,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,buchausgabe von #aijf so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,ausdrcke wurden nicht korrigiert4 ,im ,originaltext wurde die akustisch wirksame ,lnge der ,orgelpfeifen 7in ,fu7 mit schlieenden ,anfhrungszeichen 787 gekennzeichnet4 ,die vorliegende ,bearbeitung verwendet dagegen das allgemein bliche ,prime-,symbol 774 ,besondere ,schriftschnitte werden im vorliegenden ,text mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,das ,caret-,zeichen 77 geht einem hochtestellten ,zeichen voran4 ,,albert ,,schweitzer ,,organist ,,der ,,bachauff,,hrungen ,,des ,,chores ,,zu ,,st4 ,,wilhelm ,,in ,,strassburg ,deutsche und ,franzsische ,orgelbaukunst und ,orgelkunst ,illustration ,,leipzig ,,druck ,,und ,,verlag ,,von ,,breitkopf ,h,,rtel #aijf ,,professor ,,ernst ,m,,nch ,,dem ,,erzieher ,,der ,,els,,ssischen ,,organisten ,,in ,,herzlicher ,,freundschaft ,illustration ,wenn es wahr ist1 da wir im ,zeichen des ,verkehrs stehen1 so mu doch auch zugestanden werden1 da er nicht allen ,gebieten der ,kunst in gleicher ,weise zugute gekommen ist und da gewisse ,erscheinungen einen fast irre daran machen knnten1 da auch die ,kunst in das ,zeichen des ,verkehrs getreten ist4 ,man kann sich geradezu fragen1 ob von ihm nicht fast ausschlielich ein gewisses wanderndes ,virtuosentum profitiert hat1 und ob dabei gerade die lernende ,kunst1 die in aller ,herren ,lndern das ,beste sich anzueignen sucht1 nicht eher zurckgetreten ist8 ,es will einen fast bednken1 als ob zu ,bachs ,zeiten die ,kunst in gewissem ,sinne knstlerischer in ihrer ,internationalitt war als heute1 sofern man damals reiste1 um zu lernen und zu lehren1 heute mehr ausschlielich1 um sich zu produzieren4 ,da die knstlerischen ,grenzwlle trotz der ,zeichen des ,verkehrs existieren1 mehr als man meinen sollte1 wird mir jedesmal klar1 wenn ich mit einem franzsischen ,organisten von deutschen ,orgeln und deutscher ,orgelkunst1 mit einem deutschen von franzsischen ,orgeln und franzsischer ,orgelkunst rede4 ,es ist mehr als ein totales ,nichtwissen um die ,verhltnisse drben1 das hier zutage tritt3 es ist fast eine ,unmglichkeit1 sich beim besten ,willen zu verstehen4 ,es ntzt nichts1 in ,paris fr ,reger und die andern unserer vielversprechenden jungen ,organistengeneration einzutreten und in ,deutschland auf ,widors ,orgel-,symphonien aufmerksam zu machen4 ,wozu8 ,regers ,werke sind auf der ,orgel von ,notre-,dame oder auf der von ,st4 ,sulpice unausfhrbar und ,widors ,symphonien sind auf deutschen ,orgeln auch nur mit einer gewissen ,vergewaltigung des ,wesens und der ,anlage des ,instruments wiederzugeben4 ,also81 sagt jeder ,teil1 taugt des andern ,orgel nichts84 ,dabei kennt keiner des andern ,orgel4 ,um dieses ,urteilen1 bei dem doch nichts herauskommt1 in die ,wege einer vernnftigen ,diskussion zu leiten1 die fr ,orgel und ,orgelkunst frderlich sein kann1 und um die streitenden ,parteien miteinander bekannt zu machen1 ergreife ich das ,wort1 als einer1 der durch die deutsche und die franzsische ,schule hindurch gegangen ist1 als einer1 der durch die ,verhltnisse gentigt1 seit mehr denn zwlf ,jahren auf beiden ,orgeln heimisch ist1 als einer1 der in ,paris fr deutsche ,orgelkunst1 in ,deutschland fr die franzsische eintritt und der berzeugung lebt1 da ein ,ausgleich zwischen den beiderseitigen ,orgeln und ,auffassungen kommen mu1 und da mit diesem ,ausgleich1 mit diesem ,durchdringen deutscher und franzsischer ,orgelkunst eine neue1 ideenreiche und formbeherrschende ,periode in der ,geschichte des ,orgelspiels anbrechen wird4 ,wenn die ,zeichen der ,zeit nicht trgen1 ist der ,augenblick gekommen1 voneinander zu lernen4 ,die schrfere ,differenzierung zwischen deutscher und franzsischer ,orgel setzte etwa vor einem ,menschenalter ein4 ,als der alte ,hesse die eben vollendete ,orgel zu ,st4 ,clothilde spielte1 fand er sich alsbald auf ihr zurecht und erklrte sie fr das ,ideal der ,orgel1 das ihm vorschwebte4 ,heute drfte es keinen deutschen ,organisten geben1 der sich alsbald auf einer franzsischen ,orgel zurecht fnde und keinen franzsischen1 der ohne lngeres ,vorstudium oder verstndnisvolle ,hilfe beim ,registrieren sich auf einer deutschen hren lassen knnte4 ,die ,differenzierung rhrt von der verschiedenen ,art her1 wie der ,orgelbau in beiden ,lndern durch die neuen ,mittel1 ,elektrizitt und ,pneumatik1 beeinflut worden ist4 ,der franzsische ,orgelbau blieb mehr konservativ4 ,die ,orgel von ,st4 ,sulpice1 die bald fnfzig ,jahre alt ist1 ist der ,typus aller franzsischen ,orgeln geblieben4 ,der deutsche ,orgelbau begab sich auf die ,bahn der ,erfindungen1 nutzte alle technischen ,vorteile der ,pneumatik aus und gebrauchte die ,elektrizitt zur ,erzeugung unbegrenzter ,windmengen und ,winddrucke4 ,dazu kommt eine rein uerliche ,unterscheidung4 ,in den franzsischen ,orgeln sind die ,koppeln und ,kombinationszge ausschlielich in den ,fen angelegt4 ,die deutsche ,entwicklung fhrte zum fast ausschlielichen ,gebrauch der ,druckknpfe4 ,aber auch das innere knstlerische ,prinzip ist verschieden4 ,das knstlerische ,wesen einer ,orgel1 und noch viel mehr das ganze ,wesen der ,orgelmusik1 wird bestimmt durch die ,art1 wie man auf diesem ,instrument vom ,piano zum ,forte1 vom ,forte zum ,fortissimo gelangt und von letzterem wieder in die ,anfangsklangfarbe zurckkehrt4 ,in der deutschen ,orgel hat sich das ,registerrad oder die ,walze durchgesetzt4 ,sie beherrscht die ,orgel1 wie das ,spiel unserer ,virtuosen zeigt2 sie beherrscht die ,literatur und ,komposition1 wie es sattsam aus einem ,blick in ein neues ,werk fr ,orgel erhellt4 ,anders gesagt3 wir schwellen1 indem wir smtliche ,register lckenlos aufeinander folgen lassen1 so da sie unterschiedslos auf das ,hauptklavier wirken2 wir verzichten darauf1 in der ,schwellung die knstlerische ,individualitt der ,klaviere zur ,geltung kommen zu lassen2 wir setzen es als selbstverstndlich voraus1 da jede ,schwellung zugleich eine ,klangfarbenvernderung bedeutet2 wir finden uns in die ,monotonie1 die damit notwendig gegeben ist1 da die ,aufeinanderfolge der ,stimmen ein fr allemal dieselbe ist1 nmlich die1 welche der ,orgelbauer im ,registerrad zu realisieren fr gut befand2 wir schicken uns darein1 nicht zu bestimmen1 wann wir #af1 wann wir #h1 wann wir #d und #b1 wann wir ,mixturen1 wann wir ,zungen in die ,klangmasse einfhren wollen2 wir nehmen die ewige ,sklaverei des die ,walze entwerfenden ,orgelbauers auf uns1 verzichten auf jede ,freiheit in der ,durchfhrung der ,steigerung1 wo doch ,freiheit und ,kunst so eng zusammen gehren3 dies alles1 um dafr in den ,stand gesetzt zu sein1 durch die einfache ,bewegung eines ,rades oder eines ,trittes die ,steigerung zu regieren4 ,anders der franzsische ,organist4 ,er whlt die zweite ,alternative4 ,er verzichtet darauf1 mit einer einzigen ,bewegung die ,steigerung durchfhren zu knnen und schickt sich darein1 hierfr eine ,mehrzahl von ,bewegungen aufwenden zu mssen4 ,dafr behlt er sich aber die ,freiheit vor1 in jedem ,falle die ,stimmen sich so zum ,fortissimo steigern zu lassen1 wie es ihm durch den ,charakter der betreffenden ,steigerung geboten erscheint4 ,die ,steigerung auf der franzsischen ,orgel beruht zunchst auf dem ,an- und ,abkoppeln der ,klaviere4 ,dadurch erst kommen die drei ,persnlichkeiten1 welche die gttliche ,trinitt der ,orgel ausmachen1 zur ,geltung4 ,soll dies aber wirklich durchfhrbar sein1 so darf der ,spieler nicht darauf beschrnkt bleiben1 sein ,,ii4 und ,,iii4 ,klavier 7,positiv und ,rcit7 zum ersten zu koppeln1 sondern er mu die unbeschrnkte ,mglichkeit haben1 jedes ,klavier zum ,ausgangspunkt zu whlen und die andern darauf zu koppeln4 ,darum ist in allen franzsischen ,orgeln das ,i4 ,klavier1 ,grand ,orgue genannt1 zugleich neutrales1 leerlaufendes ,klavier1 ,koppelklavier4 ,die darauf eingestellten ,register1 also die gezogenen ,register des ,i4 ,klaviers1 erklingen erst1 wenn der mit ,g4 ,o481 d4 h4 ,grand ,orgue1 bezeichnete ,tritt niedergedrckt wird4 ,man kann also auf das leerlaufende ,i4 ,klavier 7,grand ,orgue7 zuerst das ,rcit1 dann das ,positiv1 dann1 durch die ,einfhrung des ,g4 ,o41 das ,hauptwerk koppeln1 beliebig die ,reihenfolge ,,ii ,i ,,iii1 ,,ii ,,iii ,i1 ,i ,,iii ,,ii1 oder die uns gelufige ,i ,,ii ,,iii herstellen4 ,die ,mglichkeiten sind vollzhlig gegeben4 ,in der ,abkoppelung ebenfalls4 ,es liegt in dem ,belieben des ,spielers1 ohne von der ,hauptklaviatur herunter zu gehen1 zuletzt das ,i41 ,,ii4 oder ,,iii4 ,klavier zu behalten4 ,zu jedem ,klavier gehrt ein ,appel des mixtures et des anches81 d4 h4 ein ,tritt1 durch welchen die nach ,gutdnken auf denselben fr jenes ,klavier eingestellten ,mixturen und ,zungen in ,wirkung treten1 so da der ,spieler es in der ,hand1 oder besser gesagt1 in den ,fen hat1 in die vorhandene ,grundstimmenfarbe die ,mixturen der drei ,klaviere in beliebiger ,reihenfolge einzutragen1 sei es vor1 whrend oder nach der ,koppelung derselben1 sei es abwechselnd mit ihr4 ,die drei ,koppeln und die drei ,kombinationstritte stellen also eine ,menge von ,steigerungsmglichkeiten dar und bieten zugleich den ,vorteil1 da man die betreffende ,teilsteigerung bei einer bestimmten ,peripetie1 auf den charakteristischen1 starken ,taktteil derselben1 eintreten lassen kann1 was bei der ,walze unmglich ist1 da sie1 sofern sie ein ,register nach dem andern1 nie eine ganze ,gesellschaft1 einfhrt1 einen ,zeitraum beansprucht4 ,als drittes1 die andern vollendendes ,steigerungsmittel kommt das ,schwellwerk des ,,iii4 ,klaviers hinzu4 ,das ,,iii4 ,klavier ist in der franzsischen ,orgel bedeutender als das zweite4 ,der ,schwellkasten schliet nicht etliche schwach intonierte ,registerlein1 sondern eine sowohl an ,zahl als an ,intensitt bedeutende ,klangmasse ein4 ,die ,klangcharaktere sind darauf womglich in allen ,fuzahlen vertreten1 so vollstndig1 fast noch vollstndiger als auf dem ,i4 ,klavier4 ,das will heien1 da an einem solchen ,,iii4 ,klavier etwas zu schwellen ist1 da der ,jalousieschweller nicht nur dazu dient1 auf dem ,,iii4 ,klavier ein gewisses ,nuancieren zu ermglichen1 sondern dazu da ist1 die ,steigerung der ganzen ,orgel bis zu einem bestimmten ,grad hinzufhren4 ,ich erinnere mich einer ,orgel von ,cavaill-,coll1 wo man das volle1 gekoppelte ,werk durch den ,schwellkasten des ,,iii4 ,klaviers noch beeinflussen konnte4 ,die ,steigerung auf der franzsischen ,orgel beruht also auf den ,koppeln1 den ,einfhrungen der ,mixturen und ,zungen und der ,verwendung des ,jalousieschwellers4 ,zum ,exempel4 ,wir haben das dritte ,werk -- ,schweller geschlossen -- auf das leerlaufende erste gekoppelt4 ,gezogen auf allen dreien3 ,grundstimmen #af1 #ah1 #d1 #b2 prpariert3 ,mixturen und ,zungen4 ,im ,pedal ebenso4 ,wir koppeln das ,,ii4 ,klavier ans dritte2 bei der nchsten ,peripetie lassen wir1 indem wir das ,g4 ,o4 drcken1 die ,grundstimmen des ersten hinzutreten4 ,darauf koppeln wir das ,pedal nach ,bedarf an die ,klaviere4 ,wie nun aber ohne ,ruck8 aus dem ,grundstimmencharakter in die ,mixturen- und ,zungenklangfarbe kommen8 ,indem wir die ,mixturen und ,zungen zuerst auf dem ,,iii4 ,klavier einfhren4 ,bei geschlossenem ,schweller geschieht dies fast unmerklich4 ,nun ffnen wir den ,schweller langsam4 ,der ,mixturen- und ,zungenklang flutet in langen feinen ,wellen ber den ,grundstimmenklang einher und verbindet sich mit demselben4 ,dieses ,realwerden der vorher1 bei geschlossenem ,schweller1 nur virtuell vorhandenen ,mixturen- und ,zungenklangfarbe ist der entscheidende ,moment der ,steigerung4 ,weil auf dem ,,iii4 ,klavier alle ,klangcharaktere vertreten sind1 ist das volle ,werk vom ,moment jener ersten ,einfhrung der ,mixturen und ,zungen des im ,schwellkasten gebndigten ,,iii4 ,klaviers an in ,kraft getreten4 ,es kommt nur noch auf die ,entfaltung an4 ,die nun folgenden ,einfhrungen der ,mixturen und ,zungen des ,,ii41 des ,i4 ,klaviers und des ,pedals und die ,einfhrung der ,sub- und ,superoktavkoppeln 7,octave grave und ,octave aige7 ndern an dieser ,klangfarbe nichts3 sie machen sie nur intensiver4 ,danach sind die dynamischen ,angaben in den franzsischen ,kompositionen zu deuten4 ,das ,zeichen fr crescendo oder decrescendo bezieht sich nur auf die ,handhabung des ,schwellkastens1 auch wenn der ,spieler sich auf dem ersten ,klavier befindet4 ,ausdrcklich wird am ,kopf des ,stcks angegeben1 ob neben den ,grundstimmen 7,jeux de fonds1 kurzweg ,fonds genannt7 noch ,zungen und ,mixturen1 und welche1 auf den