,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiag erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und heute nicht mehr verwendete ,schreibweisen bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,begriffe wurden nicht korrigiert4 ,das ,original enthielt einen ,gesamtkatalog der ,buchreihe ,aus restlichen ,buchanzeigen wurden zusammengefasst am ,ende des ,texts wiedergegeben4 ,dieses ,buch enthlt ,verweise auf ,passagen im zweiten ,band1 welcher auf ,projekt ,gutenberg verffentlicht wurde und dort eingesehen bzw4 heruntergeladen werden kann 7https3_/_/www4gutenberg4org_/ebooks_/#f hbfc74 ,die gedruckte ,ausgabe wurde in ,frakturschrift gesetzt4 ,besondere ,schriftschnitte wurden mit ,hilfe der folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 kursiv3 ,unterstriche fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden unterstrichen3 ,rautenzeichen ,aus ,natur und ,geisteswelt ,sammlung wissenschaftlich-gemeinverstndlicher ,darstellungen #cag4 ,bndchen ,die ,entwicklungsgeschichte der ,stile in der bildenden ,kunst ,von ,dr4 phil4 ,ernst ,cohn-,wiener ,dozent an der ,humboldt-,akademie -- ,freie ,hochschule ,berlin ,erster ,band3 ,vom ,altertum bis zur ,gotik ,zweite ,auflage ,mit #ff ,abbildungen im ,text ,illustration ,verlag und ,druck von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin #aiag ,illustration ,schutzformel fr die ,vereinigten ,staaten von ,amerika3 ,copyright #aiag by ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig ,alle ,rechte1 einschlielich des bersetzungsrechts1 vorbehalten4 ,frau ,gemma zugeeignet ,vorwort zur zweiten ,auflage4 ,aus dem ,bedrfnis des ,unterrichtes und der eigenen ,klrung ist dieses ,buch entstanden1 mit der ,absicht1 einen konsequenten berblick ber die ,stile zu geben1 der nicht nur1 wie die allgemeinen ,kunstgeschichten1 ,tabelle von ,namen und ,zahlen oder1 wie die ,stilkunde meist1 ,tabelle von ,stilkennzeichen ist4 ,sie soll vom ,wesen des ,stiles ausgehen und die ,formen aus der ,kultur seines ,geschmackes verstehen lassen4 ,so mute von einem ,register nach ,stichworten abgesehen werden4 ,fr einzelne ,epochen ist ber diese ,bewegungen bereits ,klarheit geschaffen4 ,fr das ,verstndnis der ,renaissance hat ,heinrich ,wlfflin1 der rmischen ,kunst ,riegel und ,wickhoff uns vieles gewonnen1 fr das ,verstndnis der hellenischen ,antike ,furtwngler das letzte ,wort gesprochen4 ,fr andere ,stilgebiete aber1 besonders fr das ,mittelalter1 fehlen die stilgeschichtlichen ,untersuchungen bisher fast vollkommen4 ,daran liegt es1 da ,quellenangaben fr das ,buch kaum mglich sind4 ,ich habe versucht1 die historischen ,tatsachen bis auf die neusten ,resultate fortzufhren1 soweit die groe ,erstreckung des ,stoffgebietes das gestattet4 ,so wrde das ,zitieren auch nur der wichtigsten ,werke ,seiten fllen1 whrend fr das1 was in diesem ,buch das ,wesentliche sein soll1 nur wenige ,vorarbeiten vorhanden sind4 ,gegenber der ersten ,auflage ist diese zweite wesentlich verndert und namentlich an ,abbildungen bereichert worden4 ,berlin1 im ,mrz #aiag4 ,ernst ,cohn-,wiener4 ,inhaltsverzeichnis4 ,seite ,einleitung #a ,erstes ,kapitel4 ,die gyptische ,kunst #c ,zweites ,kapitel4 ,die prhistorische ,kunst des gischen ,meeres #ad ,drittes ,kapitel4 ,die hellenische ,kunst #bb ,viertes ,kapitel4 ,die hellenistische und die rmische ,kunst #dd ,fnftes ,kapitel4 ,die frhchristliche ,kunst #fj ,sechstes ,kapitel4 ,das frhe ,mittelalter in ,deutschland und der sog4 romanische ,stil #gj ,siebentes ,kapitel4 ,die ,anfnge der ,gotik #hg ,achtes ,kapitel4 ,die hohe ,gotik #ig ,neuntes ,kapitel4 ,die ,sptgotik #aab ,einleitung4 ,jedes ,kunstwerk gibt dem ,betrachter zwei ,genumglichkeiten1 je nachdem man es an sich1 absolut1 oder nur als ,glied im knstlerischen ,schaffen seiner ,zeit empfindet4 ,bachs hohe ,messe in ,h-,moll erschttert auch im ,konzertsaal -- aber lebendig ist sie erst als ,glied der ,andacht in einer ,kirche ihrer ,barockzeit1 in der das prachtvolle ,pathos ihrer groen ,fugen eins wird mit der pathetischen ,bewegung der ,pfeilerreihen zum ,altar und wieder zurck1 der ,jubel ihrer ,bekenntnisse und ,huldigungen mit dem ,licht1 das durch ihre hohe ,kuppel strmt1 ihre ,begleitungen mit den ,stuckranken1 die jedes ,glied des ,baues an jedes andere heften4 ,ein ,schnitzwerk von ,tilman ,riemenschneider ist immer schn4 ,aber es ist etwas anderes1 es im ,museum zu sehen1 als bloen ,schaugegenstand1 oder in seiner zierlichen ,rahmung1 die sich in die ,sterngewlbe sptgotischer ,kirchen auflsen soll4 ,wenn wir daraus die ,konsequenz ziehen1 so ergibt sich als ,erstes1 da die ,geschichte der bildenden ,knste kein ,recht hat1 den ,stil unter ,vernachlssigung aller anderen ,kunstformen nur als ,baustil zu verstehen4 ,der ,stil ist vielmehr in all seinen ,charakterzgen nur aus der ,summe alles von ihm ,geschaffenen zu begreifen4 ,alle ,ausdrucksformen des ,zeitgeschmacks1 ,baukunst und ,kunstgewerbe1 ,malerei und ,plastik1 ,mode und ,theater1 sind zugleich ,stilglieder4 ,und nur1 indem man das ihnen ,gemeinsame sucht1 zeigt sich jene ,einheit1 die man eigentlich ,stil nennt4 ,aber selbst dann erscheint sie nicht gleichbleibend1 sondern als ,bewegung1 als gemeinsames ,streben nach demselben ,schnheitsziel4 ,selbst diese ,einheit besteht nur fr gleichzeitig1 aber nicht fr nacheinander geschaffene ,werke4 ,denn das ist das ,zweite1 da in der ,kunst kein ,stil konstant bleibt1 da langsam1 aber mit ,notwendigkeit1 jeder sich fortbildet1 um ganz allmhlich seine ,kraft zu verlieren und einer neuen ,schnheit1 einem neuen ,stil ,platz zu machen4 ,und diese ,entwicklung ist die ,geschichte der ,kunst4 ,man hat in der ,frhzeit der geologischen ,wissenschaft geglaubt1 da die ungeheure ,geschichte der ,erde1 das ,verdrngen jeder ,schicht durch eine andere1 unmglich ohne gewaltsame ,prozesse htte vor sich gehen knnen4 ,heute wissen wir1 da diese ,entwicklungen sich allmhlich und mit ,notwendigkeit vollzogen4 ,aber es ist ,zeit1 da dieser ,grundsatz der ,entwicklungsgeschichte nicht nur der ,naturwissenschaft1 sondern auch den anderen ,wissensgebieten die ,richtung des ,gedankens vorzeichnet4 ,man wei nichts von der ,geschichte der ,kunst1 wenn man nichts als die ,merkmale der ,stile kennt1 die sich nur auf ganz wenigen ,kunstwerken gleichen1 da sie mit dem ,geschmack allmhlich sich verndern4 ,wir drfen nicht nur diese ,merkmale der vollendeten ,stile suchen1 denn es liegt kein ,grund vor1 die feineren bergnge zwischen den ,epochen1 in denen sich die ,entwicklungsgeschichte der ,kunst werdend ausspricht1 geringer einzuschtzen4 ,es ist falsch1 von der ,frhrenaissance zu sprechen1 als wre die ,kunst in ,italien von #adbj bis #aejj von einheitlichem ,geschmack gewesen1 whrend doch die allmhliche ,abkehr von gotischen ,prinzipien und der bergang zur ,hochrenaissance der eigentliche ,inhalt der ,epoche war1 an dem ,krfte verschiedener ,richtung mitwirkten4 ,es gibt auch keinen ,begriff die ,antike82 zwischen den ,anfngen der klassischen griechischen ,zeit und ihren ,werken in der ,zeit der ,diadochen liegt ein ,weg wie vom ,beginne christlicher ,kunst bis zur reichsten ,gotik4 ,wie die schaffenden ,krfte des ,volkslebens nicht still stehen1 so ist auch die ,kunst nicht einen ,augenblick ohne ,fortentwicklung4 ,diese ,fortentwicklung ist das innere ,leben des ,stils1 ist das ,wollen und ,suchen aller ,krfte der ,zeit4 ,das ,werden des ,stiles ist ihr ,kampf gegen den vorhergehenden ,stil1 den sie auflsen2 sie schaffen ihren eigenen ,stil1 den ,stil ihrer ,zeit1 und seine ,fortentwicklung ist ein allmhliches berwinden seines ,schnheitsgefhles durch den ,geschmack eines neuen ,wollens1 eines neuen ,stils4 ,ja1 man hat nicht einmal ein ,recht1 vom ,aufstieg und der ,entartung des ,stiles zu sprechen1 sondern mu von der ,entwicklung der bildenden ,kunst reden wie von einer ,wellenbewegung4 ,damit ist der ,weg vorgezeichnet1 den die ,geschichte der ,stile zu gehen hat4 ,die beherrschende ,aufgabe ist1 die ,wege zu zeigen1 auf denen die ,kunstentwicklung1 die ,kunstgeschichte schreitet1 von einem ,stil zum anderen1 von einer ,epoche zur anderen1 und die ,fden blozulegen1 die die ,geschichte ber ,zeit und ,raum hinwegspinnt1 als ,gesetze der ,entwicklung4 ,vorbedingung dafr aber ist die ,erkenntnis des ,stiles2 nicht seiner ,kennzeichen1 deren ,summe man so oft als ,stil bezeichnet1 sondern seines schaffenden ,willens und der ,einheit seiner knstlerischen ,absichten4 ,es ist der ,unterschied1 wie zwischen dem ,linnschen ,benennungssystem der ,pflanzen und dem biologischen ,studium ihres ,lebens4 ,aus dem ,werden und der ,gestalt des ,erschaffenen hat man zu schlieen auf das ,wesen des ,schaffenden1 auf das innere ,wollen1 auf den ,geist des ,stiles4 ,um aus den ,erscheinungen jedesmal diesen ,stil an sich8 zu erschlieen1 mssen alle ,gebiete bildender ,kunst in gleicher ,weise analysiert und beurteilt werden4 ,indessen sind -- und das erleichtert die ,klarlegung -- je zwei ,kunstbungen den ,bedingungen nach1 unter denen sie schaffen1 parallel4 ,architektur und ,kunstgewerbe dienen dem ,bedrfnis1 sind ,zweckknste2 ,malerei und ,plastik dagegen sind freie ,schpfungen knstlerischer ,phantasie4 ,wir werden sehen1 da trotzdem diese freien ,knste in stilstrengen ,perioden dem ,zweck untergeordnet1 die ,zweckknste in formfrohen ,zeiten ,schpfer freier ,schnheit werden4 ,aber man wird von den ,zweckknsten ausgehen mssen1 weil der ,grad1 in dem ihre ,werke durch die ,aufgabe bedingt sind1 den annhernd sichersten ,mastab fr eine sachliche ,untersuchung gibt4 ,nirgends aber sprechen die ,zeiten in so groen1 klaren ,worten zu uns1 wie in den ,werken der ,baukunst4 ,nicht nur um des greren ,mastabes willen1 der alles dem ,auge so deutlich entgegentrgt4 ,aber von allen ,musikinstrumenten ist die ,orgel das einzige1 das jede leiseste ,untermelodie herauszufhren fhig ist1 doch auch den kleinsten ,fehler nicht verschweigt1 eben weil ihr musikalischer ,stil so gewaltig ist4 ,mit derselben ,empfindlichkeit prgt die ,baukunst die leisesten ,entwicklungen aus und uert schpferische ,krfte in ,wirkungen1 die den ,kraftaufwand zu vervielfachen scheinen4 ,erstes ,kapitel4 ,die gyptische ,kunst4 ,es ist die ,strke der gyptischen ,kunst1 da in ihr nichts um des ,menschen1 alles um des ,werkes willen geschieht4 ,so schafft sie eine ,stileinheit1 die keinen ,abweg oder ,umweg duldet1 sondern nur die vollkommenste ,form4 ,des ,knigs ,untertanen waren ,knechte1 die ihm fronen muten4 ,so konnte er ungeheure ,bauten errichten1 alle ,knste ihnen dienstbar machen1 aber auer den ,bauten weniger ,groer sind sie die einzigen ,kunstleistungen des ,landes gewesen4 ,die ,lebensanschauung des gypters bedingte1 da diese ,bauten fast nur religisen ,zwecken dienten1 dem ,kult der ,gtter und dem ,kult der ,toten1 sogar von den ,palsten der ,knige ist uns wenig erhalten4 ,tempel und ,grabbauten waren die architektonischen ,hauptleistungen4 ,lange ,zeit machte die ,starrheit dieser ,werke jedes persnliche ,verhltnis zu ihnen unmglich4 ,man sprach von ihnen als von rtselhaften ,schpfungen mit uerster ,bewunderung1 aber ohne innerliches ,verstehen ihrer fremdartigen ,formen4 ,und erst unserer ,zeit gelingt es1 von gyptischer ,kunst allmhlich eine historische ,anschauung zu gewinnen4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,totentempel des ,knigs ,ne-user-re4 ,sulenhof 7,papyrussulen mit geschlossenen ,dolden74 ,rekonstruktion von ,borchardt4 ,der knstlerische ,eindruck beruhte in ihr auf der ,einfachheit der ,linien und ,formen1 deren ,steigerung ins ungeheuer ,groe sie zur ,monumentalitt erhob4 ,eben diese ,einfachheit aber erschwerte die kunsthistorische ,erkenntnis in einer ,zeit1 welche die einfachsten ,formen von vornherein fr die frhesten hielt4 ,in gypten aber -- und nicht nur hier -- ist die ,abfolge der ,phasen genau umgekehrt4 ,der ,urmensch1 der ,wilde1 besitzt eine ,frische des ,auges und ein so unmittelbares ,verhltnis zur ,natur1 da die ,hhlengemlde der ,steinzeitmenschen reine ,impressionen sind1 unmittelbar gesehene und ebenso unmittelbar wiedergegebene ,natureindrcke4 ,der ,gedanke1 der den ,begriff ,primitivitt8 gebildet hat1 als msse jeder ,kunstbeginn unbehilflich sein1 ist sicher falsch4 ,auch im alten ,orient1 in ,mesopotamien1 von dessen ,kunst wir uns aber noch kein klares ,stilbild machen knnen1 ebenso wie in gypten ist die frhe ,kunst reicher als die ,hauptperiode1 aber doch durch eingewurzeltes ,stilgefhl so gebndigt1 da kein ,impressionismus entsteht4 ,im alten ,reich gyptens 7#c4 ,jahrtausend v4 ,chr47 stehen die ,grabanlagen1 die wichtigsten und fast einzigen knstlerischen ,zeugnisse1 nicht nur technisch1 sondern auch knstlerisch bereits auf einer hohen ,stufe der ,entwicklung4 ,ihre ,wurzeln greifen in prhistorische ,zeiten zurck4 ,es war gyptischer ,glaube1 da beim ,tode eines ,menschen ein seelischer ,rest von ihm zurckbleibe1 der sich frei auf ,erden bewegte1 solange sein ,krper erhalten blieb1 und fr dessen ,nahrung und ,bequemlichkeit durch wirkliche oder nachgebildete ,speisen und ,gertschaften gesorgt werden mute4 ,damit waren die ,erfordernisse eines gyptischen ,grabes bedingt4 ,aber die ,anlage1 die ursprnglich nur aus einem hgelfrmigen ,grabgebude 7,mastaba71 unter dem in der ,erde der ,sarkophag bestattet war1 und einem ,kultplatz davor bestand1 entwickelte sich beim ,knigsbegrbnis zu einem reichen ,organismus4 ,die ,pyramide war niemals ein monumentales ,einzeldenkmal4 ,schon in der vierten und fnften ,dynastie des alten ,reiches1 etwa seit dem ,jahr #bhjj v4 ,chr41 ist die ,anlage harmonisch und reich durchgebildet4 ,von einem ,torbau im ,tale des ,niles fhrt ein berdachter ,aufweg zum ,kultgebude vor der ,pyramide1 in dem hintereinander ,sulenhof1 ,sulensaal und ,kultraum liegen4 ,das ,ganze ist eine architektonische ,anlage von vollkommener ,einheitlichkeit1 in der jedes ,gebude fr sich von demselben ,schnheitswert ist wie als ,teil eines einheitlichen ,ganzen4 ,borchardts ,rekonstruktionen des ,grabdenkmals fr den ,knig ,ne-user-re 7,dynastie #e7 zeigen1 da hier eine knstlerische ,absicht vollkommen klar durchgefhrt wurde4 ,fr unser ,auge1 das gewohnt war1 die gyptische ,architektur als ,massenwirkung zu empfinden1 war die ,entdeckung dieser feingegliederten ,anlagen eine erstaunliche berraschung4 ,beim ,torbau im ,tale ist noch nicht1 wie spter in hnlichen ,fllen1 das ,mauerwerk das sthetisch ,bedingende1 sondern dem ,zweck entsprechend die eigentliche ,eingangshalle mit ihren logisch und fein geformten ,sulen4 ,totentempel und ,pyramide sind ebenso gut gegeneinander abgestimmt 7,abb4 #a74 ,denn die ,zartheit erscheint noch feiner neben dem ,wuchtigen und das ,wuchtige noch energischer durch den ,kontrast gegen das ,zarte1 da jedes dem ,auge als ,ma fr das andere gilt4 ,die einheitliche ,tendenz des ,stiles aber1 eindringliche ,klarheit in der ruhenden ,form zu finden1 lt auch so verschiedene ,bauformen im ,organismus des ,ganzen aufgehen4 ,zwar ist jedes ,formmotiv der lebenden ,natur entnommen4 ,aus dem ,boden wchst eine pflanzenfrmige ,sule gegen die als ,himmel gedachte ,decke empor4 ,im ,sulenhof des ,ne-user-re-,tempels sind vier ,papyrusstengel1 die aus gemeielten ,blttern emporsteigen und je in eine geschlossene ,dolde auslaufen1 durch steinernen ,bast zur ,sule zusammengeknpft4 ,daneben kommen ,papyrussulen mit offener ,dolde1 ,lotossulen 7,abb4 #b7 mit offenen und geschlossenen ,blten und ,palmensulen vor4 ,aber das ,gefhl1 da die ,sule ,sttze ist1 ordnet diese ,naturformen der ,zweckform unter4 ,eine runde ,basisplatte trennt sie vom ,erdboden1 das allmhliche ,emporsteigen der ,stengel aus der ,rundung zur geraden ,senkrechten fhrt den ,sulenschaft der ,last entgegen4 ,der ,bast wirkt als ,zusammenschlu dieser ,kraft1 die gedrungene1 schnell ausbiegende ,blte1 in allen ,teilen eine ,steigerung der ,schaftbewegung1 als ,kapitell4 ,eine viereckige ,platte 7abacus71 schon nicht mehr ,natur-1 sondern ,bauform1 ladet ihr die ,last auf4 ,sie ist ein einfacher ,steinbalken1 nur in ihrer naturgemen ,linie entwickelt1 der wagerechten1 die dem ,erdboden parallel gehend die eigentliche ruhende ,linie ist4 ,das ,kraftverhltnis zwischen ,last und ,trger ist fr das ,auge bis zur vlligen ,ausgeglichenheit abgestimmt4 ,dagegen ist die ,pyramide eine bloe ,steinmasse1 zwischen einfache ,linien in groen ,flchen geordnet1 wuchtig und lastend4 ,wohl war sie gebaut1 um den ,leichnam des ,knigs zu schtzen1 den in dieser ,steinmasse eine versteckte ,kammer barg2 ein enger ,gang fhrte zu ihr1 durch den man den ,sarg hineingefhrt hatte1 und den man mit ,steinen verstopfte und mit dem ,material der ,auenbekleidung verschlo1 um ihn unauffindbar zu machen4 ,aber darber hinaus hat sie die knstlerische ,absicht1 ,denkmal zu sein1 sich sofort dem ,beschauer einzuprgen in groen1 herrschenden ,formen4 ,die ,monumentalitt ist vielleicht niemals wieder so klassisch ausgedrckt worden wie in der ,pyramide4 ,da die ,knige1 die wie alle anderen schon bei ,lebzeiten fr ihre ,grabsttten sorgten und zunchst einen kleinen ,bau auffhrten1 dessen ,art und ,anlage um so mehr ausgestalteten1 je lnger sie lebten1 ist beweisend dafr1 da hier mehr als nur ein ,zweck1 da eine ,wirkung erreicht werden sollte4 ,die ,klarheit dieses ,stilgefhls macht alle ,knste der ,architektur untertan1 als der eigentlichen ,zweckkunst4 ,selbst die ,freiplastik gibt dem ,krper keine ,bewegung1 sondern hlt in den ,wrfelformen dieser ,rume gefesselt1 und die ,reliefplastik ist reine ,dekoration der ,wand4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,lotossule des alten ,reiches4 ,kapitell in ,form der geschlossenen ,blte4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,relief aus dem ,grab des ,ma-nofer4 ,berlin4 ,die meisten spteren ,epochen malten ,bilder mit starker ,tiefenwirkung1 mit ,darstellung weiter ,landschaften und ,rume an die ,wand1 in die sie gleichsam hineinfhrten2 so nahmen sie ihr ihren ,sinn als ,raumbegrenzung1 dem ,raum selbst seine ,geschlossenheit4 ,der gypter begngt sich damit1 die ,darstellungen von ,gttermythen1 von ,knigstaten1 vom ,besitz des ,verstorbenen als wagerecht fortlaufende ,friesreihen in flachem1 bemaltem ,relief zu geben4 ,denn er denkt logisch von der ,wandflche aus1 deren ,wert nicht gemindert werden darf1 deren ,hauptbegrenzungen durch ,erdboden und ,decke die wagerechte1 ruhige ,aufteilung verlangen1 deren fortlaufende ,flche die ununterbrochene ,reihung fordert4 ,diese ,betonung der ,wagerechten gibt dem ,raum die ,ruhe1 whrend die vertikalen ,linien1 die von der ,erde aufstreben1 ,trger architektonischer ,bewegung sind4 ,es ist kein ,zufall1 da gerade in der untersten ,friesreihe1 von der ,abbildung #c nur den ,anfang geben kann1 die ,doppelreihe des ,kleingeflgels fast wie ein ,saum die ,wand abschliet1 mit ,tieren1 deren ,kleinheit und ,zartheit den schweren ,schritt der ,rinder ber ihnen um so wuchtiger erscheinen lt4 ,die ,flche schreibt auch der ,einzelform das ,gesetz vor4 ,nirgends treten die ,darstellungen aus ihr heraus4 ,sie gibt dem gypter die ,oberflche seiner ,figuren 7,abb4 #c74 ,um ihre ,konturen herum tieft er den ,grund aus1 doch so1 da dieser ,grund wieder eine vollkommene ,ebene bildet 7,relief en creux74 ,er projiziert also seine ,gestalten vollkommen in die ,flche und nimmt ihnen jede ,tiefenwirkung4 ,sie schreiten im ,profil1 das am leichtesten die ,bewegung auf die ,linie zurckzufhren erlaubt1 gehen auf einem ,strich1 statt auf einem ,fuboden1 und der ,ort1 an dem der ,vorgang sich abspielt1 wird durch keinen ,hintergrund angedeutet4 ,und doch besitzen diese ,knstler ein uerst feines ,naturgefhl1 das aber vllig im ,stilbewutsein aufgeht4 ,man sehe1 wie auf einem ,relief des alten ,reiches aus dem ,grabe des ,ma-nofer1 wenn dem ,verstorbenen sein ,besitz vorgefhrt wird 7,abb4 #c71 das schwere ,schreiten des ,stieres1 die elegante ,zeichnung der ,stelzvgel1 der steife ,gang der ,enten gegeben sind4 ,man verfolge die ,halslinien der prachtvollen ,kranichgruppe vom ,kopf bis herab zur ,brust1 den ,kontur des ,stieres in ,brust und ,rcken4 ,die ,modellierung der ,tierleiber innerhalb der ,flche des ,reliefs ist von so vollkommener ,feinheit1 da man diese ganz leisen ,hebungen und ,senkungen1 diese feinsten ,bewegungen der ,flche fast mit der ,hand abtasten mu1 wenn man sie ganz genieen will4 ,sie sind absichtlich so zart modelliert1 und auch die ,bemalung gab einst nur ,farben und keine ,eigenschaften der ,haut4 ,denn fr das ,auge mu der ,kontur das wichtigste bleiben1 der als scharfe ,linie in ,licht und ,schatten sich am ,rande der ,gestalten zeichnet und das ,relief der ,zeichnung gleichstellt4 ,die ,linie ist die beherrschende ,ausdrucksform4 ,sie erklrt auch jenes sonderbare ,vorschieben einer ,schulter in der gyptischen ,profildarstellung des ,menschen4 ,es ist allerdings fraglos1 da bei ,darstellungen der ltesten ,zeit die ,tendenz dahin ging1 die ,figur mglichst in allen ,teilen klarzustellen1 so da man den ,kopf im ,profil1 die ,brust von vorn und die ,fe wieder im ,profil zeichnete4 ,aber es handelt sich dabei nicht um die ,klarheit der ,krperflchen1 sondern vielmehr der ,umrisse1 des ,kontur4 ,es will scheinen1 als sei der ,hauptgrund fr die ,vorschiebung der ,achsel1 etwa bei dem ,schreiber in ,abb4 #c1 die ,absicht gewesen1 die beiden ,arme in der ,zeichnung klar voneinander zu lsen4 ,die ,beine gaben diese ,klarheit durch die ,schreitstellung von selbst her1 die ,stellung der ,arme zueinander aber konnte so nicht ausgedrckt werden1 da sich zwischen sie der ,krper schob4 ,der gypter sah also zeichnerisch1 wenn er als ,ma der ,entfernung vor allem die ,achsellinie nahm und die ,entfernung vom ,halsansatz durch sie ausdrckte4 ,dem ,bauch fehlt dagegen die ,klarheit4 ,man merkt seinen ,linien1 die nur bergnge zur ,profilstellung der ,beine sind1 die ,verlegenheit um logischen ,ausdruck allzu deutlich an1 und hier versagt auch die ,modellierung des ,krpers4 ,dafr1 da bei dieser ,zeichnung nur ,arm- und ,schulterlinien magebend sind1 nicht die ,klarstellung der ,flchen1 scheint es ein vollkommener ,beweis zu sein1 da1 wenn beim dahinschreitenden ,stier die ,hrner symmetrisch in der ,flche dargestellt werden1 wie auf unserem ,relief1 nur der obere ,rand der ,stirn mit ihnen in ,vorderansicht gestellt wird1 ohne da der ,kopf dieser ,richtung folgt4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,tempel von ,luksor4 ,fassade4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,ammontempel zu ,karnak4 ,schnitt durch die ,halle 7,papyrussulen mit geffneten und geschlossenen ,dolden74 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,knig ,seti ,i4 ruchernd4 ,relief des neuen ,reiches4 ber diese ,epoche des alten ,reiches hinaus schreitet die ,entwicklung weiter4 ,wie wir in ihr den ,entwicklungsgang am ,grabbau verfolgen konnten1 so zeigt von nun an der ,tempelbau den ,weg4 ,schon im mittleren ,reich1 das um das ,jahr #bjjj zu setzen ist1 war die ,technik des ,pyramidenbaues immer schlechter geworden1 da der ,knig nicht mehr absolut herrschte1 nicht mehr so unumschrnkt ber das ganze ,volk gebot4 ,das neue ,reich1 das das #b4 ,jahrtausend v4 ,chr4 in seiner zweiten ,hlfte ausfllt1 kennt die ,pyramiden berhaupt nicht mehr und stellt den ,tempel in den ,mittelpunkt seines architektonischen ,interesses4 ,aber es erstrebt nicht mehr ,formklarheit1 sondern seelische ,wirkungen1 bestattet deshalb die ,frsten in dstere ,felsengrfte1 deren ,wnde mit geheimnisvollen ,gtterszenen und ,todesmythen gefllt werden1 und formt den ,tempel als groe ungegliederte ,masse1 um die ,seele des ,andchtigen zu erschttern4 ,die ,formen sind allerdings1 wie stets1 aus den vorhergehenden entwickelt1 und man kann sagen1 da diese ,richtung auf mastbliche ,gre eine ,folge der vorhergehenden1 auf innere ,gre gerichteten war4 ,die drei ,hauptrume des ,tempels1 den ,sulenhof1 den groen ,saal und den ,kultraum dahinter1 hatte schon der ,totentempel des alten ,reiches besessen2 aber die ,zeiten differenzieren sich sofort1 wenn man die feinfhlige ,gliederung eines ,torbaues im alten ,reich mit der ,fassade eines ,tempels1 wie etwa des von ,luksor1 vergleicht1 der der ,zeit kurz vor dem ,beginn des neuen ,reiches angehren drfte4 ,an ,stelle der zweckvollen ,gliederungen ist die gesammelte ,energie des ,ausdruckes getreten4 ,darauf beruht die ungeheure ,kraft dieser ,bauwerke1 da ihre ,art so gewaltsam ist gegenber der ,natur des ,bodens1 in dem sie wurzeln4 ,in ,luksor1 einem typischen ,beispiel 7,abb4 #d71 ist die ,fassade rein als ,masse empfunden2 die ,wand1 mit flchenhaften1 teppichartig gedachten ,darstellungsreihen bersponnen1 die aus dem ,leben der ,knige und den ,mythen der ,gtter entnommen werden1 spricht als groe ,flche1 und die ,begrenzung mu um so schrfer sein1 mu die ,wand energisch zusammenschlieen1 da allein der ,kontur dem ganzen ,gebilde den ,halt gibt4 ,so ist es empfunden1 wenn die ,begrenzungslinien von unten aufsteigen1 nach oben zu einander sich nhern und die ,wand zwischen sich immer enger zusammendrngen1 bis die wagerechte ,hohlkehle oder eigentlich das von ihr weit vorgeschobene ,sims den ,bau oben gegen den ,luftraum abschliet4 ,dekorativ empfindende ,zeiten haben immer versucht1 durch ,vasen1 ,statuen und andere ,schmuckformen1 die sie auf das obere ,sims stellten1 eine allmhliche berfhrung in den ,luftraum herzustellen1 und betonten das ,hauptportal dadurch1 da sie ber ihm das ,dach am hchsten hinauffhrten4 ,der gypter verfhrt gerade umgekehrt4 ,er schliet den ,bau in strenger ,horizontale und betont das ,portal dadurch1 da er die ,wand hier niedriger abschliet4 ,dieses ,herausheben soll nur dem ,nahenden den ,eingang weisen4 ,die ruhende ,mauerflche mu trotz seiner das ,beherrschende bleiben4 ,so nimmt man dem ,portal mglichst seinen ,wert als gliedernde ,unterbrechung der ,mauerflche und fhrt die ,einsenkung durch schrg aufsteigende ,linien den seitlichen ,pylonen wieder zu4 ,genau ebenso wertet die gyptische ,architektur im ,innenbau des ,tempels die ,tr1 die aus dem ,sulensaal zum ,allerheiligsten fhrte1 und die nur wenigen ,auserwhlten sich ffnete4 ,und doch muten in einer ,halle1 wie etwa der des ,ammontempels zu ,karnak 7,abb4 #e71 diese kolossalen ,sulen des ,mittelganges1 die wie riesige ,wchter vor der geheimnisvollen ,tr standen1 das ,auge des ,beschauers durch ihre ,reihung gerade dorthin fhren1 wie sie noch heute unseren ,blick unwillkrlich dorthin leiten4 ,es war der religise ,zweck der gyptischen ,kunst1 auf das ,geheimnisvolle hinzuweisen1 ohne es zu entschleiern4 ,aber in der ,architektur der ,halle1 in den gewaltigen ,massen des ,sulensaales kommt diese ,tr kaum zum ,wort gegenber dem ,gesamteindruck4 ,denn neben diesen fhrenden ,sulenreihen ziehen andere dahin1 und das ,auge trifft nirgends einen ,raum1 der nicht nach wenigen ,schritten begrenzt wre4 ,ein solcher ,raum ist gar nicht als ,halle in unserem ,sinn aufzufassen4 ,er ist eine gewaltige ,masse von ,sulen1 zwischen denen ein schmaler ,raum zum ,wandeln bleibt4 ,nicht der freie ,raum war die ,hauptsache1 sondern die atemraubende ,dichtigkeit der sperrenden ,architektur4 ,es ist also das ,prinzip des mglichst wuchtigen ,eindrucks im ,innenbau dasselbe wie im ,auenbau4 ,aber es ist selbstverstndlich1 da auch beim ,innenraum das ,prinzip sich allmhlich ausgebildet hat4 ,vergleicht man diese ,halle der #ai4 ,dynastie 7um #acjj v4 ,chr47 mit ,hallen aus frherer ,zeit1 so haben diese viel mehr ,luftraum1 viel mehr ,bewegungsfreiheit fr den ,wandelnden4 ,dabei bedingt die ,stilentwicklung1 da auch die ,sule selbst frher empfindlichere ,formen hatte4 ,wenn die ,sulen des alten ,reiches 7,abb4 #a7 in ,schaft und ,kapitell nach ,magabe der zugrunde liegenden ,pflanzen durchgegliedert waren1 so ist es fr die ,sulen des ,tempels in ,karnak ganz unwichtig1 da auch ihnen ,pflanzenformen zugrunde liegen1 die geffnete ,papyrusdolde den ,sulen des ,mittelganges1 die geschlossene denen der begleitenden ,reihen4 ,die ,sule ist ein ,steinklotz geworden1 und die ,pflanzenmotive sind nur noch traditionell beibehalten4 ,die ,sulen sind zu ungeheurer ,zahl gehuft1 aber sie scheinen als ,masse viel zu tragfhig im ,verhltnis zur wirklichen ,last4 ,unausgentzte ,kraft aber wirkt als ,trgheit4 ,eine ,masse ist noch kein organisches ,gebilde4 ,der tektonisch ,denkende verlangt den klaren ,ausdruck der ,verhltnisse zwischen ,kraft und ,last im ,raume sowohl wie in der einzelnen ,sule4 ,es ist notwendige ,stileinheit1 da wie die ,architektur so auch ,plastik und ,malerei im spteren ,reich allmhlich zu summarischer ,behandlung der ,formen kommen 7,abb4 #f74 ,man hat nicht einmal ein ,recht1 von ,erstarrung zu sprechen4 ,die ,entwicklung zum ,gewaltigen verlangt das ,vernachlssigen des ,details4 ,der groe ,eindruck der sptgyptischen ,wand wrde gelhmt sein1 wenn ihr ,bilderschmuck nahe ,betrachtung forderte4 ,die ,plastik soll den ,beschauer erdrcken wie die ,baukunst4 ,auch ihr ,streben geht nach der ,monumentalitt des mastblich ,groen2 ,kolossalstatuen und ,riesenreliefs entstehen wie nie zuvor1 ,vergrerungen der alten durch die ,religion geheiligten und geforderten ,typen4 ,aber ihre ,formen sind verarmt1 weil kein schpferisches ,gefhl mehr stilbildend ttig ist1 sind zur ,phrase geworden1 weil der ,knstler keine ,naturform mehr erlebt1 um sie zur ,kunstform umzumnzen4 ,daher die ,unfhigkeit1 diese ,gestalten mit ,formleben zu erfllen1 ihre ,leere1 ihr ,glattwerden oder das unwillkrliche1 verstohlene ,eindringen realistischer ,alltagszge1 eines ,lchelns oder ,drohens1 das deutlich zeigt1 wie wenig man noch die ,augenstrenge hat1 die die klassische ,kunst des alten ,reiches schuf4 ,da dann der rcksichtslose ,naturalismus1 in der ,malerei sogar der ,impressionismus1 der strkste ,gegensatz zur altgyptischen ,formstrenge1 von den gischen ,inseln eindringend1 zum ,durchbruch kommt1 sobald ihm ,knig ,amenophis' ,,iv4 ,echnatons ,kampf gegen die alte ,gtterreligion fr kurze ,zeit ,lebensmglichkeit schafft1 ist nur natrliche ,konsequenz4 ,aber es handelt sich hier um eine reine ,episode4 ,eine wirkliche ,stilentwicklung findet spterhin nicht mehr statt2 nur da die herben1 hieratisch strengen ,formen immer weichlicher1 immer ausdrucksloser werden1 je mehr die gefhlvolle ,liebe unschpferischer ,perioden sie festzuhalten strebt4 ,im wesentlichen finden noch die fremden ,vlker1 die seit dem #f4 ,jahrhundert v4 ,chr4 gypten abwechselnd unterjochen1 finden ,alexander der ,groe und seine ,nachfolger bis zu den rmischen ,kaisern in gypten dieselbe ,kunst vor wie der ,perser ,kambyses1 als er im ,jahre #ebe v4 ,chr4 gyptens letzten ,pharao entthronte4 ,die ,usurpatoren fgten sich der ,tradition des ,landes1 bauten ihre ,tempel dort im alten ,stil und erschienen in der ,plastik als ,nachfolger der alten ,pharaonen in ,kostm1 ,haltung und ,handlung2 und so bewahrte die offizielle gyptische ,kunst1 deren groe ,taten dem alten und mittleren ,reich gehrten1 ein langes ,scheinleben1 indes lngst neue ,vlker mit neuer ,kraft eine ,welt der ,schnheit in ,leben und ,kunst geschaffen hatten4 ,zweites ,kapitel4 ,die prhistorische ,kunst des gischen ,meeres4 ,es ist kein ,zufall1 da die gyptische ,kunst1 sobald ihre ,entwicklung sie fr die impressionistische ,auffassung reif gemacht hatte1 unter den ,einflu der sog4 mykenischen ,kultur geriet4 ,sie ist die glnzendste ,erscheinung der ,bronzezeit4 ,der augenfrische ,impressionismus des ,urmenschen hat hier1 auf spter hellenischem ,boden1 ,werke von berraschender ,ausdrucksenergie geschaffen4 ,in ,malerei und ,goldschmiedekunst1 in ,elfenbeinplastik und ,steinschnitt gibt sie ,tiere und ,menschen in den kompliziertesten ,bewegungen1 schafft die zartesten1 feinlinigsten ,ornamente und belebt mit ihnen die bewegteste ,architektur und das graziseste ,kunstgewerbe4 ,es ist jene ,kultur1 von deren ,schnheit die ,epen ,homers erzhlen4 ,von ,kreta aus1 dem ,ort ihres ,ursprungs und ihrem ,hauptsitz1 sandte sie ihren ,reichtum in die ,welt4 ,diese strmende ,gestaltungskraft1 die aus der ,flle ihres ,reichtums ,gestalten und ,werke schuf1 welche noch heute mit der ,unmittelbarkeit des knstlerisch ,geschauten zu uns sprechen1 hat damals die ganze ,welt befruchtet bis nach ,spanien hin und ins vorisraelitische ,kanaan4 ,und in den griechischen ,mythen spielt ,knig ,minos von ,kreta eine ,rolle1 die diese ,macht auch die ,nachwelt ahnen lie4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,palast von ,knossos4 ,treppenaufgang4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,jngling ein ,gef tragend4 ,fresko im ,palaste von ,knossos4 ,ein strkerer ,gegensatz als zwischen gyptischen und kretischen ,bauten 7,abb4 #g7 ist kaum denkbar4 ,der gypter schliet jeden ,raum streng gegen den anderen ab1 berall soll man sich umgrenzt1 eingehegt fhlen2 der kretische ,palast von ,knossos ffnet die ,rume gegeneinander1 um durch die formenreiche ,folge malerischer ,durchblicke das ,auge anzuregen4 ,die gyptische ,sule ist wuchtige1 oft berschwere ,trgerin2 die kretische1 unten zugespitzt1 scheint zu balancieren1 und ihr wulstiges ,kapitell wirkt wie ein ,pfhl1 der sich unter dem ,druck elastisch biegt4 ,die gyptische ,sule1 