndert1 wenn wir es einfach an der ,luft liegen lassen4 ,dr4 ,e43 ,dann werden also alle die ,bume1 die vor tausend oder zehntausend ,jahren im ,walde umgefallen sind1 dort heute noch ebenso liegen8 ,fritz3 ,das nicht2 die sind lngst vermodert4 ,aber sie waren auch schon morsch1 als sie umfielen4 ,dr4 ,e43 ,wenn das ,umfallen durch einen ,windbruch geschah1 wohl schwerlich4 ,wie ist es denn mit einem gesunden ,balken1 den man in ein ,haus hineinbaut8 ,behlt der etwa durch ,jahrhunderte seine ,festigkeit8 ,fritz3 ,nein1 daran habe ich nicht gedacht2 dann mu ich also wohl zugeben1 da auch frisches1 gesundes ,holz1 wenn es der ,luft ausgesetzt wird1 im ,laufe der ,zeiten morsch wird und schlielich zerfllt4 ,dr4 ,e43 ,und was mit dem ,balken vielleicht erst nach ,jahrhunderten geschieht1 das geschieht ungleich schneller mit den ,blttern1 dem ,laub in den ,wldern1 welches der ,hauptsache nach ebenfalls aus ,zellulose besteht4 ,kurt3 ,ja1 wenn man das ,laub in einem ,buchenwalde aufhebt1 so sieht man1 wie die tieferliegenden ,bltter ganz dunkelbraun geworden sind und zergehen1 wenn man sie nur anrhrt4 ,dr4 ,e43 ,sehr richtig6 ,unter diesen zergehenden ,blttern aber liegt dann ferner die sogenannte ,humusschicht1 d4h4 ,erde1 welche durch die aus der ,zersetzung der ,bltter entstandenen ,stoffe schwarz gefrbt ist4 ,wit ihr denn nicht1 da jeder ,grtner sich einen sogenannten ,komposthaufen anlegt1 in dem er alle mglichen ,pflanzenabflle mit ,erde mischt und wartet1 bis das ,ganze zu ,humus geworden ist8 ,schon hieraus knnt ihr sehen1 da der ,holzstoff in der ,luft nicht unvernderlich ist1 wenn wir auch wissen1 da bei dieser ,zersetzung oder ,verwesung namentlich kleine ,pilze1 die sogenannten ,fulnisbakterien1 beteiligt sind4 ,fritz3 ,aber das ist denn doch wohl eine ganz andere ,art der ,zersetzung wie durch ,hitze8 ,dr4 ,e43 ,die entstehenden ,stoffe sind allerdings zum groen ,teil andere4 ,wir mssen aber auch hier1 ganz hnlich wie bei der ,verbrennung1 streng unterscheiden1 ob der ,sauerstoff der ,luft wirklich vllig ungehindert auf die ,pflanzenstoffe einwirken kann1 oder ob er nur in beschrnktem ,mae ,zutritt hat4 ,im ersteren ,falle wird die ,zersetzung der ,zellulose eine vollstndige sein1 d4h4 es werden schlielich1 wie bei der vollkommenen ,verbrennung1 nur die ,mineralstoffe als ,asche brigbleiben1 whrend die ,gase in die ,luft gehen4 ,ist dagegen der ,zutritt der ,luft erheblich beschrnkt1 z4,b4 im ,walde1 wo die zergehenden ,bltter von anderem ,laube bedeckt werden1 oder am ,grunde des ,wassers1 so haben wir es gewissermaen mit einer unvollkommenen ,verbrennung zu tun1 und die ,stoffe1 die sich bilden1 erinnern nunmehr an diejenigen1 die wir bei der ,leuchtgasfabrikation erhalten4 ,kurt3 ,entstehen denn da auch ,gase1 die brennen knnen8 ,sidenote3 ,sumpfgas4 ,unterschied von ,holzkohlen und ,steinkohlen ,dr4 ,e43 ,ja4 ,und wenn es dir ,spa macht1 kannst du dich leicht davon berzeugen4 ,du brauchst nur an einen ,sumpf zu gehen1 auf dessen ,grunde viele ,pflanzenstoffe vermodern1 und den ,boden mit dem ,stock aufzurhren4 ,dann steigen eine ,menge ,gasblasen aus der ,tiefe empor4 ,kurt3 ,aber die kann ich doch nicht anstecken4 ,dr4 ,e43 ,wenn du sie einsammelst1 warum nicht8 ,nimm also eine ,flasche und einen ,trichter mit4 ,die ,flasche fllst du bis oben mit ,wasser und steckst den ,trichter drauf4 ,dann drehst du die ,flasche unter ,wasser um1 so da der ,trichter nach unten kommt1 und suchst nun die einzelnen ,blasen im ,wasser mit dem ,trichter zu fangen4 ,sie steigen in der ,flasche empor und verdrngen nach und nach das ,wasser4 ,ist die ,flasche voll ,gas1 wird sie unter ,wasser fest zugekorkt4 ,zu ,hause werden wir dann sehen1 da das eingefangene ,gas brennbar ist2 es fhrt den ,namen ,sumpfgas4 ,man mu sich indes hten1 es mit ,luft zu mischen1 da es sonst eine ,explosion geben kann4 ,doch jetzt werden wir am ,ende so weit sein1 da wir die ,entstehung der ,kohle begreifen knnen4 ,also erste ,frage3 ,sind die ,kohlen dadurch entstanden1 da die ,pflanzen1 aus denen sie sich bildeten1 einfach an der ,luft vermoderten8 ,fritz3 ,nein1 denn dann wrden diese ,pflanzen durch den ,sauerstoff der ,luft sich schlielich ganz zu ,asche zersetzt haben4 ,kohle setzt immer den ,mangel von ,sauerstoff voraus4 ,dr4 ,e43 ,gut4 ,nun weiter1 zweite ,frage3 ,sind die ,kohlen durch ,einwirkung von ,hitze entstanden8 ,fritz3 ,ja1 das wre mglich1 etwa durch die ,wrme des ,erdinnern4 ,die ,pflanzen lagen schon so tief unter der ,erde1 da keine ,luft mehr daran kommen konnte4 ,so mute durch die ,hitze eine hnliche ,zersetzung vor sich gehen1 als wenn ,holz bei ,luftabschlu in eisernen ,zylindern erhitzt wird4 ,dr4 ,e43 ,bei dieser ,annahme wre es zunchst unverstndlich1 wie die betreffenden ,pflanzen so tief unter die ,erde gelangt sein sollten1 da die ,luft sie nicht mehr erreichen konnte4 ,sodann aber hast du etwas auer acht gelassen1 was deine ganzen ,schlsse ber den ,haufen wirft4 ,wenn wir ,holz bei ,luftabschlu erhitzen1 so bleibt reine ,holzkohle brig2 alle gasfrmigen und flssigen ,zersetzungsprodukte hingegen sind aus dem ,zylinder gewichen4 ,diese ,holzkohle besteht also nur aus ,kohlenstoff und ,aschenteilen2 durch kein ,erhitzen kann ich noch ,gas oder ,teer heraustreiben4 ,wenn ich hingegen ,steinkohle in dem eisernen ,zylinder erhitze1 so erhalte ich1 wie ihr wit1 eine groe ,menge ,leuchtgas1 ,gaswasser oder ,teer1 ganz hnlich1 als wenn ich unversehrtes ,holz genommen htte4 ,erst nach geraumer ,zeit besteht das1 was in dem ,zylinder zurckbleibt1 ebenfalls nur aus ,kohlenstoff und ,aschenteilen4 ,kurt3 ,o1 das kenn' ich1 das ist der ,koks6 ,dr4 ,e43 ,ja1 so nennt man den ,stoff1 der beim ,erhitzen von ,steinkohlen beim ,luftabschlu brigbleibt4 ,wenn wir in unsern ,bergwerken ,koks fnden1 d4h4 also eine ,kohle1 die beim ,erhitzen kein ,gas und keinen ,teer mehr von sich gibt1 so knnten wir sagen1 die ,pflanzen frherer ,zeiten sind durch ,hitze unter ,luftabschlu in ,kohle verwandelt worden4 ,jetzt aber1 wo tatschlich in den ,stein- und ,braunkohlen noch so viel ,gas und ,teer steckt1 drfen wir sie unmglich mit den ,holzkohlen vergleichen1 sondern mssen vielmehr schlieen1 da grere ,hitze nicht eingewirkt hat4 ,sonst wren sicher die ,gase und ,flssigkeiten vllig entwichen4 ,fritz3 ,aber dann bleibt doch weiter gar keine ,mglichkeit brig6 ,dr4 ,e43 ,nur nicht gleich die ,flinte ins ,korn werfen1 ,fritz6 ,wenn du ein klein wenig nachdenken wolltest1 wrdest du sogar finden1 da auch heute noch groe ,pflanzenmassen auf dem besten ,wege sind1 sich in richtige ,kohle zu verwandeln1 wie sie in den ,bergwerken gefunden wird4 ,fritz3 ,das knnte doch nur in den ,wldern sein8 ,dr4 ,e43 ,nein1 dort gerade nicht4 ,aber kennst du denn nicht das ,brennmaterial1 das namentlich auf dem ,lande vielfach angewendet wird8 ,es sind mauersteingroe ,stcke1 denen man meist noch sehr deutlich ansieht1 da sie aus dem ,pflanzenreiche stammen4 ,sidenote3 ,torf4 ,entstehung der ,kohlen4 ,steinkohle4 ,braunkohle ,kurt3 ,ach1 ich wei es1 ,vater6 ,du meinst den ,torf4 ,dr4 ,e43 ,richtig geraten1 ,kurt4 ,an den httet ihr aber schon frher denken sollen6 -- ,woraus besteht denn der ,torf1 und wie bildet er sich8 ,fritz3 berall in unsern ,mooren wird ja ,torf gestochen4 ,es sind hauptschlich ,moose1 die sogenannten ,torfmoose1 welche in diesen ,mooren wachsen4 ,unten sterben sie immer ab1 und die abgestorbenen ,massen werden zu ,torf1 whrend oben die ,pflanzen weiter wachsen4 ,so kommt es1 da man von derselben ,stelle nach einigen ,jahren immer wieder ,torf gewinnen kann1 wenn er auch schon einmal abgestochen war4 ,dr4 ,e43 ,richtig ist das1 was du sagst1 nur keine ,antwort auf meine ,frage4 ,du httest sagen mssen3 ,der ,torf besteht aus den abgestorbenen und teilweise zersetzten ,resten verschiedener ,pflanzen1 namentlich ,moosarten1 die noch heute auf der ,erde vorkommen4 ,meine zweite ,frage1 wie er sich bildet1 hast du aber gar nicht berhrt1 denn1 da er mit der ,zeit nachwchst1 ist doch keine ,erklrung4 ,fritz3 ,es wird sich dabei wohl um eine ,zersetzung der ,zellulose bei beschrnktem ,luftzutritt handeln1 da die lebende ,moosschicht die ,luft nicht in die ,tiefe dringen lt4 ,dr4 ,e43 ,zugegeben6 ,aber eine ,hauptsache hast du vergessen1 wodurch die ,luft noch viel erfolgreicher abgeschlossen wird4 ,fritz3 ,die ,luft noch erfolgreicher abgeschlossen wird8 ,dr4 ,e43 ,ja1 denke doch nur an den ,ort1 wo die ,torfbildung vor sich geht4 ,geschieht denn das im ,walde oder auf dem ,berge8 ,fritz3 ,nein1 im ,moor4 -- ,ach1 dann wird am ,ende das ,wasser dabei eine ,rolle spielen6 ,dr4 ,e43 ,na1 endlich6 ,soweit unsere ,erfahrungen reichen1 findet diese eigenartige ,umwandlung der ,zellulose in ,torf nur statt1 wenn die ,pflanzenmassen durch ,wasser von der ,luft fast vllig abgeschlossen sind4 ,nun aber zeigt der ,torf schon recht viele der ,eigenschaften1 welche wir in der ,kohle kennen4 ,er kann sogar sehr hart und fest1 fast steinartig sein1 so da man von dem pflanzlichen ,bau kaum noch etwas zu erkennen vermag4 ,sollte sich da nicht auch eine ,folgerung fr die ,entstehung der ,kohlen ergeben8 ,fritz3 ,da mssen wir also wohl annehmen1 da auch die ,pflanzen1 welche spter zu ,kohlen wurden1 im ,wasser gewachsen oder ins ,wasser gefallen sind8 ,dr4 ,e43 ,in der ,tat ist das die einzige ,erklrung1 die wir heute fr die ,bildung der ,kohlen haben4 ,man glaubt1 da jene ,pflanzen in ganz hnlicher ,weise ausgedehnte ,sumpfgebiete am ,meer bestanden haben1 wie wir es heute von den sogenannten ,mangrove-,wldern in den ,tropen wissen1 deren stelzenartiges ,wurzelgeflecht zur ,flutzeit ganz unter ,wasser steht4 ,die absterbenden ,pflanzen sanken direkt ins ,wasser und bildeten dann im ,laufe der ,zeit jene dicken1 durch den sehr beschrnkten ,zutritt von ,sauerstoff bei niedriger ,temperatur uerst langsam sich zersetzenden und umwandelnden ,schichten1 die wir heute als ,kohlenflze unter ,ton1 ,sand und andern ,ablagerungen des ,meeres vergraben finden4 ,kurt3 ,dann sind die ,steinkohlen und die ,braunkohlen also nicht aus ,torfmoosen entstanden8 ,dr4 ,e43 ,gewi nicht4 ,von den ,steinkohlen wei man1 da sie hauptschlich aus vorweltlichen ,baumfarnen1 riesigen ,schuppenbumen oder ,brlappen und ,schachtelhalmen hervorgegangen sind1 whrend das ,material der ,braunkohlen wohl vornehmlich von jetzt ausgestorbenen ,nadelhlzern geliefert wurde4 ,fritz3 ,wodurch unterscheiden sich denn die ,braunkohlen von den ,steinkohlen8 ,dr4 ,e43 ,das ist nicht so leicht zu sagen2 auch gehen beide ,arten fast unmerklich ineinander ber4 ,braunkohle ist nmlich durchaus nicht immer braun1 ebensowenig wie ,steinkohle immer steinartig zu sein braucht4 ,im allgemeinen kann man behaupten1 da die ,braunkohle jnger und in ihrer ,umwandlung noch nicht soweit vorgeschritten ist wie die ,steinkohle4 ,sie hat daher im ,verhltnis noch viel mehr ,wasserstoff und ,sauerstoff aus der ursprnglichen ,zellulose zurckbehalten als die ,steinkohle1 bei welcher diese ,elemente schon weit mehr als gasfrmige oder flssige ,verbindungen des ,kohlenstoffs entwichen sind4 ,die ,braunkohle brennt infolgedessen mit ruender ,flamme und unangenehmem ,geruch1 whrend die ,steinkohle mit heller ,flamme und weniger unangenehmem ,geruch verbrennt4 ,bei der ,braunkohle bestehen nur #ee-ge ,prozent des ,gewichts aus reinem ,kohlenstoff1 bei der ,steinkohle hingegen #ge-ij ,prozent1 da1 wie gesagt1 die beiden andern ,bestandteile der ,zellulose zum groen ,teile sich schon verflchtigt haben4 ,fritz3 ,sind denn diese gasfrmigen und flssigen ,zersetzungsstoffe durch die darber liegenden ,erdschichten einfach in die ,luft gegangen8 ,dr4 ,e43 ,soweit sie durch konnten1 jedenfalls2 ein ,teil aber steckt noch jetzt in den ,kohlenlagern4 ,das ,gas ist der ,hauptsache nach dasselbe1 was wir vorhin als ,sumpfgas im ,moder der ,grben kennenlernten1 und das ihr einfangen solltet4 ,es ist dem ,bergmann leider nur zu wohl bekannt als sogenanntes ,grubengas1 das1 mit ,luft gemischt1 die furchtbaren schlagenden ,wetter in den ,kohlengruben verursacht4 ,hunderte und ,tausende braver ,bergleute sind diesen schrecklichen1 durch irgendeine ,unvorsichtigkeit hervorgerufenen ,explosionen schon zum ,opfer gefallen4 ,als flssiges ,zersetzungsprodukt der ,steinkohlen aber knnte man vielleicht das ,erdl oder ,petroleum ansehen1 eine ,ansicht1 die allerdings von anderer ,seite bestritten wird4 ,fritz3 ,hat denn nun die ,hitze des ,erdinnern gar nichts mit der ,kohlenbildung zu tun gehabt8 ,dr4 ,e43 ,eine gewisse ,temperaturerhhung kommt zweifellos dabei mit in ,frage4 ,diese ist aber schon durch den gewaltigen ,druck gegeben1 welchen die darber lagernden ,erdschichten ausbten4 ,die allerltesten ,kohlen1 die wir kennen1 drften am strksten von hheren ,temperaturen beeinflut sein1 denn sie sind fast zu ,koks geworden und liefern keine gasfrmigen ,stoffe mehr4 ,es ist dies der ,anthrazit1 der sich auch berall da gebildet hat1 wo ,stein- oder ,braunkohlen mit glutflssigen ,gesteinsmassen1 die aus dem ,erdinnern empordrangen1 in zu nahe ,berhrung gekommen sind4 ,kurt3 ,gibt es denn sonst weiter keinen ,kohlenstoff auf der ,erde1 als den in den ,kohlen8 ,dr4 ,e43 ,o ja6 ,eine ,sorte benutzt du wahrscheinlich tglich bei deinen ,schularbeiten1 und die andere ,sorte -- nun1 ,fritz8 ,fritz3 ,die andere ,sorte hat ,mutter in ihrem ,ring und der ,glaser braucht sie zum ,glasschneiden4 ,dr4 ,e43 ,so1 ,kurt1 nun rate6 -- ,wenn du mal nach ,sdafrika kommst1 kannst du uns vielleicht ein paar ,scke voll von dieser besonderen ,sorte ,kohlenstoff mitbringen4 ,illustration ,illustration ,neunter ,abend4 ,sieh1 ,vater1 sagt ,fritz1 ein ,blatt ,papier aus der ,tasche ziehend1 das habe ich heute in deinem ,papierkorb gefunden4 ,das brauchst du wohl nicht mehr4 ,dr4 ,e43 ,was steht denn darauf8 ,fritz3 ,es ist augenscheinlich aus einem ,vortrag von dir ber die ,stubenfliege4 ,dr4 ,e43 ,ah1 ich sehe4 ,es ist das ,ende eines kleinen ,aufsatzes1 den ich mal fr ein ,weihnachtsbuch geschrieben habe4 ,das kannst du ruhig wegwerfen4 ,sidenote3 ,die ,stubenfliege4 ,aufgaben fr den ,naturforscher ,fritz3 ,ist es denn wirklich deine ,meinung1 wie da steht1 da die ,naturforscher allein an der ,stubenfliege noch so viel zu studieren htten1 da es andere ,tiere gar nicht zu geben brauchte8 ,sie wrden doch noch genug zu tun haben8 ,dr4 ,e43 ,natrlich ist das meine ,meinung4 ,sonst wrde ich es doch nicht geschrieben haben6 ,fritz3 ,dann ist also die ,stubenfliege ein ganz besonders rtselhaftes und interessantes ,geschpf8 ,dr4 ,e43 ,nicht mehr und nicht weniger als irgendein beliebiges anderes ,insekt4 ,fritz3 ,nun1 dann verstehe ich dich nicht4 ,ich dachte immer1 diese ,tiere1 und namentlich solche gemeinen wie die ,stubenfliege1 seien schon so oft untersucht und beschrieben worden1 da gar nichts ,neues mehr an ihnen zu entdecken sei4 ,man kennt doch gewi ihre ,lebensgeschichte ganz genau1 wei1 wo sie ihre ,eier ablegen1 wie die ,maden und ,puppen aussehen1 was die ,fliegen fressen1 wie lange sie leben und was sonst etwa noch ,bemerkenswertes an ihnen zu finden ist4 ,dr4 ,e43 ,o ja1 das wei man1 das ist in jedem ,zoologiebuche zu lesen4 ,fritz3 ,nun also --8 ,dr4 ,e43 ,also schliee ich aus dem1 was mein ,sohn ,fritz soeben gesagt hat1 da er noch genau so oberflchlich denkt wie die meisten andern ,menschen1 die nichts empfinden1 wenn sie die ,wunderwerke der ,natur vor ,augen haben4 -- ,sieh1 ,fritz1 wenn es einem ,mechaniker gelingt1 das ganze kunstvolle ,getriebe einer ,taschenuhr in den kleinen ,raum einer ,erbse zusammenzudrngen1 so staunt alle ,welt und fragt1 wie es nur mglich war1 so winzige ,rdchen und ,federchen herzustellen4 ,wenn aber ein unendlich kunstvolleres ,getriebe1 das selbstndig sich nhrt und wchst1 das sich frei bewegt1 sieht und hrt1 wenn1 sage ich1 ein solches ,ding von vielleicht noch viel geringerer ,gre als eine ,erbse tagtglich als lebendiger ,beweis von dem ber alle menschliche ,kraft so unendlich erhabenen ,schaffen der ,natur in unserem ,zimmer herumfliegt1 dann findet die ,menge ganz und gar nichts ,auerordentliches dabei4 ,da hat sie alles ,gefhl dafr verloren1 wie gro die ,flle der ,rtsel ist1 die in diesem winzigen ,geschpfe der ,lsung harren4 ,fritz3 ,ja1 wenn du so willst -- das ist natrlich was anderes4 ,aber ich denke1 das eigentliche ,leben1 ich meine den letzten1 tiefsten ,grund des ,lebens1 wird der ,mensch ja doch nie vllig entrtseln knnen4 ,dr4 ,e43 ,davon spreche ich auch gar nicht4 ,ich denke tatschlich nur an solche ,fragen1 die von der ,wissenschaft wirklich gelst werden knnen und zum ,teil auch gelst sind4 ,kurt3 ,da meinst du also den ,bau der inneren ,organe und die ,ttigkeit1 welche jedes einzelne derselben auszuben vermag8 ,dr4 ,e43 ,das ist jedenfalls eine der ,aufgaben1 welche die ,naturforschung zu bewltigen hat4 ,nicht minder wichtig ist dann die weitere ,frage1 wie jedes dieser ,organe und somit das ganze kunstvolle ,getriebe des erwachsenen ,tieres aus den winzigen ,anfngen der ,eizelle sich entwickelt1 wie aus dem ,ei die ,made1 aus dieser die ,puppe und schlielich das vollkommene ,insekt sich herausbildet1 und welche ,krfte hierbei in ,wirksamkeit treten4 -- ,doch ich sehe1 ich spreche ber ,dinge1 von denen ihr jedenfalls noch keine klare ,vorstellung habt4 ,wir wollen daher1 wenn es euch recht ist1 nur mal ein wenig nher auf das eingehen1 was man uerlich an jeder ,fliege beobachten kann4 ,ich hoffe1 ihr werdet auch hierdurch schon einen kleinen ,begriff bekommen von der ,mannigfaltigkeit der ,aufgaben1 die zu lsen sind4 ,fritz3 ,oh1 den uern ,bau der ,fliege kenne ich besser1 als du glaubst6 ,ihr ,krper zerfllt in ,kopf1 ,brust und ,hinterleib2 sie hat sechs ,beine wie alle ,insekten -- ,sidenote3 ,gebrauch der ,beine4 ,gewicht der ,fliege ,dr4 ,e43 ,schon gut1 ,fritz4 ,deine ,gelehrsamkeit ist ja erstaunlich4 ,weit du denn auch1 wodurch die ,fliege auf ihren ,beinen stehen kann1 obgleich keine ,knochen darin sind8 ,fritz3 ,o ja4 ,die uere ,haut der ,insekten ist hornartig2 die ,beine bilden also gewissermaen feste hohle ,rhren1 welche den ,krper tragen4 ,dr4 ,e43 ,sehr schn4 ,und aus wieviel solchen ,rhrenstcken besteht jedes ,bein8 ,die ,beine mssen doch auch gebeugt und gestreckt werden knnen1 wenn sie zum ,laufen dienen sollen4 ,fritz3 ,ja1 das habe ich auch gewut4 ,es war fast1 wie beim ,menschenbein3 ,oberschenkel1 ,unterschenkel1 ,fu1 und oben1 ich glaube1 da waren auch noch zwei oder drei ,stcke4 ,dr4 ,e43 ,nun1 es soll uns nicht so genau darauf ankommen4 ,so ungefhr hast du auch das ,richtige getroffen4 ,ich will nur noch hinzufgen1 da die ,fliege alle diese ,teile gegeneinander beugen und strecken kann1 etwa so1 wie wir den ,unterschenkel gegen den ,oberschenkel biegen4 ,eine ,ausnahme macht allein das oberste ,stck1 das ,hftglied1 welches zur ,drehbewegung nach vorwrts und rckwrts befhigt ist4 -- ,jetzt aber weiter3 ,in welcher ,weise gebraucht denn nun die ,fliege ihre ,beine1 wenn sie umherluft8 ,fritz3 ,wie sie ihre ,beine gebraucht8 ,ich denke1 sie beugt und streckt sie etwa geradeso1 wie wir es beim ,gehen machen4 ,dr4 ,e43 ,nun wohl4 ,wir aber haben nur zwei ,beine1 und die ,fliege hat sechs4 ,es entsteht doch die ,frage1 in welcher ,reihenfolge sie die ,beine hebt1 da sie sie doch nicht alle sechs mit einmal vorwrts setzen kann4 ,fritz3 ,ja1 daran habe ich noch nicht gedacht4 ,das kann man doch auch gar nicht untersuchen6 ,dr4 ,e43 ,und warum denn nicht8 ,fritz3 ,ich habe doch krzlich gelesen1 da es schon sehr schwer sei1 zu beobachten1 wie ein ,pferd seine vier ,beine setzt1 und da dies erst mit ,hilfe der ,momentphotographien und des ,kinematographen festgestellt sei4 ,nun ist eine ,fliege so viel kleiner1 und dann gar die sechs ,beine -- ,dr4 ,e43 ,dennoch hat man diese ,aufgabe gelst1 schon lange bevor die ,momentphotographien bekannt waren4 ,man hat einfach den ,fliegen die ,fusohlen mit verschiedener ,farbe betuscht und sie dann ber weies ,papier laufen lassen4 ,aus den ,fuspuren konnte man dann ohne groe ,mhe ersehen1 in welcher ,reihenfolge die ,beine gebraucht werden4 ,kurt3 ,das finde ich aber schlau6 ,und wie war es denn nun8 ,dr4 ,e43 ,willst du nicht lieber erst einmal raten8 ,kurt3 ,ach1 da werde ich wohl vorbeischieen6 ,aber vielleicht ist es so1 da erst die ,vorderbeine gesetzt werden1 dann die ,mittelbeine und dann die ,hinterbeine4 ,ich glaube1 die ,raupen kriechen auch so4 ,dr4 ,e43 ,mit den ,raupen hast du recht2 bei den ,fliegen ist es jedoch ganz anders4 ,diese benutzen stets drei ,beine als ,sttzpunkte1 beispielsweise etwa das linke ,vorder- und ,hinterbein und das rechte ,mittelbein1 die also gewissermaen einen ,dreifu bilden4 ,die drei brigen bringen dann die ,fliege in der ,weise vorwrts1 da das rechte1 gestreckte ,vorderbein1 dessen ,krallen sich am ,boden festgehakt haben1 durch ,beugen den ,krper zieht1 whrend das linke ,mittelbein und das rechte ,hinterbein aus der ,beugestellung sich strecken und ihn somit schieben4 ,beim nchsten ,schritt ruht das ,gewicht der ,fliege auf diesen drei ,beinen1 und die bis dahin zur ,sttze dienenden treten nun in ,ttigkeit4 ,man hat die ,insekten daher in bezug auf ihren ,gang wohl doppelte ,dreife genannt4 ,kurt3 ,haben sie denn nicht verschiedene ,gangarten1 wie das ,pferd1 wenn es trabt oder galoppiert8 ,dr4 ,e43 ,nein2 es hat sich sogar herausgestellt1 da selbst die ,schrittgre immer die gleiche ist und nicht um ,haaresbreite sich ndert1 ganz gleichgltig1 ob das ,insekt gemtlich spaziert oder in wildester ,flucht ist4 ,nur die ,schnelligkeit1 mit der die ,beine bewegt werden1 ist dann eine grere4 ,hans3 ,wei man denn1 wie schnell eine ,fliege laufen kann8 ,dr4 ,e43 ,ich glaube nicht1 da man darber schon genaue ,messungen hat4 ,du kannst ja aber mal versuchen1 ob du es nicht feststellen kannst4 ,wenn ich nicht irre1 hausen noch ein oder zwei berwinternde ,exemplare hier im ,zimmer1 die jetzt wohl am warmen ,ofen sitzen werden4 ,die knntest du am ,ende auf ihre ,geschwindigkeit prfen4 ,hans1 der an den ,ofen getreten ist3 ,ja1 eine sehe ich schon2 aber sie sitzt ganz still hier an der ,kachel4 ,dr4 ,e43 ,wie1 ,hans1 an jener senkrechten1 glatten ,kachel sollte sie sitzen8 ,hans3 ,ja1 ganz gewi1 ,vater2 da ist doch weiter nichts dabei6 ,dr4 ,e43 ,so8 ,willst du dich denn nicht freundlichst zu ihr setzen8 ,hans3 ,mich zu ihr setzen8 ,das kann ich natrlich nicht4 ,ich bin ja auch keine ,fliege4 ,dr4 ,e43 ,nein2 aber ein kleines dummes ,hnschen bist du1 das gar nicht einmal merkt1 was eine ,fliege fr feine ,knste kann4 ,hans3 ,o1 ich wei wohl1 was du meinst4 ,die ,fliegen klettern ja auch an der ,fensterscheibe in die ,hhe1 was ihnen kein ,mensch und auch kein ,affe nachmacht4 ,ich dachte aber1 das kme1 weil die ,fliegen so leicht sind4 ,dr4 ,e43 ,ih1 das ist wahrhaftig ein lustiger ,gedanke4 ,wieviel wiegt denn die ,fliege8 ,kurt3 ,aber die kann man doch gar nicht wiegen1 ,vater4 ,dr4 ,e43 ,wer hindert uns denn daran8 ,da wiegt man noch viel leichtere ,dinge4 ,kurt3 ,und solche ,wagen sollte es wirklich geben8 ,dr4 ,e43 ,o1 wenn du willst1 kannst du auch unsere gewhnliche ,kchenwage nehmen4 ,man mu nur ein wenig schlau dabei zu ,werke gehen4 ,fritz3 ,ich kann es mir denken1 ,vater1 wie es geht4 ,wenn eine einzelne ,fliege zu leicht ist1 als da die ,wage ausschlgt1 so nimmt man eben eine grere ,anzahl zusammen und dividiert dann das fr die ,gesamtheit gefundene ,gewicht durch die ,zahl der ,fliegen4 ,dann hat man den ,durchschnitt des ,gewichtes eines einzelnen ,exemplars4 ,dr4 ,e43 ,so war's recht1 mein ,junge4 ,wenn es wieder mehr ,fliegen gibt1 knnt ihr die ,wgung mal ausfhren4 ,ich mchte doch gern wissen1 ob denn die ,fliege in der ,fabel1 welche glaubt1 sie sei fr die ,hrner des ,stieres zu schwer1 wirklich so schrecklich albern war4 ,kurt3 ,entschuldige ,vater1 das war keine ,fliege1 sondern eine ,mcke4 ,aber dazu mte man doch auch wissen1 welche ,last der ,stier mit seinen ,hrnern berhaupt tragen kann1 und wann er anfngt1 ein ,gewicht auf ihnen zu spren4 ,dr4 ,e43 ,sollte er denn nicht jede1 auch die allerkleinste ,last spren1 wenn sie auf ihn drckt8 ,fritz3 ,ich wei nicht recht1 ,vater4 ,eine ,fliege merken wir ja an unserer ,haut1 weil sie krabbelt2 ob wir aber das bloe ,gewicht etwa einer toten ,fliege spren1 ist mir noch zweifelhaft4 ,dr4 ,e43 ,nun1 da habt ihr ja eine ganze ,reihe sehr interessanter ,fragen zu untersuchen4 ,zunchst werdet ihr feststellen mssen1 ob es berhaupt ,gewichte gibt1 so klein1 da wir ihren ,druck durchaus nicht merken4 ,dann wre ausfindig zu machen1 wie gro das ,gewicht sein mu1 welches auf der ,haut noch eben empfunden wird1 und dieses endlich wre mit dem ,gewicht einer ,stubenfliege zu vergleichen4 ,da der ,stier in seinen ,hrnern voraussichtlich kein feineres ,gefhl hat1 als wir in unserer ,hand1 so wrde die ,frage1 ob er den ,druck der ,fliege oder gar der ,mcke berhaupt empfinden konnte1 mit einiger ,wahrscheinlichkeit sich lsen lassen4 ,sidenote3 ,kletterkunst der ,fliege ,fritz3 ,woher kommt es denn nun1 da die ,fliege an der ,fensterscheibe in die ,hhe klettern kann8 ,sie luft ja sogar oben an der ,zimmerdecke entlang1 gleich als wenn alle ,schwerkraft fr sie aufgehoben wre4 ,dr4 ,e43 ber diese ,frage haben die ,gelehrten viel hin und her gestritten4 ,die einen glaubten eine ,art ,haftscheibe an den ,fen gefunden zu haben1 hnlich wie bei den ,laubfrschen1 wobei das ,anheften mit ,hilfe des ,luftdrucks geschieht4 ,die anderen wieder behaupteten1 da aus den feinen ,borsten der ,fupolster ein klebriger ,saft austrete1 mit dem sich die ,fliege anleime1 etwa wie der ,alpenjger1 von dem der kleine ,walther in ,schillers ,tell erzhlt4 ,die letzteren werden wohl recht behalten1 denn man hat bei einiger ,sorgfalt unter dem ,mikroskop tatschlich die feinen ,spuren beobachten knnen1 welche die ,klebtrpfchen zurcklassen4 ,eine recht schwierige ,aufgabe fr den ,chemiker wird es allerdings nun sein1 die chemische ,zusammensetzung dieses ,stoffes ausfindig zu machen4 ,kurt3 ,dann ist also die ,fliege immer nur mit drei ,fen angeklebt1 da ja die drei andern aufgehoben werden1 um weiter zu laufen4 ,dr4 ,e43 ,das gengt auch vollkommen4 ,der ,versuch hat sogar ergeben1 da bei der ntigen ,vorsicht schon ein einziger ,fu imstande ist1 die ganze ,krperlast am ,glase festzuhalten4 ,sollte die ,fliege aber auch wirklich einmal den ,halt verlieren und ins ,fallen geraten -- das ,genick wrde sie sich deshalb doch schwerlich abschieen4 ,kurt3 ,das will ich wohl glauben6 ,sie hat ja noch ihre ,flgel6 ,dr4 ,e43 ,weit du denn1 wieviel sie hat8 ,kurt3 ,ja1 zwei1 wie die ,vgel4 ,dr4 ,e43 ,und ist es bei den andern ,insekten ebenso8 ,kurt3 ,nein1 die haben vier1 z4,b4 die ,schmetterlinge und die ,libellen4 ,dr4 ,e43 ,seht1 da stoen wir gleich wieder auf einen ,punkt1 der dem ,naturforscher viel ,kopfzerbrechen macht4 ,soweit wir bis jetzt in das sehr schwierige ,gebiet von dem ,fluge der ,tiere eingedrungen sind1 scheint der ,besitz von nur zwei ,flgeln fr das ,fliegen am gnstigsten4 ,warum nun trotzdem die ,mehrzahl der ,insekten mit vier ,flgeln ausgerstet ist1 und warum gerade die ,fliegen wieder hiervon eine ,ausnahme machen1 ist uns zurzeit noch fast vllig unklar4 berhaupt sind unsere ,kenntnisse ber den ,flug der ,insekten noch keineswegs abgeschlossen4 ,fritz3 ,es scheint mir doch auch kaum mglich1 hierber irgendwelche ,untersuchungen anzustellen4 ,wie will man denn ein ,insekt im ,fluge beobachten8 ,dr4 ,e43 ,nun1 so ganz unmglich ist die ,lsung derartiger ,fragen doch nicht4 ,zunchst steht uns ja der ganze ,muskelapparat1 der die ,flgel bewegt1 zur genauesten anatomischen ,untersuchung zur ,verfgung4 ,aus der ,gre1 ,lagerung und ,befestigung dieser ,muskeln werden wir auf deren ,wirkungsweise schlieen knnen4 ,andererseits geben uns ,gestalt und ,beschaffenheit des ,flgels einen ,anhalt darber1 wie der ,luftstrom auf ihn einwirkt1 der durch den ,niederschlag erzeugt wird4 ,endlich aber lassen sich auch direkte ,versuche anstellen1 um die ,zahl der ,flgelschlge in einer ,sekunde ausfindig zu machen oder den ,weg1 den die ,flgelspitze hierbei beschreibt4 ,kurt3 ,und das hat wirklich einer ausgefhrt8 ,sidenote3 ,schwingungszahl der ,flgel4 ,schwingklbchen ,dr4 ,e43 ,o ja1 sogar mehrere4 ,man hat lebende ,insekten auf ganz feine ,nadeln gespiet1 ohne edlere ,teile zu verletzen1 und sie dann in der ,nhe eines sich drehenden ,zylinders mit beruter ,oberflche aufgestellt4 ,indem nun die ,flgelspitze des flatternden ,insekts den beruten ,zylinder berhrte1 zeichnete sie gewissermaen selbst den ,weg auf1 den sie in der ,luft beschrieb4 ,so konnte man aus der ,drehungsgeschwindigkeit des ,zylinders1 verglichen mit den auf ihm abgezeichneten ,auf- und ,niederschlgen1 mit ,sicherheit die ,zahl der ,flgelschlge whrend einer ,sekunde berechnen4 ,fritz3 ,wei man denn1 wie gro diese ,zahl fr unsere ,stubenfliege ist8 ,dr4 ,e43 ,selbstverstndlich4 ,sie betrgt etwa #ccj in einer ,sekunde1 whrend der bummelige ,kohlweiling in derselben ,zeit nur neun macht4 brigens kann man bei der ,stubenfliege noch auf einem andern ,wege zu dem gleichen ,ergebnis gelangen4 ,man braucht nur eine ,stimmgabel zur ,hand zu nehmen4 ,fritz3 ,eine ,stimmgabel8 ,da bin ich doch neugierig4 ,dr4 ,e43 ,o1 die ,sache ist ganz einfach4 ,man wei1 da der summende ,ton1 den die ,fliege whrend des ,fluges hren lt1 durch die ,schwingungen der ,flgel hervorgebracht wird4 ,stellen wir nun die ,hhe dieses ,tones mit ,hilfe einer ,stimmgabel fest -- es ist das eingestrichene e oder f unseres ,klaviers --1 so knnen wir aus der bekannten ,schwingungszahl dieses ,tones ohne weiteres auf die ,zahl der ,flgelschlge schlieen1 welche denselben hervorbringen4 ,fritz3 ,dann kann man ja mit ,leichtigkeit auch bei allen andern ,insekten1 welche im ,fluge summen1 diese ,zahlen ermitteln4 ,dr4 ,e43 ,gewi4 ,man mu sich nur dabei vor ,tuschungen hten4 ,bekanntlich bringen die ,insekten vielfach auch noch andere ,tne hervor1 die mit der ,flugbewegung gar nichts zu tun haben4 ,kurt3 ,und wie machen sie das8 ,dr4 ,e43 ,durch ,ausstoen der ,luft aus den ,atemlchern der ,brust4 ,wir wollen nicht weiter darauf eingehen1 da es sich hierbei um ,organe handelt1 die uerlich kaum sichtbar sind4 ,erwhnen nur mchte ich1 da diese eigentliche ,stimme meist vom ,flgelton vllig bertnt wird4 ,will man sie hren1 so mu man der ,fliege die ,flgel festhalten4 ,man vernimmt dann ein ganz hohes ,singen4 ,fritz3 ,sag' mal1 ,vater1 fhren nicht auch die sogenannten ,schwingklbchen ganz hnliche ,bewegungen aus wie die ,flgel8 ,dr4 ,e43 ,ja1 soviel ich wei1 schwingen sie mit der gleichen ,geschwindigkeit4 ,hans3 ,was sind denn das1 ,schwingklbchen88 ,dr4 ,e43 ,das sind ein ,paar dnne ,stielchen1 vorn mit einer knopffrmigen ,verdickung1 die etwa wie kleine ,trommelstcke aussehen und den letzten ,rest der den ,fliegen verlorengegangenen ,hinterflgel darstellen4 ,kurt3 ,ich meine1 bei den groen ,schnaken oder ,kriebelmcken sind sie sehr lang und deutlich4 ,dr4 ,e43 ,ganz recht4 ,bei unserer ,stubenfliege sind sie von einer kleinen ,schuppe bedeckt1 die man erst abheben mu1 wenn man sie sehen will4 ,kurt3 ,wozu dienen denn diese merkwrdigen ,trommelstcke8 ,dr4 ,e43 ,das ist keine so leichte ,frage4 ,als man vor einer ,reihe von ,jahren vorn am ,kopf derselben und auch am ,grunde ihres ,stielchens hchst merkwrdige sogenannte ,nervenstifte8 gefunden hatte1 die auf eine ,sinneswahrnehmung hindeuten1 da war alle ,welt darber einig1 da nun endlich das lange gesuchte ,gehrorgan der ,fliege gefunden sei4 ,neuere ,untersuchungen und ,experimente fhrten dann freilich wieder zu einem ganz andern ,ergebnis4 ,danach sind die ,schwingklbchen gewissermaen die ,lenkstangen1 mit deren ,hilfe das ,insekt die ,schwenkungen beim ,fluge ausfhrt4 ,von einem ,gehrorgane kann aus verschiedenen ,grnden gar nicht die ,rede sein4 ,fritz3 ,hat man denn nun dafr ein anderes ,gehrorgan gefunden8 ,sidenote3 ,geruchs- und ,gehrorgane der ,fliege ,dr4 ,e43 ,wie es scheint1 ja1 und zwar an denjenigen ,gebilden1 welche schon die ,zoologen des vorigen ,jahrhunderts hufig als die ,ohren der ,insekten bezeichneten1 an den ,fhlern4 ,kurt3 ,ei1 das wundert mich4 ,ich dachte immer1 die ,fhlhrner wren blo zum ,fhlen da4 ,dr4 ,e43 ,wenn man einen ,heuspringer1 eine ,kchenschabe oder eine ,schlupfwespe beobachtet1 so kann man gewi leicht zu dieser ,ansicht kommen1 denn man sieht es ja deutlich genug1 wie diese ,tiere mit ihren ,fhlern alles betasten4 ,man mu sich aber hten1 dies nun so ohne weiteres auf alle brigen ,insekten zu bertragen4 ,bei vielen von ihnen ist ein ,tasten mit den ,fhlern kaum wahrzunehmen4 ,dagegen scheint es sicher1 da in den ,fhlern ganz allgemein die ,geruchsorgane und sehr hufig1 wie bei unserer ,fliege1 auch die ,gehrorgane stecken4 ,fritz3 ,aber wie hat man denn das ausfindig gemacht8 ,dr4 ,e43 ,schwer genug ist es den ,naturforschern geworden1 und wohl an hundert gelehrte ,abhandlungen sind ber diese ,fragen verffentlicht4 ,im allgemeinen will ich dir nur sagen1 da beide ,wege eingeschlagen sind1 die zum ,ziele fhren konnten3 ,die grndliche mikroskopische ,untersuchung des feinern ,baues der ,fhler auf der einen ,seite1 die ,anstellung scharfsinniger ,experimente auf der anderen4 ,fritz3 ,und durch solche ,versuche will man feststellen1 ob ein ,insekt riechen kann8 ,dr4 ,e43 ,da es berhaupt riechen kann1 braucht wohl nicht erst bewiesen zu werden4 ,ich erinnere euch nur an die ,aasfliegen und ,mistkfer1 die ihre ,nahrung ja auf groe ,entfernung hin wittern4 ,die ,versuche sollten vielmehr dartun1 wo denn dieser ,sinn seinen ,sitz hat4 ,schon am ,ende des achtzehnten ,jahrhunderts hat ein ,hamburger ,arzt -- ,lehmann hie er -- in dieser ,richtung sehr drollige ,experimente angestellt4 ,er nahm eine ,flasche und bohrte seitlich ein ,loch hinein1 durch welches er den ,hinterleib des zu untersuchenden ,insektes in das ,innere steckte4 ,wenn er nun durch den ,hals den ,dampf von ,schwefel1 gebrannten ,federn1 ,asa foetida oder dgl4 in die ,flasche leitete1 so fingen die eingeklemmten ,tiere an zu zappeln1 und er glaubte dadurch bewiesen zu haben1 da der ,geruchssinn in den ,atemlchern des ,hinterleibes seinen ,sitz habe1 da ja der ,vorderkrper auerhalb der ,flasche in frischer ,luft sich befand4 ,kurt3 ,aber lt sich denn gegen diesen ,beweis etwas einwenden8 ,es ist doch klar1 da die ,tiere zappelten1 weil sie eine ,empfindung von den schlechten ,stoffen hatten1 die in ihre ,atemlcher drangen4 ,dr4 ,e43 ,das letztere lt sich schwerlich bestreiten4 ,da diese ,empfindung jedoch mit dem ,riechen gar nichts zu tun zu haben braucht1 ist leicht einzusehen4 ,denke nur daran1 da es auch uns ungemtlich wird1 und da wir anfangen zu husten1 wenn etwa ,schwefeldampf in unsere ,lungen gert4 ,wir knnten dann mit demselben ,rechte behaupten1 der ,sitz unseres ,geruchssinnes sei in den ,lungen4 ,kurt3 ,alle ,wetter6 ,das ist wahr6 ,da mu man ja riesig vorsichtig sein1 damit man nicht ganz was ,falsches rauskriegt4 ,wie hat man's denn nun noch weiter versucht8 ,dr4 ,e43 ,auf sehr verschiedene ,weise4 ,man hat z4,b4 die ,fhler abgeschnitten oder lackiert und dann beobachtet1 ob das ,insekt die versteckte ,nahrung noch finden konnte4 ,kurz und gut1 sowohl diese ,versuche1 wie vor allem die ,beschaffenheit der vielen ,nervenendigungen in der ,oberhaut der ,fhler machen es im hohen ,grade wahrscheinlich1 da hier der ,sitz des ,geruchssinnes ist4 ,fritz3 ,und das ,gehrorgan1 von dem du vorhin sprachst8 ,dr4 ,e43 ,das steckt in dem zweituntersten ,fhlergliede4 ,die ,schallwellen der ,luft versetzen zunchst die ,borsten des ,fhlerendes in ,schwingungen1 die sich dann auf die zarte ,gelenkhaut zwischen dem zweiten und dritten ,fhlergliede fortpflanzen4 ,an ihr sind zahlreiche ,nervenstiftchen befestigt1 welche den ,sinneseindruck weiter zum ,gehirn leiten4 ,kurt3 ,ich htte doch gewi nicht gedacht1 da so eine ,stubenfliege ordentliche1 erkennbare ,organe fr das ,riechen und ,hren hat4 ,kennt man denn vielleicht auch ,geschmacksorgane8 ,sidenote3 ,rssel der ,fliege4 ,facettenauge ,dr4 ,e43 ,freilich4 ,die sitzen als kleine ,nervenstiftchen auf den fleischigen ,lippenpolstern des ,rssels4 ,kurt3 ,wo sind denn diese ,lippenpolster8 ,dr4 ,e43 ,ah1 ich merke1 da du dir noch niemals diesen interessanten ,apparat angesehen hast1 mit dem die ,fliege ihre ,nahrung einsaugt4 ,das sollten wir gleich einmal machen4 ,lege doch einige ,stckchen ,zucker hier auf den ,tisch2 vielleicht tun uns unsere ,fliegen den ,gefallen und stellen sich zu ,gaste ein4 ,fritz3 ,ich habe mir den ,rssel wohl schon angesehen4 ,er sieht aus wie ein geknietes ,rohr1 das abwrts gerichtet ist4 ,am ,ende bildet er eine breite ,flche1 mit der die ,fliege berall hintupft2 das werden wohl die ,lippenpolster sein1 die du meinst4 ,dr4 ,e43 ,ja1 das sind sie4 ,in einer ,rinne des geknieten ,rssels liegt nun das ungemein zarte eigentliche ,saugrohr1 das vorn bis zu den ,polstern reicht1 und durch welches die flssige ,nahrung in den ,schlund und in den ,magen steigt4 -- ,doch seht1 da ist schon eine unserer ,fliegen2 gleich wird sie ber den ,zucker herfallen4 ,kurt3 ,wahrhaftig4 ,nun tupft sie mit dem fleischigen ,polster immer drauflos4 ,das sieht ja famos aus1 wie sie mit ihrem ,rssel hantiert4 ,dr4 ,e43 ,ja1 das ist ein recht verzwicktes ,ding1 und es sollte uns schwer werden1 ein ,modell zu bauen1 welches alle diese mannigfachen ,bewegungen nachmachen knnte4 ,hans3 ,aber1 ,papa1 ich denke1 die ,fliege kann nur ,flssiges zu sich nehmen1 und hier frit sie ,zucker6 ,dr4 ,e43 ,ei1 ei1 ,hansel1 das war wieder eine von deinen berhmten ,fragen4 ber dieses groe ,rtsel knnen sich mal deine ,brder den ,kopf zerbrechen4 ,fritz3 ,der ,zucker wird wohl ein wenig feucht sein1 da sie ihn aufsaugen kann8 ,dr4 ,e43 ,meinst du8 ,das glaube ich kaum2 sie betupft ja auch ,brotkrumen4 ,kurt3 ,vielleicht spuckt sie den ,zucker vorher an1 da er flssig wird4 ,dr4 ,e43 ,bravo1 ,kurt6 ,du hast's in der ,tat getroffen4 ,an der ,spitze des dnnen ,saugrohrs mndet gleichzeitig auch ein haarfeines ,speichelrohr1 durch welches je nach ,belieben der ,fliege -- denn das ,rohr hat ein ,ventil zum ffnen und ,schlieen -- ein ,trpfchen ,speichel vorn an der ,spitze des ,rssels heraustritt4 ,fritz3 ,aber wenn das auf den ,zucker kommt1 so wird es doch in diesen einziehen4 berhaupt wei ich immer noch nicht1 was dann die breite ,tupfflche soll4 ,von dieser kann doch keine ,flssigkeit in das feine ,saugrohr eintreten4 ,dr4 ,e43 ,nun1 wir werden gleich sehen4 -- ,so1 da habe ich sie glcklich erwischt4 ,hier1 ,fritz1 hast du meine ,lupe1 und jetzt betrachte einmal die ,tupfflche4 ,fritz3 ,ih1 die ist ja auf der ganzen ,flche na1 wie mit ,wasser berzogen6 ,dr4 ,e43 ,stimmt genau6 ,und der ,grund hiervon ist eine hchst wunderbare ,vorrichtung auf dieser ,tupfflche1 die wir allerdings nur mit dem ,mikroskop deutlich erkennen knnen4 ,von der ,mitte der beiden ,polster nmlich1 dort1 wo das feine ,saug- und ,speichelrohr zwischen ihnen mndet1 verlaufen ber die ganze ,flche hin bis zum ,rande strahlig gestellte feine ,rinnen mit schmalem ,lngsspalt4 ,der ,speicheltropfen1 der aus dem ,saugrohr heraustritt1 verteilt sich daher sofort mittels dieser ,rinnen ber die ganze ,flche und haftet in feiner ,schicht so fest auf derselben1 da er vom ,zucker nicht aufgesogen wird4 ,so lst sich denn der ,zucker in diesem ,speichel1 die ,lsung dringt durch die schmale ,lngsspalte in das ,innere der ,rinnen und wird von diesen aus durch das in ihrem ,ausstrahlungspunkt gelegene ,saugrohr in den ,magen gesogen4 ,die ,fliege macht sich also richtiges ,zuckerwasser und trinkt es dann4 -- ,kurt3 ,es war doch wirklich merkwrdig1 wie schnell der ,zucker von unserer ,fliege bemerkt wurde1 beinah'1 als wenn sie ihn gerochen htte4 ,dr4 ,e43 ,soviel ich wei1 riecht der ,zucker berhaupt nicht4 ,und da sie ihn auch nicht gehrt haben kann1 so bleibt wohl nichts weiter brig1 als da sie ihn gesehen hat4 ,gro genug sind ja ihre ,augen dazu4 ,fritz3 ,o1 von denen habe ich schon viel gelesen4 ,das sind diese seltsamen ,facettenaugen1 die auf der ,flche wie lauter kleine ,sechsecke aussehen4 ,jedes ,sechseck stellt ein ,auge fr sich dar1 so da die ,fliege viele hundert ,bilder von jedem ,gegenstand mit einmal sieht4 ,dr4 ,e43 ,es ist sehr nett von dir1 ,fritz1 da du diesen altberhmten ,streit ber das ,sehen der ,insekten nunmehr zum ,austrag gebracht hast4 ,ich darf wohl annehmen1 da deine so sicher vorgetragene ,behauptung auf grndlichen ,untersuchungen beruht8 ,fritz3 ,da habe ich also wohl eine groe ,dummheit gesagt8 ,dr4 ,e43 ,nun1 das gerade nicht4 ,aber die ganze ,frage nach den ,leistungen des ,facettenauges ist gerade jetzt1 nachdem in den letzten ,jahren sehr umfassende und sorgfltige ,studien ber den ,bau des ,insektenauges gemacht sind1 so wenig entschieden1 da es mir ,spa machte1 dich so klug darber reden zu hren4 ,noch heute stehen sich zwei ,ansichten unvermittelt gegenber1 von denen die eine1 zuerst von dem berhmten ,johannes ,mller begrndete1 behauptet1 da jede ,facette nur einen einzigen ,lichtpunkt auf die ,netzhaut im ,innern des ,auges werfe1 whrend die andere durch jede ,facette ein ganzes ,bild des betreffenden ,gegenstandes auf der ,netzhaut entstehen lt4 ,beide ,ansichten lassen sich verteidigen1 und ihr habt hier so recht ein ,beispiel1 wie die ,erforschung einer ,lebenserscheinung oft um so schwieriger zu werden scheint1 je eingehender man dieselbe studiert hat4 ,kurt3 ,aber man mu doch beurteilen knnen1 ob die ,fliege gut oder schlecht sieht4 ,dr4 ,e43 ,selbst das ist keine so leichte ,sache4 ,versuche hierber sind natrlich angestellt1 und zwar in groer ,zahl4 ,man kennt fr verschiedene ,insekten annhernd die ,entfernungen1 in welchen sie ,gegenstnde von bestimmter ,gre und ,farbe wahrnehmen1 man wei1 da sie sich manchmal irren1 und da sie bewegte ,krper leichter sehen als ruhende4 ,ein sicheres ,urteil aber darber1 mit welcher ,klarheit irgendein ,gegenstand den ,tieren zum ,bewutsein kommt1 ob scharf und deutlich1 ob verschwommen und nur in groben ,umrissen1 das wei zurzeit niemand zu sagen4 ,fritz3 ,ist es nicht merkwrdig1 da die ,fliege ihre ,augen nicht bewegen kann8 ,dr4 ,e43 ,ja1 das ist wieder ein ,punkt1 der beweist1 wie anders das ,sehen bei den ,insekten eingerichtet sein mu als bei uns4 ,wenn wir etwas genau betrachten wollen1 drehen wir das ,auge so1 da das ,bild des ,gegenstandes auf den ,punkt des deutlichsten ,sehens1 auf den sogenannten gelben ,fleck8 in der ,netzhaut fllt4 ,fr die ,insektenaugen werden wir wohl annehmen mssen1 da bei jeder der vielen ,facetten eines ,auges die ,lichtpunkte eines ,gegenstandes mit gleicher ,deutlichkeit von der hinter der ,facette liegenden kleinen ,netzhaut aufgefangen werden4 ,da nun jedes ,gesamtauge annhernd eine ,halbkugel darstellt1 so wrde das ,tier in der ,tat nach allen ,seiten hin gleich gut sehen knnen4 ,fritz3 ,und ,einrichtungen fr das ,nah- und ,fernsehen gibt es auch nicht8 ,dr4 ,e43 ,die scheinen durch den hchst eigenartigen ,bau der ,netzhaut selbst gegeben zu sein4 ,zudem haben viele ,insekten1 und so auch unsere ,stubenfliege1 noch eine zweite ,sorte von ,augen vorn an der ,stirn1 die sogenannten ,punktaugen4 ,von diesen behaupten einige ,forscher1 da sie zur ,betrachtung ganz naher ,gegenstnde geeignet wren4 -- ,doch nun wollen wir es fr heute genug sein lassen4 ,ich denke1 das wenige1 was wir von unserer ,hausgenossin besprechen konnten1 wird schon gengt haben1 um euch ein bichen mehr ,achtung vor diesem ,kunstwerk der ,natur einzuflen4 ,illustration3 ,kopf und ,fu der ,stubenfliege4 ,illustration ,zehnter ,abend4 ,fritz3 ,heute habe ich aber mal ganz was ,merkwrdiges gesehen1 ,vater6 ,dr4 ,e43 ,nun1 was war denn das8 ,fritz3 ,an unserm ,spiegel oben im ,fremdenstbchen1 aus dem ich fr ,mutter etwas holen sollte1 sa eine tote ,fliege wie festgeklebt1 und ringsherum war es wie ein weier ,hauch1 so da ich noch im ,scherz zu ,kurt sagte3 ,das sieht aus1 als wenn die ,fliege hier ihre ,seele ausgehaucht hat4 ,sidenote3 ,der ,pilz der ,stubenfliege4 ,sporen ,dr4 ,e43 ,wenn du das heute zum erstenmal gesehen hast1 so glaube ich schon1 da es dir verwunderlich war4 ,hufig genug ist sonst diese ,erscheinung1 und wenn du darauf achten gelernt1 wirst du sie in jedem ,herbst bei zahllosen toten ,fliegen beobachten4 ,die armen ,tiere fallen eben in ganzen ,scharen einem abscheulichen ,pilze#ai zum ,opfer4 ,kurt3 ,einem ,pilze8 ,das ist aber doch zu wunderbar6 ,dr4 ,e43 ,und warum scheint dir das so unglaublich8 ,kurt3 ,erstens htt' ich nicht gedacht1 da es so kleine ,pilze gibt1 die in einer ,fliege ,platz haben2 und dann wute ich nicht1 da ,pilze lebendige ,tiere fressen knnen4 ,dr4 ,e43 ,was zunchst den letzten ,punkt anlangt1 so steht der ,fall mit unserer ,fliege keineswegs vereinzelt da4 ,alle ,pilze1 ohne ,ausnahme1 sind ,schmarotzer1 d4h4 sie knnen nicht wie die brigen ,pflanzen ihre ,nahrung aus der ,luft und dem ,erdboden allein entnehmen1 sondern sie brauchen1 hnlich wie die ,tiere1 ,stoffe aus dem ,pflanzen- oder ,tierreiche1 um zu leben4 ,fritz3 ,aber die ,schwmme im ,walde wachsen doch auf dem ,erdboden6 ,dr4 ,e43 ,das ist nur scheinbar4 ,in ,wirklichkeit ziehen auch sie nicht aus der ,erde ihre ,nahrung1 sondern aus den faulenden und verwesenden ,pflanzenteilen1 die im ,waldboden stecken4 ,eine groe ,zahl von ,pilzen bewohnt aber lebende ,pflanzen1 wo sie sich als mifarbene ,flecke auf den ,blttern bemerklich machen1 und andere wieder schmarotzen auf lebenden oder toten ,tieren4 ,kurt3 ,sind denn die groen schwarzen ,flecke1 die im ,herbste fast auf jedem abgefallenen ,ahornblatte sitzen1 vielleicht auch ,pilze8 ,dr4 ,e43 ,gewi6 ,und wenn du dir die ,mhe nehmen wolltest1 auch die ,bltter anderer ,pflanzen zu betrachten1 sowohl die grnen wie die abgefallenen1 so wrdest du fast berall ,pilze entdecken1 die in ,form von kleinen schwarzen ,pnktchen oder ,strichen oder rotbraunen ,npfchen daran sitzen4 ,wohl die meisten unserer einheimischen ,pflanzen haben ihre besonderen ,pilzarten1 so da die ,zahl der ,pilze weit grer ist als die der ,bltenpflanzen4 ,fritz3 ,aber schaden denn die den ,pflanzen nicht8 ,dr4 ,e43 ,selbstverstndlich6 ,viele dieser ,pilze gehren zu den grten ,plagen der ,landwirtschaft1 wie der ,rost und ,brand des ,getreides1 das ,mutterkorn1 der ,pilz der ,kartoffelkrankheit und zahlreiche andere4 ,kurt3 ,ja1 wenn das alles ,pilze sind1 so glaube ich schon1 da es so kleine gibt1 da sie in einer ,fliege ,platz haben4 ,ich dachte natrlich an die ebaren ,pilze im ,walde4 ,hat denn der ,pilz in der ,fliege auch so einen ,hut1 wie die ,champignons und die ,steinpilze8 ,dr4 ,e43 ,nein1 ,kurt4 ,eine so feste1 dicke ,masse1 wie die sogenannten ,hutpilze1 bilden nur wenige4 ,die meisten bestehen aus uerst zarten ,fden1 die man kaum mit bloem ,auge sehen kann4 ,kurt3 ,ach richtig6 ,beim ,schimmel habe ich auch schon manchmal diese feinen ,fden bemerkt4 ,dr4 ,e43 ,schn1 ganz hnliche1 nur noch viel feinere ,fden durchziehen nun auch den ganzen ,fliegenkrper und wachsen schlielich berall zwischen den ,krperringen heraus1 wenn die ,krankheit berhand nimmt4 ,fritz3 ,und was ist der weie ,hauch1 der sich rings um die ,fliege bildet8 ,dr4 ,e43 ,wenn wir diesen ,hauch unter das ,mikroskop legen1 so erkennen wir1 da er aus lauter ganz winzigen ,kgelchen besteht1 die man als ,sporen8 bezeichnet und die gleichsam die ,frchte des ,pilzes sind4 ,wenn ihr z4,b4 einen ausgewachsenen ,champignon oder ,pfefferling auf weies ,papier legt und schttelt oder eine ,zeitlang liegen lat1 so findet ihr spter gerade so ein aus ,kgelchen bestehendes ,pulver1 aus dem neue ,pilze werden knnen4 ,sie fallen beim ,champignon von den strahligen ,fchern ab1 die an der ,unterseite des ,hutes sitzen2 beim ,bovist aber1 der bekanntlich so stark stubt1 wenn man darauf tritt1 sitzen sie im ,innern und gelangen erst durch ein ,loch an der ,spitze nach auen4 ,kurt3 ,es wundert mich aber doch1 wie so ein ,pilz gerade in unsere ,wohnung kommt1 und dort die arme ,fliege