verschiedenen ,klavieren prpariert sind4 ,ihr ,eintreten wird dann besonders angegeben1 ebenso die ,an- und ,abkoppelungen4 ,crescendo poco a poco in einer in kurzer ,linie zum ,fortissimo fhrenden ,steigerung bedeutet1 da der ,spieler1 wenn er das volle ,,iii4 ,klavier sich auf den ,grundstimmen der zwei ersten hat entfalten lassen1 auf den entscheidenden starken ,taktteilen die ,mixturen und ,zungen der brigen ,klaviere und des ,pedals einfhren soll4 ,erst diese letzte ,steigerung entspricht unserm ,schwellen mit der ,walze4 ,die ,zeichen 1 und mgen sie sich ber noch so viele ,takte erstrecken1 beziehen sich immer nur auf den ,schwellkasten4 ,ich hebe diese grundstzliche ,verschiedenheit in den dynamischen ,angaben hervor1 weil ich gefunden habe1 da fast alle deutschen ,organisten1 aus ,gewohnheit1 das ,crescendo- und ,decrescendozeichen1 wenn sie auf dem ersten ,klavier waren1 mit der ,walze realisierten und so die vom ,komponisten gewollte ,wirkung1 da dieser mit einer ,klangfarbenvernderung nicht rechnete1 total zerstrten4 ,die ,grundvoraussetzung des franzsischen ,systems bildet die ,anlage aller ,ressourcen als ,pedaltritte4 ,die franzsische ,orgel kennt keine ,druckknpfe unter der ,klaviatur4 ,fr welches ,system sich entscheiden8 ,ich sitze noch keine fnf ,minuten neben ,vater ,guilmant auf der ,bank seiner schnen ,hausorgel zu ,meudon1 so fragt er schon1 als fiele er da ein1 wo wir das letzte ,mal stehen geblieben3 ,und in ,deutschland bauen sie noch immer ,druckknpfe8 ,das kann ich nicht verstehen4 ,sehen ,sie doch1 wie einfach es ist1 wenn man alles in den ,fen hat8 4441 und die kurzen behenden ,fe drcken ,koppeln und ,kombinationstritte lautlos nieder und lsen sie im ,nu wieder aus4 ,am andern ,tag fngt ,widor1 zum fnfundzwanzigsten ,male1 wieder von derselben ,sache an4 ,sagen ,sie doch meinem ,freund ,professor ,mnch in ,straburg1 er soll mir eine ,stelle in einem ,bachschen ,prludium oder in einer ,fuge aufzeigen1 wo er im richtigen ,augenblicke eine ,hand frei hat1 um nach einem ,druckknopf zu greifen6 ,er soll mir jemand nennen1 der auf dem ,manual spielen und zugleich mit dem ,daumen den ,druckknopf auf der ,vorsatzleiste drcken kann48 ,ich schweige1 denn der erste deutsche ,organist1 dem ich einige ,wochen nachher in die ,hnde laufe und dem ich die ,streitfrage vorlege1 antwortet mir unfehlbar3 ,die ,franzosen sind eben rckstndig4 ,frher hatten wir das auch in den ,fen2 jetzt aber haben wir unsere schnen ,druckknpfe48 ,zunchst handelt es sich da um eine ,gewohnheitssache4 ,der franzsische ,organist sitzt ratlos vor den ,druckknpfen2 der deutsche findet sich in den ,pedaltritten nicht zurecht4 ,die ,frage ist aber dennoch eine ,prinzipienfrage4 ,hat man eher eine ,hand oder einen ,fu frei8 ,im ,prinzip mu man den ,franzosen recht geben4 ,man hat fast nie eine ,hand1 sehr oft einen der ,fe frei4 ,und die ,erfahrung besttigt das ,prinzip4 ,ich hre auf deutschen ,orgeln immer die ,verzgerungen1 die unrhythmischen ,verschiebungen1 die davon herrhren1 da der ,spieler bei der betreffenden ,peripetie den richtigen ,moment nicht findet1 seine ,knpfe zu drcken4 ,ich kenne ,virtuosen1 die1 um dies zu vermeiden1 sich mit zwei ,helfern umgeben1 welche ihnen die ,knpfe drcken4 ,das heit sich aber in ,abhngigkeit begeben4 ,und wer hat schon einmal mit ,helfern gespielt1 ohne da dabei etwas passiert wre8 ,die ganze durch das ,system der ,druckknpfe geschaffene ,kompliziertheit kommt einem aber erst zum ,bewutsein1 wenn man das ,gegenteil zu beobachten ,gelegenheit hat4 ,man sehe ,guilmant1 ,widor1 ,gigout oder ,vierne auf ihren ,orgeln6 ,sie brauchen keinen ,helfer4 ,lautlos1 ruhig und unfehlbar tun sie alles selbst4 ,wer dies mit angesehen hat1 wird nicht mehr im ,zweifel sein1 welchem der beiden ,systeme der ,sieg zufallen wird4 ,ich selbst1 der ich auf beiden ,orgeln heimisch bin und mich in beide ,systeme eingelebt habe1 mu gestehen1 da die ,ressourcen des franzsischen ,systems einfacher1 d4 h4 besser sind4 ,zunchst weil alle ,orgeln sich gleichen4 ,unten links finden sich die drei ,pedalkoppeln2 in der ,mitte die ,manualkoppeln2 daran anschlieend die ,oktavkoppeln2 dann kommt gewhnlich der ,jalousieschweller2 rechts davon die ,kombinationszge fr ,mixturen- und ,trompeteneinfhrung3 alles immer in der ,anordnung ,i1 ,,ii1 ,,iii4 ,wenn ,saint-,sans1 wie es vor der ,ernennung ,viernes zum ,organisten von ,notre-,dame der ,fall war1 bei offiziellen ,anlssen vom ,prsidenten der ,republik auf die ,orgel der ,cathedrale befohlen wurde1 brauchte er keine fnf ,minuten1 um darauf so heimisch zu sein1 wie auf der ,orgel von ,st4 ,sverin1 auf der er sich in wundervollen ,improvisationen zu ergehen pflegt4 ,bei uns ist jede ,orgel von der andern in der ,anlage der ,ressourcen verschieden4 ,um mit ,erfolg darauf zu spielen1 mu man sich zum mindesten einige ,tage darauf einleben4 ,man wrde sich mit dieser ,verschiedenheit noch abfinden1 wenn sie gewissermaen nur der chaotische ,zustand wre1 aus dem dann der vollendete ,orgeltypus hervorgehen knnte4 ,dies ist aber nicht der ,fall1 denn es ist in den ,differenzen weder ,sinn noch ,verstand1 sondern nur ,zufall1 ,gewohnheit1 ,willkr4 ,es kann nur einen wirklich vollendeten ,orgeltypus geben4 ,statt da wir uns aber auf diesen hinbewegen1 bleiben wir in der regellosen ,vielheit stecken und meinen noch1 es mte so sein4 ,nun verdankt zwar ,deutschlands ,kunst1 und gerade die ,musik1 dem ,kleinstaatentum viel1 unendlich viel1 was man erst entdeckt1 wenn man in ,lndern lebt1 die dieses ,stadium nie gekannt haben4 ,aber im ,orgelbau ist es vom bel4 ,mge ,frankreich hier im ,guten1 wie in der ,geschichte einst im ,bsen1 die einigende ,macht sein4 ,der ,vorteil1 der dem ,spieler auf der franzsischen ,orgel fast am lebhaftesten zum ,bewutsein kommt1 ist das ,vermgen1 durch ,an- und ,abkoppelung der ,klaviere an das ,pedal die ,klangstrke und ,klangfarbe des ,basses jederzeit zu regeln1 ohne in den ,manualen etwas zu verndern4 ,man empfindet dies fast noch angenehmer als die jederzeitige ,mglichkeit1 die ,manuale untereinander zu koppeln1 obwohl unseren neueren ,orgeleinrichtungen gerade dies zum grten ,vorwurf gemacht werden mu1 da sie das ,operieren mit ,an- und ,abkoppelungen der ,klaviere1 das ,regulieren des ,zusammenwirkens der drei ,persnlichkeiten1 die die ,orgeleinheit ausmachen1 zur ,ausnahme statt zur ,regel erheben4 ,wer von uns seufzt nicht fast in jedem ,bachschen ,stck darunter1 es auf unsern ,orgeln nicht in der ,gewalt zu haben1 bald einen weniger1 bald einen besser genhrten ,ba reden zu lassen8 ,wem sind gewisse lngere gehaltene ,banoten1 besonders wenn die linke ,hand in der ,tiefe zu tun hat1 nicht eine ,qual8 ,auf der franzsischen ,orgel existiert diese ,schwierigkeit nicht4 ,man hre ,widor ohne ,vernderung der ,manualklangfarbe den groen ,orgelpunkt des ,pedals in der ,f-dur-,toccata von ,bach anschwellen lassen6 ,man hre ihn den ,bssen im ,g-moll-,prludium gebieten6 ,ehe die gehaltene ,banote einsetzt1 fliegen durch fnf kurze aufeinanderfolgende ,bewegungen seine smtlichen ,pedalkoppeln ab4 ,nun1 gegen ,ende der gehaltenen ,note1 tritt jede zu ihrer ,zeit auf dem starken ,taktteil1 die ,betonung verstrkend1 wieder ein3 ,v1 ,,iv1 ,,iii1 ,,ii1 ,i ,klavier6 ,dasselbe ,manver wird sechs- oder siebenmal wiederholt4 ,aber ich gestehe1 da ich sonst das ,g-moll-,prludium noch nie ohne ,babeschwerden8 gehrt habe4 ,das ,beherrschen der in den ,fen angelegten ,koppeln und ,kollektivtritte bedeutet nun freilich eine ganz besonders zu erlernende ,technik1 die in ihrer ,art fast noch schwerer ist als die ,pedaltechnik4 ,wie oft spielt der ,schler unter ,guilmants1 ,gigouts oder ,widors unerbittlichem ,blick eine bergangsstelle1 bis er es endlich heraus hat1 auf die hundertstel ,sekunde genau1 ohne da das ,spiel im geringsten alteriert wird1 lautlos1 ohne ,kontorsion1 unfehlbar sicher die ,koppel oder die ,kombination niederzudrcken und im nchsten ,augenblick fr die kommende in ,bereitschaftsstellung zu sein6 ,fast fr jedes ,stck mu man sich die ,peripetien1 wo die ,aufeinanderfolge der ,bewegungen eine gewisse ,kompliziertheit erreicht1 besonders anlernen84 ,ich stand neben ,widor1 als er seine letzte1 die ,romanische ,symphonie8 fr sich einstudierte4 ,wievielmal nahm er bestimmte ,stellen vor1 ehe die ,koppeln und ,kollektivtritte ihm gehorchten1 wie er wollte6 ,aber wenn die betreffenden ,bewegungen einmal angelernt sind1 ist man eben vollstndig frei und ,herr der ,steigerungen1 die man ausfhren will4 ,man stelle sich neben ,vierne1 den jungen1 kaum noch einen ,schimmer des ,augenlichts besitzenden ,organisten von ,notre-,dame1 und folge ihm1 wie er ohne irgendwelche ,beihilfe1 nur durch die sehend gewordenen ,fe sein wundervolles ,instrument vom ,pianissimo zum ,fortissimo leitet6 ,ein ,organist warf mir einst ein1 da nur die talentvolleren ,schler diese zweite ,pedaltechnik8 erlernen knnten4 ,von ,guilmant und ,gigout1 den ,lehrern der neuen franzsischen ,organistengeneration1 wird man aber jederzeit erfahren1 da mit ,flei ein jeder auch nur einigermaen begabte ,schler die ,schwierigkeiten berwindet4 ,was hindert uns nun aber1 die franzsische und die deutsche ,einrichtung auf einer ,orgel zu vereinigen und die ,hauptkoppeln und ,kombinationszge sowohl als ,druckknpfe als auch als ,pedaltritte anzubringen1 und zwar so1 da jedesmal ,knopf und ,tritt korrespondieren8 ,dann wre man imstande1 jedesmal dasjenige ,glied zu benutzen1 das man gerade frei hat4 ,man wrde z4 ,b4 eine ,koppel mit der ,hand einstellen1 und nun1 da sie sich zugleich automatisch im ,fu einstellt1 in der ,lage sein1 sie entweder wieder mit der ,hand1 oder1 wenn gerade besser angngig1 mit dem ,fu auszuschalten4 ,wir triumphieren1 und mit ,recht1 da es fr unsere ,pneumatik keine technischen ,unmglichkeiten gibt4 ,der ,orgelbauer1 der es unternimmt1 dem ,spieler die ,hauptressourcen in dieser ,art doppelt anzulegen1 hat dann den ,knoten1 den alle ,diskussionen nicht lsen knnen1 in der richtigen ,art durchhauen4 ,diese doppelte ,anlage lt sich brigens auch durch eine einfache unpneumatische1 rein mechanische ,einrichtung an jeder ,orgel anbringen4 ,auf dieselbe ,weise liee sich auch die ,frage3 ,rollschweller oder nicht1 lsen4 ,ich selber wei sehr gut die ,vorteile eines ,rollschwellers z4 ,b4 bei ,begleitung von ,oratorien mit groen ,chren zu schtzen und gestehe zu1 da man damit in bestimmten ,fllen einzigartige ,wirkungen hervorbringen kann4 ,aber mit seiner alleinigen ,herrschaft bin ich nicht einverstanden1 besonders nicht1 wenn es sich um ,orgeln von unter dreiig ,stimmen handelt1 wo er geradezu barbarisch wirkt4 ,ich frchte auch1 da er auf das knstlerische ,empfinden unserer jungen ,organisten und1 ganz besonders1 auf unsere ,orgelkomponisten nicht den besten ,einflu ausgebt hat1 indem er beide von dem wahren1 einfachen1 suchenden ,registrieren abbrachte und sie in ,versuchung fhrte1 die ,orgel als ein ,instrument zu betrachten1 auf dem man stark und schwach8 spielt1 nicht als die vielgestaltige ,einheit1 in der jede ,steigerung aus dem ,zusammenwirken bestimmter ,klangeinheiten resultieren mu4 ,ich glaube1 wenn man eine ,umfrage unter den erfahrenen ,organisten anstellte1 wrden manche gestehen1 da sie von der einseitigen ,wertung des ,rollschwellers aus knstlerischen ,grnden abgekommen sind4 ,hier heit es wieder3 das eine tun und das andere nicht lassen4 ,man lasse uns den ,rollschweller1 gebe uns aber zugleich die franzsischen ,ressourcen1 damit wir nicht einzig auf ihn angewiesen sind4 ,dann tritt der verderbliche ,einflu1 den der ,rollschweller in der ,auffassung unserer jungen ,organisten und in der neueren ,literatur ausgebt hat1 von selbst zurck4 ,merkwrdigerweise fehlt nmlich auf unsern deutschen ,orgeln gerade das1 was wir am meisten brauchten4 ,wir haben den ,rollschweller1 die freien ,kombinationen1 ,chre1 ,tuttizge usw41 d4 h4 alles ,ressourcen1 in denen ein ,registeraggregat das andere ablst4 ,wir haben aber keine ,mglichkeit1 zu einer vorhandenen ,registrierung1 indem wir sie fortbestehen lassen1 auf jedem ,klavier neue ,stimmen je nach ,bedarf einzufhren4 ,diese elementarste und durch die ,kompositionen in allererster ,linie verlangte ,ressource existiert tatschlich nicht4 ,geradezu verderblich ist1 da sehr oft nicht einmal die ,klaviere unabhngig voneinander sind1 da der ,knopf1 der die freien ,kombinationen in ,aktivitt setzt1 oder der1 welcher die ,tutti und ,mezzoforti einfhrt1 der ,vereinfachung halber -- sonst htten