,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so markiert4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,illustration ,michael ,faraday ,naturgeschichte einer ,kerze4 ,sechs ,vorlesungen fr die ,jugend4 ,vierte ,auflage4 ,mit einem ,lebensabri ,faraday's1 herausgegeben von ,dr4 ,richard ,meyer1 ,professor an der ,technischen ,hochschule in ,braunschweig4 ,nebst einem ,bildnis ,faraday's und #ce ,holzstichen4 ,illustration ,dresden ,hans ,schultze1 ,verlagsbuchhandlung #aije4 ,druck von ,wilhelm ,baensch in ,dresden4 ,vorbemerkung zur zweiten ,auflage4 ,michael ,faraday's ,naturgeschichte einer ,kerze wird hiermit der jungen ,leserwelt in einer neuen ,auflage bergeben4 ,gern willigte der ,unterzeichnete ein1 die ihm von der ,verlagshandlung angetragene ,herausgabe zu bernehmen1 welche der ursprngliche bersetzer zu besorgen nicht in der ,lage war4 ,selbstverstndlich wurde der ,text einer sorgfltigen ,durchsicht1 insbesondere einer ,vergleichung mit dem englischen ,original unterworfen1 wobei ziemlich vielfache ,abnderungen ntig waren4 ,die frische1 lebendige und1 man darf wohl sagen naive ,darstellungsweise ,faraday's suchte man berall so getreu als mglich wiederzugeben4 ,ganz streng lie sich freilich die ,anlehnung an das ,original nicht immer durchfhren4 ,faraday hat seine ,vortrge nicht niedergeschrieben1 sondern frei gehalten1 und das ,bchlein verdankt seine ,entstehung den raschen ,aufzeichnungen eines ,zuhrers4 ,dieser ,ursprung gibt sich vielfach sehr vorteilhaft zu erkennen2 zuweilen aber hatte er auch offenbare ,unklarheiten zur ,folge1 und in solchen ,fllen hielt es der ,herausgeber fr seine ,pflicht1 die verbessernde ,hand an das ihm sonst als unverletzlich geltende ,original zu legen4 ,hier und da wurde auch eine knappe erluternde ,anmerkung angebracht4 ,das vorangestellte kurze ,lebensbild ,faraday's wird von den jugendlichen ,lesern1 fr welche ja immer das ,persnliche von besonderem ,interesse ist1 nicht ungern entgegengenommen werden4 ,die seltenen ,charaktereigenschaften des ,mannes1 welche seiner hohen wissenschaftlichen ,bedeutung wrdig zur ,seite stehen1 machen ihn zu einem wahren ,vorbilde fr die ,jugend1 und die ,mitteilung seines ,entwickelungsganges erschien daher auch vom pdagogischen ,standpunkte aus gerechtfertigt4 ,als ,quelle dienten hauptschlich die piettvollen ,aufzeichnungen ber ,faraday1 welche von seinem jngeren ,freunde ,tyndall herausgegeben worden sind#a1 und welche auer einer ,flle von persnlichen ,erinnerungen einen wahren ,schatz von brieflichen ,aufzeichnungen aus der ,feder des groen ,mannes selbst enthalten4 - ,auch das ,bildnis ,faraday's1 dessen ausdrucksvolle ,zge das innere ,feuer und die wahre ,herzensgte1 welche in seiner ,seele neben einander wohnten1 so getreulich widerspiegeln1 ist eine ,bereicherung der neuen ,auflage4 brigens sei das ,bchlein nicht nur der ,jugend1 sondern auch den ,eltern und ganz besonders den ,lehrern empfohlen4 ,die letzteren werden sowohl in der ,darstellung als auch in den oft mit so einfachen ,mitteln angestellten ,versuchen manchen wertvollen ,fingerzeig finden4 ,chur1 im ,september #ahhc4 ,richard ,meyer4 ,vorbemerkung zur dritten ,auflage4 ,die dritte ,auflage unterscheidet sich nur wenig von der zweiten4 ,in dem ,lebensabrisse muten einige kleine nderungen und ,zustze gemacht werden1 um der neueren ,entwicklung der ,elektrotechnik und ,elektrochemie ,rechnung zu tragen2 am ,texte war kaum etwas zu ndern1 und nur die ,anmerkungen haben einige geringfgige ,zustze erhalten4 ,braunschweig1 ,november #aija4 ,richard ,meyer4 ,inhalt4 ,seite ,michael ,faraday #a ,erste ,vorlesung4 ,die ,kerze4 ,ihre ,flamme4 ,schmelzen des ,brennstoffs4 ,kapillaritt des ,dochtes4 ,die ,flamme ein brennender ,dampf4 ,gestalt und ,teile der ,flamme4 ,der aufsteigende ,luftstrom4 ,andere ,flammen #cc ,zweite ,vorlesung4 ,nhere ,untersuchung der brennbaren ,dmpfe in der ,flamme4 ,verteilung der ,hitze in der ,flamme4 ,bedeutung der ,luft4 ,unvollstndige ,verbrennung2 ,ruen der ,flamme4 ,verbrennung ohne ,flamme 7,eisen74 ,das ,leuchten der ,flammen4 ,kohle in der ,kerzenflamme4 ,verbrennungsprodukte #eh ,dritte ,vorlesung4 ,wasser als ,verbrennungsprodukt der ,kerze4 ,eigenschaften des ,wassers2 seine ,aggregatzustnde4 ,wasserstoff als ,bestandteil des ,wassers4 ,darstellung und ,eigenschaften des ,wasserstoffs4 ,wasser als ,verbrennungsprodukt des ,wasserstoffs4 ,die ,volta'sche ,sule #hb ,vierte ,vorlesung4 ,chemische ,wirkungen des elektrischen ,stromes4 ,zerlegung des ,wassers durch denselben4 ,wiederbildung von ,wasser durch ,entzndung des ,knallgases4 ,sauerstoff1 der zweite ,bestandteil des ,wassers4 ,quantitative ,zusammensetzung des ,wassers4 ,darstellung und ,eigenschaften des ,sauerstoffs4 ,seine ,rolle bei den ,verbrennungserscheinungen #aji ,fnfte ,vorlesung4 ,die atmosphrische ,luft1 eine ,mischung aus ,sauerstoff und ,stickstoff4 ,eigenschaften des ,stickstoffs4 ,quantitative ,zusammensetzung der ,luft4 ,das ,wgen der ,gase4 ,luftdruck4 ,elastizitt der ,luft4 - ,kohlensure als ,verbrennungsprodukt der ,kerze4 ,erkennung der ,kohlensure4 ,ihr ,vorkommen in der ,natur4 ,darstellung und ,eigenschaften der ,kohlensure #acc ,sechste ,vorlesung4 ,chemische ,zusammensetzung der ,kohlensure4 ,ihre ,bildung durch ,verbrennung von ,kohlenstoff4 ,mengenverhltnis der ,bestandteile4 ,zerlegung der ,kohlensure in ihre ,elemente4 ,bildung von ,kohlensure durch ,verbrennung des ,holzes und des ,leuchtgases4 ,feste und gasfrmige ,verbrennungsprodukte der ,krper4 - ,der ,atmungsproze4 ,kohlenstoffgehalt der ,nahrungsmittel4 ,die ,krperwrme4 ,wechselwirkung zwischen der ,tier- und ,pflanzenwelt4 - ,einflu der ,temperatur auf den ,eintritt chemischer ,prozesse #afc ,michael ,faraday4 ,der ,name ,michael ,faraday gehrt einem der seltenen ,geister an1 welche der ,menschheit neue ,bahnen auf dem ,gebiete der ,naturwissenschaft erffnet haben4 ,aber ,michael ,faraday war nicht nur ein groer ,naturforscher3 er war zugleich auch ein guter und edler ,mensch1 der seine ,mitmenschen1 und nicht am wenigsten die ,jugend liebte4 ,gern stieg er selbst zu den ,kindern herab1 um ihnen in seiner schlichten und herzerfreuenden ,weise aus dem reichen ,schatze seines ,wissens goldene ,frchte zu bieten4 ,darum wird es gut sein1 wenn wir den ,mann1 von dem man so treffliche ,dinge lernen kann1 auch selbst ein wenig kennen lernen4 ,es soll daher in den folgenden ,zeilen einiges aus seinem ,leben erzhlt werden4 ,michael ,faraday war ein ,mann1 der ,alles1 was er wurde und leistete1 seiner eigenen ,kraft verdankte1 ein self made man1 wie die ,englnder sagen1 in des ,wortes edelster ,bedeutung4 ,er war der ,sohn eines armen ,grobschmiedes1 den sein ,vater nur das ,notwendigste lernen lassen konnte1 und der schon als ,knabe gentigt war1 darauf zu denken1 wie er so bald als irgend mglich sein ,brot verdienen knnte4 ,so wurde er denn frhzeitig zu einem ,buchbinder in die ,lehre getan1 und er dachte nicht anders1 als da er in diesem ,berufe sein ,glck machen wrde4 ,aber er brachte es nicht bers ,herz1 die ,bcher1 die er zu binden hatte1 nur von auen anzuschauen2 er blickte hinein1 und er fand darin vieles1 was ihn wundersam anzog4 ,insbesondere waren es die einfachsten ,erscheinungen der ,chemie1 die seine ,einbildungskraft mchtig ergriffen4 ,sie trieben ihn frhzeitig dazu1 mit den allergeringsten ,mitteln1 und so gut er es vermochte1 ,versuche anzustellen1 um sich von der ,wahrheit dessen1 was die ,bcher ihm erzhlten1 durch eigene ,anschauung zu berzeugen4 ,so wurde aus dem armen ,buchbinderlehrling unvermerkt ein kleiner ,naturforscher4 ,faraday dachte wohl zuerst nicht daran1 da diese ,studien etwas anderes als eine ,liebhaberei sein knnten4 ,aber immer mchtiger ergriffen sie ihn2 und endlich vermochte er dem innern ,trieb nicht zu widerstehen3 er vertauschte die ,werkstatt des ,buchbinders mit dem ,laboratorium des ,chemikers4 ,das ging nun freilich nicht so leicht2 er mute ganz von unten anfangen3 als einfacher ,hilfsarbeiter begann er die ,laufbahn des ,naturforschers4 ,aber nachdem er sie einmal betreten1 hat er rasch1 gesttzt auf sein groes ,talent1 jedoch fortwhrend mit eisernem ,fleie bemht1 seine ,kenntnisse zu erweitern1 bald grere und grere ,erfolge errungen1 bis er endlich eine ,stufe erstieg1 welche zu betreten nur wenigen ,auserwhlten beschieden ist4 ,jetzt1 nachdem er schon eine ,reihe von ,jahren nicht mehr unter den ,lebenden weilt1 wird sein ,name von den ,mnnern der ,wissenschaft mit ,verehrung genannt2 diejenigen aber1 denen es vergnnt war1 ihn im ,leben zu kennen1 oder gar ihm nahe zu stehen1 haben stets von ihm mit einer ,begeisterung gesprochen1 welche nur die wahrste ,herzensgte und die edelste ,lauterkeit des ,charakters zu erwecken vermag4 ,michael ,faraday wurde als das dritte ,kind des ,grobschmiedes ,james ,faraday am #bb4 ,september #agia zu ,newington ,butts in ,surrey 7,sd-,london7 geboren4 ,seine ,mutter1 ,margaret1 war die ,tochter eines ,pchters ,namens ,hestwell in der ,nhe von ,kirkby-,stephen4 ,die ,eltern erfllte ein tief religiser ,sinn2 sie gehrten der kleinen christlichen ,sekte der ,sandemanianer an1 und dieser ist er selbst whrend seines ganzen ,lebens treu geblieben4 - ,fast zehn ,jahre lang war seine ,heimat eine ber ,stallungen gelegene ,wohnung in einer ,seitengasse2 seine ,erziehung war1 wie er selbst berichtet1 von der gewhnlichsten ,art und beschrnkte sich fast nur auf die ,anfangsgrnde des ,lesens1 ,schreibens und ,rechnens2 seine ,freistunden brachte er zu ,hause oder auf der ,strae zu4 ,im ,jahre #ahjd trat er1 dreizehn ,jahre alt1 zuerst zur ,probe als ,lehrling in den ,buchladen von ,george ,riebau2 nach einem ,jahre wurde er definitiv1 und der von ihm geleisteten ,dienste wegen unentgeltlich angenommen4 ,wie ernst er es mit seiner ,arbeit nahm1 davon gibt ein ,brief seines ,vaters aus dem ,jahre #ahji ,zeugnis1 welcher schreibt3 ,michael ist ,buchbinder und im ,erlernen seines ,geschftes sehr eifrig4 ,von seinen sieben ,dienstjahren sind fast vier verstrichen4 ,sein ,prinzipal und dessen ,frau sind sehr brave ,leute und seine ,stelle gefllt ihm gut4 ,anfangs hatte er eine schwere ,zeit durchzumachen1 aber1 wie das alte ,sprichwort sagt3 ,jetzt hat er den ,kopf ber ,wasser1 da er zwei andere ,knaben unter sich hat4 ,in diese ,zeit fallen seine ersten chemischen ,studien4 ,er las ,schriften ber ,physik und ,chemie und machte ,experimente1 welche sich mit einigen ,pence#b wchentlicher ,einnahme bestreiten lieen4 ,immerhin war es ihm mglich1 eine einfache ,elektrisiermaschine und einige andere elektrische ,apparate zu konstruieren4 ,auch hrte er gelegentlich ,vorlesungen ber ,physik1 welche ein ,herr ,tatum in den ,abendstunden hielt2 sein ,meister erteilte ihm dazu die ,erlaubnis1 und sein um drei ,jahre lterer ,bruder1 der wie der ,vater ,grobschmied war1 schenkte ihm zu mehreren das ,eintrittsgeld4 ,spter hatte er auch das ,glck1 einige ,vortrge des damals schon hochberhmten ,chemikers ,sir ,humphry ,davy zu hren1 desselben1 welcher ihm spter den ,eintritt in die wissenschaftliche ,laufbahn erschlo und der dann sein langjhriger ,lehrer und ,vorgesetzter wurde4 ,er arbeitete diese ,vorlesungen aus und erluterte die ,experimente durch ,zeichnungen4 ,hierzu hatte er sich durch besondere ,studien befhigt1 da er unter der ,anleitung eines ,herrn ,masquerier eifrig ,perspektive getrieben hatte4 - ,damals machte ,faraday auch einen ersten ,versuch1 seiner ,ttigkeit eine seinem inneren ,triebe entsprechende ,richtung zu geben4 ,der ,wunsch1 wissenschaftlich beschftigt zu sein - so schreibt er1 veranlate mich in meiner ,unkenntnis der ,welt und in der ,einfalt meines ,gemtes1 noch als ,lehrling an ,sir ,joseph ,banks1 damaligen ,prsidenten der ,royal ,society1 zu schreiben4 ,ich erkundigte mich bei dem ,portier nach einer ,antwort1 aber natrlich vergebens4 ,mit welcher ,begeisterung er in diesem jugendlichen ,alter wissenschaftliche ,gegenstnde ergriff - er war damals #ba ,jahre alt -1 zeigt recht deutlich die folgende ,stelle aus einem ,briefe an seinen ,jugendfreund ,benjamin ,abbott1 einen ,qucker1 mit dem er eine sehr lebhafte ,korrespondenz unterhielt3 ,ich finde keinen anderen ,gegenstand1 ber den ich schreiben knnte1 als das ,chlor#c4 ,erstaunen ,sie nicht1 mein lieber ,a41 ber den ,eifer1 mit welchem ich diese neue ,theorie ergreife4 ,ich habe ,davy selbst darber sprechen hren4 ,ich habe ihn ,experimente 7entscheidende ,experimente7 zur ,erklrung derselben anstellen sehen und ich habe ihn diese ,experimente auf die ,theorie1 in einer fr mich unwiderstehlichen ,weise1 anwenden und erklren und geltend machen hren4 ,lieber ,freund1 berzeugung ergriff mich1 ich war gezwungen1 ihm zu glauben1 und dem ,glauben folgte ,bewunderung4 ,im ,oktober #ahab war ,faraday's ,lehrzeit beendigt und er ging als ,buchbindergeselle zu einem ,herrn de ,la ,roche4 ,dieser war ein heftiger ,mann und plagte seinen ,gehilfen so sehr1 da ,faraday diese ,stelle bald unleidlich wurde4 ,er fhlte sich sehr gedrckt3 zur ,pflege seiner wissenschaftlichen ,bestrebungen blieb ihm so gut wie keine ,zeit1 und obwohl sein ,meister ihn persnlich gern mochte und ihm fr die ,zukunft die lockendsten ,versprechungen machte1 so entschlo er sich doch bald1 seine ,lage wenn mglich zu ndern4 ,er schickte ,davy die ,ausarbeitungen ein1 die er nach dessen ,vortrgen gemacht hatte1 und bat ihn1 er mchte ihm die ,mglichkeit verschaffen1 sich der ,wissenschaft zu widmen4 ,davy zeigte den ,brief seinem ,freunde ,pepys und fragte ihn um seine ,meinung1 was er fr den jungen ,mann tun knne4 - ,tun8 erwiderte ,pepys1 lassen ,sie ihn ,flaschen schwenken4 ,taugt er etwas1 so wird er sofort darauf eingehen2 weigert er sich1 so taugt er nichts4 - ,nein1 nein1 sagte ,davy1 wir mssen ihn zu etwas ,besserem verwenden4 - ,und er verwendete ihn zu etwas ,besserem2 denn auf seinen ,antrag wurde ,faraday am #ac4 ,mrz #ahac zu seinem ,assistenten ernannt4 ,als sich spter zeigte1 welchem ,genie er durch seine ,hilfeleistung den ,weg geebnet hatte1 erinnerte sich ,davy gern und mit berechtigtem ,stolze jenes ersten ,schrittes1 und er sagte einst1 die schnste ,entdeckung1 die er gemacht habe1 sei ,faraday gewesen4 ,so war denn ,faraday ,assistent am chemischen ,laboratorium der ,royal ,institution in ,london1 einer ,anstalt1 deren ,hauptzweck es ist1 die ,kenntnis der ,naturwissenschaften durch leichtfaliche1 von ,experimenten begleitete ,vortrge in mglichst weite ,kreise zu tragen4 ,an diesem ,institute wirkte er bis zum ,ende seines ,lebens1 da er spter der ,nachfolger ,davys als ,direktor des chemischen ,laboratoriums wurde4 ,mit seiner ,anstellung an der ,royal ,institution begann fr ,faraday ein neues ,leben3 die ,wissenschaft war ihm nun zum ,beruf geworden1 und man kann sich leicht vorstellen1 mit welcher ,energie sich sein lebhafter und zugleich so nachhaltig ausdauernder ,geist ihrem ,dienste widmete4 ,aber er fhlte das ,bedrfnis1 seine im ganzen drftige ,ausbildung auch nach anderen ,richtungen zu ergnzen2 denn er sagte sich mit ,recht1 da es nicht gengt1 ein tchtiger ,gelehrter in seinem ,fache zu sein1 sondern da es auch noch der ,kenntnisse und ,fertigkeiten auf anderen ,gebieten der menschlichen ,bildung bedrfe4 ,er fand ,nahrung fr dieses ,streben1 indem er im ,jahre #ahac in die ,city philosophical ,society eintrat1 ein ,verein1 welcher #cj-dj ,mitglieder aus den niederen oder mittleren ,stnden zhlte4 ,man kam jeden ,mittwoch ,abend zusammen1 um teils in selbstgehaltenen ,vortrgen1 teils in freien ,diskussionen gegenseitige ,belehrung zu suchen4 ,die ,gesellschaft trat sehr anspruchslos auf1 aber ihre ,leistungen waren1 wie ,faraday selbst sagte1 von groem ,werte fr die ,mitglieder4 - ,spter trat er in ,gemeinschaft mit etwa sechs ,personen1 welche grtenteils der ,city philosophical ,society angehrten1 zu einem engeren ,verbande zusammen4 ,sie trafen sich abends um zusammen zu lesen1 und gegenseitig ihre ,aussprache1 sowie ihren ,satzbau zu beurteilen1 zu verbessern und zu vervollkommnen4 ,die ,disziplin war - wie ,faraday erzhlt - krftig1 die ,bemerkungen sehr aufrichtig und offen und die ,resultate sehr wertvoll4 ,diese ,gesellschaft erhielt sich mehrere ,jahre hindurch4 ,im brigen finden wir ihn eifrig mit chemischen ,arbeiten beschftigt4 ,bei ,gelegenheit derselben machte er sehr bald an sich die ,erfahrung1 da die ,wissenschaft von denen1 die sich ihrem ,dienste widmen1 unter ,umstnden den ,mut und die ,opferfreudigkeit des ,soldaten verlangt4 ,mit ,versuchen ber die explosive ,verbindung des ,chlors mit dem ,stickstoff beschftigt1 erlebte er nicht weniger als vier ,detonationen1 deren eine ihm einen ,teil eines ,nagels abri und die ,finger auch sonst derartig verwundete1 da er sie lngere ,zeit nur mhsam gebrauchen konnte4 ,nur der ,umstand1 da sein ,gesicht bei diesen ,versuchen durch eine glserne ,maske geschtzt war1 bewahrte ihn vor weit gefhrlicheren ,verletzungen4 ,bald sollten indessen diese ,arbeiten eine lngere ,unterbrechung erfahren4 ,schon im ,oktober desselben ,jahres1 in welchem er seine ,stelle an der ,royal ,institution angetreten hatte1 unternahm ,h4 ,davy eine grere ,reise ins ,ausland und ,faraday begleitete ihn auf derselben4 ,die ,reise erstreckte sich ber ,frankreich1 ,italien1 die ,schweiz1 ,tyrol etc4 und dauerte bis zum ,april des ,jahres #ahae4 ,faraday erweiterte durch dieselbe seine ,kenntnisse und seinen ,gesichtskreis4 ,aber sie brachte ihm auch mancherlei ,unannehmlichkeiten1 da er gentigt war1 eine ,menge untergeordneter ,dienstleistungen zu verrichten1 zu denen er eigentlich nicht verpflichtet war1 und gegen die sich sein ,unabhngigkeitssinn und sein damals schon erwachtes berechtigtes ,selbstgefhl auflehnten4 ,besonders hatte er in dieser ,hinsicht von ,lady ,davy zu leiden4 ,die tglichen ,plagen waren doch so empfindlich1 da er mehrere ,male drauf und dran war1 eiligst nach ,hause zurckzukehren4 ,aber der ,wunsch nach ,ausbildung hielt ihn zurck4 ,ich habe gerade genug gelernt - schreibt er am #af4 ,september #ahad an seinen ,freund ,abbott - um meine ,unwissenheit zu erkennen2 ich schme mich meiner allseitigen ,mngel und wnsche1 die ,gelegenheit1 denselben abzuhelfen1 jetzt zu ergreifen4 ,die wenigen ,kenntnisse1 die ich mir in ,sprachen erworben habe1 machen den ,wunsch in mir rege1 mehr von denselben zu wissen1 und das ,wenige1 was ich von ,menschen und ,sitten gesehen1 ist gerade genug1 um es mir wnschenswert erscheinen zu lassen1 mehr zu sehen4 ,hierzu kommt die herrliche ,gelegenheit1 deren ich mich erfreue1 mich in der ,kenntnis der ,chemie und anderer ,wissenschaften fortwhrend zu vervollkommnen1 und dies bestimmt mich1 die ,reise mit ,sir ,davy bis zu ,ende mitzumachen4 ,da ,faraday die gebotene ,gelegenheit in ausgiebigster ,weise benutzte1 wird man sich denken knnen4 ,wie sehr sein ,blick auf alles1 selbst das kleinste gerichtet war1 zeigt eine ,aufzeichnung1 datiert ,dreux1 den #bh4 ,oktober1 welche ich mir nicht versagen kann1 hier folgen zu lassen4 ,sie lautet3 ,ich kann nicht umhin1 einem ,tiere1 das hier zu ,lande vorkommt1 einen ,ausruf der ,bewunderung zu widmen3 nmlich den ,schweinen4 ,zuerst war ich geradezu ber ihre ,natur zweifelhaft1 denn obgleich sie zugespitzte ,nasen1 lange ,ohren1 seilartige ,schwnze und gespaltene ,klauen haben1 so scheint es doch unglaublich1 da ein ,tier1 welches einen langgestreckten ,krper1 aufwrts gewlbten ,rcken und ,bauch1 schmchtige ,seiten1 lange1 dnne ,beine hat und fhig ist1 unsern ,pferden ein bis zwei ,meilen vorzulaufen1 irgendwie mit dem fetten ,schweine ,englands verwandt sein knne4 ,als ich zuerst ein solches in ,morlaix sah1 fuhr es so pltzlich auf und wurde durch die ,strung so behende in seinen ,bewegungen und unseren ,schweinen in seinen ,geberden so unhnlich1 da ich mich nach einem zweiten ,geschpfe derselben ,gattung umsah1 ehe ich zu entscheiden wagte1 ob es ein normales oder auergewhnliches ,produkt der ,natur sei4 ,aber ich finde sie alle gleich und was ich in der ,ferne fr ein ,windspiel gehalten htte1 bin ich1 bei nherer ,besichtigung1 gentigt1 als ,schwein anzuerkennen4 ,diese harmlose ,beobachtung1 und ganz besonders die ,art1 wie er sich ihrer ,richtigkeit versicherte1 zeigt uns1 wenn auch bei geringfgigem ,anlasse1 den echten ,naturforscher4 ,nach #a;jhriger ,abwesenheit kehrte ,faraday nach ,london zurck4 ,seine ,arbeiten mehrten sich rasch4 ,er hatte vor allem ,h4 ,davy bei seinen wissenschaftlichen ,untersuchungen und bei den seine ,vortrge begleitenden ,experimenten zu untersttzen4 ,daneben aber beschftigte er sich mit eigenen ,arbeiten4 ,im ,januar #ahaf begann er seine ,ttigkeit als ,lehrer mit einer greren ,reihe von chemischen ,vortrgen4 ,anfangs arbeitete er sie ganz aus2 bald aber gengten ihm kurze ,notizen als ,erinnerungszeichen fr die wichtigsten ,punkte1 die er zu besprechen hatte1 whrend der ,vortrag selbst in freier ,rede bestand4 ,auch eine schriftstellerische ,ttigkeit begann er um diese ,zeit1 da ihm die ,redaktion einer bedeutenden wissenschaftlichen ,zeitschrift1 des ,quaterly ,journal of ,science bertragen wurde4 ,die ,arbeitslast mu damals eine recht groe gewesen sein4 ,denn in einem ,briefe an seinen ,freund ,abbott entschuldigt er seine mangelhafte ,korrespondenz damit und bezeichnet ausdrcklich seinen ,beruf als ,geschft4 ,erst neun ,uhr ,abends verlie er das ,laboratorium4 ,aber1 schreibt er1 verstehen ,sie mich wohl1 ich klage nicht2 je mehr ich zu tun habe1 desto mehr lerne ich2 ich wnsche nur1 ,ihnen den ,eindruck zu nehmen1 als wre ich faul - ein ,argwohn1 der brigens1 wie mich eine kurze berlegung lehrt1 nie vorhanden sein kann4 - ,die letztere ,bemerkung zeigt1 da es ,faraday nicht an wohlberechtigtem ,selbstbewutsein fehlte4 ,wir werden davon noch weitere ,beweise erhalten4 ,im ,jahre #ahaf hat ,faraday auch eine erste eigene ,untersuchung verffentlicht1 und zwar in dem ,quaterly ,journal4 ,es war eine ,analyse einer ,art kaustischen ,kalks von ,toskana1 welchen die ,herzogin von ,montrose an ,davy geschickt hatte4 ,faraday selbst schrieb spter darber3 ,es war meine erste ,mitteilung an das ,publikum und sie war fr mich in ihren ,resultaten sehr wichtig4 ,sir ,humphry ,davy gab mir als ersten chemischen ,versuch diese ,analyse1 zu einer ,zeit1 wo meine ,furcht grer war als mein ,selbstvertrauen1 und beide weit grer als meine ,kenntnisse1 und zu einer ,zeit1 wo mir der ,gedanke an eine selbstndige wissenschaftliche ,arbeit noch nie in den ,sinn gekommen war4 ,die ,beifgung der ,anmerkungen ,sir ,humphry's und die ,verffentlichung meiner ,arbeit ermutigten mich fortzufahren und von ,zeit zu ,zeit andere unbedeutende ,mitteilungen zu machen4 ,ihre bertragung aus dem ,quaterly in andere ,journale vermehrte meine ,khnheit und jetzt1 da #dj ,jahre verflossen sind1 und ich auf die ,resultate der ganzen ,reihe der ,mitteilungen zurckblicken kann1 hoffe ich noch1 so sehr sich auch ihr ,charakter verndert hat1 weder jetzt1 noch vor #dj ,jahren zu khn gewesen zu sein4 ,dieser ersten selbstndigen ,arbeit folgten bald weitere1 welche zwar noch nicht von epochemachender ,bedeutung waren1 immerhin aber ,zeugnis gaben von seiner scharfen ,denkkraft und seinem erfinderischen ,geiste4 - ,im ,jahre #ahba verheiratete er sich mit ,sarah ,barnard4 ,in seiner ,gewissenhaftigkeit wnschte er den ,tag seiner ,vermhlung wie jeden andern betrachtet zu sehen1 und er beleidigte einige nahe ,verwandte dadurch1 da er sie nicht zur ,hochzeit einlud4 ,in einem ,briefe1 den er an die ,schwester seiner ,frau vor der ,hochzeit schrieb1 sagt er3 ,auch nicht durch die ,vorgnge eines einzelnen ,tages soll ,unruhe1 ,lrm oder ,hast veranlat werden4 uerlich wird der ,tag wie alle anderen vergehen1 denn es gengt1 da wir im ,herzen ,freude erwarten und suchen4 ,wie sehr die hier ausgesprochene ,hoffnung sich erfllte1 zeigt eine ,notiz1 die ,faraday selbst viel spter niederschrieb1 und welche sich in einer ,sammlung amtlicher1 auf sein ,leben bezglicher ,papiere vorfand3 #bf4 ,januar #ahdg3 ,unter diesen ,aufzeichnungen und ,begebenheiten trage ich hiermit das ,datum eines ,ereignisses ein1 welches mehr als alle brigen eine ,quelle von ,ehre und ,glck fr mich wurde4 ,wir wurden getraut am #ab4 ,juni #ahba4 ,es waren ,faraday von nun an ber vierzig ,jahre des ,glckes1 der ,zufriedenheit und der rastlosesten ,arbeit beschieden4 ,von seinen ueren ,schicksalen ist wenig mehr zu berichten3 sein ,leben flo fortan ruhig dahin1 er vertauschte die erste ,sttte seines ,wirkens mit keiner andern4 ,seine ,arbeit aber war von einem geradezu beispiellosen ,erfolge4 ,es wrde kaum mglich sein1 die ,zahl der ,entdeckungen anzugeben1 die er gemacht hat4 ,und was fr ,entdeckungen6 ,einzelne von ihnen sind derart1 da sie allein gengen wrden1 einen unvergnglichen wissenschaftlichen ,ruhm zu begrnden4 ,er erschlo ganze und groe neue ,gebiete des ,wissens4 ,aber er begngte sich niemals damit1 eine neue ,erscheinung aufzufinden2 er verfolgte den ,gegenstand nach allen ,richtungen mit unerschpflichem ,scharfsinne und nie ermdender ,beharrlichkeit2 und er ruhte nicht eher1 als bis ,tatsache an ,tatsache sich reihte1 bis endlich aus der ,flle der einzelnen ,erscheinungen ein klar erkennbarer ,zusammenhang1 ein ,naturgesetz hervorleuchtete4 ,diese ,erfolge wurden hauptschlich durch zwei groe ,eigenschaften bedingt3 er war ein tiefer ,denker und ein groer ,experimentator2 zudem war er - bei aller heitern ,ruhe seines ,wesens - eine tief ernste ,natur4 ,seine ,gewissenhaftigkeit erlaubte ihm erst von einem ,gegenstande abzulassen1 wenn er1 soweit es seine ,mittel zulieen1 nach allen ,richtungen hin erschpft war4 ,seine ,denkarbeit war keine streng geordnete4 ,die ,ideen zu seinen ,versuchen kamen ihm meist scheinbar pltzlich wie durch eine ,eingebung1 und er selbst wute die ,gedankenverbindung1 die ihn dazu gefhrt hatte1 spter selten klar anzugeben4 - ,das ,experimentierzimmer aber war seine eigentliche ,heimat4 ,ein wohlgelungener ,versuch versetzte ihn in ,entzcken2 und wenn er in dem ,ergebnis desselben gar die ,besttigung einer auf ,grund frherer ,versuche gehegten ,vermutung fand1 so fhlte er eine ,freude1 die ihm nur nachempfinden kann1 wer selbst1 wenn auch in viel bescheidenerem ,grade1 hnliche ,freuden erlebt hat4 ,leider mu es mir versagt bleiben1 die gewaltige ,lebensarbeit des groen ,mannes ihrem eigentlichen ,inhalte nach zu schildern4 ,ich mte dazu chemische und physikalische ,kenntnisse voraussetzen1 welche nur durch grndliches ,studium erworben werden knnen4 ,aber ganz bersehen drfen wir diese groartigen ,entdeckungen nicht1 und deshalb will ich versuchen1 durch einige ,andeutungen wenigstens einen ,begriff ihrer ,tragweite zu geben4 ,faraday's ,arbeiten bewegten sich fast ausschlielich auf dem ,gebiete der ,elektrizitt4 ,sie erstreckten sich freilich von hier aus auch auf die brigen ,zweige der ,physik1 aber nur insofern diese mit den elektrischen ,erscheinungen im ,zusammenhang stehen4 ,nur auf chemischem ,gebiete hat er einige wichtige ,untersuchungen ausgefhrt1 welche von seinen elektrischen ,arbeiten unabhngig sind2 sie fallen zum grten ,teil in die ersten ,jahre seiner wissenschaftlichen ,ttigkeit1 whrend er noch ,davys ,assistent war4 - ,von besonderer ,bedeutung ist auch eine ,untersuchung1 welche sich auf dem hchst interessanten ,grenzgebiete zwischen der ,elektrizittslehre und der ,chemie bewegt4 ,vor allem mu ,faraday genannt werden als der ,entdecker einer eigentmlichen ,art von elektrischen ,strmen1 welche man als ,induktionsstrme zu bezeichnen pflegt4 ,er wurde damit der ,begrnder eines ganz neuen ,zweiges der ,elektrizittslehre1 auf welchem durch ihn und spter durch andere ,physiker die staunenswertesten ,frchte gepflckt wurden4 ,diese wichtige ,entdeckung ist keineswegs ein ,werk des ,zufalles gewesen4 ,vielmehr wurde ,faraday durch ,nachdenken ber andere bekannte elektrische ,erscheinungen auf eine ganz bestimmte ,vermutung gefhrt1 und er ruhte nicht1 bis das ,experiment ihm die ,richtigkeit dieser ,vermutung gezeigt hatte4 - ,die ,induktionselektrizitt ist nicht nur von auerordentlichem ,interesse fr die ,wissenschaft2 sie hat im ,laufe der ,zeit auch die wichtigsten ,anwendungen im praktischen ,leben gefunden4 ,zunchst in der ,medizin4 ,die ,heilerfolge der elektrischen ,behandlungsmethode beruhten anfangs ausschlielich und noch jetzt zum greren ,teile auf einer ,verwertung der ,faraday'schen ,induktionsstrme4 - ,das ,telephon lt uns die ,stimme eines fernen ,freundes vernehmen vermittelst der ,induktionsstrme1 welche durch die ,schwingungen eines dnnen ,eisenblttchens erzeugt werden4 - ,das elektrische ,licht war frher eine auerordentliche1 mehr das ,staunen erweckende1 als ntzliche ,erscheinung4 ,erst seitdem man es mittelst der1 mit ,faraday's ,induktionsstrmen arbeitenden ,dynamomaschine viel wohlfeiler zu erzeugen vermag1 ist es zu der eminenten praktischen ,bedeutung gelangt1 von der jetzt alle ,welt erfllt ist4 - hnlich ging es mit den ,versuchen1 die ,elektrizitt als ,triebkraft zu verwenden4 ,zwar hat man schon lngst elektrische ,maschinen konstruiert1 welche ,arbeiten verrichten1 hnlich den ,dampfmaschinen4 ,aber es war eine viel zu kostspielige ,arbeit1 und ,maschinen dieser ,art wurden wohl in kleinem ,mastabe als wissenschaftliche ,kuriositten hergestellt2 eine nennenswerte praktische ,bedeutung haben sie nicht erlangt4 ,erst die ,anwendung von ,maschinen mit ,induktionsstrmen hat den ungeheuren ,aufschwung ermglicht1 der sich nun schon seit einer ganzen ,reihe von ,jahren vor unsern ,augen vollzieht4 ,die elektrischen ,straenbahnen der ,gro- und ,mittelstdte werden durch ,motoren in ,bewegung gesetzt1 welche ihrerseits von ,induktionsstrmen getrieben werden2 und wenn man jetzt ernsthaft erwgt1 ob nicht auch bei dem ,betriebe der ,vollbahnen die ,dampfkraft vorteilhaft durch den elektrischen ,strom ersetzt werden knnte1 so ist die ,lsung dieser ,aufgabe nur zu denken unter ,anwendung der ,faraday'schen ,strme4 ,auch die ,industrie hat sich dieses wichtige ,hilfsmittel schon in der mannigfachsten ,weise zunutze gemacht4 - ,dabei ist es von besonderer ,wichtigkeit1 da die ,elektrizitt es ermglicht1 die unerschpflichen1 und meist noch unbenutzten ,krfte zu verwerten1 welche die zu ,tal strzenden ,bche und ,gebirgsstrme in sich bergen4 ,wenn wir heute schon berechtigt sind1 von dem ,anbruche eines neuen1 eines elektrischen ,zeitalters zu sprechen1 so mu der ,name ,faraday genannt werden1 dessen unsterbliche ,entdeckungen den sicheren ,grund bilden1 auf dem die heutige und die ihr folgenden ,generationen ihren khnen ,bau errichten4 ,weniger in die ,augen fallend1 aber fr die ,wissenschaft nicht minder wichtig sind ,faraday's ,untersuchungen auf dem ,gebiete des ,magnetismus4 ,seinem denkenden ,geiste widerstrebte die ,annahme1 da diese geheimnisvolle ,kraft auf das ,eisen beschrnkt sein sollte1 wie man frher glaubte4 ,und seine rastlosen ,versuche zeigten ihm1 da er sich nicht getuscht hatte4 ,seit ,faraday wissen wir1 da alle ,stoffe magnetisch sind1 wenn auch dem ,eisen diese ,kraft in weit hherem ,mae innewohnt1 als allen andern4 ,aber seine ,versuche ergaben noch ein weiteres1 ganz unerwartetes ,resultat3 sie zeigten1 da es zwei verschiedene ,arten von ,magnetismus gibt1 und da jeder ,krper entweder den gleichen ,magnetismus besitzt wie das ,eisen oder die zweite von ihm entdeckte ,art4 ,diese letztere nannte er ,diamagnetismus4 - ,auch an ,kristallen beobachtete ,faraday besondere magnetische ,eigenschaften2 und endlich entdeckte er hchst merkwrdige ,einwirkungen der ,magnete auf das ,licht4 ,die magnetischen ,untersuchungen ,faraday's haben fr die ,wissenschaft ein ebenso tiefes ,interesse wie diejenigen der ,induktionselektrizitt4 ,sie haben freilich hnliche praktische ,erfolge bisher nicht aufzuweisen wie diese4 ,sind sie deshalb weniger wertvoll8 ,auf diese ,frage gibt uns ,faraday selbst - freilich mit ,bezug auf einen anderen1 aber verwandten ,gegenstand - die beste ,antwort4 ,er erzhlt uns von ,benjamin ,franklin1 da er auf die ,frage1 wozu eine wissenschaftliche ,entdeckung ntze1 zu sagen pflegte3 ,wozu ntzt ein kleines ,kind8 ,und er gibt selbst die ,antwort3 ,bemht euch1 es ntzlich zu machen6 - ,ist es aber nicht auch ein ,nutzen1 wenn das ,wissen des ,menschen und damit sein ,gesichtskreis sich erweitert8 - ,wenn der tiefere ,einblick in den ,gang der ,weltordnung ,geist und ,gemt erhebt8 ,vielen wird es bekannt sein1 da man mittelst des elektrischen ,stromes von krperlichen ,gegenstnden sogenannte galvanoplastische ,abdrcke in ,kupfer machen kann1 worauf ein ,verfahren der ,vervielfltigung von ,kunstgegenstnden und dergl4 beruht4 ,auch dnne ,metallberzge kann man in hnlicher ,weise erzeugen und macht davon bei der galvanischen ,versilberung1 ,vergoldung1 ,vernickelung etc4 ,gebrauch4 ,alles dieses sind sogenannte chemische ,wirkungen des elektrischen ,stromes1 und es gibt deren eine sehr groe ,zahl4 ,faraday fand das ,naturgesetz auf1 welches allen diesen ,wirkungen zugrunde liegt4 ,dasselbe ist nach ihm das ,faradaysche ,gesetz genannt worden4 ,auch diese ,entdeckung hatte viele ,jahre hindurch nur ein ,interesse fr die reine ,wissenschaft1 ohne praktische ,anwendung4 ,in neuerer ,zeit ist dies anders geworden1 seitdem die chemische ,industrie sich des elektrischen ,stromes bemchtigt hat4 ,mit seiner ,hilfe erzeugt sie heute eine ,anzahl wichtiger ,produkte vorteilhafter als frher1 besonders da1 wo ihr ,wasserkrfte zur ,verfgung stehen4 ,diese ,erfolge wren ohne genaueste ,kenntnis des ,gesetzes1 welches die chemischen ,wirkungen des ,stromes beherrscht1 nicht mglich gewesen4 ,so ist ,faraday auch durch diese ,arbeiten1 wenn auch erst nach seinem ,tode1 zum ,wohltter der ,menschheit geworden4 ,faraday hat auer den kurz angefhrten noch viele herrliche ,entdeckungen gemacht4 ,sie schienen ihm wie von selbst zuzustrmen3 aber in ,wahrheit war eine jede durch die uerste ,anstrengung aller seiner ,krfte erkmpft4 ,so konnte es denn auch nicht ausbleiben1 da endlich ein ,zustand