berfallen konnte4 ,dr4 ,e43 ,das ist nicht so schwer zu verstehen1 wenn man wei1 da jene kleinen ,sporen zu ,milliarden in der ,luft herumfliegen1 und da wir keinen ,ort der ,erde kennen1 wo die ,luft nicht solche ,pilzkeime verschiedenster ,art enthalten wrde4 ,auch unsere ,wohnungen sind reich genug daran1 und ich bin berzeugt1 da wir aus unserem ,hause mindestens ein ,dutzend ,pilzarten mit ,leichtigkeit zusammenbringen knnten1 ohne sie vorher geset zu haben4 ,fritz3 ,ih1 das mchte ich doch mal sehen1 wo du die ,pilze herzaubern willst4 ,dr4 ,e43 ,schn1 ,fritz1 den ,beweis will ich dir bald liefern4 ,du mut mir nur fr jede ,art ein paar ,tage ,zeit lassen1 damit die ,pilze sich so entwickeln knnen1 da man sie erkennt1 oder besser1 da ihr sie selbst doch meist nicht sehen werdet1 bis wir an den ,wirkungen auf ihr ,vorhandensein schlieen mssen4 ,ich beginne mit den vollkommensten ,pilzen1 die es gibt1 mit den ,hutpilzen4 ,ich will hoffen1 da wir keinen im ,hause haben1 mglich wre es aber immerhin4 ,fritz3 ,ja1 ich wei wohl1 da man ,champignons im ,keller zchten kann2 in unserm aber wachsen gewi keine4 ,dr4 ,e43 ,an den denke ich auch gar nicht4 ,es handelt sich um einen ,hutpilz1 der nur sehr selten einen ,hut bildet1 sondern meist als faserig-schwammige ,masse auftritt1 und dessen ,erscheinen einem ,hauswirt graue ,haare machen kann4 ,fritz3 ,ach1 dann meinst du wohl den ,hausschwamm#bj1 der die ,stubendielen und ,balken der ,huser zerstrt86 ,dr4 ,e43 ,geraten1 ,fritz6 ,das wre also schon ,pilz ,nr4 #a1 der unten im ,holzwerk des ,kellers sehr wohl bei uns hausen knnte4 ,aber wir wollen ihn lieber gar nicht mitrechnen und nur solche zhlen1 die sicher da sind4 ,kurt3 ,da knnen wir ja als ,nr4 #a den ,schimmel nehmen4 ,sidenote3 ,arten der ,schimmelpilze2 ihre ,kultur ,dr4 ,e43 ,einverstanden6 ,aber mit ,nr4 #a kommen wir dabei nicht aus4 ,wir mssen mindestens drei ,nummern draus machen4 ,glaubst du wirklich1 da es immer dieselbe ,art ist1 die auf all den verschiedenen ,stoffen sich bildet8 ,kurt3 ,aber ich kenne ihn doch nur auf dem ,kse und manchmal auf dem ,brot4 ,dr4 ,e43 ,so8 ,warum klagt denn ,mama immer1 da die eingemachten ,frchte verschimmeln8 ,oder la doch mal eine gekochte ,kartoffel nur wenige ,tage liegen2 da wirst du sehen1 was fr ein schner ,schimmel sich drauf entwickelt hat4 ,kurt3 ,kann man denn die verschiedenen ,sorten so ohne weiteres unterscheiden8 ,dr4 ,e43 ,wenigstens manche ,arten ganz gut1 vorausgesetzt1 da sie ,frucht tragen4 ,kurt3 ,das habe ich aber noch nie gesehen6 ,dr4 ,e43 ,weil du dir wohl noch nie eine ordentliche ,zucht oder ,kultur8 von ,schimmelpilzen angelegt hast4 ,diese mssen natrlich auch ,zeit haben zu ihrem ,wachstum und wollen ebenso gepflegt sein wie unsere ,zimmerpflanzen4 ,kurt3 ,und wie macht man das8 ,dr4 ,e43 ,du brauchst die verschiedenen ,stoffe1 auf denen ,schimmel wachsen soll1 nur in einem zugedeckten ,gef eine ,zeitlang ruhig hinzustellen1 dann wird schon alles nach ,wunsch gehen4 ,schimmelpilze knnen den ,luftzug nicht vertragen und brauchen auch eine gewisse ,feuchtigkeit4 ,da letztere zur ,genge aus dem verschimmelnden ,stoffe kommt1 den du in das ,glas legst1 so sind alle ,bedingungen fr ihr ,gedeihen vorhanden4 ,kurt3 ,was soll ich denn verschimmeln lassen8 ,dr4 ,e43 ,nun1 ich wrde in das eine ,glas ein ,stck ,brotkrume1 in das zweite ein ,stck ,kse1 in das dritte eine gekochte ,kartoffel1 in das vierte etwa eine eingemachte ,pflaume legen4 ,nach einigen ,tagen wirst du deine helle ,freude daran haben1 denn die ,schimmelpflanzen sehen wirklich allerliebst aus1 wenn sie ,frchte tragen4 ,fritz3 ,wie sehen denn die ,frchte aus8 ,dr4 ,e43 ,als eigentliche ,frchte mssen wir wohl1 wie ich vorhin schon sagte1 die winzigen ,kgelchen oder ,sporen betrachten4 ,aber diese sind auf langen ,stielen zu reizenden kleinen ,fruchtstnden gehuft4 ,bei der einen ,art1 dem ,kopfschimmel#ba1 stecken all diese ,sporen in einer kleinen kugeligen ,blase1 die spter zerreit2 bei einer andern1 dem ,brot- oder ,pinselschimmel#bb1 bilden sich zierliche1 kettenartige ,fden1 die wie ein ,pinsel von einem ,punkte ausgehen1 und beim ,kolbenschimmel#bc haben wir ein kugeliges ,kpfchen1 das wie dicht mit ,perlen besetzt aussieht4 ,alle diese ,formen knnen auch zusammen auf ein und demselben ,stoffe vorkommen1 und das ,ganze gewhrt dann einen reizenden ,anblick4 ,fritz3 ,kommt auf den ,kartoffeln nicht manchmal auch ein roter ,schimmel vor8 ,im vorigen ,jahr zeigte mir ,mutter mal eine ,schale mit briggebliebenen ,kartoffeln1 auf denen berall rote ,flecke saen4 ,dr4 ,e43 ,die roten ,flecke1 die du gesehen hast1 sind allerdings durch einen ,pilz#bd hervorgebracht1 aber er steht auf viel niedrigerer ,stufe als die ,schimmelpilze und gehrt zu den sogenannten ,spaltpilzen4 ,es ist derselbe1 der auch zuweilen auf ,mehlbrei1 ,strkekleister und feuchten ,oblaten vorkommt und deshalb zu dem ,wunderglauben an die blutende ,hostie8 gefhrt hat4 ,kurt3 ,dann htten wir aber immer erst vier ,arten4 ,dr4 ,e43 ,o1 den letzten wollen wir gar nicht mal mitrechnen1 ebenso wie ich schon eine ganze ,reihe von ,schimmelsorten unerwhnt gelassen habe1 weil ich nicht sicher bin1 ob sie gerade jetzt in unserm ,hause vorhanden sind4 -- ,was geschieht denn1 wenn ich eine angeschenkte ,flasche ,wein einige ,tage stehen lasse8 ,fritz3 ,dann bildet sich oben darauf eine weie ,haut4 ,ich kann mir schon denken1 da das auch ein ,pilz ist4 ,sidenote3 ,kahmpilz4 ,essigpilz4 ,milchsurepilz4 ,bakterien ,dr4 ,e43 ,ganz recht2 es handelt sich dabei um ,arten der vielgestaltigen ,hefepilze#be1 die in diesem ,falle als ,kahmpilze bezeichnet werden4 ,auch wenn wir gewhnliches ,bier offen stehen lassen1 erscheinen bald an dessen ,oberflche hnliche ,kahmpilze4 -- ,wit ihr denn1 was auerdem mit dem ,bier geschehen wird8 ,kurt3 ,ja1 es wird sauer4 ,dr4 ,e43 ,und wenn man die ,milch selbst nur zwei ,tage stehen lt8 ,kurt3 ,die wird auch sauer4 ,wir essen ja im ,sommer immer dicke ,milch1 die sauer ist4 ,dr4 ,e43 ,seht ihr1 da haben wir schon wieder zwei ,pilze#bf entdeckt1 die in jedem ,hause sind4 ,fritz3 ,aber aus dem ,sauerwerden kann man doch noch nicht schlieen1 da ein ,pilz da ist6 ,dr4 ,e43 ,freilich kann man das4 ,denn diese ,pilze ganz allein bewirken das ,sauerwerden von ,milch und ,bier4 ,fritz3 ,aber wie geht denn das zu8 ,dr4 ,e43 ,ja1 das ist eine eigenartige ,geschichte4 ,die ,pilze wollen doch auch leben1 und so wirken sie denn in eigentmlicher ,weise zersetzend und umndernd auf die ,stoffe ein1 in denen sie sich befinden und aus denen sie ihre ,nahrung ziehen4 ,der ,essigpilz verwandelt so den ,weingeist des ,bieres in ,essigsure oder ,essig1 und der ,milchsurepilz den ,zucker der ,milch in ,milchsure4 ,kurt3 ,es wird aber doch fast alles ,essen sauer1 das lange steht4 ,dr4 ,e43 ,allerdings4 ,namentlich der ,milchsurepilz ist auch nicht auf die ,milch beschrnkt1 sondern er findet sich ebensogut in sauer gewordenen ,gemsen1 im ,sauerkraut1 in ,zuckerlsungen und so fort4 ,zudem gibt es noch andere ,pilzarten1 welche in hnlicher ,weise ,sure erzeugen4 ,ich erwhne nur den ,buttersurepilz#bg1 durch den die ,butter ranzig1 die ,salzgurke sauer und der ,kse reif8 und wohlschmeckend wird4 ,fritz3 ,kann man denn alle diese ,pilze wirklich sehen8 ,dr4 ,e43 ,mit bloem ,auge nicht1 selbst wenn sie in groen ,massen auftreten4 ,denn sie gehren zu den winzigsten ,geschpfen1 die wir kennen4 ,man mu schon ein recht gutes ,mikroskop zu ,hilfe nehmen1 um diese ,pflnzchen berhaupt nur entdecken zu knnen4 ,fritz3 ,dann sind es wohl gar nicht mal ,fden1 wie die ,schimmelpilze8 ,dr4 ,e43 ,im allgemeinen nicht4 ,die meisten von ihnen machen indes verschiedene ,entwicklungsstufen durch4 ,bald erscheinen sie als winzige kleine ,kgelchen1 bald als krzere oder lngere ,stbchen1 bald als unendlich feine ,fdchen4 ,nach der ,stbchenform nennt man sie ,bazillen oder ,bakterien4 ,fritz3 ,ach1 von denen habe ich schon viel gehrt6 ,das sind ja dieselben1 die die ansteckenden ,krankheiten hervorrufen4 ,dr4 ,e43 ,ja1 diese gehren wenigstens auch dazu4 ,ich konnte mir denken1 da ihr schon von ,kommabakterien1 ,typhusbazillen und so weiter gehrt habt4 ,ich wollte sie eigentlich nicht erwhnen1 da ich hoffe1 da unser ,haus so ziemlich frei davon ist4 ,wir wollen ja nur die ,pilze unserer ,wohnung studieren4 ,kurt3 ,aber nennen knntest du uns doch noch ein paar1 ,vater4 ,ist es denn wirklich wahr1 da alle ansteckenden ,krankheiten durch solche ,pilze hervorgerufen werden8 ,dr4 ,e43 ,soviel wir bis jetzt wissen1 ja4 ,es scheint allerdings1 als wenn die ,pilze einem vollkommen gesunden ,menschen in der ,regel nichts anhaben knnen und erst die ,oberhand gewinnen1 wenn irgend etwas in unserm ,krper nicht recht in ,ordnung ist4 ,so wrde es sich z4,b4 erklren1 da die eine ,person leichter am ,pilze der ,schwindsucht1 dem sogenannten ,tuberkelbazillus#bh1 erkrankt1 als eine andere4 ,denn da wir alle diese ,krankheitskeime fortwhrend einatmen1 unterliegt keinem ,zweifel2 das haben die ,untersuchungen des ,staubes und der ,luft in unsern ,wohnungen und auf der ,strae zur ,genge erwiesen4 ,auer dem ,tuberkelbazillus und dem ,komma- oder ,cholerabazillus#bi hat man unter vielen andern mit ,sicherheit nachgewiesen den ,pilz der ,diphtheritis#cj oder ,brune1 des ,milzbrandes#ca1 der ,rose8#cb1 der ,pockenkrankheit#cc1 des ,typhus#cd4 -- ,doch das ist ein wenig erquickliches ,kapitel1 wenn wir uns auch freuen mssen1 da wir wenigstens die ,ursachen aller dieser verheerenden ,seuchen kennen4 ,da wird die ,wissenschaft schlielich auch ,mittel und ,wege finden1 sie erfolgreich zu bekmpfen4 ,wenden wir uns lieber wieder unsern gewhnlichen ,hausbewohnern zu4 ,unter ihnen findet sich noch eine ganze ,reihe von ,bakterien1 die wichtig genug sind1 wenn sie auch nicht gerade dem ,menschen zu ,leibe gehen1 wenigstens nicht bei seinen ,lebzeiten4 ,fritz3 ,wieso nicht bei seinen ,lebzeiten8 ,dr4 ,e43 ,nun1 im ,tode sind wir dieser ,sippschaft unrettbar verfallen1 falls unsere krperlichen ,reste nicht im ,krematorium verbrannt werden4 ,fritz3 ,sprichst du denn von der ,verwesung8 ,sidenote3 ,fulnisbakterien4 ,konserven4 ,desinfektion ,dr4 ,e43 ,ja1 von der ,verwesung1 ,fulnis oder wie du es nennen willst4 ,es ist heute auer allem ,zweifel1 da alle diese ,vorgnge ganz ausschlielich durch die berall gegenwrtigen ,bakterien und hnliche ,pilze hervorgerufen werden4 ,kurt3 ,also wenn ein ,ei faul wird1 so ist ein ,pilz daran schuld8 ,dr4 ,e43 ,zweifellos4 ,und ebenso1 wenn unsere pfel und ,birnen faulen1 wenn ,fleisch und ,fische zu riechen anfangen1 kurzum1 wenn irgend etwas in unserer ,wirtschaft verdirbt84 ,dabei handelt es sich wieder um eine ganze ,reihe verschiedener ,arten1 so da ich denke1 wir wrden damit schon das versprochene ,dutzend ,pilze voll bekommen4 ,kurt3 ,ja1 wer kann aber ahnen1 da in den ,eiern auch ,pilze stecken6 ,lt sich denn gar nichts dagegen tun8 ,dr4 ,e43 ,o doch4 ,seitdem man die ,ursache der ,fulnis erkannt hat1 sind gewaltige ,fortschritte in der ,abwehr jener ungebetenen ,gste gemacht worden4 ,ihr wit es ja selbst1 da wir jetzt mitten im ,winter ,spargel und junge ,erbsen gerade so gut und fast so billig haben knnen1 wie sonst nur im ,frhjahr4 ,fritz3 ,und das ,fleisch bringen sie jetzt ja wohl schon frisch aus ,australien herber6 ,dr4 ,e43 ,das geschieht sogar in ganzen ,schiffsladungen4 ,natrlich mssen die ,schiffe danach eingerichtet sein4 ,kurt3 ,danach eingerichtet sein8 ,ich denke1 die kleinen ,pilzkeime sind berall in der ,luft1 so da man sie gar nicht abwehren kann4 ,dr4 ,e43 ,das ist schon wahr4 ,aber die ,bakterien haben ebensogut gewisse ,bedingungen zum ,leben und zum ,wachsen ntig1 wie andere ,pflanzen4 ,hierzu gehrt z4,b4 eine gewisse ,wrme1 und wenn ich daher in den ,schiffen groe ,eiskammern einbaue und das ,fleisch darin unterbringe1 so kann ich sicher sein1 da die etwa vorhandenen ,pilzkeime in dieser eisigen ,temperatur sich nicht weiter entwickeln werden4 ,fritz3 ,aber bei den ,spargeln und dem andern ,gemse macht man es doch nicht so4 ,dr4 ,e43 ,nein1 da wendet man wieder eine andere ,methode an4 ,ebensowenig wie in der ,klte knnen die ,pilzkeime sich in bergroer ,hitze entwickeln4 ,ich kann sogar sicher sein1 da ich bei anhaltendem ,kochen alle ,pilze in einem ,kochtopfe zerstre4 ,wenn ich dann das darin befindliche ,gemse noch ganz hei in gereinigte ,gefe bringe und schnell verschliee1 so da keine ,luft wieder dazu kommen kann1 so habe ich die ,pilze ausgesperrt und darf nun hoffen1 da das ,gemse unverndert bleiben wird4 ,fritz3 ,und gegen die ,krankheitsbakterien ist man noch immer machtlos8 ,es wre doch famos1 wenn man die auch so kochen oder in ,eis unschdlich machen knnte6 ,dr4 ,e43 ,dann mten wir schon die ganze ,erde kochen oder in ,eis setzen1 da wir jene ,krankheitserreger ja meist mit der ,luft einatmen4 ,immerhin hat man auch hier ganz gewaltige ,fortschritte in der ,bekmpfung gemacht4 ,seitdem man wei1 da das ,eitern der ,wunden und ebenso die ,eitervergiftung#ce vornehmlich durch ,pilze#cf bewirkt wird1 sucht man auf alle mgliche ,weise die ,wunde vor diesen ,feinden durch peinlichste ,sauberkeit und pilzttende ,mittel zu schtzen4 ,wo ,typhus1 ,diphtheritis oder eine hnliche ,krankheit im ,hause war1 werden ,decke1 ,wnde und ,fuboden des ,krankenzimmers grndlich mit chemischen ,mitteln gereinigt oder1 wie man sagt1 desinfiziert4 ,den ,lungenkranken wird empfohlen1 nicht auf den ,fuboden1 sondern nur in ,npfchen mit ,wasser zu spucken1 da man wei1 da besonders die aufgetrockneten und dann in der ,luft umherfliegenden ,keime so gefhrlich sind4 ,unsere ,aborte werden mit ,karbolpulver1 ,lysol und hnlichen ,desinfektionsmitteln unschdlicher gemacht1 und selbst den ,pilzkolonien in unserm eigenen ,munde gehen wir grndlicher als frher zu ,leibe4 ,kurt3 ,was meinst du denn damit1 ,vater8 ,sidenote3 ,zahnpilz4 ,hefepilze ,dr4 ,e43 ,ich meine ganz einfach1 da es nicht gengt1 mit ,kreide oder ,lindenkohle u4dgl4 die ,zhne zu putzen1 und da man jetzt eingesehen hat1 es kommt nicht so sehr auf die ,weie der ,zhne1 wie auf ihre ,befreiung von den unheilvollen ,pilzen an4 ,kurt3 ,aber wir haben doch nicht alle ,pilze im ,munde6 ,dr4 ,e43 ,leider doch1 ,kurt4 ,schon als ganz kleines ,baby hast du von einem ,pilze zu leiden gehabt1 dem sogenannten ,soorpilz#cg oder ,schwmmchen4 ,der ,pilz aber1 der uns alle zur grten ,sorgfalt in der ,pflege der ,zhne ntigt1 ist der ,pilz der ,zahnfule#ch4 ,er siedelt sich in der ,schleimhaut des ,mundes zwischen den ,lcken und am ,grunde der ,zhne an und dringt in die feinen ,kanlchen des ,schmelzes und des ,zahnbeins ein1 wobei er die abscheulichsten ,zerstrungen anrichtet4 ,ehe wir es uns versehen1 ist eines schnen ,tages der von auen vielleicht ganz gesund scheinende ,zahn innen gnzlich vernichtet1 er ist hohl8 geworden und bald vllig unbrauchbar4 ,nur die grte ,gewissenhaftigkeit in der ,anwendung entsprechender ,zahnwasser1 die auch nicht einen ,tag nachlassen darf1 kann uns vor der ,zerstrung unserer ,zhne bewahren4 ,hans3 ,ach1 ,papa1 nun mag ich die ,pilze gar nicht mehr leiden4 ,es scheint ja1 als wenn sie berhaupt nur ,schlimmes in die ,welt bringen4 ,dr4 ,e43 ,ja1 eine bse ,gesellschaft ist es im allgemeinen1 und dabei von einer ,macht1 von der man sich vor wenigen ,jahrzehnten noch gar keine ,vorstellung machen konnte4 ,dennoch sind sie nicht alle so schlimm1 wie du denkst1 selbst die ganz kleinen nicht1 und es gibt sogar welche1 die vom ,menschen im groen gezchtet und gut bezahlt werden4 ,kurt3 ,von den mikroskopisch kleinen8 ,du meinst doch nicht etwa die ebaren ,hutpilze8 ,dr4 ,e43 ,nein1 ich meine in der ,tat welche von den allerwinzigsten4 ,wrden es nicht recht viele ,menschen bedauern1 wenn es kein ,bier und keinen ,wein in der ,welt gbe8 ,sidenote3 ,grung ,fritz3 ,ach1 ich wei schon1 du denkst an die ,hefepilze#ci1 welche die ,grung hervorrufen4 ,ist das nicht so hnlich wie mit dem ,essigpilz8 ,dr4 ,e43 ,im ,prinzip wenigstens sind die ,erscheinungen die nmlichen4 ,auch hier wirken die ,pilze1 indem sie gewisse ,stoffe als ,nahrung herausziehen1 verndernd oder zersetzend8 auf die ,flssigkeit1 in der sie leben1 ein4 ,kurt3 ,das heit also in den ,weintrauben und im ,malz1 aus dem das ,bier gemacht wird8 ,dr4 ,e43 ,ja4 ,das1 worauf es ankommt1 ist1 da eine ,flssigkeit ,zucker enthalten mu1 und zwar in der ,regel den sogenannten ,traubenzucker4 ,dieser ist bekanntlich in den ,trauben schon von vornherein vorhanden1 in der ,gerste wird er erst durch ,keimen1 oder1 wie der ,brauer sagt1 durch das ,malzen der ,gerste aus dem ,strkemehl der ,krner gebildet4 ,wird in diese ,lsung von ,traubenzucker der ,hefepilz gebracht1 so vermehrt er sich ganz gewaltig und zersetzt dabei den ,zucker in ,weingeist und ,kohlensure4 ,letztere entweicht natrlich1 wenn man nicht absichtlich einen ,teil derselben zurckhlt1 wie beim ,bier und ,champagner4 ,kurt3 ,dann mte man ja aus gewhnlichem ,zucker auch ,spiritus machen knnen4 ,dr4 ,e43 ,das geschieht auch sehr viel1 wenn auch meist nur aus demjenigen ,zuckersaft1 der nicht mehr als ,zucker kristallisieren will1 also aus dem ,syrup4 ,ich denke1 der ,rum81 den man so gewinnt1 wird dir zur ,genge bekannt sein4 ,fritz3 ,kann man statt der ,gerste auch etwas anderes nehmen8 ,dr4 ,e43 ,was du willst1 wenn es nur ,strkemehl enthlt4 ,es gibt ,weizenbiere1 ,haferbiere1 ,roggen- oder ,kornbranntwein1 ,kartoffelspiritus1 ,reisbranntwein oder ,arrak und vieles andere4 ,aus dem ,honig1 der ja wieder ,zucker enthlt1 bereitet man den ,met1 das ,getrnk der alten ,deutschen1 und die ,baschkieren benutzen sogar die gegorene ,milch ihrer ,stuten1 wenn sie sich einen ,rausch trinken wollen4 ,kurt3 ,aber die ,hefepilze sind doch gewi nicht in unserer ,wohnung4 ,dr4 ,e43 ,hast du mir nicht neulich verraten1 da du im ,frhjahr ,birkenwasser gezapft hast8 ,kurt3 ,ja1 ich hatte gehrt1 da der ,birkenwein so schn schmecken soll4 ,dr4 ,e43 ,was hast du denn da mit dem ,wasser angestellt8 ,kurt3 ,ich habe ,zucker hinzugetan1 wie ,wilhelm mir riet1 und es dann eine ,zeitlang offen stehen lassen4 ,nach einigen ,tagen schumte es1 und wie das vorber war1 haben wir den ,wein in ,flaschen gefllt4 ,dr4 ,e43 ,nun1 siehst du6 ,dieses ,schumen war der ,beweis1 da ,hefepilze aus der ,luft ihren ,weg in das ,birkenwasser gefunden und dort eine richtige ,grung hervorgerufen haben4 ,sonst httest du niemals ,wein bekommen4 ,ich denke also1 wir knnen einige der verschiedenen ,hefepilze ganz ruhig zu unseren ,hausbewohnern rechnen1 um so mehr1 da ,mama ja hufig genug welche ins ,haus bringen lt4 ,fritz3 ,wahrhaftig6 ,wenn ,mutter ,kuchen backen will6 ,davon hast du uns ja schon neulich gesprochen1 wie du uns die ,lcher im ,bimsstein erklren wolltest4 ,dann ist die ,entwicklung der ,kohlensure im ,brot oder ,kuchen also auch eine ,art ,grung8 ,dr4 ,e43 ,ohne ,frage2 nur warten wir dabei nicht so lange1 bis sich so viel ,weingeist gebildet hat1 da wir es schmecken knnten4 ,kurt3 ,nun glaube ich selbst1 ,vater1 da wir mehr als ein ,dutzend ,pilzarten in der ,wohnung haben4 ,dr4 ,e43 ,ja1 ,kinder1 sorgt nur dafr1 durch ,reinlichkeit und ,vorsicht1 da wir nicht auch einmal welche von den ganz bsen ,sorten ins ,haus bekommen4 ,illustration3 ,hefepilze4 ,illustration3 ,schimmelpilze4 ,illustration3 ,bakterien4 ,illustration ,elfter ,abend4 ,vati1 ruft ,hans1 in das ,zimmer strmend1 ,vati1 unser ,karo ist wieder da2 er hat einen groen ,strick um den ,hals und sieht ganz jmmerlich aus4 ,dr4 ,e43 ,so bring ihn herein2 er ist vermutlich gestern von einem ,hundefnger aufgegriffen worden und ihm wieder entlaufen4 ,kurt und ,hans holen ,karo1 den ,pudel1 der bellend an seinem ,herrn emporspringt und von einem zum andern luft1 um seine ,freude auszudrcken4 ,ach1 du armes ,tier1 sagt ,hans1 der ihm den ,strick abnimmt1 dir werden sie wohl bel mitgespielt haben4 ,komm mal her und la dich ordentlich abkssen4 ,sidenote3 ,liebkosungen des ,hundes4 ,bandwurm ,nicht doch1 ,hans1 ruft der ,vater strenge1 la diese ,kindereien mit dem ,hunde4 ,freundlich sein und spielen knnt ihr mit ihm1 soviel wie ihr wollt2 aber kssen oder das ,gesicht belecken lassen1 mu ich unter allen ,umstnden verbieten4 ,hans3 ,aber warum denn1 ,papa8 ,der ,karo ist doch so ein gutes ,tier6 ,dr4 ,e43 ,darauf kommt es in diesem ,falle gar nicht an1 ob der ,hund gut oder bse ist4 ,ich frchte auch gar nicht1 da er dir einmal die ,nase abbeit4 ,aber es gibt andere sehr ernste ,grnde1 welche jeden verhindern sollten1 sich von einem ,hunde belecken zu lassen4 ,fritz3 ,du meinst wohl1 weil so ein ,tier an allem herumschnuppert und vieles frit1 was nicht gerade appetitlich ist8 ,dr4 ,e43 ,nein1 die ,sache ist viel schlimmer4 ,der ,ku von einem ,hunde kann unter ,umstnden schwere ,krankheit1 ja1 selbst den ,tod herbeifhren4 ,kurt3 ,glaubst du denn1 da er toll sein knnte8 ,sidenote3 ,hundebandwurm4 bertragung desselben ,dr4 ,e43 ,o gewi nicht4 ,das wrde man ihm schon ansehen4 ,auerdem httet ihr in einem solchen ,falle weit eher einen unvermuteten ,bi als ,liebkosungen zu erwarten4 -- ,aber habt ihr denn noch nie etwas vom ,bandwurm des ,hundes gehrt8 ,kurt3 ,vom ,hundebandwurm8 ,nein4 ,ich wute nur1 da die ,menschen manchmal ,bandwrmer haben4 ,einer aus unserer ,klasse hat diesen ,sommer eine ordentliche ,kur deshalb durchmachen mssen4 ,dr4 ,e43 ,und hast du eine ,ahnung1 wie dein ,freund zu diesem scheulichen ,tier gekommen ist8 ,kurt3 ,ja1 der ,doktor hat gesagt1 das kme von dem vielen rohen gehackten ,fleisch1 das er nach dem ,nervenfieber immer essen mute4 ,dr4 ,e43 ,ohne ,zweifel4 ,aber wie kann denn aus dem ,fleisch ein ,wurm werden8 ,kurt3 ,nun1 der wird wohl schon als ,junges in dem ,fleisch gesessen haben8 ,dr4 ,e43 ,meinst du8 ,wie soll denn so ein junger ,wurm in das ,fleisch eines ,ochsen geraten8 ,fritz3 ,o1 das wei ich1 ,vater6 ,im ,fleisch der ,ochsen und ,khe sitzen keine ,bandwrmer1 sondern sogenannte ,finnen1 und wenn man diese mit it1 so bekommt man den ,bandwurm4 ,dr4 ,e43 ,nun1 das fhrt uns wenigstens etwas weiter4 ,was du da sagst1 hat seine volle ,richtigkeit4 ,diese ,finnen1 welche man gar nicht so selten zwischen den ,fleischmassen des ,rindviehs zerstreut findet1 erscheinen wie kleine1 fast erbsengroe ,blschen1 von deren ,wand ein winziges1 kaum stecknadelkopfgroes ,knpfchen ins ,innere hineinragt4 ,dieses kleine ,knpfchen1 welches eben wegen seiner ,kleinheit leicht dem ,hackmesser entgeht1 ist das ,gefhrliche bei der ,sache1 denn aus ihm entwickelt sich1 wenn es in den ,magen und ,darm des ,menschen gelangt1 die viele ,meter lange ,kette des erwachsenen ,bandwurms4#dj ,kurt3 ,wie kann man denn so was beobachten8 ,dr4 ,e43 ,das ist natrlich nicht so leicht4 ,vermutet hat man es schon seit alten ,zeiten1 da dieses kleine ,knpfchen in der ,finne ganz genau so aussah1 wie der sogenannte ,kopf eines erwachsenen ,bandwurms mit seinen ,saugnpfen4 ,bewiesen aber wurde der ,zusammenhang zwischen beiden erst dadurch1 da einige ,naturforscher sich nicht scheuten1 absichtlich rohe ,finnen zu essen4 ,sie konnten so feststellen1 da in jedem ,falle nach dem ,genu derselben das ,bandwurmleiden auftrat1 ja1 da in der ,regel gerade so viel ,bandwrmer im ,menschen sich entwickelten1 als derselbe ,finnen verschluckt hatte4 ,hans3 ,brr6 ,papa1 da mchte ich doch kein ,naturforscher sein6 ,dr4 ,e43 ,das glaub' ich dir1 ,hansel4 ,appetitlich ist ja so ein ,finnenbutterbrot gerade nicht4 ,wenn es sich aber darum handelt1 die ,wissenschaft zu frdern1 und wenn dadurch die ,wege gefunden werden1 wie die ,menschheit vor schweren ,plagen beschtzt werden kann1 dann kommen solche kleinen ,bedenken fr den echten ,forscher nicht in ,betracht4 ,hoffentlich wirst du einst ebenso denken1 wenn du grer bist4 ,kurt3 ,aber wie kommen denn nun die ,finnen in das ,rindfleisch hinein8 ,dr4 ,e43 ,ein erwachsener ,bandwurm bringt1 wie die meisten ,tiere1 ,eier hervor1 und zwar eine ungeheure ,menge in jedem einzelnen ,gliede4 ,die ,eier sind so klein1 da man sie mit bloem ,auge gar nicht