wir ja jedesmal vier statt eines ,knopfes -- auf die drei ,klaviere und das ,pedal zugleich wirkt6 ,unser scheinbarer ,reichtum ist tatschlich eine furchtbare ,armut4 ,unmglich1 wenn ,tutti eingestellt ist1 zum dritten ,klavier das ,pedal zu gebrauchen1 da dieses ja auch auf ,tutti steht4 ,man knnte ein ,buch ber die ,pedalnot auf unserer modernen ,orgel schreiben1 die einen mit ihren zahllosen glnzenden ,knpfchen so reich und verheiungsvoll anlchelt1 whrend doch dieser ganze ,fassadenreichtum zuletzt nur glnzende ,armut ist1 weil er gerade die einfachen und daher knstlerischen ,ressourcen nicht enthlt4 ,und wenn1 um dieser ,not zu wehren1 die ,orgelbauer uns heute ein automatisch eintretendes schwcheres ,pedal offerieren1 welches das andere ablst1 sobald man bei eingestelltem ,tuttiknopf auf das ,,ii4 oder ,,iii4 ,klavier bergeht1 so ist das nur ein jmmerlicher ,notbehelf1 mehr geeignet die ,not zu beleuchten als ,abhilfe zu schaffen1 denn ein ehrlicher ,organist will das ,pedal1 das er will und braucht1 nicht ein ,pedal1 das ihm der ,orgelbauer zum ,,ii4 oder ,,iii4 vollen ,klavier vorzuschreiben fr gut befindet4 ,es handelt sich also darum1 das ,hinzutreten und das ,abtreten neuer ,klangaggregate zu ermglichen4 ,auch hier glaube ich1 wird sich wieder die ,vermittlung zwischen franzsischem und deutschem ,typus empfehlen1 nmlich eine ,vermittlung zwischen unserer freien ,kombination und der franzsischen ,einfhrung der ,mixturen und ,zungen4 ,die franzsische ,einrichtung hat den ,nachteil1 da sie nur die ,einfhrung von ,mixturen und ,zungen gestattet2 die deutsche1 da die eintretende freie ,kombination die gezogene ,registrierung aufhebt4 ,nun richte man es so ein -- der ,pneumatik ist ja alles mglich --1 da die auf die freie ,kombination eingestellte ,registrierung die gezogene1 je nach ,belieben des ,organisten1 aufhebt oder komplementierend hinzutritt1 um durch dieselbe ,druckknopf- oder ,trittbewegung wieder wegzutreten1 je nachdem der ,spieler vor ,beginn des ,spiels einen ,tritt oder ,knopf1 der das ,stehenbleiben der ,hauptregistrierung bewirkt oder annulliert1 niederdrckt oder nicht4 ,wir htten demnach als ,ressourcen fr eine mittlere ,orgel3 ,pedalkoppeln1 ,manualkoppeln1 ,super- und ,suboktavkoppel1 doppelt verwendbare freie ,kombination in der oben beschriebenen ,art fr jedes ,klavier und fr das ,pedal1 dazu noch den ,rollschweller4 ,bei den ,koppeln wre noch eine ,einfhrung der ,stimmen des ersten ,klaviers1 in der ,art des franzsischen ,g4 ,o4 anzubringen4 ,dieser ,typus hat sich mir durch ein jahrelanges ,nachdenken ber franzsische und deutsche ,orgeln und durch ein fortgesetztes ,streben nach der zweckmigen ,vermittlung zwischen beiden aufgedrngt1 wobei anregende ,unterhaltungen mit den ,orgelbauern von hben und drben mir wertvolle ,fingerzeige boten4 ,man probiere diese einfachen ,ressourcen in ,gedanken durch und man wird finden1 da ihr ,reichtum im umgekehrten ,verhltnis zu ihrer ,einfachheit steht#a4 ,alles1 was auf einer franzsischen und deutschen ,orgel mglich ist1 ist es auch auf dieser4 ,bach1 ,csar ,franck1 ,guilmant1 ,widor und ,reger lassen sich in gleicher ,weise darauf spielen4 ,freilich1 man wird vielleicht gegen diese ,orgel einwenden1 da sie zu einfach ist1 denn die ,kompliziertheit unserer ,orgeln ist nachgerade1 trotz einiger warnenden ,stimmen1 bei uns zur ,manie geworden4 ,wenn eine ,orgel nicht aussieht wie das ,zentralstellwerk eines groen ,bahnhofs1 taugt sie fr eine gewisse ,kategorie unserer ,organisten von vornherein nichts4 ,sie wollen ein halbes ,dutzend bereinandergelagerter freier ,kombinationen1 wenn sie sie auch auf einer ,tafel hinter ihrem ,rcken anbringen mten1 dazu ,druckknpfe fr ,chre1 ,tutti- und ,kombinationsknpfe1 alles womglich in grter ,menge4 ,ich gestehe1 da ich auf so komplizierten ,orgeln nie besser als auf andern spielen hrte1 gewhnlich aber die ,bemerkung machte1 da entsprechend dem ,reichtum der sich kreuzenden ,ressourcen entsprechend viel passiert8 war4 ,von unseren ,echo-,fernwerken mag ich nicht reden4 ,sie haben mit der ,orgel an sich nichts zu tun und sind eine gefhrliche ,spielerei1 die den ,geschmack des ,publikums und1 was noch schlimmer1 des ,organisten verdirbt4 ,das ,organola8 gar ist der ,sndenfall unseres modernen ,orgelbaues4 ,wann werden in der ffentlichkeit genug ,stimmen laut werden1 die das ,anbringen eines solchen ,apparats zum ,mechanisch-,spielen als das1 was es ist3 als eine ,beleidigung der ,orgelkunst hinstellen6 ,fr mich hat das ,organola nur eine soziale ,bedeutung3 da man in ,zukunft ,krppel und ,kriegsinvaliden mit ,organistenpltzen versorgen kann4 ,welche ,geschmacksverirrung liegt aber schon darin1 da unser ,orgelbau uns solche nichtssagende ,dinge wie ,echowerke und ,organola zu offerieren wagt6 ,fast lcherlich ist1 wie fr die kleinen ,orgeln das ,moderne geradezu ausschlielich in der berladung mit ,druckknpfen gesucht wird4 ,auf ,orgeln von #aj oder #ab ,stimmen findet man ,kombinationszge fr ,piano1 ,mezzoforte1 ,forte und ,fortissimo6 ,in gedankenloser ,bequemlichkeit kommen unsere ,organisten von der ausgedachten ,handregistrierung ganz ab4 ,es scheint mir fast1 als wren wir alle von dem ,trugbild der ,konzertorgel8 getuscht4 ,was heit denn ,konzertorgel8 ,gibt es denn zwei ,arten von ,orgeln8 ,oder gibt es nicht nur eine beste ,orgel und ist nicht diese zur ,kirchenorgel gerade gut genug8 ,was wrde der alte ,bach sagen1 wenn er von unseren ,unterscheidungen hrte8 ,was wrde er erst sagen1 wenn er wte1 da wir zwischen ,organisten und ,orgelvirtuosen unterscheiden8 ,gibt es denn noch etwas1 das hher ist als ein guter ,organist8 sein1 ein solcher1 der sich bewut ist1 nicht seinen ,ruhm zu suchen1 sondern hinter der ,objektivitt des heiligen ,instrumentes zu verschwinden und es allein reden zu lassen1 als redete es von sich selber1 ad majorem ,dei gloriam8 ,denken ,sie sich18 sagte mir einmal ,widor1 man hat mich beleidigt4 ,man hat mich in einer ,zeitschrift einen ,orgelvirtuosen genannt4 ,ich bin aber ein ehrlicher ,organist4 ,ein ,orgelvirtuose ist nur der ,wildling des ,organisten48 ,da die ,konzertorgel8 und der ,orgelvirtuose8 in ,frankreich fast unbekannt sind1 ist das ,verdienst des ,orgelbauers ,aristide ,cavaill-,coll1 des ,schpfers des einfachen und in seiner ,art vollendeten ,typus der franzsischen ,orgel4 ,er war mehr als ein groer ,orgelbauer3 er war1 wie ,silbermann1 ein ,genius des ,orgelbaues4 ,ich kann seiner nicht vergessen und sehe ihn heute noch mit dem ,kppchen1 mit den treuen guten ,augen1 in denen so viel ,kunst und ,intelligenz lag1 allsonntglich neben ,widor auf der ,orgelbank zu ,st4 ,sulpice sitzen und mit der ,hand ber den ,spieltisch seiner ,lieblingsorgel fahren4 ,man hat es mir in deutschen ,organistenkreisen verschiedentlich bel genommen1 da ich in meinem franzsischen ,buch ber ,bach behauptete1 ,bach wrde das ,ideal seiner ,orgel eher in dem von ,cavaill-,coll geschaffenen ,typus wiederfinden als in unseren ,instrumenten4 ,da ich diese ,behauptung auch in den demnchst erscheinenden deutschen und englischen ,ausgaben meines ,werkes aufrecht erhalte1 mchte ich sie hier begrnden und zur ,diskussion stellen4 ,mastab einer jeglichen ,orgel1 bester und alleiniger ,mastab1 ist die ,bachsche ,orgelmusik4 ,man wende diesen ,satz knstlerisch auf den ,orgelbau an und male sich nicht immer wieder aus1 wie ,bach vor ,freude ber unsere ,druckknpfe seine ,percke in die ,luft werfen und wieder auffangen wrde1 um sich dann hinzusetzen und sich von einem modernen ,orgelvirtuosen belehren zu lassen1 was man auf der modernen ,orgel alles aus seiner ,musik herausholen8 kann4 ,als ein auf das ,wesen der ,dinge dringender ,geist wrde er alsbald fragen1 wie denn die ,mechanik unserer ,orgel ist8 ,nun sind ja die praktischen ,vorteile der ,rhrenpneumatik in die ,augen springend3 ,leichtigkeit und ,rapiditt des ,anschlags1 ,vereinfachung der ,anlage1 unbeschrnkte ,mglichkeit aller ,ressourcen4 ,sind das aber ebenso viele sthetische ,vorteile8 ,nein4 ,unsere ,rhrenpneumatik ist eine tote ,przision4 ,sie besteht aus einer ,kraftbertragung rein durch ,luftdruck4 ,es fehlt ihr das lebendige und elastische des ,hebels4 ,alle ,federn knnen die elastische direkte bertragung durch den ,hebel nicht ersetzen4 ,alle ,anstrengungen des ,spielers mssen darauf gerichtet sein1 das ,tote dieser ,przision zu verdecken4 ,es gehrt ein ,knstler dazu1 um auf einer guten ,pneumatik gut zu spielen4 ,und die pneumatischen ,systeme unserer ,walker und ,sauer1 um nur zwei der hervorragendsten zu nennen1 sind wahre ,meisterwerke4 ,wenn man dann gar den ,durchschnitt der vielsystemigen ,pneumatiken nimmt1 mit schlechtregulierten ,tasten1 ohne ,tiefgang1 ohne ,leergang1 ohne ,druckpunkt1 wo die geringste ,fingersubstitution ein ,wagnis ist1 weil die ,nebentaste bei der geringsten ,berhrung anspricht1 mit ,pedalen1 wo es dem besten ,organisten unmglich ist1 korrekt und sauber zu spielen 444 wenn man diese ,durchschnittspneumatiken nimmt1 wo man nervs bis zum ,exze und verzweifelt die ,orgelbank verlt1 frage ich mich1 ob wir nicht knstlerisch durch unsere ,pneumatiken verloren haben4 ,kein ,organist will mehr eine ,mechanik#b4 ,und doch1 wie viele1 die auf ihrer alten ,mechanik gut und sauber gespielt haben1 schmieren auf der neuen1 auf die sie so stolz sind1 und spielen unprzis1 ohne es zu wissen1 weil sie den ,anforderungen der ,pneumatik nicht gewachsen sind4 ,ich glaube1 da wir in ,deutschland von der blinden ,begeisterung fr die ,pneumatik zurckgekommen sind und einzusehen beginnen1 da1 knstlerisch betrachtet1 ,pneumatik nur ein ,notbehelf fr ,verhltnisse ist1 wo die ,traktur nicht mehr verwendbar ist4 ,bei der ,traktur fhlt der ,finger an einer gewissen ,anstrengung genau1 wann der ,ton kommt2 er nimmt ,druckpunkt4 ,und die niedergedrckte ,taste strebt unter dem ,finger empor1 um1 sobald derselbe den geringsten ,impuls zeigt1 sie zu verlassen1 durch ihre ,schwerkraft alsbald emporzusteigen und den ,finger mit aufzuheben4 ,die ,kraft der ,taste kooperiert mit dem ,willen6 ,auch der mittelmige ,organist kann auf ,traktur nicht schmieren4 ,bei der ,pneumatik fehlt die ,kooperation der ,taste4 ,sie verschlechtert das ,spiel1 statt es zu verbessern1 und bringt den geringsten ,fehler an den ,tag4 ,nur bei der ,traktur steht man mit seiner ,orgel in wirklicher lebendiger ,verbindung4 ,bei der ,pneumatik verkehrt man mit seinem ,instrument per ,telegraph 444 denn auch der ,morseapparat beruht auf einer federnden ,taste4 ,die ,traktur der ,orgel von ,st4 ,thom zu ,straburg ist wohl ber hundert ,jahre alt4 ,aber es ist eine ,wonne1 eine ,fuge von ,bach darauf zu spielen4 ,ich wte keine ,orgel1 auf der alles so klar und przis herauskommt4 ,nicht davon zu reden1 da die ,pneumatik durch geringste ,dinge beeinflut wird4 ,einst1 zwischen einer ,hauptprobe und einer ,auffhrung1 mute der ,orgelbauer telegraphisch herbeigerufen werden1 weil etwas an der ,pneumatik gestrt war4 ,der ,schaden ist gehoben4 ,triumphierend zeigt er mir den ,strenfried3 ein von der ,decke gefallenes ,sandkrnchen4 ,nur ein ,sandkrnchen68 444 ,das ist das ,schlimme81 erwiderte ich1 da ein ,sandkrnchen so eine ,strung verursachen kann4 ,wenn's ein ,erdbeben gewesen wre1 wrde ich nichts sagen4 ,und dann noch6 ,sie werden sehen1 da die alten ,trakturorgeln nicht einmal beim ,weltuntergang leiden1 sondern bestehen bleiben werden1 da die ,engel des jngsten ,gerichts das ,gloria drauf spielen84 ,er war so perplex ber diese ,umwertung der ,werte81 da er sogar die ,redensart von den heien ,sommern verga1 die man gewhnlich gegen die ,traktur ins ,feld fhrt4 ,aber die ,pneumatik geht so leicht68 ,der dies einwarf1 war ein ,hne1 der auf jedem ,jahrmarkt als ,kraftmensch htte auftreten knnen4 ,da eine gute ,traktur in kleinen ,verhltnissen besser ist als ,pneumatik1 wissen unsere ,orgelbauer ganz gut und gestehen es auch ein4 ,aber ,pneumatik ist einfacher und billiger zu bauen4 ,und sie sind durch die ,verhltnisse gezwungen1 das ,billige zu bevorzugen4 ,diesen ,vorzug hat die franzsische ,pneumatik1 die auf dem ,prinzip der bald sechzig ,jahre alten ,barckerlade beruht1 nicht4 ,sie kommt fast um die ,hlfte teurer zu stehen als unsere ,rhrenpneumatik4 ,aber sie ist knstlerischer und elastischer1 da sie mit dem pneumatischen ,hebel operiert und also alle knstlerischen ,vorteile der reinen ,traktur gewissermaen in die ,pneumatik hinbergerettet hat4 ,wenn ich in ,paris eine ,orgel von ,cavaill-,coll oder ,merklins schne ,orgel