der ,erschpfung eintrat4 ,schon gegen ,ende der dreiiger ,jahre mute er oftmals seine ,arbeit unterbrechen und ,erholung in der erquickenden ,wirkung lndlicher ,ruhe suchen4 ,hufig war er tagelang nicht imstande mehr zu tun1 als am offenen ,fenster sitzend das ,meer und den ,himmel anzusehen1 und nur der liebevollen ,frsorge seiner ,frau ist es zu verdanken1 da er seinen ,freunden und der ,wissenschaft doch so lange erhalten blieb4 - ,im ,jahre #ahda verschlimmerte sich sein ,zustand derartig1 da er zu einer lngeren ,unterbrechung seiner ,ttigkeit gezwungen war4 ,er suchte und fand ,strkung in einer ,reise in die ,schweiz4 ,wie sehr ihn diese gekrftigt hat1 zeigt die ,tatsache1 da viele seiner schnsten ,entdeckungen nach derselben gemacht worden sind4 ,er lebte und wirkte noch bis in die ,mitte der sechziger ,jahre4 #ahff trat ein bedeutendes ,abnehmen der ,krfte ein1 und am #be4 ,august #ahfg starb er zu ,hampton ,court1 fast #gf ,jahre alt4 99 99 99 99 99 ,faraday war von der ,natur mit seltenen ,geistesgaben ausgestattet4 ,aber nicht diesen allein verdankte er die bewunderungswrdigen ,erfolge seiner ,forscherarbeit4 ,er war sich bewut1 da groe ,gaben nicht gengen1 um ,groes zu leisten2 sie sind im ,gegenteil eine ,verpflichtung1 sie durch rastlosen ,flei zu entwickeln und zu benutzen4 ,wer das nicht tut1 der hat sie vergebens empfangen1 er ist ein ,verschwender des kstlichsten aller ,gter4 ,auch im ,reiche des ,geistes gilt das schne ,wort3 ,noblesse oblige4 ,nie wre der arme ,buchbinder zum groen ,naturforscher geworden1 htte er das nicht beherzigt4 ,als unter seinem zweiten ,lehrherrn seine ,zeit fast ganz und gar durch die ,berufsgeschfte erschpft wurde1 schrieb er an den fters genannten ,abbott3 ,freiheit und ,zeit habe ich womglich noch weniger als zuvor1 obgleich ich hoffe1 da meine ,fhigkeit1 sie zu benutzen1 nicht zugleich abgenommen hat4 ,ich wei wohl1 welche unverbesserlichen belstnde durch den ,mibrauch dieser ,segnungen erwachsen4 ,diese lie mich der gesunde ,menschenverstand erkennen1 und ich verstehe nicht1 wie ,jemand1 der ber seinen eignen ,stand1 seine eignen freien ,beschftigungen1 ,vergngungen1 ,handlungen etc4 nachdenkt1 dumm genug sein kann1 um solchen ,mibrauch zu begehen4 ,ich danke dem ,helfer1 welchem aller ,dank gebhrt1 da ich im allgemeinen kein bertriebener ,verschwender der ,segnungen bin1 welche mir als ,mensch geworden sind3 ich meine ,gesundheit1 lebhaftes ,gefhl1 ,zeit und zeitliche ,hilfsmittel4 ,sehr wesentlich wurde ,faraday's ,leistungsfhigkeit noch durch seinen auergewhnlichen ,ordnungssinn erhht4 ,von dieser ,eigenschaft schreibt sein ,freund ,tyndall1 da sie wie ein leuchtender ,strahl durch alle ,handlungen seines ,lebens hinlief4 ,auch die verwickeltsten und verwirrtesten ,angelegenheiten ordneten sich harmonisch unter seinen ,hnden4 ,die ,art1 wie er die ,rechnungen fhrte1 erregte die ,bewunderung des ,komitees der ,royal ,society4 ,in seinen wissenschaftlichen ,angelegenheiten herrschte dieselbe ,ordnung4 ,in seinen experimentellen ,untersuchungen war jeder ,paragraph numeriert und durch bestndige ,rckbeziehungen mit den brigen verknpft4 ,seine glcklicherweise erhaltenen ,privatnotizen sind in hnlicher ,weise numeriert1 der letzte ,paragraph trgt die ,zahl #af1jda4 ,auerdem zeigte auch seine ,arbeitsfhigkeit die teutonische ,ausdauer4 ,er war eine impulsive ,natur1 allein hinter dem ,impulse war eine ,kraft1 welche kein ,rckweichen gestattete4 ,fate er in warmen ,augenblicken einen ,entschlu1 so fhrte er ihn bei kaltem ,blute aus4 ,gewissenhaft1 wie in der ,benutzung der ,zeit und seiner ,geistesgaben1 war er auch in der ,auffassung der ,ziele1 die er sich steckte4 ,er pflegte zu sagen3 ,es bedrfe zwanzig ,jahre ,arbeit1 ehe man in physikalischen ,dingen zum ,manne heranreife2 bis dahin befinde man sich im ,zustande der ,kindheit4 - ,ebenso ernst1 wie seine ,aufgabe als ,forscher1 nahm er seinen ,beruf als ,lehrer4 ,einer seiner ,freunde1 ,mr4 ,magrath1 besuchte regelmig ,faraday's ,vorlesungen1 nur um fr ihn alle ,fehler zu notieren1 welche er in der ,ausdrucksweise oder in der ,aussprache bemerken konnte4 ,die ,liste derselben wurde stets mit ,dank entgegengenommen4 - ,wie feurig er als ,lehrer war und wie ihn zuweilen der ,stoff hinri1 zeigt die ,tatsache1 da er in jungen ,jahren stets eine ,karte vor sich hinlegte1 worauf in groen ,buchstaben das ,wort ,langsam stand4 ,zuweilen bersah er dieselbe und sprach zu rasch3 fr solche ,flle hatte sein ,diener den ,befehl1 die ,karte von neuem vor ihn hinzulegen4 ,wir ersehen hieraus zugleich1 mit welcher ,weisheit und ,kraft er selbst diesen mchtigen inneren ,strom einzudmmen wute4 ,es wurde schon erwhnt1 da ,faraday der ,sekte seiner ,eltern bis zu seinem ,lebensende angehrte4 ,dies geschah keineswegs aus uerlicher ,frmmigkeit4 ,er war vielmehr von ,grund seines ,wesens eine tiefreligise1 piettvolle ,natur4 ,auch auf anderem ,gebiete zeigt sich diese ,richtung seines ,gemtes4 ,so schrieb er von der ,reise am #ad4 ,april #ahda seiner ,mutter3 ,als ,sir ,h4 ,davy zuerst die ,gte hatte1 mich aufzufordern1 ihn zu begleiten1 sagte ich mir3 ,nein1 ich habe eine ,mutter1 ich habe ,verwandte hier1 und damals wnschte ich mir fast1 einzeln und allein in ,london zu stehen4 ,aber jetzt bin ich froh1 ,jemanden hinterlassen zu haben1 an den ich denken und dessen ,handlungen und ,beschftigungen ich mir im ,geiste ausmalen kann4 ,jede freie ,stunde benutze ich dazu1 um an die ,meinigen zu ,haus zu denken4 ,die ,erinnerung an die ,daheimgebliebenen ist meinem ,herzen ein beruhigender und erfrischender ,balsam trotz ,krankheit1 ,klte oder ,mdigkeit4 ,und in ,interlaken setzte er in sein ,tagebuch die folgende ,notiz3 #b4 ,august #ahda4 ,die ,fabrikation von ,schuhngeln ist hier ziemlich bedeutend2 und es ist hbsch der ,arbeit zuzusehen4 ,ich liebe eine ,schmiede und alles1 was auf das ,schmiedehandwerk ,bezug hat4 ,mein ,vater war ein ,schmied4 ,seinem ,freunde1 ,professor ,tyndall1 schrieb er im ,jahre #ahee1 als dieser mimutig war ber ,diskussionen1 die er auf der ,versammlung der englischen ,naturforscher in ,glasgow mit mehreren ,fachgenossen gehabt hatte4 ,erlauben ,sie mir als einem alten ,manne1 der durch ,erfahrung klug geworden sein sollte1 ,ihnen zu sagen1 da ich1 als ich jnger war1 sehr oft die ,absichten der ,leute miverstand1 und nachher fand1 da sie das1 was ich voraussetzte1 gar nicht gemeint hatten2 ferner fand ich1 da es im allgemeinen besser ist1 etwas langsam in der ,auffassung derjenigen uerungen zu sein1 welche ,sticheleien zu enthalten scheinen1 hingegen alle diejenigen1 welche freundliche ,gesinnungen verraten1 rasch zu erfassen4 ,die wirkliche ,wahrheit kommt schlielich immer zu ,tage1 und man berzeugt einen ,gegner1 der im ,irrtum ist1 eher durch eine nachgiebige als durch eine leidenschaftliche ,antwort4 ,was ich sagen mchte ist1 da es besser ist1 gegen die ,wirkungen der ,parteilichkeit blind zu sein1 hingegen den guten ,willen schnell anzuerkennen4 ,man fhlt sich selbst glcklicher1 wenn man das tut1 was zum ,frieden fhrt4 ,sie knnen sich kaum vorstellen1 wie oft ich bei mir selbst ergrimmte1 wenn ich mich1 meiner ,meinung nach1 ungerecht und oberflchlich angegriffen sah2 und doch habe ich gesucht1 und wie ich hoffe1 ist es mir gelungen1 niemals in demselben ,ton zu antworten4 ,und ich wei1 da ich nie dadurch verloren habe4 ,ich wrde ,ihnen dies ,alles nicht sagen1 stnden ,sie als wahrer ,forscher und ,freund nicht so hoch in meiner ,achtung4 ,faraday bezeichnete sich selbst als demtig3 aber1 fgt er hinzu1 es wre ein groer ,irrtum1 zu denken1 ich sei nicht auch zugleich stolz4 ,diese ,doppelnatur zeigte sich - so schreibt ,tyndall - berall in seinem ,charakter4 ,er war ein ,demokrat in seinem ,mitrauen gegen jede ,autoritt1 welche seine ,gedankenfreiheit zu beschrnken suchte1 und dennoch war er stets bereit1 sich in ,ehrerbietung zu beugen vor ,allem1 was der ,ehrerbietung wert war1 sei es in den ,sitten der ,welt oder im ,charakter der ,menschen4 ,wie sein ,selbstbewutsein schon frh erwachte1 haben wir bereits an einzelnen ,beispielen erfahren4 ,die folgende ,stelle aus einem ,briefe an ,abbott vom #a4 ,juni #ahac ist ein neuer ,beleg dafr2 sie zeigt uns zugleich1 wie scharf ,faraday beobachtete1 wie er stets bemht war1 sein ,urteil zu bilden und aus seinen ,beobachtungen zu lernen3 ,die ,gelegenheit1 die ich neuerdings hatte1 ,vorlesungen von den verschiedenen ,professoren zu hren und ,belehrungen von ihnen zu empfangen1 whrend sie ihren amtlichen ,pflichten nachkamen1 hat mich in den ,stand gesetzt1 ihre verschiedenen ,gewohnheiten1 ,eigentmlichkeiten1 ,trefflichkeiten und ,mngel zu beobachten1 wie sie mir whrend des ,vortrags klar geworden sind4 ,ich lie auch diese uerungen der ,persnlichkeit meiner ,beobachtung nicht entgehen und1 wenn ich mich befriedigt fhlte1 suchte ich dem besonderen ,umstande1 der mir solchen ,eindruck gemacht hatte1 auf die ,spur zu kommen4 ,ich beobachtete ferner die ,wirkung1 welche die ,vorlesungen von ,brande und ,powell auf die ,zuhrer ausbten und suchte mir klar zu machen1 warum dieselben gefielen oder mifielen4 ,es mag vielleicht eigentmlich und ungehrig erscheinen1 da ,jemand1 der selbst vllig unfhig zu einem solchen ,amte ist1 und der nicht einmal auf die dazu ntigen ,eigenschaften ,anspruch machen kann1 sich erkhnt1 ,andere zu tadeln und zu loben2 seine ,zufriedenheit ber dieses1 sein ,mifallen ber jenes auszudrcken1 wie sein ,urteil ihn grade leitet1 whrend er die ,unzulnglichkeit seines ,urteils zugibt4 ,aber1 bei nherer ,betrachtung finde ich die ,ungehrigkeit nicht so gro4 ,bin ich dazu unfhig1 so kann ich offenbar noch lernen2 und wodurch lernt man mehr1 als durch ,beobachtung ,anderer8 ,wenn wir niemals urteilen1 werden wir nie richtig urteilen1 und es ist viel besser1 unsere geistigen ,gaben gebrauchen lernen 7und wre ein ganzes ,leben diesem ,zwecke gewidmet71 als sie in ,trgheit zu begraben1 eine traurige de hinterlassend4 ,sehr bezeichnend fr seinen ,charakter ist ferner das folgende ,erlebnis aus dem ,jahre #ahba4 ,durch eine sehr merkwrdige1 auf die ,induktionsstrme bezgliche ,entdeckung war er mit einem ausgezeichneten ,physiker1 ,wollaston1 in eine gewisse ,differenz gekommen1 da dieser in hnlicher ,richtung arbeitete4 ,von mehreren ,seiten beschuldigte man ihn1 in dieser ,sache nicht vollkommen ehrenhaft verfahren zu sein4 ,die tiefe ,krnkung1 die er darber empfand1 und die sittliche ,entrstung1 mit der er die unbegrndeten ,vorwrfe zurckweist1 knnen wir nicht besser kennen lernen1 als durch seine eigenen ,worte4 ,am #h4 ,oktober schrieb er an ,j4 ,stodart3 ,ich hre tglich mehr von diesen ,gerchten und frchte1 da sie1 wenn ich auch nur davon flstern hre1 doch unter den ,mnnern der ,wissenschaft laut genug besprochen werden2 und da dieselben zum ,teil meine ,ehre und ,redlichkeit angreifen1 so liegt mir viel daran1 sie zu beseitigen1 oder sie wenigstens insoweit als irrtmlich zu erweisen1 als sie meine ,ehre angreifen4 ,sie wissen sehr wohl1 welchen ,kummer mir diese unerwartete ,aufnahme meiner ,abhandlung im ,publikum gemacht hat und ,sie werden sich deshalb nicht wundern1 wenn mir alles daran liegt1 diesen ,eindruck los zu werden1 obgleich ich dadurch ,ihnen und anderen ,freunden ,mhe mache4 ,wenn ich recht verstehe1 so klagt man mich an3 #a4 da ich die ,belehrungen1 welche ich empfing1 indem ich ,sir ,humphry ,davy bei seinen ,versuchen ber diesen ,gegenstand assistierte1 nicht ausdrcklich erwhnt habe2 #b4 da ich ber die ,theorie und ,ansichten von ,dr4 ,wollaston geschwiegen habe2 #c4 da ich die ,sache aufgenommen habe1 whrend ,dr4 ,wollaston daran war1 sie zu bearbeiten und #d4 da ich in nicht ehrenhafter ,weise ,dr4 ,wollaston's ,gedanken mir angeeignet und ohne dies anzuerkennen1 sie bis zu den ,ergebnissen verfolgt habe1 die ich herausbrachte4 ,es liegt etwas ,erniedrigendes im ,zusammenhange dieser ,anklage1 und wre die letzte darunter richtig1 so fhle ich1 da ich nicht in dem freundschaftlichen ,verhltnisse bleiben knnte1 in dem ich jetzt mit ,ihnen und anderen wissenschaftlichen ,mnnern stehe4 ,meine ,liebe fr wissenschaftlichen ,ruhm ist noch nicht so gro1 da sie mich verleiten sollte1 ihm auf ,kosten der ,ehre nachzustreben1 und meine ,sorge1 diesen ,flecken abzuwaschen1 ist so gro1 da ich mich nicht scheue1 ,ihre ,mhe auch ber das gewhnliche ,ma hinaus in ,anspruch zu nehmen 444 ,am #cj4 ,oktober schreibt er direkt an ,wollaston3 ,wenn ich ,unrecht getan habe1 so war es ganz gegen meine ,absicht1 und der ,vorwurf1 da ich unehrenhaft gehandelt htte1 ist unbegrndet4 ,ich bin khn genug1 mein ,herr1 um eine ,unterredung von wenigen ,minuten1 diesen ,gegenstand betreffend1 zu bitten2 meine ,grnde dazu sind3 ich mchte mich rechtfertigen und ,sie versichern1 da ich groe ,verpflichtungen gegen ,sie zu haben fhle1 da ich ,sie hochachte1 da ich um ,alles die unbegrndeten ,voraussetzungen1 die gegen mich sprechen1 widerlegen mchte2 und wenn ich ,unrecht getan habe1 mchte ich ,abbitte leisten4 ,die ,verstndigung mit ,wollaston mu eine vollstndige gewesen sein2 wenigstens war dieser der erste1 welcher anderthalb ,jahre spter den ,antrag stellte1 ,faraday zum ,mitgliede der ,royal ,society1 der ersten wissenschaftlichen ,gesellschaft ,englands1 zu ernennen1 und ,faraday selbst sprach sich spter rckhaltlos ber ,wollaston's ,hochherzigkeit und ,wohlwollen zu ihm aus4 ,andere1 und besonders sein ,lehrer ,davy1 haben sich nicht so leicht berzeugen lassen1 und ,faraday hatte den ,schmerz1 seine ,kandidatur fr die ,royal ,society gerade von ,davy auf das ,heftigste bekmpft zu sehen4 ,schlielich aber legte sich der ,sturm und seine ,wahl erfolgte am #h4 ,januar #ahbd4 ,noch eine andere ,begegnung1 aus dem ,jahre #ahce1 zeigt uns1 wie ,faraday1 wenn es ntig war1 seine ,manneswrde zu wahren wute4 ,die englische ,regierung hatte ihm1 in ,anerkennung seiner groen ,verdienste1 ein ,ehrengehalt zugedacht4 ,die ,sache war ihm von ,anfang an unsympathisch1 und er htte sie am liebsten zurckgewiesen4 ,er lie sich aber umstimmen1 und so hatte er in dieser ,angelegenheit eine ,audienz bei dem ,minister ,lord ,melbourne4 ,der letztere tat dabei die ungeschickte uerung1 da er derartige ,pensionen hasse und sie fr ,humbug halte4 ,faraday brach darauf sofort die ,unterredung ab2 er gab jedoch noch am ,abend desselben ,tages auf ,lord ,melbourne's ,bureau den folgenden ,brief ab3 ,an den sehr ehrenwerten ,lord ,viscount ,melbourne1 ,lordschatzmeister4 #bf4 ,oktober4 ,mylord6 ,da die ,unterredung1 welche ich die ,ehre hatte1 mit ,eurer ,herrlichkeit zu fhren1 mir ,gelegenheit gab1 die ,ansichten kennen zu lernen1 welche ,eure ,lordschaft ber ,gelehrtenpensionen im allgemeinen hegen1 so fhle ich mich veranlat1 eine derartige ,begnstigung1 welche ,eure ,lordschaft mir zudenkt1 hiermit ehrfurchtsvoll abzulehnen2 denn ich fhle1 da es keinerlei ,genugtuung fr mich wre1 aus ,eurer ,lordschaft ,hnden etwas zu empfangen1 was unter der ueren ,form einer ,anerkennung eine ganz andere1 von ,eurer ,lordschaft so nachdrcklich bezeichnete ,bedeutung haben wrde4 ,den weiteren ,verlauf der ,sache schildert ,tyndall mit folgenden ,worten3 ,der gutmtige ,edelmann sah die ,sache anfnglich als einen ausgezeichneten ,scherz an1 spterhin aber wurde er veranlat1 sie ernster aufzufassen4 ,eine vortreffliche ,dame1 welche sowohl mit ,faraday als mit dem ,minister befreundet war1 versuchte die ,sache wieder ins ,geleise zu bringen1 allein sie fand es sehr schwer1 ,faraday aus der einmal angenommenen ,stellung herauszubringen4 ,nach vielen erfolglosen ,anstrengungen bat sie ihn1 anzugeben1 was er von ,lord ,melbourne verlangen wrde1 um seinen ,entschlu zu ndern4 ,er erwiderte3 ,ich wrde einen ,wunsch ausdrcken1 dessen ,gewhrung ich weder erwarten1 noch fordern kann1 nmlich eine schriftliche ,entschuldigung ber die ,ausdrcke1 welche er sich mir gegenber zu gebrauchen erlaubte4 ,die verlangte ,entschuldigung wurde aufrichtig und vollstndig gegeben1 und gereicht meiner ,ansicht nach sowohl dem damaligen ,premier als dem ,gelehrten zur ,ehre4 ,ganz besonders wohltuend berhrt sein ,verhltnis zu dem ,prof4 ,tyndall1 dem wir so viele piettvolle ,aufzeichnungen ber ,faraday verdanken4 ,auch ,tyndall ist einer der ausgezeichnetsten ,naturforscher2 er hat sich durch zahlreiche vortreffliche ,arbeiten berhmt gemacht1 u4 a4 durch eine ,reihe vorzglicher ,untersuchungen ber die ,gletscher1 die er auf mhsamen und oft gefahrvollen ,expeditionen in den ,hochalpen belauschte4 ,tyndall ist um viele ,jahre jnger als ,faraday2 aber beide ,mnner schlossen eines jener innigen ,freundschaftsbndnisse1 wie sie die ,geschichte nur in wenigen ,fllen verzeichnet hat4 ,die folgenden ,aufzeichnungen ,tyndall's1 welche aus diesem vertrauten ,umgange hervorgegangen sind1 mgen die vorstehende ,skizze beschlieen4 ,von ,faraday's uerer ,erscheinung schreibt ,tyndall3 ,ich habe ,faraday bei meiner ,rckkehr von ,marburg im ,jahre #ahej zum ersten ,male gesehen 444 ,ich bemerkte sofort den ,ausdruck von ,freundlichkeit und ,intelligenz1 den seine ,gesichtszge auf das ,wunderbarste wiedergaben4 ,so lange er gesund war1 dachte man nie an sein ,alter2 und blickte man in seine klaren1 vor ,heiterkeit strahlenden ,augen1 so verga man vllig sein graues ,haar4 ,faraday war von einfachen ,gewohnheiten4 ,aber es war - wie ,tyndall sagt - keine ,spur des ,asketen in seiner ,natur4 ,er zog den ,wein und das ,fleisch des ,lebens den ,heuschrecken und dem wilden ,honig vor4 ,besonders empfnglich war er fr das ,glck der ,freundschaft und die ,liebe der ,menschen4 ,tyndall - sagte er einst - der seste ,lohn fr meine ,arbeit ist die ,sympathie und die ,anerkennung1 welche mir aus allen ,teilen der ,welt zuflieen4 ,aus der ,zeit des ,alters schreibt ,tyndall3 ,um jene ,zeit1 ehe er sich die ,ruhe gnnte1 welcher er sich in den zwei letzten ,lebensjahren hingab1 schrieb er mir den folgenden ,brief - einen der vielen unschtzbaren ,briefe1 welche jetzt vor mir liegen1 worin sein damaliger ,geisteszustand besser geschildert ist1 als dies eine andere ,feder zu tun vermchte4 ,ich war zuweilen in seiner ,gegenwart wegen meiner ,unternehmungen in den ,alpen getadelt worden1 allein seine ,antwort lautete immer3 ,lat ihn nur gewhren1 er wird sich schon in acht zu nehmen wissen4 ,in diesem ,brief jedoch kommt zum ersten ,mal eine gewisse ngstlichkeit in bezug hierauf zum ,vorschein3 ,hampton ,court1 #a4 ,august #ahfd4 ,lieber ,tyndall6 ,ich wei nicht1 ob mein ,brief ,sie erreichen wird1 allein ich will es immerhin wagen - obwohl ich mich recht wenig geeignet fhle1 mit ,jemandem zu verkehren1 dessen ,dasein so voll ,leben und ,unternehmungsgeist ist1 wie das ,ihrige4 ,allein ,ihr lieber ,brief tat mir kund1 da ich1 obwohl ich ganz vergelich werde1 doch nicht vergessen worden bin2 und obwohl ich nicht imstande bin1 am ,schlusse einer ,zeile mich des ,anfangs derselben zu erinnern1 so werden doch diese unvollkommenen ,zeichen ,ihnen den ,sinn dessen geben knnen1 was ich ,ihnen zu sagen wnsche4 ,wir hatten von ,ihrer ,krankheit durch ,mi ,moore gehrt1 und ich war deshalb sehr froh zu erfahren1 da ,sie wieder hergestellt sind4 ,seien ,sie aber nicht allzu khn1 und setzen ,sie ,ihr ,glck nicht in das ,bestehen oder ,aufsuchen von ,gefahren4 ,zuweilen bin ich ganz mde1 wenn ich nur an ,sie und an das1 was ,sie jetzt noch vornehmen1 denke2 und dann tritt wieder eine ,pause oder eine nderung in den ,bildern ein1 allein ohne da ich dabei zur ,ruhe kme4 ,ich wei1 da dies in hohem ,grade von meiner eigenen erschpften ,natur herrhrt2 und ich wei nicht1 warum ich dies schreibe2 whrend ich ,ihnen schreibe1 mu ich jedoch daran denken und diese ,gedanken verhindern mich1 auf andere ,gegenstnde zu kommen 444 ,und weiter3 ,es war mein ,streben und mein ,wunsch1 die ,stelle ,schiller's bei diesem ,goethe einzunehmen2 und er war zu ,zeiten so freudig und krftig1 krperlich so rstig und geistig so klar1 da mir oft der ,gedanke kam1 auch er werde1 wie ,goethe1 den jngeren ,mann berleben4 ,das ,schicksal wollte es anders1 und jetzt lebt er nur noch in unser ,aller ,erinnerung4 ,aber wahrlich1 kein ,andenken knnte schner sein4 ,geist und ,herz waren gleich reich bei ihm4 ,die schnsten ,zge1 die der ,apostel ,paulus von einem ,charakter entworfen hat1 fanden bei ihm die vollkommenste ,anwendung4 ,denn er war ohne ,tadel1 wachsam1 mig1 von gutem ,betragen1 geneigt zur ,lehre und nicht dem irdischen ,gewinn ergeben4 ,erste ,vorlesung4 ,die ,kerze4 ,ihre ,flamme4 ,schmelzen des ,brennstoffs4 ,kapillaritt des ,dochtes4 ,die ,flamme ein brennender ,dampf4 ,gestalt und ,teile der ,flamme4 ,der aufsteigende ,luftstrom4 ,andere ,flammen4 ,die ,naturgeschichte einer ,kerze whlte ich schon bei einer frheren ,gelegenheit zum ,thema meines ,vortrags1 und stnde die ,wahl nur in meinem ,belieben1 so mchte ich dieses ,thema wohl jedes ,jahr zum ,ausgang meiner ,vorlesungen nehmen1 so viel ,interessantes1 so mannigfache ,wege zur ,naturbetrachtung im allgemeinen bietet dasselbe dar4 ,alle im ,weltall wirkenden ,gesetze treten darin zutage oder kommen dabei wenigstens in ,betracht1 und schwerlich mchte sich ein bequemeres ,tor zum ,eingang in das ,studium der ,natur finden lassen4 ,vorweg mchte ich mir die ,bitte an meine ,zuhrer erlauben1 bei aller ,bedeutung unseres ,gegenstandes und allem ,ernst der wissenschaftlichen ,behandlung desselben doch von den lteren unter uns absehen zu drfen und das ,vorrecht zu beanspruchen1 als junger ,mann zu jungen ,leuten zu sprechen1 wie ich es frher bei hnlicher ,veranlassung getan2 und wenn ich mir auch bewut bin1 da meine hier gesprochenen ,worte in weitere ,kreise hinausdringen1 so soll mich dies doch nicht abhalten1 den frher gewohnten ,familienton gegen die mir ,nchststehenden auch in den gegenwrtigen ,vorlesungen anzuschlagen4 ,sidenote3 ,kerzenfabrikation4 ,zuerst mu ich ,euch1 meine lieben ,knaben und ,mdchen1 wohl erzhlen1 woraus ,kerzen verfertigt werden4 ,da lernen wir denn ganz sonderbare ,dinge kennen4 ,hier habe ich etwas ,holz1 ,baumzweige1 deren leichte ,brennbarkeit ,euch ja bekannt ist - und hier seht ,ihr ein ,stckchen von einem sehr merkwrdigen ,stoffe1 der in einigen ,moorsmpfen ,irlands gefunden wird1 sogenanntes ,kerzenholz2 es ist dies ein vorzglich hartes1 festes ,holz1 als ,nutzholz vortrefflich verwendbar1 da es sich sehr dauerhaft zeigt1 bei alledem aber so leicht brennend1 da man an seinen ,fundorten ,spne und ,fackeln daraus schneidet1 die wie ,kerzen brennen und wirklich ausgezeichnetes ,licht geben1 so da wir hierin die natrlichste ,kerze1 eigentlich eine ,naturkerze vor uns sehen4 ,wir haben hier indes besonders von ,kerzen zu sprechen1 wie sie im ,handel vorkommen4 ,hier sind zunchst etliche sogenannte gezogene ,lichte4 ,dieselben werden auf folgende ,weise verfertigt3 baumwollene ,schnre werden mit einer ,schlinge an einem ,stab aufgehngt1 in geschmolzenen ,talg eingetaucht1 herausgezogen und abgekhlt1 dann wieder eingetaucht1 und dieses ,verfahren so lange fortgesetzt1 bis eine gengende ,menge ,talg rings um den baumwollenen ,docht hngen geblieben ist1 und so die ,kerze die gewnschte ,dicke erhalten hat4 ,die groe ,verschiedenartigkeit der ,kerzen knnt ,ihr recht deutlich an denen sehen1 welche ich hier in der ,hand halte2 diese sind auffllig dnn1 sie wurden ehedem von den ,bergleuten in den ,kohlenbergwerken gebraucht4 ,in frheren ,zeiten mute sich der ,bergmann seine ,kerzen selbst verfertigen2 aus ,sparsamkeit nun1 besonders aber wohl1 weil man der ,meinung war1 die ,grubengase wrden von einer kleinen ,flamme nicht so rasch entzndet wie von einer groen1 machte man die ,kerzen so dnn1 da #bj1 #cj1 #dj1 ja #fj auf das ,pfund gingen4 ,statt ihrer kamen die ,davy'sche und verschiedene andere ,sicherheitslampen in ,gebrauch4 - ,hier seht ,ihr dagegen eine ,kerze1 welche ,oberst ,pasley aus dem untergegangenen ,schiff ,royal-,george entnommen hat4 ,viele ,jahre lang auf dem ,meeresgrund der ,einwirkung des ,seewassers ausgesetzt1 berdies geschunden und zerknickt1 zeigt sie uns1 wie gut sich eine ,kerze konservieren kann2 denn angezndet brennt sie1 wie ,ihr hier seht1 ganz gleichmig fort1 und der schmelzende ,talg bewhrt sich vllig in seinen ursprnglichen ,eigenschaften4 ,herr ,field in ,lambeth hat mir viele sehr gute ,zeichnungen und ,materialien aus der ,kerzenfabrikation zugestellt1 mit denen ich ,euch bekannt machen werde4 ,hier zunchst ist ,nierenfett1 ,rindertalg1 ich glaube russischer ,talg1 aus dem die gezogenen ,lichte gemacht werden4 ,dieser ,talg wird nach einem von ,gay-,lussac herrhrenden ,verfahren in die schne ,substanz verwandelt1 die ,ihr daneben liegen seht4 ,ihr wit1 da unsere jetzigen ,kerzen nicht so beschmutzend abfetten1 wie diese ,talglichter1 sondern ganz sauber sind1 und da man herabgefallene ,tropfen abkratzen und pulverisieren kann1 ohne etwas zu beschmutzen4 ,das ,verfahren ist folgendes3 ,der ,talg wird zuerst mit gelschtem ,kalk gekocht1 wodurch eine ,art ,seife gebildet wird2 diese ,seife wird dann durch ,schwefelsure zersetzt1 welche den ,kalk fortnimmt und das vernderte ,fett als ,stearinsure zurcklt4 ,zugleich wird etwas ,glyzerin1 eine syrupartige ,flssigkeit1 gebildet4 ,durch ,auspressen wird sodann alles lige entfernt1 und ,ihr seht hier einige ,prekuchen1 an denen sich zeigt1 da die ,unreinigkeiten je nach der ,strke des ,druckes allmhlich mehr und mehr entfernt werden2 die zurckgebliebene ,masse wird nun geschmolzen und zu ,kerzen gegossen1 wie sie hier vor uns liegen4 ,die ,kerze1 welche ich hier in der ,hand habe1 ist eine auf dem beschriebenen ,wege hergestellte ,stearin-,kerze4 ,daneben habe ich eine ,wallrath-,kerze1 aus dem gereinigten ,fett des ,pottfisches verfertigt2 ferner seht ,ihr hier gelbes und weies ,wachs1 woraus ,kerzen gemacht werden2 hier eine merkwrdige ,substanz1 das aus irischen ,smpfen gewonnene ,paraffin#d1 so wie einige ,paraffinkerzen1 und endlich hier noch eine ,substanz1 die aus ,japan bei uns eingefhrt wird1 seitdem wir den ,zugang zu diesem fernen ,lande erzwungen haben1 eine ,art ,wachs1 welches mir ein guter ,freund gesandt hat1 und welches ein neues ,material fr die ,kerzenfabrikation bildet4 ,wie werden nun diese ,kerzen verfertigt8 ,soeben habe ich ,euch von gezogenen ,lichten erzhlt und will ,euch nun auch sagen1 wie die gegossenen gemacht werden4 ,nehmen wir an1 irgend eine dieser ,kerzen bestehe aus einem ,material1 das gegossen werden kann4 ,gegossen1 sagt ,ihr4 ,nun1 eine ,kerze ist doch ein ,ding1 das schmilzt1 und was sich schmelzen lt1 das lt sich doch wohl auch gieen4 ,durchaus nicht6 ,es ist gar merkwrdig1 wie sich im ,verlauf der praktischen ,arbeit ,hindernisse in den ,weg stellen1 die man vorher durchaus nicht erwartete4 ,es kann nicht jede ,art ,kerzen gegossen werden4 ,so ist z4 ,b4 das ,wachs eine ,substanz1 die sehr gut brennt und in einem ,lichte zwar leicht schmilzt1 aber doch nicht gegossen werden kann2 ich werde nachher die ,fabrikation der ,wachskerzen kurz angeben1 jetzt aber zunchst bei den ,materialien verweilen1 die sich gieen lassen4 ,hier ist ein ,rahmen mit einigen ,gieformen1 in die zunchst der ,docht eingefgt wird4 ,hier habe ich einen geflochtenen ,docht1 der nicht geputzt zu werden braucht1 an einem kleinen ,draht hngen2 er reicht bis unten hinab1 wo er angepflckt wird1 so da das ,pflckchen ihn zugleich straff hlt und die untere ffnung vllig schliet1 damit nichts ,flssiges hindurch kann4 ,oben hat die ,form einen ,quersteg1 der den ,docht richtig in der ,mitte gespannt hlt4 ,nun werden die ,formen mit der geschmolzenen ,talgmasse vollgegossen4 ,nach dem ,erkalten der ,formen wird der oben berstehende ,talg glatt abgeputzt und die ,enden des ,dochtes abgeschnitten1 so da jetzt nur die ,kerzen in den ,formen bleiben1 und um sie heraus zu bekommen1 braucht man diese nur umzudrehen1 wie ich's hier tue4 ,die ,formen sind nmlich kegelfrmig1 d4 h4 oben enger als unten1 und da die ,kerzen beim ,erkalten sich noch dazu ein wenig zusammenziehen1 so fallen sie schon bei geringem ,schtteln heraus4 ,ganz ebenso werden auch die ,stearin- und ,paraffin-,kerzen gemacht4 ,eigentmlich ist die ,fabrikation der ,wachskerzen4 ,baumwollene ,dochte werden1 wie ,ihr es hier seht1 an einen ,rahmen aufgehngt und ihre ,enden mit ,metallhtchen bedeckt1 damit sie von ,wachs frei bleiben4 ,sie werden in die ,nhe des ,ofens gebracht1 in welchem das ,wachs geschmolzen wird4 ,wie ,ihr seht1 kann das ,gestell gedreht werden1 und letzteres geschieht1 whrend ein ,arbeiter das geschmolzene ,wachs an einem ,docht nach dem andern hinabgiet2 die so gebildete erste ,schicht um den ,docht herum wird nach dem ,erstarren mit einer zweiten berzogen und so lange auf diese ,weise fortgefahren1 bis die ,kerzen die gewnschte ,dicke erlangt haben2 alsdann werden sie abgenommen und auf einer polierten ,steinplatte glatt gerollt1 die ,enden beschnitten und abgeputzt4 ,die ,arbeiter erlangen dabei eine solche ,fertigkeit1 da genau vier oder sechs ,kerzen1 oder wie viel eben verlangt werden1 auf das ,pfund gehen4 ,ich will beilufig auch einen ,luxus erwhnen1 der in der ,kerzenfabrikation getrieben wird1 teils in ,farben1 teils in ,formen4 ,seht1 wie wunderschn diese ,kerzen hier gefrbt sind6 ,malvenblau1 ,magenta und alle die neu erfundenen prchtigen ,farben sind hier zur ,verschnerung verwendet4 ,in dieser ,kerze hier zeigt sich in wundervoller ,form eine gekehlte ,sule1 und hier habe ich mit bunten ,blumen schn bemalte ,kerzen1 die angezndet oben eine strahlende ,sonne und darunter einen blhenden ,garten darstellen4 ,indes1 nicht alles ,schne ist auch ntzlich1 und diese gekehlten ,kerzen z4 ,b4 sind bei ihrem schnen ,ansehen doch schlechte ,kerzen1 und zwar gerade infolge ihrer ueren ,form2 durch dergleichen ,verfeinerungen wird meistens die ,brauchbarkeit beeintrchtigt4 ,indes wollte ich ,euch auch diese ,kerzen1 welche mir gute ,freunde von allen ,seiten sandten1 zeigen1 damit ,ihr sehen knnt1 was auch in dieser ,hinsicht geleistet wird4 ,aber1 wie ich sagte1 wenn wir diese ,verfeinerungen wollen1 so mssen wir einigermaen die ,zweckmigkeit opfern4 ,sidenote3 ,die ,kerzenflamme4 ,das ,schlchen4 ,ich wende mich nunmehr zu unserem eigentlichen ,thema1 zunchst zur ,flamme der ,kerze4 ,wir wollen eine oder zwei anznden und so in ,ausbung ihrer eigentmlichen ,funktionen setzen4 ,ihr bemerkt1 wie ganz verschieden eine ,kerze von einer ,lampe ist4 ,bei einer ,lampe hat man den mit l gefllten ,behlter1 in welchen der aus ,moos oder ,baumwolle bereitete ,docht gebracht wird2 das ,dochtende zndet man an1 und wenn die ,flamme bis zum l hinabgekommen1 verlscht sie dort1 brennt aber in dem hher gelegenen ,teile des ,dochtes fort4 ,nun werdet ,ihr unzweifelhaft fragen1 wie es kommt1 da das l1 welches fr sich nicht brennen will1 zur ,spitze des ,dochtes gelangt1 wo es brennt2 wir werden das sogleich untersuchen4 ,aber bei dem ,brennen einer ,kerze geschieht noch etwas weit ,merkwrdigeres4 ,hier haben wir eine feste ,masse1 die keinen ,behlter braucht - wie kann wohl diese ,masse da hinaufgelangen1 wo wir die ,flamme sehen1 da sie doch nicht flssig ist8 ,oder1 wenn sie in eine ,flssigkeit verwandelt ist1 wie kann sie dabei doch in festem ,zusammenhalt bleiben8 ,wahrlich ein merkwrdig ,ding1 so eine ,kerze6 ,wir haben hier einen starken ,luftzug1 der uns bei manchen ,experimenten frderlich ist1 bei anderen aber schdlich sein kann4 ,um darin eine ,regelmigkeit zu erlangen und die ,sache zu vereinfachen1 werde ich eine ganz ruhige ,flamme herstellen2 denn wie kann man einen ,gegenstand untersuchen1 wenn ,nebenumstnde in den ,weg treten1 die gar nicht zu demselben gehren8 ,hier knnen wir von den ,marktweibern lernen1 die des ,abends auf offner ,strae feilhalten4 ,ich habe das oft bewundert4 ,sie umgeben das ,licht mit einem ,zylinder1 der von einer ,art ,galerie getragen wird1 welche die ,kerze umklammert und nach ,bedrfnis hher oder niedriger gestellt werden kann4 ,mittelst dieses ,zylinders erhlt man eine bestndige ,flamme1 die man genau betrachten und sorgsam untersuchen kann1 wie ,ihr es hoffentlich zu ,hause tun werdet4 ,da bemerken wir denn zunchst1 wie die oberste ,schicht der ,kerze gleich unter der ,flamme sich einsenkt zu einer hbschen ,schale4 ,die zur ,kerze gelangende ,luft nmlich steigt infolge der ,strmung1 welche die ,flammenhitze bewirkt1 nach oben und khlt dadurch den ,mantel der ,kerze ab1 also da der ,rand des ,schlchens khler bleibt und weniger einschmilzt als die ,mitte1 whrend auf diese die ,flamme am meisten einwirkt1 da sie so weit als mglich am ,docht herabzulaufen strebt4 ,so lange die ,luft von allen ,seiten gleichmig zustrmt1 bleibt unser ,schlchen vollkommen wagrecht1 so da die darin schwimmende geschmolzene ,kerzenmasse ebenfalls wagrecht darin stehen bleiben mu2 stelle ich aber einen seitlichen ,luftstrom her1 so wird alsbald das ,schlchen schief und luft die flssige ,masse an der ,seite herab - jenes wie dieses nach demselben ,gesetz der ,schwere1 welches die ,welten treibt und zusammenhlt4 ,ihr seht also1 da die ,schale durch den gleichmig aufsteigenden ,luftstrom gebildet wird1 welcher das uere der ,kerze von allen ,seiten umspielt und es dadurch kalt hlt4 ,nur solche ,stoffe knnen zu ,kerzen verwendet werden1 welche die ,eigenschaft besitzen1 beim ,brennen ein derartiges ,schlchen zu bilden4 ,ausgenommen von dieser ,regel ist das vorhin gezeigte irische ,kerzenholz1 welches selbst gleich einem ,schwamm seinen eigenen ,brennstoff festhlt4 ,ihr knnt ,euch nun auch selbst erklren1 weshalb ich von der praktischen ,brauchbarkeit dieser schn geformten gekehlten ,kerzen so ungnstig sprach2 bei ihnen kann ja das ,schlchen nicht den vollkommenen ,rand haben1 sondern mu abwechselnd ,hebung und ,einsenkung erhalten4 ,diese schn aussehenden ,kerzen brennen schlecht1 sie trufeln ab1 weil durch die ,unebenheit des ,mantels die ,gleichmigkeit des ,luftstromes gestrt und dadurch wieder die regelmige ,form des ,schlchens verhindert wird4 ,also nicht auf schnes ,aussehen1 sondern auf praktische ,brauchbarkeit kommt es