sehen kann4 ,gelangen nun einzelne ,glieder des ,bandwurms mit dem ,kot nach auen1 so zerfallen sie allmhlich2 die ,tausende von ,eierchen aber1 die in ihnen waren und die vielleicht mit dem ,dung auf das ,feld gefahren werden1 zerstreuen sich in alle ,winde1 heften sich an ,blatt und ,kraut des ,ackers oder der ,wiese und geraten so mit den ,pflanzen in den ,magen des weidenden ,viehes4 ,im ,magen der ,kuh kriecht alsbald aus dem ,eichen ein winzig kleines ,geschpf1 das die ,darmwand durchbohrt1 von dem ,blutstrom der ,adern bis in das ,fleisch des ,tieres gefhrt wird und hier zu einer erbsengroen ,blase1 also zu der vorhin erwhnten ,finne auswchst4 ,fritz3 ,was hat denn aber dies alles mit unserm ,karo zu tun8 ,dr4 ,e43 ,nur ,geduld1 ,fritz6 ,bisher haben wir allerdings nur von dem ,bandwurm gesprochen1 der im ,darm des ,menschen lebt und der in seiner ,jugend als sogenannte ,finne im ,fleisch des ,rindes steckt4 ,wir konnten jedenfalls daraus lernen1 da diese seltsamen ,geschpfe in zwei einander sehr unhnlichen ,zustnden auftreten1 als rundliche1 erbsengroe ,finnenblase1 und als viele ,meter lange ,bandwurmkette4 ,sodann ergab sich1 da beide ,formen in zwei ganz verschiedenen ,tieren1 nmlich im ,rind und im ,menschen1 ihren ,wohnsitz haben4 ,nun aber kennt man eine ganze ,menge solcher ,bandwurmarten4 ,alle zeigen dieselbe ,erscheinung der beiden verschiedenen ,formen von ,finne und ,bandwurmkette1 und alle sind in diesen beiden ,zustnden auf zwei verschiedene ,wohntiere angewiesen4 ,kurt3 ,dann hat also der ,hund auch so eine ,finne1 die im ,menschen zum ,bandwurm auswchst8 ,dr4 ,e43 ,nicht doch1 ,kurt2 diesmal ist die ,sache gerade umgekehrt4 ,im ,hunde1 und zwar in dessen ,darm lebt der ,bandwurm#da1 im ,menschen hingegen die dazu gehrige ,finne4 ,fritz3 ,ei1 da bin ich aber doch neugierig1 wie die zueinander passen sollen6 ,wenn die ,finne1 die im ,fleisch des ,menschen sitzt1 zu einem ,bandwurm im ,hunde werden soll1 so mte doch der ,hund das ,menschenfleisch erst fressen1 gerade so1 wie wir das rohe ,beefsteak essen6 ,dr4 ,e43 ,da hast du vollkommen recht1 und ebenso sicher ist es wohl1 da dieses ,ereignis bei zivilisierten ,vlkern nicht eintreten wird4 ,wir knnen daher von vornherein zugeben1 da alle ,finnen des ,hundebandwurms1 die in den ,menschen gelangt sind1 zugrunde gehen1 ohne zu ordentlichen ,bandwrmern im ,hunde auswachsen zu knnen4 ,aber die ,erscheinung verliert vieles von ihrer ,seltsamkeit1 wenn wir erfahren1 da jene ,finne im ,krper der ,menschen nur ein verirrter ,gast ist4 ,die eigentlichen oder regelmigen ,trger der ,hundebandwurmfinnen sind das ,schwein und die ,wiederkuer1 deren ,fleisch ja doch hufig genug den ,hunden zur ,nahrung dient4 ,fritz3 ,das ist freilich etwas anderes4 ,aber nun ist mir immer noch unklar1 wie der ,mensch solche ,finnen des ,hundebandwurms bekommen kann4 ,sidenote3 bertragung4 ,wirtswechsel der ,bandwrmer ,dr4 ,e43 ,das macht sich jedenfalls viel leichter1 als du zu glauben scheinst4 ,zunchst ist hervorzuheben1 da der ,bandwurm des ,hundes im ,gegensatz zu seinem riesigen ,vetter1 dem ,rinderbandwurm im ,menschen1 ganz auerordentlich klein ist4 ,er mit nur einige ,millimeter4 ,seine wenigen ,gliederchen sind jedoch jedenfalls dicht mit mikroskopischen ,eiern gefllt1 und gelangen wie gewhnlich mit dem ,kot nach auen4 ,nun wit ihr1 da ein ,hund vor nichts ,ekel empfindet1 sondern alles beschnuppert und alles beleckt4 ,so kann es denn leicht geschehen1 da eines von diesen eiergefllten ,gliederchen oder auch nur ein kaum sichtbares ,stckchen desselben an seiner ,zunge hngen bleibt4 ,wie dann dieses ,stckchen in euren ,mund gelangt1 wenn ihr euch allzu zrtlich mit dem ,hund abgebt1 will ich nicht weiter ausmalen4 ,genug1 in ,hunderten und ,tausenden von ,fllen geschieht es tatschlich so4 ,aus den mikroskopischen ,eierchen kriecht dann im ,darm des ,menschen wieder ein ebenso mikroskopisches kleines rundes ,tierchen1 das nun in derselben ,weise wie die ,rinderfinne in die ,organe unseres ,krpers gelangt4 ,kurt3 ,aber ist denn das gar so schlimm1 wenn wir nun wirklich ein paar solche ,finnen in unserem ,fleisch sitzen haben8 ,dr4 ,e43 ,allerdings1 und zwar aus verschiedenen ,grnden4 ,erstens ist die ,finne1 welche dem winzigen ,hundebandwurm entstammt1 durchaus nicht so klein wie die ,finne des ,rindes1 sondern sie kann sich zu einer faust-1 ja kopfgroen ,blase mit unzhligen ,bandwurmkpfchen im ,innern entwickeln4 ,sodann aber sucht sie sich keineswegs immer die ,fleischmassen des ,krpers zum ,wohnsitz aus1 sondern sie whlt vielfach edlere ,teile4 ,namentlich die ,leber wird von ihr bevorzugt4 ,natrlich wird durch eine solche ,geschwulst1 die hufig genug aus vielen nebeneinander sitzenden oder auch ineinandergeschachtelten ,blasen besteht1 ein groer ,teil des betreffenden ,organs vllig zerstrt1 und oft kann nur eine khne ,operation vor dem sichern ,tode retten4 ,kurt3 ,hast du denn schon mal so etwas erlebt1 ,vater8 ,dr4 ,e43 ,leider1 mein ,sohn4 ,mir sind im ,laufe der ,jahre auch hier bei uns eine ganze ,reihe von ,fllen bekannt geworden1 die recht schlimm waren4 ,hufiger noch ist allerdings dieses ,leiden dort1 wo die ,menschen in viel engerer ,gemeinschaft mit den ,hunden leben als bei uns4 ,so ist namentlich von ,island bekannt1 da dort eine ,menge ,menschen an der ,finne des ,hundebandwurms zugrunde gehen4 ,hans3 ,nun will ich auch unsern ,karo nicht mehr kssen6 ,dr4 ,e43 ,nein1 mein ,junge2 es wre doch zu traurig1 wenn der ,doktor deinen ,bauch aufschneiden und die halbe ,leber herausholen mte6 ,fritz3 ,ist es denn aber nicht sehr merkwrdig1 ,vater1 da ein und derselbe ,bandwurm in der ,jugend und im ,alter in zwei ganz verschiedenen ,geschpfen lebt8 ,ich meine1 wenn der reife ,bandwurm glcklich einmal den fr ihn gnstigen ,platz gefunden hat1 also z4,b4 den ,darm eines ,hundes1 so wre es doch fr die ,jungen viel vorteilhafter1 wenn sie gleich wieder an derselben ,stelle zu ordentlichen ,bandwrmern auswachsen knnten8 ,bei diesem ,verstreuen der ,eier durch den ,wind auf ,pflanzen1 die dann erst wieder von andern ,tieren gefressen werden mssen1 wird doch gewi ein groer ,teil dieser ,eier nie in den ,magen irgendeines ,tieres gelangen und daher einfach zugrunde gehen8 ,dr4 ,e43 ,es scheint ja fast1 als wenn du recht hast1 und als wenn die ,natur umstndlicher zu ,werke ginge1 als es ntig wre4 ,aber die ,sache hat doch einen bedenklichen ,haken4 ,denke dir1 es wre wirklich so1 wie du es fr zweckmig hltst4 ,dann wrden also im ,darm eines ,hundes neben dem alten ,bandwurm bald ,hunderte und ,tausende von jungen sich entwickeln4 ,auch diese brchten bald wieder ,eier hervor1 kein ,keim ginge verloren1 und das ,wurmparadies in diesem ,hundedarm wre anscheinend fertig4 ,nun aber wird dem ,hunde dabei natrlich immer ungemtlicher1 und selbst1 wenn ihn seine ,wrmer nicht zu ,tode qulen1 mu er doch eines schnen ,tages ins ,gras beien4 ,er stirbt1 wie eben alle ,tiere sterben1 und was wird nun aus deiner ganzen ,wurmherrlichkeit8 ,fritz3 ,ja1 wenn dann die ,wrmer nicht auswandern knnen1 so mssen sie wohl alle mit zugrunde gehen4 ,dr4 ,e43 ,das ,auswandern wrde wohl kaum etwas ntzen1 da eben ein ,bandwurm sich in der freien ,natur nicht ernhren kann4 ,es ist also tatschlich so1 da von all den ,tausenden von ,wrmern1 welche sich im ,laufe der ,zeit bei unserm ,hunde entwickelt htten1 auch nicht ein einziger mit dem ,leben davon kme4 ,da aber nun smtliche ,hunde1 die z4,b4 heute auf der ,erde leben1 in etwa #bj ,jahren gestorben sein werden1 so ist es klar1 da1 wenn von keinem derselben whrend seines ,lebens ein ,bandwurmkeim nach auen gelangte1 wenn also auch kein jngerer ,hund einen solchen in sich aufnehmen knnte1 nach dieser ,zeit mit dem letzten von ,wrmern besetzten ,hunde auch der letzte ,bandwurm zugrunde gehen wrde4 ,das ,geschlecht der ,hundebandwrmer htte dann berhaupt zu bestehen aufgehrt4 ,kurt3 ,aber das wre doch ganz famos1 wenn diese scheulichen ,tiere nicht mehr auf der ,welt wren6 ,dr4 ,e43 ,von unserm ,standpunkte aus gewi4 ,aber die ,natur richtet sich durchaus nicht nach dem1 was wir wnschen4 ,ein jedes ,geschpf ist -- ich habe das schon einmal1 wie wir von den ,spinnen sprachen1 hervorgehoben -- ebensogut zum ,leben berechtigt1 wie wir selbst4 ,wenn wir daher die ,einrichtungen in der ,natur verstehen wollen1 so mssen wir fragen1 nicht inwiefern sie fr uns1 sondern inwiefern sie fr das betreffende ,geschpf zweckmig sind1 fr das sie bestehen4 ,fritz3 ,da die ,eier des ,bandwurms oder seine ,jungen eine ,gelegenheit haben mssen1 den alten ,hund zu verlassen1 sehe ich jetzt wohl ein2 aber warum knnen sie nicht gleich wieder in einen jungen ,hund gelangen1 warum mssen sie erst in einem ganz andern ,tier zur ,finne werden8 ,dr4 ,e43 ,diese ,frage kann ich dir nur zum ,teil beantworten4 ,es gibt nmlich ,eingeweidewrmer genug1 deren ,eier sofort nach der ,auswanderung sich in dem ,darm derselben ,tierart wieder zu reifen ,wrmern entwickeln1 wie beispielsweise unsere ,spulwrmer#db und die mit ,recht so sehr gefrchteten kleinen ,madenwrmer#dc oder ,pfriemenschwnze4 ,wenn aber ein solcher ,jugendzustand1 wie ihn die ,finne darstellt1 einmal vorhanden ist1 so leuchtet ein1 da derselbe am vorteilhaftesten in solchen ,tieren sich entwickelt1 welche dem ,besitzer des reifen ,bandwurms zur ,nahrung dienen4 ,hunde pflegen sich gegenseitig nicht aufzufressen4 ,eine ,finne im ,hundefleisch htte also nur wenig ,aussicht1 in den ,darm eines ,hundes zu gelangen1 um dort zur ,bandwurmkette auszuwachsen4 ,das ,schaf aber1 das ,rind1 berhaupt die ,pflanzenfresser bilden die natrliche ,nahrung der hundeartigen ,raubtiere1 und so sehen wir auch hier wieder1 da unter den obwaltenden schwierigen ,umstnden tatschlich das ,zweckmigste fr die ,erhaltung des ,geschlechtes der ,bandwrmer geschehen ist4 ,kurt3 ,aber es kann doch immer nur ein groer ,zufall sein1 da so ein ,bandwurmei oder mehrere in eine ,kuh geraten6 ,dr4 ,e43 ,das ist es auch4 ,aber wie ich schon sagte1 ist die ,zahl der von einem einzigen ,bandwurm hervorgebrachten ,eier eine so ungeheure1 da es auf ein paar ,hunderttausend nicht ankommt4 ,wenn von vielen1 vielen ,tausenden nur eines ans ,ziel1 d4h4 in den ,krper eines ,wiederkuers und von da wieder in den ,magen eines ,hundes gelangt1 so ist die ,erhaltung der ,art gesichert4 ,zudem sind die ,beziehungen zwischen den beiden ,tierarten1 welche ,finne und ,bandwurm in stetem ,wechsel aufeinander bertragen1 in vielen ,fllen weit inniger1 als zwischen ,khen und ,hunden4 ,fritz3 ,wie meinst du das inniger88 ,dr4 ,e43 ,nun1 ich denke1 zwischen ,fuchs und ,hase z4,b4 besteht eine solche engere ,beziehung4 ,der ,fuchs frit jedenfalls in seinem ,leben eine ganze ,menge ,hasen1 und diese wieder leben in denselben ,waldrevieren1 fressen die ,kruter1 ber welche die ,bandwurmeier aus dem ,kot des ,fuchses durch den ,wind zerstreut sind4 ,noch interessanter ist die ,wechselbeziehung zwischen unserm ,hunde und der winzigen ,hundelaus1 die auf seinem ,krper lebt4 ,die ,hundelaus beherbergt eine ,finne1 und der ,hund1 der sie von seinem ,fell wegbeit1 bekommt davon einen ganz gehrigen ,bandwurm4#dd ,kurt3 ,dann hat also der ,hund verschiedene ,bandwurmarten8 ,dr4 ,e43 ,o ja1 eine ganze ,anzahl4 ,einer ist sogar darunter1 der dem ,menschen jhrlich ,millionen kostet4 ,kurt3 ,wieso denn8 ,sterben die ,hunde davon8 ,dr4 ,e43 ,die ,hunde nicht1 wohl aber die ,trger der ,finnen1 die ,schafe6 ,sidenote3 ,drehkrankheit der ,schafe ,fritz3 ,ach1 da denkst du wohl an den ,wurm1 der die ,drehkrankheit verursacht8 ,dr4 ,e43 ,freilich1 ,fritz6 ,hast du schon mal davon gehrt8 ,fritz3 ,ja1 das ist eine groe ,blase1 die im ,gehirn der ,schafe sitzt und sie ganz bldsinnig macht1 so da sie sich immer auf einem ,beine drehen4 ,dr4 ,e43 ,gewi4 ,und diese hhnereigroe ,blase im ,schafsgehirn ist nichts als die ,finne eines ,bandwurms#de1 der spter als lange ,kette im ,darm des ,hundes lebt4 ,hans3 ,aber wovon wei man denn1 da ein ,schaf bldsinnig ist8 ,knnen die denn noch dmmer werden1 als sie schon sind8 ,dr4 ,e43 ,es ist ja wohl wahr1 da alle unsere ,haustiere1 soweit sie nicht ,gefhrten des ,menschen wurden1 wie der ,hund und das ,pferd1 im ,laufe der ,jahrtausende geistig recht beschrnkt geworden sind4 ,der ,mensch hat ihnen ja alle die ,sorgen abgenommen1 welche das ,denkvermgen der wilden ,tiere immer aufs neue anregen4 ,der ,mensch ist es1 welcher fr ihre ,nahrung sorgt1 sie vor ,feinden und ,gefahr beschtzt1 ihnen ,obdach und ,lager bereitet4 ,so muten denn unsere ,haustiere1 der ,esel1 das ,rind1 das ,schwein und ,schaf im ,laufe der ,zeit vllig verdummen4 ,sie sind uns ein warnendes ,beispiel dafr1 da ein bequemes1 sorgenloses ,leben den ,geist lhmt1 und da dessen ,krfte nur im ,kampfe um das tgliche ,brot zur vollen ,entfaltung gelangen knnen4 ,trotz alledem ist ein geistig gesundes ,schaf noch sehr wohl von einem bldsinnigen zu unterscheiden4 ,der stiere ,blick1 die eigentmlichen ,drehbewegungen um ein fest aufgestemmtes ,vorder- und ,hinterbein1 das ,hin- und ,hertaumeln und andere ,erscheinungen1 welche die oft vllige ,bewutlosigkeit des ,tieres verraten1 lehren uns auf den ersten ,blick1 da wir es mit einem kranken ,schafe zu tun haben4 ,wundern kann uns das brigens nicht1 denn wenn ein groer ,teil des ,gehirns zerstrt ist1 mu es natrlich auch mit dem ,verstande zu ,ende gehen4 ,kurt3 ,aber ich denke1 die ,tiere haben berhaupt keinen ,verstand4 ,dr4 ,e43 ,das ist eine ,ansicht1 die allerdings ziemlich verbreitet ist und noch aus der ,zeit stammt1 wo der ,mensch in seiner berhebung die ,kluft zwischen sich und dem ,tier fr viel grer hielt1 als sie in ,wirklichkeit ist4 ,von denen aber1 welche die ,handlungen der ,tiere vorurteilsfrei beobachten1 zweifelt wohl schwerlich jemand daran1 da das ,empfinden sowohl wie das ,denken bei den hheren ,tieren recht wohl entwickelt ist4 ,fritz3 ,da unser ,karo ,freude empfinden kann1 haben wir ja erst vorhin deutlich genug gesehen4 ,das kann man nicht bezweifeln4 ,ebenso merkt man es ganz genau1 wenn er bs und zornig ist1 oder wenn er ,furcht hat4 ,ich denke aber1 sein ,handeln ist doch wohl weniger berlegt und bewut1 als vielmehr durch den ,instinkt geleitet4 ,sidenote3 ,instinkt4 ,verstand der ,tiere ,dr4 ,e43 ,mit diesem unglcklichen ,wort ,instinkt8 wird sehr viel ,unfug getrieben4 ,man versteht ja darunter zweckmige ,handlungen1 die nicht durch berlegung oder ,erfahrung veranlat sein knnen1 bei denen also gewissermaen unbewut von dem ,tiere das ,richtige getroffen wird4 ,ganz gewi gibt es solche ,handlungen bei den ,tieren1 wir brauchen nur etwa an den ,nestbau der ,vgel oder an die ,kunstfertigkeiten der ,insekten zu denken4 ,ebenso sicher aber ist1 da bei den hheren ,tieren diese instinktiven ,handlungen mehr und mehr zurcktreten und durch bewute1 auf eigenem ,nachdenken beruhende ersetzt werden4 ,ganz verschwunden ist brigens der ,instinkt auch beim ,menschen nicht4 ,namentlich bei ,naturvlkern hat man in dieser ,hinsicht sehr interessante ,beobachtungen gemacht4 ,kurt3 ,da ein ,hund denken kann1 das glaube ich auch ganz gewi4 ,als ich gestern zur ,schule ging1 stand vor einem ,hause ein ,hundewagen mit einem groen ,ziehhund davor4 ,der ,herr kam aus dem ,hause zurck1 ohne da der ,hund es bemerkte1 und wollte den ,wagen rckwrtsziehen4 ,der ,hund aber stemmte sich mit aller ,macht dagegen1 weil er es fr nicht in der ,ordnung hielt1 da der ,wagen zurckrollte4 ,als aber der ,herr nach vorn gegangen war und sich dem ,hunde gezeigt hatte1 half er sofort selbst eifrig mit1 den ,wagen zurckzuziehen4 ,dr4 ,e43 ,siehst du1 ,fritz1 da hat ,kurt ein sehr niedliches ,stck wirklicher berlegung eines ,hundes beobachtet1 wobei von ,instinkt gar keine ,rede sein kann4 ,zunchst haben wir das ,pflichtbewutsein1 welches dem ,tiere sagte1 da der ,wagen da bleiben msse1 wo sein ,herr ihn hingestellt4 ,daher der ,widerstand1 als der ,wagen aus einem ihm unerklrlichen ,grunde nach hinten rollt4 ,dann sofort beim ,erscheinen des ,herrn ein ,begreifen der ganzen ,sachlage1 ein ,verstehen der ,absicht seines ,herrn1 die nun alsbald nach besten ,krften untersttzt wird4 ,ich glaube nicht1 da ein ,mensch in diesem ,falle anders htte handeln knnen4 ,doch1 es gibt ja ,hunderte von ,beispielen1 wo ,hunde durchaus darber klar waren1 da ihr ,herr in dringender ,gefahr1 wo sie ,kinder aus dem ,wasser gezogen1 ,hilfe herbeigerufen1 beltter zur ,entdeckung gebracht und was sonst noch fr kluge1 berlegte ,handlungen begangen haben4 ,jeder ,hundefreund wei1 wie das ,verstndnis des ,hundes fr die menschlichen ,verhltnisse ein ganz berraschendes ist4 ,auch das so oft zu beobachtende ,trumen der ,hunde beweist1 da sie selbst im ,schlafe lebhafte ,vorstellungen haben4 ,fritz3 ,das will ich auch alles gern zugeben4 ,aber ich glaube doch1 da das ,denken der ,tiere sich sehr weit von dem der ,menschen unterscheidet4 ,ich meine1 da ein ,hund z4,b4 keinen verallgemeinerten oder abstrakten ,begriff fassen kann4 ,dr4 ,e43 ,mit dem ,philosophieren wird es freilich wohl gute ,wege haben4 ,da die ,tiere aber auch allgemeine ,begriffe bilden1 scheint mir kaum zweifelhaft4 ,die ,vorstellung ,bettler8 hat so ziemlich jeder ,hund und richtet danach sein ,verhalten1 auch wenn er den betreffenden ,menschen zum erstenmal sieht4 ,ebenso wird er wohl ,begriffe wie ,wald81 schnes ,wetter81 ,zufriedenheit8 aus seiner ,erfahrung sich aufbauen4 ,wie weit indes diese ,fhigkeit der ,verallgemeinerung geht1 ist schwer zu entscheiden4 ,um so weniger aber sind wir berechtigt1 eine grundstzliche ,verschiedenheit des ,denkvermgens bei ,tieren und ,menschen anzunehmen4 ,in bezug auf ,ausbildungsfhigkeit1 das unterliegt gewi keinem ,zweifel1 stehen die geistigen ,krfte des ,hundes tief unter den unsrigen2 dennoch drfen wir nicht vergessen1 da es auch ,menschenrassen gibt1 die nicht bis drei zhlen knnen1 und denen die ,fhigkeit1 allgemeine ,begriffe zu bilden1 fast vllig mangelt4 ,sidenote3 ,sprache ,fritz3 ,aber diese wilden ,vlkerschaften haben doch eine aus ,worten zusammengesetzte ,sprache6 ,dr4 ,e43 ,ja1 da hast du recht4 ,und die artikulierte ,sprache ist auch wohl in geistiger ,hinsicht der bedeutsamste ,unterschied zwischen uns und den ,tieren4 ,seine ,gefhle und seine ,wnsche durch ,laute auszudrcken1 ist ja auch der ,hund imstande1 so da selbst der ,mensch aus dem verschiedenartigen ,bellen1 ,knurren1 ,heulen1 ,jaulen erkennt1 was er empfindet2 aber es fehlt doch die ,wortbildung1 und was jener amerikanische ,professor unlngst von der ,sprache der ,affen berichtet hat1 bedarf doch wohl noch weiterer ,besttigung4 ,derselbe behauptet nmlich1 von den verschiedenen ,affen1 die er in zoologischen ,grten und in der freien ,natur beobachtete1 nach und nach ber fnfzig ,laute vernommen zu haben1 die fast wortartig klingen und ganz bestimmte ,dinge1 wie ,nasses81 ,futter81 ,gefahr8 und so fort ausdrcken sollen4 ,unmglich wre eine solche ,spezialisierung der ,laute ja nicht1 aber vorlufig haben wir wohl kaum ,grund1 die ,affen in bezug auf das ,vermgen1 sich verstndlich zu machen1 auf eine viel hhere ,stufe zu stellen1 als unsere ,hunde4 ,fritz3 ,wre es denn denkbar1 da die ,sprache beim ,menschen sich auch erst ganz allmhlich aus einzelnen ,lauten entwickelt hat1 so etwa1 wie es der ,professor von den heutigen ,affen behauptet8 ,dr4 ,e43 ,das ist nicht nur mglich1 sondern nach den ,ergebnissen der ,sprachforschung so gut wie gewi4 ,noch heute erkennen wir selbst in den vollkommensten ,sprachen an zahlreichen ,worten1 da sie ursprnglich ,naturlaute waren4 ,wie sehr aber die ,sprache sich im ,laufe der ,kultur entwickelt hat1 das zeigt sich klar1 wenn man die auerordentliche ,wortarmut der wilden ,vlker in ,betracht zieht4 ,viele derselben kommen nicht ber ein paar ,hundert ,vokabeln hinaus4 ,kurt3 ,ich will doch mal sehen1 ob ich unsern ,karo in ,zukunft nicht noch besser verstehen lerne4 ,ich glaube1 wenn man ordentlich aufpat1 wird man noch viel hufiger merken1 was er eigentlich will4 ,dr4 ,e43 ,ganz gewi2 und es soll mich freuen1 wenn du mir spter ber deine ,entdeckungen ,bericht erstattest4 ,ein guter ,tierbeobachter wird auch dereinst ein guter ,menschenbeobachter4 ,das aber ist eine der notwendigsten ,fhigkeiten1 wenn man im ,leben und in der ,welt vorwrts kommen will4 ,illustration ,illustration ,zwlfter ,abend4 ,hre1 ,fritz1 sagt ,dr4 ,ehrhardt1 als die ,knaben versammelt sind1 du knntest morgen frh auf dem ,schulwege mal bei unserm ,grtner vorgehen und ihn bitten1 zu ,mutters ,geburtstag am ,mittwoch noch einige ,blattpflanzen zu besorgen4 ,ich glaube1 ,mutter wrde sich sehr darber freuen4 ,fritz3 ,gern1 ,vater4 ,ist es ganz gleich1 was fr welche er aussucht8 ,dr4 ,e43 ,ich denke1 wir knnen uns auf seinen ,geschmack verlassen4 ,er soll nur einige recht hbsche whlen1 etwa ein ,philodendron1 eine ,acalea und ein paar ,palmen4 ,sidenote3 ,blattpflanzen4 ,palmen ,kurt3 ,was versteht man denn eigentlich unter ,blattpflanzen82 fr gewhnlich haben doch alle ,pflanzen ,bltter4 ,dr4 ,e43 ,das ist wohl etwas zu viel behauptet2 an einem ,champignon1 einer ,flechte oder einem ,algenfaden sollte es dir am ,ende schwer werden1 ,bltter nachzuweisen4 ,kurt3 ,ja1 die meine ich auch nicht4 ,ich denke an die ,pflanzen1 die man in ,blumentpfen zieht4 ,dr4 ,e43 ,dann hast du freilich recht1 und ich mu zugeben1 da der ,ausdruck ,blattpflanzen8 nicht sehr passend gewhlt ist4 ,man bezeichnet damit aber solche ,gewchse1 die ganz ausschlielich ihrer hbschen ,bltter wegen gezogen werden4 ,kurt3 ,das heit wohl so viel1 da ihre ,blten nicht hbsch sind8 ,dr4 ,e43 ,bei den meisten sind sie wenigstens unscheinbar1 wie bei unserm ,efeu4 ,andre haben zwar ganz ansehnliche ,blten1 aber sie kommen nur selten oder gar nicht zur ,entwicklung4 ,kurt3 ,warum denn nicht8 ,sidenote3 ,palmen4 ,kokosnsse ,dr4 ,e4 ,weil sie ein wrmeres ,klima verlangen und bei uns ein kmmerliches ,dasein fhren4 ,denke an die ,palmen in unsern ,blumentpfen4 ,nach zehn1 ja zwanzig ,jahren sind es noch die reinen ,zwerge1 die gar nicht ans ,blhen denken2 denn auch in ihrer ,heimat mssen sie erst zu mchtigen ,bumen werden1 ehe sie zum erstenmal ihre gewaltigen ,bltenrispen entfalten4 ,fritz3 ,hast du denn solche ,palmen schon mal blhen sehen8 ,dr4 ,e43 ,oft genug1 ,fritz4 ,am schnsten natrlich auf meinen ,reisen nach ,nordafrika und ,ostindien1 wo ja die ,palmen als die eigentlichen ,charakterpflanzen des ,landes erscheinen4 ,aber auch schon auf ,madeira und den ,kanarischen ,inseln ist das ,klima gnstig genug1 um eine groe ,anzahl ,arten derselben im ,freien zur vollen ,entwicklung und zum ,blhen zu bringen4 ,selbst in ,sditalien und ,spanien gedeiht z4,b4 die ,dattelpalme#df im ,freien1 und in dem berhmten1 an #fjjjj ,stmme zhlenden ,palmenwalde von ,elche in ,sdspanien bin ich einen ganzen ,tag mit ,entzcken umhergewandert und habe mich an den hier zur vlligen ,reife gelangenden ,datteln gelabt4 ,eine andere ,art1 die sogenannte ,zwergpalme#dg1 findet sich in diesen ,lndern an felsigen ,hngen sogar berall wild4 -- ,in gut gehaltenen hohen ,gewchshusern wachsen brigens auch bei uns manche ,palmen zu stattlichen ,bumen heran4 ,so erinnere ich mich1 in dem wundervollen ,palmenhause der berhmten ,kew gardens in ,london verschiedene ,prachtexemplare in voller ,blte gesehen zu haben4 ,fritz3 ,dann sind die ,blten wohl sehr hbsch8 ,dr4 ,e43 ,das kann man nicht gerade sagen2 die einzelnen ,blten sind sogar recht unscheinbar4 ,aber sie sind zu ,hunderten und oft zu ,tausenden zu gewaltigen ,rispen vereinigt1 welche in riesigen ,bscheln oder ,wedeln zwischen dem ,schirmdach der ,bltter sich herabsenken4 ,hans3 ,und nachher werden das lauter ,datteln oder ,kokosnsse8 ,dr4 ,e43 ,o1 beileibe nicht4 ,die groe ,mehrzahl der ,blten kann gar keine ,frucht ansetzen1 denn sie enthalten nur ,staubgefe4 ,aus den ,blten mit ,stempeln entwickeln sich aber selbst bei einer reich tragenden ,kokospalme selten mehr als #ajj-aej ,nsse im ,jahre4 ,bei andern ,palmenarten1 wie der ,dattel1 bleibt die