,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiag erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,begriffe wurden nicht korrigiert4 ,das ,original enthielt einen ,gesamtkatalog der ,buchreihe ,aus restlichen ,buchanzeigen wurden zusammengefasst am ,ende des ,texts wiedergegeben4 ,dieses ,buch enthlt ,verweise auf ,passagen im ersten ,band1 welcher auf ,projekt ,gutenberg verffentlicht wurde und dort eingesehen bzw4 heruntergeladen werden kann 7https3_/_/www4gutenberg4org_/ebooks_/#f hbfb74 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt4 ,besondere ,schriftschnitte wurden mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden unterstrichen3 ,rautenzeichen ,aus ,natur und ,geisteswelt ,sammlung wissenschaftlich-gemeinverstndlicher ,darstellungen #cah4 ,bndchen ,die ,entwicklungsgeschichte der ,stile in der bildenden ,kunst ,von ,dr4 phil4 ,ernst ,cohn-,wiener ,dozent an der ,humboldt-,akademie -- ,freie ,hochschule ,berlin ,zweiter ,band3 ,von der ,renaissance bis zur ,gegenwart ,zweite ,auflage ,mit #db ,abbildungen im ,text ,verlag und ,druck von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin #aiag ,illustration ,inhaltsverzeichnis4 ,seite ,erstes ,kapitel4 ,die italienische ,renaissance #a ,zweites ,die brgerliche ,gotik in ,deutschland und die sogenannte deutsche ,renaissance #bj ,drittes ,der ,barockstil #ch ,viertes ,der ,stil ,rgence und der ,rokokostil #fc ,fnftes ,der ,stil ,louis ,,xvi4 und der ,stil ,empire #gc ,sechstes ,die ,kunst des #ai4 ,jahrhunderts und der ,gegenwart #ha ,siebentes ,das ,wesen des ,stilwerdens und die historische ,stellung der gegenwrtigen ,kunst #id ,schutzformel fr die ,vereinigten ,staaten von ,amerika3 ,copyright #aiag by ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig4 ,alle ,rechte1 einschlielich des bersetzungsrechts1 vorbehalten4 ,erstes ,kapitel4 ,die italienische ,renaissance4 ,in keiner anderen uerung des menschlichen ,geistes heben sich die ,hauptrichtungslinien so eindeutig klar heraus1 wie in der ,kunstgeschichte1 unterjochen so tyrannisch feindliche ,strmungen oder lassen sie in provinziellem ,dunkel4 ,der ,grund dafr knnte sein1 da das ,kunstwerk1 als anschauliches ,resultat eines sehr verwickelten seelischen ,vorganges1 doch fixierter ist als die ,gedankengnge beispielsweise der ,literatur oder die ,tonfolgen der ,musik1 die sozusagen durch ganze ,abfolgen von ,stunden laufen1 whrend das ,kunstwerk als ,objekt in jedem ,augenblick dasselbe bleibt4 ,kein ,land zeigt jene ,einzigkeit des kunstgeschichtlichen ,stilvorganges deutlicher als ,italien1 das im ,mittelalter neben den ,lndern des ,nordens nur vegetiert1 um seit dem #ae4 ,jahrhundert ihre magebende ,fhrerin zu werden4 ,obgleich das italienische ,mittelalter eines der am wenigsten erforschten ,gebiete der ,kunstgeschichte ist1 weil der glnzende ,mantel der ,renaissance es allzulange dem ,auge entzog1 ist es doch fraglos1 da1 whrend sich nrdlich der ,alpen die wichtigsten ,stilbewegungen vollziehen1 ,italien zwar eine ,flle interessanter ,stilerscheinungen1 aber keinen einheitlichen ,stil geschaffen hat4 ,seine ,lage im ,schnittpunkte der groen mittelalterlichen ,kunstkreise mit ,frankreich1 ,deutschland1 dem maurischen ,spanien und dem ,byzantinischen ,reich als ,zentren1 dazu die fortwhrenden ,kmpfe auf seinem ,boden1 die allen diesen ,lndern fr lngere oder krzere ,zeit ,anteil am ,lande selbst gaben und ihnen so den direktesten ,einflu sicherten1 all das brachte es mit sich1 da in ,italien fast alles ,autochthone mit fremden ,anregungen verschmilzt und eine ,flle der verschiedenartigsten ,erscheinungen ausbildet4 ,whrend im ,norden die romanische und gotische ,kathedrale sich entwickeln1 behlt die kirchliche ,architektur ,italiens den altchristlichen ,basilikatypus mit dem ,eingange an der ,schmalseite und dem freistehenden ,campanile bis in den ,beginn der ,renaissance hinein bei2 die eigengeschaffenen romanischen und die bernommenen gotischen ,formen werden nicht ,stilglieder1 sondern nur ,schmuck4 ,man kann sagen1 da die ,gotik auch in ,italien alle anderen ,formen verdrngt1 aber wesentlich als ,stil des ,wimpergs und der ,fiale angewandt wird4 ,whrend man ihre ,gewlbekonstruktion und ihre ,dekoration verwertet1 scheut man doch jede konsequente ,durchfhrung der ,vertikalen4 ,vollends dekorativ gestaltet das ,land dort1 wo es mit orientalischen ,stilelementen in ,berhrung kommt1 wie in romanischer ,zeit in ,sditalien1 in gotischer in ,venedig4 ,hier verwandeln sich die gotischen ,formen in eine elegante ,steindekoration von der feinen ,arbeit durchbrochener ,spitzen4 ,man arbeitet1 um die ,zartheit des ,eindrucks zu steigern1 selbst mit ,kontrastwirkungen1 setzt auf zarte ,arkaden ein derbes mauerfestes ,obergescho1 wie beim ,dogenpalast1 whrend man doch das ,verhltnis umgekehrt erwartet1 oder neben sie als ,gegensatz das geschlossene ,mauerwerk1 wie an ,ca d'oro4 ,nur da in romanischer ,zeit ,oberitalien1 allerdings wiederum mit ,ausnahme ,venedigs1 in engem ,zusammenhang mit ,deutschland stehend1 an dessen ,formenergie ,anteil nimmt4 ,mit dieser ,art1 den ,charakter der ,bauten durch ihre ,dekoration bestimmen zu lassen1 stimmt es berein1 da ,plastik und ,malerei als ,werte im ,gesamtbild die ,architektur berwiegen1 im ,gegensatz zum ,norden1 und die groe ,zahl berlieferter ,knstlernamen beweist1 da sie ihren ,wert kennen4 ,dabei ist es natrlich kein ,zufall1 da auch hier die ,bewegung gleichzeitig mit der ,loslsung der ,plastik von der ,baukunst einsetzt1 d4 h4 mit dem ,ende der romanischen ,periode1 da also auch hierin ,italien an den nordischen ,bewegungen teilnimmt4 ,aber das geschieht ganz unwillkrlich1 genau so selbstverstndlich1 wie die ,glieder in den ,blutumlauf des ,herzens miteinbezogen sind4 ,als ,formvorbilder dienen nicht die franzsischen ,schpfungen1 sondern die antiken berreste im ,lande1 und man hat geradezu von einer ,proto-,renaissance 7,ur-,renaissance7 gesprochen1 zumal diese ,zeit die ,vorbilder willenloser1 weniger umformend bernimmt1 als spter die ,renaissance4 ,die ,frucht ist in ,mittelitalien die antikisierende ,umgestaltung des ,architektur-,ornaments und die ,kunst des ersten ,meisters aus dem ,kreis der ,pisani1 des ,niccolo1 ttig zwischen #abfj-abhj1 dessen malerisch hohe ,kanzelreliefs ohne das ,vorbild der rmischen ,sarkophage schlechterdings nicht denkbar sind4 ,noch intensiver ist diese ,bewegung in ,sditalien1 wo die geniale ,persnlichkeit des ,hohenstaufen ,friedrich ,,ii4 fr die ,kunst dieselbe ,rolle spielt1 wie ,karl der ,groe fr die karolingische ,renaissance4 ,er errichtet ,triumphbgen mit ,skulpturen1 in deren berresten antiker ,geist seltsam lebendig ist4 ,er schreibt ein ,buch ber die ,falkenjagd1 und die ,illustrationen dazu geben die ,tierformen mit der subtilen ,genauigkeit eines zoologischen ,werkes4 ,man mu freilich feststellen1 da der ,einflu der hohen maurischen ,kultur gerade hier den ,boden sehr geebnet hatte4 ,in der gotischen ,generation1 reprsentiert durch den ,sohn des ,niccolo1 ,giovanni 7um #abej-acbh71 wirkt das jetzt voll entfaltete ,frankreich strker ein4 ,doch wird der ,stil niemals weich1 und in der ,malerei vollends wird die ganz byzantinisierende romanische ,generation durch den ,gotiker ,giotto 7#abff bis nach #acag7 abgelst1 der als bergang zur ,renaissance anzusehen ist4 ,wenn auch die religise ,inbrunst in seinen ,darstellungen aus dem ,leben des heiligen ,franziskus ganz gotisch im ,gefhl1 die ,gebundenheit seiner ,formen noch mittelalterlich ist1 so ist doch die ,bestimmtheit des ,gefhlsausdruckes bei ihm die ,ankndigung des neuen ,zeitalters4 ,fr uns ,heutige hat das ,wort ,renaissance nicht mehr den ,sinn1 den es einst hatte3 ,wiedergeburt der ,antike4 ,wir1 die wir einen ,stil nicht mehr uerlich nach den ,detailformen analysieren1 sondern nach dem ,sinn1 den sie im ,stilbild haben -- wir sehen1 da die ,renaissance die antiken ,formen nur in den ,dienst ihrer ganz selbstndig gerichteten ,absichten stellt4 ,fr uns bedeutet sie eine ,wiedergeburt der starken ,persnlichkeit1 der schaffenden ,kraft des ,menschen1 welche die ,formen der antiken ,kunst1 die sie vor ,augen hatte1 als ,hilfsmittel fr das eigene ,wollen mit eigenem ,ausdruck bernahm4 ,von hier aus beantwortet sich auch die ,frage1 warum man gerade an die rmische ,antike anknpfte und nicht an die hellenische1 deren ,werke doch in ,unteritalien noch vor aller ,augen standen4 ,die ,begrndung1 man htte die rmische ,kunst gewhlt1 weil die italienischen ,stdte stolz waren1 ihren ,ursprung von ,rom abzuleiten1 scheint uns zu uerlich fr ,erscheinungen1 die so gesetzmig verlaufen4 ,vielmehr scheint dafr entscheidend gewesen zu sein1 da die ,freude dieser enthusiastischen ,zeit am ,reichtum und am ,prunk1 die in ihren ,festen und ,bauten so hohen ,ausdruck findet1 in den reichbewegten ,formen der rmischen ,bauornamentik sich eher befriedigen mute1 als in den schlichten1 griechischen ,architekturen1 dann1 da die ,renaissancebauten ,mauerbauten waren1 bei denen vor allem ,wnde dekoriert werden sollten1 so da sie in den reich dekorierten ,mauern rmischer ,bauten ihr gegebenes ,vorbild hatten3 der strenge griechische ,sulenbau mit seinen frei tragenden ,sttzen konnte fr diese ,aufgaben keine ,lsungen bieten4 ,dafr1 da die ,antike fr die ,renaissance im ,grunde keine ,triebkraft1 sondern nur ein ,hilfsmittel war1 ist beweisend1 da sie sich nicht im ppstlichen ,rom entwickelte1 wo die meisten und reichsten ,rmerbauten damals noch standen1 sondern in ,florenz1 das fast ohne antike berreste war1 wo aber ein freies und starkes ,brgertum sich entwickelte in einem ,kampf1 der halb kaufmnnische ,konkurrenz1 halb ,ringen um die ,macht war4 ,diese ,entwicklung der ,persnlichkeit ist das wichtigste ,ergebnis der vorhergehenden ,jahrhunderte und die ,schpferin der ,renaissance1 die man meist um #adbj beginnen lt4 ,an ,stelle der christlichen ,demut tritt der brgerliche ,stolz1 an ,stelle der ,aufgabe der ,persnlichkeit ihre ,pflege1 an ,stelle des ,feudalismus die stdtische ,freiheit4 ,durch ihren ,handel erstarkt1 erobern sich die ,stdte mit geworbenen ,sldnern oder ,brgerheeren einen ,platz in der ,reihe der ,frsten4 ,waren sie bisher um ihres ,reichtums willen ,objekt des ,streites zwischen diesen1 so erwerben sie jetzt mit diesem ,reichtum das ,recht ihrer ,freiheit4 ,diese neue ,macht hat in ,italien vielleicht frher ihre ,erfolge errungen1 als nrdlich der ,alpen4 ,es gengt an die ,schlacht von ,legnano zu erinnern1 wo der langobardische ,stdtebund ,friedrich ,barbarossa schlug4 ,es war der ,stolz des ,brgers1 ,glied einer freien ,stadt zu sein1 die er mitregierte1 und so entstanden alle jene kleinen1 aber mchtigen ,stadtrepubliken4 ,aber es war derselbe ,brgerstolz1 der den einzelnen antrieb1 in diesem ,staat unter den ,mitbrgern sichtbar zu sein1 hervorzuragen durch ,macht und ,wissen1 und so erscheinen jetzt alle jene ,mzene1 alle jene geschmackvollen ,dilettanten1 erwacht jenes groe bewegte ,leben der ,epoche1 das uns ,heutigen noch in seiner leuchtenden1 blhenden ,triebkraft wie das ,ziel einer ,sehnsucht vor ,augen steht4 ,in keiner ,zeit war der ,ehrgeiz so allgemeine ,triebfeder fr den ,feldherrn wie fr den ,staatsmann1 den ,gelehrten wie den ,knstler1 in keiner ,zeit aber wurde auch der ,tchtige so geschtzt4 ,es ist bezeichnend fr die ,differenz zweier ,weltanschauungen1 wenn ,drer aus ,venedig schreibt3 ,hier bin ich ein ,herr1 daheim ein ,schmarotzer48 ,der ,knstler des ,mittelalters war fast stets anonym gewesen4 ,je mehr man sich der ,renaissance nhert1 auf desto mehr ,knstlernamen trifft man4 ,whrend noch die ,meister der ,frhrenaissance selten ihre ,bilder signieren1 und nur die allgemeine ,wertschtzung das ,ziel ihres ,ehrgeizes ist1 whrend ,botticelli ,truhenbretter bemalt1 und ,verocchio ,turnierfahnen1 also das ,gefhl eines ,unterschiedes zwischen ,kunst und ,handwerk noch vllig fehlt1 setzt man spter auf jedes lcherlich geringfgige ,bildchen seinen ,namen und arbeitet ebenso fr seinen ,ruhm wie fr das ,werk1 bis schlielich die ,arroganz eines ,barockmeisters wie des ,cellini unertrglich wird4 ,das geht so weit1 da man schon in der frhen ,renaissance von dem kaum verlassenen ,stil mit allertiefster ,verachtung spricht1 so da damals das ,wort ,gotik8 geprgt wird im ,sinne einer barbarischen ,kunst1 ber die man sich hoch erhaben fhlte4 ,allein dieser ,gegensatz war nicht so einschneidend1 wie die ,epoche glaubte4 ,das neue ,kunstwollen ist zwar von vornherein sehr stark1 die ,problemstellung sehr neu1 aber die ,lsungen entwickeln sich auf der ,basis der gotischen4 ,der erste ,florentiner ,renaissance-,architekt1 ,brunelleschi 7#acgg-addf71 stellt die ,tendenzen des neuen ,stiles fast dogmatisch fest1 und doch hat seine ,kuppel des ,florentiner ,domes noch viel gotische ,streckung1 und seine ,capella ,pazzi noch die ,dreiteilung mittelalterlicher ,kirchen in ,vorhalle1 ,hauptraum und ,altarnische1 ohne da die ,kuppel ber dem ,mittelraum fr mehr als nur fr diesen ein ,sammelbecken wre4 ,erst die ,hochrenaissance bringt in ,bramantes ,tempietto die absolute ,vereinheitlichung des ,raumes unter einer ,kuppel4 ,wichtiger ist in diesem unkirchlichen ,zeitalter der ,profanbau1 fr den ebenfalls die ,gotik den ,typus1 zugleich mit der brgerlichen ,gesinnung berhaupt1 schon vorgebildet hat 7,abb4 #a74 ,die ,rathuser der ,stdte muten in jenen ,zeiten der ,kmpfe von ,stadt gegen ,stadt1 von ,partei gegen ,partei feste ,gebude1 ,kastelle im kleinen sein1 ,bauten1 deren starke ,mauern nur von kleinen ,fenstern durchbrochen werden durften1 whrend im ,hofraum freiere ,dekoration sich entfalten konnte4 ,das ist die gegebene ,form der ,feste1 wie schon die deutschen ,burgen der romanischen ,zeit sie haben1 und wie sie selbst dem ,heidelberger ,schlo noch zugrunde liegt4 ,diese kleinen ,stdte ,italiens aber geben vielleicht ihre reinste ,form1 weil dort die kirchlichen ,einbauten fehlen1 die in ,deutschland blich sind1 und nicht die ,plattform einer ,bergkuppe ihren ,grundri bedingt4 ,er ist so knapp wie denkbar1 rein quadratisch1 die ,mauern sind nur in ganz kleinen ,fenstern und knappen ,tren nach auen geffnet1 der kraftvoll horizontale ,abschlu des ,daches ist mit wehrhaften ,zinnen gekrnt2 aber die kleinen ,simse1 die sich unter den ,fenstern um das ,gebude herumziehen1 zeigen doch1 da man sich der gedrungenen ,kraft dieser ,horizontalen bewut ist und ihr durch die ,parallele ,nachdruck geben will4 ,nur der ,turm durchbricht1 senkrecht emporsteigend1 die ,richtung dieser ruhenden ,linien1 ein ungesucht starker ,akzent in diesem ,bau1 der als ,ganzes die ,energie eines neuen brgerstarken ,zweckgefhls in ,formen von selbstbewuter ,klarheit ausspricht4 ,nach dem ,hof zu aber ffnen sich schon jetzt im ,erdgescho sulengetragene ,arkaden1 umgrten weitgeffnete ,fensterreihen die oberen ,stockwerke4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,florenz4 ,palazzo ,vecchio4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,florenz4 ,palazzo ,strozzi4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,rom4 ,fenster der ,cancelleria4 ,und nun ist das ,verhltnis dieser gotischen ,form zum ,palazzo der ,frhrenaissance dasselbe1 wie das der frhchristlichen zur romanischen ,basilika4 ,was vorher dumpf war1 wird jetzt klar funktionell ausgedrckt1 wobei allerdings wichtig ist1 da dieses ,zeitalter an und fr sich bewuter schafft als das ,mittelalter4 ,der ,palazzo ,strozzi 7,abb4 #b7 drckt die ,bauwerte viel redender aus1 als ,st4 ,michael in ,hildesheim1 und bei ihm und seinen ,stilverwandten ist die ,wagerechte nicht allein ,zweck- sondern schon ,ausdrucksform4 ,ein weit ausladendes ,kranzgesims ist an die ,stelle des ,zinnenkranzes gesetzt worden1 mit der sthetischen ,funktion1 das ,haus in stark betonter ,horizontallinie abzuschlieen4 ,am ,fu des ,gebudes wirken die starken wagerecht fortlaufenden ,ruhebnke ebenso als ,sockel1 und zwischen diesen ,hauptlinien wiederholt sich die ,wagerechte zweimal in den ,simsen1 die unter den ,fensterreihen hinlaufen und hier nicht mehr1 wie beim gotischen ,palazzo1 schmale ,linien1 sondern regelrechte ,simse von uerst krftiger ,profilierung sind4 ,hier eine ,parallele zur ,energie der ,wagerechten im romanischen ,stil zu sehen1 ist ganz logisch4 ,aber sie ist hier mehr1 als nur der ,steinschichtung abgewonnene ,begrenzungslinie1 wie auch die ,wand mehr ,absichten hat1 als nur ,raumabschlu oder ,dachsttze zu sein4 ,indem die ,renaissance die ,mchtigkeit der einzelnen ,quader innerhalb des ,gefges dadurch ausdrckt1 da sie die ,fugen tief als beschattete ,linien einschneidet 7sog4 ,rustika71 erzielt sie mehr den ,eindruck von ,krper als von ,flche1 von ,mauer als von ,wand4 ,fenster und ,tren sind nicht mehr bloe ffnungen in der ,mauer1 wie noch im ,palazzo ,vecchio4 ,symmetrisch angeordnet1 bestimmen sie die ,gliederung der ,wand1 und es ist ausdrucksvoll1 wie die ,rustika1 da man den ,bogen1 der sie oben abschliet1 in seiner ,technik1 dem ,keilschnitt1 angibt4 ,nun sieht man1 wie fest die ,steine ineinander verkeilt sind1 und wei1 wie sicher der ,bogen die darber lastende ,mauermasse trgt4 ,spter wird sogar der mittelste ,keilstein1 wie der ,schlustein im gotischen ,gewlbe1 durch seinen ,schmuck noch besonders hervorgehoben 7,abb4 #d71 weil er dem ,bogen den sicheren ,zusammenhalt gibt4 ,ebenso schliet sich der ,hof mit offenen ,bogengngen im ,erdgescho an den ursprnglichen ,plan der ,gotik an2 aber alle gotisch eckig profilierten ,formen sind auf einfachere ,querschnitte unter ,zugrundelegung antiker ,formen zurckgefhrt -- aus ,pfeilern1 die ,spitzbgen trugen1 sind korinthisierende ,sulen mit ,rundbgen geworden1 besonders aber bevorzugt man den ,pilaster als ,rahmenform fr ,fenster und ,tren1 als ,sttzform bei ,grabmlern oder als ,wanddekoration4 ,aber all diese ,formen werden viel schlanker1 dnner und graziler2 ja man kann sagen1 da in der ,betonung der kantigen ,randlinien beim ,pilasterschaft ein ,rest gotischen ,gefhles liegt und ebenso in der knolligen ,behandlung der ,akanthusbltter1 die1 in springbrunnhaft aufsteigender ,anordnung auf der eingesenkten ,mitte des ,pilasters angebracht1 dessen ,bewegung mit ihrem ,aufsteigen begleiten4 ,erst allmhlich mit dem wachsenden ,vollklang des ,stiles werden diese ,formen breiter1 ppiger und gesammelter4 ,zugleich wird die ,palastfassade auf grere ,wirkungen gestimmt4 ,allein auch zum #af4 ,jahrhundert1 der ,hochrenaissance1 vollzieht sich der bergang ganz allmhlich4 ,ein ,palast1 wie die um #aejj von ,bramante gebaute ,cancelleria 7,abb4 #c71 geht noch auf einen ,typus der ,frhrenaissance zurck1 in dem indessen ,keime fr ,zuknftiges lagen4 ,fest im ,umri und in der ,begrenzung1 sind auch bei der ,cancelleria die ,horizontallinien der unter den ,fenstern durchgefhrten ,simse noch die wichtigsten ,gliederungen1 scheint die ,wand um die kleinen ,fenster von ungebrochener ,festigkeit4 ,aber in der ,gliederung der ,mauerflchen machen sich dennoch neue ,tendenzen fhlbar1 wenn auch nur in den beiden oberen ,geschossen1 whrend das untere der starke ,trger bleibt4 ,man mu eine ruhige ,wandflche1 wie die des ,palazzo ,strozzi1 damals beinahe schon als khl1 als unbelebt empfunden haben4 ,wie die ,strke der ,zeit im ,widerspiel der strebenden ,krfte sich uert1 so gestaltet man die ,mauer ausdrucksvoller1 indem man auer der wichtigen ,horizontale1 die die ,hauptlinie bleibt1 die ,vertikale als ,wandgliederung anwendet1 zwar nur schchtern als antikisierender ,pilaster zwischen die horizontalen ,simse gestellt und wenig aus der ,wand hervorspringend1 aber um so wirksamer1 als sie zugleich den ,fenstern1 die sie aus der ,wand herauslst1 ihren besonderen ,wert innerhalb der ,flche gibt4 ,das ,fenster ist jetzt nicht mehr ein ,loch in der ,mauer1 sondern selbstndiger ,bauteil4 ,es wird durch einen ,rahmen gegen die ,mauerflche abgegrenzt1 auerordentlich energisch dadurch1 da dieser nur innen den ,konturen des ,fensters folgt1 auen aber rechteckig ist1 wie die ,wandglieder4 ,allein obgleich diese ,zusammenfassung sehr geistvoll ist1 wird man gerade hier einen ,zwiespalt fhlen1 der fr die neue ,absicht charakteristisch ist4 ,keine ,frage3 gegenber der strengen ,folgerichtigkeit der ,wand beim ,palazzo ,strozzi stellt sich nun als ,gliederung eine ,dekoration ein1 die ihren eigenen ,ausdruck hat und die ,struktivitt der ,mauer vernichtet4 ,es ist kein ,zufall1 da das ,kranzgesims hier weit weniger vorragt1 an den uersten ,ecken ,pilaster die scharfen ,kanten der zusammenstoenden ,wnde abschwchen1 die horizontalen ,simse verdoppelt werden1 und dadurch den ,hauptlinien viel von ihrer ,kraft genommen wird1 sie gewissermaen zerflieen4 ,unzweifelhaft bedeutet auch hier der neue ,reichtum des ,ausdrucks eine ,schwchung der ,gesetzmigkeit4 ,und nun kann man stufenweise die konsequente ,weiterentwicklung dieser ,prinzipien verfolgen1 wie ,fenster und ,pilaster allmhlich immer krftiger1 die ,wnde immer schwcher werden1 bis schlielich die ,bauten des ,palladio 7#aejh-aehj7 in ,vicenza oder des ,jacopo ,sansovino die letzte ,stilstufe bezeichnen1 auf der eine einheitliche ,wirkung1 allerdings bereits von ganz malerischer ,art1 noch mglich ist4 ,die ,wand des ,untergeschosses von ,sansovinos ,markusbibliothek in ,venedig 7,abb4 #d7 ffnet sich in weiten ,bgen1 die durch dekorierende ,sulen voneinander getrennt sind4 ,noch ziehen ber ihnen die ,simse und ,friese in horizontalen ,reihen1 aber die beherrschende ,kraft ihrer ,linien zersetzt sich4 ,ein dorischer ,fries mit ,tropfenregula1 von deren vermittelndem ,sinne schon die ,rede gewesen ist1 fhrt vom ,untergescho aufwrts1 und ebenso allmhlich oberhalb des trennenden ,simses die ,balustergalerie4 ,es kommt dazu1 da nicht nur die oberen ,sulen mit den unteren korrespondieren1 sondern da die oberen ,sulen innerhalb der ,balustergalerie auf isolierten ,sockeln stehen und so die ,linien der unteren fr das ,auge geradezu fortsetzen4 ,wie die ,fenster dieses ,stockwerks eleganter1 zierlicher sind als die ,bgen des ,untergeschosses1 auf denen es lastet1 so ist auch die abschlieende ,horizontale noch weicher behandelt als das trennende ,sims zwischen beiden4 ,sie ist geradezu aufgelst1 nach unten in ein breites ,friesband von krnzetragenden ,putten1 durchbrochen von kleinen ,fenstern1 nach oben in eine freistehende ,balustergalerie 7,attika71 die den ganzen ,bau weich in die ,luft sich lsen lt4 ,allein auch diese ,auflsung wird von den vertikalen ,linien untersttzt4 ,die ,putten im ,fries nehmen die ,linien der ,sulen auf und fhren sie in eine ,basis hinauf1 auf der jedesmal eine ,statue steht1 von allegorischer ,bedeutung1 was nebenschlich ist1 aber mit der ,funktion1 auch die letzte ,horizontallinie1 die obere ,begrenzung der ,attika1 zu zerstren und den ,abschlu noch weicher zu gestalten4 ,es beginnt also die ,auflsung der ,wagerechten zugleich mit der ,auflsung der ,wand weiter vorzuschreiten und zu ihrer tatschlichen ,zerstrung durch die ,durchbrechung gesellt sich ihre optische durch das starke ,wechselspiel von ,licht und ,schatten in der reichen ,dekoration4 ,whrend die frhe ,renaissance ganz flache ,formen isoliert benutzt 7,abb4 #c71 huft die ,hochrenaissance weit ausspringende ,glieder4 ,es ist von derselben ,art1 wenn sie in der ,flchenfllung an ,stelle der einfachen1 dnnen1 aber klargefhrten ,ranken der frhen ,zeit das volle1 quellende ,ornament bringt1 die breithngenden ,krnze und schweren ,fllungen 7,abb4 #d74 ,der ,ausdruck bleibt also gro1 wird nicht etwa spielerisch4 ,aber immerhin tritt das ,pathos an die ,stelle der ,sachlichkeit4 ,ein ,bau wie etwa der bereits dem ,barock zugerechnete ,palast ,pesaro in ,venedig fhrt alle diese ,absichten zur letzten ,konsequenz4 ,hier ist die ,wand vllig verschwunden4 ,selbst der ,rest1 der in der ,bibliothek ,sansovinos an den ,seiten der ,sulen steht1 hat einer ,sule ,platz gemacht4 ,ebenso ist neben die ,horizontallinie nun vllig gleichberechtigt die ,vertikale getreten4 ,die ,gesimse verkrpfen sich oberhalb der ,sulen und das ,auge wird ohne ,hindernis vom ,erdboden bis hinauf ans ,dach gefhrt4 ,dieser ,widerstreit zwischen den ,richtungslinien wird noch ausdrucksvoller durch das starke ,vor- und ,zurckspringen der ,gliederungen1 das im malerischen ,wechsel von ,licht und ,schatten die ,flche vollends ausschaltet4 ,kurzum1 die ,absicht ist mglichster ,reichtum auf ,kosten des tektonischen ,ausdrucks1 von dem nun auch nicht mehr das geringste ,element uerlich sichtbar in die ,erscheinung tritt4 ,wand und ,dach sind durch die ,dekoration vollkommen verdrngt1 und ber die ,fassade hin gleitet von oben nach unten1 von ,seite zu ,seite im regelmigen ,wechsel des ,vordrngens und ,zurcktretens das ,licht1 so da eine vollkommene ,wellenbewegung entsteht4 ,auf diesen ,tendenzen baut sich dann der ,barockstil auf4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,venedig4 ,markusbibliothek4 ,die ,einheit des ,gesamtkunstwerkes1 die diese ,zeit bewuter fordert1 als jede voraufgegangene1 hlt die ,ausstattung des ,hauses und dieses selbst in jedem ,augenblick in derselben ,stilphase4 ,das ,zeitalter ist nicht reich an ,mbelformen2 die wichtigste1 die ,truhe1 ist in der brgerlichen ,gotik des ,palazzo ,vecchio ein schlichter ,kasten1 mit stilisierter ,bemalung von ,wappen oder ,ornamenten4 ,die ,hochrenaissance1 die fr ihre ,prunksle auch monumentalere ,mbelformen1 wie den ,thron1 ausbildet1 betont den ,formgehalt der ,truhe1 stellt sie auf eine schwer profilierte ,basis1 rahmt die reich bemalte oder mit ,stuckornamenten gezierte ,wand durch ,pilaster oder ,wappenhalter und macht den oberen ,abschlu ebenso ausdrucksvoll 7,abb4 #e74 ,in der ,sptrenaissance berwuchert hier wie am ,palast der ,schmuck4 ,man stellt das ,gert auf katzenartig vorschnellende ,lwenklauen1 die einerseits die ,truhe vom ,boden anheben1 ihr jede ,schwere des ,stehens nehmen1 andererseits den ,krper des ,mbels in weichen ,linien in den ,boden fhren4 ,das ,gert nimmt diese ,linien auf4 ,der ,leib der ,truhe biegt sich nach der ,mitte zu aus1 um nach dem ,deckel zu wieder schmler zu werden und so die bewegte ,form des ,gertes als weiche ,kurve endigen zu lassen4 ,ist schon durch so starke ,bewegung dem ,gert das ,kastenartige genommen1 so tritt die beraus lebhafte ,dekoration des ,krpers mit reichem figrlichen und ornamentalen ,schnitzwerk dazu1 um vollends jede ,flche zu zerstren4 ,die ,keramik beginnt1 von maurischen ,erzeugnissen angeregt1 mit bersichtlich geformten ,kannen und ,schsseln1 deren ,ton durch durchsichtige ,glasur mitwirkend sichtbar ist und deren ,wandungen einfaches1 aber sehr grozgiges ,ornament untersttzt4 ,in der ,hochrenaissance will auch der ,tpfer prunken4 ,die groen ,manufakturen1 wie ,faenza 7von dem die ,technik den ,namen ,fayence erhlt7 und ,urbino fertigen ,majoliken von groen bauchigen ,formen1 bei denen nur die undurchsichtige ,glasur1 die ,haut also1 statt des ,kernes1 sichtbar und also wirksam ist und figrliche ,malereien trgt1 die ber jede ,gefteilung1 selbst ber ,rand und ,boden der ,schssel gleichmig hinweggehen4 ,das ,gert ist nur noch ,malgrund1 kein zweckgeschaffenes ,gebilde4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,florentiner ,truhe4 ,berlin4 ,dieses bergewicht der freien ,kunst1 das schon von der ,gotik bernommen wird1 lt die ,einheit im ,zweck1 die alle ,knste im dorischen ,tempel oder in der romanischen ,kirche organisch verband1 hier nicht zu4 ,da die langen ,freskenreihen des ,gozzoli und ,ghirlandajo ,wandschmuck sind1 setzt der ,plastik ihres ,ausdrucks keine ,grenzen und schreibt ihrem ,stil keine ,gesetze vor4 ,vielmehr trifft die beginnende ,renaissance ,plastik und ,malerei bereits als selbstndige ,knste von groer ,freiheit des ,ausdrucks an und mit der ,tendenz1 jede ,ausdrucksform durch eine noch freiere abzulsen4 ,in derselben ,weise etwa1 wie die archaische griechische ,kunst aus dem ,steinblock und den spten ,formen griechisch-mykenischer ,kunst allmhlich den menschlichen ,krper entwickelt1 seine ,glieder immer strker zu beherrschen lernt1 entwickelt die ,renaissance unter den ,gewandmassen1 mit denen die ,gotik die ,gestalten verbirgt1 die menschliche ,form zu immer grerer ,freiheit1 zu immer sichererem ,verstndnis4 ,die disziplinierte ,kraft1 die im ,rahmen des ,gesamtknnens das ,hchste leistet1 fehlt diesem erregten ,zeitalter des ,individualismus1 das die ,flle erzeugt4 ,der ,weg1 den ,hellas in fast drei ,jahrhunderten zurckgelegt hat1 wird in kaum drei ,generationen durchmessen4 ,mit man ihn an der ,plastik1 die die ,aufgabe am engsten1 auf eine oder wenige umgrenzte ,gestalten konzentriert und so die schpferische ,bildnerin des ,krpers wird1 so sind ,ghiberti 7#acgh-adee7 ,donatello 7#achf-adff7 und ,verocchio 7#adce-adhh7 die ,marksteine4 ,ghiberti ist in der kurvigen ,bildung seiner ,gestalten1 unter deren weichgleitenden ,gewndern der ,krper noch nicht gefhlt ist1 fast noch ,gotiker4 ,die beiden anderen1 von der ,tradition sich befreiend1 sind schpferische ,menschen der ,renaissance1 ,donatello ein ,ekstatiker1 tiefster seelischer ,erschtterungen voll1 seine ,puttenreigen wirbelnde ,tnze1 seine ,antoniuslegenden erregte ,dramen1 seine ,propheten und ,tufer tief innerlich durchflammte ,visionre1 bei denen der ,ausdruck im gepreten ,munde1 in gekrampften ,hnden und tief durchfurchten ,gewndern verhalten aber glhend wirksam ist4 ,er stellt das plastische ,problem nicht nur als ,form-1 sondern als ,inhaltsproblem1 lt seinen ,gestalten die ,anlehnung an architektonische ,hintergrnde1 die ,entwicklung der ,bewegungen fr eine ,ansicht und entblt vom ,krper nur1 was der innere ,ausdruck fordert4 ,mit dem ,problem der krperlichen ,klarheit stellt ,verocchio der nchsten ,generation die ,aufgabe1 ja1 man kann sagen1 da die nach ,erkennen strebende ,renaissance erst mit ihm ihr erstes ,wort spricht4 ,es ist frappant1 hier1 wie im klassischen ,altertum1 die wissenschaftliche und gestaltende ,analysis nebeneinander