im ,oratoire der ,rue de ,rivoli spiele1 bin ich jedesmal aufs neue beglckt von der elastischen und sicheren ,przision dieser ,kraftbertragung und habe nachher immer ,mhe1 mich wieder an unsere ,pneumatiken zu gewhnen4 ,aber die ,preisfrage entscheidet bei uns eben alles4 berhaupt knnten wir fr die ,details der ,anlage von der franzsischen ,orgel viel lernen4 ,ihre ,tasten sind etwas kleiner als die unsrigen2 die ,obertasten raffiniert abgerundet2 die ,klaviere nher bereinanderliegend als unsere4 ,fr mglichst genaue ,bindung und leichten und sicheren ,klavierwechsel1 worauf ja ,bach bekanntlich allen ,wert legte1 ist alles vorgesehen4 ,und erst die franzsischen ,pedale6 ,sie kosten zwar etwa das ,doppelte der unsrigen4 ,aber welche ,vollkommenheit6 ,alle im ,kreis angelegt1 geschweift1 neuerdings bis zum ,g reichend1 und mit einer geradezu idealen ,federung4 ,wir stellen weit geringere ,anforderungen4 ,das geschweifte ,pedal hat sich bei uns noch nicht durchgesetzt1 trotzdem seine ,vorteile auf der ,hand liegen1 und jeder1 der einmal ber die radire ,fubewegung beim ,pedalspiel nachgedacht hat1 es als das einzig sinngeme bezeichnen mu4 ,ich htte mich unlngst mit einem befreundeten ,organisten1 dem ich beim ,umbau seines ,instruments geschweiftes ,pedal aufntigte1 beinahe verfeindet und mute ihm versprechen1 ihm nach ,jahresfrist das geschweifte eventuell durch ein gerades zu ersetzen1 wenn er sich von der ,zweckmigkeit der ,neuerung nicht berzeugen knnte4 ,als ich einen unserer bedeutendsten ,orgelbauer darber zur ,rede stellte1 da er fr das ,ausland nur schne geschweifte ,pedale1 fr ,deutschland aber fast nur gerade baute1 antwortete er mir3 ,im ,ausland mu ich eben diese ,pedale bauen4 ,in ,deutschland verlangt man sie nicht1 und da manche ,revisoren noch keine geschweiften unter den ,fen hatten1 darf ich gar nicht damit kommen48 ,mit einem ,wort3 auf einer franzsischen ,orgel ist leichter gut zu spielen als auf einer deutschen4 ,man ist1 durch das einfache praktische ,raffinement der ,anlage1 manchen ,dingen1 die einem bei uns passieren knnen1 einfach nicht ausgesetzt4 ,wir schauen mehr auf das uerliche fr das ,auge bestimmte ,raffinement4 ,statt der ,registerzge fangen wir an1 ,registertasten zu bevorzugen2 wir bringen zierliche ,druckknpfe an und finden es reizend zu tippen1 statt einen ehrlichen ,register- oder ,koppelknopf zu ziehen4 ,ich hatte soeben auf einer wundervollen alten ,silbermann-,orgel eine ,bachsche ,fuge beendet und war noch ganz gefangen in dem zauberischen ,klang der alten ,mixturen1 da bemerkte einer1 der seit zwei ,jahren seine moderne ,orgel8 hat1 neben mir3 ,es mu doch unangenehm sein1 auf einer ,orgel zu spielen1 die noch nicht einmal ,registertasten hat48 ,er hatte ber der ,entrstung ber die unmodernen ,registerzge 444 die ,orgel nicht gehrt4 ,ich mchte die ,frage aufwerfen1 ob wir nicht berhaupt ber den sichtbaren ,vernderungen an unsern ,spieltischen die ,hauptsache1 die ,klangwirkung1 weniger beachtet haben8 ,sind die ,fortschritte des ,orgelbaues der klanglichen ,wirkung zugute gekommen8 ,nein6 ,nicht immer4 ,unsere ,orgeln sind wohl strker81 aber nicht mehr so schn wie die alten4 ,unsere alten ,orgeln1 noch die vor zwanzig ,jahren gebauten1 sind schner und knstlerischer intoniert als die unserer ,zeit4 ,merkwrdig bleibt mir1 da die ,laien dies vor den ,organisten bemerkten4 ,schon so und so oft wagten musikalische ,laien1 wenn eine alte ,orgel durch eine neue ersetzt worden war1 nach einiger ,zeit mir gegenber die schchterne ,bemerkung1 da die alte doch fast schner gewesen sei84 ,bei den ,organisten bricht sich diese ,erkenntnis erst langsam ,bahn4 ,wir mssen erst aus dem ,erfindungstaumel aufwachen1 um unser ,gehr wieder zu erlangen4 ,da der ,klang von den modernen ,erfindungen nichts profitiert hat1 liegt einerseits daran1 da eine der ,haupterfindungen1 die ,mglichkeit der unbegrenzten ,winderzeugung durch den elektrisch betriebenen ,balg1 uns naturgem -- die besonnensten unter uns machten keine ,ausnahme -- auf eine falsche ,bahn brachte4 ,wir fingen an1 ,klangstrke und ,klangreichtum zu verwechseln4 ,auf den alten ,orgeln mute man mit der ,windzufuhr sparen4 ,als wir dies nicht mehr brauchten1 lachten wir ber die engen ,windkanle unserer ,vter und fingen an1 krftig8 und kernig8 zu intonieren1 immer krftiger1 immer kerniger und freuten uns der tosenden und brausenden ,orgeln4 ,den ,hhepunkt erreichte die ,begeisterung mit der ,einfhrung der labialen ,hochdruckstimmen#c4 ,nun haben wir es erreicht81 schrieb damals ein bedeutender ,organist1 da eine ,orgel von fnfzehn ,stimmen dasselbe volle ,werk liefert wie frher eine von dreiig48 ,besser kann sich die ,verirrung selbst nicht charakterisieren4 ,die ,ernchterung kam2 sie schreitet fort4 ,aber wie lange wird's noch dauern1 bis wir wieder einzig ,klangreichtum erstreben1 auf das ,danaergeschenk der ,klangstrke1 das uns der elektrische ,balg bot1 verzichten und uns wieder freiwillig in die knstlerischen ,grenzen zurckbegeben1 in denen wir frher durch die ,schwierigkeit1 beliebige ,windmassen zu erzeugen1 gehalten wurden8 ,eine fette ,person ist weder schn noch stark4 ,knstlerisch schn und stark ist nur die ,form mit dem vollkommenen ,spiel der ,muskeln4 ,so werden wir auch mit der ,zeit von der durch ,windmassen aufgeblasenen modernen ,orgel abkommen und das reiche und schne volle ,werk nur in dem ,zusammenwirken der normalen1 differenzierten und knstlerisch intonierten ,register suchen und es aufgeben1 ein volles ,werk zusammenzulgen84 ,lge besteht nicht in der ,kunst1 denn ,kunst ist ,wahrheit4 ,aber1 sogar wenn wir die knstlerische ,einsicht besessen htten1 uns nicht durch die gesteigerte ,mglichkeit der ,winderzeugung auf falsche ,bahn leiten zu lassen1 wre unser ,orgelbau doch auf diese ,bahn gedrngt worden4 ,das ,ganze ist nmlich eine finanzielle ,frage4 ,unser ,orgelbau befand sich in der ,zwangslage1 auf diejenigen ,erfindungen auszugehen1 die ,verbilligung1 d4 h4 ,bestehen in der ,konkurrenz ermglichten4 ,alles andere1 die rein knstlerischen ,probleme1 muten notgedrungen mehr daneben liegen bleiben4 ,die letzten vierzig ,jahre1 das ,erfindungszeitalter im ,orgelbau1 werden vor der ,geschichte einst nicht als die groen ,jahre des knstlerischen ,fortschritts dastehen1 wie manche unter uns meinen1 sondern man wird sie berschreiben3 ,kampf des ,kaufmnnischen mit dem ,knstlerischen4 ,sieg des ,kaufmnnischen ber das ,knstlerische48 ,ein ,haus1 das das ,knstlerische ber das ,kaufmnnische stellte1 war von vornherein verloren4 ,der ,erfindungstaumel1 der uns ,organisten in dieser ,periode ergriff1 verlangte uere1 epochemachende1 verbilligende ,entdeckungen4 ,diesem ,geiste muten sich unsere ,orgelbauer1 manche1 wie ich wei1 innerlich ergrimmt1 beugen4 ,so sind wir bei der ,fabrikorgel angelangt1 der guten braven ,fabrikorgel4 ,was von ,kunst an ihr ist1 verdanken wir der ,aufopferung unserer ,orgelbauer1 die auch bei diesen herabgesetzten ,preisen noch das ,beste leisteten1 was zu leisten war1 und zufrieden waren1 wenn sie berhaupt bestehen konnten4 ,vor dem richtenden ,urteil der ,geschichte werden sie einst1 trotzdem ihre ,orgeln nur gute ,fabrikorgeln sind1 ehrenvoll bestehen2 wir aber1 die wir ber die zu bauenden ,orgeln entschieden und whnten1 da die ,kunst von der sich unterbietenden ,konkurrenz profitieren knne1 werden klein dastehen1 weil wir nicht hinreichend begriffen1 was wir als ,schler des alten ,bach htten begreifen mssen3 da ein ,orgelbauer nur dann ein ,knstler sein kann1 wenn er als ,knstler von einem ,knstler gehalten wird4 ,fehlt ihm dieser ,halt1 so wird er durch die ,macht der ,umstnde ,kaufmann in ,kunstgegenstnden4 ,gewi gab es auch ,ausnahmen4 ,aber im allgemeinen knnen wir ,organisten es nicht leugnen1 da wir dem ,zug der ,zeit nach ,verbilligung folgten1 und da derjenige oft die ,bestellung erhielt1 der fr denselben ,preis ein oder zwei ,register -- und war es nur ein mageres olinlein oder ein ,druckknpfchen -- mehr bot1 ohne da wir uns fragten1 ob damit knstlerische ,arbeit1 d4 h4 solche1 die weder mit ,zeit noch mit ,lohn ngstlich zu rechnen braucht1 noch mglich ist4 ,ein gtiges ,schicksal bewahrte zu derselben ,zeit ,cavaill-,coll1 in diese ,bahn gedrngt zu werden4 ,seine ,hauptttigkeit fiel in das letzte ,jahrzehnt des ,kaiserreichs1 wo ,geld fr kirchliche ,zwecke reichlich vorhanden war4 ,nachher boten ihm ,guilmant und ,widor1 seine knstlerischen ,berater1 durch ihren ,halt eine solche ,superioritt1 da er seine ,preise nicht nach der ,konkurrenz zu richten brauchte4 ,ja1 der alte ,cavaill81 sagte mir unlngst einer unserer sympathischsten ,orgelbauer1 wenn bei dem ein ,arbeiter drei ,wochen an etwas gearbeitet hatte und es pate ihm nicht ganz1 lie er's von vorne anfangen1 und wenn's wieder nicht pate1 noch einmal4 ,wer von uns kann das8 ,wir wrden keine drei ,monate existieren48 ,zuletzt zwar ereilte ihn das ,schicksal4 ,in den letzten ,jahren hatte er mit ,zahlungsschwierigkeiten zu kmpfen4 ,zwar wurde die ,firma in dem ehrwrdigen ,haus1 #ae ,avenue du ,maine1 in dem geschftigen ,viertel der ,gare ,montparnasse gerettet2 ,cavaill aber starb arm1 ohne den ,seinen etwas zu hinterlassen4 ,dafr aber singen die ,orgeln von ,st4 ,sulpice und ,notre-,dame seinen ,ruhm1 solange noch ein ,stein auf dem andern bleibt4 ,bis einst ,paris wie ,babel ein ,trmmerhaufe ist1 werden diejenigen1 welche fr die zauberhafte ,schnheit seiner ,orgeln empfnglich sind1 beim ,verlassen von ,notre-,dame und ,st4 ,sulpice mit ,ergriffenheit desjenigen gedenken1 der es wagte1 der ,zeit trotzend1 rein ,knstler zu bleiben4 ,cavaill-,coll war sich bewut1 in der ,barckerlade1 die er zum ersten ,male in der ,basilikakirche zu ,st4 ,denis anwendete1 das ,ideal der bertragung der ,taste zur ,pfeife gefunden zu haben4 ,an ,ressourcen begngte er sich mit ,koppeln und den ,appels der ,mixturen und ,zungen4 ,fr groe ,orgeln gab er eine einfache ,reihe freier ,kombinationen zu2 so schon auf der ,orgel zu ,st4 ,sulpice und auf der zu ,notre-,dame4 ,alle in dieser ,richtung weitergehenden ,bestrebungen interessierten ihn nicht3 seine ganzen ,erfindungen und ,anstrengungen waren auf die ,vervollkommnung der ,intonation und der ,ansprache gerichtet1 also gerade auf das1 was beim deutschen ,orgelbau zurcktreten mute4 ,in der ,klangstrke1 die er dem einzelnen ,register gab1 blieb er konservativ4 ,er konstruierte zwar ,hochdruckzungen 7trompettes en chamade7 fr ,schwellwerke2 fr die anderen ,register suchte er nur die ,tonschnheit4 ,auch seine ,flten1 nicht nur seine ,prinzipale und ,gamben1 sind von wunderbarer ,schnheit4 ,vielleicht fehlt ihnen die interessante ,mannigfaltigkeit1 die einzelne deutsche ,orgelbauer in der ,fltenfamilie erreicht haben4 ,um sich den ,unterschied zwischen franzsischer und deutscher ,orgel zu vergegenwrtigen1 ziehe man auf beiden alle ,grundstimmen #af1 #h1 #d1 #b auf allen ,manualen4 ,auf der deutschen ,orgel wirkt das ,ensemble sehr oft hart1 zuweilen unausstehlich4 ,ich kenne moderne ,orgeln1 auf denen sogar die smtlichen achtfigen ,grundstimmen des ,i4 ,manuals nicht eine ertrgliche ,wirkung hervorbringen4 ,von unseren ,doppelflten lat uns schweigen4 ,ein ,orgelbauer gestand mir1 da ihm vor den ,doppelflten1 die man ihm zu bauen auferlegt1 graute1 und ich selbst hre in gewissen ,orgeln die ,doppelflte deutlich noch im vollen ,werk6 ,nun bilden aber die smtlichen ,grundstimmen die ,grundlage des vollen ,werks4 ,wenn schon die ,grundlage keine schne ,toneinheit ist1 was soll aus dem vollen ,werk werden8 ,ganz anders bei ,cavaill4 ,die ,grundstimmen werden im ,hinblick auf die ,toneinheit1 die sie bilden sollen1 intoniert4 ,sowohl die jedes ,manuals fr sich als die vereinigten bilden ein ausgeglichenes harmonisches ,ganzes1 und zwar so1 da in dem ,ganzen die ,individualitten der drei ,klaviere voll zur ,geltung kommen4 ,die ,grundstimmen des ,hauptwerks geben die ,grundierung ab4 ,sie sind unverhltnismig weich1 aber in einem vollendet gesunden ,ton gehalten2 die des ,,ii4 ,klaviers bringen gewissermaen die ,helligkeit hinein2 die des ,,iii4 liefern die ,intensitt4 ,die ,intonation auf dem ,schwellwerk ist viel intensiver als auf dem ,hauptwerk4 ,bei uns merkt man bei voll gezogenen ,grundstimmen die ,ankoppelung des dritten ,werks nicht4 ,bei ,cavaill hingegen ist es1 als ob mit jenem ,augenblicke ,licht1 weileuchtendes ,licht1 in die ,grundstimmenmasse hereinflutete4 ,dabei keine ,hrte1 auch nicht in den obersten ,lagen4 ,weil sie fr solche ,orgeln