hier an4 ,wir knnen hier einige hbsche ,beispiele fr die ,wirkung des aufsteigenden ,luftstroms beobachten1 die ,ihr ,euch wohl merken knnt4 ,hier ist ein wenig ,abgetrufeltes an der ,seite der ,kerze herabgeflossen und hat sie da etwas dicker gemacht als an anderen ,stellen2 whrend nun die ,kerze ruhig weiter herabbrennt1 bleibt jenes an seiner ,stelle und bildet eine kleine1 ber den ,rand der ,schale hervorragende ,sule2 da es immer hher zu stehen kommt als das brige ,wachs und weiter von der ,mitte entfernt ist1 so kann die ,luft besser dazu gelangen1 es also auch mehr abkhlen und somit geeigneter machen1 der ,einwirkung der ,hitze in so kleiner ,entfernung zu widerstehen4 ,so fhren1 wie in vielen anderen ,fllen1 auch bei unserer ,kerze selbst ,migriffe und ,fehler zu unserer ,belehrung1 die wir auf anderem ,wege vielleicht schwerlich erlangt htten4 ,wir werden so unwillkrlich zu ,naturforschern2 und ich hoffe1 ,ihr werdet immer daran denken1 da ,ihr bei jedem ,vorgange1 besonders wenn er ,euch neu ist1 fragen solltet3 ,was ist die ,ursache8 ,wie geht das zu8 und im ,laufe der ,zeit werdet ,ihr den ,grund finden4 ,sidenote3 ,die ,kerzenflamme4 ,der ,docht4 ,eine andere ,frage1 welche eine ,antwort erfordert1 ist3 ,wie gelangt der ,brennstoff der ,kerze aus dem ,schlchen den ,docht hinauf an den ,verbrennungsort8 ,ihr wit1 da bei ,wachs-1 ,stearin-1 ,wallrath-,kerzen die ,flamme am brennenden ,docht nicht herunterluft zum ,brennstoff und diesen ganz fortschmilzt1 sondern da sie an ihrem ,platze oben bleibt1 getrennt von dem ,flssigen darunter und ohne sich an dem ,rand der ,schale zu vergreifen4 ,ich kann mir kein schneres ,beispiel von ,anpassung denken3 um die beste ,wirkung hervorzubringen1 ist in der ,kerze jeder ,teil dem andern dienstbar4 ,es ist mir ein wundervoller ,anblick1 diesen brennbaren ,stoff so allmhlich abbrennen zu sehen1 ohne je von der ,flamme ergriffen zu werden1 zumal wenn man dabei erwgt1 welche ,kraft der ,flamme innewohnt1 das ,wachs zu zerstren1 wenn sie ihm zu nahe kommt4 ,sidenote3 ,die ,kerzenflamme4 ,kapillaritt des ,dochtes4 ,wie aber erfat nun die ,flamme den ,brennstoff8 ,durch kapillare ,anziehung6 ,kapillare ,anziehung8 fragt ,ihr4 ,haarrhrchen-,anziehung8 ,nun1 der ,name tut nichts zur ,sache - man hat ihn zu ,zeiten gegeben1 wo man noch gar kein rechtes ,verstndnis von der ,kraft hatte1 die er bezeichnen sollte4 ,die ,wirkung dieser sogenannten ,kapillaranziehung ist1 da der ,brennstoff an den ,verbrennungsort hingeleitet und abgesetzt wird1 und zwar nicht von ungefhr1 sondern hbsch ordentlich gerade in die ,mitte des ,herdes1 auf dem der ,proze vor sich geht4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,um ,euch den ,vorgang deutlicher zu machen1 will ich etliche ,beispiele von kapillarer ,attraktion anfhren4 ,vermge dieser ,kraft knnen zwei ,krper1 die nicht ineinander bergehen1 doch aneinander haften4 ,wenn ,ihr ,euch z4 ,b4 die ,hnde waschen wollt1 so macht ,ihr sie ganz und gar na1 und findet1 da sie auch na bleiben4 ,dies wird durch die ,art der ,anziehung bewirkt1 von welcher ich hier spreche4 ,ferner1 wenn ,eure ,hnde nicht schmutzig sind - was sie freilich bei den gewhnlichen ,verrichtungen meistens sein werden -1 und ,ihr steckt also einen reinen ,finger in warmes ,wasser1 so werdet ,ihr bei ganz sorgfltigem ,hinsehen bemerken1 wie das ,wasser hher1 als es im ,gef steht1 an dem ,finger emporkriecht4 ,hier habe ich auf dem ,teller eine ganz porse ,substanz1 eine ,salzsule1 und auf den ,boden des ,tellers giee ich nicht etwa1 wie es ,euch scheinen mchte1 reines ,wasser1 sondern eine gesttigte ,salzlsung1 die gar nichts mehr auflsen kann1 so da die ,erscheinung1 die ,ihr beobachten werdet1 also unmglich auf fernerem ,lsen der ,bestandteile der ,salzsule beruhen kann4 ,nehmen wir an1 der ,teller sei die ,kerze1 die ,salzsule der ,docht und diese ,lsung das geschmolzene ,wachs4 ,damit ,ihr den ,vorgang besser beobachten knnt1 habe ich die ,lsung blau gefrbt4 ,ich giee sie nun in den ,teller1 und ,ihr seht1 wie sie in dem ,salz nach und nach emporsteigt1 wie sie hher und hher hinaufkriecht1 und sie wird sicherlich bis zur ,spitze gelangen1 wenn die ,sule inzwischen nicht etwa umfllt4 ,wre diese blaue ,lsung eine brennbare ,flssigkeit1 so wrde sie - wenn in die ,spitze der ,sule ein ,docht eingesetzt wre - beim ,eintritt in diesen sich anznden lassen4 ,es ist gewi hchst interessant1 einen derartigen ,vorgang mit all seinen eigentmlichen ,umstnden zu beobachten4 - ,wie ,ihr nach dem ,hndewaschen ein ,handtuch nehmt1 das die ,nsse von den ,hnden aufsaugt1 so saugt der ,docht infolge derselben ,attraktion das ,wachs1 ,stearin etc4 in sich hinein und bis zur ,flamme hinauf4 ,ich kannte einige unordentliche ,kinder 7indes passiert so etwas manchmal auch ordentlichen ,leuten71 die nach dem ,abtrocknen der ,hnde das ,handtuch nachlssig ber den ,waschbeckenrand hinwarfen2 nach kurzer ,zeit hatte das ,tuch alles ,wasser aus dem ,becken auf die ,dielen geleitet1 weil es zufllig so auf den ,rand zu liegen gekommen war1 da es als ,heber wirken konnte4 ,damit ,ihr deutlicher seht1 in welcher ,weise dergleichen ,wirkungen der ,krper auf einander vor sich gehen1 habe ich hier ein ,gef aus engmaschigem ,drahtnetz mit ,wasser angefllt1 das ,ihr in seinem ,verhalten mit ,watte oder mit einem ,stck ,kattun vergleichen knnt1 und man hat auch wirklich ,dochte1 die aus einem derartigen ,drahtgewebe angefertigt sind4 ,ihr seht1 das ,gef ist pors2 denn wenn ich oben etwas ,wasser hineingiee1 so luft es unten gleich wieder heraus2 es ist aber auch voll ,wasser1 und doch sieht man das ,wasser zu gleicher ,zeit hinein- und herausflieen1 als ob es leer wre4 ,ihr wrdet wohl in ,verlegenheit kommen1 wenn ,ihr dieses auffllige ,verhalten meines ,gefes erklren solltet4 ,der ,grund ist folgender3 ,die einmal na gewordenen ,fden des ,netzes bleiben na1 und da die ,maschen sehr eng sind1 so wird das ,wasser von der einen zur anderen ,seite so krftig hingezogen und auf diese ,weise festgehalten1 da es nicht entrinnen kann1 wiewohl das ,gef an sich pors ist4 ,in gleicher ,weise nun steigen beim ,brennen die geschmolzenen ,wachsteilchen im ,docht empor und gelangen in die ,spitze2 andere ,teilchen wandern infolge ihrer gegenseitigen ,anziehung ihnen nach1 und die einen nach den andern werden1 wie sie nach und nach in die ,flamme eintreten1 so von dieser verzehrt4 ,noch ein anderes ,beispiel4 ,hier seht ,ihr ein ,stckchen ,spanischrohr4 ,da ein solches in seiner ,lngsrichtung durchgehende ,kanle hat1 also ,kapillaritt besitzt1 kann man gelegentlich auf der ,strae an ,jungen sehen1 die gern wie ,mnner aussehen mchten2 sie znden ein solches ,stck an einem ,ende an und rauchen es1 als wr's eine ,zigarre4 ,stelle ich nun dieses ,stck ,rohr auf einen ,teller1 worauf sich etwas ,benzin befindet 7eine ,flssigkeit1 die in ihren allgemeinen ,eigenschaften dem ,paraffin hnlich ist71 so wird dieses genau auf die ,weise1 wie soeben die blaue ,lsung in der ,salzsule1 in dem ,rohr emporsteigen2 und zwar mu alles nach oben1 da sich seitlich keine ,poren finden1 so da es sich in dieser ,richtung nicht bewegen kann4 ,seht1 da ist das ,benzin schon in der ,spitze angelangt1 und da es leicht brennbar ist1 kann ich es anznden und als ,kerze gebrauchen4 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,der einzige ,grund nun1 weshalb eine ,kerze nicht ohne weiteres lngs des ,dochtes herabbrennt1 liegt darin1 da geschmolzener ,talg die ,flamme auslscht4 ,ihr wit1 da eine ,kerze sofort ausgeht1 wenn man sie umdreht1 so da der geschmolzene ,brennstoff im ,docht zur ,spitze hinflieen kann4 ,es kommt dies daher1 da die ,flamme nicht ,zeit genug hat1 den jetzt in grerer ,menge schmelzenden ,brennstoff gehrig zu erhitzen1 wie sie es von oben tut1 wo nur kleinere ,quantitten nach und nach schmelzen1 im ,docht aufsteigen und die ,hitze ihre volle ,wirkung auf dieselben ausben kann4 ,sidenote3 ,brennbare ,dmpfe in der ,kerzenflamme4 ,wir gelangen jetzt zu einem sehr wichtigen ,punkt in unserer ,betrachtung1 ohne dessen eingehende ,errterung ,ihr nicht imstande wret1 den ,vorgang in der ,kerzenflamme vollkommen zu verstehen2 ich meine den gasfrmigen ,zustand des ,brennstoffs4 ,damit ,ihr mich recht versteht1 will ich ,euch ein ebenso niedliches wie einfaches ,experiment zeigen4 ,wenn ,ihr eine ,kerzenflamme vorsichtig ausblast1 seht ,ihr ,dmpfe davon emporsteigen2 ,ihr habt sicherlich schon oft den ,dampf einer ausgeblasenen ,kerze gerochen - es ist ein sehr unangenehmer ,geruch4 ,geschieht aber1 wie ich sagte1 das ,ausblasen recht vorsichtig1 so kann man ganz deutlich den ,dampf sehen1 in welchen sich die feste ,masse der ,kerze verwandelt hat4 ,ich werde jetzt eine dieser ,kerzen so ausblasen1 da die ,luft ringsherum dabei nicht bewegt wird1 nmlich mit ,hilfe bestndig anhaltender ,einwirkung meines ,atems2 und wenn ich nun einen brennenden ,span dem ,docht auf #b bis #c ,zoll nhere1 so bemerkt ,ihr einen ,feuerschein1 der durch den ,dampf hindurchzuckt1 bis er zur ,kerze gelangt4 ,mit all dem mu ich sehr rasch fertig werden1 weil sich der ,dampf1 wenn ich ihm ,zeit zum ,abkhlen lasse1 in flssiger oder fester ,form verdichtet1 oder der ,strom entzndbarer ,substanz sich zerstreut4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,jetzt kommen wir zu ,umri und ,gestalt der ,flamme4 ,es ist von ,wichtigkeit fr uns1 den ,zustand kennen zu lernen1 in welchem sich die ,kerzenmasse zuletzt an der ,spitze des ,dochtes befindet1 wo sich in der ,flamme ein ,glanz und eine ,schnheit zeigt1 wie sie bei keinem anderen ,vorgang zu beobachten ist4 ,ihr kennt die glnzende ,schnheit des ,goldes und des ,silbers1 das noch hellere ,schimmern und ,glitzern der ,edelsteine1 wie ,rubin und ,diamant - aber nichts von alledem kommt dem ,glanz und der ,schnheit einer ,flamme gleich4 ,welcher ,diamant kann leuchten wie die ,flamme8 ,er verdankt seinen ,glanz zur ,nachtzeit nur eben dieser ,flamme1 die ihn beleuchtet4 ,die ,flamme erhellt die ,finsternis - das ,licht des ,diamanten aber ist ein ,nichts1 es ist erst da1 wenn der ,strahl einer ,flamme auf ihn fllt4 ,die ,kerze allein leuchtet durch sich selbst und fr sich selbst1 oder fr die1 welche ihre ,bestandteile zu einander geordnet haben6 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,sidenote3 ,gestalt und ,schichtung der ,flamme4 ,der ,schatten einer ,flamme4 ,niedersteigende ,flamme4 ,betrachten wir nun etwas nher die ,gestalt der ,flamme1 wie sie sich hier unter dem ,glaszylinder zeigt6 ,sie ist bestndig und gleichmig1 und hat im allgemeinen die ,form1 welche in vorliegender ,zeichnung wiedergegeben ist1 die sich aber je nach den ,einwirkungen der ,luft und nach der ,gre der ,kerze mannigfach ndert4 ,sie bildet einen unten abgerundeten ,kegel1 oben heller als unten1 den ,docht in der ,mitte4 ,unten1 in der ,nhe des ,dochtes1 unterscheidet man deutlich einen dunkleren ,teil1 in welchem die ,verbrennung noch nicht so vollstndig ist1 als in den hheren ,partien4 ,ich habe hier die ,zeichnung einer ,flamme1 die schon vor vielen ,jahren ,hooker angefertigt hat1 als er seine ,untersuchungen ausfhrte4 ,sie stellt eine ,lampenflamme dar1 aber sie pat auch auf die ,kerzenflamme2 das lgef vertritt das ,schlchen der ,kerze1 das l das geschmolzene ,material der ,kerze und der ,docht ist ja beiden gemeinsam4 ,auf dem letzteren hatte er das ,flmmchen abgebildet und dann in der ,umgebung des letzteren ganz richtig eine ,schicht dargestellt1 die man aber nicht sehen kann1 und von der ,ihr nichts wissen werdet1 wenn ,ihr nicht schon frher hier waret1 oder sonst mit der ,sache vertraut seid4 ,er hat hier die umgebende ,luft dargestellt1 welche sehr wesentlich fr die ,flamme ist und sich stets in ihrer ,nhe befindet4 ,hier hat er ferner den ,luftstrom angedeutet1 der die ,flamme emporzieht2 denn die ,flamme1 die ,ihr hier seht1 wird wirklich durch den ,luftstrom hinaufgezogen1 und zwar zu einer bedeutenden ,hhe2 gerade wie es ,hooker hier durch die ,verlngerung des ,luftstromes in der ,zeichnung dargestellt hat4 ,man kann sich davon am besten berzeugen1 wenn man eine brennende ,kerze in die ,sonne stellt und ihren ,schatten auf weies ,papier fallen lt4 ,es ist doch merkwrdig1 da eine ,flamme1 die selbst leuchtend genug ist1 um andere ,krper ,schatten werfen zu lassen1 auch selbst einen ,schatten werfen kann4 ,dabei sieht man deutlich1 wie etwas um die ,flamme herumstrmt1 das kein ,teil der ,flamme selbst ist1 sondern neben ihr aufsteigt und sie mit sich emporzieht4 ,ich werde jetzt das ,sonnenlicht nachahmen1 indem ich diese ,volta'sche ,sule mit einer elektrischen ,lampe in ,verbindung setze4 ,hier seht unsere selbstgeschaffene ,sonne und ihre groe ,lichtflle6 ,wenn ich nun zwischen sie und diesen ,schirm eine ,kerze stelle1 so erhalten wir hier den ,schatten der ,flamme4 ,ihr unterscheidet deutlich den ,schatten der ,kerze und des ,dochtes2 dann hier den dunklen ,teil1 wie er auch in ,hooker's ,zeichnung dargestellt ist1 dann eine hellere ,partie4 ,es ist merkwrdig1 da wir den ,teil der ,flamme im ,schatten als den dunkelsten sehen1 der in ,wirklichkeit der hellste ist4 ,hier endlich zeigt sich1 gleichfalls mit ,hookers ,zeichnung bereinstimmend1 der aufsteigende ,luftstrom1 der die ,flamme nhrt1 sie mit sich emporzieht und den ,rand des ,brennschlchens abkhlt4 ,illustration3 ,fig4 #e4 ,ich kann ,euch hier durch einen anderen ,versuch zeigen1 wie die ,flamme je nach der ,richtung des ,luftstroms steigt oder sinkt4 ,an dieser ,flamme beabsichtige ich1 den aufsteigenden ,luftstrom in einen absteigenden umzuwandeln1 was ich mit ,hilfe des kleinen ,apparates1 der hier vor mir steht1 leicht ausfhren kann4 ,die ,flamme ist1 wie ,ihr seht1 keine ,kerzenflamme1 sondern eine ,alkoholflamme1 welche keinen ,rauch erzeugt2 aber ,ihr werdet ohne ,zweifel das ,gemeinsame mit der ,kerzenflamme gengend erkennen1 um beide mit einander zu vergleichen4 ,da die ,flamme an sich zu schwach leuchtet1 als da ,ihr ihre ,richtung genau verfolgen knntet1 so werde ich sie durch einen anderen ,stoff frben4 ,ich znde nun den ,spiritus an1 und frei in der ,luft gehalten1 steigt die ,flamme naturgem aufwrts1 wie es jede ,flamme unter gewhnlichen ,umstnden zufolge des die ,verbrennung unterhaltenden ,luftstroms tun mu1 was ,ihr ja nun genau versteht4 ,jetzt aber seht ,ihr1 da ich die ,flamme durch ,niederblasen in diesen kleinen ,schornstein abwrts zu gehen ntigen kann1 indem ich so die ,richtung der ,strmung umkehre4 ,vor ,abschlu dieser ,vorlesungen werde ich ,euch eine ,lampe vorzeigen1 in welcher die ,flamme nach oben und der ,rauch nach unten1 oder der ,rauch nach oben und die ,flamme nach unten geht4 ,ihr seht also1 da wir es auf diese ,weise in der ,gewalt haben1 der ,flamme verschiedene ,richtungen anzuweisen4 ,sidenote3 ,gestalt anderer ,flammen4 ,nun mu ich ,eure ,aufmerksamkeit auf einige andere ,punkte lenken4 ,viele der hier brennenden ,flammen weichen in ihrer ,form bedeutend von einander ab1 und zwar wiederum infolge der ,luftstrme1 die sie in verschiedenen ,richtungen umwehen4 ,andererseits aber knnen wir auch ,flammen herstellen1 die wie feste ,krper stehen bleiben1 so da wir sie bequem photographieren knnen - und letzteres mssen wir auch wirklich tun1 um noch mancherlei daran zu untersuchen4 ,das ist aber nicht das ,einzige1 was ich zu erwhnen wnsche4 ,nehme ich eine hinlnglich groe ,flamme1 so behlt sie nicht die gleichmige bestimmte ,gestalt1 sondern sie verzweigt sich mit einer ganz wunderbaren ,kraft4 ,um dies zu zeigen1 benutze ich einen anderen ,brennstoff1 der mir das ,wachs oder den ,talg der ,kerze ersetzen soll4 ,ich habe hier einen groen ,baumwollenballen1 welcher als ,docht dienen mag4 ,jetzt1 nachdem ich ihn in ,spiritus getaucht und entzndet habe - worin unterscheidet er sich von einer gewhnlichen ,kerze8 ,nun1 sehr bedeutend in der ,lebhaftigkeit und ,gewalt des ,brennens1 wie wir es an einer ,kerzenflamme niemals beobachten knnen4 ,seht1 wie die schnen ,zungen fort und fort in die ,hhe schlagen8 ,die ,richtung der ,flamme ist dieselbe1 von unten nach oben2 was man aber in keinem ,fall bei einer ,kerze wahrnimmt1 ist dieses merkwrdige ,zerreien in einzelne ,zacken und ,spitzen1 diese lebhaft hervorleckenden ,zungen4 ,woher kommt das8 ,ich mu es ,euch erklren2 denn wenn ,ihr das vollkommen versteht1 werdet ,ihr besser imstande sein1 mir genau bei dem zu folgen1 was ich spter noch zu sagen habe4 ,ich glaube1 mancher von ,euch hat das ,experiment selbst schon gemacht1 das ich ,euch zeigen will4 ,gewi haben viele von ,euch sich schon am ,snapdragon ergtzt1 welches ,spiel im wesentlichen darin besteht1 im ,dunkeln ,branntwein ber ,rosinen oder ,pflaumen in einer ,tasse abbrennen zu lassen4 ,ich kenne keine schnere ,erluterung zu diesem ,teil unseres ,gegenstandes1 als jenes ,spiel4 ,hier habe ich zunchst eine ,schale und bemerke dabei1 da man1 um ein recht schnes ,snapdragon zu bekommen1 eine vorher gut erwrmte ,schale nehmen mu2 auch sollte man die ,pflaumen und den ,branntwein vorher erwrmen4 ,illustration3 ,fig4 #f4 ,wie wir bei einer ,kerze oben das ,schlchen und darin den geschmolzenen ,brennstoff haben1 so hier die ,schale mit dem ,spiritus darin1 whrend der ,docht hier von den ,rosinen vertreten wird4 ,ich znde jetzt den ,spiritus an1 und ,ihr seht nun die wundervollen ,flammenzungen emporschlagen2 ,ihr seht1 wie die ,luft ber den ,schalenrand hineinsteigt und diese ,zungen emportreibt4 ,wieso8 ,nun1 bei der ,heftigkeit der ,luftstrmung und der ,unregelmigkeit des ,vorganges kann die ,flamme nicht in einem ,zuge gleichmig emporsteigen4 ,die ,luft fliet so unregelmig in die ,schale hinein1 da ,ihr das1 was sich sonst als einheitliches ,bild darstellen wrde1 in eine ,menge verschiedener ,gestaltungen zerrissen seht1 von denen jede ihre eigene unabhngige ,existenz besitzt4 ,ich mchte fast sagen1 wir shen hier eine ,anzahl einzeln fr sich bestehender ,kerzen vor uns4 ,aber ,ihr mt ,euch nicht vorstellen1 da1 weil man alle diese ,zungen auf einmal sieht1 ihr ,gesamtbild die eigentmliche ,gestalt der ,flamme darstelle4 ,niemals hat ein ,flammenkrper der ,art1 wie wir ihn von dem ,ball sich erheben sahen1 eigentlich die ,form1 wie sie uns da erschien4 ,es ist eine ,menge von ,formen1 die so rasch auf einander folgen1 da das ,auge sie nicht einzeln zu fassen imstande ist1 sondern den ,eindruck von allen gleichzeitig empfngt4 ,ich habe frher absichtlich eine ,flamme von so allgemeinem ,charakter besprochen1 und in der hier vorliegenden ,zeichnung seht ,ihr einzelne ,gruppen1 aus denen sie zusammengesetzt ist2 sie sind nicht alle zugleich vorhanden2 bei der so raschen ,aufeinanderfolge der verschiedenen ,gestaltungen scheint es uns nur so4 ,es tut mir leid1 da wir heute nicht weiter als zu meinem ,snapdragon-,spiel gekommen sind4 ,es soll mir aber fr die ,zukunft eine ,mahnung sein1 mich strenger an die ,sache zu halten1 und ,eure ,zeit nicht so sehr mit dergleichen ,ausschmckungen in ,anspruch zu nehmen4 ,funoten3 #a ,faraday und seine ,entdeckungen1 eine ,gedenkschrift von ,john ,tyndall2 deutsch herausgegeben von ,h4 ,helmholtz4 ,braunschweig bei ,friedr4 ,vieweg ,sohn4 #ahgj4 #b #a ,penny #aj ,pfennige2 ,pence ist die ,mehrzahl von ,penny4 #c ,das ,chlor ist einer der sogenannten chemischen ,grundstoffe1 wie ,schwefel1 ,kohle etc41 aus denen alle ,krper zusammengesetzt sind4 ,es ist z4 ,b4 ein ,bestandteil des gewhnlichen ,kochsalzes4 #d ,das ,paraffin fr die ,kerzenfabrikation wird jetzt aus einer besonderen ,art ,braunkohlen1 aus sogenannten bituminsen1 d4 h4 von organischen ,stoffen durchsetzten ,schiefern und hnlichen ,rohstoffen gewonnen1 indem man dieselben in geschlossenen ,gefen stark erhitzt4 ,dadurch erhlt man ,leuchtgas1 ,teer1 ,kokes und andere ,produkte2 das ,paraffin wird dann aus dem ,teer durch weitere ,verarbeitung gewonnen4 ,auch bei der ,reinigung des ,petroleums erhlt man ein geringerwertiges ,paraffin als ,nebenprodukt4 ,zweite ,vorlesung4 ,nhere ,untersuchung der brennbaren ,dmpfe in der ,flamme4 ,verteilung der ,hitze in der ,flamme4 ,bedeutung der ,luft4 ,unvollstndige ,verbrennung2 ,ruen der ,flamme4 ,verbrennung ohne ,flamme 7,eisen74 ,das ,leuchten der ,flamme4 ,kohle in der ,kerzenflamme4 ,verbrennungsprodukte4 ,bei unserem ersten ,zusammensein haben wir uns zunchst damit beschftigt1 die ,eigenschaften und das ,verhalten des geschmolzenen ,teils an der ,kerze im allgemeinen kennen zu lernen1 und uns ber den ,weg unterrichtet1 auf dem er zum ,verbrennungsherd gelangt4 ,wir sahen ferner1 da eine ,flamme1 welche in einer gleichmig ruhigen ,atmosphre brennt1 eine bestimmte ,form hat1 ungefhr wie es in der ,zeichnung dargestellt war1 und da sie hbsch gleichmig1 obwohl sehr merkwrdig in ihrem ,charakter erscheint4 ,sidenote3 ,brennbare ,dmpfe in der ,flamme4 ,heute wollen wir unsere ,aufmerksamkeit auf die ,mittel richten1 durch die wir erfahren knnen1 was in jedem einzelnen ,teil der ,flamme vor sich geht1 wie und warum es so vor sich geht1 und was nach all diesem zuletzt aus der ,kerze wird4 ,denn ,ihr wit ja3 eine ,kerze1 die da vor uns brennt1 verschwindet gnzlich1 wenn sie ordentlich fortbrennt1 ohne im ,leuchter eine ,spur von einem ,rckstand zu lassen - gewi eine hchst merkwrdige ,erscheinung4 ,um also die ,kerzenflamme sorgfltig untersuchen zu knnen1 habe ich hier einen ,apparat aufgestellt1 dessen ,anwendung ,ihr gleich kennen lernen sollt4 ,illustration3 ,fig4 #g4 ,hier ist die ,kerze2 das ,ende dieses ,glasrhrchens bringe ich in die ,mitte der ,flamme1 in den ,teil also1 welchen der alte ,hooker in seiner ,zeichnung ganz dunkel dargestellt hat und den ,ihr ja an jeder ruhig brennenden ,flamme genau unterscheiden knnt4 ,diesen dunkeln ,teil also wollen wir zuerst untersuchen4 ,indem ich so den einen ,schenkel des gebogenen ,glasrhrchens hineinhalte1 knnt ,ihr schon jetzt bemerken1 da etwas von der ,flamme herkommt und am andern ,ende der ,rhre austritt4 - ,stellt man eine ,flasche dorthin und lt sie eine kurze ,zeit dort stehen1 so sieht man1 da von dem mittleren ,teil der ,flamme nach und nach etwas ausgeschieden wird1 durch die ,rhre in diese ,flasche gelangt und da dort sein ,zustand ganz verschieden ist von dem in der freien ,luft4 ,es entweicht nicht nur von dem ,ende der ,rhre1 sondern es fllt auf den ,boden der ,flasche nieder wie eine schwere ,substanz1 die es in der ,tat auch ist4 ,wir finden1 da dies das ,wachs der ,kerze ist1 umgewandelt in ein dampfartiges ,fluidum - nicht in ein ,gas4 7,ihr mt ,euch den ,unterschied zwischen ,gas und ,dampf merken3 ein ,gas ist etwas ,bestndiges1 der ,dampf aber wird leicht wieder verdichtet47#e ,wenn ,ihr eine ,kerze ausblast1 so habt ,ihr einen hlichen ,geruch1 der von der ,verdichtung dieses ,dampfes herrhrt4 - ,dieser ist ganz verschieden von dem1 was sich an der ,auenseite der ,flamme findet2 um ,euch das deutlicher zu machen1 will ich eine grere ,menge dieses ,dampfes darstellen und anznden - denn was wir bei einer gewhnlichen ,kerze nur in geringer ,menge finden1 mssen wir als ,naturforscher in grerem ,verhltnis produzieren1 wenn dieses erforderlich ist1 damit wir es auf seine verschiedenen ,bestandteile prfen knnen4 ,und jetzt wird ,herr ,anderson#f mir eine ,wrmequelle verschaffen1 um ,euch zu zeigen1 was dieser ,dampf ist4 ,ich habe hier ,wachs in einer ,glasflasche und mache es hei1 wie ja das ,innere der ,kerzenflamme und das ,brennmaterial um den ,docht auch hei sind4 ,der ,vortragende bringt etwas ,wachs in eine ,glasflasche und erhitzt es ber einer ,lampe4 ,jetzt glaube ich1 es ist hei genug fr mich4 ,ihr seht1 da das hineingelegte ,wachs flssig geworden ist1 und da ein wenig ,rauch von demselben aufsteigt4 ,wir werden bald den ,dampf sich erheben sehen4 ,indessen mache ich das ,wachs noch heier1 damit wir mehr ,dampf bekommen1 und nun kann ich ihn aus der ,flasche in diese ,schale gieen und ihn darin entznden4 ,das ist alsdann genau derselbe ,dampf wie im ,innern der ,kerzenflamme2 und damit ,ihr ,euch berzeugt1 da dies wirklich der ,fall ist1 wollen wir untersuchen1 ob wir in dieser ,flasche hier nicht einen brennbaren ,dampf aus der ,mitte der ,kerzenflamme erhalten haben4 ,indem er die ,flasche1 in welche die ,rhre von der ,kerze einmndet1 nimmt und einen brennenden ,wachsstock hineinfhrt4 ,seht1 wie es brennt6 ,nun1 dies ist der ,dampf aus der ,mitte der ,kerze1 erzeugt durch ihre eigne ,hitze2 und das ist einer der ersten ,punkte1 die ,ihr ,euch in der ,reihenfolge der ,verwandlungen zu merken habt1 welche das ,wachs bei der ,verbrennung erleidet4 ,ich will jetzt eine andere ,rhre vorsichtig in die ,flamme bringen1 und es soll mich nicht wundern1 wenn wir bei einiger ,sorgfalt imstande sind1 diesen ,dampf durch die ,rhre bis zum andern ,ende fortzuleiten1 wo wir ihn anznden wollen und genau die ,flamme einer ,kerze an einer von derselben entfernten ,stelle erhalten werden4 ,nun1 seht hier6 ,ist das nicht ein recht niedliches ,experiment8 ,sprecht von ,gasleitung - wir knnen von ,kerzenleitung sprechen6 ,ihr erkennt hieraus1 da der ,proze in zwei deutlich verschiedenen ,teilen vor sich geht3 der eine ist die ,erzeugung des ,dampfes1 der andere die ,verbrennung desselben - beide spielen sich an besonderen ,stellen der ,kerzenflamme ab4 ,illustration3 ,fig4 #h4 ,sidenote3 ,hitze der ,flamme4 ,einflu der ,luft4 ,von dem schon verbrannten ,teile kann ich keinen ,dampf erhalten4 ,wenn ich die ,rhre in ,fig4 #g zum obern ,teil der ,flamme hebe1 so wird1 sobald der ,dampf ausgeschlossen ist1 das1 was nun in die ,rhre geht1 nicht mehr brennbar sein2 denn es ist ja schon verbrannt6 - ,wie verbrannt8 - ,in der ,mitte der ,kerze am ,docht befindet sich der brennbare ,dampf2 auerhalb der ,flamme ist die ,luft1 die wir fr das ,brennen einer ,kerze notwendig finden werden4 ,zwischen diesen beiden geht ein krftiger chemischer ,proze vor sich1 bei dem die ,luft und der ,brennstoff auf einander wirken2 und genau zu derselben ,zeit1 whrend der wir das ,licht erhalten1 wird der ,dampf zerstrt4 ,wenn ,ihr prft1 wo die heieste ,stelle der ,flamme ist1 so werdet ,ihr das merkwrdig eingerichtet finden4 ,ich nehme z4 ,b4 diese ,kerze und halte ein ,stck ,papier dicht ber die ,flamme3 wo ist die grte ,hitze dieser ,flamme8 ,ihr seht1 da sie nicht im ,innern ist4 ,sie ist in einem ,ringe1 genau an dem ,orte1 von dem ich sagte1 da dort der chemische ,proze vor sich geht1 und trotzdem ich dieses ,experiment jetzt nicht mit der wnschenswerten ,sorgfalt ausfhren kann1 wird es immer ein ,ring sein1 wenn nicht gar zu viel ,unruhe herrscht4 ,das ist ein ,experiment1 das ,ihr gut zu ,hause machen knnt4 ,nehmt einen ,papierstreifen1 sorgt dafr1 da die ,luft im ,zimmer ruhig ist1 und haltet das ,papier gerade ber die ,mitte der ,flamme - doch ich darf nicht sprechen1 whrend ich das ,experiment mache - ,ihr werdet finden1 da es an zwei ,stellen verbrannt1 in der ,mitte aber nur wenig oder gar nicht angebrannt ist4 ,habt ,ihr nun dieses ,experiment ein- oder zweimal gemacht1 so da es gut gelingt1 so ist es sehr interessant zu sehen1 wo die grte ,hitze ist1 und zu finden1 da sie da ist1 wo ,luft und ,brennstoff zusammentreffen4 ,sidenote3 ,mangelhafter ,luftzug4 ,ru4 ,das ist bei unserm ferneren ,vorwrtsgehen sehr wichtig fr uns4 ,luft ist unumgnglich notwendig zur ,verbrennung2 und was mehr ist3 ich mu betonen1 da frische ,luft ntig ist1 denn sonst wrden wir unvollkommen kombinieren und experimentieren4 ,ich habe hier eine ,flasche voll ,luft und stlpe sie ber eine ,kerze1 die zuerst darin ganz hbsch brennt und zeigt1 da das1 was ich sagte1 wahr ist4 ,bald aber tritt eine ,vernderung ein4 ,seht1 wie sich die ,flamme nach oben zieht1 nun schwach und schwcher wird und zuletzt verlscht4 ,und verlscht1 warum8 ,nicht weil sie nur nach ,luft verlangt - denn die ,flasche ist noch ebenso voll wie vordem - sondern weil sie reine1 frische ,luft haben will4 ,die ,flasche ist voll ,luft1 die teils verndert1 teils nicht verndert ist2 aber sie enthlt nicht genug reine ,luft1 wie es zur ,verbrennung einer ,kerze ntig ist4 ,das alles sind ,punkte1 die wir als junge ,chemiker uns merken mssen1 und wenn wir ein wenig genauer auf derartige ,vorgnge achten1 so werden wir verschiedene ,anknpfungspunkte zu sehr interessanten ,betrachtungen finden4 ,zum ,beispiel habe ich hier die llampe1 die ich ,euch zeigte1 eine vorzgliche ,lampe fr unsere ,experimente1 es ist die bekannte ,argand'sche ,lampe4 ,ich verwandle sie jetzt in eine ,kerze 7indem ich den ,durchgang der ,luft in das ,innere der ,flamme verstopfe74 ,hier ist der ,docht1 hier steigt das l in ihm empor1 und da haben wir die kegelfrmige ,flamme4 ,sie brennt sprlich1 weil die ,luft teilweise abgesperrt ist4 ,ich habe der ,luft nur zu der ,auenseite der ,flamme den ,zutritt gestattet1 weshalb sie nicht gut brennt4 ,ich kann nicht mehr ,luft von auen her zulassen1 da der ,docht zu gro ist2 wenn ich aber1 wie es ,argand so sinnreich tat1 einen ,durchgang zur ,mitte der ,flamme ffne1 und so die ,luft hineintreten lasse1 so werdet ,ihr sehen1 wie viel schner sie brennt4 ,wenn ich die ,luft abschliee1 so seht nur1 wie sie raucht4 ,aber warum8 ,da haben wir einige sehr interessante ,punkte zu untersuchen4 ,wir hatten den ,fall der vollkommenen ,verbrennung einer ,kerze2 wir hatten den ,fall1 da eine ,kerze aus ,luftmangel verlschte und haben jetzt den ,fall von unzureichender ,verbrennung1 was fr uns so interessant ist1 da ich wnsche1 ,ihr mchtet es ebenso gut verstehen1 wie die bestmgliche ,verbrennung einer ,kerze4 ,ich will jetzt eine groe ,flamme machen1 weil wir ,versuche in mglichst groem ,mastabe brauchen4 ,hier ist ein grerer ,docht1 ein ,baumwollenballen mit brennendem ,terpentinl4 ,alle dergleichen ,dinge sind ja ganz dasselbe wie ,kerzen4 ,wenn wir grere ,dochte nehmen1 mssen wir eine strkere ,luftzufuhr bewirken1 oder wir werden doch eine unvollkommene ,verbrennung haben4 ,seht ,euch jetzt diese schwarze ,substanz an1 die in die ,luft steigt1 es ist ein ganz regelmiger ,strom4 ,ich habe jedoch ,vorkehrungen getroffen1 den unvollkommen verbrannten ,teil fortzuschaffen1 damit er ,euch nicht beschmutzt4 ,seht den ,ru1 der von der ,flamme fortfliegt2 seht1 wie unvollkommen die ,verbrennung ist1 da nicht genug ,luft hinzutritt4 ,was geschieht also8 ,nun1 einige zur ,verbrennung ntigen ,dinge sind nicht da1 und infolgedessen werden schlechte ,resultate erzielt4 ,indessen sehen wir1 wie es einer ,kerze geht1 wenn sie in reiner1 also tauglicher ,luft brennt4 ,als ich ,euch die ,verkohlung durch den ,ring der ,flamme auf der einen ,seite des ,papiers zeigte1 htte ich es auch umdrehen und ,euch zeigen knnen1 da bei der ,verbrennung einer ,kerze dieselbe ,art von ,ru - ,kohle - entsteht4 ,sidenote3 ,flammen anderer ,art4 ,aber bevor ich dieses zeige1 ist es fr unsern ,zweck sehr notwendig1 noch einen anderen ,gegenstand kennen zu lernen4 ,obgleich uns nmlich die ,kerze das allgemeine ,resultat ihrer ,verbrennung stets in ,form einer ,flamme darstellt1 so mssen wir doch zusehen1 ob eine ,verbrennung immer in dieser ,weise vor sich geht1 oder ob es auch noch andere ,arten von ,verbrennung gibt1 und wir werden bald entdecken1 da letzteres der ,fall und da dieses sehr wichtig fr uns ist4 ,ich glaube1 die beste ,art der ,veranschaulichung fr uns junge ,leute ist vielleicht1 die ,erscheinungen im strksten ,gegensatze zu zeigen4 ,hier habe ich ein wenig ,schiepulver - ,ihr wit1 da das ,pulver mit einer ,flamme brennt - wir drfen es ,flamme nennen2 es enthlt ,kohle und andere ,stoffe1 welche verursachen1 da es mit ,flamme brennt4 ,ferner habe ich hier pulverisiertes ,eisen oder ,eisenfeilspne4 ,jetzt will ich diese beiden ,dinge zusammen verbrennen4 ,ich habe hier einen kleinen ,mrser1 in welchem ich sie mische4 7,bevor ich an diese ,experimente gehe1 will ich warnen1 da sie niemand von ,euch aus ,spielerei nachmacht und sich dabei beschdigt4 ,dergleichen ,dinge knnen wohl gemacht werden1 wenn man sich in acht nimmt2 sonst aber kann man damit viel ,unheil anrichten47 ,hier ist also ein wenig ,pulver1 welches ich auf den ,boden dieses kleinen ,holzgefes lege und mit ,eisenfeilspnen vermische2 ich beabsichtige nun1 durch das ,pulver die ,feilspne in ,brand zu setzen und sie in der ,luft zu verbrennen1 um hierbei den ,unterschied zwischen ,substanzen1 die mit1 und solchen1 die ohne ,flamme brennen1 zu zeigen4 ,hier ist die ,mischung1 und wenn ich sie entznde1 wobei ,ihr genau auf die ,verbrennung achten mt1 so werdet ,ihr sehen1 da diese eine zweifache ist4 ,ihr werdet das ,pulver mit ,flamme brennen und ,feilspne aufgewirbelt sehen1 und zwar auch sie brennend1 jedoch ohne ,flamme4 ,ein jedes brennt fr sich allein4 ,der ,vortragende setzt nun die ,mischung in ,brand4 ,hier das ,pulver brennt mit einer ,flamme2 die ,feilspne dagegen zeigen eine andere ,art von ,verbrennung4 ,da seht ,ihr nun die zwei verschiedenen ,erscheinungen2 und hiervon hngt alle ,brauchbarkeit und ,schnheit der ,flammen ab1 die wir zur ,beleuchtung benutzen wollen4 ,wenn wir l1 ,gas oder ,kerzen zur ,beleuchtung gebrauchen1 so beruht ihre ,brauchbarkeit auf diesen verschiedenen ,arten der ,verbrennung4 ,der ,verbrennungsproze bietet so viel ,merkwrdiges dar1 da es einiger ,klugheit und ,unterscheidungsgabe bedarf1 um die einzelnen ,arten der ,verbrennung eine jede in ihrer besonderen ,art zu erkennen4 ,hier ist zum ,beispiel ein ,pulver1 welches sehr leicht verbrennt1 und das1 wie ,ihr seht1 aus lauter einzelnen kleinen ,krnchen besteht4 ,man nennt es ,lycopodium 7,brlappsamen1 ,hexenmehl71 und jedes dieser ,krnchen kann einen ,dampf entwickeln und seine eigene ,flamme erzeugen2 wenn man sie abbrennt1 so glaubt man1 es sei alles eine ,flamme4 ,ich werde einen ,teil anznden1 damit ,ihr die ,erscheinung beobachten knnt4 ,wir sehen eine ,feuerwolke1 augenscheinlich eine einzige ,masse2 aber jenes knisternde ,gerusch1 das sich beim ,abbrennen wahrnehmen lt1 ist ein ,beweis1 da die ,verbrennung keine zusammenhngende und gleichmige ist4 ,auf dem ,theater wird damit der ,blitz sehr gut