die das ,tragen strker ausdrckt1 ist also struktiver geformt als die kretische4 ,und ebenso ist die gyptische ,wand strenge ,begrenzung des ,zimmers1 whrend die kretische es liebt1 sich mit rumlich tiefen ,darstellungen zu schmcken4 ,es gengt1 eine der kretischen ,wandmalereien aus demselben ,palast von ,knossos 7,abb4 #h7 mit einem gyptischen ,relief der frhen1 von fremdem ,einflu unberhrten ,zeit 7,abb4 #c7 zu vergleichen1 um die ,gegenstzlichkeit zweier ,kunstanschauungen zu empfinden4 ,der gypter grbt die ,linien des ,umrisses1 wie er sie bei genauer ,detailbetrachtung feststellt1 in die ,flche und sucht durch flache ,modellierung der ,innenform ,herr zu werden4 ,der ,kreter gibt den ,gesamteindruck1 die ,impression81 gibt die ,form1 wie sie dem ,auge beim ersten ,blick erscheint1 und vernachlssigt das ,detail4 ,in der ,plastik ebenso wie in der ,malerei4 ,furtwngler sagt ber die ,gemmenplastik dieser ,kultur3 ,die mykenische ,kultur kmmert sich wenig um klare ,technik und den ,knochenbau des ,krpers1 darin die gyptische sich auszeichnet1 aber die ,wiedergabe des ,fleisches1 der ,muskeln ist ihr ,element48 ,damit ist der impressionistische ,charakter dieser ,plastik scharf gezeichnet1 in der1 ebenso wie in der ,malerei1 die gesehene ,form und nicht die ,zeichnung ,mittel der knstlerischen ,gestaltung ist4 ,das unmittelbare ,festhalten des ,geschauten bewirkt1 da eine ,figur wie dieser kretische ,geftrger so persnlich uns gegenbersteht1 da in den ,gliedern der ,stiere und ihrer ,bndiger auf ,goldreliefs das ,leben zu pulsieren scheint1 wie nie in einer gyptischen ,skulptur4 ,impressionismus und ,realismus haben sich zu allen ,zeiten gegenseitig bedingt4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,tongef aus ,kreta4 ,diese ,strke des ,bildausdruckes macht die ,figur krperhaft und unabhngig von der ,wand1 an die sie gemalt ist4 ,die zeichnende gyptische ,kunst geht1 wie wir sahen1 von der ,wandflche aus und bildet ihre ,gestalten flchenhaft1 der kretische ,impressionismus geht von der ,erscheinung der ,gestalt aus und sucht die ,form dann der ruhenden ,flche einzugliedern1 ohne da das vollkommen gelingen kann4 ,der ,impressionismus hat zu jeder ,zeit1 in der er herrschte1 den ,grundsatz l'art pour l'art -- jede ,kunst ist ,selbstzweck -- proklamiert4 ,am klarsten sprechen hier die ,gebilde des ,kunstgewerbes4 ,es war schon in der ,einleitung die ,rede davon1 da das ,kunstgewerbe als ,zweckkunst jedesmal hnliche ,stiltendenzen verfolgen mte wie die ,architektur4 ,in der ,tat legt ein kretisches ,gef 7,abb4 #i7 den ,wert nicht auf die funktionelle ,gliederung1 sondern allein auf die schne ,form4 ,in wundervoller ,ruhe gleitet hier die begrenzende ,linie vom ,mund bis zur spitzen ,endigung hinab4 ,gerade dieser ,abschlu beweist das ,untektonische des ,stiles4 ,denn ein struktiv empfindender ,stil bildet den ,fu des ,gefes zum ,feststehen aus1 whrend diese ,spitze zwar einen wundervollen ,zusammenflu der ,linien gibt1 aber stets einer besonderen ,sttze bedarf4 ,wir werden diese spitze ,endigung bei fast allen untektonischen ,epochen1 in der deutschen ,sptgotik1 im ,rokoko wiederfinden1 ebenso den schmalen ,hals1 der die ,linie des ,gefbauchs in so ruhigem ,flu weiterfhrt4 ,nur der ,wulst1 der den ,hals abgrenzt1 aber nicht energisch genug1 um die ruhige berfhrung der ,linien zu hemmen und ,hals und ,krper wirklich zu sondern1 gibt ,kunde davon1 da ein ,gefhl fr die ,funktionen der ,gefteile berhaupt vorhanden ist4 ,ebensowenig wirkt der ,schmuck gliedernd4 ,er geht nicht von der begrenzenden ,flche der ,gefwand aus1 sondern von der krperlichen ,erscheinung seiner ,motive1 gliedert nicht das ,gef1 sondern steigt an ihm auf4 ,man hat den ,eindruck1 vor einem ,aquarium zu stehen4 ,auf dem ,meeresboden wachsen ,korallen und ,seetang empor1 die in der ,strmung zu fluten scheinen1 ,seeschnecken und ,seesterne schwimmen zwischen ihnen1 all das1 wie etwa in den ,strhnen der schattenhaft sich wiegenden ,seepflanzen1 von einer vollkommenen ,formschnheit4 ,es ist dasselbe ,verhltnis wie in der ,wandmalerei4 ,eine ,impression sagt hier in ,schwarz und ,wei dasselbe1 wie dort in ,farben1 und wird durch ,zurckfhrung auf einfachste ,licht- und ,schattenflchen1 hnlich wie in japanischen ,holzschnitten1 der ,wandung eingefgt4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,das ,lwentor zu ,mykenai4 ,es ist einmal gesagt worden1 da der ,unterschied zwischen den ,frstensitzen auf ,kreta und denen im gleichzeitigen ,griechenland derselbe gewesen sei wie zwischen einem ,prunkschlo1 wie ,versailles1 und einer ,burg1 wie der ,wartburg4 ,der ,gegensatz ist vollkommen4 ,whrend in ,kreta die ,gemcher und ,vorratsrume sich um offene ,hfe gruppieren und miteinander durch eine ,unzahl ,tren verbunden sind1 geht die ,tendenz auf dem ,festland auf die ,klarstellung des einzelnen ,gemaches4 ,das 1 der ,mnnersaal1 ist der ,zentralraum der ,anlage4 ,er liegt vollkommen isoliert1 und auch die ,nebengemcher liegen nicht ,wand an ,wand1 sondern an ,korridore gereiht4 ,das einzelne ,gemach hatte seinen ,eingang an der ,schmalseite1 so da man es beim ,eintritt vollkommen berblickte1 whrend in ,kreta die ,haupttr an der ,langseite lag4 ,und ebenso war die ,gesamtheit der ,anlage auf dem ,festlande energischer1 wo der ,mauerring den ganzen ,komplex zusammenhielt1 als in ,kreta1 wo die ,burgen ,prunkpalste waren1 die offen im ,land lagen4 ,es ist in jeder ,hinsicht der ,kontrast zwischen ,zweckbau und ,prunkbau1 zwischen klarem ,nebeneinander und malerischem ,reichtum4 ,naturgem sprechen die eigentlichen ,zweckbauten des ,festlandes1 die ,befestigungsanlagen1 diese ,logik am strengsten aus4 ,sie sind es1 die als pelasgische oder kyklopische ,mauern so seltsame ,legenden von ,urweltriesen gezeugt haben4 ,aber sie sind1 wenn auch roh gefgt1 in ,wahrheit von groer architektonischer ,gewissenhaftigkeit4 ,das ,lwentor von ,mykenai 7,abb4 #aj71 die wichtigste ,architektur des ,festlandes1 ist ein wohldurchdachtes ,werk von gutem ,ausdruck4 ,zwei ,blcke tragen einen steinernen ,balken1 der aber selbst nur ,last ist1 von dem die ganze ,schwere der darberliegenden ,mauerschichten abgeleitet und durch abgeschrgte ,steinblcke auf die seitlichen ,mauern bertragen ist4 ,so bleibt ber dem ,tor ein dreieckiger unbelasteter ,raum1 der mit einer leichten skulpierten ,steinplatte gefllt wird4 ,man versteht also noch nicht1 in ,bogen zu wlben1 aber es zeugt von hoher architektonischer ,geschmackskultur1 da gerade nur diese ,platte ausgeschmckt ist1 die im ,aufbau keine ,funktion hat4 ,nun wei man sofort1 welches ,bauglied trgt1 und welches getragen wird2 nur dem unbelasteten1 fllenden ,glied hat das tektonische ,gefhl hier dekorative ,gestalt zu geben gewagt4 ,so sind auch die festlndischen ,gerte1 deren ,goldprunk die ,burggrber von ,mykenai hergegeben haben1 in ihrer ,form mehr durch die ,aufgabe bedingt1 als die kretischen4 ,sie sind geteilt nach der ,funktion des ,gertes1 stehen mit breitem ,fu1 nehmen mit geffnetem ,kelch den ,wein auf4 ,ihre ,dekoration ist nicht einfach aus der ,natur geholt1 sondern zum ,gefornament geworden1 das etwa als ,saum wirkt4 ,zwar ist ,griechenland in der ,epoche1 in die die ,burgen von ,mykenai und ,tiryns weisen1 d4 h4 etwa in der ,mitte des #b4 ,jahrtausends v4 ,chr41 stark von ,kreta beeinflut4 ,es gab damals dort ,gerte mit lebhaften ,jagdszenen in landschaftlich tiefem ,raum1 die fraglos von ,kreta importiert sind4 ,auch die eigene ,plastik1 wie die ,skulptur im ,entlastungsdreieck des ,lwentors1 spricht ihren ,einflu aus4 ,nicht nur im ,stil1 der dem kretischen wesensverwandt ist und den ,krper in wundervoll fleischiger ,rundung gibt2 auch die ,darstellung findet sich im ganzen ,kulturkreis1 zwei ,lwen1 mit ihren ,vorderpranken auf eine ,art ,altar gesttzt1 zu ,seiten der charakteristischen ,sulenform des ,stils4 ,wahrscheinlich ist die ,sule hier ,symbol einer ,gottheit1 die die ,lwen bezwungen hat1 zumal die ,tiere gelegentlich wirklich an die ,sule gefesselt erscheinen4 ,dadurch ist eine zweite ,deutung weniger wahrscheinlich geworden1 die wohl1 als man die ,paralleldarstellungen noch nicht kannte1 gerade durch das ,lwentor entstanden ist1 da nmlich die ,sule das ,haus symbolisierte1 vor dem die ,lwen ,wache hielten4 ,der ,darstellung1 die auch sonst oft1 vor allem auf geschnittenen ,steinen1 vorkommt1 scheinen orientalische ,mythologieen zugrunde zu liegen4 ,jedenfalls ist die kretisch-mykenische ,kunst1 die in dieser ,vorzeit sich pltzlich mit solcher ,lebenskraft zutage drngt1 nicht wurzellos gewesen4 ,es mu freilich berraschen1 hier1 wo man in der ,bronzezeit fast an den ,anfngen europischer ,kultur steht1 eine ausgesprochene ,luxuskunst zu finden1 deren ,formen nicht aus dem ,zweck geboren sind1 sondern1 besonders in ,kreta selbst1 den klaren ,zweckausdruck geradezu negieren4 ,der ,impressionismus im ,fresko und in der ,dekoration der ,vasen hat rein auflsende ,funktion4 ,und wenn man sieht1 wie die ,frauentracht damals den ,krper mit einem glitzernden ,meer von ornamentierten ,goldflittern umschimmerte1 wider seine ,struktur in der ,hfte zusammenschnrte und die ,brust hervorprete1 ja1 wie die schlanke ,taille auch beim ,mann ein ,schnheitsideal ist 7,abb4 #h71 so fhlt man unmittelbar den ,reichtum des ,rokoko als den nchst verwandten ,stil4 ,die hellenische ,kunst1 die auf demselben ,boden erwchst1 ist in ihrem tektonischen ,bewutsein1 das jede ,form ihrer ,aufgabe gem ausgestaltet1 der denkbar strkste ,gegensatz4 ,die ,beziehungen zu gypten ermglichen es1 die ,epoche ziemlich sicher zu datieren4 ,schon ums ,jahr #bjjj v4 ,chr4 mu der ,verkehr zwischen diesen beiden mchtigsten ,anwohnern des ,mittellndischen ,meeres begonnen haben4 ,unter dem ,namen ,kaphtor kennt die ,bibel ein ,volk1 das als ,kephtiu huldigend auf gyptischen ,reliefs erscheint1 dieselben trichterfrmigen ,gefe tragend wie auf dem ,fresko von ,knossos4 ,man hat1 wie wir sahen1 in gypten mykenische ,stcke technisch und knstlerisch kopiert1 und auch die gische ,kultur entnahm gypten manches ,vorbild zu selbstndiger ,verarbeitung4 ,aber um #abjj holen die ,anwohner des gischen ,meeres zu einem gewaltigen ,schlage aus1 unternehmen1 alle ,kraft zusammenraffend1 einen kriegerischen ,vorsto gegen das gypterreich und werden zerschellt4 ,von da ab hren wir nichts mehr von der gischen ,kultur1 und wenn wir dann sehen1 da die ,gefe1 die ,hellas kurz darauf hervorbringt1 gische berlieferungen in rmlicher ,entartung fortsetzen1 dann haben wir das ,gefhl1 einer der groen ,tragdien in der ,menschheitsgeschichte gegenberzustehen4 ,drittes ,kapitel4 ,die hellenische ,kunst4 ,und nun ist es1 als kme ,ordnung in ein ,chaos1 wenn im nchsten ,jahrtausend auf hellenischem ,boden der dorische ,tempel festgefgt vor uns steht4 ,die erste ,architektur1 die alle ,wucht des ,monuments begrndet in der ,gliederung der ,einzelform1 in der klaren ,scheidung von ,kraft und ,last1 tragendem und getragenem ,gliede und sie wieder vereinigt durch den edlen ,rhythmus des ,ganzen4 ,der ,poseidon-,tempel von ,pstum 7,abb4 #aa7 ist nicht nur ein ,bau von ungeheurer ,kraft3 zum erstenmal tritt das ,verhltnis der ,bauglieder zueinander1 der ,rhythmus der ,proportionen1 tritt die ,schnheit als ,meister des ,baues ein4 ,sein tektonisches ,gewissen hebt ihn weit ber die ,kunst der kretischen ,palste1 seine ,eurhythmie weit ber die gyptische ,massenhaftigkeit4 ,aber1 so edel die ,erscheinung des ,tempels auch ist1 fehlt ihm heute vieles1 um uns seinen ursprnglichen ,sinn verstehen zu lassen2 es fehlen ihm die ,skulpturen im leeren ,giebelfeld1 die ,reliefs im ,fries1 die ,farben1 die alle ,glieder dieses ,organismus berzogen4 ,er scheint zu ernst1 zu streng1 zu herb4 ,die ,zeit hat die ,festlichkeit zerstrt1 die der hellenischen ,kunst wie dem hellenischen ,leben die ,harmonie mit dem ,ernst des ,daseins gab4 ,es ist bei dem eindringlichen ,studium gerade der hellenischen ,kunst natrlich1 da wir eine ganze ,anzahl von ,rekonstruktionen griechischer ,tempel haben4 ,wenn in ,bauwerken1 wie diesem ,tempel von ,pstum etwa1 die ,grundelemente des ,stils vllig erhalten sind1 schien es nicht schwer zu sein1 die ,einzelheiten zu ergnzen4 ,aber gerade das ,empfinden fr diese ,einzelheiten verlangt ein feines ,stilgefhl1 wie es wenige besitzen4 ,erst seit wenigen ,jahren1 seit ,furtwngler1 als er gina fr die ,kunstgeschichte gewann1 eine ,rekonstruktion des vorher ,athena-,tempel genannten ,aphaia-,tempels gab1 besitzen wir eine vollendete ,nachschpfung1 gegrndet auf strengste ,forschung1 geschaffen mit feinstem ,stilgefhl 7,abb4 #ab74 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,tempel des ,poseidon zu ,pstum4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,westfront des ,tempels von gina4 ,rekonstruktion von ,furtwngler4 ,es ist die ,giebelseite1 die alle ,eigenschaften des ,baues am energischsten konzentriert2 die ,sulenreihen der ,lngsseiten sind nur ,verbindungen zwischen ihnen4 ,hier drcken ,sulenreihe und ,giebel das ,verhltnis der ,baumasse zum ,dach1 der ,kraft zur ,last mit vollkommener ,klarheit aus4 ,was bei der gyptischen ,pyramide rohe ,masse aufeinandergetrmter ,steinschichten war1 wird hier in ,baufunktionen aufgeteilt4 ,von einem dreistufigen ,postament1 dem ,stylobat1 steigen unvermittelt sechs ,sulen auf1 senkrechte ,rillungen1 ,kannelren1 schmcken den ,schaft1 fhren die ,sule aufwrts1 dem ,kapitell zu und der ,last1 die darauf ruht4 ,drei kleine ,rillen umziehen oben die ,sule1 fassen ihre ,kraft noch einmal zusammen1 dann fgt sich das ,kapitell an1 leicht eingebogen1 als wiche es ein wenig unter der ,last zurck4 ,eine sichere ,rechnung3 nun hat man das ,gefhl1 das ,verhltnis sei ausgeglichen2 so weit ist die ,sule unterlegen1 nun trgt sie fest4 ,eine kleine quadratische ,platte ber jedem ,kapitell1 der ,abakus1 ist ihr ,abschlu2 ihre ,kantigkeit1 ein kleines ,abbild der darberliegenden ,steinbalken1 leitet schon zu ihnen hinber1 als wolle man sie nicht unmittelbar auf das ,kapitell laden4 ,dann folgt die ,last des ,geblkes1 ein fester ,steinblock1 der ,architrav1 und ein krftig gegliederter ,fries2 in ihm wechseln dreifach gekerbte ,platten1 ,triglyphen1 an denen ,trpfchen hngen1 und flache ,felder1 ,metopen1 die leer sind1 da sich bei den ,ausgrabungen in gina keine ,fllungen fanden1 die aber anderwrts mit kleinen ,reliefs gefllt waren4 ,dieser ,fries ist vermittelndes ,glied zwischen ,sockel und ,krnung1 zwischen dem unskulpierten rohen ,balken1 dem ,architrav1 der trgt1 und dem freudigen ,schmuck des ,giebelfeldes4 ,nicht ohne ,vermittlung durfte diese reiche ,dekoration aussetzen auf den schweren ,stein4 ,erst schiebt sich der leichtere ,fries dazwischen1 dessen ,trpfchen ber die ,abschlulinien hinweg nach unten fhren1 dessen krftiger ,schmuck auf das ,giebelfeld weist1 das ber ihm auf dem schmalen ,steinbalken1 dem ,geison1 ruht4 ,denn nun schliet sich der ,bau1 nun fassen die ,fittiche des ,giebels1 den das ausdrucksvolle griechische ,wort 1 den ,adler1 nannte1 vom ,erdboden her das ganze ,werk zusammen4 ,die beiden ,greifenakroterien an den ,ecken schlieen1 nach auen gewandt1 ab4 ,die ganze ,front unter sich fassend1 gleiten von ihnen aus die ,linien der ,traufrinne 7des ,sima7 aufwrts1 gipfeln auf in dem edel gestalteten ,akroterion der ,mitte1 das all die ,kstlichkeit in den ,raum fhrt4 ,es ist erstaunlich1 wie hier der ,skulpturenschmuck des ,giebelfeldes dieses ,zusammenfassen untersttzt1 wie dieser schmuckreichste ,teil des ,baues dadurch organisches ,glied der ,architektur wird4 ,nur bei dieser einzigen ,rekonstruktion ist uns das bisher fhlbar gemacht worden4 ,es ist vom strengsten ,stilgefhl1 wie die ,dekoration die ,architektur abschliet1 die ,architektur ihrerseits die ,gruppen des ,giebelfeldes gliedert4 ,die ueren ,sulen geben den ,abschlu1 von den vier inneren trifft jede auf einen niedergesunkenen ,krieger4 ,so erheben sie ihn zum wichtigsten ,glied der ,gruppen1 die sich von ihm aus sondern und gliedern1 und scheiden zugleich die vier ,gruppen im ,kampf4 ,nur ,pallas ,athene steht1 emporgehoben durch das ,akroterion1 beherrschend im ,zwischenraum1 wie die ,pause in einer ,symphonie ,beethovens den ,akkord1 der ihr folgt1 am strksten betont4 ,zugleich aber fat die ,fllung des ,giebelfeldes mit denselben ,linien ,sulen und ,fries zusammen und fhrt sie empor zum ,akroterion1 dem krnenden ,schlustein des ,baues4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,grundrisse4 a ,antentempel2 b ,antentempel mit ,hinterhalle4 ,vollkommen durchgefhrt ist in dieser ,rekonstruktion die ausdrucksvolle ,bemalung des ,giebels4 ,wir tragen vom griechischen ,tempel ein viel zu strenges ,bild in uns4 ,ein ,bau1 wie der farblos herbe ,tempel zu ,pstum 7,abb4 #aa71 bedeutet uns den ,sinn der griechischen ,architektur4 ,aber das tektonische ,gefhl des ,hellenen gibt nicht nur die klaren1 edlen ,formen1 sondern gibt diesen ,formen durch die farbige ,dekoration ,ausdruck und ,begrndung4 ,den ,abakus akzentuierte ein gemaltes scharfkantiges ,manderband als viereckige ,platte1 kleine gemalte ,blttchen umkrnzten das ,kapitell1 da es schien1 als bgen sie sich unter der ,last4 ,so wurden sie ,motivierung4 ,die gemalte ,ornamentation des ,sima1 der ,regenrinne1 die an den uersten ,linien des ,tempeldaches entlangluft1 lt das ,auge an sich hingleiten von ,akroter zu ,akroter4 ,denn das ,ornament ist keineswegs ein nur uerlicher ,schmuck2 sein ,sinn ist1 die ,bewegungen der ,form auszudeuten1 die es bekleidet4 ,ein so durchdachtes ,gebilde mu das ,werk von ,jahrhunderten sein4 ,der wahrscheinlich ursprnglichen ,form1 der ungeteilten ,tempelzelle1 deren ,name ,naos 7,cella7 auch in der erweiterten ,anlage dem ,raum fr das ,gtterbild immer geblieben ist1 hatte man in der ,epoche des dorischen ,stiles bereits die ,vorhalle 7,prodomos1 ,abb4 #ac a7 und das ,hinterhaus 7,opisthodomos1 ,abb4 #ac b7 hinzugefgt und so ein reicheres ,gebilde geschaffen4 ,aber architektonisch war es streng zusammengehalten4 ,diese ,nebenhallen wurden in die ,architektur des ,naos miteinbezogen4 ,man schob seine ,seitenmauern vor und lie sie in zwei ,stirnpilastern 7,anten7 endigen2 deren ,form entsprach der ,gliederung der beiden ,sulen1 welche zwischen ihnen den ,eingang zur ,cella1 zugleich wohl die einzige ,lichtquelle des ,tempels1 ffneten 7,templum in antis74 ,bei den reichen ,anlagen1 wie wir sie in gina und ,pstum kennen gelernt haben1 umgab man diese ,bauform1 um sie unter eine einheitliche ,bewegung zu bringen1 rings mit einer ,sulenhalle und schuf so die bekannteste ,anlage des dorischen ,tempels1 den ,peripteros 7,abb4 #ad74 ,es ist ,stilgesetz1 da die seitlichen ,reihen nicht genau die doppelte ,zahl der ,frontsulen haben4 ,ein einfaches ,verhltnis wrde hier seinen ,wert allzu schnell erschpfen4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,grundri eines ,peripteros4 ,fr die ,bauformen ergibt sich eine parallele ,entwicklung4 ,es ist wichtig1 da an den ltesten ,steintempeln1 die durchforscht sind1 ,sima und ,akroterien aus ,ton gearbeitet waren4 ,das ist nur zu erklren1 wenn man annimmt1 da der archaische ,tempel ein ,holzbau gewesen ist1 bei dem die ,teile1 die durch ,regenwasser zu leiden hatten1 aus ,ton gearbeitet waren1 und da man beim ,steintempel zunchst diese ,tradition beibehielt4 ,in der ,tat knnen wir am ,heraion in ,olympia1 das auch noch tnernes ,sima und ,akroterion gehabt hat1 den bergang vom ,holzbau zum ,steinbau verfolgen4 ,dort gleicht kein ,sulenkapitell dem anderen1 und es scheint1 da das ,heraion ursprnglich ein ,holzbau war1 bei dem allmhlich jede angefaulte ,sule durch eine steinerne ersetzt wurde4 ,so erklrt sich auch zwanglos die energische ,gliederung des dorischen ,frieses berhaupt1 deren strenge ,art vollkommen den ,eindruck macht1 da sie von vornherein nicht dekoratives1 sondern tektonisches ,glied gewesen wre4 ,die ,triglyphen scheinen ihren ,ursprung in den geschnitzten ,auenendigungen der ,dachbalken zu haben2 die ffnungen zwischen ihnen verkleidete man mit ,holztafeln1 an deren ,stelle dann die ,metopen traten1 und hielt alles durch ,ngel oder ,pflcke1 aus deren ,kpfen der ,ursprung der ,tropfen sich herleiten lt4 ,mag hier im einzelnen noch manches hypothetisch sein1 so ist doch sicher1 da im ,holzbau1 vielleicht sogar im mykenischen1 die ,wurzeln des hellenischen ,tempels liegen4 ,die ,form des ,grundrisses1 die nur vom ,zimmer auf den ,tempel bertragen wird1 ist evident die mykenische des ,festlandes1 und es ist mglich1 da auch die ,sulenform1 die in frhen ,beispielen das wulstige mykenische ,kapitell besitzt1 sich aus der mykenischen ,holzsule entwickelt hat4 ,im frhdorischen ,stil herrscht unbedingt noch die dekorative ,tendenz der ,vorzeit4 ,es gibt ein athenisches ,giebelfeld frhdorischen ,stiles1 dessen obere ,begrenzung seitlich nicht von einem ,akroter abgeschlossen wird1 sondern sich in eine ,schnecke zusammenrollt4 ,daraus folgt1 da diese ,zeit die ,linien des ,giebelfeldes anders sah als die klassisch dorische1 da man die ,linien noch nicht als von unten nach oben1 sondern als von oben nach unten gefhrt empfand4 ,der konstruktive ,stil aber geht vom ,trger aus1 der dekorative von der ,bekrnung4 ,trotzdem die ,entwicklung sich also ganz allmhlich vollzieht1 sind mykenischer und dorischer ,stil scharf geschieden durch eine ,epoche knstlerischer ,armut1 die von der ,schaffensfreudigkeit des einen1 der ihr vorausging1 zur ,strenge des anderen1 der ihr folgte1 die ,brcke schlgt4 ,die ,einwanderung der ,dorier nach ,griechenland seit dem ,jahre #abjj v4 ,chr41 die wohl nicht ohne ,schuld am ,schicksal der gischen ,kultur ist1 mag wohl auch der ,grund fr diese ,verarmung gewesen sein1 und der ,stil1 der dann folgt1 trgt den ,namen des dorischen wohl mit ,recht4 ,die ,eroberer zerstrten die alte ,kultur und vermochten selbst nur langsam eine neue zu schaffen1 ohne sich dabei ganz dem ,einflu des knstlerischen ,reichtums1 der im ,lande wurzelte1 entziehen zu knnen4 ,genau wie bei der ,vlkerwanderung ist auch bei der dorischen die erste ,folge der gewaltsamen ,zerstrung eine ,verdung der ,kunstformen1 die zugleich in sich den bergang zum neuen konstruktiven ,stile birgt4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,vasenscherbe des sog4 ,dipylonstiles4 ,die ,vasenmalerei1 die diesen bergang am klarsten ausspricht1 ist auch im ,beginn des #a4 ,jahrtausends v4 ,chr4 noch immer dekorativ in ihren ,absichten4 ,friesartige ,streifen1 mit ,ornamenten geschmckt1 umziehen das ,gef und wahren das ,gleichma aller ,teile der ,gefflche4 ,in ,athen ist man damals ruhig bis zur knstlerischen ,erschpfung4 ,hier hat man vor dem ,doppeltore1 dem ,dipylon1 auf ,grbern eine ganze ,reihe bauchiger ,kratere dieses sog4 ,dipylonstiles gefunden1 die zu ,totenopfern bestimmt waren4 ,auf ihnen bilden arme gradlinige ,ornamente in wenig variierten ,formen schmale ,friese1 die selbst auf ungeheuren ,gefen nicht breiter werden1 sondern nur mehr ,reihen bilden 7,abb4 #ae74 ,leichenzge oder ,kriegerreihen wiederholen in endloser ,folge immer dieselbe in der ,taille stark geschnrte ,figur1 die in schwarzer ,silhouette gegeben wird1 eintnige ,friese immer das gleiche geometrisch einfache ,ornament4 ,whrend also der ,stil der ,zeichnung noch auf mykenischer ,grundlage ruht1 bedeutet gerade die gleichmige ,reihung das ,erwachen des konstruktiven ,verstndnisses4 ,man beginnt auch schon1 diese attischen ,gefe tektonisch zu gliedern1 den ,fu gegen den ,leib abzusetzen und zu festem ,stehen auszubilden4 ,die ,weiterentwicklung vollzieht sich in ,athen1 dem ,hauptsitz des ionischen ,zweiges der ,hellenen1 unter dem ,einflu der ,kunst der stammverwandten kleinasiatischen ,ionier4 ,nun schafft die archaische ,keramik des #g4 und #f4 ,jahrh4 einen ,stil1 der tektonisch so vollkommen ist wie der dorische in der ,baukunst4 ,er bildet beim ,gef ,fu und ,mndung aus und macht seinen ,leib zu einem einheitlichen ,gebilde dadurch1 da er dort an die ,stelle der parallelen ,friesreihen eine ,darstellung aus ,leben oder ,mythus setzt1 die den eigentlichen ,krper in seiner ganzen ,ausdehnung bedeckt4 ,abb4 #af gibt ein besonders edel geformtes ,gert dieses ,stiles1 eine ,hydria 7,wasserkrug71 die vielleicht von einem ,ionier in dem von ,attika frh beeinfluten ,etrurien gearbeitet worden ist4 ,auf breiter1 starker ,fuplatte1 deren ,rundung durch einen ,kranz schwarzer ,linien sich ausdrckt1 steht das ,gert4 ,scharf setzt sich der ,fu gegen den ,leib des ,gefes ab1 in dem ,strahlen sofort die ,richtung nach oben aufnehmen4 ,es folgt ein schmaler ,fries von ,jagdszenen1 wie ein ,auftakt zu dem eigentlichen ,gefleib1 der dann mit breiter ,flle krftig ausladet4 ,eine einzige ,darstellung umzieht ihn1 die zwischen zwei schwarze ,linien gefat ist1 auf der einen ,seite ,herakles1 der den gyptischen ,knig ,busiris erwrgt1 auf der uns zugekehrten ,seite die ,neger1 die dem ,knig mit energisch gezeichneter ,hast zu ,hilfe eilen4 ,diese ,teilung ist vollkommen tektonisch2 sie wird gefordert durch die beiden ,seitenhenkel1 an denen das ,gef gehalten wurde1 wenn man es mit ,wasser fllte1 genau so wie der dritte senkrechte ,henkel1 an dem man es beim ,ausgieen hielt1 die ,gruppe der ,neger gliedert4 ,auerordentlich fein sind die ,strahlen empfunden1 die geformt sind1 als hefteten sie den ,henkel an den ,gefleib4 ,energisch grenzt sich oben der abgeflachte ,leib ab4 ,steil und klar erhebt sich der ,hals und schliet mit einer breiten ,mndung1 deren krftigen ,auenrand ein ,manderband streng begrenzt4 ,so hat die ,malerei hier wie bei dem dorischen ,tempel der ,zeit den gleichen ,zweck1 nmlich die ,funktionen der ,gertteile auszudrcken4 ,die ,harmonie zwischen ,form und ,dekoration ist vollkommen4 ,beide sind aus dem ,zweck der ,gertteile gewonnen und fgen sich zu kraftvoller ,einheit zusammen4 ,und wie die ,malerei die streng geformten ,teile feiner scheidet und verbindet1 so betont sie energisch den ,wert der ,flche als ,begrenzung4 ,wie beim ,dipylonstil1 sind auch noch bei diesem sog4 schwarzfigurigen ,stil alle ,ornamente und ,gestalten mit wenigen ,farben1 unter denen ,schwarz herrscht1 auf den ,tongrund gemalt4 ,aber man gibt mit geritzten ,linien auch die ,konturen und die ,innenzeichnung und schafft so den impressionistischen ,stil in einen zeichnerischen um1 der der ,gefflche unterworfen ist4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,hydria schwarzfigurigen ,stiles4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,amphora rotfigurigen ,stils4 ,gegen das ,ende des #f4 ,jahrh41 kurz vor den ,perserkriegen1 vollzieht sich auch hier eine ,ausdruckssteigerung4 ,an die ,stelle des schwarzfigurigen ,stiles tritt allmhlich der rotfigurige1 der den ,tongrund schwarz firnit1 in ihm die ,figuren ausspart und ihre ,innenzeichnung mit schwarzen ,linien gibt4 ,dieser ,stilwandel war ,notwendigkeit4 ,die ,dramatik der ,gestaltung hatte sich immer mehr entwickelt4 ,alles drngte nach plastischem ,ausdruck im ,raum4 ,so war schlielich der schwarzfigurige ,stil nur noch eine traditionelle ,fessel1 deren selbst ,verfeinerung der ,zeichnung nicht ,herr werden konnte4 ,und so erscheint bereits auf den schwarzfigurigen ,vasen vom ,ende der ,epoche zugleich auch das rotfigurige ,bild1 durch das die alte ,technik bald vollkommen verdrngt wird 7,abb4 #ag74 ,der neue ,wert ist die ausdrucksvollere ,zeichnung4 ,die ,darstellung wird wirklicher4 ,die ,innenzeichnung spricht schrfer schwarz auf der roten ,flche der ,figuren1 die ,figur krperhafter vor dem schwarzen ,hintergrund4 ,erst jetzt knnen ,bewegungen berzeugend gegeben1 ,krperformen modelliert1 ,dinge hintereinander im ,raum gezeichnet werden4 ,die ersten ,bilder des neuen ,stiles sind noch streng in der ,zeichnung1 straff in der ,linie1 der ,gefwand angemessen4 ,aber die ,technik war jeder ,verfeinerung fhig und bildete die zarteste ,linienfhrung aus4 ,mit fein bewegten ,zgen zeichnete man nun alles1 was das ,leben des ,tages brachte1 ,gastmhler und ,kampfspiele1 ,schlachten und ,stunden der ,liebe neben den alten ,gttermythen und ,heldensagen1 und die ,harmonie dieses ,lebens machte auch das ,alltglichste wert1 ,gegenstand der ,darstellung zu sein4 ,entsprechend dieser greren ,ausdrucksfhigkeit des neuen ,stiles1 die die ,darstellungen ohne ,rcksicht auf die ,gefwand selbst rumlich zu zeichnen beginnt1 wird die ,dekoration selbstndiger4 ,die das ,gtterbild krnzenden ,mnaden auf unserer ,amphora fllen die ganze ,gefflche1 dringen in sie ein und stehen in keinem tektonischen ,verhltnis mehr zum ,gert4 ,aber diese ,freiheit wre unmglich1 wenn die ,gertteile selbst nicht ihre straffe ,scheidung verlieren wrden und durch ,auflsung der zweckmigen ,gliederung die ,mglichkeit zu grerer ,freiheit fr die ,dekoration gben4 ,das ,gert selbst wird eleganter im ,umri1 die feine ,silhouette ersetzt die charaktervolle ,scheidung4 ,die ,fuplatte ist schmler geworden4 ,in schlanker ,linie steigt von ihr der ,leib des ,gefes in die ,hhe1 geht in weicher ,wendung in den zartgebogenen ,hals ber1 die ,henkel schmiegen sich diesen ,linien an1 und so ist das ,ganze von erstaunlicher ,feinfhligkeit4 ,der sthetische ,ausdruck beginnt an die ,stelle des ,zweckausdruckes zu treten4 ,wenn bei einer ,trinkschale des schwarzfigurigen ,stiles der ,fu1 die eigentliche ,schale und der ,rand streng voneinander getrennt sind1 und die ,stelle1 wo unten der ,fu ansetzt1 im ,innern der ,schale durch einen kleinen1 oft mit einem ,kopf gefllten ,kreis1 wie durch einen ,nietenkopf1 bezeichnet war1 so werden nun die ,teile der ,schale miteinander zu wundervoll zart gefhlten ,formen verschmolzen2 aber es ist ungemein bezeichnend1 da jetzt das ,innenbild der ,schale seine tektonische ,funktion verliert1 weitaus grer wird und nur noch den ,anla fr eine umfangreiche bildliche ,darstellung abgibt4 ,so geht die ,tendenz dieser ,kunstentwicklung von der archaischen ,strenge zur feinsten ,empfindlichkeit in ,form und ,linie1 von der ,straffheit in der ,epoche der ,perserkriege zur ,gelstheit des ,perikleischen ,zeitalters4 ,genau dieselbe ,entwicklung macht auch die ,plastik im dorischen ,stile durch1 die von der tektonisch gebundenen zur freien ,form bergeht1 und die ,architektur1 die von der ,straffheit des dorischen zum gelsten ionischen ,stil sich entwickelt4 ,der ,parallelismus dieser ,reihen ist uerst instruktiv2 jede ist in sich logisch zusammengeschlossen1 und ihr ,nebeneinander bedeutet die ,einheitlichkeit der hellenischen ,kultur und die ,harmonie ihrer ,entwicklung4 ,die griechische ,freiplastik ist vom pfahlfrmigen ,holzidol der ,dipylonzeit ausgegangen1 und sie erscheint in ihrer ,frhzeit stets noch durch ihre ,aufgabe gebunden4 ,kunstwerke nur um der ,schnheit willen zu schaffen1 ist fr das ,hellas der ,frhzeit unmglich4 ,ein frhattisches ,grabrelief1 wie die ,stele des ,aristion 7,abb4 #ah71 entspricht der schwarzfigurigen ,keramik in ,zeit und ,stil4 ,der ,zweck ist entscheidend fr die ,form4 ,die ,aufgabe ist der ,denkstein1 seine ,einprgsamkeit ist entscheidend fr die ,ruhe der ,form1 und die ,darstellung ordnet sich der ,flche ein wie das gyptische ,relief4 ,spter1 gegen #dhj v4 ,chr41 bezeichnen die ,skulpturen im ,giebel des ,tempels von gina 7,abb4 #ab7 den ,moment1 in dem man die ,bewegungskraft des ,krpers zu spren beginnt4 ,es sind ,willensmenschen1 die hier ttig sind1 nicht ,gefhlsmenschen1 wie die ,ionier1 und so ist der ,ausdruck nicht der der ,grazie1 sondern die ,energie des ,kriegers1 die krftige ,bewegung des ,zustoens1 wie die gespannte des ,lauerns4 ,aber die ,flche des ,giebels bindet auch jetzt noch die ,gestalten1 die sich wie ,reliefs innerhalb einer ,flche bewegen und ,teile der ,architektur bleiben4 ,schon der zweite1 dem ,stil nach etwas sptere ,giebel von gina1 der an der ,ostfront des ,tempels steht1 hat die strenge ,gliederung und den festen ,zusammenhang mit der ,architektur verloren4 ,auch hier steht ,athena noch in der ,mitte4 ,auch hier kmpfen ihr zur ,seite je zwei ,helden1 und in den ,giebelecken liegt jedesmal ein ,gefallener4 ,aber die strenge durch die ,sulen bedingte ,ordnung innerhalb der beiden ,giebelhlften ist aufgehoben4 ,das ,giebelfeld ist selbstndiger geworden gegenber dem ,gefge des ganzen ,baues1 nur noch die beiden ,mittelsulen haben architektonische ,beziehung auf die ,kmpfe4 ,die ,plastik ordnet sich nicht mehr durch die ,architektur1 der sie dienen sollte1 sondern durch die ,darstellung selbst1 und an die ,stelle der ,zweckformen treten auch hier1 wie in der ,keramik1 allmhlich die ,ausdrucksformen4 ,alle ,gestalten jeder ,seite beteiligen sich am gleichen ,kampf1 und selbst ,athena hat ihre hieratische ,starrheit verloren und nimmt ,partei4 ,so wird das ,ganze zwar einheitlicher als bildnerische ,komposition1 aber weniger bersichtlich4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,grabstele des ,aristion4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,westgiebel des ,zeustempels zu ,olympia4 ,kaum eine ,generation spter sind am ,zeus-,tempel zu ,olympia 7erbaut nach #dhj7 die ,giebelfelder nur noch ,gebilde der ,plastik 7,abb4 #ai74 ,ihr ,wert als ,teil des architektonischen ,gefges ist vollkommen verloren gegangen4 ,die einzige ,schranke ist die ,form des ,dreiecks1 um derentwillen noch immer der ,gott beherrschend in der ,mitte steht1 unsichtbar fr die ,teilnehmer gedacht1 so da noch immer die ,gestalt neben ihm auf jeder ,seite die ,richtung nach der ,ecke hat1 und so die ,hlften sich scheiden4 ,die ,ausdruckskunst des ,bildhauers aber hat sich inzwischen weiterentwickelt4 ,man hat gelernt1 den ,krper1 den man in gina nur im klaren ,profil gab1 in allen ,gliedern zu bewegen1 in allen ,gelenken zu drehen4 ,so hebt man das reliefklare ,nebeneinander der ,figuren auf1 um einem ,kampf wie dem der ,lapithen und ,kentauren im westlichen ,giebel eine ,flle von ,ausdruck zu geben 7,abb4 #ai74 ,die rumlich gewordenen ,bewegungen fhren ber den eigenen ,krper hinaus und fordern die ,gruppe4 ,man scheut sich nicht mehr1 die ,krper der ,kmpfenden so dicht nebeneinander zu schieben1 da die ,bewegungen der ,leiber im krftigsten ,kontrast stehen1 ohne ,rcksicht darauf1 da die ,gestalten sich gegenseitig berschneiden und sich teilweise verdecken4 ,wie die ,bewegung so wird auch die ,ruhe im ,ausdruck gesteigert4 ,im ,ostgiebel desselben ,tempels ist der ,augenblick dargestellt1 in dem vor dem ,wettkampf zwischen ,perseus und ,oinomaos ,kmpfer und ,zuschauer den ,beginn des ,wagenrennens erwarten4 ,nun aber wird nicht mehr1 wie in gina1 der ,kmpfer dargestellt1 der lauert1 bis sein ,moment gekommen ist -- ruhiges ,lagern und miges ,hocken unbeteiligter ,zuschauer1 unstraffes ,stehen der ,kmpfer1 ,steigerung der ,ruhe bis zur ,schlaffheit geht der ,steigerung des ttigen ,ausdrucks vom energisch gefhrten ,kampf zum leidenschaftlichen ,handgemenge parallel4 ,es kommt zur ,zeit des ,perikles1 um #dej1 ,myron1 der die augenblicklichste ,bewegung des ,diskusschleuderers in ,bronze bannt1 es kommt ,phidias1 der der ,ruhe ihre ,verinnerlichung gibt1 ,polyklet1 der durch das ,studium der ,proportionen die ,gesetze der ,krperschnheit selbst der ,natur abzuringen sucht4 ,der ganze schpferische ,reichtum hellenischer ,kunst strmt sich jetzt in den ,bauten aus1 die ,perikles in ,athen errichten lt4 ,das ,parthenon1 #ddg bis #dcb erbaut1 steht am ,ende der ,entwicklung des dorischen ,stiles4 ,kaum eine ,generation liegt zwischen ihm und dem ,zeus-,tempel von ,olympia1 mit ihr aber die wichtigste ,entwicklung hellenischer ,plastik4 ,sie geht im ,streben1 das architektonische ,element auszuschalten1 vollkommen konsequent weiter4 ,die letzte ,form1 in der das ,giebelfeld sich noch als ,bauglied ausdrckt1 fllt mit der beherrschenden ,gestalt des ,gottes in der ,mitte4 ,spielten sich schon in den beiden ,hlften des ,ostgiebels von ,olympia1 von denen jede eine ,partei aufnahm1 nicht mehr getrennte ,kmpfe ab1 so stehen sich nun etwa im ,westgiebel des ,parthenon bei dem ,streit zwischen ,athena und ,poseidon um den ,besitz des attischen ,landes die beiden ,parteien in ungehemmtem ,gegensatz gegenber und prallen in der ,mitte aufeinander4 ,nun ist das ganze ,giebelfeld der ,darstellung freigegeben1 nun hat die ,plastik freien ,raum1 auch hier alle ,mglichkeiten der ,bewegung auszuschpfen4 ,die allmhliche ,erkenntnis der ,funktionen des menschlichen ,krpers fhrt zu seiner ,bewegung nach allen ,seiten1 zum dreidimensional rumlichen ,ausdruck und zur ,gruppenbildung4 ,ein ,grabrelief aus dem ,kreis des ,phidias1 wie die schne ,stele der ,hegeso 7,abb4 #bj71 hat nur noch scheinbar den tektonischen ,charakter der ,aristion-,stele 7,abb4 #ah74 ,seine ,gestalten bleiben zwar ,glieder der ,flche1 aber nur noch uerlich4 ,die ,absicht ist strkerer ,ausdruck1 und sie werden so verkrzt gezeichnet1 wie die rotfigurigen ,vasenbilder1 und fhren wie diese in die ,tiefe1 vernichten also die ,flchenruhe des ,denkmals4 ,die ,bewegungen sind zwar ruhig1 aber sie sind nicht mehr selbstverstndlich statuarisch1 sondern bedrfen der ,begrndung durch die ,dienerin1 die der ,herrin das ,schmuckkstchen reicht1 so da die ,ruhe als ,stimmungsmoment fast genrehaft erscheint4 ,so werden die architektonischen ,gesetze des ,giebels1 des ,grabsteines und aller anderen plastischen ,aufgaben im gleichen ,augenblicke zerstrt1 in dem die entwickelte ,krperzeichnung in der ,vasenmalerei die ,tektonik der ,gefflche vernichtet4 ,es ist bezeichnend1 da die ,geschichte der hellenischen ,plastik sich gerade in der ,bauplastik so gut verfolgen lt4 ,die ,kraft dieser ,entwicklung1 die alle ,fesseln der ,zweckform sprengt1 kommt in der ,baukunst am klarsten zum ,ausdruck4 ,denn wie der ,entwicklung der keramischen ,malerei eine ,lockerung der ,gefformen parallel ging1 luft neben dieser ,entwicklung in der ,plastik eine ,entwicklung in der ,architektur her1 die ebenso das feste ,gefge des ,tempels allmhlich lst4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,grabstele der ,hegeso4 ,frher als die ,stele des ,aristion wurde der ,poseidontempel von ,pstum geschaffen 7,abb4 #aa74 ,gleich ruhig und energisch sprechen beide zu uns4 ,mit ungeheurer ,wucht pflanzt der ,tempel seine ,sulen in die ,erde4 ,kraftvoll ist seine starre ,gliederung1 breit lastet das ,giebelfeld4 ,das ,ganze ist schwer und wuchtig und in dieser ,schwere von logischer ,geschlossenheit4 ,die ,entwicklung beginnt dann die ,masse zu bewegen4 ,den ,giebelskulpturen des ,tempels von gina entspricht die ,architektur des ,tempels selbst 7,abb4 #ab74 ,nun ist in die dorische ,sule strkeres ,leben gekommen1 wie in die ,krieger des ,giebels ,leben gekommen war2 ein ,emporstreben1 das sich in der ,schlankheit uert1 in der ,verringerung des ,durchmessers im ,verhltnis zur ,hhe4 ,die ,sulen beginnen sich zu strecken und das ,geblk emporzuheben1 das auf ihnen ruht4 ,die ,zeit des ,phidias bringt auch der ,architektur die ungezwungene1 fast grazile ,bewegung4 ,in ,pstum lastete der ,giebel auf den ,sulen1 und die ,sulen schienen fest genug1 ihn zu tragen4 ,beim ,parthenon dagegen strecken sie sich leicht und elegant in die ,hhe und tragen ein ,giebelfeld1 das sie emporzuschnellen scheinen und das deshalb auch seinerseits in den ,skulpturen den strengen ,zusammenhang mit der ,architektur aufheben darf4 ,so ist der dorische ,stil auf seinem ,entwicklungswege immer gelster geworden1 und man hat das ,gefhl1 als wre er beim ,parthenon angewandt wie ein traditioneller hieratischer ,baustil1 und als riefe die ,zeit nach einem ,stil1 der formreicher wre4 ,diesen hat sie sich im ionischen geschaffen4 ,der ionische ,stil selbst ist freilich nicht in ,hellas geboren4 ,seine charakteristischen ,elemente hatten ,kleinasien und die ionischen ,stdte und ,inseln geschaffen4 ,er kam herber zugleich mit ionischen ,formen in ,plastik und ,keramik2 das stammverwandte ,athen war auch hier die ,einfallspforte4 ,es ist leicht mglich1 da manches ursprnglich ,eigentum asiatischer1 anderes ,eigentum kretisch-mykenischer ,kultur war4 ,die ,volute des ,kapitells1 der fortlaufende ,fries auen um die ,cella1 die ,karyatiden1 kurz die wichtigsten dekorativen ,bauglieder finden sich schon weit frher im ionischen ,asien und an einem ,schatzhaus1 das die ,ionier der ,insel ,siphnos in ,delphi weihten4 ,ganz allmhlich hat der ionische ,stil in ,hellas ,eingang gefunden4 ,es ist ein starkes ,anzeichen fr die dekorative ,tendenz in der sptdorischen ,epoche ,attikas und fr die ,gesetzmigkeit dieser ,stilwandlung1 da sich am ,parthenon1 dem sptdorischen ,bau1 der ionische ,cellafries bereits findet4 ,ums ,jahr #dcj1 in den letzten ,jahren des ,perikles1 hat der ionische ,stil in ,hellas festen ,fu gefat4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,athen4 ,tempel der ,nike ,apteros4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,grundri des ,amphiprostylos4 ,ein edles ,beispiel seiner ,art birgt die ,burg von ,athen1 den ,tempel der ,nike ,apteros1 der ,athena als ,siegesgttin 7,abb4 #ba74 ,gleich der ,grundri ist lockerer geworden4 ,an ,stelle des ,doppelantentempels tritt der ,doppelhallentempel1 der ,amphiprostylos fr die ,antenvorhallen1 die durch die vorgeschobenen ,seitenwnde der ,cella in die ,architektur einbezogen waren1 sind lose davorgestellte ,hallen1 von vier ,sulen gesttzt1 eingetreten 7,abb4 #bb74 ,und diese ,sulen und das ,geblk1 das auf ihnen ruht1 sind von ganz neuer ,art 7,abb4 #ba74 ,man sehe1 mit dem ,empfinden des dorischen ,stiles noch im ,auge1 wie schlank sie sich in die ,luft strecken1 wie leicht sie das schmale ,geblk tragen1 wie die ,funktionen des ,tragens und ,getragenseins aufgehoben scheinen4 ,an ,stelle des architektonischen ,gleichmaes ist die ,absicht getreten1 dem ,ganzen etwas von lssiger ,eleganz zu geben1 an ,stelle der ,unterordnung der ,einzelform die mglichste ,ausbildung ihrer besonderen ,schnheit4 ,die ,gliederung geht darauf aus1 fr das ,auge an die ,stelle der funktionellen ,wirkung der ,bauglieder eine sthetische1 nur schne zu setzen4 ,tragen die ionischen ,sulen berhaupt ein ,giebelfeld -- was nicht ,stilgesetz gewesen zu sein scheint --1 so war es flach und leicht4 ,unbelastet fast strebten die ,sulen in die ,hhe4 ,es ist wichtig1 da sie hier in krzeren ,intervallen nebeneinander stehen als bei den dorischen ,tempeln1 -- der untere ,abschlu1 die horizontale ,linie des ,postaments wurde so durch das ,emporstreben der ,sulen energischer aufgelst4 ,fast ausgeschaltet aber wurde er durch die ,basis4 ,starr und stark stieg die dorische ,sule ber den ,stufen des ,tempels empor1 deren horizontale ,linie ,abschlu des ,sockelbaues war4 ,nun schiebt sich die ,basis mit ihren weichen ,profilierungen hinein1 als vermittelndes ,glied zwischen ihnen und der ,sule4 ,diese selbst ist schlanker geworden und steigt schon deshalb leichter empor4 berdies aber untersttzen bei ihr die ,kannelren diese ,bewegung weitaus strker als beim ,schaft der dorischen ,sule4 ,es ist wesentlich1 da bei dieser die ,rillen in scharfen ,graten aufeinanderstoen2 bei der ionischen ,sule sind die ,rillen tief1 die ,grate abgestumpft4 ,kannelren aber erhalten ihren ,ausdruck durch die ,wirkung von ,licht und ,schatten in ihnen2 bei der dorischen ,sule waren die bergnge von ,rille zu ,rille zart1 bei der ionischen dagegen tritt die ,grenze zwischen ihren tiefbeschatteten ,rillen scharf hervor durch den hellen ,streifen1 den der stumpfe ,steg zwischen sie fgt4 ,es kommt hinzu1 da der ,schaft der dorischen ,sule in etwa #af-bj ,kannelren1 der der ionischen aber in #bd zerlegt ist1 so da bei der ionischen die ,zusammendrngung der ,lichtkontraste die ,richtung viel intensiver ausprgt4 ,so spricht die ,aufwrtsbewegung bei der ionischen ,sule viel strker1 und zugleich entsteht eine in ,licht und ,schatten ausgesprochen malerische ,auflsung der ,form4 ,es folgt als bergang1 schon im ,kapitell selbst1 ein verkmmertes dorisches ,kapitell und darauf eine ,doppelvolute1 der die ,lilienform der gyptischen oder mykenischen ,kunst zugrunde liegt4 ,sie wendet herabhngend die ,sule vom ,geblk nach unten und grenzt beide ,bauteile so vollkommen gegeneinander ab1 da hier nicht mehr das ,verhltnis von ,kraft und ,last empfunden wird4 ,das ,auge fhlt nicht mehr die ,arbeit in der tragenden ,sule1 sondern diese ,arbeit wird als selbstverstndlich fast lssig geleistet1 und nur die ,formbewegung des ,baugliedes kommt voll zum ,bewutsein4 ,sie ist auch die ,tendenz der ,geblkgliederung4 ber den ,sulen setzt die ,bewegung mit den drei ,stufen des abgetreppten ,architravs neu an1 darber luft ein reliefgeschmckter ,fries2 ein kontrastierendes ,ornament1 der sog4 ,zahnschnitt1 gibt den oberen ,abschlu4 ,der strenge ,wechsel von ,triglyphen und ,metopen erhielt dem dorischen ,fries die ,schwere des ,architektonischen2 der fortlaufende ,fries des ionischen ,baues ist leicht und macht das ,geblk zum nur schmckenden ,gliede4 ,wir sahen eben1 da das ,giebelfeld jetzt keine ,rolle mehr zu spielen scheint4 ,der ,fries tritt geradezu an seine ,stelle4 ,das ist die letzte ,folge aus der ,entwicklung der ,plastik1 die bereits im ,giebelfeld zuletzt zu einer frieshnlichen ,komposition gefhrt hatte und nun die ,randlinien als letzte tektonische ,schranke zerstrt4 ,so ist der ,unterschied der ,stile in allen ,bauteilen derselbe4 ,der dorische ,stil gliederte energisch1 den ,baufunktionen gem1 der ionische sucht die weichen ,vermittlungen1 die ,bewegungen1 die ,eleganz4 ,trotzdem die ,sulen des ,parthenon1 des ,sptlings dorischen ,stiles1 sich der schlanken ,proportion des ionischen ,stiles nhern1 ist der ,unterschied zwischen den beiden ,stilen fundamental1 wie der ,unterschied zwischen ,energie und ,zierlichkeit1 zwischen sicherer ,ruhe und leichter ,bewegung4 ,es ist unmglich1 die ionische ,volute oder den ,fries in strenger architektonischer ,logik aus der ,gliederung des ,baues zu begrnden4 ,nur als ornamentale ,glieder darf man sie auffassen4 ,der ionische ,stil ist eben wegen der allzu differenzierten ,durchbildung seiner ,formen tektonisch weniger vollkommen als der dorische4 ,damit bekommen wir die ,erklrung fr eines des seltsamsten ,gebilde hellenischer ,baukunst1 fr die ,korenhalle am ,erechtheion in ,athen4 ,der ,tempel selbst ist ein ,bau ionischen ,stiles1 und man hat kein ,recht1 wie es so oft geschieht1 davon zu sprechen1 da hier die ,karyatiden an ,stelle gerader ionischer ,sulen getreten wren1 da die flieenden ,gewandfalten an ,stelle der ,kannelren stnden1 und ein fast dorisches ,kapitell auf dem ,kopf der ,mdchen liege4 ,gehren doch gerade ,karyatiden bereits zu den ,bestandteilen des ltesten ionischen ,stiles am ,schatzhaus der ,siphnier4 ,man mute diese ,figuren vielmehr so gehalten wie mglich meieln1 sollte der ,eindruck der tragenden ,frauen nicht unertrglich sein4 ,peinlich ist er immer1 trotz ihrer ruhigen ,schnheit4 ,sie lt uns glauben1 da die ,last leicht sei2 die ,mdchen tragen ohne ,anstrengung1 wie die ionische ,sule ohne ,anstrengung trug4 ,aber man hat vor menschlichen ,gestalten nie das ,gefhl des ewig ,dauernden1 das seine ,stellung nicht ndert1 wie bei leblosen1 festen ,baugliedern1 die tragen1 ohne den ,nebenzweck1 etwas darzustellen4 ,wir aber verlangen von keiner ,kunst ein so starkes ,gefhl ewiger ,sicherheit wie von der ,architektur4 ,schon bei der ,analyse des ,lwentors von ,mykenai ergab sich1 da dekorative ,verarbeitung eigentlich nur bei ,baugliedern mglich ist1 die nicht unmittelbare tektonische ,funktionen haben1 da sie bei diesen den ,zusammenhang des ,ganzen zerreien und ihnen etwas nur ,momentanes geben wrde1 das dem ,wesen dauernder ,glieder widerspricht4 ,bei der ,halle des ,erechtheion tritt nun zum ersten ,male in ,griechenland ,dekoration an einer ,stelle auf1 wo das ,auge ein in allen ,linien unbewegtes ,glied verlangt1 beim tragenden ,glied1 dem empfindlichsten ,teil des ,baues4 ,man kann nach den ,errterungen ber den ionischen ,stil verstehen1 wie es kam1 da man bei den ,versuchen1 die ,sule immer eleganter zu machen1 die ,sule selbst aufgab und das bewegungsfhigste ,element1 den menschlichen ,krper1 als ,trger an ihre ,stelle setzte4 ,es gibt keinen charakteristischeren ,beleg fr die ,tendenzen des ionischen ,stils4 ,der ,augenblick1 in dem er ,griechenland erobert1 bedeutet einen ,wendepunkt in hellenischer ,kunst und ,geschichte4 ,von den dorischen ,spartanern war die ,hegemonie in ,hellas auf die ionischen ,athener bergegangen4 ,zwei ,rassen von vollkommener ,gegenstzlichkeit3 der ,spartaner ,aristokrat und von strengster ,disziplin1 der ,athener ,demokrat mit starkem ,hang zur ,freiheit1 selbst zur ,leichtfertigkeit2 ,sparta1 die amusische1 die einen ,rhapsoden bestraft1 der eine ,saite mehr1 als traditionell1 auf seine ,leier zieht1 ,athen voll knstlerischer ,phantasie und jeder neuen ,kunstform froh zugnglich2 ,sparta1 die ,stadt ohne ,mauern1 in der allein die ,tapferkeit der ,brger ,wehr und ,waffe sein sollte1 ,athen1 die ,stadt der hochragenden ,akropolis1 die die ,zeit des ,perikles allmhlich in einen ,festplatz umwandelte4 ,nichts ist belehrender als die ,stellung der ,frau in den beiden ,lndern4 ,die ,spartanerinnen1 hochgeachtet von den ,mnnern1 im ,staatswesen durchaus nicht ohne ,stimme1 haben ihren ,krper geformt in gymnastischen ,kmpfen1 und die ,sittlichkeit des ,staates steht so hoch1 da sie ihren ,krper in der geringen ,bekleidung zeigen drfen1 die ihnen jede schnelle und gewandte ,bewegung gestattet4 ,die ,athenerin1 auf das ,haus verwiesen1 hllt sich von der ,schulter bis zur ,fusohle in schweren ,stoff4 ,in ,sparta1 wo die ,frau dem ,manne gleich stand1 gab es keine ,hetren1 whrend sie in ,athen nicht nur geduldet wurden1 sondern infolge der huslichen ,beschrnkung der ,brgerin die einzigen gebildeten ,frauen waren4 ,so erklrt sich der ,ansto1 den die ,athenerin an der ,nacktheit der ,spartanerin nahm1 als ein moralisches ,vorurteil1 gegrndet auf die eigene ,schwche4 ,es ist sicher kein ,zufall1 da die spartanische ,strke der attischen ,gewandtheit zur selben ,zeit weichen mu1 wie der krftige dorische ,stil dem eleganten ionischen4 ,wir sahen diese ,umgestaltung nacheinander in der ,keramik1 in der ,plastik und der ,architektur sich vollziehen1 aber diese ,entwicklung schafft damals die ganze hellenische ,kultur vollkommen um4 ,in der ,kleidung tritt an ,stelle des ,linnens die weiche ,wolle1 im ,kampf an ,stelle des schwerbewaffneten ,hopliten der leichtbewaffnete1 bewegliche ,peltast4 ,in den ,wettkmpfen besitzen nicht mehr die gymnischen ,agone das ,hauptinteresse1 die persnliche ,kraft verlangen1 sondern die hippischen ,agone1 die ,pferd- und ,wagenrennen1 die fr das ,auge reichere ,schaustellungen sind4 ,im ,dithyrambus war bisher das ,wort der ,trger der ,empfindung und die ,musik melodramatische ,begleitung4 ,jetzt wird das ,wort nebenschlich und die ,musik fhrende ,kunst4 ,derselbe ,weg fhrt im ,drama von ,aischylus zu ,euripides4 ,war also der dorische ,stil1 stark wie die ,tragdien des ,aischylus1 das ,geschpf der kraftvollsten ,epoche des hellenischen ,volkes1 der ,zeit der ,perserkriege1 war der euripideisch-schnredende ionische ,stil ,geburt seiner vornehmsten ,kultur zur ,zeit des ,perikles1 so hat die ,zeit der ,entartung1 die ,zeit1 als ,hellas den ,heeren des ,barbaren ,alexander unterlag1 im korinthischen ,stile eine ,kunsttendenz gezeugt1 in der jedes tektonische ,empfinden erstickt wurde unter dem wuchernden ,glanz der ,dekoration4 ,wir haben nur wenige ,dokumente dieses ,stiles auf hellenischem ,boden1 und vieles ist erst in rmischer ,zeit entstanden4 ,verhltnismig frh1 kurz vor ,alexander dem ,groen1 und fest datiert ist das kleine ,denkmal des ,lysikrates in ,athen 7,abb4 #bc74 ,lysikrates hatte mit einem ,knabenchor im ,gesangswettkampf #cce v4 ,chr4 gesiegt und weihte den gewonnenen ,siegespreis1 den ,dreifu1 der ,gottheit4 ,die ,ausfhrung des ,denkmals gibt eine seltsame ,umkehrung der ,absichten1 die ein ,monument haben soll4 ,der ,dreifu1 der oben auf das ,kapitell gestellt ist1 spielt im ,monument nur die ,rolle des oberen ,abschlusses1 der ,sockel hat entschieden das bergewicht4 ,so untektonisch empfand man jetzt1 da das ,bauwerk nur auf den ,eindruck berechnet wurde und seine ,zweckabsicht ,nebensache war4 ,genau so ist der ,wert der ,bauglieder ein rein dekorativer4 ,nicht die ,sule trgt hier1 sondern der ,mauerkern2 sie tritt nur vor ihn1 um das ,tragen uerlich anzudeuten1 die ,flche zu gliedern und mit ihren weich abgestuften ,profilen aufwrts zu leiten4 ,auch die ,form des ,monumentes selbst ist untektonisch4 ,eine frhere ,zeit hatte dem ,dreifu in einem einfachen eckigen ,sockel die energischste ,untersttzung gegeben2 denn jede durch ,kanten deutlich begrenzte ,form gibt dem ,auge die ruhenden ,linien1 von denen aus es das ,bauwerk gliedert4 ,hier dagegen gewhrt die runde1 gleitende ,flche dem ,auge nirgends einen ,ruhepunkt1 macht es unmglich1 das ,bauwerk von irgendwoher scharf zu begreifen4 ,man wird empfinden1 wie untektonisch das ist4 ,da auf so reiche ,formen erst ein mibrauchtes ,kapitell als weiches ,vermittlungsglied zum krnenden ,dreifu folgen mute1 ist verstndlich4 ,jeder scharfe ,abschlu ist einer untektonisch empfindenden ,zeit stets unertrglich gewesen4 ,ganz gleich1 ob in horizontaler ,richtung1 wie an ,kanten1 oder in vertikaler1 wie hier bei der ,krnung -- weiche bergnge sind dem unenergischen ,auge solcher ,epochen ,notwendigkeit4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,athen4 ,denkmal des ,lysikrates4 7,rekonstruiert47 ,es handelt sich dabei nicht um die vereinzelte ,lsung einer besonderen ,aufgabe1 sondern um den ,charakter des ,stiles4 ,man vergleiche die korinthische ,sule 7,abb4 #bc7 mit der ionischen 7,abb4 #ba74 ,das ,bauglied selbst ist durch ,dekoration aufgelst4 ,die ,basis der korinthischen ,sule1 weicher abgestuft als die der ionischen1 fhrt zu einem schlanken ,schaft1 dessen ,kannelren noch enger nebeneinanderstehen4 ,im ,kapitell sind an die ,stelle der beherrschenden ,doppelschnecke vier ,voluten in den ,ecken getreten1 die es nach vier ,richtungen auseinanderreien und richtungslos in die ,decke gleiten lassen4 ,sein ,leib ist formlos geworden1 berwuchert durch die krautige ,flle der ,akanthusbltter4 ,denn lineare ,ornamentformen sind dem neuen ,stilwollen zu leblos4 ,stets tritt in diesem ,stadium der ,umbildung tektonischer ,stile das vegetabilische ,ornament ein4 ,bei den ,laubkapitellen der deutschen ,sptgotik1 die die gleiche ,tendenz hat1 ist es das in spitzige ,zacken auslaufende ,epheu- oder ,weinblatt1 beim korinthischen ,kapitell der ebenso scharf gerippte1 ebenso spitz endigende ,akanthus1 die das ,kapitell berkleiden und seine ,form vollkommen verwischen4 ,dieselbe ,tendenz1 die diese zierlichen1 spitzen ,formen sucht1 bedingt es1 da sie scharf vom ,grunde losgelst werden1 nicht nur als ,form1 sondern um die ,flche reich in ,licht und ,schatten zu zerlegen4 ,auch das in den ,hauptzgen ionische ,geblk ist reicher1 bewegter in den ,formen1 eleganter in der ,aufeinanderfolge der ,gliederprofile4 ,das schwere ,giebelfeld fehlt zumeist1 wird nur in spter ,zeit ganz dekorativ verwandt4 ,damit haben wir die ,haupttendenz der spthellenischen ,kunst in allen ihren ,richtungen4 ,denn es ist dieselbe unarchitektonische ,auflsung in ,licht und ,schatten1 zu der wir ,baukunst1 ,malerei und ,plastik der hellenistischen ,kunst entwickelt finden werden4 ,aber man wird verstehen1 da nur ein ornamentaler ,stil der ,universalstil der spten ,antike in fast allen ,lndern des ,mittelmeerbeckens werden konnte1 da seine uerliche1 dekorative ,art das autochthone ,kunstempfinden berwucherte und erstickte4 hnliches haben wir auch im #ai4 ,jahrhundert erlebt4 ,das zierliche1 einschmeichelnde ,ornament stiehlt sich leicht in eine fremde ,kunst hinein4 ,knstlerische ,energie ist bodenstndig1 und ihre ,herbheit wehrt jedem das ,verstndnis des knstlerischen ,nachschaffens4 ,sie gehrt dem ,stamm und dem ,land1 die sie geboren haben4 ,viertes ,kapitel4 ,die hellenistische und die rmische ,kunst4 ,das #d4 ,jahrhundert1 das im korinthischen ,baustil bereits die ,dekoration ber die ,tektonik stellt1 bezeichnet auch in den anderen ,knsten den ,punkt1 an dem das ,malerisch-,bewegte ber die ruhigen1 klaren ,formen die ,oberhand gewinnt4 ,unmerkbar freilich vollzieht sich der bergang4 ,skopas und ,praxiteles1 die ,meister der ,zeit1 ziehen eigentlich nur die ,folgerungen aus den ,resultaten der vorhergehenden ,epoche4 ,sie fhren die beiden ,mglichkeiten des ,affektes weiter1 ,skopas die leidenschaftliche ,bewegung1 ,praxiteles die ,ruhe4 ,aber ihr ,knstlertum ist bewuter1 eigenwilliger1 sie sind individueller1 ordnen ihr ,werk nicht mehr dem ,bau unter1 und das fhrt sie1 wie viele nach ihnen1 bis an die ,grenze des ,virtuosentums4 ,es ist kein ,zufall1 da die interessantesten ,darstellungen aus dem ,kreise des ,skopas seine ,amazonenkmpfe sind1 ,reliefs1 die die ,auflsung der ,flche bis an den ,beginn der ,zersetzung treiben 7,abb4 #bd74 ,hier sprechen die ,affekte am strksten2 zu dem muskulsen ,krper des ,mannes sind die weicheren ,formen der ,frau ein knstlerischer ,gegensatz1 der zugleich das ,mitleid mit der ,schwcheren bei dem ,betrachter bedingt4 ,so wird die ,kraft des ,mannes bis zur ,roheit gesteigert1 der ,krper der ,amazone zum ,trger weicher ,schnheit gemacht4 ,eine solche ,auffassung des ,themas ist erst jetzt mglich4 ,noch fr ,polyklet ist die starke ,schnheit der ,amazone ebenso ,trger der ,kraft wie der ,krper des ,jnglings4 ,und dieses ,suchen nach der ,schnheit des ,zarten wird in ,praxiteles das zweite ,streben der ,zeit4 ,aus ihm kann man verstehen1 warum all die ,gtter1 die frher reife ,mnner waren1 wie etwa ,hermes oder ,dionysos1 jetzt als ,jnglinge dargestellt werden1 die ,kraft starken ,stehens jetzt der rund1 fast weiblich ausgebogenen ,hfte ber lssig stehenden ,beinen1 die groe ,ruhe des ,gesichts weicher ,se ,platz macht und die nackte ,frau nun hchste ,aufgabe der ,kunst wird4 ,praxiteles wagt hier noch nicht alles4 ,er mu fr die ,nacktheit noch nach einer ,begrndung suchen und lt seine knidische ,aphrodite eben das ,gewand ablegen1 um ins ,bad zu steigen4 ,aber von ihm ab wird die nackte ,schnheit der ,frau ,selbstzweck4 ,es tritt eine ,verweichlichung ein1 die sich auf den ,grabstelen in fast schon sentimentalen ,abschiedsszenen uert und als erster ,vorlufer des ,realismus eine ,genrekunst entwickelt1 die besonders in den kleinen ,terrakottastatuetten von ,tanagra ,bilder weiblicher ,eleganz und drolliger ,derbheit hinterlassen hat4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,amazonenkampf4 ,relief vom ,mausoleum zu ,halikarna4 ,der ,hellenismus1 dieses internationale ,ausstrmen spthellenischer ,kultur1 dem die ,schlachten ,alexanders des ,groen die ,welt eroberten1 fhrt dann diese ,kunstentwicklung in allen ,lndern des ,mittelmeeres zur letzten ,konsequenz4 ,es ist bezeichnend1 da schon die ,zeitgenossen des ,praxiteles ihre entscheidenden ,auftrge nicht in ihrer ,heimat erhalten4 ,das #d4 ,jahrhundert vereinigt seine ,hauptmeister fr ein ,denkmal kleinasiatischen ,despotenstolzes1 das ,mausoleum zu ,halikarna4 ,wir stehen auf der ,grenze zweier ,zeitalter4 ,fr den ,hellenen der klassischen ,zeit war seine ,stadt1 zugleich der ,staat1 der ,mittelpunkt seiner ,anschauungen gewesen4 ,zu ihr gehrte er als ,glied eines ,organismus2 die ,stadt war stark durch ihre ,brger1 der einzelne ,brger stark im ,bewutsein dieser ,zusammengehrigkeit4 ,daher das allgemeine ,interesse an der ,politik1 daher die ungeheure ,kraft dieser kleinen ,staatswesen1 daher aber auch der ,partikularismus und die fortwhrenden ,reibereien zwischen ihnen4 ,der ,hellenismus dagegen ist international4 ,immer strker hatten hellenische ,kultur und hellenische ,sprache die ,welt umfat4 ,griechische ,kolonien sumten alle ,ksten des ,mittellndischen ,meeres1 drangen bis ins ,innere ,asiens1 und jede dieser ,kolonien schuf neue ,wege und ,beziehungen -- mitten in der ,mark ,brandenburg hat man einen ,fund der edelsten griechischen ,goldschmiedearbeiten sdrussischen ,stiles noch aus archaischer ,zeit gehoben4 ,aber die ,kolonisten fhlten sich noch immer als ,brger ihrer ,mutterstadt1 leisteten ihr im ,kriege ,gefolgschaft1 fhrten die ,waren der ,mutterstadt aus und brachten auf deren ,markt ihre eigenen4 ,so mute gerade das starke ,stammesbewutsein den ,gesichtskreis des ,hellenen erweitern4 ,in demselben ,mae aber1 in dem die materiellen ,interessen des ,brgers auerhalb seiner ,stadt lagen1 mute sich der ,zusammenhang innerhalb der ,brgerschaft selbst lockern4 ,da im ,kriege der ,sldner an die ,stelle des ,brgers tritt1 ist nur ein ,symptom4 ,der ,brger wird egoistisch1 fhlt sich immer weniger als ,glied des ,staates1 und der ,individualismus entwickelt sich4 ,gerade die realistische ,eigenwilligkeit des einzelnen ,knstlers ist hier der ,beweis und das berhandnehmen der ,portrtkunst4 ,luxus und ,wohlleben gehen damit ,hand in ,hand4 ,nicht nur1 wie man oft lesen kann1 weil man sie im ,orient kennen gelernt hat1 sondern als notwendiges ,ergebnis1 sobald der einzelne nicht mehr an das ,produkt seines ,ackers gebunden ist4 ,so haben selbst ,neugrndungen1 wie ,alexandria1 wenn sie nur dem ,handel gnstig lagen1 in kurzer ,zeit ,athen und ,korinth berflgelt und sind zu ,mittelpunkten griechischer ,kultur geworden4 ,dadurch erklrt sich das seltsame ,paradoxon1 da durch die ,zge ,alexanders des ,groen der ,orient nicht hellenischem ,geiste unterworfen wurde1 der ihn schon lange beherrscht hatte1 sondern die kulturelle ,herrschaft geradezu auf den ,orient berging4 ,alexanders ,siegeszug hatte den ganzen stlichen ,bezirk des ,mittellndischen ,meeres zu einem griechischen ,reiche gemacht4 ,sobald es zerfiel1 blieb das bergewicht den strksten ,teilen4 ,es ist unberechtigt1 den ,begriff der hellenistischen ,kunst mit dem der rmischen ,kunst so zu verbinden1 als htte die hellenistische ,kunst nach ,rom nicht nur gerade ihren krftigsten ,zweig entsandt1 sondern sich einzig und allein dort weitergebildet4 ,der ,grund fr diese ,meinung ist allein1 da ,italien1 in dem ,rom1 ,pompeji1 ,herkulanum eine ,flle von ,denkmalen dieser ,epoche besitzen1 besser erforscht war als der ,orient4 ,nach allem1 was uns gerade die letzten ,jahre ber orientalischen ,hellenismus gelehrt haben1 ist in ihm der ,ursprung fast aller knstlerischen ,motive zu suchen1 die ,rom verarbeitet hat4 ,es ist kein ,zufall1 da der gyptische ,isiskult und der ,impressionismus der gyptischen ,mumienportrts zu gleicher ,zeit und aus dem gleichen ,lande des ,orients nach ,italien gelangten4 ,allerdings ist ,rom nicht nur in hellenistischer ,zeit unselbstndig gewesen4 ,immer mehr stellt sich ,mittelitalien1 vor allem ,etrurien1 als ein ,land heraus1 das1 solange man seine ,kultur zurckverfolgen kann1 von ,griechenland abhngig war4 ,es hat archaische attische ,gerte ebenso importiert1 wie die ,kunstwerke des reifen ,stiles4 ,in der hellenistisch-rmischen ,zeit vollends liegt der ,schwerpunkt aller ,kunst im ,osten1 ,alexandria1 ,antiochia und der innere ,orient blhen weiter1 whrend ,rom alle griechischen1 gyptischen1 syrischen ,anregungen verschmilzt und weiter verarbeitet4 ,rom ist immer nur ein ,ruber gewesen1 dem die ,kunstwerke nur ,kostbarkeiten waren1 eingeschtzt nach dem ,namen der ,meister1 die sie trugen1 nicht ,werke1 die es mit seiner ,seele liebte1 wie ,hellas1 das sie geboren hatte4 ,wilde sagt einmal1 es wre das ,unglck des ,diebes1 da er den wahren ,wert der ,dinge nicht kenne1 die er entwendet4 ,und so setzt ,rom an die ,stelle der ,chre attischer ,brger1 die im griechischen ,theater auftraten1 ,schauspielvirtuosen1 an die ,stelle der feingefgten attischen ,komdie die pbelhafte ,farce1 macht den griechischen ,philosophen1 dem es den ,spottnamen ,graeculus 7,griechlein7 gibt1 zum notwendigen ,glied im ,hofstaat einer eleganten ,dame4 ,es schleppt die kostbarsten ,werke hellenischer ,kunst schiffsladungsweise nach ,rom1 um sie zur ,dekoration seiner ,amphitheater zu verwenden1 und seine ,pfuscher kopieren gedankenlos die edlen ,motive hellenischer ,kunst4 ,es ist mglich1 die rmischen ,werke der frhen ,kaiserzeit1 wie das ,isisopfer aus ,herkulanum 7,abb4 #bg7 oder den ,spiegel von ,boscoreale 7,abb4 #ca71 zur ,charakteristik des ,hellenismus zu verwenden4 ,aber es ist ungerechtfertigt1 die rmische ,kunst als den allein wichtigen ,spro der spthellenischen anzusehen4 ,wir sahen schon1 da die hellenistische ,epoche an einer ,stelle der antiken ,kunstentwicklung steht1 wo die ,kunst den ,zweckzusammenhang verloren hat und frei geworden ist fr jede ,art des knstlerischen ,ausdrucks4 ,die starke ,innenbewegung der korinthischen ,sule wendet sich nach auen und entzndet den ganzen ,bau4 ,die klassische ,tempelform wird nur noch traditionell beibehalten1 und mit der ,leichtigkeit oder ,strenge der ,sulenstile drckt man nur noch ,wirkungen aus4 ,man liebt die geraden ,linien langer ,straen1 wie das aufgedeckte ,priene gelehrt hat1 liebt die groen ,hallen und die weitausholenden ,bewegungen hoher ,stufenbauten4 ,der selbstverstndliche ,ernst des dorischen ,tempels ist bei einem ,bau wie dem ,zeusaltar von ,pergamon 7,abb4 #be7 zum bewuten ,pathos geworden4 ,aus dem ,stylobat des klassischen ,baues wurde eine hohe ,treppe1 die den ,gtterbau dem ,menschen entrckt1 aus dem geordneten ,aufbau das prunkende ,schreiten prozessionshafter ,sulenreihen4 ,ihnen entspricht die ,vorliebe fr den ununterbrochenen ,fries ebenso1 wie dem neuen ,stil der ,plastik4 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,zeusaltar von ,pergamon4 ,rekonstruiert4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,athena im ,gigantenkampf4 ,relief vom ,zeusaltar zu ,pergamon4 ,das ,streben nach strkerem ,ausdruck und reicherer ,bewegung bildet ihre ,mittel weiter aus4 ,es ist irrtmlich zu glauben1 in der ,plastik kme es darauf an1 der ,naturform in ihrer ,modellierung mglichst gleichzukommen4 ,es trifft zwar dasselbe ,licht auf die ,skulpturen1 das auch den lebenden ,menschen im ,gegenspiel mit dem ,schatten plastisch erscheinen lt4 ,aber der ,plastiker sucht dieses ,licht in die ,wirkung miteinzubeziehen1 whrend es in der ,natur stndig wechselt4 ,je mehr jetzt ,bewegung die ,ausdrucksform der ,plastik wird1 um so mehr bedarf man des ,wechsels heller ,lichter und tiefer ,schatten4 ,man sucht malerische ,kontraste und erreicht dadurch eine ,wirklichkeit1 