hergehen zu sehen2 wie ,polyklet sucht auch ,verocchio das ,wesen der ,schnheit in der menschlichen ,proportion1 erforscht die ,perspektive und treibt mathematische ,studien4 ,ebenso aber studiert er ,bewegung und ,zusammensetzung des ,menschen- und ,pferdekrpers1 differenziert die ,muskeln und ,gelenke in seinen ,skulpturen1 so da man selbst unter dem ,panzer des jugendlichen ,david noch jede ,muskel1 jede ,hautfalte sprt4 ,kraft dieser ,kenntnis werden die ,drehungen seiner ,gestalten ausdrucksfreier als bei ,donatello1 bis zu ,werken1 die ohne ,hintergrund1 frei inmitten eines ,hofes stehend von allen ,seiten reizvolle ,ansichten gewhren4 ,wenn ,donatellos ,gattamelata der klug berblickende ,heerfhrer war1 auf seinem ,pferde sitzend1 wie auf einem ,thron1 so ist ,verocchios ,colleoni1 in ,bewegung und ,gegenbewegung von gespanntester ,fhrerenergie4 ,diese klare ,formulierung der neuen ,probleme und die ,vielseitigkeit des ,mannes1 der zugleich auch ,maler und ,goldschmied war1 machen ihn wie die ihm verwandten ,brder ,pollajuolo zu ,lehrmeistern der ganzen zweiten ,generation1 auch ihrer ,maler4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,ghirlandajo4 ,abendmahl4 ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,lionardo da ,vinci4 ,das ,abendmahl4 ,mailand4 ,denn die ,entwicklungslinie der ,malerei ist im ganzen die gleiche4 ,von den ,zeitgenossen ,ghibertis war ,fra ,angelico noch ,gotiker gleich ihm1 whrend ,masaccio1 der erste1 der seinen ,menschen standfeste ,realitt und ein ,grenverhltnis zu den ,husern und ,dingen in der ,landschaft gibt1 zugleich noch aus der gotischen ,verallgemeinerung der ,form ihre ,gre gewinnt4 ,mit ihm hrt das mittelalterliche ,gedrnge auf1 und die ,dinge werden plastisch4 ,nun setzt die schpferische ,kraft des ,zeitalters mit all ihrer ,flle ein4 ,padua1 wo ,mantegna in harter ,zeichnung sich um ,menschencharaktere und ,perspektive mht1 ,venedig1 wo die ,farbe herrscht1 ,umbrien1 das weiche1 idealistische ,gestalten sucht1 und am vielseitigsten ,florenz1 wo neben ,gegenwartsmalern wie ,ghirlandajo1 ,theoretikern1 wie eben ,verocchio1 tiefe ,empfinder schaffen1 wie ,fra ,filippo ,lippi und sein ,schler1 der ,mystiker ,botticelli 7#addd bis #aeaj71 diese beiden letzten die deutlichsten ,reprsentanten der zwei ,frhrenaissance-,generationen in der ,malerei4 ,allein die ,entwicklung kommt hier nirgends vom ,tektonischen her4 ,das ,wandgemlde sucht durchaus die ,tiefe1 den ,raum4 ,lionardo da ,vinci 7#adeb-aeai71 der die ,hochrenaissance einleitet1 ist durchaus nur ,fortbilder dieses ,suchens1 wenn er den ,gestalten dadurch die ,freiheit im ,raum gibt1 da er ihren ,umrissen die ,hrte nimmt und sie so schwebend unsicher machte1 wie man sie sieht4 ,auch ,ghirlandajos ,abendmahl 7,abb4 #f7 war rumlich gemeint4 ,was ,lionardo 7,abb4 #g7 vor ihm voraus hat1 ist die grere ,intensitt der ,gesten1 die jedem ,ausdruck die ,bestimmtheit gibt1 die bedeutendere ,komposition1 die das ,nebeneinander der ,apostel zu groen ,hauptgruppen sammelt4 ,es ist dieselbe ,entwicklung1 die von den gleichmigen ,wnden der ,frhrenaissance-,palste zu den sammelnden ,achsen des ,sansovino 7,abb4 #d7 fhrt4 ,wohl gibt es einmal in einem tektonischen ,stil eine gleichartige ,komposition3 der ,giebel von gina 7,bd4 #a1 ,abb4 #ab7 fat seine vier ,einzelgruppen so durch die ,sulen zusammen1 wie ,lionardo durch die ,tischbcke und lt ihre ,bewegung ebenso an der gttlichen ,mittelfigur abprallen4 ,aber der entscheidende ,unterschied ist1 da die ,wand hinter dem ,renaissance-,werk verschwindet1 whrend die antike ,komposition nur in und mit der ,architektur ,bedeutung hat4 ,gewisse ,gleichartigkeiten in der ,entwicklung sind jedoch auch hier nicht zu verkennen4 ,so entstehen auch hier aus der strengen1 dabei zaghaften ,auffassung des ,frhrenaissancemeisters ,knnen und ,pathos1 aus dem unsicheren ,vielerlei die ,einheit der groen ,bewegung1 und es darf uns nicht wundernehmen1 hier die ,antithese von ,skopas und ,praxiteles wiederzufinden1 die ,steigerung des ,ausdrucks zu gleicher ,zeit nach den beiden scheinbar entgegengesetzten ,richtungen zartester ,lieblichkeit und krftigsten ,bewegungsausdruckes4 ,zog sich dieser ,gegensatz schon durch die ganze ,frhrenaissance1 in der der umbrische ,kreis ausntzte1 was ,florenz sich erarbeitet hatte1 wie ,athen einst das ,krperstudium der ,dorer1 so gewinnt er jetzt in ,raffael und ,michelangelo seinen strksten ,ausdruck4 ,raffael 7#adhc-aebj7 fngt noch ganz altertmlich an2 seine ,vermhlung ,mari ist keineswegs als rumlicher ,organismus verstanden1 der ,vorgang im ,vordergrund ist ohne ,beziehung zum ,raum1 in dem hier und da einzelne ,gestalten ohne ,zusammenhang mit der ,handlung verteilt sind4 ,in seinen reifen ,werken aber1 etwa von #aejf ab1 schmiegt sich die ,handlung vollkommen mit dem ,raum zusammen4 ,die ,komposition wird rumlich gegliedert1 whrend andererseits die ,verteilung der ,gestalten den ,raum in allen seinen ,teilen belebt und zugleich die ,entfernungen bestimmt4 ,ebenso wie ,raffael gelernt hat1 den ,menschen in seinen ,bewegungen zu verstehen und zu formen1 hat er aus dem ,bild einen bewegten ,organismus geschaffen1 in dem alles ,flchenhafte sich gelst hat4 ,allein er bleibt dabei immer ruhig und zart bis zur ,weichheit4 ,er zeichnet gelassen stehende1 ruhig schreitende und lagernde ,gestalten und seine ,komposition beruht nicht auf der ,wirkung von ,kontrasten1 sondern auf der weichen ,fhrung der ,bildlinien1 auf feinster ,abstufung im ,nebeneinander der ,gestalten4 ,ganz anders ,michelangelo4 ,er empfindet nicht nur ,schnheit1 sondern seelische ,erschtterungen4 ,seine ,menschen sind in scharfen ,richtungskontrasten bewegt1 so da ihr ,ausdruck sich bis aufs uerste steigert1 und die ,komposition seiner ,werke beruht nicht auf feinfhliger ,abstufung1 sondern auf der ,dramatik des ,gegenstzlichen4 ,man nehme seine ,erschaffung ,adams aus den ,fresken an der ,decke der ,sixtinischen ,kapelle 7,abb4 #h74 ,zwei ,massen begegnen einander4 ,gottvater durch die machtvollen ,linien des ,mantels mit den ,engeln zusammengeballt1 und ,adam1 dessen stark differenzierte ,bewegung durch die ,linien des ,hgels hinter ihm zusammengenommen ist4 ,so treffen sich die ,hnde1 von deren ,berhrung die bewegende ,kraft in den ,krper strmt1 im leeren ,raum1 und der ,kontrast verbindet sich zur ,einheit4 ,zu diesem rumlichen ,gegensatz tritt der ,gegensatz der ,gestalten4 ,gottvater und sein ,gefolge erscheinen als eine ungeheure ,masse4 ,man sollte meinen1 gegenber dem machtvoll thronenden ,gott der frhen ,renaissance msse dieser heranfliegende wrdelos erscheinen4 ,allein daran ist nicht zu denken4 ,gott und die ganze ,masse von ,engeln um ihn sind durch gewaltige horizontale ,linien zusammengeschlossen1 und er berspannt mit der ,wucht seines ,krpers ihre ganze ,schar4 ,der ,akt ,adams ist dagegen aufs feinste gegliedert4 ,mit beabsichtigter ,gegenstzlichkeit sind der rechte ,arm und das linke ,bein gebeugt1 liegen das rechte ,bein und der linke ,arm wagerecht4 ,so bekommt der ,krper ,schwere und ist doch alle seine ,bewegung durch diese ,wendungen und die ,drehungen in ,hfte und ,hals ,gottvater zugewandt4 ,die ,differenzierung der ,gelenke geht bis in die ,finger1 von denen nicht ein ,glied ohne ,beugung1 ohne ,bewegung ist4 ,dieses ,verstndnis des menschlichen ,krpers in seinem dreidimensionalen ,wert1 vor dem auf unserem ,bilde alles ,landschaftliche zurckstehen mu1 ist die neue ,erkenntnis ,michelangelos1 auch wenn sie ihm selbst nur ,ausdrucksmittel ist4 ,der letzte ,gedanke an die ,flche des ,gemldes ist verschwunden2 die ,gestalten bewegen sich vollkommen im ,raum4 ,man wird von hier aus verstehen1 warum ,michelangelo1 der von der ,plastik herkommt1 seine strksten ,gedanken ber die ,bewegung des ,aktes im ,gemlde niedergelegt hat1 wo die rumlichen ,entwicklungen reicher ausgesprochen1 mehrere ,gestalten zueinander in ,gruppenbeziehung gesetzt werden konnten4 ,die ,bildflche ist vllig zerstrt2 die ,decke hat ihren ,sinn als ,raumabschlu vllig verloren4 ,die ,fresken der ,frhrenaissance waren wenigstens noch annhernd durch die ,wand gebunden4 ,michelangelos flchensprengende ,fresken an der ,decke der ,sixtinischen ,kapelle aber1 zu denen auch die ,erschaffung ,adams gehrt1 bedeuten den vollkommenen ,verlust des tektonischen ,zweckgefhls4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,michelangelo4 ,erschaffung ,adams4 7,rom1 ,sixtinische ,kapelle47 ,so ist die ,stilentwicklung der ,renaissance festgelegt3 ,architektur und ,kunstgewerbe beginnen noch sachlich2 dann nimmt die ,dekoration berhand1 und der ,schmuck vernichtet die ,form4 ,plastik und ,malerei gehen parallel4 ,sie beginnen mit flchenmig entwickelten ,gestalten1 um dann mit gestrktem ,krper- und ,raumbewutsein die ,grenzen zu sprengen4 ,auch hier ist1 wie in der ,antike1 die ,lockerung in der ,haltung des ,menschen die ,folge2 eine ,gestalt wie der ,adam des ,michelangelo ist ohne ,beispiel4 ,so wird es als ,parallelbewegung verstndlich1 da in der ,frhrenaissance die gerade1 fast steife ,haltung1 in der ,hochrenaissance die gelste1 ungezwungene gesellschaftlich als vornehm gilt4 ,es ist dieselbe ,differenz wie zwischen dem ,apollo von ,tenea und der ,art der ,praxitelischen ,zeit1 und auch hier fhrt sie zu immer strkerer ,vernichtung des ,tektonischen im ,gefge des ,kunstwerks1 zum ,barock4 ,zweites ,kapitel4 ,die brgerliche ,gotik in ,deutschland und die sogenannte deutsche ,renaissance4 ,wenn es noch irgend eines ,beweises dafr bedrfte1 da die ,bewegungen der ,kunst mit den allgemeinen ,kulturbewegungen zusammentreffen1 so wrde ihn die ,erscheinung geben1 da zur ,zeit der ,gotik und der ,sptgotik1 die in ,deutschland erst nach #aejj der ,renaissance weicht1 das deutsche ,brgertum wie das italienische sich in seinem ,erstarken einen ,stil der ,profankunst schafft1 der vollkommen gotisch und doch von sachlicher ,formbildung ist4 ,eine strkere bauliche ,logik lt sich kaum denken1 als in der ,anlage des sptgotischen ,rathauses von ,saalfeld in ,thringen 7,abb4 #i74 ,es ist notwendig1 dem ,nahenden den ,eingang zum ,hause kenntlich zu machen1 entweder mit leiser ,selbstverstndlichkeit1 wie bei der romanischen ,kirche und dem ,palast der italienischen ,frhrenaissance1 oder mit lauterem ,hinweis1 wie im ,stil der ,gotik und der ,sptrenaissance4 ,allein der ,stil des deutschen ,brgertums ist hier von besonders fein durchbildendem ,gefhl4 ,er empfindet den ,eingang zusammen mit der ,treppe als den ,verkehrsweg im ,haus1 als einen einheitlichen ,teil gegenber dem ,gesamtorganismus4 ,so wird die ,wendeltreppe hier hinter einem von sptgotisch krausen ,linien gerahmten ,portal in einem gekanteten ,treppenturm gefhrt und dieser halb aus der ,mauer hinausgelegt1 so da er in ihrer gleichmigen ,flche die strkste ,bedeutung erhlt4 ,zugleich aber ergibt sich ein ,vorteil fr den ,innenraum1 der diese ,anlage mit veranlat haben mu4 ,sie ermglicht es nmlich1 die emporfhrende ,treppe auf mehr als die ,hlfte jeder ,windung von ,fenstern begleiten zu lassen und so auch hier die gleichmige ,lichtverteilung des ,zimmers zu erzielen4 ,um die ,vollkommenheit dieser ,lsung zu erkennen1 gengt es1 darauf hinzuweisen1 wie bei den eingebauten ,treppen unserer ,zeit1 auf die in jedem ,stockwerk nur ein ,fenster fhrt1 dieses ,fenster unertrglich blendet1 whrend fast die ganze ,lnge der ,treppe im ,dunkel bleibt4 ,wollte man nun aber in der ,treppe tatschlich einen bequemen ,verkehrsweg schaffen1 so war es notwendig1 den ,treppenturm so zu legen1 da von ihm aus alle ,teile des ,hauses gleichmig leicht zu erreichen waren4 ,daher kommt es1 da die ,treppentrme in den ,hfen des ,merseburger und ,marburger ,schlosses in die ,ecken gelegt sind1 whrend der ,turm des ,saalfelder ,rathauses nahezu in der ,mitte liegt4 ,so werden beim viereckigen ,schlohof die ,ecken betont1 whrend der ,turm hier die ,wandflche gliedert1 nicht nach dem ,gesichtspunkt der ,symmetrie1 sondern mit zweckvoller ,notwendigkeit4 ,die unsymmetrische ,anlage der ,erker1 die von vollkommener ,schnheit ist1 ist ebenso rein aus dem ,zweck gewonnen4 ,es ist nicht nur ,eigentmlichkeit des ,rathauses von ,saalfeld1 sondern fast ,regel in dieser ,zeit1 in die ,wandflche ,erker von viereckigem1 an die ,hausecke1 wenn sie zugleich ,straenecke ist1 ,erker von rundem ,querschnitt zu legen1 um von der ,ecke aus den vollkommenen ,umblick1 von der ,wand aus sowohl den berblick ber die eigene1 wie ber die gegenberliegende ,straenseite zu gestatten4 ,man kann an den ,bauten der ,gegenwart berall sehen1 wie viereckige ,erker an der ,ecke jeden weiten ,blick1 flachrunde in der ,wandflche das berschauen der darunterliegenden ,straenseite unmglich machen4 ,den energischen ,abschlu gibt dann dem ,saalfelder ,rathaus das hohe ,dach1 krftig belebt durch die groen ,linienfhrungen der ,quergiebel1 die den ,treppenturm begleiten4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,saalfeld4 ,rathaus4 ,dieselbe ,logik des ,zweckbewutseins bedingt die ,einheitlichkeit im ,verhltnis von ,innenbau und ,auenbau4 ,die ,anlage der ,fenster ist natrlich innen und auen dieselbe2 wenn aber etwa beim ,fachwerkhaus dieser ,zeit jedes ,stockwerk ber das darunterliegende etwas vorragt1 so werden die ,unterzugbalken des ,innenraumes einfach nach auen weitergefhrt1 tragen so den berhngenden ,gebudeteil und geben dem ,auenbau nicht nur dieselbe ,klarheit der baulichen ,konstruktion wie dem ,innenbau1 sondern motivieren ihn geradezu durch diesen4 ,dessen ,durchfhrung ist ebenso tektonisch bedingt4 ,ein gotisches ,zimmer1 wie etwa das1 in das ,albrecht ,drer seinen heiligen ,hieronymus gesetzt hat 7,abb4 #aj71 ist von sicherer ,klarheit der architektonischen ,konstruktion4 ,zwei mchtige ,unterzugbalken1 senkrecht zur ,fensterwand durchs ,zimmer gefhrt1 tragen eine ,balkenlage1 auf der die eigentliche ,decke ruht4 ,so kennt man genau die ,festigkeit der ,decke4 ,sie gibt zusammen mit der klaren ,ruhe der ,wand dem ,zimmer jenes ,sicherheitsgefhl1 das fr den ,bewohner die ,behaglichkeit bedeutet4 ,die warme ,farbe der ,holztfelungen und die ,verteilung des ,lichtes durch die ,anlage der ,fensterwand wirkt hierzu mit4 ,sie ergibt sich mit zwingender ,logik aus der geringen ,intensitt des ,lichtes im ,norden2 whrend unter dem klaren ,himmel ,italiens das ,fenster schmal und hoch ist1 nimmt es in ,deutschland den oberen ,teil der ,wand in seiner ganzen ,breite ein und ergibt so eine gleichmig ruhige ,verteilung des ,lichtes4 ,es ist kein ,zufall1 da die ,gemlde dieser ,epoche1 die in unseren ,museen hngen1 nicht bei hellem ,sonnenschein1 sondern bei dem gleichmigen ,licht des bedeckten ,himmels die hchste ,kraft ihrer ,farben entwickeln und geradezu von innen heraus zu leuchten beginnen4 ,sind sie doch fr das ebenso gleichmige und wenig intensive ,licht des breiten ,butzenscheibenfensters gemalt worden4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,albrecht ,drer4 ,der heilige ,hieronymus4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,niederrheinische ,schnelle4 ,so erklrt sich der ,eindruck harmonischer ,schnheit bei den ,bauten der brgerlichen ,gotik4 ,auenbau und ,innenbau sind in vollkommener ,einheit1 weil beide allein abhngig sind vom ,zweck und damit jeder durch den anderen bedingt ist2 nirgends drngt sich das ,ornament vorlaut in die ruhige ,klarheit des organischen ,gefges4 ,es gibt berhaupt kein ,haus in dieser ,zeit1 das nur gebaut ist1 um schn auszusehen1 und eben deshalb sind die unverletzt erhaltenen ,huser und ,straenzge von vollkommener ,schnheit4 ,denn nicht nur die ,schnheit des einzelnen ,baues1 auch die des greren ,organismus1 der ,stadt1 ist wesentlich ,zweckschnheit4 ,die ,art1 wie der ,marktplatz aufgebaut ist1 wie ,brunnen und ,rathaus und ,zunfthuser auf ihm stehen1 wie die ,straen einmnden1 ist genau geregelt nach den ,forderungen des zustrmenden ,marktverkehrs1 die ,anlage der ,stadt den ,terrainverhltnissen angepat und nicht1 wie heute1 das ,terrain einem willkrlichen ,schnheitsgesetze unterworfen4 ,daher jener erstaunliche ,zusammenhang mit der ,natur in ,nrnberg oder ,heidelberg1 da es scheint1 als wchse die ,architektur wie eine wurzelnde ,pflanze aus dem ,boden4 ,allerdings leben die ,stilelemente der kirchlichen ,sptgotik fort1 aber sie werden nur dort wirksam1 wo ,schmuck gefordert wird1 also an brgerlichen ,prunkbauten wie dem ,rathaus von ,mnster in ,westfalen4 ,noch widerstreitender erscheint dieses ,nebeneinander von brgerlichem ,zweckstil und prunkhafter ,sptgotik im ,kunstgewerbe4 ,der ,tisch in ,drers ,hieronymus 7,abb4 #aj7 ist ganz konstruktiv gewonnen4 ,man stellt zwei ,bretter hin1 die die ,platte tragen1 steckt zwei schmale ,balken durch dazu ausgeschnittene ,lcher in ihnen und hlt das ,ganze durch auen vorgelegte ,keile zusammen4 ,aber gleichzeitig entstehen elegante1 hochbeinige ,prunkmbel wie der ,stollenschrank1 deren ,flchen aufgelst sind in dem grazisen ,ma- und ,krabbenwerk des sptgotischen ,ornamentes4 ,beim ,gert greift diese ,spaltung der ,formstile noch tiefer ein4 ,das ,gebrauchsgert1 aus dem billigen ,ton1 ist absolut tektonisch4 ,beispielsweise ist die niederrheinische ,schnelle 7,abb4 #aa7 ein walzenfrmiges ,gef1 dessen obere und untere ,begrenzung durch ringfrmige ,sume ausgedrckt1 dessen ,oberflche aus dem ,eigenmaterial des unglasierten ,tones gebildet ist4 ,das goldene ,prunkgert dagegen wird zunchst sptgotisch reich bewegt und geziert1 um dann schnell zu ebenso reichen ,renaissanceformen berzugehen 7,abb4 #ad und #ae74 ,denn die italienische ,renaissance wird in ,deutschland nicht tektonisch1 sondern nur ornamental wirksam4 ,ihre ,formen treten einfach an die ,stelle der sptgotischen ,schmuckelemente1 ohne das ,gerst wesentlich zu ndern4 ,schon in der ,kunst der rmischen ,kaiserzeit berraschte die ,leichtigkeit1 mit der man fremde1 selbst exotische ,formen aufnahm und sich assimilierte4 ,hier -- bei der deutschen ,sptgotik -- finden wir die gleiche ,fhigkeit1 und das ,rokoko hat sie ebenso besessen4 ,denn das ,streben nach ,formenreichtum1 das im ,charakter dieser dekorativen ,epochen liegt1 mute in den ,gebilden fremder ,kunst viel reichere ,vorbilder sehen1 viel strkere ,ausdrucksmglichkeiten finden1 als in den mit dem ,geschmack des ,stiles entwickelten und daher fr ihn weniger interessanten eigenen ,formen4 ,so erklrt sich die ,freude an den zu ,trinkgefen gefaten ,straueneiern und ,nautilusschalen1 ja1 es findet sich selbst zartes chinesisches ,seladon-,porzellan in gotische ,silberstreifen gefat1 wie spter in die ,bronzeranken des ,rokoko4 ,so erklrt sich aber auch die ,gier1 mit der sich die deutsche ,sptgotik auf die ,formen der italienischen ,renaissance strzte1 sie vollkommen zusammenhanglos in die eigene ,dekoration mit aufnahm und die eigenen ,formen in sie wandelte1 ,pfeiler in ,baluster1 ,laubwerk in ,akanthus1 ,fialen in ,obelisken1 ,mawerk in ,voluten1 ohne da dadurch etwa ein einheitlicher ,renaissance-,stil in ,deutschland entstand4 ,es ist eben falsch1 den ,stil nur nach dem ,ornament zu benennen4 ,vielmehr kann man durchaus sagen1 da die sogenannte deutsche ,renaissance nur eine deutsche ,sptgotik mit italienisierendem ,ornament ist4 ,vielleicht versteht man auch von hier aus1 wie es mglich war1 eben bei ,albrecht ,drer1 dem ,hauptmeister der deutschen ,renaissance1 dessen ,hieronymus-,stich gleichzeitig ist mit der sixtinischen ,decke ,michelangelos1 so rein die ,formen der deutschen ,sptgotik wiederzufinden4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,drer4 ,der ,sndenfall4 ,gerade bei ,drer 7#adga bis #aebh7 wird es deutlich1 da der ,stil dieser ,zeit mit allen ,wurzelfasern in der ,sptgotik haftet4 ,der ,kampf zwischen den alten ,formen und dem neuen ,kunstwollen war es1 der bei ihm alle ,schaffenskraft entwickelte4 ,so stark wie er hat keiner um die neue ,schnheit gerungen2 ihm gengt es nicht1 die ,vorbilder der ,italiener verstehend nachzubilden1 ihm gengt es nicht1 die ,schnheit zu schaffen1 sondern er ringt um sie1 wie ,verocchio1 und sucht ihrer ,gesetze ,herr zu werden im ,studium der ,proportionen4 ,da er es an dieser formalen ,schnheit nicht ,genge sein lie1 sondern in seinen ,bildern phantastisch reichen ,formen und ,gefhlen ,ausdruck gab1 unterscheidet ihn vom ,italiener der ,renaissance4 ,allein eben dieses ,interesse am ,gedanken1 das naturgeme ,resultat der gotischen ,geistesrichtung1 gehrt zum ,sptgotischen seiner ,erscheinung4 ,so erklrt sich im ,hieronymusblatt die fein empfundene ,stimmung des ,gelehrtenzimmers1 so aber erklrt es sich auch1 da er selbst in dem ,werke1 in dem er vielleicht dem italienischen ,schnheitsgefhl am nchsten gekommen ist1 im ,sndenfall von #aejd 7,abb4 #ab71 dessen ,gestalten ganz auf ,grund seiner ,proportionsstudien entstanden sind1 in wesentlichen ,zgen ,sptgotiker bleibt4 ,man sieht freilich1 es ist eine neue ,schnheit in diesen ,gestalten1 die mit stolzer ,bewutheit zur ,schau gestellt wird4 ,allein schon die ,art1 wie der ,akt uns hier vor ,augen tritt1 ist ,beweis einer neuen ,gesinnung4 ,zwar1 auch das ,mittelalter hat ,adam und ,eva nie anders als nackt geformt 7,bd4 ,i1 ,abb4 #de74 ,aber erst in der ,renaissance wird die ,nacktheit des menschlichen ,krpers die entscheidende ,form seiner ,schnheit1 whrend sie vorher nur ,symbol war1 und ,drers ,stich ist das wichtigste ,denkmal der neuen ,gesinnung in ,deutschland4 ,in diesen schlanken und doch kraftvoll geformten ,gestalten ist von dem berzierlichen ,schnheitsgefhl der gotischen ,kurve keine ,spur4 ,grolinig werden die ,krper umgrenzt1 groflchig durchgeformt1 und die ruhig flieende1 durch keine ,einschnrung zerstrte ,linie des ,frauenkrpers steht der ,antike so nahe1 wie weniges damals selbst in ,italien4 ,die ,freude an so groen einfachen ,formen hatte dann die fast primitive ,anordnung im ,gefolge1 die in diesem ,kupferstich die ,krper in breiter ,vorderansicht zur ,schau stellt1 die ,kpfe aber ins ,profil wendet4 ,allein die krause ,zeichnung des zierlichen ,lockenhaares verrt noch das sptgotische ,gefhl1 und ebenso die ,bevorzugung des leichtgesttzten ,spielbeines4 ,es ist ungemein bezeichnend1 da das erste ,problem1 das ,drer aus der italienischen ,renaissance bernimmt und mit hartnckiger ,intensitt studiert1 gerade dieses zwanglose ,stehen mit gehobenem ,fue ist4 ,es liegt noch ein ,rest von der ,spitzfigkeit der spten ,gotik in seinem ,interesse an dieser ,art des ,stehens4 ,ja1 das ,problematische des ,zeitalters1 sein innerer ,widerstreit1 macht das ganze ,blatt zwiespltig4 ,diese klassisch gedachten ,akte stehen vor einem ,hintergrunde von sptgotischem ,reichtum und sptgotischer ,enge1 ohne auch nur den ,versuch zu machen1 mit ihm zur ,bildeinheit zu verschmelzen4 ,sptgotisch gefhlt ist diese ,zerlegung des ,waldes in ,einzelstmme1 ihre berschneidung durch das ornamenthaft knorrige ,gest mit seinen krausen ,blttern4 ,allerdings gab ,italien damals die klarste ,antwort auf viele ,fragen der ,raumgestaltung und ,krperbildung1 die schon das #ae4 ,jahrhundert gestellt hatte1 und das erklrt den ,enthusiasmus1 mit dem ,drer und seine ,zeitgenossen1 besonders ,hans ,holbein d4 41 seine ,lsungen ergriffen4 ,aber eine ,einheit1 ein ,stil entsteht auch in der ,malerei nicht4 ,drer gelingt in den ,werken seiner letzten ,jahre eine ,synthese deutschen ,reichtums mit italienischer ,gre1 die ihm das innere ,gleichgewicht1 seinen ,werken die monumentale ,sicherheit gibt4 ,aber noch in der nchsten ,generation steht neben ,hans ,holbein d4 j4 7#adig-aedc71 dessen ,werke die renaissancehafte ,ruhe erreicht haben1 ,mathias ,grnewald1 der die gotische ,gefhlserregtheit bis zur ,ekstase treibt und seine ,altre mit gotischem ,laubwerk krnt4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,peter ,vischer4 ,sebaldusschrein 7sog4 ,sebaldusgrab7 in ,nrnberg4 ,st4 ,sebald4 ,genau dieselbe ,aufnahme der ,renaissanceformen in das ,stilgefhl der ,sptgotik1 wie in der ,malerei1 findet auch in der ,plastik statt4 ,am meisten von ihnen berhrt wird ,peter ,vischer4 ,sein ,sebaldusgrab in ,nrnberg1 das geradezu als das ,hauptwerk der deutschen ,renaissance gilt1 ist trotz seiner italienischen ,balusterformen das ,werk eines echten ,sptgotikers 7,abb4 #ac74 ,es ist schon bezeichnend1 da man das frher geformte ,reliquiar berhaupt mit einem dekorativen ,gehuse zu umkleiden fr ntig hielt4 ,die ,art1 wie der ganze ,aufbau nicht fest auf dem ,boden steht1 sondern auf ,schnecken ruht1 die als ,fchen dienen1 wie man das ,reliquiar und die ,reliefs durch das davorgelegte kleinformige ,gerst zerschneidet1 schlielich die ,auflsung des oberen ,abschlusses durch die drei ornamental zerlegten kleinen ,kuppeln1 all das ist vollkommen im ,sinne der ,sptgotik empfunden1 und es ist nicht nur uerlich interessant1 sondern sehr bezeichnend1 da die ,apostelfiguren des ,grabes stilistisch den ,gestalten des ,italieners ,ghiberti so hnlich sind1 den wir ja als einen von gotischer ,schulung noch sehr stark abhngigen ,knstler kennen lernten4 ,peter ,vischers knstlerische ,entwicklung geht hnlich wie die ,drers von der sptgotischen ,zerfaserung zu einer renaissancehaften ,beruhigung der ,formen4 ,damit ist die kunsthistorische ,stellung von ,malerei und ,plastik in dieser ,epoche gegeben4 ,sie ist der letzte ,auslufer derselben ,bewegung1 die mit der ,gotik als ,reaktion gegen die zweckvolle romanische ,kunst begann1 und in allen ,beziehungen ihre hchste ,steigerung4 ,plastik und ,malerei gingen hier denselben ,weg1 den sie unter parallelen ,entwicklungsbedingungen in der hellenistisch-rmischen ,zeit gegangen sind1 befreien sich von den ,fesseln der ,architektur1 werden ,freiplastik1 ,hochrelief und ,tafelmalerei1 steigern ihre ,ausdrucksformen bis zur hchsten ,freiheit des ,malerischen und ihre ,ausdrucksmglichkeiten ber die ,genrekunst hinaus bis zur ,charakteristik des ,menschen1 zum ,realismus4 ,aber es ist kein starkes ,bewutwerden seiner ,kraft wie in ,italien1 sondern die letzte ,konsequenz gotischen ,gefhls4 ,so erklrt es sich1 da sich ,malerei und ,plastik nicht verhalten wie der neue tektonische ,brgerstil1 sondern wie der sptgotisch kirchliche4 ,denn sie sind ,kirchenschmuck wie die ,monstranz4 ,so bleiben sie noch mittelalterlich dumpf4 ,erst das bewute ,erkennen der ,umwelt1 der ,struktur des ,raumes und des ,menschen konnte sie zu einer ,vollkommenheit bringen1 die sie aus eigener ,kraft nicht erreichen konnten4 ,um so begieriger ergriff das ,zeitalter ,drers die italienischen ,lsungen all dieser ,probleme3 die ,erkenntnisse von ,perspektive1 ,proportion und ,anatomie4 ,das geschieht in derselben ,weise1 in der der ,norden den ,humanismus versteht4 ,er ist als ,trieb zur wissenschaftlichen ,erkenntnis genau so die hchste ,steigerung sptgotisch-mystischer ,gefhlserregtheit auf weltlichem ,gebiet1 wie die ,reformation auf religisem4 ,man hat es also keineswegs1 wie oft behauptet wird1 in ,italien und in ,deutschland mit derselben ,strmung realistischer ,kunst zu tun4 ,vielmehr beginnt diese ,stilbewegung in ,italien mit der ,frhrenaissance und erreicht den hchsten ,ausdruck im ,barock1 whrend es in ,deutschland noch die mittelalterliche ,kunst ist1 die hier die letzten ihrer ,werke schafft1 um unmittelbar darauf zu erlschen4 ,die sogenannte deutsche ,renaissance ist so sehr eine ,episode1 der eigentlichen ,stilbewegung ,deutschlands so fremd1 da die ,anlehnung an ,italien nur ein letzter ,notbehelf ist1 um das ,ende dieser tausendjhrigen ,entwicklung aufzuhalten4 ,gegen #aeej gibt es in ,deutschland keinen bedeutenden ,maler oder ,plastiker mehr4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,gotischer ,pokal von #adfb in ,wiener-,neustadt4 ,die ,aufnahme der italienischen ,formen in ,architektur und ,kunstgewerbe geschieht ebenso unter ,zugrundelegung der alten gotischen4 ,die tragkrftigen ,balkenkpfe an der ,auenseite des deutschen ,fachwerkhauses verwandeln sich in dekorative ,konsolen1 die hohen ,fe des ,stollenschrankes in italienisierende ,sulen1 ohne das ,gert oder die ,hausfront1 geschweige den ,grundri wesentlich umzuwandeln4 ,das ,resultat ist natrlich ein ,kompromi4 ,so1 wenn bei einem ,tafelaufsatze des berhmten ,goldschmiedes ,jamnitzer die weibliche ,figur1 die ganz renaissancemig die ,schale trgt1 aus feinstem ,gras- und ,pflanzenwerk emporsteigt1 das das ,stehen ihrer ,fe verunklrt und von genau derselben ,art ist1 wie das feinlinige ,pflanzenwerk der ,sptgotik4 ,die ,entwicklung eines einzelnen ,gertes1 etwa des ,pokals1 kann den ,weg der neuen ,formen vielleicht am klarsten aufzeigen4 ,die ,gliederung des gotischen ,pokals 7,abb4 #ad7 ist nicht ,klarlegung1 wie beim romanischen ,kelch 7,bd4 ,i ,abb4 #df71 sondern ,bewegung des ,gefes4 ,auf schmaler1 durch hohe ,buckel zerteilter ,platte hebt ein dnner1 steil ansteigender ,fu den nach oben sich verbreiternden ,leib des ,gefes empor4 ,buckel begrenzen die ,kuppa am oberen und unteren ,rand1 aber von ihnen laufen ,zungen aus1 die sich lckenlos ineinander verzahnen und so diesen ,teil des ,gefes in sich zusammenschlieen4 ,wenn von seinem unteren ,rand aus loses ,rankenwerk nach unten weiterleitet1 so fhrt das den ,fu ebenso in sich zurck1 wie die ,doppelvolute die ionische ,sule4 ,obgleich der ,deckel durch einen schmalen ,rand gegen das ,gef abgegrenzt wird1 bildet er doch in allen ,linien dessen unmittelbare ,fortsetzung4 ,dann erst stockt die ,bewegung1 und hastig endet der ,pokal in einen dnnen ,stab1 der nicht ,deckelgriff ist1 sondern den ,sinn der gotischen ,kreuzblume hat4 ,das ,verhltnis des gotischen ,pokals zum romanischen ist also dasselbe1 wie das der gotischen ,kirche zur romanischen4 ,war fr den ,eindruck des romanischen ,kelches nur der ,zweck seiner ,teilung bestimmend1 so geht hier die ,absicht auf eine ,eleganz1 die in dem ,aufbau ebenso zum ,ausdruck kommt1 wie in der ,ausgestaltung der einzelnen ,teile4 ,schlank und schmal steigt das ,gert pfeilschnell in die ,hhe1 und alle greren ,formen an ihm sind zerspalten