,this book content was graciously contributed by the ,gutenberg ,projekt-,,de4 ,that project is reachable at the web site http3_/_/gutenberg#bjjj4;de4 ,dieses ,buch wurde uns freundlicherweise vom ,gutenberg ,projekt-,,de zur ,verfgung gestellt4 ,das ,projekt ist unter der ,internet-,adresse http3_/_/gutenberg#bjjj4;de erreichbar4 ,laokoon oder ber die ,grenzen der ,malerei und ,poesie ,gotthold ,ephraim ,lessing ,mit beilufigen ,erluterungen verschiedener ,punkte der alten ,kunstgeschichte ,vorrede ,der erste1 welcher die ,malerei und ,poesie miteinander verglich1 war ein ,mann von feinem ,gefhle1 der von beiden ,knsten eine hnliche ,wirkung auf sich versprte4 ,beide1 empfand er1 stellen uns abwesende ,dinge als gegenwrtig1 den ,schein als ,wirklichkeit vor2 beide tuschen1 und beider ,tuschung gefllt4 ,ein zweiter suchte in das ,innere dieses ,gefallens einzudringen1 und entdeckte1 da es bei beiden aus einerlei ,quelle fliee4 ,die ,schnheit1 deren ,begriff wir zuerst von krperlichen ,gegenstnden abziehen1 hat allgemeine ,regeln1 die sich auf mehrere ,dinge anwenden lassen2 auf ,handlungen1 auf ,gedanken1 sowohl als auf ,formen4 ,ein dritter1 welcher ber den ,wert und ber die ,verteilung dieser allgemeinen ,regeln nachdachte1 bemerkte1 da einige mehr in der ,malerei1 andere mehr in der ,poesie herrschten2 da also bei diesen die ,poesie der ,malerei1 bei jenen die ,malerei der ,poesie mit ,erluterungen und ,beispielen aushelfen knne4 ,das erste war der ,liebhaber2 das zweite der ,philosoph2 das dritte der ,kunstrichter4 ,jene beiden konnten nicht leicht1 weder von ihrem ,gefhl1 noch von ihren ,schlssen1 einen unrechten ,gebrauch machen4 ,hingegen bei den ,bemerkungen des ,kunstrichters beruhet das meiste in der ,richtigkeit der ,anwendung auf den einzeln ,fall2 und es wre ein ,wunder1 da es gegen einen scharfsinnigen ,kunstrichter funfzig witzige gegeben hat1 wenn diese ,anwendung jederzeit mit aller der ,vorsicht wre gemacht worden1 welche die ,wage zwischen beiden ,knsten gleich erhalten mu4 ,falls ,apelles und ,protogenes1 in ihren verlornen ,schriften von der ,malerei1 die ,regeln derselben durch die bereits festgesetzten ,regeln der ,poesie besttiget und erlutert haben1 so darf man sicherlich glauben1 da es mit der ,migung und ,genauigkeit wird geschehen sein1 mit welcher wir noch itzt den ,aristoteles1 ,cicero1 ,horaz1 ,quintilian1 in ihren ,werken die ,grundstze und ,erfahrungen der ,malerei auf die ,beredsamkeit und ,dichtkunst anwenden sehen4 ,es ist das ,vorrecht der ,alten1 keiner ,sache weder zu viel noch zu wenig zu tun4 ,aber wir ,neuern haben in mehrern ,stcken geglaubt1 uns weit ber sie wegzusetzen1 wenn wir ihre kleinen ,lustwege in ,landstraen verwandelten2 sollten auch die krzern und sichrern ,landstraen darber zu ,pfaden eingehen1 wie sie durch ,wildnisse fhren4 ,die blendende ,antithese des griechischen ,voltaire1 da die ,malerei eine stumme ,poesie1 und die ,poesie eine redende ,malerei sei1 stand wohl in keinem ,lehrbuche4 ,es war ein ,einfall1 wie ,simonides mehrere hatte2 dessen wahrer ,teil so einleuchtend ist1 da man das ,unbestimmte und ,falsche1 welches er mit sich fhret1 bersehen zu mssen glaubet4 ,gleichwohl bersahen es die ,alten nicht4 ,sondern indem sie den ,ausspruch des ,simonides auf die ,wirkung der beiden ,knste einschrnkten1 vergaen sie nicht einzuschrfen1 da1 ohngeachtet der vollkommenen hnlichkeit dieser ,wirkung1 sie dennoch1 sowohl in den ,gegenstnden als in der ,art ihrer ,nachahmung 7ulh kai tropoi,v mimhsew,v7 verschieden wren4 ,vllig aber1 als ob sich gar keine solche ,verschiedenheit fnde1 haben viele der neuesten ,kunstrichter aus jener bereinstimmung der ,malerei und ,poesie die krudesten ,dinge von der ,welt geschlossen4 ,bald zwingen sie die ,poesie in die engern ,schranken der ,malerei2 bald lassen sie die ,malerei die ganze weite ,sphre der ,poesie fllen4 ,alles was der einen recht ist1 soll auch der andern vergnnt sein2 alles was in der einen gefllt oder mifllt1 soll notwendig auch in der andern gefallen oder mifallen2 und voll von dieser ,idee1 sprechen sie in dem zuversichtlichsten ,tone die seichtesten ,urteile1 wenn sie1 in den ,werken des ,dichters und ,malers ber einerlei ,vorwurf1 die darin bemerkten ,abweichungen voneinander zu ,fehlern machen1 die sie dem einen oder dem andern1 nach dem sie entweder mehr ,geschmack an der ,dichtkunst oder an der ,malerei haben1 zur ,last legen4 ,ja diese ,afterkritik hat zum ,teil die ,virtuosen selbst verfhret4 ,sie hat in der ,poesie die ,schilderungssucht1 und in der ,malerei die ,allegoristerei erzeuget2 indem man jene zu einem redenden ,gemlde machen wollen1 ohne eigentlich zu wissen1 was sie malen knne und solle1 und diese zu einem stummen ,gedichte1 ohne berlegt zu haben1 in welchem ,mae sie allgemeine ,begriffe ausdrcken knne1 ohne sich von ihrer ,bestimmung zu entfernen1 und zu einer willkrlichen ,schriftart zu werden4 ,diesem falschen ,geschmacke1 und jenen ungegrndeten ,urteilen entgegenzuarbeiten1 ist die vornehmste ,absicht folgender ,aufstze4 ,sie sind zuflliger ,weise entstanden1 und mehr nach der ,folge meiner ,lektre1 als durch die methodische ,entwickelung allgemeiner ,grundstze angewachsen4 ,es sind also mehr unordentliche ,kollektanea zu einem ,buche1 als ein ,buch4 ,doch schmeichle ich mir1 da sie auch als solche nicht ganz zu verachten sein werden4 ,an systematischen ,bchern haben wir ,deutschen berhaupt keinen ,mangel4 ,aus ein paar angenommenen ,worterklrungen in der schnsten ,ordnung alles1 was wir nur wollen1 herzuleiten1 darauf verstehen wir uns1 trotz einer ,nation in der ,welt4 ,baumgarten bekannte1 einen groen ,teil der ,beispiele in seiner sthetik ,gesners ,wrterbuche schuldig zu sein4 ,wenn mein ,raisonnement nicht so bndig ist als das ,baumgartensche1 so werden doch meine ,beispiele mehr nach der ,quelle schmecken4 ,da ich von dem ,laokoon gleichsam aussetzte1 und mehrmals auf ihn zurckkomme1 so habe ich ihm auch einen ,anteil an der ,aufschrift lassen wollen4 ,andere kleine ,ausschweifungen ber verschiedene ,punkte der alten ,kunstgeschichte tragen weniger zu meiner ,absicht bei1 und sie stehen nur da1 weil ich ihnen niemals einen bessern ,platz zu geben hoffen kann4 ,noch erinnere ich1 da ich unter dem ,namen der ,malerei die bildenden ,knste berhaupt begreife2 so wie ich nicht dafr stehe1 da ich nicht unter dem ,namen der ,poesie auch auf die brigen ,knste1 deren ,nachahmung fortschreitend ist1 einige ,rcksicht nehmen drfte4 ,i4 ,das allgemeine vorzgliche ,kennzeichen der griechischen ,meisterstcke in der ,malerei und ,bildhauerkunst setzet ,herr ,winckelmann in eine edele ,einfalt und stille ,gre1 sowohl in der ,stellung als im ,ausdrucke4 ,so wie die ,tiefe des ,meeres1 sagt er #a71 allezeit ruhig bleibt1 die ,oberflche mag auch noch so wten1 ebenso zeiget der ,ausdruck in den ,figuren der ,griechen bei allen ,leidenschaften eine groe und gesetzte ,seele4 #a4 ,von der ,nachahmung der griechischen ,werke in der ,malerei und ,bildhauerkunst1 ,s4 #ba4 #bb4 ,diese ,seele schildert sich in dem ,gesichte des ,laokoons1 und nicht in dem ,gesichte allein1 bei dem heftigsten ,leiden4 ,der ,schmerz1 welcher sich in allen ,muskeln und ,sehnen des ,krpers entdecket1 und den man ganz allein1 ohne das ,gesicht und andere ,teile zu betrachten1 an dem schmerzlich eingezogenen ,unterleibe beinahe selbst zu empfinden glaubt2 dieser ,schmerz1 sage ich1 uert sich dennoch mit keiner ,wut in dem ,gesichte und in der ganzen ,stellung4 ,er erhebt kein schreckliches ,geschrei1 wie ,virgil von seinem ,laokoon singet2 die ffnung des ,mundes gestattet es nicht3 es ist vielmehr ein ngstliches und beklemmtes ,seufzen1 wie es ,sadolet beschreibet4 ,der ,schmerz des ,krpers und die ,gre der ,seele sind durch den ganzen ,bau der ,figur mit gleicher ,strke ausgeteilet1 und gleichsam abgewogen4 ,laokoon leidet1 aber er leidet wie des ,sophokles ,philoktet3 sein ,elend gehet uns bis an die ,seele2 aber wir wnschten1 wie dieser groe ,mann das ,elend ertragen zu knnen4 ,der ,ausdruck einer so groen ,seele geht weit ber die ,bildung der schnen ,natur4 ,der ,knstler mute die ,strke des ,geistes in sich selbst fhlen1 welche er seinem ,marmor einprgte4 ,griechenland hatte ,knstler und ,weltweise in einer ,person1 und mehr als einen ,metrodor4 ,die ,weisheit reichte der ,kunst die ,hand1 und blies den ,figuren derselben mehr als gemeine ,seelen ein1 usw4 ,die ,bemerkung1 welche hier zum ,grunde liegt1 da der ,schmerz sich in dem ,gesichte des ,laokoon mit derjenigen ,wut nicht zeige1 welche man bei der ,heftigkeit desselben vermuten sollte1 ist vollkommen richtig4 ,auch das ist unstreitig1 da eben hierin1 wo ein ,halbkenner den ,knstler unter der ,natur geblieben zu sein1 das wahre ,pathetische des ,schmerzes nicht erreicht zu haben1 urteilen drfte2 da1 sage ich1 eben hierin die ,weisheit desselben ganz besonders hervorleuchtet4 ,nur in dem ,grunde1 welchen ,herr ,winckelmann dieser ,weisheit gibt1 in der ,allgemeinheit der ,regel1 die er aus diesem ,grunde herleitet1 wage ich es1 anderer ,meinung zu sein4 ,ich bekenne1 da der mibilligende ,seitenblick1 welchen er auf den ,virgil wirft1 mich zuerst stutzig gemacht hat2 und nchstdem die ,vergleichung mit dem ,philoktet4 ,von hier will ich ausgehen1 und meine ,gedanken in eben der ,ordnung niederschreiben1 in welcher sie sich bei mir entwickelt4 ,laokoon leidet1 wie des ,sophokles ,philoktet4 ,wie leidet dieser8 ,es ist sonderbar1 da sein ,leiden so verschiedene ,eindrcke bei uns zurckgelassen4--,die ,klagen1 das ,geschrei1 die wilden ,verwnschungen1 mit welchen sein ,schmerz das ,lager erfllte1 und alle ,opfer1 alle heilige ,handlungen strte1 erschollen nicht minder schrecklich durch das de ,eiland1 und sie waren es1 die ihn dahin verbannten4 ,welche ,tne des ,unmuts1 des ,jammers1 der ,verzweiflung1 von welchen auch der ,dichter in der ,nachahmung das ,theater durchhallen lie4--,man hat den dritten ,aufzug dieses ,stcks ungleich krzer1 als die brigen gefunden4 ,hieraus sieht man1 sagen die ,kunstrichter #b71 da es den ,alten um die gleiche ,lnge der ,aufzge wenig zu tun gewesen4 ,das glaube ich auch2 aber ich wollte mich desfalls lieber auf ein ander ,exempel grnden1 als auf dieses4 ,die jammervollen ,ausrufungen1 das ,winseln1 die abgebrochenen a1 a1 jeu1 attatai1 w moi1 moi6 die ganzen ,zeilen voller papai1 papai1 aus welchen dieser ,aufzug bestehet1 und die mit ganz andern ,dehnungen und ,absetzungen deklamieret werden muten1 als bei einer zusammenhangenden ,rede ntig sind1 haben in der ,vorstellung diesen ,aufzug ohne ,zweifel ziemlich ebensolange dauren lassen1 als die andern4 ,er scheinet dem ,leser weit krzer auf dem ,papiere1 als er den ,zuhrern wird vorgekommen sein4 #b4 ,brumoy1 ,tht4 des ,grecs ,t4 ,,ii4 p4 #hi4 ,schreien ist der natrliche ,ausdruck des krperlichen ,schmerzes4 ,homers verwundete ,krieger fallen nicht selten mit ,geschrei zu ,boden4 ,die geritzte ,venus schreiet laut #c72 nicht um sie durch dieses ,geschrei als die weichliche ,gttin der ,wollust zu schildern1 vielmehr um der leidenden ,natur ihr ,recht zu geben4 ,denn selbst der eherne ,mars1 als er die ,lanze des ,diomedes fhlet1 schreiet so grlich1 als schrien zehntausend wtende ,krieger zugleich1 da beide ,heere sich entsetzen #d74 #c4 ,iliad4 ,e4 v4 #cdc4 h de mega iacousa-- #d4 ,iliad4 ,e4 v4 #hei4 ,soweit auch ,homer sonst seine ,helden ber die menschliche ,natur erhebt1 so treu bleiben sie ihr doch stets1 wenn es auf das ,gefhl der ,schmerzen und ,beleidigungen1 wenn es auf die uerung dieses ,gefhls durch ,schreien1 oder durch ,trnen1 oder durch ,scheltworte ankmmt4 ,nach ihren ,taten sind es ,geschpfe hherer ,art2 nach ihren ,empfindungen wahre ,menschen4 ,ich wei es1 wir feinern ,europer einer klgern ,nachwelt wissen ber unsern ,mund und ber unsere ,augen besser zu herrschen4 ,hflichkeit und ,anstand verbieten ,geschrei und ,trnen4 ,die ttige ,tapferkeit des ersten rauhen ,weltalters hat sich bei uns in eine leidende verwandelt4 ,doch selbst unsere ,ureltern waren in dieser grer1 als in jener4 ,aber unsere ,ureltern waren ,barbaren4 ,alle ,schmerzen verbeien1 dem ,streiche des ,todes mit unverwandtem ,auge entgegensehen1 unter den ,bissen der ,nattern lachend sterben1 weder seine ,snde noch den ,verlust seines liebsten ,freundes beweinen1 sind ,zge des alten nordischen ,heldenmuts #e74 ,palnatoko gab seinen ,jomsburgern das ,gesetz1 nichts zu frchten1 und das ,wort ,furcht auch nicht einmal zu nennen4 #e4 ,th4 ,bartholinus de causis contemptae a ,danis adhuc gentilibus mortis1 cap4 ,i4 ,nicht so der ,grieche6 ,er fhlte und furchte sich2 er uerte seine ,schmerzen und seinen ,kummer2 er schmte sich keiner der menschlichen ,schwachheiten2 keine mute ihn aber auf dem ,wege nach ,ehre1 und von ,erfllung seiner ,pflicht zurckhalten4 ,was bei dem ,barbaren aus ,wildheit und ,verhrtung entsprang1 das wirkten bei ihm ,grundstze4 ,bei ihm war der ,heroismus wie die verborgenen ,funken im ,kiesel1 die ruhig schlafen1 solange keine uere ,gewalt sie wecket1 und dem ,steine weder seine ,klarheit noch seine ,klte nehmen4 ,bei dem ,barbaren war der ,heroismus eine helle fressende ,flamme1 die immer tobte1 und jede andere gute ,eigenschaft in ihm verzehrte1 wenigstens schwrzte4--,wenn ,homer die ,trojaner mit wildem ,geschrei1 die ,griechen hingegen in entschloner ,stille zur ,schlacht fhret1 so merken die ,ausleger sehr wohl an1 da der ,dichter hierdurch jene als ,barbaren1 diese als gesittete ,vlker schildern wollen4 ,mich wundert1 da sie an einer andern ,stelle eine hnliche charakteristische ,entgegensetzung nicht bemerket haben #f74 ,die feindlichen ,heere haben einen ,waffenstillestand getroffen2 sie sind mit ,verbrennung ihrer ,toten beschftigst1 welches auf beiden ,teilen nicht ohne heie ,trnen abgehet2 dakrua ,jerma ceonte,v4 ,aber ,priamus verbietet seinen ,trojanern zu weinen2 oud' eia klaiein ,priamo,v mega,v4 ,er verbietet ihnen zu weinen1 sagt die ,dacier1 weil er besorgt1 sie mchten sich zu sehr erweichen1 und morgen mit weniger ,mut an den ,streit gehen4 ,wohl2 doch frage ich3 warum mu nur ,priamus dieses besorgen8 ,warum erteilet nicht auch ,agamemnon seinen ,griechen das nmliche ,verbot8 ,der ,sinn des ,dichters geht tiefer4 ,er will uns lehren1 da nur der gesittete ,grieche zugleich weinen und tapfer sein knne2 indem der ungesittete ,trojaner1 um es zu sein1 alle ,menschlichkeit vorher ersticken msse4 ,nemessvmai ge men ouden klaiein1 lt er an einem andern ,orte #g7 den verstndigen ,sohn des weisen ,nestors sagen4 #f4 ,iliad4 ,h4 v4 #dba4 #g4 ,odyss4 ,d4 #aie4 ,es ist merkwrdig1 da unter den wenigen ,trauerspielen1 die aus dem ,altertume auf uns gekommen sind1 sich zwei ,stcke finden1 in welchen der krperliche ,schmerz nicht der kleinste ,teil des ,unglcks ist1 das den leidenden ,helden trifft4 ,auer dem ,philoktet1 der sterbende ,herkules4 ,und auch diesen lt ,sophokles klagen1 winseln1 weinen und schreien4 ,dank sei unsern artigen ,nachbarn1 diesen ,meistern des ,anstndigen1 da nunmehr ein winselnder ,philoktet1 ein schreiender ,herkules1 die lcherlichsten unertrglichsten ,personen auf der ,bhne sein wrden4 ,zwar hat sich einer ihrer neuesten ,dichter #h7 an den ,philoktet gewagt4 ,aber durfte er es wagen1 ihnen den wahren ,philoktet zu zeigen8 #h4 ,chateaubrun4 ,selbst ein ,laokoon findet sich unter den verlornen ,stcken des ,sophokles4 ,wenn uns das ,schicksal doch auch diesen ,laokoon gegnnet htte6 ,aus den leichten ,erwhnungen1 die seiner einige alte ,grammatiker tun1 lt sich nicht schlieen1 wie der ,dichter diesen ,stoff behandelt habe4 ,so viel bin ich versichert1 da er den ,laokoon nicht stoischer als den ,philoktet und ,herkules1 wird geschildert haben4 ,alles ,stoische ist untheatralisch2 und unser ,mitleiden ist allezeit dem ,leiden gleichmig1 welches der interessierende ,gegenstand uert4 ,sieht man ihn sein ,elend mit groer ,seele ertragen1 so wird diese groe ,seele zwar unsere ,bewunderung erwecken1 aber die ,bewunderung ist ein kalter ,affekt1 dessen unttiges ,staunen jede andere wrmere ,leidenschaft1 sowie jede andere deutliche ,vorstellung ausschlieet4 ,und nunmehr komme ich zu meiner ,folgerung4 ,wenn es wahr ist1 da das ,schreien bei ,empfindung krperlichen ,schmerzes1 besonders nach der alten griechischen ,denkungsart1 gar wohl mit einer groen ,seele bestehen kann3 so kann der ,ausdruck einer solchen ,seele die ,ursache nicht sein1 warum demohngeachtet der ,knstler in seinem ,marmor dieses ,schreien nicht nachahmen wollen2 sondern es mu einen andern ,grund haben1 warum er hier von seinem ,nebenbuhler1 dem ,dichter1 abgehet1 der dieses ,geschrei mit bestem ,vorsatze ausdrcket4 ,,ii4 ,es sei ,fabel oder ,geschichte1 da die ,liebe den ersten ,versuch in den bildenden ,knsten gemacht habe3 so viel ist gewi1 da sie den groen alten ,meistern die ,hand zu fhren nicht mde geworden4 ,denn wird itzt die ,malerei berhaupt als die ,kunst1 welche ,krper auf ,flchen nachahmet1 in ihrem ganzen ,umfange betrieben3 so hatte der weise ,grieche ihr weit engere ,grenzen gesetzet1 und sie blo auf die ,nachahmung schner ,krper eingeschrnket4 ,sein ,knstler schilderte nichts als das ,schne2 selbst das gemeine ,schne1 das ,schne niedrer ,gattungen1 war nur sein zuflliger ,vorwurf1 seine bung1 seine ,erholung4 ,die ,vollkommenheit des ,gegenstandes selbst mute in seinem ,werke entzcken2 er war zu gro1 von seinen ,betrachtern zu verlangen1 da sie sich mit dem bloen kalten ,vergngen1 welches aus der getroffenen hnlichkeit1 aus der ,erwgung seiner ,geschicklichkeit entspringet1 begngen sollten2 an seiner ,kunst war ihm nichts lieber1 dnkte ihm nichts edler1 als der ,endzweck der ,kunst4 ,wer wird dich malen wollen1 da dich niemand sehen will1 sagt ein alter ,epigrammatist #a7 ber einen hchst ungestaltenen ,menschen4 ,mancher neuere ,knstler wrde sagen3 ,sei so ungestalten1 wie mglich2 ich will dich doch malen4 ,mag dich schon niemand gern sehen3 so soll man doch mein ,gemlde gern sehen2 nicht insofern es dich vorstellt1 sondern insofern es ein ,beweis meiner ,kunst ist1 die ein solches ,scheusal so hnlich nachzubilden wei4 #a4 ,antiochus4 7,antholog4 lib4 ,,ii4 cap4 #dc74 ,harduin ber den ,plinius 7lib4 #ce4 sect4 #cf p4 m4 #fih7 legt dieses ,epigramm einem ,piso bei4 ,es findet sich aber unter allen griechischen ,epigrammatisten keiner dieses ,namens4 ,freilich ist der ,hang zu dieser ppigen ,prahlerei mit leidigen ,geschicklichkeiten1 die durch den ,wert ihrer ,gegenstnde nicht geadelt werden1 zu natrlich1 als da nicht auch die ,griechen ihren ,pauson1 ihren ,pirikus sollten gehabt haben4 ,sie hatten sie2 aber sie lieen ihnen strenge ,gerechtigkeit widerfahren4 ,pauson1 der sich noch unter dem ,schnen der gemeinen ,natur hielt1 dessen niedriger ,geschmack das ,fehlerhafte und ,hliche an der menschlichen ,bildung am liebsten ausdrckte #b71 lebte in der verchtlichsten ,armut #c74 ,und ,pirikus1 der ,barbierstuben1 schmutzige ,werksttte1 ,esel und ,kchenkruter1 mit allem dem ,fleie eines niederlndischen ,knstlers malte1 als ob dergleichen ,dinge in der ,natur so viel ,reiz htten1 und so selten zu erblicken wren1 bekam den ,zunamen des ,rhyparographen #d71 des ,kotmalers2 obgleich der wollstige ,reiche seine ,werke mit ,gold aufwog1 um ihrer ,nichtigkeit auch durch diesen eingebildeten ,wert zu ,hilfe zu kommen4 #b4 ,jungen ,leuten1 befiehlt daher ,aristoteles1 mu man seine ,gemlde nicht zeigen1 um ihre ,einbildungskraft1 so viel mglich1 von allen ,bildern des ,hlichen rein zu halten4 7,polit4 lib4 ,,viii4 cap4 #e4 p4 #ebf4 ,edit4 ,conring47 ,herr ,boden will zwar in dieser ,stelle anstatt ,pauson1 ,pausanias gelesen wissen1 weil von diesem bekannt sei1 da er unzchtige ,figuren gemalt habe 7de umbra poetica1 comment4 ,i4 p4 ,,xiii474 ,als ob man es erst von einem philosophischen ,gesetzgeber lernen mte1 die ,jugend von dergleichen ,reizungen der ,wollust zu entfernen4 ,er htte die bekannte ,stelle in der ,dichtkunst 7cap4 ,,ii4 7 nur in ,vergleichung ziehen drfen1 um seine ,vermutung zurckzubehalten4 ,es gibt ,ausleger 7z4 ,e4 ,khn1 ber den lian ,var4 ,hist4 lib4 ,,iv4 cap4 #c71 welche den ,unterschied1 den ,aristoteles daselbst zwischen dem ,polygnotus1 ,dionysius und ,pauson angibt1 darin setzen1 da ,polygnotus ,gtter und ,helden1 ,dionysius ,menschen1 und ,pauson ,tiere gemalt habe4 ,sie malten allesamt menschliche ,figuren2 und da ,pauson einmal ein ,pferd malte1 beweiset noch nicht1 da er ein ,tiermaler gewesen1 wofr ihn ,herr ,boden hlt4 ,ihren ,rang bestimmten die ,grade des ,schnen1 die sie ihren menschlichen ,figuren gaben1 und ,dionysius konnte nur deswegen nichts als ,menschen malen1 und hie nur darum vor allen andern der ,anthropograph1 weil er der ,natur zu sklavisch folgte1 und sich nicht bis zum ,ideal erheben konnte1 unter welchem ,gtter und ,helden zu malen1 ein ,religionsverbrechen gewesen wre4 #c4 ,aristophanes ,plut4 v4 #fjb4 et ,acharnens4 v4 #hed4 #d4 ,plinius lib4 ,,xxxv4 sect4 #cg4 ,edit4 ,hard4 ,die ,obrigkeit selbst hielt es ihrer ,aufmerksamkeit nicht fr unwrdig1 den ,knstler mit ,gewalt in seiner wahren ,sphre zu erhalten4 ,das ,gesetz der ,thebaner1 welches ihm die ,nachahmung ins ,schnere befahl und die ,nachahmung ins ,hlichere bei ,strafe verbot1 ist bekannt4 ,es war kein ,gesetz wider den ,stmper1 wofr es gemeiniglich1 und selbst vom ,junius #e71 gehalten wird4 ,es verdammte die griechischen ,ghezzi2 den unwrdigen ,kunstgriff1 die hnlichkeit durch bertreibung der hlichem ,teile des ,urbildes zu erreichen2 mit einem ,worte1 die ,karikatur4 #e4 ,de pictura vet4 lib4 ,,ii4 cap4 ,,iv4 #a4 ,aus eben dem ,geist des ,schnen war auch das ,gesetz der ,hellanodiken geflossen4 ,jeder olympische ,sieger erhielt eine ,statue2 aber nur dem dreimaligen ,sieger1 ward eine ikonische gesetzet #f74 ,der mittelmigen ,portrts sollten unter den ,kunstwerken nicht zu viel werden4 ,denn obschon auch das ,portrt ein ,ideal zult1 so mu doch die hnlichkeit darber herrschen2 es ist das ,ideal eines gewissen ,menschen1 nicht das ,ideal eines ,menschen berhaupt4 #f4 ,plinius lib4 ,,xxxiv4 sect4 #i4 ,wir lachen1 wenn wir hren1 da bei den ,alten auch die ,knste brgerlichen ,gesetzen unterworfen gewesen4 ,aber wir haben nicht immer recht1 wenn wir lachen4 ,unstreitig mssen sich die ,gesetze ber die ,wissenschaften keine ,gewalt anmaen2 denn der ,endzweck der ,wissenschaften ist ,wahrheit4 ,wahrheit ist der ,seele notwendig2 und es wird ,tyrannei1 ihr in ,befriedigung dieses wesentlichen ,bedrfnisses den geringsten ,zwang anzutun4 ,der ,endzweck der ,knste hingegen ist ,vergngen2 und das ,vergngen ist entbehrlich4 ,also darf es allerdings von dem ,gesetzgeber abhangen1 welche ,art von ,vergngen1 und in welchem ,mae er jede ,art desselben verstatten will4 ,die bildenden ,knste insbesondere1 auer dem unfehlbaren ,einflusse1 den sie auf den ,charakter der ,nation haben1 sind einer ,wirkung fhig1 welche die nhere ,aufsicht des ,gesetzes heischet4 ,erzeugten schne ,menschen schne ,bildsulen1 so wirkten diese hinwiederum auf jene zurck1 und der ,staat hatte schnen ,bildsulen schne ,menschen mit zu verdanken4 ,bei uns scheinet sich die zarte ,einbildungskraft der ,mtter nur in ,ungeheuern zu uern4 ,aus diesem ,gesichtspunkte glaube ich in gewissen alten ,erzhlungen1 die man geradezu als ,lgen verwirft1 etwas ,wahres zu erblicken4 ,den ,mttern des ,aristomenes1 des ,aristodamas1 ,alexanders des ,groen1 des ,scipio1 des ,augustus1 des ,galerius1 trumte in ihrer ,schwangerschaft allen1 als ob sie mit einer ,schlange zu tun htten4 ,die ,schlange war ein ,zeichen der ,gottheit #g72 und die schnen ,bildsulen und ,gemlde eines ,bacchus1 eines ,apollo1 eines ,merkurius1 eines ,herkules1 waren selten ohne eine ,schlange4 ,die ehrlichen ,weiber hatten des ,tages ihre ,augen an dem ,gotte geweidet1 und der verwirrende ,traum erweckte das ,bild des ,tieres4 ,so rette ich den ,traum1 und gebe die ,auslegung preis1 welche der ,stolz ihrer ,shne und die ,unverschmtheit des ,schmeichlers davon machten4 ,denn eine ,ursache mute es wohl haben1 warum die ehebrecherische ,phantasie nur immer eine ,schlange war4 #g4 ,man irret sich1 wenn man die ,schlange nur fr das ,kennzeichen einer medizinischen ,gottheit hlt1 wie ,spence1 ,polymetis p4 #acb4 ,justinus ,martyr 7,apolog4 ,,ii4 pag4 #ee4 ,edit4 ,sylburg47 sagt ausdrcklich3 para panti tvn nomizomenwn par' umin ,jevn1 oji,v sumbolon mega kai musthrion anagrajetai2 und es wre leicht eine ,reihe von ,monumenten anzufhren1 wo die ,schlange ,gottheiten begleitet1 welche nicht die geringste ,beziehung auf die ,gesundheit haben4 ,doch ich gerate aus meinem ,wege4 ,ich wollte blo festsetzen1 da bei den ,alten die ,schnheit das hchste ,gesetz der bildenden ,knste gewesen sei4 ,und dieses festgesetzt1 folget notwendig1 da alles andere1 worauf sich die bildenden ,knste zugleich mit erstrecken knnen1 wenn es sich mit der ,schnheit nicht vertrgt1 ihr gnzlich weichen1 und wenn es sich mit ihr vertrgt1 ihr wenigstens untergeordnet sein mssen4 ,ich will bei dem ,ausdrucke stehen bleiben4 ,es gibt ,leidenschaften und ,grade von ,leidenschaften1 die sich in dem ,gesichte durch die hlichsten ,verzerrungen uern1 und den ganzen ,krper in so gewaltsame ,stellungen setzen1 da alle die schnen ,linien1 die ihn in einem ruhigern ,stande umschreiben1 verloren gehen4 ,dieser enthielten sich also die alten ,knstler entweder ganz und gar1 oder setzten sie auf geringere ,grade herunter1 in welchen sie eines ,maes von ,schnheit fhig sind4 ,wut und ,verzweiflung schndete keines von ihren ,werken4 ,ich darf behaupten1 da sie nie eine ,furie gebildet haben #h74 #h4 ,man gehe alle die ,kunstwerke durch1 deren ,plinius und ,pausanias und andere gedenken2 man bersehe die noch itzt vorhandenen alten ,statuen1 ,basreliefs1 ,gemlde3 und man wird nirgends eine ,furie finden4 ,ich nehme diejenigen ,figuren aus2 die mehr zur ,bildersprache1 als zur ,kunst gehren1 dergleichen die auf den ,mnzen vornehmlich sind4 ,indes htte ,spence1 da er ,furien haben mute1 sie doch lieber von den ,mnzen erborgen sollen1 7,seguini ,numis4 p4 #agh4 ,spanhem4 de ,praest4 ,numism4 ,dissert4 ,,xiii4 p4 #fci4 ,les ,cesars de ,julien1 par ,spanheim p4 #dh471 als da er sie durch einen witzigen ,einfall in ein ,werk bringen will1 in welchem sie ganz gewi nicht sind4 ,er sagt in seinem ,polymetis 7,dial4 ,,xvi4 p4 #bgb473 ,obschon die ,furien in den ,werken der alten ,knstler etwas sehr ,seltenes sind1 so findet sich doch eine ,geschichte1 in der sie durchgngig von ihnen angebracht werden4 ,ich meine den ,tod des ,meleager1 als in dessen ,vorstellung auf ,basreliefs sie fters die ,altha aufmuntern und antreiben1 den unglcklichen ,brand1 von welchem das ,leben ihres einzigen ,sohnes abhing1 dem ,feuer zu bergeben4 ,denn auch ein ,weib wrde in ihrer ,rache so weit nicht gegangen sein1 htte der ,teufel nicht ein wenig zugeschret4 ,in einem von diesen ,basreliefs1 bei dem ,bellori 7in den ,admirandis71 sieht man zwei ,weiber1 die mit der ,altha am ,altare stehen1 und allem ,ansehen nach ,furien sein sollen4 ,denn wer sonst als ,furien1 htte einer solchen ,handlung beiwohnen wollen8 ,da sie fr diesen ,charakter nicht schrecklich genug sind1 liegt ohne ,zweifel an der ,abzeichnung4 ,das ,merkwrdigste aber auf diesem ,werke ist die runde ,scheibe1 unten gegen die ,mitte1 auf welcher sich offenbar der ,kopf einer ,furie zeiget4 ,vielleicht war es die ,furie1 an die ,altha1 so oft sie eine ble ,tat vornahm1 ihr ,gebet richtete1 und vornehmlich itzt zu richten alle ,ursache hatte usw4--,durch solche ,wendungen kann man aus allem alles machen4 ,wer sonst1 fragt ,spence1 als ,furien1 htte einer solchen ,handlung beiwohnen wollen8 ,ich antworte3 ,die ,mgde der ,altha1 welche das ,feuer anznden und unterhalten muten4 ,ovid sagt3 7,metamorph4 ,,viii4 v4 #dfj4 #dfa47 ,protulit hunc 7stipitem7 genitrix1 taedasque in fragmina poni ,imperat1 et positis inimicos admovet ignes4 ,dergleichen taedas1 lange ,stcke von ,kien1 welche die ,alten zu ,fackeln brauchten1 haben auch wirklich beide ,personen in den ,hnden1 und die eine hat eben ein solches ,stck zerbrochen1 wie ihre ,stellung anzeigt4 ,auf der ,scheibe1 gegen die ,mitte des ,werkes1 erkenne ich die ,furie ebensowenig4 ,es ist ein ,gesicht1 welches einen heftigen ,schmerz ausdrckt4 ,ohne ,zweifel soll es der ,kopf des ,meleagers selbst sein4 7,metamorph4 ,i4 c4 v4 #eae47 ,inscius atque absens flamma ,meleagros in illa ,uritur3 et caecis torreri viscera sentit ,ignibus3 et magnos superat virtute dolores4 ,der ,knstler brauchte ihn gleichsam zum bergange in den folgenden ,zeitpunkt der nmlichen ,geschichte1 welcher den sterbenden ,meleager gleich daneben zeigt4 ,was ,spence zu ,furien macht1 hlt ,montfaucon fr ,parzen1 7,antiqu4 expl4 ,t4 ,i4 p4 #afb7 den ,kopf auf der ,scheibe ausgenommen1 den er gleichfalls fr eine ,furie ausgibt4 ,bellori selbst 7,admirand4 ,tab4 #gg7 lt es unentschieden1 ob es ,parzen oder ,furien sind4 ,ein ,oder1 welches genugsam zeiget1 da sie weder das eine noch das andere sind4 ,auch ,montfaucons brige ,auslegung sollte genauer sein4 ,die ,weibsperson1 welche neben dem ,bette sich auf den ,ellebogen sttzet1 htte er ,kassandra und nicht ,atalanta nennen sollen4 ,atalanta ist die1 welche1 mit dem ,rcken gegen das ,bette gekehret1 in einer traurigen ,stellung sitzet4 ,der ,knstler hat sie mit vielem ,verstande von der ,familie abgewendet1 weil sie nur die ,geliebte1 nicht die ,gemahlin des ,meleagers war1 und ihre ,betrbnis ber ein ,unglck1 das sie selbst unschuldigerweise veranlasset hatte1 die ,anverwandten erbittern mute4 ,zorn setzten sie auf ,ernst herab4 ,bei dem ,dichter war es der zornige ,jupiter1 welcher den ,blitz schleuderte2 bei dem ,knstler nur der ernste4 ,jammer ward in ,betrbnis gemildert4 ,und wo diese ,milderung nicht stattfinden konnte1 wo der ,jammer ebenso verkleinernd als entstellend gewesen wre1--was tat da ,timanthes8 ,sein ,gemlde von der ,opferung der ,iphigenia1 in welchem er allen ,umstehenden den ihnen eigentmlich zukommenden ,grad der ,traurigkeit erteilte1 das ,gesicht des ,vaters aber1 welches den allerhchsten htte zeigen sollen1 verhllete1 ist bekannt1 und es sind viel artige ,dinge darber gesagt worden4 ,er hatte sich1 sagt dieser #i71 in den traurigen ,physiognomien so erschpft1 da er dem ,vater eine noch traurigere geben zu knnen verzweifelte4 ,er bekannte dadurch1 sagt jener #aj71 da der ,schmerz eines ,vaters bei dergleichen ,vorfllen ber allen ,ausdruck sei4 ,ich fr mein ,teil sehe hier weder die ,unvermgenheit des ,knstlers1 noch die ,unvermgenheit der ,kunst4 ,mit dem ,grade des ,affekts verstrken sich auch die ihm entsprechenden ,zge des ,gesichts2 der hchste ,grad hat die allerentschiedensten ,zge1 und nichts ist der ,kunst leichter1 als diese auszudrcken4 ,aber ,timanthes kannte die ,grenzen1 welche die ,grazien seiner ,kunst setzen4 ,er wute1 da sich der ,jammer1 welcher dem ,agamemnon als ,vater zukam1 durch ,verzerrungen uert1 die allezeit hlich sind4 ,soweit sich ,schnheit und ,wrde mit dem ,ausdrucke verbinden lie1 so weit trieb er ihn4 ,das ,hliche wre er gern bergangen1 htte er gern gelindert2 aber da ihm seine ,komposition beides nicht erlaubte1 was blieb ihm anders brig1 als es zu verhllen8--,was er nicht malen durfte1 lie er erraten4 ,kurz1 diese ,verhllung ist ein ,opfer1 das der ,knstler der ,schnheit brachte4 ,sie ist ein ,beispiel1 nicht wie man den ,ausdruck ber die ,schranken der ,kunst treiben1 sondern wie man ihn dem ersten ,gesetze der ,kunst1 dem ,gesetze der ,schnheit1 unterwerfen soll4 #i4 ,plinius lib4 ,,xxxv4 sect4 #cf4 ,cum moestos pinxisset omnes1 praecipue patruum1 et tristitiae omnem imaginem consumpsisset1 patris ipsius vultum velavit1 quem digne non poterat ostendere4 #aj4 ,summi moeroris acerbitatem arte exprimi non posse confessus est4 ,valerius ,maximus lib4 ,,viii4 cap4 #aa4 ,und dieses nun auf den ,laokoon angewendet1 so ist die ,ursache klar1 die ich suche4 ,der ,meister arbeitete auf die hchste ,schnheit1 unter den angenommenen ,umstnden des krperlichen ,schmerzes4 ,dieser1 in aller seiner entstellenden ,heftigkeit1 war mit jener nicht zu verbinden4 ,er mute ihn also herabsetzen2 er mute ,schreien in ,seufzen mildern2 nicht weil das ,schreien eine unedle ,seele verrt1 sondern weil es das ,gesicht auf eine ekelhafte ,weise verstellet4 ,denn man reie dem ,laokoon in ,gedanken nur den ,mund auf1 und urteile4 ,man lasse ihn schreien1 und sehe4 ,es war eine ,bildung1 die ,mitleid einflte1 weil sie ,schnheit und ,schmerz zugleich zeigte2 nun ist es eine hliche1 eine abscheuliche ,bildung geworden1 von der man gern sein ,gesicht verwendet1 weil der ,anblick des ,schmerzes ,unlust erregt1 ohne da die ,schnheit des leidenden ,gegenstandes diese ,unlust in das se ,gefhl des ,mitleids verwandeln kann4 ,die bloe weite ffnung des ,mundes1--beiseitegesetzt1 wie gewaltsam und ekel auch die brigen ,teile des ,gesichts dadurch verzerret und verschoben werden1--ist in der ,malerei ein ,fleck und in der ,bildhauerei eine ,vertiefung1 welche die widrigste ,wirkung von der ,welt tut4 ,montfaucon bewies wenig ,geschmack1 als er einen alten brtigen ,kopf1 mit aufgerissenem ,munde1 fr einen ,orakel erteilenden ,jupiter ausgab #aa74 ,mu ein ,gott schreien1 wenn er die ,zukunft erffnet8 ,wrde ein geflliger ,umri des ,mundes seine ,rede verdchtig machen8 ,auch glaube ich es dem ,valerius nicht1 da ,ajax in dem nur gedachten ,gemlde des ,timanthes sollte geschrien haben #ab74 ,weit schlechtere ,meister aus den ,zeiten der schon verfallenen ,kunst lassen auch nicht einmal die wildesten ,barbaren1 wenn sie unter dem ,schwerte des ,siegers ,schrecken und ,todesangst ergreift1 den ,mund bis zum ,schreien ffnen #ac74 #aa4 ,antiquit4 expl4 ,t4 ,i4 p4 #ej4 #ab4 ,er gibt nmlich die von dem ,timanthes wirklich ausgedrckten ,grade der ,traurigkeit so an3 ,calchantem tristem1 moestum ,ulyssem1 clamantem ,ajacem1 lamentantem ,menelaum4--,der ,schreier ,ajax mte eine hliche ,figur gewesen sein2 und da weder ,cicero noch ,quintilian in ihren ,beschreibungen dieses ,gemldes seiner gedenken1 so werde ich ihn um so viel eher fr einen ,zusatz halten drfen1 mit dem es ,valerius aus seinem ,kopfe bereichern wollen4 #ac4 ,bellorii ,admiranda4 ,tab4 #aa4 #ab4 ,es ist gewi1 da diese ,herabsetzung des uersten krperlichen ,schmerzes auf einen niedrigern ,grad von ,gefhl1 an mehrern alten ,kunstwerken sichtbar gewesen4 ,der leidende ,herkules in dem vergifteten ,gewande1 von der ,hand eines alten unbekannten ,meisters1 war nicht der ,sophokleische1 der so grlich schrie1 da die lokrischen ,felsen1 und die eubischen ,vorgebirge davon ertnten4 ,er war mehr finster1 als wild #ad74 ,der ,philoktet des ,pythagoras ,leontinus schien dem ,betrachter seinen ,schmerz mitzuteilen1 welche ,wirkung der geringste grliche ,zug verhindert htte4 ,man drfte fragen1 woher ich wisse1 da dieser ,meister eine ,bildsule des ,philoktet gemacht habe4 ,aus einer ,stelle des ,plinius1 die meine ,verbesserung nicht erwartet haben sollte1 so offenbar verflscht oder verstmmelt ist sie #ae74 #ad4 ,plinius libr4 ,,xxxiv1 sect4 #ai4 #ae4 ,eundem1 nmlich den ,myro1 lieset man bei dem ,plinius 7libr4 ,,xxxiv4 sect4 #ai7 vicit et ,pythagoras ,leontinus1 qui fecit stadiodromon ,astylon1 qui ,olympiae ostenditur3 et ,libyn puerum tenentem tabulam1 eodem loco1 et mala ferentem nudum4 ,syracusis autem claudicantem3 cujus hulceris dolorem sentire etiam spectantes videntur4 ,man erwge die letzten ,worte etwas genauer4 ,wird nicht darin offenbar von einer ,person gesprochen1 die wegen eines schmerzhaften ,geschwres berall bekannt ist8 ,cujus hulceris usw4 ,und dieses cujus sollte auf das bloe claudicantem1 und das claudicantem vielleicht auf das noch entferntere puerum gehen8 ,niemand hatte mehr recht1 wegen eines solchen ,geschwres bekannter zu sein1 als ,philoktet4 ,ich lese also anstatt claudicantem1 ,philoctetem1 oder halte wenigstens dafr1 da das letztere durch das erstere gleichlautende ,wort verdrungen worden1 und man beides zusammen ,philoctetem claudicantem lesen msse4 ,sophokles lt ihn stibon kai anagkan erpein1 und es mute ein ,hinken verursachen1 da er auf den kranken ,fu weniger herzhaft auftreten konnte4 ,,iii4 ,aber1 wie schon gedacht1 die ,kunst hat in den neuern ,zeiten ungleich weitere ,grenzen erhalten4 ,ihre ,nachahmung1 sagt man1 erstrecke sich auf die ganze sichtbare ,natur1 von welcher das ,schne nur ein kleiner ,teil ist4 ,wahrheit und ,ausdruck sei ihr erstes ,gesetz2 und wie die ,natur selbst die ,schnheit hhern ,absichten jederzeit aufopfere1 so msse sie auch der ,knstler seiner allgemeinen ,bestimmung unterordnen1 und ihr nicht weiter nachgehen1 als es ,wahrheit und ,ausdruck erlauben4 ,genug1 da durch ,wahrheit und ,ausdruck das ,hlichste der ,natur in ein ,schnes der ,kunst verwandelt werde4 ,gesetzt1 man wollte diese ,begriffe vors erste unbestritten in ihrem ,werte oder ,unwerte lassen3 sollten nicht andere von ihnen unabhngige ,betrachtungen zu machen sein1 warum demohngeachtet der ,knstler in dem ,ausdrucke ,ma halten1 und ihn nie aus dem hchsten ,punkte der ,handlung nehmen msse4 ,ich glaube1 der einzige ,augenblick1 an den die materiellen ,schranken der ,kunst alle ihre ,nachahmungen binden1 wird auf dergleichen ,betrachtungen leiten4 ,kann der ,knstler von der immer vernderlichen ,natur nie mehr als einen einzigen ,augenblick1 und der ,maler insbesondere diesen einzigen ,augenblick auch nur aus einem einzigen ,gesichtspunkte1 brauchen2 sind aber ihre ,werke gemacht1 nicht blo erblickt1 sondern betrachtet zu werden1 lange und wiederholtermaen betrachtet zu werden3 so ist es gewi1 da jener einzige ,augenblick und einzige ,gesichtspunkt dieses einzigen ,augenblickes1 nicht fruchtbar genug gewhlet werden kann4 ,dasjenige aber nur allein ist fruchtbar1 was der ,einbildungskraft freies ,spiel lt4 ,je mehr wir sehen1 desto mehr mssen wir hinzu denken knnen4 ,je mehr wir darzu denken1 desto mehr mssen wir zu sehen glauben4 ,in dem ganzen ,verfolge eines ,affekts ist aber kein ,augenblick1 der diesen ,vorteil weniger hat1 als die hchste ,staffel desselben4 ber ihr ist weiter nichts1 und dem ,auge das uerste zeigen1 heit der ,phantasie die ,flgel binden1 und sie ntigen1 da sie ber den sinnlichen ,eindruck nicht hinaus kann1 sich unter ihm mit schwchern ,bildern zu beschftigen1 ber die sie die sichtbare ,flle des ,ausdrucks als ihre ,grenze scheuet4 ,wenn ,laokoon also seufzet1 so kann ihn die ,einbildungskraft schreien hren2 wenn er aber schreiet1 so kann sie von dieser ,vorstellung weder eine ,stufe hher1 noch eine ,stufe tiefer steigen1 ohne ihn in einem leidlichern1 folglich uninteressantern ,zustande zu erblicken4 ,sie hrt ihn erst chzen1 oder sie sieht ihn schon tot4 ,ferner4 ,erhlt dieser einzige ,augenblick durch die ,kunst eine unvernderliche ,dauer3 so mu er nichts ausdrcken1 was sich nicht anders als transitorisch denken lt4 ,alle ,erscheinungen1 zu deren ,wesen wir es nach unsern ,begriffen rechnen1 da sie pltzlich ausbrechen und pltzlich verschwinden1 da sie das1 was sie sind1 nur einen ,augenblick sein knnen2 alle solche ,erscheinungen1 sie mgen angenehm oder schrecklich sein1 erhalten durch die ,verlngerung der ,kunst ein so widernatrliches ,ansehen1 da mit jeder wiederholten ,erblickung der ,eindruck schwcher wird1 und uns endlich vor dem ganzen ,gegenstande ekelt oder grauet4 ,la ,mettrie1 der sich als einen zweiten ,demokrit malen und stechen lassen1 lacht nur die ersten ,male1 die man ihn sieht4 ,betrachtet ihn ftrer1 und er wird aus einem ,philosophen ein ,geck2 aus seinem ,lachen wird ein ,grinsen4 ,so auch mit dem ,schreien4 ,der heftige ,schmerz1 welcher das ,schreien auspresset1 lt entweder bald nach1 oder zerstrst das leidende ,subjekt4 ,wann also auch der geduldigste standhafteste ,mann schreiet1 so schreiet er doch nicht unabllich4 ,und nur dieses scheinbare ,unablliche in der materiellen ,nachahmung der ,kunst ist es1 was sein ,schreien zu weibischem ,unvermgen1 zu kindischer ,unleidlichkeit machen wrde4 ,dieses wenigstens mute der ,knstler des ,laokoons vermeiden1 htte schon das ,schreien der ,schnheit nicht geschadet1 wre es auch seiner ,kunst schon erlaubt gewesen1 ,leiden ohne ,schnheit auszudrcken4 ,unter den alten ,malern scheinet ,timomachus ,vorwrfe des uersten ,affekts am liebsten gewhlet zu haben4 ,sein rasender ,ajax1 seine ,kindermrderin ,medea waren berhmte ,gemlde4 ,aber aus den ,beschreibungen1 die wir von ihnen haben1 erhellet1 da er jenen ,punkt1 in welchem der ,betrachter das uerste nicht sowohl erblickt1 als hinzudenkt1 jene ,erscheinung1 mit der wir den ,begriff des ,transitorischen nicht so notwendig verbinden1 da uns die ,verlngerung derselben in der ,kunst mifallen sollte1 vortrefflich verstanden und miteinander zu verbinden gewut hat4 ,die ,medea hatte er nicht in dem ,augenblicke genommen1 in welchem sie ihre ,kinder wirklich ermordet2 sondern einige ,augenblicke zuvor1 da die mtterliche ,liebe noch mit der ,eifersucht kmpfet4 ,wir sehen das ,ende dieses ,kampfes voraus4 ,wir zittern voraus1 nun bald blo die grausame ,medea zu erblicken1 und unsere ,einbildungskraft gehet weit ber alles hinweg1 was uns der ,maler in diesem schrecklichen ,augenblicke zeigen knnte4 ,aber eben darum beleidiget uns die in der ,kunst fortdauernde ,unentschlossenheit der ,medea so wenig1 da wir vielmehr wnschen1 es wre in der ,natur selbst dabei geblieben1 der ,streit der ,leidenschaften htte sich nie entschieden1 oder htte wenigstens so lange angehalten1 bis ,zeit und berlegung die ,wut entkrften und den mtterlichen ,empfindungen den ,sieg versichern knnen4 ,auch hat dem ,timomachus diese seine ,weisheit groe und hufige ,lobsprche zugezogen1 und ihn weit ber einen andern unbekannten ,maler erhoben1 der unverstndig genug gewesen war1 die ,medea in ihrer hchsten ,raserei zu zeigen1 und so diesem flchtig berhingehenden ,grade der uersten ,raserei eine ,dauer zu geben1 die alle ,natur empret4 ,der ,dichter #a71 der ihn desfalls tadelt1 sagt daher sehr sinnreich1 indem er das ,bild selbst anredet3 ,durstest du denn bestndig nach dem ,blute deiner ,kinder8 ,ist denn immer ein neuer ,jason1 immer eine neue ,kreusa da1 die dich unaufhrlich erbittern8--,zum ,henker mit dir auch im ,gemlde6 setzt er voller ,verdru hinzu4 #a4 ,philippus 7,anthol4 lib4 ,,iv4 cap4 #i4 ep4 #aj74 ,aiei gar diya,v brejewn jonon2 h ti,v ,ihswn ,deutero,v1 h ,glaukh ti,v pali soi projasi,v2 ,erre kai en khrv paidoktone-- ,von dem rasenden ,ajax des ,timomachus lt sich aus der ,nachricht des ,philostrats urteilen #b74 ,ajax erschien nicht1 wie er unter den ,herden wtet1 und ,rinder und ,bcke fr ,menschen fesselt und mordet4 ,sondern der ,meister zeigte ihn1 wie er nach diesen wahnwitzigen ,heldentaten ermattet dasitzt1 und den ,anschlag fasset1 sich selbst umzubringen4 ,und das ist wirklich der rasende ,ajax2 nicht weil er eben itzt raset1 sondern weil man siehet1 da er geraset hat2 weil man die ,gre seiner ,raserei am lebhaftesten aus der verzweiflungsvollen ,scham abnimmt1 die er nun selbst darber empfindet4 ,man siehet den ,sturm in den ,trmmern und ,leichen1 die er an das ,land geworfen4 #b4 ,vita ,apoll4 lib4 ,,ii4 cap4 #bb4 ,,iv4 ,ich bersehe die angefhrten ,ursachen1 warum der ,meister des ,laokoon in dem ,ausdrucke des krperlichen ,schmerzes ,ma halten mssen1 und finde1 da sie allesamt von der eigenen ,beschaffenheit der ,kunst1 und von derselben notwendigen ,schranken und ,bedrfnissen hergenommen sind4 ,schwerlich drfte sich also wohl irgendeine derselben auf die ,poesie anwenden lassen4 ,ohne hier zu untersuchen1 wie weit es dem ,dichter gelingen kann1 krperliche ,schnheit zu schildern3 so ist so viel unstreitig1 da1 da das ganze unermeliche ,reich der ,vollkommenheit seiner ,nachahmung offen stehet1 diese sichtbare ,hlle1 unter welcher ,vollkommenheit zu ,schnheit wird1 nur eines von den geringsten ,mitteln sein kann1 durch die er uns fr seine ,personen zu interessieren wei4 ,oft vernachlssiget er dieses ,mittel gnzlich2 versichert1 da wenn sein ,held einmal unsere ,gewogenheit gewonnen1 uns dessen edlere ,eigenschaften entweder so beschftigen1 da wir an die krperliche ,gestalt gar nicht denken1 oder1 wenn wir daran denken1 uns so bestechen1 da wir ihm von selbst wo nicht eine schne1 doch eine gleichgltige erteilen4 ,am wenigsten wird er bei jedem einzeln ,zuge1 der nicht ausdrcklich fr das ,gesicht bestimmt ist1 seine ,rcksicht dennoch auf diesen ,sinn nehmen drfen4 ,wenn ,virgils ,laokoon schreiet1 wem fllt es dabei ein1 da ein groes ,maul zum ,schreien ntig ist1 und da dieses groe ,maul hlich lt8 ,genug1 da clamores horrendos ad sidera tollit ein erhabner ,zug fr das ,gehr ist1 mag er doch fr das ,gesicht sein1 was er will4 ,wer hier ein schnes ,bild verlangt1 auf den hat der ,dichter seinen ganzen ,eindruck verfehlt4 ,nichts ntiget hiernchst den ,dichter sein ,gemlde in einen einzigen ,augenblick zu konzentrieren4 ,er nimmt jede seiner ,handlungen1 wenn er will1 bei ihrem ,ursprunge auf1 und fhret sie durch alle mgliche ,abnderungen bis zu ihrer ,endschaft4 ,jede dieser ,abnderungen1 die dem ,knstler ein ganzes besonderes ,stck kosten wrde1 kostet ihm einen einzigen ,zug2 und wrde dieser ,zug1 fr sich betrachtet1 die ,einbildung des ,zuhrers beleidigen1 so war er entweder durch das ,vorhergehende so vorbereitet1 oder wird durch das ,folgende so gemildert und vergtet1 da er seinen einzeln ,eindruck verlieret1 und in der ,verbindung die trefflichste ,wirkung von der ,welt tut4 ,wre es also auch wirklich einem ,manne unanstndig1 in der ,heftigkeit des ,schmerzes zu schreien2 was kann diese kleine berhingehende ,unanstndigkeit demjenigen bei uns fr ,nachteil bringen1 dessen andere ,tugenden uns schon fr ihn eingenommen haben8 ,virgils ,laokoon schreiet1 aber dieser schreiende ,laokoon ist eben derjenige1 den wir bereits als den vorsichtigsten ,patrioten1 als den wrmsten ,vater kennen und lieben4 ,wir beziehen sein ,schreien nicht auf seinen ,charakter1 sondern lediglich auf sein unertrgliches ,leiden4 ,dieses allein hren wir in seinem ,schreien2 und der ,dichter konnte es uns durch dieses ,schreien allein sinnlich machen4 ,wer tadelt ihn also noch8 ,wer mu nicht vielmehr bekennen3 wenn der ,knstler wohl tat1 da er den ,laokoon nicht schreien lie1 so tat der ,dichter ebenso wohl1 da er ihn schreien lie8 ,aber ,virgil ist hier blo ein erzhlender ,dichter4 ,wird in seiner ,rechtfertigung auch der dramatische ,dichter mitbegriffen sein8 ,einen andern ,eindruck macht die ,erzhlung von jemands ,geschrei2 einen andern dieses ,geschrei selbst4 ,das ,drama1 welches fr die lebendige ,malerei des ,schauspielers bestimmt ist1 drfte vielleicht eben deswegen sich an die ,gesetze der materiellen ,malerei strenger halten mssen4 ,in ihm glauben wir nicht blo einen schreienden ,philoktet zu sehen und zu hren2 wir hren und sehen wirklich schreien4 ,je nher der ,schauspieler der ,natur kmmt1 desto empfindlicher mssen unsere ,augen und ,ohren beleidiget werden2 denn es ist unwidersprechlich1 da sie es in der ,natur werden1 wenn wir so laute und heftige uerungen des ,schmerzes vernehmen4 ,zudem ist der krperliche ,schmerz berhaupt des ,mitleidens nicht fhig1 welches andere bel erwecken4 ,unsere ,einbildung kann zu wenig in ihm unterscheiden1 als da die bloe ,erblickung desselben etwas von einem gleichmigen ,gefhl in uns hervorzubringen vermochte4 ,sophokles knnte daher leicht nicht einen blo willkrlichen1 sondern in dem ,wesen unserer ,empfindungen selbst gegrndeten ,anstand bertreten haben1 wenn er den ,philoktet und ,herkules so winseln und weinen1 so schreien und brllen lt4 ,die ,umstehenden knnen unmglich so viel ,anteil an ihrem ,leiden nehmen1 als diese ungemigten ,ausbrche zu erfordern scheinen4 ,sie werden uns ,zuschauern vergleichungsweise kalt vorkommen1 und dennoch knnen wir ihr ,mitleiden nicht wohl anders1 als wie das ,ma des unsrigen betrachten4 ,hierzu fge man1 da der ,schauspieler die ,vorstellung des krperlichen ,schmerzes schwerlich oder gar nicht bis zur ,illusion treiben kann3 und wer wei1 ob die neuern dramatischen ,dichter nicht eher zu loben1 als zu tadeln sind1 da sie diese ,klippe entweder ganz und gar vermieden1 oder doch nur mit einem leichten ,kahne umfahren haben4 ,wie manches wrde in der ,theorie unwidersprechlich scheinen1 wenn es dem ,genie nicht gelungen wre1 das ,widerspiel durch die ,tat zu erweisen4 ,alle diese ,betrachtungen sind nicht ungegrndet1 und doch bleibet ,philoktet eines von den ,meisterstcken der ,bhne4 ,denn ein ,teil derselben trifft den ,sophokles nicht eigentlich1 und nur indem er sich ber den andern ,teil hinwegsetzet1 hat er ,schnheiten erreicht1 von welchen dem furchtsamen ,kunstrichter1 ohne dieses ,beispiel1 nie trumen wrde4 ,folgende ,anmerkungen werden