der gegenber die klassische ,kunst wie ein unwahrhaftes ,idealisieren erscheint4 ,ein ,relief der ,phidiaszeit 7,abb4 #bj7 erscheint unbelebt neben einem der hellenistischen 7,abb4 #bf71 wie die dorische ,sule streng ist neben der ,bewegung der korinthischen4 ,alles geschieht um der ,wirkung willen1 und diese wird aufs hchste gesteigert bis an die ,grenze der ,unbeherrschtheit4 ,die ,zartheit wird zur sentimentalen ,weichheit1 die ,kraft zur ,roheit1 die ,furcht zum ,grauen4 ,die ,absicht der ,knstler geht auf die ,erregung der ,lsternheit und des ,entsetzens4 ,man denke an die grauenvolle ,gruppe des ,farnesischen ,stieres1 wo eine ,frau von zwei ,mnnern an die ,hrner eines wtenden ,stieres gebunden wird1 um von ihm zu ,tode geschleift zu werden4 ,es war kein ,zufall1 da die weichlich sentimentale ,schnheit dieser ,frau dem ,menschen des #ai4 ,jahrhunderts dasselbe lsterne ,mitleid erweckte1 auf das es bei den entarteten ,nachkmmlingen der ,antike berechnet war4 ,oder man denke an die ,laokoongruppe1 an dieses wahnsinnige1 grauenvolle ,sich-,wehren gegen einen schleichenden1 unabwendbaren ,tod4 ,man sucht die spannendsten ,momente in der ,mythologie und drckt die ,gre des ,gottes nicht mehr durch ruhige ,sicherheit1 sondern durch pathetische ,bewegung aus4 ,man liebt das ,thema des ,kampfes zwischen ,gttern und ,giganten 7,abb4 #bf71 in dem starke ,gefhle und ,leidenschaften sich berall begegnen1 der ,triumph des ,siegers neben der ,demtigung des ,unterliegenden1 das freudige ,flgelrauschen der krnenden ,siegesgttin neben dem tiefen ,schmerz der ,mutter ,erde steht1 ,mitleid und ,furcht des ,beschauers berall gleich erregt werden4 ,die schrankenlose ,bewegung wird der ,trger des ,ausdrucks4 ,jede ,gestalt entfaltet den hchsten ,reichtum in ,drehung und ,gegendrehung in allen ,gelenken1 und jede ,nachbarskulptur erhht dieses ,spiel durch gegenstzliche ,kurven4 ,man verstrkt die ,wirkung des ,lichtes auf den ,hhen durch die tiefen ,schatten in den ,faltenhhlungen1 den ,bohrlchern der wilden ,haare1 der ,hhle des ,mundes4 ,von tektonischer ,bindung ist keine ,rede mehr4 ,es ist kein ,zufall1 da jetzt das ,hochrelief zur ,herrschaft kommt1 das den ,reliefgrund vllig zugunsten der frei bewegten ,darstellung preisgibt4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,isiskult4 ,fresko aus ,herkulanum4 ,man hat dieser ,art des ,formbildens mit ,recht den ,namen malerisch8 gegeben1 denn whrend das ,erfassen der begrenzten ,form ,sache des ,tastgefhls ist1 ist das ,erfassen der ,bewegung ,sache des ,auges4 ,so mu die ,malerei dieses ,zeitalters mindestens den ,wert seiner ,plastik besessen haben1 wenn auch ihre sprlichen ,reste kein vollstndiges ,stilbild ergeben4 ,sie hat eine parallele ,entwicklung erlebt4 ,in der ersten ,hlfte des #e4 ,jahrhunderts scheint1 wie die ,vasenmalereien lehren1 ,polygnot zwar noch versucht zu haben1 die ,herrschaft ber den ,krper durch genaue ,zeichnung seiner ,formen zu erzwingen1 aber schon gegen das ,ende desselben ,jahrhunderts haben wir den ,schattenmaler8 ,apollodor1 der als erster den rumlichen ,ausdruck als das ,problem der ,malerei empfunden zu haben scheint4 ,es ist in der ,tat dasselbe ,problem wie in der ,plastik1 nur modifiziert durch die ,ausdrucksmittel1 die zu ,gebote stehen4 ,fr die ,malerei handelte es sich nicht nur um ,licht und ,schatten2 sie mute die ,vermhlung des ,lichtes mit den ,farben der ,natur beobachten1 die hier in fein abgestuften ,nuancen die ,formen modelliert und die ,entfernungen im ,raum ausdrckt1 und mute versuchen1 dieser ,farbenverbindungen ,herr zu werden4 ,so ergab sich fr die ,malerei der hellenistischen ,epoche1 die die ,erscheinungen als ,formen sieht1 der sog4 ,impressionismus als notwendige ,ausdrucksform1 da er die ,formen nicht durch abstrakte ,zeichnung1 sondern durch ,wiedergabe des farbigen ,eindrucks auszudrcken sucht4 ,fr unsere ,gegenwart1 die den ,impressionismus als eigenste ,errungenschaft zu besitzen meinte1 war es eine erstaunliche berraschung1 zu sehen1 da ,portrts dieser ,epoche1 die sich auf sptgyptischen ,mumien finden1 glnzende ,leistungen breit auftragender impressionistischer ,farbentechnik sind1 die den vollkommensten ,ausdruck des ,lebens geben4 ,sie sind nicht die einzigen ,werke dieser ,art1 sondern der ,orient1 ,pompeji1 ,herkulanum1 kurz1 die ganze hellenistische ,welt ist voll von ,werken dieses ,stils1 der die eigentliche ,ausdrucksform der ,zeit war4 ,ein auerordentlich charakteristisches ,werk ist in ,herkulanum gefunden worden1 ein ,fresko mit der ,darstellung des ,isisdienstes 7,abb4 #bg74 ,erstaunlich krftig und lebensvoll ist sein ,eindruck3 die ,neger in der ,mitte vorn1 auf deren schwarzer ,haut das ,licht glnzt1 die ,volksmenge zu beiden ,seiten1 in der das ,licht1 als wre es in lebendigster ,bewegung1 hier und da einen ,kopf hell aufschimmern lt1 die klar gesonderte ,gruppe der drei ,priester im ,hintergrunde1 krftig begrenzt durch ,sphinxe zu beiden ,seiten4 ,sieht man nher zu1 so findet man1 da keine ,linie gezeichnet ist1 da die ,farbenflecken unvermittelt nebeneinandergestellt sind1 in breiten ,flchen aufgetragen1 ja1 da nur die vorderen ,gestalten in der ,volksmenge als ,krper geformt sind1 da sie1 je weiter nach hinten1 um so mehr dunkle ,flecken werden ohne jede ,angabe einer ,form4 ,genau so erscheint unserem ,auge die einzelne ,form durch die ,abstufungen in den ,naturfarben plastisch1 und erscheint die ,reihenfolge der ,gestalten im ,naturbild deshalb als rumliches ,hintereinander1 weil wir nur die vordersten ,gestalten genau erkennen1 und ihre ,aufreihung nach dem ,hintergrund zugleich eine ,abstufung der ,deutlichkeit bedingt4 ,so ist es mglich1 den plastischen ,eindruck1 den die ,natur dem ,auge gibt1 wiederzugeben1 wenn man auf die ,deutlichkeit der ,detailformen verzichtet und die impressionistisch entscheidenden ,raumformen sucht4 ,zeichnerische ,struktivitt der ,formen und ,impressionismus sind also ,stilerscheinungen1 die sich gegenseitig befehden4 ,man wird verstehen1 da mit dieser ,fhigkeit1 alle ,dinge in ihrer ,erscheinung wiedergeben zu knnen1 ebenso wie mit der ,freude der ,kunst an der reinen ,darstellung eigentlich alle ,vorbedingungen fr den schrankenlosesten ,realismus in ,malerei wie ,plastik gegeben waren4 ,es war vielleicht dieser ,trieb zum ,wirklichsein1 der erst die ,augenerkenntnisse als ,ausdrucksmittel forderte4 ,das tgliche ,leben wird in dieser ,zeit zu einem wichtigen ,gegenstand der ,kunst1 ,barbier und ,koch1 die bezechte ,frau und der ,bauer1 der sein ,vieh zum ,markt treibt1 die groben ,komdienmasken begegnen uns in der ,kleinplastik und in ,terrakottafiguren4 ,wir hren schon sehr frh von ,malern1 die ,barbierstuben und ,krmerlden malten1 und hren1 da die ,vertreter idealistischer ,anschauungen ihnen den ,namen ,rhyparographen81 ,schmutzmaler1 gaben1 wie man bei uns fr eine ,parallelerscheinung das ,wort ,rinnsteinkunst8 gebildet hat4 ,es ist zuerst berraschend1 den krassen ,realismus dieser ,darstellungen1 die weiche1 fast berweiche ,schnheit weiblicher ,gttinnen und das ,pathos des ,zeusaltars von ,pergamon hier eng nebeneinander zu sehen1 und ist doch natrlich4 ,jede ,kunst schpft ihre ,vorstellungen aus ihrer ,gegenwart4 ,solange das ,leben eines ,volkes im ,einklang ist mit seiner ,vorstellung vom ,erhabensten1 solange das tgliche ,leben selbst gro ist1 entstehen ,werke wie die gineten1 in denen ,kraft und ,hoheit eins sind4 ,eine ,epoche aber1 in der das ,leben klein ist1 vermag die ,gre nicht zu gestalten1 weil ihr das ,nur-,einfache nicht interessant genug ist4 ,sie freut sich an der ,buntheit ihres ,lebens und verlangt zugleich von ihren ,mchtigen ebenso wie von ihrer ,kunst die laute ,phrase1 die aufdringliche ,pose1 das leere ,pathos4 ,das gilt noch mehr von der rmischen ,kunst als von der griechischen4 ,je mehr die ,kraft des rmischen ,volkes schwindet1 desto anspruchsvoller wird es4 ,zur ,zeit der ,kaiser1 in der die mter nur noch ,titel waren1 denen die wichtigsten ,funktionen genommen sind1 ist die grte ,zahl von ,portrtbsten und ,portrtstatuen geschaffen worden1 voll des beabsichtigten ,ausdruckes von ,hoheit und ,wrde4 ,je spter allerdings1 desto mehr treten auch die eigentlich realistischen ,zge in den ,vordergrund1 und es gibt ,kaiserportrts der ,sptzeit1 die jeden ,zug physiologischer ,entartung zum ,ausdruck bringen4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,pompeji4 ,haus der ,vettier4 ,peristyl4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,rom4 ,inneres des ,pantheon4 ,es ist von derselben ,art1 wenn in der ,kaiserzeit die rein reprsentativen ,bauten1 die ,triumphbogen und ffentlichen ,gebude sich hufen1 wenn selbst die ,zahl der ,tempel sich ber jedes ,bedrfnis hinaus steigert4 ,dieselbe ,gesinnung schafft das ,wohnhaus zu einer prunkvollen ,flucht von ,rumen um1 die den ,reichtum des ,besitzers zur ,schau stellen4 ,der ,hellenismus prgte eine klassische ,form des ,hauses1 deren ,mittelpunkt der ,sulenhof1 das ,peristyl1 war1 ,rom erweiterte durch sie sein altes ,wohnhaus1 dessen ursprnglich einziger ,raum der ,herdraum1 das ,atrium war4 ,so wird das ,bedrfnis durch bloe ,reprsentationszimmer unverhltnismig in den ,hintergrund gedrngt4 ,im pompejanischen ,haus liegt nach der ,strae zu das ,atrium1 jetzt bloer ,empfangsraum1 dann folgt das ,tablinum1 das ,familienzimmer1 und schlielich das ,peristyl 7,abb4 #bh7 als ,sttte behaglicheren ,verkehrs4 ,dieser reichere ,raum ist mit ,gartenanlagen geschmckt1 in denen ,marmortische stehen1 ,skulpturen und ,hermen2 die ,sulen sind reich geformt1 die ,wnde mit ,ornamenten und ,malereien geziert1 all das mit der ,absicht1 den grten malerischen ,reichtum zu erzielen1 in ,durchblicken1 wie denen des kretischen ,palastes4 ,an ihn erinnert auch die ,freude an der ,wandmalerei1 deren ,entwicklung die ,geschichte des sptantiken ,raumgefhls ist4 ,whrend die hellenistische ,wanddekoration die ,flche nur durch farbige ,inkrustationen1 die in echtem ,material gearbeitet oder in ,malerei kopiert sind1 gliedert und ziert oder durch ,halbsulen und ,architekturornamente1 stellt sich in den letzten ,jahrzehnten ,pompejis1 d4 h4 um die ,mitte des #a4 ,jahrhunderts n4 ,chr41 die ,dekoration geradezu in ,gegensatz zur ,wand4 ,schon der ,impressionismus der ,wandgemlde mit seinem auerordentlichen ,eindruck von ,raumtiefe 7,abb4 #bg7 bedingt eine ,auflsung der ,mauerflche4 ,allein die ,wand wird nun ganz aufgelst von phantastisch gemalten1 sttzlos schwebenden ,architekturformen1 zwischen denen ,durchblicke in die freie ,luft sich zu ffnen scheinen4 ,die ,dekoration scheint den ,blick in unerhrte ,weiten zu fhren1 in ,grten und ,landschaft und in romantisches ,mrchenland1 und wird ein ,spiel von ,phantasien1 denen die weiten ,rume des ,hauses zu eng waren4 ,bei ,palsten1 ,marktanlagen oder bei den groen rmischen ,bdern mssen auf diese ,weise auerordentliche rumliche ,wirkungen erreicht worden sein4 ,da die ,entwicklung des ,raumgefhls in der ,architektur der ,zeit die entscheidende ,tendenz ist1 lehrt ebenso ,roms religise ,baukunst4 ,zuerst begngte man sich damit1 den altetruskischen ,tempel1 einen ,wandbau mit sehr groer ,vorhalle1 die den ,zeichendeutungen dient1 uerlich als ,peripteros zu gestalten4 ,und wenn auch dabei die ,sulenform berreich korinthisch wird und ihre ,verwendung als ,halbsule sie zum bloen ,wandschmuck macht1 so bleibt doch die ,gliederung altertmlich einfach4 ,erst das ,pantheon 7,abb4 #bi7 aus der ,zeit ,hadrians bringt die spthellenistische ,steigerung aller ,wirkungen4 ,der ,gegensatz einer verhltnismig einfachen ,front zu einem wie ohne ,grenzen gedehnten ,innenraum steigert dessen ,wirkung ins ,ungeheure4 ,es war oben die ,rede davon1 da die ,kurve des ,rundbaues das ,auge sich nirgendwo festklammern lt4 ,aber eben dadurch hemmt er es auch nie und lt es ins ,unbegrenzte blicken4 ,es ist ungemein interessant1 wie das ,pantheon in diesem ,kreis jedem ,fixpunkt1 der sich etwa aus dem ,eingang oder aus einem ,altar fr die ,orientierung ergeben knnte1 dadurch entgegenzuwirken sucht1 da es kleinere und grere ,nischen gleicher ,art in gleichen ,abstnden rings um den ,raum verteilt4 ,den strksten ,eindruck von ,raumfreiheit aber gibt die krnende ,kuppel4 ,whrend ,flachdecke und ,tonnengewlbe auf geraden ,wnden liegen und dadurch den ,raum begrenzen1 fhrt die ,kuppel ber jede ,festlegung hinaus1 da sie auf rundbewegten ,mauern liegt und berall nur von der beweglichen ,kurve begrenzt1 ohne festen ,abschlu ist4 ,die zerlegenden ,kassetten sind wichtige ,diener dieser ,auflsung4 ,es handelt sich hier nicht nur um einen ,fortschritt in der ,wlbungstechnik -- man wre nie dazu gelangt1 wenn nicht das religise ,gefhl1 unzufrieden mit den alten ,vorstellungen von der ,gottheit1 jetzt sehnsuchtsvoll in die ,weite verlangt htte4 ,romantische ,tendenzen1 wie in den ,nachschpfungen gyptischer ,kultsttten und landschaftlich berhmter ,punkte in der ,villa ,hadrians1 sind von derselben ,erregtheit4 ,der hellenistische ,osten1 der so viel dem ,rmer ,fremdes birgt1 ist nicht zufllig die ,grundlage ihrer ,formen1 wie derer des ,pantheon4 ,es ist dasselbe ,gefhl1 das den ,isiskult nach ,rom bringt1 den ,mithrasdienst und schlielich als letzte ,antwort auf all dieses ,gottsuchen das ,christentum4 ,die ,steigerung dieser ,erregtheit bedeutet fr die ,kunst eine immer grere ,entfernung vom ,tektonischen4 ,aus der ,bewegung wird die ,ziellosigkeit1 und auf die ,lsung des ,bauzusammenhanges folgt die zgellose ,herrschaft des ,ornamentes4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,baalbek4 ,rundtempel4 ,der ,rundtempel von ,baalbek 7,abb4 #cj1 erbaut im #b4 ,jahrh4 n4 ,chr47 ist berwuchert vom ,reichtum einer unsachlichen ,dekoration4 ,alle ,stilformen sind aus ihrem ,zusammenhang gerissen4 ,korinthische ,pilaster mit unreinem ,kapitell rahmen die ,nischen1 zu ionischen ,zahnschnitten im ,fries gesellen sich korinthische ,sulen ohne ,kannelren und korinthische ,architravbalken1 die nur halb aufliegen1 damit nur ja auch hier die wirklichen ,trger nicht zu tragen scheinen4 ,pilaster und ,bogen dienen als ,rahmen1 kurzum1 nirgends ist ein ,bauglied durchgefhlt1 immer nur ist es ,dekoration vor der runden ,mauer1 die sogar noch von ,nischen mit ,statuen unterbrochen ist4 ,aber selbst diese unfeste ,form wird noch gelst1 die halbkreisfrmig gefhrten1 von ,sulen getragenen ,simse wenden sich gegen die ,mauer und lsen sie vollkommen in nach auen gefhrte ,kurven auf4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,spiegel aus ,boscoreale4 ,die gleiche ,anschauung zerstrte im ,lauf dieser ,jahrhunderte die klare ,struktur des ,gertes4 ,im ,boden von ,schalen werden ,hochreliefs angebracht1 die nicht nur der ,reinigung ,schwierigkeiten bereiten1 sondern bei der ,benutzung so durch den ,inhalt verdeckt werden muten1 da man ein ,stck wie etwa die ,athenaschale des ,hildesheimer ,silberfundes nur zum ,prunkgert zhlen kann4 ,auch beim ,gebrauchsgert1 selbst beim rmsten ,tonnapf1 ist an die ,stelle der ,flchenbemalung1 die zuletzt impressionistisch genug war1 die plastische ,reliefdekoration getreten4 ,da jetzt das ,glas1 dessen ,durchsichtigkeit die begrenzende ,flche vollkommen zerstrt1 so beliebt wird1 ist ungemein bezeichnend4 ,und von diesen ,gerten steht kaum eines mehr fest auf dem ,boden2 sie spitzen sich nach unten zu oder sind auf kleine ,fchen gesetzt und ebensowenig in ihren ,teilen straff geschieden4 ,es war ganz sachgem gewesen1 wenn die klassische ,zeit die ,rckseite des polierten ,metallspiegels nur durch gravierte ,darstellungen1 oft von edelster ,zeichnung1 belebte und den runden ,spiegel streng vom ,griff schied4 ,so blieb die spiegelnde ,flche fr den ,eindruck des ,gertes das ,beherrschende1 waren seine ,teile nach ihrem ,zweck gesondert4 ,es ist erneuter ,beweis fr das berhandnehmen der ,dekoration1 wenn sich auf einem ,spiegel der ersten rmischen ,kaiserzeit 7,abb4 #ca7 die ,rckseite so ungehindert vordrngen darf1 da man glauben knnte1 sie wre die ,hauptsache4 ,der ,reliefkopf des ,dionysos in der ,mitte1 ein charakteristisches ,beispiel fr die ,freude an komplizierter ,bewegung selbst dort1 wo keine ,handlung sie ntig macht1 arbeitet ebenso der sachlichen ,form entgegen wie das ,rankenornament1 das den ,griff des ,spiegels vollkommen in ein ,geflecht auflst4 ,da es dadurch jedes feste ,anfassen unmglich macht und eine zierliche ,fingerhaltung bedingt1 ist ungemein interessant fr die ,einheitlichkeit einer ,kultur in ,leben und ,kunst4 ,die ,enden dieser ,ranken fhren mit weichen ,linien hinber in die eigentliche ,spiegelflche1 deren ,rundbegrenzung durch die nach auen gerichteten ,zacken vollkommen zerfasert wird1 eine ,auflsung1 parallel der1 die die ,rundform des ,tempels von ,baalbek zerstrte4 ,gegen das ,ende der antiken ,welt ist die ,verwirrung aufs hchste gestiegen4 ,nicht ,klarheit ist die ,tendenz1 sondern ,reichtum der ,gefhle und des ,ausdrucks4 ,das ,bauwerk ist zerfetzt durch die ,dekoration1 und das ,gert duldet jede ,durchbrechung seiner ,flchen1 bis es zum bloen ,netz wird4 ,die ,aufgaben fr ,malerei und ,plastik wachsen ins ,unbegrenzte2 berall braucht man sie1 berall wirken sie zerstrend auf die ,hauptaufgaben der ,baukunst und werden durch die eigene ,flle zerstrt4 ,die ,gtter verlieren ihre ,majestt und werden leere ,allegorien oder ,symbole fr religise ,ideen4 ,die plastischen ,ideen des ,polyklet und ,praxiteles werden als de ,schemata wiederholt1 und inbrnstig sucht man die ,gtter der ,urzeit in ihrer ,primitivitt zu gestalten1 als wre deren naive ,innigkeit dem wahren ,wesen der ,gottheit nher1 ein ,gefhl1 das die ,romantik des #ai4 ,jahrhunderts ebenso hatte4 ,je weniger wertvoll und wichtig der einzelne ,mensch in sich ist1 um so mehr wnscht er sich verherrlicht zu sehen2 das ,portrt wird wichtigste ,aufgabe1 und mit leeren ,gesten blht sich der unbedeutende ,mensch in groen ,posen4 ,die andringenden ,germanenvlker und die jungen christlichen ,gemeinden finden in ,kunst und ,leben eine ,zersetzung1 deren erst jahrhundertelange ,arbeit wieder ,herr werden konnte4 ,fnftes ,kapitel4 ,die frhchristliche ,kunst4 ,diese letzten ,jahrhunderte antiker ,kultur bedeuten zugleich die erste ,epoche des ,christentums4 ,es ist noch immer die ,meinung nicht ausgetilgt1 als htte es in seinem ,entstehen einen ganz neuen ,stil1 gewhnlich als altchristlichen bezeichnet1 hervorgebracht4 ,allein eine neue ,weltanschauung kann der ,kunst wohl neue ,stoffe bieten1 aber die ,augen sind noch zu sehr in den ,vorstellungen ihres ,jahrhunderts befangen1 um mit einem ,schlage eine neue ,kultur1 einen neuen ,geschmack zu schaffen4 ,es wre so1 als htte fr die ,evangelien eine neue ,sprache geschaffen werden sollen4 ,und selbst die neuen ,stoffe kommen spt genug4 ,denn nur sehr allmhlich haben die ersten christlichen ,gemeinden1 die in jdisch-hellenistischen und rmisch-hellenistischen ,traditionen gro geworden waren1 ihre ,religion so scharf ausgeprgt1 um fr sie neue ,formgedanken zu finden4 ,man hat es lange bemerkt1 da auf ,wandmalereien und ,mosaiken altchristlicher ,katakomben und ,kirchen dieselben weinkelternden ,genien und impressionistischen ,portrts vorkommen wie in ,pompeji1 und immer mehr sieht man1 da sogar ,darstellungen von heidnischer ,gesinnung1 nackte ,najaden und ,gtter1 sich unter die altchristlichen ,kunstwerke mischen konnten1 ohne da selbst sptere ,zeiten sie anstig fanden und vertilgten2 an der ,kanzel von ,aachen haben sie sich bis heute erhalten4 ,die ,meinung1 es htte das ,christentum aus dem ,nichts heraus eine neue ,kunst schaffen knnen1 ist uns ,heutigen1 die wir entwicklungsgeschichtlich denken1 vllig absurd4 ,ist dieses ,resultat gewonnen1 so ist die wichtigste ,frage die nach dem ,kunstkreis1 in dem sich der bergang von der antiken zur christlichen ,kunst vollzogen hat4 ,denn wir haben schon oben festgestellt1 da die sptantike ,kunst keineswegs nur die rmische ist1 da sich vielmehr die hellenistische ,kunst in den alten ,kunstzentren des ,hellenismus1 etwa ,antiochien mit seinem ,hinterlande ,syrien und ,alexandria mit gypten1 rein und krftig erhalten hat4 ,es galt lange ,zeit als selbstverstndlich1 da ,rom der ,ort war1 an dem die christliche ,kunst geboren wurde1 die ,hauptstadt der katholischen ,kirche und das politische ,zentrum fr die letzten ,jahrhunderte der antiken ,welt4 ,da es nicht zugleich das einzige ,kunstzentrum war1 wute man nicht1 da ,gebiete auerhalb ,italiens kaum durchforscht waren4 ,so ergab sich die ,kombination fast von selbst4 ,schlielich erkannte man doch1 da ,rom erst in relativ spter ,zeit zur ,hauptstadt der christlichen ,kirche geworden ist4 ,die erste ,metropole des ,christentums war ,byzanz 7,konstantinopel71 dessen ,erhebung zur ,hauptstadt des rmischen ,reiches im ,anfang des #d4 ,jahrh4 von ,konstantin vollzogen wurde1 demselben ,kaiser1 der fr die ,geschichte des ,christentums so wichtig war4 ,allein auch in ,byzanz darf man den ,ursprung der christlichen ,kunst nicht suchen4 ,die ,gegenwart hat gesehen1 da bei einer ,institution wie der katholischen ,kirche diejenigen ,kunstformen1 die sie aufgenommen hat1 bevor sie noch ,institution war1 aller spteren ,ausgestaltung zugrunde liegen1 und da sie sich mit ihr auf ihrem ,wege von der ,lehre zur ,kirche entwickelt haben4 ,man mu die frheste ,entwicklung des ,christentums beobachten1 wenn man das ,entstehen der christlichen ,kunst erkennen will1 die mit ihm emporgewachsen ist4 ,das ,geburtsland des ,christentums ist das hellenistische ,juda4 ,konzentrisch breitet es sich von hier aus4 ,die bedeutendsten ,gemeinden der ,apostelgeschichte liegen noch im kleinasiatischen ,gebiet4 ,frh tritt gypten hinzu1 in dem die ersten ,klster gegrndet werden1 dann erst dringt die neue ,religion nach dem ,abendlande vor4 ,es soll damit nicht gesagt sein1 da sie hier und in ,rom nicht noch neue ,elemente in sich aufgenommen hat1 aber sie hat vieles schon fertig mitgebracht und ist an ,orten1 nach denen der hellenistische ,strom auf ,handelswegen vom ,orient aus direkt flo1 mindestens so frh gewesen wie in ,rom1 z4 ,b41 wie die ,lazaruslegende anzudeuten scheint1 in ,massilia1 dem heutigen ,marseille4 ,rom war kirchlich noch nicht magebend1 als es im ,orient fast schon ein organisiertes ,christentum gab4 ,es vergehen noch ,jahrhunderte1 bevor die ,kirche sich in einen morgenlndischen 7griechisch-katholischen7 und einen abendlndischen ,zweig spaltet1 der abendlndische ,zweig seine ,religion als die katholische proklamiert und das ,mutterland der ,kirche als ketzerisch verdammt4 ,eine ,darstellung wie die ,opferung ,isaaks auf der ,elfenbeinpyxis des ,berliner ,museums 7,abb4 #cb7 zeigt klar1 wie unmerklich sich der bergang von der spthellenistischen zur christlichen ,kunst vollzog4 ,sie entstammt wohl dem #d4 ,jahrh4 n4 ,chr4 und ist vielleicht alexandrinischen ,ursprungs4 ,die hellenistischen ,traditionen sind hier viel treuer bewahrt als in ,rom4 ,das sog4 ,eierstab-,ornament des oberen ,randes ist klassisch dorisch1 und in den ,gestalten sprechen noch knstlerische ,formen1 die in ,italien lngst ,floskeln und ,phrasen geworden1 selbst verkmmert sind4 ,man nehme den ,abraham4 ,seine ,haltung ist vollkommen die im #c4 ,jahrhundert v4 ,chr4 ausgebildete4 ,das eine ,bein steht fest1 das andere1 das ,spielbein1 ist leicht bewegt1 die ,hfte herausgebogen1 und whrend die ,bewegung der ,arme nach links gerichtet ist1 ist der ,kopf nach rechts gewandt1 der ,hand ,gottes zu1 die sich aus den ,wolken streckt4 ,wie hier das ,gegenstzliche der ,bewegung das einzelne ,glied in seinem ,stil ausdrucksvoller macht1 wie das ,gewand sich um die ,glieder strafft und sie hervortreten lt3 das ist echt hellenistisch4 ,man vergleiche die bekannte ,sophoklesstatue1 und man wird sehen1 da das ,christentum hier knstlerische ,ausdrucksformen verwendet1 die ,hellas geprgt und der ,hellenismus zu gelufigen ,typen ausgebildet hat4 ,auch sonst sind antike ,philosophenstatuen oft das ,vorbild fr christliche ,heilige gewesen1 und der ,christus dieser ,zeit ist der unbrtige1 jnglinghafte ,gott1 wie ihn ,griechenland im ,apollo-,typus geschaffen hat4 ,aber es ist die ,folge der neuen christlichen ,inbrunst1 da der antike ,formenreichtum sich in das ,kleingert des ,kultus flchtet1 das der ,priester liebevoll in die ,hand nimmt1 ,messekelch und ,patene1 gemalte und kostbar gebundene ,evangelienhandschriften4 ,dagegen wird das ,gotteshaus ein reiner ,versammlungsraum4 ,es hat fast siebenhundert ,jahre gedauert1 bis die ,stileinheit ganz wiederhergestellt war4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,elfenbeinpyxis mit ,opferung ,isaaks4 ,berlin1 ,kaiser-,friedrich-,museum4 ,auch die ,baukunst leitet ihre ,kirchenformen vom hellenistischen ,orient ab4 ,sie kennt zwei fast gegenstzliche ,grundriformen1 den ,zentralbau und den ,langbau4 ,da der christliche ,zentralbau aus dem ,orient stammt1 war eigentlich immer feststehende ,meinung1 nur nahm man ,byzanz als seine ,heimat an1 das ihn in ,wirklichkeit erst aus ,kleinasien bernommen zu haben scheint4 ,hier war er heimisch in jenem typischen ,aufbau einer ,kuppel ber meist polygonalem ,grundri1 wie die berhmte ,kirche der ,hagia ,sophia1 heute zur ,moschee umgewandelt1 ihn zeigt 7,abb4 #cc74 ,da ihre ,erbauer im #f4 ,jahrhundert ,anthemios von ,tralles und ,isidoros von ,milet waren1 also kleinasiatische ,architekten1 ist wichtig genug4 ,die ,kuppel der ,hagia ,sophia wirkt so gro1 weil das architektonische ,leben1 das sie unter sich zusammenfat1 sehr viel reicher ist als noch beim ,pantheon4 ,dort ruhte die ,kuppel mit ihrem ganzen runden ,rande auf der von ,nischen durchbrochenen ,mauer4 ,so ging von der ,decke eine ,begrenzung des ,raumes bis zur ,erde4 ,bei der ,hagia ,sophia aber ruht die ,kuppel zunchst auf ,zwickeln 7pendentifs71 ,mauerdreiecken1 die mit ihren ,viertelbogenrndern die ,last auf vier gewaltig dicke ,mauerpfeiler bertragen1 die in den vier ,ecken eines ,quadrates stehen4 ,so ist der ,unterbau nur in den vier ,ecken begrenzt1 und die ,bgen1 die sich von ,pfeiler zu ,pfeiler spannen1 bereiten vor auf die krnende ,gre der ,kuppel2 zwischen den ,eckpfeilern aber ist der ,raum offen1 gestattet die ,anlage von ,seitenschiffen1 ,nischen1 ,galerien1 ,emporen1 die mit ihren reichen ,sulenstellungen ungemein lebhaft wirken4 ,und whrend so einerseits das raumerweiternde ,prinzip der spten ,antike noch fortgebildet scheint1 macht sich andererseits wieder eine ,neigung zur ,raumbegrenzung geltend4 ,gerade1 da der ,saal nicht ganz rund ist1 sondern durch die vier ,eckpfeiler eine quadratische ,orientierung erhlt1 gibt seiner ,ausdehnung ,grenzpunkte1 und eine noch engere ,begrenzung luft an zwei ,seiten dieses ,quadrates entlang1 indem ,sulenreihen eine ,verbindung zwischen den ,eckpfeilern herstellen und vom ,eingang bis zu den drei ,altarnischen eine ,art ,langschiff abgrenzen4 ,hier liegt eine fruchtbare ,neuschpfung des christlichen ,kirchenbaues4 ,wir finden es oft1 da die hchste ,ausprgung des einen ,stilprinzips bereits die ersten ,symptome des neuen enthlt1 wie eine allzu schnell rotierende ,scheibe stillzustehen scheint4 ,so zeigt sich hier im sptantiken ,zentralbau die ,ankndigung des ,langbaues4 ,das ist eine notwendige ,folge der kontinuierlichen ,entwicklung1 und wir werden noch ein ,parallelbeispiel in der ,ornamentik der ,zeit kennen lernen4 ,die ,entwicklung der raumbegrenzenden ,form ist die eigentlich stilbildende ,tat der frhchristlichen ,kunst4 ,das ,herausschneiden eines ,langschiffes in der ,hagia ,sophia bedeutet bereits einen ,schritt in dieser ,richtung1 der die ,basilika den vollen ,ausdruck gegeben hat4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,konstantinopel4 ,hagia ,sophia4 ,inneres4 ,man hat nun gerade die ,basilika1 fr die sich auf italienischem ,boden1 in ,ravenna und ,rom besonders1 die zahlreichsten ,beispiele erhalten haben1 fr ein ,gebilde abendlndischer ,kunst gehalten und ihren ,ursprung noch in ,italien gesucht1 als man den ,wert des ,orients fr die christliche ,kunst lngst erkannt hatte4 ,nachdem die alte ,meinung aufgegeben war1 sie wre aus der rmischen ,basilika1 der ,markt- und ,gerichtshalle1 entstanden1 kam die ,ableitung ihrer ,anlage aus dem ,bau des rmischen ,hauses1 in dem sich die ,gemeinde zuerst versammelt haben soll4 ,aber ihr ,grundtypus lt sich im ,orient in sehr frher ,zeit nachweisen1 in viel mannigfaltigeren ,variationen der ,anlage1 als das ,abendland sie kennt1 so da die hellenistische ,ableitung auch fr diesen ,typus festzustehen scheint4 ,ob es allerdings die hellenistisch-jdische ,synagoge war1 die den ,grundri hergab1 mag dahingestellt sein1 ist aber bei dem durch lange ,zeit gewahrten ,zusammenhang zwischen ,judentum und ,christentum nicht unmglich4 ,jedenfalls hat ,rom die ,basilika1 auch wenn sie eine ,schpfung des ,orients ist1 mit der ,ausdehnung der ppstlichen ,macht in allen ,gebieten des ,okzidents heimisch und zu jener ,hauptform des christlichen ,gotteshauses gemacht1 deren ,weiterbildungen noch heute demselben ,zwecke dienen4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,ravenna4 ,s4 ,apollinare in classe4 ,inneres4 ,im ,gegensatz zum ,zentralbau ist in der ,basilika dem ,auge des ,eintretenden durch die ,sulenreihen sofort eine feste ,richtung1 durch die ,altarnische ein bestimmtes ,ziel gegeben 7,abb4 #cd74 ,das ,wort1 da der ,zentralbau die ,ruhe1 der ,langbau die ,bewegung bedeute1 ist1 absolut genommen1 unrichtig2 fast ist das ,entgegengesetzte der ,fall4 ,fr den ,zentralbau knnte der ,mittelpunkt unter der ,kuppel ein ,ruhepunkt sein1 wenn er zugleich die wichtigste ,stelle im ,gebude ist4 ,wenn aber1 wie bei der ,hagia ,sophia1 in ,s4 ,vitale in ,ravenna und in anderen christlichen ,zentralbauten der ,altar in einer groen ,wandnische steht1 dem ,eingang gegenber1 fllt das ,augenziel nicht mit dem rumlichen ,mittelpunkt zusammen1 und es entsteht eine ,dissonanz1 die fr die noch sptantike ,stilempfindung sehr charakteristisch ist4 ,bei der ,basilika 7,abb4 #cd7 dagegen fhren alle ,linien des ,baues nur auf den ,altar hin1 der so zugleich fr ,auge und ,sinn das ,ziel bedeutet4 ,zweck und ,form sind hier in ,einklang4 ,der ganze ,bau hat nur eine ,richtung1 die nach der ,apsis1 der ,altarnische an der ,ostseite4 ,dorthin fhren den ,eintretenden1 sobald er den zur ,kirche gehrigen ,vorhof1 das ,atrium1 verlassen hat1 von der ,eingangshalle aus die ununterbrochen flieenden ,reihen der ,sulen1 dorthin die horizontalen ,linien der ,wandteilung1 die ,balken der flachen ,decke1 die ,musterung im ,pflaster des ,bodens4 ,die ,seitenschiffe1 hier1 wie meist1 eines auf jeder ,seite1 nehmen1 durch die ,sulenreihen und die ,wand gefhrt1 dieselbe ,richtung auf4 ,und dort1 wohin alle diese ,linien zusammenflieen1 fat die ,apsisnische1 ausgeschnitten aus der ,hochwand1 die hier das ,schiff abschliet und als ,triumphbogen brigbleibt1 den ,altar in sich4 ,die fhrenden ,linien der ,sulenreihen werden von ihr aufgenommen1 und von oben her schliet die runde ,wlbung den kleinen ,raum unter sich zusammen4 ,so ist jeder ,bauteil aus seinem ,zweck abgeleitet1 aber auch jede ,einzelform4 ,wie der ,dachstuhl mit offenem ,balkengerst den ,augen die ,konstruktion klar aufzeigt1 so tragen auch die ,sulen ihre ,last mit vollkommener ,festigkeit des ,ausdrucks4 ,aus sptantiken ,formen abgeleitet1 sind sie doch weitaus beruhigter4 ,es war notwendig1 da sich die ,ornamente um so krftiger gegen den ,grund absetzen muten1 je schrfer die plastische ,dekoration1 antike ,entwicklungen fortfhrend1 den ,gegensatz zwischen ,licht und ,schatten ausdrckte4 ,aus der weichen ,modellierung wurden hartbegrenzte ,formen1 und damit nherte sich die ,auffassung notwendig wieder der flchenmigen ,bildung4 ,so sehr im ravennatischen ,kapitell des #f4 ,jahrhunderts 7,abb4 #ce7 der ,gegensatz zwischen ,licht und ,schatten1 ,ornament und ,grund verschrft ist1 so ist er doch benutzt1 um den ,umri des ,ornamentes zu betonen1 das an sich ganz flchenhaft gegeben ist4 ,so dient es der ,form des ,kapitells1 die es bestimmt4 ,denn das ,kapitell trgt wirklich2 es strebt nicht mehr auseinander1 wie das korinthische oder gar dessen rmische ,nachbildungen mit ihrem wirren ,schmuck4 ,fest haftet das ,ornament am ,grunde1 und wenn der scharfe ,gegensatz von ,licht und ,schatten den tektonischen ,charakter des ,gebildes zerstren zu knnen scheint1 so fat die strenge ,begrenzung an den ,kanten kraftvoll den ,flchenschmuck zusammen4 ,sie ist es1 deren nach unten weisende ,linien zugleich die ,last in den ,sulenschaft hineinfhren4 ,und auch sie ist berlegt geteilt4 ,das ,ende des ,bogens1 der die ,obermauer trgt1 setzt nicht unmittelbar auf das ,kapitell auf4 ,ein allmhlich schmler werdendes ,zwischenglied1 der ,kmpfer1 fhrt ihn mitten hinein ins ,kapitell1 an dessen strksten ,punkt1 wo es vollkommen der ,sule aufliegt4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,ravenna4 ,s4 ,vitale4 ,kapitell und ,kmpfer4 ,wie bei jedem reinen ,bedrfnisbau ist die ,auenseite nur ,mantel um das zweckgem gestaltete ,innere4 ,sie trgt bei der ,basilika 7,abb4 #cf7 keinen berflssigen ,schmuck und stellt den ,grundri offen zur ,schau4 ,das ,mittelschiff1 