gedacht sind1 wirken franzsische ,kompositionen auf unseren ,orgeln unertrglich4 ,wie kann ,widor solche gehaltenen ,dissonanzen schreiben68 sagte mir einst ein ,berliner ,organist1 dem ich sehr viel verdanke4 ,wirklich waren sie auf der betreffenden ,orgel unausstehlich1 eine ,qual 444 aber nicht auf ,st4 ,sulpice6 ,um dies zu vermeiden1 nehme ich fr franzsische ,kompositionen auf deutschen ,orgeln nur die ,hlfte der ,grundstimmen1 fast keine #d und #b ,fe auf dem ersten ,klavier1 wegen der oberen ,lage4 ,ich ziehe im ,prinzip nur so viel ,grundstimmen auf dem ,i4 und ,,ii4 ,klavier1 da die dazu gekoppelten vollzhligen ,grundstimmen des ,,iii4 noch deutlich bemerkbar werden und der ,schwellkasten auf die ,grundstimmenmasse wirkt4 ,erst wenn man dies beobachtet1 bringt man ,csar ,franck1 ,widor1 ,guilmant1 ,saint-,sans1 ,gigout und die anderen auf unseren ,orgeln so zu ,gehr1 wie sie sich auf den ihren anhrten und anhren4 ,unsere nicht auf das ,ensemble gerichtete ,intonierung der ,grundstimmen hat nun zur ,folge1 da die ,mixturen sich damit nicht vermischen1 sondern nur stark8 machen1 wozu ihre eigene berkrftige ,intonation noch das ihrige beitrgt4 ,wenn man eine moderne ,orgel hrt1 sieht man immer den ,grundstimmen- und den ,mixturenstrom sich unvermischt einherwlzen1 whrend die ,bestimmung der ,mixturen doch diese ist1 in der ,grundstimmenklangfarbe aufzugehen1 sie lichtreich und durchsichtig1 d4 h4 fr das polyphone ,spiel geeignet zu machen4 ,auf unseren ,orgeln ist es aber einfach unmglich1 eine ,fuge und ein ,prludium von ,bach mit ,grundstimmen und ,mixturen1 welch letztere bald hinzu-1 bald abtreten1 zu spielen und die ,peripetien durch die ,an- und ,abkoppelungen der ,manuale oder durch ,manualwechsel hervortreten zu lassen1 d4 h4 sie als architektonische lebenerfllte ,gebilde der ,musik erstehen zu lassen4 ,auf ,cavaills ,orgel ist dies mglich1 weil alles auf den schnen ,zusammenklang von ,grundstimmen und ,mixturen eingerichtet ist4 ,darum spielen die franzsischen ,organisten die ,bachschen ,fugen in manchem einfacher1 klarer und sachgemer als wir3 ihre ,orgel steht der ,bachschen nher als die unsrige4 ,wir aber mssen die ,bachsche ,fuge unserer ,orgel anpassen4 ,unsere ,auffassungen8 entspringen z4 ,t4 nur der ,not1 was nicht hindert1 da diese ,auffassungen8 von den meisten als ein knstlerischer ,fortschritt angesehen werden4 ,weil wir sie nicht so einfach spielen knnen1 wie sie gedacht ist1 registrieren wir sie und behandeln sie orchestral4 ,wir gieen sie in eine neue ,form1 bringen ,steigerungen und ,diminuendi an1 wo keine im ,fugenplan vorgesehen sind1 weil wir die von ,bach gedachte klare und gesttigte ,klangfarbe auf unserer ,orgel nicht produzieren knnen4 ,und zuletzt hilft doch alles nichts1 denn auf unseren ,orgeln hrt man nur ,diskant und ,ba3 die ,figuren der ,mittelstimmen darauf zu verfolgen1 ist unmglich4 ,von den ,geschmacklosigkeiten1 die beim ,registrieren passieren1 will ich nicht reden4 ,ich habe einmal das ,thema der groen ,g-moll-,fuge mit den ,flten des ,,iii4 ,klaviers intonieren hren1 worauf dann die ganze ,fuge fischleibartig anwuchs4 ,aber geschmacklos oder geschmackvoll registriert3 es bleibt die so gespielte ,fuge unwahr und unnatrlich1 als wollte man ,drersche ,stiche in kolorierter ,kreidezeichnung herausgeben1 damit sie wirken8#d4 ,ich sehe heute noch das berraschte ,gesicht einer unserer berufensten und bekanntesten ,bachsngerinnen1 als sie unlngst auf der ,orgel zu ,st4 ,sulpice unter ,widors ,hnden die ,g-moll-,phantasie in ihrer einfachen tongesttigten durchsichtigen ,form erstehen sah4 ,zurck zu den von ,bach verlangten polyphonen1 nicht orchestralen ,orgeln6 ,feinere ,grundstimmen6 ,harmonische ,einheit der ,grundstimmen6 ,weg mit unseren wenigen schreienden ,mixturen6 ,viele und weiche ,mixturen6 ,wo ist auf unseren ,orgeln die ,mixturenfamilie auf einem ,manual auch nur einigermaen vollstndig vertreten8 ,unsere ,,ii4 und ,,iii4 ,klaviere waren lange ,zeit von ,mixturen entblt4 ,langsam kommt man dazu1 ihnen auch auf kleinen ,orgeln wieder eine ,mixtur zuzugestehen4 ,aber wie lange wird es dauern1 bis die richtige ,mixturenproportion auf allen ,klavieren erreicht ist1 bis es zum ,dogma erhoben ist1 da eine ,orgel desto wahrer1 schner und reicher ist1 je mehr schne feine ,mixturen sie hat1 da sie berhaupt davon nie zuviel haben kann und da auch unsere ,schwellkastenklaviere damit geladen sein mssen8 ,denn die ,bachsche ,fuge verlangt ,homogenitt der ,klangfarbe auf allen drei ,klavieren6 ,sie ist einfarbig gedacht1 wie der ,kupferstich4 ,das ist aber wieder eine ,geldfrage4 ,eine ,orgel mit den richtigen ,mixturen von #dj ,stimmen stellt sich mindestens ebenso teuer als unsere heutigen ,orgeln mit #ej ,stimmen1 wenn nicht teurer4 ,aber es kommt sicher eine ,zeit1 wo wir wieder nicht auf die ,zahl1 sondern auf den klanglichen ,reichtum der ,stimmen sehen1 wo wir die richtige teuere ,orgel von #dj ,stimmen der falschen von #ej vorziehen werden und auf unsere ,instrumente1 bei denen einige wenige brutale ,mixturen gegen den formlosen ,gigantenleib unserer ,grundstimmen in unaufgelstem ,widerstreit liegen1 als auf etwas berwundenes zurckblicken werden4 ,dann1 nicht eher1 ist auch die ,pedalfrage gelst4 ,unsere ,pedale sind zu stark und zugleich zu schwach1 weil der ,ton uncharakteristisch und undeutlich ist4 ,wenn man ein ,pedalsolo auf einer unserer ,orgeln hrt1 meint man1 es wlze sich ein ,drachenleib aus dem ,hintergrunde der ,kirche in wilden schwerflligen ,windungen heraus4 ,setzt dagegen das ,manual zum ,pedal ein1 so fragt man sich alsbald3 wo ist denn das ,pedal8 ,unsere volle ,orgel ruht auf tnernen ,fen1 denn im ,vergleich zum vollen ,werk unserer gekoppelten ,manuale sind unsere ,pedale dann doch immer wieder schwach1 besonders da dann unsere gierigen ,manualgrundstimmen1 da sie schneller zuschnappen als die bedchtigen groen sechzehnfigen ,holztiere1 ihnen den ,wind wegfressen4 ,die ,sttigung des ,pedals mit schnen ,mixturen ist die einzige ,lsung der ,pedalfrage fr das volle ,werk4 ,nun finden sich aber auf unsern ,pedalen fast keine ,mixturen4 ,auch die ,vierfe fehlen durchschnittlich4 ,und die ein oder zwei ,mixturen1 die sich eventuell darauf befinden1 sind unbrauchbar1 weil sie sich nicht mit der ,grundstimmenmasse vermischen1 sondern in unaufgelstem ,zwiespalt mit ihr die ,figuren nur undeutlich machen1 manchmal geradezu akustisch entstellen4 ,andererseits sind wir in der ,steigerung des ,tonvolumens unserer ,pedalgrundstimmen schon weit jenseits der ,grenze des knstlerisch ,erlaubten4 ,man hre einmal die ,f-dur-,toccata auf unseren ,orgeln4 ,wer kann dieses ,hervorkollern der bermigen ,tne schn finden8 ,wer darin die wunderbare ,bachsche ,linie heraushren8 ,nicht bermig starke1 sondern tonreiche1 tonintensive1 biegsame1 sich auch bei gekoppelten ,grundstimmen und ,mixturen aller ,klaviere wie von selbst durchsetzende ,pedale mssen wir bauen4 ,das heit3 nicht bermig starke und nicht bermig viele ,grundstimmen #af und #h1 aber fast genau so viel schn und weich intonierte ,mixturen4 ,ein solches ,pedal ist nie zu schwach und nie zu stark und besonders3 es verdunkelt und verdeckt die ,mittelstimmen des ,manuals nicht4 ,diese ,erkenntnis1 da wir wieder zu den vielen und schnen ,mixturen zurckkehren mssen1 brach sich bei ,cavaill-,coll in der letzten ,periode seines ,schaffens immer mehr ,bahn4 ,sein ,schler ,mutin1 der das ,haus jetzt leitet1 wandelt in des ,meisters ,bahnen und verwirklicht die ,erkenntnis4 ,ich werde den ,augenblick nie vergessen1 wo ich zum ersten ,male verwirklicht hrte1 was ich ertrumte3 ein ideales ,pedal4 ,es war auf der ,musterorgel1 die ,cavaills ,atelier ziert1 einem mixturenreichen ,werk von etwa #gj ,stimmen4 ,auf dem ,pedal sind fast alle ,mixturen1 auch die ,septime1 vertreten4 ,ich spielte ,bachs ,a-moll-,fuge mit gekoppelten ,klavieren1 alle #h1 #d und #b ,grundstimmen und ,mixturen gezogen4 ,die ,linien der ,pedalfiguren standen einem ohne jede ,aufdringlichkeit1 aber mit intensiver ,plastik1 vor ,augen4 ,spielen ,sie sie noch einmal81 sagte ,mutin1 ohne ,mixturen84 ,als ich die ,pedalmixturen einstoen wollte3 ,halt81 sagte er1 die bleiben84 ,und dasselbe ,pedal1 das vorher fr das volle ,werk ohne ,zungen beraus stark genug gewesen war 444 war fr die neue ,registrierung1 obwohl unverndert1 nicht zu stark4 ,zuletzt gebrauchte ich dasselbe volle ,pedal und belie auf den ,klavieren nur die ,prinzipale #h und #d 444 und es war auch nicht zu stark 444 ,da war mir zumut wie einem1 der einen ,blick in die ,zukunft tun durfte1 und ich stieg von der ,bank herunter1 nun innerlich ganz berzeugt1 da die ,zeit der tonstarken8 ,orgel im ,vergehen ist und die ,zeit der tonreichen8 ,orgel1 der ,orgel ,bachs1 der in neuer ,glorie erstehenden alten ,orgel heraufzieht4 ,eine tonreiche ,orgel setzt voraus1 da die ,wellen der einzelnen ,tne unvermischt1 ohne sich gewissermaen ineinander zu legen1 zum ,ohr des ,hrers kommen und sich erst dort als selbstndige ,persnlichkeiten zu der knstlerischen ,einheit in der reichsten ,mannigfaltigkeit verbinden#e4 ,schon ,cavaill hatte den ,phnomenen der entrainements harmoniques8 seine ,aufmerksamkeit zugewendet und auf ,mittel gesonnen1 zu verhindern1 da im vollen ,werk eine ,pfeife dieselben ,tne anderer ,pfeifen frit1 wie die magern ,khe ,pharaos die fetten fraen1 so1 da wir im vollen ,werk einer ,orgel von #ej ,stimmen tatschlich nur #be hren1 wobei die andern nur bis zu einem gewissen ,grade verstrken1 nicht bereichern1 weil sie als ,individualitten physikalisch nicht mehr existieren4 ,mutin hat diese ,versuche zu einem gewissen praktischen ,abschlu gebracht und verwertet sie auf allen ,orgeln4 ,pfeifen mit minimal differenzierten ,mensuren entrainieren sich nie gegenseitig1 sondern jede besteht als ,persnlichkeit1 auch in der grten ,tonmasse4 ,sind die ,durchmesser gleich oder ist die ,verschiedenheit grer1 so ist das ,entrainement im ,bereiche der ,mglichkeit4 ,bei der ,aufstellung einer ,disposition sieht also ,mutin-,cavaill darauf1 da die reichste minimale ,differenzierung der ,mensuren durchgefhrt wird4 ,befriedigt nun aber die ,ansprache unserer ,orgel8 ,ja 444 wenn man rasches ,eintreten des ,tones mit gutem ,ansprechen identisch setzt4 ,und dann nicht einmal4 ,man fhre einmal rapide ,triller in der unteren ,lage des ,manuals aus und schnelle ,passagen mit den ,sechzehnfen auf dem ,pedal6 ,aber schnelles ,eintreten des ,tones ist noch kein gutes ,ansprechen1 denn ,ansprechen heit eben ,an-,sprechen3 da der ,ton von der ,pfeife richtig angesetzt und gewissermaen artikuliert wird4 ,auf unsern ,orgeln poltert der ,ton oft heraus2 er wird nicht angesetzt4 ,eine richtige ,bindung zwischen den einzelnen ,tnen ist dabei unmglich4 ,bei genauem ,hren erfat man immer einen ,zwischenraum zwischen beiden oder1 im ,gegenteil1 sie klingen einen kleinen ,bruchteil einer ,sekunde zusammen4 ,sie legen sich nicht lebendig aneinander1 sondern rollen einander nach wie ,kugeln4 ,die ,orgel ist ein idealer ,chor1 dem nur die ,worte versagt sind4 ,ist es da zu begreifen1 da zuweilen so geringer ,wert auf eine knstlerische ,ansprache der ,stimmen gelegt wird8 ,auch hier ist1 wie mir scheint1 ,cavaills ,schler ,mutin auf dem richtigen ,weg4 ,er geht von der ,beobachtung aus1 da ein ,holzblser seinem ,instrument in den verschiedenen ,lagen verschiedenen ,wind mitteilt4 ,unten viel1 aber mit vorsichtigem ,druck1 in der ,mitte mittelstark1 aber an ,quantitt weniger als unten1 oben sehr wenig1 aber sehr intensiven ,wind2 das ,quantum also jedesmal im umgekehrten ,verhltnis zur ,intensitt4 ,wenn nun der ,tonumfang eines ,blasinstruments im ,verhltnis zu dem eines ,orgelregisters sehr klein ist und doch die ,winddifferenzierung zur richtigen ,ansprache erfordert1 wieviel mehr ein ,orgelregister6 ,also wird die ,lade des ,registers in drei oder vier ,teile geteilt und jede ,einzel-,teillade bekommt den ,winddruck und die ,windzufuhr1 die fr jene ,lage die ideale ,ansprache ermglichen4 ,die groe ,musterorgel im ,atelier von ,cavaill-,mutin arbeitet mit dreigeteilten ,windladen1 die mit ,wind von differenziertem ,druck gespeist werden4 ,natrlich ist der ,bau viel komplizierter1 und die ,kosten erhhen sich bedeutend4 ,aber man hre den ,erfolg6 ,ein solches ,register ist drei andere wert1 davon nicht zu reden1 da nun auch bei vollem ,werk die unteren ,lagen ihren richtigen ,wind bekommen4 ,man hre einmal die ,mittelstimmen einer ,bachschen ,fuge bei so gebauten ,registern6 ,es geht kein ,ton1 kein einziger ,ton verloren1 da er von einer andern ,individualitt als oben und unten ist4 ,ich stehe nicht an1 diese ,orgel im ,atelier ,mutins1 von der sich der ,erbauer nicht zu trennen vermag1 fr die technisch und knstlerisch vollendetste zu erklren1 die vielleicht je gebaut worden ist4 ,sie stellt das ,instrument dar1 das zu ,bachs ,werken pat1 sofern es die ,forderungen verwirklicht1 die seine ,orgelmusik fr die ideale ,orgel aufstellt4 ,wann wird es dahin kommen1 da auf allen ,orgeln diese allerelementarste sthetische ,forderung der ,differenzierung des ,winddrucks erfllt wird8 ,bis jetzt hat1 wenn's gut geht1 jedes ,klavier seinen ,wind1 das erste den strksten1 das zweite einen etwas weniger starken1 das dritte den schwchsten1 wobei der des ersten viel zu stark ist1 weil man ihm ungefhr denselben ,druck gibt1 den man fr die ,speisung der ,pneumatik braucht4 ,man hre1 was dabei fr die ,prinzipale und ,flten herauskommt6 ,wie reich wirkt hingegen die ,orgel1 in der die ,register desselben ,klaviers mit zwei oder drei ,arten von ,wind gespeist werden1 und zwar so1 da jedes den ,wind erhlt1 der durch die vollendetste ,intonation gefordert wird1 wobei noch darauf ,rcksicht zu nehmen wre1 ob es vorn oder hinten1 tief oder hoch steht4 ,welch ein ,reichtum an vollendeten ,tonindividualitten ist in einem solchen ,instrument eingeschlossen6 ,statt dessen findet man bei uns bermig stark intonierte ,mixturen ganz zuvorderst oben disponiert1 die eigens dazu erbaut zu sein scheinen1 die ,schnheit des vollen ,werkes zu zerstren4 ,geradezu unglaublich aber ist1 da manche ,orgelbauer meinen1 sie knnten durch ,differenzierung der ,windzufuhr dasselbe erreichen wie durch ,differenzierung des ,winddrucks1 wo es sich doch beide ,male um ganz verschiedene ,dinge handelt4 ,es gehrt das ,ineinanderwirken beider ,differenzierungen dazu1 um einer ,orgel den schnen ,tonreichtum zu geben4 ,und die ,zungen8 ,sie befriedigen weder auf deutschen noch auf franzsischen ,orgeln1 da sie auf beiden zu stark dominieren4 ,als ich ,widor gelegentlich sagte1 da ich die niederschmetternde ,wucht der sonst so prchtig gearbeiteten franzsischen ,zungen fr einen knstlerischen ,nachteil hielte1 gestand er mir1 da er dieselbe berlegung schon seit ,jahren mit sich herumtrage und der ,ansicht sei1 da wir dazu zurckkehren mten1 ,zungen zu bauen1 die das volle ,werk nicht beherrschen1 sondern sich der ,grundstimmen- und ,mixturenklangfarbe einpassen und sie gewissermaen nur vergolden4 ,gigout vertritt dieselbe ,ansicht4 ,aber welche ,arbeit und ,mhe1 schne1 weiche und dabei gut ansprechende ,zungen zu bauen6 ,wenn wir sie einmal haben1 ist auch die ,frage gelst1 ob man ,bach mit ,zungen spielen darf4 ,mit unsern gewi nicht4 ,aber es scheint mir sicher1 da er bei seiner ,pedalzusammensetzung auf seine acht- und vierfigen ,zungen angewiesen war4 ,und wer wollte leugnen1 da ein ,pedal mit feinen ,zungen1 die zu den ,mixturen hinzutreten1 nicht geradezu ideal sein mu8 ,man vergesse aber die ,vierfe nicht4 ,flte #d1 ,prinzipal #d und ,trompete #d1 nicht grob intoniert1 sollten auf keinem einigermaen vollstndigen ,pedal fehlen4 ,keine ,koppel kann sie fr das volle ,werk ersetzen4 ,ohne sie wlzt sich die ,pedalfigur am ,boden1 statt aufrecht in der ,reihe der ,stimmen einherzugehen4 ,und dies alles ist eine ,geldfrage6 ,bei den heutigen ,preisen knnen die knstlerischen technischen ,probleme1 die zusammen das ,problem der tonreichen1 d4 h4 der tonschnen ,orgel ausmachen1 nicht in den ,vordergrund gestellt werden1 sondern es heit1 fr mglichst wenig ,geld mglichst viele ,register zu bieten und manchmal gegen die bessere berzeugung den ,leuten liefern1 was sie wollen und nicht1 was nach der knstlerischen ,erfahrung des ,erbauers das ,beste ist3 frs ,auge1 nicht fr das ,ohr bauen6 ,unntiges an ,stelle des ,ntigen4 ,wenn man die geniale ,erfindungsgabe unserer deutschen ,orgelbauer1 die in den letzten zehn ,jahren fast nur auf ,verbilligung ausging und ausgehen mute1 auf die rein knstlerischen ,fragen losliee6 ,das kommt aber erst1 wenn wir nicht mehr gedankenlos auf die ,zahl der ,register sehen und uns darein finden1 da die ,preise gut um ein ,drittel in die ,hhe gehen6 ,bis dahin leben wir in der ,periode der guten ,fabrikorgel4 ,wer kann denn bei diesen ,preisen nur prima ,material haben8 ,wie ist eine knstlerische ,intonation dabei mglich8 ,ein ,intonieren nach dem ,lokal1 in knstlerischer ,gewissenhaftigkeit1 d4 h4 viermal so langsam als jetzt1 wo man ngstlich die ,spesen fr jeden ,tag des ,intonateurs ausrechnen mu und wo schon der ,versuch1 knstlerisch zu intonieren1 allen ,gewinn verschlingen wrde4 ,die guten ,intonateure sollten wie ,minister bezahlt sein und in dem ,range der ,knstler so stehen1 da ein knstlerischer ,intonateur gleich sechs ,durchschnittsvirtuosen geachtet wrde1 da ein halbes ,dutzend der letzteren leichter zu finden ist als ein knstlerischer ,intonateur4 ,von den ,ministern hat die ,nachwelt nur die ,folgen der ,fehler1 die sie gemacht haben1 zu tragen2 von den ,virtuosen behlt sie vielleicht den ,namen2 von den ,intonateuren aber das ,werk1 so1 wie es aus ihrer ,hand hervorgegangen ist1 da sich ,generation auf ,generation daran erbaut4 ,wo soll der ,orgelbauer bei den heutigen ,preisen die ,mittel zu ,versuchen hernehmen1 ohne die es keinen ,fortschritt gibt8 ,man sagt1 da wir im ,begriff sind1 ein reiches ,land zu werden4 ,an unsern ,orgeln wird man das dereinst nicht sehen1 denn das frhere arme ,deutschland baute sie reicher4 ,man tusche sich nicht6 ,wie die ,orgeln1 so die ,organisten4 ,kein ,instrument bt einen solchen ,einflu auf die ,knstler aus4 ,vollkommene ,orgeln erziehen ,organisten zur ,vollkommenheit2 unvollkommene erziehen sie zur ,unvollkommenheit und zum falschen ,virtuosentum4 ,dagegen hilft kein ,talent und kein ,genie4 ,die ,orgelkunst ist immer das ,produkt der ,orgelbaukunst4 ,ohne die in ihrer ,art vollendete ,orgelbaukunst seiner ,zeit wre die ,bachsche ,orgelkunst nie entstanden4 ,so ist auch die heutige franzsische ,orgelschule ein ,produkt des vollendeten ,orgelbaues4 ,wir sind in ,deutschland an ,talenten unbedingt reicher4 ,aber einen ,kreis von so auerordentlichen ,meistern1 wie er in ,frankreich in den ,namen ,saint-,sans1 ,guilmant1 ,widor1 ,gigout und ,vierne charakterisiert ist1 besitzen wir nicht4 ,der franzsische ,organist unterscheidet sich vom deutschen durch die ,einfachheit des ,spiels4 ,das ,virtuosenhafte1 das bei uns zum bedeutenden ,organisten gehrt1 existiert dort weniger4 ,erstrebt wird vor allem die ruhige ,plastik1 die das ,tongebilde in seiner ganzen ,gre vor dem ,hrer erstehen lt4 ,es kommt mir vor1 als se der franzsische ,organist sogar ruhiger auf seiner ,orgelbank als wir4 ,bei allen findet man absolute ,przision des ,niederdrckens und des ,aufsteigenlassens der ,taste1 konsequente ,bindung und eine klare1 natrliche ,phrasierung4 ,es gibt bei uns gewi viele ,organisten1 die diese ,eigenschaften in demselben ,mae besitzen1 aber in ,frankreich sind sie eben ,produkt der ,schule4 ,jeder1 auch der sonst mittelmige1 besitzt sie1 whrend es bei uns hervorragende ,spieler gibt1 die z4 ,b4 die absolute ,przision nicht besitzen1 bei denen ,hnde und ,pedal nicht mathematisch genau miteinander gehen1 wodurch die brigen ,eigenschaften ihres ,spiels fr den ,hrer1 der hrt81 beeintrchtigt werden4 ,allerdings ist es auf unsern ,orgeln auch schwerer1 absolut przis zu spielen1 als auf den franzsischen mit ihrer ,kraftbersetzung4 ,was ich an den franzsischen ,organisten immer besonders bewundre1 ist die ,ruhe und ,unfehlbarkeit des ,pedalspiels4 ,ich kann meine ,empfindung nicht besser ausdrcken als wenn ich sage3 der franzsische ,organist spielt objektiver1 der deutsche persnlicher4 ,auch dies liegt wieder an der ,schule4 ,wir haben keine1 sondern ein jeder geht seinen eigenen ,weg4 ,so viel ,organisten1 so viel ,auffassungen4 ,das ist bis zu einem gewissen ,grade ein ,vorteil1 den wir vor den ,franzosen haben4 ,ich erfreue mich oft an der individuellen ,lebhaftigkeit deutscher ,organisten1 wenn sie geschmackvoll ist4 ,andererseits aber gehen wir viel zu weit und bringen aus lauter ,persnlichkeit8 im ,spiel und in der ,komposition die ,leidenschaftlichkeit auf die ,orgel1 die natrliche ,menschenleidenschaftlichkeit1 nicht die wunderbar verklrte objektive ,leidenschaftlichkeit der letzten groen ,prludien und ,fugen ,bachs1 und entstellen die ,werke unseres groen ,meisters1 indem wir sie durch unsere ,menschenleidenschaftlichkeit lebendig machen wollen4 ,die ,orgel selbst soll reden4 ,der ,organist und seine ,auffassung sollen dahinter verschwinden1 s'effacer81 wie man auf franzsisch sagt4 ,er ist1 mit allen seinen ,gedanken1 zu klein fr die sich schon im ueren ,anblick bekundende1 ruhende ,majestt des ,instruments1 das1 wie uns ,bach lehrt1 alle ,gefhle in ,verklrung darstellt#f4 ,vielleicht gehen die ,franzosen ihrerseits in der ,objektivitt des ,spiels zuweilen zu weit4 ,aber die ,ruhe und ,gre1 die darin liegt1 ist so wohltuend1 da man das ,zurcktreten jedes ausgesprochen persnlichen ,gefhls nicht wahrnimmt4 ,orgelspielen81 sagte mir ,widor einmal auf der ,orgelbank zu ,notre-,dame#g1 als die ,strahlen der untergehenden ,sonne in verklrter ,ruhe das dmmerige ,schiff durchzogen1 heit einen mit dem ,schauen der ,ewigkeit erfllten ,willen manifestieren4 ,aller ,orgelunterricht1 der technische und der knstlerische1 geht nur darauf aus1 einen ,menschen zu dieser hheren reinen ,willensmanifestation zu erziehen4 ,dieser ,wille des ,organisten1 der sich in der ,orgel objektiviert1 soll den ,hrer berwltigen4 ,wer den groen konzentrierten ,willen nicht in ein ,bachsches ,fugenthema hineinlegen kann1 da auch der gedankenlose ,hrer sich ihm nicht entziehen kann1 sondern nach dem zweiten ,takt eben auffassen und begreifen mu1 ob er will oder nicht1 und nun die ganze ,fuge hrt und zugleich sieht3 wer ber diesen konzentrierten1 mitteilungskrftigen1 ruhigen ,willen nicht verfgt1 kann zwar dennoch ein groer ,knstler sein1 ist aber kein geborener ,organist4 ,er hat sich eben im ,instrument geirrt1 da die ,orgel die ,objektivierung des ,geistes zum ewigen1 unendlichen ,geist darstellt und ihrem ,wesen und ihrem ,ort entfremdet wird1 sobald sie nur ,ausdruck des subjektiven ,geistes ist48 ,guilmants ,spiel liegt dieselbe ,auffassung vom ,wesen der ,orgel zugrunde1 nur da bei ihm die ,objektivitt durch ein gewisses lyrisches ,empfinden eigentmlich und interessant belebt wird4 ,man kann sagen1 da in der franzsischen ,orgelkunst das ,empfinden fr ,architektur1 das gewissermaen das ,grundelement jeder franzsischen ,kunst ist1 zutage tritt4 ,darum hat auch der ,schwellkasten eine ganz andere ,bedeutung als bei uns4 ,er dient nicht dem ,gefhlsausdruck81 sondern der architektonischen ,linie4 ,auf allen franzsischen ,orgeln sind die ,schwellkastenklaviere so bedeutend1 da man mit der in ihnen eingeschlossenen ,klangmasse den ,grundstimmenton der ganzen ,orgel noch modellieren kann4 ,derjenige81 sagt ,gigout seinen ,schlern1 behandelt den ,schwellkasten recht1 bei dem der ,hrer nicht ahnt1 da berhaupt ein ,schwellkasten in ,funktion tritt1 sondern nur das unmerkliche ,an- und ,abschwellen als notwendig empfindet48 ,dasselbe ,prinzip bringt ,guilmant seinen ,schlern bei4 ,das ,grozgige und ,einfache in der ,schwellkastenbehandlung tritt in der franzsischen ,orgelkunst immer klarer zutage4 ,bei ,csar ,franck und in den lteren ,kompositionen von ,saint-,sans findet sich noch die kleine1 hufige ,benutzung des ,schwellkastens1 wo dieses ,mittel gewissermaen einen ,ersatz fr den der ,orgel fehlenden ,gefhlsausdruck ist1 d4 h4 die ,schwellkastenbehandlung1 die bei uns noch vorwiegt4 ,immer mehr aber setzt sich in der ,folge die einfache1 sparsame1 nur auf die groe ,linie ausgehende ,schwellkastenbenutzung durch1 wie sie dann in den letzten ,werken von ,guilmant und ,widor triumphiert4 ,ihren ,schlern1 und nicht weniger denen ,gigouts1 ist sie in ,fleisch und ,blut bergegangen4 ,man lese die erste ,orgelsymphonie ,viernes daraufhin durch und vergleiche damit die ,angaben in unseren modernen ,orgelkompositionen4 ,unschwer wird man dann von dem ,vorurteil abkommen1 als ob die ,franzosen mit dem ,schwellkasten ,effekthascherei trieben und eingestehen1 da wir gerade hierin von ihnen lernen knnen#h4 ,aber wann werden wir solche richtigen ,schwellkasten haben8 ,es ist noch nicht so lange her1 da bei uns bedeutende ,organisten den ,grundsatz vertraten1 