durch ,buckel und ,ornamente in ,treibarbeit oder in plastisch aufgelegtem ,email1 so da auch in der ,dekoration an ,stelle der flchenmigen romanischen ,verzierung die plastische getreten ist4 ,und nun werden gegen das ,ende des ,jahrhunderts die ,einzelformen immer strker herausgehoben gegenber der ,grundform1 die ,buckel strker herausgetrieben1 die ,zungen in ,windungen um den ,pokalleib gelegt1 so da er geradezu in ,drehung befindlich scheint1 wie die ,sulen des ,braunschweiger ,domes4 ,allein das bedeutet zugleich eine erhhte ,wichtigkeit der ,buckelreihen1 die nicht mehr mit den gegenberliegenden eng verflochten sind1 sondern einen ,wert bekommen1 der sie dann im ,buckelpokal der ,renaissance zur wichtigsten ,gliederung macht 7,abb4 #ae74 ,seine ,abstammung vom sptgotischen ,pokal ist evident2 es ist derselbe schmale ,fu1 derselbe breite ,leib1 dieselbe schmale ,endigung im ,deckelgriff4 ,allein hier handelt es sich nicht mehr um ,bewegung1 sondern um ,ordnung1 nicht mehr um die gotische ,senkrechte1 sondern um die renaissancehafte ,wagerechte4 ,die drei ,buckelreihen von ,krper und ,deckel wollen allein von der ,proportion aus verstanden sein4 ,von der mittleren aus1 die so energisch ausladet1 der oberen des ,pokalleibes also1 wird die ,gliederung im ,gleichgewicht gehalten4 ,nicht nur1 da die untere ,buckelreihe des ,leibes und die des ,deckels1 da ,fu- und ,deckelgriff sich in den ,gliederungen entsprechen3 es ist aufs genaueste abgewogen1 da1 wenn auf den kleinen ,deckelgriff der ,deckel mit breiter ,ausladung folgt1 ber dem hohen ,fu ein schmalerer ,buckelkranz sich anschliet4 ,allein das ist nur eine schmckende1 keine funktionelle ,teilung1 nur vom ,aussehen1 nicht vom ,zweck des ,gertes aus gewonnen4 ,es will dabei gar nichts besagen1 da die eleganten ,formen der ,sptgotik durch die knollige1 derbere ,art der ,renaissance verdrngt worden ist1 etwa der kantige ,fu durch den italienischen ,baluster4 ,darin spricht sich nur die ,absicht auf den wuchtigen1 massigeren ,eindruck aus4 ,ein ,ornament an und fr sich kann nie konstruktiv sein1 sondern wird es erst durch seine ,anwendung4 ,so ist fr den untektonischen ,sinn dieser ,epoche die ,vorliebe fr den sog4 ,ornamentstich ganz bezeichnend1 den ,stich ornamentaler ,bltter als ,vorlage fr den ausfhrenden ,handwerker4 ,ist schon die ,arbeitsteilung zwischen entwerfendem ,knstler und ausfhrendem ,arbeiter charakteristisch fr den ,sinn der ,zeit1 so war es auer ,frage1 da diese ,vorlagen in den ,hnden von ,handwerkern mit geringem ,stilgefhl ebenso sehr verderblich wirken muten1 wie sie andererseits das energische ,durchdringen der fremden ,formen erklren4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,buckelpokal aus ,lneburg4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,zimmer aus ,schlo ,hllrich4 ,berlin4 ,so wandelt sich auch das gotische ,zimmer 7,abb4 #aj7 in das der ,renaissance 7,abb4 #af74 ,aus der ,balkendecke1 die als ,sttzform des ,plafonds dem ,raum ,sicherheit gab1 wird die italienische ,kassettendecke1 die nur den oberen ,abschlu des ,zimmers ausdrckt2 aus der wandhaften ,holztfelung1 die das ,klima verlangt1 wird eine bloe architektonische ,dekoration4 ,bei einer ,lbecker ,tfelung 7,abb4 #ag7 teilen paarweis gestellte korinthische ,sulen1 deren ,schaft mit einer reich ornamentierten ,trommel beginnt1 die ,wand in ,felder4 ,ist schon die ,sule durch diese phantastische ,zusammenstellung italienischer ,elemente mehr ,schmuck- als ,trageform1 so ist sie auch tatschlich funktionslos -- sie und das ,geblk1 das sie tragen sollte1 sind als bloe ,scheinarchitektur vor die ,wand gesetzt1 um deren ,erscheinung zu bereichern4 ,geradezu peinlich ist dann der ,eindruck des ,mittelfeldes4 ,denn hier ist eines der kraftvollsten ,architekturmotive als bloe ,dekoration verwertet4 ,wir sprachen beim ,palast der italienischen ,frhrenaissance davon1 wie klar die ,tragkraft des ,bogens sich zum ,ausdruck bringt1 wenn man seinen ,organismus dadurch klarlegt1 da man die ,keilsteine aufzeigt1 und den ,schlustein1 der die ganze ,konstruktion zusammenhlt1 figrlich betont4 ,dieses edle ,motiv wird nun hier aus jedem ,zusammenhang gerissen und einfach als ,rahmung verwandt fr eine ,wappentafel1 bei der willkrlich verknpfte ,architekturteile mit gleicher ,unsachlichkeit als bloes ,rahmenwerk verwertet sind4 ,es wird also nicht nur der architektonische ,sinn der ,wandtfelung durch die ,dekoration verschleiert -- diese selbst verwendet architektonische ,trageformen widersinnig dekorativ und wendet ,steinformen als ,holzformen an4 ,die ,vorbedingung hierfr war gegeben durch das kirchlich sptgotische ,stilgefhl1 das mit seinen eigenen ,bauformen ebenso umsprang 7,bd4 ,i ,abb4 #fb71 nur geht die ,ausdrucksabsicht jetzt nicht mehr auf ,zierlichkeit1 sondern auf ,wrde1 nicht mehr auf ,zerlegung1 sondern auf ,ordnung4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,lbeck4 ,tfelung im ,fredenhagenschen ,zimmer4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,braunschweig1 ,gewandhaus4 ,so kommt es1 da die ,fassade1 die ,schauseite des ,hauses1 nun pltzlich eine ,wichtigkeit erhlt1 die sie bis dahin nicht besessen hat1 und unabhngig von der ,innenarchitektur zu einem eigenen ,ausdruckswert gelangt 7,abb4 #ah74 ,zwar die breiten ,fenster1 die eine so gute ,lichtverteilung schufen1 sind noch beibehalten1 auch die klaren ,horizontallinien der ,simse1 die auen anzeigen1 wo die ,stockwerke innen sich scheiden4 ,aber genau so wie in ,italien und abhngig von ihm stellt auch in ,deutschland die ,hochrenaissance vertikale ,gliederungen zwischen die horizontalen1 setzt an die ,stelle des sachlichen ,ausdrucks den sthetischen4 ,die ,front des ,braunschweiger ,gewandhauses1 #aeia errichtet 7,abb4 #ah71 ruht auf einem ,laubengang von drei wuchtigen1 gleich breit gespannten ,bogen4 ,durch ,sulen sind sie voneinander geschieden1 und ,sulen wiederholen in den drei darberliegenden ,stockwerken dieselbe ,einteilung4 ,so ist das eigentliche ,gebude gegenber dem ,giebel zu einem festen ,organismus zusammengeschlossen4 ,tatschlich wird hier ein ,gegensatz beabsichtigt3 ber das ,sims1 das den ,giebel vom ,hause scheidet1 geht keine der ,gliederungen hinweg4 ber ihm setzt eine neue1 reichere ,dekoration ein4 ,die ,horizontalsimse verdoppeln sich2 damit sind die scharfgezogenen ,grenzlinien zwischen den ,stockwerken zwar verwischt1 aber die ,mauerflche ist strker belebt4 ,wurden im eigentlichen ,hause je zwei ,fenster durch die ,sulen zu einer ,einheit zusammengeschlossen1 so wird im ,giebel jedes ,fenster durch einen ,pilaster oder eine ,herme vom ,nachbarfenster geschieden4 ,in jedem ,giebelstockwerk nehmen diese vertikalen ,teilungen die des darunter liegenden ,stockwerks auf1 die horizontalen ,linien eines jeden ,simses werden durch gleitende ,voluten am ,rande zum nchsten ,sims emporgefhrt1 und allegorische ,gestalten oder kleine ,obelisken sammeln diese ,linien und fhren sie ber den ,umri des ,hauses hinaus in die ,luft4 ,allein auch das ist ,kulisse1 ein ,randornament1 das mit dem wirklichen ,giebelrand nichts zu tun hat1 genau so wenig1 wie diese ganze ,gliederung mit dem ganz traditionell beibehaltenen ,grundri- und ,aufbautypus dahinter4 ,auch in diesem ,fassadenaufbau ist gotisches ,gefhl berall lebendig4 ,gotisch ist das entschiedene ,betonen des ,aufstiegs1 trotz aller wagerechten ,gliederungen4 ,schon im ersten ,gescho ber der ,laube sondert sich das ,mittelfenster durch seine ,breite heraus1 die ,mittelfenster der darber liegenden ,geschosse stehen geradezu isoliert1 in denen des ,giebels geht die ,linie weiter1 steigt immer steiler an und schliet sich zuletzt mit der ,linienfhrung des ,giebels in der krnenden ,figur auf der ,spitze zusammen4 ,man kann nicht umhin1 auch bei seinen ,obelisken und ,figrchen an gotische ,fialenarchitektur zu denken1 wie sich auch zwischen allem ,renaissanceornament sptgotisches ,mawerk als ,brstung im ersten ,stock findet1 so gleichwertig1 da man fhlt1 wie hier ein dekorativer ,stil von einem anderen abgelst wird1 der nicht strenger empfindet4 ,tatschlich geht die ,verwandtschaft bis ins einzelne1 und die ganze ,fassade ist schlielich nur die bersetzung einer sptgotischen1 wie der des ,rathauses von ,mnster1 in die ,renaissance4 ,es ist hier dieselbe malerische ,tendenz in der wellenfrmigen ,bewegung der ,wand durch das weiche1 regelmige ,ineinanderstrmen von ,licht und ,schatten1 dieselbe malerische ,tendenz in der ,verwischung der ,randkontur4 ,es ist frappant1 wie auch hier eine groe ,vertikalachse durchgeht und zugleich jeder ,rest1 den sie im ,ansteigen lt1 von den kleinen ,obelisken und ,figrchen1 die an der ,stelle der ,fialen stehen1 in die ,luft gefhrt wird4 ,allein der ,unterschied ist derselbe wie zwischen den sptgotischen ,zaddeln und der frhbarocken ,spitzenmanschette in ihrem ,verhltnis zum ,gewand4 ,der ,turm der gotischen ,kirche und der ,giebel des gotischen ,hauses wachsen1 wie der ,deckel aus dem gotischen ,pokal1 mit vollkommener ,selbstverstndlichkeit aus dem ,gebude hervor1 die ,renaissance aber gliedert1 grenzt diese ,dinge gegeneinander ab und vereinigt sie dann in berlegter ,harmonie4 ,auch das ist keine funktionelle ,teilung1 wie man wohl gemeint hat1 sondern eine symmetrische ,gliederung durch die ,dekoration mit der ,absicht einer bestimmten ,schnheit4 ,so wirken die ,fassaden der deutschen ,renaissancearchitektur sehr harmonisch1 aber eigentlich nur1 solange man sie als ,bilder und nicht als zweckbedingten ,aufbau betrachtet4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,saal im ,rathaus zu ,danzig4 ,man hat ,bauten vom ,ende des #af4 ,jahrhunderts1 wie das ,braunschweiger ,gewandhaus1 schon dem deutschen ,barock zugerechnet1 und nicht mit ,unrecht4 ,ist doch gerade das ,pathos in der ,dekoration das spezifische ,kennzeichen des italienischen ,barockstiles4 ,und es ist bezeichnend1 da erst in diesem vllig dekorativen ,stil eine ,eingliederung der deutschen ,kunst in die allgemeine ,stilentwicklung erreicht wird4 ,in der ,sommerratsstube des ,danziger ,rathauses vom ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts 7,abb4 #ai7 ist die ,verschmelzung mit dem italienischen ,frhbarock vollkommen4 ,alle ,tfelungen1 ,trfllungen und ,mbel sind hier in pathetisch-schweren ,formen gehalten4 ,die ,decke hngt geradezu ber dem ,raum1 alle ihre ,formen wirken nach unten4 ,allein diese ,schwere ist nicht die ,ruhe konstruktiver ,ehrlichkeit1 sondern das ,pathos1 das durch groe ,formen imponieren will4 ,whrend die gotische ,zimmerdecke fest auf ,sttzbalken lag1 die ,renaissancedecke1 in ihrer ,konstruktion weniger entschieden1 in quadratische ,kassetten geteilt das ,zimmer objektiv abschlo1 hngen hier gewaltige ,zapfen1 schwer profilierte ,kassetten geradezu von der ,decke herab4 ,sie wird also fr das ,auge nicht mehr von den ,balken getragen1 wie es natrlich wre1 sondern lt sie von sich herabhngen2 die ,dekoration ist nicht mehr logischer ,schmuck1 sondern ,feind der tektonischen ,bedingungen1 und strebt danach1 an ,stelle des konstruktiven den ,stimmungsausdruck1 ,wucht und ,wrde1 zu setzen4 ,es ist von derselben ,art1 wenn jetzt in der ,kleidung die groen1 sog4 ,mhlsteinkrausen8 aus ,spitzen kommen1 die die wichtige ,ansatzstelle des ,halses1 das eigentliche ,scharnier zwischen ,kopf und ,rumpf1 einfach berbrcken1 um die ,silhouette der ganzen ,gestalt einheitlich zu machen4 ,so gert zu dieser ,zeit ,deutschland vllig in knstlerische ,abhngigkeit von ,italien1 dessen ,kunstformen es zwar nicht unverarbeitet1 aber doch in allem ,wesentlichen bernimmt4 ,im ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts vernichtet der ,dreiigjhrige ,krieg ,deutschlands letzte ,volkskraft4 ,das ,resultat ist fr ,deutschland dasselbe1 wie das der dorischen ,wanderung fr die kretisch-mykenische ,kultur1 das der ,vlkerwanderung fr ,italien4 ,im #ag4 ,jahrhundert ist ,deutschland knstlerisch als eine ,provinz ,italiens anzusehen1 im #ah4 gert es wie unter die politische auch unter die knstlerische ,suprematie der franzsischen ,kultur4 ,drittes ,kapitel4 ,der ,barockstil4 ,whrend italienische ,formen immer strker in die ,kunst ,deutschlands1 ,frankreichs1 der ,niederlande eindringen1 hat ,italien selbst1 das so fast ganz ,europa sich knstlerisch unterworfen hat1 den ,bauausdruck immer strker im ,gegensatz zur ,zweckform entwickelt4 ,jene ,tendenz auf das ,pathos gro wirkender ,bauformen1 die schon der ,renaissance zugrunde lag1 wird im ,barock zu einer architektonischen ,geste1 die1 weit ausholend1 an der ,villa den ,park1 vor der ,kirche den ganzen ,platz in den ,dienst desselben ,eindruckes stellt4 ,der ,name des ,stiles1 der die bizarre ,krmmung der ,bauformen bezeichnet1 trifft hier so wenig wie sonst sein ,wesen4 ,in ,wahrheit handelt es sich um so tiefe seelische ,erschtterungen1 da ,visionre auftreten1 wie ,ignatius von ,loyola1 da die ,kunst berwiegend kirchlich wird und ihre ,wirkungen sich bis zur ,ekstase steigern4 ,kein ,stil war innerlich der ,gotik verwandter4 ,wo die ,renaissance vom ,kirchenbau sprach1 war die ,absicht1 wie im ,profanbau1 uerste ,konzentration der ,anlage bei strenger ,betonung von ,ecke und ,wand4 ,der fast quadratische ,grundri ist ebenso straff wie der des ,palazzo1 und an die ,stelle des sammelnden ,hofes tritt die ,kuppel4 ,so ist der ,idealgrundri einer ,kirche gedacht1 den ,filarete in seiner theoretischen ,schrift entwirft1 und auch ,michelangelos berhmte ,kuppel fr ,st4 ,peter in ,rom war so beabsichtigt4 ,machtvoll sollte sie den ,kirchenraum zusammenfassen1 machtvoll den ,auenbau krnen4 ,und nun ist es charakteristisch fr die ,stilwandlung1 zu sehen1 wie das ,barock1 der ,vollender des ,baues1 die ,absichten des ,schpfers umgeformt hat4 ,es hat ein tonnengewlbtes ,langschiff vor diese ,kuppel gelegt1 so da am ,ende des dsteren ,tunnels ihr leuchtender ,glanz ber dem ,altare um so heller strahlt4 ,und im ,auenbau nimmt die ,kuppel die ,formen der ,fassade auf2 ihre aufwrts flieenden ,linien bedeuten fr sie die ,auflsung nach oben4 ,so ist sie in ,auen- und ,innenbau gleich eindrucksvoll aufgenommen2 allein man mu sich fragen1 wie es mglich war1 ,michelangelos ,kuppel in einer ,weise zu vollenden1 die fr unser ,auge die vollkommene ,vernichtung der ,absichten des ,meisters bedeutet4 ,hat doch das ,barock sich berall an ,michelangelo angeschlossen und ihn gefeiert wie nie einen zweiten4 ,die ,lsung gibt eine zweite scheinbare ,vergewaltigung4 ,michelangelos gewaltiger ,moses ist vom ,barock in ,s4 ,pietro in ,vincoli in eine viel zu enge ,nische gestellt worden1 die uns ,heutigen unertrglich auf das ,bildwerk zu drcken scheint4 ,allein man hat festgestellt1 da das ,barock es liebte1 ,skulpturen in einen engen ,raum zu stellen1 um so ihre ,bewegung um so sieghafter erscheinen zu lassen4 ,von diesem ,gesichtspunkt genommen1 ist die ,aufstellung des ,moses zu ihrer ,zeit eine ,idealaufstellung gewesen1 trotz der anderen ,wirkungsabsicht des ,schpfers1 der eben einer frheren ,periode angehrte4 ,und genau so mu die ,verwendung der ,kuppel ,michelangelos fr den ,barockgeschmack eine auerordentliche ,steigerung ihrer ,wirkung bedeutet haben4 ,um das zu verstehen1 ist es notwendig1 den ,kirchenbau des neuen ,stiles genauer kennen zu lernen4 ,es ist dabei fast gleichgltig1 wo man seine ,denkmler aufsucht4 ,niemals vorher ist der ,katholizismus so international gewesen wie gerade jetzt4 ,das liegt nicht nur an der ,arbeit des ,jesuitenordens1 nicht nur an der ,arbeit der ,kirche selbst2 diese ist vielmehr ,gegenwirkung gegen die ,loslsung der politischen ,faktoren von der kirchlichen ,macht1 die ihrerseits immer weniger weltlich1 immer mehr ,religion werden mu4 ,es ist dieselbe ,scheidung1 die jetzt ,wissenschaft und ,religion1 welche die ,scholastik in sich vereint hatte1 voneinander trennt1 und das ,endresultat ist die ,gesinnungsfreiheit ,friedrichs des ,groen3 ,hier mu ein jeder nach seiner ,faon selig werden48 ,der ,absolutismus der ,frsten1 der sich jetzt als ,regierungsform entwickelt1 erlaubt der ,kirche keine tatschlichen ,eingriffe in die aktive ,politik2 allein sie herrscht mittelbar durch ihren ,einflu1 der international und um so gefhrlicher ist4 ,auch dieser staatliche ,absolutismus konnte sich nur als internationaler ,gedanke entwickeln4 ,die ,landesgrenze ist keineswegs mehr die ,grenze des ,volkes1 und ber dessen ,bedrfnisse hinweg1 oft ohne sie zu kennen1 strebt der ,frst nach ,idealen internationaler ,kultur1 die sein ,volk nicht begreift4 ,wohin das fhrt1 zeigen die ehrgeizigen ,prachtbauten kleiner ,frsten1 die es ,ludwig ,,xiv4 gleich tun wollten1 zeigen aber auch die ,versuche ,peters des ,groen und ,josephs ,,ii41 ihr ,volk zu kultivieren4 ,so ist es kein ,zufall1 wenn das ,barock nach einem internationalen katholischen ,kirchenbaustil einen ebenso internationalen ,palaststil ausgebildet hat4 ,es ist ganz bezeichnend1 da die ,kirchen des ,protestantismus1 wenn auch aus denselben ,stilelementen gebildet1 doch wesentlich ruhiger geformt sind1 und die protestantische ,dresdener ,frauenkirche ein ,bau von erhabenster ,gre ist4 ,so haben wir ein ,recht1 das ,beispiel fr den katholischen ,kirchenbau nicht aus dem ,italien des ,vignola1 ,maderna und ,bernini zu holen1 sondern aus dem katholischen ,bayern1 wo die ,zahl der ,barockkirchen schlechterdings ,legion ist4 ,die ,theatiner-,hofkirche in ,mnchen 7,abb4 #bj7 bietet nicht nur ein besonders edles ,beispiel des ,stiles1 sondern gestattet selbst1 seine beiden ,entwicklungsphasen zu erkennen1 deren jede am ,bau ,teile1 wie ,jahresringe1 angesetzt hat4 ,in der ,hauptsache #affa-afge errichtet1 ist der mittlere ,hauptteil der ,fassade durchaus ein ,beispiel des strengen rmischen ,stiles4 ,in zwei ,geschosse zerlegt1 fliet in jedem die ,bewegung in groen ,wellen dahin1 mit ,doppelpilastern im ,untergescho beginnend1 ber andere ,pilaster der ,mittelachse zugefhrt4 ,das ,barock liebt den schweren ,wandpilaster2 nur wo die ,welle dieser ,bewegung einen ,moment gehemmt wird1 vor dem ,mittelportal1 das durch diese ,pause seine ,betonung bekommt1 steht1 berleitend1 eine runde ,sule4 ,auf jeder ,seite dieser ,mittellinie symmetrisch an- und abschwellend fliet die ,welle ber die ganze ,fassade1 um sich in der ,mitte mit groem ,schwung zu erheben4 ,hier strebt der ,bau energisch aufwrts4 ,was die ,reihe der bereinanderstehenden ,pilaster1 die durch die ,vasen in die ,luft gelst wird1 vorbereitete1 gipfelt in der ,kontur des ,giebels1 die allmhlich steigend nach der ,mitte sich erhebt4 ,es ist die ,funktion dieses wichtigsten zusammenfgenden ,bauteiles1 die in ,st4 ,peter von der ,kuppel bernommen wurde4 ,die ,kuppel der ,theatinerkirche ist fr die ,fassade berhaupt ohne ,wert1 und eben das ist beweisend fr die ,absicht1 der ,kuppel ,michelangelos in der heutigen ,verwendung eine beherrschende ,stellung in der ,fassade zu sichern4 ,so ist die ,wandauflsung vollkommen4 ,ihren ,eindruck bestimmt nicht der ,innenbau1 sondern eine wagerecht durchgefhrte und in der ,senkrechten gesammelte ,bewegung von erstaunlicher ,lebhaftigkeit1 vergleichbar dem musikalischen ,gebilde der ,fuge1 und es ist vielleicht kein ,zufall1 da auch diese derselben ,zeit ihre ,entstehung dankt4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,mnchen1 ,theatiner-,hofkirche4 ueres4 ,die ,trme1 #afij hinzugefgt1 zeigen in jeder ,linie die ,absicht1 die ,fassadenbewegung noch zu verstrken1 zeigen die ,ekstase vom ,ende des ,stiles4 ,vom ,erdboden bis in den ,turmhelm gehen hier die ,linien der ,pilaster ber die verkrpften ,simse hinweg4 ,und die ,weichheit dieser bergnge von der ,basis in den ,pilaster1 vom ,pilaster in den ,architrav1 vom ,architrav in das horizontale ,sims1 vom ,sims in die ,pilasterbasis des zweiten ,stockwerks und weiter bedeutet fr das ,auge eine ,bewegung der ,wand in vertikaler ,richtung1 deren ,wellen viel leiser1 aber auch viel unabirrbarer ziehen als die des ,mittelschiffes4 ,es ist von derselben ,art1 wenn auch die seitlichen ,begrenzungen der ,trme nicht streng sind1 wenn ihre ,wnde an den ,ecken nicht in scharfen ,kanten zusammenstoen1 vielmehr durch ,abstufung der ,pilaster in weicher ,biegung ber die ,ecken hinweggefhrt werden4 ,da diesen ,pilastern nach der ,wandflche zu ebensolche ,halbpilaster vorgelegt werden1 so entsteht eine zweite ,bewegung in horizontaler ,richtung1 die der ersten entgegenarbeitet und dadurch die lebhafte ,bewegung des ganzen ,bauteiles bewirkt4 ,es ist ungemein interessant1 da die ,voluten am ,turmhelm keineswegs die ,linien der ,hauptpilaster weiterfhren1 sondern von ihnen aus einander genhert werden1 und zwar bis zum gleichen ,abstand voneinander4 ,so hrt im ,turmhelm die ,betonung der ,ecke auf1 entsteht eine vollkommene ,rundung1 die in der ,auflsung des ,turmes nach oben zugleich eine ,auflsung seiner ,motive bewirkt4 berraschend ist die ,verwandtschaft der ,fassade mit der ,front der gotischen ,kathedrale 7,bd4 ,i1 ,abb4 #eh74 ,da das ,malerische der ,gliederung1 die auch hier wesentlich als ,abfolge von ,licht und ,schatten wirkt1 die ,auflsung durch zwei ,trme und einen ,mittelgiebel oder durch ,fialen1 an deren ,stelle hier die ,vasen stehen1 und anderes an beiden ,kirchenfronten sich findet1 ist mehr als bloer ,zufall4 ,hren wir doch gerade im ,barock von gelegentlicher ,wiederbelebung der ,gotik4 ,hat es doch unzhlige romanische ,kirchen in seinen ,geschmack umzugestalten fr ntig befunden1 da sie ihm kahl und nchtern schienen1 aber keine einzige gotische4 ,tatschlich ist zwischen diesen malerisch empfindenden ,stilen eine innerliche ,verwandtschaft4 ,auch im ,barock ist die ,ausgestaltung eine lediglich dekorative4 ,ihre ,absicht geht auf eine ,bewegung1 die gro und wrdig ist4 ,sie ist zweifellos erreicht1 allein nicht mit der sachlichen ,wrde etwa des romanischen ,stiles1 sondern mit dem ,pathos dekorativer ,gesten4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,mnchen4 ,theatiner-,hofkirche4 ,inneres4 ,wie in der ,gotik ist auch hier das ,verhltnis zum ,innenraum kein tektonisches1 ist nicht bedingt durch den ,grundri des ,baues1 sondern durch den wirkungsvollen ,eindruck4 ,auf die in ihren groen ,formen verhltnismig ruhige ,front folgt ein ,kirchenraum von berraschender ,gre des ,raumgefhls und1 bei aller ,pracht1 fast klassischen ,formen 7,abb4 #ba74 ,die ,grolinigkeit dieser korinthischen ,sulen1 ,geblkfriese und kassettierten ,bgen steht zu den kleinen ,teilungen derselben ,formen in der deutschen ,renaissance 7,abb4 #ag7 in vlligem ,gegensatz4 ,nichtsdestoweniger zeigt eine so hufige ,form wie die spindelfrmig gedrehten ,sulen am ,altar wieder eine innere ,verwandtschaft mit der ,gotik4 ,in deren ,sptstil wurden solche geschraubten ,sulen erwhnt1 aber was dort ein ,aufwirbeln bedeutet1 ist hier ein mhevolles ,sichemporwinden gegen eine drckende ,last4 ,ebenso ist der gebrochene ,giebel darber zu verstehen1 der hier auch im ,auenbau vorkommt und berhaupt charakteristisch fr den ,stil ist4 ,zu ebenso groer ,bewegung wie der ,einzelteil sammelt sich der ganze1 festlich geschmckte ,innenraum4 ,auf antikisierender ,bogenarchitektur ruhend1 mit schweren ,tonnengewlben geschlossen1 fhrt das ,hauptschiff unter der ,kuppel weg bis zum ,altarraum2 das ,sims vor allem1 das die ,obermauer des ,mittelschiffs von der ,sttzenreihe scheidet1 ist hier fhrende ,linie4 ,die ,absicht geht allerdings darauf1 im ,innen-1 wie schon im ,auenbau1 die ,teile zu groen ,wirkungen zu verschmelzen1 an ,stelle ihrer tektonischen ,scheidung den ,zusammenflu zu geben4 ,so verkrpfen sich die dekorativen ,sulen des ,mittelschiffes im darbergelagerten ,sims1 um1 als ,gurtbgen fortgesetzt1 das ,gewlbe in sich einzubeziehen4 ,so wchst die ,kanzel als ,form geradezu aus der ,sule heraus1 an der sie befestigt ist1 bildet auch der ,altar nur einen ,bestandteil des ,altarraumes1 keinen selbstndigen ,organismus4 ,nicht nur1 da das ,fenster in der ,kirchenmauer als leuchtendes ,auge ,gottes zu einem ,glied des ,altars wird1 ebenso werden seine gedrehten ,sulen durch die ,linien der ,gewlbe fortgesetzt4 ,auch der ,beginn dieser ,tendenz liegt in ,italien4 ,ihre ,geburtssttte ist vielleicht die ,mediceerkapelle ,michelangelos1 wo der ,meister die ,fensteranlage zusammen mit der ,grabanlage schuf1 nicht nur mit der ,absicht1 die volle ,beleuchtung zu erzielen1 sondern um bestimmte ,ausdrucksakzente in die ,figuren zu legen1 etwa durch die ,beschattung von ,giulianos nachdenklichem ,kopf4 ,allein wir sehen nun1 da solche ,verschmelzung jeden ,teil um den klaren ,ausdruck seiner ,funktionen bringt und eine charakteristische ,eigenschaft untektonischer bewegungsuchender ,stile ist4 ,in der spten ,gotik fanden wir sie ebenso wie im ,stil der ausgehenden ,antike4 ,whrend der romanische ,altar eben nur ein ,tisch war1 war beim sptgotischen der ,aufsatz ,hauptsache geworden1 der fr das ,auge seine feinen ,spitzen mit den ruhelos aufwrts strebenden ,pfeilerlinien verflicht4 ,man wird nun auch den ,auenbau der ,barockkirche und seinen ,parallelismus zur gotischen ,fassade verstehen4 ,es handelt sich in beiden ,fllen nicht nur um eine ,verknpfung der horizontalen ,geschosse1 sondern zugleich auch um eine weiche ,auflsung nach oben1 nach ,analogie der eben festgestellten ,wirkung um eine ,art ,verschmelzung mit dem ,luftraum4 ,und es ist nur natrlich1 wenn wir eine parallele ,erscheinung auch im ,innenraum der ,barockkirche finden4 ,hier ist die ,kuppel zugleich ,zusammenfassung und ,auflsung2 nach ihr zu ffnen sich ,hauptschiff1 ,seitenschiffe und ,altarraum in mchtigen ,bgen4 ,sie fat den ,raum in sich zusammen und lt ihn mit ihrer groen ,zahl von ,fenstern in den ,luftraum verstrmen4 ,sie beherrscht den ,raum1 und es war daher keine ,piettlosigkeit1 sondern im ,gegenteil die ,absicht einer besonderen ,wirkungssteigerung1 die der leuchtenden ,kuppel ,michelangelos ein dsteres ,langschiff vorlegte4 ,die ,kuppel der ,barockkirche ist keine tektonische ,verknotung der ,bauteile1 wie die der romanischen ,kirche 7,bd4 ,i1 ,abb4 #da74 ,sie schliet den ,bau nicht als ,architekturglied zusammen1 sondern wirkt durchaus malerisch und zwingt durch ihr ,licht das ,auge nach der ,stelle des intensivsten ,ausstrmens hin4 ,sie ist nicht so sehr ,krper wie ,beleuchtungseffekt1 ja neben der ruhigen ,architektur der romanischen ,kuppel ist sie geradezu formlos4 ,nicht nur weil bei dieser nur vier ,fenster in den ,ecken die ,struktur betonen1 whrend hier acht ,fenster das ganze ,rund durchbrechen und in ,schein und ,widerschein ihre ,konturen und die ,konturen der ,kuppelteilungen verwischen2 auch der ,dekor wirkt an dieser ,zersetzung mit4 ,zwar noch werden die ,hauptlinien1 die ,begrenzungen der ,kuppel und der ,zwickel1 von denen sie getragen wird1 festgehalten1 allein berall hinein setzt sich schon das lebhafteste ,ornament1 ,ranken1 die in kompliziertesten ,kurven bewegt sind1 oder figrlicher ,schmuck4 ,gerade er gibt den ,formen die berleitung zur ,nebenform1 so1 wenn der ,schlustein der ,bgen1 in denen sich das ,hauptschiff nach dem ,seitenschiff ffnet1 und dem eigentlich ein ganz tektonisches ,gefhl zugrunde lag1 in eine ,ranke umgeformt wird1 von der aus ein kleiner ,engel mit den ,hnden bis in die ,obermauer hinbergreift1 oder wenn die ,zwickel1 auf denen die ,kuppel ruht1 diese wichtigen struktiven ,glieder1 nicht nur mit reichverschlungenem ,bandornament gefllt1 sondern von ihm geradezu zerrissen und am ,rand vollkommen aufgelst werden4 ,fr diesen ,aufputz fand man im ,stuck den schmiegsamen ,stoff1 der sich willig jeder ,form fgte4 ,gerade dieses ,material hat ungeheure ,verheerungen in den romanischen ,kirchen angerichtet1 die man mit seiner ,hilfe sehr leicht barock umdekorieren konnte4 ,die vollkommene berwindung der ,zweckbedingungen durch technische ,gewandtheit und die reichste ,ausbildung der dekorativen ,formen macht also das ,bauwerk frei fr jede ,art des knstlerischen ,ausdrucks4 ,die vollkommene ,sprengung des frher durch seine natrlichen ,bedingungen begrenzten ,raumes ist seine erste ,absicht1 ihr ,resultat an der ,fassade die ,auflsung der ,stockwerksbegrenzungen nach oben1 im ,innenbau die ,raumauflsung durch die ,kuppel4 ,da man andererseits danach strebt1 die ,bauteile mglichst miteinander zu verknpfen1 ist nur scheinbar ein ,paradoxon4 ,vielmehr bedeutet beides eine ,aufhebung der funktionellen ,differenzierungen zugunsten einer einheitlich dekorativen ,wirkung4 ,damit aber hrt die ,kirche auf1 allein ihrem ,zwecke zu dienen1 und wird ein knstlerisch reprsentatives ,monument4 ,der ,architekt selbst wird ein groer ,hofherr mit vielen ,titeln1 den man sich von weit her1 in ,deutschland meist aus ,italien oder ,frankreich kommen lt4 ,das ,wort ,knstler8 bekommt damals schon jenen ,sinn des herrischen ,gegensatzes zum ,handwerk4 ,und die ,znfte fhren oft einen verzweifelten ,kampf gegen ,leute1 die ihnen nicht angehren und unmittelbar im ,dienste der ,frsten an den eintrglichsten ,stellen stehen4 ,wie die ,kirche wird auch die ,messe aus einem ,gottesdienst immer mehr zu einem ekstatischen ,schauspiel4 ,ihr ,eindruck liegt nicht mehr in ihren klaren ,worten1 sondern in der ,musik1 die ausdrucksvoller ,trger ihrer ,stimmung wird4 ,hier bedeutet ,bachs ,hohe ,messe in ,h-,moll den ,hhepunkt4 ,man darf die ,rckkehr unserer ,zeit zu ,bach nicht als ,rckkehr zum ,primitiven ansehen1 wie das wohl geschehen ist4 ,er ist nicht primitiv4 ,die mittelalterliche ,messe mochte es sein1 die ihre ,musik aus dem ,rhythmus des gesprochenen ,textes folgerte4 ,bach ist der echte ,barockmeister1 wie ,mozart in seinem gesteigerten ,ausdruck der echte ,rokokomeister ist4 ,wie im ,credo der ,h-,moll-,messe sich die ,oboe um die ,solostimme legt1 das hat seine frappantesten ,parallelen im ,verhalten der ,barockranke zu den gedrehten ,sulen1 in deren tiefe ,windungen sie sich einschmiegt4 ,mit der ,messe wird auch ihre ,zelebration zum ,schauspiel4 ,wie der ,rmer an die ,stelle der kunstreichen