es nher zeigen4 #a4 ,wie wunderbar hat der ,dichter die ,idee des krperlichen ,schmerzes zu verstrken und zu erweitern gewut6 ,er whlte eine ,wunde--7denn auch die ,umstnde der ,geschichte kann man betrachten1 als ob sie von seiner ,wahl abgehangen htten1 insofern er nmlich die ganze ,geschichte1 eben dieser ihm vorteilhaften ,umstnde wegen1 whlte7--er whlte1 sage ich1 eine ,wunde und nicht eine innerliche ,krankheit2 weil sich von jener eine lebhaftere ,vorstellung machen lt1 als von dieser1 wenn sie auch noch so schmerzlich ist4 ,die innere sympathetische ,glut1 welche den ,meleager verzehrte1 als ihn seine ,mutter in dem fatalen ,brande ihrer schwesterlichen ,wut aufopferte1 wrde daher weniger theatralisch sein1 als eine ,wunde4 ,und diese ,wunde war ein gttliches ,strafgericht4 ,ein mehr als natrliches ,gift tobte unaufhrlich darin1 und nur ein strkerer ,anfall von ,schmerzen hatte seine gesetzte ,zeit1 nach welchem jedesmal der ,unglckliche in einen betubenden ,schlaf verfiel1 in welchem sich seine erschpfte ,natur erholen mute1 den nmlichen ,weg des ,leidens wieder antreten zu knnen4 ,chateaubrun lt ihn blo von dem vergifteten ,pfeile eines ,trojaners verwundet sein4 ,was kann man sich von einem so gewhnlichen ,zufalle ,auerordentliches versprechen8 ,ihm war in den alten ,kriegen ein jeder ausgesetzt2 wie kam es1 da er nur bei dem ,philoktet so schreckliche ,folgen hatte8 ,ein natrliches ,gift1 das neun ganzer ,jahre wirket1 ohne zu tten1 ist noch dazu weit unwahrscheinlicher1 als alle das fabelhafte ,wunderbare1 womit es der ,grieche ausgerstet hat4 #b4 ,so gro und schrecklich er aber auch die krperlichen ,schmerzen seines ,helden machte1 so fhlte er es doch sehr wohl1 da sie allein nicht hinreichend wren1 einen merklichen ,grad des ,mitleids zu erregen4 ,er verband sie daher mit andern beln1 die gleichfalls fr sich betrachtet nicht besonders rhren konnten1 die aber durch diese ,verbindung einen ebenso melancholischen ,anstrich erhielten1 als sie den krperlichen ,schmerzen hinwiederum mitteilten4 ,diese bel waren1 vllige ,beraubung der menschlichen ,gesellschaft1 ,hunger und alle ,unbequemlichkeiten des ,lebens1 welchem man unter einem rauhen ,himmel in jener ,beraubung ausgesetzet ist #a74 ,man denke sich einen ,menschen in diesen ,umstnden1 man gebe ihm aber ,gesundheit1 und ,krfte1 und ,industrie1 und es ist ein ,robinson ,crusoe1 der auf unser ,mitleid wenig ,anspruch macht1 ob uns gleich sein ,schicksal sonst gar nicht gleichgltig ist4 ,denn wir sind selten mit der menschlichen ,gesellschaft so zufrieden1 da uns die ,ruhe1 die wir auer derselben genieen1 nicht sehr reizend dnken sollte1 besonders unter der ,vorstellung1 welche jedes ,individuum schmeichelt1 da es fremden ,beistandes nach und nach kann entbehren lernen4 ,auf der andern ,seite gebe man einem ,menschen die schmerzlichste unheilbarste ,krankheit1 aber man denke ihn zugleich von geflligen ,freunden umgeben1 die ihn an nichts ,mangel leiden lassen1 die sein bel1 soviel in ihren ,krften stehet1 erleichtern1 gegen die er unverhohlen klagen und jammern darf3 unstreitig werden wir ,mitleid mit ihm haben1 aber dieses ,mitleid dauert nicht in die ,lnge1 endlich zucken wir die ,achsel und verweisen ihn zur ,geduld4 ,nur wenn beide ,flle zusammenkommen1 wenn der ,einsame auch seines ,krpers nicht mchtig ist1 wenn dem ,kranken ebensowenig jemand anders hilft1 als er sich selbst helfen kann1 und seine ,klagen in der den ,luft verfliegen3 alsdann sehen wir alles ,elend1 was die menschliche ,natur treffen kann1 ber den ,unglcklichen zusammenschlagen1 und jeder flchtige ,gedanke1 mit dem wir uns an seiner ,stelle denken1 erreget ,schaudern und ,entsetzen4 ,wir erblicken nichts als die ,verzweiflung in ihrer schrecklichsten ,gestalt vor uns1 und kein ,mitleid ist strker1 keines zerschmelzet mehr die ganze ,seele1 als das1 welches sich mit ,vorstellungen der ,verzweiflung mischet4 ,von dieser ,art ist das ,mitleid1 welches wir fr den ,philoktet empfinden1 und in dem ,augenblicke am strksten empfinden1 wenn wir ihn auch seines ,bogens beraubt sehen1 des einzigen1 was ihm sein kmmerliches ,leben erhalten mute4--,o des ,franzosen1 der keinen ,verstand1 dieses zu berlegen1 kein ,herz1 dieses zu fhlen1 gehabt hat6 ,oder wann er es gehabt hat1 der klein genug war1 dem armseligen ,geschmacke seiner ,nation alles dieses aufzuopfern4 ,chateaubrun gibt dem ,philoktet ,gesellschaft4 ,er lt eine ,prinzessin ,tochter zu ihm in die wste ,insel kommen4 ,und auch diese ist nicht allein1 sondern hat ihre ,hofmeisterin bei sich2 ein ,ding1 von dem ich nicht wei1 ob es die ,prinzessin oder der ,dichter ntiger gebraucht hat4 ,das ganze vortreffliche ,spiel mit dem ,bogen hat er weggelassen4 ,dafr lt er schne ,augen spielen4 ,freilich wrden ,pfeil und ,bogen der franzsischen ,heldenjugend sehr lustig vorgekommen sein4 ,nichts hingegen ist ernsthafter als der ,zorn schner ,augen4 ,der ,grieche martert uns mit der greulichen ,besorgung1 der arme ,philoktet werde ohne seinen ,bogen auf der wsten ,insel bleiben und elendiglich umkommen mssen4 ,der ,franzose wei einen gewissern ,weg zu unserm ,herzen3 er lt uns frchten1 der ,sohn des ,achilles werde ohne seine ,prinzessin abziehen mssen4 ,dieses hieen denn auch die ,pariser ,kunstrichter1 ber die ,alten triumphieren1 und einer schlug vor1 das ,chateaubrunsche ,stck la difficult vaincue zu benennen #b74 #a4 ,wenn der ,chor das ,elend des ,philoktet in dieser ,verbindung betrachtet1 so scheinet ihn die hilflose ,einsamkeit desselben ganz besonders zu rhren4 ,in jedem ,worte hren wir den geselligen ,griechen4 ber eine von den hierher gehrigen ,stellen habe ich indes meinen ,zweifel4 ,sie ist die 7v4 #bja-bje73 ,in' auto,v hn prosouro,v1 ouk ecwn basin1 ,oude tin' egcwrwn1 ,kakogeitona par' v stonon antitupon ,barubrvt' apoklau- seien aimathron4 ,die gemeine ,winshemsche bersetzung gibt dieses so3 ,ventis expositus et pedibus captus ,nullum cohabitatorem ,nec vicinum ullum saltem malum habens1 apud quem gemitum mutuum ,gravemque ac cruentum ,ederet4 ,hiervon weicht die interpolierte bersetzung des ,th4 ,johnson nur in den ,worten ab3 ,ubi ipse ventis erat expositus1 firmum gradum non habens1 ,nec quenquam indigenarum1 ,nec malum vicinum1 apud quem ploraret ,vehementer edacem ,sanguineum morbum1 mutuo gemitu4 ,man sollte glauben1 er habe diese vernderten ,worte aus der gebundenen bersetzung des ,thomas ,naogeorgus entlehnet4 ,denn dieser 7sein ,werk ist sehr selten1 und ,fabricius selbst hat es nur aus dem ,oporinschen ,bcherverzeichnisse gekannt7 drckt sich so aus3 --ubi expositus fuit ,ventis ipse1 gradum firmum haud habens1 ,nec quenquam indigenam1 nec vel malum ,vicinum1 ploraret apud quem ,vehementer edacem atque cruentum ,morbum mutuo4 ,wenn diese bersetzungen ihre ,richtigkeit haben1 so sagt der ,chor das ,strkste1 was man nur immer zum ,lobe der menschlichen ,gesellschaft sagen kann3 ,der ,elende hat keinen ,menschen um sich2 er wei von keinem freundlichen ,nachbar2 zu glcklich1 wenn er auch nur einen bsen ,nachbar htte6 ,thomson wrde sodann diese ,stelle vielleicht vor ,augen gehabt haben1 wenn er den gleichfalls in eine wste ,insel von ,bsewichtern ausgesetzten ,melisander sagen lt3 ,cast on the wildest of the ,cyclad isles1 ,where never human foot had marked the shore1 ,these ruffians left me--yet beliefe me1 ,arcas1 ,such is the rooted love we bear mankind1 ,all ruffians as they were1 ,i never heard ,a sound so dismal as their parting oars4 ,auch ihm wre die ,gesellschaft von ,bsewichtern lieber gewesen1 als gar keine4 ,ein groer vortrefflicher ,sinn6 ,wenn es nur gewi wre1 da ,sophokles auch wirklich so etwas gesagt htte4 ,aber ich mu ungern bekennen1 da ich nichts dergleichen bei ihm finde2 es wre denn1 da ich lieber mit den ,augen des alten ,scholiasten1 als mit meinen eigenen sehen wollte1 welcher die ,worte des ,dichters so umschreibt3 ,ou monon opou kalon ouk eice tina tvn egcwriwn geitona1 alla oude kakon1 par' ou amoibaion logon stenazwn akouseie4 ,wie dieser ,auslegung die angefhrten bersetzer gefolgt sind1 so hat sich auch ebensowohl ,brumoy1 als unser neuer deutscher bersetzer daran gehalten4 ,jener sagt1 sans socit1 mme importune3 und dieser jeder ,gesellschaft1 auch der beschwerlichsten beraubet4 ,meine ,grnde1 warum ich von ihnen allen abgehen mu1 sind diese4 ,erstlich ist es offenbar1 da wenn kakogeitona von tin' egcwrwn getrennt werden1 und ein besonders ,glied ausmachen sollte1 die ,partikel oude vor kakogeitona notwendig wiederholt sein mte4 ,da sie es aber nicht ist1 so ist es ebenso offenbar1 da kakogeitona zu tina gehret1 und das ,komma nach egcwrwn wegfallen mu4 ,dieses ,komma hat sich aus der bersetzung eingeschlichen1 wie ich denn wirklich finde1 da es einige ganz griechische ,ausgaben 7z4 ,e4 die wittenbergische von #aehe in ,oktav1 welche dem ,fabricius vllig unbekannt geblieben7 auch gar nicht haben1 und es erst1 wie gehrig1 nach kakogeitona setzen4 ,zweitens ist das wohl ein bser ,nachbar1 von dem wir uns stonon antitupon1 amoibaion1 wie es der ,scholiast erklrt1 versprechen knnen8 ,wechselsweise mit uns seufzen1 ist die ,eigenschaft eines ,freundes1 nicht aber eines ,feindes4 ,kurz also3 man hat das ,wort kakogeitona unrecht verstanden2 man hat angenommen1 da es aus dem ,adjectivo kako,v zusammengesetzt sei1 und es ist aus dem ,substantivo to kakon zusammengesetzt2 man hat es durch einen bsen ,nachbar erklrt1 und htte es durch einen ,nachbar des ,bsen erklren sollen4 ,so wie kakomanti,v nicht einen bsen1 das ist falschen1 unwahren ,propheten1 sondern einen ,propheten des ,bsen1 kakotecno,v nicht einen bsen1 ungeschickten ,knstler1 sondern einen ,knstler im ,bsen bedeuten4 ,unter einem ,nachbar des ,bsen versteht der ,dichter aber denjenigen1 welcher entweder mit gleichen ,unfllen1 als wir1 behaftet ist1 oder aus ,freundschaft an unsern ,unfllen ,anteil nimmt2 so da die ganzen ,worte oud' ecwn tin' egcwrwn kakogeitona blo durch neque quenquam indigenarum mali socium habens zu bersetzen sind4 ,der neue englische bersetzer des ,sophokles1 ,thomas ,franklin1 kann nicht anders als meiner ,meinung gewesen sein1 indem er den bsen ,nachbar in kakogeitwn auch nicht findet1 sondern es blo durch fellow-mourner bersetzt3 ,expos'd to the inclement skies1 ,deserted and forlorn he lyes1 ,no friend nor fellow-mourner there1 ,to sooth his sorrow1 and divide his care4 #b4 ,mercure de ,france1 ,avril #agee4 p4 #agg4 #c4 ,nach der ,wirkung des ,ganzen betrachte man die einzelnen ,szenen1 in welchen ,philoktet nicht mehr der verlassene ,kranke ist2 wo er ,hoffnung hat1 nun bald die trostlose ,einde zu verlassen und wieder in sein ,reich zu gelangen2 wo sich also sein ganzes ,unglck auf die schmerzliche ,wunde einschrnkt4 ,er wimmert1 er schreiet1 er bekommt die grlichsten ,zuckungen4 ,hierwider gehet eigentlich der ,einwurf des beleidigten ,anstandes4 ,es ist ein ,englnder1 welcher diesen ,einwurf macht2 ein ,mann also1 bei welchem man nicht leicht eine falsche ,delikatesse argwhnen darf4 ,wie schon berhrt1 so gibt er ihm auch einen sehr guten ,grund4 ,alle ,empfindungen und ,leidenschaften1 sagt er1 mit welchen andere nur sehr wenig sympathisieren knnen1 werden anstig1 wenn man sie zu heftig ausdrckt #a74 ,aus diesem ,grunde ist nichts unanstndiger1 und einem ,manne unwrdiger1 als wenn er den ,schmerz1 auch den allerheftigsten1 nicht mit ,geduld ertragen kann1 sondern weinet und schreiet4 ,zwar gibt es eine ,sympathie mit dem krperlichen ,schmerze4 ,wenn wir sehen1 da jemand einen ,schlag auf den ,arm oder das ,schienbein bekommen soll1 so fahren wir natrlicherweise zusammen1 und ziehen unsern eigenen ,arm1 oder ,schienbein1 zurck2 und wenn der ,schlag wirklich geschieht1 so empfinden wir ihn gewissermaen ebensowohl1 als der1 den er getroffen4 ,gleichwohl aber ist es gewi1 da das bel1 welches wir fhlen1 gar nicht betrchtlich ist2 wenn der ,geschlagene daher ein heftiges ,geschrei erregt1 so ermangeln wir nicht ihn zu verachten1 weil wir in der ,verfassung nicht sind1 ebenso heftig schreien zu knnen1 als er4--,nichts ist betrglicher1 als allgemeine ,gesetze fr unsere ,empfindungen4 ,ihr ,gewebe ist so fein und verwickelt1 da es auch der behutsamsten ,spekulation kaum mglich ist1 einen einzeln ,faden rein aufzufassen und durch alle ,kreuzfden zu verfolgen4 ,gelingt es ihr aber auch schon1 was fr ,nutzen hat es8 ,es gibt in der ,natur keine einzelne reine ,empfindung2 mit einer jeden entstehen tausend andere zugleich1 deren geringste die ,grundempfindung gnzlich verndert1 so da ,ausnahmen ber ,ausnahmen erwachsen1 die das vermeintlich allgemeine ,gesetz endlich selbst auf eine bloe ,erfahrung in wenig einzeln ,fllen einschrnken4--,wir verachten denjenigen1 sagt der ,englnder1 den wir unter krperlichen ,schmerzen heftig schreien hren4 ,aber nicht immer3 nicht zum ersten ,male2 nicht1 wenn wir sehen1 da der ,leidende alles mgliche anwendet1 seinen ,schmerz zu verbeien2 nicht1 wenn wir ihn sonst als einen ,mann von ,standhaftigkeit kennen2 noch weniger1 wenn wir ihn selbst unter dem ,leiden ,proben von seiner ,standhaftigkeit ablegen sehen1 wenn wir sehen1 da ihn der ,schmerz zwar zum ,schreien1 aber auch zu weiter nichts zwingen kann1 da er sich lieber der lngern ,fortdauer dieses ,schmerzes unterwirft1 als das geringste in seiner ,denkungsart1 in seinen ,entschlssen ndert1 ob er schon in dieser ,vernderung die gnzliche ,endschaft seines ,schmerzes hoffen darf4 ,das alles findet sich bei dem ,philoktet4 ,die moralische ,gre bestand bei den alten ,griechen in einer ebenso unvernderlichen ,liebe gegen seine ,freunde1 als unwandelbarem ,hasse gegen seine ,feinde4 ,diese ,gre behlt ,philoktet bei allen seinen ,martern4 ,sein ,schmerz hat seine ,augen nicht so vertrocknet1 da sie ihm keine ,trnen ber das ,schicksal seiner alten ,freunde gewhren knnten4 ,sein ,schmerz hat ihn so mrbe nicht gemacht1 da er1 um ihn los zu werden1 seinen ,feinden vergeben1 und sich gern zu allen ihren eigenntzigen ,absichten brauchen lassen mchte4 ,und diesen ,felsen von einem ,manne htten die ,athenienser verachten sollen1 weil die ,wellen1 die ihn nicht erschttern knnen1 ihn wenigstens ertnen machen8--,ich bekenne1 da ich an der ,philosophie des ,cicero berhaupt wenig ,geschmack finde2 am allerwenigsten aber an der1 die er in dem zweiten ,buche seiner tuskulanischen ,fragen ber die ,erduldung des krperlichen ,schmerzes auskramet4 ,man sollte glauben1 er wolle einen ,gladiator abrichten1 so sehr eifert er wider den uerlichen ,ausdruck des ,schmerzes4 ,in diesem scheinet er allein die ,ungeduld zu finden1 ohne zu berlegen1 da er oft nichts weniger als freiwillig ist1 die wahre ,tapferkeit aber sich nur in freiwilligen ,handlungen zeigen kann4 ,er hrt bei dem ,sophokles den ,philoktet nur klagen und schreien1 und bersieht sein briges standhaftes ,betragen gnzlich4 ,wo htte er auch sonst die ,gelegenheit zu seinem rhetorischen ,ausfalle wider die ,dichter hergenommen8 ,sie sollen uns weichlich machen1 weil sie die tapfersten ,mnner klagend einfhren4 ,sie mssen sie klagen lassen2 denn ein ,theater ist keine ,arena4 ,dem verdammten oder feilen ,fechter kam es zu1 alles mit ,anstand zu tun und zu leiden4 ,von ihm mute kein klglicher ,laut gehret1 keine schmerzliche ,zuckung erblickt werden4 ,denn da seine ,wunden1 sein ,tod die ,zuschauer ergtzen sollten3 so mute die ,kunst alles ,gefhl verbergen lehren4 ,die geringste uerung desselben htte ,mitleiden erweckt1 und fters erregtes ,mitleiden wrde diesen frostig grausamen ,schauspielen bald ein ,ende gemacht haben4 ,was aber hier nicht erregt werden sollte1 ist die einzige ,absicht der tragischen ,bhne1 und fodert daher ein gerade entgegengesetztes ,betragen4 ,ihre ,helden mssen ,gefhl zeigen1 mssen ihre ,schmerzen uern1 und die bloe ,natur in sich wirken lassen4 ,verraten sie ,abrichtung und ,zwang1 so lassen sie unser ,herz kalt1 und ,klopffechter im ,kothurne knnen hchstens nur bewundert werden4 ,diese ,benennung verdienen alle ,personen der sogenannten ,senecaschen ,tragdien1 und ich bin der festen ,meinung1 da die gladiatorischen ,spiele die vornehmste ,ursache gewesen1 warum die ,rmer in dem ,tragischen noch so weit unter dem ,mittelmigen geblieben sind4 ,die ,zuschauer lernten in dem blutigen ,amphitheater alle ,natur verkennen1 wo allenfalls ein ,ktesias seine ,kunst studieren konnte1 aber nimmermehr ein ,sophokles4 ,das tragischste ,genie1 an diese knstliche ,todesszenen gewhnet1 mute auf ,bombast und ,rodomontaden verfallen4 ,aber so wenig als solche ,rodomontaden wahren ,heldenmut einflen knnen1 ebensowenig knnen ,philoktetische ,klagen weichlich machen4 ,die ,klagen sind eines ,menschen1 aber die ,handlungen eines ,helden4 ,beide machen den menschlichen ,helden1 der weder weichlich noch verhrtet ist1 sondern bald dieses bald jenes scheinet1 so wie ihn itzt ,natur1 itzt ,grundstze und ,pflicht verlangen4 ,er ist das ,hchste1 was die ,weisheit hervorbringen1 und die ,kunst nachahmen kann4 #a4 ,the theory of moral sentiments1 by ,adam ,smith4 ,part4 ,i4 sect4 #b4 chap4 #a4 p4 #da4 7,london #agfa47 #d4 ,nicht genug1 da ,sophokles seinen empfindlichen ,philoktet vor der ,verachtung gesichert hat2 er hat auch allem andern weislich vorgebauet1 was man sonst aus der ,anmerkung des ,englnders wider ihn erinnern knnte4 ,denn verachten wir schon denjenigen nicht immer1 der bei krperlichen ,schmerzen schreiet1 so ist doch dieses unwidersprechlich1 da wir nicht so viel ,mitleiden fr ihn empfinden1 als dieses ,geschrei zu erfordern scheinet4 ,wie sollen sich also diejenigen verhalten1 die mit dem schreienden ,philoktet zu tun haben8 ,sollen sie sich in einem hohen ,grade gerhrt stellen8 ,es ist wider die ,natur4 ,sollen sie sich so kalt und verlegen bezeigen1 als man wirklich bei dergleichen ,flle zu sein pflegt8 ,das wrde die widrigste ,dissonanz fr den ,zuschauer hervorbringen4 ,aber1 wie gesagt1 auch diesem hat ,sophokles vorgebauet4 ,dadurch nmlich1 da die ,nebenpersonen ihr eigenes ,interesse haben2 da der ,eindruck1 welchen das ,schreien des ,philoktet auf sie macht1 nicht das einzige ist1 was sie beschftiget1 und der ,zuschauer daher nicht sowohl auf die ,disproportion ihres ,mitleids mit diesem ,geschrei1 als vielmehr auf die ,vernderung achtgibt1 die in ihren eigenen ,gesinnungen und ,anschlgen durch das ,mitleid1 sei es so schwach oder so stark es will1 entstehet1 oder entstehen sollte4 ,neoptolem und der ,chor haben den unglcklichen ,philoktet hintergangen2 sie erkennen1 in welche ,verzweiflung ihn ihr ,betrug strzen werde2 nun bekommt er seinen schrecklichen ,zufall vor ihren ,augen2 kann dieser ,zufall keine merkliche sympathetische ,empfindung in ihnen erregen1 so kann er sie doch antreiben1 in sich zu gehen1 gegen so viel ,elend ,achtung zu haben1 und es durch ,verrterei nicht hufen zu wollen4 ,dieses erwartet der ,zuschauer1 und seine ,erwartung findet sich von dem edelmtigen ,neoptolem nicht getuscht4 ,philoktet1 seiner ,schmerzen ,meister1 wrde den ,neoptolem bei seiner ,verstellung erhalten haben4 ,philoktet1 den sein ,schmerz aller ,verstellung unfhig macht1 so hchst ntig sie ihm auch scheinet1 damit seinen knftigen ,reisegefhrten das ,versprechen1 ihn mit sich zu nehmen1 nicht zu bald gereue2 ,philoktet1 der ganz ,natur ist1 bringt auch den ,neoptolem zu seiner ,natur wieder zurck4 ,diese ,umkehr ist vortrefflich1 und um so viel rhrender1 da sie von der bloen ,menschlichkeit bewirket wird4 ,bei dem ,franzosen haben wiederum die schnen ,augen ihren ,teil daran #b74 ,doch ich will an diese ,parodie nicht mehr denken4--,des nmlichen ,kunstgriffs1 mit dem ,mitleiden1 welches das ,geschrei ber krperliche ,schmerzen hervorbringen sollte1 in den ,umstehenden einen andern ,affekt zu verbinden1 hat sich ,sophokles auch in den ,trachinerinnen bedient4 ,der ,schmerz des ,herkules ist kein ermattender ,schmerz2 er treibt ihn bis zur ,raserei1 in der er nach nichts als nach ,rache schnaubet4 ,schon hatte er in dieser ,wut den ,lichas ergriffen1 und an dem ,felsen zerschmettert4 ,der ,chor ist weiblich2 um so viel natrlicher mu sich ,furcht und ,entsetzen seiner bemeistern4 ,dieses1 und die ,erwartung1 ob noch ein ,gott dem ,herkules zu ,hilfe eilen1 oder ,herkules unter diesem bel erliegen werde1 macht hier das eigentliche allgemeine ,interesse1 welches von dem ,mitleiden nur eine geringe ,schattierung erhlt4 ,sobald der ,ausgang durch die ,zusammenhaltung der ,orakel entschieden ist1 wird ,herkules ruhig1 und die ,bewunderung ber seinen letzten ,entschlu tritt an die ,stelle aller andern ,empfindungen4 berhaupt aber mu man bei der ,vergleichung des leidenden ,herkules mit dem leidenden ,philoktet nicht vergessen1 da jener ein ,halbgott1 und dieser nur ein ,mensch ist4 ,der ,mensch schmt sich seiner ,klagen nie2 aber der ,halbgott schmt sich1 da sein sterblicher ,teil ber den unsterblichen so viel vermocht habe1 da er wie ein ,mdchen weinen und winseln mssen #c74 ,wir ,neuern glauben keine ,halbgtter1 aber der geringste ,held soll bei uns wie ein ,halbgott empfinden1 und handeln4 #b4 ,act4 ,il4 ,sc4 ,,iii4 ,de mes dguisements que penserait ,sophie8 sagt der ,sohn des ,achilles4 #c4 ,trach4 v4 #ajhh4 #ajhi4 --osti,v wste par,jeno,v ,bebruca kleiwn-- ,ob der ,schauspieler das ,geschrei und die ,verzuckungen des ,schmerzes bis zur ,illusion bringen knne1 will ich weder zu verneinen noch zu bejahen wagen4 ,wenn ich fnde1 da es unsere ,schauspieler nicht knnten1 so mte ich erst wissen1 ob es auch ein ,garrick nicht vermgend wre3 und wenn es auch diesem nicht gelnge1 so wrde ich mir noch immer die ,skvopie und ,deklamation der ,alten in einer ,vollkommenheit denken drfen1 von der wir heutzutage gar keinen ,begriff haben4 ,v4 ,es gibt ,kenner des ,altertums1 welche die ,gruppe ,laokoon zwar fr ein ,werk griechischer ,meister1 aber aus der ,zeit der ,kaiser halten1 weil sie glauben1 da der ,virgilische ,laokoon dabei zum ,vorbilde gedienet habe4 ,ich will von den ltern ,gelehrten1 die dieser ,meinung gewesen sind1 nur den ,bartholomus ,marliani #a71 und von den neuern den ,montfaucon #b7 nennen4 ,sie fanden ohne ,zweifel zwischen dem ,kunstwerke und der ,beschreibung des ,dichters eine so besondere bereinstimmung1 da es ihnen unmglich dnkte1 da beide von ohngefhr auf einerlei ,umstnde sollten gefallen sein1 die sich nichts weniger1 als von selbst darbieten4 ,dabei setzten sie voraus1 da wenn es auf die ,ehre der ,erfindung und des ersten ,gedankens ankomme1 die ,wahrscheinlichkeit fr den ,dichter ungleich grer sei1 als fr den ,knstler4 #a4 ,topographiae ,urbis ,romae libr4 ,,iv4 cap4 #ad4 ,et quanquam hi 7,agesander et ,polydorus et ,athenodorus ,rhodii7 ex ,virgilii descriptione statuam hanc formavisse videntur etc4 #b4 ,suppl4 aux ,ant4 ,expliq4 ,t4 ,i4 p4 #bdb4 ,il semble qu',agsandre1 ,polydore et ,athnodore1 qui en furent les ouvriers1 aient travaill comme l'envie1 pour laisser un monument1 qui rpondait l'incomparable description qu'a fait ,virgile de ,laocoon etc4 ,nur scheinen sie vergessen zu haben1 da ein dritter ,fall mglich sei4 ,denn vielleicht hat der ,dichter ebensowenig den ,knstler1 als der ,knstler den ,dichter nachgeahmt1 sondern beide haben aus einerlei lteren ,quelle geschpft4 ,nach dem ,macrobius wrde ,pisander diese ltere ,quelle sein knnen #c74 ,denn als die ,werke dieses griechischen ,dichters noch vorhanden waren1 war es schulkundig1 pueris decantatum1 da der ,rmer die ganze ,eroberung und ,zerstrung ,iliums1 sein ganzes zweites ,buch1 aus ihm nicht sowohl nachgeahmt1 als treulich bersetzt habe4 ,wre nun also ,pisander auch in der ,geschichte des ,laokoon ,virgils ,vorgnger gewesen1 so brauchten die griechischen ,knstler ihre ,anleitung nicht aus einem lateinischen ,dichter zu holen1 und die ,mutmaung von ihrem ,zeitalter grndet sich auf nichts4 #c4 ,saturnal4 lib4 ,v4 cap4 #b4 ,quae ,virgilius traxit a ,graecis1 dicturumne me putetis quae vulgo nota sunt8 quod ,theocritum sibi fecerit pastoralis operis autorem1 ruralis ,hesiodum8 et quod in ipsis ,georgicis tempestatis serenitatisque signa de ,arati ,phaenomenis traxerit8 vel quod eversionem ,trojae1 cum ,sinone suo1 et equo ligneo1 ceterisque omnibus1 quae librum secundum faciunt1 a ,pisandro paene ad verbum transcripserit8 qui inter ,graecos poetas eminet opere1 quod a nuptiis ,jovis et ,junonis incipiens universas historias1 quae mediis omnibus sacculis usque ad aetatem ipsius ,pisandri contigerunt1 in unam seriem coactas redegerit1 et unum ex diversis hiatibus temporum corpus effecerit8 in quo opere inter historias ceteras interitus quoque ,trojae in hunc modum relatus est4 ,quae fideliter ,maro interpretando1 fabricatus est sibi ,iliacae urbis ruinam4 ,sed et haec et talia ut pueris decantata praetereo4 ,indes wenn ich notwendig die ,meinung des ,marliani und ,montfaucon behaupten mte1 so wrde ich ihnen folgende ,ausflucht leihen4 ,pisanders ,gedichte sind verloren2 wie die ,geschichte des ,laokoon von ihm erzhlet worden1 lt sich mit ,gewiheit nicht sagen2 es ist aber wahrscheinlich1 da es mit eben den ,umstnden geschehen sei1 von welchen wir noch itzt bei griechischen ,schriftstellern ,spuren finden4 ,nun kommen aber diese mit der ,erzhlung des ,virgils im geringsten nicht berein1 sondern der rmische ,dichter mu die griechische ,tradition vllig nach seinem ,gutdnken umgeschmolzen haben4 ,wie er das ,unglck des ,laokoon erzhlet1 so ist es seine eigene ,erfindung2 folglich1 wenn die ,knstler in ihrer ,vorstellung mit ihm harmonieren1 so knnen sie nicht wohl anders als nach seiner ,zeit gelebt1 und nach seinem ,vorbilde gearbeitet haben4 ,quintus ,calaber lt zwar den ,laokoon einen gleichen ,verdacht1 wie ,virgil1 wider das hlzerne ,pferd bezeigen2 allein der ,zorn der ,minerva1 welchen sich dieser dadurch zuziehet1 uert sich bei ihm ganz anders4 ,die ,erde erbebt unter dem warnenden ,trojaner2 ,schrecken und ,angst berfallen ihn2 ein brennender ,schmerz tobet in seinen ,augen2 sein ,gehirn leidet2 er raset2 er verblindet4 ,erst1 da er blind noch nicht aufhrt1 die ,verbrennung des hlzernen ,pferdes anzuraten1 sendet ,minerva zwei schreckliche ,drachen1 die aber blo die ,kinder des ,laokoon ergreifen4 ,umsonst strecken diese die ,hnde nach ihrem ,vater aus2 der arme blinde ,mann kann ihnen nicht helfen2 sie werden zerfleischt1 und die ,schlangen schlupfen in die ,erde4 ,dem ,laokoon selbst geschieht von ihnen nichts2 und da dieser ,umstand dem ,quintus #d7 nicht eigen1 sondern vielmehr allgemein angenommen msse gewesen sein1 bezeiget eine ,stelle des ,lykophron1 wo diese ,schlangen #e7 das ,beiwort der ,kinderfresser fhren4 #d4 ,paralip4 lib4 ,,xii4 v4 #cih-djh et v4 #dci-dgd4 #e4 ,oder vielmehr ,schlange3 denn ,lykophron scheinet nur eine angenommen zu haben3 ,kai paidobrvto,v porkew,v nhsou,v dipla,v4 ,war er aber1 dieser ,umstand1 bei den ,griechen allgemein angenommen1 so wrden sich griechische ,knstler schwerlich erkhnt haben1 von ihm abzuweichen1 und schwerlich wrde es sich getroffen haben1 da sie auf eben die ,art wie ein rmischer ,dichter abgewichen wren1 wenn sie diesen ,dichter nicht gekannt htten1 wenn sie vielleicht nicht den ausdrcklichen ,auftrag gehabt htten1 nach ihm zu arbeiten4 ,auf diesem ,punkte1 meine ich1 mte man bestehen1 wenn man den ,marliani und ,montfaucon verteidigen wollte4 ,virgil ist der erste und einzige #f71 welcher sowohl ,vater als ,kinder von den ,schlangen umbringen lt2 die ,bildhauer tun dieses gleichfalls1 da sie es doch als ,griechen nicht htten tun sollen3 also ist es wahrscheinlich1 da sie es auf ,veranlassung des ,virgils getan haben4 #f4 ,ich erinnere mich1 da man das ,gemlde hierwider anfhren knnte1 welches ,eumolp bei dem ,petron auslegt4 ,es stellte die ,zerstrung von ,troja1 und besonders die ,geschichte des ,laokoon1 vollkommen so vor1 als sie ,virgil erzhlet2 und da in der nmlichen ,galerie zu ,neapel1 in der es stand1 andere alte ,gemlde vom ,zeuxis1 ,protogenes1 ,apelles waren1 so liee sich vermuten1 da es gleichfalls ein altes griechisches ,gemlde gewesen sei4 ,allein man erlaube mir1 einen ,romandichter fr keinen ,historikus halten zu drfen4 ,diese ,galerie1 und dieses ,gemlde1 und dieser ,eumolp haben1 allem ,ansehen nach1 nirgends als in der ,phantasie des ,petrons existieret4 ,nichts verrt ihre gnzliche ,erdichtung deutlicher1 als die offenbaren ,spuren einer beinahe schlermigen ,nachahmung der ,virgilischen ,beschreibung4 ,es wird sich der ,mhe verlohnen1 die ,vergleichung anzustellen4 ,so ,virgil3 7,aeneid4 lib4 ,,ii4 #aii-bbd47 ,hic aliud majus miseris multoque tremendum ,objicitur magis1 atque improvida pectora turbat4 ,laocoon1 ductus ,neptuno sorte sacerdos1 ,solemnis taurum ingentem mactabat ad aras4 ,ecce autem gemini a ,tenedo tranquilla per alta 7,horresco referens7 immensis orbibus angues ,incumbunt pelago1 pariterque ad litora tendunt3 ,pectora quorum inter fluctus arrecta1 jubaeque ,sanguineae exsuperant undas3 pars cetera pontum ,pone legit1 sinuatque immensa volumine terga4 ,fit sonitus spumante salo3 jamque arva tenebant1 ,ardentesque oculos suffecti sanguine et igni ,sibila lambebant linguis vibrantibus ora4 ,diffugimus visu exsangues4 ,illi agmine certo ,laocoonta petunt1 et primum parva duorum ,corpora natorum serpens amplexus uterque ,implicat1 et miseros morsu depascitur artus4 ,post ipsum1 auxilio subeuntem ac tela ferentem1 ,corripiunt1 spirisque ligant ingentibus3 et jam ,bis medium amplexi1 bis collo squamea circum ,terga dati1 superant capite et cervicibus altis4 ,ille simul manibus tendit divellere nodos1 ,perfusus sanie vittas atroque veneno3 ,clamores simul horrendos ad sidera tollit4 ,quales mugitus1 fugit cum saucius aram ,taurus et incertam excussit cervice securim4 ,und so ,eumolp1 7von dem man sagen knnte1 da es ihm wie allen ,poeten aus dem ,stegreife ergangen sei3 ihr ,gedchtnis hat immer an ihren ,versen ebensoviel ,anteil1 als ihre ,einbildung73 ,ecce alia monstra4 ,celsa qua ,tenedos mare ,dorso repellit1 tumida consurgunt freta1 ,undaque resultat scissa tranquillo minor4 ,qualis silenti nocte remorum sonus4 ,longe refertur1 cum premunt classes mare1 ,pulsumque marmor abiete imposita gemit4 ,respicimus1 angues orbibus geminis ferunt ,ad saxa fluctus3 tumida quorum pectora ,rates ut altae1 lateribus spumas agunt3 ,dant caudae sonitum2 liberae ponto jubae ,coruscant luminibus1 fulmineum jubar ,incendit aequor1 sibilisque undae tremunt4 ,stupuere mentes4 ,infulis stabant sacri ,phrygioque cultu gemina nati pignora ,laocoonte1 quos repente tergoribus ligant ,angues corusci3 parvulas illi manus ,ad ora referunt3 neuter auxilio sibi ,uterque fratri transtulit pias vices1 ,morsque ipsa miseros mutuo perdit metu4 ,accumulat ecce liberm funus parens1 ,infirmus auxiliator2 invadunt virum ,jam morte pasti1 membraque ad terram trahunt4 ,jacet sacerdos inter aras victima4 ,die ,hauptzge sind in beiden ,stellen eben dieselben1 und verschiedenes ist mit den nmlichen ,worten ausgedrckt4 ,doch das sind ,kleinigkeiten1 die von selbst in die ,augen fallen4 ,es gibt andere ,kennzeichen der ,nachahmung1 die feiner1 aber nicht weniger sicher sind4 ,ist der ,nachahmer ein ,mann1 der sich etwas zutrauet1 so ahmet er selten nach1 ohne verschnern zu wollen2 und wenn ihm dieses ,verschnern1 nach seiner ,meinung1 geglckt ist1 so ist er ,fuchs genug1 seine ,futapfen1 die den ,weg1 welchen er hergekommen1 verraten wrden1 mit dem ,schwanze zuzukehren4 ,aber eben diese eitle ,begierde zu verschnern1 und diese ,behutsamkeit ,original zu scheinen1 entdeckt ihn4 ,denn sein ,verschnern ist nichts als bertreibung und unnatrliches ,raffinieren4 ,virgil sagt1 sanguineae jubae3 ,petron1 liberae jubae luminibus coruscant4 ,virgil1 ardentes oculos suffecti sanguine er igni3 ,petron1 fulmineum jubar incendit aequor4 ,virgil1 fit sonitus spumante salo3 ,petron1 sibilis undae tremunt4 ,so geht der ,nachahmer immer aus dem ,groen ins ,ungeheuere2 aus dem ,wunderbaren ins ,unmgliche4 ,die von den ,schlangen umwundenen ,knaben sind dem ,virgil ein ,parergon1 das er mit wenigen bedeutenden ,strichen hinsetzt1 in welchen man nichts als ihr ,unvermgen und ihren ,jammer erkennet4 ,petron malt dieses ,nebenwerk aus1 und macht aus den ,knaben ein ,paar heldenmtige ,seelen1 --neuter auxilio sibi1 ,uterque fratri transtulit pias vices1 ,morsque ipsa miseros mutuo perdit metu4 ,wer erwartet von ,menschen1 von ,kindern1 diese ,selbstverleugnung8 ,wie viel besser kannte der ,grieche die ,natur1 7,quintus ,calaber lib4 ,,xii4 v4 #dei-dfa47 welcher1 bei ,erscheinung der schrecklichen ,schlangen1 sogar die ,mtter ihrer ,kinder vergessen lt1 so sehr war jedes nur auf seine eigene ,erhaltung bedacht4 --en,ja gunaike,v ,oimwzon1 kai pou ti,v ewn epelhsato teknwn1 ,auth aleuomenh stugeron moron-- ,zu verbergen sucht sich der ,nachahmer gemeiniglich dadurch1 da er den ,gegenstnden eine andere ,beleuchtung gibt1 die ,schatten des ,originals heraus-1 und die ,lichter zurcktreibt4 ,virgil gibt sich ,mhe1 die ,gre der ,schlangen recht sichtbar zu machen1 weil von dieser ,gre die ,wahrscheinlichkeit der folgenden ,erscheinung abhngt2 das ,gerusche1 welches sie verursachen1 ist nur eine ,nebenidee1 und bestimmt1 den ,begriff der ,gre auch dadurch lebhafter zu machen4 ,petron hingegen macht diese ,nebenidee zur ,hauptsache1 beschreibt das ,gerusch mit aller mglichen ppigkeit1 und vergit die ,schilderung der ,gre so sehr1 da wir sie nur fast aus dem ,gerusche schlieen mssen4 ,es ist schwerlich zu glauben1 da er in diese ,ungeschicklichkeit verfallen wre1 wenn er blo aus seiner ,einbildung geschildert1 und kein ,muster vor sich gehabt htte1 dem er nachzeichnen1 dem er aber nachgezeichnet zu haben1 nicht verraten wollen4 ,so kann man zuverlssig jedes poetische ,gemlde1 das in kleinen ,zgen berladen1 und in den groen fehlerhaft ist1 fr eine verunglckte ,nachahmung halten1 es mag sonst so viele kleine ,schnheiten haben als es will1 und das ,original mag sich lassen angeben knnen oder nicht4 ,ich empfinde sehr wohl1 wieviel dieser ,wahrscheinlichkeit zur historischen ,gewiheit mangelt4 ,aber da ich auch nichts ,historisches weiter daraus schlieen will1 so glaube ich wenigstens1 da man sie als eine ,hypothesis kann gelten lassen1 nach welcher der ,kritikus seine ,betrachtungen anstellen darf4 ,bewiesen oder nicht bewiesen1 da die ,bildhauer dem ,virgil nachgearbeitet haben1 ich will es blo annehmen1 um zu sehen1 wie sie ihm sodann nachgearbeitet htten4 ber das ,geschrei habe ich mich schon erklrt4 ,vielleicht1 da mich die weitere ,vergleichung auf nicht weniger unterrichtende ,bemerkungen leitet4 ,der ,einfall1 den ,vater mit seinen beiden ,shnen durch die mrdrischen ,schlangen in einen ,knoten zu schrzen1 ist ohnstreitig ein sehr glcklicher ,einfall1 der von einer ungemein malerischen ,phantasie zeuget4 ,wem gehrt er8 ,dem ,dichter1 oder den ,knstlern8 ,montfaucon will ihn bei dem ,dichter nicht finden #a74 ,aber ich meine1 ,montfaucon hat den ,dichter nicht aufmerksam genug gelesen4 #a4 ,suppl4 aux ,antiq4 ,expl4 ,t4 ,i4 p4 #bdc4 ,il y a quelque petite diffrence entre ce que dit ,virgile1 et ce que le marbre reprsente4 ,il semble1 selon ce que dit le pote1 que les serpents quittrent les deux enfants pour venir entortiller le pre1 au lieu que dans ce marbre ils lient en mme temps les enfants et leur pre4 --illi agmine certo ,laocoonta petunt1 et primum parva duorum ,corpora natorum serpens amplexus uterque ,implicat et miseros morsu depascitur artus4 ,post ipsum1 auxilio subeuntem et tela ferentem ,corripiunt1 spirisque ligant ingentibus-- ,der ,dichter hat die ,schlangen von einer wunderbaren ,lnge geschildert4 ,sie haben die ,knaben umstrickt1 und da der ,vater ihnen zu ,hilfe kmmt1 ergreifen sie auch ihn 7corripiunt74 ,nach ihrer ,gre konnten sie sich nicht auf einmal von den ,knaben loswinden2 es mute also einen ,augenblick geben1 da sie den ,vater mit ihren ,kpfen und ,vorderteilen schon angefallen hatten1 und mit ihren ,hinterteilen die ,knaben noch verschlungen hielten4 ,dieser ,augenblick ist in der ,fortschreitung des poetischen ,gemldes notwendig2 der ,dichter lt ihn sattsam empfinden2 nur ihn auszumalen1 dazu war itzt die ,zeit nicht4 ,da ihn die alten ,ausleger auch wirklich empfunden haben1 scheinet eine ,stelle des ,donatus #b7 zu bezeigen4 ,wieviel weniger wird er den ,knstlern entwischt sein1 in deren verstndiges ,auge alles1 was ihnen vorteilhaft werden kann1 so schnell und deutlich einleuchtet8 #b4 ,donatus ad v4 #bbg4 lib4 ,,ii4 ,aeneid4 ,mirandum non est1 clipeo et simulacri vestigiis tegi potuisse1 quos supra et longos et validos dixit1 et multiplici ambitu circumdedisse ,laocoontis corpus ac liberorum1 et fuisse superfluam partem4 ,mich dnkt brigens1 da in dieser ,stelle aus den ,worten mirandum non est entweder das non wegfallen mu oder am ,ende der ganze ,nachsatz mangelt4 ,denn da die ,schlangen so auerordentlich gro waren1 so ist es allerdings zu verwundern1 da sie sich unter dem ,schilde der ,gttin verbergen knnen1 wenn dieses ,schild nicht selbst sehr gro war und zu einer kolossalischen ,figur gehrte4 ,und die ,versicherung hievon mute der mangelnde ,nachsatz sein2 oder das non hat keinen ,sinn4 ,in den ,windungen selbst1 mit welchen der ,dichter die ,schlangen um den ,laokoon fhret1 vermeidet er sehr sorgfltig die ,arme1 um den ,hnden alle ihre ,wirksamkeit zu lassen4 ,ille simul manibus tendit divellere nodos4 ,hierin muten ihm die ,knstler notwendig folgen4 ,nichts gibt mehr ,ausdruck und ,leben1 als die ,bewegung der ,hnde2 im ,affekte besonders1 ist das sprechendste ,gesicht ohne sie unbedeutend4 ,arme1 durch die ,ringe der ,schlangen fest an den ,krper geschlossen1 wrden ,frost und ,tod ber die ganze ,gruppe verbreitet haben4 ,also sehen wir sie1 an der ,hauptfigur sowohl als an den ,nebenfiguren1 in vlliger ,ttigkeit1 und da am meisten beschftiget1 wo gegenwrtig der heftigste ,schmerz ist4 ,weiter aber auch nichts1 als diese ,freiheit der ,arme1 fanden die ,knstler zutrglich1 in ,ansehung der ,verstrickung der ,schlangen1 von dem ,dichter zu entlehnen4 ,virgil lt die ,schlangen doppelt um den ,leib1 und doppelt um den ,hals des ,laokoon sich winden1 und hoch mit ihren ,kpfen ber ihn herausragen4 ,bis medium amplexi1 bis collo squamea circum ,terga dati1 superant capite er cervicibus altis4 ,dieses ,bild fllet unsere ,einbildungskraft vortrefflich2 die edelsten ,teile sind bis zum ,ersticken gepret1 und das ,gift gehet gerade nach dem ,gesichte4 ,demohngeachtet war es kein ,bild fr ,knstler1 welche die ,wirkungen des ,giftes und des ,schmerzes in dem ,krper zeigen wollten4 ,denn um diese bemerken zu knnen1 muten die ,hauptteile so frei sein als mglich1 und durchaus mute kein urer ,druck auf sie wirken1 welcher das ,spiel der leidenden ,nerven und arbeitenden ,muskeln verndern und schwchen knnte4 ,die doppelten ,windungen der ,schlangen wrden den ganzen ,leib verdeckt haben1 und jene schmerzliche ,einziehung des ,unterleibes1 welche so sehr ausdrckend ist1 wrde unsichtbar geblieben sein4 ,was man ber1 oder unter1 oder zwischen den ,windungen1 von dem ,leibe noch erblickt htte1 wrde unter ,pressungen und ,aufschwellungen erschienen sein1 die nicht von dem innern ,schmerze1 sondern von der uern ,last gewirket worden4 ,der ebenso oft umschlungene ,hals wrde die pyramidalische ,zuspitzung der ,gruppe1 welche dem ,auge so angenehm ist1 gnzlich verdorben haben2 und die aus dieser ,wulst ins ,freie hinausragende spitze ,schlangenkpfe htten einen so pltzlichen ,abfall von ,mensur gehabt1 da die ,form des ,ganzen uerst anstig geworden wre4 ,es gibt ,zeichner1 welche unverstndig genug gewesen sind1 sich demohngeachtet an den ,dichter zu binden4 ,was denn aber auch daraus geworden1 lt sich unter andern aus einem ,blatte des ,franz ,cleyn #c7 mit ,abscheu erkennen4 ,die alten ,bildhauer bersahen es mit einem ,blicke1 da ihre ,kunst hier eine gnzliche ,abnderung erfordere4 ,sie verlegten alle ,windungen von dem ,leibe und ,halse1 um die ,schenkel und ,fe4 ,hier konnten diese ,windungen1 dem ,ausdrucke unbeschadet1 so viel decken und pressen1 als ntig war4 ,hier erregten sie zugleich die ,idee der gehemmten ,flucht und einer ,art von ,unbeweglichkeit1 die der knstlichen ,fortdauer des nmlichen ,zustandes sehr vorteilhaft ist4 #c4 ,in der prchtigen ,ausgabe von ,drydens englischem ,virgil4 7,london #afig in gro ,folio47 ,und doch hat auch dieser die ,windungen der ,schlangen um den ,leib nur einfach1 und um den ,hals fast gar nicht gefhrt4 ,wenn ein so mittelmiger ,knstler anders eine ,entschuldigung verdient1 so knnte ihm nur die zustatten kommen1 da ,kupfer zu einem ,buche als bloe ,erluterungen1 nicht aber als fr sich bestehende ,kunstwerke zu betrachten sind4 ,ich wei nicht1 wie es gekommen1 da die ,kunstrichter diese ,verschiedenheit1 welche sich in den ,windungen der ,schlangen zwischen dem ,kunstwerke und der ,beschreibung des ,dichters so deutlich zeiget1 gnzlich mit ,stillschweigen bergangen haben4 ,sie erhebet die ,weisheit der ,knstler ebensosehr als die andre1 auf die sie alle fallen1 die sie aber nicht sowohl anzupreisen wagen1 als vielmehr nur zu entschuldigen suchen4 ,ich meine die ,verschiedenheit in der ,bekleidung4 ,virgils ,laokoon ist in seinem priesterlichen ,ornate1 und in der ,gruppe erscheinet er1 mit beiden seinen ,shnen1 vllig nackend4 ,man sagt1 es gebe ,leute1 welche eine groe ,ungereimtheit darin fnden1 da ein ,knigssohn1 ein ,priester1 bei einem ,opfer1 nackend vorgestellet werde4 ,und diesen ,leuten antworten ,kenner der ,kunst in allem ,ernste1 da es allerdings ein ,fehler wider das bliche sei1 da aber die ,knstler dazu gezwungen worden1 weil sie ihren ,figuren keine anstndige ,kleidung geben knnen4 ,die ,bildhauerei1 sagen sie1 knne keine ,stoffe nachahmen2 dicke ,falten machten ein ble ,wirkung2 aus zwei ,unbequemlichkeiten habe man also die geringste whlen1 und lieber gegen die ,wahrheit selbst verstoen1 als in den ,gewndern tadelhaft werden mssen #d74 ,wenn die alten ,artisten bei dem ,einwurfe lachen wrden1 so wei ich nicht1 was sie zu der ,beantwortung sagen drften4 ,man kann die ,kunst nicht tiefer herabsetzen1 als es dadurch geschiehet4 ,denn gesetzt1 die ,skulptur knnte die verschiednen ,stoffe ebensogut nachahmen1 als die ,malerei3 wrde sodann ,laokoon notwendig bekleidet sein mssen8 ,wrden wir unter dieser ,bekleidung nichts verlieren8 ,hat ein ,gewand1 das ,werk sklavischer ,hnde1 ebensoviel ,schnheit als das ,werk der ewigen ,weisheit1 ein organisierter ,krper8 ,erfordert es einerlei ,fhigkeiten1 ist es einerlei ,verdienst1 bringt es einerlei ,ehre1 jenes oder diesen nachzuahmen8 ,wollen unsere ,augen nur getuscht sein1 und ist es ihnen gleich viel1 womit sie getuscht werden8 #d4 ,so urteilet selbst ,de ,piles in seinen ,anmerkungen ber den ,du ,fresnoy v4 #baj4 ,remarquez1 s'il vous plat1 que les draperies tendres et lgres n'tant donnes qu'au sexe fminin1 les anciens sculpteurs ont vit autant qu'ils ont pu1 d'habiller les figures d'hommes2 parce qu'ils ont pens1 comme nous l'avons dj dit1 qu'en sculpture on ne pouvait imiter les toffes et que les gros plis faisaient un mauvais effet4 ,il y a presque autant d'exemples de cette vrit1 qu'il y a parmi les antiques de figures d'hommes nus4 ,je rapporterai seulement celui du ,laocoon1 lequel selon la vraisemblance devrait tre vtu4 ,en effet1 quelle apparence y-a-t-il qu'un fils de roi1 qu'un prtre d',apollon se trouvt tout nu dans la crmonie actuelle d'un sacrifice2 car les serpents passrent de l'le de ,tndos au rivage de ,troie1 et surprirent ,laocoon et ses fils dans le temps mme qu'il sacrifiait ,neptune sur le bord de la mer1 comme le marque ,virgile dans le second livre de son ,enide4 ,cependant les artistes1 qui sont les auteurs de ce bel ouvrage1 ont bien vu1 qu'ils ne pouvaient pas leur donner de vtements convenables leur qualit1 sans faire comme un amas de pierres1 dont la masse ressemblerait un rocher1 au lieu des trois admirables figures1 qui ont t et qui sont toujours l'admiration des sicles4 ,c'est pour cela que de deux inconvnients1 ils ont jug celui des draperies beaucoup plus fcheux1 que celui d'aller contre la vrit mme4 ,bei dem ,dichter ist ein ,gewand kein ,gewand2 es verdeckt nichts2 unsere ,einbildungskraft sieht berall hindurch4 ,laokoon habe es bei dem ,virgil1 oder habe es nicht1 sein ,leiden ist ihr an jedem ,teile seines ,krpers einmal so sichtbar1 wie das andere4 ,die ,stirne ist mit der priesterlichen ,binde fr sie umbunden1 aber nicht umhllet4 ,ja sie hindert nicht allein nicht1 diese ,binde2 sie verstrkt auch noch den ,begriff1 den wir uns von dem ,unglcke des ,leidenden machen4 ,perfusus sanie vittas atroque veneno4 ,nichts hilft ihm seine priesterliche ,wrde2 selbst das ,zeichen derselben1 das ihm berall ,ansehen und ,verehrung verschafft1 wird von dem giftigen ,geifer durchnetzt und entheiliget4 ,aber diesen ,nebenbegriff mute der ,artist aufgeben1 wenn das ,hauptwerk nicht leiden sollte4 ,htte er dem ,laokoon auch nur diese ,binde gelassen1 so wrde er den ,ausdruck um ein ,groes geschwcht haben4 ,die ,stirne wre zum ,teil verdeckt worden1 und die ,stirne ist der ,sitz des ,ausdruckes4 ,wie er also dort1 bei dem ,schreien1 den ,ausdruck der ,schnheit aufopferte1 so opferte er hier das bliche dem ,ausdrucke auf4 berhaupt war das bliche bei den ,alten eine sehr geringschtzige ,sache4 ,sie fhlten1 da die hchste ,bestimmung ihrer ,kunst sie auf die vllige ,entbehrung desselben fhrte4 ,schnheit ist diese hchste ,bestimmung2 ,not erfand die ,kleider1 und was hat die ,kunst mit der ,not zu tun8 ,ich gebe es zu1 da es auch eine ,schnheit der ,bekleidung gibt2 aber was ist sie1 gegen die ,schnheit der menschlichen ,form8 ,und wird der1 der das ,grere erreichen kann1 sich mit dem ,kleinern begngen8 ,ich frchte sehr1 der vollkommenste ,meister in ,gewndern zeigt durch diese ,geschicklichkeit selbst1 woran es ihm fehlt4 ,,vi4 ,meine ,voraussetzung1 da die ,knstler dem ,dichter nachgeahmt haben1 gereicht ihnen nicht zur ,verkleinerung4 ,ihre ,weisheit erscheinet vielmehr durch diese ,nachahmung in dem schnsten ,lichte4 ,sie folgten dem ,dichter1 ohne sich in der geringsten ,kleinigkeit von ihm verfhren zu lassen4 ,sie hatten ein ,vorbild1 aber da sie dieses ,vorbild aus einer ,kunst in die andere hinbertragen muten1 so fanden sie genug ,gelegenheit selbst zu denken4 ,und diese ihre eigene ,gedanken1 welche sich in den ,abweichungen von ihrem ,vorbilde zeigen1 beweisen1 da sie in ihrer ,kunst ebenso gro gewesen sind1 als er in der seinigen4 ,nun will ich die ,voraussetzung umkehren3 der ,dichter soll den ,knstlern nachgeahmt haben4 ,es gibt ,gelehrte1 die diese ,voraussetzung als eine ,wahrheit behaupten #a74 ,da sie historische ,grnde dazu haben knnten1 wte ich nicht4 ,aber1 da sie das ,kunstwerk so berschwenglich schn fanden1 so konnten sie sich nicht bereden1 da es aus so spter ,zeit sein sollte4 ,es mute aus der ,zeit sein1 da die ,kunst in ihrer vollkommensten ,blte war1 weil es daraus zu sein verdiente4 #a4 ,maffei1 ,richardson und noch neuerlich der ,herr von ,hagedorn4 7,betrachtungen ber die ,malerei ,s4 #cg4 ,richardson1 ,trait de la peinture4 ,tome ,,iii4 p4 #eac47 ,de ,fontaines verdient es wohl nicht1 da ich ihn diesen ,mnnern beifge4 ,er hlt zwar1 in den ,anmerkungen zu seiner bersetzung des ,virgils1 gleichfalls dafr1 da der ,dichter die ,gruppe in ,augen gehabt habe2 er ist aber so unwissend1 da er sie fr ein ,werk des ,phidias ausgibt4 ,es hat sich gezeigt1 da1 so vortrefflich das ,gemlde des ,virgils ist1 die ,knstler dennoch verschiedene ,zge desselben nicht brauchen knnen4 ,der ,satz leidet also seine ,einschrnkung1 da eine gute poetische ,schilderung auch ein gutes wirkliches ,gemlde geben msse1 und da der ,dichter nur insoweit gut geschildert habe1 als ihm der ,artist in allen ,zgen folgen knne4 ,man ist geneigt1 diese ,einschrnkung zu vermuten1 noch ehe man sie durch ,beispiele erhrtet sieht2 blo aus ,erwgung der weitern ,sphre der ,poesie1 aus dem unendlichen ,felde unserer ,einbildungskraft1 aus der ,geistigkeit ihrer ,bilder1 die in grter ,menge und ,mannigfaltigkeit nebeneinander stehen knnen1 ohne da eines das andere deckt oder schndet1 wie es wohl die ,dinge selbst1 oder die natrlichen ,zeichen derselben in den engen ,schranken des ,raumes oder der ,zeit tun wrden4 ,wenn aber das ,kleinere das ,grere nicht fassen kann1 so kann das ,kleinere in dem ,grern enthalten sein4 ,ich will sagen2 wenn nicht jeder ,zug1 den der malende ,dichter braucht1 eben die gute ,wirkung auf der ,flche oder in dem ,marmor haben kann3 so mchte vielleicht jeder ,zug1 dessen sich der ,artist bedienet1 in dem ,werke des ,dichters von ebenso guter ,wirkung sein knnen8 ,ohnstreitig2 denn was wir in einem ,kunstwerke schn finden1 das findet nicht unser ,auge1 sondern unsere ,einbildungskraft1 durch das ,auge1 