nachgeahmt4 ,das ,experiment wird zweimal wiederholt1 indem der ,vortragende das ,lycopodium aus einer ,glasrhre durch eine ,spiritusflamme blst4 ,es ist dies kein ,fall einer ,verbrennung1 wie die der ,eisenfeilspne1 von der ich gesprochen habe und auf die wir jetzt zurckkommen mssen4 ,sidenote3 ,kohle in der ,kerzenflamme4 ,das ,leuchten4 ,denkt ,euch1 ich nehme eine ,kerzenflamme und prfe den ,teil derselben1 der unserem ,auge am hellsten erscheint4 ,nun1 da bekomme ich diese schwarzen ,teilchen1 welche ,ihr schon oft aus der ,flamme sich ausscheiden sahet1 und die ich jetzt auf eine andere ,weise ausscheiden will4 ,ich werde dieses ,licht nehmen und das ,herabgetrufelte davon entfernen1 welches infolge der ,luftstrmungen entstanden ist4 ,wenn ich nun eine ,glasrhre gerade in diesen leuchtendsten ,teil tauche1 wie bei unserem ersten ,experiment1 nur hher1 so seht ,ihr1 was geschieht4 ,statt des damals weien1 werden wir jetzt einen schwarzen ,dampf haben4 ,er steigt empor1 so schwarz wie ,tinte4 ,er ist in der ,tat sehr verschieden von dem weien ,dampf1 und wenn wir ihm eine ,flamme nhern1 so finden wir1 da er nicht brennt1 sondern das ,licht auslscht4 ,nun1 dieser schwarze ,stoff ist eben1 wie ich sagte1 der ,rauch der ,kerze1 und dies erinnert mich an die alte ,anwendung1 welche ,dean ,swift seinen ,dienstboten zur ,unterhaltung empfahl1 nmlich auf der ,decke des ,zimmers mit einer ,flamme zu schreiben4 ,aber was ist diese schwarze ,substanz8 ,es ist dieselbe ,kohle1 welche wir schon frher aus der ,kerze erhielten4 ,wie kann sie sich aus der ,kerze bilden8 ,sie war offenbar in der ,kerze vorhanden1 sonst knnte sie nicht hier sein4 ,und nun folgt mir genau in meiner ,auseinandersetzung4 ,ihr werdet wohl kaum glauben1 da alle die ,substanzen1 die in ,gestalt von ,ru und schwarzen ,flckchen in ,london herumfliegen1 gerade die ,schnheit und das ,leben der ,flamme ausmachen1 und da sie in derselben so verbrannt werden1 wie die ,eisenfeilspne hier4 ,hier ist ein ,stck ,drahtgeflecht1 welches die ,flamme nicht hindurch lt1 und wenn ich es niedrig genug halte1 da es den ,teil der ,flamme berhrt1 welcher sonst so hell ist1 so werdet ,ihr sehen1 da es diesen sogleich hemmt und dmpft und eine ,menge ,rauch aufsteigen lt4 ,ich bitte ,euch nun1 auf das ,folgende zu achten4 ,wenn eine ,substanz brennt1 wie die ,eisenfeilspne in der ,pulverflamme1 ohne dabei dampffrmig zu werden 7sei es1 da sie flssig wird oder fest bleibt71 so leuchtet sie sehr stark4 ,ich habe hier einige ,beispiele gewhlt1 welche von der ,kerze unabhngig sind1 um ,euch diesen ,punkt zu erlutern2 denn was ich sagte1 gilt von allen ,substanzen1 ob sie brennen oder nicht brennen1 - da sie nmlich ausnehmend leuchtend sind1 wenn sie ihren festen ,zustand auch in der ,hitze behalten4 ,und die ,kerze verdankt der ,anwesenheit fester ,teilchen in der ,flamme ihre ,leuchtkraft4 ,sidenote3 ,das ,kalklicht4 ,hier ist ein ,platindraht1 ein ,krper1 der sich durch ,hitze nicht verndert4 ,wenn ich ihn in dieser ,flamme erhitze1 so seht nur1 wie auerordentlich hell er leuchtet4 ,ich werde die ,flamme klein machen1 damit sie nur wenig ,licht gibt1 und dennoch werdet ,ihr sehen1 da die ,hitze1 die sie diesem ,platindraht mitteilen kann1 obwohl viel geringer1 als die eigene1 doch imstande ist1 dem ,drahte bedeutend mehr ,leuchtkraft zu geben4 ,diese ,flamme enthlt ,kohle2 jetzt will ich aber eine ,flamme nehmen1 die keine ,kohle enthlt4 ,in dem ,gef hier ist ein ,material1 eine ,art ,brennstoff - eine ,luftart oder ein ,gas1 wie ,ihr es nennen wollt -1 und darin sind keine festen ,teile enthalten4 ,ich whle diesen ,stoff1 weil er uns das ,beispiel einer ,flamme geben wird1 welche brennt1 ohne da irgend ein fester ,krper dabei auftritt4 ,wenn ich nun diesen festen ,krper hineinhalte1 so seht ,ihr1 welche intensive ,hitze die ,flamme hat und wie hell sie den festen ,krper erglhen macht4 ,durch diese ,rhre leiten wir dieses absonderliche ,gas1 welches wir ,wasserstoff nennen1 und welches ,ihr bei unserer nchsten ,zusammenkunft nher kennen lernen sollt4 ,und hier ist eine ,substanz ,namens ,sauerstoff1 mit deren ,hilfe der ,wasserstoff brennen kann2 aber obwohl wir durch die ,verbindung beider eine bedeutend hhere ,temperatur als durch die ,verbrennung einer ,kerze erzeugen knnen1 so leuchtet die ,flamme doch nur wenig4 ,bringe ich dagegen einen festen ,krper hinein1 so erhalten wir ein sehr intensives ,licht4 ,wenn ich ein ,stck ,kalk nehme1 eine ,substanz1 die nicht brennt und durch ,hitze nicht verflchtigt wird 7also fest bleibt71 so werdet ,ihr bald sehen1 was geschieht1 wenn der ,kalk glht4 ,bei der ,verbrennung von ,wasserstoff in ,sauerstoff wird sehr groe ,hitze1 aber sehr wenig ,licht entwickelt1 letzteres also nicht aus ,mangel an ,hitze1 sondern an ,teilchen1 welche fest sind und auch in ihrem festen ,zustande verharren4 ,halte ich aber dieses ,stck ,kalk in die ,flamme - seht1 wie es glht6 ,es ist dies das berhmte ,kalk-,licht1 welches mit dem ,volta'schen ,licht wetteifert und dem ,sonnenlicht beinahe gleich kommt4 ,hier habe ich ein ,stck ,holzkohle1 welche brennt und uns genau in derselben ,weise ,licht gibt1 als ob sie als ,bestandteil einer ,kerze verbrannt wrde4 ,die ,hitze einer ,kerzenflamme zersetzt den ,wachsdampf und macht die ,kohlenteile frei2 diese steigen erhitzt und glhend empor1 wie dies hier glht1 und entweichen dann in die ,luft - freilich nicht in ,form von ,kohle1 sondern in vollkommen unsichtbarer ,gestalt1 worber wir spter sprechen werden4 ,ist es nicht von groem ,reiz1 ,einsicht in einen ,proze zu gewinnen1 durch den ein so schmutziges ,ding wie eine ,kohle so hell leuchtend werden kann8 ,ihr seht1 es kommt darauf hinaus1 da alle hellen ,flammen solche festen ,teile enthalten4 ,alle ,krper1 welche brennen und dabei feste ,teilchen entwickeln1 entweder whrend der ,entzndung1 wie die ,kerze1 oder unmittelbar danach1 wie das ,schiepulver und die ,eisenfeilspne1 alle solche ,krper geben uns ein helles und schnes ,licht4 ,illustration3 ,fig4 #i4 ,sidenote3 ,phosphor1 chlorsaures ,kali und ,schwefelantimon1 ,zink4 ,ich will ,euch das durch ein paar weitere ,experimente zu veranschaulichen suchen4 ,hier ist ein ,stck ,phosphor1 der mit heller ,flamme brennt4 ,wir mssen hieraus schlieen1 da dieser ,phosphor entweder in dem ,moment der ,entzndung oder spter solche feste ,teilchen absondert4 ,ich znde nun den ,phosphor an und bedecke ihn mit einer ,glasglocke1 um die ,verbrennungsprodukte aufzufangen4 ,was bedeutet all der ,rauch8 ,dieser ,rauch besteht eben aus jenen ,teilchen1 die durch die ,verbrennung des ,phosphors gebildet werden4 - ,hier haben wir zwei andere ,stoffe4 ,dies ist chlorsaures ,kali und dies ist ,schwefelantimon4 ,ich werde sie zusammenmischen1 und dann knnen sie auf verschiedene ,art in ,brand gesetzt werden4 ,ich will sie zunchst1 um ,euch ein ,beispiel chemischer ,reaktion zu geben1 mit einem ,tropfen ,schwefelsure berhren und sie werden augenblicklich brennen4 ,der ,vortragende entzndet die ,mischung durch ,schwefelsure4 ,nun knnt ,ihr schon aus dem ,augenschein selbst schlieen1 ob diese ,stoffe feste ,produkte liefern4 ,ich habe ,euch ja den ,weg zu dieser ,schlufolgerung gezeigt2 denn wodurch ist diese ,flamme sonst so hell1 als durch die emporsteigenden glhenden festen ,teile8 ,herr ,anderson hat da in dem ,ofen einen ,tiegel stark erhitzt1 in den ich einige ,zinkfeilspne werfen will1 die dann mit einer ,flamme wie ,schiepulver brennen werden4 ,ich mache ,euch dieses ,experiment hier vor1 weil ,ihr es zu ,hause gut nachmachen knnt4 ,jetzt sollt ,ihr sehen1 was das ,verbrennungsprodukt des ,zinkes ist4 ,hier brennt das ,zink4 ,es brennt wundervoll wie eine ,kerze4 ,aber was bedeutet all dieser ,rauch8 ,was sind diese kleinen ,wollenflckchen1 die zu ,euch hinfliegen1 da ,ihr nicht zu ihnen kommen knnt8 ,es ist dies die sogenannte ,philosophenwolle der ,alten4 ,wir werden finden1 da auch in dem ,tiegel noch eine ,menge dieser wolligen ,substanz zurckgeblieben ist4 ,doch will ich das ,experiment noch ein wenig anders machen und doch dasselbe ,resultat erzielen4 ,hier habe ich ein ,stckchen ,zink2 hier indem er auf einen ,wasserstoffbrenner zeigt ist der ,verbrennungsherd1 und wir wollen ans ,werk gehen und das ,metall zu verbrennen versuchen4 ,ihr seht1 wie es glht2 da haben wir die ,verbrennung und hier die weie ,substanz1 zu der es verbrennt4 ,und wenn ich also diese ,wasserstoffflamme als ,vertreter der ,kerze nehme und ,euch eine ,substanz wie das ,zink in der ,flamme brennend zeige1 so werdet ,ihr sehen1 da diese ,substanz allein whrend der ,verbrennung glhte1 so lange sie hei erhalten wurde2 und wenn ich nun diese weie ,substanz wieder in die ,wasserstoffflamme bringe1 so seht nur1 wie schn sie glht und zwar gerade darum1 weil es eine feste ,substanz ist4 ,sidenote3 ,die ,leuchtgasflamme4 ,ich will nun eine ,flamme nehmen1 wie ich sie schon einmal benutzt habe1 und will aus ihr die ,kohlenteilchen in ,freiheit setzen4 ,ich nehme etwas ,benzin1 das mit viel ,rauch brennt2 aber ich lasse die ,rauchteilchen durch diese ,rhre in die ,wasserstoffflamme gehen1 wo ,ihr sie brennen und leuchten sehen werdet1 weil ich sie zum zweiten ,male erhitze4 ,seht jetzt6 ,da sind die ,kohlenteilchen zum zweiten ,male entzndet4 ,ihr werdet diese ,teilchen besser sehen1 wenn ich ein ,stck ,papier hinter sie halte2 so lange sie sich innerhalb der ,flamme befinden1 glhen sie durch die ,hitze derselben und erzeugen eben so lange diese ,helligkeit4 ,werden solche ,teilchen nicht abgeschieden1 so erhlt die ,flamme keine ,leuchtkraft4 ,auch die ,leuchtgasflamme verdankt ihre ,helligkeit der ,ausscheidung solcher ,kohlenteilchen whrend des ,brennens2 denn sie sind im ,leuchtgas ebenso vorhanden1 wie in einer ,kerze4 ,ich kann diese ,anordnung schnell umndern4 ,hier ist z4 ,b4 eine ,gasflamme4 ,wenn ich dieser ,flamme so viel ,luft zufhre1 da alles verbrannt ist1 bevor jene ,teilchen frei geworden sind1 so erhalte ich keine ,helligkeit4 ,das kann ich folgendermaen bewerkstelligen3 ,wenn ich diese ,kappe aus ,drahtgeflecht auf den ,brenner setze und dann darber das ,gas anznde1 so brennt es mit einer nichtleuchtenden ,flamme1 und das kommt daher1 da sich das ,gas mit viel ,luft mischt1 ehe es zum ,brennen gelangt4 ,und wenn ich das ,drahtgeflecht emporhebe1so seht ,ihr1 da es darunter nicht brennt4 ,im ,gas ist viel ,kohle2 aber weil die atmosphrische ,luft hinzutreten und sich vor dem ,brennen damit mischen kann1 so brennt es mit der blassen blauen ,flamme1 die ,ihr hier sehet4 ,und wenn ich auf eine helle ,gasflamme blase1 so da alle ,kohle verbrannt wird1 bevor sie zum ,glhen kommt1 so wird sie gleichfalls blau brennen4 ,der ,vortragende veranschaulicht diese ,bemerkung1 indem er auf ein ,gaslicht blst4 ,der einzige ,grund1 weshalb ich nicht dasselbe helle ,licht erhalte1 wenn ich so auf die ,flamme blase1 ist1 da die ,kohle mit einer hinreichenden ,luftmenge zusammenkommt1 um zu verbrennen1 ehe sie in der ,flamme in freiem ,zustande ausgeschieden wird4 ,der ,unterschied wird nur dadurch hervorgerufen1 da keine festen ,teilchen ausgeschieden werden1 ehe das ,gas verbrannt ist4 ,illustration3 ,fig4 #aj4 ,sidenote3 ,verbrennungsprodukt4 ,ihr seht1 da sich bei der ,verbrennung einer ,kerze bestimmte ,produkte bilden1 und da ein ,teil derselben in ,kohle oder ,ru besteht4 ,die ,kohle liefert1 wenn sie nachher selbst verbrannt wird1 ein anderes ,verbrennungsprodukt1 und es ist fr uns sehr wichtig1 die ,natur dieses letzteren ,produktes zu bestimmen4 ,wir haben gesehen1 da bei der ,verbrennung etwas entweicht1 und ich mu ,euch nunmehr auch dartun1 wie viel in die ,luft geht4 ,zu diesem ,zweck wollen wir eine ,verbrennung in etwas grerem ,mastabe vornehmen4 ,von dieser ,kerze steigt erhitzte ,luft auf und zwei oder drei ,experimente werden ,euch den aufsteigenden ,strom zeigen4 ,um ,euch aber die ,menge der auf diese ,art aufsteigenden ,stoffe bemerkbar zu machen1 will ich ein ,experiment ausfhren1 bei dem ich eine gewisse ,menge dieser ,verbrennungsprodukte aufzufangen gedenke4 ,zu diesem ,zwecke habe ich hier einen ,feuer-,ballon1 wie ihn die ,knaben nennen1 den ich gleichsam als ,megef fr die gebildeten ,verbrennungsprodukte benutze4 ,ich will mir auf die leichteste und einfachste ,art eine ,flamme herstellen1 wie sie meinem augenblicklichen ,bedarf am dienlichsten ist4 ,diesen ,teller wollen wir als das ,schlchen der ,kerze ansehen1 dieser ,spiritus ist unser ,brennstoff1 und darber setze ich nun einen ,schornstein2 es ist besser fr mich1 es so zu machen1 als aufs ,geratewohl ans ,werk zu gehen4 ,herr ,anderson wird jetzt den ,spiritus anznden1 und hier oben werden wir die ,verbrennungsprodukte auffangen4 ,was wir am ,ende dieser ,rhre erhalten1 das ist1 allgemein gesprochen1 ganz dasselbe1 was man beim ,verbrennen einer ,kerze erhlt2 hier aber bekommen wir keine leuchtende ,flamme1 weil wir ein ,brennmaterial anwenden1 das arm an ,kohlenstoff ist4 ,ich werde nun den ,ballon aufsetzen1 nicht um ihn steigen zu lassen - denn das ist nicht meine ,aufgabe - sondern um ,euch die ,verbrennungsprodukte zu zeigen1 die von der ,kerze ebenso aufsteigen1 wie hier aus dem ,schornstein4 ,der ,ballon wird ber den ,schornstein gehalten und beginnt sich sogleich zu fllen4 ,ihr seht1 wie gern er aufsteigen mchte2 aber wir drfen das nicht zulassen1 weil er sonst mit den ,gasflammen dort oben in ,berhrung kommen knnte1 was recht unangenehm wre4 ,die oberen ,flammen werden auf ,wunsch des ,vortragenden ausgedreht1 und nun darf der ,ballon aufsteigen4 ,zeigt ,euch das nicht1 was fr eine groe ,menge ,stoff sich hierbei entwickelt8 ,sidenote3 ,wasser als ,verbrennungsprodukt4 ,durch diese ,rhre der ,vortragende hlt eine weite ,glasrhre ber eine ,kerze nehmen alle ,verbrennungsprodukte der ,kerze ihren ,weg1 und ,ihr werdet gleich bemerken1 wie die ,rhre ganz undurchsichtig wird4 ,ich nehme nun eine andere ,kerze1 setze sie unter eine ,glasglocke und stelle dahinter ein ,licht1 damit ,ihr deutlich beobachten knnt1 was darin vor sich geht4 ,ihr seht1 die ,wnde der ,glocke werden trbe1 und die ,kerze beginnt schwach zu brennen4 ,es sind die ,verbrennungsprodukte1 welche das ,licht so verdunkeln und welche zugleich die ,glocke so undurchsichtig machen4 ,wenn ,ihr nach ,hause kommt und einen ,lffel nehmt1 der in der kalten ,luft gelegen hat1 und haltet ihn ber eine ,kerze - aber nicht so1 da er berut wird - so werdet ,ihr finden1 da er ein ebenso mattes ,ansehen bekommt1 wie die ,glocke hier4 ,wenn ,ihr eine silberne ,schale bekommen knnt oder etwas der ,art1 so wird ,euch das ,experiment noch besser gelingen4 ,und nun1 um ,eure ,gedanken schon im voraus auf unsere nchste ,zusammenkunft zu lenken1 will ich ,euch noch sagen1 da es ,wasser ist1 was das ,mattwerden bewirkt1 und das nchste ,mal werde ich ,euch zeigen1 wie wir dasselbe ohne ,schwierigkeit ntigen knnen1 die ,form einer ,flssigkeit anzunehmen4 ,funoten3 #e ,die ,luft ist ein ,gas2 auch unser gewhnliches ,leuchtgas ist ein solches4 ,luft und ,leuchtgas bewahren unter den verschiedensten ,umstnden ihre luftartige ,beschaffenheit4 ,die strkste ,winterklte vermag nicht1 sie ihnen zu nehmen4 - ,anders ein ,dampf4 ,das ,wasser z4 ,b4 knnen wir leicht in ,dampf verwandeln4 ,wir tun es1 wenn wir es zum ,sieden erhitzen4 ,wird ,wasser in einer offenen ,schale gekocht1 so bemerkt man1 da der ,inhalt des ,gefes sich allmhlich vermindert4 ,das ,wasser ist aber nicht verschwunden1 es hat sich nur als ,dampf in der ,luft verbreitet4 ,dieser ,dampf ist unsichtbar wie die ,luft selbst1 er ist nichts anderes als luftfrmiges ,wasser4 ,aber der ,wasserdampf verliert seine luftfrmige ,beschaffenheit ebenso leicht1 wie er sie annahm4 ,durch bloe ,abkhlung wird er wieder flssig1 wie wir im ,winter in jeder ,kche beobachten knnen4 ,das ,wasser1 welches als ,dampf den ,kochtpfen entsteigt und sich unsichtbar in der ,luft verteilt1 schlgt sich an den kalten ,wnden und ,fensterscheiben nieder und rinnt daran in dicken ,tropfen herab4 - ,leiten wir ,luft durch kaltes ,wasser1 so sehen wir die ,blasen ungehindert hindurchgehen4 ,tun wir dasselbe mit dem ,dampfe1 der aus einem ,gefe mit kochendem ,wasser entweicht1 so verschwindet jede eintretende ,dampfblase1 indem sie durch die ,berhrung mit dem kalten ,wasser sogleich selbst in flssiges ,wasser verwandelt wird4 - ,auch wenn wir eine kalte ,platte1 einen ,deckel oder dergleichen ber ein ,gef mit siedendem ,wasser halten1 so sehen wir1 wie alsbald der aufsteigende ,wasserdampf sich tropfbar flssig an dem kalten ,krper niederschlgt4 ,aber auch ohne besondere ,erwrmung und ohne ,sieden geht die ,verwandlung des ,wassers in ,dampf vor sich4 ,ein ,wassertropfen1 der auf dem ,fuboden vergossen wird1 ist nach kurzer ,zeit verschwunden2 die nasse ,wsche trocknet in wenigen ,stunden1 wenn sie in der ,luft frei aufgehngt wird4 ,auch dieses beruht auf einer ,verwandlung des ,wassers in ,dampf1 aber sie geht langsamer von statten als beim ,sieden und nur an der ,oberflche4 ,vom ,spiegel des ,meeres verdunsten unausgesetzt ungeheure ,massen von ,wasser4 ,der dadurch gebildete ,wasserdampf erhebt sich in die ,luft1 in der er sich zunchst unsichtbar verteilt4 ,sobald er aber in der ,hhe mit klteren ,luftschichten in ,berhrung kommt1 so kann er nicht mehr als ,dampf fortbestehen1 er wird zu ,wasser und es bilden sich ,wolken1 ,regen oder ,schnee4 7,auch die ,wolken bestehen aus flssigem ,wasser in ,gestalt ganz feiner ,blschen1 die sich in der ,luft schwebend erhalten47 - ,im ,regen fllt der zu ,wasser verdichtete ,dampf auf die ,erde nieder2 in ,quellen1 ,bchen1 ,flssen strmt er zum ,meere zurck1 um dann den groen ,kreislauf von neuem zu beginnen4 #f ,dieser ,herr ,anderson - ,faraday's ,gehilfe - war1 wie ,tyndall erzhlt1 ein sehr achtbarer1 zugleich aber auch ein etwas wunderlicher ,mensch4 ,er sagte wohl gelegentlich von ,faraday's ,vorlesungen3 ,ich mache die ,experimente und ,faraday macht die ,redensarten dazu4 ,in seiner liebenswrdigen und heiteren ,weise behandelte ,faraday den alten ,mann auch immer so1 als sei dies wirklich ihre gegenseitige ,stellung4 ,dritte ,vorlesung4 ,wasser als ,verbrennungsprodukt der ,kerze4 ,eigenschaften des ,wassers2 seine ,aggregatzustnde4 ,wasserstoff als ,bestandteil des ,wassers4 ,darstellung und ,eigenschaften des ,wasserstoffs4 ,wasser als ,verbrennungsprodukt des ,wasserstoffs4 ,die ,volta'sche ,sule4 ,ihr werdet ,euch erinnern1 da ich vor unserem ,auseinandergehen das ,wort ,verbrennungsprodukte gebrauchte1 und da wir imstande sind1 mit entsprechenden ,vorrichtungen verschiedene derartige ,produkte von einer brennenden ,kerze aufzufangen4 ,den einen ,stoff konnten wir nicht erhalten1 wenn die ,kerze ordentlich brannte3 die ,kohle oder den ,rauch2 ferner lernten wir auch einen ,stoff kennen1 der von der ,flamme aufstieg und nicht als ,rauch erschien1 sondern eine andere ,form annahm und einen ,teil des unsichtbaren ,stromes ausmachte1 der von der ,kerze aufsteigt und entweicht4 ,es waren aber noch andere ,produkte zu erwhnen4 ,ihr erinnert ,euch1 da wir in dem von der ,kerzenflamme aufsteigenden ,strome einen ,bestandteil fanden1 der sich an einem kalten ,lffel oder an einem reinen ,teller oder an irgend einem kalten ,gegenstande verdichten lie1 und da wiederum ein anderer ,teil nicht verdichtbar war4 ,sidenote3 ,wasser als ,verbrennungsprodukt4 ,wir wollen den verdichtbaren ,teil zuerst genauer untersuchen2 seltsam genug finden wir1 da er nichts als ,wasser ist4 ,das vorige ,mal sprach ich beilufig davon1 indem ich nur sagte1 da ,wasser unter den kondensierbaren#g ,produkten einer ,kerze sei2 heute aber mchte ich ,eure ,aufmerksamkeit eingehender auf das ,wasser lenken1 das wir sorgsam untersuchen wollen1 namentlich in seiner ,beziehung auf unsern ,gegenstand1 wie auch in ,rcksicht auf sein ,vorkommen auf der ,erdoberflche4 ,illustration3 ,fig4 #aa4 ,nun1 nachdem ich sorgfltig ein ,experiment zur ,verdichtung des ,wassers aus den ,verbrennungsprodukten einer ,kerze vorbereitet habe1 will ich ,euch zunchst dieses ,wasser zeigen2 das beste ,mittel1 die ,gegenwart des ,wassers so ,vielen zugleich zu beweisen1 ist vielleicht1 eine recht sichtbare ,wirkung des ,wassers zu zeigen1 und diese dann als ,prfstein fr das1 was sich als ,tropfen an dem ,boden des ,gefes gesammelt hat1 anzuwenden4 ,ich habe hier eine eigentmliche ,substanz1 das von ,humphry ,davy entdeckte ,kalium1 welches eine sehr energische ,wirkung auf ,wasser bt1 und dieses werde ich benutzen1 um die ,gegenwart des ,wassers nachzuweisen4 ,ich nehme ein ,stckchen davon und werfe es in diese ,schssel1 und ,ihr seht1 wie es die ,gegenwart von ,wasser anzeigt1 indem es sich entzndet und emporschnellt1 mit violetter ,flamme brennend4 ,ich nehme jetzt die ,kerze fort1 die unter dieser ,schale mit ,eis und ,salz gebrannt hat1 und ,ihr seht einen ,wassertropfen1 als kondensiertes ,produkt der ,kerze1 an der untersten ,stelle des ,gefes hngen4 ,ich will ,euch zeigen1 da das ,kalium dieselbe ,wirkung darauf ausbt1 wie auf das ,wasser in dem ,gefe1 mit dem wir es soeben versucht haben4 ,seht1 es fngt ,feuer und brennt in derselben ,weise4 ,ich werde einen andern ,tropfen auf diese ,glasplatte bringen1 und wenn ich ,kalium hinzufge1 so werdet ,ihr aus dem ,umstand1 da es ,feuer fngt1 sogleich schlieen1 da ,wasser vorhanden ist4 ,nun1 dieses ,wasser ist aus der ,kerze entwickelt worden4 ,ebenso werdet ,ihr sehen1 wenn ich die ,spirituslampe unter das ,gef stelle1 da dieses von dem ,tau1 der sich an demselben niederschlgt1 feucht wird - in dem ,tau haben wir wieder dasselbe ,verbrennungsprodukt - und an den ,tropfen1 die auf ein untergehaltenes ,stck ,papier herabfallen1 knnt ,ihr sehen1 da sich eine ziemliche ,menge ,wasser bei der ,verbrennung bildete4 ,ich will es jetzt beiseite stellen1 und ,ihr mgt nachher sehen1 wie viel ,wasser sich angesammelt hat4 ,nehme ich eine ,gaslampe und bringe ich irgend eine abkhlende ,vorrichtung darber1 so erhalte ich gleichfalls ,wasser1 welches ebenso durch die ,verbrennung des ,gases gebildet wird4 ,in dieser ,flasche hier ist eine ,quantitt ,wasser1 ganz reines destilliertes ,wasser#h1 welches aus einer ,gasflamme aufgefangen wurde2 es ist in keiner ,weise verschieden von anderem destillierten ,wasser1 mag man es aus ,quell-1 ,flu- oder ,seewasser destillieren2 immer ist destilliertes ,wasser ein und dasselbe1 es ist ein ,krper von stets gleicher ,beschaffenheit4 ,wir knnen es absichtlich mit anderen ,dingen vermischen1 oder wir knnen es zersetzen und andere ,dinge daraus darstellen3 aber ,wasser als solches bleibt immer dasselbe1 ob in festem1 flssigem oder luftfrmigem ,zustand4 ,hier ferner eine andere ,flasche emporhaltend habe ich ,wasser1 das aus einer lflamme gewonnen wurde4 ,ein ,ma l liefert bei der ,verbrennung ber ein ,ma ,wasser4 ,hier ist ,wasser1 das durch ein lngeres ,experiment aus einer ,wachskerze entwickelt wurde4 ,und so knnen wir mit fast allen brennbaren ,substanzen verfahren1 die mit einer ,flamme hnlich der ,kerze brennen1 und wir werden finden1 da sie ,wasser erzeugen4 ,ihr knnt diese ,experimente selbst machen2 der ,kopf eines ,schreisens z4 ,b4 eignet sich ganz gut zu solchen ,versuchen1 er bleibt ber der ,flamme lange genug kalt1 so da man an demselben ,wasser in ,tropfen kondensiert erhalten kann2 auch jedweden ,lffel oder irgend ein hnliches ,instrument knnt ,ihr dazu brauchen1 vorausgesetzt1 da es rein ist und die ,wrme gut ableitet1 so da dadurch das ,wasser verdichtet wird4 ,um nun dem ,wesen dieser wunderbaren ,bildung des ,wassers aus ,brennstoffen und durch ,verbrennung nher zu treten1 mu ich zunchst von den verschiedenen ,formen sprechen1 in denen das ,wasser auftritt2 und obgleich ,euch dieselben wohl alle bekannt sein mgen1 so ist es doch fr unsern augenblicklichen ,zweck ntig1 sie etwas nher zu betrachten1 damit ,ihr seht1 wie das ,wasser1 whrend es seine ,proteus-,verwandlungen durchmacht1 doch immer ganz und gar dasselbe ,ding ist1 ob es nun durch ,verbrennung aus einer ,kerze oder durch ,destillation aus ,flu- oder ,meerwasser gewonnen wurde4 ,zunchst3 wenn das ,wasser stark abgekhlt ist1 so bildet es das ,eis4 ,wir als ,naturforscher - ich darf ,euch und mich in diesem ,falle wohl so nennen - wir sprechen vom ,wasser als ,wasser1 es sei im festen oder flssigen oder gasfrmigen ,zustand2 wir haben es hier stets nur mit ,wasser im chemischen ,sinne zu tun4 ,das ,wasser ist aus zwei ,stoffen zusammengesetzt1 von denen wir den einen aus der ,kerze genommen haben1 whrend wir den andern an einem andern ,orte finden werden4 ,wasser kann uns als ,eis begegnen1 und ,ihr habt im ,winter die beste ,gelegenheit1 es als solches zu sehen4 ,das ,eis wird wieder zu ,wasser1 wenn die ,temperatur steigt1 und das ,wasser geht in ,dampf ber1 wenn es hinlnglich erhitzt wird4 ,das flssige ,wasser1 welches wir hier vor uns haben1 befindet sich in seinem dichtesten ,zustande4 ,ob wir es nmlich durch ,abkhlung in ,eis oder durch ,erhitzen in ,dampf verwandeln1 es nimmt stets an ,volumen zu - in dem einen ,falle auf sehr merkwrdige ,art und mit groer ,gewalt1 im anderen in sehr bedeutendem ,grade4 ,ich werde z4 ,b4 jetzt diesen ,blechzylinder nehmen und ein wenig ,wasser hineingieen4 ,ihr seht1 wie viel ich ,wasser hineingiee1 und daraus knnt ,ihr leicht abschtzen1 da es in dem ,zylinder ungefhr zwei ,zoll hoch stehen wird4 ,nun werde ich das ,wasser in ,dampf verwandeln1 um ,euch zu zeigen1 wie verschieden der ,raum ist1 den das ,wasser einnimmt1 je nachdem es sich in flssigem oder dampffrmigem ,zustand befindet4 ,nehmen wir inzwischen die ,verwandlung des ,wassers in ,eis vor1 die wir durch ,khlung mit einer ,mischung aus ,salz und gestoenem ,eis bewerkstelligen knnen4 ,ich will das tun1 um ,euch die ,ausdehnung des ,wassers bei dieser ,verwandlung zu zeigen4 ,diese ,flaschen indem er eine emporhlt sind von ,gueisen gemacht1 sie sind sehr stark und dick1 ich glaube _/ ,zoll dick2 sie wurden sorgfltig mit ,wasser gefllt1 so da alle ,luft ausgeschlossen ist1 und dann fest zugeschraubt4 ,wir werden sehen1 wenn wir das ,wasser in diesen eisernen ,gefen gefrieren lassen1 da sie nicht mehr imstande sind1 das ,eis eingeschlossen zu halten2 die ,ausdehnung wird sie in ,stcke wie diese indem er einige ,bruchstcke vorzeigt zersprengen1 die von ,flaschen ganz derselben ,art herrhren4 ,ich werde diese beiden ,flaschen in die ,mischung von ,salz und ,eis setzen1 um ,euch zu zeigen1 wie das ,wasser1 indem es zu ,eis wird1 sein ,volumen in so aufflliger ,weise vergrert4 ,in der ,zwischenzeit beobachtet hier die ,vernderung1 welche mit dem ,wasser eingetreten ist1 das wir hei gemacht haben2 es verlor seine flssige ,form4 ,dies bringt verschiedene weitere ,vernderungen mit sich4 ,ich habe den ,hals dieser ,glasflasche1 in der ,wasser kocht1 mit einem ,uhrglas bedeckt4 ,seht ,ihr1 was geschieht8 ,es rasselt wie ein klapperndes ,ventil1 weil der von dem kochenden ,wasser aufsteigende ,dampf das ,glas auf- und niederstt und sich selbst hinauszwngt4 ,ihr knnt leicht einsehen1 da die ,flasche ganz voll ,dampf ist1 der sich sonst einen ,ausgang nicht zu erzwingen brauchte4 ,ihr seht auch1 da die ,flasche eine ,substanz enthlt1 die einen viel greren ,raum erfllt als vorher das ,wasser2 denn sie fllt die ganze ,flasche immer und immer wieder1 hebt den ,deckel und entweicht in die ,luft2 und bei alledem ist gar keine groe ,verminderung der ,wassermasse zu bemerken1 woraus ,ihr seht1 da die ,raumvergrerung bei der ,verwandlung des ,wassers in ,dampf eine sehr bedeutende ist4 ,nun wieder zurck zu unsern eisernen ,flaschen in der ,kltemischung1 um zu sehen1 was da geschieht4 ,ihr bemerkt1 da zwischen dem ,wasser in den ,flaschen und dem ,eis in dem ueren ,gef keine ,verbindung stattfindet4 ,aber dennoch wird von dem einen zum andern ,wrme bergehen1 und wenn wir ,glck haben - wir machen unser ,experiment freilich in zu groer ,hast - so erwarte ich1 da wir mit der ,zeit1 sobald die ,flaschen und ihr ,inhalt kalt geworden sind1 einen ,knall hren werden1 der vom ,zerbersten der einen oder der anderen herrhrt4 ,wenn wir dann die ,flaschen untersuchen1 werden wir als ihren ,inhalt ,eismassen finden1 die teilweise von der ,eisenumkleidung bedeckt sind1 welche zu eng fr sie geworden war1 weil die ,eismasse grer wurde als die ,wassermasse vorher4 ,ihr wit1 da eine ,eisscholle auf dem ,wasser schwimmt4 ,wenn jemand durch ein ,loch ins ,wasser fllt1 so sucht er wieder aufs ,eis zu kommen1 welches ihn oben halten soll4 ,warum schwimmt das ,eis8 - ,denkt darber nach und erklrt es mir6 ,nun1 weil die ,eisscholle grer ist als die ,masse ,wasser1 aus der sie entstand2 und deshalb mu das ,eis weniger wiegen1 als eine gleichgroe ,wassermenge4 ,illustration3 ,fig4 #ab4 ,kehren wir zur ,wirkung der ,hitze auf das ,wasser zurck4 ,seht1 was fr ein ,dampfstrom aus dem ,blechgef entweicht4 ,ihr bemerkt1 da es vllig mit ,dampf angefllt sein mu1 der ja sonst nicht in dieser groen ,menge herausstrmen wrde4 ,und nun1 wie wir das ,wasser durch ,hitze in ,dampf verwandeln knnen1 so verwandeln wir es zurck in flssiges ,wasser durch ,anwendung von ,klte4 ,wenn wir ein ,glas oder irgend einen kalten ,gegenstand ber den ,dampf halten - seht nur1 wie bald es durch den ,wasserdampf undurchsichtig wird2 es verdichtet sich das ,wasser1 das nun an den ,seiten herabluft1 und diese ,verdichtung wird fortdauern1 bis das ,glas erwrmt ist2 gerade so wie der ,dampf1 den wir frher als ,verbrennungsprodukt einer ,kerze erhielten1 am ,boden einer ,schale als flssiges ,wasser verdichtet wurde4 - ,ich werde nun noch einen anderen ,versuch anstellen1 um die ,zurckfhrung des ,wassers aus dem dampffrmigen ,zustand in den flssigen und zugleich die groe ,raumvernderung1 welche damit verbunden ist1 zu zeigen4 ,an dem ,blechzylinder1 in welchem wir ,wasser zum ,kochen erhitzen1 und welcher jetzt ganz mit ,dampf gefllt ist1 befindet sich ein ,hahn4 ,ich schliee diesen und wir werden sehen1 was geschieht1 wenn wir diesen ,wasserdampf in die flssige ,form zurckzukehren zwingen1 indem wir die ,auenseite des ,zylinders mit kaltem ,wasser begieen4 ,der ,vortragende giet kaltes ,wasser ber das ,gef1 welches augenblicklich nach innen zusammenknickt4 ,ihr seht1 was sich ereignet hat4 ,wenn ich den ,hahn geschlossen und das ,gef erhitzt htte1 so wrde es zersprungen sein4 ,wenn aber der ,dampf wieder zu ,wasser wird1 so fllt das ,gef zusammen1 da durch die ,verdichtung des ,dampfes inwendig ein leerer ,raum entsteht#i4 ,ich zeige ,euch diese ,versuche1 um den ,satz zu bekrftigen1 da bei all diesen ,vorgngen nichts geschieht1 wodurch das ,wasser in irgend etwas anderes verwandelt wrde - es ist und bleibt ,wasser2 und so mu das ,gef nachgeben und knickt zusammen1 wie es im entgegengesetzten ,fall1 infolge weiterer ,erhitzung1 nach auen zersprengt worden wre4 ,illustration3 ,fig4 #ac4 ,und wie gro stellt ,ihr ,euch den ,umfang vor1 den das ,wasser in dampffrmiger ,gestalt annimmt8 ,ihr seht diesen ,wrfel indem er auf einen ,kubikfu deutet1 daneben steht ein ,kubikzoll1 genau von derselben ,form wie der ,kubikfu4 ,nun1 diese ,wassermenge 7der ,kubikzoll7 ist imstande1 sich zu dieser ,dampfmenge1 7dem ,kubikfu7 auszudehnen1 oder umgekehrt1 diese groe ,quantitt ,dampf zieht sich durch ,erkaltung zu dieser kleinen ,menge ,wasser zusammen4 ,in diesem ,augenblick zerplatzt eine der eisernen ,flaschen4 ,ah6 ,eine unserer ,flaschen ist geborsten1 und hier seht ,ihr einen ,sprung lngs der einen ,seite von _/ ,zoll ,breite4 ,jetzt explodiert auch die andere und schleudert die ,kltemischung nach allen ,richtungen umher4 ,auch die andere ,flasche ist zersprengt1 obgleich sie beinah ,zoll stark war4 ,derartige ,vernderungen gehen stets im ,wasser vor sich und sie brauchen nicht etwa immer durch knstliche ,mittel hervorgerufen zu werden - wir gebrauchten sie hier nur1 um einen kleinen ,winter um diese ,flaschen herum herzustellen1 statt eines langen und strengen4 ,wenn ,ihr nach ,kanada oder auch nach dem ,norden von ,europa geht1 so werdet ,ihr finden1 da dort die ,temperatur vor der ,haustr ganz dasselbe tut1 was hier die ,kltemischung bewirkte4 ,doch zurck nun zu unserem ,gegenstand6 ,wir wollen uns also in der ,folge durch irgend welche ,vernderung im ,wasser nicht tuschen lassen4 ,ich wiederhole3 ,wasser ist berall dasselbe1 ob es nun aus dem ,ozean oder aus der ,kerzenflamme herstammt4 ,wo ist denn das ,wasser1 welches wir von unserer ,kerze erhielten8 ,indes - ich mu hier ein wenig vorweggreifen4 ,es ist ganz augenscheinlich1 da das ,wasser von der ,kerze kommt4 ,aber war es denn in der ,kerze schon vorhanden8 ,nein4 ,es ist nicht in der ,kerze und nicht in der umgebenden ,luft1 welche die ,kerze zur ,verbrennung gebraucht2 es ist weder in der einen1 noch in der andern1 sondern es entsteht aus ihrer wechselseitigen ,einwirkung2 der eine ,teil stammt aus der ,kerze1 der andere aus der ,luft4 ,dies nun ist die ,spur1 die wir genau zu verfolgen haben1 um zum vollen ,verstndnis des chemischen ,vorganges zu gelangen1 welcher stattfindet1 wenn die ,kerze vor uns auf dem ,tische brennt4 ,wie sollen wir dazu gelangen8 ,ich wei ,wege genug1 aber ich mchte1 da ,ihr es durch eigene berlegung1 durch ,nachdenken ber das bereits ,gesagte auffndet4 ,ich traue ,euch in dieser ,beziehung schon einen ziemlich hellen ,blick zu4 ,sidenote3 ,reaktion von ,kalium1 ,eisen und ,zink auf ,wasser4 ,bei einem frheren ,versuche1 den uns ,humphry ,davy gelehrt1 sahen wir1 wie ein ,krper1 nmlich das ,kalium1 auf ,wasser einwirkte4 ,um es ,euch ins ,gedchtnis zurckzurufen1 will ich jetzt das ,experiment auf diesem ,teller wiederholen4 ,wir haben es mit einem ,ding zu tun1 das sehr vorsichtig behandelt sein will2 denn ,ihr seht1 wenn ich die ,masse nur mit einem kleinen ,trpfchen ,wasser bespritze1 so gert sie sofort teilweise in ,brand2 und wenn die ,luft frei hinzutreten knnte1 so wrde das ,ganze schnell in ,feuer aufgehen4 ,es ist dies ein schnes und glnzendes ,metall1 welches in der ,luft und1 wie ,ihr wit1 im ,wasser sich