die beiden ,seitenschiffe und die ,apsis werden auch hier vollkommen klar in ihrem ,aufbau und ihrer rumlichen ,lage1 und die tragende ,mauer ist formfest wie die tragende ,sule4 ,die ,gliederungen der ,wand sind nicht mehr vorgelagerte ,sulen wie beim ,lysikratesdenkmal1 sondern flache1 arkadenartig gefhrte ,mauervorsprnge4 ,wie eine empfindliche ,epidermis legt sich diese feine ,schicht ber die ,wandflche1 sie belebend und doch in so geringer ,erhebung an die ,wand geschmiegt1 da sie die raumbegrenzende ,kraft der ,wandflche nicht hindert1 sondern verstrkt4 ,der ,glockenturm1 der nicht zum ,versammlungsraum gehrt1 sondern zu den ,wohnsttten der ,gemeinde1 die er in das ,gotteshaus ruft1 wird als walzenfrmiges ,gerst neben den ,hauptbau gestellt und trgt einen selbstndigen ,teil des architektonischen ,ausdruckes4 ,erschien im ersten ,anblick das ,nebeneinander der ,bauteile zusammenhanglos und wenig ausgeglichen1 so zeigt sich jetzt1 wie es bedingt ist2 kein notwendiger ,bauteil1 der nicht im ,auenbau ausgedrckt1 keine ,gliederung1 die nicht durch den ,grundri begrndet wre4 ,was fehlt1 ist die funktionelle ,durchbildung der ,bauglieder4 ,wand und ,sule sind nicht als ,trger ausgedrckt1 und der ,glockenturm ist geradezu formlos4 ,allein die ,grundlagen fr einen zweckvoll formenden ,stil1 wie der dorische es war1 sind wieder gegeben4 ,und wenn auch zunchst der antike ,zentralbau der ,basilikaform die ,herrschaft streitig macht1 so ist es doch die ,klarheit ihrer ,anlage1 der die ,zukunft gehrt4 ,der romanische ,baustil in ,deutschland hat aus ihr die ,erfllung aller mittelalterlichen ,bauforderungen geschaffen4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,ravenna4 ,s4 ,apollinare in classe4 ueres4 ,malerei und ,plastik folgen auf dem neuen ,weg4 ,sie gehen als freie ,knste unter und werden ,diener der ,architektur4 ,aber gerade sie zeigen1 da die neuen ,stilformen nicht pltzlich entstehen4 ,der ,kopf ,kaiser ,justinians auf dem zeremoniellen byzantinischen ,stiftungs-,mosaik von ,s4 ,vitale in ,ravenna 7,abb4 #cg7 ist im ,grunde noch antik empfunden4 ,schon das ,interesse am ,portrt ist dafr charakteristisch1 und der ,stil ist der impressionistische der sptantiken ,malereien4 ,ihm gehrt dieses ,mosaik so gut an wie die anderen frhchristlichen ,mosaiken1 wie die pastos hingestrichenen ,wandmalereien in den ,katakomben oder die ,buchmalereien in den ltesten illustrierten ,handschriften4 ,noch spricht bei ihm nicht der ,umri1 sondern die ,form1 der farbige ,lichter und ,schatten den ,ausdruck geben4 ,ja1 es scheint1 als knnte die ,mosaiktechnik berhaupt nur ,ausdrucksmittel einer impressionistischen ,epoche sein1 da sie mit ihrem ,zusammensetzen aus farbigen ,steinchen die ,linien nur grob zu zeichnen1 aber um so besser ,farbenflchen zu geben vermag4 ,die ltesten uns erhaltenen ,mosaiken stammen jedenfalls erst aus spthellenistischer ,zeit4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,ravenna4 ,s4 ,vitale4 ,kopf des ,justinian vom ,mosaik des ,altarraumes4 ,indessen zeigt auch das ,portrt ,justinians und die anderen gleichzeitigen ,werke das ,nahen des neuen ,stilempfindens4 ,das starre ,enface des ,gesichts bedeutet einen ,schritt ber die bewegten ,bildungen der ,antike hinaus zu linearer ,auffassung4 ,licht und ,schatten begegnen sich ohne vermittelnde bergnge1 konzentrieren sich und werden zu linienscharfen ,kontrastflchen4 ,und wie die ,formbildung der ,wand1 ordnet sich die ,komposition der ,architektur unter4 ,in ,s4 ,apollinare nuovo wirken die zum ,altar ziehenden ,mrtyrerfriese mit den ,sulen unter ihnen zu einer ,bewegung zusammen1 die die ,mosaiken der ,apsiswand weiterfhren1 und deren ,ziel der ,altar ist4 ,es gibt keinen strkeren ,gegensatz als zwischen ihrer ,bewegung und der zgellos frei den ,altar umkreisenden des ,gigantenkampfes von ,pergamon4 ,diesen linearen ,zeichnungsstil hat das ostrmische ,reich im ,laufe der ,jahrhunderte als seinen eigenen1 byzantinischen ,stil entwickelt1 der nach mannigfachen ,wandlungen erst in dem ,moment untergeht1 in dem die ,trken das ostrmische ,kaisertum und die ostrmische ,kultur vernichten 7#adec74 ,am ,anfang seines ,weges stehen diese ostrmischen ,mosaiken auf italienischem ,boden1 in denen sich ,antike und ,mittelalter fr einen ,augenblick begegnen4 ,wie ,byzanz als neue ,hauptstadt des rmischen ,reiches an die ,stelle der ,stadt ,rom trat1 so hatte es auch das knstlerische ,erbe der ,antike und die ,bildgedanken1 die das alte ,christentum geschaffen hatte1 bernommen4 ,es hat sie zu feststehenden ,schematen umgebildet und um so schematischer immer wiederholt1 je mehr seine ,krfte schwanden4 ,indessen waren im westlichen ,europa die ,vlker emporgewachsen1 denen das ,mittelalter die klassische ,zeit ihrer ,kunst bedeutet1 die1 whrend im ,osten der ,baum der antiken ,kunst allmhlich verdorrte1 neuen ,samen ausstreuten und neue ,frchte zur ,reife brachten4 ,sechstes ,kapitel4 ,das frhe ,mittelalter in ,deutschland und der sog4 romanische ,stil4 ,die ,anfnge der germanischen ,vlkerwanderungskunst entwickeln sich berall auf antikem ,kulturboden4 ,der ,sden ,rulands1 ,spanien und ,gallien waren schon seit hellenischer ,zeit kolonisiert1 das ,rheingebiet war seit ,csar vielleicht das wichtigste ,zentrum rmischer ,provinzialkunst1 selbst ,ungarn1 das in der ,vlkerwanderung der ,tummelplatz aller ,stmme war1 hatte sich dem rmischen ,reichtum nicht verschlieen knnen4 ,so stieen die ,germanen berall1 wo sie weilten oder sich ansiedelten1 auf eine ,kunst1 die zwar nicht klassisch antik war1 aber doch als ,provinzialkunst unter antikem ,einflu stand1 und an deren ,formenreichtum sie nicht ohne weiteres vorbeigehen konnte4 ,so ist beispielsweise das ,grabmal1 das die ,ostgoten in ,ravenna ihrem ,knig ,theoderich errichteten1 trotz mancher germanischen ,zge doch im wesentlichen ein ,monument sptantiker ,kunst4 ,die ,entwicklung wird durch die ,vlkerwanderung ebensowenig unterbrochen wie durch die ,entstehung des ,christentums2 so wenig1 da man die ,vlkerwanderungskunst nur als ein ,bindeglied ansehen darf1 das sptrmische ,elemente hinbergefhrt hat bis ins germanische ,mittelalter4 ,jener aus sptantiken ,elementen gebildete ,schmuckstil1 den man kurzweg den ,vlkerwanderungsstil genannt hat1 ist fortgebildet worden bis weit in die karolingische ,zeit hinein4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,griff und ,beschlag v4 ,schwert d4 ,childerich4 ,paris4 berall1 wo in diesen ,jahrhunderten germanische ,vlker geweilt haben1 hebt man aus ihren ,grbern ,schmuckstcke1 vor allem ,gewandnadeln 7,fibeln71 geziert mit ,goldzellen1 in die rote indische ,almandine gefgt sind 7,abb4 #ch74 ,glnzend umfassen die goldenen ,linien den tiefroten ,stein1 ,zelle drngt sich neben ,zelle1 so strahlend und kstlich1 da auch der geringere ,mann1 fr den das edle ,material zu kostbar war1 des ,schmuckes nicht entbehren mochte und rotes ,glas in ,bronze fate1 ein interessanter ,beweis fr die auch sonst belegte ,behauptung1 das ,altertum htte die ,bronze nicht patiniert1 sondern in ihrer glnzenden ,naturfarbe angewandt4 ,indessen lieen die einfachen ,motive dieser sog4 ,verroterie den ,schmuck als barbarisch erscheinen1 bis die ,entwicklung aus antiken ,stilelementen zu diesem flchenhaften und doch farbigen ,ausdruck nachgewiesen wurde1 dessen ,farbenkontraste mit dem scharfen ,gegensatz von ,licht und ,schatten im ravennatischen ,kapitell eng verwandt sind4 ,sicher ist1 da diese ,technik dem ,orient entstammt1 sicher1 da sie von ,byzanz aufgenommen und weiter entwickelt worden ist2 von dort wahrscheinlich haben die germanischen ,vlker sie bernommen4 ,auf ihren ,spuren finden wir sie in ,sdruland und ,ungarn1 bei den ,ostgoten von ,ravenna und den ,westgoten in ,spanien4 ,immer feiner wird die ,technik1 immer zarter das ,zellengewebe1 immer zierlicher das ,muster4 ,in ,paris bewahrt man das ,schwert des ,merovingers ,childerich1 dessen ,griff in so feiner ,verroterie gearbeitet ist1 da man sie geradezu fr byzantinisch hlt1 und bis in die karolingische ,zeit hinein ist in dieser ,technik gearbeitet worden4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,gewandnadel aus einem alemannischen ,grab4 ,ein im engeren ,sinne germanischer ,schmuckstil1 bei dem jeder ,zusammenhang mit ,ostrom ausgeschlossen scheint1 ist ein hauptschlich in ,sddeutschland heimischer1 dessen ,ornamente aus ,wurmformen und ,bandverschlingungen weitergebildet sind 7,abb4 #ci74 ,mit verschlungenen ,bndern1 wurmartig gekrmmten ,tierleibern1 wirren ,rankengespinsten durchflicht seine lebhaft erregte ,phantasie ,schnallen und ,fibeln4 ,die ,technik ist selten die der ,verroterie1 die mit ihren groen ,zellen nur fr grozgige ,muster geeignet ist1 meist die beweglichere ,metalltauschierung1 bei der der ,gegensatz zwischen hellem und dunklem ,metall an die ,stelle des ,gegensatzes zwischen ,gold und ,almandin tritt4 ,also auch er1 wie die ,verroterie1 ein malerischer ,stil4 ,das isolierte ,alemannien scheint ihn ausgebildet zu haben1 aber er bleibt nicht auf seine ,heimat beschrnkt4 ,reichste ,schpfungen verschnrkelter ,linienfhrung1 kstlich in der ,verschlingung phantastischer ,tiergeschpfe hat er in ,irland hervorgebracht und ist hier nicht nur in der ,kleinplastik1 sondern auch in der ,buchmalerei der eigentliche ,stil des ,landes geworden4 ,von hier aus ist er nach dem ,nordland gewandert und hat in ,skandinavien bis weit ins ,mittelalter fortgewirkt4 ,ein ,zusammenwirken beider altgermanischen ,stile1 die aber nie zu einer ,einheit zusammengeflossen sind1 findet zur ,zeit ,karls des ,groen statt1 eine ,folge der ,kulturentwicklung unter ihm4 ,denn er hat die ,lnder diesseits und jenseits des ,rheines zu einem groen ,reiche vereinigt und damit auch die sptantiken und die germanischen ,kunstweisen1 die getrennt in seinen ,lndern sich entwickelt hatten1 zu ,werkzeugen einer ,kulturstrmung1 der sog4 karolingischen ,renaissance1 umgeschaffen4 ,man darf freilich dieses ,wort heute nicht mehr so verstehen wie damals1 als man es nach literarischen ,quellen zuerst prgte1 als ob es sich um eine ,wiederbelebung der antiken ,kunst gehandelt htte4 ,man berschtzt die ,macht eines einzelnen ,mannes1 selbst von der ,persnlichkeit ,karls des ,groen1 wenn man nicht bercksichtigt1 da auch er von der ,kultur1 in der er aufwchst1 abhngig ist4 ,vielmehr war die antike ,tradition gerade im ,frankenreiche bisher noch nie zerrissen worden1 selbst durch die ,vlkerwanderung nicht4 ,in dieses ,land hatte sich die antike ,kultur durch ,jahrhunderte in tausend ,strmen ergossen4 ,es erhielt auch jetzt noch1 wohl ber ,massilia 7,marseille71 stets neue ,anregungen aus der hellenistisch-christlichen ,welt1 vor allem aus ,syrien1 die die alten ,traditionen lebendig nhrten4 ,wenn fast ein ,jahrhundert nach ,karl die ,normannen ,paris belagern1 so greifen sie mit denselben ,kriegsmaschinen an1 mit denen die ,rmer sich ,gallien erobert hatten1 und der ,geistliche1 der diesen ,kampf beschreibt1 bedient sich fr sie noch derselben ,worte wie ,csar im ,gallischen ,krieg4 ,in der kirchlichen ,kunst wird immer noch die ,erde als nhrende ,frau1 das ,meer als ,neptun mit dem ,ruder1 werden ,sonne und ,mond als ,gtter auf ihren ,viergespannen gebildet1 und die vier ,sangmeister vor ,david wie antike ,ballettnzer4 ,fr ,karl den ,groen handelte es sich nun um eine ,strkung der ,bildung in seinem ,lande4 ,so erklrt sich das ,paradoxon1 da er unzhlige ,evangelienbcher schreiben und zugleich die altdeutschen ,heldensagen auszeichnen lt1 da er ,abteien grndet und zugleich die ,namen der ,monate verdeutscht4 ,um seinem ,volke die ,gelehrsamkeit nicht vorzuenthalten1 die natrlich1 nicht trotz der ,zeitkultur1 sondern ihr entsprechend1 noch die antike der sieben freien ,knste war1 zieht er von allen ,seiten die ,mnner an den ,hof1 die ,trger der ,bildung in ihrer ,zeit sind1 in erster ,linie ,geistliche4 ,so werden hier die ,kulturstrmungen aller ,lnder zusammengeleitet4 ,die ,folge davon ist1 da einerseits ,karls ,aachener ,mnster und einige andere ,bauten im ,grundri und im ,stil ebenso auf hellenistische ,traditionen zurckgehen wie die ,verroterie und gewisse ,ornamente in der ,buchmalerei der frnkischen ,epoche vor ,karl1 da gleichzeitig mit antikem1 raumtiefem ,impressionismus blattmig stilisierte ,gestalten entstehen und vor allem mit den hochgebildeten irischen ,geistlichen jenes phantastische ,bandornament auch in die frnkische ,kunst kommt1 das wir in der alemannischen bereits kennen gelernt haben4 ,diese verschiedenartigen ,stilrichtungen strmen nicht nur am ,kaiserhof zusammen1 sondern senden einen ,zweig an diesen1 einen anderen an jenen ,ort1 entsprechend dem ,wirkungskreis der ,mnner1 die sie verbreiten4 ,dort pflanzt sich dann die ,tradition fort2 es bilden sich ,kunstschulen1 und wir knnen diese fr die karolingische ,zeit so scharf trennen1 wie die ,malerschulen der italienischen ,renaissance1 und teilweise sogar die ,klster bestimmen1 in denen die ,stilformen daheim waren4 ,da dabei die ,kleinknste jeder ,art die eigentlichen ,werte schaffen1 zeigt1 da im ,grunde die karolingische ,kunst des ,nordens und die frhchristliche des ,sdens dieselbe ,stilstufe reprsentieren4 ,namentlich die ,schreibstube von ,reims1 die auch ,elfenbeinschnitzereien und ,goldschmiedearbeiten geschaffen hat1 hat sich in ihren ,erzeugnissen klar heraussondern lassen1 und es ist bezeichnend1 da sie1 wohl die edelste ,sttte karolingischer ,kunst1 in rein sptantikem ,geiste schafft4 ,auf einem ,blatt aus einem ,kodex in ,aachen 7,abb4 #dj7 sind die vier ,evangelisten dargestellt1 vor ihren ,schreibpulten sitzend1 inspiriert von ihren ,symbolen1 denen sie sich zuwenden4 ,die ,bewegungen sind nicht nur mit aller ,freude an ihrem ,reichtum differenziert1 sondern so frei und khn1 dabei so kompliziert1 da die antike ,grundlage fr diesen ,impressionismus unzweifelhaft ist4 ,mit wenigen grozgigen ,farbenstrichen ist der volle ,wurf der ,mntel1 sind die ,gesichter1 die lichtumflossenen ,bume der ,landschaft zu rumlichen ,erscheinungen geformt1 die vier gesonderten ,evangelistenbilder1 die offenbar die ,grundlage bildeten1 so zusammenkomponiert1 da die ,landschaften in ,licht und ,luft zusammengehen4 ,indessen1 so krftig auch das ,nachleben der ,antike in den ,werken der karolingischen und selbst noch der ottonischen ,kunst in ,deutschland ist1 so ist es doch eben nur ein ,nachleben4 ,inzwischen waren schon die ersten ,anregungen jenes neuen ,stiles1 den wir in ,italien kennen gelernt haben1 ber die ,alpen nach ,deutschland gelangt4 ,schon zur ,zeit ,karls des ,groen hatte sich die ,basilika auch in ,deutschland neben den ,zentralbau -- der bedeutendste ist eben das ,aachener ,mnster -- gestellt4 ,aus ihr formt sich allmhlich jener ,architekturstil1 den wir unter dem ,namen des romanischen8 kennen4 ,die ,geschichte seiner ,ausbildung ist vorlufig noch wenig geklrt4 ,seine ltesten ,werke im #aj4 ,jahrhundert sind bereits vollkommen schne ,erzeugnisse seiner ,art4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,die vier ,evangelisten4 ,karolingische ,buchmalerei4 ,aachen4 ,es ist von vornherein anzunehmen1 da wir die wichtigsten ,denkmale des neuen ,stiles in ,deutschland zu suchen haben werden4 ,denn nachdem ,deutschland und ,frankreich unter den ,nachfolgern ,karls sich getrennt hatten1 hatte sich der ,schwerpunkt des christlichen ,europas immer mehr nach ,osten verschoben4 ,im romanischen ,mittelalter ist ,deutschlands ,volkskraft die mchtigste1 und ihre ,strke konzentriert sich in den innersten ,gebieten des ,landes1 in den ,lndern am ,harz und an der ,elbe4 ,hier ist die ,heimat der krftigsten ,kaisergeschlechter der ,zeit1 hier grnden sie ihre ,burgen und ihre ,kirchen1 hier hat auch der romanische ,stil seine vollkommenste ,ausbildung erfahren4 ,es ist ungemein interessant zu verfolgen1 wie der antike ,impressionismus noch in der ,buchmalerei der ersten ,sachsenkaiser1 der ,ottonen1 nachlebt1 sich aber von antiker ,art immer weiter entfernt1 immer zeichnerischer wird1 bis er schlielich1 ganz linear geworden1 sich dem ,stil der romanischen ,kunst vollkommen eingliedert4 ,das ist der ,weg der allgemeinen ,zeitkultur4 ,war in karolingischer ,zeit der ,klerus die geistliche1 wie der ,staat die weltliche ,macht1 war die ,bildung mannigfaltig1 das ,erbteil der ,antike noch nicht ganz verzettelt1 so stellen sich nun ,kirche und ,staat immer schrfer gegeneinander1 bis ,kaisermacht und ,papsttum1 ,adel und ,klerus einander als ,feinde gegenberstehen1 die um die ,macht in der ,welt ringen4 ,da aber die ,kirche den ,geist der ,menschen vllig beherrscht1 ist sie nun der einzige ,trger dessen geworden1 was man damals unter ,bildung verstehen kann1 und diese ,bildung selbst wird vollkommen kirchlich4 ,wenn bis in die ottonische ,zeit die ,geschichtschreibung blht1 wenn noch unter ,otto dem ,groen die ,nonne ,roswitha ihre geistlichen ,dramen nach antikem ,vorbild schreibt1 so wird weiterhin die ,literatur vollkommen christlich1 und ihre ,themen werden nicht einmal mehr der ,bibel entnommen1 sondern der ,heiligenlegende4 ,und die ,geschlossenheit dieser kirchlichen ,weltanschauung1 die immer rmer1 aber auch immer fester wird1 steht im engsten ,zusammenhang mit der ,geschlossenheit der ,stilanschauungen4 ,der romanischen ,kirche liegt die ,anlage der altchristlichen ,basilika zugrunde4 ,was sie von diesem ,vorgnger unterscheidet1 ist die konsequentere ,durchbildung1 die organischere ,gestaltung4 ,die ,vorhalle wird verkleinert und in den ,bau miteinbezogen1 das ,querschiff energisch ausgebildet1 der ,chor als ,raum fr die ,geistlichkeit zum wichtigsten ,teil der ,kirche gemacht und ber das ,niveau des ,schiffes erhoben1 so da unter ihm in einer ,art ,untergescho ,platz fr die ,gruftkirche1 die ,krypta1 bleibt4 ,dem wichtigen ,ostchor wird oft im ,westen noch ein zweiter ,chor gegenbergestellt4 ,so bedeutet die romanische ,kirche in allen ,teilen eine ,steigerung der altchristlichen ,bautendenz4 ,grundri und ,aufbau1 ,auenbau und ,innenbau sind in ebenso vollkommener ,einheit mit dem ,organismus des ,baues wie das ,baudetail1 das sich nie ber ihn hinausdrngt1 um nicht durch eigenes ,leben die grere ,harmonie zu stren4 ,wir haben in der romanischen ,kirche das organisch vollkommenste ,bauwerk zu sehen1 das seit dem dorischen ,tempel geschaffen worden ist4 ,da unsere ,zeit das bisher nicht erkannt hat1 liegt daran1 da sie ,reichtum mit ,schnheit verwechselt und so dazu kam1 den romanischen ,bau mit dem ,worte langweilig abzutun1 anstatt seinen ,stil zu verstehen4 ,man mu lernen1 architektonische ,klarheit und architektonische ,schnheit als eines zu nehmen1 wenn man diesen ,werken gerecht werden will4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,hildesheim4 ,st4 ,godehard4 ueres4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,portal der ,marienkirche in ,gelnhausen4 ,es kommt hinzu1 da der ,grundtypus schon frh umgeformt worden ist und wichtige ,denkmale zugrunde gegangen sind1 so da es schwer hlt1 die klassische ,form herauszuschlen4 ,das schsische ,land1 aus dem1 wie wir sahen1 in der ,bltezeit des ,stiles die deutschen ,kaiser erwuchsen1 hat sie vielleicht am klarsten1 am vollkommensten ausgeprgt4 ,st4 ,godehard in ,hildesheim 7,abb4 #da7 ist ein klargeformtes1 edles ,werk des frhen #ab4 ,jahrhunderts4 ,jeder ,teil des ,grundrisses1 ,mittelschiff und ,seitenschiffe1 das sie schneidende ,querschiff und die ,altarapsiden sind im ,auenbau ausgedrckt und streng in ihrer ,gestalt begrenzt4 ,scharf1 ohne bergang stoen die ,mauerkanten aufeinander4 ,die ,mauerfestigkeit des ,baues bleibt auch fr das ,auge vollkommen gewahrt4 ,wandgliederungen treten nur als belebende ,begleitung auf1 mit derselben ,absicht1 aber durchgebildeter in der ,form wie bei der altchristlichen ,basilika4 ,ein ,sockel grenzt die ,wand gegen den ,boden ab1 ein ,fries von kleinen ,bgen 7,rundbogenfries7 luft den ,dachlinien entlang und bezeichnet scharf den horizontalen ,abschlu1 in den seine ,zacken die ganze ,wand aufnehmen2 flach hervortretende ,mauerverstrkungen1 ,lisenen1 verbinden ,rundbogenfries und ,sockel ber die ,wand hinweg und setzen so ,wand und ,gliederung in ,einheit4 ,so bleibt die ,mauer auch fr das ,auge die starke ,auenbegrenzung des ,baues4 ,die ,trme stehen nicht mehr lose neben dem ,bau1 ohne jede ,beziehung zu ihm1 aber sie drngen sich auch nicht in ihn hinein4 ,sie sondern sich klar vom ,gebude1 dem sie doch an den ,ecken den festen ,abschlu geben4 ,dort1 wo der ,turm zum ,innenraum ,beziehung hat1 an dem wichtigen ,punkte1 wo ,langschiff und ,querschiff sich kreuzen1 der sog4 ,vierung1 bindet er sie wie mit stark geschrztem ,knoten zusammen4 ,man mu die ,meinung fallen lassen1 die seit der ,pseudogotik des #ai4 ,jahrhunderts bei uns herrschend ist1 es msse die wichtigste ,seite einer ,kirche die ,schmalseite sein1 der ,eingang hier zwischen den ,trmen liegen1 sonst wird man der ,schnheit dieser ,bauten nicht gerecht4 ,denn die ,schmalwand ist bei ihnen ungegliederte ,mauer4 ,der ,eingang liegt an der ,langseite1 der wichtigsten1 da sie den ,bau in seiner ganzen ,erstreckung umfat4 ,das romanische ,portal ist ein ,gebilde von gleicher ,selbstverstndlichkeit 7,abb4 #db74 ,es ist nicht dem ,nahenden entgegengefhrt oder durch einen ,rahmen von der ,mauer geschieden1 wie in der ,renaissance1 sondern lautlos in die ,wand eingetieft2 die ,gewndeleibungen streng von den ,archivolten 7,bogen7 scheidend1 schliet es sich immer enger zusammen und zieht den ,nahenden frmlich in sich hinein1 nicht aufdringlich1 aber mit der sicheren ,kraft architektonischer ,notwendigkeit4 ,wie sicher hier das ,stilgefhl schafft1 dafr mag ein ,beispiel gengen4 ,die italienische ,kirche der gleichen ,zeit berdacht ihr ,portal mit einem ,baldachin1 der auf lwengetragenen ,sulen ruht1 und da sich hier das ,portal an der ,schmalseite befindet1 lt man die ,lwen senkrecht aus der ,wand heraus dem ,nahenden entgegentreten4 ,man wute immer1 da ein solches italienisches ,portal dem der ,kirche von ,knigslutter bei ,braunschweig zum ,vorbild gedient haben mute1 das die gleichen auf ,lwen ruhenden ,sulen zeigt1 und wute doch nichts ,rechtes damit anzufangen1 denn hier stehen die ,lwen zu beiden ,seiten des ,portals einander zugewandt1 eng an die ,wand geschmiegt4 ,allein das ist von unserm stilistischen ,standpunkte aus ganz folgerichtig4 ,denn das ,portal befindet sich hier eben an der ,langseite1 ihr mssen die ,lwen sich einschmiegen1 und gerade die ,logik dieser ,umwandlung des ,vorbildes zeigt1 wie die ,gesetzmigkeit des architektonischen ,gefges hier jedes ,bauglied durchdringt4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,hildesheim4 ,st4 ,michael4 ,inneres4 ,fr die organische ,klarheit des schsischen ,innenbaues1 die dem ,gefge des ,auenbaues entspricht1 kann ,st4 ,michael in ,hildesheim als klassisches ,beispiel gelten 7,abb4 #dc74 ,wie bei der altchristlichen ,basilika fhren auch hier die ,reihen der ,sttzen auf die ,apsis zu1 aber nicht in so hastiger ,linie2 ernster1 strenger macht hier der tektonische1 rhythmisch gliedernde ,sttzenwechsel von ,pfeilern und ,sulen den ,weg1 wie der ,triglyphen- und ,metopenfries des dorischen ,tempels strenger ist als der fortlaufende ,fries des ionischen4 ,das ,querschiff begegnet ihm1 aber ,bgen auf starken ,pfeilern begrenzen nach allen vier ,seiten das ,vierungsquadrat4 ,aus ihm fhrt eine ,treppe in die ,krypta 7,abb4 #dd7 mit den ,heiligengrbern der ,kirche hinab1 von ihm nimmt der ,chor1 der ,raum fr die ,geistlichkeit1 seinen ,anfang4 ,erhht und hufig durch reliefgeschmckte ,schranken vom ,schiff getrennt1 ist er nicht mehr die einfache ,nische der altchristlichen ,kirche1 sondern ein weit hinausgeschobener ,raum1 der fr die grere ,zahl der ,geistlichen ,platz bieten mu4 ,aber noch immer hat er dieselbe ,funktion1 als rundgeschlossene ,nische den ,schall der ,worte1 die am ,altar gesprochen werden1 zu sammeln und den ,chorraum zugleich krftig abzuschlieen4 ,so ist der ,innenbau logisch gefgt wie der ,auenbau4 ,auch seine ,schnheit beruht auf der klaren ,abgrenzung der ,teile gegeneinander und dem klaren ,ausdruck ihrer ,funktionen4 ,man sieht1 wo auen die ,dcher der ,seitenschiffe ansetzen1 wo das ,querschiff1 wo der ,chor beginnt4 ,da die ,fenster erst in der freien ,obermauer des ,mittelschiffes durchgebrochen werden knnen1 ist selbstverstndlich1 aber es ist auch kein ,versuch gemacht1 sie irgendwie1 etwa durch dekorative ,halbsulen1 mit den ,sttzen der ,wand zu verbinden4 ,das bringt erst das ,ende des romanischen ,stiles zugleich mit der ,einwlbung4 ,hier aber ist die ,decke noch eine hlzerne ,flachdecke1 die das ,gebude oben so wandgem abschliet1 wie die ,mauern an der ,seite1 und den ,blick zusammen mit der ,felderteilung der ,obermauer sicher nach dem ,altare lenkt4 ,und selbst1 wo die ,decke in dieser strengen ,zeit schon gewlbt ist1 ber kleineren ,rumen1 wo die technischen ,schwierigkeiten nicht so gro sind1 ber der ,krypta etwa und allenfalls ber den ,seitenschiffen1 ist die ,wlbung flach und ruhig begrenzend4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,kln4 ,st4 ,gereon4 ,krypta4 ,jedes einzelne ,bauglied ist mit dieser ,logik gesttigt4 ,die tragende ,sule 7,abb4 #dd7 ist hier ebenso sachgem gegliedert wie die tragende ,mauer auen4 ,eine ,platte trennt die ,sule energisch vom ,boden ab1 dem sie doch durch ihre quadratische ,form strker angehrt als die ,basis ber ihr1 zu der ,eckblttchen hinberfhren1 und die durch ihre ,rundung schon als zur ,sule gehrig empfunden wird4 ,ungegliedert ruht der ,schaft auf ihr1 nicht aufwrts strebend1 wie die kannelierte dorische ,sule1 sondern objektiv tragend2 er endigt in einem ,kapitell1 dessen ,rundung in einen vierkantigen ,wrfel bergeht 7,wrfelkapitell1 ,abb4 #dd7 und so den runden ,schaft hinauffhrt in den kantigen ,bogenansatz4 ,diese ,form der romanischen ,sule ist die struktivste1 weil sie die architektonischen ,funktionen am klarsten aufzeigt1 aber die ,formen sind ungemein variabel4 ,ganz abgesehen von dem ,eckblatt1 das dem ,steinmetzen jede ,freiheit der schpferischen ,phantasie gestattet1 wird oft das ,kapitell mit reichgeformtem ,schmuck umkleidet1 der ,schaft mit ,flechtwerk umschnrt1 selbst regelrecht kanneliert4 ,immer aber sind diese ,ornamente streng stilisiert1 gehen ihre ,formen eng mit denen der ,sule zusammen2 immer ist die ,sule klar gegliedert1 ist sie bei allem ,reichtum stark und kraftvoll1 niemals bloe ,dekoration4 ,wie energisch sind die reichen ,kapitelle von ,st4 ,michael in ,hildesheim 7,abb4 #dc72 die ,sulen sind hier um nichts schwcher als die krftigen viereckigen ,pfeiler zwischen ihnen1 die nichts als vierkantiger ,mauerrest sind1 und deren ,sims nur die ,sttzen klar vom ,bogenansatz scheidet4 ,wir htten heute in ihnen die ,formen der ,sulen kopiert und das ,sims als ,kapitell gestaltet4 ,der romanische ,stil aber ist ehrlich bis zur absoluten ,zweckschnheit4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,sndenfall an der ,decke von ,st4 ,michael zu ,hildesheim4 ,es ist kein ,zufall1 sondern notwendige ,logik1 da in dieser ,kunst ,freiplastik und ,tafelmalerei vollkommen fehlen4 ,gleich dem dorischen ,stil erkennt der romanische die ,zweckknste als die entscheidenden an1 denen die hohe ,kunst8 sich unterordnen mu4 ,die ,plastik1 selbst die figurale1 dient dem ,schmuck der ,bauwerke1 ihrer ,sulen1 ,wnde und ,portale1 und bei dem ,wert der ,wand fr die ,stileinheit ist hier das flache ,relief das erforderte ,ausdrucksmittel4 ,die ,darstellung des thronenden ,christus zwischen ,heiligen in der ,lnette des ,portals von ,gelnhausen 7,abb4 #db7 ist typisch4 ,das ruhige ,enface der ,gestalten in einer ,aufreihung1 die ohne den geringsten ,versuch zur ,gruppenbildung fast raumlos wirkt1 die lineare ,zeichnung der ,gewnder macht sie zum flchenhaften ,architekturornament4 ,aber gerade dadurch fgen sie sich dem ,organismus des ganzen ,baues so logisch ein1 wie die ,giebelskulpturen dem ,tempel von gina1 und ihre religise ,hingegebenheit ist um so strker1 je weniger die ,naturbeobachtung mitspricht4 ,die wenigen anderen1 stets tektonischen ,arten der ,plastik1 die ,grabplastik etwa1 schaffen die gleichen ,formen unter den gleichen ,bedingungen4 ,der ,malerei steht in der ,kirche der breite ,raum der ,obermauer des ,mittelschiffes1 die ,flche der ,holzdecke zur ,verfgung1 ferner als ungemein reiches ,feld die ,ausschmckung von ,tausenden und ,tausenden geschriebener ,bcher4 ,sie darf im ,buch die ,flche des ,blattes1 an der ,wand die ,flche der ,mauer nicht sprengen durch ,tiefenwirkung4 ,so ist ihr zeichnerischer ,charakter bedingt4 ,die ,miniaturen der ottonischen ,zeit1 etwa des #aj4 ,jahrhunderts1 hatten wie die gleichzeitige ,architektur noch manches von antiken ,formen1 noch vieles von antikem ,impressionismus1 von antiker ,haltung und ,bewegung der ,gestalten besessen4 ,aber schon im #aj4 ,jahrhundert beginnt1 wie wir sahen1 die ,erstarrung1 vollzieht sich ein bergang zur zeichnerischen ,darstellung1 in der das ,ornament eine groe ,rolle spielt1 und zugleich zur kanonischen ,festlegung der ,bildtypen4 ,das #ab4 ,jahrhundert bedeutet die ,vollendung dieses ,prozesses1 der unter ,mitwirkung byzantinischer ,vorlagen vor sich geht4 ,aber sie sind keine ,eindringlinge4 ,kein ,knstler und keine ,epoche erfhrt irgendwelche ,einflsse1 ohne sie als schn zu begehren4 ,losgelst vom ,rumlichen1 ohne jede ,tiefenwirkung1 ohne jeden ,augenblicksausdruck in den ,gesichtern der ,gestalten1 nur dem ,bild hingegeben1 sind diese ,malereien von einer ,gre1 die ber jedes ,irdische hinwegfhrt4 ,man nehme eine ,darstellung des ,sndenfalles1 wie ,meister ,rathmann sie im #ab4 ,jahrhundert an die ,decke der ,michaeliskirche zu ,hildesheim gemalt hat 7,abb4 #de71 und daneben die ,auffassung ,drers vom gleichen ,gegenstand 7,bd4 ,,ii1 ,abb4 #ab74 ,dem ,meister der deutschen ,renaissance ist der ,sndenfall eine ,genreszene1 die in einem freundlichen1 baumreichen1 von buntem ,getier bevlkerten ,garten vor sich geht und noch heute so vor sich gehen knnte4 ,dem mittelalterlichen ,maler1 der sich mit den allerknappsten ,andeutungen begngt1 um den monumentalen ,stil der ,wandmalerei nicht zu verlieren1 der die ,bume durch ,ranken1 die ,gesichter in der strengen ,form der byzantinischen ,kunst1 das ,darreichen und ,empfangen des ,apfels ohne jede ,erregung gibt1 ist sie die ernste1 hieratisch streng gebildete ,handlung1 die den ,fluch des ,menschengeschlechtes bedeutet4 ,das ,rumliche1 das ,individuelle htte hier den irdischen ,mastab gegeben1 der zu klein ist1 um das ,mysterium der ,erbsnde in ihn zu fassen4 ,erst die ,loslsung von jedem menschlichen ,ma bedeutet die ,loslsung vom ,alltglichen4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,romanischer ,kelch von ,wilthen4 ,es ist interessant1 da die ,buchmalerei genau die gleichen ,wege geht wie die ,wandmalerei4 ,so selbstverstndlich das ist1 so beweist es uns doch1 da auch hier wieder ,kunstgewerbe und ,monumentalkunst denselben ,gesetzen folgen4 ,auch das ,kunsthandwerk formt und gliedert zweckgem4 ,das ,reliquiar steht fest auf dem ,boden und schliet oben krftig ab4 ,der ,kelch 7,abb4 #df71 dessen ,entwicklung aus den zierlichsten ,trinkgefen des ,altertums sich schrittweise verfolgen lt1 nimmt mit breiter ,kuppa den ,wein auf1 steht auf krftig verbreitertem ,fu1 und der ,knoten in der ,mitte fat die ,teile zusammen wie die ,vierungskuppel ,lang- und ,querschiff des ,domes4 ,genau wie die ,mauer oder die ,buchseite braucht seine ,wandung gleichmig flchenhafte ,zeichnung1 wenn ihre abschlieende ,kraft nicht leiden soll4 ,deshalb sind die flchenmig entrollten ,ranken berall ,hauptornament1 ist die menschliche ,gestalt ihnen gleichgestellt1 zum ,ornament geworden1 und daher kommt es1 da die linienzeichnende ,gravierung im romanischen ,mittelalter eine bevorzugte ,technik fr die ,dekoration von ,metallflchen werden konnte4 ,ihre ,steigerung ist das ,niello1 eine schwarze ,schwefel-,silberverbindung1 die in die vorgravierten ,linien des glnzenden ,silbers eingeschmolzen wird und so die ,darstellung dunkel in hellem ,grunde zeichnet4 ,gerade diese ,anwendung ist bezeichnend1 denn das ,niello ist ursprnglich eine impressionistische ,technik mit dem ,zweck1 in breite ,flchen eingeschmolzen zu werden4 ,so wird es im hellenistischen ,kunstgewerbe verwandt1 so in der ,kleinkunst der italienischen ,renaissance4 ,aber im romanischen ,mittelalter zeichnet der dunkle ,niellostreif auf dem hellen ,metallgrund wie bei der ,gravierung der ,schatten in der eingeritzten ,furche4 ,bedrfte es fr die ,stillogik dieser ,anwendungsart noch eines ,beweises1 so wrde ihn das ,email liefern1 an dem sich die ,geschichte dieser ,entwicklungen besonders klar ablesen lt4 ,das mittelalterliche ,email hat seine frheste ,blte in ,byzanz gehabt4 ,wie die ,verroterie die roten ,steine in die ,goldzellen bettet1 inkrustiert1 so schmilzt diese ,technik die farbige ,emailmasse in die ,goldzellen4 ,und doch ist die ,differenz sehr gro4 ,das beweglichere ,email formt mit den ,goldstreifchen die ,randlinien figuraler ,zeichnungen1 fllt diese mit den mannigfaltigsten ,farben1 deren ,flchen zwischen