schn4 ,das nmliche ,bild mag also in unserer ,einbildungskraft durch willkrliche oder natrliche ,zeichen wieder erregt werden1 so mu auch jederzeit das nmliche ,wohlgefallen1 obschon nicht in dem nmlichen ,grade1 wieder entstehen4 ,dieses aber eingestanden1 mu ich bekennen1 da mir die ,voraussetzung1 ,virgil habe die ,knstler nachgeahmet1 weit unbegreiflicher wird1 als mir das ,widerspiel derselben geworden ist4 ,wenn die ,knstler dem ,dichter gefolgt sind1 so kann ich mir von allen ihren ,abweichungen ,rede und ,antwort geben4 ,sie muten abweichen1 weil die nmlichen ,zge des ,dichters in ihrem ,werke ,unbequemlichkeiten verursacht haben wrden1 die sich bei ihm nicht uern4 ,aber warum mute der ,dichter abweichen8 ,wann er der ,gruppe in allen und jeden ,stcken treulich nachgegangen wre1 wrde er uns nicht immer noch ein vortreffliches ,gemlde geliefert haben #b78 ,ich begreife wohl1 wie seine vor sich selbst arbeitende ,phantasie ihn auf diesen und jenen ,zug bringen knnen2 aber die ,ursachen1 warum seine ,beurteilungskraft schne ,zge1 die er vor ,augen gehabt1 in diese andere ,zge verwandeln zu mssen glaubte1 diese wollen mir nirgends einleuchten4 #b4 ,ich kann mich desfalls auf nichts ,entscheidenderes berufen1 als auf das ,gedichte des ,sadolet4 ,es ist eines alten ,dichters wrdig1 und da es sehr wohl die ,stelle eines ,kupfers vertreten kann1 so glaube ich es hier ganz einrcken zu drfen4 ,,de ,,laocoontis ,,statua ,,jacobi ,,sadoleti ,,carmen4 ,ecce alto terrae e cumulo1 ingentisque ruinae ,visceribus1 iterum reducem longinqua reduxit ,laocoonta dies2 aulis regalibus olim ,qui stetit1 atque tuos ornabat1 ,tite1 penates4 ,divinae simulacrum artis1 nec docta vetustas ,nobilius spectabat opus1 nunc celsa revisit ,exemptum tenebris redivivae moenia ,romae4 ,quid primum summumve loquar8 miserumne parentem ,et prolem geminam8 an sinuatos flexibus angues ,terribili aspectu8 caudasque irasque draconum ,vulneraque et veros1 saxo moriente1 dolores8 ,horret ad haec animus1 mutaque ab imagine pulsat ,pectora non parvo pietas commixta tremori4 ,prolixum bini spiris glomerantur in orbem ,ardentes colubri1 et sinuosis orbibus errant ,ternaque multiplici constringunt corpora nexu4 ,vix oculi sufferre valent1 crudele tuendo ,exitium1 casusque feros3 micat alter1 et ipsum ,laocoonta petit1 totumque infraque supraque ,implicat er rabido tandem ferit ilia morsu4 ,connexum refugit corpus1 torquentia sese ,membra1 latusque retro sinuatum a vulnere cernas ,ille dolore acri1 et laniatu impulsus acerbo1 ,dat gemitum ingentem1 crudosque evellere dentes ,connixus1 laevam impatiens ad terga ,chelydri ,objicit3 intendunt nervi1 collectaque ab omni ,corpore vis frustra summis conatibus instat4 ,ferre nequit rabiem1 et de vulnere murmur anhelum est4 ,at serpens lapsu crebro redeunte subintrat ,lubricus1 intortoque ligat genua infima nodo4 ,absistunt surae1 spirisque prementibus arctum ,crus tumet1 obsepto turgent vitalia pulsu1 ,liventesque atro distendunt sanguine venas4 ,nec minus in natos eadem vis effera saevit ,implexuque angit rapido1 miserandaque membra ,dilacerat3 jamque alterius depasta cruentum ,pectus1 suprema genitorem voce cientis1 ,circumjectu orbis1 validoque volumine fulcit4 ,alter adhuc nullo violatus corpora morsu1 ,dum parat adducta caudam divellere planta1 ,horret ad adspectum miseri patris1 haeret in illo1 ,er jam jam ingentes fletus1 lacrimasque cadentes ,anceps in dubio retinet timor4 ,ergo perenni ,qui tantum statuistis opus jam laude nitentes1 ,artifices magni 7quanquam et melioribus actis ,quaeritur aeternum nomen1 multoque licebat ,clarius ingenium venturae tradere famae7 ,attamen ad laudem quaecunque oblata facultas ,egregium hanc rapere1 et summa ad fastigia niti4 ,vos rigidum lapidem vivis animare figuris ,eximii1 et vivos spiranti in marmore sensus ,inserere1 aspicimus motumque iramque doloremque1 ,et paene audimus gemitus3 vos extulit olim ,clara ,rhodos1 vestrac jacuerunt artis honores ,tempore ab immenso1 quos rursum in luce secunda ,roma videt1 celebratque frequens3 operisque vetusti ,gratia parta recens4 ,quanto praestantius ergo est ,ingenio1 aut quovis extendere fata labore1 ,quam fastus et opes et inanem extendere luxum4 7v4 ,leodegarii a ,quercu ,farrago poematum ,t4 ,,ii4 p4 #fc47 ,auch ,gruter hat dieses ,gedicht1 nebst andern des ,sadolets1 seiner bekannten ,sammlung 7,delic4 ,poet4 ,italorum ,parte alt4 p4 #ehb7 mit einverleibet2 allein sehr fehlerhaft4 ,fr bini 7v4 #ad7 lieset er vivi2 fr errant 7v4 #ae7 oram usw4 ,mich dnket sogar1 wenn ,virgil die ,gruppe zu seinem ,vorbilde gehabt htte1 da er sich schwerlich wrde haben migen knnen1 die ,verstrickung aller drei ,krper in einen ,knoten gleichsam nur erraten zu lassen4 ,sie wrde sein ,auge zu lebhaft gerhrt haben1 er wrde eine zu treffliche ,wirkung von ihr empfunden haben1 als da sie nicht auch in seiner ,beschreibung mehr vorstechen sollte4 ,ich habe gesagt3 es war itzt die ,zeit nicht1 diese ,verstrickung auszumalen4 ,nein2 aber ein einziges ,wort mehr wrde ihr in dem ,schatten1 worin sie der ,dichter lassen mute1 einen sehr entscheidenden ,druck vielleicht gegeben haben4 ,was der ,artist1 ohne dieses ,wort1 entdecken konnte1 wrde der ,dichter1 wenn er es bei dem ,artisten gesehen htte1 nicht ohne dasselbe gelassen haben4 ,der ,artist hatte die dringendsten ,ursachen1 das ,leiden des ,laokoon nicht in ,geschrei ausbrechen zu lassen4 ,wenn aber der ,dichter die so rhrende ,verbindung von ,schmerz und ,schnheit in dem ,kunstwerke vor sich gehabt htte1 was htte ihn ebenso unvermeidlich ntigen knnen1 die ,idee von mnnlichem ,anstande und gromtiger ,geduld1 welche aus dieser ,verbindung des ,schmerzes und der ,schnheit entspringt1 so vllig unangedeutet zu lassen1 und uns auf einmal mit dem grlichen ,geschrei seines ,laokoons zu schrecken8 ,richardson sagt3 ,virgils ,laokoon mu schreien1 weil der ,dichter nicht sowohl ,mitleid fr ihn1 als ,schrecken und ,entsetzen bei den ,trojanern1 erregen will4 ,ich will es zugeben1 obgleich ,richardson nicht erwogen zu haben scheinet1 da der ,dichter die ,beschreibung nicht in seiner eignen ,person macht1 sondern sie den ,aeneas machen lt1 und gegen die ,dido machen lt1 deren ,mitleid ,aeneas nicht genug bestrmen konnte4 ,allein mich befremdet nicht das ,geschrei1 sondern der ,mangel aller ,gradation bis zu diesem ,geschrei1 auf welche das ,kunstwerk den ,dichter natrlicherweise htte bringen mssen1 wann er es1 wie wir voraussetzen1 zu seinem ,vorbilde gehabt htte4 ,richardson fget hinzu #c73 die ,geschichte des ,laokoon solle blo zu der pathetischen ,beschreibung der endlichen ,zerstrung leiten2 der ,dichter habe sie also nicht interessanter machen drfen1 um unsere ,aufmerksamkeit1 welche diese letzte schreckliche ,nacht ganz fordere1 durch das ,unglck eines einzeln ,brgers nicht zu zerstreuen4 ,allein das heit die ,sache aus einem malerischen ,augenpunkte betrachten wollen1 aus welchem sie gar nicht betrachtet werden kann4 ,das ,unglck des ,laokoon und die ,zerstrung sind bei dem ,dichter keine ,gemlde nebeneinander2 sie machen beide kein ,ganzes aus1 das unser ,auge auf einmal bersehen knnte oder sollte2 und nur in diesem ,falle wre es zu besorgen1 da unsere ,blicke mehr auf den ,laokoon1 als auf die brennende ,stadt fallen drften4 ,beider ,beschreibungen folgen aufeinander1 und ich sehe nicht1 welchen ,nachteil es der folgenden bringen knnte1 wenn uns die vorhergehende auch noch so sehr gerhrt htte4 ,es sei denn1 da die folgende an sich selbst nicht rhrend genug wre4 #c4 ,de la peinture1 ,tome ,,iii4 p4 #eaf4 ,c'est l'horreur que les ,troiens ont conue contre ,laocoon1 qui tait ncessaire ,virgile pour la conduite de son pome2 et cela le mne cette description pathtique de la destruction de la patrie de son hros4 ,aussi ,virgile n'avait garde de diviser l'attention sur la dernire nuit1 pour une grande ville entire1 par la peinture d'un petit malheur d'un particulier4 ,noch weniger ,ursache wrde der ,dichter gehabt haben1 die ,windungen der ,schlangen zu verndern4 ,sie beschftigen in dem ,kunstwerke die ,hnde1 und verstricken die ,fe4 ,so sehr dem ,auge diese ,verteilung gefllt1 so lebhaft ist das ,bild1 welches in der ,einbildung davon zurckbleibt4 ,es ist so deutlich und rein1 da es sich durch ,worte nicht viel schwcher darstellen lt1 als durch natrliche ,zeichen4 --micat alter1 et ipsum ,laocoonta petit1 totumque infraque supraque ,implicat et rabido tandem ferit ilia morsu ------ ,at serpens lapsu crebro redeunte subintrat ,lubricus1 intortoque ligat genua infima nodo4 ,das sind ,zeilen des ,sadolet1 die von dem ,virgil ohne ,zweifel noch malerischer gekommen wren1 wenn ein sichtbares ,vorbild seine ,phantasie befeuert htte1 und die alsdann gewi besser gewesen wren1 als was er uns itzt dafr gibt3 ,bis medium amplexi1 bis collo squamea circum ,terga dati1 superant capite et cervicibus altis4 ,diese ,zge fllen unsere ,einbildungskraft allerdings2 aber sie mu nicht dabei verweilen1 sie mu sie nicht aufs reine zu bringen suchen1 sie mu itzt nur die ,schlangen1 itzt nur den ,laokoon sehen1 sie mu sich nicht vorstellen wollen1 welche ,figur beide zusammen machen4 ,sobald sie hierauf verfllt1 fngt ihr das ,virgilische ,bild an zu mifallen1 und sie findet es hchst unmalerisch4 ,wren aber auch schon die ,vernderungen1 welche ,virgil mit dem ihm geliehenen ,vorbilde gemacht htte1 nicht unglcklich1 so wren sie doch blo willkrlich4 ,man ahmet nach1 um hnlich zu werden2 kann man aber hnlich werden1 wenn man ber die ,not verndert8 ,vielmehr wenn man dieses tut1 ist der ,vorsatz klar1 da man nicht hnlich werden wollen1 da man also nicht nachgeahmt habe4 ,nicht das ,ganze1 knnte man einwenden1 aber wohl diesen und jenen ,teil4 ,gut2 doch welches sind denn diese einzeln ,teile1 die in der ,beschreibung und in dem ,kunstwerke so genau bereinstimmen1 da sie der ,dichter aus diesem entlehnet zu haben scheinen knnte8 ,den ,vater1 die ,kinder1 die ,schlangen1 das alles gab dem ,dichter sowohl als dem ,artisten1 die ,geschichte4 ,auer dem ,historischen kommen sie in nichts berein1 als darin1 da sie ,kinder und ,vater in einen einzigen ,schlangenknoten verstricken4 ,allein der ,einfall hierzu entsprang aus dem vernderten ,umstande1 da den ,vater eben dasselbe ,unglck betroffen habe1 als die ,kinder4 ,diese ,vernderung aber1 wie oben erwhnt worden1 scheinet ,virgil gemacht zu haben2 denn die griechische ,tradition sagt ganz etwas anders4 ,folglich1 wenn in ,ansehung jener gemeinschaftlichen ,verstrickung1 auf einer oder der andern ,seite ,nachahmung sein soll1 so ist sie wahrscheinlicher auf der ,seite der ,knstler1 als des ,dichters zu vermuten4 ,in allem brigen weicht einer von dem andern ab2 nur mit dem ,unterschiede1 da wenn es der ,knstler ist1 der die ,abweichungen gemacht hat1 der ,vorsatz den ,dichter nachzuahmen noch dabei bestehen kann1 indem ihn die ,bestimmung und die ,schranken seiner ,kunst dazu ntigten2 ist es hingegen der ,dichter1 welcher dem ,knstler nachgeahmt haben soll1 so sind alle die berhrten ,abweichungen ein ,beweis wider diese vermeintliche ,nachahmung1 und diejenigen1 welche sie demohngeachtet behaupten1 knnen weiter nichts damit wollen1 als da das ,kunstwerk lter sei1 als die poetische ,beschreibung4 ,,vii4 ,wenn man sagt1 der ,knstler ahme dem ,dichter1 oder der ,dichter ahme dem ,knstler nach1 so kann dieses zweierlei bedeuten4 ,entweder der eine macht das ,werk des andern zu dem wirklichen ,gegenstande seiner ,nachahmung1 oder sie haben beide einerlei ,gegenstnde der ,nachahmung1 und der eine entlehnet von dem andern die ,art und ,weise es nachzuahmen4 ,wenn ,virgil das ,schild des ,aeneas beschreibst1 so ahmet er dem ,knstler1 welcher dieses ,schild gemacht hat1 in der ersten ,bedeutung nach4 ,das ,kunstwerk1 nicht das was auf dem ,kunstwerke vorgestellet worden1 ist der ,gegenstand seiner ,nachahmung1 und wenn er auch schon das mitbeschreibt1 was man darauf vorgestellet sieht1 so beschreibt er es doch nur als ein ,teil des ,schildes1 und nicht als die ,sache selbst4 ,wenn ,virgil hingegen die ,gruppe ,laokoon nachgeahmet htte1 so wrde dieses eine ,nachahmung von der zweiten ,gattung sein4 ,denn er wrde nicht diese ,gruppe1 sondern das1 was diese ,gruppe vorstellet1 nachgeahmt1 und nur die ,zge seiner ,nachahmung von ihr entlehnt haben4 ,bei der ersten ,nachahmung ist der ,dichter ,original1 bei der andern ist er ,kopist4 ,jene ist ein ,teil der allgemeinen ,nachahmung1 welche das ,wesen seiner ,kunst ausmacht1 und er arbeitet als ,genie1 sein ,vorwurf mag ein ,werk anderer ,knste1 oder der ,natur sein4 ,diese hingegen setzt ihn gnzlich von seiner ,wrde herab2 anstatt der ,dinge selbst ahmet er ihre ,nachahmungen nach1 und gibt uns kalte ,erinnerungen von ,zgen eines fremden ,genies1 fr ursprngliche ,zge seines eigenen4 ,wenn indes ,dichter und ,knstler diejenigen ,gegenstnde1 die sie miteinander gemein haben1 nicht selten aus dem nmlichen ,gesichtspunkte betrachten mssen3 so kann es nicht fehlen1 da ihre ,nachahmungen nicht in vielen ,stcken bereinstimmen sollten1 ohne da zwischen ihnen selbst die geringste ,nachahmung oder ,beeiferung gewesen4 ,diese bereinstimmungen knnen bei zeitverwandten ,knstlern und ,dichtern1 ber ,dinge1 welche nicht mehr vorhanden sind1 zu wechselsweisen ,erluterungen fhren2 allein dergleichen ,erluterungen dadurch aufzustutzen suchen1 da man aus dem ,zufalle ,vorsatz macht1 und besonders dem ,poeten bei jeder ,kleinigkeit ein ,augenmerk auf diese ,statue1 oder auf jenes ,gemlde andichtet1 heit ihm einen sehr zweideutigen ,dienst erweisen4 ,und nicht allein ihm1 sondern auch dem ,leser1 dem man die schnste ,stelle dadurch1 wenn ,gott will1 sehr deutlich1 aber auch trefflich frostig macht4 ,dieses ist die ,absicht und der ,fehler eines berhmten englischen ,werks4 ,spence schrieb seinen ,polymetis #a7 mit vieler klassischen ,gelehrsamkeit1 und in einer sehr vertrauten ,bekanntschaft mit den bergebliebenen ,werken der alten ,kunst4 ,seinen ,vorsatz1 aus diesen die rmischen ,dichter zu erklren1 und aus den ,dichtern hinwiederum ,aufschlsse fr noch unerklrte alte ,kunstwerke herzuholen1 hat er fters glcklich erreicht4 ,aber demohngeachtet behaupte ich1 da sein ,buch fr jeden ,leser von ,geschmack ein ganz unertrgliches ,buch sein mu4 #a4 ,die erste ,ausgabe ist von #agdg2 die zweite von #agee und fhret den ,titel3 ,polymetis1 or an enquiry concerning the agreement between the works of the ,roman poets1 and the remains of the ancient artists1 being an attempt to illustrate them mutually from one another4 ,in ten books1 by the ,revd4 ,mr4 ,spence4 ,london1 printed for ,dodsley4 fol4 ,auch ein ,auszug1 welchen ,n4 ,tindal aus diesem ,werke gemacht hat1 ist bereits mehr als einmal gedruckt worden4 ,es ist natrlich1 da wenn ,valerius ,flaccus den geflgelten ,blitz auf den rmischen ,schilden beschreibt1 7,nec primus radios1 miles ,romane1 corusci ,fulminis et rutilas scutis diffuderis alas7 mir diese ,beschreibung weit deutlicher wird1 wenn ich die ,abbildung eines solchen ,schildes auf einem alten ,denkmale erblicke #b74 ,es kann sein1 da ,mars in eben der schwebenden ,stellung1 in welcher ihn ,addison ber der ,rhea auf einer ,mnze zu sehen glaubte #c71 auch von den alten ,waffenschmieden auf den ,helmen und ,schilden vorgestellet wurde1 und da ,juvenal einen solchen ,helm oder ,schild in ,gedanken hatte1 als er mit einem ,worte darauf anspielte1 welches bis auf den ,addison ein ,rtsel fr alle ,ausleger gewesen4 ,mich dnkt selbst1 da ich die ,stelle des ,ovids1 wo der ermattete ,cephalus den khlenden ,lften ruft3 #b4 ,val4 ,flaccus lib4 ,,vi4 v4 #ee4 #ef4 ,polymetis ,dial4 ,,vi4 p4 #ej4 #c4 ,ich sage1 es kann sein4 ,doch wollte ich zehne gegen eins wetten1 da es nicht ist4--,juvenal redet von den ersten ,zeiten der ,republik1 als man noch von keiner ,pracht und ppigkeit wute und der ,soldat das erbeutete ,gold und ,silber nur auf das ,geschirr seines ,pferdes und auf seine ,waffen verwandte4 7,sat4 ,,xi4 v4 #ajj bis #ajg47 ,tunc rudis et ,grajas mirari nescius artes ,urbibus eversis praedarum in parte reperta ,magnorum artificum frangebat pocula miles1 ,ut phaleris gauderet equus1 caelataque cassis ,romuleae simulacra ferae mansuescere jussae ,imperii fato1 geminos sub rupe ,quirinos1 ,ac nudam effigiem clipeo fulgentis et hasta ,pendentisque dei perituro ostenderet hosti4 ,der ,soldat zerbrach die kostbarsten ,becher1 die ,meisterstcke groer ,knstler1 um eine ,wlfin1 einen kleinen ,romulus und ,remus daraus arbeiten zu lassen1 womit er seinen ,helm ausschmckte4 ,alles ist verstndlich1 bis auf die letzten zwei ,zeilen1 in welchen der ,dichter fortfhrt1 noch ein solches getriebenes ,bild auf den ,helmen der alten ,soldaten zu beschreiben4 ,so viel sieht man wohl1 da dieses ,bild der ,gott ,mars sein soll2 aber was soll das ,beiwort pendentis1 welches er ihm gibt1 bedeuten8 ,rigaltius fand eine alte ,glosse1 die es durch quasi ad ictum se inclinantis erklrt4 ,lubinus meinet1 das ,bild sei auf dem ,schilde gewesen1 und da das ,schild an dem ,arme hnge1 so habe der ,dichter auch das ,bild hngend nennen knnen4 ,allein dieses ist wider die ,konstruktion2 denn das zu ostenderet gehrige ,subjektum ist nicht miles1 sondern cassis4 ,britannicus will1 alles was hoch in der ,luft stehe1 knne hangend heien1 und also auch dieses ,bild ber oder auf dem ,helme4 ,einige wollen gar perdentis dafr lesen1 um einen ,gegensatz mit dem folgenden perituro zu machen1 den aber nur sie allein schn finden drften4 ,was sagt nun ,addison bei dieser ,ungewiheit8 ,die ,ausleger1 sagt er1 irren sich alle1 und die wahre ,meinung ist ganz gewi diese4 7,s4 dessen ,reisen deut4 bers4 ,s4 #bdi47 ,da die rmischen ,soldaten sich nicht wenig auf den ,stifter und kriegerischen ,geist ihrer ,republik einbildeten1 so waren sie gewohnt auf ihren ,helmen die erste ,geschichte des ,romulus zu tragen1 wie er von einem ,gotte erzeugt1 und von einer ,wlfin gesuget worden4 ,die ,figur des ,gottes war vorgestellt1 wie er sich auf die ,priesterin ,ilia1 oder wie sie andere nennen1 ,rhea ,sylvia1 herablt1 und in diesem ,herablassen schien sie ber der ,jungfrau in der ,luft zu schweben1 welches denn durch das ,wort pendentis sehr eigentlich und poetisch ausgedruckt wird4 ,auer dem alten ,basrelief beim ,bellori1 welches mich zuerst auf diese ,auslegung brachte1 habe ich seitdem die nmliche ,figur auf einer ,mnze gefunden1 die unter der ,zeit des ,antoninus ,pius geschlagen worden4--,da ,spence diese ,entdeckung des ,addison so auerordentlich glcklich findet1 da er sie als ein ,muster in ihrer ,art1 und als das strkste ,beispiel anfhret1 wie ntzlich die ,werke der alten ,artisten zur ,erklrung der klassischen rmischen ,dichter gebraucht werden knnen3 so kann ich mich nicht enthalten1 sie ein wenig genauer zu betrachten4 7,polymetis ,dial4 ,,vii4 p4 #gg47--,vors erste mu ich anmerken1 da blo das ,basrelief und die ,mnze dem ,addison wohl schwerlich die ,stelle des ,juvenals in die ,gedanken gebracht haben wrde1 wenn er sich nicht zugleich erinnert htte1 bei dem alten ,scholiasten1 der in der letzten ohn' einen ,zeile anstatt fulgentis1 venientis gefunden1 die ,glosse gelesen zu haben3 ,martis ad ,iliam venientis ut concumberet4 ,nun nehme man aber diese ,lesart des ,scholiasten nicht an1 sondern man nehme die an1 welche ,addison selbst annimmt1 und sage1 ob man sodann die geringste ,spur findet1 da der ,dichter die ,rhea in ,gedanken gehabt habe8 ,man sage1 ob es nicht ein wahres ,hysteronproteron von ihm sein wrde1 da er von der ,wlfin und den jungen ,knaben rede1 und sodann erst von dem ,abenteuer1 dem sie ihr ,dasein zu danken haben8 ,die ,rhea ist noch nicht ,mutter1 und die ,kinder liegen schon unter dem ,felsen4 ,man sage1 ob eine ,schferstunde wohl ein schickliches ,emblema auf dem ,helme eines rmischen ,soldaten gewesen wre8 ,der ,soldat war auf den gttlichen ,ursprung seines ,stifters stolz2 das zeigten die ,wlfin und die ,kinder genugsam2 mute er auch noch den ,mars im ,begriffe einer ,handlung zeigen1 in der er nichts weniger als der frchterliche ,mars war8 ,seine berraschung der ,rhea mag auf noch so viel alten ,marmorn und ,mnzen zu finden sein1 pat sie darum auf das ,stck einer ,rstung8 ,und welches sind denn die ,marmor und ,mnzen auf welchen sie ,addison fand1 und wo er den ,mars in dieser schwebenden ,stellung sahe8 ,das alte ,basrelief1 worauf er sich beruft1 soll ,bellori haben4 ,aber die ,admiranda1 welches seine ,sammlung der schnsten alten ,basreliefs ist1 wird man vergebens darnach durchblttern4 ,ich habe es nicht gefunden1 und auch ,spence mu es weder da1 noch sonst wo gefunden haben1 weil er es gnzlich mit ,stillschweigen bergeht4 ,alles kmmt also auf die ,mnze an4 ,nun betrachte man diese bei dem ,addison selbst4 ,ich erblicke eine liegende ,rhea2 und da dem ,stempelschneider der ,raum nicht erlaubte1 die ,figur des ,mars mit ihr auf gleichem ,boden zu stellen1 so stehet er ein wenig hher4 ,das ist es alles2 ,schwebendes hat sie auer diesem nicht das geringste4 ,es ist wahr1 in der ,abbildung1 die ,spence davon gibt1 ist das ,schweben sehr stark ausgedruckt2 die ,figur fllt mit dem ,oberteile weit vor2 und man sieht deutlich1 da es kein stehender ,krper ist1 sondern da1 wenn es kein fallender ,krper sein soll1 es notwendig ein schwebender sein mu4 ,spence sagt1 er besitze diese ,mnze selbst4 ,es wre hart1 obschon in einer ,kleinigkeit1 die ,aufrichtigkeit eines ,mannes in ,zweifel zu ziehen4 ,allein ein gefates ,vorurteil kann auch auf unsere ,augen ,einflu haben2 zudem konnte er es zum ,besten seiner ,leser fr erlaubt halten1 den ,ausdruck1 welchen er zu sehen glaubte1 durch seinen ,knstler so verstrken zu lassen1 da uns ebensowenig ,zweifel desfalls brigbliebe1 als ihm selbst4 ,so viel ist gewi1 da ,spence und ,addison eben dieselbe ,mnze meinen1 und da sie sonach entweder bei diesem sehr verstellt1 oder bei jenem sehr verschnert sein mu4 ,doch ich habe noch eine andere ,anmerkung wider dieses vermeintliche ,schweben des ,mars4 ,diese nmlich3 da ein schwebender ,krper1 ohne eine scheinbare ,ursache1 durch welche die ,wirkung seiner ,schwere verhindert wird1 eine ,ungereimtheit ist1 von der man in den alten ,kunstwerken kein ,exempel findet4 ,auch die neue ,malerei erlaubet sich dieselbe nie1 sondern wenn ein ,krper in der ,luft hangen soll1 so mssen ihn entweder ,flgel halten1 oder er mu auf etwas zu ruhen scheinen1 und sollte es auch nur eine bloe ,wolke sein4 ,wenn ,homer die ,thetis von dem ,gestade sich zu ,fue in den ,olymp erheben lt1 ,thn men ar ,oulumponde podes jeron 7,iliad4 ,s4 v4 #adh71 so verstehet der ,graf ,caylus die ,bedrfnisse der ,kunst zu wohl1 als da er dem ,maler raten sollte1 die ,gttin so frei die ,luft durchschreiten zu lassen4 ,sie mu ihren ,weg auf einer ,wolke nehmen 7,tableaux tirs de l',iliade p4 #ia71 so wie er sie ein andermal auf einen ,wagen setzt 7p4 #aca71 obgleich der ,dichter das ,gegenteil von ihr sagt4 ,wie kann es auch wohl anders sein8 ,ob uns schon der ,dichter die ,gttin ebenfalls unter einer menschlichen ,figur denken lt1 so hat er doch alle ,begriffe eines groben und schweren ,stoffes davon entfernet1 und ihren menschenhnlichen ,krper mit einer ,kraft belebt1 die ihn von den ,gesetzen unserer ,bewegung ausnimmt4 ,wodurch aber knnte die ,malerei die krperliche ,figur einer ,gottheit von der krperlichen ,figur eines ,menschen so vorzglich unterscheiden1 da unser ,auge nicht beleidiget wrde1 wenn es bei der einen ganz andere ,regeln der ,bewegung1 der ,schwere1 des ,gleichgewichts beobachtet fnde1 als bei der andern8 ,wodurch anders als durch verabredete ,zeichen8 ,in der ,tat sind ein ,paar ,flgel1 eine ,wolke auch nichts andres1 als dergleichen ,zeichen4 ,doch von diesem ein mehreres an einem andren ,orte4 ,hier ist es genug1 von den ,verteidigern der ,addisonschen ,meinung zu verlangen1 mir eine andere hnliche ,figur auf alten ,denkmlern zu zeigen1 die so frei und blo in der ,luft hange4 ,sollte dieser ,mars die einzige in ihrer ,art sein8 ,und warum8 ,hatte vielleicht die ,tradition einen ,umstand berliefert1 der ein dergleichen ,schweben in diesem ,falle notwendig macht8 ,beim ,ovid 7,fast4 lib4 #c47 lt sich nicht die geringste ,spur davon entdecken4 ,vielmehr kann man zeigen1 da es keinen solchen ,umstand knne gegeben haben4 ,denn es finden sich andere alte ,kunstwerke1 welche die nmliche ,geschichte vorstellen1 und wo ,mars offenbar nicht schwebet1 sondern gehet4 ,man betrachte das ,basrelief beim ,montfaucon 7,suppl4 ,t4 ,i4 p4 #ahc71 das sich1 wenn ich nicht irre1 zu ,rom in dem ,palast der ,mellini befindet4 ,die schlafende ,rhea liegt unter einem ,baume1 und ,mars nhert sich ihr mit leisen ,schritten1 und mit der bedeutenden ,zurckstreckung der rechten ,hand1 mit der wir denen hinter uns1 entweder zurckzubleiben1 oder sachte zu folgen1 befehlen4 ,es ist vollkommen die nmliche ,stellung in der er auf der ,mnze erscheinet1 nur da er hier die ,lanze in der rechten und dort in der linken ,hand fhret4 ,man findet ftrer berhmte ,statuen und ,basreliefe auf alten ,mnzen kopieret1 als da es auch nicht hier knnte geschehen sein1 wo der ,stempelschneider den ,ausdruck der zurckgewandten rechten ,hand vielleicht nicht fhlte und sie daher besser mit der ,lanze fllen zu knnen glaubte4--,alles dieses nun zusammengenommen1 wie viel ,wahrscheinlichkeit bleibet dem ,addison noch brig8 ,schwerlich mehr1 als soviel deren die bloe ,mglichkeit hat4 ,doch woher eine bessere ,erklrung1 wenn diese nichts taugt8 ,es kann sein1 da sich schon eine bessere unter den vom ,addison verworfenen ,erklrungen findet4 ,findet sich aber auch keine1 was mehr8 ,die ,stelle des ,dichters ist verdorben2 sie mag es bleiben4 ,und sie wird es bleiben1 wenn man auch noch zwanzig neue ,vermutungen darber auskramen wollte4 ,dergleichen knnte z4 ,e4 diese sein1 da pendentis in seiner figrlichen ,bedeutung genommen werden msse1 nach welcher es soviel als ungewi1 unentschlossen1 unentschieden1 heiet4 ,mars pendens wre alsdenn soviel als ,mars incertus oder ,mars communis4 ,dii communes sunt1 sagt ,servius1 7ad v4 #aah4 lib4 ,,xii4 ,aeneid471 ,mars1 ,bellona1 ,victoria1 quia hi in bello utrique parti favere possunt4 ,und die ganze ,zeile1 ,pendentisque dei 7effigiem7 perituro ostenderet hosti1 wrde diesen ,sinn haben1 da der alte rmische ,soldat das ,bildnis des gemeinschaftlichen ,gottes seinem demohngeachtet bald unterliegenden ,feinde unter die ,augen zu tragen gewohnt gewesen sei4 ,ein sehr feiner ,zug1 der die ,siege der alten ,rmer mehr zur ,wirkung ihrer eignen ,tapferkeit1 als zur ,frucht des parteiischen ,beistandes ihres ,stammvaters macht4 ,demohngeachtet3 non liquet4 ,aura--venias--,meque juves1 intresque sinus1 gratissima1 nostros und seine ,prokris diese ,aura fr den ,namen einer ,nebenbuhlerin hlt1 da ich1 sage ich1 diese ,stelle natrlicher finde1 wenn ich aus den ,kunstwerken der ,alten ersehe1 da sie wirklich die sanften ,lfte personifieret1 und eine ,art weiblicher ,sylphen1 unter dem ,namen ,aurae1 verehret haben #d74 ,ich gebe es zu1 da wenn ,juvenal einen vornehmen ,taugenichts mit einer ,hermessule vergleicht1 man das hnliche in dieser ,vergleichung schwerlich finden drfte1 ohne eine solche ,sule zu sehen1 ohne zu wissen1 da es ein schlechter ,pfeiler ist1 der blo das ,haupt1 hchstens mit dem ,rumpfe1 des ,gottes trgt1 und weil wir weder ,hnde noch ,fe daran erblicken1 den ,begriff der ,unttigkeit erwecket #e74--;,erluterungen von dieser ,art sind nicht zu verachten1 wenn sie auch schon weder allezeit notwendig noch allezeit hinlnglich sein sollten4 ,der ,dichter hatte das ,kunstwerk als ein fr sich bestehendes ,ding1 und nicht als ,nachahmung1 vor ,augen2 oder ,knstler und ,dichter hatten einerlei angenommene ,begriffe1 demzufolge sich auch bereinstimmung in ihren ,vorstellungen zeigen mute1 aus welcher sich auf die ,allgemeinheit jener ,begriffe zurckschlieen lt4 #d4 ,ehe ich1 sagt ,spence 7,polymetis ,dialogue ,,xiii4 p4 #bjh7 mit diesen ,aurae1 ,luftnymphen1 bekannt ward1 wute ich mich in die ,geschichte vom ,cephalus und ,prokris1 beim ,ovid1 gar nicht zu finden4 ,ich konnte auf keine ,weise begreifen1 wie ,cephalus durch seine ,ausrufung1 ,aura venias1 sie mochte auch in einem noch so zrtlichen schmachtenden ,tone erschollen sein1 jemanden auf den ,argwohn bringen knnen1 da er seiner ,prokris untreu sei4 ,da ich gewohnt war1 unter dem ,worte ,aura1 nichts als die ,luft berhaupt1 oder einen sanften ,wind insbesondere1 zu verstehen1 so kam mir die ,eifersucht der ,prokris noch weit ungegrndeter vor1 als auch die allerausschweifendste gemeiniglich zu sein pflegt4 ,als ich aber einmal gefunden hatte1 da ,aura ebensowohl ein schnes junges ,mdchen1 als die ,luft bedeuten knnte1 so bekam die ,sache ein ganz anderes ,ansehen1 und die ,geschichte dnkte mich eine ziemlich vernnftige ,wendung zu bekommen4 ,ich will den ,beifall1 den ich dieser ,entdeckung1 mit der sich ,spence so sehr schmeichelt1 in dem ,texte erteile1 in der ,note nicht wieder zurcknehmen4 ,ich kann aber doch nicht unangemerkt lassen1 da auch ohne sie die ,stelle des ,dichters ganz natrlich und begreiflich ist4 ,man darf nmlich nur wissen1 da ,aura bei den ,alten ein ganz gewhnlicher ,name fr ,frauenzimmer war4 ,so heit z4 ,e4 beim ,nonnus 7,dionys4 lib4 ,,xlviii47 die ,nymphe aus dem ,gefolge der ,diana1 die1 weil sie sich einer mnnlichem ,schnheit rhmte1 als selbst der ,gttin ihre war1 zur ,strafe fr ihre ,vermessenheit1 schlafend den ,umarmungen des ,bacchus preisgegeben ward4 #e4 ,juvenalis ,satir4 ,,viii4 v4 #eb-ee4 --,at tu ,nil nisi ,cecropides2 truncoque simillimus ,hermae3 ,nullo quippe alio vincis discrimine1 quam quod ,illi marmoreum caput est1 tua vivit imago4 ,wenn ,spence die griechischen ,schriftsteller mit in seinen ,plan gezogen gehabt htte1 so wrde ihm vielleicht1 vielleicht aber auch nicht1 eine alte ,aesopische ,fabel beigefallen sein1 die aus der ,bildung einer solchen ,hermessule ein noch weit schneres1 und zu ihrem ,verstndnisse weit unentbehrlicheres ,licht erhlt1 als diese ,stelle des ,juvenals4 ,merkur1 erzhlet ,aesopus1 wollte gern erfahren1 in welchem ,ansehen er bei den ,menschen stnde4 ,er verbarg seine ,gottheit1 und kam zu einem ,bildhauer4 ,hier erblickte er die ,statue des ,jupiters1 und fragte den ,knstler1 wie teuer er sie halte81 ,eine ,drachme1 war die ,antwort4 ,merkur lchelte21,und diese ,juno8 fragte er weiter41,ohngefhr--ebensoviel4 ,indem ward er sein eigenes ,bild gewahr1 und dachte bei sich selbst3 ich bin der ,bote der ,gtter2 von mir kmmt aller ,gewinn2 mich mssen die ,menschen notwendig weit hher schtzen41,aber hier dieser ,gott8 7,er wies auf sein ,bild471,wie teuer mchte wohl der sein81,dieser8 antwortete der ,knstler41,o1 wenn ,ihr mir jene beide abkauft1 so sollt ,ihr diesen obendrein haben4 ,merkur war abgefhrt4 ,allein der ,bildhauer kannte ihn nicht1 und konnte also auch nicht die ,absicht haben1 seine ,eigenliebe zu krnken1 sondern es mute in der ,beschaffenheit der ,statuen selbst gegrndet sein1 warum er die letztere so geringschtzig hielt1 da er sie zur ,zugabe bestimmte4 ,die geringere ,wrde des ,gottes1 welchen sie vorstellte1 konnte dabei nichts tun1 denn der ,knstler schtzet seine ,werke nach der ,geschicklichkeit1 dem ,fleie und der ,arbeit1 welche sie erfordern1 und nicht nach dem ,range und dem ,werte der ,wesen1 welche sie ausdrcken4 ,die ,statue des ,merkurs mute weniger ,geschicklichkeit1 weniger ,flei und ,arbeit verlangen1 wenn sie weniger kosten sollte1 als eine ,statue des ,jupiters oder der ,juno4 ,und so war es hier wirklich4 ,die ,statuen des ,jupiters und der ,juno zeigten die vllige ,person dieser ,gtter2 die ,statue des ,merkurs hingegen war ein schlechter viereckichter ,pfeiler1 mit dem bloen ,brustbilde desselben4 ,was ,wunder also1 da sie obendrein gehen konnte8 ,merkur bersahe diesen ,umstand1 weil er sein vermeintliches berwiegendes ,verdienst nur allein vor ,augen hatte1 und so war seine ,demtigung ebenso natrlich1 als verdient4 ,man wird sich vergebens bei den ,auslegern und bersetzern und ,nachahmern der ,fabeln des ,aesopus nach der geringsten ,spur von dieser ,erklrung umsehen2 wohl aber knnte ich ihrer eine ganze ,reihe anfhren1 wenn es sich der ,mhe lohnte1 die das ,mrchen geradezu verstanden1 das ist1 ganz und gar nicht verstanden haben4 ,sie haben die ,ungereimtheit1 welche darin liegt1 wenn man die ,statuen alle fr ,werke von einerlei ,ausfhrung annimmt1 entweder nicht gefhlt1 oder wohl noch gar bertrieben4 ,was sonst in dieser ,fabel anstig sein knnte1 wre vielleicht der ,preis1 welchen der ,knstler seinem ,jupiter setzet4 ,fr eine ,drachma kann ja wohl auch kein ,tpfer eine ,puppe machen4 ,eine ,drachma mu also hier berhaupt fr etwas sehr ,geringes stehen4 7,fab4 ,aesop4 #ij4 ,edit4 ,haupt4 p4 #gj47 ,allein wenn ,tibull die ,gestalt des ,apollo malet1 wie er ihm im ,traume erschienen3--der schnste ,jngling1 die ,schlfe mit dem keuschen ,lorbeer umwunden2 syrische ,gerche duften aus dem gldenen ,haare1 das um den langen ,nacken schwimmet2 glnzendes ,wei und ,purpurrte mischen sich auf dem ganzen ,krper1 wie auf der zarten ,wange der ,braut1 die itzt ihrem ,geliebten zugefhret wird3--warum mssen diese ,zge von alten berhmten ,gemlden erborgt sein8 ,echions nova nupta verecundia notabilis mag in ,rom gewesen sein1 mag tausend- und tausendmal sein kopieret worden1 war darum die brutliche ,scham selbst aus der ,welt verschwunden8 ,seit sie der ,maler gesehen hatte1 war sie fr keinen ,dichter mehr zu sehen1 als in der ,nachahmung des ,malers #f78 ,oder wenn ein anderer ,dichter den ,vulkan ermdet1 und sein vor der ,esse erhitztes ,gesicht rot1 brennend nennet3 mute er es erst aus dem ,werke eines ,malers lernen1 da ,arbeit ermattet und ,hitze rtet #g78 ,oder wenn ,lucrez den ,wechsel der ,jahreszeiten beschreibet1 und sie1 mit dem ganzen ,gefolge ihrer ,wirkungen in der ,luft und auf der ,erde1 in ihrer natrlichen ,ordnung vorberfhret3 war ,lucrez ein ,ephemeron1 hatte er kein ganzes ,jahr durchlebet1 um alle die ,vernderungen selbst erfahren zu haben1 da er sie nach einer ,prozession schildern mute1 in welcher ihre ,statuen herumgetragen wurden8 ,mute er erst von diesen ,statuen den alten poetischen ,kunstgriff lernen1 dergleichen ,abstrakta zu wirklichen ,wesen zu machen #h78 ,oder ,virgils pontem indignatus ,araxes1 dieses vortreffliche poetische ,bild eines ber seine ,ufer sich ergieenden ,flusses1 wie er die ber ihn geschlagene ,brcke zerreit1 verliert es nicht seine ganze ,schnheit1 wenn der ,dichter auf ein ,kunstwerk damit angespielet hat1 in welchem dieser ,flugott als wirklich eine ,brcke zerbrechend vorgestellet wird #i78--,was sollen wir mit dergleichen ,erluterungen1 die aus der klarsten ,stelle den ,dichter verdrngen1 um den ,einfall eines ,knstlers durchschimmern zu lassen8 #f4 ,tibullus ,eleg4 #d4 lib4 ,,iii4 ,polymetis ,dial4 ,,viii4 p4 #hd4 #g4 ,statius lib4 ,i4 ,silv4 #e4 v4 #h4 ,polymetis ,dial4 ,,viii4 p4 #ha4 #h4 ,lucretius de ,r4 ,n4 lib4 ,v4 v4 #gcf-gdg ,it ,ver1 et ,venus1 et ,veneris praenuntius ante ,pinnatus graditur ,zephyrus2 vestigia propter ,flora quibus mater praespargens ante viai ,cuncta coloribus egregiis et odoribus opplet4 ,inde loci sequitur ,calor aridus1 et comes una ,pulverulenta ,ceres2 et ,etesia flabra ,aquilonum4 ,inde ,autumnus adit2 graditur simul ,evius ,evan3 ,inde aliae tempestates ventique sequuntur1 ,altitonans ,volturnus et ,auster fulmine pollens4 ,tandem ,bruma nives adfert1 pigrumque rigorem ,reddit1 ,hiems sequitur1 crepitans ac dentibus ,algus4 #i4 ,aeneid4 lib4 ,,viii4 v4 #gbh4 ,polymetis ,dial4 ,,xiv4 p4 #bcj4 ,spence erkennet diese ,stelle fr eine von den schnsten in dem ganzen ,gedichte des ,lucrez4 ,wenigstens ist sie eine von denen1 auf welche sich die ,ehre des ,lucrez als ,dichter grndet4 ,aber wahrlich1 es heit ihm diese ,ehre schmlern1 ihn vllig darum bringen wollen1 wenn man sagt3 ,diese ganze ,beschreibung scheinet nach einer alten ,prozession der vergtterten ,jahreszeiten1 nebst ihrem ,gefolge1 gemacht zu sein4 ,und warum das8 ,darum1 sagt der ,engelnder1 weil bei den ,rmern ehedem dergleichen ,prozessionen mit ihren ,gttern berhaupt1 ebenso gewhnlich waren1 als noch itzt in gewissen ,lndern die ,prozessionen sind1 die man den ,heiligen zu ,ehren anstellet2 und weil hiernchst alle ,ausdrcke1 welche der ,dichter hier braucht1 auf eine ,prozession recht sehr wohl passen 7come in very aptly1 if applied to a procession74 ,treffliche ,grnde6 ,und wie vieles wre gegen den letzteren noch einzuwenden4 ,schon die ,beiwrter1 welche der ,dichter den personifierten ,abstrakten gibt1 ,calor aridus1 ,ceres pulverulenta1 ,volturnus altitonans1 fulmine pollens ,auster1 ,algus dentibus crepitans1 zeigen1 da sie das ,wesen von ihm1 und nicht von dem ,knstler haben1 der sie ganz anders htte charakterisieren mssen4 ,spence scheinet brigens auf diesen ,einfall von einer ,prozession durch ,abraham ,preigern gekommen zu sein1 welcher in seinen ,anmerkungen ber die ,stelle des ,dichters sagt3 ,ordo est quasi pompae cujusdam1 ,ver et ,venus1 ,zephyrus et ,flora etc4 ,allein dabei htte es auch ,spence nur sollen bewenden lassen4 ,der ,dichter fhret die ,jahreszeiten gleichsam in einer ,prozession auf2 das ist gut4 ,aber er hat es von einer ,prozession gelernt1 sie so aufzufhren2 das ist sehr abgeschmackt4 ,ich bedaure1 da ein so ntzliches ,buch1 als ,polymetis sonst sein knnte1 durch diese geschmacklose ,grille1 den alten ,dichter statt eigentmlicher ,phantasie1 ,bekanntschaft mit fremder unterzuschieben1 so ekel1 und den klassischen ,schriftstellern weit nachteiliger geworden ist1 als ihnen die wrigen ,auslegungen der schalsten ,wortforscher nimmermehr sein knnen4 ,noch mehr bedauere ich1 da ,spencen selbst ,addison hierin vorgegangen1 der aus lblicher ,begierde1 die ,kenntnis der alten ,kunstwerke zu einem ,auslegungsmittel zu erheben1 die ,flle ebensowenig unterschieden hat1 in welchen die ,nachahmung des ,knstlers dem ,dichter anstndig1 in welchen sie ihm verkleinerlich ist #aj74 #aj4 ,in verschiedenen ,stellen seiner ,reisen und seines ,gesprches ber die alten ,mnzen4 ,,viii4 ,von der hnlichkeit1 welche die ,poesie und ,malerei miteinander haben1 macht sich ,spence die allerseltsamsten ,begriffe4 ,er glaubet1 da beide ,knste bei den ,alten so genau verbunden gewesen1 da sie bestndig ,hand in ,hand gegangen1 und der ,dichter nie den ,maler1 der ,maler nie den ,dichter aus den ,augen verloren habe4 ,da die ,poesie die weitere ,kunst ist1 da ihr ,schnheiten zu ,gebote stehen1 welche die ,malerei nicht zu erreichen vermag2 da sie fters ,ursachen haben kann1 die unmalerischen ,schnheiten den malerischen vorzuziehen3 daran scheinet er gar nicht gedacht zu haben1 und ist daher bei dem geringsten ,unterschiede1 den er unter den alten ,dichtern und ,artisten bemerkt1 in einer ,verlegenheit1 die ihn auf die wunderlichsten ,ausflchte von der ,welt bringt4 ,die alten ,dichter geben dem ,bacchus meistenteils ,hrner4 ,es ist also doch wunderbar1 sagt ,spence1 da man diese ,hrner an seinen ,statuen so selten erblickt #a74 ,er fllt auf diese1 er fllt auf eine andere ,ursache2 auf die ,unwissenheit der ,antiquare1 auf die ,kleinheit der ,hrner selbst1 die sich unter den ,trauben und ,efeublttern1 dem bestndigen ,kopfputze des ,gottes1 mchten verkrochen haben4 ,er windet sich um die wahre ,ursache herum1 ohne sie zu argwhnen4 ,die ,hrner des ,bacchus waren keine natrliche ,hrner1 wie sie es an den ,faunen und ,satyren waren4 ,sie waren ein ,stirnschmuck1 den er aufsetzen und ablegen konnte4 #a4 ,polymetis ,dial4 ,,ix4 p4 #abi4 --,tibi1 cum sine cornibus adstas ,virgineum caput est3-- heit es in der feierlichen ,anrufung des ,bacchus beim ,ovid #b74 ,er konnte sich also auch ohne ,hrner zeigen2 und zeigte sich ohne ,hrner1 wenn er in seiner jungfrulichen ,schnheit erscheinen wollte4 ,in dieser wollten ihn nun auch die ,knstler darstellen1 und muten daher alle ,zustze von bler ,wirkung an ihm vermeiden4 ,ein solcher ,zusatz wren die ,hrner gewesen1 die an dem ,diadem befestiget waren1 wie man an einem ,kopfe in dem kniglichen ,kabinett zu ,berlin sehen kann #c74 ,ein solcher ,zusatz war das ,diadem selbst1 welches die schne ,stirne verdeckte1 und daher an den ,statuen des ,bacchus ebenso selten vorkmmt1 als die ,hrner1 ob es ihm schon1 als seinem ,erfinder1 von den ,dichtern ebenso oft beigeleget wird4 ,dem ,dichter gaben die ,hrner und das ,diadem feine ,anspielungen auf die ,taten und den ,charakter des ,gottes3 dem ,knstler hingegen wurden sie ,hinderungen grere ,schnheiten zu zeigen1 und wenn ,bacchus1 wie ich glaube eben darum den ,beinamen ,biformis1 ,dimorjo,v1 hatte1 weil er sich sowohl schn als schrecklich zeigen konnte1 so war es wohl natrlich1 da der ,knstler diejenige von seiner ,gestalt am liebsten whlte1 die der ,bestimmung seiner ,kunst am meisten entsprach4 #b4 ,metamorph4 lib4 ,,iv4 v4 #ai4 #bj4 #c4 ,begeri ,thes4 ,brandenb4 ,vol4 ,,iii4 p4 #bdj4 ,minerva und ,juno schleudern bei den rmischen ,dichtern fters den ,blitz4 ,aber warum nicht auch in ihren ,abbildungen8 fragt ,spence #d74 ,er antwortet3 es war ein besonderes ,vorrecht dieser zwei ,gttinnen1 wovon man den ,grund vielleicht erst in den samothracischen ,geheimnissen erfuhr2 weil aber die ,artisten bei den alten ,rmern als gemeine ,leute betrachtet1 und daher zu diesen ,geheimnissen selten zugelassen wurden1 so wuten sie ohne ,zweifel nichts davon1 und was sie nicht wuten1 konnten sie nicht vorstellen4 ,ich mchte ,spencen dagegen fragen3 arbeiteten diese gemeinen ,leute vor ihren ,kopf1 oder auf ,befehl ,vornehmerer1 die von den ,geheimnissen unterrichtet sein konnten8 ,stunden die ,artisten auch bei den ,griechen in dieser ,verachtung8 ,waren die rmischen ,artisten nicht mehrenteils geborne ,griechen8 ,und so weiter4 #d4 ,polymetis ,dial4 ,,vi4 p4 #fc4 ,statius und ,valerius ,flaccus schildern eine erzrnte ,venus1 und mit so schrecklichen ,zgen1 da man sie in diesem ,augenblicke eher fr eine ,furie1 als fr die ,gttin der ,liebe halten sollte4 ,spence siehet sich in den alten ,kunstwerken vergebens nach einer solchen ,venus um4 ,was schliet er daraus8 ,da dem ,dichter mehr erlaubt ist als dem ,bildhauer und ,maler8 ,das htte er daraus schlieen sollen2 aber er hat es einmal fr allemal als einen ,grundsatz angenommen1 da in einer poetischen ,beschreibung nichts gut sei1 was unschicklich sein wrde1 wenn man es in einem ,gemlde1 oder an einer ,statue vorstellt #e74 ,folglich mssen die ,dichter gefehlt haben4 ,statius und ,valerius sind aus einer ,zeit1 da die rmische ,poesie schon in ihrem ,verfalle war4 ,sie zeigen auch hierin ihren verderbten ,geschmack1 und ihre schlechte ,beurteilungskraft4 ,bei den ,dichtern aus einer bessern ,zeit wird man dergleichen ,verstoungen wider den malerischen ,ausdruck nicht finden #f74 #e4 ,polymetis ,dialogue ,,xx4 p4 #ca #a4 ,scarce any thing can be good in a poetical description1 which would appear absurd1 if represented in a statue or picture4 #f4 ,polymetis ,dial4 ,,vii4 p4 #gd4 ,so etwas zu sagen1 braucht es wahrlich wenig ,unterscheidungskraft4 ,ich will indes mich weder des ,statius noch des ,valerius in diesem ,fall annehmen1 sondern nur eine allgemeine ,anmerkung machen4 ,die ,gtter und geistigen ,wesen1 wie sie der ,knstler vorstellet1 sind nicht vllig ebendieselben1 welche der ,dichter braucht4 ,bei dem ,knstler sind sie personifierte ,abstrakta1 die bestndig die nmliche ,charakterisierung behalten mssen1 wenn sie erkenntlich sein sollen4 ,bei dem ,dichter hingegen sind sie wirkliche handelnde ,wesen1 die ber ihren allgemeinen ,charakter noch andere ,eigenschaften und ,affekten haben1 welche nach ,gelegenheit der ,umstnde vor jenen vorstechen knnen4 ,venus ist dem ,bildhauer nichts als die ,liebe2 er mu ihr also alle die sittsame verschmte ,schnheit1 alle die holden ,reize geben1 die uns an geliebten ,gegenstnden entzcken1 und die wir daher mit in den abgesonderten ,begriff der ,liebe bringen4 ,die geringste ,abweichung von diesem ,ideal lt uns sein ,bild verkennen4 ,schnheit1 aber mit mehr ,majestt als ,scham1 ist schon keine ,venus1 sondern eine ,juno4 ,reize1 aber mehr gebieterische1 mnnliche1 als holde ,reize1 geben eine ,minerva statt einer ,venus4 ,vollends eine zrnende ,venus1 eine ,venus von ,rache und ,wut getrieben1 ist dem ,bildhauer ein wahrer ,widerspruch2 denn die ,liebe1 als ,liebe1 zrnet nie1 rchet sich nie4 ,bei dem ,dichter hingegen ist ,venus zwar auch die ,liebe1 aber die ,gttin der ,liebe1 die auer diesem ,charakter1 ihre eigne ,individualitt hat1 und folglich der ,triebe des ,abscheues ebenso fhig sein mu1 als der ,zuneigung4 ,was ,wunder also1 da sie bei ihm in ,zorn und ,wut entbrennet1 besonders wenn es die beleidigte ,liebe selbst ist1 die sie darein versetzet8 ,es ist zwar wahr1 da auch der ,knstler in zusammengesetzten ,werken1 die ,venus1 oder jede andere ,gottheit1 auer ihrem ,charakter1 als ein wirklich handelndes ,wesen1 so gut wie der ,dichter1 einfhren kann4 ,aber alsdenn mssen wenigstens ihre ,handlungen ihrem ,charakter nicht widersprechen1 wenn sie schon keine unmittelbare ,folgen desselben sind4 ,venus bergibt ihrem ,sohne die gttlichen ,waffen3 diese ,handlung kann der ,knstler1 sowohl als der ,dichter1 vorstellen4 ,hier hindert ihn nichts1 der ,venus alle die ,anmut und ,schnheit zu geben1 die ihr als ,gttin der ,liebe zukommen2 vielmehr wird sie eben dadurch in seinem ,werke um so viel kenntlicher4 ,allein wenn sieh ,venus an ihren ,verchtern1 den ,mnnern zu ,lemnos1 rchen will1 in vergrerter wilder ,gestalt1 mit fleckigten ,wangen1 in verwirrtem ,haare1 die ,pechfackel ergreift1 ein schwarzes ,gewand um sich wirft1 und auf einer finstern ,wolke strmisch herabfhrt3 so ist das kein ,augenblick fr den ,knstler1 weil er sie durch nichts in diesem ,augenblicke kenntlich machen kann4 ,es ist nur ein ,augenblick fr den ,dichter1 weil dieser das ,vorrecht hat1 einen andern1 in welchem die ,gttin ganz ,venus ist1 so nahe1 so genau damit zu verbinden1 da wir die ,venus auch in der ,furie nicht aus den ,augen verlieren4 ,dieses tut ,flaccus3 --,neque enim alma videri ,jam tumet2 aut tereti crinem subnectitur auro1 ,sidereos diffusa sinus4 ,eadem effera et ingens ,et maculis suffecta genas2 pinumque sonantem ,virginibus ,stygiis1 nigramque simillima pallam #g74 #g4 ,argonaut4 lib4 ,,ii4 v4 #ajb-ajf4 ,eben dieses tut ,statius3 ,illa ,paphon veterem centumque altaria linquens1 ,nec vultu nec crine prior1 solvisse jugalem ,ceston1 et ,idalias procul ablegasse volucres ,fertur4 ,erant certe1 media qui noctis in umbra ,divam1 alios ignes majoraque tela gerentem1 ,tartarias inter thalamis volitasse sorores ,vulgarent3 utque implicitis arcana domorum ,anguibus et saeva formidine cuncta replerit ,limina #h74-- #h4 ,thebaid4 lib4 ,v4 v4 #fa-fi4 ,oder man kann sagen3 der ,dichter allein besitzet das ,kunststck1 mit negativen ,zgen zu schildern1 und durch ,vermischung dieser negativen mit positiven ,zgen1 zwei ,erscheinungen in eine zu bringen4 ,nicht mehr die holde ,venus2 nicht mehr das ,haar mit goldenen ,spangen geheftet2 von keinem azurnen ,gewande umflattert2 ohne ihren ,grtel2 mit andern ,flammen1 mit grern ,pfeilen bewaffnet2 in ,gesellschaft ihr hnlicher ,furien4 ,aber weil der ,artist dieses ,kunststckes entbehren mu1 soll sich seiner darum auch der ,dichter enthalten8 ,wenn die ,malerei die ,schwester der ,dichtkunst sein will3 so sei sie wenigstens keine eiferschtige ,schwester2 und die jngere untersage der lteren nicht alle den ,putz1 der sie selbst nicht kleidet4 ,,ix4 ,wenn man in einzeln ,fllen den ,maler und ,dichter miteinander vergleichen will1 so mu man vor allen ,dingen wohl zusehen1 ob sie beide ihre vllige ,freiheit gehabt haben1 ob sie ohne allen uerlichen ,zwang auf die hchste ,wirkung ihrer ,kunst haben arbeiten knnen4 ,ein solcher uerlicher ,zwang war dem alten ,knstler fters die ,religion4 ,sein ,werk1 zur ,verehrung und ,anbetung bestimmt1 konnte nicht allezeit so vollkommen sein1 als wenn er einzig das ,vergngen des ,betrachters dabei zur ,absicht gehabt htte4 ,der ,aberglaube berladete die ,gtter mit ,sinnbildern1 und die schnsten von ihnen wurden nicht berall als die schnsten verehret4 ,bacchus stand in seinem ,tempel zu ,lemnos1 aus welchem die fromme ,hypsipyle ihren ,vater unter der ,gestalt des ,gottes rettete #a71 mit ,hrnern1 und so erschien er ohne ,zweifel in allen seinen ,tempeln1 denn die ,hrner waren ein ,sinnbild1 welches sein ,wesen mit bezeichnete4 ,nur der freie ,knstler1 der seinen ,bacchus fr keinen ,tempel arbeitete1 lie dieses ,sinnbild weg2 und wenn wir1 unter den noch brigen ,statuen von ihm1 keine mit ,hrnern finden #b71 so ist dieses vielleicht ein ,beweis1 da es keine von den geheiligten sind1 in welchen er wirklich verehret worden4 ,es ist ohnedem hchst wahrscheinlich1 da auf diese letzteren die ,wut der frommen ,zerstrer in den ersten ,jahrhunderten des ,christentums vornehmlich gefallen ist1 die nur hier und da ein ,kunstwerk schonte1 welches durch keine ,anbetung verunreiniget war4 #a4 ,valerius ,flaccus lib4 ,,ii4 ,argonaut4 v4 #bfe-bgc4 ,serta patri1 juvenisque comam vestesque ,lyaei ,induit1 et medium curru locat2 aeraque circum ,tympanaque et plenas tacita formidine cistas4 ,ipsa sinus hederisque ligat famularibus artus3 ,pampineamque quatit ventosis ictibus hastam1 ,respiciens2 teneat virides velatus habenas ,ut pater1 et nivea tumeant ut cornua mitra1 ,et sacer ut ,bacchum referat scyphus4 #b4 ,der sogenannte ,bacchus in dem ,mediceischen ,garten zu ,rom 7beim ,montfaucon ,suppl4 aux ,ant4 ,expl4 ,t4 ,i4 p4 #aed7 hat kleine aus der ,stirne hervorsprossende ,hrner2 aber es gibt ,kenner1 die ihn eben darum lieber zu einem ,faune machen wollen4 ,in der ,tat sind solche natrliche ,hrner eine ,schndung der menschlichen ,gestalt1 und knnen nur ,wesen geziemen1 denen man eine ,art von ,mittelgestalt zwischen ,menschen und ,tier erteilte4 ,auch ist die ,stellung1 der lsterne ,blick nach der ber sich gehaltenen ,traube1 einem ,begleiter des ,weingottes anstndiger als dem ,gotte selbst4 ,ich erinnere mich hier1 was ,clemens ,alexandrinus von ,alexander dem ,groen sagt 7,protrept4 p4 #dh4 ,edit4 ,pott47 ,ebouleto de kai ,alexandro,v ,ammwno,v uio,v einai dokein1 kai kerasjoro,v anaplattes,jai pro,v tvn agalmatopoivn1 to kalon an,jrwpou ubrisai speudwn kerati4 ,es war ,alexanders ausdrcklicher ,wille1 da ihn der ,bildhauer mit ,hrnern vorstellen sollte3 er war es gern zufrieden1 da die menschliche ,schnheit in ihm mit ,hrnern beschimpft ward1 wenn man ihn nur eines gttlichen ,ursprunges zu sein glaubte4 ,das ,wort tumeant1 in der letzten ohn' einen ,zeile1 scheinet brigens anzuzeigen1 da man die ,hrner des ,bacchus nicht so klein gemacht1 als sich ,spence einbildet4 ,da indes unter den aufgegrabenen ,antiken sich ,stcke sowohl von der einen als von der andern ,art finden1 so wnschte ich1 da man den ,namen der ,kunstwerke nur denjenigen beilegen mchte1 in welchen sich der ,knstler wirklich als ,knstler zeigen knnen1 bei welchen die ,schnheit seine erste und letzte ,absicht gewesen4 ,alles andere1 woran sich zu merkliche ,spuren gottesdienstlicher ,verabredungen zeigen1 verdienet diesen ,namen nicht1 weil die ,kunst hier nicht um ihrer selbst willen gearbeitet1 sondern ein bloes ,hilfsmittel der ,religion war1 die bei den sinnlichen ,vorstellungen1 die sie ihr aufgab1 mehr auf das ,bedeutende als auf das ,schne sahe2 ob ich schon dadurch nicht sagen will1 da sie nicht auch fters alles ,bedeutende in das ,schne gesetzt1 oder aus ,nachsicht fr die ,kunst und den feinern ,geschmack des ,jahrhunderts1 von jenem so viel nachgelassen habe1 da dieses allein zu herrschen scheinen knnen4 ,macht man keinen solchen ,unterschied1 so werden der ,kenner und der ,antiquar bestndig miteinander im ,streite liegen1 weil sie einander nicht verstehen4 ,wenn jener1 nach seiner ,einsicht in die ,bestimmung der ,kunst1 behauptet1 da dieses oder jenes der alte ,knstler nie gemacht habe1 nmlich als ,knstler nicht1 freiwillig nicht3 so wird dieser es dahin ausdehnen1 da es auch weder die ,religion1 noch sonst eine auer dem ,gebiete der ,kunst liegende ,ursache1 von dem ,knstler habe machen lassen1 von dem ,knstler nmlich als ,handarbeiter4 ,er wird also mit der ersten mit der besten ,figur den ,kenner widerlegen zu knnen glauben1 die dieser ohne ,bedenken1 aber zu groem rgernisse der gelehrten ,welt1 wieder zu dem ,schutte verdammt1 woraus sie gezogen worden #c74 #c4 ,als ich oben behauptete1 da die alten ,knstler keine ,furien gebildet htten1 war es mir nicht entfallen1 da die ,furien mehr als einen ,tempel gehabt1 die ohne ihre ,statuen gewi nicht gewesen sind4 ,in dem zu ,cerynea fand ,pausanias dergleichen von ,holz2 sie waren weder gro1 noch sonst besonders merkwrdig2 es schien1 da die ,kunst1 die sich nicht an ihnen zeigen knnen1 es an den ,bildsulen ihrer ,priesterinnen1 die in der ,halle des ,tempels standen1 einbringen wollen1 als welche von ,stein1 und von sehr schner ,arbeit waren4 7,pausanias ,achaic4 cap4 ,,xxv4 p4 #ehi4 ,edit4 ,kuhn47 ,ich hatte ebensowenig vergessen1 da man ,kpfe von ihnen auf einem ,abraxas1 den ,chiffletius bekannt gemacht1 und auf einer ,lampe beim ,licetus zu sehen glaube4 7,dissertat4 sur les ,furies par ,banier1 ,mmoires de l',acadmie des ,inscript4 ,t4 ,v4 p4 #dh47 ,auch sogar die ,urne von hetrurischer ,arbeit beim ,gorius 7,tabl4 #aea ,musei ,etrusci71 auf welcher ,orestes und ,pylades erscheinen1 wie ihnen zwei ,furien mit ,fackeln zusetzen1 war mir nicht unbekannt4 ,allein ich redete von ,kunstwerken1 von welchen ich alle diese ,stcke ausschlieen zu knnen glaubte4 ,und wre auch das letztere nicht sowohl als die brigen davon auszuschlieen1 so dienet es von einer andern ,seite1 mehr meine ,meinung zu bestrken1 als zu widerlegen4 ,denn so wenig auch die hetrurischen ,knstler berhaupt auf das ,schne gearbeitet1 so scheinen sie doch auch die ,furien nicht sowohl durch schreckliche ,gesichtszge1 als vielmehr durch ihre ,tracht und ,attributa ausgedrckt zu haben4 ,diese stoen mit so ruhigem ,gesichte dem ,orestes und ,pylades ihre ,fackeln unter die ,augen1 da sie fast scheinen1 sie nur im ,scherze erschrecken zu wollen4 ,wie frchterlich sie dem ,orestes und ,pylades vorgekommen1 lt sich nur aus ihrer ,furcht1 keineswegs aber aus der ,bildung der ,furien selbst abnehmen4 ,es sind also ,furien1 und sind auch keine2 sie verrichten das ,amt der ,furien1 aber nicht in der ,verstellung von ,grimm und ,wut1 welche wir mit ihrem ,namen zu verbinden gewohnt sind2 nicht mit der ,stirne1 die1 wie ,catull sagt1 expirantis praeportat pectoris iras4--,noch krzlich glaubte ,herr ,winckelmann1 auf einem ,karniole in dem ,stoschischen ,kabinette1 eine ,furie im ,laufe mit fliegendem ,rocke und ,haaren1 und einem ,dolche in der ,hand1 gefunden zu haben4 7,bibliothek der sch4 ,wiss4 ,v ,band ,s4 #cj47 ,der ,herr von ,hagedorn riet hierauf auch den ,knstlern schon an1 sich diese ,anzeige zunutze zu machen und die ,furien in ihren ,gemlden so vorzustellen4 7,betrachtungen ber die ,malerei ,s4 #bbb47 ,allein ,herr ,winckelmann hat hernach diese seine ,entdeckung selbst wiederum ungewi gemacht1 weil er nicht gefunden1 da die ,furien1 anstatt mit ,fackeln1 auch mit ,dolchen von den ,alten bewaffnet worden4 7,descript4 des pierres graves p4 #hd47 ,ohne ,zweifel erkennt er also die ,figuren1 auf ,mnzen der ,stdte ,lyrba und ,mastaura1 die ,spanheim fr ,furien ausgibt 7,les ,csars de ,julien p4 #dd7 nicht dafr1 sondern fr eine ,hekate triformis2 denn sonst fnde sich allerdings hier eine ,furie1 die in jeder ,hand einen ,dolch fhret1 und es ist sonderbar1 da eben diese auch in bloen ungebundenen ,haaren erscheint1 die an den andern mit einem ,schleier bedeckt sind4 ,doch gesetzt auch1 es wre wirklich so1 wie es dem ,herrn ,winckelmann zuerst vorgekommen3 so wrde es auch mit diesem geschnittenen ,steine eben die ,bewandtnis haben1 die es mit der hetrurischen ,urne hat1 es wre denn1 da sich wegen ,kleinheit der ,arbeit gar keine ,gesichtszge erkennen lieen4 berdem gehren auch die geschnittenen ,steine berhaupt1 wegen ihres ,gebrauchs als ,siegel1 schon mit zur ,bildersprache1 und ihre ,figuren mgen fterer eigensinnige ,symbola der ,besitzer1 als freiwillige ,werke der ,knstler sein4 ,gegenteils kann man sich aber auch den ,einflu der ,religion auf die ,kunst zu gro vorstellen4 ,spence gibt hiervon ein sonderbares ,beispiel4 ,er fand beim ,ovid1 da ,vesta in ihrem ,tempel unter keinem persnlichen ,bilde verehret worden2 und dieses dnkte ihm genug1 daraus zu schlieen1 da es berhaupt keine ,bildsulen von dieser ,gttin gegeben habe1 und da alles1 was man bisher dafr gehalten1 nicht die ,vesta1 sondern eine ,vestalin vorstelle #d74 ,eine seltsame ,folge6 ,verlor der ,knstler darum sein ,recht1 ein ,wesen1 dem die ,dichter eine bestimmte ,persnlichkeit geben1 das sie zur ,tochter des ,saturnus und der ,ops machen1 das sie in ,gefahr kommen lassen1 unter die ,mihandlungen des ,priapus zu fallen1 und was sie sonst von ihr erzhlen1 verlor er1 sage ich1 darum sein ,recht1 dieses ,wesen auch nach seiner ,art zu personifieren1 weil es in einem ,tempel nur unter dem ,sinnbilde des ,feuers verehret ward8 ,denn ,spence begehet dabei noch diesen ,fehler1 da er das1 was ,ovid nur von einem gewissen ,tempel der ,vesta1 nmlich von dem zu ,rom sagt#e71 auf alle ,tempel dieser ,gttin ohne ,unterschied1 und auf ihre ,verehrung berhaupt1 ausdehnet4 ,wie sie in diesem ,tempel zu ,rom verehret ward1 so ward sie nicht berall verehret1 so war sie selbst nicht in ,italien verehret worden1 ehe ihn ,numa erbaute4 ,numa wollte keine ,gottheit in menschlicher oder tierischer ,gestalt vorgestellet wissen2 und darin bestand ohne ,zweifel die ,verbesserung1 die er in dem ,dienste der ,vesta machte1 da er alle persnliche ,vorstellung von ihr daraus verbannte4 ,ovid selbst lehret uns1 da es vor den ,zeiten des ,numa ,bildsulen der ,vesta in ihrem ,tempel gegeben habe1 die1 als ihre ,priesterin ,sylvia ,mutter ward1 vor ,scham die jungfrulichen ,hnde vor die ,augen hoben#f74 ,da sogar in den ,tempeln1 welche die ,gttin auer der ,stadt in den rmischen ,provinzen hatte1 ihre ,verehrung nicht vllig von der ,art gewesen1 als die ,numa verordnet1 scheinen verschiedene alte ,inschriften zu beweisen1 in welchen eines ,pontificis ,vestae gedacht wird#g74 ,auch zu ,korinth war ein ,tempel der ,vesta ohne alle ,bildsule1 mit einem bloen ,altare1 worauf der ,gttin geopfert ward#h74 ,aber hatten die ,griechen darum gar keine ,statuen der ,vesta8 ,zu ,athen war eine im ,prytaneo1 neben der ,statue des ,friedens#i74 ,die ,jasseer rhmten von einer1 die bei ihnen unter freiem ,himmel stand1 da weder ,schnee noch ,regen jemals auf sie falle#aj74 ,plinius gedenkt einer sitzenden1 von der ,hand des ,skopas1 die sich zu seiner ,zeit in den ,servilianischen ,grten zu ,rom befand#aa74 ,zugegeben1 da es uns itzt schwer wird1 eine bloe ,vestalin von einer ,vesta selbst zu unterscheiden1 beweiset dieses1 da sie auch die ,alten nicht unterscheiden knnen1 oder wohl gar nicht unterscheiden wollen8 ,gewisse ,kennzeichen sprechen offenbar mehr fr die eine1 als fr die andere4 ,das ,zepter1 die ,fackel1 das ,palladium1 lassen sich nur in der ,hand der ,gttin vermuten4 ,das ,tympanum1 welches ihr ,codinus beileget1 kmmt ihr vielleicht nur als der ,erde zu2 oder ,codinus wute selbst nicht recht1 was er sahe#ab74 #d4 ,polymetis ,dial4 ,,vii4 p4 #ha4 #e4 ,fast4 lib4 ,,vi4 v4 #bie-ih4 ,esse diu stultus ,vestae simulacra putavi3 ,mox didici curvo nulla subesse tholo4 ,ignis inexstinctus templo celatur in illo4 ,effigiem nullam ,vesta1 nec ignis habet4 ,ovid redet nur von dem ,gottesdienste der ,vesta in ,rom1 nur von dem ,tempel1 den ihr ,numa daselbst erbauet hatte1 von dem er kurz zuvor 7v4 #bei4 #bfj7 sagt3 ,regis opus placidi1 quo non metuentius ullum ,numinis ingenium terra ,sabina tulit4 #f4 ,fast4 lib4 ,,iii4 v4 #de4 #df4 ,sylvia fit mater3 ,vestae simulacra feruntur ,virgineas oculis opposuisse manus4 ,auf diese ,weise htte ,spence den ,ovid mit sich selbst vergleichen sollen4 ,der ,dichter redet von verschiedenen ,zeiten4 ,hier von den ,zeiten vor dem ,numa1 dort von den ,zeiten nach ihm4 ,in jenen ward sie in ,italien unter persnlichen ,vorstellungen verehret1 so wie sie in ,troja war verehret worden1 von wannen ,aeneas ihren ,gottesdienst mit herbergebracht hatte4 --,manibus vittas1 ,vestamque potentem1 ,aeternumque adytis effert penetralibus ignem3 sagt ,virgil von dem ,geiste des ,hektors1 nachdem er dem ,aeneas zur ,flucht geraten4 ,hier wird das ewige ,feuer von der ,vesta selbst1 oder ihrer ,bildsule1 ausdrcklich unterschieden4 ,spence mu die rmischen ,dichter zu seinem ,behufe doch noch nicht aufmerksam genug durchgelesen haben1 weil ihm diese ,stelle entwischt ist4 #g4 ,lipsius de ,vesta et ,vestalibus cap4 #ac4 #h4 ,pausanias ,corinth4 cap4 ,,xxxv4 p4 #aih4 ,edit4 ,kuh4 #i4 ,idem ,attic4 cap4 ,,xviii4 p4 #da4 #aj4 ,polyb4 ,hist4 lib4 ,,xvi4 4 #aa4 ,op4 ,t4 ,,ii4 p4 #ddc4 ,edit4 ,ernest4 #aa4 ,plinius lib4 ,,xxxvi sec4 #d4 p4 #gbg4 ,edit4 ,hard4 ,scopas fecit--,vestam sedentem laudatam in ,servilianis hortis4 ,diese ,stelle mu ,lipsius in ,gedanken gehabt haben als er 7de ,vesta cap4 #c47 schrieb3 ,plinius ,vestam sedentem effingi solitam ostendit1 a stabilitate4 ,allein was ,plinius von einem einzeln ,stcke des ,skopas sagt1 htte er nicht fr einen allgemein angenommenen ,charakter ausgeben sollen4 ,er merkt selbst an1 da auf den ,mnzen die ,vesta ebensooft stehend als sitzend erscheine4 ,allein er verbessert dadurch nicht den ,plinius1 sondern seine eigne falsche ,einbildung4 #ab4 ,georg4 ,codinus de ,originib4 ,constant4 ,edit4 ,venet4 p4 #ab4 ,thn ghn legousin ,estian1 kai plattousi authn gunaika1 tumpanon bastazousan1 epeidh tou,v anemou,v h gh uj' eathn sugkleiei4 ,suidas1 aus ihm1 oder beide aus einem ltern1 sagt unter dem ,worte ,estia eben dieses4 ,die ,erde wird unter dem ,namen ,vesta als eine ,frau gebildet1 welche ein ,tympanon trgt1 weil sie die ,winde in sich verschlossen hlt4 ,die ,ursache ist ein wenig abgeschmackt4 ,es wrde sich eher haben hren lassen1 wenn er gesagt htte1 da ihr deswegen ein ,tympanon beigegeben werde1 weil die ,alten zum ,teil geglaubt1 da ihre ,figur damit bereinkomme2 schma auth,v tumpanoeide,v einai4 7,plutarchus de placitis philos4 cap4 #aj4 id4 de facie in orbe ,lunae47 ,wo sich aber ,codinus nur nicht entweder in der ,figur1 oder in dem ,namen1 oder gar in beiden geirret hat4 ,er wute vielleicht1 was er die ,vesta tragen sahe1 nicht besser zu nennen1 als ein ,tympanum2 oder hrte es ein ,tympanum nennen1 und konnte sich nichts anders dabei gedenken1 als das ,instrument1 welches wir eine ,heerpauke nennen4 ,tympana waren aber auch eine ,art von ,rdern3 ,hinc radios trivere rotis1 hinc tympana plaustris ,agricolae-- 7,virgilius ,georgic4 lib4 ,,ii4 v4 #ddd47 ,und einem solchen ,rade scheinet mir das1 was sich an der ,vesta des ,fabretti zeiget 7,ad tabulam ,iliadis p4 #cci47 und dieser ,gelehrte fr eine ,handmhle hlt1 sehr hnlich zu sein4 ,x4 ,ich merke noch eine ,befremdung des ,spence an1 welche deutlich zeiget1 wie wenig er ber die ,grenzen der ,poesie und ,malerei mu nachgedacht haben4 ,was die ,musen berhaupt betrifft1 sagt er1 so ist es doch sonderbar1 da die ,dichter in ,beschreibung derselben so sparsam sind1 weit sparsamer1 als man es bei ,gttinnen1 denen sie so groe ,verbindlichkeit haben1 erwarten sollte #a74 #a4 ,polymetis ,dial4 ,,viii4 p4 #ia4 ,was heit das anders1 als sich wundern1 da wenn die ,dichter von ihnen reden1 sie es nicht in der stummen ,sprache der ,maler tun8 ,urania ist den ,dichtern die ,muse der ,sternkunst2 aus ihrem ,namen1 aus ihren ,verrichtungen erkennen wir ihr ,amt4 ,der ,knstler1 um es kenntlich zu machen1 mu sie mit einem ,stabe auf eine ,himmelskugel weisen lassen2 dieser ,stab1 diese ,himmelskugel1 diese ihre ,stellung sind seine ,buchstaben1 aus welchen er uns den ,namen ,urania zusammensetzen lt4 ,aber wenn der ,dichter sagen will3 ,urania hatte seinen ,tod lngst aus den ,sternen vorhergesehn2 ,ipsa diu positis lethum praedixerat astris4 ,uranie--#b7 #b4 ,statius ,theb4 ,,viii4 v4 #eea4 warum soll er1 in ,rcksicht auf den ,maler1 darzusetzen3 ,urania1 den ,radius in der ,hand1 die ,himmelskugel vor sich8 ,wre es nicht1 als ob ein ,mensch1 der laut reden kann und darf1 sich noch zugleich der ,zeichen bedienen sollte1 welche die ,stummen im ,serraglio des ,trken1 aus ,mangel der ,stimme1 unter sich erfunden haben8 ,eben dieselbe ,befremdung uert ,spence nochmals bei den moralischen ,wesen1 oder denjenigen ,gottheiten1 welche die ,alten den ,tugenden und der ,fhrung des menschlichen ,lebens vorsetzten #c74 ,es verdient angemerkt zu werden1 sagt er1 da die rmischen ,dichter von den besten dieser moralischen ,wesen weit weniger sagen1 als man erwarten sollte4 ,die ,artisten sind in diesem ,stcke viel reicher1 und wer wissen will1 was jedes derselben fr einen ,aufzug gemacht1 darf nur die ,mnzen der rmischen ,kaiser zu ,rate ziehen #d74--;,die ,dichter sprechen von diesen ,wesen zwar fters1 als von ,personen2 berhaupt aber sagen sie von ihren ,attributen1 ihrer ,kleidung und brigem ,ansehen sehr wenig4-#c4 ,polym4 ,dial4 ,x4 p4 #acg4 #d4 ,ibid4 p4 #aci4 ,wenn der ,dichter ,abstrakta personifieret1 so sind sie durch den ,namen1 und durch das1 was er sie tun lt1 genugsam charakterisierst4 ,dem ,knstler fehlen diese ,mittel4 ,er mu also seinen personifierten ,abstraktis ,sinnbilder zugeben1 durch welche sie kenntlich werden4 ,diese ,sinnbilder weil sie etwas anders sind1 und etwas anders bedeuten1 machen sie zu allegorischen ,figuren4 ,eine ,frauensperson mit einem ,zaum in der ,hand2 eine andere an eine ,sule gelehnet1 sind in der ,kunst allegorische ,wesen4 ,allein die ,migung1 die ,standhaftigkeit bei dem ,dichter1 sind keine allegorische ,wesen1 sondern blo personifierte ,abstrakta4 ,die ,sinnbilder dieser ,wesen bei dem ,knstler hat die ,not erfunden4 ,denn er kann sich durch nichts anders verstndlich machen1 was diese oder jene ,figur bedeuten soll4 ,wozu aber den ,knstler die ,not treibet1 warum soll sich das der ,dichter aufdringen lassen1 der von dieser ,not nichts wei8 ,was ,spencen so sehr befremdet1 verdienet den ,dichtern als eine ,regel vorgeschrieben zu werden4 ,sie mssen die ,bedrfnisse der ,malerei nicht zu ihrem ,reichtume machen4 ,sie mssen die ,mittel1 welche die ,kunst erfunden hat1 um der ,poesie nachzukommen1 nicht als ,vollkommenheiten betrachten1 auf die sie neidisch zu sein ,ursache htten4 ,wenn der ,knstler eine ,figur mit ,sinnbildern auszieret1 so erhebt er eine bloe ,figur zu einem hhern ,wesen4 ,bedienet sich aber der ,dichter dieser malerischen ,ausstaffierungen1 so macht er aus einem hhern ,wesen eine ,puppe4 ,so wie diese ,regel durch die ,befolgung der ,alten bewhret ist1 so ist die geflissentliche bertretung derselben ein ,lieblingsfehler der neuern ,dichter4 ,alle ihre ,wesen der ,einbildung gehen in ,maske1 und die sich auf diese ,maskeraden am besten verstehen1 verstehen sich meistenteils auf das ,hauptwerk am wenigsten3 nmlich1 ihre ,wesen handeln zu lassen1 und sie durch die ,handlungen derselben zu charakterisieren4 ,doch gibt es unter den ,attributen1 mit welchen die ,knstler ihre ,abstrakta bezeichnen1 eine ,art1 die des poetischen ,gebrauchs fhiger und wrdiger ist4 ,ich meine diejenigen1 welche eigentlich nichts ,allegorisches haben1 sondern als ,werkzeuge zu betrachten sind1 deren sich die ,wesen1 welchen sie beigeleget werden1 falls sie als wirkliche ,personen handeln sollten1 bedienen wrden oder knnten4 ,der ,zaum in der ,hand der ,migung1 die ,sule1 an welche sich die ,standhaftigkeit lehnet1 sind lediglich allegorisch1 fr den ,dichter also von keinem ,nutzen4 ,die ,wage in der ,hand der ,gerechtigkeit1 ist es schon weniger1 weil der rechte ,gebrauch der ,wage wirklich ein ,stck der ,gerechtigkeit ist4 ,die ,leier oder ,flte aber in der ,hand einer ,muse1 die ,lanze in der ,hand des ,mars1 ,hammer und ,zange in den ,hnden des ,vulkans1 sind ganz und gar keine ,sinnbilder1 sind bloe ,instrumente1 ohne welche diese ,wesen die ,wirkungen1 die wir ihnen zuschreiben1 nicht hervorbringen knnen4 ,von dieser ,art sind die ,attribute1 welche die alten ,dichter in ihre ,beschreibungen etwa noch einflechten1 und die ich deswegen1 zum ,unterschiede jener allegorischen1 die poetischen nennen mchte4 ,diese bedeuten die ,sache selbst1 jene nur etwas hnliches #e74 #e4 ,man mag in dem ,gemlde1 welches ,horaz von der ,notwendigkeit macht1 und welches vielleicht das an ,attributen reichste ,gemlde bei allen alten ,dichtern ist3 7lib4 ,i4 ,od4 #ce47 ,te semper anteit saeva ,necessitas3 ,clavos trabales et cuneos manu ,gestans ahenea2 nec severus ,uncus abest liquidumque plumbum-- man mag1 sage ich1 in diesem ,gemlde die ,ngel1 die ,klammern1 das flieende ,blei1 fr ,mittel der ,befestigung oder fr ,werkzeuge der ,bestrafung annehmen1 so gehren sie doch immer mehr zu den poetischen1 als allegorischen ,attributen4 ,aber auch als solche sind sie zu sehr gehuft1 und die ,stelle ist eine von den frostigsten des ,horaz4 ,sanadon sagt3 ,j'ose dire que ce tableau pris dans le dtail serait plus beau sur la toile que dans une ode hroque4 ,je ne puis souffrir cet attirail patibulaire de clous1 de coins1 de crocs1 et de plomp fondu4 ,j'ai cru en devoir dcharger la traduction1 en substituant les ides gnrales aux ides singulires4 ,c'est dommage que le pote ait eu besoin de ce correctif4 ,sanadon hatte ein feines und richtiges ,gefhl1 nur der ,grund1 womit er es bewhren will1 ist nicht der rechte4 ,nicht weil die gebrauchten ,attributa ein attirail patibulaire sind2 denn es stand nur bei ihm1 die andere ,auslegung anzunehmen1 und das ,galgengerte in die festesten ,bindemittel der ,baukunst zu verwandeln3 sondern1 weil alle ,attributa eigentlich fr das ,auge1 und nicht fr das ,gehr gemacht sind1 und alle ,begriffe1 die wir durch das ,auge erhalten sollten1 wenn man sie uns durch das ,gehr beibringen will1 eine grere ,anstrengung erfordern1 und einer geringern ,klarheit fhig sind4--,der ,verfolg von der angefhrten ,strophe des ,horaz erinnert mich brigens an ein paar ,versehen des ,spence1 die von der ,genauigkeit1 mit welcher er die angezogenen ,stellen der alten ,dichter will erwogen haben1 nicht den vorteilhaftesten ,begriff erwecken4 ,er redet von dem ,bilde1 unter welchem die ,rmer die ,treue oder ,ehrlichkeit vorstellten4 7,dial4 ,x4 p4 #ade47 ,die ,rmer1 sagt er1 nannten sie ,fides2 und wenn sie sie ,sola ,fides nannten1 so scheinen sie den hohen ,grad dieser ,eigenschaft1 den wir durch grundehrlich 7im ,englischen downright honesty7 ausdrcken1 darunter verstanden zu haben4 ,sie wird mit einer freien offenen ,gesichtsbildung und in nichts als einem dnnen ,kleide vorgestellet1 welches so fein ist1 da es fr durchsichtig gelten kann4 ,horaz nennet sie daher1 in einer von seinen ,oden1 dnnbekleidet2 und in einer anderen1 durchsichtig4 ,in dieser kleinen ,stelle sind nicht mehr als drei ziemlich grobe ,fehler4 ,erstlich ist es falsch1 da sola ein besonderes ,beiwort sei1 welches die ,rmer der ,gttin ,fides gegeben4 ,in den beiden ,stellen des ,livius1 die er desfalls zum ,beweise anfhrt 7lib4 ,i4 c4 #ba4 lib4 ,,ii4 c4 #c471 bedeutet es weiter nichts1 als was es berall bedeutet1 die ,ausschlieung alles brigen4 ,in der einen ,stelle scheinet den ,criticis das soli sogar verdchtig und durch einen ,schreibefehler1 der durch das gleich danebenstehende solenne veranlasset worden1 in den ,text gekommen zu sein4 ,in der andern aber ist nicht von der ,treue1 sondern von der ,unschuld1 der ,unstrflichkeit1 ,innocentia1 die ,rede4 ,zweitens3 ,horaz soll1 in einer seiner ,oden1 der ,treue das ,beiwort dnnbekleidet geben1 nmlich in der oben angezogenen fnfunddreiigsten des ersten ,buchs3 ,te spes1 et albo rara fides colit ,velata panno4 ,es ist wahr1 rarus heit auch dnne2 aber hier heit es blo selten1 was wenig vorkmmt1 und ist das ,beiwort der ,treue selbst1 und nicht ihrer ,bekleidung4 ,spence wrde recht haben1 wenn der ,dichter gesagt htte3 ,fides raro velata panno4 ,drittens1 an einem andern ,orte soll ,horaz die ,treue oder ,redlichkeit durchsichtig nennen2 um eben das damit anzudeuten1 was wir in unsern gewhnlichen ,freundschaftsversicherungen zu sagen pflegen3 ich wnschte1 ,sie knnten mein ,herz sehen4 ,und dieser ,ort soll die ,zeile der achtzehnten ,ode des ersten ,buchs sein3 ,arcanique ,fides prodiga1 pellucidior vitro4 ,wie kann man sich aber von einem bloen ,worte so verfhren lassen8 ,heit denn ,fides arcani prodiga die ,treue8 ,oder heit es nicht vielmehr1 die ,treulosigkeit8 ,von dieser sagt ,horaz1 und nicht von der ,treue1 da sie durchsichtig wie ,glas sei1 weil sie die ihr anvertrauten ,geheimnisse eines jeden ,blicke blostellet4 ,,xi4 ,auch der ,graf ,caylus scheinet zu verlangen1 da der ,dichter seine ,wesen der ,einbildung mit allegorischen ,attributen ausschmcken solle #a74 ,der ,graf verstand sich besser auf die ,malerei1 als auf die ,poesie4 #a4 ,apollo bergibt den gereinigten und balsamierten ,leichnam des ,sarpedon dem ,tode und dem ,schlafe1 ihn nach seinem ,vaterlande zu bringen4 7,il4 p4 v4 #fha4 #hb47 ,pempe de min pompoisin ama kraipnoisi jeres,jai ,upnw kai ,qana,jw didumaosin4 ,caylus empfiehlt diese ,erdichtung dem ,maler1 fgt aber hinzu3 ,il est fcheux1 qu',homre ne nous ait rien laiss sur les attributs qu'on donnait de son temps au ,sommeil2 nous ne connaissons1 pour caractriser ce dieu1 que son action mme1 et nous le couronnons de pavots4 ,ces ides sont modernes2 la premire est d'un mdiocre service1 mais elle ne peut tre employe dans le cas prsent1 o mme les fleurs me paraissent dplaces1 surtout pour une figure qui groupe avec la mort4 7,s4 ,tableaux tirs de l',iliade1 de l',odysse d',homre et de l',enide de ,virgile1 avec des observations gnrales sur le costume1 ,paris #ageg4 #h47 ,das heit von dem ,homer eine von den kleinen ,zieraten verlangen1 die am meisten mit seiner groen ,manier streiten4 ,die sinnreichsten ,attributa1 die er dem ,schlafe htte geben knnen1 wrden ihn bei weitem nicht so vollkommen charakterisierst1 bei weitem kein so lebhaftes ,bild bei uns erregt haben1 als der einzige ,zug1 durch den er ihn zum ,zwillingsbruder des ,todes macht4 ,diesen ,zug suche der ,knstler auszudrcken1 und er wird alle ,attributa entbehren knnen4 ,die alten ,knstler haben auch wirklich den ,tod und den ,schlaf mit der hnlichkeit unter sich vorgestellet1 die wir an ,zwillingen so natrlich erwarten4 ,auf einer ,kiste von ,zedernholz1 in dem ,tempel der ,juno zu ,elis1 ruhten sie beide als ,knaben in den ,armen der ,nacht4 ,nur war der eine wei1 der andere schwarz2 jener schlief1 dieser schien zu schlafen2 beide mit bereinander geschlagenen ,fen4 ,denn so wollte ich die ,worte des ,pausanias 7,eliac4 cap4 ,,xviii4 p4 #dbb4 ,edit4 ,kuh47 amjoterou,v diestrammenou,v tou,v poda,v lieber bersetzen1 als mit krummen ,fen1 oder wie es ,gedoyn in seiner ,sprache gegeben hat3 les pieds contrefaits4 ,was sollten die krummen ,fe hier ausdrcken8 bereinander geschlagene ,fe hingegen sind die gewhnliche ,lage der ,schlafenden1 und der ,schlaf beim ,maffei 7,raccol4 ,pl4 #aea7 liegt nicht anders4 ,die neuen ,artisten sind von dieser hnlichkeit1 welche ,schlaf und ,tod bei den ,alten miteinander haben1 gnzlich abgegangen1 und der ,gebrauch ist allgemein geworden1 den ,tod als ein ,skelett1 hchstens als ein mit ,haut bekleidetes ,skelett vorzustellen4 ,vor allen ,dingen htte ,caylus dem ,knstler also hier raten mssen1 ob er in ,vorstellung des ,todes dem alten oder dem neuen ,gebrauche folgen solle4 ,doch er scheinet sich fr den neuern zu erklren1 da er den ,tod als eine ,figur betrachtet1 gegen die eine andere mit ,blumen gekrnet1 nicht wohl gruppieren mchte4 ,hat er aber hierbei auch bedacht1 wie unschicklich diese moderne ,idee in einem ,homerischen ,gemlde sein drfte8 ,und wie hat ihm das ,ekelhafte derselben nicht anstig sein knnen8 ,ich kann mich nicht bereden1 da das kleine metallene ,bild in der herzoglichen ,galerie zu ,florenz1 welches ein liegendes ,skelett vorstellet1 das mit dem einen ,arme auf einem ,aschenkruge ruhet 7,spence's ,polymetis ,tab4 ,,xli471 eine wirkliche ,antike sei4 ,den ,tod berhaupt kann es wenigstens nicht vorstellen sollen1 weil ihn die ,alten anders vorstellten4 ,selbst ihre ,dichter haben ihn unter diesem widerlichen ,bilde nie gedacht4 ,doch ich habe in seinem ,werke1 in welchem er dieses ,verlangen uert1 ,anla zu erheblichern ,betrachtungen gefunden1 wovon ich das ,wesentlichste1 zu besserer ,erwgung1 hier anmerke4 ,der ,knstler1 ist des ,grafen ,absicht1 soll sich mit dem grten malerischen ,dichter1 mit dem ,homer1 mit dieser zweiten ,natur1 nher bekannt machen4 ,er zeigt ihm1 welchen reichen noch nie genutzten ,stoff zu den trefflichsten ,schildereien die von dem ,griechen behandelte ,geschichte darbiete1 und wie so viel vollkommner ihm die ,ausfhrung gelingen msse1 je genauer er sich an die kleinsten von dem ,dichter bemerkten ,umstnde halten knne4 ,in diesem ,vorschlage vermischt sich also die oben genannte doppelte ,nachahmung4 ,der ,maler soll nicht allein das nachahmen1 was der ,dichter nachgeahmt hat1 sondern er soll es auch mit den nmlichen ,zgen nachahmen2 er soll den ,dichter nicht blo als ,erzhler1 er soll ihn als ,dichter nutzen4 ,diese zweite ,art der ,nachahmung aber1 die fr den ,dichter so verkleinerlich ist1 warum ist sie es nicht auch fr den ,knstler8 ,wenn vor dem ,homer eine solche ,folge von ,gemlden1 als der ,graf ,caylus aus ihm angibt1 vorhanden gewesen wre1 und wir wten1 da der ,dichter aus diesen ,gemlden sein ,werk genommen htte3 wrde er nicht von unserer ,bewunderung unendlich verlieren8 ,wie kmmt es1 da wir dem ,knstler nichts von unserer ,hochachtung entziehen1 wenn er schon weiter nichts tut1 als da er die ,worte des ,dichters mit ,figuren und ,farben ausdrcket8 ,die ,ursach' scheinet diese zu sein4 ,bei dem ,artisten dnket uns die ,ausfhrung schwerer1 als die ,erfindung2 bei dem ,dichter hingegen ist es umgekehrt1 und seine ,ausfhrung dnket uns gegen die ,erfindung das ,leichtere4 ,htte ,virgil die ,verstrickung des ,laokoon und seiner ,kinder von der ,gruppe genommen1 so wrde ihm das ,verdienst1 welches wir bei diesem seinem ,bilde fr das schwerere und grere halten1 fehlen1 und nur das geringere brigbleiben4 ,denn diese ,verstrickung in der ,einbildungskraft erst schaffen1 ist weit wichtiger1 als sie in ,worten ausdrcken4 ,htte hingegen der ,knstler diese ,verstrickung von dem ,dichter entlehnet1 so wrde er in unsern ,gedanken doch noch immer ,verdienst genug behalten1 ob ihm schon das ,verdienst der ,erfindung abgehet4 ,denn der ,ausdruck in ,marmor ist unendlich schwerer als der ,ausdruck in ,worten2 und wenn wir ,erfindung und ,darstellung gegeneinander abwgen1 so sind wir jederzeit geneigt1 dem ,meister an der einen so viel wiederum zu erlassen1 als wir an der andern zu viel erhalten zu haben meinen4 ,es gibt sogar ,flle1 wo es fr den ,knstler ein greres ,verdienst ist1 die ,natur durch das ,medium der ,nachahmung des ,dichters nachgeahmt zu haben1 als ohne dasselbe4 ,der ,maler1 der nach der ,beschreibung eines ,thomsons eine schne ,landschaft darstellet1 hat mehr getan1 als der sie gerade von der ,natur kopieret4 ,dieser siehet sein ,urbild vor sich2 jener mu erst seine ,einbildungskraft so anstrengen1 bis er es vor sich zu sehen glaubst4 ,dieser macht aus lebhaften sinnlichen ,eindrcken etwas ,schnes2 jener aus schwanken und schwachen ,vorstellungen willkrlicher ,zeichen4 ,so natrlich aber die ,bereitwilligkeit ist1 dem ,knstler das ,verdienst der ,erfindung zu erlassen1 ebenso natrlich hat daraus die ,lauigkeit gegen dasselbe bei ihm entspringen mssen4 ,denn da er sahe1 da die ,erfindung seine glnzende ,seite nie werden knne1 da sein grtes ,lob von der ,ausfhrung abhange1 so ward es ihm gleich viel1 ob jene alt oder neu1 einmal oder unzhligmal gebraucht sei1 ob sie ihm oder einem anderen zugehre4 ,er blieb in dem engen ,bezirke weniger1 ihm und dem ,publico gelufig gewordener ,vorwrfe1 und lie seine ganze ,erfindsamkeit auf die bloe ,vernderung in dem ,bekannten gehen1 auf neue ,zusammensetzungen alter ,gegenstnde4 ,das ist auch wirklich die ,idee1 welche die ,lehrbcher der ,malerei mit dem ,worte ,erfindung verbinden4 ,denn ob sie dieselbe schon sogar in malerische und dichterische einteilen1 so gehet doch auch die dichterische nicht auf die ,hervorbringung des ,vorwurfs selbst1 sondern lediglich auf die ,anordnung oder den ,ausdruck #b74 ,es ist ,erfindung1 aber nicht ,erfindung des ,ganzen1 sondern einzelner ,teile1 und ihrer ,lage untereinander4 ,es ist ,erfindung1 aber von jener geringern ,gattung1 die ,horaz seinem tragischen ,dichter anriet3 #b4 v4 ,hagedorn1 ,betrachtungen ber die ,malerei ,s4 #aei u4 f4 --,tuque ,rectius ,iliacum carmen deducis in actus1 ,quam si proferres ignota indictaque primus #c74 #c4 ,ad4 ,pisones v4 #abh-acj4 ,anriet1 sage ich1 aber nicht befahl4 ,anriet1 als fr ihn leichter1 bequemer1 zutrglicher2 aber nicht befahl1 als besser und edler an sich selbst4 ,in der ,tat hat der ,dichter einen groen ,schritt voraus1 welcher eine bekannte ,geschichte1 bekannte ,charaktere behandelt4 ,hundert frostige ,kleinigkeiten1 die sonst zum ,verstndnisse des ,ganzen unentbehrlich sein wrden1 kann er bergehen2 und je geschwinder er seinen ,zuhrern verstndlich wird1 desto geschwinder kann er sie intressieren4 ,diesen ,vorteil hat auch der ,maler1 wenn uns sein ,vorwurf nicht fremd ist1 wenn wir mit dem ersten ,blicke die ,absicht und ,meinung seiner ganzen ,komposition erkennen1 wenn wir auf eins seine ,personen nicht blo sprechen sehen1 sondern auch hren1 was sie sprechen4 ,von dem ersten ,blicke hangt die grte ,wirkung ab1 und wenn uns dieser zu mhsamen ,nachsinnen und ,raten ntiget1 so erkaltet unsere ,begierde gerhret zu werden2 um uns an dem unverstndlichen ,knstler zu rchen1 verhrten wir uns gegen den ,ausdruck1 und weh ihm1 wann er die ,schnheit dem ,ausdrucke aufgeopfert hat6 ,wir finden sodann gar nichts1 was uns reizen knnte1 vor seinem ,werke zu verweilen2 was wir sehen1 gefllt uns nicht1 und was wir dabei denken sollen1 wissen wir nicht4 ,nun nehme man beides zusammen2 einmal1 da die ,erfindung und ,neuheit des ,vorwurfs das ,vornehmste bei weitem nicht ist1 was wir von dem ,maler verlangen2 zweitens1 da ein bekannter ,vorwurf die ,wirkung seiner ,kunst befrdert und erleichtert3 und ich meine1 man wird die ,ursache1 warum er sich so selten zu neuen ,vorwrfen entschliet1 nicht mit dem ,grafen ,caylus1 in seiner ,bequemlichkeit1 in seiner ,unwissenheit1 in der ,schwierigkeit des mechanischen ,teiles der ,kunst1 welche allen seinen ,flei1 alle seine ,zeit erfordert1 suchen drfen2 sondern man wird sie tiefer gegrndet finden1 und vielleicht gar1 was anfangs ,einschrnkung der ,kunst1 ,verkmmerung unsers ,vergngens1 zu sein scheinet1 als eine weise und uns selbst ntzliche ,enthaltsamkeit an dem ,artisten zu loben geneigt sein4 ,ich frchte auch nicht1 da mich die ,erfahrung widerlegen werde4 ,die ,maler werden dem ,grafen fr seinen guten ,willen danken1 aber ihn schwerlich so allgemein nutzen1 als er es erwartet4 ,geschhe es jedoch3 so wrde ber hundert ,jahr' ein neuer ,caylus ntig sein1 der die alten ,vorwrfe wieder ins ,gedchtnis brchte1 und den ,knstler in das ,feld zurckfhrte1 wo andere vor ihm so unsterbliche ,lorbeeren gebrochen haben4 ,oder verlangt man1 da das ,publikum so gelehrt sein soll1 als der ,kenner aus seinen ,bchern ist8 ,da ihm alle ,szenen der ,geschichte und der ,fabel1 die ein schnes ,gemlde geben knnen1 bekannt und gelufig sein sollen8 ,ich gebe es zu1 da die ,knstler besser getan htten1 wenn sie seit ,raffaels ,zeiten1 anstatt des ,ovids1 den ,homer zu ihrem ,handbuche gemacht htten4 ,aber da es nun einmal nicht geschehen ist1 so lasse man das ,publikum in seinem ,gleise1 und mache ihm sein ,vergngen nicht saurer1 als ein ,vergngen zu stehen kommen mu1 um das zu sein1 was es sein soll4 ,protogenes hatte die ,mutter des ,aristoteles gemalt4 ,ich wei nicht wie viel ihm der ,philosoph dafr bezahlte4 ,aber entweder anstatt der ,bezahlung1 oder noch ber die ,bezahlung1 erteilte er ihm einen ,rat1 der mehr als die ,bezahlung wert war4 ,denn ich kann mir nicht einbilden1 da sein ,rat eine bloe ,schmeichelei gewesen sei4 ,sondern vornehmlich weil er das ,bedrfnis der ,kunst erwog1 allen verstndlich zu sein1 riet er ihm1 die ,taten des ,alexanders zu malen2 ,taten1 von welchen damals alle ,welt sprach1 und von welchen er voraussehen konnte1 da sie auch der ,nachwelt unvergelich sein wrden4 ,doch ,protogenes war nicht gesetzt genug1 diesem ,rate zu folgen2 impetus animi1 sagt ,plinius1 et quaedam artis libido #d71 ein gewisser bermut der ,kunst1 eine gewisse ,lsternheit nach dem ,sonderbaren und ,unbekannten1 trieben ihn zu ganz andern ,vorwrfen4 ,er malte lieber die ,geschichte eines ,jalysus #e71 einer ,cydippe und dergleichen1 von welchen man itzt auch nicht einmal mehr erraten kann1 was sie vorgestellet haben4 #d4 lib4 ,,xxxv4 sect4 #cf4 p4 #gjj4 ,edit4 ,hard4 #e4 ,richardson nennet dieses ,werk1 wenn er die ,regel erlutern will1 da in einem ,gemlde die ,aufmerksamkeit des ,betrachters durch nichts1 es mge auch noch so vortrefflich sein1 von der ,hauptfigur abgezogen werden msse4 ,protogenes1 sagt er1 hatte in seinem berhmten ,gemlde ,jalysus ein ,rebhuhn mit angebracht1 und es mit so vieler ,kunst ausgemalet1 da es zu leben schien1 und von ganz ,griechenland bewundert ward2 weil es aber aller ,augen1 zum ,nachteil des ,hauptwerks1 zu sehr an sich zog1 so lschte er es gnzlich wieder aus4 7,trait de la peinture ,t4 ,i4 p4 #df47 ,richardson hat sich geirret4 ,dieses ,rebhuhn war nicht in dem ,jalysus1 sondern in einem andern ,gemlde des ,protogenes gewesen1 welches der ruhende oder mige ,satyr1 ,saturo,v anapauomeno,v1 hie4 ,ich wrde diesen ,fehler1 welcher aus einer miverstandenen ,stelle des ,plinius entsprungen ist1 kaum anmerken1 wenn ich ihn nicht auch beim ,meursius fnde3 7,rhodi lib4 ,i4 cap4 #ad4 p4 #ch47 ,in eadem1 tabula sc4 in qua ,ialysus1 ,satyrus erat1 quem dicebant ,anapauomenon1 tibias tenens4 ,desgleichen bei dem ,herrn ,winckelmann selbst4 7,von der ,nachahm4 der ,gr4 ,w4 in der ,mal4 und ,bildh4 ,s4 #ef47 ,strabo ist der eigentliche ,whrmann dieses ,histrchens mit dem ,rebhuhne1 und dieser unterscheidet den ,jalysus1 und den an eine ,sule sich lehnenden ,satyr1 auf welcher das ,rebhuhn sa1 ausdrcklich4 7lib4 ,,xiv4 p4 #gej4 ,edit4 ,xyl47 ,die ,stelle des ,plinius 7lib4 ,,xxxv4 sect4 #cf4 p4 #fii7 haben ,meursius und ,richardson und ,winckelmann deswegen falsch verstanden1 weil sie nicht achtgegeben1 da von zwei verschiedenen ,gemlden daselbst die ,rede ist3 dem einen1 dessenwegen ,demetrius die ,stadt nicht berkam1 weil er den ,ort nicht angreifen wollte1 wo es stand2 und dem andern1 welches ,protogenes whrend dieser ,belagerung malte4 ,jenes war der ,jalysus1 und dieses der ,satyr4 ,,xii4 ,homer bearbeitet eine doppelte ,gattung von ,wesen und ,handlungen2 sichtbare und unsichtbare4 ,diesen ,unterschied kann die ,malerei nicht angeben3 bei ihr ist alles sichtbar2 und auf einerlei ,art sichtbar4 ,wenn also der ,graf ,caylus die ,gemlde der unsichtbaren ,handlungen in unzertrennter ,folge mit den sichtbaren fortlaufen lt2 wenn er in den ,gemlden der vermischten ,handlungen1 an welchen sichtbare und unsichtbare ,wesen teilnehmen1 nicht angibt1 und vielleicht nicht angeben kann1 wie die letztern1 welche nur wir1 die wir das ,gemlde betrachten1 darin entdecken sollten1 so anzubringen sind1 da die ,personen des ,gemldes sie nicht sehen1 wenigstens sie nicht notwendig sehen zu mssen scheinen knnen3 so mu notwendig sowohl die ganze ,folge1 als auch manches einzelne ,stck dadurch uerst verwirrt1 unbegreiflich und widersprechend werden4 ,doch diesem ,fehler wre1 mit dem ,buche in der ,hand1 noch endlich abzuhelfen4 ,das ,schlimmste dabei ist nur dieses1 da durch die malerische ,aufhebung des ,unterschiedes der sichtbaren und unsichtbaren ,wesen1 zugleich alle die charakteristischen ,zge verloren gehen1 durch welche sich diese hhere ,gattung ber jene geringere erhebet4 ,z4 ,e4 ,wenn endlich die ber das ,schicksal der ,trojaner geteilten ,gtter unter sich selbst handgemein werden3 so gehet bei dem ,dichter #a7 dieser ganze ,kampf unsichtbar vor1 und diese ,unsichtbarkeit erlaubet der ,einbildungskraft die ,szene zu erweitern1 und lt ihr freies ,spiel1 sich die ,personen der ,gtter und ihre ,handlungen so gro1 und ber das gemeine ,menschliche so weit erhaben zu denken1 als sie nur immer will4 ,die ,malerei aber mu eine sichtbare ,szene annehmen1 deren verschiedene notwendige ,teile der ,mastab fr die darauf handelnden ,personen werden2 ein ,mastab1 den das ,auge gleich darneben hat1 und dessen ,unproportion gegen die hhern ,wesen1 diese hhern ,wesen1 die bei dem ,dichter gro waren1 auf der ,flche des ,knstlers ungeheuer macht4 #a4 ,iliad4 ,f4 v4 #che et s4 ,minerva1 auf welche ,mars in diesem ,kampfe den ersten ,angriff waget1 tritt zurck1 und fasset mit mchtiger ,hand von dem ,boden einen schwarzen1 rauhen1 groen ,stein auf1 den vor alten ,zeiten vereinigte ,mnnerhnde zum ,grenzsteine hingewlzet hatten3 ,h d' anacassamenh li,jon eileto ceiri paceih1 ,keimenon en pediw1 melana1 trhcun te1 megan te1 ,ton r' andres proteroi ,jesan emmenai ouron arourh,v4 ,um die ,gre dieses ,steins gehrig zu schtzen1 erinnere man sich1 da ,homer seine ,helden noch einmal so stark macht1 als die strksten ,mnner seiner ,zeit1 jene aber von den ,mnnern1 wie sie ,nestor in seiner ,jugend gekannt hatte1 noch weit an ,strke bertreffen lt4 ,nun frage ich1 wenn ,minerva einen ,stein1 den nicht ein ,mann1 den ,mnner aus ,nestors ,jugendjahren zum ,grenzsteine aufgerichtet hatten1 wenn ,minerva einen solchen ,stein gegen den ,mars schleudert1 von welcher ,statur soll die ,gttin sein8 ,soll ihre ,statur der ,gre des ,steins proportioniert sein1 so fllt das ,wunderbare weg4 ,ein ,mensch1 der dreimal grer ist als ich1 mu natrlicherweise auch einen dreimal grern ,stein schleudern knnen4 ,soll aber die ,statur der ,gttin der ,gre des ,steins nicht angemessen sein1 so entstehet eine anschauliche ,unwahrscheinlichkeit in dem ,gemlde1 deren ,anstigkeit durch die kalte berlegung1 da eine ,gttin bermenschliche ,strke haben msse1 nicht gehoben wird4 ,wo ich eine grere ,wirkung sehe1 will ich auch grere ,werkzeuge wahrnehmen4 ,und ,mars1 von diesem gewaltigen ,steine niedergeworfen1 ,epta d' epesce pele,jra-bedeckte sieben ,hufen4 ,unmglich kann der ,maler dem ,gotte diese auerordentliche ,gre geben4 ,gibt er sie ihm aber nicht1 so liegt nicht ,mars zu ,boden1 nicht der ,homerische ,mars1 sondern ein gemeiner ,krieger #b74 #b4 ,diesen unsichtbaren ,kampf der ,gtter hat ,quintus ,calaber in seinem zwlften ,buche 7v4 #aeh-ahe7 nachgeahmt1 mit der nicht undeutlichen ,absicht1 sein ,vorbild zu verbessern4 ,es scheinet nmlich1 der ,grammatiker habe es unanstndig gefunden1 da ein ,gott mit einem ,steine zu ,boden geworfen werde4 ,er lt also zwar auch die ,gtter groe ,felsenstcke1 die sie von dem ,ida abreien1 gegeneinander schleudern2 aber diese ,felsen zerschellen an den unsterblichen ,gliedern der ,gtter und stieben wie ,sand um sie her3 --,oi de kolwna,v ,cersin aporrhxante,v ap' oudeo,v ,idaioio ,ballon ep' allhlou,v ai de yama,joisi omoiai ,reia dieskidnanto ,jevn peri d' asceta guia ,rhgnumenai dia tut,ja-- ,eine ,knstelei1 welche die ,hauptsache verdirbt4 ,sie erhhet unsern ,begriff von den ,krpern der ,gtter und macht die ,waffen1 welche sie gegeneinander brauchen1 lcherlich4 ,wenn ,gtter einander mit ,steinen werfen1 so mssen diese ,steine auch die ,gtter beschdigen knnen1 oder wir glauben mutwillige ,buben zu sehen1 die sich mit ,erdklen werfen4 ,so bleibt der alte ,homer immer der ,weisere1 und aller ,tadel1 mit dem ihn der alte ,kunstrichter belegt1 aller ,wettstreit1 in welchen sich geringere ,genies mit ihm einlassen1 dienen zu weiter nichts1 als seine ,weisheit in ihr bestes ,licht zu setzen4 ,indes will ich nicht leugnen1 da in der ,nachahmung des ,quintus nicht auch sehr treffliche ,zge vorkommen1 und die ihm eigen sind4 ,doch sind es ,zge1 die nicht sowohl der bescheidenen ,gre des ,homers geziemen1 als dem strmischen ,feuer eines neuern ,dichters ,ehre machen wrden4 ,da das ,geschrei der ,gtter1 welches hoch bis in den ,himmel und tief bis in den ,abgrund ertnet1 welches den ,berg und die ,stadt und die ,flotte erschttert1 von den ,menschen nicht gehret wird1 dnket mich eine sehr vielbedeutende ,wendung zu sein4 ,das ,geschrei war grer1 als da es die kleinen ,werkzeuge des menschlichen ,gehrs fassen konnten4 ,longin sagt1 es komme ihm fters vor1 als habe ,homer seine ,menschen zu ,gttern erheben1 und seine ,gtter zu ,menschen herabsetzen wollen4 ,die ,malerei vollfhret diese ,herabsetzung4 ,in ihr verschwindet vollends alles1 was bei dem ,dichter die ,gtter noch ber die gttlichen ,menschen setzet4 ,gre1 ,strke1 ,schnelligkeit1 wovon ,homer noch immer einen hhern1 wunderbarern ,grad fr seine ,gtter in ,vorrat hat1 als er seinen vorzglichsten ,helden beileget #c71 mssen in dem ,gemlde auf das gemeine ,ma der ,menschheit herabsinken1 und ,jupiter und ,agamemnon1 ,apollo und ,achilles1 ,ajax und ,mars1 werden vollkommen einerlei ,wesen1 die weiter an nichts als an uerlichen verabredeten ,merkmalen zu kennen sind4 #c4 ,in ,ansehung der ,strke und ,schnelligkeit wird niemand1 der den ,homer auch nur ein einziges ,mal flchtig durchlaufen hat1 diese ,assertion in ,abrede sein4 ,nur drfte er sich vielleicht der ,exempel nicht gleich erinnern1 aus welchen es erhellet1 da der ,dichter seinen ,gttern auch eine krperliche ,gre gegeben1 die alle natrliche ,mae weit bersteiget4 ,ich verweise ihn also1 auer der angezogenen ,stelle von dem zu ,boden geworfnen ,mars1 der sieben ,hufen bedecket1 auf den ,helm der ,minerva 7,kunehn ekaton polewn pruleess' araruian4 ,iliad4 ,e4 v4 #gdd71 unter welchem sich so viel ,streiter1 als hundert ,stdte in das ,feld zu stellen vermgen1 verbergen knnen2 auf die ,schritte des ,neptunus 7,iliad4 ,n4 v4 #bj71 vornehmlich aber auf die ,zeilen aus der ,beschreibung des ,schildes1 wo ,mars und ,minerva die ,truppen der belagerten ,stadt anfhren3 7,iliad4 ,s4 v4 #eaf-eai47 --,hrce d' ara sjin ,arh,v kai ,palla,v ,a,jhnh ,amjw cruseiw1 cruseia de eimata es,jhn1 ,kalw kai megalw sun teucesin1 w,v te ,jew per1 ,amji,v arizhlw laoi d' upolizone,v hsan4 ,selbst ,ausleger des ,homers1 alte sowohl als neue1 scheinen sich nicht allezeit dieser wunderbaren ,statur seiner ,gtter genugsam erinnert zu haben2 welches aus den lindernden ,erklrungen abzunehmen1 die sie ber den groen ,helm der ,minerva geben zu mssen glauben4 7,s4 die ,clarkisch-,ernestische ,ausgabe des ,homers an der angezogenen ,stelle47 ,man verliert aber von der ,seite des ,erhabenen unendlich viel1 wenn man sich die ,homerischen ,gtter nur immer in der gewhnlichen ,gre denkt1 in welcher man sie1 in ,gesellschaft der ,sterblichen1 auf der ,leinewand zu sehen verwhnet wird4 ,ist es indes schon nicht der ,malerei vergnnet1 sie in diesen bersteigenden ,dimensionen darzustellen1 so darf es doch die ,bildhauerei gewissermaen tun2 und ich bin berzeugt1 da die alten ,meister1 so wie die ,bildung der ,gtter berhaupt1 also auch das ,kolossalische1 das sie fters ihren ,statuen erteilten1 aus dem ,homer entlehnet haben4 7,herodot4 lib4 ,,ii4 p4 #acj4 ,edit4 ,wessel47 ,verschiedene ,anmerkungen ber dieses ,kolossalische insbesondere1 und warum es in der ,bildhauerei von so groer1 in der ,malerei aber von gar keiner ,wirkung ist1 verspare ich auf einen andern ,ort4 ,das ,mittel1 dessen sich die ,malerei bedienet1 uns zu verstehen zu geben1 da in ihren ,kompositionen dieses oder jenes als unsichtbar betrachtet werden msse1 ist eine dnne ,wolke1 in welche sie es von der ,seite der mithandelnden ,personen einhllet4 ,diese ,wolke scheinet aus dem ,homer selbst entlehnet zu sein4 ,denn wenn im ,getmmel der ,schlacht einer von den wichtigern ,helden in ,gefahr kmmt1 aus der ihn keine andere1 als gttliche ,macht retten kann3 so lt der ,dichter ihn von der schtzenden ,gottheit in einen dicken ,nebel1 oder in ,nacht verhllen1 und so davon fhren2 als den ,paris von der ,venus #d71 den ,idus vom ,neptuns #e71 den ,hektor vom ,apollo #f74 ,und diesen ,nebel1 diese ,wolke1 wird ,caylus nie vergessen1 dem ,knstler bestens zu empfehlen1 wenn er ihm die ,gemlde von dergleichen ,begebenheiten vorzeichnet4 ,wer sieht aber nicht1 da bei dem ,dichter das ,einhllen in ,nebel und ,nacht weiter nichts1 als eine poetische ,redensart fr unsichtbar machen1 sein soll8 ,es hat mich daher jederzeit befremdet1 diesen poetischen ,ausdruck realisieret1 und eine wirkliche ,wolke in dem ,gemlde angebracht zu finden1 hinter welcher der ,held1 wie hinter einer spanischen ,wand1 vor seinem ,feinde verborgen stehet4 ,das war nicht die ,meinung des ,dichters4 ,das heit aus den ,grenzen der ,malerei herausgehen2 denn diese ,wolke ist hier eine wahre ,hieroglyphe1 ein bloes symbolisches ,zeichen1 das den befreiten ,held nicht unsichtbar macht1 sondern den ,betrachtern zuruft3 ihr mt ihn euch als unsichtbar vorstellen4 ,sie ist hier nichts besser1 als die beschriebenen ,zettelchen1 die auf alten gotischen ,gemlden den ,personen aus dem ,munde gehen4 #d4 ,iliad4 ,g4 v4 #cha4 #e4 ,iliad4 ,e4 v4 #bc4 #f4 ,iliad4 ,y4 v4 #ddd4 ,es ist wahr1 ,homer lt den ,achilles1 indem ihm ,apollo den ,hektor entrcket1 noch dreimal nach dem dicken ,nebel mit der ,lanze stoen3 