uerst rasch verndert4 ,ich werde nun ein ,stckchen auf ,wasser legen und ,ihr seht es wundervoll brennen1 indem es eine schwimmende ,lampe bildet1 wobei es ,wasser anstatt ,luft verbraucht4 ,nehmen wir ferner ein wenig ,eisenfeil- oder ,drehspne und legen sie in ,wasser1 so finden wir1 da sie ebenfalls eine ,vernderung erleiden4 ,sie verndern sich zwar nicht so rasch wie das ,kalium1 aber im ganzen in derselben ,weise4 ,sie werden rostig und zeigen eine ,einwirkung auf das ,wasser1 und wenn auch der ,grad derselben ein geringerer ist1 als beim ,kalium1 so ist doch die ,art ihrer ,einwirkung auf das ,wasser im groen und ganzen dieselbe4 ,ich mu ,euch bitten1 diese verschiedenen ,punkte genau zu merken4 ,hier habe ich ein anderes ,metall1 ,zink1 und als wir uns mit der festen ,masse beschftigten1 die bei seiner ,verbrennung entsteht1 hatten wir ,gelegenheit1 zu sehen1 da es brennbar ist2 ich glaube nun1 wenn ich einen kleinen ,streifen von diesem ,zink nehme und ber die ,kerzenflamme halte1 so werdet ,ihr ein ,mittelding vom ,verbrennen des ,kalium und von der ,einwirkung des ,eisens auf ,wasser beobachten - seht1 es findet eine ,art von ,verbrennung statt4 ,es ist verbrannt1 und das ,produkt ist eine weie ,asche4 ,auch dieses ,metall bt eine gewisse ,wirkung auf das ,wasser aus4 ,nach und nach haben wir gelernt1 die ,wirkungen dieser verschiedenen ,krper zu beherrschen und sie zu zwingen1 uns zu sagen1 was wir wissen wollen4 ,zunchst noch etwas vom ,eisen4 ,es ist eine gewhnliche ,erfahrung bei allen chemischen ,prozessen1 da sie durch ,anwendung der ,wrme gefrdert werden1 und wenn wir die ,wirkung der ,krper auf einander genau und sorgsam studieren wollen1 so mssen wir stets den ,einflu der ,wrme mit bercksichtigen4 ,ihr werdet wohl noch wissen1 da ,eisenfeilspne sehr schn in der ,luft brennen2 aber ich will ,euch noch ein anderes ,experiment zeigen1 welches ,euch das ,verstndnis dessen erleichtern wird1 was ich von der ,einwirkung des ,eisens auf ,wasser sagen will4 ,wenn ich eine ,flamme nehme und sie hohl mache - ,ihr wit1 warum3 ich will ihr ,luft sowohl von innen als von auen zufhren - und streue dann ,eisenfeilspne in die ,flamme1 so seht ,ihr sie recht hbsch brennen4 ,diese ,verbrennung wird natrlich durch den chemischen ,proze bewirkt1 der bei der ,entzndung dieser ,teilchen vor sich geht4 ,und so wollen wir nun weiter fortschreiten und untersuchen1 was das ,eisen tut1 wenn es mit ,wasser in ,berhrung kommt4 ,es wird uns seine ,geschichte so schn1 so stufenweise und regelmig erzhlen1 da ich glaube1 es wird ,euch sehr gefallen4 ,illustration3 ,fig4 #ad4 ,sidenote3 ,zerlegung des ,wasserdampfs4 ,ich habe hier einen ,schmelzofen1 durch den eine eiserne ,rhre1 ein ,flintenlauf1 geht2 diesen ,lauf habe ich mit blanken ,eisendrehspnen vollgestopft und ins ,feuer gelegt1 um ihn rotglhend zu machen4 ,wir knnen entweder ,luft durch den ,lauf streichen lassen1 um sie mit den ,drehspnen in ,berhrung zu bringen1 oder wir knnen aus diesem kleinen ,kochgef am ,ende des ,laufs ,wasserdampf hindurchschicken4 ,hier ist ein ,hahn1 der den ,dampf so lange vom ,laufe abschliet1 bis wir ihn hindurchlassen wollen4 ,in diesen ,glasgefen links ist etwas ,wasser1 welches ich blau gefrbt habe1 damit ,ihr besser seht1 was darin vor sich geht4 ,nun wit ,ihr doch recht gut1 da der ,dampf1 wenn ich ihn durch diesen ,lauf und alsdann durch das kalte ,wasser leite1 sich eigentlich wieder verdichten mte2 denn ,ihr habt gesehen1 da der ,wasserdampf seine ,gasform nicht behalten kann1 sobald er abgekhlt wird4 ,ihr saht1 wie er hier auf den eingedrckten ,blechzylinder#aj zeigend sich auf einen so kleinen ,raum zusammenzog1 da das ,gef von der ueren ,luft eingedrckt wurde4 ,also - lasse ich ,dampf durch den ,lauf hindurchgehen1 so wird er kondensiert werden - vorausgesetzt1 da der ,lauf kalt geblieben wre4 ,aber um das ,experiment machen zu knnen1 das ich ,euch jetzt zeigen will1 ist er eben erhitzt worden4 ,ich lasse nun den ,dampf in kleinen ,mengen durch den ,lauf hindurch1 und ,ihr sollt selbst sagen1 ob es noch ,dampf ist4 ,der ,dampf lt sich zu ,wasser verdichten2 setzt man seine ,temperatur herab1 so verwandelt er sich zurck in flssiges ,wasser2 nun habe ich doch die ,temperatur des ,gases1 welches ich in diesem ,gef aufgefangen1 dadurch verringert1 da ich es nach seinem ,austritt aus dem ,flintenlauf durch ,wasser gehen lie1 und trotzdem will es nicht wieder zu ,wasser werden4 ,ich will noch einen andern ,versuch damit anstellen4 ,ich halte das ,gef umgekehrt1 damit mir das ,gas nicht entwischt4 ,wenn ich ein ,licht an die ffnung des ,gefes bringe1 so fngt dessen ,inhalt mit gelindem ,gerusch ,feuer4 ,dies sagt ,euch1 da es kein ,wasserdampf ist2 ,dampf lscht ein ,licht aus1 brennt aber nicht1 whrend ,ihr doch das1 was ich in dem ,gefe habe1 brennen seht4 ,wir knnen dieses ,gas ebenso aus dem ,wasser erhalten1 welches aus der ,kerze oder auf andere ,art gewonnen wurde4 ,wenn es durch ,einwirkung der ,eisenspne auf den ,wasserdampf entsteht1 so bleibt das ,eisen in einem hnlichen ,zustande zurck1 wie die ,feilspne1 wenn sie verbrannt werden4 ,das ,eisen hat dabei an ,gewicht zugenommen4 ,so lange das ,eisen in der ,rhre allein bleibt1 und ohne ,zutritt von ,luft oder ,wasser erhitzt und wieder abgekhlt wird1 verndert es sein ,gewicht nicht2 ist aber ein solcher ,dampfstrom darber hinweggegangen1 so wird es schwerer1 weil es einen ,bestandteil des ,dampfes in sich aufgenommen hat1 whrend der andere ,bestandteil weiterging und hier von uns aufgefangen wurde4 ,und nun1 da wir noch ein anderes ,gef voll haben1 will ich ,euch daran eine sehr interessante ,erscheinung zeigen4 ,es ist ein brennbares ,gas1 und ich knnte den ,inhalt des ,gefes auf einmal anznden1 um ,euch das zu beweisen2 aber ich will ,euch mehr zeigen1 wenn es geht4 ,es ist auch eine sehr leichte ,substanz4 ,es steigt in der ,luft empor und lt sich nicht wie ,wasserdampf verdichten4 ,ich nehme ein anderes ,glasgef1 welches nichts als ,luft enthlt2 wenn ich es mit einem ,wachsstock untersuche1 finde ich1 da nichts als ,luft darin ist4 ,ich nehme nun dieses ,gef mit unserm neuen ,gase und verfahre mit demselben1 als ob es ein leichter ,krper wre4 ,ich halte zunchst beide ,gefe neben einander1 die ,mndungen nach unten4 ,nun kehre ich das mit dem neuen ,gas gefllte um1 so da seine ,mndung aufwrts und gerade unter die ,mndung des mit ,luft gefllten kommt4 ,das1 welches vorhin das ,gas enthielt1 was enthlt es jetzt8 ,ihr findet1 da es nur ,luft enthlt4 ,aber seht6 ,hier in dem andern ,gef ist das brennbare ,gas1 das ich also aus einem ,gef in das andere1 und zwar aufwrts ausgegossen habe4 ,es besitzt noch gnzlich seine vorigen ,eigenschaften und verharrt in seiner ,selbstndigkeit2 und es ist fr unsere weiteren ,untersuchungen ber die ,verbrennungsprodukte der ,kerze von groem ,wert4 ,illustration3 ,fig4 #ae4 ,illustration3 ,fig4 #af4 ,sidenote3 ,wasserstoff4 ,wir knnen aber die ,substanz1 welche wir eben durch die ,einwirkung des ,eisens auf ,dampf oder ,wasser bereitet haben1 auch mit ,hilfe jener anderen ,krper darstellen1 die ,ihr bereits so schn auf ,wasser habt wirken sehen4 ,wenn ich ein ,stck ,kalium nehme1 und die ntigen ,vorkehrungen treffe1 so gewinne ich dasselbe ,gas2 und wenn ich dafr ein ,stck ,zink anwende1 so finde ich bei genauer ,untersuchung1 da es zunchst in gleicher ,weise einwirkt4 ,aber das nchste ,produkt dieser ,einwirkung hllt das ,zink gleichsam wie ein ,mantel ein1 so da das metallische ,zink nicht mehr direkt mit ,wasser in ,berhrung steht4 ,wir knnen deshalb1 wenn wir nur ,zink und ,wasser in unser ,gef tun1 keine groen ,resultate erhalten2 und in der ,tat zeigen diese beiden ,krper fr sich allein nur wenig ,einwirkung4 ,nehme ich aber jenen berzug hinweg1 lse ich die einhllende ,substanz ab1 was ich durch ein wenig ,sure leicht bewerkstelligen kann1 so finde ich sogleich1 da das ,zink gerade so auf das ,wasser wirkt wie ,eisen1 aber bei gewhnlicher ,temperatur4 ,die ,sure ermglicht dieses1 indem sie mit dem ,zinkoxyd1 das sich gebildet hat1 in ,verbindung tritt4 ,ich habe jetzt die ,sure in das ,glas gegossen1 und es ist gerade1 als htte ich den ,inhalt erhitzt1 um dies scheinbare ,aufkochen zu bewirken4 ,es steigt nun etwas vom ,zink auf1 sehr reichlich2 das ist aber kein ,dampf4 ,hier habe ich ein ,gef voll davon1 und ,ihr werdet finden1 da ich genau dieselbe brennbare ,substanz habe1 die auch in dem ,gef bleibt1 wenn ich es umkehre1 wie die1 welche ich bei dem ,experiment mit dem ,flintenlauf gewann4 ,dieses aus dem ,wasser dargestellte ,gas ist wiederum dasselbe1 wie es in der ,kerze enthalten ist4 ,illustration3 ,fig4 #ag4 ,versuchen wir nun1 den ,zusammenhang zwischen diesen beiden ,erscheinungen genau zu bestimmen4 ,hier ist ,wasserstoff - ein ,krper1 den man in der ,chemie unter die sogenannten ,elemente zhlt1 das sind ,krper1 die man nicht weiter in verschiedenartige ,stoffe zerlegen kann4 ,eine ,kerze ist kein ,element1 denn wir knnen aus ihr ,kohle darstellen2 wir knnen ferner aus ihr1 oder doch aus dem ,wasser1 das sie liefert1 ,wasserstoff darstellen4 ,der ,wasserstoff wird nach dem ,griechischen auch ,hydrogen genannt1 weil er das ,element ist1 das in ,verbindung mit einem anderen ,wasser erzeugt 71 ,wasser - 1 ich erzeuge74 ,nachdem nun ,herr ,anderson zwei oder drei ,gefe mit dem ,gase gefllt hat1 werde ich ,euch jetzt ein paar ,experimente damit zeigen4 ,ich habe kein ,bedenken1 sie ,euch zu zeigen2 denn ich wnsche sogar1 da ,ihr sie nachmacht1 wenn ,ihr es nur mit ,vorsicht und ,aufmerksamkeit und unter ,zustimmung ,eurer ,umgebung tut4 ,je weiter wir in der ,chemie vorrcken1 desto hufiger sind wir gentigt1 mit ,stoffen umzugehen1 die an unrechter ,stelle leicht ,unheil anrichten knnen2 die ,suren1 die leicht entzndlichen ,stoffe1 die wir gebrauchen1 auch das ,feuer1 knnen verletzen1 wenn sie sorglos gehandhabt werden4 ,wenn ,ihr ,wasserstoff darstellen wollt1 so knnt ,ihr das ganz leicht mittelst ,zinkstckchen1 ,schwefel- oder ,salzsure und ,wasser4 ,hier habe ich1 wie man sie frher nannte1 eine ,philosophen-,lampe4 ,es ist ein kleines ,flschchen mit einem ,kork und einer ,glasrhre durch denselben4 ,ich tue jetzt ein paar kleine ,stckchen ,zink hinein4 ,dieser kleine ,apparat ist sehr ntzlich fr unsere ,demonstration2 ich werde ,euch zeigen1 wie ,ihr damit ,hydrogen machen und einige ,experimente zu ,hause anstellen knnt4 ,ich will ,euch sagen1 warum ich die ,flasche so sorgfltig fast voll1 aber doch nicht ganz voll mache4 ,ich tue es1 weil das herausstrmende ,gas1 von dem ,ihr wit1 da es sehr leicht brennt1 explodieren und dadurch ,unheil anrichten wrde1 wenn es beim ,anznden noch mit ,luft vermischt wre1 wenn ich es also an der ffnung der ,rhre entzndete1 bevor alle ,luft aus dem ,raume ber dem ,wasser verdrngt ist4 ,ich tue nun ,schwefelsure hinein4 ,ich whle das ,mengenverhltnis von ,zink1 ,schwefelsure und ,wasser so1 da ich einen regelmigen ,strom erhalte - nicht zu schnell und nicht zu langsam4 ,wenn ich jetzt ein ,glas nehme und es verkehrt ber das ,ende der ,rhre halte1 so wird es sich mit ,wasserstoffgas fllen1 und ich denke1 dasselbe wird sich1 weil es leichter ist als ,luft1 einige ,zeit darin halten4 ,wir wollen jetzt den ,inhalt unseres ,glases prfen1 um zu sehen1 ob es ,wasserstoff enthlt - nun1 ich denke wir knnen sagen1 wir haben es indem er es anzndet - da ist's1 seht6#aa ,ich werde es nun am oberen ,ende der ,rhre anznden4 ,seht1 der ,wasserstoff brennt4 ,da haben wir unsere ,philosophenkerze4 ,es ist nur ein rmliches1 schwchliches ,flmmchen1 mgt ,ihr sagen2 es ist aber so hei1 da kaum eine andere gewhnliche ,flamme eine so groe ,hitze liefert4 ,es brennt regelmig weiter1 und ich will diese ,flamme nun unter einer besonderen ,vorrichtung brennen lassen1 damit wir ihre ,verbrennungsprodukte prfen und den mglichsten ,nutzen aus dem ,versuche ziehen knnen4 ,da doch die ,kerze ,wasser entwickelt und dieses ,gas aus dem ,wasser kommt1 so wollen wir nun sehen1 was uns dieses durch denselben ,verbrennungsproze liefert1 dem die ,kerze unterlag1 als sie an der atmosphrischen ,luft brannte1 und ich setze die ,lampe deshalb unter diesen ,apparat1 um das zu verdichten1 was aus der ,wasserstoffflamme in denselben aufsteigt4 ,nach kurzer ,zeit werdet ,ihr die ,feuchtigkeit im ,zylinder erscheinen und ,wasser an den ,wnden herablaufen sehen1 und dieses ,wasser aus unserer ,wasserstoffflamme wird ganz eben dieselben ,wirkungen auf unsere ,prfungsmittel ausben1 wie wir sie frher bei demselben ,verfahren beobachtet haben4 ,illustration3 ,fig4 #ah4 ,der ,wasserstoff ist so leicht1 da er andere ,krper emporhebt2 er ist bedeutend leichter als die atmosphrische ,luft1 und ich werde ,euch das an einem ,experiment zeigen1 welches wohl ,einige von ,euch bei einiger ,sorgfalt nachmachen knnen4 ,hier ist unser ,wasserstofferzeuger1 und hier ist etwas ,seifenwasser4 ,ich habe einen ,kautschukschlauch mit dem ,wasserstoffapparat verbunden und am ,ende der ,rhre eine ,tonpfeife angebracht4 ,ich kann die ,pfeife in das ,wasser stecken und mit ,hilfe des ,wasserstoffs ,seifenblasen machen4 ,ihr seht1 da die ,blasen herabfallen1 wenn ich sie mit meinem warmen ,atem aufblase2 nun aber bemerkt den ,unterschied1 wenn ich sie mit ,wasserstoff aufblase6 ,der ,vortragende macht einige ,wasserstoffblasen1 die an die ,decke des ,zimmers emporsteigen4 ,da seht ,ihr1 wie leicht das ,gas sein mu1 da es nicht allein die ,seifenblase selbst1 sondern auch noch einen groen ,tropfen1 der unten daran hngt1 mit in die ,luft nimmt4 ,ich kann seine ,leichtigkeit auf noch bessere ,weise zeigen2 auch grere ,blasen als diese knnen so emporgehoben werden1 und man gebrauchte es in der ,tat frher zum ,fllen der ,luftballons4 ,herr ,anderson wird diese ,rhre an unsern ,apparat befestigen1 und wir werden hier einen ,wasserstoffstrom erhalten1 mit dem wir diesen ,ballon aus ,kollodium fllen wollen4 ,ich brauche mir auch gar keine groe ,mhe zu geben1 alle ,luft aus dem ,ballon zu verdrngen1 denn die ,hebekraft des ,gases ist sehr bedeutend4 ,zwei ,kollodiumballons werden gefllt und losgelassen1 von denen der eine an einer ,schnur gehalten wird4 ,hier ist ein anderer1 grerer ,ballon1 aus ganz dnnem ,hutchen verfertigt1 den wir fllen und aufsteigen lassen wollen4 ,ihr werdet sehen1 da sie so lange herumfliegen1 bis alles ,gas daraus entwichen ist4 ,die auerordentliche ,leichtigkeit des ,wasserstoffs wird ,euch noch deutlicher werden1 wenn wir sein ,gewicht mit dem eines anderen bekannten ,stoffes1 z4 ,b4 des ,wassers1 vergleichen4 #a ,liter ,wasser wiegt wie ,ihr wit1 #a ,kilogramm oder #ajjj ,gramm2 #a ,liter ,wasserstoffgas wiegt - unter gewhnlichen ,umstnden - noch nicht _/ ,gramm6 ,und whrend #a ,kilogramm ,wasser den ,raum von #a ,liter einnimmt1 wrde #a ,kilogramm ,wasserstoff1 wie wir ihn hier auffangen1 mehr als #aajjj ,liter erfllen4 ,der ,wasserstoff erzeugt keine ,verbindung1 die whrend der ,verbrennung oder spter als ,verbrennungsprodukt fest wird2 wenn er verbrennt1 so liefert er nur ,wasser2 wenn wir ein kaltes ,glas nehmen und es ber die ,flamme halten1 so wird es undurchsichtig1 und wir erhalten augenblicklich ,wasser in merklicher ,menge2 und nichts anderes wird bei seiner ,verbrennung erzeugt1 als eben dasselbe ,wasser1 welches ,ihr bei der ,verbrennung der ,kerze entstehen saht4 ,es ist wichtig festzuhalten1 da ,wasserstoff der einzige ,krper in der ,natur ist1 welcher ,wasser als das einzige ,produkt seiner ,verbrennung erzeugt4 ,sidenote3 ,volta'sche ,sule4 ,wir sind jetzt gentigt1 noch einige nachtrgliche ,versuche ber die allgemeinen ,eigenschaften und die ,zusammensetzung des ,wassers anzustellen1 weswegen ich ,euch noch eine kurze ,zeit in ,anspruch nehmen mu2 wir sind dann bei unserer nchsten ,zusammenkunft besser auf den ,gegenstand vorbereitet4 ,wir haben es in der ,gewalt1 das ,zink1 welches ,ihr mit ,hilfe von ,sure auf das ,wasser wirken sahet1 so in ,ttigkeit zu setzen1 da sich alle ,kraft an den ,ort wendet1 wohin wir es wnschen4 ,ich habe hinter mir eine ,volta'sche ,sule und will ,euch zum ,schlu des heutigen ,vortrags ihre eigentmlichen ,krfte zeigen4 ,ich halte hier die ,drahtenden1 welche die ,kraft fortleiten1 und will sie auf ,wasser wirken lassen4 ,wir haben frher gesehen1 was das ,kalium fr eine ,verbrennungskraft besitzt1 ebenso das ,zink und die ,eisenfeilspne2 aber bei keinem zeigt sich so energische ,kraft wie hier4 ,der ,vortragende lt die beiden ,enden der ,leitung sich berhren1 und es zeigt sich ein glnzendes ,licht4 ,dieses ,licht ist durch die ,kraft von #dj ,zinkplatten hervorgebracht2 es ist eine ,kraft1 die ich durch diese ,drhte ganz nach meinem ,belieben leiten kann1 obwohl sie mich1 wenn ich sie auf meinen ,krper wirken liee1 im ,augenblick vernichten wrde1 und so gro ist die ,kraft1 die ,ihr hervorgebracht seht1 whrend ,ihr #e zhlt1 indem er die ,pole in ,berhrung bringt und das elektrische ,licht erzeugt1 da sie der ,gewalt manchen ,gewitters gleich zu schtzen ist4 ,damit ,ihr eine ,anschauung von dieser ihrer ,energie bekommt1 will ich die ,drahtenden nehmen1 welche die ,kraft von der ,batterie hierherleiten1 und seht3 diese ,eisenfeilspne kann ich damit verbrennen6 ,nun1 diese gewaltige chemische ,kraft werde ich bei unserer nchsten ,zusammenkunft auf ,wasser wirken lassen1 und ,ihr werdet sehen1 was der ,erfolg sein wird4 ,funoten3 #g ,kondensieren gleich verdichten4 #h ,brunnen-1 ,flu- oder ,meerwasser enthlt stets mehr oder weniger feste ,stoffe aufgelst1 das ,meerwasser ,salz1 sogenanntes hartes ,wasser ,kalk4 ,um es davon zu befreien und reines ,wasser im ,sinne des ,chemikers zu erhalten1 wird es destilliert1 d4 h4 in ,dampf verwandelt und wieder zu flssigem ,wasser verdichtet 7siehe weiter unten74 #i ,dies bewirkt der ,druck der ,luft1 welcher von auen auf das ,gef wirkt4 ,so lange dasselbe mit ,wasserdampf gefllt war1 drckte dieser von innen dagegen und hob die ,wirkung des ueren ,luftdruckes auf2 nach der ,verdichtung zu flssigem ,wasser hrt aber dieser innere ,gegendruck auf1 und die ,folge ist das ,zerknicken des ,zylinders4 #aj ,siehe ,fig4 #ab1 ,seite #ia4 #aa ,fr diese ,probe whle man ein kleines1 nicht zu weites ,glas1 z4 ,b4 ein ,likrglschen4 ,wenn dasselbe reines1 also luftfreies ,wasserstoffgas enthlt1 so entzndet sich sein ,inhalt beim ,annhern eines brennenden ,krpers und mit einem leichten ,knall4 ,tritt statt dessen ein ,pfeifen1 oder gar ein strkerer ,knall auf1 so ist dies ein ,zeichen1 da dem ,gase noch ,luft beigemengt war2 in diesem ,falle darf das aus der ,rhre ausstrmende ,gas durchaus noch nicht angezndet werden4 ,vierte ,vorlesung4 ,chemische ,wirkungen des elektrischen ,stroms4 ,zerlegung des ,wassers durch denselben4 ,wiederbildung von ,wasser durch ,entzndung des ,knallgases4 ,sauerstoff1 der zweite ,bestandteil des ,wassers4 ,quantitative ,zusammensetzung des ,wassers4 ,darstellung und ,eigenschaften des ,sauerstoffs4 ,seine ,rolle bei den ,verbrennungserscheinungen4 ,wir haben an unserer brennenden ,kerze gefunden1 da sie ,wasser erzeugt1 welches genau dem ,wasser gleich ist1 das wir in der ,natur um uns her antreffen2 und bei weiterer ,untersuchung dieses ,wassers fanden wir darin jenen merkwrdigen ,krper - den ,wasserstoff1 jene leichte ,substanz1 von der wir dort in dem ,gefe noch etwas vorrtig haben4 ,wir sahen darauf die ,glhhitze1 mit der das ,wasserstoffgas brennt1 und da dabei ,wasser entsteht4 ,und zuletzt habe ich ,eure ,aufmerksamkeit auf einen ,apparat gelenkt1 von dem ich kurz sagte1 er sei eine ,anordnung von gewaltiger chemischer ,kraft1 und zwar so eingerichtet1 da er seine ,kraft durch diese ,drhte uns zufhrt2 auch sagte ich noch1 ich wrde seine ,kraft auf das ,wasser einwirken lassen4 ,das nun will ich jetzt tun1 um das ,wasser in seine ,bestandteile zu zerlegen1 damit wir sehen1 was auer dem ,wasserstoff noch im ,wasser enthalten ist2 denn wir bekamen damals1 als wir den ,wasserdampf durch den glhenden ,flintenlauf streichen lieen1 durchaus nicht das ,gewicht des ,wassers zurck1 welches wir in ,dampfform angewandt hatten1 obgleich wir eine groe ,menge ,gas gewannen4 ,wir mssen nun also sehen1 was fr eine andere ,substanz noch darin enthalten ist4 ,sidenote3 ,wirkungen der ,volta'schen ,sule4 ,damit ,ihr die ,eigentmlichkeiten der ,volta'schen ,sule kennen und die ,vorteile1 die sie uns bietet1 schtzen lernt1 wollen wir jetzt etliche ,experimente anstellen4 ,wir wollen zuerst einige ,substanzen ihrer ,einwirkung aussetzen1 die wir kennen1 und dann sehen1 was unser ,apparat mit ihnen vornimmt4 ,hier ist etwas ,kupfer 7beobachtet die verschiedenen ,vernderungen1 die es erleiden kann67 und hier ist ,salpetersure1 ,ihr werdet nun finden1 da die letztere1 da sie ein starkes chemisches ,agens ist1 bedeutend auf das ,kupfer einwirkt1 wenn ich sie damit zusammenbringe4 ,ihr seht jetzt einen schnen roten ,dampf aufsteigen2 aber da wir diesen ,dampf nicht gebrauchen und ihn auch nicht einatmen wollen1 so wird ,herr ,anderson das ,gef einige ,zeit unter den ,rauchfang halten1 damit wir ,nutzen und ,schnheit des ,experiments zugleich haben ohne die ,belstigung4 ,das ,kupfer1 welches ich in die ,flasche gelegt habe1 lst sich auf1 es verwandelt die ,sure und das ,wasser in eine blaue ,flssigkeit1 die ,kupfer und andere ,dinge enthlt1 und ich will ,euch dann zeigen1 wie die ,volta'sche ,batterie damit verfhrt4 ,inzwischen aber wollen wir einen anderen ,versuch anstellen1 der ,euch die ,kraft derselben zeigen soll4 ,hier ist eine ,substanz1 die uns wie ,wasser erscheint1 d4 h4 sie enthlt ,bestandteile1 die wir jetzt noch nicht kennen1 ebenso wie das ,wasser einen ,bestandteil enthlt1 den wir noch nicht kennen4 ,diese ,auflsung eines ,salzes will ich nun auf ,papier bringen1 darauf ausbreiten und dann die ,kraft der ,batterie darauf wirken lassen4 ,pat auf1 was geschieht6 ,drei oder vier wichtige ,dinge geschehen1 von denen wir ,nutzen ziehen wollen4 ,ich lege dieses nasse ,papier auf ein ,stck ,zinnfolie1 die sich zu diesem ,zweck gut eignet4 ,ihr sehet1 die ,lsung ist durchaus nicht verndert worden1 weder durch das ,papier1 worauf ich sie geschttet1 noch durch die ,zinnfolie1 noch durch irgend etwas anderes1 was ich damit in ,berhrung gebracht habe2 es steht uns also frei1 unsern ,apparat darauf wirken zu lassen4 ,indes wollen wir erst zusehen1 ob dieser ganz in ,ordnung ist4 ,hier sind die ,drhte4 ,wir wollen doch einmal sehen1 ob er sich noch in dem ,zustande wie das letzte ,mal befindet4 ,das knnen wir bald erfahren4 ,wenn ich die ,drahtenden jetzt zusammenbringe1 so erhalten wir keine ,kraftuerung1 da die ,leiter 7die wir ,elektroden nennen71 die ,durchgnge oder ,wege fr die ,elektrizitt1 unterbrochen sind2 aber jetzt hat mir ,herr ,anderson hierdurch indem er sich auf einen pltzlich aufleuchtenden ,blitz bezieht1 telegraphiert1 da alles bereit ist4 ,ehe wir unsern ,versuch beginnen1 soll ,herr ,anderson wieder den ,kontakt an der ,batterie hinter mir unterbrechen1 und wir wollen einen ,platindraht zwischen die ,pole spannen1 und dann1 wenn ich finde1 da ich diesen ,draht in ziemlicher ,lnge glhend machen kann1 sind wir des ,erfolges bei unserm ,experimente sicher4 ,sogleich werdet ,ihr die ,kraft in ,ttigkeit sehen4 ,die ,verbindung wird hergestellt1 und der zwischenliegende ,draht wird rotglhend4 ,die ,kraft geht wundervoll durch den ,draht hindurch1 und nun1 da wir ihrer ,gegenwart sicher sind1 wollen wir zu ihrer ,anwendung bei ,untersuchung des ,wassers schreiten4 ,hier habe ich zwei ,platinbleche#ab1 und wenn ich sie auf dieses ,stck ,papier lege 7das angefeuchtete ,papier auf der ,zinnfolie71 so werdet ,ihr durchaus keine ,wirkung sehen2 ich nehme sie in die ,hhe1 und ,ihr seht1 da keine ,vernderung eingetreten1 sondern alles noch ist1 wie zuvor4 ,jetzt indessen seht1 was geschieht3 wenn ich diese beiden ,pole 7d4 i4 die ,enddrhte der ,batterie7 nehme und einen oder den andern jeden besonders auf die ,platinplttchen lege1 so richten sie gar nichts aus - beide sind vollstndig ohne ,wirkung2 wenn ich sie aber beide in demselben ,augenblicke in ,kontakt damit setze - seht her1 was sich ereignet6 ,ein dunkler ,fleck erscheint unter jedem ,pole der ,batterie4 ,ihr seht1 da sich von dem ,weien etwas abgetrennt hat - etwas ,dunkles4#ac ,ich zweifle nicht1 da1 wenn ich den einen ,pol an die ,zinnfolie auf der andern ,seite des ,papiers anbringen wrde1 ich eine ebenso schne ,wirkung auf dem ,papier bekomme1 und ich mchte wohl versuchen1 ob ich damit nicht schreiben kann1 etwa ein ,telegramm4 ,der ,vortragende schreibt mit dem einen ,draht das ,wort ,jngling auf das ,papier4 ,seht1 zu welch wunderschnen ,resultaten wir gelangen6 ,ihr seht1 wir haben aus dieser ,lsung etwas gezogen1 was wir vorher nicht kannten4 ,jetzt wollen wir diese ,flasche aus ,herrn ,anderson's ,hand nehmen und zusehen1 was wir daraus abscheiden knnen4 ,sie enthlt1 wie ,ihr wit1 eine ,flssigkeit1 welche wir soeben aus ,kupfer und ,salpetersure selbst dargestellt haben1 indes wir unsere andern ,versuche vornahmen4 ,obwohl ich das ,experiment etwas zu hastig machen mu und dabei gern mancher kleine ,fehler unterluft1 so will ich ,euch doch lieber zusehen lassen1 was ich mache1 als alles schon im voraus zu bereiten4 ,nun pat auf1 was geschieht6 ,diese zwei ,platinplatten sind die beiden ,enden des ,apparats 7oder vielmehr1 ich werde sie gleich dazu machen71 und ich will sie in ,berhrung mit jener ,lsung bringen1 gerade1 wie wir oben mit dem ,papier gemacht haben4 ,es kmmert uns nicht1 ob die ,lsung in dem ,papier oder in dem ,gef ist1 wenn wir nur die ,enden des ,apparats mit derselben in ,berhrung bringen4 ,wenn ich diese beiden ,platinbleche allein hineintauche1 so kommen sie so rein wieder heraus1 wie sie hinein kamen indem er sie in die ,flssigkeit taucht1 ohne sie mit der ,batterie zu verbinden2 wenn wir aber die ,kraft unserer ,batterie hinzunehmen1 und sie nun hineinlegen die ,bleche werden mit der ,batterie verbunden und wieder hineingetaucht1 so seht ,ihr indem er eins der ,bleche herausnimmt1 da dieses pltzlich in ,kupfer verwandelt zu sein scheint1 wie wir es ursprnglich hatten2 es ist wie ein kleiner ,kupferteller geworden2 dieses ,blech hingegen indem er das andere ,platinblech herausnimmt kommt ganz rein heraus4 ,wenn ich das verkupferte ,stck auf die andere ,seite nehme1 so geht das ,kupfer von der rechten zur linken ,seite2 die frher verkupferte ,flche erscheint nun rein1 und die ,flche1 welche frher rein war1 kommt jetzt mit ,kupfer bekleidet heraus2 und so seht ,ihr1 da wir dasselbe ,kupfer1 welches wir in die ,lsung brachten1 auf diese ,weise mit unserm ,apparat wieder herausnehmen knnen4 ,illustration3 ,fig4 #ai4 ,sidenote3 ,zerlegung des ,wassers durch ,elektrizitt4 ,lassen wir nun aber das ,kupfer bei ,seite und sehen zu1 welche ,wirkung der ,apparat auf das bloe ,wasser ausbt4 ,hier sind zwei kleine ,platinplatten1 welche ich zu den ,enden der ,batterie machen werde1 dies kleine ,gef 7,c7 ist so beschaffen1 da ich es in ,teile zerlegen und ,euch seine ,konstruktion zeigen kann4 ,in diese zwei ,schlchen giee ich ,quecksilber1 welches die ,enden der ,drhte ,a und ,b berhrt1 die mit den ,platinplatten verbunden sind4 ,in das ,gef ,c giee ich ,wasser1 das ein wenig ,sure enthlt 7was nur geschieht1 um die ,wirkung zu erleichtern1 sonst aber keinen ,einflu auf den ,proze ausbt71 und verbinde mit der ffnung des ,gefes eine gebogene ,rhre 7,d71 welche ,euch an die ,rhre erinnern mag1 die mit dem ,flintenlauf in unserem ,ofen-,experiment verbunden war1 und die jetzt unter dem ,gef ,f mndet4 ,unser ,apparat ist nun fertig1 und wir wollen jetzt auf eine oder die andere ,weise auf das ,wasser einzuwirken suchen4 ,in dem frheren ,falle lie ich das ,wasser durch eine rotglhende ,rhre gehen2 jetzt dagegen lasse ich ,elektrizitt durch den ,inhalt des ,gefes gehen4 ,vielleicht bringe ich das ,wasser zum ,kochen2 wenn es kocht1 erhalte ich ,dampf2 ,ihr wit1 da ,wasserdampf sich verdichtet1 wenn er kalt wird1 und werdet daraus erkennen1 ob ich das ,wasser koche oder nicht4 ,vielleicht aber bringe ich es gar nicht zum ,kochen1 sondern rufe eine andere ,wirkung hervor4 ,ich will ,euch das ,experiment vormachen1 pat auf6 ,den einen ,draht will ich auf dieser ,seite 7,a7 und den andern auf jener 7,b7 anbringen1 und ,ihr werdet sehen1 ob irgend eine ,vernderung eintritt4 ,hier scheint es aufzukochen2 aber kocht es8 ,wir wollen nachsehen1 ob es in ,dampfform austritt oder nicht4 ,ich glaube1 ,ihr wrdet das ,gef 7,f7 bald mit ,dampf gefllt sehen1 wenn das1 was vom ,wasser aufsteigt1 ,dampf wre4 ,aber kann das ,dampf sein8 ,o gewi nicht6 ,ihr seht ja1 es bleibt unverndert4 ,es bleibt da ber dem ,wasser stehen1 kann also kein ,dampf sein1 sondern wir mssen da irgend ein permanentes ,gas#ad vor uns haben4 ,was aber ist es8 ,ist es ,wasserstoff8 ,ist es etwas anderes8 ,nun1 wir wollen es prfen4 ,wenn es ,wasserstoff ist1 wird es brennen4 ,der ,vortragende zndet einen ,teil des gesammelten ,gases an1 welches mit einer ,explosion verbrennt4 ,es ist sicherlich etwas ,brennbares1 aber nicht in derselben ,weise brennbar wie ,wasserstoff1 denn ,wasserstoff wrde kein solches ,gerusch gemacht haben2 aber die ,farbe des ,lichtes1 das sich beim ,brennen zeigte1 glich der des ,wasserstoffs4 ,dabei ist aber noch besonders merkwrdig3 es brennt ohne ,zufuhr von ,luft4 ,um ,euch die besonderen ,eigentmlichkeiten dieses ,vorganges zu zeigen1 habe ich noch einen andern ,apparat aufgestellt4 ,an ,stelle eines offenen ,gefes habe ich ein geschlossenes genommen1 und ich will ,euch zeigen1 da dieses ,gas1 was es auch sein mag1 die ,fhigkeit besitzt1 ohne ,luft zu brennen und sich in dieser ,beziehung von der ,kerze unterscheidet1 die ohne ,luft nicht brennen kann4 ,wir machen dies folgendermaen3 ,ich habe hier ein ,glasgef 7,g71 welches mit zwei ,platindrhten 7,k und ,i7 verbunden ist1 durch die ich einen elektrischen ,funken berspringen lassen kann2 wir knnen das ,gef auf eine ,luftpumpe setzen und die ,luft auspumpen1 und wenn dies geschehen1 knnen wir es hierher bringen1 auf dem ,gef 7,f7 befestigen und durch ,oeffnen der ,hhne ,h ,h ,h das ,gas hineinlassen1 welches durch die ,einwirkung der ,volta'schen ,sule auf das ,wasser entstand1 und welches wir also durch eine ,verwandlung des ,wassers aus diesem erhielten - denn ich kann so weit gehen und in der ,tat sagen1 wir haben durch unser ,experiment das ,wasser in ,gas verwandelt4 ,wir haben nicht nur seine ,beschaffenheit verndert1 sondern es auch wirklich und vollstndig in diese gasfrmige ,substanz bergefhrt4 ,wenn ich nun also das ,gef 7,g7 auf das ,gef 7,f7 aufschraube1 indem ich die ,rhren gut verbinde1 und dann die ,hhne ffne1 so werdet ,ihr an dem ,steigen des ,wassers in 7,f7 sehen1 da das ,gas nach oben geht4 ,jetzt ist das ,gef 7,g7 ganz damit angefllt2 ich schliee nun die ,hhne1 nehme das ,gef vorsichtig herunter und will jetzt einen elektrischen ,funken aus der ,leydener ,flasche 7,l7 hindurchschlagen lassen1 wodurch das ,gef1 welches jetzt ganz klar ist1 trb werden wird4 ,es wird dadurch nicht zertrmmert werden1 denn es ist stark genug1 um die ,explosion auszuhalten4 ,der ,vortragende lt einen ,funken hindurchschlagen1 durch den die explosionsfhige ,mischung entzndet wird4 ,saht ,ihr das glnzende ,licht8 ,wenn ich dieses ,gef nun wieder an das untere ,gef anschraube und die ,hhne ffne1 so werdet ,ihr am ,nachsteigen des ,wassers erkennen1 da das ,gas zum zweiten ,male steigt4 ,die ,hhne werden geffnet4 ,das zuerst in dem ,gef gesammelte und eben durch einen elektrischen ,funken entzndete ,gas ist verschwunden1 wie ,ihr seht2 sein ,platz ist leer1 und neues ,gas geht hinein4 ,es hat sich ,wasser gebildet1 und wenn wir unsere letzte ,operation wiederholen1 werden wir abermals einen leeren ,raum bekommen1 wie ,ihr am ,steigen des ,wassers sehen knnt4 ,nach der ,explosion bekomme ich immer ein leeres ,gef1 weil der ,dampf oder das ,gas1 in welches das ,wasser durch die ,batterie verwandelt wurde1 beim ,durchschlagen des ,funkens explodiert und wieder zu ,wasser wird2 und nach und nach werdet ,ihr in dem oberen ,gefe einige ,tropfen an den ,seiten herabrinnen und sich am ,boden sammeln sehen4 ,wir haben hier eine neue ,bildung des ,wassers herbeigefhrt1 bei welcher die ,atmosphre gar nicht in ,betracht kommt4 ,das ,wasser aus der ,kerze hatte sich unter ,mitwirkung der ,atmosphre gebildet2 auf diesem ,wege aber entsteht es unabhngig von der ,luft4 ,demnach mte im ,wasser jene andere ,substanz enthalten sein1 welche die ,kerze aus der ,luft entnimmt und durch deren ,verbindung mit ,wasserstoff ,wasser entsteht4 ,illustration3 ,fig4 #bj4 ,nun saht ,ihr eben1 da das eine ,ende der ,batterie das ,kupfer an sich zog1 welches es in jenem ,gef aus der blauen ,flssigkeit ausschied4 ,das wurde durch diesen ,draht bewerkstelligt2 und wenn die ,batterie auf eine metallische ,lsung eine solche ,kraft ausbt1 die wir beliebig in ,wirksamkeit oder auer ,wirksamkeit setzen knnen1 sollten wir da nicht auch fragen drfen1 ob es vielleicht mglich ist1 die ,bestandteile des ,wassers von einander zu scheiden und sie beliebig zu versetzen8 ,versuchen wir's6 ,ich nehme die ,pole - die metallischen ,enden dieser ,batterie - und nun pat einmal auf1 was mit dem ,wasser in diesem ,apparat geschehen wird1 wo wir die ,pole weit von einander getrennt haben4 ,ich bringe den einen hierher 7nach ,a71 den andern hierher 7nach ,b71 und hier habe ich kleine ,brettchen mit ,lchern1 die ich auf jeden ,pol setzen und so anbringen kann1 da das1 was von den ,enden der ,batterie ausgeht1 als getrenntes ,gas erscheint2 denn ,ihr saht ja vorhin1 da das ,wasser nicht in ,dampf1 sondern in ,gas berging4 ,die ,drhte sind jetzt in vollkommener ,verbindung mit dem ,gef1 welches das ,wasser enthlt1 und ,ihr seht ,blasen emporsteigen2 wir wollen sie sammeln und untersuchen4 ,hier ist ein ,glaszylinder 7,o72 den flle ich mit ,wasser und stelle ihn ber das eine ,ende 7,a72 ich nehme einen zweiten 7,h7 und setze ihn ber das andere ,ende 7,b74 ,und so