griechischen ,arbeit das ,prunken mit pfundschweren ,goldarmbndern setzte1 so tritt nun an die ,stelle der fein geformten ,gerte die ,pracht reicher ,gewnder1 mit ,edelsteinen berster ,mitren und ,bischofsstbe4 ,es macht einen seltsamen ,eindruck von kultivierter ,barbarei1 im ,domschatz zu ,limburg a4 ,l4 neben den edlen mittelalterlichen ,emailreliquiaren ,ornatstcke des ,barock zu finden1 die in der ,form ohne jede ,feinheit sind1 bei denen aber die ,flle der ,perlen und glitzernden ,edelsteine kein ,fleckchen des ,grundes freilt4 ,diese ,absicht1 ,reprsentation und ,prunk geradezu zum ,zweck des ,lebens zu machen1 ist der ,grund dafr1 da sich diese ,kultur in den ffentlichen ,bauten ihren wichtigsten ,ausdruck geschaffen hat4 ,die brgerliche ,baukunst tritt hinter ihnen zurck1 sucht jedoch ebenso das ,pathos wuchtiger ,formen1 wie der ,danziger ,innenraum 7,abb4 #ai7 zeigte4 ,seit der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts aber ist die ,stilbewegung in eine neue ,phase getreten4 ,was ,italien bisher fr das kirchliche ,barock ist1 wird ,frankreich jetzt fr das profane ,barock1 und sein ,einflu auf die gesamte europische ,kunst ist nicht geringer dank der ,hilfsquellen1 die dem ,absolutismus ,ludwigs ,,xiv4 zu ,gebote standen1 und der ,rolle1 die er im politischen ,leben ,europas spielte4 ,es ist ungemein interessant1 hier die ,pfade zu verfolgen1 die ,politik und ,kultur verbinden4 ,sicher in der ,absicht1 ,frankreichs ,kunstindustrie zu heben1 verpflanzt der tchtige ,finanzminister ,colbert fremde ,techniken nach ,frankreich und grndet hier jene knigliche ,manufaktur1 die unter der knstlerischen ,leitung des ,malers ,lebrun eine ,zentrale des ,barockgeschmacks in ,frankreich wird4 ,zusammen mit den charakteristischen ,werken des ,knigs1 seinen ,schlobauten1 wie ,versailles1 deren bedeutende ,meister ,hardouin ,mansard und ,robert de ,cotte sind1 wird sie der eigentliche ,trger des ,zeitgeschmackes4 ,aber es ist gar keine ,frage1 da diese offizielle ,kunst den letzten ,rest der ,volkskunst berwinden mute1 weil sie an ,geldmitteln und ,nachfrage konkurrenzlos war1 und da sie in ,frankreich wie den brigen ,lndern ,europas alle bodenstndige ,kunst vollkommen nivellieren mute4 ,europa war damals selbst in eminent nationalen ,fragen sehr wenig national gesinnt2 in dem zerrissenen ,deutschland herrschten franzsisches ,geld und franzsische ,kultur unumschrnkt4 ,so kann sich im #ag4 und #ah4 ,jahrhundert von ,frankreich aus eine einheitliche ,lebenskultur verbreiten1 wie sie in der ,gotik von demselben ,lande ausgegangen ist4 ,auch die deutschen ,architekten der ,barockzeit1 wie ,schlter 7#affd-agad7 und ,neumann 7#afhg-agec71 haben in ihren ,schlssern jeden ,festungscharakter aufgegeben2 sie sind nichts weiter als ,prunkbauten1 die nur noch durch die ,rcksicht auf den mglichst wirkungsvollen ,eindruck bestimmt sind4 ,in imposanter ,breite lagert sich ,balthasar ,neumanns ,wrzburger ,schlofront1 mit den vorgestreckten ,flgeln weit nach den ,seiten ausgreifend 7,abb4 #bb74 ,so sehr wird der ,ton auf diese reprsentative ,aufrollung der ,fassade gelegt1 da das ,gebude unverhltnismig niedrig ist und nur sehr geringe ,tiefe hat4 ,wie beim ,kirchenbau werden auch hier die seitlichen ,bauendigungen als ,ablauf der ,fassadenbewegung und der ,mittelteil als ihr ,sammelpunkt durch eigene ,frontbildung1 sog4 ,risalite1 betont4 ,in zwei ,geschosse geordnet1 von denen das untere gewhnlich als ,sockel gedacht und in ,rustika ausgefhrt ist1 whrend das obere schlankere oft noch ein ,halbgescho 7,mezzanin7 einschliet1 werden sie durch bereinandergestellte ,sulen oder ,pilaster einem ,giebelfeld zugefhrt1 das das ,risalit zusammenfat4 ,zwischen diesen ,fixpunkten wird die ,wand entwickelt1 in gleicher ,dekoration1 deren ,sulen die wagerechte ,bewegung schrittweise begleiten4 ,aber wie hier alle ,formen reduziert1 flchenhaft sind1 ist es auch der obere ,abschlu4 ,seine ,fhrung bleibt wagerecht1 eine ,attika meist1 die den ,bau lngs der ganzen ,dachlinie auflst1 wie der durchbrochene ,kamm das ,reliquiar im bergangsstil des #ac4 ,jahrhunderts1 und diese ,auflsung wird noch weicher durch die ,vasen oder ,skulpturen1 die auf der ,brstung verteilt stehen4 ,hinter ihr schliet das breit gelagerte ,mansardendach 7so genannt nach seinem ,schpfer1 dem ,architekten ,mansard7 den ,bau ab4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,wrzburg1 ,schlo4 ,gesamtansicht4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,wrzburg1 ,schlo4 ,kaisersaal4 ,es ist beim ,palast dieselbe ,absicht wirksam wie beim ,kirchenbau1 wenn hinter dieser verhltnismig ruhigen ,fassade sich ,rume voll unerhrten ,prunkes ffnen4 ,vor den ,reprsentationszimmern des ,schlosses1 die das ,gebude mit ihrer prunkvollen ,eleganz beherrschen1 treten alle ,privatgemcher zurck4 ,ein groes ,stiegenhaus ffnet sich im ,mittelbau unmittelbar hinter dem ,hauptportal4 ,zwei breite ,treppen steigen in ihm durch die ,stockwerke empor1 von elegant geformten ,gelndern begrenzt1 in weichen ,kurven sich begegnend1 geschaffen zur prunkvollen ,entfaltung festlicher ,zge1 dabei von grter ,weitrumigkeit1 wie die ,prunksle1 die sich von ihnen aus ffnen4 ,der ,hauptsaal desselben ,schlosses gibt ein gutes ,bild von der ,art1 wie hier allmhlich von der ,absicht mglichst wirkungsvoller ,raumgestaltung alle ,zweckgliederungen verdrngt werden 7,abb4 #bc74 ,im viereckigen ,zimmergrundri1 der den ,raum zwischen vier ,wnde und vier ,ecken gespannt htte1 hat man die ,ecken abgeschrgt1 und so eine polygonale1 weichere ,form gewonnen4 ,und wenn auch jeder ,wandteil durch dekorative ,sulen nach den ,seiten1 durch das auf ihnen ruhende ,geblk nach oben abgegrenzt scheint1 so wird er doch durch die ,fllung zerfasert4 ,war schon die ,tfelung der deutschen ,renaissance bloe ,wanddekoration1 so folgte sie doch in den ,hauptlinien der ueren ,begrenzung2 hier aber arbeitet sie der ,wandbegrenzung an ihren empfindlichsten ,stellen geradezu entgegen4 ,die ,gliederung der ,palastfassade lehrte1 da dieser symmetrisch empfindenden ,zeit die seitlichen ,begrenzungen und der ,mittelteil als die gliedernden ,punkte1 als die empfindlichsten ,stellen des ,gefges gelten4 ,gerade an diesen ,stellen setzt im ,wandgetfel das leichte ,gerank an1 zerfasert die rechteckige ,tafel oben und unten und reit sie in der ,mitte auseinander4 ,die ,begrenzungen zwischen den einzelnen ,wandfeldern werden ebenso unwirksam gemacht4 ,bei nherer berlegung erweist es sich1 da eben das ,sims1 das jeden ,teil nach oben abzuschlieen scheint1 zugleich die einzelnen ,felder1 ber die ,sulen hinweggleitend1 miteinander verbindet4 ,so beginnt die ,wand in flieender ,rundung das ,zimmer zu umkreisen1 und diese ,bewegung wird dadurch gesteigert1 da jeweils nach einer horizontal gefhrten ,simspartie ein ,aufsteigen ber einer ,fenster- oder ,trnische einsetzt4 ,mit ihm ist gleichzeitig jene ,aufwrtsbewegung eingeleitet1 die dem ,plafond ebenso den ,wert als ,abschlu raubt4 ,sie beginnt vom ,fuboden an4 ,denn die ,sulen sind keineswegs ,trger1 sondern elegant aufsteigende ,dekorationsmotive1 und ,beweis dafr ist das untektonische ,gefhl im ,kapitell4 ,gerade diesem entscheidenden ,geblktrger ist jede tragende ,kraft geraubt2 durch ,ranken wird er aus dem ,schaft emporgeleitet1 mit weichen ,kurven in das verkrpfte ,gesims hinaufgefhrt4 ,von ihm aus streben ,zwickel aufwrts1 von einem schon dem ,rokoko sich nhernden plastischen ,rankenornament immer bunter1 immer reicher bewegt1 bis schlielich reich geformtes1 wirr verschlungenes ,gerank die ,zimmerwnde in bunte ,fetzen zerreit4 ,dadurch wird jeder festen ,abgrenzung des ,plafonds gegen die ,zimmerwand so entgegengearbeitet1 wie durch den polygonalen ,grundri der festen ,abgrenzung der ,wandteile gegeneinander1 und ebenso wie die ,struktur der ,zimmerwand selbst durch die ,ranken des ,ornamentes zerstrt wird1 zerstrt eine illusionistische ,dekoration auch den ,plafond4 ,er wird ber unserm ,haupt geffnet wie ein ,himmel1 in den man hineinschaut1 in dessen ,wolken ,gtter auf ,wagen fahren1 ,genien sich emporschwingen4 ,hier ist die ,stelle1 wo die antikisierende ,allegorie eine ,sttte zu jeder noch so plumpen ,huldigung an den ,herrn des ,hauses findet4 ,schon ,michelangelos sixtinische ,decke zeigt die ,empfindungslosigkeit der ,zeit fr die ,funktion eines ,plafonds 7,abb4 #h74 ,er malte die ,bilder ebenso an die ,decke1 wie er sie auf die ,tafel gemalt htte4 ,so fhren bei ihm ,gemlde und ,saaldecke nebeneinander jedes sein eigenes ,leben4 ,dem ,barock aber geht der ,zweckwert des ,plafonds vollkommen verloren4 ,es ntzt ihn zu einer ,illusion aus1 die ihn zerstrt4 ,es kann vorkommen1 da dieser als geffneter ,himmel gemalte ,plafond in ,kirchen geradezu an die ,stelle der ,kuppel tritt4 ,die khnste ,fortsetzung der ,wandarchitektur nach oben wird durch die ,malerei vorgetuscht und mit ,gestalten bevlkert4 ,engel schweben aus ihm empor1 und strahlend scheint ber unsern ,huptern der ,heilige selbst gen ,himmel zu fahren4 ,das ist ein neuer ,beweis dafr1 da man ein ,recht hat1 der ,kuppel in der ,barockkirche1 ebenso wie der ,wandgestaltung1 wesentlich raumsprengende1 raumerweiternde ,wirkung zuzusprechen4 ,von hier aus lt sich die ,stilentwicklung und die ,stiltendenz der ,barock-,architektur vollkommen bersehen4 ,von der strengen ,frhrenaissance geht der ,weg zur ,hochrenaissance1 in der die ,dekoration mit groen ,linien die ,wand bewegt1 zum italienischen ,frhbarock1 in dem das reichere ,ornament diese ,gliederungen zerfetzt und den ,raum sprengt1 schlielich zum franzsischen ,hochbarock1 wo ,wand und ,raum vllig gelst erscheinen4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,schrank des ,barock4 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,sessel aus dem kgl4 ,schlo zu ,berlin4 ,fr die ,formen1 die dieser ,kampf der ,schmuckformen gegen die ,struktur im ,kunstgewerbe schafft1 mag ein ,schrank aus der ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts 7,abb4 #bd7 und ein ,sessel ,beleg sein1 wie ,abb4 #be1 der1 etwa um #agjj entstanden1 dem ,stil des ,andreas ,schlter1 des ,erbauers des ,berliner ,schlosses1 angehrt4 ,der ,schrank entspricht genau dem ,stil des hohen ,barock1 wie ihn die rmischen ,kirchen und der ,danziger ,saal 7,abb4 #ai7 zeigen4 ,alles an ihm ist massig und schwer4 ,drei groe ,halbsulenformen geben der ,front ihre ,wucht1 auf ,kugelfen stehend und ein weit vorragendes schwer profiliertes ,horizontalsims auf schweren ,rankenkapitellen tragend4 ,schwer1 nach der ,mitte zu sich verdichtend1 sind auch die ,trfllungen1 und die neue ,technik der ,furnitur1 des ,aufleimens edler ,hlzer1 dient zur ,farbenbetonung dieser ,schwere4 ,wo die ,renaissancefllung 7,abb4 #ag7 gelockert und geteilt war1 fat dieser ,schrank zusammen2 die sptgotische ,bewegung ist endgltig zur ,ruhe gekommen4 ,den ,stilformen nach etwas frher als das ,wrzburger ,schlo1 ist der ,berliner ,sessel 7,abb4 #be7 fr die ,entstehung der spteren ,barockformen1 besonders fr das ornamentale ,detail ein gutes ,beispiel4 ,das ,motiv ist aus der denkbar struktivsten ,form gewonnen4 ,an den vier ,ecken wird der ,polstersitz von vier ,fen getragen1 von denen je zwei durch ,leisten verbunden sind1 die ihrerseits durch eine ,querleiste zusammengehalten werden1 also etwa das ,motiv des sptgotischen ,tisches1 wie ihn ,drers ,hieronymus im ,gehus 7,abb4 #af7 zeigt4 ,allein wie in der ,architektur ist auch hier berall an ,stelle der sachlichen ,struktur ein gewollter ,bewegungsausdruck getreten4 ,er fhrt1 etwa beim ,bein des ,sessels1 sofort zur ,disharmonie4 ,vom ,wrfel aus1 der den ,ansatz der ,leisten bezeichnet1 gliedert sich das ,bein in einen -- wie bei allen dekorativen ,stilen -- spitzen ,fu als stehenden ,teil1 der durch eine abwrts gerichtete ,akanthusform zu ,boden geleitet wird1 und in einen tragenden ,teil1 der in gleicher ,weise aus einer aufwrts gerichteten ,ranke nach oben steigt1 sich pltzlich1 in der ,silhouette dem sptgotischen ,pokal hnlich1 ausbreitet1 noch einmal zusammenzieht1 und ausladend die ,last des ,sessels aufnimmt4 ,allein diese ,teilung des tragenden ,fues ist in der ,konstruktion nicht begrndet4 ,sie bedeutet nur ein weiches ,hinauffhren des ,beines in den ,sitz einerseits1 ein ,hinabfhren in den ,boden andererseits1 und das ,resultat ist die dekorative ,zerlegung eines einheitlichen ,gliedes bis zur vollkommenen ,divergenz der ,richtungen4 ,ebenso ist die ,wahl des ,leistenansatzes zum ,gelenk dieser ,teilung ganz willkrlich4 ,sie htte allenfalls einen ,sinn1 wenn die ,leiste hier festansetzen1 stark ablaufen wrde4 ,allein der ,wrfel dient auch hier dem ,auge nur als ,vermittlung1 da die ,leisten unfest1 mit eingerollten ,voluten beginnen und als geknickte ,s-,ranken weiter laufen4 ,sie begegnen sich in der ,mitte1 und an diesem ,punkt setzt mit derselben eingerollten ,volute ebenso unfest die ,querleiste an1 luft in denselben ,ranken dem ,mittelpunkte zu1 wo ihre ,linien sich ausladend vereinigen1 um dann weich in eine umgekehrte ,blte auszulaufen4 ,so ist also die ,leiste keine feste ,trageform1 sondern eine gekrmmte ,ranke1 und der gliedernde ,mittelpunkt1 der sachlich nicht vorhanden1 sondern erst durch die ,dekoration gefunden ist1 ist nicht struktiv gemeint1 sondern weicher ,zusammenflu der ,linien4 ,so entscheidet sich auch hier der ,kampf zwischen ,struktur und ,dekoration zugunsten der letzteren4 ,die ,formen aber sind noch bersichtlich und klar1 und trotz der weichen berfhrungen ist jede ,holzform durch die dem ,material angemessenen scharfen ,kanten abgegrenzt4 ,innerhalb der ,flchen1 die dadurch bestimmt sind1 entwickelt sich dann das ,ornament1 das ein gutes ,beispiel fr die ,form des spteren ,barockornaments berhaupt ist4 ,als flaches ,band ist es aus der ,flche gewonnen1 ber die es sich wenig erhebt1 whrend seine ,form aus der ,bewegung der ,gertteile gefolgert ist4 ,die feinen ,bnder und ,ranken1 die sich vom ,rande abzweigen1 sind es1 die dem ,auge die ,richtung der ,leisten und der ,fuglieder erlutern4 ,die ,vase 7,abb4 #bf7 ist ein gutes ,beispiel fr die bewegungsreiche ,keramik der ,zeit1 deren ,hauptfabrikationsort1 ,delft1 und deren wichtigste ,technik1 ,fayence1 sie reprsentiert4 ,zwar ist der ,fu gegen das ,gef abgegrenzt1 das ,gef selbst durch einen ausladenden ,rand vom ,deckel geschieden1 zwar scheiden sich die ,wandflchen1 die den ,leib des ,gefes bilden1 deutlich voneinander4 ,aber der ,fu ist absichtlich nur mehr ein kleiner ,rand1 als tragendes ,glied mglichst wenig zur ,geltung gebracht zugunsten der ,form des eigentlichen ,gefes1 das1 von schmalem ,boden ansteigend1 in breiter ,kurve sich erhebt1 seine ,linien ber den ,rand hin bis in den ,deckel fortsetzt und hier in die ,form eines ,lwen ausmndet1 der den ,deckel mehr krnt1 als da er ihm als ,griff dient4 ,durch eine gleich weiche ,bewegung beginnt man auch die ,grenzkanten im ,gefleib unwirksam zu machen4 ,man riefelt die ,flche1 so da auch hier das ,auf- und ,abwogen einer ,welle das ganze ,gef umkreist und die ,kanten zum ,glied der ,bewegung macht4 ,zwischen dem ,schrank und der ,vase liegt dieselbe ,entwicklung wie zwischen dem italienischen ,kirchenbarock und dem franzsischen ,palastbarock1 das erste seine dekorativen ,gliederungen scheidend1 das zweite sie immer strker durch reiche ,dekoration verwischend4 ,gerade der ,schmuck chinesischer ,motive1 der sich gleichmig ohne ,rcksicht auf die ,gliederung und die ,riefelung um die ganze ,flche der ,vase zieht1 ist hierfr bezeichnend1 und es ist kein ,zufall1 da die ,schlsser der zweiten ,stilstufe an chinesischen ,motiven so reich sind4 ,in den feinen ,linien der ,form1 die das in ,europa damals noch nicht erfundene ,porzellan den chinesischen ,gerten gestattete1 im ,reichtum buntfarbiger seltsamer ,dekoration mit bizarren ,landschaftsmotiven1 steif gekleideten ,menschen1 starr geformten ,blumen muten die ,erzeugnisse chinesischer ,kunstindustrie damals fr die dekorativen ,tendenzen der abendlndischen ,kunst unerreichte ,vorbilder sein4 ,man kopierte chinesische ,porzellanvasen im roheren ,material der ,fayence1 bildete ,lackarbeiten nach1 und sammelte die ,originale mit ,leidenschaft1 um sie in eigenen chinesischen ,kabinetten1 ,zimmern von derselben bizarren ,dekoration1 aufzustellen4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,delfter ,fayencevase4 ,um #agjj4 ,gerade die ,absicht der ,stimmungseinheit1 die hierin liegt1 lernten wir in beiden ,phasen des ,stiles als charakteristisch fr ihn kennen4 ,was im italienischen ,barock erst ,vereinigung ist1 wird im franzsischen zur ,verschmelzung4 ,und dieses weite ,ausgreifen des ,kunstwerks in seine ,umgebung macht es ntig1 ber die ,kunsterzeugnisse im engsten ,sinne hinauszugehen1 um den ,stil zu verstehen4 ,denn man sucht der ,fassade durch ,ausgestaltung ihrer ,umgebung eine genau bemessene ,wirkung zu sichern4 ,bernini schliet die ,peterskirche und den ,petersplatz in ,rom zu einer uerst wirkungsvollen ,einheit zusammen1 indem er von den ,ecken der ,fassade aus ,arkaden um den ganzen ,platz fhrt und ihn in die ,anlage mit einbezieht4 ,so wurde der ,blick auf streng begrenztem ,wege immer auf die ,kirche als sein ,ziel gefhrt und die ,wirkung der ,fassade auerordentlich gesteigert4 ,genau so wie im ,schlo jedes einzelne ,zimmer in ,form und ,farbe der ,mbel und der ,wandbekleidung eine ,einheit bildet1 wie wir den ,innenraum mit der ,fassade sich zur ,wirkung eines abgestimmten ,gegensatzes vereinen sahen1 ist die ,umgebung des ,schlosses auf seine ,fassade abgestimmt4 ,zu ihr hin fhrt meist ein ,hof1 umgeben von einer ,mauer oder von ,arkadengngen1 die die ,wirkungsabsicht der ,kolonnaden vor der ,peterskirche in ,rom haben2 im ,hof verteilt1 oft auch statt seiner1 stehen staffelfrmig gereiht kleinere ,gebude1 die nur dem dekorativen ,zweck dienen1 das ,auge allmhlich auf die breitgelagerte ,schlofront hinzufhren4 ,hinter dem ,schlo ffnet sich dann der ,park1 kein naturgewachsener ,baumpark mehr1 sondern ,alleen knstlich verschnittener ,bume auf kurzgeschorenem ,rasen4 ,schon die ,hochrenaissance in ,italien leitet diese ,entwicklung ein4 ,sie schuf bereits ,alleen1 die nicht nur zum ,schlo fhrten1 sondern bestimmte wirkungsvolle ,ausblicke erffneten1 setzte diese ,alleen aus ,bumen zusammen1 die in regelmiger ,form emporwachsen1 vor allem aus ,pappeln und ,zypressen1 und die in ruhiger ,aufeinanderfolge den ,wandelnden geleiten4 ,jetzt aber breitet sich vor der ,gartenfront des ,schlosses ein weiter ,platz mit geschorenen ,rasenbeeten aus1 deren ,rnder in den regelmigen ,schnrkeln der ,barockranke verlaufen1 dazwischen ,alleen von ,bumen1 die in unnatrliche ,kugel- und ,pyramidenformen oder zu glatten fortlaufenden ,wnden verschnitten sind4 ,sie erffnen berraschende ,ausblicke auf das ,schlo und seine ,nebengebude1 oder auf ,wasserknste von erstaunlicher technischer ,khnheit1 auf ungeheure ,fontnen in groen ,becken1 in die kleine ,wasserstrahlen von der ,mitte und vom ,rande her springen1 aus ,tritonenhrnern oder aus ,urnen flieend1 die von ,meergttern gehalten werden4 ,man darf sich nicht wundern1 wenn die ,absicht so weit geht1 selbst ber ,menschenmglichkeit hinaus die ,natur diesen ,wirkungen untertnig zu machen1 wenn das zerstrte und nur in ,abbildungen noch bekannte ,schlo ,favorita bei ,mainz aus seinen ,alleen berraschende ,ausblicke auf den ,rheinstrom erffnet haben mu1 und am ,ende einer gewaltigen ,allee von zwei geschorenen ,baumwnden im ,park von ,oliva die weite ,flche der ,ostsee sich dehnt4 ,wir wundern uns nicht1 in ,anlagen1 in denen die ,natur so zur ,schaustellung mitwirkt1 ,naturtheater zu finden1 in denen ,alleen und ,gestruche als wirkungsvolle ,kulissen dienen4 ,die dramatische ,literatur und ,kunst ist ja in dieser ,zeit in ,frankreich durch ,molire1 ,racine1 ,corneille zur hchsten ,wirkung emporgefhrt4 ,und ebenso wie an den ,plafonds der ,sle benutzt man die antike ,allegorie in pompsen ,balletts zur ,huldigung fr irgendeinen ,frsten1 vergleicht ihn1 von dem die ,geschichte uns oft kaum den ,namen berliefert hat1 mit allen antiken ,gttern und ,heroen4 ,damals werden die ,urkunden geschrieben mit ,titeln und ,wrden1 ,siegeln und ,stempeln1 hinter denen keine ,macht steht1 damals erscheinen die feierlichen ,anreden und die lange1 unterwrfige ,unterschrift1 damals kommt das ,pochen auf ,rang und ,titel1 so da es nichts ,schwierigeres gibt1 als einen ,zug von ,frstlichkeiten zu ordnen1 und man eigene ,bcher von der ,zeremoniellwissenschaft verfat hat2 damals aber ist auch die ,zeit1 in der kein ,niedriggestellter sein ,recht finden kann4 ,die breit auf dem ,kopfe thronende ,allongepercke wird das ,zeichen der ,wrde1 die franzsischen ,brocken im ,brief das ,zeichen der ,bildung1 und alle ,gefhle werden so ins uerliche bersetzt4 ,das ,hochzeits- oder gar ,trauerkarmen1 das man selbst den nchsten ,verwandten schreibt1 wird guter ,ton1 und von geradezu grotesker ,komik wird die ,verlogenheit1 wenn hier der kleine ,brger mitmachen will1 wenn die ,stadttore antike ,triumphpforten werden1 auf dem ,marktbrunnen jedes ,nestes ein grollender ,neptun erscheint1 aus dem ehrsamen ,goldschmied ,peter ,dingsda in den ,innungslisten in einem ,jahr pltzlich ein ,monsieur wird1 oder ,joh4 ,seb4 ,bach alle ,gtter des ,olymps zur keineswegs scherzhaft gemeinten ,huldigung an den ,obstzchter ,augustus ,mller aufruft4 ,man trieb solche ,dinge bis zur ,spielerei1 lie vom ,zuckerbcker ,schaugerichte mit allegorischen ,darstellungen anfertigen1 die gar nicht zum ,essen bestimmt waren1 und benutzte die ,geschicklichkeit des ,handwerkers zur ,herstellung spielerischer ,kuriositten und mechanischer ,kunststcke4 ,es ist ohne ,sinn1 hier ,beispiele zu hufen1 genug1 da berall hinter einer prunkvollen ,auenseite ein wenig inhaltreiches ,leben sich verbirgt1 wie hinter den bombastischen ,buchtiteln der ,zeit oft der geringfgigste ,inhalt sich findet1 oder die ,kriege zwar von den ,heeren gekmpft1 aber von den ,diplomaten entschieden werden4 ,bei diesem ,kulturstand der ,epoche1 bei dieser ,steigerung der individualistischen ,tendenz bis zur eigenwilligen ,arroganz muten die vom ,zweck gelsten ,knste1 muten ,freiplastik und ,tafelmalerei zur hchsten ,freiheit knstlerischen ,wollens sich entwickeln1 ,reliefplastik und ,wandmalerei ihren tektonischen ,bedingungen sich ganz entfremden4 ,es gengt1 auf die ,illusionen in den ,plafonds hinzuweisen1 von denen schon die ,rede war1 um das ohne weiteres festzulegen4 ,es kam dazu1 da die prunkliebenden ,frsten und das reiche ,brgertum durch die ,menge der ,kunstwerke1 deren sie zur ,verewigung ihrer ,persnlichkeit und zum ,schmuck ihres ,lebens bedurften1 dem ,knstler ebenso reiche ,arbeitsmglichkeiten boten4 ,allein schon von der ,plastik wurden in einem frstlichen ,schlo1 an den ,wegen seiner ,parks1 in den ,becken seiner ,wasserknste1 an der ,fassade und in den ,rumen des ,schlosses ,hunderte von ,skulpturen gefordert1 die sie vor eine ,flle knstlerischer ,probleme stellten4 ,naturgem aber stehen in dieser ,zeit die ,aufgaben im ,vordergrund1 die der ,verherrlichung des ,bestellers dienen2 wie die ,poesie der ,zeit ,huldigungskarmina1 schafft die ,plastik ,portrts und ,denkmler4 ,gerade hier spielt die ,veruerlichung der ,gefhle1 die dieser ,epoche eigen ist1 eine ,hauptrolle4 ,nicht nur da man pompse ,grabdenkmale auffhrt mit ,wappen und mit den ,allegorien der ,tugenden berst1 wie man den ,lebenden mit ,titeln berschttete -- man kommt sogar so weit1 der heiligen ,dreifaltigkeit und der ,madonna auf offenem ,markt ,monumente zu setzen1 die nicht ,altre1 sondern im eigentlichsten ,sinne des ,wortes ,denksulen sind4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,schlter4 ,denkmal des ,groen ,kurfrsten4 ,gegenber solchen ,dingen ist das ,monument eines ,frsten1 wie ,andreas ,schlters ,denkmal des ,groen ,kurfrsten in ,berlin 7,abb4 #bg71 nur das typische ,beispiel einer ,sitte1 die in ,frankreich damals zahlreichere ,werke schuf1 und zugleich ein uerst charakteristisches ,beispiel fr die ,plastik des ,barock4 ,der bauchige ,sockel erhlt die ,struktur durch vier schwere ,ranken an den ,ecken1 die zugleich die ,funktion der ,pilaster in der ,architektur ausben1 seine horizontalen ,gliederungen zusammenfassen und aufwrts fhren zum ausladenden oberen ,rand1 ber dem die ,standplatte fr das ,reiterbild ansetzt4 ,vier gefesselte ,sklaven schmiegen sich eng mit diesen ,ranken zusammen1 von starrster ,verzweiflung bis zu ergebener ,huldigung alle ,empfindungen des unterworfenen ,feindes aussprechend1 in ,gesicht und ,krper erregt bis zu uerster ,leidenschaftlichkeit des ,affekts4 ,von gleich ausdrucksvollem ,pathos ist die ,gestalt des triumphierenden ,frsten4 ,sein ,ro schreitet erregt vorwrts1 die ,mhne gestrubt1 die ,nstern geblht1 energisch in der ,bewegung1 die ber das absichtlich schmale ,postament ,kopf und ,hals hinausfhrt4 ,wir sahen ja1 da das ,barock ,skulpturen in zu enge ,nischen setzt1 um ihren ,ausdruck zu steigern4 ,die ruhige ,sicherheit des ,reiters bekommt ihren ,wert durch den ,kontrast1 in dem das ,zurckbiegen und die stolze ,seitwrtsdrehung seines ,krpers zu dem vorwrtsgerichteten ,schreiten des ,pferdes steht4 ,das ,werk ist ausgeglichen in ,kunstform und ,gedankeninhalt4 ,die ,kunstform hat jenes feine ,verschmelzen und ,ineinanderstimmen der ,teile1 das wir als ,stileigenschaft kennen lernten1 bis ins feinste durchgebildet4 ,wie die ,sklaven den ,ansatz der ,ranken verhllen1 um von den ,stufen zu ihnen eine weiche berleitung zu schaffen1 wie die ,reiterfigur diese aufsteigenden ,linien fortsetzt1 die sich im ,haupt des ,mannes vereinigen1 ist auerordentlich fein berechnet4 ,man denke an ein ,reiterstandbild der ,renaissance1 etwa ,donatellos ,gattamelata4 ,dort ist der ,sockel durchaus nur ,trger des ,denkmals4 ,dem ,barock aber1 dem die weiche ,linienbewegung ,stilbedingung ist1 mu ,schlters ,bildwerk ein ,muster von ,wrde gewesen sein4 ,denn berall dort1 wo lebhaftere ,empfindungen geweckt werden sollten1 wre im ,barock das ,monument jh vom schmalen ,postament aufgestiegen1 whrend dieses langsame ,ansteigen von breiter ,grundflche uerst wrdig gewirkt haben mu4 ,so begreift sich der ,sinn der pompsen ,allongepercke1 whrend jene lebhafte ,bewegung das ,interesse der ,zeit am gyptischen ,obelisk erklrt4 ,beruht so die architektonische ,wirkung im ,denkmal auf der harmonischen ,verschmelzung der ,teile1 so beruht die innere ,wirkung auf der energischen ,differenzierung der ,kontraste4 ,der ,gesamteindruck des ,monuments ist bedingt durch den ,gegensatz zwischen den ,unterjochten und der ,triumphgebrde des ,herrschers1 zwischen besiegter ,schwche und siegender ,kraft4 ,der ,kampf spielt in dieser ,zeit dieselbe ,rolle wie in der ,kunst der hellenistisch-rmischen ,epoche auch4 ,und die ,wirkung beruht ebenso auf dem ,gegensatz des ,besiegten und des ,siegers1 von denen der eine unser ,mitleid um so mehr erregt1 je mehr wir der ,strke des anderen uns freuen4 ,so wird im ,barock die ,kraft des ,siegers gewaltttig bis zur ,roheit1 die ,hoheit1 wie im ,denkmal des ,groen ,kurfrsten1 stolz bis zur pathetischen ,geste1 die ,schwche des ,unterliegenden gesteigert bis zur sentimentalen ,weichheit4 ,daher die vielen ,schilderungen von mythologischen ,kmpfen zwischen ,mnnern und ,frauen1 die uns gerade jetzt1 etwa bei dem ,hauptmeister der italienischen ,barockplastik1 ,lorenzo ,bernini1 begegnen1 ,apoll und ,daphne1 ,pluto und ,proserpina1 am ausdrucksvollsten ,rubens' ,gemlde3 ,die ,amazonenschlacht und ,der ,raub der ,tchter des ,leukippus4 ,auch hier ergibt sich dasselbe wie in der deutschen ,sptgotik und der sptrmischen ,kunst1 da erregtester ,zorn und sentimentalste ,weichheit nur ,ausdrucksformen derselben dramatischen ,erregung der ,zeit sind4 ,hand in ,hand damit geht die physische ,erregung in der ,krperbewegung der ,gestalten4 ,die ,zeit hat die ,studien der ,renaissance weiter gefhrt1 kennt den ,krper bis in die letzten ,geheimnisse des ,gelenkes1 wei jedes ,glied zu bilden und zu bewegen und nutzt diese ,kenntnis aus bis zur letzten ,mglichkeit dreidimensionalen ,ausdrucks4 ,man nehme etwa den vordersten ,sklaven des ,denkmals1 bei dem jedes ,glied im ,kontrast zum anderen steht1 schon hier1 wo die ,gestalt doch durch ihren ,hintergrund gebunden ist1 whrend bei ,freiskulpturen1 namentlich bei ,gruppen1 der ,krper sich nach allen vier ,seiten hin entwickelt4 ,einer khnen ,bewegung zuliebe1 an deren ,gelingen man sich freut1 wird die ,grenze manierierter ,verdrehung oft hart genug gestreift4 ,und alle diese ,bewegungen sind um so eindrucksvoller1 je momentaner sie sind1 um so interessanter und reicher1 je mehr sie fr den nchsten ,augenblick eine ,vernderung verheien1 und1 wie beim rmischen ,laokoon1 um so krftiger1 je kleiner das ,hindernis ist1 gegen das die ,bewegung sich richtet4 ,die ,kleinheit der ,ketten1 mit denen die ,sklaven an den ,sockel des ,kurfrstendenkmals gefesselt sind1 ist ein gutes ,beispiel dafr4 ,es ist von vornherein anzunehmen1 da die ,malerei sich nach denselben ,geschmackstendenzen entwickelt1 parallele ,erscheinungsformen schafft und da diese nur gem der greren technischen ,beweglichkeit mannigfaltiger sich aussprechen4 ,denn die ,plastik1 deren ,werke materiell kostbar sind1 ist in dieser ,epoche die eigentlich hfische ,kunst geblieben1 whrend die ,malerei und mehr noch der ,kupferstich bis in jedes ,brgerhaus gelangen konnte4 ,man darf sich also nicht wundern1 die ,malerei geradezu in sozialen ,schichten entwickelt zu sehen4 ,sie erscheint als reprsentative ,malerei1 die mit antiken ,mythologien groen ,formates ,wnde und ,decken der ,palste fllt1 und als brgerlicher ,zimmerschmuck voll einfach klaren ,gefhls1 ein ,unterschied1 der selbst im ,portrt fhlbar wird4 ,immer aber steht sie ganz selbstndig1 oft1 wie wir sehen1 selbst auflsend1 innerhalb der ,architektur1 die diese vorgetuschte ,raumerweiterung ebenso fordert1 wie einst im pompejanischen ,haus4 ,auch hier also handelt es sich um den rumlichen ,ausdruck des ,bildes1 der gegenber der ,renaissance freier und reicher geworden ist4 ,landschaften1 ,rume und ,krper sprechen in den naturgesehenen ,lichtabstufungen die rumlichen ,differenzen aus1 und allein die impressionistische ,malweise und die schnelle und weiche ,radiertechnik1 deren ,aufkommen fr diese ,zeit bezeichnend ist1 vermag sie vollkommen wiederzugeben4 ,allein innerhalb dieses gemeinsamen ,stilgefhls differenzieren sich die einzelnen ,kunstkreise sehr stark4 ,whrend ,italien teilweise durch seine frh erworbene ,kenntnis des ,krpers zu weichlichem ,manierismus gelangt1 bringt ,venedigs starkes ,farbengefhl in ,veronese einen groen ,dekorator1 in ,tintoretto einen genialen ,ekstatiker1 in ,tiepolo 7,gemlde auf ,abb4 #bc7 einen fast schon pleinairistischen ,lichtmaler hervor4 ,der spanische ,kreis mit ,velazquez 7#aeii-affj7 und ,murillo 7#afah-afhb7 ist nicht weniger monumental1 aber feiner im malerischen ,ausdruck4 ,gerade hier ist der ,naturalismus in den ,portrts1 in den ,darstellungen aus dem ,volksleben1 selbst in der ,mythologie von starkem ,wirklichkeitsgefhl getragen4 ,aber eine auerordentlich feinfhlige ,licht- und ,farbenbehandlung ordnet alles ,gegenstndliche der groen ,bildwirkung unter4 ,im aristokratischen ,flandern1 dessen ,hauptmeister ,rubens 7#aegg-afdj7 und van ,dijk 7#aeii-afda7 sind1 dient die ,malerei hauptschlich denselben pompsen ,zwecken1 zu denen das ,zeitalter die ,plastik verwandte4 ,des van ,dijk1 unter dem ,einflu von ,rubens entstandenes ,altarbild mit den beiden ,johannes 7,abb4 #bh7 ist nur im ,rahmen einer ,altararchitektur1 wie auf ,abb4 #ba1 zu verstehen4 ,nicht nur1 da das ,heroische im antiken ,sinne und mit antiker ,geste1 ,gewandung und ,nacktheit ausgedrckt an ,stelle des ,geistigen tritt -- die ,bewegung der ,gestalten ist ,fortfhrung des architektonischen ,rahmens1 nicht denkbar ohne die gedrehten ,sulen an der ,seite1 und die ,kurve1 mit der der ,adler des ,johannes dessen ,bewegung fortfhrt1 wirkt wie die ,bewegung der ,giebelfeldplastik im ,risalit4 ,gegenstndlich und knstlerisch reicher entfaltet sich die ,kunst in den ,niederlanden4 ,der ,boden dieses kleinen ,landes1 in dem ein reiches ,brgertum den ,ertrag seines ,handels ntzt1 ist ,wurzelland fr alle wichtigen ,strmungen der ,kunst1 die von hier aus auf andere ,lnder1 wie ,spanien und das wenig tchtige ,deutschland sich verpflanzen4 ,wie die ,baukunst hier keine ,prunkpalste schafft1 sondern behagliche1 wohnliche ,brgerhuser1 so ist auch die ,malerei in ihrer schlichten ,auffassung wie in ihren anspruchslosen ,formaten fr das ,brgerhaus berechnet1 aber vielgestaltig und kraftvoll4 ,nur die besten ,namen ist hier zu nennen mglich4 ,der froh-krftige ,impressionist ,franz ,hals1 von ,landschaftern der pathetische ,ruisdael und der feiner differenzierende ,hobbema1 der ,delfter ,vermeer1 der mit letzter ,feinfhligkeit die ,farbstimmung des ,innenraumes gibt1 ,brouwer und ,ostade1 die ,szenen aus dem ,leben des ,bauern und ,brgers mit gegenstndlich und farbig gleich groer ,ausdruckskraft malen4 ,ganz einsam aber steht unter ihnen ,rembrandt van ,rijn 7#afjf-affi74 ,wie seine ,kunst in immer fortschreitender ,vertiefung religise und menschliche ,themata bis zu ,visionen von nie erlebter ,gefhlstiefe steigert1 wird bei ihm das ,licht aus einem realistischen ,ausdrucksmittel zu dem fr ,einheit und unwirkliche ,steigerung des ,werkes entscheidenden ,wert4 ,wenn er1 je lter1 desto mehr1 ,impressionist wird1 so deshalb1 weil er immer sicherer im ,erschauen der inneren ,vision wird1 wie der moderne ,knstler zum ,impressionismus gelangt aus der ,sicherheit1 mit der sein ,auge den ueren ,eindruck aufnimmt4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,van ,dijck3 ,johannes der ,tufer und ,johannes der ,evangelist4 ,berlin4 ,von dieser ,tendenz der ,zeit auf das malerisch ,bewegte aus wird man verstehen1 warum die ,bandornamente des ,barock einen guten ,teil ihrer rumlich auflsenden ,wirkung durch den ,gegensatz ihrer hellen ,flche gegen den beschatteten ,grund erhalten1 und warum diese ,epoche eine so durchaus koloristische ,ornamenttechnik geschaffen hat wie die ,boulearbeit1 die im ,gegensatz von vergoldetem dichtem ,ornament auf tiefrotem ,grund geradezu die nchste ,verwandte der sptantiken ,verroterie ist4 ,ja die ,auflsung aller ,bau- und ,gertformen durch plastisch hohe ,dekoration ist im ,grunde malerisch gefhlt1 wie in der spten ,antike und in der ,gotik4 ,das ,barock ist ein ,stil1 der den wirkungsvollen ,eindruck entwickelt hat auf ,kosten des ,zweckgefhls in ,architektur und ,kunstgewerbe1 die ganz dekorativ geworden sind1 whrend ,malerei und ,plastik selbstndige1 sogar bevorzugte ,knste werden4 ,das ,rokoko bedeutet nichts weiter als eine noch strkere1 noch konsequentere ,ausbildung dieser ,prinzipien4 ,viertes ,kapitel4 ,der ,stil ,rgence und der ,rokokostil4 ,schon im ersten ,viertel des #ah4 ,jahrhunderts beginnen neue ,gedankengnge ,kulturinhalt der ,zeit zu werden4 ,an ,stelle des ,pathos wird die ,grazie der ,affekt der ,zeit so sehr1 da alle ,knste1 auch die ,architektur1 miniaturenhaft produzieren1 und das ,leben1 in allen ,poren von ,kunst durchtrnkt1 ihre ,gesinnung vollkommener ausdrckt1 als sie selbst4 ,die ,tracht des ,barock wollte mit ruhigen ,gewndern und ,mnteln von dunkler ,farbe1 mit dem groen weien ,kragen und der ,percke dem ,trger einen ,ausdruck von ,wrde geben1 schon ohne ,rcksicht auf den ,krper4 ,beim ,rokoko aber tritt an die ,stelle der ruhigen die grazile ,linie1 und damit die ,kunstform des ,krpers so sehr in ,gegensatz zu seiner ,naturform1 da kaum die ,tracht der kretisch-mykenischen ,epoche ihn so in ihre ,fesseln zwang4 ,wennschon beim ,manne die ,verengung der ,kleidung in der ,taille1 die prall anliegenden ,kniehosen und ,seidenstrmpfe mehr auf ,zierlichkeit als auf irgendwelche ,arbeitsleistung berechnet sind1 so hebt der breite ,reifrock der ,frau die ,zierlichkeit der kleinen ,schuhe auf hohem ,absatz und der schmal geschnrten ,taille hervor1 und ,busen und ,arme sind1 zur ,hlfte entblt1 reizvoller im ,kontrast zum bekleideten ,teil4 ,so beruht auch hier noch ein wesentlicher ,teil der ,wirkung auf dem ,gegensatz1 auch wenn er zarter abgestimmt ist4 ,denn das ,rokoko ist keineswegs nur weich4 ,allein schon eine ,erscheinung wie ,mozarts ,musik mte hier das ,gegenteil beweisen1 die die unerhrte ,dramatik des ,don ,juan und der ,symphonien neben die kstliche ,musik seiner ,intrigenopern stellt4 ,dabei ist ein ,werk wie die ,entfhrung aus dem ,serail8 ebenso bezeichnend fr die exotische ,bizarrerie des ,rokoko wie das chinesische ,teehuschen im ,park von ,sanssouci4 ,gerade diese ,entwicklung in der ,musik vom pompsen mythologischen ,ballett des ,barock zur ,oper1 zur ,symphonie1 zum ,quartett ,haydns und ,mozarts1 ist ungemein bezeichnend fr die ,differenz zwischen den beiden ,stilen4 ,fr das ,rokoko ist der ,genu ,sinn und ,ziel des ,lebens und die ,liebe mit ihrer fr unser ,gefhl affektierten1 fr das der ,zeit feinfhligen ,sentimentalitt4 ,verborgene ,pavillons1 versteckte ,teehuschen1 lauschige ,grotten im dichten ,garten werden die bevorzugten ,zufluchtsorte dieser galanten ,zeit und die ,aufgabe der frstlichen ,architekten4 ,fraglos bedeutet diese ,annherung an die ,stimmungen der ,natur eine psychische ,verfeinerung1 die eines ihrer interessantesten ,denkmale in ,haydns ,jahreszeiten8 gefunden hat4 ,man liebt an der ,natur nicht mehr1 wie die hollndischen ,landschafter1 die kraftvolle ,schnheit im ,wechsel ihres ,ausdrucks1 sondern die idyllischen ,stimmungen der ,wiesen und ,bche1 und es ist das ,unerhrteste von ,unwahrhaftigkeit1 wenn die vornehmen ,damen und ,herren des ,hofes das ,leben des ,menschen in der ,natur zu leben glauben1 wenn sie im affektierten ,schferkostm liebeln und lndliche ,feste geben von dem ,geld1 das den rmsten im ,volke abgepret ist4 ,dieser bergang vom ,barock zum ,rokoko vollzieht sich wesentlich unter ,fhrung des franzsischen ,hofes1 und es ist nicht unberechtigt1 wie man schon die letzte ,stufe des ,barock als ,stil ,ludwigs ,,xiv4 bezeichnet hat1 so auch die folgenden ,phasen mit den ,namen der franzsischen ,herrscher zu verknpfen4 ,allein auch hier wird deutlich1 wie wertlose ,klassifikationen unsere ,stilbenennungen sind4 ,in dieser ,zeit sthetischer ,kultur bildet jede ,generation einen neuen ,stil1 aber keiner lt sich streng vom anderen scheiden4 ,alle sind nur bergangsphasen1 und gerade der ,stil der ,rgence1 der1 nach der ,regentschaft des ,herzogs von ,orleans 7#agae-agbc7 genannt1 am ,anfang dieser ,entwicklung steht1 bezeichnet nur den bergang vom ,barock zum ,rokoko1 dort1 wo sich die bergangsformen am eigenartigsten aussprechen4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,kommode des ,rgencestiles4 ,eine ,kommode dieses ,stiles1 wie ,abb4 #bi1 zeigt aufs deutlichste den ,weg1 den man zu gehen willens ist4 ,der ,zweck jedes ,teiles ist mit voller ,absicht durch seine ,form negiert4 ,der ,fu steht nicht fest -- seine ,endigung biegt sich in einer ,bronzeranke1 und er selbst ist1 wenn auch in der ,form vierkantig1 so doch in der flieenden ,kurve einer zart geschwungenen ,linie bewegt4 ,im ,leib der ,kommode setzen sich seine durch feine ,bronzelinien hervorgehobenen ,konturen fort4 ,der uere ,rand geht ohne weiteres in die seitliche1 der innere ,rand in die untere ,begrenzungslinie des ,kommodenkastens ber4 ,der ist keine ,truhe mehr1 wie noch der ,schrank des hohen ,barock 7,abb4 #bd74 ,in geschwungener ,linie ist er nach unten1 in geschwungener ,flche nach vorn und den ,seiten bewegt1 und obendrein ist ber seine ,vorderseite eine ,chinoiserie1 chinesische ,blumen und ,landschaften1 gemalt1 nicht nur ohne ,bercksichtigung der ,schubladen1 die herausgezogen das ,bild fr den ,moment zerstren muten1 sondern mit der offenen ,absicht1 jedem funktionellen ,ausdruck dieser ,gertteile geradezu entgegenzuarbeiten4 ,denn wie hier durch das ,bild werden die ,fugen gelegentlich durch ,bronzebeschlge in ,rankenform zugedeckt4 ,von irgendwelcher ,abgrenzung tragender und getragener ,teile1 wie noch beim ,barockgert 7,abb4 #be71 ist gar keine ,rede mehr2 dessen abgesetzte ,bewegung ist zur fortlaufenden geworden und die ,absicht geht allein auf die grazise ,form4 ,und genau so frit in der ,zimmerdekoration die ,zerfaserung durch das ,ornament weiter1 das noch immer bandartig1 aber schon weniger flach ist4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,schlo ,amalienburg bei ,mnchen4 ,spiegelsaal4 ,man sollte meinen1 da eine noch intensivere ,zerstrung der ,zweckformen berhaupt nicht denkbar wre4 ,und doch hat der ,stil ,louis ,,xv41 das eigentliche ,rokoko1 das etwa #agbe einsetzt1 jedes ,gefhl fr die ,funktion im ,bauorganismus bis zu einem solchen ,grade vernichtet1 da im wandlosen ,wohnraum das ,gebrauchsgert feinliniges ,gerank geworden ist4 ,ein ,gemach1 wie der ,spiegelsaal der ,amalienburg 7,abb4 #cj71 von ,cuvillis um #agdj gebaut1 hat auch das letzte gliedernde ,gerst aufgegeben und das ,zimmer wie in einem schimmernden ,meer glitzernden ,gerankes gelst4 ,was von der ,zimmerwand noch brig ist1 hat jede ,flchenhaftigkeit verloren1 ist vollkommen zersetzt durch das weichlinige ,ornament4 ,der ,stil meidet geradezu solche ,holzflchen1 verkleidet sie mit ,gemlden1 deren romantisch sehnschtige ,landschaften sie noch intensiver zersetzen1 am liebsten aber1 wie in unserem ,beispiel1 mit ,spiegeln4 ,bedeuten die beiden andern ,arten der ,wandfllung eine ,zerstrung ihrer ,flche1 so bedeutet der ,spiegel ihre vollkommene ,regierung4 ,wo er steht1 ist die ,wand einfach nicht vorhanden1 und das ,spiegelbild tritt an ihre ,stelle1 das einen neuen ,raum hinter sich zu ffnen scheint4 ,gerade hier wird klar1 wie die raumerweiternde ,tendenz des ,barock eigentlich erst jetzt zur konsequenten ,ausbildung gelangt4 ,man liebt es1 den ,spiegel einer weiten ,flucht von ,zimmern gegenberzustellen1 oder einem anderen ,spiegel1 so da jeder im andern ein unendliches ,hintereinander von ,rumen vortuscht4 ,leuchtet dann die groe ,lichtkrone in der ,mitte1 so ist der ,eindruck von einer fast mrchenhaften ,krperlosigkeit4 ,und whrend noch im ,saal des ,wrzburger ,schlosses 7,abb4 #bc7 der ,grundri eckig war und die ,wandteile sich durch die ,sulen gegeneinander abgrenzten1 umzieht hier die ,wand das ,gemach in weicher ,rundung1 in der ,wellenbewegung vorspringender ,wandteile und rckspringender ,nischen1 deren ,fllungen durch das ,geflecht des ,ornaments miteinander verbunden sind4 ,denn wie die ,trfllung1 das ,gemlde1 der ,spiegel in sich als ,wandflche nicht fest sind1 so sind sie es auch nicht in ihrer ,umrahmung4 ,von den vorgestreckten unteren ,ecken1 von der ausgeschweiften ,seitenrahmung sendet der ,spiegel feine ,ranken aus und klammert sich mit ihnen in die umgebende ,wandflche4 ,wie die ,wand den weichgerundeten oberen ,abschlu des ,spiegels durch hngende ,blumengewinde mit sich verbindet1 sendet der ,spiegel ihr ,ranken entgegen1 verknpft sich durch eine breite ,leiste1 die der ,rahmen am ,beginn der oberen ,rundung aussendet1 mit den ,nebenfllungen1 und verluft nach oben in ein ,gitterwerk1 dessen geschwungene ,begrenzungslinie durch musizierende ,putten1 durch ,vasen1 ,fllhrner und andere ,bildungen ebenso aufgelst wird1 wie es selbst die ,wandflche zerstrt1 auf der es aufliegt4 ,so wird zugleich der bergang in die ,decke gewonnen1 die sich in ebenso weicher ,kurve an die ,zimmerwand anschliet1 wie diese selbst um das ,zimmer gefhrt ist4 ,denn die beiden ,leisten1 die als einzige berbleibsel der horizontalen ,barocksimse sich oberhalb der eigentlichen ,wand rings um das ,zimmer ziehen1 sind kaum als trennende ,glieder gedacht1 vermitteln vielmehr durch ihre eigene ,abstufung1 durch ihre ,wellenbewegung und die ornamentale ,zerfaserung den bergang um so unaufflliger4 ,gerade hier lt sich das ,rokoko-,ornament in der ganzen ,feinheit seines ,gefges studieren4 ,whrend die ,barockranke 7,abb4 #be7 in ihrer ,fhrung bersichtlich war1 so da ,haupt- und ,nebenzweige sich klar voneinander scheiden1 die einzelne ,ranke eckig und bandartig flach1 in ihrer ,struktur also ruhig1 ist die ,rokokoranke unbersichtlich in ihrem ornamentalen ,reichtum1 biegsam und rund in ihrer ,linienfhrung und ,modellierung4 ,man trifft keine gerade ,linie in diesem ,ornament1 bei dem die reichste ,bewegung ,schnheit ist1 und die fein geschwungene ,kurve des ganzen ,gebildes noch in der letzten ,ranke nachzittert4 ,so sind die muschelartigen ,gebilde mit kurvigen ,endungen ,hauptmotive und die felsartigen ,ornamente1 ,rocaillen1 die dem ,stil den ,namen gegeben haben4 ,und wenn auch jedes ,motiv1 wenn ,putten und ,tiere1 ,vasen und blumenvolle ,fllhrner1 ,pflanzen und ,girlanden sich mit ihnen zu einem bunten ,reichtum vereinigen1 so werden doch die ,vasen rankenartig gebogen1 die ,putten in vielkurvigen ,drehungen bewegt1 die ,fllhrner gewunden4 ,jedes ,ziermotiv wird weich und schmiegsam wie die ,ranke selbst1 die sich in tausend ,fasern lst1 drngt sich in sie hinein1 hemmt ihren ,verlauf1 und die ,feinfhligkeit der ,modellierung vereint sich mit der ,zartheit der ,farbenstimmung zur wohltnenden ,harmonie4 ,wenn in der ,amalienburg das matte ,kerzenlicht ber die ,silberranken und ihren hellblauen ,grund gleitet und mit seinen ,schatten die zarten ,formen modelliert1 so ist ein ,reichtum kleinster ,schnheiten1 eine ,stimmung gegeben1 die dem verfeinerten ,auge den hchsten ,genu gewhren4 ,und doch mu man sich gegenwrtig halten1 da dieser ,stimmungseindruck erreicht ist auf ,kosten jeder ,energie1 da das ,rokoko ein aufs uerste verfeinerter ,dekorationsstil ist1 aus dessen ,formen auch der letzte ,rest von ,sachlichkeit gewichen ist4 ,das konstruktivste ,gert wird zum bloen ,ornament3 whrend der ,sessel des ,barockstils doch wenigstens ,sitz und ,fu trennte und auf seinen ,fen stand1 geht auf den ,sesseln unseres ,saales das ,polster durch die weiche ,vermittlung des ,ornamentes in die ,beine ber1 die ihrerseits nichts weiter als feingezeichnete ,ranken sind1 springt ein ,tisch nur wie eine feingeschwungene ,ranke aus der ,wand vor4 ,ebenso hat ein ,gert1 wie das ,paar ,kaminbcke 7,abb4 #ca71 jeden ,zweckausdruck verloren und ist zum bloen ,ornament vor dem ebenso ornamentalen ,kamin geworden4 ,die ,funktion der ,bcke ist ja ganz zwecklicher ,art3 festzustehen und die brennenden ,scheite zurckzuhalten4 ,aber selbst den ,ausdruck dieser einfachen ,funktion erstickt das ,rokoko in geradezu genialer ,weise4 ,das ,gert ist nichts weiter mehr als ein breites ,rankengewinde1 rund und weich1 das nicht fest auf dem ,boden steht1 sondern aus einer ebenso weich zusammengerollten ,ranke sich emporwindet1 sich zurckbiegt1 sich verschlingt1 um in einer elegant aufsteigenden zerfaserten ,bltenform zu endigen4 ,und zum berflu hat man auf dieses ,gert1 von dem man kaum begreift1 wie es berhaupt steht1 noch ein ,chinesenpaar gesetzt und ,papageien1 die sich zwar uerst grazis in dem ,gewinde bewegen1 aber in ,gre und ,realitt der ,erscheinung auer allem ,verhltnis zur ,ranke sind und dem ,ganzen selbst den letzten ,rest von ,wirklichkeitssinn nehmen1 das ,gert zur bloen ,spielerei machen4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,kaminbcke des ,rokokostils in ,schlo ,fontainebleau4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,rokokoterrine im ,klner ,kunstgewerbemuseum4 ,bei dieser ,weichheit und ,schmiegsamkeit der ,ornamente mute das ,streben der ,epoche von vornherein dahin gehen1 auch in der ,keramik einen gefgigeren ,stoff zu finden1 als die dickwandige1 in ihrer ,struktur fast grob geschichtete ,majolika4 ,das dnnwandige chinesische ,porzellan1 das den feinen ,formen sich so schmiegsam fgte und die zarte ,bemalung so willig in sich aufnahm1 war das ,ideal der ,zeit4 ,da man es nicht nur um seiner ,schnheit willen sammelte1 sondern sein ,herstellungsgeheimnis auch als ,ausdrucksmittel fr die eigenen1 ebenso grazisen ,formgedanken zu besitzen strebte1 war nur naturgem4 ,da man ,majolikavasen in chinesischem ,stil herstellte 7,abb4 #bf71 war fr das ,barock ein ,ersatz gewesen1 dessen ,abstand von der ,qualitt der ,originale trotz der ,verfeinerung der ,technik stets fhlbarer werden mute4 ,so kam es schlielich1 da man um die ,wende des #ah4 ,jahrhunderts chinesische ,porzellane bermalte oder europische ,vorlagen in ,china auf ,porzellan kopieren lie4 ,seltsam bizarr umgestaltet erscheinen die wrdevollen ,kupferstichportrts des hollndischen ,barock von chinesischen ,schlitzaugen gemalt4 ,aber die ,experimente1 die den kostbaren ,werkstoff fr das ,abendland erobern wollen1 laufen vom ,beginn der ,barockzeit durch die ganze ,epoche1 und als schlielich1 etwa im ,jahre #agji1 ,bttger in ,dresden das ,geheimnis des ,porzellans enthllt hatte1 wurde ,meien sein ,hauptfabrikationsort und das ,porzellan selbst der wichtigste1 fast der einzige ,stoff der abendlndischen ,keramik4 ,allerorten entstehen nun ,fabriken2 mit ,list und forschender ,arbeit1 mit ,gewalt und ,bestechung sucht man sich des ,geheimnisses der ,fabrikation zu bemchtigen1 ein deutliches ,zeichen fr das ,bedrfnis1 das die ,zeit nach einem keramischen ,material von dem starken ,glanz und der ,formbeweglichkeit des ,porzellans hatte4 ,so lassen sich vom zweiten ,jahrzehnt des #ah4 ,jahrhunderts an die ,stilphasen des ,rokoko an der ungeheuren ,flle der erhaltenen ,porzellangerte am subtilsten verfolgen4 ,zeitlich und stilistisch fallen die ersten ,stcke mit dem bergangsstil zusammen1 den wir unter dem ,namen ,rgence kennen lernten4 ,noch stoen die ,wandflchen gern in ,kanten zusammen1 allein sie sind der flieenden ,linien halber elegant gebogen2 ,henkel und ,ausgu sind zwar vom ,gef abgesetzt1 bewegen sich aber in weichen ,kurven4 ,von hier aus zeigt das ,porzellan den ,gang der ,entwicklungslinien bis in die feinsten ,abstufungen3 wie die ,kanten verschwinden1 die ,wand rund um das ,gef luft1 sich immer strker krmmt und biegt1 wie die ,henkel immer weicher aus dem ,gef hervorgehen1 bis schlielich in einer ,terrine1 wie ,abb4 #cb1 um #agdj der vollkommene ,rokokotypus erreicht ist1 wie ihn die ,amalienburg und die ,kaminbcke uns schon kennen lehrten4 ,der ,krper der ,terrine hat jeden ,halt in der ,form verloren1 ist vollkommen in ,bewegung aufgelst4 ,in krftiger ,kurve biegt sich das ,gef aufwrts1 ldt in der ,mitte in einer zweiten ,welle weit aus1 um in einer wieder beruhigteren ,bewegung zu endigen1 in die der ,deckel1 kaum durch eine schmale ,grenzlinie vom ,krper getrennt1 mit aufgenommen ist4 ,diese ,bewegung kreuzend luft noch schneller1 noch ruheloser die ,seitwrtsbewegung1 die nicht in einfacher ,rundung auf- und abschwillt1 sondern jedesmal eine stark ausspringende ,kante zwischen zwei ,ausbiegungen schiebt1 die in dem starken ,glanz des ,porzellans ein auerordentlich erregtes ,licht- und ,schattenspiel entwickeln4 ,die ,weichheit dieser ,bewegungen fordert als ,vollendung ein allmhliches ,abschwellen des ,gefkrpers nach auen4 ,so kommt es1 da man das ,gert nicht fest hinstellt1 sondern1 als letzte ,konsequenz der ,lwenklauen der ,hochrenaissance1 ,fchen unterschiebt1 die in ganz weichem bergang die ,kurve des ,gefes als zusammengerollte ,ranken fortsetzen und jeden ,eindruck festen ,stehens vermeiden4 ,ebenso sind die anderen ,zweckglieder des ,gefes1 ,henkel und ,deckelgriff1 funktionslos gemacht und zum gleichen ,ausklingen der ,gefform verwandt4 ,dort1 wo die mittelste ,ausladung den ,gefleib am strksten nach auen biegt1 setzen zwei in ihren weichen ,formen sehr charakteristische ,rokokoranken1 die an ,stelle der ,henkel ,halbfiguren von ,mdchen tragen1 die ,linie fort4 ,in weicher ,kurve luft der ,deckel nach oben aus2 ,putten schmiegen sich in seine ,form und geben den bergang zum ,apoll1 der als ,deckelgriff das ,ganze krnt4 ,ungemein bezeichnend ist die ,gestalt dieser ,figuren fr den ,geschmack der ,zeit3 wie die gekreuzten ,beine ,apolls absichtlich parallel den ansteigenden ,deckellinien verlaufen1 wie die stark zurckgebogenen ,oberkrper der ,henkelfiguren mit ihrem1 auf geschwungener ,nackenlinie vorgeschobenen ,kopf die ,formen der ,rokokoranken vollkommen stilgem fortsetzen und die ,bewegungen ihrer ,arme wie ,rankenauslufe behandelt sind1 wie schlielich die weich geformten rundlichen ,kpfe als ,knaufendigungen empfunden werden4 ,man begreift von hier aus1 warum ,sle1 ,sessel und ,grten dieser ,zeit vom stilvollen ,menschen eine ganz bestimmte kurvige ,haltung verlangten4 ,die ,eigenart des ,rokokocharakters przisiert sich besonders scharf1 wenn man die ,terrine mit der barocken ,keramik 7,abb4 #bf7 vergleicht4 ,stand die ,delfter ,vase1 wenn auch nach unten zu schmler werdend1 doch immerhin auf festem ,untersatz1 war in ihr der ,deckel vom ,gef geschieden1 wenn auch in den ,linien nicht ohne ,zusammenhang mit ihm1 so steht hier das ,gert auf eleganten ,fchen1 die zu schwach zum ,tragen scheinen1 und verschmilzt alle ,teile vollkommen miteinander4 ,war das ,barockgert von oben nach unten leicht gebogen1 seitwrts durch ,wellenparallelen bewegt1 so schwillt hier die ,bewegung von oben nach unten dreimal an und ab1 gekreuzt von noch lebhafteren seitwrts gerichteten ,schwingungen4 ,die ,differenz ist dieselbe wie zwischen dem ,barocksaal und seinem ,gegenstck im ,rokoko und beruht auf dem allmhlichen ,verschwinden der eckigen ,formen zugunsten der weich gerundeten1 und smtlicher kantiger ,trennungen zugunsten kurviger1 zart flieender ,vereinigungen4 ,malerei und ,plastik zeigen dieselbe ,weiterentwicklung der ,barocktendenzen4 ,wie die weiche ,verschmelzung1 die zarte ,abstimmung in ,architektur und ,kunstgewerbe herrscht1 herrscht sie auch in der ,malerei4 ,die ,themata ,watteaus und seiner ,zeitgenossen sind romantische ,stimmungen1 ,schferszenen und galante ,feste unter dunklen ,baumgruppen und in lndlicher ,einsamkeit4 ,allein das erfordert die hchste ,fhigkeit farbiger ,darstellung1 das strkste ,gefhl fr rumlichen ,ausdruck und fr die ,nuancen der ,bewegung4 ,und so wird der ,impressionismus des ,barock immer konsequenter ausgebildet4 ,watteau ist selbst im ,freien gebunden in den ,farben2 ,fragonard aber1 der vollkommene ,plein-air-,maler1 gibt jede ,bewegung des ,lichtes und die schnellgesehene ,schwingung einer fliegenden ,schaukel mit temperamentvoll erfatem ,strich4 ,dieses ,wirklichkeitssehen fhrt bis zum ,realismus4 ,trocken1 aber von groer ,sachlichkeit ist die ,portrtkunst ,graffs und ,chodowieckis in ,deutschland4 ,goya 7#agdf-ahbh7 vollends ist nur als ,abkmmling dieser ,epoche zu verstehen4 ,dieser khnste ,impressionist des ,zeitalters besitzt die letzten ,geheimnisse der ,freilichtmalerei und benutzt sie zu den erregtesten ,bildern4 ,unvergleichlich khn sind die ,farbenbewegungen seiner ,stierkmpfe und ,volksfeste im glhenden ,sonnenlichte1 bis zum letzten grauenvoll nchtliche ,hinrichtungen und gespenstische ,inquisitionsprozessionen4 ,mit derselben ,intensitt sieht er ,portrts4 ,er geht selbst bis zur ,satire und verhhnt ,priester1 ,aristokraten und ,dirnen in khnen ,radierungen4 ,und wie sein impressionistischer ,realismus die vllige ,befreiung der ,malerei von jeder architektonischen ,schranke bezeichnet1 ist seine satirische ,kritik schon ,protest gegen die ,genusucht des ,zeitalters4 ,da gerade zersetzende ,epochen ,zeitalter knstlerischer und wissenschaftlicher ,kritik sind1 war schon in ,rom1 schon in der ,gotik zu lernen4 ,mit dieser ,kritik aber zerstren sie sich selbst und schaffen die kommende ,welt4 ,das letzte ,resultat der ,philosophie dieses ,zeitalters war die ,negierung seiner selbst1 war der ,nachweis des gleichen ,rechtes aller ,menschen auf der ,grundlage des ,naturgemen4 ,das letzte ,resultat der ,zeitkultur war die ,verzweiflung der ,massen und die franzsische ,revolution4 ,diese ,tendenzen haben auch in der ,kunst ihren ,widerhall gefunden4 ,das ,wort ,sansculotte8 bedeutet nicht nur eine neue politische1 sondern auch eine neue ,geschmackstendenz4 ,fnftes ,kapitel4 ,der ,stil ,louis ,,xvi4 und der ,stil ,empire4 ,das ,feingefhl1 das formende ,element bei der ,bildung des ,rokokostiles1 war es1 das seit #agfj zu dem in ,farben und ,formen schlichteren ,stil gefhrt hat1 den man mit dem ,namen des letzten franzsischen ,knigs als den ,stil ,louis seize8 bezeichnet4 ,die ,auffassung dieses sog4 ,zopfstiles als eine ,verdung der ,kunstformen ist ganz unberechtigt4 ,unsere ,zeit1 die einen ganz hnlichen ,stilwandel durchgemacht hat1 mte die raffinierte ,verfeinerung empfinden1 die hier beabsichtigt war1 und die ganz allmhlich zu immer einfacheren ,formen fhrte4 ,der ,stil ,louis ,,xvi4 bedeutet noch keine ,umwandlung der ,grundtendenzen des ,rokoko1 sondern nur eine ,reaktion gegen die ,erregtheit seiner ,formen4 ,seine frhe ,zeit kennt noch all die raffinierten ,boudoirmbel1 lt die ,tische in eleganten ,kurven aus der ,wand hervorgehen1 und nur diese ,kurven selbst werden schlichter4 ,der ,stuhl der ,zeit steht noch nicht mit breiter ,endigung fest auf dem ,boden1 krmmt sich aber auch nicht mehr in elastischer ,ranke zusammen1 sondern seine ,fe sind als antike ,pfeilbndel geformt1 die sich geradlinig nach unten zuspitzen4 ,in der geschweiften ,zarge bilden sie mit ornamentierten ,wrfeln ,ruhepunkte1 an denen zugleich die ,armlehnen sich abgrenzen4 ,mit zwei ,sphingen beginnen sie1 deren ,flgel in die ,lehnen hinauffhren2 diese1 an einem brtigen ,kopf in zwei ,teile geschieden1 werden durch ,akanthusranken in die ,rckenlehne geleitet4 ,auch diese ist gut begrenzt3 seitwrts von zwei antiken ,fackeln1 oben von einem ,stab1 auf dem zwischen zwei symmetrischen ,fllhrnern eine ,kartusche ruht4 ,aber man sieht1 da die ,teile des ,gertes noch ineinander bergefhrt sind1 die ,flammen der ,fackel und das ,fllhornmotiv den oberen ,abschlu noch weich machen4 ,indes1 die ,teile beginnen sich zu scheiden1 und wie in der ,architektur herrschen auch im ,ornament die mathematisch einfachen ,linien und ,flchen4 ,dasselbe gilt auch fr das ,flchenornament1 wie es die ,holztfelungen der ,zimmer geschnitzt1 ,rckenlehne und ,kissen unseres ,stuhles gestickt zeigen4 ,es wird bersichtlich im ,gefge des ,ganzen1 einfacher1 fast dnn in der ,struktur der einzelnen ,ranken4 ,der bunte berschwang des ,rokoko hat auch hier aufgehrt1 und einfachere ,formen1 denen antike ,motive zugrunde liegen1 treten an seine ,stelle4 ,auch das ,farbengefhl ist feiner geworden2 die ,hauptfarbe in der ,stickerei unseres ,sessels ist ein zartes ,grn1 und seine anderen ,farben sind darauf eingestimmt4 ,in den ,holzteilen selbst werden jetzt ,wei und ,gold bevorzugt4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,lehnstuhl von ,jacob4 ,stil ,louis ,,xvi4 ,berliner ,kunstgewerbemuseum4 ,wenn diese ,zeit1 wie das ,rokoko1 chinesische ,gerte in ,bronze montiert 7,abb4 #cd71 bevorzugt sie feingefhrte ,formen1 einfachere ,konturen1 einheitliche ,farben und mit ihren ruhigeren ,formen flieen die ,linien des neuen ,stiles in eins zusammen4 ,zeigt doch gerade diese ,montierung1 da man die starken ,formen noch immer nicht liebt1 da man sich scheut1 ein ,gert fest auf den ,boden zu stellen1 und es auch jetzt noch auf ,rankenfe setzt4 ,aber die ,ranken sind nicht mehr rund gefhrt1 schlingen sich nicht mehr in weicher ,drehung zusammen wie im ,rokoko1 sondern sind im ,querschnitt kantig und in den ,biegungen strenger gegeneinander begrenzt4 ,man sieht1 da diese ,vereinfachung gelegentlich ,formen schafft1 die denen des ,barock berraschend hnlich sind4 ,girlanden schlingen sich von einem ,fu zum anderen1 aber nicht die bunten1 schwellenden ,blumengirlanden des ,rokoko1 sondern regelmig begrenzte von ruhigen ,lorbeerblttern1 noch immer ein kurviger ,abschlu des unteren ,gefrandes1 aber von strengerer ,form4 ,und ebenso ist alles andere im ,gert auf einfachere ,formen gebracht1 die ,henkel1 die als ,widderkpfe ansetzen1 wie der ,deckel1 in dessen ,bronzerand sogar schon die ruhende ,horizontallinie