tri,v d' hera tuye ba,jeian #g74 ,allein auch das heit in der ,sprache des ,dichters weiter nichts1 als da ,achilles so wtend gewesen1 da er noch dreimal gestoen1 ehe er es gemerkt1 da er seinen ,feind nicht mehr vor sich habe4 ,keinen wirklichen ,nebel sahe ,achilles nicht1 und das ganze ,kunststck1 womit die ,gtter unsichtbar machten1 bestand auch nicht in dem ,nebel1 sondern in der schnellen ,entrckung4 ,nur um zugleich mit anzuzeigen1 da die ,entrckung so schnell geschehen1 da kein menschliches ,auge dem entrckten ,krper nachfolgen knnen1 hllet ihn der ,dichter vorher in ,nebel ein2 nicht weil man anstatt des entrckten ,krpers einen ,nebel gesehen1 sondern weil wir das1 was in einem ,nebel ist1 als nicht sichtbar denken4 ,daher kehrt er es auch bisweilen um1 und lt1 anstatt das ,objekt unsichtbar zu machen1 das ,subjekt mit ,blindheit geschlagen werden4 ,so verfinstert ,neptun die ,augen des ,achilles1 wenn er den ,aeneas aus seinen mrderischen ,hnden errettet1 den er mit einem ,rucke mitten aus dem ,gewhle auf einmal in das ,hintertreffen versetzt #h74 ,in der ,tat aber sind des ,achilles ,augen hier ebensowenig verfinstert1 als dort die entrckten ,helden in ,nebel gehllet2 sondern der ,dichter setzt das eine und das andere nur blo hinzu1 um die uerste ,schnelligkeit der ,entrckung1 welche wir das ,verschwinden nennen1 dadurch sinnlicher zu machen4 #g4 ,ibid4 v4 #ddf4 #h4 ,iliad4 ,y4 v4 #cba4 ,den homerischen ,nebel aber haben sich die ,maler nicht blo in den ,fllen zu eigen gemacht1 wo ihn ,homer selbst gebraucht hat1 oder gebraucht haben wrde3 bei ,unsichtbarwerdungen1 bei ,verschwindungen1 sondern berall1 wo der ,betrachter etwas in dem ,gemlde erkennen soll1 was die ,personen des ,gemldes entweder alle1 oder zum ,teil1 nicht erkennen4 ,minerva war dem ,achilles nur allein sichtbar1 als sie ihn zurckhielt1 sich mit ,ttigkeiten gegen den ,agamemnon zu vergehen4 ,dieses auszudrcken1 sagt ,caylus1 wei ich keinen andern ,rat1 als da man sie von der ,seite der brigen ,ratsversammlung in eine ,wolke verhlle4 ,ganz wider den ,geist des ,dichters4 ,unsichtbar sein1 ist der natrliche ,zustand seiner ,gtter2 es bedarf keiner ,blendung1 keiner ,abschneidung der ,lichtstrahlen1 da sie nicht gesehen werden #i72 sondern es bedarf einer ,erleuchtung1 einer ,erhhung des sterblichen ,gesichts1 wenn sie gesehen werden sollen4 ,nicht genug also1 da die ,wolke ein willkrliches1 und kein natrliches ,zeichen bei den ,malern ist2 dieses willkrliche ,zeichen hat auch nicht einmal die bestimmte ,deutlichkeit1 die es als ein solches haben knnte2 denn sie brauchen es ebensowohl1 um das ,sichtbare unsichtbar1 als um das ,unsichtbare sichtbar zu machen4 #i4 ,zwar lt ,homer auch ,gottheiten sich dann und wann in eine ,wolke hllen1 aber nur alsdenn1 wenn sie von andern ,gottheiten nicht wollen gesehen werden4 ,z4 ,e4 ,iliad4 ,x4 v4 #bhb1 wo ,juno und der ,schlaf hera essamenw sich nach dem ,ida verfgen1 war es der schlauen ,gttin hchste ,sorge1 von der ,venus nicht entdeckt zu werden1 die ihr1 nur unter dem ,vorwande einer ganz andern ,reise1 ihren ,grtel geliehen hatte4 ,in eben dem ,buche 7v4 #cdd47 mu eine gldene ,wolke den wollusttrunkenen ,jupiter mit seiner ,gemahlin umgeben1 um ihren zchtigen ,weigerungen abzuhelfen3 ,pv,v k' eoi1 ei ti,v nvi ,jevn aieigenetawn ,eudont' a,jrhseie2-- ,sie frchte sich nicht von den ,menschen gesehen zu werden2 sondern von den ,gttern4 ,und wenn schon ,homer den ,jupiter einige ,zeilen darauf sagen lt3 ,hrh1 mhte ,jevn toge deidi,ji1 mhte tin' andrvn ,oyes,jai toion toi egw nejo,v amjikaluyw ,cruseon so folgt doch daraus nicht1 da sie erst diese ,wolke vor den ,augen der ,menschen wrde verborgen haben2 sondern es will nur so viel1 da sie in dieser ,wolke ebenso unsichtbar den ,gttern werden solle1 als sie es nur immer den ,menschen sei4 ,so auch1 wenn ,minerva sich den ,helm des ,pluto aufsetzet 7,iliad4 ,e4 v4 #hde471 welches mit dem ,verhllen in eine ,wolke einerlei ,wirkung hatte1 geschieht es nicht1 um von den ,trojanern nicht gesehen zu werden1 die sie entweder gar nicht1 oder unter der ,gestalt des ,sthenelus erblicken1 sondern lediglich1 damit sie ,mars nicht erkennen mge4 ,,xiii4 ,wenn ,homers ,werke gnzlich verloren wren1 wenn wir von seiner ,ilias und ,odyssee nichts brig htten1 als eine hnliche ,folge von ,gemlden1 dergleichen ,caylus daraus vorgeschlagen3 wrden wir wohl aus diesen ,gemlden1--sie sollen von der ,hand des vollkommensten ,meisters sein--ich will nicht sagen1 von dem ganzen ,dichter1 sondern blo von seinem malerischen ,talente1 uns den ,begriff bilden knnen1 den wir itzt von ihm haben8 ,man mache einen ,versuch mit dem ersten dem besten ,stcke4 ,es sei das ,gemlde der ,pest #a74 ,was erblicken wir auf der ,flche des ,knstlers8 ,tote ,leichname1 brennende ,scheiterhaufen1 ,sterbende mit ,gestorbenen beschftiget1 den erzrnten ,gott auf einer ,wolke1 seine ,pfeile abdrckend4 ,der grte ,reichtum dieses ,gemldes ist ,armut des ,dichters4 ,denn sollte man den ,homer aus diesem ,gemlde wiederherstellen3 was knnte man ihn sagen lassen8 ,hierauf ergrimmte ,apollo1 und scho seine ,pfeile unter das ,heere der ,griechen4 ,viele ,griechen sturben und ihre ,leichname wurden verbrannt4 ,nun lese man den ,homer selbst3 #a4 ,iliad4 ,a4 v4 #dd-ec4 ,tableaux tirs de l',iliade p4 #g4 ,bh de kat' ,oulumpoio karhnwn cwomeno,v khr1 ,tox' wmoisin ecwn1 amjhrejea te jaretrhn4 ,eklagxan d' ar' oistoi ep' wmwn cwomenoio1 ,autou kinh,jento,v o d' hie nukti eoikw,v ,ezet' epeit' apaneu,je nevn1 meta d' ion ehken ,deinh de klaggh genet' argureoio bioio4 ,ourha,v men prvton epwceto1 kai kuna,v argou,v ,autar epeit' autoisi belo,v ecepeuke,v ejiei,v ,ball' aiei de purai nekuwn kaionto ,jameiai4 ,so weit das ,leben ber das ,gemlde ist1 so weit ist der ,dichter hier ber den ,maler4 ,ergrimmt1 mit ,bogen und ,kcher1 steiget ,apollo von den ,zinnen des ,olympus4 ,ich sehe ihn nicht allein herabsteigen1 ich hre ihn4 ,mit jedem ,tritte erklingen die ,pfeile um die ,schultern des ,zornigen4 ,er gehet einher1 gleich der ,nacht4 ,nun sitzt er gegen den ,schiffen ber1 und schnellet--frchterlich erklingt der silberne ,bogen--den ersten ,pfeil auf die ,maultiere und ,hunde4 ,sodann fat er mit dem giftigern ,pfeile die ,menschen selbst2 und berall lodern unaufhrlich ,holzste mit ,leichnamen4--,es ist unmglich1 die musikalische ,malerei1 welche die ,worte des ,dichters mit hren lassen1 in eine andere ,sprache berzutragen4 ,es ist ebenso unmglich1 sie aus dem materiellen ,gemlde zu vermuten1 ob sie schon nur der allerkleineste ,vorzug ist1 den das poetische ,gemlde vor selbigem hat4 ,der ,hauptvorzug ist dieser1 da uns der ,dichter zu dem1 was das materielle ,gemlde aus ihm zeiget1 durch eine ganze ,galerie von ,gemlden fhret4 ,aber vielleicht ist die ,pest kein vorteilhafter ,vorwurf fr die ,malerei4 ,hier ist ein anderer1 der mehr ,reize fr das ,auge hat4 ,die ratpflegenden trinkenden ,gtter #b74 ,ein goldner offener ,palast1 willkrliche ,gruppen der schnsten und verehrungswrdigsten ,gestalten1 den ,pokal in der ,hand1 von ,heben1 der ewigen ,jugend1 bedienet4 ,welche ,architektur1 welche ,massen von ,licht und ,schatten1 welche ,kontraste1 welche ,mannigfaltigkeit des ,ausdruckes6 ,wo fange ich an1 wo hre ich auf1 mein ,auge zu weiden8 ,wann mich der ,maler so bezaubert1 wieviel mehr wird es der ,dichter tun6 ,ich schlage ihn auf1 und ich finde--mich betrogen4 ,ich finde vier gute plane ,zeilen1 die zur ,unterschrift eines ,gemldes dienen knnen1 in welchen der ,stoff zu einem ,gemlde liegt1 aber die selbst kein ,gemlde sind4 #b4 ,iliad4 ,d4 v4 #a-d4 ,tableaux tirs de l',iliade p4 #cj4 ,oi de ,jeoi par ,zhni ka,jhmenoi hgorownto ,crusew en dapedw1 meta de sjisi potnia ,hbh ,nektar ewnocoei toi de cruseoi,v depaessi ,deidecat' allhlou,v1 ,trwwn polin eisorownte,v4 ,das wrde ein ,apollonius1 oder ein noch mittelmigerer ,dichter1 nicht schlechter gesagt haben2 und ,homer bleibt hier ebensoweit unter dem ,maler1 als der ,maler dort unter ihm blieb4 ,noch dazu findet ,caylus in dem ganzen vierten ,buche der ,ilias sonst kein einziges ,gemlde1 als nur eben in diesen vier ,zeilen4 ,so sehr sich1 sagt er1 das vierte ,buch durch die mannigfaltigen ,ermunterungen zum ,angriffe1 durch die ,fruchtbarkeit glnzender und abstechender ,charaktere1 und durch die ,kunst ausnimmt1 mit welcher uns der ,dichter die ,menge1 die er in ,bewegung setzen will1 zeiget3 so ist es doch fr die ,malerei gnzlich unbrauchbar4 ,er htte dazu setzen knnen3 so reich es auch sonst an dem ist1 was man poetische ,gemlde nennet4 ,denn wahrlich1 es kommen derer in dem vierten ,buche so hufige und so vollkommene vor1 als nur in irgend einem andern4 ,wo ist ein ausgefhrteres1 tuschenderes ,gemlde als das vom ,pandarus1 wie er auf ,anreizen der ,minerva den ,waffenstillestand bricht1 und seinen ,pfeil auf den ,menelaus losdrckt8 ,als das1 von dem ,anrcken des griechischen ,heeres8 ,als das1 von dem beiderseitigen ,angriffe8 ,als das1 von der ,tat des ,ulysses1 durch die er den ,tod seines ,leukus rchet8 ,was folgt aber hieraus1 da nicht wenige der schnsten ,gemlde des ,homers kein ,gemlde fr den ,artisten geben8 da der ,artist ,gemlde aus ihm ziehen kann1 wo er selbst keine hat8 da die1 welche er hat1 und der ,artist gebrauchen kann1 nur sehr armselige ,gemlde sein wrden1 wenn sie nicht mehr zeigten1 als der ,artist zeiget8 ,was sonst1 als die ,verneinung meiner obigen ,frage8 ,da aus den materiellen ,gemlden1 zu welchen die ,gedichte des ,homers ,stoff geben1 wann ihrer auch noch so viele1 wann sie auch noch so vortrefflich wren1 sich dennoch auf das malerische ,talent des ,dichters nichts schlieen lt4 ,,xiv4 ,ist dem aber so1 und kann ein ,gedicht sehr ergiebig fr den ,maler1 dennoch aber selbst nicht malerisch1 hinwiederum ein anderes sehr malerisch1 und dennoch nicht ergiebig fr den ,maler sein3 so ist es auch um den ,einfall des ,grafen ,caylus getan1 welcher die ,brauchbarkeit fr den ,maler zum ,probiersteine der ,dichter machen1 und ihre ,rangordnung nach der ,anzahl der ,gemlde1 die sie dem ,artisten darbieten1 bestimmen wollen #a74 #a4 ,tableaux tirs de l',iliade1 ,avert4 p4 ,v4 ,on est toujours convenu1 que plus un pome fournissait d'images et d'actions1 plus il avait de supriorit en posie4 ,cette rflexion m'avait conduit penser que le calcul des diffrents tableaux1 qu'offrent les pomes1 pouvait servir comparer le mrite respectif des pomes et des potes4 ,le nombre et le genre des tableaux que prsentent ces grands ouvrages1 auraient t une espce de pierre de touche1 en plutt une balance certaine du mrite de ces pomes et du gnie de leurs auteurs4 ,fern sei es1 diesem ,einfalle1 auch nur durch unser ,stillschweigen1 das ,ansehen einer ,regel gewinnen zu lassen4 ,milton wrde als das erste unschuldige ,opfer derselben fallen4 ,denn es scheinet wirklich1 da das verchtliche ,urteil1 welches ,caylus ber ihn spricht1 nicht sowohl ,nationalgeschmack1 als eine ,folge seiner vermeinten ,regel gewesen4 ,der ,verlust des ,gesichts1 sagt er1 mag wohl die grte hnlichkeit sein1 die ,milton mit dem ,homer gehabt hat4 ,freilich kann ,milton keine ,galerien fllen4 ,aber mte1 solange ich das leibliche ,auge htte1 die ,sphre desselben auch die ,sphre meines innern ,auges sein1 so wrde ich1 um von dieser ,einschrnkung frei zu werden1 einen groen ,wert auf den ,verlust des erstern legen4 ,das ,verlorne ,paradies ist darum nicht weniger die erste ,epope nach dem ,homer1 weil es wenig ,gemlde liefert1 als die ,leidensgeschichte ,christi deswegen ein ,poem ist1 weil man kaum den ,kopf einer ,nadel in sie setzen kann1 ohne auf eine ,stelle zu treffen1 die nicht eine ,menge der grten ,artisten beschftiget htte4 ,die ,evangelisten erzhlen das ,faktum mit aller mglichen trockenen ,einfalt1 und der ,artist nutzet die mannigfaltigen ,teile desselben1 ohne da sie ihrerseits den geringsten ,funken von malerischem ,genie dabei gezeigt haben4 ,es gibt malbare und unmalbare ,fakta1 und der ,geschichtschreiber kann die malbarsten ebenso unmalerisch erzhlen1 als der ,dichter die unmalbarsten malerisch darzustellen vermgend ist4 ,man lt sich blo von der ,zweideutigkeit des ,wortes verfhren1 wenn man die ,sache anders nimmt4 ,ein poetisches ,gemlde ist nicht notwendig das1 was in ein materielles ,gemlde zu verwandeln ist2 sondern jeder ,zug1 jede ,verbindung mehrerer ,zge1 durch die uns der ,dichter seinen ,gegenstand so sinnlich macht1 da wir uns dieses ,gegenstandes deutlicher bewut werden1 als seiner ,worte1 heit malerisch1 heit ein ,gemlde1 weil es uns dem ,grade der ,illusion nher bringt1 dessen das materielle ,gemlde besonders fhig ist1 der sich von dem materiellen ,gemlde am ersten und leichtesten abstrahieren lassen #b74 #b4 ,was wir poetische ,gemlde nennen1 nannten die ,alten ,phantasien1 wie man sich aus dem ,longin erinnern wird4 ,und was wir die ,illusion1 das ,tuschende dieser ,gemlde heien1 hie bei ihnen die ,enargie4 ,daher hatte einer1 wie ,plutarchus meldet1 7,erot4 ,t4 ,,ii4 ,edit4 ,henr4 ,steph4 p4 #acea47 gesagt3 die poetischen ,phantasien wren1 wegen ihrer ,enargie1 ,trume der ,wachenden2 ,ai poihtikai jantasiai dia thn enargeian egrhgorotwn enupnia eisin4 ,ich wnschte sehr1 die neuern ,lehrbcher der ,dichtkunst htten sich dieser ,benennung bedienen1 und des ,worts ,gemlde gnzlich enthalten wollen4 ,sie wrden uns eine ,menge halbwahrer ,regeln erspart haben1 deren vornehmster ,grund die bereinstimmung eines willkrlichen ,namens ist4 ,poetische ,phantasien wrde kein ,mensch so leicht den ,schranken eines materiellen ,gemldes unterworfen haben2 aber sobald man die ,phantasien poetische ,gemlde nannte1 so war der ,grund zur ,verfhrung gelegt4 ,,xv4 ,nun kann der ,dichter zu diesem ,grade der ,illusion1 wie die ,erfahrung zeiget1 auch die ,vorstellungen anderer1 als sichtbarer ,gegenstnde erheben4 ,folglich mssen notwendig dem ,artisten ganze ,klassen von ,gemlden abgehen1 die der ,dichter vor ihm voraus hat4 ,drydens ,ode auf den ,ccilienstag ist voller musikalischen ,gemlde1 die den ,pinsel mig lassen4 ,doch ich will mich in dergleichen ,exempel nicht verlieren1 aus welchen man am ,ende doch wohl nicht viel mehr lernet1 als da die ,farben keine ,tne1 und die ,ohren keine ,augen sind4 ,ich will bei den ,gemlden blo sichtbarer ,gegenstnde stehen bleiben1 die dem ,dichter und ,maler gemein sind4 ,woran liegt es1 da manche poetische ,gemlde von dieser ,art1 fr den ,maler unbrauchbar sind1 und hinwiederum manche eigentliche ,gemlde unter der ,behandlung des ,dichters den grten ,teil ihrer ,wirkung verlieren8 ,exempel mgen mich leiten4 ,ich wiederhole es3 das ,gemlde des ,pandarus im vierten ,buche der ,ilias ist eines von den ausgefhrtesten1 tuschendsten im ganzen ,homer4 ,von dem ,ergreifen des ,bogens bis zu dem ,fluge des ,pfeiles1 ist jeder ,augenblick gemalt1 und alle diese ,augenblicke sind so nahe und doch so unterschieden angenommen1 da1 wenn man nicht wte1 wie mit dem ,bogen umzugehen wre1 man es aus diesem ,gemlde allein lernen knnte #a74 ,pandarus zieht seinen ,bogen hervor1 legt die ,sehne an1 ffnet den ,kcher1 whlet einen noch ungebrauchten wohlbefiederten ,pfeil1 setzt den ,pfeil an die ,sehne1 zieht die ,sehne mitsamt dem ,pfeile unten an dem ,einschnitte zurck1 die ,sehne nahet sich der ,brust1 die eiserne ,spitze des ,pfeiles dem ,bogen1 der groe gerundete ,bogen schlgt tnend auseinander1 die ,sehne schwirret1 ab sprang der ,pfeil1 und gierig fliegt er nach seinem ,ziele4 #a4 ,iliad4 ,d4 v4 #aje4 ,autik' esula toxon euxoon-- ,kai to men eu kate,jhke tanussameno,v1 poti gaih ,agklina,v-- ,autar o sula pvma jaretrh,v ek d' elet' ion ,ablhta1 pteroenta1 melainvn erm' odunawn1 ,aiya d' epi neurh katekosmei pikron oiston1-- ,elke d' omou glujida,v te labwn kai neura boeia4 ,neurhn men mazv pelasen1 toxw de sidhron4-- ,autar epei dh kuklotere,v mega toxon eteine1 ,ligxe bio,v1 neurh de meg' iacen1 alto d' oisto,v ,oxubelh,v1 ka,j' omilon epiptes,jai meneainwn4 bersehen kann ,caylus dieses vortreffliche ,gemlde nicht haben4 ,was fand er also darin1 warum er es fr unfhig achtete1 seinen ,artisten zu beschftigen8 ,und was war es1 warum ihm die ,versammlung der ratpflegenden zechenden ,gtter zu dieser ,absicht tauglicher dnkte8 ,hier sowohl als dort sind sichtbare ,vorwrfe1 und was braucht der ,maler mehr1 als sichtbare ,vorwrfe1 um seine ,flche zu fllen8 ,der ,knoten mu dieser sein4 ,obschon beide ,vorwrfe1 als sichtbar1 der eigentlichen ,malerei gleich fhig sind3 so findet sich doch dieser wesentliche ,unterschied unter ihnen1 da jener eine sichtbare fortschreitende ,handlung ist1 deren verschiedene ,teile sich nach und nach1 in der ,folge der ,zeit1 ereignen1 dieser hingegen eine sichtbare stehende ,handlung1 deren verschiedene ,teile sich nebeneinander im ,raume entwickeln4 ,wenn nun aber die ,malerei1 vermge ihrer ,zeichen oder der ,mittel ihrer ,nachahmung1 die sie nur im ,raume verbinden kann1 der ,zeit gnzlich entsagen mu3 so knnen fortschreitende ,handlungen1 als fortschreitend1 unter ihre ,gegenstnde nicht gehren1 sondern sie mu sich mit ,handlungen nebeneinander1 oder mit bloen ,krpern1 die durch ihre ,stellungen eine ,handlung vermuten lassen1 begngen4 ,die ,poesie hingegen- ,,xvi4 ,doch ich will versuchen1 die ,sache aus ihren ersten ,grnden herzuleiten4 ,ich schliee so4 ,wenn es wahr ist1 da die ,malerei zu ihren ,nachahmungen ganz andere ,mittel1 oder ,zeichen gebrauchet1 als die ,poesie2 jene nmlich ,figuren und ,farben in dem ,raume1 diese aber artikulierte ,tne in der ,zeit2 wenn unstreitig die ,zeichen ein bequemes ,verhltnis zu dem ,bezeichneten haben mssen3 so knnen nebeneinander geordnete ,zeichen auch nur ,gegenstnde1 die nebeneinander1 oder deren ,teile nebeneinander existieren1 aufeinanderfolgende ,zeichen aber auch nur ,gegenstnde ausdrcken1 die aufeinander1 oder deren ,teile aufeinander folgen4 ,gegenstnde1 die nebeneinander oder deren ,teile nebeneinander existieren1 heien ,krper4 ,folglich sind ,krper mit ihren sichtbaren ,eigenschaften die eigentlichen ,gegenstnde der ,malerei4 ,gegenstnde1 die aufeinander1 oder deren ,teile aufeinander folgen1 heien berhaupt ,handlungen4 ,folglich sind ,handlungen der eigentliche ,gegenstand der ,poesie4 ,doch alle ,krper existieren nicht allein in dem ,raume1 sondern auch in der ,zeit4 ,sie dauern fort1 und knnen in jedem ,augenblicke ihrer ,dauer anders erscheinen1 und in anderer ,verbindung stehen4 ,jede dieser augenblicklichen ,erscheinungen und ,verbindungen ist die ,wirkung einer vorhergehenden1 und kann die ,ursache einer folgenden1 und sonach gleichsam das ,zentrum einer ,handlung sein4 ,folglich kann die ,malerei auch ,handlungen nachahmen1 aber nur andeutungsweise durch ,krper4 ,auf der andern ,seite knnen ,handlungen nicht fr sich selbst bestehen1 sondern mssen gewissen ,wesen anhngen4 ,insofern nun diese ,wesen ,krper sind1 oder als ,krper betrachtet werden1 schildert die ,poesie auch ,krper1 aber nur andeutungsweise durch ,handlungen4 ,die ,malerei kann in ihren koexistierenden ,kompositionen nur einen einzigen ,augenblick der ,handlung nutzen1 und mu daher den prgnantesten whlen1 aus welchem das ,vorhergehende und ,folgende am begreiflichsten wird4 ,ebenso kann auch die ,poesie in ihren fortschreitenden ,nachahmungen nur eine einzige ,eigenschaft der ,krper nutzen1 und mu daher diejenige whlen1 welche das sinnlichste ,bild des ,krpers von der ,seite erwecket1 von welcher sie ihn braucht4 ,hieraus fliet die ,regel von der ,einheit der malerischen ,beiwrter1 und der ,sparsamkeit in den ,schilderungen krperlicher ,gegenstnde4 ,ich wrde in diese trockene ,schlukette weniger ,vertrauen setzen1 wenn ich sie nicht durch die ,praxis des ,homers vollkommen besttiget fnde1 oder wenn es nicht vielmehr die ,praxis des ,homers selbst wre1 die mich darauf gebracht htte4 ,nur aus diesen ,grundstzen lt sich die groe ,manier des ,griechen bestimmen und erklren1 sowie der entgegengesetzten ,manier so vieler neuern ,dichter ihr ,recht erteilen1 die in einem ,stcke mit dem ,maler wetteifern wollen1 in welchem sie notwendig von ihm berwunden werden mssen4 ,ich finde1 ,homer malet nichts als fortschreitende ,handlungen1 und alle ,krper1 alle einzelne ,dinge malet er nur durch ihren ,anteil an diesen ,handlungen1 gemeiniglich nur mit einem ,zuge4 ,was ,wunder also1 da der ,maler1 da wo ,homer malet1 wenig oder nichts fr sich zu tun siehet1 und da seine ,ernte nur da ist1 wo die ,geschichte eine ,menge schner ,krper1 in schnen ,stellungen1 in einem der ,kunst vorteilhaften ,raume zusammenbringt1 der ,dichter selbst mag diese ,krper1 diese ,stellungen1 diesen ,raum so wenig malen1 als er will8 ,man gehe die ganze ,folge der ,gemlde1 wie sie ,caylus aus ihm vorschlgt1 ,stck vor ,stck durch1 und man wird in jedem den ,beweis von dieser ,anmerkung finden4 ,ich lasse also hier den ,grafen1 der den ,farbenstein des ,malers zum ,probiersteine des ,dichters machen will1 um die ,manier des ,homers nher zu erklren4 ,fr ein ,ding1 sage ich1 hat ,homer gemeiniglich nur einen ,zug4 ,ein ,schiff ist ihm bald das schwarze ,schiff1 bald das hohle ,schiff1 bald das schnelle ,schiff1 hchstens das wohlberuderte schwarze ,schiff4 ,weiter lt er sich in die ,malerei des ,schiffes nicht ein4 ,aber wohl das ,schiffen1 das ,abfahren1 das ,anlanden des ,schiffes1 macht er zu einem ausfhrlichen ,gemlde1 zu einem ,gemlde1 aus welchem der ,maler fnf1 sechs besondere ,gemlde machen mte1 wenn er es ganz auf seine ,leinwand bringen wollte4 ,zwingen den ,homer ja besondere ,umstnde1 unsern ,blick auf einen einzeln krperlichen ,gegenstand lnger zu heften3 so wird demohngeachtet kein ,gemlde daraus1 dem der ,maler mit dem ,pinsel folgen knnte2 sondern er wei durch unzhlige ,kunstgriffe diesen einzeln ,gegenstand in eine ,folge von ,augenblicken zu setzen1 in deren jedem er anders erscheinet1 und in deren letztem ihn der ,maler erwarten mu1 um uns entstanden zu zeigen1 was wir bei dem ,dichter entstehen sehn4 ,z4 ,e4 ,will ,homer uns den ,wagen der ,juno sehen lassen1 so mu ihn ,hebe vor unsern ,augen ,stck vor ,stck zusammensetzen4 ,wir sehen die ,rder1 die ,achsen1 den ,sitz1 die ,deichsel und ,riemen und ,strnge1 nicht sowohl wie es beisammen ist1 als wie es unter den ,hnden der ,hebe zusammenkommt4 ,auf die ,rder allein verwendet der ,dichter mehr als einen ,zug1 und weiset uns die ehernen acht ,speichen1 die goldenen ,felgen1 die ,schienen von ,erzt1 die silberne ,nabe1 alles insbesondere4 ,man sollte sagen3 da der ,rder mehr als eines war1 so mute in der ,beschreibung ebensoviel ,zeit mehr auf sie gehen1 als ihre besondere ,anlegung deren in der ,natur selbst mehr erforderte #a74 #a4 ,iliad4 ,e4 v4 #gbb-gca4 ,hbh d' amj' oceessi ,jov,v bale kampula kukla ,calkea1 oktaknhma1 sidhrew axoni amji,v ,tvn h toi cruseh itu,v aj,jito,v1 autar uper,jen ,calke episswtra1 prosarhrota1 ,jauma ides,jai ,plhmnai d' argurou eisi peridromoi amjoterw,jen ,dijro,v de cruseoisi kai argureoisin imasin ,entetatai doiai de peridromoi antuge,v eisin ,tou d' ex argureo,v rumo,v pelen autar ep' akrw ,dhse cruseion kalon zugon1 en de lepadna ,kal' ebale1 cruseia-- ,will uns ,homer zeigen1 wie ,agamemnon bekleidet gewesen1 so mu sich der ,knig vor unsern ,augen seine vllige ,kleidung ,stck vor ,stck umtun2 das weiche ,unterkleid1 den groen ,mantel1 die schnen ,halbstiefeln1 den ,degen2 und so ist er fertig1 und ergreift das ,zepter4 ,wir sehen die ,kleider1 indem der ,dichter die ,handlung des ,bekleidens malet2 ein anderer wrde die ,kleider bis auf die geringste ,franze gemalet haben1 und von der ,handlung htten wir nichts zu sehen bekommen #b74 #b4 ,iliad4 ,b4 v4 #dc-dg4 --malakon d' endune citvna1 ,kalon1 nhgateon1 peri d' au mega balleto jaro,v ,possi d' upai liparoisin edhsato kala pedila ,amji d' ar' wmoisin baleto xijo,v argurohlon1 ,eileto de skhptron patrwion1 aj,jiton aiei4 ,und wenn wir von diesem ,zepter1 welches hier blo das vterliche1 unvergngliche ,zepter heit1 so wie ein hnliches ihm an einem andern ,orte blo crouseioi,v hloisi peparmenon1 das mit goldenen ,stiften beschlagene ,zepter ist1 wenn wir1 sage ich1 von diesem wichtigen ,zepter ein vollstndigeres1 genaueres ,bild haben sollen3 was tut sodann ,homer8 ,malt er uns1 auer den goldenen ,ngeln1 nun auch das ,holz1 den geschnitzten ,knopf8 ,ja1 wenn die ,beschreibung in eine ,heraldik sollte1 damit einmal in den folgenden ,zeiten ein anderes genau darnach gemacht werden knne4 ,und doch bin ich gewi1 da mancher neuere ,dichter eine solche ,wappenknigsbeschreibung daraus wrde gemacht haben1 in der treuherzigen ,meinung1 da er wirklich selber gemalt habe1 weil der ,maler ihm nachmalen kann4 ,was bekmmert sich aber ,homer1 wie weit er den ,maler hinter sich lt8 ,statt einer ,abbildung gibt er uns die ,geschichte des ,zepters3 erst ist es unter der ,arbeit des ,vulkans2 nun glnzt es in den ,hnden des ,jupiters2 nun bemerkt es die ,wrde ,merkurs2 nun ist es der ,kommandostab des kriegerischen ,pelops2 nun der ,hirtenstab des friedlichen ,atreus usw4 --,skhptron ecwn to men ,hjaisto,v kame teucwn ,hjaisto,v men dvke ,dii ,kroniwni anakti ,autar ara ,zeu,v dvke diaktorw ,argeijonth ,ermeia,v de anax dvken ,pelopi plhxippw ,autar o aute ,peloy dvk' ,atrei1 poimeni lavn ,atreu,v de ,jnhskwn elipe poluarni ,questh ,autar o aute ,quest' ,agamemnoni leipe jorhnai1 ,pollhsi nhsoisi kai ,argei panti anassein #c7 #c4 ,iliad4 ,b4 v4 #aja-ajh4 ,so kenne ich endlich dieses ,zepter besser1 als mir es der ,maler vor ,augen legen1 oder ein zweiter ,vulkan in die ,hnde liefern knnte4--,es wrde mich nicht befremden1 wenn ich fnde1 da einer von den alten ,auslegern des ,homers diese ,stelle als die vollkommenste ,allegorie von dem ,ursprunge1 dem ,fortgange1 der ,befestigung und endlichen ,beerbfolgung der kniglichen ,gewalt unter den ,menschen bewundert htte4 ,ich wrde zwar lcheln1 wenn ich lse1 da ,vulkan1 welcher das ,zepter gearbeitet1 als das ,feuer1 als das1 was dem ,menschen zu seiner ,erhaltung das ,unentbehrlichste ist1 die ,abstellung der ,bedrfnisse berhaupt anzeige1 welche die ersten ,menschen1 sich einem einzigen zu unterwerfen1 bewogen2 da der erste ,knig ein ,sohn der ,zeit1 7,zeu,v ,kroniwn7 ein ehrwrdiger ,alte gewesen sei1 welcher seine ,macht mit einem beredten klugen ,manne1 mit einem ,merkur1 7,diaktorw ,argeijonth7 teilen1 oder gnzlich auf ihn bertragen wollen2 da der kluge ,redner zur ,zeit1 als der junge ,staat von auswrtigen ,feinden bedrohet worden1 seine oberste ,gewalt dem tapfersten ,krieger 7,pelopi plhxippw7 berlassen habe2 da der tapfere ,krieger1 nachdem er die ,feinde gedmpfet und das ,reich gesichert1 es seinem ,sohne in die ,hnde spielen knnen1 welcher als ein friedliebender ,regent1 als ein wohlttiger ,hirte seiner ,vlker 7poimhn lavn71 sie mit ,wohlleben und berflu bekannt gemacht habe1 wodurch nach seinem ,tode dem reichsten seiner ,anverwandten 7poluarni ,questh7 der ,weg gebahnet worden1 das was bisher das ,vertrauen erteilet1 und das ,verdienst mehr fr eine ,brde als ,wrde gehalten hatte1 durch ,geschenke und ,bestechungen an sich zu bringen1 und es hernach als ein gleichsam erkauftes ,gut seiner ,familie auf immer zu versichern4 ,ich wrde lcheln1 ich wrde aber demohngeachtet in meiner ,achtung fr den ,dichter bestrket werden1 dem man so vieles leihen kann4 ,doch dieses liegt auer meinem ,wege1 und ich betrachte itzt die ,geschichte des ,zepters blo als einen ,kunstgriff1 uns bei einem einzeln ,dinge verweilen zu machen1 ohne sich in die frostige ,beschreibung seiner ,teile einzulassen4 ,auch wenn ,achilles bei seinem ,zepter schwret1 die ,geringschtzung1 mit welcher ihm ,agamemnon begegnet1 zu rchen1 gibt uns ,homer die ,geschichte dieses ,zepters4 ,wir sehen ihn auf den ,bergen grnen1 das ,eisen trennet ihn von dem ,stamme1 entblttert und entrindet ihn1 und macht ihn bequem1 den ,richtern des ,volkes zum ,zeichen ihrer gttlichen ,wrde zu dienen #d74 #d4 ,iliad4 ,a4 v4 #bcd-bci4 ,nai ma tode skhptron1 to men oupote julla kai ozou,v ,fusei1 epei dh prvta tomhn en oressi leloipen1 ,oud' ana,jhlhsei peri gar ra e calko,v eleye1 ,fulla te kai jloion nun aute min uie,v ,acaivn ,en palamh,v joreousi dikaspoloi1 oi te ,jemista,v ,pro,v ,dio,v eiruatai-- ,dem ,homer war nicht sowohl daran gelegen1 zwei ,stbe von verschiedener ,materie und ,figur zu schildern1 als uns von der ,verschiedenheit der ,macht1 deren ,zeichen diese ,stbe waren1 ein sinnliches ,bild zu machen4 ,jener1 ein ,werk des ,vulkans2 dieser1 von einer unbekannten ,hand auf den ,bergen geschnitten3 jener der alte ,besitz eines edeln ,hauses2 dieser bestimmt1 die erste die beste ,faust zu fllen3 jener1 von einem ,monarchen ber viele ,inseln und ber ganz ,argos erstrecket2 dieser1 von einem aus dem ,mittel der ,griechen gefhret1 dem man nebst andern die ,bewahrung der ,gesetze anvertrauet hatte4 ,dieses war wirklich der ,abstand1 in welchem sich ,agamemnon und ,achill voneinander befanden2 ein ,abstand1 den ,achill selbst1 bei allem seinem blinden ,zorne1 einzugestehen1 nicht umhin konnte4 ,doch nicht blo da1 wo ,homer mit seinen ,beschreibungen dergleichen weitere ,absichten verbindet1 sondern auch da1 wo es ihm um das bloe ,bild zu tun ist1 wird er dieses ,bild in eine ,art von ,geschichte des ,gegenstandes verstreuen1 um die ,teile desselben1 die wir in der ,natur nebeneinander sehen1 in seinem ,gemlde ebenso natrlich aufeinander folgen1 und mit dem ,flusse der ,rede gleichsam ,schritt halten zu lassen4 ,z4 ,e4 ,er will uns den ,bogen des ,pandarus malen2 einen ,bogen von ,horn1 von der und der ,lnge1 wohl polieret1 und an beiden ,spitzen mit ,goldblech beschlagen4 ,was tut er8 ,zhlt er uns alle diese ,eigenschaften so trocken eine nach der andern vor8 ,mit nichten2 das wrde einen solchen ,bogen angeben1 vorschreiben1 aber nicht malen heien4 ,er fngt mit der ,jagd des ,steinbockes an1 aus dessen ,hrnern der ,bogen gemacht worden2 ,pandarus hatte ihm in den ,felsen aufgepat1 und ihn erlegt2 die ,hrner waren von auerordentlicher ,gre1 deswegen bestimmte er sie zu einem ,bogen2 sie kommen in die ,arbeit1 der ,knstler verbindet sie1 polieret sie1 beschlgt sie4 ,und so1 wie gesagt1 sehen wir bei dem ,dichter entstehen1 was wir bei dem ,maler nicht anders als entstanden sehen knnen #e74 #e4 ,iliad4 ,d4 v4 #aje-aaa4 --toxon1 euxoon1 ixalou aigo,v ,agriou1 on ra pot' auto,v1 upo sternoio tuchsa,v1 ,petrh,v ekbainonta dedegmeno,v en prodokhsin1 ,beblhkei pro,v sth,jo,v o d' uptio,v empese petrh ,tou kera ek kejalh,v ekkaidekadwra pejukai4 ,kai ta men askhsa,v keraoxoo,v hrare tektwn1 ,pan d' eu leihna,v1 krusehn epe,jhke korwnhn4 ,ich wrde nicht fertig werden1 wenn ich alle ,exempel dieser ,art ausschreiben wollte4 ,sie werden jedem1 der seinen ,homer innehat1 in ,menge beifallen4 ,,xvii4 ,aber1 wird man einwenden1 diese ,zeichen der ,poesie sind nicht blo aufeinanderfolgend1 sie sind auch willkrlich2 und als willkrliche ,zeichen sind sie allerdings fhig1 ,krper1 so wie sie im ,raume existieren1 auszudrcken4 ,in dem ,homer selbst fnden sich hiervon ,exempel1 an dessen ,schild des ,achilles man sich nur erinnern drfe1 um das entscheidendste ,beispiel zu haben1 wie weitluftig und doch poetisch man ein einzelnes ,ding nach seinen ,teilen nebeneinander schildern knne4 ,ich will auf diesen doppelten ,einwurf antworten4 ,ich nenne ihn doppelt1 weil ein richtiger ,schlu auch ohne ,exempel gelten mu1 und ,gegenteils das ,exempel des ,homers bei mir von ,wichtigkeit ist1 auch wenn ich es noch durch keinen ,schlu zu rechtfertigen wei4 ,es ist wahr2 da die ,zeichen der ,rede willkrlich sind1 so ist es gar wohl mglich1 da man durch sie die ,teile eines ,krpers ebensowohl aufeinanderfolgen lassen kann1 als sie in der ,natur nebeneinander befindlich sind4 ,allein dieses ist eine ,eigenschaft der ,rede und ihrer ,zeichen berhaupt1 nicht aber insoferne sie der ,absicht der ,poesie am bequemsten sind4 ,der ,poet will nicht blo verstndlich werden1 seine ,vorstellungen sollen nicht blo klar und deutlich sein2 hiermit begngt sich der ,prosaist4 ,sondern er will die ,ideen1 die er in uns erwecket1 so lebhaft machen1 da wir in der ,geschwindigkeit die wahren sinnlichen ,eindrcke ihrer ,gegenstnde zu empfinden glauben1 und in diesem ,augenblicke der ,tuschung uns der ,mittel1 die er dazu anwendet1 seiner ,worte1 bewut zu sein aufhren4 ,hierauf lief oben die ,erklrung des poetischen ,gemldes hinaus4 ,aber der ,dichter soll immer malen2 und nun wollen wir sehen1 inwieferne ,krper nach ihren ,teilen nebeneinander sich zu dieser ,malerei schicken4 ,wie gelangen wir zu der deutlichen ,vorstellung eines ,dinges im ,raume8 ,erst betrachten wir die ,teile desselben einzeln1 hierauf die ,verbindung dieser ,teile1 und endlich das ,ganze4 ,unsere ,sinne verrichten diese verschiedene ,operationen mit einer so erstaunlichen ,schnelligkeit1 da sie uns nur eine einzige zu sein bednken1 und diese ,schnelligkeit ist unumgnglich notwendig1 wann wir einen ,begriff von dem ,ganzen1 welcher nichts mehr als das ,resultat von den ,begriffen der ,teile und ihrer ,verbindung ist1 bekommen sollen4 ,gesetzt nun also auch1 der ,dichter fhre uns in der schnsten ,ordnung von einem ,teile des ,gegenstandes zu dem andern2 gesetzt1 er wisse uns die ,verbindung dieser ,teile auch noch so klar zu machen3 wie viel ,zeit gebraucht er dazu8 ,was das ,auge mit einmal bersiehet1 zhlt er uns merklich langsam nach und nach zu1 und oft geschieht es1 da wir bei dem letzten ,zuge den ersten schon wiederum vergessen haben4 ,jedennoch sollen wir uns aus diesen ,zgen ein ,ganzes bilden2 dem ,auge bleiben die betrachteten ,teile bestndig gegenwrtig2 es kann sie abermals und abermals berlaufen3 fr das ,ohr hingegen sind die vernommenen ,teile verloren1 wann sie nicht in dem ,gedchtnisse zurckbleiben4 ,und bleiben sie schon da zurck3 welche ,mhe1 welche ,anstrengung kostet es1 ihre ,eindrcke alle in eben der ,ordnung so lebhaft zu erneuern1 sie nur mit einer migen ,geschwindigkeit auf einmal zu berdecken1 um zu einem etwanigen ,begriffe des ,ganzen zu gelangen6 ,man versuche es an einem ,beispiele1 welches ein ,meisterstck in seiner ,art heien kann #a74 #a4 ,s4 des ,herrn v4 ,hallers ,alpen4 ,dort ragt das hohe ,haupt vom edeln ,enziane ,weit bern niedern ,chor der ,pbelkruter hin1 ,ein ganzes ,blumenvolk dient unter seiner ,fahne1 ,sein blauer ,bruder selbst bckt sich und ehret ihn4 ,der ,blumen helles ,gold1 in ,strahlen umgebogen1 ,trmt sich am ,stengel auf und krnt sein grau ,gewand1 ,der ,bltter glattes ,wei1 mit tiefem ,grn durchzogen1 ,strahlt von dem bunten ,blitz von feuchtem ,diamant4 ,gerechtestes ,gesetz6 da ,kraft sich ,zier vermhle1 ,in einem schnen ,leib wohnt eine schnre ,seele4 ,hier kriecht ein niedrig ,kraut1 gleich einem grauen ,nebel1 ,dem die ,natur sein ,blatt im ,kreuze hingelegt2 ,die holde ,blume zeigt die zwei vergldten ,schnbel1 ,die ein von ,amethyst gebildter ,vogel trgt4 ,dort wirft ein glnzend ,blatt1 in ,finger ausgekerbet1 ,auf einen hellen ,bach den grnen ,widerschein2 ,der ,blumen zarten ,schnee1 den matter ,purpur frbet1 ,schliet ein gestreifter ,stern in weie ,strahlen ein4 ,smaragd und ,rosen blhn auch auf zertretner ,heide1 ,und ,felsen decken sich mit einem ,purpurkleide4 ,es sind ,kruter und ,blumen1 welche der gelehrte ,dichter mit groer ,kunst und nach der ,natur malet4 ,malt1 aber ohne alle ,tuschung malet4 ,ich will nicht sagen1 da wer diese ,kruter und ,blumen nie gesehen1 sich auch aus seinem ,gemlde so gut als gar keine ,vorstellung davon machen knne4 ,es mag sein1 da alle poetische ,gemlde eine vorlufige ,bekanntschaft mit ihren ,gegenstnden erfordern4 ,ich will auch nicht leugnen1 da demjenigen1 dem eine solche ,bekanntschaft hier zustatten kmmt1 der ,dichter nicht von einigen ,teilen eine lebhaftere ,idee erwecken knnte4 ,ich frage ihn nur1 wie steht es um den ,begriff des ,ganzen8 ,wenn auch dieser lebhafter sein soll1 so mssen keine einzelne ,teile darin vorstechen1 sondern das hhere ,licht mu auf alle gleich verteilet scheinen2 unsere ,einbildungskraft mu alle gleich schnell berlaufen knnen1 um sich das aus ihnen mit eins zusammenzusetzen1 was in der ,natur mit eins gesehen wird4 ,ist dieses hier der ,fall8 ,und ist er es nicht1 wie hat man sagen knnen1 da die hnlichste ,zeichnung eines ,malers gegen diese poetische ,schilderung ganz matt und dster sein wrde #b78 ,sie bleibet unendlich unter dem1 was ,linien und ,farben auf der ,flche ausdrcken knnen1 und der ,kunstrichter1 der ihr dieses bertriebene ,lob erteilet1 mu sie aus einem ganz falschen ,gesichtspunkte betrachtet haben2 er mu mehr auf die fremden ,zieraten1 die der ,dichter darein verwebet hat1 auf die ,erhhung ber das vegetative ,leben1 auf die ,entwickelung der innern ,vollkommenheiten1 welchen die uere ,schnheit nur zur ,schale dienet1 als auf diese ,schnheit selbst1 und auf den ,grad der ,lebhaftigkeit und hnlichkeit des ,bildes1 welches uns der ,maler1 und welches uns der ,dichter davon gewhren kann1 gesehen haben4 ,gleichwohl kmmt es hier lediglich nur auf das letztere an1 und wer da sagt1 da die bloen ,zeilen3 #b4 ,breitingers ,kritische ,dichtkunst ,t4 ,,ii4 ,s4 #hjg4 ,der ,blumen helles ,gold1 in ,strahlen umgebogen1 ,trmt sich am ,stengel auf und krnt sein grau ,gewand1 ,der ,bltter glattes ,wei1 mit tiefem ,grn durchzogen1 ,strahlt von dem bunten ,blitz von feuchtem ,diamant-- da diese ,zeilen1 in ,ansehung ihres ,eindrucks1 mit der ,nachahmung eines ,huysum wetteifern knnen1 mu seine ,empfindung nie befragt haben1 oder sie vorsetzlich verleugnen wollen4 ,sie mgen sich1 wenn man die ,blume selbst in der ,hand hat1 sehr schn dagegen rezitieren lassen2 nur vor sich allein sagen sie wenig oder nichts4 ,ich hre in jedem ,worte den arbeitenden ,dichter1 aber das ,ding selbst bin ich weit entfernet zu sehen4 ,nochmals also3 ich spreche nicht der ,rede berhaupt das ,vermgen ab1 ein krperliches ,ganze nach seinen ,teilen zu schildern2 sie kann es1 weil ihre ,zeichen1 ob sie schon aufeinander folgen1 dennoch willkrliche ,zeichen sind3 sondern ich spreche es der ,rede als dem ,mittel der ,poesie ab1 weil dergleichen wrtlichen ,schilderungen der ,krper das ,tuschende gebracht1 worauf die ,poesie vornehmlich gehet2 und dieses ,tuschende1 sage ich1 mu ihnen darum gebrechen1 weil das ,koexistierende des ,krpers mit dem ,konsekutiven der ,rede dabei in ,kollision kmmt1 und indem jenes in dieses aufgelset wird1 uns die ,zergliederung des ,ganzen in seine ,teile zwar erleichtert1 aber die endliche ,wiederzusammensetzung dieser ,teile in das ,ganze ungemein schwer1 und nicht selten unmglich gemacht wird4 berall1 wo es daher auf das ,tuschende nicht ankmmt1 wo man nur mit dem ,verstande seiner ,leser zu tun hat1 und nur auf deutliche und soviel mglich vollstndige ,begriffe gehet3 knnen diese aus der ,poesie ausgeschlossene ,schilderungen der ,krper gar wohl ,platz haben1 und nicht allein der ,prosaist1 sondern auch der dogmatische ,dichter 7denn da wo er dogmatisieret1 ist er kein ,dichter71 knnen sich ihrer mit vielem ,nutzen bedienen4 ,so schildert z4 ,e4 ,virgil in seinem ,gedichte vom ,landbaue eine zur ,zucht tchtige ,kuh3 --,optima torvae ,forma bovis1 cui turpe caput1 cui plurima cervix1 ,et crurum tenus a mento palearia pendent4 ,tum longo nullus lateri modus3 omnia magna3 ,pes etiam1 et camuris hirtae sub cornibus aures4 ,nec mihi displiceat maculis insignis et albo1 ,aut juga detractans interdumque aspera cornu1 ,et faciem tauro propior2 quaeque ardua tota1 ,et gradiens ima verrit vestigia cauda4 ,oder ein schnes ,fllen3 --,illi ardua cervix ,argutumque caput1 brevis alvus1 obesaque terga ,luxuriatque toris animosum pectus etc4 #c7 #c4 ,georg4 lib4 ,,iii4 v4 #ea et #gi4 ,denn wer sieht nicht1 da dem ,dichter hier mehr an der ,auseinandersetzung der ,teile1 als an dem ,ganzen gelegen gewesen8 ,er will uns die ,kennzeichen eines schnen ,fllens1 einer tchtigen ,kuh zuzhlen1 um uns in den ,stand zu setzen1 nachdem wir deren mehrere oder wenigere antreffen1 von der ,gte der einen oder des andern urteilen zu knnen2 ob sich aber alle diese ,kennzeichen in ein lebhaftes ,bild leicht zusammenfassen lassen1 oder nicht1 das konnte ihm sehr gleichgltig sein4 ,auer diesem ,gebrauche sind die ausfhrlichen ,gemlde krperlicher ,gegenstnde1 ohne den oben erwhnten ,homerischen ,kunstgriff1 das ,koexistierende derselben in ein wirkliches ,sukzessives zu verwandeln1 jederzeit von den feinsten ,richtern fr ein frostiges ,spielwerk erkannt worden1 zu welchem wenig oder gar kein ,genie gehret4 ,wenn der poetische ,stmper1 sagt ,horaz1 nicht weiter kann1 so fngt er an1 einen ,hain1 einen ,altar1 einen durch anmutige ,fluren sich schlngelnden ,bach1 einen rauschenden ,strom1 einen ,regenbogen zu malen3 --,lucus et ara ,dianae1 ,et properantis aquae per amoenos ambitus agros1 ,aut flumen ,rhenum1 aut pluvius describitur arcus #d7 #d4 ,de ,a4 ,p4 v4 #af4 ,der mnnliche ,pope sahe auf die malerischen ,versuche seiner poetischen ,kindheit mit groer ,geringschtzung zurck4 ,er verlangte ausdrcklich1 da wer den ,namen eines ,dichters nicht unwrdig fhren wolle1 der ,schilderungssucht so frh wie mglich entsagen msse1 und erklrte ein blo malendes ,gedichte fr ein ,gastgebot auf lauter ,brhen #e74 ,von dem ,herrn von ,kleist kann ich versichern1 da er sich auf seinen ,frhling das wenigste einbildete4 ,htte er lnger gelebt1 so wrde er ihm eine ganz andere ,gestalt gegeben haben4 ,er dachte darauf1 einen ,plan hinein zu legen1 und sann auf ,mittel1 wie er die ,menge von ,bildern1 die er aus dem unendlichen ,raume der verjngten ,schpfung1 auf ,geratewohl1 bald hier bald da1 gerissen zu haben schien1 in einer natrlichen ,ordnung vor seinen ,augen entstehen und aufeinanderfolgen lassen wolle4 ,er wrde zugleich das getan haben1 was ,marmontel1 ohne ,zweifel mit auf ,veranlassung seiner ,eklogen1 mehrern deutschen ,dichtern geraten hat2 er wrde aus einer mit ,empfindungen nur sparsam durchwebten ,reihe von ,bildern1 eine mit ,bildern nur sparsam durchflochtene ,folge von ,empfindungen gemacht haben #f74 #e4 ,prologue to the satires4 v4 #cdj4 ,that not in ,fancy's maze he wander'd long1 ,but stoop'd to truth1 and moraliz'd his song4 ,ibid4 v4 #adh4 --who could take offence1 ,while pure description held the place of sense8 ,die ,anmerkung1 welche ,warburton ber die letzte ,stelle macht1 kann fr eine authentische ,erklrung des ,dichters selbst gelten4 ,he uses ,,pure equivocally1 to signify either chaste or empty2 and has given in this line what he esteemed the true character of descriptive poetry1 as it is called4 ,a composition1 in his opinion1 as absurd as a feast made up of sauces4 ,the use of a pictoresque imagination is to brighten and adorn good sense2 so that to employ it only in description1 is like children's delighting in a prism for the sake of its gaudy colours2 which when frugally managed1 and artifully disposed1 rnight be made to represent and illustrate the noblest objects in nature4 ,sowohl der ,dichter als ,kommentator scheinen zwar die ,sache mehr auf der moralischen als kunstmigen ,seite betrachtet zu haben4 ,doch desto besser1 da sie von der einen ebenso nichtig als von der andern erscheinet4 #f4 ,potique franaise4 ,t4 ,,ii4 p4 #eja4 ,j'crivais ces rflexions avant que les essais des ,allemands dans ce genre 7l'eglogue7 fussent connus parmi nous4 ,ils ont excut ce que j'avais conu2 et s'ils parviennent donner plus au moral et moins au dtail des peintures physiques1 ils excelleront dans ce genre1 plus riche1 plus vaste1 plus fcond1 et infiniment plus naturel et plus moral que celui de la galanterie champtre4 ,,xviii4 ,und dennoch sollte selbst ,homer in diese frostigen ,ausmalungen krperlicher ,gegenstnde verfallen sein8-,ich will hoffen1 da es nur sehr wenige ,stellen sind1 auf die man sich desfalls berufen kann2 und ich bin versichert1 da auch diese wenige ,stellen von der ,art sind1 da sie die ,regel1 von der sie eine ,ausnahme zu sein scheinen1 vielmehr besttigen4 ,es bleibt dabei3 die ,zeitfolge ist das ,gebiete des ,dichters1 so wie der ,raum das ,gebiete des ,malers4 ,zwei notwendig entfernte ,zeitpunkte in ein und ebendasselbe ,gemlde bringen1 so wie ,fr4 ,mazzuoli den ,raub der sabinischen ,jungfrauen1 und derselben ,ausshnung ihrer ,ehemnner mit ihren ,anverwandten2 oder wie ,tizian die ganze ,geschichte des verlornen ,sohnes1 sein liederliches ,leben und sein ,elend und seine ,reue3 heit ein ,eingriff des ,malers in das ,gebiete des ,dichters1 den der gute ,geschmack nie billigen wird4 ,mehrere ,teile oder ,dinge1 die ich notwendig in der ,natur auf einmal bersehen mu1 wenn sie ein ,ganzes hervorbringen sollen1 dem ,leser nach und nach zuzhlen1 um ihm dadurch ein ,bild von dem ,ganzen machen zu wollen3 heit ein ,eingriff des ,dichters in das ,gebiete des ,malers1 wobei der ,dichter viel ,imagination ohne allen ,nutzen verschwendet4 ,doch1 so wie zwei billige freundschaftliche ,nachbarn zwar nicht verstatten1 da sich einer in des andern innerstem ,reiche ungeziemende ,freiheiten herausnehme1 wohl aber auf den uersten ,grenzen eine wechselseitige ,nachsicht herrschen lassen1 welche die kleinen ,eingriffe1 die der eine in des andern ,gerechtsame in der ,geschwindigkeit sich durch seine ,umstnde zu tun gentiget siehet1 friedlich von beiden ,teilen kompensieret3 so auch die ,malerei und ,poesie4 ,ich will in dieser ,absicht nicht anfhren1 da in groen historischen ,gemlden der einzige ,augenblick fast immer um etwas erweitert ist1 und da sich vielleicht kein einziges an ,figuren sehr reiches ,stck findet1 in welchem jede ,figur vollkommen die ,bewegung und ,stellung hat1 die sie in dem ,augenblicke der ,haupthandlung haben sollte2 die eine hat eine etwas frhere1 die andere eine etwas sptere4 ,es ist dieses eine ,freiheit1 die der ,meister durch gewisse ,feinheiten in der ,anordnung rechtfertigen mu1 durch die ,verwendung oder ,entfernung seiner ,personen1 die ihnen an dem1 was vorgehet1 einen mehr oder weniger augenblicklichen ,anteil zu nehmen erlaubet4 ,ich will mich blo einer ,anmerkung bedienen1 welche ,herr ,mengs ber die ,draperie des ,raffaels macht #a74 ,alle ,falten1 sagt er1 haben bei ihm ihre ,ursachen1 es sei durch ihr eigen ,gewichte1 oder durch die ,ziehung der ,glieder4 ,manchmal siehet man in ihnen1 wie sie vorher gewesen2 ,raffael hat auch sogar in diesem ,bedeutung gesucht4 ,man siehet an den ,falten1 ob ein ,bein oder ,arm vor dieser ,regung vor oder hinten gestanden1 ob das ,glied von ,krmme zur ,ausstreckung gegangen1 oder gehet1 oder ob es ausgestreckt gewesen1 und sich krmmet4 ,es ist unstreitig1 da der ,knstler in diesem ,falle zwei verschiedene ,augenblicke in einen einzigen zusammenbringt4 ,denn da dem ,fue1 welcher hinten gestanden und sich vorbewegt1 der ,teil des ,gewands1 welcher auf ihm liegt1 unmittelbar folget1 das ,gewand wre denn von sehr steifem ,zeuge1 der aber eben darum zur ,malerei ganz unbequem ist3 so gibt es keinen ,augenblick1 in welchem das ,gewand im geringsten eine andere ,falte machte1 als es der itzige ,stand des ,gliedes erfodert2 sondern lt man es eine andere ,falte machen1 so ist es der vorige ,augenblick des ,gewandes und der itzige des ,gliedes4 ,demohngeachtet1 wer wird es mit dem ,artisten so genau nehmen1 der seinen ,vorteil dabei findet1 uns diese beiden ,augenblicke zugleich zu zeigen8 ,wer wird ihn nicht vielmehr rhmen1 da er den ,verstand und das ,herz gehabt hat1 einen solchen geringen ,fehler zu begehen1 um eine grere ,vollkommenheit des ,ausdruckes zu erreichen8 #a4 ,gedanken ber die ,schnheit und ber den ,geschmack in der ,malerei4 ,s4 #fi4 ,gleiche ,nachsicht verdienet der ,dichter4 ,seine fortschreitende ,nachahmung erlaubet ihm eigentlich1 auf einmal nur eine einzige ,seite1 eine einzige ,eigenschaft seiner krperlichen ,gegenstnde zu berhren4 ,aber wenn die glckliche ,einrichtung seiner ,sprache ihm dieses mit einem einzigen ,worte zu tun verstattet2 warum sollte er nicht auch dann und wann ein zweites solches ,wort hinzufgen drfen8 ,warum nicht auch1 wann es die ,mhe verlohnet1 ein drittes8 ,oder wohl gar ein viertes8 ,ich habe gesagt1 dem ,homer sei zum ,exempel ein ,schiff1 entweder nur das schwarze ,schiff1 oder das hohle ,schiff1 oder das schnelle ,schiff1 hchstens das wohlberuderte schwarze ,schiff4 ,zu verstehen von seiner ,manier berhaupt4 ,hier und da findet sich eine ,stelle1 wo er das dritte malende ,epitheton hinzusetzet3 ,kampula kukla1 calkea1 oktaknhma #b71 runde1 eherne1 achtspeichigte ,rder4 ,auch das vierte3 aspida pantose ishn1 kalhn1 calkeihn1 exhlaton #c7 ein berall glattes1 schnes1 ehernes1 getriebenes ,schild4 ,wer wird ihn darum tadeln8 ,wer wird ihm diese kleine ppigkeit nicht vielmehr ,dank wissen1 wenn er empfindet1 welche gute ,wirkung sie an wenigen schicklichen ,stellen haben kann8 #b4 ,iliad4 ,e4 v4 #gbb4 #c4 ,iliad4 ,m4 v4 #bid4 ,des ,dichters sowohl als des ,malers eigentliche ,rechtfertigung hierber will ich aber nicht aus dem vorangeschickten ,gleichnisse von zwei freundschaftlichen ,nachbarn hergeleitet wissen4 ,ein bloes ,gleichnis beweiset und rechtfertiget nichts4 ,sondern dieses mu sie rechtfertigen3 so wie dort bei dem ,maler die zwei verschiednen ,augenblicke so nahe und unmittelbar aneinander grenzen1 da sie ohne ,ansto fr einen einzigen gelten knnen2 so folgen auch hier bei dem ,dichter die mehrern ,zge fr die verschiednen ,teile und ,eigenschaften im ,raume in einer solchen gedrngten ,krze so schnell aufeinander1 da wir sie alle auf einmal zu hren glauben4 ,und hierin1 sage ich1 kmmt dem ,homer seine vortreffliche ,sprache ungemein zustatten4 ,sie lt ihm nicht allein alle mgliche ,freiheit in ,hufung und ,zusammensetzung der ,beiwrter1 sondern sie hat auch fr diese gehufte ,beiwrter eine so glckliche ,ordnung1 da der nachteiligen ,suspension ihrer ,beziehung dadurch abgeholfen wird4 ,an einer oder mehreren dieser ,bequemlichkeiten fehlt es den neuern ,sprachen durchgngig4 ,diejenigen1 als die franzsische1 welche z4 ,e4 jenes ,kampula kukla1 calkea1 oktaknhma umschreiben mssen3 die runden ,rder1 welche von ,erzt waren und acht ,speichen hatten1 drcken den ,sinn aus1 aber vernichten das ,gemlde4 ,gleichwohl ist der ,sinn hier nichts1 und das ,gemlde alles2 und jener ohne dieses macht den lebhaftesten ,dichter zum langweiligsten ,schwtzer4 ,ein ,schicksal1 das den guten ,homer unter der ,feder der gewissenhaften ,frau ,dacier oft betroffen hat4 ,unsere deutsche ,sprache hingegen kann zwar die ,homerischen ,beiwrter meistens in ebenso kurze gleichgeltende ,beiwrter verwandeln1 aber die vorteilhafte ,ordnung derselben kann sie der griechischen nicht nachmachen4 ,wir sagen zwar die runden1 ehernen1 achtspeichigten--aber ,rder' schleppt hinten nach4 ,wer empfindet nicht1 da drei verschiedne ,prdikate1 ehe wir das ,subjekt erfahren1 nur ein sehr schwankes verwirrtes ,bild machen knnen8 ,der ,grieche verbindet das ,subjekt gleich mit dem ersten ,prdikate1 und lt die andern nachfolgen2 er sagt3 runde ,rder1 eherne1 achtspeichigte4 ,so wissen wir mit eins wovon er redet1 und werden1 der natrlichen ,ordnung des ,denkens gem1 erst mit dem ,dinge1 und dann mit seinen ,zuflligkeiten bekannt4 ,diesen ,vorteil hat unsere ,sprache nicht4 ,oder soll ich sagen1 sie hat ihn1 und kann ihn nur selten ohne ,zweideutigkeit nutzen8 ,beides ist eins4 ,denn wenn wir ,beiwrter hintennach setzen wollen1 so mssen sie im statu absoluto stehen2 wir mssen sagen3 runde ,rder1 ehern und achtspeichigt4 ,allein in diesem statu kommen unsere ,adjektiva vllig mit den ,adverbiis berein1 und mssen1 wenn man sie als solche zu dem nchsten ,zeitworte1 das von dem ,dinge prdizieret wird1 ziehet1 nicht selten einen ganz falschen1 allezeit aber einen sehr schielenden ,sinn verursachen4 ,doch ich halte mich bei ,kleinigkeiten auf1 und scheine das ,schild vergessen zu wollen1 das ,schild des ,achilles2 dieses berhmte ,gemlde1 in dessen ,rcksicht vornehmlich ,homer vor alters als ein ,lehrer der ,malerei #d7 betrachtet wurde4 ,ein ,schild1 wird man sagen1 ist doch wohl ein einzelner krperlicher ,gegenstand1 dessen ,beschreibung nach seinen ,teilen nebeneinander dem ,dichter nicht vergnnet sein soll8 ,und dieses ,schild hat ,homer1 in mehr als hundert prchtigen ,versen1 nach seiner ,materie1 nach seiner ,form1 nach allen ,figuren1 welche die ungeheure ,flche desselben fllten1 so umstndlich1 so genau beschrieben1 da es neuern ,knstlern nicht schwer gefallen1 eine in allen ,stcken bereinstimmende ,zeichnung darnach zu machen4 #d4 ,dionysius ,halicarnass4 in vita ,homeri apud ,th4 ,gale in ,opusc4 ,mythol4 p4 #dja4 ,ich antworte auf diesen besondern ,einwurf1--da ich bereits darauf geantwortet habe4 ,homer malet nmlich das ,schild nicht als ein fertiges vollendetes1 sondern als ein werdendes ,schild4 ,er hat also auch hier sich des gepriesenen ,kunstgriffes bedienet1 das ,koexistierende seines ,vorwurfs in ein ,konsekutives zu verwandeln1 und dadurch aus der langweiligen ,malerei eines ,krpers das lebendige ,gemlde einer ,handlung zu machen4 ,wir sehen nicht das ,schild1 sondern den gttlichen ,meister1 wie er das ,schild verfertiget4 ,er tritt mit ,hammer und ,zange vor seinen ,ambo1 und nachdem er die ,platten aus dem ,grbsten geschmiedet1 schwellen die ,bilder1 die er zu dessen ,auszierung bestimmt1 vor unsern ,augen1 eines nach dem andern1 unter seinen feinern ,schlgen aus dem ,erzte hervor4 ,eher verlieren wir ihn nicht wieder aus dem ,gesichte1 bis alles fertig ist4 ,nun ist es fertig1 und wir erstaunen ber das ,werk1 aber mit dem glubigen ,erstaunen eines ,augenzeugens1 der es machen sehen4 ,dieses lt sich von dem ,schilde des ,aeneas beim ,virgil nicht sagen4 ,der rmische ,dichter empfand entweder die ,feinheit seines ,musters hier nicht1 oder die ,dinge1 die er auf sein ,schild bringen wollte1 schienen ihm von der ,art zu sein1 da sie die ,ausfhrung vor unsern ,augen nicht wohl verstatteten4 ,es waren ,prophezeiungen1 von welchen es freilich unschicklich gewesen wre1 wenn sie der ,gott in unserer ,gegenwart ebenso deutlich geuert htte1 als sie der ,dichter hernach ausleget4 ,prophezeiungen1 als ,prophezeiungen1 verlangen eine dunkelere ,sprache1 in welche die eigentlichen ,namen der ,personen aus der ,zukunft1 die sie betreffen1 nicht passen4 ,gleichwohl lag an diesen wahrhaften ,namen1 allem ,ansehen nach1 dem ,dichter und ,hofmanne hier das meiste #e74 ,wenn ihn aber dieses entschuldiget1 so hebt es darum nicht auch die ble ,wirkung auf1 welche seine ,abweichung von dem ,homerischen ,wege hat4 ,leser von einem feinern ,geschmacke werden mir recht geben4 ,die ,anstalten1 welche ,vulkan zu seiner ,arbeit macht1 sind bei dem ,virgil ungefhr eben die1 welche ihn ,homer machen lt4 ,aber anstatt da wir bei dem ,homer nicht blo die ,anstalten zur ,arbeit1 sondern auch die ,arbeit selbst zu sehen bekommen1 lt ,virgil1 nachdem er uns nur den geschftigen ,gott mit seinem ,cyklopen berhaupt gezeiget1 #e4 ,ich finde1 da ,servius dem ,virgil eine andere ,entschuldigung leihet4 ,denn auch ,servius hat den ,unterschied1 der zwischen beiden ,schilden ist1 bemerkt3 ,sane interest inter hunc er ,homeri clipeum3 illic enim singula dum fiunt narrantur2 hic vero perfecto opere noscuntur3 nam et hic arma prius accipit ,aeneas1 quam spectaret2 ibi postquam omnia narrata sunt1 sic a ,thetide deferuntur ad ,achillem 7ad v4 #fbe lib4 ,,viii4 ,aeneid474 ,und warum dieses8 ,darum1 meinet ,servius1 weil auf dem ,schilde des ,aeneas nicht blo die wenigen ,begebenheiten1 die der ,dichter anfhret1 sondern --genus omne futurae ,stirpis ab ,ascanio1 pugnataque in ordine bella abgebildet waren4 ,wie wre es also mglich gewesen1 da mit eben der ,geschwindigkeit1 in welcher ,vulkan das ,schild arbeiten mute1 der ,dichter die ganze lange ,reihe von ,nachkommen htte namhaft machen1 und alle von ihnen nach der ,ordnung gefhrte ,kriege htte erwhnen knnen8 ,dieses ist der ,verstand der etwas dunkeln ,worte des ,servius3 ,opportune ergo ,virgilius1 quia non videtur simul et narrationis celeritas potuisse connecti1 et opus tam velociter expediri1 ut ad verbum posset occurrere4 ,da ,virgil nur etwas weniges von dem non enarrabili texto ,clipei beibringen konnte1 so konnte er es nicht whrend der ,arbeit des ,vulkanus selbst tun2 sondern er mute es versparen1 bis alles fertig war4 ,ich wnschte fr den ,virgil sehr1 dieses ,raisonnement des ,servius wre ganz ohne ,grund2 meine ,entschuldigung wrde ihm weit rhmlicher sein4 ,denn wer hie ihm1 die ganze rmische ,geschichte auf ein ,schild bringen8 ,mit wenig ,gemlden machte ,homer sein ,schild zu einem ,inbegriffe von allem1 was in der ,welt vorgehet4 ,scheinet es nicht1 als ob ,virgil1 da er den ,griechen nicht in den ,vorwrfen und in der ,ausfhrung der ,gemlde bertreffen knnen1 ihn wenigstens in der ,anzahl derselben bertreffen wollen8 ,und was wre kindischer gewesen8 ,ingentem clipeum informant-- --,alii ventosis follibus auras ,accipiunt1 redduntque3 alii stridentia tingunt ,aera lacu4 ,gemit impositis incudibus antrum4 ,illi inter sese multa vi brachia tollunt ,in numerum1 versantque tenaci forcipe massam #f74 den ,vorhang auf einmal niederfallen1 und versetzt uns in eine ganz andere ,szene1 von da er uns allmhlich in das ,tal bringt1 in welchem die ,venus mit den indes fertig gewordenen ,waffen bei dem ,aeneas anlangt4 ,sie lehnet sie an den ,stamm einer ,eiche1 und nachdem sie der ,held genug begaffet1 und bestaunet1 und betastet1 und versuchet1 hebt sich die ,beschreibung1 oder das ,gemlde des ,schildes an1 welches durch das ewige3 ,hier ist1 und ,da ist1 ,nahe dabei stehet1 und ,nicht weit davon siehet man--so kalt und langweilig wird1 da alle der poetische ,schmuck1 den ihm ein ,virgil geben konnte1 ntig war1 um es uns nicht unertrglich finden zu lassen4 ,da dieses ,gemlde hiernchst nicht ,aeneas macht1 als welcher sich an den bloen ,figuren ergtzet1 und von der ,bedeutung derselben nichts wei1 --rerumque ignarus imagine gaudet2 auch nicht ,venus1 ob sie schon von den knftigen ,schicksalen ihrer lieben ,enkel vermutlich ebensoviel wissen mute1 als der gutwillige ,ehemann2 sondern da es aus dem eigenen ,munde des ,dichters kmmt3 so bleibet die ,handlung offenbar whrend demselben stehen4 ,keine einzige von seinen ,personen nimmt daran teil2 es hat auch auf das ,folgende nicht den geringsten ,einflu1 ob auf dem ,schilde dieses1 oder etwas anders1 vorgestellet ist2 der witzige ,hofmann leuchtet berall durch1 der mit allerlei schmeichelhaften ,anspielungen seine ,materie aufstutzet1 aber nicht das groe ,genie1 das sich auf die eigene innere ,strke seines ,werks verlt1 und alle uere ,mittel1 interessant zu werden1 verachtet4 ,das ,schild des ,aeneas ist folglich ein wahres ,einschiebsel1 einzig und allein bestimmt1 dem ,nationalstolze der ,rmer zu schmeicheln2 ein fremdes ,bchlein1 das der ,dichter in seinen ,strom leitet1 um ihn etwas reger zu machen4 ,das ,schild des ,achilles hingegen ist ,zuwachs des eigenen fruchtbaren ,bodens2 denn ein ,schild mute gemacht werden1 und da das ,notwendige aus der ,hand der ,gottheit nie ohne ,anmut kmmt1 so mute das ,schild auch ,verzierungen haben4 ,aber die ,kunst war1 diese ,verzierungen als bloe ,verzierungen zu behandeln1 sie in den ,stoff einzuweben1 um sie uns nur bei ,gelegenheit des ,stoffes zu zeigen2 und dieses lie sich allein in der ,manier des ,homers tun4 ,homer lt den ,vulkan ,zieraten knsteln1 weil und indem er ein ,schild machen soll1 das seiner wrdig ist4 ,virgil hingegen scheinet ihn das ,schild wegen der ,zieraten machen zu lassen1 da er die ,zieraten fr wichtig genug hlt1 um sie besonders zu beschreiben1 nachdem das ,schild lange fertig ist4 #f4 ,aeneid4 lib4 ,,viii4 #ddg-ded4 ,,xix4 ,die ,einwrfe1 welche der ltere ,scaliger1 ,perrault1 ,terrasson und andere gegen das ,schild des ,homers machen1 sind bekannt4 ,ebenso bekannt ist das1 was ,dacier1 ,boivin und ,pope darauf antworten4 ,mich dnkt aber1 da diese letztern sich manchmal zu weit einlassen1 und in ,zuversicht auf ihre gute ,sache1 ,dinge behaupten1 die ebenso unrichtig sind1 als wenig sie zur ,rechtfertigung des ,dichters beitragen4 ,um dem ,haupteinwurfe zu begegnen1 da ,homer das ,schild mit einer ,menge ,figuren anflle1 die auf dem ,umfange desselben unmglich ,raum haben knnten1 unternahm ,boivin1 es mit ,bemerkung der erforderlichen ,mae1 zeichnen zu lassen4 ,sein ,einfall mit den verschiedenen konzentrischen ,zirkeln ist sehr sinnreich1 obschon die ,worte des ,dichters nicht den geringsten ,anla dazu geben1 auch sich sonst keine ,spur findet1 da die ,alten auf diese ,art abgeteilte ,schilder gehabt haben4 ,da es ,homer selbst sako,v pantose dedaidalmenon1 ein auf allen ,seiten knstlich ausgearbeitetes ,schild nennet1 so wrde ich lieber1 um mehr ,raum auszusparen1 die konkave ,flche mit zu ,hilfe genommen haben2 denn es ist bekannt1 da die alten ,knstler diese nicht leer lieen1 wie das ,schild der ,minerva vom ,phidias beweiset #a74 ,doch nicht genug1 da sich ,boivin dieses ,vorteils nicht bedienen wollte2 er vermehrte auch ohne ,not die ,vorstellungen selbst1 denen er auf dem sonach um die ,hlfte verringerten ,raume ,platz verschaffen mute1 indem er das1 was bei dem ,dichter offenbar nur ein einziges ,bild ist1 in zwei bis drei besondere ,bilder zerteilte4 ,ich wei wohl1 was ihn dazu bewog2 aber es htte ihn nicht bewegen sollen3 sondern1 anstatt da er sich bemhte1 den ,forderungen seiner ,gegner ein ,gnge zu leisten1 htte er ihnen zeigen sollen1 da ihre ,forderungen unrechtmig wren4 #a4--scuto ejus1 in quo ,amazonum proelium caelavit intumescente ambitu parmae2 ejusdem concava parte ,deorum et ,gigantum dimicationem4 ,plinius lib4 ,,xxxvi4 sect4 #d4 p4 #gbf4 ,edit4 ,hard4 ,ich werde mich an einem ,beispiele falicher erklren knnen4 ,wenn ,homer von der einen ,stadt sagt #b73 #b4 ,iliad4 ,s4 v4 #dig-ejh4 ,laoi d' ein agorh esan a,jrooi en,ja de neiko,v ,wrwrei duo d' andre,v eneikeon eineka poinh,v ,andro,v apoj,jimenou o men euceto1 pant' apodounai1 ,dhmw pijauskwn o d' anaineto1 mhden eles,jai ,amjw d' ies,jhn1 epi istori peirar eles,jai4 ,laoi d' amjoteroisin ephpuon1 amji,v arwgoi ,khruke,v d' ara laon erhtuon oi de geronte,v ,eiat' epi xestoisi li,joi,v1 ierw eni kuklw ,skhptra de khrukwn en cers' econ herojwnwn4 ,toisin epeit' hisson1 amoibhdi,v d' edikazon4 ,keito d' ar' en messoisi duo crusoio talanta-- so1 glaube ich1 hat er nicht mehr als ein einziges ,gemlde angeben wollen3 das ,gemlde eines ffentlichen ,rechtshandels ber die streitige ,erlegung einer ansehnlichen ,geldbue fr einen verbten ,todschlag4 ,der ,knstler1 der diesen ,vorwurf ausfhren soll1 kann sich auf einmal nicht mehr als einen einzigen ,augenblick desselben zunutze machen2 entweder den ,augenblick der ,anklage1 oder der ,abhrung der ,zeugen1 oder des ,urtelspruches1 oder welchen er sonst1 vor oder nach1 oder zwischen diesen ,augenblicken fr den bequemsten hlt4 ,diesen einzigen ,augenblick macht er so prgnant wie mglich1 und fhrt ihn mit allen den ,tuschungen aus1 welche die ,kunst in ,darstellung sichtbarer ,gegenstnde vor der ,poesie voraus hat4 ,von dieser ,seite aber unendlich zurckgelassen1 was kann der ,dichter1 der eben diesen ,vorwurf mit ,worten malen soll1 und nicht gnzlich verunglcken will1 anders tun1 als da er sich gleichfalls seiner eigentmlichen ,vorteile bedienet8 ,und welches sind diese8 ,die ,freiheit sich sowohl ber das ,vergangene als ber das ,folgende des einzigen ,augenblickes in dem ,kunstwerke auszubreiten1 und das ,vermgen1 sonach uns nicht allein das zu zeigen1 was uns der ,knstler zeiget1 sondern auch das1 was uns dieser nur kann erraten lassen4 ,durch diese ,freiheit1 durch dieses ,vermgen allein1 kmmt der ,dichter dem ,knstler wieder bei1 und ihre ,werke werden einander alsdenn am hnlichsten1 wenn die ,wirkung derselben gleich lebhaft ist2 nicht aber1 wenn das eine der ,seele durch das ,ohr nicht mehr oder weniger beibringet1 als das andere dem ,auge darstellen kann4 ,nach diesem ,grundsatze htte ,boivin die ,stelle des ,homers beurteilen sollen1 und er wrde nicht so viel besondere ,gemlde daraus gemacht haben1 als verschiedene ,zeitpunkte er darin zu bemerken glaubte4 ,es ist wahr1 es konnte nicht wohl alles1 was ,homer sagt1 in einem einzigen ,gemlde verbunden sein2 die ,beschuldigung und ,ableugnung1 die ,darstellung der ,zeugen und der ,zuruf des geteilten ,volkes1 das ,bestreben der ,herolde den ,tumult zu stillen1 und die uerungen der ,schiedesrichter1 sind ,dinge1 die auf einanderfolgen1 und nicht nebeneinander bestehen knnen4 ,doch was1 um mich mit der ,schule auszudrcken1 nicht actu in dem ,gemlde enthalten war1 das lag virtute darin1 und die einzige wahre ,art1 ein materielles ,gemlde mit ,worten nachzuschildern1 ist die1 da man das letztere mit dem wirklich ,sichtbaren verbindet1 und sich nicht in den ,schranken der ,kunst hlt1 innerhalb welchen der ,dichter zwar die ,data zu einem ,gemlde herzhlen1 aber nimmermehr ein ,gemlde selbst hervorbringen kann4 ,gleicherweise zerteilt ,boivin das ,gemlde der belagerten ,stadt #c7 in drei verschiedene ,gemlde4 ,er htte es ebensowohl in zwlfe teilen knnen1 als in drei4 ,denn da er den ,geist des ,dichters einmal nicht fate und von ihm verlangte1 da er den ,einheiten des materiellen ,gemldes sich unterwerfen msse3 so htte er weit mehr bertretungen dieser ,einheiten finden knnen1 da es fast ntig gewesen wre1 jedem besondern ,zuge des ,dichters ein besonderes ,feld auf dem ,schilde zu bestimmen4 ,meines ,erachtens aber hat ,homer berhaupt nicht mehr als zehn verschiedene ,gemlde auf dem ganzen ,schilde2 deren jedes er mit einem en men eteuxe1 oder en de poihse1 oder en d' eti,jei1 oder en de poikille ,amjiguei,v anfngt #d74 ,wo diese ,eingangsworte nicht stehen1 hat man kein ,recht1 ein besonderes ,gemlde anzunehmen2 im ,gegenteil mu alles1 was sie verbinden1 als ein einziges betrachtet werden1 dem nur blo die willkrliche ,konzentration in einen einzigen ,zeitpunkt mangelt1 als welchen der ,dichter mit anzugeben1 keinesweges gehalten war4 ,vielmehr1 htte er ihn angegeben1 htte er sich genau daran gehalten1 htte er nicht den geringsten ,zug einflieen lassen1 der in der wirklichen ,ausfhrung nicht damit zu verbinden wre2 mit einem ,worte1 htte er so verfahren1 wie seine ,tadler es verlangen3 es ist wahr1 so wrden diese ,herren hier an ihm nichts auszusetzen1 aber in der ,tat auch kein ,mensch von ,geschmack etwas zu bewundern gefunden haben4 #c4 v4 #eji-edj4 #d4 ,das erste fngt an mit der #dhc4 ,zeile1 und gehet bis zur #dhi42 das zweite von #dij-eji2 das dritte von #eaj-edj2 das vierte von #eda-edi2 das fnfte von #eej-efj2 das sechste von #efa-egb2 das siebente von #egc-ehf2 das achte von #ehg-ehi2 das neunte von #eij bis #fje2 und das zehnte von #fjf-fjh4 ,blo das dritte ,gemlde hat die angegebenen ,eingangsworte nicht3 es ist aber aus den bei dem zweiten1 en de duw poihse polei,v1 und aus der ,beschaffenheit der ,sache selbst1 deutlich genug1 da es ein besonders ,gemlde sein mu4 ,pope lie sich die ,einteilung und ,zeichnung des ,boivin nicht allein gefallen1 sondern glaubte noch etwas ganz ,besonders zu tun1 wenn er nunmehr auch zeigte1 da ein jedes dieser so zerstckten ,gemlde nach den strengsten ,regeln der heutiges ,tages blichen ,malerei angegeben sei4 ,kontrast1 ,perspektiv1 die drei ,einheiten2 alles fand er darin auf das beste beobachtet4 ,und ob er schon gar wohl wute1 da zufolge guter glaubwrdiger ,zeugnisse1 die ,malerei zu den ,zeiten des ,trojanischen ,krieges noch in der ,wiege gewesen1 so mute doch entweder ,homer1 vermge seines gttlichen ,genies1 sich nicht sowohl an das1 was die ,malerei damals oder zu seiner ,zeit leisten konnte1 gehalten1 als vielmehr das erraten haben1 was sie berhaupt zu leisten imstande sei2 oder auch jene ,zeugnisse selbst muten so glaubwrdig nicht sein1 da ihnen die augenscheinliche ,aussage des knstlichen ,schildes nicht vorgezogen zu werden verdiene4 ,jenes mag annehmen1 wer da will2 dieses wenigstens wird sich niemand berreden lassen1 der aus der ,geschichte der ,kunst etwas mehr1 als die bloen ,data der ,historienschreiber wei4 ,denn da die ,malerei zu ,homers ,zeiten noch in ihrer ,kindheit gewesen1 glaubt er nicht blo deswegen1 weil es ein ,plinius oder so einer sagt1 sondern vornehmlich weil er aus den ,kunstwerken1 deren die ,alten gedenken1 urteilet1 da sie viele ,jahrhunderte nachher noch nicht viel weiter gekommen1 und z4 ,e4 die ,gemlde eines ,polygnotus noch lange die ,probe nicht aushalten1 welche ,pope die ,gemlde des ,homerischen ,schildes bestehen zu knnen glaubt4 ,die zwei groen ,stcke dieses ,meisters zu ,delphi1 von welchen uns ,pausanias eine so umstndliche ,beschreibung hinterlassen #e71 waren offenbar ohne alle ,perspektiv4 ,dieser ,teil der ,kunst ist den ,alten gnzlich abzusprechen1 und was ,pope beibringt1 um zu beweisen1 da ,homer schon einen ,begriff davon gehabt habe1 beweiset weiter nichts1 als da ihm selbst nur ein sehr unvollstndiger ,begriff davon beigewohnet #f74 ,homer1 sagt er1 kann kein ,fremdling in der ,perspektiv gewesen sein1 weil er die ,entfernung eines ,gegenstandes von dem andern ausdrcklich angibt4 ,er bemerkt1 z4 ,e4 da die ,kundschafter ein wenig weiter als die andern ,figuren gelegen1 und da die ,eiche1 unter welcher den ,schnittern das ,mahl zubereitet worden1 beiseite gestanden4 ,was er von dem mit ,herden und ,htten und ,stllen berseten ,tale sagt1 ist augenscheinlich die ,beschreibung einer groen perspektivischen ,gegend4 ,ein allgemeiner ,beweisgrund dafr kann auch schon aus der ,menge der ,figuren auf dem ,schilde gezogen werden1 die nicht alle in ihrer vollen ,gre ausgedruckt werden konnten2 woraus es denn gewissermaen unstreitig1 da die ,kunst1 sie nach der ,perspektiv zu verkleinern1 damaliger ,zeit schon bekannt gewesen4 ,die bloe ,beobachtung der optischen ,erfahrung1 da ein ,ding in der ,ferne kleiner erscheinet1 als in der ,nhe1 macht ein ,gemlde noch lange nicht perspektivisch4 ,die ,perspektiv erfordert einen einzigen ,augenpunkt1 einen bestimmten natrlichen ,gesichtskreis1 und dieses war es1 was den alten ,gemlden fehlte4 ,die ,grundflche in den ,gemlden des ,polygnotus war nicht horizontal1 sondern nach hinten zu so gewaltig in die ,hhe gezogen1 da die ,figuren1 welche hintereinander zu stehen scheinen sollten1 bereinander zu stehen schienen4 ,und wenn diese ,stellung der verschiednen ,figuren und ihrer ,gruppen allgemein gewesen1 wie aus den alten ,basreliefs1 wo die hintersten allezeit hher stehen als die vodersten1 und ber sie wegsehen1 sich schlieen lt3 so ist es natrlich1 da man sie auch in der ,beschreibung des ,homers annimmt1 und diejenigen von seinen ,bildern1 die sich nach selbiger in ein ,gemlde verbinden lassen1 nicht unntigerweise trennet4 ,die doppelte ,szene der friedfertigen ,stadt1 durch deren ,straen der frhliche ,aufzug einer ,hochzeitfeier ging1 indem auf dem ,markte ein wichtiger ,proze entschieden ward1 erfordert diesem zufolge kein doppeltes ,gemlde1 und ,homer hat es gar wohl als ein einziges denken knnen1 indem er sich die ganze ,stadt aus einem so hohen ,augenpunkte vorstellte1 da er die freie ,aussicht zugleich in die ,straen und auf den ,markt dadurch erhielt4 #e4 ,phocic4 cap4 ,,xxv-,,xxxi4 #f4 ,um zu zeigen1 da dieses nicht zu viel von ,popen gesagt ist1 will ich den ,anfang der folgenden aus ihm angefhrten ,stelle 7,iliad4 ,vol4 ,v4 ,obs4 p4 #fa7 in der ,grundsprache anfhren3 ,that he was no stranger to aerial perspective1 appears in his expressly marking the distance of object from object3 he tells us etc4 ,ich sage1 hier hat ,pope den ,ausdruck aerial perspective1 die ,luftperspektiv 7perspective arienne71 ganz unrichtig gebraucht1 als welche mit den nach ,magebung der ,entfernung verminderten ,gren gar nichts zu tun hat1 sondern unter der man lediglich die ,schwchung und ,abnderung der ,farben nach ,beschaffenheit der ,luft oder des ,medii1 durch welches wir sie sehen1 verstehet4 ,wer diesen ,fehler machen konnte1 dem war es erlaubt1 von der ganzen ,sache nichts zu wissen4 ,ich bin der ,meinung1 da man auf das eigentliche ,perspektivische in den ,gemlden nur gelegentlich durch die ,szenenmalerei gekommen ist2 und auch als diese schon in ihrer ,vollkommenheit war1 mu es noch nicht so leicht gewesen sein1 die ,regeln derselben auf eine einzige ,flche anzuwenden1 indem sich noch in den sptern ,gemlden unter den ,altertmern des ,herkulanums so hufige und mannigfaltige ,fehler gegen die ,perspektiv finden1 als man itzo kaum einem ,lehrlinge vergeben wrde #g74 #g4 ,betracht4 ber die ,malerei ,s4 #ahe4 ,doch ich entlasse mich der ,mhe1 meine zerstreuten ,anmerkungen ber einen ,punkt zu sammeln1 ber welchen ich in des ,herrn ,winckelmanns versprochener ,geschichte der ,kunst die vlligste ,befriedigung zu erhalten hoffen darf #h74 #h4 ,geschrieben im ,jahr #agfc4 ,,xx4 ,ich lenke mich vielmehr wieder in meinen ,weg1 wenn ein ,spaziergnger anders einen ,weg hat4 ,was ich von krperlichen ,gegenstnden berhaupt gesagt habe1 das gilt von krperlichen schnen ,gegenstnden um so viel mehr4 ,krperliche ,schnheit entspringt aus der bereinstimmenden ,wirkung mannigfaltiger ,teile1 die sich auf einmal bersehen lassen4 ,sie erfodert also1 da diese ,teile nebeneinander liegen mssen2 und da ,dinge1 deren ,teile nebeneinander liegen1 der eigentliche ,gegenstand der ,malerei sind2 so kann sie1 und nur sie allein1 krperliche ,schnheit nachahmen4 ,der ,dichter1 der die ,elemente der ,schnheit nur nacheinander zeigen knnte1 enthlt sich daher der ,schilderung krperlicher ,schnheit1 als ,schnheit1 gnzlich4 ,er fhlt es1 da diese ,elemente1 nacheinander geordnet1 unmglich die ,wirkung haben knnen1 die sie1 nebeneinander geordnet1 haben2 da der konzentrierende ,blick1 den wir nach ihrer ,enumeration auf sie zugleich zurcksenden wollen1 uns doch kein bereinstimmendes ,bild gewhret2 da es ber die menschliche ,einbildung gehet1 sich vorzustellen1 was dieser ,mund1 und diese ,nase1 und diese ,augen zusammen fr einen ,effekt haben1 wenn man sich nicht aus der ,natur oder ,kunst einer hnlichen ,komposition solcher ,teile erinnern kann4 ,und auch hier ist ,homer das ,muster aller ,muster4 ,er sagt3 ,nireus war schn2 ,achilles war noch schner2 ,helena besa eine gttliche ,schnheit4 ,aber nirgends lt er sich in die umstndlichere ,schilderung dieser ,schnheiten ein4 ,gleichwohl ist das ganze ,gedicht auf die ,schnheit der ,helena gebauet4 ,wie sehr wrde ein neuerer ,dichter darber luxuriert haben6 ,schon ein ,constantinus ,manasses wollte seine kahle ,chronik mit einem ,gemlde der ,helena auszieren4 ,ich mu ihn fr seinen ,versuch danken4 ,denn ich wte wirklich nicht1 wo ich sonst ein ,exempel auftreiben sollte1 aus welchem augenscheinlicher erhelle1 wie tricht es sei1 etwas zu wagen1 das ,homer so weislich unterlassen hat4 ,wenn ich bei ihm lese #a73 #a4 ,constantinus ,manasses ,compend4 ,chron4 p4 #bj4 ,edit4 ,venet4 ,die ,frau ,dacier war mit diesem ,portrt des ,manasses1 bis auf die ,tautologien1 sehr wohl zufrieden3 ,de ,helenae pulchritudine omnium optime ,constantinus ,manasses1 nisi in eo tautologiam reprehendas4 7,ad ,dictyn ,cretensem lib4 ,i4 cap4 #c4 p4 #e47 ,sie fhret nach dem ,mezeriac 7,comment sur les ptres d',ovide ,t4 ,,ii4 p4 #cfa7 auch die ,beschreibungen an1 welche ,dares ,phrygius und ,cedrenus von der ,schnheit der ,helena geben4 ,in der erstern kmmt ein ,zug vor1 der ein wenig seltsam klingt4 ,dares sagt nmlich von der ,helena1 sie habe ein ,mal zwischen den ,augenbraunen gehabt3 notam inter duo supercilia habentem4 ,das war doch wohl nichts ,schnes8 ,ich wollte1 da die ,franzsin ihre ,meinung darber gesagt htte4 ,meinesteiles halte ich das ,wort nota hier fr verflscht1 und glaube1 da ,dares von dem reden wollen1 was bei den ,griechen mesojruon und bei den ,lateinern glabella hie4 ,die ,augenbraunen der ,helena1 will er sagen1 liefen nicht zusammen1 sondern waren durch einen kleinen ,zwischenraum abgesondert4 ,der ,geschmack der ,alten war in diesem ,punkte verschieden4 ,einigen gefiel ein solcher ,zwischenraum1 andern nicht4 7,junius de pictura vet4 lib4 ,,iii4 cap4 #i4 p4 #bde47 ,anakreon hielt die ,mittelstrae2 die ,augenbraunen seines geliebten ,mdchens waren weder merklich getrennt1 noch vllig ineinander verwachsen1 sie verliefen sich sanft in einem einzigen ,punkte4 ,er sagt zu dem ,knstler1 welcher sie malen sollte3 7,od4 #bh47 ,to mesojruon de mh moi ,diakopte1 mhte misge1 ,ecetw d' opw,v ekeinh ,to lelh,jotw,v sunojrun ,blejarwn itun kelainhn4 ,nach der ,lesart des ,pauw1 obschon auch ohne sie der ,verstand der nmliche ist1 und von ,henr4 ,stephano nicht verfehlet worden3 ,supercilii nigrantes ,discrimina nec arcus1 ,confundito nec illos3 ,sed junge sic ut anceps ,divortium relinquas1 ,quale esse cernis ipsi4 ,wenn ich aber den ,sinn des ,dares getroffen htte1 was mte man wohl sodann1 anstatt des ,wortes notam1 lesen8 ,vielleicht moram8 ,denn so viel ist gewi1 da mora nicht allein den ,verlauf der ,zeit1 ehe etwas geschieht1 sondern auch die ,hinderung1 den ,zwischenraum von einem zum andern1 bedeutet4 ,ego inquieta montium jaceam mora1 wnschet sich der rasende ,herkules beim ,seneca1 7v4 #abae7 welche ,stelle ,gronovius sehr wohl erklrt3 ,optat se medium jacere inter duas ,symplegades1 illarum velut moram1 impedimentum1 obicem2 qui eas moretur1 vetet aut satis arcte conjungi1 aut rursus distrahi4 ,so heien auch bei eben demselben ,dichter lacertorum morae soviel als juncturae4 7,schroederus ad v4 #gfb ,thyest47 ,hn h gunh perikallh,v1 euojru,v1 eucroustath1 ,eupareio,v1 euproswpo,v1 bovpi,v1 cionocrou,v1 ,elikoblejaro,v1 abra1 caritwn gemon also,v1 ,leukobraciwn1 trujera1 kallo,v antikru,v1 empnoun1 ,to proswpon kataleukon1 h pareia rodocrou,v1 ,to proswpon epicari1 to blejaron wraion1 ,kallo,v anepithdeuton1 abaptiston1 autocroun1 ,ebapte thn leukothta rodocria purinh ,,wv ei ti,v ton elejanta bayei lampra porjura4 ,deirh makra1 kataleuko,v1 o,jen emu,jourgh,jh ,kuknogenh thn euopton ,elenhn crhmatizein-- so dnkt mich1 ich sehe ,steine auf einen ,berg wlzen1 aus welchen auf der ,spitze desselben ein prchtiges ,gebude aufgefhret werden soll1 die aber alle auf der andern ,seite von selbst wieder herabrollen4 ,was fr ein ,bild hinterlt er1 dieser ,schwall von ,worten8 ,wie sahe ,helena nun aus8 ,werden nicht1 wenn tausend ,menschen dieses lesen1 sich alle tausend eine eigene ,vorstellung von ihr machen8 ,doch es ist wahr1 politische ,verse eines ,mnches sind keine ,poesie4 ,man hre also den ,ariost1 wenn er seine bezaubernde ,alcina schildert #b73 #b4 ,orlando ,furioso1 ,canto ,,vii4 ,st4 #aa-ae4 ,die ,bildung ihrer ,gestalt war so reizend1 als nur knstliche ,maler sie dichten knnen4 ,gegen ihr blondes1 langes1 aufgeknpftes ,haar ist kein ,gold1 das nicht seinen ,glanz verliere4 ber ihre zarten ,wangen verbreitete sich die vermischte ,farbe der ,rosen und der ,lilien4 ,ihre frhliche ,stirn1 in die gehrigen ,schranken geschlossen1 war von glattem ,helfenbein4 ,unter zween schwarzen1 uerst feinen ,bgen glnzen zwei schwarze ,augen1 oder vielmehr zwo leuchtende ,sonnen1 die mit ,holdseligkeit um sich blickten und sich langsam drehten4 ,rings um sie her schien ,amor zu spielen und zu fliegen2 von da schien er seinen ganzen ,kcher abzuschieen1 und die ,herzen sichtbar zu rauben4 ,weiter hinab steigt die ,nase mitten durch das ,gesicht1 an welcher selbst der ,neid nichts zu bessern findet4 ,unter ihr zeigt sich der ,mund1 wie zwischen zwei kleinen ,tlern1 mit seinem eigentmlichen ,zinnober bedeckt2 hier stehen zwo ,reihen auserlesener ,perlen1 die eine schne sanfte ,lippe verschliet und ffnet4 ,hieraus kommen die holdseligen ,worte1 die jedes rauhe1 schndliche ,herz erweichen2 hier wird jenes liebliche ,lcheln gebildet1 welches fr sich schon ein ,paradies auf ,erden erffnet4 ,weier ,schnee ist der schne ,hals1 und ,milch die ,brust1 der ,hals rund1 die ,brust voll und breit4 ,zwo zarte1 von ,helfenbein gerundete ,kugeln wallen sanft auf und nieder1 wie die ,wellen am uersten ,rande des ,ufers1 wenn ein spielender ,zephir die ,see bestreitet4 7,die brigen ,teile wrde ,argus selbst nicht haben sehen knnen4 ,doch war leicht zu urteilen1 da das1 was versteckt lag1 mit dem1 was dem ,auge blo stand1 bereinstimme47 ,die ,arme zeigen sich in ihrer gehrigen ,lnge1 die weie ,hand etwas lnglich1 und schmal in ihrer ,breite1 durchaus eben1 keine ,ader tritt ber ihre glatte ,flche4 ,am ,ende dieser herrlichen ,gestalt sieht man den kleinen1 trocknen1 gerundeten ,fu4 ,die englischen ,mienen1 die aus dem ,himmel stammen1 kann kein ,schleier verbergen4--7,nach der bersetzung des ,herrn ,meinhard in dem ,versuche ber den ,charakter und die ,werke der besten ital4 ,dicht4 ,b4 ,,ii4 ,s4 #bbh47 ,di persona era tanto ben formata1 ,quanto mai finger san pittori industri3 ,con bionda chioma1 lunga e annodata1 ,oro non 1 che pi risplenda1 e lustri1 ,spargeasi per la guancia delicata ,misto color di rose e di ligustri4 ,di terso avorio era la fronte lieta1 ,che lo spazio finia con giusta meta4 ,sotto due negri1 e sottilissimi archi ,son due negri occhi1 anzi due chiari soli1 ,pietosi a riguardar1 a mover parchi1 ,intorno a cui par ch' ,amor scherzi1 e voli1 ,e ch' indi tutta la faretra scarchi1 ,e che visibilmente i cori involi4 ,quindi il naso per mezzo il viso scende ,che non trova l'invidia ove l'emende4 ,sotto quel sta1 quasi fra due vallette1 ,la bocca sparsa di natio cinabro1 ,quivi due filze son di perle elette1 ,che chiude1 ed apre un bello e dolce labro2 ,quindi escon le cortesi parolette1 ,da render molle ogni cor rozzo e scabro2 ,quivi si forma quel soave riso1 ,ch' apre a sua posta in terra il paradiso4 ,bianca neve il bel collo1 e'l petto latte1 ,il collo tondo1 il petto colmo e largo2 ,due pome acerbe1 e pur d'avorio fatte1 ,vengono e van1 come onda al primo margo1 ,quando piacevole aura il mar combatte4 ,non potria l'altre parti veder ,argo1 ,ben si pu giudicar1 che corrisponde1 ,a quel ch' appar di fuor1 quel che s'ascondo4 ,mostran le braccia sua misura giusta1 ,et la candida man spesso si vede1 ,lunghetta alquanto1 e di larghezza angusta1 ,dove n nodo appar1 n vena eccede4 ,si vede al fin de la persona augusta ,il breve1 asciutto1 e ritondetto piede4 ,gli angelici sembianti nati in cielo ,non si ponno celar sotto alcun velo4 ,milton sagt bei ,gelegenheit des ,pandmoniums3 einige lobten das ,werk1 andere den ,meister des ,werks4 ,das ,lob des einen ist also nicht allezeit auch das ,lob des andern4 ,ein ,kunstwerk kann allen ,beifall verdienen1 ohne da sich zum ,ruhme des ,knstlers viel ,besonders sagen lt4 ,wiederum kann ein ,knstler mit ,recht unsere ,bewunderung verlangen1 auch wenn sein ,werk uns die vllige ,gnge nicht tut4 ,dieses vergesse man nie1 und es werden sich fters ganz widersprechende ,urteile vergleichen lassen4 ,eben wie hier4 ,dolce1 in seinem ,gesprche von der ,malerei1 lt den ,aretino von den angefhrten ,stanzen des ,ariost ein auerordentliches ,aufheben machen #c72 ich hingegen1 whle sie als ein ,exempel eines ,gemldes ohne ,gemlde4 ,wir haben beide recht4 ,dolce bewundert darin die ,kenntnisse1 welche der ,dichter von der krperlichen ,schnheit zu haben zeiget2 ich aber sehe blo auf die ,wirkung1 welche diese ,kenntnisse1 in ,worte ausgedrckt1 auf meine ,einbildungskraft haben knnen4 ,dolce schliet aus jenen ,kenntnissen1 da gute ,dichter nicht minder gute ,maler sind2 und ich aus dieser ,wirkung1 da sich das1 was die ,maler durch ,linien und ,farben am besten ausdrcken knnen1 durch ,worte gerade am schlechtesten ausdrcken lt4 ,dolce empfiehlet die ,schilderung des ,ariost allen ,malern als das vollkommenste ,vorbild einer schnen ,frau2 und ich empfehle es allen ,dichtern als die lehrreichste ,warnung1 was einem ,ariost milingen mssen1 nicht noch unglcklicher zu versuchen4 ,es mag sein1 da wenn ,ariost sagt3 #c4 7,dialogo della pittura1 intitolato l',aretino1 ,firenze #agce4 p4 #agh47 ,se vogliono i pittori senza fatica trovare un perfetto esempio di bella donna1 leggano quelle stanze dell' ,ariosto1 nelle quali egli discrive mirabilmente le bellezze della fata ,alcina3 e vedranno parimente1 quanto i buoni poeti siano ancora essi pittori4-- ,di persona era tanto ben formata ,quanto mai finger san pittori industri1 er die ,lehre von den ,proportionen1 so wie sie nur immer der fleiigste ,knstler in der ,natur und aus den ,antiken studieret1 vollkommen verstanden zu haben1 dadurch beweiset #d74 ,er mag sich immerhin1 in den bloen ,worten3 #d4 7,ibid47 ,ecco1 che1 quanto alla proportione1 l'ingeniosissimo ,ariosto assegna la migliore1 che sappiano formar le mani de' pi eccellenti pittori1 usando questa voce industri1 per dinotar la diligenza1 die conviene al buono artefice4 ,spargeasi per la guancia delicata ,misto color di rose e di ligustri1 als den vollkommensten ,koloristen1 als einen ,tizian1 zeigen #e74 ,man mag daraus1 da er das ,haar der ,alcina nur mit dem ,golde vergleicht1 nicht aber gldenes ,haar nennet1 noch so deutlich schlieen1 da er den ,gebrauch des wirklichen ,goldes in der ,farbengebung gemibilliget #f74 ,man mag sogar in seiner herabsteigenden ,nase1 #e4 7,ibid4 p4 #ahb47 ,qui l',ariosto colorisce1 e in questo suo colorire dimostra essere un ,tiziano4 #f4 7,ibid4 p4 #ahj47 ,poteva l',ariosto nella guisa1 che ha detto chioma bionda1 dir chioma d'oro3 ma gli parve forse1 che avrebbe avuto troppo del poetico4 ,da che si puo ritrar1 che'l pittore dee imitar l'oro1 e non metterlo 7come fanno i miniatori7 nelle sue pitture1 in modo1 che si possa dire1 que' capelli non sono d'oro1 ma par che risplendano1 come l'oro4 ,was ,dolce1 in dem ,nachfolgenden1 aus dem ,athenus anfhret1 ist merkwrdig1 nur da es sich nicht vllig so daselbst findet4 ,ich rede an einem andern ,orte davon4 ,quindi il naso per mezzo il viso scende1 das ,profil jener alten griechischen1 und von griechischen ,knstlern auch ,rmern geliehenen ,nasen finden #g74 ,was nutzt alle diese ,gelehrsamkeit und ,einsicht uns ,lesern1 die wir eine schne ,frau zu sehen glauben wollen1 die wir etwas von der sanften ,wallung des ,geblts dabei empfinden wollen1 die den wirklichen ,anblick der ,schnheit begleitet8 ,wenn der ,dichter wei1 aus welchen ,verhltnissen eine schne ,gestalt entspringet1 wissen wir es darum auch8 ,und wenn wir es auch wten1 lt er uns hier diese ,verhltnisse sehen8 ,oder erleichtert er uns auch nur im geringsten die ,mhe1 uns ihrer auf eine lebhafte anschauende ,art zu erinnern8 ,eine ,stirn1 in die gehrigen ,schranken geschlossen1 la fronte1 #g4 7,ibid4 p4 #ahb47 ,il naso1 che discende gi1 avendo peraventura la considerazione a quelle forme de' nasi1 che si veggono ne' ritratti delle belle ,romane antiche4 ,che lo spazio finia con giusta meta2 eine ,nase1 an welcher selbst der ,neid nichts zu bessern findet1 ,che non trova l'invidia1 ove l'emende2 eine ,hand1 etwas lnglich und schmal in ihrer ,breite1 ,lunghetta alquanto1 e di larghezza angusta3 was fr ein ,bild geben diese allgemeine ,formeln8 ,in dem ,munde eines ,zeichenmeisters1 der seine ,schler auf die ,schnheiten des akademischen ,modells aufmerksam machen will1 mchten sie noch etwas sagen2 denn ein ,blick auf dieses ,modell1 und sie sehen die gehrigen ,schranken der frhlichen ,stirne1 sie sehen den schnsten ,schnitt der ,nase1 die schmale ,breite der niedlichen ,hand4 ,aber bei dem ,dichter sehe ich nichts1 und empfinde mit ,verdru die ,vergeblichkeit meiner besten ,anstrengung1 etwas sehen zu wollen4 ,in diesem ,punkte1 in welchem ,virgil dem ,homer durch ,nichtstun nachahmen knnen1 ist auch ,virgil ziemlich glcklich gewesen4 ,auch seine ,dido ist ihm weiter nichts als pulcherrima ,dido4 ,wenn er ja umstndlicher etwas an ihr beschreibet1 so ist es ihr reicher ,putz1 ihr prchtiger ,aufzug3 ,tandem progreditur-- ,sidoniam picto chlamydem circumdata limbo3 ,cui pharetra ex auro1 crines nodantur in aurum1 ,aurea purpuream subnectit fibula vestem #h74 #h4 ,aeneid4 ,,iv4 v4 #acf4 ,wollte man darum auf ihn anwenden1 was jener alte ,knstler zu einem ,lehrlinge sagte1 der eine sehr geschmckte ,helena gemalt hatte1 da du sie nicht schn malen knnen1 hast du sie reich gemalt3 so wrde ,virgil antworten1 es liegt nicht an mir1 da ich sie nicht schn malen knnen2 der ,tadel trifft die ,schranken meiner ,kunst2 mein ,lob sei1 mich innerhalb diesen ,schranken gehalten zu haben4 ,ich darf hier die beiden ,lieder des ,anakreons nicht vergessen1 in welchen er uns die ,schnheit seines ,mdchens und seines ,bathylls zergliedert #i74 ,die ,wendung1 die er dabei nimmt1 macht alles gut4 ,er glaubt einen ,maler vor sich zu haben1 und lt ihn unter seinen ,augen arbeiten4 ,so1 sagt er1 mache mir das ,haar1 so die ,stirne1 so die ,augen1 so den ,mund1 so ,hals und ,busen1 so ,hft' und ,hnde6 ,was der ,knstler nur teilweise zusammensetzen kann1 konnte ihm der ,dichter auch nur teilweise vorschreiben4 ,seine ,absicht ist nicht1 da wir in dieser mndlichen ,direktion des ,malers die ganze ,schnheit der geliebten ,gegenstnde erkennen und fhlen sollen2 er selbst empfindet die ,unfhigkeit des wrtlichen ,ausdrucks1 und nimmt eben daher den ,ausdruck der ,kunst zu ,hilfe1 deren ,tuschung er so sehr erhebet1 da das ganze ,lied mehr ein ,lobgedicht auf die ,kunst1 als auf sein ,mdchen zu sein scheinet4 ,er sieht nicht das ,bild1 er sieht sie selbst1 und glaubt1 da es nun eben den ,mund zum ,reden erffnen werde3 #i4 ,od4 ,,xxviii4 ,,xxix4 ,apecei blepw gar authn4 ,taca1 khre1 kai lalhsei,v4 ,auch in der ,angabe des ,bathylls1 ist die ,anpreisung des schnen ,knabens mit der ,anpreisung der ,kunst und des ,knstlers so ineinander geflochten1 da es zweifelhaft wird1 wem zu ,ehren ,anakreon das ,lied eigentlich bestimmt habe4 ,er sammelt die schnsten ,teile aus verschiednen ,gemlden1 an welchen eben die vorzgliche ,schnheit dieser ,teile das ,charakteristische war2 den ,hals nimmt er von einem ,adonis1 ,brust und ,hnde von einem ,merkur1 die ,hfte von einem ,pollux1 den ,bauch von einem ,bacchus2 bis er den ganzen ,bathyll in einem vollendeten ,apollo des ,knstlers erblickt4 ,meta de proswpon estw1 ,ton ,adwnido,v parel,jwn1 ,elejantino,v trachlo,v ,metamazion de poiei ,diduma,v te ceira,v ,ermou1 ,poludeukeo,v de mhrou,v1 ,dionusihn de nhdun-- ,ton ,apollwna de touton ,ka,jelwn1 poiei ,ba,jullon4 ,so wei auch ,lucian von der ,schnheit der ,panthea anders keinen ,begriff zu machen1 als durch ,verweisung auf die schnsten weiblichen ,bildsulen alter ,knstler #aj74 ,was heit aber dieses sonst1 als bekennen1 da die ,sprache vor sich selbst hier ohne ,kraft ist2 da die ,poesie stammelt und die ,beredsamkeit verstummet1 wenn ihnen nicht die ,kunst noch einigermaen zur ,dolmetscherin dienet8 #aj4 ,eikone,v #c4 ,t4 ,,ii4 p4 #dfa4 ,edit4 ,reitz4 ,,xxi4 ,aber verliert die ,poesie nicht zu viel1 wenn man ihr alle ,bilder krperlicher ,schnheit nehmen will8--,wer will ihr die nehmen8 ,wenn man ihr einen einzigen ,weg zu verleiden sucht1 auf welchem sie zu solchen ,bildern zu gelangen gedenket1 indem sie die ,futapfen einer verschwisterten ,kunst aufsucht1 in denen sie ngstlich herumirret1 ohne jemals mit ihr das gleiche ,ziel zu erreichen3 verschliet man ihr darum auch jeden andern ,weg1 wo die ,kunst hinwiederum ihr nachsehen mu8 ,eben der ,homer1 welcher sich aller stckweisen ,schilderung krperlicher ,schnheiten so geflissentlich enthlt1 von dem wir kaum einmal im ,vorbeigehen erfahren1 da ,helena weie ,arme #a7 und schnes ,haar #b7 gehabt2 eben der ,dichter wei demohngeachtet uns von ihrer ,schnheit einen ,begriff zu machen1 der alles weit bersteiget1 was die ,kunst in dieser ,absicht zu leisten imstande ist4 ,man erinnere sich der ,stelle1 wo ,helena in die ,versammlung der ltesten des trojanischen ,volkes tritt4 ,die ehrwrdigen ,greise sehen sie1 und einer sprach zu den andern #c73 #a4 ,iliad4 ,g4 v4 #aba4 #b4 ,ibid4 v4 #cbi4 #c4 ,ibid4 v4 #aef-aeh4 ,ou nemesi,v1 ,trva,v kai euknhmida,v ,acaiou,v1 ,toihd' amji gunaiki polun cronon algea pascein ,ainv,v a,janathsi ,jeh,v ei,v vpa eoiken4 ,was kann eine lebhaftere ,idee von ,schnheit gewhren1 als das kalte ,alter sie des ,krieges wohl wert erkennen lassen1 der so viel ,blut und so viele ,trnen kostet8 ,was ,homer nicht nach seinen ,bestandteilen beschreiben konnte1 lt er uns in seiner ,wirkung erkennen4 ,malet uns1 ,dichter1 das ,wohlgefallen1 die ,zuneigung1 die ,liebe1 das ,entzcken1 welches die ,schnheit verursachet1 und ihr habt die ,schnheit selbst gemalet4 ,wer kann sich den geliebten ,gegenstand der ,sappho1 bei dessen ,erblickung sie ,sinne und ,gedanken zu verlieren bekennet1 als hlich denken8 ,wer glaubt nicht die schnste vollkommenste ,gestalt zu sehen1 sobald er mit dem ,gefhle sympathisieret1 welches nur eine solche ,gestalt erregen kann8 ,nicht weil uns ,ovid den schnen ,krper seiner ,lesbia ,teil vor ,teil zeiget3 ,quos humeros1 quales vidi tetigique lacertos6 ,forma papillarum quam fuit apta premi6 ,quam castigato planus sub pectore venter6 ,quantum et quale latus6 quam juvenile femur6 sondern weil er es mit der wollstigen ,trunkenheit tut1 nach der unsere ,sehnsucht so leicht zu erwecken ist1 glauben wir eben des ,anblickes zu genieen1 den er geno4 ,ein andrer ,weg1 auf welchem die ,poesie die ,kunst in ,schilderung krperlicher ,schnheit wiederum einholet1 ist dieser1 da sie ,schnheit in ,reiz verwandelt4 ,reiz ist ,schnheit in ,bewegung1 und eben darum dem ,maler weniger bequem als dem ,dichter4 ,der ,maler kann die ,bewegung nur erraten lassen1 in der ,tat aber sind seine ,figuren ohne ,bewegung4 ,folglich wird der ,reiz bei ihm zur ,grimasse4 ,aber in der ,poesie bleibt er was er ist2 ein transitorisches ,schnes1 das wir wiederholt zu sehen wnschen4 ,es kmmt und geht2 und da wir uns berhaupt einer ,bewegung leichter und lebhafter erinnern knnen1 als bloer ,formen oder ,farben3 so mu der ,reiz in dem nmlichen ,verhltnisse strker auf uns wirken1 als die ,schnheit4 ,alles1 was noch in dem ,gemlde der ,alcina gefllt und rhret1 ist ,reiz4 ,der ,eindruck1 den ihre ,augen machen1 kmmt nicht daher1 da sie schwarz und feurig sind1 sondern daher1 da sie1 ,pietosi a riguardar1 a mover parchi1 mit ,holdseligkeit um sich blicken1 und sich langsam drehen2 da ,amor sie umflattert und seinen ganzen ,kcher aus ihnen abschiet4 ,ihr ,mund entzcket1 nicht weil von eigentmlichem ,zinnober bedeckte ,lippen zwei ,reihen auserlesener ,perlen verschlieen2 sondern weil hier das liebliche ,lcheln gebildet wird1 welches1 fr sich schon1 ein ,paradies auf ,erden erffnet2 weil er es ist1 aus dem die freundlichen ,worte tnen1 die jedes rauhe ,herz erweichen4 ,ihr ,busen bezaubert1 weniger weil ,milch und ,helfenbein und ,apfel uns seine ,weie und niedliche ,figur vorbilden1 als vielmehr weil wir ihn sanft auf und nieder wallen sehen1 wie die ,wellen am uersten ,rande des ,ufers1 wenn ein spielender ,zephir die ,see bestreitet3 ,due pome acerbe1 e pur d'avorio fatte1 ,vengono e van1 come onda al primo margo1 ,quando piacevole aura il mar combatte4 ,ich bin versichert1 da lauter solche ,zge des ,reizes1 in eine oder zwei ,stanzen zusammengedrnget1 weit mehr tun wrden1 als die fnfe alle1 in welche sie ,ariost zerstreuet und mit kalten ,zgen der schnen ,form1 viel zu gelehrt fr unsere ,empfindungen1 durchflochten hat4 ,selbst ,anakreon wollte lieber in die anscheinende ,unschicklichkeit verfallen1 eine ,untunlichkeit von dem ,maler zu verlangen1 als das ,bild seines ,mdchens nicht mit ,reiz beleben4 ,trujerou d' esw geneiou1 ,peri lugdinw trachlw ,carite,v petointo pasai4 ,ihr sanftes ,kinn1 befiehlt er dem ,knstler1 ihren marmornen ,nacken la alle ,grazien umflattern6 ,wie das8 ,nach dem genauesten ,wortverstande8 ,der ist keiner malerischen ,ausfhrung fhig4 ,der ,maler konnte dem ,kinne die schnste ,rndung1 das schnste ,grbchen1 ,amoris digitulo impressum1 7denn das esw scheinet mir ein ,grbchen andeuten zu wollen7--er konnte dem ,halse die schnste ,karnation geben2 aber weiter konnte er nichts4 ,die ,wendungen dieses schnen ,halses1 das ,spiel der ,muskeln1 durch das jenes ,grbchen bald mehr bald weniger sichtbar wird1 der eigentliche ,reiz1 war ber seine ,krfte4 ,der ,dichter sagte das ,hchste1 wodurch uns seine ,kunst die ,schnheit sinnlich zu machen vermag1 damit auch der ,maler den hchsten ,ausdruck in seiner ,kunst suchen mge4 ,ein neues ,beispiel zu der obigen ,anmerkung1 da der ,dichter1 auch wenn er von ,kunstwerken redet1 dennoch nicht verbunden ist1 sich mit seiner ,beschreibung in den ,schranken der ,kunst zu halten4 ,,xxii4 ,zeuxis malte eine ,helena1 und hatte das ,herz1 jene berhmte ,zeilen des ,homers1 in welchen die entzckten ,greise ihre ,empfindung bekennen1 darunter zu setzen4 ,nie sind ,malerei und ,poesie in einen gleichern ,wettstreit gezogen worden4 ,der ,sieg blieb unentschieden1 und beide verdienten gekrnt zu werden4 ,denn so wie der weise ,dichter uns die ,schnheit1 die er nach ihren ,bestandteilen nicht schildern zu knnen fhlte1 blo in ihrer ,wirkung zeigte3 so zeigte der nicht minder weise ,maler uns die ,schnheit nach nichts als ihren ,bestandteilen1 und hielt es seiner ,kunst fr unanstndig1 zu irgendeinem andern ,hilfsmittel ,zuflucht zu nehmen4 ,sein ,gemlde bestand aus der einzigen ,figur der ,helena1 die nackend dastand4 ,denn es ist wahrscheinlich1 da es eben die ,helena war1 welche er fr die zu ,krotona malte #a74 #a4 ,val4 ,maximus lib4 ,,iii4 cap4 #g4 ,dionysius ,halicarnass4 ,art4 ,rhet4 cap4 #ab peri logwn exetasew,v4 ,man vergleiche hiermit1 wundershalber1 das ,gemlde1 welches ,caylus dem neuern ,knstler aus jenen ,zeilen des ,homers vorzeichnet3 ,helena1 mit einem weien ,schleier bedeckt1 erscheinet mitten unter verschiedenen alten ,mnnern1 in deren ,zahl sich auch ,priamus befindet1 der an den ,zeichen seiner kniglichen ,wrde zu erkennen