haben wir einen doppelten ,apparat1 in welchem an beiden ,stellen ,gas frei wird4 ,beide ,gefe werden sich mit ,gas fllen4 ,seht1 jetzt fangen sie schon an1 das rechts 7,h7 fllt sich sehr rasch1 das links 7,o7 nicht so rasch2 und obwohl ich einige ,blasen habe entweichen lassen1 geht der ,proze doch ziemlich regelmig vor sich1 und wenn nicht das eine ,gef grer ist als das andere1 so werdet ,ihr sehen1 da ich in dem einen 7,h7 dem ,raume nach doppelt so viel bekomme wie in dem anderen 7,o74 ,beide ,gase sind farblos2 sie stehen ber dem ,wasser1 ohne sich zu verdichten1 sie scheinen sich durchaus gleich zu sein - ich meine1 wie man's so mit den ,augen sieht4 ,aber wir haben ja nun die schnste ,gelegenheit1 diese ,krper zu untersuchen und ihre wirkliche ,natur zu bestimmen4 ,ihre ,masse ist gro genug1 da wir leicht ,versuche mit ihnen anstellen knnen4 ,ich nehme dieses ,gef 7,h7 zuerst und fordere ,euch auf1 ,euch bereit zu halten1 den ,wasserstoff wiederzuerkennen4 ,sidenote3 ,sauerstoff4 ,erinnert ,euch aller seiner ,eigenschaften - das leichte ,glas1 welches sich gut in umgekehrten ,gefen hielt1 mit einer blassen ,flamme an der ,mndung der ,flasche brannte - und nun seht zu1 ob dieses ,gas nicht all diese ,bedingungen erfllt4 ,ist es ,wasserstoff1 so bleibt er hier1 so lange ich das ,gef umdrehe4 ,der ,vortragende hlt ein ,licht daran und der ,wasserstoff entzndet sich4 ,was ist nun in dem anderen ,gefe8 ,ihr wit1 da beide zusammen eine explodierende ,mischung ausmachten4 ,aber was kann das sein1 was wir als den anderen ,bestandteil im ,wasser finden und welches demnach die ,substanz sein mu1 die den ,wasserstoff zum ,brennen brachte8 ,wir wissen1 da das ,wasser1 welches wir in das ,gef brachten1 aus zwei ,dingen bestand4 ,wir finden1 eines von diesen ist ,wasserstoff3 was mu nun das andere sein1 das vor dem ,versuche in dem ,wasser war1 und das wir nun hier fr sich besonders angefangen haben8 ,ich stecke diesen brennenden ,holzspan in das ,glas4 ,seht1 das ,gas selber brennt nicht1 macht aber den ,span lebhafter brennen4 ,seht1 wie es die ,verbrennung beschleunigt6 ,das ,holz brennt darin viel besser als an der ,luft4 ,nun seht ,ihr daraus auch1 da der andere im ,wasser enthaltene ,stoff1 wenn das ,wasser beim ,brennen einer ,kerze gebildet wird1 aus der ,atmosphre genommen sein mu4 ,wie wollen wir nun diesen ,krper nennen1 ,a1 ,b oder ,c8 ,wir wollen ihn ,o - wollen ihn ,oxygen1 ,sauerstoff nennen2 es ist dies ein ganz bezeichnender ,name fr ihn4 ,sauerstoff ist also dies hier1 was wir als zweiten ,bestandteil aus dem ,wasser abgeschieden haben4 ,wir gewinnen nun schon allmhlich einen etwas tieferen ,einblick in unsern ,gegenstand1 und wir werden bald begreifen1 warum eine ,kerze an der ,luft brennt4 ,bei der ,analyse des ,wassers1 d4 h4 bei der ,zersetzung desselben in seine ,bestandteile1 erhalten wir zwei ,raumteile ,wasserstoff und ein ,raumteil ,sauerstoff4 ,dieses ,verhltnis ist in der folgenden ,zeichnung dargestellt und zugleich das ,gewicht eines jeden ,krpers beigefgt1 woraus wir denn ersehen1 da der ,sauerstoff viel schwerer ist als der ,wasserstoff4 #a #h ,sauerstoff ,wasserstoff ,sauerstoff #hh1i ,wasserstoff #aa1a ------- ,wasser #ajj1j ,illustration3 ,fig4 #ba4 ,nachdem wir nun gesehen1 wie wir den ,sauerstoff aus dem ,wasser abscheiden knnen1 will ich ,euch auch zeigen1 wie er leicht in groer ,menge darzustellen ist4 ,sauerstoff ist1 wie ,ihr ,euch nun leicht vorstellen werdet1 in der ,atmosphre vorhanden2 denn wie knnte sonst eine brennende ,kerze ,wasser liefern1 welches ja ,sauerstoff enthlt8 ,das wre ja ganz unmglich2 ,wasser erzeugen ohne ,sauerstoff - das ist eine chemische ,unmglichkeit4 ,knnen wir ,sauerstoff aus der ,luft darstellen8 ,nun1 es gibt einige sehr weitlufige und schwierige ,prozesse1 durch die das mglich ist2 aber wir kennen viel bessere ,wege4 ,da habe ich eine ,substanz1 namens ,braunstein1 ein ganz unansehnliches1 aber sehr brauchbares ,mineral4 ,wird dieser ,braunstein rotglhend gemacht1 so liefert er ,sauerstoff4 ,hier ist eine eiserne ,flasche1 in der sich ,braunstein befindet1 und in ihren ,hals ist ein ,leitungsrohr eingefgt4 ,das ,feuer ist bereit1 und ,herr ,anderson wird nun die ,retorte#ae hineinbringen2 sie wird die ,hitze schon aushalten1 denn sie ist ja von ,eisen4 - ,hier habe ich ein ,salz1 chlorsaures ,kali genannt1 das jetzt in greren ,mengen in der ,feuerwerkerei1 zu chemischen1 medizinischen und manchen anderen ,zwecken gebraucht wird4 ,davon mische ich etwas mit dem ,braunstein 7,kupferoxyd oder ,eisenoxyd wrden dieselben ,dienste tun wie ,braunstein71 und wenn ich diese ,mischung in die ,retorte bringe1 so ist bedeutend weniger als ,rotglhhitze ntig1 um den ,sauerstoff daraus zu entwickeln4 ,ich beabsichtige nicht sehr viel zu machen1 sondern ich will nur genug zu unserem ,experimente haben2 doch darf ich nicht zu wenig hineintun1 weil das zu ,anfang entwickelte ,gas in der ,retorte mit ,luft vermischt ist1 und ich deshalb gezwungen bin1 diesen ersten ,teil zu opfern2 ich mu also das erste ,gas entweichen lassen4 ,ihr werdet finden1 da hier eine gewhnliche ,spiritusflamme hinreichend ist1 den ,sauerstoff zu entwickeln1 und so haben wir nun zwei ,prozesse zu seiner ,darstellung im ,gange4 ,seht nur1 wie reichlich das ,gas aus jener kleinen ,menge der ,mischung entweicht4 ,wir wollen es nun prfen und seine ,eigentmlichkeiten untersuchen4 ,wie ,ihr seht1 erhalten wir auf diesem ,wege ein ,gas1 ganz gleich demjenigen1 welches uns der ,versuch mit der ,batterie lieferte1 durchsichtig1 unlslich in ,wasser1 mit den gewhnlichen sichtbaren ,eigenschaften der ,luft4 7,da dieses erste ,gef ,luft enthlt1 die zusammen mit den ersten ,portionen ,sauerstoff entwichen war1 so schaffen wir es fort und sind somit vorbereitet1 unsere ,versuche in vllig regelmiger und zuverlssiger ,weise auszufhren47 ,an dem ,sauerstoff1 den wir soeben mittelst der ,volta'schen ,batterie aus dem ,wasser abschieden1 sahen wir ganz auffllig die ,fhigkeit1 das ,brennen eines ,holzspans1 einer ,kerze und dergl4 zu begnstigen1 und wir drfen erwarten1 dieselbe ,eigentmlichkeit hier wiederzufinden4 ,versuchen wir es6 ,seht her3 so brennt jetzt der ,wachsstock in der gewhnlichen ,luft1 und hier1 wenn ich den ,wachsstock in das ,gef halte1 seine ,verbrennung in diesem ,gas6 ,seht1 wie hell und schn er brennt6 ,aber ,ihr knnt noch mehr als dieses sehen1 - ,ihr bemerkt1 da es ein schweres ,gas ist1 whrend der ,wasserstoff wie ein ,ballon in die ,hhe geht1 oder vielmehr rascher als ein ,ballon1 wenn er nicht das ,gewicht der ,umhllung zu tragen hat4 ,ihr begreift wohl1 wenn wir aus dem ,wasser auch zweimal so viel ,wasserstoff als ,sauerstoff dem ,umfang nach erhalten haben1 so folgt daraus nicht1 da der erstere auch zweimal so schwer ist2 das eine ist eben ein schweres1 das andere ein sehr leichtes ,gas4 ,wir haben ,mittel1 ,luft- oder ,gasarten zu wgen2 aber ohne mich jetzt mit ,auseinandersetzung derselben aufzuhalten1 will ich ,euch gleich sagen1 wie gro ihr ,gewicht ist4 ,der ,unterschied ist sehr bedeutend3 #a ,kubikfu ,wasserstoff wiegt _/ ,unze1 #a ,kubikfu ,sauerstoff aber wiegt #a_/ ,unze#af4 ,der ,sauerstoff ist also #afmal so schwer als ein gleicher ,raumteil ,wasserstoff4 ,illustration3 ,fig4 #bb4 ,um die besondere ,eigentmlichkeit des ,sauerstoffs1 die ,verbrennung zu unterhalten1 noch besser im ,vergleich mit der ,luft zu zeigen1 mag uns dieses ,stckchen ,kerze dienen1 obwohl das ,ergebnis etwas roh ausfallen wird4 ,hier brennt unsere ,kerze an der ,luft2 wie wird sie im ,sauerstoff brennen8 ,ich habe hier ein ,gef mit ,sauerstoff und werde es jetzt ber die ,kerze halten1 damit ,ihr die ,wirkung dieses ,gases mit der der ,luft vergleichen knnt4 ,pat auf2 es sieht beinahe so aus wie das ,licht an den ,polen der ,batterie1 das ,ihr vorhin saht4 ,wie gewaltig mu doch diese ,wirkung sein6 ,und dennoch wird whrend des ganzen ,prozesses weiter nichts erzeugt1 als was sich beim ,brennen in der ,luft entwickelt4 ,wir haben dieselbe ,bildung von ,wasser - ganz genau denselben ,vorgang - mgen wir die ,kerze in der ,luft oder in diesem ,gase verbrennen4 ,illustration3 ,fig4 #bc4 ,ich will ,euch noch einige ,experimente zeigen1 an denen sich die wirklich wunderbare ,kraft des ,sauerstoffs1 die ,verbrennung zu unterhalten1 noch deutlicher zeigt4 ,hier habe ich z4 ,b4 eine ,lampe1 die ich trotz ihrer ,einfachheit das ,muster zu vielen ,arten von ,lampen nennen mchte1 die zu den verschiedensten ,zwecken gebaut worden sind - fr ,leuchttrme1 mikroskopische ,beleuchtung usw42 wenn wir nun beabsichtigten1 sie sehr hell brennen zu lassen1 so knntet ,ihr wohl fragen3 ,wenn eine ,kerze besser im ,sauerstoff brennt1 warum nicht auch eine ,lampe8 ,nun1 sie tut's in der ,tat4 ,herr ,anderson wird mir eine ,rhre geben1 die von unserem ,sauerstoff-,reservoir kommt1 und ich werde sie in diese ,flamme bringen1 die ich absichtlich schlecht brennen lasse4 ,da kommt der ,sauerstoff - ha1 welch' prchtige ,wirkung6 ,wenn ich ihn aber wieder absperre1 was wird aus der ,lampe8 ,der ,sauerstoffstrom wird unterbrochen1 und die ,lampe fllt in ihre vorige ,dunkelheit zurck4 ,es ist wirklich wundervoll1 wie wir durch den ,sauerstoff die ,verbrennung beschleunigen knnen4 ,und nicht etwa blos bei der ,wasserstoffflamme1 bei der brennenden ,kerze oder ,kohle1 sondern bei allen gewhnlichen ,verbrennungen zeigt sich das4 ,ihr habt z4 ,b4 schon etwas ,eisen in der atmosphrischen ,luft brennen sehen2 nehmen wir diese ,verbrennung auch einmal mit ,sauerstoff vor4 ,hier ist eine ,flasche voll ,sauerstoff1 und da habe ich einen ,eisendraht - es knnte aber auch ein ,stab so dick wie ein ,handgelenk sein1 er wrde ebenso brennen4 ,ich befestige erst ein ,stckchen ,holz an den ,draht1 znde das ,holz an1 und lasse sie nun zusammen in das ,gef hinab4 ,das ,holz hat jetzt ,feuer gefangen und brennt so1 wie eben ,holz in ,sauerstoff brennen mu2 aber bald wird die ,verbrennung auch das ,eisen ergreifen4 ,seht1 da brennt das ,eisen ganz prchtig und wird lange ,zeit so weiter brennen4 ,wenn wir fortwhrend frischen ,sauerstoff hinzufhren wollten1 knnten wir die ,verbrennung des ,eisens unterhalten1 bis es gnzlich verzehrt ist4 ,doch lassen wir das jetzt beiseite1 um noch die ,verbrennung einiger anderer ,substanzen zu beobachten2 denn wir mssen mit der uns zugemessenen ,zeit haushalten4 ,wir wollen ein ,stck ,schwefel nehmen2 ,ihr wit1 wie der ,schwefel in der ,luft brennt2 nun bringen wir ihn in ,sauerstoff1 und ,ihr werdet wiederum sehen1 da ein ,krper1 der an der ,luft brennen kann1 mit ungleich grerer ,lebhaftigkeit im ,sauerstoff brennt4 ,und diese ,erfahrung mu ,euch auf den ,gedanken bringen1 da die atmosphrische ,luft ihre ,fhigkeit1 die ,verbrennung zu unterhalten1 einzig und allein diesem ,gas verdankt4 ,der ,schwefel brennt jetzt ganz ruhig in dem ,sauerstoff2 aber ,ihr knnt keinen ,augenblick die gesteigerte ,lebhaftigkeit bei dieser ,verbrennung verkennen1 im ,vergleich zu dem ,brennen des ,schwefels in gewhnlicher ,luft4 ,illustration3 ,fig4 #bd4 ,auch die ,verbrennung des ,phosphors will ich ,euch hier noch zeigen2 ich kann das hier besser tun1 als ,ihr es selbst zu ,hause imstande seid4 ,wie ,ihr wit1 ist der ,phosphor sehr leicht entzndlich1 und ein ,krper1 der schon in der ,luft so leicht brennt1 wie lebhaft wird der vollends in reinem ,sauerstoff brennen6 ,ich darf ,euch den ,vorgang gar nicht in seiner vollen ,heftigkeit zeigen1 weil dabei unser ganzer ,apparat in die ,luft fliegen wrde1 und auch so schon werde ich das ,zersprengen dieser ,flasche vielleicht nicht vermeiden knnen4 ,ihr seht1 wie sich der ,phosphor an der ,luft entzndet und brennt4 ,aber welch prachtvolles ,licht strahlt er jetzt im ,sauerstoff aus6 ,seht1 wie da einzelne ,stckchen abspringen1 emporgeschleudert werden und jedes fr sich heftig aufflammt1 wodurch eben dieses glnzende ,licht entsteht4 ,so viel fr jetzt von der ,fhigkeit des ,sauerstoffs1 die ,verbrennung anderer ,krper aufs lebhafteste zu unterhalten4 ,unsere nchste ,aufgabe wird jetzt sein1 sein ,verhltnis zum ,wasserstoff nher ins ,auge zu fassen4 ,sidenote3 ,sauerstoff und ,wasserstoff4 ,ihr erinnert ,euch1 wie wir das ,wasser in ,sauerstoff und ,wasserstoff zerlegten1 dann die ,mischung dieser beiden entzndeten und dabei eine kleine ,explosion erhielten4 ,ihr erinnert ,euch ferner1 da wir ,sauerstoff und ,wasserstoff in einem ,gef mit einander verbrannten1 wobei sich wenig ,licht1 aber sehr groe ,hitze entwickelte4 ,hier nun habe ich die beiden ,gase genau in dem ,verhltnis gemischt1 in welchem sie im ,wasser vorhanden sind1 und diese ,mischung will ich entznden4 ,das ,gef hier enthlt genau ein ,raumteil ,sauerstoff und zwei ,raumteile ,wasserstoff2 die ,mischung ist also genau wie in dem ,gas1 das wir vorhin durch ,zersetzung des ,wassers mittelst der elektrischen ,batterie erhielten4 ,weil ich aber nicht gleich die ganze ,menge entznden will - das wre viel zu viel auf einmal -1 so habe ich mir hier ,seifenwasser zurechtgestellt1 in das ich die ,gasmischung einleite1 um ,seifenblasen zu bekommen1 die damit gefllt sind1 und diese ,seifenblasen will ich dann anznden2 auf diese ,art knnen wir sehr einfach die ,verbrennung des ,wasserstoffs mit ,sauerstoff beobachten4 ,versuchen wir also zunchst1 ,seifenblasen zu bekommen4 ,ich leite die ,gasmischung durch die ,tonpfeife in das ,seifenwasser und seht1 da kommt das ,gas1 da habe ich schon eine ,blase4 ,ich will sie auf der ,hand auffangen4 ,ihr denkt vielleicht1 das ist recht unvorsichtig von mir2 aber ich will ,euch nur zeigen1 da man sich aus bloem ,lrm und ,geknalle nichts zu machen braucht4 ,der ,vortragende lt durch ,annherung eines brennenden ,hlzchens die ,blase auf der ,hand explodieren4 ,ich mu mich aber sehr hten1 eine ,blase gleich beim ,austritt aus der ,tonpfeife anzuznden1 weil dann die ,explosion durch die ,rhre rckwrts in das ,gef schlagen und dieses in ,trmmer zerschmettern wrde4 ,der ,sauerstoff vereinigt sich also1 wie ,ihr hier gesehen und an dem ,knall gehrt habt1 mit grter ,lebhaftigkeit mit dem ,wasserstoff2 und dabei werden seine eigentmlichen ,krfte ebenso wie die des ,wasserstoffs vllig aufgehoben4 ,man sagt3 die ,eigenschaften des ,sauerstoffs und die des ,wasserstoffs neutralisieren sich gegenseitig4 ,nunmehr darf ich wohl annehmen1 da ,ihr die innere ,beziehung zwischen der chemischen ,natur des ,wassers1 des ,sauerstoffs und der atmosphrischen ,luft genauer zu durchschauen vermgt4 ,ein ,stck ,kalium1 das ich auf ,wasser lege - wie ich es jetzt noch einmal tue - warum zersetzt es das ,wasser8 ,weil es ,sauerstoff in dem ,wasser findet4 ,und was wird dabei frei8 ,wasserstoff wird frei1 und dieser ,wasserstoff brennt1 whrend das ,kalium selbst sich mit dem ,sauerstoff verbindet2 dieses ,stck ,kalium nimmt also1 indem es das ,wasser zersetzt - sehen wir es fr ,wasser an1 das bei ,verbrennung einer ,kerze gebildet wurde - es entnimmt1 sage ich1 den ,sauerstoff ebenso aus dem ,wasser1 wie ihn die ,kerze aus der ,luft entnahm1 und lt dabei den ,wasserstoff frei werden4 ,und diese schne verwandtschaftliche ,zuneigung des ,sauerstoffs und des ,kaliums zu einander zeigt sich selbst dann1 wenn ich ein ,stckchen ,kalium auf ,eis lege - augenblicklich1 seht ,ihr1 wird das ,kalium vom ,eis in ,brand gesetzt4 ,ich wollte ,euch das alles heute noch zeigen1 um ,eure ,einsicht in diese ,vorgnge zu erweitern und damit ,ihr seht1 wie sehr die ,erscheinungen von den ,umstnden abhngen4 ,in ,berhrung mit dem ,kalium bringt das ,eis eine ,art von vulkanischer ,wirkung hervor4 ,da ich jetzt dergleichen ungewhnliche ,erscheinungen einmal berhrt habe1 so wird es bei unserer nchsten ,zusammenkunft meine ,aufgabe sein1 ,euch zu zeigen1 da uns von keiner derselben ,gefahr droht1 da wir von ihnen nichts zu befrchten haben1 wenn wir nur1 wie beim ,gebrauch der ,kerze im ,zimmer oder des ,leuchtgases auf den ,straen oder der ,feuerung im ,ofen1 stets die ,naturgesetze zu unserer ,richtschnur nehmen1 denen sie unterworfen sind4 ,funoten3 #ab ,platin ist ein edles ,metall1 hnlich dem ,silber4 #ac ,der im ,texte beschriebene ,versuch setzt voraus1 da das ,papier mit einer ,auflsung von ,bleizucker 7oder einem hnlichen ,metallsalze7 getrnkt ist4 ,der ,vorgang ist nicht ganz einfach und entzieht sich einer nheren ,besprechung an dieser ,stelle4 - ,wendet man statt des genannten ,bleizuckers eine wssrige ,auflsung von ,jodkalium an1 der ein wenig dnnen ,strkekleisters beigefgt ist1 so erscheint unter dem einen ,pol ein schn blauer ,fleck4 #ad d4 h4 ein nicht verdichtbares ,gas4 #ae ,eine ,retorte ist ein ,gef1 welches wie die obige ,flasche mit einem ,rohre versehen ist1 um ,gase oder ,dmpfe die sich beim ,erhitzen seines ,inhaltes entwickeln1 ableiten und auffangen zu knnen4 #af ,unze ist ein englisches ,gewicht1 von dem #af auf ein ,pfund 7engl47 gehen4 ,fnfte ,vorlesung4 ,die atmosphrische ,luft1 eine ,mischung aus ,sauerstoff und ,stickstoff4 ,eigenschaften des ,stickstoffs4 ,quantitative ,zusammensetzung der ,luft4 ,das ,wgen der ,gase4 ,luftdruck4 ,elastizitt der ,luft4 - ,kohlensure als ,verbrennungsprodukt der ,kerze4 ,erkennung der ,kohlensure4 ,ihr ,vorkommen in der ,natur4 ,darstellung und ,eigenschaften der ,kohlensure4 ,wir haben gesehen3 beim ,verbrennen einer ,kerze gewinnen wir ,wasser1 und aus diesem ,wasser knnen wir ,wasserstoff und ,sauerstoff darstellen4 ,der ,wasserstoff1 wit ,ihr1 stammt von der ,kerze her1 und der ,sauerstoff tritt aus der ,luft hinzu4 ,da knnt ,ihr nun mit ,recht fragen3 ,wie kommt's denn aber1 da die ,kerze nicht gleich gut in ,luft und in ,sauerstoff brennt8 ,ihr erinnert ,euch recht gut1 wie ich ein brennendes ,stckchen ,kerze in ,sauerstoff brachte 7vergl4 ,fig4 #bb1 ,s4 #abf71 da da die ,verbrennung eine ganz andere1 nmlich viel lebhafter war1 als in der atmosphrischen ,luft4 ,nun1 warum das8 ,diese ,frage ist von der hchsten ,wichtigkeit fr uns1 sie berhrt ganz unmittelbar die ,natur der atmosphrischen ,luft1 und ich werde mich bemhen1 sie ,euch verstndlich zu beantworten4 ,sidenote3 ,atmosphrische ,luft4 ,die lebhaftere ,verbrennung der ,krper im ,sauerstoff kann uns als ,erkennungsmittel dieses ,gases dienen4 ,ihr habt gesehen1 wie eine ,kerze an der ,luft und wie sie in ,sauerstoff brennt2 ,ihr habt dasselbe beobachtet beim ,phosphor und ebenso bei ,eisenfeilspnen4 ,es gibt indes noch verschiedene andere ,mittel fr denselben ,zweck1 und um ,eure ,erfahrung und ,eure ,einsicht zu bereichern1 werde ich ,euch noch etliche vorfhren4 ,hier habe ich ein ,gef voll ,sauerstoff2 da solcher darin ist1 mu ich ,euch freilich erst nachweisen3 ich bringe einen schwach glimmenden ,span hinein1 und die ,erfahrungen1 die ,ihr das vorige ,mal gesammelt habt1 lassen ,euch den ,erfolg mit ,bestimmtheit voraussagen - seht her3 durch diese lebhafte ,verbrennung ist die ,anwesenheit des ,sauerstoffs unzweifelhaft nachgewiesen4 ,und nun eine andere und zwar sehr merkwrdige und ntzliche ,probe auf ,sauerstoff4 ,da habe ich zwei ,gefe2 beide sind mit ,gasen gefllt und zwischen ihnen befindet sich eine ,platte1 damit die ,gase sich nicht berhren knnen4 ,die ,platte nehme ich jetzt weg1 und die beiden ,gase kriechen nun frmlich ineinander4 ,was geschieht denn da8 fragt ,ihr2 ,es findet ja keine ,verbrennung statt1 wie wir's bei der ,kerze gesehen haben6 ,und dennoch sollt ,ihr in dieser ,verbindung des einen ,gases mit dem anderen einen ,beweis fr die ,gegenwart von ,sauerstoff kennen lernen4 ,seht das schn rotbraun gefrbte ,gas1 welches auf diese ,weise entstanden ist6 ,wir knnen das ,experiment in derselben ,weise auch mit gewhnlicher ,luft machen1 wenn wir sie mit diesem ,prfgas#ag mischen4 ,in diesem ,gef hier ist nur ,luft - dieselbe ,luft wie die1 in welcher die ,kerze brannte - und diese ,flasche enthlt unser ,prfgas2 ich lasse sie ber ,wasser zusammenkommen1 und nun seht das ,ergebnis3 der ,inhalt der ,versuchsflasche fliet in das ,gef ber1 welches nur ,luft enthielt2 wir beobachten genau denselben ,vorgang1 wie soeben beim ,sauerstoff und schlieen daraus wiederum1 da der ,sauerstoff auch in der ,luft vorhanden ist - ganz derselbe ,sauerstoff1 den wir schon aus dem von der ,kerze entwickelten ,wasser darstellten4 ,aber warum brennt denn nun die ,kerze in der ,luft doch nicht so gut wie in ,sauerstoff8 ,nun1 wir werden sogleich auf diesen ,punkt kommen4 ,hier habe ich zwei ,glser2 beide sind bis zu derselben ,hhe mit ,luftarten gefllt1 die ganz gleiches ,aussehen haben1 und in der ,tat wei ich augenblicklich nicht1 welches von beiden ,gefen ,sauerstoff und welches atmosphrische ,luft enthlt - nur da sie mit diesen ,gasen sorgsam gefllt wurden1 wei ich bestimmt4 ,indes1 da habe ich ja unser ,prfgas von vorhin2 das will ich auf beide ,gefe einwirken lassen1 um zu sehen1 ob sich an dem ,braunwerden dieses ,gases in den beiden anderen ,gasen eine ,verschiedenheit zeigt4 ,ich lasse das ,gas also in eins der ,glser einflieen und sehe zu1 was sich ereignet4 ,da seht1 es wird sofort braun - also ist ,sauerstoff darin6 ,nehmen wir nun das andere ,gef vor4 ,ihr seht1 das wird nicht so rasch und nicht so entschieden braun als das erste4 ,dabei zeigt sich aber noch folgender merkwrdige ,umstand3 ,wenn ich diese beiden ,gase mit ,wasser gut durchschttle1 so nimmt das ,wasser das braune ,gas in sich auf1 lst es1 und wenn ich dann von neuem etwas ,prfgas hineinlasse1 so da abermals braunes ,gas entsteht1 und schttle wieder1 so wird es wiederum aufgelst1 und das kann ich so lange fortsetzen1 als noch eine ,spur ,sauerstoff in dem ,gef vorhanden ist4 ,wenn ich das ,prfgas in die ,luft bringe1 so ist der ,vorgang ein anderer4 ,zuerst entsteht auch hier das braune ,gas2 sobald ich dann ,wasser hineinbringe1 verschwindet das braune ,gas1 und ich kann so fort und fort von unserem ,prfgas mehr hinzufgen1 bis ich zu einem ,punkt komme1 wo durch diesen eigentmlichen ,krper1 der die ,luft und den ,sauerstoff braun frbt1 keine ,brunung mehr hervorgerufen wird4 ,woher kommt das8 ,ihr seht es im ,augenblick3 weil auer dem ,sauerstoff noch etwas anderes in der ,luft enthalten ist1 was zuletzt brig bleibt4 ,ich will noch ein wenig ,luft in das ,gef einlassen1 und wenn dann wieder eine ,brunung erfolgt1 so knnt ,ihr daraus schlieen1 da von dem braunfrbenden ,gas noch etwas darin war1 da also auch nicht der ,mangel desselben das ,zurckbleiben jener ,luftart bedingte4 ,nunmehr werdet ,ihr leichter imstande sein1 das zu verstehen1 was ich eigentlich zu sagen habe4 ,als ich ,phosphor in einem ,gef verbrannte#ah1 saht ,ihr1 als sich der aus ,phosphor und dem ,sauerstoff der ,luft gebildete ,rauch abgesetzt hatte1 da etwas aus der ,luft in ziemlicher ,menge unverbraucht brig geblieben war - ganz so1 wie hier das ,prfgas etwas unberhrt zurcklt2 und wirklich ist es ein und dasselbe ,gas1 welchem dort der ,phosphor wie hier das braunfrbende ,gas nichts anhaben konnte1 und dieses ,etwas ist eben kein ,sauerstoff1 und doch ein ,bestandteil der atmosphrischen ,luft4 ,sidenote3 ,stickstoff4 ,da haben wir also ein ,mittel gefunden1 die ,luft in die beiden ,stoffe zu zerlegen1 aus denen sie zusammengesetzt ist - in ,sauerstoff1 der die ,kerze1 den ,phosphor und alles andere verbrennen macht1 und in den andern ,krper1 der keine ,verbrennung bewirkt1 den ,stickstoff1 ,nitrogen4 ,dieser andere ,bestandteil ist in weit berwiegender ,menge in der ,luft enthalten4 ,bei seiner ,prfung werden wir ganz sonderbare ,eigenschaften an ihm entdecken2 es ist ein ganz merkwrdiger ,krper1 obwohl er ,euch vielleicht ganz uninteressant vorkommt4 ,in mancher ,hinsicht mag er dies freilich scheinen1 z4 ,b4 darin1 da er keine glnzenden ,verbrennungserscheinungen bewirkt4 ,wie den ,wasserstoff und den ,sauerstoff1 will ich auch ihn zunchst mit meinem ,wachslicht prfen4 ,da seht1 er entzndet sich nicht1 wie es der ,wasserstoff tat1 und er lt den ,wachsstock nicht fortbrennen1 wie wir's beim ,sauerstoff sahen2 ich mag's anstellen1 wie ich nur will1 er tut weder dies noch jenes2 er selbst fngt nicht ,feuer1 und den brennenden ,wachsstock verlscht er gar2 jede ,flamme lscht er aus1 mag brennen1 was da will2 es gibt nicht einen ,krper1 der unter gewhnlichen ,umstnden darin zu brennen vermag4 ,der ,stickstoff riecht nicht1 er schmeckt nicht1 er lst sich nicht im ,wasser1 er ist weder sauer1 noch alkalisch1 er ist so vllig indifferent gegen alle unsere ,sinne1 wie es nur irgend etwas sein kann4 ,da mchtet ,ihr vielleicht sagen3 ,mit dem ist nichts - der ist unsrer ,aufmerksamkeit gar nicht wert - was tut denn der in der ,luft8 ,doch halt6 ,lat uns nur etwas genauer zusehen1 ob wir an ihm nicht ganz wichtige und schne ,beobachtungen machen knnen4 ,nehmen wir einmal an1 die ,luft bestnde aus lauter ,sauerstoff1 statt aus einer ,mischung von ,stickstoff mit ,sauerstoff - was wrde da aus uns werden8 ,ihr wit1 da ein glhendes ,stck ,eisen in einem ,gef mit reinem ,sauerstoff vollstndig verbrennt2 nun seht den eisernen ,rost auf dem ,herd im ,feuer - wo wrde er bleiben1 wenn die ,luft nur aus ,sauerstoff bestnde6 ,der ,rost wrde fast ebenso schnell verbrennen als die ,kohlen2 denn auch das ,eisen des ,rostes hat groe ,neigung zum ,verbrennen1 d4 h4 es hat eine sehr bedeutende ,verwandtschaft zum ,sauerstoff4 ,das ,feuer in einer ,lokomotive wrde ein ,feuer mitten in einem ,holzmagazin sein1 wenn die atmosphrische ,luft aus lauter ,sauerstoff bestnde4 ,der ,stickstoff aber bndigt das ,feuer1 macht es uns dienstbar1 und auerdem nimmt er die andern ,verbrennungsprodukte mit sich fort1 wie ,ihr sie auch bei der ,kerze habt aufsteigen sehen1 zerstreut sie in der weiten ,atmosphre und leitet sie an ,stellen hin1 wo sie einem andern herrlichen ,zwecke zum ,wohle des ,menschen dienen1 nmlich zur ,unterhaltung der ,vegetation4 ,und so seht ,ihr1 da dieser ,stickstoff1 den ,ihr anfnglich fr so uninteressant hieltet1 uns ganz wunderbare ,dienste leistet4 ,der ,stickstoff ist in seinem gewhnlichen ,zustand ein vllig indifferentes ,element2 auch die strkste elektrische ,kraft veranlat ihn kaum1 und jedenfalls nur in sehr geringem ,grade1 eine direkte ,verbindung mit dem anderen ,bestandteil der ,luft1 mit dem ,sauerstoff1 oder mit irgend einem andern ,krper einzugehen2 er ist ganz und gar indifferent1 und ich mchte ihn deshalb einen ,sicherheitsstoff nennen4 ,bevor wir indes in unserer ,betrachtung fortfahren1 mu ich von der atmosphrischen ,luft selbst noch einiges sagen4 ,ich will hier die ,zusammensetzung von #ajj ,teilen ,luft anschreiben3 ,raumteile4 ,gewichtsteile4 ,sauerstoff #ba #bc ,stickstoff #gi #gg ---- ---- #ajj #ajj ,das ist genau das ,verhltnis des ,sauerstoffs und des ,stickstoffs in der atmosphrischen ,luft1 wie es uns die ,analyse ergibt2 wir finden1 da #e ,raumteile atmosphrischer ,luft ungefhr #d ,raumteile ,stickstoff auf #a ,raumteil ,sauerstoff enthalten4 ,eine so berwiegende ,menge ,stickstoff ist also erforderlich1 um den ,sauerstoff so weit in seiner ,wirkung zu migen1 da unsere ,kerze ordentlich brennt1 und ferner die ,luft in einen solchen ,zustand zu versetzen1 da unsere ,lungen ruhig und gesund darin atmen knnen4 ,denn beides1 unser ,atmen sowohl wie das ,brennen der ,kerze oder der ,feuerung im ,ofen1 hngt gleichmig von diesem richtigen ,mischungsverhltnis des ,sauerstoffs und des ,stickstoffs in der ,luft ab4 ,nun mu ich ,euch aber auch das ,gewicht dieser ,gase selbst angeben4 ,es wiegt3 #a ,kubikmeter 7#ajjj ,liter7 ,stickstoff #abef ,gramm4 #a ,kubikmeter 7#ajjj ,liter7 ,sauerstoff #adcj ,gramm4 #a ,kubikmeter 7#ajjj ,liter7 atmosph4 ,luft #abic ,gramm4 ,illustration3 ,fig4 #be4 ,sidenote3 ,das ,wgen der ,gase4 ,ich habe schon mehrmals die ,frage von ,euch gehrt und mich gefreut1 da ,ihr sie tatet3 ,wie wgt man ,gase8 ,ich will es ,euch zeigen4 ,es ist ganz einfach und leicht4 ,hier habe ich eine ,wage und hier eine kupferne ,flasche2 diese ist so dnn und leicht als mglich gemacht1 doch so1 da sie noch fest und stark ist1 zugleich vollkommen luftdicht und auf der ,drehbank sauber abgedreht4 ,sie ist mit einem ,hahn versehen1 den man leicht schlieen und ffnen kann2 jetzt steht er offen1 lt also die ,luft frei in die ,flasche eintreten4 ,hier nun habe ich meine feine1 sehr empfindliche ,wage1 und ich denke1 die ,flasche in ihrem gegenwrtigen ,zustande wird gerade von dem ,gewicht gehalten werden1 das auf der anderen ,schale liegt4 ,ferner habe ich hier eine ,pumpe1 mittelst welcher wir ,luft in die kupferne ,flasche pressen knnen1 und zwar wollen wir eine gewisse ,anzahl von ,raumteilen ,luft hineinpressen1 denen der ,stiefel der ,pumpe als ,ma dient4 ,wir wollen jetzt gleich zwanzig solcher ,raumteile in die ,flasche hineinpumpen4 - ,so6 - ,nun schlieen wir den ,hahn fest und bringen die ,flasche auf die ,wage4 ,seht1 wie sie sinkt6 ,sie ist jetzt bedeutend schwerer geworden4 ,wodurch8 ,nun1 durch die ,luft1 die wir mit der ,pumpe hineingepret haben4 ,es ist nichts als ,luft darin1 die ,luft darin nimmt auch keinen greren ,raum ein1 aber wir haben schwerere ,luft in demselben ,raum1 weil wir eben die ,luft zusammengepret haben4 ,damit ,ihr nun auch erfahrt1 wieviel dem ,raum nach die eingeprete ,luft betrgt1 habe ich hier eine ,flasche voll ,wasser1 deren ,hals genau in den der ,kupferflasche pat und ebenfalls mit einem ,hahn versehen ist4 ,ich schraube sie beide sorgfltig aufeinander und ffne die ,hhne1 so da nun die durch #bj ,pumpenzge komprimierte ,luft in die ,glasflasche bertreten und sich ungehindert zu ihrem ursprnglichen ,umfang wieder ausdehnen kann4 ,um nun sicher zu sein1 da wir bei unsrer ,arbeit ganz richtig zu ,werke gegangen sind1 wollen wir die kupferne ,flasche wieder auf die ,wage legen2 wird sie von dem ,gewicht auf der andern ,schale - es ist noch dasselbe wie vorhin - auch jetzt wieder genau im ,gleichgewicht gehalten1 so war unser ,experiment richtig4 ,seht1 die ,wage steht ganz gleich4 ,auf diese ,weise also knnen wir das ,gewicht der ,luftmenge ermitteln1 die wir mittelst der ,pumpe hineinpressen und daraus dann das ,gewicht eines ,kubikmeter ,luft zu #abic ,gramm bestimmen4 ,doch kann solch ein ,experiment im kleinen ,euch unmglich die ganze ,bedeutung dieses ,gegenstandes vor ,augen fhren4 ,es ist wahrhaft wunderbar1 wie viel aufflliger sie wird1 wenn man solche ,versuche mit greren ,luftmengen ausfhrt4 ,dieses ,volumen ,luft hier - das ist ein ,liter - wiegt nicht ganz #a_/ ,gramm4 ,wie hoch schtzt ,ihr den ,inhalt des ,kastens dort1 den ich eigens zu diesem ,zweck habe machen lassen8 ,die ,luft darin wiegt gerade ein ,pfund1 ein volles ,pfund4 ,auch das ,gewicht der ,luft in diesem ,saale habe ich berechnet2 sie wiegt - ,ihr werdet's kaum denken - aber sie wiegt wirklich ber eine ,tonne 7d4 i4 #ajjj ,kilogramm74 ,seht1 so ungeheuer wachsen da gleich die ,zahlen an1 und von solcher ,bedeutung ist die ,gegenwart der atmosphrischen ,luft und des ,sauerstoffs und ,stickstoffs in ihr1 woraus wir wiederum auf die ,gre des ,nutzens schlieen knnen1 den sie uns schafft1 indem sie ,stoffe hin und her1 von einem ,ort zum andern versetzt und schdliche ,dnste dahin bringt1 wo sie ntzlich wirken statt zu schaden4 ,illustration3 ,fig4 #bf4 ,sidenote3 ,luftdruck4 ,nachdem wir nun diese kurze ,betrachtung ber das ,gewicht der ,luft angestellt haben1 wollen wir auch gleich einige ,folgerungen ziehen1 ohne welche ,ihr so manches andere1 zu dem wir noch gelangen werden1 nicht recht verstehen wrdet4 ,erinnert ,ihr ,euch vielleicht eines hnlichen ,experimentes8 ,habt ,ihr noch nichts dergleichen beobachtet8 ,ich will einmal eine hnliche ,pumpe nehmen1 wie ich sie krzlich benutzte1 um ,luft in die kupferne ,flasche hineinzupressen1 und will einen ,apparat damit verbinden1 dessen ffnung ich mit der ,hand bedecken kann4 ,wir knnen die ,hand in freier ,luft so leicht hin und her bewegen1 da wir kaum glauben1 etwas dabei zu fhlen2 es erfordert schon eine sehr rasche ,bewegung1 um einen ,widerstand der ,luft gewahr zu werden4 ,wenn ich aber meine ,hand hierher lege1 auf den sogenannten ,rezipienten der ,luftpumpe1 und nun die ,luft herauspumpe - seht da1 was geschieht6 ,warum ist meine ,hand auf einmal an den ,apparat gefesselt1 so da ich die ganze ,luftpumpe mit herumziehen kann1 da ich sie doch gar nicht anfasse und halte8 ,seht1 ich kann die ,hand kaum wieder davon losmachen4 ,nun1 was ist die ,ursache8 ,es ist das ,gewicht1 der ,druck der ,luft - das ,gewicht der darber befindlichen ,luft drckt meine ,hand so fest auf den leeren ,raum darunter4 ,illustration3 ,fig4 #bg4 ,ich will noch ein anderes ,experiment machen1 welches ,euch darber noch besser ,aufklrung geben wird4 ber diesen ,zylinder ist eine ,schweinsblase ausgespannt und festgebunden2 ich bringe den ,zylinder auf die ,luftpumpe und pumpe die ,luft heraus - ,ihr werdet gleich den ,erfolg sehen1 jetzt ist die ,blase flach ausgespannt2 setze ich aber die ,pumpe ein wenig in ,bewegung - seht1 wie sie einsinkt1 wie sie nach unten eingedrckt wird2 seht1 wie sie tiefer und immer tiefer niederwrts geht1 bis sie vermutlich zuletzt durch die ,gewalt der darauf drckenden ,luft zersprengt werden wird4 ,die ,blase zerspringt zuletzt mit einem lauten ,knall4 ,das geschah einzig und allein durch die darauf drckende ,last der darber stehenden ,luft1 und dieser ,hergang ist ganz leicht zu verstehen4 ,die ,luftschichten knnen wir uns bereinander aufgestapelt denken1 wie die fnf ,wrfel hier auf einander stehen4 ,nun seht ,ihr doch1 da die vier oberen von diesen ,wrfeln von dem fnften1 der auf dem ,boden aufliegt1 getragen werden1 und wenn ich diesen wegnehme1 so mssen die oberen heruntersinken4 ,gerade so ist's auch bei der atmosphrischen ,luft4 ,die oberen ,luftschichten werden von den untersten getragen1 ruhen auf ihr1 und wenn diese untere ,luftschicht weggepumpt wird1 so mssen eben ,wirkungen eintreten1 wie ,ihr sie an meiner auf den ,recipienten gefesselten ,hand und am ,zersprengen der ,blase gesehen habt1 und wie ,ihr sie jetzt noch besser beobachten sollt4 ber dieses ,gef hier habe ich eine ,gummihaut gespannt und werde nun die ,luft herauspumpen4 ,an diesem ,gummi1 der also eine ,scheidewand zwischen der untern ,luftschicht und der obern bildet1 knnt ,ihr den ,druck sehr deutlich beobachten4 ,jetzt kann ich schon die ganze ,hand in das ,gef hineinlegen4 ,und dieses ,resultat wird einzig bewirkt durch den gewaltigen ,druck der oberen ,luftschichten4 ,wie schn zeigen sich da diese wunderbaren ,verhltnisse6 ,illustration3 ,fig4 #bh4 ,hier habe ich einen kleinen ,apparat1 an dem ,ihr nachher1 wenn ich meinen ,vortrag geschlossen habe1 ,eure ,kraft im ,ziehen erproben knnt4 ,er besteht aus zwei hohlen ,halbkugeln von ,messing1 deren ,rnder genau auf einander passen2 die eine ist mit einer ,rhre versehen1 an der sich ein ,hahn befindet1 so da man die ,luft herauspumpen und dann abschlieen kann4 ,seht1 die beiden ,hlften lassen sich jetzt1 wo ,luft darin ist1 ganz leicht auseinandernehmen2 wenn wir aber die ,luft herauspumpen1 so werdet ,ihr nachher sehen1 da je zwei von ,euch mit allem ,kraftaufwande nicht im ,stande sind1 sie auseinanderzuziehen4 ,jeder ,quadratzentimeter der ,oberflche der geschlossenen und ausgepumpten ,kugel hlt einen ,druck von ungefhr einem ,kilogramm aus1 und ,ihr mgt nun ,eure ,strke versuchen und zusehen1 ob ,ihr dieses ,luftdruckes ,herr werdet4 ,hier hab' ich noch ein anderes hbsches ,ding - einen ,sauger fr ,kinder1 nur etwas verbessert von der ,wissenschaft4 ,so junge ,leute1 wie wir1 sind ganz in ihrem ,recht1 nach ,spielzeug zu greifen und es zum ,gegenstand ihrer ,forschung zu machen1 wie ja auch manchmal die ,wissenschaft zur ,spielerei gemacht wird4 ,hier ist also unser ,sauger2 er besteht aus ,gummi4 ,wenn ich ihn auf den ,tisch aufklappe1 seht1 da steht er auf einmal fest4 ,nun1 warum tut er das8 ,ich kann ihn auf dem ,tische gleiten lassen2 will ich ihn aber emporheben1 so scheint er den ,tisch mit in die ,hhe ziehen zu wollen2 ich kann ihn ganz leicht von einer ,stelle zur andern schieben1 aber nur wenn ich ihn an die ,kante des ,tisches bringe1 lt er sich wegziehen4 ,auch dieser ,sauger wird nur durch den ,luftdruck so fest gehalten4 ,hier hab' ich mehrere2 da nehmt ein ,paar und drckt sie aneinander6 ,ihr werdet sehen1 wie fest sie zusammenhalten4 ,sie knnen wirklich ganz gut zu dem ,zweck gebraucht werden1 zu dem man sie in ,vorschlag gebracht hat1 nmlich sie an ,fenstern oder glatten ,wnden zu befestigen und allerlei kleine ,sachen daran aufzuhngen2 sie werden einen ganzen ,tag daran festhalten4 ,ich wei indes1 da ,kinder besonders solche ,experimente gern sehen1 die sie zu ,hause leicht nachmachen knnen1 und darum will ich ,euch noch ein recht hbsches zur ,veranschaulichung des ,luftdruckes zeigen4 ,hier ist ein ,glas voll ,wasser2 wenn ich ,euch nun frage1 ob ,ihr das ,glas so umdrehen knnt1 da das ,wasser nicht herausluft1 aber ohne da ,ihr's mit der ,hand zuhaltet - es soll nur durch den ,luftdruck darin gehalten werden - wrdet ,ihr das machen knnen8 ,nehmt ein ,weinglas1 ganz oder halb voll ,wasser1 legt ein glattes ,stck ,papier oben auf1 dreht es vorsichtig um1 wie ich's hier mache1 und nun seht zu1 was mit dem ,wasser und dem ,papier wird4 ,die ,luft kann nicht hinein1 weil das ,wasser vermge seiner kapillaren ,anziehung ,papier und ,glasrand ringsherum fest zusammenhlt4 ,und das ,wasser fliet nicht heraus1 da es durch den ueren ,luftdruck zurckgehalten wird4 ,ich hoffe1 das ,ihr durch alles dieses eine richtige ,vorstellung von dem ,gewichte1 also auch von der ,krperlichkeit der ,luft bekommen habt1 und wenn ich ,euch sage1 da der ,kasten dort ein ,pfund ,luft enthlt und dieses ,zimmer mehr als eine ,tonne1 so wird es ,euch wohl begreiflich sein1 da die ,luft ein ganz gewichtiger ,krper ist4 ,ich will noch ein anderes ,experiment zeigen1 um ,euch ihre ,widerstandsfhigkeit darzutun4 ,die ,knallbchse kennt wohl jeder1 die man so leicht aus einem ,federkiel oder irgend einer hnlichen ,rhre herstellen kann2 aus einem ,kartoffel- oder ,apfelscheibchen wird mit dem ,kiel selbst ein ,pfropfen ausgestochen und an das andere ,ende hingeschoben1 wie ich es hier mache1 so da der ,ausgang dicht verschlossen wird2 nun steche ich ein zweites ,stckchen aus und schiebe es hinein2 jetzt ist also die ,luft im ,innern der ,rhre vollstndig eingeschlossen1 ganz wie wir's zu unserm ,zweck gebrauchen4 ,nun aber zeigt es sich1 da keine ,kraft imstande ist1 dieses zweite ,pfrpfchen vollstndig auf das erste aufzutreiben2 das ist eine vllige ,unmglichkeit4 ,bis zu einem gewissen ,grad lt sich die ,luft wohl zusammenpressen1 doch lange vor der ,berhrung der beiden ,pfropfen wird die eingezwngte ,luft den vorderen ,pfropfen mit einem ,knall hinaustreiben2 die ,wirkung ist hier hnlich wie beim ,schiepulver1 dessen ,kraft zum ,teil von denselben ,umstnden abhngig ist1 welche ,ihr hier erlutert seht4 ,neulich sah ich einem ,versuch zu1 der mir sehr gefiel und den ich gleich fr unsern ,zweck zu benutzen gedachte4 ,freilich1 um des ,erfolges sicher zu sein1 htte ich ein paar ,minuten schweigen sollen1 ehe ich mich an die ,ausfhrung mache2 denn die ,lungen mssen bei diesem ,experiment das meiste tun4 ,es handelt sich darum1 dieses ,ei durch meinen ,atem aus dem einen ,eierbecher in den andern zu treiben2 ich bin allerdings des ,erfolges nicht ganz sicher1 weil ich jetzt schon zu viel gesprochen habe1 und wenn mir's nicht gelingt1 so hat das also seinen guten ,grund4 ,der ,vortragende macht den ,versuch1 und es glckt ihm1 das ,ei aus dem einen ,becher in den andern hinber zu blasen4 ,ihr seht1 die ,luft dringt zwischen dem ,ei und der ,becherwand abwrts1 sie bt auf das ,ei von unten einen ,druck aus1 welcher das ,ei zu heben imstande ist1 obwohl ein ganzes ,ei doch im ,verhltnis zur ,luft sehr schwer ist4 ,wenn ,ihr den ,versuch nachmachen wollt1 so tut ,ihr gut1 das ,ei vorher hart zu kochen2 dann knnt ,ihr es ruhig versuchen1 es von einem ,becher in den andern hinber zu blasen1 und bei einiger ,vorsicht wird es ,euch auch gelingen4 ,doch genug fr jetzt von dem ,druck und dem ,gewichte der ,luft1 um noch eine andere wichtige ,eigenschaft an ihr kennen zu lernen4 ,ihr saht soeben bei der ,knallbchse1 wie ich den zweiten ,pfropfen bis ,zoll weit hineintreiben konnte1 ehe der vordere hinausflog1 da also die eingeschlossene ,luft bis zu einem gewissen ,punkte dem ,druck nachgab2 ebenso saht ,ihr1 wie sich die ,luft in der kupfernen ,flasche mittelst der ,pumpe so bedeutend zusammenpressen lie4 ,nun1 das hngt von einer wunderbaren ,eigenschaft der ,luft ab1 nmlich von ihrer ,elastizitt4 ,ich werde ,euch diese ,eigenschaft der ,luft mglichst gut zu veranschaulichen suchen4 ,eine ,blase aus ,gummihaut1 wie ich sie hier habe1 eignet sich vortrefflich dazu4 ,sie ist luftdicht1 d4 h4 sie lt weder ,luft ein- noch austreten2 aber sie kann sich ausdehnen und wieder zusammenziehen1 so da sie der darin eingeschlossenen ,luft in jeder ,weise nachgibt1 und daher gleichsam als ,mastab ihrer ,elastizitt dienen kann4 ,ihr seht1 die jetzt schlaffe ,blase enthlt nur wenig ,luft4 ,ich binde sie fest zu1 bringe sie unter die ,glocke der ,luftpumpe und pumpe aus dieser die ,luft heraus1 hebe also den ,druck der letzteren auf die in der ,blase befindliche ,luft auf4 ,seht1 wie sie jetzt fort und fort sich ausdehnt1 weiter und immer weiter1 bis sie nun den ganzen ,innenraum der ,glocke ausgefllt hat4 ,und lasse ich nun die ,luft wieder in die ,glasglocke eindringen1 seht da1 so geht auch die ,luft in der ,blase wieder auf ihren ursprnglichen ,umfang zurck4 ,dies zeigt uns deutlich die wunderbare ,eigenschaft der ,luft1 welche man ,elastizitt nennt4 ,vermge derselben ist sie in so hohem ,grade befhigt1 sich zusammendrcken zu lassen und sich auszudehnen1 und gerade hierdurch ist sie ganz besonders zu ihrer wichtigen ,rolle im ,haushalte der ,natur geeignet4 ,wir gelangen nunmehr zu einem anderen und zwar sehr wichtigen ,teil unseres ,thema4 ,erinnern wir uns1 was wir bereits an unserer brennenden ,kerze erforscht haben4 ,wir sahen1 da sie beim ,brennen verschiedene ,stoffe entstehen lt1 und fanden ,kohle in ,gestalt von ,ru#ai1 ,wasser und etwas anderes1 was wir noch nicht untersucht haben4 ,das ,wasser fingen wir auf1 die brigen ,verbrennungsprodukte lieen wir bisher ungehindert in die ,luft entweichen4 ,diese nun mssen wir jetzt unserer ,forschung unterwerfen4 ,illustration3 ,fig4 #bi4 ,sidenote3 ,kohlensure als ,verbrennungsprodukt der ,kerze4 ,hier habe ich eine ,vorrichtung1 die uns bei unserer ,untersuchung die ntigen ,dienste leisten wird4 ,unsere ,kerzen setzen wir mitten auf diesen ,steg und darber diesen glsernen ,schornstein - so6 ,die ,kerze wird ganz hbsch weiter brennen2 denn die ,luft hat ja unten und oben ungehinderten ,durchgang4 ,zunchst seht ,ihr wieder die uns schon bekannte ,erscheinung1 da die ,wandung des ,glases feucht wird - es ist das ,wasser1 zu welchem sich der in der ,kerzenflamme entwickelte ,wasserstoff mit dem ,sauerstoff der ,luft verbindet2 auerdem aber steigt noch etwas anderes oben heraus3 das ist keine ,feuchtigkeit1 kein ,wasser1 es ist nicht verdichtbar2 und es hat zudem sehr merkwrdige ,eigenschaften4 ,ich will eine ,flamme an die ffnung des ,schornsteins halten1 und ,ihr knnt sehen1 da sie von der austretenden ,luft fast verlscht wird1 und wenn ich sie vollstndig dem ,strom aussetze1 seht - da geht sie ganz und gar aus4 ,ihr werdet sagen3 das ist so1 wie es sein mu2 und ich vermute1 ,ihr denkt ,euch1 es msse so sein1 weil von der ,luft1 welche zur ,verbrennung gedient hat1 nur ,stickstoff brig bleibt und ,stickstoff die ,verbrennung nicht unterhlt1 also den ,span auslschen mu4 ,gut2 aber sollte nicht noch etwas anderes als ,stickstoff vorhanden sein8 ,hier mu ich freilich etwas vorgreifen - das heit1 ich mu ,euch aus meinen weiteren ,kenntnissen die ,mittel darbieten1 mit deren ,hilfe ,aufgaben wie diese gelst1 und dergleichen ,gase1 wie wir hier haben1 untersucht werden knnen4 ,also - ich nehme eine leere ,flasche1 halte sie verkehrt ber unsern ,schornstein und fange die ,verbrennungsprodukte der ,kerze darin auf2 und wir werden uns bald berzeugen1 da die aufgefangene ,luftart nicht nur der ,verbrennung sehr ungnstig ist - seht1 wie mein ,wachsstock darin sogleich verlscht - sondern da sie noch ganz andere ,eigenschaften besitzt4 ,sidenote3 ,kalkwasser4 ,ich nehme hier ein wenig ungelschten ,kalk und giee etwas gewhnliches ,wasser darauf1 rhre ein paarmal um1 bringe nun die ,mischung auf dieses ,papierfilter in dem ,trichter1 und nicht lange dauert's1 so luft davon ein ganz klares ,wasser in das unterstehende ,flschchen ab1 wie ,ihr's da seht4 ,ich habe zwar dort eine ganze ,flasche von diesem ,wasser - ,kalkwasser - vorrtig stehen1 das ich ebenso gut benutzen knnte2 aber ,ihr wit ja1 ich habe eine ,vorliebe dafr1 meine ,untersuchungen mit ,dingen anzustellen1 die vor ,euren ,augen entstanden sind4 ,von diesem schn klaren ,kalkwasser nun giee ich ein wenig in die ,flasche1 in der wir die ,luft von unserer ,kerze aufgefangen haben1 und nun seht1 welche ,vernderung darin vorgeht6 ,seht ,ihr1 wie das ,kalkwasser ganz milchig geworden ist6 ,pat auf1 ich werde ,euch zeigen1 da das mit bloer ,luft nicht geschieht4 ,hier ist eine ,flasche1 in der sich1 wie ,ihr seht1 weiter nichts als atmosphrische ,luft befindet2 ich giee etwas ,kalkwasser hinein und schttle tchtig um - es bleibt ganz klar2 weder der ,sauerstoff1 noch der ,stickstoff der ,luft1 noch was sonst in dieser ,menge ,luft enthalten sein mag1 bringt jene ,vernderung in dem ,kalkwasser hervor4 ,dieselbe ,flasche mit demselben ,kalkwasser halte ich nun aber so an den ,schornstein1 da die ,verbrennungsgase der ,kerze hineinstreichen und mit dem ,kalkwasser in ,berhrung kommen knnen - seht1 es dauert gar nicht lange1 so ist's milchig geworden4 ,diese weie ,substanz nun kann sich aus nichts anderem gebildet haben1 als aus dem zum ,kalkwasser verwendeten ,kalk und etwas anderem1 was von der ,kerze kommt - jenem zweiten ,verbrennungsprodukt1 dessen ,natur wir eben zu erforschen bemht sind und von welchem ich heute zu ,euch sprechen will4 ,bis jetzt also wissen wir von seinem ,vorhandensein nur durch seine ,wirkung auf das ,kalkwasser1 die fr uns ganz neu war und die1 wie wir gesehen haben1 weder dem ,sauerstoff1 noch dem ,stickstoff1 noch auch dem ,wasser zuzuschreiben ist4 ,dieses weie ,pulver1 welches aus ,kalkwasser und den ,verbrennungsgasen der ,kerze entsteht1 hat anscheinend ganz die ,eigenschaften der ,kreide2 und wenn man es nher untersucht1 so findet man1 da es wirklich genau derselbe ,stoff ist wie die ,kreide4 ,so sind wir denn in unserm ,bestreben1 den ,vorgang bei einer so alltglichen ,erscheinung wie das ,brennen einer ,kerze kennen zu lernen1 ganz unversehens ,zeuge davon geworden1 wie ,kreide entsteht und haben durch sorgfltige ,beobachtung aller ,umstnde bei unserem ,experiment die ,bedingungen ihrer ,entstehung kennen gelernt4 ,wenn man ,kreide 7am besten ein wenig feucht7 stark erhitzt1 so verwandelt sie sich in gebrannten ,kalk2 es mu also der andere ,bestandteil1 den sie auer dem ,kalk enthlt1 dabei entweichen1 und in der ,tat ist dieses der ,fall4 ,beim ,brennen von ,kreide oder ,kalk entweicht dasselbe ,gas1 welches bei der ,verbrennung einer ,kerze entsteht und durch seine ,verbindung mit dem ,kalk wiederum ,kreide gibt4 ,sidenote3 ,kohlensure4 ,um dieses ,gas1 welches wir ,kohlensure nennen1 in grerer ,menge darzustellen und seine ,eigenschaften nher kennen zu lernen1 bedienen wir uns freilich eines bequemeren ,verfahrens4 ,die ,kohlensure findet sich in groer ,menge in der ,natur und zwar in vielen ,fllen1 wo ,ihr sie am wenigsten suchen wrdet4 ,aller ,kalkstein besteht zum groen ,teil aus demselben ,gas1 wie wir es hier aus der ,kerze haben sich entwickeln sehen2 alle ,kalk- und ,kreidegebirge1 alle ,muschelschalen1 ,korallen und dergl4 enthalten groe ,mengen ,kohlensure4 ,wir finden diese merkwrdige ,luftart in so festen ,gesteinsarten wie ,marmor und ,kalk mit fest geworden1 sie hat ihre luftige ,natur darin aufgegeben und vllig die ,eigenschaften eines festen ,krpers angenommen - deshalb hat sie ,black auch fixe ,luft genannt4#bj ,aus dem ,marmor knnen wir die ,kohlensure ganz leicht darstellen4 ,in dem ,gef hier habe ich etwas ,salzsure1 und darber steht1 wie ,euch mein ,wachslicht anzeigt1 nichts als atmosphrische ,luft2 seht1 ich gehe mit dem ,licht bis auf den ,grund hinab - das ,gef enthlt ber der ,salzsure nichts als ,luft4 ,hier habe ich ,marmor1 und zwar von der schnsten und feinsten ,sorte1 wovon ich nun etliche ,stckchen in das ,gef bringe - sofort entsteht anscheinend ein gewaltiges ,aufkochen4 ,aber was da aufsteigt1 ist nicht etwa ,wasserdampf1 sondern ein ,gas1 das auf mein hineingehaltenes ,wachslicht1 wie ,ihr seht1 genau dieselbe ,einwirkung ausbt1 wie vorher die aus dem ,schornstein ber unsrer ,kerze entweichende ,luft - die ,flamme verlscht1 und wir haben hier wie dort genau dieselbe ,erscheinung1 bewirkt durch ein und dasselbe ,gas1 durch die ,kohlensure4 ,auf diese ,weise knnen wir ,kohlensure in groer ,masse darstellen2 seht - jetzt schon ist das ,gef bis obenan damit gefllt4 7,dies wird dadurch bewiesen1 da der brennende ,span verlscht1 sobald er nur eben in das ,gef eingetaucht wird47 ,das ,gas ist aber keineswegs nur im ,marmor enthalten4 ,in dieses ,gef da habe ich etwas gewhnliche ,schlemmkreide getan - also ,kreide1 die durch ,auswaschen mit ,wasser von groben ,teilchen befreit ist1 wodurch sie zu ,stuckatur- und dergleichen ,arbeiten brauchbarer wird4 ,in dem groen ,gef befindet sich ,schlemmkreide mit ,wasser1 und in diesem hier habe ich konzentrierte ,schwefelsure1 die zu dem ,experiment1 das wir jetzt vorhaben1 geeignet ist2 nur mit ,schwefelsure nmlich bildet der ,kalk beim ,freiwerden der ,kohlensure wieder einen unlslichen ,krper1 whrend die ,salzsure1 wie ,ihr vorhin gesehen1 eine lsliche ,substanz liefert1 die das ,wasser gar nicht trbt4 ,ihr werdet gleich sehen1 warum ich meine ,vorrichtung zu dem beabsichtigten ,experiment in dieser ,weise treffe - nmlich1 damit ,ihr im kleinen leicht nachmachen knnt1 was ich ,euch hier in groem ,mastab zeigen werde4 ,wir haben hier wieder ganz denselben ,proze1 wie bei der ,einwirkung von ,salzsure auf ,marmor2 ich entwickle in dem groen ,gef hier die ,kohlensure1 und sie zeigt sich gegen alle ,prfungsmittel als ganz dasselbe ,gas1 welches wir bei ,verbrennung der ,kerze in freier ,luft erhielten4 ,so verschieden auch diese beiden ,methoden der ,darstellung erscheinen mgen - das ,ergebnis ist ganz dasselbe1 hier wie dort wird ein und dieselbe ,kohlensure gewonnen4 ,gehen wir indes zu weiteren ,versuchen mit unserem ,gas ber1 um seine ,natur nher kennen zu lernen4 ,einige ,zylinder sind inzwischen ber ,wasser mit dem ,gase gefllt worden4 ,hier habe ich ein ,gef voll ,kohlensure1 und wie wir's bei den frher untersuchten ,gasarten getan1 so will ich auch bei ihr zunchst fragen1 wie sie sich in bezug auf die ,verbrennung verhlt4 ,brennbar1 seht ,ihr1 ist sie nicht und ebensowenig unterhlt sie die ,verbrennung4 ,ein brennender ,wachsstock1 der in das ,gas getaucht wird1 verlscht1 und das ,gas bleibt unentzndet4 ,sehr lslich im ,wasser kann sie auch nicht sein2 denn wir haben sie ja dort ganz leicht ber ,wasser aufgefangen4 ,ferner haben wir schon gesehen1 wie sie auf ,kalkwasser einwirkt1 wie sie damit ,kreide bildet2 sie wird ein ,bestandteil dieser ,kreide1 welche man eben wegen ihrer ,zusammensetzung aus ,kohlensure und ,kalk - ebenso wie ,marmor1 ,kalkstein1 ,korallen etc4 - auch als kohlensauren ,kalk bezeichnet4 ,zunchst aber mu ich ,euch nun zeigen1 da sie sich doch in geringer ,menge in ,wasser lst1 in dieser ,beziehung also sich von ,sauerstoff und von ,wasserstoff unterscheidet4 ,hier habe ich einen ,apparat1 mit dessen ,hilfe wir die ,lsung bewerkstelligen knnen4 ,im unteren ,teil des ,apparats befindet sich der ,marmor und die ,sure1 im oberen kaltes ,wasser1 und wie ,ihr seht1 sind beide so mit einander verbunden1 da das entwickelte ,gas aus dem einen in den andern gelangen kann2 setze ich ihn nun in ,ttigkeit1 so seht ,ihr sofort das ,gas in ,blasen durch das ,wasser hindurchstreichen2 das geschah schon vorher eine ,zeitlang1 und wir werden jetzt finden1 da sich etwas davon im ,wasser aufgelst hat4 ,ich nehme etwas ,wasser heraus und koste es - es schmeckt suerlich1 es ist mit ,kohlensure gesttigt2 aber ,ihr wit1 wie wir die ,gegenwart von ,kohlensure chemisch nachweisen1 ,ihr wit1 da ,kalkwasser ein sicheres ,erkennungsmittel fr ,kohlensure ist - ich will also etwas hinzusetzen1 und seht1 sofort wird es trb und wei4 ,ferner habe ich von der ,kohlensure zu berichten1 da sie ein schweres ,gas ist1 schwerer als die atmosphrische ,luft4 ,zur ,vergleichung schreibe ich die ,gewichte aller bisher von uns untersuchten ,gase hier auf3 #a ,kubikmeter wiegt ,wasserstoff #hi ,gramm ,sauerstoff #adcj ,gramm ,stickstoff #abej ,gramm ,atmosphrische ,luft #abic ,gramm ,kohlensure #aife ,gramm ,illustration3 ,fig4 #cj4 ,also ein ,kubikmeter ,kohlensure wiegt fast zwei ,kilogramm4 ,diese ,schwere des ,gases kann durch viele ,experimente ersichtlich gemacht werden4 ,hier nehme ich z4 ,b4 ein ,glas1 das nichts als ,luft enthlt1 und versuche1 aus dem da1 das voll ,kohlensure ist1 etwas hineinzugieen2 ich bin nun begierig1 ob etwas hineingeflossen ist oder nicht4 ,durch den ,augenschein ist das nicht zu erkennen1 wohl aber am ,brennen meines ,wachsstockes darin4 ,seht1 da habt ,ihr's3 die ,flamme verlscht1 sobald ich das ,gas in das tiefere ,gef hineingiee4 ,noch deutlicher wrde ich die ,kohlensure hier wiederum durch ihre ,wirkung auf ,kalkwasser nachweisen1 die ,ihr nun schon so oft gesehen habt4 ,jetzt werde ich einmal den kleinen ,eimer da in unsern ,kohlensure-,brunnen hinablassen - leider haben wir nur zu oft wirkliche ,kohlensurebrunnen - und wenn ,kohlensure da unten ist1 mu er sich damit fllen1 als ob es ,wasser wre2 wir ziehen ihn wieder herauf1 prfen seinen ,inhalt mit unserm ,wachsstock1 und da sehen wir's - er ist voll ,kohlensure4 ,illustration3 ,fig4 #ca4 ,noch augenflliger zeigt sich die ,schwere der ,kohlensure an folgendem ,experiment auf meiner ,wage4 ,auf die eine ,wageschale habe ich ein ,glas gestellt und durch ,gewichte auf der andern ,seite die ,wage wieder ins ,gleichgewicht gebracht4 ,ich giee nun dieses mit ,kohlensure gefllte ,glas in das ,gef auf der ,wage aus1 das erst nur atmosphrische ,luft enthielt1 und ,ihr seht1 wie es sofort niedersinkt4 ,auch jetzt will ich die ,untersuchung mit meinem brennenden ,wachsstock nicht unterlassen - wir sehen1 wie ihm das ,fortbrennen in dem ,gef auf der ,wage unmglich wird1 wissen also1 da sich wirklich ,kohlensure darin befindet4 ,blase ich eine ,seifenblase1 natrlich mit gewhnlicher ,luft1 und lasse sie in dieses ,gef mit ,kohlensure fallen1 so wird sie schwimmen4 ,aber ich will zuerst einen dieser kleinen1 mit ,luft gefllten ,ballons nehmen4 ,ich bringe ihn in dieses1 zum ,teil mit ,kohlensure gefllte ,gef4 ,er schwimmt auf der ,kohlensure1 und wir knnen daran die ,hhe erkennen1 bis zu welcher sie das ,gef erfllt4 ,giee ich noch mehr ,kohlensure hinein1 so wird der ,ballon gehoben4 ,jetzt ist das ,gef nahezu voll davon2 und nun will ich sehen1 ob ich eine ,seifenblase darauf blasen und sie in derselben ,weise schwimmen lassen kann4 ,der ,vortragende blst eine ,seifenblase1 lt sie in das ,gef mit ,kohlensure fallen1 und sie schwimmt richtig mitten darin4 ,sie schwimmt wie vorher der ,ballon1 weil die ,kohlensure schwerer ist als die ,luft4 ,wir haben nun die ,kohlensure kennen gelernt1 sowohl hinsichtlich ihrer ,bildung aus der ,kerze oder dem ,marmor1 als in ihren wichtigsten physikalischen ,eigenschaften1 besonders in ihrer ,schwere2 und bei unsrer nchsten ,zusammenkunft denke ich ,euch zu zeigen1 wie sie zusammengesetzt ist1 d4 h4 aus welchen ,elementen sie besteht4 ,funoten3 #ag ,dieses ,prfgas ist das sogenannte ,stickoxyd der ,chemiker1 eine ,verbindung von ,stickstoff 7von welchem in dieser ,vorlesung ausfhrlich die ,rede ist7 und ,sauerstoff4 ,es ist ausgezeichnet durch die ,eigenschaft1 sich in ,berhrung mit freiem ,sauerstoff sogleich mit diesem zu einer sauerstoffreicheren ,verbindung zu vereinigen4 ,da ,stickoxyd und ,sauerstoff farblose und unsichtbare ,gase sind1 das ,gas1 welches durch ihre ,verbindung entsteht1 aber dunkel rotbraun gefrbt ist1 so zeigt in der ,tat das ,stickoxyd die ,gegenwart von freiem ,sauerstoff in einer sehr augenflligen ,weise an4 #ah ,siehe ,fig4 #i1 ,seite #gd4 #ai ,bei unvollstndiger ,verbrennung4 #bj ,fix kommt aus dem ,lateinischen und bedeutet fest4 ,sechste ,vorlesung4 ,chemische ,zusammensetzung der ,kohlensure4 ,ihre ,bildung durch ,verbrennung von ,kohlenstoff4 ,mengenverhltnis der ,bestandteile4 ,zerlegung der ,kohlensure in ihre ,elemente4 ,bildung von ,kohlensure durch ,verbrennung des ,holzes und des ,leuchtgases4 ,feste und gasfrmige ,verbrennungsprodukte der ,krper4 - ,der ,atmungsproze4 ,kohlenstoffgehalt der ,nahrungsmittel4 ,die ,krperwrme4 ,wechselwirkung zwischen der ,tier- und ,pflanzenwelt4 - ,einflu der ,temperatur auf den ,eintritt chemischer ,prozesse4 ,eine ,dame1 welche diese ,vortrge mit ihrer ,gegenwart beehrt1 hat mich noch weiter durch bersendung dieser beiden ,kerzen zu ,dank verpflichtet4 ,sie stammen aus ,japan und sind vermutlich aus jenem ,material verfertigt1 das ich ,euch schon in der ersten ,vorlesung zeigte1 dem sogenannten ,japanischen ,wachs4 ,ihr seht1 sie sind noch viel zierlicher gestaltet und ausgeschmckt als jene franzsischen ,kerzen1 die ich ebenfalls damals vorwies1 und ihrem ganzen ueren ,aussehen nach mchte man sie wahre ,luxuskerzen nennen4 ,auerdem aber zeigen sie eine merkwrdige ,eigentmlichkeit1 nmlich einen hohlen ,docht - jene vorzgliche ,verbesserung also1 welche ,argand an der ,lampe einfhrte und durch welche er ihren ,wert so bedeutend erhhte4 ,wer schon fter ,sendungen aus dem fernen ,osten erhielt1 wird wohl bemerkt haben1 da solche ,gegenstnde auf dem langen ,transport ein mattes1 unscheinbares ,aussehen bekommen haben2 es ist aber ganz leicht1 ihnen die ursprngliche ,schnheit und das frische uere wiederzugeben2 man braucht sie zu diesem ,zweck nur mit einem reinen seidenen ,tuch gut abzureiben1 also die ,unebenheiten und ,rauhigkeiten ihrer ,oberflche gleichsam zu polieren4 ,eine dieser beiden ,kerzen habe ich so behandelt und ,ihr werdet den ,unterschied von der andern nicht polierten bemerken1 die ich natrlich ebenso auffrischen knnte4 ,auerdem ist an diesen japanischen ,kerzen noch die ,eigentmlichkeit hervorzuheben1 da sie viel mehr kegelfrmig gegossen sind1 als es bei uns blich ist4 ,in meinem letzten ,vortrag habe ich ,euch bereits viel von der ,kohlensure erzhlt4 ,ich habe ,euch besonders ihre ,reaktion auf ,kalkwasser vorgefhrt1 dessen ,bereitung ich ,euch zeigte1 so da ,ihr es selbst machen knnt2 und ,ihr erinnert ,euch1 wie die in einer ,flasche aufgefangene ,luft aus unserer ,kerze in dem ,kalkwasser einen weien ,niederschlag hervorbrachte1 da ferner dieser ,niederschlag aus demselben ,kalk bestand1 der sich in den ,muscheln1 ,korallen1 wie in vielen ,gebirgsarten und ,mineralien findet4 ,von ihrer eigentlichen chemischen ,natur indes habe ich noch nicht ausfhrlich und eingehend genug gesprochen1 und ich mu deshalb dieses ,thema heute wieder aufnehmen4 ,wie wir bei ,untersuchung der ,verbrennungsprodukte unserer ,kerze bereits das aufgefundene ,wasser in seine ,elemente zerlegten1 so mssen wir jetzt auch die aus der ,kerze entwickelte ,kohlensure auf ihre ,bestandteile prfen1 und einige ,experimente werden uns auch hier zum ,ziele fhren4 ,ihr erinnert ,euch1 da eine schlecht brennende ,kerze ,ru entwickelt1 whrend bei einer gut brennenden davon nichts zu sehen ist2 ,ihr wit aber auch1 da die ,helligkeit der ,kerzenflamme gerade diesem ,rue zu verdanken ist1 welcher zunchst ins ,glhen kommt und schlielich verbrennt4 ,hier habe ich ein ,experiment vorbereitet1 an dem es sich recht deutlich zeigt1 wie hellleuchtend die ,flamme wird1 wenn alle ,kohlenteilchen innerhalb derselben zum ,erglhen und ,verbrennen gelangen1 so da dabei durchaus nichts von schwarzen ,flckchen zu sehen ist4 ,ich entznde einen ungemein lebhaft brennenden ,stoff1 ,terpentinl nmlich1 mit dem dieser ,schwamm getrnkt ist4 ,seht den aufsteigenden ,ru1 wie er massenhaft in der ,luft herumfliegt6 ,und nun denkt daran1 da ich ,euch sagte3 von solchem ,ru1 solcher ,kohle1 entsteht die ,kohlensure1 wie wir sie aus der ,kerze erhielten4 ,das nun will ich ,euch jetzt beweisen4 ,ich bringe den ,schwamm mit dem brennenden ,terpentinl in ein ,glas voll ,sauerstoff1 und da seht ,ihr denn1 wie prchtig jetzt die ,flamme leuchtet und da aller ,ru vollstndig verzehrt wird4 ,dies ist aber erst die eine ,hlfte unseres ,experiments4 ,was folgt nun8 ,die ,kohle1 welche ,ihr soeben aus der ,terpentinflamme in die ,luft fliegen saht1 ist also vllig im ,sauerstoff verbrannt1 und wir werden finden1 da wir bei diesem raschen ungestmen ,vorgange ganz genau dasselbe ,ergebnis erlangten1 welches uns die ruhige ,verbrennung unserer ,kerze lieferte4 ,in die ,flasche1 in welcher das ,terpentinl mit ,sauerstoff verbrannte1 wird ,kalkwasser gegossen1 welches beim ,umschtteln stark getrbt wird4 ,ich habe ,euch dieses ,experiment gezeigt1 obwohl sein ,erfolg eigentlich vorauszusehen war1 damit ,euch der ,gang unserer ,untersuchungen bei jedem ,schritt so klar und deutlich werde1 da ,ihr keinen ,augenblick den ,faden verlieren knnt1 wenn ,ihr nur recht ,achtung gebt4 ,alle ,kohle also1 die in der ,luft oder in reinem ,sauerstoff verbrennt1 tritt als ,kohlensure aus der ,flamme heraus2 in den ,teilchen dagegen1 welche nicht so verbrannt sind1 stellt sich ,euch der zweite ,bestandteil der ,kohlensure dar1 nmlich ,kohle1 jener ,krper1 welcher die ,flamme so hell machte1 als sie genug ,sauerstoff zum ,verbrennen erhielt1 welcher aber teilweise ausgeschieden wurde1 als nicht genug ,sauerstoff vorhanden war1 um ihn zu verbrennen4 ,um ,euch nun diese ,vereinigung der ,kohle und des ,sauerstoffs zu ,kohlensure noch verstndlicher zu machen1 wozu ,ihr jetzt schon viel besser befhigt seid als frher1 habe ich hier einige ,experimente vorbereitet4 ,dieses ,gef hier ist mit ,sauerstoff gefllt1 und hier ist etwas ,kohle1 die ich in einem ,schmelztiegel zunchst rotglhend mache4 ,ich will gleich voraus bemerken1 da ich ,euch diesmal ein etwas unvollkommenes ,resultat zu bieten wage2 aber es geschieht gerade1 um das ,experiment deutlicher zu machen4 ,ich bringe jetzt ,sauerstoff und ,kohle zusammen4 ,da dies ,kohle1 gewhnliche pulverisierte ,holzkohle ist1 knnt ,ihr an der ,art sehen1 wie sie an der ,luft brennt4 ,indem er etwas von der rotglhenden ,holzkohle aus dem ,tiegel herausfallen lt4 ,nun werde ich sie aber in ,sauerstoff verbrennen2 achtet auf den ,unterschied6 ,in der ,entfernung mag es ,euch vielleicht scheinen1 als ob sie mit einer ,flamme brenne2 dem ist aber nicht so4 ,jedes einzelne ,stckchen ,kohle brennt als ein ,funke1 und indem es so brennt1 bildet es ,kohlensure4 ,ich wnschte diese paar ,experimente besonders auch deshalb anzustellen1 weil sie das recht deutlich vor ,augen fhren1 worauf ich spter nher eingehen werde1 nmlich3 da ,kohle eben in dieser ,weise brennt und nicht mit einer ,flamme4 ,statt aber so viele einzelne ,kohlenstubchen zu verbrennen1 will ich nun lieber ein greres ,stck ,kohle benutzen1 dessen ,gestalt und ,umfang ,ihr whrend des ,brennens deutlich unterscheiden knnt4 ,ihr werdet dann auch den ganzen ,vorgang besser beobachten4 ,hier ist das ,gef mit ,sauerstoff1 und hier ist ein ,stck ,kohle1 an das ich einen ,holzspan befestigt habe2 diesen kann ich anznden und so die ,verbrennung einleiten1 welche sich sonst nur schwierig bewerkstelligen liee4 ,da seht ,ihr nun die ,kohle brennen1 aber nicht mit einer ,flamme 7oder wenn ,ihr doch ein ,flmmchen bemerkt1 so ist es jedenfalls nur ein ganz kleines2 es rhrt davon her1 da bei der ,verbrennung sich vorbergehend eine eigene ,substanz1 sogenanntes ,kohlenoxyd an der ,oberflche der ,kohle bildet74 ,die ,verbrennung geht diesmal langsam vor sich1 wie ,ihr seht1 und nach und nach entwickelt sich ,kohlensure durch die ,verbindung der ,kohle mit dem ,sauerstoff4 ,hier habe ich ein anderes ,stck ,kohle1 und zwar ,borkenkohle1 welches die ,eigentmlichkeit besitzt1 beim ,brennen in ,stcke zu zerspringen1 zu explodieren4 ,durch die ,hitze wird dieser ,kohlenklumpen in einzelne ,teilchen zerplatzen1 die in die ,luft fliegen2 indes brennt jedes ,teilchen ebenso wie die ganze ,masse in dieser eigentmlichen ,art - es brennt wie eben ,kohle brennt1 ohne ,flamme4 ,ihr bemerkt1 da eine ,menge einzelner kleiner ,verbrennungen vor sich gehen1 seht aber keine ,flammen4 ,ich kenne kein schneres ,experiment als dieses1 um zu zeigen1 da die ,kohle nur glimmend brennt4 ,sidenote3 ,zerlegung der ,kohlensure4 ,hier also sehen wir ,kohlensure aus ihren ,elementen entstehen4 ,wenn wir sie mit ,kalkwasser prfen1 so werdet ,ihr sehen1 da wir ganz denselben ,krper erhalten1 den ich ,euch bereits frher beschrieben habe4 ,wenn sich #f ,gewichtsteile ,kohle 7mag sie von der ,flamme einer ,kerze oder von pulverisierter ,holzkohle herstammen7 und #af ,gewichtsteile ,sauerstoff verbinden1 so erhalten wir #bb ,teile ,kohlensure2 und #bb ,teile ,kohlensure geben mit #bh ,teilen ,kalk #ej ,teile kohlensauren ,kalk4 ,wenn ,ihr ,austerschalen untersucht und ihre ,bestandteile wgt1 so werdet ,ihr finden1 da je #ej ,teile davon #f ,teile ,kohle und #af ,teile ,sauerstoff verbunden mit #bh ,teilen ,kalk enthalten4 ,indessen will ich ,euch nicht mit solchen ,einzelheiten behelligen2 wir wollen uns vielmehr an die ,natur unseres ,gegenstandes im allgemeinen halten4 ,seht1 wie die ,kohle nach und nach schwindet der ,vortragende zeigt auf das ,stck ,kohle1 das in dem ,gef mit ,sauerstoff ruhig fortbrennt4 ,ihr mgt sagen1 da sich die ,kohle in der umgebenden ,luft auflst2 und wenn das ganz reine ,kohle wre 7die wir brigens leicht herstellen knnten71 so wrde auch gar kein ,rckstand brig bleiben2 vollkommen reine ,kohle lt keine ,asche zurck4 ,die ,kohle ist ein fester ,krper1 dessen ,festigkeit durch ,hitze allein nicht aufgehoben werden kann2 aber beim ,verbrennen geht sie in ein ,gas ber1 welches sich unter gewhnlichen ,umstnden nicht zu einem festen oder flssigen ,krper verdichten lt4 ,und noch wunderbarer mag der ,umstand erscheinen1 da durch diese ,aufnahme der ,kohle der ,sauerstoff durchaus nichts an seinem ,rauminhalt ndert3 er verwandelt sich in ,kohlensure1 und diese nimmt genau denselben ,raum ein1 wie der ,sauerstoff1 welcher zu ihrer ,bildung erforderlich war4 ,ich mu ,euch indes noch ein anderes ,experiment zeigen1 um ,euch hinreichend mit der ,natur der ,kohlensure bekannt zu machen4 ,da sie ein zusammengesetzter ,krper ist1 indem sie aus ,kohle und ,sauerstoff besteht1 so mssen wir auch imstande sein1 sie in ihre ,bestandteile zu zerlegen2 und das knnen wir auch in der ,tat bei ihr so gut wie beim ,wasser4 ,der einfachste und krzeste ,weg ist der1 einen ,krper auf die ,kohlensure einwirken zu lassen1 welcher den ,sauerstoff aus ihr an sich zieht und die ,kohle zurcklt4 ,ihr erinnert ,euch1 wie ich ,kalium auf ,wasser oder ,eis legte1 und ,ihr saht1 da es imstande war1 den ,sauerstoff vom ,wasserstoff zu trennen4 ,nun1 versuchen wir einmal dasselbe bei der ,kohlensure4 ,ihr wit1 die ,kohlensure ist ein schweres ,gas1 ich will sie nicht mit ,kalkwasser prfen1 weil sich das mit den folgenden ,experimenten nicht vertragen wrde1 und ich denke1 die ,schwere des ,gases und seine ,kraft1 ,flammen auszulschen1 wird ,euch seine ,gegenwart hinlnglich beweisen4 ,ich bringe eine ,flamme in das ,gas1 und ,ihr seht1 das ,licht geht aus4 ,vielleicht mchte das ,gas sogar ,phosphor auslschen1 von dem ,ihr doch wit1 da er sehr heftig brennt4 ,hier ist ein ,stckchen ,phosphor1 das ich durch ,erhitzen entznde4 ,ich bringe es in das ,gas und ,ihr seht1 es lscht aus1 wird aber in der ,luft wieder ,feuer fangen und von neuem weiter brennen4 ,das ,kalium nun ist imstande1 schon bei gewhnlicher ,temperatur auf