da eine kleine ,orgel keinen ,schwellkasten brauche1 ebensowenig wie es ntig sei1 bei solchen ,orgeln das ,pedal bis zum ,f zu fhren4 ,aber ,schwellkasten und vollstndiges ,pedal gehren eben zum ,wesen der ,orgel1 wie die vier ,fe zum ,pferd4 ,lieber zwei oder drei ,register weniger1 denn mit einem richtigen ,schwellkasten kann man aus jedem ,register zwei machen4 ,gerade bei den kleinen ,orgeln treten gewisse ,vorzge der franzsischen ,instrumente ungleich strker hervor als bei den groen4 ,auch im ,registrieren sind die ,franzosen einfacher als wir4 ,in einer deutschen ,orgelkomposition steht fast doppelt so viel ,registerwechsel vorgeschrieben als in einer franzsischen4 ,ein ,meister der geistreichen ,registrierung ist ,saint-,sans4 ,guilmant registriert uerst geschickt und geschmackvoll4 ,widor verzichtet fast1 und dies je mehr und mehr1 auf ,registrierung4 ,ich kann das ,registrieren als ,registerwechsel1 rein auf ,vernderung der ,klangfarbe berechnet1 nicht mehr gut begreifen81 sagte er mir einst1 und empfinde nur diejenige ,vernderung in der ,klangfarbe als richtig1 die durch eine ,peripetie des ,stckes unbedingt gefordert ist4 ,je einfacher wir registrieren1 desto nher kommen wir ,bach84 ,in dem ersten ,stck seiner ,symphonie ,romane8 besteht alles ,registrieren1 zehn ,seiten lang1 nur darin1 da ,mixturen und ,zungen zu den gekoppelten ,grundstimmen zu- und wegtreten4 ,freilich darf man nicht vergessen1 da der franzsische ,schwellkasten in seiner ,wirkung auf die ,gesamtorgel vieles ermglicht1 was wir auf unseren ,orgeln nur durch ,registrieren ausfhren knnen4 ,zu den formellen ,vorzgen der franzsischen ,orgelkompositionen mchte ich noch die klug berechnete1 wirkungsvolle ,verwendung des ,pedals und das ,vermeiden jeglicher unntigen ,oktavenverdoppelungen sowohl im ,manual wie im ,pedal rechnen4 ,es scheint mir1 als ob unsere jngeren ,komponisten die ,pedalverwertung in den groen ,prludien und ,fugen ,bachs nicht hinreichend studiert haben1 sonst mten sie von selbst auf das ,verfehlte einer ununterbrochenen ,mitwirkung des ,pedals aufmerksam werden4 ,von den in modernen ,kompositionen so hufig vorgeschriebenen ,oktaven sind ber achtzig ,prozent gewhnlich sinnlos1 verschulden nur ein ungebundenes ,spiel und wirken nicht4 ,man studiere einmal ,widors ,werke auf die ,verwendung des ,pedals und der ,oktaven hin6 ,bei genauem ,zusehen entdeckt man eigentlich zwei franzsische ,schulen3 eine altfranzsische1 von deutscher ,kunst direkt nicht beeinflute1 und eine jngere1 die deutschen ,einflu aufweist4 ,zur spezifisch franzsischen wrde ich in der lteren ,generation ,boly 7gest4 #aheh71 ,chauvet und ,csar ,franck zhlen4 ,die jngere ,generation wird etwa durch ,saint-,sans und ,gigout reprsentiert4 ,auch ,gabriel ,piern und der leider so frh verstorbene ,bollmann 7geb4 zu ,ensisheim #ahfb1 gest4 als ,organist von ,st4 ,vincent de ,paul zu ,paris #ahig7 gehrten hierher#i4 ,diese ltere ,schule mute erst mhsam nach einem ,orgelstil ringen1 ohne ihn1 in ihren besten ,vertretern1 jemals ganz zu erreichen4 ,csar ,francks und ,saint-,sans' ,werke#aj sind ,improvisationen genialer ,musiker auf der ,orgel1 nicht so sehr ,orgelwerke1 wenn auch bei den spteren ,werken von ,csar ,franck der ,inhalt gewisse ,vergewaltigungen des ,orgelstils ganz bersehen lt4 ,bollmanns ,kompositionen sind interessante ,jugendversuche1 die sicher zu etwas ,bedeutendem gefhrt htten4 ,gigout#aa steht in dieser ,schule fr sich4 ,er ist der ,klassiker1 der zum reinen ,orgelstil durchgedrungen ist4 ,er hat etwas ,hndelsche ,art an sich4 ,sein ,einflu als ,lehrer ist ganz hervorragend und sein ,spiel wunderbar4 ,diese spezifisch franzsische ,schule kultiviert die ,improvisation1 zwar nicht so wie der alte ,organist von ,notre-,dame -- sein ,name mge der ,nachwelt nicht aufbewahrt werden -- der sich rhmte1 auf seiner ,orgel nie etwas nach ,noten gespielt zu haben1 aber doch so1 da sie einen ganz besonderen ,wert darauf legt4 ,man wrdigt ,saint-,sans erst1 wenn man ihn zu ,st4 ,sverin hat improvisieren hren1 wo er zuweilen den geistreichen ,prilhou ersetzt4 ,auch ,gigouts ,strke liegt eigentlich vor allem auf diesem ,gebiet4 ,von ,csar ,francks ,improvisationen erzhlt ,vincent d',indy in seinem soeben erschienenen meisterhaften ,buche ber seinen ,lehrer 7,ed4 ,alcan1 ,paris #aijf74 ,als ,franz ,liszt am #c4 ,april #ahff aus ,st4 ,clothilde heraustrat1 war er so ergriffen1 da er zu seiner ,umgebung sagte1 seit ,bach htte niemals jemand so auf der ,orgel improvisiert4 ,guilmant improvisiert gern4 ,widor nicht so sehr1 nur wenn er sich gedrungen fhlt1 etwas zu sagen48 ,viernes ,improvisationen zu ,notre-,dame zeichnen sich durch ihre ,formvollendung aus4 ,zu den hervorragenden ,improvisatoren gehrt auch ,schmidt1 einer der begabtesten der jungen ,generation1 der leider durch seine ,ernennung zum ,matre de ,chapelle an ,st4 ,philipp du ,roule fr die ,orgel vorlufig verloren ist4 ,im allgemeinen spielen ,improvisation und ebenso ,auswendigspielen im franzsischen ,orgelunterricht1 wie ihn frher ,widor1 jetzt ,guilmant und sein ,gehilfe ,vierne am ,konservatorium erteilen1 und nicht minder im ,unterrichte ,gigouts1 eine grere ,rolle als bei uns4 ,fr den ,wettbewerb um den ,organistenposten zu ,notre-,dame wurde gefordert3 ,improvisierung einer ,fuge ber ein gegebenes ,thema1 eine freie ,improvisation und zwanzig moderne oder klassische ,orgelwerke auswendig4 ,der pdagogische ,wert des ,auswendigspielens auf der ,orgel ist aber auch tatschlich ganz ungeheuer1 da der ,schler dabei gezwungen ist1 sich ber alles ,rechenschaft zu geben4 ,wir vernachlssigen das ,auswendigspielen auf der ,orgel vielleicht etwas zu sehr4 ,die andere franzsische ,orgelschule1 durch ,guilmant1 frher an der ,trinit1 und ,widor1 zu ,st4 ,sulpice1 reprsentiert1 ging von ,belgien aus4 ,guilmant und ,widor waren ,schler von ,lemmens1 der seinerseits wieder ,schler von ,hesse war4 ,so waren ,guilmant#ab und ,widor1 wie ihre ersten ,werke zeigen1 von ,anfang an mit dem aus ,bach geflossenen ,orgelstil bekannt und brauchten nicht erst zu suchen und zu tasten4 ,guilmant ist nicht nur einer der hervorragendsten ,spieler1 sondern auch zugleich der universellste ,lehrer der ,jetztzeit1 von hervorragender pdagogischer ,begabung und musikhistorischer ,bildung4 ,er ist es1 der die alte1 vorbachische ,orgelmusik in ,frankreich bekannt machte4 ,was die deutsche ,orgelmusik aus seinen ,werken betreffs der ,form und des ,aufbaus lernen kann1 ist in der deutschen ,kritik seit ,jahren immer betont worden4 ,widor ist mehr ein nach innen gekehrter ,geist4 ,seine zehn ,symphonien#ac stellen die ,entwicklung der ,orgelkunst1 wie er sie an sich erlebt hat1 dar4 ,die ersten sind formvollendete1 mehr von lyrisch-melodischem1 manchmal sogar sentimentalem ,geiste durchwehte ,schpfungen1 die aber in der wunderbar groen ,struktur der ,themen die einzigartig organistische ,begabung des ,schpfers zeigen4 ,mit der fnften ,symphonie verlt er diese ,bahn4 ,das ,lyrische tritt zurck2 etwas anderes ringt nach ,gestaltung4 ,zunchst noch in melodischer ,form1 in der fnften und sechsten ,symphonie1 die zu seinen bekanntesten gehren4 ,die siebente und achte sind bergangswerke4 ,sie sind orgelmig und doch gewagt orchestral gedacht4 ,welch ein ,wunderwerk1 der erste ,satz der achten ,symphonie6 ,zugleich aber tritt das ,herbe immer strker hervor1 das ,herbe1 das ,widor dann in den beiden letzten ,symphonien zur heiligen ,kunst zurckfhrt4 ,es ergeht mir merkwrdig81 sagte er mir in jener ,periode1 auer ,bachs ,prludien und ,fugen1 oder mehr noch1 auer gewissen ,prludien und ,fugen von ,bach1 kann ich keine ,orgelkunst mehr als heilig empfinden1 die nicht durch ihre ,themen1 sei es aus dem ,choral1 sei es aus dem ,gregorianischen ,gesang1 fr die ,kirche geheiligt ist84 ,darum ist die neunte ,symphonie 7,symphonie ,gothique7 ber das ,puer natus est8 als ,weihnachtssymphonie geschrieben und die zehnte 7,symphonie ,romane7 ber das wunderbare ,motiv des ,haec dies8 als ,ostersymphonie gedacht4 ,und als er an einem ,maisonntag1 mit dem ,technischen noch ringend1 das ,finale der ,romanischen ,symphonie zum erstenmal zu ,st4 ,sulpice spielte1 da fhlte ich mit ihm1 da in diesem ,werk die franzsische ,orgelkunst in die heilige ,kunst eingegangen1 jenen ,tod und jene ,auferstehung erlebt hatte1 die jede ,orgelkunst1 und in jedem ,individuum1 erleben mu1 wenn sie ,bleibendes schaffen will4 ,louis ,vierne1 der #aijj als kaum ,dreiigjhriger an die ,notre-,dame-,kirche berufen wurde1 ist ,schler von ,csar ,franck1 ,widor und ,guilmant4 ,seine zwei gro angelegten ,orgelsymphonien versprechen sehr viel#ad4 ,nicht vergessen mchte ich des wackeren ,dallier1 eines ,schlers ,francks1 frher an ,st4 ,eustache1 jetzt an der ,madeleine1 wo er ,nachfolger ,gabriel ,faurs1 des wunderbaren und vollendeten ,improvisators und ,bachkenners1 wurde1 der seinerseits ,dubois' ,nachfolger war4 ,eine ,wiedergabe der ,bachschen ,es-dur-,tripelfuge whrend einer musikalischen ,feier zu ,st4 ,eustache wird mir unvergelich bleiben4 ,von den ,jungen seien genannt3 ,quef1 ,nachfolger ,guilmants an der ,trinit1 ,tournemire an ,st4 ,clothilde1 ,jacob1 ein ganz hervorragender ,spieler1 an ,st4 ,louis d',antin1 ,marti zu ,st4 ,franois-,xavier1 ,libert an der ,basilique ,st4 ,denis1 ,maquaire1 der ,ersatzmann ,widors zu ,st4 ,sulpice1 von dem eine sehr interessante ,orgelsymphonie bei ,hamelle erschienen ist1 ,bret1 der als ,dirigent der ,bachgesellschaft seine ,krfte jetzt ausschlielich in den ,dienst der ,sache des ,altmeisters stellt1 ,mahaut1 ein vollendeter ,spieler1 zugleich begeisterter ,interpret der ,werke seines ,lehrers ,csar ,franck und ,bonnet1 der ,nachfolger ,dalliers an ,st4 ,eustache4 ,gemeinsam ist den beiden ,schulen1 und in beiden den ,alten wie den ,jungen1 die ,verehrung fr ,bach4 ,es wird bei uns kaum mehr und so ausschlielich ,bach gespielt als in manchen ,pariser ,kirchen4 ,whrend des ,offertoriums zu ,notre-,dame zieht ,bachs ,choralvorspiel ber ,o ,mensch bewein' dein' ,snde gro8 durch die mchtigen ,hallen der ,kathedrale4 ,von der ,zukunft der franzsischen ,schule vermag ich nichts zu sagen4 ,l'orgue ,moderne81 eine unter ,widors ,patronat periodisch erscheinende ,sammlung der neueren und neuesten ,versuche1 befriedigt mich eigentlich nicht4 ,formell ist darin alles gut1 weit ausgereifter als die ,erstlingswerke unserer deutschen ,organistenjugend4 ,aber es fehlt die ,erfindung1 der ,sturm und ,drang1 die ,grung1 die einem die ,gewiheit geben knnten1 da aus dieser tchtigen jungen ,generation etwas mehr als ,tchtiges1 etwas ,groes1 ,bleibendes hervorgehen wird4 ,die gleichzeitigen ,werke der jungen deutschen ,organistenwelt zeigen ein weniger groes formelles ,knnen1 zuweilen eine ,verneinung des ,orgelstils1 weniger berlegung und ,klarheit1 aber dafr in manchen einen vielversprechenden ,ideenreichtum4 ,aber was wird berhaupt aus dem franzsischen ,orgelbau und der franzsischen ,orgelkunst werden8 ,was wird die ,trennung von ,kirche und ,staat bringen8 ,schon jetzt richten sich die ,kirchen auf die ,trennung ein und streichen an den ohnehin schon kleinen ,gehltern1 was zu streichen ist4 ,den meisten ,organisten ist schon ein ,viertel ihrer ,bezahlung gekndigt worden4 ,dallier verlor an ,st4 ,eustache zuerst ein ,drittel1 dann die ,hlfte seines ,einkommens und meldete sich daraufhin an die eben freiwerdende ,madeleinekirche4 ,der ,organistenposten zu ,notre-,dame drfte in ,zukunft kaum mehr als #ajjj frcs4 eintragen4 ,der ,orgelbau stockt4 ,herrliche ,orgeln1 die frher in den ,kirchen der ,kongregationen standen1 sind zu ,spottpreisen zu verkaufen4 ,manchmal fragt man sich1 ob das sicherste ,ergebnis der ,trennung vorerst nicht der ,ruin des ,orgelbaues und der ,orgelkunst sein wird4 ,die ,krise1 die beide durchmachen werden1 wird jedenfalls sehr schwer sein4 ,lassen wir die ,zukunft4 ,fr jetzt kommt es darauf an1 da der ,grenzwall zwischen franzsischer und deutscher ,orgelkunst niedergelegt werde1 und da beide voneinander lernen4 ,der deutsche und der franzsische ,genius sind in der ,kunst angewiesen1 einander anzuregen4 ,in der ,orgelkunst ganz besonders1 da wir ,deutschen von den ,franzosen unendlich viel in ,technik und ,form lernen knnen1 die ,franzosen aber durch den ,geist der deutschen ,kunst von einer ,verarmung in ihren reinen und vollendeten ,formen bewahrt werden4 ,aus der ,durchdringung beider ,geistesrichtungen wird neues ,leben hben und drben erstehen4 ,bisher profitieren eigentlich nur die amerikanischen ,organisten von dem ,vorteil1 durch die deutsche und die franzsische ,schule hindurchzugehen1 insofern als sie gewhnlich die ,hlfte ihrer ,lehrzeit in ,deutschland1 die andere ,hlfte in ,paris zubringen4 ,mgen in ,zukunft die deutschen und die franzsischen1 um denselben ,vorteil zu haben1 sich von dem alten knstlerischen ,organisten-,lern- und ,wandertrieb erfassen lassen4 ,vielleicht wird dann ein franzsischer ,organist seine ,kollegen mit der ,kunst der ,reger1 ,wolfrum1 ,lang1 ,franke1 ,de ,lange1 ,reimann1 ,egidi1 ,irrgang1 ,sittard1 ,homeyer1 ,otto ,reubke1 ,straube1 ,beckmann1 ,radecke1 ,g4 ,a4 ,brandt und wie sie alle heien mgen1 bekannt machen1 wie ich es hiermit versucht habe1 deutschen ,organisten das ,wesen der franzsischen ,orgel und der franzsischen ,orgelkunst nher zu bringen#ae4 ,illustration ,anhang4 ,die ,disposition der ,orgel zu ,ste ,clothilde1 auf welcher ,csar ,franck spielte4 #c ,klaviere mit #df klingenden ,stimmen4 ,grand-,orgue3 #ad klingende ,stimmen4 ,montre #af4 ,montre #h4 ,gambe #h4 ,bourdon #af4 ,flte harmonique #h4 ,bourdon #h4 ,prestant #d4 ,octave #d4 ,doublette #b4 ,quinte #c4 ,plein-,jeu4 ,bombarde #af4 ,trompette #h4 ,clairon #d4 ,positif3 #ad klingende ,stimmen4 ,bourdon #af4 ,montre #h4 ,gambe #h4 ,flte harmonique #h4 ,bourdon #h4 ,salicional #h4 ,prestant #d4 ,flte octaviante #d4 ,quinte #c4 ,plein-,jeu4 ,doublette ,clarinette #h4 ,trompette #h4 ,clairon #d4 ,rcit3 7im ,schwellkasten7 #aj klingende ,stimmen4 ,viole de ,gambe #h4 ,voix cleste #h4 ,bourdon #h4 ,flte harmonique #h4 ,flte octaviante #h4 ,octavin #b4 ,basson-,hautbois #h4 ,trompette #h4 ,clairon #d4 ,voix humaine #h4 ,pdale3 #h klingende ,stimmen4 ,contre-,basse #af4 ,flte #h4 ,quintaton #cb4 ,octave #d4 ,basson #af4 ,bombarde #af4 ,trompette #h4 ,clairon #d4 #ac ,koppeln und ,kombinationszge4 ,die ,disposition der ,orgel ,widors zu ,st4 ,sulpice4 7,erbaut #ahfa-fb47 #e ,klaviere4 #ajj klingende ,stimmen4 ,premier ,clavier4 ,grand ,chur3 #ac klingende ,stimmen4 ,doublette #b4 ,octave #d4 ,groe ,fourniture #d r4 ,groe ,cymbale #f r4 ,plein-,jeu #d r4 ,cornet #e r4 #a;e ,trompette #h4 #b;e ,trompette #h4 ,clairon #d4 ,clairon-,doublette #b4 ,basson #af4 ,basson #h4 ,bombarde #af4 ,deuxime ,clavier4 ,grand ,orgue3 #ac klingende ,stimmen4 ,principal #af4 ,montre #af4 ,bourdon #af4 ,flte conique #af4 ,flte harmonique #h4 ,flte traversire #h4 ,montre #h4 ,diapason #h4 ,bourdon #h4 ,flte pavillon #h4 ,salicional #h4 ,prestant #d4 ,groe ,quinte #e4 ,troisime ,clavier4 ,positif3 #bj klingende ,stimmen4 ,violon ,basse #af4 ,quintaton #af4 ,quintaton #h4 ,flte traversire #h4 ,salicional #h4 ,gamba #h4 ,unda maris #h4 ,flte douce #d4 ,flte octaviante #d4 ,dulciana #d4 ,plein-,jeu #c et #f r4 ,quinte #b4 ,doublette #b4 ,tirce #a4 ,larigot #a4 ,piccolo #a4 ,basson #af4 ,baryton #h4 ,clairon #d4 ,trompette #h4 ,quatrime ,clavier4 ,rcit ,expressif3 #ba klingende ,stimmen4 ,quintaton #af4 ,diapason #h4 ,violoncelle #h4 ,bourdon #h4 ,flte harmonique #h4 ,voix cleste #h4 ,flte octaviante #d4 ,prestant #d4 ,doublette #b4 ,basson-,hautbois #h4 ,cromorne #h4 ,voix humaine #h4 ,dulciana #d4 ,fourniture #d r4 ,cymbale #e r4 ,nazard #b4 ,octavin #b4 ,cornet #e r4 ,bombarde #af4 ,trompette #h4 ,clairon #d4 ,cinquime ,clavier4 ,solo3 #ba klingende ,stimmen4 ,bourdon #af4 ,flte conique #af4 ,principal #h4 ,flte harmonique #h4 ,viola da ,gamba #h4 ,bourdon #h4 ,violoncelle #h4 ,kraulophon #h4 ,flte octaviante #d4 ,prestant #d4 ,groe ,quinte #e4 ,groe ,tirce #c4 ,quinte #b4 ,octave #d4 ,octavin #b4 ,cornet #e r4 ,septime #b4 ,bombarde #af4 ,trompette #h4 ,clairon #d4 ,trompette harmonique #h 7,hochdruck74 ,pdale3 #ab klingende ,stimmen4 ,principal-,basse #cb4 ,contrebasse #af4 ,soubasse #af4 ,flte #h4 ,violoncelle #h4 ,flte #d4 ,clairon #d4 ,ophiclide #h4 ,trompette #h4 ,basson #af4 ,bombarde #af4 ,contre ,bombarde #cb4 #bj ,koppeln und ,kombinationszge2 dazu eine freie ,kombination fr jedes ,klavier4 ,das vierte ,klavier steht im ,schwellkasten4 ,die ,orgel zu ,notre-,dame ist hnlich disponiert1 nur da sie #ad klingende ,stimmen weniger hat4 ,der ,fortschritt der ,orgeln zu ,st4 ,sulpice und ,notre-,dame verglichen mit der zu ,ste ,clothilde besteht also in der ,verwendung der ,mixturen1 die auf den frheren ,orgeln ,cavaills nicht so reich vertreten waren4 ,man lasse die glnzenden ,zungenstimmen beiseite3 dann sind ,st4 ,sulpice und ,notre-,dame die idealsten ,bach-,orgeln1 die man sich denken kann4 ,mutin1 ,cavaills ,nachfolger1 zieht nur die ,konsequenzen der ,evolution seines groen ,lehrers1 indem er nun auch dem ,pedal entsprechend viele ,mixturen zugesteht1 wozu ,cavaill sich noch nicht hatte entschlieen knnen4 ,illustration ,funoten3 #a ,diesen ,typus verwirklicht die eben vollendete ,orgel zu ,st4 ,nicola in ,straburg1 ein ,werk der beiden jungen elsssischen ,orgelbauer ,dalstein und ,hrpfer zu ,bolchen in ,lothringen4 ,alle ,koppeln und ,kombinationszge sind doppelt1 als ,pedaltritte und als ,druckknpfe angelegt1 wobei der ,knopf und der ,tritt untereinander durch eine von ,herrn ,dalstein erfundene einfache ,mechanik verbunden sind1 welche den ,preis jeder ,koppel oder ,kombination um etwa zwanzig ,mark erhht4 ,die doppelte ,verwendbarkeit der freien ,kombination1 die die ,handregistrierung nach ,belieben aufhebt oder ergnzt1 macht alle anderen ,ressourcen tatschlich berflssig1 wovon sich auch diejenigen ,organisten berzeugten1 welche anfangs die ,neuerung81 die auf die ,abschaffung des ,piano81 ,mezzoforte81 ,forte81 ,tutti8 ging1 beargwhnten4 ,der ,vorteil der ,mglichkeit1 das erste ,klavier von den andern abzukoppeln und es als ,koppelklavier zu benutzen1 leuchtete nach der ersten praktischen ,demonstration ein4 ,die ganze ,spieltischeinrichtung stellt sich um etwa #bjj ,mark teurer als die gewhnliche4 ,fr eine zweiklavierige ,orgel von zwanzig ,stimmen1 bei der also zwei doppelt angelegte ,pedalkoppeln1 zwei doppelt angelegte ,manualkoppeln1 und drei doppelt verwendbare freie ,kombinationen 7,kl4 ,i1 ,,ii und ,ped47 in ,betracht kmen1 drfte die ,differenz etwa hundert ,mark betragen6 #b ,von den in der bergangszeit8 von ,husern zweiten ,ranges gebauten ,pneumatiken wage ich nicht zu reden4 ,welche ,summen wren ntig1 um jene ,instrumente1 die als ,opfer der ersten ,versuche allsonntglich zum ,himmel schreien1 zu erlsen und ihnen einen neuen gewissen ,geist zu geben86 ,und wie viele unserer mittleren ,orgelbauer1 die einst einfache und schnklingende1 zuweilen geradezu knstlerisch intonierte ,werke bauten1 sind zugrunde gegangen1 weil sie in den ,erfindungen mitmachen muten6 #c ,in sehr groen ,kirchen knnen zwei oder drei knstlerisch gebaute ,hochdruckstimmen von einer grandiosen ,wirkung sein und gehren daher zur ,vollkommenheit des ,instruments4 ,in mittleren ,rumen aber knnen sie den ,orgelklang nur verunstalten und mssen daher im ,orgelbau eine ,ausnahme bleiben4 #d ,auch unser moderner ,flgel pat nicht fr ,bachsche ,musik4 ,diese ,erkenntnis beginnt sich allenthalben zu regen4 ,siehe darber ,wanda ,landowska3 ,sur l'interprtation des uvres de ,clavecin de ,j4 ,s4 ,bach1 ,mercure de ,france #aije4 #e ,es ist mir von jeher aufgefallen1 da gewisse herrliche ,silbermannorgeln in der ,nhe geradezu unschn wirken1 weil die ,individualitt der einzelnen ,register zu ungebrochen fortbesteht4 ,desto herrlicher ist aber ihr ,ton in dem ,schiff der ,kirche4 ,man beobachte auch1 wie solche alte ,orgeln1 auch wenn sie schwach intoniert sind1 durch die ,wnde der ,kirche hindurch wirken6 ,jeder ,ton in der ,polyphonie gelangt klar zum ,ohr des ,hrers auf dem ,vorplatz4 ,wie steht es aber in dieser ,hinsicht mit der modernen ,orgel8 ,sie vermag bei all ihrer ,kraft nur ein dunkles ,sausen und ,gesthne durch die ,steine hinauszusenden4 ,so zeugen sogar die ,steine wider sie und erbringen den ,beweis1 da ihr ,ton nicht trgt84 #f ,dazu gehrt auch1 da der ,organist unsichtbar ist1 was besonders in den neueren protestantischen ,kirchen sehr oft nicht der ,fall ist4 ,mir verleidet es die schnste ,bachsche ,fuge1 wenn ich vom ,schiff aus den ,organisten an seinem ,instrument herumzappeln sehe1 als wollte er den ,glubigen ad oculos demonstrieren1 wie schwer das ,orgelspielen ist4 ,ein ,menschlein vor dem groen ,instrument kann nur grotesk wirken4 ,man erspare uns diesen ,anblick1 indem man um den sichtbaren ,spieltisch ein zum ,orgelgehuse passendes ,gitter auffhrt4 #g ,in der ersten ,zeit nach der ,ernennung ,viernes zum ,organisten von ,notre-,dame spielte ,widor fters auf der ,orgel der ,cathedrale4 ,er studierte damals gerade seine letzte ,orgelsymphonie ein4 #h ,was automatische ,schwellkasten sollen1 kann ich nicht begreifen4 ,sie ffnen und schlieen sich in einer von vornherein ein fr alle ,male festgelegten ,zeit1 bringen also unter ,umstnden das ,pianissimo1 wo der ,komponist den ,hhepunkt des crescendos hinsetzt4 ,diese epochemachende8 ,erfindung erhlt also ihre praktische ,bedeutung erst dann1 wenn es gelingt1 dasselbe ,uhrwerk in dem ,gehirn der ,orgelkomponisten anzubringen1 so da sie nicht anders knnen1 als ihre ,crescendo- und ,decrescendoperioden in den ,maen des automatischen ,einheitsschwellkastens8 zu erdenken4 ,bis dahin mu das automatische ,crescendo der ,vorzug des ,harmoniums bleiben1 wo es als ,expression8 reichlich zur ,geltung gelangt4 ,eine der bekanntesten ,berliner ,orgeln besitzt einen automatischen ,schweller fr das ,fernwerk4 ,sogar automatisch laufende ,walzencrescendi besitzen wir schon4 ,das ist die letzte ,konsequenz der mechanischen ,sklaverei4 #i ,bolys und ,chauvets ,werke haben kaum bleibende ,bedeutung2 ,csar ,francks ,anfngerkompositionen eigentlich 7#f ,pices1 d',orgue4 ,bei ,durand7 auch nicht4 ,aber seine ,trois ,pices pour ,grand-,orgue und seine ,chorals8 betitelten ,groen ,phantasien werden als etwas ,einzigartiges bestehen 7,ed4 ,durand74 ,diese drei ,chorle sind das letzte ,werk ,francks4 ,sie stammen aus dem ,jahre #ahij4 ,als er nicht mehr gehen konnte1 hatte er sich noch nach ,st4 ,clothilde schleppen wollen1 um die ,registrierungsangaben zu vervollstndigen4 ,um ,miverstndnissen vorzubeugen1 bemerke ich1 da ,choral8 in der modernen franzsischen ,orgelliteratur nur eine ,phantasie ber ein gemessenes1 grozgiges ,thema1 das aber frei erfunden wird1 bedeutet4 ,diese ,bezeichnung kam auf1 weil gewisse ,organisten der ltesten ,generation gemeint hatten1 die ,choralthemen in den ,bachschen ,choralphantasien stammten von ,bach selber4 ,unter ,bollmanns ,kompositionen fhre ich an3 ,douze ,pices en ,recueil4 #b;e ,suite2 ,fantaisie 7,leduc72 ,suite gothique2 ,fantaisie dialogue 7,orgel und ,orchester2 fr ,orgel allein von ,eug4 ,gigout arrangiert7 7,durand74 ,gabriel ,piern3 ,trois ,pices pour ,orgue 7,durand74 #aj ,von ,saint-,sans seien erwhnt3 ,trois ,rhapsodies sur des ,cantiques ,bretons 7op4 #g4 ,ed4 ,durand71 von denen die erste und die dritte wirklich ,wunderwerke sind1 die noch dazu den in diesem ,fall seltenen ,vorzug haben1 dem ,hrer alsbald zu gefallen4 ,trois ,prludes et ,fugues pour ,orgue 7op4 #ii4 ,durand72 ,fantaisie pour ,grand-,orgue 7op4 #aja4 ,durand74 ,die beiden letzten ,opera sind geistreich und gehaltvoll1 drften aber als ,orgelstil nicht voll befriedigen4 #aa ,von ,gigouts ,werken seien genannt3 ,six ,pices 7,durand72 ,trois ,pices 7,durand72 ,prlude et ,fugue en ,mi 7,durand72 ,mditation 7,laudy1 ,london72 ,dix ,pices en ,recueil 7,leduc72 ,suite de ,pices 7,richault72 ,suite de trois ,morceaux 7,rosenberg72 ,pomes mystiques 7,durand74 #ab ,alexandre ,guilmant3 ,sieben ,sonaten 7,durand-,schott7 7op4 #db1 #ej1 #ef1 #fa1 #hj1 #hf1 #hi72 ,pices dans diffrents ,styles 7#ah ,hefte1 op4 #ae1 #af1 #ag1 #ah1 #ai1 #bj1 #bd1 #be1 #cc1 #dj1 #dd1 #de1 #fi1 #gj1 #ga1 #gb1 #gd1 #ge7 7,durand-,schott74 ,l'organiste ,pratique2 #ab ,lieferungen 7,durand-,schott72 ,nols1 ,offertoires ,elvations2 #d ,lieferungen 7,durand-,schott72 ,l'organiste ,liturgiste2 #aj ,lieferungen4 ,concert historique d',orgue4 ,besonderes ,verdienst erwirbt sich ,guilmant durch die ,herausgabe der franzsischen ,orgelmeister des #af41 #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts4 ,erschienen sind bisher #f ,jahrgnge4 #ac ,charles ,marie ,widor3 ,symphonies pour ,orgue 7,hamelle74 ,no4 #a-d op4 #ac2 ,no4 #e-h op4 #db 7#b4 ,aufl4 #aijj72 ,no4 #i ,symphonie ,gothique 7op4 #gj72 ,no4 #aj ,symphonie ,romane 7op4 #gc74 #ad ,ed4 ,hamelle4 #ae ,diese ,abhandlung erschien zuerst in ,heft #ac u4 #ad der ,musik8 #aijf4 #e4 ,jahr4