ist4 ,der ,artist mu sich besonders angelegen sein lassen1 uns den ,triumph der ,schnheit in den gierigen ,blicken und in allen den uerungen einer staunenden ,bewunderung auf den ,gesichtern dieser kalten ,greise empfinden zu lassen4 ,die ,szene ist ber einem von den ,toren der ,stadt4 ,die ,vertiefung des ,gemldes kann sich in den freien ,himmel1 oder gegen hhere ,gebude der ,stadt verlieren2 jenes wrde khner lassen1 eines aber ist so schicklich wie das andere4 ,man denke sich dieses ,gemlde von dem grten ,meister unserer ,zeit ausgefhret1 und stelle es gegen das ,werk des ,zeuxis4 ,welches wird den wahren ,triumph der ,schnheit zeigen8 ,dieses1 wo ich ihn selbst fhle1 oder jenes1 wo ich ihn aus den ,grimassen gerhrter ,graubrte schlieen soll8 ,turpe senilis amor2 ein gieriger ,blick macht das ehrwrdigste ,gesicht lcherlich1 und ein ,greis1 der jugendliche ,begierden verrt1 ist sogar ein ekler ,gegenstand4 ,den ,homerischen ,greisen ist dieser ,vorwurf nicht zu machen2 denn der ,affekt1 den sie empfinden1 ist ein augenblicklicher ,funke1 den ihre ,weisheit sogleich erstickt2 nur bestimmt1 der ,helena ,ehre zu machen1 aber nicht1 sie selbst zu schnden4 ,sie bekennen ihr ,gefhl1 und fgen sogleich hinzu3 ,alla kai v,v1 toih per eous'1 en nhusi nees,jw1 ,mhd' hmin tekeessi t' opissw phma lipoito ,ohne diesen ,entschlu wren es alte ,gecke2 wren sie das1 was sie in dem ,gemlde des ,caylus erscheinen4 ,und worauf richten sie denn da ihre gierigen ,blicke8 ,auf eine vermummte1 verschleierte ,figur4 ,das ist ,helena8 ,es ist mir unbegreiflich1 wie ihr ,caylus hier den ,schleier lassen knnen4 ,zwar ,homer gibt ihr denselben ausdrcklich3 ,autika d' argennhsi kaluyamenh o,jonhsin ,wrmat' ek ,jalamoio-- aber1 um ber die ,straen damit zu gehen2 und wenn auch schon bei ihm die ,alten ihre ,bewunderung zeigen1 noch ehe sie den ,schleier wieder abgenommen oder zurckgeworfen zu haben scheinet1 so war es nicht das erstemal1 da sie die ,alten sahen2 ihr ,bekenntnis durfte also nicht aus dem itzigen augenblicklichen ,anschauen entstehen1 sondern sie konnten schon oft empfunden haben1 was sie zu empfinden1 bei dieser ,gelegenheit nur zum erstenmal bekannten4 ,in dem ,gemlde findet so etwas nicht statt4 ,wenn ich hier entzckte ,alte sehe1 so will ich auch zugleich sehen1 was sie in ,entzckung setzt2 und ich werde uerst betroffen1 wenn ich weiter nichts1 als1 wie gesagt1 eine vermummte1 verschleierte ,figur wahrnehme1 die sie brnstig angaffen4 ,was hat dieses ,ding von der ,helena8 ,ihren weien ,schleier1 und etwas von ihrem proportionierten ,umrisse1 soweit ,umri unter ,gewndern sichtbar werden kann4 ,doch vielleicht war es auch des ,grafen ,meinung nicht1 da ihr ,gesicht verdeckt sein sollte1 und er nennet den ,schleier blo als ein ,stck ihres ,anzuges4 ,ist dieses 7seine ,worte sind einer solchen ,auslegung zwar nicht wohl fhig3 ,hlne couverte d'un voile blanc71 so entstehet eine andere ,verwunderung bei mir3 er empfiehlt dem ,artisten so sorgfltig den ,ausdruck auf den ,gesichtern der ,alten2 nur ber die ,schnheit in dem ,gesichte der ,helena verliert er kein ,wort4 ,diese sittsame ,schnheit1 im ,auge den feuchten ,schimmer einer reuenden ,trne1 furchtsam sich nhernd--,wie8 ,ist die hchste ,schnheit unsern ,knstlern so etwas ,gelufiges1 da sie auch nicht daran erinnert zu werden brauchen8 ,oder ist ,ausdruck mehr als ,schnheit8 ,und sind wir auch in ,gemlden schon gewohnt1 so wie auf der ,bhne1 die hlichste ,schauspielerin fr eine entzckende ,prinzessin gelten zu lassen1 wenn ihr ,prinz nur recht warme ,liebe gegen sie zu empfinden uert8 ,in ,wahrheit3 das ,gemlde des ,caylus wrde sich gegen das ,gemlde des ,zeuxis wie ,pantomime zur erhabensten ,poesie verhalten4 ,homer ward vor alters ohnstreitig fleiiger gelesen1 als itzt4 ,dennoch findet man so gar vieler ,gemlde nicht erwhnet1 welche die alten ,knstler aus ihm gezogen htten #b74 ,nur den ,fingerzeig des ,dichters auf besondere krperliche ,schnheiten scheinen sie fleiig genutzt zu haben2 diese malten sie2 und in diesen ,gegenstnden1 fhlten sie wohl1 war es ihnen allein vergnnet1 mit dem ,dichter wetteifern zu wollen4 ,auer der ,helena1 hatte ,zeuxis auch die ,penelope gemalt2 und des ,apelles ,diana war die ,homerische in ,begleitung ihrer ,nymphen4 ,bei dieser ,gelegenheit will ich erinnern1 da die ,stelle des ,plinius1 in welcher von der letztern die ,rede ist1 einer ,verbesserung bedarf #c74 ,handlungen aber aus dem ,homer zu malen1 blo weil sie eine reiche ,komposition1 vorzgliche ,kontraste1 knstliche ,beleuchtungen darbieten1 schien der alten ,artisten ihr ,geschmack nicht zu sein2 und konnte es nicht sein1 solange sich noch die ,kunst in den engern ,grenzen ihrer hchsten ,bestimmung hielt4 ,sie nhrten sich dafr mit dem ,geiste des ,dichters2 sie fllten ihre ,einbildungskraft mit seinen erhabensten ,zgen2 das ,feuer seines ,enthusiasmus entflammte den ihrigen2 sie sahen und empfanden wie er3 und so wurden ihre ,werke ,abdrcke der ,homerischen1 nicht in dem ,verhltnisse eines ,portrts zu seinem ,originale1 sondern in dem ,verhltnisse eines ,sohnes zu seinem ,vater2 hnlich1 aber verschieden4 ,die hnlichkeit liegt fters nur in einem einzigen ,zuge2 die brigen alle haben unter sich nichts ,gleiches1 als da sie mit dem hnlichen ,zuge1 in dem einen sowohl als in dem andern harmonieren4 #b4 ,fabricii ,biblioth4 ,graec4 lib4 ,,ii4 cap4 #f4 p4 #cde4 #c4 ,plinius sagt von dem ,apelles 7,libr4 ,,xxxv4 sect4 #cf4 p4 #fih4 ,edit4 ,hard473 ,fecit et ,dianam sacrificantium virginum choro mixtam3 quibus vicisse ,homeri versus videtur id ipsum describentis4 ,nichts kann wahrer1 als dieser ,lobspruch gewesen sein4 ,schne ,nymphen um eine schne ,gttin her1 die mit der ganzen majesttischen ,stirne ber sie hervorragt1 sind freilich ein ,vorwurf1 der der ,malerei angemessener ist1 als der ,poesie4 ,das sacrificantium nur ist mir hchst verdchtig4 ,was macht die ,gttin unter opfernden ,jungfrauen8 ,und ist dieses die ,beschftigung1 die ,homer den ,gespielinnen der ,diana gibt8 ,mit nichten2 sie durchstreifen mit ihr ,berge und ,wlder1 sie jagen1 sie spielen1 sie tanzen 7,odyss4 ,z4 v4 #ajb-ajf73 ,oih d' ,artemi,v eisi kat' oureo,v ioceaira ,h kata ,thugeton perimhketon1 h ,eruman,jon ,terpomenh kaproisi kai wkeih,v elajoisi ,th de ,j' ama ,numjai1 kourai ,dio,v ,aigiocoio1 ,agronomoi paizousi-- ,plinius wird also nicht sacrificantium1 er wird venantium1 oder etwas hnliches geschrieben haben2 vielleicht silvis vagantium1 welche ,verbesserung die ,anzahl der vernderten ,buchstaben ohngefhr htte4 ,dem paizousi beim ,homer wrde saltantium am nchsten kommen1 und auch ,virgil lt1 in seiner ,nachahmung dieser ,stelle1 die ,diana mit ihren ,nymphen tanzen 7,aeneid4 ,i4 v4 #dig4 #dih73 ,qualis in ,eurotae ripis1 aut per juga ,cynthi ,exercet ,diana choros-- ,spence hat hierbei einen seltsamen ,einfall 7,polymetis ,dial4 ,,viii4 p4 #ajb473 ,this ,diana1 sagt er1 both in the picture and in the descriptions1 was the ,diana ,venatrix1 tho' she was not represented either by ,virgil1 or ,apelles1 or ,homer1 as hunting with her nymphs2 bot as employed with them in that sort of dances1 which of old were regarded as very solemn acts of devotion4 ,in seiner ,anmerkung fgt er hinzu3 ,the expression of paizein1 used by ,homer on this occasion1 is scarce proper for hunting2 as that of1 choros exercere in ,virgil1 should be understood of the religious dances of old1 because dancing1 in the old ,roman idea of it1 was indecent even for men1 in public2 unless it were the sort of dances used in honour of ,mars1 or ,bacchus1 or some other of their gods4 ,spence will nmlich jene feierliche ,tnze verstanden wissen1 welche bei den ,alten mit unter die gottesdienstlichen ,handlungen gerechnet wurden4 ,und daher1 meinet er1 brauche denn auch ,plinius das ,wort sacrificare3 ,it is in consequence of this that ,pliny1 in speaking of ,diana's nymphs on this very occasion1 uses the word1 sacrificare1 of them2 which quite determines these dances of theirs to have been of the religious kind4 ,er vergit1 da bei dem ,virgil die ,diana selbst mittanzet3 exercet ,diana choros4 ,sollte nun dieser ,tanz ein gottesdienstlicher ,tanz sein3 zu wessen ,verehrung tanzte ihn die ,diana8 ,zu ihrer eignen8 ,oder zur ,verehrung einer andern ,gottheit8 ,beides ist widersinnig4 ,und wenn die alten ,rmer das ,tanzen berhaupt einer ernsthaften ,person nicht fr sehr anstndig hielten1 muten darum ihre ,dichter die ,gravitt ihres ,volkes auch in die ,sitten der ,gtter bertragen1 die von den ltern griechischen ,dichtern ganz anders festgesetzet waren8 ,wenn ,horaz von der ,venus sagt 7,od4 ,,iv4 lib4 #a73 ,jam ,cytherea choros ducit ,venus1 imminente luna3 ,junctaeque ,nymphis ,gratiae decentes4 ,alterno terram quatiunt pede-- waren dieses auch heilige gottesdienstliche ,tnze8 ,ich verliere zu viele ,worte ber eine solche ,grille4 ,da brigens die ,homerischen ,meisterstcke der ,poesie lter waren als irgendein ,meisterstck der ,kunst2 da ,homer die ,natur eher mit einem malerischen ,auge betrachtet hatte1 als ein ,phidias und ,apelles3 so ist es nicht zu verwundern1 da die ,artisten verschiedene ihnen besonders ntzliche ,bemerkungen1 ehe sie ,zeit hatten1 sie in der ,natur selbst zu machen1 schon bei dem ,homer gemacht fanden1 wo sie dieselben begierig ergriffen1 um durch den ,homer die ,natur nachzuahmen4 ,phidias bekannte1 da die ,zeilen #d73 #d4 ,iliad4 ,a4 v4 #ebh4 ,valerius ,maximus lib4 ,,iii4 cap4 #g4 ,h1 kai kuanehsin ep' ojrusi neuse ,kroniwn ,ambrosiai d' ara caitai eperrwsanto anakto,v1 ,krato,v ap' a,janatoio megan d' elelixen ,olumpon ihm bei seinem olympischen ,jupiter zum ,vorbilde gedienet1 und da ihm nur durch ihre ,hilfe ein gttliches ,antlitz1 propemodum ex ipso coelo petitum1 gelungen sei4 ,wem dieses nichts mehr gesagt heit1 als da die ,phantasie des ,knstlers durch das erhabene ,bild des ,dichters befeuert1 und ebenso erhabener ,vorstellungen fhig gemacht worden1 der1 dnkt mich1 bersieht das ,wesentlichste1 und begngt sich mit etwas ganz ,allgemeinem1 wo sich1 zu einer weit grndlichern ,befriedigung1 etwas sehr ,spezielles angeben lt4 ,soviel ich urteile1 bekannte ,phidias zugleich1 da er in dieser ,stelle zuerst bemerkt habe1 wie viel ,ausdruck in den ,augenbraunen liege1 quanta pars animi #e7 sich in ihnen zeige4 ,vielleicht1 da sie ihn auch auf das ,haar mehr ,flei zu wenden bewegte1 um das einigermaen auszudrcken1 was ,homer ambrosisches ,haar nennet4 ,denn es ist gewi1 da die alten ,knstler vor dem ,phidias das ,sprechende und ,bedeutende der ,mienen wenig verstanden1 und besonders das ,haar sehr vernachlssiget hatten4 ,noch ,myron war in beiden ,stcken tadelhaft1 wie ,plinius anmerkt #f71 und nach ebendemselben war ,pythagoras ,leontinus der erste1 der sich durch ein zierliches ,haar hervortat #g74 ,was ,phidias aus dem ,homer lernte1 lernten die andern ,knstler aus den ,werken des ,phidias4 #e4 ,plinius lib4 ,,xi4 sect4 #ea4 p4 #faf4 ,edit4 ,hard4 #f4 ,idem lib4 ,,xxxiv4 sect4 #ai4 p4 #fea4 ,ipse tamen corporum tenus curiosus1 animi sensus non expressisse videtur1 capillum quoque et pubem non emendatius fecisse1 quam rudis antiquitas instituisset4 #g4 ,ibid4 ,hic primus nervos et venas expressit1 capillumque diligentius4 ,ich will noch ein ,beispiel dieser ,art anfhren1 welches mich allezeit sehr vergngt hat4 ,man erinnere sich1 was ,hogarth ber den ,apollo zu ,belvedere anmerkt #h74 ,dieser ,apollo1 sagt er1 und der ,antinous sind beide in ebendemselben ,palaste zu ,rom zu sehen4 ,wenn aber ,antinous den ,zuschauer mit ,verwunderung erfllet1 so setzet ihn der ,apollo in ,erstaunen2 und zwar1 wie sich die ,reisenden ausdrcken1 durch einen ,anblick1 welcher etwas mehr als ,menschliches zeiget1 welches sie gemeiniglich gar nicht zu beschreiben imstande sind4 ,und diese ,wirkung ist1 sagen sie1 um desto bewundernswrdiger1 da1 wenn man es untersucht1 das ,unproportionierliche daran auch einem gemeinen ,auge klar ist4 ,einer der besten ,bildhauer1 welche wir in ,england haben1 der neulich dahin reisete1 diese ,bildsule zu sehen1 bekrftigte mir das1 was itzo gesagt worden1 besonders1 da die ,fe und ,schenkel1 in ,ansehung der obern ,teile1 zu lang und zu breit sind4 ,und ,andreas ,sacchi1 einer der grten italienischen ,maler1 scheinet eben dieser ,meinung gewesen zu sein1 sonst wrde er schwerlich 7in einem berhmten ,gemlde1 welches itzo in ,england ist7 seinem ,apollo1 wie er den ,tonknstler ,pasquilini krnet1 das vllige ,verhltnis des ,antinous gegeben haben1 da er brigens wirklich eine ,kopie von dem ,apollo zu sein scheinet4 ,ob wir gleich an sehr groen ,werken oft sehen1 da ein geringerer ,teil aus der ,acht gelassen worden1 so kann dieses doch hier der ,fall nicht sein2 denn an einer schnen ,bildsule ist ein richtiges ,verhltnis eine von ihren wesentlichen ,schnheiten4 ,daher ist zu schlieen1 da diese ,glieder mit ,flei mssen sein verlngert worden1 sonst wrde es leicht haben knnen vermieden werden4 ,wenn wir also die ,schnheiten dieser ,figur durch und durch untersuchen1 so werden wir mit ,grunde urteilen1 da das1 was man bisher fr unbeschreiblich vortrefflich an ihrem allgemeinen ,anblicke gehalten1 von dem hergerhret hat1 was ein ,fehler in einem ,teile derselben zu sein geschienen4--,alles dieses ist sehr einleuchtend2 und schon ,homer1 fge ich hinzu1 hat es empfunden und angedeutet1 da es ein erhabenes ,ansehen gibt1 welches blo aus diesem ,zusatze von ,gre in den ,abmessungen der ,fe und ,schenkel entspringet4 ,denn wenn ,antenor die ,gestalt des ,ulysses mit der ,gestalt des ,menelaus vergleichen will1 so lt er ihn sagen #i73 #h4 ,zergliederung der ,schnheit4 ,s4 #dg4 ,berl4 ,ausg4 #i4 ,iliad4 ,g4 #baj4 #baa4 ,stantwn men ,menelao,v upeirecen eurea,v wmou,v1 ,amjw d' ezomenw1 gerarwtero,v hen ,odusseu,v4 ,wann beide standen1 ragte ,menelaus mit den breiten ,schultern hoch hervor2 wann aber beide saen1 war ,ulysses der ,ansehnlichere4 ,da ,ulysses also das ,ansehen im ,sitzen gewann1 welches ,menelaus im ,sitzen verlor1 so ist das ,verhltnis leicht zu bestimmen1 welches beider ,oberleib zu den ,fen und ,schenkeln gehabt4 ,ulysses hatte einen ,zusatz von ,gre in den ,proportionen des erstern1 ,menelaus in den ,proportionen der letztern4 ,,xxiii4 ,ein einziger unschicklicher ,teil kann die bereinstimmende ,wirkung vieler zur ,schnheit stren4 ,doch wird der ,gegenstand darum noch nicht hlich4 ,auch die ,hlichkeit erfodert mehrere unschickliche ,teile1 die wir ebenfalls auf einmal mssen bersehen knnen1 wenn wir dabei das ,gegenteil von dem empfinden sollen1 was uns die ,schnheit empfinden lt4 ,sonach wrde auch die ,hlichkeit1 ihrem ,wesen nach1 kein ,vorwurf der ,poesie sein knnen2 und dennoch hat ,homer die uerste ,hlichkeit in dem ,thersites geschildert1 und sie nach ihren ,teilen nebeneinander geschildert4 ,warum war ihm bei der ,hlichkeit vergnnet1 was er bei der ,schnheit so einsichtsvoll sich selbst untersagte8 ,wird die ,wirkung der ,hlichkeit1 durch die aufeinanderfolgende ,enumeration ihrer ,elemente1 nicht ebensowohl gehindert1 als die ,wirkung der ,schnheit durch die hnliche ,enumeration ihrer ,elemente vereitelt wird8 ,allerdings wird sie das2 aber hierin liegt auch die ,rechtfertigung des ,homers4 ,eben weil die ,hlichkeit in der ,schilderung des ,dichters zu einer minder widerwrtigen ,erscheinung krperlicher ,unvollkommenheiten wird1 und gleichsam1 von der ,seite ihrer ,wirkung1 ,hlichkeit zu sein aufhret1 wird sie dem ,dichter brauchbar2 und was er vor sich selbst nicht nutzen kann1 nutzt er als ein ,ingrediens1 um gewisse vermischte ,empfindungen hervorzubringen und zu verstrken1 mit welchen er uns1 in ,ermangelung rein angenehmer ,empfindungen1 unterhalten mu4 ,diese vermischte ,empfindungen sind das ,lcherliche1 und das ,schreckliche4 ,homer macht den ,thersites hlich1 um ihn lcherlich zu machen4 ,er wird aber nicht durch seine bloe ,hlichkeit lcherlich2 denn ,hlichkeit ist ,unvollkommenheit1 und zu dem ,lcherlichen wird ein ,kontrast von ,vollkommenheiten und ,unvollkommenheiten erfodert #a74 ,dieses ist die ,erklrung meines ,freundes1 zu der ich hinzusetzen mchte1 da dieser ,kontrast nicht zu krall und zu schneidend sein mu1 da die ,opposita1 um in der ,sprache der ,maler fortzufahren1 von der ,art sein mssen1 da sie sich ineinander verschmelzen lassen4 ,der weise und rechtschaffene ,aesop wird dadurch1 da man ihm die ,hlichkeit des ,thersites gegeben1 nicht lcherlich4 ,es war eine alberne ,mnchsfratze1 das ,geloion seiner lehrreichen ,mrchen1 vermittelst der ,ungestaltheit auch in seine ,person verlegen zu wollen4 ,denn ein migebildeter ,krper und eine schne ,seele sind wie l und ,essig1 die1 wenn man sie schon ineinander schlgt1 fr den ,geschmack doch immer getrennet bleiben4 ,sie gewhren kein ,drittes2 der ,krper erweckt ,verdru1 die ,seele ,wohlgefallen2 jedes das seine fr sich4 ,nur wenn der migebildete ,krper zugleich gebrechlich und krnklich ist1 wenn er die ,seele in ihren ,wirkungen hindert1 wenn er die ,quelle nachteiliger ,vorurteile gegen sie wird3 alsdenn flieen ,verdru und ,wohlgefallen ineinander2 aber die neue daraus entspringende ,erscheinung ist nicht ,lachen1 sondern ,mitleid1 und der ,gegenstand1 den wir ohne dieses nur hochgeachtet htten1 wird interessant4 ,der migebildete gebrechliche ,pope mute seinen ,freunden weit interessanter sein1 als der schne und gesunde ,wycherley den seinigen4 --,so wenig aber ,thersites durch die bloe ,hlichkeit lcherlich wird1 ebensowenig wrde er es ohne dieselbe sein4 ,die ,hlichkeit2 die bereinstimmung dieser ,hlichkeit mit seinem ,charakter2 der ,widerspruch1 den beide mit der ,idee machen1 die er von seiner eigenen ,wichtigkeit heget2 die unschdliche1 ihn allein demtigende ,wirkung seines boshaften ,geschwtzes3 alles mu zusammen zu diesem ,zwecke wirken4 ,der letztere ,umstand ist das ,ou j,jartikon1 welches ,aristoteles #b7 unumgnglich zu dem ,lcherlichen verlanget2 so wie es auch mein ,freund zu einer notwendigen ,bedingung macht1 da jener ,kontrast von keiner ,wichtigkeit sein1 und uns nicht sehr interessieren msse4 ,denn man nehme auch nur an1 da dem ,thersites selbst seine hmische ,verkleinerung des ,agamemnons teurer zu stehen gekommen wre1 da er sie1 anstatt mit ein paar blutigen ,schwielen1 mit dem ,leben bezahlen mssen3 und wir wrden aufhren1 ber ihn zu lachen4 ,denn dieses ,scheusal von einem ,menschen ist doch ein ,mensch1 dessen ,vernichtung uns stets ein greres bel scheinet1 als alle seine ,gebrechen und ,laster4 ,um die ,erfahrung hiervon zu machen1 lese man sein ,ende bei dem ,quintus ,calaber #c74 ,achilles bedauert1 die ,penthesilea gettet zu haben3 die ,schnheit in ihrem ,blute1 so tapfer vergossen1 fodert die ,hochachtung und das ,mitleid des ,helden2 und ,hochachtung und ,mitleid werden ,liebe4 ,aber der schmhschtige ,thersites macht ihm diese ,liebe zu einem ,verbrechen4 ,er eifert wider die ,wollust1 die auch den wackersten ,mann zu ,unsinnigkeiten verleite2 #a4 ,philos4 ,schriften des ,hrn4 ,moses ,mendelssohn ,t4 ,,ii4 ,s4 #bc4 #b4 ,de poetica cap4 ,v4 #c4 ,paralipom4 lib4 ,i4 v4 #gbj-gge4 --ht' ajrona jvta ti,jhsi ,kai pinuton per eonta4-- ,achilles ergrimmt1 und ohne ein ,wort zu versetzen1 schlgt er ihn so unsanft zwischen ,back' und ,ohr1 da ihm ,zhne1 und ,blut und ,seele mit eins aus dem ,halse strzen4 ,zu grausam6 ,der jachzornige mrderische ,achilles wird mir verhater1 als der tckische knurrende ,thersites2 das ,freudengeschrei1 welches die ,griechen ber diese ,tat erheben1 beleidiget mich2 ich trete auf die ,seite des ,diomedes1 der schon das ,schwert zucket1 seinen ,anverwandten an dem ,mrder zu rchen3 denn ich empfinde es1 da ,thersites auch mein ,anverwandter ist1 ein ,mensch4 ,gesetzt aber gar1 die ,verhetzungen des ,thersites wren in ,meuterei ausgebrochen1 das aufrhrerische ,volk wre wirklich zu ,schiffe gegangen und htte seine ,heerfhrer verrterisch zurckgelassen1 die ,heerfhrer wren hier einem rachschtigen ,feinde in die ,hnde gefallen1 und dort htte ein gttliches ,strafgerichte ber ,flotte und ,volk ein gnzliches ,verderben verhangen3 wie wrde uns alsdenn die ,hlichkeit des ,thersites erscheinen8 ,wenn unschdliche ,hlichkeit lcherlich werden kann1 so ist schdliche ,hlichkeit allezeit schrecklich4 ,ich wei dieses nicht besser zu erlutern1 als mit ein paar vortrefflichen ,stellen des ,shakespeare3 ,edmund1 der ,bastard des ,grafen von ,gloster1 im ,knig ,lear1 ist kein geringerer ,bsewicht1 als ,richard1 ,herzog von ,gloucester1 der sich durch die abscheulichsten ,verbrechen den ,weg zum ,throne bahnte1 den er unter dem ,namen ,richard der ,dritte bestieg4 ,aber wie kommt es1 da jener bei weitem nicht so viel ,schaudern und ,entsetzen erwecket als dieser8 ,wenn ich den ,bastard sagen hre #d73 #d4 ,king ,lear4 ,act4 ,i4 ,sc4 ,,ii4 ,thou1 nature1 art my goddess1 to thy law ,my services are bound2 wherefore should ,i ,stand in the plague of custom1 and permit ,the courtesy of nations to deprive me1 ,for that ,i am some twelve1 or fourteen moonshines ,lag of a brother8 ,why bastard8 wherefore base8 ,when my dimensions are as well compact1 ,my mind as gen'rous1 and my shape as true ,as honest madam's issue8 ,why brand they thus ,with base8 with baseness8 bastardy1 base8 base8 ,who1 in the lusty stealth of nature1 take ,more composition and fierce quality1 ,than doth1 within a dull1 stale1 tired bed1 ,go to creating1 a whole tribe of fops1 ,got' 'tween a-sleep and wake8 so hre ich einen ,teufel1 aber ich sehe ihn in der ,gestalt eines ,engels des ,lichts4 ,hre ich hingegen den ,grafen von ,gloucester sagen #e73 #e4 ,the life and death of ,richard ,,iii4 ,act4 ,i4 ,sc4 #a4 ,but ,i1 that am not shap'd for sportive tricks ,nor made to court an am'rous looking-glass1 ,i1 that am rudely stampt1 and want love's majesty ,to strut before a wanton1 ambling nymph2 ,i1 that am curtail'd of this fair proportion1 ,cheated of feature by dissembling nature1 ,deform'd1 unfinish'd1 sent before my time ,into this breathing world1 scarce half made up1 ,and that so lamely and unfashionably1 ,that dogs bark at me1 as ,i halt by them3 ,why ,i 7in this weak piping time of peace7 ,have no delight to pass away the time2 ,unless to spy my shadow in the sun1 ,and descant on mine own deformity4 ,and therefore1 since ,i cannot prove a lover1 ,to entertain these fair well-spoken days1 ,i am determined1 to prove a villain6 so hre ich einen ,teufel1 und sehe einen ,teufel2 in einer ,gestalt1 die der ,teufel allein haben sollte4 ,,xxiv4 ,so nutzt der ,dichter die ,hlichkeit der ,formen3 welchen ,gebrauch ist dem ,maler davon zu machen vergnnet8 ,die ,malerei1 als nachahmende ,fertigkeit1 kann die ,hlichkeit ausdrcken2 die ,malerei1 als schne ,kunst1 will sie nicht ausdrcken4 ,als jener1 gehren ihr alle sichtbare ,gegenstnde zu2 als diese1 schliet sie sich nur auf diejenigen sichtbaren ,gegenstnde ein1 welche angenehme ,empfindungen erwecken4 ,aber gefallen nicht auch die unangenehmen ,empfindungen in der ,nachahmung8 ,nicht alle4 ,ein scharfsinniger ,kunstrichter #a7 hat dieses bereits von dem ,ekel bemerkt4 ,die ,vorstellungen der ,furcht1 sagt er1 der ,traurigkeit1 des ,schreckens1 des ,mitleids usw4 knnen nur ,unlust erregen1 insoweit wir das bel fr wirklich halten4 ,diese knnen also durch die ,erinnerung1 da es ein knstlicher ,betrug sei1 in angenehme ,empfindungen aufgelset werden4 ,die widrige ,empfindung des ,ekels aber erfolgt1 vermge des ,gesetzes der ,einbildungskraft auf die bloe ,vorstellung in der ,seele1 der ,gegenstand mag fr wirklich gehalten werden1 oder nicht4 ,was hilft's dem beleidigten ,gemte also1 wenn sich die ,kunst der ,nachahmung noch so sehr verrt8 ,ihre ,unlust entsprang nicht aus der ,voraussetzung1 da das bel wirklich sei1 sondern aus der bloen ,vorstellung desselben1 und diese ist wirklich da4 ,die ,empfindungen des ,ekels sind also allezeit ,natur1 niemals ,nachahmung4 #a4 ,briefe die neueste ,literatur betreffend1 ,t4 ,v4 ,s4 #ajb4 ,eben dieses gilt von der ,hlichkeit der ,formen4 ,diese ,hlichkeit beleidiget unser ,gesicht1 widerstehet unserm ,geschmacke an ,ordnung und bereinstimmung1 und erwecket ,abscheu1 ohne ,rcksicht auf die wirkliche ,existenz des ,gegenstandes1 an welchem wir sie wahrnehmen4 ,wir mgen den ,thersites weder in der ,natur noch im ,bilde sehen2 und wenn schon sein ,bild weniger mifllt1 so geschieht dieses doch nicht deswegen1 weil die ,hlichkeit seiner ,form in der ,nachahmung ,hlichkeit zu sein aufhret1 sondern weil wir das ,vermgen besitzen1 von dieser ,hlichkeit zu abstrahieren1 und uns blo an der ,kunst des ,malers zu vergngen4 ,aber auch dieses ,vergngen wird alle ,augenblicke durch die berlegung unterbrochen1 wie bel die ,kunst angewendet worden1 und diese berlegung wird selten fehlen1 die ,geringschtzung des ,knstlers nach sich zu ziehen4 ,aristoteles gibt eine andere ,ursache an #b71 warum ,dinge1 die wir in der ,natur mit ,widerwillen erblicken1 auch in der getreuesten ,abbildung ,vergngen gewhren2 die allgemeine ,wibegierde des ,menschen4 ,wir freuen uns1 wenn wir entweder aus der ,abbildung lernen knnen1 ti ekaston1 was ein jedes ,ding ist1 oder wenn wir daraus schlieen knnen1 oti outo,v ekeino,v1 da es dieses oder jenes ist4 ,allein auch hieraus folget1 zum ,besten der ,hlichkeit in der ,nachahmung1 nichts4 ,das ,vergngen1 welches aus der ,befriedigung unserer ,wibegierde entspringt1 ist momentan1 und dem ,gegenstande1 ber welchen sie befriediget wird1 nur zufllig2 das ,mivergngen hingegen1 welches den ,anblick der ,hlichkeit begleitet1 permanent1 und dem ,gegenstande1 der es erweckt1 wesentlich4 ,wie kann also jenes diesem das ,gleichgewicht halten8 ,noch weniger kann die kleine angenehme ,beschftigung1 welche uns die ,bemerkung der hnlichkeit macht1 die unangenehme ,wirkung der ,hlichkeit besiegen4 ,je genauer ich das hliche ,nachbild mit dem hlichen ,urbilde vergleiche1 desto mehr stelle ich mich dieser ,wirkung blo1 so da das ,vergngen der ,vergleichung gar bald verschwindet1 und mir nichts als der widrige ,eindruck der verdoppelten ,hlichkeit brig bleibet4 ,nach den ,beispielen1 welche ,aristoteles gibt1 zu urteilen1 scheinet es1 als habe er auch selbst die ,hlichkeit der ,formen nicht mit zu den miflligen ,gegenstnden rechnen wollen1 die in der ,nachahmung gefallen knnen4 ,diese ,beispiele sind3 reiende ,tiere und ,leichname4 ,reiende ,tiere erregen ,schrecken1 wenn sie auch nicht hlich sind2 und dieses ,schrecken1 nicht ihre ,hlichkeit1 ist es1 was durch die ,nachahmung in angenehme ,empfindung aufgelset wird4 ,so auch mit den ,leichnamen2 das schrfere ,gefhl des ,mitleids1 die schreckliche ,erinnerung an unsere eigene ,vernichtung ist es1 welche uns einen ,leichnam in der ,natur zu einem widrigen ,gegenstande macht2 in der ,nachahmung aber verlieret jenes ,mitleid1 durch die berzeugung des ,betrugs1 das ,schneidende1 und von dieser fatalen ,erinnerung kann uns ein ,zusatz von schmeichelhaften ,umstnden entweder gnzlich abziehen1 oder sich so unzertrennlich mit ihr vereinen1 da wir mehr ,wnschenswrdiges als ,schreckliches darin zu bemerken glauben4 #b4 ,de poetica cap4 ,,iv4 ,da also die ,hlichkeit der ,formen1 weil die ,empfindung1 welche sie erregt1 unangenehm1 und doch nicht von derjenigen ,art unangenehmer ,empfindungen ist1 welche sich durch die ,nachahmung in angenehme verwandeln1 an und vor sich selbst kein ,vorwurf der ,malerei1 als schner ,kunst1 sein kann3 so kme es noch darauf an1 ob sie ihr1 nicht ebensowohl wie der ,poesie1 als ,ingrediens1 um andere ,empfindungen zu verstrken1 ntzlich sein knne4 ,darf die ,malerei1 zu ,erreichung des ,lcherlichen und ,schrecklichen1 sich hlicher ,formen bedienen8 ,ich will es nicht wagen1 so gradezu mit ,nein hierauf zu antworten4 ,es ist unleugbar1 da unschdliche ,hlichkeit auch in der ,malerei lcherlich werden kann2 besonders wenn eine ,affektation nach ,reiz und ,ansehen damit verbunden wird4 ,es ist ebenso unstreitig1 da schdliche ,hlichkeit1 so wie in der ,natur1 also auch im ,gemlde ,schrecken erwecket2 und da jenes ,lcherliche und dieses ,schreckliche1 welches schon vor sich vermischte ,empfindungen sind1 durch die ,nachahmung einen neuen ,grad von ,anzglichkeit und ,vergngung erlangen4 ,ich mu aber zu bedenken geben1 da demohngeachtet sich die ,malerei hier nicht vllig mit der ,poesie in gleichem ,falle befindet4 ,in der ,poesie1 wie ich angemerket1 verlieret die ,hlichkeit der ,form1 durch die ,vernderung ihrer koexistierenden ,teile in sukzessive1 ihre widrige ,wirkung fast gnzlich2 sie hret von dieser ,seite gleichsam auf1 ,hlichkeit zu sein1 und kann sich daher mit andern ,erscheinungen desto inniger verbinden1 um eine neue besondere ,wirkung hervorzubringen4 ,in der ,malerei hingegen hat die ,hlichkeit alle ihre ,krfte beisammen1 und wirket nicht viel schwcher1 als in der ,natur selbst4 ,unschdliche ,hlichkeit kann folglich nicht wohl lange lcherlich bleiben2 die unangenehme ,empfindung gewinnet die ,oberhand1 und was in den ersten ,augenblicken possierlich war1 wird in der ,folge blo abscheulich4 ,nicht anders gehet es mit der schdlichen ,hlichkeit2 das ,schreckliche verliert sich nach und nach1 und das ,unfrmliche bleibt allein und unvernderlich zurck4 ,dieses berlegt1 hatte der ,graf ,caylus vollkommen recht1 die ,episode des ,thersites aus der ,reihe seiner ,homerischen ,gemlde wegzulassen4 ,aber hat man darum auch recht1 sie aus dem ,homer selbst wegzuwnschen8 ,ich finde ungern1 da ein ,gelehrter1 von sonst sehr richtigem und feinem ,geschmacke1 dieser ,meinung ist #c74 ,ich verspare es auf einen andern ,ort1 mich weitlufiger darber zu erklren4 #c4 ,klotzii epistolae ,homericae1 p4 #cb4 et seq4 ,,xxv4 ,auch der zweite ,unterschied1 welchen der angefhrte ,kunstrichter zwischen dem ,ekel und andern unangenehmen ,leidenschaften der ,seele findet1 uert sich bei der ,unlust1 welche die ,hlichkeit der ,formen in uns erwecket4 ,andere unangenehme ,leidenschaften1 sagte er #a71 knnen auch auer der ,nachahmung1 in der ,natur selbst1 dem ,gemte fters schmeicheln1 indem sie niemals reine ,unlust erregen1 sondern ihre ,bitterkeit allezeit mit ,wollust vermischen4 ,unsere ,furcht ist selten von aller ,hoffnung entblt2 der ,schrecken belebt alle unsere ,krfte1 der ,gefahr auszuweichen2 der ,zorn ist mit der ,begierde sich zu rchen1 die ,traurigkeit mit der angenehmen ,vorstellung der vorigen ,glckseligkeit verknpft1 und das ,mitleiden ist von den zrtlichen ,empfindungen der ,liebe und ,zuneigung unzertrennlich4 ,die ,seele hat die ,freiheit1 sich bald bei dem vergnglichen1 bald bei dem widrigen ,teile einer ,leidenschaft zu verweilen1 und sich eine ,vermischung von ,lust und ,unlust selbst zu schaffen1 die reizender ist1 als das lauterste ,vergngen4 ,es braucht nur sehr wenig ,achtsamkeit auf sich selber1 um dieses vielfltig beobachtet zu haben2 und woher kme es denn sonst1 da dem ,zornigen sein ,zorn1 dem ,traurigen seine ,unmut lieber ist1 als alle freudige ,vorstellungen1 dadurch man ihn zu beruhigen gedenket8 ,ganz anders aber verhlt es sich mit dem ,ekel und den ihm verwandten ,empfindungen4 ,die ,seele erkennet in demselben keine merkliche ,vermischung von ,lust4 ,das ,mivergngen gewinnet die ,oberhand1 und daher ist kein ,zustand1 weder in der ,natur noch in der ,nachahmung1 zu erdenken1 in welchem das ,gemt nicht von diesen ,vorstellungen mit ,widerwillen zurckweichen sollte4 #a4 ,klotzii epistolae ,homericae1 p4 #ajc4 ,vollkommen richtig2 aber da der ,kunstrichter selbst1 noch andere mit dem ,ekel verwandten ,empfindungen erkennet1 die gleichfalls nichts als ,unlust gewhren1 welche kann ihm nher verwandt sein1 als die ,empfindung des ,hlichen in den ,formen8 ,auch diese ist in der ,natur ohne die geringste ,mischung von ,lust2 und da sie deren ebensowenig durch die ,nachahmung fhig wird1 so ist auch von ihr kein ,zustand zu erdenken1 in welchem das ,gemt von ihrer ,vorstellung nicht mit ,widerwillen zurckweichen sollte4 ,ja dieser ,widerwille1 wenn ich anders mein ,gefhl sorgfltig genug untersucht habe1 ist gnzlich von der ,natur des ,ekels4 ,die ,empfindung1 welche die ,hlichkeit der ,form begleitet1 ist ,ekel1 nur in einem geringern ,grade4 ,dieses streitet zwar mit einer andern ,anmerkung des ,kunstrichters1 nach welcher er nur die allerdunkelsten ,sinne1 den ,geschmack1 den ,geruch und das ,gefhl1 dem ,ekel ausgesetzet zu sein glaubet4 ,jene beide sagt er1 durch eine bermige ,sigkeit1 und dieses durch eine allzugroe ,weichheit der ,krper1 die den berhrenden ,fibern nicht genugsam widerstehen4 ,diese ,gegenstnde werden sodann auch dem ,gesichte unertrglich1 aber blo durch die ,assoziation der ,begriffe1 indem wir uns des ,widerwillens erinnern1 den sie dem ,geschmacke1 dem ,geruche oder dem ,gefhle verursachen4 ,denn eigentlich zu reden1 gibt es keine ,gegenstnde des ,ekels fr das ,gesicht4 ,doch mich dnkt1 es lassen sich dergleichen allerdings nennen4 ,ein ,feuermal in dem ,gesichte1 eine ,hasenscharte1 eine gepletschte ,nase mit vorragenden ,lchern1 ein gnzlicher ,mangel der ,augenbraunen1 sind ,hlichkeiten1 die weder dem ,geruche1 noch dem ,geschmacke1 noch dem ,gefhle zuwider sein knnen4 ,gleichwohl ist es gewi1 da wir etwas dabei empfinden1 welches dem ,ekel schon viel nher kmmt1 als das1 was uns andere ,unfrmlichkeiten des ,krpers1 ein krummer ,fu1 ein hoher ,rcken1 empfinden lassen2 je zrtlicher das ,temperament ist1 desto mehr werden wir von den ,bewegungen in dem ,krper dabei fhlen1 welche vor dem ,erbrechen vorhergehen4 ,nur da diese ,bewegungen sich sehr bald wieder verlieren1 und schwerlich ein wirkliches ,erbrechen erfolgen kann2 wovon man allerdings die ,ursache darin zu suchen hat1 da es ,gegenstnde des ,gesichts sind1 welches in ihnen1 und mit ihnen zugleich1 eine ,menge ,realitten wahrnimmt1 durch deren angenehme ,vorstellungen jene unangenehme so geschwcht und verdunkelt wird1 da sie keinen merklichen ,einflu auf den ,krper haben kann4 ,die dunkeln ,sinne hingegen1 der ,geschmack1 der ,geruch1 das ,gefhl1 knnen dergleichen ,realitten1 indem sie von etwas ,widerwrtigem gerhret werden1 nicht mitbemerken2 das ,widerwrtige wirkt folglich allein und in seiner ganzen ,strke1 und kann nicht anders als auch in dem ,krper von einer weit heftigern ,erschtterung begleitet sein4 brigens verhlt sich auch zur ,nachahmung das ,ekelhafte vollkommen so1 wie das ,hliche4 ,ja1 da seine unangenehme ,wirkung die heftigere ist1 so kann es noch weniger als das ,hliche an und vor sich selbst ein ,gegenstand weder der ,poesie1 noch der ,malerei werden4 ,nur weil es ebenfalls durch den wrtlichen ,ausdruck sehr gemildert wird1 getrauete ich mich doch wohl zu behaupten1 da der ,dichter1 wenigstens einige ekelhafte ,zge als ein ,ingrediens zu den nmlichen vermischten ,empfindungen brauchen knne1 die er durch das ,hliche mit so gutem ,erfolge verstrket4 ,das ,ekelhafte kann das ,lcherliche vermehren2 oder ,vorstellungen der ,wrde1 des ,anstandes1 mit dem ,ekelhaften in ,kontrast gesetzet1 werden lcherlich4 ,exempel hiervon lassen sich bei dem ,aristophanes in ,menge finden4 ,das ,wiesel fllt mir ein1 welches den guten ,sokrates in seinen astronomischen ,beschauungen unterbrach #b74 #b4 ,nubes v4 #afi-agd4 ,,maq4 ,prwhn de ge gnwmhn megalhn ajhre,jh ,up' askalabwtou4 ,,str4 ,tina tropon2 kateipe moi4 ,,maq4 ,zhtounto,v autou th,v selhnh,v tas odou,v ,kai ta,v perijora,v1 eit' anw kechnoto,v ,apo th,v orojh,v nuktwr galewth,v katecesen4 ,,str4 ,hs,jhn galewth katacesanti ,swkratou,v4 ,man lasse es nicht ekelhaft sein1 was ihm in den offenen ,mund fllt1 und das ,lcherliche ist verschwunden4 ,die drolligsten ,zge von dieser ,art hat die hottentottische ,erzhlung3 ,tquassouw und ,knonmquaiha1 in dem ,kenner1 einer englischen ,wochenschrift voller ,laune1 die man dem ,lord ,chesterfield zuschreibet4 ,man wei1 wie schmutzig die ,hottentotten sind2 und wie vieles sie fr schn und zierlich und heilig halten1 was uns ,ekel und ,abscheu erwecket4 ,ein gequetschter ,knorpel von ,nase1 schlappe bis auf den ,nabel herabhngende ,brste1 den ganzen ,krper mit einer ,schminke aus ,ziegenfett und ,ru an der ,sonne durchbeizet1 die ,haarlocken von ,schmer triefend1 ,fe und ,arme mit frischem ,gedrme umwunden3 dies denke man sich an dem ,gegenstande einer feurigen1 ehrfurchtsvollen1 zrtlichen ,liebe2 dies hre man in der edeln ,sprache des ,ernstes und der ,bewunderung ausgedrckt1 und enthalte sich des ,lachens #c76 #c4 ,the ,connoisseur1 ,vol4 ,i4 ,no4 #ba4 ,von der ,schnheit der ,knonmquaiha heit es3 ,he was struck with the glossy hue of her complexion1 which shone like the jetty down on the black hogs of ,hessaqua2 he was ravished with the prest gristle of her nose2 and his eys dwelt with admiration on the flaccid beauties of her breasts1 which descended to her navel4 ,und was trug die ,kunst bei1 so viel ,reize in ihr vorteilhaftes ,licht zu setzen8 ,she made a varnish of the fat of goats mixed with soot1 with which she anointed her whole body1 as she stood beneath the rays of the sun2 her locks were clotted with melted grease1 and powdered with the yellow dust of ,buchu2 her face1 which shone like the polished ebony1 was beautifully varied with spots of red earth1 and appeared like the sable curtain of the night bespangled with stars3 she sprinkled her limbs with woodashes1 and perfumed them with the dung of ,stinkbingsem4 ,her arms and legs were entwined with the shining entrails of an heifer3 from her neck there hung a pouch composed of the stomach of a kid3 the wings of an ostrich overshadowed the fleshy promontories behind2 and before she wore an apron formed of the shaggy ears of a lion4 ,ich fge noch die ,zeremonie der ,zusammengebung des verliebten ,paares hinzu3 ,the ,surri or chief priest approached them1 and in a deep voice chanted the nuptial rites to the melodious grumbling of the ,gom-,gom2 and at the same time 7according to the manner of ,caffraria7 bedewed them plentifully with the urinary benediction4 ,the bride and bridegroom rubbed in the precious stream with extasy1 while the briny drops trikled from their bodies2 like the oozy surge from the rocks of ,chirigriqua4 ,mit dem ,schrecklichen scheinet sich das ,ekelhafte noch inniger vermischen zu knnen4 ,was wir das ,grliche nennen1 ist nichts als ein ekelhaftes ,schreckliche4 ,dem ,longin #d7 mifllt zwar in dem ,bilde der ,traurigkeit beim ,hesiodus #e7 das ,th,v ek men rinvn muxai reon2 doch mich dnkt1 nicht sowohl weil es ein ekler ,zug ist1 als weil es ein blo ekler ,zug ist1 der zum ,schrecklichen nichts beitrgt4 ,denn die langen ber die ,finger hervorragenden ,ngel 7makroi d' onuce,v ceiressin uphsan7 scheinet er nicht tadeln zu wollen4 ,gleichwohl sind lange ,ngel nicht viel weniger ekel1 als eine flieende ,nase4 ,aber die langen ,ngel sind zugleich schrecklich2 denn sie sind es1 welche die ,wangen zerfleischen1 da das ,blut davon auf die ,erde rinnet3 #d4 ,peri uyou,v1 tmhma h1 p4 #ah4 edit4 ,t4 ,fabri4 #e4 ,scut4 ,hercul4 v4 #bff4 --ek de pareivn ,aim' apeleibet' eraze-- ,hingegen eine flieende ,nase1 ist weiter nichts als eine flieende ,nase2 und ich rate der ,traurigkeit nur1 das ,maul zuzumachen4 ,man lese bei dem ,sophokles die ,beschreibung der den ,hhle des unglcklichen ,philoktet4 ,da ist nichts von ,lebensmitteln1 nichts von ,bequemlichkeiten zu sehen2 auer eine zertretene ,streu von drren ,blttern1 ein unfrmlicher hlzerner ,becher1 ein ,feuergert4 ,der ganze ,reichtum des kranken verlassenen ,mannes6 ,womit vollendet der ,dichter dieses traurige frchterliche ,gemlde4 ,mit einem ,zusatze von ,ekel4 ,ha6 fhrt ,neoptolem auf einmal zusammen1 hier trockenen zerrissene ,lappen voll ,blut und ,eiter #f76 #f4 ,philoct4 v4 #ca-ci4 ,,ne4 ,orv kenhn oikhsin an,jrwpwn dica4 ,,od4 ,oud' endon oikopoio,v esti ti,v trojh2 ,,ne4 ,steipth ge julla,v w,v enaulizonti tw4 ,,od4 ,ta d' all' erhma1 kouden es,j' upostegon2 ,,ne4 ,autoxulon g' ekpwma1 jaulourgou tino,v ,tecnhmat' andro,v1 kai purei' omou tade4 ,,od4 ,keinou to ,jhsaurisma shmainei,v tode4 ,,ne4 ,iou1 iou kai tauta g' alla ,jalpetai ,rakh1 bareia,v tou noshleia,v plea4 ,so wird auch beim ,homer der geschleifte ,hektor1 durch das von ,blut und ,staub entstellte ,gesicht1 und zusammenverklebte ,haar1 ,squallentem barbam et concretos sanguine crines1 7wie es ,virgil ausdrckt #g77 ein ekler ,gegenstand1 aber eben dadurch um so viel schrecklicher1 um so viel rhrender4 ,wer kann die ,strafe des ,marsyas1 beim ,ovid1 sich ohne ,empfindung des ,ekels denken #h78 #g4 ,aeneid4 lib4 ,,ii4 v4 #bgg4 #h4 ,metamorph4 ,,vi4 v4 #chg4 ,clamanti cutis est summos derepta per artus3 ,nec quidquam1 nisi vulnus erat3 cruor undique manat3 ,detectique patent nervi3 trepidaeque sine ulla ,pelle micant venae3 salientia viscera possis1 ,et perlucentes numerare in pectore fibras4 ,aber wer empfindet auch nicht1 da das ,ekelhafte hier an seiner ,stelle ist8 ,es macht das ,schreckliche grlich2 und das ,grliche ist selbst in der ,natur1 wenn unser ,mitleid dabei interessieret wird1 nicht ganz unangenehm2 wie viel weniger in der ,nachahmung8 ,ich will die ,exempel nicht hufen4 ,doch dieses mu ich noch anmerken1 da es eine ,art von ,schrecklichem gibt1 zu dem der ,weg dem ,dichter fast einzig und allein durch das ,ekelhafte offen stehet4 ,es ist das ,schreckliche des ,hungers4 ,selbst im gemeinen ,leben drcken wir die uerste ,hungersnot nicht anders als durch die ,erzhlungen aller der unnahrhaften1 ungesunden und besonders ekeln ,dinge aus1 mit welchen der ,magen befriediget werden mssen4 ,da die ,nachahmung nichts von dem ,gefhle des ,hungers selbst in uns erregen kann1 so nimmt sie zu einem andern unangenehmen ,gefhle ihre ,zuflucht1 welches wir im ,falle des empfindlichsten ,hungers fr das kleinere bel erkennen4 ,dieses sucht sie zu erregen1 um uns aus der ,unlust desselben schlieen zu lassen1 wie stark jene ,unlust sein msse1 bei der wir die gegenwrtige gern aus der ,acht schlagen wrden4 ,ovid sagt von der ,oreade1 welche ,ceres an den ,hunger abschickte #i73 #i4 ,ibid4 lib4 ,,viii4 v4 #hji4 ,hanc 7famem7 procul ut vidit-- --refert mandata deae2 paulumque morata1 ,quanquam aberat longe1 quanquam modo venerat illuc1 ,visa tamen sensisse famem-- ,eine unnatrliche bertreibung6 ,der ,anblick eines ,hungrigen1 und wenn es auch der ,hunger selbst wre1 hat diese ansteckende ,kraft nicht2 ,erbarmen1 und ,greul1 und ,ekel1 kann er empfinden lassen1 aber keinen ,hunger4 ,diesen ,greul hat ,ovid in dem ,gemlde der ,fames nicht gesparet1 und in dem ,hunger des ,eresichthons sind1 sowohl bei ihm1 als bei dem ,kallimachus #aj71 die ekelhaften ,zge die strksten4 ,nachdem ,eresichthon alles aufgezehret1 und auch der ,opferkuh nicht verschonet hatte1 die seine ,mutter der ,vesta aufftterte1 lt ihn ,kallimachus ber ,pferde und ,katzen herfallen1 und auf den ,straen die ,brocken und schmutzigen berbleibsel von fremden ,tischen betteln3 #aj4 ,hym4 in ,cererem4 v4 #aji-aaf4 ,kai tan bvn ejagen1 tan ,estia etreje mathr1 ,kai ton ae,jlojoron kai ton polemhion ippon1 ,kai tan ailouron1 tan etreme ,jeria mikka-- ,kai to,j' o tv basilho,v eni triodoisi ka,jhsto ,aitizwn akolw,v te kai ekbola lumata daito,v-- ,und ,ovid lt ihn zuletzt die ,zhne in seine eigene ,glieder setzen1 um seinen ,leib mit seinem ,leibe zu nhren4 ,vis tamen illa mali postquam consumserat omnem ,materiam-- ,ipse suos artus lacero divellere morsu ,coepit2 et infelix minuendo corpus alebat4 ,nur darum waren die hlichen ,harpyen so stinkend1 so unfltig1 da der ,hunger1 welchen ihre ,entfhrung der ,speisen bewirken sollte1 desto schrecklicher wrde4 ,man hre die ,klage des ,phineus1 beim ,apollonius #aa73 #aa4 ,argonaut4 lib4 ,,ii4 v4 #bbh-bcc4 ,tut,jon d' hn ara dh pot' edhtuo,v ammi lipwsi1 ,pnei tode mudaleon te kai ou tlhton meno,v odmh,v4 ,ou ke ti,v oude minun,ja brotvn anscoito pelassa,v1 ,oud' ei oi adamanto,v elhlamenon kear eih4 ,alla me pikrh dhta ke daito,v episcei anagkh ,mimnein1 kai mimnonta kakh en gasteri ,jes,jai4 ,ich mchte gern aus diesem ,gesichtspunkte die ekele ,einfhrung der ,harpyen beim ,virgil entschuldigen2 aber es ist kein wirklicher gegenwrtiger ,hunger1 den sie verursachen1 sondern nur ein instehender1 den sie prophezeien2 und noch dazu lset sich die ganze ,prophezeiung endlich in ein ,wortspiel auf4 ,auch ,dante bereitet uns nicht nur auf die ,geschichte von der ,verhungerung des ,ugolino1 durch die ekelhafteste1 grlichste ,stellung1 in die er ihn mit seinem ehemaligen ,verfolger in der ,hlle setzet2 sondern auch die ,verhungerung selbst ist nicht ohne ,zge des ,ekels1 der uns besonders da sehr merklich berfllt1 wo sich die ,shne dem ,vater zur ,speise anbieten4 ,in der ,note will ich noch eine ,stelle aus einem ,schauspiele von ,beaumont und ,fletcher anfhren1 die statt aller andern ,beispiele htte sein knnen1 wenn ich sie nicht fr ein wenig zu bertrieben erkennen mte #ab74 #ab4 ,the ,sea-,voyage ,act4 ,,iii4 ,sc4 #a4 ,ein franzsischer ,seeruber wird mit seinem ,schiffe an eine wste ,insel verschlagen4 ,habsucht und ,neid entzweien seine ,leute und schaffen ein paar ,elenden1 welche auf dieser ,insel geraume ,zeit der uersten ,not ausgesetzt gewesen1 ,gelegenheit1 mit dem ,schiffe in die ,see zu stechen4 ,alles ,vorrates an ,lebensmitteln sonach auf einmal beraubet1 sehen jene ,nichtswrdige gar bald den schmhlichsten ,tod vor ,augen1 und einer drckt gegen den andern seinen ,hunger und seine ,verzweiflung folgendergestalt aus3 ,lamure4 ,oh1 what a tempest have ,i in my stomach6 ,how my empty guts cry out6 ,my wounds ake1 ,would they would bleed again1 that ,i might get ,something to quench my thirst4 ,franville4 ,o ,lamure1 the happiness my dogs had ,when ,i kept house at home6 ,they had a storehouse1 ,a storehouse of most blessed bones and crusts1 ,happy crusts4 ,oh1 how sharp hunger pinches me6-- ,franville4 ,how now1 what news8 ,morillat4 ,hast any meat yet8 ,franville4 ,not a bit that ,i can see2 ,here be goodly quarries1 but they be cruel hard ,to gnaw3 ,i ha' got some mud1 we'll eat it with spoons1 ,very good thick mud2 bot it stinks damnably1 ,there's old rotten trunks of trees too1 ,bot not a leaf nor blossom in all the island4 ,lamure4 ,how it looks6 ,morillat4 ,it stinks too4 ,lamure4 ,it may be poison4 ,franville4 ,let it be any thing2 ,so ,i can get it down4 ,why man1 ,poison's a princely dish4 ,morillat4 ,hast thou no bisket8 ,no crumbs left in thy pocket8 ,here is my doublet1 ,give me but three small crumbs4 ,franville4 ,not for three kingdoms1 ,if ,i were master of 'em4 ,oh1 ,lamure1 ,but one poor joint of mutton1 we ha' scorn'd1 man4 ,lamure4 ,thou speak'st of paradise2 ,or but the snuffs of those healths1 ,we have lewdly at midnight flang away4 ,morillat4 ,ah6 but to lick the glasses4 ,doch alles dieses ist noch nichts gegen den folgenden ,auftritt1 wo der ,schiffschirurgus dazu kommt4 ,franville4 ,here comes the surgeon4 ,what ,hast thou discover'd8 ,smile1 smile and comfort us4 ,surgeon4 ,i am expiring1 ,smile they that can4 ,i can find nothing1 gentlemen1 ,here 's nothing can be meat1 without a miracle ,oh that ,i had my boxes and my lints now1 ,my stupes1 my tents1 and those sweet helps of nature1 ,what dainty dishes could ,i make of 'em4 ,morillat4 ,hast ne'er an old suppository8 ,surgeon4 ,oh would ,i had1 sir4 ,lamure4 ,or but the paper where such a cordial ,potion1 or pills hath been entomb'd8 ,franville4 ,or the best bladder where a cooling-glister4 ,morillat4 ,hast thou no searcloths left8 ,nor any old pultesses8 ,franville4 ,we care not to what it hath been ministred4 ,surgeon4 ,sure ,i have none of these dainties1 gentlemen4 ,franville4 ,where's the great wen ,thou cut'st from ,hugh the sailor's shoulder8 ,that would serve now for a most princely banquet4 ,surgeon4 ,ay if we had it1 gentlemen4 ,i flung it over-bord1 slave that ,i was4 ,lamure4 ,a most improvident villain4 ,ich komme auf die ekelhaften ,gegenstnde in der ,malerei4 ,wenn es auch schon ganz unstreitig wre1 da es eigentlich gar keine ekelhafte ,gegenstnde fr das ,gesicht gbe1 von welchen es sich von sich selbst verstnde1 da die ,malerei1 als schne ,kunst1 ihrer entsagen wrde3 so mte sie dennoch die ekelhaften ,gegenstnde berhaupt vermeiden1 weil die ,verbindung der ,begriffe sie auch dem ,gesichte ekel macht4 ,pordenone lt1 in einem ,gemlde von dem ,begrbnisse ,christi1 einen von den ,anwesenden die ,nase sich zuhalten4 ,richardson mibilliget dieses deswegen #ac71 weil ,christus noch nicht so lange tot gewesen1 da sein ,leichnam in ,fulung bergehen knnen4 ,bei der ,auferweckung des ,lazarus hingegen1 glaubt er1 sei es dem ,maler erlaubt1 von den ,umstehenden einige so zu zeigen1 weil es die ,geschichte ausdrcklich sage1 da sein ,krper schon gerochen habe4 ,mich dnkt diese ,vorstellung auch hier unertrglich2 denn nicht blo der wirkliche ,gestank1 auch schon die ,idee des ,gestankes erwecket ,ekel4 ,wir