die ,kohlensure zu wirken1 freilich nicht so krftig1 wie es unser augenblicklicher ,zweck erfordert1 da sich bald eine umhllende ,schicht darber bildet1 welche das ,fortschreiten des ,prozesses erschwert4 ,wenn wir es aber so erwrmen1 da es in der ,luft brennt1 wozu wir ja das volle ,recht haben und wie wir's auch mit dem ,phosphor taten1 so werdet ,ihr sehen1 da es auch in ,kohlensure brennen kann2 und wenn es brennt1 so tut es dies eben1 weil es sich mit dem ,sauerstoff der ,kohlensure verbindet1 so da ,ihr dann sehen werdet1 was dabei zurckbleibt4 ,ich werde also dieses heigemachte ,kalium in der ,kohlensure verbrennen1 um das ,vorhandensein des ,sauerstoffs in der ,kohlensure nachzuweisen4 ,beim ,erhitzen explodiert das ,kalium4 ,es kommt fter vor1 da ein schlechtes ,stckchen ,kalium beim ,brennen explodiert oder sich auf irgend eine ,weise ungeeignet zeigt4 ,ich mu also ein anderes ,stck nehmen2 nun1 nachdem es erhitzt ist1 bringe ich es in das ,gef und ,ihr seht1 da es in der ,kohlensure brennt - nicht so gut wie in der ,luft1 weil die ,kohlensure den ,sauerstoff ziemlich festhlt2 aber es brennt doch weiter und nimmt den ,sauerstoff fort4 ,wenn ich dieses ,kalium nun in ,wasser bringe1 so finde ich1 da 7auer ,pottasche1 um die ,ihr ,euch jetzt nicht zu kmmern braucht7 etwas ,kohle gebildet ist4 ,ich habe hier das ,experiment nur auf rohe ,art ausfhren knnen2 aber ich versichere ,euch1 da1 wenn ich es sorgfltig machen und statt fnf ,minuten einen ,tag darauf verwenden knnte1 wir eine gehrige ,menge ,kohle in dem ,lffel oder an der ,stelle1 wo das ,kalium verbrannte1 erhalten wrden1 so da ber das ,ergebnis unseres ,experiments kein ,zweifel obwalten knnte4 ,da seht ,ihr also die ,kohle in ihrem gewhnlichen schwarzen ,zustande aus der ,kohlensure abgeschieden1 als sprechenden ,beweis1 da diese aus ,kohle und ,sauerstoff besteht4 ,und nun brauche ich ,euch wohl kaum zu sagen1 da1 wo auch immer ,kohle unter gewhnlichen ,umstnden1 d4 h4 bei gehrigem ,luftzutritt verbrennen mag1 immer ,kohlensure gebildet wird4 ,sidenote3 ,feste ,verbrennungsprodukte4 ,in der ,flasche hier ist etwas ,kalkwasser und sonst nichts als atmosphrische ,luft2 bringe ich dahinein einen ,holzspan1 so mag ich diese drei ,dinge mit einander umschtteln wie ich will1 das ,wasser wird stets so klar bleiben1 wie ,ihr es jetzt seht4 ,verbrenne ich nun aber den ,holzspan in der ,flasche1 wie ich es jetzt tue1 also in der ber dem ,kalkwasser befindlichen ,luft - da ,wasser dabei gebildet wird1 wit ,ihr schon - bekomme ich da vielleicht auch ,kohlensure8 ,nun1 da seht3 da schlgt sich schon kohlensaurer ,kalk nieder1 welcher sich nur aus ,kohlensure bilden kann2 die ,kohlensure mu also aus der ,kohle entstanden sein1 welche aus dem ,holze stammt1 wie in anderen ,fllen aus der ,kerze oder irgend einem brennenden ,krper4 ,ihr selbst habt schon oft genug ein sehr einfaches ,experiment ausgefhrt1 durch welches ,ihr die ,kohle im ,holze zu sehen bekamt2 wenn ,ihr ein ,stckchen ,holz anzndet1 es teilweise verbrennen lat und es dann ausblaset1 so erhaltet ,ihr ,kohle1 welche zurckbleibt4 ,nicht alle kohlehaltigen ,krper indes zeigen ihren ,gehalt an ,kohle so leicht2 eine ,kerze z4 ,b4 tut das nicht1 von der wir doch recht gut wissen1 da sie ,kohle enthlt4 ,auch im ,leuchtgas1 das beim ,verbrennen sehr viel ,kohlensure entwickelt1 seht ,ihr nichts von der ,kohle2 aber ich kann sie ,euch ganz leicht sichtbar machen4 ,hier habe ich eine ,flasche voll ,leuchtgas2 ich znde es an1 und die ,verbrennung wird andauern1 so lange noch etwas ,gas in dem ,gef ist4 ,die ,kohle freilich seht ,ihr jetzt nicht1 sondern nur die ,flamme2 aber schon aus deren hellerem ,leuchten werdet ,ihr nach den frher gewonnenen ,erfahrungen vermuten1 da feste ,kohlenteilchen darin zum ,erglhen und ,verbrennen gelangen4 ,indes will ich ,euch die ,kohle mit ,hilfe eines anderen ,prozesses wirklich mit ,augen schauen lassen4 ,in einer anderen ,flasche - in dieser hier - habe ich etwas von demselben ,leuchtgas mit einem ,krper vermischt1 der blo den ,wasserstoff des ,gases verbrennen wird1 nicht aber die ,kohle4#ba ,ich will diese ,mischung nun mit meinem ,wachslicht anznden1 und da habt ,ihr's2 der ,wasserstoff wird verbrannt1 die ,kohle aber bleibt als ein dichter schwarzer ,rauch zurck4 ,ich denke1 durch diese ,experimente habt ,ihr die ,gegenwart von ,kohle in einer ,flamme erkennen gelernt und zugleich begriffen1 welcher ,art die ,verbrennungsprodukte sind1 wenn ,leuchtgas oder andere kohlehaltige ,krper in freier ,luft vollstndig verbrannt werden4 ,sidenote3 ,gasfrmige ,verbrennungsprodukte4 ,bevor wir indessen die ,kohle verlassen1 wollen wir noch ein paar ,versuche anstellen1 durch welche wir noch weitere ,einblicke in ihr wunderbares ,verhalten bei der gewhnlichen ,verbrennung erhalten werden4 ,ich habe ,euch gezeigt1 da die ,kohle beim ,verbrennen nur verglimmt1 wie feste ,krper es immer tun2 dabei bemerktet ,ihr jedoch1 da sie nach dem ,verbrennen nicht als fester ,krper zurckbleibt4 ,es gibt nur sehr wenige ,brennstoffe1 die sich in dieser ,hinsicht ebenso verhalten4 ,eigentlich tut dies nur jene groe ,gruppe unserer gewhnlichen ,brennstoffe3 die kohlenartigen ,substanzen1 die ,steinkohlen1 die ,holzkohlen und die ,hlzer4 ,ich kenne auer der ,kohle keinen ,stoff1 welcher bei der ,verbrennung dasselbe ,verhalten zeigt2 und wenn dem nicht so wre1 was wrde uns zustoen8 ,wenn alle ,brennstoffe sich so wie das ,eisen verhielten1 welches ja bei der ,verbrennung einen festen ,krper gibt1 - wie knnten wir dann in unseren fen eine solche ,verbrennung haben1 wie wir sie gewohnt sind8 - ,hier in dem ,glasrohr ist noch eine andere ,art ,brennstoff1 ein sehr leicht brennender ,krper1 so leicht entzndlich1 da er an der ,luft von selbst ,feuer fngt1 wie ,ihr seht indem er das ,rohr zerbricht4 ,das ist schwarzer ,blei-,pyrophor1 und ,ihr seht1 wie wunderschn er brennt#bb4 ,er ist pulverfrmig1 so da die ,luft wie bei einem ,haufen ,kohlen im ,ofen von allen ,seiten hinzutreten kann1 und so brennt er nun4 ,aber warum brennt die ,substanz nicht ebenso fort1 wenn sie in einer ,masse zusammenliegt8 ,er schttet den brigen ,inhalt der ,rhre auf eine eiserne ,platte zu einem ,haufen aus4 ,einfach genug1 weil die ,luft nicht allseitig dazutreten kann4 ,auch entwickelt sich dabei groe ,hitze1 so gro1 wie wir sie in unseren fen und unter unseren ,kesseln gebrauchen2 aber der durch die ,verbrennung gebildete ,krper ist nicht flchtig1 kann nicht in die ,luft entweichen1 sondern haftet als ,decke ber der brigen ,masse1 so da diese nicht mit neuer ,luft in ,berhrung kommen kann1 also unverbrannt unter der ,decke liegen bleiben mu4 ,worin unterscheidet sich dieses ,brennen von dem der ,kohle8 ,die ,kohle brennt zunchst ganz in derselben ,weise wie dieser ,krper2 aber sie unterhlt auch ein krftiges ,feuer auf dem ,herd oder wo wir sie sonst brennen mgen1 weil eben die ,kohlensure1 die durch die ,verbrennung erzeugt wird1 als ,gas in die ,luft entweicht1 so da fort und fort reine ,kohle dem ,zutritt frischer ,luft blogelegt wird4 ,ich habe ,euch auch gezeigt1 da die ,kohle beim ,verbrennen in ,sauerstoff keine ,asche zurcklt2 aber hier bei unserem ,hufchen ,blei-,pyrophor haben wir augenblicklich mehr ,asche als ,brennstoff2 denn er ist durch den ,sauerstoff1 der sich mit ihm verbunden hat1 schwerer geworden4 ,da seht ,ihr denn1 worin der groe ,unterschied zwischen dem ,verbrennen der ,kohle und dem des ,bleis oder ,eisens besteht1 und warum wir das ,eisen so gut bei den mannigfachen ,einrichtungen zur ,feuerung1 zum ,leuchten oder zum ,heizen verwenden knnen4 ,das ,eisen berzieht sich sehr bald mit einer dnnen ,kruste seines ,verbrennungsproduktes1 welche es dann vor dem ,zutritte der ,luft schtzt und macht1 da seine ,verbrennung nur langsam fortschreitet4 ,wenn die ,kohle beim ,verbrennen sich zuerst verflchtigte und dann als ,verbrennungsprodukt einen festen ,krper bildete1 so wrde unser ,zimmer bald mit einer undurchsichtigen ,substanz angefllt sein1 hnlich wie wir's beim ,verbrennen von ,phosphor sahen2 statt dessen geht alles flchtig in die ,luft4 ,vor der ,entzndung ein fester1 unvernderlicher ,krper1 geht die ,kohle bei der ,verbrennung in ein ,gas ber1 welches sich nur sehr schwer wieder in festen oder tropfbar flssigen ,zustand berfhren lt4 ,illustration3 ,fig4 #cb4 ,sidenote3 ,das ,atmen eine ,verbrennung4 ,ich fhre ,euch nunmehr zu einem sehr interessanten ,teil unseres ,themas - zu der ,beziehung zwischen der ,verbrennung unserer ,kerze und jener lebendigen ,art von ,verbrennung1 welche in unserem ,krper vorgeht4 ,ja1 in uns ,allen findet ein lebendiger ,verbrennungsproze statt1 ganz hnlich dem der ,kerze2 und ich will versuchen1 ihn ,euch klar zu machen4 ,die ,vergleichung des menschlichen ,lebens mit einer ,kerze ist nicht nur im poetischen ,sinne wahr2 wenn ,ihr mir folgen wollt1 denke ich es euch deutlich machen zu knnen1 da sie auch naturwissenschaftlich berechtigt und begrndet ist4 ,ich habe mir dazu einen kleinen ,apparat ersonnen1 den ich gleich vor ,euch aufbauen werde4 ,hier ist ein ,brettchen1 in das eine ,rinne eingeschnitten ist1 und diese ,rinne kann ich von oben mit einer etwas krzeren ,platte zudecken1 so da auf jeder ,seite eine ,mndung frei bleibt2 den so entstandenen ,kanal kann ich ferner durch aufgesetzte ,glasrhren an jeder ,mndung aufwrts leiten1 so da das ,ganze einen freien ,durchgang bietet4 ,wenn ich nun einen ,wachsstock oder eine ,kerze 7wir drfen jetzt frei im ,gebrauch des ,wortes ,kerze sein1 seitdem wir seine ganze ,bedeutung verstehen7 in eine von den ,rhren stelle1 so wird die ,verbrennung sehr gut vonstatten gehen4 ,ihr merkt1 da die ,luft1 welche die ,flamme unterhlt1 in der ,rhre auf der linken ,seite hinabsteigt1 dann durch die horizontale ,rinne geht und in der ,rhre am andern ,ende1 in der die ,kerze brennt1 aufsteigt4 ,wenn ich die ffnung1 durch welche die ,luft eintritt1 verstopfe1 so hemme ich alsbald die ,verbrennung1 wie ,ihr begreift4 ,ich schneide die ,luftzufuhr ab1 und die ,kerze geht aus4 ,aber was knnen wir nun weiter daran knpfen8 ,in einem frheren ,experimente#bc zeigte ich ,euch1 was geschieht1 wenn die ,luft von einer brennenden ,kerze zu einer anderen gelangt4 ,wrde ich nun hier ,luft1 die von einer anderen ,kerze kommt1 durch eine geeignete ,vorrichtung in diese ,rhre einleiten1 so wit ,ihr1 da dieses ,licht verlschen mte4 ,indes1 was werdet ,ihr sagen1 wenn ich behaupte1 da auch mein ,atem die ,kerze zum ,verlschen bringt8 ,ich meine nicht etwa durch ,ausblasen1 sondern einfach3 die ,natur meines ,atmens ist derart1 da die ,kerze darin nicht zu brennen vermag4 ,ich werde jetzt meinen ,mund ber die ffnung halten und1 ohne da ich die ,flamme im geringsten anblase1 keine andere ,luft in die ,rhre gelangen lassen1 als die aus meinem ,munde kommt4 ,da seht ,ihr schon das ,ergebnis4 ,ich habe die ,kerze durchaus nicht ausgeblasen2 ich lie nur die ,luft1 die ich ausatmete1 in die ,mndung des ,kanals eintreten1 und das ,licht auf der andern ,seite verlschte aus keinem andern ,grunde als aus ,mangel an ,sauerstoff4 ,etwas anderes - nmlich meine ,lunge - hatte den ,sauerstoff aus der ,luft fortgenommen1 und so war keiner mehr da1 die ,verbrennung der ,kerze zu unterhalten4 ,ich halte es fr recht interessant1 zu beobachten1 wieviel ,zeit die schlechte ,luft gebraucht1 die ich auf dieser ,seite in den ,kanal hineinatme1 bis sie auf der andern ,seite zur ,kerze gelangt2 anfangs brennt diese noch ganz ruhig weiter1 sobald aber die ausgeatmete ,luft sie erreicht1 lscht sie aus4 ,illustration3 ,fig4 #cc4 ,sidenote3 ,atmungsprodukte4 ,jetzt werde ich ,euch noch ein anderes ,experiment zeigen1 um ,euch diesen wichtigen ,teil unserer ,untersuchung mglichst vollstndig zu erlutern4 ,hier ist eine ,glasglocke1 die nichts als ,luft enthlt1 was ,ihr daran sehen knnt1 da meine ,kerze oder die ,gasflamme darin gleichmig fortbrennt4 ,ich verschliee sie mit einem ,stpsel und mittelst einer ,glasrhre im ,kork bringe ich meinen ,mund so darber1 da ich die darin enthaltene ,luft einatmen kann4 ,wenn ich die ,glocke auf ,wasser setze1 wie ,ihr es hier seht1 so bin ich imstande1 die ,luft herauszuziehen 7natrlich mu der ,kork ganz luftdicht schlieen71 sie in meine ,lungen gelangen zu lassen und sie dann zurck in das ,gef auszuatmen4 ,nun knnen wir sie untersuchen1 um den ,erfolg zu erfahren4 ,da ich die ,luft zuerst aussog und sie dann zurckatmete1 konntet ,ihr deutlich an dem ,auf- und ,niedersteigen des ,wassers beobachten4 ,ich bringe nun einen brennenden ,wachsstock in diese ausgeatmete ,luft1 und ihr werdet ihren ,zustand an dem ,verlschen der ,flamme erkennen4 ,ein einziger ,atemzug hat diese ,luft1 wie ,ihr seht1 vollstndig verdorben1 so da es ganz nutzlos sein wrde1 sie nochmals einatmen zu wollen4 ,nun begreift ,ihr auch den ,grund der ,unzweckmigkeit vieler ,einrichtungen in den ,husern besonders der rmeren ,klassen1 welche es bedingen1 da dieselbe ,luft immer und immer wieder eingeatmet werden mu1 weil der ,mangel geeigneter ,ventilation die ,zufuhr frischer ,luft erschwert4 ,wenn schon ein einziger ,atemzug die ,luft so verdirbt1 wie ,ihr es hier gesehen1 wie wesentlich mu da fr unsere ,gesundheit frische ,luft sein6 ,illustration3 ,fig4 #cd4 ,um ber diesen wichtigen ,gegenstand noch klarer zu werden1 wollen wir doch einmal sehen1 was mit dem ,kalkwasser geschieht1 wenn es mit der ,ausatmungsluft in ,berhrung kommt4 ,hier ist ein ,glaskolben1 der etwas ,kalkwasser enthlt2 durch die ,glasrhren im ,stpsel kann ,luft hinein- und heraustreten1 so da wir die ,einwirkung der geatmeten1 wie der frischen ,luft bequem beobachten knnen4 ,ich kann nun entweder durch ,a ,luft einsaugen und so in meine ,lungen gelangen lassen1 nachdem sie durch das ,kalkwasser gegangen ist2 oder ich kann die ,luft aus meinen ,lungen durch die bis auf den ,boden gehende ,rhre ,b treiben und ihre ,wirkung auf das ,kalkwasser zeigen4 ,gebt ,acht - ich werde bei ,a beginnen -2 jetzt habe ich also lngere ,zeit die uere ,luft in das ,kalkwasser gezogen und dann durch dasselbe hindurch in meine ,lungen2 es zeigt sich aber nicht die geringste ,vernderung1 das ,kalkwasser ist durchaus nicht trbe geworden4 ,nun will ich's aber umgekehrt machen1 also die ,luft aus meinen ,lungen durch das ,kalkwasser hindurchtreiben 7indem ich sie durch ,b einblase72 da seht1 hier zeigt sich die ,wirkung sofort1 das ,kalkwasser wird durch die ausgeatmete ,luft wei und milchig4 ,aber dieser weie ,niederschlag im ,kalkwasser ist uns ja von frher schon ganz gut bekannt1 sagt ,ihr1 das ist ja kohlensaurer ,kalk1 der bei ,berhrung des ,kalkwassers mit ,kohlensure entsteht4 ,ganz recht2 es ist ,kohlensure1 welche die durch das ,atmen unbrauchbar gewordene ,luft verdirbt2 die ,reaktion auf ,kalkwasser lt keinen ,zweifel daran4 ,illustration3 ,fig4 #ce4 ,ich habe hier zwei ,flaschen1 welche beide mit ,kalkwasser gefllt und durch ,rhren verbunden sind1 wie ,ihr's hier seht4 ,der ,apparat ist zwar nur roh1 wird aber doch fr unsern ,zweck gengen4 ,wenn ich nun an diesen ,flaschen hier 7bei a7 ein- und dort 7bei b7 ausatme1 so bewirkt die ,einrichtung der ,rhren1 da die ,luft in beiden ,fllen durch das ,kalkwasser streicht4 ,zunchst bemerkt man nun1 da die gute ,luft beim ,einatmen in dem ,kalkwasser wiederum gar keine ,vernderung hervorbringt2 und alsdann seht ihr die ,wirkung beim ,ausatmen3 das ,kalkwasser wird getrbt2 und es ist doch nichts als mein ,atem damit in ,berhrung gekommen4 ,der ,unterschied ist wohl auffallend genug6 ,gehen wir nun weiter zu der ,frage3 ,was hat dieser ganze ,proze zu bedeuten1 der in uns vorgeht1 ohne den wir nicht sein knnen1 weder am ,tage1 noch bei ,nacht1 und welcher vom ,schpfer so eingerichtet ist1 da er im ,wachen wie im ,schlaf ganz unabhngig von unserem ,willen sich fortsetzt8 ,wenn wir den ,atem dauernd anhielten - was wir aber bekanntlich nur fr ganz kurze ,zeit vermgen - so wrden wir uns selber zerstren4 ,auch im ,schlaf sind die ,atmungswerkzeuge und die mit ihnen verbundenen ,organe in bestndiger ,ttigkeit2 so notwendig ist der ,atmungsproze fr unser ,leben1 so unentbehrlich diese unausgesetzte ,berhrung der ,luft mit unsern ,lungen4 ,ich mu ,euch diesen ,proze in mglichster ,krze auseinandersetzen4 ,wir nehmen ,nahrung zu uns2 diese ,nahrung gelangt durch die ,speiserhre zunchst in den ,magen und dann weiter in die brigen ,teile des ,verdauungskanals1 wo die fr den ,krper brauchbaren ,stoffe gelst und von eigens dazu eingerichteten ,gefen aufgesogen werden4 ,die so umgewandelten ,nahrungsstoffe werden nun1 nachdem sie zu ,bestandteilen des ,blutes geworden1 durch eine besondere ,reihe von ,gefen in die ,lungen eingefhrt und wieder herausgeschafft2 gleichzeitig wird durch eine andere ,reihe von ,gefen die ,luft in die ,lungen ein- und wieder ausgepumpt4 ,luft und ,nahrungsstoff kommen auf diese ,art in sehr nahe ,berhrung mit einander2 sie sind nur getrennt durch ganz dnnhutige ,scheidewndchen1 wobei denn die ,luft auf das ,blut eine ,wirkung ganz derselben ,art ausbt1 wie wir sie an der ,kerze kennen gelernt haben4 ,der ,sauerstoff der ,luft verband sich mit dem ,kohlenstoff der ,kerze zu ,kohlensure1 und dabei wurde ,wrme entwickelt2 dieselbe eigentmliche ,umsetzung findet in den ,lungen statt4 ,der ,sauerstoff der eingeatmeten ,luft verbindet sich mit ,kohlenstoff 7nicht ,kohle in freiem ,zustande1 sondern hier gerade im ,augenblick der ,verwendung erst frei werdend7 und bildet damit ,kohlensure1 welche dann in die ,atmosphre ausgeatmet wird4 ,so gelangen wir denn zu der merkwrdigen ,folgerung1 da wir den ,nahrungsstoff als ,brennstoff anzusehen haben4 ,ich will ein ,stckchen ,zucker nehmen1 und ,euch daran das eben ,gesagte noch deutlicher machen4 ,der ,zucker ist zusammengesetzt aus ,kohle1 ,wasserstoff und ,sauerstoff2 aus denselben ,elementen besteht1 wie wir wissen1 auch die ,kerze1 nur die ,gewichtsverhltnisse sind andere4 ,der ,zucker enthlt3 ,kohle #gb ,wasserstoff #aa #ii ,sauerstoff #hh ,es ist sehr merkwrdig1 und es ist gut1 wenn ,ihr das beachtet1 da ,wasserstoff und ,sauerstoff sich hier genau in demselben ,verhltnis vorfinden wie im ,wasser1 so da man also auch sagen knnte3 der ,zucker besteht aus #ii ,teilen ,wasser und #gb ,teilen ,kohle4 ,eben diese ,kohle im ,zucker ist es1 welche sich mit dem ,sauerstoff der eingeatmeten ,luft in den ,lungen verbindet1 also uns gleichsam zu ,kerzen macht und durch diesen so schnen und einfachen ,proze die fr den ,krper unentbehrliche innere ,wrme neben manchen anderen notwendigen ,wirkungen hervorbringt4 ,um dies noch deutlicher zu machen1 nehme ich ein wenig ,zucker - oder1 um ,zeit zu sparen1 nehme ich etwas ,syrup1 der aus ungefhr ,teilen ,zucker und ,teil ,wasser besteht1 und giee etwas ,schwefelsure hinzu4 ,die ,schwefelsure nimmt aus dem ,zucker das ,wasser fort1 mit dem sie sich krftig verbindet1 und zurck bleibt1 wie ,ihr seht1 eine kohlschwarze ,masse - wirkliche ,kohle2 ,ihr seht1 wie die ,kohle sich abscheidet1 und nach kurzer ,zeit werden wir einen einzigen festen ,kohlenklumpen in dem ,gef haben1 welcher allein aus dem ,zucker stammt4 ,der ,zucker gehrt1 wie ,ihr wit1 zu den ,nahrungsmitteln - und schwerlich httet ,ihr die ,bildung von ,kohle aus einem solchen erwartet4 ,meine ,beweisfhrung wird indes noch vollstndiger werden1 wenn ich diese aus dem ,zucker erhaltene ,kohle verbrenne1 d4 h4 chemisch ausgedrckt3 wenn ich sie mit ,sauerstoff - ,oxygen - verbinde1 wenn ich sie oxydiere4 ,hier habe ich einen ,krper1 der krftiger oxydierend wirkt als die atmosphrische ,luft#bd1 und die ,oxydation der ,kohle wird darin zwar dem ,anschein nach anders vor sich gehen als beim ,atmungsproze1 im wesentlichen aber ist es ganz derselbe ,vorgang1 hier wie dort ,verbrennung der ,kohle durch ,verbindung mit dem zugefhrten ,sauerstoff4 ,ich lasse jetzt die ,einwirkung stattfinden1 und ,ihr seht nun sofort die ,verbrennung erfolgen4 ,ich wiederhole es3 ganz dasselbe1 was in den ,lungen durch den ,sauerstoff der ,luft geschieht1 vollzieht sich hier in einem rascheren ,prozesse#be4 ,sidenote3 ,atmung und ,verbrennung4 ,es wird ,euch in ,erstaunen setzen1 wenn ich ,euch mitteile1 welch' hohe ,gewichtsmengen ,kohle bei dieser merkwrdigen ,umwandlung in den ,lungen verarbeitet werden4 ,schon wenn ,ihr bercksichtigt1 wie eine so kleine ,kerze vier bis sieben ,stunden brennt und so lange auch fortwhrend ,kohlensure entwickelt1 werdet ,ihr eine ,ahnung bekommen1 da die ,menge der ,kohle1 welche tglich in ,form von ,kohlensure in die ,luft aufsteigt1 sehr bedeutend sein mu4 ,welche ,masse ,kohlensure mag wohl jeder von uns ausatmen6 ,welch ungeheurer ,umsatz an diesem ,brennstoff mu in der ganzen ,natur1 bei aller ,verbrennung1 aller ,oxydation1 aller ,atmung stattfinden6 ,ein erwachsener ,mann verwandelt in #bd ,stunden etwa #bdj ,gramm1 also nahezu ein halbes ,pfund ,kohle in ,kohlensure2 eine ,kuh verbraucht tglich ungefhr #b ,kilogramm ,kohle1 und ein ,pferd #b ,kilogramm beim ,atmen2 also3 das ,pferd verbrennt in seinem ,krper binnen #bd ,stunden #b ,kilogramm ,kohle1 um whrend dieser ,zeit seine natrliche ,wrme zu unterhalten4 ,alle warmbltigen ,tiere entwickeln so ihre ,blutwrme einzig und allein durch ,verbrennen der in den ,nahrungsstoffen eingefhrten ,kohle#bf4 ,und welcher groartige ,einblick ergibt sich daraus in die ,vorgnge1 welche sich in unserer ,atmosphre vollziehen6 ,in ,london allein werden innerhalb #bd ,stunden #edh ,tonnen1 also #e1jjj1jjj ,pfund ,kohlensure allein durch ,atmung entwickelt4 ,und wo bleibt all diese ,kohlensure8 ,sie geht in die ,luft4 ,verhielte sich die ,kohle beim ,verbrennen ebenso wie ,blei oder ,eisen - ,ihr habt gesehen1 da diese ,krper feste ,oxydationsprodukte liefern - was wrde da geschehen6 ,niemals knnte in gewhnlicher ,luft eine lebhafte ,verbrennung vor sich gehen4 ,die ,kohle aber wird durch die ,oxydation zu einem ,gas1 das sich in die atmosphrische ,luft erheben1 sich mit ihr vermischen kann und nun von diesem gewaltigen ,trger fortgeschafft wird4 ,was aber wird nun aus der ,kohlensure8 ,wahrhaft wunderbar ist es zu sehen1 da dieses ,atmungsprodukt1 welches fr uns so nachteilig zu sein schien1 als wir seine ,unbrauchbarkeit zu fernerem ,atmen erkannten1 - da dieser gleiche ,stoff wiederum zur ,lebensquelle einer anderen ,klasse von ,geschpfen wird2 die ,pflanzenwelt auf unserer ,erdoberflche saugt die ,kohlensure als ,nahrungsstoff ein4 ,und auch unter der ,oberflche1 in den groen ,wassermassen der ,meere und ,seen findet derselbe ,austausch statt2 die ,fische und anderen ,seetiere atmen im ,wasser in eben dieser ,weise1 wenn auch nicht in unmittelbarer ,berhrung mit der freien ,luft4 ,seht da diese ,goldfische in der ,glaskugel6 ,sie ziehen fortwhrend das ,wasser durch ihre ,kiemen hindurch und atmen dabei den ,sauerstoff ein1 welchen das ,wasser aus der ,luft aufgenommen hat1 und ,kohlensure atmen sie aus4 ,und so sehen wir denn alles sich regen zu dem einen groen ,werke1 die beiden lebendigen ,reiche der ,schpfung einander dienstbar zu machen4 ,alle ,bume1 ,strucher und ,kruter der ,erde nehmen ,kohlenstoff auf2 sie nehmen ihn durch die ,bltter aus der ,luft1 in die wir und alle ,tiere1 ihn in ,gestalt von ,kohlensure entsendet haben1 und sie wachsen und gedeihen darin4 ,gebt ihnen ganz reine ,luft1 wie sie uns am dienlichsten ist - sie werden dahinwelken und absterben3 gebt ihnen ,kohlensure1 und sie werden wachsen und sich wohlbefinden4 ,alle ,kohle in diesem ,stck ,holz1 ebenso wie in allen ,pflanzen1 stammt aus der ,atmosphre1 welche die ,kohlensure aufnimmt1 die uns schdlich1 jenen aber ntzlich ist - was dem einen den ,tod brchte1 dem andern bringt es ,leben4 ,und so sehen wir ,menschen uns abhngig nicht nur von unseren ,nebenmenschen1 sondern abhngig von aller ,mitkreatur1 sehen uns mit dem ,all der ,schpfung zu einem groen ,ganzen verbunden durch die ,gesetze1 nach denen jedes ,glied zum ,heile der anderen lebet und webet und schafft4 ,bevor wir nun zum ,schlu kommen1 mu ich ,eure ,aufmerksamkeit noch auf einen ,umstand lenken1 der bei allen unseren chemischen ,arbeiten eine wichtige ,rolle spielt4 ,ich zeigte ,euch krzlich ,blei-,pyrophor1 der sich entzndete2 ,ihr saht1 da er gleich beim ,zerbrechen der ,rhre1 als er kaum mit etwas ,luft in ,berhrung gekommen1 und ehe er noch aus dem ,rhrchen heraus war1 ,feuer fing4 ,nun1 das geschah in ,folge chemischer ,verwandtschaft - dieser den ,elementen innewohnenden ,hinneigung zu einander1 vermge welcher alle chemischen ,prozesse1 die wir ausfhren1 vor sich gehen4 ,beim ,atmen wirkt sie in unseren ,lungen1 beim ,brennen unserer ,kerze in der ,flamme2 und hier wirkt sie zwischen dem ,blei und dem ,sauerstoff der ,luft2 stiege auch hier das ,verbrennungsprodukt des ,bleies von der ,oberflche in die ,luft auf1 so wrde immer wieder eine neue ,schicht ,feuer fangen und das ,blei ganz bis zu ,ende verbrennen4 ,wie ganz anders aber verhlt sich die ,kohle6 ,whrend wir dort bei der ersten ,berhrung der ,luft sofortige ,entzndung beobachten1 bleibt die ,kohle ,tage1 ,jahre1 ,jahrhunderte lang unverndert an der ,luft liegen4 ,die in dem verschtteten ,herkulanum aufgefundenen ,schriften waren mit einer ,tinte geschrieben1 welche ,kohle enthielt1 und sie haben sich ber #ahjj ,jahre unverndert erhalten1 haben durch den ,einflu der ,luft nicht im geringsten gelitten1 obwohl sie mit ihr in vielfache ,berhrung kamen4 ,nun1 worin besteht also diese groe ,verschiedenheit der ,kohle von jenem andern ,krper8 ,es ist eine wirklich erstaunliche ,erscheinung1 da gerade der ,krper1 der von der ,natur recht eigentlich zum ,brennstoff bestimmt erscheint1 auf seine ,entzndung wartet6 ,unsere ,kohle fhrt bei ,berhrung mit der ,luft nicht flammend auf wie jenes ,bleiprparat und noch so mancher brennbare ,krper1 den ich ,euch htte zeigen knnen2 sondern sie wartet ihre ,verwendung ab4 ,ist dieses ,warten nicht eine absonderliche1 eine ganz wunderbare ,eigenschaft8 ,unsere ,kerze fngt nicht von selbst ,feuer an der ,luft1 gert nicht auf einmal in ,brand1 wie jenes ,bleiprparat2 sie wartet ,jahre1 sie wartet ganze ,zeitalter ab1 ohne einer ,vernderung zu unterliegen1 bis wir sie in ,ttigkeit setzen4 ,drehe ich den ,hahn hier an der ,gaslampe auf1 so strmt das ,gas krftig aus dem ,brenner aus2 aber ,ihr seht1 ,feuer fngt es nicht an der ,luft - es tritt heraus in die ,luft1 wartet aber1 bis ich es entznde2 und blase ich die ,flamme wieder aus1 so strmt es abermals ohne zu brennen heraus und wartet von neuem1 bis ich meinen ,wachsstock daran halte4 ,ich mu die ,kerze oder das ,gas erst erwrmen1 wenn es sich entznden soll4 ,dabei ist es merkwrdig1 wie die verschiedenen entzndlichen ,stoffe verschiedener ,hitzegrade bedrfen1 damit sie sich entznden2 manche brauchen nur geringe ,temperaturerhhung1 andere verlangen strkere ,erhitzung4 ,hier habe ich z4 ,b4 zwei explodierende1 also sehr krftig feuerfangende ,substanzen1 ,schiepulver und ,schiebaumwolle2 sogar diese weichen in den ,temperaturgraden ab1 bei denen sie sich entznden4 ,das ,schiepulver besteht aus ,kohle und einigen andern ,stoffen1 die es sehr leicht brennbar machen2 und die ,schiebaumwolle wird durch eigentmliche ,behandlung aus der gewhnlichen ,baumwolle angefertigt1 enthlt also ebenfalls viel ,kohle1 denn die ,baumwolle stammt ja aus dem ,pflanzenreiche4 ,beide entznden sich nicht von selbst2 und sie werden bei verschiedenen ,hitzegraden1 oder sonst unter verschiedenen ,bedingungen in ,ttigkeit versetzt4 ,berhre ich diese beiden ,substanzen mit einem heien ,draht1 so werdet ,ihr sehen1 welche sich zuerst entzndet4 ,da seht - die ,schiebaumwolle ist explodiert1 whrend selbst der heieste ,teil des ,eisendrahtes das ,schiepulver nicht zu entznden vermag4 ,wie schn zeigt sich an diesem ,beispiel die ,tatsache1 da verschiedene ,krper zur ,entwickelung ihrer eigentmlichen ,ttigkeit verschiedene ,bedingungen verlangen6 ,der eine ,krper wartet es ruhig ab1 bis die gehrige ,wrme seine ,ttigkeit weckt2 der andere aber wartet gar nicht - wie es beim ,atmungsproze der ,fall ist4 ,sofort beim ,eintritt der ,luft in die ,lungen verbindet sich der ,sauerstoff mit der ,kohle2 noch bei der niedersten ,temperatur1 welche der ,krper ertragen kann1 wenn er selbst dem ,erfrieren nahe ist1 findet die ,wirkung des ,atmens ohne weiteres statt3 es wird ,kohlensure gebildet1 und alle ,funktionen gehen ihren normalen ,gang4 ,so werdet ,ihr erkennen1 in wie weit ,atmung und ,verbrennung bereinstimmen4 ,und so wnsche ich ,euch denn zum ,schlu unsrer ,vorlesungen1 da ,ihr ,euer ,leben lang den ,vergleich mit einer ,kerze in jeder ,beziehung bestehen mget1 da ,ihr wie sie eine ,leuchte sein mget fr ,eure ,umgebung1 da ,ihr in allen ,euren ,handlungen die ,schnheit einer ,kerzenflamme widerspiegeln mget1 da ,ihr in treuer ,pflichterfllung ,schnes1 ,gutes und ,edles wirket fr die ,menschheit4 ,funoten3 #ba ,dieser ,krper ist das ,chlor1 ein ,element1 welches groe ,neigung besitzt1 sich mit ,wasserstoff zu verbinden4 #bb ,einen solchen ,pyrophor kann man auf mannigfache ,art erhalten1 z4 ,b4 indem man zitronensaures ,blei in einem geschlossenen ,gefe glht4 ,das ,blei bleibt dann in einem sehr fein verteilten ,zustande zurck1 gemischt mit ,kohle1 welche aus der ,zitronensure stammt4 ,sobald die ,luft mit der schwammigen ,masse in ,berhrung kommt1 entzndet sie sich1 wobei die ,kohle zu ,kohlensure1 das ,blei zu ,bleioxyd verbrennt4 #bc ,siehe ,fig4 #bi1 ,seite #abe4 #bd ,der gewhnliche ,salpeter - bekanntlich ein ,bestandteil des ,schiepulvers - kann zu diesem ,zwecke verwendet werden4 ,auch das chlorsaure ,kali eignet sich gut dazu4 ,es enthlt viel ,sauerstoff und gibt denselben1 wie aus dem ,s4 #abd ,gesagten hervorgeht1 beim ,erhitzen leicht ab4 #be ,einige ,nahrungsmittel gleichen hinsichtlich ihrer ,zusammensetzung dem ,zucker1 welcher ,wasserstoff und ,sauerstoff in demselben ,verhltnisse enthlt wie das ,wasser4 ,beispielsweise ist dies auch bei der ,strke der ,fall1 welche den ,hauptbestandteil aller ,mehlarten ausmacht und daher zu den wichtigsten ,nahrungsstoffen gehrt4 ,bei den ,fetten dagegen1 sowie bei den ,hauptbestandteilen des ,fleisches trifft dieses ,verhltnis nicht zu3 sie enthalten weit weniger ,sauerstoff als ,zucker und ,strke4 ,damit sie im menschlichen oder tierischen ,krper verbrennen1 bedarf es einer greren ,sauerstoffzufuhr von auen1 da nicht nur der ,kohlenstoff zu ,kohlensure1 sondern auch ein groer ,teil des ,wasserstoffs zu ,wasser oxydiert werden mu4 ,wie bei der ,kerze haben wir also auch in unserem ,krper als ,verbrennungsprodukte ,kohlensure und ,wasser4 ,beide befinden sich in der ,ausatmungsluft1 die erstere als ,gas1 das letztere als ,dampf4 ,die ,anwesenheit der ,kohlensure in der ,ausatmungsluft wurde durch die im ,texte angegebenen ,versuche bewiesen2 das ,vorhandensein von ,wasserdampf zeigt sich sehr leicht1 wenn wir mit unserem ,atem einen kalten1 blanken ,krper anhauchen2 sogleich wird er durch einen ,niederschlag von feinen ,wassertrpfchen blind werden4 - ,auch das ,beschlagen der ,schlafzimmerfenster1 welches man im ,winter des ,morgens beobachtet1 rhrt von dem durch die ,lungen 7und die ,haut7 ausgeschiedenen ,wasserdampf her2 der letztere wurde1 wenigstens teilweise1 durch die ,oxydation des in den ,nahrungsmitteln enthaltenen ,wasserstoffs gebildet4 #bf ,die ,erzeugung der ,krperwrme ist nicht die einzige ,folge des im ,krper stattfindenden ,oxydationsprozesses4 ,eine ,eigentmlichkeit des ,tieres 7und des ,menschen7 ist die ,bewegung4 ,das ,tier kann den eigenen ,krper bewegen und auerdem noch uere ,lasten in ,bewegung setzen3 es arbeitet4 ,man wei jetzt1 da jede ,arbeit den ,aufwand einer ,kraft erfordert1 welche nicht aus nichts entstehen kann4 ,soll eine ,dampfmaschine ,arbeit liefern1 so mssen wir unter ihrem ,kessel einen ,brennstoff - ,holz1 ,kohlen etc4 - verbrennen1 und die geleistete ,arbeit steht im geraden ,verhltnis zu dem aufgewendeten ,brennstoff4 ,gerade so bedarf der ,krper des ,menschen und der ,tiere eines ,brennstoffes zur ,leistung der ,arbeiten1 welche ihm zugemutet werden4 ,dieser ,brennstoff ist die eingenommene ,nahrung1 von der wir ja sahen1 da sie in ihrer ,zusammensetzung den gewhnlichen ,brennstoffen gleicht4 ,auch die ,produkte der ,verbrennung sind in beiden ,fllen dieselben4 ,kohlensure und ,wasserdampf1 welche wir durch die ,lungen ausatmen1 entweichen auch aus dem ,kamine einer ,dampfmaschinenfeuerung4 - ,so sind die ,nahrungsmittel1 welche wir aufnehmen1 und welche durch den eingeatmeten ,sauerstoff verbrannt werden1 die ,quelle1 aus welcher fort und fort die ,wrme des ,tierkrpers und zugleich seine ,arbeitsleistungen flieen4 ,diese ,nahrungsmittel liefern uns die ,pflanzen2 sie besitzen die merkwrdige ,fhigkeit1 aus ,kohlensure und ,wasser diejenigen ,stoffe zu bilden1 welche zum ,aufbau ihres eigenen ,krpers erforderlich sind und zugleich den ,tieren zur ,nahrung dienen2 und so zeigen sich diese beiden groen ,reiche in einer hchst wunderbaren und fr beide gleich notwendigen ,wechselwirkung4 - ,die ,pflanzen aber bedrfen zur ,ausbung ihrer ,lebensfunktionen eines mchtigen ,agens1 und dieses ist kein anderes als das ,licht der ,sonne4 ,eine ,pflanze1 welche den ,sonnenstrahlen entzogen wird1 verkmmert bald und geht zuletzt zugrunde4 ,und genaue ,untersuchungen haben zweifellos ergeben1 da nur unter dem ,einflusse des ,sonnenlichts jener wichtige ,proze in den ,pflanzen sich vollzieht4 ,das ,sonnenlicht ist also die eigentliche ,quelle allen ,lebens auf der ,erde4 ,es vermittelt den groen ,kreislauf1 welcher den ,kohlenstoff und den ,wasserstoff - und nebenbei noch einige andere ,stoffe - zuerst zu ,bestandteilen der ,pflanze und dann zu solchen des ,tierkrpers macht1 damit sie dann1 von den ,tieren ausgeschieden1 wiederum in den ,pflanzenkrper gelangen1 und so den ,lauf von neuem beginnen4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ansonsten wurde die ,originalschreibweise beibehalten4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4 ,die ,abbildung #ae wurde um #ahj gedreht4