eine ,hlfte aller ,bume bestndig ohne ,frchte1 da sie nur ,staubgefblten und keine ,stempelblten besitzen4 ,beide ,arten von ,blten sind hier also auf verschiedene ,stmme verteilt4 ,ein weiblicher ,dattelbaum trgt dann allerdings spter meist mehrere tausend ,frchte4 ,fritz3 ,ich habe mich schon oft gewundert1 da die ,pflanzen1 die doch zu derselben ,familie der ,palmen gehren1 so verschiedene ,frchte haben1 wie ,kokosnu#dh und ,dattel4 ,die eine ist eine kopfgroe1 harte ,nu mit merkwrdiger ,faserschicht um die holzige ,schale1 und die andere ist auen so fleischig1 da man sie wie eine ,pflaume essen kann4 ,dr4 ,e43 ,die ,verschiedenheit ist doch nicht so gro1 wie du denkst4 ,der ,bau des ,fruchtknotens ist bei allen ,palmen der gleiche1 und nur in der sptern ,ausbildung oder ,entwicklung der einzelnen ,teile treten dann allerlei ,besonderheiten auf4 ,da die uere ,fruchtschale das eine ,mal holzig1 das andere ,mal fleischig wird1 findet sich ja beispielsweise auch bei unsern ,nachtschattengewchsen3 ,der ,stechapfel hat eine trockene1 aufspringende ,kapselfrucht1 die ,kartoffel eine ,beere4 ,im innern ,bau aber sind beide gleich4 ,fritz3 ,was hat denn die dicke ,faserschicht um die ,kokosnu fr einen ,zweck8 ,dr4 ,e43 ,wenn ich dir nach der ,anschauung recht vieler ,menschen antworten wollte1 welche glauben1 da alles in der ,natur nur fr sie da sei1 so wrde ich sagen3 ,damit der ,mensch sich allerlei ,flechtwerk1 ,besen1 ,brsten und ,matten daraus machen knne4 ,der ,botaniker aber wei1 da diese ,faserschicht weiter nichts ist als ein rechter und echter ,schwimmgrtel1 durch den die ,nsse befhigt sind1 weite ,reisen zwischen den ,inseln des ,stillen ,ozeans zu unternehmen4 ,die holzige ,schicht darunter verhindert dabei das ,eindringen des schdlichen ,seewassers in den ,kern1 der sonst seine ,keimkraft verlieren wrde4 ,kurt3 ,und die ,milch1 die im ,kern ist8 ,dr4 ,e43 ,nun1 wir haben ja neulich erst besprochen1 da im ,innern jedes ,samens ein kleines ,pflanzenkind schlummert -- ,kurt3 ,ach1 das ist groartig1 da die jungen ,kokosnupflnzchen auch ,milch bekommen1 wie die ,kinder6 ,dr4 ,e43 ,schn wr's1 ,kurt4 ,nur schade1 da diese ,milch8 der ,hauptsache nach nichts weiter ist als reines ,wasser1 -- und von ,wasser pflegen ,kinder doch nicht fett zu werden4 ,kurt3 ,das ist wahr4 ,dann wird diese ,milch den ,pflnzchen wohl wenig ntzen4 ,dr4 ,e43 ,wenigstens nicht so1 wie du dachtest4 ,dafr ist ja auch die dicke ,auenschicht des ,kerns vorhanden1 die ihr so gern et1 und in der eine ,menge ,nahrungsstoffe aufgespeichert sind1 die von dem ,keimpflnzchen durch ,anlagerung seiner ,keimbltter an diese ,schicht nach und nach aufgezehrt werden4 ,trotzdem ist das ,wasser im ,innern durchaus nicht berflssig4 ,kurt3 ,oh1 da die ,pflanzen beim ,keimen ,wasser brauchen1 wei ich schon4 ,deshalb mu man ja die ,samen auch immer begieen1 die man gepflanzt hat4 ,aber warum die ,kokosnsse dies ,wasser nun gleich bei sich haben mssen1 verstehe ich nicht recht4 ,dr4 ,e43 ,es scheint1 als wenn das mit dem ,standort zusammenhngt1 an dem die ,kokosnsse keimen4 ,das ist der salzige ,meeresstrand1 und da drfte es fr die junge ,keimpflanze wichtig sein1 da sie zunchst das von der ,mutter mitgegebene se ,wasser beim ,aufbau ihrer ersten ,bltter und ,wurzeln verwenden kann1 ehe sie zu dem fr viele ,pflanzen so schdlichen ,salzwasser ihre ,zuflucht nehmen mu4 ,fritz3 ,zu wunderbar1 wie die ,natur sich immer zu helfen wei6 -- ,sag' mal1 wird nicht aus der dicken ,auenschicht des ,kerns1 die man essen kann1 auch das ,palml gewonnen8 ,dr4 ,e43 ,nein1 ,fritz4 ,da wirfst du zwei ,dinge zusammen1 die allerdings in ihren ,eigenschaften und ihrem ,gebrauch ziemlich viel hnlichkeit haben4 ,die ,kerne der ,kokospalme liefern zerschnitten die sogenannte ,kopra1 einen wichtigen ,handelsartikel ,ostindiens und der ,sdsee4 ,aus dieser wird ,kokosl gewonnen4 ,das ,palml hingegen stammt hauptschlich von einer afrikanischen ,palme1 der lpalme#di4 ,ihre ,frchte sind nicht grer als kleine ,pflaumen und haben auch wie diese ein saftiges ,fruchtfleisch und einen festen ,kern4 ,aus dem ,fruchtfleisch gewinnen bereits die ,neger durch ,kochen und ,auspressen eine ,menge l1 das fast wie ,butter aussieht2 die ,kerne aber kommen als ,palmkerne meist nach ,europa und werden hier ebenfalls auf l verarbeitet4 -- ,neben der lpalme benutzt man auch noch eine ,reihe anderer ,arten zur lgewinnung4 ,kurt3 ,gibt es denn so viele ,palmenarten8 ,dr4 ,e43 ,jedenfalls mehr als du denkst4 ,es sind bereits ber achthundert verschiedene beschrieben worden4 ,kurt3 ,das htte ich nicht gedacht4 ,kennst du denn die alle8 ,dr4 ,e43 ,o nein1 mein ,junge4 ,dazu gehrt selbstverstndlich ein jahrelanges eingehendes ,studium4 ,und an unsern paar ,zimmer- und ,gewchshauspalmen kann man das berhaupt nicht lernen4 ,viele ,arten sind wohl noch nie in ,kultur genommen1 und die ,mehrzahl der andern bringt bei uns gerade die wichtigsten ,merkmale1 wie ,stamm1 ,blten und ,frchte1 kaum je zur vollen ,ausbildung4 ,fritz3 ,sind denn die ,stmme auch verschieden8 ,dr4 ,e43 ,gewi4 ,fr gewhnlich gleicht der ,palmstamm bekanntlich einer einfachen1 geraden ,sule1 an deren ,ende die mchtigen ,bltter sich schirmfrmig nach allen ,seiten ausbreiten4 ,dieser ,stamm kann nun fast glatt oder geringelt sein1 oder er ist dicht mit den berresten abgestorbener ,bltter1 ja auch wohl mit ,dornenreihen besetzt4 ,bei manchen ,arten teilt sich der ,stamm in eine ,reihe von sten1 deren jeder eine ,blattkrone trgt1 wie bei der in ,obergypten so hufigen ,dumpalme#ej1 und noch wieder bei andern ist er ganz kurz und fast unterirdisch4 ,kurt3 ,so sieht es ja immer bei unsern ,zimmerpalmen aus4 ,einen ordentlichen ,palmenstamm habe ich noch nie gesehen4 ,dr4 ,e43 ,da wirst du wohl ein wenig im ,irrtum sein4 ,oder solltest du nie in deinem ,leben die ,bekanntschaft mit einem sehr ntzlichen ,instrument gemacht haben1 das man fr gewhnlich zum ,rockausklopfen braucht1 manchmal sogar1 wenn noch ein ,junge in dem ,rock drinsteckt8 ,kurt3 ,du meinst den ,rohrstock8 ,aber den habe ich nicht fr einen ,palmenstamm gehalten4 ,er heit ja auch spanisches ,rohr81 und ,rohr oder ,schilf gehrt doch zu den ,grsern4 ,dr4 ,e43 ,aus allem dem folgt weiter nichts1 als da die ,leute1 welche zuerst die ,pflanzen berseeischer ,lnder kennenlernten1 eben nicht immer ,botaniker waren4 ,es gibt in der ,tat zwei ganz verschiedene ,dinge1 die beide mit dem ,namen spanisches ,rohr8 belegt werden4 ,das eine ist wirklich ein ,gras#ea1 und zwar das grte1 das wir in ,europa haben1 denn es erreicht ber doppelte ,mannshhe und hat einen bis armdicken1 sehr festen1 fast holzigen ,halm4 ,die bekannten1 ineinander schiebbaren ,angelstcke sind hufig aus diesem ,gras gemacht1 das in ,sdeuropa weit verbreitet ist und zu allen mglichen ,dingen verwendet wird4 ,das andere spanische ,rohr1 auch ,stuhlrohr oder ,rotang#eb genannt1 ist eine ostindische ,palmengattung mit vielen ,arten4 ,sie zeigen allerdings in ihrem ganzen ,aussehen etwas ,grasartiges1 haben sonst aber mit den ,grsern nicht die geringste ,verwandtschaft4 ,aus diesem ,rotang werden neben zahllosen andern ,sachen namentlich auch unsere ,rohrsthle geflochten4 ,du sitzt also in diesem ,augenblicke auf zerfaserten ,palmenstmmen1 die du noch nie gesehen zu haben glaubtest4 ,fritz3 ,aber wie unterscheidet sich denn das ,schilfrohr von dem ,rotang8 ,dr4 ,e43 ,natrlich so1 wie sich berhaupt ,palmen von ,grsern unterscheiden4 ,sieh dir doch einmal den ,querschnitt eines ,rohrstocks an und vergleiche ihn mit dem unseres ,schilfrohrs4 ,ist denn das nicht grundverschieden8 ,fritz3 ,ja1 das mu ich zugeben3 ,der ,rohrstock ist ganz solide im ,innern2 er zeigt lauter kleine ,poren1 wie mit ,nadeln gestochen4 ,ein ,rohrhalm aber ist im ,innern hohl und hat nur hie und da feste ,zwischenwnde1 die sogenannten ,halmknoten4 ,dr4 ,e43 ,ich knnte dir auerdem erzhlen1 da die ,bltter des ,rotang ebenso wie die der meisten ,palmen gefiedert sind1 whrend die ,grser stets einfache1 lineale ,bltter haben4 ,nicht minder verschieden sind dann ,bltenbau und ,frchte4 ,sidenote3 ,bambus ,hans3 ,ist denn nun der ,rohrstock dasselbe wie ,bambus8 ,dr4 ,e43 ,nein1 mein ,hansel1 da kommst du noch wieder mit einer dritten ,sorte von ,pflanzen1 die zu ,stcken verarbeitet werden4 ,die ,bambusgewchse#ec sind keine ,palmen1 sondern ebenfalls ,grser1 wenn auch von einer ,hhe und ,gewaltigkeit1 von der wir uns kaum eine ,vorstellung machen knnen4 ,sie sind vllig baumartig1 und einzelne ,arten erreichen eine ,hhe bis zu vierzig ,metern4 ,die undurchdringlichen ,dickichte ,ostindiens1 die sogenannten ,dschungeln1 bestehen vorwiegend aus diesen ,grsern1 welche bekanntlich so schnell emporschieen1 da man dort im wahrsten ,sinne des ,wortes das ,gras wachsen sehen kann4 ,namentlich die knotigen ,wurzelschlinge1 das sogenannte ,pfefferrohr1 werden bei uns viel zu ,schirmstcken1 ,pfeifenrohren usw4 verarbeitet4 ,fritz3 ,kann man denn die ,palmen nicht an den ,blttern unterscheiden8 ,dr4 ,e43 ,bis zu einem gewissen ,grade wohl4 ,im wesentlichen aber gibt es nur zwei ,hauptformen des ,blattes3 ,das fcherfrmige oder gefingerte1 und das gefiederte1 wonach man dann gewhnlich ,fcherpalmen und ,fiederpalmen unterscheidet4 ,zu den ,fcherpalmen gehren von bekannteren ,arten vornehmlich die echte ,fcherpalme#ed ,indiens und die ,zwergpalme#ee ,sdeuropas2 zu den ,fiederpalmen die ,kokospalme#ef1 ,dattelpalme#eg1 lpalme#eh1 die echte ,sagopalme#ei und die ,rotangpalme#fj4 ,kurt3 ,und die ,dracaenen in unserer ,balkonstube1 die doch auch so einen schlanken geringelten ,stamm haben mit einem ,blattschirm am ,ende1 gehren nicht zu den ,palmen8 ,dr4 ,e43 ,nein1 die gehren in die ,nhe des ,spargels und der ,maiblume4 ,schon die einfachen1 lanzettlich linealischen ,bltter lassen auf den ersten ,blick erkennen1 da wir es nicht mit einer ,palme zu tun haben4 ,fritz3 ,warum heien denn diese ,pflanzen eigentlich ,drachenbume88 ,dracaena ist ja nur die lateinische bersetzung4 ,sidenote3 ,drachenbume4 ,harz ,dr4 ,e43 ,mit dem ,namen ,drachenbume8 belegt man eine ganze ,reihe von ,pflanzen1 von welchen ein dunkelblutrotes ,harz1 das sogenannte ,drachenblut81 gewonnen wird4 ,dasselbe war frher in der ,medizin hoch geschtzt und wurde mit ,gold aufgewogen1 whrend es heute nur noch zu ,polituren1 ,firnissen usw4 ,verwendung findet4 ,das meiste ,harz kommt von einer ostindischen ,palmenart1 der ,drachenpalme#fa1 in den ,handel2 auch ein westindischer ,baum mit ,schmetterlingsblten#fb liefert ziemlich viel davon4 ,am berhmtesten aber war das ,drachenblut einer ,dracaena auf den ,kanarischen ,inseln1 des seltsamen1 fast vorsintflutlich gestalteten ,drachenbaumes#fc1 deren einer1 von gewaltigem ,umfange und nach ,alexander von ,humboldts ,schtzung viele tausend ,jahre alt1 von den ,ureinwohnern der ,inseln1 den tapfern ,guanchen1 als heilig verehrt wurde4 ,er stand in dem ,stdtchen ,orotava und ist erst in den #fj;er ,jahren durch einen ,sturm vernichtet worden4 ,von diesem kanarischen ,drachenbaum1 der brigens gewi herzlich wenig ,drachenblut lieferte1 hat die ganze ,gruppe der ,dracaenen1 die ja zu den beliebtesten ,zimmerpflanzen gehrt1 ihren ,namen erhalten4 ,kurt3 ,inwiefern sind sie denn mit unserm ,spargel verwandt8 ,dr4 ,e43 ,nun1 du knntest sie auch als baumfrmige ,lilien bezeichnen4 ,im ,bau ihrer ,blten1 die ja gar nicht so selten auch bei uns als reichbltige violette ,rispen zur ,entwicklung kommen1 gleichen sie ihnen vollstndig1 und die ,frucht ist wie beim ,spargel und ,maiglckchen eine dreisamige rote ,beere4 ,fritz3 ,was fr einen ,zweck hat denn eigentlich dieses ,drachenblut in der ,pflanze8 ,dr4 ,e43 ,wie ich schon sagte1 gehrt das ,drachenblut zu den ,harzen1 die gleich den flssigen ,balsamen im ,pflanzenreiche weit verbreitet sind4 ,ich erinnere nur an das ,harz unserer gewhnlichen ,kiefern und ,fichten4 ,was fr eine ,bedeutung diese ,harze fr die ,pflanze haben1 ist wohl noch nicht ganz sicher festgestellt4 ,aller ,wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um ,stoffe1 die bei den chemischen ,vorgngen im ,innern der ,pflanze als unbrauchbar ausgeschieden wurden und nun in rhrenartigen ,hohlrumen zwischen dem ,gewebe1 in den sogenannten ,harzgngen1 sich ansammeln4 ,in vielen ,fllen indes erscheint die reichliche ,harzbildung geradezu als eine ,krankheit4 ,so kann man bekanntlich das ,holz unserer ,tannen kienig81 d4h4 reich an ,harzen machen1 wenn man sie verwundet4 ,fritz3 ,wird denn nicht auf hnliche ,weise1 ich meine durch ,reien von ,wunden in den ,stamm1 das ,harz aus unsern ,fichten gewonnen8 ,sidenote3 ,terpentin4 ,gummi4 ,kautschuk ,dr4 ,e43 ,allerdings4 ,was in den sogenannten ,harzgngen unserer ,nadelhlzer zunchst vorhanden ist1 heit ,terpentinl und ist dnnflssig4 ,nachdem es aber aus der ,wunde herausgeflossen ist1 verndert es sich teilweise unter dem ,einflu der ,luft1 es verharzt8 und wird zher4 ,man erhlt so den gewhnlichen ,terpentin1 der demnach als eine ,mischung von ,terpentinl und ,harz zu bezeichnen ist4 ,kurt3 ,ist denn der ,kirschgummi an unsern ,pflaumen- und ,kirschbumen auch durch eine ,verwundung hervorgerufen8 ,dr4 ,e43 ,ja4 ,so wie es eine ,harzkrankheit gibt1 so gibt es bei manchen ,pflanzen auch eine ,gummikrankheit4 ,aus beiden aber wei der ,mensch ,vorteil zu ziehen4 ,denn wie er das ,harz einsammelt1 um allerlei ntzliche ,stoffe daraus zu machen1 wie ,terpentin und ,kolophonium1 so benutzt er auch das ,gummi verschiedener ,pflanzenarten zu mannigfachen ,zwecken4 ,kurt3 ,oh1 ,radiergummi und ,gummiblle haben wir ja sogar hier im ,hause4 ,dr4 ,e43 ,nein1 ,kurt1 an die habe ich zunchst nicht gedacht2 die gehren in ein ganz anderes ,kapitel4 ,ich hatte in erster ,linie das ,gummiarabikum im ,auge1 das ihr ja aber auch kennt4 ,es fliet in ganz hnlicher ,weise wie unser ,kirschgummi aus der ,rinde afrikanischer ,akazien oder ,mimosen heraus1 um bald an der ,luft zu sprden1 glasglnzenden ,stcken zu erhrten4 ,in ,wasser gelst liefert es dann ein vorzgliches ,klebmittel4 ,kurt3 ,aber unser ,radiergummi stammt doch auch von einer ,pflanze8 ,dr4 ,e43 ,allerdings1 und sogar von einer1 die wir hier im ,zimmer haben4 ,fritz3 ,du meinst doch nicht unsern ,gummibaum8 ,dr4 ,e43 ,und warum sollte ich den nicht meinen8 ,fritz3 ,ich habe doch nie auch nur die geringste ,spur ,gummi an ihm bemerkt4 ,dr4 ,e43 ,das will ich wohl glauben4 ,denn hier handelt es sich auch nicht um eine ,krankheit1 wie bei den ,kirschbumen und ,mimosen1 bei denen das ,gummi aus einer ,wunde nach auen tritt4 ,beim ,gummibaum gehrt die ,bildung des ,gummis ebenso zu den regelmigen ,lebensvorgngen1 wie bei den ,tannen die ,bildung des ,harzes in den ,harzrhrchen4 ,wir mssen also das ,gummi im ,innern der ,pflanze suchen4 ,kurt3 ,da wre ich aber doch riesig neugierig6 ,dr4 ,e43 ,nun1 ich denke1 ein ,blatt knnen wir schon opfern4 ,bringt mal den ,baum her4 -- ,so1 jetzt habe ich den ,blattstiel durchgeschnitten4 ,seht ihr etwas8 ,fritz3 ,ich sehe weiter nichts1 als einen ,tropfen weien ,milchsaft1 wie ihn auch die ,wolfsmilch hat4 ,dr4 ,e43 ,und gerade dieser weie ,milchsaft ist der ,saft1 aus dem eure ,gummiblle gemacht werden4 ,kurt3 ,ach1 das ist gediegen6 ,ein ,gummiball aus ,milch klingt ja wie die reinste ,zauberei6 ,dr4 ,e43 ,und doch ist die ,sache ziemlich einfach4 ,vorhin habe ich euch erzhlt1 da das flssige ,terpentinl der ,tanne an der ,luft sich verndert und zu festem ,harz wird4 hnlich ergeht es diesem weien ,milchsaft2 er gerinnt an der ,luft und bildet dann eine ungemein zhe1 elastische ,masse4 ,fritz3 ,aber das ,gummi sieht doch dunkel aus1 und dieser ,milchsaft ist wei6 ,dr4 ,e43 ,das ist wohl nicht allzuschwer zu erklren1 wenn wir an die ,zubereitungsarten denken4 ,die einfachste1 im ,innern ,afrikas gebruchliche ist die1 da die ,eingeborenen ihren ,krper mit dem ,milchsaft beschmieren1 ihn hier eintrocknen lassen und dann die zhe dnne ,schicht auf ,stbchen wickeln4 ,sollte er dabei wohl so ganz sauber bleiben8 ,in andern ,gegenden wird der eingesammelte ,milchsaft auf sog4 ,formhlzer gestrichen oder in ,pfannen geruchert und erscheint dadurch spter ebenfalls dunkel gefrbt1 doch kommen auch weie oder gelbe ,sorten in den ,handel4 ,kurt3 ,ich dachte gar nicht1 da es verschiedene ,sorten gbe4 ,dr4 ,e43 ,das ,gummielastikum oder ,kautschuk ist ein sehr verbreiteter ,krper4 ,man kennt nicht weniger als #cj verschiedene ,baumarten1 aus denen es gewonnen wird4 ,freilich ist ja die ,verwendung des ,kautschuks auch so mannigfach und namentlich in jngster ,zeit so massenhaft1 da kaum genug davon beschafft werden kann4 ,hans3 ,ach ja1 die ,gummischuhe werden auch daraus gemacht und die ,gummireifen der ,automobile und ,fahrrder6 ,dr4 ,e43 ,ja1 mein ,junge1 und noch viele andere ,dinge1 von denen du dir wohl nichts trumen lt4 ,htte der ,chemiker keine ,gummischluche und ,gummikorke1 es wre schlimm mit seinen ,experimenten bestellt4 ,in der ,medizin werden zahlreiche ,gerte aus ,gummi angefertigt1 in der ,physik leistet es als ,nichtleiter der ,elektrizitt ganz hervorragende ,dienste4 ,ja1 auch ,trinkgefe1 ,kmme1 ,knpfe1 ,hrrohre und ,musikinstrumente werden aus diesem ,stoffe angefertigt4 ,fritz3 ,aber ,kmme und ,knpfe mssen doch hart sein6 ,dr4 ,e43 ,das sind sie auch4 ,der ,kautschuk hat eben unter vielen andern ,vorzgen die wunderbare ,eigenschaft1 zusammen mit ,schwefel eine feste1 hornartige ,masse zu bilden1 die ganz so wie ,horn oder ,holz mit ,sge1 ,hobel und auf der ,drehbank verarbeitet werden kann4 ,kurt3 ,das htte ich doch nicht gedacht1 da unser langweiliger ,gummibaum so ntzlich wre4 ,nun mchte ich auch wissen1 was er denn eigentlich fr ,blten hat4 ,dr4 ,e43 ,bei uns wird er dir den ,gefallen wohl nicht tun und blhen4 ,aber dicht neben ihm steht zufllig ein ganz naher ,verwandter1 an dem kannst du am ,ende die ,blten studieren4 ,kurt3 ,da steht blo ein ,feigenbaum2 ist der etwa mit ihm verwandt8 ,sidenote3 ,feigenbaum ,dr4 ,e43 ,freilich4 ,beide gehren sogar zu derselben ,gattung4 ,der ,feigenbaum fhrt den lateinischen ,namen ,fcus crica1 whrend der ,gummibaum als ,fcus elstica bezeichnet wird4 ,kurt3 ,schade6 ,unser ,feigenbaum hat gar keine ,blten mehr2 er hat nur noch ,frchte4 ,dr4 ,e43 ,sollte das wirklich wahr sein8 ,fritz3 ,ja1 ,vater1 das ist eine wunderbare ,geschichte mit dem ,feigenbaum4 ,ich habe schon so oft aufgepat und wollte einmal die ,blten sehen4 ,aber ich hab's nie beobachten knnen2 es waren immer schon ganz kleine ,feigen4 ,dr4 ,e43 ,das scheint mir allerdings sehr merkwrdig6 ,hast du denn schon mal eine ,feige aufgeschnitten8 ,fritz3 ,nein1 das nicht2 ich durfte ja keine abpflcken4 ,dr4 ,e43 ,nun1 so will ich's dir jetzt erlauben4 ,da1 nimm diese hier1 die schon fast ausgewachsen1 aber noch grn ist4 ,fritz1 nachdem er die ,feige der ,lnge nach durchgeschnitten3 ,ih1 die ist ja inwendig ganz hohl8 ,dr4 ,e43 ,und weiter bemerkst du nichts8 ,fritz3 ,ja1 es sieht fast aus1 als wenn ein ,loch an der ,spitze nach auen fhrt1 das nur durch ein paar kleine ,blttchen verschlossen wird4 ,der ,hohlraum selbst aber ist mit merkwrdigen kleinen gestielten ,keulen ausgekleidet4 ,das knnen doch nur die ,samen sein4 ,dr4 ,e43 ,wenn die ,feige eine ,frucht wre1 wie du glaubst1 so httest du recht4 ,in ,wirklichkeit aber sind alle diese kleinen ,keulen im ,innern weiter nichts1 als ebensoviele ,blten1 in denen sich spter je eine kleine harte ,frucht1 ein sogenanntes ,nchen1 ausbildet4 ,fritz3 ,aber das ist ja kaum zu begreifen1 ,vater6 ,dr4 ,e43 ,ja1 seltsam genug ist die ,sache4 ,die ,feige ist eben keine ,frucht1 sondern ein hohler ,bltenstiel4 ,whrend nun bei andern ,pflanzen die ,blten1 etwa zu einer hre vereinigt1 auen an diesem ,bltenstiel sitzen1 sind sie bei der ,feige in das ,innere desselben versenkt und bilden so die ,auskleidung seiner weiten1 bauchigen ,hhlung4 ,kurt3 ,das htte ich doch kaum fr mglich gehalten1 da ein ganzer ,zweig mit vielen ,blten so vllig wie eine einzige ,frucht aussehen kann4 ,dr4 ,e43 ,aber da ein ganzer ,bltenstand aus vielen ,blten wie eine einzige ,blte aussehen kann1 hast du doch schon oft gehrt4 ,kurt3 ,o gewi6 ,das ist ja bei allen ,korbbltlern so4 ,die ,sonnenblumen1 ,kamillen und ,gnseblmchen zeigen das sehr schn4 ,dr4 ,e43 ,nun also6 ,auerdem haben wir ein sehr hbsches ,beispiel hierfr an einer unserer hufigsten ,blattpflanzen4 ,seht nur hin1 da blht sie ja6 ,fritz3 ,ach1 die ,kalla6#fd ,ja1 das haben wir mal in der ,schule gehabt4 ,das weie ,blatt der sogenannten ,kallablte ist nur ein gefrbtes ,hochblatt1 und der gelbe ,kolben1 der da herausguckt1 ist ein ganzer ,bltenstand von vielen kleinen unscheinbaren ,blten4 ,dr4 ,e43 ,sehr schn1 ,fritz4 ,weit du denn1 wie man die ,pflanzenfamilie nennt1 zu der unsere ,kalla gehrt8 ,fritz3 ,ja1 das ist die ,familie der ,arongewchse4 ,wir haben ja auch in unsern ,smpfen eine ,kalla-,art#fe1 die fast gerade so aussieht wie die ,topf-,kalla1 und auerdem gibt es noch den ,aronstab#ff1 der in den ,wldern wchst und ein grnes ,hochblatt hat4 ,dr4 ,e43 ,dann knntest du als dritten im ,bunde noch den schilfartigen ,kalmus#fg nennen1 der berall bei uns am ,wasser sich findet4 -- ,in den ,tropen haben brigens die ,arongewchse eine groe ,bedeutung1 und viele werden ihrer schnen ,bltter wegen in ,treibhusern gezogen4 ,auch unser ,philodendron mit den seltsamen runden oder ovalen ,lchern in den ,blttern ist ein ,arongewchs4 ,kurt3 ,gehren denn die ,begonien auch dazu8 ,sidenote3 ,begonien4 ,farne ,dr4 ,e43 ,o1 ganz und gar nicht4 ,die ,begonien oder ,schiefbltter bilden eine ganz eigenartige ,familie1 die gar keine nheren ,verwandten hat4 ,ihr braucht euch die ganz ungewhnlichen ,blten ja nur einmal genauer anzusehen4 ,verraten will ich noch1 da sie wie bei den ,palmen von zweierlei ,art sind1 indem auch hier ,staubgefe und ,stempel sich nicht in derselben ,blte finden4 ,fritz3 ,ist es denn wahr1 ,vater1 da man diese ,pflanzen durch ein einzelnes ,blatt vermehren kann8 ,dr4 ,e43 ,allerdings4 ,man hat nur ntig1 ein abgeschnittenes ,blatt an verschiedenen ,stellen der saftigen ,blattrippen einzuritzen und dann auf feuchte ,erde zu legen4 ,an jeder ,wundstelle wchst nach kurzer ,zeit aus dem ,blatt ein junges ,pflnzchen hervor4 ,fritz3 ,ist denn das nicht was sehr ,merkwrdiges8 ,dr4 ,e43 ,nun1 so ganz vereinzelt ist diese ,erscheinung nicht4 ,bei manchen ,farnkrutern#fh1 die hufig gezogen werden1 knnt ihr sogar sehen1 wie scheinbar ganz ohne irgendwelche ,veranlassung berall auf dem ,laube des ,wedels junge ,pflnzchen hervorknospen1 die dann abfallen und am ,boden wurzeln4 ,kurt3 ,kann man denn die ,farnkruter auch als ,blattpflanzen bezeichnen8 ,dr4 ,e43 ,ich denke1 diese doch wohl in erster ,linie4 ,denn der ,blten wegen wird doch die schwerlich jemand ziehen4 ,kurt3 ,ja1 das will ich glauben6 ,die haben doch nur so kleine schwarze ,tupfen auf den ,blttern1 in denen ja wohl die ,samen stecken4 ,dr4 ,e43 ,wenigstens kann man dieses staubfeine ,pulver1 was da herauskommt1 insofern mit dem ,samen vergleichen1 als daraus junge ,pflnzchen sich entwickeln4 ,in ,wirklichkeit ist die ,entwicklung eines ,farnkrautes freilich nicht so einfach1 und ihr wrdet euch schn wundern1 wenn ich euch seine ganze ,lebensgeschichte erzhlen wollte4 ,dazu aber mt ihr wohl noch ein wenig lter werden4 ,illustration ,illustration ,dreizehnter ,abend4 ,dr4 ,e43 ,na1 ,kurt1 was hast du denn da ,schnes in deiner ,schachtel8 ,das sieht ja ganz geheimnisvoll aus4 ,kurt3 ,ja1 denke nur1 ,vater1 heute1 wo wir doch noch im ,februar sind1 habe ich den ersten ,schmetterling gefangen4 ,nun mu es doch bald ,frhling werden4 ,dr4 ,e43 ,da bin ich doch wirklich neugierig4 -- ,ei1 ein hbsches lebendes ,tagpfauenauge6 ,wo ist dir denn das in die ,hnde gefallen8 ,kurt3 ,heute mittag war es1 als ich auf dem ,boden das eine ,dachfenster ein wenig ffnen wollte1 weil die ,sonne so schn schien4 ,da sa das ,tier an einem ,dachbalken und klappte mit den ,flgeln4 ,sidenote3 ,falter als ,frhlingsbote4 ,winterschlaf ,dr4 ,e43 ,und wurde dann als ,frhlingsbote