den dnnen ,goldrndern fr den ,anblick entscheidend sind4 ,bei der ,verroterie sind die ,goldlinien derber1 das ,ornament strenger stilisiert1 die ,farbe einfacher4 ,kurz gesagt -- ,email und ,verroterie sind beides koloristische ,techniken1 aber die ,verroterie entspricht dem krftigen ,wechsel von hellen und dunklen ,tnen1 wie im ravennatischen ,kapitell 7,abb4 #ce71 das ,email dem malerischen ,nebeneinander der ,farbenflchen1 wie im byzantinischen ,mosaik 7,abb4 #cg74 ,so wird es vom ,deutschland der ottonischen ,zeit bernommen1 in dessen ,buchmalerei wir die parallelen ,erscheinungen schon kennen gelernt haben4 ,in der klassischen ,zeit des romanischen ,stiles indessen wird dieses koloristische ,zellenemail 7,email cloisonn7 von einer anderen ,schmelztechnik verdrngt1 die vollkommen zeichnerisch arbeitet1 nmlich vom ,gruben-,email 7,email champlev2 ,plttchen in ,abb4 #ec74 ,jetzt hebt man aus einer ,kupferplatte die ,flchen1 die das ,email aufnehmen sollen1 aus1 und die breiteren ,begrenzungslinien1 die stehen bleiben und vergoldet werden1 geben1 oft noch durch ,gravierung untersttzt1 eine energische ,zeichnung4 ,das ,email selbst untersttzt diese ,wirkung durch neue ,eigenschaften4 ,waren seine ,farben frher1 da sie noch mit raumdurchbrechenden impressionistischen ,tendenzen ,zusammenhnge hatten1 durchscheinend 7transluzid7 und lieen den goldenen ,grund leuchtend durchschimmern1 so ist nun1 bei den undurchsichtigen 7opaken7 ,emailen des ,mittelalters allein die ,oberflche magebend fr den farbigen ,ausdruck4 ,das ,gert wirkt nur noch mit der ,haut1 wie die romanische ,kirche mit der ,wand4 ,an die ,stelle des tiefen1 unersttlichen ,glnzens tritt eine befriedigte ,sicherheit1 wie berall in diesem ernsthaft festen ,stil4 ,er steht als eine ,einheit vor uns1 wie die ,volkskraft einheitlich war1 die ihn bildete1 der religise ,sinn stark1 der seine ,werke schuf4 ,architektur und ,kunstgewerbe1 ,plastik und ,malerei folgen demselben ,schnheitsgesetz1 und dieses ist im letzten ,grunde dasselbe1 das dem dorischen ,stil der frhen ,zeit seine strenge ,gre gab3 jede ,form aus dem ,zweck entstehen zu lassen und den ,zweck in ihr auszudrcken4 ,das heit nicht1 da der ,stil phantasielos wre4 ,von dem ,reichtum des ornamentalen ,details war schon die ,rede1 und es ist fr jede ,art der ,dekoration nicht rmer als fr die architektonische4 ,aber selbst die ,formen der ,kirchen variieren in ,grundri und ,aufbau nach ,zweck und ,landschaft4 ,westflische ,kirchen1 denen ihr kubischer ,turm den ,charakter gibt1 sind derber1 rheinische belebter als schsische4 ,sogar eine ,hauptfrage1 wie die der ,bedachung1 wird keineswegs nur durch die flache ,balkendecke gelst1 wenn diese auch in der frhen ,zeit die wichtigste ,form ist1 sondern auch durch gewlbte ,steindecken1 wie sie vor allem im ,sden ,frankreichs durch das ganze romanische ,mittelalter vorkommen4 ,hier1 wo die rmischen ,bauten noch immer als die besten ,vorbilder technischer ,konstruktion der ,zeit vor ,augen standen1 werden ,kuppeln und ,tonnengewlbe in strengen1 ruhenden ,formen als krftiger ,abschlu fast regelmig verwandt4 ,aber das ,kreuzgewlbe 7,abb4 #dd71 das einen quadratischen ,raum in vier1 in scharfen ,graten zusammenstoenden ,kappen berwlbt1 vermochte eine ,reihe von aufeinanderfolgenden ,quadraten1 wie der basilikale ,grundri sie darstellt1 am ehesten vollkommen gleichmig zu berdachen4 ,um das ,jahr #aajj verdrngt diese alle anderen ,abschluformen des ,raumes4 ,auf ihr beruht die ,stilentwicklung der ,folgezeit4 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,system des ,domes zu ,mainz4 ,das ,kreuzgewlbe ist in ,frankreich1 wohl an der ,kirche von ,cluny1 zuerst zur ,einwlbung des ganzen ,baues verwandt worden4 ,zwar hatte man in ganz ,deutschland1 wie schon auseinandergesetzt1 kleinere ,rume mit ,kreuzgewlben einzudecken verstanden 7,abb4 #dd74 ,aber zur ,einwlbung der ganzen ,kirche gelangt ,deutschland doch erst mit dem gegen #aajj erbauten ,dom zu ,mainz 7,abb4 #dg74 ,sein ,system kann geradezu als ,schulbeispiel fr dieses ,stadium des romanischen ,stiles gelten4 ,mit ,graten1 den scharfen ,kanten aneinanderstoender ,gewlbefelder1 die zu zweit zum ,halbkreis sich zusammenschlieen1 kann man ohne ,gefahr des ,einsturzes nur quadratische ,felder berwlben1 und da beim ,mainzer ,dom die ,kurve nur ganz wenig vom ,halbkreis zum ,spitzbogen abweicht1 so war man gezwungen1 alle ,gewlbejoche mglichst quadratisch zu machen und auf je ein ,mittelschiffsquadrat zwei ,seitenschiffsquadrate zu rechnen4 ,diese ,notwendigkeit1 die natrlich in der ganzen ersten ,zeit romanischer ,gewlbetechnik vorhanden war1 und fr die der ,dom zu ,mainz ein bis zu monumentaler ,gre strenges ,beispiel ist1 bedingt einen ,rhythmus der ,architektur1 der der romanischen ,gesetzmigkeit durchaus willkommen sein mute4 ,denn man ist dadurch gezwungen1 zwischen die ,hauptpfeiler je einen ,nebenpfeiler einzuschieben1 der die ,last des quadratischen ,seitenschiffsjoches aufnimmt 7sog4 gebundenes ,system74 ,das gengt4 ,denn es ist der groe ,fortschritt des ,gratgewlbes gegenber der ,flachdecke1 die auf einer fortlaufenden ,mauer liegen mu1 da die ,last der sich gegenseitig sttzenden ,kappen groenteils auf den runden ,gurten und ,mauerbgen ruht1 so da man zwar deren ,endigungen durch ,pfeiler untersttzen mu1 aber die ,mauern1 auf denen die ,gewlbe ruhen1 weniger tragfhig zu machen braucht4 ,so werden beim ,dom von ,mainz durch die ,halbsulen und die hinter ihnen liegenden ,pfeiler die rundbogigen ,gurte zwischen den ,gewlbequadraten getragen1 die zugleich die sthetische ,funktion erfllen1 die ,gewlbejoche voneinander zu scheiden4 ,die beiden anderen ,kappen ruhen zwar noch auf den ,mauern des ,schiffes1 allein auch von ihrer ,schwere wird so viel durch die ,bgen aufgenommen1 da es mglich ist1 die ,obermauer des ,mittelschiffes zwischen den ,pfeilern schwcher zu bauen4 ,allerdings ist das nur rechts und links des ,mittelpfeilers angngig1 der die ,last des ,seitenschiffsgewlbes aufnimmt1 und auf den durch kleinere ,bgen in der ,mauer zugleich die ,last des darberliegenden ,teiles der ,obermauer bertragen wird4 ,die folgenden ,bauten1 die ,dome von ,speyer und ,worms1 bilden das ,system noch strker aus1 lehnen an die ,hauptpfeiler1 die die ,gurte tragen1 ,nebenpfeiler an1 die die ,grate aufnehmen1 und hhlen zwischen diesem starken ,tragegerst die ,mauern so sehr aus1 da die vom kleineren ,mittelpfeiler aus an der ,wand heraufgefhrten ,bgen die ,fenster der ,obermauer miteinschlieen4 ,es ist sehr die ,frage1 ob die ,durchbrechung hier nicht schon so stark ist1 da man ein ,recht hat1 vom vertikalen ,emporstreben der ,pfeiler zu sprechen gegenber der horizontalen ,richtung romanischer ,baulinien1 und die ,bauten bereits den ,vorlufern der ,gotik in ,deutschland1 die man zum sog4 bergangsstil zusammengefat hat1 zuzurechnen4 ,denn beim ,dom zu ,worms ist auch an den ,auenseiten die ,verbindung der ,trme mit dem ,hauptbau bereits sehr eng1 ihre ,form sehr steigend1 der ganze ,aufbau sehr der ,gotik angenhert1 die dann die ,mauern auflst und die ,trme vllig in den ,bau einbezieht4 ,mit diesen ,bauten bricht die konsequente ,stilentwicklung in ,deutschland fast pltzlich ab4 ,aus welchen ,grnden1 wird noch zu errtern sein4 ,wenn ,frankreich bereits in diesem letzten halben ,jahrhundert bahnbrechend war1 so bernimmt es nun fr die ,epoche der ,gotik vollkommen die ,fhrung1 und was ,deutschland schafft1 ist zunchst nicht viel mehr als umwertende ,kopie4 ,siebentes ,kapitel4 ,die ,anfnge der ,gotik4 ,es ist heute keine ,frage mehr1 da die ,gotik1 die man in der romantischen ,zeit des #ai4 ,jahrhunderts als den deutschen ,stil an sich ansah1 in ,frankreich geboren wurde4 ,von diesem ,lande gehen nach der strenggesinnten romanischen ,epoche alle ,regungen eines modernen ,geistes aus4 ,die ,scholastik nimmt von hier ihren ,ursprung1 die zuerst wieder das philosophische ,denken neben den reinen ,glauben stellt1 kirchliche ,reformbewegungen1 wie die der ,cluniacenser1 die vielleicht die ,gratwlbung mit sich nach ,deutschland gefhrt hat1 die modischen ,sitten des ,rittertums1 der ,minnesang1 die mystische ,erregung der ,kreuzzge und die gotische ,kunst4 ,in diesem ,lande1 in dem man zuerst von der flachgedeckten zur gewlbten ,basilika berging1 vollzieht sich nun auch die ,weiterentwicklung der ,wlbungstechnik1 wird der ,schritt vom ,grat zur ,rippe1 vom ,rundbogen zum ,spitzbogen getan 7,abb4 #dh74 ,die ,rippe ist ein ummantelter ,grat1 der dadurch aber eine sehr erhebliche ,verstrkung seiner ,tragkraft gewonnen hat4 ,denn whrend der ,grat nur eine ,linie ist1 die den ,druck des ,gewlbes gewissermaen in sich summiert1 ist die ,rippe ein ,krper1 ein ,gebilde mit eigener ,tragfhigkeit1 das den ,druck der ,gewlbe in sich aufzunehmen vermag4 ,bedeutet so das ,eintreten des ,rippengewlbes an ,stelle des romanischen ,gratgewlbes schon ein wesentliches ,hinausfhren ber das romanische ,prinzip1 so bedeutet die konstruktive ,verwendung des ,spitzbogens den neuen ,stil4 ,denn whrend beim ,halbkreisbogen1 wie die romanischen ,grate und ,gurte ihn bildeten1 die ,steinschichten der ,gewlbekappen nebeneinanderliegen1 und so immer der ,seitenschub wirkt1 der der sttzenden ,mauer bedarf1 liegen die ,schichten beim steileren ,spitzbogen bereinander1 der ,seitendruck ist fast ganz aufgehoben und in einen ,druck nach unten verwandelt1 der sich an den vier ,eckpunkten des ,gewlbefeldes summiert 7,abb4 #dh e74 ,so ist es mglich1 die ,mauer1 die nun keinen ,seitenschub mehr trgt und damit ihre eigentliche ,funktion verloren hat1 zu durchbrechen1 wo man irgend will4 ,dagegen ist es notwendig1 diese ,eckpunkte1 auf denen nun ein ungeheurer ,druck liegt1 zu sttzen1 und dazu gengen nicht einmal die gewaltigen ,pfeiler des ,kirchenschiffes4 ,sie mten einknicken unter der ,last1 die sich auf sie trmt1 wenn nicht auch sie an den empfindlichsten ,stellen gesttzt wrden4 ,dazu dient das ,strebesystem4 ,an den gefhrdetsten ,punkten eines jeden ,pfeilers1 vor allem dort1 wo das ,gewlbe in ihn bergeht1 werden freigefhrte ,bgen1 sog4 ,strebebgen 7c71 angesetzt1 die den ,druck nach auen auf einen gewaltigen1 massiv gemauerten ,pfeiler 7a7 ableiten4 ,diese sog4 ,strebepfeiler1 die an die ,auenwand der ,seitenschiffe angelehnt sind und dort zugleich den ,schub der ,seitenschiffsgewlbe aufnehmen1 sind ,mauerkltze von ungeheurer ,strke4 ,sie sind die eigentlichen ,trger des ,gewlbeschubes4 ,andererseits aber mssen auch innerhalb der ,kirche im ,scheitelpunkt des ,joches die ,gewlberippen zusammengehalten werden1 wenn sie sich nicht voneinander lsen sollen 7e74 ,das geschieht durch einen einzigen fest hineingekeilten ,stein1 den ,schlustein1 dessen wichtige ,baufunktion meist durch ornamentalen ,schmuck besonders betont wird4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,gotisches ,system4 7,kathedrale zu ,amiens47 a7 ,strebepfeiler4 b7 ,fiale4 c7 ,strebebogen4 d7 ,triforium4 e7 ,gewlbe mit ,rippen und ,schlustein4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,system der ,kathedrale von ,noyon4 ,dieses ganze ,system1 das es ermglicht1 die ,kathedrale vollkommen auf ,sttzen zu bauen und die ,wand berflssig zu machen1 entwickelt sich trotz der ,gesetzmigkeit1 mit der in ihm jeder ,teil den andern bedingt1 erst ganz allmhlich zur vollkommenen ,freiheit4 ,obgleich in der franzsischen ,frhgotik der zweiten ,hlfte des #ab4 ,jahrh41 in den ,kathedralen von ,paris1 ,laon1 ,noyon u4 a4 bereits alle wesentlichen ,elemente des ,systems vorhanden sind1 sind sie doch noch keineswegs vollkommen ausgenutzt4 ,hatte doch die romanische ,architektur in der ,mauer den einzigen ,trger der ,eindeckung gesehen1 und die ,tendenz dieser neuen ,kunst war die ganz entgegengesetzte1 die vollkommene ,ausschaltung der ,wand4 ,betrachtet man das ,system einer solchen frhgotischen ,kathedrale1 etwa der von ,noyon 7,abb4 #di71 genauer1 so sieht man1 wie schrittweise die ,entwicklung von der gewlbten romanischen ,basilika her sich vollzieht4 ,aus den rundbogigen ,graten sind zwar schon spitzbogige ,rippen geworden1 aber was hier zugrunde liegt1 ist doch noch vollkommen das gebundene romanische ,system1 in dem auf ein ,mittelschiffsjoch zwei ,seitenschiffsjoche kamen4 ,wir sahen auch schon1 wie bei den sptromanischen ,domen von ,worms und ,speyer die mittleren ,pfeiler1 die ursprnglich nur die ,seitenschiffsgewlbe aufnehmen sollten1 in die ,hhe gefhrt wurden1 um auch noch einen ,teil des ,druckes von ,obermauer und ,gewlbe aufzunehmen und die ,wand zu entlasten4 ,dieser ,funktion werden sie jetzt weit intensiver dienstbar gemacht4 ,denn nun werden auch von ihnen aus ,halbpfeiler mit ,gewlberippen in die ,hhe gefhrt1 um sich mit den ,hauptpfeilern in die ,last des ,gewlbes zu teilen4 ,zwar gelten die ,mittelpfeiler auch jetzt noch1 wie in ,mainz 7,abb4 #dg71 allzu deutlich als ,nebenpfeiler1 denn whrend bei den ,hauptpfeilern die ,gliederung des ,gurtes und der ,rippen bis zur ,erde durchgefhrt ist1 ruhen sie auf einem sulenartig gebildeten ,trger1 wie um anzudeuten1 da sie mehr zum ,nebenschiff gehren als zum ,hauptschiff1 mehr sttzen als tragen4 ,aber die ,funktion stellt sie doch schon vollkommen den ,hauptpfeilern gleich4 ,denn jedes ,gewlbejoch wird gleichmig von den sechs ,rippen getragen1 die es durchschneiden1 und dieses sog4 sechsteilige ,gewlbe ist das charakteristische ,kennzeichen der franzsischen ,frhgotik4 ,auch die ,durchbrechung der ,wand schreitet weiter4 ,gegenber der ,kraft der romanischen ,mauer scheint sie frmlich zerfetzt4 ,die hohen ,fenster zu oberst1 darunter die kleine1 nur als ,trennung wirkende ,zwerggalerie 7,triforium71 schlielich die ,bogenffnungen der ,empore ber dem hochgewlbten ,seitenschiff1 all das bedeutet ihre vllige ,auflsung4 ,und wenn auch die ,simse und ,gliederungen noch vollkommen horizontal laufen1 wie die romanischen1 so werden sie doch beherrscht durch die strebende ,vertikale der ,pfeiler1 die so charakteristisch fr den neuen ,stil der ,gotik ist4 ,wenn auch die ,form dieser ,sttzen noch sulenhaft rund1 der freitragende ,teil im ,kirchenschiff geradezu noch eine ,sule ist1 so bedeutet doch die neue ,kapitellform1 das ,hrnerkapitell1 bereits eine ,auflsung des ,kapitell-,leibes durch eine ,knospenform1 ihre ,biegung eine ,abkehr von der ,last1 die an die ,wirkung der ionischen ,volute erinnert 7,abb4 #ej74 ,da sich der ,spitzbogen hier1 wie an vielen anderen ,bauten der ,zeit1 in der ,dekoration noch nicht berall durchgesetzt hat1 beweist nur1 da solche uerlichen ,kennzeichen fr die ,zuweisung an einen ,stil gar nicht magebend sind4 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,frhgotisches ,hrnerkapitell4 ,paris1 ,notre ,dame4 ,wie im ,innenbau dringt der ,spitzbogen nun auch im ,auenbau immer mehr durch4 ,schon die ,aufreihung der ,strebepfeiler an den ,lngswnden htte es unmglich gemacht1 diese auch jetzt noch als ,hauptwnde der ,kirche anzusehen4 ,die ,schmalseite 7,abb4 #ea7 wird jetzt der wichtigste ,fassadenteil1 und von der sthetischen ,bedeutung dieses ,schrittes wird noch die ,rede sein mssen4 ,hier befindet sich jetzt das ,hauptportal1 hier sind die ,haupttrme4 ,denn diese stehen jetzt nicht mehr lose neben dem ,bau1 sondern sind ihm organisch eingegliedert1 ja1 beginnen die ,fassade nach oben aufzulsen4 ,freilich verlaufen nur die ,pfeiler an den ,turmecken vom ,erdboden auf konsequent in vertikaler ,richtung4 ,noch sind die wagerechten ,linien der ,simse und der ,statuengalerie mchtig genug1 um immer wieder die horizontale ,richtung zur ,geltung zu bringen und nicht mehr als eine bloe ,durchbrechung der ,wand zuzulassen4 ,denn das ist die ,absicht etwa des groen ,radfensters 7,fensterrose71 das den ,raum zwischen den ,trmen ausfllt1 der hohen malerisch dekorierten ,fenster im ,turm1 des feinen ,mawerks der obersten ,galerie4 ,auch die ,skulptur ist hier keineswegs mehr so organisch dem ,bau eingegliedert1 sondern bedeutet in der ,knigsgalerie ber dem ,portal ebenso wie in den noch immer energisch abgetreppten ,portalen zwar eine verstrkte ,betonung der ,richtungen1 aber eine ,auflsung der ,form4 ,es ist nun diese frhe ,form der franzsischen ,gotik1 die von ,deutschlands ,stilentwicklung entscheidend fortgefhrt wurde4 ,mit dem groen franzsischen ,kulturstrom kam auch die ,kenntnis von ,stil und ,art der ,gotik nach ,deutschland hinber1 das schon durch die ,entwicklung seiner sptromanischen ,baukunst auf so bewegte ,formen vorbereitet war und sie geradezu als die ,lsung der eigenen ,aufgaben ansehen mute2 aber es scheint1 als htte man der ,schnelligkeit der franzsischen ,entwicklung nicht mit gleicher ,elastizitt zu folgen vermocht4 ,denn die deutsche ,kunst des #ac4 ,jahrhunderts wird noch nicht mit ihr zu einer ,einheit des gotischen ,stilgebietes1 sondern sie bernimmt einzelne ,formen1 einzelne ,symptome des fremden ,stiles fast regellos1 so da oft eine fast barocke ,mischung von romanischen und gotischen ,elementen entsteht4 ,unsere kunsthistorischen ,handbcher gliedern diesen sog4 bergangsstil nach seinen ,ornamentformen immer dem romanischen ,stil an1 allein er ist ohne ,kenntnis der gleichzeitigen franzsischen ,frhgotik nicht denkbar4 ,gerade an solchen ,grenzgebieten wird klar1 da die ,stilbenennungen ,klassifikationen sind1 die der ,erkenntnis des lebendigen ,stromes der ,kunst nur hindernd im ,wege stehen4 ,das ,linnsche ,system leistet zwar dem ,botaniker bei der ,bestimmung der ,pflanze gute ,dienste1 aber die biologische ,kenntnis ihres ,lebens frdert es nicht4 ,die ,bezeichnung bergangsstil ist aus deutschen ,verhltnissen gefolgert1 ohne ,beziehung zum allgemeinen ,kunstschaffen1 ist aus der ,erscheinung geschlossen1 anstatt aus den ,stilbewegungen4 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,paris4 ,notre ,dame4 ,fassade4 ,in der ,tat ist man in ,deutschland von den franzsischen ,stilabsichten abhngig4 ,hatte schon die gewlbte ,basilika von ,worms die ,trme in den ,organismus des ,baues aufgenommen1 so fllt ihnen jetzt1 im ,beginn des #ac4 ,jahrhunderts1 ebenso wie in ,frankreich1 die ,funktion zu1 den ,bau nach oben aufzulsen4 ,mag das durch zwei ,trme geschehen1 wie in ,limburg oder ,andernach1 oder durch einen1 wie in ,neu1 immer ist trotz der ,rundbogenformen diese ,auflsung wirkungskrftig1 um so mehr1 als die ,trme sich in den ,dachlinien zuzuspitzen beginnen4 ,aber es ist bezeichnend fr die allmhliche ,verarbeitung der gotischen ,tendenzen1 da man die neuen ,stilforderungen1 die ,auflsung durch die ,trme und die ,zerfaserung der ,wand1 noch durch den ,rundbogen auszudrcken sucht4 ,nur die runde ,fensterrose wird1 was verstndlich ist1 bernommen1 auch sie aber als einfaches ,loch in der ,mauer2 sonst besteht die ,auflockerung der ,auenwand darin1 da das romanische ,bauelement immer formenreicher1 immer bunter in der ,verbindung von ,lisenen1 ,bogen1 ,rundbogenfriesen und ,fenstern wird1 die sich schichtenweise in die ,mauer hineinfressen4 ,so wird die ,wand allmhlich vernichtet1 bis ihre ,flche in bunten1 licht- und schattenreichen ,wechselbewegungen fr das ,auge kaum mehr herauszulsen ist4 ,wir werden spter sehen1 da die ,ausbildung dieses malerischen ,prinzipes eines der wichtigsten ,ergebnisse des gotischen ,stiles ist4 ,im ,innenbau wird nicht nur das spitzbogige ,rippengewlbe bernommen1 sondern oft das ganze ,system1 samt den ,hrnerkapitellen1 wie man in ,limburg 7,abb4 #eb7 das ,noyon nahe verwandte ,laon in ,wand und ,gewlbe fast vollkommen kopierte4 ,nur da der mittlere ,halbpfeiler in ,limburg nicht bis nach unten durchgefhrt1 sondern mit einer ,konsole an den romanischen ,pfeiler angesetzt ist1 macht den ,eindruck des ,aufgepfropften1 zeigt1 da das fremde ,system noch nicht ganz zum eigenen ,besitz geworden ist4 ,in ,freiberg i4 ,s4 entsteht damals ein ,prachtportal mit reichem ,skulpturenschmuck1 die sog4 goldene ,pforte1 die im ,thema vollkommen franzsisch ist4 ,aber sie ist noch rundbogig1 und nur die krftige ,betonung des ,scheitelpunktes durch die ,dekoration verrt die ,bekanntschaft mit der neuen ,tendenz des ,spitzbogens4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,limburg a4 ,l4 ,dom4 ,inneres4 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,marien-,reliquiar im ,dome zu ,aachen4 ,aber wenn auch diese ,verbindungen anderswo noch lockerer sind1 so liegt das eben darin begrndet1 da man das fremde ,kunstgut sich erst zu eigen machen mu4 ,bis in ganz paralleler ,weise die deutsche ,sptgotik die italienische ,renaissance verarbeitet hatte1 hat lnger gedauert4 ,auch hier besttigt die allmhliche ,vernichtung des rein zweckgemen ,aufbaues im ,kunstgewerbe und des ,flchenstils im ,dekor unsere ,erfahrungen ber den ,parallelismus der ,knste4 ,der ,kelch1 frher von straffer ,form1 die ,fu1 ,kuppa und ,knoten streng schied 7,abb4 #df71 verliert allmhlich diese ,kraft4 ,das ,reliquiar 7,abb4 #ec7 ist nicht mehr ein einheitlicher kastenartiger ,behlter1 sondern wird durch die ,dekoration in ,teile zerlegt1 von denen jeder einzelne mit dreifach gerundetem ,kleeblattbogen oder gar schon mit spitzem ,winkel ebenso allmhlich verluft1 wie die ,krnung mit einem durchbrochenen ,kamm die ,festigkeit des oberen ,abschlusses vermindert4 ,dieses ,auflsen der ,form1 das die anderen ,gattungen des ,gertes in gleicher ,weise der strengen ,gestalt beraubt1 wird aber erst vollendet durch das ,verlassen des ,flchenprinzips beim ,ornament4 ,an seine ,stelle tritt plastischer ,schmuck4 ,ein reiches ,spiel verknoteter ,ranken zerfasert im ,kelch zuerst den ,knoten1 dann allmhlich auch die ,zweckglieder1 ,kuppa und ,fu4 ,das ,filigran wird nun nicht mehr gleichmig auf den ,grund gelegt1 sondern lst sich in zierlichster ,kruselarbeit berall von ihm los4 ,die ,heiligen werden nicht mehr mit ,email1 ,gravierung oder ,niello in die ,wandflche des ,reliquiars gezeichnet1 sondern treten in plastischer ,treibarbeit1 zuletzt1 im #ac4 ,jahrhundert1 als vollkommene ,freifiguren vor sie hin 7,abb4 #ec74 ,denn selbstverstndlich greift dieser ,zersetzungsproze auch auf die ,figurenzeichnung ber4 ,in der ,wand- und ,buchmalerei werden die ,linien der ,gewnder zunchst faltenreich1 dann wirr und kraus1 schlielich in den seltsamsten knittrigen ,brchen und ,zick-,zack-,linien gezeichnet4 ,darin beruhte auch das erregende ,moment fr die ,weiterentwicklung der ,plastik4 ,bei den ,portalen von ,notre ,dame in ,paris 7,abb4 #ea7 und ihren ,zeitgenossen fgt sich zwar der ,skulpturenschmuck noch der ,architektur ein1 und die strkere ,abstufung1 die die ,skulpturenreihen im ,gewnde bedeuten1 hat das romanische ,hineinfhren noch verstrkt1 fast in ein ,hineinreien verwandelt4 ,andererseits aber sprengen die groen ,figuren in den ,leibungen1 die hohen ,reliefs im ,tympanon die ,ruhe des ,architektonischen4 ,die ,einzelfiguren muten allmhlich immer mehr aus dem ,gewnde heraustreten1 immer mehr zu ,freiskulpturen werden1 whrend im ,relief die gebundene ,ruhe und die ,isoliertheit der einzelnen ,figur1 die sie zum ,architekturglied machte1 verschwinden mute4 ,parallel damit mute auch die ,bewegung immer freier1 immer selbstndiger werden1 muten die ,gestalten zueinander in ,beziehung treten und an ,stelle der einfachen ,aufreihung die ,gruppe1 die ,handlung setzen4 ,all das mute dazu fhren1 die ,plastik aus einer ,dekorationsweise zu einer selbstndigen ,kunst zu entwickeln4 ,auf dieselbe ,art wird auch die ,malerei immer mehr der ,wand- und ,buchmalerei abgewandt und zur selbstndigen ,kunst1 zur ,tafelmalerei4 ,es ist dieselbe ,umwandlung1 die ,hellas whrend des dorischen ,stiles durchfhrte4 ,indessen fallen diese ,entwicklungsgnge wesentlich bereits in die ,epoche der vollendeten ,gotik4 ,achtes ,kapitel4 ,die hohe ,gotik4 ,um #abej zieht dieses ,stilwollen die letzte ,folgerung1 wird die klassische ,form der gotischen ,kathedrale gefunden1 das ,system1 das oben 7,abb4 #dh7 besprochen wurde4 ,seine ,hauptschpfungen sind in ,frankreich die ,dome von ,reims1 ,chartres1 ,amiens1 in ,deutschland die von ,marburg1 ,straburg1 ,freiburg und ,kln4 ,war in ,noyon 7,abb4 #di7 die ,wand in ihrer ganzen ,ausdehnung1 wenn auch durchbrochen1 so doch vorhanden1 so hat in ,reims 7,abb4 #ed a7 die ,durchbrechung die ,wand vllig aufgezehrt4 ,ihr ganzer oberer ,teil zwischen den ,pfeilern ist in groe ,fenster verwandelt1 und nur dort1 wo das ,pultdach des ,seitenschiffes ansetzt1 mu sie stehen bleiben1 wird aber durch die dekorative ,triforiengalerie verkleidet4 ,im ,straburger ,dom 7,abb4 #ee71 und in anderen ,kathedralen des #ad4 ,jahrhunderts fllt auch dieser letzte ,rest der ,mauer4 ,die ,dcher der ,seitenschiffe werden flach1 so da der kleine ,raum unterhalb des ,triforiums fr sie gengt4 ,so wird die ,triforiumsmauer gleichfalls zum ,fenster und ihre ,galerie unten ebenso ,fenstergliederung wie das ,mawerk oben4 ,dieses ,mawerk ist ein ,stabwerk1 in reichen ,formen zackig gegliedert und kantig profiliert4 ,es hlt nicht nur1 wie das romanische ,fenstergerst1 das ,glas fest1 sondern hat selbstndigen ornamentalen ,wert4 ,illustration3 a b ,abb4 #ed4 a ,inneres und b ueres ,system des ,domes zu ,reims4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,straburg4 ,dom4 ,inneres4 ,diese ,teilung des ,fensters ist ungemein wichtig2 im ,zusammenhang mit der ,glasmalerei1 die nun an die ,stelle der ,wandmalerei treten mu und die ,fenster mit ornamentalen und figuralen ,darstellungen berkleidet1 bedeutet sie1 da fr das ,gefhl dieses ,stils selbst das ,fenster noch viel zu flchenmig1 selbst die ,glaswand noch viel zu wandmig ist und durch das ,mawerk geteilt1 durch die ,malerei tief durchschimmert und so des ,flchenwertes beraubt werden mu4 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,gotisches ,pfeilerkapitell4 ,reims1 ,kathedrale4 ,mit dieser ,zerstrung der ,wand bekommt natrlich der ,pfeiler einen um so greren ,wert4 ,war er noch in ,noyon 7,abb4 #di7 der ,wand einfach vorgelagert1 hindern selbst noch in ,reims 7,abb4 #ed a71 wo die ,wand schon fast ganz zerstrt ist1 die horizontalen ,triforiensimse1 die ber ihn hinweggefhrt sind1 sein freies ,emporsteigen1 so sind in ,straburg 7,abb4 #ee7 alle diese ,hemmnisse verschwunden1 und der ,pfeiler entwickelt eine ganz neue ,kraft4 ,seine ,gliederung1 um nicht zu sagen ,spaltung durch die ,nebenpfeiler 7,dienste71 die sich um den ,kern legen1 gibt ihm dieselbe pfeilschnelle ,aufwrtsbewegung wie der korinthischen ,sule ihre ,kannelren -- ich sage absichtlich der korinthischen1 denn es handelt sich hier nicht um eine lineare ,wirkung1 sondern um eine durchaus malerische1 die auf der ,differenz zwischen hellen ,hhen und dunklen ,tiefen beruht4 ,es gengt nun nicht mehr1 alle ,gewlberippen und ,gurte in den ,pfeilern bis zur ,basis hinab zu fhren und die ,pfeiler dadurch zu gliedern -- die ,rippen und ,gurte selbst werden aufs feinste profiliert1 in den mannigfachsten ,zierformen abgestuft und alle diese ,gliederungen nun im ,pfeiler bis zur ,basis herab durchgefhrt1 so da eine uerst fein gegliederte ,sttze entsteht1 die aber immer mehr den ,charakter des wirklich tragenden ,gliedes verliert1 immer strker den ,sinn einer ,aufwrtsbewegung bekommt4 ,sogar die viereckige ,grundform des ,pfeilers wird aufgegeben1 die dem ,auge die ,mglichkeit der tektonischen ,orientierung bot1 und ein runder ,kern tritt an seine ,stelle1 der nur noch ,schattenhintergrund ist4 ,es ist selbstverstndlich1 da die einzelnen ,teile des ,pfeilers denselben ,gesetzen folgen4 ,wie die ,basis nicht mehr strenge ,trennung1 sondern zart abgestufte ,vermittlung zum ,erdboden ist1 so ist das ,kapitell nicht mehr krftiger ,trger des ,gewlbes1 sondern nur noch berleitendes ,glied4 ,es ist selbst vollkommen malerisch geworden4 ,hatte schon beim sptromanischen ,kapitell das ,ornament sich immer mehr vom ,kern gelst1 so tritt nun in der ,gotik an ,stelle des ,ornaments berhaupt das realistische ,laubwerk1 wie einst das korinthische ,kapitell die spitzige ,akanthusranke an die ,stelle der ionischen ,voluten setzte4 ,auch die ,gotik whlt lappiges und gezacktes ,laub1 das ,eichen- und ,efeublatt1 ,ahorn- und ,weinlaub1 unter deren bis ins feinste ausmodellierten ,formen der ,leib des ,kapitells1 der den ,pfeilerprofilen folgt1 allmhlich fast vllig unwirksam wird4 7,abb4 #ef74 ,und es ist von derselben ,art1 wenn man den ,wasserspeier1 der frher einfaches ,rhrenende war1 jetzt als phantastische ,tierform gestaltet4 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,grundri des ,domes zu ,kln4 ,wie ,wand und ,pfeiler kommt der ganze ,bau in ,auflsung4 ,man hat inzwischen gelernt1 da man mit ,hilfe des ,spitzbogens auch das gestreckteste ,joch berwlben kann4 ,so wird nun im ,mittelschiff das groe ,joch des sechsteiligen ,gewlbes in zwei ,joche zerlegt1 in deren jedem sich nur noch zwei ,diagonalrippen kreuzen1 und auf das nun nicht mehr zwei ,joche des ,seitenschiffes entfallen1 sondern nur noch eines 7,abb4 #ed a1 ,abb4 #eg74 ,wenn bisher je sechs ,pfeiler mit ihren ,rippen sich zu einer ,travee 7,joch7 vereinigten1 so bedeutete diese gewissermaen ein ,sammelbecken fr einen groen ,teil des ,mittelschiffsraumes4 ,die ,aneinanderreihung der neuen schmleren ,traveen1 die nur noch vier ,pfeiler vereinigen1 von denen jeder zugleich ,rippen nach dem ,nachbarjoch entsendet1 bedeutet eine ,verkettung des ganzen ,schiffes4 ,diese ist um so vollstndiger1 als nun auch alle ,pfeiler gleichmig gestaltet nebeneinander stehen und mit der ,scheidung in ,haupt- und ,nebenpfeiler das letzte ,prinzip fllt1 woran ein ordnender ,geist in diesem ,raum sich zurechtfinden knnte2 diese ,abfolge gleichmiger ,traveen gewhrt dem ,auge nirgends einen ,ruhepunkt auf dem ,wege zum ,chor4 ,der setzt ohne ,trennung die ,bewegung fort1 wird auf gleiches ,niveau mit dem ,schiff gebracht und nicht mehr durch feste ,schranken1 sondern einen zierlichen ,aufbau gegen die ,gemeinde geschieden1 der von der ,verlesung der ,episteln und ,evangelien den ,namen ,lettner 7lectionarium7 erhlt4 ,aber noch mehr -- der ,chor selbst hrt auf1 ,abschlu des ,kirchenraumes zu sein4 ,er wird nicht nur weiter hinausgeschoben1 sondern die inneren ,seitenschiffe werden als ,umgang1 die ueren als ,kranz von ,kapellen1 der die ,krypta mit den ,reliquienaltren entbehrlich macht1 um ihn herumgefhrt4 ,wenn frher die ,chorwand mit den ,apsiden die ,schiffe gleichmig abschlo1 so trifft nun das ,auge nicht nur berall auf dieselben hohen ,fenster1 die schon die ,mittelschiffswand aufgelst hatten1 sondern es wird auch von diesen ,reihungen immer weiter gefhrt1 rings um den ,chor herum1 ohne je ein ,ziel zu erreichen4 ,diese ,umformungen der ,wand1 des ,grundrisses und der immer khner ansteigenden ,gewlbe wirken zusammen1 um dem ,raum jede ,einheit1 jede ,geschlossenheit zu nehmen4 ,die ,auflsung aller ,begrenzungen ist eine so vollkommene1 da er sich nach allen ,richtungen in unendliche ,fernen zu erstrecken scheint4 ,auch hier ist an die ,stelle der zweckvollen ,gestalt die eindrucksvolle getreten4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,kln4 ,dom4 ,fassade4 ,die ,auenseiten von ,schiff und ,chor werden vollkommen vom ,strebesystem beherrscht 7,abb4 #ed b74 ,denn an denselben ,stellen1 an denen innen die ,pfeiler stehen1 setzen sich auen die wuchtigen ,strebepfeiler an4 ,es war selbstverstndlich1 da diese ,sttzen um so krftiger werden muten1 je eleganter die ,pfeiler des ,innenraums wurden4 ,aber auch dieser ,wucht1 dieser breiten ,schwere arbeitet man entgegen und versucht1 durch das ,aufsetzen einer trmchenartigen ,spitze 7,fiale7 dem ,pfeiler dieselbe ,richtung nach oben zu geben1 die der ,innenraum hatte4 ,so bereitet die ganze ,auenseite jene vollkommene ,auflsung des ,baues nach oben1 jene weiche berfhrung in die ,lust hinein vor1 die die ,schmalseite vollendet4 ,da sich in ihr der ,eindruck des ,baues summieren soll1 lehrt allein schon die ,verschiebung des ,hauptportals hierher4 ,wenn man jetzt vom ,hauptportal aus das ,schiff betritt1 so hat man den ganzen ,innenraum vor sich2 bis in den ,chor hinein reiht sich vor dem ,auge ,joch an ,joch1 ,pfeiler an ,pfeiler4 ,und es ist wichtig1 da1 wenn noch ,notre ,dame in ,paris 7,abb4 #ea7 die ,portale gleichmig an der ,fassade verteilte und durch strenge ,pfeiler sonderte1 sie sich beim ,klner ,dom 7,abb4 #eh7 und seinen hochgotischen ,zeitgenossen nach der ,mitte zusammendrngen4 ,gerade der ,vergleich dieser beiden ,kathedralfronten1 der frhgotischen und der hochgotischen1 lehrt die ,konsequenz der ,stilentwicklung1 die sich in kaum einem ,jahrhundert vollzogen hat4 ,war in ,paris immerhin noch die artikulierende ,aufteilung vorherrschend1 so scheint jetzt die ,fassade durch den malerischen ,wechsel von ,licht und ,schatten in den ,abstufungen von ,wand und ,pfeilern geradezu wellenartig bewegt4 ,das ist eine ,folge derselben ,auflsung der ,wand1 die sich im ,innern ergab und mit der hier dieselbe ,steigerung der ,vertikaltendenz ,hand in ,hand geht4 ,wenn in ,paris noch jedes ,stockwerk vom anderen durch horizontale ,glieder getrennt war1 wenn selbst in ,reims diese ,glieder noch wirksam waren1 freilich schon durch ,vertikalen zerrissen1 so ist nun in der ,fassade des ,klner ,domes die ,vertikaltendenz die einzig magebende4 ,man sehe1 