sich einzustellen beginnt4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,chinesische ,gefe1 in ,bronze gefat4 ,stil ,louis ,,xvi4 ,aus antiken ,motiven hellenischen ,ursprungs ist dieses ,ornament abgeleitet1 und wenn auch das ,pathos berrascht1 das ,pfeilbndel als ,stuhlbeine1 ,sphinge als ,armlehnen und als ,kaminbcke verwendet1 so beweist doch das ,heranziehen gerade hellenischer ,vorbilder den zu ruhigerer ,art gewandelten ,geschmack4 ,aber er bedingt auch1 da der ,zeit der ,glasurglanz des ,porzellans zu leuchtend1 seine ,farben zu bunt erscheinen4 ,wie die ,puderpercke ,glanz und ,farbe des ,haares1 so verdrngt das glanzlos weie ,biskuit jetzt vielfach das ,porzellan4 ,es war die groe ,erfindung ,wedgwoods1 dieser ,masse die gebrochenen feinen ,farbentne zu geben1 die das ,ideal der ,zeit sind1 das matte ,grn1 das zarte ,blau1 das tiefe ,schwarz4 ,whrend die ,wirkung der schimmernden ,porzellanglasur die ,durchbrechung der ,gefoberflche ist1 ist das ,wedgwoodgert in der ,frbung und der ,masse vollkommen gleichmig und ruhig4 ,all das also eine ,rckkehr zu struktiveren ,absichten1 mit denen der ,stil ,louis ,,xvi4 als ,vorlufer des ,empirestils zu den ,prinzipien des ,rokoko in ,gegensatz tritt4 ,man hat geglaubt1 und noch jetzt ist es in allen ,handbchern zu lesen1 da diese ,anlehnung an die hellenische ,antike das eigentliche ,wesen des ,empirestiles bedeutet4 ,allein sie ist nur ein ,symptom4 ,wir sahen ja1 wie die ,antike seit der ,renaissance immer wieder als ,vorbild dient1 und es ist interessant1 zu beobachten1 wie sie jedesmal der ,zeittendenz entsprechend umgeformt wird4 ,hogarth zeichnet #agec den ,apoll von ,belvedere und den ,herakles ,farnese1 von denen er ein treues ,abbild geben will1 ganz unwillkrlich in seltsame ,bildungen um1 um seine ,rokokotheorie von der ,schnheit der ,s-,linie an ihnen zu beweisen1 und ,lessing1 der objektivere1 whlt die ,laokoon-,gruppe1 dieses ,ergebnis einer antiken ,barockkunst1 um auf sie seine ,kunsttheorien aufzubauen1 die der moderne ,mensch die ,forderung des ,pathos nennen mu4 ,aber ebensowenig stand das ,empire der griechischen und gyptischen ,antike1 die seine ,wissenschaft genauer kennen lehrte1 objektiv gegenber4 ,nicht einmal das ist richtig1 da es die klassischen ,formen reiner aufnimmt als der ,stil ,louis ,,xvi4 ,kein ,stil saugt fremde ,elemente auf1 ohne sie seinem ,geschmack entsprechend umzuformen4 ,ebensowenig wie die italienische ,renaissance nur eine ,neugestaltung der rmischen ,antike ist1 ist das ,empire eine ,wiedergeburt der hellenischen4 ,die ,wahrheit ist1 da die ,renaissance1 wie wir sahen1 ihre ,motive der rmischen ,kunst entnahm1 weil diese fr die majesttische ,pracht den strksten ,ausdruck gefunden hatte1 und das ,empire der hellenischen1 weil es hier jene ,ruhe der ,formen fand1 der die ,epoche selbst zustrebte1 nachdem sie im ,ornament des ,rokoko sich bersttigt hatte4 ,beide ,stile aber formten das ,gegebene ihren ,zielen entsprechend um1 und gerade diese oft unbewute ,differenz zwischen dem ,vorbild und dem ,kunstwerk spricht das eigene ,wollen des ,stiles aus4 ,es ist ebenso uerlich1 zu sagen1 die ,entdeckungen in ,pompeji und ,herkulanum htten das ,empire geschaffen1 wie es uerlich ist1 zu behaupten1 die ,renaissance wre ein ,kind der rmischen ,kunst4 ,dann htte das ,empire ebensogut im sdlichen ,italien entstehen knnen1 wo man nicht nur ,pompeji und ,herkulanum1 sondern die edlen ,formen der ,tempel von ,paestum und ,agrigent tglich vor ,augen hatte4 ,allein es entstand in ,frankreich aus dem ,stil ,louis ,,xvi4 und fhrt seinen ,namen nach dem ,kaiserreich ,napoleons4 ,dessen ,arbeitszimmer im ,schlo ,fontainebleau 7,abb4 #ce7 zeigt den ,stil in all seiner ,wucht4 ,die ,wand ist in streng abgegrenzte ,felderflchen geteilt1 ,tr und ,kaminspiegel von geraden ,rahmen umgeben4 ,die rechteckig feste ,platte des ,arbeitstisches tragen balkenhafte ,beine auf breiten ,lwentatzen4 ,jede ,form ist kantig fest begrenzt1 jedes ,material nur durch sich selbst zur ,geltung gebracht3 die antikisierenden ,bronzeornamente des ,schreibtisches nicht schmiegsam1 wie im ,louis ,,xvi41 sondern geschaffen1 die ,oberflchenebenen des ,mbels zu betonen1 nicht aber seine ,funktion4 ,alles scheint rein zweckvoll und ist doch so pathetisch1 wie die ,schwurgeste der ,horatier auf ,davids ,bild4 ,nicht ,stehen oder ,lasten ist ausgedrckt1 sondern ,wucht und ,gre1 nicht selbstverstndliche ,ordnung herrscht1 sondern bewute ,wirkung4 ,und was fr die ,mbel gilt1 gilt ebenso fr die ,wandung des ,zimmers und fr die ,architektur4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,fontainebleau1 ,schlo4 ,arbeitszimmer ,napoleons ,i4 ,in ,frankreich sind uns von ihr weniger ,denkmale erhalten geblieben als in ,deutschland1 dessen schlichtsachlicher ,handwerklichkeit der ,stil sehr willkommen sein mute4 ,schinkel ist hier der ,hauptmeister1 seine neue ,wache in ,berlin 7,abb4 #cf7 ein ,zeugnis fr die ,selbstndigkeit1 mit der das ,zeitalter den ,vorbildern gegenberstand4 ,denn die ,front des dorischen ,tempels ist hier nur ,bauglied4 ,ihre aufsteigende ,kraft wird zusammengepret durch die ,turmformen zu ihren ,seiten1 niedergedrckt durch die ber ihr ruhende ,horizontale4 ,bei all ihrer ,energie bleibt sie wirkender ,teil eines greren ,ganzen von pathetischer ,ruhe4 ,und man soll nicht vergessen1 da ,schinkel daneben romantische ,landschaften gemalt und gotische ,dome projektiert hat4 ,dieses ,unterordnen aller ,formabsichten unter ,gefhle erklrt das ,hervorgehen dieses ,stiles aus ,rokoko und ,louis seize4 ,das ,empire ist kein tektonischer1 sondern ein pathetischer ,stil2 und wenn das ,kunstgewerbe noch nicht berzeugend ist1 so ist es sicher die ,tracht der ,zeit4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,berlin1 ,neue ,wache4 ,gerade fr das ,empirekleid1 wie es ,madame ,recamier auf dem ,bild von ,david1 dem ,maler des ,napoleonischen ,kaiserreichs1 trgt 7,abb4 #cg71 ist die ,ableitung vom hellenischen ,stil evident1 aber die ,umformung ist charakteristisch fr die ,eigenart des ,empire4 ,in vollkommener ,harmonie schmiegt sich die ,linie der ,frau der ,lehne und dem ,lager ein1 berbrckt mit dem herabflieenden ,gewand die ,strenge seiner ,horizontalen1 ja1 der ,hals scheint1 der ,linienparallele zuliebe1 bermig in die ,lnge gezogen4 ,es kommt nicht auf die gesunde ,umhllung des ,krpers an1 wie die ,antike sie schuf1 sondern auf den zarten ,flu der ,linien4 ,das ,korsett ist hier keineswegs verschwunden4 ,das ,verhltnis des schlichtlinigen ,kostms im ,empire zu dem kontrastbewegten im ,rokoko spiegelt das aller ,knste wider4 ,auch in der ,malerei erstirbt alle ,bewegung4 ,flchig entrollte ,vorgnge spielen vor flachen ,hintergrnden1 alle ,gestalten1 selbst die ,portrts werden dem antiken ,gipsschema angenhert und jeder ,individualitt entkleidet4 ,nicht mehr die ,plastik der ,form1 sondern der ,rhythmus der abstrakten ,linien bestimmt das ,bild4 ,in ,davids 7#agdh-ahbe7 ,madame ,recamier 7,abb4 #cg7 ist es die fein gefhrte ,linie1 die von der ,lampe des ,kandelabers aus ber das ,haupt der ,frau und den gleitenden ,flu des ,gewandes hinweg in die ,lehne am ,fuende fhrt4 ,auch die ,farben haben sich immer mehr gedmpft1 sind trber1 erdiger geworden1 und es kommt bei den deutschen ,klassizisten1 wie ,carstens und ,genelli1 so weit1 da sie nur noch auf den edlen1 d4 h4 unplastisch abstrakten ,umri sehen und in der ,graphik an ,stelle des belebten ,farbstiches der bloe ,umristich tritt4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,j4 ,l4 ,david4 ,madame ,recamier4 ,paris1 ,louvre4 ,es handelt sich hier nicht um eine sachlich flchenhafte ,bildruhe1 die die ,wand zugrunde legt1 sondern um eine pathetische oder sentimentale ,weichheit des ,ausdrucks1 geschult an antiken ,vorbildern1 die aber ganz ins ,gefhlvolle gezogen werden4 ,auch die ,plastik des ,empire ist trotz ihres ,flachreliefs nicht struktiv gemeint1 sondern bloe ,migung der ,bewegungen1 die eine vorhergehende ,zeit in allen ihren ,komplikationen ausgeschpft hatte4 ,ganz scharf bezeichnet ,canova 7#ageg-ahbb7 den bergang1 den ,stil ,louis ,,xvi4 ,seine ,bildwerke haben noch die gegenstzlichen ,bewegungen von ,licht und ,schatten1 die starken ,kontrastformen des ,barock1 aber schon gehemmt durch eine ,tendenz der ,beruhigung1 die keine energievolle ,handlung mehr wagt4 ,fr uns ist es unertrglich1 wenn bei ,canovas ,amor und ,psyche ,amor wild dahergestrzt ist1 mit gespreizten ,beinen und gespreizten ,flgeln dasteht1 sich auf die ,frau wirft1 und wenn dann pltzlich die ,bewegung stockt1 und aus dem heien ,begehren ein zages ,tasten wird4 ,so wirkt er in seiner ,absicht1 einfach und edel zu sein1 slicher als irgendein anderer4 ,aber die ,berhmtheit gerade seiner ,skulpturen in ihrer ,zeit beweist1 da sie den ,geschmack der ,epoche am klarsten aussprachen4 ,die laute ,bewegung wird ihr allmhlich immer unsympathischer und migt sich1 wenn auch noch nicht zu verinnerlichter ,ruhe1 so wenigstens zu uerlicher ,zartheit4 ,selbst ,thorwaldsen sagte von ,canovas ,amor und ,psyche1 die ,gruppe wre komponiert wie eine ,windmhle1 und es knnte wohl im ,stil der ,zeit begrndet sein1 was als ein ,charakterfehler ,thorwaldsens ausgelegt worden ist1 da er ,canovas ,arbeiten weniger geschtzt habe1 als ,canova die seinen4 ,denn ,thorwaldsen 7#aggj-ahdd7 ist der klassische ,plastiker des ,empire4 ,auch er ist ein ,routinier1 der nicht vom eigenen ,studium der ,natur ausgeht1 sondern von der erlernten ,form1 und den ,wert seines ,werkes nicht durch die subjektiv erschaute ,erscheinung1 sondern durch ,gefhle und ,sentiments bestimmt4 ,insofern lebt auch in seiner ,kunst noch die ,art des ,barock und des ,rokoko fort4 ,aber der beabsichtigte ,eindruck selbst ist ein anderer geworden4 ,an die ,stelle der groen pathetischen ,bewegung ist jene ,zagheit der ,darstellung getreten1 die die ,empfindsamkeit des ,beschauers erwecken soll und in fortschreitender ,entwicklung notwendig zur ,sentimentalitt werden mute4 ,so wird auch hier die ,form beruhigt2 an ,stelle des ,hochreliefs ist das ,flachrelief getreten1 an ,stelle der bewegten ,formrundung der zart gefhrte ,kontur4 ,trotzdem ist diese ,stilisierung im ,grunde stillos1 weil sie ohne ,architekturenergie nur von der ,wirkung der ,darstellung ausgeht4 ,so charakterisiert sich hier das ,epigonentum der ,epoche4 ,gerade fr diese ,schlichtheit der ,darstellung erscheint der ,zeit die ,antike als das beste ,vorbild1 und eben in der ,differenz zwischen ,antike und ,empire erweist sich1 wie in der ,baukunst1 die eigene ,art des ,stiles4 ,wenn beispielsweise die ,antike die drei ,grazien bildet1 so sind es drei nackte ,frauen1 von denen jede ihre ,arme mit den ,armen der ,schwestern verflicht1 so da sich alle zu einem ,kreis der ,schnheit verbinden1 der1 von wo immer gesehen1 ein vollkommener ,ring ist4 ,thorwaldsen dagegen stellt zwischen zwei ,frauen eine dritte1 die um jede ,schwester einen ,arm schlingt und die ,reihe zur ,gruppe schliet -- eine ruhige ,gruppe1 nicht als kreisender ,reigen gedacht1 wie das ,werk der ,antike1 sondern von einer ,gestalt aus zartlinig gegliedert4 ,die ,antike schafft den kraftvollsten ,ausdruck des ,gedankens1 das ,empire den ruhigsten1 in seinem ,sinn1 in dem das ,wort leider auch uns noch gilt1 idealsten4 ,gerade diese ,gruppe spricht den ,geist der ,zeit ganz klar aus4 ,die ,architektur hat ,parallelen geschaffen3 ,klenzes ,knigsplatz in ,mnchen mit dem ,abschlu durch die ,propylen1 oder ,schinkels ,gedanke1 das ,gegenber der beiden ,barockdome auf dem ,berliner ,gendarmenmarkt durch das ,schauspielhaus in ein ,miteinander zu verwandeln4 ,sechstes ,kapitel4 ,die ,kunst des #ai4 ,jahrhunderts und der ,gegenwart4 ,da die ,einfachheit des ,empire kein prinzipieller ,stilwechsel1 sondern nur die ,reduktion eines ,stiles auf neue ,gefhle ist1 zeigt die ,leichtigkeit1 mit der die ,gefhlsinhalte wechseln4 ,schon in ,thorwaldsens ,skulpturen fr die ,kopenhagener ,frauenkirche und auch sonst in der ,empirekunst verschmolzen antike ,schlichtheit und christliche ,milde zu einer ,formeinheit4 ,derselbe ,weg1 der zum ,klassizismus fhrte1 fhrte in ,deutschland weiter zum ,nazarenertum4 ,im zweiten ,viertel des #ai4 ,jahrhunderts hat das ,ziel der romantischen ,zeitsehnsucht1 aber auch nur dieses1 nicht das ,gefhl1 gewechselt4 ,statt fr die ,antike begeistert man sich nun fr das ,mittelalter1 aber nicht fr die kraftvolle romanische ,epoche1 die man kaum kennt1 sondern fr die weichere gotische1 die man fr klassisch deutsch hlt4 ,schon ,klopstock dichtete ,bardengesnge neben ,oden in antiker ,form4 ,jetzt schreibt man ritterliche ,balladen und ,dramen1 malt christliche ,legenden1 und um auch des ,glaubens nicht zu ermangeln1 der die ,vorbilder geschaffen1 treten die feinsten ,geister ,deutschlands scharenweis zur katholischen ,kirche ber4 ,es ist bezeichnend1 da nicht die ,baukunst1 die wesentlich klassizistisch bleibt1 sondern die ,malerei den ,ausdruck hierfr gegeben hat4 ,die ,malerschule der sog4 ,nazarener1 die sich gegen #ahae in ,rom um ,cornelius und ,overbeck schart1 hat die christlichen und mittelalterlichen ,gedanken dieser ,zeit am schrfsten ausgesprochen4 ,mit bewuter ,einfachheit erzhlte rhrende ,geschichten aus dem ,alten und ,neuen ,testament1 ,mariensagen und die ,geschichte des ,jnglings ,joseph1 daneben die geistlichen und ritterlichen ,legenden des ,mittelalters geben ihren ,werken den ,inhalt1 der ,umri ihren ,gestalten die ,form4 ,whrend noch bei den ,malern des ,empire die ,farbe dem ,bild wenigstens nicht seine ,ruhe nimmt1 mute fr diese malerisch uninteressierten ,augen das ,gemlde zur kolorierten ,zeichnung werden4 ,die ,bilder der ,nazarener sind fr uns nur noch in den ,kartons zu genieen1 wo der ,gegenstand allein zur ,geltung kommt4 ,auf den ausgefhrten ,werken berschreien die grellen ,farben einander4 ,wie stark empfindungsgem hier alles ist1 zeigt am besten der ,hang dieser romantischen ,periode zur ,lyrik1 die das ,drama allmhlich geradezu verkmmern lt4 ,poesie durchtrnkt das tgliche ,leben1 und man scheint bestrebt1 mit ihr jede ,alltglichkeit in eine ideale ,sphre zu heben4 ,verse auf jedem ,schlummerkissen1 auf jedem ,klingelzug1 auf jedem ,stammbuchblatt4 ,die ,bau- und ,gertformen1 die diese ,gefhlsrichtung geschaffen hat1 sind unter dem ,namen ,biedermeierstil zusammengefat worden4 ,allein der ,begriff ist schwer greifbar4 ,man kann kaum von einem ,stile im blichen ,sinne reden1 denn er hat nie1 auch nicht in ,teilgebieten eine unumschrnkte ,herrschaft gehabt4 ,goethes ,beschreibung des ,stilwandels vom ,rokoko zu ihm3 ,alles soll anders sein und geschmackvoll1 ,wie sie's heien1 und wei die ,latten und hlzernen ,bnke2 ,alles ist einfach und glatt1 nicht ,schnitzwerk oder ,vergoldung ,will man mehr1 und es kostet das fremde ,holz nun am meisten4 7,hermann und ,dorothea47 lt einen tektonischen ,stil erwarten1 dessen ,mbel ihre ,form vom ,zweck1 ihre ,oberflche vom ,material erhalten4 ,in der ,tat sind seine ,huser einfache ,mauerbauten mit schlichten1 breitdeckenden ,ziegeldchern4 ,die ,wnde seiner ,zimmer sind kantenfest begrenzt1 mit ,papiertapeten von flchenhafter ,musterung bekleidet1 die sich zu den glnzenden ,seidentapeten des ,rokoko verhalten wie das ,wedgwood zum ,porzellan4 ,fr die ,form seiner ,mbel ist ihr ,holzgerst entscheidend1 ,tischplatte und ,stuhlpolsterung als gesonderte ,formen auf ihm angebracht1 und seine ,schrnke sind kastenfrmige geradflchige ,behltnisse 7,abb4 #ch74 ,immer ist der ,holzform die natrliche des vierkantig behobelten oder rund behauenen ,balkens zugrunde gelegt1 immer bildet ,holzmaserung den einzigen ,oberflchenschmuck4 ,aber es fllt doch auf1 wie der ,stil runde weiche bergnge und spitzes ,stehen liebt und da beim ffnen des ,schreibsekretrs hinter der einfachen ,wand eine so prunkvolle ,ausstattung1 selbst mit ganzen antiken ,tempelarchitekturen1 sich ffnet1 da man an das ,verhltnis von ,fassade und ,prunkrumen in ,barock und ,rokoko erinnert wird4 ,es handelt sich in der ,tat nur um eine ,abwandlung des ,empirestils ins ,kleinbrgerliche4 ,die ,formen sind wohl ornamentlos und einfach1 aber ihre ,ordnung1 ihre bergnge ineinander und zur ,erde sind von einer ,ruhe1 die nicht die energievolle ,festigkeit bewuter ,kraft1 sondern gefhlvolle ,zartheit geschaffen hat4 ,in der ,malerei entsprechen ihr ,romantiker1 die ohne das ,pathos und die groe ,form der ,nazarener zu haben1 doch ihre ,gefhlsweichheit besitzen und sie in schlicht empfundene ,naturformen kleiden1 wie der ,landschafter ,kaspar ,david ,friedrich1 der ,farbensymboliker ,runge und der ,impressionist ,wamann4 ,aber dieses ,gefhl verlangt nach gegenstndlichen ,bildinhalten1 und ,schwind und ,spitzweg werden die bergnge zu einer ,historien- und ,genremalerei1 die schlielich den ,wert des ,bildes nur noch im erzhlten ,vorgang sieht4 ,das wirkt wiederum auf die ,zweckknste zurck4 ,das ,interesse an historischen ,stimmungen lt den im ,biedermeier schlummernden tektonischen ,gedanken sich nicht erst entfalten1 fhrt zum ,nachahmen der historischen ,stilarten und schlielich zu jener ,stilwirrnis1 die die zweite ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts mit ihren seltsamen ,geschmacklosigkeiten anfllt4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,mbel des ,biedermeierstils4 ,zu diesem ,resultat1 dem vlligen ,miverhltnis zwischen ,form und ,zweck1 wirken soziale ,entwicklungen nach zwei ,seiten mit1 die den ,handwerker in demselben ,mae unschpferisch werden lassen1 in dem der entwerfende ,knstler an ,stolz und ,eigenwillen zunimmt4 ,man braucht kein ,reaktionr zu sein1 um zu bedauern1 wieviel durch die ,aufhebung der alten ,innungsorganisation von der soliden ,tradition zerstrt wurde1 auf der die ,leistungsfhigkeit des ,kunstgewerbes beruhte1 jedenfalls aber hat man kein ,recht1 von ihr als einem alten ,zopf zu reden1 der nichts weiter war als ein ,hemmnis fr die freie ,entwicklung des ,gewerbes4 ,es ist ganz selbstverstndlich1 da1 wenn die alten ,innungen die ,zahl der ausbenden ,meister beschrnkten1 sie nicht nur den ,konkurrenzkampf abschwchten1 der so sehr auf ,gte des ,materials und ,gediegenheit der ,arbeit zurckwirkt1 sondern zugleich der berfllung des ,handwerks vorbeugten4 ,um hier nicht ungerecht zu sein1 muten sie zugleich auch die ,zahl der ,lehrlinge beschrnken4 ,damit fiel gleichzeitig das zweite ,hauptbel unserer ,zeit fort1 die ,lehrlingszchterei1 und dem1 der aufgenommen wurde1 wurde wenigstens die gediegene ,ausbildung garantiert4 ,lie man dem ,publikum nur die ,auswahl zwischen wenigen ,fachleuten1 so schtzte man die ,kufer andererseits gegen jeden ,betrug1 in der ,goldschmiedekunst z4 ,b4 durch ein beraus raffiniertes ,kontrollstempelsystem1 das zu jeder ,zeit ,ort1 ,zeit und ,meister eines ,gertes zu erkennen gestattete4 ,jene schbigen ,surrogate edlen ,materials1 die das ,elend unserer ,zeit sind1 waren unmglich in einer ,epoche1 in der ,vergoldung edlen ,metalles nur gestattet wurde1 wenn eine unvergoldete ,stelle ber den wahren ,wert des ,materials ,aufschlu gab1 und die ,vergoldung unedlen ,metalls berhaupt verboten war4 ,in der gewissenhaften ,ausbildung des ,handwerkers wurde jener sichere ,grund technischen ,knnens gelegt1 das die ,jahrhunderte dem einzelnen berliefert hatten und das jedem ,stil der gerade gegenwrtigen ,zeit die vollkommene ,schnheit im kleinsten ,erzeugnisse sicherte4 ,wieviel ,meisterschaft hier mit der ,aufhebung der ,innungen zum ,absterben verurteilt worden ist1 wei jeder1 der einmal an irgendeinem ,familienjuwel einen gelsten ,goldfaden hat wieder befestigen lassen wollen4 ,heute bedeutet eine solche notwendige ,reparatur fast stets eine ,entstellung des ,stckes1 und auch hier wieder ist es die ,schnheit1 die den ,schaden trgt4 ,nun wurde ja die ,aufhebung der ,innungen nicht nur von den ,freiheitsidealen der ,zeit gefordert1 sondern auch von dem immer zunehmenden ,fabrikbetrieb notwendig gemacht1 der sich jetzt sofort an die ,stelle des ,handwerks setzte4 ,und whrend so die ,ausfhrung der ,arbeit immer schematischer wurde1 stellte sich zugleich dem ausbenden ,arbeiter eine ,klasse entwerfender ,knstler gegenber1 die1 an ,kunstgewerbeschulen erzogen und im ,grunde ohne ,stilgefhl1 ihre ,formmotive ganz uerlich den ,vorbildern der ,vergangenheit entnahmen1 vor allem den ,werken der deutschen ,renaissance4 ,was dabei herauskam1 war ganz ohne ,zusammenhang mit dem ,zweck1 ein reines ,gemengsel verschiedener ,ornamente4 ,allein es mu einmal dagegen protestiert werden1 da man diese ,epoche der ,stillosigkeit kurzerhand aus der ,geschichte der ,entwicklung streichen will4 ,der sptrmische ,stil etwa der ,kaiserzeit mit seinem ,durcheinander von gyptischen1 hellenischen und hellenistischen ,motiven1 die das wenige im rmischen ,volk ,geborene erstickten1 mit seiner vollkommen dekorativen ,verwertung konstruktiver ,bauglieder ist um nichts stilvoller als die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts1 und nur die ,zeitdistanz lt dort eben in der ,stilwirrnis eine ,einheit dekorativen ,empfindens sehen4 ,bedrfte es noch eines positiven ,beweises1 da es sich hier um eine regelmige ,stilabfolge handelt1 so wre es die ,tatsache1 da die logische ,reaktion gegen das ,empire ganz klar zutage tritt1 und sich selbst unbewut1 aber fr den ,historiker deutlich ausgesprochen ist in ,sempers ,anschauung1 da die ,antike eine sentimental schwchliche ,kunst sei1 whrend in der ,renaissance das starke ,vorbild der ,zeit liege4 ,dieses seltsame ,urteil wird erst erklrlich1 wenn man sieht1 wie stark die ,biedermeierzeit alles ,empfinden1 auch im ,nachfhlen der ,antike1 ins ,weichliche verzogen hatte1 so sehr1 da nur das geradezu ,robuste1 wie ,semper es in seinen ,bauten gestaltete1 als ,antitoxin erscheint4 ,und so entstehen jene ,bauformen1 die die schnell aufwachsenden ,stadtteile der ,zeit so unertrglich machen1 gerade ,straen1 die keiner natrlichen ,bedingung des ,bodens gehorchen1 ,pltze1 die nichts weiter sind als ,straenkreuzungen1 und in deren ,mitte ,monumentalbrunnen und ,denkmler ,verkehrshindernisse bilden4 ,die ,hausfassaden sind nicht durch die ,anlage der ,wohnrume bedingt1 sondern nur durch die ,absicht1 mglichst reich und prunkvoll zu wirken4 ,so werden sie berladen mit ,balustraden1 ,friesen1 ,pilastern und ,ornamenten1 die aus ,gotik1 ,renaissance1 ,barock1 ,rokoko und allen anderen ,stilarten zusammengetragen und aus ,stuck geformt und ausgefhrt werden4 ,die ,wirkung ist denn auch fr jedes geschmackvolle ,auge unertrglich4 ,keine ,konsole hat etwas zu tragen1 kein ,sims etwas zu begrenzen1 keine ,galerie einen ,weg zu zeigen1 und das ,ornament berkleidet und zerstrt jedes ,stckchen ,wand1 das etwa noch brig ist4 ,dazu kommen ,erker1 die keinen ,weitblick gestatten1 ,fensterrahmen1 mit gemalten ,fenstern gefllt oder einfach leer gelassen1 ,dachtrmchen und ,mansarden1 die nichts weiter als ,attrappen sind4 ,ebenso unkultiviert sieht es im ,innern eines solchen ,hauses aus4 ,auf einen mit derselben ,talmipracht ausgestatteten hochherrschaftlichen8 ,treppenaufgang folgen ,wohnungen1 in denen die besten ,zimmer zu ,reprsentationszwecken verwandt1 als sog4 gute ,stube fr die ,hausbewohner verschlossen bleiben1 whrend die ,familie selbst in unhygienisch kleinen ,schlaf- und ,wohnzimmern zusammengepfercht bleibt4 ,in den ,rumen selbst kleben ,papiertapeten und ,stuckdecken mit sinnlosen ,ornamenten1 sind die ,mbelformen ebenso aus allen ,stilarten zusammengeholt 7,abb4 #ci74 ,was soll man zu romanischen ,ezimmern1 gotischen ,schlafzimmern1 ,herrenzimmern in flandrischem ,barockstil schlielich sagen8 ,es ist kaum begreiflich1 da solche ,dinge1 die ,widersinnigkeiten in sich sind1 jemals die ,huser aller ,gebildeten beherrschten4 ,und ber all das hin verteilt sich eine ,unmenge sinnloser ,stoffdraperien1 ,makartbuketts1 ,nippes1 unechter ,bronzen usw4 ,was gerade in diesen zwecklosen ,zieraten geleistet wurde1 was hier von ,reiseandenken1 ,vasen1 ,vschen und ,biskuitfiguren1 unter denen man selbst plastische ,kopien von ,gemlden finden kann1 fabriziert1 gekauft und aufgestellt wurde1 zeigt einen schmachvoll tiefen ,kulturstand4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,mbel vom ,ende des #ai4 ,jahrh4 in ,pseudorenaissance4 ,in der gleichzeitigen ,malerei und ,plastik herrscht dieselbe ,zuchtlosigkeit4 ,die ,knstler sind zahllos1 und es wird alles gemalt1 aber ohne ,charakter und ,augenkultur2 der ,gegenstand entscheidet4 ,drollige ,kinderbildchen1 sliche ,liebesszenen1 fade ,frauengestalten1 charakterlose ,allegorien sind das letzte ,resultat der sentimentalen ,empfindelei4 ,und neben ihnen herrscht das falsche ,pathos der historischen ,schlachtendarstellungen und ,herrscherapotheosen4 ,aus dem ,historienbild1 fr das ,piloty in seinen ersten ,werken einen guten ,anlauf nahm1 wird der vollkommene ,maskenball1 in dem der ,reichtum der ,kostme jeden ,ausdruck verdrngt4 ,malt man ,bauern oder sonst armes ,volk1 so nur1 um zu amsieren oder zu rhren1 und das ,gemlde wird zum slichen ,genrebild4 ,auch die ,plastik geht mit ihren gezierten weiblichen ,akten und pathetischen ,herrscherdenkmalen denselben ,weg4 ,dabei sind oft die technischen ,qualitten die denkbar geringsten4 ,nur wenige ,meister beherrschen ,form und ,material4 ,es ist unmglich1 hier auch nur die wichtigsten ,namen zu nennen4 ,die ,zahl der ,schaffenden ist ,legion2 ,historienmaler wie ,lessing und ,kaulbach1 ,genremaler wie ,knaus und ,vautier bedeuten in der ,zeit den ,hhepunkt des ,knnens und sind uns heute nur noch ,reprsentanten einer ,vergangenheit4 ,daneben stehen als strkere ,erscheinungen echte ,romantiker1 wie ,bcklin und ,feuerbach4 ,aber noch in dieser ,generation beginnt eine ,gegenbewegung1 deren erstes ,symptom die knstlerische ,erscheinung ,menzels ist4 ,diese ,bewegung setzt in der ,malerei bewut und energisch ein4 ,im ,kampf gegen eine ,historien- und ,genremalerei1 die sich von der deutschen nur durch das strkere ,temperament unterscheidet und deren ,hauptmeister ,meissonier ist1 entwickelt sich in ,frankreich allmhlich ein ,wirklichkeitsstil 7,realismus71 der in seiner ,konsequenz zum temperamentvollen ,impressionismus wird4 ,schon ,millet 7#ahad-ahge7 erkennt das ,gegenstndliche des ,problems mit aller ,schrfe1 sucht den ,bauer bei seiner ,arbeit auf1 und wenn bei ihm die ,darstellung noch nicht frei vom ,pathos ist1 so bringt dafr ,courbet das rein ,malerische des ,problems zum ,bewutsein1 das fr den ,kreis der ,impressionisten8 die einzige ,aufgabe der ,malerei wird4 ,manet1 ,monet1 ,degas erobern die neue ,anschauung in ,frankreich in denselben ,kmpfen1 mit denen in ,deutschland ,leibl1 ,liebermann1 ,trbner1 ,uhde und die ganze ,gefolgschaft der ,sezession gegen die ,historienmalerei und ,genrekunst kmpfte4 ,ihnen ist der ,gegenstand an und fr sich nichts1 das ,formproblem1 das er stellt1 der eigentliche ,inhalt des ,bildes4 ,nicht ,vorgnge oder ,stimmungen bestimmen seinen ,gefhlswert1 sondern der farbige1 unmittelbar dem ,auge gehrende ,reiz4 ,fabriken und ,werksttten1 ,landschaften und ,innenrume1 ,akte und ,portrts interessieren um des ,wertes willen1 den sie als malerisches ,problem durch die ,farbwerte haben1 die das ,auftreffen des ,lichtes auf sie erzeugt4 ,lokalfarben1 scharfer ,kontur1 theoretische ,perspektive erscheinen jetzt als bloe ,abstraktionen khler ,kpfe4 ,es gilt1 mit temperamentvoll zugreifendem ,auge von den jeden ,augenblick wechselnden ,lichtbewegungen die interessantesten zu ergreifen4 ,monet malt einen ,heuhaufen oder eine ,kathedrale immer wiederholt in ganzen ,serien von ,bildern1 aber jedesmal in der ,beleuchtung einer anderen ,tagesstunde2 nicht um keinen ,gegenstand suchen zu mssen1 wie trichte ,gegnerschaft gemeint hat1 sondern weil sich so die feinsten ,differenzierungen in der ,beleuchtung mit wissenschaftlicher ,exaktheit feststellen lassen4 ,man kommt bis zum ,erfassen der reinen ,farben1 die das strahlende ,sonnenlicht den ,dingen gibt 7,pleinair7 und gibt selbst sein ,vibrieren durch prismatisches ,zerlegen 7,pointillismus74 ,es ist von vornherein anzunehmen1 da die ,plastik die ,absichten des ,impressionismus weniger scharf ausspricht4 ,ihr fehlt die ,mglichkeit1 die ,raum- und ,lichtprobleme zu errtern1 und an der freien ,ausgestaltung des ,formproblems ist sie durch die notwendigen scharfen ,begrenzungen gehindert4 ,so legt man den ,hauptton auf eine ,modellierung1 die nicht wie in der ,renaissance die anatomische ,struktur des ,krpers studiert1 sondern seine ,oberflche charakterisiert4 ,aber jene ,begrenzung der plastischen ,aufgaben ist der ,grund dafr1 da die impressionistischen ,skulpturen viel strker literarische ,gedanken und ,gefhle aussprechen als die ,malerei4 ,wenn ,rodin die ,brger von ,calais1 die sich selbst in die ,hnde des ,feindes geben1 in ,bronze formt1 so ist das vom ,entsagen bis zum ,entschlu erstaunlich ausdrucksvoll4 ,allein das ,nebeneinander der ,skulpturen ist ganz untektonisch1 folgt nicht aus der ,struktur der ,plastik selbst4 ,man mu das ,mienenspiel sehen1 um die ,gruppenbildung1 das ,neben- und ,hintereinander der ,gestalten zu begreifen4 ,und es ist ungemein bezeichnend1 da ,constantin ,meunier1 der von allen ,plastikern der ,gegenwart am fanatischsten das ,thema des ,arbeiters in der ,industrie variiert hat1 die kraftvollsten ,reliefs und ,freiskulpturen fr ein ,monument der ,arbeit schafft1 dessen ,form noch nicht feststeht4 ,eine tektonische ,zeit wrde den ,skulpturenschmuck aus der ,anlage des ,monuments gefolgert haben4 ,und in der ,tat geht diese ,bewegung nicht mit der neuen ,stilbewegung in den ,zweckknsten zusammen1 die funktionelle ,klarheit sucht4 ,ihre ,freude an bewegten ,kompositionen entspricht vielmehr der berreichen ,ornamentarchitektur vom letzten ,drittel des #ai4 ,jahrhunderts1 mit der sie auch gleichzeitig ist1 genau so1 wie der sptantike ,impressionismus dem hellenistisch-rmischen ,stil4 ,der ,realismus hat wohl der ,architektur