fliehen stinkende ,orte1 wenn wir schon den ,schnupfen haben4 ,doch die ,malerei will das ,ekelhafte1 nicht des ,ekelhaften wegen2 sie will es1 so wie die ,poesie1 um das ,lcherliche und ,schreckliche dadurch zu verstrken4 ,auf ihre ,gefahr6 ,was ich aber von dem ,hlichen in diesem ,falle angemerkt habe1 gilt von dem ,ekelhaften um so viel mehr4 ,es verlieret in einer sichtbaren ,nachahmung von seiner ,wirkung ungleich weniger1 als in einer hrbaren2 es kann sich also auch dort mit den ,bestandteilen des ,lcherlichen und ,schrecklichen weniger innig vermischen1 als hier2 sobald die berraschung vorbei1 sobald der erste gierige ,blick gesttiget1 trennet es sich wiederum gnzlich1 und liegt in seiner eigenen kruden ,gestalt da4 #ac4 ,richardson de la peinture ,t4 ,i4 p4 #gd4 ,,xxvi4 ,des ,herrn ,winckelmanns ,geschichte der ,kunst des ,altertums ist erschienen4 ,ich wage keinen ,schritt weiter1 ohne dieses ,werk gelesen zu haben4 ,blo aus allgemeinen ,begriffen ber die ,kunst vernnfteln1 kann zu ,grillen verfhren1 die man ber lang oder kurz1 zu seiner ,beschmung1 in den ,werken der ,kunst widerlegt findet4 ,auch die ,alten kannten die ,bande1 welche die ,malerei und ,poesie miteinander verknpfen1 und sie werden sie nicht enger zugezogen haben1 als es beiden zutrglich ist4 ,was ihre ,knstler getan1 wird mich lehren1 was die ,knstler berhaupt tun sollen2 und wo so ein ,mann die ,fackel der ,geschichte vortrgt1 kann die ,spekulation khnlich nachtreten4 ,man pfleget in einem wichtigen ,werke zu blttern1 ehe man es ernstlich zu lesen anfngt4 ,meine ,neugierde war1 vor allen ,dingen des ,verfassers ,meinung von dem ,laokoon zu wissen2 nicht zwar von der ,kunst des ,werkes1 ber welche er sich schon anderwrts erklret hat1 als nur von dem ,alter desselben4 ,wem tritt er darber bei8 ,denen1 welchen ,virgil die ,gruppe vor ,augen gehabt zu haben scheinet8 ,oder denen1 welche die ,knstler dem ,dichter nacharbeiten lassen8 ,es ist sehr nach meinem ,geschmacke1 da er von einer gegenseitigem ,nachahmung gnzlich schweiget4 ,wo ist die absolute ,notwendigkeit derselben8 ,es ist gar nicht unmglich1 da die hnlichkeiten1 die ich oben zwischen dem poetischen ,gemlde und dem ,kunstwerke in ,erwgung gezogen habe1 zufllige und nicht vorstzliche hnlichkeiten sind2 und da das eine so wenig das ,vorbild des andern gewesen1 da sie auch nicht einmal beide einerlei ,vorbild gehabt zu haben brauchen4 ,htte indes auch ihn ein ,schein dieser ,nachahmung geblendet1 so wrde er sich fr die erstern haben erklren mssen4 ,denn er nimmt an1 da der ,laokoon aus den ,zeiten sei1 da sich die ,kunst unter den ,griechen auf dem hchsten ,gipfel ihrer ,vollkommenheit befunden habe1 aus den ,zeiten ,alexanders des ,groen4 ,das gtige ,schicksal1 sagt er #a71 welches auch ber die ,knste bei ihrer ,vertilgung noch gewachet1 hat aller ,welt zum ,wunder ein ,werk aus dieser ,zeit der ,kunst erhalten1 zum ,beweise von der ,wahrheit der ,geschichte von der ,herrlichkeit so vieler vernichteten ,meisterstcke4 ,laokoon1 nebst seinen beiden ,shnen1 vom ,agesander1 ,apollodorus #b7 und ,athenodorus aus ,rhodus gearbeitet1 ist nach aller ,wahrscheinlichkeit aus dieser ,zeit1 ob man gleich dieselbe nicht bestimmen1 und wie einige getan haben1 die ,olympias1 in welcher diese ,knstler geblhet haben1 angeben kann4 #a4 ,geschichte der ,kunst1 ,s4 #cdg4 #b4 ,nicht ,apollodorus1 sondern ,polydorus4 ,plinius ist der einzige1 der diese ,knstler nennet1 und ich wte nicht1 da die ,handschriften in diesem ,namen voneinander abgingen4 ,harduin wrde es gewi sonst angemerkt haben4 ,auch die ltern ,ausgaben lesen alle ,polydorus4 ,herr ,winckelmann mu sich in dieser ,kleinigkeit blo verschrieben haben4 ,in einer ,anmerkung setzet er hinzu3 ,plinius meldet kein ,wort von der ,zeit1 in welcher ,agesander und die ,gehilfen an seinem ,werke gelebet haben2 ,maffei aber1 in der ,erklrung alter ,statuen1 hat wissen wollen1 da diese ,knstler in der achtundachtzigsten ,olympias geblhet haben1 und auf dessen ,wort haben andere1 als ,richardson1 nachgeschrieben4 ,jener hat1 wie ich glaube1 einen ,athenodorus unter des ,polykletus ,schlern fr einen von unsern ,knstlern genommen1 und da ,polykletus in der siebenundachtzigsten ,olympias geblhet1 so hat man seinen vermeinten ,schler eine ,olympias spter gesetzet3 andere ,grnde kann ,maffei nicht haben4 ,er konnte ganz gewi keine andere haben4 ,aber warum lt es ,herr ,winckelmann dabei bewenden1 diesen vermeinten ,grund des ,maffei blo anzufhren8 ,widerlegt er sich von sich selbst8 ,nicht so ganz4 ,denn wenn er auch schon von keinen andern ,grnden untersttzt ist1 so macht er doch schon fr sich selbst eine kleine ,wahrscheinlichkeit1 wo man nicht sonst zeigen kann1 da ,athenodorus1 des ,polyklets ,schler1 und ,athenodorus1 der ,gehilfe des ,agesander und ,polydorus1 unmglich eine und ebendieselbe ,person knnen gewesen sein4 ,zum ,glcke lt sich dieses zeigen1 und zwar aus ihrem verschiedenen ,vaterlande4 ,der erste ,athenodorus war1 nach dem ausdrcklichen ,zeugnisse des ,pausanias #c71 aus ,klitor in ,arkadien2 der andere hingegen1 nach dem ,zeugnisse des ,plinius1 aus ,rhodus gebrtig4 #c4 ,a,jhno,jvro,v de kai ,damia,v--outoi de ,arkade,v eisin ek ,kleitoro,v4 ,phoc4 cap4 #i4 p4 #hai4 ,edit4 ,kuh4 ,herr ,winckelmann kann keine ,absicht dabei gehabt haben1 da er das ,vorgeben des ,maffei1 durch ,beifgung dieses ,umstandes1 nicht unwidersprechlich widerlegen wollen4 ,vielmehr mssen ihm die ,grnde1 die er aus der ,kunst des ,werks1 nach seiner unstreitigen ,kenntnis1 ziehet1 von solcher ,wichtigkeit geschienen haben1 da er sich unbekmmert gelassen1 ob die ,meinung des ,maffei noch einige ,wahrscheinlichkeit behalte oder nicht4 ,er erkennet1 ohne ,zweifel1 in dem ,laokoon zu viele von den argutiis #d71 die dem ,lysippus so eigen waren1 mit welchen dieser ,meister die ,kunst zuerst bereicherte1 als da er ihn fr ein ,werk vor desselben ,zeit halten sollte4 #d4 ,plinius lib4 ,,xxxiv4 sect4 #ai4 p4 #fec4 ,edit4 ,hard4 ,allein1 wenn es erwiesen ist1 da der ,laokoon nicht lter sein kann1 als ,lysippus1 ist dadurch auch zugleich erwiesen1 da er ungefhr aus seiner ,zeit sein msse8 da er unmglich ein weit spteres ,werk sein knne8 ,damit ich die ,zeiten1 in welchen die ,kunst in ,griechenland1 bis zum ,anfange der rmischen ,monarchie1 ihr ,haupt bald wiederum emporhob1 bald wiederum sinken lie1 bergehe3 warum htte nicht ,laokoon die glckliche ,frucht des ,wetteifers sein knnen1 welchen die verschwenderische ,pracht der ersten ,kaiser unter den ,knstlern entznden mute8 ,warum knnten nicht ,agesander und seine ,gehilfen die ,zeitverwandten eines ,strongylion1 eines ,arcesilaus1 eines ,pasiteles1 eines ,posidonius1 eines ,diogenes sein8 ,wurden nicht die ,werke auch dieser ,meister zum ,teil dem ,besten1 was die ,kunst jemals hervorgebracht hatte1 gleich geschtzet8 ,und wann noch ungezweifelte ,stcke von selbigen vorhanden wren1 das ,alter ihrer ,urheber aber wre unbekannt1 und liee sich aus nichts schlieen1 als aus ihrer ,kunst1 welche gttliche ,eingebung mte den ,kenner verwahren1 da er sie nicht ebensowohl in jene ,zeiten setzen zu mssen glaubte1 die ,herr ,winckelmann allein des ,laokoons wrdig zu sein achtet8 ,es ist wahr1 ,plinius bemerkt die ,zeit1 in welcher die ,knstler des ,laokoons gelebt haben1 ausdrcklich nicht4 ,doch wenn ich aus dem ,zusammenhange der ganzen ,stelle schlieen sollte1 ob er sie mehr unter die alten oder unter die neuern ,artisten gerechnet wissen wollen3 so bekenne ich1 da ich fr das letztere eine grere ,wahrscheinlichkeit darin zu bemerken glaube4 ,man urteile4 ,nachdem ,plinius von den ltesten und grten ,meistern in der ,bildhauerkunst1 dem ,phidias1 dem ,praxiteles1 dem ,skopas1 etwas ausfhrlicher gesprochen1 und hierauf die brigen1 besonders solche1 von deren ,werken in ,rom etwas vorhanden war1 ohne alle chronologische ,ordnung namhaft gemacht3 so fhrt er folgendergestalt fort #e73 ,nec multo plurium fama est1 quorundam claritati in operibus eximiis obstante numero artificum1 quoniam nec unus occupat gloriam1 nec plures pariter nuncupari possunt1 sicut in ,laocoonte1 qui est in ,titi ,imperatoris domo1 opus omnibus et picturae et statuariae artis praeponendum4 ,ex uno lapide eum et liberos draconumque mirabiles nexus de consilii sententia fecere summi artifices1 ,agesander et ,polydorus et ,athenodorus ,rhodii4 ,similiter ,palatinas domus ,caesarum replevere probatissimis signis ,craterus cum ,pythodoro1 ,polydectes cum ,hermolao1 ,pythodorus alius cum ,artemone1 et singularis ,aphrodisius ,trallianus4 ,agrippae ,pantheum decoravit ,diogenes ,atheniensis1 et ,caryatides in columnis templi ejus probantur inter pauca operum3 sicut in fastigio posita signa1 sed propter altitudinem loci minus celebrata4 #e4 ,libr4 ,,xxxvi4 sect4 #d4 p4 #gcj4 ,von allen den ,knstlern1 welche in dieser ,stelle genennet werden1 ist ,diogenes von ,athen derjenige1 dessen ,zeitalter am unwidersprechlichsten bestimmt ist4 ,er hat das ,pantheum des ,agrippa ausgezieret2 er hat also unter dem ,augustus gelebt4 ,doch man erwge die ,worte des ,plinius etwas genauer1 und ich denke1 man wird auch das ,zeitalter des ,kraterus und ,pythodorus1 des ,polydektes und ,hermolaus1 des zweiten ,pythodorus und ,artemons1 sowie des ,aphrodisius ,trallianus1 ebenso unwidersprechlich bestimmt finden4 ,er sagt von ihnen3 ,palatinas domus ,caesarum replevere probatissimis signis4 ,ich frage3 kann dieses wohl nur so viel heien1 da von ihren vortrefflichen ,werken die ,palste der ,kaiser angefllet gewesen8 ,in dem ,verstande nmlich1 da die ,kaiser sie berall zusammensuchen und nach ,rom in ihre ,wohnungen versetzen lassen8 ,gewi nicht4 ,sondern sie mssen ihre ,werke ausdrcklich fr diese ,palste der ,kaiser gearbeitet1 sie mssen zu den ,zeiten dieser ,kaiser gelebt haben4 ,da es spte ,knstler gewesen1 die nur in ,italien gearbeitet1 lt sich auch schon daher schlieen1 weil man ihrer sonst nirgends gedacht findet4 ,htten sie in ,griechenland in frhern ,zeiten gearbeitet1 so wrde ,pausanias ein oder das andere ,werk von ihnen gesehen1 und ihr ,andenken uns aufbehalten haben4 ,ein ,pythodorus kmmt zwar bei ihm vor #f71 allein ,harduin hat sehr unrecht1 ihn fr den ,pythodorus in der ,stelle des ,plinius zu halten4 ,denn ,pausanias nennet die ,bildsule der ,juno1 die er von der ,arbeit des erstern zu ,koronea in ,botien sahe1 agalma arcaion1 welche ,benennung er nur den ,werken derjenigen ,meister gibet1 die in den allerersten und raschesten ,zeiten der ,kunst1 lange vor einem ,phidias und ,praxiteles1 gelebt hatten4 ,und mit ,werken solcher ,art werden die ,kaiser gewi nicht ihre ,palste ausgezieret haben4 ,noch weniger ist auf die andere ,vermutung des ,harduins zu achten1 da ,artemon vielleicht der ,maler gleiches ,namens sei1 dessen ,plinius an einer andern ,stelle gedenket4 ,name und ,name geben nur eine sehr geringe ,wahrscheinlichkeit1 derenwegen man noch lange nicht befugt ist1 der natrlichen ,auslegung einer unverflschten ,stelle ,gewalt anzutun4 #f4 ,boeotic4 cap4 ,,xxxiv4 p4 #ggh4 ,edit4 ,kuhn4 ,ist es aber sonach auer allem ,zweifel1 da ,kraterus und ,pythodorus1 da ,polydektes und ,hermolaus1 mit den brigen1 unter den ,kaisern gelebet1 deren ,palste sie mit ihren trefflichen ,werken angefllet3 so dnkt mich1 kann man auch denjenigen ,knstlern kein ander ,zeitalter geben1 von welchen ,plinius auf jene durch ein ,similiter bergehet4 ,und dieses sind die ,meister des ,laokoon4 ,man berlege es nur3 wren ,agesander1 ,polydorus und ,athenodorus so alte ,meister1 als wofr sie ,herr ,winckelmann hlt2 wie unschicklich wrde ein ,schriftsteller1 dem die ,przision des ,ausdruckes keine ,kleinigkeit ist1 wenn er von ihnen auf einmal auf die allerneuesten ,meister springen mte1 diesen ,sprung mit einem ,gleichergestalt tun8 ,doch man wird einwenden1 da sich dieses ,similiter nicht auf die ,verwandtschaft in ,ansehung des ,zeitalters1 sondern auf einen andern ,umstand beziehe1 welchen diese1 in ,betrachtung der ,zeit so unhnliche ,meister1 miteinander gemein gehabt htten4 ,plinius rede nmlich von solchen ,knstlern1 die in ,gemeinschaft gearbeitet1 und wegen dieser ,gemeinschaft unbekannter geblieben wren1 als sie verdienten4 ,denn da keiner sich die ,ehre des gemeinschaftlichen ,werks allein anmaen knnen1 alle aber1 die daran teilgehabt1 jederzeit zu nennen1 zu weitluftig gewesen wre 7quoniam nec unus occupat gloriam1 nec plures pariter nuncupari possunt73 so wren ihre smtliche ,namen darber vernachlssiget worden4 ,dieses sei den ,meistern des ,laokoons1 dieses sei so manchen andern ,meistern widerfahren1 welche die ,kaiser fr ihre ,palste beschftiget htten4 ,ich gebe dieses zu4 ,aber auch so noch ist es hchst wahrscheinlich1 da ,plinius nur von neuern ,knstlern sprechen wollen1 die in ,gemeinschaft gearbeitet4 ,denn htte er auch von lteren reden wollen1 warum htte er nur allein der ,meister des ,laokoons erwhnet8 ,warum nicht auch anderer8 ,eines ,onatas und ,kalliteles2 eines ,timokles und ,timarchides1 oder der ,shne dieses ,timarchides1 von welchen ein gemeinschaftlich gearbeiteter ,jupiter in ,rom war #g74 ,herr ,winckelmann sagt selbst1 da man von dergleichen lteren ,werken1 die mehr als einen ,vater gehabt1 ein langes ,verzeichnis machen knne #h74 ,und ,plinius sollte sich nur auf die einzigen ,agesander1 ,polydorus und ,athenodorus besonnen haben1 wenn er sich nicht ausdrcklich nur auf die neuesten ,zeiten htte einschrnken wollen8 #g4 ,plinius lib4 ,,xxxvi4 sect4 #d4 p4 #gcj4 #h4 ,geschichte der ,kunst1 ,t4 ,,ii4 ,s4 #ccb4 ,wird brigens eine ,vermutung um so viel wahrscheinlicher1 je mehrere und grere ,unbegreiflichkeiten sich daraus erklren lassen1 so ist es die1 da die ,meister des ,laokoons unter den ersten ,kaisern geblhet haben1 gewi in einem sehr hohen ,grade4 ,denn htten sie in ,griechenland zu den ,zeiten1 in welche sie ,herr ,winckelmann setzet1 gearbeitet2 htte der ,laokoon selbst in ,griechenland ehedem gestanden3 so mte das tiefe ,stillschweigen1 welches die ,griechen von einem solchen ,werke 7opere omnibus et picturae et statuariae artis praeponendo7 beobachtet htten1 uerst befremden4 ,es mte uerst befremden1 wenn so groe ,meister weiter gar nichts gearbeitet htten1 oder wenn ,pausanias von ihren brigen ,werken in ganz ,griechenland ebensowenig wie von dem ,laokoon zu sehen bekommen htte4 ,in ,rom hingegen konnte das grte ,meisterstck lange im ,verborgenen bleiben1 und wenn ,laokoon auch bereits unter dem ,augustus wre verfertiget worden1 so drfte es doch gar nicht sonderbar scheinen1 da erst ,plinius seiner gedacht1 seiner zuerst und zuletzt gedacht4 ,denn man erinnere sich nur1 was er von einer ,venus des ,skopas sagt #i71 die zu ,rom in einem ,tempel des ,mars stand1 quemcunque alium locum nobilitatura4 ,romae quidem magnitudo operum eam obliterat1 ac magni officiorum negotiorumque acervi omnes a contemplatione talium abducunt3 quoniam otiosorum et in magno loci silentio apta admiratio talis est4 #i4 ,plinius #a4 c4 p4 #gbg4 ,diejenigen1 welche in der ,gruppe ,laokoon so gern eine ,nachahmung des ,virgilischen ,laokoons sehen wollen1 werden1 was ich bisher gesagt1 mit ,vergngen ergreifen4 ,noch fiele mir eine ,mutmaung bei1 die sie gleichfalls nicht sehr mibilligen drften4 ,vielleicht1 knnten sie denken1 war es ,asinius ,pollio1 der den ,laokoon des ,virgils durch griechische ,knstler ausfhren lie4 ,pollio war ein besonderer ,freund des ,dichters1 berlebte den ,dichter1 und scheinet sogar ein eigenes ,werk ber die ,aeneis geschrieben zu haben4 ,denn wo sonst1 als in einem eigenen ,werke ber dieses ,gedicht1 knnen so leicht die einzeln ,anmerkungen gestanden haben1 die ,servius aus ihm anfhrt #aj78 ,zugleich war ,pollio ein ,liebhaber und ,kenner der ,kunst1 besa eine reiche ,sammlung der trefflichsten alten ,kunstwerke1 lie von ,knstlern seiner ,zeit neue fertigen1 und dem ,geschmacke1 den er in seiner ,wahl zeigte1 war ein so khnes ,stck1 als ,laokoon1 vollkommen angemessen #aa73 ut fuit acris vehementiae1 sic quoque spectari monumenta sua voluit4 ,doch da das ,kabinett des ,pollio1 zu den ,zeiten des ,plinius1 als ,laokoon in dem ,palaste des ,titus stand1 noch ganz unzertrennet an einem besondern ,orte beisammen gewesen zu sein scheinet3 so mchte diese ,mutmaung von ihrer ,wahrscheinlichkeit wiederum etwas verlieren4 ,und warum knnte es nicht ,titus selbst getan haben1 was wir dem ,pollio zuschreiben wollen8 #aj4 ,ad ver4 #g4 lib4 ,,ii4 ,aeneid4 und besonders ad ver4 #ahc lib4 ,,xi4 ,man drfte also wohl nicht unrecht tun1 wenn man das ,verzeichnis der verlornen ,schriften dieses ,mannes mit einem solchen ,werke vermehrte4 #aa4 ,plinius lib4 ,,xxxvi4 sect4 #d4 p4 #gbi4 ,,xxvii4 ,ich werde in meiner ,meinung1 da die ,meister des ,laokoons unter den ersten ,kaisern gearbeitet haben1 wenigstens so alt gewi nicht sein knnen1 als sie ,herr ,winckelmann ausgibt1 durch eine kleine ,nachricht bestrket1 die er selbst zuerst bekannt macht4 ,sie ist diese #a73 #a4 ,geschichte der ,kunst1 ,t4 ,,ii4 ,s4 #cdg4 ,zu ,nettuno1 ehemals ,antium1 hat der ,herr ,kardinal ,alexander ,albani1 im ,jahre #agag1 in einem groen ,gewlbe1 welches im ,meere versunken lag1 eine ,vase entdecket1 welche von schwarz greulichem ,marmor ist1 den man itzo ,bigio nennet1 in welche die ,figur eingefget war2 auf derselben befindet sich folgende ,inschrift3 ,,aqanodwros ,,aghsandrou ,,rodios ,,epoihse ,athanodorus1 des ,agesanders ,sohn1 aus ,rhodus1 hat es gemacht4 ,wir lernen aus dieser ,inschrift1 da ,vater und ,sohn am ,laokoon gearbeitet haben1 und vermutlich war auch ,apollodorus 7,polydorus7 des ,agesanders ,sohn2 denn dieser ,athanodorus kann kein anderer gewesen sein1 als der1 welchen ,plinius nennet4 ,es beweiset ferner diese ,inschrift1 da sich mehr ,werke der ,kunst1 als nur allein drei1 wie ,plinius will1 gefunden haben1 auf welche die ,knstler das ,wort1gemacht in vollendeter und bestimmter ,zeit gesetzet1 nmlich epoihse1 fecit3 er berichtet1 da die brigen ,knstler aus ,bescheidenheit sich in unbestimmter ,zeit ausgedrcket1 epoiei1 faciebat4 ,darin wird ,herr ,winckelmann wenig ,widerspruch finden1 da der ,athanodorus in dieser ,inschrift kein anderer1 als der ,athenodorus sein knne1 dessen ,plinius unter den ,meistern des ,laokoons gedenket4 ,athenodorus und ,athanodorus ist auch vllig ein ,name2 denn die ,rhodier bedienten sich des dorischen ,dialekts4 ,allein ber das1 was er sonst daraus folgern will1 mu ich einige ,anmerkungen machen4 ,das erste1 da ,athenodorus ein ,sohn des ,agesanders gewesen sei1 mag hingehen4 ,es ist sehr wahrscheinlich1 nur nicht unwidersprechlich4 ,denn es ist bekannt1 da es alte ,knstler gegeben1 die1 anstatt sich nach ihrem ,vater zu nennen1 sich lieber nach ihrem ,lehrmeister nennen wollen4 ,was ,plinius von den ,gebrdern ,apollonius und ,tauriskus saget1 leidet nicht wohl eine andere ,auslegung #b74 #b4 ,libr4 ,,xxxvi4 sect4 #d4 p4 #gcj4 ,aber wie8 ,diese ,inschrift soll zugleich das ,vorgeben des ,plinius widerlegen1 da sich nicht mehr als drei ,kunstwerke gefunden1 zu welchen sich ihre ,meister in der vollendeten ,zeit 7anstatt des epoiei1 durch epoihse7 bekannt htten8 ,diese ,inschrift8 ,warum sollen wir erst aus dieser ,inschrift lernen1 was wir lngst aus vielen andern htten lernen knnen8 ,hat man nicht schon auf der ,statue des ,germanicus ,kleomenh,v--epoihse gefunden8 ,auf der sogenannten ,vergtterung des ,homers ,arcelao,v epoihse8 ,auf der bekannten ,vase zu ,gaeta ,salpiwn epoihse #c78 usw4 #c4 ,man sehe das ,verzeichnis der ,aufschriften alter ,kunstwerke beim ,mar4 ,gudius 7ad ,phaedri fab4 ,v4 lib4 ,i47 und ziehe zugleich die ,berichtigung desselben vom ,gronov 7,praef4 ad tom4 ,,ix4 ,thesauri antiqu4 ,graec47 zu ,rate4 ,herr ,winckelmann kann sagen3 ,wer wei dieses besser als ich8 ,aber1 wird er hinzusetzen1 desto schlimmer fr den ,plinius4 ,seinem ,vorgeben ist also um so fterer widersprochen2 es ist um so gewisser widerlegt4 ,noch nicht4 ,denn wie1 wenn ,herr ,winckelmann den ,plinius mehr sagen liee1 als er wirklich sagen wollen8 ,wenn also die angefhrten ,beispiele nicht das ,vorgeben des ,plinius1 sondern blo das ,mehrere1 welches ,herr ,winckelmann in dieses ,vorgeben hineingetragen1 widerlegten8 ,und so ist es wirklich4 ,ich mu die ganze ,stelle anfhren4 ,plinius will in seiner ,zueignungsschrift an den ,titus1 von seinem ,werke mit der ,bescheidenheit eines ,mannes sprechen1 der es selbst am besten wei1 wie viel demselben zur ,vollkommenheit noch fehle4 ,er findet ein merkwrdiges ,exempel einer solchen ,bescheidenheit bei den ,griechen1 ber deren prahlende1 vielversprechende ,bchertitel 7inscriptiones1 propter quas vadimonium deseri possit7 er sich vorher ein wenig aufgehalten1 und sagt #d73 ,et ne in totum videar ,graecos insectari1 ex illis mox velim intelligi pingendi fingendique conditoribus1 quos in libellis his invenies1 absoluta opera1 et illa quoque quae mirando non satiamur1 pendenti titulo inscripsisse3 ut ,,apelles ,,faciebat1 aut ,,polycletus3 tanquam inchoata semper arte et imperfecta3 ut contra judiciorum varietates superesset artifici regressus ad veniam1 velut emendaturo quidquid desideraretur1 si non esset interceptus4 ,quare plenum verecundiae illud est1 quod omnia opera tamquam novissima inscripsere1 et tamquam singulis fato adempti4 ,tria non amplius1 ut opinor1 absolute traduntur inscripta ,,ille ,,fecit1 quae suis locis reddam3 quo apparuit1 summam artis securitatem auctori placuisse1 et ob id magna invidia fuere omnia ea4 ,ich bitte auf die ,worte des ,plinius1 pingendi fingendique conditoribus1 aufmerksam zu sein4 ,plinius sagt nicht1 da die ,gewohnheit1 in der unvollendeten ,zeit sich zu seinem ,werke zu bekennen1 allgemein gewesen2 da sie von allen ,knstlern1 zu allen ,zeiten beobachtet worden3 er sagt ausdrcklich1 da nur die ersten alten ,meister1 jene ,schpfer der bildenden ,knste1 pingendi fingendique conditores1 ein ,apelles1 ein ,polyklet1 und ihre ,zeitverwandte1 diese kluge ,bescheidenheit gehabt htten2 und da er diese nur allein nennet1 so gibt er stillschweigend1 aber deutlich genug1 zu verstehen1 da ihre ,nachfolger1 besonders in den sptern ,zeiten1 mehr ,zuversicht auf sich selber geuert4 #d4 ,libr4 ,i4 p4 #e4 ,edit4 ,hard4 ,dieses aber angenommen1 wie man es annehmen mu1 so kann die entdeckte ,aufschrift von dem einen der drei ,knstler des ,laokoons ihre vllige ,richtigkeit haben1 und es kann demohngeachtet wahr sein1 da1 wie ,plinius sagt1 nur etwa drei ,werke vorhanden gewesen1 in deren ,aufschriften sich ihre ,urheber der vollendeten ,zeit bedienet2 nmlich unter den ltern ,werken1 aus den ,zeiten des ,apelles1 des ,polyklets1 des ,nicias1 des ,lysippus4 ,aber das kann sodann seine ,richtigkeit nicht haben1 da ,athenodorus und seine ,gehilfen1 ,zeitverwandte des ,apelles und ,lysippus gewesen sind1 zu welchen sie ,herr ,winckelmann machen will4 ,man mu vielmehr so schlieen3 ,wenn es wahr ist1 da unter den ,werken der ltern ,knstler1 eines ,apelles1 eines ,polyklets und der brigen aus dieser ,klasse1 nur etwa drei gewesen sind1 in deren ,aufschriften die vollendete ,zeit von ihnen gebraucht worden2 wenn es wahr ist1 da ,plinius diese drei ,werke selbst namhaft gemacht hat #e73 so kann ,athenodorus1 von dem keines dieser drei ,werke ist1 und der sich demohngeachtet auf seinen ,werken der vollendeten ,zeit bedienet1 zu jenen alten ,knstlern nicht gehren2 er kann kein ,zeitverwandter des ,apelles1 des ,lysippus sein1 sondern er mu in sptere ,zeiten gesetzt werden4 #e4 ,er verspricht wenigstens ausdrcklich1 es zu tun3 quae suis locis reddam4 ,wenn er es aber nicht gnzlich vergessen1 so hat er es doch sehr im ,vorbeigehen und gar nicht auf eine ,art getan1 als man nach einem solchen ,versprechen erwartet4 ,wenn er z4 ,e4 schreibet 7,lib4 ,,xxxv4 sect4 #ci473 ,lysippus quoque ,aeginae picturae suae inscripsit1 enekausen3 quod profecto non fecisset1 nisi encaustica inventa3 so ist es offenbar1 da er dieses enekausen zum ,beweise einer ganz andern ,sache braucht4 ,hat er aber1 wie ,harduin glaubt1 auch zugleich das eine von den ,werken dadurch angeben wollen1 deren ,aufschrift in dem ,aoristo abgefat gewesen3 so htte es sich wohl der ,mhe verlohnet1 ein ,wort davon mit einflieen zu lassen4 ,die andern zwei ,werke dieser ,art1 findet ,harduin in folgender ,stelle3 ,idem 7,divus ,augustus7 in curia quoque1 quam in comitio consecrabat1 duas tabulas impressit parieti3 ,nemeam sedentem supra leonem1 palmigeram ipsam1 adstante cum baculo sene1 cujus supra caput tabula bigae dependet4 ,nicias scripsit se inussisse3 tali enim usus est verbo4 ,alterius tabulae admiratio est1 puberem filium seni patri similem esse1 salva aetatis differentia1 supervolante aquila draconem complexa4 ,philochares hoc suum opus esse testatus est4 7lib4 ,,xxxv4 sect4 #aj47 ,hier werden zwei verschiedene ,gemlde beschrieben1 welche ,augustus in dem neuerbauten ,rathause aufstellen lassen4 ,das zweite ist vom ,philochares1 das erste vom ,nicias4 ,was von jenem gesagt wird1 ist klar und deutlich4 ,aber bei diesem finden sich ,schwierigkeiten4 ,es stellte die ,nemea vor1 auf einem ,lwen sitzend1 einen ,palmenzweig in der ,hand1 neben ihr ein alter ,mann mit einem ,stabe2 cujus supra caput tabula bigae dependet4 ,was heit das8 ber dessen ,haupte eine ,tafel hing1 worauf ein zweispnniger ,wagen gemalt war8 ,das ist noch der einzige ,sinn1 den man diesen ,worten geben kann4 ,also war auf das ,hauptgemlde noch ein anderes kleineres ,gemlde gehangen8 ,und beide waren von dem ,nicias8 ,so mu es ,harduin genommen haben4 ,denn wo wren hier sonst zwei ,gemlde des ,nicias1 da das andere ausdrcklich dem ,philochares zugeschrieben wird8 ,inscripsit ,nicias igitur geminae huic tabulae suum nomen in hunc modum3 ,o ,,nikias ,,enekausen2 atque adeo e tribus operibus1 quae absolute fuisse inscripta1 ,,ille ,,fecit1 indicavit praefatio ad ,titum1 duo haec sunt ,niciae4 ,ich mchte den ,harduin fragen3 wenn ,nicias nicht den ,aoristum1 sondern wirklich das ,imperfektum gebraucht htte1 ,plinius htte aber blo bemerken wollen1 da der ,meister1 anstatt des grajein1 egkaiein gebraucht htte2 wrde er in seiner ,sprache auch nicht noch alsdenn haben sagen mssen1 ,nicias scripsit se inussisse8 ,doch ich will hierauf nicht bestehen2 es mag wirklich des ,plinius ,wille gewesen sein1 eines von den ,werken1 wovon die ,rede ist1 dadurch anzudeuten4 ,wer aber wird sich das doppelte ,gemlde einreden lassen1 deren eines ber dem andern gehangen8 ,ich mir nimmermehr4 ,die ,worte cujus supra caput tabula bigae dependet1 knnen also nicht anders als verflscht sein4 ,tabula bigae1 ein ,gemlde1 worauf ein zweispnniger ,wagen gemalet1 klingt nicht sehr ,plinianisch1 wenn auch ,plinius schon sonst den ,singularem von bigae braucht4 ,und was fr ein zweispnniger ,wagen8 ,etwan1 dergleichen zu den ,wettrennen in den ,nemeischen ,spielen gebraucht wurden2 so da dieses kleinere ,gemlde in ,ansehung dessen1 was es vorstellte1 zu dem ,hauptgemlde gehrt htte8 ,das kann nicht sein2 denn in den ,nemeischen ,spielen waren nicht zweispnnige1 sondern vierspnnige ,wagen gewhnlich4 7,schmidius in prol4 ad ,nemeonicas1 p4 #b47 ,einsmals kam ich auf die ,gedanken1 da ,plinius anstatt des bigae vielleicht ein griechisches ,wort geschrieben1 welches die ,abschreiber nicht verstanden1 ich meine ptucion4 ,wir wissen nmlich aus einer ,stelle des ,antigonus ,karystius1 beim ,zenobius 7conf4 ,gronovius ,t4 ,,ix4 ,antiquit4 ,graec4 ,praef4 p4 #h71 da die alten ,knstler nicht immer ihre ,namen auf ihre ,werke selbst1 sondern auch wohl auf besondere ,tfelchen gesetzet1 welche dem ,gemlde1 oder der ,statue angehangen wurden4 ,und ein solches ,tfelchen hie ptucion4 ,dieses griechische ,wort fand sich vielleicht in einer ,handschrift durch die ,glosse1 tabula1 tabella erklret2 und das tabula kam endlich mit in den ,text4 ,aus ptucion ward bigae2 und so entstand das tabula bigae4 ,nichts kann zu dem ,folgenden besser passen1 als dieses ptucion2 denn das ,folgende eben ist es1 was darauf stand4 ,die ganze ,stelle wre also so zu lesen3 cujus supra caput ptucion dependet1 quo ,nicias scripsit se inussisse4 ,doch diese ,korrektur1 ich bekenne es1 ist ein wenig khn4 ,mu man denn auch alles verbessern knnen1 was man verflscht zu sein beweisen kann8 ,ich begnge mich1 das letztere hier geleistet zu haben1 und berlasse das erstere einer geschicktern ,hand4 ,doch nunmehr wiederum zur ,sache zurckzukommen2 wenn ,plinius also nur von einem ,gemlde des ,nicias redet1 dessen ,aufschrift im ,aoristo abgefat gewesen1 und das zweite ,gemlde dieser ,art das obige des ,lysippus ist3 welches ist denn nun das dritte8 ,das wei ich nicht4 ,wenn ich es bei einem andern alten ,schriftsteller finden drfte1 als bei dem ,plinius1 so wrde ich nicht sehr verlegen sein4 ,aber es soll bei dem ,plinius gefunden werden2 und noch einmal3 bei diesem wei ich es nicht zu finden4 ,kurz2 ich glaube1 es liee sich als ein sehr zuverlssiges ,kriterium angeben1 da alle ,knstler1 die das epoihse gebraucht1 lange nach den ,zeiten ,alexanders des ,groen1 kurz vor oder unter den ,kaisern1 geblhet haben4 ,von dem ,kleomenes ist es unstreitig2 von dem ,archelaus ist es hchst wahrscheinlich2 und von dem ,salpion kann wenigstens das ,gegenteil auf keine ,weise erwiesen werden4 ,und so von den brigen2 den ,athenodorus nicht ausgeschlossen4 ,herr ,winckelmann selbst mag hierber ,richter sein6 ,doch protestiere ich gleich im voraus wider den umgekehrten ,satz4 ,wenn alle ,knstler1 welche epoihse gebraucht1 unter die spten gehren3 so gehren darum nicht alle1 die sich des epoiei bedienet1 unter die ltern4 ,auch unter den sptern ,knstlern knnen einige diese einem groen ,manne so wohl anstehende ,bescheidenheit wirklich besessen1 und andere sie zu besitzen sich gestellet haben4 ,,xxviii4 ,nach dem ,laokoon war ich auf nichts neugieriger1 als auf das1 was ,herr ,winckelmann von dem sogenannten ,borghesischen ,fechter sagen mchte4 ,ich glaube eine ,entdeckung ber diese ,statue gemacht zu haben1 auf die ich mir alles einbilde1 was man sich auf dergleichen ,entdeckungen einbilden kann4 ,ich besorgte schon1 ,herr ,winckelmann wrde mir damit zuvorgekommen sein4 ,aber ich finde nichts dergleichen bei ihm2 und wenn nunmehr mich etwas mitrauisch in ihre ,richtigkeit machen knnte1 so wrde es eben das sein1 da meine ,besorgnis nicht eingetroffen4 ,einige1 sagt ,herr ,winckelmann #a71 machen aus dieser ,statue einen ,discobolus1 das ist1 der mit dem ,disco1 oder mit einer ,scheibe von ,metall1 wirft1 und dieses war die ,meinung des berhmten ,herrn von ,stosch in einem ,schreiben an mich1 aber ohne genugsame ,betrachtung des ,standes1 worin dergleichen ,figur will gesetzt sein4 ,denn derjenige1 welcher etwas werfen will1 mu sich mit dem ,leibe hinterwrts zurckziehen1 und indem der ,wurf geschehen soll1 liegt die ,kraft auf dem nchsten ,schenkel1 und das linke ,bein ist mig3 hier aber ist das ,gegenteil4 ,die ganze ,figur ist vorwrts geworfen1 und ruhet auf dem linken ,schenkel1 und das rechte ,bein ist hinterwrts auf das uerste ausgestrecket4 ,der rechte ,arm ist neu1 und man hat ihm in die ,hand ein ,stck von einer ,lanze gegeben1 auf dem linken ,arme sieht man den ,riem von dem ,schilde1 welchen er gehalten hat4 ,betrachtet man1 da der ,kopf und die ,augen aufwrts gerichtet sind1 und da die ,figur sich mit dem ,schilde vor etwas1 das von oben her kommt1 zu verwahren scheint1 so knnte man diese ,statue mit mehrerem ,rechte fr eine ,vorstellung eines ,soldaten halten1 welcher sich in einem gefhrlichen ,stande besonders verdient gemacht hat3 denn ,fechtern in ,schauspielen ist die ,ehre einer ,statue unter den ,griechen vermutlich niemals widerfahren3 und dieses ,werk scheinet lter als die ,einfhrung der ,fechter unter den ,griechen zu sein4 #a4 ,geschichte der ,kunst1 ,t4 ,,ii4 ,s4 #cid4 ,man kann nicht richtiger urteilen4 ,diese ,statue ist ebensowenig ein ,fechter1 als ein ,discobolus2 es ist wirklich die ,vorstellung eines ,kriegers1 der sich in einer solchen ,stellung bei einer gefhrlichen ,gelegenheit hervortat4 ,da ,herr ,winckelmann aber dieses so glcklich erriet3 wie konnte er hier stehen bleiben8 ,wie konnte ihm der ,krieger nicht beifallen1 der vollkommen in dieser nmlichen ,stellung die vllige ,niederlage eines ,heeres abwandte1 und dem sein erkenntliches ,vaterland eine ,statue vollkommen in der nmlichen ,stellung setzen lie8 ,mit einem ,worte3 die ,statue ist ,chabrias4 ,der ,beweis ist folgende ,stelle des ,nepos in dem ,leben dieses ,feldherrn #b74 ,hic quoque in summis habitus est ducibus3 resque multas memoria dignas gessit4 ,sed ex his elucet maxime inventum ejus in proelio1 quod apud ,thebas fecit1 quum ,boeotiis subsidio venisset4 ,namque in eo victoriae fidente summo duce ,agesilao1 fugatis jam ab eo conductitiis catervis1 reliquam phalangem loco vetuit cedere1 obnixoque genu scuto1 projectaque hasta impetum excipere hostium docuit4 ,id novum ,agesilaus contuens1 progredi non est ausus1 suosque jam incurrentes tuba revocavit4 ,hoc usque eo tota ,graecia fama celebratum est1 ut illo statu ,chabrias sibi statuam fieri voluerit1 quae publice ei ab ,atheniensibus in foro constituta est4 ,ex quo factum est1 ut postea athletae1 ceterique artifices his statibus in statuis ponendis uterentur1 in quibus victoriam essent adepti4 #b4 cap4 ,i4 ,ich wei es1 man wird noch einen ,augenblick anstehen1 mir ,beifall zu geben2 aber ich hoffe1 auch wirklich nur einen ,augenblick4 ,die ,stellung des ,chabrias scheinet nicht vollkommen die nmliche zu sein1 in welcher wir die ,borghesische ,statue erblicken4 ,die vorgeworfene ,lanze1 projecta hasta1 ist beiden gemein1 aber das obnixo genu scuto erklren die ,ausleger durch obnixo in scutum1 obfirmato genu ad scutum3 ,chabrias wies seinen ,soldaten1 wie sie sich mit dem ,knie gegen das ,schild stemmen1 und hinter demselben den ,feind abwarten sollten2 die ,statue hingegen hlt das ,schild hoch4 ,aber wie1 wenn die ,ausleger sich irrten8 ,wie1 wenn die ,worte obnixo genu scuto nicht zusammen gehrten1 und man obnixo genu besonders1 und scuto besonders1 oder mit dem darauf folgenden projectaque hasta zusammen lesen mte8 ,man mache ein einziges ,komma1 und die ,gleichheit ist nunmehr so vollkommen als mglich4 ,die ,statue ist ein ,soldat1 qui obnixo genu #c71 scuto projectaque hasta impetum hostis excipit2 sie zeigt1 was ,chabrias tat1 und ist die ,statue des ,chabrias4 ,da das ,komma wirklich fehle1 beweiset das dem projecta angehngte que1 welches1 wenn obnixo genu scuto zusammengehrten1 berflssig sein wrde1 wie es denn auch wirklich einige ,ausgaben daher weglassen4 #c4 ,so sagt ,statius obnixa pectora 7,thebaid4 lib4 ,,vi4 v4 #hfc74 --rumpunt obnixa furentes ,pectora4 welches der alte ,glossator des ,barths durch summa vi contra nitentia erklrt4 ,so sagt ,ovid 7,halieut4 v4 #aa7 obnixa fronte1 wenn er von der ,meerbramse 7,scaro7 spricht1 die sich nicht mit dem ,kopfe1 sondern mit dem ,schwanze durch die ,reusen zu arbeiten sucht3 ,non audet radiis obnixa occurrere fronte4 ,mit dem hohen ,alter1 welches dieser ,statue sonach zukme1 stimmt die ,form der ,buchstaben in der darauf befindlichen ,aufschrift des ,meisters vollkommen berein2 und ,herr ,winckelmann selbst hat aus derselben geschlossen1 da es die lteste von den gegenwrtigen ,statuen in ,rom sei1 auf welchen sich der ,meister angegeben hat4 ,seinem scharfsichtigen ,blicke berlasse ich es1 ob er sonst in ,ansehung der ,kunst etwas daran bemerket1 welches mit meiner ,meinung streiten knnte4 ,sollte er sie seines ,beifalles wrdigen1 so drfte ich mich schmeicheln1 ein besseres ,exempel gegeben zu haben1 wie glcklich sich die klassischen ,schriftsteller durch die alten ,kunstwerke1 und diese hinwiederum aus jenen aufklren lassen1 als in dem ganzen ,folianten des ,spence zu finden ist4 ,,xxix4 ,bei der unermelichen ,belesenheit1 bei den ausgebreitetsten feinsten ,kenntnissen der ,kunst1 mit welchen sich ,herr ,winckelmann an sein ,werk machte1 hat er mit der edeln ,zuversicht der alten ,artisten gearbeitet1 die allen ihren ,flei auf die ,hauptsache verwandten1 und was ,nebendinge waren1 entweder mit einer gleichsam vorstzlichen ,nachlssigkeit behandelten1 oder gnzlich der ersten der besten fremden ,hand berlieen4 ,es ist kein geringes ,lob1 nur solche ,fehler begangen zu haben1 die ein jeder htte vermeiden knnen4 ,sie stoen bei der ersten flchtigen ,lektre auf1 und wenn man sie anmerken darf1 so mu es nur in der ,absicht geschehen1 um gewisse ,leute1 welche allein ,augen zu haben glauben1 zu erinnern1 da sie nicht angemerkt zu werden verdienen4 ,schon in seinen ,schriften ber die ,nachahmung der griechischen ,kunstwerke ist ,herr ,winckelmann einige ,male durch den ,junius verfhrt worden4 ,junius ist ein sehr verfnglicher ,autor2 sein ganzes ,werk ist ein ,cento1 und da er immer mit den ,worten der ,alten reden will1 so wendet er nicht selten ,stellen aus ihnen auf die ,malerei an1 die an ihrem ,orte von nichts weniger als von der ,malerei handeln4 ,wenn zum ,exempel ,herr ,winckelmann lehren will1 da sich durch die bloe ,nachahmung der ,natur das ,hchste in der ,kunst1 ebensowenig wie in der ,poesie erreichen lasse1 da sowohl ,dichter als ,maler lieber das ,unmgliche1 welches wahrscheinlich ist1 als das blo ,mgliche whlen msse3 so setzt er hinzu3 ,die ,mglichkeit und ,wahrheit1 welche ,longin von einem ,maler im ,gegensatze des ,unglaublichen bei dem ,dichter fodert1 kann hiermit sehr wohl bestehen4 ,allein dieser ,zusatz wre besser weggeblieben2 denn er zeiget die zwei grten ,kunstrichter in einem ,widerspruche1 der ganz ohne ,grund ist4 ,es ist falsch1 da ,longin so etwas jemals gesagt hat4 ,er sagt etwas hnliches von der ,beredsamkeit und ,dichtkunst1 aber keinesweges von der ,dichtkunst und ,malerei4 ,,wv d' eteron ti h rhtorikh jantasia bouletai1 kai eteron h para poihtai,v1 ouk an la,joi se1 schreibt er an seinen ,terentian #a72 oud' oti th,v men en poihsei telo,v estin ekplhxi,v1 th,v d' en logoi,v enargeia4 ,und wiederum3 ,ou mhn alla ta men para toi,v poihtai,v mu,jikwteran ecei thn uperekptwsin1 kai panth to piston uperairousan th,v de rhtorikh,v jantasia,v1 kalliston aei to emprakton kai enalh,je,v4 ,nur ,junius schiebt1 anstatt der ,beredsamkeit1 die ,malerei hier unter2 und bei ihm war es1 nicht bei dem ,longin1 wo ,herr ,winckelmann gelesen hatte #b73 ,praesertim cum poeticae phantasiae finis sit ekplhxi,v1 pictoriae vero1 enargeia4 ,kai ta men para toi,v poihtai,v1 ut loquitur idem ,longinus1 usw4 ,sehr wohl2 ,longins ,worte1 aber nicht ,longins ,sinn6 #a4 ,peri uyou,v4 tmhma id'4 ,edit4 ,t4 ,fabri4 p4 #cf4 #ci4 #b4 ,de pictura vet4 lib4 ,i4 cap4 #d4 p4 #cc4 ,mit folgender ,anmerkung mu es ihm ebenso gegangen sein3 ,alle ,handlungen1 sagt er #c71 und ,stellungen der griechischen ,figuren1 die mit dem ,charakter der ,weisheit nicht bezeichnet1 sondern gar zu feurig und zu wild waren1 verfielen in einen ,fehler1 den die alten ,knstler ,parenthyrsus nannten4 ,die alten ,knstler8 ,das drfte nur aus dem ,junius zu erweisen sein4 ,denn ,parenthyrsus war ein rhetorisches ,kunstwort1 und vielleicht1 wie die ,stelle des ,longins zu verstehen zu geben scheinet1 auch nur dem einzigen ,theodor eigen #d74 ,toutw parakeitai triton ti kakia,v eido,v en toi,v pa,jhtikoi,v1 oper o ,qeodwro,v paren,jurson ekalei esti de pa,jo,v akairon kai kenon1 en,ja mh dei pa,jou,v h ametron1 en,ja metriou dei4 ,ja ich zweifle sogar1 ob sich berhaupt dieses ,wort in die ,malerei bertragen lt4 ,denn in der ,beredsamkeit und ,poesie gibt es ein ,pathos1 das so hoch getrieben werden kann als mglich1 ohne ,parenthyrsus zu werden2 und nur das hchste ,pathos an der unrechten ,stelle1 ist ,parenthyrsus4 ,in der ,malerei aber wrde das hchste ,pathos allezeit ,parenthyrsus sein1 wenn es auch durch die ,umstnde der ,person1 die es uert1 noch so wohl entschuldigt werden knnte4 #c4 ,von der ,nachahmung der griech4 ,werke usw4 ,s4 #bc4 #d4 ,tmhma b'4 ,dem ,ansehen nach werden also auch verschiedene ,unrichtigkeiten in der ,geschichte der ,kunst blo daher entstanden sein1 weil ,herr ,winckelmann in der ,geschwindigkeit nur den ,junius und nicht die ,quellen selbst zu ,rate ziehen wollen4 ,z4 ,e43 ,wenn er durch ,beispiele zeigen will1 da bei den ,griechen alles ,vorzgliche in allerlei ,kunst und ,arbeit besonders geschtzet worden1 und der beste ,arbeiter in der geringsten ,sache zur ,verewigung seines ,namens gelangen knnen3 so fhret er unter andern auch dieses an #e73 ,wir wissen den ,namen eines ,arbeiters von sehr richtigen ,wagen1 oder ,wageschalen2 er hie ,parthenius4 ,herr ,winckelmann mu die ,worte des ,juvenals1 auf die er sich desfalls beruft1 lances ,parthenio factas1 nur in dem ,katalogo des ,junius gelesen haben4 ,denn htte er den ,juvenal selbst nachgesehen1 so wrde er sich nicht von der ,zweideutigkeit des ,wortes lanx haben verfhren lassen1 sondern sogleich aus dem ,zusammenhange erkannt haben1 da der ,dichter nicht ,wagen oder ,wageschalen1 sondern ,teller und ,schsseln meine4 ,juvenal rhmt nmlich den ,catullus1 da er es bei einem gefhrlichen ,sturme zur ,see wie der ,biber gemacht1 welcher sich die ,geilen abbeit1 um das ,leben davon zu bringen2 da er seine kostbarsten ,sachen ins ,meer werfen lassen1 um nicht mitsamt dem ,schiffe unterzugehen4 ,diese kostbaren ,sachen beschreibt er1 und sagt unter anderm3 #e4 ,geschichte der ,kunst1 ,t4 ,i4 ,s4 #acf4 ,ille nec argentum dubitabat mittere1 lances ,parthenio factas1 urnae cratera capacem ,et dignum sitiente ,pholo1 vel conjuge ,fusci4 ,adde et bascaudas et mille escaria1 multum ,caelati1 biberat quo callidus emtor ,olynthi4 ,lances1 die hier mitten unter ,bechern und ,schwenkkesseln stehen1 was knnen es anders sein1 als ,teller und ,schsseln8 ,und was will ,juvenal anders sagen1 als da ,catull sein ganzes silbernes ,egeschirr1 unter welchem sich auch ,teller von getriebener ,arbeit des ,parthenius befanden1 ins ,meer werfen lassen4 ,parthenius1 sagt der alte ,scholiast1 caelatoris nomen4 ,wenn aber ,grangus1 in seinen ,anmerkungen1 zu diesem ,namen hinzusetzt3 sculptor1 de quo ,plinius1 so mu er dieses wohl nur auf gutes ,glck hingeschrieben haben3 denn ,plinius gedenkt keines ,knstlers dieses ,namens4 ,ja1 fhrt ,herr ,winckelmann fort1 es hat sich der ,name des ,sattlers1 wie wir ihn nennen wrden1 erhalten1 der den ,schild des ,ajax von ,leder machte4 ,aber auch dieses kann er nicht daher genommen haben1 wohin er seine ,leser verweiset2 aus dem ,leben des ,homers1 vom ,herodotus4 ,denn hier werden zwar die ,zeilen aus der ,iliade angefhret1 in welchen der ,dichter diesem ,lederarbeiter den ,namen ,tychius beilegt2 es wird aber auch zugleich ausdrcklich gesagt1 da eigentlich ein ,lederarbeiter von des ,homers ,bekanntschaft so geheien1 dem er durch ,einschaltung seines ,namens seine ,freundschaft und ,erkenntlichkeit bezeigen wollen #f73 ,apedwke de carin kai ,tuciw tv skutei1 o,v edexato auton en tv ,new teicei1 prosel,jonta pro,v to skuteion1 en toi,v epesi katazeuxa,v en th ,iliadi toisde4 #f4 ,herodotus de vita ,homeri1 p4 #gef4 ,edit4 ,wessel4 ,aia,v d' eggu,jen hl,je1 jerwn sako,v hute purgon1 ,calkeon1 eptaboeion o oi ,tucio,v kame teucwn ,skutotomwn oc' aristo,v1 ,ulh eni oikia naiwn4 ,es ist also grade das ,gegenteil von dem1 was uns ,herr ,winckelmann versichern will2 der ,name des ,sattlers1 welcher das ,schild des ,ajax gemacht hatte1 war schon zu des ,homers ,zeiten so vergessen1 da der ,dichter die ,freiheit hatte1 einen ganz fremden ,namen dafr unterzuschieben4 ,verschiedene andere kleine ,fehler sind bloe ,fehler des ,gedchtnisses1 oder betreffen ,dinge1 die er nur als beilufige ,erluterungen anbringst4 ,z4 ,e4 ,es war ,herkules1 und nicht ,bacchus1 von welchem sich ,parrhasius rhmte1 da er ihm in der ,gestalt erschienen sei1 in welcher er ihn gemalt #g74 #g4 ,gesch4 der ,kunst1 ,t4 ,i4 ,s4 #afg4 ,plinius lib4 ,,xxxv4 sect4 #cf4 ,athenaeus lib4 ,,xii4 p4 #edc4 ,tauriskus war nicht aus ,rhodus1 sondern aus ,tralles in ,lydien #h74 #h4 ,gesch4 der ,kunst1 ,t4 ,,ii4 ,s4 #cec4 ,plinius lib4 ,,xxxvi4 sect4 #d4 p4 #gbi4a4 #ag4 ,die ,antigone ist nicht die erste ,tragdie des ,sophokles #i74 #i4 ,gesch4 der ,kunst1 ,t4 ,,ii4 ,s4 #cbh4 ,er fhrte die ,antigone1 sein erstes ,trauerspiel1 im dritten ,jahre der siebenundsiebenzigsten ,olympias auf4 ,die ,zeit ist ungefhr richtig1 aber da dieses erste ,trauerspiel die ,antigone gewesen sei1 das ist ganz unrichtig4 ,samuel ,petit1 den ,herr ,winckelmann in der ,note anfhrt1 hat dieses auch gar nicht gesagt2 sondern die ,antigone ausdrcklich in das dritte ,jahr der vierundachtzigsten ,olympias gesetzt4 ,sophokles ging das ,jahr darauf mit dem ,perikles nach ,samos1 und das ,jahr dieser ,expedition kann zuverlssig bestimmt werden4 ,ich zeige in meinem ,leben des ,sophokles1 aus der ,vergleichung mit einer ,stelle des lteren ,plinius1 da das erste ,trauerspiel dieses ,dichters1 wahrscheinlicherweise1 ,triptolemus gewesen4 ,plinius redet nmlich 7libr4 ,,xviii4 sect4 #ab4 p4 #ajg4 ,edit4 ,hard47 von der verschiedenen ,gte des ,getreides in verschiednen ,lndern und schliet3 ,hae fuere sententiae1 ,alexandro magno regnante1 cum clarissima fuit ,graecia1 atque in toto terrarum orbe potentissima2 ita tamen ut ante mortem ejus annis fere ,,cxlv ,sophocles poeta in fabula ,triptolemo frumentum ,italicum ante cuncta laudaverit1 ad verbum translata sententia3 ,et fortunatam ,italiam frumento canere candido4 ,nun ist zwar hier nicht ausdrcklich von dem ersten ,trauerspiele des ,sophokles die ,rede2 allein es stimmt die ,epoche desselben1 welche ,plutarch und der ,scholiast und die ,arundelschen ,denkmler einstimmig in die siebenundsiebzigste ,olympias setzen1 mit der ,zeit1 in welche ,plinius den ,triptolemus setzet1 so genau berein1 da man nicht wohl anders als diesen ,triptolemus selbst fr das erste ,trauerspiel des ,sophokles erkennen kann4 ,die ,berechnung ist gleich geschehen4 ,alexander starb in der hundertundvierzehnten ,olympias2 hundertundfnfundvierzig ,jahr betragen sechsunddreiig ,olympiaden und ein ,jahr1 und diese ,summe von jener abgerechnet1 gibt siebenundsiebzig4 ,in die siebenundsiebzigste ,olympias fllt also der ,triptolemus des ,sophokles1 und da in eben diese ,olympias1 und zwar1 wie ich beweise1 in das letzte ,jahr derselben1 auch das erste ,trauerspiel desselben fllt3 so ist der ,schlu ganz natrlich1 da beide ,trauerspiele eines sind4 ,ich zeige zugleich ebendaselbst1 da ,petit die ganze ,hlfte des ,kapitels seiner ,miscellaneorum 7,,xviii4 lib4 ,,iii4 eben dasselbe1 welches ,herr ,winckelmann anfhrt7 sich htte ersparen knnen4 ,es ist unntig1 in der ,stelle des ,plutarchs1 die er daselbst verbessern will1 den ,archon ,aphepsion1 in ,demotion1 oder aneyio,v zu verwandeln4 ,er htte aus dem dritten ,jahr der #ggten ,olympias nur in das vierte derselben gehen drfen1 und er wrde gefunden haben1 da der ,archon dieses ,jahres von den ,schriftstellern ebenso oft1 wo nicht noch ftrer1 ,aphepsion1 als ,phdon genennet wird4 ,phdon nennet ihn ,diodorus ,siculus1 ,dionysius ,halicarnasseus und der ,ungenannte in seinem ,verzeichnisse der ,olympiaden4 ,aphepsion hingegen nennen ihn die ,arundelschen ,marmor1 ,apollodorus1 und der diesen anfhrt1 ,diogenes ,lartius4 ,plutarchus aber nennet ihn auf beide ,weise2 im ,leben des ,theseus ,phdon1 und in dem ,leben des ,cimons1 ,aphepsion4 ,es ist also wahrscheinlich1 wie ,palmerius vermutet1 ,aphepsionem et ,phaedonem archontas fuisse eponymos3 scilicet uno in magistratu mortuo1 suffectus fuit alter4 7,exercit4 p4 #deb47--,vom ,sophokles1 erinnere ich noch gelegentlich1 hatte ,herr ,winckelmann auch schon in seiner ersten ,schrift von der ,nachahmung der griechischen ,kunstwerke 7,s4 #h7 eine ,unrichtigkeit einflieen lassen4 ,die schnsten jungen ,leute tanzten unbekleidet auf dem ,theater und ,sophokles1 der groe ,sophokles1 war der erste1 der in seiner ,jugend dieses ,schauspiel seinen ,brgern gab4 ,auf dem ,theater hat ,sophokles nie nackend getanzt2 sondern um die ,tropen nach dem salaminischen ,siege1 und auch nur nach einigen nackend1 nach andern aber bekleidet 7,athen4 lib4 ,i4 p4 m4 #bj474 ,sophokles war nmlich unter den ,knaben1 die man nach ,salamis in ,sicherheit gebracht hatte2 und hier auf dieser ,insul war es1 wo es damals der tragischen ,muse alle ihre drei ,lieblinge1 in einer vorbildenden ,gradation1 zu versammeln beliebte4 ,der khne ,aeschylus half siegen2 der blhende ,sophokles tanzte um die ,tropen1 und ,euripides ward an eben dem ,tage des ,sieges1 auf eben der glcklichen ,insel geboren4 ,doch ich enthalte mich1 dergleichen ,kleinigkeiten auf einen ,haufen zu tragen4 ,tadelsucht knnte es zwar nicht scheinen2 aber wer meine ,hochachtung fr den ,herrn ,winckelmann kennet1 drfte es fr ,krokylegmus halten4 ,ende dieses ,projekt ,gutenberg ,etextes ,laokoon1 von ,gotthold ,ephraim ,lessing4