wie schon in den beiden untersten ,stockwerken die ,quersimse durch spitze ,giebel 7,wimperge7 verdeckt werden1 die von den ,fenstern und ,portalen aufsteigen1 wie dann1 wenn im dritten ,stock die ,trme ins ,achteck bergehen1 alles1 was sie nicht in ihren ,krper aufnehmen knnen1 selbstndig nach oben aufgelst wird1 die senkrechten ,pfeiler zwischen den ,trmen durch ,fialen und die ,front des ,mittelschiffes1 obgleich durch die ,trme aufs uerste komprimiert1 durch einen ,wimperg4 ,die ,trme aber sind die ,vollendung -- noch in ,notre ,dame endigten sie im ersten ,stockwerk1 und es scheint mir fraglos1 da sie dort nicht unvollendet sind1 sondern so niedrig endigen sollten1 da doch die ,glocken keines hheren ,aufbaues bedurften4 ,in ,kln aber spricht der ,zweck berhaupt nicht mehr mit1 sind die ,trme die ,trger der vertikalen ,auflsung geworden4 ,immer steiler werden sie1 und immer wird1 was der ,turmkrper brig lt1 durch ,fialen restlos nach oben aufgelst1 bis schlielich an den ,krabben1 den kleinen vorspringenden ,ornamenten des ,turmhelmes hin das ,auge zur strahlenfrmig auflsenden ,kreuzblume emporgleitet4 ,es ist wichtig1 da sich unter ihr der ,turm schon enger zusammengeschlossen hat4 ,so ist sie wie eine ,fackel1 deren ,flammen in die ,luft schlagen4 ,so also ist der sthetische ,eindruck der gotischen ,kathedrale bedingt1 den man als das ,emporheben der ,seele ber das ,irdische hinaus definiert hat1 ein reiner ,gefhlsausdruck also1 wie alle ,triebe in diesem ,zeitalter tiefster ,hingabe an die ,gottheit ,gefhlstriebe sind4 ,die ,architektur ist ,mittel1 nicht ,zweck1 der ,dom nicht ,haus1 sondern ,mittler zwischen ,himmel und ,erde4 ,dasselbe ,gefhl1 das die ,raumweitung des ,pantheon entstehen lie1 entwickelt auch die des gotischen ,domes1 nur da der antike ,mensch sich1 sozusagen1 selbst in den ,raum erweitert1 der mittelalterliche ,dualismus sich zu ,gott emporhebt1 indem er sich von der ,erde entfernt4 ,es ist kein ,zufall1 da die ,schnheit des ,innenraumes am eindringlichsten ist in der ,morgen- und ,abenddmmerung1 wenn das unsichere ,licht mit feinem ,finger ,sulen1 ,pfeiler und ,wlbungen betastet4 ,hat man doch dieses unkrftige ,gleiten des ,lichtes durch die ,farbigkeit der ,glasfenster ein fr allemal zur ,eigenschaft des ,raumes gemacht4 ,der ,gegensatz zwischen romanischer und gotischer ,kirche ist nicht nur der uerliche von ,wandfestigkeit und ,wandzerstrung1 von horizontaler und vertikaler ,linie1 sondern der innere des zweckvollen und des fr den ,eindruck geschaffenen ,bauwerkes4 ,allein es zeigt sich gerade an der ,differenz dieser beiden ,stile1 da nur1 solange man zweckvoll baut1 die uere ,erscheinung mit dem inneren ,sinn des ,bauwerkes in ,einklang steht1 whrend das ,bauen auf den ,eindruck hin sofort ,zwiespltigkeiten ergibt4 ,die romanische ,kirche folgerte ,innenbau und ,auenbau in gleicher ,weise aus dem ,zweck1 und das ,resultat war eine vollkommene ,einheit4 ,der gotische ,baumeister dagegen arbeitet auf den ,gefhlseindruck hin1 erreicht in ihm das ,letzte und ,tiefste1 aber mit je feineren ,sinnen man an sein ,werk herantritt1 desto strker drngen sich die ,disharmonien auf4 ,schon die ,verteilung der ,funktionen des ,tragens und ,getragenwerdens will uns nicht recht harmonisch scheinen4 ,es widerstrebt uns1 da die ,arbeit des ,sttzens auf den ,auenbau abgewlzt wird1 um den ,eindruck des ,innenraumes zur hchsten ,freiheit zu steigern4 ,whrend beim romanischen ,bau die ,mauer innen und auen gleich fest war1 sehen wir beim gotischen innen nicht recht1 wo die ,gewlbe ihren ,halt finden1 und auen nicht1 was diese ungeheuren ,strebepfeiler zu tragen haben4 ,das ist nicht nur sthetische ,reflexion4 ,je freier und khner ,pfeiler und ,gewlbe im ,schiff emporsteigen1 desto unbersichtlicher und verworrener wird das uere ,system1 so da vor allem an der ,auenseite des ,chores das ungeschulte ,auge in den sich kreuzenden ,linien der ,pfeiler1 ,fialen und ,bogen nur schwer ,klarheit zu schaffen vermag4 ,dazu kommt eine arge ,divergenz der ,richtungen4 ,zwang das senkrechte ,aufsteigen der ,gewlbe die ,steine in eine vertikale ,lage1 die ihrem bodensuchenden ,schwergewicht nicht angemessen ist1 so wohnt dem ,strebepfeiler1 dem bodenfestesten ,glied am ,bau1 diese ruhende ,tendenz ganz auerordentlich intensiv inne 7,abb4 #dh74 ,die kleine ,fiale1 durch die man den ,pfeiler dennoch dem ,trieb zur ,hhe einzufgen sucht1 wird eine lcherlich kraftlose ,dekoration1 die auf dem ungeheuren ,pfeilerleib sitzt wie der ,vogel auf dem ,dach und seiner tektonischen ,wucht nicht das geringste anzuhaben vermag4 ,fr das ,auge aber entsteht ein unangenehmes ,hin- und ,herzerren hemmender und hebender ,krfte4 ,nun knnte man ja das fr nicht so wesentlich halten1 da die ,absicht augenscheinlich dahin geht1 die steigende ,tendenz hauptschlich in der ,turmfront auszudrcken1 in ihr gewissermaen den ganzen ,bau zu summieren und emporzuheben4 ,allein er wird tatschlich hier nicht summiert4 ,vielmehr ist die ,turmfront ganz lose vorgelagert wie eine ,kulisse und steht in keinem architektonischen ,zusammenhange mit dem ,langhaus4 ,denn das ,langhaus legt den ,hauptton auf das ,mittelschiff1 whrend die ,front im ,gegensatz dazu die ,wand des ,mittelschiffes zu einer schmalen ,flche zusammendrckt und die wichtigste ,vertikallinie1 die der ,trme1 von den ,seitenschiffen aus emporfhrt4 ,so kommt es1 da eintrmige ,fassaden1 wie die von ,freiburg i4 ,b41 einen wesentlich harmonischeren ,eindruck machen4 ,im allgemeinen aber entsteht hier eine neue ,disharmonie4 ,denn die ,anlage der ,portale innerhalb dieser ,fassade fhrt1 wie wir gesehen haben1 den ,nahenden sofort ins ,mittelschiff1 betont das ,mittelschiff auch uerlich1 und mit dieser ,richtung nach der ,mitte hin ergibt die nach auen zerrende ,bewegung der ,trme eine ,dissonanz1 die dem empfindlichen ,auge einen ,eindruck macht wie die ,exekution des ,vierteilens4 ,man hat die ,empfindung einer ,zwiespltigkeit hier auch schon frher gehabt1 nur blieb sie an dem uerlichen ,symptom haften1 da die ,seitenportale neben sich einen gleichbreiten ,raum briglassen1 den je ein ,fenster fllt1 und so die untere ,turmfront in hlicher ,weise gespalten wird4 ,so uerlich dieses ,symptom ist1 so ist es doch bezeichnend fr die ,uneinheitlichkeit des ,gefges4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,karlsreliquiar4 ,bologna4 ,wenn es alledem gegenber noch fraglich sein knnte1 da die ,gotik kein tektonischer1 sondern ein malerischer1 ein ,bewegungsstil ist1 so wrde das ,kunstgewerbe dafr den vollen ,beweis erbringen4 ,wir haben oben festgestellt1 da das ,email in der noch malerisch empfindenden ottonischen ,zeit transluzid1 im strengen romanischen ,mittelalter opak ist4 ,und nun ist es gewissermaen die ,probe aufs ,exempel1 da mit der ,gotik sofort wieder das transluzide ,email auftritt1 als durchsichtiger ,schmelz auf ,silbergrund4 ,ja1 die flchenzerstrende ,tendenz ist so stark1 da man in den ,silbergrund die ,gestalten modelliert1 um nur ja einen rumlichen ,eindruck1 eine ,tiefenwirkung zu erzielen4 ,der ,vergleich mit sptrmischen ,trinkschalen1 die ,hochreliefs auf dem ,grunde tragen1 ber welchen der ,wein ganz hnlich schimmern mute1 liegt auf der ,hand4 ,allein das ist nur ein ,schritt weiter auf jenem ,wege der ,auflsung1 die wir vom streng-romanischen zum spt-romanischen ,stil verfolgt hatten1 und auf dem die ,gotik konsequent weiterschreitet4 ,denn der ,reichtum der ,dekoration1 den schon der bergangsstil ausgebildet hatte1 steigert sich jetzt bis zur ,zierlichkeit1 bis zur ,eleganz4 ,das ,mittel dazu ist das gleiche1 das die gotische ,architektur anwendet1 um den gleichen ,eindruck hervorzubringen1 ist die ,wertsteigerung des ,ornaments und der ,dekoration gegenber der tektonischen ,grundform4 ,kelch und ,ciborium1 ,chorgesthl und ,altaraufsatz werden zierlich durchlchert und schlankgestreckt4 ,der gotische ,reliquienschrein beispielsweise behlt nicht nur den ornamentalen ,reichtum und die ,freiskulpturen der sptromanischen ,form bei1 sondern wird vollkommen zur dreischiffigen ,kirche ausgestaltet mit ,strebepfeilern und ,strebebgen1 mit ,spitzbgen1 ,mawerk und ,fensterrose1 mit ,fialen1 ,krabben und ,kreuzblume und dem vollstndigen ,figurenschmuck des ,portals4 ,so wird hier dasselbe zierliche ,emporstreben wie in der ,kathedrale1 dieselbe ,auflsung der ,wand spielerisch zur ,wirkung gebracht4 ,das ist nicht1 wie eine bekannte ,geschichte des ,kunstgewerbes sagt1 streng und sachlich4 ,denn ein solcher immerhin nicht groer ,schrein bedarf nicht der ,strebebgen1 um sein ,dach zu tragen1 des ,portales1 um betreten zu werden1 oder gar der ,beleuchtung durch das obendrein noch von innen geschlossene ,rosenfenster4 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,portalskulpturen an der ,kathedrale zu ,reims4 ,man wird verstehen1 da auf diesem ,wege die ,hauptsache1 das eigentliche ,reliquienbehltnis1 unwichtig werden mute gegenber dem ,schmuck4 ,aber auch das liegt tief im neuen ,gefhl begrndet4 ,man will nicht mehr nur ein ,reliquienbehltnis schaffen1 sondern in ihm einen ,teil der ,kirche und des ,gottesdienstes1 und es wird allmhlich zum ,attribut des ,schmuckes1 der dieses ,gefhl auszudrcken vermag4 ,war im romanischen ,stil die ,ornamentik dem ,reliquiar untergeordnet1 so wird das ,verhltnis nun umgekehrt4 ,so kommt es1 da bei einem ,aachener ,reliquiar mit der ,darstellung ,christi im ,tempel der ,reliquienbehlter nur als ,altar dient1 um den sich die groen getriebenen ,figuren der ,gruppe vereinigen1 oder bei einem ,bologneser ,reliquiar 7,abb4 #ei7 die nur mit ,krabben und ,fiale geschmckte ,reliquienkapsel von ,engeln getragen wird1 die die eigentliche knstlerische ,aufgabe darstellen4 ,es war selbstverstndlich1 da zu gleicher ,zeit das parallele brgerliche ,aufbewahrungsgert1 die ,truhe1 aufhrt1 ein nur zweckmiger ,kasten zu sein und ihre ,wandung durch bauliche1 figrliche und pflanzliche ,ornamente zerstrt wird4 ,und zugleich erklrt es die ,entwicklung im gemalten ,buch1 dessen ,bltter am ,rand zackiges ,pflanzenornament fr das ,auge auflst1 whrend gleichzeitig an ,stelle der runden romanischen ,letter die eckige gotische tritt4 ,so wird allmhlich die ,unterordnung des ,schmuckes unter den ,zweck vollkommen aufgehoben1 und mit ihr endet jene organische ,verbindung beider1 die den romanischen ,stil so einheitlich machte4 ,die ,architektur gibt die ,plastik frei1 und diese entwickelt sich zu einer ,kunst von hoher1 selbstndiger ,schnheit4 ,sie hat eine ,kraft und ,gre des ,ausdrucks erreicht1 vollkommen gleichwertig der ,kunst des ,perikleischen ,zeitalters1 in der sich eine gleiche ,befreiung fr sie vollzog4 ,skulpturen aus der ,mitte des #ac4 ,jahrhunderts1 wie die im ,bamberger und ,naumburger1 ,straburger und ,freiburger ,dom1 und die ,meisterwerke in ,amiens1 ,chartres und ,reims 7,abb4 #fj71 sind von so gehaltener ,gre1 da ihre edle ,art mit unmittelbarer ,gewalt uns gegenbertritt4 ,auch in der ,gotik handelt es sich1 wie in der klassischen ,antike1 um das ,erfassen des ,menschen als einer plastischen ,form4 ,wenn ,walter v4 d4 ,vogelweide sagt3 ,ich sa auf einem ,steine1 ,lie ruhen ,bein auf ,beine1 ,darauf mein ,ellenbogen stand1 ,und hielt geschmiegt in meine ,hand ,mein ,kinn und eine ,wange4 7bertr4 ,obermann47 so ist das eine ,haltung1 die fr die bildende ,kunst der ,gotik typisch ist1 und es ist kein ,zufall1 da diese energische ,bewegung fast die ,haltung des antiken ,dornausziehers8 ist4 ,sicher htte die romanische ,zeit diese ,haltung als unfein empfunden4 ,sie bedeutet die vollkommene ,herauslsung des ,krpers aus der ,gebundenheit1 seine ,bewegung nach allen ,richtungen4 ,aber es kann sich fr die ,gotik -- nicht aus religisen ,grnden1 sondern weil ihre ,wirklichkeit so ist -- ebenso nur um den bekleideten ,krper handeln1 wie fr die antike ,menschheit nur um den nackten4 ,der ,meister unserer ,gruppe stellt mnnliche ,kraft und ,frauenzartheit beinahe antithetisch einander gegenber1 aber nicht realistisch1 sondern gebndigt durch das ,gefhl des ,statuarischen in ihnen1 und der ,plastiker des ,naumburger ,domes formt ,idealportrts frstlicher ,mnner und ,frauen1 deren ,sinn1 so paradox es klingt1 allein im realistischen ,charakterisieren liegt4 ,aber alle diese ,gestalten sind innerlich und formal noch gebunden4 ,erst das #ad4 ,jahrhundert bedeutet fr das ,mittelalter dasselbe wie das #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 fr das ,altertum1 und die ,folgen sind die gleichen4 ,auch in der gotischen ,skulptur1 etwa der ,dome von ,ulm und ,augsburg1 steigert sich der ,ausdruck einerseits zu strkerem und momentanerem ,realismus1 andererseits zu immer schmiegsamerer ,grazie 7,abb4 #fa74 ,bei hochgotischen ,gestalten1 auch denen des ,bologneser ,reliquiars1 ist die weibliche ,zartheit des ,reimser ,kopfes zur ,zierlichkeit verfeinert1 umzuckt ein prezises ,lcheln den fein geformten ,mund1 ebenso typisch fr die gotische ,grazie wie die schmiegsame ,biegung des ,krpers1 die gotische ,kurve84 ,diese geschwungene ,linie1 die sich bei der ,reimser ,skulptur schon leise in dem groen ,faltenzug ankndigte1 der von der ,hfte zum ,fu ging1 hat sich jetzt zu einer ,bewegung von edelster ,eurythmie entwickelt4 ,wie das ,lcheln eine ,steigerung des ,gesichtsausdrucks1 ist die ,kurve eine ,steigerung des ,krperausdrucks1 die ,hften1 ,brust und ,knie in ,form und ,linien elegant herausbiegt4 ,fraglos ist die nchste ,parallele die praxitelische ,kunst vom #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 ab1 die ,hfte und ,bein ebenso weich heraustreten lt1 und es sind in ,pergamon ganz frappante ,analogien zutage gekommen4 ,allerdings mu bercksichtigt werden1 da sie immer architektonisch gebunden ist etwa durch irgendeinen ,mauerpfeiler1 an dem die ,figur steht1 im ,bologneser ,reliquiar durch den ,parallelismus der beiden ,engel4 ,isoliert wrde sie unertrglich wirken4 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,gotische ,skulptur 7,kluge ,jungfrau74 ,gmnd4 ,kreuzkirche4 ,das ,lcheln und die gotische ,kurve sind beide nur ,symptome fr die gesteigerte ,charakteristik1 die die ,gotik in ,bewegung und ,handlung allmhlich aus der ,baugebundenheit entwickelt hat4 ,und wie die ,dramatik der ,einzelfigur1 steigert sich auch die ,dramatik der ,handlung4 ,das ,relief hat sich aus der romanischen ,gestaltenreihung zur ,erzhlerin von ,vorgngen1 zunchst in frieshafter1 dann in rumlicher ,anordnung entwickelt4 ,jede unpersnlich starre ,form ist bewegt geworden4 ,der ,stil des ,lebens selbst mu damals erregter geworden1 das ,blut rascher durch die ,adern der ,vlker geflossen sein als in der romanischen ,zeit4 ,unmglich1 da die ,zeit1 die an die ,stelle der ,legenden das ritterliche ,epos setzte und das ,minnelied1 an die ,stelle des ,glaubens die ,mystik und die scholastische ,philosophie1 nicht ein krftig erregtes ,leben gelebt haben solle4 ,man nehme die ,entwicklung des geistlichen ,dramas4 ,war es in romanischer ,zeit ein ,spiel1 das von den ,priestern mit den ,worten der ,bibel in ernstem ,gesang aufgefhrt wurde1 ein tatschlicher ,bestandteil des ,gottesdienstes1 so lt die ,gotik am ,grabe ,christi die ,frauen klagen1 den ,engel frohlocken1 kurzum sie bringt den ,affekt1 bringt die ,erregung4 ,es ist von derselben ,art1 wenn seit dem ,beginn der ,gotik der ganze ,reichtum der biblischen und legendaren ,themata zur ,ausschmckung der ,kirche und des ,buches das ,programm hergeben mu1 wenn die ganze kirchliche ,weltanschauung mit ihren abstraktesten ,gedanken in ,stein und ,farben ausgedrckt wird4 ,szenen1 die der ,handlung bedrfen1 und an deren ,darstellung man vor dem #ac4 ,jahrhundert kaum dachte1 werden nun pltzlich beliebte ,themata1 wie die ,krnung ,mari im ,himmel1 deren ,geschichte geradezu eine ,geschichte der ,gruppenbildung ist4 ,wenn frher das ,jngste ,gericht dargestellt wurde1 so thronte ,christus ber den ,auferstehenden mit der unbeugsamen ,starrheit des ,weltrichters4 ,jetzt wird seine ,geste dramatisch1 und er verdammt in der ,erregtheit des ,zornes4 ,unzweifelhaft ist diese anthropomorphe ,auffassung ebenso eine ,herabminderung der ,hoheit1 wie etwa das ,emporschweben des frher von ,engeln zum ,himmel getragenen ,christus oder die erregten ,gesprche der ,apostel beim ,abendmahl4 ,so wird nun auch die ,seligkeit im ,paradies1 die ,verdammnis in der ,hlle mit ganz irdischen ,zgen ausgemalt1 und es ist ganz sicher kein ,zufall1 da schon vor #abjj zugleich mit den ersten ,eindrcken der franzsischen ,frhgotik die detaillierten ,hllenschilderungen der byzantinischen ,kunst eindringen und daneben fast abstrakte ,allegorien auf ,christi ,heilssendung und die ,gottesmutterschaft4 ,es ist kulturhistorisch wichtig1 da stets zu gleicher ,zeit zwei entgegengesetzte ,bewegungen zersetzend auf die ,religion einwirken1 die ,philosophie und der ,aberglaube1 beide als ,abweichungen vom ,gleichma der ,weltanschauung4 ,dieser ,zersetzungsproze beginnt in ,leben und ,stil der frhen ,gotik1 und die spte ,gotik vollendet ihn4 ,neuntes ,kapitel4 ,die ,sptgotik4 ,die ,lockerung der ,formen1 die schon die hohe ,gotik erreicht hatte1 steigert die spte ,gotik des #ae4 ,jahrhunderts1 deren ,zentren zunchst ,burgund1 dann ,deutschland und die ,niederlande sind1 zur ,zerrissenheit4 ,aus der ziellosen ,bewegung wird die richtungslose1 und auf das ,ausschalten des ,zweckgefhls folgt die ,tyrannis des ,ornaments4 ,wenn schon die ,fialen an den gotischen ,strebepfeilern der dekorativen ,verkleidung tektonischer ,notwendigkeiten dienten1 werden jetzt auch ,fenstermawerk und ,wimperg1 profilierte ,rippen und ,pfeilergliederungen derselben ,absicht dienstbar gemacht1 alles aus seinem ,zusammenhang gerissen und an beliebigen ,stellen rein als ,schmuck angesetzt1 gedreht und gebogen1 ausgezackt und umrankt4 ,naturalistische ,motive werden mit ,architektur- und ,bandformen vermengt1 und eine durch nichts mehr gezgelte ,phantasie gibt jeder ,einzelform berraschende ,reize4 ,man hat in ,frankreich geradezu von einem ,style flamboyant81 einem zngelnden ,stil1 gesprochen4 ,was frher frei stand1 wird jetzt als ,rahmenwerk benutzt1 und was frher als ,sttze diente1 hngt jetzt herab4 ,der ,reichtum an ,schmuckwerk wird die ,schnheit an sich2 eine unverzierte1 standfeste ,wand wrde man als uninteressant empfunden haben 7,abb4 #fb74 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,straburg4 ,dom4 ,laurentius-,portal4 ,im ,grunde genommen ist aber diese ,entwicklung das fast notwendige ,endergebnis der ,gotik4 ,der ,kirchenbau 7,abb4 #fc7 entfernt mit dem ,unterschied zwischen ,haupt- und ,seitenschiffen die letzte ordnende ,teilung im ,bau1 und die gleichmig hohe ,halle1 die berall vom ,licht groer ,fenster durchstrmt werden kann1 ist gegenber der gotischen ,basilika eine ,steigerung der ,raumwirkung1 wie die ,hagia ,sophia gegenber dem ,pantheon4 ,man hrt berhaupt damit auf1 zwischen ,haupt- und ,nebengliederungen zu scheiden1 um die ,bewegung in grere ,weite wirksam zu machen4 ,durchgngig fast fllt das ,kapitell fort1 das in der ,gotik zwar das ,gewlbe nicht mehr trug1 es aber wenigstens vom ,pfeiler trennte1 so da jetzt der ,pfeiler ohne ,unterbrechung bis ins ,gewlbe zu steigen1 die ,rippe schon beim ,erdboden zu beginnen scheint4 ,die ,einschnitte zwischen den vertikalen ,pfeilergliederungen1 den ,diensten1 empfindet man nun als zu hart2 sie verflachen sich1 die ,kanten werden weich ineinander bergefhrt1 und es kommt so weit1 da die gestreckte ,form berhaupt verloren geht und sich die ,pfeiler im ,nordschiff des ,braunschweiger ,doms sogar in ,schraubenlinien emporwinden4 ,das ,mawerk der ,fenster wird immer zierlicher1 immer feiner geteilt4 ,auch das ,gewlbe verliert seinen klaren ,aufbau4 ,zwischen die tragenden ,rippen werden dekorative gestellt1 alle werden miteinander durch ,querrippen verbunden1 und so entstehen seltsame vielstrahlige ,sterngewlbe ohne ,funktionsgefhl1 wie ,vorhnge den ,raum abschlieend4 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,dinkelsbhl4 ,georgskirche4 ,inneres4 ,fr ihre ,breite erscheint der ,pfeiler viel zu schlank4 ,gerade das unfeste ,stehen ist charakteristisch fr die zierliche1 unsachliche ,art dieses spten ,stiles4 ,es ist von derselben ,art1 wenn der ,fu des ,pokales unmittelbar ber der ,fuplatte ganz schmal wird und der ,leib seine hchste ,breite im obersten ,rand des ,deckels erreicht 7,bd4 ,,ii ,abb4 #ad71 wenn die ,monstranz auf durchbrochenem1 gezacktem ,fu schmal emporsteigt1 dessen ,knoten nicht mehr1 wie beim romanischen ,kelch 7,abb4 #df7 ,bindung1 sondern ,auflsung ist1 das ,behltnis unter ,ornamentwerk1 dessen regellose ,glieder der ,architektur entnommen sind1 fast erstickt und in ganz schmaler ,spitze endigt 7,abb4 #fd71 oder wenn die ,truhe nun zum ,stollenschrank wird1 der auf schlanken hohen ,fen steht und ber und ber mit geschnitzten ,ornamenten bedeckt ist4 ,es ist vom selben ,geschmack1 wenn die ,mnnertracht der ,zeit an den vom ,gewand eng umspannten ,beinen spitze ,schnabelschuhe fordert und das bunte ,gewand selbst in ,zaddeln8 ausgezackt wird1 wenn die gezierte ,form der gotischen ,kurve1 bis zur martervoll erzwungenen ,biegung bertrieben1 fr die ,frau eine ,modesache wird 7,abb4 #ff74 ,wir knnen diese ,vorliebe der ,zeit fr die unruhige ,linie genau verfolgen1 sehen1 wie man jetzt nicht mehr mit geschlossenen1 sondern wenn mglich mit gegrtschten ,beinen sitzt1 etwa auf einem dreieckigen ,stuhl1 dessen eine ,ecke zwischen den ,beinen hervorsteht4 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,sptgotische ,monstranz4 ,diese ,sucht1 den ,raum mit ,bewegung zu fllen1 fhrt zur ,schaffung ganz neuer kirchlicher ,mobilienformen1 wie etwa des ,sakramentshuschens4 ,das eigentliche ,behltnis fr das ,sakrament kommt in ihm gar nicht mehr zu ,wort4 ,auf ganz leichten ,sttzen ruht es2 sogar das ,karyatidenmotiv1 von dessen momentaner ,art schon die ,rede war1 findet sich an dem besonders reichen ,exemplar der ,gattung1 das ,adam ,kraft in ,nrnberg meielte1 in den ,gestalten von ,meister und ,gesellen wieder4 ,den ,hauptwert1 der ein ,bewegungswert ist1 trgt ein elegant ansteigender ,turm1 der in zierlichstem1 spitzenartigem ,steinwerk gearbeitet1 von berreich verknoteten ,ornamenten umsponnen1 mit figrlichen ,elementen durchsetzt ist4 ,er steigt ganz steil empor und wagt es noch nicht einmal1 spitz zu endigen1 sondern rollt die zierliche ,spitze zur ,schnecke zusammen4 ,es ist also eine gesteigerte ,erregtheit des ,sehens1 die ,plastiker und ,maler des #ae4 ,jahrhunderts bis zum ,phantastischen fhrt4 ,man hat von ihrer ,kunst als dem ,beginn einer deutschen ,renaissance8 gesprochen2 aber trotzdem die italienische ,frhrenaissance ihre ,flle zur gleichen ,zeit entfaltet1 darf man doch den ,stilbegriff nicht einfach verpflanzen4 ,denn ,masaccio und ,donatello stehen am ,anfang einer neuen ,bewegung1 ,schongauer und ,riemenschneider aber sind das letzte ,resultat der ,gotik1 und das1 trotzdem sie nahe am ,zeitalter der ,reformation und mitten unter ihren ,vorboten stehen4 ,denn nur im ,gegensatz zu unmittelbar ,vorhergegangenem gesehen1 bedeutet die ,reformation den ,beginn eines neuen ,zeitalters4 ,sie ist es nicht mehr als die ,schwrmerei der ,kreuzzge gegenber der ,selbstverstndlichkeit romanischer ,hingabe1 und die ,steigerung der gotischen ,inbrunst fhrt wiederum zur ,reformation4 ,wie jene die feudale ,oberschicht erregt diese das ganze ,volk1 und auch hier ist die ,entwicklung des ,erlebens in ,religion und ,kunst ganz parallel4 ,es gibt keinen besseren ,beweis dafr als die ,geschichte des ,kirchenbaues1 die nach den ,kirchen des frhen ,mittelalters1 in denen die ,gemeinde von fern den ,kulthandlungen1 wie unbeteiligt1 folgen mute1 die ,pfarrkirche1 die der ,gemeinde gehrt1 zugleich mit der ,predigt schafft1 weil das ,volk das ,bedrfnis nach tieferem ,anteil an der ,religion hat1 und jetzt1 zugleich mit der ,forderung gleichen ,rechts mit dem ,geistlichen1 etwa des ,laienkelches1 die ,hallenkirche als ,bau ohne jede ,scheidung entstehen lt4 ,und so bereichert man das religise ,gert an ,zahl und ,form1 um es mit den ,inhalten eines erweiterten ,vorstellungskreises zu schmcken4 ,wie das ,sakramentshuschen entsteht der ,altarschrein1 der an sich schon eine ,auflsung formstrengerer ,gestaltung bedeutet4 ,in der ,zeit des romanischen ,stiles war der geweihte ,stein der wichtigste ,teil des ,altars2 wollte man ihn schmcken1 so umkleidete man ihn mit getriebenen ,goldplatten und anderem ,flachschmuck4 ,der mittelromanische ,stil bringt dann den ,altaraufsatz als oberen ,abschlu des ,steines1 wie er die strenge ,horizontale der ,architektur durch die ,trme lockert4 ,aber erst die ,gotik erhebt diesen ,altaraufsatz zu einem wichtigen ,teil des ,altars1 die spte ,gotik geradezu zum wichtigsten4 ,wenn der ,priester der romanischen ,zeit auf ,reisen ging1 so fhrte er einen kleinen1 geweihten ,altarstein1 einen sog4 ,tragaltar1 mit4 ,wenn aber der ,frst des #ae4 ,jahrhunderts auf ,reisen geht1 so nimmt er einen kleinen ,flgelaltar als ,reisealtar mit4 ,das ,interesse hat sich also geradezu vom ,altar selbst dem ,aufsatz zugewandt1 der vom ,standpunkt des ,gottesdienstes nur ,schmuck war1 aber ihm mit seinen ,darstellungen bis ins ,innerste seines ,gefhls folgen konnte4 ,die bliche ,form ist berall der ,flgelaltar 7,abb4 #fe71 in ,deutschland von schmaler ,staffel aufsteigend1 sich zum ,schrein verbreiternd und in spitzem ,fialenaufbau endigend1 also ein ,gebilde vom gleichen ,umri wie die ,monstranz oder das ,sakramentshuschen4 ,der ,hauptteil ist der mit gemalten oder geschnitzten ,darstellungen gefllte ,mittelschrein1 der von zwei innen und auen mit ,darstellungen bedeckten ,tren geschlossen wird4 ,die ,entwicklung scheint zu sein1 da man seine ,holzschnitzereien vor ,staub schtzen wollte1 und da er spter1 ohne von der einmal blich gewordenen ,form abzuweichen1 zur gemalten ,tafel wird1 weil sie die ,mglichkeit bot1 durch religise ,beziehungen verknpfte ,darstellungen zusammenzustellen4 ,fr das #ae4 ,jahrhundert und die ,folgezeit ist diese ,form geradezu ein ,gegenstand des knstlerischen ,raffinements4 ,man whlt die an den ,werktagen sichtbaren ,auenflgel in matten ,farben1 oft grau in grau1 um an ,festtagen mit dem ,farbenreichtum des inneren ,teiles der ,flgel und des ,mittelschreins eine um so vollere ,festfreude auszudrcken4 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,tilman ,riemenschneider4 ,heiliger ,blutaltar4 ,rotenburg o4 ,t4 ,wie die ,zahl der ,aufgaben wchst die ,zahl der ,knstler4 ,die ,kunst ist1 eben wegen ihrer reichen ,ausdrucksmglichkeit1 eine der ,lebensformen des ,zeitalters geworden1 von einer ,wichtigkeit und ,vielgestaltigkeit wie nur in der spten ,antike4 ,in ,frankreich und besonders am ,hof der burgundischen ,frsten ist die spte ,gotik eine raffinierte ,luxuskunst4 ,das zerlegte ,ornament wird zu einem hchst sensitiven ,organ zierlicher ,mbel1 zartfarbige ,gobelins schmcken die ,wand1 und die ,buchmalerei schafft ihre luxurisesten ,livres d'heures4 ,aus ihr entwickelt sich in der ersten ,hlfte des #ae4 ,jahrhunderts eine ,malerreihe1 an deren ,anfngen die ,brder van ,eyck stehen1 starke ,seher des wirklichen ,seins4 ,aber sptgotisch zart sind neben ihnen die ,altre des burgundischen ,hofmalers ,rogier van der ,weyden1 des ,hugo van der ,goes1 der seine ,tage im ,kloster beschliet1 und des ,hans ,memling4 ,in ,deutschland hat damals jede ,stadt von ,bedeutung ihren ,malerkreis1 der sich in ,kln um ,stephan ,lochner1 in ,ulm um ,multscher1 in ,nrnberg um ,wolgemut1 am ,oberrhein um ,witz und ,isenmann gruppiert4 ,und es ist bezeichnend fr den neuen ,geschmack1 da in der ,plastik das vielfltiger modellierbare ,holz das ,hauptmaterial wird -- die wichtigsten ,schnitzer sind ,tilman ,riemenschneider in ,franken und ,pacher in ,tirol --1 und da der ,kupferstich als eine neue ,technik gefunden wird1 die ebenfalls gegenber der ,malerei die ,mglichkeit feinerer ,durcharbeitung und zarterer ,auflsungen bietet 7,abb4 #ff74 ,sie wird sofort beliebter als der derbere buchillustrierende ,holzschnitt4 ,ihre ,hauptmeister sind ,martin ,schongauer in ,kolmar1 der sog4 ,hausbuchmeister1 und andere1 dem ,namen nach nicht bekannte4 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,martin ,schongauer3 ,trichte ,jungfrau4 ,der knstlerische ,vortrag wird gesteigert wie in der ,architektur3 der ,formstil von der ,modellierung zur ,zerlegung1 der ,darstellungsstil von der ,einheit zur ,flle4 ,wie in der spten ,antike umfat die ,entwicklung gleichzeitig alle ,mglichkeiten1 werden die beiden relativen ,gegenstze des ruhigen und des bewegten ,menschen bis zur kontrastreichen ,zierlichkeit einerseits1 bis zum kontrastreichen ,realismus andererseits gesteigert4 ,wie sich im geistlichen ,schauspiel der ,ton bis zur ,pbelhaftigkeit erniedrigt1 bis schlielich aus dem edlen ,osterspiel eine wste ,szene voll ,zoten und ,schimpfreden geworden ist1 in der ,hans ,wurst das groe ,wort fhrt1 so scheut die biblische ,darstellung sich vor keiner ,konsequenz eines gegebenen ,themas4 ,die ,geielung ,christi1 die ,martyrien der heiligen ,mnner und ,frauen werden mit einer ,brutalitt1 die ,physiognomien der ,henker voll einer ,roheit dargestellt1 die die ,charakteristik bis an die ,grenze der ,karikatur fhren4 ,es ist kein ,zufall1 da mit den ,kreuzzgen die ,judenverfolgungen beginnen1 und da sie und die ,hexengerichte jetzt grauenhaften ,umfang annehmen4 ,denn die ,roheit ist charakteristisch fr psychisch erregte ,zeitalter4 ,auch in der antiken ,welt kommen die ,tierhetzen erst in der parallelen ,epoche der spten ,republik1 von deren ,sensationslust wir sprachen1 und die seltsame ,dekadenz der kretisch-mykenischen ,zeit kannte hnliches4 ,man wird verstehen1 da die sptantike wie die sptgotische ,epoche auch erotisch uerst erregt waren4 ,so erklrt es sich vielleicht am ersten1 warum ,schongauer neben raufenden ,lehrbuben und polternden ,landsknechten die zartesten ,frauen zeichnet mit trippelndem ,schritt1 mit weich geschwungener ,krperlinie1 zierlich geschnittenem ,mndchen und zartem ,gesichtsoval 7,abb4 #ff74 ,die gotische ,kurve wird bis zu den unmglichsten ,drehungen gesteigert4 ,der ,oberkrper der ,frau wird zurckgebogen1 der ,leib hervorgestreckt1 und1 wie wir sahen1 gilt das nicht nur in der ,kunst1 sondern auch in der ,wirklichkeit als ,schnheitsideal4 ,wir sprachen schon von dem ,nebeneinander von ,zartem und ,rohem1 das in ,wirklichkeit nur die gleiche ,steigerung des ,ausdruckes nach zwei ,richtungen bedeutet1 wie in der ,architektur jetzt grtes ,raumpathos mit zartestem ,ornament verknpft ist4 ,wie in der ,architektur hrt auch in den anderen ,knsten die ,klarheit auf1 eine ,tugend zu sein1 und die berfllung des ,raumes heit ,reichtum1 heit ,schnheit4 ,wie sich ber und zwischen den ,skulpturen im ,altarschrein zierliches ,rankenwerk ansetzt1 so darf in gemalten oder gestochenen ,darstellungen kein leerer ,raum im ,bilde bleiben4 ,man schiebt ,bauwerke1 ,bume und anderes mit hinein1 aber ohne ,rcksicht auf ,klarheit des ,raumes oder des ,vorganges1 ja in den zeichnenden ,knsten greift man zu dem ,aushilfsmittel1 den leeren ,raum einfach mit ,ranken und ,bandrollen zu fllen4 ,es ist dasselbe ,gefhl1 das den neuen ,formstil schafft1 ebenfalls als bloe ,bereicherung der gotischen ,gewandfigur4 ,werden die ,krperdrehungen reicher1 so werden die ,krper selbst nicht klarer unter den ,kleidern1 erst in ,schongauers letzten ,jahren sprt er ein unklares ,bedrfnis nach ,formerkenntnis4 ,gerade hier zeigt sich1 da ,realismus keine ,stilform sondern eine ,tendenz ist1 die jeder ,stil haben kann4 ,er grndet sich hier nicht auf ,formerkenntnis1 wie der ,gegensatz zeigt1 der scheinbar zwischen den realistischen ,kpfen und den ganz unwirklich stilisierten ,gewndern besteht4 ,vielmehr werden die ,kpfe so faltig durchmodelliert1 weil der ,stil die reiche ,form braucht1 und er findet sie ebenso im ,gewand1 indem er die weiche gotische ,kurve zerknittert und dadurch vervielfacht1 wie die ,architektur das ,ornament vervielfachte4 ,der sptgotische ,stil bildet einen einheitlichen ,komplex von ,erscheinungen1 und die ,auflsung des sptgotischen ,altars im ,aufbau ist mit den ,sterngewlben ber ihm und dem starken ,licht- und ,schattenspiel in seinen ,schnitzfiguren so vllig in ,einklang1 wie die ,raumdehnung des ,titusbogens mit dem ,raumgefhl in seinen ,friesen4 ,dieser ,parallelismus ist tief begrndet4 ,verfolgt man die ,stilentwicklung von ,antike und ,mittelalter1 so zeigt sich eine genaue ,kongruenz4 ,drei ,hauptstufen arbeiten sich heraus3 die tektonische1 die einheitlich bewegte und die richtungslos bewegte ,stilform1 in der ,antike reprsentiert durch den dorischen ,tempel1 den ,zeusaltar von ,pergamon und den ,rundtempel von ,baalbek1 im ,mittelalter durch ,st4 ,michael in ,hildesheim1 das ,mnster von ,straburg und dessen ,laurentius-,portal4 ,diese ,formen sind nicht nur in der ,baukunst parallel1 sondern auch in ,gebundenheit1 ,loslsung und ,freiheit von ,plastik und ,malerei1 selbst in den ,phasen des religisen ,erlebens1 die von der ruhigen ,hingabe des ,glaubens zur enthusiastischen ,hingabe1 zur ,ekstase und schlielich zur ,auflsung