das ,gewissen fr bauliche ,ehrlichkeit geschrft1 aber ist mit ihr keine ,stilverbindung eingegangen4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,tisch von ,majorelle in ,nancy4 ,der neue ,stil beginnt um #aijj auch nicht kraftvoll und zweckbewut1 sondern grazis und zartlinig1 gleichzeitig mit der ,vorliebe fr englische ,prraffaeliten1 japanische ,farbenholzschnitte1 ,debussy1 ,maeterlinck und ,rilke4 ,man erkennt zwar1 da das stillose ,ornament unschn ist1 aber man ersetzt es nur durch ein selbstgefundenes geschmackvolleres und wagt noch nicht1 die ,formen durch den ,zweck bedingen zu lassen4 ,die franzsischen ,mbel dieser ,zeit 7,abb4 #dj7 beruhen nicht auf der ,formkraft1 sondern auf der ,linienbewegung1 wie die des ,rokoko4 ,in flssigen elegant geschwungenen und gewundenen ,linien gleiten die ,beine aufwrts in die ebenso weich geschwungenen ,umrisse der ,platte4 ,keine ,trennung der ,glieder1 kein festes ,aneinanderstoen2 alle ,linien gehen aus jeder anderen hervor1 in jede andere ber4 ,man hat das ,gefhl einer kultivierten1 aber kraftlosen ,schpfung4 ,von ,frankreich und ,belgien ausgehend1 durch ,van de ,velde nach ,deutschland gebracht1 sind die ersten ,werke des ,stiles bei uns die ,huser1 die ,olbrich und ,behrens #aija in ,darmstadt errichten4 ,sie sind schon nicht mehr mit ,rcksicht auf die ,fassade gebaut1 sondern die ,auenseite wird aus der zweckbedingten ,verteilung der ,rume1 dem ,grundri gefolgert2 das ,dach wird ,abschlu oder ,bedeckung4 ,aber auch hier ist das ,flchenornament die eigentliche ,neuschpfung des ,stiles1 die ,verknpfung und ,gliederung4 ,so umziehen breite ,ornamentbnder stilisierter ,pflanzen1 in weiche ,kurven gebogen1 das ,haus ,olbrichs1 um seiner fensterdurchlcherten ,wand die ,einheit zu geben1 betont ,peter ,behrens durch ,lisenen aus dunkelglasierten ,ziegeln die ,umrisse seines ,hauses1 aber nicht ohne auf schn geschwungene ,parallelkurven im ,dachgiebel ,wert zu legen4 ,die ,absicht geht nicht auf konstruktive ,klarheit1 sondern auf harmonische ,stimmung1 und das spricht sich naturgem im ,innenraum noch strker aus als im ,auenbau4 ,nimmt man den ,katalog der ,darmstdter ,knstlerkolonie zur ,hand1 so findet man bei jedem ,raum ein erklrendes ,wort ber seine ,stimmung1 fein stilisiert wie ein ,gedicht in ,prosa4 ,heute erscheint es uns schon etwas seltsam1 ,zimmer zu denken1 die ihren ,bewohnern die ,stimmung vorschreiben1 anstatt sie von ihnen zu empfangen4 ,allein das entspricht dem ,geschmack einer ,zeit1 in der ,melchior ,lechter den ,pallenberg-,saal des ,klner ,kunstgewerbemuseums schafft1 ein ,zimmer1 durchleuchtet von tieffarbigen ,glasfenstern1 geschmckt mit symbolischen ,gemlden und ,skulpturen1 mit ,sprchen von ,nietzsche und ,stephan ,george1 ein ,zimmer1 das berhaupt nicht zum ,bewohnen geschaffen wurde1 sondern als ein von weihevoller ,stimmung durchfluteter ,raum4 ,diese ,stimmungseinheit1 durch berall sich verschmelzende ,formeinheit ausgedrckt1 ist das ,gesetz dieses bergangsstiles4 ,kein ,mbel ist ohne ,beziehung zum nchsten1 zur ,wand1 zur ,decke1 zum ,nebenraum4 ,so fhrt die ,tfelung mit ihrem zart holzfarbenen1 flchigen ,intarsiaschmuck gleitend ber die ,wandflche hin1 lt sie allmhlich verklingend8 in die ,decke bergehen und ummantelt die ,ecken4 ,wie ,ornamente wachsen die ,mbel aus diesen ,wnden hervor 7,abb4 #dj71 wie ,blumen liegen ,kissen auf ihnen4 ,vasen stehen umher1 die in feingeschwungener ,kurve vom ,boden bis zum ,rand aufsteigen und im ,dekor1 in ,farbe und ,form von der ,feinheit der japanischen ,keramik sind1 die gerade hier vielfach ,vorbild war4 ,aber sie sind1 wie die ,kpping-,glser1 nur um dieser ,zartheit willen geschaffen1 nicht als ,gert1 und es ist ungemein bezeichnend1 da die ,keramik der ,zeit sich nicht am ,hausrat1 sondern am ,ziergert1 vor allem an den ,vasen entwickelt hat4 ,allmhlich beginnt man1 die ,tektonik der ,flche zu empfinden1 umkleidet das ,glas mit undurchsichtiger irisierender ,masse und bevorzugt in der ,keramik das ,steinzeug4 ,man sieht1 der entscheidende ,schritt ist getan4 ,dem ,zurckfhren vom berreichen1 selbst wirren ,ornament zum gut empfundenen liegt bereits ein ,zweckbewutsein zugrunde4 ,niemand hat gerade dieses ,gefhl strker besessen1 als ,van de ,velde4 ,wie seine ,mbel im ,material die sachlichsten sind1 so hat er dem modeverschnrten ,krper der ,frau im ruhigen ,flu des ,reformkleides neue ,schnheit zu geben gesucht4 ,er besa schon damals das ,empfinden fr die ,zweckschnheit der ,maschine1 die bisher als nchtern und hlich galt1 und seine ,schriften1 interessante ,denkmale der ,zeit1 sprechen von hoher ,kunst81 von ,plastik und ,malerei1 schon fast wie von einem ,zersetzungsprodukt in der ,entwicklung der ,kultur4 ,das war bedeutungsvoll1 da dadurch die ,zweckknste wieder gleichberechtigt in die ,reihe der brigen ,knste eintraten4 ,es war keine ,frage1 da hier konstruktive ,tendenzen sich entwickeln muten1 um so mehr1 als in jener ,feinfhligkeit eine ,gefahr lag4 ,diese ,kunst war durchaus aristokratisch1 ihre zarten ,formen nur in den ,hnden der feinsten ,empfinder ausdrucksvoll4 ,da in ihr das ,ornament als ,stilinhalt1 nicht aus dem ,zweck geformt1 eine so selbstndige ,rolle spielte1 so bernahmen ,handwerker und ,gewerbezeichner nur die ornamentale ,form und verwandten sie ebenso unsinnig1 wie bis dahin die ,motive der ,renaissance und des ,barock4 ,das deutsche ,handwerk in seinem weitesten ,umfang hatte nur einen neuen ,ornamentstil gewonnen1 und in seinen ,vorlageheften figurierten neben den historischen ,stilformen nun auch diese ,formen des sog4 ,jugendstiles1 bel stilisierte und rmliche1 endlos lange ,linien1 aus denen in diesen groben ,hnden jedes feine ,gefhl verschwunden war4 ,sie gehen ins ,buchgewerbe ber und in die ,tapetenmuster1 werden1 in ,eisen getrieben1 als ,gitter verwandt und als ,stuckornament an die ,huser geklebt4 ,da man an ,stelle der ,rokoko- und ,barockmbel in den ,salons jetzt die einfacheren ,louis ,,xvi4- und ,biedermeierformen zu kopieren beginnt1 war immerhin ein kleiner ,fortschritt4 ,aber im allgemeinen tritt doch nur eine ,stillosigkeit an die ,stelle einer anderen4 ,die ,forderungen1 die ,industrie und ,handel an die ,kunst stellten1 ,fabriken und ,eisenwerke1 ,warenhuser und ,ausstellungshallen1 galten dem an historischen ,bauten erzogenen ,auge als unschn1 ,beton und ,eisentrger als nchtern1 und man war bestrebt1 sie nach ,mglichkeit zu ,renaissancepalsten umzumaskieren4 ,das neue ,sehen erkennt in ihnen die monumentalen ,werte der ,zeit4 ,ihr ,mastab duldet kein ,ornament1 ihr ,material verlangt die reinste ,form4 ,es hat ein ,jahrzehnt gedauert1 bis diese ,erkenntnis reif war4 ,messel1 um die ,jahrhundertwende ttig1 ist fast noch ,klassizist4 ,seine ,wohnhuser1 selbst sein ,darmstdter ,museum1 sind nur wandmig gebundenes ,barock1 sein ,wertheimhaus ist zur ,zweckform verdichtete ,gotik4 ,behrens beginnt in ,darmstadt persnlicher und gelangt nach der kurzen ,episode einer ,flchentektonik zum modernen ,raumstil4 ,seine ,turbinenfabrik 7,abb4 #da7 ist bereits ,anfllen des ,bauraumes in seiner ,tiefe1 und seine ,gliederung nach ,funktionen4 ,die ,wand ist ,raumbegrenzung -- hohe1 lichtaufnehmende ,glasfenster zwischen ,eisentrgern4 ,die ,ecken sind von starken1 nach oben sich verengenden ,betonpfeilern akzentuiert4 ,auf diesen ,trageformen ruht1 durch starkes ,vorkragen abgesondert1 ein ,dach von stark beschwerter ,silhouette1 das ,spannung verhllt1 und wie ,last und ,abschlu wirkt4 ,doch hat das ,ornament bis auf die ,pseudo-,rustika an den ,betonpfeilern endgltig jeden ,wert verloren1 und es ist ernst damit gemacht1 die ,form als ,zweckausdruck zu sehen4 ,und mit ,poelzigs ,bauten stellt sich neben den ,analytiker ,behrens eine ,architekturphantasie1 die nicht nur den ,zweckforderungen gerecht wird4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,behrens1 ,turbinenfabrik4 ,berlin4 ,damit werden auch die alten ,aufgaben neu definiert4 ,villa und ,wohnhaus werden von ,muthesius1 ,gener und ,tessenow neu untersucht1 ,grundriverteilung und ,aufbau nach dem ,bedrfnis bestimmt4 ,ihre ,mbel 7,abb4 #db7 sind in ,stimmungs- und in ,stileinheit mit den ,bauten4 ,sthle und ,tische von ihnen1 von ,bruno ,paul und ,heidrich stehen1 ihre ,teile fest gegeneinander begrenzend1 auf stark geformten tragenden ,beinen4 ,ja1 ,riemerschmied in ,mnchen geht geradezu bis zur sichtbaren ,zerlegung der ,struktur des ,mbels1 um die tektonische ,klarlegung zu erzielen4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,heidrich1 ,zimmer des ,reichskommissars4 ,brsseler ,welt-,ausstellung #aiaj4 ,diesen ,stil heute schon nach seinen ,absichten und ,formen zu definieren ist natrlich unmglich4 ,alles ist noch im ,flu1 und von den vielen ,stilformen unserer vielen ,knstler hat noch keine das ,recht1 fr kanonisch zu gelten1 zumal fast berall unwillkrlich klassizistische ,reminiszenzen mit im ,spiel sind4 ,wir ahnen wohl das ,ziel der modernen ,bewegung1 aber es erscheint noch nicht klar und der ,weg ist noch von vielen anderen ,spuren gekreuzt4 ,noch wissen wir nicht1 wie die ,stilformen aussehen werden1 die fr das moderne ,gefhl so notwendiger ,ausdruck sind1 wie die romanischen ,formen fr die ,kirche des ,mittelalters4 ,aber sicher scheint zu sein1 da das ,resultat ein ,zweckstil sein wird1 wenn auch jeder ,zweck in vielen ,formen ausdrckbar ist4 ,auch die ,entwicklung der ,malerei deutet darauf hin4 ,schon spricht man von der ,naturform wie von einer ,fessel1 sucht das ,bild auf ,linienrhythmen aufzubauen1 die es zum tektonischen ,teil der ,wandflche machen4 ,czanne begann mit ,verdichtung der ,form1 ,hodler mit dem ,flchenrhythmus der ,linien1 und eine ganze ,generation ist eben jetzt am ,werk1 die ,anschauung auf dem ,gesamtstilgefhl aufzubauen1 an ,stelle der ,darstellung von ,naturdingen das ,bild an sich8 als ,endzweck zu suchen1 wie der ,knstler des romanischen ,stiles4 ,siebentes ,kapitel4 ,das ,wesen des ,stilwerdens und die historische ,stellung der gegenwrtigen ,kunst4 ,die ,stilerscheinungen1 die wir vom ,beginne menschlicher ,kultur bis in unsere ,zeit berblicken konnten1 sind so mannigfaltig1 da sich ein objektiver ,standpunkt zu ihnen zunchst schwer zu finden scheint4 ,fraglos ist1 da unser ,begriff von ,schnheit durchaus relativ und hier berhaupt nicht verwendbar ist4 ,nicht nur die ,meinungen der einzelnen ,menschen gehen hierber weit auseinander1 sondern auch die ,meinungen der ,epochen4 ,es gengt1 darauf hinzuweisen1 wie jede ,zeit eine andere ,epoche des griechischen oder rmischen ,altertums als edelste ,schnheit empfand1 von unserer ,liebe zu den straffen ,gebilden des frhdorischen ,stiles bis zur ,vorliebe des ,barock fr die ,werke der sptrmischen ,kunst4 ,der ,begriff ,schnheit8 ist nichts weiter als ein subjektives ,werturteil1 gefllt auf ,grund unseres ,gefhls und der ,erziehung unserer ,augen4 ,unsere von den ,erscheinungen ausgehenden ,beschreibungen der ,stile1 die jedes ,werturteil nach ,mglichkeit vermieden1 ergaben fr den ,verlauf der ,entwickelung drei ,stilstufen1 die aber jedesmal ohne feste ,trennung ineinander bergehen4 ,die gebundenste ist die tektonische ,form4 ,dies ,wort kann nicht so verstanden werden1 wie es oft angewandt wird1 da die ,kunstwerke in ihrer subjektiven ,bauabsicht gut und klar durchgefhrt sind -- das ist jede gute ,architektur1 und in diesem ,sinne sind auch der gotische ,dom und die ,barockkirche tektonisch --1 sondern da sie es objektiv1 vom ,standpunkt der ,bauaufgabe aus sind4 ,es kommt darauf an1 da jeder ,bau fr einen notwendigen ,zweck geschaffen1 sein ,grundri durch diesen bestimmt ist1 da die ,innenanlage wiederum den ,auenbau bestimmt1 somit der ganze ,bau in ,harmonie mit seinem ,zweck und auch die ,einzelgliederung durch die ,baufunktionen bedingt ist4 ,klar und bersichtlich drcken die ,teile das ,tragen und ,lasten1 ,begrenzen und ,ordnen aus1 in ,wand und ,sule1 ,dach und ,turm und den anderen ,baugliedern1 denen sie anvertraut sind4 ,wie die ,sule ,sttze1 bleibt die ,wand ,flche1 und die ,lagerung der ,steinschichten dem ,gesetz der ,schwerkraft gem bedingt1 da die ,horizontale die wichtigste ,baulinie ist4 ,das ,ornament1 aus derselben ,baulogik gewonnen1 ist nicht uerlich angeklebter ,schmuck1 der dem ,bau willkrliche ,bewegung mitteilt1 sondern sachlicher ,ausdruck des ,steines1 der es trgt4 ,dessen zweckliche ,ruhe betont seine ,flchenhaftigkeit1 die nirgends aus der ,wand herausdrngt4 ,selbstndigen oder gar naturalistischen ,ausdruck kennt es nicht1 und es entspricht der mathematischen ,logik der ,flchendimensionen1 da seine ,ausdrucksform allein die lineare ist4 ,genau dasselbe ,gesetz gilt im ,kunstgewerbe4 ,alle ,gerte unterscheiden funktionsgem1 welcher ,teil zum ,stehen dient und welcher zum ,bewahren des ,inhaltes4 ,alle stehen fest auf dem ,boden1 am liebsten mit runder ,platte1 als saugten sie sich an ihn an4 ,das ,material kommt in der ,oberflche voll zum ,ausdruck3 ,ton wird nicht glasiert1 ,holz nicht fourniert und1 damit die ,tafel einheitlich bleibt1 kaum in ,rahmen und ,fllung geschieden4 ,zwecklose ,dinge existieren nicht1 ,prunkpalste1 die nur der ,reprsentation dienen1 ,prunkgerte ohne ,gebrauchswert werden nicht geschaffen4 ,stile von so konstruktiver ,art sind der dorische ,stil des griechischen ,altertums1 der romanische des ,mittelalters1 die frheste ,renaissance in ,italien4 ,sie entstehen jedesmal aus einer dumpfen ,vorform1 die schon das tektonische ,gefhl1 aber noch keine tektonische ,gliederung hat1 die ,teile schon sondert und festhlt1 aber noch nicht funktionell durcharbeitet4 ,dahin gehren der ,dipylonstil1 der frhchristliche ,stil und die ,profangotik in ,italien4 ,die pathetisch bewegte ,form lst diese strengen ,grenzen auf4 ,der ,bau ist kein ,ausschnitt aus dem ,weltraum mehr1 sondern ein ,teil seiner ,ausdehnung4 ,man liebt den feierlichen ,schritt groer ,fronten und ,sulenreihen1 hohe ,stufenbauten1 ,kuppeln und steigende ,trme4 ,jeder ,bauteil ist in ,bewegung1 schreitend1 steigend oder fallend1 und an den nchsten angeknpft4 ,das ,ornament wirkt dabei als wichtiger ,faktor mit4 ,es betont nicht mehr die ,funktion des ,bauteils1 sondern lst ihn in plastischem ,hervorquellen auf und fhrt ihn ber sich hinaus4 ,auch die ,fassade ist nicht mehr ,mantel um den ,innenraum1 sondern ,einleitung zu ihm und aufgelst1 um wieder zusammengefat zu werden4 ,so ist der ,bau selbst ber seine ,grenzen in den ,raum erweitert1 um mit ihm zusammenzuwirken2 durch ansteigende ,gewlbe1 lichte ,kuppeln oder ,raumtiefe vortuschende ,deckengemlde im ,inneren1 durch ,vasen1 ,statuen und ,trme ber der ,dachlinie gegen den ,luftraum und durch ,stufenbauten1 ,arkaden und ,alleen mit seiner ,umgebung zusammengeschlossen4 ,zugrunde liegen ,gefhle1 die durch die ,kunst seelischen ,stimmungen den ,ausdruck geben wollen4 ,es ist nur ein ,symptom fr diese starke ,raumauflsung1 wenn hier die vertikale ,tendenz1 die doch der natrlichen ,schichtung der ,steine widerspricht1 an die ,stelle der horizontalen getreten ist4 ,im ,kunstgewerbe wirken dieselben ,krfte4 ,der ,becher wird zum ,pokal und zum prunkvollen ,tafelaufsatz1 die ,truhe zum ,schrank und seine ,wand zur architektonischen ,fassade4 ,man lst die ,flchen in plastische ,bewegungen auf1 und fat sie in groen ,linien wieder zusammen2 man bestimmt die ,oberflchenwirkung nicht mehr durch das ,kernmaterial1 sondern deckt das ,holz durch ,fournierung1 den ,ton durch glnzende ,glasuren1 wenn nicht berhaupt das transparente ,glas eintritt1 das jede ,wandfestigkeit negiert4 ,dieser ,stilform gehren der hellenistische ,stil mit dem frhen rmischen1 die hohe ,gotik und das ,barock an4 ,die richtungslos bewegte ,form treibt diesen ,reichtum ins ,phantastische4 ,da die ,verstrkung der ,bewegung im ,baukrper selbst kaum noch mglich ist1 ohne die ,festigkeit zu gefhrden1 wird das ,ornament ihr ,trger4 ,hemmungen durch den ,zweck oder die ,disziplin bestehen nicht mehr1 die ,phantasie schaltet vllig frei und ist so reich1 da das ,ornament in kleinste ,teile zerspalten wird1 jeder von neuer ,form und in freier ,bewegung mit dem nchsten verflochten4 ,gerade ,linien vermeidet man und liebt die wirbelnde ,drehung4 ,jeder ,kurve entspricht eine ,gegenkurve1 jede ,tiefe hebt eine ,hhe auf1 ,begegnungen verflechten sich und lsen sich in ,wirbeln4 ,einheimische und exotische1 stilisierte und realistische ,formen1 ,natur- und ,architekturelemente stehen im selben ,wandteil nebeneinander1 und ihre ,kurven geben der ,wand fr das ,auge eine ,tiefenbewegung1 die sie selbst mit ,rundungen und ,ausbauchungen begleitet4 ,das kunstgewerbliche ,gert1 dessen ,formen durch diese ,freude am ,reichtum zahllos vermehrt werden1 wchst aus dem ,zimmer heraus wie ein ,teil des ,ornaments4 ,es wird vom ,boden aufgehoben1 auf ,ranken federnd oder auf hohen ,fen gleichsam balanzierend1 indem es sich von schmaler ,basis nach oben verbreitert4 ,seine ,struktur wird weiter zerstrt durch malerisches ,auflsen der ,wandungen in ,gegenstze heller und dunkler ,flchen1 in tiefschimmernden ,emails und ,glasuren und in plastischen ,modellierungen1 denen die ,kurven frei aufgelegter ,ranken begegnen4 ,stile dieser ,art sind der sptantike ,stil1 die ,sptgotik1 das ,rokoko4 ,und so ergibt sich1 da sich in der geschichtlichen ,reihenfolge der abendlndischen ,stile1 vom kretisch-mykenischen angefangen bis zum #ai4 ,jahrhundert1 dieser ,zirkel der drei ,stilformen dreimal wiederholt1 je einmal die ,entwicklung in ,antike1 ,mittelalter und ,neuzeit durchfhrend4 ,es ist auffallend1 wie hnlich die ,symptome an den entsprechenden ,stilpunkten in den drei ,zeitaltern sind4 ,auf vieles wurde schon hingewiesen2 aber wie berraschend ist beispielsweise das ,vorkommen der gedrehten ,sulen an rmischen ,kandelabern1 im sptgotischen nrdlichen ,seitenschiff des ,braunschweiger ,domes und an ,barockaltren oder die ,gefhlsverwandtschaft der sptantiken ,verroterie1 der auf rotem ,grund aufgelegten zerpflckten ,metallbeschlge sptgotischer ,truhen und der ,bouletechnik6 ,die stilgeschichtliche ,bewegung ist also eine vollkommene ,wellenbewegung zwischen strenger und freier ,form4 ,sie fliet vom dorischen ,stil zum sptrmischen1 vom altchristlich-romanischen zum sptgotischen1 von der italienischen ,profangotik bis zum ,rokoko4 ,wenn uns eine ,periode als ,aufstieg und eine andere als ,niedergang erscheint1 so trgt allein unsere ,abhngigkeit vom eigenen ,geschmack die ,schuld4 ,wertet man objektiv1 so ist die ,kunst jeder ,periode als ,ausdruck ihres besonderen ,schnheitsgefhls der jeder anderen gleichwertig4 ,daraus folgt1 da unsere ,stilbenennungen objektiv unrichtig sind1 insofern sie bloe ,klassifikationen von ,erscheinungen sind1 zwischen denen sich ,grenzen eigentlich nicht recht ziehen lassen2 aber auch subjektiv sind sie falsch1 weil1 wenn man berhaupt klassifizieren will1 man die ,bewegung vom konstruktiven ,beginn bis zum ornamentalen ,abschlu als einheitlich zusammenfassen mu4 ,wir sind hier beraus inkonsequent2 wir unterscheiden in der mittelalterlichen ,stilbewegung nur zwei ,hauptformen1 nmlich ,romanisch und ,gotisch1 in der ganz parallelen ,bewegung der neuen ,zeit aber mindestens acht ,formen1 von der ,renaissance bis zur sog4 ,stillosigkeit des #ai4 ,jahrhunderts4 ,es ist absolut notwendig1 diese einzelnen konventionellen ,benennungen1 die obendrein selbst als ,worte nicht immer verstndlich sind1 zu verlassen und von greren entwicklungsgeschichtlichen ,gesichtspunkten aus etwa von der antiken1 der mittelalterlichen1 der neuzeitlichen ,stilbewegung zu sprechen4 ,fat man die ,linie so1 dann ergibt sich auch fr ,plastik und ,malerei ein ,verhltnis zu den ,stilbewegungen1 das nach der bisher blichen ,methode1 die nur von freigeschaffenen ,werken ausging1 garnicht zu gewinnen war4 ,es ist gar keine ,frage1 da sie im ,anfang jeder ,stilwelle nicht selbstndig gewertet werden wollen1 sondern wie die ,baukunst den ,gesetzen des ,zweckes untergeordnet sind2 ihre wichtigste ,aufgabe ist die architektonische ,dekoration4 ,hier stehen sie unter demselben ,gesetz wie das ,ornament3 die ,plastik als an die ,flche gebundene1 figurale ,dekoration oder als ,flachrelief1 die ,malerei als linear gefhrte ,wandmalerei1 beide durch die ,architekturanlage bedingt und ihrer ,klarheit dienend4 ,die ,wand ist nicht nur ,bildgrund1 sondern ,bildteil und ,bildgrenze und die ,komposition daher friesartig4 ,jede ,gestalt steht fr sich1 und die ,gruppe ist eine ,aufreihung paralleler ,gestalten4 ,wo die ,einzelfigur erscheint1 beim ,grabmal etwa1 ist sie ,denkmal und dadurch gebunden4 ,dem entsprechend ist das ,interesse am ,erfinden neuer ,formen nicht sehr gro2 die ,tradition herrscht1 und die ,disziplin eines auf die ,ttigkeit konzentrierten ,willens hemmt die ,phantasie ebenso wie der ,mangel an ,stoffen infolge der ,interesselosigkeit fr die umgebende ,welt4 ,was wir ,seele8 nennen1 scheint das frheste ,hellas und der ,mensch der romanischen ,kunst vielleicht nicht einmal gekannt zu haben4 ,den ,ausdruck gibt die ,kraft des ,linienstiles1 und er ist ebenso reich an ,form wie die freieste ,modellierung4 ,allein hier tritt dieselbe ,bewegung ein wie in der ,architektur2 die ,gebundenheit der ,gestalten beginnt sich durch eine ,bewegung zu lsen1 die ihre ,grundlage im sich ausbreitenden ,raumgefhl hat1 das die ,zweckbedingungen negiert und die ,flchen allmhlich sprengt4 ,wir sahen oft genug1 wie die ,bewegung1 die sich bei der einzelnen ,gestalt schlielich bis zum ,fixieren des ,momentanen steigert1 im ,raum zur ,gruppenbildung fhrt1 also zu einer ,verknpfung der ,teile1 die der in der ,architektur ganz parallel luft1 bis das ,hochrelief und die freie ,form in der ,plastik und die freie ,modellierung in der ,malerei den letzten ,rest von tektonischem ,flchenbewutsein brechen4 ,wie der ,ausdruck der ,form steigert sich der des ,gefhls1 und wie ,ruhe und ,bewegung werden ,pathos und ,weichheit4 ,und immer reicher erfindet die befreite ,phantasie ,stoffe1 ,gebilde und ,formen4 ,die letzte ,phase verhilft dem ,gefhl und der ,form zu noch feineren ,differenzierungen1 sie ist einerseits naiv1 andererseits sentimental im ,sinne ,schillers1 die realistische und die zugleich eigentlich romantische ,periode1 die daher1 archaisierend1 gern ,werke strengerer ,zeiten nachbildet1 als knnte sie dadurch ein innigeres ,gefhl aussprechen als ihr eigenes4 ,entsprechend werden die ,formen zarter1 die ,kurven weicher und das ,relief flacher1 um nach ,art der ,malerei die tiefsten ,raumwirkungen allen vom ,material geforderten ,beschrnkungen zum ,trotz vorzutuschen4 ,diese ,art des ,flachreliefs ist natrlich ebensowenig tektonisch wie das ,vorhandensein einer ,flche unter dem zerstrenden ,ornament des ,rokoko4 ,entsprechend dieser malerischen ,plastik findet die ,malerei selbst jetzt ihren rumlich freiesten ,ausdruck im ,impressionismus4 ,dabei mu betont werden1 da zeichnerische und malerische ,darstellungsweise1 wie ,wlfflin#a diese ,worte braucht1 beide diesen ,sptperioden gehren1 die erstere mehr der zweiten1 die letztere mehr der dritten ,stilphase vorbehalten4 ,die ,ausdrucksform der ersten1 strengsten ,periode1 die auch von zeichnerischer ,art ist1 ist bisher unerrtert geblieben1 weil eben die ,tendenz besteht1 unter ,malerei und ,plastik nur die knstlerisch freien ,zeiten zu verstehen4 ,in der ,tat ist der ,grundsatz l'art pour l'art der jeder untektonischen1 von ,sachbedingungen freien ,epoche4 ,whrend im tektonischen ,beginn der ,bewegung die ,zweckknste herrschen1 treten im ,ausklang diese1 mit einer gewissen ,arroganz hohe ,kunst8 genannten ,kunstbungen mindestens gleichberechtigt1 oft bevorzugt neben sie4 ,interessanterweise ergab es sich1 da beim ,beginn der dorischen ,epoche wie der romanischen und der ,renaissance diese beherrschende ,stellung noch fortdauert1 obgleich die konstruktiven ,tendenzen in ,architektur und ,kunstgewerbe bereits zum ,durchbruch gekommen sind4 #a ,kunstgeschichtliche ,grundbegriffe4 ,mnchen #aiae4 ,das ,gesetz der drei ,stilphasen gilt also auch fr die sogenannten freien ,knste81 die in denselben ,zeiten frei sind1 in denen die ,zweckknste phantasievoll gestalten1 und in denselben ,zeiten gebunden1 in denen auch diese bedingt sind4 ,aber man darf dieses ganze ,gesetz in seiner ,wichtigkeit nicht berschtzen4 ,innerhalb seiner hat jede ,menschheitsperiode ihre eigene knstlerische ,gesinnung4 ,das ,mittelalter ist dumpfer1 unbestimmter in all seinen ,ausdrucksformen als die in der ,klarheit groer ,anschauungen schaffende ,antike1 beide aber sind strker vom ,stilgesetz abhngig als die neuzeitliche ,bewegung1 die in ihrer ,gesinnung sehr persnlich ist und den ,eigenwert der ,dinge betont4 ,trotzdem ist der ,unterschied vom ,stilstandpunkt aus gesehen nur graduell2 das ,gesetz gilt auch hier1 und so trgt die gesamte ,kunstgeschichte nicht den ,charakter einer fortlaufenden ,entwicklung1 sondern den einer ,wellenbewegung4 ,aber das ,stilwerden selbst aus den bloen ,erscheinungen erklren zu wollen1 erscheint so unmglich wie alle rationalistischen ,ausdeutungen tief seelischer ,phnomene4 ,man hat versucht1 das ,stilgefhl der ,zeit von ,haltung und ,kleidung des ,menschen abzuleiten1 und dabei nicht bedacht1 da gerade sie ,glieder des ,kunstschaffens sind1 ein plastisches ,bilden des eigenen ,leibes4 ,wie in der zierlichen ,eckigkeit des ,gerankes uert sich das sptgotische ,schnheitsgefhl auch darin1 da die spitze ,stuhlecke zwischen den ,beinen sitzender ,mnner hervorsieht1 oder der ,prsidentenstuhl einer ,gerichtssitzung nicht1 wie in der ,renaissance1 an der ,langseite1 sondern in einer spitzen ,ecke steht1 als wre dort der ausgezeichnetste ,platz4 ,und verlangt nicht der hellenistische ,spiegel wie der kleine ,henkel der ,rokokotasse ein elegantes ,fassen mit spitzigen ,fingern8 ,man hat das ,stilwerden ferner auf die ,entwicklung der ,technik1 den ,stilausdruck auf das ,material zurckfhren wollen4 ,aber auch das fhrt nicht weiter4 ,denn es erklrt nicht1 warum sich ,materialien1 die so verschieden sind wie ,stein1 ,holz1 ,silber und ,fayence im selben ,zeitalter vllig gleichartig verhalten1 und ffnet wiederum die ,frage nach der ,ursache fr die ,entwicklung der ,technik4 ,nein1 es ist vllig unmglich1 den ,stil von auen her zu erklren4 ,vielmehr macht sein ,geschmack ,material und ,technik zu seinen ,werkzeugen1 whlt den ,werkstoff1 der seinen ,absichten entspricht1 und die ,technik1 die sie am besten in ihm herausarbeitet4 ,wie lange hat nicht das ,rokoko sich um das ,porzellan gemht1 dessen ,schmiegsamkeit es als keramisches ,ziel immer vor ,augen sah6 ,nein1 die griechische ,plastik ist um #eej nicht dadurch verfeinert worden1 da sie in ,marmor zu arbeiten begann1 whrend sie bisher den groben ,muschelkalk verwandte1 die ,gotik hat nicht das durchsichtige ,email um des schimmernden ,silbergrundes willen verwandt4 ,vielmehr hat die hellenische ,skulptur zu dem edleren ,werkstoff gegriffen1 weil ihren neuen ,absichten der grobe nicht mehr gengte1 hat die malerische ,gotik den ,silbergrund verwandt1 um die ,farbenwirkung des durchsichtigen ,schmelzes zu steigern4 ,wenn tatschlich die ,verwendung von ,stuck am ,ende des #ab4 ,jahrhunderts die strengen ,formen der romanischen ,plastik gelockert hat1 hat er dann auch die ,rokokoranke geschaffen oder hat nicht vielmehr in beiden ,fllen der beweglich gewordene ,stil zu dem gefgigen ,material gegriffen1 wie das ,rokoko zum ,porzellan8 ,nur dadurch1 da der ,stil ,material und ,technik bedingt1 ist das seltsame ,paradox erklrlich1 da die ,hausteinkirchen der ,sptgotik eleganter sind als die ernsten ,gotteshuser1 die die strengen ,stmme ,norddeutschlands in weichem ,backstein bauten1 ebenso wie das ,berliner ,barock gehaltener ist als das ,mnchener1 das ,rokoko von ,sanssouci trockener als das von ,wrzburg4 ,gerade das aber erweist1 da die ,eigenschaften des schaffenden ,volkes von starkem1 ja magebendem ,einflu auf die ,formgestaltung sein mssen4 ,fr das ,stilwollen ist also das ,schnheitsgefhl1 der ,geschmack die sthetische ,grundlage4 ,es sichtet1 siebt und ordnet die von den ,augen gesammelte ,vorstellungswelt des ,knstlers fr das neue ,werk4 ,auch unsere drei ,stilkategorien1 obgleich vom ,verhltnis der ,stile zum ,zweck hergeleitet1 sind doch nicht uerlich zu verstehen4 ,denn es gibt kein ,kunstwerk1 kein geformtes ,werk berhaupt1 bei dem nicht zwischen ,absicht und ,ausfhrung das ,schnheitsgefhl oft unbewut mitttig ist4 ,objektiv genommen ist das freie ,kunstwerk ebenso vom ,stilgesetz gehemmt wie das dem ,zweck unterworfene1 und dieses nicht mehr gefesselt als jenes4 ,in beiden ,fllen sind gleich viel ,formen denkbar und nicht nur theoretisch4 ,hat man sich einmal in die besondere ,schnheit etwa der romanischen ,buchmalerei eingefhlt1 so ist man erstaunt ber den ,reichtum in der ,strenge1 der sich hier offenbart4 ,whrend sich aber die ,empfindung des ,knstlers in den tektonischen ,stilen nur auf das zu schaffende ,werk konzentriert1 entwickelt sie sich von hier aus immer reicher1 spaltet ,gefhlselemente ab1 differenziert sich1 nimmt ,elemente aus der ,verstandeswelt und aus anderen ,nichtgefhlskreisen auf4 ,so werden schlielich ,empfindungen ausgedrckt1 die nicht mehr rein sthetisch sind1 sondern auf ,stimmungsausdruck abzielen4 ,dieser ,gefhlsweg ist ganz einheitlich1 und das erklrt1 warum sich alle ,knste gleichartig verhalten4 ,malerei und ,plastik sind nicht von der ,baukunst abhngig1 sondern von denselben ,gefhlen wie sie1 und werden bewegt und sentimental1 sobald auch der ,bau nicht mehr seinen ,zweck1 sondern ,gefhle ausdrcken will4 ,nun versteht man auch1 warum die ,kunst nicht mit dem ,zweckgefhl beginnt1 sondern in den ,steinzeithhlen und in ,kreta mit sehr freiem impressionistischem8 ,gestalten4 ,doch offenbar1 weil ,auge und ,gefhl bei ,menschen1 die mit der ,natur unmittelbar zusammenhngen1 weil sie berall von ihr abhngig sind1 sehr viele ,eindrcke empfangen mssen1 die sie aber noch nicht zu vereinigen verstehen1 whrend erst nachdenklichere1 bewutere ,zeitalter das ,interesse am ,ordnen des ,kunstwerks haben4 ,trotz alledem bleibt die ,einheitlichkeit aller dieser ,vorgnge rtselhaft4 ,warum ist das ,schnheitsgefhl aller ,menschen einer ,zeit im ,grunde genommen dasselbe1 ein ,stil8 ,warum findet auch der begabteste ,knstler eine ,schranke fr seine knstlerische ,freiheit im ,geschmack seiner ,welt und unterwirft sich ihm unbewut und im ,glauben1 er schfe vllig ,neues8 ,schinkel1 ,semper1 ,van de ,velde haben alle in ihren ,schriften das tektonische ,programm aufgestellt1 und doch sind die beiden ersten ,eklektiker und die ,werke des letzteren ersticken in den ,schlangenwindungen seines ,ornamentes4 ,warum macht ferner diese ,stileinheit nicht nur als ,ganzes eine ,entwicklung durch1 sondern vollzieht sich diese so gesetzmig1 mehr als dreimal schon in der von uns berblickten ,spanne der ,kunstgeschichte8 ,da sich ,parallelerscheinungen in anderen ,gebieten menschlichen ,schaffens finden1 da ,religion1 ,musik1 ,literatur und selbst die ,wissenschaft sich ebenso und in denselben ,perioden von der ,enge zur ,freiheit entwickeln1 ist keine ,begrndung fr die ,wege der ,kunst4 ,die ganze ,gesinnung ist eben in der ,frhzeit einfach und naiv81 in der ,sptzeit kompliziert1 sentimental8 und selbst ekstatisch4 ,keine dieser ,parallelen ist von der andern abhngig1 sondern alle beruhen auf der gemeinschaftlichen ,entwicklung der menschlichen ,gefhlskomplexe4 ,nun ist aber der ,mensch1 der ,trger dieser ,empfindungen1 selbst kein ,einzelwesen1 sondern sozial geordnet1 ,glied einer ,gemeinschaft1 die in ,bedrfnissen1 ,neigungen1 ,befriedigungen verflochten und abhngig von allen ihren ,gliedern ist4 ,was wir ,stil nennen1 bezeichnet die knstlerische ,gefhlsgemeinschaft als dem ,gefhl des ,einzelwesens bergeordnet4 ,schon oben ergab sich die ,wichtigkeit der ,eigenschaften des kunstschaffenden ,stammes fr das ,kunstwerk4 ,sie bedingt es1 da sich italienische ,bilder von deutschen oder niederlndischen prinzipiell unterscheiden4 ,noch interessanter ist1 da unser ganzes ,stilsystem offenbar nur fr die arischen ,vlker gilt4 gypten verhielt sich nur hnlich1 aber keineswegs gleich1 und wenn es von einer ,art ,tektonik herkommt1 so endet es nicht im ,ornament1 sondern in dumpfer ,schwere4 ,mesopotamien1 ,indien1 ,china1 ,japan1 die ,negervlker und die amerikanischen ,urstmme verhalten sich gnzlich anders4 ,und nun kennt die soziale ,struktur ,entwicklungen von hnlicher ,art wie die ,kunst4 ,ich spreche dabei nicht von der ,regierungsform1 sondern von der ,schichtung des ,volkes in sich4 ,man kann sagen1 da die frhe ,antike und das frhe ,mittelalter ,vlkern angehren1 deren ,aufbau ziemlich einheitlich ist4 ,groe ,unterschiede an ,besitz und ,bedrfnis werden nicht bestanden haben4 ,gerade da die ,vorrenaissance sich auch hierin etwas anders verhlt1 erklrt ihre knstlerisch freiere ,artung4 ,spter setzen sich ,schichten ab1 der ,besitz sammelt sich in immer weniger ,hnden1 einzelne ,schichten sinken auf den ,grund1 andere tauchen empor1 bis schlielich eine dnne ,oberschicht ber einer groen ,masse wenig ,begterter lagert4 ,in ihr sammelt sich nicht nur der ,reichtum1 sondern auch das ,bedrfnis nach ,wissenschaft1 ,prunk und ,behaglichkeit4 ,von solchen ,schichtungen ist aber die ,kunst direkt abhngig2 wenn auch das ,schnheitsgefhl des ,knstlers ihre ,werke schafft1 so ist sie doch ,ware1 abhngig1 oft unbewut1 vom materiellen und religisen ,bedrfnis4 ,dies ist in der ,frhzeit einfach und der ,gesamtheit gemeinsam1 und so erklrt sich ihr geschlossenes ,stilbild und die ,einfachheit1 um nicht zu sagen ,armut1 seiner knstlerischen ,glieder4 ,aber im selben ,mae1 wie fr die geringer begterten ,volksteile die ,kunst berhaupt ausschaltet1 wird sie fr die ,reichen zum ,bedrfnis4 ,jeder tektonische ,stil ist echt sozial1 weil die ,schlichtheit seiner ,formen auch dem rmsten jede ,stilschnheit gnnt und sie auch der letzte ,handwerker in gleicher ,folgerichtigkeit und mithin ,schnheit schaffen konnte1 ja mute4 ,der ornamentreiche ,stil dagegen erlaubt nur dem ,begterten den vollen ,genu seiner ,stilschnheit2 in ihm werden die ,arbeiten des ,handwerkers1 wie ,bauernrokoko und ,jugendstil lehren1 immer minderwertige ,produkte sein1 da sein einfacher ,sinn ihn die komplizierten ,formen nicht in all ihrer ,feinheit wird empfinden lassen4 ,liegt also der ,stilentwicklung ein soziales ,gesetz zugrunde1 so wre es ntig1 jenes zu begrnden1 um dieses zu verstehen4 ,dann wird vielleicht klar werden1 warum auch die ,geschichte ,parallelgnge zeigt1 sie1 die ja im eminentesten ,sinne von der ,struktur der ,vlker abhngt4 ,es ist eine historische ,probe aufs ,exempel1 da die groen ,vlkerkatastrophen1 wie die dorische ,wanderung1 die ,vlkerwanderung und der ,krieg1 den wir eben jetzt erleben1 genau an dem ,punkt stehen1 wo eine ,stilwelle die andere ablst4 ,verzeichnis der ,abbildungen und ihrer ,quellen4 ,abb4 ,seite #a4 ,florenz4 ,palazzo ,vecchio4 ,aufnahme der ,neuen ,photographischen ,gesellschaft ,a4-,g41 ,berlin-,steglitz #f #b4 ,florenz4 ,palazzo ,strozzi4 ,nach ,photographie von ,brogi #h #c4 ,rom4 ,fenster der ,cancelleria4 ,nach ,photographie #i #d4 ,venedig4 ,markusbibliothek4 ,nach ,photographie von ,brogi #aa #e4 ,florentiner ,truhe4 ,nach ,cornelius1 ,elementargesetze4 #b4 ,aufl4 #ac #f4 ,ghirlandajo4 ,abendmahl4 ,nach ,photographie von ,alinari #af #g4 ,lionardo da ,vinci4 ,das ,abendmahl4 7,die ,verffentlichung verdanken wir der ,freundlichkeit des ,herrn ,prof4 ,vogel vom ,museum der bild4 ,knste in ,leipzig47 #ag #h4 ,michelangelo4 ,erschaffung ,adams4 7,rom1 ,sixtinische ,kapelle47 ,nach ,photographie #ai #i4 ,saalfeld4 ,rathaus4 ,nach ,photographie von ,zedler und ,vogel1 ,darmstadt #ba #aj4 ,albrecht ,drer4 ,der heilige ,hieronymus4 ,kupferstich #bc #aa4 ,niederrheinische ,schnelle4 ,aus ,haendcke1 ,deutsche ,kunst im tgl4 ,leben4 #aijh #bd #ab4 ,drer4 ,der ,sndenfall4 ,kupferstich #bf #ac4 ,peter ,vischer4 ,sebaldusschrein 7sog4 ,sebaldusgrab7 in ,nrnberg1 ,st4 ,sebald4 ,nach ,photographie #bh #ad4 ,gotischer ,pokal von #adfb in ,wiener-,neustadt4 ,nach ,photographie #cj #ae4 ,buckelpokal aus ,lneburg4 ,nach ,photographie #cb #af4 ,zimmer aus ,schlo ,hllrich4 ,aus v4 ,falke1 ,geschichte des deutschen ,kunstgewerbes #cc #ag4 ,lbeck4 ,tfelung im ,fredenhagenschen ,zimmer4 ,nach ,lbeck1 seine ,bauten und seine ,kunstwerke #cd #ah4 ,braunschweig4 ,gewandhaus4 ,nach einer ,aufnahme der ,neuen ,photographischen ,gesellschaft1 ,a4-,g41 ,berlin-,steglitz #ce #ai4 ,saal im ,rathaus zu ,danzig4 ,nach ,schultz1 ,danzig und seine ,bauten #cg #bj4 ,mnchen4 ,theatiner-,hofkirche4 ueres4 ,photographie ,g4 ,stuffler1 ,mnchen4 7,nach einer ,photographie aus dem ,jahre #agfi47 #da #ba4 ,mnchen4 ,theatiner-,hofkirche4 ,inneres4 ,nach ,photographie #dc #bb4 ,wrzburg1 ,schlo4 ,gesamtansicht4 ,photographie ,dr4 ,f4 ,stoedtner1 ,berlin #dh #bc4 ,wrzburg1 ,schlo4 ,kaisersaal4 ,photographie ,dr4 ,f4 ,stoedtner1 ,berlin #di #bd4 ,schrank des ,barock4 ,photographie von ,h4 ,keller4 ,aus ,danziger ,barock1 ,frankfurt a4 ,m4 #aiji #ea #be4 ,sessel aus dem kgl4 ,schlo zu ,berlin4 ,nach ,graul1 das #ah4 ,jahrhundert #eb #bf4 ,delfter ,fayencevase4 ,um #agjj4 ,nach ,brinckmann1 ,das ,hamburgische ,museum #ed #bg4 ,schlter4 ,denkmal des ,groen ,kurfrsten4 ,nach einer ,aufnahme der ,neuen ,photographischen ,gesellschaft ,a4-,g41 ,berlin-,steglitz #eh #bh4 ,van ,dijk3 ,johannes der ,tufer und ,johannes der ,evangelist4 ,photographie von ,f4 ,hanfstaengl1 ,mnchen #fb #bi4 ,kommode des ,rgencestiles4 ,nach ,williamson1 ,le mobilier national #fe #cj4 ,schlo ,amalienburg bei ,mnchen4 ,spiegelsaal4 ,nach ,photographie #fg #ca4 ,kaminbcke des ,rokokostils in ,schlo ,fontainebleau #fi #cb4 ,rokokoterrine im ,klner ,kunstgewerbemuseum4 ,nach dem ,katalog #ga #cc4 ,lehnstuhl von ,jacob4 ,stil ,louis ,,xvi4 ,berliner ,kunstgewerbemuseum4 ,nach ,graul1 ,das #ah4 ,jahrhundert #gd #cd4 ,chinesische ,gefe in ,bronze gefat4 ,stil ,ludwig ,,xvi4 ,paris1 ,louvre #ge #ce4 ,fontainebleau1 ,schlo4 ,arbeitszimmer ,napoleons ,i4 ,photographie ,dr4 ,f4 ,stoedtner1 ,berlin #gg #cf4 ,berlin1 ,neue ,wache4 ,photographie ,dr4 ,f4 ,stoedtner1 ,berlin #gh #cg4 ,j4 ,l4 ,david4 ,madame ,recamier4 ,paris1 ,louvre4 ,nach einer ,originalaufnahme von ,hanfstaengl1 ,mnchen #gi #ch4 ,mbel des ,biedermeierstils4 ,nach ,lux1 ,von der ,empire-,biedermeierzeit4 ,verl4 v4 ,jul4 ,hoffmann1 ,stuttgart #hc #ci4 ,mbel vom ,ende des #ai4 ,jahrh4 in ,pseudorenaissance4 ,nach ,cornelius1 ,elementargesetze #b4 ,aufl4 #hf #dj4 ,tisch von ,majorelle in ,nancy4 ,nach ,lambert1 ,das moderne ,mbel auf der ,pariser ,weltausstellung #aijj #hi #da4 ,behrens4 ,turbinenfabrik4 ,berlin4 ,aus ,moderne ,arbeit81 ,hoeber1 ,behrens #ib #db4 ,heidrich4 ,zimmer des ,reichskommissars4 ,brsseler ,weltausstellung #aiaj4 ,photographie ,dr4 ,f4 ,stoedtner #ic ,druck von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig4 ,die ,sammlung ,aus ,natur und ,geisteswelt8 nunmehr schon ber #fjj ,bndchen umfassend1 sucht seit ihrem ,entstehen dem ,gedanken zu dienen1 der heute in das ,wort3 ,freie ,bahn dem ,tchtigen68 geprgt ist4 ,sie will die ,errungenschaften von ,wissenschaft1 ,kunst und ,technik einem jeden zugnglich machen1 ihn dabei zugleich unmittelbar im ,beruf frdern1 den ,gesichtskreis erweiternd1 die ,einsicht in die ,bedingungen der ,berufsarbeit vertiefend4 ,sie bietet wirkliche ,einfhrungen8 in die ,hauptwissensgebiete fr den ,unterricht oder ,selbstunterricht1 wie sie den heutigen methodischen ,anforderungen entsprechen4 ,so erfllt sie ein ,bedrfnis1 dem ,skizzen1 die den ,charakter von ,auszgen8 aus groen ,lehrbchern tragen1 nie entsprechen knnen2 denn sie setzen vielmehr eine ,vertrautheit mit dem ,stoffe schon voraus4 ,sie bietet aber auch dem ,fachmann eine rasche zuverlssige bersicht ber die sich heute von ,tag zu ,tag weitenden ,gebiete des geistigen ,lebens in weitestem ,umfang und vermag so vor allem auch dem immer strker werdenden ,bedrfnis des ,forschers zu dienen1 sich auf den ,nachbargebieten auf dem laufenden zu erhalten4 ,in den ,dienst dieser ,aufgabe haben sich darum auch in dankenswerter ,weise von ,anfang an die besten ,namen gestellt1 gern die ,gelegenheit benutzend1 sich an weiteste ,kreise zu wenden1 der ,gefahr der ,spezialisierung8 unserer ,kultur entgegenzuarbeiten an ihrem ,teil bestrebt4 ,damit sie stets auf die ,hhe der ,forschung gebracht werden knnen1 sind die ,bndchen nicht1 wie die anderer ,sammlungen1 stereotypiert1 sondern werden -- was freilich die ,aufwendungen sehr wesentlich erhht -- bei jeder ,auflage durchaus neu bearbeitet und vllig neu gesetzt4 ,so konnte der ,sammlung auch der ,erfolg nicht fehlen4 ,mehr als die ,hlfte der ,bndchen liegen bereits in #b4 bis #f4 ,auflage vor1 insgesamt hat sie bis jetzt eine ,verbreitung von weit ber #c ,millionen ,exemplaren gefunden4 ,alles in allem sind die schmucken1 gehaltvollen ,bnde1 denen ,professor ,tiemann ein neues knstlerisches ,gewand gegeben1 durchaus geeignet1 die ,freude am ,buche zu wecken und daran zu gewhnen1 einen kleinen ,betrag1 den man fr ,erfllung krperlicher ,bedrfnisse nicht anzusehen pflegt1 auch fr die ,befriedigung geistiger anzuwenden4 ,durch den billigen ,preis ermglichen sie es tatschlich jedem1 auch dem wenig ,begterten1 sich eine ,bibliothek zu schaffen1 die das fr ihn ,wertvollste ,aus ,natur und ,geisteswelt8 vereinigt4 ,jedes der meist reich illustrierten ,bndchen ist in sich abgeschlossen und einzeln kuflich ,jedes ,bndchen geheftet ,m4 #a4bj1 gebunden ,m4 #a4ej ,werke1 die mehrere ,bndchen umfassen1 auch in einem ,band gebunden ,leipzig1 im ,juni #aiag4 ,b4 ,g4 ,teubner ,jedes ,bndchen geheftet ,m4 #a4bj1 gebunden ,m4 #a4ej ,zur bildenden ,kunst1 ,musik und ,schauspielkunst sind bisher erschienen3 ,bildende ,kunst ,allgemeines3 sthetik4 ,von ,professor ,dr4 ,r4 ,hamann4 7,bd4 #cde47 99,einfhrung in die ,geschichte der sthetik4 ,von ,dr4 ,h4 ,nohl4 7,bd4 #fjb47 99,das ,wesen der deutsch4 bildend4 ,kunst4 ,v4 ,geh4 ,rat ,prof4 ,dr4 ,h4 ,thode4 7,bd4 #ehe47 ,bau und ,leben der bildenden ,kunst4 ,von ,direktor ,prof4 ,dr4 ,th4 ,volbehr4 #b4 ,aufl4 ,mit #dd ,abbildungen4 7,bd4 #fh47 ,kunstpflege in ,haus und ,heimat4 ,von ,superintendent ,r4 ,brkner4 #b4 ,auflage4 ,mit #bi ,abbildungen4 7,bd4 #gg47 ,grundzge der ,perspektive nebst ,anwendungen4 ,von ,prof4 ,dr4 ,k4 ,doehlemann4 ,mit #ia ,fig4 u4 #aa ,abb4 7,bd4 #eaj47 99,projektionslehre4 ,von ,zeichenlehrer ,a4 ,schudeisky4 ,mit ,abbildungen4 7,bd4 #efd47 ,der ,weg zur ,zeichenkunst4 ,von ,dr4 ,e4 ,weber4 ,m4 #hb ,abb4 u4 #a ,tafel4 7,bd4 #dcj47 ,geschichte3 ,die ,entwicklungsgeschichte d4 ,stile in d4 bildenden ,kunst4 ,von ,dr4 ,e4 ,cohn-,wiener4 #b ,bde4 #b4 ,aufl4 7,auch in #a ,bd4 geb47 ,bd4 ,i3 ,vom ,altertum bis zur ,gotik4 ,mit #ff ,abb4 7,bd4 #cag47 ,bd4 ,,ii43 ,von d4 ,renaissance b4 z4 ,gegenw4 ,m4 #ca ,abb4 7,bd4 #cah47 ,altertum3 ,die ,bltezeit der griechischen ,kunst im ,spiegel der ,reliefsarkophage4 ,eine ,einfhrung in die griechische ,plastik4 ,von ,dr4 ,h4 ,wachtler4 ,mit #h ,tafeln und #cb ,abbildungen4 7,bd4 #bgb47 ,pompeji1 eine hellenistische ,stadt in ,italien4 ,von ,prof4 ,dr4 ,fr4 v4 ,duhn4 #b ,aufl4 ,mit #fb ,abbildungen4 7,bd4 #aad47 ,die ,kunst des ,islam4 ,von ,prof4 ,dr4 ,p4 ,schubring4 7,bd4 #eic47 ,mittelalter und ,neuzeit3 ,deutsche ,baukunst im ,mittelalter4 ,von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,r4 ,matthaei4 #c4 ,auflage4 ,mit zahlreichen ,abb4 im ,text und auf #b ,doppeltafeln4 7,bd4 #h47 ,die altdeutschen ,maler in ,sddeutschland4 ,von ,h4 ,nemitz4 ,mit einem ,bilderanhang4 7,bd4 #dfd47 ,die ,renaissancearchitektur in ,italien ,i4 ,von ,dr4 ,p4 ,frankl4 ,mit #ab ,tafeln und #bg ,textabbildungen4 7,bd4 #cha47 ,,ii4 7,bd4 #chb47 ,in ,vorb4 ,michelangelo4 ,eine ,einfhrung in das ,verstndnis seiner ,werke4 ,von ,prof4 ,dr4 ,e4 ,hildebrandt4 ,mit #dd ,abbildungen4 7,bd4 #cib47 ,albrecht ,drer4 ,von weil4 ,prof4 ,dr4 ,r4 ,wustmann4 ,mit #cc ,abb4 7,bd4 #ig47 ,rembrandt4 ,von ,prof4 ,dr4 ,p4 ,schubring4 ,mit #ej ,abbildungen4 7,bd4 #aeh47 ,niederlndische ,malerei im #ag4 ,jahrhundert4 ,von ,prof4 ,dr4 ,h4 ,jantzen4 ,mit #cg ,abbildungen4 7,bd4 #cgc47 ,deutsche ,baukunst seit dem ,mittelalter bis zum ,ausgang des #ah4 ,jahrhunderts4 ,von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,matthaei4 ,mit #fb ,abb4 u4 #c ,tafeln4 7,bd4 #cbf47 #ai4 ,jahrhundert3 ,deutsche ,baukunst im #ai4 ,jahrhundert4 ,von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,matthaei4 ,mit #ce ,abbildungen4 7,bd4 #dec47 ,die deutsche ,malerei im #ai4 ,jahrhundert4 ,von ,prof4 ,dr4 ,r4 ,hamann4 #b ,bnde ,text4 #b ,bnde mit #eg ganzseitigen und #bjj halbseitigen ,abbildungen4 7,bd4 #ddh-dea1 in #b ,doppelbnden zu je ,m4 #b4ej1 auch in #a ,halbpergamentband zu ,m4 #f4--7 ,die ,maler des ,impressionismus4 ,von ,prof4 ,dr4 ,b4 ,lzr4 ,mit #cb ,abbildungen und #a farbigen ,tafel4 7,bd4 #cie47 ,kunstgewerbe3 ,die dekorative ,kunst des ,altertums4 ,v4 ,dr4 ,fr4 ,poulsen4 ,m4 #aab ,abb4 7,bd4 #ded47 ,deutsche ,kunst im tgl4 ,leben bis zum ,schlusse d4 #ah4 ,jahrhunderts4 ,von ,prof4 ,dr4 ,b4 ,haendcke4 ,mit #fc ,abbildungen4 7,bd4 #aih47 ,ostasiatische ,kunst und ihr ,einflu auf ,europa4 ,von ,direktor ,professor ,dr4 ,r4 ,graul4 ,mit #di ,abbildungen4 7,bd4 #hg47 ,geschichte der ,gartenkunst4 ,von ,baurat ,dr4-,ing4 ,chr4 ,ranck4 ,mit #da ,abb4 7,bd4 #bgd47 ,die knstlerische ,photographie4 ,von ,dr4 ,w4 ,warstat4 ,mit #ab ,tafeln4 7,bd4 #daj47 ,musik 99,geschichte der ,musik4 ,von ,dr4 ,alfred ,einstein4 7,bd4 #dch47 99,beispielsammlung zur lteren ,musikgeschichte4 ,von ,dr4 ,a4 ,einstein4 7,bd4 #dci47 ,haydn1 ,mozart1 ,beethoven4 ,von ,prof4 ,dr4 ,c4 ,krebs4 #b4 ,aufl4 ,m4 #d ,bildn4 7,bd4 #ib47 ,die ,bltezeit der musikalischen ,romantik4 ,von ,dr4 ,e4 ,istel4 ,mit #a ,silhouette4 7,bd4 #bci47 ,das ,kunstwerk ,richard ,wagners4 ,von ,dr4 ,e4 ,istel4 ,mit #a ,bildnis ,richard ,wagners4 7,bd4 #ccj47 ,die moderne ,oper4 ,vom ,tode ,wagners bis zum ,weltkrieg 7#ahhc-aiad74 ,von ,dr4 ,e4 ,istel4 ,mit #c ,bildnissen4 7,bd4 #die47 ,die ,grundlagen der ,tonkunst4 ,versuch einer genetischen ,darstellung der allgemeinen ,musiklehre4 ,von ,prof4 ,dr4 ,h4 ,rietsch4 7,bd4 #agh47 ,musikalische ,kompositionsformen4 ,von ,s4 ,g4 ,kallenberg4 #b ,bnde4 7,bd4 #dab1 #dac1 auch in #a ,band gebunden47 ,bd4 ,i3 ,die elementaren ,tonverbindungen als ,grundlage der ,harmonielehre4 ,bd4 ,,ii3 ,kontrapunktik und ,formenlehre4 ,das moderne ,orchester in seiner ,entwicklung4 ,von ,prof4 ,dr4 ,fr4 ,volbach4 ,mit ,partiturbeispielen u4 #c ,tafeln4 7,bd4 #cjh47 ,die ,instrumente des ,orchesters4 ,v4 ,prof4 ,dr4 ,fr4 ,volbach4 ,mit #fj ,abb4 7,bd4 #chd47 ,klavier1 ,orgel1 ,harmonium4 ,das ,wesen der ,tasteninstrumente4 ,von ,professor ,dr4 ,o4 ,bie4 7,bd4 #cbe47 ,schauspielkunst ,das ,theater4 ,schauspielhaus und ,schauspielkunst vom griechischen ,altertum bis auf die ,gegenwart4 ,von ,dr4 ,chr4 ,gaehde4 #b4 ,aufl4 ,mit #ah ,abb4 7,bd4 #bcj47 99,die griechische ,tragdie4 ,v4 ,prof4 ,dr4 ,j4 ,geffcken4 ,mit #a ,plan u4 ,abb4 7,bd4 #eff47 ,die griechische ,komdie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,a4 ,krte4 ,m4 ,titelb4 u4 #b ,taf4 7,bd4 #djj47 ,das ,drama4 ,von ,dr4 ,b4 ,busse4 ,mit #c ,abb4 #c ,bde4 ,i3 ,von der ,antike z4 franz4 ,klassizismus4 ,,ii3 ,von ,versailles bis ,weimar4 ,,iii3 ,von der ,romantik zur ,gegenwart4 7,bd4 #bhg_/bhi47 ,das deutsche ,drama des #ai4 ,jahrhunderts4 ,in seiner ,entwicklung dargestellt von ,prof4 ,dr4 ,g4 ,witkowski4 #d4 ,auflage4 ,mit #a ,bildnis ,hebbels4 7,bd4 #ea47 ,die mit 99 bezeichneten und weitere ,bnde in ,vorbereitung4 ,als erstes ,bndchen der ,entwicklungsgeschichte der ,stile8 ist von demselben ,verfasser erschienen3 ,vom ,altertum bis zur ,gotik #b4 ,auflage4 ,mit #ff ,abb4 7,a,nu,g4 ,bd4 #cag47 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,geschichte der bildenden ,knste ,eine ,einfhrung von ,dr4 ,e4 ,cohn-,wiener4 ,preis ca4 ,m4 #d4-- ,das ,buch will kein historisch geordnetes ,nachschlagebuch sein1 sondern mglichst viel vom ,wesen der ,kunst und des ,kunstwerkes geben4 ,es sucht neben dem bloen ,wissen die ,freude am ,kunstwerk zu vermitteln1 erkennen zu lassen1 da hinter dem ,werk der ,knstler als schpferische ,persnlichkeit steht4 ,seine ,aufgabe1 der ,selbstbelehrung und als ,lehrbuch zu dienen1 sucht es nicht zu lsen1 indem es durch oberflchliche ,behandlung eines verwirrenden ,vielerlei mitzureden8 befhigt1 sondern durch eingehende ,bildhaftigkeit und ,anschaulichkeit anstrebende ,besprechung der behandelten ,kunstwerke sucht es dem ,leser den inneren ,gehalt der ,kunstepochen so vor ,augen zu stellen1 da er auch die ,werke1 die das ,bchlein selbst nicht erwhnen kann1 zu verstehen vermag4 ,eine reiche ,zahl von ,abbildungen -- darunter auch farbige -- dient der ,anschaulichkeit4 ,die neueste ,zeit ist besonders eingehend behandelt worden1 weil hier das ,bedrfnis am unmittelbarsten ist4 ,wrterbuch zur ,kunstgeschichte ,von ,dr4 ,ernst ,cohn-,wiener4 ,gebunden ,m4 #c4-- ,elementargesetze der bildenden ,kunst ,grundlagen einer praktischen sthetik von ,prof4 ,dr4 ,hans ,cornelius4 #b4 ,auflage4 ,mit #bde ,abb4 und #ac ,tafeln4 ,geh4 ,m4 #g4--1 geb4 ,m4 #h4-- ,es gibt kein ,buch1 in dem die elementarsten ,gesetze knstlerischer ,raumgestaltung so klar und anschaulich dargelegt1 so berzeugend abgeleitet wren4 ,wir haben hier zum ersten ,male eine zusammenfassende1 an zahlreichen einfachen ,beispielen erluterte ,darstellung der wesentlichsten ,bedingungen1 von denen namentlich die plastische ,gestaltung in ,architektur1 ,plastik und ,kunstgewerbe abhngt48 7,zeitschrift fr sthetik47 ,die bildenden ,knste ,ihre ,eigenart und ihr ,zusammenhang4 ,vorlesung von ,professor ,dr4 ,karl ,doehlemann4 ,geheftet ,m4 --4#hj ,eine tiefgrndige ,besprechung der bildenden ,knste -- ,malerei1 ,plastik und ,architektur umfassend -- in durchweg anregender ,form4 ,die ,fachwelt wie die gebildeten ,stnde werden die ,schrift mit hoher ,befriedigung aufnehmen48 7,wiener ,bauindustrie-,ztg47 ,unser ,verhltnis zu den bildenden ,knsten ,von ,geh4 ,hofrat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,schmarsow4 ,geh4 ,m4 #b4--1 geb4 ,m4 #b4fj ,diese ,vortrge bilden den wertvollsten ,beitrag zur ,literatur ber die ,kunsterziehungsfrage4 ,schmarsow entwickelt seine ,anschauung ber das ,verhltnis der ,knste zueinander1 um zu zeigen1 wie jede einzelne einer besonderen ,seite der menschlichen ,organisation entspreche1 wie darum auch alle ,knste eng miteinander verknpft sind1 da alle von einem ,organismus ausstrahlen48 7,deutsche ,literaturzeitung47 ,psychologie der ,kunst ,darstellung ihrer ,grundzge4 ,v4 ,dr4 ,r4 ,mller-,freienfels4 #b ,bde4 ,i3 ,die ,psychologie d4 ,kunstgenieens u4 ,kunstschaffens4 ,,ii3 ,die ,formen d4 ,kunstwerks u4 d4 ,psychol4 d4 ,bewertung4 ,geh4 je ,m4 #d4dj1 in #a ,bd4 geb4 ,m4 #aj4-- ,was diesem ,werke ,beachtung und ,anerkennung erworben hat1 ist zum ,teil der ,umstand1 da es zu den sehr seltenen wissenschaftlichen deutschen ,bchern gehrt1 die auch einen sthetischen ,wert besitzen1 aus denen eine ,persnlichkeit spricht1 die ber eine ungewhnliche ,gabe der ,synthese verfgt48 7,zeitschrift fr sthetik47 ,die deutsche ,malerei im #ai4 ,jahrhundert ,von ,prof4 ,dr4 ,r4 ,hamann4 ,mit #eg ganzseitigen und #bjj halbseitigen ,abbildungen4 ,in ,halbpergament ,m4 #g4-- ,h4 hat eine ausgezeichnete ,darstellung des ,entwicklungsganges der ,malerei whrend des letzten ,jahrhunderts gegeben4 ,meines ,wissens gibt es in der ganzen modernen ,kunstgeschichtschreibung keine annhernd so vortreffliche ,darstellung des ,wesens der ,malerei seit #ahfj bis zum ,einbruch des ,naturalismus1 als sie ,h4 im #f4 ,kap4 seines ,werkes gibt4 ,es ist ein ,genu1 sich der meisterhaften ,behandlung dieser ,epoche ruhig hinzugeben48 7,preu4 ,jahrb47 ,mathematik und ,malerei ,von ,oberlehrer ,dr4 ,g4 ,wolff4 ,mit #ah ,figuren und #ce ,abbildungen im ,text und auf #d ,tafeln4 ,kart4 ,m4 #a4fj ,die nahen historischen ,beziehungen zwischen ,malerei und mathematischer ,perspektive werden dazu benutzt1 um aus formaler ,darstellung eines ,bildes dessen knstlerischen ,wert zu beurteilen4 ,der erste ,teil entwickelt im engsten ,anschlu an die ,malerei die ,grundlagen der ,perspektive4 ,der zweite ,teil analysiert mit den so gewonnenen ,mitteln einzelne perspektivisch besonders lehrreiche ,bilder4 ,fr4 ,baumgarten1 ,fr4 ,poland1 ,r4 ,wagner3 ,die hellenische ,kultur #c41 stark vermehrte ,auflage4 ,mit #dgi ,abbildungen1 #i bunten1 #d einfarbigen ,tafeln1 einem ,plan und einer ,karte4 ,geh4 ,m4 #aj4--1 geb4 ,m4 #ab4ej 444 ,in schner1 ebenmiger ,darstellung entrollt sich vor dem ,blick des ,lesers die reiche hellenische ,kulturwelt4 ,wir sehen ,land und ,leute im ,lichte klarer und scharfer ,charakteristik4 ,das staatliche1 gesellschaftliche und religise ,leben1 das ,schpferische in ,kunst und ,schrifttum steigt in leuchtenden ,farben vor uns auf2 der feine kritische ,sinn1 der die ,verfasser niemals verlt1 erfllt mit ,zuversicht in ihre ,urteile48 7,hochland47 ,die hellenistisch-rmische ,kultur ,mit #ddj ,abb41 #e bunten1 #f einfarb4 ,taf41 #d ,kart4 u4 ,pln4 ,m4 #aj4--1 geb4 ,m4 #ab4ej 444 ,die ,verfasser des vorliegenden ,buches haben ,hervorragendes geleistet2 mit auerordentlichem ,geschick und sicherem ,urteil haben sie die ,ergebnisse der ,einzelforschung zu einem glnzenden ,bild des ,gesamt-,hellenismus und seiner ,folgeerscheinungen1 wie sie in der ganzen ,kultur der rmischen ,republik und ,kaiserzeit zutage treten1 zusammengefat4 ,technisch ausgezeichnet sind die ,reproduktionen2 ein nicht zu unterschtzender ,vorzug gegenber anderen ,werken hnlicher ,art liegt in der ,verwendung von mattem ,kunstdruckpapier1 das scharfe ,abbildungen ermglicht1 ohne durch strenden ,glanz unbequem zu werden2 hervorragend ist berhaupt die ganze ,ausstattung des prchtigen ,buches48 7,frauenbildung47 ,die ,renaissance in ,florenz und ,rom #h ,vortrge von ,prof4 ,dr4 ,k4 ,brandi4 #d4 ,aufl4 ,geh4 ,m4 #e4--1 geb4 ,m4 #f4-- 444 ,meisterhaft sind die ,erscheinungen von ,politik1 ,gelehrsamkeit1 ,dichtung1 bildender ,kunst zum klaren ,entwicklungsgebilde geordnet1 mit groem ,takte die ,persnlichkeiten gezeichnet1 aus freier ,distanz die ,ideen der ,zeit betrachtet4 ,die ,ausstattung des ,buches drfte zum ,geschmackvollsten der neueren deutschen ,typographie gehren48 7,hist4 ,jahrbuch47 ,kunst und ,kirche ,vortrge aus dem #aiac zu ,dresden abgehaltenen ,kursus fr kirchliche ,kunst- und ,denkmalspflege4 ,herausgegeben vom ,evang4-luther4 ,landeskonsistorium4 ,mit #fa ,abbild4 auf #cb ,tafeln4 ,geh4 ,m4 #d4--1 geb4 ,m4 #e4-- ,inhalt3 ,gurlitt3 ,kunst und ,kirche4 -- ,schmidt3 ,der schs4 ,kirchenbau bis auf ,georg ,bhr4 -- ,bestelmeyer3 ,bauknstl4 ,aufgab4 der ev4 ,kirche in der ,gegenwart4 -- ,gurlitt3 ,kirchl4 ,denkmalspflege4 -- ,berling3 ,die ,sonderausstellung kirchl4 ,kleinkunst4 -- ,hgg3 ,friedhofskunst4 ,geschichte der deutschen ,dichtung ,von ,oberlehrer ,dr4 ,h4 ,rhl4 #b4 ,aufl4 ,gebunden ,m4 #c4-- ,immer kommt es ihm darauf an1 das lebendige ,verstndnis des ,lesers zu heben1 den geistigen ,extrakt bestimmter ,literaturperioden1 -werke und -gren heranzuziehen1 und fast immer gelingt es ihm1 mit ein paar kurzen ,worten den ,nagel auf den ,kopf zu treffen4 ,so lernen wir das ,wesen des lyrischen ,impressionismus eines ,liliencron in seiner ganzen kampfesfrohen ,natrlichkeit ebenso wie die unwahre ,romantik ,auerbachschen ,salon-,bauerntums erkennen1 werden in die stille ,kleinmalerei der ,naturschilderungen eines ,a4 ,stifter wie in d4 erschtternde ,gefhlswelt des unglckl4 ,j4 ,chr4 ,gnther eingefhrt4 ,so wandern wir durch d4 ,geschichte unserer ,literatur wie durch ein4 blhenden ,garten48 7,frnk4 ,kurier1 ,nrnberg47 ,das ,erlebnis und die ,dichtung ,lessing4 ,goethe4 ,novalis4 ,hlderlin4 ,von weil4 ,geh4 ,regierungsrat ,prof4 ,dr4 ,w4 ,dilthey4 #e4 ,auflage4 ,geh4 ,m4 #f4--1 geb4 ,m4 #g4ej ,den ,aufstzen ,diltheys gebhrt ein ganz einziger ,platz in allem1 was jemals ber ,dichtung und ,dichter geschrieben ist4 ,aus den tiefsten ,blicken in die ,psyche der ,dichter1 dem klaren ,verstndnis fr die historischen ,bestimmungen1 in denen sie leben1 kommt ,dilthey zu einer ,wrdigung poetischen ,schaffens1 die jenseits aller ,kritik und ,literaturhistorie eine selbstndig-freie ,stellung einnimmt4 ,dies ,buch mu wie eine ,befreiungstat wirken48 7,die ,hilfe47 ,die neuere deutsche ,lyrik ,von ,prof4 ,dr4 ,ph4 ,witkop4 ,i4 ,von ,spee bis ,hlderlin4 ,,ii4 ,von ,novalis bis ,liliencron4 ,geh4 je ,m4 #e4--1 geb4 je ,m4 #f4-- 444 ,in solcher ,vollstndigkeit und doch solcher ,beschrnkung besitzen wir kein ,werk ber ,lyrik wie dieses1 dessen ,wert neben der wissenschaftlichen ,bedeutung im ,durchdringen der ,materie mit dichterischem ,einfhlen ruht4 ,so werden die ,namen zu lebenden1 leidenden und freudig erglhenden ,menschen1 die durch die ,wahrheit ihres ,gefhls oder das ,erknstelte ihrer ,dichtung uns nahetreten oder abstoen48 7,frauenbildung47 ,heidelberg und die deutsche ,dichtung ,v4 ,prof4 ,dr4 ,ph4 ,witkop4 ,m4 #e ,taf41 #a farb4 ,beil41 ,buchschm4 u4 ,silhouetten4 ,geh4 ,m4 #c4fj1 in ,pappb4 ,m4 #d4--1 in ,ganzperg4 mit ,goldschnitt ,m4 #h4dj ,heidelberg ist uns zum ,symbol der ,poesie geworden aus der wunderbaren ,einheit von ,geschichte und ,kunst und ,wissenschaft und ,jugend und ,natur heraus4 ,so wird eine ,darstellung der ,beziehungen ,heidelbergs zur deutschen ,dichtung uns zu mehr als einem ,stck ,literaturgeschichte4 ,auch der groen deutschen ,zukunft wird ,heidelberg der ,quell der ,jugend und ,dichtung bleiben4 ,jetzt aber wird dies ,buch von ihm den ,leser aufatmen lassen von der ,last der groen schweren ,zeit1 denen drauen zumal ein verklrtes ,bild der deutschen ,heimat bieten4 ,die ,ausstattung ist in ,einband und ,buchschmuck eine gleich stimmungsvolle4 ,psychologie der ,volksdichtung ,von ,dr4 ,otto ,bckel4 #b4 ,aufl4 ,geheftet ,m4 #g4--1 gebunden ,m4 #h4-- ,es liegt eine ,flle des ,schnen und ,wahren in dem ,bckelschen ,werke4 ,den ,forscher mu die reiche1 mit kundiger ,hand gewhlte und wertvolle ,literatur befriedigen1 den ,laien mu die klare1 schlichte1 reine ,sprache erfreuen1 das poetische ,empfinden mitreien4 ,bckels ,buch ist eine wertvolle ,bereicherung der ,poetik1 ,literaturkunde und ,vlkerpsychologie und sei jedem ,freunde des ,volkes wrmstens empfohlen48 7,zeitschr4 f4 d4 sterr4 ,gymnasien47 ,der ,roman der deutschen ,romantik ,von ,dr4 ,paula ,scheidweiler4 ,geh4 ,m4 #d4--1 geb4 ,m4 #e4dj ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,deutschkunde ,ein ,buch von deutscher ,art und ,kunst ,herausgegeben von ,dr4 ,walther ,hofstaetter ,mit #b ,karten1 #cb ,tafeln und #h ,abb4 ,gebunden ,m4 #b4gj ,ein ,bild all dessen1 was deutsch ist1 will dieses ,buch gewinnen helfen1 indem es in ,wort und ,bild von deutscher ,art und ,kunst erzhlt1 vom deutschen ,land1 von dem1 was in ihm lebt und wchst1 von seinen ,drfern1 ,burgen und ,stdten1 von all dem1 was unser ,volk an geistigen ,gtern geschaffen in ,sprache1 in ,sitte und ,brauch1 aber auch in ,wirtschaft1 in ,recht und ,staat1 in der ,kunst1 in ,dichtung und ,musik1 von allem1 was es gesonnen u4 gedacht1 von da an1 wo deutsche ,stmme zuerst deutschen ,boden betraten1 bis zum heutigen ,tage4 ,so bietet das ,buch einen zusammenfassenden berblick ber die ,gesamtentwicklung unseres ,volkes1 der heute auch unseren ,gebildeten oft noch fehlt1 und vermittelt zugleich die ,erkenntnis der inneren ,zusammenhnge1 sowie dessen1 was in dem allen deutsch ist4 ,es soll schon dem heranwachsenden ,geschlecht in die ,hand gegeben werden1 es mchte aber auch den ,mnnern u4 ,frauen1 die im ,leben stehen1 ein treuer ,weggenosse werden in den ,stunden rckschauender ,betrachtung4 ,illustration ,das ,buch wird die ,herzen erheben zu freudigem ,bewutsein des reichen ,erbes unseres ,volkes und den ,willen strken1 dies ,erbe treu zu bewahren und zu mehren4 ,b4 ,g4 ,teubner_/,leipzig und ,berlin