von dir eingesperrt4 -- ,sollen wir denn nun nicht den ,zeitungen ,nachricht geben8 ,sonst kommen dir am ,ende andere zuvor und bringen dich um den ,ruhm1 das ,nahen des ,lenzes zuerst entdeckt zu haben4 ,kurt3 ,ich wei nicht1 ,vater1 warum du so ironisch bist4 ,ist es denn nicht wahr1 da die ,schmetterlinge durch ihr ,auskriechen aus der ,puppe den ,frhling anzeigen8 ,in ,schnee und ,eis1 und wenn alles kahl ist1 knnen sie doch nicht leben4 ,auerdem steht es ja auch in jedem ,frhjahr in der ,zeitung1 wenn die ersten ,schmetterlinge beobachtet werden4 ,dr4 ,e43 ,das letztere ist allerdings richtig1 beweist aber in diesem ,falle weiter nichts1 als da weder die ,einsender solcher ,notizen1 noch die ,redaktionen der ,zeitungen sich in dem ,besitz auch nur des bescheidensten ,schmetterlingsbchleins befinden4 ,sonst wrden sie wissen1 da gerade diese ,falter1 die in den ersten sonnigen ,tagen des scheidenden ,winters so hufig gefunden werden1 wie der ,fuchs1 der ,zitronenfalter1 das ,tagpfauenauge und andere1 durchaus nicht der ,puppe entschlpft sind1 sondern vom ,herbst her an irgendeinem versteckten ,pltzchen berwintert haben4 ,es sind ,weibchen1 die erst im kommenden ,frhling ihre ,eier ablegen wollen1 ehe sie sterben4 ,oft werden die ,tiere natrlich durch die wrmeren ,strahlen der ,sonne hervorgelockt2 hufig aber1 und namentlich1 wenn sie in unsern ,husern ,unterschlupf gefunden haben1 sind sie einfach in ihrer ,ruhe vorzeitig aufgestrt worden und werden nun fr das ,kommen des ,frhlings verantwortlich gemacht4 ,fritz3 ,das ist mir auch neu1 da ,schmetterlinge berwintern4 ,da knnen sie doch keine ,nahrung finden4 ,dr4 ,e43 ,die brauchen sie auch nicht4 ,sie verfallen eben in eine ,art ,winterstarre oder ,winterschlaf1 wie viele andere ,tiere4 ,in der ,schule werdet ihr das wohl nur von dem ,hamster1 dem ,murmeltier1 dem ,igel und andern ,sugetieren besprochen haben2 bei den ,insekten aber ist diese ,erscheinung jedenfalls noch viel allgemeiner verbreitet4 ,kurt3 ,und wo findet man diese schlafenden ,insekten8 ,dr4 ,e43 ,schade1 da augenblicklich wieder ,schnee liegt4 ,sonst knnten wir mal eine ,winter-,exkursion auf ,insekten unternehmen4 ,als ,knabe habe ich das fleiig betrieben und viel dabei gelernt4 ,es war ein hochstmmiger ,tannenwald mit dichtem ,moospolster1 zu dem ich am liebsten meine ,schritte lenkte4 ,da httet ihr einmal sehen sollen1 was ich alles unter dem ,moose1 unter ,laub und aus dem ,innern vermorschter ,baumstmme hervorzaubern konnte4 ,nicht blo ,kfer aller ,art und ,larven und ,puppen waren da1 sondern auch ,wespen1 ,hummeln1 ,schlupfwespen1 ,fliegen1 ,wanzen1 ,spinnen1 ,asseln und ,tausendfe1 kurzum die ganze bunte ,gesellschaft des ,sommers1 und viele von ihnen hatten sich niedliche ,hhlen gegraben1 in denen sie mit ihren erstarrten ,gliederchen ausruhten4 ,sidenote3 ,hausbewohner4 ,ratten4 ,dorfschwalbe ,kurt3 ,ach bitte1 ,vater1 das wollen wir doch einmal machen6 -- ,aber ist es nicht interessant1 da dieses ,pfauenauge sich gerade unsern ,hausboden als ,zufluchtsort gewhlt hat8 ,dr4 ,e43 ,ich finde das nicht so auergewhnlich4 ,gibt es doch zahllose andere ,tiere1 die auch gemerkt haben1 einen wie prchtigen ,unterschlupf die ,wohnungen der ,menschen gewhren4 ,viele derselben fhlen sich ja so wohl darin1 da sie kaum noch wo anders zu finden sind und wir sie gar nicht wieder los werden knnen4 ,hans3 ,ja1 ,papa1 jeden ,tag schlgt ,doris in der ,kche welche von den groen1 braunen ,kakerlaken tot4 ,dr4 ,e43 ,das glaub' ich4 ,die gehren auch zu dieser ,sippschaft4 ,aber sie sind eben nur ein ,beispiel von vielen4 ,ich glaube kaum1 da es unter den ,landtieren -- ,wassertiere verlangen ja andere ,bedingungen -- irgendeine grere ,gruppe gibt1 aus der nicht einige ,arten sich die ,wohnungen der ,menschen zum ,aufenthalt gewhlt htten4 ,kurt3 ,also ,wirbeltiere auch8 ,dr4 ,e43 ,na1 ,kurt1 ich denke doch4 ,oder sollte ,mama die ,mausefalle nur zum ,vergngen in ihrem ,kleiderschranke aufgestellt haben8 ,kurt3 ,o weh6 ,da habe ich mich aber schn blamiert4 ,an die ,ratten und ,muse habe ich gar nicht gedacht4 ,dr4 ,e43 ,weit du denn1 wie viele ,arten davon in unsern ,husern leben8 ,kurt3 ,ich dachte1 das wre immer nur die ,hausmaus und die ,hausratte4 ,dr4 ,e43 ,nicht doch4 ,neben der ,hausmaus#fi finden sich wenigstens im ,winter hufig noch die ,waldmaus#gj und die ,brandmaus#ga1 denen es dann drauen zu ungemtlich wird4 ,von ,ratten aber mssen wir gegenwrtig drei unterscheiden1 die sich vollstndig dem ,menschen angeschlossen haben3 ,die ,hausratte#gb1 die ,wanderratte#gc und die gyptische ,ratte#gd4 ,fritz3 ,die gyptische8 ,wie kommt denn die hierher8 ,dr4 ,e43 ,durch ,wanderung1 wie auch die beiden andern ,arten4 ,es ist nmlich eine hchst merkwrdige ,geschichte mit den ,ratten4 ,zuerst hatten wir wahrscheinlich allein die ,hausratte4 ,sie scheint aus ,persien zu stammen1 mu aber schon im frhen ,mittelalter nach ,europa gekommen sein4 #agbg1 nach einem starken ,erdbeben1 soll dann die ,wanderratte aus den kaspischen ,lndern ihren groen ,zug nach ,westen angetreten haben4 ,es wird berichtet1 da sie zunchst in gewaltigen ,scharen ber die ,wolga setzte1 ,ruland bevlkerte und dann in wenigen ,jahrzehnten nicht blo ganz ,europa1 sondern fast die ganze ,erde eroberte4 ,doch erscheint es nach neueren ,forschungen nicht ausgeschlossen1 da sie auch schon vor jenem ,wanderzuge in ,europa heimisch war4 ,da sie strker und grer ist als die ,hausratte1 so mu letztere in dem erbitterten ,kampfe1 den beide ,arten um die ,herrschaft fhren1 berall zurckweichen4 ,nur in entlegenen ,weilern und hie und da in den oberen ,stockwerken der ,huser1 welche die ,wanderratte nicht liebt1 fristet sie noch ein kmmerliches ,dasein4 ,in neuerer ,zeit ist nun namentlich in den sdlicheren ,lndern ,europas auch der ,wanderratte ein ,konkurrent erwachsen1 nmlich die vorhin erwhnte gyptische ,ratte oder ,dachratte1 deren ,ausbreitung nach ,westen ebenfalls ziemlich schnell vor sich zu gehen scheint4 ,auch bei uns hat sie sich schon hie und da heimisch gemacht4 ,kurt3 ,kann man denn die ,arten leicht unterscheiden8 ,dr4 ,e43 ,wenn man die ,merkmale kennt1 gewi4 ,das kannst du ja aber in jedem ,zoologiebuche nachlesen1 und wenn du wirklich einmal eine ,ratte gefangen haben solltest1 so will ich dir bei der ,bestimmung schon helfen4 ,fritz3 ,zu den ,vgeln1 die sich die ,wohnungen der ,menschen zunutze gemacht1 wrdest du wohl den ,sperling#ge und die ,hausschwalbe#gf rechnen8 ,dr4 ,e43 ,die jedenfalls4 ,es gibt aber noch manche andere1 die mit ,vorliebe im ,gemuer nisten1 wie das ,hausrotschwnzchen#gg1 der ,mauersegler#gh1 die ,dohlen#gi und ,schleiereulen#hj4 ,hans3 ,aber die bauen ihre ,nester doch nur auen dran und leben nicht in den ,wohnungen6 ,dr4 ,e43 ,das ist doch nicht immer der ,fall4 ,es gibt sogar einen ,vogel1 der bei uns niemals auen1 sondern stets nur im ,innern der ,huser1 namentlich der ,stlle und ,scheunen1 baut2 es ist die ,rauch- oder ,dorfschwalbe#ha1 die eben wegen dieser ,gewohnheit in manchen ,gegenden auch wohl ,stallschwalbe genannt wird4 ,fritz3 ,hat die nicht so einen langen ,gabelschwanz8 ,dr4 ,e43 ,ja4 ,doch darfst du sie nicht mit dem ,mauersegler verwechseln1 dessen ,schwanz ebenfalls so lang gegabelt ist4 ,der ,mauersegler1 der auch wohl ,turmschwalbe genannt wird1 obgleich er gar nicht zur ,familie der ,schwalben gehrt1 ist weit grer und fast einfarbig schwarz1 die ,rauchschwalbe hingegen hat eine kastanienbraune ,kehle und eine hellrostrtliche ,unterseite4 ,ihr knnt sie schon aus der ,ferne von unsern weibuchigen ,stadtschwalben unterscheiden4 ,kurt3 ,unter den ,reptilien und ,amphibien findet sich aber doch sicher keine ,art1 die sich bei uns eingenistet hat4 ,dr4 ,e43 ,ich glaube1 wenn unser ,keller feucht wre1 wie dies ja hufig auf dem ,lande der ,fall1 wrdest du bald ein paar ,prachtexemplare dickbuchiger ,krten eingesammelt haben1 die sich mit ,vorliebe dort einfinden4 ,reptilien freilich gibt es glcklicherweise in unsern ,husern nicht1 doch brauchtest du am ,ende gar nicht so weit zu reisen1 um auch dieses ,vergngen haben zu knnen4 ,fritz3 ,ja1 ich wei1 da in den ,tropen die ,reisenden oft dadurch erschreckt werden1 da sich ,schlangen in die ,zimmer und selbst in die ,betten eingeschlichen haben4 ,das mu eine grauliche berraschung sein4 ,dr4 ,e43 ,o1 so weit brauchten wir gar nicht zu reisen1 um ,reptilien in den ,wohnungen zu finden1 und zwar nicht nur als zufllige ,gste1 sondern als ganz regelrechte ,mitbewohner1 die sich vollstndig fr das ,leben in den ,husern eingerichtet haben4 ,kurt3 ,aber doch jedenfalls nicht in ,europa8 ,sidenote3 ,geckos4 ,kakerlaken ,dr4 ,e43 ,doch1 ,kurt4 ,schon in ,italien1 ,spanien oder ,griechenland kannst du die ,bekanntschaft der sog4 ,geckos#hb machen4 berall klettern sie des ,abends mit ihren platten ,scheibenfingern an den ,wnden umher oder sitzen in den ,gardinen und glotzen einen mit ihren groen ,augen an4 ,kurt3 ,sind denn die ,tiere giftig8 ,dr4 ,e43 ,nein1 es sind die harmlosesten ,geschpfe von der ,welt4 ,aber das aberglubische ,volk hat eine heillose ,angst vor ihnen1 und ich erinnere mich1 da die wohlbeleibte ,gattin unseres ,trhters in ,neapel beinah in ,ohnmacht sank1 als ihr bei einer von mir veranstalteten ,jagd so ein ,tierchen unversehens auf die nackten ,schultern fiel4 -- ,doch nun wollen wir1 wenn es euch ,spa macht1 mal berlegen1 was wir denn an wirbellosen ,tieren in unserm ,hause erwarten drfen4 ,von den ,weichtieren1 die ja der ,mehrzahl nach dem ,wasser angehren und hchstens in einigen quabbeligen ,kellerschnecken vertreten sein knnten1 wollen wir absehen und uns gleich zu den ,gliedertieren1 insbesondere zu den ,insekten wenden4 -- ,nun1 ,hans1 was meinst du1 wie viele ,ordnungen derselben werden wohl vertreten sein8 ,hans3 ,ich wei ja gar nicht recht1 was eine ,ordnung ist und wieviel es davon bei den ,insekten gibt4 ,dr4 ,e43 ,dann entschuldige1 lieber ,hans4 ,ich dachte nicht dran1 da ihr die ,insekten in der ,schule noch nicht durchgenommen habt4 ,aber ,kurt wird schon aushelfen4 ,kurt3 ,was eine ,ordnung ist1 mu er aber doch wissen6 ,die ,klasse der ,sugetiere wird ja auch zuerst in ,ordnungen1 dann in ,familien usw4 eingeteilt4 ,von den ,insekten haben wir1 glaube ich1 sieben ,ordnungen gehabt3 ,die ,hautflgler1 ,kfer1 ,netzflgler1 ,geradflgler1 ,schmetterlinge1 ,fliegen und ,schnabelkerfe4 ,dr4 ,e43 ,damit wollen wir uns vorlufig begngen4 ,kannst du mir denn jetzt angeben1 ,hans1 von welcher dieser ,gruppe sich ,arten in unserer ,wohnung finden knnten8 ,hans3 ,ja1 von den ,kfern und von den ,fliegen4 ,dr4 ,e43 ,welche ,kfer meinst du denn8 ,hans3 ,die ,feuerkfer oder ,kakerlaken1 die so viel in der ,kche sind4 ,kurt3 ,ach1 das ist gediegen6 ,die ,kakerlaken oder ,schaben sind ja gar keine ,kfer1 sondern ,geradflgler1 die mit den ,heuschrecken zusammengehren4 ,dr4 ,e43 ,und warum sind es keine ,kfer8 ,kurt3 ,weil ihre ,flgel nicht hornig1 sondern hutig sind und vor allem1 weil sie keine ruhende ,puppe haben wie die ,kfer4 ,dr4 ,e43 ,gut1 ,kurt4 ,hast du denn schon einmal die ,eier unserer ,kakerlaken gesehen8 ,fritz3 ,sind das die groen braunen ,dinger1 die fast wie ein ,damentschchen aussehen und manchmal in der ,kche liegen8 ,ich meine1 ich htte schon ,tiere damit herumlaufen sehen4 ,dr4 ,e43 ,was du da gesehen hast1 sind nicht die ,eier selbst1 sondern hchst merkwrdige ,eikapseln1 wie sie sich nur bei wenigen ,insekten finden4 ,wenn man sie ffnet1 sieht man eine ganze ,menge ,eier in ihnen1 zierlich in ,reihen geordnet4 ,die ,kapseln sind brigens verschieden geformt4 ,die1 welche du beschrieben1 gehren der groen dunkelbraunen ,kakerlake oder orientalischen ,schabe#hc an1 whrend die viel kleinere1 hellbraune deutsche ,schabe#hd mehr flach rechteckige und in der ,quere geriefte ,kapseln absetzt4 ,nach einiger ,zeit springen diese ,kapseln auf und die winzig kleinen1 ungeflgelten ,tierchen kriechen aus ihrem ,gefngnis heraus4 ,kurt3 ,neulich ist mir was sehr ,schnurriges passiert4 ,da sah ich eine ganz schneeweie ,schabe auf unserm ,feuerherd4 ,ich sperrte sie in eine ,schachtel und wollte sie dir zeigen2 als ich aber nach einigen ,stunden wieder nachsah1 da war es eine gewhnliche braune4 ,dr4 ,e43 ,da wirst du natrlich ein recht geistreiches ,gesicht gemacht haben6 ,an sich aber ist die ,sache hchst einfach1 wenn wir wissen1 da alle ,insekten unmittelbar nach der ,hutung zunchst ganz wei sind1 und da die ,hutung und ,frbung ihres ,chitinpanzers erst im ,verlauf der nchsten ,stunden erfolgt4 ,ein schwarzer ,wasserkfer1 der aus seiner ,puppe kriecht1 sieht anfangs gerade so wei aus1 wie deine ,kakerlake4 -- ,aber gibt es denn nun berhaupt keine ,kfer im ,hause8 ,fritz3 ,o ja1 die sogenannten ,holzkfer#he in den alten ,kommoden und ,schrnken1 die so runde ,lcher bohren4 ,sidenote3 ,totenkfer4 ,geradflgler4 ,fliegen ,kurt3 ,sind das dieselben1 die ein so sonderbares ,ticken verursachen1 da man sie als ,totenuhren bezeichnet8 ,dr4 ,e43 ,ja4 ,aberglubische ,menschen haben in dem ,klopfen1 das diese ,tierchen mit der ,stirn gegen das ,holz ausfhren1 und das man namentlich in stiller ,nacht deutlich vernehmen kann1 ein ,zeichen des herannahenden ,todes erblicken wollen4 ,in ,wirklichkeit ist es1 wenn ich mich so ausdrcken darf1 ein ,lockruf1 mit ,hilfe dessen die ,liebesprchen sich zueinander finden4 ,fritz3 ,gibt es nicht auch noch eine andere ,art ,totenkfer8 ,dr4 ,e43 ,ja1 das sind groe1 ganz schwarze ,tiere#hf1 die aber in unsern ,wohnungen ziemlich selten sind4 ,ihr ,hervorkriechen aus irgendeinem ,winkel soll ebenfalls den ,tod anzeigen4 ,weit hufiger sind die verschiedenen ,arten der ,speckkfer#hg1 die ,pelz-#hh1 ,brot-#hi und ,mehlkfer#ij1 die ihr hauptschlich in ,kche und ,speisekammer zu suchen habt4 ,aus alten ,vorrten von ,graupen1 ,erbsen1 ,linsen usw4 wrde ,mutter euch wahrscheinlich ebenfalls allerlei ,kfer#ia zur ,verfgung stellen knnen1 die aber meist erst zum ,vorschein kommen1 wenn man jene ,frchte in ,wasser einweicht4 ,kurt3 ,dann wren also die ,kfer sehr reichlich in den ,wohnungen vertreten8 ,dr4 ,e43 ,gewi1 sie bilden ja auch ohnehin die artenreichste ,gruppe der ,insekten4 ,neben ihnen machen sich jedoch auch die ,geradflgler in mancherlei ,formen bemerkbar4 ,fritz3 ,das waren aber doch blo die zwei ,arten ,kakerlaken4 ,dr4 ,e43 ,diesen zweien knnten wir zunchst wohl noch eine dritte ,art anreihen1 die freilich aus ,amerika stammt1 jetzt aber namentlich in unsern ,hafenstdten schon ziemlich verbreitet ist1 nmlich die groe amerikanische ,schabe1 ,periplanta americna4 ,sodann wollen wir die ,heimchen#ib nicht vergessen1 die bei jedem ,bcker zu finden sind und sich durch ihr lautes eintniges ,cri-cri8 bemerkbar machen4 ,in alten ,bchern leben die winzigen ,staub- oder ,bcherluse#ic1 die sich als nahe ,verwandte der berchtigten ,termiten darstellen1 auf unseren ,blumentpfen verschiedene ,arten von ,springschwnzen#id1 die man wenigstens frher auch zu den ,geradflglern rechnete1 whrend in der ,speisekammer und zwischen altem ,germpel das flinke ,silberfischchen#ie sich tummelt1 dessen flgelloser ,krper ber und ber mit silberglnzenden ,schuppen gepanzert ist4 ,kurt3 ,das ist ja eine bunte ,gesellschaft4 -- ,dann wird es auch wohl verschiedene ,sorten von ,fliegen bei uns geben4 ,dr4 ,e43 ,im ,winter wohl schwerlich2 da mssen wir uns eben mit den paar briggebliebenen ,stubenfliegen#if behelfen4 ,im ,sommer freilich ist das anders4 ,die groen blauen ,brummer#ig1 die ich als ,junge immer fr die ,mnnchen der ,stubenfliege hielt1 kennt ihr ja2 ebenso die rotugige ,schmeifliege#ih mit dem schachbrettartig gemusterten ,hinterleib4 ,eine ,art1 die fast ebenso aussieht wie unsere ,stubenfliege1 nur ein wenig kleiner ist und einen hellern ,bauch hat1 rgert uns durch ihre furchtbare ,unverschmtheit1 mit der sie sich immer wieder gerade auf unsere ,stirn setzt1 auch wenn wir sie zehnmal weggejagt haben4 ,es ist die ,hundsfliege1 ,dxia canna4 ,wieder eine andere1 die ,stech- oder ,blindfliege#ii1 ebenfalls einer kleinen ,stubenfliege gleichend1 qult ,mensch und ,vieh nicht wenig1 denn sie vermag ganz empfindlich zu stechen4 ,daneben gibt es noch eine grere ,zahl1 die mehr gelegentlich in unsern ,zimmern und an den ,fensterscheiben sich herumtreiben4 ,fritz3 ,kommen nicht aus den ,ksemaden auch ,fliegen8 ,dr4 ,e43 ,ja1 die htte ich bald vergessen4 ,ihr knnt sogar zwei ganz verschiedene ,arten aus dem ,kse zchten4 ,die ,maden der einen sind glatt und zeichnen sich durch ihre famosen ,sprnge aus4 ,das ist die echte ,ksefliege1 ,piphila csei4 ,etwas seltener findet man eine zweite ,sorte bestachelter brunlicher ,maden1 welche einer sogenannten ,blumenfliege1 der ,anthomia caniculris angehren4 ,sidenote3 ,mcken4 ,flhe4 ,wanzen4 ,luse ,hans3 ,im ,hochsommer kommen ja auch die ,mcken in unsere ,schlafstuben4 ,dr4 ,e43 ,sehr richtig1 ,hansel6 ,die haben es allerdings wohl weniger auf unsere ,wohnungen1 als auf uns selbst abgesehen1 indem sie einfach den ,menschen gerade fr gut genug halten1 um mit seinem kostbaren ,blut ihren ,appetit zu stillen4 ,wir in unserm khlern ,deutschland sind ja am ,ende noch nicht so bel dran1 wenn es auch gerade keine angenehme ,musik ist1 die uns von so einem halben ,dutzend dieser ,qulgeister beim ,einschlafen vorgemacht wird4 ,wie geradezu unleidlich diese ,plage indes in den ,tropen wird1 wenn die ,moskito-,schwrme in solchen ,scharen anrcken1 da man1 wie ,alexander v4 ,humboldt sagt1 seinen ,namen mit dem ,stock hineinschreiben kann1 davon werdet ihr ja wohl schon gehrt haben4 ,fritz3 ,o1 natrlich2 das steht ja fter in den ,reisebeschreibungen4 ,ich habe aber neulich gelesen1 da diese ,tiere durch ihren ,stich auch das bse ,sumpffieber verursachen1 das ja wohl an vielen ,orten in den ,tropen herrscht4 ,dr4 ,e43 ,ganz recht2 es handelt sich hierbei um verschiedene ,arten der ,mckengattung ,anpheles1 die beim ,stechen zugleich mit ihrem ,speichel einen hchst gefhrlichen1 nur bei starker ,vergrerung sichtbaren ,schmarotzer1 das sogenannte ,plasmdium1 in unser ,blut einfhren1 wodurch dann die gefrchtete ,malaria-,krankheit entsteht4 ,tausende von ,menschen gehen alljhrlich an diesem ,fieber zugrunde1 und schon in ,italien sind weite ,landstrecken -- denkt etwa an die ,campagna und die ,pontinischen ,smpfe -- durch diese ,plage fast unbewohnbar gemacht4 ,fritz3 ,dagegen sind ja dann die andern ,blutsauger in unsern ,wohnungen noch harmlos zu nennen6 ,dr4 ,e43 ,die andern ,blutsauger8 ,welche ,tiere meinst du denn damit8 ,fritz3 ,ich denke an die ,flhe1 die ,bettwanzen und die ,luse1 von denen es ja wohl auch noch wieder verschiedene ,sorten gibt4 ,dr4 ,e43 ,nun1 hoffentlich kennst du diese ,tiere nicht alle aus eigener ,erfahrung6 -- ,die ,bettwanze#ajj ist1 sozusagen1 einzig in ihrer ,art2 sie hat im ,hause keine nheren ,verwandten4 ,von ,flhen leben zwei ,arten auf dem ,menschen1 der echte ,menschenfloh#aja und der ihm nahestehende1 etwas grere ,hundefloh4#ajb ,von ,lusen endlich gibt es drei ,sorten1 die den ,herrn der ,schpfung heimsuchen4 ,von diesen sind die ,kopf-#ajc und die ,kleiderlaus#ajd am bekanntesten4 ,kurt3 ,aber die kommen doch wohl nur bei ganz unreinlichen ,menschen vor8 ,dr4 ,e43 ,fr gewhnlich ja4 ,es gibt aber ,verhltnisse1 unter denen auch der ,reinlichste sich ihrer kaum erwehren kann1 wie im ,kriege1 wo die ,kleider eben nicht nach ,belieben zu wechseln sind4 ,in tropischen ,lndern1 wie z4,b4 in ,brasilien1 sind brigens die ,kopfluse selbst in feineren ,familien durchaus an der ,tagesordnung4 ,hans3 ,da mcht' ich dann nicht zu ,besuch sein4 -- ,zu welchen ,insekten gehren denn die ,flhe und die ,luse8 ,dr4 ,e43 ,fr die ,flhe ist das nicht so leicht zu sagen4 ,frher hat man sie oft zu den ,fliegen gestellt1 weil ihre ,maden und ,puppen ganz denen der ,zweiflgler gleichen2 neuerdings betrachtet man die ,flhe lieber als eine besondere ,ordnung fr sich4 ,die ,luse hingegen gehren1 wie die ,bettwanze1 in die ,ordnung der ,schnabelkerfe1 die durch ihren ,stechrssel und den ,mangel eines ,puppenzustandes ausgezeichnet ist4 ,wir htten somit im ganzen schon fnf ,ordnungen von ,insekten aufgezhlt1 die in unsern ,wohnungen vertreten sind4 ,kurt3 ,o bitte1 ,vater1 fr unser ,haus knntest du doch hchstens von vier sprechen1 denn ,wanzen haben wir nicht1 und die andern lieblichen ,vertreter der ,schnabelkerfe1 die ,luse1 werden uns hoffentlich fr immer fern bleiben4 ,dr4 ,e43 ,dennoch findet sich selbst in diesem ,zimmer noch eine ganze ,anzahl von ,schnabelkerfen1 mit denen ich schon lange einen vergeblichen ,kampf kmpfe1 und fr deren ,vernichtung ich euch sehr dankbar wre4 ,fritz3 ,hier im ,zimmer8 ,da wrden wir wohl vergeblich suchen4 ,sidenote3 ,blattluse4 ,schildluse4 ,ameisen ,dr4 ,e43 ,du brauchst dir morgen bei ,tageslicht nur einmal die verschiedenen ,pflanzen am ,fenster anzusehen4 ,ich will gar nicht sprechen von den verschiedenen ,blattlusen#aje an der ,monatsrose1 den ,fuchsien und ,nelken#ajf1 die namentlich im ,sommer ihr ,unwesen treiben4 ,aber auch jetzt1 mitten im ,winter1 sitzen berall am ,oleander1 an den ,palmen1 am ,feigenbaum1 am ,efeu die verschiedenen ,sorten von ,schildlusen#ajg1 welche mit ihrem langen ,rssel die ,bltter angestochen und sich so gewissermaen vor ,anker gelegt haben4 ,kurt3 ,ach1 sind das diese braunen flachen oder halbkugeligen ,dinger1 die ganz fest auf den ,blttern sitzen und gar nicht aussehen wie ,tiere8 ,dr4 ,e43 ,ja1 die meine ich4 ,wenn die ,tiere noch jung und klein sind1 knnen sie noch ziemlich hurtig auf ihren ,beinchen umherlaufen4 ,bald aber werden sie plump und unbeholfen1 setzen sich dauernd fest und bekommen ihr schildfrmiges ,aussehen4 ,ihre ,beinchen sind dann im ,verhltnis zum ,krper so winzig1 da man sie nur mit einem ,vergrerungsglase sehen kann4 ,fritz3 ,was ist denn das fr ein weies ,pulver1 das man meist unter dem ,schilde findet8 ,dr4 ,e43 ,das sind ihre ,eier4 ,die ,weibchen sterben schlielich1 nachdem sie ihre ,eier abgelegt1 an der ,stelle1 wo sie sich festgesogen1 und bilden so noch im ,tode ein ,schirmdach fr ihre ,jungen4 ,das ist ein sehr hbsches ,beispiel fr die mannigfache ,art1 in welcher die junge ,brut von den ,eltern geschtzt wird4 ,kurt3 ,es bleiben nun noch die ,ordnungen der ,hautflgler1 ,netzflgler und ,schmetterlinge4 ,von diesen gibt's doch keine in den ,husern8 ,dr4 ,e43 ,in bezug auf die ,netzflgler kann man das wohl zugeben1 obgleich gerade die goldaugigen ,florfliegen#ajh im ,hochsommer mit ,vorliebe an unsern ,fensterscheiben sich tummeln4 ,hautflgler gibt es vllig genug1 wenn auch nicht gerade in unserer ,wohnung4 ,wit ihr noch1 wie wir im vergangenen ,sommer die unbewohnte ,villa in ,thringen besuchten1 was fr ein seltsamer ,anblick sich da in dem einen ,parterrezimmer bot8 ,fritz3 ,o1 da wimmelte ja alles von geflgelten ,ameisen4 ,ein ganzer ,schwarm war hereingebrochen und bedeckte nun ,fuboden und ,fensterbnke4 ,das sah ganz merkwrdig aus4 ,kurt3 ,an die ,ameisen hatte ich wirklich nicht gedacht2 die sind ja massenhaft in ,tante ,lottes ,speisekammer4 ,es ist eine ganz kleine hellgelbe ,sorte1 die schrecklich beien kann4 ,dr4 ,e43 ,dieses ,beien wird wohl mehr ein ,stechen sein1 da ich nach deiner ,beschreibung vermute1 da es sich um eine ,art der ,gattung ,myrmca handelt4 ,es nisten sich aber noch manche andere ,arten in den ,husern ein1 die kaum wieder los zu werden sind4 ,am tollsten treiben sie es ja freilich in den tropischen ,lndern1 wo man sich vor diesen gefrchteten ,feinden kaum zu schtzen vermag4 ,hans3 ,von den ,schmetterlingen hast du aber noch gar nichts gesagt4 ,kurt3 ,na1 denkst du vielleicht1 da dir die ,zitronenfalter oder ,ligusterschwrmer in der ,stube nur so um den ,kopf rumfliegen sollen8 ,dr4 ,e43 ,o1 nicht so voreilig1 mein ,junge6 ,auch ,schmetterlinge haben wir in unserm ,hause mehr als uns lieb ist4 ,du scheinst ganz vergessen zu haben1 warum wir neulich unser hbsches ,rehfell dem ,feuer berliefert haben4 ,sidenote3 ,motten4 ,spinnen4 ,milben4 ,asseln4 ,wrmer4 ,infusorien ,kurt3 ,natrlich6 ,da habe ich wieder die verehrlichen ,motten#aji vergessen6 ,wer denkt aber auch daran1 da diese ekelhaften ,wrmer in ihren ,gehusen ,schmetterlinge werden6 ,dr4 ,e43 ,und doch sind diese sogenannten ,wrmer ganz richtige ,raupen1 wie du dich leicht berzeugen kannst1 wenn du einmal ihre ,beine genauer betrachtest4 ,kurt3 ,aber das ,gehuse1 das sie machen1 -- ,dr4 ,e43 ,ist eine ,gewohnheit1 die sie mit vielen andern ,schmetterlingen1 z4,b4 den sogenannten ,sacktrgern1 teilen4 ,fritz3 ,durch so ein ,gehuse mssen die ,tiere doch im ,wachsen riesig beengt werden4 ,dr4 ,e43 ,das ist nicht so schlimm1 da sie es beliebig erweitern knnen4 ,das ist ein recht hbscher ,versuch1 den ihr vielleicht einmal nachmacht4 ,man setzt die ,tierchen zunchst auf blaues ,tuch2 dann fertigen sie natrlich ein blaues ,gehuse4 ,bringt man sie dann auf rotes ,tuch1 so hat nach einiger ,zeit jede sich einen hbschen roten ,streifen eingeflickt und so ihre ,wohnung erweitert4 ,kurt3 ,die mssen ja dann aussehen wie ,soldatenhosen6 ,aber wie ist es denn nur mglich1 da die ,mottenraupen von ,tuch oder ,federn leben knnen8 ,dr4 ,e43 ,fr unsereinen wre das allerdings eine recht mangelhafte ,kost4 ,es mssen eben die ,tiere eine ganz andere ,fhigkeit der ,verdauung haben als wir4 hnliches sahen wir ja schon bei den ,totenkfern1 die sich mit dem ,holze hundertjhriger ,kommoden begngen1 und schlielich ist diese ,erscheinung doch kaum wunderbarer1 als wenn ein ,pferd monatelang mit ,stroh und ,hcksel allein seinen ,hunger zu stillen vermag4 ,fritz3 ,wenn man so alles zusammennimmt1 so kommt doch eine ganz stattliche ,zahl von ,tieren heraus1 die mit uns zusammenwohnen4 ,dr4 ,e43 ,und doch haben wir bisher nur von den ,insekten unter den ,gliedertieren gesprochen4 ,jetzt wren noch die ,spinnen1 die ,tausendfe und ,krebse zu betrachten1 sowie ferner die ,wrmer und die brigen niederen ,tiere4 ,hans3 ,ja1 die ,hausspinne#aaj habe ich neulich auf dem ,boden grndlich kennengelernt4 ,dr4 ,e43 ,das ist nur eine ,spinne von vielen4 ,daneben gibt es den drolligen kleinen ,bcherskorpion#aaa in alten ,folianten1 der immer so komisch mit seinen groen ,scheren droht und rckwrts laufen kann1 vor allem aber die zahlreiche ,gesellschaft der ,milben#aab1 die am ,kse1 im ,mehl1 an alten ,backpflaumen zu finden sind4 ,selbst von unserm armen ,kanarienvogel1 unserm ,hnschen1 wrden wir wahrscheinlich verschiedene ,arten#aac absuchen knnen4 ,fritz3 ,aber ,krebse1 ,vater1 und ,wrmer oder noch niedrigere ,tiere8 ,dr4 ,e43 ,selbst die wasserbewohnenden ,krebse haben es fertiggebracht1 sich in den menschlichen ,wohnungen anzusiedeln4 ,freilich zum ,essen wrden sie euch wohl nicht recht passen2 denn ich spreche von den ,kellerasseln4#aad ,wrmer gibt es zunchst in den ,blumentpfen1 und zwar nicht blo ,regenwrmer1 sondern weit hufiger die kleinen weilichen ,formen1 die man wohl geradezu als ,blumentopfwrmer#aae bezeichnet4 ,wenn ,mutter uns ferner etwas alten ,essig1 etwa von eingemachten ,gurken1 zur ,verfgung stellen wollte1 so wrden wir sicher darin einen mikroskopischen ,wurm1 das sogenannte ,essiglchen#aaf1 in groen ,mengen entdecken1 und schlielich sind wir nicht einmal sicher1 ob nicht in unserm eignen ,krper sich allerlei ,eingeweidewrmer auffinden lieen4 -- ,in bezug auf die allerniedersten ,tiere1 die sogenannten ,infusorien1 sind irgendwelche genaueren ,angaben darber1 was in unserm ,hause zugegen ist1 wohl schwerlich zu machen1 da sie nur in der ,form von ,keimen im ,staube der ,luft vorhanden sein drften4 ,wollen wir sie studieren1 so mten wir erst die gnstigen ,bedingungen fr deren ,entwicklung herstellen4 ,kurt3 ,also ungefhr so wie mit den ,pilzkulturen8 ,dr4 ,e43 ,na1 ein bichen anders ist es schon1 da die ,infusorien im ,wasser leben4 ,man legt einfach ,bltter1 ,heu oder hnliche ,stoffe in eine ,schale mit ,wasser und lt es eine ,zeitlang stehen4 ,es entwickelt sich dann bald ein reiches ,leben der verschiedensten mikroskopischen ,tierchen1 die eben nach dieser ,methode1 sie durch bergieen von ,pflanzenstoffen mit ,wasser hervorzuzaubern1 den ,namen ,aufgu8tierchen oder ,infusorien erhalten haben4 ,wenn die ,tage wieder lnger werden1 wollen wir mal so einen ,aufgu herstellen1 und ihr sollt dann selbst durch das ,mikroskop beobachten1 welch buntes ,gewimmel zierlichster ,formen sich aus dem ,staube unserer ,zimmerluft entwickelt hat4 ,illustration ,illustration ,vierzehnter ,abend4 ,heute1 ,kinder1 sagt ,dr4 ,ehrhardt zu seinen ,knaben1 wird es wohl zum letztenmal sein1 da wir in diesem ,winter unser ,plauderstndchen abhalten4 ,am nchsten ,sonntag bin ich verhindert1 und in vierzehn ,tagen ist der ,frhling hoffentlich schon so weit ins ,land gezogen1 da wir unsere ,spaziergnge im ,freien wieder aufnehmen knnen4 ,es ist doch ein ander ,ding1 das ,wirken und ,walten der ,natur dort drauen in ,feld und ,flur1 als hier im engen ,studierzimmer zu beobachten4 ,fritz3 ,ja1 ,vater1 wir sehnen uns auch schon sehr danach4 ,weit du denn heute nicht noch etwas recht ,interessantes zu erzhlen8 ,dr4 ,e43 ,mir fllt gerade nichts ein4 ,aber vielleicht knntet ihr einmal allerlei ,fragen stellen ber ,dinge1 die ihr beobachtet habt1 und die ihr nicht erklren knnt4 ,das wrde einen ganz hbschen ,abschlu unserer naturwissenschaftlichen ,durchforschung des ,hauses geben4 ,kurt3 ,ach ja1 ,vater6 ,ich wei eine ganze ,masse ,fragen4 ,zuerst -- ,dr4 ,e43 ,halt1 ,kurt1 das geht nicht so hastig4 ,vor einigen ,wochen1 bei den ,mineralien1 habt ihr zuerst eure ,weisheit vortragen drfen4 ,heute1 meine ich1 sollte deshalb mal ,hans den ,anfang machen4 ,drei ,fragen kann jeder sich ausdenken4 ,hoffentlich werde ich sie der ,hauptsache nach beantworten knnen4 ,sidenote3 ,pfefferminzpltzchen4 ,knistern des ,tannenbaums ,hans3 ,dann will ich gleich mit einer ,frage anfangen1 ber die ich mich neulich mit meinem ,freunde ,wilhelm gestritten habe4 ,woher kommt es eigentlich1 da man immer solch luftiges ,gefhl im ,munde hat1 wenn man ,pfefferminzpltzchen gegessen hat8 ,dr4 ,e43 ,ei1 du ,leckermulchen1 das ist nun eigentlich keine ,frage1 die zum ,hause gehrt6 ,weit du denn1 was in den ,pfefferminzpltzchen enthalten ist8 ,hans3 ,ja1 ,pfefferminze4 ,und das ist eine ,pflanze4 ,dr4 ,e43 ,gewi2 aber die steckt natrlich nicht drin1 sondern nur ein ,stoff1 der aus dieser ,pflanze gewonnen wurde4 ,fritz3 ,das ist das ,pfefferminzl4 ,ich kann mir auch denken1 woher das erfrischende ,gefhl beim ,essen der ,pfefferminzpltzchen kommt4 ,dr4 ,e43 ,nun8 ,fritz3 ,das ,pfefferminzl gehrt doch wahrscheinlich zu den sogenannten therischen len1 die alle leicht verdunsten1 wenn sie der ,luft ausgesetzt sind4 ,durch schnelle ,verdunstung aber entsteht ,klte1 wie man leicht beobachten kann1 wenn man sich etwa ein paar ,tropfen ther auf die ,hand giet4 ,ich glaube darum1 da es sich bei den ,pfefferminzpltzchen einfach um eine ,klteempfindung handelt4 ,kurt3 ,wie kann denn aber durch bloes ,verdunsten ,klte entstehen8 ,dr4 ,e43 ,das drfte wohl nicht allzu schwer zu erklren sein4 ,wir wissen1 da beim bergang der flssigen ,krper in den gasfrmigen ,zustand unter allen ,umstnden ,wrme ntig ist4 ,unter einem offenen ,kessel mit ,wasser kann ich so viel heizen1 wie ich will1 das ,thermometer steigt nicht ber #ajj ,grad1 weil die ganze ,wrme1 welche durch die ,feuerung entsteht1 zur ,verwandlung des flssigen ,wassers in ,dampf verbraucht wird4 ,hat nun eine ,flssigkeit das ,bestreben1 in die ,gasform berzugehen1 ohne da wir ihr ,wrme von auen zufhren1 so nimmt sie dieselbe aus der ,umgebung1 vor allem also aus den ,gegenstnden1 mit denen sie in ,berhrung ist4 ,diese werden dadurch khler1 und man spricht dann von einer durch das ,verdampfen der ,flssigkeit hervorgerufenen ,klte oder kurz von einer ,verdunstungsklte4 ,kurt3 ,also deshalb ist es auch so erfrischend1 wenn man durch einen ,zerstuber mit ,klnisch ,wasser angeblasen wird8 ,das macht da auch die ,verdunstungsklte8 ,dr4 ,e43 ,gewi4 ,du httest auch daran denken knnen1 wie khl und erfrischend die ,luft nach einem ,gewitterregen ist1 und wie wir im ,hochsommer die ,dielen besprengen1 um grere ,khle zu erzeugen4 -- ,ob aber gerade bei den ,pfefferminzpltzchen die von ,fritz gegebene ,erklrung richtig ist1 scheint mir doch sehr zweifelhaft4 ,fritz3 ,und warum das8 ,dr4 ,e43 ,vor allem1 weil das ,pfefferminzl durchaus nicht so flchtig ist1 wie du annimmst4 ,ein ,tropfen davon1 der ,luft ausgesetzt1 bleibt lange ,zeit unverndert und verdunstet keineswegs so im ,handumdrehen1 wie der ther4 ,fritz3 ,aber wie willst du die ,wirkung des ls dann erklren8 ,dr4 ,e43 ,wirklich erklren kann ich sie nicht4 ,so viel aber ist wohl sicher1 da es sich hierbei ganz allein um eine besondere1 dem ,pfefferminzl und dem in ihm enthaltenen ,kampfer zukommende ,wirkung auf unsere ,geschmacksnerven handelt4 ,wir haben durch diese ,stoffe die ,empfindung der ,klte etwa in derselben ,weise1 wie wir beim ,genu des ,pfeffers diejenige des ,brennens haben4 ,hans3 ,ach1 wenn es weiter nichts ist --6 ,das htte ich mir viel wunderbarer vorgestellt4 -- ,dann habe ich eine andere ,frage1 ber unsern ,tannenbaum4 ,als wir den nach ,weihnachten verbrannten1 da gab es ein fortwhrendes ,geknatter und ,gepuffe1 als wenn lauter ,patronen drin gesteckt htten4 ,woher mag das wohl gekommen sein8 ,es wurde einem ordentlich angst dabei4 ,dr4 ,e43 ,wenn er noch sehr frisch war1 httet ihr ihn auch lieber nicht in den ,herd stecken sollen2 es sind schon fter ,unflle dadurch hervorgerufen1 indem der ganze ,herd oder ,ofen zersprengt wurde4 -- ,hast du denn schon einmal beobachtet1 was geschieht1 wenn man ein ,stck nasses ,holz ins ,feuer legt8 ,hans3 ,ja1 dann knistert und knackt es auch immer4 ,dr4 ,e43 ,und kann mir einer von euch sagen1 worin das wohl seinen ,grund haben mag8 ,fritz3 ,ich denke mir1 das ,wasser1 das im ,innern des nassen ,holzes steckt1 wird sich durch die ,hitze in ,dampf verwandeln1 und wenn der keinen ,ausweg findet1 so platzt er eben das ,holz auseinander4 ,dr4 ,e43 ,siehst du1 ,hans1 das ist in der ,tat die ,ursache fr das ,knistern des nassen ,holzes4 ,man mu nur wissen1 da jede ,flssigkeit1 welche sich in ,dampf verwandelt1 einen ungeheuer viel grern ,raum einzunehmen strebt als vorher1 und da diese ,spannung oder dieser ,druck1 den das eingeengte ,gas nun nach allen ,richtungen ausbt1 ganz gewaltig werden kann4 ,unsere ,dampfmaschinen beruhen ja auf dieser ,erscheinung2 die ,kraft1 die sie uern1 ist nichts als das ,ausdehnungsbestreben des eingesperrten ,wasserdampfes4 ,hans3 ,ach so1 das ist die ,geschichte von dem zugeschraubten ,kochtopf2 die hat uns ,herr ,dr4 ,mller schon mal klargemacht4 ,aber ist denn in den ,tannenzweigen so viel ,wasser8 ,dr4 ,e43 ,nein4 ,in den ,tannenzweigen ist es auch nicht ,wasser1 das sich in ,dampf verwandelt1 sondern ,terpentinl1 von dem wir ja schon neulich einmal sprachen1 als von den ,harzen die ,rede war4 ,es verwandelt sich erst bei viel hherer ,temperatur in ,dampf1 als ,wasser2 dieser ,dampf aber ist brennbar und gibt1 mit ,luft gemischt1 wie alle brennbaren ,gase ein explosives ,gemenge4 ,so knnen denn unter gewissen ,umstnden kleine ,explosionen durch das ,verbrennen eines harzreichen ,tannenbaumes zustande kommen4 ,kurt3 ,dann rhrt es wohl auch von diesem ,terpentinl her1 da die ,nadeln so puffen1 wenn sie einem ,tannenbaumlichte zu nahe kommen8 ,dr4 ,e43 ,ja4 ,das ,licht verwandelt zunchst durch seine ,hitze das l in den ,nadeln in ,gas4 ,ist dann die ,nadel an einer ,stelle durchgebrannt1 so strmt das ,gas heraus1 und zwar mit einer solchen ,gewalt1 da die ,flamme des ,lichtes auf ,augenblicke in spitzen ,stichflammen nach den ,seiten hinausschiet1 wie wir das ja noch am letzten ,weihnachtsabend beobachtet haben4 -- ,doch nun bin ich neugierig1 ,hans1 was du dir als ,frage ,nr4 #c ausgedacht hast4 ,sidenote3 ,wetterhuschen4 ,wetterbilder ,hans3 ,als drittes mchte ich wohl wissen1 wie eigentlich unser kleines ,wetterhuschen am ,fenster eingerichtet ist4 ,ich dachte immer1 das wre nur ein ,scherz1 da bei schlechtem ,wetter der ,mann mit dem ,schirm1 bei gutem die ,frau herauskme4 ,aber ich habe fter gesehen1 da es wahrhaftig so stimmt4 ,heute frh z4,b41 wo es so regnete1 war die ,frau ganz hineingekrochen und der ,mann weit drauen4 ,solche ,holzpuppen knnen doch aber unmglich ein ,gefhl dafr haben1 was fr ,wetter ist4 ,dr4 ,e43 ,diese letzte groe ,wahrheit wird dir wohl niemand bestreiten wollen4 ,aber auch deine ,beobachtung1 da die ,wetterfiguren sich so selten irren1 ist vollkommen zutreffend1 wenn sie auch nicht sowohl das ,wetter selbst anzeigen1 als vielmehr den ,gehalt der ,feuchtigkeit1 der in der ,luft ist1 und der allerdings in vielen ,fllen einen ,schlu darber erlaubt1 ob ,regen zu erwarten ist oder nicht4 ,die innere ,einrichtung eines ,wetterhuschens ist nun so einfach wie mglich4 ,sie besteht der ,hauptsache nach aus einer senkrecht hngenden1 gewhnlichen ,darmsaite1 an deren unterem ,ende das ,querholz mit den beiden ,figuren befestigt ist4 ,diese ,saite hat mit vielen andern ,stoffen1 z4,b4 mit den menschlichen ,haaren1 die ,eigenschaft gemein1 gegen die ,feuchtigkeit der ,luft sehr empfindlich zu sein1 sie aufzunehmen und sich dabei um sich selbst zu drehen4 ,bei groer ,feuchtigkeit dreht sie sich mehr zusammen1 bei trockenem ,wetter dreht sie sich etwas auf1 ganz hnlich1 wie ich etwa die ,strhnen eines ,bindfadens durch ,drehen lockern oder fester aneinanderlegen kann4 ,da nun1 wie gesagt1 das ,querhlzchen unten mit der ,saite fest verbunden ist1 so mu es mit seinen ,figuren ihren ,drehungen folgen1 und es wird daher je nachdem die ,frau oder der ,mann aus dem ,huschen hervortreten4 ,hans3 ,ach1 das htte ich mir auch wieder viel wunderbarer gedacht6 ,dr4 ,e43 ,du siehst1 es kommt oft nur darauf an1 da eine einfache ,sache ein bichen niedlich zurecht gemacht wird1 um uns vllig berraschend zu erscheinen4 ,da die ,wscheleinen bei feuchter ,witterung ganz straff sind1 bei trockener hingegen schlaff werden1 hast du gewi hundertmal beobachtet1 ohne es weiter auffallend zu finden4 ,im ,grunde genommen aber ist das dieselbe ,erscheinung1 die dir an den ,wetterhuschen so geheimnisvoll und unerklrlich war4 -- ,doch nun wollen wir hren1 was ,kurt zu fragen hat4 ,kurt3 ,da wir gerade von dem ,wetterhuschen gesprochen haben1 so mchte ich mal nach den merkwrdigen ,wetterbildern fragen1 die ich neulich im ,schaufenster gesehen habe4 ,es war eine ,landschaft1 die ursprnglich blau aussieht1 bei feuchter ,witterung aber immer mehr rot wird1 so da man einfach aus der ,farbe des ,bildes auf gutes oder schlechtes ,wetter schlieen kann4 ,sidenote3 ,kobaltsalze4 ,zndhlzchen ,dr4 ,e43 ,auch hier handelt es sich ganz allein um den grern oder geringern ,feuchtigkeitsgehalt der ,luft1 der durch die ,bilder angezeigt wird4 ,die ganze ,erscheinung beruht darauf1 da gewisse ,stoffe1 vor allem die ,salze mancher ,schwermetalle1 an der ,luft ,feuchtigkeit anziehen und dann eine andere ,farbe annehmen1 als sie im wasserfreien ,zustande haben4 ,ihr wit z4,b41 da ein ,stck ,kupfervitriol blau aussieht4 ,erhitze ich es in einer ,schale1 so da das ,wasser entweicht1 so verwandelt es sich in ein weies ,pulver1 das aber sofort wieder blau wird1 sowie ich etwas ,wasser darauf giee4 hnlich verhlt es sich mit den ,salzen des ,eisens1 welche den feuchten ,lehm gelb frben2 wird er gebrannt1 so erhalten wir die roten ,ziegelsteine4 ,viel schner und leichter zeigen solche ,farbenvernderungen die ,kobaltsalze1 welche im trockenen ,zustande blau1 im feuchten schn rosa aussehen4 ,sie sind es auch1 welche den von dir beobachteten ,farbenwechsel der ,wetterbilder hervorrufen und auch sonst zu allerlei niedlichen ,spielereien benutzt werden4 ,kurt3 ,was lt sich denn noch weiter damit machen8 ,dr4 ,e43 ,eine ,anwendung kann ich euch gleich einmal vorfhren1 da ich wohl noch etwas aufgelstes ,kobaltsalz in meinem ,schranke habe4 -- ,seht hier die ,lsung1 die ich einfach dadurch herstellte1 da ich ein ,stckchen ,kobaltsalz in ,wasser tat4 ,sie sieht schwach rosa aus4 ,wenn ich nun auf dieses weie ,papier damit etwa den ,namen ,kurt8 schreibe1 und lasse es ein wenig trocknen1 so sind die blassen1 fast wie mit reinem ,wasser geschriebenen ,schriftzge gar nicht wahrzunehmen4 ,halte ich nun aber das ,papier einen ,augenblick ber die warme ,lampe1 so entweicht alle ,feuchtigkeit aus dem ,kobaltsalz1 es wird dadurch tiefblau und die ,schrift tritt jetzt1 wie ihr seht1 deutlich hervor4 ,kurt3 ,ei1 das kann man ja als ,geheimschrift gebrauchen6 ,dr4 ,e43 ,freilich1 ,kurt6 ,und die schnsten ,bilder kann man damit malen1 die nach unserm ,belieben verschwinden und auch wieder erscheinen4 -- ,nun aber zur zweiten ,frage4 ,kurt3 ,kannst du mir denn sagen1 ,vater1 warum man die schwedischen ,streichhlzer blo an der ,schachtel anznden kann und nicht berall1 wie die gewhnlichen8 ,dr4 ,e43 ,das ist fr jeden1 der ein wenig von ,chemie versteht1 leicht zu erklren4 ,man mu nur wissen1 da es zwei ganz verschiedene ,formen des ,phosphors gibt1 den gewhnlichen1 der an der ,luft raucht1 sehr giftig ist und sich leicht von selbst entzndet1 und den sogenannten roten oder amorphen1 der ein unschdliches rotbraunes ,pulver darstellt1 das erst bei einer ,temperatur von ber #cjj ,grad verbrennt1 mit chlorsaurem ,kali jedoch1 dem bekannten ,gurgel-,salz1 ein leicht entzndliches ,gemenge gibt4 ,die gewhnlichen ,schwefelhlzer enthalten nun vorn in ihrem ,kpfchen neben andern ,stoffen auch eine ,quantitt gewhnlichen ,phosphors1 dessen ,eigenschaften durch ,beimengungen1 wie ,gummi1 ,bleiverbindungen usw4 zwar abgeschwcht1 aber nicht aufgehoben sind4 ,bei jeder durch ,reibung hervorgerufenen ,temperaturerhhung fngt daher ein solches ,streichhlzchen an zu brennen4 ,die schwedischen ,sicherheitszndhlzer hingegen enthalten in ihrem ,kpfchen nicht ,phosphor1 sondern als wichtigsten ,bestandteil chlorsaures ,kali1 das sich fr gewhnlich nicht durch ,reiben entznden lt4 ,werden sie aber an der ,reibflche der ,schachtel angestrichen1 die zum ,teil aus rotem ,phosphor besteht1 so entflammen sie1 weil eben beide ,stoffe hierbei zu jenem leicht entzndlichen ,gemenge vereinigt werden4 -- brigens gelingt es bei einigen ,versuchen auch1 die ,sicherheitszndhlzchen etwa an einer ,glasscheibe oder an andern glatten ,flchen zu entznden1 da viele ,gemische1 die chlorsaures ,kali enthalten1 schon allein durch ihre starke ,reibung entflammt werden4 ,so enthielten beispielsweise die ltesten ,reibhlzer1 die in den ,handel gebracht wurden1 gar keinen ,phosphor1 sondern nur chlorsaures ,kali und ,schwefelantimon4 ,sie wurden durch krftiges ,hindurchziehen durch ,sandpapier zur ,entzndung gebracht4 ,fritz3 ,na1 das mu schn umstndlich gewesen sein4 ,das war wohl zu der ,zeit1 wo man das ,pulver auf der ,gewehrpfanne noch mit der ,lunte oder mit dem ,feuerstein anbrennen mute8 ,dr4 ,e43 ,ei behte1 ,fritz6 ,wo denkst du hin6 ,du scheinst ja gar nicht zu wissen1 da die ,zndhlzer erst in den #cj;er ,jahren des #ai4 ,jahrhunderts erfunden wurden4 ,vorher mute man sich der ,hauptsache nach mit ,stahl1 ,stein und ,feuerschwamm behelfen1 und das ,feueranmachen war damals gar keine so leichte ,sache wie heutzutage4 ,kurt3 ,dann werden sich aber die ,menschen gefreut haben1 wie das mit einem ,male durch die ,phosphorzndhlzchen so schn leicht ging4 ,dr4 ,e43 ,vielleicht wre es so gewesen1 wenn die ersten ,fabrikate gleich eine hnliche ,vollkommenheit besessen htten1 wie die jetzigen4 ,zunchst aber erschienen sie wegen ihrer leichten ,entzndbarkeit als ziemlich feuergefhrlich1 und die ,folge war1 da sie jahrelang in vielen ,staaten polizeilich verboten wurden4 -- ,doch das fhrt uns zu weit4 ,es wird ,zeit1 ,kurt1 da du deine dritte ,frage zum besten gibst4 ,sidenote3 ,sonnenstubchen4 ,brausepulver ,kurt3 ,o1 ich wei noch eine ganze ,menge6 ,wenn ich aber nur noch eine tun darf1 so mchte ich wohl fragen1 warum die ,sonnenstubchen immer gerade da sind1 wo die ,sonne hinscheint8 ,dr4 ,e43 ,wie meinst du das8 ,kurt3 ,wenn die ,sonnenstrahlen durch das ,fenster ins ,zimmer fallen1 dann sieht man doch in diesen ,strahlen ,millionen feiner ,stubchen und flimmernder ,pnktchen1 die hin und her wogen4 ,auerhalb dieser ,strahlen aber ist die ,luft des ,zimmers ganz klar und durchsichtig und keine ,spur von ihnen zu sehen4 ,dr4 ,e43 ,und nun glaubst du1 jene ,stubchen sind von den ,strahlen gewissermaen angezogen worden und tanzen darin herum1 wie die ,elfen im ,mondschein8 ,das ist wahrhaftig ein toller ,gedanke4 ,kannst du wirklich keine einfachere ,lsung dieser ,erscheinung finden8 ,denke doch daran1 da die ,sonne sich fortbewegt und da ihre ,strahlen nach kurzer ,zeit in ganz anderer ,richtung durchs ,zimmer ziehen1 ohne da das ,spiel der ,sonnenstubchen in ihnen eine nderung erfhrt4 ,fritz3 ,kurt und ich haben uns schon neulich ber diese ,frage gestritten4 ,ich habe darauf einen ,versuch gemacht1 durch den sich beweisen lt1 da die ganze ,stube mit solchen ,stubchen angefllt ist1 die man aber selbst mit den schrfsten ,augen fr gewhnlich nicht sehen kann4 ,erst wenn der grelle ,sonnenstrahl sie beleuchtet1 erkennt man die zahllosen ,flimmerchen1 die in nichts zu verschwinden scheinen1 wenn sie aus der ,richtung des ,strahls herausschweben4 ,dr4 ,e43 ,sehr gut1 ,fritz4 ,was ist denn das fr ein schnes ,experiment1 das dich auf diese ,erklrung gefhrt hat8 ,fritz3 ,zuerst habe ich ein ,buch in den ,sonnenstrahl gehalten1 wo das ,licht nicht durchkonnte4 ,da waren die ,stubchen hinter dem ,buch gleich unsichtbar geworden4 ,dann habe ich einen ,spiegel genommen1 damit den ,sonnenstrahl aufgefangen und in eine andere ,richtung gelenkt4 ,dann wurden auch in diesem1 ganz anders gerichteten ,strahl ,sonnenstubchen sichtbar1 und daraus mute ich doch schlieen1 da eben diese ,staubteilchen gleichmig im ganzen ,zimmer verteilt sind4 ,kurt3 ,aber das ist doch schrecklich1 zu denken1 da wir das einatmen mssen6 ,dr4 ,e43 ,dagegen wird sich wohl schwerlich etwas machen lassen1 obschon wir ganz genau wissen1 da ,tausende von ,keimen aus diesen ,stubchen mit jedem ,atemzuge in unsere ,lunge geraten4 ,jedenfalls aber lernen wir einsehen1 da es kein miges ,gerede ist1 wenn die rzte immer und immer wieder darauf hinweisen1 wie wichtig fr jeden ,menschen der ,aufenthalt in der freien ,natur ist1 wo im allgemeinen die ,luft weit reiner und freier von ,keimen ist4 -- ,jetzt aber mag ,fritz hren lassen1 was er fr ,wnsche hat4 ,fritz3 ,ich mchte zunchst wohl wissen1 was ,brausepulver ist1 und warum es im ,wasser so aufbraust4 ,ich denke mir1 es handelt sich dabei um ,kohlensure4 ,nun aber haben wir krzlich in der ,schule gelernt1 da ,kohlensure nur durch eine andere ,sure1 etwa durch ,schwefelsure1 aus kohlensauren ,salzen ausgetrieben wird4 ,ich verstehe demnach nicht1 wie dies durch bloes ,wasser1 in das man das ,brausepulver schttet1 geschehen kann4 ,dr4 ,e43 ,wie du richtig bemerkt hast1 wird die ,kohlensure aus ihren ,verbindungen nur durch eine andere ,sure ausgetrieben4 ,es braust also z4,b41 wenn ich ein ,stck ,kreide oder1 was dasselbe1 ein ,stck kohlensauren ,kalk in verdnnte ,schwefelsure werfe4 ,letztere verbindet sich mit dem ,kalk zu schwefelsaurem ,kalk1 und die ,kohlensure wird frei1 wobei sie in ,gasform entweicht4 ,das ,brausepulver besteht nun aus zwei ,substanzen1 deren eine ebenfalls ein kohlensaures ,salz1 das sogenannte doppeltkohlensaure ,natron ist4 ,der andere ,bestandteil aber ist eine der verschiedenen festen ,suren1 meist ,weinsteinsure oder ,zitronensure1 wie ihr sie wohl bei ,mutter in der ,kche gesehen habt4 ,diese festen ,suren haben ebenfalls die ,macht1 die ,kohlensure aus ihren ,verbindungen auszutreiben1 aber sie knnen dies nur1 wenn sie in flssiger ,form sind1 wie denn schon die alten ,alchimisten wuten1 da die ,krper meist nur dann chemisch aufeinander wirken1 wenn sie in ,lsung sind4 ,kohlensaures ,natron und feste ,weinsteinsure vertragen sich also gewissermaen ganz gut1 solange sie beide in ,pulverform miteinander gemischt sind4 ,sowie ich sie aber ins ,wasser schtte und sie dadurch in ,lsung bringe1 bt die ,weinsteinsure ihre natrliche ,macht aus1 verbindet sich mit dem ,natron und zwingt die ,kohlensure1 als ,gas zu entweichen4 ,kurt3 ,ich habe aber doch auch schon gesehen1 da ,brausepulver gar nicht mehr brausen wollte4 ,dr4 ,e43 ,das will ich wohl glauben4 ,dann ist es eben schlecht verwahrt gewesen1 so da das ,pulver ,feuchtigkeit aus der ,luft anziehen konnte4 ,in diesem ,falle ist dann1 ohne da wir es merkten1 schon vor dem ,gebrauch alle ,kohlensure durch die feucht gewordene ,weinsteinsure ausgetrieben4 -- ,fritz3 ,fast jeden ,abend1 wenn wir zu ,bett gehen1 rgere ich mich ber eine ,erscheinung1 die ich gern erklrt haben mchte4 ,wenn ich unser ,licht anznde1 so brennt es erst ganz hell2 dann tut es pltzlich so1 als wenn es ausgehen wollte1 bis es sich nach und nach wieder erholt und nun dauernd hell brennt4 ,sidenote3 ,lichtflamme4 ,seife ,dr4 ,e43 ,wie du weit1 stellt jedes ,licht gewissermaen eine kleine ,gasfabrik dar4 ,das feste ,stearin wird zuerst flssig1 steigt dann in dem ,docht empor und zersetzt sich hier in ein ,gemisch verschiedener ,gase1 welche nun durch ,verbrennen die ,flamme liefern4 ,hast du nun den ,docht oben durch ,berhrung mit dem brennenden ,zndhlzchen erhitzt1 so schmilzt zunchst und sehr schnell das wenige ,stearin1 welches in dem freistehenden ,dochtende steckt1 und liefert sogleich das ntige ,gas fr das erste ,aufflammen4 ,diese geringe ,menge ist aber natrlich schnell verbraucht1 die ,flamme wrde verlschen1 wenn nicht von dem oberen ,ende des ,lichtes selbst neue ,nahrung zugefhrt wrde4 ,da das ,stearin des ,lichtes aber bei der niedrigen ,temperatur in eurem ungeheizten ,schlafzimmer nur langsam schmilzt1 so dauert es eine ,weile1 bis sich durch die andauernde ,wrme eine gengende ,menge davon unterhalb des brennenden ,dochtes verflssigt hat4 ,erst wenn dies geschehen und aus dem so gebildeten kleinen ,reservoir die ,flssigkeit in reichem ,mae mittels der ,dochtfden emporsteigt1 kann die ,flamme ihre ganze ,leuchtkraft entfalten4 ,kurt3 ,dann wird man diese ,erscheinung also namentlich im ,winter beobachten8 ,dr4 ,e43 ,bei guten ,lichtern jedenfalls1 da der ,fabrikant bei ,herstellung seiner ,ware gewi das richtige ,verhltnis von ,docht und ,schmelzbarkeit der ,lichtmasse beachten wird4 -- ,nun aber zur letzten ,frage1 die ,fritz noch zu stellen hat4 ,fritz3 ,man hat doch gesagt1 der ,verbrauch an ,seife sei ein ,mastab fr die ,kultur des ,menschen4 ,nun sehe ich eigentlich nicht ein1 warum denn gerade die ,seife so gut fr die ,reinigung ist4 ,man sollte doch meinen1 ,wasser allein mte schlielich dieselben ,dienste tun4 ,ich wei ja wohl1 da ,seife den ,schmutz leichter fortnimmt2 aber warum das so ist1 darber mchte ich gern etwas wissen4 ,dr4 ,e43 ,wenn du schon etwas organische ,chemie in der ,schule gehabt httest1 wrdest du dir die ,frage leicht selber beantworten knnen4 ,so aber1 frchte ich1 wird dir meine ,antwort nicht ganz verstndlich sein4 ,jedenfalls weit du aber1 da die menschliche ,haut berall mit kleinen ,drsen besetzt ist1 den ,schwei- und den ,talgdrsen4 ,letztere liefern ein flssiges ,fett1 welches die ,haut geschmeidig erhlt und in feiner ,schicht den ganzen ,krper berzieht4 ,staub und sonstige ,unreinigkeiten haften vornehmlich wegen dieser ,fettschicht so fest auf dem ,krper4 ,reines ,wasser1 das sich mit ,fett bekanntlich nicht mischt1 und es noch viel weniger auflst1 ist daher ein hchst mangelhaftes ,reinigungsmittel fr unsere ,haut4 ,anders die ,seife1 die in konzentrierter ,form ,fett aufzulsen vermag und daher auch die mit ,schmutz gemischte zarte ,fettschicht unseres ,krpers auflst1 so da dieselbe nun leicht vom ,wasser fortgesplt werden kann4 ,fritz3 ,das ist ja gar nicht so schwer zu verstehen4 -- ,was ist denn aber nun eigentlich ,seife8 ,dr4 ,e43 ,ei1 du denkst wohl1 noch eine vierte ,frage einschmuggeln zu knnen8 ,das darf ich doch nicht zugeben4 ,ich will euch aber sagen1 wie man ,seife machen kann2 das wird ebensogut sein1 weil du die chemischen ,bezeichnungen doch schwerlich verstehen wrdest4 ,fritz3 ,ach1 ,vater1 das drfte uns nur wenig ntzen2 wir haben ja doch keine ,chemikalien4 ,dr4 ,e43 ,die braucht ihr ja gar nicht4 ,alles1 was dazu ntig1 findet sich sicher schon im ,hause4 ,war es doch frher allgemein ,sitte1 da die ,hausfrauen sich ihren ,bedarf an ,seife zum ,zeugwaschen selber herstellten4 ,kurt3 ,bitte1 dann erzhle1 wie's gemacht wird4 ,sidenote3 ,bereitung der ,seife ,dr4 ,e43 ,in den frheren ,haushaltungen gab es immer einen alten ,topf1 den ,unschlitt-,topf1 in dem alle fetthaltigen ,abflle1 wie ,talglichtstmpfe1 ranziger ,speck usw4 gesammelt wurden4 ,ebenso sammelte man die ,asche1 welche durch ,verbrennen des ,holzes1 namentlich des ,buchenholzes1 bei ,benutzung des ,herdes zurckblieb4 ,die ,asche wurde mit kochendem ,wasser bergossen und durch ein ,tuch gesiebt4 ,das durchlaufende ,wasser oder die ,lauge enthlt dann die aus der ,asche gelsten ,stoffe1 von denen uns namentlich einer1 die sogenannte ,pottasche1 interessiert4 ,in dieser ,lauge mute nun der ,inhalt des ,unschlitt-,topfes lngere ,zeit kochen1 wobei eine ,zersetzung des ,fettes eintritt und sich aus ihm und dem ,kali der ,pottasche ein neuer ,krper bildet1 der euch wohl als grne oder ,schmierseife bekannt ist4 ,da aber die ,hausfrauen eine harte ,seife haben wollten1 so fgten sie dem in der ,lauge kochenden ,fett noch einige ,hnde voll ,kochsalz hinzu1 wodurch dann die ,kaliverbindung der ,fettsuren in die ,natronverbindung bergefhrt wurde4 ,war dann spter der ,kessel vom ,feuer genommen und erkaltet1 so hatte sich oben ber der ,flssigkeit eine dicke ,schicht schner1 harter ,seife gebildet4 ,sie wurde in ,stcken herausgeschnitten1 getrocknet und dann nach ,bedarf zum ,waschen verbraucht4 ,fritz3 ,aber warum machen denn das die ,frauen heute nicht mehr1 wenn das so leicht geht und eigentlich so gut wie gar nichts kostet8 ,dr4 ,e43 ,nun1 ,zeit kostet es immerhin4 ,sodann ist es heutzutage ein kostspieliges ,vergngen1 ,buchenholz statt ,kohle oder ,torf in der ,kche zu brennen1 whrend anderseits das ,aufsammeln der ,fettreste mancherlei ,unzutrglichkeiten mit sich fhrt4 ,endlich ist durch ,fabrikation im groen1 bei welcher vorwiegend ganz billige ,fette1 wie ,baumwollsamenl1 ,palml usw4 ,verwendung finden1 der ,preis der ,seife ein so geringer geworden1 da es den ,hausfrauen wirklich nicht zu verdenken ist1 wenn sie ihren ,bedarf heute lieber kaufen4 -- ,es geht mit dem ,seifenkochen im ,hause daher ganz hnlich1 wie mit dem ,spinnen1 ,brotbacken1 ,strkemachen1 ,bierbrauen und vielen andern ,ttigkeiten1 die frher in jedem ,hausstande ausgefhrt wurden1 jetzt aber mehr und mehr an besondere ,berufsklassen und ,gewerbebetriebe bergegangen sind4 ,kurt3 ,das kommt wohl1 weil es heutzutage fr alles ,fabriken und ,maschinen gibt8 ,dr4 ,e43 ,zum ,teil ja4 ,man kann diese ,erscheinung aber noch von einem allgemeineren ,gesichtspunkte betrachten4 ,je hher unsere ,kultur1 desto einseitiger und spezieller wird die ,berufsttigkeit des einzelnen1 weil nur auf diese ,weise immer vollkommenere ,leistungen erreicht werden knnen4 ,der einsam schweifende ,wilde ist sein eigner ,jger1 ,koch1 ,baumeister und ,waffenschmied2 der zivilisierte ,europer mu zur ,befriedigung seiner ,lebensbedrfnisse ,hunderte verschiedener ,gewerbetreibender in ,anspruch nehmen4 ,teilung der ,arbeit81 das ist das groe ,losungswort1 das die ,menschheit zu immer hherer ,kulturstufe emporgebracht hat4 ,aber indem sie es tat1 hat sie den einzelnen von der stolzen ,hhe seiner ,selbstndigkeit herabgedrngt und zum abhngigen1 dienenden ,gliede jenes hheren ,ganzen gemacht1 welches wir menschliche ,gesellschaft oder ,staat nennen4 ,mit ihm sind wir durch tausend ,fden verbunden3 ihm1 dem wir alles verdanken1 mu die ,arbeit1 die ,kraft unseres ,lebens gewidmet sein4 ,illustration ,schlagwrter-,verzeichnis4 ,alaun #dj4 ,ameisen #afe4 ,asseln #afg4 ,atmen #hd4 ,bakterien #aba4 ,bambus #ade4 ,bandwurm des ,hundes #abi4 -- bertragung #acj4 -- ,wirtswechsel #acc4 ,begonien #aeb4 ,bernstein #db4 ,bimsstein #db4 ,blattluse #afd4 ,blattpflanzen #ada4 ,braunkohlen #ii4 ,brausepulver #agg4 ,desinfektion #abc4 ,destillieren #aj4 ,dorfschwalbe #aeg4 ,drachenbume #adg4 ,drehkrankheit der ,schafe #ace4 ,eisberge #e4 ,essigpilz #abj4 ,farne #aeb4 ,fulnisbakterien #abb4 ,feigenbaum #aej4 ,filtrieren #i4 ,findlingsblcke #ej4 ,fische1 ,atmen #hc4 -- ,flossen #gg4 -- ,schlaf #gf4 -- ,schwanzflosse #hj4 -- ,schwimmblase #hj4 -- ,seitenlinie #ha4 -- ,sinnesorgane #hf4 -- ,tne #hf4 -- ,wasserdruck #gh4 ,fliegen #afa4 ,flhe #afc4 ,grung #abe4 ,gasfabrik #ic4 ,gecko #aeh4 ,geradflgler #afa4 ,geranien #fh4 ,gletscherbildung #d4 ,gradierwerke #cg4 ,gummi #adh4 ,harz #adg4 ,hefepilze #abe4 ,holz1 ,verbrennung #ib4 #agb4 -- ,zellulose #id4 -- ,zusammensetzung #ij4 ,holzkohlen #ig4 ,hund1 ,bandwurm #abi4 ,infusorien #afg4 ,instinkt #acg4 ,kahmpilz #abj4 ,kakerlaken #aei4 ,kalla #aea4 ,kanarienvogel1 ,muskulatur #ec4 ,kautschuk #adi4 ,keimpflanzen #gj4 ,kobaltsalze #agd4 ,kochsalz1 ,lslichkeit #bi4 -- ,vorkommen #cj4 ,konserven #abc4 ,kreide #da4 ,kreuzspinne1 ,netz #ah4 ,kristalle #de4 ,luse #afc4 ,lava #dc4 ,licht fr die ,pflanzen #ff4 ,lichtflamme #agh4 ,luftdruck #gi4 ,meerschaum #db4 ,meerwasser1 ,salzgehalt #ca4 ,milben #afg4 ,milchsurepilz #abj4 ,mineralien1 ,wachsen #dd4 ,mineralwsser #i4 ,motten #aff4 ,mcken #afb4 ,palmen #ada4 ,pelargonien #fh4 ,pfefferminzpltzchen #agj4 ,pflanzen1 ,bewegungen #gd4 -- ,samen #gb4 -- ,wandern #gj4 ,pilz der ,stubenfliege #aaf4 -- ,arten #aah4 -- ,sporen #aag4 ,ratten #aef4 ,regen #ab4 ,salinen #cf4 ,salpeter #da4 ,sand1 ,entstehung #dh4 ,salz1 ,lslichkeit #bi4 -- ,verwendung #ch4 -- ,vorkommen #cj4 ,salzgrten #ce4 ,sauerbrunnen #i4 ,schildluse #afd4 ,schimmelpilze #aah4 ,schmetterlinge1 berwinterung #aee4 ,seife1 ,bereitung #agi4 ,sonnenstubchen #agf4 ,spinnen1 ,arten #ah4 #afg4 -- ,brutpflege #bd4 -- ,eigenschaften #ae4 -- ,netz #ai4 -- ,verbreitung #be4 ,spinnmilben #bf4 ,steinkohlen #ij4 -- ,entstehung #ih4 ,steinsalzlager #cd4 ,stubenfliege1 ,bau #ajc4 -- ,beine #ajd4 -- ,facettenaugen #aac4 -- ,flgel #ajg4 -- ,gewicht #aje4 -- ,kletterkunst #ajf4 -- ,pilz #aaf4 -- ,rssel #aab4 -- ,sinnesorgane #aaj4 ,sumpfgas #if4 ,tannenbaum1 ,knistern #aga4 ,tapezierspinnen #bb4 ,terpentin #adi4 ,tiefenfische #gi4 ,torf #ig4 ,totenkfer #afj4 ,verstand der ,tiere #acg4 ,versteinerungen #ej4 ,vgel1 ,hals #fa4 -- ,magen #fb4 -- ,schlaf #eg4 ,vogelbein1 ,teile #ee4 ,vulkanische ,asche #dc4 ,wanzen #afc4 ,wrme fr die ,pflanzen #ff4 ,wasser1 ,auftrieb #f4 -- ,hartes #ab4 -- ,kreislauf #ab4 -- ,mineral #b4 -- ,zusammensetzung #g4 ,wasserdruck #gh4 ,wasserspinnen #bc4 ,wetterbilder #agc4 ,wetterhuschen #agc4 ,winterschlaf #aee4 ,wolken #aa4 ,wrmer #afg4 ,zahnpilz #abd4 ,zndhlzchen #age4 ,druck von ,b4 ,g4 ,teubner in ,dresden4 ,naturstudien ,von ,prof4 ,dr4 ,k4 ,kraepelin4 7,mit ,zeichnungen v4 ,o4 ,schwindrazheim7 ,zu den ,meistern der volkstmlichen ,darstellung gehrt ,dr4 ,karl ,kraepelin1 der mit seinen ,naturstudien ein ,volksbuch im wahren ,sinne des ,wortes geschaffen hat2 denn sie sind so recht geeignet1 die lern- und wibegierige ,jugend wie auch den erwachsenen ,mann des ,volkes zum naturwissenschaftlichen ,denken anzuregen und ihnen die ,natur mit ihrem ,leben und ,werden nher zu bringen4 ,immer beginnt er seine in ,form der ,unterredung gegebenen ,errterungen mit dem einzelnen ,fall und leitet allmhlich zu allgemeinen ,gesichtspunkten ber das gesetzmige ,walten in der ,natur hin2 dabei vermeidet er jede ,schablone1 so da die dialogische ,form niemals ermdend auf dem ,leser wirkt1 sondern im ,gegenteil anregend48 7,neue ,bahnen47 ,im ,hause4 ,plaudereien in der ,dmmerstunde4 #e4 ,aufl4 durchges4 von ,dr4 ,c4 ,w4 ,schmidt4 ,in den ,naturstudien im ,hause8 wird das ,wasser in allen seinen verschiedenen ,formen und ,wirkungen in der ,natur besprochen1 in hnlicher ,weise das ,salz und die ,steinkohlen1 ,mineralien und ,sand4 ,zoologische ,betrachtungen knpfen sich an den ,kanarienvogel und ,goldfisch1 an die ,stubenfliege und ,spinne wie an den treuen ,karo an4 ,zu botanischen ,bemerkungen geben die ,blattpflanzen wie das ,pelargonium ,anla1 auch die kleinsten und modernsten8 ,lebewesen1 die ,pilze und ,bakterien1 werden nicht vergessen4 ,im ,garten4 ,plaudereien am ,sonntagnachmittag4 #d4 ,auflage4 ,gebunden ,m4 #g4-- ,in diesem ,bndchen wird alles1 was im ,garten an pflanzlichen und tierischen ,objekten die ,aufmerksamkeit fesselt1 in zwangloser ,plauderei besprochen3 ,frhlingspflanzen4 -- ,herbarium4 -- ,regenwrmer4 -- ,einrichtung der ,beete4 -- ,kchenkruter4 -- ,giftpflanzen4 -- ,maikfer4 -- ,einflu des ,lichtes auf die ,tiere4 -- ,leuchtende ,tiere4 -- ,saftstrom4 -- ,pfropfen4 -- ,okulieren4 -- ,grasmcke4 -- ,wanderflug4 -- ,pilze des ,gartens4 -- ,blattwespen4 -- ,schutzmittel der ,tiere4 -- ,unkruter4 -- ,schutzmittel der ,pflanzen gegen ,tiere4 -- ,krten4 -- ,farbenwechsel4 -- ,brutpflege4 -- ,schutzmittel der ,pflanzen gegen ,wrme1 ,licht1 ,regen1 ,wind4 -- ,blattluse4 -- ,zier- und ,nutzpflanzen4 -- ,zchtung4 -- ,nester und ,wespen usw4 ,in ,wald und ,feld4 ,spaziergangs-,plaudereien4 #d4 ,auflage durchgesehen von ,dr4 ,c4 ,w4 ,schmidt4 ,gebunden ,m4 #f4-- ,dieses ,bndchen mchte ,interesse fr die mannigfachen ,erscheinungen und ,geschehnisse da drauen in ,wald und ,feld8 erwecken4 ,besprochen werden3 ,laubfall4 -- ,immergrne ,pflanzen4 -- ,wirbeltierleben im ,winter4 -- ,rauhfrost4 -- ,flechten4 -- ,lebensgemeinschaften4 -- ,insektenleben im ,winter4 -- ,moose4 -- ,anpassung der ,pflanzen und ,tiere an den ,wald4 -- ,gesteine4 -- ,versteinerungen4 -- ,vogelleben im ,frhling4 -- ,forstschdlinge4 -- ,forstkultur4 -- ,moor und ,sumpf4 -- ,das ,tierleben im ,swasser4 -- ,wasserpflanzen4 -- ,insektenleben im ,sommer4 -- ,brutpflege4 -- ,kornfeld4 -- ,fruchtfolge4 -- ,bedeutung des ,waldes fr das ,klima und fr die ,menschen4 ,in der ,sommerfrische4 ,reise-,plaudereien4 #b4 ,auflage4 ,gebunden ,m4 #g4-- ,in diesem ,werkchen zieht der ,verfasser die ,naturobjekte und ,naturerscheinungen in den ,bereich seiner ,besprechung1 die bei der weitverbreiteten ,sitte der ,ferienreisen und ,sommerfrischen vielen ,tausenden von ,familien nahetreten1 ohne da dabei der ,wunsch nach tieferem ,verstndnis des ,gesehenen befriedigt wrde4 ,es soll somit ein weitgehendes ,interesse fr die ,probleme des ,seins und ,geschehens in der ,zeit erwecken1 die gerade der ungebundenen ,mue inmitten einer an neuen1 ungewohnten ,erscheinungen so reichen ,umgebung dient1 wie sie das ,gebirge1 das ,meer fr jeden bietet1 der zum erstenmal deren ,zauber auf sich wirken lt4 ,in fernen ,zonen4 ,ein ,buch fr die reifere ,jugend4 ,gebunden ,m4 #g4-- ,der ,verfasser glaubte in einem letzten abschlieenden ,bande auch die so andersartige ,welt ferner ,zonen der ,jugend in zwanglosen ,plaudereien nherbringen zu sollen4 ,als ,grundlage hierzu dienten ihm1 wie dies fr eine lebendige ,schilderung unerllich1 die ,beobachtungen und ,erfahrungen seiner eigenen ,reisen1 die dann nach ,mglichkeit zur ,herausarbeitung allgemeiner ,gesichtspunkte verwertet wurden4 ,volksausgabe4 ,eine ,auswahl aus des ,verfassers ,naturstudien im ,hause81 im ,garten8 und in ,wald und ,feld84 ,veranstaltet vom ,hamburger ,jugendschriften-,ausschu4 #c4 ,auflage4 ,gebunden ,m4 #b4hj ,auf smtl4 ,preise ,teuerungszuschlge des ,verlags #abj 7,abnd4 vorbeh47 u4 d4 ,buchh4 ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,preise freibleibend ,naturgeschichtliche ,volksmrchen4 ,von ,rektor ,prof4 ,dr4 ,o4 ,dhnhardt4 ,in #b ,bnden4 ,mit ,bildern von ,o4 ,schwindrazheim4 ,bd4 ,i4 #f4 ,auflage4 ,geb4 ,m4 #g4-- ,bd4 ,,ii4 #e4 ,aufl4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,die ,naturgeschichtlichen ,volksmrchen#8 sind eine lngst gut eingefhrte ,jugendschrift4 ,sie bieten ,stcke aus dem ,mrchenschatze vieler ,lnder und ,vlker dar4 ,der ,kette dieser ,perlen hat der ,herausgeber1 ein tchtiger ,fachgelehrter1 fleiiger ,sammler und geschickter ,bearbeiter1 in der letzten ,auflage noch neue angereiht48 7,hannoversche ,schulzeitung47 ,naturgeschichte fr die ,grostadt4 ,von ,lehrer ,w4 ,pfalz4 #b ,bnde4 ,mit #ed ,federzeichnungen4 ,i4 ,teil3 ,tiere und ,pflanzen der ,straen1 ,pltze1 ,anlagen1 ,grten und ,wohnungen4 ,geb4 ,m4 #e4bj ,,ii4 ,teil3 ,aquarium u4 ,terrarium1 ,pflanzen der ,grten1 ,wohnungen1 ,anlagen u4 des ,palmenhauses4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,der ,verfasser hat mit seinem ,bchlein einen guten ,griff getan4 ,eine neue ,idee in trefflicher ,durchfhrung48 7,national-,zeitung47 ,neue ,geschichten aus dem ,tierleben4 ,von ,a4 ,marx4 #b4 ,aufl4 ,mit #bc ,abbildungen4 ,unter der ,presse ,mai #aiba4 ,ein prchtiges ,bchlein fr jung und alt1 voll herzerfrischenden ,humors6 ,schilderungen wie ,fresack#81 ,kreuzotter#8 sind auch fr uns von speziellem ,interesse1 aber auch ,frhlingsnacht#81 ,pica#81 ,grimmbarts ,nachtbummel#8 und andere wird jeder ,naturfreund mit ,behagen lesen6 4448 7,bltter fr ,aquarien- u4 ,terrarienkunde47 ,versuche mit lebenden ,pflanzen4 ,von ,dr4 ,m4 ,oettli4 ,mit #g ,abbildungen4 ,kart4 ,m4 #a4fj ,ein ,bndchen1 das ,anleitung geben will1 an ,pflanzen zu experimentieren1 den ,saftstrom1 die ,bewegungen und das ,wachstum1 die ,licht- und ,schwereempfindlichkeit sichtbar zu machen4 ,in froher ,arbeit soll ,kopf und ,hand geschickt gemacht werden zur spteren ,lebensarbeit4 ,streifzge durch ,wald und ,flur4 ,eine ,anleitung zur ,beobachtung der heimischen ,natur in ,monatsbildern4 ,von weil4 ,prof4 ,b4 ,landsberg und weil4 ,rektor ,prof4 ,dr4 ,w4 ,b4 ,schmidt4 #f4 ,aufl41 vollst4 neubearb4 von ,dir4 ,dr4 ,a4 ,gnthart4 ,mit zahlr4 ,originalzeichnungen u4 ,abbildungen4 ,u4 d4 ,pr4 #aiba4 ,ich wte fr reifere1 naturwissenschaftlich interessierte ,schler kein ntzlicheres und reizenderes ,geschenkbuch als das hier angezeigte gehaltvolle ,buch mit seinem grndlichen ,wissen und seiner doch so verstndlichen ,form48 7,zeitschrift fr lateinlose hhere ,schulen47 ,physikalische ,plaudereien fr die ,jugend4 ,von ,oberlehrer ,l4 ,wunder in ,sendelbach4 ,mit #ae ,abbildungen4 ,kart4 ,m4 #b4-- ,wir zweifeln nicht daran1 da die anregende ,darstellung mit den leicht ausfhrbaren ,experimenten unsern ,jungen viel ,vergngen bereiten und ihren ,sinn fr chemisch-physikalische ,forschung wecken und frdern wird48 7,preu4 ,lehrerzeitung47 ,chemische ,plaudereien fr die ,jugend4 ,von ,oberlehrer ,l4 ,wunder in ,sendelbach4 ,mit #e ,abbildungen4 ,kart4 ,m4 #b4-- ,mit ,erfolg wird auf leichte ,verstndlichkeit besonders ,gewicht gelegt2 man merkt es dem ,buche allenthalben an1 da der ,verfasser sich in die ,seele des ,kindes hineinzudenken gewhnt ist4 ,das ,bchlein wird gewi in der jungen ,welt viele ,freunde finden und dazu beitragen1 reges ,interesse fr den eigentlichen chemischen ,unterricht zu erwecken48 7,zeitschr4 f4 d4 phys4 u4 chem4 ,unterricht47 ,der deutschen ,jugend ,handwerksbuch4 ,hrsg4 von ,geh4 ,ober-,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,l4 ,pallat4 #b4 ,aufl4 ,i4 ,teil4 ,mit #aag ,abb4 u4 #a farb4 ,tafel4 ,geb4 ,m4 #g4ej ,,ii4 ,teil4 ,mit #acf ,abb4 u4 #c farb4 ,taf4 ,geb4 ,m4 #ab4ej ,inhalt des ,i4 ,bandes3 ,i4 ,bastelarbeit4 ,,ii4 ,allerhand unterhaltende und lehrreiche ,arbeiten aus ,papier und ,pappe4 ,,iii4 ,beschftigungsspiele4 ,,iv4 ,festschmuck4 ,v4 ,kleisterpapiere4 ,,vi4 ,spielgert und ,spielzeug aus ,naturholz4 ,,vii4 ,spielzeug aus ,brettholz4 ,inhalt des ,,ii4 ,bandes3 ,i4 ,papparbeiten4 ,,ii4 ,drucken mit ,linoleum und ,papier4 ,,iii4 ,anfertigen von ,gall- und ,sprengpapieren4 ,,iv4 ,holzarbeiten4 ,v4 ,metallarbeiten4 ,,vi4 ,arbeiten an ,elementen4 ,,vii4 ,flugzeugstudien4 ,eine ,jugend1 die in solcher ,weise ,kopf und ,hand bildet und unmerklich zur ,kunst kommt1 wird auf allen ,lebensgebieten tchtig sein48 7,vorwrts47 ,der deutschen ,jugend ,sportbuch4 ,unter ,mitarbeit magebender ,vertreter der einzelnen ,sportarten hrsg4 v4 ,dr4 ,h4 ,o4 ,simon4 ,mit #hj ,abb4 ,geb4 ,m4 #f4-- ,es ist ein vaterlndisches ,buch im vollsten ,sinn des ,wortes4 ,als ,sportbuch bietet es in ,flle all das1 wonach jedes ,jnglings ,herz verlangt1 ,leben1 ,lust1 ,kampf und ,sieg1 echt deutscher ,sport mit allen seinen ,segnungen und ,freuden48 7,krper und ,geist47 ,auf smtl4 ,preise ,teuerungszuschl4 d4 ,verl4 #abj 7,abnder4 vorbeh47 u4 teilw4 d4 ,buchhandl4 ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,preise freibleibend ,funoten3 ,footnote #a3 ,tegenria domstica4 ,footnote #b3 ,epera didema4 ,footnote #c3 ,gattung ,ctenza4 ,footnote #d3 ,argyronta aqutica4 ,footnote #e3 ,tetranchus telrius4 ,footnote #f3 ,nphila madagascarinsis4 ,footnote #g3 ,tarxacum officinle4 ,footnote #h3 ,lppa mjor1 mnor und tomentsa4 ,footnote #i3 ,glium aparne4 ,footnote #aj3 ,bdens crnua und tripartta4 ,footnote #aa3 ,imptiens nli tngere4 ,footnote #ab3 ,scyos angulsa4 ,footnote #ac3 ,protpterus annctens in ,afrika1 ,lepidosren paradxus in ,sdamerika1 ,ceratdus ,frsteri in ,australien4 ,footnote #ad3 nabas scndens4 ,footnote #ae3 ,cobtis fosslis4 ,footnote #af3 ,cttus scrpio4 ,footnote #ag3 ,trgla gunrdus4 ,footnote #ah3 ,pognias chrmis4 ,footnote #ai3 ,empsa mscae4 ,footnote #bj3 ,merlius lcrimans4 ,footnote #ba3 ,mcor mucdo4 ,footnote #bb3 ,penicllium glacum4 ,footnote #bc3 ,aspergllus glacus4 ,footnote #bd3 ,microcccus prodigisus4 ,footnote #be3 ,saccharomces4 ,footnote #bf3 ,bactrium acti ,essigpilz1 ,b4 cidi lctici ,milchsurepilz4 ,footnote #bg3 ,clostrdium butyracum4 ,footnote #bh3 ,bactrium tuberculsis4 ,footnote #bi3 ,vbrio chlerae4 ,footnote #cj3 ,microcccus diphtherticus4 ,footnote #ca3 ,bactrium nthracis4 ,footnote #cb3 ,microcccus erysiplatis4 ,footnote #cc3 ,microcccus vccinae4 ,footnote #cd3 ,bacllus tphi4 ,footnote #ce3 ,streptocccus pygenes4 ,footnote #cf3 ,staphylocccus pygenes areus4 ,footnote #cg3 ,odium lbicans4 ,footnote #ch3 ,lptothrix bucclis4 ,footnote #ci3 ,saccharomces cerevsiae ,bierhefe1 ,s4 ellipsodeus ,weinhefe usw4 ,footnote #dj3 ,tania saginta4 ,footnote #da3 ,tania echinocccus4 ,footnote #db3 scaris lumbricides4 ,footnote #dc3 ,oxyris vermiculris4 ,footnote #dd3 ,tania cucumerna4 ,footnote #de3 ,tania coenrus4 ,footnote #df3 ,phonix dactylfera4 ,footnote #dg3 ,chamarops hmilis4 ,footnote #dh3 ,ccus nucfera4 ,footnote #di3 ,elais guinensis4 ,footnote #ej3 ,hyphana thebica4 ,footnote #ea3 ,arndo dnax4 ,footnote #eb3 ,clamus rtang4 ,footnote #ec3 ,bambsa4 ,footnote #ed3 ,borssus flabellifrmis4 ,footnote #ee3 ,chamarops hmilis4 ,footnote #ef3 ,ccus nucfera4 ,footnote #eg3 ,phonix dactylfera4 ,footnote #eh3 ,elais guinensis4 ,footnote #ei3 ,sgus ,rmpfii4 ,footnote #fj3 ,clamus rtang etc4 ,footnote #fa3 ,clamus drco4 ,footnote #fb3 ,pterocrpus drco4 ,footnote #fc3 ,dracana drco4 ,footnote #fd3 ,richrdia aethipica4 ,footnote #fe3 ,clla palstris4 ,footnote #ff3 rum macultum4 ,footnote #fg3 ,acrus clamus4 ,footnote #fh3 ,asplnium vivparum1 bulbferum etc4 ,footnote #fi3 ,mus msculus4 ,footnote #gj3 ,mus silvticus4 ,footnote #ga3 ,mus agrrius4 ,footnote #gb3 ,mus rttus4 ,footnote #gc3 ,mus decumnus4 ,footnote #gd3 ,mus alexandrnus4 ,footnote #ge3 ,psser domsticus4 ,footnote #gf3 ,hirndo rbica4 ,footnote #gg3 ,ruticlla tthys4 ,footnote #gh3 ,cpselus pus4 ,footnote #gi3 ,crvus mondula4 ,footnote #hj3 ,strix flmmea4 ,footnote #ha3 ,hirndo rstica4 ,footnote #hb3 ,platydctylus1 ,hemidctylus4 ,footnote #hc3 ,periplanta orientlis4 ,footnote #hd3 ,bltta germnica4 ,footnote #he3 ,anbium prtinax4 ,footnote #hf3 ,blaps mortisga4 ,footnote #hg3 ,dermstes lardrius etc4 ,footnote #hh3 ,attagnus pllio4 ,footnote #hi3 ,anbium panicum1 ,trogosta mauritnica4 ,footnote #ij3 ,tenbrio mlitor4 ,footnote #ia3 ,brchus psi ,erbsenkfer1 ,b4 lntis ,linsenkfer1 ,calndra granria ,kornkfer in ,graupen4 ,footnote #ib3 ,grllus domsticus4 ,footnote #ic3 ,trctes divinatrius1 tropos pulsatria4 ,footnote #id3 ,aphorra armta1 ,sminthrus nger etc4 ,footnote #ie3 ,lepsma saccharna4 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