fhren1 und denen des seelischen ,erlebens berhaupt4 ,innerhalb dieser bereinstimmung unterscheiden sich dann freilich alle ,details1 alle ,einzelerscheinungen genau so weit voneinander1 wie sich der bewute1 einheitliche antike ,mensch von dem dumpfen dualistischen mittelalterlichen ,menschen unterscheidet4 ,verzeichnis der ,abbildungen und ihrer ,quellen4 ,abb4 #a4 ,sulenhof im ,totentempel des ,knigs ,ne-user-re4 ,rekonstruktion4 ,nach ,borchardt1 ,der ,totentempel des ,knigs ,ne-user-re4 #b4 ,lotossule des alten ,reiches4 ,nach3 ,die gyptische ,pflanzensule von ,l4 ,borchardt #ahig1 nach de ,morgan ,red4 ,arch4 #ahid1 ,s4 #bh_/bi4 #c4 ,relief aus dem ,grab des ,ma-nofer4 7,berliner ,museum47 ,nach ,photographie4 #d4 ,fassade des ,tempels von ,luksor4 ,nach ,perrot u4 ,chipiez1 ,geschichte der ,kunst im ,altertum4 #e4 ,ammontempel zu ,karnak4 ,nach ,perrot u4 ,chipiez1 ,geschichte der ,kunst im ,altertum4 #f4 ,knig ,seti ,i4 ruchernd4 ,nach3 ,denkmler gyptischer ,skulptur4 ,herausgegeben von ,fr4 ,w4 von ,bissing4 #g4 ,palast von ,knossos4 ,aus ,dussaud1 ,civilisations4 #h4 ,jngling ein ,gef tragend4 ,fresko aus ,knossos4 ,nach ,drerup1 ,homer4 #i4 ,tongef aus ,kreta4 ,nach ,annual of ,british ,school of ,athens4 #aj4 ,das ,lwentor zu ,mykenai4 ,nach ,photographie4 #aa4 ,tempel des ,poseidon zu ,pstum4 ,nach ,photographie4 #ab4 ,westfront des ,tempels von gina4 7,rekonstruktion von ,furtwngler47 ,nach einer ,photographie des ,modells in der ,mnchner ,glyptothek4 #ac4 ,grundrisse des ,antentempels ,nach ,wgner-,baumgarten1 ,hellas4 #ad4 ,grundri eines ,peripteros4 ,springer-,michaelis1 ,kunstgeschichte ,i4 #ae4 ,vasenscherbe des sog4 ,dipylonstiles4 ,nach ,mon4 d4 ,inst4 ,,ix4 #af4 ,hydria schwarzfigurigen ,stiles aus ,caere4 7,wiener ,museum47 ,nach ,furtwngler u4 ,reichhold1 ,griechische ,vasenmalerei4 #ag4 ,amphora rotfigurigen ,stiles4 ,nach ,furtwngler u4 ,reichhold1 ,griechische ,vasenmalerei4 #ah4 ,grabstele des ,aristion4 ,nach ,conze1 ,athenische ,grabreliefs ,i4 #ai4 ,westgiebel des ,zeustempels zu ,olympia4 ,nach der ,rekonstruktion von ,treu4 #bj4 ,grabstele der ,hegeso4 ,nach ,sauerlandt1 ,griechische ,bildwerke4 #ba4 ,athen4 ,tempel der ,nike ,apteros4 ,nach ,photographie von ,beer4 #bb4 ,grundri des ,amphiprostylos4 ,nach ,wgner-,baumgarten1 ,hellas4 #bc4 ,athen4 ,denkmal des ,lysikrates4 ,nach ,winter1 ,kunstgeschichte in ,bildern ,i4 #bd4 ,amazonenkampf4 ,denkmler griech4 und rm4 ,skulptur4 ,verlagsanstalt fr ,kunst und ,wissenschaft von ,friedr4 ,bruckmann1 ,mnchen4 #be4 ,zeusaltar von ,pergamon4 ,rekonstruiert von ,g4 ,schrammen4 ,verlag von ,georg ,reimer1 ,berlin4 #bf4 ,athena im ,gigantenkampf4 ,relief vom ,zeusaltar zu ,pergamon4 ,heliogravre von ,georg ,bchsenstein u4 ,co4 ,verlag von ,georg ,reimer1 ,berlin4 #bg4 ,isiskult4 ,fresko aus ,herkulanum4 ,nach ,photographie4 #bh4 ,pompeji4 ,haus der ,vettier4 ,peristyl4 ,nach3 ,aus dem klassischen ,sden4 #bi4 ,rom4 ,inneres des ,pantheon4 #cj4 ,baalbek4 ,rundtempel4 #ca4 ,spiegel aus ,boscoreale4 ,nach ,mon4 ,piot ,v4 #cb4 ,elfenbeinpyxis im ,kaiser-,friedrich-,museum1 ,berlin4 ,nach ,photographie4 #cc4 ,konstantinopel4 ,inneres der ,kirche ,hagia ,sophia4 ,nach ,photographie4 #cd4 ,ravenna4 ,s4 ,apollinare in classe4 ,inneres4 ,nach ,dehio und ,bezold1 ,kirchl4 ,baukunst des ,abendlandes ,i4 ,tafel #bj1 #c #d4 #ce4 ,ravenna4 ,s4 ,vitale4 ,kapitell und ,kmpfer4 ,nach ,photographie4 #cf4 ,ravenna4 ,s4 ,apollinare in classe4 ueres4 ,nach ,photographie4 #cg4 ,ravenna4 ,s4 ,vitale4 ,kopf des ,justinian vom ,mosaik des ,altarraumes4 ,nach ,photographie4 #ch4 ,griff und ,beschlag vom ,schwert des ,childerich4 ,paris4 ,nach ,molinier1 ,histoire ,gnrale des ,arts ,appliqus l'industrie4 #ci4 ,gewandnadel aus einem alemann4 ,grab4 ,nach ,lindenschmit1 ,altertmer4 #dj4 ,die vier ,evangelisten4 ,karolingische ,buchmalerei4 ,aus einer ,evangelienhandschrift in ,aachen4 #da4 ,hildesheim4 ,st4 ,godehard4 ueres4 ,nach einer ,aufnahme der ,neuen ,photographischen ,gesellschaft ,a4-,g41 ,steglitz-,berlin4 #db4 ,portal der ,marienkirche in ,gelnhausen4 #dc4 ,hildesheim4 ,st4 ,michael4 ,inneres4 ,originalaufnahme der ,kniglich ,preuischen ,mebildanstalt zu ,berlin4 #dd4 ,kln4 ,st4 ,gereon4 ,krypta4 ,nach ,photographie4 #de4 ,sndenfall an der ,decke von ,st4 ,michael zu ,hildesheim4 ,originalaufnahme der ,kgl4 ,preu4 ,mebildanstalt zu ,berlin4 #df4 ,kelch von ,wilthen4 ,aus ,geschichte des ,deutschen ,kunstgewerbes von ,jakob v4 ,falke4 #dg4 ,system des ,domes zu ,mainz4 ,nach ,springer1 ,handbuch der ,kunstgeschichte4 #dh4 ,gotisches ,system4 7,kathedrale zu ,amiens47 ,nach ,viollet-le-,duc4 #di4 ,system der ,kathedrale von ,noyon4 ,nach ,springer1 ,handbuch der ,kunstgeschichte ,,ii4 #ej4 ,frhgotisches ,hrnerkapitell4 ,nach ,vitry-,briere1 ,sculpt4 ,fran4 d4 ,m4 ,a4 #ea4 ,paris4 ,notre ,dame4 ,fassade4 ,nach ,photographie4 #eb4 ,limburg a4 ,l4 ,dom4 ,inneres4 ,nach ,dehio und v4 ,bezold4 #ec4 ,marienreliquiar im ,dome zu ,aachen4 ,nach ,springer1 ,handbuch der ,kunstgeschichte ,,ii4 #ed4 ,inneres und ueres ,system des ,domes zu ,reims4 ,nach ,dehio u4 v4 ,bezold1 ,kirchl4 ,baukunst4 #ee4 ,straburg4 ,dom4 ,inneres4 ,nach ,springer1 ,handbuch ,,ii4 #ef4 ,gotisches ,pfeilerkapitell4 ,nach ,vitry-,briere1 ,sculpture ,fran4 d4 ,m4 ,a4 #eg4 ,grundri des ,domes zu ,kln4 ,nach ,springer1 ,handbuch ,,ii4 #eh4 ,kln4 ,dom4 ,fassade4 #ei4 ,karlsreliquiar4 ,bologna4 ,nach ,hirths ,formenschatz4 #fj4 ,portalskulpturen an der ,kathedrale zu ,reims4 ,nach ,photographie4 #fa4 ,gotische ,skulptur 7,kluge ,jungfrau74 ,aus ,hartmann1 ,die gotische ,monumentalplastik in ,schwaben4 #fb4 ,straburg4 ,dom4 ,laurentius-,portal4 ,nach ,photographie des ,dombauamts zu ,straburg4 #fc4 ,dinkelsbhl4 ,georgskirche4 ,inneres4 ,nach ,lbke-,semrau ,,ii4 #fd4 ,sptgotische ,monstranz4 ,nach ,knackfu1 ,kunstgeschichte4 #fe4 ,tilman ,riemenschneider3 ,heiliger ,blutaltar4 ,rotenburg o4 ,t4 #ff4 ,martin ,schongauer3 ,trichte ,jungfrau4 ,nach ,max ,lehrs4 ,die ,sammlung ,aus ,natur und ,geisteswelt8 nunmehr schon ber #fjj ,bndchen umfassend1 sucht seit ihrem ,entstehen dem ,gedanken zu dienen1 der heute in das ,wort3 ,freie ,bahn dem ,tchtigen68 geprgt ist4 ,sie will die ,errungenschaften von ,wissenschaft1 ,kunst und ,technik einem jeden zugnglich machen1 ihn dabei zugleich unmittelbar im ,beruf frdern1 den ,gesichtskreis erweiternd1 die ,einsicht in die ,bedingungen der ,berufsarbeit vertiefend4 ,sie bietet wirkliche ,einfhrungen8 in die ,hauptwissensgebiete fr den ,unterricht oder ,selbstunterricht des ,laien1 wie sie den heutigen methodischen ,anforderungen entsprechen4 ,so erfllt sie ein ,bedrfnis1 dem ,skizzen1 die den ,charakter von ,auszgen8 aus groen ,lehrbchern tragen1 nie entsprechen knnen2 denn solche setzen vielmehr eine ,vertrautheit mit dem ,stoffe schon voraus4 ,sie bietet aber auch dem ,fachmann eine rasche zuverlssige bersicht ber die sich heute von ,tag zu ,tag weitenden ,gebiete des geistigen ,lebens in weitestem ,umfang und vermag so vor allem auch dem immer strker werdenden ,bedrfnis des ,forschers zu dienen1 sich auf den ,nachbargebieten auf dem laufenden zu erhalten4 ,in den ,dienst dieser ,aufgabe haben sich darum auch in dankenswerter ,weise von ,anfang an die besten ,namen gestellt1 gern die ,gelegenheit benutzend1 sich an weiteste ,kreise zu wenden1 an ihrem ,teil bestrebt1 der ,gefahr der ,spezialisierung8 unserer ,kultur entgegenzuarbeiten4 ,so konnte der ,sammlung auch der ,erfolg nicht fehlen4 ,mehr als die ,hlfte der ,bndchen liegen1 bei jeder ,auflage durchaus neu bearbeitet1 bereits in #b4 bis #f4 ,auflage vor1 insgesamt hat die ,sammlung bis jetzt eine ,verbreitung von weit ber #d ,millionen ,exemplaren gefunden4 ,alles in allem sind die schmcken1 gehaltvollen ,bnde besonders geeignet1 die ,freude am ,buche zu wecken und daran zu gewhnen1 einen kleinen ,betrag1 den man fr ,erfllung krperlicher ,bedrfnisse nicht anzusehen pflegt1 auch fr die ,befriedigung geistiger anzuwenden4 ,durch den billigen ,preis ermglichen sie es tatschlich jedem1 auch dem wenig ,begterten1 sich eine ,bcherei zu schaffen1 die das fr ihn ,wertvollste ,aus ,natur und ,geisteswelt8 vereinigt4 ,jedes der meist reich illustrierten ,bndchen ist in sich abgeschlossen und einzeln kuflich ,jedes ,bndchen geheftet ,m4 #a4bj1 gebunden ,m4 #a4ej ,teuerungszuschlge #cj einschliel4 #aj ,zuschlag der ,buchhandlung ,leipzig1 im ,juni #aiah4 ,b4 ,g4 ,teubner ,jedes ,bndchen geheftet ,m4 #a4bj1 gebunden ,m4 #a4ej ,zur bildenden ,kunst1 ,musik und ,schauspielkunst sind bisher erschienen3 ,bildende ,kunst ,allgemeines3 ,das ,wesen der deutschen bildenden ,kunst4 ,von ,geh4 ,rat ,prof4 ,dr4 ,h4 ,thode4 7,bd4 #ehe47 ,bau und ,leben der bildenden ,kunst4 ,von ,direktor ,prof4 ,dr4 ,th4 ,volbehr4 #b4 ,aufl4 ,mit #dd ,abbildungen4 7,bd4 #fh47 ,kunstpflege in ,haus und ,heimat4 ,von weil4 ,superintendent ,r4 ,brkner4 #c4 ,auflage4 ,mit #bi ,abbildungen4 7,bd4 #gg47 sthetik4 ,von ,prof4 ,dr4 ,r4 ,hamann4 #b4 ,aufl4 7,bd4 #cde47 99,einfhrung in die ,geschichte der sthetik4 ,von ,privatdozent ,dr4 ,h4 ,nohl4 7,bd4 #fjb47 ,geometrisches ,zeichnen4 ,von akad4 ,zeichenlehrer ,a4 ,schudeisky4 ,mit ,fig4 7,bd4 #efh47 ,projektionslehre4 ,die rechtwinklige ,parallelprojektion und ihre ,anwendung auf die ,darstellung technischer ,gebilde nebst einem ,anhang ber die schiefwinklige ,parallelprojektion in kurzer leichtfalicher ,darstellung fr ,selbstunterricht und ,schulgebrauch4 ,von akad4 ,zeichenlehrer ,a4 ,schudeisky4 ,mit #bjh ,figuren im ,text4 7,bd4 #efd47 ,grundzge der ,perspektive nebst ,anwendungen4 ,von ,prof4 ,dr4 ,k4 ,doehlemann4 ,mit #ia ,fig4 u4 #aa ,abb4 7,bd4 #eaj47 ,der ,weg zur ,zeichenkunst4 ,ein ,bchlein fr theoretische und praktische ,selbstbildung4 ,von ,dr4 ,e4 ,weber4 #b4 ,aufl4 ,mit #ha ,abbildungen und #a ,farbtafel4 7,bd4 #dcj47 ,geschichte3 ,die ,entwicklungsgeschichte d4 ,stile in d4 bildenden ,kunst4 ,von ,dr4 ,e4 ,cohn-,wiener4 #b ,bde4 #b4 ,aufl4 7,auch in #a ,bd4 geb47 ,bd4 ,i3 ,vom ,altertum bis zur ,gotik4 ,mit #ff ,abb4 7,bd4 #cag47 ,bd4 ,,ii3 ,von d4 ,renaissance b4 z4 ,gegenw4 ,m4 #db ,abb4 7,bd4 #cah47 99,wrterbuch zur ,kunstgeschichte4 ,von ,dr4 ,e4 ,cohn-,wiener4 7,teubners kleine ,fachwrterbcher4 ,geb4 ca4 ,m4 #c4--47 ,altertum3 ,die ,bltezeit der griechischen ,kunst im ,spiegel der ,reliefsarkophage4 ,eine ,einfhrung in die griechische ,plastik4 ,von ,prof4 ,dr4 ,h4 ,wachtler4 ,mit #h ,tafeln und #cb ,abb4 7,bd4 #bgb47 ,pompeji1 eine hellenistische ,stadt in ,italien4 ,von ,prof4 ,dr4 ,fr4 v4 ,duhn4 #c4 ,aufl4 ,mit #fb ,abbildungen im ,text und auf einer ,tafel1 sowie einem ,plan4 7,bd4 #aad47 ,mittelalter und ,neuzeit3 ,deutsche ,baukunst im ,mittelalter4 ,von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,matthaei4 ,i3 ,von den ,anfngen bis zum ,ausgang der romanischen ,baukunst4 ,mit #db ,abb4 im ,text und auf einer ,doppeltafel4 ,,ii3 ,gotik und ,sptgotik4 #d4 ,aufl4 ,mit zahlr4 ,abb4 7,bd4 #h-i47 ,die altdeutschen ,maler in ,sddeutschland4 ,von ,h4 ,nemitz4 ,mit #a ,abbildung im ,text und einem ,bilderanhang4 7,bd4 #dfd47 ,albrecht ,drer4 ,von weil4 ,prof4 ,dr4 ,r4 ,wustmann4 #b4 ,aufl4 von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,matthaei4 ,mit ,titelbild und zahlr4 ,abb4 7,bd4 #ig47 ,die ,renaissancearchitektur in ,italien ,i4 ,von ,dr4 ,p4 ,frankl4 ,mit #ab ,tafeln und #bg ,textabbildungen4 7,bd4 #cca47 ,,ii4 ,in ,vorb4 7,bd4 #cfb47 ,michelangelo4 ,eine ,einfhrung in das ,verstndnis seiner ,werke4 ,von ,prof4 ,dr4 ,e4 ,hildebrandt4 ,mit #dd ,abbildungen4 7,bd4 #cib47 ,niederlndische ,malerei im #ag4 ,jahrhundert4 ,von ,prof4 ,dr4 ,h4 ,jantzen4 ,mit #cg ,abbildungen4 7,bd4 #cgc47 ,rembrandt4 ,von ,prof4 ,dr4 ,p4 ,schubring4 #b41 verb4 ,aufl4 ,mit #dh ,abbildungen auf #bh ,tafeln im ,anhang4 7,bd4 #aeh47 ,deutsche ,baukunst seit dem ,mittelalter bis zum ,ausgang des #ah4 ,jahrhunderts3 ,renaissance1 ,barock1 ,rokoko4 ,von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,matthaei4 #b4 ,aufl4 ,mit ,abbildungen und ,tafeln4 7,bd4 #cbf47 #ai4 ,jahrhundert3 ,deutsche ,baukunst im #ai4 ,jahrhundert4 ,von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,matthaei4 ,mit #ce ,abbildungen4 7,bd4 #dec47 ,die deutsche ,malerei im #ai4 ,jahrhundert4 ,von ,prof4 ,dr4 ,r4 ,hamann4 #b ,bnde ,text1 #b ,bnde mit #eg ganzseitigen und #bjj halbseitigen ,abbildungen 7,bd4 #ddh-dea1 in #b ,doppelbnden je geh4 ,m4 #b4dj1 geb4 ,m4 #c4--1 auch in #a ,halbpergamentband ,m4 #g4--7 ,die ,maler des ,impressionismus4 ,von ,prof4 ,dr4 ,b4 ,lzr4 ,mit #ib ,abbildungen und #a farbigen ,tafel4 7,bd4 #cie47 ,kunstgewerbe3 ,die dekorative ,kunst des ,altertums4 ,v4 ,dr4 ,fr4 ,poulsen4 ,m4 #aab ,abb4 7,bd4 #ded47 ,deutsche ,kunst im tgl4 ,leben bis zum ,schlusse d4 #ah4 ,jahrhunderts4 ,von ,prof4 ,dr4 ,b4 ,haendcke4 ,mit #fc ,abbildungen4 7,bd4 #aih47 ,geschichte der ,gartenkunst4 ,von ,baurat ,dr4-,ing4 ,chr4 ,ranck4 ,mit #da ,abb4 7,b4 #bgd47 ,die knstlerische ,photographie4 ,ihre ,entwicklung1 ihre ,probleme1 ihre ,bedeutung4 ,von ,dr4 ,m4 ,warstat4 ,mit #ab ,tafeln4 7,bd4 #daj47 ,musik ,geschichte der ,musik4 ,von ,dr4 ,alfred ,einstein4 7,bd4 #dcf47 ,beispielsammlung zur lteren ,musikgeschichte4 ,von ,dr4 ,a4 ,einstein4 7,bd4 #dci47 ,haydn1 ,mozart1 ,beethoven4 ,von ,prof4 ,dr4 ,c4 ,krebs4 #b4 ,aufl4 ,m4 #d ,bildn4 7,bd4 #ib47 ,die ,bltezeit der musikalischen ,romantik in ,deutschland4 ,von ,dr4 ,e4 ,istel4 ,mit #a ,silhouette4 7,bd4 #bci47 ,das ,kunstwerk ,richard ,wagners4 ,von ,dr4 ,e4 ,istel4 #b4 ,aufl4 ,mit #a ,bildnis ,richard ,wagners4 7,bd4 #ccj47 ,die moderne ,oper4 ,vom ,tode ,wagners bis zum ,weltkrieg 7#ahhh-aiad74 ,von ,dr4 ,e4 ,istel4 ,mit #c ,bildnissen4 7,bd4 #die47 ,die ,grundlagen der ,tonkunst4 ,versuch einer entwickelnden ,darstellung der allgemeinen ,musiklehre4 ,von ,prof4 ,dr4 ,h4 ,rietsch4 #b41 durchgesehene ,auflage4 7,bd4 #agh47 ,musikalische ,kompositionsformen4 ,von ,s4 ,g4 ,kallenberg4 #b ,bnde4 ,bd4 ,i3 ,die elementaren ,tonverbindungen als ,grundlage der ,harmonielehre4 ,bd4 ,,ii3 ,kontrapunktik und ,formenlehre4 7,bd4 #dab u4 #dac1 auch in #a ,band gebunden47 99,harmonielehre4 ,von ,dr4 ,h4 ,scholz4 7,bd4 #efj47 ,das moderne ,orchester in seiner ,entwicklung4 ,von ,prof4 ,dr4 ,fr4 ,volbach4 #c4 ,aufl4 ,mit ,partiturbeispielen u4 ,tafeln4 7,bd4 #cjh47 ,die ,instrumente des ,orchesters4 ,v4 ,prof4 ,dr4 ,fr4 ,volbach4 ,mit #fj ,abb4 7,bd4 #chd47 ,klavier1 ,orgel1 ,harmonium4 ,das ,wesen der ,tasteninstrumente4 ,von ,professor ,dr4 ,o4 ,bie4 7,bd4 #cbe47 ,schauspielkunst ,das ,theater4 ,schauspielhaus und ,schauspielkunst vom griechischen ,altertum bis auf die ,gegenwart4 ,von ,dr4 ,chr4 ,gaehde4 #b4 ,aufl4 ,mit #ah ,abb4 7,bd4 #bhj47 ,die griechische ,tragdie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,j4 ,geffcken4 ,mit #e ,abbildungen im ,text und #a ,tafel4 7,bd4 #eff47 ,die griechische ,komdie4 ,von ,prof4 ,dr4 ,a4 ,krte4 ,m4 ,titelb4 u4 #b ,taf4 7,bd4 #djj47 ,das ,drama4 ,von weil4 ,dr4 ,b4 ,busse4 ,mit #c ,abb4 #c ,bde4 ,i3 ,von der ,antike z4 franz4 ,klassizismus4 #b4 ,auflage1 neu bearbeitet von ,oberlehrer ,dr4 ,niedlich1 ,prof4 ,dr4 ,r4 ,imelmann und ,prof4 ,dr4 ,glaser4 ,,ii3 ,von ,versailles bis ,weimar4 ,,iii3 ,von der ,romantik zur ,gegenwart4 7,bd4 #bhg_/bhi47 ,das deutsche ,drama des #ai4 ,jahrhunderts4 ,in seiner ,entwicklung dargestellt von ,prof4 ,dr4 ,g4 ,witkowski4 #d4 ,auflage4 ,mit #a ,bildnis ,hebbels4 7,bd4 #ea47 ,die mit 99 bezeichneten und weitere ,bnde in ,vorbereitung4 ,als ,fortsetzung des vorliegenden ,bndchens ist von demselben ,verfasser erschienen3 ,von der ,renaissance bis zur ,gegenwart ,mit zahlr4 ,abb4 #b4 ,aufl4 ,a4 ,nat4 u4 ,geistesw4 ,bd4 #cah4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,geschichte der bildenden ,knste ,eine ,einfhrung von ,dr4 ,e4 ,cohn-,wiener4 ,preis ca4 ,m4 #d4-- ,das ,buch will kein historisch geordnetes ,nachschlagebuch sein1 sondern mglichst viel vom ,wesen der ,kunst und des ,kunstwerkes geben4 ,es sucht neben dem bloen ,wissen die ,freude am ,kunstwerk zu vermitteln1 erkennen zu lassen1 da hinter dem ,werk der ,knstler als schpferische ,persnlichkeit steht4 ,seine ,aufgabe1 der ,selbstbelehrung und als ,lehrbuch zu dienen1 sucht es nicht zu lsen1 indem es durch oberflchliche ,behandlung eines verwirrenden ,vielerlei mitzureden8 befhigt1 sondern durch eingehende ,bildhaftigkeit und ,anschaulichkeit anstrebende ,besprechung der behandelten ,kunstwerke sucht es dem ,leser den inneren ,gehalt der ,kunstepochen so vor ,augen zu stellen1 da er auch die ,werke1 die das ,bchlein selbst nicht erwhnen kann1 zu verstehen vermag4 ,eine reiche ,zahl von ,abbildungen -- darunter auch farbige -- dient der ,anschaulichkeit4 ,die neueste ,zeit ist besonders eingehend behandelt worden1 weil hier das ,bedrfnis am unmittelbarsten ist4 ,wrterbuch zur ,kunstgeschichte ,von ,dr4 ,ernst ,cohn-,wiener4 ,gebunden ,m4 #c4-- ,elementargesetze der bildenden ,kunst ,grundlagen einer praktischen sthetik von ,prof4 ,dr4 ,hans ,cornelius4 #b4 ,auflage4 ,mit #bde ,abb4 und #ac ,tafeln4 ,geh4 ,m4 #g4--1 geb4 ,m4 #h4-- ,es gibt kein ,buch1 in dem die elementarsten ,gesetze knstlerischer ,raumgestaltung so klar und anschaulich dargelegt1 so berzeugend abgeleitet wren4 ,wir haben hier zum ersten ,male eine zusammenfassende1 an zahlreichen einfachen ,beispielen erluterte ,darstellung der wesentlichsten ,bedingungen1 von denen namentlich die plastische ,gestaltung in ,architektur1 ,plastik und ,kunstgewerbe abhngt48 7,zeitschrift fr sthetik47 ,die bildenden ,knste ,ihre ,eigenart und ihr ,zusammenhang4 ,vorlesung von ,professor ,dr4 ,karl ,doehlemann4 ,geheftet ,m4 --4#hj ,eine tiefgrndige ,besprechung der bildenden ,knste -- ,malerei1 ,plastik und ,architektur umfassend -- in durchweg anregender ,form4 ,die ,fachwelt wie die gebildeten ,stnde werden die ,schrift mit hoher ,befriedigung aufnehmen48 7,wiener ,bauindustrie-,ztg47 ,unser ,verhltnis zu den bildenden ,knsten ,von ,geh4 ,hofrat ,prof4 ,dr4 ,a4 ,schmarsow4 ,geh4 ,m4 #b4--1 geb4 ,m4 #b4fj ,diese ,vortrge bilden den wertvollsten ,beitrag zur ,literatur ber die ,kunsterziehungsfrage4 ,schmarsow entwickelt seine ,anschauung ber das ,verhltnis der ,knste zueinander1 um zu zeigen1 wie jede einzelne einer besonderen ,seite der menschlichen ,organisation entspreche1 wie darum auch alle ,knste eng miteinander verknpft sind1 da alle von einem ,organismus ausstrahlen48 7,deutsche ,literaturzeitung47 ,psychologie der ,kunst ,darstellung ihrer ,grundzge4 ,v4 ,dr4 ,r4 ,mller-,freienfels4 #b ,bde4 ,i3 ,die ,psychologie d4 ,kunstgenieens u4 ,kunstschaffens4 ,,ii3 ,die ,formen d4 ,kunstwerks u4 d4 ,psychol4 d4 ,bewertung4 ,geh4 je ,m4 #d4dj1 in #a ,bd4 geb4 ,m4 #aj4-- ,was diesem ,werke ,beachtung und ,anerkennung erworben hat1 ist zum ,teil der ,umstand1 da es zu den sehr seltenen wissenschaftlichen deutschen ,bchern gehrt1 die auch einen sthetischen ,wert besitzen1 aus denen eine ,persnlichkeit spricht1 die ber eine ungewhnliche ,gabe der ,synthese verfgt48 7,zeitschrift fr sthetik47 ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,bau und ,leben der bildenden ,kunst4 ,von ,dr4 ,theodor ,volbehr4 ,mit #dd ,abb4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,im ,gegensatz zu den ,kompendien und ,leitfaden alten ,stils1 die die ,stile' nach ihren ueren ,merkmalen klassifizieren1 sucht der ,verfasser von einem neuen ,standpunkte aus in das ,verstndnis des ,wesens der bildenden ,kunst hineinzufhren4 ,in durchaus allgemein verstndlicher ,darstellung fhrt uns das ,buch in das ,verstndnis der ,knstlerpersnlichkeit als des fr die ,kunst entscheidenden ,faktors ein4 ,die ,entwicklung eigener ,ansichten verleiht dem feinsinnigen ,buche hohen ,reiz48 7,zeitschr4 f4 d4 gewerbl4 ,unterr47 ,untersuchungen zur ,geschichte der ,architektur und ,plastik des frheren ,mittelalters4 ,v4 ,priv4-,doz4 ,dr4 ,g4 ,weise4 ,mit #bb ,abb4 i4 ,text u4 #i ,abb4 auf #e ,tafeln4 ,geh4 ,m4 #f4--1 geb4 ,m4 #g4-- ,die hier vereinigten ,einzeluntersuchungen wollen neue ,ergebnisse fr die wichtigste ,voraussetzung zur ,erkenntnis ihres ,entwicklungsganges durch eine mglichst genaue ,datierung der erhaltenen ,werke gewinnen und so fr die karolingische und merowingische ,zeit eine ,vermehrung dieses ,materials liefern4 ,in drei ,aufstzen sind die ,ergebnisse der von dem ,verfasser in jngster ,zeit an verschiedenen karolingischen ,denkmlern durchgefhrten ,grabungen niedergelegt4 ,eine ,reihe kleinerer ,aufstze bringt den ,versuch1 das heute der ,forschung zugngliche ,material an karolingischen ,denkmlern durch ,rekonstruktion einzelner verschwundener ,bauten auf ,grund der ,quellennachrichten zu bereichern4 ,die ,renaissancearchitektur in ,italien4 ,von ,dr4 ,p4 ,frankl4 ,i4 ,teil4 ,mit #ab ,taf4 u4 #bg ,abb4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,ein glnzend geschriebenes ,kapitel ber die sich an den ,namen ,brunelleschi knpfende ,stilwandlung leitet den ,band ein1 der die ,darstellung der ,renaissancearchitektur von den ,florentiner ,anfngen bis zu den durch ,bramante1 ,spaventa u4 ,raffael geschaffenen ,hhepunkten fhrt4 ,das ,bndchen ist den wichtigsten ,erscheinungen ber die italienische ,renaissancearchitektur beizuzhlen48 7,bau-,rundschau47 ,michelangelo4 ,eine ,einfhrung in das ,verstndnis seiner ,werke4 ,von ,prof4 ,ed4 ,hildebrandt4 ,mit #a ,titelbild u4 #dc ,abb4 i4 ,text4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,dies ,buch drfte zu den besten populren ,werken ber ,m4 gehren4 ,in berzeugenden1 klaren ,worten behandelt der ,verfasser das bermenschliche ,werk dieses groen ,meisters1 sein ,leben und sein ,wirken4 ,bcher wie diese sind dazu geschaffen1 tieferes ,interesse an der ,kunst zu erzeugen48 7,der ,architekt47 ,deutsche ,baukunst4 ,von ,geh4 ,reg4-,rat ,prof4 ,dr4 ,ad4 ,matthaei4 #c ,bnde4 ,bd4 ,i4 ,deutsche ,baukunst im ,mittelalter4 #c4 ,aufl4 ,mit #bi ,abb4 ,bd4 ,,ii3 ,deutsche ,baukunst seit dem ,mittelalter bis zum ,ausgang des #ah4 ,jahrhunderts4 ,mit #fb ,abb4 und #c ,tafeln4 ,bd4 ,,iii3 ,deutsche ,baukunst im #ai4 ,jahrhundert und in der ,gegenwart4 ,mit #ce ,abb4 ,geh4 je ,m4 #a4bj1 geb4 je ,m4 #a4ej1 in #a ,bd4 geb4 ,m4 #d4ej 444 ,in bndiger1 beraus verstndlicher ,sprache entrollt der ,verfasser die ,entwicklungsgeschichte der deutschen ,baukunst4 ,das ,buch ist so recht geeignet1 das zu erfllen1 was der ,verfasser am ,schlusse des ,buches als ,zweck desselben ausspricht3 ,den ,laien ,klarheit schaffen ber die ,fragen der ,baukunst und die ,knstler auf jene ,zeit hinweisen1 in der die ,baukunst der ,ausdruck deutschen ,wesens war4'8 7,kunst und ,handwerk47 ,die ,entwicklungsphasen der neueren ,baukunst4 ,von ,dr4 ,paul ,frankl4 ,mit #ej ,abb4 im ,text u4 #bd ,abb4 auf ,tafeln4 ,geh4 ,m4 #f4-- geb4 ,m4 #g4ej ,inhalt3 ,problem u4 ,methode4 ,die ,entwicklungsphasen der ,raumform -- der ,krperform -- der ,bildform -- der ,zweckgesinnung4 ,das ,unterscheidende und das ,gemeinsame der vier ,phasen4 ,das ,problem1 die ,architekturstile seit der ,renaissance streng zu definieren1 wird hier von neuem aufgenommen4 ,die ,methode ist die1 da die vier ,elemente der ,architektur1 ,raumform1 ,krperform1 ,bildform und ,zweckgesinnung fr sich untersucht werden und die ,stilmerkmale1 die fr jede der ,stilphasen1 ,renaissance1 ,barock1 ,rokoko und ,klassizismus1 als die entscheidenden gelten sollen1 auf die allgemeinste ,formulierung gebracht werden4 ,der gemeinsame ,grundzug der ganzen ,periode ist die ,beziehung zur ,antike zunchst und daraus folgend zu einem die ,kunst verwissenschaftlichenden ,begriff von ,richtigkeit1 der zuletzt sich ausweitet zu einem ,nebeneinander und ,nacheinander anerkannter ,stilrichtigkeiten im #ai4 ,jahrhundert4 ,die ,begrndung der modernen sthetik und ,kunstwissenschaft durch ,leon ,battista ,alberti4 ,eine krit4 ,darstell4 als ,beitrag z4 ,grundleg4 d4 ,kunstwissenschaft4 ,von ,dr4 ,w4 ,flemming4 ,geh4 ,m4 #d4--1 geb4 ,m4 #e4-- ,mu ,galilei der ,begrnder der modernen ,naturwissenschaft genannt werden1 so darf sein etwas lterer ,zeitgenosse ,l4 ,b4 ,alberti der ,vater der modernen ,kunstwissenschaft heien4 ,bedeutungsvoller noch als seine ,einzelergebnisse ist seine ,methode4 ,diese herauszuarbeiten1 ihre ,fruchtbarkeit zu erweisen und also den ,weg des ,florentiners weiterzuschreiten ist das ,ziel dieser ,darstellung4 ,die altdeutschen ,maler in ,sddeutschland4 ,von ,helene ,nemitz4 ,mit ,bilderanhang4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,das ,bndchen sucht das ,verstndnis fr die ,eigenart und ,gre der altdeutschen ,malerei des #ae4 ,jahrhunderts und so den ,sinn fr die in ihren ,werken sich offenbarende echt deutsche ,schnheit zu wecken4 ,es zeigt1 wie das kraftvolle1 tiefinnerliche ,gefhlsleben jener ,zeit kaum irgendwo eine knstlerisch reinere ,ausprgung und ,verklrung gefunden hat als in den ,bildern der ,meister ,sddeutschlands4 ,albrecht ,drer4 ,v4 ,dr4 ,r4 ,wustmann4 ,m4 ,titelbild u4 #cb ,abb4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,eine schlichte und knappe ,erzhlung des gewaltigen menschlichen und knstlerischen ,entwicklungsganges ,drers und eine ,darstellung seiner ,kunst1 in der nacheinander ,selbst- und ,angehrigenbildnisse1 die ,zeichnungen zur ,apokalypse1 die ,darstellungen von ,mann und ,weib1 das ,marienleben1 die ,stiftungsgemlde1 die ,radierungen v4 ,rittertum1 ,trauer und ,heiligkeit sowie die wichtigsten ,werke aus der ,zeit der ,reife behandelt werden4 ,niederlndische ,malerei im #ag4 ,jahrhundert4 ,von ,dr4 ,h4 ,jantzen4 ,mit #cg ,abb4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,gibt eine ,einfhrung in das ,verstndnis dieser ,bltezeit der ,malerei1 indem es die zahlreichen1 dort in immer neuen ,stoffgebieten3 ,historienmalerei1 ,portrt1 ,gruppenbild1 ,sittenbild1 ,interieur1 ,landschaft1 ,seestck1 ,kirchenstck1 ,stilleben auftauchenden malerischen ,probleme sowie ihre gesetzmigen ,zusammenhnge darlegt und die einzelnen hervortretenden ,knstlerpersnlichkeiten und -gruppen kurz und treffend charakterisiert4 ,rembrandt4 ,v4 ,prof4 ,dr4 ,p4 ,schubring4 ,mit #a ,titelb4 u4 #di ,abb4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,eine lebensvolle ,schilderung des menschlichen u4 knstl4 ,entwicklungsganges ,r's4 ,zur ,darstellung gelangen seine persnl4 ,schicksale bis #afdb1 die ,frhzeit1 die ,zeit bis zu ,saskias ,tode1 die ,nachtwache1 sein ,verhltnis zur ,bibel1 die ,radierungen1 ,urkundliches ber die ,zeit nach #afdb1 die ,periode des farbigen ,helldunkels1 die ,gemlde nach der ,nachtwache und die ,sptzeit4 ,beigefgt sind die beiden ltesten ,biographien ,rembrandts4 ,der ,impressionismus4 ,von ,prof4 ,b4 ,lazar4 ,mit #a farb4 ,tafel u4 #cb ,abb4 auf ,taf4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 #a4ej ,betrachtet ,werden und ,wesen des ,impressionismus bis in die jngste ,zeit1 mit besonderer ,betonung der geschichtlichen ,entwicklung und mit ,charakterisierung aller groen impressionistischen ,maler der ,neuzeit4 ,die knstlerische ,photographie4 ,entwicklung1 ,probleme1 ,bedeutung4 ,v4 ,dr4 ,w4 ,warstat4 ,m4 ,bilderanh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,die ,natur in der ,kunst4 ,studien eines ,naturforschers z4 ,geschichte d4 ,malerei4 ,v4 ,prof4 ,dr4 ,f4 ,rosen4 ,m4 #abj ,abb4 n4 ,zeichn4 v4 ,e4 ,s u4 ,photograph4 d4 ,verf4 ,geb4 ,m4 #ab4-- ,grundzge der ,perspektive nebst ,anwendungen4 ,von ,prof4 ,dr4 ,karl ,doehlemann4 ,mit #ia ,fig4 u4 #aa ,abb4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,das fr den ,selbstunterricht gedachte ,bndchen sucht auch dem den mathematischen ,dingen ,abholden durch die ,anschauung die ,einsicht in den ,vorgang der perspektivischen ,abbildung wie das ,verstndnis der freien ,perspektive8 zu vermitteln4 ,das ,wesentliche und ,gesetzmige ist hervorgehoben1 mit einfachen auch figrlich veranschaulichten ,anwendungsbeispielen belegt1 ebenso sind ,einzelaufgaben zur bung beigegeben4 ,mathematik und ,malerei4 ,von ,oberlehrer ,dr4 ,g4 ,wolff4 ,mit #ah ,fig4 und #ce ,abb4 im ,text u4 auf #d ,tafeln4 ,kart4 ,m4 #a4fj ,die nahen historischen ,beziehungen zwischen ,malerei und mathematischer ,perspektive werden dazu benutzt1 um aus formaler ,darstellung eines ,bildes dessen knstlerischen ,wert zu beurteilen4 ,der #a4 ,teil entwickelt im engsten ,anschlu an die ,malerei die ,grundlagen der malerischen ,perspektive4 ,der #b4 ,teil analysiert mit den so gewonnenen ,mitteln einzelne perspektivisch besonders lehrreiche ,bilder4 ,mathematik und ,architektur4 ,von ,prof4 ,dr4 ,k4 ,doehlemann4 ,kart4 ,m4 --4#hj ,deutsche ,kunsterziehung4 ,im ,auftrage des ,deutschen ,landesausschusses fr den ,,iii4 ,internat4 ,kongre zur ,frderung des ,zeichen- und ,kunstunterrichts verffentl4 ,mit ,schlerzeichn4 aus ,preuen1 ,bayern1 ,sachsen u4 ,hamburg auf #af ,taf4 ,ausstattung des ,buches v4 ,prof4 ,p4 ,behrens4 ,geb4 ,m4 #b4-- ,inhalt3 ,l4 ,pallat3 ,zeichenunterricht4 ,g4 ,kerschensteiner3 ,die ,entwicklg4 d4 zeichner4 ,begabung4 ,p4 ,jessen3 ,handarbeit u4 ,kunst4 ,g4 ,pauli3 ,das deutsche ,bilderbuch4 ,p4 ,hermann3 ,das ,wandbild in der ,schule4 ,c4 ,gtze3 ,junge ,krfte4 ,a4 ,lichtwark3 ,die ,entwicklung der deutschen ,kunstmuseen4 ,die ,erziehung d4 ,anschauung4 ,von ,prof4 ,h4 ,e4 ,timerding4 ,mit #afd ,fig4 ,geh4 ,m4 #d4hj1 geb4 ,m4 #e4fj ,wandtafel und ,kreide im ,elementarunterricht4 ,gedchtniszeichn4 m4 erlut4 ,text von ,lehrer ,othmer4 #be bunte ,taf4 mit ,erluterungsheft4 ,in ,mappe ,m4 #f4ej ,die ,technik des ,tafelzeichnens4 ,von ,dr4 ,ernst ,weber4 #c4 ,aufl4 #dj teils farb4 in ,kreidetechnik gezeichn4 ,taf4 nebst #a ,erluterungsheft m4 #f ,illustr4 ,in ,mappe ,m4 #f4-- ,technisches ,zeichnen4 von ,prof4 ,horstmann1 ,regierungs- u4 ,gewerbeschulrat4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin ,das ,wesen der deutschen ,kunst ,von ,geh4 ,rat ,prof4 ,dr4 ,h4 ,thode4 ,mit ,abb4 ,geh4 ,m4 #a4bj1 geb4 ,m4 #a4ej ,eine eingehende ,charakteristik der ,eigentmlichkeiten deutschen bildenden ,schaffens und deren ,erklrung aus der ,wesensanlage unseres ,volkes1 die an ,einzelbeispielen zeigt1 wie in dieser die knstlerischen ,anschauungen1 die ,wahl und ,auffassung des ,gegenstndlichen und die stilistischen ,erscheinungen begrndet sind1 und auf ,grund solcher ,erkenntnis die ,stellung und ,bedeutung unserer bildenden ,kunst der antiken und der romanischen gegenber bestimmt4 ,die deutsche ,malerei im #ai4 ,jahrhundert ,von ,prof4 ,dr4 ,r4 ,hamann4 ,mit #eg ganzseitigen und #bjj halbseitigen ,abbildungen4 ,in ,halbpergament ,m4 #g4-- ,h4 hat eine ausgezeichnete ,darstellung des ,entwicklungsganges der ,malerei whrend des letzten ,jahrhunderts gegeben4 ,meines ,wissens gibt es in der ganzen modernen ,kunstgeschichtschreibung keine annhernd so vortreffliche ,darstellung des ,wesens der ,malerei seit #ahfj bis zum ,einbruch des ,naturalismus1 als sie ,h4 im #f4 ,kap4 seines ,werkes gibt4 ,es ist ein ,genu1 sich der meisterhaften ,behandlung dieser ,epoche ruhig hinzugeben48 7,preu4 ,jahrb47 ,der ,landschaftsmaler ,joh4 ,alexander ,thiele u4 seine schsischen ,prospekte4 ,von ,landgerichtsrat ,dr4 ,m4 ,stbel4 ,text mit #ae ,abb4 u4 #cj ,lichtdrucktaf4 ,in ,mappe ,m4 #bj4--1 in ,leinwandmappe ,m4 #bd4-- ,thieles ,einflu hat sich bis auf ,richter und dessen ,schule erstreckt4 ,seine ,radierungen sind die ersten knstl4 deutschen ,landschaftsbltter des #ah4 ,jahrh4 ,das ,buch beschftigt sich mit ,thieles ,leben und ,werken vom kunst- und kulturgeschichtl4 ,standpunkt aus4 ,im #b4 ,teil sind auf #cj ,lichtdrucktafeln schsische ,prospekte wiedergegeben und ausfhrlich beschrieben4 ,der ,stdtebau nach seinen knstlerischen ,grundstzen ,von ,camillo ,sitte4 ,ein ,beitrag zur ,lsung moderner ,fragen der ,architektur und monumentalen ,plastik unter besonderer ,beziehung auf ,wien4 #d4 ,aufl4 ,vermehrt um ,grostadtgrn84 ,mit #a ,heliogravre1 #aad ,illustrationen und ,detailplnen4 ,geh4 ,m4 #f4--1 geb4 ,m4 #g4dj ,kunst und ,kirche ,vortrge aus dem #aiac zu ,dresden abgehaltenen ,kursus fr kirchliche ,kunst- und ,denkmalspflege4 ,herausgegeben vom ,evang4-luther4 ,landeskonsistorium4 ,mit #fa ,abbild4 auf #cb ,tafeln4 ,geh4 ,m4 #d4--1 geb4 ,m4 #e4-- ,inhalt3 ,gurlitt3 ,kunst und ,kirche4 -- ,schmidt3 ,der schs4 ,kirchenbau bis auf ,georg ,bhr4 -- ,bestelmeyer3 ,bauknstl4 ,aufgab4 der ev4 ,kirche in der ,gegenwart4 -- ,gurlitt3 ,kirchl4 ,denkmalspflege4 -- ,berling3 ,die ,sonderausstellung kirchl4 ,kleinkunst4 -- ,hgg3 ,friedhofskunst4 ,die ,renaissance in ,florenz und ,rom #h ,vortrge von ,prof4 ,dr4 ,k4 ,brandi4 #d4 ,aufl4 ,geh4 ,m4 #e4--1 geb4 ,m4 #f4-- 444 ,meisterhaft sind die ,erscheinungen von ,politik1 ,gelehrsamkeit1 ,dichtung1 bildender ,kunst zum klaren ,entwicklungsgebilde geordnet1 mit groem ,takte die ,persnlichkeiten gezeichnet1 aus freier ,distanz die ,ideen der ,zeit betrachtet4 ,die ,ausstattung des ,buches drfte zum ,geschmackvollsten der neueren deutschen ,typographie gehren48 7,hist4 ,jahrbuch47 ,schriften von ,johann ,georg1 ,herzog zu ,sachsen ,streifzge durch die ,kirchen und ,klster gyptens4 ,mit #bci ,abb4 ,geh4 ,m4 #h4--4 ,tagebuchbltter aus ,nordsyrien4 ,mit #he ,abb4 ,geh4 ,m4 #d4hj ,das ,katharinenkloster am ,sinai4 ,mit #dc ,abb4 auf #ab ,taf4 ,geh4 ,m4 #c4bj ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin